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Postablage, Telegraph, Telephon. 54
Häuser
(vor dem letzten
Brand), 280 kathol. Ew. französischer Zunge.
Wiesenbau, Viehzucht und Milchwirtschaft.
Strohflechterei.
Je eine Holzkistenfabrik, Färberei, Wollweberei und
Säge.
Holzschnitzerei. Holzhandel.
Sandsteinbruch. Schön gelegenes
Dorf am linken Ufer der
Saane, am Fuss des
Moléson und gegenüber dem
Vanil Noir.
Weg nach der berühmten
Gorge de l'Évi.
Pfarrkirche zu
Saint François, 1609 gebaut und vom
Bischof von
Wattenwil 1615 geweiht. 1388 kauften sich die
Bewohner vom Frohndienst los. Am zerstörte eine Feuersbrunst 72
Häuser (d. h. zwei Drittel des damaligen Dorfes).
Weitere
Brände am (17
Häuser), und endlich am Diesem mächtigen Feuer
fielen die Kirche, das Pfarrhaus, Schulhaus und fast das ganze Dorf zum Opfer;
von 54 Haushaltungen wurden 45 obdachlos,
und der Schaden belief sich auf 750000 Fr. Das Dorf wird jetzt wieder aufgebaut, hat aber seinen frühern Charakter als
Freiburger Alpendorf für immer verloren. 1400:
Neire.
(La) (Kt. Freiburg,
Bez.
Greierz). Bach; entspringt an der Sorneirivue genannten Stelle nahe dem
WaldSur les Tsintres (500
m sw. vom Dorf Neirivue) in 789 m, durchfliesst das Dorf Neirivue und mündet nach 1,5 km langem
Lauf
bei L'Ile in 740 m von links in die
Saane. Mittleres Gefälle 2,5%. Enthält ausgezeichnete Forellen. Der Bach ist deswegen
von Interesse, weil man allgemein annimmt, er sei das wieder zu Tage tretende
Wasser des zwischen
Allières und
Montbovon in
einer Bodenspalte verschwindenden
Hongrin.
Dieses
Wasser würde also in der Richtung nach NO. und unter den
Betten der
Wildbäche Les Épouvey und
Marivue auf eine Länge von etwa 8 km unterirdisch durch horizontal gelagerte Kalkschichten fliessen. Auf
Grund dieser Annahme
schlossen die Gemeinden
Montbovon und Neirivue 1641 einen vom Landvogt des
Greierz genehmigten und von Schultheiss und
Rat der
Stadt und Republik Freiburg
bestätigten Vertrag, nach welchem
der Lauf des
Hongrin in keiner Weise angetastet, d. h. etwa abgelenkt
werden durfte.
Von diesem Zusammenhang zwischen dem
Hongrin und der Neirivue hat man aber bis heute noch keine tatsächlichen Beweise. Ein
am Hang der
Dent de Lys zwischen den
Hütten von
La Frasse und Cuvigne in 1400 m sich öffnender weiter
Trichter soll ebenfalls zu diesem System von unterirdischen Wasseradern gehören. Das Problem sollte einmal von einem
Geologen zu lösen gesucht werden. Schon 1301 verkaufte
Graf Peter III. von
Greierz dem Müller von Neirivue den ganzen
Lauf derNeirivue von ihrer Quelle bis zur Mündung. Neirivue =
Schwarzwasser, im Gegensatz zur
Albeuve oder Albivue
= Weisswasser. Vergl. Bochud. Le Ruisseau de Neirivue; notice histor.Bulle 1896.