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Häschmer en Schtutz für ä Kamera?
Wie der taiwanische Branchen-Newsdienst 'Digitimes' berichtet, hat eine Reihe der dort ansässigen Elektronikfirmen angekündigt, dass sie bald Mini-Digitalkameras auf der Basis der "Wafer Level Camera"-Technologie (WLC) herstellen wollen. Diese Digicams sind zum Einbau in Handys und andere kleine Geräte gedacht. Gemäss 'Digitimes' dürfte die Produktion schon in der ersten Hälfte des nächsten Jahres anlaufen.
Die vom US-Unternehmen Tessera entwickelte WLC-Technologie soll es ermöglichen, Kameramodule nicht nur extrem klein (siehe Foto), sondern auch sehr billig herzustellen. Ein Modul mit einer Auflösung von 2 Megapixel soll weniger als einen Dollar kosten.
Bei der WLC-Technologie werden die Kameramodule als ganzes, inklusive Linsen, ähnlich wie normale Chips hergestellt. Zuerst wird aus mehreren Waferlagen die Linsenschicht aufgebaut, die zuletzt direkt auf einem Silizium-Wafer, auf dem die Sensorenchips sitzen, aufgebracht wird. So können aus einem zusammengesetzten Wafer danach in einem Schritt mehrere tausend "Kameras" hergestellt werden.
Die "Linse" ist dabei ein winziger durchsichtiger Würfel, auf dem die noch winzigere eigentliche Linse sitzt, und der direkt auf dem Sensor klebt. Die Herstellungstechnologie ist gemäss Tessera präzis genug, dass eine manuelle Justierung des Abstands von Linse und Sensor, wie bei herkömmlichen Minikameras, unnötig wird. (hjm)