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Jahrelang war White in seinem Heimspiel unter normalen Umständen unschlagbar gut, bis mit dem unorthodoxen Stilisten Danny Davis ein neuer Protagonist die Dominanz der US-Equipe fortsetzte. Im Vorfeld der Winterspiele in Sotschi hatte der achtfache Winter-X-Games-Champion verzichtet, und im Jahr nach ihrem olympischen Grounding musste sich die Snowboard-Ikone von Podladtchikov und Co. abermals demütigen lassen.
White tritt nicht an
Eine Revanche im spektakulären Stil ist in der Nacht auf Sonntag nicht vorgesehen. Der Multi-Millionär, der wegen eines Todesfalls in der Familie seiner Freundin bereits beim Laax Open kurzfristig Forfait erklärte, wird in der legendären Pipe am Fuss von Buttermilk Mountain nicht antreten. Weder sein Ausrüster noch White selber haben sich konkret geäussert. Spekulationen, wonach der Air&Style-Teilhaber mit dem Veranstalter ESPN keinen Konsens über vertragliche Inhalte gefunden habe, wies das weitere Umfeld von White nicht zurück. Auf der Liste der zwölf eingeladenen Rider fehlt der Name des Kaliforniers.
Podlatchikov will an die Spitze
Podladtchikov hingegen plant, eine Woche nach seinem Absturz beim Laax Open zur US-Primetime wieder auf seine angestammte Flughöhe aufzusteigen. Nach zwei WM-Goldmedaillen und dem Triumph in Sotschi fehlt einzig ein Erfolg beim global wichtigsten Freestyle-Event im Palmarès. “Die X-Games sind eine Konstante mit immer gleich hohem Stellenwert. Deshalb sind sie für mich wichtiger als die Weltmeisterschaften”, erklärt der Zürcher gegenüber der Nachrichtenagentur sda.
Diffuse Pläne
Was White in den kommenden Wochen vorhat, ist indes diffus. Seit seinem brillanten Comeback an der Dew Tour betrat er nur noch überdachte Catwalks. Eine Teilnahme an den Titelkämpfen der World Snowboard Tour in China im März ist offenbar nicht vorgesehen.
Mit einem Rückzug vor dem nächsten Olympia-Rendez-vous in Südkorea ist gleichwohl kaum zu rechnen. “Ich bin motivierter denn je”, meldete er im Dezember. Es hörte sich für seine Hauptkonkurrenten wie eine Warnung an. Das wichtigste Gold-Double will der 29-jährige Kalifornier Podladtchikov offenbar nicht kampflos überlassen.
(SDA)