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Wenn Ihr Baby sich bis zur 37. Schwangerschaftswoche noch nicht von selbst so gedreht hat, dass es mit dem Kopf nach unten liegt, kann mit einer äusseren Wendung versucht werden, es von der Steiss- in die Schädellage zu wenden.
So wird eine äussere Wendung durchgeführt
Der optimale Zeitpunkt für dieses Manöver ist die 37. Schwangerschaftswoche, weil das Kind dann in der Regel noch eine Grösse hat, in der es sich wenden lässt, sich danach aber in den meisten Fällen nicht mehr zurückdreht. Die äussere Wendung wird von einer erfahrenen Gynäkologin durchgeführt und ist für die Schwangere nicht schmerzhaft, vielleicht aber ein wenig unangenehm.
Vor der äusseren Wendung wird mittels Ultraschall festgestellt, wie das Baby liegt, wie gross es ist, wie viel Fruchtwasser vorhanden ist, wo sich die Plazenta befindet und wie die Nabelschnur verläuft.
Bei der äusseren Wendung versucht der Arzt, das Baby mit sanften Bewegungen und vorsichtigem Hin- und Herschaukeln so zu stimulieren, dass es sich in die Schädellage dreht. In welche Richtung das Baby gedreht wird, entscheidet es mit dieser sanften Methode selber. Eine äussere Wendung darf niemals mit Kraftanwendung durchgeführt werden!
Während der äusseren Wendung wird regelmässig mit Ultraschall kontrolliert, wie das Kind liegt, wie schnell sein Herz schlägt und ob es ihm gut geht.
Nach der äusseren Wendung wird die Lage des Babys abschliessend kontrolliert und ein CTG geschrieben, um festzustellen, ob durch das Manöver Wehen ausgelöst wurden.
Gelingt die äussere Wendung immer?
Die Chancen, dass es gelingt, das Baby in die Schädellage zu drehen, liegen bei einer ersten Schwangerschaft bei 50 bis 60 Prozent und bei Frauen, die bereits einmal geboren haben, bei bis zu 80 Prozent.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby nach einer erfolgreichen Wendung in der Kopflage bleibt, ist gross. Nur in drei bis vier Prozent der Fälle dreht sich das Baby wieder in die ursprüngliche Position zurück. Gleich viele Kinder drehen sich aber auch nach einem erfolglosen Versuch von alleine in die Schädellage.
Gefahren der äusseren Wendung
Das Wendemanöver kann Wehen oder einen Blasensprung auslösen. Da der optimale Zeitpunkt für die äussere Wendung aber nahe am errechneten Geburtstermin liegt, sind sowohl das Einsetzen von Geburtswehen wie auch ein Blasensprung seltene Nebeneffekte, jedoch keine Risiken für Mutter und Kind.
Schwere Komplikationen sind sehr selten: Von 400 äusseren Wendungen treten in einem Fall schwerwiegende Probleme auf. In diesem Fall muss unverzüglich ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Darum sollte die äussere Wendung in einem Spital stattfinden, in dem ein Not-Kaiserschnitt möglich ist.
Ist eine äussere Wendung immer möglich?
Nicht in jedem Fall kann eine äussere Wendung durchgeführt werden. Sie eignet sich zum Beispiel nicht
bei Mehrlingsschwangerschaften
bei einer adipösen Bauchdecke
bei einer ungünstig gelegenen Plazenta
bei Blutungen
wenn dem Kind die Nabelschnur um den Hals liegt
bei Fehlbildungen der Gebärmutter
bei vorzeitigem Blasensprung
bei einem auffälligen CTG
Zusätzlich zur äusseren Wendung gibt es verschiedene alternative Wendungsversuche, die Sie nach Anleitung auch zu Hause selbst durchführen können.