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Der diesjährige Schweizer «Grand Prix Tanz» geht an die Genfer Choreografin und Tanzpädagogin Noemi Lapzeson. Bundesrat Alain Berset überreichte der gebürtigen Argentinierin am Donnerstag die Auszeichnung für ihre Pionierleistungen im zeitgenössischen Tanz.
Lapzeson, die 1940 in Buenos Aires zur Welt kam und 1980 nach Genf zog, habe die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes in der Schweiz wesentlich mitgeprägt, schrieb die Eidgenössische Jury für Tanz in ihrer Begründung. Lapzeson nahm den mit 40’000 Franken dotieren Preis im Theater Equilibre in Freiburg entgegen.
Die Künstlerin, die in Genf die Compagnie Vertical Danse gründete, erlernte die Tanzkunst bei den ganz Grossen: Nach einer Ausbildung an der renommierten Juilliard School in New York war sie Solistin in der Martha Graham Company. Zudem baute sie das London Contemporary Dance Theatre auf. Seit ihrem Umzug nach Genf hat Lapzeson mehrere Generationen Schweizer Tanzschaffender inspiriert.
In Freiburg vergab das BAK neben dem «Grand Prix Tanz», dem Hauptpreis, weitere Schweizer Tanzpreise: Den Spezialpreis Tanz erhält die Gruppe AiEP von Claudio Prati und Ariella Vidach (Lugano), den Preis für herausragende Tänzerinnen und Tänzer teilen sich Tamara Bacci und Marthe Krummenacher (beide aus Genf). Den «June Johnson Dance Prize» erhält Kiriakos Hadjiioannou (Basel).
Des Weiteren wurden im Wettbewerb «Aktuelles Tanzschaffen» vier Stücke ausgezeichnet: «inaudible» von ZOO/Thomas Hauert (Solothurn/Brüssel), «iFeel3» von *Melk Prod./Marco Berrettini (Genf), «Le Récital des Postures» von Yasemine Hugonnet (Lausanne/Paris) und «Creature» von József Trefeli und Gábor Varga (Genf).