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Sonntag, 5. Mai 18:00
im Rittersaal des Stockalperschlosses in Brig
Trio
Heinz Holliger, Oboe
Andrea Bischoff, Oboe
Marie-Lise Schüpbach, Oboe & Englischhorn
***
Rittersaal des Stockalperschlosses
Reservation: Brig Simplon Tourismus (Tel. 027 921 60 34)
Eintritt: Erwachsene - Fr. 25.--
Jugendliche, Studenten, Lehrlinge - gratis
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Programm
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Arie Variationen über Mozarts "La ci darem la mano" aus Don Giovanni
Heinz Holliger (*1939)
Heinz Holliger Berceuse pour M. (2015) für Englischhorn Solo
Franz Krommer (1759 - 1831)
Variationen über ein Thema von Ignaz Pleyel für 2 Oboen und Englischhorn
Heinz Holliger (*1939)
Solosonate für Oboe, 1956/57 rev.1999
Praeludium, Capriccio, Aria, Finale
* * * * * * *
Wilhelm Fr. Bach (1981)
Duetto Nr. 4 in F-dur für 2 Oboen
Allegro e moderato, Lamentabile, Presto
Anton Wranitzky (1761 - 1820)
Trio in C-dur für 2 Oboen und Englischhorn
Adagio, Allegro, Andante, Menuetto Trio I + Trio II, Rondo, Allegro
Musiker
Heinz Holliger, 1939 in Langenthal geboren, Oboist, Komponist und Dirigent. Als 14-jähriger legte Holliger erste Kompositionen vor (Kammermusik. Lieder, Bühnenmusik). Kompositionsunterricht nahm er u.a. bei Sandor Veress, Pierre Boulez. Als Composer-in-Residence war er beim Orchester de la Suisse Romande, bei den Luzerner Festwochen und bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker. 1987 gründete Holliger zusammen mit Jürg Wyttenbach und Rudolf Kelterborn das Basler Musikforum. Zusammen mit dem ungarischen Pianisten Andras Schiff rief er die "Ittiger Pfingstkonzerte" ins Leben. Heinz Holliger wurde als Oboist weltweit bekannt, zahlreiche Werke wurden für ihn geschrieben. Als Musiker erhielt er mehrere Preise und Ehrungen: Erste Preise für Oboe Internationaler Musikwettbewerb Genf und Intern. Musikwettbewerb der ARD München, Kompositionspreis des Schweizer Tonkünstlervereins, Kunstpreis der Stadt Basel, Frankfurter Musikpreis, Ehrendoktorwürde der Universität Zürich, Kulturpreis der Stadt Langenthal, u.a.
Andrea Bischoff bekam ihren ersten Oboenunterricht bei Manoutcher Sahbai. Nach der Matura studierte sie Oboe bei Louise Pellerin in Zürich und anschliessend bei Heinz Holliger an der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau, wo sie das Konzert- und Solistendiplom mit Auszeichnung abschloss. Seit 1997 ist sie Solo Oboistin im Luzerner Sinfonieorchester und gründete 2005 "la banda ANTIX". Seit 2004 beschäftigt sie sich intensiv mit Barockoboe und war 2006 Mitbegründerin des Barockensembles "La Gioconda".
Marie-Lise Schüpbach wurde in Zürich geboren und erhielt dort am Konservatorium Oboenunterricht bei Marcel Saillet und André Raoult. Später studierte sie bei Heinz Holliger in Freiburg in Breisgau, wo sie ihr Abschlussdiplom mit Auszeichnung erhielt. Sie begann ihre Orchestertätigkeit beim Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester. Von 1979 bis 2017 war sie Solo-Englischhornistin und Oboistin beim BR- Symphonieorchester in München. In derselben Funktion war sie auch bei den Berliner und Wiener Philharmonikern zu Gast. Als langjähriges Mitglied des Schweizerischen Festspielorchesters Luzern bleibt Marie-Lise Schüpbach stets ihrer Heimat verbunden. 2008 gründet sie mit ein paar Freunden des BR- Symphonieorchesters das Kammermusikfestival "erstklassik am Sarnersee", wo tradionsgemäss auch renommierte Schweizer Musiker mitspielen.
Details zu den Stücken
Ludwig van Beethoven hat aus Mozart's "Don Giovanni" Variationen über "La ci darem la mano" geschrieben. Wer wusste schon, dass Beethoven ein Trio für Doppelrohrblattinstrumente bearbeitet hat.
Heinz Holliger. Einer der ganz Grossen der Schweizer Musikszene kommt mit seinen Kammermusikpartnern nach Brig – Heinz Holliger. Ob er dirigiert, komponiert oder auf seiner Oboe spielt, sein Musizieren ist körperlich spürbar und seine Programme sind beziehungsreich.
Franz Krommer, ein tschechisch-österreichischer Violinvirtuose und Komponist. Er setzte seinen Fokus auf Kompositionen von Instrumentalmusik, Kammermusik, Konzerte und Sinfonien. Unter den Bläserkonzerten ist ebenfalls ein Oboe Concerto und ein Oboen Quartett zu finden sowie die Variationen über ein Thema von Ignaz Pleyel für Oboen Trio.
Wilhelm Friedemann Bach. Das Duetto Nr. 4 in F-dur stammt aus der Fülle von Querflöten-Duetten von Wilhelm Friedemann Bach dem ältesten Sohn von Johan Sebastian Bach. Bach's Forderungen an die Musiker setzte "fundierte Kenntnisse über Möglichkeiten und Behandlung der Querflöte voraus".
Anton Wranitzky, ein mährisch-österreichischer Komponist (tschechisch Antonin Vranicky), der unter anderem auch Kompositionsunterricht mit Mozart und Haydn geniessen durfte. Das Trio in G-dur ist ein Originalwerk für Oboen und Englischhorn. Daneben umfasst sein kompositorisches Schaffen auch Streichquartette, Sinfonien, Sonaten für Violinen, Konzert für Cello und Orchester, sowie eine Partita für Bläseroktett (Holzbläser und Hörner).