Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/604

Erhalten zwei Menschen, die nicht miteinander verheiratet sind, ein gemeinsames Kind, hat dieses rechtlich noch keinen Vater.
Das Kindsverhältnis zur Mutter entsteht durch die Geburt, jenes zum Vater durch die Anerkennung der Vaterschaft gegenüber dem Zivilstandsamt oder durch die Anerkennung des Kindes in einem Testament oder Erbvertrag. Die Vaterschaftsanerkennung kann bereits vor der Geburt des Kindes erfolgen, ist aber auch nach der Geburt des Kindes noch möglich.
Ist nicht klar, wer der Vater des Kindes ist, oder weigert sich dieser, das Kind zu anerkennen, muss eine Vaterschaftsklage gegen den mutmasslichen Vater erhoben werden. Die Mutter hat dazu ab Geburt des Kindes ein Jahr lang Zeit, das Kind selbst kann bis zum 19. Geburtstag klagen.
Hat ein Mann ein Kind anerkannt und zweifelt er daraufhin an seiner Vaterschaft, kann er die Anerkennung nur anfechten, wenn er nachweist, dass diese aufgrund einer schweren Drohung erfolgt ist oder dass er sich in einem Irrtum über seine Vaterschaft befunden hatte.