Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03410.jsonl.gz/2283

Gerne stellen wir euch in aller Kürze das neueste Buch von Jonathan Safran Foer vor: „Wir sind das Klima„
Beginnen wir mit dem Fazit: „Wahrscheinlich ist es unmöglich, den Klimawandel aufzuhalten, indem man auf fossile Brennstoffe verzichtet.“
Dies dauere zu lange. Stattdessen empfiehlt der Autor: „Tierprodukte durch Alternativen zu ersetzen, bietet hingegen die einmalige Cahnce, schnell Treibhausgasemissionen zu reduzieren und zugleich Land zur Verfügung zu stellen, auf dem Bäume schon bald überschüssiges CO2 aufnehmen können.“
Was gibt es im Buch sonst noch zur globalen Klimaerwärmung – „dem drängendsten Thema der Gegenwart“ zu sagen. Folgende Zahlen und Fakten erachten wir als zentral:
„Einer Schätzung zufolge sind 25% der ausgestossenen Treibhausgase der Stromproduktion geschuldet. 24% verursacht die Landwirtschaft, hauptsächlich durch Tierhaltung. Die Industrie verursacht ebenfalls 24%, der Verkehr 14%, Gebäude 6% und [der Rest] stammt aus sonstigen Quellen.“
„Menschen nutzen 59% des auf der Erde verfügbaren Landes zum Anbau von Tierfutter.“
„2018 stammten über 99% der in Amerika verzehrten Tiere aus Massentierhaltung.“
Da die Massentierhaltung und die damit einhergehenden Waldrodungen für einen erheblichen Teil der Emissionen verantwortlich sind, sei der weitgehende Verzicht auf Fleisch, aber auch auf Eier und Milchprodukte überhaupt notwendig. Geschieht dies nicht, steuert die Menschheit gemäss Foer auf einen beispiellosen „Massenselbstmord“ zu.
Dazu passt eine letzte Zusammenfassung des Buches ernüchternder Klarheit: „Wir können nicht unsere vertrauten Mahlzeiten und zugleich unseren vertrauten Planeten behalten.“
Ein lesenswertes und unmissverständliches Werk eines wachen Geistes!