Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03618.jsonl.gz/1422

Stoppt die Menopause Endometriose?
Es ist schwer vorauszusagen, ob Endometriose durch die Menopause verschwindet. Wir beginnen mit einer Definition, wie und warum sie auftritt und ob sie gestoppt werden kann und überprüfen dann alle Anzeichen.
Was ist Endometriose?
Die Endometriose ist eine gynäkologische Erkrankung, die im Allgemeinen 1 von 10 Frauen betrifft (1).
Die Endometriose ist ein gutartiges gynäkologisches Krankheitsbild, das durch das Vorhandensein von Endometriumgewebe außerhalb der Gebärmutter und des Myometriums (Peritoneum, Becken, Eierstöcke, Verdauungssystem) gekennzeichnet ist. Dabei fliesst während der Periode einer Frau Blut durch die Eileiter in die Bauchhöhle (der Bereich in der Bauchhöhle, in dem sich Magen, Darm und Leber befinden).
Bedeutet Menopause, dass die Symptome der Endometriose aufhören?
Die Symptome der Endometriose bereiten während der fruchtbaren Jahre die meisten Probleme. Mit Beginn der Menopause werden die schmerzhaften Symptome generell weniger.
Eine Erklärung könnte darin bestehen, dass die durch die Endometriose verursachten Läsionen in Abwesenheit einer hormonellen Sekretion «schlafen gehen».
Andererseits kann eine hormonelle Behandlung Endometriose-Läsionen reaktivieren und die Rückkehr von Beckenschmerzen und/oder Blutungen hervorrufen.
Deshalb kommt es immer auf den Einzelfall an, denn jeder Körper ist anders. Obwohl die Wechseljahre im Allgemeinen die Symptome verringern können, kann nicht mit Bestimmtheit vorausgesagt werden, ob die Symptome mit Beginn der Menopause verschwinden.
Diese drei Schlüsselelemente zu Endometriose und Menopause sollten Sie sich merken:
- Menopause bedeutet nicht unbedingt, dass die Symptome der Endometriose aufhören
- Eine hormonelle Behandlung kann zu einer Reaktivierung der Endometriose-Läsionen führen und die Rückkehr von Beckenschmerzen und/oder Blutungen hervorrufen
- Leben Sie Ihr Leben weiter wie gewohnt und geniessen Sie mögliche Anzeichen dafür, dass es besser wird
QUELLE
1. Bulun SE. Endometriosis. N Engl J Med 2009;360:268–279.