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Er ist Verleger und Kunstsammler, „vor allem aber Journalist“, sagt Michael Ringier, der als seinen journalistischen Mentor Michael Graeter nennt, den einst berühmten Münchner Klatschjournalisten. Michael Ringier ist allerdings ein nicht-schreibender Journalist, denn es fehle ihm das Sendungsbewusstsein, welches man zum Schreiben brauche, sagt er.
Er ist, wieder einmal, der umsatzmässig grösste Schweizer Verleger, aber nicht der rentabelste, denn tamedia mit Pietro Supino an der Spitze ist seit Jahren besser organisiert.
Alleineigentümer ist er, zusammen mit zwei Schwestern, nur noch beim „Blick“ und dessen Ablegern. Der deutsche Axel Springer Verlag hat sich in den Schweizer Ringier Verlag hinein gefressen, wie die Wölfe in die Pferde auf der Schlittenfahrt von Baron Münchhausen. Michael Ringier zum „Blick“: „Wenn sie einmal Verleger der Boulevardzeitung „Blick“ waren, haben Sie keine Schamgrenze mehr.“
In Deutschland hat Ringier nach Millionenverlusten („Cicero“ und „Monopol“) aufgegeben. In China ist man, wieder einmal, auf dem Rückzug. In Afrika zieht man sich auf digitale Kleinanzeigen zurück.
Als seine Berater nennt Michael Ringier Frank A. Meyer, den nach Berlin ausgewanderten Verlags-Grossgeist aus Biel, und Gerhard Schröder, den deutschen Altkanzler.
Michael Ringier will auch kein Buch schreiben. Das ist schade.