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Rojava: Zur aktuellen sozialen und politischen Situation in der Föderation Nord- und Ostsyrien
Im folgenden Interview geht es um Rojava.
Kurz zur Erinnerung: Rojava liegt im Westen Kurdistans und im Norden Syriens und ist ein autonomes Gebiet in Nordsyrien, entlang der Grenze zur Türkei. Bereits seit 2012 wird dort eine basisdemokratische Selbstverwaltung aufgebaut. Im März 2016 wurde es von kurdischen, assyrisch aramäischen, arabischen und turkmenischen Vertreterinnen und Vertretern offiziell als autonome Föderation Nordsyrien proklamiert. Ein kostenfreies Medizinsystem wurde eingerichtet. Ärztliche Versorgung wird unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Einkommen gewährt. Nach denselben basisdemokratischen Grundsätzen sind alle gesellschaftlichen Strukturen Rojavas organisiert. Der Aufbau demokratischer Strukturen in Rojava beinhaltet und heisst auch den Aufbau starker Frauenstrukturen. Frauen bilden eigene Komitees und sind auf allen Ebenen beteiligt, Der syrische Bürgerkrieg, die Verteidigung gegen den sog. Islamischen Staates (IS) und vor allem die drei grossen türkischen Militäroffensiven und -invasionen, gegen Rojava 2016, 2018 und zuletzt 2019, stellen das basisdemokratische System vor fast unlösbare Aufgaben. Die Versorgung einer immensen Anzahl Verletzter und ca 300 000 Flüchtender bringt das Gesundheitssystem extrem an seine Grenzen. bewältigbar. Unser Interviewpartner Michael Wilk ist Arzt und Psychotherapeut, er ist seit 2014 regelmässig im umkämpften Rojava (Nordsyrien)2019 war er dreimal dort. . Er unterstütztvor Ort die medizinische Versorgung und arbeitet eng mit dem Kurdischen Roten Halbmond (Heyva sor a kurd) zusammen. Aktuell macht er bundesweit Veranstaltungen zu dem Thema.