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Die langjährige Freundin von Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger, L'Wren Scott, ist tot. Die 49-Jährige sei am Montagmorgen (Ortszeit) leblos in ihrer New Yorker Wohnung gefunden worden, sagte eine Sprecherin der New Yorker Polizei der Nachrichtenagentur «dpa» und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Offizielle Angaben zur Todesursache gab es zunächst nicht. Die Untersuchung des Falls dauere an, sagte die Sprecherin. In den Medien wurde über einen möglichen Selbstmord spekuliert.
Mick Jagger am Boden zerstört
Jagger sei «komplett geschockt und niedergeschmettert» sagte eine Sprecherin des Sängers. Der Sänger war mit seinen Band-Kollegen in der Nacht zum Montag im australischen Perth eingetroffen, wie die Band per Twitter mitteilte. Dort war für Mittwoch ein Konzert geplant. Inzwischen hat die Band ihr Konzert abgesagt. Ob es nachgeholt wird und ob die anderen Auftritte in Australien wie geplant stattfinden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.
L'Wren Scott mit Schal um den Hals aufgefunden
US-Medien wie der Nachrichtensender CNN berichteten unter Berufung auf Polizeiquellen, dass sich die Designerin mit einem Schal an einer Türklinke erhängt habe. Es gebe keine Anzeichen für ein Fremdverschulden. Scott habe keine Nachricht hinterlassen. Am Morgen hätte sie ihrem Assistenten eine SMS geschrieben, dass er vorbeikommen solle. Als er das wenig später tat, fand er Scott tot und rief die Polizei.
Für die Selbstmord-Theorie spricht, dass L'Wren Scott ein riesiger Schuldenberg von sechs Millionen US-Dollar gedrückt haben soll. Zudem geistert durch die Medienlandschaft, dass Mick Jagger sie verlassen haben soll. Das hat der Rockstar aber inzwischen über einen Sprecher dementiert: «Eine Trennung zwischen Mick Jagger und L'Wren Scott ist hundertprozentig unwahr.»
Doch am Selbstmord zweifeln inzwischen einige Journalisten in New York. Grund: L'Wren Scott hatte nie Anzeichen von Depressionen gezeigt oder Drogenprobleme gehabt. Zudem ist sie mit ihren 1,96 Meter Körpergrösse eigentlich zu gross, um sich an einem Türknauf zu erhängen. Vielmehr vermuten einige, dass sie eventuell auf autoerotische Sexspiele stand und sich dabei aus Versehen selbst getötet hat.
Freunde gedenken L'Wren Scott
Prominente Freunde und Bekannte von Scott reagierten bestürzt auf die Nachricht von ihrem Tod. «Ich bin untröstlich nach dem Verlust der grossartigen und talentierten L'Wren Scott», schrieb Jaggers Exfrau Bianca Jagger bei Twitter. «Möge sie in Frieden ruhen.» Scott sei eine «seltene, wundervolle und talentierte Seele» gewesen, schrieb die Schauspielerin Bette Midler. «Ich bin erschüttert.» Es gebe keine Worte, die beschreiben könnten, wie sie sich fühle, zitierte die «New York Times» Scotts Designer-Kollegin Diane von Furstenberg. «Ich wünschte, sie hätte um Hilfe gebeten, so dass eine solche Tragödie nie passiert wäre.» Scott sei «brillant, elegant, liebenswürdig und grosszügig» gewesen, schrieb die Schauspielerin Olivia Wilde. «Was für eine Tragödie.»
L'Wren Scott
Die im US-Bundesstaat Utah als Laura Bambrough geborene Scott war seit Anfang der 2000er-Jahre mit Jagger (70) zusammen. Sie hatte als Designerin mit Promis wie Madonna, Sarah Jessica Parker und Angelina Jolie zusammengearbeitet. 2006 gründete sie ihr eigenes nach ihr benanntes Modelabel. Sogar US-First-Lady Michelle Obama trug ihre Kreationen.