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In einem Langzeitversuch auf dem Landwirtschaftsbetrieb Burgrain in Alberswil (LU) wurde der Ertrag, die Qualität und Gesundheit des Erntegutes von Winterweizen der drei Anbausysteme ‚Biologisch’, ‚IP-Extensiv’ und ‚IP-Intensiv’ verglichen. Beim Anbausystem ‚Biologisch’ wurde gepflügt, mit Hofdünger gedüngt und das Unkraut mit dem Hackstriegel reguliert. Bei ‚IP-Extensiv’ wurde der Weizen pfluglos angebaut; die Gülledüngung mit Ammonsalpeter ergänzt und das Unkraut mit Herbiziden bekämpft. Bei ‚IP-Intensiv’ wurde gepflügt; die um 33 Prozent höhere Stickstoffdüngung als bei ‚IP-Extensiv’ erfolgte überwiegend mineralisch; es wurden Wachstumsregulatoren eingesetzt; das Unkraut, die Krankheiten und Schädlinge mit chemischen Pflanzenschutzmitteln kontrolliert. Beim Körnerbefall des Weizens mit dem Krankheitserreger Microdochium nivale, bei der Fallzahl und dem Hektolitergewicht gab es keine gesicherten Unterschiede zwischen den Anbausystemen. Beim pfluglosen ‚IP-Extensiv’ jedoch war der Befall mit Fusarium graminearum und der Deoxynivalenol-Gehalt der Weizenkörner rund drei mal so hoch wie bei den Varianten ‚Biologisch’ und ‚IP-Intensiv’. Bei ‚Biologisch’ wurde ein annähernd vergleichbarer Ertrag erzielt wie bei ‚IP-Extensiv’, der aber gesichert tiefer lag als bei ‚IP-Intensiv’. Trotz des tieferen Körnerertrags war ‚Biologisch’ dank höheren Produzentenpreisen und Flächenbeiträgen wirtschaftlicher als die beiden IP-Anbauverfahren.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.