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Der frühere Kreml-Verwalter Pawel Borodin ist am Freitag (13.04.) von Genf nach Moskau zurückgekehrt. Er war am Donnerstagabend gegen eine Kaution von fünf Millionen Franken auf freien Fuss gesetzt worden. Im Moskauer Flughafen wurde er von einer Menschenmenge empfangen.Dieser Inhalt wurde am 13. April 2001 - 20:37 publiziert
Borodin flog am Freitagnachmittag mit einem regulären Linienflugzeug der russischen Fluggesellschaft Aeroflot nach Moskau zurück. Nach seiner Ankunft dankte er Präsident Putin für seine Hilfe und Unterstützung. Er sei ein "ehrlicher russischer Bürger", betonte Borodin vor den Medien.
Der auf Antrag der Schweiz aus den USA nach Genf ausgelieferte Borodin war am Donnerstag gegen Kaution freigekommen. Die Genfer Anklagekammer hatte Stunden zuvor die Kaution in Höhe von fünf Millionen Franken festgesetzt. Das russische Aussenministerium schickte die Kautionsgelder umgehend nach Genf.
Der Anklagepunkt der Zugehörigkeit Borodins zu einer kriminellen Organisation war von der Anklagekammer fallengelassen worden. Der Vorwurf der Geldwäscherei reichte danach nicht aus, um Borodin im Gefängnis zu behalten.
Keine Einschränkung der Bewegungsfreiheit
Die Anklagekammer machte Borodin keine Einschränkung in seiner Bewegungsfreiheit, womit er nach Russland ausreisen konnte. Er muss sich aber weiterhin der Genfer Justiz zur Verfügung halten.
Borodin war am Samstag vergangener Woche von den USA an die Schweiz ausgeliefert worden. Die US-Behörden hatten ihn am 17. Januar dieses Jahres auf Grund eines Schweizer Haftbefehls auf dem New Yorker Kennedy-Airport festgenommen.
Die Genfer Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Schmiergeld-Zahlungen der Tessiner Baufirmen Mabetex und Mercata in Höhe von rund 30 Mio. Dollar entgegengenommen und über die Schweiz gewaschen zu haben. Der Vertrauensmann des früheren russischen Präsidenten Boris Jelzin soll das Geld für die Vergabe von Bauaufträgen zur Kremlrenovierung erhalten haben.
swissinfo und Agenturen
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