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Was halten palästinensische Studenten von Platon? Was sagt die griechische Philosophie Bewohnern brasilianischer Slums oder jungen Muslimen in Indonesien. Carlos Fraenkel ist an Brennpunkte politischer, religiöser und sozialer Konflikte gereist, um dort Grundsatzfragen zu diskutieren: Was heisst Gerechtigkeit? Gibt es eine Rechtfertigung für Gewalt? Steht über dem menschlichen ein göttliches Recht? Die Philosophie kann die Gegensätze zwischen Religionen und Kulturen nicht aufheben. Aber sie zeigt uns, wie wir Positionen begründen und Argumente austauschen können – was in einer Welt der Sprachlosigkeit und Gewalt viel bedeutet. Ein ungewöhnliches Buch und ein grossartiger Beweis für den praktischen Nutzen der Philosophie.
Portrait
Carlos Fraenkel, Jahrgang 1971, wuchs in Brasilien und Deutschland auf. Er studierte in Jerusalem und Berlin Philosophie und ist Professor an der McGill University in Montreal. Als Gastprofessor unterrichtete er u.a. in Princeton, Jerusalem, Oxford, Paris und München. Seine akademischen Schwerpunkte sind die politische Philosophie und Religionsphilosophie von der Antike bis zur Frühen Neuzeit. Daneben schreibt er regelmässig Essays für die New York Times, das Times Literary Supplement, die Neue Zürcher Zeitung und Die Zeit.