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Kloster in der Gem. Langenbruck BL, nordöstlich des Dorfs gelegen, um 1140 von den Gf. von Frohburg gestiftet. Die Ordensleute waren Benediktiner, jedoch ist ihre Herkunft nicht überliefert. Eine Urkunde des Bf. von Basel von 1146 bezeugt die Verpflichtung der Mönche zum Chorgebet. 1187 wurde die Klosterkirche geweiht. Schon um 1180 scheint in S. neben dem Männerkonvent eine Gemeinschaft von Benediktinerinnen bestanden zu haben. Im Verlauf des 13. Jh. verschwand der Männerkonvent, doch wurde die Klosterverwaltung weiterhin von einem Propst geführt, während die Nonnen einer Meisterin unterstanden. Das Kloster verarmte nach einer Blütezeit, während derer bis zu 16 Nonnen dort lebten, im Laufe des 14. Jh. Es war vom Aussterben bedroht, als die sechs im Jahr 1415 bezeugten Schwestern es dem Servitenorden übergaben. Diese Übergabe kam einer Neuerrichtung gleich, welche die Stadt Basel zum Kastvogt und Schirmherrn des Klosters machte. Papst Martin V. unterstützte 1418 die Neuordnung und begabte S. mit einem Ablass. Das Kloster blühte noch einmal auf; namentlich in Pestzeiten wurde es von vielen Wallfahrern aufgesucht. Nachdem der Basler Rat 1506 vom Orden weitere Aufsichtsrechte erhalten hatte, nutzte er diese zu Reformmassnahmen. 1511 wurde die Klosterkirche und der Kreuzgang durch den Basler Weihbischof Tilman Limperger neu geweiht. 1525 erlitt das Kloster schweren Schaden durch aufständ. Bauern. Der Durchbruch der Reformation in Basel im Frühjahr 1529 besiegelte das Ende des Konvents. Wie die anderen Basler Klöster ging S. in den folgenden Jahren zum Zweck der Armenfürsorge in die Verwaltung des Basler Spitals über. Im 19. Jh. kaufte die Fam. Wackernagel die Gebäude. Die 1986 renovierte Anlage wurde im Jahr 2000 in Form einer privaten Stiftung zu einer kulturellen Begegnungsstätte mit period. Skulpturenausstellungen.
Literatur
– HS III/1, 1952-1956; IV/7, 1025-1042
– J. Tauber, «Kirche und Raum», in Pro Deo, hg. von J.-C. Rebetez et al., 2006, 64-75, v.a. 64-67
Autorin/Autor: Patrick Braun