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14.01.2021
Ob schneeweiss, feuerrot, violett oder knallrosa - Alle Azaleen haben gemeinsam, dass man oft vor lauter Blüten die Pflanze nicht mehr sehen kann. Wer die Geschichte der Blütenpracht kennt, versteht, was es braucht, damit die Azaleen-Blüten länger leuchten.
Woher stammt die Azalee?
Die Azalee heisst botanisch Rhododendron. Der Name Rhododendron setzt sich aus den griechischen Worten zusammen, die «rot» und «Baum» bedeuten. Frei übersetzt bedeutet er «eine holzige Pflanze mit rosaroten Blüten». Azalee bedeutet im Griechischen «trocken», was ein Hinweis auf das trockene Holz ist und nicht auf den Wasserbedarf der Pflanze. Diese mag es nämlich, wenn der Boden immer leicht feucht ist. Da die meisten Menschen beim Namen Rhododendron an die grossen Gartensträucher denken, wird die Zimmerpflanze meist als Azalee bezeichnet.
Rhododendren sind in Asien weit verbreitet. Die Urversion der Zimmerazaleen heisst botanisch Rhododendron simsii und ist vorallem in China zuhause. Die Pflanze wächst an den Berghängen als Gebüsch. Dort wird sie von der heimischen Bevölkerung als Brennholz genutzt. Der Untergrund ist Kalkstein, der von einer Humuslage bedeckt ist, auf der die Pflanzen wachsen. Die ersten Pflanzen wurden 1806 von China nach England gebracht, wo die Azalee schnell als Zierpflanze weiterkultiviert wurde.
Wie pflege ich meine Azalee?
Tauchen Sie Ihre Azalee mindestens alle vier bis fünf Tage in ein Wasserbad. Nur so können die Azaleen genügend Feuchtigkeit aufnehmen, da sie ein sehr durchlässiges Substrat haben. Um die Blühphase zu verlängern, kann die Azalee jeweils vom warmen Wohnzimmer an einen kühleren Nachtstandort verschoben werden.
Frisch aus der Gärtnerei
Azaleen werden in Belgien und den Niederlanden vorkultiviert. Die Gärtnerinnen und Gärter in der Gärtnerei Meier bringen sie zur Blüte. Die schönsten Exemplare werden täglich frisch im Garten-Center angeliefert.
Worauf ist bei Azaleen zu achten?
Die Blüten sollten beim Kauf bereits leicht geöffnet sein. Die Zimmerpflanze steht gerne bei etwas tieferer Raumtemperatur in indirektem Licht. Ihr gesamter Topfballen sollte etwa alle vier Tage – am besten in abgekochtes – Wasser getaucht werden, denn die Pflanze verträgt keinen Kalk. Während der etwa sechswöchigen Blütezeit ist keine zusätzliche Düngung nötig.
Was mache ich mit der Azalee nach der Blüte?
Nach der Blüte werden die verwelkten Blüten entfernt und die Azalee an einem kühlen Standort ausgeruht. Im Mai erhält die Pflanze einen Rückschnitt und einen schattigen Standort im Freien. Ohne Sommerstandort draussen und grosszügige Düngergaben gibt es keine weitere Blühphase. Erste Knospen bilden sich im Spätsommer, sobald die nächtlichen Temperaturen allmählich sinken. Vor dem ersten Frost bekommt die Pflanze wieder einen kühlen Standort im Haus.