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Zibelemärit
Der Zibelemärit (Berndeutsch für „Zwiebelmarkt“) ist ein Jahrmarkt mit Volksfestcharakter in Bern. Er findet jeweils am vierten Montag im November statt. Er erstreckt sich über die Haupt- und Nebengassen der oberen Altstadt sowie über den Waisenhaus- und Bundesplatz.
Martinimesse
Seit dem Spätmittelalter feiern die Berner, wie die übrigen Bewohner des süddeutschen Raums, jeweils den Martinstag oder „Martini“ als Übergang zwischen dem Sommer- und dem Winterhalbjahr. Gefeiert wurde mit festlichen Mahlzeiten und Umzügen, an denen sich vor allem die Jugend beteiligte. Ein Markt begleitete das Fest. Er bot alles für den Winterbedarf. Im Laufe der Zeit dehnte er sich aus und wurde 1439 von der Obrigkeit zum zollfreien Jahrmarkt erhoben.
Der eigentliche Zibelemärit beginnt jedoch erst im 18. Jahrhundert, als Bauern vom Mont Vully Gemüse – vor allem aber Zwiebeln – auf die Märkte in Neuenburg, Murten und Freiburg brachten. (Das Gebiet des Mont Vully – zu Deutsch das „Wistenlach“ – ist ein fruchtbares Gebiet mit vielen Quellen zwischen dem Murten- und Neuenburgersee. An den Hängen wuchsen Reben. Der weisse und der helle rote „Vully“ hatten einen guten Ruf. Aber das Risiko beim Weinbau war gross. Deshalb betrieb der „Vullierain“ daneben viel Gemüsebau.) In der Zeit um 1850 erschienen die Frauen der Bauern auch in Bern an der Martinimesse. Bald waren die „Wistenlacher Wybli“ wegen ihrer lebhaften, fröhlichen und höflichen Art gerne gesehen in Bern. Immer mehr rückten die schön geflochtenen Zwiebelzöpfe in den Vordergrund ihres Angebots. Schnell blühte der neue Zwiebelmarkt auf.
Quelle Wikipedia