Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03188.jsonl.gz/447

Nach 10 Jahren, 76 Länderspielen und 4188 Spielminuten in der SFV-Auswahl hat Admir Mehmedi seinen Rücktritt aus der Schweizer Nationalmannschaft bekanntgegeben. Mit der WM 2014, der EM 2016 und der EM 2020 trug der 30-Jährige an insgesamt 3 grossen Turnieren das Schweizer Trikot.
Mehmedi gehörte bis zuletzt vor allem neben dem Platz zu den wichtigen Figuren im Team von Nationaltrainer Vladimir Petkovic. Mit dem Viertelfinal-Einzug an der diesjährigen EURO konnte der Offensivspieler den grössten Erfolg in seiner Nationalmannschaftskarriere feiern. «Die EURO war ein wunderschöner, würdiger Schlusspunkt. Ich bin dankbar und stolz, dass ich so viele Jahre im Kreise der Nati erleben durfte», liess sich Mehmedi zitieren.
Er möchte sich in Zukunft auf seine Aufgaben bei seinem Klub VfL Wolfsburg konzentrieren, wo er noch einen Vertrag bis 2022 hat. «Dieser Entscheid ist nach reiflicher Überlegung entstanden. Mein Wunsch war es immer, den Zeitpunkt des Abschieds selber bestimmen zu können», begründete Mehmedi seinen Schritt.
Knapp 200 Spiele in der Bundesliga
Mehmedi war ein Mann für die speziellen Tore. An der WM 2014 in Brasilien traf er als Joker im Startspiel gegen Ecuador zum 1:1-Ausgleich, 2 Jahre später wurde er durch einen Treffer gegen Rumänien zum ersten Schweizer, der bei einer WM und einer EM traf. Die WM 2018 in Russland verpasste er wegen einer Mittelfuss-Verletzung.
Seine ersten Spiele als Profi absolvierte Mehmedi beim FC Zürich, ehe er nach einem Abstecher zu Dynamo Kiew in die Bundesliga wechselte. Für Freiburg, Leverkusen und Wolfsburg absolvierte er knapp 200 Spiele in der Bundesliga. Daneben gehörte der gebürtige Mazedonier zur Schweizer U21-Nationalmannschaft, die 2011 den EM-Final erreichte und nahm an den Olympischen Spielen 2012 teil.