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Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse spricht sich für den Bau einer zweiten Strassentunnelröhre am Gotthard aus. Der Gotthardtunnel sei die einzige wintersichere Strasse ins Tessin und damit auch nach Italien, dem drittwichtigsten Handelspartner der Schweiz.
Es könne nicht sein, dass diese Verbindung von nationaler Bedeutung wegen der Sanierung während 1000 Tagen gekappt sei, teilte Economiesuisse am Montag mit. Zwar koste der Bau einer zweiten Röhre mehr als jede Variante mit provisorischem Autoverlad, doch stehe er auch für die künftige Generation noch zur Verfügung. Zudem erhöhe eine zweite Röhre die Sicherheit.
Volk sagte bisher Nein
Über den Bau eines zweiten Gotthard-Strassentunnels wird am 28. Februar abgestimmt. Es ist bereits das dritte Mal, dass das Volk direkt oder indirekt über den Bau eines zweiten Strassentunnels durch den Gotthard entscheiden kann. Bisher sagte es Nein.
Die Abstimmung im Februar 2016 ist aus Sicht von Economiesuisse jedoch nicht mit den früheren Vorlagen zu vergleichen, da es dieses Mal nicht um mehr Verkehr, sondern um Varianten einer Strassensanierung gehe.
Sieben Jahre Bauzeit
Bundesrat und Parlament hatten sich für den Bau einer zweiten Röhre ausgesprochen, um die Nord-Süd-Verbindung durch den Gotthard aufrechtzuerhalten, während der existierende Strassentunnel saniert wird. Der neue Tunnel soll ab etwa 2020 in sieben Jahren gebaut werden. Anschliessend würde der bestehende gesperrt und saniert. Ab etwa 2030 sollen dann beide Tunnels je einspurig betrieben werden.
(sda/dbe/hon)