Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03136.jsonl.gz/3338

Nachdem ich "Der Schwarm" gelesen hatte, las ich den davor geschriebenen Roman "Lautlos" und ich muss sagen, der Autor hat sich mächtig entwickelt: Die Klasse von "Der Schwarm" hat "Lautlos" bei Weitem nicht. In diesen Politkrimi hat Schätzing so Unterschiedliches wie die IRA, Bill Clintons Monicagate, Köln-Düsseldorfer Lokalkolorit (wobei Lokal hier durchaus doppeldeutig zu verstehen ist), die Liebe (seine Liebe?) zum Whisky, Milosevics Rache für das Amselfeld und dazu noch Technisches, und zwar aus dem Metier des Hauptakteurs O'Connor, eines irischen Nobelpreisaspiranten für Physik, der auch noch für eine Liebesgeschichte mit einer Mitarbeiterin seines Verlages herhalten muss. Gegen Ende des Buchs mag man dem Autor nicht mehr so recht folgen; spätestens als der im Sterben liegende Verlagslektor noch zum Philosophieren Lust hat, hab ich mich durch den Rest des Buchs gequält. Fazit: Wenn Schätzing, dann "Der Schwarm"!
Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?