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Die Erwerbslosenquote variiert in Abhängigkeit von Wirtschaftssektoren, Branchen und Berufen. Sie ist in der Industrie leicht steigend, bei den Dienstleistungen hingegen leicht rückläufig. Auf Branchenebene weisen die Gastronomie und die Hotellerie, das Baugebewerbe sowie der Handel und das Reparaturgewerbe eine überdurchschnittliche Erwerbslosigkeit auf. Unter dem Durschnitt liegen die Erwerbslosenquoten unter anderen in staatlichen und staatsnahen Branchen. Auf Berufsebene sind vor allem Hilfskräfte zunehmend von Erwerbslosigkeit betroffen, während die Entwicklung bei den Bürokräften eher überraschend positiv ist. Diese und weitere Zahlen und Fakten analysiert der Fokusim Detail.
Mit Blick auf die Beschäftigung sind in den letzten Jahren Verschiebungen feststellbar, wobei der dritte Sektor relativ betrachtet stark an Gewicht zulegt. Viele der 650’000 im Dienstleistungssektor zwischen 2005 und 2015 geschaffenen Stellen sind dem IT-Bereich bzw. dem Gesundheits-, Sozial- oder Bildungswesen zuzuordnen. Im Unterschied dazu hat der Industriesektor im gleichen Zeitraum immerhin noch 97’000 neue Stellen zu verzeichnen. Letzterer spürt somit die Auswirkungen der fortschreitenden Automatisierung bisher nur moderat. Der Bedeutungsverlust von Branchen des zweiten zugunsten von solchen des dritten Sektors hat erfreulicherweise dazu geführt, dass der Arbeitsmarkt gegenüber konjunkturellen Schwankungen widerstandsfähiger wurde.