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Mit der Initiative soll einem grossen Teil der erwerbstätigen Bevölkerung ermöglicht werden, zwischen 62 und 65 Jahren die ungekürzte Rente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) zu beziehen.
Das Pensionsalter in der Schweiz ist seit Jahren ein Dauerbrenner. Während bürgerliche Kreise meist von einer Erhöhung sprechen, versucht die Linke von Zeit zu Zeit, eine Flexibilisierung des Rentenalters zu lancieren.
Diesmal geht es darum, die Möglichkeit einzuführen, sich ab 62 mit voller Rente aus dem Berufsleben zurückzuziehen. Diese "Frühpensionierung" soll für Personen gelten, die maximal 9160 Franken pro Monat verdienen, worunter rund 80% der Bevölkerung fallen.
Eine entsprechende Volksinitiative des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) fand bei über 106'000 Stimmberechtigten Unterstützung und kommt daher am 30. November an die Urne.
Das dieser Vorschlag etwas kostet, ist klar. Bei einer Beibehaltung des bisherigen Rentenalters von 64 bei den Frauen und 65 bei den Männern würde dies eine Mehrbelastung für die AHV von 1,26 Mrd. Franken pro Jahr bedeuten. Würde das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre erhöht, wären es noch 780 Mio. Franken.
Die Initianten betonen, dass dies den monatlichen Beitrag bei einem durchschnittlichen Einkommen lediglich um 6.50 Franken erhöhen würde, was somit die kostengünstigste aller Frühpensionierungs-Lösungen sei.
Für die Gegner geht die Vorlage in die falsche Richtung und kommt einer generellen Senkung des Rentenalters für die erwerbstätige Bevölkerung gleich. Sie empfehlen die Neufassung der 11. AHV-Revision als indirekten Gegenvorschlag zur Initiative.
swissinfo