Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/2771

@ Fumaria
…...Verfluchungen und Verwünschungen sind letztendlich auch Gebete, ….
Eine BITTE wird an Denjenigen gerichtet, der sie auch erfüllen kann. Mit der Erfüllung eines Wunsches entsteht eine Dankesschuld, was bedeutet, dass man sich den Wunsch, den man äußert, auch leisten können sollte, weil man sonst dem Erfüller des Wunsches den Dank schuldig bleibt, und damit riskiert, dass er sich an Einem dafür rächt.
Ein GEBET hingegen wird an ein imaginäres Hirngespinst gerichtet, in der verzweifelten Hoffnung, es könne Einem diesen auch gegen ein symbolisches Opfer erfüllen. Ansonsten dient es der Konzentrationshilfe auf das, was man selber tun will, um das zu bekommen, was man haben will, damit man es nicht vergisst.
Man handelt dann zB im „GEISTE des Wohlwollens (Gottes)“, wenn man Anderen Etwas Gutes tun will, und im GEISTE der Böswilligkeit (des Teufels), wenn man Anderen zu deren Nachteil schaden will. Bittet man dabei symbolisch einen fiktiven Teufel um seine Hilfe, nennt man es Verfluchung.
Davon, dass man Jemandem symbolisch Glück wünscht, ohne dafür zu sorgen, dass er glücklich ist, indem man ihm schenkt, was er braucht, hat er noch nichts. Ihm jedoch seine Gunst zu schenken, bedeutet zumindest, dass man darauf verzichtet, ihm das Glück, was er gerade hat, aus Missgunst zu zerstören.
…..Auch das Beten für eigene Vorteile, müssen letztendlich ja zu Lasten von Anderen gehen, auch wenn man die vielleicht nicht kennt. …...
Bravo! Endlich mal ein Statement, welches den sozialen (sozius lat. = der Partner) Teil der Wirklichkeit mitberücksichtigt.
Nur ein Egoist meint nämlich, es sei die gütige Zauberfee, die ihn wegen seiner schönen blauen Augen liebt, und – um ihm gefällig zu sein - dafür sorgt, dass seine Aktien scheinbar wie von selber steigen, während er dabei beharrlich ignoriert, dass ihr Wert nur durch Rationalisierungsmaßnahmen gesteigert wird, welche häufig zu Lasten von Arbeitsplätzen und einer angemessenen Lohnzahlung gehen, – und zwar nicht vom Teufel, sondern indirekt sogar von ihm selber, der mit dem Teufel einen Pakt zum eigenen Vorteil geschlossen hat, und zum Nachteil aller Anderen.
Wenn sich Gewerkschaften am Tag der Arbeit dafür aussprechen, dass den Ausbeutern auch weiterhin die soziale Verpflichtung abgenommen wird, ihren Arbeitern Arbeitsplätze anzubieten, von denen sie auch leben können, kann man deren Funktionäre schon als Fluch für die ganze Arbeiterschaft ansehen, und nicht mehr als Segen.
…..Um mehr Gutes und /oder weniger Schlechtes zu haben wie die Anderen darum wird ja letztendlich immer nur gebetet. …..
Letztendlich kann man sagen, dass Jede Bitte um ein Geschenk, was man sich nicht leisten kann, bereits einen Akt der Böswilligkeit darstellt, wie es auch beim Fluch der Fall ist, weil man damit liebäugelt, Denjenigen, der Einem den Wunsch erfüllt, um den Dank dafür zu betrügen.
…..früher hätte ich Dir gleichartige Boshaftigkeiten rüber geschickt.
Meine zeitweise Altersmilde stemmt sich bei jedoch edoch dagegen. J ….
Die Altersmilde ist lediglich den nachlassenden Kräften geschuldet, aufgrund derer man sich nicht mehr unnötig rumstreiten mag. Dass man jedoch auf seine Rache verzichtet, weil sie nur Gegenrache hervorruft, ist eine Sache der "EINSICHT in soziale Naturgesetzmäßigkeiten", von deren Wirkungsweise man sich jederzeit selber vergewissern kann.
In diesem Sinne: einen besinnlichen 1. Mai im Gedenken an die vielen Arbeiter, die sich bisher zu Tode schuften mussten, ohne in den Genuss einer paradiesischen Rente nach dem Arbeitsleben mehr zu kommen, nur damit sich einige Wenige ganz legal hemmungslos daran bereichern konnten, um ihr ganzes Leben lang im Paradiese des unverdienten Wohlstandes auf deren Kosten leben zu können..