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@ Dalshe_
…..Natürlich wirken die auch physisch greifbar und, persönlich
was man am Äußeren der Person, ihrem Charakter und Umständen ihres Lebens wahrnehmen kann, und auch an Krankheitsbildern unter ihrem Einfluss sieht.....
Mit „persönlich“ meinte ich natürlich „nur eine Person betreffend“, während „kollektiv“ zB eine ganze Personengruppe betrifft, wobei zB Alle, die einen persönlichen Punkt, wie etwa ihre Radix-Sonne, auf 4° Stier haben, auch eine Gruppe miteinander bilden. Insofern ist der Begriff etwas missverständlich.
….Die kollektive Wirkung bewirkt die langsame Bewegung der Planeten weiter des Jupiter, durch die mehrere Menschen zur gleichen Zeit bzw. innerhalb bestimmter Zeitabschnitte mit der Qualität, die der Planet sendet, konfrontiert sind, weil sich Aspekte dazu bzw. davon bilden. - Beispiel: Eine Generation mit Uranus und Neptun im Steinbock ist verstärkt von Erwerbslosigkeit und Verlust der Immobilien betroffen, und gesundheitlich von entsprechenden Schädigungen im Knochensystem. Ich hoffe, du kannst dir die Logik ableiten. ….
Die Unterscheidung betrifft einerseits den auf einen längeren Zeitraum bezogenen Zustand, der nur als „Hintergrundwirkung“ spürbar wird, und andererseits ein konkretes, kurzfristiges Ereignis, welches typisch für diesen Zustand ist, und ihn als solchen kennzeichnet bzw „auslöst“.
Im vorliegenden Beispiel, wo die Mars-Neptun-Quadratur mundan am Himmel stand, hätte man zB feststellen müssen, dass weltweit besonders viele Menschen von Vergiftungen betroffen gewesen sind, die auch eine entsprechende Konstellation im Geburtshoroskop haben, und Diejenigen wiederum, die an dem Tag geboren wurden, lebenslang unter dieser Anfälligkeit für Vergiftungen leiden müssen.
Die Anderen jedoch, die diese Disposition in ihrem Radixhoroskop nicht haben, wie zB meine Großnichte, hätten davon gar nicht betroffen sein dürfen!
…..Was Mars/Neptun angeht, so ist diese Konstellation alleine noch nicht entzündungsfördernd, sogar ungünstig dämpfend, weil Neptun (Nässe/Feuchte) Mars (Hitze/Trockenheit) die Kraft nimmt. Erst wenn sich ein anderer Planet zu den zwei gesellt, und/oder die Konstellation vielleicht in ein "entzündungsförderndes" Feld gerät, dann kann die feuchte Hitze (TCM) im Körper pathologisch werden. Oder man verbrennt sich am kochenden Wasser (mein eigener Fall)......
Die Mars-Neptun Konstellation bedeutet in Ebertins Kosmobiologie Mars (Aggression, oder auch Entzündung) plus Neptun (Auflösung) und kann – wenn es als Konstellation im Radix vorkommt - auch dazu führen, dass Jemand die Spannung zwischen beiden Kräften dadurch zum Ausdruck bringt, indem er - vielleicht nach einem unangenehmen Mars-Neptun-Erlebnis, was er in Zukunft nicht noch einmal erleben will - Chemiker wird, oder Pharmazeut.
Sinnverwandt für diese Konstellation wäre auch der Aufenthalt von Mars im neptunischen Fischezeichen, oder – was den Unterschied zwischen Aspektor und Aspektiertem nicht berücksichtigt – der Aufenthalt Neptuns im marsischen Widder oder im (früher ebenfalls marsischen) Skorpion. Im Allgemeinen zieht man die letztere Deutung vor, weil die Generation mit Neptun im (heute dem Pluto zugeschriebenen) tropischen Skorpionzeichen ja noch lebt, während die, die ihn im tropischen Widderzeichen hatte, schon lange nicht mehr existiert.
In diesem Falle stand jedoch Mars im jupiterhaften, tropischen Schützezeichen, was zwar eher mit Muskelverletzungen einhergeht, aber auch der Leber zugeschrieben wird, die mit der Entgiftung (des ebenfalls früher jupiterhaften Fischezeichens?) zu tun hat.
….Weiter. WARUM ein Aspekt zwischen Mars und Merkur etwas mit Nahrungsmitteln zu tun haben muss, leuchtet mir nicht ein. Nicht mal bei der vorhandenen mit Merkur im Stier und Mars im Löwen. …..
Der jungfrauenhafte Merkur ist der natürliche Gegner des fischigen Neptun (oder Jupiter) und hat mit der Ernährung und deren Verwertung zu tun, sowie mit dem ganzen Thema Gesundheit an sich, sodass man besonders bei einer Lebensmittelvergiftung den Merkur immer mit einbeziehen muss.
Dass der in dem vorliegenden Falle im tropischen Zeichen Stier stand, ist ohne Belang, weil er dort weder jahreszeitbedingte Umstände anzeigt, wie das bei der Sonne im Stier der Fall ist, noch tageszeitbedingte, wie das ebenfalls mit der Sonne in einem gleichsinnigen Erdraumfeld der Fall wäre.
….Auch nicht von der Häuserplatzierung. Ich würde diese Konstellation eher einem Geldthema / Einsatz der Stimme / verkaufsorientierten, werbenden Arbeit zuordnen. Und gesundheitlich Problemen mit Hals /Nacken und Herz / Rücken. Und vielleicht noch Augen.....
Die Gleichsetzung des Zeichensystems mit dem Häusersystem ist weltanschaulich vielleicht vereinfachend, aber die Stellung eines Planeten in den für einen Beruf (10. Feld) oder eine Tätigkeit (1. Feld) typischen Häusern wurde durch die Untersuchungen von Gauquelin als „nicht wirksam“ nachgewiesen, weil Menschen mit Merkur im berufsbezogenen 10. Feld eben NICHT vorrangig Mediziner oder Ernährungswissenschaftler werden.
Auch wenn man den ursprünglichen tropischen Tierkreis zugrunde legt, der mit dem Sternzeichen Stier begann, und wonach sich auch das System der Zeichenherrschaft über die Planeten richtet, ließ sich nach den Untersuchungen von Gauquelin keine durchgehende Häufung von typischen Planeten in irgendwelchen anderen Zeichen oder Häusern statt dessen nachweisen.
So ist in diesem Falle die Position der Radixvenus im Widderzeichen, mit dem die Römer eigenmächtigerweise das Jahr beginnen ließen, auch noch kein ausreichendes Indiz für eine generelle Nierenschwäche, nur weil der marsbeherrschende Widder der natürliche Gegner der venusbeherrschenden Waage ist, sondern bestenfalls ihr Anderthalbquadrat zum Radix-Mars selber.
Auch hier muss man sich fragen, ob die Venus den Mars oder der Mars die Venus dominiert: Die Position der absteigenden Venus im 9. Haus lässt gegenüber dem aufsteigenden Mars im ersten Feld vermuten, dass es eher der Mars ist, der in diesem Falle auch den „Marseffekt am Asc“, den Gauquelin als typisch für Spitzensportler herausgefunden zu haben meinte, aber später widerrufen haben soll, weil er angeblich die Statistik zu seinen Gunsten gefälscht habe, als richtig bestätigt.
...Ernsthaft irgendwelche homöopathische Mittel zu besprechen, geschweige denn mit Hilfe von Astrologie, sehe ich bei dem hier herrschenden Wissensstand als recht schwierig an. Du hast mit der Überschrift einfach zu hoch gegriffen. ….
Wenn man den Vorgang richtig interpretiert, was bedeutet, dass man die Schwachstelle der Grundkonstitution kennt, aufgrund derer unter den jeweiligen Umstände ein entsprechendes Ereignis stattfindet, kann man sehr wohl auch prophylaktisch Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, die das Schlimmste verhindern.
In diesem Falle haben nicht die Sterne, sondern die Organe gesprochen, aufgrund derer das passende Heilmittel ausgesucht wurde.
Wenn tatsächlich die Geburtssituation prägend für die Gesamtkonstitution des Menschen sein sollte, so kann man in diesem Falle davon ausgehen, dass – aus welchen Gründen auch immer - auch nach den Regeln der klassischen Astrologie die venusischen Anteile bei der Horoskopeignerin eine generelle Schwachstelle darstellen, die es zu schützen gilt, und nicht etwa eine Stärke, wie man es von der Position der Sonne im tropischen, venusbeherrschenden Stierzeichen her vermuten könnte, welches im Übrigen gar nicht für die Nieren, sondern für den HNO-Bereich zuständig ist, wie du ganz richtig erwähnt hast.
Was die ziemlich schwierig zu berechnende Auslösung von Ereignissen durch Planeten betrifft, die man alle 7 Jahre um ein ungleichgroßes Haus verschiebt, wie es Döbereiner praktiziert, so laufen auch hier die Auslösungen nicht mit den tatsächlichen Ereignissen synchron, sodass man nicht davon ausgehen kann, dass der kritische Astrologe keine Ahnung hat, sondern dass sich der Erfinder des Systems auf dem Holzweg befindet.
Dass Döbereiner mit seiner Rhythmenlehre in einem Zeitalter der weltanschaulichen Verwirrung namens „New Age“ vor Allem seine gestaltpsychologisch geprägte Weltanschauung erfolgreich verkauft hat, heißt nicht, dass er damit auch als Astrologe Geschichte geschrieben hat.
Der ganzheitliche Ansatz seiner Formel: Herr des Zeichens A im Ereignisfeld B, mit der er gleichgroße Tierkreiszeichen und verschieden große Erdraumfelder in ein und denselben Topf geschmissen hat, scheitert bereits da, wo es bei eingeschlossenen Zeichen in besonders großen Feldern immer zwei Herren gibt, die einander in der Aussage natürlich widersprechen, weil jeder Herr für sich eine eigene Beschreibungskategorie darstellt.
Dass - weltanschaulich gesehen - die transsaturnischen Kategorien Uranus, Neptun und Pluto auch auf eine mehr oder weniger unglückliche Weise den bereits von Saturn, Jupiter und Mars besetzten Zeichen zugeschrieben wurden, vergrößert die allgemeine weltanschauliche Verwirrung noch mehr.
Daher konnten sich die neuen, selbsternannten Psychopriester mit ihren auswendig gelernten, aber nicht verstandenen, und daher auch nicht astrologisch begründbaren, schönen Märchenvorstellungen vom leidensfreien Lebensgenuss am besten gegen die althergebrachte Weltanschauung der leidvollen Selbstdisziplin zur Reduzierung des eigenen Leidens durchsetzen.
Hinzu kommt, dass in Wirklichkeit ja auch Niemand wissen will, dass es für seine widersprüchlichen Anlagen und Eigenschaften, die ihn als Person ausmachen, weder im Himmel (im Geiste), noch auf Erden (im Körper) eine selbst bestimmbare (homöopathische, und daher von unangenehmen Nebenwirkungen freie) Patentlösung gibt, die ihn sogar auf Lebenszeit vom Leiden befreit, weil der Preis für die Lust auf der einen (in diesem Falle marsischen) Seite eben notwendigerweise immer im Leiden auf der anderen (in diesem Falle venusischen) Seite besteht.