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Der Weltbestseller!
Somers Leben ist genauso, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Frisch verheiratet, mit einem neuen Job als Ärztin in San Francisco. Doch dann stellt sie fest, dass sie keine Kinder bekommen kann. Zur gleichen Zeit wird in einem abgelegenen indischen Dorf ein Mädchen geboren. Kavita, die Mutter, erkennt, dass sie das Leben ihrer Tochter nur retten kann, wenn sie sie weggibt. Als Somer und ihr Ehemann ein Foto des Mädchens in einem Waisenhaus in Mumbai sehen, entscheiden sie sich für eine Adoption. Somer ahnt, dass dieser Weg nicht leicht wird. Aber sie hofft, dass Liebe alle Probleme lösen kann. Shilpi Somaya Gowdas Debüt war in den USA und Kanada ein Sensationserfolg - es stand über viele Monate auf Platz eins der Bestsellerlisten. Der grosse Roman über eine Suche nach den Wurzeln und nach dem, was das Leben ausmacht, bewegt inzwischen Leserinnen auf der ganzen Welt.
»Fesselnd, sehr klug, lebendig und herzzerreissend« (Minneapolis StarTribune)
Kavita ist 1984 zum zweiten Mal schwanger. Noch immer ist sie entsetzt, dass ihr erstes Kind direkt nach der Geburt getötet wurde, weil es ein Mädchen war. In ihrer Heimat Indien sind Mädchen Kinder zweiter Klasse. Kavita hat sich geschworen, dass es beim zweiten Kind auf jeden Fall anders... Kavita ist 1984 zum zweiten Mal schwanger. Noch immer ist sie entsetzt, dass ihr erstes Kind direkt nach der Geburt getötet wurde, weil es ein Mädchen war. In ihrer Heimat Indien sind Mädchen Kinder zweiter Klasse. Kavita hat sich geschworen, dass es beim zweiten Kind auf jeden Fall anders laufen wird als beim ersten. Da sie wieder einem kleinen Mädchen das Leben schenkt, weiß sie, dass sie das Kind nicht behalten kann. Sie ringt ihrem Mann einen Tag mit ihrem Baby ab und begibt sich auf den weiten Weg aus ihrem kleinen ärmlichen Dorf in die große Stadt. Kavita gibt das süße Baby unter Tränen im Weisenhaus ab, damit das Mädchen zumindest leben kann. Kavita gibt ihrer Tochter den Namen Usha, was Morgendämmerung bedeutet. Somer erleidet ungefähr zum gleichen Zeitpunkt eine weitere Fehlgeburt. Durch diese Fehlgeburt und durch die darauffolgende Diagnose, dass sie keine Kinder bekommen kann, versinkt sie in eine tiefe Trauer. Ihr Mann Krishnan schlägt ihr vor, ein Kind zu aus seiner Heimat Indien zu adoptieren. Somer stimmt nach reiflicher Überlegung zu. Für die Adoption müssen Somer und Kris viele Anträge stellen und einige unangenehme Prüfungen über sich ergehen lassen. Da sie in geordneten Verhältnissen leben und auch finanziell gut gestellt sind, erhalten sie nach langer Wartezeit die Zusage. Sie dürfen Asha adoptieren, ein süßes Mädchen mit schwarzen Locken und mandelförmigen hellbraunen Augen. Asha bedeutet Hoffnung. Glücklich besteigen die Somer und Kris das Flugzeug in Richtung Indien um ihre Tochter nach Kalifornien zu holen… Die Charaktere sind sehr liebevoll und tiefgründig beschrieben und es werden die Gefühle und Gedanken der Hauptperson des einzelnen Kapitels gut wiedergegeben. Kavita ist eine einfache aber starke Frau, die in ärmlichen Verhältnissen lebt. Somer ist eine junge selbstbewusste Ärztin, die glücklich verheiratet ist. Allerdings haben die Fehlgeburten und ihre tiefe Sehnsucht nach einem Kind, ziemlich an ihr genagt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Das Buch ist im personalen Erzählstil geschrieben. Mir fiel es leicht, mich in die betreffende Person hineinzuversetzen. Die Geschichte spielt an mehreren Orten in Amerika und Indien. Die Geschichte ist teilweise sehr schön aber dann auch wieder sehr traurig. Sie berichtet über das Leben der Menschen in den Slums, über das Verhältnis zwischen reichen und armen Menschen in Indien und natürlich auch über das Verhältnis zwischen Männer und Frauen dort. Doch es werden auch die Schwierigkeiten bei Adoptionen aufgeführt und die Sehnsucht der adoptieren Kinder etwas über ihre Herkunft zu erfahren. Ein atemberaubendes und emotionales Buch, das mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. Es erzählt die bewegende Geschichte zweiter Familien, die miteinander verbunden sind, ohne etwas von der anderen zu wissen.
Die Geschichte um Asha wird in 2 Handlungssträngen erzählt. Kavita bringt in einem Dorf in Indien eine weitere Tochter zur Welt. Die erste wurde ihr entrissen, denn ein Mädchen ist in Indien leider weniger 'wert' als ein Junge. Um dieses Schicksal ihrer 2. Tochter zu ersparen machte sie sich... Die Geschichte um Asha wird in 2 Handlungssträngen erzählt. Kavita bringt in einem Dorf in Indien eine weitere Tochter zur Welt. Die erste wurde ihr entrissen, denn ein Mädchen ist in Indien leider weniger 'wert' als ein Junge. Um dieses Schicksal ihrer 2. Tochter zu ersparen machte sie sich mit ihrer Schwester und dem 3 Tage alten Säugling , dem sie den Namen Usha gibt, auf den weiten Weg nach Mumbai um ihre Tochter in ein Waisenhaus zu geben und ihr so vielleicht ein besseres aber generell überhaupt ein Leben zu ermöglichen. Ihrem Mann Jasu kann sie diese Tat, ihr beide Töchter wegzunehmen nur schwer verzeihen, doch als sie endlich den ersehnten Sohn zur Welt bringt nähern sich die beiden wieder an. In den folgenden Jahren ziehen Kavita und Jasu mit ihrem Sohn nach Mumbai um ein besseres Leben zu leben und dies vor allem ihrem Sohn zu ermöglichen. In dieser beschwerlichen Zeit vergisst Kavita jedoch niemals das kleine Mädchen, das sie vor vielen Jahren ins Waisenhaus gebracht hat und denkt täglich an sie. Zur gleichen Zeit versuchen Krishnan und Somer im fernen Amerika verzweifelt ein Kind zu bekommen, doch nach einigen Fehlgeburten stellt sich heraus, dass Somer keine Kinder bekommen kann, was sie in eine tiefe Krise stürzt. Nach einem langwierigen Prozess adoptieren sie schließlich die kleine Asha in Krishnans Heimat Mumbai/Indien. Die folgenden Jahre Ashas sind geprägt von der Sehnsucht zu verstehen wo sie herkommt und wer sie ist. Als sich schließlich die Gelegenheit bietet nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand. Ich finde die Art eine Geschichte in 2 Handlungssträngen, deren Verbindung von Anfang an klar ist, sehr toll. Viel Wert wird dabei auf die Liebe der Mutter gelegt, ob nun biologisch oder nicht, die Liebe für das Kind ist bei beiden gleich, das hat mir sehr gefallen; auch dass Asha dieses Thema später aufnimmt ist ne tolle Idee. Ashas Adoptivmutter Somer hat mich manchmal ein wenig genervt, weil sie nie richtig auf ihre Tochter eingegangen, sie so von sich wegschiebt und dann eifersüchtig ist. Doch als sie das dann später selbst einsieht war sie mir umso sympathischer. Diese Gefühle der jeweiligen Mütter, auch die Sehnsucht Kavitas nach ihrer Tochter die sie nur 3 Tage lang kannte sind toll dargestellt. Ein echt tolles, gefühlvolles Buch ohne kitschig zu sein, gefällt :) Lediglich die Auflösung, die man (oder zumindest ich) von Beginn an vermutet tritt nicht ein, zumindest nicht so wie ich das gedacht hab. Das fand ich anfangs sehr enttäuschend aber es ist halt keine kitschige Geschichte und vielleicht würde ich selbst auch so reagieren in dieser Situation? Keine Ahnung, aber es hat meinen Blickwinkel auf die ganze Sache ein wenig geändert. Tolles Buch, sehr empfehlenswert :)
Im Alter von einem Jahr wird Asha in Indien in einem Waisenhaus von einem amerikanisch-indischen Ehepaar adoptiert, das selber keine Kinder bekommen kann. Asha wächst behütet in Kalifornien auf, hat alles was man sich wünschen kann. Doch ihre Wurzeln kennt Sie nicht. Als sie immer mehr Fragen zu Ihrer... Im Alter von einem Jahr wird Asha in Indien in einem Waisenhaus von einem amerikanisch-indischen Ehepaar adoptiert, das selber keine Kinder bekommen kann. Asha wächst behütet in Kalifornien auf, hat alles was man sich wünschen kann. Doch ihre Wurzeln kennt Sie nicht. Als sie immer mehr Fragen zu Ihrer Herkunft stellt wird die so glücklich wirkende Familie auf eine harte Probe gestellt. Schliesslich ergattert Asha ein Stipendium und reist für ein Jahr nach Indien, zur Familie ihres Vaters. Dort lernt sie Ihr Heimatland kennen, und zwar mit all den Facetten die Indien bietet. Auf Ihrer Reise erkennt sie was wahre Liebe, Mutterschaft, Mut und Hoffnung bedeutet... Die Geschichte wird aus verschiedenen, absolut gegensätzlichen Sichtweisen erzählt: dem Adoptiv-Ehepaar Somer und Kris und dem indischen, leiblichen Ehepaar Jasu und Kavita. Die wohlhabenden Ärzte aus Amerika und dem armen einfachen Paar aus Indien, welches täglich ums Überleben kämpft. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an mitgerissen und ich hatte es in wenigen Stunden ausgelesen. Es ist unglaublich spannend und man kann es einfach nicht zur Seite legen. Die Autorin schreibt unglaublich schön, und man verliert sich komplett in dieser Geschichte, in dieser fremden Welt, kann die Stimmen beim lesen beinahe hören, die Gerüche riechen.... Ich kann es Roman-Liebhaberinnen, die Geschichten mit Tiefgang mögen wärmstens empfehlen. Ich empfand das Buch als eine Bereicherung!