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Bei einem Triggerpunkt handelt es sich um einen schmerzhaften, verspannten Punkt in einem Muskel. Dieser Punkt fühlt sich wie ein kleines Knötchen an. Solche Triggerpunkte (Trigger kommt aus dem Englischen und steht für «Auslöser») verursachen Schmerzen lokal und in Regionen des Körpers, wo sich der Punkt selbst nicht befindet. Man nennt diese Schmerzen Ausstrahlungsschmerzen. Sie sind ein typisches Merkmal von Triggerpunkten. Weitere typische Eigenschaften eines Triggerpunktes sind, dass sie sehr empfindlich auf Druck reagieren. Beim direkten Druck auf den Triggerpunkt können die typischen Schmerzen des Patienten ausgelöst werden und es können zudem Muskelzuckungen sichtbar sein. Triggerpunkte können auch Sensibilitätsstörungen (Kribbeln, Taubheit, Einschlafgefühl) auslösen oder dazu führen, dass der betroffene Muskel sich nicht richtig anspannen kann. Dies äussert sich in verminderter Kraft.
Ein Triggerpunkt entsteht, wenn viele der kleinsten Einheiten des Muskels, die sogenannten Sarkomere, in einer angespannten Position bleiben. Dadurch wird dieser Bereich nicht mehr gut durchblutet und es kommt lokal zu einem Sauerstoffmangel (einer sogenannten Hypoxie). Durch diesen Sauerstoffmangel können sich die angespannten Sarkomere nicht mehr aus eigener Kraft lösen. Es entsteht also ein Teufelskreis. Das heisst: je angespannter lokal die Sarkomere des Muskels sind, desto schlechter ist die Durchblutung in diesem Bereich und der dadurch hervorgerufene Sauerstoffmangel verhindert, dass sich die angespannten Sarkomere lösen können. Den Teufelskreis kann man nur unterbrechen, wenn der angespannte Bereich durch eine verbesserte Durchblutung wieder mit genügend Sauerstoff versorgt wird.
Bei der Triggertherapie/Triggerpunkt- Behandlung wird genau dieser gewünschte Effekt der lokalen Mehrdurchblutung hervorgerufen. Dabei sucht der speziell in Triggertherapie ausgebildete Therapeut diese schmerzhaften Verspannungspunkte im Muskel. Durch einen über 1-2 Minuten andauernden konstanten Druck auf diese Triggerpunkte kommt es an dieser Stelle zunächst zu einer lokalen Ischämie (einer Blutleere). Wird der Druck anschliessend gelöst, schiesst das Blut ins Gewebe. Diese Mehrdurchblutung versorgt den Triggerpunkt mit viel Sauerstoff und dadurch kann der Triggerpunkt sich lösen. Die Triggerpunkt- Behandlung löst zwar während der Behandlung die dem Patienten bekannten Schmerzen aus, nach der Behandlung ist jedoch eine Erleichterung und Schmerzlinderung zu spüren. Aktuelle Studien belegen, dass 50 Prozent aller Schmerzen, die die Muskulatur und das Skelett betreffen, von Muskeln und Faszien ausgelöst werden und dementsprechend mit dieser Art von Therapie behandelt werden können.
Aktuell kennt die Schulmedizin keine effektivere Form der Muskelentspannung als durch Triggertherapie. Vor allem in Kombination mit Dry needling erzielt die Triggerpunkt- Behandlung nachhaltige Erfolge