Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03648.jsonl.gz/2670

US-Präsident Joe Biden kündigt nach der Förderkürzung der Erdöl-Allianz Opec+ «Konsequenzen» für die Beziehungen zu Saudi-Arabien an. Welche Optionen er in Betracht zieht, wollte er in einem auf CNN ausgestrahlten Interview am Dienstag nicht näher erläutern.
Biden werde mit dem Kongress zusammenarbeiten, «um zu überlegen, wie diese Beziehung in Zukunft aussehen soll», hatte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates im Weissen Haus zuvor erklärt.
Kein Zeitplan bekannt
Das Präsidialamt kündigte eine Überprüfung an, nannte aber weder einen Zeitplan noch Informationen darüber, wer die Neubewertung leiten werde. Die Vereinigten Staaten werden die Situation «in den kommenden Wochen und Monaten» genau beobachten, erklärte die Pressesprecherin des Weissen Hauses.
Am Vortag hatte der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des Senats, Bob Menendez, die US-Regierung aufgefordert, alle Aspekte der Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien einschliesslich aller Waffenverkäufe einzufrieren.
Ein Grossteil der US-Waffenverkäufe an Saudi-Arabien wurde mit Blick auf die Bedrohung durch den Iran in der Region getätigt. «Es gibt Sicherheitsherausforderungen, von denen einige vom Iran ausgehen. Sicherlich werden wir die Bedrohung, die der Iran nicht nur für die Region, sondern in gewisser Weise auch darüber hinaus darstellt, nicht aus den Augen verlieren», sagte ein Sprecher das US-Aussenministeriums.
Die Opec+ foutiert sich um die Wünsche des Westens
Das Ölkartell Opec+ hatte sich unter der Leitung von Saudi-Arabien ungeachtet der Sorgen über eine durch hohe Energiepreise ausgelöste weltweite Rezession auf die Drosselung der Öl-Fördermenge verständigt. Die USA wollen die Ölpreise unter anderem senken, um Russland wegen des Krieges gegen die Ukraine die Öleinnahmen zu entziehen.
Die westlichen Länder werfen Russland vor, Energie als Waffe einzusetzen und eine Energiekrise in Europa herbeizuführen. Die Beziehungen zwischen dem Königreich und der US-Regierung von US-Präsident Joe Biden gelten als angespannt.
(reuters/mbü)