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Niedrige Temperaturen, Trockenheit und gezielte Bekämpfung haben im Thurgau grösstenteils die Infektion der Kernobstbäume durch Feuerbrand verhindert. Die acht Thurgauer Wetterstationen verzeichneten nur bis zu sechs Infektionstage gegen Ende der Blüte. 2007 waren 14 und vergangenes Jahr 9 Infektionstage verteilt über die gesamte Blütezeit gezählt worden. Als dieses Jahr die Bedingungen für den Feuerbrand günstig waren, waren die Birnen- und die ganz frühen Apfelsorten bereits verblüht. Deshalb musste auch weniger Streptomycin gespritzt werden. Sowohl in Nieder- als auch in Hochstammanlagen wurde fast kein neuer Befall entdeckt. Die gefundenen Infektionen sind mehrheitlich auf Altbefall zurückzuführen, der den Winter überstanden hatte.
Ferner sind im Thurgau bisher 308 Honigproben auf Streptomycin-Rückstände aus der Feuerbrand-Bekämpfung untersucht worden. Bei 35 davon konnte eine Belastung nicht ausgeschlossen werden. Sie müssen nach Angaben des Landwirtschaftsamtes noch genauer geprüft werden. Die Untersuchungen betreffen Honig von Bienenständen, die maximal zwei Kilometer von einer besprühten Obstanlage entfernt sind.