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Nach dem ich euch im letzten Teil über die Geschichte der WEG berichtet habe, möchte ich euch nun in den nächsten Wochen die Disziplinen etwas näher vorstellen. Den Anfang machen heute die beiden Dressurdisziplinen, Dressurreiten und Paradressur.
Dressurreiten
In der Dressur gibt es drei Medaillensätze zu gewinnen. Einen für die Mannschaft, einen für den Grand Prix Special, in dem alle Konkurrenten das selbe Programm reiten und einen für die individuelle Kür. Am ersten Tag findet der Grand Prix statt, bei dem sämtliche Teilnehmer an der Start gehen und in dem der Mannschaftswettkampf ausgetragen wird. Die 30 besten Paare aus dem Grand Prix sind zugelassen für den ersten Einzelwettkampf, den Grand Prix Special. Die Rangierung aus dem Grand Prix spielt aber im Grand Prix Special keine Rolle mehr, es beginnt wieder bei Null. Genau gleich auch in der Kür, zu der noch die 15 besten aus dem Grand Prix Special an den Start gehen dürfen.
Bei den bisherigen sechs Weltreiterspielen gab es in der Dressur insgesamt 15 Goldmedaillen zu gewinnen (drei mal wurden zwei Einzelmedaillen vergeben, drei mal nur eine). Ganze zehn davon holten sich die Deutschen Dressurreiter im Einzel und der Mannschaft, Isabell Werth durfte allein sechs Siege bei WEG feiern.
Als einziger alle drei goldenen Auszeichnungen bei einer Austragung der WEG zu erreichen schaffte in Kentucky Edward Gal mit Totilas.
Die einzige Medaille für die Schweiz holte 1990 in Stockholm die Mannschaft mit Silvia Iklé, Christine Stückelberger, Samuel Schatzmann und Daniel Ramseier.
Stattfinden werden die Dressurentscheidungen in der Hauptarena der WEG, dem d’Ornano Stadium in Caen. Am 25. Und 26. August findet der Teamwettkampf statt, am 27. August der Grand Prix Special und am 29. August die Kür.
Paradressur
Die neuste Disziplin im Programm der WEG ist die Paradressur, die Dressur für ReiterInnen mit Handicap. Erst zum zweiten Mal nach 2010 wird sie dieses Jahr als Teil der Weltreiterspiele ausgetragen.
Auch in der Paradressur gibt es den Teamwettkampf und zwei Einzelwettkämpfe, aufgrund der verschiedenen Schweregrade der Handicaps werden jedoch in der Einzelwertung 10 Medaillensätze vergeben, da es fünf Abstufungen, so genannte Grades gibt. Was genau die Grades bedeuten ist zu detailiert um es in diesem Blog zu beschreiben, das könnt ihr HIER nachlesen.
Die Konkurrenten mit schwereren Behinderungen, Grade Ia, Ib und II reiten ihre Aufgaben auf dem kleinen, 20x40m Viereck, die Reiter mit Grade III und IV starten wie die Reiterinnen und Reiter ohne Behinderung auf dem grossen 20x60m Viereck.
Bei den WEG in Kentucky gingen sechs der zehn Einzelgoldmedaillen sowie der Teamsieg an die ReiterInnen aus Grossbritannien.
Die Wettkämpfe der Paradressur finden vom 25. Bis 29. August auf dem Gelände der Rennbahn La Prairie in Caen statt.