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Diese Seite zeigt Kennzahlen zur Spende und Transplantation von Geweben in der Schweiz.
Die häufigsten Gewebe, die in der Schweiz von einer Person auf eine andere transplantiert werden (so genannte allogene Transplantationen), sind die Augenhornhaut, Knochen, Amnionmembrane, Gefässe und Herzklappen. Für diese Gewebe werden in den folgenden Diagrammen die Anzahl der Entnahmen, der Transplantationen und der Importe aus dem Ausland aufgeführt. Weitere Gewebe wie Skleren, Limbusstammzellen, Knorpel, Menisken, Bänder und Sehnen werden nur selten transplantiert. Sie werden in den Diagrammen daher nicht aufgeführt.
Die Diagramme betreffen nur Gewebe, die vor der Transplantation nicht wesentlich bearbeitet werden und danach dieselbe Funktion ausüben. Nicht erfasst werden gespendete Gewebe, aus denen Transplantatprodukte oder Medizinprodukte hergestellt werden oder die vor der Übertragung devitalisiert werden und somit keine lebenden Zellen mehr enthalten. Solche Gewebe unterliegen wie Arzneimittel dem Heilmittelgesetz. Ebenfalls nicht erfasst werden in den Diagrammen Gewebe, die derselben Person transplantiert werden, der sie ursprünglich entnommen wurden (so genannte autologe Transplantation).
Transplantatprodukte sind Produkte, die aus lebenden Organen, Geweben oder Zellen hergestellt werden (vgl. Transplantationsverordnung Art. 2 Abs. 1). Die Organe, Gewebe oder Zellen werden dabei wesentlich bearbeitet oder in Zellkulturen vermehrt oder sie haben nach der Transplantation bei der empfangenden Person eine andere Funktion als bei der spendenden Person. Transplantatprodukte bestehen auch nach der Bearbeitung weiterhin aus lebenden Zellen. Transplantatprodukte müssen wie Arzneimittel von Swissmedic zugelassen werden.
Bei einer allogenen Transplantation werden Gewebe von einer Person auf eine andere transplantiert. Bei der autologen Transplantation werden Gewebe von derselben Person transplantiert, der sie ursprünglich entnommen wurden.
Die Zahl der Transplantationen von Geweben in einem Jahr ist tiefer als die entsprechende Anzahl der Entnahmen. Dies liegt einerseits daran, dass Gewebe für eine gewisse Zeit in Gewebebanken eingelagert werden können und nicht unmittelbar nach der Entnahme transplantiert werden. Andererseits zeigen Tests vor der Einlagerung oder vor der Transplantation eines Gewebes relativ häufig, dass es nicht zur Transplantation geeignet ist. Beispielweise kann entnommene Augenhornhaut in 40 bis 45 Prozent der Fälle nicht transplantiert werden, weil sie den Qualitätsanforderungen nicht genügt.
Export von Geweben
Aus der Schweiz werden nur selten Gewebe exportiert, die für eine allogene Transplantation bestimmt sind. Meist handelt es sich dabei um Herzklappen oder Blutgefässe. Diese stammen von gespendeten Herzen, die sich nicht für eine Organtransplantation eignen. In den letzten Jahren wurden jeweils rund 20 bis 40 Herzen nach Brüssel an die europäische Homograft-Gewebebank exportiert (European Homograft Bank, EHB). In der Gewebebank werden Herzklappen und Blutgefässe entnommen. Die Gewebe werden eingelagert und stehen danach für die Transplantationsmedizin zur Verfügung. Auch die Schweiz bezieht Herzklappen und Gewebe in der Regel aus dieser Gewebebank.
Letzte Änderung 17.01.2022