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Vinho Verde
Der nordwestliche Zipfel Portugals ist ein unerschöpfliches Reservoir für frisch-fruchtige, bekömmliche Weissweine. Die qualitativ hochstehenden Weine werden aus der Sorte Alvarinho gekeltert.
Geschichte
Die Römer waren die ersten, die dem Weinbau im heutigen Vinho-Verde-Gebiet zu einer gewissen Bedeutung verholfen haben. Ab dem 12. Jahrhundert gaben auch Klöster wichtige Impulse. Weine aus Monção und Ribeira de Lima waren die ersten portugiesischen Weine, die auf den europäischen Märkten eine gewisse Bedeutung erlangten. Bereits 1908 wurde ein Statut verabschiedet, das die Grenzen des Vinho-Verde-Gebiets und seine Subzonen definiert. Der heutige Weinstil, der auf Primärfrucht und Frische basiert, entstand in den letzten 20 Jahren.
Geografie
Vinho Verde liegt im nördlichsten Teil Portugals, zwischen der spanischen Grenze und dem Douro-Fluss, der nahe der Stadt Porto in den Atlantik fliesst.
Die Böden bestehen grösstenteils aus Granit, durchzogen von zwei schmalen Schieferbändern. Generell sind die Böden flachgründig, heterogen und verfügen über eine gute Drainage. Vor allem Granit-Sandböden sind Garanten für schlanke, elegante und rassige Weine.
Klima
Mit einer Jahresdurchschnittsmenge von rund 1'500 Millimetern ist Vinho Verde das regenreichste und grünste Gebiet in Portugal. Darüber hinaus ist die Region vor allem im Küstengebiet stark von den frischen Brisen des Atlantiks geprägt. Hier entstehen die elegantesten Weine, während die Gewächse aus dem etwas heisseren Landesinnern mehr Fülle aufweisen.
Weine
Vinho Verdes gibt es sowohl reinsortig aber auch als Cuvées. Um ihren frischen Charakter zu bewahren, reifen sie meistens in Stahltanks und kommen schon kurz nach der Ernte in die Flasche. Langer Hefeausbau und Reifung im Barrique wird nur bei Spezialitäten angewendet.
Sorten
Das Vinho-Verde-Gebiet verfügt über eine sehr grosse Zahl an autochthonen Rebsorten. Besonders Alvarinho, Trajadura, Loureiro und Arinto gelten als Garanten für hochwertige Weine.
Rebfläche
rund 21'000 Hektar