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über Perlen
Entstehung und Zusammensetzung
Perlen bilden sich in der Natur. Die Perle hat eine kristalline Struktur und besteht grösstenteils aus Calciumcarbonat. Die Kristalle wachsen in Form von Plättchen, sind schichtweise geordnet und werden von einer organischen Mischung aus Proteinen und Conchin lose miteinander verkittet . Dadurch entsteht eine hohe Bruch- und Stoßfestigkeit. Perlen sind härter bzw. widerstandsfähiger als Perlmutt.
Der Glanz, auch Lüster genannt, entsteht durch die Lichtreflexion an den Kristallgrenzen und wird umso feiner, je dünner und zahlreicher die Schichten sind. Die Farbe ist abhängig von der Art der Perlmuschel, ihrem Lebensraum und der Wassertemperatur. Sie reicht von Weiß über Gelb, Rosa bis Grau. Perlen können, nachdem sie aus der Muschel genommen wurden, in nahezu allen Farben gefärbt werden. Sie vertragen jedoch weder Hitze, Laugen noch Säuren.
Handelsbezeichnungen
Als «echte Perlen» oder Naturperlen dürfen nur natürlich entstandene, also nicht gezüchtete Perlen bezeichnet werden. Vereinzelt werden sie auch als «Orient-Perlen» bezeichnet.
«Akoya-Perle» ist eine generelle Handelsbezeichnung für im Meer gewachsene Zuchtperlen der «Pinctada Martensi» und «Pinctada Fucata» aus dem japanischen Meer. Seit einigen Jahren züchten die Chinesen ebenfalls diese Muscheln für die Perlenproduktion. Die Akoya-Perl-Muscheln sondern sehr viel weniger Perlmutt ab als die Südsee- oder Tahiti-Muscheln. Die Beschichtung des Perlmuttkerns ist deshalb bei den Akoya-Perlen sehr viel dünner.
Unregelmäßig geformte Perlen nennt man «Barock-Perlen».
Als «Biwa-Perlen» werden japanische Süßwasserperlen aus dem Biwa-See bezeichnet.
«Buton-Perlen» sind cabochonförmige Perlen, die an der Muschelschaleninnenseite gewachsen sind und aus der Schale herausgesägt werden.
«Mabé-Perlen» sind ebenfalls Halb-Perlen in untypischen Formen wie z. B. Halbkugeln, Herzen, Quadrate etc.
«Keshi-Perlen» entstehen ohne menschliches Zutun zusätzlich bei der Zucht.