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Invasive Neobiota
Unter Neobiota versteht man alle Organismen, die nach der Entdeckung Amerikas 1492 beabsichtigt oder unbeabsichtigt in Gebiete eingeführt wurden, wo sie vorher nicht vorkamen. Man unterscheidet zwischen Neophyten (Pflanzen), Neozoen (Tiere) und Neomyceten (Pilze).
Die meisten dieser Arten verschwinden schnell wieder oder fügen sich problemlos in die Natur ein. Nur wenige Arten entwickeln einen invasiven Charakter und breiten sich unkontrolliert aus. Sie breiten sich auf Kosten einheimischer Arten effizient aus, sind nur schwer unter Kontrolle zu bringen und verursachen im zunehmenden Masse naturschützerische, gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden. Invasive gebietsfremde Arten etablieren sich in verschiedenen Lebensräumen und verursachen je nach Art unterschiedliche Schäden. Genau so unterscheiden sich auch die Bekämpfungsmethoden.
In der Schweiz breiten sich die invasiven Neobioten immer stärker aus, auch der Kanton Obwalden ist davon betroffen. Invasive Arten neigen dazu, sich schnell und stark auszubreiten. Je länger man mit einer Bekämpfung wartet, desto schwieriger und kostspieliger fällt sie aus. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass sich die Schäden proportional zur Ausbreitung einer Art vervielfachen. Beobachtungen aus verschiedenen Regionen der Schweiz und diverse Studien zeigen, dass die Problematik mit invasiven Arten zunehmen wird.
Gemäss der Freisetzungsverordnung (FrSV) ist der Umgang mit 11 Neophyten und 3 Neozoen verboten. Das bedeutet, dass diese Arten nicht willentlich oder unwillentlich verbreitet (Verschleppung durch Bodenmaterial oder Neuanpflanzung), deponiert, entsorgt, verkauft oder transportiert werden dürfen.
Zur Eindämmung der invasiven Neophyten können alle beitragen. Folgendes ist dabei zu beachten:
Weitere Informationen:
Informationen über Ambrosia
Bundesamt für Umwelt (BAFU), invasive Organismen
Publikationen