Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03661.jsonl.gz/2599

„Leid ist leid – egal wer leidet“.
Gilt das auch für die „Wildtiere“ in der Natur?
Oscar Horta, Professor an der Universität Santiago de Compostela, beschäftigt sich intensiv mit der Thematik. Im August letzten Jahres hat er auf Einladung von tier-im-fokus.ch (TIF) und der Hochschulgruppe Frei Denken einen Vortrag an der Universität Zürich gehalten. Dieser Vortrag ist nun auf Vimeo verfügbar.
Wenn alle empfindungsfähigen Wesen Rechte haben, dann stellt sich auch die Frage nach den Rechten der „Wildtiere“. Aaron Swartz hat in einem Blogpost in diesem Zusammenhang geschrieben:
A question occurred to me: “Should we also stop animals from eating each other?” I was sure others had made such arguments as reductio ad absurdums of vegetarianism, but I thought I might be the first to be genuinely interested in it from a moral perspective.
“Of course not,” said my friend. “It’s not our fault if the animals kill each other.” “You mean,” I said, “that you think it’s perfectly moral to let that guy” — I pointed at a random guy nearby — “go around killing people?” “Well, OK,” he said. “But it’s different with animals, because they don’t know any better.” “You mean it would be OK to let him go around killing people if he was mentally ill and didn’t realize he was doing it?”
Hier werden bereits die Raubtiere angesprochen. Einfacher ist vielleicht der Fall der zahllosen „Wildtiere“, die in der Natur z.B. an Hunger, Durst, Verletzungen, Krankheiten oder Parasitenbefall leiden und qualvoll verenden. Wenn wir Menschen unter diesen Bedingungen helfen würden, sollte dies dann anti-speziesistisch nicht für alle anderen Tiere auch gelten?
Dieser Frage geht Oscar Horta im verlinkten Vortrag nach. Er untersucht dabei verschiedene Einwände gegen die Schlussfolgerung, dass wir helfend in die Natur eingreifen sollten.