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Das Zürcher Obergericht hat am Freitag einen Ex-Direktor der Bank Leumi wegen Betrugs, Veruntreuung, Misswirtschaft sowie Urkundenfälschung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt. Damit haben die Oberrichter auf Geheiss des Bundesgerichts das Strafmass leicht nach unten korrigiert.
Ursprünglich war für den heute 62-jährigen Mann eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren ausgesprochen worden. Das Bundesgericht hatte den früheren Topmanager jedoch von einigen Nebendelikten bezüglich Urkundenfälschung entlastet. Dies führte vor Obergericht nun zu wenigen Teilfreisprüchen.
Erhebliches Verschulden
Der Verteidiger hatte sich aufgrund des Alters seines Klienten sowie der langen Verfahrensdauer für eine erhebliche Strafsenkung auf noch zwei Jahre bedingt eingesetzt. Ihm war kein Erfolg beschieden. Die Oberrichter gingen weiterhin von einem erheblichen Verschulden aus.
Der Beschuldigte war langjähriger Direktor der Bank Leumi. Zwischen Ende 1993 und Dezember 2000 veruntreute er mittels gefälschter Devisengeschäften und nicht autorisierter Handelstransfers grosse Mengen an Kundengeldern. Als der Mann sich selber anzeigte, betrug der Schaden laut Anklage rund 150 Millionen Franken.
Obwohl der geständige Betrüger heute als Unternehmensberater und Analyst arbeitet, hat er bis jetzt der geschädigten Bank nichts zurückbezahlt, wie er vor Obergericht sagte. Er führte diverse andere finanzielle Verpflichtungen als Rechtfertigung an. Er sagte zudem, dass er bis heute von der Leumi-Bank auf über 100 Millionen Franken betrieben werde.
(jev/chb/sda)