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Formaldehyd ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das in Wasser gut löslich ist. Seine chemische Reaktionsfreudigkeit macht es zu einem beliebten Grundstoff in der chemischen Industrie. So wird Formaldehyd in grossen Mengen für die Produktion von Kunstharzen verwendet, die wiederum der Herstellung von Spanplatten und anderen verleimten Holzwerkstoffen dienen. Formaldehyd ist aber auch in Klebstoffen, in veredelten Textilien, Isolationen und Papierprodukten zu finden. Zudem tötet es Bakterien, Pilze und Viren ab und wird daher als Desinfektions- und Konservierungsmittel verwendet.
… giftig für den Menschen
Wird Formaldehyd aus der Raumluft eingeatmet, so nehmen die Zellen der Nasen- und Rachenschleimhaut den Stoff auf und bauen ihn innert Minuten wieder ab. Demzufolge gelangt Formaldehyd nicht in die inneren Organe und seine Wirkung beschränkt sich auf die direkt der Luft ausgesetzten Gewebe. Formaldehyd in der Innenraumluft reizt die Schleimhaut der Augen und der oberen Atemwege. In der Folge kommt es zu Beschwerden wie Augenbrennen, Stechen in der Nase und im Hals, wässrigem Schnupfen oder Verstopfen der Nase. Bei anhaltender Reizung kommen unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein dazu. Sobald die Formaldehydkonzentration wieder absinkt, verschwinden die Reizungen und Beschwerden rasch wieder. Gewebeschäden bleiben keine zurück.