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Morgen sind Bundesratswahlen und auf dem Prognosemarkt wird ein letztes Mal auf den Ausgang der eidgenössischen Wahlen gewettet. Obwohl die parteipolitische Zusammenstellung des Bundesrates bereits feststeht – die Wahrscheinlichkeit für eine neue Zusammensetzung wird bei unter 2% gehandelt – stellen sich einige interessante Fragen: Wie viele Stimmen wird Regula Rytz (GP) erhalten? Wer wird das beste Resultat machen? Und wer wird am schlechtesten abschneiden? Die Antworten des Prognosemarktes finden sich in den folgenden Grafiken, welche die Vorhersagen seit dem 30. November abbilden.
Nach jeder Wahl oder Abstimmung der gleiche Vorwurf: Die Politikerinnen, darunter auffallend viele Wahlverliererinnen, beklagen sich über die Umfragen. So auch nach den diesjährigen Nationalratswahlen. Sie beklagen sich dabei entweder darüber, dass die Umfragen nicht genau genug den Wahlausgang vorhergesagt haben (Albert Rösti, SVP) oder dass sie die Wahlen beeinflusst haben (Balthasar Glättli, Grüne). Oftmals auch beides gleichzeitig (Nadine Masshardt, SP), obwohl dies widersprüchlich ist.[2] Denn wie sollen Wahlumfragen genau den Wahlausgang vorhersagen, wenn sie selber den Wahlentscheid beeinflussen und damit selbst dafür sorgen, dass sich das Wahlresultat von den Umfragewerten wegbewegen?Continue reading
En novembre 2018, je montrais dans un court texte que la composition du gouvernement serait d’avantage représentative de la force des partis au parlement si les Verts occupaient un siège du PLR au gouvernement. Je concluais cet article en argumentant que, si les Verts augmentaient leur représentation au parlement, ils pourraient sans doute revendiquer un mandat au Conseil fédéral.
Au lendemain des élections fédérales qui ont provoqué une percée des écologistes sans précédent, la question de la présence des Verts au gouvernement est sur toutes les lèvres. Je propose dans cet article de visualiser en terme arithmétique les conséquences de l’élection du 20 octobre sur la disproportion dans la représentation des forces partisanes entre le Conseil national et le Conseil fédéral.
Heute sind auf DeFacto unsere Vorhersagen für die Ständeratswahlen basierend auf dem Prognosemarkt erschienen. Dort haben wir die zu erwartende Sitzanzahl für alle Parteien dargestellt. Für einige Kantone wurden ausserdem Live-Grafiken mit den Prognosemarktwerten aufgeschaltet. Zur Vollständigkeit publizieren wir in diesem Post die Grafiken mit den Live-Daten für alle Kantone, für welche der Prognosemarkt Vorhersagen generiert. Die Grafiken erscheinen in alphabetischer Ordnung. Sie zeigen die gehandelte Wahrscheinlichkeiten, mit welcher Kandidatinnen bzw. Paare von Kandidatinnen gewählt werden. Die Methodik wird im DeFacto Beitrag dargestellt.
Seit dem letzten Abstimmungssonntag wetten die TeilnehmerInnen auf dem Prognosemarkt von 50plus1 auf die Bundesratswahlen. Spannend ist dabei vor allem die Wahl der Nachfolge von Doris Leuthard. Interessanterweise gilt auf dem Prognosemarkt Viola Amherd als klare Favoritin gegenüber Heidi Z’graggen. Seit der Eröffnung des Marktes wurde die Wahrscheinlichkeit, dass Frau Amherd die Wahl gewinnen wird, bei über 50% gehandelt (Siehe Abbildung). Daran hat sich auch nichts geändert als die SVP bekannt gegeben hat Frau Z’graggen zu unterstützen. Inzwischen bezahlt man für eine “Aktie Amherd” 85 Spielfranken. Dies entspricht einer Wahlwahrscheinlichkeit von 85%.
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Die Berichterstattung zu Bundesratswahlen nimmt über die letzten Jahrzehnte deutlich zu. Gemäss Linards Udris, Jens Lucht und Jörg Schneider von der Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) ist die zunehmende kommerzielle Medienlogik Grund dafür. Bundesratswahlen entsprechen dieser Medienlogik, da sie es erlauben zu personalisieren und über ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu berichten. Das sagt die Theorie.
Im Fall der jüngsten Bundesratswahlen nahmen es aber die wenigsten Politikinteressierten den Medien ab, dass die Bundesratswahlen Spannung versprachen. Dies zeigt ein Blick auf die Wahlwahrscheinlichkeiten der verschiedenen Kandidaten, welche auf dem Prognosemarkt von 50plus1 seit anfangs August gehandelt wurden (siehe Abbildung). Continue reading
Die SVP sorgt momentan reichlich für Schlagzeilen. Auf POP, dem Populismus-Blog von Luca Manucci, meinem italienischen Kollegen und Projektpartner im Rahmen von NCCR Democracy, beantworte ich einige Fragen zur diesjährigen Wahlsiegerin. Im Zentrum steht dabei ihre populistische Kommunikation, nicht zuletzt im Kontext der direkten Demokratie schweizerischen Zuschnitts. Hier geht es zum englischsprachigen Interview.
Die Rolle von Volksabstimmungen in Wahlkämpfen wird hierzulande in der Politikwissenschaft kaum Beachtung geschenkt. Im Gegensatz dazu hat sich in den USA eine Literatur etabliert, die sich mit der Mobilisierungsfunktion von Initiativen beschäftigt. Im Rahmen von Präsidentschaftswahlen dienen auf Ebene der Bundesstaaten abgehaltene Volksinitiativen insbesondere dazu, die Basis der grossen Parteien an die Urnen zu bringen.
Diese Strategie lässt sich hingegen nicht auf die Schweiz anwenden, werden doch auf den Wahltermin keine eidgenössischen Volksabstimmungen angesetzt. Continue reading
Auf 50plus1 werden jeweils vor eidgenössischen Volksabstimmungen die Resultate des Prognosemarktes von politikprognosen.ch publiziert. Den traditionellen Anwendungsbereich dieses Instrumentes stellen jedoch Wahlen dar. Anfangs März hat das von meinem Co-Blogger Oliver Strijbis geführte Unternehmen in Partnerschaft mit dem Tages-Anzeiger eine Wahlbörse zu den Zürcher Regierungsrats- und Kantonsratswahlen vom 12. April ins Leben gerufen. Meines Wissens handelt sich dabei auf kantonaler Ebene um eine Premiere. Continue reading
Die Schweiz am Sonntag berichtet heute über meine Studie zum Wahlverhalten von Schweizern mit Migrationshintergrund. Eine kleine Richtigstellung dazu: Es handelt sich dabei um im Ausland geborene Personen oder um solche, die mindestens einen Elternteil haben, der im Ausland geboren ist. Der Verweis auf “neue Schweizer” ist insofern unpassend, als die meisten von ihnen schon seit ihrer Geburt Schweizer StaatsbürgerInnen sind. Richtig ist aber, dass innerhalb dieser Kategorie die eingebürgerten Personen ebenfalls eher links wählen.