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«Ich habe mir einfach gesagt: ‹Vollgas, Filippo!› - und es hat geklappt», zeigte sich Filippo Ganna im TV-Siegerinterview erleichtert. Der 25-Jährige aus dem Piemont war zwar für das Giro-Auftaktzeitfahren favorisiert. Im Vorjahr hatte er, inklusive der WM in Imola, alle seine Zeitfahren auch gewonnen. Heuer jedoch setzte es für Ganna einige Niederlagen ab, so zuletzt auch in der Tour de Romandie. In Freiburg war er am vergangenen Sonntag nur Zehnter geworden.
Auf den 8,6 km in Turin erwies sich Ganna als der mit Abstand Stärkste. Er benötigte für die Strecke nur 8:47 Minuten, was den horrenden Schnitt von 58,7 km/h ergab. Gannas Landsmann Edoardo Affini büsste als Zweiter bereits zehn Sekunden ein. Rang 3 ging an den Norweger Tobias Foss (0:13 Sekunden zurück).
Der Belgier Remco Evenepoel überzeugte bei seinem Comeback nach neunmonatiger Rennpause wegen eines Beckenbruchs als Siebter mit nur 19 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Die zwei meistgenannten Fahrer auf den Gesamtsieg verloren hingegen gut eine halbe Minute auf Ganna. Der Brite Simon Yates klassierte sich im 37., der Kolumbianer Egan Bernal im 40. Rang.
Bester der sechs gestarteten Schweizer war Gino Mäder. Der Berner belegte mit 41 Sekunden Rückstand den 55. Rang. Der Zürcher Neoprofi Mauro Schmid büsste als 61. nur zwei Sekunden mehr ein.
Die 2. Etappe am Sonntag führt über 179 flache Kilometer von Stupinigi nach Novara.