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Rafael Nadal kann mit einem Sieg beim Australian Open und einem 21. Grand-Slam-Titel erstmals Rekordhalter in der wichtigsten Kategorie des Tennissports werden. Der Auftakt gelang dem 35-jährigen Spanier absolut nach Wunsch. Gegen den Amerikaner Marcos Giron (ATP 66) gab er mit 6:1, 6:4, 6:2 nur gerade sieben Games ab und zeigte, dass er nach seinen Fussproblemen im letzten Jahr wieder gut in Form ist. 2016 verlor Nadal in Melbourne in der 1. Runde, seither hat er zum Auftakt nie mehr einen Satz abgegeben. Das Turnier gewonnen hat er aber nur einmal (2009), viermal unterlag er im Final.
Osaka mit mehr Freude auf dem Platz
Die Titelverteidigerin Naomi Osaka (WTA 14) kehrte mit einem ungefährdeten 6:3, 6:3-Sieg gegen die Kolumbianerin Camila Osorio (WTA 50) in die Rod Laver Arena zurück. Fast noch wichtiger für den japanischen Superstar: Osaka hat wieder mehr Freude am Tennis. Letztes Jahr pausierte sie wegen psychischer Probleme zwischen dem French Open und den Olympischen Spielen zuhause in Tokio während fast drei Monaten. «In der Vorbereitung habe ich gemerkt, dass mir der Wettkampf Spass macht. Jetzt bin ich hier, weil ich wieder hier sein will», erklärte die 24-Jährige.
Barty soll Durststrecke beenden
Seit 1978 wartet Australien auf einen Heimsieg in Melbourne. Nun scheint mit der Weltnummer 1 Ashleigh Barty eine Spielerin bereit, diese Durststrecke zu beenden. Die Siegerin des French Open 2019 und von Wimbledon im letzten Jahr deklassierte zum Auftakt die Qualifikantin Lesia Zurenko (WTA 110) 6:0, 6:1. Die bedauernswerte Ukrainerin schaffte erst ganz am Ende und nach Abwehr eines Matchballs ihr erstes und einziges Game.
Lopez' 79. Grand-Slam-Turnier in Folge
Der Mann kriegt nie genug: Feliciano Lopez startete in Melbourne zu seinem 79. (!) Grand-Slam-Turnier ohne Unterbruch. Letztmals ging im Januar 2002 - ebenfalls in Australien - ein Major-Event ohne den unverwüstlichen, 40-jährigen Spanier über die Bühne. Die Nummer 1 hiess damals Lleyton Hewitt, das Turnier gewann Thomas Johansson. Lopez ist noch die Nummer 109 der Welt und unterlag in der Startrunde dem 20 Plätze besser klassierten Australier John Millman in vier Sätzen. Den Rekord für Grand Slams in Folge hielt der Linkshänder schon zuvor, mit insgesamt 80 Turnieren liegt er hinter Roger Federer (81) noch an zweiter Stelle.
Siegerin von 2020 schon out
Bereits ausgeschieden ist die Siegerin von 2020. Zwei Jahre nach ihrem überraschenden Triumph verlor Sofia Kenin (WTA 13) das hochkarätige US-Duell gegen Madison Keys (WTA 51), die US-Open-Finalistin von 2017, knapp 6:7, 5:7. Keys hatte vergangen Woche das Turnier in Adelaide gewonnen.
107 Eigenfehler - und trotzdem gewonnen
Der Russe Aslan Karazew brauchte 4:52 Stunden und bis nach Mitternacht, um den Spanier Jaume Munar (ATP 71) 3:6, 7:6 (7:1), 6:7 (3:7), 6:4, 6:4 zu besiegen. Der Nummer 15 der Welt unterliefen dabei nicht weniger als 107 unerzwungene Fehler und damit 72 mehr als Munar. Karazew hatte vor einem Jahr als Qualifikant die Halbfinals in Melbourne erreicht. Vergangene Woche gewann er das Turnier in Sydney.