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Eigentlich sollten die britischen Grenzkontrollen vom 1. Januar 2022 an greifen, ein Jahr nach dem Austritt Grossbritanniens aus EU-Zollunion und Binnenmarkt. Einige Lebensmittel sollten bereits vom 1. Oktober an kontrolliert werden. Die EU nimmt ihrerseits schon seit Januar Waren aus Grossbritannien genau unter die Lupe. Dadurch kommt es immer wieder zu Verzögerungen. Vor allem der Handel mit frischen Lebensmitteln ist infolge fehlender Lastwagenfahrer und höherer Transportkosten unter Druck geraten.
"Wir möchten, dass sich Unternehmen auf die Erholung von der Pandemie konzentrieren, anstatt sich mit neuen Anforderungen an der Grenze auseinandersetzen zu müssen", sagte Frost. "Aus diesem Grund haben wir einen pragmatischen neuen Zeitplan für die Einführung vollständiger Grenzkontrollen festgelegt." Erst vor kurzem hatte Grossbritannien einseitig die Anwendung von Brexit-Regeln für den Handel zwischen Nordirland und dem Rest des Landes aufgeschoben.
Wirtschaftsvertreter reagierten irritiert. So kritisierte der Verband der Lebensmittel- und Getränkehersteller FDF die kurzfristige Ankündigung. Unternehmen hätten viel Geld ausgegeben, um pünktlich zum 1. Oktober gerüstet zu sein und würden nun "bestraft"./bvi/DP/jha
(AWP)