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Ukrainischen Jugendlichen soll ermöglicht werden, die Grundlagen der französischen oder der deutschen Sprache zu erlernen.
Am 28. März 2022 trat eine Übergangsmassnahme für Jugendliche aus der Ukraine im Alter von 16 bis 21 Jahren in Kraft. Die Massnahme verfolgt das Ziel, ukrainischen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sprachliche Grundlagen in Französisch oder Deutsch zu erwerben.
Der Unterricht findet in Empfangsklassen statt, die vom Amt für Berufsbildung sowie der Gewerblichen und Industriellen Berufsfachschule (GIBS) organisiert werden. Die Eröffnung der Klassen richtet sich nach der Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie dem Aufenthaltsort der Migranten. Der Sprachunterricht bildet die Grundlage der Lektionen. Er wird ergänzt durch andere Bereiche wie Geografie, Mathematik oder Staatskunde.
Während dieser Übergangszeit wird von den Lehrpersonen eine Kompetenzbilanz erstellt. Diese bewertet die Sprachkenntnisse in Französisch oder Deutsch, um anschliessend in die akademische oder berufliche Sekundarstufe einzusteigen. Je nach Bedarf informiert und berät das Amt für Berufsberatung und Erwachsenenbildung die Jugendlichen bezüglich zukünftiger Lösungen.
Für die Aufnahme von Jugendlichen aus Integrationsklassen in Gymnasien, Fachmittelschulen oder Handelsmittelschulen gelten die Richtlinien der Direktion für Bildung und kulturelle Angelegenheiten (BKAD). Das Verfahren sieht die Möglichkeit vor, Aufnahmeprüfungen abzulegen und anschliessend das erste Jahr als Gasthörer zu besuchen.
Diese Massnahme wurde von der BKAD zusammen mit der Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektion (VWBD) erarbeitet. Sie dauert bis zum Ende des laufenden Schuljahres 2022. Danach gelten die üblichen Massnahmen zum Eintritt in die Integrationsklassen der GIBS. Die Kosten werden während der Übergangszeit von den Schulen getragen.