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Rachel oder auch Johanna genannt ist das einzige von 1270 Kindern, das das KZ Vught überlebt hat, die Frage ist nur, wie?
Klappentext:
Die 13- jährige Marit erbt von ihrer Oma Johanna das geheimnisvolle Medaillon, das diese niemals aus der Hand gegeben hat. Als Marit das Schmuckstück neugierig öffnet, sieht sie darin eingraviert rätselhafte hebräische Schriftzeichen. Und dann entdeckt sie in einem alten Karton unzählige Postkarten, die Johanna im Laufe ihres Lebens an unterschiedliche Kinder geschrieben haben muss. Wenig später findet Marit den Nachnamen wieder auf einer Gedenktafel für die jüdischen Opfer eines Kindertransports von 1943. Nach und nach kommt Marit einem lange gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur, das sie zurück in die Zeit des Holocaust führt.
Einleitung:
«Das Buch der 1269 Wünsche», das von Fedor de Beer geschrieben wurde, handelt vom Mädchen Marit, das in den Niederlanden lebt. Marit findet heraus, dass ihre Oma aus einem KZ in Vught befreit wurde und nach und nach erfährt sie das lange gehütete Familiengeheimnis.
Hauptteil:
Marit ist 13 und lebt mit ihrer Familie in den Niederlanden. Ihre Mutter sieht sie selten, da sie viel unterwegs ist. Wenn sie Rat braucht, geht sie zu ihrer Urgrossmutter Hendrike. Marits Grossmutter Johanna ist vor Kurzem gestorben und Marit weiss fast nichts über Johanna, ausser dass sie viel gereist ist. Zwei Tage nach der Beerdigung bekommt Marit von ihrer Urgrossmutter ein Medaillon, das früher Johanna gehört hat. Als Marit in ihrem Zimmer sitzt, hört sie plötzlich Stimmen. Es sind drei Kinder, ein Junge und zwei Mädchen. Die Geister behaupten, Johannas Geschwister zu sein, die durch einen Kindertransport in ein Konzentrationslager im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen sind. Marit weiss aber, dass Johanna keine Geschwister gehabt hat.
Als Marit am nächsten Tag in Johannas Haus einen Karton mit mehreren 100 Briefen und ein Tagebuch findet, in dem Johanna bestätigt, dass sie jüdisch ist und sie drei Geschwister gehabt hat, spricht Marit ihre Urgrossmutter darauf an und sie bestätigt ihre Herkunft. So kommt Marit langsam dem lange gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur.
Alles fängt damit an, dass Marits Urgrossmutter in einem KZ in Vught ist, zum selben Zeitpunkt wie Johanna. Damals ist Johanna noch ein Baby. Von dem Geist erfährt Marit, wie Johanna ins KZ gekommen ist. Johanna ist einst an einem Bahnhof abgegeben worden und der Geist sagt ihr, dass er sie dort gelassen hat, damit sie überleben kann und nicht sterben muss wie sechs Millionen andere Menschen. An diesem Ort findet Marits Urgrossmutter Johanna und nimmt sie mit nach Haus, weg von den Nazis.
Sechs Tage nach der Beerdigung bekommt Marits Mutter einen Brief von Johanna. Den hat Johanna wohl noch zu Lebzeiten geschrieben. Darauf hin fliegt sie sofort nach Hause. Als die ganze Familie über Johanna Bescheid weiss, beschliessen sie alle, als Andenken an Johanna und die 1269 verstorbenen Kinder des Kindertransports, in Jerusalem einen Baum zu pflanzen, damit Johanna in Frieden ruhen kann.
Meinung:
Ich finde die Geschichte wunderschön, sie ist auch sehr traurig und schön zugleich. Dass Johanna überlebt hat, ist ein Hoffnungsschimmer, dass die Nazis ihr Ziel nicht erreicht haben. Der Teil, der mir am besten gefällt, ist einer der traurigsten Texte, die ich je gelesen habe, und zwar der Abschnitt, in dem der Geist Emanuel beschreibt, wie er vergast worden ist. Ich finde, dass das eine der spannendsten Geschichten war, die ich je gelesen habe und hoffe sehr, dass wirklich ein Kind überlebt hat.
Typische Textstelle:
«Hendrike lächelte. Heute ist es ein Museum und ich will schon seit Jahren hin, aber nicht allein, und ich habe noch nie getraut Johanna zu bitten, mich zu begleiten. “Morgen ist Samstag”, sagte Marit. «Ich komme gern mit. » «Morgen ist gut. Und dann erzähle ich die Geschichte auch weiter, aber jetzt muss ich erst einmal schlafen. »
Leseempfehlung:
Ich empfehle dieses Buch Jugendlichen, die eine Geschichte über Opfer aus dem 2. Weltkrieg lesen wollen. Obwohl diese Geschichte eher kurz ist, ist sie sehr komplex, daher eher für interessierte Leser gedacht. Sie ist sehr traurig und darum auch eher für gefühlvolle Leser geeignet.