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Im Einzelnen schränkten die Landwirte den Insektizid- und den Herbizideinsatz laut Pariser Agrarressort jeweils um 11% ein, während bei den Fungiziden ein Plus um 6% verzeichnet worden ist. Le Foll betonte, dass sich die Kurve trotz des ungünstigen Wetters insgesamt umgehrt habe. Er erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass 2011 noch ein Anstieg beim Pflanzenschutzmitteleinsatz um 2,5% verzeichnet worden sei.
„Die Voraussetzungen für einen Wechsel sind vorhanden und wir haben konkrete Lösungen, um nachhaltigere Modelle anzustreben“, erklärte der frühere Europaabgeordnete. Er zeigte sich erfreut darüber, dass immer mehr Landwirte „diesen neuen Weg“ mitgehen wollten. Vom Tisch sind nach den Worten des Ministers die noch im vergangenen Jahr dazu angekündigten steuerlichen Anreize.
Festhalten will er aber an dem 2008 auf dem Grenelle-Umweltgipfel ausgegebenen Ziel im Ecyphyto-Plan, bis 2018 den Pflanzenschutzmitteleinsatz um 50% zu reduzieren. Dies sei allerdings nicht als einzelnes Element zu sehen, sondern als eines innerhalb eines umfassenden Prozesses.
Innerhalb eines Jahres seien im sogenannten Dephy-Netz - darin sind 1'900 Betriebe vertreten, die landwirtschaftliche Methoden zur Reduzierung des Pflanzenschutzeinsatzes testen - 90 sparsame und leistungsfähige Anbausysteme identifiziert worden. Die Alternativen zum Pestizideinsatz wie integrierter Pflanzenschutz, Bio-Kontrolle, mechanische Unkrautbeseitigung oder Anti-Insekten-Netze würden immer mehr verwendet.