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Stiftung "100 Jahre WKB"
Pressemitteilung
An ihrer Generalversammlung im Jahr 2020 hatte die Walliser Kantonalbank (WKB) angekündigt, über ihre Stiftung «100 Jahre WKB» eine Spende von 500'000 Franken an durch die Pandemie in Not geratene Menschen zu tätigen. Gestern verteilte sie die zweite Hälfte dieser Summe, also 250'000 Franken, an sieben Walliser Vereine, die während der Covid-19-Krise konkrete Massnahmen umgesetzt haben.
Gemäss Art. 6 Abs. 3 des Reglements zur Vergabe humanitärer und sozialer Unterstützung durch die Stiftung «100 Jahre WKB» erfolgt die Auswahl aufgrund der Qualität des Projekts, der erklärten Ziele, des humanitären und sozialen Charakters der Tätigkeiten, des Nutzens für die Walliser Bevölkerung und der Wirksamkeit der Hilfe für die Begünstigten. Ergänzend zu diesen Kriterien wird diese Zuwendung auch nicht-politischen und säkularen Einrichtungen gewährt.
Die Stiftung «100 Jahre WKB» hat die zweite Tranche des Covid-19-Hilfspakets, also 250'000 Franken von den insgesamt 500'000 Franken, an die folgenden sieben Empfänger vergeben:
- Der Verein «Accueil Aurore » – 20'000 Franken
Der Verein «Accueil Aurore» verfügt über eine durchgehend geöffnete Notunterkunft für Frauen mit oder ohne Kinder, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind und Unterschlupf suchen. Die Gesundheitskrise führte zu zusätzlicher Arbeitsbelastung und zusätzlichen Betriebskosten, die namentlich auf die Verpflegung und Weiterbildung der neuen Mitarbeitenden des Vereins zurückzuführen sind. Die Spende soll zu einer Verbesserung der Betreuung der Bewohnerinnen beitragen.
- Der Verein «SOS Futures Mères» – 20'000 Franken
Der seit 1975 aktive Verein «SOS Futures Mères» hilft jungen Müttern und ihren Kindern. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Krise sind viele Familien in eine prekäre Lage geraten. Der Verein hat darauf reagiert und bietet konkrete Hilfe bei der Bereitstellung von Grundnahrungsmitteln, z. B. Milchpulver während der ersten neun Lebensmonate des Kindes. Die gewährte Hilfe wird den Fortbestand des Vereins sichern.
- Der Verein «Bénévoles Valais-Wallis» – 30'000 Franken
Der Verein «Bénévoles Valais-Wallis» wurde vor 30 Jahren gegründet und umfasst heute fast 130 Vereine mit über 10'000 freiwilligen Helfern. Der Dachverband hat im März 2020 sofort auf den Ernst der Lage reagiert. Um eine solide und effiziente Hilfestellung zu bieten, wurde auf kantonaler Ebene ein allgemeines Freiwilligenmanagement auf die Beine gestellt. Die freiwilligen Helfer wechselten sich in dieser Zeit ab und boten sowohl Einzelpersonen als auch Vereinen ihre Hilfe an. Mehr als 1’500 Freiwillige stellten ihre Zeit und Energie zur Verfügung, um dem Coronavirus die Stirn zu bieten.
- Die Walliser Stiftung «Pape François» – 30'000 Franken
Aufgrund der Gesundheitskrise ist die Situation der Walliser Haushalte prekärer geworden. Die Stiftung, welche nach dem Prinzip «Jeder Franken zählt» funktioniert, kann auf die an sie gerichteten Gesuche vollumfänglich eingehen und an die Stelle der Sozialhilfe treten. Infolge der erleichterten Vergabekriterien verzeichnete die Stiftung, welche in den vergangenen Jahren bis zu hundert Unterstützungsgesuche erhielt, für das Jahr 2020 dreimal so viele Gesuche. So konnte sie in den neun Monaten der Pandemie mehr als 130'000 Franken an die Walliser Bevölkerung verteilen, um ihnen in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit beizustehen.
- Pro Senectute Valais-Wallis – 30'000 Franken
Seit 1929 macht es sich Pro Senectute zur Aufgabe, die Lebensqualität der betagten Menschen im Kanton zu verbessern. Die Gesundheitskrise hat den Alltag älterer Menschen stark beeinträchtigt. Die Einstellung aller gemeinschaftlichen Aktivitäten, die Schliessung spezialisierter Tagesstätten und das Social Distancing haben die Isolation verstärkt. Die Organisation setzte sich für ihren Schutz ein, indem sie aktiv an der Einrichtung spezifischer Dienste mitwirkte, aber auch als Informations- und Vermittlungsstelle fungierte, um die Bevölkerung zur Vorsicht zu ermuntern. In Zusammenarbeit mit den anderen Westschweizer Pro Senectute-Organisationen hat die Stiftung die Fernsehsendung «Ça bouge à la Maison» auf Canal9 ins Leben gerufen, um älteren Menschen die Möglichkeit zu geben, Gymnastik zu machen. Knapp 25'000 Seniorinnen und Senioren nehmen die wertvolle Unterstützung von Pro Senectute Valais-Wallis in Anspruch.
- Caritas Valais-Wallis – 60'000 Franken
Der Verein «Caritas Valais-Wallis» hilft seit 1976 im Wallis ansässigen Menschen, die in Schwierigkeiten geraten sind. Der Verein, welcher vielen Walliser Haushalten in sozialen und finanziellen Fragen wie Budgetierung und Schuldenabbau Hand bietet, konnte keine Präsenzberatungen mehr erteilen und beschloss darauf, seine Hilfe per Bildschirm anzubieten. Die Glückskette, welche eine Zunahme der Armut durch die Pandemie feststellte, bot der Caritas Valais-Wallis mehrere Hilfestellungen, um durch die Pandemie in Not geratene Menschen zu unterstützen. Aufgrund der Einschränkungen wurde der Second-Hand-Laden, welcher normalerweise einen Grossteil der Finanzierung ermöglicht, geschlossen. Die gewährte Spende ermöglicht vor allem die Fortsetzung der Hilfs- und Unterstützungsaktivitäten zugunsten der Walliser Bevölkerung.
- Fondation IPT Valais – 60'000 Franken
Die Walliser Niederlassung der Stiftung «Fondation IPT», eine Referenz im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung, unterstützt auch Personen, welche die Hilfsangebote der öffentlichen Sozialversicherungen nicht beanspruchen können. Die Folgen der Gesundheitskrise sind real. Die Schwierigkeiten vieler Menschen auf dem Arbeitsmarkt haben sich verschärft und diese in eine wirtschaftlich und sozial prekäre Lage gebracht. Um ihre Aktivitäten fortzusetzen, hat die Fondation IPT ihre Coaching- und Unterstützungsdienste durch das Angebot einer Fernbetreuung angepasst und ausgebaut. Als Reaktion auf die Gesundheitskrise wird die Fondation IPT neben den 500 Personen, die durch öffentliche Mandate unterstützt werden, in den nächsten 12 Monaten 70 Personen coachen, die bei ihrer beruflichen Wiedereingliederung keine Hilfe in Anspruch nehmen können. Die Stiftung IPT hat sich zum Ziel gesetzt, mehr als 60 % dieser Personen dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt zu reintegrieren.
Kontakt
Philippe Glassey
Leiter Kommunikation
058 324 60 32 – <email-pii>