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In der Affäre um Geldgeschäfte mit dem Iran und anderen Staaten fordert die New Yorker Finanzaufsicht von der Commerzbank Insidern zufolge auch Strafmassnahmen gegen einzelne Mitarbeiter. Es sei noch unklar, ob ihnen gekündigt werden oder andere Strafen verhängt werden sollten, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Grund dafür sei das strenge Arbeitsrecht in Deutschland.
Die Behörde wirft der Commerzbank vor, gegen Iran-Sanktionen verstossen zu haben. Reuters hatte bereits Anfang September berichtet, dass das Institut vor einem Vergleich und der Zahlung von 650 Millionen Dollar steht. Die US-Behörden verdächtigen auch andere Institute, gegen Sanktionen verstossen zu haben. Mit zahlreichen ausländischen Banken haben sie Vergleiche geschlossen.
Strafen als Abschreckung
So muss die BNP Paribas eine Rekordstrafe von knapp neun Milliarden Dollar zahlen. In der vergangenen Woche hatte der New Yorker Behördenchef Benjamin Lawsky gesagt, man müsse auch einzelne Personen zur Rechenschaft ziehen, um eine Abschreckung zu erreichen.
Insidern zufolge wollten die Behörden die Verhandlungen mit der Commerzbank bis Ende September abschliessen. Die Gespräche könnten aber länger dauern. Ein Streitpunkt ist die Forderung der New Yorker Behörde, dass das Institut einen unabhängigen Beobachter akzeptieren soll. Ein Insider sagte, auch die Ermittlungen wegen mutmasslicher Geldwäsche könnten zu Verzögerungen führen.
(reuters/dbe)