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Als Mehrwert bezeichne ich die Differenz zwischen dem mit Lohn vergütetem und effektivem Tauschwert der durch Arbeitskraft hergestellten Ware.
„Wir wissen jedoch bereits, daß der Arbeitsprozess über den Punkt hinaus fortdauert, wo ein blosses Äquivalent für den Wert der Arbeitskraft reproduziert und dem Arbeitsgegenstand zugesetzt wäre. Statt der 6 Stunden, die hierzu genügen, währt der Prozess z. B. 12 Stunden. Durch die Betätigung der Arbeitskraft wird also nicht nur ihr eigener Wert reproduziert, sondern ein überschüssiger Wert produziert. Dieser Mehrwert bildet den Überschuss des Produktenwerts über den Wert der verzehrten Produktbildner, d. h. der Produktionsmittel und der Arbeitskraft.“ (Marx: Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 223)
„Ohne Erkenntnis des Mehrwerts ist keine Theorie des Profits möglich.“ K. Marx, Theorien über den Mehrwert II, MEW 26.2, 376.
„Die Kapitalbildung muss möglich sein, auch wenn der Warenpreis gleich dem Warenwert ist. Sie kann nicht aus der Abweichung der Warenpreise von den Warenwerten erklärt werden.“ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 180 Anm. 37.
„Ein doppeltes Resultat hat sich also ergeben:
Die Verwandlung des Geldes in Kapital ist auf Grundlage dem Warentausch innerer Gesetze zu entwickeln, so dass der Austausch von Äquivalenten (gleichen Werten) als Ausgangspunkt gilt. Unser ... Geldbesitzer muss die Waren zu ihrem Wert kaufen, zu ihrem Wert verkaufen und dennoch am Ende des Prozesse mehr Wert herausziehen, als er hineinwarf. ... Dies sind die Bedingungen des Problems. Hic Rhodos, hic salta! (Wer den Mehrwert nicht erklären kann, ohne dass beide sich widersprechenden Bedingungen erfüllt sind, kann den Mehrwert nicht erklären!). “ K. Marx, Kapital I, MEW 23, 180f.
Mehrwert wird auch in ganz anderen Zusammenhängen verwendet, u.a. in Mehrwertsteuer