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Taphrina pruni
Die Taschen- oder Narrenkrankheit wird durch den Pilz Taphrina pruni hervorgerufen. Eine andere Bezeichnungen ist Narrenzwetschgen.
Befallene Zwetschgen- oder Pflaumenbäume entwickeln nach der Blüte die Frucht nicht richtig aus. Die von Narren- / Taschenkrankheit betroffenen Früchte sind langgestreckt, oft gebogen und flachgedrückt. Zudem sind die Früchte hohl und haben keinen Stein. Mit zunehmendem Alter werden sie von einem weisslichen Belag aus Ascosporen überzogen. Sie werden schliesslich bräunlich, schrumpeln ein und lösen sich vom Baum. Die Frucht ist nicht geniessbar.
Optimal für das Wachstum des Pilzes ist anhaltend kühle, regnerische Witterung besonders während der Blütezeit.
Der Pilz überwintert in unschädlicher Form auf der Rinde. Zur Blütezeit werden Sporen gebildet, die bei feuchter Witterung Fruchtknoten infizieren. Die Ausbreitung der im Juni auf bereits grösseren Früchten gebildeten Sporen erfolgt durch den Wind.
Rinde mit Weissanstrich versehen. Optimieren der Nährstoffversorgung des Obstbaums durch eine ergänzende Düngung und allenfalls Kalkung aufgrund einer Bodenuntersuchung. Kranke Früchte und Äste entfernen, sobald die Krankheit festgestellt wird. Resistentere Sorten zur Pflanzung oder zum Umveredeln (Pfropfen) verwenden.
Wo die Krankheit immer wieder auftritt sollte auf eine Austriebspritzung mit einem kupferhaltigen Mittel nicht verzichtet werden.
Für diesen Schaden und/oder Anwendungsbereich ist derzeit kein zugelassenes Produkt verfügbar.