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Man stellt abgesehen von den philosophischen Argumenten eine weitgehende Übereinstimmung der allgmeinen enzyklopädischen Attribute (siehe 2.2) mit Perspektiven neuer Musikforschung fest. Diese Perspektiven lassen sich in vielen Selbstdarstellungen von Labors der Musikforschung, wie sie an der seit 1972 jährlich stattfindenden International Computer Music Conference (ICMC) zu finden sind, erkennen. Es ist an dieser Stelle wichtig zu beachten, dass die ICMC nicht einer Stilrichtung oder Musikinstrumententechnologie verpflichtet ist. Sie deckt alle Bereiche der Musikwissenschaft ab, die sich wesentlich des Computers bedienen, ist also nur durch das generische Instrumental-Paradigma und nicht durch dessen mögliche Inhalte definiert. Die zur jährlichen ICMC erscheinden ICMC-Proceedings15 informieren hervorragend über den Stand der Dinge. Wir werden hier stellvertretend das Konzept16 des oben erwähnten IFM-Forums resümieren, siehe Bild 28.
Das IFM-Forschungskonzept für systematische17 Musikforschung geht aus von vier Basiswissenschaften Semiotik, Psychologie, Physik und Mathematik, denen vier Basistätigkeitsfelder Dokumentation, Kommunikation, Produktion und Perzeption gegenüberstehen. In der graphischen Darstellung (die den Topos systematischer Musikforschung spezifiziert) sind die Tätigkeiten als Seiten des Tetraeders dort plaziert, wo sie am ehesten zu den jeweiligen Bereichen in den Ecken passen.
Diese Aktivitäten sind allgemein zu verstehen. So meint "Perzeption" nicht nur sinnliche Wahrnehmung, sondern schliesst Analyse und Interpretation ein, kurz: "Perzeption" spricht alle Ebenen des menschlichen Bewusstseins an. Dasselbe gilt für die anderen Aktivitäten.
Im Vergleich dieser vier IFM-Aktivitäten mit D'Alemberts (eigentlich Bacons) Grundlagenbereichen mémoire (historie), raison (philosophie), imagination (arts) im tableau figuré ( Bild 5) erkennt man eine weitgehende Kongruenz: Dokumentation ~ mémoire (historie), Perzeption ~ raison (philosophie), Produktion ~ imagination (arts). Diese Korrespondenz kann man füglich vervollständigen zu Kommunikation ~ Encyclopédie (savoir), da es offensichtlich D'Alemberts eigentliches Anliegen war, das Kommunikationswerkzeug par excellence, die Encyclopédie selber zu realisieren.
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