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World Vision Schweiz leistet mit den Entwicklungsprojekten Khariar und East Kameng nachhaltige Hilfe in Indien.
Indien, das Land der Gegensätze: Trotz grossem Reichtum leben viele Menschen in Armut.
East Kameng
East Kameng im Nordosten Indiens gehört zu den am wenigsten entwickelten Regionen des Landes. Hier leben sehr traditionelle Stammesgemeinschaften mit unterschiedlichen Sprachen, Riten und Religionen. Die Puroiks stehen häufig in sklavenähnlicher Abhängigkeit von den Bangnis. In einem der Bezirke können nur 37 % der Frauen lesen und schreiben, bei den Männern immerhin 50 %. Viele Dorfschulen funktionieren nicht richtig.
World Vision setzt darum im Projekt Schwerpunkte bei der Schulbildung und dem Kinderschutz und schult die Bevölkerung darin, ihre Region eigenständig weiterzuentwickeln. Dabei tritt World Vision auch dafür ein, Frauen und Kindern eine Stimme zu geben und sklavenähnliche Abhängigkeiten zu durchbrechen.
Khariar
Khariar liegt in einem der ärmsten Bezirke im indischen Bundesstaat Odisha. 50 bis 75 % der Bevölkerung gehören zu den untersten Gesellschaftsschichten. Viele Kinder sind mangelernährt und medizinisch unterversorgt. Statt in die Schule zu gehen müssen vor allem die Mädchen schon früh zu Hause und auf dem Feld mitarbeiten.
World Vision hat in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und Behörden die grössten Probleme identifiziert und eine Strategie für die Projektarbeit entwickelt. Zu den geplanten Massnahmen gehört auch die Einführung einer nachhaltigen Agro-Forstwirtschaft (mit der FMNR-Methode), um die Wasserversorgung, die Fruchtbarkeit der Böden und so letztlich die Lebensgrundlage der Familien zu verbessern. Weitere Schwerpunkte sind Kinderschutz und Kinderrechte sowie die Verbesserung der Bildung.
Aparajita
Im Bundesstaat Uttar Pradesh, südlich der Distrikthauptstadt Lalitpur, führte World Vision mit lokalen Partnern von 1999 bis 2020 das Entwicklungsprojekt Aparajita durch. Der abgelegene Landstrich gehört zu den ärmsten Gebieten Indiens. Die Bevölkerung, viele aus der Volksgruppe der Saharia und den untersten Kasten zugehörig, litt unter Trinkwassermangel, fehlender Hygiene und Gesundheitsversorgung. Kinderarbeit und Frühehen waren verbreitet, vor allem Mädchen hatten kaum Zugang zu Bildung.
Heute gibt es Trinkwasser, gesunde Nahrung, Impfungen und besser Bildungsmöglichkeiten. Neben der Basisversorgung lag ein Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Gleichstellung diskriminierter Gruppen und den Kinderrechten. Die dadurch entstandenen Bürgerrechts- und Kinderclubs setzen sich nun selbstständig für die Rechte der Kinder und die Entwicklung ihrer Region ein.
World Vision sensibilisiert die Bevölkerung für Kinderrechte und Kinderschutz, um für ein geschütztes, kindgerechtes Umfeld zu sorgen.
Wir setzen uns für die Verbesserung des Bildungs und Gesundheitswesens ein. Zum Beispiel lernen Eltern-Lehrer-Vereinigungen und Schulmanagement-Komitees, auf das Einhalten staatlicher Standards bei Schulen und Gesundheitszentren zu achten.
Wir klären darüber auf, wie wichtig Hygiene für die Gesundheit ist. Beispielsweise erhalten die Familien Unterstützung beim Bau hygienischer Toiletten, um sich vor Krankheiten zu schützen.
Wir unterstützen das vorhandene Gesundheitssystem, damit verbreitete Krankheiten besser behandelt werden können und die Sterblichkeitsrate bei Kindern langfristig sinkt. Z.B. schulen wir Gesundheitspersonal und Freiwillige, auf Hausbesuchen ihr Wissen weiterzugeben.
Dorfgemeinschaften können nun besser auf Naturkatastrophen reagieren. (Khariar)
Familien haben jetzt Zugang zu sauberem Wasser. (Khariar)
In Kinderclubs befassen sich Kinder mit Kinderrechten, Kinderschutz, Kinderheirat und Schulabbruch. (East Kameng)
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