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Tipps für die Durchführung
Vor Beginn der übung sollten Sie das Meinungsklima und allgemeine Einstellungen gegenüber Gewerkschaften in Ihrem Land berücksichtigen. In ehemals sozialistischen Gesellschaften könnte es aufgrund des Erbes aus Zeiten, in denen Gewerkschaften als "Schulen des Kommunismus" galten, Widerstand geben. In solchen Fällen ist es vielleicht besser, Sie untersuchen zunächst die vorherrschenden Bilder und Klischees über Gewerkschaften. Sie können auch die Gruppe darum bitten, sich bei örtlichen Gewerkschaften zu informieren und über Themen der Arbeit im eigenen Land zu recherchieren. Ausserdem kann es nützlich sein, die Relevanz und Funktion von Gewerkschaften beim Schutz der Rechte von Arbeiter/innen unabhängig vom jeweiligen politischen System herauszustreichen.
Bei manchen Gruppen müssen Sie eventuell die Verhandlungen etwas mehr steuern. Geben Sie den Teilnehmenden Tipps, was sie berücksichtigen sollen, wenn sie ihre Positionen und Forderungen entwickeln, z.B.:
- Wäre es für die Arbeiter/innen akzeptabel, auf Lohnerhöhungen zu verzichten, damit niemand entlassen wird?
- Welche Arbeiter/innen sollten entlassen werden, wenn es doch Entlassungen gibt?
- Ist die Forderung realistisch? Ist die ökonomische Belastung für die Firma zumutbar?
Lassen Sie der Versammlung und den Verhandlungen ihren Lauf! Wenn Arbeiter/innen und Gewerkschaft im Verlauf der Diskussionen überlegen, ihrer Forderung mit einem Streik Nachdruck zu verleihen, dann versorgen Sie diese Gruppe mit Papier und Stiften, um Plakate für Streikposten zu malen. Wollen die Arbeitgeber/innen die Arbeiter/innen aussperren, dann sollte ein zweiter Raum vorhanden sein, in dem sie sich versammeln können!
In den meisten europäischen Ländern gibt es Gesetze zur Regelung von Tarifverhandlungen. Sie könnten ein solches Gesetz oder einige wichtige Artikel daraus kopieren, damit die Teilnehmenden diese übung möglichst intensiv spielen können.