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Wie helfen meine Gebühren der rätoromanischen Schweiz?
Die SRG hat den Auftrag, «die gesamte Bevölkerung der Schweiz inhaltlich umfassend mit gleichwertigen Radio- und Fernsehprogrammen in den drei Amtssprachen» zu versorgen sowie ein angemessenes Programm für die rätoromanische Schweiz zur Verfügung zu stellen. So steht es im Bundesgesetz über Radio und Fernsehen.
Für die Finanzierung dieser vielfältigen Programme in vier Sprachen findet ein solidarischer Finanzausgleich statt. In der Deutschschweiz werden aufgrund der hohen Bevölkerungszahl 73 Prozent der Gebühren eingenommen. Diese Gelder werden nun aber so verteilt, dass die sprachlichen Minderheiten im Verhältnis einen grösseren Anteil bekommen. 57 Rappen von jedem in der Deutschschweiz erhobenen Gebührenfranken kommen somit der rätoromanischen, der französisch- oder italienischsprachigen Bevölkerung zugute.
Wenn man beispielsweise letzteres Programm komplett lokal finanzieren wollen würde, betrügen die Radio- und TV-Gebühren dort mehr als CHF 2'300 pro Jahr. Die Gebührengelder sind also zu einem erheblichen Teil immer auch solidarische Beiträge für anderssprachige Landsleute.
Am 4. März 2018 stimmen wir über die Eidgenössische Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)» ab. Die Initiative will gebührenfinanzierte Medien verfassungsrechtlich verbieten. Die Abstimmung richtet sich allerdings nicht nur gegen die Empfangsgebühren (auch «Billag-Gebühr» genannt), sondern stellt die grundsätzliche Frage, ob die Schweiz künftig noch einen öffentlich getragenen Service public haben soll, oder nicht.