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70 Prozent aller PE-Folien landen gemäss dem Bericht zu einem Postulat aus dem Nationalrat in Kehrichtverbrennungsöfen und liefern Energie. Eine aus ökologischer Sicht vorteilhaftere Verbrennung wäre die Nutzung als Brennstoff in Zementwerken -als Ersatz für Kohle.
Pro Jahr fallen in der Schweiz rund 110'000 Tonnen PE-Folien als Abfall an. Das entspricht 14 Prozent des gesamten Kunststoff-Abfalls.
75'000 Tonnen Folien werden hauptsächlich für Verpackungen gebraucht - zum Beispiel als Wickelfolien, Polster oder Säcke. Etwa 20‘000 Tonnen verwenden Bauern als Silage-, Abdeck- oder Treibhausfolien. 15‘000 Tonnen fallen auf dem Bau an, für Abdeckungen oder Dichtungen.
24 Prozent der Folien-Abfälle gehen laut dem Bericht zurzeit ins Recycling. Sie werden zu einem Granulat verarbeitet, aus dem dann mehrheitlich Kabelschutzrohre hergestellt werden. Das so verarbeitete Material sollte möglichst keine Fremdstoffe enthalten.
Probleme gebe es in dieser Hinsicht oft mit Folien aus der Landwirtschaft, die etwa Sand oder Reste von Heu enthielten, heisst es im Bericht. Verpackungsfolien dagegen seien meistens sehr sauber und ergäben ein sehr gutes Rezyklat.
6 Prozent der Folien gehen als Ersatzbrennstoff an Zementwerke. Vor dem Verbrennen müssen sie zerkleinert werden, und chlorhaltige Kunststoffe müssen aussortiert werden.
70 Prozent aller Folien landen in der Kehrichtverbrennung, wo sie unsortiert und auch verschmutzt verwendet werden können. Die meiste Energie, die dieser Abfall enthält, kann zur Produktion von Strom und Wärme genutzt werden.
Die Branche nehme die gebrauchten Folien freiwillig zurück, schreibt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in einer Mitteilung. Der Bericht zum Postulat listet mehrere auf privatwirtschaftlicher Basis organisierte Sammelsysteme auf, die spezifische Kunststoff-Abfälle annehmen und der Wiederverwertung zuführen.