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Am ersten Turnier, seit fast fünf Monaten, startete ich im finnischen Kouvola bis 82kg. Im ersten Kampf traf ich auf einen kräftigen Finne. Bis zur
Pause konnte ich noch gut mitringen (0:1), danach wurde mir die noch etwas fehlende Kondition zum Verhängnis, was schliesslich zu einer 0:8 Niederlage führte. Im zweiten Kampf lief es anfänglich
etwas besser. Im Bodenkampf konnte ich einen Durchdreher anwenden und führte mit 3:0, allerdings konterte mein Gegner mich sogleich aus und ging mit 4:3 in Führung.
Danach war auch in diesem Kampf die Luft draussen und ich musste mich am Ende mit 3:7 geschlagen geben.
Nun geht es morgen wieder zurück in die Schweiz, bevor es am Freitag bereits an das nächste Turnier nach Nizza (FRA) geht.
Schwierige Hauptprobe
Nicolas Christen, RR Schattdorf, nahm mit dem Greco-Nationalkader als letzte Standortbestimmung vor dem Saisonhöhepunkt, der WM von Mitte September in Kasachstan, am Grossen Preis von Deutschland in Dortmund teil. Fünf Schweizerringer stellten sich ihren teils hochkarätigen Gegnern, mit unterschiedlichem Erfolg.
Leichtgewicht Dimitar Sandov, Team Valais, startete in der 60 kg Gewichtsklasse. Nach dem Startsieg (4:1 Punkte) gegen einen Deutschen folgte die Niederlage (0:11 Punkte) gegen einen Finnen. Da der Finne in den Final vorstiess, war der nächste Gegner ein Kirgise, welchen der Schweizer mit 7:2 Punkten besiegen konnte. Um die Broncemedaille stand ihm ein weiterer Kirgise gegenüber, und auch diesen besiegte er mit 7:2 Punkten. Die Bronzemedaille war der verdiente Lohn für die tolle Ringerarbeit.
In der Gewichtsklasse bis 67 kg war Andreas Vetsch, Oberriet-Grabs, auf der Startliste. Wie an den Europameisterschaften konnte er den Schweden nach Punkten (2:2) besiegen. Der Däne im Folgekampf (0:6 Punkte) beendete den Wettkampf für den Schweizer.
Die anderen drei Schweizer, unter ihnen Nicolas Christen von der RR Schattdorf, brachten es nicht über den Startfight hinaus. Alle ihre Gegner verloren den nächsten Kampf, was gleichbedeutend für das vorzeitige Wettkampfende war.
Ramon Betschart, Kriessern, bis 87 kg verlor gegen einen Finnen mit 1:3 Punkten. Die gleiche Punktzahl wies der Kampf von Damian von Euw, Brunnen, in der Klasse bis 97 kg gegen den Vertreter Tschechiens nach sechs Minuten auf.
Nicolas Christen stand bis 77 kg Denis Horvath aus der Slowakei gegenüber. Der Slowake kann von den bislang erkämpften Rangierungen an Europa- und Weltmeisterschaften in etwa dem Urner gleichgestellt werden. Der Start glückte dem Osteuropäer besser, was diesem wenige Punkte einbrachte. In der Folge verlief der Kampf angeregt und ausgeglichen. Dass keine Passivitäten ausgesprochen wurden, zeugt von der aktiven Kampfart der beiden Kontrahenten. Nicolas Christen erkämpfte sich einen Punkt, der Slowake deren vier. Letzterer bekam es im zweiten Fight mit dem amtierenden Olympiasieger und späteren Turniersieger Roman Vlasov aus Russland zu tun. Das klare Verdikt: 8:0 Punkte und vorzeitiger Kampfsieg für den Favoriten. Damit war das Turnier für den Schattdorfer gelaufen.
Nationaltrainer Alfred Ter-Mkrtyan sah bei seinen Schützlingen klar, wo es im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt noch fehlt. Die Kaderringer absolvieren nun im Anschluss an den Grand Prix ein einwöchiges Trainingslager in Deutschland.
Nicolas Christen seinerseits wird kurz nach der Rückkehr eine weitere Trainingswoche in der Ukraine und mit dem Nationalkader die letzte WM-Vorbereitung in Finnland absolvieren. Wünschen wir den Schweizer Kaderringern bei diesen Trainings im Hinblick für die erste Qualifikationsmöglichkeit für die olympischen Spiele 2020 in Tokio viel Elan und Erfolg.
Harter Auftakt in neue Saison 2019
Nicolas Christen reiste am vergangenen Wochenende mit dem Greco-Kader unter der Leitung von Nationaltrainer Alfred Ter-Mkrtchyan an die Côte d’Azur, genauer nach Nizza. Dort stand die Austragung der Henri Deglane Challenge, vormals Grand Prix von Frankreich, auf dem Programm. Nach Vorbereitungswochen in Tenero (SUI) und Schifferstadt (GER) war es die erste Standortbestimmung im noch jungen 2019. In der Gewichtsklasse bis 77 kg hatten sich nur zehn Ringer eingeschrieben, doch hiervon waren einige erfolgreiche Athleten zugegen. Dem Schattdorfer wurde in der ersten Runde Mariea George-Vlad aus Rumänien zugelost. Nach einem ereignislosen Auftakt musste Nicolas Christen wegen einer Passivität in die Bodenlage. Diese nutzte der Osteuropäer mit einer 2-Punkte-Aktion aus. Der erfolgreiche Konter des Urners wurde mit einer 1er-Wertung notiert, so dass es mit 1:3 Punkten in die Pause ging. In der zweiten Wettkampfhälfte versuchte der Schattdorfer dauernd, den Rückstand wettzumachen. Die Bemühungen wurden mit einem Punkt und einer Passivität gegen den Rumänen belohnt. Aus der angeordneten Bodenlage konnte Nicolas Christen keine Punkte erkämpfen, so dass nach sechs Minuten die 2:3 Punkteniederlage besiegelt war. Der Rumäne, seines Zeichens im Jahre 2016 Junioren-Vizeweltmeister, zog in den Halbfinal ein. Dort hiess sein Gegner Julfalakyan Arsen aus Armenien, welcher im Jahr 2015 in der Top-Gewichtsklasse bis 75 kg Weltmeister wurde. Der Armenier wurde seiner Favoritenrolle gerecht und wurde danach Turniersieger. Durch diese Niederlage des Rumänen konnte Nicolas Christen nicht mehr ins Geschehen eingreifen und trat den Heimflug als Turniersiebter an. Der Rumäne seinerseits konnte den Bronzekampf gegen einen Vertreter Russlands für sich entscheiden.
Nicolas Christen reiste bereits einen Tag nach der Rückkehr in die Schweiz weiter nach Sotschi an einen eineinhalb Wochen dauernden Trainingslehrgang im Land der Top-Ringermacht Russland. Ende Februar folgt ein weiterer Trainingslehrgang in Schifferstadt, bevor Mitte März das nächste internationale Turnier in Dänemark auf dem Programm steht.
Die anderen Schweizer Kaderringer hatten durchzogene Leistungen zu verzeichnen. Die schwach besetzten Gewichte waren wenig aussagekräftig, weshalb die drei Medaillen durch Flavio Freuler, Oberriet-Grabs, Marc Weber, Thalheim und Ramon Betschart, Kriessern, wenig über den derzeitigen Formstand aussagen.
Rangliste Gewichtsklasse 77 kg Greco (10 Teilnehmer):
1. Armenien
2. Frankreich
3. Rumänien und Tschechien
...
7. Nicolas Christen
Grosser Preis von Baden-Württemberg
Europameisterschaft Aktive Greco in Novi Sad (Serbien)
Hervorragende Top Ten Klassierung
Nicolas Christen war einer der drei Vertreter der Schweiz an der EM in Novi Sad im Greco-Stil. Sowohl im Vorfeld der Wettkämpfe, wie auch bei den Kämpfen selbst machte der Urner ein Wechselbad der Gefühle durch. Wenige Tage vor dem Wettkampf verstarb sein Onkel Toni Christen unerwartet. Einen Tag vor der Abreise nach Serbien durfte er der Beerdigung beiwohnen, was ihm wichtig war. Nicolas Christen zu dieser Situation: „Toni begleitete mich 2015 an die WM in Las Vegas und er machte die Presseberichte. Auch sonst unterstützte er das Ringen, weshalb ich ihm den für mich bislang grössten Erfolg bei den Aktiven widme.“
In der bestbesetzten Gewichtsklasse bis 71 kg wurde dem Schattdorfer der Däne Carl Ekstrom zugelost. Diesen Fight ging Nicolas Christen resolut an und er bestimmte den Kampf von A-Z. Wenige Sekunden vor Schluss, beim Punktestand von 6:1, konnte er den Nordländer noch auf die Schultern legen und sich somit die höchste Wertung gutschreiben lassen.
Im nächsten Kampf wartete dann ein absoluter Weltklasseringer auf den Schweizer. Der amtierende Weltmeister Balint Korpasi aus Ungarn reichte ihm die Hand. Der sieben Jahre ältere und sehr erfolgreiche Magyare fightete in seiner gewohnt ruhigen Art und setzte Nicolas Christen von Beginn weg unter Druck. Die sehr gute Abwehrarbeit des Urners konnte der Favorit nur einmal durchbrechen und der nachmalige Europameister ging nach sechs Kampfminuten als 4:0 Punktesieger von der Matte. Damit ist auch gesagt, dass durch den Finaleinzug des Ungaren ein weiterer Kampf für den Schattdorfer möglich wurde.
Mit dem jungen Österreicher Christoph Burger, welcher schon mehrere Welt- und Europameisterschaften bestritten hat, stand Nicolas Christen kein übermächtiger Gegner gegenüber. Der ausgeglichene Kampf brachte beim Urner ein altes Kampfmuster zu Tage, welches von den Kampfrichtern mit zwei Passivitäten bestraft wurde. Diese 0:2 Punkteniederlage wäre zu vermeiden gewesen und hätte einen Kampf gegen den Vertreter der Türkei um den Einzug in den kleinen Final bedeutet.
Trotz dieses bitteren Endes resultierte für Nicolas Christen der neunte Schlussrang, was die erste Top Ten Klassierung des Urners bei den Aktiven und das beste Ergebnis aller Schweizer Teilnehmer an dieser EM bedeutete.
Fazit für die Zukunft: Nicolas Christen braucht im Angriff eine Technik, die ihm in kritischen Momenten Punkte einbringen kann. Daraufhin werden die nun folgenden Trainingslehrgänge im In- und Ausland unter anderem ausgerichtet sein.
Rangliste -71 kg (27 Teilnehmer):
1. Ungarn
2. Weissrussland
3. Russland und Serbien
5. Türkei und Frankreich
7. Aserbeidschan
8. Bulgarien
9. SCHWEIZ – Nicolas Christen
10. Italien
Andreas Vetsch (-66 kg; aus Oberriet-Grabs) und Damian Dietsche (-75 kg; aus Kriessern) bekamen es in der ersten Runde mit hochkarätigen Gegnern zu tun. Vetsch verlor gegen den Olympiasieger von Rio 2016, Davor Stefanek aus Serbien, durch technische Unterlegenheit. In der Hoffnungsrunde stand er wie schon an der U23 EM dem Letten Aleksandrs Jurkjans gegenüber, und auch dieses Mal konnte er leider nicht reüssieren (1:3 Punkteniederlage). Damian Dietsche startete gegen den späteren Europameister aus Bulgarien, Mohamed Abdelslam, mit einer technischen Niederlage. In der Hoffnungsrunde zeigte er gegen den Moldawier Mihail Bradu einen guten Kampf, verlor diesen aber nach Punkten mit 2:6.
Im Freistil starteten zwei Schweizer. Randy Vock (-61 kg; aus Freiamt) und Stefan Reichmuth (-86 kg; aus Willisau) bekamen es mit Vertretern aus Moldawien zu tun. Vock wie auch Reichmuth verloren ihre Kämpfe vorzeitig durch technische Unterlegenheit. Da die beiden Osteuropäer ihre nächsten Kämpfe verloren, bedeutete dies für beide Schweizer das vorzeitige Aus.
Europameisterschaft U23 in Szombathely (Ungarn)
Überharte Regelauslegung verhinderte echten Kampf
Nachdem die drei Schweizer Freistilringer Marc Dietsche (Kriessern), Randy Vock (Freiamt) und Stefan Reichmuth (Willisau) zu Wochenbeginn mit drei fünften Rängen glänzten, wollten es ihnen die beiden Greco-Ringer Nicolas Christen (Schattdorf) und Andreas Vetsch (Oberriet-Grabs) gleichtun.
Als erstes startete am 01. April 2017 (!) der Urner in den Wettkampf. Murat Dag aus der Ringerhochburg Türkei stand ihm in der Gewichtsklasse bis 71 kg gegenüber. Bereits die erste Aktion gab bei den Kampfrichtern zu Diskussionen Anlass, welche schlussendlich mit einer Verwarnung Christens wegen irregulärer Beinarbeit und vier Punkten für den Türken endete. Ein denkbar schlechter Beginn. Der Kampf ging nach dieser Verwarnung in der Bodenlage weiter. Den nächsten Angriff des Türken konnte der Schattdorfer kontern, ja Murat Dag geriet gar in Bedrängnis, was zu einem erneuten Kampfunterbruch führte. Die Wettkampfleiter konsultierten erneut die Videoaufzeichnungen und berieten die Situation. Ergebnis: Keiner der beiden Kämpfer erhielt einen Punkt, was nicht sein konnte. Alfred Ter-Mkrtchyan, Nationaltrainer a.i., verlangte zu Recht eine sogenannte Challenge, eine Neubeurteilung der Situation, die einem Ringer in jedem Kampf mindestens ein Mal zusteht. Die Kampfrichter mussten ihre zuvor bekanntgegebene Entscheidung nochmals beurteilen, und dieses Mal sprachen sie dem Türken zwei Punkte und Nicolas Christen einen Punkt zu. Komisch, dass es so viel braucht, um zu seinen verdienten Punkten zu kommen. Was die Kampfrichter aber bei beiden Videokonsultationen nicht sahen, war eine nicht regelkonforme Verteidigung des Türken. Der Kampf hätte in dieser Situation zugunsten des Urners in der Bodenlage weitergeführt werden müssen. Doch nichts dergleichen. Nach einem weiteren Punkt des Türken wurde der Schweizer mit einer weiteren Verwarnung wegen angeblichen Fingerhaltens eingedeckt, was diesen Fight noch vor Wettkampfhälfte beim Punktestand von 1:9 beendete. Es war kein guter Stern über diesem Zweikampf von Nicolas Christen. Fazit: Es fand kein richtiger Kampf statt, was mitunter die drei Kampfrichter mit ihren diskussionswürdigen Entscheiden - neue Regeln wurden vor wenigen Tagen eingeführt - mit zu verantworten hatten. Ein fader Geschmack über der letzten U23 EM des Schattdorfers.
Nicolas Christen konnte nach diesem Fight nur hoffen, dass der Türke in den Final kommt, um nochmals auf die Matte treten zu können. Den Viertelfinalkampf gewann Murat Dag gegen den Vertreter Weissrusslands nach Punkten, doch im Halbfinal war der mehrfache Kadetten und Junioren Welt- und Europameister aus Georgien Endstation. Der Türke konnte schliesslich noch um Bronze kämpfen, diese verpasste er aber gegen einen Ukrainer äusserst knapp (7:7 Punkte nach der vollen Kampfzeit).
Medaillenränge Gewichtsklasse Greco -71 kg:
1. Aserbeidschan
2. Georgien
3. Ukraine und Ungarn
Am Folgetag stand Andreas Vetsch in der Gewichtsklasse bis 66 kg auf der Matte. Seinen ersten Kampf gegen einen Moldawier konnte er nach anfänglichem Rückstand mittels Schulterwurf erfolgreich beenden. Im Viertelfinal war es der Vertreter Lettlands, der sich mit dem Rheintaler duellierte. Die Chancen auf einen Halbfinaleinzug waren sehr gut, doch Glücksgöttin Fortuna war nicht für Andreas Vetsch gestimmt. Nach harzigem Start holte der Ostschweizer Punkt für Punkt auf. Doch eine umstrittene Szene wurde mit vier Punkten für den Letten gewertet, was das vorzeitige Kampfende bedeutete. Da der Balte im Halbfinal gegen einen Ringer aus Polen, dem nachmaligen Europameister, verlor, konnte Andreas Vetsch nicht mehr in das Geschehen auf der Matte eingreifen. Schade um die sehr gute Ausgangslage, welche mit einem Finalplatz hätte enden können. Doch auf den 9. Schlussrang darf Andreas Vetsch, welcher im vergangenen Jahr die Ringerriege Schattdorf in der Mannschaftsmeisterschaft Swiss Wrestling Hutter League verstärkte, stolz sein.
Internationales Turnier in Kiev (Ukraine)
Gesteigerte Leistung in der Ukraine
Nicolas Christen reiste mit drei Nationalkaderkollegen zum stark besetzten Turnier nach der Ukraine. Es handelte sich um das zweite Turnier der höchsten Klasse nach Paris Ende Januar. Motiviert nach dem 3. Rang im Turnier in Aarhus (Dänemark) stellte sich der Urner dieses Mal in der Gewichtsklasse bis 71 kg zum Kampf. Ihm wurde der ‚Einheimische’ Ruslan Israfilov, seines Zeichens Vizemeister der Ringermacht Ukraine im vergangenen Jahr, zugelost. Der Schattdorfer musste in den ersten drei Minuten einen Punkt abgeben, was auf eine spannende zweite Kampfhälfte hinwies. Dort konnte sich der sehr erfahrene 33-jährige Ukrainer zwei weitere Punkte gutschreiben lassen. Eine Challenge, d.h. eine Überprüfung einer Aktion, herbeigeführt durch den Schweizer Coach und Nicolas Christen, wurde von den Kampfrichtern negativ beurteilt, was mit einem (kampflosen) Punkt zugunsten des Osteuropäers sanktioniert wurde. Somit verlor Nicolas Christen diesen Fight mit 0:4 Punkten. Sein Gegner musste im nächsten Kampf gegen einen Landsmann die Matte mit einer 1:3 Punkteniederlage verlassen, was das vorzeitige Ausscheiden des Urners bedeutete. Gewonnen wurde diese Gewichtsklasse von einem Iraner, gefolgt von einem Georgier und einem Ukrainer. Beteiligt waren auch noch Kämpfer aus Armenien und Weissrussland.
Im Greco stand noch ein zweiter Schweizer im Einsatz. Andreas Vetsch, Oberriet-Grabs, kämpfte hervorragend, verlor aber knapp mit 4:6 Punkten. Da sein Kontrahent aus Georgien nicht in den Final vorstiess, schied auch er frühzeitig aus.
Gleich erging es den beiden Freistilringern Randy Vock, Freiamt, und Stefan Reichmuth, Willisau. Der Aargauer verlor seinen Fight gegen einen Vertreter aus Weissrussland mit 0:10 Punkten, der Luzerner musste mit einer 4:8 Punkteniederlage gegen einen Ukrainer von der Matte. Die beiden Schweizer konnten nicht mehr in das Wettkampfgeschehen eingreifen, da auch ihre Gegner nicht in die Finals vorstiessen.
Nicolas Christen reiste nach dem Wettkampf in Kiev nach Armenien, wo das Greco-Nationalkader eine Woche trainiert, bevor eine weitere Dislokation nach Georgien stattfindet. Auch dort wird eine Woche lang an der Form im Hinblick auf die Ende März in Ungarn stattfindende U23 Europameisterschaft gefeilt.
In Kriessern standen auch die Kadetten und Aktiven im Rampenlicht der attraktiven Landesmeisterschaften. 138 Akteure gingen dabei zur Sache – zehn davon (betreut durch Marco Gisler, Michi Jauch, Mario Jauch und Bruno Epp) seitens der Ringerriege Schattdorf. Überschattet war das Championat im 75-kg-Gewicht durch eine Schulterverletzung, die sich das RRS-Aushängeschild Nicolas Christen zuzog. Der Internationale holte sich die Blessur im Duell gegen Sämi Fuchs, Brunnen, (6:2-Punktesieg). Sie zwang ihn im nachfolgenden Fight gegen Christoph Kirchhofer, Thalheim, beim Stande von 2:2 denn auch prompt zur Aufgabe. Das Vorkommnis macht nähere ärztliche Untersuchungen notwendig.
Nicolas Christen reiste zusammen mit seinem Nationalkaderkollegen Jonas Bossert, Willisau, zur letzten Qualifikationsmöglichkeit nach Istanbul. In der Gewichtsklasse bis 66 kg im griechisch-römischen Stil traten insgesamt 29 Kämpfer aus der gesamten Welt zum Kampf an. Lediglich die ersten zwei der Rangliste konnten sich noch das Ticket nach Rio sichern.
Nicolas Christen erhielt im 19-köpfigen Starterfeld bis 71 kg im griechisch-römischen Stil den Griechen Vasileios Myxakis zugelost. Nach anfänglichem Abtasten musste der Urner wegen Passivität in die Bodenlage, doch konnte er die wilden Angriffe des Südeuropäers sehr gut verteidigen. In der Folge forcierte der er den Kampf und konnte nach gut zwei Minuten mit 2:0 Punkten in Führung gehen. Nur wenige Sekunden danach fehlten lediglich Zentimeter oder aber das Quäntchen Glück, um weitere zwei Punkte gutschreiben zu lassen. Somit ging Nicolas Christen nach drei Minuten Kampfzeit in Führung liegend in die Pause. Die zweite Kampfhälfte war anfänglich ein stetes Hin und Her. Der Grieche konnte zuerst ausgleichen und nach gut vier Minuten mit einem Punkt in Führung gehen. Der Ausgleich durch den Schattdorfer folgte aber postwendend. Nun wurde der Kampf zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit, bei welcher jeder Punkt vorentscheidend sein konnte. Eine Minute vor Kampfende riskierte Nicolas Christen am Mattenrand einen Wurf, der nicht sauber ausgeführt wurde und welcher ihm, nach Videokonsultation durch die Kampfrichter, drei Punkte einbrockte. Diese Hypothek vermochte er nicht mehr wettzumachen und der Fight ging mit 3:6 Punkten verloren.
Nicolas, bis kurz nach der Europameisterschaft noch in der Spitzensport-RS, wurde vom nationalen Verband für die EM der Aktiven in der Gewichtsklasse bis 71 kg im griechisch-römischen Stil nominiert!
Im sehr gut gefüllten Theater Uri fanden sich am Freitag 26. Februar knapp siebzig Sportlerinnen
und Sportler wie auch Funktionäre ein, welche vom Kanton Uri, bzw. vom Amt für Kultur und Sport zur Ehrung für ihre Erfolge und Verdienste für den Urnersport eingeladen worden
waren.
Regierungsrat Beat Jörg höchstpersönlich nahm die Ehrungen vor. Moderiert wurde der Anlass erstmals von André Schelbert und umrahmt wurden die drei
Ehrungsblöcke vom hervorragenden Komiker Tom Davis und dem einheimischen Musikerduo seismograph. Aus den Reihen der Ringerriege Schattdorf durften sich Ramon Epp, Nicolas Christen, Simon Gerig, Anja Epp, Thomas Epp und Peter Zberg ehren lassen. Nebst einigen sportlich bedingten Abwesenden (so u.a. Skifahrerin Aline Danioth, Langläuferin Stefanie Arnold und unser Ringer Nicolas Christen wg. Trainingslager in Weissrussland) fanden sich auch so namhafte Sportler wie Andi Imhof (Schwingen), Dominik Planzer/Roman Schneider (Radball), Jolanda Annen (Triathlon) und Dani Arnold (Klettern) auf der Bühne ein. Notabene sind diese letzterwähnten Sportler auch ab und zu bei Heimkämpfen unserer NLA-Mannschaftsmeisterschaft zu sehen. Wie immer wurde der Anlass mit einem reichen und vollmundigen Apéro im Foyer des Theaters Uri abgerundet.
Vom Verband Swiss Wrestling Federation wurden Nicolas Christen (RR Schattdorf) und Stephan Reichmuth (RC Willisau) vorgeschlagen und nach einem nicht einfachen Qualifikationsverfahren auch von der Führung des Bundesamtes für Sport als Rekruten für die Spitzensport RS ausgehoben. Nach einer fünfwöchigen militärischen Grundschulung in Lyss/BE dislozierten die insgesamt 35 Sportlerinnen und Sportler aus verschiedensten Sportarten (Beachvolley, Fechten, Leichtathletik, Curling, Fussball, Badminton, Schiessen und Ringen) nach Magglingen, wo sie ihrer Sporttätigkeit professionell nachgehen konnten. Mit dem Besuchstag am 30. Januar 2016 wurden die Rekruten gleichzeitig zu Sportsoldaten befördert. Die RS dauerte bis zum 18. März 2016, wobei alle Sportlerinnen und Sportler nur noch sporadisch in Magglingen anwesend waren, da sie ihre Trainingseinheiten vorwiegend im Ausland absolvierten. Die Armee zählt auf ihre sportlichen Aushängeschilder und unterstützt diese sehr grosszügig. Diese Verbundenheit Armee und Sport wurde anlässlich der Beförderungsfeier mit einem Handschlag über der Schweizerfahne und dem Singen der Nationalhymne eindrücklich gestärkt. Auch konnten sich die zahlreichen Verbandsvertreter sowie Familien und Freunde in die Geheimnisse der verschiedenen Sportarten fachkompetent einführen lassen. Eine äusserst gute Gelegenheit, das Ringen einem sportlich sehr interessierten Publikum näher zu bringen. Wir wünschen den beiden Sportsoldaten Nicolas und Stephan auch nach Abschluss der RS viel Energie auf dem Weg zu ihrem Olympiaziel.
Schattdorfs Aushängeschild Nicolas Christen ist nach der Weihnachtspause bereits wieder hart am Arbeiten!
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