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Vor einem Jahr: Bundesrat verbietet Grossveranstaltungen
Seit einem Jahr prägt die Corona-Pandemie das öffentliche Leben. Auch auf den Sport hatte das Virus in den vergangenen zwölf Monaten grosse Auswirkungen. Eine Übersicht der wichtigsten Ereignisse.
28. Februar: Der Bundesrat verbietet vorerst bis zum 15. März alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen in der Schweiz. Der Eishockey-Verband beschliesst umgehend, die Qualifikation der National League mit Geisterspielen abzuschliessen, die Swiss Football League reagiert mit der Verschiebung der ersten Spiele. Zwei Tage später unterbrechen die beiden wichtigsten Ligen den Spielbetrieb für zwei respektive drei Wochen.
12. März. Nachdem das Tessin am Vortag als erster Kanton den Notstand ausgerufen hat, bricht Swiss Ice Hockey die Saison in den höchsten beiden Ligen ab. Es gibt keinen Meister, keinen Absteiger und keinen Aufsteiger. Am Tag darauf, nach dem Beschluss des Bundesrates, Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern zu verbieten, unterbricht der Fussballverband den kompletten Spielbetrieb bis Ende April.
17. März. Die Fussball-EM 2020, die vom 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Städten in zwölf Ländern hätte stattfinden sollen, wird um ein Jahr verschoben. Die grossen Sportanlässe fallen wie Dominosteine: Vier Tage später erfolgt die Absage der Eishockey-WM in Zürich und Lausanne, weitere drei Tage danach werden auch die Olympischen Sommerspiele in Tokio um zwölf Monate verschoben.
26. März. Die Schweiz ist im Lockdown, Sportlerinnen und Sportler setzen Zeichen der Solidarität. Das Schweizer Fussball-Nationalteam spendet für Pflegefachpersonen und singt in einem Videoclip den legendären Hit «Imagine» von John Lennon, um den Menschen Mut zu machen. Iouri Podladtchikov meldet sich freiwillig für den Militärdienst.
11. Mai. Der Spitzensport wird aus dem Lockdown entlassen. Unter Einhaltung von Schutzkonzepten und Hygienevorschriften dürfen die Spitzenklubs wieder Mannschaftstrainings durchführen. Auch Einzelsportler erhalten wieder mehr Freilauf für ihre Trainingsgestaltung. Streng bleiben die Massnahmen aber für Amateursportler.
13. Mai. Der Bundesrat hilft den Profi-Klubs der Swiss Football League und der Eishockey-Liga mit einem ersten Hilfspaket. Er stellt total 350 Millionen Franken für 2020 und 2021 in Form von rückzahlbaren Darlehen zur Verfügung. Die Hilfsgelder werden im Herbst teilweise in A-fonds-perdu-Beiträge umgewandelt. Weitere 200 Millionen stellt der Bund für den Breitensport zur Verfügung.
6. Juni. Die nächsten Lockerungsschritte: Sportveranstaltungen mit bis zu 300 Personen sind wieder erlaubt. Auch Breitensportler dürfen ohne Einschränkungen der Gruppengrösse, jedoch unter Einhaltung von Schutzkonzepten wieder trainieren. Verboten bleiben «nur» Wettkämpfe in Kontaktsportarten wie Schwingen, Judo, Boxen oder Paartanz.
19. Juni. Die Swiss Football League nimmt den Spielbetrieb wieder auf und beendet die «längste» Saison der Geschichte im August.
5. Juli. Immer mehr Sportarten geben nach der unfreiwilligen Pause ihr Comeback. In Spielberg findet der erste Formel-1-Grand-Prix nach dem Lockdown statt. Zwei Wochen später finden auch wieder WM-Rennen im Motorrad statt.
1. August. Die World Tour der Radprofis beginnt. In dreieinhalb Monaten werden fast alle wichtigen Rennen und auch die WM, die in Imola statt im Wallis stattfindet, durchgedrückt. Im engen Kalender fehlen allerdings die Schweizer Anlässe Tour de Suisse und Tour de Romandie. Zwei Tage später stehen auch die Tennisprofis wieder auf dem Platz.
1. Oktober: Grossanlässe mit über 1000 Personen sind in der Schweiz wieder erlaubt. Es gelten jedoch strenge Auflagen. Die Fussball- und Eishockey-Klubs dürfen ihre Stadien zu einem Teil öffnen
28. Oktober. Der Bundesrat zieht die Schraube wieder an. Die Beschränkung auf maximal 50 Zuschauer stellt den Sport aufs Neue vor grosse Herausforderungen. Seither haben nur noch Geisterspiele oder Anlässe unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.
10. Februar. Die wirtschaftliche Not im Schweizer Sport ist wegen der Krise gross. 41 Profi- und semiprofessionelle Klubs haben bisher A-fonds-perdu-Beiträge vom Bund beantragt, wie das Bundesamt für Sport (Baspo) bestätigt.
17. Februar. Der Bundesrat stellt in Aussicht, dass ab dem 1. April wieder Sportveranstaltungen mit Zuschauern in eng begrenztem Rahmen stattfinden könnten, sollte sich die epidemiologische Lage weiterhin positiv entwickeln.
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