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Unsere Schülerinnen Ilva Eigus und Sophie Branson haben am Transsibirischen Kunstfestival in Novosibirsk zusammen mit dessen Gründer Vadim Repin das Stück iGeneration von Daniel Schnyder uraufgeführt.
iGeneration ist ein Concerto grosso für zwei „grosse“ Solisten (Violine und Cello) und zwei junge Violinistinnen. Der zurzeit in New York lebende Schweizer Komponist Daniel Schnyder hat es im Auftrag der Zakhar Bron Musikschule und des Transsibirischen Kunstfestivals unseren beiden Schülerinnen Ilva Eigus und Sophie Branson „auf den Leib“ komponiert. Am 24. März 2018- der Abend stand unter dem Thema: „Kinder spielen für Kinder: Musikalische Märchen“ – präsentierten sie es zum ersten Mal, zusammen mit Vadim Repin (Violine), Alexander Buzlov (Cello) und dem Philharmonischen Kammerorchester Novosibirsk unter der Leitung von Alim Shakhmametyev.
Der Name des Stücks, das erst Mitte Januar fertig geworden war, verweist auf die junge, nach 1995 in eine globalisierte Welt geborene Generation. Schnyder hat darin eine breite Palette von Motiven verarbeitet, von Schweizer Jodelmelodien über asiatische Klänge bis zum Jazz. Die Reise- und weitere Kosten im Zusammenhang mit der Premiere wurden von Pro Helvetia bezahlt.
Nur drei Proben waren möglich – eigentlich zu wenig für ein rhythmisch und klanglich so anspruchsvolles zeitgenössisches Stück. Die erste und wichtigste Probe, mit einem nur achtköpfigen Orchester, fand ohne Dirigent unter der Leitung von Vadim Repin statt. Sie diente dem Verständnis des Werks und führte dazu, dass Ilva und Sophie vieles umlernen mussten. Die zweite Probe, diesmal mit Dirigent und Orchester, war schon sehr viel stabiler und klarer und gab Daniel Schnyder Gelegenheit, seine musikalischen Ideen besser zu erläutern. Nach der dritten Probe galt es dann ernst: vor einem privaten Publikum aus Sponsoren und Behördenvertretern wurde das Werk in einer freigeräumten Produktionshalle einer Keramikfabrik als Vorpremiere zum ersten Mal aufgeführt. Das Konzert, wieder mit dem Oktett, gelang sehr gut, abgesehen von einigen Kleinigkeiten, an denen dann über Nacht noch gefeilt wurde.
Die Premiere am nächsten Tag im modernen, tausendplätzigen Konzertsaal im Zentrum von Novosibirsk war total ausverkauft. Und das Publikum war so begeistert, dass es sogar zwischen den Sätzen applaudierte. Für Ilva und Sophie war es eine unglaublich tolle Erfahrung, mit einem Weltstar wie Repin auftreten zu können, und sie haben es offensichtlich genossen. Das Solo zu Beginn des zweiten Satzes gelang ihnen so gut, dass Repin das Publikum zu einem Zwischenapplaus aufforderte. Auch der Komponist Daniel Schnyder zeigte sich nach dem Konzert sehr zufrieden.
“Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Novosibirsk und durfte viele Menschen kennenlernen. Ich bin froh, dass meine Komposition, ‘iGeneration’, beim Publikum und bei den Musikern Gefallen gefunden hat. Meine Musikwelt war für alle Beteiligten zum Glück spannend und neu; vor allem natürlich für Sophie und Ilva, die ganz phantastisch gespielt haben.
Es handelt sich bei iGENERATION um mein erstes Werk für Jugendliche; diese Komposition stellt eine Bereicherung meines Schaffens dar, ein Novum. Umso mehr freut es mich, dass die Umsetzung des Notentextes so gut gelang.
Die Musik erfüllte alle Herzen mit Freude und verband Komponist Musiker und Publikum über alle Kulturgrenzen hinweg. Wir spielten Jazz, Vierteltoene, franzoesische, spanische und italienische Musik, nebst all meiner eigenen Kompositionen in Zentralasien, dem geographischen Herzen der Welt.
Die Menschen in Novosibirsk und in den anderen Orten waren alle sehr nett, hilfsbereit, und alles funktionierte dank Natalie Miller und Markus Wyler, trotz langer beschwerlicher Reiserei, wunderbar. Sibirien ist gross.
Es war mir auch eine Ehre, dass Vadim Repin und Alexander Bouzlov meine Komposition spielten.
Nun gehe ich etwas von meinem ALTAI Honig essen, den ich in Sibirien geschenkt bekommen habe. Ich bin sicher der einzige Mensch in Manhattan, der nun gerade sibirischen Honig isst! So klebt die Welt zusammen!”