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Jedes Vorhaben wird von bestimmten Personen, Organisationen oder Gemeinwesen beschlossen, finanziert und gelenkt. Die Beschlussfassung und Wahrnehmung der Lenkungs- bzw. Finanzierungsaufgaben können in vielfältiger Art und Weise organisiert bzw. vorgenommen werden. Die jeweils gewählte Form zur Wahrnehmung dieser Aufgaben wird üblicherweise als Trägerschaft für ein Vorhaben verstanden.
So kann eine Trägerschaft für ein bestimmtes Vorhaben oder eine Leistung durch eine bereits bestehende Person oder Organisation übernommen werden. Bei mehreren Trägern kann eine spezifische juristische Person oder öffentlich-rechtliche Organisation gegründet werden.
Aus juristischer Sicht wäre eine mündliche, schriftliche oder gar bloss stillschweigende Vereinbarung unter den Trägern über das gemeinsame Ziel und die jeweiligen Mittel der Zielerreichung (juristisch meist als einfache Gesellschaft zu kategorisieren) ausreichend. Selbstverständlich ist eine schriftliche Vereinbarung empfehlenswert, und in der Praxis sind insbesondere Verwaltungsvereinbarungen zwischen öffentlich-rechtlichen Trägern eines Vorhabens üblich.
Nicht notwendig ist, dass die Trägerschaft das Vorhaben in irgendeiner Form selbst umsetzt bzw. selbst die charakteristische Leistung erbringt. Dies ist eine Tatsache, welche Anlass für Missverständnisse bietet. Die vollständige Umsetzung bzw. Leistungserbringung des Vorhabens kann an einer Drittperson/-organisation übertragen werden.