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Afterleistling, Hygrophoropsis
Kleine bis mittelgrosse Pilze mit seitlichem, exzentrischem oder auch zentralem Stiel, herablaufenden Lamellen und weisslichem bis blassgelbem Sporenpulver. Die Farbe ist vorwiegend gelborange bis orangebraun, seltener orangerosa. Nur der Falsche Eierschwamm (H. auriantiaca) ist häufig. Teils wächst er auf Holz, meist aber wie die anderen Afterleistlinge auf Erde im Nadel- oder Mischwald.
Die Gattung Omphalotus enthält nur den Ölbaumpilz (O. olearius), welcher immer auf Holz spriesst. Im Dunkeln kann er schwach leuchten. Die Art erscheint büschelig an Ölbaum, Edelkastanie oder Eiche, vorwiegend südlich und nur vereinzelt nördlich der Alpen.
Der seitlich gestielte Orangeseitling gehört zur Gattung Phyllotopsis aus der Ordnung der Porlingsartigen (Polyporales). Er wächst immer auf Holz, meist im Winter.
Der Falsche Eierschwamm (H. aurantiaca) kann durchaus mit dem echten Eierschwamm (Cantharellus cibarius) verwechselt werden, besonders wenn er an ähnlichen Standorten vorkommt. Er ist jedoch weniger fleischig, im Farbton mehr orange, und es fehlt ihm der typische, fruchtige Geruch des Eierschwamms. Auf die mögliche Verwechslung zwischen Orangeseitling (Phyllotopsis nidulans) und Muschelkrempling (Paxillus panuoides) wurde bereits in Kapitel 14 hingewiesen. In der Übersicht findet sich auch ein Hinweis auf den Erdmuscheling (Hohenbuehelia geogenia).
Es gibt keine Speisepilze in dieser Gruppe. Die Angaben zum Wert des Falschen Eierschwammes (H. aurantiaca) sind unterschiedlich. Sie reichen von «essbar» über «ungeniessbar» bis «der Genuss führt zu ernsthaften Verdauungsstörungen». Immerhin, als Delikatesse wird er nirgends angepriesen. Ähnlich steht es mit dem Orangeseitling. Der Ölbaumpilz hingegen ist eindeutig giftig.
|Deutscher Name
||Botanischer Name
||Vorkommen
||Speisewert

|Falscher Pfifferling
||Hygrophoropsis aurantiaca
||im Nadelwald, seltener im Laubwald, auf Erde, Moos oder Holzstrünken; Sommer bis Herbst.
||kein Speisepilz

|Blasser Afterleistling
||Hygrophoropsis fuscosquamula
||im Nadelwald, seltener im Laubwald, auf Erde, Moos oder Holzstrünken; Sommer bis Herbst.
||kein Speisepilz

|Grosssporiger Afterleistling
||Hygrophoropsis macrospora
||im Fichtenwald, zwischen Sphagnum.
||kein Speisepilz

|Duftender Afterleistling
||Hygrophoropsis morganii
||vor allem im Nadelwald, Mischwald, in höheren Lagen.
||kein Speisepilz

|Leuchtender Ölbaumpilz
||Omphalotus illudens
||vor allem auf Ölbaumholz, auch auf Laubholz (Edelkastanien), büschelig.
||giftig