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Wang war nach einem Sturz in Frankreich am Dienstag seinen schweren Verletzungen erlegen. Er galt als treibende Kraft hinter der 50 Milliarden Dollar schweren Einkaufstour. HNA gehören unter anderem die früheren Swissair-Firmen Gategroup, Swissport und SR Technics. Zudem ist der Konzern Grossaktionär der Deutschen Bank.
Die Chinesen hatten in den vergangenen Jahren massiv Firmen und Immobilien zugekauft. Im Zuge der Einkaufstour hat sich allerdings ein grösserer Schuldenberg angehäuft. Der Konzern arbeitet nun daran, die Geldnöte über milliardenschwere Immobilien- und Anteilsverkäufe zu lindern. Die geplanten Börsengänge von Gategroup und Sw issport, mit denen HNA Geld in die klammen Kasse bringen wollte, scheiterten vor einigen Monaten.
Mitgründer Chen, der wie Wang den Titel Verwaltungsratschef führt, repräsentierte HNA in der Öffentlichkeit, während Wang sich um die Strategie und das Tagesgeschäft kümmerte, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Wang hielt ebenso wie Chen 15 Prozent an HNA.
Die Mehrheit an dem Konzern, der wegen seiner undurchsichtigen Eigentümerstruktur wiederholt für Kritik sorgte, besitzt mit 52 Prozent eine in New York ansässige Stiftung. Laut einem Dokument, das Reuters einsehen konnte, haben die Eigner versprochen, im Falle ihres Todes oder Ausscheidens aus dem Unternehmen, ihre HNA-Anteile an die Stiftung zu übertreten.
(awp/mlo)