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Das Alter des Vaters
Wie relevant ist das väterliche Alter für die Gesundheit der Kinder?
Die meisten Länder empfehlen, bei Männern über 60 Jahren eine künstliche Befruchtung nicht mehr durchzuführen. Zwar nimmt die männliche Fruchtbarkeit mit dem Alter nur langsam ab, bestimmte Erkrankungen scheinen bei Kindern mit älteren Vätern jedoch häufiger aufzutreten.
Ein Team vom Universitätsklinikum Nancy wertete jetzt 111 Studien aus. Das Ergebnis: Die Häufigkeit einiger autosomal-dominanter Erbkrankheiten (z.B. Achondroplasie und Apert-Syndrom) und neurologischer Entwicklungsstörungen war bei Kindern älterer Väter erhöht. So hatten Männer zwischen 50 und 54 Jahren zwölfmal häufiger ein Kind mit Achondroplasie (Zwergwuchs) als Männer unter 20 Jahren. Das Risiko für Autismus und Schizophrenie war dagegen nur moderat erhöht.
Zum Einfluss des väterlichen Alters auf die Häufigkeit zahlenmässiger Chromosomenstörungen (Trisomien) gab es widersprüchliche Ergebnisse. Auf Fehlgeburtsrisiko schien sich das Alter des Vaters nicht auszuwirken. „Zusammengenommen sind Risiken lange nicht so gross wie diejenigen, die mit fortgeschrittenem mütterlichem Alter einhergehen“, resümieren die Forschenden.