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- Im «Fifa-Prozess» in New York ist der frühere brasilianische Fussballfunktionär Jose Maria Marin zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden.
- Als Teil des Strafmasses muss Marin zudem eine Strafe von 1,2 Millionen Dollar bezahlen sowie Rückzahlungen in der Höhe von 3,3 Millionen Dollar leisten.
- Mit Marin hat ein erstes «Schwergewicht» sein Strafmass erhalten. Ende August ist der frühere Fifa-Vizepräsident Naput an der Reihe.
Die Richterin Pamela Chen blieb unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte eine zehnjährige Haftstrafe sowie eine Geldbusse in Höhe von 5,7 Millionen Euro beantragt.
13 Monate hat Marin bereits im Gefängnis verbracht, zunächst in Auslieferungshaft in der Schweiz, seit dem Schuldspruch im Dezember dann im Metropolitan Detention Center in Brooklyn.
Bestechungsgelder in Millionenhöhe
Die Geschworenen hatten Marin bereits im letzten Dezember wegen Verschwörung, Betrugs und Geldwäscherei schuldig gesprochen. Nun hat die Richterin das Strafmass verkündet.
«Er hat das Vertrauen der Fussball-Organisationen missbraucht, denen er eigentlich dienen sollte», sagte Richterin Chen in der Urteilsbegründung: «Er liess sich mit Millionensummen bestechen, die er eigentlich nicht benötigte. Er hätte nein sagen sollen, und das hätte er auch gekonnt.»
Marin ist das erste «Schwergewicht», das von Chen ins Gefängnis geschickt wird. Das gleiche Schicksal droht dem früheren FIFA-Vizepräsidenten Juan Angel Napout aus Paraguay, dessen Strafmass Ende August verkündet werden soll.
Insgesamt 42 Beschuldigte
Insgesamt richtet sich die Anklageschrift der US-Strafverfolger gegen 42 Beschuldigte, darunter viele Ex-Offizielle sowie Mitarbeiter von Sportrechteagenturen.
Marin gehörte zu jenen Funktionären, die im Mai 2015 in einem Zürcher Luxushotel verhaftet worden waren. Der Zugriff löste damals den grossen FIFA-Skandal aus, der den Weltverband implodieren liess und den damaligen FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter das Amt kostete.