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Congo Hounds, DRC
Auf Anfrage des Direktors des Virunga Nationalparks, Emmanuel de Merode, hat die Schweizerin Dr. Marlene Zähner im 2011 damit begonnen, Bluthunde und Springer Spaniels in den Virunga Nationalpark zu bringen und dort für den Einsatz gegen die Wilderei einzusetzen. Der Einsatz von Spürhunden gegen Wilderer wurde bereits erfolgreich in anderen Afrikanischen Parks getestet.
Die Haltung und Betreuung von Hunden im Ostkongo ist eine grosse Herausforderung. Über die letzten Jahre wurde der Ruf der Hundestaffel aber so hervorragend, dass heute eine Warteliste von Rangern besteht, die gerne mit den Hunden arbeiten möchten.
2020 - Medizinische Versorgung der Congohounds - Zuwendung von CHF 10'000
Es ist eine grosse Herausforderung, in einem tropischen Land wie der DRC eine Hundestaffel zu halten. Nachdem wir im 2017 mithelfen konnten, für die Hunde ein neues Gehege zu bauen, übernehmen wir nun die medizinische Versorgung der Hunde für ein ganzes Jahr.
2017 - Neue Schutzanlage für die Congohounds - Zuwendung von CHF 15'000
Es ist eine grosse Herausforderung, in einem tropischen Land wie der DRC eine Hundestaffel zu halten. Damit die Congo Hounds gesund und fit bleiben, brauchen sie eine gute Schutzanlage mit einem harten Boden, damit an den Pfoten keine Verletzungen und Infektionen entstehen.
Emmanuel de Merode, Marlene Zähner - Virunga National Park
Emmanuel de Mérode hat wohl einen der anspruchsvollsten und gefährlichsten Jobs in Afrika. Als Direktor des 7'800 km2 grossen Virunga-Nationalparks im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist er für die Aufrechterhaltung des ältesten Nationalparks Afrikas verantwortlich, ein Weltkulturerbe in einer der volatilsten Regionen der Welt.
De Merode wurde in Tunesien geboren, wuchs in Kenia auf und absolvierte in London seine Ausbildung zum Anthropologen. 1993 kam Pilot und Naturschützer De Merode erstmals in die DRK und promovierte dort mit dem Studium des illegalen Buschfleischhandels. Im August 2008 nahm er den Posten als Direktor des Virunga Nationalparks an, als einziger Ausländer, dem das Privileg und die Herausforderung gewährt wurde, gerichtliche Entscheidungen in Zentralafrika treffen zu dürfen. Der Sohn einer der ältesten und einflussreichsten Hochadelsfamilien Belgiens lebt seit 2008 in einem Zelt neben anderen Rangern im Parkhauptquartier von Rumangabo, etwa 40 Kilometer nördlich der Stadt Goma. Im April 2014 wurde De Merode auf dem Rückweg von Goma nach Rumangabo von bisher unbekannten Tätern fünfmal in die Gegend der Brust und des Abdomen geschossen. Er überlebte, wurde in einem lokalen Krankenhaus in Goma operiert und kehrte kurz darauf wieder zum Virunga Nationalpark zurück, wo er seitdem seine Arbeit als Parkdirektor fortsetzt.
Marlene Zähner ist eine Koryphäe unter den Hundeausbildern. Sie bildet unter anderem Polizisten und deren Hunde im Mantrailing aus. Durch den Individualgeruch können die Hunde eine Fährte auch unter erschwerten Umständen aufnehmen, wie bei kontaminierten Strassen oder fast verschwundenen Spuren. Allein durch das Schnüffeln an einer leeren Patronenhülse können die Bluthunde die Schützen noch auf viele Kilometer Entfernung aufspüren.
Als Emmanuel De Merode auf der Suche nach einer Bluthundestaffel war, wurde er auf sie aufmerksam. Zuerst winkte Zähner ab, zuviel sei notwendig, um Bluthunde in den Kongo bringen zu können. Doch De Merode liess nicht locker. Innerhalb von zwei Monaten suchte Marlene Zähner 6 junge Bluthunde zusammen und reiste mit ihnen in den Kongo, um sie den ahnungslosen Rangern vorzustellen und die Ausbildung zu beginnen. Der Anfang war nicht leicht, die Ranger wussten kaum, wie man einen Hund an der Leine führt. Schnell lernten die motivierten Ranger aber dazu und das Training zeigte Erfolg: „Als ich das erste Mal im Kongo war, wurden jeden Monat ein oder zwei getötete Elefanten gefunden, inzwischen kommt das nur noch einmal im Jahr vor.“
Nach den ersten Einsätzen im Feld kam der Krieg, der 18 Monate dauerte. Zähner war eine der drei Weissen, die blieben, behandelte die Verletzten und gehört seither zur Gemeinschaft dazu. Heute reist sie regelmässig in den Virunga Nationalpark und unterstützt mit ihrer Stiftung Dodo Bahati nicht nur den Schutz der Wildtiere, sondern auch Waisenkinder in den umliegenden Dörfern des Virunga.