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Das Gesetz über Beiträge für familien- und schulergänzende Kinderbetreuung regelt ab dem Jahr 2021 die Verteilung von jährlich 5 Mio. Franken zur Senkung der Drittbetreuungskosten der Eltern.
Per 1. Januar 2020 wurden die Familienzulagen im Kanton St.Gallen um Fr. 30.– erhöht. Das Gesetz über Beiträge für familien- und schulergänzende Kinderbetreuung (abgekürzt KBG) regelt nun die Investition der daraus resultierenden Steuermehrerträge im Umfang von 5 Mio. Franken in die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung. Aufgrund des obligatorischen Finanzreferendums wird das Volk im November 2020 endgültig über das Gesetz entscheiden. Damit die Fördergelder im Jahr 2021 erstmals ausgerichtet werden können, startet der Gesuchsprozess bei den Gemeinden bereits im Juni 2020.
Senkung der Drittbetreuungskosten der Eltern
Die neu geschaffenen Kantonsbeiträge fliessen über die Gemeinden in die Förderung der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung. Für den Anspruch auf die Kantonsbeiträge müssen die Gemeinden zwei Voraussetzungen erfüllen:
1. In der Gemeinde gibt es ein Kinderbetreuungsangebot oder die Gemeinde unterstützt ein auswärtiges Kinderbetreuungsangebot oder sie leistet Beiträge an Eltern für die familien- oder schulergänzende Betreuung.
2. Die Gemeinde setzt die Fördergelder so ein, dass dadurch die Drittbetreuungskosten der Eltern abnehmen.
Für die Verteilung der 5 Mio. Franken an die Gemeinden ist ihr Anteil an der Bevölkerungsgruppe der Kinder im Alter von null bis zwölf Jahren ausschlaggebend. In der folgenden Übersicht sind die potenziellen Beiträge der einzelnen Gemeinden aufgeführt.
Gesuchstellung
Die Gemeinden müssen ihr Gesuch um Förderbeiträge nach KBG mit nachfolgendem Formular bis Ende September 2020 an das Amt für Soziales stellen.