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Sébastien Buemi muss die Gesamtführung in der Formel E vor dem letzten Rennen an Lucas di Grassi abtreten. Der Waadtländer wird im ersten Rennen in Montreal nachträglich disqualifiziert.
Sébastien Buemi hatte die Ziellinie im ersten von zwei Rennen in Montreal als Vierter überquert, womit er sich vor dem letzten ePrix der Saison zunächst einen Rückstand von sechs Punkten auf Lucas di Grassi eingehandelt hatte. Die Hypothek wurde für den Schweizer Stunden nach dem Rennen jedoch ungleich grösser, da er nachträglich gar disqualifiziert wurde, weil sein zweites Auto zu leicht war.
Am Ursprung des Verlusts der Leaderposition in der Gesamtwertung lag ein ärgerlicher Zwischenfall im zweiten freien Training. Buemi unterschätzte eine leichte Richtungsänderung, schlug in der Streckenbegrenzung ein und beschädigte das Auto schwer.
Neben der Reparatur mussten die Techniker des Teams Renault e.dams auch einen Batteriewechsel vornehmen, der gemäss Reglement mit der Rückversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung sanktioniert wird. Buemi blieb so lediglich Startposition 12. Der Romand zeigte im vorletzten Saisonrennen schliesslich eine grandiose Aufholjagd, diese war aufgrund der Disqualifikation letztlich aber wertlos.
Nach Montreal war Buemi als Leader mit zehn Punkten Vorsprung auf den Südamerikaner Di Grassi gereist, obwohl er die letzten zwei Rennen, die vor zwei Wochen in News York ebenfalls als Doppelveranstaltung ausgetragen wurden, wegen der Teilnahme am gleichzeitig stattgefundenen 6-Stunden-Rennen der Langstrecken-WM auf dem Nürburgring verpasst hatte.
Nach der Disqualifikation präsentiert sich die Ausgangslage für Buemi überaus schwierig, den Titel aus dem Vorjahr doch noch erfolgreich verteidigen zu können. Sein Rückstand auf Di Grassi beträgt 18 Punkte, maximal deren 29 können am letzten Renntag heute noch errungen werden.
SDA-ATS