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Colombia
Kaffee:
Der rein kolumbianische Arabica-Kaffee wird im Kaffeehaus von Röster Oliver Künzle ca. 18 Minuten mittel geröstet. Der fully washed Kaffee erinnert in der Tasse an Schwarze Schokolade, Mandel, Zimt mit einem feinen Abgang an Zitrus-Aromen.
Kaffeebauern:
Adan Gomez Torres produziert ca. 200 Kilogramm Kaffee pro Jahr und Israël Salinas rund 70kg. Letzterer verkauft seit diesem Jahr im Prinzip seine ganze Ernte ans Kaffeehaus. Das Anbaugebiet Guayata (ein kleines Dorf mit ca. 2’000 Einwohnern) liegt in der Provinz Boyaca, rund 3 Autostunden von Bogota entfernt. Auf einer Höhe von rund 1’400-1’800 M.ü.M gedeihen die Arabica Typica Pflanzen auf einer Mischfarm zwischen Zitrusfrüchten, Avocado und Bananen. Adan und Israël sind überzeugt, dass der Kaffee von dieser Mischkultur profitiert. Der Kaffee wächst in einem Stück Nebenregenwald – man kann also ruhig von Bio sprechen, auch wenn das teure Siegel nicht auf der Verpackung prangt.
Die Geschichte hinter der Bohne:
Gallus Hufenus reiste 2016 nach Kolumbien und besuchte die beiden Bauern*. Er lernte diese über eine andere Kaffeebäuerin namens Margot Pizarro kennen, die leider Pech hatte, da alle ihre Kaffeepflanzen von einer Krankheit befallen wurden und die ganze Ernte ausfiel. Margot ist Rebellin und Schwester eines «Guerillero», der als Präsidentschaftskandidat gehandelt wurde – worauf ihm eines Tages die Kehle durchgeschnitten wurde. Was man nicht alles mit einer Packung Kaffee in Verbindung bringen kann?
Fotos: Kaffeehaus St.Gallen