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Ordnung: PASSERIFORMES
Familie: Furnariidae
Spezies: Furnarius rufus
Deutsch: Rosttöpfer
Englisch: Rufous Hornero
Körperlänge: 18 bis 20 cm, Gewicht 49 g. Einer der populärsten Vögel des Südens, Südostens und Mittelwestens Brasiliens. Man kann ihn in unbewaldeten Gebieten am ehesten antreffen – vom Süden bis hinauf in die Bundesstaaten Goiás, Piauí und Alagoas. In letzter Zeit hat er sich zudem auch in Gegenden ausgebreitet, in denen grosse Waldabholzungen stattgefunden haben, wie zum Beispiel im Südosten von Pará. Ausserhalb Brasiliens trifft man ihn in Argentinien (wo er als National-Vogel gilt), in Paraguay, Uruguay und Bolivien.
Er ist äusserst häufig auf offenen Terrains, wie Savannen, „Cerrados“, Weiden, entlang der Strassen und in Gärten. Läuft gern auf dem Boden auf der Suche nach Insekten, setzt sich gern auf Zaunpfähle, Zäune, isolierte Zweige und andere Stellen, die ihm eine gute Aussicht auf seine Umgebung bieten. Im Allgemeinen lebt er zu zweit.
Das Paar singt im Duett – jeder auf seine besondere Art. Zusammen baut das Paar ein interessantes Nest – in Form eines kleinen Lehmöfchens – das man leicht identifizieren kann, entweder auf einem Baum oder einem Pfosten in ländlichen Gegenden. Im Innern des fast kugelrunden Baus aus Lehm gibt es zwei Kammern – die eine ist eine Art Vorzimmer, um die Luftwirbel zu reduzieren und auch eventuelle Beutejäger abzuhalten, dahinter schliesst sich die Brutkammer an.
Die Vögel benutzen nassen Lehm als Baumaterial, dazu Kuhfladen und Stroh – die Proportionen hängen von der Beschaffenheit des Lehmbodens ab – hat er relativ viel Sandgehalt, dann wird mehr vom Kuhfladen als Bindematerial verwendet. Der Nestbau dauert zwischen 18 Tagen und 1 Monat – je nach Regenfällen, die für reichlich nassen Lehm sorgen.
Das Nest wiegt zirka 4 kg und manchmal legen die Vögel auch mehrere übereinander an (bis zu 11) in den folgenden Jahren. Das Weibchen legt 3 bis 4 Eier, ab dem Monat September. Einmal verlassen, werden diese Nester gern von anderen Vögeln benutzt und auch von wilden Bienen.
Man nennt den Vogel auch „Barreiro“ (in Rio Grande do Sul) und „Forneiro“ (Ofenbauer).
Vogelruf: