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Die Forscher hatten zehn Jahre lang Wiesenpflanzen beobachtet, die in Monokulturen oder in Mischkulturen gewachsen waren. Die «WG-Pflanzen» zeigten dabei eine höhere Produktivität als solche die Monokulturen.
Der Grund: In gemischten Pflanzengesellschaften können sich Schädlinge weniger gut ausbreiten, weil sie ihre Lieblings-Futterpflanze nicht so leicht finden. Die Pflanzen schützen sich so gegenseitig und können ihre Ressouren statt in die Abwehr von Schädlingen in Wachstum und Nachkommen investieren.
Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Pflanzen Bodennährstoffe, Licht und Wasser besonders gut ausnutzen konnten, weil sie sich innerhalb weniger Generationen an ihre Pflanzen-WG angepasst hatten: Gräser bildeten dickere Blätter, um das Licht im oberen Stockewerk der Wiese besser zu nutzen. Klee bildete grössere und dünnere Blätter, um das schwache Licht in Bodennähe einzufangen. Durch diese Spezialisierung brachten die Pflanzen insgesamt einen höheren Ertrag.
Um sich vor gefrässigen Tieren zu schützen, haben Pflanzen vielfältige Abwehrmechanismen entwickelt.