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Risikomodelle dissozialen Verhaltens
- Kumulation bio-psycho-sozialer Risikofaktoren - Modell des integrierten kognitiv-dissozialen Potentials - Die praktische Leistungsfähigkeit ergibt sich aus der Vorhersagekraft (Prognose) und Aussagen über Prävention und Intervention!
Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien Anomietheorie "Anomie" nach Durkheim
Verbrechen sei eine normal Erscheinung, da durch das Überschreiten von Norm, diese erst gewahr wird. soziale Desorganisation im Zusammenhang mit der frühindustriellen Arbeitsteilung, Verbrechen als eine normale Erscheinung
Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien Anomietheorie . Anomie nach Merton
Anomie entsthet, wenn kulturelle Ziele und die (sozialstrukturell bestimmte) Verteilung legitimer Mittel zur
Zielerreichung auseinanderklaffen.
Kritik: Theorie rein deskriptiv und geringe Vorhersagekraft.
Anomie entsteht durch die Diskrepanz zwischen kulturellen Zielen und den sozialstrukturell greifbaren Ressourcen zur Zielerreichung Dieser Druck (Strain) führt bei Individuen zu einer Desorientierung und erfordert eine Anpassungsleistung
Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien Anomietheorie - Pro und Kontra
Kontra: rein deskriptiv, kaum Vorhersagen möglich, unklare Definitionen Pro: Integration der Kriminalität in den Normbereich, Motivationale Erklärungsgrundlage für kriminelles Verhalten
Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien
Techniken der Neutralisierung
Delinquenten erfahren nach dem Verbrechen negative Affekte (schlechtes Gewissen), die Norm muss demnach internalisiert sein. Um das dV aufrechtzuerhalten, werden Techniken der Neutralisierung (Rationalisierung, Schutz vor Selbstvorwürfen) eingesetzt. Ablehnung d. Verantwortung Verneinung des Unrechts Abwertung d. Opfers Verdammung der Verdammenden Berufung auf höhere Instanzen Verteidigung der Notwendigkeit Metapher des Hauptbuches Euphemistischer Sprachgebrauch
Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien
Techniken der Neutralisierung - Kritik
Kritik: Keine Angabe darüber, wie Umwelt beschaffen sein muss, um Neutralisierungen zu verinnerlichen; Zshng. Soziostrukturell und psychologisch unklar, Empirische Trennung der Techniken nicht nachgewiesen; keine Aussage über notwendige Stärke der Technik
Pro: zeigt häufige Argumentationsmuster dissozialer Personen und ist guter Ansatzpunkt für Prävention und Intervention.
Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien
Labeling Approach
dV ist das Ergebnis von Zuschreibungsprozessen der sozialen Umwelt. Diese generiert nämlich Normen und diese soziale Reaktion auf einen Normbruch führt erst zu der Zuschreibung, dass Verhalten dissozial oder deviant ist. Die daraus folgende Etikettierung als „Normabweichler“ und das Verhalten der Umwelt auf diesen Mensch im Sinne von Stigmatisierung, führt zur Übernahme in das Selbstbild (Schläger, Krimineller) und zu weiteren Normabweichenden Verhalten.
Primäre Devianz: erstes, willkürliches Verhalten (auf das dann Sanktionen folgen) Sekundäre Devianz: Durch Sanktionen verstärktes deviantes Verhalten
Soziologische und sozialstrukturelle Kriminalitätstheorien
Labeling Approach - Kritik
Kritik: Für Prävention nicht nutzbar, da theoretisch zwar denkbar, aber praktisch nicht realisierbar! Keine Aussage darüber was man statt Definitionen oder Etikettierung anwenden sollte, empirisch inkonsistent, keine Aussage darüber, welche situativen Bedingung Labeling beeinflussen.
Aber: Beziehung zwischen Labeling und Devianz wird über den Zugang- und Teilhabechancen vermittelt (Schule, Beruf) und weite Verbreitung des Konzepts, dass Etikettierung zu Verfestigung führt.
Pro und Kontra der Labelin-Approach Kontra: Unvollständige Erklärung der primären Devianz, unklare Definitionen von Stigma(tisierung) Pro: Hinweise auf die gesellschaftliche Reaktivität, Machtungleichheit in dem Zuschreibungsprozess