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Napoleons Marschälle waren nach dem Kaiser die bedeutendsten militärischen Personen des französischen Reiches. Insgesamt 26 Männern, sowohl bürgerlicher als auch adeliger Abstammung, erteilte er die Ehre dieses Amts und verhalf ihnen so zu grossen Karrieren. Die Verleihung des Titels war häufig mit sehr eigennützigen Motiven verbunden: Napoleon wollte Konkurrenten auf seine Seite ziehen und die seiner Meinung nach begabtesten Männer für seine Ziele verpflichten.
Der Wiener Militärhistoriker Oskar Criste (1858-1938) zeichnet die einzelnen Werdegänge der Napoleonischen Marschälle nach: ihre Herkunft, ihr politisches und militärisches Wirken und ihre Beziehung zum Kaiser. Die Kurzbiografien werden eingebettet in die eigene Lebensgeschichte Napoleons und in den Kontext der historischen Entwicklungen in Frankreich.
Nachdruck der Originalausgabe von 1906.
"Seltsam und abenteuerlich, wie das Leben ihres Kaisers, hatte sich der Werdegang dieser Soldaten gestaltet, seltsam zum Teil und tragisch, wie jener, sollten sie auch enden." (Oskar Criste)