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Ektoselen ist ein Medizinalshampoo, das neben waschaktiven Substanzen Selendisulfid und gewaschenen Schwefel als Wirkstoffe enthält.
Ektoselen wird bei Kopfschuppen verschiedener Ursachen angewandt.
Selen und Schwefel ergänzen sich in ihrer Wirkung. Selendisulfid bekämpft die Ursache der Kopfschuppen, indem es die gestörten Prozesse von Verhornung und Talkabsonderung der Kopfhaut normalisiert. Ausserdem hemmt Selendisulfid das mit übermässiger Kopfschuppenbildung einhergehende Wachstum von Bakterien und wirkt gegen Pilzbefall.
Der in Ektoselen enthaltene gewaschene Schwefel liegt in sehr fein verteilter Form vor. Er bewirkt die Ablösung von Schuppen und Talg, hemmt das Keimwachstum und stillt den Juckreiz.
Auf Empfehlung des Apothekers bzw. der Apothekerin oder auf ärztliche Verordnung kann Ektoselen aufgrund seiner Eigenschaften neben der Behandlung von Kopfschuppen auch bei folgenden Hautkrankheiten angewandt werden:
Ekzem der Kopfhaut (Dermatitis seborrhoica),
Schuppenflechte der Kopfhaut (Psoriasis capitis),
Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor).
Bei Kopfschuppen (Seborrhöe) handelt es sich um eine abnorme Verhornung der Kopfhaut, die zu übermässiger Schuppenbildung führt.
Man unterscheidet zwei Formen der Seborrhöe, die trockene (Seborrhoea sicca capitis) und die ölige (Seborrhoea oleosa capitis).
Die bei der trockenen Seborrhöe auftretenden Kopfschuppen bestehen aus verhornten Hautzellen und Talg. Bei der öligen Seborrhöe bildet sich auf Haar und Kopfhaut eine fettige Schicht aus dünnflüssigem Talg und verhornten Hautzellen.
Beide Formen der Seborrhöe können mit Ektoselen behandelt werden.
Ektoselen darf nicht auf entzündete, nässende oder offene Hautstellen aufgetragen werden. Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem Bestandteil des Präparates.
Anwendung bei Kleinkindern unter 2 Jahren nur nach ärztlicher Verordnung.
Ektoselen soll nicht mit Schleimhäuten und den Augen in Kontakt kommen, da es Schleimhautreizungen verursachen kann. Bei versehentlichem Kontakt ist gründlich mit Wasser zu spülen.
Das Vermeiden von versehentlichem Verschlucken ist wichtig, da schädliche Wirkungen möglich sind.
Kaltwellflüssigkeiten (alkalische Dauerwellflüssigkeiten) können die Wirksamkeit von Ektoselen beeinträchtigen (Neutralisierung).
Vor einer Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren ist der Arzt oder die Ärztin zu konsultieren.
Bei grossflächigen Hautveränderungen, Entzündungen und Verdacht auf Krankheiten des ganzen Körpers sollte ein Arzt bzw. eine Ärztin konsultiert werden.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, sollten Sie Ektoselen ausschliesslich nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin anwenden.
Flasche vor Gebrauch gut schütteln.
Ektoselen darf nur äusserlich angewendet werden.
? Bei Kopfschuppen erfolgt der Gebrauch in folgender Weise:
1. Haar mit warmem Wasser gut benetzen.
2. 5 ml = halber Deckelinhalt (siehe Markierung im Innern des Deckels) Ektoselen auftragen und wie bei normaler Haarwäsche zum Schäumen bringen.
3. Haar gründlich spülen.
4. Noch einmal 5 ml Ektoselen auftragen, zum Schäumen bringen, 4 bis 5 Minuten einwirken lassen und anschliessend gründlich spülen.
5. Hände gründlich waschen.
Ektoselen wird während den ersten beiden Behandlungswochen 2mal wöchentlich und ab der 3. Woche 1mal wöchentlich angewendet. Für zusätzliche Haarwäsche ist ein handelsübliches mildes Shampoo zu verwenden.
? Bei Schuppenflechte der Kopfhaut (Psoriasis capitis), Ekzem der Kopfhaut (Dermatitis seborrhoica) und Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) erfolgt die Anwendung nach Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin.
Wenn vom Arzt bzw. der Ärztin nicht anders verordnet, ist der Gebrauch wie folgt:
Schuppenflechte der Kopfhaut und Ekzem der Kopfhaut: entsprechend der Kopfschuppenbehandlung (s.o.).
Kleienpilzflechte: 1mal täglich über 4 Tage in folgender Weise:
1. Befallene Hautstellen gut benetzen.
2. Befallene Hautstellen mit einer dünnen Schicht Ektoselen bestreichen, zu leichtem Schäumen bringen und maximal 20 Minuten einwirken lassen.
3. Behandelte Hautstellen und Hände gründlich abspülen.
Eine Wiederholung der Behandlung kann vom Arzt bzw. der Ärztin verordnet werden.
Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Ektoselen auftreten:
Wie bei allen anderen Shampoos kann Ektoselen bei zu langer Einwirkungszeit und ungenügendem Spülen zu Reizungen auf empfindlicher Haut führen. In solchen Fällen ist die Behandlung während einer Woche zu unterbrechen.
Gelegentlich kann eine Zunahme der Haarverfettung oder der Schuppenbildung auftreten.
Bei Behandlung von Kleienpilzflechte kann es zu einer Austrocknung der Haut kommen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.
Silberschmuck kann sich bei Kontakt mit Ektoselen schwarz verfärben.
Bei vorschriftsgemässer Anwendung bewirkt Ektoselen weder bei gefärbtem noch bei ungefärbtem, grauem oder gebleichtem Haar eine Veränderung der Haarfarbe.
Ektoselen ist stets gut zu verschliessen, bei Raumtemperatur (15?25 °C) zu lagern und vor Licht zu schützen. Zudem sollte es ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 g Ektoselen-Suspension enthält: als Wirkstoffe 20 mg Selendisulfid und 10 mg gereinigten Schwefel, als Hilfsstoffe: Detergenzien, Propylenglykol, Aromastoffe, das Konservierungsmittel E 202 sowie weitere Hilfsstoffe.
39242 (Swissmedic).
In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.
Flacons mit 60 und 150 ml.
Robapharm AG, 4123 Allschwil.
Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2004 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.