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Die Klimawandellügner greifen zu immer drastischeren Mitteln: Vor wenigen Tagen tauchte in Chicago auf einer gigantischen Werbetafel der Kopf des Bombenlegers Ted Kaczynski auf. Daneben der Satz: «Ich glaube immer noch an die globale Erwärmung. Und Sie?»
Der konservative US-Thinktank Heartland Institute wollte, wie die «New York Times» berichtet, mit den Konterfeis von «einigen der berühmt-berüchtigsten Killer» zeigen, dass die Äusserungen «dieser Mörder und Verrückten sich kaum von dem unterscheiden, was Sprecher der Vereinten Nationen, Mainstreammedien und linke PolitikerInnen über die globale Erwärmung sagen». Mittlerweile wurde die Werbekampagne gestoppt. Sie war Teil der Mission des Heartland Institute, soziale und ökonomische Probleme mit Mitteln und Maximen der Marktwirtschaft zu «lösen».
Dabei könnte die marktwirtschaftliche Logik für das Klima verheerender nicht sein. Das zeigt eine eben in der Fachzeitschrift «Environmental Science and Policy» veröffentlichte Studie. Sie vergleicht vier Einflussfaktoren – die Naturphänomene El Niño und Vulkanausbrüche sowie das Wachstum von Weltbevölkerung und -bruttoinlandsprodukt (BIP) – mit der in der Atmosphäre gemessenen CO2-Konzentration über die letzten fünfzig Jahre, einem Wert, der präziser und aussagekräftiger für die globale Erwärmung ist als die lediglich geschätzten CO2-Emissionen. Und kommt zum Schluss: Das Wirtschaftswachstum hat mit Abstand am meisten Einfluss auf die Klimaerwärmung. Pro Billion US-Dollar, die das Welt-BIP über der Prognose lag, stieg die CO2-Konzentration um ein halbes ppm (Masseinheit: Teile von einer Million) über die erwartete Entwicklung an.
Das galt auch umgekehrt. Um die Klimaerwärmung zu stoppen, so die Autoren der Studie, bräuchte es entweder eine Serie von Wirtschaftskrisen, die das Welt-BIP in den Keller sinken lassen – oder die Wirtschaft müsste komplett umgestaltet werden.