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Vor der Partie war die Bilanz zwischen den beiden Teams mit je fünf Siegen und einem Unentschieden ausgeglichen gewesen. Gross Spannung kam jedoch nicht auf, da die Schweizer mit drei Toren in den ersten 15 Minuten schon früh einen beruhigenden Vorsprung herausarbeiteten. Sie setzten die Vorgaben von Paterlini, mutig, entschlossen und mit einer hohen Intensität zu spielen, gut in die Tat um. Es war zu sehen, dass die Schweizer diesen Sieg unbedingt wollten. Sie hätten vieles richtig gemacht, freute sich Paterlini.
Die ersten beiden Treffer (8./11.) erzielte Gilian Kohler - den zweiten im Powerplay. Der Bieler Stürmer hatte schon zwei Tage zuvor bei der 2:5-Niederlage gegen Schweden in Baseball-Manier getroffen. Für das 3:0 zeichnete Valentin Nussbaumer verantwortlich, der bei weiteren drei Toren den Stock im Spiel hatte.
Kurz vor dem 0:1 waren die Slowaken am Pfosten gescheitert. Der Gegentreffer schien die Osteuropäer dann aus dem Konzept zu bringen. Das nutzten die bereits vor dem Spiel für die Viertelfinals qualifizierten Schweizer, um weiteres Selbstvertrauen zu tanken. Sie lieferten die beste Leistung an diesem Turnier ab, der Prozess stimmt also.
Das gilt auch für Goalie Luca Hollenstein, der einige starke Paraden (total 27) zeigte. In der 26. Minute beispielsweise rettete er in Überzahl mirakulös gegen Kristian Kovacik. Es wäre das 1:3 gewesen, das den Slowaken wohl nochmals Auftrieb gegeben hätte. Ein grober Schnitzer unterlief Hollenstein allerdings, als er den Puck vor dem 1:4 (39.) vertändelte und Martin Fasko-Rudas davon profitierte. Die Schweizer, die ohne den verletzten Verteidiger Nico Gross antreten mussten, spielten zu diesem Zeitpunkt Powerplay. 81 Sekunden später betrug die Differenz wieder vier Tore, nachdem Sandro Schmid den Puck nach einem genialen Pass von David Aebischer ohne Mühe ins Tor bugsiert hatte.
Das 4:0 (34.) hatte der erst 17-jährige Simon Knak geschossen, ehe im letzten Drittel noch Mika Henauer (51.) und Matthew Verboon (53.) einnetzten. Die Schweizer benötigten für die sieben Treffer bloss 26 Torschüsse. Etwas auszusetzen gab es dennoch, nämlich die vielen Strafen (7). Gegen eine bessere Mannschaft dürfte sich dies mehr rächen als gegen die Slowaken, die nur einmal in Überzahl reüssierten. Ausserdem war zuvor viel über dieses Thema gesprochen worden.
Am Dienstag treffen die Schweizer zum Abschluss der Vorrunde auf Titelverteidiger Finnland. Mit einem Sieg würden sie die Gruppenphase im 2. Rang beenden. Der 3. Platz ist ihnen auf jeden Fall sicher. Der Fokus gilt allerdings bereits dem Viertelfinal am 2. Januar.