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In Revival geht es um den jungen Jamie, der beim Spielen im Garten auf den jungen Pastor Charles Jacobs trifft. Pastor Jacob´s wurde in die Gemeinde Harlow in Maine versetzt. Er möchte der Gemeinde wieder zu mehr Glauben verhelfen. Als jedoch seine Frau und sein kleiner Junge bei einem... In Revival geht es um den jungen Jamie, der beim Spielen im Garten auf den jungen Pastor Charles Jacobs trifft. Pastor Jacob´s wurde in die Gemeinde Harlow in Maine versetzt. Er möchte der Gemeinde wieder zu mehr Glauben verhelfen. Als jedoch seine Frau und sein kleiner Junge bei einem Autounfall ums Leben kommen, verliert er selbst den Glauben an Gott. Er kündigt seine Stelle als Pastor, verlässt Harlow und verschwindet spurlos. Jamie verbringt die meiste Zeit seiner Jugend in einer Band, die schon bald durchs Land reist und verschiedenste Auftritte absolviert. Schnell rutscht er in die Drogenszene ab und findet sich, von der Band zurückgelassen, in einem heruntergekommenen Motel wieder. Bei dem Versuch sich Drogen zu beschaffen, trifft er zufällig auf Pastor Jacobs. Dieser hat sich jedoch über die Jahre stark verändert. Nichts erinnert mehr an den ehemaligen Pastor aus Harlow. Jacob´s beschäftigt sich jetzt mit Elektrizität und reist als Pastor Danny durchs Land und gibt sich als Heilprediger in seiner Revival-Show aus. Seine „Fähigkeiten“ demonstriert er Jamie in dem er ihm einen elektrischen Schlag versetzt und ihn somit von seiner Drogensucht befreit. Bald schon passieren mysteriöse Todesfälle von Menschen, die sich der Behandlung bei Pastor Danny unterzogen haben. Erst da bemerkt Jamie, welche Gefahr wirklich hinter den Experimenten steckt und das der Pastor kurz vor seinem finalen Experiment steht. Ich habe schon einige Thriller von Stephen King gelesen, darum musste ich natürlich auch den Neusten von ihm lesen. Revival hat mich sehr überrascht. Dieses Mal ist es nicht so blutig, gruselig oder erschreckend wie in seinen anderen Romanen. Revival verläuft anfangs eher ruhig. Man erfährt viel über Jamie und seine Familie. Es wird auch von den ersten Versuchen mit der Elektrizität von C.Jacobs erzählt. Die Geschichte nimmt jedoch immer mehr an Fahrt auf, um dann mit einem Knall zu enden. Wiedereinmal ein wirklich toller Thriller von Stephen King.
Bisher habe ich mich immer davor gedrückt, ein Buch von Stephen King zu lesen. Die Cover sehen zum Teil schon so abschreckend aus, und außerdem bin ich überhaupt keine Freundin von Horror-Büchern oder Filmen. Doch in der Presse lese ich immer einmal wieder, dass der Autor total unterschätzt wird... Bisher habe ich mich immer davor gedrückt, ein Buch von Stephen King zu lesen. Die Cover sehen zum Teil schon so abschreckend aus, und außerdem bin ich überhaupt keine Freundin von Horror-Büchern oder Filmen. Doch in der Presse lese ich immer einmal wieder, dass der Autor total unterschätzt wird und das Zeug zu einem zukünftigen Klassiker hat. Als dann auch noch eine Freundin von dem Buch begeistert war und meinte, ich solle es unbedingt lesen, habe ich mich herangewagt. Hier nun mein Eindruck: Stephen King erzählt die Geschichte von Jamie und Charles Daniel Jacobs aus der Sicht von Jamie. Gleich zu Beginn des Buches vergleicht der Ich-Erzähler, der inzwischen ein Alter Mann ist und auf sein Leben zurückblickt, das Leben mit einem Film, in dem es immer einen Fünften im Spiel gibt, einen Joker, der immer einmal wieder in unserem Leben an genau einem Wendepunkt auftaucht. Und dieser Fünfte im Spiel ist bei Jamie Charles Daniel Jacobs. 1962, Jamie ist gerade sechs Jahre alt geworden, taucht Charles Daniel Jacobs das erste Mal in seinem Leben auf. Er ist der neue Pfarrer an der Kirche in dem kleinen Ort Harlow in Maine, wo Jamie mit seinen 4 Geschwistern und seinen Eltern lebt. Charles ist noch sehr jung und gewinnt zusammen mit seiner hübschen Frau Patsy und ihrem kleinen Sohn, genannt „das Klettchen“ die Menschen der Gemeinde für sich. Besonders die Jugendlichen begeistert er mit seinem Hobby, der Elektrizität. Doch eines Tages geschieht ein schrecklicher Unfall. Und als Folge dessen verliert Charles seinen Glauben und verlässt Harlow. Jamie wird erwachsen und entwickelt sich zu einem mittelmäßigen Rhythmusgitarristen, der mit verschiedenen Bands durch die Lande tourt. In der damaligen Zeit bleibt es in dieser Szene natürlich nicht aus, dass er mit Rauschgift in Berührung kommt. An seinem eigenen Tiefpunkt begegnet ihm Charles Jacobs wieder – ausgerechnet in einem Vergnügungspark. Und Charles nimmt Jamie unter seine Fittiche und hilft ihm von seiner Drogensucht loszukommen. Dabei spielt die Elektrizität wieder eine wichtige Rolle. Wir folgen Jamie weiter durch sein Leben und immer wieder einmal trifft er Charles Daniel Jacobs wieder. Allerdings werden diese Begegnungen immer aberwitziger, denn aus dem ursprünglich charmanter jungen Pfarrer ist ein fanatischer Mensch geworden, der ein ganz gefährliches Spiel spielt. Es kommt zu einem großen Finale, bei dem sich endlich klärt, woran Charles Daniel Jacobs die ganze Zeit geforscht hat und warum. Dieser Roman ist brillant geschrieben. Stephen King hat es ganz geschickt und subtil geschafft, mich in diese Geschichte hineinzuziehen. Der Roman liest sich am Anfang wie ein klassischer, amerikanischer Gesellschaftsroman. Doch irgendwie beschleicht einen schon sehr früh ein ungutes Gefühl, welches man allerdings nicht näher benennen kann. Ein Kernthema des Romans ist das Thema Glauben. Was passiert mit den Menschen, die ihren Glauben verlieren? Und was sind Menschen bereit im Namen Gottes zu akzeptieren?