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Lama.
Das hirschgroße zahme Schafkamel der südamerikanischen Hochländer trägt ein schmutzig braunes Wollhaar,
das ziemlich grob ist und mehr noch das seines in der Wildheit lebenden Verwandten, des Guanaco.
Lamawolle als solche kommt
daher auch nicht im Handel vor, sondern wird im Lande selbst für die Bekleidung des Volks verarbeitet.
Doch ist es sehr wahrscheinlich, daß feinere Partien des Vließes als Alpakawolle (s. d.)
passieren, namentlich von weiblichen
Tieren, die von Natur feineres
Haar haben. -
Die fabrizierten
Lamas enthalten denn auch kein ausländisches
Haar, sondern sind flanellähnliche Stoffe aus Streichwolle,
schlicht gewebt, doch zuweilen auch geköpert und gemustert; sie haben eine schwache Haardecke, durch
welche das Gewebe sichtbar ist, sind einfarbig oder bunt, gestreift, karriert oder geflammt und dienen als Futter für Winterkleider,
zu Mänteln etc. Mitunter gibt man den Namen auch bessern Stoffen, die gewöhnlich Napolitaine
heißen. - Zoll: gem. Tarif im Anh. Nr. 41 d 5 α
bzw. Nr. 41 d 6 α.