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Schweden will NATO-Präsenz in der Ostsee mit 2 neuen U-Booten verstärken
Schweden plant den Ausbau seiner U-Boot-Flotte, um die NATO-Präsenz in der Ostsee zu verstärken. Einem Bericht von POLITICO zufolge sollen zwei neue U-Boote mit moderner Bewaffnung, geräuscharmen Antrieben und sonarabweisenden Rümpfen gebaut werden, um der russischen Bedrohung zu begegnen.
Die neuen schwedischen U-Boote
Die beiden neuen A26-Angriffs-U-Boote, die voraussichtlich 2027 und 2028 in Dienst gestellt werden, sollen die Ostgrenze der NATO in der Ostsee patrouillieren. Die 66 Meter langen U-Boote werden nach den schwedischen Provinzen Blekinge und Skåne benannt. Sie sind die ersten neuen U-Boote, die Schweden seit Mitte der 1990er Jahre gebaut hat, und ergänzen eine bestehende Flotte von vier älteren U-Booten.
Mats Wicksell, Leiter von Kockums, einer Abteilung des schwedischen Rüstungsunternehmens Saab, die die A26-U-Boote baut, sagte: „Wir haben eine lange Geschichte im Bau von U-Booten, aber das ist für uns immer noch ein großer Schritt nach vorn.
Erneuerung der nordeuropäischen U-Boot-Flotten
Die geplanten U-Boot-Lieferungen Schwedens bedeuten eine weitere Stärkung der U-Boot-Präsenz in Nordeuropa. Die norwegische Marine hat kürzlich vier neue U-Boote bei der deutschen ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) bestellt. Die Niederlande haben Angebote von TKMS, Saab Kockums und der französischen Naval Group für den Bau von vier U-Booten erhalten. Dänemark, das seine U-Bootflotte 2004 außer Dienst gestellt hat, hat kürzlich angedeutet, dass es diese Entscheidung möglicherweise rückgängig machen wird.
Mit dieser Erweiterung soll die Lücke zu den größten europäischen NATO-Flotten teilweise geschlossen werden. Einem Bericht der schwedischen Verteidigungsforschungsagentur zufolge werden in diesem Jahrzehnt sechs neue französische U-Boote der Barracuda-Klasse in Dienst gestellt, und zwei weitere U-Boote des Typs 212 werden die bestehende deutsche Flotte von sechs U-Booten ergänzen. Die britische Flotte der Astute-Klasse wird bis zum Ende des Jahrzehnts sieben U-Boote und die italienische Flotte der Todaro-Klasse acht U-Boote umfassen.
Russlands Aufrüstung und die Bedeutung der U-Boot-Präsenz
Die Aufrüstung der europäischen U-Boot-Flotten findet vor dem Hintergrund einer russischen PR-Kampagne zur Stärkung der eigenen Flotte statt. Präsident Wladimir Putin posierte im Dezember 2023 im Dock der russischen U-Boot-Produktionsstätte im Weißen Meer in Severodvinsk neben zwei neuen Schiffen, der Krasnojarsk und der Emperor Alexander III. Dem schwedischen Bericht zufolge wird die russische Marine bis 2030 über 50 U-Boote verfügen.
Die U-Boot-Flotte der USA wird bis 2030 leicht auf 57 U-Boote schrumpfen, aber die Einführung der neuen Virginia-Klasse wird dazu beitragen, den technologischen Vorsprung der USA gegenüber ihren Rivalen im gleichen Zeitraum zu erhalten und sogar auszubauen, so der schwedische Bericht.
Die Bedeutung der neuen schwedischen U-Boote
Die neuen U-Boote A26 sind für Schweden angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage von großer Bedeutung. Schweden hat in den letzten Jahren Begegnungen mit nicht identifizierten U-Booten in seinen Hoheitsgewässern sowie verstärkte russische Aktivitäten in der Ostsee erlebt. Die modernen U-Boote werden dazu beitragen, die Überwachung und Verteidigung der schwedischen Gewässer zu verbessern und die Sicherheit der NATO-Verbündeten in der Region zu gewährleisten.
Die A26-U-Boote werden mit fortschrittlichen Waffen ausgestattet, die eine effektive Verteidigung gegen potenzielle Bedrohungen ermöglichen. Ihr geräuscharmer Antrieb und ihre sonarabweisenden Rümpfe werden es ihnen ermöglichen, sich unbemerkt in feindlichen Gewässern zu bewegen und Aufklärungsmissionen durchzuführen.
Die Präsenz der schwedischen U-Boote wird es der NATO ermöglichen, ihre Überwachungs- und Reaktionsfähigkeit in der Ostsee zu verbessern. Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Russland und dem Westen ist es wichtig, dass die NATO eine starke Präsenz in der Region hat, um potenzielle Bedrohungen frühzeitig erkennen und darauf reagieren zu können.
Schweden hat bereits eine enge Zusammenarbeit mit der NATO entwickelt und nimmt regelmäßig an gemeinsamen Übungen und Operationen teil. Die Verstärkung der U-Boot-Flotte ist ein weiterer Schritt, um die Zusammenarbeit zu intensivieren und die Verteidigungsfähigkeit in der Ostsee weiter zu stärken.
Die Entscheidung Schwedens, in den Ausbau seiner U-Boot-Flotte zu investieren, spiegelt die wachsenden Sicherheitsbedenken in der Region wider. Die Ostsee hat in den letzten Jahren als wichtige Transitroute für den Handel und als potenzielles Konfliktgebiet zwischen Russland und der NATO an strategischer Bedeutung gewonnen.
Schweden ist bestrebt, seine Souveränität und Sicherheit zu verteidigen und gleichzeitig die Stabilität und Sicherheit in der Region zu fördern. Die neuen U-Boote werden dabei eine wichtige Rolle spielen und zur Stärkung der NATO-Präsenz in der Ostsee beitragen.
Insgesamt wird die Modernisierung der U-Bootflotten in Nordeuropa dazu beitragen, das Gleichgewicht der Kräfte in der Region zu erhalten und die Sicherheit der NATO-Verbündeten zu gewährleisten. Mit der Entscheidung, zwei neue U-Boote zu bauen, hat Schweden einen wichtigen Schritt unternommen, um die Sicherheit in der Ostsee zu gewährleisten und die Zusammenarbeit mit der NATO zu stärken. Die neuen U-Boote werden eine entscheidende Rolle bei der Überwachung und Verteidigung der Gewässer spielen und zur Stabilität in der Region beitragen.