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Am vergangenen Sonntag, den 20. November fand nach einem Abschweifer in die Kath. Kirche im letzten Jahr das Kirchenkonzert traditionell wieder in der Evang. Kirche statt.
In einer sehr gut gefüllten Kirche startete die Stadtmusik unter der Leitung von Benjamin Zwick um 17.00 Uhr das Konzert mit dem rasanten Eröffnungsstück "Festival Bells" von Thomas Doss. Bei diesem festlichen, atemberaubenden und fröhlichen Stück wurde schon einiges von den Musikanten abverlangt. Mit dem zweiten Stück, "Riften Wed", wurden die Zuschauer in die Fantasy-Welt entführt. Riften ist eine Stadt in Skyrim, einer Welt, die zum Verweilen einlädt, in der man verschiedene Dörfer, Landschaften und Bauten erkunden kann. Dieses Stück hat fast 100 Takte bei welchem ungefähr 60 Taktwechsel vorkommen. Konzentration war angesagt.
Weiter ging es mit dem Höhepunkt des diesjährigen Kirchenkonzertes, dem über 20 Minuten dauernden "Leonardo Dreams" von Saul Gomez Soler. Dieses Stück erzählte musikalisch die verschiedenen Stationen aus dem Leben des Genies Leonardo da Vinci. Es ist auf zwei Kernmotiven aufgebaut, welche mit verschiedenen Änderungen immer wieder auftauchen. Gestartet wurde in Florenz, in der Stadt, in welcher Leonardo seine Jugend verbracht und später wieder gewohnt sowie gewirkt hat. Mit dem Blick in sein Notizbuch kam dann der "Vitruvianische Mensch", die "Flugmaschine" und die "Felsgrottenmadonna" zum Vorschein. Ebenfalls waren die "Kriegsmaschinerie" sowie die "Fahrrad-Studie" sowie am Schluss sein Tod musikalisch zu hören. Dem grossen Applaus zufolge gefiel dieses Stück dem Publikum ebenso gut, wie den Stadtmusikant*innen auf der Bühne.
Mit dem Stück "Fantasia for Alto Saxophon" stand dann Nina Stieger im Mittelpunkt. Dieses Solostück gilt als eine der besten Solokompositionen für Alt Saxophon im 20. Jahrhundert. Mit Bravour löste sie dieses sehr schwierige Stück und konnte das Publikum ebenfalls begeistern. Nach diversen Verdankungen vom Präsidenten Pascal Huber stand als Zugabe noch das Stück "The Seal Lullaby" auf dem Programm. Dieses Stück wurde für den Film "Die weisse Robbe", welcher dann jedoch nie verfilmt wurde geschrieben. Mit diesen ruhigen Klängen wurden die Zuhörer*innen in den restlichen Sonntagabend entlassen.
Fotos sind hier zu finden.