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Zum
Fixieren von
Punkten bedarf es der
Kreuzung des Vertikalfadens im Objektivdiopter mit einem Horizontalfaden.
Über den Kreuzpunkt hinweg visiert man dann auf das
Objekt. Für weit entfernte
Objekte wendet man das astronomische
KeplerscheFernrohr
[* 3] an, in dessen Okularröhre zur Fixierung von
Punkten ein Visierkreuz eingesetzt ist, entweder in einem
Kreuz
[* 4] von Spinnfäden
oder Platindrähtchen, auf einen
Ring gezogen, bestehend, oder auf ein dünnes Glasplättchen eingeritzt.
Das Visierkreuz kann auch zugleich als
Mikrometer behufs Distanzmessung an einer am Objektpunkt aufgestellten Meßlatte konstruiert
werden und zeigt dann außer dem Vertikalfaden zwei oder drei denselben schneidende Horizontalfäden (s.
Kippregel
[* 5] und
Aufnahme). Zum Anvisieren von Höhenpunkten bedarf es nur eines Horizontalfadens; zum
Visieren
in der Horizontallinie
(Wagerechten) der Oberfläche einer
Flüssigkeit, besser zweier in kommunizierenden
Röhren,
[* 6] wie bei
der
Kanalwage,
Wasserwage oder wie bei der ihr ähnlichen Quecksilberwage. d) Vorrichtungen für mikrometrische
Arbeiten an den
Meßinstrumenten und zwar für Linearmaßeinteilung wie für Kreisteilungen (s. Mikrometrie). Dazu
gehören:Maßstäbe,
Limbus und zu deren Ablesung
Nonius
[* 7] oder
Vernier,
Mikrometer,
Mikroskope.
[* 8]
Da sich im
Lauf der Zeit häufig das
Bedürfnis eingestellt,
Instrumente zu verwenden, welche mehrere Vermessungsaufgaben vereint
lösen lassen, so ist die strikte Trennung nach obiger
Einteilung nicht durchführbar. Betreffs der nur namentlich bezeichneten
Instrumente auf die Spezialartikel verweisend, beschränken wir uns auf folgende
Klassifikation:
finden sich Elektrodynamometer (s. d.), Elektrometer
[* 25] (s. d.)
und auf der Wärmewirkung des Stroms beruhende Instrumente, wie das Hitzdraht-Voltmeter von Cardew u. a. Erste Bedingung für
die Konstruktion derartiger Instrumente ist, daß die betreffenden Werte der zu messenden Größe ohne irgend welche Vorbereitung
jederzeit abgelesen werden können und dieses Ablesen auch dem Ungeübten keinerlei Schwierigkeiten bereite.
Es sind infolgedessen nur Zeigerinstrumente in Gebrauch, die durch die Stellung ihres Zeigers auf einer Skala jederzeit den
augenblicklichen Wert der zu messenden Größe anzeigen.
Bedingung ist ferner, daß die Instrumente dauernd eingeschaltet bleiben können, ohne sich dabei in den vom Strome durchflossenen
Teilen so stark zu erwärmen, daß ihre Angaben dadurch irgendwie erheblich beeinflußt werden, daß
ihre Empfindlichkeit möglichst groß und doch der Zeiger keine zu starken Schwankungen zeige, das Instrument also eine energische
Dämpfung besitzt. Endlich sollen die Angaben auch zeitlich unveränderlich und die infolge magnetischer Trägheit (Hysteresis,
s. d.) auftretenden Fehler, die in Verbindung mit den durch mechan. Reibung
[* 26] bedingten ein Zurückbleiben
des Zeigers veranlassen, möglichst gering sein und eine unbeabsichtigte Einwirkung äußerer magnetischer Kräfte nach Möglichkeit
ausgeschlossen sein.
Von den genannten Bedingungen lassen sich einige nur sehr schwer erfüllen; so bereitet namentlich die Forderung energischer
Dämpfung trotz großer Empfindlichkeit große Schwierigkeiten. Die Bedingung der Unabhängigkeit von
der Zeit verbietet die Anwendung von Stahlmagneten, deren Magnetismus
[* 27] sich mit der Zeit leicht ändert und die sich infolgedessen
in technischen Instrumenten, die nicht immer wieder neu justiert und nachgeaicht werden können, nur dort finden, wo es, wie
bei den Richtungszeigern, nicht auf ein eigentliches Messen ankommt. Die Bedingung geringer Fehler infolge
von Hysteresis und Reibung führt zur Anwendung äußerst geringer Eisenmassen und geringer Massen überhaupt, die durch Verwendung
von Aluminium und dessen Legierungen für alle schwingenden Teile erreicht wird, während für die Achsen bester, glasharter
Stahl und für die Pfannen ebenfalls Stahl, oder noch besser Steine benutzt werden.
Dieser Bedingung wird aber zunächst nur dann genügt, wenn der das Instrument durchfließende Strom ein sehr geringer ist,
durch dessen Existenz der zu messende Spannungsunterschied nur unwesentlich herabgezogen wird. Die Wicklung
wird also aus vielen Windungen dünnen Drahtes zu bestehen haben, während sie umgekehrt bei Strommessern aus wenig Windungen
starken Drahtes, ja bei sehr starken Strömen nur aus einer oder auch nur Teilen einer Windung besteht. Es darf aber auch die
Einwirkung der Erwärmung durch den Strom, durch welche der Widerstand erhöht wird, keine große sein.
Man legt daher bei allen neuern Instrumenten dieser Art den größern Teil des erforderlichen Widerstands in eine vorgeschaltete
Spirale aus Nickelin, das seinen Widerstand mit der Temperatur nur äußerst wenig ändert, und zieht dadurch auch die
Zunahme des Gesamtwiderstands prozentual herab.
GrößereAnlagen enthalten meist auch noch solche Spannungsmesser, die ein hörbares oder ein auffallendes, sichtbares Signal
geben, oder auch beides gleichzeitig, sobald die Spannung über einen gewissen Prozentsatz die Normalspannung über- oder
unterschreitet, die sog. Spannungswecker. Als solchen kann man jedes gute Voltmeter verwenden, durch dessen Zeiger man
je einen besondern Zweigstromkreis mit verschiedenfarbigen Lampen,
[* 29] oder auch mit Glocken verschiedenen Klanges schließen läßt.
Meist werden aber besonders für diesen Zweck konstruierte Instrumente angewendet, in denen das Öffnen und Schließen der
beiden Nebenstromkreise durch ein Relais besorgt wird.
geodätische, die in der Feldmeßkunst benutzten Instrumente zum Messen von Winkeln,
Längen und Höhen. Sie zerfallen in: 1) Signalinstrumente, d. h. Instrumente zum Bezeichnen von Punkten und Abstecken von Linien,
z. B. Heliotrop (s. d.), Jalon (s. d.)
u. s. w.
2) Längenmeßinstrumente:Bandmaß (s. d.), Meßkette (s. d.),
Meßrad (s. d.), Meßlatte (s. d.),
Basisapparat (s. d.), sämtlich zum unmittelbaren Messen der betreffenden Linie auf dem Boden bestimmt.
Ferner Instrumente zum Längenmessen in der Luftlinie, die Entfernungsmesser (s. d.).