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Die Regierung hat laut Tusk bereits neun mögliche Standorte für das geplante Kernkraftwerk in die nähere Wahl gezogen. Machbarkeitsstudien und Umweltverträglichkeitsprüfungen würden zusammen mit Frankreich und Südkorea durchgeführt. Die grösste Energieversorgerin des Landes, die Polska Grupa Energetyczna SA (PGE), wird den Bau beaufsichtigen, sagte Tusk.
Tusk hatte bereits in seiner Eröffnungsrede der 14. Tagung der Conference of the Parties of the UN Framework Convention on Climate (UNFCCC) in Posen (Polen) festgehalten, dass Polen sich demnächst für den Bau eines Kernkraftwerks entscheiden werde.
Heute bezieht Polen über 90% seiner elektrischen Energie aus Kohlekraftwerken und 40% des konsumierten Erdgases kommt aus Russland. Um seine Energiesicherheit zu erhöhen und die ehrgeizigen Reduktionsziele der EU bezüglich CO2-Emissionen zu erreichen, sei Polen sehr interessiert, auf die Kernenergie zu setzen.
Das Foratom, die Dachorganisation der europäischen Atomforen, zeigte sich erfreut über die Bauankündigung Polens. Einmal mehr habe der nachgewiesene Beitrag der Kernenergie zu Versorgungssicherheit und Klimaschutz einen EU-Mitgliedstaat überzeugen helfen, in eine nukleare Zukunft zu investieren.
Quelle
M.A. nach NucNet und Foratom, Medienmitteilung,15. Januar 2009