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Der in Altstätten aufgewachsene Pfarrer Johann Michael Eichmüller kannte die Sorgen und Mühen der Bergbevölkerung, wie sie den mühsamen Abstieg zur Pfarrkirche in Altstätten und nachher wieder den noch mühsameren Heimweg zu bewältigen hatten.
So gründete der vermögende Pfarrer 1796 eine Stiftung und machte so den Weg für den Bau einer Kapelle frei, allerdings unter der Bedingung, dass der Kaplan von Altstätten wöchentlich eine heilige Messe feiert und den Kindern Religionsunterricht erteilt. Diesem Anliegen konnte zu jener Zeit ohne weiteres zugestimmt werden.
Nach Festlegen des Standortes an geeigneter Lage auf dem Ruppen und der Planungsphase konnte man mit dem Bau der Kapelle beginnen. Zu welchem Zeitpunkt
dann der Spatenstich erfolgte, war aus den noch vorhandenen Archivunterlagen nicht mehr ausfindig zu machen. Jedenfalls wurde dann aber die Kapelle 1806 feierlich eingeweiht. Auf Wunsch des
Stifters wurde die Kapelle unter den Schutz des heiligen Erzengels Michael gestellt.
Gleichzeitig mit dem Bau der Kapelle wurde auch die Korporation gegründet, zuerst nur mit wenigen Mitgliedern, da sich der Schulkreis, gleichzeitig auch Kapellkreis, sich nur vom Bummert bis Ruppen erstreckte. Dies änderte sich erst viel später, als auch der Schulkreis vom Schulhaus Bummert erweitert wurde.