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9/11-Gedenktag: Die USA verarbeiten ihr Trauma
- Mittwoch, 11. September 2013, 17:33 Uhr, aktualisiert um 20:51 Uhr
Über 3200 Kinder haben durch die Terror-Anschläge vom 11. September 2001 in New York, Arlington und Shanksville Elternteile verloren. Zum zwölften Mal begehen Tausende von US-Bürgern den 9/11-Gedenktag. In einer Mischung aus Trauer und Pathos erinnern sie sich an die Gefallenen der Katastrophe.
Wie in den Jahren zuvor verlasen Hinterbliebene bei einer Gedenkveranstaltung am Ground Zero in New York die Namen der fast 3000 Opfer. Unterbrochen wurde die Zeremonie von Schweigeminuten zu den Uhrzeiten, an denen die beiden Passagierflugzeuge in das World Trade Center gerast und die Zwillingstürme eingestürzt waren.
Alles im Namen des Gedenkens
Im Garten des Weissen Hauses in Washington legten auch US-Präsident Barack Obama und Vizepräsident Joe Biden gemeinsam mit ihren Ehefrauen um 8.46 Uhr (Ortszeit) eine Schweigeminute ein. Zu diesem Zeitpunkt war zwölf Jahre zuvor das erste von vier entführten Flugzeugen in den Nordturm des World Trade Centers geflogen.
Obama nahm am Mittwoch zudem an einer Gedenkfeier im Pentagon teil. «Unsere Herzen schmerzen noch immer», sagte er in einer kurzen Ansprache. Der Präsident rief das Land auf, «wachsam» zu sein, um sich vor weiteren Terroranschlägen zu schützen.
Alle öffentlichen Termine Obamas am Mittwoch dienten der Erinnerung an den Terroranschlag, darunter der Besuch einer Gedenkfeier am Pentagon und die Teilnahme an einem gemeinnützigen Projekt.
Neuer Glanz am Ort der Trauer
Vor zwei Jahren war am Ground Zero die Gedenkstätte für die Opfer von 9/11 eingeweiht worden. Das Mahnmal besteht aus zwei Granitbecken, die in die viereckigen Fundamente der zerstörten Zwillingstürme eingelassen sind und an deren Seitenwänden sich Wasserfälle ergiessen.
Rund um die Gedenkstätte ragen die fast fertigen Wolkenkratzer des neuen World Trade Center in die Höhe, die bis zum Jahr 2016 nach und nach eröffnet werden sollen. Im Mai war dem imposantesten Büroturm des Komplexes die Spitze aufgesetzt worden: Das One World Trade Center, ursprünglich «Freedom Tower» (Freiheitsturm) genannt, ist mit 541 Metern das höchste Gebäude der USA und soll Anfang kommenden Jahres fertiggestellt sein.
Beispielloser Terror
Am 11. September 2001 hatten Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida Passagierflugzeuge entführt und in das World Trade Center sowie ins Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte entführte Maschine stürzte im Bundesstaat Pennsylvania nahe der Ortschaft Shanksville in ein Feld. Auch in Shanksville wurde an die Opfer der Anschläge vor zwölf Jahren erinnert.
Sendungsbeitrag zu diesem Artikel
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Kurznachrichten Ausland
Aus Tagesschau vom 11.9.2013
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