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Der schweizerische Aussenhandel hat im ersten Halbjahr 2001 zugelegt - dank der Chemie-Branche. Im Gegensatz zu den Exporten hat sich das Wachstum bei den Importen verlangsamt. Resultat: Eine positive Aussenhandels-Bilanz.Dieser Inhalt wurde am 24. Juli 2001 - 12:03 publiziert
Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 229,3 Mio. Franken. Vor Jahresfrist verzeichnete sie noch ein Defizit von 929,7 Mio. Franken, teilt das Eidgenössische Finanz-Departement mit. Grund für den Wechsel des Vorzeichens (von minus zu plus) sei in erster Linie die deutliche Ausweitung des Export-Überschusses mit den Transformations- und den Entwicklungsländern.
Mit einer Steigerung von nominal 9,% und real 5,4% gegenüber der Vorjahresperiode seien die Exporte auch insgesamt weiterhin respektabel auf 67,611 Mrd. Franken gestiegen.
Die Importe hingegen wuchsen im ersten Semester dieses Jahres mit einem Plus von nominal 7,5% und real 3,2% auf 67,382 Mrd. Franken zwar immer noch an, jedoch klar langsamer als im Vorjahr, resümiert das Finanz-Departement.
Im Banne der Chemie
Sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten entwickelte sich der Sektor Chemie am lebhaftesten. Bei den Einfuhren entfielen rund 60% des Wertanstiegs auf die Chemikalien und Arzneiwaren, die Importe von Investitions-Gütern stagnierten hingegen.
Die Exportzunahme basierte schwergewichtig auf Konsum-Gütern. Nach Branchen betrachtet, hob sich die Chemische Industrie mit einem Umsatzplus von 18,4% von den übrigen ab. Die Sparte Pharmazeutika, Vitamine und Diagnostika erzielte eine Steigerung von mehr als 25%, was der Hälfte der gesamten Werterhöhung entsprach.
Geringfügig verschlechtert haben sich die Terms of trade, da die Preise der eingeführten Güter etwas stärker stiegen als jene der exportierten.
Nach Wirtschaftsräumen konzentrierte sich der Anstieg der Importe schwergewichtig auf Europa, während die Einfuhren aus Übersee grösstenteils rückläufig waren. Die Exporte nahmen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres nach allen Wirtschaftsräumen zu, am deutlichsten nach den Entwicklungsländern.
swissinfo und Agenturen
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