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Mehr tun, um Leben im Jemen zu retten – dazu ruft Naser Haghamed, Geschäftsführer von Islamic Relief, auf.
Er drängt die Regierungen in seiner Rede vor den Vereinten Nationen in Genf am 25. April 2017, “in Ihren Herzen die Möglichkeit zu finden, mehr für die Bevölkerung des Jemen zu tun”.
„Das Ausmass der Jemenkrise ist nicht übertrieben. Wenn wir die Dinge nicht in die Hand nehmen und die Hilfeleistungen ausweiten, wenn wir taub bleiben für die Schreie der jemenitischen Bevölkerung, könnten in den nächsten Monaten Zehntausende ihr Leben verlieren.”
Fast 19 Millionen Menschen benötigen Hilfe, um im Jemen zu überleben – das sind mehr als in jedem anderen Land der Welt. 14 Millionen Menschen sind der Ernährungsunsicherheit ausgesetzt. Die Preise zahlreicher lebenswichtiger Güter haben sich verdoppelt und eine halbe Million Kinder unter 5 leiden an akuter Mangelernährung.
Naser Haghamed hat die Geschichte von Anisa erzählt, die ihren Ehemann verlor und nun in Taiz auf sich alleine gestellt versucht, den Bedürfnissen ihrer 5 Kinder gerecht zu werden. Eines leidet an Epilepsie und ein anderes an stetem Unwohlsein. Anisa hat alles verkauft, das sie besass, darunter ihren Schmuck und das Vieh, um ihre Familie zu ernähren und um für die medizinische Behandlung aufzukommen. Letztere war leider nicht wirksam. „Alles, das ihnen bleibt, ist die Kleidung, die sie am Leib tragen”, erklärt Naser Haghamed, „ihr Überleben hängt vollständig von der Hilfe von Organisationen wie Islamic Relief ab.”
Islamic Relief, mehr denn je im Jemen engagiert
Islamic Relief arbeitet seit 2004 im Jemen und ist in 18 von 22 Gouvernoraten aktiv. Unsere Teams leisten so in zahlreichen schwer zu erreichenden Zonen Hilfe. Seit 2005 konnten dank eines 37 Millionen USD- Programms in Zusammenarbeit mit PAM Lebensmittel an 2,5 Millionen Menschen verteilt werden. In diesem Jahr weiten wir unser Hilfsprogramm im Jemen weiter aus, auf 6,4 Millionen USD.
„Wir sind bereit, noch viel mehr zu tun, wenn in Genf Gelder bereitgestellt werden”, erklärte Naser. „Es ist für die Bevölkerung notwendig, dass diesem brutalen Konflikt ein Ende gesetzt wird. In der Zwischenzeit müssen die Hilfeleistungen signifikant gesteigert und Waffenstillstände vereinbart werden, um die Hilfe effizienter und sicherer zu gestalten. Die humanitären Helfer und das medizinische Personal müssen ihrer Arbeit nachgehen können, einer Arbeit, die Menschenleben rettet, ohne attackiert zu werden.”