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Im dritten Teil der «Fantastic Beasts»-Reihe werden die Geheimnisse des einen oder anderen Dumbledores aufgedeckt. Mit dabei sind süsse magische Tierwesen und eine Truppe loyaler Zauberer und Hexen. Das sorgt für gute Unterhaltung und einen kurzweiligen Film, auch wenn er der ihm vorangehenden «Harry Potter»-Reihe bei weitem nicht das Wasser reichen kann.
Gellert Grindelwald (Mads Mikkelsen) stellt sowohl für die magische als auch für die Muggel-Welt dar eine ernsthafte Bedrohung dar. Er findet immer mehr Anhänger*innen, die seine abwertende Sicht bezüglich Muggel teilen. Und seine Fähigkeit, ein Stück weit in die Zukunft sehen zu können, sorgt dafür, dass er seiner Gegenseite immer einen Schritt voraus ist.
Albus Dumbledore (Jude Law) versucht mit allen Mitteln, Grindelwald zu stoppen. Doch aufgrund eines magischen Blutschwurs zwischen den beiden, den sie, als sie einst verliebt waren, vollzogen, können sie einander nicht bekämpfen. Darum bittet Dumbledore den Magiezoologen Newt Scamander (Eddie Redmayne) und seinen Freund Jacob Kowalski (Dan Fogler) um Hilfe. Die beiden sollen mit weiteren Freund*innen verhindern, dass Grindelwald an die Macht gelangt. Der Plan ist, dass jede*r einen eigenen Auftrag verfolgt, sodass es für Grindelwald unmöglich wird, die Zukunft vorherzusehen.
«Wie bereits im zweiten Teil der aktuellen ‹Wizarding World›-Franchise, ‹The Crimes of Grindelwald›, wird auch in ‹The Secrets of Dumbledore› nicht unbedingt ersichtlich, wieso Dumbledore gerade Newt Scamander für solch eine Aufgabe auserwählt hat.»
Wie bereits im zweiten Teil der aktuellen «Wizarding World»-Franchise, «The Crimes of Grindelwald» (2018), wird auch in «The Secrets of Dumbledore» nicht unbedingt ersichtlich, wieso Dumbledore gerade Newt Scamander für solch eine Aufgabe auserwählt hat. Vielmehr scheint dies eine Ausrede zu sein, um die «Fantastic Beasts»-Reihe unter ihrem inzwischen etablierten Namen weiterführen zu können. Auch fragt man sich in so mancher Szene, warum Kowalski dabei ist, verfügt er doch über keinerlei Fähigkeiten, abgesehen vom Charme und dem Humor, die Dan Fogler der Figur gibt. Stören tun diese Ungereimtheiten dank den guten Darbietungen der Schauspieler*innen jedoch kaum. Zu gut stimmt die Chemie zwischen ihnen.
Ein weiterer grosser Pluspunkt ist Mads Mikkelsen, der die Grindelwald-Rolle von Johnny Depp übernahm, nachdem dieser wegen Anschuldigungen der häuslichen Gewalt vom Warner-Bros.-Studio entlassen wurde. Mikkelsens Grindelwald ist nicht mehr albern; er besitzt Tiefe und wirkt weitaus gefährlicher. Auch kauft man Mikkelsen und Jude Law die Liebesgeschichte zwischen ihren Figuren ab. Die Harmonie ist grandios – man wünschte sich mehr Szenen mit den beiden.
«Ein weiterer grosser Pluspunkt ist Mads Mikkelsen, der die Grindelwald-Rolle von Johnny Depp übernahm, nachdem dieser wegen Anschuldigungen der häuslichen Gewalt vom Warner-Bros.-Studio entlassen wurde. Mikkelsens Grindelwald ist nicht mehr albern; er besitzt Tiefe und wirkt weitaus gefährlicher.»
Trotzdem beinhaltet der Film einige Logiklöcher, die mindestens «Harry Potter»-Fans sofort erkennen werden. Plötzlich scheinen fast alle Zauber*innen den Todesfluch abfeuern zu können, ohne die Wörter «Avada Kedavra» sagen zu müssen. Auch erinnert Grindelwald mehr an Lord Voldemort, als dass er ein eigener authentischer Bösewicht wäre. Und auch die Geschichte, ersonnen von J. K. Rowling sowie Co-Autor und «Harry Potter»-Film-Veteran Steve Kloves, ist nicht sonderlich kreativ. Schon länger wird Rowling nachgesagt, ihr seien endgültig die Ideen ausgegangen, und «The Secrets of Dumbledore» erweckt tatsächlich nicht das Gefühl erweckt, er zeige Neues oder gar Innovatives.
Ungeachtet dessen sorgt das Setting des Films im Vorkriegs-Deutschland eine gute Dramatik hervor. Fraglich ist jedoch, wie es damit in den geplanten nächsten Franchiseneinträgen weitergehen soll. Eine Mischung zwischen Zweitem Weltkrieg und der magischen Welt von «Harry Potter» scheint wenig erstrebenswert zu sein.
«Alles in allem lohnt sich der Kinobesuch. Für Unterhaltung sorgen die tollen schauspielerischen Leistungen und die Hogwarts-Szenen, die viel Nostalgie hervorrufen.»
Alles in allem lohnt sich der Kinobesuch aber. Für Unterhaltung sorgen die tollen schauspielerischen Leistungen und die Hogwarts-Szenen, die viel Nostalgie hervorrufen. Man darf kein Meisterwerk, und schon gar nicht die Qualität und die Spannung eines «Harry Potter»-Films, erwarten. Wer das nicht tut, wird nicht enttäuscht werden.
Über «Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore» wird auch in Folge 43 des Maximum Cinema Filmpodcasts diskutiert.
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Kinostart Deutschschweiz: 7.4.2022
Filmfakten: «Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore» / Regie: David Yates / Mit: Eddie Redmayne, Jude Law, Mads Mikkelsen, Ezra Miller, Dan Fogler, Alison Sudol, Callum Turner, Jessica Williams, Katherine Waterston / Grossbritannien, USA / 142 Minuten
Bild- und Trailerquelle: © 2022 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved. Wizarding World™ Publishing Rights © J.K. Rowling WIZARDING WORLD and all related characters and elements are trademarks of and © Warner Bros. Entertainment Inc.
In «Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore» werden Fehler des zweiten Teils der Reihe wiedergutgemacht. Das Ergebnis ist kein perfekter, aber ein kurzweiliger und unterhaltsamer Film.