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Im Vorjahr lag er bei 11 Prozent. Das Parlament genehmigte die Senkung mit 46 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung. Grund für den merklich tieferen Selbstbehalt als in den Vorjahren ist die bessere Datenqualität für die Modellberechnungen der kantonalen Steuerverwaltung.
2022 werden somit voraussichtlich 30,3 Prozent der Obwaldner Bevölkerung Prämienverbilligungsbeiträge erhalten. Der Bundesrat schlägt vor, dass einem Drittel der Bevölkerung die Prämien verbilligt werden sollen. Im letzten Jahr waren es 30 Prozent, zuvor jeweils leicht mehr. Obwalden hat die fünfttiefsten Durchschnittsprämien der Schweiz.
Obwalden ist laut Finanzdirektorin Maya Büchi-Kaiser (FDP) einer der wenigen Kantone, der das Kantonsparlament über die Ausgestaltung der Prämienverbilligung befinden lässt. Im laufenden Jahr gehe das Geld zu 91,6 Prozent an Menschen, die über anrechenbares Einkommen von unter 50'000 Franken verfügen, was je nach Abzügen einem Brutto-Einkommen von bis zu 80'000 Franken entspreche.
Der Vorwurf aus den Reihen der CSP, wonach Familien mit Kindern zu wenig entlastet würden, liess sie die Finanzdirektorin nicht gelten. Diese seien gut abgedeckt. Sie erwähnte aber, dass das Gesundheitsamt an der Erarbeitung eines Wirkungsberichts zur Prämienverbilligung sei.