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So funktioniert eine Zentralheizung: Funktionsweise einfach erklärt
Eine Heizungsanlage besteht aus Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmeübertragung. Zusammen bilden sie einen Heizkreis und sorfen für eine effiziente Verteilung der Wärme in den Zimmern.
Die Zentralheizung
In der Schweiz ist das Zentralheizungssystem die gängigste Form zur Beheizung von Räumen und zur Bereitung von Brauchwarmwasser. Eine Zentralheizung versorgt mehrere Räume oder Wohnungen mit Wärme. Die Heizung befindet sich an einer zentralen Stelle, in der Regel im Keller. Das gesamte Heizsystem bestehend aus Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmeübertragung bilden einen geschlossenen Heizkreislauf. Der Heizkreis liefert dabei Wärme an die angeschlossenen Räume.
Wärmeerzeugung bei einer Zentralheizung
Die erste Komponente in einer Zentralheizungsanlage ist die Wärmeerzeugung. Dazu stehen Ihnen verschiedene Technologien und Energieträger zur Verfügung, unter anderem Brennwertkessel oder Wärmepumpen. Gemeinsam ist allen Wärmeerzeugern, dass sie Wasser als Wärmeträger des Zentralheizungssystems in einem ersten Schritt erhitzen. Um das Heizungssystem zu schützen, ist entscheidend, dass nicht gewöhnliches Leitungswasser verwendet wird, sondern dass das Heizungswasser enthärtet und demineralisiert ist.
Wärmeverteilung bei einer Zentralheizung
Das erhitzte Wasser wird aus dem Wärmeerzeuger durch ein Rohrsystem in die zu beheizenden Räume verteilt. Die Verteilung erfolgt mit einem Zweirohrsystem. Eine erste Leitung führt das erwärmte Wasser im sogenannten Vorlauf mit Hilfe von Umwälzpumpen zu den Radiatoren oder den Rohren der Fussbodenheizung. Die zweite Leitung führt das abgekühlte Wasser anschliessend im sogenannten Rücklauf wieder zurück zum Heizkessel.
Und wie funktioniert die Wärmeübertragung?
Wie geschildert, überträgt die Zentralheizung warmes Wasser über das Wärmeverteilungssystem an die Heizkörper oder sonst an eine Heizfläche. Dadurch werden die Wärmeübertrager erwärmt. Über ihre Oberfläche leiten sie die Wärme an die Raumluft weiter. Die Heizkörper sind in der Regel so entworfen, dass sie die Luftzirkulation vereinfachen. Die Luft erwärmt sich schneller und erhebt sich über dem Heizkörper bis an die Decke. Danach kühlt sie ab und sinkt auf den Boden. Dies erzeugt eine Kette, in der die Luft zirkuliert, wodurch im Raum eine gute Luftmischung entsteht.
Wie liefert eine Zentralheizung Warmwasser?
In vielen Fällen führen zwei zusätzliche Rohre vom Wärmeerzeugungssystem weg. Das erste leitet das erhitzte Heizungswasser über ein Rohrschlangenregister in einen Warmwasserspeicher weiter, wo die Wärme an das darin enthaltene Trinkwasser übertragen wird. Im zweiten Rohr wird das abgekühlte Wasser wieder zurückgeführt. Der Heizungsregler in Verbindung mit einem Umschaltventil entscheidet darüber, ob das erhitzte Warmwasser zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Heizkreislauf geleitet wird oder zur Bereitung von Warmwasser genutzt wird.