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Der Kommentar von MarcusFabian wurde ignoriert. Um die Kommentare von MarcusFabian wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Aber, aber, weico. Du solltest es besser wissen:
Einer Produktion von 1000t Kartoffeln steht 1 Mio an Papiergeld gegenüber, um die Kartoffeln zu handeln.
Einer Produktion von 1000t Kartoffeln steht neu 10 Mio Papiergeld gegenüber.
Was passiert?
---
Anderes Beispiel:
Ein Volk benötigt 1000t Kartoffeln, um satt zu sein.
Regen, schlechte Ernte, die Produktion sinkt auf 800t und das Volk leidet z.T. Hunger, Kartoffeln sind wertvoll, der Preis steigt.
Die Regierung beschliesst, die Hungersnot zu bekämpfen, indem sie die Geldmenge erhöht.
Ist das Deiner Meinung nach eine Lösung?
Der Kommentar von weico wurde ignoriert. Um die Kommentare von weico wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
MarcusFabian hat am 30.05.2015 - 16:47 folgendes geschrieben:
Aber, aber, weico. Du solltest es besser wissen:
Einer Produktion von 1000t Kartoffeln steht 1 Mio an Papiergeld gegenüber, um die Kartoffeln zu handeln.
Einer Produktion von 1000t Kartoffeln steht neu 10 Mio Papiergeld gegenüber.
Was passiert?
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Unter umständen Nichts !
Ein Preis der auf einem Markt ermittelt bzw. gesetzt wird,ist nicht durch eine Rechenaufgabe zu lösen bzw. es ist kein 3 Satz !
..wenn eine "Notenbank" ihr Geld selbst zerstören will,dann kann und soll sie es ruhig Tun. Die Ursachen bzw.wie es dann endet,wurde ja schon x-fach festgestellt.
Ob diese Zerfall einer Währung dann aber der Fehler vom "Papiergeld"-System ist...oder schlicht DUMMHEIT der Regierung/Notenbank,wirst du sicherlich selber herausfinden können.
N.B...
Unser Papiergeld scheint mir aber noch reichlich gedeckt zu sein,wenn ich mir die Preise bei den Sachwerten bzw. Gold anschaue...
Falls du aber wirklich Mühe hast an Kartoffeln zu kommen....versuchs mal mit Kochbananen .
weico
Ich habe keine Mühe an Kartoffeln zu kommen.
Das ist halt allgemein das Problem auch mit einfachsten Analogien. Sie werden verstanden - oder eben auch nicht.
MarcusFabian hat am 31.05.2015 - 17:50 folgendes geschrieben:
Das ist halt allgemein das Problem auch mit einfachsten Analogien. Sie werden verstanden - oder eben auch nicht.
Wahre Prämissen ergeben zwingend eine wahre Konklusion.
Falsche Prämisse ergeben eine falsche Konklusion..aber keineswegs zwingen. Sie könne durchaus auch eine richtige Konklusion ergeben.
Der Kommentar von Nebukadnezar wurde ignoriert. Um die Kommentare von Nebukadnezar wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
weico hat am 30.05.2015 - 17:26 folgendes geschrieben:
Falls du aber wirklich Mühe hast an Kartoffeln zu kommen....versuchs mal mit Kochbananen .
An gute Kochbananen zu kommen ist auch nicht gerade einfach. Vielleicht könnte da der neue User AllezBanane weiterhelfen.
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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
Der Kommentar von Elias wurde ignoriert. Um die Kommentare von Elias wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Sieben Jahre sind seit dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise vergangen.
Im November werden es sieben Jahre sein, seit die US-Notenbank zum ersten Mal mit unkonventioneller Geldpolitik – der sogenannten quantitativen Lockerung – hantiert hat.
Sieben Jahre, in denen die Bilanzen der führenden Notenbanken, vom Fed über die Europäische Zentralbank, die Bank of Japan, die Bank of England bis zur Schweizerischen Nationalbank, ausgeweitet wurden wie nie zuvor.
Sieben Jahre Nullzinsen und die expansivste Geldpolitik, die die Welt jemals gesehen hat.
Eigentlich müsste angesichts dieser enormen Geldschöpfung doch längst Inflation drohen, nicht wahr?
Das Gegenteil ist der Fall.
Die an der Harvard-Universität lehrende Ökonomin Carmen Reinhart präsentiert in einem Beitrag auf Project Syndicate diese enorm aussagekräftige Grafik:
Die drei Kurven geben einen Überblick über die Inflationslage in 189 Ländern seit 1920. Die gelbe Kurve zeigt den Anteil Länder in Prozent, die eine Inflationsrate zwischen 0 und 2 Prozent aufweisen. Das ist der Zielwert, den die Notenbanken typischerweise anstreben.
Die rote Kurve zeigt den Anteil an Ländern, die jährliche Inflationsraten von über 10 Prozent aufweisen. Und die grüne Kurve schliesslich zeigt den Anteil Länder mit jährlichen Inflationsraten unter null, also Deflation (bei allen Daten handelt es sich um rollende Durchschnittswerte über drei Jahre).
Was zeigt sich dabei?
In knapp 50 Prozent der von Reinhart untersuchten Länder liegt die jährliche Inflationsrate derzeit zwischen 0 und 2 Prozent (gelbe Kurve). Letztmals wurde ein derart hoher Anteil an globaler Preisstabilität in den frühen Sechzigerjahren erreicht.
Wie Reinhart schreibt, liegt der Median der Inflationsrate in den 23 untersuchten Volkswirtschaften, die als «entwickelt» gelten, bei mageren 0,2 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit 1933. Nur eine einzige entwickelte Volkswirtschaft weltweit, nämlich Island, weist mit 2,2 gegenwärtig eine Inflationsrate von über 2 Prozent aus.
Weiter: Nur eine Handvoll Länder leidet derzeit unter Inflationsraten von über 10 Prozent (rote Kurve). Letztmals wurde ein derart niedriger Wert in den frühen Dreissigerjahren verzeichnet. Die heutigen Hochinflationsländer sind die mittlerweile «üblichen Verdächtigen» Venezuela, Argentinien, der Iran, Syrien, die Ukraine sowie einige afrikanische Staaten.
Der Anteil der Länder, die gegenwärtig in einer Deflation stecken, ist derweil so hoch wie nie seit den frühen Sechzigerjahren (grüne Kurve). Zu dieser Gruppe zählen die Schweiz, Japan oder auch das depressionsgeplagte Griechenland, wo die jährliche Deflationsrate gegenwärtig bei 2,2 Prozent liegt.
Was heisst das nun?
Erstens lässt sich eine recht starke These aufstellen, dass die Notenbanken mit ihrer unkonventionellen Geldpolitik ab 2008 weit Schlimmeres verhindert haben. Der alternative Geschichtsverlauf lässt sich freilich nie beweisen, aber möglicherweise haben sie damit tatsächlich eine von Deflation geprägte zweite Grosse Depression im Stil der Dreissigerjahre verhindert.
Zweitens bleibt die Weltwirtschaft anfällig für einen deflationären Schock, der beispielsweise durch eine weitere Abwertung der chinesischen Währung, des Renminbis, ausgelöst werden könnte. Das wäre insofern besonders gefährlich, als auf der Weltwirtschaft ein hoher Schuldenberg lastet – und Deflation gekoppelt mit hohen Schulden ist eine ungemein gefährliche Mischung.
(Wer mehr darüber erfahren will, weshalb Deflation und Schulden so gefährlich sind: In diesem und in diesem Beitrag sind wir schon ausführlich darauf eingegangen.)
Drittens dürfen wir aus dieser Bestandesaufnahme keinesfalls ableiten, dass die Inflation für immer besiegt ist. Wer weiss, vielleicht wird die ultralockere Geldpolitik dereinst tatsächlich wieder zu ausser Kontrolle geratenen Inflationsraten wie in den Siebzigerjahren führen. Sicher aber ist: Momentan ist davon nirgends etwas zu sehen.
Da erstaunt es kaum, dass mittlerweile von allen Seiten (hier zum Beispiel der frühere US-Finanzminister Larry Summers) eindringlich gewarnt wird, die US-Notenbank solle am 17. September bitte noch nicht die Zinsen erhöhen.
Die Notenbanken tun gut daran, ihr Augenmerk weiterhin auf die Bekämpfung der Deflation zu richten.
http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/37719/wo-blei...
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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin
Trotz der grossen Geldflut der EZB fallen die Preise in der Euro-Zone. Sie sanken im September um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Europäische Statistikamt am Mittwoch mitteilte.
Von Reuters befragte Fachleute hatten mit stagnierenden Preisen gerechnet. Im August lag die Teuerungsrate in den 19 Euro-Ländern bei 0,1 Prozent. Insbesondere die um 8,9 Prozent gesunkenen Energiekosten drückten die Inflationsrate im September weiter in den Keller. Der Sinkflug der Preise in der Euro-Zone liefert Befürwortern größerer Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) Argumente an die Hand. Denn die Notenbank ist meilenweit von ihrem Ziel einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent entfernt.
Dieser Wert gilt als ideal für die Entwicklung der Wirtschaft. Negative Inflationsraten lassen hingegen die Alarmglocken bei vielen Währungshütern schrillen: Sie wollen auf jeden Fall einen Preisrutsch auf breiter Front verhindern, der eine Wirtschaft lähmen kann. Verbraucher halten sich dabei in Erwartung immer weiter sinkender Preise zurück, Löhne sinken und Investitionen geraten ins Stocken.
Die EZB will es nicht soweit kommen lassen und pumpt seit März massiv Geld in das Finanzsystem. Das bis September 2016 laufende Programm zum Ankauf von Staatsanleihen und weiteren Wertpapieren soll einen Umfang von 1,14 Billionen Euro haben. Viele Fachleute rechnen angesichts der Preisentwicklung damit, dass EZB-Chef Mario Draghi die Dosis der monatlichen Geldspritzen binnen sechs Monaten von derzeit 60 auf bis zu 80 Milliarden Euro erhöhen wird.
(Reuters)
http://www.cash.ch/news/front/preise_in_der_eurozone_fallen-3373698-449
Die heutige Situation ist aber nicht mit den 1930er-Jahren vergleichbar. Denn die Reallöhne steigen, die Kaufkraft nimmt zu
Die US-Wirtschaft entwickelt sich besser als die der anderen grossen Volkswirtschaften. Warum die US-Notenbank dennoch Angst hat, ihren Leitzins zu erhöhen.
Die Unsicherheit zum weiteren Verlauf der US-Zinspolitik ist ein zentrales Thema der Weltmärkte geworden. In den letzten Tagen hat sie sich auch in komplett divergierenden Stellungnahmen aus dem obersten Führungsgremium manifestiert. So haben gleich zwei Vertreter des fünfköpfigen obersten Gremiums der Notenbank, die Gouverneure Daniel Tarullo und Lael Brainard, die Aussage von Fed-Chefin Janet Yellen öffentlich infrage gestellt, dass eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr erfolgen werde. Mehr zu dieser Auseinandersetzung und ihrer Bedeutung über diesen Link.
..
Fazit:
Wann und in welchem Umfang die US-Notenbank ihre Leitzinsen erhöhen wird, hängt davon ab, welcher der erwähnten Erklärungsansätze sich durchsetzt. Das hat nicht nur Auswirkungen für die USA, sondern für die Weltwirtschaft insgesamt. Via die Europäische Zentralbank (EZB) ist auch die Schweiz davon betroffen. Die EZB, die am Donnerstag über ihre weitere Politik entscheiden wird, ist auf einen schwachen Euro angewiesen, denn Nettoexportüberschüsse hatten einen wesentlichen Anteil daran, dass die Wirtschaft der Eurozone dem Schlimmsten vorerst entkommen ist. Die drastische Abschwächung des Euro gegenüber dem Dollar seit dem Sommer letzten Jahres ging vor allem auf die Erwartung einer weit expansiveren Geldpolitik der EZB gegenüber jener der USA zurück, wo bisher ein baldiger Zinsanstieg erwartet wurde.
Bleibt das Fed nun doch länger untätig – was angesichts der Auseinandersetzungen und Unsicherheiten bei der US-Notenbank und der widersprüchlichen Signale von dort wahrscheinlicher wird –, dann muss die EZB bei ihren Geldspritzen (Anleihenkäufen bzw. Quantitative Easing) nachlegen, um keine unerwünschte Aufwertung des Euro zu riskieren. Für die Schweiz, deren Nationalbank den Mindestkurs zum Euro wegen dieser Geldspritzen aufgehoben hat, könnte das zu einer erneuten Aufwertung des Frankens führen. Es ist kaum ein Zufall, dass sich gerade in den letzten Tagen – seit der intensiveren Auseinandersetzung in der Fed-Chefetage und im Vorfeld des EZB-Entscheids vom Donnerstag – der Franken zum Euro bereits wieder merklich aufgewertet hat (das heisst, der Euro wurde billiger), wie die folgende Grafik zeigt. Quelle ist die Währungsplattform xe.com.
http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/38004/das-fed...
Inflationsrate von 60 Prozent für 2016 erwartet (afp) Das unter einer schweren Wirtschaftskrise leidende Venezuela hat auch im nächsten Jahr mit einem galoppierenden Preisanstieg zu kämpfen. Die Regierung erwartet für 2016 eine Inflationsrate von 60 Prozent, wie aus einem am Dienstag vorgelegten Haushaltsentwurf hervorgeht. Für 2015 rechnet Präsident Nicolás Maduro mit einem Anstieg der Konsumentenpreise um fast 80 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die Inflationsrate nach Angaben der Zentralbank bei 69 Prozent gelegen.
Venezuela ist zwar reich an Ölreserven. Die Wirtschaftskrise sorgt seit langem jedoch für Engpässen bei der Lebensmittelversorgung. Selbst grundlegende Waren wie Seife und Toilettenpapier sind knapp. Die Importe sind mangels harter Währung zurückgegangen.
Der Kommentar von Fine-Tuner wurde ignoriert. Um die Kommentare von Fine-Tuner wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Inflationsrate von 60 Prozent für 2016 erwartet.....
Venezuela ist zwar reich an Ölreserven. Die Wirtschaftskrise sorgt seit langem jedoch für Engpässen bei der Lebensmittelversorgung. Selbst grundlegende Waren wie Seife und Toilettenpapier sind knapp. Die Importe sind mangels harter Währung zurückgegangen.
Inflationsrate von 60 Prozent für 2016 erwartet.....
Dieses Natur-Paradies wird von inkompetenten Genossen ökonomisch ruiniert. Welche Schande. Venezuela könnte eines der wohlhabendsten Länder dieser Welt sein. Leider, leider kannte dieses Land bis heute nur entweder korrupte Familienclans oder inkompetente Funktionäre. Chavez ist gescheitert......anfangs hatte ich Hoffnung.....doch als er sich mit der gesamten Welt zerstritt und verbittert wurde, wusste ich, dass auch er nur ein kleiner Ego ist (war)........Maduro ist völlig überfordert....ein guter Kerl im Kern....aber in dieser Funktion völllllig überfordert....die brauchen endlich einen Befreiungsschlag, eine international anerkannte Regierung ohne Ideologen....mehr Technokraten......dieses Land hat extrem viel zu bieten......Öl ist das Geringste.......ich habe viele Länder bereist, keines hat mich mit seiner Schönheit und Vielfalt mehr fasziniert als dieses.
Fine-Tuner
Der Ölpreisverfall wird der Euro-Zone nach Ansicht von EZB-Chefökoniom Peter Praet noch länger zu schaffen machen und die Preise bremsen.
Der Effekt auf die Inflation sei "nicht vernachlässigbar oder temporär", sagte Praet in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochausgabe). Dies wirke sich schnell auf andere Bereiche der Wirtschaft wie den Transportsektor aus. Auch sei weiteren Auswirkungen auf die Preisentwicklung - beispielsweise durch niedrige Lohnabschlüsse - Vorschub zu leisten.
"Die Gefahr von Deflation herunterzuspielen wäre fahrlässig, insbesondere zu Zeiten einer anhaltenden niedrigen Inflation", warnte der Ökonom. Eine Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und rückläufigen Investitionen - in der Fachwelt "Deflation" bezeichnet, kann eine Wirtschaft lange Zeit lähmen. Denn Verbraucher und Unternehmen könnten Käufe in Erwartung weiter fallender Preise immer weiter aufschieben. Die EZB strebt als optimale Teuerungsrate für die Konjunktur eine Inflation von knapp zwei Prozent an. Im Dezember lag die Teuerung im Euro-Raum aber lediglich bei 0,2 Prozent. Seit Mitte 2013 liegt die Rate inzwischen bei unter einem Prozent und damit weit vom Stabilitätsziel der Währungshüter erntfernt.
Eine Änderung des Inflationsziels kommt für den EZB-Chefvolkswirt aber nicht infrage. Es in Zeiten aufzugeben, in denen es schwieriger erreichbar sei, würde die Glaubwürdigkeit der Notenbank gefährden. "Gerade in schwierigeren Fahrwassern muss am Ziel festgehalten werden," erklärte Praet.
http://www.cash.ch/news/front/ezb_warnt_vor_gefahren_fallender_preise-34...
In Caracas landeten in den letzten Monaten offenbar rund drei Dutzend Frachtflieger mit besonders wertvoller Ladung: Die Jumbojets waren auf Order der Politik voll mit Geld. Weitere sollen folgen.
http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/venezuela-laesst-jumbojets-volle...
So sieht Inflation aus.
Im Interschied zum Helikopter-Ben. Der hat nicht das Geld an den kleinen Mann verteilt
Elias hat am 13.01.2016 - 10:57 folgendes geschrieben:
Der Ölpreisverfall wird der Euro-Zone nach Ansicht von EZB-Chefökoniom Peter Praet noch länger zu schaffen machen und die Preise bremsen.
Was ist bitteschön so schlimm daran, wenn der Preis für 1l Diesel wieder bei 1 €Uro liegt?
Denn Verbraucher und Unternehmen könnten Käufe in Erwartung weiter fallender Preise immer weiter aufschieben.
Hmm, ok, das ist ein Argument. Ich werde meine deutschen Kollegen mal fragen, ob sie jetzt in den nächsten Monaten nicht tanken gehen, weil sie lieber darauf warten, den Liter Diesel für €0.99 zu kriegen - in einem halben Jahr oder so.
MarcusFabian hat am 06.02.2016 - 16:10 folgendes geschrieben:
Elias hat am 13.01.2016 - 10:57 folgendes geschrieben:
Der Ölpreisverfall wird der Euro-Zone nach Ansicht von EZB-Chefökoniom Peter Praet noch länger zu schaffen machen und die Preise bremsen.
Was ist bitteschön so schlimm daran, wenn der Preis für 1l Diesel wieder bei 1 €Uro liegt?
Elias hat am 13.01.2016 - 10:57 folgendes geschrieben:
Denn Verbraucher und Unternehmen könnten Käufe in Erwartung weiter fallender Preise immer weiter aufschieben.
Hmm, ok, das ist ein Argument. Ich werde meine deutschen Kollegen mal fragen, ob sie jetzt in den nächsten Monaten nicht tanken gehen, weil sie lieber darauf warten, den Liter Diesel für €0.99 zu kriegen - in einem halben Jahr oder so.
Der Ölpreisverfall wird der Euro-Zone nach Ansicht von EZB-Chefökoniom Peter Praet noch länger zu schaffen machen und die Preise bremsen.
Denn Verbraucher und Unternehmen könnten Käufe in Erwartung weiter fallender Preise immer weiter aufschieben.
Deflation: Schau nach Japan, die stecken seit 30 Jahren in der Deflationsfalle (habe ich auch schon mehrfach gepostet)
Diesel: Er ist in DE viel zu billig. Jährlich sterben in DE 10tausende an den Folgen. Auch dieses Thema ist steinalt
18. Januar 2016, 12:02 Uhr
Luftverschmutzung Stuttgart löst als erste Stadt in Deutschland Feinstaubalarm aus
http://www.sueddeutsche.de/panorama/luftverschmutzung-stuttgart-loest-al...
Gefährliche Luftverschmutzer: Feinstaub und Stickstoffdioxid
http://web.de/magazine/gesundheit/gefaehrliche-luftverschmutzerfeinstaub...
Was bedeutet der niedrige Preis für die Ölexporteure?
Weitgehend vom Öl abhängig sind nur wenige Länder, die der Ölpreisverfall aber umso härter erwischt.
Venezuela: Die Staatsausgaben sind durch Sozialprogramme über Jahre stark gestiegen, die Einnahmen hängen aber fast vollständig am Ölexport. Präsident Nicólas Maduro rief gerade den Wirtschaftsnotstand aus.
Saudi-Arabien: Die Araber meldeten für 2015 ein Haushaltsdefizit von 15 Prozent der Wirtschaftsleistung. Der Ölpreisverfall lässt das Land noch tiefer ins Minus rutschen. Das Königshaus plant harte Reformen, was das autokratisch regierte Land destabilisieren könnte.
Nigeria: Die Afrikaner finanzieren ihre Staatsausgaben zu 75 Prozent über Öleinnahmen. Das von Religionskonflikten erschütterte Land will die Ausgaben stark kürzen.
Russland: Russland, zusätzlich belastet durch die Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts, spart bereits. Doch das Budget für 2016 basiert auf einem Ölpreis von 50 Dollar. Die Regierung geht von einem Defizit von umgerechnet 36 Milliarden Euro in diesem Jahr aus. Weil der Gaspreis dem Ölpreis folgt brechen weitere Einnahmen weg.
USA: Das Land ist der größte Ölförderer der Welt, allerdings auch der größte Verbraucher. Die Verbraucher in den Ballungszentren profitieren vom Ölpreisverfall, während in den ländlichen Ölförderregionen Einnahmen fehlen und die Arbeitslosigkeit steigt.
http://www.derwesten.de/wirtschaft/das-sind-die-weltweiten-folgen-des-oe... ABB leidet auch darunter...... Es gibt noch weitere Beiträge zu dem Thema7 überraschende Folgen des Ölpreisverfalls
Hier sind die neuesten Horrorzahlen aus Venezuela
Keinem Land der Erde geht es derzeit wirtschaftlich so dreckig wie Venezuela - und die Schockmeldungen aus Südamerika hören nicht auf. Die Inflation lag im vergangenen Jahr bei rund 180 Prozent, die Währung ist nahezu um das 1000-fache eingebrochen. Aber die Regierung greift ein.
Die Horrormeldungen aus Venezuelas Wirtschaft reißen nicht ab. Ein Jahr lang hatte die Zentralbank keine Meldungen zur Inflation herausgegeben, jetzt tat sie es wieder. Und wie: Die offizielle Inflation lag 2015 bei rund 180 Prozent. Das bedeutet im Klartext, dass sich die Preise in nur einem Jahr fast verdreifacht haben - und das ist nur die offizielle Version.
Wechselkurs steigt um das Tausendfache
Denn die berücksichtigt nur die Preise in offiziellen Geschäften. Seit Venezuela Wirtschaft eingebrochen ist, blüht aber der Schwarzmarkt. Studien aus den USA und Kolumbien schätzen die dortige Inflation auf bis zu 800 Prozent.
Gleiches gilt für die Währung: Während der offizielle Wechselkurs von Venezuelanischen Bolivar (VEF) auf US-Dollar stabil bei 199 VEF für einen Dollar lag, kostet der amerikanische Schein auf dem Schwarzmarkt mittlerweile rund 1.000 VEF. Das ist tatsächlich fast das Tausendfache des Wechselkurses von vor drei Jahren.
Lateinamerikanische Wirtschaftswissenschaftler sehen zudem kein Ende des Wertverlustes in Sicht. Zum Jahresende soll der inoffizielle Wechselkurs bei mindestens 1.500:1 liegen, Ende kommenden Jahres sogar bei 2.000:1. Auch die offizielle Rate soll bis Ende 2017 auf 252:1 fallen.
Benzinpreis um 6.200 Prozent angehoben
Das sind jetzt alles lustige Zahlenspiele, sie werden aber bittere Realität, wenn wir uns verdeutlichen, was damit alltägliche Güter kosten - sofern sie denn überhaupt verfügbar sind. Lebensmittel sind etwa so teuer, dass ein Arbeiter mit Mindestlohn sich nur eine Woche im Monat selbst ernähren kann - der Rest muss über Lebensmittelmarken vom Staat finanziert werden.
Deswegen hat Präsident Nicolas Maduro jetzt Gegenmaßnahmen ergriffen: Ab März wird der Mindestlohn um 52 Prozent angehoben, er liegt dann bei etwa 1.100 Euro im Monat. Gleichzeitig steigen aber die Benzinpreise um 6200 Prozent! Venezuela besitzt allerdings mit Abstand den billigsten Sprit der Welt, so dass der Liter danach mit etwa 58 Cent immer noch sehr günstig ist.
Neues Steuersystem
Zudem soll das Wechselkurs-System mit dem US-Dollar vereinfacht werden. Der Gesundheits- und Lebensmittelsektor bekommt dann Zugang zu vergleichsweise sehr günstigen Wechselkursen. Das hatte Maduro allerdings schon vergangenes Jahr erfolglos probiert.
Zu guter Letzt will Maduro die Korruption stärker bekämpfen. 55 Funktionäre der staatlichen Supermarkt-Kette wurden bereits verhaftet. Ein neues Steuersystem soll auch her - mit Hilfe ecuadorianischer Experten.
Darum leidet Venezuela
Venezuela leidet mit am stärksten unter dem Einbruch des Ölpreises. Die staatlich kontrollierte Wirtschaft des Landes ist zu 95 Prozent vom Export des schwarzen Goldes abhängig. Seit der Preis pro Barrel von rund 100 auf etwa 30 US-Dollar zurückgegangen ist, sind die Einnahmen Venezuelas um 97 Prozent gesunken.
db Ölpreis WTI
http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/180-prozent-infla...
Fine-Tuner hat am 09.10.2012 - 12:29 folgendes geschrieben:
Deflation..........aber nur bei den Löhnen.
.... bis hin zu den Energiekosten ist alles nicht nur gestiegen sondern teilweise explodiert (Benzin/Diesel; Mieten etc. etc.).
Wer sich heute gut fühlt, weil er wenig Hypozinsen zahlt, wird sich schlecht fühlen, wen er erkennt, dass das Geld für Amortisationen fehlt und die Schulden hoch bleiben.
Wie ein Damoklesschwert werden die Schulden über seinem Kopfe hängen,
und wenn die Zinsen dann steigen,
sehr schnell die Lust zum Frust sich tut neigen.
Deflation..........aber nur bei den Löhnen.
.... bis hin zu den Energiekosten ist alles nicht nur gestiegen sondern teilweise explodiert (Benzin/Diesel; Mieten etc. etc.).
Wer sich heute gut fühlt, weil er wenig Hypozinsen zahlt, wird sich schlecht fühlen, wen er erkennt, dass das Geld für Amortisationen fehlt und die Schulden hoch bleiben.
Wie ein Damoklesschwert werden die Schulden über seinem Kopfe hängen,
und wenn die Zinsen dann steigen,
sehr schnell die Lust zum Frust sich tut neigen.
Seit damals reiht sich bei dir Fehleinschätzung an Fehleinschätzung.Bin gespannt, ob ich die nächste Hypo-Tranche zu 0.5% abschliessen kann
Du jammerst heute über die Mieten, obwohl auch die nicht hätten steigen dürfen
Immer öfter wird der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 1046 -0.38%)) und anderen Zentralbanken vorgeworfen, ihre negativen oder extrem tiefen Zinsen enteigneten die Sparer und gefährdeten die Nachhaltigkeit der Altersvorsorge, weil sie die Rendite auf die Ersparnisse massiv reduzierten. Um zu klären, ob dieser Vorwurf zutrifft, gilt es zuerst zu klären, inwiefern Zentralbanken tatsächlich die (langfristigen) nominellen Zinsen beeinflussen.
In der Theorie entsprechen die langfristigen Zinsen, also etwa die eines zehnjährigen «Eidgenossen», dem Durchschnitt der erwarteten kurzfristigen Zinsen über die entsprechende Periode plus Risikoprämie. Unter der verbreiteten Annahme, dass die Risikoprämie über die Zeit konstant bleibt, hängen die langfristigen Zinsen direkt von den durchschnittlichen erwarteten kurzfristigen Zinsen ab. Und weil Zentralbanken die kurzfristigen Zinsen festlegen, reflektieren die Zinsen auf zehnjährige Staatsanleihen die für die kommenden zehn Jahre zu erwartende Geldpolitik.
Inflation gibt den Ausschlag
Die wichtigste Rolle in dieser Erwartungsbildung spielt die künftige Inflation. Schliesslich besteht der Auftrag der meisten Zentralbanken darin, die Preisstabilität mit Rücksicht auf die konjunkturelle Entwicklung zu gewährleisten. Geht der Markt davon aus, dass sich die Inflation unter dem Zielbereich der Zentralbank befinden wird, muss mit einer Lockerung der Geldpolitik gerechnet werden, sprich mit tieferen Leitzinsen.
Umgekehrt lässt die Erwartung einer höheren Inflation auf steigende Leitzinsen schliessen. Das derzeit tiefe Zinsniveau über alle Laufzeiten spiegelt somit die Erwartung, dass die Inflation noch länger verhalten (bzw. sogar negativ) bleiben wird. Hinsichtlich der Gründe für diese tiefe Inflationserwartung stehen zwei Hypothesen im Raum.
Erstens: Die Geldpolitik ist zu restriktiv. Einer der wichtigsten Vertreter dieser Hypothese, der ehemalige US-Finanzminister und Ökonom Larry Summers, geht davon aus, dass der Zins, bei dem die Wirtschaft sich in einem Gleichgewicht befindet (bei dem die Inflationsrate also konstant ist), derart stark im negativen Bereich ist, dass die Zentralbanken eigentlich nicht expansiv genug sind, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und somit die Inflationserwartungen zu erhöhen.
Umdenken angesagt
Diese eher radikale These ist jedoch nicht unumstritten. Ein breiterer Konsens scheint für die zweite Hypothese zu herrschen, wonach strukturelle Faktoren wie Demografie, Freihandel und Globalisierung sowie technologischer Fortschritt die Inflation reduziert haben. Die tiefen Inflationsraten der letzten zwei Jahrzehnte haben wiederum die Inflationserwartungen gesenkt. Beiden Hypothesen gemeinsam ist die Schlussfolgerung, wonach die Zentralbanken die Zinsen nicht einfach so nach unten «drücken», sondern aufgrund der zu geringen Inflationserwartung «gezwungen» werden, die Leitzinsen tief zu halten.
Was bedeutet dies konkret für die Zinsen in der Schweiz? Erstens dürften die kurzfristigen Zinsen noch länger tief bleiben. Solange die Europäische Zentralbank keine Zinserhöhung erwägt, dürfte die SNB an den Negativzinsen festhalten, um eine Aufwertung des Frankens zu vermeiden. Die längerfristigen Zinsen werden zweitens erst dann steigen, wenn die Wirtschaftsakteure höhere Inflationsraten erwarten. Dies bräuchte aber mehr Vertrauen in die globale wirtschaftliche Erholung. Drittens scheint das Zinsniveau aufgrund der strukturell tieferen Inflation generell tiefer zu sein als noch vor der Jahrtausendwende. Ein Umdenken bei der zu erwartenden (nominellen) Rendite wäre also angebracht.
http://www.fuw.ch/article/erwartungen-zurueckschrauben/
Eine schwache Währung und ein Infrastrukturprogramm sollen das Wachstum stützen.
Singapurs Notenbank hat mit der Ankündigung, sie wolle die weitere Aufwertung der eigenen Währung bis auf weiteres unterbinden, vergangene Woche den globalen Devisenmarkt überrascht. Die Monetary Authority of Singapore (MAS), die die Konjunktur nicht mit dem Zinsinstrument, sondern dem Wechselkurs steuert, hat den Entscheid mit der sich abkühlenden Binnenwirtschaft und dem deflationären Umfeld begründet. Ein Blick aus den Fenstern der Hochhäuser des Singapurer Finanzviertels auf die Küstengewässer hätte die Devisenhändler allerdings schon längst auf den Entscheid der MAS gefasst machen müssen.
http://www.fuw.ch/article/singapur-sagt-deflation-den-kampf-an/
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Der globale Handel ist ein Grund für weltweit tiefe Zinsen. Die Notenbanken steuern die Konkurrenzfähigkeit ihrer Wirtschafträume über die Leitzinsen um den Export und die Konjunktur zu fördern. Dies dürfte sich vorerst kaum ändern, weil es viele so machen. Vorteile sind Preisstabilität, günstige Zinsen, wenig Inflation, Geldwerterhaltung, etc. Nachteile und Risiken sind wenig Aktivzins, Schulden werden nicht abgewertet, Löhne stagnieren, Wirtschaft verliert an Schwung, mögliche Deflation.Kredite müssen trotz grosser Geldmenge kontrolliert gewährt werden, weil die Schulden durch Inflation nicht abgewertet werden. Dennoch kann man damit gut leben, denn es herrscht viel Stabilität. Die realen Kapitalkosten setzen sich immer aus Zinsen + Inflationsrate oder Zinsen + Schuldenamortisation (Rückstellung für Erneuerung) zusammen.Viele Sparer und Pensionskassen beklagen, dass nur noch kleine Renditen erreicht werden. Aber die Kapitalen und Renten behalten ihre Kaufkraft, das ist positiv. 4 % Sparzins bei 3 % Inflation waren auch nicht besser.
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Wenn der Kaffee plötzlich Millionen kostet
Die SNB und andere Notenbanken unternehmen viel, um die Inflation anzukurbeln. Andere wiederum haben zu viel davon. cash sagt, wann es zu einer Hyperinflation kommen kann und was daran gefährlich ist.
30.07.2018 19:05
Von Pascal Züger
Wer heute für einen Kaffee, der vor einem Jahr noch 5 Franken kostete, 5 Franken und 10 Rappen bezahlen muss, mag sich über die Preiserhöhung ärgern. Ernste Sorgen über die Preisstabilität muss man sich aber keine machen, denn dieser Preisaufschlag entspricht einer jährlichen Teuerung von gerade Mal zwei Prozent.
Problematisch wäre es dann, wenn der Kaffee wenige Monate später plötzlich mehrere Millionen Franken kosten würde. Dieses Horrorszenario droht der Schweiz zwar nicht, ist aber derzeit genau so im krisengeplagten Venezuela beobachtbar:
Die Grafik von Bloomberg zeigt die Kaffee-Preisentwicklung in Carcas, der Hauptstadt Venezuelas, in den letzten zwei Jahren. Vergangene Woche wurde ein neuer Rekordpreis bei zwei Millionen Bolivar für eine Tasse Milchkaffee registriert. Die Woche davor lag der Preis noch bei 1,4 Millionen Bolivar, Ende April waren es "nur" 190‘000 Bolivar.
Es ist nicht nur der Kaffeepreis, der in Venezuela so ausser Kontrolle geraten ist, sondern die Preise sämtlicher Güter des täglichen Gebrauchs. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte für das Land im laufenden Jahr eine Inflationsrate von einer Million Prozent. Als Vergleich: In der Schweiz dürfte die Inflation im laufenden Jahr leicht weniger als 1 Prozent betragen.
Gemäss einer Faustregel spricht man dann von einer Hyperinflation, wenn die monatliche Inflationsrate bei über 50 Prozent liegt. Venezuela erfüllt dieses Kriterium derzeit eindeutig. Im letzten Monat haben sich die Preise verdoppelt.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Hyperinflationen zwar die Ausnahme sind, aber doch ab und zu vorkommen: Gemäss einer Studie der Ökonomen Steve H. Hanke und Nicholas Krus gab es in den letzten 100 Jahren global gesehen 57 Fälle von Hyperinflationen. So etwa in den 1920er Jahren in Deutschland, oder in der etwas jüngeren Vergangenheit in Argentinien oder in Simbabwe.
Hyperinflation durch Krisen ausgelöst
Nach der gängigen Definition entsteht Inflation dann, wenn die Geldmenge einer Volkswirtschaft schneller wächst, als sich Güter und Dienstleistungen in einem Land vermehren. Es hat dann mehr neues Geld als neue Güter im Umlauf, dadurch erhöhen sich die Preise.
Eine gesunde Volkswirtschaft mit stabiler Regierung gerät in der Regel nicht einfach so in eine Phase der Hyperinflation. Meist liegen schwerwiegende, landesinterne Probleme vor, etwa eine hohe Staatsverschuldung - ausgelöst durch einen Krieg oder eine grössere Wirtschaftskrise. Ein giftiger Cocktail entsteht dann, wenn darüber hinaus die Zentralbank fast schon panikartig die Geldmenge ausweitet, während die Wirtschaft noch kriselt.
Deutschland etwa war als Folge des ersten Weltkrieges hoch verschuldet. Um diese Schulden abzahlen zu können, wurden massiv mehr Banknoten gedruckt, was die Preise nach oben schiessen liess. Auch die Zentralbank Venezuelas druckt derzeit viel Geld, um der wirtschaftlichen Krise entgegenzuwirken.
Der Teufelskreis der Hyperinflation
Macht unter den Konsumenten durch die starke Geldausweitung erst einmal die Angst einer hohen Inflation die Runde, so wird der Teufelskreis der Hyperinflation erst richtig lanciert: Jeder möchte sein Geld lieber heute als morgen loswerden, da es laufend an Wert zu verlieren droht. Durch das schnelle Abstossen erhöht sich die Geldmenge und somit auch die Inflation immer weiter. Darüber hinaus setzt Kapitalflucht ein, da das Vertrauen in die Währung weg ist, was deren Wert noch zusätzlich schwächt. Auch die Planungssicherheit der Firmen ist wegen der wilden Preisentwicklung dahin.
Ist ein Land im Hyperinflations-Sumpf drin, gibt es kein Entkommen mehr. Die Inflation nimmt immer absurdere Ausmasse an, die Wirtschaft kollabiert. Nur eine Währungsreform kann helfen.
In Simbabwe wurde etwa vor zehn Jahren die Währung abgeschafft und der US-Dollar als offizielles Zahlungsmittel eingeführt. Argentinien koppelte den Peso in den 1990ern an den Dollar. Auch Venezuelas Präsident Niclás Madura hat jüngst Währungsreformen angekündigt: Der Bolivar soll an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt werden, gleichzeitig will er fünf Nullen aus der Währung streichen.
Ökonomen sind sich uneins, ob auch in Europa eine Hyperinflation denkbar wäre. Zum Beispiel dann, wenn ein südeuropäisches Land wie Italien die EU verlassen und wieder eine einheimische Währung einführen würde. Gefährliche Voraussetzungen wie eine hohe Staatsverschuldung und Instabilität in der Politik wären zumindest gegeben. Der Schweiz droht ein solches Szenario nicht: Gemäss einer Studie der Credit Suisse vom vergangenen Jahr ist der Franken die stabilste Währung der Welt. Seit dem Jahr 1900 sind die Schweizer Preise durchschnittlich um 2,2 Prozent gestiegen - so wenig wie sonst nirgends.
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Eine Inflation von 1 Million Prozent – über Venezuela weht ein Hauch von Weimar
Der Internationale Währungsfonds vergleicht die Hyperinflation in Venezuela mit der Weimarer Republik im Krisenjahr 1923. Der Vergleich ist berechtigt. Doch Venezuelas Präsident Maduro ist nicht willens, die Lehren daraus zu ziehen.
Eigentlich geht es mit der lateinamerikanischen Wirtschaft aufwärts. Nachdem im vergangenen Jahr vielerorts der Konsum angezogen hat, macht sich der Aufschwung nun auch bei den Investitionen bemerkbar. Der Internationale Währungsfonds (IMF) erwartet daher für 2019 eine Beschleunigung des Wachstums von 1,6 auf 2,6 Prozent. Doch Lateinamerika ist ein heterogener Raum. Einige Länder fallen denn auch aus dem Rahmen, besonders Venezuela. Stimmen die Prognosen des IMF, wird das Bruttoinlandprodukt des sozialistischen Landes dieses Jahr um 18 Prozent einbrechen. Es wäre das dritte Jahr in Folge mit einem Rückgang der Wirtschaftskraft im zweistelligen Prozentbereich.
Völlig ausser Kontrolle geraten ist die Inflation. Zwar weiss in Venezuela niemand so genau, wie hoch die Teuerung ist. Die vom Regime instrumentalisierte Notenbank hat längst damit aufgehört, Daten zu veröffentlichen. Laut den Ökonomen des IMF dürfte die Inflation bis Ende Jahr aber auf 1 Million Prozent klettern. Gewiss, allzu genau wird diese Schätzung kaum sein; noch im April lag die Prognose bei «nur» 13 000 Prozent. Doch hat man einmal jenen Grad ökonomischer Verwahrlosung erreicht, wie er in Venezuela seit Jahren zu beobachten ist, spielen einige tausend Prozent mehr oder weniger kaum noch eine Rolle. Tatsache ist, dass die Währung kein Vertrauen mehr geniesst. Geld wird in Venezuela nicht mehr gezählt, sondern gewogen.
Beim Währungsfonds stellt man bereits Vergleiche an zwischen der Lage in Venezuela und dem Preiszerfall in der Weimarer Republik im Krisenjahr 1923. Ökonomisch ist der Vergleich berechtigt. So finanzierte Deutschland nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg seine Folgekosten primär durch ein Anwerfen der Notenpresse. Im Oktober 1923 wurden 99 Prozent der Staatsausgaben mit neu gedrucktem Papiergeld bezahlt, und nur 1 Prozent mit Steuereinnahmen. Ähnlich präsentiert sich die Lage in Venezuela, wo ein immer tieferes Loch im öffentlichen Haushalt durch stets noch mehr Notenbankgeld zuzuschütten versucht wird, mit denselben hyperinflationären Folgen wie 1923.
Zwischen dem heutigen Venezuela und dem historischen Weimar gibt es weitere Parallelen. So zeigt sich heute wie damals, wie der Absturz einer Währung zum Zerfall einer Gesellschaft führen kann. Wenn die offizielle Landeswährung keinen Wert mehr hat, erlischt gleichsam der Respekt gegenüber der staatlichen Ordnung. Anarchie und Chaos machen sich breit. Diese staatszersetzende Wirkung erkannte bereits Lenin. Die Losung des Revolutionärs lautete daher: «Wer die Kapitalisten und die bürgerliche Gesellschaft zerstören will, muss ihre Währung zerstören.» Am effektivsten geschieht eine solche Demontage durch Hyperinflation. Denn wer nicht fähig ist, für halbwegs solides Geld zu sorgen, verwirkt zumeist auch die Loyalität des Volkes.
Aus heiterem Himmel kommen Hyperinflationen nicht.
Sie sind menschengemacht, ein Resultat politischer Fehlentwicklung. Am Anfang steht fast immer die Finanzierung von Staatsdefiziten durch unkontrollierte Geldschöpfung. Das sozialistische Regime rund um Präsident Maduro irrt daher, wenn es meint, das Problem lösen zu können, indem drei Nullen aus der Währung gestrichen werden. So einfach ist die Sache nicht. Das Land, das seine riesigen Erdölreserven nicht in nationalen Reichtum umzumünzen vermag und mit einer Hungersnot kämpft, benötigt radikalere Reformen, vor allem mehr Demokratie und mehr Marktwirtschaft. Beides fürchtet Maduro wie der Teufel das Weihwasser. Solange das so bleibt, ist ein Ende der Hyperinflation und der humanitären Krise nicht absehbar.
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