Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03412.jsonl.gz/729

Agonist-Antagonisten-Paare: Muskeln desselben Auges, die Auge in entgegengesetzte Richtungen bewegt
z.B. rechter Rectus lateralis und rechter Rectus medialis
Synergisten: Muskeln desselben Auges, die Auge in dieselbe Richtung bewegen
z.B. rechter Rectus superior und rechter Obliquus inferior (gemeinsame Elevation)
Yoke-Muskeln = kontralaterale Synergisten: Muskelpaare, ein Muskel in jedem Auge, die konjugierte Augenbewegungen produzieren
z.B. rechter Rectus inferior und linker Obliquus superior
Sherringtons Gesetz der reziproken Innervation (Inhibition): die verstärkte Innervation eines extraokulären Muskels (z.B. des rechten Rectus medialis) ist mit reziproker Abnahme der Innervation seines Antagonisten (z.B. des rechten Rectus lateralis) verbunden
bei Kontraktion des Rectus medialis entspannt automatisch Rectus lateralis und umgekehrt
Gilt auch für Versionen und Vergenzen.
Herings Gesetz der gleichen Innervation: während konjugierter Augenbewegungen erhalten Yoke-Muskeln eine gleich starke und simultane Innervation
Sensorik des Binokularsehens
BES = normales binokulares Einfachsehen
simultane bifoveale Fixation beider Augen, sodass jedes Auge zur gemeinsamen Einfachwahrnehmung des Zielobjekts beiträgt
Projektion ist die subjektive Interpretation der Position eines Objekts im Raum auf der Basis stimulierter Netzhautelemente
Retinomotorische Werte: um die Fixation eines Objekts, das im peripheren Feld auf ein extrafoveales Netzhautelement fällt zu ermöglichen, ist eine Sakkade mit genauer Amplitude erforderlich -> jedes extrafoveale Netzhautelement hat deshalb einen retinomotorischen Wert, der proportional zu seiner Entfernung von der Fovea ist und die Amplitude der Sakkade lenkt, die erforderlich ist, um auf das Objekt zu schauen.
Horopter: imaginäre Ebene im Aussenraum, relativ zu den Augen des Beobachters für ein bestimmtes Zielobjekt, auf der alle Punkte korrespondierende Netzhautelemente stimulieren und deshalb einfach und in derselben Ebene gesehen werden.
Panum-Fusions-Raum („Volumen“): Zone vor und hinter dem Horopter, in der Objekte nicht genau korrespondierenden Netzhautelemente stimulieren (retinale Disparität).
Objekte innerhalb der Grenzen des Fusionsraums werden einfach gesehen mit Stereopsis
Objekte vor oder hinter dem Panum-Raum erscheinen doppelt (physiologische Diplopie).
Sensorische Adaptation an einen Strabismus
Suppression: aktive Hemmung des Bildes eines Auges durch die Sehrinde, wenn beide Augen geöffnet sind. Stimuli für eine Suppression sind Diplopie, Konfusion (=simultane Wahrnehmung zweier übereinander liegender, aber ungleicher Bilder durch die Stimulation korrespondierender Punkte) und ein verschwommenes Bild durch Astigmatismus/Anisometropie.
wenn nichtkorrespondierende Netzhautareale eine gemeinsame subjektive Sehrichtung entwickeln
d.h. Fusion ist möglich bei einem manifesten Strabismus mit kleinem Schielwinkel -> die Fovea des fixierenden Auges korrespondiert mit einem nicht fovealen Element des abweichenden Auges.
Motorische Adaptation an einen Strabismus
Kopfzwangshaltung: anomale Kopfposition, in der ein binokulares Einfachsehen erhalten bleibt
Kopfdrehung, Kopfneigung, Anhebung oder Senkung des Kinns
Quellen
The Wills Eye Manual: Office and Emergency Room Diagnosis and Treatment of Eye Disease; Nika Bagheri MD, Brynn Wajda MD, et al; Lippincott Williams&Wilkins; 7. Auflage (2016)
Kanski’s Clinical Ophthalmology: A Systematic Approach; Jack J. Kanski MD, Brad Bowling MD; Saunders Ltd.; 8. Auflage (2015)
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.