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Einer der mittelalterlichen Pilgerwege (Jakobsweg) an das Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostella führte von Deutschland herkommend über die Ostschweiz, Einsiedeln, Luzern, Tafers, Freiburg, Lausanne, Genf.
Die Taferser Jakobsbruderschaft wird 1620 erstmals erwähnt. Sie hat aber vielleicht schon seit dem frühen 16. Jahrhundert bestanden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts schlief sie ein, wurde aber 2002 unter dem Namen Gruppe Santiago neu belebt.
Um „die Andacht dyser Gottseeligen Sancti Jacobi Bruderschafft“ zu fördern und auf Antrag von Jacob Kämmerling, Generalvikar und Propst des Niklausenstifts in Freiburg, gewährte 1620 Papst Paul V. einen vollkommenen Ablass allen Christgläubigen, die am Jakobstag „die Capell Sancti Jacobi zu Tavers und die Pfarrkirche daselbst andächtiglich besuchen“, beichten und zur Kommunion gehen. In der Bruderschaft waren eigentliche Pilger sowie Gönnermitglieder vereinigt.
Die bestehende Kapelle wurde erstmals 1665 erwähnt, 1769 durch den noch bestehenden Bau ersetzt. Der schöne frühbarocke Altar von Hans Franz Reyff ist jedoch bereits um 1640 entstanden. Der Zyklus auf der Eingangsseite mit acht Szenen zur Compostella-Legende (das Hühnerwunder) des 11. Jahrhunderts, und die Figuren der Apostel Johannes und Jakobus hat der einheimische Jakob Stoll 1769 gemalt.