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Chag haShavuot חַג-הַשָבוּעוֹת
Am Donnerstagabend 5. Sivan, den 28. Mai 2020 feiern wir Chag haSavuot.
Wikipedia: Hebräisch: Schawuot (hebräisch שבועות ‚Wochen‘; Jiddisch: Schwu'ess, Schwuos oder Schwijess) ist das jüdische Wochenfest, das 50 Tage, also sieben Wochen plus einen Tag (50 Tage) nach dem Pessachfest gefeiert wird.
In der Tora hat das Fest mehrere Namen, zum einen חג השבועות ‚Wochenfest‘ (2 Mos 34,22 EU und 5 Mos 16,10 EU), חג הקציר ‚Fest der Ernte‘ (2 Mos 23,16 EU), יום הבכורים ‚Tag der Erstfrüchte‘ (4 Mos 28,26 EU). Mischna und Talmud kennen das Fest auch als עצרת Atzeret, deutsch ‚feierliche Versammlung‘. Die vielen Namen spiegeln die verschiedenen Bedeutungen wider, die das Fest hat.
Beim erstmaligen Empfang hatte Mose die Steintafeln mit den Zehn Geboten laut biblischer Überlieferung zerschmettert, weil das Volk Israel das Goldene Kalb anbetete. Daraufhin ging Mose wieder auf die Spitze des Berges Sinai, um die Zehn Gebote ein weiteres Mal zu erbitten. Dieses Mal mussten die Israeliten sich die Zehn Gebote verdienen, beim ersten Mal wurden ihnen die Zehn Gebote geschenkt.
2 Parashat Nasso פָּרָשַׁת-נָשֹׂא
Parashat „Nasso/Nimm auch die Summe“ ist der zweite Parasha/Abschnitt von 4. Buch Mose. Die Parasha beginnt mit 4. Mose, Kapitel 4, Vers 21 und endet im Kapitel 7, Vers 24. (Ist eine der längsten Lesung in der Thora und enthält 176 Verse.)
Der Name der Parasha stammt aus den Wörtern: „21 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 22 Nimm auch die Summe der Söhne Gerschon auf nach ihren Sippen und Geschlechtern, 23 von dreissig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste Jahr, und stelle alle an, die zum Heer taugen, dass sie ihren Dienst versehen an der Stiftshütte. “
Die Parasha ist Teil einer Abfolge von Parashas zu Beginn des 4. Buches Mose, die sich mit der Errichtung des Lagers Israel und den Vorbereitungen für die Reise vom Berg Sinai nach Erez Israel befasst. Die Parasha fährt fort mit der vorangegangenen und erörtertet Dinge der vorigen Parasha wie: Volkszählungen und Listen, sowie mehrere Halachische Gesetze.
Anordnung des Lager der Israeliten während ihrer Wanderungen in der Wüste Sinai
Fortsetzung und Aufgaben des Stammes Levi:
Im Rahmen der Aufgaben für die Leviten als aktive Arbeit in der Mishkan, ordnete Gott n der letzten Parasha baMidbar die Aufzählung der Kehath Familie, alle Männer ab dem Alter von dreissig bis fünfzig und verordnete ihnen die Aufgabe, verschiedener heiliger Gefässe und ihr Handhabung.
Nach Gottes Anordnung, soll die Aufzählung aller Stämme, durch Mose, Aaron und alle Stammoberste zusammen durchgeführt werden.
In Parashat Nasso geht die Zählung unter dem Stamm Levi weiter
Die Männer, die für die Familie von Gershon sind verantwortlich für den Transport der Tabernakel und die Stoffe für die verschiedenen Wände und das Dach.
Die Familie Mereri ist für den Transport der Bretter der Mischkan, der Riegel und Leitern und einiger Zäune des Innenhofs zuständig.
Die Aufzählung ergeben die folgenden Zahlen:
Levi Männer über 30 Jahren alt, die Anspruch auf Arbeit haben:
Aus der Familie Kehat 2.750
Von der Familie Gershon: 2.630
Von der Familie Mereri: 3.200.
Gesamt: 8.580.
Weitere göttliche Offenbarungen, für den Tag, an dem die Mischkan errichtet wurde:
- Als Vorbereitung für das Leuchten des Tabernakels, befahl Gott den Kindern Israel aus dem Lager die Verunreinigungen zu beseitigen. (Aussätzig und Unrein)
Die Leute begannen den Auftrag zu erfüllen.
- Eine Person, die von seinem Nächsten etwas gestohlen hat, dem Diebstahl verneint und verweigert das Gestohlene zurückzugeben und lügt, muss das gestohlene zurückbringen, zusätzlich fünfundzwanzig Prozent des entstandenen Schadens. Er muss spezielle Opfergaben („Asham / schuldig“) in den Tempel bringen. Wenn der beraubte ohne Erben stirbt, muss der Dieb den Betrag an die Priester zahlen.
- Wenn einer seine Frau verdächtig, dass sie ihn mit einer bestimmten Person betrügt, muss er unter bestimmten Bedingungen seine Frau zum Tabernakel bringen. Dort legt man Verse aus der Thora ins Wasser. Mit einer besonderen Zeremonie muss die Frau das Wasser trinken. Wenn sie schuldig ist, würde das Wasser sie krank werden lassen und sie stirbt sofort, wenn nicht wird sie von der Schuld befreit und schliesslich wird sie Schwanger und ein Kind gebären.
- Eine Person, welche ein besonderes Gelübde abgibt, solange er geweiht ist, soll er dem HERRN heilig sein. Es ist für ihn in dieser Zeit verboten Wein zu trinken, Trauben verschiedener Art zu essen, die Haare zu schneiden oder solange er sich dem HERRN geweiht hat zu keinem Toten zu gehen, um sich zu verunreinigen. (Das gleiche Verbot welches die Priester bei ihrer Arbeit im Tabernakel erhalten haben)
Wenn die Zeit seines Gelübdes um ist, soll man ihn zu dem Eingang der Stiftshütte führen und dem HERRN mehrere Sühneopfergaben bringen. Danach wird er sich in einer besonderen Zeremonie auch die Haare schneiden.
Die Sühneopfergabe soll ihn Sühnen, da er sich vom Leben abgeschottet hat und in dieser Zeit er die Materien nach Oben nicht heiligen konnte.
Die Tora bejaht das Leben und all das Schöne und Gute, was es zu bieten hat. Die Mizvot/Gebote stecken den Rahmen ab, innerhalb dessen wir unserer Leben geniessen dürfen und sollen. Der «Nasir/Gelobter» ist die Ausnahme von der Regel ist erlaubt, jedoch nicht unbedingt verlangt.
Der priesterliche Segen
22 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:
24 Der HERR segne dich und behüte dich;
25 der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
26 der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.
Gott weist Mose an und gibt den Priestern den Befehl, das jüdische Volk zu segnen, während die Priester dies tun, sagt Gott, so wie ich selber die Israeliten segne.
Weihegaben der Stammesfürsten zur Einweihung der Stiftshütte
- Und als Mose die Wohnung aufgerichtet und sie gesalbt und geheiligt hatte mit all ihrem Artefakten, dazu auch den Altar mit all seinen Artefakten gesalbt und geheiligt hatte,
- da opferten die Fürsten Israels, die Häupter waren in ihren Sippen; denn sie waren die Fürsten unter den Stämmen und standen über denen, die gezählt waren.
Am Tag der Einweihung der Mischkan brachten die Ältesten der Stämme ein gemeinsames Geschenk: sechs Wagen und zwölf Körbe mit Vieh, welche zu Wagen zusammengeschnürt werden sollten. Gott befahl, die Wagen zu teilen: zwei Wagen mit vier Tieren für die Kinder Gershon und vier Wagen mit acht Tieren für die Söhne Mereris. Die Söhne Kehats nahmen keinen Karren an, weil sie die heiligen Gefässe auf ihren Schultern trugen.
Die Gaben der Fürsten - die Einweihung der Stifthütte wurde abgeschlossen und die Familien der Oberhäupter brachten ein besonderes Opfer. Gemäss Gottes Gebot erhielt jeder Stammesälteste einen separaten Tag, um das Opfer darzubringen. Jeden Tag opfert ein Fürst sein Opfer. Also zwölf Tage lang.
Gottes Offenbarung an Moshe: „Als Moshe in die Stiftshütte ging, um mit dem HERRN zu reden, da hörte er die Stimme zu sich reden von dem Gnadenstuhl, der auf der Lade mit dem Gesetz war, zwischen den beiden Cherubim.“
Anweisungen zu befolgen, um sich eine wichtige Fähigkeit anzueignen, es ist keine Einschränkung, sondern befreiend.
An Shavuot feiern wir den Tag, an dem Gott uns die Thora auf dem Berg Sinai gab. Wenn wir also diesen Tag feiern, gedenken wir nicht nur eines historischen Ereignisses, sondern feiern die Annahme eines alten und ewigen Geschenks, von Weisheit, das unser Leben jeden Tag verbessern kann.
Gottes Werk ist nicht willkürlich und kann mit Sicherheit nicht unter die von uns gewählten persönlichen Definitionen eingeordnet werden. Dies muss innerhalb der Grenzen der Regeln und Gesetze geschehen, die jedem bekannt sind.
Die Tora sagt uns (5.Mose 15:5 " sondern die Stätte, die der HERR, euer Gott, erwählen wird aus allen euren Stämmen, dass er seinen Namen daselbst wohnen lässt, sollt ihr aufsuchen und dahin sollst du kommen."
Die Tora bestimmt für uns Richtlinien, ewige und feste Anweisungen, nach denen wir unseren Glauben und unseren Gefühlen für Gott ausdrücken können.
Jeder von uns muss seine Versuche, sich mit Hashem persönlich in Verbindung zu setzen, erforschen und vertiefen. Entsprechend der Rolle, die Gott ihm gegeben hat, hat nicht jeder die gleiche Aufgabe, sondern jeder muss dafür sorgen, dass er genau das tut, was Gott von ihm will. Von den Leviten hatte jede Familie eine andere Aufgabe und Gott warnte sie, die Söhne Kehat zu beschützen, damit sie im Leben bleiben und nicht sterben, wenn sie in die Heiligkeit gehen.
Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: "18 Ihr sollt den Stamm der Geschlechter der Kehatiter nicht zugrunde gehen lassen unter den Leviten, 19 sondern das sollt ihr mit ihnen tun, damit sie leben und nicht sterben, wenn sie dem Hochheiligen nahen."
Die Lehre aus der Parasha:
Aus der Parasha lernen wir, dass alle Gebote in der Tora für verschiedene Völker sind, verschiedene Stämme und innerhalb der Stämme verschiedene Aufgaben für jede Familie und jede Person existieren, sowie für verschiedene Situationen die jeweiligen Aufgaben vergeben wurden.
Alle Gesetze führen jeden zu seiner eigenen Gottes Anbetung. Jeder verbindet sich mit Gott gemäss seinen Fähigkeiten und gemäss den Gesetzen, die Gott ihm im Voraus auf dem Berg Sinai gegeben hat.
Wie in unserer Zeit die Verkehrsschilder, auf der ganzen Welt die gleichen sind. Verzichtendes Gesetz für alle möglichen Situationen:
Für Fussgänger, Reiter, Autofahrer, Flugzeugpiloten, Schiffskapitän, etc. Je nach Situation der Gesetze, die für Passagiere oder Lenker selbst gelten.
Jeder Mensch hat das passende Gesetz für seine Möglichkeit, dass er je nach seiner Aufgabe in dieser Welt erhalten hat.
Die Anführer sollen auf ihre Untertanen, und jeder auf sich selbst aufpassen, die passenden Gesetze, die Gott für ihn bestimmt hat, lernen und kennen, damit er in Frieden und auf dem kürzesten Weg zu dem Ziel gelangen kann, das Gott ihm gegeben hat, und weshalb er in diese Welt gekommen ist. Wie ein GPS jeden von seinem Ausgangsort zu seinem persönlichen Ziel bringt.
Chag Shavuot Sameach veShabbat Shalom umvorach!
Fröhliche Schvuotfeier und einen friedlichen und gesegneten Sabbat!