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Nicht jeder, der behauptet, depressiv zu sein, ist es auch wirklich. Zu einer Depression gehört mehr als eine vorübergehende Traurigkeit, Desinteresse oder Müdigkeit.
Mehrere Symptome müssen vorhanden sein, bevor man von einer Depression sprechen kann. Wir beschreiben diese Symptome in Kürze.
Denken Sie bitte daran, dass folgende Auflistung nur als Orientierung dient. Für eine definitive Diagnose sollten Sie eine Fachperson konsultieren.
Symptome einer Depression
Wenn Sie an einigen der folgenden Symptome leiden, sind diese vielleicht Anzeichen einer Depression. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten zu lassen.
- Depressive Verstimmung (Traurigkeit, Melancholie, weinerlich sein).
Fühlten Sie sich in der letzten Woche traurig oder depressiv?
- Schuldgefühle
Fühlten Sie sich in der vergangenen Woche schuldig wegen etwas, was Sie getan oder nicht getan haben?
- Interesse, mangelnde Freude, geringere Aktivität
Sind Sie bei der Arbeit und zu Hause weniger produktiv als früher?
- Anspannung und Nervosität
Fühlten Sie sich während der letzten Woche stärker angespannt oder nervös?
- Körperliche Angstsymptome
Hatten sie in der letzten Woche körperliche Erscheinungen, wie trockener Mund, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Luftnot oder Schweissausbrüche?
- Energielevel
Waren Sie die letzte Woche weniger energievoll und unternehmensfreudig als üblich?
- Suizidalität
Haben Sie in den letzten Zeiten gedacht, dass Ihr Leben nicht lebenswert ist und es besser wäre, wenn Sie nicht mehr leben würden?
Behandlung
Depression ist zwar eine schwere Erkrankung, dennoch sie ist behandelbar. Voraussetzung dafür ist, dass sie richtig diagnostiziert wird. Lassen Sie sich helfen!
Der Hausarzt behandelt eine depressive Erkrankung eines Erwachsenen in der Regel mit Medikamenten. Wichtig ist es den richtigen Wirkstoff zu finden, der dem Patienten hilft.
Wenn Medikamente nicht ausreichen, erfolgt die Überweisung zum Psychiater oder Psychologen, der mit Ihnen vertieft arbeitet. Diese Fachperson wird Ihnen helfen, Veränderungen in Ihrem Leben in Angriff zu nehmen und Ihnen zeigen, dass die Welt nicht nur grau ist. Eine erste kleine Übung kann sein, sich selbst für eigene Erfolge zu belohnen.
Notfall
Wenn das Leben für Sie oder für die betroffene Person keinen Sinn mehr macht und Alltagsaktivitäten sowie Körperpflege vernachlässigt werden, handelt es sich um einen depressiven Notfall. Bevor etwas passiert oder sich die Situation noch mehr verschlechtert, rufen Sie die Rettung an, wenden Sie sich an die SOS-Ärzte oder Ihren Hausarzt.
Tipps und Therapievermittlung
Die Behandlung einer Depression erfolgt in der Regel durch Hausärzte. Behandlungsplätze in der Region Zürich finden Sie über das Portal: www.therapievermittlung.ch.
Gesamtschweizerisch finden Sie Adressen von Psychologen/-innen auf der FSP-Website und von Psychiatern/-innen auf Psychiatrie.ch.
Eine anonyme e-Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen bietet IKS. Beraten werden Sie - je nach Wunsch - von Fach- oder Peer-Beraterinnen. Die Peer-Beraterinnen waren einst selber von einer psychischen Erschütterung betroffen und wissen als Eltern, wie schwierig es sein kann, mit einer psychischen Belastung den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden: e-Beratung Peers / e-Beratung Fachpersonen.
Als Lektüre zum Thema Depression empfehlen wir Ihnen «Der schwarze Hund» von Matthew Johnstone.