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Eisenbahnhygiene.
Nach den Cornetschen Ermittelungen erschien es fraglich, ob nicht durch die Benutzung der Eisenbahnwagen seitens schwindsüchtiger Personen eine dauernde Verunreinigung der Wagen mit Tuberkelbacillen in dem Maße eintritt, daß gesunde Personen durch Einatmung des Staubes gefährdet werden können. Prausnitz hat diese Frage untersucht und wählte als Prüfungsobjekt die hierfür besonders geeigneten Durchgangswagen, welche zwischen Berlin [* 2] und Meran [* 3] verkehren, und als Versuchszeit den November, in welchem Monat eine wiederholte Benutzung der Wagen durch ¶
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Schwindsüchtige stattgefunden haben dürfte. Während des Aufenthalts des Zuges in München [* 5] kehrte Prausnitz unter den nötigen Vorsichtsmaßregeln den Staub auf dem Bodenteppich des Wagens zusammen und prüfte ihn durch Verimpfung auf Meerschweinchen. Es wurde der Staub von vier Wagen untersucht, aber nur der von einem Wagen brachte bei einzelnen Versuchstieren Tuberkulose hervor, während der Staub der drei andern Wagen die Tiere gesund oder an andern Krankheiten eingehen ließ. Hieraus schloß Prausnitz, daß der gewöhnliche Modus der Reinigung der Eisenbahnwagen genügt, dieselben so weit tuberkelbacillenfrei zu erhalten, daß eine Gefährdung des reisenden Publikums in dieser Hinsicht ausgeschlossen erscheint.