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✎ Malik Dumelin, Jan Stegmann
«Mein schönster Moment war, als ich das erste Mal durch das James-Webb-Teleskop blickte und die hochauflösenden Infrarotbilder des Universums sah.» Das Teleskop ist das schwierigste Projekt, das der ehemalige Nasa-Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen meistern musste. In den sechs Jahren, in denen er in der Funktion tätig war, arbeitete er pro Woche ein bis zwei Tage an diesem Projekt. Ein Fehler wäre verheerend gewesen. Das Teleskop kostet um die 8,5 Milliarden Dollar.
Die Aufgabe der Nasa im Klimawandel
Die meiste Zeit arbeitete Thomas Zurbuchen am James-Webb-Teleskop, doch er ging auch anderen Tätigkeiten nach. Wie zum Beispiel: Aufgaben mit Satelliten und den Klimawandel bewältigen. Dieser Satellit umkreist innerhalb von einer Stunde die Erde. Mithilfe von Laserstrahlen, die auf die Erde strahlen, kann man festhalten, wie weit die Gletscher schmelzen und wie viel Wasser unter der Oberfläche vorhanden ist.
«Ich vermisse Vermicelles, heisse Marroni oder auch einfach die Aussicht in den Bergen»
Thomas Zurbuchen über die Schweiz
Um so einen Satelliten zu bauen, braucht es sechs Jahre. Das sei doppelt so lange, wie man eigentlich brauchen dürfte, sagt Zurbuchen. Und fügt an: «Ich bin, was das Klima anbelangt, heute nervöser als vor sechs Jahren.»
Was vermissen Sie an der Schweiz, und was bräuchte es, damit Sie wieder zurückkämen?
«An der Schweiz vermisse ich ein paar Sachen: zum Beispiel Vermicelles, heisse Marroni oder auch einfach die Aussicht in den Bergen. Meine Freunde aus der Schweiz vermisse ich sicher auch.» Das sei halt das Problem, wenn man auf einen anderen Kontinent zieht, man habe Freunde auf beiden Seiten.
«Ich finde die Schweiz ein schönes Land. Wenn sich die Gelegenheit ergibt und ich in der Schweiz einen Job fände, würde ich auch wieder in der Schweiz arbeiten.»
Schliessen sich nach Ihrer Meinung Glauben und Wissenschaft gegenseitig aus?
«Nein, für mich schliessen sie sich nicht aus, ausser man ist auf einer extremen Seite. Damit meine ich, wenn man zum Beispiel extrem in die Wissenschaft verbissen ist und denkt, dass man alles wissenschaftlich belegen kann, und der anderen Seite, in dem Fall den Gläubigen, überhaupt nicht mehr zuhört.» Auf der Gegenseite laufe es genau gleich, sagt er.