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Mehrfach lesbar, greift Bustamantes Paysage I den Modus der „Landschaft“ auf: ein (Fenster)Rahmen, eine Glasscheibe, mit kräftigen Metallhalterungen an der Wand befestigt und von ihr weggehalten. Bustamantes «Landschaft», die Glasscheibe, fixiert durch mennigefarben gestrichene Metallrahmen, die ausdrücklich zu sehen gegeben sind, ist ein Ort dazwischen, der im Unterschied besteht zwischen Davor und Dahinter, Diesseits und Jenseits, wobei jedoch Jenseits nichts anderes als Diesseits ist.
Bustamantes «Landschaft» führt einen Schnitt ein in den gegebenen Raum, sie bewirkt eine fortwährende Ablenkung des Blickes (nach hinten, nach vorn) und wird – gegen den traditionellen Begriff der Landschaft – zum Ort immanenter Transzendenz.
Site III markiert eine Stelle im Raum, eine Ausdehnung, bildet einen besonderen, unbetretbaren Bereich innerhalb der gegebenen Architektur. Das Werk löst sich aus seiner räumlichen Fixierung und wird zum Ort, der, verschoben, wo er ist, sich seiner Lokalisierung entzieht und so auch ein Ort des Ausschlusses des Körpers, der Person ist.
Tableaux zeigen Stellen, wo Gegenden der Natur sich mit besiedelten Flächen treffen: landschaftliche Übergangsbereiche. Die Photos zeigen Stellen, deren örtliche Definition fraglich ist, die eigentlich weder das eine noch das andere sind, sie zeigen Orte der Verlassenheit und Unwirtlichkeit, Orte der Abwesenheit, Niemandsland. So beschrieben, können die Tableaux als photographische Bilder dessen verstanden werden, was in den späteren Skulpturen in der Dimension des wirklichen Raumes realisiert wird. Doch auch die Tableaux selbst bewirken jenen Verlust eines Standpunktes, welcher der Verschiebung am Ort des skulpturalen Werkes entspricht: Gewöhnlich beinhalten die Tableaux eine Verschleierung des Fluchtpunktes der photographischen Wiedergabe. Zum Beispiel kann in der Bildmitte ein Baum abgebildet sein, der den Blick in die Bildtiefe verdeckt. Die Tableaux machen nicht nur den Ort des Betrachters unsicher, sondern lösen die Details der Aufnahme aus ihrer Einbindung in das System der automatischen Perspektive. U.L.