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In der Medizin werden radioaktive Stoffe als Radiopharmazeutika oder Strahlenquellen in Untersuchungen (Diagnose) und Behandlungen (Therapie) eingesetzt. Bei den meisten Anwendungen ist die Strahlung gering. Nur bei der Abtötung von Krebszellen (Tumoren) oder bei der Sterilisierung von medizinischem Material wird Strahlung von starken radioaktiven Quellen (oder von Röntgenapparaturen) eingesetzt.
Ein Beispiel ist die sogenannte Tomografie. Bei dieser Untersuchungsmethode nimmt der Patient radioaktiv markierten Traubenzucker auf, der sich im ganzen Körper verteilt. Mit Hilfe der radioaktiven Strahlung können dann Lage und Struktur von Organen, Gewebe und Tumoren erkannt und abgebildet werden.
Mit der PET-Methode (Positronen-Emissions-Tomografie) misst man die Strahlung von einem verabreichten Radiopharmakon. Man kann damit auch kleine Ableger von Tumoren im Körper erkennen, da deren Zellen den radioaktiven Tracer stärker anreichern als gesunde Zellen. (Bild: gettyimages)
In der Krebsbehandlung wendet man starke externe Strahlenquellen an, die Tumore gezielt abtöten. Oder man setzt schwache Strahlenquellen über längere Zeit direkt in den Körper ein, zum Beispiel bei Gebärmutterhalskrebs. Zum Teil werden auch radioaktive Medikamente verabreicht.
Die strahlentherapeutische Krebsbehandlung ist hoch entwickelt. Sie kann sehr zielgenau eingesetzt werden, ohne das gesunde Nachbargewebe zu schädigen.
(Bild: Uniklinik Zürich)