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Die Saläre der obersten Führungskräfte steigen kräftig. Ein Vergleich der «Handelszeitung» bei den 55 grössten Schweizer Unternehmen für 2009 zeigt, dass sich das durchschnittliche Gehalt eines Geschäftsleitungsmitglieds um 6,2% auf 2,1 Mio Fr. erhöht hat. Dieses Wachstum ist dreimal grösser als das für die breite Masse der Angestellten: Gemäss dem Bundesamt für Statistik sind die Nominallöhne im gleichen Zeitraum um 2,1% gestiegen. Die Vergütungen in der Industrie sind 2009 tendenziell gefallen, befinden sich aber noch auf hohem Niveau. Die Top-Manager im Bankensektor haben dagegen markant mehr verdient.
Während die Basissaläre meistens unverändert blieben, stieg der Anteil variabler Vergütungen. Bei der Credit Suisse etwa erreicht der variable Lohnanteil mittlerweile 92% des Gesamtsalärs. Bei Julius Bär und Vontobel liegt dieser Anteil bei über 70%. Hans Münch, Vergütungsspezialist bei Towers Watson, kritisiert diese Aufteilung und schlägt stattdessen eine Dreiteilung vor: «Zu je einem Drittel Basissalär, ein Bonus als kurzfristiger Anreiz sowie ein langfristiges Vergütungsprogramm.»
Bei den Managementvergütungen liegen Finanzen und Pharma an der Spitze. Auf Credit Suisse folgt Swiss Re. Roche ist von Rang fünf auf drei vorgestossen und hat den an vierter Stelle platzierten Branchenkonkurrenten Novartis überholt. UBS ist auf Platz fünf. Zurich Financial Services und der Luxusgüterkonzern Richemont folgen auf den Plätzen sechs und sieben.
Die Medtech-Firma Synthes ist von Rang zehn auf acht vorgerückt und hat die Position mit Holcim getauscht. Nestlé verbleibt an neunter Stelle. Der Industriekonzern ABB ist mit einem Minus von 40% aus den Top Ten gefallen.