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So hat der innere Schweinehund keine Chance
Fast jeder ist ihm in seinem Leben schon einmal begegnet: dem inneren Schweinehund. Du hast dir ganz fest vorgenommen, heute einen Salat statt einer Tafel Schokolade zu essen. Nun hattest du jedoch einen anstrengenden Tag und draussen regnet es und überhaupt fühlst du dich heute definitiv nicht nach Salat.
Deine innere Stimme sagt dir: Heute passt es ziemlich schlecht, aber morgen ziehe ich es wirklich durch. Diese Stimme ist dein innerer Schweinehund, der sich gerade tierisch über seinen Sieg freut, während du halb glücklich, halb beschämt an deiner Schokolade knabberst.
Das Problem mit dem inneren Schweinehund ist seine Hartnäckigkeit. Je öfter er gewinnt, umso sicherer fühlt er sich und umso öfter wird er sich gegen dich auflehnen. Vielleicht machst du es dir einfach und sagst dir, dass du nichts dafür kannst, sondern nur der innere Schweinehund Schuld hat. Genau da liegt der Denkfehler. Der innere Schweinehund ist ein Teil von dir. DU bist die Person, die nicht die Motivation oder Disziplin aufbringt, deinen Plan durchzuziehen. DU trägst die Verantwortung.
Innerer Schweinehund: Darum kämpft er gegen dich
Der innere Schweinehund kämpft gegen dich, weil du ihn lässt. Du könntest dir eine komplizierte Begründung ausdenken, aber es ist einfach. Du gibst dem Schweinehund die Macht, sich gegen dich aufzulehnen. Er liebt das Leben in der Komfortzone. Der Bereich im Leben, der unverändert und unkompliziert ist. Dort fühlst du dich wohl und sicher, weil du alle Abläufe kennst. Ausserhalb der Komfortzone warten Herausforderungen oder Veränderungen, die dir Angst machen. Der innere Schweinehund macht sich diese Angst zunutze und überredet dich, einfach in der Komfortzone zu bleiben.
Wenn du wachsen möchtest, dich weiterentwickeln möchtest, ist das Verlassen deiner Komfortzone essenziell. Dort hat der innere Schweinehund keine Macht mehr über dich. Deswegen ist es ihm ein wichtiges Anliegen, dich vom Verlassen abzuhalten. Angst und fehlende Überzeugung deines Vorhabens sind seine grössten Verbündeten im Kampf gegen deinen Willen. Es wird Zeit, dass du ihm die Verbündeten nimmst und deine eigenen Verbündeten auf das Schlachtfeld rufst.
Dem inneren Schweinehund den Kampf ansagen
Der wichtigste Faktor im Kampf gegen den inneren Schweinehund ist deine Motivation, dein Warum. Wenn du etwas erreichen oder verändern möchtest, musst du ein Warum haben. Warum willst du etwas tun? Was ist dein Ziel? Stelle sicher, dass dein Warum bei dir liegt und nicht bei anderen. Bei Dingen, die du für andere oder aus Pflichtbewusstsein tust, wird früher oder später deine Motivation nachlassen. Finde einen Grund für dich, der dich auch an schlechten Tagen überzeugt. Gib dem Schweinehund Kontra, indem du ihm dein Ziel und deine Motivation entgegenhältst. Auf dem Sofa wirst du dem nicht näherkommen und dich eher schlecht fühlen.
Dein nächster Verbündeter ist die Vorstellungskraft. Stelle dir vor, wie du dich fühlst, wenn du dein Vorhaben durchziehst. Was empfindest du währenddessen und hinterher? Welche Gedanken werden dir durch den Kopf gehen? Wirst du stolz oder glücklich oder zufrieden sein? Das sollte dir Motivation geben, es durchzuziehen, auch wenn es Anstrengung oder Disziplin erfordert. Mach dir bewusst, dass dein innerer Schweinehund nicht dein langfristiges Wohlbefinden im Sinn hat. Wenn du auf ihn hörst, wirst du später möglicherweise traurig oder enttäuscht sein.
Bereite dich auf den Kampf vor
Lerne, deinen inneren Schweinehund einzuschätzen. Mit welchen Mitteln hast du eine Chance gegen ihn? Hilft es, dein Vorhaben vorzubereiten? Zum Beispiel die gesunde Mahlzeit vorzukochen oder die Sportsachen am Vorabend sichtbar herauszulegen? Vielleicht fällt dir das Durchziehen einfacher, wenn du es gemeinsam mit jemandem machst. Wir neigen dazu, andere nicht enttäuschen zu wollen, während wir bei uns selbst nachlässiger sind. Es kann eine gute Idee sein, direkt eine Belohnung zu planen. Dein innerer Schweinehund belohnt dich nicht, du selbst hast jedoch alle Möglichkeiten, dir einen Anreiz zu geben.
Wenn dein innerer Schweinehund seltener angehört wird, verliert er die Lust am Kampf. Das gute Gefühl des Durchziehens motiviert dich für immer neue Situationen. Nutze das Verlassen der Komfortzone zum Wachsen und bestimme selbst über deine Entscheidungen.