Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03136.jsonl.gz/3041

Vier Stadtteile innerhalb der Metropole Rio de Janeiro werden für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 vorbereitet – sie heissen: Barra da Tijuca – Deodoro – Maracanã und Copacabana. Eröffnungs- und Abschiedsfeier, sowie das Endspiel im Fussball, werden im Maracanã-Stadion stattfinden – die Wettkämpfe in der Leichtathletik im Olympia-Stadion Nilton Santos. Für die Begegnungen der Fussball-Vorrunden sind weitere vier Stadien in Nachbarorten vorgesehen.
Der Stadtteil Barra da Tijuca, von den Einheimischen einfach “Barra” genannt, wird das Herz der Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro werden. Er liegt im Westen der Stadt, ist umgeben von Bergen und Lagunen und berühmt wegen einem der schönsten Strände der Metropole am Zuckerhut.
In der Barra-Zone befindet sich der “Barra Olympia-Park“, mit der grössten Konzentration an Sport-Schauplätzen, ausserdem das “Riocentro“, grösstes Ausstellungs-Zentrum der Stadt, mit vier Pavillons und dem neuen Olympischen Golfplatz. Alles in allem werden auf den 14 Wettkampfplätzen in Barra 21 Olympische und 12 Paralympische Sportdisziplinen ausgetragen (siehe Details auf der angefügten Karte). In dieser Zone ist auch das Olympische und Paralympische Dorf “Park der Athleten“ untergebracht, sowie das Internationale Presse-Zentrum.
Vermächtnis
Barra wird von den Spielen signifikant begünstigt durch den Bau neuer Wettkampf- und Trainingseinrichtungen, Verbesserungen der Transport-Infrastruktur (wie zum Beispiel eine Verlängerung der U-Bahm in die Nachbarschaft, neue Schnellbus-Linien und Strassenausbau), neue Wohn-, Einkaufs- und Unterhaltungs-Areale, und darüber hinaus werden in den Parks und auf den Flüssen der Region Rehabilitations-Programme durchgeführt.
Ein noch grösseres Vermächtnis der Olympiade für den brasilianischen Sport ist das Olympische Trainingszentrum (OTC), welches nach den Spielen in Barra zurück bleibt. Es ist dem Training und der Unterbringung von Spitzenathleten gewidmet, hat 40.000 Quadratmeter Fläche und Platz für 12 Olympische Disziplinen – dazu noch spezielle Einrichtungen für Ernährung, Physiotherapie, Sport- und klinische Medizin.
Auch der Olympische Golfplatz ist ein Schlüsselprojekt für späteren Profit. Seit 112 Jahren ist das Golfspiel endlich wieder in die Olympischen Disziplinen aufgenommen worden – nach der Olympiade steht der Platz der Öffentlichkeit zur Verfügung und wird dazu beitragen, Golf in Rio, Brasilien und ganz Südamerika zu verbreiten.
Der Olympiapark des Stadtteils Deodoro wird die zweitgrösste Konzentration von Wettkämpfen während der Olympiade 2016 aufnehmen – eine interessante Mischung aus traditionellen und neueren Sportarten. Er liegt im Westteil von Rio de Janeiro und hat bereits eine bedeutende Rolle bei den Pan-Amerikanischen Spielen im Jahr 2007 innegehabt, zu deren Durchführung eine Anzahl neuer Wettkampfeinrichtungen erstellt wurden.
Das führte zu einer zahlreicheren Beteiligung junger Leute an verschiedenen Sportarten, und Ziel ist es, diese Beteiligung für die Olympiade 2016 noch weiter zu erhöhen. Ebenfalls ein sportliches Vermächtnis wird in Form des “X-Parks“ zurückbleiben, inklusive des Stadions Água Branca und dem BMX Olympia-Center – zusammen mit einem 500.000 Quadratmeter grossen Freizeit-Areal, dem zweitgrössten in Rio de Janeiro.
Die Region steht unter starkem militärischem Schutz – ausgedehnte Militärkasernen befinden sich in dieser Region. Zwei der für die Pan-Amerikanischen Spiele errichteten Wettkampfplätze müssen für Olympia 2016 renoviert werden – das olympische Schiess-Zentrum und das olympische Zentrum für den Pferdesport – sie werden derzeit von der Armee benutzt.
Deodoros 9 Wettkampfplätze werden insgesamt 11 Olympischen Disziplinen Rechnung tragen und 4 Disziplinen der Paralympioniken (siehe Karte mit den Details).
Vermächtnis
Sowohl mit dem “X-Park” als auch mit einer verbesserten Infrastruktur des Transportwesens werden die Bewohner von Deodoro die positiven Nachwirkungen der Olympischen Spiele 2016 zu spüren bekommen.
Der nach seinem weltberühmten Stadion benannte Stadtteil Rio de Janeiros befindet sich im nördlichen Sektor der Stadt, unweit des Stadtzentrums. Er kann sich gleich zweien von Rios Markenzeichen rühmen – dem Maracanã-Stadion, in dem die Eröffnungs- und Abschieds-Zeremonien, sowie Fussball-Partien stattfinden werden, und dem Sambódromo, einer Freilichtbühne, auf der Rios alljährliche “Greatest Show on Earth“, der Karneval, stattfindet, und die jetzt für den Olympischen Marathon sowie für die Olympischen und Paralympischen Bogenschützen zweckentfremdet wird.
Im Olympischen Stadion J. Havelange, errichtet für die Pan-Am-Spiele von 2007, bei den Einheimischen als “Engenhão“ bekannt (wegen der Nachbarschaft des Ortes “Engenho de Dentro“) werden die Leichtathletik-Wettkämpfe ausgetragen – für olympische wie paralympische Athleten.
Die fünf Wettkampf-Schauplätze werden 2016 für fünf Olympische Sportarten genutzt und für zwei Paralympische Disziplinen (siehe Karte mit allen Details).
Vermächtnis
Während das Maracanã-Stadion und der Sambódromo bereits renoviert worden sind, wird diese Zone derzeit Zeuge von grossen Veränderungen im Hafengebiet, wo ein grösseres urbanes Wiederbelebungs-Projekt realisiert wird. Das Projekt – das einen historisch bedeutenden Teil der Stadt mit neuem Leben erfüllt, der bis dato links liegen gelassen wurde – hat man Jahrzehnte auf dem Reissbrett vergessen, bis Olympia 2016 schliesslich die Inspiration der Verantwortlichen neu entfacht hat.
Zweifellos Rio de Janeiros weltberühmtester Stadtteil, begrenzt von seinem vier Kilometer langen, halbmondförmigen Strand. Hier wird die Arena für den Strand-Volleyball aufgebaut, und damit kehrt dieser Sport zurück in seine geistige Heimat. Währenddessen werden die Events: Schwimmen in offenem Wasser, Triathlon und Para-Triathlon, im Meer und an Land, rund um das Fort Copacabana ausgetragen, am südlichen Ende des Strandes. Und die Radsportler werden ebenfalls entlang dieser ikonischen Meeresfront ihren Wettkampf austragen.
Ein bisschen weiter innen wird die idyllische Lagoa Rodrigo de Freitas – umgeben von Bergen und unter dem schützenden Blick des Christus auf dem Corcovado – zu einer Art olympischem Wasserstadion. Hier werden die Ruderer, Kanu-Sprinter und Para-Kanuten ihre Wettkämpfe austragen. In den nördlichen Teil der Copacabana-Zone hat man zwei weitere olympische Schauplätze verlegt, entlang der Guanabara-Bucht und mit direktem Blick auf den Zuckerhut: Im Flamengo-Park fallen die Entscheidungen bei den Gehern, Radlern und im Paralympischen Marathon – und die an den Park anschliessende Marina da Glória (Yachthafen) ist Ausgangspunkt der Segelwettbewerbe.
Vermächtnis
Aufbereitung und Schutz der Umgebung, besonders die Guanabara-Bucht und ihre Kanäle, wird als zentrales Vermächtnis in dieser Zone der Stadt verbleiben.