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WAS IST DAS?
Neurofeedback ist eine Variante von Biofeedback. Dabei werden die Hirnwellen geschult und somit das Zentralnervensystem.
Wird auch Biofeedback EEG (Elektroenzephalogramm) genannt.
Die offizielle Definition wurde 2008 von der AAPB, BCIA und ISNR genehmigt. Das sind die anerkannten Hauptbranchenverbände in diesem Bereich:
Neurofeedback
Neurofeedback ist ein technikgestütztes Verfahren zur Rückmeldung neuronaler Aktivität mit dem Ziel, dass diese vom Patienten willentlich beeinflusst wird. Am weitesten verbreitet sind Verfahren zur Rückmeldung neurophysiologischer Signale, die mit Hilfe der Elektroenzephalographie (EEG) erfasst werden können. […]
Neurofeedback ist eine Methode der Verhaltenstherapie, mit deren Hilfe dysfunktionale neuronale Aktivität verlernt wird und dabei Hirnaktivität so verändert wird, dass bestimmte Symptome reduziert und Störungen gebessert werden, und / oder eine spezifische Verhaltensoptimierung ermöglicht wird. Die Selbstregulation von neuronaler Aktivität ist eine Fertigkeit, die nach den Gesetzmäßigkeiten des operanten und klassischen Lernens erworben und behalten wird (hierzu siehe Sherlin et al, 2011; Strehl 2013). Dieser Lernprozess wird einerseits mit Hilfe von Technik (EEG-Feedback Systeme) und andererseits durch geeignete verhaltenstherapeutische Methoden (auch zum Transfer in den Alltag ohne Technikanwendung) realisiert.
GESCHICHTE
• Ein Pionier in Biofeedback war ohne Zweifel Joseph Kamiya aus den Vereinigten Staaten im Jahre 1958. Als erster hat er bewiesen, dass es möglich ist, seiner eigenen Hirnaktivität bewusst zu werden und damit auch seine eigenen Hirnwellen mittels Geräte zu beeinflussen. 20 Jahre später benutzt er mit einem Kollegen zusammen das „Alpha-Training“, um die Angstzustände zu verringern.
• In 1967 beweist Barry Sterman, dass es möglich ist, Katzen zu trainieren, damit sie ihre Hirnwellen ändern. Damit zeigt er, dass Neurofeedback die Gehirnleistung verbessern kann. 1974 beweist er, dass epileptische Anfälle beim Menschen durch Neurofeedback verhindert werden können (SMR-Wellen). Diese Ergebnisse wurden von 12 wissenschaftlichen Instituten und 20 verschiedenen Studien bestätigt.
• 1976, macht Joël Lubar die gleichen Trainingssitzungen mit Kindern mit ADHS und kommt zu denselben Schlussfolgerungen: Neurofeedback verbessert den gesundheitlichen Zustand erheblich.
• In den 90er Jahren machen Eugène Peniston und Paul Kulkosky Trainingssitzungen mit Vietnamkriegsveteranen, die unter PTSD (posttraumatic stress disorder) und Alkoholismus litten. Es gab eine beachtliche Verbesserung der Symptome.
• Seitdem fokussiert die Forschung auf den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Bewusstseinszuständen, den Pathologien und deren Symptome und der Hirnaktivität.
• Die Beiträge der Neurowissenschaften und die technologischen Fortschritte treiben einen raschen Fortschritt in diesem Bereich voran.
HIRNWELLEN
Während einer Therapiesitzung kann Neurofeedback entweder allein oder mit Biofeedback verwendet werden. Elektroden auf bestimmte Stellen auf den Schädel messen die Hirnwellen. Die Audio- oder Videotraining begünstigen die Produktion geeigneter Wellen an der gewünschten Stelle.
Wellenarten
Zum Beispiel sollten die alpha-Wellen eher im Hinterkopf produziert werden. Sie tragen dazu bei, die Schmerzen zu lindern, ruhig und aufmerksam zu sein und den Neurotransmitter Serotonin („Glückshormone“) auszuschütten. Wenn sie vorne produziert werden, haben wir Mühe uns zu konzentrieren. Das ist oft der Fall von Kindern mit ADHS. Mit gezielten Trainingssitzungen kann das Gehirn geschult werden, die passenden Wellen zu produzieren.
Die Ergebnisse sind dauerhaft, weil das Gehirn neue neuronale Wege geschaffen hat.