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Universität Zürich Irchel – Der Blaue Platz
Sempers ehemalige Eidgenössische Sternwarte in Zürich
Sternwarte
“Sternwarten gehören zu den wenigen Bauaufgaben, die den Gegebenheiten des Terrains nicht folgen können. Das Gebäude muss exakt den Himmels-richtungen, den Meridianlinien gehorchen.”
Schweizerischer Kunstführer: Sempers ehemalige Eidgenössische Sternwarte in Zürich
Die ehemalige Eidgenössische Sternwarte in Zürich wurde in den Jahren 1861-1864 von Gottfried Semper entworfen und erbaut. Semper war der erste Architekturprofessor des neu gegründeten Polytechnikums, das nach seinem raffinierten Plan gebaut wurde. Die Bauleitung hingegen bekam er nicht selbst, da er als zu teuer galt. Somit ist die Sternwarte eine der wenigen Bauten “seiner eigenen Hand”.
Meridiansaal
Der Meridiansaal beherbergte das «Heiligtum» der Sternwarte, die Instrumente zur astronomischen Positionsbestimmung von Gestirnen. Über jedem Instrument liess sich das Dach sowie die südliche und nördliche Gebäudewand einen Spalt breit öffnen, so dass alle Sterne vom Nordhorizont über den Zenit bis zum Südhorizont der Beobachtung zugänglich waren. Beide Instrumente konnten lediglich um eine horizontale Achse bewegt werden und daher nur Sterne im Meridian beobachten. Die Hauptanwendung der Meridiankreise lag in der hochgenauen Zeitbestimmung mittels der Sterne. Über eine eigens in die Sternwarte gezogene Telegrafenleitung wurden die elektrischen Uhren der Stadt Zürich gesteuert.
Mittagszeiger
An der Südfront befindet sich eine vereinfachte Vertikalsonnenuhr, die es ermöglicht den Wahren Mittag abzulesen.