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Beschreibung
In letzter Zeit werden über der Stadt vermehrt Freizeit Helikopterflüge beobachtet, insbesondere an Ruhetagen wie Sonn- und Feiertagen. Ähnlich wie bei Drohnen ist der Sinn und Zweck nicht erkennbar und man fühlt sich in der Privatsphäre verletzt dazu kommt die massive Lärmbelästigung.
Es stellen sich die Fragen:
1. Gibt es ein Krisenmanagement bei einem Absturz auf dichtbesiedeltem Gebiet?
2. Ist es nötig, dass diese Flüge über dichtbesiedeltem Gebiet stattfinden?
3. Ist es möglich die Flüge auf ein Mindestmass zu beschränken oder ganz einzustellen?
1. Okt. 2018, 14:27 Uhr
Vielen Dank für Ihre Meldung. Zu Ihren einzelnen Fragen:
1. Die Stadt St.Gallen verfügt über eine Krisenorganisation für ausserordentliche Lagen in der Stadt St.Gallen. Diese käme auch in einem solchen Fall zum Zuge.
2. Es liegt grundsätzlich in der Verantwortung des jeweiligen Piloten, wo die Flüge stattfinden. Mit einem Luftfahrzeug darf nur in dem Masse Lärm verursacht werden, als es bei rücksichtsvollem Verhalten und sachgemässer Bedienung unvermeidbar ist.
3. Die Piloten haben grundsätzlich eine Mindestflughöhe von 300 m über Grund einzuhalten. Darunter wäre eine spezielle Bewilligung notwendig. In der Stadt St.Gallen werden solche Ausnahmebewilligungen nur für Lastflüge erteilt, wenn das Helikopterunternehmen nachweisen kann, dass eine Last auf keine andere Art (z.B. mittels eines Krans) an den besagten Ort transportiert werden kann.
Da die meisten Helikopter über keinen Flugfunktransponder (Sekundärradar-Transponder zur Identifizierung von Flugzeugen) verfügen, kann oftmals nicht nachvollzogen werden, wem der Helikopter gehört und wer letztlich der Pilot war. Damit überhaupt Nachforschungen gemacht werden könnten, müsste die Helikopter-Kennung HB-???, der Ort und der Zeitpunkt des Fluges bekannt sein.