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Padua oder Venedig, um 1500
Gürtel: Christoph Kumberger (vor 1553–1611)
Basel, um 1578
Bronze; Silber, vergoldet; Perle
H. 26,5 cm
Inv. 1909.243.
Die zierliche Figur, die wohl auf ein antikes Vorbild zurückgeht, stellt eine nackte, in den Spiegel blickende Venus dar, ein Motiv, das in der Renaissance als Sinnbild der Vergänglichkeit verstanden wurde. Der gerichtete Blick wird durch die Bildung der Augen aus Silber und Kupfer zur grösseren Wirkung gebracht. Für den Basler Rechtsgelehrten und Sammler Basilius Amerbach, der die Venus seinem Freund Demoulin de Rochefort 1578 abkaufte, hatte das Stück eine besondere Bedeutung, denn er stellte es auf einem (verlorenen) Alabastersockel in der mittleren Nische seines Münzkastens zwischen kupfernen Statuetten des Jupiter und des Merkur zur Schau. Der vergoldete Gürtel mit der hängenden Perle wurde erst durch den Basler Goldschmied Christoph Kumberger hinzugefügt und ermöglichte hinten die Fixierung der Statuette.