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Schweizerische Nationalbank ignoriert eigene Richtlinien
Zu dieser Beurteilung gelangt die Klima-Allianz Schweiz. Sie kritisiert die Investitionen der SNB in Unternehmen, die zur Förderung fossiler Brennstoffe beitragen.
Der neue SNB-Report zeigt, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) noch immer 5.9 Milliarden Dollar in Unternehmen investiert, die fossile Energien fördern und damit den Klimawandel anheizen. Die SNB verstosse damit gegen die eigenen Anlagerichtlinien, schreibt das Bündnis «Klima-Allianz Schweiz», bestehend aus über 90 Organisationen der Zivilgesellschaft.
Die Anlagestrategie der SNB sorge für 43 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, sagt Susana Jourdan, Co-Geschäftsleiterin der Umweltorganisation «Artisans de la Transition». Mit diesen Investitionen unterstütze die Nationalbank eine katastrophale und systematische Temperaturerwärmung von 4 bis 6 Grad.
«Laut ihren eigenen Richtlinien müsste die SNB auf Investitionen verzichten, die grundlegende Menschenrechte massiv verletzen oder systematisch gravierende Umweltschäden verursachen», sagt der Geschäftsleiter der «Klima-Allianz Schweiz», Christian Lüthi. Das Klimabündnis fordert den Bankrat und seine Präsidentin Barbara Janom Steiner deshalb auf, Investitionen in Unternehmen, die fossile Energiegüter produzieren, richtigerweise als Verstoss gegen die Anlagerichtlinien in Bezug auf Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zu behandeln.
Denn in den Richtlinien zur Anlagepolitik der SNB heisst es in Artikel 3.2: (…) «Ebenso wird auf Investitionen in Unternehmen verzichtet, die international geächtete Waffen produzieren, grundlegende Menschenrechte massiv verletzen oder systematisch gravierende Umweltschäden verursachen.»
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