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Am Sternenhimmel im November 2017
Die Neigung der Erdachse zur Sonne hin senkt sich im Spiel der Jahreszeiten weiter deutlich ab, so dass die Tageslänge von 10h 01m auf 8h 49m, das heisst, um 1h 12m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 23.11. das Sternbild der Waage um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Skorpions fortzusetzen.
Merkur entfernt sich nur langsam scheinbar von der Sonne und kann erst in der zweiten Monats-hälfte tief über dem flachen Südwesthorizont gesehen werden.
Venus nähert sich langsam scheinbar der Sonne und ist den ganzen Monat über nur noch tief über dem Südosthorizont als Morgenstern zu sehen.
Der rote Planet Mars durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild der Jungfrau und kann den ganzen Monat über erst sehr spät in der zweiten Nachthälfte über dem Osthorizont gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft bis zum 15.11. das Sternbild der Jungfrau um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild der Waage fortzusetzen. Er entfernt sich nun wieder scheinbar von der Sonne, so dass er im Laufe des Monats immer besser am Morgenhimmel zu sehen ist.
Der Ringplanet Saturn durchläuft bis zum 19.11. das Sternbild des Schlangenträgers um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Schützen fortzusetzen. Er ist nur noch in der Abend-dämmerung nach Sonnenuntergang tief über dem südwestlichen Horizont zu finden.
Der Lauf des Mondes:
Vollmond am 4.11. um 06:22 Uhr
Letztes Viertel am 10.11. um 21:36 Uhr
Neumond am 18.11. um 12:42 Uhr
Erstes Viertel am 26.11. um 18:02 Uhr
Eine eindrückliche Konstellation zeigt sich in der Morgendämmerung vom 13.11. wenn die helle Venus den ebenfalls sehr hellen Jupiter überholt und hierbei die beiden Lichtpunkte so nahe zu stehen kommen, dass sie von blossem Auge praktisch nicht mehr unterschieden werden können. Bereits in den Tagen zuvor kann die Annäherung der beiden Planeten gesehen werden, ebenso wie in den Tagen danach, wenn sich die beiden wieder voneinander entfernen.
In den frühen Nachtstunden im November zeigt sich im Südwesten immer noch das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega (Sternbild der Leier), Altair (Sternbild des Adlers) und Deneb (Sternbild des Schwans). Hoch im Süden dominiert nun aber das Sternbild des Pegasus, gegen Osten begleitet von den Sternbildern Andromeda und Perseus, die nachrücken und den Wechsel der Jahreszeiten eindrücklich erkennen lassen. Hoch am Himmel thront die von blossem Auge sichtbare grosse Spiralgalaxie im Sternbild der Andromeda, während weit im Nordosten tief über dem Horizont bereits das Siebengestirn den nahenden Winter ankündigt.
In den mondlosen Nächten zeigt sich unsere Milchstrasse mit einer Fülle an Sternen und Nebeln die es zu entdecken gilt. Und wer mag, kann weiter hinausstossen, über den Rand der Milchstrasse hinaus, zu den anderen Galaxien, die scheinbar unzählbar den Raum zwischen uns und dem Rand des Universums füllen!
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte um 20:00 Uhr die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!