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2 Fragen an... Jill Huber
Kennst du ein gutes Beispiel von ineffizientem Energieaufwand, den jeder mit gewisser Achtsamkeit und kleinem Aufwand minimieren könnte?
Im Rahmen meiner Maturitätsarbeit beschäftigte ich mich mit den Themen „Standby“- und „Power-off“-Verbrauch. Ich wollte herausfinden, wie viel Energie von elektronischen Geräten tatsächlich bezogen wird, wenn sie nicht in Verwendung sind.
Den meisten Leuten ist bewusst, dass elektronische Geräte in ihrem Bereitschaftsmodus bzw. «Standby»-Modus unnötigerweise Strom beziehen. Viele Geräte verbrauchen jedoch sogar in ihrem ausgeschalteten Zustand Energie. In meiner Arbeit untersuchte ich, wie viel Energie von den Geräten, vor allem Projektoren, Computer, Drucker, meiner Schule (die Kantonsschule Zürich Nord, mit ca. 2'000 Schüler) nachts und während den Ferien verbraucht wird. Das heisst, ich untersuchte den Stromverbrauch zu Zeiten, zu welchen die Gräte mit Sicherheit nicht benützt werden. Um mein Resultat zu veranschaulichen: Dieser Stromverbrauch, der wirklich nicht sein müsste, entspricht dem Verbrauch von 33 durchschnittlichen Schweizer Haushalten (4-Zimmerwohnung mit elektronischem Kochherd) zusammen!
Dieser unnötige Energieverbrauch ist einfach zu vermeiden, z.B mit Hilfsmitteln wie Stromleisten, Zeitschaltuhren oder Stromsparmäuse. Das Wichtigste hierbei ist, dass der Stromkreislauf komplett durchbrochen wird.
Inwiefern achtest du dich auf effiziente Energienutzung?
Ich versuche in allen alltäglichen Bereichen die Energie möglichst effizient zu nutzen. Sei es mit einem Deckel auf dem Topf zu kochen, möglichst viele Kleider in einem Waschgang zu waschen oder kurz und effizient zu duschen. Es gibt so viele verschiedene Situationen, in welchen man die Energienutzung optimieren kann. Ich persönlich finde es vor allem wichtig, dass man die Grössenordnung des Energieverbrauchs einschätzen kann. Gerade wenn es um elektronische Gräte geht, kann ich es nur empfehlen, die Leistungen der Geräte mit einem Strom-Messgerät zu messen und zu vergleichen.