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"""Die Weiber haben nicht interessant zu sein, sondern angenehm"", ruft der Wiener Student Theodor im Brustton der Überzeugung – denn sein Kommilitone Fritz ist hoffnungslos in eine allzu innige Affäre mit einer verheirateten Frau verstrickt. Mithilfe seiner lebenslustigen Freundin Mizi lotst Theodor Fritz in eine unverfängliche, »erholsame« Liebelei mit der schönen Christine, doch dann taucht unversehens der gehörnte Ehemann auf … Höchst raffiniert nutzt Arthur Schnitzler in seinem Dreiakter »Liebelei« Elemente des humorigen Wiener Volkstheaters und verdichtet sie zu einem ergreifenden sozialpsychologischen Drama. Das tragikomische Stück bescherte seinem Autor 1895 den ersten und zugleich grössten Bühnenerfolg. "
Portrait
Arthur Schnitzler, geb. 15.5.1862 in Wien, versuchte bereits als Neunzehnjähriger seine ersten Dramen zu schreiben. Nach dem Studium der Medizin war er Assistenzarzt an der Allgemeinen Poliklinik und dann praktischer Arzt in Wien, bis er sich mehr und mehr seinen literarischen Arbeiten widmete. 1886 erscheinen die ersten Veröffentlichungen in Zeitungen, 1895 das erste Buch. Bei Arthur Schnitzler bildet stets der einzelne Mensch den Mittelpunkt seiner durchweg im Wien der Jahrhundertwende angesiedelten Stoffe. Er starb am 21.10.1931 als einer der bedeutendsten österreichischen Erzähler und Dramatiker der Gegenwart in Wien.