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Der U.S. Supreme Court hat ein Gesetz des Staates Kalifornien, welches den Verkauf von Videospielen mit gewaltdarstellenden Inhalten an Minderjährige verbieten wollte, als verfassungswidrig erklärt.
Der Supreme Court kam zum Schluss, dass Videospiele ebenfalls vom Recht auf freie Meinungsäusserung geschützt sind. Der Supreme Court hat dabei eine klare Trennung zwischen der Form der Meinungsäusserung und den beanstandeten Inhalten gezogen. Es gehe aus grundsätzlichen Überlegungen nicht an, Videospiele quasi als neue Form der Meinungsäusserung zu definieren, in welcher bestimmte Inhalte an Minderjährige nicht vermittelt werden dürfen. Videospiele seien insofern nicht anders zu behandeln als Bücher, Comics, Filme oder Hörspiele.
Der Supreme Court hatte aber insbesondere nicht darüber zu befinden, ob Videospiele geeignet sind, Minderjährige in der moralischen Entwicklung zu korrumpieren.
Ein solcher Zusammenhang wurde vom Supreme Court aber immerhin begründet angezweifelt. Dies etwa unter Verweis auf entsprechende Zeugenaussagen von Dr. Craig Anderson, der auch hierzulande von Verbotsbefürwortern oft zitiert wird. Anderson hatte in einem anderen Gerichtsverfahren als Zeuge eingeräumt, dass die Effekte, welche er in seinen Studien zu den angeblich schädlichen Auswirkungen des Konsums gewalthaltiger Videospiele beschreibt, auch bei blosser Betrachtung von Zeichentrickfilmen (Bugs Bunny etc.) auftreten.