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Die dreiteilige, symmetrische Strassenfassade des Textilmuseums deutet einen eigenständigen, axial ausgerichteten Baukörper an. Die asymmetrische Dachform verrät jedoch, dass das Gebäude winkelförmig und einseitig angebaut ist. Dieses Spiel mit Symmetrie und Asymmetrie bildet die Grundlage unseres Vorschlags: Drei aufgesetzte Volumen übernehmen die Grundstruktur des Bestandes, werden jedoch in den Fassadenebenen und entlang der Dachkante leicht gestaffelt versetzt, so dass die kontextuell begründete Asymmetrie verstärkt zum Ausdruck kommt. Auch im Innenraum bleibt die dreiteilige Ordnung des Grundbaus bestimmend. Den Auftakt bildet die zentrale Halle im 3.Obergeschoss, welche die bestehenden Säle im 3.OG, resp. die neuen Säle im 4.OG räumlich und visuell erschliesst. Sie bildet ein Scharnier, das eine vielfältige Zuordnungen der Räume ermöglicht und die Betriebsabläufe sowie die Ausstellungsdispositionen wandelbar macht. Diese Halle wird somit zum Mittelpunkt des Rundgangs durch die neuen Ausstellungsräume. Dieser kulminiert im zweigeschossig angelegten Saal auf der Westseite, wobei sich das oberste Galeriegeschoss zu einer Dachterrasse mit Blick auf die Altstadt und die Türme der Stiftsbibliothek öffnet.
Zweistufiger anonymer Projektwettbewerb
2020
- Stiftung Textilmuseum St. Gallen Auftraggeberin
- GXM Architekten GmbH Zürich Architektur