Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03433.jsonl.gz/152

Die Gesundung der Babyshambles
Für einige mag es wie ein April-Scherz klingen, aber die Babyshambles veröffentlichen Ende September tatsächlich eine neue Platte. Wie das genau geht? Mit einem guten Babysitter und natürlich einer neuen Plattenfirma. Nachdem Rough Trade den Vertrag mit den Babyshambles auslaufen liess, weil sie Pete Doherty solo haben wollten, heuerte die Band bei EMI an. Der Vertrag war das eine. Der weitaus schwierigere Part war, die zweifellos im Überfluss vorhandene kreative Energie in dieser Band zu bündeln und zu kanalisieren.
Dies wurde die Aufgabe von Stephen Street, bekannt als Dompteur der Smiths und von Blur. Street setzte der Band in ihrem neuralgischen Punkt klare Grenzen auf: der Drogenkonsum musste eingeschränkt werden. Ausserdem verordnete er disziplinierte Arbeitsmethoden. Nach dem chaotisch arbeitenden Ex-The-Clash-Gitarrero Mick Jones beim letzten Album „Down in Albion“, war dies das beste, was den Babyshambles passieren konnte. Eine arbeitstechnische Gesundung, die dem Sound der Band gut tat.
Es würde mich nicht erstaunen, wenn das neue Album Shotter’s Nation (EMI) in ein paar Jahren als Wendepunkt in der „Hässlichen-Entlein-Story“ um Pete Doherty wahrgenommen werden würde.
5 Reaktionen
78s wird seit Juni 2015 nicht mehr redaktionell betreut. Die Kommentarfunktion ist deswegen deaktiviert.