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Die Domestikation des Huhns führte neben einzigartigen Gefiedermustern und Gefiederfarben sowie vielfältigen Veränderungen im Körperbau auch zu Veränderungen bei den Lautäusserungen. So veränderten sich beispielsweise die Häufigkeit und der Kontext des Krähens bei den Hähnen. Die akustischen Merkmale des Krähens scheinen sich durch die Domestikation kaum verändert zu haben. Hingegen scheint die Rufdauer formbar zu sein und kann leicht durch Selektion verändert werden.
Die verschiedenen Lautäusserungen wie Alarmrufe, Lockrufe und auch das Krähen haben eine bestimmte Funktion. Mit dem Krähen markiert der Hahn sein Revier und zeigt seinen sozialen Status an. Im Gegensatz zu anderen Vögeln und dem Bankivahuhn ist das Krähen des domestizierten Hahns unabhängig vom Balzverhalten, welches der Paarbildung dient.
Bei den domestizierten Hähnen gibt es zwei verschiedene Mechanismen: Ein einzelgängerischer Hahn kräht früh am Morgen, wenn der Tag beginnt, wie dies auch der Bankivahahn macht. Dieses Krähen wird abhängig von der inneren Uhr ausgelöst. Ein Hahn kann aber auch durch den Tag immer wieder krähen. Dieses Verhalten wird durch externe Stimuli wie das Krähen anderer Hähne ausgelöst.