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Forscher von Cisco Thalos haben Fingerabdruck-Authentifizierungen unter die Lupe genommen. Dabei haben sie versucht, die Systeme zu überlisten. Das Resultat: In etwa 80 Prozent der Fälle konnten sie die Sensoren mindestens einmal täuschen.
Für ihr Experiment gaben sie über mehrere Monate insgesamt 2000 Dollar aus. Sie benutzten einen gefälschten Fingerabdruck, um Geräte von Apple, Microsoft, Samsung, Huawei sowie von Schliesssystem-Herstellern zu täuschen.
"Unsere gefälschten Fingerabdrücke funktionierten auf dem Samsung A70 nicht", so die Forscher in einem Blogbeitrag. Das Gerät habe aber auch mit echten Fingerabdrücken nicht sehr gut funktioniert. Als resistent erwiesen sich zudem fünf Laptops mit Windows Hello. Es brauche nun noch Forschung, um zu verstehen wieso. Dies bedeute nicht, dass die Geräte grundsätzlich sicherer seien, so Cisco Thalos.
Die Forscher schreiben, dass sie mehr als 50 Fingerabdruck-Formen erstellt und manuell getestet hätten, bevor eine funktioniert habe. Das habe Monate in Anspruch genommen. Zudem erklären sie, dass man zuerst ein sauberes Bild eines Fingerabdrucks haben müsse und dann auch noch physischen Zugang zum Gerät des Opfers.
"Dennoch bedeutet diese Erfolgsquote, dass es sehr wahrscheinlich ist, eines der getesteten Geräte zu entsperren, bevor es in die PIN-Entsperrung umschaltet", so die Thalos-Forscher. Der beste Weg, um Angriffe zu verhindern, sei, die Anzahl Versuche zu begrenzen, bis das Gerät in den PIN-Modus umschalte.
Der durchschnittliche User dürfte gut genug geschützt sein, wenn er sein Gerät verliert. Wenn man aber ein potentielles Ziel von gut finanzierten Akteuren sei, solle man keine Fingerabdruck-Authentifizierung benutzen.
Schliesslich vergleichen die Forscher das System mit der Sicherung des eigenen Hauses: "Wenn Sie wollen, dass das System Geheimdienste davon abhält, Ihr Haus auszuspionieren, wird es nicht funktionieren. Aber wenn Sie Kleinkriminelle stoppen wollen, ist es gut genug."
Im Blogbeitrag
beschreiben die Forscher detailliert ihr Vorgehen.