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Gestohlene Giacometti-Bilder?
- Dienstag, 5. Juli 2016, 5:17 Uhr, aktualisiert um 19:39 Uhr
Eine Kollektion des Bündner Kunstmuseums mit Zeichnungen des Bildhauers und Malers Alberto Giacometti ist von der Staatsanwaltschaft vorsorglich beschlagnahmt worden. Eine Giacometti-Stiftung in Paris behauptet, die Kollektion sei vor Jahrzehnten gestohlen worden.
«Wir haben die Sammlung auf Ersuchen der französischen Behörden vor über zwei Jahren vorsorglich beschlagnahmt», bestätig Claudio Riedi, Sprecher der Bündner Staatsanwaltschaft, einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Es handle sich um mutmassliches Deliktgut. Nun warte man auf weitere Schritte aus Frankreich.
Ein Gericht in Paris befasst sich mit der Frage, ob es sich bei der Kunst um Diebesgut handelt, wie Staatsanwalt Riedi erklärte. Je nach Urteil kann Paris anschliessend ein Rechtshilfeersuchen auf Überführung der Werke nach Frankreich stellen.
Die Kollektion besteht aus 16 Zeichnungen Giacomettis und 101 Fotografien, auf denen der berühmte Bündner Künstler abgebildet ist. Die Sammlung ist eine Leihgabe eines Gönners an das Kunstmuseum. Dass es sich beim Gönner um den bekannten Bündner Investor Remo Stoffel handelt, wollte Riedi nicht bestätigen.