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Klimawandel
Worum geht es beim Klimawandel? Und was bedeutet Klimaerwärmung?
Vielleicht haben Sie sich bereits gefragt, wie sich diese Begriffe unterscheiden?
Der Begriff Klimaerwärmung bezieht sich auf die globale Erwärmung, bzw. auf die weltweite Erhöhung der Temperatur, die seit Beginn des Industriezeitalters an der Erdoberfläche gemessen wird. Sie wird durch menschliche Aktivität verursacht und geht hauptsächlich auf den Verbrauch fossiler Brenn- und Treib stoffe zurück, die zu einer zunehmenden Ansammlung von Treibhausgasen (THG) in der Atmosphäre beitragen. Hierbei spielt das Gas Kohlendioxid (CO2) die grösste Rolle.
Klimawandel hingegen bezieht sich auf die natürliche und vom Menschen verursachte Erwärmung mit ihren Auswirkungen auf den Planet Erde. Hierbei geht es um eine langfristige Veränderung der durchschnittlichen Witterungsbedingungen, welche die lokalen, regionalen und globalen Klimabedingungen bestimmen. Der aktuelle Klimawandel ist daher eine Folge der Klimaerwärmung und führt zu einem Abschmelzen der Gletscher, einem Anstieg des Meeresspiegels, einer Zunahme von Extremereignissen, wie etwa Hitzewellen, Trockenheitsperioden sowie einer stärkeren Niederschlagsintensität (dies sind die markantesten Auswirkungen).
Die meteorologischen Aufzeichnungen der Welt sowie der Schweiz zeigen auf, dass das Klima starken Schwankungen unterworfen ist. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren ihre Ursachen vor allem natürlicher Art. Das bedeutet, dass auch natürliche Vorgänge das Klima beeinflussen. Es wird unterschieden zwischen natürlicher Variabilität, die beispielsweise bei zyklischen ozeanischen Phänomenen wie El Niño, La Niña und der Nord-Atlantischen Oszillation auftreten sowie externen Einflüssen, wie vulkanischen Aktivitäten, Veränderungen im Zusammenhang mit der Sonnenenergie und Variationen der Erdbahn. Dennoch kann der während der letzten Jahrzehnten beobachtete Temperaturanstieg nur durch eine Zunahme der Treibhausgase erklärt werden (MeteoSchweiz). Gemäss des letzten Berichts des IPPC ist es «äusserst wahrscheinlich, dass der menschliche Einfluss die Hauptursache der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist» (IPPC, 2013).
Es ist äusserst wahrscheinlich, dass der menschliche Einfluss die Hauptursache der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts istIPPC 2013
Bei der Untersuchung vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger klimatischer Veränderungen stützen sich die Klimatologen auf Beobachtungen am Boden, in der Atmosphäre und im Raum sowie auf theoretische Modelle. Die Erhebungen solcher klimatischer Daten liefern Schlüsselindikatoren zum Klimawandel. Diese Veränderungen, die gemeinhin als Klimavariablen bezeichnet werden, wirken sich auf die Temperatur aus und zeigen sich in einer Zunahme von Sommer- und Hitzetagen sowie einem Rückgang von Eis- und Frosttagen. Das Frühjahr beginnt tendenziell einige Wochen früher, der Herbst setzt einige Wochen später ein (MeteoSchweiz).
Die wichtigste und sichtbarste Auswirkung zeigt sich bei der Temperatur. Diese ist am Boden, seit Beginn der Messungen 1864, um knapp 2,1 °C gestiegen. Das ist mehr als das Doppelte der durchschnittlichen globalen Temperaturerhöhung. So zeigt die nachfolgende Grafik, dass es in den letzten 30 Jahren in der Schweiz kein kälteres Jahr mehr gab als der Durchschnitt der Jahre 1961–1990.
Wie wird unsere Zukunft aussehen? MeteoSchweiz erstellt zur Beantwortung dieser Frage Klimaszenarien und stützt sich hierfür auf mehrere Treibhausgasemissionspfade. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen mögliche Entwicklungen des Klimas in der Schweiz auf. Die Berechnungen werden anhand von Klimamodellen und statistischen Methoden durchgeführt. Die aktuellen Klimaszenarien (CH2018) beschreiben vier hauptsächlich mögliche Entwicklungsrichtungen. Hierzu zählen trockenere Sommer, heftigere Niederschläge, mehr Hitzetage und schneearme Winter. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, laden wir Sie dazu ein, den Artikel über die Klimaszenarien zu lesen.
- David Mauron -