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Anreicherung
Natururan ist ein Gemisch aus Uran-238 (99,27 Prozent), dem thermisch spaltbaren Uran-235 (0,72 Prozent) und einem sehr geringen Prozentsatz Uran-234. Leichtwasserreaktoren verwenden heute Uran mit einem Anteil von etwa 4 bis 5 Prozent Uran-235.
Der Prozess der Erhöhung der Uran-235-Konzentration des Natururans auf den reaktorspezifischen Wert nennt man Anreicherung. Zur Anreicherung von Natururan zu angereichertem Uran sind Isotopen-Trennverfahren entwickelt worden. Industrielle Bedeutung erlangt haben das Gasdiffusionsverfahren und das Zentrifugenverfahren, welche beide ein gasförmiges Medium (UF6) erfordern.
Die Anreicherung des Urans ist auch durch ein Mischverfahren mit höher angereichertem Uran zu erreichen. Dieses sogenannte Blendverfahren, welches zu den für Leichtwasserreaktoren typischen Anreicherungen führt, wird in russischen Fabrikationsanlagen in Elektrostal praktiziert. Zur Herstellung von Brennstofftabletten wird Uran aus der Wiederaufarbeitung mit einer Restanreicherung von weniger als einem Prozent Uran-235 mit Uran aus russischen Beständen vermischt, das eine Anreicherung von bis 20 Prozent aufweist. In den Jahren 2000 bis 2016 setzt das KKG Brennelemente aus wiederaufgearbeitetem Uran ein, die unter der Lizenz des Lieferanten Areva NP in Russland gefertigt werden. Die Verwendung dieser Brennelemente trägt zur Ressourcenschonung bei und zum Abbau von Material aus militärischen Beständen. Durch die Nutzung des wiederaufgearbeiteten Urans spart das KKG jährlich rund 180 Tonnen Natururan ein.