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Eine weitere Tragödie in der Musikwelt: Prince stirbt im Alter von nur 57 Jahren an einer Überdosis Medikamente, die er sich versehentlich selbst verabreicht hatte und hinterlässt eine schockierte Musikgemeinschaft. In Erinnerung bleibt er als eigenwilliger Exzentriker und musikalisches Genie.
Wie sich der Künstler den Ruf als Extrawurst einholte, erläutern wir in diesen sechs Punkten.
1. Prince verfügte über ein extravagantes Auftreten: Sein androgynes Erscheinungsbild war sein Markenzeichen. Er warf sich oftmals in Tanga und High Heels in Szene. Während den Jahren 1984 und 1985 gehörten pompöse Rüschenhemden und ein lilafarbener Trenchcoat zu seinem Bühnen-Outfit.
2. Im Megaprojekt USA for Africa (United Support of Artists for Africa) war der Sänger eingeladen eine Songzeile im berühmten Lied «We Are The World» zu übernehmen, um Spendengelder für die Hungersnot in Äthiopien zu sammeln. Statt neben Musikergrössen wie Michael Jackson, Lionel Richie oder den Pointer Sisters zu singen, entschied er sich einen eigenen Song zu produzieren, welcher auf dem gleichen Album erschien.
3. Zwischen Prince und seinen diversen Begleitbands gab es immer wieder Spannungen; während die Band gemeinsam im Tourbus unterwegs war, reiste Prince separat mit seinen Bodyguards und Tänzerinnen in einer Limousine.
4. Seine eigenwillige Persönlichkeit war auch immer wieder Auslöser für Konflikte mit seiner Plattenfirma Warner Bros. Records. Als sich sein Album «Love Symbol» kaum auf dem Markt durchsetzen konnte, machte er das Label verantwortlich, mit der Begründung, dass das Album zu wenig Promotion erfuhr. Auch fühlte er sich in seiner künstlerischen Freiheit eingeschränkt, als ihn Warner Bros. Records zu einer Schaffenspause aufforderte, um den Markt nicht mit seinen Platten zu überschwemmen. Die Quittung dafür kam in Form einer Pressemitteilung, dass Prince seinen Künstlername ablegen und nur noch unter einem unaussprechlichen Symbol agieren würde. Sein Versprechen hielt er von 1993 bis 2000.
5. Wenige Tage vor dem Release seines Albums «Black Album» sagte er, auf Grund einer angeblichen spirituellen Offenbarung, den Veröffentlichungstermin ab. Die von Fans heissbegehrte Platte wurde auf illegalem Weg vertrieben, bevor sie sieben Jahre später am 22. November 1994 von Warner Bros. Records doch noch veröffentlicht wurde.
6. Dass Prince auf die Musikbranche geschissen hat, bewies er auch, als er 2015 alle seine Werke von jeglichen öffentlichen Plattformen inklusive Youtube und Spotify entfernen liess. Auf Twitter prangerte er die Plattenfirmen an: «Im Grunde erlaubt Streaming den Labels die Möglichkeit sich selbst zwei Mal zu bezahlen, während sie das reduzieren, was sie den Künstlern schulden». Merkwürdig: Ab dem 12. Februar 2017 sind seine Alben plötzlich auf Spotify verfügbar. Seit seinem Tod verfügen seine Erben über die Musik und haben diese geradewegs auf der Streaming-Seite veröffentlicht.
Stur, eigensinnig und manchmal sogar rücksichtslos: Prince war ein exzentrischer Kunstschaffender, der sich von nichts und niemanden reinreden lassen wollte. Das war mitunter aber auch ein Grund warum ihn seine Fans bewunderten. Um dem einzigartigen Künstler die gebührende Ehre zu erweisen, wurde das Tribut-Konzert «The Tribute2Prince» ins Leben gerufen. Organisiert von zwei Fans der ersten Stunde, werden Schweizer Musiker und Musikerinnen ihre Interpretation von Princes Meisterwerken zum Besten geben. Fans aus allen Ecken können am 21. April ins Salzhaus Brugg pilgern und ihr Idol feiern.
Tickets gibt’s via Starticket.