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S. Maria., S. Wendel, S. Notburg sowie S. Ottilia und S. Apolonia
Die Heiligen auf dem Altar
Die hl. Ottilia wurde/wird bei Augenleiden angerufen, die hl. Apollonia bei Zahnschmerzen.
Der hl. Wendelin wurde/wird bei Viehseuchen angerufen sowie für gedeihliches Wetter und gute Ernte.
Die hl. Notburg(a) - von der die Legende berichtet, sie hätte Neunlinge geboren - wurde/wird für eine gute Geburt angerufen.
Die Kapelle, deren Grundmauern wohl bis ins 15. Jahrhundert zurück reichen, liegt am alten Verkehrsweg vom Übergang über die Sihl (Babenwag/Sihlbrücke) über den Gubel ins Ägerital. Auf kleinstem Raum birgt sie eine ebenso wertvolle wie aufschlussreiche Ausstattung. Das Renaissance Altarbild zeigt die Muttergottes zwischen dem hl. Wendelin und der hl. Notburg. Auf den neueren Seitenflügeln finden sich die hl. Ottilia und die hl. Apollonia.
In der kleinen Kapelle in Hinterburg findet sich also eine international zusammengesetzte Gruppe von Heiligen. Sie wurden/ werden angerufen in schwierigen Situationen des (bäuerlichen) Alltags.
Josef Grünenfelder, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Neue Ausgabe Bd. I, S. 245f.