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Auf einem steilen Bergkegel nördlich des Dorfes Sool liegt die Burgstelle Sola inmitten von Rodungsland, das noch heute den Namen „Bürgli“ trägt. Die Ruine, von der nur noch wenige Mauerzüge sichtbar waren, wurde in den Jahren 1927 bis 1929 freigelegt und restauriert. Auf der Süd- und der Ostseite ist die Anlage von einem Graben geschützt. Der Zugang führte über die südöstliche Flanke des Hügels an die Nordostecke des äusseren Berings, der das Burgplateau in einem leicht verschobenen Rechteck umschloss. Im Kern der Anlage ist dagegen ein mächtiges Mauergeviert von 15 auf 24 Meter Fläche ausgegraben worden, das zu Unrecht als Turm identifiziert wurde. Es handelt sich vielmehr um eine zweite, innere Umfassungsmauer. An diese lehnten sich innen zwei Trakte an, vermutlich Wohn- und Ökonomiebauten. Das Mauerwerk besteht aus lagerhaft geschichteten Steinen von unterschiedlicher Grösse. Die Mauerstärke beträgt ungefähr zwei Meter. Die gewaltigen Ecksteine weisen Bossen auf. Die übrige Innenfläche des Berings mag wohl unverbaut gewesen sein und bildete einen zweiteiligen Hof. Die bei den Untersuchungen ausgegrabenen Fundgegenstände belegen eine Besiedlungszeit der Burg für das späte 12. und das frühe 13. Jahrhundert. Bereits um 1250 mag die Burg verlassen worden sein.
Über die Geschichte der Burg und ihrer Besitzer wissen wir nichts. Wegen des frühen Auflassungstermins der Feste existiert auch keine Nachricht des Chronisten Aegidius Tschudi über die Burg. Die Ruine wurde ihrem Schicksal überlassen und diente wiederholt als Steinbruch, so nach dem Brand des Dorfes Obersool im Jahr 1713. Die Anlage ist seit 1929 Eigentum des Historischen Vereins des Kantons Glarus und wird von diesem instand gehalten. Die ausgegrabenen Kleinfunde entsprechen dem bescheidenen Inventar einer Burg des Landadels – unglasierte Ofenkacheln, Töpfe, Pfeileisen, Dolchmesser, Geräte der Landwirtschaft. Sie werden im Museum des Freulerpalasts in Näfels aufbewahrt.
Bibliographie