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Mœttelischloss
oder Sulzberg (Kt. St. Gallen, Bez. Rorschach, Gem. Untereggen). 562 m. Altes Schloss mit Vorwerken; auf einer mit Wald und Obstbäumen bestandenen Terrasse am N.-Hang des Höhenzuges, der im NO. mit dem Rossbühl oder Rorschacherberg abschliesst. 1 km n. der Station Goldach der Linie St. Gallen-Rorschach. Die frühere Bezeichnung Sulzberg, nach einigen nö. vom Schloss befindlichen Bauernhöfen, wird auch heute noch oft gebraucht. Wahrscheinlich Wiege der Herren von Sulzberg, die als Dienstleute der Abtei St. Gallen die Gerichtshoheit über Goldach hatten und im Lauf des 15. Jahrhunderts erloschen. 1474 und 1478 ward die Burg Eigentum der aus Ravensburg stammenden Familie von Rappenstein, genannt Mötteli, die das Bürgerrecht von St. Gallen erwarb und deren Reichtum im Land sprichwörtlich geworden ist.
Die Mötteli traten dann in verwandtschaftliche Beziehungen zu den Herren von Sax, von denen sie als Pfand für geliehenes Geld verschiedene Ländereien erhielten, und hatten nachher auch mit den Appenzellern verschiedene Streitigkeiten auszufechten. Sie erloschen 1549. Die Burg kam nun der Reihe nach an die Familien Studen aus Winkelbach, Hädener aus Untereggen und Salis-Soglio aus Graubünden und gehört heute dem Dr. Billwiller aus St. Gallen. An den noch stehenden alten Burgturm lehnt sich jetzt ein modernes Herrenhaus an. Prachtvolle Aussicht auf den Bodensee. Vergl. den Art. Goldach.