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Mehrere Fussballer haben mit heftiger Kritik auf einen Vorschlag zweier französischer Wissenschaftler reagiert, die einen möglichen Impfstoff gegen Covid-19 in Afrika testen wollen.
Im französischen Fernsehen haben Wissenschaftler darüber gesprochen, dass sie Tests mit einem potenziellen Impfstoff zuerst in Afrika testen wollen. Jean-Paul Mira, Chefarzt am Pariser Cochin Krankenhaus, begründete dies damit, dass es in Afrika keine Masken, keine Behandlungsmöglichkeiten und keine Wiederbelebungsmassnahmen gebe. So habe man dies auch bei Studien zu AIDS gemacht. Einleitend sagte der Wissenschaftler, dass er mit seinen Aussagen provozieren werde.
Forschungdirektor Camille Locht antwortete: «Sie haben recht, wir überlegen, eine parallele Studie in Afrika durchzuführen.» Gleichzeitig denke man aber auch über Studien in Europa oder Australien nach. Dass Afrika gewissermassen als Versuchskaninchen herhalten soll, hat einen Sturm der Empörung ausgelöst, auch einige Fussballer zeigten sich schockiert.
Alaba: «Das ist schändlich und inakzeptabel»
Der Österreicher David Alaba, dessen Vater aus Nigeria stammt, meinte etwa: «Sind diese beiden Typen Ärzte oder Clowns? Diese Art von Rassismus hätte ich mir nie vorstellen können. Das ist schändlich und inakzeptabel. Wir müssen alle zusammenstehen und Hand in Hand arbeiten, um dieses Virus zu bekämpfen.»
Auch die ehemaligen afrikanischen Weltklassespieler Didier Drogba (Elfenbeinküste) und Samuel Eto’o (Kamerun) reagierten auf Instagram mit entsetzen. Nati-Spieler Breel Embolo verschaffte sich am Wochenende in einer Instagram-Story ebenfalls Luft.