Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03552.jsonl.gz/618

Die Seeufersiedlungen des Alpenraumes, in weiten Kreisen auch als «Pfahlbauten» bekannt, zählen zu den bedeutendsten archäologischen Kulturgütern Europas. Sie stammen aus der Zeit zwischen 4300 und 700 v. Chr. Die Fundschichten befinden sich unter Wasser, entweder in Seen, Flüssen oder Mooren. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die Funde in den Seeufersiedlungen hervorragend erhalten sind.
Die Betonbrücke von Merjen (VS, 1928-1930), entworfen von Alexandre Sarrasin, ist eine Spannbogenkonstruktion, wie die Brücke von Val Tschiel (GR, 1925), die von Robert Maillart konstruiert wurde. In Merjen ist aber die Wölbung deutlicher ausgebildet als in Val Tschiel, als ob die Komponente «Bogen» eine höhere Wichtigkeit hätte als die Funktion «Träger» der Brüstungen. Bei Maillart dagegen ist es umgekehrt.
Der Beginn der Industrialisierung hängt direkt mit den verfügbaren energetischen Ressourcen zusammen. In der Schweiz war, mangels Kohlevorkommen, Energie bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts meist entlang von Flussläufen verfügbar. Im St. Imier-Tal sind es die Schüss und ihre Zuflüsse, die zu einer Konzentration der Industrie führten. Um 1760 zählte man hier 33 Wasserkraftbetriebe, bei denen rund 100 Wasserräder 120 Maschinen in Gang setzten.
Dass die Wasserkraft ein kostbares Naturgut ist, wurde in der Schweiz früh erkannt. Ausgehend von den Klöstern verbreitete sich die lokale Wasserkraftnutzung vom Mittelalter bis zur Einführung der Elektrizität. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es im ganzen Land rund 6000 Wasserrechte. Diese hohe Dichte von Wasserkraftnutzern förderte eine Maschinen- und Elektroindustrie, die weltweit Spitzenpositionen einnahm.
Das Wasser in der Schweiz ist, von industriellen Standpunkt aus gesehen, weisse Kohle. Gut bekannt sind die Anstrengungen, die seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts unternommen wurden, um den steigenden Bedarf nach Energie zu stillen, wenig jedoch weiss man über die entsprechenden Geschehnisse in den Städten und im Service public.
Die Geschichte der Trinkgläser ist eng mit der Kulturgeschichte des Trinkens verknüpft. Dabei beeinflussen im Mittelalter verschiedene Aspekte wie Trinksitten, Trinkspiele und neue Getränke die Formgebung der Trinkgläser. Wasser war das unentbehrliche Hauptgetränk, wenn auch die Trinkwasserversorgung aus den städtischen Brunnen oft mit gesundheitlichen Risiken verbunden war.
Baden und Schwimmen gehörten schon in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts zum Freizeitvergnügen und auch zur körperlichen Ertüchtigung. So entwickelte sich eine eigenständige Bademode. Zunächst zogen sich die Damen eher an als aus, wenn sie den Gang ins Wasser wagten.
Die Schweiz verfügt für ein Binnenland über eine erstaunlich aktive Seglergemeinschaft. Zu Beginn des letzen Jahrhunderts war der Segelsport zweifelsfrei den Reichen vorbehalten. Schiffe wurden ausschliesslich aus Holz gefertigt, oft als Statussymbol angeschafft und zum gelegentlichen Regattasegeln eingesetzt.