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Mobiliar, Bern, 2015
Ein Bürogebäude aus den 1970er Jahren wird einer Gesamtsanierung unterzogen. Im Zug dieser Arbeiten werden zwei Hofräume neu gestaltet. Am Haupteingang ist im Gebäudevolumen ein Vorhof ausgespart. Der äussere Umriss dieses Patios folgt dem städtischen Alignement. Im Format der Zementplatten, mit denen der Boden ornamental belegt ist, ist der Grundriss des Patios abgebildet. Von den Trottoirs her führen nordseitig zwei Treppenstufen aufs Eingangsniveau hinab, westseitig erfolgt der Zugang ebenerdig. Dazwischen steht der neue, vergrösserte Trog eines alten Tulpenbaums. Der Höhenunterschied wird entlang des ovalen Umrisses dieses Trogs ausgeglichen.
An der Südseite umschliesst die angepasste Volumetrie des Gebäudes einen neuen Hof. Dieser liegt ein Geschoss tiefer als der Eingangspatio, unter ihm befindet sich die Tiefgarage. Auch der Boden dieses harten Aussenraumes wird ornamental belegt. Fugenbild und Machart der länglichen Zementplatten evozieren das Bild eines Teppichmusters. An der offenen Südseite wird eine Rückwand aus Magerbeton hochgezogen. Auch die Struktur dieses wie ein Sediment in dünnen Schichten gegossenen Materials erinnert an ein gewobenes Textil. Seine porösen Oberflächen werden im Lauf der Jahre mit organischem Bewuchs patinieren. Vor der Rückwand ist ein grosszügiges Podest mit Freitreppe in den Hof gestellt. Es dient als Baumtrog für fünf Gleditsien, deren mehrstämmige Heister an jenen Stellen aus dem Untergrund zu brechen scheinen, wo einige Bodenplatten weggelassen sind. Der neue Aussenraum lädt als Bühnenbild mit Bäumen zum Aufenthalt und bietet den Menschen im Haus ein lebendiges Gegenüber.