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Der Vortrieb durch die Piora-Mulde beim Gotthard-Basistunnel ist auf gutem Weg: in der Oströhre hat die Tunnelbohrmaschine bereits 74 Prozent dieser geologisch anspruchsvollen Zone aufgefahren. Die AlpTransit Gotthard AG rechnet damit, dass die Piora in der Oströhre Mitte Oktober 2008 durchfahren sein wird.
Ende August 2008 wurde die Tunnelbohrmaschine in der Oströhre rund 100 m vor der Piora-Mulde parkiert. Anschliessend trieb die AlpTransit Gotthard AG eine Kernbohrung von rund 10 Zentimetern Durchmesser durch die Piora. Die Ergebnisse dieser Bohrung bestätigen die Prognose, die aufgrund früherer Sondierbohrungen in diesem Gebiet gemacht wurden. Die Piora-Mulde ist auf Tunnelniveau rund 150 m lang und das dolomitreiche Gestein ist hart und führt kein Wasser.
Seit dem 29. September 2008 befindet sich die erste Tunnelbohrmaschine in der Piora-Mulde. Die tägliche Vortriebsleistung beträgt rund 10 m. Damit sich die Tunnelbohrmaschine bei den hohen Druckverhältnissen nicht verklemmen kann, werden hinter dem Bohrkopf Stahlringe mit einem Abstand von 1 m eingebaut. Ebenfalls direkt hinter dem Bohrkopf wird eine Spritzbetonversiegelung zum Schutz der Ausbruchoberfläche angebracht. Rund 25 m hinter dem Bohrkopf wird schliesslich ein Spritzbetonring von 30 cm Stärke erstellt.
In der Zwischenzeit sind 74 Prozent der Piora aufgefahren. Bisher hat sich das Gebirge stabil verhalten. Es wurden keine Indizien für unzulässige Deformationen und kein Wasser festgestellt. Bei weiter anhaltendem gutem Baufortschritt kann damit gerechnet werden, dass die Piora-Mulde in der Oströhre ab Mitte Oktober 2008 durchfahren sein wird.
Der Vortrieb in der Weströhre liegt derzeit noch 1'600 m hinter der Oströhre. Es ist davon auszugehen, dass die Tunnelbohrmaschine der Weströhre die Piora-Mulde im ersten Quartal des Jahres 2009 erreichen wird.
Stand der Arbeiten am Gotthard und Ceneri
Die Bauarbeiten auf der Gotthard-Achse befinden sich weiterhin auf Kurs. Am Ceneri-Basistunnel waren am 1. Oktober 2008 78 % des Fensterstollens Sigirino ausgebrochen. An den Hauptröhren finden zur Zeit noch keine Vortriebsarbeiten statt.
Am Gotthard waren am 1. Oktober 2008 von den insgesamt 153.5 km Tunnel, Schächten und Stollen des Gotthard-Basistunnels 118,4 km oder über 77 % ausgebrochen. In Erstfeld kommen die beiden Tunnelbohrmaschinen mit 14 - 17 m pro Tag sehr gut voran. In Amsteg werden bis Ende 2008 die Gewölbe-Betonarbeiten abgeschlossen. In Sedrun läuft der Vortrieb Richtung Süden in der Weströhre planmässig weiter. In der Oströhre befindet sich der Vortrieb in einem geologisch schwierigen Bereich, der mit über 100 m deutlich länger ist als prognostiziert. In Bodio wurden im Sommer 2008 die Betonarbeiten für das Innengewölbe in beiden Röhren beendet.
Wenn alles wie geplant weiterläuft, findet der Hauptdurchschlag am Gotthard-Basistunnel in der ersten Hälfte des Jahres 2011 statt. Der kommerzielle fahrplanmässige Betrieb des Gotthard-Basistunnels beginnt voraussichtlich Ende 2017.