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Bevor wir die Frage um die Ernährungssicherheit beantworten können, müssen wir uns klar werden, was sich bei der Annahme «für die Ernährungssicherheit» in der Schweiz ändert. Der vorliegende Text über den ökologischen Anbau und den Schutz des Kulturlandes beschreibt wesentlich die aktuelle Landwirtschaftspolitik des Bundes. Im Klartext bedeutet es, dass der inländische Bauernbetrieb weder bevorzugt behandelt, noch dass neue Subventionen geschaffen werden - also viele schöne Worte für den Status quo. In der schweizerischen Landwirtschaft wird der Einsatz von genetisch veränderten Organismen auch mit dem im Moment gültigen Gentech-Moratorium nicht konsequent verboten. Die qualitativ hochwertige und gentechfreie Produktion der Schweiz muss sich aber auch längerfristig gegen den Preiszerfall von ausländischen Massenproduktionen behaupten können. Das Bauernsterben geht weiter. Gemäss Voraussage des Agroscope, dem Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung, werden im bisherigen Strukturwandel bis im Jahr 2024 rund 10'000 Betriebe ihre Arbeit einstellen. Wichtiger wäre, dass der lokale und regionale Handel von landwirtschaftlichen Erzeugnissen den Vorrang vor weiteren Exporten und dem Welthandel einnehmen. Damit würde der lokale Bauernbetrieb zusätzlich gestärkt und böte somit eine echte Ernährungssicherheit, welche auch in einer Krisenzeit den Selbstversorgungsgrad erhöht. Da diese Vorlage keine Verbesserung der Situation bringt, werde ich im Wissen um die bevorstehenden Ernährungsinitiativen (Fair-Food-Initiative und für Ernährungssouveränität) und mit der Hoffnung auf einen wirkungsvolleren Gegenvorschlag diese unwirksame Verfassungsänderung ablehnen.