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Spezialist für Geotechnik seit sechs Jahrzehnten
Das Unternehmen wurde 1953 von den Eigentümern und Gründern der Firma SIF-Entreprise-Bachy, den Gebrüdern Bachy aus Frankreich, aus der Taufe gehoben. Ziel war es, für den Bau der grossen Staumauern in der Schweiz Erkundungsbohrungen und Injektionsarbeiten auszuführen zu können, insbesondere für La Grande-Dixence SA. Dies geschah dann auch in grösserem Rahmen während der 50er- und 60er-Jahre in den Kantonen Wallis und Waadt. In den 70er- und 80er-Jahren war Sif-Groutbor massgeblich auf den Autobahnbaustellen der Westschweiz im Einsatz. Weitere prominente Aufträge beinhalteten komplexe Verbau- und Gründungsarbeiten bei der Realisierung von Projekten für die EPFL, Post und SBB.
Die Baukrise der 90er-Jahre zwang die Firma dazu, ihre Aktivitäten auf Spezialgebiete wie Injektionsarbeiten zu konzentrieren. Dabei erwies sich ihr technischer Vorsprung bei der automatischen Steuerung und Aufzeichnung der Injektionsparamater sowie bei der Definition und Produktion der Injektionssuspensionen als vorteilhaft. SIF-Entreprise-Bachy fusionierte am 1. Juli 1997 mit der Firma Solétanche. Hieraus entstand das neue Mutterhaus Solétanche-Bachy. Sif-Groutbor profitiert dadurch von einer breiten Palette innovativer Techniken, die grösstenteils patentiert sind und den Zugang zu Marktnischen ermöglichen. So konnten auf Schweizer Baustellen Verfahren wie «Starsol» (Pfähle im Endlosschneckenverfahren), «Geomix» und «Trenchmix» (In-situ-Boden-Zement-Vermischung bis in 30 beziehungsweise zehn Meter Tiefe), «Inclusions Rigides» (Bodenverbesserung durch Verdrängungssäulen), «Cyljet» (Bestimmung des Durchmessers von Jettingsäulen), «Jetplus» (Herstellung von Jettingsäulen mit grossem Durchmesser) oder «Hi-Drill» (Bohrverfahren in Hochfrequenztechnik) erfolgreich angewendet werden.
Auch eigene Techniken entwickelten die Experten der Sif-Groutbor SA weiter, wie zum Beispiel die aus Österreich stammenden duktilen Verpresspfähle. Für diese Injektionsrammtechnik wurde ein eigenes Bemessungsprogramm entworfen und die elektronische Parameteraufzeichnung installiert. Dies ermöglicht eine lückenlose Qualitätsüberwachung und die Bestimmung der Tragfähigkeit jedes Pfahls anhand der Aufzeichnungen. Bis heute wurden in der Westschweiz über 30 Baustellen mit diesem Pfahlsystem ausgeführt. Für die Kunden bedeutet dies Kosteneinsparungen und einen erheblichen Zeitgewinn im Vergleich zur Bohrtechnik. Zurzeit ist Sif-Groutbor in Genf auf vier Losen der Jahrhundertbaustelle CEVA (Bahnverbindung Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse) und bei der Erweiterung des Flughafens AIG (Aéroport International de Genève) vertreten. Anlässlich des 60-Jahr-Jubiläums hatte das Unternehmen zu einem Seminar eingeladen, um seine Partner und Kunden über die neuesten Entwicklungen zu informieren.
Tel. 021 634 78 22
www.sif-groutbor.ch