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TCS MyMed
Autore: Mediscope
Mit dem Laktosetoleranztest lässt sich eine Unverträglichkeit auf Milchzucker (Laktose) nachweisen. Dabei wird geprüft, ob der Darm den Milchzucker in der Nahrung verwerten kann. Im Dünndarm wird der Milchzucker (Laktose) aus der Nahrung durch das Enzym Laktase gespalten. Dies wird im Rahmen des Tests durch Blutzuckermessungen nach dem Trinken einer Laktoselösung überprüft.
Häufiger wird jedoch der Wasserstoff-Atemtest (H2-Atemtest) zum Nachweis der Laktoseintoleranz durchgeführt, da er genauer ist und bei diesem Test keine wiederholten Blutzuckermessungen mit Stich in die Fingerkuppe notwendig ist. Oft werden auch beide Tests zusammen durchgeführt.
Der Laktosetoleranztest ist eine Untersuchung aus der Gastroenterologie, ein Teilgebiet der Inneren Medizin.
Für den Laktosetoleranztest muss man nüchtern sein, man darf also etwa 6 Stunden vorher nichts mehr essen.
Es ist vorher keine spezielle Abklärung notwendig.
Zuerst wird der Blutzucker mittels Bluttropfen aus der Fingerkuppe (Fingerstich) gemessen, der als Vergleichswert für die nachfolgenden Messungen dient. Nach dem Trinken einer Milchzuckerlösung wird alle 30 Minuten für insgesamt zwei Stunden der Blutzucker gemessen. Liegt ein Mangel an Laktase vor (Laktoseintoleranz), steigt der Blutzuckerspiegel nicht oder nur gering an, da der Nahrungszucker im Dünndarm nicht verwertet wird. Steigt der Blutzucker um mehr als 20 mg/dl an, kann ein Laktasemangel mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden.
Der Laktosetoleranztest dient zur Diagnose einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) und wird bei entsprechenden Verdauungsbeschwerden durchgeführt.
Diese Untersuchung ist im Allgemeinen ohne Risiken. Besteht eine Laktoseintoleranz, können durch das Trinken der Laktoselösung einige Stunden nach dem Test entsprechende Beschwerden auftreten (Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen). Die wiederholten Fingerstiche für die Blutzuckermessungen können leicht schmerzhaft sein, sie erfolgen allerdings seitlich an der Fingerkuppe und sind daher weniger schmerzhaft als in der Mitte der Fingerkuppe.
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