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In diesem Blog werden relevante Themen zur psychischen Entfaltung dargeboten aus den Bereichen Psychologie, Psychotherapie, Lernen und Lernerfolg, Erziehung und Familienleben, Entwicklung von Fähigkeiten usw.
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Erfolg im Allgemeinen wird möglich, wenn die Erfolgsidee mit der eigenen Investition (Fähigkeiten, Fertigkeiten, Potential/Kapital) realisierbar ist. Egal, ob es sich dabei um Erfolg im Aufbau und Erhalt einer Beziehung oder in der Umsetzung einer Geschäftsidee handelt, ist schlussendlich wohl massgebend, wie der Umgang damit ist, wenn es nicht so läuft wie gewünscht. Erfolg in diesem Sinne handelt also von Durchhalten und vom Lernen aus Fehlern.
Möchten Sie in einem Thema Erfolg haben, stellen sich vereinfacht etwa folgende Fragen:
Konkret auf Lern- und Prüfungserfolg bezogen, lässt sich die Formel für Erfolg auf folgende Kriterien runterbrechen:
1. Verfüge ich über das notwendige Potential?
Häufig können Sie davon ausgehen, dass dies der Fall ist. In der Schweiz erfolgen Aufnahmen in Schulen oder Studiengängen meist aufgrund von Bewährungen im Alltag , zum Beispiel durch die Empfehlung von Lehrpersonen (Leistungsprüfung über einen längeren Zeitraum), oder aufgrund von bestandenen Aufnahmeprüfungen. Wenn Sie eine solche Prüfung bestanden haben, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Sie über das notwendige Potential verfügen, die Anforderungen zu meistern.
2. Bin ich bereit, mich anzustrengen?
Erfolg stellt sich ohne Anstrengung nicht ein! Wenn es ohne Anstrengung geht, dann ist es ein Hinweis dafür, dass Sie nicht ausreichend gefordert sind. Das kann zeitweise so sein, ich möchte Sie in diesem Falle aber gerne dazu anregen, sich längerfristig mehr Herausforderung zu suchen.
Wenn Sie nicht bereit sind, sich anzustrengen, sind Sie wahrscheinlich am falschen Ort. Vielleicht entspricht Ihnen das Ziel nicht? Oder Sie haben die Kraft nicht, sich anzustrengen? Oder Sie sind von etwas anderem vereinnahmt ? Kümmern wir uns um Punkt 3 und Punkt 4, um diesen Fragen näher zu kommen.
3. Will ich das Ziel erreichen und glaube ich daran, dass ich das kann?
Ist das, was ich verfolge wirklich das, was ich mir wünsche? Gehen Sie in die Retraite mit sich selbst. Wer bin ich und wohin soll es in meinem Leben gehen? Vielleicht hilft Ihnen die Wertediskussion von ACT (siehe ACT-Blog) weiter. Aber Achtung: Wenn Sie sich mal über Ihr Ziel im Klaren sind, schreiben Sie sich das auf, visualisieren Sie's irgendwie und schliessen Sie mit dieser Frage ab. Sinn-Fragen sind wichtig, sollten wenn möglich aber nur am Anfang und am Ende eines Prozesses Platz finden. Sinn-Fragen mittendrin jedoch sind häufig vor allem bremsend und dem Prozess nicht dienlich.
Gibt es etwas, das Sie an der Zielerreichung hindert? Manchmal arbeiten unbewusste Loyalitäten in die entgegengesetzte Richtung und hindern Sie an der Zielverfolgung. Verlieren Sie vielleicht eine Zugehörigkeit oder einen Teil Ihrer Identität, wenn Sie Ihr Ziel erreichen? Machen Ihnen das Wagnis und das Risiko zu scheitern Angst?
Und schlussendlich: Können Sie daran glauben, dass Sie, obwohl Sie auch Schwächen haben, Erfolg haben können? Haben Sie die Freude an Ihrem Weiterkommen und an Ihrem Erfolg verdient?
4. Bin ich in der Verfassung, die geforderte Leistung zu erbringen?
Ihr Zustand ist massgebend, wenn es darum geht, im rechten Moment Zugang zu Ihren Ressourcen zu finden. Leider bessert sich ein Zustand nicht von heute auf morgen, sondern braucht seine Zeit. Ich rechne mit mindestens 3 Wochen, aber eigentlich sind Sie es sich jederzeit schuldig, so weit auf sich zu achten, dass es Ihnen gut geht. Dieses Gut-gehen basiert auf 2 Ebenen, der körperlichen und der psychischen:
Ihre körperliche Basis
Ihr Körper ist Ihr Zuhause, der Boden unseres Daseins. Damit es ihm gut geht, braucht er ausreichend Schlaf, Bewegung und Ernährung. Gehen Sie beim Schlaf von unter 16 jährigen von durchschnittlich 9 Stunden aus (ja, wirklich!). Sorgen Sie für ausreichend Bewegung im Alltag, aber auch für Sport. Dass Sie sich ausgewogen ernähren sollten, wissen Sie. Vermeiden Sie einen Mangel vor allem auch von Eisen, Vitamin-B-Komplex und Vitamin D3. Persönlich glaube ich zudem, dass Omega-3-Fettsäuren sehr hilfreich sind (Kapseln kauen).
Ihre psychische Basis
Was brauchen Sie, um soweit ausgeglichen sein, dass Sie sich auf Herausforderungen einlassen können? Was tut Ihnen gut? Machen Sie ausreichend davon! Was immer Ihnen Freude bereitet: Sie sind in der Pflicht sich selbst gegenüber, sich ausreichend davon zu gönnen!
Vergessen Sie nicht, dass nicht jede Zeit zweckorientiert sein muss. Ich nenne diese Zeit "Lampi-Zeit": sie ist Zeit, in welcher nichts Zielorientiertes geschehen soll, nur die totale sich selbst bezweckende Erholung. Musik hören, lesen, kritzeln, basteln, was auch immer. Achten Sie bei der Lampi-Zeit darauf, sie zu begrenzen. Sie meldet sich nämlich nicht von selbst, wenn genug ist. Besonders wenn die Tätigkeit einen Anteil von Sucht- und Fluchtgefahr beinhaltet (ja, ich rede zu euch, Ihr Gamer und Serienjunkies!).
Und last but not least: Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Freunden! Rückzug ist häufig der Anfang von ungesunden psychischen Verläufen. Bleiben Sie gesund und haben Sie Spass mit Anderen. Die Zeit ist gut investiert, nämlich in Ihr psychisches Wohlergehen.
Oder: Was hat SEO mit meiner therapeutischen Arbeit zu tun?
Auf den ersten Blick gar nichts. Wenn Sie therapeutisch arbeiten und dies gerne und gut tun, werden Sie immer Klienten haben. Auch wenn die Mund-zu-Mund-Propaganda in unserem Bereich eher gering wirkt, da ein Teil unserer Klienten nicht darüber spricht, dass er sich in Therapie begeben hat, gibt es doch diesen anderen Teil, der begeistert ist über den Prozess, den er erleben durfte und auch gerne darüber spricht. Sie erhalten durch Mund-zu-Mund-Propaganda mehr von diesen Klienten, die sich in einem Umfeld befinden, wo man Wert auf Prozesse und inneres Wachstum legt. Diese Klienten sind häufig echte Klienten (weder Besucher noch Klagende), die dem Therapeuten auf Augenhöhe begegnen und schnell Fortschritte (also therapeutische Erfolge) erzielen. Das macht nicht nur Freude, sondern ermöglicht Ihnen auch als Therapeutin ein gute Erfolgsquote.
Ein weitere Möglichkeit, in unserem Arbeitsfeld erfolgreich zu sein (immer vorausgesetzt, Sie leisten tatsächlich gute Arbeit) ist es, sich im Markt so zu positionieren, dass Ihr Angebot und Ihre Stärken sichtbar werden, so dass sich diejenigen Klienten melden, die genau Ihre Qualitäten brauchen. Es lohnt sich deshalb, viel Energie in die Entwicklung eines eigenen Profils und Angebots zu stecken. Wie können Sie zeigen, wer Sie sind und wie Sie arbeiten? Eine eingehende Beratung dahingehend sowie das Studium anderer Angebote können Sie dahin führen.
Wenn Sie wissen, was Sie können und wie Sie arbeiten möchten, ist der nächste Schritt der Aufbau von Bekanntheit. Sie zeigen Ihr Profil mittels einer Webseite, indem Sie Artikel schreiben, Kurse anbieten und via Social Media. Durch Suchmaschinenoptimierung (SEO!) können Sie Ihre Webseite im WorldWideWeb hervorheben und Interessierten ermöglichen, Sie zu finden.
In meiner Beratung für Fachpersonen, welche sich in Richtung Selbständigkeit bewegen möchten, werden folgende Punkte thematisiert:
Wahl des Standorts, Gemeinschaftspraxis ja oder nein, Einbettung in die Fachschaft (Werbung, Eröffnung)
Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen, Generierung von Zuweisungen, Delegation ja oder nein (und mögliche Vereinbarungen bei Delegation)
Kurse, Webseite, SEO (Suchmaschinenoptimierung), Blogs, Google Business, Social Media, Verlinkung auf anderen Webseiten
Finanzielles, Preisfestsetzung, Buchhaltung, Sozial- und andere Versicherungen
Jede traumatische Erfahrung legt sich im Gehirn einerseits durch Wahrnehmungen wie Geruch und Geschmack, Sehen und Hören sowie durch Körperempfindungen ab. Wenn das neuroyale System mit der Verarbeitung der Erfahrung überfordert wird, kann es die Übererregung nicht abbauen und ein Rest dieses Stresses verbleibt im Körper. Immer mehr Indizien weisen darauf hin, dass Gehirn und Körper nicht einfach irgendwie auf Gefahren reagieren, sondern sich bei traumatischen Erfahrungen zwangsläufig verändern.
EMI ist eine neuro-therapeutische Methode, die Manifestierung des Traumas im Körper aufzulösen. Ähnlich wie EMDR ermöglicht EMI einen raschen Zugang zu den multisensorischen, affektiven und somatischen Dimensionen von traumatischen Erinnerungen und Erfahrungen. Dazu werden geführte Augenbewegungen eingesetzt, welche den Zugang zu den fragmentierten Erinnerungen erleichtern, die häufig durch kognitive und verbale Modi überlagert werden. Die traumatischen Erinnerungen werden dann verarbeitet und mit neuen und positiveren Informationen integriert. Dieser Prozess, zusammen mit der Entladung der im Körper gebundenen Energie, kann zu einer vollständigen Auflösung der Symptome führen. EMI ist ein direktes Mittel zur Veränderung neuronaler Netzwerke und stärkt die Selbstheilungskraft des Organismus.
EMI wurde 1989 von Steve und Connirea Andreas (NLP-Meister) entwickelt. Mit ihrer Erlaubnis entwickelte Danie Beaulieu die EMI zu einer umfassenden Behandlungsmethode und schrieb 2003 ein Buch dazu (“Eye Movement Integration therapy, The comprehensive clinical guide”).
Forschungsresultate zeigen nach einer Behandlung 48 Prozent Veränderung in den Symptomen, nach zwei Behandlungen 78 Prozent Veränderung in den Symptomen.
Eine Behandlung mit EMI ist sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern möglich.
Einen Einführungstext von Danie Beaulieu finden Sie hier: https://www.slideshare.net/MINNIEJEANNELOUBSER/emi-introduction
Developed by Dr. Stephen Porges, the SSP is a five-day auditory intervention designed to reduce stress and auditory sensitivity while enhancing social engagement and resilience. Based on Dr. Porges’ Polyvagal Theory, by calming thephysiological and emotional state, the door is opened for improved communication and more successful therapy.
The SSP is a research-based therapy showing significant results in just five days in the following areas:
This non-invasive intervention involves listening to music that has been processed specifically to retune the nervous system (regulating state) to introduce a sense of safety and the ability to socially engage. This allows the client to better interpret not only human speech, but, importantly, the emotional meaning of language. Once interpersonal interactions improve, spontaneous social behaviors and an enhanced ability to learn, self-regulate and engage are often seen. (text from Website integrated listening.com)
Anlässlich der von Peter Levine und Stephen Porges gehaltenen Fortbildung "Somatic Experiencing und Neurone Abläufe" bin ich auf eindrückliche Ergebnisse für die Therapie gestossen. Dass der Vagusnerv über das Training der Mittelohrmuskeln erreichbar und therapierbar ist, ist eine Sensation und riesige Chance, das Social Engagement System zu fördern und zu stärken.
Da Integrated Listening System bislang nur in den USA und auch dort nur beschränkt verfügbar ist, habe ich zusammen mit Thom Wettstein einen Weg gesucht, den Effekt des Mittelohr-Trainings für meine deutschsprachigen Klienten zu nutzen und dabei die Musiktherapie für Deine Nerven entwickelt.
Die Musiktherapie für Deine Nerven beinhaltet 60 Minuten therapeutische Musik, die dasjenige Nervensystem stärkt, welches für Erholung, Entspannung und Wachstum zuständig ist.
Dieses Nervensystem wird als "Social Engagement System" bezeichnet und ist eines der drei Nervensysteme, die wir Menschen im Laufe der Evolution entwickelt haben. Es wird vom Ventralen Vagusnerv gesteuert.
Je stärker der Ventrale Vagusnerv ausgebildet ist, desto besser funktioniert der Mensch in seiner Lebenswelt – und desto glücklicher, entspannter und gesünder ist er.
Direkt mit dem SES-Nervensystem verbunden sind die Gesichts-, Augen- und Mittelohrmuskeln. Die Musiktherapie für Deine Nerven beinhaltet frequenzkontrollierte Musik in deutscher Fassung, welche die Mittelohrmuskeln für die Frequenz der menschlichen Sprache trainiert – und damit den ganzen Ventralen Vagusnerv stärkt.
Und so geht's:
Reserviere Dir dafür fünf aufeinanderfolgende Tage, an welchen Du Dir die Musiktherapie für Deine Nerven eine Stunde lang anhörst. Dein Vagusnerv wird aktiviert und stärkt dasjenige Nervensystem, welches für Erholung, Gesundheit und Entwicklung zuständig ist. Du darfst dabei anderen Tätigkeiten nachgehen – allerdings nur angenehmen!
Musiktherapie für den Vagusnerv
Das Mittelohrmuskeltraining oder -massage in deutscher Fassung eignet sich für jedes Alter und Geschlecht bei
•schneller Frustration und Nervosität
•langsamer oder unvollständiger Erholung nach unangenehmen Gefühlen
•Erleben von Stress und Belastung
•Angstzuständen
•Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion
•Schwierigkeiten der Affektregulation
Silvia Balsama
Psychologin lic.phil. in Stäfa (ZH)
Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, eidg. anerkannt
Fachpsychologin für Kinder- und Jugendpsychologie
Sozialpädagogin FH
Thom Wettstein
Dozent, Toningenieur, Musiker in Hausen (AG)
www.mondstein-records.ch
Sie möchten gerne mehr über unsere Aktivitäten erfahren? https://musiktherapiefuerdeinenerven.jimdo.com
Für das Mittelohr-Training wird eine Stunde Musik psychoakustisch auf die Hörfläche der Sprache (Sprachwahrnehmbarkeit) reduziert, der Schalldruck angeglichen und der dynamic range demjenigen der menschlichen Stimme angepasst.
Klingt einfach...
... ist es aber nicht. Angefangen bei der Musikauswahl. Wir haben uns für deutschsprachige Filmmusik aus Kinderfilmen entschieden. Diese ist sehr stimmenlastig und in der Botschaft positiv und stärkend, sowohl bezüglich der Melodie als auch des Texts. Wir haben darauf geachtet, dass die Musik für alle Generationen und beide Geschlechter angenehm bleibt.
Filmmusik ist sehr dynamisch und es sind Dynamikunterschiede von bis zu 20 dB festzustellen. Die Songs wurden deshalb auch in Bezug auf die Lautstärke angepasst, damit ein einheitlicher Schalldruck entsteht.
Dazu kommen noch die Artefakte, die beim Filtern des Audiofiles entstehen (Stichwort «Post Ringing»). Es geht nebst der Eingrenzung des Frequenzbildes darum, das Audio so angenehm wie möglich zu gestalten, ohne Resonanzen und hörbare Artefakte. Deshalb wird dem File mit Expander, Multibandkompressoren und De-Esser auf den Pelz gerückt.
Die Polyvagale Theorie von Stephen Porges beschreibt drei neuronale Kreisläufe der Adaptation, die zwar autonom ablaufen, jedoch hierarchisch organisiert sind und drei (neuronale) Verhaltensstrategien bewirken:
•Social Engagement System SES: Das Social Engagement System ist für die Regulation des Nervensystems in unbedrohlichen Situationen zuständig und wird vom Ventralen Vagusnerv gesteuert. Der Social Engagement System aktiviert den Neocortex und erlaubt uns die soziale Kommunikation. Mit dem Ventralen Vagusnerv verbunden sind die Gesichtsnerven, die Mittelohrmuskeln für die Stimmfrequenz sowie viele weitere Muskeln und Nerven. Weil diese Nerven miteinander verbunden sind, können wir das ganze System über die Mittelohrmuskeln erreichen.
•Mobilisierung: Das sympathische Nervensystem mobilisiert bei Gefahr unsere Überlebensstrategien (Fight-or-flight-Verhalten) und setzt sich über das Ventrale Vagussystem hinweg, wenn dieses überfordert wird.
•Immobilisation: In lebensbedrohlichen Lagen und bei Überforderung des sympathischen Nervensystems setzt das Dorsale Vagussystem mit der Strategie der Erstarrung ein, ein System, welches wir mit allen Wirbeltieren teilen.
Der Ventrale Vagusnerv erhält einen Zustand aufrecht, der Gesundheit, Wachstum und Erholung erlaubt sowie die Fähigkeit zu ruhen, zu schlafen und zu verdauen. Er ermöglicht uns Gefühle von Vertrauen, Sicherheit und Liebe zu erleben und fördert das Sozialverhalten, welches uns das Überleben sichert. Ausserdem ist das SES-System verantwortlich für die Verlangsamung des Herzschlags, die Senkung des Blutdrucks und die Unterdrückung von Erregung – also die metabolischen Voraussetzungen für Wachstum und Erholung.
Je stärker der Ventrale Vagusnerv ausgebildet ist, desto besser funktioniert der Mensch in seiner Lebenswelt – und desto glücklicher, entspannter und gesünder ist er.
Direkt mit diesem SES-Nervensystem verbunden sind die Gesichtsmuskeln (vor allem die Augenmuskeln, Obicularis Oculi) und die Mittelohrmuskeln (welche auf die menschliche Stimme reagieren und eben nicht wie in den anderen Nervensystemen hauptsächlich auf die gefahrenankündigenden hohen und tiefen Frequenzen). Auf diese Mittelohrmuskeln zielen wir nun mit einer ganz besonderen Therapie, welche die Mittelohrmuskeln massiert und sie für den Frequenzbereich der menschlichen Sprache trainiert. Weitere verbundene Muskeln sind unter anderem im Kehlkopf und Rachen (für die Stimme) oder im Kiefer (Kaumuskeln, für die Verdauung).
Neuesten Forschungen zufolge (siehe die Arbeiten von safe and sound protocol bei integratedlistening oder laden Sie die untenstehende Studie von Porges et al 2014 herunter) können durch das Mittelohr-Training bisher gute Erfolge bei Autismus-Spektrums-Störungen, Hochsensibilität und Schlaganfallpatienten verzeichnet werden. Weitere positive Ergebnisse bei Trauma, Regulationsstörungen, AD(H)S und weiteren Störungen sind zu erwarten. Das Mittelohr-Training ist ein spezifisches Mittelohrmuskeltraining, bei welchem während einer Woche eine Stunde pro Tag in entspannender Atmosphäre spezielle Musik gehört wird.
Durch das Mittelohr-Training werden auch die anderen mit dem SES-System verbundenen Muskeln gestärkt, so dass das SES-System insgesamt trainiert wird. Mit einem starken SES-System können wir synchron und reziprok auf Stimuli reagieren, wir bleiben gelassen und reagieren entspannt.
Für das Mittelohr-Training wird Musik psychoakustisch auf die Hörfläche der Sprache reduziert, der Schalldruck angeglichen und der dynamic range demjenigen der menschlichen Stimme angepasst.
Sie möchten gerne mehr über unsere Aktivitäten erfahren? https://musiktherapiefuerdeinenerven.jimdo.com
Anlässlich der von Peter Levine und Stephen Porges gehaltenen Fortbildung "Somatic Experiencing und Neurone Abläufe" bin ich auf eindrückliche Ergebnisse für die Therapie gestossen. Die Polyvagale Theorie (siehe auch früheren Beitrag) beschreibt drei neuronale Kreisläufe der Adaptation, die zwar autonom ablaufen, jedoch hierarchisch organisiert sind und drei (neuronale) Verhaltensstrategien bewirken:
Mit hierarchischer Organisation ist gemeint, dass die Nervensysteme in einer bestimmten Reihenfolge aktiviert werden und zwar ist zuerst einmal der phylogenetisch jüngste – der soziale Kontakt – aktiv. Wenn er überfordert wird, tritt die Mobilisierung in Kraft und erst wenn auch diese erfolglos bleibt, stützen wir uns auf die Strategie der Immobilisation. Die wichtigste Konsequenz aus dieser Erkenntnis ist: Je stärker der Ventrale Vagusnerv ausgebildet ist, desto besser funktioniert der Mensch - und glücklicher, entspannter und gesünder ist er.
Mehr zur Polyvagal-Theorie finden Sie bei Stephen Porges oder in der Rezension von H. Frick.
Das Social Engagement System SES gilt es also zu stärken, wenn wir emotional und sozial entspannt sein möchten und Gesundheit, Wachstum und Erholung wünschen. Da die Nervenbahnen gut myelisiert sind, reagieren wir schnell und fein auf innere sowie äussere Stimuli, synchron und reziprok.
Direkt mit diesem SES-Nervensystem verbunden sind die Gesichtsmuskeln (vor allem die Augenmuskeln, Obicularis Oculi) und die Mittelohrmuskeln (welche auf die menschliche Stimme reagieren und eben nicht wie in den anderen Nervensystemen hauptsächlich auf die gefahrenankündigenden hohen und tiefen Frequenzen). Auf diese Mittelohrmuskeln zielen wir nun mit einer ganz besonderen Therapie, welches die Mittelohrmuskulatur massiert und für die Frequenz der menschlichen Sprache trainiert. Weitere verbundene Muskeln sind unter anderem im Kehlkopf und Rachen (für die Stimme) oder im Kiefer (Kaumuskeln, für die Verdauung). Ausserdem ist das SES-Nervensystem verantwortlich für die Verlangsamung des Herzschlags, die Senkung des Blutdrucks und die Unterdrückung von Erregung - die metabolischen Voraussetzungen für Wachstum und Erholung.
Neuesten Forschungen zufolge (siehe die Arbeiten von safe and sound protocol bei integratedlistening, oder die Studie von Porges et al 2014: Reducing Auditory Hypersensitivities in Autistic Spectrum Disorder: Preliminary Findings Evaluating the Listening Project Protocol) können durch das Mittelohr-Training gute Erfolge bei Autismus-Spektrums-Störungen und Schlaganfallpatienten verzeichnet werden. Die Musiktherapie ist ein spezifisches Mittelohrmuskeltraining, bei welchem während einer Woche eine Stunde pro Tag in entspannender Atmosphäre spezielle Musik gehört wird.
Durch das Mittelohrmuskeltraining werden auch die anderen mit dem SES-System verbundenen Muskeln gestärkt, so dass das SES-System insgesamt trainiert wird. Mit einem starken SES-System können wir synchron und reziprok auf Stimuli reagieren, wir bleiben gelassen und reagieren entspannt.
Für das Mittelohr-Training wird Musik psychoakustisch auf die Hörfläche der Sprache reduziert, der Schalldruck angeglichen und der dynamic range demjenigen der menschlichen Stimme angepasst.
In einer engen Zusammenarbeit mit Thom Wettstein von Mondstein Records habe ich nun eine der Theorie entsprechende Musiksammlung entwickelt. Sobald diese fertig produziert ist, erfahrt Ihr mehr darüber . . .
Dr. Stuart Shanker revolutioniert die Erziehung unserer Kinder: Seine Methode der Selbstregulierung ermöglicht Kindern aller Altersstufen - und deren Eltern - zu einer besonderen inneren Balance zu finden, einem Zustand von ruhiger Wachsamkeit. Von klein an wirken zu viele Reize auf sie ein, spätestens ab dem Schulalter sind sie einem oft unvorstellbaren Stress ausgesetzt. Das macht unruhig, unkonzentriert, aggressiv und hyperaktiv. Erwachsene reagieren meist mit einer Forderung nach Gehorsam - was leider nur dazu führt, dass der Druck weiter erhöht wird. Dr. Shankers Methode geht an die Wurzeln und bietet eine wirkliche Lösung. So kann Kindern - vom Kleinkind bis zum Teenager - geholfen werden. Jedem einzelnen.
»Der Ratgeber Das überreizte Kind öffnet die Augen und zeigt, wie Eltern ihre Kinder besser verstehen und zu mehr innerer Ruhe führen.«
Smartphones, falsche Ernährung, Bewegungsmangel: Auch Kinder leiden immer häufiger unter Stress. Der kann das rationale Denken überlagern und zu schlechtem Benehmen führen. Eltern sollten deshalb zu Stress-Detektiven werden, rät der Psychologe Stuart Shanker. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.
Und hier noch eine persönlichere Rezension mit der Präsentation der fünf Schritte: Frühlingskindermama
Die Fünf Sprachen der Liebe ist ein Begriff der Paartherapie, den der amerikanische Paar- und Beziehungsberater Gary Chapman prägte. Er bezieht sich auf fünf verschiedene Beziehungssprachen, die in Partnerschaften gelebt werden und die für ein "Sich-geliebt-Fühlen" verantwortlich sind.
Chapman vergleicht die persönliche Liebessprache auch mit einer Fremdsprache. Wenn zwei Menschen mit unterschiedlicher Muttersprache aufeinandertreffen, wird eine Kommunikation miteinander schwierig bis unmöglich werden. Wenn einer der beiden Partner die andere Sprache erlernt, dann wird Kommunikation möglich sein, jedoch eben nur in einer Sprache. In schwierigen Situationen kann dann die Fremdsprache nicht die eigene Sprache ersetzen. Das bedeutet, dass im Sinne einer optimalen Kommunikation, beide Partner auch die Muttersprache des Anderen erlernen. Die Verständlichkeit wird gefördert. Nach seiner Theorie werden beide sich dadurch nahezu immer gut verstanden fühlen. Die fünf Sprachen gliedern sich in:
Lob und Anerkennung
Menschen mit dieser Beziehungssprache loben die Menschen in ihrem Umfeld für alle möglichen und unmöglichen Dinge. Sie sehen oft tolle Leistungen bei anderen und haben auch die Gabe, dies auszusprechen. Mit lobenden und anerkennenden Worten zeigen sie den Menschen, die sie schätzen, ihren Respekt, ihre Liebe und letztlich auch ihre Anerkennung. Sehr oft fällt es diesen Menschen auch nicht auf, dass sie loben. Für sie ist es absolut selbstverständlich, dass Erfolge oder Leistungen mit Lob belohnt werden.
Zweisamkeit – die Zeit nur für dich
Menschen dieser Sprache fühlen sich geliebt und respektiert bei absoluter Zweisamkeit (gemeinsames Abendessen, ganzes Wochenende ohne Störung etc.). Es geht ihnen um die Zeit, die man bewusst gemeinsam verbringt. Darin liegt für sie eine hohe Qualität. Diese uneingeschränkte Aufmerksamkeit ist eine Beziehungsqualität, die sie in hohem Maße schätzen.
Geschenke, die von Herzen kommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
"Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft" ist das Motto dieser Menschen. Sie zeigen durch kleine Geschenke oder Aufmerksamkeiten den Menschen, die sie lieben, ihre Wertschätzung. Dabei spielt der materielle Wert keine Rolle. Gerade bei heranwachsenden Kindern, die erst ihre Liebessprache finden müssen, kann die Phase oft beobachtet werden. Der Geschenk-Typ schätzt es, wenn ein passendes Geschenk liebevoll ausgesucht wird. Für ihn ist es ein Zeichen der Wertschätzung, wenn sich jemand schon bei der Auswahl des Geschenkes Zeit für eine gelungene Überraschung nimmt.
Hilfsbereitschaft
Der Grundsatz "Wenn Du was benötigst, sage es einfach, ich helfe gerne" zählt zu den Aussagen der Menschen mit dieser Liebessprache. Sie helfen aus Leidenschaft gerne und zeigen ihrem Umfeld, ihren Lieben auf diese Art, dass sie sie lieben. Auch ihnen geht es nicht um die Größe einer Hilfeleistung. In der Partnerschaft können das scheinbar unwichtige Dienstleistungen sein.
Zärtlichkeit
Umarmungen und Streicheleinheiten für den Partner geben diesen Menschen ein sehr gutes Gefühl. Über Berührungen fühlen sie die Qualität der Beziehung und sie zeigen auch über Zärtlichkeiten ihre Liebe. Für sie zählt eine zärtliche Berührung mehr als die gesprochenen Worte "ich liebe dich". Der Liebesakt ist nur eine Form vom Austausch der Zärtlichkeiten. Wenn sie einen Partner mit der gleichen Berührungs-Sprache haben, dann finden sie tausend Wege um ihre Liebe auch in der Öffentlichkeit mittels kleiner Zärtlichkeiten zu zeigen. Für diesen Typ ist jede dieser Berührungen ein Liebesbeweis.
(Text aus Wikipedia)
Gary Chapman stellt auf seiner Webseite 5lovelanguages.com sogar eine App zur Verfügung, um die eigene Love Language zu entdecken. Bleiben Sie in der Kommunikation und sprechen Sie mit Ihren Liebsten darüber!
Robert Dilts (NLP) hat dieses Modell auf der Grundlage eines Modells von Gregory Bateson entwickelt und stellt damit die Ebenen vor, auf welchen Veränderungen erzielt werden können. Um wirklich dauerhafte Veränderungen zu erreichen, müssen alle logischen Ebenen berücksichtigt werden (Dilts, 1990a; Stahl, 1988).
Wie sind diese Ebenen der Veränderung zu verstehen?
Die erste Ebene der Pyramdie für neurologische Ebenen heißt Umwelt.
Hier sind Aussagen anzusiedeln die Ort, Zeit, andere Menschen und die Beziehung zu anderen Menschen beschreiben. Darum kann Umwelt mit Fragen zu wo, wann, wer und mit wem in Erfahrung gebracht werden. Alle kontextuellen Bedingungen die mit den Sinnen erfahrbar sind, werden der ersten Ebene Umwelt zugeordnet.
Die zweite Ebene beschreibt Verhalten und wird auch so genannt.
Alles, was an einem Menschen äußerlich beobachtbar ist, seine Kleidung, sein Aussehen, seine Stimme, sein Gesichtsausdruck, sein Gang – kurz sein gesamter Ausdruck und was wir sinnenlich erfassen wird der Ebene Verhalten zugeordnet.
Die nächste und dritte Ebene heißt Fähigkeiten und Ressourcen.
Fähigkeiten sind erlernt und werden so zu Ressourcen auf die wir zurück greifen können.
Auch Strategien die wir haben um unsere Ziele zu erreichen sind Fähigkeiten. Genauso gehören Gewohnheiten in diese Ebene. Gelerntes ist meistens etwas, das mal ungewohnt war und anfangs noch bewusst gesteuert werden musste. Fähigkeiten sind also das, was wir uns angewöhnt haben. Mit der Frage Wie? erfahren wir etwas über die Fähigkeiten und Ressourcen einer Person.
Glaubenssätze, Denkstrukturen und Werte – so heißt die vierte Stufe in der Pyramide für neurologische Ebenen. Sehr viele Modelle im NLP beschäftigen sich mit dieser äußerst wichtigen Ebene. Doch was sind Glaubenssätze? Das sind Aussagen zu Dingen, die wir für wahr halten, aber uns meist nicht trauen zu überprüfen. Glaubenssätze und Denkstrukturen können positiv oder negativ sein. Die positiven bringen uns weiter, während die negativen bewusst gemacht werden sollten – denn auch sie beinflussen ständig unser Handeln.
Werte sind verwandt mit Glaubenssätzen. Sie sind unsere Motivatoren. Zum Beispiel Liebe, Glück, Freiheit. Werte können im Konflikt zueinander stehen. Man muss sich dann für einen von ihnen entscheiden.
Auf der fünften Ebene sind Rollen und Identität angesiedelt.
Wer bin ich? Wie sehe ich mich selbst? Der aus der Psychologie stammende Begriff für diese Ebene lautet Selbstbild oder auch Selbstkonzept. Hier sind Aussagen verortet, die beschreiben was unsere Identität für uns selbst ausmacht. Beispielsweise das Geschlecht (ich bin eine Frau), die Körpergröße (ich bin groß) und unsere Rolle in der Familie (ich bin verheiratet).
Auf der letzten und neuen Stufe der Pyramide für neurologische Ebenen finden wir Spiritualität
Jeder Mensch sieht sich als zu einer Glaubensgemeinschaft zugehörig. Sei es der eigene Beruf, die Religion oder Lebensphilosophie, der Sportclub oder Musikverein. Wichtig zu erkennen ist, dass diese Ebene dem Menschen Sinn für sein Dasein gibt. (Quelle: Entwicklung der persoenlichkeit.de)
Dilts hat in einem Interview einige Beispiele gegeben:
Wenn jemand sagt, ich kann nicht gut buchstabieren, sagt das etwas über Fähigkeiten aus. Aber wenn jemand sagt: Ich bin eine lernbehinderte Person - dann liegt diese Aussage auf einer Identitäts-Ebene. Das ist eines der ersten Dinge, die man beachten muß. Wenn z.B. jemand etwas so scheinbar Einfaches in Angriff nimmt, wie das Rauchen aufzugeben, dann betrifft das das Verhalten. Aber um dieses Verhalten durchzuführen, mußten innere Landkarten und Fähigkeiten entwickelt werden, z.B. um mit dem Streß umgehen zu können. Es geht eben nicht nur darum, mit dem Rauchverhalten aufzuhören. Damit sind oft auch bestimmte Glaubenssätze verbunden. Bei manchen Leuten ist sogar das Identitätsgefühl mit diesem Verhalten verknüpft. (Becker, 1989, S. 162)
Zur Zeitdimension:
Die meisten von uns sind schon einmal Menschen begegnet, wo wir dachten, "Sie lebt in der Vergangenheit!" oder "Er denkt immer nur an die Zukunft; er nimmt sich nie Zeit, stehenzubleiben und den Duft der Blumen zu genießen!" oder "Sie lebt nur für den Tag; sie hat keine Ahnung, in welche Richtung sie geht." Diese Eigenschaften werden durch die Art und Weise bestimmt, in der Leute innerlich die Zeit repräsentieren. Die Art, wie Menschen sich die Zeit vorstellen... bildet letztendlich die Grundlage für ihre Fähigkeiten und Selbsteinschränkungen. (C. Andreas & S. Andreas, 1987/1988, S. 21).
Bei gewollter menschlicher Veränderung sind stets alle drei Zeitebenen beteiligt:
Zu den Wahrnehmungspositionen:
Firstly, you can look at the world completely from your own point of view, your own reality within yourself, in a completely associated way, and not take anyone else's point of view into account. You simply think, 'How does this affect me?'... This is called 'first position'
Secondly, you can consider how it would look, feel and sound from another person's point of view. It is obvious that the same situation or behaviour can mean different things to different people, it is essential to appreciate another person's point of view and ask, 'How would this appear to them?'. This is called 'second position', often known as empathy.
Thirdly, you can have the experience of seeing the world from an outside point of view, as if you are a completely independent observer, someone with no personal involvement in the situation. Ask, 'How would this look to someone who is not involved?'. This gives you an objective viewpoint and is known as 'third position'. (O'Connor & Seymour, 1990, S. 87)
Alle drei Positionen werden als gleich wichtige menschliche Fähigkeiten angesehen. Der flexible, situationsangepaßte Wechsel zwischen den Positionen gilt als erstrebenswert; die Fähigkeit dazu ist bei den Menschen unterschiedlich entwickelt. Wer überwiegend in der ersten Position verharrt, ist ein "egoistical monster" (O'Connor & Seymour, 1990, S. 88), wer überwiegend in zweiter Position lebt, versucht es allen recht zu machen, nur nicht sich selbst, und wer überwiegend in dritter Position lebt, "will be a detached observer of life" (S. 88).
Quelle: nlp-kritik.de
Paula ist 12 Jahre alt. Seit vier Jahren plagen sie chronische Bauchschmerzen. Die bisher angewandten Therapien haben ihr nicht geholfen. Paula ist von einem lebenslustigen Kind zu einem stillen, leidenden Mädchen geworden – und Paulas Eltern leiden mit.
Für Kinder wie sie und deren Eltern haben Michael Dobe und Boris Zernikow dieses Buch geschrieben. Sie erklären darin in verständlicher Weise, wie Kinder, Jugendliche und Eltern den Schmerzen aktiv begegnen können.
Ein günstiger Umgang mit dem Schmerz beinhaltet zuerst einmal, dass das Kind und sein Schmerz ernst genommen werden. Jeder Schmerz ist echt, auch wenn keine körperliche Erkrankung vorliegt oder nachgewiesen werden kann!
Ermutigen Sie Ihr Kind, trotz Schmerzen am normalen Leben teilzunehmen. UND-Philosophie, nicht ABER-PHILOSOPHIE! Ich habe Schmerzen UND ich gehe in die Schule (nicht: ich würde in die Schule gehen, aber ich habe Schmerzen). Ich habe Kopfschmerzen UND ich mache meine Hausaufgaben. Ich habe Spass mit meinen Freunden UND ich habe Bauchschmerzen.
Ermutigen Sie Ihr Kind, die Schmerzen selbst und aktiv zu behandeln. Es braucht vielleicht Ihre Hilfe beim Erarbeiten von hilfreichen Massnahmen und vielleicht können Sie es unterstützen beim Herausfinden und Ausprobieren. Häufig gehen die Lösung in Richtung Gute Laune und Entspannung, kreativer Ausdruck, manchmal nützt auch Bewegung (dehnende, ausdauernde oder kräftigende). Wichtig ist dabei, dass Ihr Kind Akteur bleibt in der Schmerzbewältigung, dass es also selbst und selbständig eine Massnahme in die Hand nimmt.
Schmerzen schützen (so wie Angst) uns davor, unser Leben zu gefährden. Sie sind innere Alarmzeichen, die uns zur Vorsicht mahnen. Vielleicht kann eine anerkennende, vielleicht sogar eine liebevolle Beziehung zum Schmerz entstehen. "Mein inneres Alarmzeichen für Ruhe, Entspannung, Besinnlichkeit meldet sich wieder - ich glaube, ich muss mir jetzt Gutes tun".
Bitte achten Sie als Eltern darauf, dass Sie Ihr Umsorgen aufrecht erhalten, auch wenn der Schmerz Ihres Kindes nicht mehr oder weniger häufig auftritt. Die Gefahr eines sekundären Krankheitsgewinnes (dass es sich mehr lohnt, den Schmerz zu behalten als ihn loszuwerden) besteht.
Ich selbst finde die systemische Sichtweise auf den Schmerz immer sinnvoll:
„Ich schaffs!“ ist nicht nur eine Sammlung von kreativen Ideen und Techniken, die sich im Umgang mit kindlichen Problemen als nützlich erwiesen haben. Dahinter steckt ein klares und gut nachvollziehbares Programm von aufeinander folgenden Schritten, das Kindern vom Vorschulalter bis in die Pubertät hilft, Schwierigkeiten konstruktiv zu überwinden – seien es Verhaltensprobleme, Aufmerksamkeitsstörungen, Ängste oder einfach schlechte Angewohnheiten.
„Ich schaffs!“ basiert auf der lösungsorientierten Sichtweise, dass Kinder neue Fähigkeiten erlernen müssen, um Schwierigkeiten zu überwinden. Ben Furman zeigt, wie sich einzelne Probleme in passende Fähigkeiten verwandeln lassen, wie diese geübt werden können und wie man ein Kind motiviert, sein Ziel zu erreichen.
Ben Furman beschenkt uns auf http://www.benfurman.com/selfhelper/index3-ger.html
mit diversen Anwendungen, um neue Lösungen zu erarbeiten:
Auf www.kidsskills.org/ finden sich Anwendungsbeispiele für Ben Furman's 15-Punkteprogramm und ausserdem viele weitere Beispiele seiner lösungsorientierten Arbeit. Es gibt Video-Trainingskurse und das Beste: eine Anwendungsapp für "Ich schaff's" mit den häufigsten "Störungen" und wie von dieser defizitorientierten Sichtweise eine Perspektive entsteht, welche auf das Erlernen neuer Fähigkeiten fokussiert.
Wer gerne mal das 15-Punkte-Programm mit seinem Kind durchführen möchte und Wert auf eine ansprechende und spielerische Version legt, kann für 16 Euro den Zauberer Bam damit beauftragen. Inhaltlich dasselbe , nur schöner. In etwas trockenerer Form findet sich dasselbe kostenlos auf der Selfhelper-Webseite.
Es gibt unzählige Methoden der Selbsthypnose. Diese hier dargestellte geht auf Betty Erickson, der Gattin von Milton Erickson zurück. Die Trance ist ein Ressourcenzustand, der auf das eigene Ich "zurückbesinnt", also die Sinne nutzt, um wieder eine tiefere Verbindung zum eigenen Selbst zu erlangen. Ich bin hier in diesem Körper, in diesem Raum und in dieser Zeit - zurück im Hier und Jetzt.
Insbesondere in anspruchsvollen Momenten neigen unsere Gedanken dazu, davon zu galoppieren. Unter psychischem Stress wie Angst oder anderen starken Gefühlen geht das mentale Pferd gerne mit uns durch. Eine Verlangsamung der Gedanken hilft uns dann wieder, zu uns zurückzufinden. Wer bin ich, was fühle ich, was ist mir wichtig? Für diese Gedanken hat es nun wieder Platz.
Sie finden hier die beste Anleitung, die ich im Netz gefunden habe. Sie fokussiert auf Leistung und Erfolg. Ich selbst sehe die Methode eher als eine Möglichkeit, sich zu entspannen - die Spannung zu nehmen - und zu entschleunigen.
Im November 2016 durfte ich mein Repertoire um das therapeutische Klopfen erweitern. Worum geht es beim Klopfen?
Mit dem Klopfen gelingt es schnell und mit eindrücklicher Leichtigkeit mithilfe des Körperwissens Zugang zu Emotionen zu gewinnen. Mit nur wenig Technik (alles Wichtige steht in diesem dünnen Heftchen, welches nach der Behandlung mitgegeben wird) können Interessierte lernen, ihre Emotionen zu modelieren, Abstand dazu zu gewinnen und wieder mehr Verbindung zum eigenen Kern zu erhalten. Der Körper weiss, wie das geht, und er hilft dabei mit. Starke Gefühle wie Ängste, Depressionen, Suchtverhalten, Schuldgefühle, Traumata können so bewältigt werden.
Mit den "Big Five" können die grossen Blockaden identifiziert und so auch bearbeitet werden. Bleiben starke Gefühle über lange Zeit hartnäckig bestehen, steckt wohl eine dieser fünf grossen Blockaden dahinter. Diese werden mit PEP schnell gefunden und können durch Verständnis und auch durch Körperwissen überwunden werden. Ungünstige Glaubenssätze (sogenannte Kognokokken) werden erkannt und durch günstige ersetzt. Bestes Hilfsmittel ist der Humor!
Ein gutes , wenn auch bei weitem nicht vollständiges Bild gibt es hier (Videoblog von arte).
"Gefühle bestehen zu einem großen Teil aus Körperwahrnehmungen. Deshalb erscheint es nur logisch, den Körper bei der Veränderung dysfunktionaler Emotionen mit einzubeziehen.
PEP ist zu einem Teil den bifokal-multisensorischen Interventionstechniken (wie EMDR, EMI, Brainspotting, OEI, etc.) zuzurechnen und u.a. das Resultat der konsequenten prozessorientierten Weiterentwicklung der Klopftechniken aus der sog. Energetischen Psychologie. Darüber hinaus stellt PEP eine Kombination von psychodynamischen, systemischen und hypnotherapeutischen Strategien dar. PEP ist eine die Selbstwirksamkeit aktivierende Zusatztechnik, die sich gut in die allgemeine Psychotherapie, ins Coaching, in die Stressmedizin, in die psychosomatische Grundversorgung und in die Traumatherapie integrieren lässt." (Text aus der Webseite von Dr. Michael Bohne, www.dr-michael-bohne.de)
(...)
"Mit PEP lassen sich parafunktionale Emotionen vergleichsweise leicht und schnell und trotzdem anhaltend verändern. Ferner steht neben der Selbstwirksamkeitsaktivierung die konsequente Verbesserung der Selbstbeziehung im Fokus der Arbeit.
Darüber hinaus stellt PEP eine gute Selbsthilfetechnik für Klienten dar."
"PEP ist eine Zusatztechnik, die sich in der Praxis als Wirksamkeitskatalysator für psychotherapeutische Methoden und Coachingansätze bewährt hat. "
(. ..)
In der PEP können mittels Kognitions-Kongruenz-Test anhand somatischer Marker und ideodynamischer Antworten unbewusste Blockaden schnell aufgefunden und überwunden werden."
Hier mehr dazu:
In einem früheren Blog wurde auf die psychischen Faktoren des Einschlafens (siehe "Einschlafen, durchschlafen, ausschlafen") eingegangen. In diesem Blog geht es nun um die äusseren Strukturen für eine gesunde Schlafarchitektur, Die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) und die American Acedemy of Sleep Medicine (Amerikanische Akademie für Schlafmedizin, AASM) differenzieren zwischen fünf Schlafstadien:
• Stadium W (wach)
• Stadium N1 – transienter Leichtschlaf (Non Rapid Eye Movement1: NREM 1)
• Stadium N2 – stabiler Leichtschlaf (NREM 2)
• Stadium N3 – Tiefschlaf (NREM 3 + NREM 4)
• Stadium R – Rem- bzw. Traumschlaf (REM)
Zusammen bilden die Schlafstadien einen etwa 70- bis 110-minütigen Zyklus, der sich – vom abendlichen Einnicken bis zum morgendlichen Erwachen – bis zu fünfmal pro Nacht wiederholt. Schlafmediziner/innen bezeichnen diese Abfolge als „Schlafarchitektur“ (Quelle: intersom.de)
Schlaf-/Wach-Rhythmus
Nicht nur wegen unseren gesellschaftlichen Strukturen, sondern vor allem wegen unserem Bedürfnis nach Sonnenlicht sind wir auf einen stabilen Schlaf-/Wach-Rhythmus angewiesen. Gegen ein Mittagsnickerchen spricht nichts - im Gegenteil wirkt es sehr erfrischend, so lange es nicht länger als ein Schlafzyklus (70 bis 110 Minuten dauert).
Zu einem gesunden Schlafrhythmus kommt man durch eine Ritualisierung des Tages. Es hilft, immer etwa zur selben Zeit aufzustehen, zu essen und ins Bett zu gehen. Und es ermöglicht Leistungsabruf zur richtigen Zeit. Für ein Schulkind ist es wichtig, dass es morgens konzentriert sein kann. Durch einen Rhythmisierung des Tagesablaufs und des Schlafs wird die Steuerung kognitiver Funktionen entlastet.
Der einfachste Weg, wieder einen gesunden Schlaf-/Wach-Rhythmus zu erlangen, wenn man mal "rausgefallen" ist, ist durch Schlafdruck: Man entzieht sich den Schlaf (zu früh aufwachen ist einfacher als zu früh einschlafen), so dass man zur rechten Zeit wieder müde ist. Das heisst zum Beispiel am letzten Tag der Sommerferien, den Wecker auf 6:30 Uhr zu stellen. So ist man rechtzeitig abends müde und kommt zum ersten Schultag mit genügend Schlaf an.
Wieviel Schlaf ist genug?
Das lässt sich daran messen, wie der Zustand am Morgen ist. Wer von selbst aufwacht, ist sicher gut dran. Wer lange Mühe hat, wach zu werden, wer am Wochenende deutlich mehr schläft als am Wochenende und wer tagsüber sogar einschläft, schläft nachts deutlich zu wenig. Eine Richtlinie für Kinder können Sie der Zürcher Longitudinalstudie entnehmen:
Biorhythmus und Jugendliche
Jugendliche haben es besonders schwer, rechtzeitig einzuschlafen. Das hat mit der Verschiebung ihres Biorhythmus' zu tun, der das Einschlafen abends erschwert. Insbesondere diejenigen, welche das "Einschlafen durch Erschöpfung" praktizieren, also vorzugsweise vor dem Fernseher einschlafen, kommen durch den Energieschub am Abend zu noch weniger Schlaf.
Der erste Schritt ist sicher das Bewusstsein, dass Jugendliche mit 16 Jahren noch immer durchschnittlich 9 Stunden Schlaf brauchen!!! Glücklicherweise haben sie die Fähigkeit, einen Teil des verpassten Schlafs am Wochenende nachzuholen. Für den Schulalltag heisst das allerdings - solange sich die Schulen nicht anpassen - Müdigkeit und Konzentrationsverlust und auch weniger psychische Stabilität.
Mehr dazu lesen Sie im Dossier Schlaf, Psychoscore 12/2013:
Eine gesunde Schlafarchitektur für Jugendliche ("Schlafhygiene")
Wenn Schlafstörungen bei Kindern vorliegen, ist es hilfreich, Grundwissen über das Schlafverhalten von Kindern zu erlangen. Das Kinderspital Zürich (Oskar Jenni und Caroline Benz) stellt dazu eine Übersicht und Darstellung ihres Konzepts zur Verfügung.
Der Schlaf ist neben Bewegung und Ernährung eine der Grundmonumente unseres Körpers und unserer Psyche. Dies erklärt auch das Erleben von Leiden, wenn der Schlaf nicht mehr ausreicht. Nur wenige Schlafstörungen gründen auf physiologischen Ursachen, dies sind insbesondere die Narkolepsie und die Schlafapnoe oder auch das Restless-Legs-Syndrom.
Wenn wir von Schlafen sprechen, meinen wir meist das Einschlafen. Wenn das Durchschlafen schwierig ist, liegt es nicht direkt am Aufwachen während der Nacht (dies kommt häufiger vor, meist jedoch unbewusst), sondern am Wieder-Einschlafen.
Doch wie schläft man ein? Wie so oft, braucht es auch für diese Fähigkeit mehrere Komponenten.
Hilfreich sind zum einen Strukturen, die eine gesunde Schlafarchitektur ermöglichen. Dazu gehört vor allem ein stabiler Schlaf- / Wach-Rhythmus. Das heisst mehr oder weniger: am Tag wach sein, in der Nacht schlafen. Mehr zu den „äusseren“ Strukturen finden Sie unter „Schlaf – Facts and Figures“ (folgt).
Psychische Faktoren
Zum anderen braucht es psychische „Strukturen“, um gut in den Schlaf zu finden. Bei Babys, Kleinkindern und Kindern kann man beobachten, wie das selbständige Einschlafen dieselben Fähigkeiten benötigt wie das „Alleine-Sein“. Beim Baby ist es die Sicherheit, dass die Welt noch da ist, wenn man die Augen schliesst. Dieses Gefühl ist eine Konsequenz der Objektpermanenz (kognitive Fähigkeit, zu wissen, dass ein Objekt oder eine Person auch dann weiterhin existiert, wenn es sich außerhalb des Wahrnehmungsfeldes befindet). Beim Kleinkind und auch noch beim Primarschulkind kreist die Thematik um die Sicherheit, noch Nähe zu seinen Lieben zu empfinden, obwohl wir alle im Schlaf alleine sind. Es ist die emotionale Unterscheidung von „alleine sein“ und Einsamkeit, wie es auch bei der Trennungsangst zum Thema wird. Es hilft deshalb sehr, die Zeit vor dem Einschlafen friedlich und beziehungsstiftend zu gestalten. Bedeutet dies beim Baby und Kleinkind noch, behutsam die körperliche Nähe mit emotionaler Nähe zu ersetzen, so empfiehlt sich beim Schulkind jede Art von beziehungsfördernder Zeit, in welcher das Gefühl von Zusammengehörigkeit erlebt werden kann. Wichtig ist dabei das Bewusstsein und die Erfahrung, dass das Kind nicht einsam ist, selbst wenn es alleine im Bett liegt.
Haltung des Loslassens
Es ist nicht etwas, das wir primär in unserem aktiven Alltag leben: loslassen. Nicht wollen, nicht müssen, nicht machen, sondern geschehen lassen. Wir sind uns so gewohnt, Kontrolle zu übernehmen und zu behalten, dass es uns ungewohnt erscheint, Kontrolle abzugeben. Zur Selbststeuerung gehört allerdings auch das gewollte Loslassen und Entspannen.
Kinder und Jugendliche, welche nicht gerne einschlafen, zögern diesen Moment gerne hinaus und praktizieren das „Einschlafen durch Erschöpfung“, bei welchem sie so lange fernsehen (youtube gehört auch dazu) oder etwas hören, bis sie die Aufmerksamkeit nicht mehr aufrecht erhalten können. Bei dieser Technik kommt der Schlaf systematisch zu kurz. Das wird sich früher oder später auf der einen oder anderen Ebene mit negativen Konsequenzen zeigen.
Einschlafschwierigkeiten sind gute Anlässe, das bewusste Entspannen zu üben. Entspannung heisst immer entspannte Atmung. Es gibt diverse Entspannungsübungen und es ist sehr individuell, worauf man anspricht. Dem einen hilft der Zugang über den Körper, zum Beispiel die Progressive Muskelrelaxation, Anderen helfen Imaginationen – Vorstellungen von entspannten Situationen. Wiederum andere möchten sich direkt auf die Atmung konzentrieren.
Dabei ist es immer wichtig, sich selbst nicht unter Druck zu setzen. Ein hilfreicher Gedanke bei Schlaflosigkeit ist: Wenn Du den Schlaf so gut wie möglich imitierst – also im Bett liegst, im Dunkeln, mit geschlossenen Augen und langsamer Atmung – dann ist diese Zeit beinahe so erholsam wie der echte Schlaf!
Atmen!
Richtig atmen bedeutet : Entspannt, langsam und ohne Druck durch die Nase einatmen bis in den Bauch hinein (Zunge an den Gaumen), doppelt so lange von unten nach oben ausatmen (Zunge darf sich legen) und dann eine kurze Atempause einlegen (auf drei zählen).
Hier findest Du ein paar Angebote, welche Dir beim entspannten Atmen helfen können.
Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson:
Fantasiereisen/Entspannungsgeschichten:
Fantasiereisen für Kinder, Vol.1
von Stefan Linsen
Zum Vorlesen: Mit dem Zauberteppich unterwegs
von Krowatschek/Hengst
Hypnose:
Entspannungsmusik:
Atemtechnik:
Sie haben sich auch schon gefragt, wie ein Sprachaufenthalt für Sie oder Ihre Kinder gestaltet werden kann, in welchem dann auch wirklich die gewünschte Sprache geübt wird?
Von Sprachaufenthalten wird häufig berichtet, wie das soziale Zusammenkommen im Vordergrund steht. Jugendliche schwärmen von den neuen Bekanntschaften und vom Freizeitspass, wenige sind sehr enttäuscht und haben sich die ganze Zeit über nicht wohl gefühlt. Fast niemand berichtet, dass der Fokus auf der Sprache lag. Im Gegenteil! In Frankreich sprachen die Jugendlichen so oft wie möglich englisch. Junge Jugendliche erzählen mit roten Wangen von stundenlangem Gamen während des Unterrichts und milde lächelnden Lehrern, knapp ein paar Jahre älter als sie selbst.
Ich habe es selbst letzthin ausprobiert und bin über die Effektivität erstaunt. Und das mit verhältnismässig wenig Zeit- und Geldaufwand.
1. Buche eine Wohnung in England, in der Ortschaft Deiner Wahl. Zum Beispiel über AirBnB.
2. Finde eine English-Lehrperson, die Euch "zuhause" aufsucht, und buche bei ihr English-Lektionen. Die Lektionen sind sehr intensiv. Für zwei Jugendliche reichen 1.5 Stunden pro Tag, für 4-5 Jugendliche empfehlen sich 2 bis 2.5 Stunden.
Der Rest des Tages steht zur Erkundung der Kultur, selbstverständlich auch der Freizeit- und Esskultur zur Verfügung!
Wie man eine Lehrperson findet? Auf gumtree.com "English teacher" oder "English Lessons" suchen und die Ortschaft (in London ausserdem das Quartier) angeben. Viel Glück!
Für Französisch in Frankreich findet man übrigens Lehrpersonen auf superprof.fr
Aus Wikipedia:
Ein Klartraum oder auch luzider Traum (von lat. lux, lūcis „Licht“) ist ein Traum, in dem der Träumer sich dessen bewusst ist, dass er träumt. Der bedeutendste deutsche Klartraumforscher Paul Tholey formulierte dies folgendermaßen: „Klarträume sind solche Träume, in denen man völlige Klarheit darüber besitzt, daß man träumt und nach eigenem Entschluß handeln kann.“ Bei dieser Definition stützte sich Tholey auf die Philosophin Celia Green und den Psychologen Charles Tart. Tholey und der US-amerikanische Psychologe Stephen LaBerge sind die beiden zentralen Pioniere auf dem Gebiet der modernen Klartraumforschung. Die Fähigkeit, Klarträume zu erleben, hat vermutlich jeder Mensch, und man kann lernen, diese Form des Träumens herbeizuführen.
Das luzide Träumen kann ein Mittel sein, Handlungsspielraum in Albträumen zu erlangen, auf den Traumverlauf einzugreifen und ihn in ein positives Erlebnis umzuwandeln. So kann dem Ausgeliefertsein in Albträumen etwas entgegengesetzt werden.
Wie kann das luzide Träumen erlernt werden?
In einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen (http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/klartraeume-kann-man-das-lernen-13363320.html) geht der Psychologe Martin Dresler auf diese Frage ein:
„Bis jetzt gibt es noch keine wirkliche Anleitung, die perfekt funktioniert“. Trotzdem hat er ein paar Tipps. Oft reiche es schon, sich ernsthaft mit den eigenen Träumen zu beschäftigen, sagt er. Zum Beispiel, indem man ein Traumtagebuch führe. Wer dabei entdeckt, dass er immer wieder von denselben Dingen träumt, kann das nutzen. „Wenn Sie häufig von Ihrer Grundschule träumen, dann können Sie sich vor dem Schlafengehen ein Bild der Grundschule vor Augen holen und sich dabei einreden: Ich träume jetzt, ich träume jetzt“, sagt Dresler. „Wenn Sie das regelmäßig tun, erhöht sich die Chance, dass Sie, wenn die Grundschule das nächste Mal im Schlaf auftaucht, automatisch denken: ,Ich träume jetzt.‘“
Auch im Alltag könne man sich immer wieder fragen: „Träume ich?“ Selbst wenn man ganz sicher wach sei. So erhöhe sich die Chance, dass man sich die Frage auch im Traum stelle.
„Der zweite Schritt ist dann, kleine Tests zu machen, die zeigen können, ob ich wach bin oder träume“, erklärt der Psychologe. Zum Beispiel hochspringen und schauen, ob man ganz normal landet oder langsam zu Boden schwebt. „Das funktioniert im Wachzustand natürlich nicht, aber im Schlaf schon. Wenn ich solche kleinen Tests tagsüber zur Angewohnheit mache, dann überträgt sich das auch in den Schlaf.“
Etwas vom Entspannendsten für Jugendliche ist das Schauen von youtube-Videos. Es vereint alle Bedürfnisse: Entspannung und Unterhaltung, interessengeleitete und massgeschneiderte Videovorschläge, vielseitige und wenig zensierte Beiträge, Kurzweiligkeit pur . . .
Viele Teenies haben durch youtube unbemerkt einen Zugang zur englischen Sprache erhalten, der ihnen im schulischen Alltag zu einem Vorteil gereicht. Wieso soll dieser Effekt nicht auch für die französische Sprache möglich sein?
Für game-affine Jugendliche eignen sich Gamervideos ganz gut. Für alle anderen Bewohner dieser Erde sind sie aber kaum auszuhalten. Sie finden sich auf youtube leicht unter den entsprechenden Games, wenn man das Stichwort francais hinzufügt.
Französischlernenden mit 2 bis 3 Jahren Französisch-Unterricht sind die Videos von Discovery Education zu empfehlen. Unter dem Titel "extra french" oder "extra francais", respektive "extra en francais" werden sie von diabl2v und von Franslerendoejezo zur Verfügung gestellt.
Für Fortgeschrittenere eignen sich - aus Gründen der Unterhaltsamkeit - Beiträge aus dem Comedy-Bereich. Zum Beispiel der Blog von Dan Rock, welcher kulturelle Vermittlung zwischen den USA und Frankreich betreibt . . . :
oder Mittschnitte des Auftritts von Gad Elmaleh, ein erfolgreicher Comédien, der sich über den Englischunterricht in Frankreich lustig macht . . . . :
oder der etwas schnellere, in Frankreich offenbar sehr beliebte youtuber Cyprien:
Für Minecraft-Fans:
Als Beilage zur Bewerbung wünschen viele Betriebe ein Zertifikat eines Multichecks. Der Multicheck ist eine Eignungsanalyse von Gateway, welche die Eignung für verschiedene Berufsfelder (Kaufmann/Kauffrau, Technisch, ICT, Media/Design, Gesundheit/Soziales, Detailhandel/Service, Gewerbe, Beauty, Attest-EBA). Den Lehrmeistern bietet er die Möglichkeit, die Fähigkeiten eines Bewerbers unabhängig vom Zeugnis (und der Lehrperson) und bezogen auf das Anforderungsprofil des Berufes einzuschätzen.
Der Multicheck kostet CHF 100 und dauert 4 Stunden. Der Multicheck kann pro Testperiode zwei Mal durchgeführt werden (die Testperiode beginnt jeweils im Mai und dauert bis April)
Alternativ kann auch der Basic-Check gemacht werden. Der Basic-Check ist unabhängig vom gewählten Beruf und weist einerseits die allgemeinen Fähigkeiten eines Jugendlichen aus und gibt andererseits an, für welche Berufe er die Minimalanforderungen erfüllt, unterstützt also auch bei der differenzierteren Berufswahl. Der Basic-Check kostet CHF 100. Der Basic-Check ist aufgrund seiner Diagnostikeigenschaften empfehlenswerter, wird aber leider weniger häufig angewendet.
Achtung: es empfiehlt sich für beide Checks eine Vorbereitung. Im Internet finden sich Beispielaufgaben und teilweise werden sogar Vorbereitungskurse angeboten. Für den Basic-Check gibt es eine Übungs-App. In den Berufsinformationszentren kann man ausserdem auf einem Multitrainer üben.
Die Erstellung der Bewerbungsunterlagen ist Teil des Lehrplans in der zweiten Sekundarklasse. Viele Jugendliche brauchen aber erweiterte Unterstützung. Wenn Sie nicht im privaten Umfeld auf Fachpersonen zurückgreifen können, empfiehlt es sich, die Unterstützung in den Berufsinformationszentren zu holen. Häufig werden Bewerbungs-Checks angeboten, an welchen die Berufsberater die Bewerbung nochmals kritisch überprüfen. Teilweise werden Workshops angeboten, an welchen die Bewerbungsdossiers erstellt werden können. In individuellen Berufsberatungen kann diese Unterstützung ebenfalls eingeholt werden.
Zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch, aber ganz allgemein zur Einstimmung auf den Bewerbungsprozess, eignet sich der Film "Blind Date" sehr gut ("Im Vorstellungsgespräch versuchen Berufsbildner, den Bewerber in kurzer Zeit kennenzulernen. Stärken und Schwächen der Jugendlichen müssen offen gelegt werden. Der Film zeigt, was von den Jugendlichen erwartet wird und wie ein solches Gespräch ablaufen kann"). Leider darf srf ihn nicht mehr kostenlos bereitstellen, er ist jedoch auf der Webseite vom SDBB bestellbar unter diesem Link und häufig kann man ihn in Bibliotheken ausleihen.
Die Gestaltung einer Bewerbung ist übrigens ein paar Gedanken wert. Im Download finden Sie einen interessanten Artikel (NZZ am Sonntag, 22.5.2016)
. . . Eine (vorläufige) Antwort unseres Berufsverbands FSP
Mit den Änderungen durch das neue Psychologieberufegesetz und den
damit einhergehenden Zertifizierungen und politischen Anpassungen wird
die Broschüre hoffentlich bald in Bezug auf ein wichtiges Detail revidiert - dann wird nämlich die
psychologische Psychotherapie durch die Grundversicherung abgedeckt.
Schnuppern
Das Schnuppern ist wohl nach wie vor die einprägendste Weise, einen Beruf kennenzulernen. Hautnah
kann dabei erlebt werden, wie der Beruf im Alltag verstanden werden kann. Allerdings muss auch
gesagt werden, dass jeder Beruf in jedem Betrieb wieder andere Tätigkeiten umfasst und ganz allgemein
sehr stark vom Klima geprägt ist. Die Schnuppererfahrung ergibt deshalb noch lange kein umfassendes
Bild. Um eine Idee zu erhalten, wie sich die Haupttätigkeiten anfühlen, genügt eine
Schnuppererfahrung wohl trotzdem allemal.
Eine Schnupperlehre zu organisieren, ist nicht ganz einfach. Berufsberatung.ch bietet ausführliche
Informationen, wie Schnupperlehren gefunden werden können und wie daraus gelernt werden kann.
Eine zeitsparende Alternative bieten die Infoveranstaltungen. Mehr dazu finden Sie in einem früheren
Blog "Berufsfindung 2".
Mini Lehr und ich
2014 und 2015 hat srf eine Dokuserie ausgestrahlt, in welcher sie jeweils ein paar Lehrlinge bis zur LAP
portraitiert. Aus der Sendungsbeschreibung 2015 :
Sie ist der Eintritt in die Erwachsenenwelt und der Abschluss harter Lehrjahre: die
Lehrabschlussprüfung. Jahr für Jahr zittern Zehntausende von Jugendlichen, ob sie ihre Lehre
bestehen. Was bewegt diese jungen Leute? Was sind ihre Ziele und Träume?
Zum zweiten Mal begleitet SRF diesen Sommer fünf Lernende in ihrem Berufsalltag - in der Doku-Serie
«Mini Lehr und ich». Sie zeigt, wie das Leben dieser jungen Lernenden aussieht und beleuchtet das
erfolgreiche duale Berufsbildungssystem der Schweiz.
«Mini Lehr und ich» ist hautnah dabei in der stressige Zeit der Abschlussprüfung und zeigt, was es
heisst, neben dem Berufsalltag auch den schulischen Anforderungen zu genügen. Wer schliesst mit
Bestnote ab? Wer fliegt durch? Und wie sieht die Zukunft der jungen Stifte aus?
Vier der Protagonisten stehen kurz vor ihrer LAP: Coiffeuse Caroline aus Sachseln, Forstwart Daniel aus
Luterbach, Velomech Felix aus Zürich und Pflegerin Tijana aus Baden. Dazu kommt Kellner Fabian aus
St. Margrethen. Er steckt im ersten von zwei Lehrjahren und macht das Eidgenössische Berufsattest,
eine vereinfachte und verkürzte Ausbildung.
Die Sendungen sind anzusehen auf der srf: http://www.srf.ch/sendungen/mini-lehr-und-ich
Berufsbilder Schweiz
Ebenso auf srf, unter der Reihe srfmyschool, kann man Kurzportraits der verschiedenen Berufsbilder
ansehen. Die Filme dauern jeweils eine Viertelstunde und geben einen guten Überblick in den Alltag
eines Berufes. Die Dossiers sind hier zu finden: http://www.srf.ch/sendungen/myschool/themen-
4#!thema=obj-3311338
Zum Schluss noch eine Buchempfehlung . . .
Das In-Kauf-Nehmen oder sogar Akzeptieren von Unangenehmen ist wesentlicher Bestandteil in ACT.
Die Fokussierung auf ein Ziel im Pilotmodus (also gezielt!) bedeutet die Verabschiedung von intuitiven
Strategien der Vermeidung. Siehe dazu die meine "Einführung in ACT" in diesem Blog.
Im besten Fall gelingt eine Anfreundung mit dem Unangenehmen, mit den eigenen Ängsten zum
Beispiel. Vieles geht eben nur MIT Angst, nicht OHNE . . .
Stell Dir vor, Dein Leben ist ein Omnibus
Du sitzt am Steuer, hinter Dir Deine Fahrgäste: alle Deine Erinnerungen, Gedanken, Gefühle,
Lebensregeln – sie sind irgendwann eingestiegen in Deinen Bus und fahren jetzt mit.
Manche dieser Fahrgäste magst Du richtig gerne. Da gibt es aber auch welche, die Du nicht leiden
kannst, rohe, schmuddelige Typen, die schlecht riechen, sich nicht benehmen können und randalieren.
Manche sind nicht nur unangenehm, sie machen Dir Angst. Sie drohen damit, aufzustehen und nach
vorne zu kommen, wenn Du nicht tust, was sie wollen.
Natürlich kannst Du versuchen, sie rauszu- werfen. Aber sie werden nicht gehen. Und so lange Du dich
bemühst, sie in Schach zu halten, kannst Du nicht weiterfahren. Dein Omnibus steht.
Aber wo willst Du überhaupt hin?
(Text aus Broschüre Akzeptanz Commitment Therapie von Michael Waadt)
Wird nun dieser Ansatz mit der Teile-Arbeit und dem Seitenmodell von beispielsweise Gunther Schmidt
kombiniert, gelingt gar eine Wertschätzung dieser unangenehmen Seiten. Ihre Entstehung hatte ihren
Sinn und sie melden ein Bedürfnis an, welches für die betroffene Person so elementar war, dass sie eine
eigene Funktion dafür ausgebildet hat.
Wird nun dieser Ansatz mit der Teile-Arbeit und dem Seitenmodell von beispielsweise Gunther Schmidt
kombiniert, gelingt gar eine Wertschätzung dieser unangenehmen Seiten. Ihre Entstehung hatte ihren
Sinn und sie melden ein Bedürfnis an, welches für die betroffene Person so elementar war, dass sie eine
eigene Funktion dafür ausgebildet hat.
Drop the rope!
Die Berufsfindung ist ein individueller Prozess mit eigenem Tempo. Trotzdem gilt es, den "Fahrplan"
einzuhalten. Wie so oft, ist auch hier Timing der Schlüssel zum Erfolg. berufsberatung.ch hat zu diesem
Zweck den Berufswahlfahrplan erstellt.
Überhaupt bietet Berufsberatung.ch eine umfassende Plattform zum Thema Berufswahl. Mit
myberufswahl.ch begleitet sie Jugendliche und Eltern in 7 Schritten bis zur Wahl eines Berufs oder
einer schulischen Ausbildung.
Freie Lehrstellen
Mit dem Lehrstellennachweis LENA bietet Berufswahl.ch ausserdem schweizweit eine ständig
aktualisierte Übersicht über freie Lehrstellen, mit einem kurzen Betriebsbeschrieb (Ausbildungsort,
Bewerbungsadresse, Anzahl freie Lehrstellen usw).
Infoveranstaltungen
Ausserdem bietet Berufswahl.ch eine ständig aktualisierte Übersicht über laufende Infoveranstaltungen
zu Berufen und Ausbildungen. An den Infoveranstaltungen kann man sich einen groben Überblick über
den Beruf machen. So wird einem klarer, ob man in diesem Beruf noch Schnuppertage investieren
möchte oder lieber nicht. Schlussendlich erlauben die Veranstaltungen den Jugendlichen, gezielter in
ihren Wunschberufen zu schnuppern. Denn mit einem gezielten, erfolgreichen Schnuppern ist der
Lehrstellenvertrag schon halb in der Tasche!
Berufs- und Interessentest
Gateway hingegen, hat sich das Matching von Lehrstellensuchenden und Unternehmen zum Ziel
gemacht, "Die GATEWAY Solutions AG ist eine Unternehmung, die Berufseinsteigerinnen und
Berufseinsteiger sowie Unternehmen passgenau zusammenführt. Unser Erfolg basiert im Wesentlichen
auf der Erhebung, Auswertung, Verknüpfung und Veredelung von Prozess- und Personendaten im
Rahmen der Personalauswahl und Personalentwicklung." Welche Unternehmen dabei mitmachen, ist
nicht ganz transparent.
Gateway bietet eine kostenlose Berufswahl- und Eignungsanalyse. Die Berufswahlanalyse wird von der
Berufsmesse Zürich empfohlen.
Ganz abgesehen vom Service der erwähnten Portale möchte ich ein detaillierteres und
wissenschaftlich abgestütztes Verfahren empfehlen, den kostenpflichtigen (CHF 16.80) Fragebogen
von explorix. EXPLORIX® ist ein wissenschaftlich entwickeltes Selbsterkundungsverfahren, das Ihnen
wertvolle Informationen und Entscheidungshilfen zu Ihrer Berufswahl und Laufbahnplanung bietet.
Explorix basiert auf den Charakterdimensionen von John Holland. Menschen, die ihre beruflichen Wege
ihrem persönlichen Typ und ihren Interessen entsprechend wählen, sind meistens sowohl zufrieden als
auch erfolgreich.
Berufsinformationszentren
Neben all den erwähnten online-Begleitungen ist der Gang in ein Berufsinformationszentrum
unumgänglich. Die Adressen der Berufsbildungsämter finden sich beim SDDB. Für den Kanton
Zürich werden die Berufsinformationszentren biz unter dem Dach des Amts für Jugend und
Berufsberatung bereitgestellt.
In der Broschüre "Lauter offene Türen" der Bildungsdirektion Zürich wird das gesamte, umfassende
Angebot für die Schülerinnen und Schüler vorgestellt: was in der Schule angeboten wird, wie zum
Beispiel ein Klassenbesuch im biz oder Schulhaussprechstunden, Infoveranstaltungen, LENA und
Einzelberatungen. Die BIZ sind auch die Ansprechpartner, wenn keine Lehrstelle gefunden wurden und es Brückenangebote braucht.
Die Wege zur Matura in der Schweiz sind vielfältig. Das kann zu einer beruhigten Haltung führen, denn es ist nie zu spät, eine Matura anzustreben. Doch ist die Vielfalt bisweilen verwirrlich.
Mit Mittelstufen-Kindern schaue ich die Möglichkeiten, die ihnen offen stehen, gerne frühzeitig an. Schnell ist der Druck bezüglich Gymivorbereitung und -prüfung gross - was wird aus Kindern, die es jetzt nicht schaffen? Das Wissen um die vielen Möglichkeiten - und auf dem Blatt sind bestimmt nicht alle aufgeführt - kann dabei entlastend wirken. Zum besseren Verständnis des Posters: Die Kreise signalisieren die Aufnahmeprüfungen.
Hier finden Sie grundlegende Informationen zur Maturität:
Berufsmaturität, Gymnasiale Maturität, Passerelle: http://www.sbfi.admin.ch/themen/01366/01379/index.html?lang=de
Fachmittelschule: http://www.berufsberatung.ch/dyn/9304.aspx
Auch hilfreich: "Wege an die Uni" vom biz Liestal
Die Vielfältigkeit des Schweizer Bildungssystem erschwert eine Übersicht, erhöht dafür um einiges die individuellen Wahlmöglichkeit. Eine vereinfachte Übersicht stellt das Bundesamt für Statistik zur Verfügung:
Was soll ich tun und wie?
Kinder wollen gute Kinder sein und "es" richtig machen. Sie orientieren sich dabei an Erwachsenen und suchen deren Bestätigung. Doch schon bereits zu verstehen, was sie machen sollen, um die Erwachsenen zufrieden zu stellen, ist oftmals eine Kunst. Häufig sind die Anforderungen implizit und auch wenn klare Anweisungen gegeben werden, ist der Auftrag nicht immer klar.
Ein Teil eines Aufmerksamkeit- oder Strategietrainings ist deshalb, Instruktionen zu erkennen. Im besten Fall werden sie angekündigt. Wenn nicht, trainieren wir das Beobachten und Erkennen der Ankündigungszeichen. Instruktionen in der Schule werden beispielsweise häufig dann gegeben, wenn kurz zuvor eine Übung fertig gestellt wurde. Ausserdem werden sie von den immer selben Schlüsselwörtern wie "Jetzt" oder "Gut, . . . " begleitet. Die Intonation erinnert an einen Auftakt.
Wenn der Auftrag klar ist, steht die Wahl der Strategie an. Worum geht es bei der Aufgabe? Soll sie vor allem schön und sorgfältig bearbeitet werden wie zB das Ausmalen einer Malvorgabe oder eine Schönschrift-Übung? Oder geht es jetzt darum, eine Aufgabe möglichst schnell zu erledigen? Dies ist häufig beim Umziehen in der Garderobe oder dem Hervorholen des richtigen Hefts der Fall. Oder geht es vor allem um die Genauigkeit oder Exaktheit des Ergebnisses, wie zum Beispiel bei Rechenaufgaben? Wenn ja, hilft es nicht viel, wenn die Zahlen besonders schön gemalt sind . . .
Ich behaupte, dass jeweils nur eine Strategie voll fokussiert werden kann, eine zweite Strategie kann eine Nebenrolle spielen.
Zur Verdeutlichung, dass beim Erledigen einer Aufgabe zuerst die Strategie gewählt werden sollte, gebe ich den Kindern dieses Bild mit. Ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass auch den instruierenden Erwachsenen wieder mal bewusst wird, wie komplex die Aufgabenstellungen sind.
Häufig erzählen die Kinder, sie hätten einen Ausdruck des Bilds auf ihr Pult kleben dürfen. Zuweilen diente es einer ganzen Klasse zur Diskussion über Arbeitsstrategien.
Zukunftstag: ein Angebot für Kinder der 5. bis 7. Klasse
Im November haben Eltern jeweils die Möglichkeit, ihrem Kind ihren Arbeitsplatz zu zeigen und ihm
die Berufswelt und den Arbeitsalltag näher zu bringen. Ihr Kind kann selbstverständlich auch eine
Bezugsperson aus Ihrem Umfeld begleiten oder an einem der Spezialprojekte teilnehmen.
Mehr Informationen finden Sie auf http://www.nationalerzukunftstag.ch.
Eine Woche später haben Jugendliche und Eltern Gelegenheit, an der Berufsmesse ein breiteres Bild
über Berufe und Bildungswege zu erhalten. Darum geht's:
Ihre Tochter/Ihr Sohn steht vor der Berufswahl – ein wichtiger Schritt im Leben. Sie können Ihr Kind
dabei unterstützen. Ein gemeinsamer Besuch an der Berufsmesse Zürich ist eine gute Gelegenheit
dafür. Während 5 Tagen werden rund 240 Grundberufe präsentiert. Im Gespräch mit Fachleuten
erfahren Sie mehr über die aktuellen Berufsbilder. Speziell im Fokus liegen dieses Jahr frauen- und
männertypische Berufe. Die Berufsmesse Zürich möchte die Jugendlichen ermuntern, auch in
geschlechtsuntypischen Berufen zu schnuppern.
Mehr Informationen erhalten Sie auf http://www.berufsmessezuerich.ch
Die Berufsmesse Zürich empfiehlt zur Vorbereitung das Ausfüllen eines Berufswahltests. Den finden Sie
hier: http://berufswahl.multicheck.ch. Es ist aber zu erwähnen, dass sich andere Tools weit besser
eignen (zum Beispiel explorix).
Wie sich Konzentration bei Kindern fördern lässt - ein Artikel von Sabine Kurz in welt.de
Eltern wünschen sich ein glückliches und erfolgreiches Leben für ihre Kinder. Gerade zum Schulanfang
wollen sie die Weichen richtig stellen. Doch wie kann man die Kinder unterstützen? Mit Kinderturnen?
Musikalischer Früherziehung? Zweisprachiger Erziehung? Oder sollte man sich doch auf die rein
schulische Bildung konzentrieren?
Forscher der University of British Columbia richten ihr Augenmerk nun auf etwas anderes: die so
genannten Exekutive Funktionen (EFs). Damit werden die kognitiven Kontrollmechanismen bezeichnet,
die man braucht, um sich zu konzentrieren und um nachzudenken. Die wichtigsten Mechanismen sind
mentale Anpassungsfähigkeit, Selbstkontrolle sowie das Arbeitsgedächtnis. Auch die Fähigkeit,
Probleme zu lösen, vorausschauend zu planen und das logisches Denken gehören dazu. Sind diese
Fähigkeiten nicht gut entwickelt, kann es schwer sein, Erfolg im Beruf zu haben.
Konzentrationsmangel wirkt nachhaltig
So haben Studien der letzten Jahre gezeigt, dass Menschen, die als Kinder eine niedrige Selbstkontrolle
zeigen, 30 Jahre später schlechtere kognitive Fähigkeiten haben. Sie verdienen weniger, sind öfter
krank und begehen mehr Verbrechen als Personen mit einer hohen Selbstkontrolle. EFs haben also
einen Einfluss auf die körperliche und mentale Gesundheit – und zwar das ganze Leben lang.
Wer also Gesundheit und Erfolg des Nachwuchses nicht dem Zufall überlassen möchte, sollte nach
Ansicht der Wissenschaftler, dessen exekutiven Funktionen schon früh trainieren. Das hilft auch dabei,
durch soziale Herkunft bedingte Leistungsunterschiede auszugleichen.
Was kann man nun aber als Eltern tun, um die Konzentration des Kindes zu fördern? Der Buchautor und
Schulberater Detlef Träbert, früher selbst als Lehrer tätig, rät: "Viel trinken, Bewegung und frische Luft
sind das A und O." Auch sollten Eltern darauf achten, dass ihr Kind morgens nicht ohne Frühstück aus
dem Haus geht. "Das Frühstück liefert die Energie für den Tag. Wenn Kinder darauf verzichten, legen sie
einen glatten Fehlstart hin.
Ohne Grundlage sind sie in der Schule weniger aufmerksam und können sich schlechter
konzentrieren", erklärt Ernährungswissenschaftlerin Alexandra Krotz von der Techniker Krankenkasse.
"Daher ist es bedenklich, dass ein Drittel der Kinder, die sowieso schon häufig schlapp und müde sind,
ohne Frühstück aus dem Haus gehen."
Alle Techniken, die Forschern als hilfreich erkannt haben, gleichen sich darin, dass sie wiederholt
angewendet werden müssen. Dadurch bessern sich die EFs schrittweise. Kinder, die zu Beginn noch
relativ schlechte exekutive Funktionen zeigen, machen dann auch die größten Fortschritte.
Konzentrationsstörungen bei Kindern können in Extremfällen ein Symptom von
Aufmerksamkeitsdefizitstörungen wie ADS und ADHS sein. Etwa 600.000 Kinder und Jugendliche in der
Bundesrepublik sind von diesen Verhaltensstörungen betroffen. Gerade in diesem Fall kann das
spielerische Training des Arbeitsgedächtnisses helfen und die Konzentrationsspanne verlängern.
Man müsse aber aufpassen, keine Fehldiagnose zu stellen, und das Kind auf Dauer mit der Diagnose
ADHS zu brandmarken, denn auch Stress, Einsamkeit und mangelnde körperliche Fitness können die
Funktion der Frontallappen im Gehirn und damit die exekutiven Funktionen beeinträchtigen, sagen
Forscher.
Auch erwarten immer mehr Eltern viel zu viel von ihrem Kind, und vermuten schon eine
Aufmerksamkeits- oder Lernstörung, obwohl die Fähigkeiten des Kindes im natürlichen Rahmen liegen.
Detlef Träbert gibt ein Beispiel: "Bei einem zehnjährigen Kind ist es schon gut, wenn es sich 20 Minuten
lang auf eine Aufgabe konzentrieren kann, die ihm nicht gefällt."
Darum helfen Methoden, die dem Kind Spaß machen, immer mehr, als solche, die nicht speziell auf
Kinder ausgerichtet sind. Was vielen Eltern nicht klar ist: Konzentration ist keine reine Willenssache,
sondern kann nur durch Training verbessert werden. Zu viel Druck oder zu hohe Erwartungen können
mehr schaden als nutzen.
Es gilt also immer: Das Kind sollte an den Aktivitäten – egal ob Blockflötenunterricht, Yoga oder Karate
– teilnehmen wollen. Außerdem reicht es nicht, die exekutiven Funktionen nur ein einziges Mal zu
trainieren. Stattdessen muss man sie regelmäßig und mit immer steigender Schwierigkeit üben.
Computerprogramme, mit deren Hilfe die Kinder spielerisch lernen können, werden besonders
empfohlen. Eines davon ist das Programm "CogMed" von Pearson Education, das von Adele Diamond
und Kathleen Lee im Fachmagazin "Science" beschrieben wird. Mit ihm kann das Arbeitsgedächtnis
sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen trainiert werden kann.
Konzentration spielerisch trainieren
Das Spiel hat den Vorteil, dass Kinder mit Spaß zu Hause ihre Konzentrationsfähigkeit und ihr
Gedächtnis verbessern können, ohne dass zu viel Leistungsdruck aufkommt. Zum Ausprobieren findet
man auch ein kostenloses Spiel online ( www.spaceminespatrol.com ). Hier muss der Spieler die Erde
zum Beispiel vor Meteoriten schützen, indem er sie in der richtigen Reihenfolge zerstört. Dass Spiel ist
so spannend, dass man kaum darauf kommt, dass es ein Konzentrationstraining ist.
Auch Traditionelle Kampfkunsttechniken wie zum Beispiel Taekwondo fördern die Selbstdisziplin und
helfen zudem bei der Charakterentwicklung. Studien haben gezeigt, dass sich dadurch auch das
Arbeitsgedächtnis verbessert. Die gleichen positiven Effekte haben auch Achtsamkeits-Übungen, bei
denen man lernt, auch im Alltag die Umwelt bewusster wahrzunehmen.
Zudem können Entspannungstechniken, wie Progressive Muskelentspannung, Traumreisen und
Autogenes Training einen positiven Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit haben.
"Entspannungstraining kann sehr hilfreich sein", bestätigt Schulberater Detlef Träbert.
"Viele Kinder leiden unter dem Erwartungsdruck der Eltern und der Schule. Da hilft es, ab und zu richtig
zur Ruhe zu kommen." Er empfiehlt auch einfache Hausmittel zur Steigerung der exekutiven
Funktionen: abendliches Vorlesen, Kuschelrituale oder Spieleabende.
Studien, die sich mit den Lehrplänen an Schulen befassen, zeigen, dass auch im regulären Unterricht
die exekutiven Funktionen der Kinder trainiert werden können. Montessori-Schulen und einige
amerikanische Schulförderungsprogramme wenden Methoden zur Förderung der exekutiven
Funktionen an.
In deutschen staatlichen Schulen steht das Konzentrationstraining noch nicht auf dem Stundenplan.
Auch in der Lehrerausbildung sucht man vergeblich danach. "Dabei sollte Konzentrationsförderung in
allen Schularten betrieben werden", fordert Detlef Träbert.
Einen Leistungstransfer zwischen den einzelnen Bestandteilen der EFs gibt es den Forschern zufolge
nicht. Studienteilnehmer, die zum Beispiel ihr Arbeitsgedächtnis mit einem Computerprogramm
trainiert hatten, zeigten keine Verbesserung beim logischen Denken. Daher wird empfohlen,
verschiedene Aktivitäten zu kombinieren, wie etwa Selbstverteidigung zusammen mit Achtsamkeitsübungen. Für letztere lesen Sie meine Blogs zum Thema Lebensfluss.
Ein schwieriges Thema . . . Kinder sind mit dem Auftrag "Räum Dein Zimmer auf!" häufig überfordert. Er
erscheint end- und hoffnungslos und es ist überhaupt nicht klar, welche Strategie angewendet werden
soll.
Das gemeinsame Zimmer-Aufräumen eignet sich bestens als Übung im Kategorisieren. Was heisst
überhaupt Ordnung? Nach Farbe - also rot zu rot, blau zu blau? Nach Material - Holz zu Holz, usw? Nach
Funktion - Schreibzeug zu Schreibzeug, Rittersachen zu Rittersachen?
Aber natürlich hat man als Elternteil nur selten Lust, das Zimmer-Aufräumen noch in die Länge zu
ziehen. Ziel ist es, dass die Kinder a) selbständig merken, wann Aufräumen wieder mal angezeigt ist
und b) selbst aufräumen.
Zu a) Wann ist Aufräumen wieder mal nötig?
Das ist natürlich Ansichtssache. Wenn Sie es längerfristig mit Ihrem Kind in der selben Wohnung
aushalten möchten, empfiehlt es sich, möglichst früh und klar Ihre Standards zu setzen. Ganz
empfehlenswert ist ein gemeinsam vereinbartes Zeichen, damit Sie Ihr Kind nicht ständig daran
erinnern müssen, das genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, respektive die Toleranzgrenze jetzt
überschritten ist. Dies kann zum Beispiel ein laminiertes Bild sein, das Sie zu gegebenem Zeitpunkt an
die Zimmertüre heften oder auf den Essplatz des Kindes legen.
Zu b) Strategien zum Aufräumen entwickeln
Unterstützen Sie Ihr Kind in der Unterteilung des unübersichtlichen Auftrags und erlauben Sie ihm die
Befriedigung, einzelne Teilschritte abzuhaken. Eine mögliche Unterteilung des Auftrags "Zimmer-
Aufräumen" könnte so aussehen:
Übrigens: Die Basics zum Zimmer-Aufräumen mit kleinen Kindern finden Sie unter schule-undfamilie: 7 Tipps zum Zimmer aufräumen
de. Aber bitte beachten Sie auch: Zur Entfaltung des Freien Spiels benötigen Kinder die Möglichkeit zum kontinuierlichen Spiel. Es muss deshalb drin liegen, dass Ihr Kind über mehrere Tage
an einem aufgebauten Spiel weiterspielen kann. So viel Toleranz muss sein!
Im Fritz&Fränzi wird mit 8 knackigen Hausaufgaben-Tipps für Eltern vorgeschlagen, dass auf die Selbständigkeit und Selbstverantwortung des Kindes fokussiert wird:
8 knackige Hausaufgaben-Tipps für Eltern
1. ERINNERN SIE IHR KIND MAXIMAL EIN EINZIGES MAL AN DIE HAUSAUFGABEN
Manche Eltern liegen ihren Kindern alle 20 Minuten mit den Hausaufgaben in den Ohren: «Was musst duheute alles für die Schule machen? Wann machst du es? Müsstest du nicht langsam mal anfangen?» Dasnervt. Eine klare Abmachung wie «Vor dem Abendessen sind die Hausaufgaben erledigt» und die einmalige Erinnerung «Jetzt ist der letzte Moment, um anzufangen» um 17.30 Uhr genügen vollauf und bringen Entspannung.
2. LASSEN SIE DIE VERANTWORTUNG BEIM KIND
Das Kind macht die Hausaufgaben für die Schule oder – man darf ja träumen – für sich selbst. Das Kind mit unerledigten Hausaufgaben in die Schule gehen zu lassen ist oft heilsamer als ständiger Streit. Falls Sie befürchten, das Kind schreibe die Aufgaben morgens ab, können Sie eine Notiz für die Lehrperson im Hausaufgabenheft hinterlassen. Falls es einen Zeugniseintrag bei der Fleissnote gibt: Nutzen Sie dies für ein ernstes Gespräch – und machen Sie sich nicht gleich Sorgen, dass Ihr Kind wegen dieses Eintrags in der 4. Klasse später keinen Job findet.
3. HELFEN SIE NUR, WENN IHRE HILFE ANGENOMMEN WIRD
Hausaufgaben-Diskussionen bringen nichts! Dafür die Regel: «Ich helfe dir nur, wenn du meine Hilfe annimmst.» Wenn das Kind anfängt zu nörgeln, sagen Sie: «Jetzt wird es unproduktiv. Ich gehe abwaschen. Ruf mich, wenn du weiterarbeiten möchtest», und gehen. Sie glauben gar nicht, wie viele Kinder einen Schritt auf die Hausaufgaben zu machen, wenn man dafür genügend Platz lässt.
4. LASSEN SIE DAS KIND NEBEN SICH ARBEITEN
Viele Kinder könnten durchaus selbständig arbeiten, geniessen aber die Zeit und die Aufmerksamkeit der Eltern. Die Lösung: Lassen Sie Ihr Kind neben sich arbeiten unter der Bedingung, dass es Sie nicht ständig unterbricht. Arbeiten Sie an etwas Wichtigem und sagen Sie zum Kind: «Wenn du mich 15 Minuten in Ruhe arbeiten lässt, darfst du die Hausaufgaben neben mir erledigen.»
5. ERMUTIGEN SIE IHR KIND ZU MEHR SELBSTÄNDIGKEIT.
Planen Sie mit Ihrem Kind die Hausaufgaben. Fragen Sie, was es am einfachsten und was am schwierigsten findet. Ermutigen Sie es, die einfacheren Aaufgaben ohne Ihre Hilfe zu erledigen. Zeigen Sie Ihre Freude an der Selbständigkeit, indem Sie etwa sagen: «Schön, dass du das selbständig gemacht hast – ich bin deswegen gut vorwärtsgekommen und habe nun Zeit für dich.»
6. ERSTELLEN SIE MIT DEM KIND EINEN HAUSAUFGABENPLAN
Einen Wochenplan zu erstellen ist für ein Kind höchst anspruchsvoll. Es muss sich dabei Fragen stellen wie:
Welche Aufgaben muss ich erledigen?
Wie viel Zeit benötige ich dafür?
Welche Materialien brauche ich für die einzelnen
Aufgaben? Was muss bis wann erledigt sein?
Wann habe ich an den jeweiligen Tagen Zeit, mich um die Aufgaben zu kümmern?
Kinder werden nicht mit diesen Fragen im Kopf geboren. Sie benötigen Eltern und Lehrpersonen, die ihnen dabei helfen, diesen inneren Dialog zu führen. Legen Sie die Fragen vor das Kind auf den Tisch und gehen Sie sie gemeinsam mit ihm durch.
7. ACHTEN SIE AUF REGELMÄSSIGE PAUSEN
Kinder können sich nicht so lange konzentrieren wie Erwachsene. Als Richtwerte dienen folgende Zeiten:
5-7 Jahre: 15 Minuten
7-10 Jahre: 20 Minuten
10-12 Jahre: 25 Minuten
12-15 Jahre: 30 Minuten
Danach ist eine kurze Pause sinnvoll: 5 Minuten reichen – am besten mit etwas, das entspannt, aber das Kind nicht in eine andere Aktivität hineinzieht: ein paar Minuten auf dem Trampolin hüpfen, ein Glas Wasser trinken, einen Keks essen, aus dem Fenster schauen.
8. GESTALTEN SIE DEN PLAN MOTIVIEREND
Achten Sie beim Planen darauf, dass die Arbeitseinheiten gegen Ende kürzer werden. So kommt das Kind im Plan immer schneller vorwärts. Wenn Sie die Pausen ebenfalls im Plan mit einem Kästchen versehen, ist das Kind zudem motiviert, die Pausen wieder zu unterbrechen, da es wieder einen Punkt abhaken kann.
In der Broschüre "Hausaufgaben geben – erledigen – betreuen" erörtert die Schule Freiburg das Thema Hausaufgaben genauer. Ihre Forschung beleuchtet die gängige Hausaufgabenpraxis kritisch und plädiert für regelmässige, aber kurze Hausaufgaben. Sie empfehlen den Eltern eine unterstützende, wohlwollende Haltung, auch eine tröstende Funktion bei Misserfolgen, und raten von zu enger Führung ab. "Direktes Eingreifen der Eltern wie Einmischung, Kontrolle und Aufsicht wirken sich (...) negativ aus".
Wer für sich oder seine Kinder einen Sprachaufenthalt im Ausland wünscht, sieht sich schlicht überflutet vor Angeboten. Welches Angebot eignet sich für wen?
Üblicherweise werden während den Aufenthalten pro Woche 15 bis 20 Lektionen angeboten. Wer nicht eigenen Ehrgeiz mitbringt (also tendenziell die Jugendlichen, die eigentlich schon was lernen , aber vor allem auch schöne Ferien verbringen möchten), wird sich dabei nicht sehr viel Stoff aneignen, sondern im besten Fall die Gelegenheit nutzen, der jeweiligen Sprache näher zu kommen und sich allenfalls in Konversation zu üben. Gerade dazu ist es sinnvoll, nicht mit allzu vielen Landsleuten im selben Kurs zu landen, da sonst die Versuchung, in der Freizeit weiterhin die Muttersprache zu sprechen, zu gross ist. Eine Durchmischen der Nationalitäten ist also sehr anzustreben und ist aber nicht in allen Settings gegeben. Französisch in der Suisse Romande beispielsweise wird vor allem von deutschschweizerischen SchülerInnen besucht. Erstens ist Französisch in nicht so vielen Nationen Pflichtfach. Und zweitens gehen die Schüler anderer Nationalitäten zu diesem Zweck tendenziell nach Frankreich . . .
Für Französischfortschritte ist es ausserdem hilfreich, wenn nicht auf der selben Schule auch Englisch unterrichtet wird. Sonst ist die Verführung, in der Freizeit mit den anderen Jugendlichen Englisch zu sprechen, einfach zu gross.
Eine Webseite, die absolut empfehlenswert ist, weil sie unter anderem auch die Herkunft der Kursteilnehmer ausweist, ist languagecourse.net. Ausserdem bietet sie eine gute Übersicht über die jeweiligen Angebote und einen Preisvergleich an. Die Bewertungen der Kursteilnehmer sind ebenfalls ersichtlich. Ob Sie den Kurs schlussendlich über diese Webseite oder doch direkt beim Anbieter buchen sollten, kann ich nicht beurteilen. Aber auf der Suche dahin, wer welchen Sprachkurs wo anbietet, und was darin enthalten ist, kann Sie die Webseite sicher gut begleiten. Auch sprachreisen.org bietet diesen Service.
Möchten Sie die Sprachschulen noch differenzierter prüfen, so lohnt es sich, den Artikel vom Beobachter zu lesen: Sprachaufenthalt - Eine völlig neue Welt im Kopf und denjenigen vom K-Tipp: sprachaufenthalt-direkt-bei-der-schule-buchen-kommt-oft-am-guenstigsten.
Die Positive Psychologie hat sich zum Ziel gesetzt, Stärken und Ressourcen von Menschen zu fördern. Sie erforscht, welche Faktoren das Leben am meisten lebenswert machen. Die Positive Psychologie versucht, die Psychologie wieder zu komplettieren, indem sie verstärkt bislang vernachlässigte Bereiche untersucht. Seligman (2000) beschreibt drei Säulen der Positiven Psychologie. Er spricht vom positiven Erleben (z. B. contentment, satisfaction), positiven Traits (z. B. Tugenden, Charakterstärken oder Talent) sowie positiven Institutionen:
Mehr Informationen finden Sie auf http://www.psychologie.uzh.ch/fachrichtungen/perspsy/trainings/zsp/pospsy.html
Seligman, Parks und Steen (2004) beschreiben als das „ultimative Ziel“ der Positiven Psychologie, Menschen glücklicher zu machen, in dem sie dabei unterstützt werden, positive Emotionen, Erfüllung (gratification) sowie Sinn (im Leben; meaning) zu verstehen und aufzubauen.
Die Positive Psychologie stützt sich auf die Überzeugung, dass Menschen ein sinnvolles und erfüllendes Leben führen möchten, ihre eigenen Stärken kennen lernen und weiter ausbauen möchten und, dass sie sich auf vielen verschiedenen Ebenen, wie Liebe, Arbeit oder im Spiel, weiter entwickeln möchten.
Das psychologische Institut der Uni Zürich (Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik) hat zur Förderung der Positiven Psychologie bereits einige Projekte realisiert. Eines davon ist die Humorwerkstatt, welche ein Tumortraining anbietet. Ein Ausschnitt aus dem Beschrieb:
"Wichtige Themen unseres Humortrainings sind z.B.: eine spielerische Haltung zu finden, öfters zu lachen und Optimismus zu bewahren und fördern, Humor im Alltag zu finden, über sich selbst lachen zu können, Humor als Bewältigungsstrategie bei Stress zu benutzen.
Fördern Sie Ihr eigenes komisches Potential, um:
Ein weiteres Projekt des Psychologischen Instituts ist das Stärkentraining. Auf dieser Webseite wird ein kostenloses Trainingsprogramm aus der Positiven Psychologie angeboten, welches an der Fachrichtung für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik des Psychologischen Instituts der Universität Zürich entwickelt wurde. Dieses Programm wurde gemäss den Grundsätzen der Positiven Psychologie und ihrem Prinzip „fix what's wrong“ (In Ordnung bringen, was nicht funktioniert) und „build what's strong“ (Stärken fördern) entwickelt. Hier geht's zur Anmeldung zur Teilnahme am Trainingsprogramm.
Exekutive Funktionen umschreiben die Verhaltenssteuerung unter Berücksichtigung der Umweltbedingungen. Sie sind also eine Anpassungsleistung gegenüber den Forderungen der Umwelt. Dazu gehört selbstredend, die eigenen Bedürfnisse ein Stück weit für das Ziel, sich der Umwelt anzupassen, zurückgesteckt werden.
Eine wichtige Publikation über die Implikationen der Exekutiven Funktionen ist diejenige von Diamond et al.: Preschool Program Improves Cognitive Control, Diamond et al, Science, 2007. Aus dem Abstract:„Executive functions (EFs), also called cognitive control, are critical for success in school and life. Although EF skills are rarely taught, they can be. The Tools of the Mind (Tools) curriculum improves EFs in preschoolers in regular classrooms with regular teachers at minimal expense. Core EF skills are (i) inhibitory control (resisting habits, temptations, or distractions), (ii) working memory (mentally holding and using information), and (iii) cognitive flexibility (adjusting to change).“
Als Erklärungsmodell, welche Fähigkeiten die Exekutiven Funktionen überhaupt beinhalten, eignet sich das Modell von Miyake besonders gut:
Es handelt sich bei den EF also um drei „Fähigkeitskreise“,nämlich um die kognitive Flexibilität, das Arbeitsgedächtnis und um die Inhibition (Impulskontrolle).
Die wichtigsten Fakten, die ich aus dem Kurs von Kevin Wingeier gelernt habe, hier in Kürze:
Der Kurs ist wirklich sehr zu empfehlen und inspiriert zu mehr Fokus auf die Förderung der Exekutiven Funktionen! (http://www.lernpraxis.ch/team/kevin-wingeier)
Lernsoftware zur Förderung der visuellen und visuomotorischen Grundfähigkeiten, erhältlich bei profaxonline oder neu auf itunes als app.
Die Regulierung autonomer Zustände folgt einer Hierarchie, in welcher die neuesten
Kreisläufe zuerst eingesetzt werden. Das heisst platt gesagt: je "einfacher" die Herausforderungen, desto neuer die verarbeitenden Hirnteile. Oder: je überforderter/traumatisierter wir sind, mit desto älteren Hirnteilen verarbeiten wir.
Steven Porges unterteilt das Autonome Nervensystem in drei Teile (Quelle: Steven Porges: Polyvagal-°©‐‑Theorie: Die drei neuralen Kreisläufe als
Regulatoren für unser reaktives Verhalten):
Wenn man das Gehirn gemäss McLean und LeDoux stark vereinfacht in drei Teile einteilt, so findet das Ventrale Vagussystem im denkenden Grosshirn (Neokortex) sowie im Lymbischen System (das emotionale Gehirn) seine Entsprechung. Im Hirnstamm hingegen sitzen unsere Instinkte, Reflexe und Körpererfahrungen sowie Sympathicus und Parasympathicus. Letztere regulieren die grundlegenden Körperfunktionen. Auf dieser Ebene ist übrigens auch das Gefühl eines Kernselbsts (The Felt Sense), das Gefühl von Verbundenheit mit sich selbst anzusiedeln.
Das Lebensflussmodell ist eine Metapher für unser psychisches Leben, unser Verhalten, unsere Gefühle und Gedanken. Die Flussufer symbolisieren die Grenzen, welche uns vor übermässiger Stimulation (=Trauma, ein Trauma wird definiert als das Erleben eines Ereignisses, dessen Verarbeitung unsere Nervensystem überfordert) schützt. Im Fluss erleben wir Flow, die psychische Flexiblität, die es braucht, um im Leben mit unseren Herausforderungen umzugehen. In diesem Zustand sind wir präsent, eins mit unserem Körper, bereit für flüssige Reaktionen. Wir empfinden uns im Hier und Jetzt, mit Autonomie und Handlungsfreiheit.
Es passiert eine zyklische Ladung/Aktivierung (sympathisches Nervensystem) und Entladung/Entspannung (parasympathisches Nervensystem).
Ein Trauma wird als Überreizung, als Störung am Ufer, als Wirbel, der den Lebensfluss beeinträchtigt, betrachtet.
Aus dem Lebensfluss und den Erkenntnissen zum Autonomen Nervensystem hat Peter Levine di Theorie des Somatic Experiencing entwickelt, in welcher die während des Traumas abgelaufenen Körperreaktionen in der Traumabewältigung mit einbeziehen. Die im Alarmzustand bereitgestellte Lebensenergie wird wegen seiner Überforderung vom Nervensystem nur unvollständig abgebaut. Dies kann sich noch Jahre später in Symptomen wie Übererregbarkeit, Aggression, Angst, Depression, Dissoziation, chronische Schmerzen, Verdauungsschwierigkeiten u.v.m. zeigen. Bei der Aufarbeitung des Traumas werden diese Körperreaktionen als eigene Phänomene betrachtet und behandelt. „Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden Es ist somit eine biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Das Nervensystem hat dadurch seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurückzufinden“ (Zitat Peter Levine)
(Quelle: somatic-experiencing.de)
Das Einführungsseminar für Ego States von Woltemade Hartmann (Juni 2015, München) hat mich sehr inspiriert. „Die Ego-State-Therapie, ein hoch effizienter psychotherapeutischen Ansatz, basiert auf der Annahme, dass die Persönlichkeit (aller Menschen) nicht aus einem homogenen Ganzen, sondern aus verschiedenen Anteilen, den Ego-States, besteht“ (Quelle: Einführung in Ego States, Woltemade Hartmann).
Besonders hilfreich in diesem ersten einführenden Teil war die Einführung in Somatic Experiencing, in welcher die Erkenntnisse der Neuropsychologie zur Erkennung und Therapie traumatischer Symptome herangezogen werden. Das laufend ergänzte Wissen um das Autonome Nervensystem, das Lebensflussmodell von Peter Levine sowie die Polyvagale Theorie von Steven Porges ergänzen sich dabei ideal, um die Art und Weise zu optimieren, traumatischen Symptomen zu begegnen. Woltemade Hartmanns Weg, der Symptomatik mit Hilfe der verschiedenen eigenen Anteile (Ego States) einen Ausweg zu bieten, ist einer der Implikationen.
Das Autonome Nervensystem (auch vegetatives oder viszerales Nervensystem genannt) reguliert die unwillkürlichen Grundfunktionen unseres Körpers (oder wie Porges sagt: es reguliert den Zustand der Eingeweide), wie die Durchblutung von Organen und Muskeln, die Auslösung biochemischer Prozesse, die Aktivierung (und Deaktivierung) bestimmter Hirnteile. Es besteht aus dem Zusammenspiel zweier kontroverser Regulationsmodellen, dem Sympathischen Nervensystem und dem Parasympathischen Nervensystem. Der Begriff der Autonomie bezieht sich auf biologisch festliegende, automatisch ablaufende innerkörperliche Vorgänge und wurde vom Physiologen John Langley geprägt.
Das Sympathische Nervensystem bereitet den Körper auf Stress vor und bewirkt eine Leistungssteigerung (ergotrope Wirkung). Es aktiviert die Aufmerksamkeit und Reaktionsbereitschaft, mobilisiert Überlebensreaktionen wie Kampf und Flucht, schüttet Cortisol und Adrenalin aus, löst schnelle Atmung aus. Die Blutgefässe ziehen zugunsten einer verstärkten Durchblutung der Muskeln zusammen. Symptome eines überaktivierten Sympathischen Nervensystems sind Angst/Panik, Aggression, Hyperaktivität/Manie.
Das parasympathische Nervensystem bildet den Antagonisten des Sympathischen Nervensystems und erfolgt durch den Nervus Vagus. Durch ihn werden vorwiegend Körperfunktionen aktiviert, die der Regeneration des Organismus und dem Aufbau von Energiereserven dienen. Er wird wegen seiner trophotropen Wirkung auch Ruhenerv genannt. Symptome eines überaktiviertem Parasympathischen Nervensystems sind Depression/Erschöpfung, Dissoziation, Schmerzen.
Ein Trauma kann eine chronische Übererregung des Autonomen Nervensystems zur Folge haben, eine Übererregung des Sympathicus, des Parasympathicus oder von beiden.
Die gleichzeitige Überaktivierung von Sympathicus und Parasympathicus macht das System instabil. In der Folge zeigen sich komplexe, widersprüchliche Symptomatiken wie zum Beispiel Angst und Depression, Muskelverspannung bei niedrigem Muskeltonus, Reizdarmsyndrom, Fibromyalgie.
Bereits die Wahl, sich dem Gymi-Vorbereitungswahn zu stellen und sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob man das will oder nicht, fällt schwer. Es ist zuallererst eine Wahl des Kindes, aber auch die der ganzen Familie - sie hat sich immerhin zu einem grossen Teil diesem Ziel zu unterwerfen.
Bald folgt dann die Wahl der richtigen Vorbereitungsinstitution. Wer soll damit beauftragt werden? Wieviel Zeit soll/kann/will das Kind dafür investieren? Ab welchem Zeitpunkt soll es damit anfangen?
Es gilt sicher nicht "je früher, desto besser" - ist doch regelmässig eine gewisse Sättigung zu beobachten, wenn ein Ziel über zu lange Zeit verfolgt werden soll. Gute Erfahrungen habe ich bisher mit einem Beginn im Oktober oder November gemacht: der Elan ist noch da und wenn das Interesse wie auch die Vorbildung stimmen, dann lässt sich bis zur Prüfung wunderbar trainieren.
Empfehlenswert ist ein Vergleich der Vorbereitungskurse in Bezug auf Erreichbarkeit, Intensität der Vorbereitung (wie häufig? wie lange?) und natürlich Kosten, insgesamt wie auch pro Lektion. Achtung, bei der Lektionendauer gibt es grosse Unterschiede.
Sie finden im anschliessenden Download einen Vergleich der Vorbereitungskurse auf die Aufnahmeprüfung der Langzeitgymnasien im Raum Zürich und Zürichsee für das Jahr 2015. Die Liste ist nicht vollständig! Für 2016 werden sich einige Preise und Konditionen wahrscheinlich ändern und Sie werden die Liste wohl anpassen müssen. Viel Spass bei Auswählen!
Electronics4you
Die HSR (Hochschule für Technik, Rapperswil) und ICOM (Institute for Communication Systems) führen
seit 2009 ein interessantes Projekt für Jugendliche. Aus der Webseite:
Die Idee eines Elektronikkurs für Teenager entstand im Herbst 2008 nach längeren Diskussionen über
unsere eigenen Werdegänge und wie wir selbst zur Elektronik fanden, damals. Einzelne von uns hatten
eine eigene kleine Werkstatt im Keller und bastelten was das Zeugs hielt. Lauflichter und Lichtorgeln
waren damals hoch im Kurs. Andere fanden durch spezielle Kurse Gefallen an der Materie. Alle aber
stellten wir fest, dass die Zeiten sich geändert haben und Jugendliche heute ihre Elektronikgeräte
kaum noch selber bauen. Dabei wäre heute viel mehr möglich, als damals. Vielleicht müsste man die
"Werkstatt" und die Anleitungen dazu eben an der HSR anbieten? Der Gedanke wurde weitergesponnen
und wenige Monate später mit dem ersten Kurs umgeestzt. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
aufgeteilt auf 3 Gruppen, bauten ihre "Navis" und "Playstations". Aus Kapazit.tsgründen wurde die
Anzahl in den Folgejahren auf 50 Teilnehmer limitiert. Wir haben viel Freude an unserer Jugend und
freuen uns jedes Mal, wenn uns wieder ein Lehrmeister meldet, dass dieser oder jener aus einem
vergangenen Kurs jetzt bei ihm eine Elektronikerlehre angefangen hätte.haben «Electronics4you» zeigt
Jugendlichen die Welt der Elektronik. Anhand konkreter Projekte sollen sie Interesse und Freude an der
Technik und deren Anwendungen bekommen. Ausserdem sollen die Berufsperspektiven des
Elektronikers aufgezeigt werden."
"Während den grösseren und kleineren Projekten liegt der Schwerpunkt beim praktischen
Kennenlernen und Experimentieren mit elektronischen Bauelementen und Schaltungen, sowie beim
Einsatz verschiedener Messgeräte. Parallel dazu wird auch die grundlegende Theorie der eingesetzten
Elektronik erlernt. Die erstellten Objekte dürfen nach Hause mitgenommen werden. Am Schluss des
Semesters erhält ausserdem jeder Teilnehmer ein «Zertifikat», das bei der Lehrstellensuche nützlich
sein kann."
Robolympics
Die RobOlympics geben SchülerInnen ab der Oberstufe bis und mit im Jahr der abgeschlossenen Matura bzw. Lehre die Möglichkeit, sich auf spielerische Art und Weise mit Technik auseinander zu setzen. Mit selbstgebauten Robotern treten sie dabei in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander an.
Die dreizehnten RobOlympics werden am Samstag, 14. November 2015 an der Hochschule für Technik Rapperswil durchgeführt. Weitere Infos zu den Spielregeln sowie der Anmeldung werden anfangs Juni veröffentlicht. Mehr Infos, Download für Flyers und Plakate usw finden Sie unter RobOlympics.
Tüfteln.ch
tüfteln.ch ist die Koordinationsplattform der Tüftellabore in der Schweiz. Der Verein wurde 2013 gegründet und hat seinen Sitz im Co-Working-Space im passepartout-ch, dem Zentrum für Kinder- und Jugendförderung in Moosseedorf.
tüfteln.ch fördert und begleitet die Gründung neuer Tüftellabore und ähnlicher Initiativen, bietet eine Plattform für bereits bestehende Institutionen, organisiert Netzwerktreffen und entwickelt gemeinsam mit Partnern Weiterbildungsangebote.
Experimentieren – staunen – erfinden
Wir fördern Tüfteln als selbstgesteuertes, handlungsorientiertes und vielseitiges Lernen und möchten damit einen entscheidenden Zugang zu Technik, Naturwissenschaften und Gestaltung sowie
technischen Berufen bieten. tüfteln.ch lanciert daher eigene Projekte zur Technik- und Naturwissenschaftsförderung im non-formalen Bildungsbereich. Es ist unser Anliegen, nachhaltige Lösungen zu
entwickeln. Dabei sind wir im steten Austausch mit Berufsbildungsinstitutionen, Berufs- und Wirtschaftsverbänden, Bildungsämtern, Hochschulen, mit der Wissenschaftskommunikation und den
Wissenschaftsakademien.
Schweizer Jugend forscht sjf.ch
Die Studienwochen bieten dir spannende Einblicke in unterschiedliche wissenschaftliche Bereiche – so kannst du dich vertieft mit einem ausgewählten Thema auseinandersetzen, Erfahrungen für die spätere Berufs- oder Studienwahl sammeln und natürlich Gleichgesinnte aus der ganzen Schweiz kennenlernen!
Wer darf mitmachen?
Teilnahmeberechtigt sind grundsätzlich alle Jugendlichen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein ab dem 16. Altersjahr bis zum Ende der gymnasialen Ausbildung. Ausgenommen sind die kids@science-Wochen, welche auf Schüler und Schülerinnen zwischen 10 und 13 Jahren abzielen.
Kinderuniversität Zürich
Liebe Kinder der 3. bis 6. Primarklassen
Die Idee der Kinder-Universität Zürich ist es, euch auf eurer Suche nach Antworten und Erklärungen für die Phänomene dieser Welt zu unterstützen und zu begleiten. Mit diesem Ziel vor Augen organisiert die Kinder-Universität Zürich jeweils im Frühjahrs- und Herbstsemester Vorlesungen und Kurse, in denen euch Expertinnen und Experten interessante Fragen aus Sicht der Wissenschaft beantworten.
Die Kinder-Universität Zürich steht ausschliesslich Schülerinnen und Schülern der 3. bis 6. Primarklasse offen und soll einen Einblick in die Vielfalt wissenschaftlicher Themen ermöglichen.
Die Teilnahme ist für euch kostenlos dank der finanziellen Unterstützung von Biogen Idec, Siemens und Swiss Re sowie weiterer Sponsoren und Spender.
Selbsthilfegruppen
Gemeinschaftliche Selbsthilfe ist sehr vielseitig und kann unterschiedliche Formen annehmen. Örtliche Selbsthilfegruppen, die Vernetzung einzelner Personen miteinander und Selbsthilfeangebote im Internet sind verschiedene Ausprägungen der Selbsthilfe, die alle eines gemeinsam haben: Menschen mit demselben Problem, einem gemeinsamen Anliegen oder in einer gleichen Lebenssituation schliessen sich zusammen, um sich gegenseitig zu helfen. Direkt Betroffene sowie Angehörige erleben in der Selbsthilfe nicht nur Hilfe und Solidarität, sondern übernehmen durch die aktive Teilnahme Selbstverantwortung. So erreichen sie einen höheren Grad an Selbstbestimmung. Gerade das macht die Selbsthilfe zu einer wichtigen und anerkannten Säule des schweizerischen Gesundheits- und Sozialwesens. Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Hilfe und Solidarität sind die wichtigsten und prägendsten Merkmale der Gemeinschaftlichen Selbsthilfe.
(Text aus Selbsthilfeschweiz)
Für das Zürcher Oberland: www.selbsthilfezentrum-zo.ch
Für Zürich: www.selbsthilfecenter.ch
Für Winterthur: www.selbsthilfe-winterthur.ch
Seminare zur Angstbewältigung
Im ICD-10 werden Angststörungen definiert als "Gruppe von Störungen, bei der Angst ausschließlich oder überwiegend durch eindeutig definierte, eigentlich ungefährliche Situationen hervorgerufen wird. In der Folge werden diese Situationen typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen. Die Befürchtungen des Patienten können sich auf Einzelsymptome wie Herzklopfen oder Schwächegefühl beziehen, häufig gemeinsam mit sekundären Ängsten vor dem Sterben, Kontrollverlust oder dem Gefühl, wahnsinnig zu werden. Allein die Vorstellung, dass die phobische Situation eintreten könnte, erzeugt meist schon Erwartungsangst. "
Der Weg hinaus aus der Angst beinhaltet eine neue Bewusstseinsbildung (Psychoedukation) über das Wesen der Angst. Angst ist überlebenswichtig, kann aber im Übermass zur Belastung werden und uns in unserer Funktionstüchtigkeit einschränken. Erst die Vermeidung lässt die Angst bis zu ihrer Unerträglichkeit wachsen. Der erste Schritt ist also die Erkenntnis über das Zusammenspiel von Angst und Vermeidung. Der zweite Schritt ist der Entschluss, daran etwas zu ändern.
Entspannungsverfahren (und teilweise auch geführte Hyperventilationen) trainieren die willentliche Beeinflussung biologischer Prozesse wie Atmung und Herz-Kreislauf, die eng mit Emotionen verbunden sind.
Die geführte und begleitete Konfrontation mit Angstinhalten (also die Auflösung der Vermeidungsstrategien) in Verbindung mit kontrollierten biologischen Prozessen führt zu neuen Lernerlebnissen (systematische Desensibilisierung). Dieser Prozess muss nicht gezwungenermassen in einem psychotherapeutischen Einzelsetting erfolgen, sondern kann auch in der Gruppe passieren.
Nachfolgend finden Sie ein paar Links zu Angstbewältigungsseminaren im Raum Zürich:
Gruppenpsychotherapie für Kinder und Jugendliche
Das Angebot des Kinder-und Jugendpsychiatrischen Dienstes, neu unter dem Dach der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich finden Sie unter diesem Link: http://www.pukzh.ch/unsere-angebote/kinder-und-jugendpsychiatrie/angebote/ambulantes-angebot/therapien/gruppenpsychotherapie/
ACT ist ein Ansatz aus der Verhaltenstherapie und der Name propagiert Akzeptanz sowie entschlossenes Handeln (typisch Verhaltenstherapie!...). Im wesentlichen Sinn geht es bei ACT darin, selbst zu entscheiden, wohin man will, anstatt unbestimmt vor sich hinzuschwadern (wie ein Autopilot, siehe früherer Blog, insbesondere die ACT-Matrix) und dabei vor allem Unangenehmes zu vermeiden. Die Akzeptanz von Unangenehmen bewahrt uns vor dieser Vermeidungsfalle, deshalb die Betonung von Akzeptanz im Begriff ACT.
Das zweite theoretische Standbein von ACT bildet die psychische Flexibilität. Die psychische Flexibilität besteht laut ACT aus 6 verschiedenen Komponenten, die im Wechselspiel zueinander stehen, und in einem Hexagon (oder auch Hexaflex) veranschaulicht werden.
Eine informative Broschüre über ACT kann auf der Homepage von Michael Waadt heruntergeladen werden.
Ein 7jähriges Kind hat mit mir zusammen dieses Booklet entworfen, um anderen Kindern zu helfen, über die Trennung ihrer Eltern hinwegzukommen. Unglaublich! Tolles Kind!
Wilson, Sandoz, Kitchens & Roberts (2010) schreiben dazu: Values are what we find meaningful in life. They are what you care about and consider to be important.
Values are dierent for everybody, and they can change over time. Values are different from goals. Put crudely, goals can be ‘achieved’ whereas values are more like compass directions that we want to head in. For example we might have the goal of getting our children to school on time, which sits within the value of ‘being a good parent’, or the goal of going for a jog while placing value upon exercise and physical health. Leaving aside any obstacles for the moment, think about what is
important to you, and what you think makes for a meaningful life that you could value."
Die Wertediskussion gilt als der schwierigste Punkt im ACT-Hexagon (Michael Waadt), für mich ist es der spannendste und der wichtigste. Wenn ich mich schon entscheide, nicht mehr den Autopilot steuern zu lassen, sondern nun selbst zu steuern - wohin will ich überhaupt? Was ist mir wichtig?
Ein schönes Zitat von Michael Waadt: "Werte sind wie Sterne am Himmel. Sie geben die Richtung an, in die ich mich bewegen will, und auch wenn ich ihnen niemals näher komme, so sind sie als Massstab meines Handelns doch von Anfang an voll da".
Auf dem nachfolgenden Dokument können die Werte, welche von den meisten Menschen als Grundwerte genannt werden, in einer Skala von 1 bis 5 (innen nach aussen) beurteilt werden nach (benutzen Sie dafür unterschiedliche Farben):
Im Grunde eine verhaltenstherapeutische Methode, das Verhalten bewusst hin zu einem Ziel zu steuern (und nicht unbewusst-automatisch weg von Unannehmlichkeiten zu lenken). Also aufhören mit "Auto", anfangen mit "Pilot". Dargestellt wird das mit einer Matrix:
Es fasziniert, wie die ACT-Therapie mit Bildern spielt. Hier also nochmals dasselbe als Bild:
Was mir besonders gefällt an ACT: Obwohl jedes lose Ende schlussendlich zu Verhaltensweisen führt, ist der Weg dorthin sehr auf den inneren Prozess fokussiert. Das eigentliche Ziel von ACT (so möchte ich es zumindest sehen) ist die psychische Flexibilität. Mit Flexibilität ist sowohl Stabilität als auch - und vor allem - Anpassungsfähigkeit an wandelnde Umstände gemeint. Ich persönlich subsumiere das gerne unter Lernen, aber grade wenn es um das Zusammenspiel Umfeld-Individuum geht, ist Anpassungsfähigkeit wohl der korrektere Begriff.
Die psychische Flexibilität besteht laut ACT aus 6 verschiedenen Komponenten, die im Wechselspiel zueinander stehen, und in einem Hexagon (oder auch Hexaflex) veranschaulicht werden.
Hier zwei ansprechende Einführungen in die Akzeptanz- und Commitment-Therapie:
in deutsch von Matthias Wengenrot
in english von Mark Webster (siehe "The Matrix Workbook")
Für AbiturientInnen: Dieser Test ist entwickelt worden, um Studienabbrüchen und -wechsel vorzubeugen und Interessierten eine Wegleitung mitzugeben, welche Studiengänge zu ihren Interessen und ihren Stärken passen.
Für alle Älteren:
"Was hätte aus mir werden können?" kann natürlich auch eine bereuende Komponente haben. Ich sehe
diese Frage aber eher als Perspektivenöffnung, als ein "wer bin ich auch noch" und als Erweiterung der
Sichtweise über die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Auf der Webseite www.was-studiereich.
de findet sich ein Interessens- und Fähigkeitstest zur Studienwahl. Die Tests sind interessant und
fordernd, er ist für Frisch-Abiturienten und -Maturanden gedacht - ein Publikum auf dem Höhepunkt
seiner Allgemeinbildung und -förderung und daher sehr flexibel.
Ich selbst habe den Test 2012 gemacht und erfreut festgestellt, dass Lebenserfahrung und regelmässiges
(berufsbedingtes) Gehirnjogging den Jugend-Vorsprung gut kompensieren können - wie beruhigend.
Aber sehen Sie selbst! Viel Spass!
Aus der Homepage:
Welches Studium und welcher Beruf passt am besten zu Ihren Neigungen und Fähigkeiten? Antworten
auf diese Fragen liefert der neue Selbsttest zur Studienorientierung.
Dieser Orientierungstest (OT) umfasst die grundständigen Studienangebote der staatlichen und
staatlich anerkannten Hochschulen in Baden-Württemberg.
Der Test ist kostenlos und alle Testteilnehmer/innen bekommen direkt im Anschluss an die
Testdurchführung eine ausführliche Auswertung: eine Analyse der berufsbezogenen Interessen, der
Stärken im kognitiven Bereich und - ganz wichtig - eine Liste mit Berufs- und Studienfach-
Empfehlungen!
Was mir besonders an diesem Buch gefällt: es fordert dazu auf,
die Kontrolle über Entspannung wie auch über Anspannung (siehe
früherer Blog über den Artikel von Eva Kaul) und bietet zu den
unterschiedlichsten Themen Geschichten an. Sehr vielseitig.
Aus dem Buchklappentext:
"Mit dem Zauberteppich unterwegs" ist ein Buch für die Praxis. Es enthält
das Notwendigste an Theorie, führt aber ausführlich in die Durchführung
von Entspannungsübungen bei Kindern und Jugendlichen ein. Dabei wird
der Situation in der Schulklasse, in der Gruppe, aber auch in der
Einzeltherapie Rechnung getragen. Alle vorgeschlagenen Übungen
wurden in der Schulklasse und im Training mit besonders unruhigen
Kindern erprobt, haben sich dort bewährt, machen Kindern Spaß, helfen
ihnen sich zu konzentrieren, Ruhe zu finden und kreativ zu sein.Auch für
Jugendliche werden viele Verfahren vorgestellt, die selbst in der Pubertät
problemlos einsetzbar sind.Das Buch enthält praktische Hinweise, Übungen zum Spannungsabbau,
Entspannungsgeschichten für jede Altersstufe und Hinweise zur Auswertung und
Weiterarbeit.Beruhigung, Stressabbau, Förderung der Konzentration und Kreativität, Verbesserung des
Selbstwertgefühls gehören zur Zielsetzung des Programms.Alle Übungen werden ausführlich erläutert
und sind mit entsprechenden Durchführungshinweisen versehen, so dass sie jeder problemlos im
Unterricht, in der Gruppe, in der Therapie oder zu Hause einsetzen kann.Das Buch enthält eine CD mit
den Musiktiteln "Mit dem Zauberteppich unterwegs" und "Im Wunderland der Phantasie". Sie wurde von
Markus Heck nach den Vorstellungen des Autors komponiert und fördert die Entspannung.
Spannender Artikel von Eva Kaul in der fünften Ausgabe des ibp-Magazins. Download möglich über http://www.ibp-institut.ch/ueber-ibp/ibp-magazin/
Sie stellt die häufig angewendeten und erfolgreichen parasympathischen Übungen bei
Angstkrankheiten in ihren Vor-und Nachteilen vor und plädiert dafür, sie mit sympathikotoner Atmung
zu ergänzen. Es erfolgt eine Desensibilisierung in Bezug auf Ladungsatmung wie auch ein intensives
Erleben der eigenen Lebendigkeit.
"Die parasympathische Atemarbeit hat den Vorteil, dass sie einerseits direkt auf ein Symptom der
Angstattacke einwirkt und andererseits den Körper allgemein entspannt und erdet. (...) Eine Gefahr des
alleinigen Erlernens von Entspannungstechniken und parasympathischer Atmung besteht darin, dass
deren Anwendung von AngstpatienntInnen in ihr Kontrolle und Vermeidungsverhalten eingebaut wird.
Menschen mit Angsterkrankungen setzen sympathikotone Aktivierung häufig mit Bedrohung gleich.
Sie versuchen dann, jegliche Aktivierung des Sympathikus zu vermeiden (...)" und fördern dabei die
Fähigkeit, einen hohen Aktivierungszustand auszuhalten, zu wenig.
"Grundsätzlich geht jede Emotion mit einer gewissen sympathikotonen Aktivierung einher (...)
Vermeidung sympathikotoner Aktivierung führt zur Vermeidung von Lebendigkeit. "
Kind im Mutterleib
Geschenke fürs ganze Leben
Erbgut ist nicht alles. Schon während der Schwangerschaft wird ein Kind durch seine Umwelt geprägt.
Wie wichtig Epigenetik ist, wird immer deutlicher.
http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/epigenetik-untersucht-praegung-des-foetus-immutterleib-
13101903.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
Das Gen-Gedächtnis
Sind Traumata vererbbar?
Die Gene sind die unveränderbar. Das galt lange als ein Grundgesetz der Biologie. Doch seit einiger Zeit
zeigt sich, dass veränderbare biologische Schalter unsere Gene je nach Umweltbedingungen an- und
abschalten können. Und das sogar auf Dauer.
Eine Doku von BR Alpha: Epigenetik - Das Gen-Gedächtnis
Und wie unsere Nahrung unsere Gene beeinflusst:
Lassen Sie das Erziehen!
Es mag sich zunächst merkwürdig anhören, doch die häufigste Verletzung der Integrität eines
Teenagers ist die Erziehung: die so liebevolle, gut gemeinte, insistierende Erziehung. (....) Das Problem
(...) besteht darin, dass sie zwei Botschaften aussendet (...):
"Ich weiss, was gut für dich ist!" (....) Die zweite Botschaft lautet: "Ich bin nicht zufrieden mit dir, wie du
bist". (...)
Auch im Verhältnis zu Teenagern müssen Eltern aktive Sparringspartner bleiben. dabei ist es wichtig,
dass sie reagieren und ihre Meinungen und Überzeugungen zum Ausdruck bringen, doch nicht mit der
erzieherischen Absicht, die Jugendlichen ändern oder formen zu wollen. Das ist der Unterschied
zwischen besserwisserischer Erziehung und gleichwürdigem Dialog. (...)
Es geht darum, prinzipiellen Respekt vor der Souveränität eines anderen Menschen zum Ausdruck zu
bringen und die zehn Sekunden in den Dialog einzubauen, die oft darüber entscheiden, ob die Initiative
als Kränkung oder als Einladung zum gleichwürdigen Austausch verstanden wird. Für viele
Teenagereltern bietet sich nun die Möglichkeit, die Verletzlichkeit und persönlichen Grenzen des
anderen neu zu entdecken und den feinfühligen Respekt wiederzugewinnen, der nach vielen Jahren
des Zusammenlebens of ein wenig verloren gegangen ist.
Quelle: Jesper Juul (2012): Dein kompetentes Kind. S. 246ff
Flow ist die Passung zwischen optimaler Beanspruchung und den eigenen Fähigkeiten
(Csikszentmihaly)
Mihaly Csikszentmihalyi
Die Qualität elterlicher Feinfühligkeit gegenüber den Bedürfnissen, Signalen und Kommunikation des
Säuglings legt die Grundlage für die Entwicklung der Bindungsqualität des Kleinkindes, empirisch
belegt vor allem durch die bahnbrechenden Arbeiten von Mary D. S. Ainsworth. Bindungsqualitäten
sind die unterschiedlichen Verhaltensstrategien im Umgang mit Distress, basierend auf der
entwickelten Organisationen von Gefühlen und den interpersonellen Zielen. Bindungsqualitäten
können schon beim Kleinkind in der 'Fremden Situation' empirisch erfasst werden, stellen aber dann
nur die früheste Erscheinungsform sicherer oder unsicherer Bindungs-Verhaltens-Strategien dar. Die
Bindungsqualität ist eine Eigenschaft einer bestimmten dyadischen Beziehung und anfangs noch kein
Persönlichkeitsmerkmal des Kleinkindes. Bindungsqualitäten sind die emotionale Grundlage für das
theoretische Konzept "Internaler Arbeitsmodelle" von John Bowlby.
Quelle: Webseite Grossmann & Grossmann / Bindungstheorie
Attributionsstil: individuelle Vorgehensweise in der Art, Ursachen für Ereignisse zu zu erklären bzw. zu
attribuieren (Attribution).
Einer zentralen Aussage der Reformulierung der Theorie der erlernten
Hilflosigkeit (Hilflosigkeit, erlernte) von Abramson, Seligman und Teasdale zufolge gibt es individuelle
Unterschiede in der Art zu attribuieren, die als Attributionsstile bezeichnet werden (Attribution).
Die Ursachenerklärung von Schülerleistung durch Lehrer/in stellt eine Fremdattribution dar. Hier
besteht nach Ross (1977) die Gefahr des fundamentalen Attributionsfehlers:
Das Verhalten der anderen Person wird
atrribuiert.
Eine psychische oder seelische Störung ist eine krankhafte Beeinträchtigung der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, Verhaltens
bzw. der Erlebnisverarbeitung oder der sozialen Beziehungen. Es gehört zum Wesen dieser Störungen, dass sie der willentlichen
Steuerung durch den Patienten nicht mehr oder nur zum Teil zugänglich sind.
Gefunden in Wikipedia
(...) So definiert Havighurst neun verschiedene Lebensabschnitte, denen er unterschiedliche,
altersentsprechende Entwicklungsaufgaben zuweist. Er geht davon aus, dass es innerhalb der
Lebensspanne Zeiträume gibt, die für das Erledigen bestimmter Aufgaben am geeignetsten sind
(sensitive Perioden). Sie müssen erfolgreich bewältigt werden, um die Zufriedenheit des Menschen zu
gewährleisten. Das bedeutet nicht, dass bestimmte Prozesse nicht in einem späteren Zeitraum
nachgeholt werden können. Lern- und Entwicklungsprozesse erfordern jedoch nach Abschluss der
sensitiven Periode einen wesentlich höheren Aufwand. Ein gescheiterter Bewältigungsversuch kann
nicht nur Unzufriedenheit auslösen, sondern bei der Bewältigung späterer Aufgaben zu Schwierigkeiten
führen. (aus Wikipedia)
Erik H. Erikson (1902 - 1994), einer der einflussreichsten Entwicklungspsychologen, stellte eine psychosoziale Entwicklungstheorie auf, die den Entwicklungsprozess eines Menschen innerhalb der gesamten Lebensspanne betrachtet. Dabei bezog er sich nicht allein auf intrapersonale Veränderungen wie die körperliche Reifung und das Wachsen kognitiver Fähigkeiten. Vielmehr setzte er sie in Bezug zu den sich durch Interaktion mit der Umwelt entstehenden und sich verändernden Rahmenbedingungen. Erikson teilt den Entwicklungsprozess eines Individuums in acht psychosoziale Phasen ein, innerhalb derer jeweils eine elementare Krise im Mittelpunkt steht, die es zu bewältigen gilt, bevor die nächste Phase durchlaufen werden kann (vgl. Abb. 01).
Abb. 01: Die acht Stadien in Eriksons psychosozialer Entwicklungstheorie
Quelle: Grin