Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03571.jsonl.gz/1833

ein glasglänzender Schmuckstein von spargelgrüner, ins Grünlichweiße und Olivengrüne übergehender
Farbe. Die gesuchtesten Stücke sind die, welche in bestimmter Richtung betrachtet noch ein bläuliches Farbenspiel zeigen.
Man kann den Ch. zur Gruppe der Spinelle rechnen, denn er enthält keine Kieselsäure, sondern nur Thonerde
und Beryllerde nebst Spuren von Eisen. Er findet sich als Geschiebe im Sande der Flüsse in Birma, Borneo, Ceylon, Brasilien,
Sibirien. Nicht alle hierher gehörige Steine finden Verwendung; einige schöne Varietäten werden aber teuer bezahlt.
Ausgezeichnet gefärbte Stücke werden in Brillantform geschliffen und gewöhnlich mit Goldfolie unterlegt; die schillernden
erhalten den kappenförmigen Schnitt. - Wegen des Einfuhrzolls s. Tarif im Anh. Nr. 33 a
(rohe); Nr. 33 c (geschliffene ohne Fassung); 20 a (gefaßte).
ein dem rhombischen System angehöriger, kurz und breit säulenförmig oder dick
tafelartig mit Pyramidenflächen krystallisierender Edelstein, dessen Farbe aus Grünlichweiß in Spargelgrün oder Olivengrün
übergeht und der zuweilen einen bläulichen wogenden Lichtschein zeigt. Er besteht aus 80 Proz.
Thonerde und 20 Proz. Beryllerde, BeAl2O4, ist glasglänzend, von muscheligem Bruch, seine Härte steht zwischen der
des Topas
[* 11] und des Korund.
[* 12] Er findet sich in Brasilien, Ceylon, Pegu, Sibirien, Nordamerika,
[* 13] und zwar meist als lose Körner und
Geschiebe im Flußsande, auch eingewachsen im Gneis zu Marschendorf in Mähren und Haddam in Connecticut.
Der größte Stein dieser Art, der ein Gewicht von 8 kg hat, befindet sich in Rio
[* 14] de Janeiro. Der Chrysoberyll wird
zu Schmucksachen,
[* 15] besonders Ringsteinen, verwendet, wobei man den blaßgefärbten eine Goldfolie unterlegt. Eine besondere
Abart ist der Alexandrit (s. d.). Im Edelsteinhandel, als sog. Phantasiesteine (s. d.), befinden sich zur Zeit besonders ceylonische
Chrysoberyll von allen Nuancen des Grün und Gelb bis zu den seltenen rein goldgelben. Die große Ausbeute an solchen
wurde dadurch veranlaßt, daß eine bedeutende Nachfrage entstand nach den in den letzten Jahren in die Mode gekommenen Chrysoberyll-Katzenaugen,
die, mugelig geschliffen, eine wogende Lichtlinie zeigen und von denen besonders große und schöne Steine mit Tausenden bezahlt
worden sind.