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„Dickinson“ ist die neuste Apple TV Serie und etwas, das man meiner Meinung nach nicht verpassen sollte. Die Serie porträtiert die amerikanische Dichterin Emily Dickinson und ihr Leben im 19. Jahrhundert. Wie dargestellt, war sie eine junge, sehr talentierte Frau welche ihrer Zeit weit voraus war. Sie weigert sich, zu heiraten und alles was sie wirklich wollte, war in ihrem Zimmer zu sitzen und Gedichte zu schreiben.
Im realen Leben wurden die meisten Gedichte von ihr erst viele Jahre nach ihrem Tod gefunden und veröffentlicht. Viele ihrer Werke wurden abgeändert, da ihr Schreibstil nicht in die damalige Zeit passte. Ihre Gedichte waren oft kurz und mit Fragezeichen oder Ausrufezeichen versehen und handelten vom Tod, von der Liebe oder von der Natur. Ein Beispiel :
I am afraid to own a Body, I am afraid to own a Soul, Profound Precarious Property, Posession not optional
Emily Dickinson
Übersetzung : Ich habe Angst einen Körper zu besitzen, Ich habe Angst eine Seele zu besitzen, all umfassender Eigentumsbesitz, ein verpflichtendes Eigentum
In diesen kurzen Zeilen, beschreibt sie ihre Angst und Abneigung gegenüber der Heirat und einer tiefgründigen Beziehung mit einem Mann. Für eine Frau, welche im 19. Jahrhundert lebte, waren diese Worte ziemlich skandalös. Zu jener Zeit waren die einzigen Aufgaben einer Frau, zu heiraten, Kinder zu kriegen und den Haushalt zu führen. Weil Dickinson sich gegen diese sozialen Normen stellte, wurde sie zu ihrer Zeit als komisch und eigenartig angesehen. Sie war eine Aussenseiterin und ihr Lieblingsplatz war ihr Schlafzimmer. Gegen Ende ihres Lebens lebte sie sehr zurückgezogen und verliess ihr Zimmer selten. Obwohl sich die meiste Zeit ihres Lebens in einem geschlossenem Raum abspielte, gelang es ihr viele der interessantesten und weitsichtigsten Gedichte des 19. Jahrhunderts zu verfassen.
Die Serie nach ihrem Namen stellt Emily Dickinson als eine feministische Heldin dar und besitzt einen sehr modernen Soundtrack obwohl sich das Ganze im 19. Jahrhundert abspielt. Die Sprache ist nicht altmodisch sondern so wie heute ; Emily sagt Bullshit und stickt Kissen mit dem Slogan Fuck my life. Über die historischen Ungenauigkeiten hinwegsehen, zeichnet die Serie ein Porträt einer sehr besonderen jungen Frau.