Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03279.jsonl.gz/2031

Was ist CML? Ursachen und Verlauf Symptome Diagnose
Sie haben die Diagnose CML erhalten und fragen sich vielleicht: Welche Ursachen hat die CML, wie wird sie behandelt und wie geht es weiter?
Eine CML entsteht in den meisten Fällen aufgrund einer Veränderung im Erbgut einer blutbildenden Stammzelle. Diese Veränderung kann während des Lebens jederzeit auftreten. Als Folge dieser Mutation entsteht ein krankhaft verändertes Chromosom: das sogenannte Philadelphia-Chromosom. Ist dieses Chromosom entstanden, kann der Körper ein Eiweiss (BCR-ABL) bilden, das normalerweise im menschlichen Organismus nicht vorkommt. Dieses Eiweiss sorgt für die unkontrollierte Vermehrung der weissen Blutkörperchen – es entsteht eine CML. [2]
Wichtig zu wissen: Eine CML ist nicht vererbbar und auch nicht ansteckend.
Bei der CML werden drei aufeinanderfolgende Krankheitsphasen unterschieden. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, schreitet die CML über diese drei Phasen hinweg fort und führt letztlich zum Tod. Die Phasen sind die chronische Phase, die akzelerierte Phase und die Blastenkrise, wobei jede Phase typische Merkmale aufweist. [2,3]
Die chronische Phase – die erste Phase der CML
In 97 % der Fälle wird die CML in der langsam verlaufenden chronischen Phase entdeckt. Diese Phase bietet gute Behandlungschancen. [2, 3]
Die akzelerierte Phase – die zweite Phase der CML
In der akzelerierten Phase (Akzelerationsphase) spricht die Erkrankung weniger gut auf die Therapie an. Das Allgemeinbefinden und das Blutbild des CML-Patienten verschlechtern sich. [2, 3]
Die Blastenkrise – die dritte Phase der CML
In der Blastenkrise vermehren sich unreife weisse Blutkörperchen (Blasten), die normalerweise nur im Knochenmark vorkommen, sehr stark und werden ins Blut ausgeschwemmt. In dieser Phase ist der Allgemeinzustand stark beeinträchtigt. Die Blastenkrise ist schwer therapierbar: eine Therapiemöglichkeit ist in dieser Phase neben Medikamenten eine allogene Stammzelltransplantation. [3]
Dank der modernen Therapiemöglichkeiten hat sich die CML von einer unmittelbar lebensbedrohlichen zu einer chronischen Erkrankung gewandelt. Die CML ist in vielen Fällen gut kontrollierbar und die Lebenserwartung von CML-Patienten entspricht nahezu der Normalbevölkerung. [2, 3]
Um den bestmöglichen Erfolg der Behandlung zu erzielen, sind regelmässige Kontrolluntersuchungen wichtig: es lassen sich hierdurch im Therapieverlauf Veränderungen frühzeitig erkennen. Der Arzt kann dann entsprechende Gegenmassnahmen einleiten.
In günstigen Fällen kann ein stabiler Krankheitsrückgang erreicht werden, der ein Absetzen der Therapie erlaubt. Dies sollte allerdings ausschliesslich unter intensiver ärztlicher Kontrolle erfolgen, damit ein Rückfall rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann [2, 3].
Quellen:
CH2206212329