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Die Zwilag als Bindeglied zwischen der Abfallentstehung und Abfalllagerung in geologischen Formationen
In der Schweiz sind die Verursacher radioaktiver Abfälle für deren sichere Entsorgung verantwortlich. Das Schweizer Entsorgungskonzept sieht eine endgültige Lagerung der radioaktiven Abfälle in geologischen Gesteinsschichten vor. Bis dahin ist für das Abklingen der Wärmeabgabe von hochaktiven Abfällen eine Zwischenlagerung von 30 – 40 Jahren erforderlich. Für die schwach- und mittelaktiven Abfälle kann mit einem Zwischenlager die Zeit bis zur Inbetriebnahme eines geologischen Tiefenlagers überbrückt werden. Für die Verarbeitung der Abfälle in eine endlagerfähige Form stehen Behandlungsanlagen zur Verfügung.
In den Zwilag-Anlagen und im angrenzenden eidgenössischen Bundeszwischenlager werden alle Kategorien radioaktiver Rückstände schweizerischen Ursprungs verarbeitet und zwischengelagert. Zur Hauptsache sind dies:
- Betriebsabfälle und verbrauchte Brennelemente aus den Kernkraftwerken.
- Abfälle aller Kategorien aus der Wiederaufarbeitung verbrauchter Brennelemente schweizerischen Ursprungs aus ausländischen Wiederaufarbeitungsanlagen.
- Verarbeitung von Abfällen aus dem Verantwortungsbereich des Bundes, d.h. radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung.
Der Standort in unmittelbarer Nachbarschaft des Paul Scherrer Instituts (hier praktiziert der Bund seit Jahren die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen) hat verschiedene Vorteile: Durch die Kombination von Abfallverarbeitungsanlagen und zentraler Zwischenlagerung können die Abfallmengen optimal zusammengeführt und die Transporte minimiert werden. Sowohl die Überwachung wie auch die Kontrolle der Abfälle können zudem optimal gewährleistet werden.