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Cabat
(spr. kabáh), Nicolas Louis, franz. Landschaftsmaler, geb. zu Paris, der erste unter den Begründern der naturalistischen Stimmungslandschaft in Frankreich (vgl. Dupré), der in den 30er Jahren dieser Richtung die Bahn brach. Er nahm als Schüler von Flers die Motive seiner Bilder zunächst aus der ihn umgebenden heimischen Natur, suchte das Einzelne in Form und Ton treu wiederzugeben und doch dabei die über das Ganze ausgebreitete Stimmung zu treffen.
Seine Zeichnung ist fest und sicher, sein Kolorit tief und gesättigt, namentlich in der Luft und in dem frischen Grün der Wälder; aber die Wirkung ist oft nur mit Mühe erreicht. Dieser Art sind: der Teich zu Ville d'Avray (1834) und der Herbstabend (beide im Museum des Luxembourg), ebenso ein Wintertag (1836), der Ententeich, das Wirtshaus von Montfouris und das Blachfeld von Arques. Gegen das Ende der 30er Jahre ging er nach Italien, wo er insofern seine Anschauung änderte, als er mit seiner frühern Art eine idealisierende Richtung zu verbinden suchte, was ihm freilich nicht immer gelang; bisweilen fügte er auch eine biblische Staffage hinzu. Zu diesen Bildern der italienischen Zeit gehören: eine Straße im Thal von Narni, der junge Tobias und der Engel, der See von Nemi, die Jünger zu Emmaus u. a. Endlich kehrte er um 1860 zu seiner ersten Weise zurück und brachte z. B.: die Ufer der Seine bei Croissy, eine Quelle im Wald (1864), von tiefer, wahrer Empfindung, das Gehölz von Chanteloube (Berry), stürmisches Wetter etc. 1843 wurde er Ritter und 1855 Offizier der Ehrenlegion.