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Der Central Park – sehenswerte Oase in den Steinschluchten Manhattans
Er liegt wie ein grünes Tal inmitten der Wolkenkratzer-Welt der Halbinsel Manhattan in New York – der Central Park. Wie steile Felsen ragen die Hochhausbauten an seinen Rändern in die Höhe, um in tiefe Strassenschluchten abzufallen. Es ist eine menschengemachte Landschaft, die Hochhäuser ebenso wie der Park – atemberaubend und voller Kontraste.
Am englischen Vorbild orientiert
Der Park folgt der strengen Geometrie des Strassennetzes in Manhattan. Er bildet ein exaktes Rechteck zwischen der 59sten und 110ten Strasse nördlich und südlich sowie der 5th Avenue und der 8th Avenue östlich und westlich. 4070 Meter lang und 860 Meter breit umfasst der Central Park eine Fläche von fast dreieinhalb Quadratkilometern. Ein Ort der Ruhe und Erholung, der sportlichen Betätigung und des kurzweiligen Vergnügens in der geschäftigen und pulsierenden Wolkenkratzer-Metropole.
Die Pläne für den Central Park reichen in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als man überlegte, angesichts des immer weiter wuchernden Häusermeers New Yorks einen grossen Landschaftspark in seiner Mitte als grüne Oase anzulegen. Von Anfang an orientierten sich die Initiatoren dabei am Vorbild englischer Landschaftsparks, es wurden eigens Reisen nach Europa unternommen, um geeignete Beispiele zu studieren.
Rund um Belvedere Castle
1858 begannen die Arbeiten am Central Park und 1873 wurde er offiziell eingeweiht. Seither hat es immer wieder Umgestaltungen gegeben, aber in seiner Grundanlage und seinem Aufbau blieb er bis heute unverändert erhalten. Weite Teile des Parks wirken wie eine natürliche Landschaft mit Seen, sanften Hügeln, Wiesen, Wäldern und Bächen – eine schöne Illusion, denn tatsächlich geht alles hier auf menschliches Schaffen zurück.
Den höchsten Punkt bildet der Vista Rock, der ziemlich in der Mitte gelegen ist. Auf ihm erhebt sich Belvedere Castle, ein viktorianisches Phantasie-Schloss, von dem man – seinem Namen entsprechend – eine schöne Aussicht auf den nahen Schildkrötenteich (Turtle Pond), die Grosse Wiese (Great Lawn) und das Delacorte Theatre hat. Das Theater ist eine Freiluft-Bühne, auf der im Sommer Shakespeare-Aufführungen stattfinden. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen mit dem Shakespeare-Garten und dem Swedish Cottage, einem Bauerngehöft im schwedischen Stil mit einem Marionetten-Theater, zwei weitere Park-Attraktionen.
Wo einst Schafe grasten
Am wenigsten ist die künstliche Anlage am Lake, dem See südlich von Belvedere Castle, zu spüren. Das von Bäumen umstandene Gewässer mit seinen verwunschen Buchten und Armen scheint wie aus der Natur gewachsen zu sein. Die Bethesda-Terrasse mit dem gleichnamigen Brunnen gilt als einer der schönsten Punkte im Park und bietet einen wunderbaren Blick auf den See. Dagegen wirkt das Reservoir, der grösste See des Parks, eindeutig von Menschenhand geschaffen.
Eine der grössten Wiesen des Parks ist the Sheep Meadow – ein wunderbarer Platz, um hier zu lagern, die Sonne zu geniessen und die Seele baumeln zu lassen. Die ‚Schafswiese‘ hat ihren Namen nicht von ungefähr, bis in die 1930er-Jahre grasten hier tatsächlich Schafe. Später wurde Sheep Meadow zu einem Ort für grosse Konzerte, aber auch Demonstrationen. Eine weitere Attraktion des Parks ist der Central Park Zoo, der im südöstlichen Teil gelegen ist.
Eine schöne Abwechslung
Dies sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Park-Highlights. Mit seinen Wegen und Pfaden, den Sportanlagen, Spielplätzen und Wiesen bietet der Park zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten. Für Besucher der Millionenmetropole ist er eine willkommene Abwechslung zum Betrieb in den Häuserschluchten und ausserdem eine der schönsten Sehenswürdigkeiten New Yorks.
Oberstes Bild: Central Park im Herbst. (© Ed Yourdon, Wikimedia, CC)