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Ausgangslage
Per 1. August 2007 beschlossen der Bundesrat und die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) eine Teilrevision des Maturitätsanerkennungsreglements (MAR) vom 16. Januar/ 15. Februar 1995. Die wichtigsten Änderungen betrafen die Aufwertung der naturwissenschaftlichen Fächer und den Einbezug der Maturitätsarbeit, samt Benotung, in die Maturitätsprüfungen. Weitere Änderungen betrafen das bisherige Kombinationsfach Geistes- und Sozialwissenschaften und das neue Ergänzungsfach Informatik.
Auf Beginn des Schuljahres 2011/12 werden erstmals alle neu in die 1. Klassen des Langgymnasiums eintretenden Schülerinnen und Schüler eine Vorbildung in Englisch auf der Primarstufe aufweisen. Per Ende des Schuljahres 2011/12 werden erstmals die Maturitätsprüfungen vor den Sommerferien abgeschlossen.
Antrag der Kantonsschule Limmattal
Die Kantonsschule Limmattal ersucht mit Schreiben vom 27. Januar 2011 um die Bewilligung einer Änderung der Stundentafel auf Beginn des Schuljahres 2011/12.
Die Unterstufe soll neu mit je zwei Wochenlektionen Englisch im ersten und zweiten Jahr des Langgymnasiums ausgestattet werden. Dieses Fach war bisher nicht in der Stundentafel enthalten. Kleinere Umstellungen werden in den Fächern Latein und Französisch beantragt, ohne dass die Gesamtstundenzahl verändert wird. In Latein und Französisch wird das Gewicht leicht von der 1. auf die 2. Klasse verlagert.
In der gymnasialen Oberstufe bzw. in den Profilklassen gemäss MAR werden die Fächer Biologie und Chemie so umgelagert, dass keine Lücken in einzelnen Schuljahren auftreten bzw. über alle Schuljahre eine ausgewogenere Verteilung gewährleistet ist. Das Fach Geschichte/ Staatskunde wird im 10. Jahr um eine Wochenlektion erhöht, um damit dessen Ausfall im zweiten Semester des letzten Schuljahres zu kompensieren. Die Einführung in Wirtschaft und Recht (2 Wochenlektionen) soll vom 12. ins 11. Jahr vorverlegt werden. Schliesslich wird im Bereich der besonderen Unterrichtsformen eine ausgewogenere Verteilung angestrebt, indem eine Wochenlektion von «Projekte» an «Vorlesung» verschoben werden.
Begründet werden diese Änderungen im Antrag der Schulleitung, der auch von Konvent und Schulkommission mitgetragen wird, mit der Einführung des Frühenglischunterrichts in der Volksschule. Um diese Ausbildung nahtlos weiterzuführen, sei Englisch auch auf der gymnasialen Unterstufe anzubieten. Im Weiteren wird der ab 2012 vorgezogene Termin der Maturitätsprüfungen für die beantragten Änderungen in der gymnasialen Oberstufe als Begründung herangezogen. Die Verkürzung des letzten Semesters mache eine Vorverlegung der Fächer Einführung in Wirtschaft und Recht sowie Geschichte/Staatskunde notwendig. Zudem würden mit dieser Anpassung alle geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer zur gleichen Zeit abgeschlossen.
Auf der gymnasialen Oberstufe erfährt die Gesamtstundenzahl durch die Neuerung keine Veränderung. Auf der Unterstufe erhöht sich die Gesamtstundenzahl um insgesamt zwei Jahreslektionen.
Die beantragten Änderungen schliessen eine Lücke im Englischunterricht im Untergymnasium und führen in der gymnasialen Oberstufe zu einer besseren Verteilung des naturwissenschaftlichen Unterrichts auf die einzelnen Schuljahre. Der Antrag der Kantonsschule Limmattal auf Einführung der angepassten Stundentafel auf Beginn des Schuljahres 2011/12 ist zu bewilligen.
Antrag
Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Bildungsrat:
- Die beantragten Stundentafeländerungen der Kantonsschule Limmattal werden auf Beginn des Schuljahres 2011/12 bewilligt.
- Publikation des Bildungsratsbeschlusses in geeigneter Form im Schulblatt und im Internet.
- Mitteilung an die Kantonsschule Limmattal; die Präsidentin der Präsidentenkonferenz Schulkommissionen, Frau Dr. Susy Stauber; den Präsidenten der Schulleiterkonferenz Mittelschulen, Herrn Prof. Dr. Peter Ritzmann; den Präsidenten der Lehrpersonenkonferenz Mittelschulen, Herrn Martin Lüscher, sowie das Mittelschul- und Berufsbildungsamt.