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Zum Hinschied von alt Pfarrer Emil Furrer (1934-2015)
Am Donnerstag, 26. November 2015 verstarb im Spital in Visp, H.H. Emil Furrer. Er stand in seinem 81. Lebensjahr und im 52. Jahr seiner Priesterweihe. Pfarrer Furrer wurde am 24. Januar 1934 in Stalden als Sohn des Josef und der Josefine, geb. Abgottspon geboren. Nach dem Besuch der Primarschule in Stalden und dem Kollegium in Altdorf begann er 1957 das Noviziat bei den Mariannhillern in Brig. Von 1958 bis 1962 studierte er Theologie an der Universität von Würzburg, trat 1962 aber in das Priesterseminar des Bistums Sittens über. Am 24. August 1963 wurde er durch Bischof Nestor Adam zum Priester geweiht und primizierte am 8. September in Stalden. Emil Furrer übernahm anschliessend jedoch keine Pfarrei im Bistum Sitten, sondern ging Ende Oktober 1963 mit dem aus Brig stammenden Bischof Alfons Tscherrig als Fidei-Donum-Priester nach Beni in Südamerika. (Fidei-Donum-Priester gehören einer Schweizer Diözese an, sind aber in Übersee im Einsatz, um dort den bedürftigen Kirchen zu helfen.) Hier wirkte er gemeinsam mit 19 Schweizer Missionaren als „Handlanger bei Bischof Tscherrig und Co. in Reyes“, wie es der Verstorbene selber umschrieb. 1974 zog er als Missionar nach Cauca (Kolumbien), wo er bis 1984 arbeitete. Nach einem zweijährigen Unterbruch stellte er seine Kräfte bis 2001 der Seelsorge in Ecuador zur Verfügung. Dabei ging es Emil Furrer, der sich als Missionar immer als eine Art „verlängerter Arm der Heimatkirche sah“, nicht nur darum die Menschen zu „bekehren“, vielmehr versuchte er „Verkündigung des Evangeliums und Entwicklungshilfe gemeinsam zu betreiben… Wir gehen dabei von der Überzeugung aus: wo Hunger und Krankheit die grössten Plagen sind, da ist für Liebe und Güte, kurz für das Evangelium, wenig Platz“. Zurück im Wallis leistete er Aushilfe im Oberwallis, vorallem in der Pfarrei St. Niklaus. Im Jahr 2002 ernannte ihn Bischof Norbert Brunner zum Pfarrer der Pfarreien Biel, Blitzingen, Niederwald. Aus gesundheitlichen Gründen musste er jedoch bereits zwei Jahre später von diesem Amt demissionieren. Er zog dann ins Bildungshaus St. Jodern. Dieses Haus ist ja nicht nur eine kirchliche Bildungsstätte, sondern gemäss Stiftung, auch ein Heim für pensionierte Priester. Hier lebte Pfarrer Furrer bis 2011. In diesem Jahr machte seine schlechte Gesundheit ein Umzug ins Paulusheim in Visp notwendig. Die Beerdigung von Emil Furrer findet am Montag, 30. November 2015 um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Visp statt. R.I.P.