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Anfang des 17. Jahrhunderts sind die Drei Bünde politisch zerrissen: Soll sich der Freistaat mit der Republik Venedig verbünden oder mit Spanien und Österreich unter habsburgischer Herrschaft? Der Streit eskaliert, es folgen bürgerkriegsähnliche Szenen und am Ende die Invasion durch die Grossmacht Österreich.
Im Roman «Bergünerstein» kommentiert Peter Zeuth, Pfarrer in Bergün, die Ereignisse in seinem Tagebuch. Zeuth hat wirklich gelebt – und war, wie viele damalige Bündner Pfarrer, ein Absolvent der Universität Basel.
In einem einführenden Vortrag wirft Antonia Bertschinger einen Blick auf Zeuths Studienzeit und sein späteres Leben und Wirken als Pfarrer in Graubünden. Danach liest sie Passagen aus Zeuths (fiktivem) Tagebuch.
Ein Bündner Buch aus Basel: «Bergünerstein» spielt in Graubünden, wurde in England geschrieben und in Landquart gedruckt. Aber es ist auch ein Basler Buch: Lektoriert, korrigiert und gestaltet wurde es in Basel, gebunden in Reinach. Mittlerweile lebt auch die Autorin wieder in Basel.
Antonia Bertschinger wurde 1973 in Zürich geboren und lebt seit 1993 (meistens) in Basel. Sie studierte Philosophie, Englische Literatur, Kirchengeschichte und War Studies und engagiert sich für die Menschenrechte. Seit 2008 schreibt sie beruflich, als Buchautorin, Journalistin und in der Kommunikation. «Bergünerstein» ist ihr erster Roman.