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Könige und Kaiser hielten es einst so wie Nationaltorhüter Gilles Senn: Sie sprachen nicht selber zum Volk.
Arno Del Curto hat Gilles Senn vor seiner Abreise zu den Länderspielen in Nitra ein absolutes Interview-Verbot auferlegt. Arnos Wort gilt über die Landesgrenzen hinaus auch in der Nationalmannschaft. Verbands-Kommunikationsgeneral Kick Janos sorgt hier in Nitra umsichtig dafür, dass es nicht zu einem direkten Kontakt zwischen dem HCD-Goalie und Medienvertretern kommt.
Aber durch das geglückte Debut (4:2 gegen Weissrussland) ist Gilles Senn halt doch ein Medien-Thema geworden. Im 21. Jahrhundert ist es eigentlich unvorstellbar, dass im Unterhaltungsgeschäft Eishockey die Welt nicht weiss, was ein Goalie zu seinem siegreichen Debüt sagt. Und so hat Kick Janos eine Lösung gefunden.
Früher war es ja den Chronisten auch nicht möglich, Könige und Kaiser zu interviewen. Die Herrscher liessen bei Bedarf dem Volk verkünden, was sie zu einem Ereignis zu sagen haben. Kick Janos hat von den Königen und Kaisern gelernt und nun den Chronisten per SMS verkündet, was Gilles Senn nach einem geglückten Einstand denkt.
So, nun wissen wir es also. Arno Del Curto reagierte am Telefon etwas unwirsch auf die Meldung, sein Goalie habe nun doch ein Statement abgegeben.
Er liess sich die SMS-Meldung vorlesen und war dann beruhigt. «Ich habe zwar die Einwilligung dazu nicht gegeben, aber so ist die Sache in Ordnung.»