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Harold Chasen stepped up on the chair and placed the noose about his neck. He pulled it tight and tugged on the knot. It would hold. He looked about the den. The Chopin was playing softly. [...] With barely a smile he knocked over the chair and fell jerkily into space.” (p. 1)
Harold interessiert sich nicht für junge Frauen, schnelle Autos, Sport, eine Ausbildung, ein Studium oder Partys. Harold interessiert sich für Zerstörung, für Begräbnisse – und dafür, wie er einen Suizid möglichst gut inszenieren kann.
Maude interessiert sich auch für Begräbnisse – allerdings aus anderen Gründen. Sie interessiert sich außerdem für Blumen, für Kunst, für das Leben und für so viele andere Dinge.
Ein deprimierter junger Mann trifft auf einer Beerdigung eine ältere Dame, die ihm Lakritzbonbons anbietet – und er ahnt nicht, wie sehr diese Begegnung sein Leben auf den Kopf stellen wird.
Meine Meinung
Ich L-I-E-B-E Harold and Maude. Das Buch gehört zu den wenigen Büchern, die ich einfach immer lesen kann, egal in welcher Stimmung – und zu den Büchern, die ich unzählige Male lesen kann, ohne mich irgendwann dabei zu langweilen. Die erste Begegnung mit Harold and Maude hatte ich (ohje, rechnen ist angesagt!) 2005 in meinem Englisch-Kurs (und das Buch war neben Macbeth und The Crucible auch eines der besten, die ich je in einem Englisch-Kurs lesen durfte) und seitdem habe ich es immer mal wieder zur Hand genommen.
Harold and Maude hat einfach alles, was ein tolles Buch ausmacht: Da sind zunächst die beiden Hauptfiguren, Harold und Maude. Harolds melancholische, destruktive Art ergänzt sich wunderbar mit Maudes Aktivismus, ihrer positiven Einstellung und ihren verrückten Einfällen und zusammen ergeben die beiden ein Paar, das ungewöhnlicher nicht sein könnte.
Neben einem gewissen Maß an Ernst (der sich in Harolds Wesen sowieso zeigt – doch auch Maude hat eine Vergangenheit) überzeugt das Buch mich immer wieder auf’s neue durch seinen fabelhaften Humor (das Auto des Priesters, die arrangierten Dates, die Aktion mit dem Baum usw., usw. …), durch seine vielen – nie langweiligen – Details (und Nebenfiguren ;) ) und vor allen Dingen durch seinen Tiefgang. Harold and Maude vermittelt, wie wunderschön es sein kann, die kleinen Dinge des Alltags zu würdigen, “Ja” zum Leben zu sagen und entgegen aller Vorurteile einfach man selbst zu sein. Die Handlung ist so ungewöhnlich wie die Figuren und vermag es immer wieder zu überraschen.
Eine meiner Lieblingsstellen ist übrigens irgendwo relativ mittig im Buch… Harold and Maude sehen sich erst ein wenig Zerstörung an ( ;) ) und dann macht Maude Harold darauf aufmerksam, wie schön es sein kann, Pflanzen wachsen zu sehen – woraus sich natürlich ein tiefsinniges Gespräch entwickelt :-)
Harold and Maude wurde 1971 verfilmt und der Soundtrack von Cat Stevens fängt mit einem bestimmten Lied genau das ein, was Harold and Maude für mich bedeutet: If you want to sing out, sing out. Den Film halte ich übrigens für sehr gelungen (Trailer), also tut euch keinen Zwang an und schaut mal in der nächsten Videothek vorbei (gibt’s so etwas überhaupt noch?), falls ihr Lesemuffel sein solltet!
Fazit
Lesen!
Autor: Colin Higgins | Titel: Harold and Maude | Originaltitel: – | Verlag: Petersen Taschenbücher | Erscheinungsdatum: 2005 (3. Auflage) | ISBN-10: 3883891649 | ISBN-13: 978-3883891644 | Seitenzahl: 119 Seiten | Ausgabe: Taschenbuch | Preis: / |