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Es gibt einige Destillerien, die den Titel der schönsten Brennerei in Anspruch nehmen. Speyburn gehört sicher zu den Favoriten. Von Elgin in Richtung Rothes kommend, sieht man die Brennerei bereits vom Auto aus. In einem kleinen Tal (Glen of Rothes) steht Speyburn inmitten von Wäldern. Am zu groß geratenen Kreisverkehr in Rothes nimmt man die 3. Ausfahrt – vorbei an der großen Tierfutterfabrik, die mit ihrem hohen weißen Schornstein wie eine Destillerie aussieht – und kommt direkt zur Destillerie. Die Destillerie wurde 1897 erbaut und musste wegen des „Jubilee“ von Queen Victoria unbedingt vor Jahresende fertig werden. Genau 1 Faß wurde damals in eisiger Kälte produziert. Speyburn sieht heute noch genauso aus, wie sie der Architekt Charles Doig entworfen hat. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde in Speyburn das erste „Drum Malting“ von ganz Schottland eingebaut. Riesige Trommeln aus Metall mälzen die Gerste wie auf dem Darrboden und diese kostensenkende Erfindung machte die Speyburn Brennerei zur modernsten ihrer Zeit. Trotz ihrer wunderschönen Lage und ihres traditionellen Aussehen machte Speyburn selten von sich reden. 1992 an Inverhouse verkauft. Von unabhängigen Abfüllern kennen wir einzig Gordon & MacPhail, die eine noch erhältliche Abfüllung im Angebot hat. Obwohl Speyburn mit nur 10'000 verkauften Flaschen im europäischen Markt nur eine kleine Rolle spielt, hat sie in Amerika mit rund 350'000 Flaschen einen ungleich größeren Marktanteil.