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Der am am 31. mai 1959 in Rom geborene Andrea De Cesaris kam als ehemaliger Kart-Weltmeister mit 18 Jahren in die Formel 3.
1979 wechselte er in die Formel 2. Hier fuhr er für das Project Four Racing Team von Ron Dennis, für das er 1980 einen Sieg und zwei zweite Plätze herausfuhr.
De Cesaris wurde 1980 Fünfter der Formel-2-Europameisterschaft. Ende 1980 debütierte der Römer beim Grossen Preis von Kanada als Ersatz für Vitorio Brambilla bei Alfa Romeo in der Formel 1. Im ersten Qualifikationstraining nahm er seinem weit erfahrenem Teamkollegen Bruno Giagomelli zwei Sekunden ab und beeindruckte mit dieser Leistung das gesamte Team. Im Rennen schied De Cesaris dann mit einem Getriebedefekt aus.
1981 holte ihn Ron Dennis zu Mclaren. Dennis hatte damals das Team übernommen.
Rein vom Speed her war De Cesaris auf der Höhe mit seinem erfahrenen Teamkollegen John Watson, er hatte jedoch viel Pech in dieser Saison wurde sechs Mal in Kollisionen verwickelt, hatte drei Technisch bedingte Ausfälle und konnte nur einmal, beim Grand Prix von San Marino als 6. in die Punkte fahren.
Zu wenig eigentlich, um in der Formel 1 zu bleiben. Wäre da nicht Carlo Citi gewesen welcher von De Cesaris nach wie vor überzeugt gewesen war und ihm eine zweite Chance geben wollte. Im anderen Alfa Romeo sass wieder Bruno Giagomelli. Und wieder war dieser nur ein Schatten des deutlich schnelleren De Cesaris. In Long Beach stellte De Cesaris den Alfa auf die Pole Position. Im Rennen führte er lange vor Niki Lauda, verlor die Führung jedoch beim Überrunden von Raul Boesel im March. Das Rennen beendete er dann in der 33 Runde auf Platz 2 liegend als er mit dem überrundeten Brian Henton kollidiert.
Auch im Monaco hat De Cesaris nicht das Glück des tüchtigen, er lag in der letzten Runde in Führung als bei seinem Alfa das Benzin ausgeht.
Einzig in Kanada reicht es dann noch für einen WM Punkt. Meist jedoch wird De Cesaris Opfer von technischen Defekten, oder ist in Kollisionen oder Unfälle verwickelt.
1983 übernimmt Euroracing das Alfa Werksteam, Mit Mauro Baldi erhält De Cesaris einen neuen Teamkollegen, auch gegen ihn hat er meist die Oberhand. Mit zwei zweiten Plätzen bei den rennen in Südafrika und Deutschlandholt sich De Cesaris die besten Ergebnisse seiner Karriere. Doch mit einem zuverlässigeren Auto wäre deutlich mehr drin gelegen.
In Spa beim GP Belgien gelingt ihm das Kunststück beim Start aus der dritten Position als Führender in die erste Kurve zu gehen, das Rennen wurde aber sofort abgebrochen weil gleich drei Fahrer am Start stehen geblieben waren.
In Spa beim GP Belgien gelingt ihm das Kunststück beim Start aus der dritten Position als Führender in die erste Kurve zu gehen, das Rennen wurde aber sofort abgebrochen weil gleich drei Fahrer am Start stehen geblieben waren.
Beim zweiten Start wiederholte De Cesaris sein Kunststück und übernahm wiederum die Führung und führte das Rennen bis zum Boxenstop souverän an. Der Stop missriet dem Team aber gewaltig Prost, Tambay, Piquet und Rosberg gingen an De Cesaris vorbei. Doch dieser wollte sich nicht geschlagen geben, kämpfte sich bis auf den zweiten Platz vor, wurde dann aber von einem Motorschaden aus dem Rennen gerissen.
1984 wollte De Cesaris einen schritt vorwärts machen, hatte genug von den vielen technischen Problemen mit dehnen der Alfa zu kämpfen hatte. Er wechselte ins Französische Ligier Team. Das Team fuhr mit den Turbomotoren von Renault, dies schien aussichtsreich, doch die Techniker im Team taten sich schwer und waren nach Ansicht von Beobachtern mit der komplexen Turbotechnologie überfordert. Zudem konnte sich De Cesaris nur schlecht ins französische Team integrieren. Zwei Punkteränge waren zu wenig, auch wenn er auch hier seinen Teamkollegen immer deutlich hinter sich gelassen hatte. 1985 kehrte dann Ligiers Lieblings Fahrer Jacques Laffite ins Team zurück und DeCesaris litt sehr darunter das dieser stehts das bessere Material erhielt und viel testen durfte, während er ziemlich ausgesperrt wurde. Beim GP von Österreich verunfallte Andrea de Cesaris bei hoher Geschwindigkeit. Sein Wagen überschlug sich mehrfach, kam aber letzten Endes wieder auf den Rädern zum Stehen. Als de Cesaris, der zuvor bereits mehrfach durch schwere Unfälle aufgefallen war, unverletzt zu Fuss in seine Box zurückkehrte, wurde er umgehend von seinem Teamchef Guy Ligier entlassen. Pochte aber darauf das De Cesaris in der darauffolgenden Woche, mangels ersatz trotzdem noch beim GP Holland fahren sollte.
De Cesaris schien am ende zu sein, Der rettende Anruf kam dann von Giancarlo Minardi, welcher einen neben Alessandro Nannini einen guten Entwicklungsfahrer suchte. Die Saison beim kleinen Team aus der Provinzstadt Faenza, das deutlich kleiner und schwächer war als die bisherigen Rennställe. Minardi war erst im Vorjahr in die Formel 1 aufgestiegen und trat 1986 erstmals mit zwei Fahrern an. De Cesaris startete neben dem Debütanten Alessandro Nannini. In den ersten 14 Rennen des Jahres fielen beide Fahrer ausnahmslos vorzeitig aus; in den meisten Fällen war dies auf technische Defekte des anfälligen und unterentwickelten Turbomotors von Motori Moderni zurückzuführen. Beim Großen Preis von Mexiko erreichte de Cesaris die erste Zielankunft für sein Team in diesem Jahr, er wurde Achter. Im Training zum letzten Rennen des Jahres in Australien qualifizierte er sich als Elfter. Im Rennen aktivierte sich allerdings kurz nach dem Start durch eine Fehlfmanipulation den Feuerlöscher und legte sein Auto lahm.
1987 ging de Cesaris neben Riccardo Patrese für Brabham an den Start. Das von Bernie Ecclestone geleitete britische Traditionsteam, das noch 1983 mit Nelson Piquet den Fahrerweltmeister gestellt hatte, hatte 1986 mit einem überambitionierten und nicht ausgereiften Konzept eine desaströse Saison erlebt und stand nun kurz vor der Auflösung.
De Cesaris kam bei 16 Rennen nur einmal ins Ziel, als er den Großen Preis von Belgien auf Platz drei beendete. Hier war ihm kurz vor dem Zieleinlauf das Benzin ausgegangen. De Cesaris schob das Auto über die Ziellinie und wurde dabei als Dritter gewertet. Mit Ablauf der Saison stellte verkaufte Ecclestone seinen Rennstall. Half aber De Cesaris mit seiner empfehling zum deutschen Team Rial Racing, einer Neugründung von Hans Günter Schmid, die in der Tradition des Rennstalls ATS stand. Weil das Auto von Gustav Brunner konstruiert worden war versprach sich De Cesaris viel vom Rial, Er hielt Brunner für einen der besten Designer der Formel 1. Nach anderen Quellen stand ihm für die Saison 1988 keine Alternative offen. Sein Sponsor Marlboro stellte in diesem Jahr den größten Teil des De Cesaris war der einzige Fahrer des Teams, das in der ersten Hälfte der Saison jeweils in der Vorqualifikation unterlag. Er kam bei 16 Rennen viermal ins Ziel, ein weiteres Mal wurde er trotz Ausfalls gewertet, weil er eine ausreichende Distanz zurückgelegt hatte. Sein bestes Ergebnis war der vierte Platz beim Großen Preis der USA in Detroit, mit dem er für Rial im sechsten Rennen die ersten und einzigen Weltmeisterschaftspunkte des Jahres einfuhr. Aufgrund dieser Leistung war Rial in der zweiten Saisonhälfte von der Vorqualifikation befreit.
1989 und 1990 fuhr de Cesaris für das in Brescia ansässige Team BMS Scuderia Italia, das 1988 zuvor gegründet worden war. BMS setzte in beiden Jahren Autos ein, die von Dallara konstruiert wurden. In Kanada kam er 1989 als Dritter ins Ziel; es war das beste Ergebnis des Teams. Im folgenden Jahr holte de Cesaris erstmals seit seinem Engagement bei Minardi keine Weltmeisterschaftspunkte. Er kam nur zweimal ins Ziel und erreichte bei seinem Heimrennen in Italien mit dem 10. Rang sein bestes Ergebnis.
Zu Beginn des Jahres 1991 hatte wieder kein etabliertes Team Interesse an einer Verpflichtung von de Cesaris. Zum Jahresanfang führte er daher Testfahrten für das wirtschaftlich angeschlagene französische Team AGS durch, das durch ihn an Sponsorengelder von Marlboro kommen wollte. Nachdem er bei einem Unfall infolge eines Fahrfehlers ein Chassis zerstört hatte, zog AGS das Vertragsangebot zurück. Etwa zur gleichen Zeit bemühte sich das ähnlich schwach aufgestellte Team Coloni mit gleicher Intention um ihn. Mehreren Quellen zufolge stand de Cesaris kurz vor einer Vertragsunterzeichnung mit Enzo Coloni, als ihm das neu gegründete irische Team Jordan Grand Prix ein Cockpit anbot.
Der von Gary Anderson konstruierte Jordan 191 war ein sehr schnelles Auto. Nach anfänglichen Schwierigkeiten waren de Cesaris und sein Teamkollege Bertrand Gachot häufig im vorderen Feld an zu treffen viermal fuhr De Cesaris in den Punkterängen ins Ziel. In Kanada und Mexico verpasste er den Sprung aufs Podest als vierter nur um einen Rang.
Beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps hatte er sogar grosse Chancen auf den Sieg, Der zweikampf mit Ayrton Senna konnte dieser nur duch wides zickzackfahren gewinnen, all seine anstrengung wurde dann allerdings durch einen technischen Defekt zunichtegemacht wurden.
Teamchef Eddie Jordan war bemüht, de Cesaris auch in der Saison 1992 zu behalten. Gegenläufige Sponsoreninteressen ließen dies allerdings nicht zu: Jordan hatte die Zigarettenmarke Barclay als Sponsor verpflichtet, die nicht zum selben Konzern gehörte wie der langjährige Geldgeber Marlboro. De Cesaris wechselte daraufhin zum Tyrrell-Team, das mit dem 020B konventionelles Vorjahresauto einsetzte. Neu war allerdings der Zehnzylindermotor von Ilmor. De Cesaris, der in diesem Jahr an der Seite von Stefano Modena an den Start ging, erreichte vier Zielankünfte in den Punkten. Sein bestes Ergebnis war Platz vier beim Großen Preis von Japan. Er beendete die Saison auf Rang acht der Fahrerwertung, sein bestes Ergebnis seit 1983. Er blieb bei Tyrrell, konnte aber an die Erfolge des Vorjahres nicht anknüpfen. Das Team litt unter der Leistungsschwäche des auf das Jahr 1991 zurückgehenden 020C und die Unzuverlässigkeit des Zehnzylindermotors von Yamaha. Beim ersten Rennen des Jahres in Südafrika überstand keines der Autos die erste Runde. Insgesamt gab es mit dem 020C nur vier Zielankünfte. Das beste Ergebnis eines 020C erzielte de Cesaris beim Großen Preis von Monaco, den er mit zwei Runden Rückstand als Zehnter beendete. In der zweiten Saisonhälfte setzte Tyrrell den neu entwickelten 021 ein, der allgemein als Fehlkonstruktion angesehen wurde; de Cesaris blieb ohne Weltmeisterschaftspunkte.
Zu Beginn der Saison 1994 hatte er erstmals seit 1980 kein Cockpit; mehrmals war er Lückenfüller. Im Frühjahr kehrte er zunächst für zwei Rennen zu Jordan zurück, wo er Eddie Irvine ersetzte, der wegen der Auslösung einer Kollision vorübergehend gesperrt war. Den Großen Preis von Monaco beendete er im Jordan 194 auf Rang vier. Ab dem Großen Preis von Kanada ersetzte er bei Sauber Karl Wendlinger, der bei einem Unfall in Monaco schwer verletzt worden war. Für Sauber beendete er ein Rennen in den Punkterängen. Vor Saisonende wurde er durch JJ Lehto ersetzt.
Andrea De Cesaris verschwand danach aus der Formel 1 208 Rennen hat De Cesaris bestritten damit war er lange die Nummer 2 hinter Ricardo Patresse was die meissten Rennen anging. Er ist bis heute jener Fahrer mit den meissten Rennen ohne Sieg
Andrea de Cesaris starb am 5. Oktober 2014 im Alter von 55 Jahren bei einem Motorradunfall auf der Autobahn in Rom.