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<h2>SubmittedText<h2><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Entwicklung des Wolfsbestandes in der Schweiz?</p><p>2. Ist er nicht der Meinung, dass die Situation beunruhigende Ausmasse annimmt?</p><p>3. Stimmt es, dass die Ständige Kommission der Berner Konvention die Bearbeitung des am 16. August 2018 vom Bundesrat eingereichten Antrages, den Schutzstatus des Wolfes herabzusetzen, für ein Jahr ausgesetzt hat?</p><p>4. Wenn ja, was waren die Gründe für diesen Entscheid? Im Rahmen der Revision des Jagdgesetzes, die zurzeit vom Nationalrat beraten wird, sind neue Bestimmungen in Bezug auf den Wolf vorgesehen. Welche Folgen könnte der Entscheid auf diese Bestimmungen haben?</p><p>5. Genauer gesagt: Können diese Bestimmungen trotz des Entscheids der genannten Kommission in Kraft treten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Ende 2018 schätzt das Bundesamt für Umwelt (Bafu) den Bestand in der Schweiz insgesamt auf etwa 50 Wölfe. Diese Anzahl umfasst vier Rudel, drei davon mit Nachwuchs im Sommer 2018, mindestens drei Paare sowie Einzelwölfe. Das Bafu geht davon aus, dass sich im Frühjahr 2019 weitere Rudel mit Nachwuchs bilden werden.</p><p>2. Die bisherige Entwicklung des Wolfs in der Schweiz ist langsamer verlaufen als in vergleichbaren Regionen wie beispielsweise den Südwestalpen in Frankreich und Italien. Dies ist einerseits auf die bestehende Möglichkeit des behördlich bewilligten Abschusses einzelner schadenstiftender Wölfe zurückzuführen. Andererseits kamen illegale Abschüsse und Vergiftungen von Wölfen hinzu.</p><p>Sofern die Landwirte in Regionen mit Wolfspräsenz die möglichen, zumutbaren und vom Bund finanziell unterstützten Schadenpräventionsmassnahmen anwenden, gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Die Fakten zeigen deutlich, dass die Schäden mit den erprobten Herdenschutzmassnahmen wirksam minimiert werden können. Bund und Kantonen stehen die nötigen rechtlichen Instrumente zur Verfügung, um übermässig schadenstiftende Einzelwölfe oder dreiste Jungwölfe zu entfernen. Mit der derzeit im Bundesparlament debattierten Revision des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz; SR 922.0) zur Umsetzung der Motion Engler 14.3151 soll der gesetzliche Rahmen geschaffen werden für den pragmatischen Umgang mit einer flächigen Ausbreitung des Wolfs in der Schweiz.</p><p>3. Ja. Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hat Ende November 2018 entschieden, die Debatte und die Entscheidung über den Antrag der Schweiz um mindestens ein Jahr zu vertagen.</p><p>4. Verschiedene Vertragsparteien der Berner Konvention, insbesondere die Europäische Union, konnten sich noch keine abschliessende Meinung zum Antrag der Schweiz bilden. Relevante Erkenntnisse kann unter anderem die im Jahr 2019 anstehende europaweite Wolfbestandserhebung zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU liefern. Deshalb hat der Ständige Ausschuss entschieden, die Debatte über den Antrag der Schweiz bis zum Vorliegen der Resultate zu vertagen.</p><p>5. Die zurzeit im Bundesparlament debattierte Jagdgesetzrevision bewegt sich innerhalb der Berner Konvention. Der Vertagungsentscheid des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention von Ende November hat keinen Einfluss auf das laufende Revisionsprojekt.</p>  Antwort des Bundesrates.