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Solothurn
Die Niederlassung der Gemeinschaft der Visitandinnen in Solothurn geht auf das Jahr 1645 zurück. Sie stand unter besonderer Protektion des französischen Botschafters Jacques Le Fèvre de Caumartin und seiner Frau. Der erste Klosterbau wurde im Gebiet des Obachs westlich der Altstadt ab 1646 errichtet. Im Zuge des barocken Schanzenbaus kam es jedoch bereits 1676 zur Aufgabe dieses ersten Klosters und zu einem Neubau auf einem weiter nördlich gelegenen Grundstück. Die Schwestern konnten das neue Kloster am 22. Juni 1679 beziehen, wobei die Kirche aufgrund der finanziellen Situation erst 1690 vollendet und am 8. September 1693 durch den Bischof von Lausanne, Peter von Montenach, geweiht werden konnte.
Der Friedhof der Schwesterngemeinschaft liegt in der Südostecke des Klostergartens unmittelbar an der Klostermauer. Es handelt sich dabei um einen nicht nur für Solothurn aussergewöhnlichen Friedhoftypus, dessen Geviert als eingedeckter Raum mit offenem Eingangsbereich gestaltet ist. Ein kleiner Altar verleiht dem hallenartigen Raum Kapellencharakter.
Eine besondere Form des Gedächtnisses an verstorbene Schwestern zeigt zudem eine Malerei an der Südwand. Das Blätterwerk eines grossen Baumes, dessen Stamm von einer Maria Immaculata überhöht wird, versammelt einer Geneaologie ähnlich die kleinen Medaillons mit Namen und Sterbejahr aller gewesenen Schwestern.
Samstag 11.9.
10, 11 und 13.30 Uhr (Dauer ca. 40 Min.)
Was: Führungen durch Mitarbeitende der kantonalen Denkmalpflege.
Organisation:
Amt für Denkmalpflege und Archäologie
Werkhofstrasse 55
4509 Solothurn
Kontaktperson: Benno Mutter