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Strebt man eine dauerhafte Gewichtsabnahme von über 50% des Übergewichts mit dem geringsten Risiko von Komplikationen an, sind der Magenbypass und der Schlauchmagen der effizienteste Weg.
Welche Eingriffe gibt es?
Viele Übergewichtige versuchen über lange Zeiträume hinweg mit Hilfe von Diäten oder durch Einnahme von Medikamenten ihr Gewicht zu reduzieren. Leider sind diese Methoden oft erfolglos und verschlimmern die bestehende Situation sogar noch, durch den sogenannten Jojo Effekt.
Oft führt dann der letzte Weg der Betroffenen zum Spezialisten um den Schritt zu einer Magenoperation zu prüfen. Es gibt verschiedene chirurgische Eingriffe. Es hängt von den Patienten und ihrer Art und Schwere des Übergewichts ab, welche Verfahren durchgeführt werden können und ratsam sind.
Magenbypass
Einer der häufigsten Eingriffe ist der Magenbypass. Er wurde erstmals 1966 in den USA durchgeführt. Dank der ständigen Verbesserung der Verfahren wird die Operation seit Mitte der 90er Jahre auf laparoskopischem Weg, also mittels Schlüsselloch-Chirurgie, durchgeführt. Für einen Magenbypass wird der Magen unterhalb der Speiseröhre in zwei Teile geteilt. So entsteht ein kleiner oberer Teil (der sogenannte «Pouch»), der vom restlichen Magen abgetrennt ist. Der Dünndarm wird im oberen Bereich ebenfalls durchtrennt und mit dem Pouch verbunden.
Der Dünndarm, der von dem verbleibenden grösseren Teil des Magens kommt und die Verdauungssäfte enthält, wird mit dem am Pouch angesetzten Dünndarm so vernäht, dass ca. 1.5 m Dünndarm umgangen werden und somit auf dieser Strecke keine Verdauung stattfindet. Das Ausschalten des Restmagens von der Nahrungssmittelpassage nimmt zudem das Hungergefühl. Vorteile der Magenbypass-Operation sind neben dem kurzen postoperativen Schmerz und der schnellen Genesung und Rückkehr in den Alltag die langjährige Erfahrung mit diesem Verfahren und die dadurch bekannten Langzeiterfolge.
Schlauchmagen (Sleeve)
Ein weiteres, relativ neues Therapiekonzept ist der Schlauchmagen (Sleeve). Bei der Operation wird durch Entfernung von rund drei Vierteln des Magens ein Schlauch gebildet, der weniger dehnbar ist und ein geringes Fassungsvermögen hat. Bei diesem Verfahren wird der Restmagen entfernt, eine Umkehr der Operation ist somit nicht möglich. Auch hier muss die Nahrungsaufnahme einer hohen Disziplin unterworfen werden, da sich bei zu grossen Mengen der Schlauchmagen ausdehnen kann und somit eine neue Gewichtszunahme zulässt.
Auch diese Operation wird mit Schlüsselloch-Chirurgie durchgeführt. Dadurch sind die gesetzten Schnitte in die Bauchdecke weniger schädlich als eine konventionelle Schnittführung. Als Folge leiden die Patienten nach der Operation weniger unter Schmerzen. Auch das Risiko einer Wundinfektion ist geringer. Aufgrund der kleineren Narben treten ausserdem seltener Narbenbrüche sowie Verwachsungen im Bauchraum auf.
Im Gegensatz zum Magenbypass wird beim Schlauchmagen die Magendarmpassage nicht verändert. Die Wirkung beruht auf einem eingeschränkten Hungergefühl durch die Entfernung des äusseren Teils des Magens und auf dessen kleinerem Fassungsvermögen.
Über diese Beiden Methoden hinaus gibt es noch weitere, wie z.B. die Biliopankreatische Diversion, das Magenband oder Magenballone. Die Erfolgschancen bei diesen Methoden sind allerdings weitaus geringer als bei den vorher genannten Verfahren.
Strebt man eine dauerhafte Gewichtsabnahme von über 50% des Übergewichts mit dem geringsten Risiko von Komplikationen an, sind der Magenbypass und der Schlauchmagen der effizienteste Weg.