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Das sei eine "grosse Veränderung", sagte Aarón Cavieres, Chef des Forstverbands Conaf, am Montag (Ortszeit). Von der 50 Kilometer südlich von Santiago de Chile gelegenen Region O'Higgins bis in nördlichere Landesteile war die Lage demnach bis auf einige kleinere Feuer "unter Kontrolle".
Die Waldbrände wüten bereits seit mehr als einer Woche im Süden und im Zentrum Chiles. Elf Menschen kamen nach amtlichen Angaben bislang ums Leben. Es gab zahlreiche Verletzte, mehrere Dörfer wurden vollständig zerstört.
Nach Angaben des Forstverbands fielen fast 3800 Quadratkilometer Land den Flammen zum Opfer, mehr als 1000 Wohnungen wurden zerstört. Tausende Bewohner in den betroffenen Gebieten mussten ihre Häuser verlassen.
Mehr als 11'000 Einsatzkräfte - Feuerwehrleute, Polizisten und Freiwillige - wurden zur Bekämpfung der Brände mobilisiert. In der südlichen Region Biobío, die neben O'Higgins und Maule am schwersten betroffen ist, wurden noch einmal vorsorglich Anwohner in Sicherheit gebracht.
Dort war seit Montag auch ein russisches Löschflugzeug vom Typ Iljuschin Il-76 mit einer Kapazität von 42 Tonnen Wasser im Einsatz. Das grösste Feuer der Gegend war der Stadt Portezuelo gefährlich nah gekommen.
Auch die USA und Brasilien stellten Löschflugzeuge zur Verfügung. Brandexperten aus Argentinien, Frankreich, Peru, Spanien, Venezuela und anderen Ländern standen den chilenischen Behörden zur Seite.
Am Sonntag hatte Präsidentin Michelle Bachelet die Festnahme von 43 Verdächtigen bekanntgegeben. Ihnen droht wegen Brandstiftung eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren.
Die Staatschefin hob unterdessen den Anfang des Jahres über die nördliche Region Valparaíso verhängten Ausnahmezustand auf. Sie kündigte zugleich Unterstützungsleistungen für die durch die Brandkatastrophe Geschädigten an. In einer Erhebung des privaten Instituts Cadem äusserten sich 73 Prozent der Befragten unzufrieden mit Bachelets Krisenmanagement.
(SDA)