Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/226338

<h2>SubmittedText<h2><p>Um dem Willen des Gesetzgebers zu entsprechen, den Sömmerungsbetrieb bei gleichzeitiger Anwesenheit von Grossraubtieren aufrechtzuerhalten, wird der Bund beauftragt, in seiner Gesetzgebung, insbesondere im Jagdgesetz (JSG) und in der Jagdverordnung, die Abgeltung des zusätzlichen Arbeitsaufwandes, der bei der Umsetzung der anerkannten Herdenschutzmassnahmen anfällt, zu regeln.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund unterstützt bereits heute die Alpsömmerung - auch in Gebieten mit Wolfsrudeln - und sorgt dafür, dass die Bewirtschaftung der Alpen nachhaltig erfolgt. So werden auf Basis des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft (LwG, SR 910.1) Sömmerungsbeiträge (rund 128 Mio. Franken pro Jahr, davon 7 Mio. Franken für die Kleinviehsömmerung) und Alpungsbeiträge (rund 110 Mio. Franken pro Jahr) ausgerichtet, um die Alpsömmerung zu erhalten und zu fördern. Über das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG, SR 922.0) unterstützt der Bund den Herdenschutz mit jährlich rund 3 Millionen Franken. Auf die Alpsömmerung 2021 hin will der Bundesrat den Herdenschutz weiter stärken und das Budget um 500'000.- Franken erhöhen. Die Vernehmlassung zur Anpassung der Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSV, SR 922.01) wurde am 31. März 2021 gestartet.</p><p>Der Bundesrat wurde mit dem Postulat 18.4095 der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates beauftragt, in einem Bericht die Folgen der Ausbreitung von Grossraubtieren in der Schweiz auf die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des Berggebietes darzulegen. Es sollen die Gründe allfälliger Veränderungen oder der Aufgabe der Bewirtschaftung von Heim- und Alpbetrieben dargelegt, der notwendige Handlungsbedarf bezeichnet und allfällige Massnahmen vorgeschlagen werden. Zudem werden zur Umsetzung des Postulates 20.4548 Bulliard "Massnahmen zur Stärkung der Alp- und Berglandwirtschaft" flankierende Massnahmen im Bereich des Agrarrechts geprüft. Der Bundesrat wird im Rahmen dieser beiden Berichte auch die Notwendigkeit von betrieblichen Anpassungen in Gebieten mit Wolfspräsenz sowie die Angemessenheit der Finanzhilfen und weiterer Massnahmen für den Herdenschutz prüfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.