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Rund 450'000 junge Nepali treten jährlich in den Arbeitsmarkt ein. Fast 90% von ihnen bringen geringe oder gar keine Qualifikationen mit (Ministry of Finance, 2013). Die Arbeitslosenquote ist mit 46% unter den jüngeren Nepali sehr hoch.
Mit dem von der DEZA mitfinanzierten Projekt «Employment Fund» unterstützt Helvetas seit 2007 Arme und Benachteiligte in Nepal mit praktischen Berufsausbildungen. So steigen ihre Chancen auf Beschäftigung.
Die Ausbildung findet in mobilen Trainings oder in Ausbildungszentren statt und umfasst 1-3 Monate praktischen Unterricht und on-the-job Training. Ziel ist, dass die Absolventen Arbeit finden. Deshalb ist die Bezahlung der Trainingsanbieter an den Erfolg gekoppelt. Das System funktioniert: Über zwei Drittel der Absolventen sind auch 3 Jahre nach Ausbildungsabschluss noch in einer Anstellung oder konnten ihr eigenes Geschäft eröffnen.
Ausbildung: Innert 8 Jahren (2007-2014) wurden fast 100'000 benachteiligte Personen, zur Hälfte Frauen, für mehr als 80 Berufe ausgebildet.
Beschäftigung: 6 Monate nach der Ausbildung lag die durchschnittliche Beschäftigungsrate zwischen 68% und 90%, 3 Jahre nach der Ausbildung lag sie noch bei 71%. Insgesamt haben bis 2014 75’000 Absolventen eine Beschäftigung gefunden. Mehr als die Hälfte der Absolventen hat sich selbstständig gemacht.
Einkommen: Dank der Ausbildung und Arbeitsvermittlung hat sich das Einkommen der Absolventen im Durchschnitt verdreifacht.
Auch Padam Sunuwar, einer der beiden nepalesischen Installateure, den die Teilnehmer des Perspektivenwechsels 2016 besucht haben, hat die Grundlagen seines Handwerks an zwei mehrwöchigen Kursen in einem solchen Ausbildungszentrum gelernt. Anschliessend hat er sich mit einem kleinen Installateursgeschäft in Kathmandu erfolgreich selbstständig gemacht und beschäftigt einen Mitarbeiter.