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Abholzung
Borneo Orang-Utans gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Menschenaffen und werden von der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als „bedroht“ eingestuft. Die wilden Populationen werden auf rund 54‘000 Individuen geschätzt, mit sinkender Tendenz. Zu den wichtigsten Bedrohungen ihres Überlebens gehören der Verlust des Lebensraums durch Abholzung und Brandrodung und die anschliessende Umwandlung zerstörter Waldflächen in landwirtschaftliche Monokulturen. Orang-Utans leben fast ausschliesslich in Bäumen und ernähren sich von diesen. Tropische Regenwälder mit einer hohen Dichte an Nahrungspflanzen sind daher für sie von existentieller Bedeutung. Die über Jahrzehnte fortgesetzte Entwaldung der weltweit drittgrössten Insel Borneo trug wesentlich dazu bei, dass die Anzahl an wilden Orang-Utans in Borneo in den letzten 60 Jahren um über die Hälfte gesunken sind. Die Zerstörung wird wahrscheinlich in dieser Geschwindigkeit fortschreiten. Abholzung stellt die grösste Bedrohung für den Lebensraum von Orang-Utans dar. In nur 25 Jahren – 1980 bis 2005 – wurden 80% von Indonesiens altgewachsenen Wäldern abgeholzt. Rund Dreiviertel der wilden Populationen leben heute ausserhalb geschützter Gebiete. Unter Schutz gestellte Gebiete stellen jedoch keine Garantie für deren Erhalt dar. 70 bis 75% des aus Indonesien exportierten Holzes stammen aus illegaler Abholzung; allein in Ost-Kalimantan ist es etwa die Hälfte der Holzproduktion. Illegale Abholzung geschieht mit unkontrollierter Geschwindigkeit sowohl innerhalb als auch ausserhalb geschützter Gebiete. Eine Folge der grossflächigen Abholzung ist, dass zusammenhängende Waldgebiete fragmentiert und die Orang-Utans auf von einander getrennte Waldfragmente verteilt werden. Es entstehen kleinere Sub-Populationen, die möglicherweise auf Dauer genetisch nicht überlebensfähig sein werden.