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Basel (?), um 1320
Silber teilweise vergoldet, graviert, punziert,
transluzides und opakes Email
H. 28,7 cm
Inv. 1922.261.
Das Kreuz diente als Aufsatz einer Prozessionsfahne, die durch einen Chorknaben auf einer silbernen Stange vorangetragen wurde. Ein gleichartiges Pendant ist seit dem 19. Jahrhundert verschollen. Die vier an den Kanten abgeschrägten Kreuzbalken sind durch Manschetten mit kielbogig endenden Vierpässen verlängert.
Den Schnittpunkt der beiden Stämme akzentuiert ein quadratisches Gehäuse, das auf seiner Rückseite durch ein rundes Kristallglas zum Reliquienostensorium ausgebildet ist. Der Grazilität der Gesamtanlage entspricht die Schlichtheit in der Oberflächenbearbeitung und der künstlerischen Gestaltung. Die Kreuzarme besitzen eine Gravierung im Fischblasenmotiv.
Der Kreuzungspunkt und die Enden der Balken tragen miniaturenhafte Darstellungen in Emailtechnik in roter Farbe auf blauem Grund. Beim zentralen Medaillon der Vorderseite handelt es sich um das frontale Antlitz Christi. Es wird von den Medaillonbildern der sitzenden Evangelisten mit ihren Attributen gerahmt. Die Vierpässe auf der Rückseite zeigen die Häupter von zwei Propheten und von zwei Heiligen.