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China verbietet Wolkenkratzer von über 500 Metern
2015 fertig gestellt wäre der Shanghai Tower, das höchste Gebäude in Chinas und das zweithöchste der Welt, mit seinen 632 Metern nicht mehr möglich: Türme von über 500 Metern werden keine mehr bewilligt. Allerdings dürfte sich dies laut Experteneinschätzung wenig auf den Bauboom Chinas auswirken.
Quelle: Road Triip with Raj, Unsplash
Der Shanghai Tower (rechts) könnte heute nicht mehr gebaut werden.
In China soll es keine Wolkenkratzer der absoluten Superlative mehr geben: Bauten, die höher als 500 Meter sind, erhalten keine Baubewilligung mehr. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission hat das Errichten solcher Gebäude vollständig untersagt. Dies berichtete dieser Tage die „South China Morning Post“. Allerdings ist das Verbot bereits vergangenes Jahr angekündigt worden. Zudem wird der Bau von Türme mit einer Höhe von mehr als 250 Metern eingeschränkt, und Gebäude die höher als 100 Metern sind müssen entsprechende Brandschutzvorgaben erfüllen.
Ausschlag für diese Massnahme gab die mangelhafte Kontrolle bei hohen Bauten, die zu immer mehr Bedenken bezüglich Qualität und Sicherheit geführt hatte. Dies berichtete das Architektur-Newsportal Archinect.com.
Verbote kaum spürbar auf dem Gewerbeimmobilienmarkt?
Die Verbote und Vorgaben werden den Bauboom kaum eindämmen: Die Obergrenze dürfte sich wenig auf den Gewerbeimmobilienmarkt auswirken, da sich die beliebtesten Geschossflächen irgendwo zwischen 180 und 200 Meter bewegten, erklärte Martin Wong, Research Director bei Immobilienberatungsunternehmen Knight Frank, gegenüber der „South China Morning Post“. „Unternehmen achten auf den Standort, die Qualität und darauf, ob die Gebäude energieeffizient und nachhaltig sind, nicht nur auf die Höhe", so Wong weiter. (mai)