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Die privatwirtschaftliche Vereinbarung zum Schutz des Regenwaldes im Amazonasgebiet sei erfolgreicher als staatliche Massnahmen, fanden Forscher einer kürzlich publizierten Studie zum Soja Moratorium. Grossverteiler gaben vor 8 Jahren dem zivilgesellschaftlichen Druck nach und schlossen eine Vereinbarung, wonach sie auf den Kauf von Soja, das von Flächen stammt, welche nach 2006 gerodet wurden, verzichten.
Zwischen 2006 und 2014 habe praktisch keine zusätzliche Rodung des Regenwaldes für die Soja-Produktion stattgefunden, fand die Studie. Stattdessen sei die Ausdehnung der Produktion auf bereits gerodetem oder freigelegtem Land erfolgt. Davon gäbe es noch genug, um eine Expansion von 600 Prozent zu ermöglichen.
Die Studie fand weiter, dass lediglich 115 Produzenten gegen das Moratorium verstiessen. Dagegen ignorierten zirka 600 Produzenten die nationale Gesetzgebung, welche in dem weitläufigen Gebiet nur schwer durchgesetzt werden könne. Daher sind die Forscher der Meinung, dass das Ende des Moratoriums, vorgesehen für Mai 2016, zu einer Rückkehr der Abholzung führen würde. Die Umweltbehörden seien noch nicht in der Lage, selbst für den Schutz des Regenwaldes zu sorgen.