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Die Jahre von 1808 bis 1950
1808
Die obligatorische Gebäudeversicherung im Kanton Zürich wurde gegründet. Die Gemeinden wurden angehalten Feuerwehren auszubilden.
1885
Anschaffung der Handdruckspritze "Rümlang 1". Wasserbezugsorte waren damals die durch Rümlang fliessenden Bäche und 3 Feuerwehrweiher im Dorfkern. Für die Bedienung der Spritze war der 42 Mann starke Spritzenzug 1 zuständig.
1891
Rümlang erhielt eine Wasserversorgung. Das erste Reservoir "alter Fuchs" wurde gebaut. Die Feuerwehr bekam ihr erstes Hydranten Netz.
1900
Anschaffung einer Streben Leiter mit Transportwagen.
1905
Alle in Rümlang wohnenden Männer waren in der Feuerwehr eingeteilt. Pro Jahr wurden 2 Übungen durchgeführt. 25 Mann stellten mit Erfolg ein Gesuch um Entlassung aus dem Feuerwehrdienst. Sie mussten dafür Ersatzsteuer bezahlen. Zusammen bezahlten diese 25 Männer im Jahre 1906 total Fr. 60.45 Feuerwehrersatzsteuer an die Gemeinde Rümlang.
1908
Die Genossenschaft Elektrizitätswerk Rümlang wurde gegründet. Quer durch Rümlang baute man Stromleitungen. Die Feuerwehr bildete ihre erste Elektrikerabteilung.
1911
Grossbrand der "Alten Mühle" in Rümlang. Dieser war einer der schwersten Brandfälle in Rümlang. Die abgefüllten Mehlsäcke explodierten wie schwere Bomben. Dachschindeln flogen bis zum "Klotenerrank". 21 Stunden war die Feuerwehr zum Branddienst aufgeboten. 2 Feuerwehrmänner verletzten sich. Einer zog sich Augenverletzungen zu. Ein anderer erlitt schwere Erfrierungen an den Füssen.
1914
Infolge Selbstentzündung des Emdes wurde das Wohn- und Ökonomiegebäude Jacob Gujer, Bärenbohl, ein Raub der Flammen. Nur der Beihilfe der Feuerwehrmänner Affoltern, Seebach und Watt war es zu verdanken, dass ein Übergreifen des Feuers auf Nachbarhöfe verhindert werden konnte.
1917
Im Waschhaus und in der Werkstatt der Liegenschaft Jakob Gujer, Bärenbohl, brach morgens um 2 Uhr Feuer aus. Da der Brandausbruch spät bemerkt wurde, fiel das Gebäude dem Feuer zum Opfer. Zum Branddienst wurden die Mannschaften der Höfe Katzenrüti, Kätsch, Bärenbohl und Breitenstein beigezogen. Auch die übrigen Bewohner der genannten Höfe leisten grosse Hilfe. Ein Übergreiffen der Flammen auf andere Gebäude wurde verhindert. Jede Person erhielt Fr. 1.- Entschädigung für diesen Einsatz.
1917
Brandausbruch in der Sauerstoffabrik G. Weinemann, Rümlang. Infolge Explosion des erheblicher Schaden am Gebäude und an den darin befindlichen Maschinen.
1918
Die Feuerwehr Rümlang besteht aus 143 Mann: Stab 16, 1. Zug 57, 2. .Zug 46, 3. Zug 18, Elektrocorps 6. Alle absolvierten zwei Übungen und eine Hauptübung pro Jahr. Sold pro Übung betrug Fr. 1.- und Fr. 2.- für Offiziere. Soldauszahlung jeweils am Schluss der Übung.
1920
Während des Jahres 1920 wurden wegen Maul- und Klauenseuchegefahr keine Übungen abgehalten.
1922
Brand in der Liegenschaft Moll- Gerster, im Asp. Die Feuerwehr Rümlang rückte mit 147 Mann aus, konnte das Wohnhaus aber infolge Wassermangel nicht löschen. Es musste einzig auf die Lokaliesierung des Brandes bedacht genommen werden (schreibt der damalige Kommandant Johannes Vögeli). Nach dem Einsatz wurde die Mannschaft ordentlich verpflegt (der Kommandant war Metzger). Eine halbe Kuh wurde zu Geschnetzeltem verarbeitet und sämtliche Vorräte an Wein, Bier und Most wurden arg reduziert.
1927
Grossbrand im Ökonomiegebäude Albert Gassmann, Ecke Oberdorfstrasse/ Glattalstrasse. Totalschaden konnte nicht verhindert werden.
1927
Anschaffung einer Heustocksonde. Während der Gährungszeit wurden die Futterstöcke der Landwirte überprüft.
1930
Grossbrand im Dorfkern. Wohnhaus, Scheune und Stallungen der Liegeschaft Meier, am Steinenrain wurden ein Raub der Flammen.
1933
Der Samariterverein Rümlang wurde gegründet. Eine enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr entstand. Es wurden einige Samariter in der Feuerwehr voll integriert. Die Feuerwehr gründete eine Sanitätsabteilung.
1939
Mobilmachung. Die Feuerwehrmänner mussten zum Aktivdienst. In Rümlang wurde die Kriegsfeuerwehr aufgestellt. 50 bis 60-jährige und Junge ab 16 Jahren, unter ihnen auch der spätere Major und Oberkommandant von Rümlang, Max Maurer, wurden aufgeboten.
1942
Es wurden beschlossen eine Reorganisation der Feuerwehr durchzuführen. Der Mannschaftsbestand soll auf 60 bis 70 Mann reduziert werden, und durch vermehrte Übungen besser ausgebildet werden. Über die Anschaffung einer Motorspritze wurde ernsthaft verhandelt.
1946
Eine Erhebung über die Einführung eines Telefonalarmsystems wurde durchgeführt. Die Untersuchung ergab, dass pro Gruppe von 10 Feuerwehrmännern Kosten von ca. Fr. 700.- entstehen würden. Gestützt darauf wurde beschlossen, das bisherige System beizubehalten. Der Alarm erfolgte weiterhin mit Kirchenglocken und Hörnern.
1946
Die Herstellung einer Motorspritze wurde bei der Firma Fega, Zürich in Auftrag ergeben. Typ Fega 4-Zylinder, Kleinmotor neuester Konstruktion, 36 PS, Leistung 1000 Liter pro Minute, Preis Fr. 10'244.-. Unter Bedingungen wurden dafür 48% Staatsbeiträge zugesprochen. Unter anderem musste für den Transport der Spritze ein gemeindeeigenes Auto vorhanden sein. Da die Gemeinde noch kein eigenes Auto besass, wurden dafür drei Privatautos von Feuerwehrleuten requiriert.
1947
Die erste Motorspritze wurde geliefert. Die wurde das Paradestück im alten Spritzen-Hüsli. Da das Spritzenhaus keine Heizung hatte, schaute der neben-amtliche Materialwart wöchentlich zweimal vorbei und liess seine Spritze "laufen".