Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03552.jsonl.gz/398

Der Wirkstoff gegen Osteoporose Denosumab (Prolia) hat bei einigen Patientinnen unerwünschte Nebenwirkungen verursacht: Laut Swissmedic besteht nach Absetzen einer Therapie mit Denosumab das «Risiko multipler Wirbelfrakturen».
In ihrer Ausgabe vom 19. April 2017 beschreibt die Revue Médicale Suisse einen «Rebound-Effekt»: Die zellulären Faktoren des Knochenmasseverlusts, die Denosumab vorübergehend ausbremst, werden nach Absetzen des Medikaments alle gleichzeitig und abrupt wieder aktiv. Aufgrund des Toxizitätsrisikos ist die Einnahmedauer des Medikaments jedoch gezwungenermassen begrenzt. Eine Einnahme über einen längeren Zeitraum würde den Rebound-Effekt zudem noch verstärken.
Statt das Medikament vom Markt zu nehmen, empfehlen die Fachleute, den Rebound-Effekt mit Bisphosphonaten abzuschwächen. Doch diese Wirkstoffe, die vor der Zulassung von Denosumab im Jahr 2010 gegen Osteoporose eingesetzt wurden, stehen ebenfalls im Verdacht, Spontanfrakturen zu verursachen.
In der Schweiz sind 500’000 bis 600’000 Personen von Osteoporose betroffen, etwa 10’000 werden mit dem Wirkstoff Denosumab behandelt.