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Elf Medaillen gewann die Schweiz an den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Das war vor einem Jahr. Nun stehen Weltmeisterschaften an. Welche Sportler können erneut zuschlagen?
Die Abfahrts-Olympiasiegerin hat es in diesem Winter noch in keinem Rennen aufs Podest geschafft, ist bloss vier Mal in die Top Ten gefahren. Gestern in Cortina d'Ampezzo stürzte sie und zog sich eine so schwere Knieverletzung zu, dass die WM-Teilnahme unrealistisch ist. Und selbst wenn sie in Vail an den Start gehen kann, dann nur sehr handicapiert.
Chance auf WM-Medaille: 1 Prozent
Der Sensations-Olympiasieger in der Kombination kämpft wieder einmal mit Rückenproblemen. Viletta war noch nie überragend, sein einziger Podestplatz im Weltcup – ein Sieg im Super-G von Beaver Creek – liegt über drei Jahre zurück. Immerhin zeigt die Formkurve nach oben: In der Lauberhorn-Abfahrt realisierte er mit Rang 8 sein bestes Saisonresultat.
Chance auf WM-Medaille: 15 Prozent
Die Saison begann mit dem Sieg im Super-G von Lake Louise erfreulich. Seither liess Lara Gut in den Speed-Rennen die Plätze 4, 4, 8 und 6 folgen. Keine Frage: Die dreifache WM-Silbermedaillengewinnerin wird in Vail bei der Vergabe des Edelmetalls mitreden.
Chance auf WM-Medaille: 50 Prozent
In der Tour de Ski wechselten sich beim Doppel-Olympiasieger von Sotschi Licht und Schatten ab. Den Prologsieg konnte er nicht bestätigen, am Ende wurde er Fünfter. Mit all seiner Erfahrung wird Cologna aber wissen, was ihm noch gefehlt hat. An der Nordischen Ski-WM im schwedischen Falun zählt er zu den Topfavoriten.
Chance auf WM-Medaille: 90 Prozent
Zwei Monate lang musste der Halfpipe-Olympiasieger wegen einer Verletzung am Fuss aussetzen. Die WM im österreichischen Kreischberg war am Wochenende sein erster Wettkampf seither. Der Titelverteidiger verpasste das Podest: Iouri Podladtchikov wurde nur Vierter.
Keine WM-Medaille 2015
Letzte Saison dominierte die Walliserin, Gold im Parallel-Riesenslalom war der Höhepunkt. Heuer klappte es noch nicht mit einem Sieg. Doch im letzten Bewerb vor den Titelkämpfen wurde Kummer Zweite – das macht Mut. Die Bewerbe im Parallel-Slalom und im Riesenslalom sind am Donnerstag und Freitag.
Chance auf WM-Medaille: 70 Prozent
Sein Silber in Sotschi kam äusserst überraschend. Zuvor war Galmarini im Weltcup erst drei Mal aufs Podest gefahren. Sein Saisonstart war schlecht, doch er scheint sich gefangen zu haben. In Bad Gastein vor der WM wurde der Bündner Fünfter. Vielleicht schafft er wie vor einem Jahr erneut einen Exploit genau dann, wenn es darauf ankommt.
Chance auf WM-Medaille: 20 Prozent
Die Engadinerin gab im September bekannt, dass sie schwanger ist. Selina Gasparin legt deshalb in diesem Winter eine Babypause ein; sie will danach wieder in den Biathlon-Sport zurückkehren.
Keine WM-Medaille 2015
Die beiden Appenzeller, die in Sotschi Silber im Zweierbob holten, sind auch in diesem Winter gut im Schuss. Hefti und Baumann gewannen die letzten beiden Weltcuprennen mit dem kleinen Bob. Ohne Zweifel: Wenn sie nicht stürzen, holen die beiden Schweizer im deutschen Winterberg eine Medaille.
Chance auf WM-Medaille: 95 Prozent
An der Vormachtstellung von Kanada und den USA wird sich in den nächsten Jahren kaum etwas ändern. Dahinter gehört die Schweiz gemeinsam mit Schweden, Finnland und Russland zu jenen Nationen, die um die Bronzemedaille spielen. Ende März versuchen Goalie Florence Schelling und ihre Kolleginnen in Malmö, den Coup von Sotschi zu wiederholen.
Chance auf WM-Medaille: 25 Prozent
Der Skispringer hat in Sotschi zwar keine Medaille gewonnen, dafür glänzen vier goldene von früheren Olympiateilnahmen in seiner Vitrine. In diesem Winter war der Toggenburger in Form – ehe ihn ein Sturz in Bischofshofen stoppte. Ammann erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und konnte bislang noch nicht in den Weltcup zurückkehren. Die WM-Teilnahme ist unsicher.
Chance auf WM-Medaille: 10 Prozent