Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03495.jsonl.gz/1484

Ein geplantes Museum für neuere Thurgauer Geschichte samt kulturellem Erlebniszentrum in der ehemaligen Webmaschinenhalle auf dem Saurer-Areal in Arbon TG wird sich um mehrere Jahre verzögern. Gemäss einer Mitteilung ist die angespannte finanzielle Lage des Kantons Ursache für die Verzögerung. Das Museum soll ab 2034 realisiert werden.
Der Regierungsrat hält grundsätzlich am Projekt fest, wie er am Donnerstag in einer Mitteilung schrieb. Mehrere anstehende Grossprojekte in den Bereichen Bildung, Sicherheit und Kultur machten es jedoch nötig, das geplante «Schlüsselprojekt» mit dem Namen «Museum Werk 2» zu verschieben.
Bereits im Januar hatte die Regierung in der Finanzstrategie bis 2030 auf mehrere Jahre mit zu erwartenden Defiziten hingewiesen und geschrieben: «Grossprojekte wie die Bauvorhaben der Schulen, der Museen aber auch das Polizeigebäude und das Kantonalgefängnis sind nicht, in Teilen oder nur etappenweise realisierbar».
Bevor das Museum eröffnet werden soll, werde die Halle ab Winter dieses Jahres bereits für Zwischennutzungen zur Verfügung stehen. Einen Kredit für die dazu nötigen Baumassnahmen sei bereits vom Grossen Rat bewilligt worden.
Zwischennutzung und zukünftige Pläne
Saisonale Ausstellungsprojekte und Veranstaltungen soll es in der Webmaschinenhalle folglich bereits in naher Zukunft geben. 2020 hatte der Regierungsrat einen Grundsatzentscheid gefällt, dass in Arbon ein neues Museum zur jüngeren Geschichte des Kantons entstehen soll. Aktuell befindet sich dieses in Frauenfeld. Seit 2021 gehört die Webmaschinenhalle dem Kanton.