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Biber spielen eine Rolle beim Klimawandel. Wie die amerikanische Zeitschrift ScienceNOW schreibt, haben die zweitgrössten Nagetiere viele Ähnlichkeiten mit uns Menschen. Denn wie wir verändern sie ihre Umwelt radikal, indem sie grossflächig Bäume fällen, Dämme und Kanäle bauen und so das Wasser stauen und umleiten. In einer neuen Studie konnten Wissenschaftler zeigen, dass Biberdämme einen Einfluss auf das Klima haben könnten, denn in den Sedimenten hinter den Staudämmen werden Treibhausgase gespeichert. Werden die Gebiete aufgegeben, wird dieses Gas jedoch wieder freigesetzt, gelangt in die Atmosphäre und trägt zur Klimaerwärmung bei.
Bevor Nordamerika von Menschen besiedelt wurde, bewohnten schätzungsweies 400 Millionen Biber rund 60 Prozent des Kontinents. Die heute von Bibern verlassenen Wiesen in Nordamerika speichern etwa 736000 Tonnen Kohlenstoff, das ist etwa acht Prozent des gesamten Erdereichs. In Feuchtgebieten, die von Bibern besetzt sind, macht der Kohlenstoffanteil jedoch 23 Prozent des Erdreichs aus, das wären 2,3 Millionen Tonnen. Dies ist ein grosser Unterschied, findet ScienceNOW.
Der Grund dafür ist, dass in Feuchtgebieten kein Sauerstoff in die Erde gelangt und dadurch die organischen Materialien wie Holz weniger schnell abgebaut werden. Durch die beinahe Ausrottung der Biber wurde wahrscheinlich eine grössere Menge an Klimagasen wie Methan und Distickstoffmonoxid freigesetzt.
Auch wenn die Biberpopulationen in der Schweiz nicht dasselbe Ausmass erreichten wie in Nordamerika, zeigt die Studie einmal mehr auf, wie komplex sich die Umweltzerstörung und der Artenrückgang auf das ganze Ökosystem auswirken. Aber vor Allem unterstreicht die Studie die Wichtigkeit von Feuchtgebieten – nicht nur für die Biodiversität, sondern auch für unser Klima.
Bild: Botaurus [Public domain], via Wikimedia Commons