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|VN2004-1, Mai 2004

Fleischmafia zerstört VgT-Fahrzeug
Die Agro- und Fleisch-Mafia hat ein VgT-Fahrzeug zerstört (in obiger Abbildung rechts noch unzerstört). Es wurden die Fensterscheiben eingeschlagen, die Reifen zerstochen, der Dachaufbau geöffnet und die Kunststoff-Sau herusgerissen und zerstört. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 5000 Franken. Die Polizei ermittelt.
Für die Tat wurde offensichtlich zur Tarnung die Silvesternacht ausgesucht. Aufgrund der Art des Schadens kann es sich nicht um einen Lausbuben-Silvesterstreich handeln: Der Dachaufbau - ein Originalkastenstand für Mutterschweine, der massiv festgeschraubt war - konnte nur mit Werkzeug losgeschraubt und geöffnet werden, um die Kunststoffsau herauszunehmen. Zudem stand das Fahrzeug zur Tatzeit auf einer Hebebühne vor der Garage Montagna in Tuttwil. Es war schwierig, auf das Dach hinaufzukommen.
Die Zerstörung des VgT-Fahrzeuges war offensichtlich eine gezielte, vorbereitete Aktion gegen den VgT - eine geistig armselige Antwort auf die in der jüngsten Ausgabe der VgT-Nachrichten aufgedeckten katastrophalen Zustände in den Thurgauer Schweinefabriken (VN2003-3). Es ist eine bekannte Tatsache, dass Grausamkeit gegen Tiere auf gleihen Charaktereigenschaften beruht, wie Gewalt und Brutalität gegen Menschen. Der grosse russische Schriftsteller Leo Tolstoi (1828-1910) hat das so formuliert: Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.
Vermutlich haben Metzger oder Mäster beobachtet, dass das Fahrzeug einige Tage vor der Garage stand und die Gelegenheit benutzt, das Fahrzeug dann in der Silvester-Nacht, wo der Lärm weniger auffällt, zu zerstören.