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Die heutige Menzinger Pfarrkirche wurde in den Jahren 1624 bis 1627 erbaut. Sie ist dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht und ersetzte die Vorgängerkirche, die auf dem heutigen Kirchenplatz stand. Das gotische Chorgewölbe der alten Kirche (1477-80) wurde mitsamt den dazugehörigen Fratzen in den Chorraum der heutigen Kirche eingebaut. Typisch für die Menzinger Pfarrkirche sind auch die sogenannten „Chrützen“ auf beiden Seiten des Kirchenschiffs. Sie sind eine Art Chorgestühl der alten Menzinger Familien.
Seit gut 150 Jahren steht auch im Ortsteil Finstersee eine Kirche. Als sie im Jahr 1868 dem Heiligen Karl Borromäus geweiht wurde, fehlte die Innenausstattung noch weitgehend. Die Kirche Finstersee wird von der Kirchgenossenschaft verwaltet. Die Seelsorge wird vom Menzinger Seelsorgeteam geleistet.
Die St. Anna Kapelle ziert den Menzinger Kirchenplatz. Sie wurde 1512 als Beinhaus und Totenkapelle gebaut. Während den Kappelerkriegen wurde sie zerstört, danach jedoch wieder hergestellt. Heute wird sie für Gottesdienste an Werktagen benutzt.
Die Kapelle St. Bartholomäus gehört zum Dorfteil Edlibach. Sie ist das älteste bestehende Gotteshaus auf dem Pfarreigebiet. In einer Schrift aus dem Jahr 1403 wird sie bereits erwähnt. Nachdem im Jahr 1455 ein Frühmesser für die Kapelle angestellt werden konnte, mussten die Menzingerinnen und Menzinger nicht mehr den beschwerlichen Weg nach Baar in Kauf nehmen, um den Gottesdienst zu besuchen. Heute ist die St. Bartholomäus eine beliebte Hochzeitskapelle.
Die sogenannte Staldenkapelle wurde 1597 errichtet. Sie galt als Wallfahrtskirche. Eine Zeitlang stand daneben die Klause eines Waldbruders. Heute werden in der Kapelle keine regelmässigen Gottesdienste mehr gefeiert.
Die Füürschwandkapelle steht auf dem Gubel am Strässchen Richtung Unter- und Oberägeri. Sie erinnert an jenen Ort, an dem sich die katholischen Innerschweizer vor der Schlacht am Gubel zum Gebet versammelt haben sollen.
Diese drei Wegkapellen stehen ebenfalls auf dem Menzinger Pfarreigebiet. Sie laden Spaziergänger und Wanderer zur Einkehr, zum Gebet und Verweilen ein.
Diverse Wegkreuze bezeugen den Volksglauben der alten Menzingerinnen und Menzinger. Durch sie erhofften sich die Gläubigen Segen und Schutz auf ihren Wegen, sowie für ihre Felder und Höfe.
Gleich neben der Kirche steht das Pfarrhaus. Es wurde 1967 gebaut und beherbergt im Parterre das Pfarramt mit dem Sekretariat und dem Büro des Gemeindeleiters. Im Pfarrhaus werden zudem fünf Wohnungen vermietet.
Der Bau des sogenannten Vereinshauses wurde ursprünglich vom katholischen Arbeiter- und Männerverein angeregt. Im Jahr 1900 wurde es eingeweiht. Mit dem Vereinshaus sollten den katholischen Vereinen Räume für ihre Aktivitäten Verfügung gestellt werden. Heute dient das Vereinshaus als Pfarreizentrum und beherbergt in erster Linie Pfarreianlässe und Aktivitäten von Pfarreivereinen. Im zweiten Stock sind zudem Büros für Pfarreiangestellte untergebracht. Seine Räume (grosser Saal, kleiner Saal, Gruppenzimmer, Sitzungszimmer) können von Privatpersonen oder Dorfvereinen gemietet werden.
In den Jahren 2009 und 2010 wurde die alte Kaplanei wegen Baufälligkeit abgerissen. An deren Stelle wurde ein modernes Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen erstellt.