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Diese Rezension ist Teil der Reihe Inspirierende Frauen. Die Bilderbuchbiographie Sonia Delaunay und ihre Farben widmet sich der in der Ukraine geborenen, französischen Advantgardekünstlerin, die eine bedeutende Persönlichkeit im europäischen Kunstbetrieb des 20. Jahrhunderts war. Sie war eine der Wegbereiterinnen der abstrakten Malerei, besonders der geometrischen Abstraktion. Sie entwickelte sie den sogenannten Orphismus, bei dem die Simultankontraste der Farben im Vordergrund stehen. Ziel des Orphismus war es, der reinen Musik eine reine Malerei entgegenzusetzen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive ihres Sohnes. Charles findet eine Patchworkdecke, die seine Mutter für ihn gemacht hat und will mehr über deren Entstehung wissen. Sonia vermittelt ihm ihren Zugang im Rahmen mit Hilfe einer Fantasiereise. Auf dieser erkunden sie die Inspirationen zu Sonias Werken. Gemeinsam hören und fühlen sie Farben in Pariser Tanzsälen, am Gemüsemarkt in Portugal und in den Amsterdamer Grachten. Die Originale, dir von diesen Schauplätzen inspiriert worden sind, sind zwischendurch zu sehen.
Das Buch gibt einen informativen Überblick über die Stationen und das Leben von Sonia Delaunay und vermittelt ihren Zugang zur Kunst auch für Kinder verständlich. Kunst fand für Delaunay nicht nur auf Leinwand statt, sondern sollte das ganze Leben durchwirken. Bis zuletzt entwarf sie immer wieder Alltagsgegensände – wie Charles Patchworkdecke.
Cara Manes, Fatinha Ramos: Sonia Delaunay und ihre Farben (Diogenes, 2018)