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Sieben Gewerkschaften haben am Montag aus Protest ihre Mitgliedschaft beim südafrikanischen Gewerkschaftsdachverband Cosatu sistiert. Vorausgegangen war der Ausschluss der Metallgewerkschaft Numsa durch die Cosatu-Spitze. Der jetzige Konflikt innerhalb des Cosatu hat sich am Verhältnis zum Afrikanischen Nationalkongress (ANC) und zu dessen Regierung entzündet. Der Cosatu steht mit der Kommunistischen Partei Südafrikas in einer Allianz mit dem ANC. Diese stellt bei Wahlen jeweils eine gemeinsame KandidatInnenliste auf.
Die Numsa kritisiert die Regierungspolitik des ANC schon länger als «neoliberal» und «gegen die Interessen der Arbeiterklasse gerichtet». Den Nationalen Entwicklungsplan der Regierung bezeichnet sie als «Programm unseres Klassenfeinds». Bei den Parlamentswahlen im Mai hatte sie auf die Unterstützung des ANC verzichtet und Präsident Jacob Zuma wegen Korruption zum Rücktritt aufgefordert. Die Numsa vertritt zusammen mit den anderen sieben oppositionellen Gewerkschaften rund 900 000 Beschäftigte – fast die Hälfte der bisherigen Cosatu-Mitglieder. Nun plant die Numsa den Aufbau einer eigenen Organisation, die zur «Waffe zur Einheit der Arbeiterklasse» werden soll. Auch die Beteiligung an Wahlen ist vorgesehen. Innerhalb des Cosatu gibt es derweil Bestrebungen, einen Sonderkongress einzuberufen, um die Spaltung noch abzuwenden.