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Mirabellen in Zucker.
Die Mirabellen, welche hierzu halbreif verwendet werden, reibt man trocken ab, durchsticht sie einigemale mit einer Nadel, bricht die Stiele zur Hälfte ab und legt die Früchte in ein Konservierungsglas.
Unterdessen hat man auf 1 kg Früchte 3/4 kg Zucker geläutert, diesen gießt man über die Früchte, schließt das Glas schnell und läßt es im Wasserbade 15 Minuten lang sieden und alsdann im Wasser wieder erkalten.
Kochrezepte.
Rote Grütze. (Sehr erfrischend).
Beliebiger Obstsaft von frischen oder eingemachten Früchten wird mit Gries oder Sago, auch Buchweizengrütze gekocht, bis es gar ist, gesüßt nach Bedürfnis und in eine mit Wasser ausgespühlte Form getan.
Erkaltet serviert man es mit Milch, Rahm oder Vanillesauce.
Pflaumenkompotte. 1 kg Vollreife Pflaumen werden entzwei geschnitten und von den Steinen befreit.
Dann wird in ein wenig Weißwein gut ½ Pfd. Zucker aufgekocht, und die Pflaumen darin weichgekocht.
Amerikanischer Tomatensalat.
Man legt die Früchte vorher aufs Eis, schält sie alsdann mit recht scharfem Messer recht fein, schneidet sie in dünne Scheiben und ordnet diese in einer Salatschale, in der man sie mit einer Salatsauce, aus zwei hartgesottenen Eiern, einigen Löffeln Olivenöl, Salz, Pfeffer, etwas Essig, Senf und einer Prise Zucker übergießt, und bis zum Anrichten kalt stellt.
Fr. L. R. in B.
Steinpilzgemüse. 2 Pfd. Steinpilze, welche sehr gut gereinigt, jedoch nicht gewaschen werden, schneidet man in Scheiben und kocht sie 15 Minuten in Salzwasser, nimmt sie heraus und gibt sie in ein Kasserol, in welchem man 80gr Butter und etwas gehackte Zwiebel heiß werden ließ, bestreut sie mit 1 Eßlöffel gehackter Petersilie und 1 Eßlöffel Brodbrösel und läßt sie noch ca. ½ Stunde dämpfen.
Man gibt sie mit verlesenen Eiern zu Tisch. (Das Wasser, in welchem die Pilze gekocht wurden, kann zur Suppe benützt werden, indem man etwas Mehl leicht tostet, es mit dem Pilzwasser ablöscht, noch etwas kocht und über geröstete Brotwürfel anrichtet.)
Eier mit Tomatensauce.
Man koche die Eier etwa 4 Minuten, schäle sie und lege sie hübsch nebeneinander in eine Schüssel, darüber gieße man eine inzwischen zubereitete Sauce von Tomaten, wie man sie zu Macaroni Napolitains verwendet und serviere sie warm.
Schmeckt sehr gut. Man kann noch hübsch mit Petersilie verzieren, so man hat. L. R.
Briefwechsel
der Abonnenten unter sich.
(Unter Verantwortung der Einsender.)
Fragen.
Von J. J. in B. 1. Spiele.
Wüßte mir jemand enige schöne Gesellschaftsspiele für erwachsene Personen, speziell solche, die von nur zwei Teilnehmern gemacht werden können?
2. Kartoffelsalat. Kennt vielleicht jemand ein Rezept für wirtlich guten Kartoffelsalat, resp. wie ist die Art und Weise der Zubereitung?
Von Jul. J. in B. Fliegenflecke in weißer Seide.
Ich bitte um Mitteilung, wie man aus weißer Seide, welche von Fliegen beschmutzt ist, die Flecke herausbekommt.
Vergeblich versuchte ich es mit Waschung von Gallfeife, Salmiak auch Benzin;
die kleinen Pünktchen sind so intensiv, daß sie nicht verschwinden.
Von L. K. in B. Gesichtshaut.
Kann mir jemand vom geschätzten Leserkreise ein Mittel angeben gegen start fettglänzende Gesichtshaut? Ium Voraus vielen Dank.
Von Ab. in J. Flecken auf Marmor.
Wüßte mir eine der werten Mitabonnentinnen ein sicheres Mittel, weißen Marmor zu reinigen?
Von M. J. in G. Asthma.
Weiß vielleicht eine werte Leserin der Kochschule ein bewährtes Hausmittel gegen Asthma? Ich leide schon zwei Jahre an dieser Krankheit und habe mich an die besten Professoren und ärztlichen Autoritäten gewandt, auch Luftkuren gemacht und Wasserheilanstalten besucht, doch alles ohne Erfolg.
Die Anfälle kommen regelmäßig alle Nacht und auch häufig am Tage, und muß ich dann einige Stunden im Bette sitzen, wobei ich in starken Schweiß komme und dann endlich gegen Morgen vor lauter Abmattung einschlafen kann.
Vielleicht gibt es ein einfaches Hausmittel gegen dieses schwere Leiden, und wäre ich sehr dankbar, ein solches zu erfahren.
Von A. H. in St. M. Stroh- und Filzhüte. Wo kann die Stroh- und Filzhutwascherei erlernt werden?
Antworten.
An El. G. in K. Gegen chronischen Rachenkatarrh kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung das Inhallieren und Gurgeln von Salsomaggiore-Wasser (⅓ auf ⅔ Wasser) empfehlen. Zu beziehen bei Apotheker Kupfer im Rennweg, Zürich. A. G. W. ¶
An S. S. in Sch. Sparkocher.
Die Antwort in Nr. 7 der Kochschule bedarf der Berichtigung, da der Antwortgeber, wie es scheint, den Sparkocher «Ideal» mit einem Gaskocher verwechselt und ihm der Sparkocher «Ideal» unbekannt ist, sonst müßte er wissen, daß der Sparkocher «Ideal» ein feuerloser Garkocher ist, in welchem die Speisen aber mindestens in der gleichen Zeit feuerlos gargekocht werden, wie sonst auf beständigem Feuer, nachdem man sie auf beliebigem Kochherd nur auf den Siedepunkt gebracht hat, welches günstige Kochresultat bisher noch durch keinen andern Apparat erreicht wurde. I. F. Z. in Z.
An S. K. in I. Bett-Tapis.
Muster zu schönen, geschmackvollen Bett-Tapis erhalten Sie bet Frl. Louise Saberg, Stickereigeschäft in Langenthal (Kt. Bern), woselbst Sie auch die Etamine ein- und doppelfädig und dazu passendes Garn beziehen können.
Von einer farbigen Bordüre würde ich entschieden abraten, da die Farben bei jeder Wäsche blasser werden.
Eher zu Etamine in creme, gleichfarbiges Garn verwenden und damit im Stopfstich schöne Figuren arbeiten.
Eine gehäkelte Spitze unten ist dann nicht nötig.
Als Unterlage dient farbige Satinette.
Vorhänge können Sie jedenfalls von gleichem Stoff u. entsprechendem Muster anfertigen.
Oben beschriebenes Tapis ist sehr schön und modern. H. G.
An Fr. G.-M. B. Zimmerböden.
Sie werden das Gewünschte nur erreichen, wenn Sie die Böden abhobeln lassen. Z. N.
An B. v. G. Desinfektionsmittel.
Stellen Sie in dem Haufe einige Töpfchen mit Chlortalk auf. (Man vermischt 1 Teil Chlorkalk mit 24 Teilen Wasser).
Die üblen Gerüche werden dadurch entfernt und die Räume desinfiziert werden.
Die Flüssigkeit können Sie auch in den Abtritt und in den Schüttstein gießen, sowie ungestrichene Fußböden mit sehr schwacher Clorlösung aufwaschen. I. O.
An Fr. E. H. in B. Konservieren von Eiern.
Nach vielfach gemachten praktischen Erfahrungen darf die Eierkonservierung mittelst Wasserglaslösung als eines der besten und billigsten Verfahren bezeichnet werden.
Wasserglas ist in jeder Droguenhandlung erhältlich und es wird die Konservierung der Eier mit diesem auf nachstehende Weise ausgeführt: Man stellt eine Mischung von 101 Wasser und 1l Wasserglas her.
Das Eingießen der Wasserglasflüssigkeit in das Wasser erfolgt des bessern Durchmischens halber unter beständigem Umrühren.
Diese 111 Flüssigkett reichen für ca. 140-150 Eier aus.
Die zu konservierenden Eier werden in ein Steingut bezw. in ein glasiertes Tongefäß oder in eine hölzerne Tonne von entsprechender Größe eingelegt, wonach dann dte Konservterungsflüssigkeit langsam zugegossen wird.
Die Flüssigkeit muß über der obersten Schicht Eter noch mindestens zwei Finger hoch stehen.
Ein luftdichter Verschluß ist nicht nicht notwendig und genügt es, wenn auf die Oeffnung der Gefäße ein ringsherum festaufliegender Deckel gelegt wird, den man, damit er nicht so ohne weiteres verschoben wird, etwas beschwert.
Ist die Oeffnung nicht zu groß, so verschließt man dieselbe wohl auch mit einigen Lagen Zeitungspapier, das am Rande herum festgebunden wird, wonach man dann noch eine starke Pappe oder einen Holzdeckel auflegen kann.
Die Gefäße mit den Eiern müssen an einem kühlen Ort, am besten im Keller aufgestellt werden, und zwar auf dem Fußboden. Es muß streng darauf geachtet werden, daß nur ganz frische bezw. nur wenige Tage alte Eier zur Verwendung kommen.
An R. W. in H. Schinken.
Die Schinken oder Schaufeln (Schüfeli) müssen, wenn sie gekocht sind - im eigenen Sud erkalten. K.
An G.-Z. in B. Sonnenbäder. Es ist zu raten, daß sowohl punkto Einrichtung als Verwendung der Sonnenbäder der Arzt befragt werde, da dabei verschiedene sanitarische Verhaltungsmaßregeln je nach dem Leiden der Betreffenden nicht umgangen werden dürfen.
An Fr. L. in H. Fußbodenlack.
Das Beste ist, mit einigen Quadratmetern einen Versuch zu machen.
Frage 3 kann in absoluter Weise nur beantwortet werden, wenn man die zutreffenden Verhältnisse aus der Nähe kennt.
Allervörderst sind die klimatologischen Bedingungen maßgebend, hauptsächlich, wenn es sich darum handeln würde, auch Kranke oder Rekonvaleszenten aufzunehmen: erst nachher kommt der finanzielle Punkt.
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