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Bereits in noch jungen Jahren bilden sich bei jedem von uns allmählich Hautfalten, zuerst in Form von winzigen Fältchen und kleinen Runzeln, die dann mit zunehmendem Älterwerden sich mehr und mehr ausprägen, tiefer werden, sich zu immer sichtbareren Falten umwandeln und schliesslich sogar zu auffälligen Rillen und Furchen werden können. Es handelt sich dabei um einen langsam, aber stetig fortschreitenden, natürlichen Prozess, der sich zwar nicht aufhalten lässt, dem man jedoch entgegenwirken kann, um seine Auswirkungen etwas zu verringern. So Manches lässt sich schon im Vorfeld tun, um die Haut möglichst lange in einem Zustand zu bewahren, in dem die Faltenbildung erschwert wird und somit weniger drastisch vorangeht. Was auf natürlichem Weg dazu unternommen werden kann, soll hier kurz angerissen werden.
Wie entstehen Falten?
Falten bilden sich, wenn die Haut dünner und schlaffer wird. Hauptursachen sind der Kollagenabbau im Bindegewebe der Lederhaut (wodurch die Haut an Elastizität verliert) sowie die altersbedingte, verlangsamte Zellerneuerung in der Epidermis. Ebenso reduziert sich mit zunehmendem Alter auch das Unterhautfettgewebe, das gleichfalls für Volumen sorgt. Von ihrer Konsistenz und von ihrer Dicke her schrumpft die Haut im Laufe eines Lebensalters erheblich, sie wird schliesslich pergamentartig. Auch vermindert sich ihre Fähigkeit, Gewebsflüssigkeit zu speichern, was ebenfalls zur Verringerung ihres Volumens führt. Fehlende Spannkraft und weniger Rauminhalt bei gleichbleibender Oberfläche führt zwangsläufig zur Faltenbildung. Besonders auffällig ist dieser Prozess im Gesicht zu beobachten, wo die mimischen Muskeln die Haut immer wieder an den gleichen Stellen zusammendrücken. Ebenso bilden sich Falten am Hals oder auch am Handrücken sowie an der Oberseite der Unterarme.
Welche Faktoren begünstigen die Faltenbildung?
Neben den altersbedingten Veränderungen in der Haut gibt es weitere Faktoren, die zur Faltenbildung beitragen können und sie sie begünstigen. Anzuführen wären etwa hormonelle Einflüsse (z. B. Schwankungen des Hormonspiegels). Insbesondere ist jedoch die Ernährung zu nennen, die indirekt auch das Hautbild beeinflusst. Regelmässige Hautpflege wirkt sich günstig auf den Hautzustand aus. Ist die Haut dagegen zu viel dem Sonnenlicht, dem Wind und dem Wetter ausgesetzt, altert sie schneller. Das Rauchen oder auch bestimmte Formen der Umweltverschmutzung schaden ihr. Ebenso kann ein Vitaminmangel (z.B. zu wenig Vitamin C, B oder E) zur Hautalterung beitragen. Es gibt ausserdem auch Medikamente, die sich negativ auf ihren Zustand auswirken können. Ein plötzlicher Gewichtsverlust bewirkt manchmal, dass sich die Haut nicht adäquat (d.h. parallel zur Gewichtsabnahme) zurückziehen kann, was zur Folge hat, dass Falten entstehen. Weitere, mögliche Ursachen einer vorzeitigen Ausprägung von Falten sind zu wenig Schlaf oder auch Stress. Wirkt man den Faktoren, die zu Falten führen, bewusst entgegen, so kann das Entstehen und Wachsen von Hautfalten deutlich hinausgezögert werden.
Hausmittel zur Faltenbekämpfung
Wer aktiv etwas gegen Falten tun möchte, sollte zunächst zu viel Sonnenlicht meiden, den Stress reduzieren und gegebenenfalls das Rauchen aufgeben. Versucht man, auf dem Rücken zu schlafen, bilden sich bestimmte Gesichtsfalten, die beim Andrücken des Gesichtes ans Kissen entstehen, weniger stark aus. Eine gesunde, ausgeglichene Ernährung kommt dem gesamten körperlichen Wohlbefinden zugute und beeinflusst nicht zuletzt auch die Haut in positiver Weise. Lebensmittel, die einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren enthalten (z.B. in Fisch, Avocados oder Walnüssen) sind nicht nur gesund, sie verbessern dazu das Hautbild. Vitamin C-reiche Kost fördert nebenbei die Kollagen-Neubildung in der Dermis, und sie schützt vor freien Radikalen, die für die Hautalterung mitverantwortlich sind. Auch Lebensmittel, die Vitamin B und E enthalten, sind der Haut zuträglich. Förderlich für den Zustand der Haut ist ausserdem, hinreichend viel Wasser zu trinken, den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten und dadurch für genügend Gewebsflüssigkeit zu sorgen. Bestimmte Naturmittel, äusserlich angewendet, tragen zur Pflege der äusseren Hautschicht, der Epidermis, bei: Zu nennen wären Öle wie Kokosöl, Mandelöl oder Olivenöl sowie Extrakte aus Aloe Vera. Selber herstellbare Pasten mischt man aus Honig mit Joghurt sowie mit Naturprodukten wie Bockshornkleesamen, Mandeln, Ingwer oder auch Möhren. Die Inhaltsstoffe dieser natürlichen Mittel, die äusserlich aufgetragenen werden, können aber nicht tief genug in die Haut eindringen, um den Ursachen der Falten effektiv entgegenzuwirken. Zwar können sie millimeterkleine Fältchen vielleicht temporär beseitigen helfen. Sind Hautfalten jedoch bereits sichtbar ausgeprägt, müssten zu ihrer Glättung andere, wirksamere Methoden herangezogen werden, sei es eine Unterspritzung mit einem Füllpräparat z.B. auf der Basis von Hyaluronsäure, sei es eine Behandlung mit Botulinumtoxin.