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Entzündliche Darmkrankheiten: Entwicklungen
Das Gebiet der chronisch-entzündliche Darmkrankheiten explodiert förmlich: neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie und Genetik, aber auch neue Therapiemöglichkeiten haben das Management dieser Krankheiten dramatisch verändert. Diese Entwicklung wurde von verschiedenen Aspekten her beleuchtet: «Old drugs, new data» war eine interessante Session: Welchen Stellenwert haben die Steroide? Wann sollen 5-ASA-Präparate eingesetzt werden? Zu welchem Zeitpunkt sollen Immunmodulatoren (Azathioprin, Methotrexat) begonnen werden? Eine andere Session war den extraintestinalen Komplikationen (Arthritis, Anämie) und deren Behandlung gewidmet. Neben neuen Molekülen, welche in der klinischen Prüfung sind (z.B. Natalizumab) wurden Dialyseverfahren vorgestellt und diskutiert. Ein Symposium war der autologen Knochenmarkstransplantation als Option bei Therapie-refraktärem Morbus Crohn gewidmet. Die bisherigen positiven Erfahrungen mit der autologen Knochenmarkstransplantation bei anderen Autoimmunerkrankungen liessen es als sinnvoll erscheinen, diese Therapieoption in Betracht zu ziehen. Man hat sich in der Diskussion auf ein gemeinsames europäisches Protokoll geeinigt, welches unter der Leitung der europäischen Crohn- und Colitis Organisation (ECCO) durchgeführt werden soll.