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Die heiligen christlichen Stätten in Bethlehem sollen Weltkulturerbe der UNESCO werden. Die palästinensische Autonomiebehörde stellte am Montag die Bewerbung für die Geburtskirche Jesu und den Pilgerweg in der im Westjordanland gelegenen Stadt vor.
Tourismusministerin Chulud Duaibess zeigte sich auf einer Pressekonferenz in Bethlehem "sehr stolz", dass die Kandidatur bei der UNO-Kulturorganisation eingereicht worden sei.
Die aus dem 4. Jahrhundert stammende Geburtskirche ist eines der ältesten christlichen Gotteshäuser der Welt, der Überlieferung nach wurde an diesem Ort Jesus Christus geboren. Die durch Baufälligkeit bedrohte Stätte wird gemeinsam von der griechisch-orthodoxen, der armenisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche verwaltet.
Kampagne gegen Besatzung
Die Bewerbung für das Weltkulturerbe galt als lange überfällig, scheiterte aber bislang an den Differenzen zwischen Israelis und Palästinensern im Nahostkonflikt.
Die Autonomiebehörde betrachtet den angestrebten Status Bethlehems als Weltkulturerbe als Schritt zur internationalen Anerkennung als Staat. "Der Moment ist entscheiden für uns", sagte Duaibess.
Die Initiative sei "Teil unserer Kampagne gegen die Besatzung" durch Israel und für den Aufbau staatlicher Institutionen der Palästinenser. Die Entscheidung der UNESCO steht im Juli 2012 an.
SDA-ATS