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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00398 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Lienhard Urteil vom 2. September 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Pro Infirmis Zürich Sozialberatung, Y.___ Hohlstrasse 560, Postfach, 8048 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1966, ist Mutter von vier Kindern (geboren 1985, 1986, 1987 und 1991; Urk. 9/1 Ziff. 3) und war als Hausfrau tätig ( Urk. 9/1 Ziff. 6.4.1). Am 3. Dezember 2002 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung an ( Urk. 9/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tä tigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und liess die Versicherte durch Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begut achten ( Urk. 9/13). Zudem veranlasste sie eine Haushaltabklärung ( Urk. 9/14). Mit Verfügung vom 2 0. Juli 2004 sprach sie der Versicherten bei einer Qualifikation von 50 % Erwerbs- und 50 % Haushalttätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 65 % eine halbe Invalidenrente ab 1. Dezember 2001 und eine Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2004 sowie Kinderrenten zu ( Urk. 9/16; Urk. 9/18). Eine im Jahr 2007 veranlasste Rentenrevision ( Urk. 9/21) ergab einen unverän derten Rentenanspruch (Mitteilung vom 1 0. Januar 2008; Urk. 9/26). Im Jahr 2011 wurde die Rente erneut überprüft ( Urk. 9/27) und eine psychiatrische Be gutachtung bei Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, veranlasst, der sein Gutachten am 8. Oktober 2012 erstattete ( Urk. 9/39/5-27). Weiter wurde eine erneute Haushaltabklärung durchgeführt, in deren Rahmen die Qualifikation neu auf 100 % Erwerbstätigkeit geändert wurde (Bericht vom 2 5. November 2013; Urk. 9/41). Mit Schreiben vom 2 5. November 2013 auferlegte die IV-Stelle der Versicherte eine Schadenminderungspflicht in Form einer pharmakotherapeutischen Behandlung und Optimierung der Psycho therapie ( Urk. 9/44). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 9/45; Urk. 9/49; Urk. 9/52) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 2 0. Juli 2004 wieder erwägungsweise auf und setzte die Rente auf eine Viertelsrente herab (Verfügung vom 2 4. März 2014; Urk. 9/54). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 2016 wurde eine erneute Rev ision durchgeführt ( Urk. 9/58), in deren Rahmen die Versicherte durch Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho therapie, begutachtet wurde (Gutachten vom 6. August 2015; Urk. 9/74). Mit Schreiben vom 4. November 2015 wurde der Versicherten erneut eine Schaden minderungspflicht auferlegt ( Urk. 9/77); gleichentags erging die Mitteilung, der Rentenanspruch sei unverändert ( Urk. 9/79). 1.2 Nach Eingang des von der Versicherten am 3. März 2017 ausgefüllten Revisions fragebogens ( Urk. 9/89) veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrisch-rheumatolo gische Begutachtung der Versicherten (Gutachten vom 9. Oktober 2017; Urk. 9/108) und auferlegte ihr eine weitere Schadenminderungspflicht ( Urk. 9/110). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 9/111-112; Urk. 9/119) hob die IV-Stelle die bisher gewährte Viertelsrente mit Verfügung vom 1 1. April 2018 auf ( Urk. 9/121 = Urk. 2). 2. Am 2 6. April 2018 erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 1. April 2018 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer Rente, eventuell die Anordnung eines neuen Gutachtens ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2018 ( Urk. 8) beantragte die Beschwerdegegne rin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2. Juli 2018 mitgeteilt wurde. Gleichzeitig wurde ihr antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 1) die un entgeltliche Prozessführung gewährt ( Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben ( Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Da bei braucht es sich nicht u m eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Re visionsergebnis gestützt auf Art. 74 ter lit. f der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) auf dem W eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachver halt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201 3 E. 3.1.2). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Es sei anlässlich der Begutachtung eine willentliche, klare Aggravation und Simulation festgestellt worden, weshalb rechtsprechungsgemäss kein Anspruch auf Invalidenversicherungsleistungen mehr bestehe. Ein solches Aggravations verhalten sei ein Revisionsgrund. Es könne keine Arbeitsunfähigkeit in einer an gepassten Tätigkeit angenommen werden. Die Beschwerdegegnerin nannte meh rere Beispiele für die Aggravation (S. 2 f.). Auch während der rheumatologischen Untersuchung sei es zu näher genannten Diskrepanzen gekommen (S. 3). 2.2 Die Beschwerdeführerin machte geltend ( Urk. 1), die aktuelle bidisziplinäre Be gutachtung habe in der angestammten Tät igkeit als Reinigungskraft zum e inen eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit, gleichzeitig aber eine 50%ige Arbeitsfähigkeit sowohl in angestammter als auch in angepasster Tätigkeit ergeben. Werde darauf abgestellt, so weise sie eine 50%ige Einschränkung der Erwerbsfähigkeit auf und ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, was Anspruch auf eine halbe Rente gebe. Allenfalls seien aufgrund der Ungereimtheiten weitere Abklärungen zu treffen. Aus näher dargelegten Gründen könne dem Entscheid, dass aufgrund von Aggravation und Simulation kein Anspruch auf eine Rente mehr gegeben sei, nicht gefolgt werden. Insbesondere stelle Aggravation keinen Revisionsgrund dar. Auch der RAD sei von einem unveränderten Gesundheitsschaden ausgegan gen, weshalb kein Revisionsgrund ausgewiesen sei (S. 3). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob seit der Mitteilung vom 4. November 2015 ( Urk. 9/79) eine anspruchsrelevante Änderung eingetreten ist (vgl. vorstehend E. 1.3). 3. 3.1 Dr. B.___ erstattete sein Gutachten vom 6. August 2015 ( Urk. 9/74) unter Be rücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer ei genen Untersuchung und stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar beitsfähigkeit (S. 30): - rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige Episode (ICD-10 F33.0) - Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) Die folgenden Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( S. 30): - Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.2) - somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) Im Querschnittbefund zeige sich ein leicht gedrückter Affekt, der vorherrschende Affekt sei dysthym, die Schwingungsfähigkeit zum positiven Pol sei reduziert, Antrieb, Gestik und Psychomotorik seien nicht vermindert ; die Beschwerdefüh rerin könne durchaus energiegeladen Klagen und Kritik vorbringen. Anhand des Befundes und der Eigenanamnese sei ein mittelgradiges depressives Syndrom festzustellen. Im Längsschnitt sei aufgrund der Aktenlage und der Eigenangaben von einer rezidivierenden depressiven Störung auszugehen mit aktuell leichtgra diger Ausprägung. Diese Diagnose sei durch die dokumentierten Eigenangaben und die Vorgutachten und Berichte plausibel. Des Weiteren liege aufgrund der Eigenanamnese und der Vorbefunde eine Agoraphobie mit Panikstörung vor. De ren Symptome würden von der Beschwerdeführerin seit vielen Jahren berichtet, ebenso wie damit verbundene Panikattacken (S. 26 f.). Weiter bestehe eine Ben zodiazepinabhängigkeit. Laborchemisch würden die Angaben der Beschwerde führerin, sie habe am Morgen vor der Untersuchung Xanax eingenommen und schlucke durchschnittlich fünf Tabletten davon täglich, bestätigt. Die ebenfalls vorbestehende somatoforme Schmerzstörung bestehe weiterhin, allerdings hätten aktuell die Schmerzen nicht im Vordergrund gestanden (S. 28 f. ). Aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung mit derzeit leichtgradiger Aus prägung bestehe ein reduziertes quantitatives psychisches und physisches Rest leistungsvermögen. Aufgrund der Agoraphobie mit Panikstörung bestünden Ein schränkungen in der Wegefähigkeit. Die Beschwerdeführerin könne Wege zu Fuss und mit dem Tram zurücklegen. Nach eigenen Angaben könne sie S-Bahn fahren. Allerdings könne sie im Flugzeug bis nach Serbien fliegen, was aus ärztlicher Sicht dafür spr e che, dass die Ängste bei entsprechender Willensanstrengung überwindbar seien. Aus medizinischer Sicht sei nicht plausibel, dass die Be schwerdeführerin nicht in der Lage sein sollte, mit Begleitung in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, da sie mit Begleitung ihres Ehemannes in der Lage sei, in den Urlaub nach Serbien zu fliegen und das Taxi zu benutzen (S. 30 unten f.). Für die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %, da die Beschwerdeführerin aufgrund der depressiven Erkrankung eine reduzierte psychophysische Belastbarkeit aufweise und die Agoraphobie mit Pa nikstörung die Wegefähigkeit und soziale Kompetenz einschränke. Diese Arbeits unfähigkeit liege seit dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung, mithin November 2011, vor. In einer entsprechend angepassten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähig keit 50 %, wenn die Möglichkeit zu vermehrten Pausen bestehe und der Publi kumskontakt eingeschränkt sei (S. 31). Sowohl die medikamentöse wie auch die verhaltenstherapeutische Behandlung sei en nicht ausgeschöpft. Die Beschwerde führerin verfüge über gute persönliche und intellektuelle Ressourcen, spreche na hezu perfekt Deutsch und habe eine Ausbildung als Verkäuferin abgeschlossen. Aus fachpsychiatrischer Sicht bestehe durchaus die Chance, die Arbeitsfähigkeit durch eine Kombination von verschiedenen Massnahmen erheblich zu verbessern (S. 32). 3.2 Gestützt auf dieses Gutachten ging die Beschwerdegegnerin von einem unverän derten Anspruch auf eine Viertelsrente aus (Mitteilung vom 4. November 2015; Urk. 9/79). 4. 4.1 Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und D.___, Fachpsychologe fü r Psychotherapie, E.___, stellten mit Bericht vom 1 1. Mai 2017 ( Urk. 9/94) folgende Diag nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, ängstlich vermeiden den und dependenten Zügen, vor dem Hintergrund von schwerer Gewalt in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter sowie nach langjähriger psy chischer und körperlicher Krankheit (ICD-10 F61) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F 33.1) - Agoraphobie mit Panikstörung, verbessert mit aktueller Behandlung (ICD-10 F40.01) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) - psychische Verhaltensstörung durch Sedativa, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F13.2) Die Patientin sei zu 100 % arbeitsunfähig und könne keinem Arbeitgeber zuge mutet werden ( Ziff. 2). Sie befinde sich seit dem 1 4. Juli 2015 in intensiver ta gesklinischer und seither in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Be handlung ( Ziff. 3.1). 4.2 4.2.1 Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, speziell Rheu matologie, erstatteten ihr Gutachten vom 9. Oktober 2017 ( Urk. 9/108) unter Be rücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung eigener Untersuchungen. Sie stellten nach der Konsensbesprechung folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 48): - generalisierendes nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom - generalisierende Fibromyalgie/ Allodynie bei - globalmuskulärer Dekonditionierung mit korrigierbarer Fehlhaltung - somatisch nicht zuordenbare r Schmerzangabe von Bewegungs- und Druckschmerzen am linken Handgelenk - Status nach Gewalteinwirkung vor 2.5 Jahren ohne Fraktur bei klinisch unauffälliger Untersuchung - rezidivierende depressive Erkrankung, gegenwärtig mittelgradig mit so matischem Syndrom (ICD-10 F33.10) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung, mit psychosozialen und beruf lichen Auswirkungen (ICD-10 F45.4) Die folgenden Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: - psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Stö rung durch Sedativa oder Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom mit gegen wärtigem Substanzgebrauch, ständig (ICD-10 F13.25) 4.2.2 Dr. F.___ führte aus, es fänden sich in der gesamten Situation erhebliche und ausgeprägte Hinweise für Aggravation und Simulation. So seien bezüglich der Einnahme von Xanax die Angaben der Beschwerdeführerin weder bezüglich Menge noch Einnahmezeitraum glaubhaft. Sie habe berichtet, sie würde das Me dikament "im Säckchen" erhalten, und wisse nicht, wieviel sie einnehme. Sie trage nach eigenen Angaben eine Armmanschette seit einem Jahr durchgehend. Diese sei jedoch eindeutig neu, ungetragen oder höchstens ein- bis zweimal ge tragen. Sie habe mitgeteilt, keine Freundinnen zu haben und das Haus in den letzten drei Jahren nicht mehr verlassen zu haben, habe nicht genug Geld für sich selber und ertrage andere Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht mehr. Sie habe aber ihren neuen Ehemann bei einer Silvesterfeier in Serbien, an der sie mit ihrer besten Freundin teilgenommen habe, kennengelernt. Dieser lebe bei ihr und werde von ihr unterstützt. Sie habe ihren Ex- Ehemann mittels einer fingierten Anzeige wegen Körperverletzung gezwungen, in die Scheidung einzu willigen. Dies sei im Sinne einer schwergradigen Simulation und Aggravation in einem offiziellen Zusammenhang zu sehen und könnte unter Umständen straf rechtlich relevant sein (S. 13). Die gesamte Untersuchung sei von solchen schwe ren Widersprüchen durchzogen. Dies könne nicht als rein widersprüchlich gese hen werden, sondern müsse innerhalb der Diagnosen aufgrund der Schwergra digkeit der Simulation und Aggravation mitberücksichtigt werden (S. 14 oben). Die Dokumentation der mentalen Funktionen zeige eine mittelgradige Beein trächtigung (S. 16). Die Versicherte nehme Xanax ein, um psychiatrische Symp tome zu mildern oder zu bessern. Andererseits nehme sie Benzodiazepine ein, um psychosoziale Situationen für sich selber erträglich zu machen. Es handle sich hier also explizit um ein Mischbild zwischen sekundärer Sucht im Sinne der Folge einer anderen psychiatrischen Erkrankung und anderweitiger Suchtbegründun gen. Beeindrucken d sei die Veränderung innerhalb der Untersuchung. So stelle sich die Versicherte in den ersten 60 bis 90 Minuten deutlich anders dar als unter zunehmendem Einfluss des Benzodiazepins. Es komme zu einer zunehmenden Eintrübung und Sedierung mit Abnehmen der kognitiven Fähigkeiten. Somit sei ein guter Rückschluss auf eine fehlende irreversible Gesundheitsstörung möglich. Die Versicherte sei jedoch unter Benzodiazepineinfluss deutlich gestört und es komme zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit unter aktueller und akuter Intoxikation (S. 18 unten f.). Die laborchemischen Ergebnisse zeigten sich passend zur Untersuchung, bei der eine langsame Zunahme einer Sedierung nach Einnahme eines Medikaments zu verzeichnen gewesen sei (S. 20). Insgesamt fänden sich die mittelgradigen Symptome einer depressiven Symptomatik, jedoch nur grenz wertig mit somatischem Syndrom. Sowohl anamnestisch als auch ge mäss Aktenlage und Angaben der Versicherten fänden sich rezidivierende de pressive Erkrankungen seit etwa 199 8. Es sei daher eine rezidivierende, aktuell mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom zu diagnostizieren (S. 30). Hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung sei festzuhalten, dass die Versi cherte verschiedene nicht verarbeitete Erfahrungen habe. Der Schmerz trete in Verbindung mit den emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf. Die Versicherte biete schwerstgradige psychosoziale Probleme und emotionale Konflikte. Sie erhalte innerhalb des Helfernetzes eine beträchtliche persönliche und medizinische Betreuung. Die vorherrschende Beschwerde sei ein andauern der, schwerer und quälender S c hmerz. Dieser sei nur partiell durch einen phy siologischen Prozess erklärbar. Es sei von einer schwergradigen Symptomatik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 32 oben). Im Vergleich zum Gutachten 2015 zeige sich die erhebliche Diskrepanz bezüglich deutlich angegebener phobischer Störungen, die im derzeitigen Untersuchungs zustand nicht angegeben worden seien. Aktuell finde sich eine vollständig andere Symptomlage. Es komme zu gedrücktem Affekt und Schwingungs fähigkeits problemen sowie spezifischen Phobien. Zum Befund 2015 werde die somatoforme Schmerzstörung noch als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ge wertet. Es sei als extrem ungewöhnlich anzusehen, dass ein solches Befundbild vollständig verschwinde. Der Befund der 40%igen Arbeitsunfähigkeit habe expli zit auf der Agoraphobie mit Panik störung gegründet. Im Gegensatz hierzu präge sich nun eine erhöhte Belastung durch die somatoforme Störung aus. Es komme zu einem ausgeprägt gebesserten Befundbild bezüglich der phobischen Störung. Die sonstigen Störungen blieben gleich. Mit zu berücksichtigen sei, dass im Gut achten 2015 die somatoforme Störung in der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht berücksichtigt worden sei (S. 39 Mitte). 4.2.3 Dr. G.___ führte aus, es finde sich reproduzierbar eine generalisierende Tender pointbildung an der oberen und unteren Körperhälfte und pan-/paraaxial im Sinne einer generalisierten Fibromyalgie oder Allodynie, mit einer Beschwerde beschreibung am linken Handgelenk mit unklarer somatischer Zuordnung bei Status nach Gewalteinwirkung durch den ehemaligen Gatten vor zweieinhalb Jahren mit Angabe einer Ganglionbildung gemäss Beurteilung durch einen Or thopäden, dessen Name nicht genannt werden könne und in den Unterlagen nicht erwähnt sei. Der übrige Untersuch des Bewe gungsapparates sei unauffällig (S. 44). Die Versicherte leide an einer generalisierten Schmerzsymptomatik bedingt durch ein generalisiertes weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom im Rahmen einer Fibromyalgie/ Allodynie ohne strukturelles oder somatisches Korrelat (S. 45 unten). Eine prognostizierbare Aussicht auf eine noch zu erwartende Besserung des Gesundheitszustandes könne nicht erwartet werden. Bei diesem weichteil rheumatischen Beschwerdesyndrom handle es sich um eine ätiologisch schwierig erklärbare Befindlichkeitsstörung mit hoher Chronifi - zierungstendenz im Rahmen der Schmerzverarbeitungsstörung, mit fehlender Besserung unter somatisch an setzenden Behandlung, wie dies im Falle der Versicherten bestätigt werde; sämt liche Schmerzmittel und somatisch ansetzende n Therapien seien unergiebig ge blieben (S. 46 unten). 4.2.4 In der letzten Begutachtung sei als angestammte Tätigkeit diejenige einer Ver käuferin angenommen worden, es habe sich jedoch um Reinigungsdienst gehan delt (S. 52 unten). Aktuell und auch seit dem Gutachten von 2015 sei in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % gesamthaft, rheuma tologisch und psychiatrisch, gegeben (S. 53 oben). Eine angepas ste Tätigkeit gestalte sich wie folgt: leichte Verweistätigkeit ohne Gewichtsbelastungen, ideal mit Wechsel zwischen sitzenden und stehenden Ar beitsabläufen, ohne Exposition in kalt-feuchtem Milieu, ausreichende, selbst ge wählte Pausen, maximal 4.5 Stunden pro Tag, kein unmittelbarer Publikumskon takt wie in einer Tätigkeit als Verkäuferin. Aus rheumatologischer Sicht bestehe dabei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Ar beitsfähigkeit von 50 % (S. 53). In der Gesamtbeurteilung resultiere weiterhin ab dem Zeitpunkt Oktober 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angestamm ten (richtig: angepassten) Tätigkeit. Die Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologisch er Sicht sei nicht zu addieren (S. 54 oben). Es finde sich seit der letzten Begutachtung keine Veränderung der Arbeitsfähig keit. Explizit sei jedoch klarzustellen, dass sich eine deutliche Veränderung der Diagnosen und eine Veränderung der Interpretation aufgrund der somatischen Erkrankung ergeben hätten. Es komme jedoch nicht zu einer Veränderung der Arbeitsfähigkeit, sondern zu einer Verschiebung der Begründung der Arbeitsfä higkeit (richtig: -unfähigkeit; S. 54 unten). Der Gesundheitszustand habe sich verändert; die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei gleich geblieben. Es komme einerseits bezüglich der psychiatrischen Störungen zu einer Befundverschiebung. Eine Phobie sei nicht mehr zu diagnostizieren. Im Gegensatz hierzu fände sich jedoch eine ausgeprägte somatoforme Schmerzstörung und auch eine somatische Erkrankung, die eine Mitbeteiligung an der Arbeitsfähigkeit aufzeige (S. 55). 4.3 Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt am 2 0. Oktober 2017 fest, es bestehe gestützt auf das bidisziplinäre Gutach ten weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit in der ang estammten Tätigkeit von 40 %. In einer angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin ab Oktober 2015 zu 50 % arbeitsfähig. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit habe sich nicht verändert, auch wenn sich die Diagnosen verändert hätten. Es bleibe fraglich, ob auf das Gutachten abgestellt werden könne, da die Versicherte ab Mitte der psychiatri schen Untersuchung erheblich sediert gewirkt habe. Die erste Hälfte der Untersu chung erscheine jedoch nachvollziehbar. Überwiegend wahrscheinlich sei von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen ( Urk. 9/109/5). 5. 5.1 Anlässlich der Begutachtung im Jahr 2015 wurde eine rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige Episode, sowie eine Agoraphobie mit Panikstörung diagnostiziert, was sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkte. Die Beschwerdeführe rin sei dadurch in der angestammten Tätigkeit zu 60 % und in einer behinde rungsangepassten Tätigkeit zu 50 % eingeschränkt. Bereits damals hatte die Be schwerdeführerin am Morgen vor der Begutachtung Xanax eingenommen (vgl. vorstehend E. 3.1), dennoch erachtete die Beschwerdegegnerin die Untersu chungsergebnisse als valide und stellte auf das Gutachten von Dr. B.___ ab (vgl. vorstehend E. 3.2). Auch ging bereits aus diesem Gutachten hervor, dass die Ago raphobie der Beschwerdeführerin sie nicht daran hinderte, nach Serbien zu flie gen und das Taxi zu benutzen. Dieser Umstand wurde im Gutachten vo n Dr. F.___ und Dr. G.___, welches den praxisgemässen Anforderungen (vgl. vorstehend E. 1. 4) entspricht, aufgrund der aktuell diesbezüglich geringen Befunde so eingeordnet, dass solche Ängste nicht mehr feststellbar seien. Vielmehr fand sich eine vollständig andere Symp tomlage. Dr. F.___ hielt fest, dass die früher attestierte Arb eitsunfähigkeit ex plizit auf der Agorapho bie mit Panikstörung gegründet habe, es aber zu einem diesbezüglich ausgeprägt gebesserten Befundbild gekommen sei. Die sonstigen Störungen blieben jedoch gleich (vgl. vorstehend E. 4.2.2). Dr. F.___ legte dar, dass hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung von einer schwergradigen Symptomatik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Die Beschwer deführerin biete schwerstgradige psychosoziale Probleme und emotionale Kon flikte und erhalte innerhalb des Helfernetzes eine beträchtliche persönliche und medizinische Betreuung. Der vorherrschende andauernde, schwere und quälende Schmerz sei nur partiell durch einen physiologischen Prozess erklärbar. Trotz oder unabhängig von der Sedierung durch die eingenommenen Beruhigungsmittel er achtete Dr. F.___ eine mittelgradige depressive Symptomatik als gegeben. Ebenso geht aus dem Gutachten klar herv or, dass trotz festgestellten Hinweisen auf Simulation und Aggravation eine sich auf d ie Arbeitsfähigkeit auswirkende Beeinträchtigung weiter besteht. So führte Dr. F.___ aus, die schweren Wider sprüche müssten innerhalb der Dia gnosen mitberücksichtigt werden. Die Be schwerdeführerin nehme Xanax ein, um psychische Symptome zu mildern oder zu bessern und um psychosoziale Situationen erträglich zu machen. Es handle sich deshalb um ein Mischbild zwischen sekundärer und anderweitig begründeter Sucht (vgl. vorstehend E. 4.2.2), wobei die dadurch verursachte Beeinträchtigung - da reversibel - nicht als arbeitsfähigkeitstangierend beurteilt wurde (vgl. vor stehend E. 4.2.1). Dies ist nachvollziehbar, war die Beschwerdeführerin doch vor Einsetzen der Wirkung des Medikaments deutlich anders als nachher. Jedoch be steht von diese r Problematik unabhängig weiterhin eine psychiatrische Erkrankung. In der interdisziplinären Beurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit aus somatischer Sicht zu 2 0 %, aus psychiatrischer Sicht jedoch weiterhin zu 50 % eingeschränkt sei. Zwar habe sich der Gesundheitszustand im Sinne einer Befundverschiebung verändert, nicht jedoch die Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 4.2.4). Damit ist ein Revisions grund zu verneinen: Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG be trifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person (BGE 133 V 454 E. 7.1). Dazu gehört namentlich der Gesundheitszustand. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologi sche Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenän derung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2016 vom 1 4. De zember 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Das Hinzutreten einer neuen Diag nose stellt zudem nicht per se einen Revisionsgrund dar, weil damit das quanti tative Element der (erheblichen) Gesundheitsverschlechterung nicht zwingend ausgewiesen ist (BGE 141 V 9 E. 5.2 mit Hinweisen). Massgebend ist einzig, ob bzw. in welchem Ausmass – unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie – den medizi nischen Akten eine Veränder ung der Ar beits - bzw. Erwerbsfähigkeit im relevanten Zeitraum entnommen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_664/2017 vom 25. Januar 2018 E. 9 und 9C_799/2016 vom 2 1. März 2017 E. 5.2.1 mit weiteren Hinweisen). Eine solche Veränderung ist vorliegend nach dem Gesagten zu verneinen. Dies entspricht im Übrigen auch der Feststellung von RAD-Ärztin Dr. H.___, die von einem un veränderten Gesundheitszustand ausging (vgl. vorstehend E. 4.3). 5.2 Nicht gefolgt werden kann der Beurteilung durch die Fachpersonen der E.___, wo nach die Beschwerdeführerin in jeder Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (vgl. vorstehend E. 4.1), insbesondere da ihnen möglicherweise die mindestens seit 2015 bestehende Einschätzung einer 40%igen Arbeitsfähigkeit in der ange stammten und 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht be kannt war. Diese wurde von der Beschwerdeführerin nach Lage der Akten nie verwertet. 5.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass seit der Mitteilung vom 4. Novem ber 2015 keine an spruchsrelevante Veränderung eingetreten ist. Es liegt kein Re visionsgrund vor. Der angefochtene Entscheid ist somit nicht rechtens. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde. 6. 6.1 Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Par tei kos ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes sen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ) und sind beim praxis gemässen Stundenansatz von Fr. 145.-- (o hne MWSt ) auf Fr. 1'600.-- (inkl. MWSt und Auslagenersatz) fest zu setzen. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird d ie Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1 1. April 2018 aufgehoben, und es wird fe stgestellt, dass die Beschwerde führerin weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Pro Infirmis Zürich - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannLienhard

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00398 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Lienhard Urteil vom 2. September 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Pro Infirmis Zürich Sozialberatung, Y.___ Hohlstrasse 560, Postfach, 8048 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1966, ist Mutter von vier Kindern (geboren 1985, 1986, 1987 und 1991; Urk. 9/1 Ziff. 3) und war als Hausfrau tätig ( Urk. 9/1 Ziff. 6.4.1). Am 3. Dezember 2002 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung an ( Urk. 9/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tä tigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und liess die Versicherte durch Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begut achten ( Urk. 9/13). Zudem veranlasste sie eine Haushaltabklärung ( Urk. 9/14). Mit Verfügung vom 2 0. Juli 2004 sprach sie der Versicherten bei einer Qualifikation von 50 % Erwerbs- und 50 % Haushalttätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 65 % eine halbe Invalidenrente ab 1. Dezember 2001 und eine Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2004 sowie Kinderrenten zu ( Urk. 9/16; Urk. 9/18). Eine im Jahr 2007 veranlasste Rentenrevision ( Urk. 9/21) ergab einen unverän derten Rentenanspruch (Mitteilung vom 1 0. Januar 2008; Urk. 9/26). Im Jahr 2011 wurde die Rente erneut überprüft ( Urk. 9/27) und eine psychiatrische Be gutachtung bei Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, veranlasst, der sein Gutachten am 8. Oktober 2012 erstattete ( Urk. 9/39/5-27). Weiter wurde eine erneute Haushaltabklärung durchgeführt, in deren Rahmen die Qualifikation neu auf 100 % Erwerbstätigkeit geändert wurde (Bericht vom 2 5. November 2013; Urk. 9/41). Mit Schreiben vom 2 5. November 2013 auferlegte die IV-Stelle der Versicherte eine Schadenminderungspflicht in Form einer pharmakotherapeutischen Behandlung und Optimierung der Psycho therapie ( Urk. 9/44). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 9/45; Urk. 9/49; Urk. 9/52) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 2 0. Juli 2004 wieder erwägungsweise auf und setzte die Rente auf eine Viertelsrente herab (Verfügung vom 2 4. März 2014; Urk. 9/54). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 2016 wurde eine erneute Rev ision durchgeführt ( Urk. 9/58), in deren Rahmen die Versicherte durch Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho therapie, begutachtet wurde (Gutachten vom 6. August 2015; Urk. 9/74). Mit Schreiben vom 4. November 2015 wurde der Versicherten erneut eine Schaden minderungspflicht auferlegt ( Urk. 9/77); gleichentags erging die Mitteilung, der Rentenanspruch sei unverändert ( Urk. 9/79). 1.2 Nach Eingang des von der Versicherten am 3. März 2017 ausgefüllten Revisions fragebogens ( Urk. 9/89) veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrisch-rheumatolo gische Begutachtung der Versicherten (Gutachten vom 9. Oktober 2017; Urk. 9/108) und auferlegte ihr eine weitere Schadenminderungspflicht ( Urk. 9/110). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 9/111-112; Urk. 9/119) hob die IV-Stelle die bisher gewährte Viertelsrente mit Verfügung vom 1 1. April 2018 auf ( Urk. 9/121 = Urk. 2). 2. Am 2 6. April 2018 erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 1. April 2018 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer Rente, eventuell die Anordnung eines neuen Gutachtens ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2018 ( Urk. 8) beantragte die Beschwerdegegne rin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2. Juli 2018 mitgeteilt wurde. Gleichzeitig wurde ihr antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 1) die un entgeltliche Prozessführung gewährt ( Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben ( Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Da bei braucht es sich nicht u m eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Re visionsergebnis gestützt auf Art. 74 ter lit. f der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) auf dem W eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachver halt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201 3 E. 3.1.2). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Es sei anlässlich der Begutachtung eine willentliche, klare Aggravation und Simulation festgestellt worden, weshalb rechtsprechungsgemäss kein Anspruch auf Invalidenversicherungsleistungen mehr bestehe. Ein solches Aggravations verhalten sei ein Revisionsgrund. Es könne keine Arbeitsunfähigkeit in einer an gepassten Tätigkeit angenommen werden. Die Beschwerdegegnerin nannte meh rere Beispiele für die Aggravation (S. 2 f.). Auch während der rheumatologischen Untersuchung sei es zu näher genannten Diskrepanzen gekommen (S. 3). 2.2 Die Beschwerdeführerin machte geltend ( Urk. 1), die aktuelle bidisziplinäre Be gutachtung habe in der angestammten Tät igkeit als Reinigungskraft zum e inen eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit, gleichzeitig aber eine 50%ige Arbeitsfähigkeit sowohl in angestammter als auch in angepasster Tätigkeit ergeben. Werde darauf abgestellt, so weise sie eine 50%ige Einschränkung der Erwerbsfähigkeit auf und ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, was Anspruch auf eine halbe Rente gebe. Allenfalls seien aufgrund der Ungereimtheiten weitere Abklärungen zu treffen. Aus näher dargelegten Gründen könne dem Entscheid, dass aufgrund von Aggravation und Simulation kein Anspruch auf eine Rente mehr gegeben sei, nicht gefolgt werden. Insbesondere stelle Aggravation keinen Revisionsgrund dar. Auch der RAD sei von einem unveränderten Gesundheitsschaden ausgegan gen, weshalb kein Revisionsgrund ausgewiesen sei (S. 3). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob seit der Mitteilung vom 4. November 2015 ( Urk. 9/79) eine anspruchsrelevante Änderung eingetreten ist (vgl. vorstehend E. 1.3). 3. 3.1 Dr. B.___ erstattete sein Gutachten vom 6. August 2015 ( Urk. 9/74) unter Be rücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer ei genen Untersuchung und stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar beitsfähigkeit (S. 30): - rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige Episode (ICD-10 F33.0) - Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) Die folgenden Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( S. 30): - Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.2) - somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) Im Querschnittbefund zeige sich ein leicht gedrückter Affekt, der vorherrschende Affekt sei dysthym, die Schwingungsfähigkeit zum positiven Pol sei reduziert, Antrieb, Gestik und Psychomotorik seien nicht vermindert ; die Beschwerdefüh rerin könne durchaus energiegeladen Klagen und Kritik vorbringen. Anhand des Befundes und der Eigenanamnese sei ein mittelgradiges depressives Syndrom festzustellen. Im Längsschnitt sei aufgrund der Aktenlage und der Eigenangaben von einer rezidivierenden depressiven Störung auszugehen mit aktuell leichtgra diger Ausprägung. Diese Diagnose sei durch die dokumentierten Eigenangaben und die Vorgutachten und Berichte plausibel. Des Weiteren liege aufgrund der Eigenanamnese und der Vorbefunde eine Agoraphobie mit Panikstörung vor. De ren Symptome würden von der Beschwerdeführerin seit vielen Jahren berichtet, ebenso wie damit verbundene Panikattacken (S. 26 f.). Weiter bestehe eine Ben zodiazepinabhängigkeit. Laborchemisch würden die Angaben der Beschwerde führerin, sie habe am Morgen vor der Untersuchung Xanax eingenommen und schlucke durchschnittlich fünf Tabletten davon täglich, bestätigt. Die ebenfalls vorbestehende somatoforme Schmerzstörung bestehe weiterhin, allerdings hätten aktuell die Schmerzen nicht im Vordergrund gestanden (S. 28 f. ). Aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung mit derzeit leichtgradiger Aus prägung bestehe ein reduziertes quantitatives psychisches und physisches Rest leistungsvermögen. Aufgrund der Agoraphobie mit Panikstörung bestünden Ein schränkungen in der Wegefähigkeit. Die Beschwerdeführerin könne Wege zu Fuss und mit dem Tram zurücklegen. Nach eigenen Angaben könne sie S-Bahn fahren. Allerdings könne sie im Flugzeug bis nach Serbien fliegen, was aus ärztlicher Sicht dafür spr e che, dass die Ängste bei entsprechender Willensanstrengung überwindbar seien. Aus medizinischer Sicht sei nicht plausibel, dass die Be schwerdeführerin nicht in der Lage sein sollte, mit Begleitung in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, da sie mit Begleitung ihres Ehemannes in der Lage sei, in den Urlaub nach Serbien zu fliegen und das Taxi zu benutzen (S. 30 unten f.). Für die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %, da die Beschwerdeführerin aufgrund der depressiven Erkrankung eine reduzierte psychophysische Belastbarkeit aufweise und die Agoraphobie mit Pa nikstörung die Wegefähigkeit und soziale Kompetenz einschränke. Diese Arbeits unfähigkeit liege seit dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung, mithin November 2011, vor. In einer entsprechend angepassten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähig keit 50 %, wenn die Möglichkeit zu vermehrten Pausen bestehe und der Publi kumskontakt eingeschränkt sei (S. 31). Sowohl die medikamentöse wie auch die verhaltenstherapeutische Behandlung sei en nicht ausgeschöpft. Die Beschwerde führerin verfüge über gute persönliche und intellektuelle Ressourcen, spreche na hezu perfekt Deutsch und habe eine Ausbildung als Verkäuferin abgeschlossen. Aus fachpsychiatrischer Sicht bestehe durchaus die Chance, die Arbeitsfähigkeit durch eine Kombination von verschiedenen Massnahmen erheblich zu verbessern (S. 32). 3.2 Gestützt auf dieses Gutachten ging die Beschwerdegegnerin von einem unverän derten Anspruch auf eine Viertelsrente aus (Mitteilung vom 4. November 2015; Urk. 9/79). 4. 4.1 Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und D.___, Fachpsychologe fü r Psychotherapie, E.___, stellten mit Bericht vom 1 1. Mai 2017 ( Urk. 9/94) folgende Diag nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, ängstlich vermeiden den und dependenten Zügen, vor dem Hintergrund von schwerer Gewalt in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter sowie nach langjähriger psy chischer und körperlicher Krankheit (ICD-10 F61) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F 33.1) - Agoraphobie mit Panikstörung, verbessert mit aktueller Behandlung (ICD-10 F40.01) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) - psychische Verhaltensstörung durch Sedativa, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F13.2) Die Patientin sei zu 100 % arbeitsunfähig und könne keinem Arbeitgeber zuge mutet werden ( Ziff. 2). Sie befinde sich seit dem 1 4. Juli 2015 in intensiver ta gesklinischer und seither in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Be handlung ( Ziff. 3.1). 4.2 4.2.1 Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, speziell Rheu matologie, erstatteten ihr Gutachten vom 9. Oktober 2017 ( Urk. 9/108) unter Be rücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung eigener Untersuchungen. Sie stellten nach der Konsensbesprechung folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 48): - generalisierendes nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom - generalisierende Fibromyalgie/ Allodynie bei - globalmuskulärer Dekonditionierung mit korrigierbarer Fehlhaltung - somatisch nicht zuordenbare r Schmerzangabe von Bewegungs- und Druckschmerzen am linken Handgelenk - Status nach Gewalteinwirkung vor 2.5 Jahren ohne Fraktur bei klinisch unauffälliger Untersuchung - rezidivierende depressive Erkrankung, gegenwärtig mittelgradig mit so matischem Syndrom (ICD-10 F33.10) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung, mit psychosozialen und beruf lichen Auswirkungen (ICD-10 F45.4) Die folgenden Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: - psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Stö rung durch Sedativa oder Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom mit gegen wärtigem Substanzgebrauch, ständig (ICD-10 F13.25) 4.2.2 Dr. F.___ führte aus, es fänden sich in der gesamten Situation erhebliche und ausgeprägte Hinweise für Aggravation und Simulation. So seien bezüglich der Einnahme von Xanax die Angaben der Beschwerdeführerin weder bezüglich Menge noch Einnahmezeitraum glaubhaft. Sie habe berichtet, sie würde das Me dikament "im Säckchen" erhalten, und wisse nicht, wieviel sie einnehme. Sie trage nach eigenen Angaben eine Armmanschette seit einem Jahr durchgehend. Diese sei jedoch eindeutig neu, ungetragen oder höchstens ein- bis zweimal ge tragen. Sie habe mitgeteilt, keine Freundinnen zu haben und das Haus in den letzten drei Jahren nicht mehr verlassen zu haben, habe nicht genug Geld für sich selber und ertrage andere Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht mehr. Sie habe aber ihren neuen Ehemann bei einer Silvesterfeier in Serbien, an der sie mit ihrer besten Freundin teilgenommen habe, kennengelernt. Dieser lebe bei ihr und werde von ihr unterstützt. Sie habe ihren Ex- Ehemann mittels einer fingierten Anzeige wegen Körperverletzung gezwungen, in die Scheidung einzu willigen. Dies sei im Sinne einer schwergradigen Simulation und Aggravation in einem offiziellen Zusammenhang zu sehen und könnte unter Umständen straf rechtlich relevant sein (S. 13). Die gesamte Untersuchung sei von solchen schwe ren Widersprüchen durchzogen. Dies könne nicht als rein widersprüchlich gese hen werden, sondern müsse innerhalb der Diagnosen aufgrund der Schwergra digkeit der Simulation und Aggravation mitberücksichtigt werden (S. 14 oben). Die Dokumentation der mentalen Funktionen zeige eine mittelgradige Beein trächtigung (S. 16). Die Versicherte nehme Xanax ein, um psychiatrische Symp tome zu mildern oder zu bessern. Andererseits nehme sie Benzodiazepine ein, um psychosoziale Situationen für sich selber erträglich zu machen. Es handle sich hier also explizit um ein Mischbild zwischen sekundärer Sucht im Sinne der Folge einer anderen psychiatrischen Erkrankung und anderweitiger Suchtbegründun gen. Beeindrucken d sei die Veränderung innerhalb der Untersuchung. So stelle sich die Versicherte in den ersten 60 bis 90 Minuten deutlich anders dar als unter zunehmendem Einfluss des Benzodiazepins. Es komme zu einer zunehmenden Eintrübung und Sedierung mit Abnehmen der kognitiven Fähigkeiten. Somit sei ein guter Rückschluss auf eine fehlende irreversible Gesundheitsstörung möglich. Die Versicherte sei jedoch unter Benzodiazepineinfluss deutlich gestört und es komme zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit unter aktueller und akuter Intoxikation (S. 18 unten f.). Die laborchemischen Ergebnisse zeigten sich passend zur Untersuchung, bei der eine langsame Zunahme einer Sedierung nach Einnahme eines Medikaments zu verzeichnen gewesen sei (S. 20). Insgesamt fänden sich die mittelgradigen Symptome einer depressiven Symptomatik, jedoch nur grenz wertig mit somatischem Syndrom. Sowohl anamnestisch als auch ge mäss Aktenlage und Angaben der Versicherten fänden sich rezidivierende de pressive Erkrankungen seit etwa 199 8. Es sei daher eine rezidivierende, aktuell mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom zu diagnostizieren (S. 30). Hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung sei festzuhalten, dass die Versi cherte verschiedene nicht verarbeitete Erfahrungen habe. Der Schmerz trete in Verbindung mit den emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf. Die Versicherte biete schwerstgradige psychosoziale Probleme und emotionale Konflikte. Sie erhalte innerhalb des Helfernetzes eine beträchtliche persönliche und medizinische Betreuung. Die vorherrschende Beschwerde sei ein andauern der, schwerer und quälender S c hmerz. Dieser sei nur partiell durch einen phy siologischen Prozess erklärbar. Es sei von einer schwergradigen Symptomatik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 32 oben). Im Vergleich zum Gutachten 2015 zeige sich die erhebliche Diskrepanz bezüglich deutlich angegebener phobischer Störungen, die im derzeitigen Untersuchungs zustand nicht angegeben worden seien. Aktuell finde sich eine vollständig andere Symptomlage. Es komme zu gedrücktem Affekt und Schwingungs fähigkeits problemen sowie spezifischen Phobien. Zum Befund 2015 werde die somatoforme Schmerzstörung noch als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ge wertet. Es sei als extrem ungewöhnlich anzusehen, dass ein solches Befundbild vollständig verschwinde. Der Befund der 40%igen Arbeitsunfähigkeit habe expli zit auf der Agoraphobie mit Panik störung gegründet. Im Gegensatz hierzu präge sich nun eine erhöhte Belastung durch die somatoforme Störung aus. Es komme zu einem ausgeprägt gebesserten Befundbild bezüglich der phobischen Störung. Die sonstigen Störungen blieben gleich. Mit zu berücksichtigen sei, dass im Gut achten 2015 die somatoforme Störung in der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht berücksichtigt worden sei (S. 39 Mitte). 4.2.3 Dr. G.___ führte aus, es finde sich reproduzierbar eine generalisierende Tender pointbildung an der oberen und unteren Körperhälfte und pan-/paraaxial im Sinne einer generalisierten Fibromyalgie oder Allodynie, mit einer Beschwerde beschreibung am linken Handgelenk mit unklarer somatischer Zuordnung bei Status nach Gewalteinwirkung durch den ehemaligen Gatten vor zweieinhalb Jahren mit Angabe einer Ganglionbildung gemäss Beurteilung durch einen Or thopäden, dessen Name nicht genannt werden könne und in den Unterlagen nicht erwähnt sei. Der übrige Untersuch des Bewe gungsapparates sei unauffällig (S. 44). Die Versicherte leide an einer generalisierten Schmerzsymptomatik bedingt durch ein generalisiertes weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom im Rahmen einer Fibromyalgie/ Allodynie ohne strukturelles oder somatisches Korrelat (S. 45 unten). Eine prognostizierbare Aussicht auf eine noch zu erwartende Besserung des Gesundheitszustandes könne nicht erwartet werden. Bei diesem weichteil rheumatischen Beschwerdesyndrom handle es sich um eine ätiologisch schwierig erklärbare Befindlichkeitsstörung mit hoher Chronifi - zierungstendenz im Rahmen der Schmerzverarbeitungsstörung, mit fehlender Besserung unter somatisch an setzenden Behandlung, wie dies im Falle der Versicherten bestätigt werde; sämt liche Schmerzmittel und somatisch ansetzende n Therapien seien unergiebig ge blieben (S. 46 unten). 4.2.4 In der letzten Begutachtung sei als angestammte Tätigkeit diejenige einer Ver käuferin angenommen worden, es habe sich jedoch um Reinigungsdienst gehan delt (S. 52 unten). Aktuell und auch seit dem Gutachten von 2015 sei in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % gesamthaft, rheuma tologisch und psychiatrisch, gegeben (S. 53 oben). Eine angepas ste Tätigkeit gestalte sich wie folgt: leichte Verweistätigkeit ohne Gewichtsbelastungen, ideal mit Wechsel zwischen sitzenden und stehenden Ar beitsabläufen, ohne Exposition in kalt-feuchtem Milieu, ausreichende, selbst ge wählte Pausen, maximal 4.5 Stunden pro Tag, kein unmittelbarer Publikumskon takt wie in einer Tätigkeit als Verkäuferin. Aus rheumatologischer Sicht bestehe dabei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Ar beitsfähigkeit von 50 % (S. 53). In der Gesamtbeurteilung resultiere weiterhin ab dem Zeitpunkt Oktober 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angestamm ten (richtig: angepassten) Tätigkeit. Die Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologisch er Sicht sei nicht zu addieren (S. 54 oben). Es finde sich seit der letzten Begutachtung keine Veränderung der Arbeitsfähig keit. Explizit sei jedoch klarzustellen, dass sich eine deutliche Veränderung der Diagnosen und eine Veränderung der Interpretation aufgrund der somatischen Erkrankung ergeben hätten. Es komme jedoch nicht zu einer Veränderung der Arbeitsfähigkeit, sondern zu einer Verschiebung der Begründung der Arbeitsfä higkeit (richtig: -unfähigkeit; S. 54 unten). Der Gesundheitszustand habe sich verändert; die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei gleich geblieben. Es komme einerseits bezüglich der psychiatrischen Störungen zu einer Befundverschiebung. Eine Phobie sei nicht mehr zu diagnostizieren. Im Gegensatz hierzu fände sich jedoch eine ausgeprägte somatoforme Schmerzstörung und auch eine somatische Erkrankung, die eine Mitbeteiligung an der Arbeitsfähigkeit aufzeige (S. 55). 4.3 Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt am 2 0. Oktober 2017 fest, es bestehe gestützt auf das bidisziplinäre Gutach ten weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit in der ang estammten Tätigkeit von 40 %. In einer angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin ab Oktober 2015 zu 50 % arbeitsfähig. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit habe sich nicht verändert, auch wenn sich die Diagnosen verändert hätten. Es bleibe fraglich, ob auf das Gutachten abgestellt werden könne, da die Versicherte ab Mitte der psychiatri schen Untersuchung erheblich sediert gewirkt habe. Die erste Hälfte der Untersu chung erscheine jedoch nachvollziehbar. Überwiegend wahrscheinlich sei von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen ( Urk. 9/109/5). 5. 5.1 Anlässlich der Begutachtung im Jahr 2015 wurde eine rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige Episode, sowie eine Agoraphobie mit Panikstörung diagnostiziert, was sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkte. Die Beschwerdeführe rin sei dadurch in der angestammten Tätigkeit zu 60 % und in einer behinde rungsangepassten Tätigkeit zu 50 % eingeschränkt. Bereits damals hatte die Be schwerdeführerin am Morgen vor der Begutachtung Xanax eingenommen (vgl. vorstehend E. 3.1), dennoch erachtete die Beschwerdegegnerin die Untersu chungsergebnisse als valide und stellte auf das Gutachten von Dr. B.___ ab (vgl. vorstehend E. 3.2). Auch ging bereits aus diesem Gutachten hervor, dass die Ago raphobie der Beschwerdeführerin sie nicht daran hinderte, nach Serbien zu flie gen und das Taxi zu benutzen. Dieser Umstand wurde im Gutachten vo n Dr. F.___ und Dr. G.___, welches den praxisgemässen Anforderungen (vgl. vorstehend E. 1. 4) entspricht, aufgrund der aktuell diesbezüglich geringen Befunde so eingeordnet, dass solche Ängste nicht mehr feststellbar seien. Vielmehr fand sich eine vollständig andere Symp tomlage. Dr. F.___ hielt fest, dass die früher attestierte Arb eitsunfähigkeit ex plizit auf der Agorapho bie mit Panikstörung gegründet habe, es aber zu einem diesbezüglich ausgeprägt gebesserten Befundbild gekommen sei. Die sonstigen Störungen blieben jedoch gleich (vgl. vorstehend E. 4.2.2). Dr. F.___ legte dar, dass hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung von einer schwergradigen Symptomatik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Die Beschwer deführerin biete schwerstgradige psychosoziale Probleme und emotionale Kon flikte und erhalte innerhalb des Helfernetzes eine beträchtliche persönliche und medizinische Betreuung. Der vorherrschende andauernde, schwere und quälende Schmerz sei nur partiell durch einen physiologischen Prozess erklärbar. Trotz oder unabhängig von der Sedierung durch die eingenommenen Beruhigungsmittel er achtete Dr. F.___ eine mittelgradige depressive Symptomatik als gegeben. Ebenso geht aus dem Gutachten klar herv or, dass trotz festgestellten Hinweisen auf Simulation und Aggravation eine sich auf d ie Arbeitsfähigkeit auswirkende Beeinträchtigung weiter besteht. So führte Dr. F.___ aus, die schweren Wider sprüche müssten innerhalb der Dia gnosen mitberücksichtigt werden. Die Be schwerdeführerin nehme Xanax ein, um psychische Symptome zu mildern oder zu bessern und um psychosoziale Situationen erträglich zu machen. Es handle sich deshalb um ein Mischbild zwischen sekundärer und anderweitig begründeter Sucht (vgl. vorstehend E. 4.2.2), wobei die dadurch verursachte Beeinträchtigung - da reversibel - nicht als arbeitsfähigkeitstangierend beurteilt wurde (vgl. vor stehend E. 4.2.1). Dies ist nachvollziehbar, war die Beschwerdeführerin doch vor Einsetzen der Wirkung des Medikaments deutlich anders als nachher. Jedoch be steht von diese r Problematik unabhängig weiterhin eine psychiatrische Erkrankung. In der interdisziplinären Beurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit aus somatischer Sicht zu 2 0 %, aus psychiatrischer Sicht jedoch weiterhin zu 50 % eingeschränkt sei. Zwar habe sich der Gesundheitszustand im Sinne einer Befundverschiebung verändert, nicht jedoch die Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 4.2.4). Damit ist ein Revisions grund zu verneinen: Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG be trifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person (BGE 133 V 454 E. 7.1). Dazu gehört namentlich der Gesundheitszustand. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologi sche Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenän derung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2016 vom 1 4. De zember 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Das Hinzutreten einer neuen Diag nose stellt zudem nicht per se einen Revisionsgrund dar, weil damit das quanti tative Element der (erheblichen) Gesundheitsverschlechterung nicht zwingend ausgewiesen ist (BGE 141 V 9 E. 5.2 mit Hinweisen). Massgebend ist einzig, ob bzw. in welchem Ausmass – unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie – den medizi nischen Akten eine Veränder ung der Ar beits - bzw. Erwerbsfähigkeit im relevanten Zeitraum entnommen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_664/2017 vom 25. Januar 2018 E. 9 und 9C_799/2016 vom 2 1. März 2017 E. 5.2.1 mit weiteren Hinweisen). Eine solche Veränderung ist vorliegend nach dem Gesagten zu verneinen. Dies entspricht im Übrigen auch der Feststellung von RAD-Ärztin Dr. H.___, die von einem un veränderten Gesundheitszustand ausging (vgl. vorstehend E. 4.3). 5.2 Nicht gefolgt werden kann der Beurteilung durch die Fachpersonen der E.___, wo nach die Beschwerdeführerin in jeder Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (vgl. vorstehend E. 4.1), insbesondere da ihnen möglicherweise die mindestens seit 2015 bestehende Einschätzung einer 40%igen Arbeitsfähigkeit in der ange stammten und 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht be kannt war. Diese wurde von der Beschwerdeführerin nach Lage der Akten nie verwertet. 5.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass seit der Mitteilung vom 4. Novem ber 2015 keine an spruchsrelevante Veränderung eingetreten ist. Es liegt kein Re visionsgrund vor. Der angefochtene Entscheid ist somit nicht rechtens. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde. 6. 6.1 Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Par tei kos ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes sen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ) und sind beim praxis gemässen Stundenansatz von Fr. 145.-- (o hne MWSt ) auf Fr. 1'600.-- (inkl. MWSt und Auslagenersatz) fest zu setzen. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird d ie Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1 1. April 2018 aufgehoben, und es wird fe stgestellt, dass die Beschwerde führerin weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Pro Infirmis Zürich - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannLienhard

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2018.00398 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Lienhard Urteil vom 2. September 2019

IV.2018.00398

IV.2018.00398

IV.2018.00398 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Lienhard

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Sager Gerichtsschreiberin Lienhard

Urteil vom 2. September 2019

Urteil vom 2. September 2019 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Pro Infirmis Zürich

vertreten durch Pro Infirmis Zürich Sozialberatung, Y.___

Sozialberatung, Y.___ Hohlstrasse 560, Postfach, 8048 Zürich

Hohlstrasse 560, Postfach, 8048 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1966, ist Mutter von vier Kindern (geboren 1985, 1986, 1987 und 1991; Urk. 9/1 Ziff. 3) und war als Hausfrau tätig ( Urk. 9/1 Ziff. 6.4.1). Am 3. Dezember 2002 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung an ( Urk. 9/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tä tigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und liess die Versicherte durch Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begut achten ( Urk. 9/13). Zudem veranlasste sie eine Haushaltabklärung ( Urk. 9/14). Mit Verfügung vom 2 0. Juli 2004 sprach sie der Versicherten bei einer Qualifikation von 50 % Erwerbs- und 50 % Haushalttätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 65 % eine halbe Invalidenrente ab 1. Dezember 2001 und eine Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2004 sowie Kinderrenten zu ( Urk. 9/16; Urk. 9/18).

1. X.___, geboren 1966, ist Mutter von vier Kindern (geboren 1985, 1986, 1987 und 1991; Urk. 9/1 Ziff. 3) und war als Hausfrau tätig ( Urk. 9/1 Ziff. 6.4.1). Am 3. Dezember 2002 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung an ( Urk. 9/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tä tigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und liess die Versicherte durch Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begut achten ( Urk. 9/13). Zudem veranlasste sie eine Haushaltabklärung ( Urk. 9/14). Mit Verfügung vom 2 0. Juli 2004 sprach sie der Versicherten bei einer Qualifikation von 50 % Erwerbs- und 50 % Haushalttätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 65 % eine halbe Invalidenrente ab 1. Dezember 2001 und eine Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2004 sowie Kinderrenten zu ( Urk. 9/16; Urk. 9/18). Eine im Jahr 2007 veranlasste Rentenrevision ( Urk. 9/21) ergab einen unverän derten Rentenanspruch (Mitteilung vom 1 0. Januar 2008; Urk. 9/26). Im Jahr 2011 wurde die Rente erneut überprüft ( Urk. 9/27) und eine psychiatrische Be gutachtung bei Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, veranlasst, der sein Gutachten am 8. Oktober 2012 erstattete ( Urk. 9/39/5-27). Weiter wurde eine erneute Haushaltabklärung durchgeführt, in deren Rahmen die Qualifikation neu auf 100 % Erwerbstätigkeit geändert wurde (Bericht vom 2 5. November 2013; Urk. 9/41). Mit Schreiben vom 2 5. November 2013 auferlegte die IV-Stelle der Versicherte eine Schadenminderungspflicht in Form einer pharmakotherapeutischen Behandlung und Optimierung der Psycho therapie ( Urk. 9/44). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 9/45; Urk. 9/49; Urk. 9/52) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 2 0. Juli 2004 wieder erwägungsweise auf und setzte die Rente auf eine Viertelsrente herab (Verfügung vom 2 4. März 2014; Urk. 9/54). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

Eine im Jahr 2007 veranlasste Rentenrevision ( Urk. 9/21) ergab einen unverän derten Rentenanspruch (Mitteilung vom 1 0. Januar 2008; Urk. 9/26). Im Jahr 2011 wurde die Rente erneut überprüft ( Urk. 9/27) und eine psychiatrische Be gutachtung bei Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, veranlasst, der sein Gutachten am 8. Oktober 2012 erstattete ( Urk. 9/39/5-27). Weiter wurde eine erneute Haushaltabklärung durchgeführt, in deren Rahmen die Qualifikation neu auf 100 % Erwerbstätigkeit geändert wurde (Bericht vom 2 5. November 2013; Urk. 9/41). Mit Schreiben vom 2 5. November 2013 auferlegte die IV-Stelle der Versicherte eine Schadenminderungspflicht in Form einer pharmakotherapeutischen Behandlung und Optimierung der Psycho therapie ( Urk. 9/44). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 9/45; Urk. 9/49; Urk. 9/52) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 2 0. Juli 2004 wieder erwägungsweise auf und setzte die Rente auf eine Viertelsrente herab (Verfügung vom 2 4. März 2014; Urk. 9/54). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 2016 wurde eine erneute Rev ision durchgeführt ( Urk. 9/58), in deren Rahmen die Versicherte durch Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho therapie, begutachtet wurde (Gutachten vom 6. August 2015; Urk. 9/74). Mit Schreiben vom 4. November 2015 wurde der Versicherten erneut eine Schaden minderungspflicht auferlegt ( Urk. 9/77); gleichentags erging die Mitteilung, der Rentenanspruch sei unverändert ( Urk. 9/79).

2016 wurde eine erneute Rev ision durchgeführt ( Urk. 9/58), in deren Rahmen die Versicherte durch Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho therapie, begutachtet wurde (Gutachten vom 6. August 2015; Urk. 9/74). Mit Schreiben vom 4. November 2015 wurde der Versicherten erneut eine Schaden minderungspflicht auferlegt ( Urk. 9/77); gleichentags erging die Mitteilung, der Rentenanspruch sei unverändert ( Urk. 9/79). 1.2 Nach Eingang des von der Versicherten am 3. März 2017 ausgefüllten Revisions fragebogens ( Urk. 9/89) veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrisch-rheumatolo gische Begutachtung der Versicherten (Gutachten vom 9. Oktober 2017; Urk. 9/108) und auferlegte ihr eine weitere Schadenminderungspflicht ( Urk. 9/110). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 9/111-112; Urk. 9/119) hob die IV-Stelle die bisher gewährte Viertelsrente mit Verfügung vom 1 1. April 2018 auf ( Urk. 9/121 = Urk. 2).

1.2 Nach Eingang des von der Versicherten am 3. März 2017 ausgefüllten Revisions fragebogens ( Urk. 9/89) veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrisch-rheumatolo gische Begutachtung der Versicherten (Gutachten vom 9. Oktober 2017; Urk. 9/108) und auferlegte ihr eine weitere Schadenminderungspflicht ( Urk. 9/110). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 9/111-112; Urk. 9/119) hob die IV-Stelle die bisher gewährte Viertelsrente mit Verfügung vom 1 1. April 2018 auf ( Urk. 9/121 = Urk. 2). 2. Am 2 6. April 2018 erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 1. April 2018 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer Rente, eventuell die Anordnung eines neuen Gutachtens ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2018 ( Urk. 8) beantragte die Beschwerdegegne rin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2. Juli 2018 mitgeteilt wurde. Gleichzeitig wurde ihr antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 1) die un entgeltliche Prozessführung gewährt ( Urk. 10).

2. Am 2 6. April 2018 erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 1 1. April 2018 ( Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer Rente, eventuell die Anordnung eines neuen Gutachtens ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2018 ( Urk. 8) beantragte die Beschwerdegegne rin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2. Juli 2018 mitgeteilt wurde. Gleichzeitig wurde ihr antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 1) die un entgeltliche Prozessführung gewährt ( Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben ( Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).

1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben ( Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).

Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Da bei braucht es sich nicht u m eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Re visionsergebnis gestützt auf Art. 74 ter lit. f der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) auf dem W eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachver halt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201 3 E. 3.1.2).

Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Da bei braucht es sich nicht u m eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Re visionsergebnis gestützt auf Art. 74 ter lit. f der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) auf dem W eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachver halt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201 3 E. 3.1.2). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Es sei anlässlich der Begutachtung eine willentliche, klare Aggravation und Simulation festgestellt worden, weshalb rechtsprechungsgemäss kein Anspruch auf Invalidenversicherungsleistungen mehr bestehe. Ein solches Aggravations verhalten sei ein Revisionsgrund. Es könne keine Arbeitsunfähigkeit in einer an gepassten Tätigkeit angenommen werden. Die Beschwerdegegnerin nannte meh rere Beispiele für die Aggravation (S. 2 f.). Auch während der rheumatologischen Untersuchung sei es zu näher genannten Diskrepanzen gekommen (S. 3).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) wie folgt: Es sei anlässlich der Begutachtung eine willentliche, klare Aggravation und Simulation festgestellt worden, weshalb rechtsprechungsgemäss kein Anspruch auf Invalidenversicherungsleistungen mehr bestehe. Ein solches Aggravations verhalten sei ein Revisionsgrund. Es könne keine Arbeitsunfähigkeit in einer an gepassten Tätigkeit angenommen werden. Die Beschwerdegegnerin nannte meh rere Beispiele für die Aggravation (S. 2 f.). Auch während der rheumatologischen Untersuchung sei es zu näher genannten Diskrepanzen gekommen (S. 3). 2.2 Die Beschwerdeführerin machte geltend ( Urk. 1), die aktuelle bidisziplinäre Be gutachtung habe in der angestammten Tät igkeit als Reinigungskraft zum e inen eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit, gleichzeitig aber eine 50%ige Arbeitsfähigkeit sowohl in angestammter als auch in angepasster Tätigkeit ergeben. Werde darauf abgestellt, so weise sie eine 50%ige Einschränkung der Erwerbsfähigkeit auf und ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, was Anspruch auf eine halbe Rente gebe. Allenfalls seien aufgrund der Ungereimtheiten weitere Abklärungen zu treffen. Aus näher dargelegten Gründen könne dem Entscheid, dass aufgrund von Aggravation und Simulation kein Anspruch auf eine Rente mehr gegeben sei, nicht gefolgt werden. Insbesondere stelle Aggravation keinen Revisionsgrund dar. Auch der RAD sei von einem unveränderten Gesundheitsschaden ausgegan gen, weshalb kein Revisionsgrund ausgewiesen sei (S. 3).

2.2 Die Beschwerdeführerin machte geltend ( Urk. 1), die aktuelle bidisziplinäre Be gutachtung habe in der angestammten Tät igkeit als Reinigungskraft zum e inen eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit, gleichzeitig aber eine 50%ige Arbeitsfähigkeit sowohl in angestammter als auch in angepasster Tätigkeit ergeben. Werde darauf abgestellt, so weise sie eine 50%ige Einschränkung der Erwerbsfähigkeit auf und ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, was Anspruch auf eine halbe Rente gebe. Allenfalls seien aufgrund der Ungereimtheiten weitere Abklärungen zu treffen. Aus näher dargelegten Gründen könne dem Entscheid, dass aufgrund von Aggravation und Simulation kein Anspruch auf eine Rente mehr gegeben sei, nicht gefolgt werden. Insbesondere stelle Aggravation keinen Revisionsgrund dar. Auch der RAD sei von einem unveränderten Gesundheitsschaden ausgegan gen, weshalb kein Revisionsgrund ausgewiesen sei (S. 3). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob seit der Mitteilung vom 4. November 2015 ( Urk. 9/79) eine anspruchsrelevante Änderung eingetreten ist (vgl. vorstehend E. 1.3).

2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob seit der Mitteilung vom 4. November 2015 ( Urk. 9/79) eine anspruchsrelevante Änderung eingetreten ist (vgl. vorstehend E. 1.3). 3.

3. 3.1 Dr. B.___ erstattete sein Gutachten vom 6. August 2015 ( Urk. 9/74) unter Be rücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer ei genen Untersuchung und stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar beitsfähigkeit (S. 30):

3.1 Dr. B.___ erstattete sein Gutachten vom 6. August 2015 ( Urk. 9/74) unter Be rücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer ei genen Untersuchung und stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar beitsfähigkeit (S. 30): - rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige Episode (ICD-10 F33.0)

rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige Episode (ICD-10 F33.0) - Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)

Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) Die folgenden Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( S. 30):

Die folgenden Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( S. 30): - Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.2)

Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.2) - somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)

somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) Im Querschnittbefund zeige sich ein leicht gedrückter Affekt, der vorherrschende Affekt sei dysthym, die Schwingungsfähigkeit zum positiven Pol sei reduziert, Antrieb, Gestik und Psychomotorik seien nicht vermindert ; die Beschwerdefüh rerin könne durchaus energiegeladen Klagen und Kritik vorbringen. Anhand des Befundes und der Eigenanamnese sei ein mittelgradiges depressives Syndrom festzustellen. Im Längsschnitt sei aufgrund der Aktenlage und der Eigenangaben von einer rezidivierenden depressiven Störung auszugehen mit aktuell leichtgra diger Ausprägung. Diese Diagnose sei durch die dokumentierten Eigenangaben und die Vorgutachten und Berichte plausibel. Des Weiteren liege aufgrund der Eigenanamnese und der Vorbefunde eine Agoraphobie mit Panikstörung vor. De ren Symptome würden von der Beschwerdeführerin seit vielen Jahren berichtet, ebenso wie damit verbundene Panikattacken (S. 26 f.). Weiter bestehe eine Ben zodiazepinabhängigkeit. Laborchemisch würden die Angaben der Beschwerde führerin, sie habe am Morgen vor der Untersuchung Xanax eingenommen und schlucke durchschnittlich fünf Tabletten davon täglich, bestätigt. Die ebenfalls vorbestehende somatoforme Schmerzstörung bestehe weiterhin, allerdings hätten aktuell die Schmerzen nicht im Vordergrund gestanden (S. 28 f. ).

Im Querschnittbefund zeige sich ein leicht gedrückter Affekt, der vorherrschende Affekt sei dysthym, die Schwingungsfähigkeit zum positiven Pol sei reduziert, Antrieb, Gestik und Psychomotorik seien nicht vermindert ; die Beschwerdefüh rerin könne durchaus energiegeladen Klagen und Kritik vorbringen. Anhand des Befundes und der Eigenanamnese sei ein mittelgradiges depressives Syndrom festzustellen. Im Längsschnitt sei aufgrund der Aktenlage und der Eigenangaben von einer rezidivierenden depressiven Störung auszugehen mit aktuell leichtgra diger Ausprägung. Diese Diagnose sei durch die dokumentierten Eigenangaben und die Vorgutachten und Berichte plausibel. Des Weiteren liege aufgrund der Eigenanamnese und der Vorbefunde eine Agoraphobie mit Panikstörung vor. De ren Symptome würden von der Beschwerdeführerin seit vielen Jahren berichtet, ebenso wie damit verbundene Panikattacken (S. 26 f.). Weiter bestehe eine Ben zodiazepinabhängigkeit. Laborchemisch würden die Angaben der Beschwerde führerin, sie habe am Morgen vor der Untersuchung Xanax eingenommen und schlucke durchschnittlich fünf Tabletten davon täglich, bestätigt. Die ebenfalls vorbestehende somatoforme Schmerzstörung bestehe weiterhin, allerdings hätten aktuell die Schmerzen nicht im Vordergrund gestanden (S. 28 f. ). Aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung mit derzeit leichtgradiger Aus prägung bestehe ein reduziertes quantitatives psychisches und physisches Rest leistungsvermögen. Aufgrund der Agoraphobie mit Panikstörung bestünden Ein schränkungen in der Wegefähigkeit. Die Beschwerdeführerin könne Wege zu Fuss und mit dem Tram zurücklegen. Nach eigenen Angaben könne sie S-Bahn fahren. Allerdings könne sie im Flugzeug bis nach Serbien fliegen, was aus ärztlicher Sicht dafür spr e che, dass die Ängste bei entsprechender Willensanstrengung überwindbar seien. Aus medizinischer Sicht sei nicht plausibel, dass die Be schwerdeführerin nicht in der Lage sein sollte, mit Begleitung in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, da sie mit Begleitung ihres Ehemannes in der Lage sei, in den Urlaub nach Serbien zu fliegen und das Taxi zu benutzen (S. 30 unten f.).

Aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung mit derzeit leichtgradiger Aus prägung bestehe ein reduziertes quantitatives psychisches und physisches Rest leistungsvermögen. Aufgrund der Agoraphobie mit Panikstörung bestünden Ein schränkungen in der Wegefähigkeit. Die Beschwerdeführerin könne Wege zu Fuss und mit dem Tram zurücklegen. Nach eigenen Angaben könne sie S-Bahn fahren. Allerdings könne sie im Flugzeug bis nach Serbien fliegen, was aus ärztlicher Sicht dafür spr e che, dass die Ängste bei entsprechender Willensanstrengung überwindbar seien. Aus medizinischer Sicht sei nicht plausibel, dass die Be schwerdeführerin nicht in der Lage sein sollte, mit Begleitung in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, da sie mit Begleitung ihres Ehemannes in der Lage sei, in den Urlaub nach Serbien zu fliegen und das Taxi zu benutzen (S. 30 unten f.). Für die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %, da die Beschwerdeführerin aufgrund der depressiven Erkrankung eine reduzierte psychophysische Belastbarkeit aufweise und die Agoraphobie mit Pa nikstörung die Wegefähigkeit und soziale Kompetenz einschränke. Diese Arbeits unfähigkeit liege seit dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung, mithin November 2011, vor. In einer entsprechend angepassten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähig keit 50 %, wenn die Möglichkeit zu vermehrten Pausen bestehe und der Publi kumskontakt eingeschränkt sei (S. 31). Sowohl die medikamentöse wie auch die verhaltenstherapeutische Behandlung sei en nicht ausgeschöpft. Die Beschwerde führerin verfüge über gute persönliche und intellektuelle Ressourcen, spreche na hezu perfekt Deutsch und habe eine Ausbildung als Verkäuferin abgeschlossen. Aus fachpsychiatrischer Sicht bestehe durchaus die Chance, die Arbeitsfähigkeit durch eine Kombination von verschiedenen Massnahmen erheblich zu verbessern (S. 32).

Für die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %, da die Beschwerdeführerin aufgrund der depressiven Erkrankung eine reduzierte psychophysische Belastbarkeit aufweise und die Agoraphobie mit Pa nikstörung die Wegefähigkeit und soziale Kompetenz einschränke. Diese Arbeits unfähigkeit liege seit dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung, mithin November 2011, vor. In einer entsprechend angepassten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähig keit 50 %, wenn die Möglichkeit zu vermehrten Pausen bestehe und der Publi kumskontakt eingeschränkt sei (S. 31). Sowohl die medikamentöse wie auch die verhaltenstherapeutische Behandlung sei en nicht ausgeschöpft. Die Beschwerde führerin verfüge über gute persönliche und intellektuelle Ressourcen, spreche na hezu perfekt Deutsch und habe eine Ausbildung als Verkäuferin abgeschlossen. Aus fachpsychiatrischer Sicht bestehe durchaus die Chance, die Arbeitsfähigkeit durch eine Kombination von verschiedenen Massnahmen erheblich zu verbessern (S. 32). 3.2 Gestützt auf dieses Gutachten ging die Beschwerdegegnerin von einem unverän derten Anspruch auf eine Viertelsrente aus (Mitteilung vom 4. November 2015; Urk. 9/79).

3.2 Gestützt auf dieses Gutachten ging die Beschwerdegegnerin von einem unverän derten Anspruch auf eine Viertelsrente aus (Mitteilung vom 4. November 2015; Urk. 9/79). 4.

4. 4.1 Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und D.___, Fachpsychologe fü r Psychotherapie, E.___, stellten mit Bericht vom 1 1. Mai 2017 ( Urk. 9/94) folgende Diag nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1):

4.1 Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und D.___, Fachpsychologe fü r Psychotherapie, E.___, stellten mit Bericht vom 1 1. Mai 2017 ( Urk. 9/94) folgende Diag nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.1): - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, ängstlich vermeiden den und dependenten Zügen, vor dem Hintergrund von schwerer Gewalt in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter sowie nach langjähriger psy chischer und körperlicher Krankheit (ICD-10 F61)

kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, ängstlich vermeiden den und dependenten Zügen, vor dem Hintergrund von schwerer Gewalt in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter sowie nach langjähriger psy chischer und körperlicher Krankheit (ICD-10 F61) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F 33.1)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F 33.1) - Agoraphobie mit Panikstörung, verbessert mit aktueller Behandlung (ICD-10 F40.01)

Agoraphobie mit Panikstörung, verbessert mit aktueller Behandlung (ICD-10 F40.01) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40)

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) - psychische Verhaltensstörung durch Sedativa, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F13.2)

psychische Verhaltensstörung durch Sedativa, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F13.2) Die Patientin sei zu 100 % arbeitsunfähig und könne keinem Arbeitgeber zuge mutet werden ( Ziff. 2). Sie befinde sich seit dem 1 4. Juli 2015 in intensiver ta gesklinischer und seither in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Be handlung ( Ziff. 3.1).

Die Patientin sei zu 100 % arbeitsunfähig und könne keinem Arbeitgeber zuge mutet werden ( Ziff. 2). Sie befinde sich seit dem 1 4. Juli 2015 in intensiver ta gesklinischer und seither in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Be handlung ( Ziff. 3.1). 4.2

4.2 4.2.1 Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, speziell Rheu matologie, erstatteten ihr Gutachten vom 9. Oktober 2017 ( Urk. 9/108) unter Be rücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung eigener Untersuchungen. Sie stellten nach der Konsensbesprechung folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 48):

4.2.1 Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, speziell Rheu matologie, erstatteten ihr Gutachten vom 9. Oktober 2017 ( Urk. 9/108) unter Be rücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung eigener Untersuchungen. Sie stellten nach der Konsensbesprechung folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 48): - generalisierendes nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom

generalisierendes nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom - generalisierende Fibromyalgie/ Allodynie bei

generalisierende Fibromyalgie/ Allodynie bei - globalmuskulärer Dekonditionierung mit korrigierbarer Fehlhaltung

globalmuskulärer Dekonditionierung mit korrigierbarer Fehlhaltung - somatisch nicht zuordenbare r Schmerzangabe von Bewegungs- und Druckschmerzen am linken Handgelenk

somatisch nicht zuordenbare r Schmerzangabe von Bewegungs- und Druckschmerzen am linken Handgelenk - Status nach Gewalteinwirkung vor 2.5 Jahren ohne Fraktur bei klinisch unauffälliger Untersuchung

Status nach Gewalteinwirkung vor 2.5 Jahren ohne Fraktur bei klinisch unauffälliger Untersuchung - rezidivierende depressive Erkrankung, gegenwärtig mittelgradig mit so matischem Syndrom (ICD-10 F33.10)

rezidivierende depressive Erkrankung, gegenwärtig mittelgradig mit so matischem Syndrom (ICD-10 F33.10) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung, mit psychosozialen und beruf lichen Auswirkungen (ICD-10 F45.4)

anhaltende somatoforme Schmerzstörung, mit psychosozialen und beruf lichen Auswirkungen (ICD-10 F45.4) Die folgenden Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

Die folgenden Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: - psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Stö rung durch Sedativa oder Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom mit gegen wärtigem Substanzgebrauch, ständig (ICD-10 F13.25)

psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Stö rung durch Sedativa oder Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom mit gegen wärtigem Substanzgebrauch, ständig (ICD-10 F13.25) 4.2.2 Dr. F.___ führte aus, es fänden sich in der gesamten Situation erhebliche und ausgeprägte Hinweise für Aggravation und Simulation. So seien bezüglich der Einnahme von Xanax die Angaben der Beschwerdeführerin weder bezüglich Menge noch Einnahmezeitraum glaubhaft. Sie habe berichtet, sie würde das Me dikament "im Säckchen" erhalten, und wisse nicht, wieviel sie einnehme. Sie trage nach eigenen Angaben eine Armmanschette seit einem Jahr durchgehend. Diese sei jedoch eindeutig neu, ungetragen oder höchstens ein- bis zweimal ge tragen. Sie habe mitgeteilt, keine Freundinnen zu haben und das Haus in den letzten drei Jahren nicht mehr verlassen zu haben, habe nicht genug Geld für sich selber und ertrage andere Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht mehr. Sie habe aber ihren neuen Ehemann bei einer Silvesterfeier in Serbien, an der sie mit ihrer besten Freundin teilgenommen habe, kennengelernt. Dieser lebe bei ihr und werde von ihr unterstützt. Sie habe ihren Ex- Ehemann mittels einer fingierten Anzeige wegen Körperverletzung gezwungen, in die Scheidung einzu willigen. Dies sei im Sinne einer schwergradigen Simulation und Aggravation in einem offiziellen Zusammenhang zu sehen und könnte unter Umständen straf rechtlich relevant sein (S. 13). Die gesamte Untersuchung sei von solchen schwe ren Widersprüchen durchzogen. Dies könne nicht als rein widersprüchlich gese hen werden, sondern müsse innerhalb der Diagnosen aufgrund der Schwergra digkeit der Simulation und Aggravation mitberücksichtigt werden (S. 14 oben). Die Dokumentation der mentalen Funktionen zeige eine mittelgradige Beein trächtigung (S. 16). Die Versicherte nehme Xanax ein, um psychiatrische Symp tome zu mildern oder zu bessern. Andererseits nehme sie Benzodiazepine ein, um psychosoziale Situationen für sich selber erträglich zu machen. Es handle sich hier also explizit um ein Mischbild zwischen sekundärer Sucht im Sinne der Folge einer anderen psychiatrischen Erkrankung und anderweitiger Suchtbegründun gen. Beeindrucken d sei die Veränderung innerhalb der Untersuchung. So stelle sich die Versicherte in den ersten 60 bis 90 Minuten deutlich anders dar als unter zunehmendem Einfluss des Benzodiazepins. Es komme zu einer zunehmenden Eintrübung und Sedierung mit Abnehmen der kognitiven Fähigkeiten. Somit sei ein guter Rückschluss auf eine fehlende irreversible Gesundheitsstörung möglich. Die Versicherte sei jedoch unter Benzodiazepineinfluss deutlich gestört und es komme zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit unter aktueller und akuter Intoxikation (S. 18 unten f.). Die laborchemischen Ergebnisse zeigten sich passend zur Untersuchung, bei der eine langsame Zunahme einer Sedierung nach Einnahme eines Medikaments zu verzeichnen gewesen sei (S. 20). Insgesamt fänden sich die mittelgradigen Symptome einer depressiven Symptomatik, jedoch nur grenz wertig mit somatischem Syndrom. Sowohl anamnestisch als auch ge mäss Aktenlage und Angaben der Versicherten fänden sich rezidivierende de pressive Erkrankungen seit etwa 199 8. Es sei daher eine rezidivierende, aktuell mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom zu diagnostizieren (S. 30).

4.2.2 Dr. F.___ führte aus, es fänden sich in der gesamten Situation erhebliche und ausgeprägte Hinweise für Aggravation und Simulation. So seien bezüglich der Einnahme von Xanax die Angaben der Beschwerdeführerin weder bezüglich Menge noch Einnahmezeitraum glaubhaft. Sie habe berichtet, sie würde das Me dikament "im Säckchen" erhalten, und wisse nicht, wieviel sie einnehme. Sie trage nach eigenen Angaben eine Armmanschette seit einem Jahr durchgehend. Diese sei jedoch eindeutig neu, ungetragen oder höchstens ein- bis zweimal ge tragen. Sie habe mitgeteilt, keine Freundinnen zu haben und das Haus in den letzten drei Jahren nicht mehr verlassen zu haben, habe nicht genug Geld für sich selber und ertrage andere Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht mehr. Sie habe aber ihren neuen Ehemann bei einer Silvesterfeier in Serbien, an der sie mit ihrer besten Freundin teilgenommen habe, kennengelernt. Dieser lebe bei ihr und werde von ihr unterstützt. Sie habe ihren Ex- Ehemann mittels einer fingierten Anzeige wegen Körperverletzung gezwungen, in die Scheidung einzu willigen. Dies sei im Sinne einer schwergradigen Simulation und Aggravation in einem offiziellen Zusammenhang zu sehen und könnte unter Umständen straf rechtlich relevant sein (S. 13). Die gesamte Untersuchung sei von solchen schwe ren Widersprüchen durchzogen. Dies könne nicht als rein widersprüchlich gese hen werden, sondern müsse innerhalb der Diagnosen aufgrund der Schwergra digkeit der Simulation und Aggravation mitberücksichtigt werden (S. 14 oben). Die Dokumentation der mentalen Funktionen zeige eine mittelgradige Beein trächtigung (S. 16). Die Versicherte nehme Xanax ein, um psychiatrische Symp tome zu mildern oder zu bessern. Andererseits nehme sie Benzodiazepine ein, um psychosoziale Situationen für sich selber erträglich zu machen. Es handle sich hier also explizit um ein Mischbild zwischen sekundärer Sucht im Sinne der Folge einer anderen psychiatrischen Erkrankung und anderweitiger Suchtbegründun gen. Beeindrucken d sei die Veränderung innerhalb der Untersuchung. So stelle sich die Versicherte in den ersten 60 bis 90 Minuten deutlich anders dar als unter zunehmendem Einfluss des Benzodiazepins. Es komme zu einer zunehmenden Eintrübung und Sedierung mit Abnehmen der kognitiven Fähigkeiten. Somit sei ein guter Rückschluss auf eine fehlende irreversible Gesundheitsstörung möglich. Die Versicherte sei jedoch unter Benzodiazepineinfluss deutlich gestört und es komme zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit unter aktueller und akuter Intoxikation (S. 18 unten f.). Die laborchemischen Ergebnisse zeigten sich passend zur Untersuchung, bei der eine langsame Zunahme einer Sedierung nach Einnahme eines Medikaments zu verzeichnen gewesen sei (S. 20). Insgesamt fänden sich die mittelgradigen Symptome einer depressiven Symptomatik, jedoch nur grenz wertig mit somatischem Syndrom. Sowohl anamnestisch als auch ge mäss Aktenlage und Angaben der Versicherten fänden sich rezidivierende de pressive Erkrankungen seit etwa 199 8. Es sei daher eine rezidivierende, aktuell mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom zu diagnostizieren (S. 30). Hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung sei festzuhalten, dass die Versi cherte verschiedene nicht verarbeitete Erfahrungen habe. Der Schmerz trete in Verbindung mit den emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf. Die Versicherte biete schwerstgradige psychosoziale Probleme und emotionale Konflikte. Sie erhalte innerhalb des Helfernetzes eine beträchtliche persönliche und medizinische Betreuung. Die vorherrschende Beschwerde sei ein andauern der, schwerer und quälender S c hmerz. Dieser sei nur partiell durch einen phy siologischen Prozess erklärbar. Es sei von einer schwergradigen Symptomatik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 32 oben).

Hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung sei festzuhalten, dass die Versi cherte verschiedene nicht verarbeitete Erfahrungen habe. Der Schmerz trete in Verbindung mit den emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf. Die Versicherte biete schwerstgradige psychosoziale Probleme und emotionale Konflikte. Sie erhalte innerhalb des Helfernetzes eine beträchtliche persönliche und medizinische Betreuung. Die vorherrschende Beschwerde sei ein andauern der, schwerer und quälender S c hmerz. Dieser sei nur partiell durch einen phy siologischen Prozess erklärbar. Es sei von einer schwergradigen Symptomatik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 32 oben). Im Vergleich zum Gutachten 2015 zeige sich die erhebliche Diskrepanz bezüglich deutlich angegebener phobischer Störungen, die im derzeitigen Untersuchungs zustand nicht angegeben worden seien. Aktuell finde sich eine vollständig andere Symptomlage. Es komme zu gedrücktem Affekt und Schwingungs fähigkeits problemen sowie spezifischen Phobien. Zum Befund 2015 werde die somatoforme Schmerzstörung noch als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ge wertet. Es sei als extrem ungewöhnlich anzusehen, dass ein solches Befundbild vollständig verschwinde. Der Befund der 40%igen Arbeitsunfähigkeit habe expli zit auf der Agoraphobie mit Panik störung gegründet. Im Gegensatz hierzu präge sich nun eine erhöhte Belastung durch die somatoforme Störung aus. Es komme zu einem ausgeprägt gebesserten Befundbild bezüglich der phobischen Störung. Die sonstigen Störungen blieben gleich. Mit zu berücksichtigen sei, dass im Gut achten 2015 die somatoforme Störung in der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht berücksichtigt worden sei (S. 39 Mitte).

Im Vergleich zum Gutachten 2015 zeige sich die erhebliche Diskrepanz bezüglich deutlich angegebener phobischer Störungen, die im derzeitigen Untersuchungs zustand nicht angegeben worden seien. Aktuell finde sich eine vollständig andere Symptomlage. Es komme zu gedrücktem Affekt und Schwingungs fähigkeits problemen sowie spezifischen Phobien. Zum Befund 2015 werde die somatoforme Schmerzstörung noch als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ge wertet. Es sei als extrem ungewöhnlich anzusehen, dass ein solches Befundbild vollständig verschwinde. Der Befund der 40%igen Arbeitsunfähigkeit habe expli zit auf der Agoraphobie mit Panik störung gegründet. Im Gegensatz hierzu präge sich nun eine erhöhte Belastung durch die somatoforme Störung aus. Es komme zu einem ausgeprägt gebesserten Befundbild bezüglich der phobischen Störung. Die sonstigen Störungen blieben gleich. Mit zu berücksichtigen sei, dass im Gut achten 2015 die somatoforme Störung in der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht berücksichtigt worden sei (S. 39 Mitte). 4.2.3 Dr. G.___ führte aus, es finde sich reproduzierbar eine generalisierende Tender pointbildung an der oberen und unteren Körperhälfte und pan-/paraaxial im Sinne einer generalisierten Fibromyalgie oder Allodynie, mit einer Beschwerde beschreibung am linken Handgelenk mit unklarer somatischer Zuordnung bei Status nach Gewalteinwirkung durch den ehemaligen Gatten vor zweieinhalb Jahren mit Angabe einer Ganglionbildung gemäss Beurteilung durch einen Or thopäden, dessen Name nicht genannt werden könne und in den Unterlagen nicht erwähnt sei. Der übrige Untersuch des Bewe gungsapparates sei unauffällig (S. 44). Die Versicherte leide an einer generalisierten Schmerzsymptomatik bedingt durch ein generalisiertes weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom im Rahmen einer Fibromyalgie/ Allodynie ohne strukturelles oder somatisches Korrelat (S. 45 unten). Eine prognostizierbare Aussicht auf eine noch zu erwartende Besserung des Gesundheitszustandes könne nicht erwartet werden. Bei diesem weichteil rheumatischen Beschwerdesyndrom handle es sich um eine ätiologisch schwierig erklärbare Befindlichkeitsstörung mit hoher Chronifi - zierungstendenz im Rahmen der Schmerzverarbeitungsstörung, mit fehlender Besserung unter somatisch an setzenden Behandlung, wie dies im Falle der Versicherten bestätigt werde; sämt liche Schmerzmittel und somatisch ansetzende n Therapien seien unergiebig ge blieben (S. 46 unten).

4.2.3 Dr. G.___ führte aus, es finde sich reproduzierbar eine generalisierende Tender pointbildung an der oberen und unteren Körperhälfte und pan-/paraaxial im Sinne einer generalisierten Fibromyalgie oder Allodynie, mit einer Beschwerde beschreibung am linken Handgelenk mit unklarer somatischer Zuordnung bei Status nach Gewalteinwirkung durch den ehemaligen Gatten vor zweieinhalb Jahren mit Angabe einer Ganglionbildung gemäss Beurteilung durch einen Or thopäden, dessen Name nicht genannt werden könne und in den Unterlagen nicht erwähnt sei. Der übrige Untersuch des Bewe gungsapparates sei unauffällig (S. 44). Die Versicherte leide an einer generalisierten Schmerzsymptomatik bedingt durch ein generalisiertes weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom im Rahmen einer Fibromyalgie/ Allodynie ohne strukturelles oder somatisches Korrelat (S. 45 unten). Eine prognostizierbare Aussicht auf eine noch zu erwartende Besserung des Gesundheitszustandes könne nicht erwartet werden. Bei diesem weichteil rheumatischen Beschwerdesyndrom handle es sich um eine ätiologisch schwierig erklärbare Befindlichkeitsstörung mit hoher Chronifi zierungstendenz im Rahmen der Schmerzverarbeitungsstörung, mit fehlender Besserung unter somatisch an setzenden Behandlung, wie dies im Falle der Versicherten bestätigt werde; sämt liche Schmerzmittel und somatisch ansetzende n Therapien seien unergiebig ge blieben (S. 46 unten). 4.2.4 In der letzten Begutachtung sei als angestammte Tätigkeit diejenige einer Ver käuferin angenommen worden, es habe sich jedoch um Reinigungsdienst gehan delt (S. 52 unten). Aktuell und auch seit dem Gutachten von 2015 sei in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % gesamthaft, rheuma tologisch und psychiatrisch, gegeben (S. 53 oben).

4.2.4 In der letzten Begutachtung sei als angestammte Tätigkeit diejenige einer Ver käuferin angenommen worden, es habe sich jedoch um Reinigungsdienst gehan delt (S. 52 unten). Aktuell und auch seit dem Gutachten von 2015 sei in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % gesamthaft, rheuma tologisch und psychiatrisch, gegeben (S. 53 oben). Eine angepas ste Tätigkeit gestalte sich wie folgt: leichte Verweistätigkeit ohne Gewichtsbelastungen, ideal mit Wechsel zwischen sitzenden und stehenden Ar beitsabläufen, ohne Exposition in kalt-feuchtem Milieu, ausreichende, selbst ge wählte Pausen, maximal 4.5 Stunden pro Tag, kein unmittelbarer Publikumskon takt wie in einer Tätigkeit als Verkäuferin. Aus rheumatologischer Sicht bestehe dabei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Ar beitsfähigkeit von 50 % (S. 53). In der Gesamtbeurteilung resultiere weiterhin ab dem Zeitpunkt Oktober 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angestamm ten (richtig: angepassten) Tätigkeit. Die Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologisch er Sicht sei nicht zu addieren (S. 54 oben).

Eine angepas ste Tätigkeit gestalte sich wie folgt: leichte Verweistätigkeit ohne Gewichtsbelastungen, ideal mit Wechsel zwischen sitzenden und stehenden Ar beitsabläufen, ohne Exposition in kalt-feuchtem Milieu, ausreichende, selbst ge wählte Pausen, maximal 4.5 Stunden pro Tag, kein unmittelbarer Publikumskon takt wie in einer Tätigkeit als Verkäuferin. Aus rheumatologischer Sicht bestehe dabei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Ar beitsfähigkeit von 50 % (S. 53). In der Gesamtbeurteilung resultiere weiterhin ab dem Zeitpunkt Oktober 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angestamm ten (richtig: angepassten) Tätigkeit. Die Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologisch er Sicht sei nicht zu addieren (S. 54 oben). Es finde sich seit der letzten Begutachtung keine Veränderung der Arbeitsfähig keit. Explizit sei jedoch klarzustellen, dass sich eine deutliche Veränderung der Diagnosen und eine Veränderung der Interpretation aufgrund der somatischen Erkrankung ergeben hätten. Es komme jedoch nicht zu einer Veränderung der Arbeitsfähigkeit, sondern zu einer Verschiebung der Begründung der Arbeitsfä higkeit (richtig: -unfähigkeit; S. 54 unten). Der Gesundheitszustand habe sich verändert; die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei gleich geblieben. Es komme einerseits bezüglich der psychiatrischen Störungen zu einer Befundverschiebung. Eine Phobie sei nicht mehr zu diagnostizieren. Im Gegensatz hierzu fände sich jedoch eine ausgeprägte somatoforme Schmerzstörung und auch eine somatische Erkrankung, die eine Mitbeteiligung an der Arbeitsfähigkeit aufzeige (S. 55).

Es finde sich seit der letzten Begutachtung keine Veränderung der Arbeitsfähig keit. Explizit sei jedoch klarzustellen, dass sich eine deutliche Veränderung der Diagnosen und eine Veränderung der Interpretation aufgrund der somatischen Erkrankung ergeben hätten. Es komme jedoch nicht zu einer Veränderung der Arbeitsfähigkeit, sondern zu einer Verschiebung der Begründung der Arbeitsfä higkeit (richtig: -unfähigkeit; S. 54 unten). Der Gesundheitszustand habe sich verändert; die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei gleich geblieben. Es komme einerseits bezüglich der psychiatrischen Störungen zu einer Befundverschiebung. Eine Phobie sei nicht mehr zu diagnostizieren. Im Gegensatz hierzu fände sich jedoch eine ausgeprägte somatoforme Schmerzstörung und auch eine somatische Erkrankung, die eine Mitbeteiligung an der Arbeitsfähigkeit aufzeige (S. 55). 4.3 Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt am 2 0. Oktober 2017 fest, es bestehe gestützt auf das bidisziplinäre Gutach ten weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit in der ang estammten Tätigkeit von 40 %. In einer angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin ab Oktober 2015 zu 50 % arbeitsfähig. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit habe sich nicht verändert, auch wenn sich die Diagnosen verändert hätten. Es bleibe fraglich, ob auf das Gutachten abgestellt werden könne, da die Versicherte ab Mitte der psychiatri schen Untersuchung erheblich sediert gewirkt habe. Die erste Hälfte der Untersu chung erscheine jedoch nachvollziehbar. Überwiegend wahrscheinlich sei von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen ( Urk. 9/109/5).

4.3 Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt am 2 0. Oktober 2017 fest, es bestehe gestützt auf das bidisziplinäre Gutach ten weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit in der ang estammten Tätigkeit von 40 %. In einer angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin ab Oktober 2015 zu 50 % arbeitsfähig. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit habe sich nicht verändert, auch wenn sich die Diagnosen verändert hätten. Es bleibe fraglich, ob auf das Gutachten abgestellt werden könne, da die Versicherte ab Mitte der psychiatri schen Untersuchung erheblich sediert gewirkt habe. Die erste Hälfte der Untersu chung erscheine jedoch nachvollziehbar. Überwiegend wahrscheinlich sei von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen ( Urk. 9/109/5). 5.

5. 5.1 Anlässlich der Begutachtung im Jahr 2015 wurde eine rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige Episode, sowie eine Agoraphobie mit Panikstörung diagnostiziert, was sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkte. Die Beschwerdeführe rin sei dadurch in der angestammten Tätigkeit zu 60 % und in einer behinde rungsangepassten Tätigkeit zu 50 % eingeschränkt. Bereits damals hatte die Be schwerdeführerin am Morgen vor der Begutachtung Xanax eingenommen (vgl. vorstehend E. 3.1), dennoch erachtete die Beschwerdegegnerin die Untersu chungsergebnisse als valide und stellte auf das Gutachten von Dr. B.___ ab (vgl. vorstehend E. 3.2). Auch ging bereits aus diesem Gutachten hervor, dass die Ago raphobie der Beschwerdeführerin sie nicht daran hinderte, nach Serbien zu flie gen und das Taxi zu benutzen.

5.1 Anlässlich der Begutachtung im Jahr 2015 wurde eine rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige Episode, sowie eine Agoraphobie mit Panikstörung diagnostiziert, was sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkte. Die Beschwerdeführe rin sei dadurch in der angestammten Tätigkeit zu 60 % und in einer behinde rungsangepassten Tätigkeit zu 50 % eingeschränkt. Bereits damals hatte die Be schwerdeführerin am Morgen vor der Begutachtung Xanax eingenommen (vgl. vorstehend E. 3.1), dennoch erachtete die Beschwerdegegnerin die Untersu chungsergebnisse als valide und stellte auf das Gutachten von Dr. B.___ ab (vgl. vorstehend E. 3.2). Auch ging bereits aus diesem Gutachten hervor, dass die Ago raphobie der Beschwerdeführerin sie nicht daran hinderte, nach Serbien zu flie gen und das Taxi zu benutzen. Dieser Umstand wurde im Gutachten vo n Dr. F.___ und Dr. G.___, welches den praxisgemässen Anforderungen (vgl. vorstehend E. 1. 4) entspricht, aufgrund der aktuell diesbezüglich geringen Befunde so eingeordnet, dass solche Ängste nicht mehr feststellbar seien. Vielmehr fand sich eine vollständig andere Symp tomlage. Dr. F.___ hielt fest, dass die früher attestierte Arb eitsunfähigkeit ex plizit auf der Agorapho bie mit Panikstörung gegründet habe, es aber zu einem diesbezüglich ausgeprägt gebesserten Befundbild gekommen sei. Die sonstigen Störungen blieben jedoch gleich (vgl. vorstehend E. 4.2.2). Dr. F.___ legte dar, dass hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung von einer schwergradigen Symptomatik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Die Beschwer deführerin biete schwerstgradige psychosoziale Probleme und emotionale Kon flikte und erhalte innerhalb des Helfernetzes eine beträchtliche persönliche und medizinische Betreuung. Der vorherrschende andauernde, schwere und quälende Schmerz sei nur partiell durch einen physiologischen Prozess erklärbar. Trotz oder unabhängig von der Sedierung durch die eingenommenen Beruhigungsmittel er achtete Dr. F.___ eine mittelgradige depressive Symptomatik als gegeben. Ebenso geht aus dem Gutachten klar herv or, dass trotz festgestellten Hinweisen auf Simulation und Aggravation eine sich auf d ie Arbeitsfähigkeit auswirkende Beeinträchtigung weiter besteht. So führte Dr. F.___ aus, die schweren Wider sprüche müssten innerhalb der Dia gnosen mitberücksichtigt werden. Die Be schwerdeführerin nehme Xanax ein, um psychische Symptome zu mildern oder zu bessern und um psychosoziale Situationen erträglich zu machen. Es handle sich deshalb um ein Mischbild zwischen sekundärer und anderweitig begründeter Sucht (vgl. vorstehend E. 4.2.2), wobei die dadurch verursachte Beeinträchtigung - da reversibel - nicht als arbeitsfähigkeitstangierend beurteilt wurde (vgl. vor stehend E. 4.2.1). Dies ist nachvollziehbar, war die Beschwerdeführerin doch vor Einsetzen der Wirkung des Medikaments deutlich anders als nachher. Jedoch be steht von diese r Problematik unabhängig weiterhin eine psychiatrische Erkrankung.

Dieser Umstand wurde im Gutachten vo n Dr. F.___ und Dr. G.___, welches den praxisgemässen Anforderungen (vgl. vorstehend E. 1. 4) entspricht, aufgrund der aktuell diesbezüglich geringen Befunde so eingeordnet, dass solche Ängste nicht mehr feststellbar seien. Vielmehr fand sich eine vollständig andere Symp tomlage. Dr. F.___ hielt fest, dass die früher attestierte Arb eitsunfähigkeit ex plizit auf der Agorapho bie mit Panikstörung gegründet habe, es aber zu einem diesbezüglich ausgeprägt gebesserten Befundbild gekommen sei. Die sonstigen Störungen blieben jedoch gleich (vgl. vorstehend E. 4.2.2). Dr. F.___ legte dar, dass hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung von einer schwergradigen Symptomatik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Die Beschwer deführerin biete schwerstgradige psychosoziale Probleme und emotionale Kon flikte und erhalte innerhalb des Helfernetzes eine beträchtliche persönliche und medizinische Betreuung. Der vorherrschende andauernde, schwere und quälende Schmerz sei nur partiell durch einen physiologischen Prozess erklärbar. Trotz oder unabhängig von der Sedierung durch die eingenommenen Beruhigungsmittel er achtete Dr. F.___ eine mittelgradige depressive Symptomatik als gegeben. Ebenso geht aus dem Gutachten klar herv or, dass trotz festgestellten Hinweisen auf Simulation und Aggravation eine sich auf d ie Arbeitsfähigkeit auswirkende Beeinträchtigung weiter besteht. So führte Dr. F.___ aus, die schweren Wider sprüche müssten innerhalb der Dia gnosen mitberücksichtigt werden. Die Be schwerdeführerin nehme Xanax ein, um psychische Symptome zu mildern oder zu bessern und um psychosoziale Situationen erträglich zu machen. Es handle sich deshalb um ein Mischbild zwischen sekundärer und anderweitig begründeter Sucht (vgl. vorstehend E. 4.2.2), wobei die dadurch verursachte Beeinträchtigung - da reversibel nicht als arbeitsfähigkeitstangierend beurteilt wurde (vgl. vor stehend E. 4.2.1). Dies ist nachvollziehbar, war die Beschwerdeführerin doch vor Einsetzen der Wirkung des Medikaments deutlich anders als nachher. Jedoch be steht von diese r Problematik unabhängig weiterhin eine psychiatrische Erkrankung. In der interdisziplinären Beurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit aus somatischer Sicht zu 2 0 %, aus psychiatrischer Sicht jedoch weiterhin zu 50 % eingeschränkt sei. Zwar habe sich der Gesundheitszustand im Sinne einer Befundverschiebung verändert, nicht jedoch die Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 4.2.4). Damit ist ein Revisions grund zu verneinen: Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG be trifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person (BGE 133 V 454 E. 7.1). Dazu gehört namentlich der Gesundheitszustand. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologi sche Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenän derung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2016 vom 1 4. De zember 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Das Hinzutreten einer neuen Diag nose stellt zudem nicht per se einen Revisionsgrund dar, weil damit das quanti tative Element der (erheblichen) Gesundheitsverschlechterung nicht zwingend ausgewiesen ist (BGE 141 V 9 E. 5.2 mit Hinweisen). Massgebend ist einzig, ob bzw. in welchem Ausmass – unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie – den medizi nischen Akten eine Veränder ung der Ar beits - bzw. Erwerbsfähigkeit im relevanten Zeitraum entnommen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_664/2017 vom 25. Januar 2018 E. 9 und 9C_799/2016 vom 2 1. März 2017 E. 5.2.1 mit weiteren Hinweisen). Eine solche Veränderung ist vorliegend nach dem Gesagten zu verneinen. Dies entspricht im Übrigen auch der Feststellung von RAD-Ärztin Dr. H.___, die von einem un veränderten Gesundheitszustand ausging (vgl. vorstehend E. 4.3).

In der interdisziplinären Beurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit aus somatischer Sicht zu 2 0 %, aus psychiatrischer Sicht jedoch weiterhin zu 50 % eingeschränkt sei. Zwar habe sich der Gesundheitszustand im Sinne einer Befundverschiebung verändert, nicht jedoch die Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 4.2.4). Damit ist ein Revisions grund zu verneinen: Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG be trifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person (BGE 133 V 454 E. 7.1). Dazu gehört namentlich der Gesundheitszustand. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologi sche Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenän derung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2016 vom 1 4. De zember 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Das Hinzutreten einer neuen Diag nose stellt zudem nicht per se einen Revisionsgrund dar, weil damit das quanti tative Element der (erheblichen) Gesundheitsverschlechterung nicht zwingend ausgewiesen ist (BGE 141 V 9 E. 5.2 mit Hinweisen). Massgebend ist einzig, ob bzw. in welchem Ausmass – unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie – den medizi nischen Akten eine Veränder ung der Ar beits - bzw. Erwerbsfähigkeit im relevanten Zeitraum entnommen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_664/2017 vom 25. Januar 2018 E. 9 und 9C_799/2016 vom 2 1. März 2017 E. 5.2.1 mit weiteren Hinweisen). Eine solche Veränderung ist vorliegend nach dem Gesagten zu verneinen. Dies entspricht im Übrigen auch der Feststellung von RAD-Ärztin Dr. H.___, die von einem un veränderten Gesundheitszustand ausging (vgl. vorstehend E. 4.3). 5.2 Nicht gefolgt werden kann der Beurteilung durch die Fachpersonen der E.___, wo nach die Beschwerdeführerin in jeder Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (vgl. vorstehend E. 4.1), insbesondere da ihnen möglicherweise die mindestens seit 2015 bestehende Einschätzung einer 40%igen Arbeitsfähigkeit in der ange stammten und 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht be kannt war. Diese wurde von der Beschwerdeführerin nach Lage der Akten nie verwertet.

5.2 Nicht gefolgt werden kann der Beurteilung durch die Fachpersonen der E.___, wo nach die Beschwerdeführerin in jeder Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (vgl. vorstehend E. 4.1), insbesondere da ihnen möglicherweise die mindestens seit 2015 bestehende Einschätzung einer 40%igen Arbeitsfähigkeit in der ange stammten und 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht be kannt war. Diese wurde von der Beschwerdeführerin nach Lage der Akten nie verwertet. 5.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass seit der Mitteilung vom 4. Novem ber 2015 keine an spruchsrelevante Veränderung eingetreten ist. Es liegt kein Re visionsgrund vor. Der angefochtene Entscheid ist somit nicht rechtens. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.

5.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass seit der Mitteilung vom 4. Novem ber 2015 keine an spruchsrelevante Veränderung eingetreten ist. Es liegt kein Re visionsgrund vor. Der angefochtene Entscheid ist somit nicht rechtens. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde. 6.

6. 6.1 Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

6.1 Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 6.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Par tei kos ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes sen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ) und sind beim praxis gemässen Stundenansatz von Fr. 145.-- (o hne MWSt ) auf Fr. 1'600.-- (inkl. MWSt und Auslagenersatz) fest zu setzen.

6.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Par tei kos ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes sen (§ 34 Abs. 3 GSVGer ) und sind beim praxis gemässen Stundenansatz von Fr. 145.-- (o hne MWSt ) auf Fr. 1'600.-- (inkl. MWSt und Auslagenersatz) fest zu setzen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird d ie Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1 1. April 2018 aufgehoben, und es wird fe stgestellt, dass die Beschwerde führerin weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird d ie Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 1 1. April 2018 aufgehoben, und es wird fe stgestellt, dass die Beschwerde führerin weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1'600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Pro Infirmis Zürich

Pro Infirmis Zürich - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannLienhard