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Ein sich veränderndes Klima wirkt sich auf verschiedenste Lebensbereiche aus. Die Gesellschaft kann darauf reagieren, beispielsweise durch Verringerung ihrer Einwirkung oder indem sie sich an die neuen Gegebenheiten anpasst. Auch wenn nicht alles hier Gezeigte seinen Ursprung in der Klimaproblematik hat, ist dennoch alles klimarelevant.
Die Treibhausgaseffizienz entspricht dem Verhältnis zwischen der inländischen Endnachfrage nach Gütern und Dienstleistungen und dem Treibhausgas-Fussabdruck. Dieser setzt sich aus der Gesamtmenge an Treibhausgasen zusammen, die im In- und Ausland emittiert wird, um die Endnachfrage zu decken. Bei der inländischen Endnachfrage handelt es sich um die Summe der Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates sowie der Bruttoinvestitionen und der Vorratsveränderungen. Da diese seit 2000 anstieg, während der Treibhausgas-Fussabdruck relativ konstant blieb, führt dies zu einer Zunahme der Treibhausgaseffizienz. Auch die Wohnbevölkerung ist in dieser Zeitspanne gewachsen, sodass der Treibhausgas-Fussabdruck pro Person zurückgegangen ist. 2021 belief sich dieser auf 12,8 Tonnen CO2-Äquivalente, wobei 67% der Emissionen im Ausland anfielen.
Durch die Verbrennung fossiler Energieträger, die den weitaus grössten Anteil am Energieverbrauch ausmachen, wird u.a. CO2 freigesetzt. Vermindern lassen sich diese Emissionen beispielsweise durch verbesserte Energieeffizienz oder die Umstellung auf CO2-ärmere Technologien, wie dies bei der Kernkraft oder den erneuerbaren Energien der Fall ist. 2022 machten Letztere 25,7% des Endenergieverbrauchs aus. Zwischen 1990 und 2022 ist der Verbrauch erneuerbaren Energien mit 56% stärker angestiegen als der Energieverbrauch insgesamt, der über diese Zeitspanne gar leicht gesunken ist. Den grössten erneuerbaren Anteil am Endenergieverbrauch hatten 2022 die Wasserkraftwerke mit 11,8%, gefolgt von der Biomassennutzung mit 6,1%, der Umweltwärmenutzung mit 2,7% und der Nutzung des erneuerbaren Anteils aus Abfall mit 1,7%. Die übrigen erneuerbaren Technologien (Sonnenenergie, Biogaseinspeisung und biogene Treibstoffe, Energienutzung in Abwasserreinigungsanlagen sowie Windenergieanlagen) waren in geringerem Masse an der Energieproduktion beteiligt.
Während die meisten vor 2001 erstellten Gebäude mit Heizöl beheizt werden, trifft dies ab Baujahr 2011 auf weniger als 2% der Gebäude zu. In fast drei Vierteln der ab 2011 gebauten Gebäude ist eine Wärmepumpe installiert, bei den vor 1971 erstellten Gebäuden liegt dieser Anteil bei 7%.
Der durchschnittliche CO2-Ausstoss neuer Personenwagen hat gemäss Prüfstandmessungen zwischen 1996 und 2022 um 44% abgenommen und belief sich 2022 auf 121 Gramm pro Kilometer. Die CO2-Emissionen aller Personenwagen hingegen sind zwischen 1996 und 2021 um 2,1% zurückgegangen. Dieser Unterschied ergibt sich aus der Mitberücksichtigung älterer Personenwagen, dem wachsenden Verkehrsaufkommen sowie der zunehmenden Diskrepanz zwischen den auf dem Prüfstand gemessenen CO2-Emissionen und den im Strassenverkehr tatsächlich verursachten. Betrug die Diskrepanz 2005 im Schnitt 13%, waren es 2015 bereits 41%.
Zwischen 1995 und 2022 hat die Besteuerung der fossilen Energien teuerungsbereinigt um 59% zugenommen und belief sich 2022 auf 533 Franken pro Tonnen Erdöläquivalente (toe). Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Einführung der CO2-Abgabe im Jahr 2008 zurückzuführen, hingegen ist die Besteuerung der Treibstoffe während dieser Zeit relativ konstant geblieben. Der seit 2008 beobachtete Rückgang des Endenergieverbrauchs scheint zumindest teilweise den Anreizeffekt der CO2-Abgabe zu widerspiegeln. Die Besteuerung der fossilen Energien wird als Verhältnis zwischen den Steuereinnahmen aus fossilen Energien und dem Endverbrauch fossiler Energien gemessen, was gemeinhin als impliziter Steuersatz auf fossile Energien bezeichnet wird.
Zwischen 2000 und 2022 hat sich die klimabezogene Beschäftigung fast verfünffacht, wobei die Anzahl Vollzeitäquivalente von 17 100 auf 82 000 gestiegen ist. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Aktivitäten im Zusammenhang mit Energiesparmassnahmen im Gebäudebau und der Erzeugung erneuerbarer Energie zurückzuführen. Die Beschäftigung insgesamt ist in derselben Zeitperiode um 22% gewachsen. Dementsprechend hat sich der Anteil der klimabezogenen Beschäftigung an der Gesamtbeschäftigung erhöht, von 0,5% auf 1,9%. Der Rückgang der klimabezogenen Beschäftigung in den letzten Jahren ist weitestgehend eine Folge der Abnahme der Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Bau von zertifizierten Gebäuden mit niedrigem Energieverbrauch.
2019 wurden 224 klimabezogene Patente durch Schweizer Erfinderinnen und Erfinder angemeldet. Gemessen an allen eingereichten Patentanmeldungen entspricht dies einem Anteil von 5,9%. Klimabezogene Patente umfassen unter anderem Innovationen in den Bereichen Energiespeicherung, erneuerbarer und nicht-fossiler Energieproduktion sowie Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz oder zur Verminderung der Treibhausgasemissionen.
2023 gaben 60% der Bevölkerung an, die Heiztemperatur immer oder meistens zu reduzieren, wenn die Wohnung mindestens zwei Tage leer steht. 70% achten beim Kauf von kleineren Elektrogeräten immer oder meistens auf deren Energieverbrauch und 44% geben an, immer oder meistens Bioprodukte zu konsumieren. Diese Zahlen bewegen sich im selben Rahmen wie bei der Vorgängerbefragung von 2019. Beim Verkehrsverhalten hingegen ist eine Zunahme der Personen zu verzeichnen, die nie das Flugzeug nehmen: 2019 waren es 20%, gegenüber 26% im Jahr 2023. Erstmals wurde auch nach dem Konsum von Fleisch bzw. Fleischerzeugnissen gefragt. Für 12% der Bevölkerung stehen diese Lebensmittel täglich auf dem Speiseplan, für 28% vier- bis sechsmal die Woche, für 43% ein- bis dreimal die Woche, für 11% seltener als einmal die Woche und für 6% gar nie.
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