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Ein Zeichen für den Frieden
Das Friedenssymbol hat den US-Fotografen Jim Marshall fasziniert. Das zeigt eindrücklich sein Peace-Projekt.
Peace-Zeichen auf Leibchen und Wänden, handgemalt oder gesprayt, Peace-Zeichen überall: Das Friedenssymbol machte Weltkarriere, nachdem es am 7. April 1958 bei einer Anti-Atomwaffen-Demonstration in London erstmals aufgetaucht war. Erfinder des Peace-Zeichens war der britische Künstler und Pazifist Gerald Holtom (1914–1985). Das Friedenssymbol ist eine stilisierte Kombination der Buchstaben N und D aus dem Winker- respektive Flaggenalphabet, das in der internationalen Seefahrt verwendet wird. N und D stehen für «Nuclear Disarmament», also atomare Abrüstung.
Die Bewegungen gegen Atomwaffen und danach gegen den Vietnamkrieg, aber auch die Hippie-Bewegung beförderten ab den 1960er-Jahren die weltweite Popularität des Peace-Zeichens. Das Friedenssymbol muss den amerikanischen Fotografen Jim Marshall (1936–2010) nachhaltig beeindruckt haben. Von Marshall stammen eigentlich viele berühmte Fotos von Rockstars wie Janis Joplin, Jimi Hendrix oder den Rolling Stones. Daneben hatte er aber eine Obsession für das Peace-Zeichen in verschiedensten Formen. Marshall, der immer nur eine Leica benutzte, verstand sich selbst als Historiker mit Kamera. Marshalls Peace-Projekt dokumentiert eine bedeutende Ära der Gegenkultur, die politische und gesellschaftliche Fortschritte hervorbrachte – mit dem Friedenssymbol, oft rätselhaft und anonym, als Akteur und Motor der Geschichte.
Jim Marshall: PEACE
Reel Art Press
ISBN: 9781909526488 | ca. 30 CHF