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Brunner Nachwuchs glänzte mit drei Titeln
Ringen Die Ringerriege Brunnen holte an den Schweizer Greco-Meisterschaften in der Elitekategorie in Willisau durch Damian von Euw die einzige Medaille. Die Kadetten holten gleich fünf Auszeichnungen.
Simon Gerber, Bote der Urschweiz
An den von 98 Teilnehmern bestrittenen Schweizer Greco-Meisterschaften in Willisau konnten in der Elitekategorie nur zwei der fünf angetretenen letztjährigen Meister ihren Titel verteidigen: Thomas Wild bis 59 kg und Pascal Strebel bis 71 kg. Der Einsiedler Andreas Burkard setzte sich in der Kategorie bis 80 kg im Final gegen Benno Jungo überraschend durch und feierte den ersten Meistertitel. Bis 130 kg musste sich der Titelverteidiger Sven Neyer aus Einsiedeln diesmal mit der Bronzemedaille begnügen.
Von der Ringerriege Brunnen starteten vier Teilnehmer. Die beste Leistung zeigte wie erwartet Damian von Euw. Der 18-Jährige holte bis 98 kg die erste Medaille in der Elitekategorie und wurde Dritter. Der KV-Lernende beim Bezirk Schwyz verlor den ersten, spannenden Fight gegen Roman Zurfluh mit 7:12.
Nach zwei Siegen kam es in der Begegnung um die Bronzemedaille erneut zum Duell mit Roman Zurfluh. «Bei der Niederlage im ersten Kampf hatte ich eindeutig zu viel riskiert. Diesmal wählte ich gegen Roman, den ich vom Training her in- und auswendig kenne, eine vorsichtigere Taktik und hatte damit Erfolg», sagte der Modellathlet. Damit endete für ihn die Meisterschaft noch mit einem versöhnlichen Abschluss.
Mit nicht weniger als fünf Kämpfen hatte Sämi Fuchs bis 75 kg einen anspruchsvollen Wettkampf zu bestehen. Nach der Startniederlage gegen den späteren Meister Marco Hodel brachte sich der 23-jährige Landwirt mit drei Siegen wieder nach vorne. Nach dem verlorenen Duell mit Yves Müllhaupt klassierte er sich im siebten Rang. Mit dieser Leistung sei er zufrieden. «Es waren die ersten Kämpfe nach der Mannschaftsmeisterschaft. Zu diesem Zeitpunkt weiss man nicht so recht, wo man steht.» Bis 80 kg erreichte Alexander Büeler mit einem Sieg und zwei Niederlagen den achten Rang. Dieselbe Klassierung gelang Thomas von Euw bis 71 kg.
Nachwuchs glänzte mit drei Goldmedaillen
Parallel zur Elite trugen die Kadetten ihre Meisterschaft aus. Dabei zeigte sich, dass die Ringerriege Brunnen über eine starke und erfolgreiche Nachwuchsabteilung verfügt. Mit fünf Finalteilnehmern stellten die Schwyzer Ringer das grösste Kontingent sämtlicher Klubs. Da haben die Nachwuchstrainer gut gearbeitet und vieles richtig gemacht. Am Schluss gab es gleich drei Goldmedaillen zu feiern, und es wäre noch mehr möglich gewesen.
In der Kategorie bis 100 kg holte Christian Zemp bereits den sechsten Schweizermeistertitel. Der 16-Jährige glänzte mit den drei souveränen Siegen gegen Simon Marti, Noel Hutter und Ryan Martinetti.
Zum eigentlichen Publikumsliebling avancierte Raphael Suter in der Kategorie bis 76 kg. Der starke Metzgerlehrling imponierte mit seinem bereits beachtlichen Können und seinem Kampfgeist. Mit vier deutlichen Siegen feierte der Sohn von Martin Suter, Cheftechniker des Klubs, einen überlegenen Triumph. Als 16-Jähriger holte der talentierte Ringer den ersten Meistertitel. Im letzten Duell gegen Andreas Bleiker kam Raphael Suter zuerst mit 0:4 Punkten in Rücklage, glich danach zum 4:4-Gleichstand aus. Mit einer herrlich angesetzten Schleuder riskierte er alles und brachte seinen Gegner auf die Schulter. Die dritte Goldmedaille für Brunnen holte Rasul Israpilov bis 54 kg. Der talentierte Jungringer erreichte mit drei Siegen das oberste Podest.
Nach einer anfänglichen Dominanz und drei überzeugenden Erfolgen verlor Maithem Abd al Sada den letzten Kampf etwas überraschend gegen David Loher. Damit blieb ihm bis 58 kg noch die Silbermedaille. Diese holte auch Raschid Israpilov bis 42 kg. Er unterlag zuletzt Janis Steiger deutlich mit 0:8 Punkten.
Probleme mit dem Zeitplan
Die grosse Teilnehmerzahl brachte den Zeitplan tüchtig durcheinander. Die Finalkämpfe wurden mit einer Verspätung von zwei Stunden ausgetragen. Dabei kämpften die Elite und die Kadetten gleichzeitig auf zwei Matten. Es wurde überhaupt nicht verstanden, dass der Beginn der Meisterschaft erst auf 12 Uhr und nicht zwei Stunden früher angesetzt worden war.