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Eisen hilft nicht bei Müdigkeit
Frauen, die einen Eisenmangel haben und oft müde sind, lassen sich häufig mit Eiseninfusionen behandeln. Doch wie eine Studie zeigt, hilft die Therapie nur den wenigsten.
Die Studie des Universitätsspitals Zürich kommt zu folgendem Ergebnis: Nur eine kleine Gruppe von Frauen, die unter Müdigkeit leiden und einen Eisenmangel ohne Anämie haben, profitieren von einer Eisentherapie. Das berichtete die «NZZ am Sonntag» gestern. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass sich nur bei Frauen, die einen sehr knappen Eisenspeicher (mit einem Ferritinwert von unter 15 Mikrogramm pro Liter) haben, nach 6 Wochen Therapie die Müdigkeit verbesserte. Die Mehrheit der Frauen, die einen höheren Eisenspeicher hatte, profitierte nicht davon.
Zu unterscheiden ist der Eisenmangel ohne Anämie und mit Anämie. Frauen, die an einer Eisenmangelanämie leiden, haben neben einem Eisenmangel auch eine Blutarmut. Eine Eisenmangelanämie muss behandelt werden, während bei einem Eisenmangel ohne Anämie eine Behandlung nicht immer sinnvoll ist.
Eiseninfusionen werden derzeit in der Schweiz von der Grundversicherung übernommen.