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Der ehemalige Berner Nationalrat und Regierungsrat Bernhard Müller, Träger des Schweizerischen Menschenrechtspreises 2015 ist 89-jährig verstorben. Am meisten Bekanntheit erlangte Bernhard Müller im Kanton Bern und darüber hinaus von 1974-1990 als Volkswirtschaftsdirektor. Von 1979-1987 gehörte er gleichzeitig dem Nationalrat an.
Bernhard Müller war Bergbauernsohn aus Scharnachtal und engagierte sich seit seiner Jugend für die Sache der Tibeter. Sein beruflicher Weg führte den späteren Verhaltensbiologen und Ökonomen als Experten und Chef von Tal-Entwicklung- und Landwirtschaftsprojekten nach Nepal, Tibet und China. 2015 erhielt er zusammen mit Loten Namling den Schweizerischen Menschenrechtspreis.
Schmunzelnd vermerkte Bernhard Müller einmal, dass er durch sein Engagement sogar ins Guiness-Buch Einzug fand und zwar als Weltrekordler mit den meisten zurückgelegten Höhenmetern oberhalb von 3000 Metern.
Die Besetzung Tibets durch China kostete einer Million Tibeter das Leben, wie Bernhard Müller in verschiedenen Büchern und Vorträgen stets in Erinnerung rief. Scharf geisselte er auch gegenüber der Obrigkeit im eigenen Land das Lavieren von Politik und Diplomatie gegenüber China in der Tibet-Frage. In Kontakt stand Bernhard Müller sowohl mit dem Dalai Lama wie auch mit hohen chinesischen Funktionären. Von seiner Vision eines freien Tibets liess er nie ab, wie er Zeit seines Lebens versicherte.