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Zusammenfassung
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung ist mit der Verordnung über die Arbeitslosenversicherung vom 14. März 1977 (AS 1977 I, 498) beziehungsweise dem Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung (AS 1982, 2184) und die Insolvenzentschädigung vom 25. Juni 1982, die das Versicherungsobligatorium und die Finanzierung über Lohnprozente einführen, eine klare Zäsur feststellbar. Vor 1977 tritt der Bund als gesetzgebende Behörde und als Aufsichtsinstanz auf. Die Kantone sorgen für den Vollzug, haben darüber hinaus aber einen weitgefassten Handlungsspielraum. Bei der direkten Betreuung der Arbeitslosen spielen private Versicherungskassen die zentrale Rolle. Nach 1977 tritt der Bund weiterhin als gesetzgebende Behörde auf, greift nun aber mit der zentralen Ausgleichskasse direkt und unmittelbar in den Beitrags- und Leistungsbereich ein. Die Kantone sind zur Führung einer öffentlichen Arbeitslosenkasse verpflichtet, und sie sind für die Betreuung der Arbeitslosen im Kanton zuständig. Die privaten Kassen treten bloss noch als Zahlungsstellen in Erscheinung.
Demnach übernimmt das Bundesarchiv für die Zeitspanne vor 1977 die Materialien zu Gesetzgebung, Statistik und zur Wahrnehmung der Kontrollfunktionen; die Unterlagen zu den Kassen werden nur partiell übernommen. Die Kantonsarchive sichern die Unterlagen zu den Vollzugsmassnahmen, zur eigenen Gesetzgebung, zu den Notstandsarbeiten sowie zu den öffentlichen Kassen. Wenn immer möglich übernehmen sie auch Unterlagen einzelner privater Kassen.
Nach 1977 werden beim Bund die Unterlagen zur Gesetzgebung, Statistik, Ausgleichskasse und Aufsichtkommission übernommen. Die Staatsarchive archivieren das Schriftgut der öffentlichen Arbeitslosenkassen, wobei die Personendossiers bloss in einer quantitativen Auswahl übernommen werden, unabhängig davon, ob diese in Papierfom oder als Mikroformen angeboten werden.