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Markus 'Mäcke' Walter kauft sich ein Natel und gründet den 'Kurierdienst Veloblitz Winterthur'. Er verwendet den Namen mit dem Einverständnis des Veloblitz Zürich und erhält dessen Unterstützung. An seiner ersten Kuriermeisterschaft gewinnt Mäcke in der Kategorie originelle Verkleidung eine Kuriertasche. Diese begleitet fortan die Firma.
Die Aufträge werden zahlreicher, Oliver Appert und Marcel Holm helfen ihm aus. Die Büroarbeiten werden in Olivers Wohnzimmer erledigt. Mäcke will jedoch nicht der 'Chef' des Betriebes sein. Ihm schwebt ein selbstverwaltetes Unternehmen vor, bei dem alle gleich viel zu sagen und zu arbeiten haben. Das Team sucht Mitstreiter, die für einen kleinen Lohn viel Zeit in den Velokurier stecken wollen.
Diese finden sich. Zu Mäcke und Holmi gesellen sich der philosophische Dani Rüegg, der velofanatische Christian Früh, der teamfreundliche Markus Stutz, der rüstige Paul Monsch und die abenteuerlustige Valérie Waibel. Die sieben Kuriere beraten sich den Sommer lang, welche Gesellschaftsform am besten ihren Ideen entspricht. Sie beschliessen eine Genossenschaft zu gründen. Schliesslich wird am 21. November 1994 aus dem 'Veloblitz' die 'Velokurier Genossenschaft Staffel X'.
Das nationale Kuriernetzwerk 'Swissconnect' wird gegründet. Dadurch wird dem Betrieb der Versand von Sendungen in die ganze Schweiz ermöglicht. Am 13. April kommt Gründungsmitglied und Buchhalter Christian Früh bei einem Velounfall ums Leben.
Um die Entstehung der Genossenschaft zu feiern, wird im November ein Alleycat organisiert. Dieses Velorennen, das auf spielerische Art den Kurieralltag abbildet, wird seither jährlich abgehalten und erfreut sich grosser Beliebtheit. Kuriere aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland reisen jeden November nach Winterthur, um sich miteinander zu messen.
Anfang Jahr zieht der Betrieb von der Wülflingerstrasse ins Sulzerareal Stadtmitte an den Lagerplatz 18.
Den Schweizer Velokurieren weht ein rauer Wind entgegen, vor dem auch die 'Staffel X' keinen Schatten findet. Die Entwicklung von Computern und dem Internet lenkt auf die Überholspur ein und bereitet dem Betrieb Schwierigkeiten. Der Versand von Plänen, Bildern und anderen grossen Datenmengen ist per Mausklick getätigt. Dem Kurier brechen ganze Geschäftsfelder weg; neue müssen her. Eine neue Generation von Kurieren steht mit neuen Ideen bereit und möchte den Betrieb um jeden Preis erhalten. Mit viel Elan und grosser Hilfe der Genossenschaft wird der Betrieb neu orientiert. Anfang 2006 ist die Talsohle durchschritten! Als letzte Massnahme dieser Neuorientierung bekommt der Betrieb ein neues Kleid und einen neuen Namen. Aus der 'Staffel X' wird der 'Velokurier Winterthur'.
Der Velokurier wächst stetig. Es werden immer mehr Stellenprozente geschaffen und die Veloanhängerflotte vergrössert. Die Genossenschaft blickt optimistisch ins neue Jahrzehnt. Im Januar kauft die Pensionskasse Stiftung Abendrot das Lagerplatz-Areal. Damit kann der Betrieb bis auf Weiteres am angestammten Ort bleiben.
Der Velokurier Winterthur feiert seinen 20. Geburtstag mit einem rauschenden Fest! Auf dem Lagerplatz-Areal wird ein Mini-Velodrome aufgestellt, auf dem sich Kuriere aus der ganzen Schweiz waghalsige Duelle liefern.
Der Aufwärtstrend des Velokurier ist ungebrochen. Der Transport von sperrigen und schweren Gütern wird wegen der anhaltenden Digitalisierung des Alltags immer wichtiger. Deshalb erweitert der Betrieb seine Veloflotte mit einem modernen und auffälligen Lastenvelo.