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Die Geschichte der Tätowierung geht weit in den vorchristlichen Zeitraum zurück. Es wurden bereits 12.000 vor Christus Zeichen in die Haut geritzt. In bewusst beigefügte Wunden wurde Asche gerieben, um ein Muster zu erzeugen.
Der älteste tätowierte Mensch, der je entdeckt wurde, ist “Ötzi”, die zirka 5.500 Jahre alte Gletschermumie.
1765 berichtete der britische Kapitän James Cook von seiner ersten Reise nach Polynesien und beschrieb Menschen, die ihre Körper mit Farbe bemalten. Der Seefahrer und Entdecker führte das Wort “Tattoo” in die englische Sprache ein und machte die Hautkunst in weiten Teilen Europas bekannt.
Hinter Tattoos verbarg sich immer eine wichtige Rolle bezüglich Traditionen und Ritualen. In der Vergangenheit verzierten Frauen in Borneo ihre Haut mit Tattoos. Ebenso wurden sie auf Fingern und Handgelenken angebracht um Krankheiten und Leiden abzuwehren. Durchweg durch die Geschichte symbolisierten Tattoos auch Zugehörigkeiten zu einem Clan oder einer Gruppe.
Der Zweck von Tattoos unterscheidet sich von Kultur zu Kultur und von Zeit zu Zeit. Lange Zeit galten Tattoos, die aus dem Ägypten zur Zeit der Pyramiden und Pharaonen stammten, als die ersten Tattoos. Es wurde zwar vermutet, dass es Tattoos bereits viel früher gab, aber erst kürzlich konnten Beweise für eine bereits viel ältere Tattoo Kultur gefunden werden. Um 2000 vor Christus gelangten Tattoos schließlich nach China und im Anschluss nach Griechenland. Von den Griechen wurden Tattoos dazu benutzt, um unter Spionen kommunizieren zu können.
Mit der Zeit erreichten Tattoos schließlich auch Japan. Dort wurden sie für religiöse und zeremonielle Rituale verwendet. Während dieser Ära waren die Frauen von Borneo die Künstler. Sie erstellten die Designs, welche die einzelnen Abschnitte im Leben und den dazugehörigen Stamm darstellten. Zu dieser Zeit waren Tattoos sehr beliebt, auch wenn oft Infektionen auftraten. Tattoos waren weit davon entfernt perfekt zu sein. Dies zeigte sich allein schon in der Art, wie sie angefertigt wurden.
Obwohl sie vorerst nicht akzeptiert wurden, gab es Tattoos auch in den westlichen Regionen. Der ehemalige Forscher William Dampher war ausschlaggebend für die Wiedereinführung von Tattoos in den westlichen Gebieten. Im Jahre 1961 brachte er einen Prinzen mit sehr vielen Tattoos in unsere Breiten und zeigte dessen Tattoos in Ausstellungen. Er machte mit dieser Attraktion ein wenig Geld und erreichte somit, dass Tattoos in London und den umliegenden Gebieten sehr beliebt und gefragt waren. Die ersten Tattoos wurden jedoch bereits 600 Jahre vorher in London gesichtet.
Der Chatham Square in New York war der erste Ort, wo Tattoos im amerikanischen Stil angeboten wurden. Im Laufe der Jahrhunderte zog der Chatham Square vor allem Leute mit viel Geld aus den ganzen Vereinigten Staaten an. Ein Mann namens Samuel O-Reily eröffnete einen Laden auf dem Chatham Square und war der Erste, der eine elektrische Tattoomaschine benutzte. Diese wurde immer beliebter und beruhte auf Edisons elektrischer Nadel, die mit einer Nadelspitze einen Durschlag erstellt.
Die elektrische Tattoomaschine bestand aus beweglichen Windungen, einer Nadelstange und einer Spule. Diese Teile sind auch heute noch die gebräuchlichsten Komponenten der Tattoomaschine. Die Maschine war sehr beliebt, weil sie es ermöglichte, ein Tattoo zu einem günstigen Preis zu stechen. Diese Pistolen revolutionierten das Tätowieren und führten dazu, dass Tattookünstler Tattoos ziemlich schnell stechen konnten. Diese Technologie wurde scharenweise genutzt und war bei Weitem die beste und effizienteste Art um Tattoos zu stechen.
In den späten 1960ern hatten Tattoos ihren richtigen Durchbruch. Sie wurden in Magazinen und im Fernsehen angepriesen und überall wurde darüber gesprochen. Inzwischen sind Tattoos weit verbreitet. Fast die Hälfte der Einwohner der Vereinigten Staaten von Amerika hat mindestens ein Tattoo. Sie sind ebenso immer noch als Zeichen der Mitgliedschaft bei Bikern und Gangs üblich.