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St. Gallen–Mühleck
|Kürzel||StGM|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1893-12-14|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1893 eröffnete, mit Wasserballast betriebene StGM war eine reine Aktiengesellschaft ohne feste Anleihen. Die zentral in der Stadt St. Gallen gelegene StGM diente vorab der innerstädtischen Erschliessung und verlief nahezu vollständig in einem Tunnel. Ihre mittlere Steigung war mit 220 Promille vergleichsmässig gering. Die StGM erreichte eine Fahrgeschwindigkeit von 3 Metern pro Sekunde. Sie war damit hinter der Lausanne–Ouchy-Bahn (LO) die zweitschnellste Standseilanlage der Schweiz. Mit dem Bau beauftragt war die Bell Maschinenfabrik AG Kriens.
Die ganzjährig verkehrende StGM erwirtschaftete von Anfang an und durchgehend positive Betriebsergebnisse. Sie konnte stets und selbst in der Kriegszeit ab 1914, die den Geschäftsgang der StMG nur wenig beeinträchtigte, Dividenden ausschütten, die respektablen 4 bis 5 Prozent des Aktienkapitalwerts entsprachen. Passivsaldi musste die StGM nie ausweisen. Im Jahr 1920 standen schwebenden Schulden von knapp 16'000 Franken Reserven von 78'000 Franken gegenüber. Mit Blick auf die Verkehrsdaten stellte das Jahr 1904 in vieler Hinsicht ein Ausnahmefall dar, weil damals das Eidgenössische Schützenfest in St. Gallen stattfand.
Die Baukosten der StGM waren mit über 918'000 Franken pro Bahnkilometer sehr hoch. Fast 55 Prozent davon entfielen auf den Unterbau, wobei der Mühlecktunnel (287 Meter lang) beträchtliche Kosten verursachte. Auf der anderen Seite waren dafür die Aufwendungen für den Landerwerb mit nur gerade 8000 Franken ausserordentlich klein. Die Rollmaterialkosten berechnete die StGM ab 1911 anders als zuvor, indem von nun an die Ausgaben für das Drahtseil (1505 Franken) und die Seiltragrollen (7374 Franken) separat ausgewiesen wurden. Unter Berücksichtigung dieser rein bilanztechnischen Mutation änderte sich an den Rollmaterialkosten im ganzen Untersuchungszeitraum nichts. Gleiches gilt für die Bauausgaben überhaupt. In die StGM wurden nach ihrer Eröffnung bis 1920 fast keine neuen Gelder mehr investiert.
1949 wurde die StGM zu einer Zahnradbahn, 1975 zu einem Schrägaufzug umgebaut. 1968 erfolgte die Umbenennung in Mühleggbahn St. Gallen (MSG).
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.