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Der Film beginnt und endet in einem Einkaufszentrum in Hongkong. Aufmerksam beobachten wir die sanfte Bewegung der Rolltreppen, den ständigen, nie endenden Strom von Menschen, den musikalischen Brunnen, der das Zentrum des Innenhofes beherrscht, als könne dieser gigantische Komplex den Verkehr der ganzen Stadt oder sogar eines ganzen Landes bündeln. Von da an wird der Film zu einer Geschichte von Beton, riesigen Hafenlagern, für die 2010 Weltausstellung gebauten Glasgalerien, übervölkerten Sozialbauten, Scherben einer noch jungen kolonialen Erinnerung … Durch die Geschichte der städtebaulichen Veränderungen erleben wir die tiefgreifende soziale Transformation dieses Gebietes auf einer ständigen Gratwanderung zwischen Ost und West. So zeichnet sich Hongkong wie der Archetyp vieler anderer Städte des globalisierten Kapitalismus ab. Many Undulating Things bietet eine komplexe Reflexion über das Zusammenspiel von Landschaft, Natur, Städtebau und Gesellschaft. Mit seinem alles einschliessenden Ansatz hinterfragt der Film die Funktion der Städte bei der Entwicklung des kapitalistischen Systems. Ein politisches Gedicht.