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Fairtrade-Code
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Hinter jedem Produkt stehen Menschen
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Die Kooperative Bukonzo Organic Farmers Cooperative Union (BOCU)
Aus Fairtrade-Prämie realisierte ProjekteDie BOCU-Mitglieder sind sehr enthusiastisch und setzen sich für biologisch angebauten und qualitativ hochwertigen Fairtrade-Kaffee ein. Die Organisation setzt sich zusammen aus 1.975 Mitglieder, von denen 730 Frauen sind. Die Union hat eine Generalversammlung, welche einmal im Jahr tagt. Die Generalversammlung der Mitglieder wählt demokratisch eine Verwaltungsausschuss, der für die Leitung der verschiedenen Organisationen verantwortlich ist.
Da BOCU neu zertifiziert ist, befinden sich die durch Fairtrade-Prämien finanzierten Projekte noch in den frühen Stadien. Sie haben eine Reihe von Plänen zur Entwicklung des lokalen Gebiets und sind sehr daran interessiert, ihre Arbeit zur Schaffung einer nachhaltigen Zukunft zu beginnen.
Soziale und wirtschaftliche Programme
Die Mitglieder dieser neu zertifizierten Organisation planen, ihre Prämie in einer Reihe von sozialen und wirtschaftlichen Projekten zum Nutzen der Allgemeinheit einzusetzen.
Klimawandel und biologische Vielfalt
Die Mitglieder des BOCU erstellen derzeit eine Strategie zum Klimawandel, um die hohen Risiken, denen sie ausgesetzt sind, zu mindern. Wassereinsparungspraktiken werden weit verbreitet genutzt und die Landwirte bestellen teile ihrer Felder nicht, um die biologische Vielfalt zu fördern.
Herausforderungen- Es besteht ein allgemeiner Bedarf an nachhaltiger Entwicklung in der abgelegenen Region Kasese, da die Standards in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Wasser niedriger sind als in anderen Teilen von Uganda. - Das Gebiet ist relativ unzugänglich und verfügt über ein schlechtes Strassennetz, das die Genossenschaft hat überwinden müssen, um den Kaffee auf den Markt zu bringen. - Die Mitglieder der BOCU befinden sich in sehr großer Höhe, weshalb die Bauern ihren Kaffee mit dem Fahrrad transportieren müssen und manchmal sieht man sie, wie sie schwere Lasten auf dem Kopf in die Einkaufszentren balancieren.
Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.
Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.
Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.
Rechte stärken, Lebensalltag verbessern
Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.
Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.
Prämie und politische Teilhabe
Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.
Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.
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