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Es stimmt wohl, dass die Anlagen in Interlagos bei São Paulo schon bessere Tage gesehen haben und doch so einiges zu wünschen übrig lassen. Eine moderne Rennstrecke kann man dort nicht vorfinden und das weiss auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der den brasilianischen Betreibern nun den drohenden Finger zeigte. In der englischen Zeitung The Mail on Sunday gab er an, es sei möglich innerhalb von drei Jahren in die Metropole Rio de Janeiro umzuziehen.
Somit wäre das Olympische Jahr 2016 auch gleichzeitig das erste Jahr mit der Formel 1 in Rio. Aber genau dieser Fakt könne zum Problem werden, denn bereits für die Fussballweltmeisterschaft 2014 stemmt das südamerikanische Land riesige Ausgaben und ist dennoch nicht von Problemen gefreit.
“Der Bürgermeister sagte mir, dass es machbar wäre“, sagte Ecclestone, der erst kürzlich zu Gesprächen in Brasilien war. “Ich bin schon lange mit São Paulo unzufrieden. Es ist eine Super-Rennstrecke, aber die Anlagen müssen gründlich renoviert werden. Es sollte möglich sein, dass wir im Jahr der Olympischen Spiele dort sind“, visiert er die Rückkehr nach Rio an, “aber ich weiss, wie schwer es für London war, nur die Spiele zu veranstalten.“
Bei den Abwanderungsgelüsten dürfte es sich wie so oft bei “Mr. E.“ um ein reines Druckmittel handeln, damit in Interlagos für eine Verlängerung des Vertrags über 2015 hinaus die notwendigen Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Ähnlich agierte er auch bei der Rennstrecke im englischen Silverstone, die in jedem Jahr für neue Kritiker sorgt.
Die ehemalige F1-Rennstrecke bei Rio in Jacarepuagá wurde für einen olympischen Park abgerissen, ein neuer Kurs wird im Stadtteil Deodoro entstehen. Allerdings in erster Linie für den nationalen Rennsport.