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2) Mahwabutter, scheint mit der vorigen Art identisch zu sein.
3)
Galambutter
(Sheabutter), soll von der Bassia butyracea abstammen, ist grünlichweiß, schmilzt bei 43° C. -
Welche Bassia-Arten die anderen Sorten von B. liefern ist noch nicht festgestellt;
es sind dies:
4) die Chooriebutter (Phulmarabutter,Pulawarabutter); sie ist rein weiß, talgartig, schmilzt
erst bei 49° C.;
5) das Djavefett hat eine grünlichgelbe Farbe und schmilzt bei 40° C.
6) Noungonfett, ist dem Djavefett sehr ähnlich, besitzt aber einen unangenehmen rauchartigen Geruch.
Alle Sorten von B. haben im frischen Zustande einen angenehmen kakaoähnlichen Geruch, den auch das Fett
der Bassia butyracea ziemlich lang behält, während die übrigen Sorten leicht ranzig werden. Einfuhrzoll:S.Tarif
im Anh. Nr. 26 a 5.
(fr. batiste, engl. cambric) oder nach seinem veralteten
Namen Kammertuch, ist, soweit nicht die Benennung auf
Baumwollgewebe übergegangen, die feinste, durchscheinende Leinwand
aus bestem Flachsgarn, das nur durch Handspinnerei erzeugt werden kann, und zu dessen Herstellung nicht
nur eine kunstgeübte Hand der Spinnerin, sondern auch der schönste, mit besonderer Sorgfalt gezogene und zubereitete
Flachs
gehört. Die Heimat der Batistweberei, wo sie schon seit einigen Jahrhunderten betrieben wird, ist Nordfrankreich und die
Niederlande (das heutige Belgien).
Aus Frankreich liefern die schönste und weißeste Ware Lilie, Valenciennes, Cambray (hiernach wahrscheinlich die Benennung
Kammertuch), Peronne u. s. w. Das Weben geschah in unterirdischen, feuchten Gewölben, damit
das Garn recht geschmeidig bleibe, jetzt wohl nicht mehr, seitdem man
Glycerin als Schlichte anwendet. In Belgien werden in
der Provinz Brabant, besonders zu Nivelles, die schönsten, den französischen am nächsten kommenden
B. gefertigt. Man unterscheidet drei Sorten: klare, halbklar und dichte. Durch etwas grobem Faden nähert sich das Gewebe
der Leinwand und heißt dann Batistleinwand. Diese Ware hat mehr Bedeutung und größern Markt als die jetzt durch Baumwollstoffe
ziemlich beschränkten feinen B. Sie wird außer in Frankreich und Belgien auch in Irland, Schlesien,
Sachsen, Böhmen, Westphalen, hier besonders in Bielefeld, gut gefertigt. - Der baumwollene B., schottischer B. oder Batistmusselin,
ist eine Nachahmung des echten B. und wird aus dem feinsten
Baumwollgarn weniger dicht als
Kattun gewebt.
Vermöge der größern Gleichheit seines Fadens (Maschinengarn Nr.
90-110) hat er sogar ein schöneres Ansehen als der echte, ist weit wohlfeiler, besitzt aber weit geringere Dauerhaftigkeit.
Diese Ware wird jetzt in großer Menge verbraucht und in England, Frankreich, Schweiz, Deutschland, besonders im sächsischen
Voigtlande, in Österreich und Böhmen gefertigt. Man bedruckt ihn mit feinern Dessins wie den
Kattun;
er dient dann als beliebter Sommerstoff zu Damenkleidern. Zoll: B. aus
Leinengarn gemäß Tarif im Anh. Nr. 22 e 5 bezw. 22 f
2; aus
Baumwollgarn Nr. 2 d 1, 2
oder 3.
(Olivenöl, lat. oleum olivarum, franz. huile
d'olive, engl. Oliveoil, ital, olia di olive, holländ.
Boomolie); dasselbe wird aus den Früchten des Ölbaumes,Olea europaea, gewonnen, der seine Heimat wahrscheinlich in Syrien
hat und seit langer Zeit in Italien, Istrien, Dalmatien, Griechenland, Palästina, Spanien, Portugal und Südfrankreich kultiviert
wird; aber auch nach der Krim und nach Peru und Mexiko ist der Ölbaum verpflanzt worden. Man hat nicht
weniger als 43 verschiedene Spielarten vom Ölbaum.
Von diesen soll das beste
ÖlOlea europaea var. pignola liefern, welche in der Provence und der Gegend von Genua
gezogen wird, während die Früchte von Olea europaea var. hispanica, häufig in Spanien, die
größte Ölmenge geben sollen. Behufs Gewinnung eines guten Speiseöls läßt man die Früchte völlig
reif werden, welche dann eine dunkelviolette bis fast schwarze Farbe haben; die Ernte erfolgt dann im Dezember; aus unreifen
Oliven bereitetes
Öl hat eine grünliche Farbe.
Die Früchte werden durch Schütteln oder Abschlagen mittelst Stangen geerntet, für Gewinnung feinen Speiseöles werden
sie mit den Händen gepflückt. Man entfernt dann die Kerne und preßt das Fruchtfleisch, welches der
Träger des
Öles ist, sofort bei gewöhnlicher Temperatur aus; das so gewonnene
Öl heißt Jungfernöl (Huile vierge); durch
hierauf folgendes Pressen in der Wärme wird noch eine neue Menge, jedoch weniger gutes
Öl gewonnen. Die größte
Ausbeute erhält man jedoch, wenn die Früchte zu Haufen aufgeschüttet einer kurzen Selbstgärung unterworfen werden, worauf
man sie stark preßt; hierbei gewinnt man auch das in den Kernen enthaltene
Öl mit.
Die Preßrückstände geben, mit heißem Wasser übergossen, noch eine neue Menge
Öl. Aber noch immer sind die Gewebe der
Oliven noch nicht völlig erschöpft, denn nach monatelangem Aufbewahren der Rückstände in tiefen, mit Wasser halb
gefüllten Zisternen scheidet sich an der Oberfläche der Flüssigkeit noch eine gewisse Menge
Öl ab, welches Höllenöl
(huile d'enfer) genannt wird und nur als Fabriköl verwendet werden kann. Das als Speiseöl oder Tafelöl dienende
Olivenöl wird im Kleinhandel gewöhnlich als Provenceröl
(OleumOlivarum provinciale) bezeichnet, alles andere als Baumöl.
Das feinste Provenceröl ist das von Aix, dann folgen die
Öle von Genua, Nizza, vom Gardasee, Lecce, Bari und anderen Orten.
Alles nicht als Speiseöl zur Verwendung kommende Olivenöl wird vorzugsweise zur Fabrikation von Baumölseife
(Marseiller
Seife), sowie zum Einfetten der
Wolle und als Maschinenöl verwendet. In der Türkischrotfärberei benutzt man
mit Vorliebe ein dunkeles, übelriechendes, sauer reagierendes B., welches man
Tournantöl nennt und welches aus angefaulten,
beschädigten oder überreifen Früchten und zu stark vergorenen Preßrückständen gewonnen wird. Mit Ausnahme des schwachgepreßten
Jungfernöles sind alle anderen Sorten von B. anfangs trübe und klären sich erst nach längerer Lagerung.
In Italien hat man hierzu große mit Steinplatten oder Cement ausgekleidete Cisternen. Gutes Provenceröl ist hellgelb, vollkommen
klar und
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durchsichtig, ohne Bodensatz, fast geruchlos, von mildem, reinen und angenehmen Geschmack; es hat bei 12° C. 0,9192 spez.
Gewicht, bei 25° 0,9109. Manche Sorten erstarren theilweise schon bei 4-12° C., indem sich weiße körnige Massen abscheiden,
andere Sorten erst einige Grade über oder unter Null; bei noch weiterer Abkühlung erstarrt die ganze
Masse des Öles. Das B. ist sehr häufig Verfälschungen mit anderen wohlfeileren fetten Ölen unterworfen, die Nachweisung
solcher Zusätze ist oft sehr schwierig.
Haupthandelsplätze für B. sind: Triest, Marseille, Toulon, Nizza, Montpellier, Livorno, Genua Gioja-Tauro, Gallipoli, Bari,
Malaga, Valenca, u. s. w. Man erhält das B. gewöhnlich in Fässern von 500 k
und darüber;
feinstes Tafelöl wird auch in Flaschen versendet.
Das für technische Zwecke bestimmte B. wird, um es von
der Steuer zu befreien, durch Zusatz von etwas Rosmarinöl oder Terpentinöl denaturiert. Vergl. Zolltarif im Anh. Nr. 26. a.
Die Ausfuhr von B. aus Italien belief sich im Jahre 1877 auf 44757 Quintal im Werte von 6265980
Lire. In Italien bedeckt die Olivenkultur eine Oberfläche von 200311 Hektaren, welche im Durchschnitte 3385590 Hektoliter
Öl geben, d. h. 376 für jede Hektare. - Die Produktion von Olivenöl in Spanien beläuft
sich auf nur 1135750 Hektoliter, die von Frankreich auf 250000, von Algier 150000 und von Österreich 254000
Hektoliter. Die Zahlen der griechischen und türkischen Produktion sind nicht bekannt. Die Ausfuhr von Corfu belief
sich im Jahre 1877 auf 148833 Barili (à 66 k). In das deutsche Zollgebiet wurden 1878 eingeführt 1912200 k Baumöl in Fässern
und 6782150 k. denaturiertes. - Einfuhrzoll: S. Tarif im Anh. Nr. 26 a 2 und 26 a
1; denaturiertes Nr. 26 a 3 (zollfrei).