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Rassistische Straftaten werden durch wachsendes Internet begünstigt
Zwischen Vernetzung und Kriminalität besteht ein Zusammenhang. Diese konnte durch eine Erhebung belegt werden.
Zwischen 2001 und 2008 haben durch die rasante Verbreitung des Internets rassistisch begründete Einzelverbrechen stark zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Untersuchungsergebnisse von Jason Chans (Carlson School of Management) und Anindya Ghose sowie Robert Seamans von der Stern School of Business.
Jeweils ein weiterer Internetanbieter im damaligen Zeitraum bedeutete ein 20-prozentiges Wachstum der Verbrechen mit rassistischem Hintergrund. Grundlage der Forschungsarbeiten sind Daten des FBI, der Federal Communications Commission, dem U.S. Census Bureau und dem U.S. Bureau of Labor Statistics.
Laut dem FBI sind etwa zwei von drei Verbrechen auf US-Boden rassistisch motiviert. Die Forscher kommen in ihrer Studie zu genauen Zahlen. Sobald es einen Internetanbieter mehr am Markt gab, geschahen etwa 865 zusätzliche Zwischenfälle, vermehrt in von Rassismus stärker betroffenen Gegenden. Dennoch verursachte der Zugang zum Internet nicht, dass sich offline mehr rassistische Gruppen formten. Vielmehr sind es Einzeltäter, die öfter zuschlugen.
„Die Verbindung zwischen Internetanbietern und der Anzahl von rassistisch-motivierten Verbrechen ist hauptsächlich dort vorzufinden, wo ohnehin schon ein sehr hohes Level von Rassismus zu beobachten ist“, erklärt Chan. Schuld an der Zunahme der Verbrechen sei, dass es das Internet begünstige, gefährlich tief in eine Materie hineingezogen zu werden.
Artikel von: pressetext.com
Artikelbild: © Oleksiy Mark – shutterstock.com