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Die Affiche für Super Bowl XLV war eine spezielle: Erstmals trafen im Kampf um die Vince Lombardi-Trophy zwei Teams aufeinander, die beide bereits vor dem 2. Weltkrieg gegründet worden waren – die Green Bay Packers 1919, die Pittsburgh Steelers 1933. Und noch nie trafen zwei Teams mit soviel NFL-Titeln im Palmarès aufeinander: Die Packers hatten bislang zwölf Meisterschaften gewonnen, die Steelers deren sechs, davon alle in der Super Bowl-Ära. Somit traf in der Super Bowl XLV der NFL-Rekordmeister auf den Super Bowl-Rekordhalter – in den Augen vieler Fans ein Traumfinale. Und die beiden Teams enttäuschten nicht und sorgten für eine bis zum Schluss spannende Partie.
Die Green Bay Packers erwischten den besseren Start: Beim zweiten Drive fand Quarterback Aaron Rodgers Wide Receiver Jordy Nelson für einen 29 Yards-Touchdown. Und es kam für die Packers noch besser: Beim ersten Spielzug nach dem Kickoff geriet Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger ein Pass zu kurz, Safety Nick Collins fing den Ball ab und tankte sich anschliessend bis in die Endzone durch – die Packers führten nach etwas mehr als zehn Minuten bereits mit 14:0 Punkten. Immerhin: Roethlisberger führte sein Team beim anschliessenden Drive zu einem Field Goal und der im ersten Viertel so überzeugende Packers-Angriff geriet etwas ins Stottern, so dass die Steelers Hoffnung schöpfen konnten, den Rückstand weiter zu verkürzen. Allerdings nicht für lange, denn Cornerback Jarrett Bush fing einen weiteren Pass von Roethlisberger ab. Rodgers nutzte seinerseits die Chance: Ein Lauf und drei Pässe später fand er Greg Jennings für einen Touchdown – die Packers zogen mit 21:3 Punkten davon.
Da die Packers nach der Pause als erste den Ball erhalten würden, standen die Steelers nun gewaltig unter Druck: Es mussten noch vor der Pause Punkte her. Und Roethlisberger zeigte wie so oft, dass er ein Meister des Two-Minute-Drills ist: Schnell und sicher dirigierte der zweifache Super Bowl-Sieger seine Offense übers Feld und fand schliesslich Receiver Hines Ward völlig ungedeckt in der Endzone. Und für die Steelers kam es noch besser: Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zwang ihre immer besser ins Spiel kommende Defense die Packers nach nur drei Versuchen vom Feld, die Steelers-Offense übernahm den Ball und Rashard Mendenhall erzielte kurz darauf einen weiteren Touchdown. Die Partie war plötzlich wieder offen.
Die Partie wogte nun hin und her, wobei die Steelers zu diesem Zeitpunkt besser spielten: Sie kontrollierten den Ball, brachten allerdings genauso wie die Packers nichts zählbares zustande. Eine Vorentscheidung fiel dann beim ersten Spielzug im letzten Viertel: Die Steelers erhielten nach einem Punt tief aus der Endzone der Packers den Ball in guter Feldposition. Ein Touchdown schien in Reichweite und würde den Steelers zum erstem Mal in dieser Partie die Führung einbringen. Doch bei einem Lauf tackelte Packers-Linebacker Clay Matthews Rashard Mendenhall derart stark, dass dieser den Ball verlor. Die Packers eroberten den Ball und plötzlich schien ihr Angriff wieder zu funktionieren: Aaron Rodgers fand bei einem wichtigen dritten Versuch Jordy Nelson für grossen Raumgewinn und wenig später Greg Jennings für den Touchdown. Die Ausbeute der Packers nach Ballverlusten der Steelers war beeindruckend: Aus drei Turnovers machten sie 21 Punkte.
Aber die Steelers gaben sich noch nicht geschlagen und hielten die Partie mit einem Touchdown-Pass von Ben Roethlisberger zu Wide Receiver Mike Wallace weiter offen. Und weil auch die anschliessende Two-Point-Conversion gelang, lag Pittsburgh nur noch ein Field Goal hinten. Die Packers konterten ihrerseits mit einem einem schönen Drive, den sie zwar nur mit einem Field Goal abschlossen, zuvor aber viel Zeit von der Uhr gespielt hatten. Roethlisberger und seine Offense erhielten den Ball zwei Minuten vor Schluss nochmals für einen letzten Angriff, doch im Gegensatz zu vor der Pause hielt diesmal die Packers-Defense: Ein Pass Roethlisbergers beim vierten Versuch fand sein Ziel nicht und die Green Bay Packers konnte ihre 13. NFL-Meisterschaft und den vierten Super Bowl-Titel feiern.
Pittsburgh Steelers
25
0
10
7
8
Green Bay Packers
31
14
7
0
10
GB – TD – Nelson 29 Yards-Pass von Rodgers (Extrapunkt Crosby)
GB – TD – Collins 37 Yards-Interception Return (Extrapunkt Crosby)
PIT – FG – Suisham 33 Yards
GB – TD – Jennings 21 Yards-Pass von Rodgers (Extrapunkt Crosby)
PIT – TD – Ward 8 Yards-Pass von Roethlisberger (Extrapunkt Suisham)
PIT – TD – Mendenhall 8 Yards-Lauf (Extrapunkt Suisham)
GB – TD – Jennings 8 Yards-Pass von Rodgers (Extrapunkt Crosby)
PIT – TD – Wallace 25 Yards-Pass (Conversion Lauf von Randle El)
GB – FG – Crosby 23 Yards