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Russland verschiebt Bau des Schnellen Brüters BN-1200
Die Rosenergoatom wollte zwei BN-1200-Einheiten am Standort Belojarsk bauen. Die Inbetriebnahme war für 2025 vorgesehen. Der Bau hängt jedoch von den Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt Belojarks-4 vom Typ BN-800 ab, der im Juni 2014 zum ersten Mal kritisch gefahren wurde, aber bisher noch keinen Strom ans Netz abgegeben hat. Seit 1980 ist hingegen die kleinere Version Belojarsk-3 des Typs BN-600 in Betrieb.
Die Rosenergoatom begründet die Verschiebung des Baus mit der Notwendigkeit, den Brennstoff für den Schnellen Brüter BN-1200 verbessern zu müssen. Zudem wird die wirtschaftliche Machbarkeit des Projekts aufgrund der gegenwärtigen Wirtschaftslage von Seiten der Nuklearindustrie, der Energiewirtschaft und weiteren Fachleuten in Frage gestellt.
Die OKBM Afrikantow hatte die technischen Hauptspezifikationen des BN-1200 im Januar 2015 fertig ausgearbeitet und zur Beurteilung an eine Expertenkommission aus dem Staatskonzern Rosatom und der Rosenergoatom übergeben. Im November 2013 hatte die russische Regierung erklärt, zwei Schnelle Brüter dieses Typs im Bezirk Kaslinsky in der Oblast Tscheljabinsk etwa 200 km südöstlich von Jekaterinburg bauen zu wollen, sofern sich die Auslegung bewähre.