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Porträt des Jakob Fugger,
von A. Dürer (um 1519) Bildquelle: Wikipedia

Jakob Fugger (1459-1525) gilt als Begründer der "Fuggerischen Handelsgesellschaft", die das Zentrum einer (mythenumwobene) Fugger-Dynastie (mit verschiedenen Zweigen) in Augsburg war.
Baumwollweber, die über das Verlegersystem in den Baumwollhandel (mit Italien) einstiegen und damit verbunden "Bankgeschäfte" erfunden und mit dem Habsburger Adel entwickelt hat.
Mit seiner Unterstützung für das Haus Habsburg beeinflusste der Augsburger Bankier die europäische Politik. Er finanzierte den Aufstieg Kaiser Maximilians I. sowie maßgeblich die Wahl dessen Enkels, des spanischen Königs Karl zum römisch-deutschen König. Jakob Fugger finanzierte auch die Eheschließungen, die in der Folge Böhmen und Ungarn für das Haus Habsburg sicherten.
Er hat auch das Land-Eigentum erfunden. Mit dem Kauf der Grafschaft Kirchberg und der Herrschaft Weißenhorn mit der Stadt Weißenhorn sowie der Herrschaften Wullenstetten und Pfaffenhofen südlich von Ulm durch Jakob Fugger im Jahr 1507 begann der Aufstieg der Fugger "von der Lilie" in den Adel. 1511 wurde der bürgerliche Unternehmer Jakob Fugger aus lehensrechtlichen Gründen in den Adelsstand erhoben. "Die Erhebung eins Kaufmanns in den Freiherrenstand war ein Vorgang ohne Parallele im Reich". 1514 machte ihn Kaiser Maximilian I. zum Reichsgrafen. 1508 erwarb Jakob Fugger zudem die Hofmark Schmiechen an der östlichen Lechleite südlich und die Herrschaft Biberbach (Schwaben) mit der Burg Markt im Lechtal nördlich von Augsburg.
Weil er keine eigenen Nachfahren hatte, gingen die Firma und ihr Vermögen bei seinem Tod auf seine Neffen Raymund und Anton Fugger über, wobei Anton die Firma leitete. Er hat das Vermögen bis 1546 nochmals verdoppelt. Mit seinem Tod im Jahr 1560 endete das "Zeitalter Fugger".
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Vor allem für den Bergbau in Oberungarn benötigte die Fuggerfirma enormes Kapital – das die Firma zu diesem Zeitpunkt noch bei Weitem nicht aufbringen konnte. 1496 war deshalb Kardinal Melchior von Meckau der Hauptgeldgeber der Fugger. Der Fürstbischof von Brixen hatte am Domkapitel vorbei heimlich über Jahre hin etwa 150.000 Gulden in der Fuggerfirma gegen Zins angelegt. So umging der Kirchenfürst das offiziell geltende kirchliche Zinsverbot. 1509 verstarb von Meckau plötzlich in Rom. In seinem Ärmel wurden Depositenzettel gefunden, die diese Anlage verrieten. Der Papst, das Bistum Brixen und die Familie von Meckaus forderten nun als potentielle Erben die sofortige Auszahlung der Einlage, was die Fuggerfirma in die Zahlungsunfähigkeit getrieben hätte. In dieser Situation zeigte sich die politische Hilfestellung, die Kaiser Maximilian seinem Bankier angedeihen ließ. Der Kaiser erklärte sich gegenüber Papst Julius II. dazu bereit, in dessen kriegerische Auseinandersetzung mit Venedig einzugreifen. Dafür wurde der Habsburger als Erbe des verstorbenen Kardinals von Meckau anerkannt und die Erbschaft – die plötzlich nur noch 100.000 Gulden umfasst – konnte mit offenen Forderungen der Fugger verrechnet werden. Von den Fuggern wurde der Papst mit Juwelen abgefunden. Noch im selben Jahr (1509) allerdings forderte der Kaiser die entsprechende Gegenleistung und Jakob Fugger unterstützte ihn mit Finanzmitteln von 170.000 Gulden bei dessen Feldzug gegen Venedig.
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