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Sehnen der Hand
EPL-Ruptur / Riss der langen Daumenstrecksehne
Warum kann die lange Daumenstrecksehne nach einem Speichenbruch reissen?
Ein Riss der langen Daumenstrecksehne (EPL-Ruptur) ist sowohl bei konservativ als auch bei operativ behandelten Speichenbrüchen zu beobachten. Die Gründe für einen Riss sind vielfältig. Bei operativ versorgten Brüchen kann die Reibung der Sehne an Drähten, Schrauben oder Platten die Ursache sein. Nach dem Bruch entstehen manchmal aber auch Verwerfungen an der Knochenoberfläche, an denen es durch Reibung an der Sehne zu einem Riss kommen kann. Zudem führen Hämatome (Blutansammlungen) im Bereich des 3. Strecksehnenfachs in einzelnen Fällen zu einer Druckerhöhung und damit zur Minderdurchblutung der Sehne, die dadurch so geschwächt wird, dass sie reissen kann.
Symptome und Verlauf
Meistens kommt es dann zu einem Riss der langen Daumenstrecksehne, wenn die im Rahmen der Behandlung Übungen ausführt oder wieder im Alltag eingesetzt wird, also nach etwa sechs Wochen. In Einzelfällen kann es auch nach Jahren zu einem Riss der Daumenstrecksehne kommen, ohne dass dem eine erneute Verletzung vorausgeht.
Operation
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Wann ist eine Operation notwendig?
Bei gerissener langer Daumenstrecksehne empfehlen wir aufgrund der eingeschränkten Streckung des Daumens eine operative Wiederherstellung der Sehnenfunktion.
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Welche Operationstechnik wird angewendet?
Die Methode der Wahl zur Rekonstruktion der Funktion der langen Daumenstrecksehne ist ein Sehnentransfer – der sogenannte Extensor-indicis-proprius-Transfer. Da der Zeigefinger in der Regel über zwei Strecksehnen verfügt, kann eine zum Transfer verwendet werden. Hierbei trennen wir die Extensor-indicis-proprius-Sehne des Zeigefingers am Handrücken ab und verbinden sie mit dem körperfernen Stumpf der gerissenen Daumenstrecksehne.
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Kontrolle / Nachsorge
Nach der Operation ist eine Ruhigstellung in einer Unterarm-Daumen-Gipsschiene für 3 Wochen erforderlich. Anschliessend folgen ergotherapeutisch geführte Übungen aus der Schiene heraus für weitere 3 Wochen. In der 7. Woche nach der Operation beginnt der Belastungsaufbau ohne Schiene. Die Vollbelastung ist in der Regel in der 12. Woche nach dem Eingriff erreicht.