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In ihrer alljährlichen, stets von den Dänen aufmerksam verfolgten Silvesteransprache ging Königin Margrethe auf ihre diesjährige Rückenoperation ein. Die OP sei dank des Gesundheitspersonals gut verlaufen, habe sie aber zum Nachdenken über ihre Zukunft als Königin gebracht. Sie werde den Thron ihrem Sohn, Kronprinz Frederik, überlassen. An diesem Abend wolle sie vor allem Danke sagen - für die Wärme und Unterstützung, die ihr all die Jahre entgegengebracht worden seien, so die Monarchin.
Die Rede begann die dienstälteste Monarchin der Erde mit Anmerkungen zum Gaza- und zum Ukraine-Krieg, danach ging sie auf die Klimakrise und auch auf künstliche Intelligenz ein. Nach einem Gruss an die Menschen auf den zum dänischen Königreich zählenden Färöer-Inseln und Grönland folgte völlig überraschend die Sensation. Dänische Medien bezeichneten die Ankündigung als «absolut historisch». Unter den Schaulustigen, die sich auf dem Schlossplatz vor Schloss Amalienborg versammelt hatten, brach nach der Ankündigung spontaner Applaus aus. Margrethe hatte stets betont, bis zum Tod auf dem Thron bleiben zu wollen - bis sie nun an diesem 31. Dezember für die grosse Überraschung sorgte.
Die Monarchin hatte den Thron nach dem Tod ihres Vaters Frederik IX. am 14. Januar 1972 geerbt. Beim Volk ist die stets strahlende und nicht selten rauchende Regentin beliebt, ihre Silvesteransprachen haben Kultstatus wie in Deutschland «Dinner for One». Sie ist ausgesprochen kreativ und kunstinteressiert, gilt als pragmatisch und manchmal auch etwas unkonventionell. Seit dem Tod der britischen Königin Elizabeth II., deren Cousine dritten Grades sie war, galt Margrethe als dienstälteste Regentin der Erde.