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Mehr als 1 Mio. Unzen Gold vor Reserveausweis
Lancaster liegt zwischen den größten Goldfeldern der Welt
Die Lancaster-Mine liegt in der Übergangszone zwischen dem zentralen Witwatersrand-Becken zu den West Rand-Goldfeldern in der Provinz Gauteng (West Rand-Distrikt), nahe Mogale City (früher Krugersdorp). Bis zu 60 Prozent der Goldweltförderung kamen zeitweise aus dem Witwatersrand-Becken, das sich über die südafrikansichen Provinzen Northwest, Gauteng, Freestate und Mpumalanga erstreckt. Das Gebiet ist durchzogen von Quarzkonglomeraten, den sogenannten "Reefs" wechselnder Mächtigkeit. Die Konglomerate setzen sich aus Material zusammen, das ursprünglich aus Kies, Sanden und tonig-lehmigen Partikeln bestand und vor ca. 2.8 Milliarden Jahren von mehreren Flüssen mit generell südlicher Strömungsrichtung in einen großen Binnensee getragen und dort abgelagert worden ist. Diese See-Sedimente unterlagen nachfolgend einer ständigen Umverteilung und Verfestigung, bedingt durch Änderungen der Wasserströmung bei gleichzeitiger Ablagerung von neu eingetragenem Sedimentmaterial. Insbesondere die kies- und geröllführenden Schichten enthalten das Gold. Auf Grube Lancaster werden bereits die auf ihren Gehalt beprobten, hangenden Partien des Kimberley Reefs in nur ca. 30m Tiefe abgebaut, was bedeutend preisgünstiger ist als der Untertagebergbau vieler südafrikanischer Minen, die in großer Tiefe operieren müssen.
Goldführende Schichten, Geologie und Mineralisation
Die goldführenden Reefs, welche die Nachbargruben bekannt gemacht haben, streichen auch durch den Lancaster Grubenbau. Die Lancaster Grube war bis 1964 in Betrieb. Die Goldförderung wurde aufgegeben, weil ein rentabler Goldabbau unter den damaligen weltwirtschaflichen Bedingungen nicht mehr für möglich gehalten wurde.
Die goldführenden Reefs (Quarz-Konglomerate) der Lancaster Grube werden in die Turffontein Untergruppe der Central Rand Gruppe gestellt. Das Main Reef ebenso wie das Bird Reef wurden in der Vergangenheit untertage angefahren. Kimberley Reef wie auch Ventersdorp Kontakt Reef (VCR) beißen auf dem Grubengelände an der Oberfläche aus. Alle genannten Reefs sind goldführend. Lediglich das zur Kimberley Reef Gruppe gehörende Battery Reef ist in der Vergangenheit abgebaut worden, und zwar ausschließlich seine Reicherzpartien von mehr als 30 g/t Au. Die Afrika Gold AG plant den Abbau von allen Partien ab ca. 2g Gold/Tonne.
Vorräte und Reserven: mehr als 1 Mio. Unzen Gold
Befahrungen des Grubenbaues oberhalb des Grundwasserspiegels zeigen, dass große Teile des erzführenden Kimberley Reefs, hier in Gestalt des Boulder Reefs, noch erhalten sind. Weniger goldreiche Partien sind als Stützen des Grubenbaues belassen worden. Die Stollen sind mit Lockermaterial aus dem Kimberley Reef aufgefüllt. Dieses Material kann ohne Sprengarbeiten leicht gewonnen werden. Mit Ausnahme des sogenannten Battery Reefs sind die hangenden Partien des zum Kimberley Reef zählenden Boulder Reefs bisher nicht abgebaut worden. Alle anderen auf Lancaster auftretenden Reefs – das Ventersdorp Kontakt Reef (VCR), das Main Reef wie auch das Bird Reef – sind bisher nicht abgebaut worden.
Anhand der Bohrproben aus dem westlich angrenzenden Konzessionsgebiet der West Wits Mine S.A. lässt sich folgern, dass die Gehalte (1 ppm entspricht 1 g/t) längs des Kimberley Reefs (grüne Linie) recht konstant sind, wenn nicht sogar einen Trend in Richtung des Lancaster Grubengebietes ansteigender Gehalte ausweisen.
Anhand der Bohrproben aus dem westlich angrenzenden Konzessionsgebiet der West Wits Mine S.A. lässt sich folgern, dass die Gehalte (1 ppm entspricht 1 g/t) längs des Kimberley Reefs (grüne Linie) recht konstant sind, wenn nicht sogar einen Trend in Richtung des Lancaster Grubengebietes ansteigender Gehalte ausweisen.
Solide Daten über Goldvorräte
Die Abschätzung der Gold-Vorräte auf Lancaster basiert oberhalb des Grundwasserspiegels auf Probenahme an der Erdoberfläche, im befahrenbaren Grubenbau wie auch an frei gelegten Aufschlüssen. Der Abschätzung der Vorräte unterhalb des Grundwasserspiegels basiert auf einer linearen Extrapolation des Befundes, der oberhalb des Grundwasserspiegels längs des Einfallens der Reefs entstand. Zusätzlich gestützt wird die Extrapolation durch vielversprechende Ergebnisse von 12 Bohrungen, die auf der Konzession des westlich angrenzenden Nachbars, der West Wits Mine S.A., abgeteuft worden sind. Das laufende - und durch die laufende Goldproduktion finanzierte - Bohrprogramm soll die Untertagereserven bestätigen und als Basis für die Zertifizierung und Reservebewertung dienen.
Vier goldführende Schichten bestätigt
Auf Grundlage der vorgenannten Arbeiten zur Abschätzung der Reserven werden mehr als 300.000 Unzen im Grubengebäude oberhalb des Grundwasserspiegels sowie an der Erdoberfläche in Gestalt noch vorhandenen alten Haldenmaterials angenommen. Wird das Grubengebäude unterhalb des Grundwasserspiegels in die Vorratsabschätzung einbezogen - die Erzgehalte der vom früheren Abbau nicht erfassten Bird, Main und VCR Reefs - so ergibt sich eine geschätzte Gesamtreserve von mehr als 1 Mio. Unzen.
Hervorragende Infrastruktur
Seit mehr als 100 Jahren wird im Witwatersrand-Gebiet Gold abgebaut. Entsprechend gut ausgebaut sind die Verkehrsanbindungen (Eisenbahn- und Straßennetzt) und die Stromversorgung. Aufwändige Erschließungskosten fallen nicht an.
Bibliographie
Huttenlocher, H. & P. Ramdohr, 1965, Mineral- und Erzlagerstättenkunde, Bd. 2, Sammlung Göschen Band 1015/1015a, de Gruyter, Berlin.
Humphrey, J.C.N., 1933, Report on Property of the New Lancaster G.M.Co. (PTY) Ltd. on the Farm Luipaardsvlei No. 8, West Rand, 15 p.
McCarthy, T.S., 2006, The Witwatersrand Supergroup, in: M.R.Johnson, C.R. Anhaeusser and R.J. Thomas, eds.,
The Geology of South Africa, Geological Society of South Africa, Johannesburg, and the Council for Geoscience, Pretoria.
MSA Geoservices (Pty) Ltd., 2008, Lancaster Mine, Due Diligence Report prepared on behalf of West Wits Mining Ltd.
Robb, L.J. & V.M. Robb, 1998, Gold in the Witwatersrand Basin, in: M.G.C. Wilson and C.R. Anhauesser, eds.,
The Mineral Resources of South Africa, Handbook, Council for Geoscience, 16: 294-349.