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Der vor drei Jahren zurückgetretene Papst Benedikt XVI (89) war früher ein smarter junger Mann. Er schrieb Gedichte und las Hermann Hesse. Publizist Peter Seewald (62) sagt in «Die Zeit»: «Eine seiner Kommilitonen hat mir erzählt, er habe durchaus eine Wirkung auf Frauen gehabt – und umgekehrt auch.»
Peter Seewald hatte mit dem deutschen Papst eine Reihe von Gesprächen geführt. In den nächsten Tagen erscheint das Buch «Letzte Gespräche», in dem der zurückgezogen im Vatikan lebende Benedikt auch sein Schweigen zu seinem Rücktritt brechen soll.
Laut Seewald war Joseph Ratzinger, wie Benedikt XVI eigentlich heisst, in jungen Jahren unglücklich verliebt. Seewald: «Es gab eine Verliebtheit in seinem Studium, die sehr ernst war. Das hat ihm schwer zu schaffen gemacht.» Die Entscheidung für den Zölibat sei ihm nicht leicht gefallen.
Der Pfeil des Amors hatte auch den jetzigen Papst Franziskus (79) getroffen. Der junge Jorge Mario Bergoglio war über beide Ohren in Amalia Damonte verknallt. Heute ist die Argentinierin 79 Jahre alt, Mutter von drei Kindern und Grossmutter von sechs Enkelkindern.
Die beiden Familien kannten sich, sie waren Nachbarn. Amalia Damonte erhielt von Jorge Mario sogar einen wunderschönen Liebesbrief, in dem er Pläne für ein gemeinsames Leben schmiedete. Er schrieb: «Wenn du mich nicht heiratest, werde ich Priester.»
Amalias Vater gefiel die Beziehung nicht. Er verbot sie und war so wohl der Auslöser für Bergoglios göttliche Priester-Karriere. (gf)Publiziert am 10.09.2016 | Aktualisiert am 16.10.2016