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Russland-Affäre zieht Kreise Repräsentantenhaus lädt Trump-Anwalt vor
- Donnerstag, 1. Juni 2017, 7:28 Uhr
- Der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses hat in der Affäre um mutmassliche und unrechtmässige Kontakte des Trump-Teams zu Russland jetzt Michael Cohen vorgeladen. Cohen ist langjähriger Anwalt von Präsident Donald Trump.
- Michael Cohen bestätigte gegenüber dem Nachrichtensender CNN, dass die Ausschüsse von Repräsentantenhause und Senat ihn vorgeladen hätten. Er werde dort aber nicht aussagen.
- Zudem wird die Rolle von Jared Kushner in der Russland-Affäre untersucht. Der Berater von Donald Trump ist der Schwiegersohn des US-Präsidenten und mit dessen Tochter Ivanka verheiratet.
- Auch der entlassene Sicherheitsberater der Trump-Administration, Michael Flynn, soll vor dem Geheimdienstausschuss erscheinen.
Dabei soll der ehemalige US-General zu den Russland-Ermittlungen aussagen und entsprechende Dokumente zur Verfügung zu stellen. Das teilten die Ausschussvorsitzenden mit.
Bereits der Geheimdienstausschuss des Senats hatte Flynn aufgefordert, Dokumente rund um die Russland-Ermittlungen bereitzustellen. Allerdings weigerte sich der einstige Sicherheitsberater bisher, solche Dokumente zu übergeben und vor dem Ausschuss auszusagen. Er machte vielmehr von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Dieses schützt ihn davor, sich womöglich selbst zu belasten.
Der Hintergrund der Ermittlungen
- Die Geheimdienstausschüsse im Senat und Repräsentantenhaus untersuchen eine mögliche Einflussnahme Russlands auf den US-Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr.
- Der Kreml soll versucht haben, Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen. Russland bestreitet, sich in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben.
- Das FBI ermittelt seither, ob es Absprachen der Trump-Wahlkampagne mit Russland gegeben hat.
- Michael Flynn, Sicherheitsberater des Weissen Hauses unter Präsident Trump, musste im Februar zurücktreten, weil er über Kontakte zum russischen Botschafter in den USA gelogen hatte.
- Im Zuge der Russland-Ermittlungen entliess US-Präsident Donald Trump kürzlich FBI-Direktor James Comey.
Auch der geschasste FBI-Direktor James Comey soll vor dem Geheimdienstausschuss des Senats zur Russland-Affäre aussagen. Comey habe sich bei Sonderermittler Robert Mueller rückversichert, dass seiner Aussage keine juristischen Hindernisse im Wege stünden. Das berichtet CNN.
Comey will brisante Aussage machen
Bei dieser Gelegenheit werde Comey seine Vorwürfe gegen den amtierenden US-Präsidenten Trump bekräftigen und offenbar belastendes Material vorlegen. So wird Comey laut CNN bestätigen, dass Trump ihn gedrängt habe, eine Untersuchung zu den mutmasslichen Russland-Kontakten des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn fallenzulassen.
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