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Topinambur als Energiepflanze
Es wird eine Alternative zu Mais als Energiepflanze gesucht, um ökologisch problematische Fruchtfolgen und Monokulturen zu vermeiden. In dieser Studie wird in Deutschland der Anbau von Topinambur als Energiepflanze für die Bereitstellung von Biogassubstrat getestet.
- Autor: Wilhelm Claupein, Sabine Gruber, Karin Wünsch
- Herausgeber: Universität Hohenheim
- Jahr: 2009
- Seitenzahl: 3
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Auf zwei Versuchsstationen wurde 2007/2008 möglichst nachhaltig und energiesparend Topinambur angebaut. Der Versuch umfasste sowohl ein- als auch mehrjährige Anbaumethoden mit drei unterschiedlichen Düngungsvarianten mit Gülle. Als Referenz wurde an beiden Standorten auch Mais angebaut.
Die Ergebnisse der zwei Versuchsjahre zeigen, dass Topinambur sowohl als einjährige Kultur als auch im mehrjährigen Anbau mit den Erträgen von Mais vergleichbar ist. Bei steigender Stickstoffdüngung gibt es bei Topinambur keinen signifikanten Anstieg der Ernteerträge. Die Ertragsmenge hängt viel mehr mit der Witterung und den Standortbedingungen zusammen. Der mehrjährige Anbau von Topinambur verursacht bereits ab dem zweiten Anbaujahr geringere jährliche Kosten als Mais. Die Topinamburknollen als mehrjährige Kultur haben die Fähigkeit zum Wiederaustrieb, weshalb die jährliche Bestellung entfällt. Insgesamt zeigt sich für Topinambur in klimatisch ungünstigen Regionen ein zufriedenstellendes Biomassepotenzial mit vergleichsweise geringen Produktionskosten. In weiterführenden Versuchen sollen Methoden zur optimalen Erntetechnik der Topinamburknollen untersucht werden, um diese nach ein- oder mehrjährigen Anbau wieder möglichst rückstandslos von der Fläche entfernen zu können.
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Letzte Änderung 16.09.2015
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