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Aufgabe des interdisziplinären Forschungsprojekts Greifensee ist es, Massnahmen zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft vorzuschlagen. Dazu werden Szenarien der Landschaftsentwicklung bis ins Jahr 2011 modelliert. Zur Charakterisierung der Landschaften in der Region Greifensee wurde eine Landschaftstypisierung nach naturräumlichen Kriterien und aktueller Landnutzung durchgeführt. Daraus wurden Modellregionen abgeleitet, die als Bezugsraum für die Modellierung dienen und helfen, die Landschaften und die Modellergebnisse nach ökologischen Kriterien zu bewerten. Aus der Veränderung der Nutzungsintensität in den Szenarien werden mögliche Einflüsse auf die Biodiversität abgeleitet. Die Erreichbarkeit naturnaher Lebensräume dient als ein Indikator zur Bewertung der Biotopverbundsysteme. Die ökonomischen Modellrechnungen zeigen auf, dass Flächen mit hohem Verbundpotenzial ohne zusätzliche finanzielle Anreize nicht häufiger extensiviert werden als solche mit geringem Verbundpotenzial. Für die zukünftige Gestaltung der agrarpolitischen Massnahmen ist deshalb zu prüfen, ob die heutigen Beiträge für extensiv und wenig intensiv genutzte Wiesen, welche weder die Kriterien für die ökologische Qualität noch für die Vernetzung erfüllen, gesenkt werden sollten. Im Gegenzug sollten die Beiträge für Flächen, welche die Kriterien der Öko-Qualitätsverordnung erfüllen, erhöht werden.
Eine grasbasierte Rindfleischerzeugung ist deutlich weniger produktiv als eine intensive Ganzjahresstallhaltung. Agroscope-Fachleute erforschten deshalb, wie grasbasierte Betriebe sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch produzieren können.
Bei Pflanzenschutzbehandlungen in Obstkulturen mit Drohnen kann es zu Abdrift und somit zu einer Exposition von Anwohnern und Passantinnen kommen. Die Studie zeigt, dass diese potentiellen Risiken im aktuellen Zulassungsverfahren berücksichtigt sind.
FiBL-Versuche haben gezeigt, dass mit der Umstellung auf biologischen Anbau auch gefährdete Arten der Roten Liste, wie der Dreispitzige Kamelläufer (Amara tricuspidata) gefördert werden können. Diese Art und andere samenfressende Arten unterstützten durch Samenfrass von Kräutern und Gräsern die natürliche Unkrautbekämpfung.