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Die Arbeit der Professur orientiert sich am Ziel, unser Verständnis der Struktur und Funktion von Waldökosystemen zu verbessern, mit einem Schwerpunkt auf Gebirgswäldern beispielsweise in den europäischen Alpen. Ein prozess-basiertes Verständnis der Dynamik dieser Systeme bildet die Grundlage für die Verbesserung des Ökosystem-Managements in einer Ära verschiedenster und sich manchmal widersprechender Ansprüche an den Wald, wie beispielsweise Schutz von Mensch und Infrastruktur, Holzproduktion, Kohlenstoff-Speicherung, Biodiversität und Erholungsnutzung.
Wir untersuchen strukturelle und funktionale Aspekte dieser Systeme, mit drei Schwerpunkten: (1) Populationsdynamik von Waldbäumen (Etablierung, Wachstum, Mortalität); (2) Ökologie von grossflächigen Störungsereignissen wie Borkenkäfer-Epidemien und Waldbränden; und (3) Biogeochemie von Einzugsgebieten. Diese Schwerpunkte bedingen Forschungsarbeiten zu kurz- wie langfristigen Prozessen (vgl. Abbildung oben) und auf räumlichen Massstabsebenen vom Einzelbaum bis zur Landschaft (ca. 100 km²).
Methodisch wenden wir eine Kombination aus Modellierung und feldbasierten Analysen an, um Hypothesen über die dominierenden Prozesse in naturnahen und stark bewirtschafteten Gebirgswaldökosystemen aufzustellen und zu testen.