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Morbus Crohn (MC) wird zu den Autoimmunerkrankungen gezählt und zwar vorwiegend deshalb, weil die meisten Betroffenen auf eine Therapie mit Immunsuppressiva ansprechen und weil es bis heute keine Beweise eines MC-auslösenden Erregers gibt.
Die genauen Ursachen der Entstehung eines Morbus Crohns sind aber nach wie vor ungeklärt.
Folgende Faktoren werden diskutiert oder wurden als Risikofaktoren belegt:
Rauchen: Studien haben gezeigt, dass der Nikotinkonsum das Risiko für eine MC-Entwicklung verdoppelt.
Genetische Veranlagung: Bei 10-15% der Betroffenen besteht eine familiäre Häufung. Veränderungen in einzelnen Genen erhöhen das MC-Risiko.
Barrierestörung: Einiges deutet darauf hin, dass bei Morbus Crohn-Patienten die Barriere zwischen dem Darmlumen (Höhle) sowie der Darmwand defekt ist. Damit können an sich „normale“ Darmbakterien in die Darmschleimhaut und damit in die Darmwand eindringen oder dort Entzündungen verursachen.
Andere auslösende Faktoren, welche immer wieder diskutiert werden:
Übertriebene Hygiene: In Ländern mit vielen Wurmkrankheiten sind chronisch entzündliche Darmkrankheiten selten.
Psychosozialer Stress als Auslöser
Bestimmte Bakterien oder Viren (sogenannte Mykobakterien), welche nachweislich bei MC-Patienten häufiger vorkommen und auch bei Rindern und anderen Tieren chronische Darmentzündungen auslösen. Ein Beweis für diese These ist aber nach wie vor ausstehend.