Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/68674

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie viele Personen bezogen im Jahr 2005 eine IV-Leistung, welche durch eine Drogensucht begründet wurde?</p><p>2. Wie hoch war das Durchschnittsalter dieser Personen?</p><p>3. Wie hoch ist der Ausländeranteil unter diesen Personen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Drogensucht für sich allein betrachtet begründet keine Invalidität im Sinne des Gesetzes, weshalb für ausschliessliches Suchtgeschehen keine IV-Leistungen ausgerichtet werden. Eine Sucht kann nur dann Leistungen der Invalidenversicherung auslösen, wenn sie zu einem irreversiblen, sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden Krankheitsschaden führt (z. B. chronische Leberzirrhose und Demenz bei Alkoholsucht).</p><p>Aufgrund dieser Voraussetzung besteht keine Statistik über Leistungen der Invalidenversicherung bei ausschliesslicher Drogensucht, da keine solchen Leistungen erbracht werden. Leistungen der Invalidenversicherung, die im Zusammenhang mit Suchtgeschehen notwendig werden, sind durch verschiedene, zum Teil zusammenwirkende gesundheitliche Ursachen bedingt. Aus diesem Grund stellen die nachfolgend aufgeführten statistischen Angaben zu den Leistungen bei "Drogensucht" einen Annäherungswert dar. </p><p>Im Jahr 2005 bezogen rund 2300 Personen Rentenleistungen der IV im Zusammenhang mit Alkoholsucht und rund 2800 Personen wegen Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit anderen Süchten. Das Durchschnittsalter im Zusammenhang mit Alkoholsucht belief sich auf 55 Jahre. Der Ausländeranteil betrug hier 27 Prozent. Bei IV-Leistungsbezügern mit Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit anderen Süchten betrug das Durchschnittsalter 44 Jahre. Der Ausländeranteil belief sich auf 14 Prozent.</p>  Antwort des Bundesrates.