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Gleichzeitig müssten die Briten aber weiter auf dem europäischen Markt agieren, was durchaus schwerfallen dürfte, wie die Beispiele Schweiz und Norwegen zeigten. Hogan verwies zudem auf anstehende Handelsabkommen, die Grossbritannien dann auf eigene Faust mit einzelnen Ländern aushandeln müsste.
Es könnte Jahre dauern, bis die Briten mit Korea oder Kanada auf einem Verhandlungsstand seien, den die EU bereits jetzt erreicht habe. Dessen ungeachtet werde aber der europäische Markt der wichtigere bleiben. Der Agrarkommissar verwies darauf, dass Grossbritannien derzeit mehr nach Irland exportiere als nach China, Japan, Kanada, Russland, Saudi Arabien und Südkorea zusammen.
Die EU-Mitgliedstaaten nähmen 60 Prozent der britischen Exporte auf. Hogan erinnerte zudem an die positiven Effekte des EU-Beitritts für die britischen Landwirte und die bisherigen Meilensteine bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Der britische Landwirtschaftsminister Owen Paterson erwiderte in einer späteren Diskussionsrunde, dass die Landwirte in Grossbritannien von Brüssel zu vielen Massnahmen „gezwungen“ würden.
Losgelöst von der EU könnte Grossbritannien seine Vorschriften vereinfachen und effizienter gestalten, beispielweise in Hinblick auf gentechnisch verändertes Saatgut oder dieWirksamkeit von Beihilfen.