Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/221533

<h2>SubmittedText<h2><p>Mitte März publizierten die Behörden hohe Corona-Fallzahlen, ebenso zählte das BAG zahlreiche Tote und Spitalfälle zu Corona.</p><p>Seit rund einem Monat sind die Ansteckungen im Steigen begriffen, nicht jedoch die Sterbe- und Hospitalisierungsfälle.</p><p>Warum korrelieren die Ansteckungen nicht mehr mit den schweren Krankheitsfolgen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die veränderte Korrelation lässt sich wie folgt begründen.</p><p>- Zu Beginn der Pandemie galt eine engere Teststrategie. Die Testempfehlung sah nur die Testung von Personen vor, welche besonders gefährdet oder schwer erkrankt waren. Jüngere Personen, die in der Regel eine mildere verlaufene Covid-19 Erkrankung vorweisen, wurden daher weit weniger getestet als heute. Heute gilt eine breitere Teststrategie, die auch das Testen von Personen mit milden Symptomen beinhaltet. Entsprechend sind vorerst auch die Anzahl von Sterbe- und Hospitalisierungsfälle tiefer.</p><p>- Ein weiterer Grund ist die zeitliche Verzögerung. Von der Diagnose bis zur Hospitalisation bzw. bis zum Tod vergehen mehrere Wochen. Der Anstieg der Hospitalisationen und Todesfälle ist aufgrund dessen später zu erwarten. Zudem zeigen die Erfahrungen aus dem Ausland, dass steigende Ansteckungszahlen später auch bei den älteren Alterskategorien anzutreffen sind. </p>