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Artensterben lässt «leere Landschaften» zurück
Wenn die grossen Pflanzenfresser von der Erde verschwinden würden, wäre das gesamte Ökosystem davon betroffen. Als Folge würden ganze Landschaften komplett veröden.
Nach dem Aussterben der grossen Pflanzenfresser würde es den Raubtieren an Beute mangeln. Zudem würden sich Samen schlechter verbreiten, weil sie von den Tieren nicht mehr gefressen und an anderer Stelle wieder ausgeschieden werden. So würde sich der Lebensraum für alle anderen Tiere und sogar der Kreislauf von Nährstoffen zwischen Boden und Pflanzen verändern.
Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Oregon State University, die Ursachen und Wirkungen des Aussterbens der grossen Pflanzenfresser untersuchten. Berücksichtigt wurden 74 Arten, die durchschnittlich über 100kg auf die Waage bringen.
In der Folge könnte das laut den Wissenschaftlern sogar zu «leeren Landschaften» führen, da so ganze Ökosysteme veröden können.
Klimawandel und Jagd sind Ursachen für Artensterben
Zwei der wichtigsten Faktoren für das Schwinden verschiedener Tierarten sind die Veränderungen ihres Lebensraums, aber auch die Jagd durch den Menschen. Besonders grosse Pflanzenfresser werden häufig gejagt, um tierische Körperteile für medizinische Zwecke zu verwenden und auch zum Verzehr. Nach Schätzungen lebt etwa eine Milliarde Menschen weltweit von gejagtem Fleisch.
Auch als Trophäen und zur Herstellung von Heilmitteln werden viele grosse Pflanzenfresser geschossen. Das Spitzmaulnashorn etwa wurde bis zur Ausrottung gejagt, da man glaubte, sein Horn hätte heilende Kräfte.
Besonders häufig sind grosse Pflanzenfresser in Südostasien, Indien und Afrika gefährdet. Das Forschungsteam hofft mit seinem Bericht auf die Bedrohung der Tierwelt und der Ökosysteme aufmerksam machen zu können, um so deren Schutz zu fördern.
Quelle: scinexx.de, Autor: Regina Rohland