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Die Angriffe auf das Kulturerbe in den letzten Jahren gelten als die schwerwiegendsten seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Angriffe auf Kulturgüter erfolgen vorsätzlich und stellen ein taktisches Ziel dar. Auch die Zunahme extremer meteorologischer Ereignisse ist eine substantielle Gefahr für die Existenz und Erhaltung des Kulturerbes. Angesichts dieser Gefährdung will sich die Schweiz aktiv und solidarisch positionieren.
Die verabschiedete Strategie hält für die gesamte Bundesverwaltung die folgenden Schwerpunkte fest: (1) eine Vorbildfunktion im Bereich des Schutzes des gefährdeten Kulturerbes anstreben; (2) der internationalen Gemeinschaft das Know-how und die Erfahrung der Schweiz zum Schutz des gefährdeten Kulturerbes zur Verfügung stellen; (3) sich in internationalen Gremien für den Schutz des gefährdeten Kulturerbes einsetzen. Aus diesen Schwerpunkten ergeben sich Ziele und Massnahmen, die Gegenstand eines detaillierten Aktionsplans sein werden.
Das Vorgehen ist Teil des Engagements der Schweiz für den Schutz des gefährdeten Kulturerbes. Bereits in der Vergangenheit wurden gefährdete Kulturgüter in die Schweiz in Sicherheit gebracht: 1939 wurden Werke des Museo del Prado in Madrid während des Spanischen Bürgerkriegs vorübergehend im Musée d'Art et d'Histoire in Genf aufgenommen und von 2000 bis 2006 wurden afghanische Kulturgüter im Afghanistan-Museum in Bubendorf untergebracht, bevor sie in ihr Ursprungland zurückgeschickt werden konnten. Der Bund kennt seit 2003 eine gesetzliche Grundlage zum Kulturgütertransfer, die auf internationaler Ebene als Vorbild gilt (Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer, SR 444.1). Seit vielen Jahren unterstützt die Schweiz punktuell konkrete Projekte zur Rettung und zum Wiederaufbau von Kulturerbestätten (Jemen, Afghanistan, Myanmar, Mali). Sie war zudem das weltweit erste Land, das ein System zur Aufnahme gefährdeter ausländischer Kulturgüter einrichtete (Bergungsort oder Safe Haven). Dies erfolgte im Rahmen der Revision des Bundesgesetzes über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten, bei Katastrophen und in Notlagen (SR 520.3) im Jahr 2014.
Die Strategie zum Schutz des gefährdeten Kulturerbes wurde durch das EDI und das EDA in enger Zusammenarbeit mit sämtlichen betroffenen Akteuren des Bundes ausgearbeitet.
Adresse für Rückfragen:
Anne Weibel, Leiterin Kommunikation Bundesamt für Kultur BAK
Tel.: +41 58 462 79 85
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Information EDA
Tel.: +41 58 462 31 53
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