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Es war eine ereignisreiche Zeit in der Welt der Kryptowährungen, bis die Regulierungen in die Hände von Gary Gensler gelegt wurden. Doch wie kam es dazu, dass dieser Mann von der Nebenrolle plötzlich zum Star-Akteur wurde? Lassen Sie uns die Hintergründe in drei Schritten beleuchten.
Schritt 1: Dekret der Biden-Regierung
Die Geschichte von Gary Gensler begann bereits am 9. März 2022. Die Biden-Regierung erliess ein Dekret zur Regulierung digitaler Assets und forderte über 16 staatliche Institutionen auf, innerhalb von sechs bis neun Monaten umfassende Untersuchungen durchzuführen. Zu dieser Zeit hatte die Biden-Regierung sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus eine solide Mehrheit.
Und so begann der Plan, die Regulierungen gesetzlich durch den Kongress zu verankern, denn schliesslich tragen sie eine Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit. Stablecoins standen im Fokus des Biden-Dekrets. Warum? Weil sie von zentralisierten Organisationen herausgegeben werden. Es schien eine einfache Aufgabe zu sein, sie zu regulieren.
Schritt 2: Terra (LUNA/UST)-Crash
Doch dann geschah das Unerwartete: Der Zusammenbruch von Terra (LUNA/UST). Plötzlich wurde es für die Regierung schwieriger. Warum? Weil kaum jemand im Kongress etwas über algorithmische Stablecoins wusste. Das Regulieren von etwas, von dem man keine Ahnung hat, ist eine grosse Herausforderung.
Obwohl viele behaupteten, dass die Regulierungen in zwei bis drei Monaten kommen würden, wurde bereits damals klar, dass es nicht so einfach sein würde. Der Vorfall mit LUNA erschwerte die Situation sogar noch weiter. Ein Gesetz für Stablecoins stand im September kurz vor der Verabschiedung, aber es konnte erneut nicht durchgesetzt werden. Der zweite Schritt in Richtung Gary Gensler.
Schritt 3: FTX-Skandal & Bidens Mehrheitsverlust im Kongress
Die Novemberwahlen brachten eine unerwartete Wendung. Biden verlor seine Mehrheit im Repräsentantenhaus und damit wurden alle Pläne über den Haufen geworfen. Das bereits im September gescheiterte Gesetz schien nun in einem gespaltenen Parlament nahezu unmöglich. Der Niedergang von FTX erhöhte den Druck auf die Regierung zusätzlich.
Die bevorstehenden Wahlen im Jahr 2024 konnten nicht mehr ignoriert werden. Es wurde deutlich, dass eine Lösung gefunden werden musste. Die Wahl von neuen Abgeordneten und andere bürokratische Verzögerungen führten schliesslich dazu, dass die Regierung ihren Plan B umsetzte, was schliesslich Gary Gensler auf den Plan rief.
Das Ergebnis: Gary Gensler und die Regulierung durch Klagen
Anstatt ein neues Gesetz zu verabschieden, entschied sich die Regierung dafür, die bestehenden Gesetze anzuwenden. Gary Gensler änderte seine Rhetorik und betonte, dass Altcoins gemäss dem Securities Act von 1933 reguliert werden sollten. Es steht viel auf dem Spiel, denn 2024 stehen Wahlen an. Es ist zu erwarten, dass der Regulierungsprozess mit der SEC noch in diesem Jahr abgeschlossen wird. Die US-Regierung wird dabei auch darauf bedacht sein, den Geldfluss in den Kryptomarkt einzudämmen, um Liquiditätsengpässe zu verhindern.
Der einfachste Weg, dies rechtlich zu erreichen, besteht darin, Bitcoin, das sie nicht berühren können, freizugeben, und das zu regulieren, was sie berühren können (Altcoins). Eine Antragstellung für einen Spot-ETF könnte ebenfalls Teil des Plans von Gary Gensler sein, um den Weg für Bitcoin freizumachen. Da ein individuelles Verbot unmöglich ist, zielen sie auf Kryptobörsen ab.
Dadurch soll insgesamt die Anzahl der Coins auf den Börsen verringert werden. Börsen – egal welche – haben aktuell vor Gericht keine starke Position, daher lenken unter anderen Coinbase und Binance die Diskussion immer auf die Interessen der Öffentlichkeit und das Gesetz, das im Kongress verabschiedet werden muss. (mck)