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Titel
Munsch,
1) Joseph, Genremaler, geb. zu Linz an der Donau, lebt seit 1853 in München. Er ist ein fruchtbarer Darsteller der mannigfaltigsten Genrebilder, meist aus den höhern Gesellschaftsklassen der Rokokozeit, aber auch aus dem naseweisen Personal der Lakaien, Zofen und Kammermädchen; daneben zeichnet er witzige Allegorien und Arabeskengebilde. In der Maltechnik seiner Ölbilder ist er sehr verschieden: bald erinnert er an die holländischen Kabinettsmaler des 17. Jahrh., bald an Meissonier oder auch an Ant. Seitz.
2) Leopold, Landschaftsmaler, geb. 1826 zu Wien, betrieb die Malerei anfangs nur als Dilettant, bis er auf der Akademie Schüler von J. N. (Anmerkung des Editors: Johann Nepomuk) Geiger wurde und mit einigen größern Arbeiten künstlerische Erfolge erzielte. Seine Landschaften, meistens mit Burgen, Schloßhöfen, Ruinen und sonstiger Architektur, sind reine Kopien der Natur ohne große Phantasie, aber mit technischer Sauberkeit und viel Empfindung für Licht und Schatten; zu den besten gehören: der Schloßhof zu Taufers in Tirol, Tannenwald, Allee im Schönbrunner Park, Schluderns in Tirol u. a.