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Teile seines Spionage-Honorars erhielt FBI-Mann Robert Hanssen von den Russen über zwei Schweizer Banken. Die Transaktionen wurden vor wenigen Monaten gestoppt, weil sie zu gefährlich waren. Genützt hat es nichts: Ein russischer Überläufer enttarnte den Doppelagenten.
Dass ein Teil der 996'000 Franken, welche Russland dem US-Doppelagenten Hanssen bezahlte, über die Schweiz geflossen ist. Dies zeigen am Dienstag (01.03.) veröffentlichte Unterlagen eines Gerichtes im US-Bundesstaat Virginia.
Schweiz zu riskant fürs Geldwaschen
Laut dem Nachrichtenmagazin "Facts" schien dem Mitte Februar enttarnten FBI-Mann der Weg über die Schweiz dann doch zu unsicher. Er warnte die Russen: Geldwaschen in der Schweiz sei zwar möglich, aber nicht so einfach.
In seiner Antwort im letzten Sommer bezeichnete es auch der russische Geheimdienst als sehr riskant, Geld nach Zürich zu transferieren. Am 17. November 2000 stimmte Hanssen in einem dritten Schreiben zu, nicht mehr über die Schweiz zu agieren.
Doppelagent durch Überläufer enttarnt
Die US-Bundespolizei FBI habe jahrelang fieberhaft nach einem Leck in den eigenen Reihen gesucht, berichtet "Facts". Nachdem ein russischer Doppelagent letzten Herbst zu den Amerikanern überlief, seien die US-Behörden der Sache erst näher gekommen.
Am 18. Februar wurde Hanssen, stellvertretender Leiter der FBI-Geheimdienstabteilung, verhaftet. 6'000 Akten und 26 Computerdisketten hatte er dem russischen Geheimdienst zukommen lassen.
swissinfo und Agenturen