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|MATERIAL

Webpelz

Der Webpelz ist ein dem Samt und Plüsch verwandtes Pelzimitat (Kunstfell) mit hohem Flor.
Gaze
Nach der Stadt Gaza benanntes, durchscheinendes Gewebe in Kattunbindung, meist stark appretiert als Stickereigrundstoff (Canevas), Siebbespannung (Müllergaze), Steifgaze.
Jersey
Als Jersey wird ursprünglich Ware von der Rundwirkmaschine, jetzt allgemein Maschenware mit einer Jerseyausrüstung bezeichnet. Nach RAL 367 A soll unter Jersey vor allem eine einfädig hergestellte Maschenware mit waagerechtem Fadenlauf verstanden werden.
Lycra
Polyurethanfilament von E.I. du Pont de Nemours & Co. Inc., USA, (siehe auch Elasthan).
Maschenware
Lycra besteht aus einer Kapillarfadenschar, deren Einzelfäden zu einem "Quasi-Monofil" zusammengeklebt sind, und das deshalb eine garnartige Struktur besitzt.
Als Maschenware werden textile Flächengebilde bezeichnet, bei denen eine mittels Faden gebildete Schleife in eine andere Schleife hineingeschlungen ist. Die auf diese Weise entstehenden Maschen können unter Verwendung eines oder mehrerer Fäden gebildet werden.
Miederstoffe
Damit unterscheiden sich Maschenwaren von Geweben, bei der die Fläche durch Verkreuzen von zwei Fadensystemen hergestellt wird und auch von Vliesen, bei denen ein loser Faserflor beispielsweise durch Wärme verfestigt wird.
Maschenware zeichnet sich im Vergleich zum Gewebe durch eine höhere Dehnbarkeit, Elastizität und infolge davon geringere Knitterbildung aus. Bei den Maschenwaren unterscheidet man Strick-, Wirkware, Rippware oder Kulierware.
Bei der Herstellung werden mehrere Maschen gleichzeitig vorgeformt und zu Maschen ausgearbeitet. Im Gegensatz dazu ist bei der Herstellung von Strickware jede Nadel frei und arbeitet unabhängig von den anderen.
Miederstoffe sind elastische Stoffe aus Baumwolle, Regeneratfasern oder Synthetics, eingesetzt zur Stützung des Körpers, bzw. zur Korrektur der Figur.
Pelzimitation (Funfur)
Auf Web- oder Rundwirkmaschinen mit Spezialeinrichtungen hergestellte Nachahmungen echter Felle.
Reversible
Strickstoff
Ajour
Begriffe: Funfur, Astrachan, Breitschwanz, Lammfell, Nutria, Ozelot, Seal, Nerz, Persianer usw.
Ajour ist ein Sammelbegriff für alle Stoffe, die mit einem feinen Lochmuster durchbrochen sind.
Sweatshirt-Stoffe
Der Stoff eines Sweatshirts besteht aus einer besonderen Strickware. Diese ist einflächig auf Rundstrickmaschinen gestrickt (Rechts/Links-Ware). Auf der Rückseite wird ein spezieller Futterfaden mitgeführt, welcher weicher gedreht ist als das Grundstrickgarn, das auf der Vorderseite sichtbar ist. Dieser wird während des Veredelungsprozesses aufgeraut, was zu der typischen flauschigen Innenseite der Sweatshirtware führt. Aus diesem Grund heißt dieser Stoff in Fachkreisen auch "Futterware".
Baumwollstrickstoff
Baumwolle ist eine Naturfaser aus dem Samenstand der Baumwollpflanze. Baumwolle lässt sich ausgezeichnet verspinnen und dauerhaft färben und hat den für Pflanzenfasern typischen trockenen Griff. Sie ist scheuerfester als Wolle, ein Grund, weshalb sie auch viel für Bezugsstoffe verwendet wird. Außerdem ist Baumwolle sehr reißfest und widerstandsfähig gegen Hitze — sie kann heiß gebügelt und gedämpft werden. Sie lädt sich nie elektrostatisch auf und lässt sich gut anrauen, etwa für Flanell.
Tüll
Gewebter Stoff mit durchgehenden Kettfäden und eben soviel schräg dazu verlaufenden Schussfäden, welche die Kettfäden umschlingen. Die Schussfäden sind auf kleinen Metallspulen (Bobinet) untergebracht, die, wie beim Flechten, bei ihrem Lauf von links nach rechts und wieder zurück bei jedem Kettfaden eine volle Umschlingung (Ganzdreher) ausführen. Ausser diesen Bindeschussfäden muss zur Musterung mindestens noch ein zweites Schussfadensystem vorhanden sein; komplizierte Muster verlangen weitere Musterfadensysteme; sie werden von Jacquardmaschinen gesteuert.
Bouclé
Bobinettüll besteht aus feinem Baumwollzwirn oder synthetischen Faserstoffen. Seine Qualität wird vom Material und der Anzahl der Zellen je engl. Quadratzoll bestimmt. Dabei wird von links oben nach links unten und weiter diagonal nach rechts oben gezählt, die Zelle links unten doppelt.
Das Wort Tüll wird von der französisches Stadt Tulle abgeleitet. Man unterscheidet Fein- und Grobtüll, glatten und gemusterten Tüll. Von den zahlreichen Tüllarten seien hier genannt:
- Architektentüll, mit besonders grossen gitterartigen Zellen
- Double-tie (doppelte Bindung), Tüll mit auf beiden Seiten vollem Muster
- Double-action, mit reliefartig erscheinender Musterung
- Erbstüll, glatter Tüll mit waben-(rauten-)förmigen Zellen
- Florentinertüll, feiner Erbstüll, bestickt mit Mustern
- Filettüll, aus rechtwinklig zu den Kettfäden verlaufenden Schussfäden und einem weiteren Musterfaden-(Filetfaden-)System
- Gittertüll, mit viereckigen Zellen
- Relieftüll, mit über mehrere Kettfäden hin- und hergehenden Schussfäden
- Single-tie (einfache Bindung), flach gemusterter Tüll
- Swisstüll, mit verschiedenen feinen Schussfäden
- Spitzentüll (Tüllspitze), nachbildung der geklöppelten Valenciennes-Spitze
- Rascheltüll, auf der Raschelmaschine hergestellter, gewirkter Tüll mit dicken Längs- und feinen Querfäden
Kleider und Mantelstoffe mit ripsartiger Oberfläche, völlig oder teilweise aus Effektzwirnen mit Noppen, Schlaufen oder Schlingen.
Boucle = (Haar)-Locke