Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03556.jsonl.gz/1733

Krankheitsstadien (Hodentorsion)
skro_6a_n.jpg bis skro_6c_n.jpg: Intraoperative Befunde bei verschiedenen Krankheitsstadien einer Hodentorsion mit zunehmender Dauer bis zur Hodenrevision.
skro_6a_n.jpg: Teenager. Hoden und Nebenhoden geschwollen mit bläulichen Flecken des Hodens. Samenstrang verdreht.
Bei einer Drehung des Hodens nach rechts um 180 Grad ist wahrscheinlich die (um 180 Grad im Gegen-Uhrzeigersinn erfolgte) Hodentorsion behoben. Hier erfolgte die Operation gerade noch rechtzeitig, da der Hoden makroskopisch noch nicht irreversibel geschädigt ist.
skro_6b_n.jpg: 16.7ähriger Knabe. Hoden immer noch als ganzes dunkelblau bis schwarz, nachdem der mehrfach im Uhrzeigersinn verdrehte Hoden bereits bis auf noch verbleibende 180 Grad Torsion im Gegenuhrzeigersinn zurückgedreht worden war.
Bei einer weiteren Drehung des Hodens um 180 Grad im Gegenuhrzeigersinn ist wahrscheinlich (die um mehr als 360 Grad im Uhrzeigersinn erfolgte) Hodentorsion behoben. Der Hoden ist möglicherweise irreversibel geschädigt.
skro_6c_n.jpg: 12.5jähriger Knabe. Hoden und vorallem Nebenhoden schwarz mit blassen Bezirken in der unteren Hodenhälfte. Ausmass der Torsion wegen der Veränderungen nicht auszumachen.
Hier liegt eine makroskopisch erkennbare irreversible Hodenischämie vor. Die Folgen der Durchblutungsstörung erlauben nicht einmal das Torsionsausmass zu beschreiben.
skro_6a_n.jpg bis skro_6c_n.jpg: Illustrieren deutlich, dass für das Ausmass der Hodenschädigung die Dauer der Torsion und der Grad derselben entscheidend sind; bei mehr als 4 Stunden Dauer und 360 Grad und mehr Verdrehung muss mit einem Hodenverlust gerechnet werden. Es macht daher keinen Sinn bei dringendem Verdacht auf Hodentorsion eine Notfallrevision mit zusätzlichen Untersuchungen hinauszuzögern.