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The Golden Age of the Jukebox – Musik aus Automaten
Vom Museum für Musikautomaten Seewen
Pioniere wie der Amerikaner Thomas A. Edison und der Deutsche Emile Berliner stehen mit ihren Erfindungen zur Tonwiedergabe auch am Anfang der Geschichte der Juke-Box. Als eigentlicher Erfinder kann jedoch Louis T. Glass bezeichnet werden. Er führte am 23. November 1889 gemeinsam mit seinem Geschäftspartner William S. Arnold in San Francisco im Restaurant Palais Royal Saloon seinen Nickel-in-the-Slot-Player vor, einen Musikautomaten mit Münzeinwurf.
Die eigentliche Blütezeit der offiziell als Coin-Operated Phonographs (münzbetriebene Phonographen) bezeichneten Geräte begann in den 1930er Jahren in den USA. Erst in den 1940er Jahren setze sich dann der Begriff Juke-Box durch. Bekannte amerikanische Marken wie Wurlitzer, Seeburg, Rock-Ola, Mills oder Automatic Musical Instrument (AMI) konkurrierten untereinander und verhalfen der Juke-Box zu ungeahnter Popularität.
Durch die in Deutschland stationierten amerikanischen Soldaten wurde die Jukebox in den 1950er Jahren auch hierzulande populär. Der Durchbruch gelang in Europa im Zuge des Rock’n'Roll und mit Hits von Bill Haley oder Elvis Presley.
Auch Schweizer Firmen mischten mit Produkten wie Music-Boy, Star-o-Mat oder Chantal Panoramic in diesem lukrativen Musikgeschäft mit.
Die neue Sonderausstellung des Museums für Musikautomaten im solothurnischen Seewen zeigt Musikautomaten der grossen amerikanischen Jukeboxhersteller, präsentiert jedoch auch europäische Automaten und mit dem „Music-Boy“ die erste Schweizer Jukebox aus den Jahren 1953/54. Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. August 2015.