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Von den bisherigen zehn Partien in diesem Wettbewerb verloren sie bloss zwei – zu Hause gegen Färjestad (0:1 n.V.) und auswärts gegen IFK Helsinki (1:2). Dass den Bündnern alles zuzutrauen ist, bewiesen sie im Viertelfinal gegen Skelleftea, das in der schwedischen Meisterschaft in den letzten fünf Saisons stets den Playoff-Final erreicht hatte und 2013 sowie 2014 Meister geworden war. Nach einem 1:1 in Davos gewannen die Bündner das Rückspiel 4:1.
Gegen Frölunda wird die Aufgabe nicht leichter. Das Team aus Göteborg hat in der heimischen Liga bloss 6 von 32 Spielen verloren und führt die Tabelle vor dem punktgleichen Skelleftea an. Das Prunkstück der Mannschaft ist die Offensive. In der Meisterschaft hat Frölunda 125 Tore erzielt, das sind rund vier Treffer pro Partie. Skelleftea, die Nummer 2 in dieser Statistik, hat es auf 99 Tore gebracht. Auch im Europacup schossen die Göteborger vier Treffer pro Spiel.
Der Topskorer im Team ist der Amerikaner Ryan Lasch, der mit 11 Toren und 24 Assists die Nummer 2 der Liga sowie mit 5 Toren und 8 Assists die Nummer 1 in der Champions League ist. Ein besonderes Augenmerk müssen die Davoser auch auf Frölundas Überzahlspiel legen. 21 der 40 Treffer im europäischen Wettbewerb erzielten die Skandinavier im Powerplay. Für den HCD, die am häufigsten mit Strafen belegte Mannschaft in der Champions League, gilt es also, so wenig Strafen wie möglich zu erhalten, auch wenn den Bündnern bereits vier Shorthander gelungen sind.
Die Davoser benötigen erneut einen starken Goalie Leonardo Genoni. Seine Abwehrquote beträgt bisher ausgezeichnete 95,13 Prozent. Del Curto muss im Hinspiel sicher auf die verletzten Marcus Paulsson, Dario Simion und Gregory Sciaroni verzichten. Zudem fehlt der kürzlich verpflichtete Kanadier Alexandre Picard, der nicht spielberechtigt ist. Wegen Krankheit steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Devin Setoguchi.
Die Frage ist auch, wie viel Energie Davos nach dem Mammutprogramm noch hat, umso mehr, als einige Spieler angeschlagen sind. Ursprünglich hätte der Schweizer Meister zuerst in Schweden antreten sollen, wegen des WEF war diese Spielreihenfolge aber nicht möglich. Frölunda hat in der K.o.-Phase auswärts stets verloren, zu Hause weisen die Göteborger in der Champions Hockey League allerdings eine makellose Bilanz aus. Im Viertelfinal schalteten sie im Penaltyschiessen Vorjahressieger Lulea aus. Sie nahmen damit Revanche für die Final-Niederlage im vergangenen Jahr.
(SDA)