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Bis ins 17. Jahrhundert war Kuhleasing gang und gäbe. Das Geschäftsmodell hiess «Viehverstellung»: Ein Städter finanzierte die Anschaffung einer Kuh, eines Pferdes oder eines anderen Nutztiers und gab es einem Bauern in Aufzucht. Als Ertrag erhielt die Besitzerin das Kalb oder Fohlen und die Hälfte der Milch, des Käses oder des Fleisches. Ebenso geteilt wurde das Risiko, falls das Tier krank wurde oder starb. Die Viehverstellung hat sich als Finanzierungsmodell für stadtnahe Landwirtschaft jahrhundertelang bewährt, so in St. Gallen oder Basel. Ähnlich funktioniert es in der Alpwirtschaft. Schweizer Geschichte enthält viel Erfahrung in der Bewirtschaftung gemeinsamer Ressourcen.