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Eine archäologische Fundstelle?
In alten Karten ist der Reichberg oft mit "Burgstal" oder "Burgstelle" beschriftet. Wer daraufhin an Ort und Stelle sucht und Mauerreste einer Burg erwartet, wird enttäuscht. Die mittelalterliche Burg "Reichberg" oder "Rechberg" scheint einzig in Erzählungen und Sagen zu existieren.
Dennoch trifft man auf dem Reichberg eine Situation an, die die Archäologen neugierig macht: An der engsten Stelle des Hügels erhebt sich ein Erdwall von unübersehbarem Ausmass. Was ist das? Ist das eine natürliche Erhebung? Oder ist es vielleicht ein von Menschenhand aufgeschütteter Schutzwall, der in der Bronzezeit den Zugang zur kleinen Ebene auf dem Reichberg abschneiden sollte, entsprechend dem Refugium auf dem Wittnauer Horn?
Bis dato sind solche Vermutungen nicht mit archäologischen Befunden belegt.
Unter dem Namen "Reichbergler" haben sich vor ein paar Jahren einige interessierte Senioren zusammengetan um etwas mehr Licht in die unbekannte Vergangenheit des Reichbergs zu bringen. Die Hobby-Historiker stehen in engem Kontakt zur Kantonsarchäologie. Alle gemachten Funde wurden genau eingemessen, fotografiert und an den Kanton weitergegeben.
Ein neuer Fund (15.12.09): Pfeilspitze aus Eisen.
Über Alter und Herkunft wird die Kantonsarchäologie sicher bald Genaueres bekanntgeben können.
Am 22.08.09 auf dem Reichberg gefunden:
ein frühmittelalterlicher Reitersporn.
Die Datierung ist aufgrund des offenbar stabförmigen Bügelquerschnittes und des kurzen Stimulus wahrscheinlich in die 2. Hälfte des 7. und in das 8. Jahrhundert zu setzen.