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Dakar - Das Sondertribunal für Sierra Leone steht vor einem riesigen Haushaltsloch. Um den Prozess gegen Liberias Ex-Präsidenten Charles Taylor zu Ende verhandeln zu können, fehlen dem Gericht umgerechnet acht Millionen Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht.
Bis Ende April seien zur Finanzierung des Haushalts zwar 15 Millionen US-Dollar an Spenden eingegangen. Damit die Büros am Sitz in Freetown, in New York und in Den Haag, wo das Tribunal den Prozess gegen Taylor verhandelt, bis zum Abschluss des Verfahrens weiterbetrieben werden könnten, seien insgesamt 26,1 Millionen US-Dollar nötig.
Das Sondertribunal für Sierra Leone finanziert sich ausschliesslich durch freiwillige Spenden von Ländern. Der Haushalt wurde bisher von insgesamt 40 Staaten gestemmt. Nach dem Prozess gegen Taylor, dessen Ende für Mitte nächsten Jahres erwartet wird, soll das Gericht schliessen.
Der frühere Präsident Liberias muss sich dort wegen mutmasslichen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bürgerkriegs im westafrikanischen Sierra Leone (1991-2001) verantworten.
SDA-ATS