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Kleinwuchs wird in der Fachsprache als Mikrosomie bezeichnet. Die Ursachen, warum die eigene Körpergrösse unter den Massen der Durchschnittsbevölkerung bleibt, sind vielfältig. Hier erfahren Sie alles rund um das Thema Kleinwüchsigkeit und welche Hilfsmittel bei Mikrosomie empfehlenswert sind.
Ab wann ist man kleinwüchsig?
Als Erwachsener über 20 Jahren gelten Sie in deutschsprachigen Ländern dann als kleinwüchsig, wenn Sie als Mann oder Frau maximal 1,50 Meter gross sind. Eine Unterscheidung zwischen den Geschlechtern findet hierbei nicht statt.
Mediziner bezeichnen einen Menschen als kleinwüchsig, wenn die Körpergrösse unterhalb der sogenannten dritten Perzentile bleibt. Anhand dieser Wachstumslinien lassen sich Abweichungen von der Körpergröße zuverlässig beurteilen. Allgemein lässt sich sagen, dass eine Person als kleinwüchsig gilt, sobald 97% der Altersgenossen grösser sind. Bei Kindern kann sich die Wachstumskurve im Lauf des Längenwachstums wieder angleichen. Es kommt häufig vor, dass ein Baby kleiner ist als gleichaltrige Säuglinge, den Rückstand jedoch als Klein- oder Schulkind wieder aufholt.
Was für Formen und Ursachen der Kleinwüchsigkeit gibt es?
Schätzungen zufolge sind in Deutschland rund 100.000 und in der Schweiz 4.000 Menschen kleinwüchsig. In manchen Fällen sind alle Körperteile von einem verringerten Wachstum betroffen. Bei anderen Menschen sind es nur Arme oder Beine. Die Ursachen von Kleinwuchs sind ganz unterschiedlich und nicht eindeutig geklärt. Bei dem sogenannten idiopathischen Kleinwuchs lässt sich keine Ursache ermitteln. Manche Kinder fallen bereits im Mutterleib als kleinwüchsig auf. Auslöser können Alkohol- oder Tabakkonsum in der Schwangerschaft sein oder eine gestörte Funktion der Plazenta. Fehler im Erbgut wie das Noonan-, Prader-Willi-, Silver-Russell-, Down- oder DiGeorge-Syndrom können ebenfalls Mikrosomie verursachen. In Zusammenhang mit Kleinwuchs stehen Erkrankungen wie gestörtes Knochenwachstum (Dysplasien) und die Glasknochenkrankheit (Osteogenese). Hormonelle Störungen, Mangel- und Fehlernährung, Erkrankungen der inneren Organe sowie psychosoziale Ursachen sind weitere mögliche Gründe für Kleinwuchs.
Was gibt es für Methoden zur Steigerung der Körpergrösse?
Viele vom Kleinwuchs Betroffene haben keinerlei gesundheitliche Beschwerden und finden im Laufe Ihres Lebens einen natürlichen Umgang mit der Körpergrösse. Ist der Kleinwuchs hormonell bedingt, empfiehlt der Arzt möglicherweise eine Hormonbehandlung mit Somatropin oder IGF noch während der Wachstumsphase. Eine psychologische Betreuung kann helfen, mit der Kleinwüchsigkeit insgesamt besser umzugehen. Eine gute Anlaufstelle für Betroffene ist der "Verein Kleinwüchsiger Menschen Schweiz".
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