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Der Erweiterungsbau der Vogesenschule gehört zu einer Reihe Schulhäuser, die anlässlich der Einführung der Orientierungsschulen in Basel konzipiert wurden. Er bildet zusammen mit den Gebäuden der St. Johann- und Pestalozzischule einen nach Südwesten offenen Hof. Die beiden alten Schulhäuser betonen als freistehende Bauten mit vorgelagerten Grünanlagen den institutionellen Charakter ihrer Funktion. Der Neubau dagegen ist unmittelbar an den St. Johanns-Ring gesetzt und mit den anderen Gebäuden entlang der Strasse durch partielle Rücksprünge und die Aufnahme ihrer Baulinien verzahnt. Auch im Massstab ist es den Nachbarbauten angepasst. In seinen Proportionen und seiner Schlichtheit vermittelt es den gewohnten Charakter eines öffentlichen Schulhauses.
Das neue Gebäude wurde in zwei Etappen realisiert. Der erste Teil (1994) war an der bestehenden Turnhalle angelagert, die in der zweiten Etappe durch eine unterirdische Halle ersetzt wurde. Mit dem anstelle der Turnhalle errichteten zweiten Teil (1996) entstand die prägnante rotationssymmetrische Figur des Neubaus. Im Angelpunkt der beiden Teile liegt die Treppe. Ihre Anordnung bricht mit dem traditionellen Schema, bei dem Treppe und Korridor ein T-förmiges Erschliessungssystem bilden. Die aufsteigende Bewegung beginnt bereits mit der Aussentreppe zum Eingang.
Eine Verbundkonstruktion aus Stahl und Beton, erlaubte es, die Etappen in Kürze abzuschliessen, und gewährleistet im Gegensatz zu den alten Schulhäusern eine grosse Flexibilität bei der Unterteilung der Räume.
Die äussere Hülle besteht aus grossen im Verbund versetzten selbsttragenden Kunststeinen, die mit grünem Naturstein gefärbt und gesandstrahlt wurden. Die Fenster mit gestrichenen Holzrahmen sind ungewöhnlich gross.
Besondere Bedeutung kam der Belichtung der Unterrichtsräume zu. Die Wände sollten in hellen Tönen das Licht reflektieren, das durch die grossen Fenster tief in die Räume dringt. Eine pastellfarbige Bemalung zweier übereckliegender Wände, ausgeführt nach einem Konzept des Künstlers Peter Suter, spiegelt die Tonalität der baulichen Umgebung aus dem 19. und 20. Jahrhundert im Klassenzimmer. Diese Akzentuierung unterstützt auch den Wunsch, die Klassenzimmerbestuhlung nicht mehr allein zur Wandtafel hin zu orientieren.
Datum: 1992—1996
Auftraggeber: Baudepartement Kanton Basel-Stadt, Hochbau- und Planungsamt
Ort: St. Johanns-Ring 17, Basel, Schweiz
Bruttogeschossfläche (BGF): 6.150 m²
Programm: Klassenzimmer, Bibliothek, Materialräume, Turnhalle, Hausmeisterwohnung
Bauingenieur: Cyrill Burger & Partner
Technische Gebäudeplanung: Bogenschütz, Hunziker + Partner
Farbkonzept Klassenräume: Peter Suter