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Meine drei letzten Schicksalsjahre
1.Fortsetzung:
Trotz all den finanziellen Problemen kann und will ich doch nicht meine lieben armen Schützlinge in Afrika und in Malaysia einfach "im Stich lassen". So sende ich jeden Monat einen grossen Teil meiner bescheidenen AHV- Rente zum Bankkonto meines befreundeten Arztes Dr. Nyame im Militärspital Accra / Ghana, der das Geld an verschiedene meiner Schützlinge weiter leitet. Sobald sie das Geld erhalten, senden sie mir eine Mail um sich sehr zu bedanken.
So schrieb mir beispielsweise Natalia Clerk folgende Zeilen:
Natalia verlor ihren Ehemann, der sich als Banker dafür einsetzen wollte, dass ich die Erbschaft von der leider ver- storbenen Flora Edward direkt von der Banque Atlantique Abidjan auf meine Bank in der Schweiz erhalte ohne kostspielige Umwege über verschiedene mafiöse Organisationen. Dies verstiess aber gegen die Regeln der Mafia und Oscar Clerk wurde vom neuen Bankdirektor fristlos gekündigt, worauf er eine Aushilfstelle annehmen musste und auf einer Nachtwache erschossen wurde.
Ich fühle mich daher der armen Witwe Natalia jetzt verpflichtet beizustehen soweit mir dies möglich ist, denn sie erhält keine Sozialhilfe und konnte die fälligen Mietzinse für ihr Haus nicht mehr bezahlen und wurde bedroht auf die Strasse gesetzt zu werden. So konnte ich ihr für 2014 die überfälligen Mietzinse an ihren Vermieter Ipko Aku zahlen, mit dem ich in Mailkontakt bin. Auch konnte ich ihr die Spitalkosten für sie ( Leukämie ) und ihren kleinen Sohn Rafael ( Augenverletzung) bezahlen, worüber sie sehr glücklich ist.
Weiter bemühe ich mich eine erste Erbschaft von Sarah Jumil zu erhalten, die mir von 2 Diplomaten der Air France von Madrid in die Schweiz gebracht werden soll, wofür ich aber noch Reisekosten bezahlen können sollte. Sarah und ihre erwachsene Tochter Aarifah überleben zurzeit in Kuala Lumpur / Malaysia und sehnen sich sehr danach, bald zu mir in die Schweiz reisen zu dürfen. Dies ist aber erst möglich, wenn meine Zeit der "Verbannung" be- endet ist und ich wieder ein eigenes Domizil mit genügend Platz auch für Flüchtlinge habe.
Von meiner AHV- Rente im Betrag von 2079.- Fr. bleibt nach all diesen Zahlungen für mich selbst nicht mehr viel übrig, da ich ja auch noch die Mietkosten für die Mansarde zahlen muss, welche mir schon über zwei Jahre als Notunterkunft dient.
So bin ich froh, dass ich mit meiner Tätigkeit als Strassenmusikant mit der Tastenfiedel nette Leute begeistern kann mit fröhlichen Spielmannsmelodien aus Schweden und mit Eigenkompositionen im Stile konzertanter Volksmusik.
Damit habe ich gerade heute Freitag am 20. August in Chur wieder genug Spenden erhalten, mit welchen ich eine Rate für die Mansarde bezahlen kann und auch noch etwas Münz für Lebensmittel von der Migros.
( Fortsetzung folgt )
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