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Wenn es eine Pflanze gibt, deren guter Ruf mehr als gerechtfertigt ist, so der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea).
Das Mitglied einer grossen Familie
Der Gattungsname Echinacea ist vom griechischen «echinos» (Igel) abgeleitet und bezeichnet den stacheligen Blütenkopf der Pflanze.
Die Echinacea gehört zur Familie der Korbblütler, die elf in Nordamerika beheimatete Arten umfasst. Drei davon sind in der Pflanzenheilkunde bekannt: Echinacea purpurea, Echinacea angustifolia und Echinacea pallida.
Der Rote Sonnenhut wird am häufigsten und am effizientesten zur Stimulierung der Immunabwehr verwendet. Wichtig: Er besitzt eine immunmodulierende (immunregulierende) Wirkung, d. h., er regt das Immunsystem an, ohne es zu reizen. Damit ist auch ein Langzeiteinsatz (zwei Monate) ohne unerwünschte Nebenwirkungen möglich. Echinacea wirkt zugleich entzündungshemmend, antiviral und antibakteriell. Sie lässt sich vorbeugend bei Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten oder therapeutisch zur Behandlung akuter grippaler Infekte einsetzen. Je früher der Einsatz, umso wirksamer.
Ein wenig Geschichte
Der Sonnenhut wurde, mehr als jede andere Pflanze, von den Prärie-Indianern Nordamerikas zur Heilmittelherstellung verwendet. In den 30er Jahren schwappte seine Bekanntheit von den USA auf Europa über, dann geriet er wieder in Vergessenheit. Vor einigen Jahrzehnten wurde er hier wiederentdeckt. Dabei spielte der Natur- und Pflanzenheilkundler Alfred Vogel eine Pionierrolle: Er pflegte zu berichten, dass ihm der Oglala-Lakota-Häuptling Black Elk Anfang der 50er Jahre Echinacea-Samen geschenkt hatte. Später begann er, die Pflanze in der Schweiz anzubauen, und sie wurde bald zu seiner wichtigsten Heilpflanze. So erlangte die Echinacea in der Schweiz bald Berühmtheit.
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