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Fünf Kurzgeschichten, arabische Shortstories, sind in dem Band „Ein unbewohnter Raum“ versammelt. Sie spielen in einem nicht näher definierten Heute. Ihre Themen sind Liebe, Trauer, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. „Wenn er schreibt, folgt er dem Takt seines Empfindens, lässt sich auf Surreales ein und entwickelt Bilder der Vergangenheit, die er ins Visionäre übergehen lässt (.).“, so Monika Carbe in der Neuen Zürcher Zeitung.
Portrait
Sargon Boulus wurde 1944 als Sohn einer Familie, die der Minderheit der assyrischen Christen angehört, am See von Al-Habbaniya, in der Nähe von Bagdad, geboren. Er ist ein weitgereister und international bekannter Vertreter der arabischen Dichtung, betätigt sich aber auch als Übersetzer aus dem Englischen ins Arabische und umgekehrt. Seine Kindheitsjahre verbrachte er dort, bis die Familie 1956 nach Kirkuk in den Norden des Irak zog: Als er 1962 zum Studium nach Bagdad ging, hatte er schon erste Gedichte und Erzählungen veröffentlicht. Ab 1967 entschloss er sich zunächst, sein Glück in Beirut, damals das Paris des Orients, zu suchen. Hier fand er rasch Anschluss an den Kreis der Macher der legendären Literaturzeitschrift „Shi r“, Yusuf Al-Khal und Adonis. Von Beirut aus reiste er nach New York und weiter nach Kalifornien, wo ihn die Beat-Generation in ihren Bann zog. So war es Allen Ginsberg, der ihn nachhaltig prägte. Sargon Boulus starb 2007.