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Das Wichtigste in Kürze
- Am 15. Januar würde Molière wohl seinen 400. Geburtstag feiern.
- Zu Ehren des französischen Nationaldichters gibt es zahlreiche Projekte.
- Molières Komödien werden noch heute im französischsprachigen Raum häufig aufgeführt.
Auch Jahrhunderte nach seinem Tod zählen seine Komödien zu den meist-aufgeführten Theaterstücken Frankreichs. Nun würde Jean-Baptiste Poquelin – besser bekannt als Molière – am 15. Januar 400 Jahre alt werden.
Im französischsprachigen Raum wird der Nationaldichter nun auch in der Schweiz zu diesem Anlass gebührend geehrt. Allen voran durch die Comédie-Française, die historisch aus Molières Schauspieltruppe entstanden ist.
Die Comédie-Française in Paris, ein kleines Theater in der Nähe des Louvre, präsentiert bis Juli Stücke des Dichters. Der Spass beginnt mit der Originalfassung des «Tartuffe» im Januar. Das Stück gilt als Vorreiter für das Genre der Sittenkomödie, die moralische Heucheleien der Oberschicht verhöhnt.
Es folgen Darbietungen von «Der eingebildete Kranke», «Der Geizige» und «Der Bürger als Edelmann». Das kleine Schauspielhaus bringt bereits seit seiner Eröffnung im Jahre 1680 Stücke von Molière auf die Bühne.
Geist von Molière in Pariser Theater spürbar
Das Theater befindet sich in dem Viertel, in dem Moliére lange Zeit lebte und auch starb. Hier sei der Geist des grossen Bühnenmeisters bis heute spürbar, sagte die Schauspielerin Dominique Blanc der Nachrichtenagentur AFP. «Ich habe eine Beziehung zu ihm wie zu einem Freund.»
In Versailles, wo Molière die Gunst von König Ludwig XIV. genoss, werden mehrere seiner bekanntesten Stücke in ihrer ursprünglichen Fassung als «Komödien-Ballette» aufgeführt. Die Stadt westlich von Paris widmet jedes Jahr im Sommer einen ganzen Monat dem grossen Bühnenmeister. Im Mai soll zudem eine Statue von Molière enthüllt werden.
Romandie ehrt Molière mit Forschungsprojekt
Aber auch in der Romandie ehrt die Universität Lausanne den Dichter mit einem grossen Forschungsprojekt. Dazu gehören unter anderem Radiosendungen und Workshops für Schulen. Das Projekt wird teilweise vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mitfinanziert.