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Weniger Komplikationen durch die Betreuung einer Hebamme
In Grossbritannien oder Australien kümmern sich meist Hebammen um Schwangere und stehen ihnen nach der Geburt als Betreuerinnen zur Verfügung. Wie gut sich die kontinuierliche Betreuung durch eine Hebamme auf Schwangerschaft, Geburt und die Gesundheit des Kindes auswirkt, zeigt eine Auswertung aktueller Studien.
Die Auswertung mehrerer Studien hat ergeben, dass Schwangere, die kontinuierlich von einer Hebamme betreut wurden, seltener eine Fehlgeburt erlitten. Foto: BananaStock, Jupiterimages, Thinkstock
Eine Geburt ist für die Gebärende ein besonderes Ereignis. Deswegen ist es sehr wichtig, dass sie eine gute Betreuung erhält. Bei der Geburt spielen viele Faktoren mit, die darüber bestimmen, wie sie verläuft. Dazu zählen unter anderem das Alter der werdenden Mutter, ihre Vorerkrankungen oder auch, welche Rolle eine Hebamme während und nach der Geburt innehat. Zu diesem Ergebnis kommt laut spiegel.de eine Cochrane-Analyse. In dieser wurden 13 Studien zwischen 1989 und 2011 von Forschern dahingehend ausgewertet, wie die kontinuierliche Betreuung durch eine Hebamme den Schwangerschaftsverlauf, die Geburt und die Gesundheit des Kindes beeinflusst.
Definition: kontinuierlichen Betreuung durch eine Hebamme
Die Studie versteht unter einer kontinuierlichen Versorgung durch eine Hebamme, deren Anwesenheit während der Schwangerschaft, Geburt und in den ersten Lebensmonaten. Sie beobachtet die Gesundheit und Entwicklung des Kindes und steht als Ansprechpartner zur Seite.
Die Vorteile einer Betreuung durch die Hebamme
Die Cochrane-Analyse zeigte, dass werdende Mütter, die kontinuierlich von einer Hebamme begleitet wurden, seltener eine Frühgeburt oder einen Kaiserschnitt hatten. Auch nahmen sie seltener eine örtliche Betäubung in Anspruch und es konnten weniger Zangen- und Saugglockengeburten vermerkt werden. Ausserdem verloren die von Hebammen betreuten Frauen ihr Kind seltener vor der 24. Schwangerschaftswoche.
Zur Studie
An den zwischen 1989 und 2011 durchgeführten 13 Studien nahmen insgesamt 16.242 schwangere Frauen teil. Per Zufallsprinzip wurden sie der Betreuung durch eine Hebamme oder einem anderem System zugewiesen. Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob sich die kontinuierliche Betreuung durch eine Hebamme im Vergleich zu anderen Betreuungsmodellen, wie beispielsweise durch einen Arzt, auf den Verlauf der Schwangerschaft und im Hinblick auf die Geburt anders auswirkt.
An der Studie haben nur Frauen ohne gesundheitliche Probleme
teilgenommen. Die Autoren der Studie warnen deshalb davor die Ergebnisse «auf Frauen mit Komplikationen in der Schwangerschaft oder während der Geburt» zu übertragen.