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Der heute 42-jährige Mann wurde wegen vorsätzlicher Tötung und mehrfacher einfacher Körperverletzung verurteilt. Er hatte das Kind über mehrere Monate hinweg misshandelt. Im Oktober 2014 schüttelte er es derart stark, dass das Kind an den Folgen des Schütteltraumas starb.
Das gerichtsmedizinische Gutachten zeigte zahlreiche weitere Verletzungen auf, darunter auch verheilte Knochenbrüche. Die Mutter des Kindes wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt.
Das Bundesgericht hat nun in einem am Freitag veröffentlichten Urteil alle Rügen des Verurteilten in einem ausführlichen Urteil abgewiesen. Der Mann kritisierte im Wesentlichen die Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung. Er beantragte eine Qualifikation seiner Tat als fahrlässige Tötung. Zudem erachtete er die Strafe als überhöht.
Das Bundesgericht folgt jedoch der Sicht des Obergerichts des Kantons Aargau vom Juli 2019. Es führt nochmals aus, dass es sich um einen Indizienprozess gehandelt habe. Das Gesamtbild habe zur Verurteilung des Mannes geführt. Dieser habe den Tod des Kindes bewusst in Kauf genommen. (6B_1059/2019 vom 10.11.2020)