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Zusatz-Zertifikat 1000 (Carex)
Das Zusatz-Zertifikat 1000 wurde 2017 als Pilotprojekt durchgeführt. Die Prüfung war zwar erfolgreich und wurde auch von allen Teilnehmenden positiv beurteilt. Leider passt das Zusatz-Zertifikat 1000 in Zürich nicht in die Jahresplanung 2018 der Kommission für Zertifizierung. Deshalb findet im 2018 keine Prüfung statt.
Lernziele
Personen, die das Zusatz-Zertifikat erworben haben, weisen eine sehr breite und fundierte Artenkenntnis der schweizerischen Flora auf (die "Liste 1000" umfasst fast alle häufigen und/oder weit verbreiteten Arten und entspricht etwa 1/3 aller Arten der Schweiz). Neben den Kenntnissen der Merkmale und Standorte der über 1000 Arten haben zertifizierte Personen auch fundiertes Wissen zur Systematik und den Merkmalen von Gattungen und Familien (z.T. auch Unterfamilien). Sie sind auch geübt im Erstellen und Anwenden von Bestimmungsschlüsseln.
Zu kennende Taxa
Die zu kennenden Taxa sind in einer Exceltabelle zusammengestellt. Diese kann als Liste 1000 (letzte Version 16.5.2016) heruntergeladen werden. Die Tabelle (NICHT der Inhalt) kann dann nach eigenen Vorstellungen umgestaltet werden. Die Tabelle enthält die folgenden Informationen:
Spalte A
In dieser ersten Spalte sind alle 1001 in der Tabelle enthaltenen Zeilen durchnumeriert. Durch Sortieren nach dieser Spalte kann deshalb immer wieder die ursprüngliche Reihenfolge der Zeilen hergestellt werden.
Spalte B
In dieser Spalte finden Sie die Nummern der Taxa entsprechend der Flora Helvetica 5.
Spalten C bis F
Diese Spalten enthalten die für das Zusatz-Zertifikat 1000 verlangten Namen. Die Spalten C (Familien) und F (alle 1000 Taxa auf Artniveau) sind vollständig ausgefüllt. Die Spalten D (Unterfamilien) und E (Gattungen) enthalten nur die mit ihren Merkmalen zu kennenden Taxa und sind deshalb nicht vollständig ausgefüllt.
Spalte G
Hier sind Synonyme angeführt, die in verschiedenen Florenwerken verwendet werden. Besonders wichtig ist dies für Taxa, welche in der Flora Helvetica 5 auf der Stufe von Unterarten bezeichnet werden.
Spalten H und I
Zur besseren Orientierung sind hier die Arten des Zertifikats 600 (Spalte H) und die neu dazukommenden Arten für das Zertifikat 1000 (Spalte I) gekennzeichnet.
Spalte J
Zusätzlich zu den 1000 Arten in Spalte F sind weitere in Spalte J aufgeführte Arten aus Artengruppen zu kennen. Dies heisst, dass für das Zertifikat 1000 eigentlich die Kenntnis von 1055 Arten verlangt wird.
In dieser Spalte sind (in eckigen Klammern) auch ein paar Kommentare zu einzelnen Arten angeführt.
Die in dieser Tabelle vorgelegte Auswahl der 1000 Arten basiert auf den folgenden Überlegungen:
- weite Verbreitung (Anzahl Flächen im Verbreitungsatlas von Welten/Sutter resp. Verbreitungskarte in Flora Helvetica)
- häufige Arten resp. Arten, die oft auf Exkursionen angetroffen werden
- Abgrenzung gegenüber ähnlichen resp. verwandten Arten
- Berücksichtigung auch von speziellen Standorten
- keine Wasserpflanzen (das sind Spezialkenntnisse, die mit einem separaten Zusatz-Zertifikat abgedeckt werden könnten)
Stoff
Die Erlangung des Zusatz-Zertifikates 1000 setzt solide und breite Kenntnisse in Feldbotanik voraus. Der Stoff ist breit und nicht bis ins letzte Detail umschrieben. An der Prüfung werden die folgenden Elemente, Themen und Fähigkeiten verlangt:
- 1000 Arten (Liste 600 plus weitere 400 Arten); die Liste der 1000 Arten kann als Exceltabelle "Liste 1000" heruntergeladen werden.
- zusätzlich morphologisch und/oder ökologisch fassbare, wichtige Arten aus Gruppen (Gruppen bezeichnet mit agg. oder s.l.); diese zusätzlichen Arten sind in der "Liste 1000" in Spalte J aufgeführt.
- Kenntnis der übergeordneten Taxa (Gattungen, Unterfamilien, Familien) gemäss "Liste 1000".
- Merkmale der verlangten Taxa (gemäss Liste 1000), um diese gegeneinander abzugrenzen.
- Ökologie der Arten der Liste 1000 (Zeigereigenschaft, Standort und Vergesellschaftung etc. entsprechend den Vorgaben für das Zertifikat 600, erweitert auf die Arten der "Liste 1000").
- Umgang mit unbekannten Arten (d.h. Arten, die nicht in der "Liste 1000" enthalten sind und somit nicht gekannt werden müssen); solche Arten sollen als unbekannt erkannt werden, was mit nicht erfüllten Merkmalen der bekannten Arten begründet werden muss. Achtung: Selbstverständlich dürfen solche Arten aber dennoch gekannt und benannt werden!
- Diskussion von Arten der Liste 1000 (Variabilität der Merkmale, verwandte resp. ähnliche Arten etc.).
- Übung im Umgang mit (verschiedenen) Schlüsseln (Schlüssel anwenden, erstellen etc.).
Die Prüfung 2017 fand an der ETH Zürich statt. Die Prüfung war erfolgreich, die Feedbacks aller Teilnehmenden positiv. Die Prüfung wird nicht mehr angeboten.