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Nach der phänomenalen Steigerung an der Aktiv-SM Ende Juni über 400 m (dritter Rang in 52.76 s) wurde Julia zusammen mit Silke Lemmens, Sarah King und den beiden 400-m-Hürden-Läuferinnen Annina Fahr und Yasmin Giger für die 4×400-m-Staffel aufgeboten. Damit war Julia ein Startplatz aber noch nicht sicher, da fünf Athletinnen nach Eugene mitgenommen wurden. Dank ihrer aufstrebenden Form konnte Julia Trainer Peter Haas aber von ihren Fähigkeiten überzeugen und erhielt in der Staffel die zweite Ablösung zugesprochen.
Im Vorlauf gelang dem Team der Schweizerinnen ein gutes Rennen. In 3:29.11 erreichten sie das Ziel als Fünfte. Weil die Holländerinnen aber einen Wechselfehler begangen hatten, wurden sie disqualifiziert und die Schweizerinnen konnten den Lucky-Loser-Platz für sich beanspruchen. Damit war die Überraschung perfekt und die vier Schweizerinnen standen den verblüfften Medien Red und Antwort.
Anderthalb Tage später folgte das Final gegen die weltbesten Teams. Die Schweiz setzte auf die bewährte Reihenfolge und Julia übernahm wieder von Silke Lemmens auf der zweiten Position. Sie lief einen hervorragenden 400-m-Split von 51.29 s (fliegend) und damit deutlich schneller als im Vorlauf. So behielten die Schweizerinnen Anschluss in der Verfolgergruppe – USA, Jamaika, Grossbritannien und Kanada hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits abgesetzt. Auch Annina Fahr und Yasmin Giger liefen schnelle Zeiten und so verbesserte das Team ihre Vorlaufzeit um knapp anderthalb Sekunden. In 3:27.81 belegten die Schweizerinnen schliesslich den achten Platz – und alle waren happy über die starken Leistungen des noch jungen Schweizer Teams.
Daniel Blättler