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<h2>SubmittedText<h2><p>Durch die demografische Entwicklung und die wirtschaftlich bedingten Migrationsbewegungen wird der grosse Beitrag evident, den Personen mit einem Tertiär-A-Abschluss leisten; hingegen sind Bildungsgänge der Tertiärstufe B ausserhalb der Schweiz so gut wie gar nicht bekannt.</p><p>Was unternehmen die Bundesbehörden, damit die Wahrnehmung von Diplomen der Tertiärstufe B und der damit ausgewiesenen Qualifikationen sowohl national als auch international steigt?</p><p>Haben Personen, die auf Tertiärstufe B ein Diplom erworben haben und die ihre Ausbildung im gleichen Bereich auf Tertiärstufe A fortsetzen möchten, die Gewissheit, dass ihre erbrachten Leistungen anerkannt werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Erfolg des Schweizer Berufsbildungssystems beruht auf seinem ausgeprägten Bezug zum Arbeitsmarkt. Die daraus hervorgehende Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Abschlüsse erschweren jedoch eine klare Positionierung der höheren Berufsbildung ausserhalb der jeweiligen Branche, auf dem internationalen Arbeitsmarkt und in der internationalen Bildungssystematik.</p><p>Der Bund setzt sich zusammen mit den Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ein, um die höhere Berufsbildung zu stärken und die Vorteile und Eigenarten des Schweizer Systems international bekannter zu machen. Im Vordergrund stehen die Beteiligung am Kopenhagen-Prozess der Europäischen Union und die verstärkte internationale Zusammenarbeit:</p><p>- Der Kopenhagen-Prozess zielt auf die Förderung von Durchlässigkeit, Transparenz und Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt ab. Die Berufsbildungsabschlüsse sollen auf dem europäischen Arbeitsmarkt transparent und international vergleichbar werden. Die Schweiz - vertreten durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie - beteiligt sich an diesem Prozess.</p><p>- Zudem soll allen Abschlüssen der höheren Berufsbildung - entsprechend den Hochschulabschlüssen - ein Diploma Supplement in Englisch beigefügt werden, das die Qualifikationen erläutert. Dadurch sollen sich die erworbenen Fähigkeiten rasch einordnen lassen.</p><p>- Die OECD widmet sich erstmals im Rahmen eines Ländervergleichs dem Thema der höheren Berufsbildung. Die Schweiz wurde aufgrund ihrer Vorbildfunktion und Einzigartigkeit 2011 als Pilotland für die Erhebung ausgewählt. Innerhalb des Ländervergleiches kann die höhere Berufsbildung einem internationalen Fachpublikum präsentiert werden.</p><p>- Die Schweiz ist seit 2011 Vollmitglied des EU-Programms Lifelong Learning. Schweizer Verbände und Institutionen haben die Möglichkeit, selbst Projekte zu lancieren und die thematischen Schwerpunkte mitzubestimmen. Im Rahmen des Bildungsaustausches können die Vorzüge der höheren Berufsbildung erfahrbar gemacht werden.</p><p>Was die Durchlässigkeit zwischen der höheren Berufsbildung und den Hochschulen betrifft, so ist diese zurzeit unterschiedlich geregelt. Für die Zulassung zu Bachelorstudiengängen an Fachhochschulen hat die Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (KFH) Empfehlungen verabschiedet, die eine gesamtschweizerisch einheitliche Praxis und Durchlässigkeit sicherstellen. Dabei können erworbene Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse angerechnet und bis zu 50 Prozent der erforderlichen Studienleistungen auf Bachelorstufe ersetzt werden. An einigen kantonalen Universitäten und den Eidgenössischen Technischen Hochschulen ist es möglich, ohne Maturität zum Bachelorstudium zugelassen zu werden. Die Aufnahmebedingungen (Aufnahmeprüfung, Bewerbungsdossier usw.) variieren je nach Hochschule und Fakultät.</p>  Antwort des Bundesrates.