Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03256.jsonl.gz/1902

Nicola Spirig hat Olympia-Hotel für 2020 schon reserviert
Bei einem Partner-Event im Hotel Atlantis by Giardino in Zürich blickte Nicola Spirig auf das vergangene Jahr zurück – und aufs 2020 voraus. In rund acht Monaten wird sie in Tokio zum fünften Mal seit 2004 an Olympischen Spielen teilnehmen.
2019 war für Nicola Spirig geprägt von der Geburt ihres Sohnes Alexis, ihrem dritten Kind. Schon kurz nach der Geburt nahm die 37-Jährige das Training wieder auf, vorzugsweise innerhalb ihrer Trainingsgruppe in St. Moritz. Das ermöglichte ihr auch den direkten Vergleich mit anderen Weltklasse-Athleten. Nur zwölf Wochen nach der Geburt folgte mit der WM-Serie in Hamburg der erste Wettkampf. Mit ihrer Teilnahme wollte Spirig einerseits dem Schweizer Team helfen, Punkte für das Olympic Qualification Ranking zu holen. Andererseits mit dem Start am Einzelrennen ihre Einzel-Klassierung verbessern. Trotz der sehr kurzen Vorbereitungszeit nach der Geburt ihres Sohnes und trotz Seitenstechen gelang ihr ein achter Rang. Damit erfüllte sie im ersten Versuch ein Qualifikationskriterium von Swiss Olympic für Tokio 2020. Für Nicola eine grosse Erleichterung und ein sehr positives Comeback!
Dieser Erfolg sollte aber nicht schon das Ende der Saison bedeuten. Es stand der Höhepunkt der Saison an, der WM-Final zuhause in Lausanne. Mit einem starken zehnten Platz sicherte sich Nicola die zweite Erfüllung der Swiss Olympic Qualifikations-Kriterien. Danach hatte ihr Vater anhand diverser Varianten errechnet, dass seine Tochter bis zum Ende der Qualifikationsperiode im Mai 2020 nicht mehr aus den Top 50 des Individual Olympic Qualification Ranking fallen kann. Trotzdem entschloss sich Nicola Spirig zu einer Asienreise. Denn ein weiterer Aufstieg im Ranking versprach auch eine Verbesserung der Startposition im olympischen Wettkampf in Tokio. Bei Weltcupstarts in Tongeyong (SKR) und Miyazaki (JPN) erreichte Spirig die Ränge fünf und vier. Zwischen den beiden Rennen reiste die Olympiasiegerin von London 2012 auf die südkoreanischen Insel Jeju – dort hatte sie bereits in der Vorbereitung auf Peking 2008 trainiert – um Hotels, Pools usw. zu erkunden und reservieren. In Jeju will sie sich nächsten Juli an die feuchte Hitze von Tokyo und die Zeitverschiebung gewöhnen. Ein Hotel in Tokio, nur 800 Meter vom Start des Triathlons entfernt, sei bereits für die letzten Tage vor dem Olympischen Rennen auch schon reserviert, verriet Spirig ihren Partnern in Zürich.
Für die Bachenbülacherin wird das Training für Olympia 2020 so richtig am 1. Dezember beginnen – mit einem zweiwöchigen Trainingslager auf Gran Canaria. Anschliessend folgen zwei Wochen in St. Moritz. Im Februar ist in Südafrika der Start am Weltcup in Kapstadt angedacht, begleitet von einem Trainingslager in Stellenbosch. Wie schon vor London 2012 könnten auch ein oder zwei Starts über die Ironman-70.3-Distanz zum Programm gehören.
Anfang Mai wird das Schweizer Mixed Relay Team mit Nicola Spirig im chinesischen Chengu versuchen, einen Top-3-Platz zu erobern. Damit könnte sich das Team direkt für Olympia qualifizieren. Bis Ende Juni ist danach das Training in St. Moritz geplant. Und am 28. Juli (Einzel) und hoffentlich am 1. August (Team) folgen dann die beiden olympischen Wettkämpfe 2020.