Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03381.jsonl.gz/1814

- Forscher haben erstmals sowohl Gravitationswellen als auch Licht von einem kosmischen Grossereignis aufgefangen: dem Zusammenprall zweier Neutronensterne.
- Dies liefert neue Einblicke in solche Kollisionen, bei denen Elemente wie Gold entstehen.
Gerade erst gab es den Physik-Nobelpreis für den direkten Nachweis der Gravitationswellen, nun warten Forscher mit der nächsten sensationellen Entdeckung auf: Die parallele Beobachtung von Gravitationswellen und Licht (elektromagnetischer Strahlung), die von der Kollision zweier Neutronensterne ausgingen.
Erst der Tanz, dann der Feuerball
Ein Neutronenstern ist das, was nach einer Supernova von einem Stern übrig bleibt. Dieser Sternentyp hat einen Durchmesser von nur etwa zwanzig Kilometern, besitzt aber eine Masse, die etwa der unserer Sonne bis zu etwa 1,6 Sonnenmassen entspricht. Seine Dichte ist somit extrem hoch: Ein Teelöffel Neutronenstern-Material hat eine Masse von einer Milliarde Tonnen, wie das an der Entdeckung beteiligte Massachusetts Institute of Technology in einer Mitteilung schreibt.
In einer Distanz von 130 Millionen Lichtjahren von der Erde rotierten die beiden nun beobachteten Neutronensterne immer dichter umeinander, erzeugten dabei Gravitationswellen und verschmolzen in einem «Feuerball», einer sogenannten «Kilonova». Bei solchen Kollisionen entstehen bestimmte schwere Elemente, wie Gold und Blei, und werden ins Universum hinausgeschleudert.