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Am vergangenen Freitag, 14. Februar, ist der ehemalige Berg-Europameister Jean-Claude Béring im Alter von 75 Jahren verstorben.
Béring hat seine Karriere auf einem Mini Cooper begonnen. Und später an Bergrennen, Slaloms und Rallyes auf Fabrikaten wie Triumph, BMW, Lancia, Audi, Porsche und Renault teilgenommen. 1975 und 1976 sicherte sich der Mann aus La-Chaux-de-Fonds den Titel in der Europa-Bergmeisterschaft bei den GT-Fahrzeugen auf einem Porsche Carrera RS. Diesen hatte er dem österreichischen Star-Dirigenten Herbert von Karajan abgekauft.
Auch national war Béring erfolgreich. 1977 gewann er den Schweizer Meistertitel bei den Serienwagen der Gruppe 1 respektive 3. Dort war der Jurassier auf einem Triumph Dolomite unterwegs. Sein motorsportliches Highlight erlebte Béring 1975 mit der Teilnahme bei den 24 Stunden von Le Mans. Auf einem Porsche Carrera RS des Porsche Club Romand belegte er dort an der Seite der beiden deutschen Piloten Klaus Utz und Horst Godel den 19. Gesamtrang. Und das trotz gesundheitlichen Problemen. Abgase hatten dem «Grossen», wie er unter Freunden genannt wurde, so sehr zugesetzt, dass er noch während des Rennens in ärztliche Behandlung musste.
Auch bei Rallyes hat Béring eine starke Figur hinterlassen. 1983 sicherte er sich punktgleich hinter Eric Ferreux den zweiten Gesamtrang in der Schweizer Rallye-Meisterschaft auf einem Renault 5 Turbo. Legendär sind auch seine Auftritte im Ex-Michèle-Mouton-Audi. Mit diesem Auto gewann Béring unter anderem das Critérium Neuchâtelois 1984 mit Namensvetter Jean-Claude Schertenleib als Navigator.
Auch nach seinem Rücktritt vom aktiven Rennsport hatte Béring als Bus-Chauffeur der Neuenburger Verkehrsbetriebe das Lenkrad weiter fest im Griff.
Auto Sport Schweiz spricht seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden sein aufrichtiges Beileid aus.