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Von der Operette zur Rockig-Poppigen Neuinszenierung
Zum 150-Jahre-Jubiläum der Stadtmusik Büren sollte etwas musikalisch Ausserge-wöhnliches geboten werden. Stadtmusik-Dirigent Roger Müller überlegte, eine bestehende Oper oder Operette für Blasorchester, Rockband und Sänger zu arrangieren.
Nach einigen Recherchen stiess Roger Müller auf die Komponistenlegende Jacques Offenbach, welcher als Begründer der modernen Operette gilt. Die Wahl fiel auf das Stück «Die verwandelte Katze». Uraufgeführt wurde es 1858, also praktisch zur Geburtsstunde der Stadtmusik Büren.
Beim Arrangement zur Rockoper liess sich Roger Müller von alten Rockbands wie Deep Purple, Status Quo oder Queen inspirieren. Eine Neufassung des Textes wurde von Simon Burkhalter verfasst.
… doch die verwandelte Katze ist als Mensch nicht mehr so lieb, wie sie es als kleines Kätzchen war …
Der glücklose Arno lebt zusammen mit seiner Schwester Marianne und seiner Katze Minette in einer kleinen Wohnung in Büren. Er hat keine Arbeit und kein Geld, da er es nicht schaffte, mit der Erbschaft seines Vaters richtig umzugehen. Auch in der Liebe scheint es nicht zu klappen. Die Versuche seiner Schwester, ihn zu verkuppeln, scheitern ebenfalls, denn Arno liebt nur seine Katze Minette.
Kurz bevor Marianne die Katze verkaufen will, um mit dem Erlös noch was Essbares auf den Tisch zu bringen, steht ein indischer Magier vor der Tür. Er erzählt, dass er sich in Seelenwanderung auskennt, die Lehre, dass man sich nach dem Tod in ein anderes Wesen verwandelt. Als der Inder darüber berichtet, dass er Tiere zurück in Menschen verwandeln kann, wird Arno neugierig. Da er nur seine Katze liebt, will er sie in eine Frau verwandeln.
Minette kann nur eine wunderbare und liebenswerte Frau sein, denkt er sich. Er bezahlt den Magier, um mit dessen Hilfe seine Katze in eine Frau zu verwandeln. So versucht er den Zauber an seinem Kätzchen aus – und tatsächlich: Vor ihm steht Minette als Frau. Doch die verwandelte Katze ist als Mensch nicht mehr so lieb, wie sie es als kleines schnurrendes Kätzchen war …
Das Darsteller-Ensemble unter der Regie von Jens Daryousch Ravari
Inszeniert wird die Rockoper durch den 33-jährigen Jens Daryousch Ravari (JDR) aus Nidau. Der erfahrene Regisseur und Darsteller inszenierte u. a. verschiedene Projekte des Konzert Theaters Bern. Weiter realisierte er Orwells «Farm der Tiere», der «Universums-Stulp» und eine Neueinstudierung von Rossinis «La Cenerentola».
Im Rahmen der Neuinszenierung wurde der Operettentext des Originals von Simon Burkhalter neu verfasst. Der Jung-Regisseur und Produzent ist künstlerischer Leiter der Freilichtspiele Moosegg.
In der Hauptrolle als Minette zu sehen ist Yael de Vries. Die Zürcherin studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und besetzte bereits während ihrer Ausbildung Titelrollen.
Die Hauptrolle des Arno ist besetzt mit Matthias Struch. Der Primarschullehrer ist ausgebildeter Sänger und Leiter eines Gesangsensembles.
Chantal De Monaco, Sekundarlehrerin, Sängerin und Musikerin, und Toni Burki, Swiss-Jazz-School-Absolvent und Gitarrist, sind in den beiden Nebenrollen zu sehen.
Unter der musikalischen Leitung von Roger Müller erzeugt die Stadtmusik Büren a. A. mit rockiger Unterstützung von den Profimusikern Jonas Hirschi (E-Gitarre) und Daniel Brand (E-Bass) die musikalische Kulisse.
Die aufwendigste Konzertproduktion in der 150-jährigen Geschichte der Stadtmusik Büren.