Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03486.jsonl.gz/1749

Start Schlagworte Einträge mit folgenden Schlagworten "Arbeitsrecht"
SCHLAGWORTE: Arbeitsrecht
Domenig Pascal Homeoffice-Arbeit als besondere Erscheinungsform im EinzelarbeitsverhältnisBern 2016 386 Seiten 978-3-7272-5943-2 Stämpfli Verlag CHF 88.00Buchart Dissertation Inhalt / Rezension Die Homeoffice-Arbeit ist ein zunehmendes Bedürfnis für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.Es fehlt nicht...
Ein Bundesgerichtsurteil vom 06. September 2010 hielt fest, dass Krankheiten von Arbeitnehmern im Arbeitszeugnis zu erwähnen sind, sofern diese für die Gesamtbeurteilung der Arbeitsleistung notwendig sind. Dies ist der Fall, wenn eine Krankheit erheblichen Einfluss auf die Leistung und/oder das Verhalten eines Arbeitnehmers hat, oder wenn eine Krankheit die Eignung zum Job in Frage stellt. Ebenfalls zu erwähnen sind längere krankheitsbedingte Unterbrüche der Arbeitstätigkeit, die im Verhältnis zur Anstellungsdauer beachtlich sind.
Der Anteil der Erwerbstätigen in der Schweiz, die mehr als einer Arbeit nachgehen, ist in den vergangenen 20 Jahren deutlich angestiegen. Im Jahr 2009 waren 7,4% der arbeitenden Personen in der Schweiz mehrfacherwerbstätig. Mehrfacherwerbstätige Personen sind in ihrem Nebenerwerb grösstenteils Angestellte mit unbefristetem Arbeitsvertrag. In Bezug auf die Arbeitszeiten ist jedoch eine hohe Flexibilität gefragt: Mehrfacherwerbstätige arbeiten häufiger am Wochenende, abends oder nachts als Personen mit nur einer Beschäftigung. Jeder fünfte Nebenerwerb wird auf Abruf geleistet.
Während eines laufenden Arbeitsverhältnisses darf der Arbeitnehmer den Arbeitgeber aufgrund seiner Treuepflicht nicht konkurrenzieren. Hat der Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer ein Konkurrenzverbot vereinbart, gilt dies auch noch nach der Beendigung des Arbeitsverhälntnisses.
Um Arbeitsunfähigkeit zu belegen, wird regelmässig ein Arztzeugnis ausgestellt. In der Praxis bestehen oft arbeitsvertragliche Regelungen, wonach bei einer krankheits- oder unfallbedingten Abwesenheit ab zwei, drei oder vier Tagen dem Arbeitgeber ein Arztzeugnis vorzulegen ist. Die herrschende Lehre interpretiert aus solchen Vereinbarungen eine Beweislastumkehr zulasten des Arbeitgebers. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber bei einer kürzeren Abwesenheit nachzuweisen hat, dass der Arbeitnehmer nicht krank (bzw. arbeitsunfähig) war, wenn er für diese Zeit den Lohn nicht leisten will.
Der Arbeitnehmer kann vom Arbeitgeber nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bzw. jederzeit zuvor ein Arbeitszeugnis als sog. Vollzeugnis verlangen, welches Auskunft gibt über Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie Leistungen und Verhalten des Arbeitnehmers. Auf Verlangen des Arbeitnehmers kann sich das Arbeitszeugnis als sog. Arbeitsbestätigung auf Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses beschränken. Das Arbeitszeugnis sollte ein wohlwollendes, das Fortkommen nicht erschwerendes Referenzschreiben des Arbeitgebers über Arbeitsleistungen, Qualifikationen und Verhalten des Arbeitnehmers sein.
12Seite 1 von 2