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Herbert Frei
Bodnant Garden im Herbst
Aktualisiert: 29. Jan.
National Trust, gehört dieser ausgedehnte Garten in Nordwales, in der Nähe von Conwy, zum Schönsten, was Grossbritannien an Gärten zu bieten hat. Die langjährige Besitzerfamilie McLaren bleibt Besitzerin von Bodnant Hall, dem Herrschaftshaus, und ist immer noch in die Gestaltung des Gartens involviert.
Bodnant ist ein ausserordentlich vielfältiger Garten und Landschaftspark, der sich über zwei Seiten eines Flusstals erstreckt, in unmittelbarer Nähe zum Snowdonia National Park. Die McLaren arbeiteten lange mit berühmten Pflanzenjägern wie Ernest Wilson und George Forrest zusammen. Ihnen haben wir die vielen Raritäten im Bodnant Garden zu verdanken, den McLaren und ihren Gärtnern aber auch zahlreiche Züchtungen, am bekanntesten wohl Viburnum × bodnantense. Bodnant beherbergt fünf Nationale Sammlungen von Pflanzen: Magnolia, Embothrium, Eucryphia, Rhododendron forrestii and Bodnant Rhododendron Hybrids.
Die Aufnahmen entstanden Ende September 2022. Wir haben uns den Garten nochmals für Mai vorgenommen, wenn all die Rhododendren blühen.
Bodnant Hall (2. Hälfte 19. Jh.) befindet sich noch immer im Besitz der McLaren.
Das Mixed Border auf dem Front Lawn Ende September. Herbstastern spielen die Hauptrolle, Magnolien setzen Akzente.
Der East Garden.
Die "italienischen" Terrassen, entstanden Anfang des 20. Jh.
The Lily Terrace: Seerosenteich mit zwei mächtigen Zedern.
Canal Terrace. Die runde Stützmauer dient auch dem Schutz empfindlicher Pflanzen.
Canal Terrace mit Sphinx und der Pin Mill. Die Pin Mill von 1730 stand ursprünglich in Gloucestershire und wurde 1938, als der Abbruch drohte, Stein für Stein nach Bodnant transportiert und hier wieder aufgebaut. Das Gebäude diente den McLarens als Sommerhaus und Musikzimmer, heute findet sich hier eine Gallerie und finden Konzerte statt.
Der Turm wurde vom früheren Besitzer Henry Pochin 1882 als Mausoleum für seine Familie errichtet, erinnert aber spontan eher an eine der in Landschaftsparks früher üblichen "follies".
Blick in das Flusstal, genannt The Glades. Ein Sturm fällte im Herbst 2021 über fünfzig alte wertvolle Bäume; bei unserem Besuch Ende September 2022 waren die Aufräumarbeiten noch nicht abgeschlossen.
The Mill, im frühen 19. Jh. errichtet, Ende des Jahrhunderts aber nicht mehr in Gebrauch; mittlerweile restauriert.
Ein Bach und Teiche durchziehen das Tal, gesäumt von üppiger und botanisch oft sehr interessanter Vegetation.
Auch im Herbst muss man nicht auf ein Farbenfest verzichten. Besonders attraktiv sind die japanischen Ahorne.