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Engelhaus
erbaut 1824
Das Engelhaus hat seinen Namen von der Figur im Giebel, die einen Michael im Kampf mit dem Teufel zeigt. Dass die Figur aus dem Kloster Trub stammen soll, ist wohl eine Legende, wurde dieses doch 1528 säkularisiert. Die Figur muss stilistisch später angesetzt werden und stammt wohl aus dem 17. Jh.
Das Engelhaus hat eine Dachründi, wie wir sie an der Dorfstrasse öfters antreffen: fassoniert und mit leicht aufwärts geschwungenem Abschluss. Speziell an diesem Gebäude ist die Giebellaube mit einem schweren Balustradengeländer, das aussieht, wie wenn es aus Stein geschlagen wäre. Interessanterweise ist aber das Haus trotzdem gerandet und nicht verputzt und täuscht somit nicht einen Steinbau wie andere Langnauer Häuser dieser Epoche vor. Die Stichbogenfenster runden die barocke Behäbigkeit des Engelhauses ab, auch wenn dieses zur Zeit des Klassizismus erbaut worden ist.
Die Südfassade ist schlichter als die prachtvolle Strassenseite. Es handelt sich um ein ehemaliges Käsehändlerhaus, bei dem der tiefe Lagerkeller auf der Rückseite des Hauses noch erhalten ist. Etwas versetzt dahinter steht das dazugehörige Käsehaus, das heute ein Wohnhaus ist.