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Die Berner Konvention schützt rund 600 Pflanzenarten, 111 Säugetier-, 363 Vogel- und zahlreiche weitere Tierarten. Damit setzt sie regional viele jener Ziele um, die mit der Biodiversitätskonvention von 1992 weltweit festgelegt wurden und ist ein wichtiges Instrument der internationalen Artenschutzpolitik.
Wie das Bundesamt für Umwelt BAFU Ende November mitteilte, hat der ständige Ausschuss der Berner Konvention in Strassburg den Antrag der Schweiz abgelehnt, den Schutz des Wolfs zu lockern: Als Begründung wurde genannt, dass der Ausnahmeartikel 9 der Konvention (siehe unten) ausreicht, um die Probleme mit dem Wolf in der Schweiz und in anderen Ländern in Europa anzugehen. Der Umgang mit Wölfen in der Schweiz soll im bisherigen Rahmen weitergeführt werden. Die Schweiz wollte mit ihrem Antrag durchsetzen, dass der Wolf von einer „streng geschützten“ Art zu einer „geschützten“ Art zurückstuft wird. Bei einer Rückstufung hätte der Wolf den gleichen Status gehabt wie der Luchs, wodurch sich der Spielraum für das Management des Wolfs vergrössert hätte.
Laut BAFU wird die Schweiz den bisherigen Umgang mit Wölfen weiterführen und insbesondere mittels Herdenschutz auf die Koexistenz von Nutztierhaltung und Wolfspräsenz hinwirken.