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Im Zuge der Verschärfung der Aufsicht über die Einhaltung der Sorgfaltspflichten entscheiden sich immer mehr Banken weltweit, ihr Netz von Korrespondenzbeziehungen mit ausländischen Banken abzubauen.
Da das Korrespondenzbankgeschäft einer der Grundpfeiler des globalen Geldtransfersystems ist, könnte dieser Trend die Stabilität des Finanzsystems beeinträchtigen. Ausserdem könnte der eingeschränkte Zugang zum internationalen Zahlungssystem manche Kapitalflüsse auf illegale Kanäle umleiten. Die von der Schweiz geleitete Arbeitsgruppe des Financial Stability Board, welcher die Koordination der internationalen Arbeiten auf diesem Gebiet übertragen wurde, machte seit 2016 bedeutende Fortschritte. Die Arbeitsgruppe leitete und publizierte 2017 insbesondere eine weltweit einzigartige Studie, mit der die Faktoren und die Folgen des «De-risking» im Korrespondenzbankgeschäft untersucht wurden. Diese Daten werden seither jährlich durch den Ausschuss für Zahlungsverkehr und Marktinfrastrukturen (CPMI) aktualisiert.
Die Arbeitsgruppe fokussiert auf verschiedene Aspekte, da die Faktoren des «De-risking» eng miteinander verbunden sind. Die Rentabilität solcher Geschäftsbeziehungen hängt zum Beispiel sehr stark von der Ausgestaltung der Sorgfaltspflichten und vom Risikomanagement ab. Weitere Arbeiten umfassen bspw. die Klärung der regulatorischen Erwartungen, die Koordination der technischen Hilfe und die Entwicklung fachlicher Instrumente zur Senkung der operativen Kosten. Diese Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Privatsektor. Geldüberweisungsunternehmen mit Schwierigkeiten beim Zugang zu Bankdienstleistungen konfrontiert. Die Arbeitsgruppe widmet sich dieser Problematik mit einer Analyse und Empfehlungen zur Verbesserung der Lage. Bisherige Trends zeigen, dass ein international koordiniertes Vorgehen ausschlaggebend ist und ein dringender Lösungsbedarf besteht, um in diesem Geschäftszweig wieder eine gute Zusammenarbeit zu ermöglichen.
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Letzte Änderung 26.08.2019