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Trotz Vereinheitlichung der Rechtsprechung folgt die Unterhaltsberechnung keiner standardisierten mathematischen Formel. Je nach Richterin oder Richter kann im selben Fall aufgrund des richterlichen Ermessens ein anderes Resultat erfolgen.
Sofern die Ehegatten in der Lage sind, eine von beiden als fair empfundene Lösung zu suchen, können sie die Ungewissheit des gerichtlichen Resultates umgehen, indem sie in einer einvernehmlichen Vereinbarung die Unterhaltsbeiträge selbst festlegen. Die Gerichte genehmigen einvernehmlich vereinbarte Unterhaltsbeiträge in aller Regel. Aufgrund der Untersuchungsmaxime in Kinderbelangen haben Gerichte einzig zu prüfen, ob die Unterhaltsbeiträge für die Kinder genügend hoch ausfallen.
Die Unterhaltsberechnung wird wesentlich komplexer, wenn die Betreuung geteilt wird oder weitere, nicht gemeinsame Kinder vorhanden sind. Entsprechend sind die gerichtlichen Lösungen kaum vorhersehbar. Auch in diesen Fällen ist den Ehegatten die Suche nach einer gemeinsamen Lösung, z.B. im Rahmen eines Collaborative-Law-Verfahren, sehr zu empfehlen.