Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03519.jsonl.gz/825

Gemüse und Obst - Heilkraft der Natur
Obwohl das öffentliche Bewusstsein für die gesundheitlichen Vorteile von Obst und Gemüse mit jedem Jahr wächst, bleibt der viel zu seltener Verbrauch problematisch.
Gemüse und Obst sind die Quelle von vielen bioaktiven Komponenten:
- Vitamine, die den Stoffwechsel verbessern, Antioxidanzien, insbesondere Vitamine: A, C, E, und Beta-Carotin, die toxische freie Radikale entfernen, Degenerationen und Krebs verhindern und Langlebigkeit fördern,
- Mineralstoffe, insbesondere alkalische wie Kalzium, Kalium, Natrium und Magnesium, die die sauren Stoffwechselprodukte neutralisieren; die Ansäuerung verursacht Müdigkeit, Kopfschmerzen, Arthritis, und die Alkalisierung mindert Schmerzen und kann sogar Osteoporose verhindern,
- Enzyme - "Elemente des Lebens", die nur in rohen Pflanzen vorkommen, weil bereits bei der Temperatur von 40° C die Enzyme ihre Aktivität verlieren; Enzyme aus Pflanzen erleichtern die Verdauung, was vorteilhaft ist, da der Körper keine Energie für die Produktion eigener Enzyme verliert und kann diese Energie für andere Zwecke verwenden, z.B. Regeneration,
- Chlorophyll - liefert Sauerstoff und Energie,
- sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die als Nahrungsmittel wirken, z.B. entzündungshemmend, antithrombotisch, antineoplastisch usw.,
- Ballaststoffe - verhindern Verstopfungen, senken den Cholesterinspiegel und absorbieren Giftstoffe, reduzieren den Appetit, begünstigen die Entwicklung von den nützlichen Milchsäurebakterien.
In der letzten Zeit lenkte man die Aufmerksamkeit auf bis jetzt unterschätzte Rolle der kurzzeitigen Fettsäuren aus der Fermentation von löslichen Ballaststoffen (Pektin, Insulin, Oligosaccharide), das sind: Buttersäure, Essigsäure und Propionsäure. Es stellte sich heraus, dass diese Säuren nicht nur Darmepithels ernähren und Darmschranken abdichten, sondern auch Gene regulieren und in der Lage sind Darmkrebs zu hemmen. Auch durch die Fähigkeit den Darm anzusäuern, hemmen sie das Wachstum von Darmpolypen, die auf präkanzerösen Zustand hinweisen. Sie verbessern die Absorption von Calcium, Eisen und Magnesium, was bei der Behandlung von Osteoporose und Anämie sehr wichtig ist. Die Propionsäure hemmt die Produktion von Cholesterin in der Leber.
Gemüse und Obst sind kalorienarm, haben niedrigen glykämischen Index, was bedeutet, dass sie den Blutzucker- und Insulinspiegel-Faktoren, die für Übergewicht, Diabetes und Atherosklerose verantwortlich sind - nur gering erhöhen. Wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass an Gemüse und Obst reiche Diät das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen reduzieren kann.
Die grösste und längste Studie über die Auswirkung der Ernährungsgewohnheiten auf die Entwicklung von Krankheiten wurde an der Harvard-Universität im Rahmen "Nurses Health Study" mit 110.000 Männern und Frauen über einen Zeitraum von 14 Jahren durchgeführt. Dabei wurde festgestellt:
- Je mehr am Tag Gemüse und Obst verzehrt wurde, desto seltener waren die Herz-Kreislauferkrankungen oder Schlaganfälle; unter Menschen, die täglich acht oder mehr Portionen Gemüse und Obst gegessen haben, waren Herzinfarkte oder Schlaganfälle um 30% geringer, im Vergleich zu den Menschen, die nur eine Portion konsumierten. Andere Studien haben ähnliche Wirkungen gezeigt; Personen, die fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag gegessen haben, hatten um 20% geringeres Risiko für koronare Herzkrankheit oder Schlaganfall im Vergleich zu den Menschen, die nur drei Portionen pro Tag gegessen haben.
- Bei Patienten mit Hypertonie verminderte die fettarme Ernährung mit viel Gemüse und Obst den systolischen Blutdruck um 11 mm Hg und den diastolischen um 6 mm Hg, also analog wie bei den Medikamenten. Auch andere Forschungen haben gezeigt, dass eine Diät mit viel Gemüse und Obst in einem grösseren Ausmass den Bluthochdruck reduziert als andere Ernährungsempfehlungen, z.B. Öle anstatt Kohlenhydrate.
- Obwohl alle Arten von Gemüse und Obst bevorzugt werden, die grösste Bedeutung beim Schutz gegen Krebs haben jedoch die Grünpflanzen, Tomaten und Knoblauch.
- Es wurde erwiesen, dass der häufige Verzehr von Beeren, Äpfeln und vor allem der grüne Saft das Auftreten von Diabetes Typ-2 verhindern, während Fruchtsaftgetränke können Diabetes Typ-2 fördern.
- Obst und Gemüse, vor allem im Spinat und Grünkohl enthaltenes Lutein und Zeaxanthin schützen die Augen vor grauem Star und Makula-Degeneration.