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König Lear ist des Regierens müde und läutet die grosse Veränderung ein. Sein Reich will er unter seinen drei Töchtern Goneril, Cordelia und Regan aufteilen. Der Umfang des jeweiligen Erbes soll sich nach der Grösse der Liebe für den Vater richten. Doch ausgerechnet seine Lieblingstochter Cordelia, die ihren Vater aufrichtig liebt, sträubt sich gegen einen erzwungenen Liebesbeweis. Prompt wird sie vom tyrannischen Lear enterbt und verbannt. Lear lebt nun bei seinen anderen beiden heuchlerischen Töchtern, die seine Marotten jedoch bald schon nicht mehr aushalten. Der ehemalige Herrscher verliert sich im Wahnsinn, sein Reich wird von Intrigen zerrissen, während Goneril und Regan skrupellos eigene Machtansprüche und Ziele verfolgen. Thomas Melle, Autor des in St.Gallen zur Schweizer Erstaufführung gebrachten Dramas Versetzung, hat für die Münchner Kammerspiele Shakespeares düstere Tragödie um Macht und Wandel, Herrschaft und Intrige neu übersetzt und bearbeitet. Er stellt die Frage nach der Notwendigkeit der Grausamkeit bei der Umwälzung der Verhältnisse. Ist der Kampf gegen die <alten weissen Männer> auf diese brutale Weise für eine zukünftige Gesellschaft zielführend?
König Lear
Schauspiel nach William Shakespeare in einer Fassung von Thomas Melle
Mo, 17. Mai. 2021, 19:30
Mi, 19. Mai. 2021, 19:30
Do, 20. Mai. 2021, 19:30