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- Der Nordosten Australiens wird von starken Regenfällen heimgesucht.
- Besonders betroffen ist der Ort Townsville. Dort mussten die Behörden einen Staudamm öffnen.
- Die Bewohner haben nicht nur ihre Häuser in den Wassermassen verloren, es drohen auch gefährliche Tiere.
Nach acht Tagen Regen und verheerenden Überschwemmungen in Queensland, im Nordosten Australiens, wurde der Alarm vor Salzwasser-Krokodilen und Schlangen ausgelöst. Diese hätten den Fluss Ross verlassen und sind nun in den Wohnquartieren der am stärksten betroffenen Küstenstadt Townsville unterwegs. Mit drastischen Bildern rief die Polizei von Queensland die Menschen auf, sich von den Fluten fernzuhalten.
«Sollte die Vorstellung, Auge in Auge einem Krokodil gegenüberzustehen, nicht abschreckend genug sein, dann erinnere dich, bevor du zum Spielen in die Fluten steigst, an die grosse Möglichkeit, dass du in die Exkremente deines Nachbarn watest», warnte sie auf Twitter davor, Kinder im angestauten Wasser spielen zu lassen.
In Townsville hatten die Behörden beschlossen, die Hochwasserschleusen eines Staudamms zu öffnen, um die Wassermassen abfliessen zu lassen. Etwa 2000 Häuser wurden überschwemmt. Fast die gesamte Stadt war ohne Strom und viele Menschen mussten auf den Dächern ihrer Häuser Schutz suchen. «Noch nie in unserem Leben haben wir so viel Wasser gesehen», berichtete Radiomoderatorin Gabi Elgood. «Du denkst, mehr kann jetzt nicht mehr kommen, aber der Regen hört einfach nicht auf».
Ein Jahrhundertereignis
Queenslands Regierungschefin Annastacia Palaszczuk warnte die Gemeinden vor weiterem Ungemach. Es drohten neue Regenstürme, für über ein Dutzend Flüsse gebe es weiterhin Hochwasseralarm. «Das ist kein Ereignis, das alle 20 Jahre mal vorkommt, das ist ein Jahrhundertereignis», sagte sie. In einigen Regionen Queenslands fiel binnen weniger Tage so viel Regen wie sonst in einem Jahr. Laut Wetterdienst dürfte der Regen bis Donnerstag anhalten.
Das Militär unterstützte den Grosseinsatz in den Überschwemmungsgebieten: Es lieferte 70'000 Sandsäcke zum Abdichten bedrohter Gebäude, stellte Wasserfahrzeuge zur Verfügung und rettete unzählige Menschen von Dächern, wohin sie sich vor den Fluten gerettet hatten. Rund 20'000 Häuser waren von den Fluten bedroht, 16'000 Menschen waren ohne Strom.