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Buchvorstellung
“Karfreitag. Das Passah-Übergangsritual”
von Dr. K. Parvathi Kumar
Karfreitag ist der wichtigste Tag für die Ritualisten, die das innere Ritual in den geheimen und heiligen Tempeln durchführen. Der Freitag ist sehr wichtig, denn dieser Tag öffnet uns die Toren zum subtilen Reich, zum Reich des Lichts mit seinen Regenbogenfarben.
Ein zehnminütiger Vortrag in einem Tempel, am Karfreitag, 13. April 2001.
Inhalt: Karfreitag; Der Pfad der Selbsthingabe; Die Mutter der Gnade; Das jährliche Ereignis des Passah-Rituals; Die dritte Dekade im Widder.
Dreisprachige Ausgabe (Englisch, Deutsch, Spanisch), Dhanishta Spanien, 2001
Leseprobe:"Abraham, Moses, Jesaja, Jakob bilden zusammen Jesus, den Christus."
Karfreitag
Karfreitag ist der wichtigste Tag für die Ritualisten, die das innere Ritual in den geheimen und heiligen Tempeln praktizieren. Freitag ist sehr wichtig, denn dieser tag öffnet uns die Türen zum subtilen reich, zum Reich des Lichtes mit seinen Regenbogenfarben.
Der reine weisse Strahl manifestiert sich als die sieben Rewgenbogenfarben, und das grob Physische ist wie der braune Stern, von dem wir in die höheren Sphären aufsteigen müssen, in die höheren Lichtebenen, die durch das subtile Licht repräsentiert werden. Freitag steht für das subtile Licht, und deshalb werden alle Tempel-Rituale am Freitag Abend durchgeführt, so dass durch die ritualistische Arbeit das Licht nachts während der Dunkelheit erfahren werden kann.
Dunkelheit ist das subjektive Licht und Tageslicht das objektive Licht. Vollmond ist das objektive Licht und Neumond das subjektive Licht. Die Dunkelheit steht für das subjektive Licht, und aus diesem Grund ist der Freitag so wichtig.
Der Pfad der Selbsthingabe
Karfreitag ist der beste aller Freitage des Jahres. Dieser Tag ist ein jährliches Ereignis. Es war auch der Freitag, an dem der grosse Meister Jesus ins Reich des Lichtes hinüberging und wieder zurückkam, um den Pfad des Lichtes zu begründen, den er durch die Himmelfahrt empfing. Am Karfreitag gibt es die Himmelfahrt und Auferstehung. Der grosse Meister ging an diesem Freitag um 19.00 Uhr indischer Zeit (15.30 Uhr in Jerusalem), denen schmerzvollen Weg. Dieser Weg dauerte etwas zweieinhalb Stunden. Später, in der Dämmerung, wurde er gekreuzigt: ein Ereignis, das in diesem Zeitalter beispiellos ist. Es gibt nichts Vergleichbares.
Jesus folgte dem Pfad der Gnade. Im Sanskrit wird dieser Weg Anugraha genannt. Anugraha ist nur möglich, wenn jemand das Selbst aufgegeben hat. Das wird von den Hindus Atma Samarpas genannt.
Persönliche Dinge aufzugeben ist eine Sache, Hingabe der Persönlichkeit eine andere, die Hingabe des Selbst ist jedoch "das Ereignis".
Deshalb bedeutet Hingabe, sich selbst zu opfern. In den Veden wird dies das "totale Opfer" genannt - Sarvahutah. Alles wird zu den Füssen des Herrn geopfert, auch unser Selbst. In den griechischen und jüdischen Ritualen wird dies als Holocaust bezeichnet. Das Purusha Suktam der Rig Veda spricht ausführlich über Yajna Sarvahutah, das selten in solchem Ausmass wie von Jesus, dem Christus, demonstriert wurde. Der Pfad der Selbsthingabe ist der schwierigste Pfad, dem man folgen kann, er wird auch Anugraha oder der Pfad der Gnade genannt.
In den letzten 2000 Jahren ist Jesus Christus das einzige Beispiel für ein solches Opfer. Bis heute gibt es nichts Vergleichbares. Er nahm diese Kreuzigung freiwillig auf sich. Sie ereignete sich an diesem Freitag, der schon früher als Karfreitag bekannt war.
Der Karfreitag existierte bereits vor diesem Ereignis. Es ist der Freitag, an dem das jährliche Passah-Ritual in den heiligen Tempeln durchgeführt wird. Es stimmt auch mit der vedischen Astrologie überein. Passah bedeutet Übergang. Er ist der heutigen Menschheit nur in Beziehung zur Kreuzigung und Auferstehung Jesu bekannt, doch dieses Ereignis des Übergang ist ebenso alt wie die Veden.