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Gemeinsame Erklärung der NGOs während der Beratung in Schweden über Jemen
Verschiedene NGOs, darunter auch Islamic Relief, nahmen an der Beratung über den Jemen teil, welche im Dezember 2018 in Schweden organisiert wurde.Fast 4 Jahre nach Beginn des Konflikts in Jemen befinden sich mehr als 14 Millionen Menschen in einer akuten Lage von Mangelernährung.
Man schätzt, dass seit 2015 85 000 Kinder unter 5 Jahren an den Folgen von Mangelernährung oder an präventiven Erkrankungen gestorben sind.
Das Ausmaß des Konflikts im Jemen und seine Folgen, haben zu der weltweit grössten humanitären Krise geführt.
|Der General- Untersekretär der Vereinten Nationen der humanitären Angelegenheiten, Mark Lowcock, warnte vor dem bevorstehenden Risiko einer Hungersnot während einer jüngsten Versammlung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen und schlug 5 Massnahmen vor, um dieser Katastrophe entgegenzuwirken. Die Hauptmassnahme besteht darin, ein Ende der bestehenden Gewalt im ganzen Lande durchzusetzen und die Behinderungen für Importe zu eliminieren und so die Verteilung der Produkte für Grundbedürfnisse im ganzen Land zu vereinfachen, um eine Hungersnot zu verhindern. Wir hoffen sehr, dass die Beratungen den ersten Schritt eines Friedensprozesses einleiten und zum Ende der Gewalt, der Lebensmittelkrise und der dramatischen sanitären Lage im Jemen führen und dies eine positive Entwicklung für das jemenitische Volk bringt.|
Seit zweieinhalb Jahren haben Luftangriffe, bewaffnete Konfrontationen und Kämpfe gegen die zivilen Infrastrukturen, den Jemen in einen Teufelskreis gestürzt, welche als Folge die weltweit grösste Lebensmittelkrise und die Verbreitung von Cholera in einem noch nie dagewesenen Ausmass provoziert hat.
17,8 Millionen Menschen im Jemen befinden sich in einer unsicheren Lebensmittelversorgung und ungefähr 8,4 Millionen von ihnen sind an der Grenze der Hungersnot.
Der Konflikt hat allen Lebensunterhalt zerstört und die Kaufkraft der Jemeniten reduziert, sodass die wirtschaftliche Situation katastrophal ist.
Nur die Hälfte der medizinischen Infrastrukturen ist in Takt und das Personal wurde nicht mehr bezahlt, wohingegen 16,4 Millionen Menschen im Jemen eine dringende medizinische Versorgung benötigen.
Die Epidemie der Cholera hat die Situation und das System der Jemeniten noch verschlimmert.
Das Schuljahr 2017/18 konnte in 13 von 22 Provinzen nicht fortgeführt werden. Dies aufgrund der Nichtbezahlung der Lehrkörper, sowie der desolaten schulischen Infrastrukturen. Die Schulen des Landes sind entweder beschädigt oder zerstört oder von bewaffneten Gruppen besetzt. Ungefähr 4,1 Millionen Kinder im Schulalter benötigen Hilfe um ihre Schulbildung fortzusetzen.
Man schätzt, dass 16 Millionen Jemeniten humanitäre Hilfe benötigen, um einen Zugang zu Trinkwasser herzustellen oder aufrechtzuerhalten und grundlegende sanitäre und hygienische Installationen zu schaffen. Die Verschlechterung der hygienischen Bedingungen in den ländlichen Gebieten und der Mangel an Trinkwasser hat die schlimmste Choleraepidemie ausgelöst.
Mehr als 1,8 Millionen Kinder und 1,1 Millionen schwangere oder stillende Frauen leiden an einer starken Mangelernährung, davon 400 000 Kinder unter 5 Jahren. Man schätzt, dass 7,5 Millionen Menschen dringend Lebensmittelhilfe benötigen.
Man schätzt, dass 5,4 Millionen Menschen Notunterkünfte oder Produkte für den Grundbedarf brauchen.
Der Jemen bleibt zu oft vergessen. Bleiben wir an ihrer Seite.