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2014
Das von Günter Peuser eröffnete Feld der Patholinguistik strukturiert sich in eine linguistische, eine semiotische und eine kommunikative Ebene. Störungen auf der sprachlichen Ebene (Aphasien) und der nichtsprachlich-semiotischen Ebene (Agnosien, Apraxien) bezeichnete Peuser mit dem Terminus Pathosemiotik. Die Pathosemiotik umfasst Störungen der Verarbeitung laut- und schriftsprachlicher, alternativer alphabetischer und Sprache ersetzender Zeichen sowie nichtsprachlicher Zeichen. Auf die Asymbolie-Hypothese von Ferdinand Carl Finkelnburg folgten Sprachverarbeitungsmodelle, die unter Berücksichtigung beteiligter Modalitäten Störungen bei rezeptiver und produktiver Sprache besser erklären konnten. Die ursprünglich vertretene Annahme einer der Sprache und dem Denken übergeordneten symbolischen Störung wird in neuen Zugängen nicht mehr postuliert. Die als wissenschaftliche Disziplin noch zu entwickelnde Pathosemiotik spiegelt sich in zahlreichen empirischen Untersuchungen zur Verarbeitung verbaler und nonverbaler Zeichen(systeme) wider.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Kasuistik und Kategorisierung pathosemiotischer Störungen
- 2.1. Kasuistik
- 2.2. Kategorisierung
- 3. Einordnung pathosemiotischer Störungen
- 3.1. Konzept der Pathosemiotik nach Peuser
- 3.2. Konzept der Asymbolie als übergeordnete pathosemiotische Störung?
- 3.3. Aphasien, Agnosien und Apraxien als jeweils voneinander unabhängige pathosemiotische Störungen?
- 4. Resümee
- 5. Literatur