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1960 – Nosy Mitsio
Der Mitsio Archipel besteht aus 13 kleinen Inseln und diese liegen etwa 60 km nordöstlich der Hauptinsel Nosy Be.
Zu diesem kleinen Archipelgehören die Grande Mitsio, Nosy Ankarea, Nosy Lava, Nosy Tsarabanjina und die vier Brüder.
Diese Inselgruppe liegt so weit von der Parfüminsel entfernt, dass sich ein Besuch nur lohnt, wenn die Badeurlauber oder die Taucher für einen Besuch mindestens drei Tage einplanen. Die südseeartige Inselwelt erreicht man per Boot und Nosy Tsarabanjina kann man einem Wasserflugzeug erreichen.
Der Mitsio Archipel (übersetzt: die unbekannten Inseln) liegen rund 60 km nordöstlich von Nosy Be und hat viele Inseln, die aus Felsen und Untiefen bestehen, die das Meer aufschäumen lassen. Die wichtigsten Archipelinseln sind Tsarabanjina, “Les Quatres Frères“ oder die “4 Brüder“, Nosy Ankarea und schliesslich die wichtigste und grösste Mitsio. Entlang vieler herrlichen Buchten erstrecken sich breite Sandstrände, traumhafte Landschaften mit üppiger, tropischer Vegetation mit wunderschönen Orchideen, unzähligen Lianen und mit endemischen Affenbrotbäumen.
„Nosy Mitsio“ oder “Grande Mitsio“ liegt im Zentrum mehrerer kleiner bis winziger Inseln mit menschenleeren und bräunlichen Sandstränden. Andererseits gibt es auch strahlend weisse Strände aus reinem Korallensand.
Nosy Mitsio
Wie der Name sagt, ist Grande Mitsio die grösste Insel mit einigen Fischerdörfern. Diese Hauptinsel des Archipels ist 12 km lang und 3 km breit, liegt nicht weit von der Küste entfernt und erhebt sich bis auf zu 200 m über dem Meeresspiegel. Sie unterscheidet sich von den anderen Nebeninseln durch die brauen Basaltformationen. An der Küste befinden sich ein paar abgeschiedene Fischerdörfer, die von der Zivilisation sehr abgeschieden sind.
Vulkanisch entstandene Felsenformationen ragen im Inselinneren von Grande Mitsio auf und sind von Wald bedeckt. Die ehemaligen Könige der Antakarana-Volksgruppe (wörtlich die aus der Ankarana Karstformationen) mussten im 19. Jahrhundert vor der Invasion der Merina-Armee auf die Insel flüchten. Ursprünglich zogen sie sich in die Labyrinthe und Grotten der Ankarana-Tsingy zurück. Nach paar Wochen fühlten sie sich dort nicht mehr in Sicherheit, so segelten sie mit ihren kleinen Auslegerbooten bis zum Mitsio Archipel. Grabstätten verschiedener Könige mit ihren Nachfahren befinden sich auf der Nachbarinsel Nosy Tsarabanjina.
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Wenn die Reisegäste mit dem Boot von Süden kommen, treffen sie als erstes auf die schöne Tsarabanjina Insel. Tsarabanjina bedeutet auf Madagassisch “die Insel des weissen Sandes“. Sie ist von einem bezaubernden Korallenriff umgeben, in dem viele bunte Fische herumschwimmen. Der Meeresboden reflektiert das Licht in einem Mosaik aus leuchtenden Farben von Smaragd bis Dunkelblau und ist ein unvergleichlich schönes Tauchrevier. Mit etwas Glück und je nach Saison kann man auf einer Bootsfahrt einige Meeresbewohner wie Mantas, Haie, Wale, Buckelwale oder Delfine sehen.
Nosy Mitsio
Eine äusserst exklusive Lodge auf Tsarabanjina mit schneeweissem Sandstrand und mit türkisblauem Meer verspricht den Urlaubern Luxus pur inmitten tropischer Vegetation. Dieses Resort mit allem Komfort ist bestimmt für Paare, die die Ruhe und Entspannung suchen (für die Flitterwochen zum Beispiel). Eine Tauchbasis mit guter Schnorchel- und Tauchausrüstung und ein Katamaran stehen zur Verfügung. Ausser Schnorcheln und Tauchen können die Badeurlauber auch verschiedene Sportaktivitäten wie Wasserski, Segeln oder verschiedene Bootstouren kombiniert mit Vogelbeobachtung zu den Nachbarinseln unternehmen, so dass auch bei mehreren Tagen oder bei einer Woche Aufenthalt in diesem geschmackvoll eingerichteten Ressort keine Langweile aufkommt. Die Köche sind es gewohnt, aus allen erdenklichen Fischvariationen und aus den frisch gefangenen Meeresfrüchten Menüs mit mehreren Gängen und verschiedenen Spezialitäten zu zaubern. Dabei kommen die verwöhnten Gaumen der Feinschmecker voll auf ihre Kosten.
Im Nordwesten von Tsarabanjina ragen vier grosse Granitfelsen aus dem Meer. Diese Monolithen heissen “die 4 Brüder“. Sie steigen senkrecht 20 bis 30 m in einem Viereck aus dem Wasser auf und gelten als die schönsten Tauchreviere dieses Archipels. Bemerkenswert sind hier die aussergewöhnlichen geologische Formationen aus Basaltsäulen, die vom Meereswasser erodiert sind. Grosse Fische wie Haie, Mantas sowie Wale, Delfine, Schildkröten staunen über die seltenen Taucher. Die Felskuppen der 4 Brüder sind die Lieblingsorte von zahlreichen Vögeln, wo sie ihre Nester bauen und ungestört ihre Eier brüten.
Nosy Ankarea mit 238 m über dem Meeresspiegel ist jene Insel des Archipels, die am höchsten aus dem Meer ragt. Diese kleine Insel liegt nur 5 Minuten mit dem Schnellboot nordwestlich von Nosy Mitsio entfernt und ist auch mit schönen Sandstränden und mit breiten Korallenriffen umgeben. Im Vergleich zu den anderen Nebeninsel ist sie ganz mit Wald bedeckt. Die beste Zeit zum Tauchen ist ab Monat Mai bis Oktober.
Nosy Mitsio
Nördlich von Grande Mitsio liegt das auffallende Eiland “Nosy Lava“ mit nur 3,5 km Länge und 1,5 km Breite. Der höchste Punkt liegt auf 160 m. Sie liegt ganz im Norden des Mitsio-Archipels und ist von artenreicher Vegetation bedeckt. Sie besitzt ein traumhaftes Korallenriff und bei Ebbe entdeckt man eine strahlend weisse Sandbank. Ein fischreicher Korallengarten umgibt sie in nur wenigen Metern Tiefe.
Im Ganzen ist dieser Archipel bekannt als ein Schnorchelparadies mit unberührten Korallenriffen und glasklarer Unterwasserwelt. Viele Jachten suchen hier auch Angelplätze für das Hochseefischen. Wanderungen durch die reizvollen Landschaften machen den Aufenthalt auf diesen Inseln zu einem Naturerlebnis für alle Altersgruppen.
November 2020, geschrieben von Koloina, PRIORI Antananarivo
Redigiert von Peter Elliker www.madagaskarhaus.ch