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Titel
Linnig,
1) Jan Theod. Joseph, belg. Landschaftsmaler und Radierer, geb. 1815 ¶
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zu Antwerpen, war anfangs Schüler von Erin Corr in Brüssel und später in der Landschaftsmalerei von J. B. (Anmerkung des Editors: Jean-Baptiste) de Jonghe. Bekannter als durch dies letztere Fach und durch seine Marinen ist er durch seine zahlreichen Radierungen, unter denen wir nur anführen: nach eigner Komposition eine Landschaft an der Sambre mit reicher Staffage (Hauptblatt), Partie aus Andernach, Landschaft mit Bauernhütte und eine ähnliche mit zwei Bauernhütten, Wasserfall im Wald nach Ruisdael und Gebirgsstrom mit Reiher nach J. (Anmerkung des Editors: Jakob) Jacobs (Radierung und Mezzotinto).
2) Willem der ältere, Genremaler, geb. 1820 zu Antwerpen, Schüler von Leys, malt Genrebilder von sehr gelungener Technik und reizendem Farbenton, z. B.: das Innere einer Schenke im 17. Jahrhundert (Museum in Stuttgart), altvlämisches Kegelspiel, wahrsagende Zigeunerin, Kartenspiel spanischer Soldaten, Räuber teilen in einer Höhle ihre Beute, die Beratschlagung u. a. Seit einigen Jahren lebt er als Professor in Weimar.
3) Willem der jüngere, geb. 1849 zu Antwerpen, kam mit 17 Jahren auf die Kunstschule daselbst, wo er über ein Jahr blieb, studierte dann acht Jahre unter seinem gleichnamigen Vater (s. 2) und nach der Natur. Seine ersten Bilder waren Marinen und Landschaften, später widmete er sich ganz der Genre- und der Historienmalerei und huldigt hierin der naturalistischen Richtung. 1876 wurde er als Professor an die Kunstschule zu Weimar berufen und 1877 mit dem Orden vom Weißen Falken dekoriert. Vgl. Struys.