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Der Schlauchmagen
(gastric sleeve)
Die Schlauchmagenbildung ist ein jüngeres Operationsverfahren in der bariatrischen Chirurgie. Bei der «gastric sleeve» Operation wird ein dünner Magenschlauch gebildet und ein Grossteil des Magens entfernt.
Die Gewichtsabnahme während den ersten 5 Jahren ist bei diesem Operationsverfahren ähnlich erfolgreich, wie bei der Magenbypass Operation.
Die Lebensqualität der Patienten wird als gut angegeben. Die Schlauchmagenbildung ist inzwischen eine etablierte operative Methode zur Gewichtsreduktion. Über die Langzeitresultate lassen sich im Gegensatz zum Magenbypass aber noch keine definitiven Angaben machen, da diese Operation in standardisierter Technik weniger lang durchgeführt wird.
Welche positiven Veränderungen kann man erwarten?
Die Wirkungsweise des Schlauchmagens beruht darauf, dass sie kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen, dadurch stellt sich das Sättigungsgefühl früher ein. Zudem scheint der Schlauchmagen (wie der Magenbypass) zu einer Abnahme von Appetithormonen zu führen, was einen günstigen Effekt auf die Gewichtsreduktion hat.
Welche negativen Folgen sind möglich?
Zu den sehr seltenen Komplikationen nach Schlauchmagenoperation
(ca. 1-2 %) gehören die Nachblutungen in den ersten 24 Stunden und das «Aufgehen» der maschinellen Klammernaht am Magen in den ersten 10 Tagen.
Eine schwere Mangelernährung nach Gastric Sleeve Operation ist eine Rarität (<0,1 %) und Vitaminmangel lässt sich vermeiden, indem Sie sich an die verordneten ärztlichen Nachkontrolltermine halten.
Falls der Schlauchmagen nach Jahren zu keiner befriedigenden Gewichtreduktion führt, kann dieser in einen Magenbypass oder in einen «Duodenal-Switch» umgewandelt werden.
Nähere Auskünfte über Chancen und Risiken einer «gastric sleeve» Operation erhalten Sie in unseren Bariatrie-Sprechstunden.