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HEKS leistet Humanitäre Hilfe für die intern vertriebenen Menschen im Südsudan
Zürich (ots) - Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS leistet für 100'000 Franken Soforthilfe für die intern Vertriebenen im Südsudan. In unserer Projektregion in der Provinz Central Equatoria erhalten 5000 intern vertriebene Familien, das sind etwa 40'000 Menschen, Nahrungsmittel- und Hygienepakete, Wasser und Medikamente sowie sanitäre Anlagen. Unsere Begünstigten sind hauptsächlich Frauen, Kinder, ältere und behinderte Menschen sowie verletzte ZivilistInnen. HEKS beteiligt sich als Mitglied von ACT Alliance an der Nothilfe-Aktion dieses internationalen Netzwerks in der Provinz Central Equatoria. HEKS implementiert die Soforthilfe über die Act Alliance-Partnerorganisation NCA (Norwegian Church Aid) gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen.
HEKS ist in der Provinz Central Equatoria in vier Bezirken (Yei, Lainya, Juba und Terekeka) seit vielen Jahren mit Projekten im Bereich Entwicklung ländlicher Gemeinschaften tätig. Die HEKS-Schwerpunktprovinz liegt inmitten der einst erbittert umkämpften Regionen während des Bürgerkriegs von 1982 bis 2005. Aufgrund des jahrzehntelangen Konflikts wurde die ohnehin spärliche Infrastruktur zum grossen Teil zerstört. HEKS unterstützt heute gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen die Zivilbevölkerung darin, mit Landwirtschafts-, Vieh- und Fischzucht- sowie Trinkwasserprojekten, Bildungs- und Friedensförderungsprojekten sowie Capacity Building die zerstörten Dörfer und Strukturen wieder aufzubauen. Unsere regulären Entwicklungsprojekte in den beiden Bezirken Yei und Lainya sind vom jetzigen Konflikt nicht direkt betroffen, es kommen jedoch täglich neue intern Vertriebene in unserer Projektregion an, die zum Teil vorerst bleiben, zum Teil über die Grenze nach Uganda weiterziehen. In den Bezirken Juba und Terekeka mussten wir unsere Projekte auf Standby setzen, da die Zufahrt in die Projektgebiete zu gefährlich ist. Zwar haben die Konfliktparteien am 23. Januar 2014 in Addis Abeba eine Waffenstillstandsvereinbarung unterzeichnet, doch wurde diese von beiden Seiten bereits wieder gebrochen und die Gewalttätigkeiten gehen weiter. Die Zahl der intern vertriebenen Menschen und Flüchtlinge steigt von Woche zu Woche und laut UNOCHA-Bericht vom 3. Februar 2014 sind 743'400 intern vertriebene Menschen im Südsudan unterwegs und 130'400 SüdsudanesInnen ins angrenzende Ausland geflohen.
HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, leistet humanitäre Hilfe, bekämpft die Ursachen der Armut und ermöglicht Menschen den Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wie Land, Wasser, Nahrung und Bildung. HEKS wehrt sich gegen Ausbeutung und hilft Unterdrückten, sich zu organisieren und ihre Rechte einzufordern. Das Ziel ist ein selbstbestimmtes Leben in Würde für alle Menschen, unabhängig welcher Volksgruppe oder Religion sie angehören. HEKS arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen in über 45 Ländern der Welt. Sie kümmern sich um Benachteiligte in ihrem Land unabhängig von deren Kultur, Religion oder Konfession. In der Schweiz setzt sich HEKS anwaltschaftlich für Flüchtlinge ein und ist in Beratungs- und Integrationsprojekten für MigrantInnen und sozial benachteiligte SchweizerInnen aktiv. Spendenkonto 80-1115-1 Vermerk "Humanitäre Hilfe Südsudan".
Kontakt:
Weitere Informationen:
Susanne Stahel, Abteilungsleiterin Medien und Information, Tel. 044
360 88 66, <email-pii>
Piketthandy: 076 461 88 70