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Nudging oder Nudge (aus dem Englischen für Stups oder Schubs) wird als Synonym für anregen, lenken, formen verwendet. Es ist eine verhaltensökonomische Methode, bei der versucht wird, das Verhalten von Menschen auf vorhersagbare Weise zu beeinflussen, ohne dabei jedoch auf Verbote, Gebote oder ökonomische Anreize zurückzugreifen.
Bekannt wurde der Begriff aus der Verhaltensökonomie durch Richard Thaler und Cass Sunstein und deren Buch: Nudge: Improving Decision about Health, Wealth, and Happiness. Unter einem Nudge verstehen die Autoren eine Methode, das Verhalten von Menschen auf vorhersagbare Weise zu beeinflussen, ohne dabei auf Verbote und Gebote zurückgreifen oder ökonomische Anreize verändern zu müssen.
Beispiele für Nudging:
- Drucker sind beispielsweise auf Doppelseitig voreingestellt, somit wird Papier gespart.
- Die Organspende so zu gestalten, dass jeder als Organspender gilt, es sei denn, er entscheidet sich explizit dagegen.
und für Männer im Speziellen:
- Wird in Urinalen ein Abbild einer Fliege angebracht, landet 80 % weniger Urin auf dem Boden, da die Männer beim Urinieren auf die Fliege zielen.
Was zeichnet gute „Nudges“ aus:
- Nudges müssen transparent und dürfen nicht irreführend sein;
- Es sollte so einfach wie möglich sein, sich gegen einen Nudge zu entscheiden;
- Es sollte gute Gründe geben anzunehmen, dass das Verhalten, welches durch einen Nudge ermutigt wird, dem Wohlergehen der Gesellschaft dient.
Früher hiessen Nudges wohl „gesunder Menschenverstand“, mehr dazu hier oder auch hier. Und ob Nudging gut und erfolgreich ist, kann jeder für sich, mit sich und an sich entscheiden. Gefallen hat mir der Begriff auf jeden Fall. Ich versuche morgen dann mal einige zu „nudgen“.