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Bildete im Mittelalter eine eigene kleine
Herrschaft, die später in den Besitz der
Herren von
Ligerz überging. Am 21. Juni jeden Jahres feiert man hier zum Andenken an ein zwei Jahre hintereinander
an eben diesem Tage wütendes Hagelwetter einen Buss- und Bettag.
Schalenstein. Nahe dem Dorf bestand ein künstlicher, von
Gräbern umgebener Hügel, der vermutlich als Opferstätte diente und in dem Tierknochen, Hufeisen von Pferden und Sporen
gefunden worden sind.
(Kt. Bern,
Amtsbez. und Gem. Neuenstadt).
437 m. Einzelstehendes
Haus, am
Bielersee 3 km nö.
Neuenstadt, an der Strasse
Biel-Neuenburg und 1 km sw. der Station
Ligerz der Linie
Biel-Neuenburg. An den Berghängen hinter demHaus
wächst ein sehr geschätzter Wein. Bedeutende Pfahlbaustation, in der sehr interessante Gegenstände aus der neolithischen
Zeit gefunden worden sind. Das auf drei aus
Steinen aufgebauten Hügeln stehende Pfahlbauerdorf ist vermutlich das älteste
der
Schweiz; in einem der Hügel sind Gegenstände jüngern
Alters gefunden worden, so u. a. ein offenbar als Trinkgefäss
dienender menschlicher Schädel. Zwischen
Chavannes und
Ligerz Funde von Münzen aus der Römerzeit.
oder ChavatteDessus und Dessous
(Combe) (Kt. Bern,
Amtsbez. Pruntrut,
Gem.
Montmelon).
Oberer Abschnitt eines 4 km langen und ö.
Saint Ursanne auf das rechte Ufer des
Doubs ausmündenden
Thales. Im obersten Teil weitet sich das Thal zur Combe Chavat
mit zwei
Höfen, der Combe Chavat Dessus (728 m) und der 1 km weiter nach W. gelegenen Combe Chavat Dessous (642 m). Trägt
gegen S. Bergweiden und Waldungen, wird im N. von den Steilwänden des
Repais (830 m) u.
Roc de l'Autel (822 m) eingerahmt
u. von einem zuerst nach N., dann von O.-W. fliessenden und 4 km langen Bach entwässert.
Die beiden zeitweise recht ungestümen
Thalbäche brechen nach ihrer Vereinigung in der tiefen
Schlucht
von Le
Malrang durch, die der Viadukt von
Saint Ursanne, eine der schönsten und kühnsten Eisenbahnbrücken der
Schweiz, überspannt. 800 m
nw. vom
Hof Combe Chavat Dessus wird der Thalkessel von senkrecht gestellten Felsbänken begrenzt, die mit
Buchen und
Tannen
bestanden sind und in deren oberem Abschnitt in 811 m (einige Hundert Meter w. vom Weg nach
La Caquerelle)
ein prachtvoller Kalkmonolith von ca. 3 m
Höhe auf 2,5 m
Seite aufragt. Dieser
Roc de l'Autel wird schon in einer Urkunde von 1210 genannt:
inde ad rupem qui dicitur de Altare. Es ist ein mächtiger Menhir, der einst dem heute noch in der Volkstradition
fortlebenden Druidenkultus gedient haben muss.