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Oft stehen Sie als angehende Gastronomin vor dem Entscheid, welche Rechtsform Sie bei der Gründung Ihres Restaurants wählen sollen. Soll es ein Einzelunternehmen, eine GmbH oder doch eine Aktiengesellschaft werden? Die Rechtsform hat Auswirkungen auf die Gründungskosten, Haftung, Betreibung, Steuern und vieles mehr.
Vorlage Betriebskonzept Gastronomie
Das Betriebskonzept der Beispielpizzeria Flunder hilft Ihnen, ein eigenes Betriebskonzept für einen Gastronomiebetrieb zu erstellen. Word-Dokument mit 20 Seiten — Preis Fr. 28.-
Egal, ob Sie ein Restaurant, eine Bar, ein Café oder einen anderen Gastronomiebetrieb übernehmen – es ist ratsam, einen Businessplan oder ein Betriebskonzept zu verfassen. „Businessplan“ ist eher ein Begriff aus der Bankenwelt, bei dem die finanziellen Mittel im Vordergrund stehen. Ein Betriebskonzept beschreibt konkreter, was Ihren Betrieb ausmacht. Oft wird jedoch unter den beiden Begriffen das Gleiche verstanden. Es spielt keine Rolle, ob Sie Ihr Gastro-Konzept nun Businessplan oder Betriebskonzept nennen.
Für wen schreiben Sie das Betriebskonzept?
Zuerst stellt sich immer die Frage, für wen Sie Ihr Gastro-Betriebskonzept schreiben:
- Müssen Sie einen Vermieter überzeugen?
- Brauchen Sie eine Grundlage für ein Darlehen oder einen Kredit?
- Suchen Sie einen Geschäftspartner?
- Oder wollen Sie nur für sich selbst festhalten, wie Ihr Betrieb aussehen soll?
Je nachdem, wofür Sie ein Betriebskonzept erstellen, müssen die Schwerpunkte anders gesetzt werden. Ein Betriebskonzept kann wie eine Bewerbung verfasst sein, bei der Sie Ihre Fähigkeiten und Ideen anschaulich präsentieren. Ein Betriebskonzept kann aber auch als Planungsgrundlage dienen, bei der Sie Ihre Vorstellungen hinterfragen, die Kosten abschätzen und Potentiale für Ihren Betrieb untersuchen. Wichtig ist, dass Sie ein durchdachtes Betriebskonzept erstellen.
Was gehört in ein Betriebskonzept?
Zu Beginn sollten Sie eine kurze Zusammenfassung über die wichtigsten Punkte darlegen. Diese Zusammenfassung können Sie natürlich erst dann schreiben, wenn Ihr Betriebskonzept fertig ist. Sie sollte aber sicher am Anfang stehen. Weiter können Sie in der Zusammenfassung Ihre Idee und Vision erklären. Beschreiben Sie, was Ihren Betrieb ausmacht:
- Was ist Ihnen wichtig?
- Was unterscheidet Sie von anderen Betrieben?
- Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?
Hinzu kommen noch die wichtigsten Informationen zum Betrieb und den Finanzen.
Betrieb
In diesem Abschnitt stehen alle nötigen Informationen zum Betrieb. Es ist wichtig zu bestimmen, welche Rechtsform der Betrieb hat und wie der Betrieb geführt wird. Notieren Sie auch, wie Sie den Betrieb einrichten möchten und ob vor der Eröffnung noch Umbauten stattfinden werden. Sie sollten auch bereits die wichtigsten Informationen notieren: Adresse, Telefonnummer, Versicherungen, Parkplätze, Abfall, Lärm, usw. Es geht hier um die Informationen zum Betrieb, noch nicht um das Angebot oder die Preisgestaltung. Letzteres notieren Sie in einem weiteren Abschnitt.
Standortanalyse
In diesem Abschnitt beschreiben Sie den Standort Ihres Gastrobetriebes. Es geht darum, herauszufinden, wie Ihre Gäste zum Betrieb gelangen und wie Sie Laufkundschaft erreichen können:
- Ist Ihr Betrieb ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden?
- Oder gelangen Ihre Gäste nur mit dem Auto zu Ihnen?
- Gibt es vielleicht Sehenswürdigkeiten im näheren Umfeld?
- Können Sie Aussenplätze anbieten?
Die genaue Beschreibung des Standortes kann auch beim Abschnitt «Betrieb» angefügt werden.
Geschäftskonzept
- Welche Gäste möchten Sie ansprechen?
- Was möchten Sie anbieten?
- Was passt zum Standort?
- Welche Preispolitik verfolgen Sie?
- Was sind die Öffnungszeiten Ihres Betriebes?
Überlegen Sie sich gut, welches Angebot Sie haben werden. Hilfreich dabei ist auch die Konkurrenzanalyse, welche weiter unten erläutert wird. Sobald Sie wissen, welche Gäste Sie ansprechen möchten, können Sie auch das Marketing planen. Es gibt diverse Strategien (Flyer, Radio- oder TV-Werbung, Onlinepräsenz). Ein bewährtes Marketinginstrument ist und bleibt die Mund-zu-Mund-Propaganda. Animieren Sie Ihre Gäste dazu, Ihren Gastrobetrieb weiterzuempfehlen.
Personalplanung
Machen Sie zudem eine saubere Personalplanung. Da die Personalkosten für Gastronomiebetriebe absolut entscheidend sind, lohnt es sich, hier etwas mehr Zeit zu investieren.
- Wann brauchen Sie wieviel Personal?
- Was ist Ihnen bei Ihren Angestellten wichtig?
- Was verlangen Sie und was können Sie bieten, um gutes Personal zu finden?
Marktanalyse
Bei der Marktanalyse definieren Sie den genauen Markt, in dem Sie tätig sein werden. Anhand dieses Marktes und mit den Erkenntnissen des Geschäftskonzeptes können Sie Ihre Kunden noch präziser ansprechen. Nutzen Sie die Marktkenntnisse auch, um die richtigen Lieferanten zu finden. Fragen Sie sich auch, welches Ihre Konkurrenten sein werden. Was könnten Sie anders machen als die Konkurrenz? Und gibt es gewisse Trends, an denen Sie nicht vorbeikommen? Eine ausführliche Marktanalyse kann Ihnen viel Arbeit bei der Umsetzung Ihrer Geschäftsidee ersparen.
Budgetplanung
Nun kommen Sie zur Budgetierung. Leiten Sie von der Personalplanung die Personalkosten ab. Diese sollten nicht mehr als 52 % des Umsatzes betragen. Mit den Personalkosten können Sie den Umsatz abschätzen, den Sie erzielen sollten. Das zeigt oft schon auf, was möglich ist und was nicht. Meist will man am Anfang zu viel und merkt dann, dass das mit diesem Personal nicht möglich ist. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Anschliessend kommen die Mietkosten, die nicht mehr als 8 bis 12 % des Umsatzes sein sollten. Die Warenkosten sollten nicht mehr als 30 % des Umsatzes ausmachen. Als erste Einschätzung hilft unser Budgetrechner weiter. Wichtig ist zudem die Finanzierung des Betriebes und damit auch die Möglichkeiten, die Sie für Investitionen und Umbauten haben. Falls Sie Umbauten planen, erstellen Sie dafür Budgets und Zeitpläne.
Brauche ich ein Betriebskonzept?
Nicht alle Gastronomiebetriebe brauchen ein umfangreiches Betriebskonzept. Wenn Sie mit Ihrem Restaurant keinen Vermieter oder Geldgeber überzeugen müssen, reicht es, wenn nur die wichtigsten Punkte festgehalten werden. Ein umfangreiches Gastro-Konzept, das nachher nicht so aufgeht wie geplant, kann auch hinderlich sein. Überlegen Sie deshalb gut, bei welchen Teilbereichen eine Planung sinnvoll ist.
Fazit
Es ist wichtig, dass Sie das Betriebskonzept nicht als unnötiges Dokument ansehen. Das Betriebskonzept hilft Ihnen, sich mit Ihrer Idee auseinanderzusetzen und ungeklärte Fragen anzusprechen. Nehmen Sie sich Zeit, wenn Sie das Betriebskonzept erstellen. Dieser Prozess wird nicht mit dem fertigen Betriebskonzept abgeschlossen sein. Ein Betriebskonzept für die Gastronomie ist kein starres Dokument. Überarbeiten Sie Ihr Gastro-Konzept, wenn es nötig ist. Arbeiten Sie damit und halten Sie sich an die Planung. Im Betriebskonzept muss nicht jedes Detail geregelt werden. Viel wichtiger ist, dass Sie die grundsätzlichen Fragen zu Ihrem Betrieb klären und überprüfen, ob diese der Realität standhalten. So lassen sich auch erste Stolperfallen vermeiden.
Unsere Lösungen
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Beratung Betriebskonzept
Wünschen Sie ein persönliches Coaching zur Optimierung und Finalisierung Ihres Betriebskonzepts? Unsere Partner ist auf die Beratung von Kleinunternehmen spezialisiert und hat starken Bezug zur Gastronomie und zu wirtschaftlichen Themen.
Grundkurs Gastronomieführung
Im Grundkurs Gastronomieführung erarbeiten Sie die notwendigen Kompetenzen für die Führung eines Gastrobetriebs. Dazu gehören neben rechtlichen und buchhalterischen Themen auch die Bereiche Hygiene, Betriebsführung und Marketing.
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Beratung Schlüsselgeld und Inventarübernahme
Sie sind dabei einen Betrieb inklusive Inventar zu übernehmen, sind sich aber unsicher, ob die Ablösesumme gerechtfertigt ist? Unsere Partner und Gastroexperte zeigt Ihnen worauf Sie achten müssen.
Bei der Immobiliensuche für einen Gastronomiebetrieb hat das vorhandene Kapital einen grossen Einfluss auf die wohl wichtigste Frage: Soll das Objekt gemietet oder gekauft werden? Beides hat seine Vor- und Nachteile, welche je nach Situation unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.
Entscheiden Sie sich für einen Kauf, sind Sie auf der einen Seite deutlich flexibler und können die Immobilie als Kapitaleinlage nutzen. Auf der anderen Seite müssen Sie, falls Sie scheitern, mit hohen Verlusten rechnen und selbst für den Unterhalt sorgen.
Mieten Sie ein Objekt, müssen Sie in der Regel deutlich weniger Geld in die Hand nehmen als beim Kauf. Als Mieterin stehen Sie aber in einer gewissen Abhängigkeit zum Vermieter und verlieren gegebenenfalls nach Ablauf des Vertrags Ihr investiertes Kapital.
Die wichtigsten Kriterien bei der Suche
Erfüllt der Standort und die Umgebung Ihre Anforderungen bzw. passt er zu Ihrem künftigen Betriebskonzept? Ein Restaurant, dass ausschliesslich vegane oder vegetarische Speisen anbietet, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auf dem Land kaum Anklang finden.
Verfügt das Grundstück über einen Garten oder eine Terrasse? Wie ist der Garten gestaltet? Entspricht die Bepflanzung Ihren Vorstellungen oder müssten Sie viel daran verändern respektive investieren? Eine Terrasse lässt sich zudem gewinnbringend in ein bestehendes Konzept einarbeiten.
Dies führt uns zu nächsten Frage: Entsprechen die Innenräume Ihren Bedürfnissen? Kann für genug Gäste bestuhlt werden? Sind die Räume hell genug? Heizen sich die Räume im Sommer schnell auf oder kühlem im Winter schnell ab? Das sind alles Fragen, die Sie beim Entscheid berücksichtigen sollten. Wie hoch fallen die Nebenkosten aus? Hier können Sie auch den vorherigen Mieter befragen und diese mit eignen Veränderungswünschen abgleichen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Wie ist der Gebäudezustand? Herrscht schon bald Renovierungsbedarf? Was genau wäre renovationsbedürftig? Wie funktioniert der Internet- und TV-Anschluss? Gibt es einen Glasfaseranschluss für schnelles Internet? Gerade in der heutigen Zeit gehören gratis Wifis in Gastronomiebetrieben für viele Gäste zu den Must-haves.
Und zu guter Letzt müssen Sie ein Auge auf die Inventarübernahme werfen. Hier versuchen Immobilienhändler gut und gerne Betriebe mit bestehenden Mietverträgen zu überhöhten Schlüsselgeldern weiterzuvermitteln. Die Leidtragende sind gutgläubige Gastronomen, die sich den Traum vom eigenen Imbiss oder Restaurant erfüllen wollen und dafür viel zu hohe Risiken eingehen.
Doch wie können Sie sich schützen? Lassen Sie im Zweifelsfall das Inventar schätzen. Wenn der Übernahmepreis davon abweicht, überlegen Sie, ob es dafür Gründe gibt (tiefer Mietpreis, Kundenstamm) und ob Sie den Übernahmepreis innerhalb von höchstens 5 Jahren erwirtschaften können. Ziehen Sie Fachpersonen bei, wenn Sie unsicher sind. Der Zusatzaufwand lohnt sich.
Haben Sie alle Fragen für sich beantworten können und damit alle Risiken und Chancen abgewogen, sind Sie Ihrem Traum einen gewaltigen Schritt nähergekommen.
Inserate in Zeitungen oder doch lieber im Internet suchen?
Um die passende Immobilie für Ihren Gastronomiebetrieb zu finden, gibt es verschiedene Herangehensweisen. Sie können sich durch den Immobilienteil von Zeitungen wälzen oder halten auf Anschlagsbrettern nach Immobilieninseraten Ausschau. Einfacher und schneller suchen Sie im Internet. Internetseiten für Immobilien gibt’s zu Haufen. Wir stellen Ihnen hier einige Online-Plattformen für Immobilien in der Gastronomiebranche vor.
Auf gastro-express.ch können Sie sich zwischen den Kategorien „Kaufen“ und „Mieten“ entscheiden. Darunter wird jeweils nach Zweck des Gastrobetriebs unterteilt: Hotels, Restaurant, Unterhaltungsbetriebe, Cafés und Diverses. Nach einer Filterfunktion wie z. B. nach dem Standort sucht man auf der Seite aber vergebens, wodurch Ihnen nichts anders übrigbleibt, als sich durch die Liste zu wälzen.
In den Inseraten selbst ist dann genau aufgeführt und beschrieben, ab wann, zu welchem Preis und natürlich wo die Immobilie zu kaufen bzw. mieten ist. Auch die Kontaktangaben dürfen natürlich nicht fehlen. Weiter wird das Objekt öfters noch genauer beschrieben: Wie viele Sitzplätze drinnen und draussen zur Verfügung stehen, was den Standort attraktiv macht oder auch wie viele Parkplätze den künftigen Gästen zur Verfügung stehen. Wie detailliert das Objekt beschrieben oder bebildert wird, liegt schliesslich aber bei der inserierenden Person.
Die Webseite gastrokaufen.ch arbeitet im Gegensatz bereits mit der Filterfunktion. Hier können Sie nach dem kantonalen Standort des Objekts, Objektart und dem Preis filtern. Auf dieser Plattform wird das Objekt im Inserat oft genauer umschrieben. So dürften die meisten Interessierten sehr rasch und effizient ihrer künftigen Immobilie für das eigene Café oder Restaurant näherkommen.
Gastroforyou.ch bedient sich am gleichen Prinzip. Mit einem grossem Unterschied: Diskretion wird hier grossgeschrieben, da die Immobilien teilweise noch in Betrieb sind. Die Inserate sind dabei völlig anonym. Wer sich also eine Immobilie genauer unter die Lupe nehmen will, muss erst einen Kapitalnachweis bei den Betreibern der Webseite einreichen.
Fazit
Ob Restaurant oder Café, wer sich auf die Suche nach einer neuen Immobilie macht, sollte sich dafür genügend Zeit nehmen. Egal welche Immobilie Sie suchen, bei jeder Option gibt es viel zu berücksichtigen. Und das Allerwichtigste: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Gehen Sie die Suche geduldig sowie sorgfältig an und Sie werden bestimmt eine ideale Immobilie für Ihren Gastronomiebetrieb finden.
Unsere Lösungen
Beratung Schlüsselgeld und Inventarübernahme
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Beratung Betriebsführung
Wünschen Sie eine Beratung zur Betriebsführung? Unsere Partner ist auf die Beratung von Kleinunternehmen spezialisiert und hat starken Bezug zur Gastronomie und zu wirtschaftlichen Themen.
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Das sogenannte Schlüsselgeld, also der Betrag, den ein Neumieter bezahlen muss, damit er einen bestehenden Mietvertrag übernehmen kann, erlebt einen regelrechten Boom. Gewiefte Immobilienhändler haben das Einkassieren von überhöhten Schlüssel- oder Ablösegeldern zum Geschäftsmodell entwickelt. Da diese Gelder meist nicht offen deklariert, sondern in überrissenen Inventarpreisen versteckt sind, ist ohne professionelle Inventarschätzung schwierig zu eruieren, wie hoch das effektive Ablösegeld ist.
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Zeiterfassungssoftware
Verwenden Sie die L‑GAV und Arbeitsgesetz konforme Zeiterfassungssoftware für Gastronomie- und Hotelleriebetriebe und profitieren Sie exklusiv von zwei Gratismonaten.
Wer Arbeitnehmende beschäftigt, ist aufgrund des Arbeitsgesetzes verpflichtet, die Arbeitszeit der Mitarbeitenden zu erfassen. Es müssen Beginn und Ende der Arbeit sowie Pausen von einer halben Stunde und mehr ganz genau erfasst werden. Erfasst man die geleistete Arbeitszeit mit einer Excel-Tabelle, müssen Überstunden, Ferien, Feier- und Ruhetage selbst ausgerechnet werden. Wird ein Tool eingesetzt, das nicht spezifisch auf die Gastrobranche zugeschnitten ist, riskiert man, Vorgaben des L‑GAVs zu missachten – und das kann teuer werden.
Überstundenkommunikation ist zwingend
Wenn Mitarbeitende verstehen, wie die Zeit erfasst wird und was ihnen zusteht, sparen Sie sich viele Diskussionen und Konflikte bei Abgängen, die im schlimmsten Fall zu Verfahren vor dem Arbeitsgericht führen. Es ist wichtig, dass die Soll-Arbeitszeit und die bezahlten Absenzen transparent und rechtlich korrekt ausgewiesen werden und die Über- und Minusstunden jederzeit nachvollziehbar sind. Denn nach Art. 21 L‑GAV muss der Betrieb jeden Monat den entsprechenden Saldo den Mitarbeitenden kommunizieren. Dies ist auch im Interesse des Betriebes. Denn der L‑GAV (Art. 15) für die Gastronomie sieht vor, dass Überstunden zum Normallohn und ohne 25 % Zuschlag bezahlt werden müssen, wenn der obengenannte Artikel eingehalten wird. Befolgt ein Betrieb diese Vorschrift, kann statt der üblichen 42-Stunden-Woche faktisch 50 Stunden pro Woche gearbeitet werden, ohne dass deswegen Mehrkosten entstehen. Wird ausnahmsweise mehr als 50 Stunden pro Woche gearbeitet, so sind die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes zur Überzeit zu beachten.
Arbeitszeit erfassen und Personalkosten im Griff halten
Um die Arbeitszeit zu erfassen und die Personalkosten effektiv zu kontrollieren, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können entweder die Arbeitszeit von Hand erfassen oder eine spezielle Software dafür nutzen.
Möglichkeit 1: Arbeitszeit von Hand erfassen
Wenn Sie die Arbeitszeit von Hand erfassen, sollten Sie sich gut mit dem Arbeitsgesetz und dem L‑GAV auskennen. Verwenden Sie beispielweise Excel, um die Arbeitsstunden zu erfassen. Es ist wichtig, dass Sie die Arbeitszeiterfassung der Mitarbeitenden regelmässig auf rechtliche Vorgaben hin überprüfen.
Arbeitszeiterfassung L‑GAV
Nutzen Sie die kostenlose Vorlage zur manuellen Arbeitszeiterfassung in der Gastronomie des L‑GAVs.
Möglichkeit 2: Arbeitszeit mithilfe einer Software erfassen
Es gibt viele Programme, die einem die Erfassung der Arbeitszeit erleichtern. Allerdings berücksichtigen die meisten Systeme nicht die L‑GAV spezifischen Bestimmungen. Achten Sie bei der Beschaffung einer Schichtplanungs- und Zeiterfassungssoftware darauf, dass diese für Gastronomiebetriebe ausgelegt ist. Dies ist besonders dann empfehlenswert, wenn man sich mit dem Arbeitsgesetz und dem L‑GAV nicht gut auskennt. Eine branchespezifische Software hilft Ihnen, alle wichtigen Punkte der Zeiterfassung zu beachten und viel Zeit einzusparen.
Zeiterfassungssoftware
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Fazit
Es gibt zahlreiche rechtliche Bestimmungen, die Sie bei der Erfassung der Arbeitszeit beachten müssen. Fehler bei der Zeiterfassung können zu Verfahren vor dem Arbeitsgericht führen und hohe Kosten verursachen. Machen Sie sich deshalb früh genug Gedanken dazu, wie Sie die Arbeitszeit Ihrer Mitarbeitenden erfassen und sparen Sie so Zeit, die Ihnen für andere Aufgaben zur Verfügung steht.
Zeiterfassungssoftware
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Arbeitszeiterfassung L‑GAV
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Im Arbeitsrecht gibt es viele zwingende Bestimmungen, die dem Arbeitnehmerschutz dienen. Für Arbeitgeberinnen ist wichtig, diese gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Ein gut formulierter Arbeitsvertrag schafft Rechtssicherheit und kann Streitigkeiten verhindern. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie als Arbeitgeberin in der Gastrobranche bei Arbeitsverträgen achten müssen.
Arbeitszeugnisse sind aus dem heutigen Arbeitsleben fast nicht mehr wegzudenken. Neben dem Lebenslauf und dem Bewerbungsschreiben spielen die Arbeitszeugnisse eine bedeutende Rolle bei einer Bewerbung für eine neue Stelle – so auch in der Gastronomie. Pro Jahr werden in der Schweiz über eine Million Arbeitszeugnisse ausgestellt. Worauf müssen Sie als Arbeitgeber beim Schreiben eines Arbeitszeugnisses achten? Welche Stol-persteine gibt es? Die Antworten auf diese Fragen erfahren Sie in diesem Beitrag.
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Vorlage Betriebskonzept Gastronomie
Das Betriebskonzept der Beispielpizzeria Flunder hilft Ihnen, ein eigenes Betriebskonzept für einen Gastronomiebetrieb zu erstellen. Word-Dokument mit 20 Seiten — Preis Fr. 28.-
Nicht nur die Privathaushalte, sondern auch Gastronomiebetriebe sind vom omnipräsenten Problembereich der Nachhaltigkeit betroffen. Junge Generationen, wie Greta Thunberg und „Fridays for Future”, Politik und die Gesellschaft rufen zu nachhaltigem Handeln auf. Nachhaltigkeit ist und bleibt auch künftig ein wichtiger Aspekt unseres Handelns in der Welt. Doch was bedeutet der Begriff „Nachhaltigkeit”? Grob definiert steht er für politisches, wirtschaftliches und ökologisches Handeln, welches die gesellschaftlichen Bedürfnisse der Gegenwart so befriedigt, dass die Bedürfnisse künftiger Generationen nicht eingeschränkt werden.
Problembereiche der Nachhaltigkeit in der Gastronomie
1. Food Waste
Rund ein Drittel aller essbaren Anteilen von Lebensmitteln wird verschwendet. Dieser sog. „Food Waste” belastet unsere Umwelt. Gemäss einer Studie der ETH Zürich aus dem Jahr 2019 beträgt die Lebensmittelverschwendung in der Schweiz ca. 2.8 Mio. Tonnen pro Jahr. Die Gastronomie ist laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) mit rund 14 % am Food Waste der Schweiz beteiligt.
Mögliche Ursachen sind ein verschwenderischer Umgang mit Lebensmitteln, fehlerhafte Kalkulierung beim Einkaufen, ein überladenes Angebot oder schlecht geschultes Personal.
2. Umweltbelastungen
Wasser wird für unsere wachsende Weltbevölkerung zunehmend ein knappes Gut. Wussten Sie, dass für die Herstellung von gewissen Lebensmitteln sehr viel Wasser verbraucht wird? Für ein Kilogramm Rindfleisch werden ca. 103 Badewannen à 150 Liter Wasser benötigt. Bei Kaffee sind es pro Kilogramm ca. 140 Badewannen. Wasser wird in Gastronomiebetrieben also nicht nur beim Kochen, Putzen oder Abwasch verbraucht. Ein sparsamer Wasserverbrauch ist also wichtig. Beispielsweise können speziell geeignete Spülmaschinen für die Gastronomie angeschafft werden, welche nicht nur den Wasserverbrauch reduzieren, sondern auch energieeffizient sind.
Eine weitere Belastung für unsere Umwelt stellt der grosse Energiebedarf dar. Energie ist begrenzt, deshalb kann und sollte sie in sämtlichen Bereichen gespart werden. Mit dem Einsatz von Energiespargeräten, LED-Beleuchtungen, Bewegungsmeldern und intelligenten Arbeitsabläufen können Sie in ihrem Betrieb nicht nur Energie, sondern auch Kosten sparen. Konkret bedeutet dies, sich über den Energieverbrauch der intakten Geräte zu informieren, Kühlräume sofort zu schliessen, Herdplatten bei Nichtgebrauch auszuschalten oder Lichter beim Verlassen eines Raums auszuschalten. Es lohnt sich, ein intelligentes Stromsparmodell zu etablieren und Arbeitsabläufe klar anzuweisen.
Wo gearbeitet wird, entstehen Abfälle. Gerade in der Gastronomie kommt einiges an Abfall zusammen, beispielsweise Glas, Speiseabfälle, Karton, Kunststoffe oder Altöl. Abfall kann nicht vermieden, aber durch nachhaltiges Handeln reduziert werden. Kaufen Sie nur so viel ein, wie gebraucht wird. Reparieren Sie defekte Gegenstände, anstatt neue zu kaufen. Verwenden Sie langlebige Gegenstände oder nutzen Sie wiederverwendbare Gegenstände. Wenn Sie Müll konsequent trennen, werden Rohstoffe recycelt und wieder genutzt. Eine nachhaltige Abfallentsorgung schont also die natürlichen Ressourcen, ebenso wird weniger Energie verbraucht, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt.
Denkanstoss: Wie könnten Sie ihr Abfallkonzept im Betrieb effizienter gestalten?
3. Übernutzungen von Ressourcen
Verfügbare Ressourcen sind kostbar. Sie müssen geschützt oder dann gezielt verbraucht und nicht verschwendet werden. Insbesondere gelten diese Grundsätze für nicht erneuerbare Ressourcen wie beispielsweise Erdöl, aus welchem Plastik unter anderem für Verpackungen gewonnen wird.
Kaufen Sie überlegt ein und sorgen Sie für eine überschaubare, saisonale und regionale Speisekarte . Dies wirkt sich einerseits positiv auf die Umwelt aus. Denn dadurch wird die Luft weniger stark durch weite Transporte verunreinigt und es entsteht weniger Verpackungsmüll. Andererseits fördern saisonale und regionale Produkte auch die regionale Wirtschaft und die Gesundheit der Gäste. Setzen Sie möglichst wenig auf Einwegplastikverpackungen, sondern mehr auf Mehrwegverpackungen. Wie bereits erwähnt, gilt es Ressourcen wie auch Energie und Wasser geschont zu nutzen.
Lösungen für mehr Nachhaltigkeit
Sie möchten sich für mehr Nachhaltigkeit im Betrieb einsetzen? Oft ist im hektischen Alltag kaum Zeit übrig und Ressourcen fehlen, um Betriebskonzepte nachhaltiger zu gestalten. Viele Herausforderungen stellen sich in den Weg. Die Zusammenarbeit mit Firmen oder die Nutzung von Apps wie beispielsweise, Too Good To Go oder Prognolite sowie die Schulung Ihrer Mitarbeitenden mit dem E‑Learning „Von Food Waste zu Food Save” können Sie beim Erreichen Ihrer Ziele unterstützen.
Mögliche Lösungen für Ihren Betrieb, um dem Food Waste entgegenzuwirken, sind:
E‑Learning Von Food Waste zu Food Save
Schulen und sensibilisieren Sie sich und Ihre Mitarbeitenden mit dem E‑Learning von «United Against Waste» und finden Sie heraus, welchen Beitrag Ihr Betrieb gegen Food Waste leisten kann. — Preis: Fr. 19.- pro User
Charta für die Zukunft
Die Charta für ein klimafreundliches, gesundheitsförderndes und genussvolles Angebot in der Gastronomie bietet Gastronomen die Möglichkeit, einen Beitrag für die Gesundheit von Mensch und Planet zu leisten. Machen Sie mit und engagieren Sie sich für eine nachhaltige Gastronomie.
Too Good To Go
App, auf der Sie Menüs ausschreiben können, die an diesem Tag nicht mehr verkauft werden zu günstigeren Preisen. Konsumentinnen können diese dann abholen. Machen Sie mit!
Folgen und Chancen durch nachhaltiges Handeln
Durch nachhaltiges Handeln wird der ökologische Fussabdruck des Betriebes gesenkt. Nachhaltiges Handeln nützt aber nicht nur der Umwelt, sondern es hilft auch Betrieben Kosten zu sparen und sich im Markt gut zu positionieren. Mit regionalen Produkten und beispielsweise umweltfreundlicherem Beyond Food im Angebot begegnen Sie dem aktuellen Food Trend und der steigenden Nachfrage in der Gastronomie.
Die Gastronomiebranche ist ein wesentlicher wirtschaftlicher Akteur, welche durch bewusstes Handeln zu mehr Nachhaltigkeit in unserer Umwelt beitragen kann. Mit konkreten, nachhaltigen Massnahmen können Gastronomiebetriebe den Food Waste, Umweltbelastungen, Übernutzung von Ressourcen und weiteres reduzieren. Ziel ist es, eine nachhaltige Unternehmenskultur aufzubauen, sowie die Mitarbeitenden entsprechend zu schulen. Gelingt dies in Ihrem Gastronomiebetrieb, werden Sie dem Aufruf junger Generationen sowie der Politik und Gesellschaft gerecht. Sie können bewusst mit Ihrem Handeln auf aktuelle Bedürfnisse eingehen und auch einen Beitrag dazu leisten, damit die Bedürfnisse künftiger Generationen nicht eingeschränkt werden.
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Wollen Sie sich in der Gastronomie behaupten? Dann brauchen Sie ein unverwechselbares Profil. Foodtrends können eine Orientierungshilfe bieten, wie Sie die Ausrichtung Ihres Unternehmens definieren und Veränderungen in der Ernährungs- und Esskultur unternehmerisch nutzen.
Wir haben die wichtigsten Trends für Sie zusammengefasst:
Das Betriebskonzept ist in der Gastronomie die Grundlage für jeden Betrieb. In diesem Dokument halten Sie Ihre dynamischen Überlegungen zu Vision, Konzept, Budgetierung, Produktsortiment und Marketing fest. Oft wird auch von einem Businessplan statt von einem Gastro-Konzept gesprochen.
Nicht selten ist Food Waste in der Gastronomie ein grosses Thema. Food Waste schadet nicht nur der Umwelt, sondern verursacht Ihrem Betrieb auch grosse Kosten. Genau genommen kostet Sie jedes Kilogramm Food Waste Fr. 24.-. Erfahren Sie in unserem Artikel, wie Sie Food Waste vermeiden und die Lebensmittel stattdessen retten können.
Beratung Versicherungen
Möchten Sie eine kostenlose Beratung erhalten? Unser Partner kontaktiert Sie gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch. Sie profitieren von einem Gastropedia Rabatt von bis zu 25 % auf den Betriebs- und Personenversicherungen.
Obligatorische Versicherungen
Folgend zeigen wir Ihnen, welche Versicherungen Sie für sich und Ihre Mitarbeitenden in der Gastronomie abschliessen müssen. Wenn Sie eine Einzelfirma gründen, gelten Sie sowohl als Selbständigerwerbender als auch als Arbeitgeber. In diesem Fall werden Sie von vielen Sozialversicherungen als Spezialfall behandelt. Details zu diesen Ausnahmen finden Sie in der Beschreibung der jeweiligen Versicherung.
1. Säule (AHV / IV / EO)
Fällt das Erwerbseinkommen infolge von Alter oder Tod des Ehepartners weg, soll die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) den Existenzbedarf decken. Die AHV ist für alle in der Schweiz wohnhaften oder erwerbstätigen Personen obligatorisch. Ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag müssen Erwerbstätige Beiträge bezahlen. Spätestens ab dem 1. Januar nach dem 20. Geburtstag sind alle Personen (somit auch Nichterwerbstätige) beitragspflichtig.
Die Invalidenversicherung (IV) deckt das Risiko der Invalidität aufgrund Krankheits- und Unfallfolgen ab.
Die Erwerbsersatzordnung (EO) ersetzt den Personen, die Militär‑, Zivildienst oder Zivilschutz leisten, einen Teil des Lohnausfalls. Zudem übernimmt die EO während 14 Wochen nach der Geburt den Lohnausfall bei Mutterschaft.
Arbeitslosenversicherung (ALV)
Die Arbeitslosenversicherung (ALV) erbringt Leistungen im Falle der Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, wetterbedingten Arbeitsausfällen und Zahlungsunfähigkeit der Arbeitgeberin und fördert die Wiedereingliederung von Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt.
Grundsätzlich sind alle Arbeitnehmer versicherungspflicht. Das heisst, dass Sie auch als Gesellschafter einer AG oder GmbH sich und Ihre Arbeitnehmer bei der ALV anmelden müssen. Führen Sie ein Einzelunternehmen oder sind Sie Teil einer Personengesellschaft, gelten Sie als Selbstständigerwerbender und sind nicht versicherbar.
Abrechnung der 1. Säule und der ALV
Sowohl Sie als Arbeitgeber als auch Ihre Arbeitnehmer zahlen je 5.3 % des AHV-Bruttolohns als Beiträge an die AHV, IV und EO. Die ALV beträgt 2.2 % des Bruttolohns, wobei auch hier je die Hälfte (1.1 %) vom vom Arbeitnehmer bzw. Arbeitgeber bezahlt wird.
Vor der Gründung oder Übernahme Ihres Betriebs müssen Sie sich bei der Ausgleichskasse anmelden. Für Mitglieder des Berufsverbandes GastroSuisse ist die Verbandskasse GastroSocial die zuständige Ausgleichskasse (obligatorisch). Sind Sie nicht Mitglied von GastroSuisse, melden Sie sich und Ihre Angestellten bei der zuständigen kantonalen Ausgleichskasse an.
Die Ausgleichskasse entscheidet, ob Sie als Selbstständigerwerbender oder Arbeitnehmer gelten. Als Arbeitnehmer gelten Sie dann, wenn Sie als Gesellschafter einer AG oder GmbH im Unternehmen arbeiten. Die AHV-Prämien sind für Selbstständige tiefer als für Angestellte. Diese Einteilung ist auch für weitere Versicherungen wie die Unfallversicherung oder Pensionskasse wichtig.
Berufliche Vorsorge (BVG)
Die Berufliche Vorsorge (auch Pensionskasse genannt) soll Rentnern ein finanziell komfortables Leben über dem Existenminimum ermöglichen. Obligatorisch beitragspflichtig sind Ihre Mitarbeitenden, welche zwischen 18 Jahre und 65 Jahre (Frauen 64 Jahre) alt sind und jährlich mindestens Fr. 22’050.- verdienen. Sie als Arbeitgeber müssen wenigstens die Hälfte der Prämie übernehmen.
Grundsätzlich können Sie als Betriebsführerin frei entscheiden, bei welcher der vielen Pensionskassen Sie Ihre Mitarbeiter versichern. Im L‑GAV des Gastgewerbes gibt es aber einige zusätzliche Bestimmungen, welche bei der Beruflichen Vorsorge beachtet werden müssen. Die wichtigste Pensionskasse, die mit dem L‑GAV konform ist, ist die Verbandskasse GastroSocial.
Als selbstständigerwerbende Person sind Sie hingegen nicht obligatorisch der beruflichen Vorsorge unterstellt, können sich aber freiwillig versichern lassen. Bestenfalls versichern Sie sich gleich bei derselben Pensionskasse wie Ihr Personal.
Familienzulagen
Die Familienzulagen sollen die Kosten, die den Eltern durch den Unterhalt ihrer Kindern entstehen, ausgleichen. Alle Arbeitnehmer, Nichterwerbstätige und Selbständigewerbenden in der Schweiz sind anspruchsberechtigt.
Als Arbeitgeber müssen Sie sich in im Kanton Ihres Betriebes einer dort tätigen Familienausgleichskasse anschliessen und die Beiträge einzahlen. Diese Verpflichtung besteht auch dann, wenn Sie nur Personal ohne Kinder beschäftigen. Die Zulagen müssen Sie dann zusammen mit dem Lohn den Arbeitnehmern auszahlen.
Als Selbstständigerwerbende unterstehen Sie der Familienzulagenordnung des Kantons, in welchem Sie von der AHV erfasst sind. Sie müssen sich dort einer Familienausgleichskasse anschliessen, auch wenn Sie selbst keine Familienzulagen beziehen. Falls Sie Anspruch auf Familienzulagen haben, erhalten Sie die Zulagen direkt von der Ausgleichskasse.
Krankenversicherung (KV)
Die Krankenversicherung ist für in der Schweiz wohnende Personen obligatorisch. Die Versicherung ist dabei Sache Ihrer Mitarbeiter. Sie als Arbeitgeber müssen Ihr Personal darauf hinweisen, dass der Abschluss der Versicherung obligatorisch ist.
Unfallversicherungen (UVG)
Die Berufsunfallversicherung (BUV) übernimmt die Heilungskosten und die Lohnfortzahlung bei einem Ausfall aufgrund eines Unfalls während der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg.
Sie sind als Arbeitgeber verpflichtet, alle Mitarbeiter gegen Berufsunfall zu versichern. Als Mitglied einer AG oder GmbH gelten Sie auch als Arbeitnehmer, falls Sie in der Gesellschaft arbeiten. In diesem Fall müssen auch Sie versichert werden. Die gesamten Kosten der Berufsunfallversicherung tragen Sie als Arbeitgeber und können nicht vom Lohn Ihrer Angestellten abgezogen werden.
Die Nichtberufsunfallversicherung versichert gegen Unfälle in der Freizeit. Mitarbeiter, die mindestens 8 Stunden pro Woche bzw. 32 Stunden im Monat arbeiten, müssen gegen Nichtberufsunfall versichert werden. Die Prämie der Nichtberufsunfallversicherung ziehen Sie Ihren Angestellten vom Lohn ab. Sie als Arbeitgeberin überweisen den Prämienbetrag dann an die Versicherung.
Die Unfallversicherung für die BUV wie die NBUV kann über die Suva oder bei einer anderen zugelassenen Versicherung (Privatversicherer, Krankenkassen, öffentliche Unfallversicherungskassen) abgeschlossen werden. Die Höhe der Prämien ist von der Grösse sowie des allgemeinen Risikos des Betriebs abhängig.
Als Selbstständigerwerbender sind Sie nicht obligatorisch unfallversichert. Sie können sich aber freiwillig bei derselben Versicherung wie Ihr Personal versichern lassen.
Krankentaggeldversicherung (KTG)
Gemäss dem L‑GAV für das Gastgewerbe sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, für alle Ihre Arbeitnehmerin eine Krankentaggeldversicherung abzuschliessen. Ist eine Mitarbeiterin krank oder fällt sie wegen Mutterschaft aus, bekommt sie weiterhin einen Teil des Lohns während einer bestimmten Zeitdauer. Sie als Arbeitgeber müssen mindestens die Hälfte der Prämie übernehmen. Als Selbstständigerwerbende ist die KTG nicht obligatorisch, der Abschluss einer freiwilligen Krankentaggeldversicherung ist aber zu empfehlen.
Für die Wahl der passenden KTG können Sie sich von verschiedenen privaten Versicherungen Offerten einholen, damit Sie deren Angebote vergleichen können.
Motorfahrzeugversicherung
Besitzen Sie Betriebsfahrzeuge, müssen Sie für diese eine Motorfahrzeugversicherung abschliessen. Die Versicherung bezahlt, wenn mit dem versicherten Fahrzeug Personen oder Sachen geschädigt werden. Es kommt dabei nicht darauf an, wer das Auto fährt. Zusätzlich können Sie mit einer Kaskoversicherung Sachschäden am Fahrzeug abdecken. Die Kaskoversicherung ist freiwillig.
Freiwillige Versicherungen
Im Folgenden stellen wir Ihnen die Versicherungen vor, welche nicht obligatorisch abgeschlossen werden müssen, trotzdem aber sehr zu empfehlen sind für einen Gastronomiebetrieb.
Führen Sie bereits vor der Eröffnung Ihres Betriebes eine Risikoanalyse durch. Dabei decken Sie die Risiken Ihres Gastgewerbebetriebs auf und können sich in einem nächsten Schritt überlegen, welche Versicherungen die passenden für Ihren Betrieb sind. Für alle aufgeführten Versicherungen gibt es verschiedenste Angebote privater Versicherer. Leistungen und Preis können dabei variieren, weshalb das Einholen von mehreren Offerten zum Vergleich empfohlen wird.
Betriebshaftpflicht
Schädigen Sie durch Ihren Gastgewerbebetrieb Personen oder Sachen, so werden Sie haftpflichtig. Dies kann schnell teuer werden, wenn sich bspw. ein Gast aufgrund einer Lebensmittelvergiftung für mehrere Tage ins Spital muss und längere Zeit arbeitsunfähig bleibt. Solche Schäden können Sie mit einer Betriebshaftpflicht versichern. Die Versicherung deckt je nach Branche verschiedene Risiken ab. Wir empfehlen Ihnen deshalb, eine auf die Gastronomie zugeschnitte Betriebshaftpflicht abzuschliessen.
Sachversicherung
Eine Sachversicherung schützt das gesamte Inventar Ihres Restaurants wie Waren, Maschinen, Computer und Werkzeuge. Grundsätzlich decken Sachversicherungen Schäden durch Feuer, Wasser oder Einbruch. Wichtig ist, dass Sie den genauen Wert des Inventars regelmässig überprüfen, weil die Versicherungssumme dem Ersatzwert der Gegenstände entspricht.
Gebäudeversicherung
Diese Versicherung müssen Sie nur abschliessen, wenn Sie Eigentümer des Betriebes sind. Die Gebäudeversicherung schützt Ihre Liegenschaft vor sämtlichen Risiken. Die Feuer- und Elementarversicherung ist in den meisten Kantonen obligatorisch. Die Elementarversicherung schützt dabei vor Schäden durch die Natur wie bspw. Hagel, Sturm oder Überschwemmungen. Eine Gebäudeversicherung sollten Sie in jedem Fall abschliessen, denn Schäden am Gebäude können schnell hohe Kosten verursachen.
Gebäudehaftpflicht
Verletzt sich ein Gast durch einen herabfallenden Dachziegel oder stürzt aufgrund Glatteis beim Eingang des Restaurant, werden Sie als Eigentümerin des Gebäudes haftbar. Die Gebäudehaftpflicht übernimmt Schäden, welche durch das Gebäude bzw. Grundstück entstehen.
Betriebsunterbruchversicherung
Muss Ihr Restaurant länger geschlossen bleiben z.B. wegen eines Brandes, kann dies die Existenz Ihres Restaurants gefährden. Die Versicherung deckt in einer solchen Situation die finanziellen Folgen des Betriebsunterbruchs. Das heisst die direkten Kosten sowie den entgangenen Gewinn.
Rechtsschutzversicherung
Falls es zu Streitigkeiten mit dem Lieferanten, Kunden oder Mitarbeiter kommt, kann es in einem Verfahren vor Gericht schnell teuer werden. Die Rechtsschutzversicherung sichert Sie gegen die finanziellen Risiken solcher Rechtsstreitigkeiten ab, hilft Ihnen aber auch bei allgemeinen juristischen Fragen.
Organhaftpflichtversicherung
In einem Unternehmen fallen Verwaltungsräte, Geschäftsführer oder Personen in leitender Position wichtige Entscheidungen. Verletzen diese Personen Ihre Pflichten, können Sie schadenersatzpflichtig werden. Die Organhaftpflichtversicherung deckt dieses Risiko ab, indem sie allfällige Schadenkosten übernimmt oder abwehrt. Eine solche Versicherung ist vor allem bei grösseren Unternehmen sinnvoll.
Fazit
Wir empfehlen Ihnen, die einzelnen Versicherungen sorgfältig zu vergleichen. Damit verhindern Sie, dass Sie für bestimmte Schäden oder Ausfälle mehrfach oder gar nicht abgedeckt sind. Bedenken Sie, dass die abgeschlossenen Versicherungen für Sie finanziell tragbar sein müssen. Lassen Sie sich daher im Vorherein gut beraten und schliessen Sie Versicherungen ab, welche auf das Gastgewerbe zugeschnitten sind.
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Paymash
Die benutzerfreundliche Paymash Gastrokasse sorgt für eine schnelle Bestellabwicklung, reibungslosen Service und zufriedene Kunden.
Die Kosten für ein komplettes System setzen sich aus einmaligen Anschaffungskosten für die Kassensoftware und für die Geräte zusammen sowie aus monatlichen oder jährlichen Lizenzgebühren. Sie können sich viel Arbeit und Ärger sparen, wenn Sie die Kosten in Kauf nehmen und von Anfang an mit einem professionellen Kassensystem arbeiten.
Auch in der Gastronomie hält die Digitalisierung Einzug und führt dazu, dass in Gastronomiebetrieben ein Wandel von herkömmlichen Registrierkassen zu modernen Tabletkassen zu beobachten ist. Geringe Hardwarekosten sowie eine hohe Benutzerfreundlichkeit können durch iPad/Tabletkassen erreicht werden. Kassensoftwarelösungen für die Gastronomie gibt es sowohl als Standardlösungen als auch massgeschneiderte Lösungen.
Anforderung an das Kassensystem
Damit das Kassensystem zu Ihrem Betriebskonzept passt und den gewünschten Funktionsumfang mitbringt, ist es wichtig, vor dem Kauf eines Kassensystems eine genaue Anforderungsanalyse zu erstellen. Lassen Sie sich dabei idealerweise bereits von einer Fachperson beraten.
- Wie viele Kassen werden benötigt? Möchten Sie fixe und/oder mobile Kassen verwenden? Welche Peripheriegeräte brauchen Sie zusätzlich (Kassenschublade, Belegdrucker, Küchenmonitor usw.)?
- Beschaffen Sie sich die nötigen Endgeräte selbst oder sollen diese im Paket integriert sein? Mit welchen vorhandenen Geräten muss das Kassensystem allenfalls kompatibel sein?
- Welche Optimierungsmöglichkeiten sollen mit dem Kassensystem realisiert werden? Wie können die Mitarbeiter mit dem System unterstützt werden und Zusatzverkäufe generieren?
- Benötigen Sie Schnittstellen zu einem anderen Programm (bspw. Buchhaltungssoftware)?
- Welche Basisleistungen soll das System bieten (Tischbuchung, Reservation usw.) und welche Zusatzleistungen (bspw. Zeiterfassung)?
- Welche Budgets müssen für die Erstbeschaffung und die wiederkehrenden Kosten eingehalten werden?
Nachfolgend stellen wir Ihnen drei Möglichkeiten von Kassensystemen vor.
Kostenlose Variante
Wie vor diesen ganzen technischen Errungenschaften, können Sie mit einer manuellen Kasse von Hand abrechnen. Beachten Sie aber bei dieser Lösung, dass Sie das Kassabuch selbst führen müssen, keine Speichermöglichkeit für Artikel oder Mehrwertsteuersätze haben und entsprechend auch keine Datenanalyse über das Kassensystem vornehmen können. Daher empfiehlt sich eine solche Vorgehensweise aufgrund des hohen Zeitaufwandes und den möglichen rechtlichen Problemen nicht.
Verwenden Sie besser ein kostenloses Online Kassensystem/POS. Über dieses System können Sie das Tagesgeschäft abwickeln, Artikel verwalten, sowie je nach System Tagesabschlüsse und Rechnungen erstellen lassen. Meistens sind diese kostenlosen Kassensysteme jedoch nicht spezifisch auf die Gastronomie ausgerichtet. Daher fehlen Möglichkeiten wie die Tischbuchung, Reservation, die Einbindung von Küchenmonitoren, die den Servicefachkräften das Leben erleichtern und den Gästen eine bessere Betreuung sichern. Auch wenn das Kassensystem selbst kostenlos ist, bedenken Sie, dass die nötigen Geräte wie ein Tablet, eine Kassenschublade, ein Etikettendrucker und allenfalls ein Kartenlesegerät dennoch gekauft werden müssen und auch hier Kosten entstehen.
Swiss21.org
Swiss21.org bietet in der Schweiz ein kostenloses Kassensystem an. Sie können sich ganz einfach registrieren und starten sobald Sie alle nötigen Kassengeräte haben.
Umfassendes Kassensystem
Es gibt Kassensysteme, die viele Zusatzfunktionen bereits enthalten. So haben Sie nicht nur eine Kasse, sondern ein vielfältiges Kassensystem mit integrierten Zusatzfunktionen. Damit können Sie alle Aktivitäten wie Warenbestand, Tisch- oder Reservationsverwaltung, Personalplanung, Onlinereservation, Statistiken und Geschäftsberichte digitalisiert in einem System abwickeln. Trotzdem bleiben Sie flexibel und das System lässt sich an Veränderungen anpassen, indem Sie beispielsweise weitere Kassengeräte dazu mieten können. Gastronomiespezifische Lösungen bieten Ihnen bereits die Möglichkeit, Teilbeträge einzukassieren oder Rechnungen zu splitten und Artikel mit Zusatzinformationen (bspw. Allergene oder Weinempfehlungen) zu versehen, die ungelerntem oder neuem Servicepersonal die kompetente Gästebetreuung vereinfacht. Auch Küchenmonitore können eingebunden werden, um weitere Zeitersparnisse zu erreichen. Die benötigten Geräte können Sie häufig direkt als Paket bei den jeweiligen Anbietern beziehen.
Paymash
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Individuelle Kassensoftwarelösung
Für Betriebe, die einen sehr spezifischen Funktionsumfang benötigen wie beispielsweise international tätige Hotelketten mit zentraler Verwaltung, gibt es Softwarefirmen, die individuelle Lösungen erstellen und anbieten. Durch hohe Softwareentwicklungs- und ‑bewirtschaftungskosten eignen sich diese Systeme aber für kleinere Gastronomiebetriebe mit begrenztem Budget weniger.
Fazit
Vergessen Sie bei der Übernahme oder dem Neuaufbau eines Betriebes das Kassensystem nicht bis kurz vor der Eröffnung. Das richtige Kassensystem kann Ihnen viel Zeit sparen und wichtige Informationen liefern. Investieren Sie daher auch hier Zeit, um das geeignete System zu finden und lassen Sie sich von Fachpersonen beraten.
Unsere Lösung
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Die Buchhaltung – ein zentraler Bestandteil eines erfolgreichen Gastronomiebetriebs. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Bestandteile der Buchhaltung und zeigen Ihnen drei unterschiedliche Möglichkeiten zur Führung der eigenen Buchhaltung. Abhängig von Ihren Vorkenntnissen und der Grösse des Betriebs können Sie die Buchhaltung selbst machen, einen digitalen Treuhänder verwenden oder die Buchhaltung komplett an einen externen Treuhänder übergeben.
Als Geschäftsführerin kennen Sie dies bestimmt. Der Dienstplan für das Restaurant ist erstellt und kurz darauf kommt ein Mitarbeiter und will einen Tag frei nehmen. Oder eine Mitarbeiterin fällt krankheitsbedingt aus und schon ist der mühsam erarbeitete Arbeitsplan hinfällig. Insbesondere in der Gastronomie wird von den Personalverantwortlichen viel erwartet. Der folgende Artikel bietet einen Überblick über diese verschiedenen Aspekte und die Möglichkeiten zur Erstellung eines Arbeitsplans.
Stellen Sie sich vor, Sie betreten als Gast ein Restaurant und Ihnen wird keine Beachtung geschenkt. Nach einer gefühlten Ewigkeit begrüsst Sie endlich eine Servicemitarbeiterin. Eigentlich ist Ihnen der Besuch aber bereits verleidet und Sie möchten das Restaurant am liebsten wieder verlassen. Trotzdem geben Sie dem Lokal nochmals eine Chance. Der ganze Aufenthalt verläuft nach ähnlichem Schema. Der Service ist schlecht, die Servicemitarbeiter sind unaufmerksam, gestresst und begehen Fehler. Wenn Sie dann für die Bezahlung nochmals lange warten müssen, reicht es Ihnen endgültig. Sie verlassen das Lokal schlecht gelaunt, geben online eine schlechte Bewertung ab und wissen, dass Sie hier nicht wieder einkehren werden.
E‑Learning Hygiene
Lernen Sie praxisorientiert und schnell die wichtigsten Grundlagen zur Personenhygiene, Lebensmittelhygiene und Betriebshygiene.
Warum ist Hygiene wichtig?
Werden bei einer Lebensmittelkontrolle Mängel festgestellt, kassiert der Betrieb eine Beanstandung oder eine Busse. Bei schwerwiegenden Vergehen kann er sogar geschlossen werden. Schlimmer sind die gesundheitlichen Risiken für die Gäste. Verdorbene Lebensmittel können Krankheiten übertragen oder Lebensmittelvergiftungen auslösen, die bis zum Tod führen können.
Wie können wir das in der Gastronomie verhindern?
In einem Restaurant, einem Pflegheim oder einem Spital werden sehr grosse Mengen an Lebensmitteln verarbeitet. Und mit der Menge steigen auch die Risiken. Häufig arbeiten viele Personen mit, die sich einen unterschiedlichen Umgang mit Lebensmitteln gewohnt sind. Auch die eingekauften Produkte weisen nicht immer die gleiche Qualität auf. Das bedeutet, dass standardisierte Prozesse und ausgebildete Mitarbeitende benötigt werden, um die Risiken zu kontrollieren.
Die Selbstkontrolle
Ein wichtiger Pfeiler im Schweizer Lebensmittelrecht ist die Selbstkontrolle. Jeder Betrieb, der Lebensmittel herstellt oder anbietet, untersteht der Selbstkontrollepflicht. Selbstkontrolle heisst, dass Sie die Lebensmittelsicherheit in Ihrem Betrieb systematisch organisieren und überwachen. Jeder Gastronomiebetrieb muss dafür eine Person bestimmen, welche die Verantwortung für die Einhaltung der Vorgaben trägt:
- Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften durch eine dokumentierte Selbstkontrolle
- Sicherstellung des hygienischen Umgangs mit Lebensmitteln
- Rückverfolgbarkeit, Täuschungsschutz und Deklaration
- Organisation und Schulung der Mitarbeitenden
So werden zum Beispiel Vorgaben zur Händehygiene formuliert, die Trennung von rein und unrein geregelt oder die schriftliche Allergen-Deklaration erstellt. Die Verfahren werden in Arbeitsanweisungen und Merkblättern beschrieben. Zudem wird festgelegt, wie die Einhaltung der Verfahren kontrolliert wird. Um nachzuweisen, dass die Anweisungen befolgt werden, ist eine Dokumentation notwendig. Die verantwortliche Person hat entweder eine Wirteprüfung inkl. Lebensmittelrecht absolviert oder sie kann ihre Qualifikationen im Lebensmittelrecht sonst nachweisen.
Die Selbstkontrolle ist so für jeden Lebensmittelbetrieb ein wichtiges Führungsinstrument und stellt sicher, dass die Vorschriften des Lebensmittelrechts eingehalten werden.
Hygieneschulungen in der Gastronomie
Die beste Selbstkontrolle nützt nichts, wenn sie nicht eingehalten wird. Einerseits muss die verantwortliche Person im Alltag kontrollieren, dass die Selbstkontrolle durchgesetzt wird. Andererseits müssen die Mitarbeitenden regelmässig geschult werden. Die Schulung erfolgt stufen- und arbeitsplatzgerecht. Das bedeutet zum Beispiel, dass Köche und Hilfsköche umfassender geschult werden als Servicemitarbeitende oder Büropersonal.
Hygieneschulungen für Betriebe
Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden mit der LernZentrale und den interaktiven Online-Hygieneschulungen einfach und effizient übers Smartphone.
Bei der Produktion von Lebensmitteln ist die Einhaltung der Hygienestandards besonders wichtig. Werden die Lieferungen korrekt kontrolliert? Ist die Lagerung wie vorgeschrieben? Welche Lebensmittel sind besonders verderblich? Wie reinige ich Maschinen? Wie reagiere ich, wenn ich mich schneide? Viele Lebensmittel werden nicht erhitzt und sind daher besonders heikel. Oft ist es nicht möglich und auch nicht sinnvoll, Handschuhe zu tragen. Deswegen können leicht Keime von den Händen auf Lebensmittel gelangen.
Nur durch Wissen und trainierte Verhaltensweisen können Sie einen professionellen Umgang mit Lebensmitteln in der Gastronomie gewährleisten. Die Schulungsinhalte richten sich nach dem Bedarf im Betrieb. Mögliche Schulungen sind:
- Schulung Personenhygiene
- Schulung Betriebshygiene
- Schulung Lebensmittelhygiene / Produktionshygiene
- HACCP-Schulung
- Gute Verfahrenspraxis (GVP) / Gute Herstellungspraxis (GHP)
Regelmässige Hygieneschulungen sind für alle Betriebe, die dem Lebensmittelrecht unterstehen, gesetzlich vorgeschrieben. Die Schulungen müssen dokumentiert und ein Schulungsnachweis muss erbracht werden.
Fazit
Werden Lebensmittel verarbeitet, ist ein hygienischer Umgang elementar. Besonders in der Gastronomie, wo täglich grosse Mengen an Lebensmitteln verarbeitet und viele Gäste bedient werden. Mit einfachen Massnahmen lassen sich die Risiken minimieren: Organisieren Sie eine durchdachte Selbstkontrolle und schulen Sie Ihre Mitarbeitenden regelmässig zu Hygienethemen.
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Die gesetzlichen Auflagen für die Eröffnung eines Gastronomiebetriebs sind in allen Schweizer Kantonen verschieden. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Neben einer Betriebsbewilligung verlangen alle Kantone ein Selbstkontrollkonzept bzw. HACCP-Konzept zur Einhaltung der Lebensmittel- und Hygienevorschriften in der Gastronomie. Umgangssprachlich ist darum oft von einem Hygienekonzept die Rede.
Das Thema Motivation ist auch in der Gastronomie wichtig, denn die Mitarbeitenden haben in der Küche und im Service tagtäglich Einiges zu leisten. Motivierte Mitarbeitende im Service und in der Küche sind mit der Arbeit zufriedener, machen nicht nur Dienst nach Vorschrift und hinterlassen auch bei Ihnen als Betriebsinhaber ein gutes Gefühl. Doch was motiviert Ihre Mitarbeiter? Hier sieben Tipps dazu.
Regelmässig führen die Vorgaben des Lebensmittelrechts zu hitzigen Diskussionen in der Gastronomie. Einerseits schützt das Lebensmittelgesetz (LMG) Konsumenten vor unhygienischen und gefährlichen Lebensmitteln. Andererseits fürchten sich Gastronomen vor einer Überregulierung bei der Hygiene und Deklaration von Lebensmitteln, wie jüngst beim neuen Lebensmittelrecht LARGO.
Neben dem Hygienekonzept (HACCP-Konzept) ist in der Praxis vor allem die Lebensmitteldeklaration relevant. Doch wie müssen Sie als Gastronom Allergene korrekt deklarieren und wo wird die Fleischdeklaration angebracht? Die folgende Checkliste zur Lebensmitteldeklaration sollte Ihnen diese Fragen beantworten.
Vorlage Betriebskonzept Gastronomie
Was bedeutet Systemgastronomie?
Unternehmen der Systemgastronomie führen mehrere Restaurants nach einem standardisierten Gastronomiekonzept. Dabei wird in allen Filialen die gleiche Produktepalette in gleichbleibender Qualität angeboten. Die Gäste werden nach einem Einbahnprinzip an einem Ausgabebereich, dem sogenannten Take-Out, von Servicemitarbeitenden bedient. Im Gegensatz zu klassischen Take-Aways können die Gäste die Speisen vor Ort konsumieren. Oft fokussieren sich Systembetriebe auf Kernprodukte wie z. B. Hamburger.
Geschichte
Der Aufstieg der Systemgastronomie begann mit dem Aufkommen von Franchise-Betrieben auf Autobahnraststätten. Ab den 70er-/80er-Jahren starteten die Erfolge von McDonald’s und Burger King, welche immer mehr Restaurants eröffneten. Um die Jahrtausendwende folgten neue Grossunternehmen im Bereich der getränkedominierten Gastronomie, wie Starbucks oder Tchibo. Parallel dazu expandierten in der Schweiz mehrere Unternehmen der Mitarbeitergastronomie, die grosse Betriebs‑, Krankenhaus‑, Alten- und Pflegeheimrestaurants betreiben. Insbesondere SV Group, ZFV und Compass Group waren äusserst erfolgreich, weshalb bald darauf auch andere Player wie Mövenpick, IKEA, Migros und Coop die Systemgastronomie als vielversprechendes Konzept entdeckten.
Kleinere, ebenfalls sehr erfolgreiche Unternehmen sind Brezelkönig, Segafredo, Caffè Spettacolo oder Tibits. Die Verbreitung der Systemgastronomie blieb auch bei der Ausbildung der Mitarbeitenden nicht unbemerkt, weshalb in der Schweiz seit 2013 der Lehrgang „Systemgastronomiefachfrau/-mann“ existiert. Dieser Lehrgang verzeichnete in den letzten Jahren zunehmende Abschlüsse.
Erfolgsfaktoren
Der Erfolg der Systemgastronomie kann im Wesentlichen auf vier Faktoren zurückgeführt werden: Effizienter Einsatz der verfügbaren Mittel, strenge Kostenkontrolle, ständige Überprüfung und Anpassung der Arbeitsprozesse und vor allem eine hohe Erwartungserfüllung. Die ersten drei Faktoren liefern eine Antwort auf die finanziellen Herausforderungen von heute, die von hohem Wettbewerbsdruck und verstärkter Qualitätsorientierung geprägt sind.
Entscheidend für den Erfolg ist aber vor allem die systematische Erfüllung der Erwartungen durch die Systemgastronomie. Bei der Suche nach einer Verpflegungsmöglichkeit orientieren sich Kunden an Bekanntem, um möglichst wenig Zeit zu verlieren und trotzdem ein Produkt mit gutem Preis-Leistungsverhältnis zu erhalten. Vor allem in einer Zeit gestiegener Mobilität, in der die Menschen sich oft an fremden Orten aufhalten, treibt diese Erwartungshaltung die Kunden in die systemgastronomischen Betriebe.
Fazit
Die Kundschaft der Gastronomie wächst um kaufkräftige Rentner, Personen mit Migrationshintergrund und Touristen aus Schwellenländern. Diese drei Kundengruppen haben andere Bedürfnisse als heutige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und bieten deshalb auch Chancen abseits der Systemgastronomie. Ältere Menschen sehnen sich zwar auch nach Bekanntem, haben jedoch mehr Zeit und höhere Qualitätsansprüche. Gleichzeitig sind Betriebe mit individueller Betreuung immer noch gefragt, vorausgesetzt das Betriebskonzept ist innovativ und kann die Gästebedürfnisse erfüllen. So bestehen Systemgastronomie und klassische Gastronomie gut nebeneinander.
Unsere Lösung
Vorlage Betriebskonzept Gastronomie
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Wieso einem Verband beitreten?
Als Mitglied eines Verbandes werden Sie laufend über Veränderungen und Entwicklungen in der Gastronomie informiert. Heutzutage ist es wichtig, dass Sie als Gastronom auf dem aktuellsten Stand sind in Bereichen wie beispielsweise der Gesetzgebung oder Foodtrends.
In einem Verband kommen Sie zusätzlich in Kontakt mit Personen, welche die gleichen Ziele wie Sie in Ihrer Branche verfolgen. Untereinander können Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen austauschen – also eine ideale Plattform für Networking.
Wenn Sie Mitglied eines Verbandes sind, haben Sie zudem gewisse Vorteile und Vergünstigungen auf Dienstleistungen. Je nach Verband fallen darunter beispielsweise eine kostenlose Rechtsberatung, das Nutzen diverser Plattformen und Checklisten sowie Vergünstigungen auf diverse Aus-und Weiterbildungen, Unternehmensberatung oder Unterstützung bei der Buchhaltung und den Sozialversicherungen.
Verbände haben auch den Vorteil, dass sie durch den Zusammenschluss vieler Mitglieder als Einheit bei Verhandlungen auftreten und dadurch mehr bewirken können. Ein Verband darf zudem selbständig klagen, wenn die Verbands- oder Mitgliederinteressen betroffen sind.
Um Mitglied in einem Verband zu werden, müssen Sie einen Mitgliederbeitrag bezahlen. Die Höhe des Beitrages variiert je nach Verband.
Übersicht der Verbände in der Gastronomie
Wie in anderen Branchen gibt es auch in der Gastronomie verschiedene Verbände. Wir stellen Ihnen einige vor. Daneben existieren verschiedene kantonale und regionale Gastroverbände.
GastroSuisse
GastroSuisse ist der grösste gastgewerbliche Arbeitgeberverband der Schweiz. GastroSuisse vertritt die Interessen von Hotellerie und Restauration, fördert das Image der Branche und engagiert sich für Berufsbildung und Qualität.
CafetierSuisse
CafetierSuisse ist ein Ansprechpartner zum Thema Kaffee und für individuelle Gastronominnen und Gastronomen. Dieser Verband unterstützt seine Mitglieder mit Dienstleistungen und persönlicher Beratung in ihrer täglichen Arbeit und eignet sich besonders für kleinere Betriebe.
Foodtruck Verband Schweiz
Seit Ende 2019 vertritt der Foodtruck Verband Schweiz die Interessen von Foodtruck Unternehmen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zudem ist der Verband eine fachlich kompetente Anlaufstelle für alle Fragen rund um Foodtrucks.
Hotel & Gastro-Union
Die Hotel & Gastro Union stellt die grösste Berufsorganisation der Hotellerie- und Gastrobranche dar. Sie setzen sich für Netzwerk, Bildung und Sicherheit ein.
HotellerieSuisse
HotellerieSuisse ist der Kompetenzpartner für alle Beherbergungsunterkünfte. Er vertritt die Interessen der national und international ausgerichteten Hotelbetriebe. In Zentrum stehen seine Mitglieder und deren Erfolg.
SVG
Der SVG setzt sich für die Spital‑, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie ein. Seine obersten Ziele sind die Pflege eines starken Kommunikationsnetzes, der gegenseitige Erfahrungsaustausch und ein umfassendes branchenspezifisches Aus- und Weiterbildungsprogramm.
Schweizer Bar und Clubkommission
Die Schweizer Bar und Club Kommission ist ein Zusammenschluss aus lokalen Bar- und Clubkomissionen. Sie verfolgt das Ziel, die Interessen der Nacht-Kulturschaffenden auf nationaler Ebene zu vertreten.
Ihr Verband fehlt? Senden Sie uns Ihre Angaben an <email-pii> und wir nehmen Sie gerne auf.
Fazit
Beim Aussuchen eines Verbandes gibt es kein richtig oder falsch. Sie müssen für sich, Ihr Vorhaben und Ihren Gastronomiebetrieb den richtigen Verband finden. Dabei empfehlen wir Ihnen, die Mitgliedervorteile und die Kosten für Sie als Gastronomin sorfgältig abzuwägen. Treten Sie einem Verband nur bei, wenn es sinnvoll für Sie und Ihren Betrieb ist und die Vorteile dabei überwiegen.
Gründerpfad zum eigenen Gastrobetrieb
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Wer in der Schweiz einen Gastrobetrieb führen will, braucht ein Wirtepatent. So war das bis in die späten 1990er-Jahre, bis einzelne Kantone die Wirtepatentpflicht abgeschafft haben. Heute ist es in Zürich, Graubünden und einigen Kantonen in der Innerschweiz nicht mehr nötig, einen Wirtekurs zu absolvieren, um einen Gastgewerbebetrieb zu führen.
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Vorlage Betriebskonzept Gastronomie
Alleinstellungsmerkmale in der Gastronomie
Wo das Auge hinfällt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, seinen Hunger zu stillen. Gerade wegen diesem Überangebot ist es mittlerweile notwendig, eine Eigenschaft, ein Merkmal oder eine Fähigkeit zu finden, die das eigene Lokal von den anderen abgrenzt.
Diese Differenzierung wird immer häufiger über einen USP gemacht. USP steht für Unique Selling Point und wird auf Deutsch mit Alleinstellungsmerkmal übersetzt. Damit wird eine einzigartige, herausragende und schwierig imitierbare Eigenschaft oder eine Kombination aus Eigenschaften eines Unternehmens beschrieben. Richtig durchdacht und gut umgesetzt, kann ein USP zu einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil führen, was gerade in der Gastronomiebranche wertvoll ist.
Kriterien für einen USP
Das Alleinstellungsmerkmal sollte sich an den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe orientieren, es sollte schwierig zu imitieren und optimalerweise auch schwierig zu ersetzen sein. Zudem muss es in Preis, Zeit und Qualität realistisch sein, denn unerreichbare Versprechen können sehr gefährlich werden. Ist der USP aber sauber erarbeitet, wird er richtig umgesetzt sowie auf allen Betriebsebenen gelebt, entsteht daraus ein wertvoller Zusatznutzen für Ihre Kundschaft.
Den passenden USP finden
Um den eigenen USP zu finden, können Sie zuerst eine Marktanalyse durchführen. So finden Sie schnell heraus, was bereits auf dem Markt ist, welche Konzepte funktionieren und wo die Potentiale und Gefahren liegen. Nach diesem Blick auf die Konkurrenz wenden Sie sich den eigenen Stärken und Schwächen zu. So kann Ihre grosse Stärke beispielsweise in Ihren guten Beziehungen zu regionalen Bauern sein. Dadurch haben Sie ein wunderbares Angebot an frischem, lokalem Gemüse, woraus Sie leckere Gerichte zaubern. Eine Ihrer Schwächen könnte beispielsweise eine eher mittelmässige Lage sein. Daher müssen Sie die Kundschaft mit Ihren regionalen, frischzubereiteten Gerichten überzeugen.
Anschliessend führen Sie eine Analyse aus Sicht des Gastes durch. Sie fragen und überlegen sich, was Ihnen selbst als Gast wichtig, wertvoll oder besonders ist. Sie können ebenfalls Gäste direkt befragen oder Freunde und Familie um Rat und Vorschläge bitten. Beispielsweise schätzen es Familien mit kleinen Kindern eher, wenn es noch eine kleine Spielecke hat, während sich Senioren mehr an kleineren Portionen erfreuen und Paare ein ruhiges Candle Light Dinner bevorzugen. Es gibt diverse Ansatzpunkte, sein eigenes Alleinstellungsmerkmal zu ermitteln. Beispielsweise können Sie auf Tradition, nachhaltige Produkte, Exklusivität, gesunde Leckereien oder Individualisierung setzen.
Folgende Fragen waren für Sophia bei der Suche nach einem USP hilfreich:
In der Praxis ist es oftmals nicht bloss eine einzige Eigenschaft, sondern eine Kombination aus mehreren Merkmalen, die für einen Betrieb zu einem Alleinstellungsmerkmal wird. So kann sich Ihr Restaurant beispielsweise durch individuell zusammenstellbare Acai Bowls oder durch traditionelle Wildgerichte differenzieren. Wichtig ist, dass das Alleinstellungsmerkmal auf allen Ebenen und in allen Abläufen zum Tragen kommt.
Die Vermarktung Ihres Alleinstellungsmerkmals
Da der USP diejenige Eigenschaft umschreibt, die das eigene Restaurant von der Konkurrenz abhebt, ist diese omnipräsent und wird in allen Werbebotschaften, Werbekampagnen und Presseauftritten eingebaut. Oftmals orientieren sich Marketing-Spezialisten bei der Festlegung eines Slogans ebenfalls an einem Alleinstellungsmerkmal und versuchen, diesen passend einzubauen. Sie könnten Sie Ihren USP beispielsweise folgendermassen vermarkten und kommunizieren:
- «Das grösste Schnitzel der Stadt»
- «Nur bei uns erhalten Sie alle Gerichte innerhalb 20 Minuten»
- «Wir versüssen Ihnen die Wartezeit mit Live-Musik»
- «Die grösste Auswahl an hausgeräuchertem Fisch»
- «Die schärfste Currywurst der Stadt»
- «Speisen und Gutes tun – Sie spenden mit jedem Menü»
- «Geniessen Sie den besten veganen Käse»
Fazit
Durch eine smarte Kombination von USPs kann sich ein Lokal von der breiten Masse abheben und erreicht ein Niveau, das für die Konkurrenz unerreichbar ist. Und genau darum geht es: Heben Sie sich ab und entwickeln Sie ein Angebot, das es in dieser Form nicht gibt. So finden Sie eine Nische, in der Sie erfolgreich sein werden.
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