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Projektbeschrieb
Kiruna ist die nördlichste Stadt Schwedens und liegt unmittelbar überhalb des Polarkreises. Gegründet um 1900 in nur einer Absicht – der Erschliessung der grössten Bodenschätze des Landes. Die 18’000-Seelen-Gemeinde ist umgeben von den beiden Eisenerzbergen Kiirunavaara und Luossavaara, welche hochwertiges Magnetit enthalten. Zu Beginn wurde das Erz im Tagebauverfahren gefördert, seit ein paar Jahren jedoch findet der Abbau in einer Tiefe von 1365m unter Tage statt. Ungünstigerweise reicht der Erzkörper bis unter die Stadtgrenzen und somit ist Kirunas Segen sein Fluch zugleich. Jede Nacht erschüttert ein leichtes Beben die Stadt, wodurch die Mine nach und nach in Richtung der Stadtgrenze rückt. Risse bilden sich in der Landschaft und Kiruna droht der Untergang. Um den weiteren Abbau des wertvollen Minerals zu gewährleisten, hat man sich entschieden, grosse Teile Kirunas mitsamt Infrastruktur und Bewohnern umzusiedeln. Eine kaum zu bewältigende Aufgabe, die viele Fragezeichen aufwirft.