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Wil West sei ein «Modell aus der Mottenkiste der Jahrtausendwende», übertitelt Erika Häusermann ihren am Mittwochnachmittag verschickten Leserbrief. Dabei geht es um jenes Gebiet zwischen Wil, Münchwilen und Sirnach, auf welchem sich in den nächsten Jahren diverse Unternehmen ansiedeln sollen. «Gutes fruchtbares Ackerland, das einer Fläche von 22 Fussballfeldern entspricht, soll zubetoniert werden. Und dies für Firmen, die zuerst mit Steuererleichterungen angelockt werden. Und zwar für Arbeitskräfte, die mitsamt ihren Familien wohl aus dem Ausland geholt werden müssen», schreibt die GLP-Stadtparlamentarierin. Und weiter: «Dies hat wiederum zur Folge, dass es neue Häuser, Wohnungen, Schulen, Supermärkte und Strassen braucht.» Man rede hier nicht von einer vergleichsweise harmlosen Zersiedelung, sondern von einer «Zubetonierung eines ganzen Landstriches». Die Pläne seien «nie politisch legitimiert» worden.
Häusermann ist nicht die einzige kritische Stimme. Just am Dienstag hat das St. Galler Tagblatt einen ganzseitigen Artikel publiziert, in welchem unter dem Titel «Ärger in der Gewerbezone» aufgezeigt wird, dass nicht alle glücklich sind mit den bevorstehenden Veränderungen in der Region. (sdu)