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Mir zum Beispiel war es wichtig, dass meine Kinder Sport treiben. Und zwar Mannschaftssport.
«Aber warum?», fragte meine Frau. (Ginge es nach ihr, sollten unsere Kinder lieber dreimal die Woche zu den Jungsozialisten als ins Training.)
Ja, warum Sport?
Liebäugele ich heimlich mit einer Spitzensportkarriere meiner Sprösslinge? Gehöre ich zu jenen, die Körperertüchtigung für charakterbildend halten? Oder übertrage ich am Ende gar meine eigene eher überschaubare Sportkarriere auf meine Kinder?
Ein bisschen von all dem, denke ich, aber da ist noch ein Grund, warum ich meine Kinder zu Teamsport zwinge; die Erinnerung an die in vielerlei Hinsicht beste Zeit meines Lebens: meine Jugend. Während für viele die Pubertät einem nicht enden wollenden Alptraum gleichkam, genoss ich meine Zeit als Heranwachsender. Das hatte auch mit meinem Handballklub zu tun. Jeden Montag, jeden Mittwoch und jedes Wochenende betrat ich eine Parallelwelt, ohne Mitschüler, ohne Hausaufgaben, ohne Eltern. Eine Welt, in der ich mich zugleich aufgehoben und herausgefordert fühlte. Aufgehoben, weil wir ein Team waren, das fehlendes Talent durch Aufopferung und Mannschaftsgeist wettmachte. Herausgefordert, weil wir gegen Mannschaften spielten, die uns früh der Illusion beraubten, jemals über die Kreisklasse hinauszukommen.