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Der Übergang von einer fast ausschließlich auf Verteidigung ausgerichteten Armee zu zunehmenden Aufgaben zur Unterstützung der zivilen Behörden hatte nicht nur Einflüsse auf die Organisation der Truppen, sondern auch auf deren Ausbildung.
Zunächst berichtete Divisionär Liaudat mit vielen Beispielen und Anekdoten über seine Bemühungen um die Gefechtsausbildung der Regimenter der Gebirgsdivision 10, wobei er die Fähigkeit zum Kampf der verbundenen Waffen, die Flexibilität in der Führung gegenüber der Planung und die ständige Bedeutung der Bereitschaft und der Kontrollen auf allen Stufen hervorhob.
Dann ging er auf die Führung der Territorialdivision 1 ein, wo die rein logistischen Aufgaben zur Unterstützung der Kampfverbände zunehmend durch Sicherungs- und Katastrophenhilfeaufgaben ergänzt wurden; alle Regimenter wurden jedoch mit denselben Grundzielen ausgebildet. Reale Einsätze, die in kurzen Fristen, aber für unvorhersehbare Zeiträume ausgelöst wurden, gehörten hingegen regelmäßig zum Alltag der Stäbe und Truppen. Die Realität holte die Annahmen der Ausbildungskurse oft ein oder übertraf sie sogar.
Am Ende zog der Divisionär eine positive Bilanz über die Tauglichkeit der Kader und Truppen, die er befehligen durfte, allerdings mit einem (grossen) Wermutstropfen bezüglich des Ausbildungsmodells A95, das einen Rückgang des Trainings und der Erfahrung der Verbände zur Folge hatte.
Der Abend verdeutlichte die Flexibilität der Miliztruppen angesichts einer sich verändernden Aufgabenpalette, aber auch die Bedeutung, ihnen ein ausreichendes und anspruchsvolles Training zu gewähren.