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Ein neuer Index misst die Steuerattraktivität verschiedener Länder. Die Erkenntnisse sind zum Teil überraschend.
Hohe Steuern? Schnell weg da! Oftmals setzen Verbraucher die Höhe der gesetzlichen Steuern mit der Steuer-Attraktivität eines Landes gleich. Forscherinnen des Leibniz Informationszentrum Wirtschaft zeigt nun: Das ist nicht immer richtig.
Die Forscherinnen Sara Keller und Deborah Schanz haben den «Tax Attractiveness Index» für 100 Länder erstellt. Sie beobachteten 16 verschiedene Faktoren über den Zeitraum von 2005 bis 2009 und konnten so die Länder untereinander vergleichen. Der Index gibt dann ein Gleichgewicht dieser Faktoren als einen Wert zwischen Null und Eins an. Je näher er an Eins liegt, desto attraktiver ist das Land steuerlich.
Faktoren aus der realen Welt
Keller und Schanz untersuchten unter anderem die Steuersätze, Gewinnsteuern, Holding-Besteuerungs-Möglichkeiten, Abschreibungsmöglichkeiten und andere «Faktoren aus der realen Welt», wie die Autorinnen es nennen.
Dabei zeigt sich: «Die Steuersätze sind als Bewertung für die Steuerattraktivität eines Landes nicht geeignet.» Man könne aus den Werten auch herauslesen, dass auch EU-Länder wie etwa die Niederlande oder Grossbritannien «mit aggressiven Mitteln» versuchen, Unternehmen anzuziehen.
Schweiz solide
So liegt denn auch der Wert der Niederlande bei 0.70, der von Grossbritannien sogar bei 0.60 Die Schweiz schafft es in Sachen Attraktivität auf eine 0.60, Deutschland auf 0.52 und Liechtenstein 0.53.
Am attraktivsten sind die Bahamas mit einem Wert von 0.82, gefolgt von den Cayman Islands (0.78) und den British Virgin Islands (0.77). Am schlechtesten sieht es in Argentinien aus. Das Lang erreicht einen Wert von 0.08.
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