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Hoden- oder Nebenhodenentzündung
Die Entzündung im Bereich des Nebenhodens und in schwereren Fällen auch des Hodens ist mit einer schmerzhaften Schwellung verbunden und läuft meistens einseitig ab. Einen Spezialfall stellt die Mumps-Hodenentzündung im Kindesalter dar. Diese kann bei beidseitigem Befall zur Unfruchtbarkeit führen.
Ursachen
Verursacht werden diese Entzündungen meist durch typische Keime der Haut oder des Darm- und Genitaltraktes. Auch Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhöe, Chlamydien oder selten auch Tuberkuloseerreger können Entzündungen verursachen. Die Keime können beim Geschlechtsverkehr über die Harnröhre des Mannes bis zur Harnröhre der Prostata und von dort über die einmündenden Samenleiter in den Nebenhoden oder Hoden gelangen und dort eine Entzündung auslösen. Auch eine Prostataentzündung kann Ursache für eine Nebenhodenentzündung sein.
Beschwerden
Folgende Beschwerden können auftreten: Schwellung und Rötung des Hodensacks mit verstärkter Druckempfindlichkeit, allenfalls auch Brennen beim Wasserlösen oder allgemeine Infektzeichen wie Fieber.
Untersuchung und Diagnostik
Die Diagnose erfolgt durch eine Tastuntersuchung. Oft wird in der urologischen Praxis auch eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, damit Eiterherde im Nebenhoden ausgeschlossen werden können. Ergänzend werden Blut und Urin untersucht.
Behandlung
Bei eher geringen Beschwerden reichen neben entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten körperliche Ruhe und lokale Kühlung. Sind die Beschwerden stärker, bedarf es oft der mehrwöchigen Einnahme von Antibiotika.
Komplikationen
In der Regel heilen die Entzündungen mit den genannten Massnahmen gut aus, so dass keine Beschwerden zurückbleiben. Selten bleibt die Zeugungsfähigkeit durch narbige Veränderungen im Bereich des Nebenhodens gestört.