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Visionäre Sammlung Vol. 13: Franz Mon
Sprechende Bilder
Sein Œuvre, das neben theoretischen und visuellen Texten auch Graphiken, Collagen und Hörspiele umfasst, zeigt spannungsreich die Verbindung zwischen Bild, Text und Ton. Im Rahmen unserer Ausstellungsreihe «Visionäre Sammlung» präsentiert Haus Konstruktiv das künstlerische Werk des 84-jährigen Künstlers in einer umfassenden Einzelausstellung.
Franz Mon, der 1959 sein erstes Buch «artikulationen» publizierte und nur ein Jahr später mit seinen Collagen begann, verwendet Schrift, Bild und Ton als gleichwertige Elemente: In seinen Textarbeiten zerlegt er beispielsweise einzelne Wörter, fügt die Buchstaben neu zusammen, verteilt sie in freier Anordnung über die ganze Fläche, und überführt somit die ursprüngliche literarische Bedeutung des Wortes in einen neuen visuellen Zusammenhang. Franz Mon notiert dazu: «Mich beschäftigte vor allem die Skala der Übergänge vom Lesbaren zum immer weniger Lesbaren bis zum Unleserlichen, wie sie sich ergibt, wenn man die Buchstaben, die Wörter und Zeilen ineinander, übereinander tippt. Die einzelnen Schriftzeichen gehen Mirkoverbindungen ein, winzige Gruppierungen entstehen aus imaginären Zeichenbündeln, neue Schriftbilder treten hervor, die unbekannte Lesevarianten suggerieren.»
In den Collagen verarbeitet Mon vorgefundenes Material wie Zeitungen, Illustrierte, Plakate, Verpackungen, Stoffreste, Makulatur und eigene Texte, zerlegt oder zerreist es und kombiniert es spielerisch zu neuen Formgefügen. Die ursprünglich vertrauten Zeichen und Materialien erscheinen in einem neuen Zusammenhang, der neugierig macht, ihn zu entschlüsseln.