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Um dem Beschluss zur Sanierung der Fliessgewässer der Kantone Waadt und Freiburg (Art. 80 des Gewässerschutzgesetzes) nachzukommen, muss am Hongrin-Fluss jedes Jahr ein künstliches Hochwasser durchgeführt werden. Das Hauptziel besteht darin, den naturnahen Zustand des Flusses wiederherzustellen und den Flusslauf dynamisch zu halten.
Alpiq als Bauherr der FMHL hat uns mit der Planung und Umsetzung der operativen Abläufe und Sicherheitsmassnahmen für die das erste künstliche Hochwasser des Hongrin am 1. Oktober 2020 beauftragt. Mit einem Abflussvolumen von 201'510 m3 wurde die maximale Abflussmenge des Hochwassers auf 10 m3/s beschränkt. Die Abflussganglinie wurde so definiert, um die Umweltziele zu erfüllen. Die technischen Randbedingungen wurden von unseren Teams überprüft.
Eine Bestandsaufnahme aller flussabwärts gelegenen Bauwerke, welche auf rund 5 Gewässerkilometer verteilt sind und potenziell gefährdet waren, wurde vorgängig durchgeführt. Diese wurden vor, während und nach dem Hochwasser auf eventuelle Schäden kontrolliert. Der Wasserablass wurde durch das Öffnen des Kegelstrahlschiebers des Grundablasses realisiert. Während des gesamten Einsatzes wurden Durchfluss- und Trübungsmessungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Voraussetzungen erfüllt waren.
Insgesamt nahmen 13 Personen von HYDRO Exploitation, ALPIQ und Biol Conseils an dieser Aktion teil. Alle durchgeführten Massnahmen, sowie das künstliche Hochwasser selbst, verliefen zur grossen Zufriedenheit der kantonalen Behörden und der FMHL.