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In der Wiederaufbereitungsanlage im nordwestenglischen Sellafield ist ungewöhnlich hohe Radioaktivität gemessen worden. Aus Sicherheitsgründen wurde das Personal reduziert.
Eines der Messgeräte habe ein «hohes Niveau von Radioaktivität» registriert, teilte die Betreiberfirma Sellafield Ltd mit. Vorsichtshalber sei das Personal in der Atomanlage reduziert worden, doch arbeite die Anlage normal weiter.
Die Radioaktivitätswerte seien über den natürlich auftretenden Werten, doch «deutlich unterhalb» der Werte, die ein Einschreiten inner- oder ausserhalb der Anlage notwendig machen würde, erklärte das Unternehmen.
Die britische Regierung erklärte in einer kurzen Stellungnahme, es gebe derzeit «keinen Grund davon auszugehen, dass der Vorfall schlimmer ist als er dargestellt wurde». Ein Mitarbeiter der Anlage, der ungenannt bleiben wollte, sagte, die Beschäftigten seien nicht über die Art des Vorfalls informiert worden.
Atomanlage Sellafield
Sellafield ist der älteste und grösste Atomkomplex Europas. Zwischenfälle mit austretender Radioaktivität gab es bereits 1957 und 2004. Seit 2003 wird dort kein Strom mehr produziert. Seitdem wird die Anlage zur Lagerung nuklearer Abfälle und Wiederaufbereitung benutzter Brennelemente verwendet. Auch Schweizer Atommüll lagert dort.