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Die Team-Weltmeister Max Heinzer und Lucas Malcotti scheiterten als beste Fechter des Schweizer Quartetts in den Sechzehntelfinals.Heinzer verpasste das Weiterkommen hauchdünn und klassierte sich im 19. Rang.
Heinzer verpasste das Weiterkommen hauchdünn und klassierte sich im 19. Rang. Der Schweizer Teamleader unterlag dem ungarischen Youngster Tibor Andrasfi (19) mit 14:15 in der Verlängerung. Heinzers Bezwinger war in der laufenden Weltcup-Saison unter anderem in Budapest gemeinsam mit Heinzer im Einzel Dritter gewesen.
Heinzer hatte gegen den zweifachen Team-Weltmeister bei den Junioren in der regulären Fechtzeit einen 6:9-Rückstand noch aufgeholt (bis zum 12:12). Schliesslich ging es beim Stand von 14:14 in die Verlängerung. Beide griffen bei der Entstehung des entscheidenden Punktes an.
«Jedes Mal wäre sehr viel drin gelegen»
Im dritten Nachstossen wurde Heinzer am hinteren Bein erwischt, während er seinen Gegner am Oberschenkel nur streifte und dadurch «um Millimeter» das erforderliche Druckgewicht von 750 Gramm verpasste. Ein weiterer Doppeltreffer und damit eine Fortsetzung des Gefechts oder gar der Sieg wurde dadurch verpasst.
Im Sudden Death zog Heinzer damit auch beim vierten Mal in der laufenden Saison den Kürzeren – nach den Events von Paris, Heidenheim und Doha. Der Doppel-Diplom-Gewinner von Olympia in Rio betont gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA: «Jedes Mal wäre sehr viel drin gelegen.»
Dennoch ist dem einstigen Spezialisten für enge Entscheidungen nicht bange. Vielmehr sah Heinzer die Möglichkeit fürs Weiterkommen vorher vergeben. “Insgesamt machte ich gegen einen starken Gegner vielleicht ein, zwei Fehler zu viel. Dabei hatte ich mich körperlich gut gefühlt”, sagte der je fünffache Einzel- und Team-EM-Medaillengewinner.
Für ihn persönlich und das Schweizer Männerteam sind es die dritten EM-Einzelwettkämpfe in Folge ohne Medaillengewinn. Davor hatte Heinzer 2015 und 2016 jeweils Silber geholt.
Lucas Malcotti verlor gegen den nachmaligen österreichischen EM-Fünften Josef Mahringer mit 9:15 und klassierte sich im 29. Rang. Benjamin Steffen (66.) und Michele Niggeler (80.) blieben im Feld der 97 klassierten Athleten ausserhalb der Top 64.
EM-Titel an Israeli Freilich
Den EM-Titel holte sich überraschend der Israeli Yuval Shalom Freilich mit einem 15:9-Finalerfolg über den Italiener Andrea Santarelli. Der heute 24-jährige Freilich hatte sein Potenzial auf internationaler Ebene erstmals mit dem Gewinn des WM-Titels auf der U17-Stufe angedeutet.
Das Weltmeister-Quartett von 2018 sinnt derweil im Teamwettbewerb vom Freitag auf Wiedergutmachung.