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Arbeitsgedächtnis in der Schule (Argtis), in Kooperation und mit Finanzierung der Pädagogischen Hochschule Bern
Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule
Hauptgesuchstellerin
- Dr. Catherine Bauer
Mitgesuchsteller
- Prof. Dr. W. Perrig
- Dr. Erich Ramseier
Mitarbeiterinnen
- Barbara Studer (Doktorandin)
Masterstudierende
- Milena Bigler
- Katja Margelisch
- Mikaela Ström
- Stefanie Studer
Projektbeschreibung
Jüngste Forschungsarbeiten zeigen, dass Problemlösefähigkeiten der fluiden Intelligenz und Lesefertigkeiten verbessert werden konnten, nachdem Arbeitsgedächtnisfunktionen trainiert wurden (Jaeggi, Buschkühl, Jonides & Perrig, 2008; Loosli, Buschkuehl, Perrig, and Jaeggi, 2010). Solche Transferwirkungen von Arbeitsgedächtnistrainings (AG-Trainings) könnten für die schulische Ausbil- dung möglicherweise bedeutsam sein. Bisherige Befunde stammen jedoch weitgehend aus künstlichen Lernsettings und/oder Populationen mit kognitiven Einschränkungen wie ADHS. Das Projekt zielt darum darauf ab, die Effekte eines AG-Trainings im natürlichen schulischen Lernsetting an einer Stichprobe regulär entwickelter Schulkinder (ohne diagnostizierte Lernbehinderung) zu untersuchen.
Die geplante Untersuchung soll Antworten auf folgende Fragen geben:
- Welche Effekte lassen sich nach einem AG-Training feststellen im Hinblick auf Arbeitsgedächtniskapazität, fluide Intelligenz und schuli- sche Leistungen?
Im Speziellen:
- Sind die in früheren Studien beobachteten Transfereffekte von AG- Trainings auch bei einem Training im natürlichen schulischen Setting nachzuweisen?
- Sind die vorwiegend an Populationen mit kognitiven Einschränkungen beobachteten Transfereffekte auch bei einer Stichprobe regulär entwickelter Primarschülerinnen und -schüler nachzuweisen?
Methodisch soll folgendermassen vorgegangen werden: Primarschülerinnen und -schüler werden in drei Gruppen randomisiert. Die Experimentalgruppe erhält ein computergestütztes Arbeitsgedächtnistraining, eine aktive Kontrollgruppe ein computergestütztes Lesetraining von vergleichbarer Intensität und Dauer. Eine zweite, passive Kontrollgruppe durchläuft kein Training. Vor und nach dem Training sowie 8 Monate nach Abschluss des Trainings werden Intelligenz und schulische Leistungen im Lesen und Rechnen erfasst, um Effekte im Zeitverlauf erfassen und untersuchen zu können. Erwartet wird, dass das AG-Training Transfereffekte auf fluide Intelligenz und schulische Leistungen im Lesen und Rechnen zeigt, das Lesetraining hingegen nur auf die Leseleistung.
Literatur
Loosli, S.V., Buschkuehl, M., Perrig, W.J., & Jaeggi, S.M. (2011). Working memory training improves reading processes in typically developing children.Child Neuropsychology. 1-17.
Jaeggi, S. M., Buschkuehl, M., Jonides, J., & Perrig, W. J. (2008). Improving fluid intelligence with training on working memory. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 105(19), 6829-6833.