Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03598.jsonl.gz/3079

Die ertragsgesetzlichen Produktionsfunktion geht von einer partiellen Faktorenvariation aus. Das Mengenverhältnis der in der Faktorenkombination vertretenen Produktionsfaktoren ist variabel. Um einen bestimmten landwirtschaftlichen Ertrag zu erzielen, kann z.B. mehr Wasser, aber weniger Dünger eingesetzt werden.
Ertragsgesetz: Wird in einer Faktorenkombination die Faktorenmenge eines Produktionsfaktors von Null an kontinuierlich erhöht und die Faktorenmenge der andern Faktoren konstant gehalten, steigt der Gesamtertrag vorerst progressiv, dann nur noch degressiv. Nimmt der Einsatz des variablen Produktionsfaktors übermässig zu, kann dies dazu führen, dass der Gesamtertrag sich vermindert.
Erhöht ein Landwirt auf einer bestimmten Ackerfläche die Düngerzugabe von Null an kontinuierlich, nimmt sein Ertrag solange progressiv zu, bis die zugeführte Düngermenge in einem optimalen Verhältnis zu den andern Produktionsfaktoren steht. Wird dem Acker über das Optimum hinaus weiter Dünger zugeführt, so führt dies vorerst zu einer weitern allerdings degressiven Ertragssteigerung, weil sich das Verhältnis zwischen dem Dünger und den übrigen Produktionsfaktoren wieder verschlechtert. Uebermässige Düngerzugaben können den Boden vergiften und damit die Erträge senken.