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Er sei noch nicht in «Top-, Topform», sagte Marc Hirschi am Samstag an einer virtuellen Medienkonferenz seines neuen Teams UAE Emirates. Und tatsächlich: Als der nachmalige Sieger Wout van Aert rund zwölf Kilometer vor dem Ziel mit einem Angriff für eine Selektion in der Spitzengruppe sorgte, vermochte der Berner nicht zu folgen.
Hirschi schaffte zwar später den Sprung in die erste Verfolgergruppe, für ganz nach vorne reichte es dem 22-jährigen Aufsteiger der letzten Saison aber nicht mehr. Im Finale lancierte er den Sprint für seinen endschnelleren Teamkollegen Matteo Trentin. Hirschi überquerte nach 218 km die Ziellinie als 35. und damit als bester Schweizer.
Hirschis Formkurve zeigt dennoch nach oben, nachdem er wegen gesundheitlicher Probleme verspätet in die Saison gestartet ist und mit der Katalonien- und der Baskenland-Rundfahrt erst zwei Rennen noch ohne Spitzenresultat bestritten hat. Am Mittwoch tritt Hirschi bei der Flèche Wallonne als Vorjahressieger an, in einer Woche folgt dann mit Lüttich-Bastogne-Lüttich der erste Höhepunkt für den WM-Dritten von 2020.
Ganz vorne durfte einmal mehr Wout van Aert jubeln. Bis der Belgier als Sieger feststand, dauerte es jedoch mehr als zehn Minuten. Im Zielsprint lieferte sich der 26-Jährige ein überaus enges Duell mit dem Briten Thomas Pidcock. Vier Tausendstel, ein Vorsprung, der von blossem Auge nicht sichtbar war, entschieden zu Gunsten des Jumbo-Visma-Profis.
Am Mittwoch beim «Pfeil von Brabant» hatte van Aert den Sprint gegen Pidcock noch knapp verloren. Nun feierte er in Abwesenheit seines grossen Konkurrenten Mathieu van der Poel, der das Gold Race 2019 als letzter Fahrer gewonnen hatte und sich nun auf den Mountainbike-Weltcup konzentriert, seinen vierten Saisonsieg. Mit Gent -Wevelgem hatte van Aert dabei bereits einen Halbklassiker für sich entschieden.
Van Aert und Pidcock hatten sich auf der letzten der 13 Runden zusammen mit dem nachmaligen Dritten Maximilian Schachmann aus Deutschland abgesetzt. Obwohl sie sich dahinter rasch wieder formierten, schafften die Verfolger den Anschluss an das Trio nicht mehr. Das Rennen fand Corona-bedingt auf einem Rundkurs rund um Valkenburg statt und durchquerte nicht wie üblich die gesamte Region Limburg.