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22.10.2013
Rheinufer besser zugänglich machen
Der Zwischenbericht zum Masterplan Rheinufer liegt vor. Nachdem die Teilprojekte 'Rhybadi' und 'Freier Platz' umgesetzt sind, beziehungsweise in den nächsten Monaten abgeschlossen werden, wird als nächstes das Teilprojekt 'Rheinuferstrasse' angegangen. Die Rheinuferstrasse muss in den kommenden Jahren zwingend saniert werden. Gleichzeitig soll das Rheinufer entlang der Strasse entscheidend aufgewertet und die Verbindung zur Altstadt verbessert werden.
Schaffhauserinnen und Schaffhauser sollen künftig einfacher an den Rhein gelangen können. Die Aufenthaltsorte am Rheinufer sollen der breiten Öffentlichkeit besser zugänglich sein und attraktiver werden. Das sind die Ziele des Masterplans Rheinufer, der 2010 vom Parlament verabschiedet wurde.
Um die breite Öffentlichkeit sowie die Mitglieder des Grossen Stadtrates über den derzeitigen Stand der Planung informieren zu können, wurde der Masterplan den aktuellen Gegebenheiten angepasst und ein Zwischenbericht erstellt. Die Teilprojekte 1: 'Rhybadi' und 2: 'Freier Platz' wurden inzwischen umgesetzt, beziehungsweise stehen kurz davor. Als nächstes wird das Teilprojekt 4: 'Rheinuferstrasse' angegangen. Die Gestaltung des Rheinufers ist ein zentrales Projekt im Rahmen der Umsetzung des Masterplans. Die Sanierung der Rheinuferstrasse ist ein Teil des Projektes 'Agglomerationsprogramm Schaffhausen'.
Zwingende Sanierung und gleichzeitige Aufwertung
Da die Rheinuferstrasse in den nächsten Jahren zwingend saniert werden muss, macht es Sinn, gleichzeitig Massnahmen zur Aufwertung des Rheinufers umzusetzen. Derzeit wird die Altstadt durch die Rheinuferstrasse vom Rhein getrennt. Sowohl die Zugänglichkeit von der Altstadt zum Rhein, als auch die Gestaltung des Rheinufers sind unbefriedigend. Eine direkte Anbindung des Stadtzentrums zur gegenüberliegenden "grünen Seite" des Rheinufers ist nicht vorhanden. Das soll sich ändern. Dennoch muss die Funktion der Rheinuferstrasse als wichtige regionale Verkehrsverbindung gewährleitet bleiben. Die notwendigen Sanierungsmassnahmen beinhalten die zwingend vorzunehmende Erneuerung des Strassenbelages und der Uferkragplatte. Mit der Aufwertung des Rheinufers soll der Langsamverkehr gefördert werden und eine Promenade entlang des Rheins entstehen. Die Rheinuferkante soll attraktiv gestaltet und es sollen damit die Aufenthaltsmöglichkeiten entscheidend verbessert werden. Zusätzliche Fussgängerübergänge sollen die Verbindung des Rheinufers mit der Altstadt erleichtern. Im Voranschlag 2014 sind 100'000 Franken für die Projektierung: Aufwertung Rheinuferstrasse und Verbesserung Rheinzugang eingestellt. Im Agglomerationsprogramm sind für dieses Projekt 7.5 Mio Franken aufgenommen. Der Bund beteiligt sich mit 40 Prozent, der Rest wird je hälftig von Stadt und Kanton für die Massnahme 22 des Agglomerationsprogramms Schaffhausen getragen. Die detaillierten Kostenberechnungen können erst mit dem nun bevorstehenden Bauprojekt erhoben werden. Im Herbst 2014 wird der Stadtrat über die definitive Ausgestaltung des Teilprojektes 4 und dessen
Kosten entscheiden können. Hernach bedarf es der Genehmigung des Regierungsrates für die Aufwertung und Sanierung der Rheinuferstrasse. Ab November 2015 soll das Projekt realisiert und bis 2017 fertig gestellt werden.
Weitere Projekte des Masterplans Gestaltung Rheinufer
Der Stadtrat hat zudem entschieden, dass die Diskussion über die Zukunft des Kammgarnareals nächstes Jahr in Angriff genommen wird. Da seit Kurzem bekannt ist, dass das Projekt eines kantonalen Sicherheitszentrums aufgeschoben wird, zieht der Stadtrat das Teilprojekt 3: 'Kammgarnhof' vor und es wird nicht erst wie geplant 2018 in Angriff genommen werden. In einem ersten Schritt wird der Ist-Zustand (Parkplätze) verbessert. Zudem soll anfangs 2014 eine Veranstaltung mit der Schaffhauser Öffentlichkeit stattfinden, bevor die eigentliche Planung zum Kammgarnareal beginnt. Das Kammgarnareal verfügt über ein städtebaulich grosses Potential. Die gegenwärtige Nutzung der umliegenden Gebäude durch Kulturveranstalter, Museen, Gastronomie und Gewerbe soll mit der geplanten Neugestaltung in qualitativ nachhaltiger Weise ergänzt werden.
Teilprojekt 8, welches Sanierungs- und einige Veränderungsarbeiten am 'Lindli' vorsieht, wird ebenfalls in Etappen während den nächsten drei Jahren umgesetzt. In einer ersten Etappe wird auf die Sommersaison 2014 der Zugang zum Rhein am Rheinuferplatz verbessert. Neue Stufen ins Wasser sollen die Zugänglichkeit und Sicherheit für Badende verbessern.
Das letzte grössere Teilprojekt, Nr. 7: 'Salzstadel' (Schauweckergutpark, Salzstadel, Fischerhäusern (Carparkplatz)) wird jedoch erst 2018 zur Umsetzung kommen. Die Planung wird frühestens 2015 in Angriff genommen.
Der Fussgängersteg, Teilprojekt 5, sowie die Fuss- und Radwegverbindung zwischen der Stadt Schaffhausen und dem Rheinfall, Teilprojekt 6, sind ebenfalls Bestandteil des Masterplans, werden jedoch nicht prioritär behandelt.
Mehr Feedbackmöglichkeiten und bessere Information
Damit die Bevölkerung besser darüber informiert ist, warum am Rheinufer gehandelt werden muss und was für Veränderungen geplant sind, wird die Kommunikation verstärkt. Bau- und Informationstafeln geben einen Überblick über die Aktivitäten. Blachen entlang des Rheinufers sollen die Bevölkerung für die geplanten Massnahmen sensibilisieren. Zwei spezielle Briefkästen werden am Freien Platz und an der Rheinuferstrasse (Übergang Klosterstrasse/Rheinuferstrasse) aufgestellt. Passanten haben die Möglichkeit, via Antwortkarten ihre Meinung, Anregung oder Hinweise zur Gestaltung des Rheinufers abzugeben. Auch auf der Internetseite: www.rheinufer-sh.ch haben Interessierte Gelegenheit, sich zum Masterplan und den einzelnen Teilprojekten zu äussern.
Das städtische Hochbauamt führt zudem am 2. und 14. November, jeweils um 14 Uhr, einen Spaziergang zur Vorstellung des Teilprojektes 4, Rheinuferstrasse durch. Treffpunkt ist beim Parkplatz Beckenburg. Alle Informationen zu den einzelnen Teilprojekten sind im Zwischenbericht zum Masterplan Gestaltung Rheinufer festgehalten, welcher auf der städtischen Homepage abrufbar ist.
Ansprechpersonen:
Dr. Raphaël Rohner, Baureferent
Telefon: +41 52 632 52 13
E-Mail: <email-pii>
Jens Andersen, Leiter Stadtplanung
Telefon: +41 52 632 53 81
E-Mail: <email-pii>
Karin Brand, Bereichsleiterin Hochbau
Telefon:+41 52 632 52 18
E-Mail: <email-pii>