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Das Kernenergiegesetz verlangt, dass für radioaktive Abfälle ein Entsorgungsnachweis erbracht wird. Damit müssen die Verantwortlichen für die Entsorgung zeigen, dass es in der Schweiz mögliche Lagerstandorte gibt, wo mit dem heutigen technischen Wissen ein Lager gebaut und betrieben werden kann, das die behördlich festgelegten Anforderungen an die Langzeitsicherheit erfüllt.
Für die verbrauchten Brennelemente (BE), verglasten hochaktiven Abfälle (HAA) und langlebigen mittelaktiven Abfälle (LMA) hat die Nagra den Entsorgungsnachweis am Beispiel des Opalinustons im Zürcher Weinland geführt und die entsprechenden Berichte im Jahr 2002 eingereicht. Im Juni 2006 kam der Bundesrat mit seinen Fachbehörden zum Gesamturteil, dass der gesetzlich geforderte Entsorgungsnachweis für diese Abfälle erbracht ist. Damit ist kein Standortentscheid getroffen, sondern die grundsätzliche Machbarkeit eines geologischen Tiefenlagers in der Schweiz nachgewiesen worden, wie dies das Kernenergiegesetz verlangt. Der erbrachte Nachweis dient dem Bundesrat als Grundlage, das weitere Vorgehen im Hinblick auf die Entsorgung dieser Abfälle festzulegen.
Der gesetzlich geforderte Entsorgungsnachweis für schwach- und mittelaktive Abfälle wurde bereits im Jahr 1988 durch den Bundesrat genehmigt.
Der Entsorgungsnachweis umfasst mehrere thematisch gegliederte Bände.
(Bild: Nagra)