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Im November wurden die Richtpläne Windenergie für den Berner Jura und für den Kanton Freiburg in die Vernehmlassung geschickt. Beim Richtplan für den Berner Jura handelt es sich um eine Revision des Plans von 2012. Die Vernehmlassungen werden bis Anfang Januar 2018 dauern.
Der revidierte Richtplan für den Berner Jura enthält kein Bauverbot mehr für die erste Jurakette und visiert für 2035 eine Jahresproduktion von 250 GWh an. Drei neue Standorte wurden als vorrangig für die Entwicklung von Windparks eingestuft: die Montagne de Romont, Jean Brenin und der Mont Sujet. Cerniers de Rebévelier wurde als Reservestandort festgelegt, falls die Projekte an den anderen Standorten nicht realisiert werden. Die Standorte Montagne de Sonvilier und Montagne de Moutier wurden aus der regionalen Richtplanung herausgenommen. Der neue Richtplan befindet sich bis zum 12. Januar 2018 in der Vernehmlassung.
Freiburg drittstärkster Windkanton der Schweiz
Der Kanton Freiburggehört zu den Kantonen mit dem höchsten Windaufkommen und belegt dabei hinter den Kantonen Waadt und Bern den dritten Platz. Freiburg könnte also eine wichtige Rolle beim Ausbau der Windenergie in der Schweiz spielen. Im neuen Richtplan visiert der Kanton als Ziel die Produktion von 160 GWh Windenergie bis 2030 an. Der Anfang November vorgestellte Plan weist 7 Standorte aus, an denen Windenergieanlagen erstellt werden können: die Hügel von La Sonnaz zwischen Belfaux und Courtepin, die Côte du Glaney oberhalb von Romont und Siviriez, das Gibloux-Massiv, die Monts de Vuisternens bei Sommentier und der Schwyberg oberhalb vom Schwarzsee. Esserta bei Sâles und Vaulruz und ein Gebiet, das zu den Gemeinden Cheiry, Surpierre und Prévondavaux gehört, wurden als Reservestandorte festgelegt, falls die Windenergieprojekte an den anderen Standorten nicht realisiert werden. Werden alle im Richtplan aufgeführten Projekte umgesetzt, können die Freiburger Windenergieanlagen etwas über 300 GWh Windstrom jährlich produzieren.