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Minenaktivitäten führen immer wieder zu gesellschaftlichen, oft gewalttätigen Konflikten. Dies geschieht meist in abgelegenen Regionen, wo der Staat wenig präsent und die Wirtschaft schwach entwickelt ist. Die Folge davon ist eine starke Diskrepanz zwischen dem Reichtum in Form von Rohstoffen einerseits und der Armut und der Perspektivlosigkeit der lokalen Bevölkerung andernseits. Das aus dem Rohstoffabbau gewonnene Steuersubstrat fliesst in die Hauptstadt und nur wenig wird in die betroffene Region investiert.
Seit 2012 unterstützt æ-Centre eine lokale NGO, die den Mediationsprozess in einem Silberminenkonflikt im Südosten Marokkos begleitet. Die 2015 zwischen den betroffenen Akteuren unterzeichnete Vereinbarung hat stark zur Beruhigung der sozialen Spannungen beigetragen und der Region ein mehrere Millionen (CHF) schweres Entwicklungspacket ermöglicht. Letzteres wird durch den marokkanischen Staat und die Minengesellschaft finanziert. Es gibt auch weitere kleinere Win-Win-Lösungen wie die Gründung einer Genossenschaft für Frauen, die aus Nebenprodukten der Silbermine Schmuck herstellt.
Noch am Anfang steht die Dialogunterstützung des ae-Centres bezüglich eines Konfliktes mit einer Phosphatfirma im Gouvernement Gafsa. Dieser führte 2008 zu schweren Aufstände und wurde als Vorläufer der tunesischen Revolution 2011 betrachtet. Nach mehrmonatiger Mediation ist es gelungen, einen aus Vetretern der betroffenen Gruppen bestehenden Lenkungsausschuss einzusetzen. Dieser wird für den weiteren Prozess federführend sein und erlaubt es dem æ-Centre, wiederum in die Rolle des Mediationsunterstützers zu wechseln und somit dem Prinzip der lokalen Eigenverantwortung zu folgen.
Beide Projekte werden vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) unterstützt. Als französischsprachige NGO aus einem neutralen Land hat das ae-Centre im Vertrauensaufbau einen evidenten Vorteil.