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Genau 25 Jahre sind es her, seit Google als Suchmaschine an den Start gegangen ist. Das Unternehmen wurde genau am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin aus der Taufe gehoben. Noch am selben Tag brachten die beiden eine Testversion des Programms auf den Markt, und im selben Jahr ging die Suchmaschine ans Netz. Mittlerweile hat sich "googeln" nicht nur als Synonym für die Suche im Internet durchgesetzt, sondern ist auch als Begriff im wichtigsten Wörterbuch zur deutschen Sprache, dem Duden, eingetragen.
Ähnlich wie andere Hightechunternehmen wie beispielsweise Hewlett-Packard (HP) oder Apple machte auch Google seine ersten Schritte in einer Garage in Kalifornien. Davor tüftelten die beiden Studenten Larry Page und Sergey Brin, die sich 1995 an der Stanford University begegneten, an einer Methode, das Internet effizienter als bislang durchsuchen zu können. Zu diesem Zweck entwickelten sie Algorithmen, mit denen sich bestimmen lässt, in welcher Beziehung Websites zu anderen Seiten stehen – und liessen dies in die Relevanz der Suchergebnisse einfliessen. Zunächst konzipierten sie die Suchmaschine Backrub, einen Google-Vorläufer. Sie wurde nach den Backlinks benannt, die zur Bestimmung der Wertigkeit einer Webseite analysiert werden. 1997 benannten Page und Brin die Suchmaschine in Google um. Den Namen für ihr Unternehmen leiteten sie vom englischen Begriff "Googol" ab – der mathematischen Bezeichnung für eine Eins mit hundert Nullen, die für die nahezu unendliche Menge an Informationen im Internet steht.
Im Jahr 1998 äusserten Internetportale jedoch Desinteresse an der entwickelten Suchtechnik. Im August 1998 stellte der Investor Andreas von Bechtolsheim nach einer zehnminütigen Präsentation der Suchmaschine einen Scheck über 100.000 US-Dollar aus. Da Bechtolsheim annahm, die Firma heisse wie das Produkt, setzte er als Empfänger "Google Inc." ein. Ein solches Unternehmen existierte aber bis dahin nicht. Larry Page und Sergey Brin liessen das Unternehmen unter diesem Namen registrieren, damit der Scheck eingelöst werden konnte. In einer Garage gründeten sie am 4. September 1998 in Menlo Park Google Inc. Mit einem Startkapital von 1.100.000 US-Dollar, aufgebracht von den Familien, Freunden und Andy Bechtolsheim, entwickelten und veröffentlichten sie die erste Testversion des Programms. Fünf Monate später bezog Google mit acht Angestellten ein Büro in Palo Alto. Etwa 500.000 Suchanfragen wurden nun täglich verzeichnet. Nachdem seit September 1999 (laut Google erst Mai 2002) AOL und Netscape mit Google zusammenarbeiteten, versechsfachten sich die Suchanfragen. Ein Grund für den ersten Erfolg von Google war, dass andere Suchmaschinen, vor allem Altavista, bei der Suche nicht schlechter waren, jedoch 1999 ihre Seiten zu umfangreichen Webportalen ausbauten. Bei den damals noch üblichen langsamen Internet-Verbindungen hatte die einfach aufgebaute Google-Seite deutliche Vorteile.
Das Motto der Firma, das auch für den Börsegang 2004 galt, lautete "Don’t be evil" (Tu nichts Böses). Im Jahr 2005 wurde Google erstmals auf der Forbes-Liste geführt, es gelang auf Anhieb der Sprung auf Platz 38. Der Unternehmenswert wurde auf etwa 55 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bereits am 23. April 2007 war Google Schätzungen zufolge die wertvollste Marke der Welt vor General Electric, Microsoft und Coca-Cola. Drei Tage darauf konnte Google auf die meisten Besucher im Internet vor Microsoft, Yahoo, Time Warner, eBay und Wikipedia verweisen.
In der Folge wurde die Suchmaschine durch zahlreiche weitere Dienste angereichert, darunter der Kartendienst Maps, Gmail, der Webbrowser Chrome und das Betriebssystem Android bis hin zu Hardware wie Handys, Notebooks und Datenbrille.
Heute zählte die Google-Mutter Alphabet zu den wenigen Konzernen mit einem Börsenwert von über einer Billion Dollar. 2006 kauft das Unternehmen die gerade einmal 18 Monate alte Videoplattform Youtube für 1,65 Milliarden Dollar – eine gute Investition, wie sich zeigen sollte.
Doch nicht alles, was Google entwickelte, war von Erfolg gekrönt: Der Versuch, ein eigenes soziales Netzwerk zu starten, schlug fehl. Derzeit konzentriert sich Google wie andere Techkonzerne auf Künstliche Intelligenz, am meisten verdient der Konzern immer noch mit Onlinewerbung. Wegen des Umgangs der für gezielte Werbung notwendigen Daten von Nutzern ist Google auch im Visier von Datenschützern und der EU.