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Technical Report NTB 89-23
Stripa ProjectSite characterization and validation Stage 2Preliminary predictions
Mit dem Projekt zur Charakterisierung und Validierung von potentiellen Standorten ('Site Characterization and Validation Project' SCV) wird evaluiert, wie gut ein Gesteinsvolumen charakterisiert werden kann, bevor es als Wirtgestein für ein Endlager genutzt wird. Das Arbeitsprogramm wird auf die Validierung der zur Standortcharakterisierung eingesetzten Techniken ausgerichtet. Das SCVProjekt besteht aus 5 Phasen, die in zwei «Serien» von Datensammlung-, Prognose- und Validierungsarbeiten angeordnet sind. In der ersten Phase wurden 6 Bohrlöcher abgeteuft (N2, N3, N4, W1, W2 und V3) sowie Untersuchungen in den Gebieten Geologie, Kluftcharakteristik, Gebirgsspannungen, geophysikalische Messungen in Einzelbohrlöchern, Radar, Seismik und Hydrogeologie durchgeführt.
Das Gestein des SCV-Standortes besteht aus Granit mit kleinen lithologischen Variationen. Basierend auf den Resultaten von Radar und Seismik-Untersuchungen wurden 5 «Kluftzonen» identifiziert (GA, GB, GC, GH und GI). Alle Kluftzonen erstrecken sich über den ganzen SCV-Standort und können in zwei Gruppen unterteilt werden (GA, GB, GC und GH, GI). Die erste Gruppe hat eine N40° E-Orientierung und ein Fallen von 35° gegen Süden und die zweite Gruppe eine N10° WOrientierung und ein Fallen von 60° gegen Osten.
Mit der stochastischen Analyse der Kluftdaten war es möglich, drei Hauptgruppen (A, B und C) von Kluftorientierungen zu identifizieren. Die Orientierung von zwei dieser Gruppen zeigt mehr oder weniger eine Übereinstimmung mit der Orientierung der Hauptstrukturen. Gruppe B hat etwa die gleiche Orientierung wie GH/GI, während die Kluftzonen GA, GB und GC eine ähnliche Orientierung aufweisen wie die nicht so exakt definierte Gruppe C. Die dritte Gruppe (A) ist NW-orientiert, mit einem Fallen gegen Nordosten.
Es wurde festgestellt, dass obwohl nur 4 % des getesteten Gesteins für 94 % der gemessenen hydraulischen Transmissivität verantwortlich ist, nur ein Teil dieser «konzentrierten» Transmissivität innerhalb der geophysikalisch bestimmten Hauptkluftzonen gefunden wird. Eine Untersuchung der hydraulischen Verbindungen innerhalb des Standorts zeigt, dass mehrere gut definierte Zonen existieren, welche die schnelle Übermittlung hydraulischer Signale erlauben. Diese Zonen erstrecken sich vor allem von Nordosten nach Südwesten.