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Ausgelöst durch das Umweltprotokoll von Rio 1993 wurden verschiedene Bemühungen zum Schutze der Urwälder in Gang gesetzt. Daraus ergaben sich unter anderem die Systeme FSC und PEFC. Andere bestehende Labels sind Q-Label (CH), CSA (Canadian Standard Association) und ATFS (American Tree Farm System). Mit der Zertifizierung der Holzproduktion soll erreicht werden, dass nur noch Holz in den Verbrauch kommt, das nach den Nachhaltigkeitskriterien erzeugt wurde.
FSC (Forest Stewardship Council) ist eine internationale Organisation, die 1993 nach dem Umweltprotokoll von Rio gegründet wurde (auf Initiative des WWF). Das FSC-Zertifikat wird durch 10 Prinzipien festgelegt, die auf eine globale und internationale Einheitlichkeit der Prinzipien und Kriterien ausgerichtet sind. In der Schweiz existiert weder eine nationale Organisation noch ein entsprechender Standard. Das FSC-Label wird durch die WWF Woodgroup vermarktet.
PEFC (Pan European Forest Certification) baut inhaltlich auf den von 37 Nationen im Pan-Europäischen Prozess (Helsinki 1993, Lissabon 1998) verabschiedeten internationalen Beschlüssen auf. PEFC überträgt diese internationalen Vereinbarungen auf die jeweilige nationale bzw. regionale Ebene und entwickelt daraus, möglichst im Konsens mit allen Interessengruppen, die Zertifizierungskriterien.
Parkettmarkt
Parkett aus europäischen Holzarten existiert aus Rohmaterial, das entweder FSC- oder PEFC-zertifiziert ist. Da ein Labeling aber voraussetzt, dass das Parkett nur aus einer Zertifizierungsart bestehen darf, können die Produkte kaum gekennzeichnet werden. Manche Produzenten versuchen, diese Informationslücke durch Eigendeklarationen (z. B. «Parkett aus kontrollierter Forstwirtschaft») zu schliessen.
Parkett aus tropischen Holzarten kann teilweise in FSC-Holz angeboten werden. Probleme bestehen zur Zeit mit Hölzern aus Afrika wie z. B. Doussié, Wengé oder Iroko, da die afrikanischen Länder bislang ausländische Zertifizierer kaum zulassen und ihre eigenen Zertifizierungssysteme anwenden.
Parkettproduktion
Die Zielsetzung, möglichst nur zertifiziertes Holz zu Parkett zu verarbeiten, wird von allen namhaften Parkettherstellern verfolgt. Der Umstand, dass die gegenseitige Nichtanerkennung der bedeutenden Labels innerhalb eines Produktes im Moment Realität ist, macht es den Produzenten fast unmöglich, ihre Produkte mit einem Zertifizierungslabel zu versehen. Diese Tatsache ist umso bedauerlicher, als die Hersteller der Parkett-Kopie Laminat in der Werbung mit FSC-zertifizierten Produkten auftreten können. Die Plattenindustrie erhält nämlich als Sonderregelung für die zur Laminatherstellung verwendete Trägerplatte aus HDF das FSC-Label bereits dann, wenn diese mit einem Anteil weit unter 50% aus Holz mit FSC- Zertifizierung stammt.
Zertifizierungsablauf
Der Parkett-Hersteller kann sein Produkt mit dem FSC- oder PEFC-Label auszeichnen, wenn sein Parkett zu 70% aus FSC- oder zu 70% aus PEFC-zertifiziertem Holz besteht. Eine Mischung von verschiedenen Zertifizierungsprodukten ist in einem Produkt nicht möglich, um die endgültige Zertifizierung zu erreichen.
Der Säger kann sein Schnittholz mit einem der beiden Label auszeichnen oder anbieten, wenn er über den Nachweis seiner Lieferkette (chain of custody) dokumentieren kann, dass sein Schnittholz aus einem zertifizierten Forst kommt. Die Zertifizierung wird von Spezialisten im Sägewerk durchgeführt.
|Region||PEFC(ha)||FSC(ha)|
|EU/EFTA||42'878'000||12'154'761|
|CEEC||7'000||6'159'941|
|North America (SFI)||43'659'000||4'720'364|
|South America||0||2'955'611|
|Asia||0||2'955'611|
|Africa||0||1'039'802|