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Die Zeit läuft teilweise nach dem Duodezimalsystem, teilweise nach dem Sexagesimal-system ab, also ein System, das auf der 60 aufbaut. Doch das Sexagesimalsystem ist nicht nur bei der Zeit in Gebrauch. Was ganz typisch ist, ist die Tatsache dass auch in der Navigation das Sexagesimalsystem in Gebrauch ist. Wir teilen den vollen Kreis in 360 ° ein. Ein Winkel-Grad hat 60 Winkel-Minuten und eine Winkel-Minute hat 60 Winkel-Sekunden. Dass Zeit und Navigation, also Raum und Zeit auf ihrer Uhrsprungebene so sehr miteinander verbunden sind, dass sie sogar beide das gleiche mathematische System verwenden, welches sich von unserem mathematischen Standard-System unterscheidet, ist bezeichnend dafür, dass es eine tiefe zugrunde liegende Verbindung zwischen Raum und Zeit geben muss.
Es ist ganz erstaunlich, dass die Gegend, in der der Mensch entstand, nämlich Zental-Afrika, in der frühen Steinzeit das Duodezimalsystem in Gebrauch hatte, nicht das Dezimalsystem. Dies ist belegbar durch die Sprachforschung, die darauf hinweist, dass z.B. die Ursprache Nigerias Zahlwörter aus dem Duodezimalsystem verwendet. Auch der älteste Kalender, der sogenannte „Ishango-Knochen“, der etwa 20.000 Jahre alt ist und aus dem heutigen Kongo stammt, ist auf dem Duodezimalsystem aufgebaut. Er enthält drei Reihen von Kerben, bei denen die äußeren beiden jeweils 60 Kerben zählen. Ob es eine tatsächliche Verbindung zwischen der Tatsache gibt, dass der älteste Kalender den wir kennen offensichtlich mit der Zahl 60 operiert, und dass unsere Zeiteinteilung sehr mit der Zahl 60 verknüpft ist, sei dahin gestellt. Tatsache ist, dass alle antiken Zeiteinteilungen von der 12, der 6 oder der 60 als Zahlen dominiert waren.