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Diese Frage wurde mir wenige Tage nach meinem Geburtstag gestellt. Und da mir zu meinem 50zigsten Lebensjahr gratuliert wurde, eine Feinheit, die mir sehr viel Freude bereitet hat, wäre es gut, ich könnte diese Frage so einfach beantworten.
Grundsätzlich sollten jetzt alle anderen eine Antwort geben. Nur ich nicht. Ich bin ich und ich kenne mich.
Für meinen Chef bin ich kein typischer CIO, nur weiss ich bis heute noch nicht, was ein typischer CIO ist. Ich bin gerne als Lord of Disorder tätig. Ein Assessment erwähnt: „Lächelt häufig, was bisweilen irritiert„. Eine Kollegin hat mich mal mit Alan Shore von Boston Legal verglichen. Ich erwähne häufiger, dass ich eigentlich ein Opernhaus-Direktor bin. Unser (heute Ex-)Lehrling erwähnt, dass ich nur komme um zu sagen, wenn etwas nicht gut sei. C-Level hat mich bei den Digital-Shapers einsortiert. Jemand hat erwähnt, dass ich Menschen mag, vor allem schwierige Menschen. Die gleiche Person hat auch gesagt, dass ich Stur sein kann. Es gibt Leute, die sagen ich sei eher kommunikativ für einen Nerd. Aber man versteht mich nicht immer. Es ist nicht immer klar, was ich sage.
Ich habe mir das Holstee-Manifest übers Pult gehängt. Ich denke, ich habe mein ikigai (Lebenssinn) und meinen Traumjob gefunden. Mir gefällt mein Opern-Haus. Ich darf darin agil arbeiten und andere begeistern. Ich darf Kindergarten-Cop sein und Management-Dienstleister.
In einem Satz, wie gewünscht: Ich bin die einzige Diva in meinem Departement und die Fähigkeit, das Unmögliche möglich zu machen, das Mögliche leicht und das Leichte elegant, macht mich einzigartig.
„Das Unmögliche möglich machen, das Mögliche leicht, und das Leichte elegant“
(Moshé Feldenkrais)
Besonders gefallen hat mir auch diese Version, welche ich als Feedback erhalten habe.
Ich bin immer artig – manchmal unartig , mal eigenartig , mal grossartig aber immer einzigartig.