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Smartphone-Nutzer können Prädiabetes künftig über ein neues elektronisches Diagnosegerät von Forschern des Paul G. Allen School of Computer Sciences and Engineering selbst diagnostizieren. In Vorstadien von Diabetes mellitus liegen ein erhöhter Nüchtern-Blutzucker oder eine gestörte Glukosetoleranz vor. Unbehandelt wächst sich diese Vorerkrankung bei 25 Prozent der Betroffenen nach drei bis fünf Jahren zu einer manifesten Diabetes aus. Nach zehn Jahren liegt der Prozentsatz bei rund 50 Prozent. In den USA wissen 80 Prozent nicht Bescheid über ihre Prädiabetes - mit verheerenden Folgen.
pte.
Teststreifen mit Elektronik angereichert
"Beim herkömmlichen Screening trägt eine Person einen Tropfen Blut auf einen Teststreifen auf, wo er chemisch mit den Enzymen auf dem Streifen reagiert. Wir haben den gleichen Teststreifen genommen und kostengünstige Schaltkreise hinzugefügt, die die Daten, die der Teststreifen liefert, an ein Smartphone übertragen. Die darauf installierte App 'GlucoScreen' basiert auf Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen und wertet alles aus. Auf dem Display erscheint dann das Ergebnis", sagt Entwicklungsleiter Anandghan Waghmare. Früh erkannt lasse sich Diabetes verhindern.
"Der Teststreifen benötigt keine Batterien. Stattdessen haben wir Fotodioden in unser System integriert, die die wenige Energie, die es benötigt, aus dem Blitz des Telefons beziehet", ergänzt Farshid Salemi Parizi, ein ehemaliger Doktorand an der Hochschule, der jetzt leitender Ingenieur für maschinelles Lernen beim KI-Spezialisten OctoML ist. Der Blitz wird von GlucoScreen, die den Benutzer durch jeden Schritt des Testprozesses führt, automatisch aktiviert. Der User befestigt die beiden Enden des Teststreifens auf der Vorder- und Rückseite des Telefons. Als nächstes sticht er sich mit einer Lanzette in den Finger und trägt einen Tropfen Blut auf den Biosensor auf, der in den Teststreifen integriert ist.