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Afrika-Jahresbericht 2017
Atelierbau
Das wichtigste Stiftungs-Projekt 2017/18 umfasste den Bau und die Einrichtung eines Lernateliers für Schneiderinnen in Bombouaka. Diese erste Phase ist inzwischen abgeschlossen und der Betrieb kann im laufenden Jahr aufgenommen werden. Die Kosten dieses Projekts betrugen 11‘232 CHF, also knapp 3‘000 CHF über dem Budgetvorschlag, was mit einer Vergrößerung der Gebäudefläche begründet wird. Die Differenz konnte aus einer Nachzahlung für das vorangegangene Jahr sowie Einsparungen bei den anderen Projekten ausgeglichen werden. Daneben hat das CGSF eine Reihe von Mikroprojekten im Dorf realisiert. Das Schwergewicht lag auf Schul- und Berufsbildung in Bombouaka.
Schule
Während des Schuljahres 2016-2017 boten wir fünfzehn Lehrer/innen auf, die jeden Mittwoch und Freitag nachmittags von 15:00 bis 17:00 Stützunterricht durchführten. Der Schwerpunkt lag vor allem auf Mathematik, Lesen und weiteren Themen in französischer Sprache. Die Dauer betrug zehn Monate. (2‘640 CHF)
Weitere Ferienkurse wurden von insgesamt 90 Studenten im Urlaub angeboten und fanden in Bombouaka und einigen weiteren Dorfschulen statt. Kinder, die ihren Grundschulabschluss (EDSB) geschafft haben und sich auf die Mitteschule vorbereiteten, bekamen eine Einführung in neue Fächer wie Englisch, Physik etc. Die Studenten gaben zudem auch Kurse für Schüler des ersten Zyklus (4 Jahre) und des zweiten Zyklus (2 Jahre) des Gymnasiums. Wir erhöhten (im letzten Schuljahr) die Teilnehmerzahl von 60 auf 90 Studenten. (3‘170 CHF)
Man hat gesehen, dass es eine gute Initiative war, welche die schulischen Leistungen der Kinder auf allen Stufen verbessert hat, was sich in den sehr guten Ergebnissen am Schluss des Schuljahres gezeigt hat.
Wir halfen 48 Maturanden am Gymnasium von Bombouaka bei der Beschaffung von Identitätsausweisen, die für die Anerkennung das Maturazeugnisses und ein Hochschulstudium benötigt werden. (633 CHF)
„Vacances utiles“ (Schüler-Hilfsfonds der Diözese)
Das Ziel ist, Mittelschüler/innen zu helfen, ihre Studiengebühren und Unterrichts-material zu bezahlen. Sie verrichten während den Sommerferien gemeinnützige Arbeiten an öffentlichen Plätzen, Straßen usw. Diese Unterstützung geht auch an die Jugend von neunzehn weiteren Pfarreien des Bistums Dapaong. (3‘520 CHF)
Unterstützung für Jugendliche in Berufslehre Diese Gruppe besteht hauptsächlich aus jungen Mädchen, deren Zahl von Jahr zu Jahr wächst. Die meisten von ihnen sind aus verschiedenen Gründen ausgeschult worden (mangelnde Unterstützung, ungewollte Schwangerschaft usw....) Wir helfen ihnen mit Ankauf von einfachem Berufswerkzeug. Wir möchten die Zahl der Begünstigten in Zukunft leicht von 70 auf 80 erhöhen. (1‘848 CHF)
Lehrverträge Um die Ausbildung bei einem Lehrmeister anzutreten, muss ein Vertrag unterzeichnet werden, in welchem die Verantwortlichkeiten des Lehrmeisters und des/der Lernenden für den Zeitraum der 3 oder 4 Jahre dauernden Ausbildung festgelegt werden. Die Vertragsgebühr beträgt 120‘000 FCFA (212 CHF). Am Ende der Lehrzeit kann die Lehrabschlussprüfung abgelegt werden. Die Prüfung wird vom Staat durchgeführt und die Lehrlinge/Lehrtöchter erhalten ein Lehrabschluss-Diplom („Certificat de Fin d’Apprentissage“, C.F.A.). Die Ausbildung wird vom Lehrmeister berechnet und der Lehrling muss die Schulden abzahlen. Wir verhelfen mit diesem Projekt mittellosen Jugendlichen zu einer Ausbildung und einem Einkommen, das ihnen nach Abzahlen der Schulden eine selbständige Existenz ermöglicht. (2‘112 CHF)
Das Komitee hat für die an „Nas Mode“ in Ouagadougou ausgebildeten Mädchen während eines halben Jahres bis zum Einzug ins neue Lernatelier einen Raum für das Material und die Vorbereitungsarbeiten gemietet. Vier Mädchen, die an einer Schule in Kara ausgebildet werden, wurde punktuelle Unterstützung geleistet. Sie werden ebenfalls im neuen Atelier arbeiten und die Leiterinnen unterstützen. (172 CHF)
Gebäude/Infrastruktur
Für die schwer körperlich behinderte Pascaline aus Korbongou bei Dapaong wurde eine Latrine mit Dusche gebaut. (1‘408 CHF)
Um den kranken und behinderten Menschen den Zutritt zum Centre Médico-Social (CMS) in Bombouaka zu erleichtern, bewilligte das Komitee den Bau von zwei rollstuhlgängigen Rampen. (1‘408 CHF)
Unterhalt Das Haus von Joseph Baatul wurde regelmäßig gepflegt; dazu kamen monatliche Pauschalen für den Stromanschluss. (130 CHF)
Betrieb Regelmäßige Sitzungen unseres Ausschusses mit dem C.V.D (Comité Villageois du Dévélopement) und dem Chef Canton (trad. Dorf-Chef), der Ehrenpräsident der C.V.D. ist, hatten zum Ziel, Anregungen zu sammeln, Standpunkte zu harmonisieren und Aktivitäten für das kommende Jahr zu bestimmen. Bei den Treffen mit dem diözesanen Schatzmeister Abbé Eloi und dem Generalvikar Abbé Augustin wurden ihre Meinung und ihr Rat zur die Verwaltung der Mittel und die Arbeitsweise des Programms eingeholt. Die Kosten betreffen Sitzungskosten, Versammlungen, Informationsanlässe, Reisen, Kommunikation und Zubehör für das Sekretariat. (1‘130 CHF)
Film
Diese Aktivitäten hat M. Symphorien aus Dapaong auf Film festgehalten; das Material wird von Vladimir und Barbara bearbeitet und an die Stiftung weitergeleitet bzw. nutzbar gemacht. Die Kosten für die Filmarbeit vor Ort wurden privat beglichen. Besuch in Togo.
Besuch
Wie bereits im Letztjährigen Bericht erwähnt, besuchten im Februar 2017 Larissa, Barbara und Vladimir unsere Projektpartner in Bombouaka. Von den mitgebrachten Filmaufnahmen wurde eine Kurzversion an der GV 2017 gezeigt.