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Der Edelstein Achat erhielt die Bezeichnung von dem Ort, an welchem er zum ersten Mal entdeckt wurde. Das war am Fluss Achates, der heute im südwestlichen Sizilien liegt. Theophrastos von Eresos gab dem Edelstein seinen Namen. Aber nicht nur damals, sondern auch in der heutigen Zeit wird er gegen psychische und körperliche Krankheiten angewendet. Zudem glaubt man in bestimmten Lebenssituationen und -abschnitten an die stärkende Kraft vom Achat. Alles, was man über diesen Edelstein wissen sollte, erfährt man in diesem Artikel.
Entstehung und Fundorte des Achats
Überwiegend entsteht der Achat in Hohlraumfüllungen magnetischer Gesteine. Jedoch ebenso in Sedimentgesteinen findet man oft Mikroachate. Bei den Gesteinshohlräumen geht es meistens um Blasenräume. Diese sind in vulkanischen Gesteinen verfügbar. Der Hohlraum entstand, weil die in der Lava enthaltenen Gase nicht ganz austreten konnten und dann von der Lava entsprechend eingeschlossen wurden. Daraufhin bildeten sich besondere Edelsteine wie etwa Kalzit, Quarz oder Achat. In Abhängigkeit davon, ob der Hohlraum ganz ausgefüllt war oder nicht, wird zwischen Druse und Mandel unterschieden. Jedoch bilden sich diese Steine sowohl in den Blasenräumen als auch in weiteren Hohlräumen wie zum Beispiel Klüften oder Gängen. Die Ägypter verarbeiteten und bearbeiteten schon vor 3.000 Jahren die ersten Achate. Sie fertigten aus den Steinen Gefäße, Ringsteine und Siegelzylinder. In Rheinland-Pfalz sind die ersten bedeutungsvollen Lagerstätten zu finden. Hier gab es ab Mitte des 15. Jahrhunderts Achate. Jedoch waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts diese Lagerstätten allmählich aufgebraucht. Jedoch wurden noch weitere Fundstellen ausfindig gemacht. Man fand heraus, dass der Achat in erster Linie in Vulkanlandschaften vorkommt. Deswegen suchte man ihn vor allem in diesen Gebieten. Es gibt kleinere und größere Lagerstätten dieses Steins weltweit, wie etwa Großbritannien, Frankreich, Österreich, Island, USA, Afrika, Mexiko, Australien und Asien. In Brasilien wurde ein ganz bedeutender Achat gefunden, der 35 Tonnen wiegt.
Chemische Zusammensetzung des Achats
Der Achat eine mikrokristalline Variante vom Quarz. Aufgrund seiner schönen Schichten wird er auch als Lagenstein bezeichnet. Erkennbar ist er an den verschiedenartig gefärbten Steinschichten. Rhythmische Kristallisationen sind für diese hübschen Zeichnungen ausschlaggebend, die auf die vorkommende Kieselsäure im Gestein zurückzuführen ist. Man ordnet den Edelstein dem trigonalen Kristallsystem zu, der in zahlreichen Farben austritt. Beim Achat ist die Strichfarbe weiß. Den Edelstein kann man nicht spalten. Er verfügt über eine Dichte zwischen 2,6 und 2,8 Gramm pro Kubikzentimeter und eine Mohshärte von sieben.
Mythen und Geschichte des Achats
Man zählt den Achat zu den ältesten Heil- und Edelsteinen auf der ganzen Welt. Das erste Mal wird er in der Bibel erwähnt. Hier in zweiten Buch Mose Kapitel 28 Verse 17 bis 20 erfolgt die Beschreibung der Brusttasche vom Hohepriester, die für die Losentscheidungen relevant war. Selbst während der Antike war der Edelstein insbesondere aufgrund seiner großen Farbvielfalt sehr begehrt. Amulette aus Achat sollten unter anderem vor Durst, Sturm, Donner und Blitz helfen. Ganz egal, ob Ägypter, Griechen oder Römer, alle waren fasziniert von diesem Stein und verbesserten im Lauf der Jahrhunderte die Verarbeitung, sodass herrliche Stücke entstanden. Bis heute ist es möglich, mehrere Exemplare in Athen und Paris zu bewundern. Es gab schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine bedeutungsvolle Achatindustrie. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es noch mal einen Aufschwung. Achate waren weiterhin modern. Man entdeckte im Jahr 1813, wie durch das Brennen des Achats seine Farbe beeinflusst und bestimmt werden konnte. Als 1819 vom Idarer Geschäftsmann das Geheimnis vom Schwarzfärben in dessen Heimat gebracht wurde, entwickelte sich das Färben der Edelsteine besonders schnell. Aufgrund dessen blühte die Achatindustrie weiterhin auf. In der westlichen Welt führt der Achat seinen Siegeszug unbeirrt weiter. Den Höhepunkt dieses triumphalen Durchmarsches gab es in einem kleinen Städtchen in Rheinland-Pfalz. Die ersten Achate kamen 1834 nach Idar-Oberstein. Dieser Edelstein sorgte in dem Ort für Ansehen und Wohlstand.
Eigenschaften und besondere Merkmale des Achats
Der Achat verfügt über einen Fett- bis Glasglanz. Möglicherweise werden bei Wärmeentwicklung die farbverbesserten Steine von dieser Art fleckig. Das erfolgt unter anderem beim Verarbeiten zu Schmuck, insbesondere bei Hartlötungen. Es gibt vom Achat zahlreiche Varietäten und Farben, welche zum Teil zur leichteren Unterscheidung ebenso eigene Bezeichnungen erhielten. Bei diesem Edelstein sind die Farbvariantionen vielfältig. Er kann lichtundurchlässig bis transparent sein. Der Achat kommt in gelb, rot, orange, weiß, grün, braun und anderen Farben vor. Sowohl in der Farbe also auch in den Mustern variieren diese Edelsteine. Beim Achat hängen die Handelsbezeichnungen auf der einen Seite von der Farbe, andererseits von der Ausbildungsform des Steins ab. Man unterscheidet nach der Farbe unter anderem den Blutachat, Aprikosenachat, Honigachat, Friedensachat und Onys. Die Varianten nach den Zeichnungen sind weitreichender. Demnach wird der Achat mit konzentrischen Ringen Augenachat genannt. Verfügt er über eine gleichförmige schalige Bänderung, heißt er Bandachat. An rissigen Knollen ist der Sternachat erkennbar. Wenn die Zeichnung des Edelsteins einem Landschaftsbild ähnlich ist, wird er als Landschaftsachat bezeichnet. Hervorzuheben ist der Regenbodenachat, den man an den Farbringen erkennt. Diese werden durch die Interferenzwirkung der dünnen Schichten sichtbar.
Bedeutung des Steines Achat
Im früheren Ägypten schnitt man aus dem Achat die beliebten Skarabäen. Diese trugen alle Ägypter als Schutzsteine und Glücksbringer bei sich. Selbst die wohlhabenden Bürger im alten Rom glaubten, dass ihnen Achat-Scheiben Reichtum und Macht bescheren. Im Mittelalter war auch der Glaube vorhanden, dass der Träger von dem Edelstein unsichtbar gemacht werden konnte. Noch heute wird der Achat als Heil- und Schutzstein angewendet.
Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten des Achats
So bei vielen anderen Edelsteinen werden ebenso dem Achat Kräfte und Wirkungen nachgesagt, welche sich auf Geist, Seele und Körper beziehen. Physisch gesehen hilft dieser Stein gegen Fieber und Kopfschmerzen. Selbst bei Hauterkrankungen, Unfruchtbarkeit und Epilepsie kommt er erfolgreich zum Einsatz. Der Heilstein hat auf das Zellgewebe eine stärkende und auf die Blutgefäße eine unterstützende Wirkung. Augenkrankheiten und Hautleiden werden vermindert. Man kann mit dem Achat Blasenschwäche und rheumatische Gelenkkrankheiten lindern. Dieser Stein verfügt auch über die Kraft, Kreislaufprobleme, Nervenstörungen und Infekte der oberen Atemwege entgegenzuwirken. Des Weiteren hat man mit dem Achat schöne Träume und überwindet die Schlaflosigkeit. Auch schützt der Heilstein vor Gefahren und vertreibt Diebe. Die psychische Wirkung vom Achat beginnt vom Abhalten der negativen Energien und reicht bis zum Stärken des Selbstbewusstseins. Schüler können von dem Heilstein profitieren, weil sie Prüfungsängste verlieren. Zudem werden Lernschwierigkeiten verringert. Weiterhin fördert der Achat handwerkliches Geschick, Klugheit und Feinfühligkeit. Diesem besonderen Stein sagte man im Form von einem Schutzamulett bereits im Mittelalter glücksbringende Wirkungen zu. Durch den Achat wird den Menschen geholfen, die sich hohen Anforderungen im Leben zu stellen haben. Er unterstützt sie hierbei, Lösung zu finden. Mit diesem Edelstein wird die Menschenkenntnis verbessert und die Willenskraft gestärkt. Er sensibilisiert für den Umgang mit weiteren Menschen. Nutzt man ihn gemeinsam mit dem Bergkristall, besteht die Möglichkeit, das Erinnerungsvermögen zu steigern. Durch den Achat wird die innere Anspannung abgebaut. Wer emotionale Qualen erleidet und verbittert ist, kann sich mit diesem Stein helfen. Er gibt Mut zum Neubeginn, was bei jeglichen emotionalen Traumata hilfreich sein kann. Zudem fördert er die Liebe. Der Achat stärkt den Realitätssinn und stellt die innere Balance wieder her. Aufgrund dessen können ebenso schlechte Einflüsse von außen abgewehrt werden. Gerade heutzutage in der schnelllebigen Zeit gilt der Achat als wichtiger Helfer beim Bewältigen von Stress. Dieser Stein ist für schwangere Frauen ein treuer Begleiter. Daher nennt man ihn auch Schwangerschaftsschutzstein. Vor allem der Aprikosenachat und der Achat mit Augenbänderung sind in der Schwangerschaft besonders wertvoll. Diese helfen dabei, Schwierigkeiten einfacher bewältigen und beschützen den Embryo. Durch das Tragen von Armbändern oder Halsketten oder aufgrund des Auflegens auf betroffene Körperbereiche fließt bei körperlichen Beschwerden die positive Energie vom Achat. Selbst wenn der Körperkontakt von Vorteil ist, so hat man auch die Möglichkeit, dem Heilstein in der Jacken- oder Hosentasche zu tragen. Im Lauf der Zeit verliert der Achat an Kraft und nimmt durch das Verwenden ebenso negative Energien auf. Aus diesem Grund ist es ganz entscheidend, ihn in regelmäßigen Abständen zu reinigen. Essenzen sind eine andere Möglichkeit, den wertvollen Stein einzusetzen. Es ist möglich, das Heilwasser ohne Probleme selbst herzustellen. Hierfür sollte der Achat in Wasser eingelegt werden. Vorteilhaft bei der Edelsteinessenz ist, dass der Heilstein seine Wirksamkeit nachhaltig entfaltet. Auf die Kräfte der Essenz wirkt der Körper viel intensiver im Gegensatz zur Auflegung. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass es beim Heilwasser während der ersten Verwendung zur Verschlimmerung der Beschwerden kommt. Deswegen empfiehlt es sich, dass man die Essenz besonders umsichtig anwendet.
Reinigung und Pflege des Achats
Zur optimalen Entfaltung seiner Wirksamkeit ist beim Achat ein regelmäßiges Pflegen von Bedeutung. Um den Edelstein zu reinigen, sollte man ihn ungefähr einmal im Monat unter dem fließenden Wasser entladen. Es ist möglich, Achat-Ketten mit trockenen Hämatit Trommelsteinen in eine Schale zu legen, damit diese dann gereinigt und entladen werden. Das Beste ist, wenn sie über die Nacht darin liegen bleiben. Achate können aufgeladen werden, indem man diese nachts in eine Bergkristallen-Gruppe gibt oder in die Sonne legt. Aufgrund dessen erhält dieser besondere Stein erneut seine positive Energie.
Der Achat in der Esoterik
In der Esoterik ist der Achat ein bedeutungsvoller Schutzstein. Man ordnet ihm dem Sakral Chakra zu. Er gilt als Hauptstein bei den Sternzeichen Steinbock und Stier. Als Sternzeichenstein schenkt der Achat Vertrauen und Geborgenheit. Durch den Edelstein wird der Stier bei der Verwirklichung seiner Ziele unterstützt. Der Achat verleiht als Nebenstein von Skorpion und Fische Ausdauer, Geduld und Selbstbewusstsein. Er sorgt für eine innere Ausgeglichenheit. Weil er in zahlreichen Varianten und Farben erhältlich ist, sollte man beachten, dass einige Färbungen über besondere Wirkungen verfügen. Rote bis bräunliche Achate wirken auf dem Wurzelchakra. Die blauen Edelsteine hingegen haben eine ausgeprägte Wirksamkeit auf dem Halschakra.