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© Marcel Burkhardt
Im Fokus
Zusammenfassung des Zustandsberichts 2022
Einige im Kulturland brütende Arten profitieren von Massnahmen zur Biodiversitätsförderung und konnten 2021 deutlich zulegen. Allerdings erleiden andere wegen der intensiven Landwirtschaft nach wie vor Einbussen.
Auf Armeearealen sind Vogelarten überdurchschnittlich gut vertreten, die offene Habitate, Feuchtbiotope, Hecken oder extensiv bewirtschaftetes Kulturland bevorzugen.
Viele Arten kommen am Südufer des Neuenburgersees in national bedeutenden Beständen vor. Für die Bestandsüberwachung und die Pflege des Gebiets ist die Association de la Grande Cariçaie zuständig.
Das Monitoring Häufige Brutvögel (MHB) zeigt den grossflächigen Rückgang des Grünfinken gut. Grund für den Sinkflug ist ein einzelliger Parasit, der den Verdauungstrakt befällt.
Die Rötelschwalbe dehnt ihr Areal in Europa nach Norden aus. In der Schweiz wird sie seit 2000 fast jedes Jahr gesehen. Im Frühjahr 2021 wurde der bisher stärkste Einflug registriert.
Im Januar 2022 wurden in der Schweiz 430 000 Wasservögel gezählt, so wenige wie letztmals um 1970. Die Winterbestände von häufigen Arten wie Reiherente, Tafelente und Stockente sinken.
Im mitteleuropäischen Vergleich fällt die positive Bestandsentwicklung der Schweizer Waldvögel seit 1990 auf. Viele Kulturlandarten haben aber ihre grössten Verluste bei uns bereits vor 1990 erlitten.