Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/69909

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob es sinnvoll wäre, im Rahmen der Bundesverwaltungsreform die Grundversorgung der Bürokommunikation für die Arbeitsplätze der Bundesverwaltung am Markt zu beschaffen, statt sie von einer Vielzahl von internen Informatikdiensten erbringen zu lassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Strategie der Bundesverwaltung zur Reduktion der Kosten für die Bürokommunikation sieht die folgenden vier Schritte vor: 1. Standardisierung des Arbeitsplatzes; 2. Konzentration auf möglichst wenige Betreiber; 3. Kostentransparenz durch Verrechnung; 4. Optimierung des Sourcings.</p><p>Die mit dieser Strategie erreichbare Kosteneinsparung wurde bereits durch zwei Studien unter Einbezug namhafter Outsourcingfirmen ausgewiesen. Ohne die beiden ersten Schritte ist auch das Potenzial des Outsourcings gering.</p><p>Zurzeit ist das Informatikstrategieorgan Bund ISB daran, ab MS Office 12 und Vista einen Basissoftwarestandard Arbeitsplatz Bund zu definieren. In der gesamten Bundesverwaltung soll ein möglichst hoch standardisierter Büroautomationsarbeitsplatz zum Einsatz kommen.</p><p>Das EJPD und das EDI haben Anfang 2006 ihre Sourcingstrategie überprüft und anschliessend beschlossen, ihre Bürokommunikation dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT zu übertragen. Das UVEK hat diesen Schritt bereits vor einigen Jahren vollzogen. Durch diese Zusammenlegungen der Serviceerbringung der Büroautomation wird sich die Anzahl der Leistungserbringer für dieses Produkt per 2007 von sieben auf vier (drei bundesintern, einer extern) reduzieren.</p><p>Die Kosten eines Büroautomationsarbeitsplatzes in der Bundesverwaltung werden erst nach einer konsequenten Standardisierung mit den Angeboten der Privatwirtschaft vergleichbar. Für den Rollout des geplanten Standardarbeitsplatzes ist ein Outsourcing der Bürokommunikation möglicherweise sinnvoll. Dies soll zu gegebener Zeit im Rahmen eines Beschaffungsverfahrens geprüft werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.