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Ausgehend von diesem Szenario hat das Japan Atomic Industrial Forum (JAIF) am 5. November 2004 einen Bericht mit dem Titel «2050 Nuclear Vision and Road Map» veröffentlicht. Ausgearbeitet hat ihn der ständige Ausschuss für die Entwicklung und den Einsatz von Kernreaktoren unter der Leitung von Prof. Keiji Kanda, Direktor des Japan Energy Policy Institute. Der Bericht fasst elf Bereiche - darunter die Erzeugung von Strom und Wasserstoff mit Kernenergie - zu einer Vision für die Mitte des 21. Jahrhunderts zusammen und gibt einen Vorgehensplan für die Verwirklichung der Vision.
Demnach soll Japan die Nuklearkapazität von heute 44'000 MW auf 90'000 MW erhöhen. Damit würden die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 40% sinken und der Anteil der Kernenergie bei der Stromversorgung auf rund 60% steigen. Mit Wärmeenergie aus Reaktoren soll zudem rund 70% des benötigten Wasserstoffs erzeugt werden. Wasserstoff würde rund einen Zehntel des Endenergieverbrauchs decken. In dieser Vision würde sich der Selbstversorgungsgrad des Landes praktisch verdoppeln. Sollte Japan hingegen auf die Kernenergienutzung verzichten, müsste das Land trotz massiver Förderung der erneuerbaren Energien zusätzlich in CO2-Rückhaltesysteme investieren und sich mit einem Selbstversorgungsgrad abfinden, der nicht besser wäre als heute.
Source
P.B. nach Atoms in Japan, Dezember 2004