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Das Schaffen von Helmut Federle scheint einer nahezu streng konstruktivistischen Abstraktion verpflichtet. Das Kunstmuseum Basel präsentiert vom 25. Mai bis 15. September sechs grossformatige Werke des 1944 in Solothurn geborenen Künstlers. Dazu kommen Arbeiten auf Papier sowie historische Keramikgefässe aus der Sammlung des Künstlers
Trotz einer erkennbar gestischen Malweise bedient sich Federle einer streng geometrischen Formensprache, bei der immer wieder seine Initialen H. F. herauszulesen sind. Farblich dominant auf seinen Bildern ist der Kontrast zwischen Grautönen und einem dreckigen Gelb.
Kontroverse um Swastika
Federle, dessen Werke in viele Sammlungen wichtiger Museen der Welt Eingang fanden, hat eine besondere Beziehung zu Basel. An der Basler Kunstgewerbeschule studierte er Kunst, das Kunstmuseum Basel sorgte 1982 mit dem Ankauf des Gemäldes «Asian Sign» für Aufsehen.
Das titelgebende asiatische Zeichen füllt die Leinwand aus. Es handelt sich um eine so genannte Swastika, die in Europa des 20. Jahrhunderts als Hakenkreuz missbraucht wurde und in Verruf geriet. Federles Werk spielt mit dem Spannungsfeld zwischen dem traditionellen indischen Glückssymbol, das durch die Nationalsozialisten zur Ikone des Schreckens wurde.