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Wenn eine eine Reise macht, dann kann sie was erzählen...
Leonie Schläppi, wohlhabende Witwe aus der Provinz, freut sich in der grossen Stadt etwas richtig Neuartiges zu erleben.
Sie verspricht ihrer Nichte Katharina eine finanzielle Unterstützung für ihr neues „Lädeli“, wenn sie ihr dafür Zutritt in eine "Nervenheilanstalt" verschafft. Da trifft es sich gut, dass in der Pension Schöller am Abend eine Soiree stattfinden soll. Katharinas Freund Alexander hat eine Idee: Sie "verkaufen" Katharinas Tante nun die Pension Schöller als eine "offene Anstalt", in der sogar gesellige Abende über die Bühne gehen.
Die skurrilen Gäste sind mitnichten Psychiatrie-Insassen, pflegen aber ihre exzentrischen Ticks derartig, dass Leonie Schläppi sie tatsächlich allesamt für irre hält. Da ist der Major a.D. mit seinem militärischen Gehabe, Leopold, der angehende Schauspieler mit Sprachfehler, Madeleine, die Herz-Schmerz-Romane schreibt, Bernhard der Weltenbummler und die aufdringliche Hanni, die ihren Sohn Franz unter die Haube bringen will. Aus "normalen" Gästen entsteht für Leonie Schläppi ein zunehmend beängstigendes Panoptikum. Mit dem Gefühl, richtig etwas erlebt zu haben, fährt sie wieder in ihre ländliche Idylle zurück. Unerwartet mischen die vermeintlichen Geisteskranken ihren Alltag noch einmal kräftig auf und der Wahnsinn hält Einzug in ihrem Wohnzimmer.
Wer normal und wer verrückt ist, scheint in dieser 1890 äusserst humorvoll geschriebenen Komödie lediglich eine Frage der Perspektive.