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Durch dieses Projekt unterstützen Caritas Schweiz und ihre lokale Partnerin Caritas Jordanien 60 Frauen über einen Zeitraum von neun Monaten beim Auf- oder Ausbau einer soliden Einkommensquelle im Bereich der Milchverarbeitung. Die Teilnehmerinnen sind je zur Hälfte syrische Geflüchtete und Jordanierinnen, welche gerne eine zusätzliche Einkommensquelle in der Milchverarbeitung erschliessen möchten oder trotz einer kleinen Eigenproduktion und Vertrieb von Milchprodukten von Armut bedroht sind. Die mittelfristige Stabilisierung der Einkünfte hilft indirekt auch deren Familien, also etwa 300 Menschen, darunter etwa 50% Kinder und ältere Menschen.
Primär setzt die Zusammenarbeit mit den Teilnehmerinnen bei der Verbesserung der Produktionsmethoden an, um die Qualität und Quantität der produzierten Käsesorten, des Joghurts oder des Butterfetts zu erhöhen. So wird in einem aus verschiedenen Modulen bestehenden Kurs Wissen zu Milchtransport und -aufbewahrung, effizienter Pasteurisierung und hygienischen Verpackungsmethoden weitergegeben. Der Kurs besteht aus theoretischen und praktischen Elementen und Anschauungsunterricht in bestehenden Betrieben.
Das erlangte Wissen können die Frauen in ihrer eigenen Heimproduktion einsetzen oder, im Fall eines Fremdbetriebs, für eine bessere Anstellung nutzen. Nach Abschluss des Kurses werden 30 der Frauen dabei unterstützt, ihre eigene Produktion aufzubauen oder den eigenen Betrieb rentabler zu gestalten. Dazu gehören nebst Reparaturarbeiten auch regelmässige Besuche von Sozialarbeiterinnen und -arbeitern und einer Milchverarbeitungsspezialistin, welche die Frauen beraten. Des Weiteren lernen sie, ihre Produkte wirksam zu vermarkten und ihren Absatz nachhaltig zu erhöhen. Weitere 30 Frauen werden durch Sozialarbeitende unterstützt, eine Arbeit in einem Milchverarbeitungsbetrieb zu finden und zu behalten.
Alle Frauen entstammen Haushalten, die von Armut betroffen sind. Die medizinische, soziale oder psychische Situation erlaubt ihnen häufig keine geregelte Erwerbstätigkeit oder erfolgreiche Betriebsführung. Um die Familien ganzheitlich zu unterstützen, werden Sozialarbeiterinnen und -arbeiter daher jede Familie regelmässig besuchen, um den Bedarf an Sozialdienstleistungen zu identifizieren und Betroffene an diese weiter zu vermitteln. Dadurch werden die teilnehmenden Frauen entlastet und können sich auf den Erwerb neuer Fähigkeiten konzentrieren, diese anwenden und graduell ihre Rolle als Einkommensbeschaffer sichern.
Bei diesem Vorhaben handelt es sich um ein Pilotprojekt. Die Ergebnisse werden in der Folge detailliert ausgewertet, um bei Erfolg die Aktivitäten zur Einkommensförderung für Geflüchtete und von Armut betroffenen Menschen aus der lokalen Bevölkerung auszuweiten.