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«Seit es die Schrebergärten an der Giessereistrasse nicht mehr gibt, haben die Leute im Perollesquartier keine Möglichkeit mehr, in ihrer Nähe einen eigenen Garten zu bewirtschaften», sagt Valérie Rück. Deshalb hat die Freiburger CVP-Generalrätin und Präsidentin des Quartiervereins Perolles im Mai 2015 ein Postulat eingereicht. Der Gemeinderat solle die Möglichkeit prüfen, den Bewohnern des Perollesquartiers ein Gelände für Familiengärten zur Verfügung zu stellen, so die Forderung.
Ein Platz im Domino-Park
Das Perollesquartier habe sich in den letzten Jahren stark entwickelt, und die vielen Immobilienprojekte, die entstanden seien, entsprächen dem Ziel der Verdichtung, schreibt der Gemeinderat in seiner Antwort. Jedoch anerkenne er, wie wichtig es sei, die Lebensqualität der Bewohner zu erhalten und zu verbessern. Die Forderung nach Gärten für die Bewohner sei deshalb legitim.
Im Perollesquartier gehörten nur wenige Parzellen der Stadt Freiburg, schreibt der Gemeinderat. Das einzige Landstück, das für eine landwirtschaftliche Nutzung geeignet sei und der Stadt gehöre, sei der Domino-Park. «Weil es ohnehin nicht viele Grünflächen im Quartier gibt, kommt es nicht infrage, die Parzelle in kleine Stücke zu unterteilen und von Einzelnen bewirtschaften zu lassen», schreibt der Gemeinderat. Vielmehr brauche es einen Verein, der eine gemeinschaftliche Nutzung und die Zugänglichkeit zu den Gärten garantiere.
Im Süden des Parks, wo zurzeit einige Bäume stehen, könne der Gemeinderat eine rund 250 Quadratmeter grosse Fläche zur Verfügung stellen. In einem ersten Schritt werde der Gemeinderat mit dem zukünftigen Verein, der für den Unterhalt zuständig sein werde, eine Vereinbarung für zwei Jahre treffen.
Zu beachten gelte es jedoch, dass das Landstück als Ablagerungsstandort eingetragen und damit möglicherweise belastet sei. Abklärungen seien aber im Gang, schreibt der Gemeinderat.
«Eine Übergangslösung»
Sie sei zufrieden, dass sich der Gemeinderat bemüht habe, einen Ort für die Familiengärten zu finden, sagt Valérie Rück auf Anfrage. «Ich hätte mir aber gewünscht, dass die Fläche etwas grösser ist.» Da die Gärten aufgrund der Qualität des Bodens wohl in Holzpaletten erstellt würden, bleibe nicht sehr viel Platz. «Es ist eine Übergangslösung», sagt Rück. Deshalb hoffe sie, dass der Gemeinderat nach weiteren Lösungen suchen werde. Was den Verein betreffe, wisse sie noch nicht genau, was die Stadt erwarte. «Dies werde ich aber demnächst abklären.»