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Die heutige Liegenschaft Baselstrasse 20 gehörte ursprünglich zum benachbarten Grundstück Baselstrasse 18 und wurde um die Mitte des 17. Jahrhunderts als eigene Parzelle abgetrennt. Ursprünglich ein Bauernhof, wurde sie von 1708 bis 1929 als Gasthaus genutzt.
Das Areal von Baselstrasse 20 war ursprünglich Teil der Nachbarliegenschaft Baselstrasse 18. Es wurde um die Mitte des 17. Jahrhunderts als eigene Parzelle abgetrennt und als Bauernhof genutzt. 1708 übernahm Christian Günther-Schärer, ein ursprünglich aus Dörnhagen in der Landgrafschaft Hessen-Kassel stammender Apotheker, die Liegenschaft. Dieser hatte vom Basler Rat die Erlaubnis erlangt, sich in Riehen einbürgern zu lassen und in dem neu erworbenen Haus eine Maienwirtschaft einzurichten. Folglich durfte er seinen eigenen Wein ausschenken und kalte Speisen auftischen. Schon ein Jahr später musste Günther das offenbar neugebaute Haus an den Riehener Obervogt Johann Heinrich Beck-Baur abtreten. Weil die Zahl der Gasthäuser früher limitiert war, erwarb Beck-Baur vom Besitzer des Meierhofs das für dessen Liegenschaft gewährte, aber nie ausgeübte Tavernenrecht. Damit konnte er auch Gastzimmer vermieten und warme Mahlzeiten anbieten. Das Gasthaus erhielt den Namen ‹Dreikönig›.
Nach zahlreichen, meist konkursbedingten Handänderungen und Verpachtungen übernahm 1896 Johannes Schweizer-Friedlin das Gasthaus. Hier wuchs Gertrud Späth-Schweizer auf, die erste Frau im Bürgerrat. Die Liegenschaft blieb bis 1928 in Familienbesitz. 1929 wurde das Haus verkauft und die Wirtschaft geschlossen.
Bis 1976 wurde in der Liegenschaft eine Autogarage geführt. Danach übernahm die Schweizerische Kreditanstalt das Haus.
Autorin / Autor: Franziska Schürch | Zuletzt aktualisiert am 5.1.2023
Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft III. Riehen 2017. S. 125–128.
Lehmann, Fritz: Das alte Wirtshaus zu Dreikönig. In: Jahrbuch z’Rieche 1984. S. 70–93.