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(Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
1900-776 m.
Wildbach; entsteht in dem mächtigen, von Élisée Reclus mit einem
geöffneten vulkanischen Krater verglichenen Erosionszirkus zwischen der
Pierre à Voir und dem Col du
Lens aus 3 Quellarmen:
dem von der
Pierre à Voir herabkommenden
Grand Torrent, dem bei Le
Levron entspringenden
Torrent des
Vernays und der nahe der
Vereinigung dieser beiden zu Tage tretenden Quelle der sog.
Fontana Rossa. Der Merdenson mündet zwischen
Le Châble und
Vollèges
von rechts in die
Dranse de
Bagnes und hat hier mit seinen schwarzen Schlammmassen, die er zur Zeit der Schneeschmelze zu Thal
wälzt, einen grossen Schuttkegel aufgeschüttet. Er liegt während des grössten Teiles des Jahres fast
oder ganz trocken. Seine langsame aber andauernde Zerstörungsarbeit, die an diejenige des
Illgrabens erinnert, hat den Bergkörper
zwischen
Sembrancher und
Saxon bereits tief angeschnitten. Er bildet die Grenze zwischen den Gemeinden
Bagnes und
Vollèges.
Vergl. den Art.
Blisier.
1½-3 Stunden s. über
Mühlehorn. 372 ha gross und in 145 Alprechte
(Stösse)
eingeteilt.
Drei Gruppen von
Hütten in 1211, 1500 und 1805 m. Im untern Abschnitt eine prächtige Seitenmoräne des dieses
Thälchen einst bedeckenden Gletschers, im obern Abschnitt Reste eines vom
O.-Hang des
Mürtschenstockes niedergebrochenen
alten Felssturzes.
Seine Mündungsschlucht wird
im W. von einem etwa 200 m hohen Felshang überragt, der aus einer Dislokationsbreccie des Malm besteht
und in dem sich eine ganze Reihe von
Höhlen, die sog. Fuchsfallen, findet.
Diese sind vor einigen Jahren durch einen Fussweg
zugänglich gemacht worden und bilden ein beliebtes Ausflugsziel der Kurgäste des
Kerenzerberges.
(Kt. Aargau,
Bez. Muri).
398 m. Gem. und Pfarrdorf, im
Reussthal und 1,5 km nö. der Station
Benzenswil
der Linie
Aarau-Lenzburg-Rotkreuz. Postbureau, Telegraph, Telephon. Gemeinde, mit
Hagnau, Bikenbach und
Unter Rüti: 178
Häuser, 1230 kathol.
Ew.; Dorf: 119
Häuser, 823 Ew. Acker- und Obstbau, Viehzucht und Milchwirtschaft, Bienenzucht. Käserei. Branntweinbrennerei.
Mühlenbauwerkstätten.
Mühle,
Säge, Ziegelei. Zwei Sparkassen. Ueberreste der Grundmauern einer Römerbaute.
Gehörte einst den
Herren von
Hünenberg, deren Burg schon im Mittelalter zerfallen war, und war später der Hauptort einer
luzernischen Landvogtei. 1803 kam der
Ort zum Kanton Aargau,
der dafür
Hitzkirch an Luzern
abtrat. In der Kirche wird ein altes Panner aufbewahrt,
das einen in einem Torfmoor stehenden
Schwan zeigt. Heinrich Fischer, Grossrat und Besitzer des Gasthofes
zum Goldenen Schwanen in Merenschwand, war der Führer der revolutionären Bewegung vom Dezember 1830. Er zog an der
Spitze
von 5000-6000 Bauern nach
Aarau und zwang die Regierung zur Einberufung eines Verfassungsrates, der dann im Frühling 1831 zusammentrat
und Fischer zu seinem Präsidenten wählte. 1065: Meriswanden.
1900-2500 m. Alpweide, auf einer Terrasse s. über dem das Dorf
Agaren beherrschenden
Waldgehänge, rechts vom
Illgraben und am Fuss des
Brunethornes und
Schwarzhornes. Zu oberst liegen zwei kleine
Seen, denen der
böse und das Dorf
Agaren fortwährend bedrohende Meretschibach entfliesst.
Wird durchschnittlich während 78 Tagen
mit 50 Stück
Gross- und Kleinvieh bezogen und liefert 12000 Liter Milch, die zu 1000 kg
Käse und 350 kg Butter verarbeitet
werden.
(Kt. Tessin,
Bez. Locarno).
735 m. Gem. und Pfarrdorf, am rechtsseitigen Hang des Verzascathales und 11 km nö. vom Bahnhof
Locarno.
Postablage; Postwagen
Locarno-Mergoscia. Die Gemeinde besteht aus den 4 Unterabteilungen
Benitti,
Busada,
Lessoi und
Rivapiana und zählt in 107
Häusern 351 kathol. Ew. Die früher weit zahlreichere Bevölkerung (über 600
Seelen)
ist durch die starke Auswanderung nach Kalifornien bedeutend zurückgegangen.
Das Dorf steht an einem ziemlich steilen Hang mitten in alten Kastanienselven und
Weinbergen,
bietet eine schöne Aussicht auf den
Langensee bei
Locarno und ist mit dieser Stadt durch eine sehr malerische Strasse verbunden.