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Das Stück beginnt, als die erste Hirnzelle eines zerfledderten Hundes auftaut. Dann die nächste und so weiter. Bald trennt sich der Theatertext in drei Spalten: Während der Hund erste Gedanken formuliert, versinkt in Sibirien langsam ein Haus im tauenden Permafrost-Boden und auch in Brandenburg kann die 13jährige, nonbinäre Figur Jo die Klimakatastrophe nicht mehr ignorieren: «Eine Sekunde hab ich nicht hingesehen und der See hat beschlossen zu gehen.» Aus dem Muschelfeld, welches vom See übriggeblieben ist, entsteigt ebendieser 13 000 Jahre alte Hund, der gleichzeitig auch in Jakutsk in Sibirien gefunden wird, wo Archäologen und Mammutdealer den tauenden, schlammigen Boden nach Kadavern absuchen. «Im Laufe des Stücks taut der ZERFLEDDERTE HUND immer weiter auf, bis er auseinanderfällt», so die Regieanweisung. Und während in Sibirien das Eis schmilzt und neben dem Wolfshund auch Mammuts auftauen, bricht in der Schweiz dem Matterhorn ein Felsbrocken ab.
Jo und der Wolfshund werden im Laufe des Stücks unter anderem zum Baumarkt fahren, wo sie tonnenweise Kies kaufen, um das Matterhorn zu kitten. Das alles, während der gleiche Hund im Naturhistorischen Museum in Sibirien präpariert wird. Weitere fröhlich-biodiverse Figuren sind ausserdem ein Mammut, Wandermuscheln, Schwalben, ein Wolfsrudel, Rettungshunde und Fische.