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Entweder nimmt China nicht am Turnier teil, oder sie verlieren halt 100:0. Ich kann mit beidem leben!
In etwas weniger als 160 Tagen beginnt bei den Olympischen Winterspielen in Peking das Eishockeyturnier der Männer. Es sieht gut aus, dass dann nach einem Unterbruch 2018 auch die NHL-Stars wieder mit von der Partie sein werden.
Doch das bringt ein grosses Problem mit sich. Denn neben den NHL-Stars von Kanada, den USA, Russland, Finnland, Schweden oder der Schweiz soll auch ein Team des Gastgeberlands China am Hockey-Turnier teilnehmen. Und der internationale Eishockeyverband (IIHF) befürchtet nun, dass sich die Chinesen bis auf die Knochen blamieren, schreibt das Magazin «China Sport Insider».
Das Problem: China ist nur die Nummer 32 der Weltrangliste, hinter Mannschaften wie Polen, Litauen, Estland, Kroatien oder Spanien. Deshalb sind die Asiaten auch die Nummer zwölf (von zwölf) der Setzliste bei Olympia und treffen damit in ihrer Gruppe auf Kanada, die USA und Deutschland.
Ein Coach, der das chinesische Nationalteam bereits beobachten konnte, sagt zu «China Sport Insider»: «Wenn Kanada und die USA mit McDavid, Crosby und allen anderen Stars gegen diese Mannschaft spielen, könnte das Resultat gut und gerne 100:0 lauten. Auch mit nur zwei Feldspielern und ohne Goalie würde Kanada gewinnen.» Auch ein anderer Eishockey-Funktionär befürchte dem Bericht zufolge eine «Abschlachtung» auf dem Eis.
Zur Einordnung: 2016 spielte China in der Olympiaqualifikation gegen Serbien, Spanien und Island und verlor dabei alle drei Spiele mit fünf erzielten und 26 kassierten Toren.
Dass die Chinesen überhaupt mit von der Partie sind, ist dem Zweck des internationalen Eishockeyverbands geschuldet, den Eishockeysport weltweit zu fördern. Mit der Teilnahme an Olympia haben die IIHF-Verantwortlichen gehofft, dem Eishockey in China einen Boost zu verleihen.
Doch auch bei René Fasel und Co. ist man sich mittlerweile bewusst, dass eine Teilnahme Chinas am Eishockeyturnier von Peking problematisch sein könnte. Deshalb sieht man nun zwei Optionen vor:
Für die zweite Option wäre die IIHF angeblich sogar bereit, die Regeln zur Spielberechtigung nach Nationenwechseln anzupassen. Normalerweise müsste ein Spieler mindestens zwei Jahre im Land spielen, das er international vertreten möchte. Doch der Weltverband scheint bereit, in diesem Spezialfall flexibel zu sein, um ein Desaster auf dem Eis zu vermeiden.
This is a must-read story about the fiasco that is the Chinese men's hockey team, the IIHF's decision to have an utterly unqualified team play the Olympics & the IIHF apparently being prepared to bend eligibility rules for China to avoid global embarrassment, by @DreyerChina > https://t.co/7tsdV2idgx— Szymon Szemberg (@Sz1909_Szemberg) August 30, 2021
Ein ähnliches Projekt gab es schon mit dem KHL-Team Kunlun Red Star, das das Ziel hatte, nordamerikanische Spieler mit chinesischen Wurzeln fürs Nationalteam anzuwerben. Doch derzeit befinden sich Red Star und der chinesische Eishockeyverband in einem Streit, weshalb eine Teilnahme dieser Spieler bei Olympia unwahrscheinlich scheint. Langsam aber sicher wird die Zeit für das chinesische Eishockey knapp.
Ein weniger grosses Problem ist dagegen die Teilnahme beim olympischen Eishockeyturnier der Frauen. Einerseits ist dort China in der Weltrangliste etwas weiter vorne (Rang 19 gegenüber Rang 32 bei den Männern) und andererseits ist die internationale Leistungsdichte weniger gross. Zudem verhindert der Modus im Frauenturnier, dass China auf die weltbesten Nationen wie Kanada oder die USA trifft.
Mal wieder sorgt der englische Journalist Piers Morgan mit einem Interview für Aufsehen in der Welt des Fussballs. Vor einigen Wochen hatte er noch durch sein exklusives Interview mit Cristiano Ronaldo für Schlagzeilen gesorgt, nun legte der Brite wieder nach.