Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03414.jsonl.gz/956

Gesundheitserziehung als Pionierprojekt
1972-1976
Über die ersten Jahre der Schweizerischen Stiftung für Gesundheitserziehung SSGE wissen wir sehr wenig, denn bei den Jahresberichten gibt es eine mehrjährige Lücke: auf den Jahresbericht der Gründungsjahre 1972/73 folgt gleich jener von 1977.
«Die Stiftung bezweckt die Förderung der gesundheitlichen Erziehung und Information von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie vermittelt insbesondere Dokumentationsmaterial, also Texte, Bilder, Filme usw. an Schulen, Behörden und Ärzte. Sie errichtet und unterhält eine Dokumentationsstelle.»
Stiftungsurkunde (1972)
Im Elan der Gründung wollte die SSGE hoch hinaus: In den Dokumenten aus dieser Zeit ist die Rede von der Zusammenlegung der Dokumentationsaufgaben der SSGE mit der Bibliothek des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich oder von der Annahme von wissenschaftlichen Aufträgen. Als mittelfristiges Ziel wurden politische Vorstösse für einen Krankheitsverhütungsrappen und als langfristiges Ziel «Bekanntheitsgrad und Aktivität ähnlich wie Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU, WWF oder Rettungsflugwacht Rega» angepeilt.
Im Gegensatz dazu stand die Unbeständigkeit bei den personellen Ressourcen: Nachgewiesen als erster Geschäftsführer ist ab Juni oder Oktober 1972 Werner Bohren, Sekundarlehrer; wann seine Anstellung endete, ist unbekannt, jedoch spätestens im Frühling oder Sommer 1975. Es ist anzunehmen, dass der zweite Geschäftsführer dann bis im September 1975 Dr. med. E. Zehnder war. Dann führen die raren Quellen in der ersten Jahreshälte 1976 einen Dr. Fritschy auf, welcher nach einigen Wochen seine Stelle wieder verliess.
Das erste Büro der SSGE an der Nelkenstrasse in Zürich in den 1970er-Jahren.