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Effizienz
Nach dem ökonomischen Prinzip handeln: Mit einem gegebenen Input den höchstmöglichen Output erzeugen, einen bestimmten Output mit minimalen Kosten herstellen, den Input minimieren, den Output maximieren.
Es ist ineffizient, in einem trockenen Sommer einen grossen Garten mit der Giesskanne statt mit dem Gartenschlauch zu bewässern, Gurken zu essen statt Wasser zu trinken, in einer Waschmaschine ein einziges Hemd zu waschen, wenn die Trommel 6 Hemden fasst, jede Asperin-Tablette einzeln zu verkaufen statt in der 20er Packung, kurze Strecken mit dem Flugzeug zurückzulegen, statt das Auto oder die Bahn zu benützen.
Die Wirtschaft eines Landes ist effizient, wenn sowohl die Allokation der Ressourcen wie auch die Zusammensetzung des Outputs optimal sind. Sind beide Kriterien gleichzeitig erfüllt, so minimieren die Produzenten ihre Kosten. Gleichzeitig maximieren die Konsumenten ihren Gesamtnutzen, weil jede andere Zusammensetzung des Outputs ihren Bedürfnissen weniger gut entsprechen würde. In einer effizienten Wirtschaft ist die Differenz zwischen dem Güterwert für die Konsumenten und den Kosten der Produzenten maximal. Es kann von einem Gut nicht mehr hergestellt werden ohne dass man von einem andern Gut weniger produziert und keiner kann besser leben ohne dass es einem andern schlechter geht. Es besteht ein sogenanntes "Pareto-Optimum".
Konkurrenz führt zu Effizienz. Bei Konkurrenz gehen die Güter an diejenigen Käufer, die sie - gemessen an ihrer Zahlungsbereitschaft - am höchsten schätzen und bewerten, und es kommen jene Verkäufer ins Geschäft, die zur Produktion mit den niedrigsten Kosten in der Lage sind.
Die Effizienz von Märkten lässt sich anhand der Konsumenten- und Produzentenrente messen. Die Konsumentenrente ist gleich der Zahlungsbereitschaft der Käufer minus der Summe der Kaufpreiszahlungen. Sie misst den Nutzen der Käufer aus der Marktteilnahme. Die Produzentenrente ist gleich der Summe der eingenommenen Zahlungen für die Güter minus die Produktionskosten. Sie misst den Nutzen der Verkäufer aus der Marktteilnahme. Ein Markt arbeitet umso effizienter, je höher die Summe aus Konsumenten- und Produzentenrente ist.
Herrscht vollkommene Konkurrenz und befindet sich ein Markt im Gleichgewicht, ist für diesen Markt volle Effizienz gegeben. Die Summe aus Konsumenten- und Produzentenrente ist maximal.
Märkte führen dann nicht zu einer effizienten Allokation der Resourcen, wenn ein Marktversagen vorliegt, z.B. infolge eines Monopols, das seine Marktmacht missbraucht, oder infolge von Externalitäten.
Ein Unternehmen ist kosteneffizient, wenn es unter Einsatz der kostengünstigsten Produktionsverfahren bei den niedrigsten Stückkosten produziert.
Ein klassisches Mittel für die Effizienzsteigerung bei der Produktion ist die Arbeitsteilung. Die gesteigerte Geschicklichkeit bei jedem Arbeitenden, die ersparte Zeit, die gewöhnlich beim Uebergang von einer Arbeit zu einer andern verloren geht, und endlich der Einsatz vom Maschinen, der sich bei einer Vielzahl gleichartiger Vorgänge anbietet, senken die Kosten je produzierte Einheit.
In gleicher Weise wirken zunehmende Skalenerträge (economies of scale). Bei wachsender Betriebsgrösse sinken die Durchschnittskosten. Bei bereits sehr grossen Betrieben kann ein weiteres Wachstum der Betriebsgrösse aber auch zu fallenden Skalenerträgen (diseconomies of scale) und damit zur Ineffizienz führen. Effizienz wird durch die Wahl der optimalen Betriebsgrösse erreicht.