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Ab Mittwoch (21.03.) und bis zum 1. April spielen auf Key Biscayne in Florida die 96 besten Männer und Frauen um die Players Championships. Bei den Frauen strebt Martina Hingis die erfolgreiche Titelverteidigung an, bei den Männern heisst der Topfavorit einmal mehr Andre Agassi.
Martina Hingis verbinden gute Erinnerungen mit dem fünftgrössten Turnier der Saison. Die Trübbacherin siegte in ihrem Traumjahr 1997 und übernahm anschliessend erstmals den Weltranglisten-Thron. Im Vorjahr bewies sie den Kritikern und sich selber, dass sie noch grosse Turniere gewinnen kann und beendete im Final die Negativserie gegen Lindsay Davenport.
Heuer hat Hingis schon drei Turniersiege (Sydney, Doha, Dubai) errungen, womit sie bei ihren Ansprüchen aber noch nicht zufrieden sein kann. Im Final des Australian-Open fehlte gegen Jennifer Capriati jene Krönung, die man nach den Siegen gegen die Williams-Sisters männiglich erwartet hatte. Und in Indian Wells war in der vergangenen Woche überraschend Jungstar Kim Clijsters zu stark.
Nach einem Freilos kann sich Hingis gegen Sylvia Plischke (Ö) oder Rita Grande (It) wohl etwas einspielen. Designierte Viertelfinalgegnerin wäre Nathalie Tauziat, anschliessend würde wohl Venus Williams warten.
Trotz Clijsters' Exploit dürften sich Hingis' Hauptgegnerinnen aus dem US-Quartett mit Davenport, Venus und Serena Williams sowie Capriati rekrutieren. Alle haben wie die Ostschweizerin etwas zu beweisen: Capriati, dass ihr Triumph der Auftakt zu definitiv besseren Zeiten war, Davenport, dass ihre Schlappe in Indian Wells gegen Serena Williams nur ein Betriebsunfall war, und die Williams-Schwestern haben positive Publicity ohnehin bitter nötig.
Moderat sind die Erwartungen der weiteren Schweizerinnen. Miroslava Vavrinec (WTA 88) startet gegen Sonya Jeyaseelan (Ka) und würde sich nachher mit Jelena Dokic (Jug) messen. Patty Schnyder (WTA 35) will gegen Meilen Tu (SA) oder eine Qualifikantin versuchen, die Trainingsarbeit mit Eric van Harpen in den ersten Matcherfolg seit Mitte Januar umzumünzen.
Rosset mit Oberer zu neuem Glück?
Ähnlich wie bei Schnyder stehen die Vorzeichen bei Marc Rosset, der sich auf dem ungewohnten Weltranglistenplatz 63 befindet. Der Genfer hat heuer in sieben Turnieren noch nie die 3. Runde erreicht und unternimmt einen vorerst auf dieses eine Turnier befristeten Versuch zur Zusammenarbeit mit seinem früheren Coach Stéphane Oberer. Nach dem unberechenbaren Künstler Hicham Arazi (Mar) wäre Vorjahresfinalist Gustavo Kuerten (Br) eine sehr hohe Hürde für Rosset.
Mindestens ebenso interessant wie Rossets Abschneiden ist seine Antwort bezüglich der Rückkehr ins Davis-Cup-Team für den Viertelfinal gegen Frankreich. Eine weitere Gesprächsrunde mit Jakob Hlasek ist in Florida anberaumt, ein Comeback des "Riesen" zeichnet sich ab.
Für Teamleader Roger Federer (ATP 24) geht es darum, die bescheidene Bilanz an Masters-Series-Events aufzupolieren, was ihm in Indian Wells wegen der ärgerlichen Startniederlage gegen Nicolas Kiefer versagt blieb. Der Baselbieter steht zum Auftakt mit Younes El Aynaoui (Mar) oder Andrej Medwedew (Ukr) vor einer lösbaren Aufgabe.
Unter Punktedruck steht Michel Kratochvil (ATP 77), der sich im Vorjahr als Qualifier erstmals ins internationale Rampenlicht und Runde 3 gespielt hatte. Kratochvil ist gegen Kiefer Aussenseiter; ein Sieg würde als Belohnung ein Duell mit Sampras bringen.
swissinfo und Agenturen