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Tacrolimus und Voriconazol beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhte Tacrolimus-Konzentration und Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Voriconazol ist ein starker Hemmer von CYP3A4, welches massgeblich den Abbau von Tacrolimus katalysiert.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. In klinischen Studien erhöhte Voriconazol die Cmax und AUC von Tacrolimus (0.1 mg/kg KG, Einzeldosis) um 117% bzw. 221%. Gemäss Schweizer Fachinfomration für Voriconazol ist die Kombination mit einem QT-verlängernden CYP3A4-Substrat formal kontraindiziert.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Bei Anwendung von Voriconazol bei bereits bestehender Tacrolimus-Therapie empfiehlt die Fachinformation, die Tacrolimusdosis auf ein Drittel der Ausgangsdosis zu reduzieren und die Tacrolimus-Spiegel im Vollblut sorgfältig zu überwachen. Wird Voriconazol abgesetzt, müssen die Tacrolimus-Spiegel sorgfältig überwacht und die Dosierung gegebenenfalls erhöht werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018