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Ärzte "erlauben" Schwangeren Paracetamol und Ibuprofen. Es gibt aber längst Studien die auf gravierende Risiken hinweisen.
Häufige Paracetamol-Einnahme erhöht Autismus-Risiko beim Kind
Dabei fanden die Forscher heraus, dass ungefähr 4 Prozent der Frauen während der Schwangerschaft für mindestens 28 Tage Paracetamol eingenommen hatten. Die Kinder dieser statistischen Untergruppe wiesen gleichzeitig überdurchschnittlich häufiger Entwicklungs- und Verhaltensstörungen auf als Kinder, deren Mütter seltener bzw. gar kein Paracetamol zu sich nahmen.
Die Kinder der Paracetamol-Mütter fingen überdies später zu laufen an und zeigten in psychologischen Tests schlechtere Kommunikations- und Sprachfähigkeiten.
"Unsere Ergebnisse deuten an, dass Paracetamol nicht so harmlos ist, wie wir immer angenommen haben", erklärte Ragnhild Eek Brandlistuen, die Studienleiterin an der Universität Oslo. "Der längerfristige Gebrauch von Acetaminophen erhöhte in unserer Studie das Risiko auf Verhaltensstörungen um bemerkenswerte 70 Prozent."
danke für die Information.
Nicht nur für Schwangere und das ungeborene Kind birgt Paracetamol Risiken. Dadurch, daß es lange Zeit als recht "harmlos" eingestuft wurde, wurden seine Risiken oft nicht wirklich beachtet. Dabei sind sie vorhanden:
... Dosierung von Paracetamol
Paracetamol ist in verschiedene Darreichungsformen im Handel. Bei Kindern werden meist Zäpfchen oder Säfte bzw. Sirup eingesetzt, bei Erwachsenen eher Tabletten und Kapseln. Auch Infusionen sind erhältlich. Paracetamol kann einmalig oder in 3–4 Einzeldosen pro Tag eingenommen werden. Zwischen der Einnahme der Einzeldosen sollten mindestens 6–8 Stunden liegen.
Wichtig ist bei der Dosierung von Paracetamol, die empfohlene Höchstmenge nicht zu überschreiten, da es bei einer Überdosierung zu lebensgefährlichen Leberschädigungen kommen kann.
Erwachsenen dürfen nicht mehr als 8 Tabletten à 500 mg, also insgesamt 4 g pro Tag nehmen.
Bei Kindern liegt die Paracetamol-Dosis – abhängig vom Alter – darunter. Empfohlen werden pro Einzeldosis 10–15 mg Paracetamol pro kg Körpergewicht mit einer täglichen Obergrenze von 50 mg pro kg Körpergewicht.
Paracetamol: Nebenwirkungen
Im Bereich der empfohlenen Dosierung ist Paracetamol arm an möglichen Nebenwirkungen und gut verträglich. Selten bis sehr selten treten Störungen der Blutbildung, allergische Reaktionen, Bauchschmerzen, Übelkeit, ein Anstieg der Leberwerte oder eine Verkrampfung der Luftwege mit Luftnot auf.
Eine Überdosierung von Paracetamol kann allerdings schwere Nebenwirkungen zur Folge haben. Vor allem die Leber kann schwer geschädigt werden, wenn ein Erwachsener einmalig mehr als 10–12 g oder über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 7,5 g einnimmt (bei Kindern entsprechend geringere Mengen).
Aus diesem Grund ist seit Juli 2008 in Deutschland Paracetamol in größeren Packungen (ab 10 g des Wirkstoffs) verschreibungspflichtig, geringere Mengen können nach wie vor rezeptfrei in der Apotheke erworben werden. Kritisch für die Leber ist auch die gleichzeitige Einnahme von potenziell leberschädigenden Substanzen (z. B. Medikamente gegen Krampfleiden) oder Alkoholmissbrauch.