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Bald 20 Stunden auf, kein bisschen müde.
Neugier auf das Ende des Romans des amerikanischen Autors hält den Adrenalinspiegel des lesenden Manns hoch. Anspannung pur.
Wie wird das Vorhaben von Lucius, die Hauptfigur des Romans, enden?
Auf Seite 428 wird vieles klar und bleibt sehr vieles offen!
Mann ist bewegt und überlegt sich später immer wieder, welche Wendungen er vorgenommen hätte, wenn er Daniel Mason wäre.
Der Autor und Psychiater beschreibt äusserst detailreich Lebensetappen des Wiener Medizinstudenten Lucius im ersten Weltkrieg.
Er leistet im ersten Weltkrieg auf Seiten Österreichs in den Karpaten seinen Militärdienst, welchen ihn als Menschen wachsen, reifen lässt und ihn nachhaltig prägen wird.
Ich glaube, dass Daniel Mason immens und aufwändig recherchiert haben muss, bevor er dieses Werk verfasste.
Die Lesenden werden beispielsweise eingehend über das Handwerk eines Kriegsarztes informiert, die Landschaft der Karpaten scheint riech- und fassbar zu sein.
Das Absterben der Österreichisch-Ungarischen Monarchie wird in die Romanhandlung eingebettet beschrieben.
Mehrere Male las ich Abschnitte wiederholt durch, um sie mir bildlich vor Augen zu führen und quasi zu verinnerlichen.
Bis Seite 50 fand ich den Zugang zum “Wintersoldat” kaum , danach zogen mich Handlung und Prosa dafür mehr und mehr in Bann.
Ein reiches Werk, das in mir nachklingt.
11. Februar 2021