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Inhalt
Grundwasser - Grundwasserstände
Grundwasservorkommen
Das grösste und bedeutendste Grundwasservorkommen in Nidwalden erstreckt sich von Grafenort entlang des Engelbergertales bis zum Stanserboden, wo es sich in zwei Armen teilt und einerseits bei Ennetbürgen/Buochs, andererseits bei Stansstad dem Vierwaldstättersee zufliesst. Das Einzugsgebiet erstreckt sich nicht nur über den Talboden, sondern auch über weite Teile der Seitentäler und des umliegenden Gebirges. Die unterirdischen Zuflüsse über die Talflanken sind für die Grundwasserneubildung sehr bedeutend.
Weitere kleinere Grundwassergebiete befinden sich in Beckenried, Emmetten, Ennetmoos und Hergiswil.
Grundwasserspiegelschwankungen und Flurabstände
Die wichtigsten Faktoren für Grundwasserspiegelschwankungen sind die Häufigkeit und Stärke der Niederschläge sowie die Schneeschmelze im Frühling. In der Regel treten deshalb erhöhte Grundwasserstände eher im Sommerhalbjahr, tiefe Stände eher im Winterhalbjahr auf. Im Weiteren wird das Grundwasser durch Wechselwirkungen mit den Oberflächengewässern, dem Pegel des Vierwaldstättersees sowie lokale Gegebenheiten beeinflusst.
Die Abstände zwischen der Oberfläche und dem Grundwasserspiegel (Flurabstände) sind insbesondere in den Grundwassergebieten von Stans, Stansstad, Buochs, Ennetbürgen und Wolfenschiessen zeitweise sehr gering, was zu Problemen (Wassereintritte, Auftriebsprobleme) führen kann.
Aus der Grundwasserkarte Nidwalden können Sie Informationen wie die Ausdehnung der Grundwasservorkommen in Lockergesteinen, die Fliessrichtungen des Grundwassers, die Höhe des Grundwasserspiegels bei Mittel-, Hoch- und Extremstand herauslesen (im Themenbaum Hacken bei 'GGW Grundwasserverhältnisse' setzen).
Grundwassermessstellen
Der Grundstände im Engelbergertal und im Stanserboden werden durch insgesamt 12 permanent eingerichtete Messstationen aufgezeichnet.
Referenzmessstelle Ober Milchbrunnen in Stans
Die Messstelle Ober Milchbrunnen in Stans ist zentral gelegen. Ihre Messwerte sind für die Situation im gesamten Grundwassergebiet repräsentativ, weshalb sie auch mit einer Datenfernübertragung ausgerüstet ist und von Schadenwehren und Führungsstäben zur Beurteilung der Grundwassersituation herangezogen wird.
Der durchschnittliche jährliche Schwankungsbereich des Grundwasserspiegels lag bei der Messstelle Ober Milchbrunnen in den vergangenen Jahren zwischen 445.8 und 448.8 m ü.M.. Während dem Hochwasser vom August 2005 lag der Maximalstand bei 449.80 m ü.M.. Erfahrungen zeigen, dass vereinzelte Probleme bei einem Grundwasserstand von rund 448.5 m ü.M. auftreten und sich bei weiterem Anstieg häufen.
Die aktuellen Messwerte der im Jahr 2016 erneuerten Messstelle Ober Milchbrunnen, welche durch das Bundesamt für Umwelt, können hier eingesehen und heruntergeladen werden. Bei Fragen zu den Messungen oder Wünschen zu Datenlieferungen stehen wir Ihnen zur Verfügung.
Themenbezogene Links
|•||Bauen im Grundwasser|
|•||Grundwasserkarte Nidwalden (im Themenbaum Hacken bei 'GGW Grundwasserverhältnisse' setzen)|
|•||Messstelle Ober Milchbrunnen, Stans|