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Die Verhandlungen mit dem europäischen Betriebsrat haben am Mittwoch bereits begonnen. Von den konzernweit 134'000 Mitarbeitern arbeiten 34'000 in der Rüstungssparte, knapp 13'000 von ihnen in Deutschland.
Hoke begründete die Einschnitte damit, dass die Sparte unter der Auftragsflaute im Raumfahrt-Geschäft und immer wieder verschobenen Rüstungsvorhaben leide. Daher habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren weniger neue Aufträge erhalten als Produkte ausgeliefert und stecke finanziell in einer schwierigen Lage. "Die Zahlen senden eine klare Botschaft: Wir müssen jetzt handeln", schrieb Hoke. Airbus Defence and Space arbeite daran, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Kosten zu senken.
Zusätzliche Massnahmen nötig
Dies werde aber nicht ausreichen, es brauche zusätzliche Massnahmen, heisst es in dem Brief. "Als Teil dieser Massnahmen haben wir entschieden, unsere Belegschaft bis Ende 2021 um 2362 Stellen zu verkleinern." In Deutschland sollen laut Hoke 829 Jobs gestrichen werden, in Grossbritannien 357, in Spanien 630, in Frankreich 404 und in anderen Ländern 141 Jobs. Der Konzern werde sich um akzeptable Lösungen bemühen.
"Ich weiss, dass dies eine emotionale Sache ist", schrieb Hoke. "Wir haben schon früher herausfordernde Zeiten gemeistert. Und wir haben es immer auf eine verantwortungs- und respektvolle Art und Weise geschafft." Langfristig habe die Rüstungssparte mit ihrem Technologie- und Produkt-Portfolio sowie grossen Rüstungsprogrammen wie dem deutsch-französischen Kampfjet und der Euro-Drohne positive Aussichten. Airbus Defence and Space hatte erstmals im Dezember Sparmassnahmen angekündigt.
(AWP)