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Alkohol
Gesetz
An Jugendliche unter 16 Jahren darf in der Schweiz kein Alkohol verkauft oder weitergegeben werden. An Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren dürfen Bier, Wein und Apfelwein, aber keine Alcopops, Aperitifs und Spirituosen verkauft oder weitergegeben werden. Der Konsum ist für Jugendliche nicht strafbar, doch wenn sie in einem gefährlichen Mass konsumieren, können ihre Eltern dafür strafrechtlich belangt werden
Wirkung
Die Intensität der Wirkung ist bei jeder Person anders. Die Wirkung tritt nach wenigen Minuten ein, steigert sich dann aber bis zu einer Stunde lang weiter. Moderate Mengen Alkohol (ein bis zwei Gläser Bier) können die Stimmung heben. Bei einem stärkeren Konsum wird dein Gang schwankend, vielleicht lallst du oder siehst nicht mehr scharf. Es kann passieren, dass du aggressiv wirst oder Dinge tust, die dir im nüchternen Zustand peinlich sind. Übermässiger Alkohol (ab ca. 2 Promille) führt zu einer Vergiftung. Das kann lebensbedrohlich sein und die sofortige Einweisung ins Spital nötig machen.
Risiken
Menschen unter Alkoholeinfluss sind häufiger in Unfälle oder Gewalttaten verwickelt, weil sie in diesem Zustand enthemmter und tendenziell aggressiver sind. Alkohol kann die Entwicklung des Körpers, insbesondere des Gehirns, empfindlich stören und bleibende Schäden an Leber, Magen, Gehirn, Bauchspeicheldrüse, Nerven und Herz nach sich ziehen. Ein früher Konsumbeginn erhöht ausserdem das Risiko, später eine Sucht zu entwickeln.
Alkoholsucht
Eine Fachperson kann eine Alkoholsucht diagnostizieren, wenn innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens drei der folgenden Symptome eingetreten sind:
Starker Wunsch oder Zwang zu trinken
Keine Kontrolle über die Dauer und Menge des Konsums
Mindestens ein körperliches Symptom, wenn du weniger trinkst, z.B. Unruhe oder Kopfschmerzen
Vernachlässigung von Hobbys und Interessen
Weitertrinken, obwohl die negativen Folgen bereits spürbar sind
Gruppengefühl
Gehe vorsichtig an das Thema Alkohol heran. Informiere Dich, bevor Du in der Gruppe von jemand anderem mitgebrachten Alkohol trinkst. Deine Eltern, die Jugendarbeit oder Infoplattformen im Internet können Dir sagen, welche Art Alkohol, welche Wirkung hat.
Lass Dich beim Alkoholkonsum nicht vom Geschmack täuschen. Alcopops zum Beispiel schmecken süss und ‚fahren‘ deshalb umso stärker ein.
Geniesse Trinkspiele in der Gruppe mit Vorsicht. Die Verbindung von Alkohol und Wettbewerb führt allzu oft zu masslosem Trinken und entsprechenden unschönen Folgen.
Versuche herauszufinden, ob Du Geschmack und Wirkung von Alkohol wirklich magst und wenn nicht, sag das in der Gruppe frei heraus.
Versuch bei einem Alkoholrausch diesen nachher in der Gruppe zu thematisieren und auch die negativen Seiten davon anzusprechen.
Sprich mit Gruppenmitgliedern, die schon früh regelmässig Alkohol trinken, über die Wirkung und mögliche gesundheitliche Schäden.