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Die Beinvenen haben die schwere Aufgabe, das Blut zurück zum Herz zu transportieren, d.h. über eine Distanz von fast anderthalb Metern! Beim Gehen werden die Gefässe der Fusssohle zusammengedrückt, und sie pumpen das Blut herzwärts. Weiter nach oben getrieben wird das Blut durch die sich zusammenziehenden Wadengefässe.
Diese Anstrengungen sind jedoch vergebens, wenn das Blut infolge der Schwerkraft wieder zurückfliesst. Aus diesem Grund sind die Venen mit so genannten Klappen ausgerüstet, die ein Zurückfliessen verhindern. Es kommt jedoch vor, dass diese «Ventile» nicht mehr richtig funktionieren. Dann spricht man von Veneninsuffizienz.
In diesem Fall beginnt das Blut langsamer zu fliessen und sich zu stauen (Venostase), und es treten typische Symptome auf: schwere und/oder geschwollene Beine, Schmerzen, Krämpfe usw. Durch die Venostase erhöht sich der Druck auf die Venen, und diese können über die Haut hervorstehen (Krampfadern).
Was tun bei Veneninsuffizienz?
Hitze und Bewegungsmangel (zu langes Stehen oder Sitzen) verschlimmern die Symptome. Heisse Bäder und Epilieren (Wachs oder elektrisches Epiliergerät) sind ebenfalls zu vermeiden.
Einen positiven Einfluss auf den Venenrückfluss haben hingegen regelmässige Beinübungen sowie das Tragen von Stützstrümpfen und -strumpfhosen. Rezeptfrei erhältliche venentonisierende Arzneimittel können ebenfalls hilfreich sein: die Wirksamkeit von Rosskastanien-Extrakt gegen chronische Veneninsuffizienz wurde zum Beispiel in mehreren klinischen Versuchen getestet.
Falls die Schmerzen stark sind und andauern, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden (Arztpraxis oder Angiologiepraxis, spezialisiert auf Erkrankungen der Venen- und Lymphgefässe).