Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03594.jsonl.gz/2340

im allgemeinen die zu einem Schuß erforderliche Pulvermenge nebst dem Geschoß, in der Regel nur die erstere,
auch die bei Hoch geschossen zum Zersprengen nötige Pulvermenge (Sprengladung);
Ladungsquotient, das Gewichtsverhältnis
der Pulverladung zum Geschoß bei den Feuerwaffen (s. Flugbahn). - In der Schiffahrt nennt man Ladung die gesamte
Güterfracht eines Schiffs;
ein Schiff hat volle Ladung, wenn es bis zu seinem größtmöglichen Tiefgang belastet ist (vgl.
Ladewasserlinie);
ein Schiffer »liegt in Ladung«, solange er Güter zum Weitertransport annimmt, und hat sodann zu diesem Zweck »in
Ladung gelegt«;
die Ladung »löschen« heißt das Schiff entfrachten.
Beim Einbringen der ist dieselbe in gewissen
Fällen durch Holzplanken und Reisigbündel (Garnierung) vor einsickerndem Seewasser zu schützen und so unterzubringen
(zu verstauen), daß die einzelnen Stücke möglichst ihre Lage nicht verändern können. In Seehäfen und besonders für Hochseedampfer
gehört das Laden und Löschen nicht zu den Arbeiten der Bemannung, sondern bildet ein besonderes Gewerbe
der Stauleute oder Stauer.
(Vorladung, Citation), die an eine Person gerichtete Aufforderung zum Erscheinen vor einer Behörde. Eine Ladung kann
schriftlich oder mündlich, unter Androhung von Strafen oder sonstigen Rechtsnachteilen oder ohne solche Androhung erfolgen.
Wird der Geladene alsbald zwangsweise der betreffenden Behörde zu- und vorgeführt, so spricht man von
einer Realcitation. Die gerichtlichen Ladungen werden in monitorische und arktatorische eingeteilt, je nachdem in der eine
Handlung freigestellt oder aufgegeben wird.
Die arktatorischen Ladungen zerfallen in dilatorische und peremtorische, je nachdem der Ungehorsame in der Ladung mit keinem Rechtsnachteil
oder mit einem solchen bedroht wird. In bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten war bei den Römern die Parteiladung
ursprünglich die Regel, d. h. die Aufforderung des Klägers an den Beklagten, ihm vor den Magistrat zur rechtlichen Entscheidung
zu folgen. Der gemeine deutsche Zivilprozeß dagegen kannte nur die gerichtliche Ladung, während die neue deutsche Zivilprozeßordnung
zu der Parteiladung, entsprechend der Citation und dem Ajournement des französischen Rechts, zurückgekehrt
ist.
Sie stellt die Parteiladung als die Regel auf (§ 191 ff.). Ist mit der Ladung zugleich eine Klageschrift oder
ein andrer Schriftsatz zuzustellen, so ist die Ladung in den Schriftsatz aufzunehmen. Im Anwaltsprozeß vor dem Landgericht muß
die Ladung, sofern sie nicht einem Rechtsanwalt zugestellt wird, die Aufforderung an die Partei zur Bestellung
eines solchen enthalten. Die Ladung geschieht durch Zustellung der Ladungsschrift. Den Termin zur Sitzung, in welcher verhandelt
werden soll, bestimmt das Gericht; es ist daher die Ladungsschrift zuvor dem Gerichtsschreiber zu übergeben, der binnen 24 Stunden
die Terminsbestimmung zu erwirken hat.
Eine gerichtliche Ladung ergeht nur bei den Aufgeboten, im Konkurs, an Zeugen und Sachverständige und in denjenigen Fällen, in welchen
ein Termin durch nicht verkündete Entscheidung von Amts wegen angesetzt oder verlegt worden ist. Die Ladung ergeht durchweg schriftlich;
sie ist eine private oder eine öffentliche (Ediktalladung), welch letztere durch Aushang an der Gerichtstafel
und durch Insertion in öffentliche Blätter erfolgt (s. Aufgebot). Nur bei Aufgeboten ist eine Androhung der Ungehorsamsfolge
in der Ladung notwendig. Im Strafverfahren können Amtsrichter und Untersuchungsrichter unmittelbar Vorladungen ergehen lassen. Die
Ladung erfolgt nach der deutschen Strafprozeßordnung (§ 48) unter Hinweis auf die gesetzlichen
Folgen des Ausbleibens. Die Ladung einer dem