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Die Geschichte des Alfa Romeo GP Typ 158 zeugt von der Beharrlichkeit sowie dem Einfallsreichtum der Männer aus Portello. Denen es mit einer List gelungen ist die siegreichen Einsitzer zu retten, sie wieder auf die wichtigsten Rennstrecken zurückzubringen und diese zu beherrschen. Aber es ist vor allem die Geschichte eines Mythos, eines seit seinem Debüt siegreichen Rennwagens, der die erste Formel-1-Weltmeisterschaft dominierte und gewinnen konnte.
Nach Ende der Zusammenarbeit mit Enzo Ferrari, der mit seiner Rennabteilung die Sportfahrzeuge aus dem Werk von Portello managte, wurde in Mailand die Abteilung Alfa Corse gegründet. Der Schwerpunkt lag auf der Entwicklung eines neuen „Kleinwagens“ mit einem 1,5-Liter Motor, die Kategorie, welche ab dem Jahr 1940 die Königsklasse werden sollte. Das Team um Gioachino Colombo folgte dabei den Linien des GP Typ 158, häufig auch “Alfetta” genannt.
Der Motor ist ein beispielloser 8-Zylinder auf zwei miteinander verbundenen Vierzylinderblöcken aus Leichtmetall und geschraubten Stahlrohren, Steuerung mit zwei obenliegenden Nockenwellen, angetrieben durch Stirnräder und zweistufigem Roots-Kompressor. Das Blockgetriebe befindet sich für eine perfekte Gewichtsbalance auf der Hinterachse. Die Anfangsleistung betrug 195 PS, aber schon 1939 stieg sie auf 225 PS bei einer Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h.
Es blieb keine Zeit das Publikum mit einem Doppelsieg beim Debüt im „Coppa Ciano“ 1938 zu begeistern. Mit dem Grand Prix von Tripolis schien die Karriere des „Alfetta” beendet zu sein, weil bei Ausbruch des Krieges alle Wettbewerbe ausgesetzt wurden. Alfa Romeo versteckte, mit Weitsicht, die Fahrzeuge in der Umgebung von Mailand auf einem Schweinehof unter einem falschen Holzstapel und schützte sie so vor den Razzien der Deutschen.
Nach dem Krieg und der Not ist 1950 das magische Jahr für den Alfa Romeo GP Tipo 158: Sechs von sieben Siegen, nur weil alle europäischen Mannschaften nicht an dem 500-Meilen-Rennen von Indianapolis teilnahmen. Eine totale Dominanz, die den überwältigenden Sieg der ersten Formel-1-Weltmeisterschaft zur Folge hatte.
In der ersten Nachkriegszeit verbesserte Alfa Romeo den Motor des 158 und stattete ihn mit einem zweistufigen Kompressor aus, der die Leistung auf 275 PS schraubte, um die 270 km/h zu erreichen. Die Überlegenheit im Rennen war deutlich, aber die Männer des Biscione gaben sich nicht zufrieden und steigerten die Leistung auf 340 PS mit einer Höchstgeschwindigkeit von 290 km/h. So bereiten sie sich darauf vor, die erste Formel-1-Weltmeisterschaft im Jahr 1950 zu beherrschen. Es ist das Team der drei “F”: Nino Farina, Juan Manuel Fangio und Luigi Fagioli. Die “Alfetta” konnten sechs von sieben GP für sich entscheiden und besiegten alle europäischen Hersteller in der Indy 500, dominierten auch weitere fünf Große Preise, die jedoch nicht für die Meisterschaft zählten. Seit seinem Debüt beim GP von Silverstone war der Alfa Romeo stets ungeschlagen und erobert damit die ersten drei Plätze in der Rangliste mit Giuseppe “Nino” Farina, dem ersten Weltmeister der neuen Formel 1. Das Fahrzeug, aus der FCA Heritage-Sammlung und eigentlich nur im Historischen Museum Alfa Romeo in Arese. Wie die anderen Alfa Romeo Rennwagen hatte auch die Giulietta 158 einen Quadrifoglio auf der Motorhaube. Sehen Sie sich das Video zur Geschichte des Quadrifoglio an.