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Bolero: Monsieur Ouchenir, schreiben Sie selbst noch handgeschriebene Briefe und an wen zuletzt?
Nicolas Ouchenir: Wenn ich verreise, dann schicke ich meiner Grossmutter immer eine Postkarte. Sie hat bereits unzählige davon.
Wie war die Kooperation mit Shiseido?
Danke der japanischen Schönheitsmarke hatte ich zum ersten Mal eine direkte Verbindung mit der Haut. Es war inspirierend, einen Eyeliner als ein Werkzeug zu benutzen. Ich habe realisiert, dass das Make-up auf dem Teint gleich wie die Tinte auf dem Papier funktioniert.
Sie schreiben an jeder Fashion Week mehr als 30 000 Einladungen – wurden Sie von den Designern jemals an eine Show eingeladen?
Ja, zum Glück. Da ich zum Teil auch Sitzkarten entwerfe, darf ich auch an die Präsentationen der Modehäuser gehen, für die ich arbeite. Zudem sind in den vergangenen fünfzehn Jahren meiner Karriere Modemacher wie Rick Owens und Giambattista Valli zu meinen Freunden geworden.
Welches war die eigenartigste Einladung, die Sie jemals entwerfen mussten?
Für einen Kunden musste ich einmal mit Schweineblut eine Einladung schreiben. Das war sehr schräg…
Die neue Eye Collection von Shiseido umfasst neben der «Instroke Eyeliner Brush» auch diverse Cremelidschatten, Eyeliner und Wimperntuschen, ab Fr. 32.–.