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Newsletter 53
Hintergrund: Die Platelet rich Plasma Therapie (PRP), die in kleinen Studien positive Resultate zeigte, ist immer noch umstritten. Bei dieser Therapie wird Eigenplasma aus Eigenblut mit Blutplättchen angereichert. In einigen Studien, insbesondere bei der Kniearthrose zeigte diese Behandlung positive Resultate bezüglich Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung.
Ziel: In dieser Studie sollte der Effekt der PRP Therapie auf die Arthrose des Sprunggelenkes (Tibiotalar) untersucht werden.
Methode: Dabei haben holländische Forscher 100 Patienten mit einer mittelschweren Sprunggelenksarthrose (Durchschnittsalter 55 Jahre) behandelt. Im Abstand von 6 Wochen wurden in einer Doppelt-blinden Studie 2ml PRP Serum oder Placebo (Nacl) ins Gelenk infiltriert. Alle Patienten erhielten zusätzlich eine Instruktion bezüglich einer angepassten Physiotherapie und wurden gebeten auf die Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika zu verzichten.
Resultate: Nach 26 Wochen hatten sich die Beschwerden bezüglich Schmerzen und Funktion in beiden Gruppen um 10 Punkte auf einer 100 Punkte Skala verbessert. Zudem traten keine ausserordentlichen Nebenwirkungen auf (1).
Schlussfolgerung: Der Wert einer PRP Therapie ist nach wie vor umstritten. Es zeigt erneut, dass neue Therapiemethoden nicht nur in kleinen Fallstudien evaluiert werden sollten. Um sichere Effekte nachzuweisen benötigt der Klinker aussagekräftige randomisierte Studien mit genügend Fallzahlen.
- Paget LDA et al. Effect of platelet-rich-Plasma injections vs Placebo on ankle symptoms and function in patients with ankle osteoarthritis: A randomized clinical trial. JAMA 2021 Oct 26; 326: 1595