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Ziel: Die Kinder und Jugendlichen identifizieren Fähigkeiten, die sie gerne besitzen würden.
Gedanke: Was für eine Zauberin, was für ein Zauberer wäre ich gerne?
Text: Die Zauberkapuze. Es waren ein armer alter Mann und seine Frau, die lebten auf einem Berg. An einem Silvestertag ging der Alte in die Stadt hinunter, um Reisig zu verkaufen und dafür etwas für das Neujahrsfest zu besorgen. Er konnte aber an diesem Tag fast nichts verkaufen, so dass es nur zu einem Säckchen Reis langte. Als der Alte auf dem Heimweg an eine Brücke kam, beschloss er, sein Reisig dem Drachenkönig zu schenken, und so warf er es ins Wasser. Am Morgen des Neujahrstages stand ein riesengrosser Mann vor der Tür des Alten. Er stellte sich als Bote des Drachenkönigs vor und sagte: «Der Drachenkönig lässt dir für das Reisig danken, und er möchte dir zum Zeichen seiner Dankbarkeit etwas schenken.» Damit überreichte er dem Alten eine Kapuze und erklärte: «Das ist eine Zauberkapuze. Wenn du sie trägst, kannst du die Stimmen der Vögel verstehen.» Der Alte bedankte sich erfreut. Als er am nächsten Tag früh aufstand, hörte er eine Krähe auf dem Dach. Eine zweite kam von Osten her geflogen und setzte sich zu ihr. «Ich will es mal probieren», sagte der Alte und setzte die Kapuze auf. Kaum dass er das getan hatte, hörte er vom Dach folgendes Gespräch: «Wir haben uns schon lange nicht gesehen. Nun, was gibt es Neues, Bruder?» «Wusstest du schon, dass die Tochter der Choja-Familie Onomichi schwer krank ist? Die Ärzte und Wahrsager gehen bei ihm ein und aus, aber keiner weiss Rat. Und weisst du, woran es liegt? Als der Choja vor einiger Zeit eine Scheune baute, wurde ein Frosch unterm Dach festgenagelt. Bis heute liegt er dort halbtot. Die Krankheit der Tochter beruht auf dem Fluch dieses Frosches. Ihn muss man retten, wenn die Tochter gesund werden soll. Aber keiner weiss das. Die Menschen sind ja zu dumm dafür.» Der Alte war sehr erstaunt über diese Nachricht und machte sich sogleich auf zum Haus des Choja. In der Tat waren dort viele Ärzte und Wahrsager mit betrübten Gesichtern versammelt. Der Alte gab vor, ein Wahrsager zu sein und murmelte etwas am Lager der kranken Tochter. Dann erzählte er dem Reichen von dem halbtoten Frosch in der Scheune, der die Ursache für die Krankheit der Tochter sei. Der Choja rief sogleich nach einem Zimmermann und liess das Dach der Scheune öffnen. Der Frosch wurde hervorgeholt und sorgsam gepflegt. Von nun an ging es der Tochter täglich besser, und als man den Frosch wieder in Freiheit setzte, war auch die Tochter wieder völlig gesund. Der Choja war darüber sehr froh und beschenkte den Alten. So wurde der Alte durch die Kapuze allmählich reich und brauchte kein Reisig mehr zu sammeln. Er lebte mit seiner Frau noch lange und glücklich. Koppori!
Märchen aus Japan
Animation: Aus Haselruten werden Zauberstäbe geschnitzt und verziert. Ein Zauberstab muss auf seinen Besitzer persönlich zugeschnitten sein. Deshalb müssen sich alle überlegen, welche Art von Zauberer oder Zauberin sie sind und welche Art von Zauberstab zu ihnen passt. Vor dem Schnitzen müssen die Leitenden den Kindern den richtigen Umgang mit dem Sackmesser erklären. (Vgl. dazu auch das konturen Sackmesser!).
Idee 1: Wenn der Zauberstab fertig erstellt ist, werden die Kinder von erfahrenen Zauberinnen und Zaubern angeleitet, wie ihr Zauberstab verwendet wird und welche Bewegungen welche Wirkungen haben.
Idee 2: Zu den individuellen Zauberstäben können aus Karton und Stoffresten ausserdem die jeweils passenden Kopfbedeckungen gebastelt werden.
Ausklang: Gemeinsam bestimmen die Kinder und Jugendlichen einen Zauber für die ganze Gruppe. Dieser wird ausgeführt, natürlich in Verbindung mit einem feinen Zaubertrank.
Dieses Anispi stammt aus dem konturen Hokuspokus.