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Was ist Borreliose?
Wenn von Borreliose, Borrelien-Infektion oder Lyme-Krankheit die Rede ist, dann ist damit immer die Lyme-Borreliose…Mehr
Bei einer Infektion mit dem FSME-Virus kann es zu zahlreichen Symptomen kommen. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis verläuft in der Regel in zwei Phasen: Zuerst kommt es zu grippalen Symptomen, in der zweiten Phase können unter anderem neurologische Beschwerden wie Schwindel oder Lähmungen auftreten.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird durch das sogenannte FSME-Virus ausgelöst. Die Erreger werden normalerweise durch einen Zeckenstich übertragen. Das Virus gehört zur Gruppe der Flaviviren und ist verwandt mit den Erregern des Dengue- und Gelbfiebers. Die Erreger können die Hirnhaut angreifen und eine Hirnhautentzündung, eine sogenannte Meningitis, auslösen. Ist bei der Erkrankung auch das Gehirn von der Entzündung betroffen, spricht man von einer Meningoenzephalitis. Die Zeit zwischen Infektion mit dem Virus und Ausbruch der Krankheit – Inkubationszeit genannt – beträgt bei FSME in der Regel zwischen 7 und 14 Tagen. In Ausnahmefällen kann sich die Erkrankung aber auch erst nach einem Monat erstmals bemerkbar machen.
Der Stich einer Zecke sorgt bei vielen Betroffenen für Beunruhigung: Denn Zecken sind teilweise Träger verschiedener Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis. In der Schweiz sind rund 0,5 Prozent der Zecken Träger des FSME-Virus. Nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt jedoch beim Menschen zum Ausbruch der Frühsommer-Meningoenzephalitis. In 70 bis 90 Prozent aller Fälle verläuft eine Infektion mit dem Erreger unbemerkt und nahezu beschwerdefrei. Kommt es zur Erkrankung, treten die ersten Krankheitsanzeichen in der Regel 7 bis 14 Tage nach dem Zeckenstich auf.
Oft werden die ersten Symptome von FSME nicht mit einem Zeckenstich in Verbindung gebracht. FSME kann in der Anfangsphase mit einer Grippe verwechselt werden, da die Symptome sehr ähnlich sind, wie:
Die Beschwerden heilen nach wenigen Tag von selbst aus. Die FSME-Erkrankung ist damit für die meisten Patienten bereits überstanden. Sogar eine lebenslange Immunität ist wahrscheinlich. Bei etwa 5 bis 15 Prozent der Patienten kommt es nach einem beschwerdefreien Intervall jedoch zu einer zweiten Krankheitsphase.
In der zweiten Phase geht das FSME-Virus auf das zentrale Nervensystem über. Die mildeste Form ist in diesem Fall eine Hirnhautentzündung, eine sogenannte Meningitis. Folgende Symptome können unter anderem auftreten:
Zudem können Symptome wie hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und häufig ein steifer Nacken auftreten. Bei schweren Verlaufsformen tritt eine Meningitis mit Enzephalitis, eine sogenannte Meningoenzephalitis, ein. Die Entzündung geht in dieser Form auf das Gehirn über. Bewusstseinsstörungen, Lähmungen in Armen und Beinen oder im Gesicht und Krampfanfälle sind die Folge davon. Auch andere neurologische Symptome wie Konzentrationsstörungen können hinzukommen. In sehr seltenen Fällen ist auch das Rückenmark von der Entzündung betroffen. Dabei kann es bei den Betroffenen zu Lähmungen von Armen und Beinen, Schluck- und Sprechstörungen und sogar Atemlähmungen kommen.
Wird das zentrale Nervensystem von den Erregern angegriffen, können Schäden zurückbleiben. Bei einer Meningitis mit Enzephalitis bleiben bei einer von fünf Personen Folgeschäden. Diese zeigen sich beispielsweise als Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen oder durch Beeinträchtigungen der Bewegungssteuerung. Knapp ein Prozent der Patienten mit neurologischen Symptomen stirbt an der Frühsommer-Meningoenzephalitis.
Insbesondere bei der zweiten Phase der FSME wird ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Bei schweren Bewusstseinsstörungen oder Atemproblemen muss der Patient sogar auf die Intensivstation verlegt werden. Es gibt kein Medikament, welches das Virus bekämpfen kann. Die Therapie beschränkt sich daher auf die Linderung der Symptome. Eine ursächliche Behandlung von FSME ist nicht möglich. Als Therapie werden vor allem fiebersenkende und schmerzstillende Mittel eingesetzt. Es gibt zahlreiche Schutzmassnahmen, mit denen Sie die Gefahr eines Zeckenstichs senken können. Neben Frühsommer-Meningoenzephalitis übertragen Zecken auch Lyme-Borreliose sowie weitere Krankheiten. Wie beschrieben, sind die Behandlungsmöglichkeiten bei FSME beschränkt. Umso wichtiger ist es daher, einen Zeckenstich zu vermeiden und das Risiko einer Infektion somit einzudämmen. Um dem FSME-Virus vorzubeugen, gibt es zudem eine Impfung. Diese verringert die Gefahr einer Infektion nach einem Zeckenstich. Weitere Informationen zur FSME-Impfung.
Folgen auf einen Zeckenstich körperliche Beschwerden, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann Sie zudem auf andere von Zecken übertragbare Erkrankungen wie Borreliose untersuchen.