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Erst die ungehemmte Industriealisierung brachte die Lachse im Rhein zum verschwinden. Die Staustufen und die Kanalisierung erschwerten den Fischen das Wiederfinden der Laichplätze und die Abwasser der Industrie taten ihr Übriges. Ende der 50er Jahre gab es keine Salmen (Lachse) mehr im Rhein bei Basel. Nach der Brandkatastrophe von Schweizerhalle änderte sich das: Mit grossen Anstrengungen und einem weitgreifenden Aktionsplan der Rheinanlieger gelang es, dass der majästetische Fisch wieder zurückerwartet wird. Das Projekt “Lachs 2000” hat im unteren Teil des Rheins teilweise bereits Erfolge verbuchen können, am Rheinknie ist man noch mit der Aufzucht beschäftigt. Wie der Biologe Daniel Küry im Interview ausführte, “erfolgten erste Bemühungen zur Wiederansiedlung des Lachses durch die Basler Fischer im Jahr 1982. Seither wurden erst mit schottischen Lachseiern, danach mit Eiern aus der Adour in Südwestfrankreich Wiederansiedlungsprojekte durchgeführt.” Die Jungtiere werden dann im Gebiet der Petite Camarque Alsacienne dem Fluss übergeben. Seither wartet man auf die Rückkehr des Lachses.
In einem Verwaltungsbericht des Regierungsrates an den Grossen Rat der Stadt Basel heisst es unter den Überschriften “Fischereiaufsicht:
Die Zusammenarbeit mit der «Petite Camargue Alsacienne» kam im Berichtsjahr kurz ins Stocken, da ein Mitarbeiter der dortigen Fischzuchtanstalt gekündigt hatte. Deshalb konnte nur ein Teil der eigenen Lachs-Muttertiere gestreift werden. Der Rest der Lachseier wurde zugekauft und in der Brutanlage aufgelegt und aufgezogen. Am 25. April 2006 wurden dann 34’000 vorsömmerige Junglachse in Wiese, Birs und Frenke eingesetzt. Auch 2006 wurden im Oktober mit dem BAFU (ex BUWAL), dem FIBER sowie den Fischereiaufsichten BS und BL zusätzlich 10’000 handgrosse Sömmelings-Lachse mit einer Nasenmarkierung versehen, damit man sie nach ihrem Aufenthalt im Atlantik wieder erkennen kann, bevor sie weiter rheinaufwärts wandern. Mit Erfolg wurde zusammen mit der Fischereiaufsicht BL. im April 2006 in der Wiese ein weiterer Laichfischfang auf «Nasen» durchgeführt.
Artikel im “Petri Heil” vom 22.10.2008 “Erster Lachsfang seit über 50 Jahren”.
Artikel in der Basler Zeitung vom 01.11.2013 Treppchen und Taxi für den Lachs
Auf der ganzen Länge des Rheins wurden für viel Geld Fischtreppen gebaut. Die nützen allerdings nur in eine Richtung. Auf dem Rückweg werden die Lachse zu Tode gehäckselt.
Das Ziel von “Salmon come back” ist die Rückkehr des Atlantischen Lachses bis ins obere Rhein Einzugsgebiet.
Eine Aktion des WWF. Folgen Sie diesem Link:
Artikel in der Basler Zeitung vom 07.11.2013
Artikel von barfi.ch vom 20. Mai 2016