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Abgewiesen, aber nicht ausweisbar
Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit zur Verbesserung der Situation von abgewiesenen Asylsuchenden in der Nothilfe
In der Schweiz gibt es mehrere Tausend Personen, deren Asylgesuch rechtskräftig abgelehnt wurde, jedoch weder selbständig ausreisen, noch ausgeschafft werden können. Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage verbleiben diese Menschen zum Teil jahrelang in den Nothilfestrukturen. Die vorliegende Bachelorarbeit ‚Abgewiesen, aber nicht ausweisbar‘ von Christoph Brönnimann untersucht als Fachliteraturarbeit die Situation von abgewiesenen Asylsuchenden in der Nothilfe. Angelehnt an die allgemeine normative Handlungstheorie werden zuerst das aktuelle Asylverfahren, die Nothilfe und die Lebensrealitäten von Betroffenen beschrieben. Mit Hilfe der postkolonialen Theorie und dem Begriff des Othering wird erklärt, weshalb Menschen über Jahre ein so prekärer Lebensstandard zugemutet wird. Diese Situation wird anschliessend unter menschenrechtlichen und grundrechtlichen, sowie berufsethischen Aspekten bewertet. Daraus werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit abgeleitet. Die Profession ist angewiesen, mit Fachwissen über Ursachen und Wirkung, die als soziales Problem identifizierte Sachlage der abgewiesenen Asylsuchenden in der Nothilfe öffentlich zu problematisieren. Diverse NGO, aktivistische und kirchliche Gruppierungen setzen sich bereits aktiv für die Betroffenen ein. Vernetzung und Unterstützung dieser Organisationen ist ebenso Aufgabe der Sozialen Arbeit. Auf der Mikroebene muss die psychologische Hilfe gestärkt werden. Die Soziale Arbeit hat die Pflicht, der Objektivierung der Betroffenen entgegenzuhalten, indem sie als Expert*innen ihrer Situation angehört werden und indem sie die Selbstermächtigung von migrantischen, politischen Gruppierungen unterstützt.