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Historisches
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Fondation Burkhardt-Felder Arts ET Culture
Gegründet
-in-
2002
Im Herzen von Môtiers erhob sich Mitte des 16. Jahrhunderts das Haus des Claude Baillod, Kastlan des Val-de-Travers; 1617 wurde hier Prinz Heinrich II. von Orléans-Longueville empfangen, der sich auf einer Reise zu seinem Fürstentum Neuenburg befand. Im Jahr 1720 erwirbt Abraham d’Ivernois aus Môtiers, der als Bankier in Paris zu Vermögen kam, das Haus und beauftragt den Architekten Antoine Favre aus Couvet mit dem Neubau nach den Plänen des Pariser Architekten Aubry. Quadersteine, Balken und ein grosser Kamin aus dem ursprünglichen Bau werden im Neubau wiederverwendet. Das 1724 fertiggestellte Herrschaftshaus ist zweifellos vom französischen Hôtel particulier mit Hof nach vorne und Garten nach hinten inspiriert und entspricht sowohl in seiner Anordnung wie auch mit seinen Fassaden im Régence-Stil in idealer Weise dem Kanon der damaligen europäischen Architektur.
Der vom Herrschaftshaus abhängige landwirtschaftliche Betrieb seinerseits bringt sich mit den imposanten ländlichen Nebengebäuden in Erinnerung, die angrenzend an den Ehrenhof gebaut wurden, in erster Linie die sehr geräumige Scheune aus dem Jahr 1721.
Spätere Besitzer nehmen mehrere Um- und Anbauten vor, zu ihnen zählt vor allem die Reithalle von 1856 im Park.
Im Besitz gebildeter Kastlane, empfing das Château d’Ivernois im Lauf der Jahrhunderte zahlreiche Persönlichkeiten; die berühmteste unter ihnen war Jean-Jacques Rousseau, der von 1762 bis 1765 in Môtiers wohnte.
Die neue Besitzerin, die Stiftung Burkhardt-Felder Arts et Culture, unternimmt von 2002 bis 2006 eine äusserst sorgfältige Renovierung der Örtlichkeiten. Mit dem Ziel, deren Schönheiten und Besonderheiten hervorzuheben, wird die Restaurierung im Einklang mit den vorgegebenen Strukturen durchgeführt. Die beiden grossen Nebengebäude werden als Museen eingerichtet. So beherbergt heute die Scheune von 1721 Meisterwerke der Kunst der australischen Aborigines und die Reithalle von 1856 eine Sammlung seltener und exquisiter Automobile.
Heute geniesst das Château d’Ivernois von Môtiers das Privileg, als « Kleinod des architektonischen Erbes des 18. Jahrhunderts » (Jacques Bujard, kantonaler Konservator, 2008) zu gelten. Die Eidgenossenschaft hat es als Gebäude von nationalem Interesse anerkannt.