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Der Preisüberwacher hatte die Gebühren der kantonalen Strassenverkehrsämter mehrfach eingehend untersucht. In diversen Kantonen - unter anderem in Graubünden - besteht diesbezüglich eine erhebliche Kostenüberdeckung.
In einem Vorstoss aus dem Bündner Grossen Rat wurde 2018 von einem Drittel des Parlaments gefordert, die Gebühren des Strassenverkehrsamtes so zu senken, dass sie ab 2020 nur noch kostendeckend erhoben werden. Das Strassenverkehrsamt von Graubünden verdiene mit Gebühren jährlich rund 3,2 Millionen Franken.
Die Kantonsregierung wollte damals nichts davon wissen. Vier Jahre später nun die Kehrtwende. Die Reduktionen der Strassenverkehrsgebühren bewegen sich in der Grössenordnung von einigen wenigen Franken bis maximal 120 Franken, wie es in der Mitteilung des Kantons vom Donnerstag heisst.
Die Anpassungen betreffen rund zwei Drittel der Gebühren. Insgesamt bewegten sich die neuen Tarife ungefähr im schweizerischen Durchschnitt. Einzelne Gebühren würden leicht erhöht, da die geltenden Gebührenansätze die Kosten, die dem Strassenverkehrsamt durch die Erbringung der Leistungen entstehen, nicht deckten.
(sda)