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BMW feiert heute in München mit einem Festakt sein 100-jähriges Bestehen. Gegründet wurden die Bayerischen Motoren-Werke 1917 als Hersteller von Flugzeugmotoren. Noch heute erinnert das Markenemblem an diesen Ursprung: Es symbolisiert einen Propeller vor blauem Himmel. Nach dem Ersten Weltkrieg war mit der Produktion von Flugzeugmotoren erst einmal Schluss. BMW baute daraufhin Motoren für Lastwagen und Boote. Zu den Abnehmern gehörten auch die Bayerischen Flugzeugwerke, auf deren Gründungsdatum (7. März 1916) sich die Münchener heute berufen, denn das Unternehmen erwarb 1922 die Markenrechte und das Logo von BMW und ist ein Jahr älter.
Mit dem Motorrad R 32 im Jahr 1923 entstand dann das erste eigene Fahrzeug von BMW, acht Jahre später begann mit der Übernahme der Dixi-Werke in Eisenach der Autobau. Dem Kleinwagen folgte 1933 mit dem 303 das erste Mittelklassefahrzeug. Nur wenige Jahre später waren dann im Dritten Reich wieder Flugzeugmotoren gefragt.
In der unmittelbaren Nachkriegszeit musste sich das Unternehmen in jeder Hinsicht neu ori-entieren. Erst 1948 entstand in München mit der BMW R 24 das erste Nachkriegs-Motorrad. Die Wiederaufnahme der Automobil-Produktion ließ bis 1952 auf sich warten und brachte zunächst nicht den erhofften wirtschaftlichen Erfolg. Auf der Hauptversammlung im Dezem-ber 1959 wurde der beinahe schon besiegelte Verkauf an die Daimler-Benz AG in letzter Minute abgewendet. Der stattdessen unter der Regie des Großaktionärs Herbert Quandt entwickelte Sanierungsplan setzte auf die Eigenständigkeit von BMW AG. Mit dem BMW 1500, dem ersten Modell der „Neuen Klasse“, kam dann in den 1960er-Jahren der Durchbruch. Deren Nachfolger war dann der erste BMW 5er.
1994 übernahm BMW den dahin siechenden britischen Hersteller Rover, um ihn sechs Jahre später wieder abzustoßen. Behalten wurde lediglich die Marke Mini – und mit Erfolg weitergeführt und wiederbelebt. (ampnet/jri)