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H.E.A.R.T., 2015/2016; Installation und Film.
Der Film H.E.A.R.T. entstand in Zusammenarbeit mit dem Theater Freiburg. Der Titel steht für „Human Error Assessment and Reduction Technique“, einer Theorie aus den Wirtschaftswissenschaften. Damit wird die Wahrscheinlichkeit berechnet, mit welcher ein menschlicher Fehler beim Ausführen einer bestimmten Aufgabe begangen wird. Dies wird anhand von fünf verschiedenen Faktoren berechnet. Menschlichkeit wird also als Störfaktor angesehen.
In ihrem Werk thematisiert Sara-Lena Möllenkamp dieses Orientierungsstreben von H.E.A.R.T und konfrontiert es mit dem Imperfektion des Menschen. Evolution und Veränderungen werden ebenso betrachtet. Sie lässt im Film Tänzer in verschiedenen Konstellationen aufeinander treffen. Die Körper „sprechen“, zwischen ihnen entstehen Begegnungen sowie Reibungsflächen. Dazu hört man eine Computerstimme, die die H.E.A.R.T.-Theorie vertritt. Eine zweite Stimme ist ein Ausschnitt aus Charlie Chaplin’s „The Greatest Speech Ever Made“ und besagt, dass Menschen doch keine Maschinen seien.
Aus dem ursprünglichen Film ist an verschiedenen Standorten eine Installation erwachsen: örtliche Gegebenheiten und sogar Zuschauer werden in die Installation integriert. Damit wird die Diskussion um menschliche Unvollkommenheit weiter geöffnet und erweitert.
Sara-Lena Möllenkamp, geboren 1987, lebt und arbeitet in Freiburg im Breisgau. Nach einem Studium (BA) bis 2009 in Literatur-Kunst-Medienwissenschaften an der Universität Konstanz absolvierte sie bis 2011 an der EFAS Zürich ein Schauspieltraining. Danach folgte das Studium Neuere und neueste Deutsche Literatur, ebenfalls an der Universität Konstanz, das sie mit dem MA 2012 abschloss.
Die Installation hat Sara-Lena Möllenkamp zusammen mit Klaus Sokolow entwickelt.