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Astronomie
Der Ringplanet dominiert die Nacht, doch auch Jupiter zeigt sich immer früher.
Die inneren Planeten Merkur und Venus sind diesen Monat von unseren Breitengraden aus kaum zu sehen und auch Mars “versteckt” sich in Sonnennähe. Doch die Gasriesen Jupiter und Saturn sowie die fernen Planeten Uranus und Neptun sind dafür immer besser zu beobachten. Saturn steht am 27. in Opposition zur Sonne.
Thema des Monats: Die Ringe des Saturn
Nur etwas größer als unser Mond ist Io, der innerste der vier großen Jupitertrabanten. Statt einer toten Kraterwüste wie der Erdbegleiter bietet Io eine von aktiven Vulkanen geprägte Landschaft, die sich ständig wandelt.
Der Stern RW Cephei wurde jahrelang immer dunkler. Forscher stellen dabei große Ähnlichkeiten mit der Verdunkelung von Beteigeuze fest und vermuten ausgestoßenen Staub als Ursache.
Am Sonntag erreicht der jährliche Sternschnuppenstrom der Perseiden seinen Höhepunkt. Mitteleuropäer werden das vorhergesagte Maximum allerdings verpassen, da es sich am Tag ereignet. Trotzdem könnte sich in den frühen Morgenstunden vor dem Maximum ein Blick an den Himmel lohnen. Zudem wird über ein kleine Zugabe einen Tag später spekuliert.
Schwarze Löcher dürften zu den mysteriösesten Objekten im Universum zählen. Mit Gravitationswellendetektoren ist es inzwischen möglich, das Geräusch hörbar zu machen, das zwei Schwarze Löcher beim Verschmelzen erzeugen. Bisher wurden etwa 70 solcher Geräusche aufgezeichnet. Nun wurde prognostiziert, dass diese Geräusche bevorzugt in zwei bestimmten Frequenzbereichen auftreten sollten.
Mithilfe von numerischen Simulationen hat eine Forschungsgruppe die erste systematische Charakterisierung der Eigenschaften stellarer Winde in einer Stichprobe von kühlen Sternen vorgenommen. Danach erzeugen Sterne mit stärkeren Magnetfeldern auch stärkere Winde, was wiederum ungünstige Bedingungen für das Überleben von Planetenatmosphären schaffen könnten.
Das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA hat nach den Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops ebenfalls den am weitesten entfernten Stern beobachtet, der jemals im sehr fernen Universum entdeckt wurde, nämlich innerhalb der ersten Milliarde Jahre nach dem Urknall. Das NIRCam-Instrument (Nahinfrarotkamera) von Webb zeigt, dass es sich bei dem Stern um einen massereichen Stern des Spektraltyp B handelt, der mehr als doppelt so heiß wie unsere Sonne ist und etwa eine Million Mal heller leuchtet. <– Beitrag in Englisch –>
Hier das tagesaktuelle Bild von der Seite “Astronomy Picture of the Day” (APOD) – ein wunderbares Bildarchiv zur Astronomie, das viele Jahre zurück reicht. <– Beitrag in Englisch –>
Die nächstgelegenen Schwarzen Löcher könnten sich astronomisch gesehen gleich um die Ecke verstecken. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass zwei oder drei stellarmasse Schwarze Löcher in dem berühmten offenen Sternhaufen der Hyaden lauern, der nur 150 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier liegt. <– Beitrag in Englisch –>
Woher kommt all das Wasser um hyperaktive Kometen? In einem kürzlich erschienenen Artikel wurde die Frage gestellt, ob es sich um “Eis, Eis, vielleicht?” handeln könnte, und man kam zu dem Schluss, dass dies wahrscheinlich nicht der Fall ist. <– Beitrag in Englisch –>
Wenn alles gut geht, wird die Raumsonde bald noch näher an die Sonne heranfliegen.
Seit 2021 nähert sich die NASA-Sonde Parker Solar Probe der Sonne, um noch nie dagewesene Daten über unseren Heimatstern zu sammeln. Tatsächlich hat die Sonde im Juni ihre bisher größte Annäherung an den glühenden Plasmaball vollzogen und ist dabei bis auf 8,3 Millionen Kilometer an die Sonnenoberfläche herangekommen. Um diese unglaublichen Meilensteine zu erreichen, braucht Parker ein wenig Hilfe von seinen Freunden. Nun, einem Freund: Der Venus. <– Beitrag in Englisch –>
Raumfahrt
Die Sonde soll nach ihrer Landung am 21. August den Boden analysieren und nach Wasser suchen. Mittelfristig will Russland damit auch die Bedingungen für eine Raumstation auf dem Erdtrabanten ausloten.
Zwei DLR-Angestellte wollen mit ihrem gerade geründeten Start-up-Unternehmen InSpacePropulsion Technologies Antriebstechnologien mit neuen Treibstoffen als Alternative zum Hydrazin entwickeln. Die Triebwerke für die neuen Treibstoffe stammen dabei aus dem 3D-Drucker, was eine schnelle und kostengünstige Fertigung erlaubt.
Aus den Sektionen und Fachgruppen
Veranstalter: Astronomische Gesellschaft Graubünden
Ort: Sternwarte Mirasteilas
Die Perseiden 2023 erreichen den Höhepunkt in der Nacht vom 12–13. Aug. Auch in den umliegenden Nächten lohnt sich ein Blick in den Nachthimmel.
Für Sternschnuppenfans ist der Perseiden-Meteorstrom ein besonderes Ereignis, denn in den meisten Jahren können zu Spitzenzeiten bis zu 150 Meteore pro Stunde zu sehen sein. Viele der Perseiden-Sternschnuppen sind zudem besonders hell.
Wir laden alle Amateurastronomen und an Astronomie Interessierte herzlich zur nächsten Starparty ein. Das ist die Gelegenheit, um an einem vorzüglichen Standort auf ca. 1600 Meter über Meer gemeinsam den Sternenhimmel zu beobachten, über Fernrohre zu fachsimpeln und Erfahrungen auszutauschen.
Veranstalter: Astronomische Vereinigung Aarau
Ort: Sternwarte Schafmatt
Dieser Anlass findet nur bei gutem Wetter statt. Die Telefon-Nr. 062 298 05 47 erteilt am Tag des Anlasses ab 10:00 Uhr Auskunft über die Durchführung.
Von den Schweizer Universitäten
Schweizer Ingenieur:innen machen Laufroboter fit für künftige Mondmissionen zur Suche nach Mineralien und Rohstoffen. Damit die Maschinen auch weiterarbeiten können, wenn eine von ihnen ausfällt, bringen die Forschenden ihnen Teamwork bei.
ethz: Den Himmel erforschen. Ausstellung astronomischer Instrumente aus der Sammlung von Rudolf Wolf
Besuchen Sie die neue Ausstellung mit astronomischen Instrumenten in der historischen Semper-Sternwarte.
Über Jahrzehnte hat sich Kathrin Altwegg, Physikerin und emeritierte Professorin der Universität Bern, mit dem Weltraum beschäftigt. Und sagt: Uns Menschen würde es guttun, wenn wir eines Tages erfahren sollten, dass wir nicht allein sind im Universum.
Mit Hilfe des Weltraumteleskops CHEOPS ist es einem internationalen Team europäischer Astronominnen und Astronomen gelungen, die Existenz von vier neuen Exoplaneten eindeutig zu bestätigen. Die vier sogenannten Mini-Neptune sind kleiner und kühler und daher schwieriger zu finden als die sogenannten Heissen Jupiter, die bereits in grosser Zahl entdeckt worden sind. Zwei der vier Studien stammen von Forschenden der Universität Bern und der Universität Genf, die auch Mitglieder des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) PlanetS sind.