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Laut Delta NV soll die geplante Einheit am bestehenden Standort Borssele eine Leistung von 1000 bis 1600 MW aufweisen. Die Wahl des Reaktortyps sei noch nicht gefallen, schreibt die Delta. Aber das Bewilligungsverfahren sei mit der Vorlage eines Teils des Umweltberichts eingeleitet worden.
Die Delta ist mit 50% am einzigen Kernkraftwerk des Landes, Borssele (449 MW, PWR), beteiligt. Es liegt in der Provinz Zeeland im Südwesten der Niederlande. Betreiberin ist die EPZ, die am 10. Januar 2006 von der Regierung die Erlaubnis erhalten hat, den Block weitere 20 Jahre bis 2033 zu betreiben.
Betriebsaufnahme in 2016
Die Delta geht davon aus, dass die neue Einheit den Betrieb 2016 aufnehmen könnte. Die Projektkosten werden auf EUR 3-5 Mrd. (CHF 5-8 Mrd.) geschätzt. Diese seien vom Anbieter abhängig, so die Delta.
Starkes politisches Signal
Foratom, die Dachorganisation der europäischen Atomforen, zeigte sich erfreut über die Bauankündigung der Delta. Sie habe eine starke politische Signalwirkung und widerspiegle den wachsenden Trend zu nuklearen Neubauten in ganz Europa.
Kurz zuvor hatte der christdemokratische Aussenminister der Niederlande, Maxime Verhagen, Kernkraftwerke als «echte Alternative» zum Import von Erdöl und -gas bezeichnet.
Quelle
M.A. nach Delta, Medienmitteilung, und NucNet, 10. September 2008