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Val Codera
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codera
Orografisch linkes Seitental zur Mera. Der Talfluss Torrente Codera mündet in den Lago di Mezzola. Eine kurze Strasse führt von Novate Mezzola bis nach Mezzolpiano mit grossem Parkplatz. Die nur zu Fuss erreichbaren Talorte Codera und San Giorgio sind ganzjährig bewohnt. Gleiches galt bis vor einigen Jahren auch für Cola und Avedee. Das Tal wird an Wochenenden sowie in der Saison (Juni bis September) sehr stark frequentiert; von einem Besuch in dieser Zeit wird abgeraten. Ausführliche Hintergrundinformationen zum Tal findet man bei Paesi di Valtellina. Als Stützpunkte im Tal dienen die Locanda in Codera, die Osteria Alpina in Codera, das Rifugio Bresciadega und das Rifugio Brasca in Coeder. Die manuell nachgeführte Karte (5 MB) des Hüttenteams von Frasnedo bietet einen guten Überblick über die vorhandenen Wege in der südlichen Häfte des Tals. Aktuell können nur einige wenige Informationen im Einzugsbereich des Vallone di Revelaso bereitgestellt werden. Weitere Angaben folgen im Verlaufe der Zeit. Im Norden grenzen die separat beschriebenen Täler im Einzugsbereich des Piano di Chiavenna resp. das Val Bregaglia an, im Süden das Valle dei Ratti.
Monte Gruf,
Val Codera, 19.April 2016
In Avedee beginnt ein recht guter Pfad zu verschiedenen Gebäuden im Wald ob Avedee. Beim obersten Gebäude beginnt er nach rechts zu traversieren und steigt dann in durchgehend guter Qualität bis in die Bocchetta Valfùbia (P.1322, LK: Bocchetta Pobbia), wo man das Val Pioggiosa und die wenig nordseits gelegene Alpe Valfùbia erreicht. Bei der Höhenkurve 1070m im Verlauf dieses Aufstiegs zweigt der wenig evidente Pfad zur Alpe Motta d'Avedee ab. Von hier kann man über den Südrücken, einer ersten Felsstufe über eine Treppe östlich ausweichend, ohne besondere Schwierigkeiten bis auf den Gipfel des Monte Avedee steigen. Nordseits führt ein gut erkennbares Trassee weit nach Norden ausholend durch Haselbestände wiederum in die Bocchetta Valfùbia. Begeht man diese Route zum Gipfel des Monte Avedee umgekehrt, so folge man von der Bocchetta rund 20m einem Weidemauerrest bis zu einer überwachsenden Schutthalde. Hier gehe man Richtung Norden in den Wald hinein, wo man bald auf den Beginn des Trassees trifft. (Avedee - Bocchetta Valfùbia direkt 1:30, T3 / Avedee - Monte Avedee - Bocchetta Valfùbia 2:45, T4-)
Von Codera gelangt man auf zwei verschiedenen Routen nach Valfùbia: Ein Wegweiser mit der Aufschrift "Valfubia" weist am Dorfrand von Codera auf das Weglein zur Ruine von Selvetta (P.1146 IGM), wo sich die Wege trennen. Steigt man nun rechts auf eine wenig steile, breite, bewaldete Rampe hinauf, so erreicht man P.1427 CTR, wo der problemlose Abstieg über den Rücken zur Bocchetta möglich wird. Die andere Variante führt von Selvetta nur schwach ansteigend nach links gegen die Bocchetta Valfùbia. Über einem hohen Abgrund angelangt, wird ein deutlicher Weg sichtbar. Er traversiert, auch einen heiklen Murgang überwindend, bis zum Beginn einer Kette, die einen relativ einfachen Abstieg durch ein Couloir der versperrenden Felswand vermittelt. Nach deren Überwindung wird auf einem Geröllpfad zunächst gequert, dann aufgestiegen, bis er sich unweit des guten Weges Avedee - Valfùbia schliesslich ganz verliert. Begeht man diese Route im Abstieg, so verlasse man den Avedee-Valfùbia-Weg rund 50m unterhalb des ehemaligen Stalles in einer natürlichen Höhle unweit der Bocchetta und folge dem Fuss der Felswand. (Codera - Selvetta - P.1427 CTR - Valfùbia 2:00, T3 / Codera - Selvetta - Valfùbia direkt 1:45, T5)
Val Codera von der Cima di Provinaccio,
15.Mai 2014
Vom Tracciolino zwischen San Giorgio und Cola zweigt der vor einigen Jahren offiziell markierte Sentiero Life delle Alpi Retiche ab und erreicht die zwei Stafel der Alpe alla Valle (P.1051 IGM und P.1192 IGM). Zwischen den beiden Stafeln ist ein wildes Tobel mit Hilfe von Kunstbauten zu überqueren. Der obere Stafel wurde einst auch von einem Weg direkt aus dem Talgrund des Valle del Revelaso erreicht, Details fehlen, das Gelände ist abweisend. Der Sentiero Life setzt sich schliesslich über steile Hänge auf die Forcola di Frasnedo fort, wo man ins Valle dei Ratti eintritt.
Punta di Redescala,
Vallone di Revelaso, 15.Mai 2014
Auf dem Rücken ob Cola beginnt ein Pfad, der zum Sprügh von Vallenaccia (P.1186) führt. Hält man nun rechts aufwärts, so gelangt man zur Ruine von Vallenaccia (P.1266 CTR) am Rande des Valle Piodaro. Links führt ein Weglein in den Sattel P.1330 CTR. Steigt man von der Ruine hingegen auf und hält erst oberhalb 1400m nach links, so gelangt man auf eine eher komplizierte Route über exponierte Grasbänder und abschüssige Schrofen zum alten Holzkreuz auf dem Pizzo Cola (P.1526 IGM). (Cola - Vallenaccia - Pizzo Cola 1:30, T5+)
Von Cola führt ein offizieller Wanderweg nur wenig ansteigend ins Val Grande und über schöne Treppen hinauf nach In Cima al Bosco, wo er sich mit dem von Codera heraufkommenden Wanderweg vereinigt und ins Val Ladrogno und zum Bivacco Casorate-Sempione führt. Nach der Treppe aus dem Val Grande heraus führt ein aufgegebenes waagrechtes Trassee direkt nach Mottala, wo auch die alte Weganlage nach Siuppada beginnt, Details fehlen. Vor dem Bau des Tracciolino verlief die alte Mulattiera von Cola nach Cii und Codera etwas tiefer durch das Val Grande; eine Kapelle am Nordrand des Tales zeugt noch davon. Ob das Trassee noch begehbar ist, ist nicht bekannt.
Zum übrigen Val Codera sind bis anhin keine Details bekannt, sie werden zu gegebener Zeit ergänzt.
|Avedee,
15.Mai 2014