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Für seine treuen Dienste wollte die Stadtverwaltung von Cádiz den 69-jährigen Spanier Joaquín García ehren. Für die 20 Jahre, in denen er so fleissig gearbeitet hatte, sollte ihm eine Plakette verliehen werden. Doch da ist der Behörde aufgefallen, dass er gar nicht im Büro ist – und zwar seit sechs Jahren nicht mehr.
Wie konnte der inzwischen pensionierte García so lange unbemerkt blaumachen? Offenbar wegen eines Missverständnisses.
Der 69-Jährige war von der Stadtverwaltung zu den Wasserwerken versetzt worden und sollte dort den Bau einer Kläranlage überwachen. «Im Rathaus glaubte man, er sei bei den Wasserwerken, und der Direktor der Wasserwerke wähnte ihn in der Stadtverwaltung», erläuterte der damalige Stadtrat José Blas Fernández.
Er muss ein Jahresgehalt zurückzahlen
Die Stadt leitete ein Verfahren ein und verlangte von García die Rückzahlung des Nettogehalts eines Jahres in Höhe von umgerechnet knapp 33'000 Franken. Ein Gericht bestätigte den Entscheid mit folgender Begründung: «Der Beamte erschien in der Zeit von 2004 bis 2010 nicht an seinem Arbeitsplatz und verrichtete keinerlei Arbeiten.»
Joaquín García sieht sich als ein Opfer eines «politischen Mobbings». Nach Informationen der Zeitung «El Mundo» hält er der Stadtverwaltung vor, ihn aus politischen Gründen auf einen inhaltsleeren Posten abgeschoben zu haben. Er behauptet, gelegentlich im Büro erschienen zu sein – obwohl es für ihn nichts zu tun gegeben habe. Dass er fürs Nichtstun bezahlt worden sei, bestreitet er. (lex/SDA)Publiziert am 12.02.2016 | Aktualisiert am 12.02.2016