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Mit dem Niederländer Botic van de Zandschulp (ATP 117) qualifizierte sich mindestens ein Qualifikant für die Viertelfinals. Der 25-Jährige aus Veenendaal setzte sich gegen den Argentinier Diego Schwartzman in 4:20 Stunden 6:3, 6:4, 5:7, 5:7, 6:1 durch, nachdem er im vierten Satz bereits zwei Matchbälle vergeben hatte. Van de Zandschulp schaffte in Flushing Meadows als dritter Qualifikant nach Nicolas Escudé (1999) und Gilles Muller (2008) den Sprung in die Runde der letzten acht. Van de Zandschulp qualifizierte sich 2021 an allen vier Grand-Slam-Turnieren für das Hauptfeld, in Wimbledon rückte er allerdings als Lucky Loser nach.
Der nächste Gegner von Botic van de Zandschulp ist der Russe Daniil Medwedew (ATP 2). Der US-Open-Finalist von 2019 gab auch gegen den Briten Daniel Evans keinen Satz ab und verlor auf dem Weg in die Viertelfinals nur 32 Games. Medwedew, der auch am diesjährigen Australian Open den Final erreicht hatte, stand als einziger der in der unteren Tableauhälfte verbliebenen Spieler einmal in einem Grand-Slam-Viertelfinal.
Nach der als Titelverteidigerin angetretenen Naomi Osaka scheiterte in der 3. Runde überraschend auch die Weltnummer 1 Ashleigh Barty. Die Australierin verlor am Samstag in der Night-Session gegen Shelby Rogers 2:6, 6:1, 6:7 (5:7), nachdem sie im dritten Satz 5:2 geführt hatte. Für Rogers, die Nummer 43 der Welt, war es der erste Sieg im sechsten Duell mit Barty. Nun trifft die 28-jährige Amerikanerin im Achtelfinal auf die britische Qualifikantin Emma Raducanu. Barty hatte zuletzt unter anderen die Turniere in Wimbledon und Cincinnati gewonnen.
Mit Denis Shapovalov verabschiedete sich in der 3. Runde ein weiterer Spieler aus den Top Ten. Der 22-Jährige in Tel Aviv geborene und auf den Bahamas lebende Kanadier verlor gegen den 24-jährigen Südafrikaner Lloyd Harris klar in drei Sätzen. In den Achtelfinals hingegen steht der deutsche Olympiasieger Alexander Zverev, der nach einer 2:1-Satzführung von der Aufgabe von Jack Sock profitierte. Der Amerikaner hatte sich nach einem herausragenden ersten Satz zu Beginn des zweiten Durchgangs eine Oberschenkelverletzung zugezogen.
Mit dem Italiener Jannik Sinner und Jenson Brooksby aus den USA qualifizierten sich nach Félix Auger-Aliassime und Carlos Alcaraz zwei weitere nach der Jahrtausendwende geborene Spieler für die Achtelfinals. Beide siegten in fünf Sätzen. Sinner rang im Hexenkessel des Louis Armstrong Stadions den französischen Publikumsliebling Gaël Monfils nieder. Der unorthodox spielende Brooksby (ATP 99) bezwang den Russen Aslan Karazew, der am Australian Open als Qualifikant überraschend den Halbfinal erreicht hatte. Als Belohnung trifft Brooksby nun auf Novak Djokovic. Dank Sinner und Matteo Berrettini stehen erstmals überhaupt am US Open zwei Italiener in den Achtelfinals.
Nach dem Ausscheiden von Gaël Monfils ist klar, dass Frankreich erstmals in der Open Era (seit 1968) während eines Kalenderjahres keinen Achtelfinalisten stellt, wie die Zeitung «L'Equipe» berichtet. Bei den Männern wartet die einst so erfolgreiche Tennis-Nation seit 1983 und Yannick Noah auf einen Grand-Slam-Titel, bei den Frauen siegte zuletzt Marion Bartoli 2013 in Wimbledon. (nih/sda)