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Al-Muallim erklärte demnach, Syrien sei bereit, mit Pedersen zu kooperieren, um dessen Arbeit zu einem Erfolg zu verhelfen. Ziel sei es, eine politische Lösung für die «Krise» in Syrien zu finden.
Beiden Seiten geht es bei den Gesprächen vor allem darum, sich kennenzulernen. Sana zitierte Pedersen mit den Worten, er sei nach Damaskus gekommen, um sich den Standpunkt der syrischen Regierung anzuhören. Er werde grösste Anstrengungen unternehmen, um eine politische Lösung zu finden. Unklar war zunächst, ob der norwegische Diplomat auch Syriens Machthaber Baschar al-Assad treffen wird.
Pedersen hatte das Amt Anfang des Jahres von dem Diplomaten Staffan de Mistura übernommen. Dieser hatte mehr als vier Jahre vergeblich versucht, eine politische Lösung für den seit fast acht Jahren andauernden Krieg zu finden. Zuletzt bemühte er sich darum, einen vor einem Jahr beschlossenen Verfassungsausschuss ins Leben zu rufen. Vor allem von Syriens Regierung gibt es dagegen jedoch Widerstand.
Pedersen war zuvor Norwegens Botschafter in China. Von 2012 bis 2017 war er der Vertreter des skandinavischen Landes bei der Uno. Zuvor war er unter anderem als Uno-Gesandter für den Libanon tätig. In den 90er Jahren war der Diplomat an den Verhandlungen zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) beteiligt, die 1993 zum Friedensvertrag von Oslo führten.
Pedersen ist bereits der vierte Uno-Sondergesandte für Syrien. Vor de Mistura hatten bereits der ehemalige algerische Aussenminister Lakhdar Brahimi und Ex-Uno-Generalsekretär Kofi Annan als Syrien-Sondergesandte vergeblich nach Auswegen aus dem blutigen Konflikt gesucht.
In Syrien herrscht seit 2011 Bürgerkrieg. In dem Konflikt wurden mehr als 360'000 Menschen getötet, Millionen Syrer wurden in die Flucht getrieben.