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Im Monat Juni ging das Handelsdefizit dagegen zurück. Es fiel von 46,4 Milliarden Dollar im Vormonat auf 43,6 Milliarden Dollar. Das ist der tiefste Stand in diesem Jahr. Die Ausfuhren stiegen um 1,2 Prozent, die Einfuhren fielen um 0,2 Prozent. Hier zeigt sich also eine andere Entwicklung als in der Halbjahresbetrachtung. Die Entwicklung im Juni dürfte dem Wunsch der US-Regierung entsprechen, das Defizit im Aussenhandel zu verringern.
Um das chronische Handelsdefizit der USA ist eine grosse Debatte entstanden. Die US-Regierung beschuldigt exportstarke Länder wie Deutschland, Japan, Südkorea oder China, sich über hohe Ausfuhren auf Kosten der USA seit Jahren zu bereichern. Kritiker dieser Sichtweise verweisen auf die Kehrseite der Medaille, wonach die USA seit vielen Jahren auf Pump mehr konsumieren, als sie selbst produzieren. Die US-Regierung droht, das Handelsdefizit durch Importbeschränkungen zu verringern, damit wieder mehr im Land produziert wird und Arbeitsplätze entstehen./bgf/tos/jha/
(AWP)