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Théoda de Corinna Bille
Von seinem Erscheinen 1944 an ist der erste Roman von S. Corinna Bille, Théoda, als gelungenes literarisches Werk begrüsst worden. In der Folge ist er mehrmals wiederaufgelegt, dann in verschiedene Sprachen übersetzt worden. Die Handlung von Théoda spielt 1842 in einem archaischen Land, durch das die Rhone fliesst. Die Geschichte des Verbrechens (ein Mann wird von seiner Frau und zwei Komplizen ermordet) kommt in den Chroniken der Epoche vor. Die Intrige jedoch, die auf einer wahren Begebenheit beruht, ist nicht das Wesentliche: Es ist nicht nur die finstere historische Anekdote, die Corinna Bille interessiert, sondern auch die Beziehung zwischen Théoda und Marceline. Théoda, die unabhängige Frau, die aus dem anderen Tal kommt, und Marceline, die junge Bäuerin, die erzählt, was sie gesehen hat und was sie sieht: die leidenschaftliche Verbundenheit zweier Wesen, die sich lieben, die Sitten und Gebräuche des Landes, die Arbeit in den Weinbergen und auf den Feldern oder auch die religiösen Feste. Das Buch vereinigt eine literarische Kostbarkeit mit wertvollen historischen und ethnografische Aufzeichnungen.