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Der Bernhardiner im Alltag
Haltung und Pflege
Gesundheit
Da in der Zucht immer auf Gesundheit und Charakter geachtet wird, gibt es diesbezüglich keine sich regelmässig wiederholende Probleme. Auch dank einer gesunden Ernährung ist der Bernhardiner ein treues Familienmitglied ohne speziellen Risiken.
Barry
Barry I. war der berühmteste aller Hospizhunde. Aufzeichnungen belegen, dass er von 1800 bis 1814 gelebt hat. In seiner Funktion als Lawinenhund soll er bis zwei Jahre vor seinem Tod über 40 Menschenleben gerettet haben.
Eine der Legenden, der sogenannte ''Knabenritt'', ist eine besonders schöne Erzählung. Es gibt sie in unterschiedlichen Versionen. Hier eine der meistgehörten:
Einmal war Barry auf dem Grossen Sankt Bernhard allein unterwegs. Plötzlich entdeckte er im Schnee einen kleinen Jungen. Der Knabe war vom harten Aufstieg so erschöpft und am Ende seiner Kräfte, dass er in der beissenden Kälte eingeschlafen war. Um ihn aufzuwecken, hat ihn Barry so lange abgeleckt bis er aufwachte.
Offen ist, wie es Barry geschafft hat, dem Kind zu verstehen zu geben, dass es auf seinen Rücken klettern und sich an ihm festhalten soll. Die Legende besagt jedenfalls, dass Barry den Jungen gesund und sicher ins Hospiz zurückbrachte. Diese Erzählung entstand, wie viele andere, Anfang des 19. Jahrhunderts. In jener Zeit überquerten zahlreiche Menschen den Pass. Die sterblichen Überreste des Original-Barrys sind noch heute erhalten. Das Präparat von Barry I. kann im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern angeschaut werden.
(Quelle: Die Hospiz-Bernhardiner - weit mehr als ein Mythos, Anja Ebener)
Historie
Am 15. März 1884 hat Heinrich Schumacher, Metzger und Wirt in Holligen bei Bern einen Brief an die damals knapp ein Jahr alte SKG (Schweizerische Kynoligische Gesellschaft) gerichtet und darin versucht, die Geschichte des Bernhardiners darzustellen, soweit sie ihm bekannt war.
Schumacher war der erste, der Bernhardiner zuchtbuchmässig züchtete; er legte 1867 ein eigenes Zuchtbuch an, numerierte die von ihm gezüchteten Hunde und stellte ihnen Stammbäume aus.
Ist es Zufall oder nicht, Tatsache ist jedoch, dass am selben Tag, da Schumacher seinen Brief an die SKG schrieb, also am 15. März 1884, in der Veltliner Halle in Basel ein Schweizerischer St.-Bernhards-Club gegründet wurde. Zur Gründungsversammlung einberufen hatten. Dr. B. Siegmund, Schlachthofverwalter in Basel, und Dr. Th. Künzli, St.Gallen. Das Gründungsprotokoll ist nicht mehr vorhanden, wohl aber ein kurzer Bericht in der «Tierbörse».
Im Februar 1884 wurde das Schweizerische Hundestammbuch eröffnet. Nr. 1 der eingetragenen Hunde war der Bernhardiner «Léon», ein Hund unbekannter Herkunft, von B. Siegmund von «fahrenden Comödianten» abgekauft und vermutlich von «Eggerscher Race», wie Siegmund auf ein Bild des Hundes schrieb.
Schon ein Jahr darauf, nämlich vom 29. Mai bis 1. Juni 1885 fand in Basel eine internationale Hundeausstellung statt, an der die stattliche Zahl von 81 Bernhardinern ausgestellt wurde.