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Inhalt:
Die Überreste des Caretakers (dt.: Fürsorger) reagieren auf eine fremde Energiequelle, welche die Voyager zu einer Raumstation führt. Diese Station wird von Okampas bewohnt, die vor Jahrhunderten die Okampawelt verlassen hatten und inzwischen eine höhere Entwicklungsstufe erreichten. Tanis, der Anführer der Okampagemeinschaft, zeigt Kes, wie sie ihre geistigen Kräfte weiter ausbauen kann. Bald kann sie Gegenstände bewegen und Flüssigkeiten zum Kochen bringen. Als Kes aber Tuvok ihre Fähigkeiten vorführen will, bringt sie nicht nur den Tee sondern auch sein Blut zum Kochen. Kes erkennt die dunkle Seite in sich, sie empfindet Vergnügen, als sie etlichen Pflanzen die Lebensenergie entzieht. Tanis bietet Kes an, mit ihm auf der Station zu leben, wo sie ihre Fähigkeiten weiter erforschen kann. Die Okampa-Station wird von dem weiblichen Caretaker beschützt, auf dessen Ankunft die Voyager-Crew wartet. Tanis meint, die Caretaker stammen von einer Rasse, die sich Nacine nennen, und der weibliche Caretaker heißt Suspiria. Als Tanis ein Treffen mit Suspiria arrangiert, hat Suspiria nur die Rache an ihrem toten Gefährten im Sinn. Sie hält die Crew der Voyager für den Tod des männlichen Caretakers verantwortlich. Kes spürt dank ihrer weiter entwickelten Fähigkeiten Suspirias Zorn. In einem mentalen Kampf kann sie Tanis bezwingen. Suspira, die mental mit Tanis verbunden ist, verliert für einen Moment die geistige Kontrolle und kann von Janeway überwältigt werden. Als Janeway Suspiria dennoch gehen läßt, ist Suspiria tief beeindruckt. Tanis verläßt mit Suspiria das Schiff, und mit ihm verschwinden auch die neuerworbenen Kräfte von Kes.
Kritik:
"Cold Fire" überzeugte nicht nur wegen seiner bis zum Ende fesselnden Handlung, sondern beeindruckte auch wegen der ungewöhnlich drastischen Horrorszenen, die mal wieder aus der Feder von Brannon Braga stammten. Besonders brutal war die Szene, als Kes mit ihren geistigen Fähigkeiten buchstäblich Tuvoks Blut zum Kochen bringt. Höhepunkt der Episode war jedoch der gruselige Schluß, der durch den stimmungsvollen Soundtrack von Dennis McCarthy noch dramatischer wurde. Es gab in Star Trek bislang mit Sicherheit niveauvollere Showdowns, dieser hier war jedoch kurzweilig und stimmungsvoll und erfüllte somit seinen Zweck.
Viel frustrierender war hingegen, daß die Episode so viel Zeit darauf verwendete, Kes' Veränderung aufzuzeigen, nur um am Ende genau diese Veränderungen schnell wieder rückgängig zu machen. Überhaupt war am Ende der Episode wieder einmal all das spurlos verschwunden, was für zukünftige Folgen hinderlich sein könnte: Kes' neue Fähigkeiten, Suspiria und auch die Okampastation.
Erfreulich war aber zumindest, daß der Hinweis des Bothaniers aus der Episode "Persistence of Vision" (dt.: Rätselhafte Visionen) hier wieder aufgegriffen wurde. Dort hatte der Bothanier die Okampa Kes als ein "mächtiges, kleines Wesen" bezeichnet.
Erstmals in der Serie wurde die Voyager von Außerirdischen als "Schiff des Todes" beschimpft, was die bedrohliche Atmosphäre der Episode verstärkte. Es sollte nicht das letzte Mal sein, daß die Voyager mit Mißtrauen konfrontiert wird und von anderen als gefährliche Bedrohung angesehen wird.
Gary Graham, der den Okampa Tanis verkörperte, spielte in der leider sehr kurzlebigen SF-Serie "Alien Nation" den Polizisten Matthew Sikes.