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Spanien stellt die ersten Siegesanwärter beim UBS Open in Gstaad. Alex Corretja, Juan Carlos Ferrero und Albert Costa belegen drei der ersten vier Plätze in der Gesetztenliste. Mit einer grossen Delegation mischen auch die Schweizer mit.Dieser Inhalt wurde am 07. Juli 2000 - 15:30 publiziert
Erstmals seit vielen Jahren schafften mit Marc Rosset, Roger Federer und George Bastl drei Schweizer die direkte Aufnahme ins Hauptfeld. Starke Schweizer Leistungen im Berner Oberland kämen den Organisatoren heuer besonders gelegen.
Jacques Hermenjat musste zuletzt wieder einmal die Freuden und Leiden eines Turnierdirektors durchmachen, nachdem er einige Jahre lang von prominenten Absagen verschont geblieben war. Nach den Forfaits von Cédric Pioline (ATP 6) wegen einer Bronchitis und von Marat Safin (ATP 9) wegen einer Ellenbogen-Verletzung fehlt aber erstmals seit 1987 ein Top-Ten-Spieler in der Draw.
Dass Gstaad im Jahr 2000 ohne Top-Tenner auskommen muss, ist verknüpft mit einer unglücklichen Ranking-Konstellation. Die Gstaad-Starter Alex Corretja (ATP 11), Nicolas Kiefer (ATP 12), Aufsteiger Juan Carlos Ferrero (ATP 13), Titelhalter Albert Costa (ATP 15) und Younes El Aynaoui (ATP 16) belegen die Plätze unmittelbar hinter den Top-Ten.
Im "Champions Race", der Jahreswertung, befinden sich Corretja (als Nummer 6) und Ferrero (Nummer 7) sicher unter den besten Zehn und der Argentinier Franco Squillari als Nummer 11 nur knapp dahinter.
Vor der Konkurrenz zu verstecken braucht sich das Gstaader Feld ganz und gar nicht. Die Organisatoren der übrigen grossen Sandplatz-Turniere nach Wimbledon wären froh, sie könnten mit Gstaad tauschen.
In Stuttgart-Weissenhof werden wegen des Daviscup die besten Spanier fehlen. Und Kitzbühel hofft derzeit zwar noch auf drei Top-Ten-Akteure, dafür ist die Leistungsdichte nicht annähernd mit jener von Gstaad vergleichbar.
Das UBS Open in Gstaad beginnt am Samstag (08.07.) mit der Qualifikation. Bereits da werden attraktive Begegnungen erwartet. Sergi Bruguera, der von 1990 bis 1994 stets den Final erreichte (und dreimal auch gewann), muss ins Qualifying. Dieser Umweg blieb Felix Mantilla, dem Sieger von 1997, dank der Absagen von Pioline und Safin gerade noch erspart.
swissinfo und Agenturen
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