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Filmkritik: Aus Mangel an BeweisenNetflix
Wir schreiben das Jahr 1996. Kurz vor Weihnachten verbringt die Französin Sophie Toscan du Plantier einige Tage in Irland, bevor sie rechtzeitig zu den Feiertagen nach Paris zurückreisen will. Am 23. Dezember sitzt sie gegen Abend im Pub von Schull. Der Barbesitzer kommt mit ihr ins Gespräch. Er spricht Französisch mit ihr, um in dieser Fremdsprache in Übung zu bleiben. Sie versucht dasselbe umgekehrt. Wenig später verabschiedet sich Sophie von ihm und verlässt das Pub.
Am Morgen danach findet ein Bewohner des Ortes um 10 Uhr die Leiche von Sophie in einem Dornenbusch unweit ihres Hauses. Wie schön wäre es doch, wenn es sich bei dieser Geschichte nur um den Anfang eines Krimi-Thrillers handelte. Leider ist die Story traurige Wahrheit. Sofort beginnt die lokale Polizei, in Irland «Garda» genannt, mit den Ermittlungen. Sie sichert Spuren und befragt Zeugen. Zu der Zeit ist die Technik der DNA-Analyse jedoch noch nicht so fortgeschritten. Eine Zeugenaussage belastet einen Journalisten schwer. Die Indizien sind erdrückend, aber die Beweislage dünn.