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Jensen C-V8 Convertible - es blieb beim Prototyp
Vom Jensen C-V8 Convertible gibt es nur gerade dieses Exemplar. Denn aller Anfang war schwer.
Die Geschichte von Jensen Motors beschreibt so ein typisch englisches Phänomen. Die Gebrüder Richard und Alan Jensen hatten Ende der 20er Jahre die ersten Austin 7 umgebaut, sportlicher gemacht. 1936 konnte sie den Karosseriebauer W.J. Smith & Sons übernehmen, gründeten Jensen Motors. Und konnten auf verschiedenen Chassis ganz hübsche Autos verkaufen.
Nach dem 2. Weltkrieg baute Jensen dann vermehrt eigene Autos, ein erster Erfolg war der Interceptor (1950 bis 1958). 1955 folgte dann die Revolution, der 541, Rohrrahmen, glasfaserverstärkter Kunststoff für den Aufbau, dazu noch die Scheibenbremsen (ab 1956). Nachfolger war dann der C-V8, nach dem gleichen Prinzip konstruiert, aber anstatt mit einem Austin-Sechszylinder mit einem Chrysler-Achtzylinder (zuerst 5,9, dann 6,3 Liter Hubraum) ausgestattet.
Jensen C-V8 Convertible - der Prototyp
Das Design des Jensen C-V8 stammte von Eric Neale. Er hatte eigentlich vorgesehen, dass die Frontlampen verkleidet sein müssten, doch das war Richard Jensen zu teuer. So kam der Jensen C-V8 zu seinem doch etwas eigenartigen Aussehen, das nicht allerorten gut aufgenommen wurde. Nach genau 500 Exemplaren war 1966 schon wieder Schluss (und 1976 mit Jensen dann auch).
1964 machten sich die Engländer erste Überlegungen für einen Jensen C-V8 Convertible. Doch erst im Sommer 1965 war der Prototyp fertig und wurde an den Londoner Jensen-Händler Charles Follett ausgeliefert. Der ihn gleich an Lord Carrington, den damaligen Oppositionsführer und späteren Aussenminister, verkaufen konnte. Der fand bei einer ersten Testfahrt noch so einige Fehler beim Cabrio, das gute Stück wurde ins Werk zurückgeschickt.
Das Jensen C-V8 Convertible steht zum Verkauf
Lord Carrington scheint ein sehr schwieriger Kunde gewesen zu sein. Es existieren reichlich schriftliche Reklamationen und Sonderwünsche für das Jensen C-V8 Convertible. Bezahlen wollte der Politiker aber nicht, auch dann nicht, als es um ein neues Verdeck ging. Schon 1967 tauschte er das Cabrio gegen einen neuen Interceptor ein.
Es folgten noch zwei weitere Besitzer, die das Jensen C-V8 Convertible mehr schätzten als der Lord. Jetzt steht das Fahrzeug zum Verkauf bei Classic Automobiles Worldwide. Immer noch mit seiner originalen Lackierung und dem originalen Interieur. Wir hatten schon mehr interessante Engländer in unserer noch jungen Serie «best of british», etwa den Aston Martin DB4 GT Zagato, den Aston Martin V8 Vantage Zagato, die AC Ace/Aceca und den TVR Grantura.