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In der Vergangenheit wurden viele Flüsse in der Schweiz kanalisiert, was negative Auswirkungen auf ihren morphologischen Zustand und die Biodiversität hatte, sowie in manchen Fällen auch die Wasserqualität beeinträchtigte und das Hochwasserrisiko erhöhte. Die heutigen Planungen sehen vor, die Flüsse durch Wiederherstellungs- und Revitalisierungsmassnahmen in einen natürlicheren Zustand zurückzubringen. Das Ziel ist die Revitalisierung von 4000 Kilometer Flusslänge bis 2090, was ungefähr einem Drittel der totalen Flusslänge in der Schweiz entspricht. Die Bundesregierung hat für diesen Zweck 40 Millionen CHF zugesprochen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind allerdings noch keine Studien durchgeführt worden die den Monetären Nutzen oder das Kosten-Nutzen Verhältnis von Flussrevitalisierungsprojekten belegen.
Das Projekt hat zum Ziel diese Wissenslücke zu schliessen, indem die Verbesserungen von Ökosystem Leistungen durch Flussrevitalisierungsprojekte ausgewertet werden. Die Flüsse Thur und Töss dienen dabei als Fallstudien. Die Zahlungsbereitschaft der betroffenen Bevölkerung für Flussrevitalisierungsprojekte wird durch eine Umfrage ermittelt (Choice Experiment und Contingent Valuation). Dies erlaubt die Abschätzung des totalen aus den Verbesserungen von Fluss-Ökosystemleistungen resultierenden ökonomischen Nutzens. Dieser wird anschliessend in einer Kosten-Nutzen Analyse mit den Kosten von Revitalisierungsmassnahmen verglichen. Aus einer methodischen Perspektive wird der Substitutionseffekt durch das Design des Choice Experiments eingefangen, indem bezeichnete und nicht bezeichnete Entscheidungsfragen als Bewertungen von sowohl einzelnen wie auch von mehreren verschiedenen Flussstandorten dargestellt werden. Zusätzlich werden Abnahmeeffekte durch die Entfernung, angegebene Präferenzen sowie Wohlfahrtseffekte getestet mithilfe eines Vergleichs zwischen Choice Experimenten mit einzelnen lokalen und mehreren teilweise nicht lokalen Standorten.