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Der scheidende Ministerpräsident Mario Monti würde Italien weiter regieren, sollte eine Koalition der Parteien der Mitte Ende Februar als Sieger aus den Parlamentswahlen hervorgehen.
«Reichlich Unterstützung»
Er habe die Nominierung als Führer eines solchen Bündnisses angenommen, teilte Monti in Rom mit und stieg damit eine Woche nach seinem Rücktritt in den Wahlkampf ein. Der eigentlich parteilose Wirtschaftsprofessor wird aber nicht für ein Parlamentsmandat kandidieren.
Die Parteien des Zentrums hätten ihm «glaubwürdig und reichlich Unterstützung» für sein Reformprogramm zugesichert, das er am vergangenen Wochenende präsentiert hatte, sagte Monti. Der Chef der bisherigen Experten-Regierung hatte mit den Christdemokraten, verschiedenen Mitgliedern seiner Regierung, Abweichlern der Mitte-Rechts- und der Mitte-Links-Parteien sowie Ferrari-Boss Luca di Montezemolo beraten.
Mitte-Links-Bündnis in Umfragen vorn
Als Ministerpräsidenten-Anwärter konkurriert der 69jährige Ökonom mit seinem Amtsvorgänger Silvio Berlusconi vom Mitte-Rechts-Block und dem Chef der Demokratischen Partei (PD) Pier Luigi Bersani, der ein Mitte-Links-Bündnis führt und laut Umfragen die besten Chance auf die Regierungsbildung hat.
Der von Bersanis PD-geführte Block käme demnach derzeit auf rund 40 Prozent. Er hätte aber keine Mehrheit im Senat sicher und könnte von einer Allianz unter Monti abhängig sein, dessen Bündnis auf 10 bis 15 Prozent kommen könnte. Berlusconis Bündnis einschliesslich der rechtspopulistischen Lega Nord liegt Umfragen zufolge derzeit bei 20 bis 25 Prozent.
Monti strebt kein Parlamentsmandat an
Monti wird sich nicht um ein Parlamentsmandat bewerben, weil er als Senator auf Lebenszeit dort bereits einen Sitz hat. Der Wirtschaftswissenschaftler hatte nach dem Rücktritt Berlusconis als Ministerpräsident im November 2011 die Regierung übernommen, um das Euro-Land aus der Krise zu führen.
Er brachte zahlreiche Reformen auf den Weg. Unter den Sparmassnahmen litt aber die Zustimmung der Bevölkerung zu seiner Politik