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Verschiedene Krankheitserreger können die Harnblase besiedeln, sich vermehren und eine Entzündung, eine Zystitis, verursachen, die akut oder chronisch verläuft.
Der von den Nieren produzierte Urin sammelt sich im Nierenbecken. Von hier gelangt er durch die Harnleiter (Ureter) in die Blase, wird dort eine Weile gespeichert und schliesslich durch die Harnröhre ausgeschieden (Abbildung).
ohne Krankheitszeichen verlaufend.
Vorhandensein von krankmachenden Bakterien im Urin.
Krankhaft, abnorm, anomal.
krankmachend.
Die akute Blasenentzündung wird verursacht durch Besiedelung der Harnblase mit pathogenen Keimen. Es handelt sich um Darmbakterien (hauptsächlich Coli) oder andere Bakterien, seltener um Protozoen (besonders Trichomonaden), Pilze, Würmer oder Viren. Die Krankheitserreger gelangen auf verschiedenen Wegen in die Blase:
Solange die Vermehrung von Bakterien und anderen Erregern in der Blase von der Körperabwehr in Grenzen gehalten wird, treten kaum Symptome auf (asymptomatische Bakteriurie). Wird die Abwehr aber in irgendeiner Art geschwächt, können sich die Krankheitserreger schnell vermehren und die Blasenschleimhaut reizen. Risikofaktoren sind:
Die einfache Blasenentzündung ist keine schwere Erkrankung, kann aber belastend sein – besonders bei wiederholten Schüben.
Chronisch-rezidivierende (wiederholte) Blasenentzündung mit Schrumpfblase, Aufsteigen der Infektion in die Nierenbecken, Sepsis (Urosepsis).
Bei beginnendem unguten Gefühle in der Blase
Je ein Teelöffel D-Mannose einnehmen. Bei Bedarf wiederholen.
Der Einfachzucker D-Mannose liefert dem Körper keine Energie und führt somit auch nicht zu einer Gewichtszunahme.
Mehr Informationen dazu auch unter folgendem Link: http://www.srf.ch/sendungen/puls/koerper/d-mannose-ist-so-wirksam-wie-antibiotika
Der Arzt lässt den Urin chemisch und mikroskopisch untersuchen. Bei chronischer Entzündung wird evtl. eine Zystoskopie (Blasenspiegelung) durchgeführt. Besteht Verdacht auf Mitbeteiligung der Nieren, sind Blutanalysen und eventuell bildgebende Verfahren (Ultraschall, Röntgen, Magnetresonanz-Tomographie) nötig.
Krampflösende Medikamente beseitigen Schmerzen. Antibiotika werden anfänglich meist ohne Resistenzprüfung verschrieben, bei wiederholten Infekten ist jedoch eine solche nötig.
Hand in Hand mit der Therapie erfolgt das Eliminieren von begünstigenden Faktoren, soweit dies möglich ist. Dazu gehört auch das operative Beheben von mechanischen Abflusshindernissen (genitale Senkungserscheinungen (s. oben), Harn- oder Nierensteine, Prostatavergrösserung usw.).
Antibiotikatherapie
Wesentlich ist, sich genau an die Dosierungsrichtlinien zu halten; zum einen, damit das Medikament seine volle Wirksamkeit erlangt, zum anderen wegen der stets drohenden Gefahr, dass Krankheitserreger unempfindlich werden gegenüber dem Medikament (Resistenzbildung).