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Das Ekzem ist eine Hauterkrankung, welche sich in einer nicht-infektiösen Entzündungsreaktion der Haut äußert. Ekzeme können durch verschiedene Auslöser verursacht werden. Ekzeme zeigen eine typische Abfolge der Hautreaktion (Hautrötung, Bläschenbildung, Nässen, Krustenbildung, Schuppung).
Ein grosser Teil der Ekzemformen kann auf drei Grundtypen zurückgeführt werden:
Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
Allergisches Kontaktekzem
Toxisches Kontaktekzem
Obwohl sich die verschiedenen Ekzemformen hinsichtlich der Ursache (Ätiologie), Krankheitsentstehung (Pathogenese) sowie des charakteristischen Krankheitsbilds unterscheiden, besteht bei allen eine typische Ekzemreaktion. Diese zeigt sich in einer typischen Abfolge von Symptomen in verschiedenen Stadien, welche beim Kontaktekzem am ausgeprägtesten ist.
Akutes Stadium
Die akute Ekzemreaktion startet mit einer hellen Hautrötung, welche auf den Ort der Hautirritation beschränkt ist (Stadium erythematosum). In weniger schweren Fällen heilt das Ekzem dann schon nach wenigen Tagen ab. Bei einer stärkeren Reaktion entstehen kleine, selten mehr als stecknadelkopfgroße Bläschen, welche mit klarer Flüssigkeit gefüllt sind und stark jucken (Stadium vesicolosum). Die Bläschen platzen meist rasch auf und nässen (Stadium madidans). Nach dem Austrocknen entwickeln sich Krusten (Stadium crustosum). Wenn der Auslöser des Ekzems nur einmalig auftritt, entwickelt sich abschließend eine Schuppung (Stadium squamosum) und das Ekzem heilt ab. Typischerweise verläuft das akute Stadium gleichförmig und gleichzeitig.
Chronisches Stadium
Bei wiederholter oder dauerhafter Irritation durch den Auslöser heilt das Ekzem nicht ab sondern wird chronisch. Die verschiedenen Formen der Reaktion (Hautrötung, Bläschen, Krusten, Schuppen) treten gleichzeitig und wechselnd nebeneinander auf. Zusätzlich bilden sich entzündliche Knötchen sowie kratzbedingte Spuren. Im chronischen Stadium sind die Ekzeme weniger scharf begrenzt. Die betroffene Haut schwillt an. In der Folge entwickelt sich eine vergröberte Hautstruktur (Lichenifikation).
Für die Phytotherapie der Ekzeme kommen vor allem Heilpflanzen mit entzündungswidriger, adstringierender und juckreizlindernder Wirkung in Frage.
Im Zentrum stehen Kamille, Zaubernuss (Hamamelis), Ringelblume, Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum), Eichenrinde, Schwarztee, Aloe vera, Weizenkleie, Johanniskraut, Korianderöl, Nachtkerzenöl, Borretschsamenöl.
Diese Heilpflanzen sind aber unterschiedlich gut in ihrer Wirksamkeit belegt.
Sehr wichtig ist zudem bei der Ekzembehandlung, dass nicht nur eine passende Pflanze gefunden wird, sondern dass die Arzneiform dem Ekzemstadium angepasst wird.
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