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Ein paar Fragen an die Übersetzer der tschadarabischen Bibel:
Wie seid ihr zur Übersetzungsarbeit gekommen?
Frau S.: Eine Mitarbeiterin wollte den Jesus-Film auf Tschadarabisch übersetzen. Sie kannte mich von der Kirchgemeinde und fragte mich, ob ich helfen wolle. Als Vorbereitung nahm ich dann an einem Kurs teil, wo ich die Prinzipien des Übersetzens lernte.
Herr J.: Mitarbeiter hatten Verwandte von mir auf dem Land besucht. Diese vermittelten ihnen Kontakte zu Verwandten hier in der Hauptstadt. Dort fragten sie herum, ob es unter ihnen jemand gibt, der Französisch und Arabisch spricht, um mit ihnen zu arbeiten. Meine Verwandten haben mich vorgeschlagen.
Welche Schwierigkeiten musstet ihr überwinden?
Frau S. und Herr J.: Es gab viele Schwierigkeiten! Die Übersetzung ist ein langwieriger Prozess. Es braucht viel Geduld und Durchhaltewillen vom ersten Verstehen des Textes am Anfang über alle Etappen bis zur Überprüfung durch den Übersetzungsberater.
Manchmal ist der Originaltext schwer verständlich und die verschiedenen Übersetzungen scheinen sich zu widersprechen. Dann muss uns ein Exeget helfen, der Zugang zu englischen Übersetzungshilfen und Kommentaren hat, die wir nicht verstehen.
Die Übersetzungsarbeit ist auch mit persönlichen Kosten verbunden: Mehrere Leute in unserem Umfeld lehnen es ab, dass die Bibel übersetzt wird, und damit lehnen sie auch uns als Übersetzer ab. Wir können nicht offen über unsere Arbeit sprechen.
Welches war für euch das schwierigste Buch zum Übersetzen?
Herr J.: Das Hohelied. Dort wird über die Liebe gesprochen in Worten und mit Bildern, die wir in unserer Kultur nicht verwenden dürfen.
Frau S.: Ich habe Hesekiel besonders schwierig gefunden. Es ist von Lebewesen in der Gegenwart Gottes die Rede, die vier Gesichter und vier Flügel haben. Das sind geistliche Realitäten, von denen kein Mensch wirklich weiss, was da beschrieben wird. Darum war es auch schwierig, diese Texte in unsere Sprache zu übersetzen.
Welches war der schönste Moment in eurer Arbeit als Übersetzer?
Frau S.: Die Veröffentlichung des Neuen Testaments im Jahr 2013 hat uns sehr ermutigt in unserer Arbeit am Alten Testament.
Herr J.: Der schönste Moment wird sein, wenn wir die ganze Bibel in beiden Schriften haben!