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Der Sbrinz ist eine extraharte Käsespezialität aus der Zentralschweiz. Die Milch, welche zur Produktion verwendet wird, stammt ausschliessliche von Kühen, denen keine Silage verfüttert wird. Für einen 45 Kilogramm schweren Laib Sbrinz benötigt man mehr als 600 Liter frische Rohmilch. Bevor der Käse in den Verkauf gelangt, lagern ihn die Käser mindestens 18 Monate. Das volle Aroma entwickelt er gar erst nach 22 Monaten. Pro Jahr werden rund 1860 Tonnen Sbrinz produziert.
Sbrinz hat einen charakteristischen, sehr würzig-intensiven Käsegeschmack. Seine Konsistenz ist auf Grund der langen Lagerdauer wachsartig-brüchig und etwas kristallin. Sbrinz soll mindestens zwei, besser drei Jahre alt sein, bevor er auf den Tisch kommt. Noch ausgeprägter, kräftiger und würziger schmeckt fünf Jahre alter Sbrinz.
Sbrinz wird noch in 30 ausgewählten Tal- und Alpkäsereien in der Innerschweiz hergestellt. Bei der Produktion von Sbrinz wird ausschliesslich Milch aus der Region verkäst und anschliessend wird er auch im Ursprungsgebiet gelagert.
Der Sbrinz ist im AOC-Register eingetragen. Das geografische Gebiet umfasst die Kantone Luzern, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Zug, der Bezirk Muri (Kanton Aargau) die Gemeinden Obersteckholz, Lotzwil und Langenthal (Kanton Bern). In der Ostschweiz ist die Produktion des Hartkäses in den Bezirken See, Gaster und Neutoggenburg (St. Gallen) für die Milcheinzugsgebiete der Käsereien Walde, Steinenbrücke und Schönenberg erlaubt.