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Die türkische Regierung hat die Ablehnung des Armenier-Postulats im Schweizer Nationalrat als "positiv" begrüsst. Dies teilte das Aussenministerium in Ankara am Donnerstag (15.03.) mit.
"Jedes Ergebnis, das die historische Wirklichkeit und gesunden Menschenverstand widerspiegelt, wird von uns als positiv betrachtet", sagte ein Sprecher des türkischen Aussenministeriums in Ankara zu dem Abstimmungs-Ergebnis. Mit 73 zu 70 Stimmen hatte die Grosse Kammer am Dienstag ein Postulat abgelehnt, wonach die Ermordung von Hunderttausenden von Armeniern 1915 im Osmanischen Reich als Völkermord anerkannt werden sollte.
Schon erörtert
Zugleich hatte der Nationalrat den Bundesrat aufgefordert, mit der Türkei einen Dialog über das Schicksal der Armenier aufzunehmen. In diesem Zusammenhang verwies das türkische Aussenministerium lediglich darauf, dass die Aussenminister der beiden Staaten, Ismail Cem und Joseph Deiss, das Thema bereits bei ihrem letzten Treffen im Januar erörtet hätten.
Cem hatte seinen Schweizer Amtskollegen damals gewarnt, dass die Beziehungen zwischen Ankara und Bern Schaden nehmen könnten, wenn der Nationalrat das Armenien-Postulat annehme.
Die Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern durch die Pariser Nationalversammlung hatte die Beziehungen zwischen Frankreich und der Türkei beeinträchtigt und zur Stornierung von französischen Wirtschaftsaufträgen in der Türkei geführt.
swissinfo und Agenturen