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Die Inzidenz der Entzündungen des Augeninneren oder Uveitis beträgt in Europa im Mittel 4.9/100000 Kinder/Jahr, was ca. 5–10 % Uveitisfälle im Erwachsenenalter entspricht1), 2). Die pathogenetischen Entzündungsmechanismen entsprechen den beim Erwachsenen beobachteten, dennoch erfordert die kindliche Uveitis eine hochspezialisierte Betreuung. Sie ist optimal, wenn die verschiedenen Fachleute in einer multidisziplinären Gruppe, bestehend aus behandelndem Kinderarzt, Augenarzt und Rheumatologen, um das Kind vereint sind. Das kranke Kind und die Familie fühlen sich so besser unterstützt; die fachgerechte Betreuung der krankheitsbedingten Komplikationen lindert die Angstgefühle, die im Zusammenhang mit einer chronischen Krankheit auftreten. Der Kinderrheumatologe ist am besten befähigt, eine systemische Behandlung zu leiten (insbesondere immunsuppressive und biologische Medikamente), deren Wirksamkeit in Bezug auf Erhaltung der Sehfähigkeit durch multizentrische Studien belegt wurde.
Uveitis im Kindesalter