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Sams Vergangenheit
Sam wurde im Jahr 2004 als wenige Monate alter Bär zusammen mit seiner Schwester Jamila von Unbekannten im Zoo Skopje (Nordmazedonien) abgegeben. Dort lebte er allein in einem monotonen Betongraben. Seine Hauptbeschäftigung war, auf die nächste Fütterung zu warten. Um sicherzustellen, dass die Zoobesucher Sam beobachten konnten, wurden er ganzjährig durchgefüttert, ohne jemals eine bärentypische Winterruhe machen zu können.
Sam im Betongraben des Zoo Skopje vor der Abgabe nach Arosa
Der Zoo kam jedoch selbst zur Überzeugung, dass die marode Bärenanlage bei weitem nicht tiergerecht ist. Eine Sanierung war aus betrieblichen und finanziellen Gründen nicht möglich. Somit entschied die Zooleitung, Sam und seine Schwester Jamila an einen guten Standort abzugeben und sie kontaktierte die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. VIER PFOTEN bot Hand und brachte die einzeln gehaltenen Geschwister am 20. Mai 2022 ins Arosa Bärenland.
Ankunft im Arosa Bärenland
Der Transport von Skopje über Griechenland und Italien nach Arosa verlief reibungslos. Nachdem Sam am Nachmittag des 20. Mai 2022 die Transportkiste verlassen hatte, zog er sich sogleich in die Höhle zurück. Er verblieb bis weit in die Nacht in dieser Deckung, bis er erstmals die Innenanlage aufsuchte und vorsichtig erkundete.
Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit Stiftung Arosa Bären. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.
- Männlicher Braunbär
- Geboren 2004
- Gewicht: Spätherbst 260kg / Frühsommer 170kg
- Wurde als wenige Wochen alter Bär an der Kasse des Zoo Skopje abgegeben
- Lebte in den vergangenen 18 Jahren alleine in einem Betongraben
- Im Arosa Bärenland seit dem 20. Mai 2022
Sams Leben in Arosa
In der Innenanlage angebotene Fleischstücke trug Sam anfänglich in die Höhle, um dort zu fressen. Nach wenigen Tagen begann er, auch ausserhalb der Höhle zu ruhen und Fleischstücke zu fressen. So wurde Sam zunehmend sicher. Wie erwartet, zeigte aber auch Sam Verhaltensstörungen. Er lief mehrere Stunden täglich entlang eines Gitters hin- und her. In der vierten Woche nach der Ankunft wurde Sam vermehrt am Morgen aktiv und interessierte sich für den offenen Schieber zur Aussenanlage. Sein erstes Bad im nahegelegenen Teich dauerte nur wenige Minuten. In den Folgetagen fühlte sich das Bärenmännchen aber immer wohler und erkundete fleissig die Aussenanlage.
Sam macht Fortschritte und erkundet die grosse Aussenanlage im Arosa Bärenland
Nachdem Sam 18 Jahre in einem monotonen Betongehege lebte, war sein Start in die zweite Lebenshälfte im Arosa Bärenland eine beachtliche Herausforderung. Wir gaben ihm die Zeit, dass er sich behutsam in kleinen Lernschritten an die für ihn komplett neue Naturlandschaft gewöhnen konnte. Ziel im Arosa Bärenland ist, dass die einst schlecht gehaltenen Bären das natürliche Verhalten lernen und dadurch ihre Verhaltensstörungen ablegen können.
Besuchen Sie den Bären Sam im Arosa Bärenland!