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Mittelalter und Bodensee: rund 150 Exponate vermitteln Einblicke in eine Zeit, in welcher der Bodensee ein eng verflochtener Wirtschaftsraum war. Man nutze den Bodensee und seine Zuflüsse als Wasserwege. Diese verbanden die Region von den Bündner Alpenpässen bis zum Rheinfall. Städte bildeten Bündnisse, man einigte sich auf einheitliche Währungssysteme und betrieb Handel mit Venedig, Mailand, Lyon, Barcelona oder Brügge. Exportschlager waren Leinengewebe, importiert wurden exotische Gewürze sowie Salz. Der Eisen- und Silberbergbau führte ebenfalls zu Reichtum. Die Landwirtschaft bildete die Grundlage für die Nahrungsversorgung der Bevölkerung. In den Städten arbeiteten zahlreiche Handwerker, die ihre Waren feilboten. Die archäologisch und anthropologisch untersuchten Friedhöfe sowie schriftliche Quellen geben Auskunft über die Bevölkerung, ihre Gesundheit und ihre Glaubensvorstellungen.