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Jetzt sind sie gerade wieder aktuell, die vielen Bücher über soziale und pädagogische Folgen der zunehmenden Scheidungsraten, über die Konsequenzen von sogenannten Patchwork-Familien. Prominente, Leute, die was dazu zu sagen hätten und auch solche, die dazu eigentlich nichs beitragen können, Berufene und weniger Berufene äussern sich dazu. So können die Äusserungen von z.B. Sarah Palin, welche die Grizzly Moms erfand, in jeder Richtung mitgenommen und interpretiert werden.
Ueberall kann man die Kommentare dazu lesen, im Magazin bzw. in den Magazinen genauso wie in so superschlauen Erzeugnissen wie Blick oder 20 Minuten.
Besonders Frauen scheinen sich oft recht zu echauffieren. Die von der Natur zugedachte Mutterrolle, die nun mal einfach nicht wegzudiskutieren ist, wird von den Karrierefrauen und Emanzen gerne als altes Kulturgut, typisch männlich-tyrannischer Chauvinismus oder ignorantes Sozialverhalten abgeurteilt.
Und Studien, welche zeigen, dass Krippenkinder, die schon halbjährig in aller Herrgottsfrühe abgeschoben werden und irgendwann kurz vor dem Abendessen wieder von gestressten Müttern oder Vätern abgeholt werden, mehr ADHS aufweisen, dass Kinder, welche sofort auf die Flasche kamen, im Verhältnis mehr Allergien und andere Auffälligkeiten aufweisen, werden als dilettantisch oder manipulatorisch trendige Fehlinformationen abgetan.
Eine Kommentatorin und angesehene Autorin meinte z.B., sie würde gerne einmal eine Studie sehen, bei der man glückliche Krippenkinder gegen unglückliche Kinder aus „intakten Familien“ vergleicht. – Um dann zu sehen, dass die Krippenkinder besser dran sind. Das aber, meine Lieben, wäre dann eine echte manipulative Studie. Es wäre etwa so, wie wenn man faule Aepfel gegen faule Birnen vergleichen würde, um festzustellen, dass beide faul sind. Oder dann noch auszusagen, dass Birnen fauler sind als Aepfel. Es wäre aber natürlich viel interessanter herauszufinden, ob es in einer Kiste Birnen und in einer Kiste Aepfel unter den gleichen Lagerungsbedingungen gleich viele faule Früchte gibt. Und das sind die Studien, die man gerade versucht, zu machen oder zu interpretieren.
Logischerweise wird erst die übernächste Generation, die dann gelassen auf das Geschehen zurückblicken kann und in Ruhe alle Daten analysieren, herausfinden und zugeben können, dass es schon bessere Konzepte gegeben hat als die aktuellen. Die Zeit der Kleinfamilie ist um, die Gesellschaft zerstört ihre eigenen Strukturen, Grossfamilien sind obsolet, der Singel und das Patchwork feiern Urständ. Dass dies für die Entwicklung von Kindern, die eh fast alle als Einzelkinder aufwachsen (ausser in Familien mit Migrationshintergrund) wohl eher abträglich ist, weil sie auch gar nicht mehr auf der Strasse spielen können, sondern nur noch in abgeschotteten Sicherheitszonen spielen können und dürfen. Jedenfalls werden DIESE Kinder uns dann zeigen, was sie von uns halten. In 30 Jahren wird es kaum mehr Altersheime geben. Garantiert. Aber die alten Knilche und die Karrieremütter werden auch nicht von ihren Kindern und Enkeln gepflegt werden…
Besonders die Buben kommen in der aktuellen Erziehungstruktur voll unter die Räder. Die Männer, die das dann mal gibt, werden entweder nur noch als Putzlappen brauchbar sein oder dann derart rebellische Gesellen und Einzelgänger, dass man sich – dann – schnellsten Gedanken machen wird, was denn nun zu tun sei, um das zu ändern. Falls es dann nicht schon ein klein wenig zu spät dafür ist….
Da kommt mir grad was in den Sinn: Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Frauen, welche die (noch) traditionelle Rolle der Frau verlassen haben und lieber nach sich selber schauen als nach Kindern und Familie, auch keine sogenannten Ehrenämter mehr übernehmen? Während die klassische Hausfrau freiwillig in der Ludothek aushilft, für das Grümpelturnier Nummern an die Leibchen näht und Kuchen bäckt für irgendein Dorf- oder Vereinsereignis, kümmern sich Emanzen eben nur um ihre Karriere. Und wundern sich manchmal ein bisschen. Vor allem, weil Männer, auch wenn sie Karriere machen, häufig Ehrenämter übernehmen, oft übrigens sehr zum Missfallen ihrer weiblichen – schon lange nicht mehr besseren – Hälften. Interessant, solche Dinge, nicht wahr?
Ich denke, auch diese meine Bemerkungen zum Zeitgeschehenl hier benötigen eine Fortsetzung. Gibt’s Kommentare? (Hoffentlich!)