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Silikonkautschuke
Kleb- und Dichtstoffe auf der Basis von Silikonkautschuk stehen nach ihrem chemischen Aufbau zwischen organischen und anorganischen Verbindungen; in ihrer Grundstruktur weisen diese Elastomere statt Kohlenstoffketten Silicium-Sauerstoff-Bindungen auf (siliciumorganische Verbindungen, die ebenfalls als Klebstoff dienen können, enthalten dagegen Kohlenstoff). Silikone härten mit Polykondensationsreaktionen aus, in der Regel unter Einfluss der umgebenden Luftfeuchtigkeit. Es gibt aber auch Formulierungen, die durch Hitze, Mischen von zwei Komponenten oder UV-Licht aushärten. (RTV steht für Raumtemperatur vulkanisieren, 1-K- oder 2-K-Systeme)
Klebschichten auf Silikonbasis sind sehr witterungsbeständig, wasserfest, bis über 200 °C wärmebeständig und wie kein anderer organischer Klebstoff – auch bei tiefen Temperaturen bis zu -90 °C hoch elastisch. Ein weiterer Vorteil ist die UV-Beständigkeit.
Mechanisch sind Klebungen mit Silikonen nur wenig belastbar, sie lassen sich auch nicht lackieren oder beschichten und sind anfällig gegen Schimmelbefall.
Silikonprodukte eignen sich ausgezeichnet für den Einsatz in beinahe allen Industrien – zum Beispiel im Fahrzeug- und Maschinenbau, in der Elektronik und Elektrotechnik, in Textilien, Babyartikeln, Spielzeugen, Haushaltsgeräten und Sportartikeln sowie in der Bauindustrie.
Das Haupteinsatzgebiet von Silikonen sind aber Dichtungsmassen.