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Heute Nacht bildete sich verbreitet Nebel, welcher am Vormittag auf der Alpennordseite von tiefer, hochnebelartiger Bewölkung abgelöst wurde. Darüber schien die Sonne.
Wetter
Heute Nacht bildete sich verbreitet Nebel, welcher am Vormittag auf der Alpennordseite von tiefer, hochnebelartiger Bewölkung abgelöst wurde. Darüber schien die Sonne.
Heute lagen wir am Rande eines Hochdruckgebietes, welches seinen Kern über Südfrankreich und Norditalien hatte. Mit westlicher Strömung wurde in der Nacht auf heute Samstag zunächst recht trockene Luft zur Schweiz geführt.
Folglich war die Nacht zunächst meist klar, und so konnte sich im Mittelland verbreitet Nebel bilden. Dieser hatte eine Obergrenze von rund 600 Metern oder tiefer.
Im Laufe des Vormittags wurde aus Nordwesten tiefe, hochnebelartige Bewölkung zur Alpennordseite geführt. Die Obergrenze dieser Stratocumulus-Bewölkung lag bei rund 1000 bis 1500 Metern. Diese Stratocumulusbewölkung wurde also über den Nebel auf der Alpennordseite geführt. Mit der daraus folgenden Gegenstrahlung löste sich der Nebel unter der tiefen Bewölkung auf.
Feuchte Luft wurde heute, wie erwähnt, von Nordwesten zur Alpennordseite geführt, dabei floss sie auch über den Jura. Dies wurde heute am späten Vormittag sehr schön veranschaulicht, wie das Webcambild vom Chasseral zeigt. Aus Nordwesten (im Bild unten von rechts) floss der Stratus über die Kreten des Jura, dahinter beschleunigte sich die Strömung und sank wenig ab. Hangabwärts wurde das Abfliessen abrupt gebremst. Es bildete sich ein sogenannter hydraulischer Sprung oder auch Wechselsprung.
Im Grundsatz zeigt dieses Überfliessen der Luft über die Bergkrete die gleichen Eigenschaften wie das in Bächen oder Flüssen beobachtet werden kann. Die Parallele dazu wäre also, dass Wasser über einen Stein fliesst, sich dahinter etwas beschleunigt und am hydraulischen Sprung abrupt abgebremst wird. Beobachten lässt sich der hydraulische Sprung aber auch im heimischen Waschbecken, wie das hier beschrieben ist.
Nicht nur auf der Alpennordseite, auch in den Tälern des Mittel- und Südtessins bildete sich Nebel resp. tiefer Hochnebel, hier mit einer Obergrenze von rund 500 Metern.
Über dem Nebel- oder tiefen Hochnebel schien heute ganztags die Sonne.