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Zur Abstimmungsvorlage „Windparkbeteiligung von Stadtwerk Winterthur“ stellt Leser Rudolf Schenk (im Landboten letzte Woche) die Frage nach dem Nutzen: "Strom oder Geld"? Die Antwort darauf ist so einfach wie überraschend: Beides! Es ist nur eine Frage der zeitlichen Betrachtung. Geld (Rendite) sofort und Strom (Bezug) für morgen, d.h. in einigen Jahren. Zum dritten wird ab sofort klimafreundlicher Strom produziert, welcher es ermöglicht im europäischen Strommix (von dem auch die Schweiz und damit Winterthur profitiert) Anteile von Kohle- oder Atomkraftwerken zu ersetzen. Also insgesamt eine dreifache win-win Situation! Ocean Breeze wird tatsächlich seinen erneuerbaren Strom zunächst ins deutsche Netz einspeisen. Daran ist nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Dank der deutschen Einspeisevergütung kann Winterthur einen guten Batzen auf die Seite legen, der es ermöglicht, weitere Investitionen (auch lokal) zu sichern oder lokale Förderung erneuerbarer Energien zu unterstützen. Damit ist dieser wiederum am 'richtigen' Ort investiert. In einigen Jahren, wenn die Anlagen in der Nordsee amortisiert sind, die Einspeisevergütung wegfällt und der gesamteuropäische Stromhandel noch viel stärker als heute zum Tragen kommt, wird es auch für Winterthur sehr interessant werden, die Bezugsoption selbst auszuüben. Bis dahin macht es aus Preisgründen keinen Sinn. Wir "brauchen" den Strom vorher auch nicht. Noch sind Alternativen vorhanden.