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Ortsbezeichnung: Schatzgufer (Zem Schatzgufer)
Dieses lose gemauerte Viereck in einer Senke erinnert auf den ersten Blick an eine Gebäuderuine. Bei genauem Hinsehen fehlen jedoch eigentliche Fundamente. In diesen lockeren Ummauerungen wurde das Vieh „eingepfercht“, um es in der Nacht zusammenzuhalten.
Details zu Pferch "Färrich"
Unterhalb unseres Weges liegt eine lockere Bruchsteinmauer in Form eines Vierecks von zirka vier auf fünf Metern. Talseitig lässt sich eine schmale Zugangsöffnung erkennen. Das Ganze ist aus Natursteinen aufgeschichtet, ohne Mörtel oder andere Bindestoffe. Es finden sich keine Zeichen eines eigentlichen Fundamentes.
Es handelt sich vielmehr um einen Pferch, eine eingefriedete Fläche. Ursprung und genaue Nutzung sind heute nicht mehr bekannt. Möglicherweise wurde das in dieser Gegend weidende Vieh darin zusammengehalten. Andernorts wurde das Kleinvieh in solche Pferche zusammengetrieben. So konnte der Besitzer seine Tiere kontrollieren und einzelne aus der Herde herausnehmen.
Im Dialekt heissen solche Einrichtungen „Färich“.
Die Flur trägt die geheimnisumwitterte Ortsbezeichnung „zem Schatz“, beziehungsweise "zum Schatzgufer", was Hinweis gibt auf eine der zahlreichen Schatzsagen im Raume Zermatt. Man erklärt, dass diese Art von Sagen ihren Ursprung in den Kriegszeiten habe. Die einfachen Leute wollten ihre „Schätze“, wohl eher bescheidene Geldbeträge, in einem sicheren Versteck in der Erde in Sicherheit bringen. Oft kehrten die Besitzer nicht mehr aus dem Kriege zurück oder verstarben, bevor dieser vorbei war. Der genaue Ort des Verstecks geriet in Vergessenheit. So entstand eine Sage über diese verborgenen Schätze, sehr oft mit dem Hinweis auf die Bedingungen, unter denen diese Schätze gehoben werden könnten.
Eine alte Volksüberlieferung weiss zu berichten, dass hier, im Schatzgufer, ein Schatz verborgen sein soll. Ein junger Mann sei einmal dort vorbeigekommen und habe in einem Loch eine offene Kiste gesehen mit glänzenden Münzen. Da er nichts dabei hatte, worin er sie hätte laden können, merkte er sich den Ort und wollte später mit einem ledernen Beutel wiederkommen. Gesagt, getan. Doch diesmal war nichts mehr von einem Loch, geschweige denn von einem Schatz zu sehen, soviel er auch suchte. Heute weiss niemand, wo sich die Stelle befindet und so bleibt der Schatz wohl für immer verborgen.