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Blasenentzündung und und chinesische Medizin
Aus chinesischer Sicht gibt es verschiedene Ursachen für Blasenentzündungen.
Eine häufige Ursache ist Kälte, die entweder durch ständige kalte Ernährung oder durch kalte Füsse über den Blasenmeridian in den Körper gelangt. Bei Kälte werden spezifische Akupunkturpunkte gemoxt, und die Niere, die Blase sowie das Immunsystem gestärkt. Um regelmässig Wärme in die Blase zu bringen, kann auch eine Kur mit Padma Digestin unterstützend eingenommen werden. Padma digestin bringt Wärme in die Gedärme und in den Beckenraum.
Die TCM kennt auch einen psychologischen Hintergrund, bei dem Stress und Beziehungsprobleme oder gar Verliebtheit über das Herz oder den Herzmeridian die Blase negativ beeinflussen. Bei Stressproblemen kommt eine andere Strategie zum Zug, bei der das Feuer aus dem Herz und der Blase abgeleitet wird, und der Geist beruhigt wird. Zusätzlich als Kur zum Einnehmen bei Blasenentzündung mit psychologischer Komponente gibt es in diesem Fall Ceres Solidago comp. Tropfen aus der Apotheke.
Blasenentzündungen, die eher Frauen in oder nach der Menopause betreffen, können auch mit Akupunktur gelindert werden. Zusätzlich empfehlen sich Schleimhaut aufbauende Cremes mit (auf ärztliche Verschreibung) oder ohne Hormone. Nachtkerzenöl, Granatapfelkernöl und Sanddornöl zur Einnahme sind eine Option. Ein Beispiel wäre Granufink Femina.
Die alleinige Therapie mit Akupunktur bei einer akuten Blasenentzündung ist nicht sinnvoll. Eine Ernährungsumstellung je nach Muster, ein geeignetes Präparat zum Einnehmen und eine entsprechende Akupunkturtherapie sind als Rezidivprophylaxe jedoch empfehlenswert.
Wann ist eine Blasenentzündung unkompliziert?
- Bei Frauen zwischen 16 und ca 50 Jahren (vor der Menopause)
- Bei nicht schwangerne Frauen
- Kein Diabetes
- normale Nierenfunktion
- häufiges Wasserlösen
- erschwertes/schmerzhaftes Wasserlösen
- kein vaginaler Juckreiz
- kein vaginaler Ausfluss
- letzte Harnwegsinfektion ist länger als 2 Wochen her
- maximal 2 Blaseninfektionen in den letzten 6 Monaten
- maximal 2 Blaseninfektionen in den letzten 12 Monaten
Ein Arztbesuch ist demzufolge notwendig bei:
- Schwangerschaft
- Kindern (bei Kindern zw. 6 und 15 Jahren besteht sogar Verdacht auf sexuellen Missbrauch)
- Schmerzen in der Niere, auch Klopfschmerzen in der Nierengegend
- Fieber, Frösteln, Erbrechen, Flankenschmerzen
- sichtbarem Blut im Urin
- Männern, die aufgrund der viel längeren Harnröhre im Normalfall keine Blasenentzündung bekommen
- Patienten mit Katheter
- Bei mehr als 2 Infekten in 6 Monaten ist eine Urinkultur notwendig, ebenso gelten mehr als 3 Blaseninfekte in den letzten 12 Monaten als rezidivierend und daher nicht als unkompliziert und sollten vom Spezialisten abgeklärt werden.
- Symptome dauern schon länger als 7 Tage
- Immunsuppresion
Wann und was können Sie selber tun?
Bei einem unkomplizierten Harnwegsinfekt (Definition siehe oben) kann zuerst eine Therapie mit alternativen Mitteln begonnen werden. Diese umfassen:
- Viel trinken
- D-Mannose (ein Zucker, der das Andocken der Bakterien an der Blasenwand verhindert, für Diabetiker geeignet)
- Cranberry Extrakt
- Bärentraubenblätterpräparat
- Ibuprofen (Schmerzmittel, das durch Entspannung der Harnblase, bessere Durchblutung der Blasenwand und gleichzeitiger Reduktion der Schmerzen tatsächlich eine heilende Wirkung hat)
- Nieren- und Blasendragées
- Preiselbeersaft
- Hochdosiertes Zink und Vitamin C für die Immunabwehr.
- Ceres Solidago
- Präparat auf Kapzinerkresse- und Meerrettichbasis
- Füsse warm halten
- WC Gang nach dem Geschlechtsverkehr
- Geeignete Intimhygiene (Waschlotion, Rückfettung)
Falls nach 2 Tagen die Symptome nicht besser werden, empfiehlt sich ein Urintest, den wir zum Beispiel auch in der Mistel Apotheke in Hombrechtikon anbieten. Die weitere Therapie und Nachtkontrolle nach 7 Tagen ist mit dem Arzt oder Apotheker zu besprechen.
Zur Rezidivprophylaxe bei wiederkehrenden Blasenentzündungen:
- Akupunktur :-)
- Uro Vaxom Kapseln zum Schlucken
- D-Mannose niedrig dosiert
- Utipro Plus (beeinflusst auch die Darmflora positiv)
- Preiselbeerextrakt
- Padma Digestin
- Vaginaltherapie zur Pflege der Eintrittspforte der Harnröhre: Deumavan, Vagisan, Lactacyd etc.
- Nachtkerzenöl, Granatapfelkernöl und Sanddornöl zur Einnahme bei trockener Vaginalschleimhaut