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Fliessgleichgewicht (englisch stedy state) ist ein zentrales Konzept in der Systemlehre von L. von Bertalanffy. Fliessgleichgewicht steht für ein Gleichgewicht, das durch fortlaufende Regelung hergestellt wird, in der Biologie typischerweise etwa durch Osmose.
Fliessgleichgewicht bedeutet, das das Gleichgewicht nie erreicht wird, sondern fortlaufend hinreichend erfolgreich angestrebt wirt. Anschaulich ist das beim Balancieren der Fall, etwa wenn ich auf einem Fahrrad stillstehen will. Der menschliche Körper wird auch fortlaufend balanciert, was ich weder merke noch sehen kann (wenn ich die Muskulaturtätigkeit nicht genau beobachte).
Im Bild: Wenn ein unregelmässiger Verbraucher Wasser bezieht, wird die Zuführung immer etwas zu gross oder zu klein sein und muss entsprechend nachgeregelt werden.
I. Prigogine hat später darauf seine dissipative Struktur entwickelt.
M .Faraday hat das Fliessgleichgewicht lange vor L. Bertalanffy anhand von Kerzenflammen beschrieben. Die Flamme hält ihre fliessende (dissipative) Struktur aufrecht, indem sie beim Brennen Hitze entwickelt, die als warme Luft in einer bestimmten Strömung nach oben verglüht.