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«Es war kein schlechter Tag, sondern nur ein durchschnittlicher»
Roger Federer war nach der Niederlage gegen Kevin Anderson natürlich sehr enttäuscht. Ratlosigkeit herrschte nach dem Marathon-Match allerdings keine.
Sie hatten an Grand Slams noch nicht so viele schlechte Tage wie diesen…
Federer: Das war kein schlechter Tag. Es war einfach nur ein durchschnittlicher Tag. Solche Tage gibt es oft … Trotzdem gibt es in solchen Spielen Momente, in denen man kurzzeitig sehr gut spielen kann. Heute, wenn ich es gebraucht hätte, hab ich das nicht geschafft.
Zu welchem Zeitpunkt hatten Sie das Gefühl, das Match aus der Hand zu geben?
Ich weiss nicht genau, wann ich die Kontrolle über das Match verloren habe. Vielleicht beim Matchball, vielleicht als ich das Break zum 5:6 kassierte.
Was waren Ihre Gedanken zu Beginn des vierten Satzes, nachdem Sie Ihre Matchbälle vergeben hatten?
Dass ich immer noch 2:1 vorne bin. Da war noch alles gut. Da dachte ich noch nicht ans Verlieren.
Was sagen Sie zur Leistung Ihres Gegners?
Kevin hat einen starken Aufschlag, auf den er sich verlassen kann. Und er hat schon immer sehr gut auf zweite Aufschläge retourniert. Da war nichts, was mich total überrascht hätte. Er hat gut gespielt, sehr konstant, besonders in den wichtigen Momenten. Kompliment an ihn, dass er so lange durchgehalten hat.
Waren Sie überrascht, dass er auch in den Grundlinien-Duellen so gut mithielt?
Nein. Das war schon oft gegen mich der Fall. Ich habe mich aber heute einfach nicht ganz wohl gefühlt bei diesen Duellen. Ich konnte besonders die kurzen Ballwechsel nicht so gestalten, wie ich es mir wünschte. Abgesehen vom ersten Satz habe ich mich heute nie hundertprozentig wohl gefühlt.
Wie lange wird es dauern, bis Sie über diese Niederlage hinwegkommen?
Das ist schwierig zu sagen. Vielleicht eine ganze Weile, vielleicht eine halbe Stunde.
Wollen sie in den nächsten Jahren wiederkommen, weil sie heute nun «unverrichteter Dinge» gehen?
Mein Ziel ist es, nächstes Jahr wieder hierher zu kommen. Und nein, es ist nicht so, dass ich «unverrichteter Dinge» gehe. Ich denke, ich habe hier in den letzten Jahren auch schon einige gute Arbeit geleistet (grinst). Ich bin okay. Einfach enttäuscht.Zurück zur Startseite