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Der Hauptgrund ist, dass im Land mit der drittgrössten nuklearen Stromerzeugung, Japan, 17 der 54 Einheiten wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet blieben. Daher lag die Produktion in Japan 26,7% unter dem Vorjahreswert. Auch in den USA fiel die Erzeugung gegenüber 2002 um 2,1%. Trotz einer leichten Steigerung in den meisten anderen OECD-Ländern ging damit die Gesamtproduktion in dieser Wirtschaftszone um 3,5% zurück. Hingegen wuchs die Stromabgabe der Kernkraftwerke in den Ländern der früheren Sowjetunion um 5,6% sowie in den aufstrebenden Ländern der Dritten Welt sogar um 9,6%, mochte aber den Rückgang im OECD-Raum nicht ganz zu kompensieren. Ein weiteres Zeichen für eine Stagnation war, dass 2003 nur zwei neue Kernkraftwerksblöcke den Betrieb aufnahmen. Dies ist der geringste Zuwachs seit über 35 Jahren. Diese Angaben sind dem soeben erschienenen "BPStatistical Review of World Energy June 2004" zu entnehmen. Diese Übersicht über die Entwicklung der weltweiten Energieproduktion und -nachfrage nach Ländern, Kontinenten und Wirtschaftsregionen erscheint jährlich.
Wie die BP in der Einleitung kommentiert, war 2003 für die Energiemärkte ein turbulentes Jahr mit Lieferunterbrüchen, einem starken Wachstum bei Produktion und Nachfrage besonders von Erdöl und Kohle sowie den höchsten Öl- und Gaspreisen seit 20 Jahren. Die hohen Preise waren laut BP indessen nicht das Ergebnis einer Verknappung von Ressourcen. Die weltweiten Erdöl- und Erdgasreserven stiegen im Gegenteil wieder rascher an als die Nachfrage. Beim Öl würden sie jetzt bei konstantem Verbrauch 41 Jahre hinreichen. Der Preisanstieg ist gemäss BP eher auf einen Nachfrageschub von 2,1% gegenüber 2002 zurückzuführen, der mit einer starken Aufstockung von Reserven gekoppelt war, so dass die Produktion um nicht weniger als 3,8% wachsen musste. Zwei Länder beeinflussten laut der BP-Analyse die Entwicklung in besonderem Mass: China, wo die Energienachfrage 2003 um 13,8% stieg, und die Russische Föderation, wo es gelang, die Ölförderung 2003 nochmals um fast 10% zu steigern. Gegenüber dem Boom beim Öl verlief das Wachstum beim Gas mit 2% Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr gemächlicher, dies in erster Linie, weil in den USA die Nachfrage um 5% sank. Wieder wegen einer stark gestiegenen Nachfrage Chinas erholte sich der Kohlenmarkt: Der Verbrauch wuchs um 6,9%. Bei der Wasserkraft schliesslich kompensierten Zuwächse in Lateinamerika und dem Fernen Osten den witterungsbedingten Rückgang in Europa und Nordamerika, und es resultierte eine Zunahme der Produktion von 0,4%.
Quelle
P.B. nach BP-Medienmitteilung, 15. Juni 2004