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Geschichte und Schwerpunkte der Sammlung
Die Sammlungstätigkeit der Stiftung Kunsthaus Grenchen ist primär auf Originaldruckgraphik ausgerichtet. Diese Schwergewichtsbildung hat sich von Anfang an aus mehreren Gründen aufgedrängt. Zum einen bildeten die an den ersten Graphik-Triennalen angekauften internationalen Werke den eigentlichen Grundstock der Sammlung; zum andern fühlt man sich gemeinsam mit der Kunstgesellschaft (welche nach wie vor Trägerin der Graphik-Triennale ist) dieser Kunstrichtung besonders verbunden. Und schliesslich wollte man ein eigenständiges Sammlungsgebiet bearbeiten, welches nicht bereits von zahlreichen anderen Sammlungen besetzt war. Die heute bestehende öffentliche Graphiksammlung kann sich durchaus sehen lassen, zählt sie doch u.a. neben dem Kupferstichkabinett Basel oder der Graphischen Sammlung der ETH Zürich zu den bedeutendsten Sammlungen dieser Richtung.
Die Graphiksammlung wurde von Anfang an international ausgerichtet, was v.a. durch gezielte Ankäufe anlässlich der Graphik-Triennalen möglich war. Daneben bestehen nationale und regionale Schwergewichte. Im Auftrag des Kantons Solothurn werden zudem regelmässig Graphiken von Solothurner Künstlern angekauft («Solodorensia»). Die Sammlungstätigkeit wurde bewusst nicht ausschliesslich auf Graphik ausgerichtet. Vielmehr wurden immer wieder Gelegenheiten ergriffen, gute Werke zeitgenössischer Künstler zu erwerben, wobei in der Regel darauf geachtet wird, dass diese Werke einen Bezug zur Graphiksammlung haben, indem sie das weitere Werk von in der Graphiksammlung vertretenen Künstlern dokumentieren (z.B. Brodwolf, Eggenschwiler, Iseli, Travaglini, Wyss). Im Kunsthausgarten wurde ferner ein kleiner «Skulpturengarten» angelegt, der eine weitere Facette der Sammlungstätigkeit beleuchtet.
2008, Dr. Hanspeter Rentsch, Präsident des Stiftungsrates