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Für die SBB bringt das Wachstum des Angebots an Reise- und Güterzügen, das mit der Eröffnung des Gotthard- und des Ceneri-Basistunnels erwartet wird, einen grösseren Bedarf an Bahnstrom mit sich.
Der Bund sieht bis 2050 den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie vor. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, sind eine systematische Erhöhung der Energieeffizienz und eine bessere Nutzung der erneuerbaren Energien für die Herstellung von elektrischer Energie notwendig.
In diesem Prozess spielt die Wasserenergie, eine historisch wichtige Ressource für die Schweiz und das Tessin, weiterhin eine vorrangige Rolle, um eine nachhaltige Energieversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.
Die Partnerschaft zwischen der SBB, der AET und dem Kanton Tessin für die Erneuerung des Ritom-Kraftwerks wird einerseits den energetischen Bedürfnissen und Ausrichtungen der einzelnen Partner gerecht, andererseits leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Schweizer Energiestrategie.
Für die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bringt das Wachstum des Angebots an Reise- und Güterzügen, das mit der Eröffnung des Gotthard- und des Ceneri-Basistunnels erwartet wird, einen grösseren Bedarf an Bahnstrom mit sich. Das neue Ritom-Kraftwerk ermöglicht diesen Anforderungen gerecht zu werden. Dieses Kraftwerk soll nicht nur den Bedarf im Tessin abdecken, sondern ist auch für die Sicherheit bei einer Evakuierung des Gotthard- und des Ceneri-Basistunnels mit Innentemperaturen von mehr als 40°C von wesentlicher Bedeutung.
Das Tessiner Elektrizitätsunternehmen (AET) hat bereits vor längerer Zeit festgestellt, dass die eigene Energieproduktion aus Wasserkraft effizienter gestaltet werden muss und dass neue Herstellungsmöglichkeiten gefunden werden müssen, um eine höhere Leistung und eine bessere Verteilung der Elektrizität in den nachfrageintensiveren Zeiträumen sicherzustellen. Die neue Anlage vervollständigt das hydroelektrische Mosaik der Leventina. Sie ermöglicht dem Unternehmen, die Kapazität der Produktionskette des Tals zu optimieren, über ein bedeutendes Auffangbecken zu verfügen und die Herstellung von Energie aus Wasserkraft zu erhöhen. Das AET macht damit einen konkreten Schritt hin zu einer rundum erneuerbaren Energieproduktion.
Für den Kanton ist dies eine wichtige Massnahme zur Nutzung der Wasserkraft für die Tessiner Bevölkerung. Die AET wird damit rund die Hälfte des Tessiner Wassers des Ritom-Sees nutzen.
Der Antrag für die Erneuerung der Konzession zur Nutzung des Ritom-Wassers mit den neuen Anlagen beweist auch seinen wirtschaftlichen Wert. Das Projekt schützt die Beschäftigung in einer Randregion und erhält die Fachkompetenzen, die in unserem Kanton seit 1917 vorhanden sind, als die ersten Anlagen gebaut wurden.
Die Arbeiten für die Leistungssteigerung der Anlage können ausserdem Vorteile für die Zulieferindustrie bringen. Man denke an die Bedeutung der öffentlichen Ausschreibungen mit einem Volumen von CHF 250 Mio. für die örtlichen Unternehmen. Die Präsenz von Fachleuten und Arbeitern vor Ort während der Bauarbeiten könnte auch anderen Beschäftigungszweigen wie Hotels, Bars und Restaurants der Region von Nutzen sein. Nicht zu vergessen sind auch die Steuern, welche die Ritom SA nach der Inbetriebnahme zugunsten der betroffenen Gemeinden und der gesamten Bevölkerung bezahlen wird.
Schliesslich wird neben dem Bau des neuen Kraftwerks die Lancierung von einigen «Nebenprojekten» beurteilt, woran verschiedene lokaler Partner beteiligt sind und die den Tourismus in dieser Region fördern könnten.