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Seit über 10 Jahren werden im Kanton Luzern regelmässig Alkoholtestkäufe durchgeführt. Diese dienen dem Schutz vor missbräuchlichem Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Die Resultate zeigen auf, dass diese Kontrollen notwendig sind.
Der Verkauf von alkoholischen Getränken an Jugendliche ist gesetzlich geregelt. Bier, Wein und Apfelwein dürfen an unter 16-jährige sowie Alcopops, Spirituosen und Aperitif-Getränke an unter 18-jährige nicht verkauft werden.
Auch Restaurants und Bar in der Pflicht
Restaurationsbetriebe, Verkaufslokale und Veranstalter von Einzelanlässen (Festwirtschaften und Verkaufsstände) sind für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und des Jugendschutzes verantwortlich. Die Luzerner Polizei kontrolliert die gesetzlichen Vorgaben mittels Alkoholtestkäufen. Jugendliche Testpersonen in Begleitung von Fachpersonen versuchen in zufällig ausgewählten Verkaufsstellen alkoholische Getränke zu erwerben.
Bei gesetzeswidrigem Verkaufsverhalten werden Nachkontrollen durchgeführt. Werden die Jugendschutzbestimmungen wiederholt verletzt, müssen die Verantwortlichen mit verwaltungsrechtlichen Massnahmen rechnen. Die Testkäufe dienen dem Zweck, die bisherige Verkaufspraxis nachhaltig zu verbessern und die Jugendlichen vor missbräuchlichem Alkoholkonsum zu schützen.
Einen vollständig risikofreien Alkoholkonsum gibt es nicht. Als risikoarm wird eine Trinkmenge bezeichnet, bei der das Risiko von schädlichen Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit relativ gering ist. Die Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) legte Schwellenwerte fest, die aber nur zur groben Orientierung dienen können. Von risikoarmem Alkoholkonsum spricht man demnach, wenn
- Frauen täglich weniger als 12 Gramm reinen Alkohol trinken,
- Männer täglich weniger als 24 Gramm reinen Alkohol trinken.
Auf ein Jahr gerechnet entspricht das bei Frauen 4,4 Litern und bei Männern 8,8 Litern reinem Alkohol.