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Darf die Ex das Besuchswochenende wegen Schlechtwetter absagen?
Grundsätzlich muss Ihre Ex die in der Scheidungskonvention, in einem allfälligen Unterhaltsvertrag oder in einer anderen Vereinbarung festgelegten Besuchsregelungen einhalten.
Unabhängig vom (ehemaligen) Zivilstand haben «Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind (…) gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr.» Übersetzt haben also sowohl Sie wie auch Ihr Kind das Recht, sich regelmässig zu sehen, solange dies dem Kindeswohl nicht widerspricht.
Das Zivilgesetzbuch stellt hier keine detaillierten Regelungen auf und überlässt es grundsätzlich den Eltern, das Besuchsrecht zur regeln und umzusetzen. Wenn Ihre Ex also einmal ein Besuchswochenende absagt, weil das Wetter nicht so mitspielt, wie sie das möchte, werden Sie keine behördliche Unterstützung kriegen. Ebensowenig dann, wenn Ihre Ex das Besuchsrecht hat und spontan entscheidet, dass sie ihr Kind wegen des Wetters nicht abholen kommen kann.
Sagt Ihre Ex hingegen regelmässig vereinbarte Besuchswochenenden ab oder hält sich nicht an andere Abmachungen, können Sie sich an die Kindesschutzbehörde (KESB) wenden. Diese kann Ihre Ex insbesondere dann mahnen oder ihr Weisungen erteilen, wenn sie durch ihr Verhalten das Kindeswohl gefährdet.