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CARL WALTER LINER originale
CARL WALTER LINER
Der Maler und Zeichner Carl Walter Liner kommt 1914 als Sohn von Carl August Liner Senior zur Welt. Liner wächst in Appenzell auf, wohin der Vater mit der Familie gezogen ist. Eine 1930 in Aarau begonnene Grafikerlehre bricht er nach vier Monaten ab, um sich in Appenzell bei seinem in München akademisch geschulten Vater als Maler auszubilden. Vor allem Pastelle und Zeichnungen entstehen, aus Geldmangel nur wenige Ölbilder. Zugang zur Ölmalerei findet Liner 1936/37 auf einer Ägyptenreise. Künstlerisch entscheidend ist der Parisaufenthalt von 1937 bis 1939. vom Besuch der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts enttäuscht, studiert Liner ab 1938 an der Académie de la Grande Chaumière bei Othon Friesz, begegnet den Werken der französischen Moderne und lernt Georges Braque und Maurice de Vlaminck kennen. Nachdem Aktivdienst von 1939 bis 1944, heiratet Liner Käthy Rüf und lässt sich in Zürich nieder. 1946 stirbt Liners Vater, 1947 seine Mutter. In der zweiten Hälfte der 1940er-Jahre hält er sich regelmässig in Paris auf, später unternimmt er zahlreiche Reisen in den Mittelmeerraum (darunter Algerien, Spanien, Korsika, Südfrankreich). 1954 bezieht Liner ein Atelier in Paris. Er lebt und arbeitet abwechslungsweise in Paris, Zürich (bis 1972), in der Provence und in Appenzell. 1983 erhält er für sein Schaffen den Prix du bimillénaire der Stadt Arles, 1984 den Kulturpreis der Stiftung Pro Innerrhoden. Er wird ausserdem Ehrenbürger seines provenzalischen Wohnorts Fontvieille. Liners enorme Schaffenskraft führt zu einer bis ins hohe Alter durchgehaltenen, umfangreichen Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland.