Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/1346

Feigwarzen
Feigwarzen, auch als Genitalwarzen bezeichnet, gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Ursache ist eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Es gibt viele unterschiedliche HPV Typen. Die meisten von ihnen sind harmlos. Einige können aber Gebärmutterhalskrebs auslösen (HPV 16 und HPV 18). Deshalb wird für Jugendliche eine HPV Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr (ab 11 Jahren) empfohlen.
- Was sind Feigwarzen?
- Wie werden Feigwarzen übertragen?
- Symptome
- Diagnose
- Behandlung von Feigwarzen
- Kann man Feigwarzen vorbeugen?
Die Feigwarzen (Kondylome) gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Auslöser ist eine Ansteckung mit humanen Papillomaviren (HPV).
Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 1 bis 2% der sexuell aktiven Bevölkerung von Feigwarzen betroffen sind und rund 14% das hoch ansteckende Virus in sich tragen, ohne Symptome aufzuweisen. Die meisten der rund 90 Typen des HPV-Virus sind harmlos. Bei etwa 50 Typen kann es nach der Infektion zur Entstehung von Feigwarzen kommen.
Vielfach verläuft eine Infektion aber auch völlig unbemerkt und ohne Symptome. Die HPV-Infektion mit den Typen 16 und 18 kann hingegen die Entstehung eines Gebärmutterhalskrebses begünstigen. Deshalb wurden in den letzten Jahren Impfstoffe gegen diese zwei Typen und gegen die am häufigsten vorkommenden HPV-Typen (Typ 6 und Typ 11) entwickelt.
Eine Ansteckung mit den HPV Viren erfolgt in der Regel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder sexuellen Kontakt. Schwangere Frauen können das Virus bei der Geburt auf das Kind übertragen.
Die Feigwarzen entwickeln sich etwa zwei bis vier Wochen nach der Infektion. Häufig aber erst auch nach mehreren Monaten. Sie zeigen sich als stecknadelkopfgrosse, rötlichbraune oder weissliche Knötchen. Diese können mit der Zeit zusammenwachsen und blumenkohlartige Warzen bilden.
Kondylome (Feigwarzen) treten bevorzugt rund um den After und im Genitalbereich an den Schamlippen, dem Scheideneingang und beim Mann am Penisschaft und an der Eichel auf.
Die Diagnose einer HPV-Infektion erfolgt meist schon aufgrund des typischen Erscheinungsbildes der Feigwarzen. Gelegentlich wird eine Scheidenspiegelung oder eine Dickdarmspiegelung durchgeführt, um die Ausdehnung der Genitalwarzen zu beurteilen. Eine Gewebeprobe, unter örtlicher Betäubung vorgenommen, gibt Aufschluss über den Typ des HPV-Virus.
Zur Behandlung stehen verschiedene Medikamente in Form von Lösungen oder Cremes zur Verfügung. Führen diese nicht zum Ziel, können die Warzen mittels Vereisung mit flüssigem Stickstoff oder mit einer Elektro- oder Lasertherapie entfernt werden. Allerdings haben die Warzen die Tendenz, sich wieder zu entwickeln und das Rückfallrisiko ist relativ hoch.
Da seit einigen Jahren Impfstoffe zur Verfügung stehen, wird eine vorbeugende Impfung allen Jugendlichen vor dem ersten Geschlechtsverkehr empfohlen (ab 11 Jahren).