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Ukraine: Wann wird es besser?
Mit der Auflösung der Sowjetunion erlangt die Ukraine im Dezember 1991 die staatliche Unabhängigkeit – mit 90,3 % Zustimmung bei der Referendumsabstimmung. Doch seither sucht das Land vergebens nach seiner nationalen und internationalen Rolle im Spannungsfeld zwischen einer westlichen Orientierung, zum Beispiel mit einer Integration in die EU, und einer politischen Orientierung Richtung Russland. Die wirtschaftlichen und demografischen Probleme in der Ukraine wiegen schwer: Seit der Unabhängigkeit vor 25 Jahren sank die Einwohnerzahl um mehr als 6,25 Millionen Menschen; das Bruttoinlandprodukt erreicht nur gerade knapp 70 Prozent des Wertes von vor Unabhängigkeit.
Der Krieg in der Ukraine, der 2014 eskalierte, ist auch Ausdruck der Zerrissenheit des Landes zwischen den westlich orientierten und den prorussischen Befürwortern. Und auch wenn die russische Regierung wiederholt erklärte, «keine Konfliktpartei» zu sein, ist Russland und dessen Präsident Vladimir Putin, nicht zuletzt ganz offensichtlich durch die Annexion der Krim im März 2014, ein wichtiger Faktor im fragilen Findungsprozess der nationalen Identität und der Sicherung einer politischen und wirtschaftlichen Stabilität des Landes, welche heute ferner denn je scheint.