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Neulich träumte es mir. Ich hatte an jenem Tag in der Zeitung von einer Kantonsrätin gelesen, die sich bei der Regierung nach dem Stand der Dinge in Sachen Radwegebau im Kanton Luzern erkundigt. Ihre Kollegin, ebenfalls bürgerliche Kantonsrätin, liess sich in dem Blatt nach ihrer Velofahrer auf der Hauptstrasse zwischen zwei Luzerner Gemeinden mit der Aussage zitieren, es sei «mörderisch» gewesen: «Es waren bange Sekunden, bis mich der Lastwagen überholt hatte.»
Ich fragte mich nach gehabter Lektüre, aber dieser Gedanke war vielleicht eine boshafte Unterstellung, welches Ansinnen Mitte-Rechts-Politikerinnen und -Politiker wirklich verfolgen, wenn sie derlei Vorstösse einreichen. Veloförderung? Oder aber: Freiräumung der Strasse von Platz beanspruchenden Velofahrenden, auf dass der motorisierte Verkehr ungehindert rollen könne? Wer braucht eigentlich Velowege?
In der folgenden Nacht dann der Traum. Darin hatten sich die Menschen zu Fahrgemeinschaften zusammengeschlossen. Der hohe Benzinpreis war zu mehreren tragbar. Viele waren auf Elektrovelos umgestiegen, weil deren Förderung ihren Arbeitgeber günstiger kam, als Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Pendlerkilometer liessen sich ohnehin nicht mehr steuerlich abziehen. Auf den Strassen war Platz genug, dass sich der nur noch leise motorisierte Verkehr und die Zweiradfahrer kaum mehr in die Quere kamen. Die beiden Kantonsrätinnen hatten einen Vorstoss auf die Traktandenliste gesetzt, mit dem sie die Regierung aufforderten, die Mittel, die nicht mehr für den Bau weiterer Velowege benötigt würden, dem Departement Bildung zuzuschlagen.