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Sport fördert die Menschenrechte
Die Teilnahme am Sport führt zu gemeinsamen Interessen und Werten und vermittelt soziale Fähigkeiten, die für ein demokratisches Zusammenleben notwendig sind. Sport bereichert das soziale und kulturelle Leben, weil Menschen und Gruppen zusammenkommen. Die Vielfalt der Nationalitäten, Religionen u.a. zeigt sich sowohl in den Teams als auch bei den Zuschauer/innen. So hilft der Sport, Unterschiede zu überwinden, und fördert den Dialog. Dies ist ein Beitrag zum Abbau von Vorurteilen, Klischees, kulturellen Unterschieden, Unwissenheit, Intoleranz und Diskriminierung.
Open Fun Football Schools
Open Fun Football Schools ist ein humanitäres, nichtkommerzielles Gemeinschaftsunternehmen, das von zwei dänischen NGOs gegründet wurde, der Cross Cultures Project Association (CCPA) und dem Dänischen Flüchtlingsrat (DRC). Der Kontext ist eine öffentliche Sportkultur mit deutlichem lokalem Schwerpunkt, demokratischen Prinzipien, freiwilligem Einsatz, Unterstützung durch die Eltern und dem Grundsatz „Sport für alle“. Erwünscht ist die Stärkung von Vereinen durch die Verteilung von Sportausrüstung an alle Fußballclubs, die an dem Programm teilnehmen. Es ist auch ein Anreiz für die Schulen, ihre Vereine für alle Kinder und Jugendlichen zu öffnen, ungeachtet ihrer Fähigkeiten, ihres Geschlechts, ihres ethnischen oder sozialen Hintergrunds.
In den letzten zwei Jahren haben Open Fun Football Schools 15 Open Street Events durchgeführt. Dies sind kleine „Sportspiel“-Festivals, bei denen alle Kinder mitmachen können. Sie dauern drei bis fünf Stunden und dienen hauptsächlich als „Türöffner“ oder „Appetitmacher“ an besonders problematischen Standorten. So wurde 1999 mit einem Straßensportprogramm im Kosovo ein Netzwerk von 140 so genannten Streetmasters gegründet – Jugendlichen zwischen 14 und 18 –, die Straßensport-Aktivitäten für die Kinder der näheren Umgebung organisieren. Schätzungsweise nahmen etwa 6000 Kinder aller Altersgruppen an dem Programm teil, die meisten von ihnen täglich.[1]
Im Hinblick auf die Diskriminierung von Frauen wirkt schon die bloße Tatsache, dass Frauen so genannte „Männersportarten“ wie Fußball oder Gewichtheben ausüben, den diversen Klischees über Frauenrollen und die Unterschiede zwischen Männern und Frauen entgegen.
Die Popularität berühmter Sportler/innen führt dazu, dass sie häufig zu „Goodwill-Botschaftern“ ernannt werden, um die humanitäre Arbeit durch informelle Bildung zu fördern. So ist der brasilianische Fußballstar Ronaldo Sonderbotschafter der „Force for Change – Welt-AIDS-Kampagne mit Jugendlichen“.