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In einem kleinen gallischen Dorf, nördlich von Lutetia, ist ein grausamer Wettstreit
unter den Dorfbewohnern entbrannt. Aros, das gefürchtetste Dorfoberhaupt von ganz
Gallien, ist von seiner Schiffsreise nicht mehr heimgekehrt und es muss dringend ein
neuer Häuptling gekürt werden.
Als Miraculix, der weise und mächtige Dorfdruide, den unermüdlichen Kriegern des
Dorfes bei ihren Machtkämpfen zusah, versammelte er die Dorfbewohner und sprach
zu ihnen: „Ihr sollt euch nicht untereinander bekämpfen, nur zusammen seid ihr stark.
Ein würdiger Nachfolger von Aros kann nur durch äusserst schwierige und harte
Proben gefunden werden.“, und übergab den Kriegern eine Schrift mit Aufgaben, die
innert 14 Tagen vor Vollmond bewältigt werden sollen.
Die tapferen Gallier machten sich am Montagmorgen auf den langen Weg zu Ihrem Dorf in St. Gallien, in welchem die Dorfbewohner verzweifelt nach einem neuen Ersatz für Ihren erst kürzlich verschollenen Häuptling suchen. In den Kämpfen der nächsten beiden Wochen wird sich ein Bewohner des Dorfes aus der gewöhnlichen Masse hervorheben und als neuer Häuptling des Dorfes erkoren werden.
Doch momentan zeigen sich die Männer sehr erschöpft und hoffen nur, dass sie Ihre Zelte bis zum ersten Regen dicht bringen.
Die tapferen Gallier waren am Dienstagmorgen schon bei den ersten Sonnenstrahlen auf den Beinen und vervollständigten Ihre Gruppenhäuser in St.Gallien. Es scheint als hätten ihnen die
ermutigenden Worte des Dorfdruiden Miraculix am Abend zuvor einen Motivationsschub verliehen. Nach den anstrengenden Strapazen der Bauarbeiten haben sich die Bewohner ein erfrischendes Bad in der
kalten Thur gegönnt. Am Abend stimmten sich die Gallier mit Gesang und Spiel auf die folgenden Wettkämpfe ein.
Mittwochmorgen, es schien die Sonne und die Krieger waren bereit für Ihren ersten militärischen Zugschulunterricht. Die tapferen Kämpfer erhielten ihre Ausrüstung und studierten in verschiedenen Gruppen eigene Choreographien ein, die sie anschliessend dem fremden Krieger Zaggix des Nachbardorfes vorzeigten. Die besten der Besten erhielten nach dieser Übung gleich Ihren ersten Rang, welcher sie ein grosses Stück näher an die Spitzenposition als Häuptling brachte.
Am Donnerstagmorgen mussten die Gallier risikoreiche und gefährliche Aufgaben lösen. Die Dorfdruiden staunten, dass beim Erkämpfen des Löwenhaars und beim Sammeln der Wildschweinknochen niemand verletzt wurde. Darum mussten sich die Männer anschliessend einem langen Ausdauerlauf stellen. Der Mittwochabend verlief sehr ruhig, da Troubadix nach einem unmusikalischen Versuch, die Männer in der Kunst des Singens zu schulen, in der tobenden Meute seine gerechte Strafe erhielt und die Nacht an einen Baum gefesselt verbrachte...
Ein Morgen sehr lehrreicher Art, die Bewohner erhielten eine Einführung von zwei gelernten Bademeistern in der sicheren Verhaltensweise des Flussbadens. Die Bewohner konnten sich nun sehr gut vorstellen, wieso sie regelmässig zu grosser Vorsicht ermahn wurden. Das gesammelte Wissen wurde gleich am Nachmittag beim Erklettern der Seilbrücke bestens angewendet, da ein Sprung von der Brücke in das rauschende Wasser ein wohltuender aber nicht ungefährlicher Spass war. Die Mutprobe wurde hervorragend gemeistert und bereitete den Bewohner nebst der Abkühlung eine riesen Freude. Der Abend wurde mit viel Gesang und musikalischer Unterhaltung beendet.
Die Vorbereitungen für den sonntäglichen Besuchstag liefen dank den motivierten Bewohnern bestens. So blieb uns noch genügend Zeit, um in aller Ruhe ein traditionelles Dampfbad in unserer aufgerichteten Sauna zu geniessen. Unsere Körper konnten sich so bestens von den Strapazen der Kämpfen und der intensiven Bauphase erholen. Den Abend verbrachten wir gemütlich am Lagerfeuer.
Freude herrschte im Dorf, denn die Verwandten und Bekannten kamen uns heute besuchen. Unser Pfarrer hielt einen Gottesdienst im gallischen Stil ab und ermutigte alle Besucher, die Tradition der gemeinsamen Freude am Lagerleben weiterzuführen. Nach dem genüsslichen Mittagsmenu wurden die Bewohner beim grossen gallischen Turnier auf die Probe gestellt. Am Abend stand ein besonderer Spass auf dem Programm, das Sprungtuch war wie jedes Jahr ein Highlight.
Unsere Wanderroute führte uns gestern direkt in das schmuckvolle Städtlein Winterthur. Die Aufgabe war es, Gegenstände möglichst wertsteigernd zu tauschen. So hatten unsere jungen Gallier die Gelegenheit, im sommerlichen Wetter durch die kleinen Gassen zu laufen und mit vielen Einwohnern aus Helvetia zu plaudern.
Die jungen Gallier wurden heute mit einem überaus lauten Feuerwerk aus ihren Federn gejagt. Ein knisterndes Lagerfeuer, stimmungsvolle Fackeln und eine Geschichte erwarteten sie. In der absoluten Dunkelheit wurden etliche Knicklichter verstreut, welche es zu handeln und zu tauschen galt. Der Tag war ein einziges grosses Geländespiel, welches sich stets wandelte und angepasst wurde. Nach den grossen Strapazen wurde die Nachtruhe widerstandslos eingehalten.
Was könnte in diesem Regen besser sein als als die rucksäcke zu packen und zu biwakiere? Unsere Suppe köchelte sanft über dem kleinen Feuerchen, während wir unsere Lagerlieder bei tosendem Regen zum besten gaben. Es war uns trotz den unwirtlichen Umständen gelungen, ein herrlicher Abend zu erleben. Es wurde gejasst, gesungen und Schulgeschichten zum Besten gegeben.
Wir sind müde und angeschlagen von dem aufwändigen Aufbau der Zelte im strömenden Regen und dem Versuch unsere Ausrüstung trocken zu halten. Gerade in diesem Moment zeigt sich der eisenharte Gallier von seiner besten Seite und lässt sich beim Bewältigen von mühsamen Aufräumarbeiten nichts anmerken. Blachen, Werkzeuge und einige Bauten werden säuberlich zerlegt und sortiert, damit wir uns beim eigentlichen Abbau gänzlich den grossen Arbeiten widmen können.