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Wir leben in einem kleinen Dorf in Südostasien. Die meisten unserer Lebensmittel stammen aus kleinen Quartierläden, die überall im Dorf zu finden sind. Sie sehen alle ähnlich aus: Lehmböden, klapprige Theken und einige Waren, die an den Wänden hängen. Die Stadtbewohner kaufen ihre Lebensmittel und Vorräte in diesen Boutiquen, und wir tun das ebenfalls gerne.
Normalerweise kaufen wir in einem Laden ein, der einem netten Nachbarn gehört. Neulich gingen meine elfjährige Tochter Emily und ich zu seinem Geschäft, fanden es jedoch geschlossen vor. Der Ladenbesitzer war beim Gebet in der Moschee. Also gingen wir über die Strasse zu einem anderen Geschäft, obwohl dessen Besitzer oft unhöflich und aggressiv ist.
Von griesgrämig zu hocherfreut
Ich nahm Emilys Hand und wir überquerten die Strasse. Ich konnte sehen, wie er mich mit grimmiger Miene anstarrte. Dann erschien auf seinem Gesicht plötzlich ein Lächeln. Er kam hinter der Theke hervor und rief: «Emily, meine Freundin! Willkommen!»
Er nahm ihre Hand und schüttelte sie kräftig. Er schüttelte meine noch härter, als er uns hineinführte und darüber plauderte, was für eine freundliche, besondere Freundin meine Tochter sei. Als wir gingen, füllte er Emilys Hände mit Süssigkeiten und verlangte, dass wir bald wiederkommen würden.
Bekannt im ganzen Quartier
Zurück auf der Strasse starrte ich meine Tochter verwirrt an. «Diese Leute lieben dich!», platzte ich heraus. Seitdem wir vor neun Monaten hierher zogen, fand Emily, mein jüngstes Kind, viele Freunde. Sie ist sehr beliebt, und die meisten lokalen Beziehungen unserer Familie wurden von ihr initiiert.
Viele Leute, die ich treffe, sagen: «O, du bist Emilys Vater!» Sie lächeln und sagen mir, was für ein wunderbares, liebevolles Kind sie sei. Emily ist wunderbar. Sie ist eine gute Gastgeberin und eine Freundin von Muslimen.
Freundschaft knüpfen leicht gemacht
Vor einem Monat zogen neue Nachbarn nebenan ein. Innerhalb von 24 Stunden kannte Emily die ganze Familie und ass mit ihnen. Sie freundete sich schnell mit ihrer 15-jährigen Tochter an. Emily stellte mich dem Vater vor, und er ist jetzt ein enger Vertrauter. Er und ich haben tiefe Gespräche über Jesus geführt.
So viele von uns wenden sich an Bücher und Workshops, um mehr über die Freundschaftspflege von Muslimen zu erfahren. Emily macht es natürlich und mühelos. Sie erzählt von Jesus aus einer echten Beziehung, begleitet von natürlicher, aufrichtiger Liebe zu den Menschen, die er um sie herum platziert hat.
Südostasien