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Titel
Gaddi,
florentin. Maler:
1) Gaddo, geboren um 1260 zu Florenz, [* 2] wurde 1308 von Clemens V. nach Rom [* 3] berufen, wo er eine Reihe großer Mosaikbildwerke in der Art des Cimabue vollendete, von welchen in Santa Maria Maggiore noch Stücke erhalten sind. Im J. 1312 wurde er Mitglied der Malerzunft zu Florenz und starb 1332 daselbst.
2) Taddeo, Sohn und Schüler des vorigen, geboren um 1300 zu Florenz, schloß sich an Giotto an und war seit ca. 1330 als selbständiger Meister in Florenz thätig. Er übertraf seinen Meister zwar an Lebhaftigkeit, aber nicht an Feinheit des Kolorits; auch ist seine Zeichnung flüchtiger und oft unrichtig; ebenso steht er jenem an Charakteristik, Empfindung und Würde nach. Sein Hauptwerk ist: das Leben der Madonna in der Kapelle Baroncelli in Santa Croce zu Florenz. Außerdem sind zu nennen: ein Triptychon im Berliner [* 4] Museum mit der thronenden Maria;
ein Abendmahl in Santa Croce;
Madonna mit Heiligen in Santa Trinità zu Florenz;
ein Triptychon im Museum von Neapel, [* 5] datiert 1366, Madonna mit Heiligen;
Freskogemälde mit Szenen aus dem Leben des heil. Franziskus in San Francesco zu Pisa, [* 6] wo er 1342 arbeitete.
Daß auch Architekt gewesen, beruht auf einer unsichern Überlieferung. Er starb 1366 in Florenz.
3) Agnolo, Sohn und Schüler des vorigen, geboren um 1350, trieb neben seiner Malerei auch kaufmännische Geschäfte, denen er sich zuletzt ganz widmete. In der Kapelle des Gürtels Maria zu Prato stellte er die Geschichte der Maria und die Legende ihres Gürtels in Fresken dar. In Santa Croce zu Florenz malte er die Fresken mit der Auffindung des Kreuzes. Altargemälde von ihm befinden sich in der Akademie zu Florenz, in Santa Maria Novella und San Spirito daselbst etc. In den Jahren 1381-87 fertigte er Zeichnungen für Figuren an der Loggia de' Signori und am Dom, die in Marmor ausgeführt wurden. Er starb