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Ebenfalls vergangene Woche sprach an einer Tagung an der ETH Zürich die Berliner Verkehrswissenschafterin Barbara Lenz über «Autonomes Fahren». Ihr zufolge erhöhen autonome Fahrzeuge zuallererst die Verkehrsmenge, weil das Fahren attraktiver ist, wenn das Auto sich selbst einparkt und man während der Fahrens arbeiten kann [vgl. dazu auch diesen Bericht der Seattle Times]. Die von Röthlisberger erhoffte Kapazitätssteigerung wäre sofort weggefressen.
Aber Röthlisberger will nicht nur vollere Strassen, sondern «unbedingt» auch mehr Verkehrsfläche; schliesslich nehme der Verkehr laut Prognosen zu. Da wir hier schon beim Thema «intelligente Systeme» sind: Der Wiener Verkehrsingenieur Hermann Knoflacher pflegt diese Sichtweise als «dümmer als eine Klospülung» zu bezeichnen. Die Spülung schliesse ein Ventil, wenn der Spülkasten voll sei. Der typische Verkehrsplaner dagegen sage: «Da will noch mehr Wasser kommen», baue ein grösseres Rohr ein – und fühle sich bestätigt, wenn tatsächlich mehr Wasser fliesse.
Man müsste Röthlisbergers Amt «Amstra» nennen: Amt für mehr Strassen.