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Es sind in erster Linie die Honigbienen, die im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Allgemein verbreitet ist das Bild der Biene als Insekt, das ganze Völker bildet und als Honig produzierendes Nutztier in menschlicher Obhut gehalten wird. Ursprünglich gab es auch in Mitteleuropa wild lebende, vom Menschen unabhängige Honigbienen; heutzutage findet man ausserhalb menschlichem Gewahrsam höchstens einzelne Schwärme, die meistens nicht lange überleben.
Die allermeisten Wildbienen – die Hummeln eingeschlossen – sind hingegen Einzelgängerinnen:
Anders als die Honigbienen, die ihre Brut gemeinsam im Volk aufziehen, versorgen die Wildbienenweibchen ihre maximal 10 bis 20 Brutzellen allein. Während also ein Massensterben in einem Volk von Honigbienen beim Imker unweigerlich Beachtung findet, fällt das Sterben zahlreicher, aber verstreut lebender einzelgängerischer Wildbienen und Hummeln nicht weiter auf. Für die Biodiversität ist es umso bedrohlicher, da dadurch die Gefährdung bzw. Vernichtung ganzer Populationen übersehen werden könnte.