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Obwohl sich die Gesundheit der Bevölkerung in den letzten fünf Jahrzehnten erheblich verbessert hat, bleiben die gesundheitlichen Ungleichheiten zeitlich und räumlich zumindest stabil oder nehmen sogar zu. Wenn der Zusammenhang zwischen sozialen Merkmalen und Gesundheit gut etabliert ist, sind die biologischen Wege zwischen sozialer Exposition und Gesundheit weniger klar. Epigenetische Faktoren und das Stressmodell (McEwen 1998) zogen die meisten empirischen Belege für biologische Pfade an. Jüngste Fortschritte in der Grundlagenforschung und in der klinischen Forschung haben die wichtige Rolle des Darm-Mikrobioms für die Gesundheit unterstrichen. Wir gehen davon aus, dass das Darm-Mikrobiom ein weiterer biologischer Weg sein könnte, der die soziale Exposition und den Gesundheitszusammenhang vermittelt.