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Das neue Wärmekraftwerk der ETHL wurde heute im Beisein von Martin Vetterli, Präsident der ETHL, und Vassilis Venizelos, Staatsrat des Kantons Waadt, feierlich in Betrieb genommen. Bouygues Energies & Services ist sehr stolz darauf, die umfassende Modernisierung der Wärme- und Kälteinfrastruktur der ETHL erfolgreich abgeschlossen zu haben.
Die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (ETHL) hatte Bouygues Energies & Services mit der Koordination und der Durchführung der kompletten Erneuerung ihrer Wärme- und Kälteinfrastruktur beauftragt. Die Idee zu diesem ehrgeizigen Projekt entstand, weil das Ende der Lebensdauer der Anlagen absehbar war und der Bau neuer Gebäude auf dem Campus somit nicht mehr infrage kam. Die ETHL hatte sich zum Ziel gesetzt, sich von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen und letztendlich 100 Prozent erneuerbare Energie zu nutzen.
Die Bauarbeiten wurden 2019 aufgenommen. Das Herzstück des Systems, das Wärmekraftwerk, wurde saniert und ausgebaut, um Platz für die neuen Anlagen zu schaffen: vier Wärmepumpen der neuen Generation mit einer Leistung von 24 MW sowie zwei Gaskessel für den Notbetrieb (18 MW). Das Gebäude wurde zur Unterbringung eines Rechenzentrums aufgestockt, das Dach und die Fassaden wurden mit Fotovoltaikpanels verkleidet. Am Ufer des Genfersees wurde zusätzlich zur bestehenden Pumpstation eine neue errichtet, wodurch die Pumpkapazität der Anlagen, die sowohl die ETHL als auch die Universität Lausanne versorgen, verdoppelt werden konnte. Es wurde eine zweite, 1 km lange Seerohrleitung gebaut, um Wasser aus dem See in eine Tiefe von über 75 m zu pumpen.