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Nebst vielen anderen Aktivitäten hat sich die Zunft auch der Erhaltung und Pflege der Reinacher Wegkreuze angenommen - und sich vehement für sie eingesetzt, wie folgende drei Kurzberichte beleuchten.
Das vom Reinacher Bildhauer Niklaus Kury (1737–1803) anno
1761 geschaffene Kreuz aus rotem Sandstein stand einst im
Kreuzgarten, etwas weiter hinten als am heutigen Standort, an der Ecke Hauptstrasse / Birsigtalstrasse.
Mit dem Verkauf des Areals und dem Bau der Liegenschaft Hauptstrasse 66 sollte das
Kreuz nach Meinung des Gemeinderates an der Schalbergstrasse oder später auf dem Friedhof Fiechten einen neuen Standort finden.
Dagegen wehrte sich die Zunft vehement.
Das Wegkreuz sollte möglichst nahe dem alten Standort die Verkehrsteilnehmer zur
Besinnlichkeit ermahnen. Auf Betreiben der Zunft hin wurde das Kreuz restauriert und am Samstag, dem 25. August 1974 am neuen Standort mit einer feierlichen Zeremonie eingeweiht.
Das schlichte steinerne Kreuz stand an der Weggabelung Dornacherweg und
Münchensteinerweg zwischen zwei Akazien. Leider verschwand das Kreuz anlässlich einer Strassenkorrektion durch den Kanton anfangs der 1970er Jahre. Den Namen verdankt das Kreuz übrigens einer Legende, die sich um das Basler Erdbeben von 1356 rankt.
Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens liess die Zunft ein vom Reinacher Graphiker Willy Göttin gestaltetes und durch den Oberwiler Bildhauer Felix Thürkauf ausgeführtes neues Kreuz erstellen.
Dieses wurde auf einer von der Bürgergemeinde Reinach zur
Verfügung gestellten Parzelle am Dornacherweg, unweit des alten Standortes aufgestellt.
Das Bruggrainkreuz stand vis-à-vis des damaligen Bauernguts Sternenhof und sollte mit dem Bau der Autobahn irgendwohin
in den Einschlagwald versetzt werden. Auch hier setzte sich die Zunft für den Verbleib möglichst nahe dem alten Standort ein.
Heute steht das Kreuz frisch restauriert an der Autobahnein-/ausfahrt
und erfüllt dort seinen Zweck als Wegkreuz, indem es die
Verkehrsteilnehmer zu einer zurückhaltenden Fahrweise mahnt.