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Der Schweizer Technologiekonzern ABB muss in Deutschland eine Kartellbusse von 8,7 Millionen Franken zahlen. Diese Einigung erzielte die Firma in Absprache mit dem deutschen Bundeskartellamt.
Neben ABB werden auch der Siemens-Konzern und zwei weitere Anbieter wegen verbotener Absprachen zur Kasse gebeten. Insgesamt belaufen sich die Bussen auf 24,3 Millionen Euro. Die Unternehmen hätten von 1999 bis März 2004 wettbewerbsbeschränkende Absprachen getroffen und den deutschen Markt für Leistungstransformatoren unter sich aufgeteilt, befand die Behörde.
Die Busse werde keine Auswirkungen auf das Neun-Monatsergebnis haben, teilte ABB mit. Der abgeschlossene Fall stehe nicht in Zusammenhang mit dem EU-Kartellverfahren, das im Oktober 2009 mit einer Kartellbusse von 33,75 Millionen Euro für ABB endete. Insgesamt verhängte die EU-Kommission damals Bussen von 67,6 Millionen Euro.
Das deutsche Bundeskartellamt hatte das Verfahren im August 2008 eingeleitet. Grundlage war eine Nachprüfung der EU-Kommission in mehreren EU-Ländern.
Die in Deutschland gebüssten Firmen trafen ihre Absprachen laut Kartellamt regelmässig und arbeitsteilig: Die Geschäftsführer kümmerten sich bei ein bis zwei Treffen im Jahr um strategische Entscheidungen und setzten Marktanteilsquoten für mittlere und grosse Leistungstransformatoren fest.
Die Vertriebsleiter sprachen demnach alle zwei bis drei Monate konkrete Projekte und Ausschreibungen ab. Alle vier betroffenen Unternehmen hätten im Laufe des Kartellverfahrens mit der Behörde kooperiert und dafür niedrigere Bussgelder erhalten, hiess es. Die Geldbussen seien noch nicht rechtskräftig, allerdings hätten sich alle Firmen einverstanden erklärt, um das Verfahren zu beenden.
(laf/aho/sda)