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17. Dezember
Früh am Morgen zur Wintersonnenwende kam eine ganze Gruppe Waldkobolde auf den Bauernhof. Theobald fragte beim Ältesten der Feuergeister nach ob sie wirklich beginnen sollten. Als der sein Einverständnis gab, verteilten sich die Waldkobolde rund ums Haus. Sie stellten sich an alle Ecken und Seiten des Hauses auf und verstreuten Kräuter auf dem Boden. Einer der Waldkobolde hatte einen Behälter mit Tannenadeln dabei. Er liess sie in einer feinen Linie auf den Boden rieseln, als er von Kobold zu Kobold ging.
Nachdem das ganze Haus mit einer Tannennadellinie umschlossen war, hob er seine Arme. In der einen Hand hielt er nun einen knorrigen Ast und in der anderen Tannenzapfenschuppen. Dann warf er die Tannenzapfenschuppen in die Luft und stiess mit seinem Ast in die Linie aus Tannenadeln, als die erste Schuppe den Boden berührte. Es knisterte und ein schwaches, fast dunkles Licht wanderte die Linie entlang. Bei jedem Waldkobold hielt das Licht kurz inne, bis die verstreuten Kräuter verschwunden waren und wanderte dann weiter.
Nachdem das fast dunkle Licht einmal um das Haus herumgewandert war, war die Linie aus Tannennadeln verschwunden. Das fast dunkle Licht hüpfte auf das kleine Häufchen von Tannenschuppen und dann zurück in den knorrigen Ast vom Waldkobold. Zurück blieb ein eigenartiger Geruch und eine Gruppe erschöpfte Waldkobolde. Das Ritual war sehr anstrengend gewesen, denn jeder Waldkobold musste gut achtgeben, dass das fast dunkle Licht weiterwandert.
Der Waldkobold mit dem knorrigen Ast bedankte sich bei allen und dann verschwanden sie zusammen im Wald. Nur Theobald blieb zurück. Er nahm seinen Platz an der Kante auf dem Küchentisch ein und wartete. «Hat es geklappt?» wollte der Älteste der Feuergeister wissen. «Ich denke schon» antwortete Theobald.
Eine halbe Stunde später kam die Bäuerin in die Küche und bereitete das Frühstück zu. Nach dem Frühstück bat sie Opa Karl einige Tannenzweige mit Zapfen aus dem Wald zu holen. Sie wollte den Fenstersims damit schmücken. Opa Karl zündete seine Pfeife an und machte sich auf den Weg. «Jetzt ist die Gelegenheit» sagte Theobald zum Ältesten der Feuergeister. «Wenn du in die Pfeife springst erfährst du, ob die Barriere funktioniert. Entweder spürst du ein leichtes kribbeln, wenn ihr das Haus verlasst oder ….»
Der Älteste der Feuergeister nahm seinen ganzen Mut zusammen und sprang in die Pfeife von Opa Karl. Dann schloss er seine Augen und wartete. Wenn die Barriere so funktionierte, wie sie es geplant hatten, dann konnte er mit Opa Karl in den Wald. Wenn die Barriere nicht so funktionierte, dann würde er sich in Nichts auflösen. «Sag bitte den anderen Feuergeistern Bescheid, wenn es schief geht» bat er Theobald. Der nickte und drückte ihm die Daumen.
Wird die Barriere funktionieren? Morgen kannst du es erfahren. Hinter dem Türchen mit der Nummer 18 geht die Geschichte weiter.