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Damit werde sichergestellt, dass selbst grosse Banken nicht mehr zu gross sind, um sie untergehen zu lassen ("too big to fail"), sagte der Vize-Gouverneur der Bank of England, Jon Cunliffe, am Montag. Allein zur Rettung der Royal Bank of Scotland sowie Lloyds waren während der Finanzkrise umgerechnet rund 85,4 Milliarden Franken an Steuergeldern geflossen.
Die europäischen Regeln zur Bankenabwicklung sehen vor, dass bei einem Banken-Kollaps Anteilseigner und Gläubiger zuerst für die Verluste gerade stehen müssen ("bail-in"), bevor Geld der Steuerzahler fliesst. Die Banken müssen deutlich machen, welches Eigen- und Fremdkapital im Pleitefall zur Verfügung steht. 116 Milliarden Pfund an Fremdkapital, das die Banken bereits aufgenommen haben, müssten klar als "bail-in"-Mittel (MREL) ausgewiesen werden, erklärte die Bank of England.
Sie will so sicherstellen, dass Investoren bewusst ist, dass sie bei einer Krise zur Kasse gebeten werden. Allerdings gebe es noch eine abzudeckende Lücke von umgerechnet 5,1 Milliarden Franken. Experten gehen aber davon aus, dass es den Instituten nicht schwerfallen wird, auch diese Mittel bei Anleiheinvestoren einzusammeln.
London ist der grösste Finanzhandelsplatz in Europa. Entsprechend stark ist der Anteil der Finanzindustrie an der Wirtschaftsleistung des Landes. Die Regeln für das bail-in-fähige Kapital in Grossbritannien basieren auf EU-Vorschriften.
Es wird erwartet, dass die Vorgaben zur Bankenabwicklung auch nach dem Brexit gelten. In der EU sollen die grössten Geldhäuser, zu denen auch die Deutsche Bank zählt, den MREL-Puffer ab 2019 schrittweise aufbauen.
(AWP)