Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/153028

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Suva verschärft den Vollzug ihrer Sicherheitsnormen für Solaranlagen. Statt Punktsicherungen nach EN 795 fordert die Suva entweder netzartige Sicherheitsseile, die eine Anlage in Einzelteile zerstückeln, oder ein umlaufendes Geländer.</p><p>Folge: Kostensteigerungen von 10 bis 30 Prozent. Die jährliche Prüfung der Sicherheit kostet nochmals 600 bis 900 Franken.</p><p>Unterstützt der Bundesrat diese Verschärfung bestehender Sicherheitsnormen, welche die Errichtung der meisten Solaranlagen unrentabel macht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat erachtet es als wichtig, dass auch für die Installation und Wartung von Solaranlagen auf Gebäudedächern Sicherheitsnormen existieren, die mithelfen, Arbeitsunfälle zu verhindern.</p><p>Dennoch hat er für die Frage Verständnis: In den letzten Jahren sind die Investitionskosten von Fotovoltaikanlagen rapide gesunken. Im Vergleich dazu erscheinen die Kosten für begleitende Sicherheitsmassnahmen hoch. Es gilt zu beachten, dass die Installation einer Fotovoltaikanlage auf einem privaten Hausdach normalerweise innert weniger Tage fertiggestellt werden kann. Danach muss das Dach kaum mehr betreten werden. Es handelt sich deshalb um ein erhöhtes Risiko, das aber nur während wenigen Tagen besteht. Aus diesen Gründen wehren sich Bauherren und Installateure gegen allzu hohe Auflagen.</p><p>Um diesen Interessenkonflikt zu entschärfen, plant das Bundesamt für Energie, im Rahmen des Programms Energie Schweiz in den nächsten Monaten einen Dialog zwischen der Suva und der Solarbranche ins Leben zu rufen. Ziel ist, die Kosten der Sicherungsmassnahmen tief zu halten, ohne dabei die Sicherheit der Arbeitnehmer auf den Dächern zu gefährden.</p>