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Ein solcher Vergleich drängt sich aus verschiedenen Gründen auf. Das akademische Interesse an der Südafrikanischen Stadt fand seinen Anfang in Johannesburg, Südafrikas grösster Metropole. Johannesburg ist dabei bereits fachübergreifend prominent bearbeitet. Aufgrund dieser akademischen Sättigung ist die Zuwendung zu Südafrikas zweit- und drittgrösster Metropole eine logische Konsequenz. Darüber hinaus drängt sich ein solcher Vergleich auch aufgrund der geographischen Gemeinsamkeiten sowie der ähnlichen aber dennoch unterschiedlichen historischen Entwicklungen der beiden Städte auf. Die Unterschiede in der Entwicklung Kapstadts und Durbans sind dabei einerseits auf die unterschiedliche demographische Zusammensetzung der beiden Städte zurückzuführen. Andererseits spielen die geographisch (oder besser topographisch) unterschiedlichen Gegebenheiten eine entscheidende Rolle.
Die literarische Auseinandersetzung verschiedener Autoren mit diesen räumlichen Verhältnissen und deren Auswirkungen auf die 'fiktionalen' oder 'fiktionalisierten' sozialen Gegebenheiten und Charaktere bilden den Gegenstand des Dissertationsprojekts. Ziel ist es, die Lebenswelten Kapstadts und Durbans, wie sie in ausgewählten Texten der zeitgenössischen Literatur als Momentaufnahme dargestellt werden, einander gegenüberzustellen. Dabei soll die Herausarbeitung der Gefühlswelt, wie sie so beispielsweise in empirischen Studien der Ethnographie und Soziologie nicht erfassbar ist, besonders hervorgehoben werden.