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Am Samstag startete der Grabser an den Europameisterschaften in Zagreb und scheiterte in Runde eins am starken türkischen Ringer. Da sich dieser nicht fürs Finale qualifizieren konnte, waren die Meisterschaften für Vetsch nach nur einem Durchgang bereits vorbei.
Andreas Vetsch (blau) scheiterte in Runde eins am starken Türken
Der 27-jährige Ringer des Ringerclubs Oberriet-Grabs war vor dem Wettkampf hochmotiviert und hatte ein Ziel: «Ich muss meine beste Leistung abrufen, dann kann ich sogar um die Medaillen mitringen!»
Dass es nicht einfach werden wird, war spätestens nach der Auslosung klar: Vetsch traf in seinem Startkampf auf den türkischen Ringer Murat Firat, der in der Weltrangliste aktuell auf Rang sechs liegt und im vergangenen Jahr Europameister wurde.
Vetsch startete gut in den Kampf und ging dank eines Passivitätspunktes früh mit 1:0 in Führung. In der darauffolgenden Bodenlage setzte Vetsch zum Ausheber an, brachte diesen aber nicht erfolgreich durch und gab seinerseits einen Wertungspunkt ab. Der Grabser verlangte, dass die Aktion von den Kampfrichtern nochmals in Zeitlupe angeschaut wird. Die Schiedsrichter blieben aber auch nach der Konsultation der Videobilder bei ihrem Entscheid und straften Vetsch für die erfolglose Challenge mit einem weiteren Punkt für seinen Gegner ab. Da der Kampf in der Bodenlage unterbrochen worden war, musste Vetsch seinerseits die Parterreposition einnehmen. Firat nutzte seinen starken Ausheber im Bodenkampf eindrucksvoll und gewann weitere vier Punkte dazu.
Auch in der zweiten Halbzeit fand das RCOG-Aushängeschild kein Rezept gegen den starken türkischen Ringer und musste sich nach viereinhalb Minuten mit technischer Unterlegenheit geschlagen geben.
Keine Hoffnungsrunde für Vetsch
Nach der Startniederlage hiess es für den Grabser: abwarten und hoffen. Da der Türke den Halbfinalkampf gegen den späteren Europameister aus Aserbaidschan verlor, qualifizierte Vetsch sich nicht für die Hoffnungsrunde und die EM war für ihn vorzeitig vorbei.
Über Schlussrang 18 zeigt er sich enttäuscht: «Natürlich ist es schwierig, wenn man in der ersten Runde den amtierenden Europameister zugelost erhält. Aber an den Europameisterschaften ist es gegen keinen Gegner ein Selbstläufer. Ich war davon überzeugt, dass ich meinen Startkampf gewinnen kann, wenn ich meine Leistung zu 100% abrufe. Leider gelang mir dies nicht.»