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Scheidung, Kind, Teilzeitjob – welche Sparlösung sorgt für einen Ruhestand, der nicht in der Armutsfalle mündet? Ein Fallbeispiel, wie Frauen sich finanziell unabhängig machen können.
Ein wichtiger Schritt, um das Machtgefüge zwischen den Geschlechtern auszugleichen, ist die finanzielle Unabhängigkeit der Frauen von ihren Ehemännern, Lebenspartnern oder anderen nahestehenden beziehungsweise verflossenen „Versorgern“. Dazu möchte ich ein konkretes Beispiel durchrechnen.
Wir sehen uns denn Fall einer 35-jährigen geschiedenen Frau an, nennen wir sie Nina. Nach der Geburt ihres heute fünf Jahre alten Kindes blieb sie zu Hause. Mittlerweile arbeitet sie im Handel in einer 60-Prozent-Anstellung, was monatlich mit CHF 2.400,- brutto vergütet wird plus 13. Gehalt. Sobald Ninas Kind 15 Jahre alt ist, könnte sie ihr Arbeitspensum auf Vollzeit aufstocken und so ca. CHF 4.000,- verdienen.
Wie für eine ausreichende Pension sparen?
Die Frage ist nun, wie Nina am besten anspart, damit sie in der Pension nicht von der Hand im Mund leben muss. Im Moment beträgt ihr Altersguthaben aus eigenem Pensionskassen-Guthaben sowie Splitting aus der Scheidung 25.000 Franken. Der Betrag wird bei Beginn der Erwerbstätigkeit in die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers übertragen. Weitere Details zeigt die folgende Tabelle:
CHF 2.480,- im Monat versprechen Nina noch keinen entspannten Lebensabend, sie denkt eher an mindestens CHF 3.000,-. Das wird möglich, wenn sie ab nun monatlich ca. 345,- auf die Seite legen kann. So erreicht sie bis ins Pensionsalter ein Erlebensfallkapital von etwa 125.000,-. Im Todesfall wäre das Kind mit dieser Sparlösung in derselben Höhe abgesichert. Aus diesem Zusatzkapital ergibt sich eine monatliche Rente von ungefähr CHF 520,-.
Die Gesamtpension macht damit circa CHF 3.000,- aus, und da sich Nina für eine gebundene Vorsorge entscheidet (Säule 3a), kann sie ausserdem die jährliche Prämie von CHF 4.140,- von der Steuer absetzen.
Dieses Fallbeispiel, dessen Berechnungen jeweils auf einer marktüblichen Branchenlösung basieren, zeigt nur eine von verschiedenen Möglichkeiten. Stehen andere Faktoren im Vordergrund, entsteht natürlich eine andere Ausgangslage, worüber ich das nächste Mal berichten werde.
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