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Der Barwert einer Liegenschaft ist der Geldbetrag, den man zum Bewertungszeitpunkt am öffentlichen Kapitalmarkt anlegen muss, um wirtschaftlich denselben Ertrag zu erreichen wie bei einem Erwerb der Liegenschaft.
Der Bewertungsgrundsatz besagt, dass sich der Wert eines jeden Gutes nach dem Nutzen bemisst, den es zukünftig bringen wird.
Der DCF-Wert (englisch: Discounted Cash-Flow) gibt den heutigen Wert einer Liegenschaft an, der sich aus dem zukünftigen Zahlungsstrom (Aufwand und Ertrag) berechnet, meistens über einen Betrachtungshorizont von 5 bis 10 Jahren.
Eine Wertminderung infolge eines absehbaren Renovationsbedarfes liegt vor, wenn der Erneuerungszyklus einer Liegenschaft nicht mehr am Anfang steht, sondern bereits fortgeschritten ist. Sie entspricht dem Stand des Erneuerungsfonds.
Aufgestauter Unterhaltsbedarf ist der Teil des Erneuerungsfonds, der sofort investiert werden muss, um den Ertrag zu bewahren.
Der klassische Ertragswert entspricht dem Barwert einer ewigen Rente. Zur Berechnung wird der Mietertrag oder Mietwert mit einem Faktor kapitalisiert.
Der Mietwert entspricht dem maximalen Jahresmietzins für ein Objekt, der als erzielbar angenommen werden kann.
Die Feststellung des Substanzwertes von Bauten und Anlagen steht und fällt mit der richtigen Ermittlung ihrer Entwertung.
Unter dem Begriff "Verkehrswert" versteht die schweizerische Rechtsprechung den Preis, der am Bewertungsstichtag bei einer Veräusserung, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr unter normalen Verhältnissen, zu erzielen wäre.
Wert und Preis sind nicht dasselbe. Werte werden ermittelt und Preise werden vereinbart.
Der Wert ist das Ergebnis einer objektiven, neutralen Bewertung einer Liegenschaft.
Der Preis setzt sich zusammen aus dem subjektiven Nutzen, der die Liegenschaft für einen potenziellen Käufer darstellt und der aktuellen Marktsituation.