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Nacht- und Morgenlüftung sorgt auch dafür, dass geruchsaktive Stoffe, die von Bau- und Innenausbaumaterialien, Möbeln etc. über Nacht emittiert werden, mehrheitlich abgeführt werden.
Idealerweise wird die Möglichkeit der Entladung der thermischen Masse eines Gebäudes mittels natürlicher Lüftung in den Nacht- und Morgenstunden bereits in der Gebäudeplanung angegangen[1]. Bei fensterbelüfteten Bestandsgebäuden mit Problemen beim sommerlichen Wärmeschutz sind aber auch entsprechend organisatorische Massnahmen denkbar: Beispielsweise muss die Lüftung zur Auskühlung im Sommer nicht zwingend morgens von den jeweils ersten Nutzenden im Gebäude ausgeführt werden. Es kann auch eine klare Verantwortlichkeit für systematische Nacht- und frühmorgendliche Lüftung definiert werden. Z.B. können Personen, die ohnehin im Support tätig und während der Nacht oder frühmorgens im Gebäude sind, diese Aufgabe übernehmen. Zu beachten ist, dass nur einbruchssichere (nicht im Erdgeschoss befindliche) oder beaufsichtigte Räume auf diese Art und Weise gelüftet werden sollten.
[1] Richter (2014a)