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Der relativ grosse PU Barenco&Andreoli SA aus Faido fährt auf verschiedenen Liniengruppen in der Leventina. Zum Anfangen hier die Berglinien ab dem Bezirkshauptort Faido nach Carì und Osco, welche von einer eindrücklichen Flotte von Klein- und Midibussen bedient werden. Nicht die grössten, aber die schwersten Fahrzeuge der Flotte sind zwei Vario, welche auch mit dem Logo der Tourismusorganisation von Carì beklebt sind und eigentlich ausschliesslich auf diesen beiden Linien fahren. Aufnahme am 22.4.2009 in Faido.
Nebst den beiden Vario sind mehrere Kleinbusse von Mercedes-Benz und Iveco vorhanden, welche vor allem die schwächeren Kurse an Werktagen ausführen. Am 24.11.2010, einem Mittwochabend, warten die beiden Wagen TI 79'215 (Sprinter 416CDI, 2003) und 194'319 (Iveco 50C17, 2009) auf die Bergfahrt als jeweils letzte Kurse.
Auf den nur etwas mehr als 10 Minuten Fahrzeit über Mairengo nach Osco bewältigen die Postautos gut 400 Höhenmeter über eine extrem schmale Strasse. TI 7'638, der ältere und etwas längere Vario aus 2001, hat mit einem Samstagmorgen-Kurs soeben sein Ziel erreicht und wird nach nur einer Minute Pause wieder zurück nach Faido fahren. 19.3.2011.
Etwas länger ist die Linie ins auf gut 1600 Meter gelegene Carì. Auf dieser Aufnahme mit dem Vario TI 109'775, mit Baujahr 2002 der neuere der beiden "Traktoren", ist das Ziel der Linie mit seinem kleinen Skigebiet und den grossen Ferienhäusern bereits sichtbar. Der Wagen wird in Kürze Molare erreichen und nach einer 180-Grad-Kehre im Dorf die letzten Höhenmeter bewältigen. (19.6.2011)
Neuestes Fahrzeug der Barenco-Flotte ist ein Sprinter 516CDI 4x4, abgeliefert im Juni 2011. Er wird die Vario auf den beiden Berglinien in die zweite Stufe verdrängen, ist er doch rund drei Tonnen leichter, kann aber mehr Reisende befördern. Am Nachmittag des 19.6.2011 entstand diese Aufnahme bei der Post Carì, der Wagen fährt aber noch weiter zum Saisonziel Predelp.
Rund 10 Minuten dauert die Stichfahrt nach Tengia, welche die meisten Kurse nach Carì ebenfalls bedienen. Dabei passieren sie auch das Dorf Rossura mit seiner frei zuvorderst auf dem Plateau stehenden Kirche. Zu sehen TI 109'775, unterwegs von Carì nach Faido.
Von Juni bis September fahren je zwei tägliche Kurspaare weiter von Carì und Osco zur Alpsiedlung Predelp, auf 1700 Metern in einem imposanten Talkessel gelegen und Ausgangspunkt für schöne Höhenwege und eine Passwanderung ins Bleniotal. Aus praktischen Gründen sind die Umläufe jeweils verknüpft, d.h. die Kurse fahren ab Carì über Predelp nach Osco und umgekehrt. Mit dem Nachmittagskurs am 19.6.2011 ist der neueste Sprinter unterwegs von Carì nach Osco, er hat soeben in Predelp gewendet und fährt talwärts aus dem Kessel heraus.
Am Sonntag benötigt der Umlauf grundsätzlich nur zwei Fahrzeuge, am Mittag wird allerdings ein Kurs vom Wagen der Linie Lavorgo - Chironico geführt. So entstand am 19.6.2011 diese Aufnahme vom Iveco 50C17 TI 109'318, der aus Carì kommend in Kürze die Bergstation erreichen wird. Drei solche Fahrzeuge mit tschechischer Karosserie wurden 2006-2009 über einen Zwischenhändler angekauft. Im Hintergrund ist übrigens der Campo Tencia zu sehen, dahinter wäre das Verzascatal zu finden.
Natürlich sind auch die Vario auf der saisonalen Verlängerung zu sehen. TI 109'775 am 19.6.2011 auf der morgendlichen Bergfahrt oberhalb Vigera (bei Osco)...
...und am abend in Tarnolgio, von wo aus die beiden Linien ab Osco und Carì über die gleiche Strasse den letzten Kilometer nach Predelp fahren. Wie Predelp ist auch Tarnolgio nur im Sommer bewohnt, einige der Alphütten werden heute auch als Ferienhäuser benutzt, bis heute konnte aber der ursprüngliche Charakter der Siedlung bewahrt werden.
Das Dorf Faido liegt ein rechtes Stück unterhalb der SBB-Bahnstation. Während die Kurse aus Carì ohnehin beim Dorfplatz den Talboden erreichen, fahren die Busse aus Osco ab Faido FFS weiter zur Post. Hier entstand auch diese Aufnahme vom neuen Sprinter am 19.6.2011.
Als Bezirkshauptort ist Faido auch Sitz des Ospedale Distrettuale (Bezirksspital). Dieses liegt an der Linie nach Carì, wird aber zu den Besuchszeiten fast stündlich durch eigene Kurse ab Faido bedient. Am 19.6.2011 war auf einem dieser Kurse ebenfalls der neuere Vario eingeteilt, zu sehen vor dem Neubau der Anlage.nach oben
Barenco&Andreoli SA ist auch in Lavorgo mit drei Fahrzeugen präsent, vor der Gründung der SA war hier PU Andreoli stationiert. Von hier führen Linien über Calonico nach Sobrio sowie nach Chironico. Auf ersterer Linie war am 19.6.2011 der Sprinter TI 162'330 eingeteilt, ein inzwischen 10-jähriger 416CDI in Kombi-Ausführung und so auch für Reiseeinsätze geeignet. Die Aufnahme entstand vor der letzten Bergfahrt nach Sobrio. Der frühe Abendschatten (es ist kurz nach 18 Uhr und Hochsommer) illustriert die Lage des Dorfes zu unterst im Talkessel.
Eine halbe Stunde später auch nur noch knapp in der Sonne ist der Weiler Grumo, Endstation der Linie nach Chironico, welche am 19.6.2011 vom ebenfalls in Lavorgo stationierten TI 109'318 bedient wurde.
Die nur wenig talwärts gelegene Kirche von Chironico lag dagegen ebenfalls bereits im Schatten, während die Dörfer am gegenüberliegenden Sonnenhang noch voll im Licht wären.nach oben
Auf der Hauptlinie Bellinzona - Airolo ist Barenco&Andreoli zusammen mit Marchetti aus Airolo zuständig. Kurz vor Fahrplanwechsel Ende 2010 wurden 6 Volvo 8700LE für die Linie abgeliefert, wovon zwei zu PU Barenco gelangten. Die Aufnahme entstand am 26.10.2010 anlässlich der Ablieferung auf dem Firmenareal in Faido. Foto zur Verfügung gestellt durch die Barenco&Andreoli SA.
Zuvor waren für die Linie zwei Setra 313UL zuständig, geliefert 1999 und 2003. TI 13'747, der neuere der beiden Wagen, erreicht auf dieser Aufnahme vom 6.12.2008 gerade die Endstation Bellinzona, wo die Kurse meist eine Stunde Pause haben. Die beiden Setra 313UL sind weiterhin im Bestand, allerdings vor allem für Extra- und Zusatzfahrten. In den Linienverkehr gelangen sie in der Regel Am Wochenende, um genug Kilometer zu erhalten.
Derselbe Wagen am 22.4.2009 in Lavorgo auf Bergfahrt nach Airolo. Die ganze Fahrt über die gut 60 Kilometer lange Linie dauert rund eineinhalb Stunden und beinhaltet rund 1000 Höhenmeter. Trotz der langen Pausen an den Endstationen gibt das zwei bis drei Umläufe mit etwa 300 Kilometer Tagesleistung und bis 3000 Höhenmeter auf- und abwärts. Die weniger strengen Einsätze seit Ablieferung der Volvo haben sich die beiden Setra also definitiv verdient...
Am selben Tag, ein Umlauf zuvor fuhr mir der 13'747 in Ambrì-Piotta vor die Kamera. Wie an diversen weiteren Orten besteht auch hier Anschluss auf eine weitere Postautolinie, jene von PU Marchetti nach Altanca - Luregno.
Winter in der Sonnenstube der Schweiz. Während Städte wie Lugano schon bei leichtem Schneefall bisweilen chaotische Zustände erleben, ist man sich in der Leventina und insbesondere oberhalb der Piottino-Schlucht den Schnee gewohnt. Am 28.11.2010 kämpft sich der TI 13'747 durch den Schneematsch bergwärts, er hat die Talenge der Piottino-Schlucht durchquert und erreicht nun das Museum Dazio Grande bei Rodi.
Der O404, Kombi-Fahrzeug der Flotte, wird nur selten im Linienverkehr eingesetzt, wo er mit seinen schmalen Türen und dem hohen Boden nicht sonderlich geeignet ist. Am 7.6.2010 hat er sein angestammtes Einsatzgebiet im Ausflugsverkehr trotzdem verlassen, er hat im Bild mit einem morgendlichen Zusatzkurs soeben die Kantonshauptstadt erreicht.
Eigentlich kein Regiewagen ist dieser NAW/RJ BH4-23 ex PU Kälin, Alpthal. Bis zu drei ältere Postautos waren von der Regie in Faido stationiert für NEAT-Zubringerdienste in den Fensterstollen, sie wurden ebenfalls durch PU Barenco betrieben. In Ausnahmefällen konnten die Wagen auch für den Linienverkehr beigezogen werden, am 22.4.2009 war der Wagen wegen Ausfall eines Neoplans zwischen Airolo, Rodi und Dalpe unterwegs, aufgenommen in Airolo. Das Fahrzeug wurde kurz davor von der direkten Dreckschicht befreit, die sich beim fahren durch die warmen, staubigen NEAT-Stollen bildete. Inzwischen ist er weitergewandert und im Valle di Muggio im Einsatz.
Am 22.5.2010 war dann wieder das Stammfahrzeug auf der Linie im Einsatz, ein Neoplan N312K aus 2004. Das Fahrzeug hat soeben Dalpe verlassen und fährt nun über Prato talwärts nach Rodi, wo Anschluss nach Faido und Bellizona besteht. Danach geht die Fahrt weiter am anderen Hang über Quinto und Piotta nach Airolo.nach oben