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Am 1. Januar 1922 wurde Josef – Sepp – Mauron-Krattinger in Schmitten als erstes von sieben Kindern des Alfons und der Marie Mauron-Schneuwly geboren. Nach der Schule in Schmitten, Düdingen und Tafers arbeitete er im Welschland in Bauernbetrieben. Die Sattler-Tapezierer-Lehre absolvierte er in Prez-vers-Noréaz.
Mit 26 Jahren eröffnete er sein eigenes Geschäft an der Hauptstrasse in Düdingen. Schon bald lernte er Aline Krattinger kennen. 1951 schlossen sie den Bund der Ehe. Sechs Kinder wurden ihnen geschenkt. 1962 kam Berteli mit ihrer Tochter dazu. Berteli war eine grosse Hilfe im Haushalt und Geschäft. Josef Mauron-Krattinger verrichtete seine Arbeit mit Hingabe und Freude. Neben der Herausforderung Familie/Geschäft bestand er 1961 mit 39 Jahren die Meisterprüfung. Der Berufsverband verdankte ihm seinen Einsatz mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten. In den 1980er-Jahren wurde das Geschäft mit Baby-Rose erweitert.
Sepp Mauron-Krattinger war während Jahrzehnten begeisterter Aktivsportler und Vorturner im Turnverein. Beim Schützenfest fehlte er nie, war doch Schiessen eine weitere Leidenschaft von ihm. Beim Jassen im Familien- und Freundeskreis war er voll im Element. Für ihn bedeuteten Aline und seine Familie den grössten Reichtum auf Erden. Nach der Geschäftsübergabe im Jahr 1997 zog er mit Aline an die Alfons-Aeby-Strasse, wo sie den Ruhestand geniessen konnten. Mit viel Liebe pflegte Josef Mauron-Krattinger seine Aline. 2009 verstarb Aline, was für ihn sehr schmerzlich war.
Drei Jahre später fand er im Pflegeheim Wolfacker ein neues Zuhause, wo er sich wohlfühlte und aktiv am Heimleben teilnahm. Der frühe Tod von Richard im Jahr 2013 war ein harter Schicksalsschlag. Sein schlechtes Gehör verhinderte zunehmend die aktive Teilnahme an Gesprächen. Sepp freute sich über jeden Besuch und war sehr dankbar für jegliche Hilfe. Obschon sein Körper müde wurde, war sein Geist bis zur letzten Stunde wach. Wenn seine Familie von ihm erzählt, fallen Sonnenstrahlen in ihre Seelen. Josef Mauron-Krattinger hat ein gutes Herz besessen. Seit 16. September 2017 steht es still, doch unvergessen.