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Der Fall Muntwiler
In der Saison 2006/07 stand der FC Zürich nach einem starken Herbst wieder an der Spitze der Super League. Als jedoch im Frühling der erste Verfolger FC Basel immer näher rückte, bedurfte es des «Falles Muntwiler», um die Basler auf Distanz zu halten.
Am 1. April 2007 hatte St. Gallen-Trainer Rolf Fringer im Spiel gegen den FCZ (0:0) den jungen Philipp Muntwiler eingewechselt, obwohl dieser wenige Tage zuvor mit dem U21-Team die Gelb-Rote Karte kassiert hatte. Für einen ausgeschlossenen (direkt rote Karte oder Gelbrot) Spieler müssen für den weiteren Einsatz zwei Perioden beachtet werden: die Sperrperiode (im Fall Muntwiler Freitag bis Montag) sowie der anschliessende Zeitpunkt der Verbüssung der Suspension. Für Muntwiler bedeutete dies, dass er in der Sperrperiode zum Einsatz gekommen, ergo die Einwechslung gegen den FCZ irregulär war.
Das Unentschieden wurde folglich in eine Forfait-Niederlage für St. Gallen umgewandelt und den Zürchern wurden anstatt einem Zähler nun drei Punkte gutgeschrieben. Noch vor der Meisterschaftsentscheidung bestätigte der Internationale Sportgerichtshof diesen Entscheid. Am Ende gelang es dem FCZ, den knappen Vorsprung auf Verfolger Basel über die Distanz zu retten und den Meistertitel zu verteidigen.