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Gaskraftwerke sind keine Alternative für die Schweiz
- Die Substitution von Öl- durch Gasheizungen ist nicht nachhaltig.
- Die Gas-Lobby möchte Gaskraftwerke zur Erzeugung von Strom erstellen.
- Gaskraftwerke machen die Schweiz noch abhängiger von ausländischen nicht erneuerbaren Energieträgern.
Substitution von Öl durch Gas bringt längerfristig nichts: Erdgas ist in der Schweiz der drittwichtigste Energieträger. Dies vor allem aufgrund von Substitutionseffekten im Wärmesektor. Erdgas wird hierzulande hauptsächlich zur Wärmeerzeugung in Haushalten und Industrie genutzt. Ebenso wie beim Erdöl ist die Schweiz auch beim Erdgas vollständig von Importen abhängig. Der Erdgaskonsum lag 2017 in der Schweiz bei 118'900 TJ (33'028 GWh) was einem Anteil von 14% am Endenergieverbrauch entsprach (1976 lag der Anteil noch bei 1,6%).
Gaskraftwerke sind keine Alternative für die Schweiz: Auf die Stromproduktion (und die Mobilität) entfällt lediglich ein kleiner Teil des Erdgasverbrauchs. Die Preissensitivität im Brennstoffbereich bei Gaskraftwerken ist ausserordentlich hoch, da der hohe Anteil der Brennstoffkosten an den Stromgestehungskosten schon beim aktuellen Gaspreisniveau stark ins Gewicht fällt. Mit dem Erreichen von Peak Gas ab ca. 2020, werden die Gaspreise erst recht in die Höhe schnellen.
Gas macht abhängig: Erdgas strömt als Gas durch Pipelines zu den Konsumenten in Europa (aus Russland, Nordafrika und der Nordsee). Es wird auch als Flüssiggas mit LNG-Tankern an den europäischen Küsten angeliefert. Erdgas ist an ein Leitungsnetz gebunden. Die Schweiz wäre daher von sehr wenigen grossen Gaslieferanten abhängig. Die schon heute hohe Auslandsabhängigkeit im Stromsektor würde sich nochmals entscheidend verschärfen, weil Erdgas ebenso wie Uran importiert werden muss.