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La Carbonera - Mit heftigen Regenfällen und Orkanböen bis zu 200 Kilometer pro Stunde ist Hurrikan "Alex" über Mexiko hinweggezogen. Der erste Wirbelsturm der diesjährigen Hurrikan-Saison traf am Donnerstag vor allem den Nordosten des Landes.
In der Hafenstadt Matamoros an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas standen die Strassen unter Wasser. Mindestens ein Mexikaner kam nach Angaben der Behörden in Monterrey ums Leben, als sein Haus wegen des Unwetters einstürzte. Die mexikanische Marine brachte tausende Küstenbewohner in Sicherheit, einige weigerten sich jedoch trotz der nahenden Wassermassen, ihre Häuser zu verlassen.
Auch in Texas waren die Auswirkungen von "Alex" zu spüren. In Brownsville wurden zahlreiche Strassen überflutet. Zudem löste der Hurrikan drei Tornados aus, über Schäden wurde jedoch nicht berichtet. Die texanischen Behörden riefen die Bewohner von Küstenorten auf, sich ins Landesinnere zu begeben.
Bei seinem Zug über Land gegen Westen verlor "Alex" stetig an Wucht. Er wurde zunächst zu einem Hurrikan der Kategorie eins heruntergestuft, später dann zum einfachen Tropensturm. Experten des US-Hurrikanwarnzentrums NHC erwarteten, dass der Sturm am Freitag komplett abflauen würde.
Auf seinem Zug durch Zentralamerika und über die Halbinsel Yucatan am vergangenen Wochenende hatte "Alex" bereits heftige Regenfälle und Überschwemmungen gebracht. Mindestens elf Menschen kamen dabei ums Leben.
Kostbare Zeit verloren
Zudem sorgte "Alex" im Katastrophengebiet im Golf von Mexiko für weitere Probleme. Obwohl der Hurrikan mehrere hundert Kilometer südwestlich der zerstörten Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko vorbeizog, behinderten seine Ausläufer die Arbeiten am lecken Bohrloch.
Raue See und Winde von 40 Kilometern pro Stunde erschwerten die Abpump-Arbeiten sowie die Verbrennung des Öls an der Meeresoberfläche. Das Versprühen von Chemikalien zum Auflösen der Ölteppiche wurde ausgesetzt.
SDA-ATS