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Der Axel-Springer-Verlag stellt fast 6000 Zeitungsberichte online, um eine Grundlage zu schaffen für eine Diskussion um die Berichterstattung der Springer-Zeitungen rund um die Unruhen von 1968. Darunter hat es ein paar schöne Trouvaillen.
Über Jahrzehnte hinweg musste sich der Axel-Springer-Verlag immer wieder anhören, dass seine Zeitungen Hass geschürt haben gegen die Studenten von 1968. Um die Frage klären zu können, in welchem Ausmass das geschehen ist, stellt der Verlag nun eine Mediendatenbank zum Thema ins Internet.
Eingescannt wurden Beiträge von eigenen Zeitungen wie “Berliner Morgenpost”, “B.Z.” oder “Bild”, aber auch von Fremdpublikationen wie dem “Tagesspiegel” oder dem nicht mehr erscheinenden “Telegraf”, nicht aber Schweizer Publikationen. Axel Springer, Europas grösstes Verlagshaus, gehört nach mehreren Übernahmen heute auch hierzulande zu den grösseren Verlagen.
Beiträge zur Schweiz Zur Schweiz sind eine Reihe von Beiträgen zu finden. Zum Beispiel sagt Psychiatrie-Professor Adolf Friedemann der „Welt“ am 4. Mai 1968: „Ein Professoren-Titel schützt nicht davor, sich lächerlich zu machen.“ Und: „Man hört immer wieder, dass man doch mit den Studenten, auch mit den radikalen, sprechen kann. Über einen Professor zu lachen, ist noch keine Majestätsbeleidigung.“
Und in der „Berliner Morgenpost“ liest man über einen Kuraufenthalt von „SDS-Ideologe Rudi Dutschke“ in einer Schweizer Nervenklinik (unter Decknamen). Gemeint ist offenbar das Zürcher Burghölzli. (pv.ch/RG)