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Hans Peter Beck, Physiker an der Universität Bern, erklärt es mit einem Vergleich: „Man kann sich das Higgs-Feld vorstellen wie die Atmosphäre an einem windstillen Sommertag. Ein Mensch bemerkt von dieser Atmosphäre kaum etwas. Anders ein Flugzeug, das mit hoher Geschwindigkeit fliegt. Es spürt die Atmosphäre als Widerstand, wird durch sie gebremst. Einem Elementarteilchen im Higgs-Feld geht es quasi gleich: Es wird abgebremst und erhält dadurch Masse.“
Wie müsste man sich, um in diesem Bild zu bleiben, das Higgs-Teilchen vorstellen? Hans Peter Beck: „Das sind quasi die Wirbel, die das Flugzeug durch seine Flugbewegung in der Luft erzeugt.“
Anders als die Atmosphäre um uns herum, bewirkt das Higgs-Feld allerdings keine Reibung. Elementarteilchen werden daher auch nicht kontinuierlich langsamer, wenn sie sich durch das Higgs-Feld bewegen.
Was oben vereinfachend als 'Higgs-Mechanismus' bezeichnet wurde, nennen Physiker genau genommen den 'Brout-Englert-Higgs-Mechanismus'. Denn Peter Higgs hat diesen Mechanismus nicht als einziger entdeckt. Auch die beiden belgischen Physiker Robert Brout und François Englert waren an der Beschreibung dieses Phänomens massgeblich beteiligt.