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Review der Mini-TV Serie Band of Brothers nach Steven Ambrose gleichnamigen Buch über eine Fallschirmspringer Truppe im 2. Weltkrieg.
Film:
Bei Band of Brothers handelt es sich um eine Mini TV Serie in 10 Folgen. Dabei wird die 101. Airborne Companie der 506. Divison, besser bekannt als die Easy Kompanie, durch die Geschehnisse des zweiten Weltkriegs begleitet.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1943 im Ausbildungscamp in Georgia. Mit Falschirmen hinter den feindlichen Linien abzuspringen und dem Feind "in den Rücken zu fallen" war ein neues Kriegskonzept, das entscheidend zum Sieg beitragen sollten. Der erste Einsatz der Easy Companie war am D-Day (6. Juni 1944) in der Normandie, wo sie auch die grössten Verluste erlitt. Im weiteren Verlauf begleitet man die Männer nach Holland und in die Ardennen, wo die brutalste Schlacht im Westen geschlagen wurde. Nach den erschütternden Erlebnissen wird die Companie ins Elsass verlegt, von wo sie dann in Deutschland einmarschieren. Es war auch die Easy Companie (neben anderen), die das Konzentrationslager von Dachau befreit und Hitlers Adlerhorst erobert hat.
Diese 10 je einstündigen Filme passen in kein Genre. Zum einen haben sie dokumentarischen Charakter, zeigen sie doch wahre Geschehnisse auf, andererseits ist nicht alles (insbesondere die Dialoge) so vorgefallen. Mehr als das Geschehen stehen die Männer im Vordergrund. Immer wieder wird das mentale Dilemma und der Frust in den Blickpunkt gerückt. Kennzeichnend dafür ist vielleicht, dass immer nur zu sehen ist, wie die Männer in den Kampf ziehen, die "makrkanten" Historischen Ereignisse (Siege und Niederlagen) jedoch nicht enthalten sind.
Da für die zehn Folgen acht verschiedene Regissseure verantwortlich zeichnen, ist jeder Film auf eine ganz andere Art speziel.
Bild:
Da pro DVD nur zwei Folgen enthalten sind, bedeutet dass eine Folge einen Layer für sich hat, was eine qulitativ gute Codierung zulässt.
Ähnlich wie bei Saving Private Ryan wurde auch hier auf ein eher grobkörniges Bild gesetzt, um mehr autenzität zu erreichen. Ebenfalls durch die diversen Regisseure sind verschiedene Erzählweisen zu sehen.
Die Kulissen und Schauplätze vermitteln eien autentischen Eindruck. In den Kampfszenen wurde an destruktiver Kraft nicht gespart, aber auch nicht übertrieben, auch wenn vielleicht die eine oder andere Artileriegranate zu eyplosiv war.
Ton:
Es sind sowohl die deutsch wie auch die englische Tonspur in 5.1 Dolby Digital entahalten. Sollte man sich jedoch entscheiden, den Film auf deutsch zu sehen, so kann dies für Verwirrung sorgen, insbesondere wenn die deusch sprechenden Allierten die deutschsprechenden Deutschen nicht verstehen. Die Verwendung der unterschiedlichen Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch) trägt zur weiteren Authentizität bei. Durch die stellenweise doch sehr militärische Ausdrucksweise ist es zum Teil schwer der Handlung ins Detail zu folgen, wenn man nicht fliessend in der englischen Ausdrucksweise ist (natürlich nur wenn man den Orginalton gewählt hat )
Extras:
Die 6. Disk enthält auschliesslich Zusatzmaterial. Unter anderem eine 80 Minütige Dokumentation, in der alle Abschnitte nochmals aus der Sicht der Veteranen geschildert wird. Daneben gibt es ein 30-minütiges Making Of. Ron Livingston hat wärend der Vorbereitung zur Mini Serie ein Video Tagebuch geführt, das weitere Einblicke vermittelt. Daneben gibt es noch ein Who is Who und ein Bericht von der Premiere in der Normandie an dem die Veteranen teilnahmen.
Fazit:
Wer sich nicht die Zeit nehmen will Ambroses Bücher zu lesen, der ist mit dieser DVD Box gut bedient. Das Bild das gezeichnet wird ist sicherlich neutral, aber auch nicht übertrieben patriotisch/einseitig. Der Film polarisiert nicht auf das Kriegsgeschehen, sondern zeigt auch das menschliche Elend auf sehr eindrucksvolle Weise. Insbesondere werden die Soldaten nicht als blose Tötungsmaschinen gezeichnet. Einige dieser Punkte liegen sicherlich darin begründet, dass die Geschichte über 10 Episoden erzählt wird, was mehr Gelegenheit bietet, Charaktere aufzubauen als in einem Film möglich ist.