Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03383.jsonl.gz/2834

Übersicht
Das Wesentliche eines Labyrinths ist sein Muster.
Das Muster wird am besten in der Rechteckform ersichtlich. Die Rechteckform ist ein besonderer Grundriss, in den ein Labyrinth aus seiner Grundform überführt werden kann. Dabei wird zwar die geschlossene Form aufgelöst, aber das Muster wird dadurch nicht verändert, sondern kommt erst mit aller Deutlichkeit zum Vorschein.
Hier wird an einem einachsigen Labyrinth mit fünf Umgängen und unregelmässigem Muster die Überführung aus der Grundform in die Rechteckform gezeigt. Dafür wird die Ariadnefaden-Darstellung verwendet, weil dies die klarste und einfachste Möglichkeit ist. Die Umrissfigur daneben zeigt, wie sich der Grundriss verändert. Am Ariadnefaden wird ersichtlich, welche Auswirkungen diese Transformation auf das Muster hat.
In der Rechteckform zeigt sich das Muster des Labyrinths. Man kann jeden Weg in zwei Richtungen gehen. Zu einem Muster gehören somit zwei Labyrinth-Typen. Diese sind zu einander komplementär.
Hier wird aus der Rechteckform das komplementäre Labyrinth gebildet. Dieses entsteht, wenn man den begonnenen Transformationsprozess konsequent weiterführt und die Rechteckform nach der anderen Seite wieder einrollt. Dabei wird auch der Eingang und das Zentrum, resp. der Anfang und das Ende des Weges, vertauscht.
Zum Vergleich mit dem originalen Labyrinth wird das komplementäre Labyrinth mit dem Eingang nach unten gedreht. Beim komplementären Labyrinth ist das Innere nach Aussen gekehrt und umgekehrt. Die Umgangsfolge des Weges in das komplementäre Labyrinth ist gleich wie die Umgangsfolge aus dem ursprünglichen Labyrinth hinaus.
Hier wird der Transformationsprozess vom ursprünglichen Labyrinth über das Muster zum komplementären Labyrinth an der Ariadnefadendarstellung eines einachsigen Labyrinths mit vier Umgängen gezeigt. Anders als bei Labyrinthen mit einer ungeraden Umgangszahl ändert sich bei Labyrinthen mit gerader Umgangszahl nicht nur die Lage, sondern auch der Drehsinn des komplementären Labyrinths.
Die Transformation vom ursprünglichen Labyrinth über das Muster zum komplementären Labyrinth wird hier noch mit dem Labyrinth vom Typ Ravenna als Beispiel durchgeführt.