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Gesammelt wurden 63 184 Unterschriften, wie die FFW mitteilte. Zunächst hatte ein kleines Bündnis um den Neuenburger Pierre-Alain Bruchez das Referendum ergriffen, später kamen der Verband Freie Landschaft Schweiz und die FFW dazu.
Die Referendumsführer kritisieren, das Gesetz für eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien sei in Eile beschlossen worden und gehe zu weit. Es mache «absolut keinen Sinn, im Namen des Klimas Wälder für Windkraftanlagen zu roden, Alpenlandschaften mit Solarpanels zu verschandeln und Biotope für Wasserkraft zu überfluten», wurde FFW-Präsidentin Vera Weber zitiert.
Werde der Mantelerlass umgesetzt, würden damit viele Errungenschaften des Natur- und Landschaftsschutzes über Bord geworfen, sagte Weber bei der Übergabe der Unterschriften gegenüber den Medien.
Abstimmung noch dieses Jahr?
Pierre-Alain Bruchez zeigte sich erfreut, dass sozusagen in letzter Minute viele Leute für die Unterschriftensammlung mobilisiert werden konnten. Wie er selber hätten auch viele andere zum ersten Mal in ihrem Leben Unterschriften gesammelt.
«Wir werden erfolgreich sein, wenn es uns gelingt, die Bevölkerung davon zu überzeugen, sich eine eigene Meinung zu bilden, anstatt den Parolen der Parteien zu folgen», sagte er.
Das Parlament hatte die Vorlage in der Herbstsession deutlich gutgeheissen. Der Nationalrat mit 177 zu 19 Stimmen, der Ständerat mit 44 Ja ohne Gegenstimmen. Eine Volksabstimmung wird noch für dieses Jahr erwartet.
Diverse Verbände für Mantelerlass
Neben den meisten Parteien sprechen sich auch Umweltorganisationen wie der WWF, Greenpeace, die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) und der Verein «Nie wieder Atomkraftwerke» für den Mantelerlass aus. Ebenso haben sich am Stromkongress des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE vom Donnerstag Wirtschaftsverbände aus verschiedenen Bereichen für ein Ja ausgesprochen, darunter Economiesuisse, Swisscleantech oder der TCS.
Für die Allianz für den Abstimmungskampf hätten zudem bereits eine grosse Anzahl Parlamentarierinnen und Parlamentarier «aus allen Parteien» gewonnen werden können, teilte der VSE im Anschluss an den Stromkongress am Donnerstag in Bern mit. Sobald das Referendum formell zustande gekommen sei, solle eine Kampagne lanciert werden, hiess es.
Autor: (sda)
Foto: Reto Stifel