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Die Inanspruchnahme von familienergänzender Kinderbetreuung durch die Haushalte ist ein Indikator, der sich auf die regelmässige Betreuung von Kindern im Vorschul- und Schulalter bezieht. Mit diesem Indikator kann die Nutzung familienergänzender Kinderbetreuung durch verschiedene Bevölkerungsgruppen analysiert werden. Mit einem Netzwerk für informelle Hilfe (z.B. von Angehörigen) können Kosten eingespart, mehr Freiheit bei der Familienorganisation gewährleistet und die Erwerbsbeteiligung gefördert werden.
Im Jahr 2018 nahmen 68% der Haushalte mit Kind(ern) unter 13 Jahren während einer Durchschnittswoche familienergänzende Kinderbetreuung in Anspruch. Haushalte mit Migrationshintergrund taten dies signifikant weniger häufig als Haushalte ohne Migrationshintergrund (64% gegenüber 71%). Der Anteil der gemischten Haushalte, die familienergänzende Kinderbetreuung beanspruchen, ist gleich hoch wie jener der Haushalte ohne Migrationshintergrund.
Die häufigsten Betreuungsformen der Haushalte mit Kind(ern) unter 13 Jahren sind Krippen oder schulergänzende Betreuungsangebote (37%) und die Grosseltern (34%). Die übrigen Betreuungsarten machen weniger als 15% aus. Haushalte mit Migrationshintergrund sowie gemischte Haushalte nehmen signifikant häufiger Krippen oder schulergänzende Kinderbetreuung in Anspruch als jene ohne Migrationshintergrund (rund 42% gegenüber 30%). Letztere lassen ihre Kinder dagegen öfter von den Grosseltern betreuen (49%) als die anderen Bevölkerungsgruppen: Bei den gemischten Haushalten trifft dies auf 40% zu und an letzter Stelle folgen die Haushalte mit Migrationshintergrund, die die Grosseltern dreimal seltener beanspruchen (16%) als jene ohne Migrationshintergrund.
Tabellen
Definitionen
Die institutionelle Betreuung beinhaltet die privaten oder öffentlichen kollektiven Einrichtungen, in denen Kinder betreut werden (Krippen, Horte, schulergänzende Kinderbetreuung, Tagesschule), sowie Tagesmütter bzw. -eltern, die als Verein oder Netzwerk organisiert sind. Die nicht institutionelle Betreuung bezieht sich auf die familienergänzende Kinderbetreuung durch Privatpersonen, die keiner Organisation angehören. Dabei kann es sich um Personen aus dem Umfeld, z.B. Grosseltern, Verwandte, Bekannte, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Nannys, Au-pairs, Babysitterinnen und Babysitter oder unabhängige Tagesmütter bzw. -eltern handeln.
Anteil Familienhaushalte mit Kind(ern) unter 13 Jahren, die während einer Durchschnittswoche familienergänzende Kinderbetreuung in Anspruch nehmen, am Total der Familienhaushalte mit Kind(ern) unter 13 Jahren