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“Ein Mensch, der in einer Kunst zur Meisterschaft gelangt ist beweist dies durch alle seine Taten” (Samurai Spruch) Karate ist viel mehr als nur eine Sportart. Bei genauerer Betrachtung kommt, regelmässiges Training vorausgesetzt, immer mehr die Schulung des eigenen Geistes zum Vorschein.
Kara (leer)
te (Hand)
do (Weg)
Also: Der Weg der leeren Hand, auch unbewaffnet oder mit leerem Geist – sprich: an nichts denken. Zu Beginn des Weges ist man hauptsächlich noch mit dem Üben der Techniken (te) beschäftigt. Je länger man jedoch trainiert, desto mehr sieht man sich mit sich selber konfrontiert.
Die Konzentrationsfähigkeit nimmt zu. In den Schülergraden (Kyu) denkt man noch mehr oder weniger über die auszuführenden Techniken nach. In den Meistergraden (Dan) sollte dieses Nachdenken immer mehr durch die Leere oder das Nichtsdenken ersetzt werden. Durch die Leere schafft man Ressourcen – auch für die Bewältigung von Alltagsproblemen. Der leere Geist kennt keine Vorurteile. Dadurch ist man besser gewappnet für die Aufgaben des Lebens.
„Der Weg ist das Ziel“ – nicht das nach äusserer Anerkennung strebende Ergebnis (Schwarzgurt), sondern das Reifen der Persönlichkeit auf dem Weg zu diesem Ziel.
"Das höchste Ziel im Karate-Do ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Perfektion des menschlichen Charakters"
Thomas Nieth