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Wir erlauben uns an dieser Stelle einen „kleinen“ Zeitsprung bis Ende des 19. Jahrhunderts, als Ascona, dank des milden Klimas und der natürlichen Schönheit der Region, zum Treffpunkt intellektueller Emigranten und Künstler aus ganz Europa wurde, welche hier einen regen Gedankenaustausch pflegten.
So bot unter anderem auch das „Castello“ für viele Künstler ein vorübergehendes Zuhause,unter den bekanntesten sind Marianne von Werefkin und Alexej von Jawlenski zu erwähnen,welche ab 1918 drei Jahre in der Räumlichkeiten des „Castello“ residierten.
Im Jahre 1927 kaufte der Schweizer Künstler Hanns Wartmann das Haupthaus des Schlosses undgründete in den Mauern des „Castello“ die erste freie Kunstschule der Schweiz – die Academia“Cavallo Rosso“. Neben der Kunstschule betrieb er das Schloss ab 1928 als kleine Pension,welche er Anfang der 30er Jahre weiter verkaufte um nach München zu ziehen.
In den hinteren Gebäuden – der heutigen „Casa Marionette“ und Turm am Schwimmbad -gründete Jakob Flach 1937 zusammen mit den Künstlern Mischa Epper, Fritz Pauli und Werner J.Müller das Marionettentheater von Ascona, welches in den Stallungen neben dem Turm am Schwimmbad ein Zuhause fand und wo bis Anfang der 60er Jahre regelmässige Vorführungen stattfanden.
Der berühmte Schweizer Clown Dimitri hatte in den 60er Jahren auf der Bühne des Theaters seine ersten Auftritte … der Beginn einer erfolgreichen Karriere als Künstler.
1952 übernahm die Familie Willy Ris die kleine Pension, deren Hauptattraktion zu jener Zeit derprivate Badestrand war. Man erreichte den Strand, welcher sich bis weit über den heutigen Parkplatz am See hinausstreckte, über den heutigen Schlossgarten am See.