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Ein Buchhalter ist zweifellos für jedes seriöse Unternehmen nützlich. Aber was ist die Aufgabe eines Buchhalters? Was macht ein Buchhalter? Wozu braucht ein Unternehmen einen Buchhalter?
Der Beruf des Buchhalters gilt als einer der unbekanntesten Berufe, obwohl er einer der häufigsten ist. Dennoch ist er für jedes Unternehmen und jeden Gewerbetreibenden, der ein Geschäft betreibt, unentbehrlich, unabhängig vom Bereich oder der Branche. Die Buchhaltung ist eine Disziplin, die eine lange Praxis und solide Kenntnisse der mit ihrer Ausübung verbundenen Gesetze und Vorschriften erfordert.
Geschichte der Buchhaltung
Die Buchhaltung entstand aus dem Bedürfnis des Menschen, Geschäftsvorgänge zu protokollieren. Bereits vor 5000 Jahren führten die Menschen Aufzeichnungen über den Handel, aber auch über Kredite und Schulden, die noch heute in den Piktogrammen zu sehen sind, die mit einem Griffel in Tontäfelchen geritzt wurden.
Die Buchhaltungstechniken haben sich seit der prähistorischen und mittelalterlichen Zeit stark weiterentwickelt und wurden während der Zeit der Renaissance in Italien infolge der großen Entwicklung des Handels in den Städten Venedig und Florenz verfeinert.
Seitdem ist das Prinzip der doppelten Buchführung entstanden, das zwischen Soll und Haben unterscheidet. Zwar ist man von der Verwendung von Blättern und Registern zum Einsatz von Computern übergegangen, aber die grundlegenden Techniken sind die gleichen wie früher.
Aufgaben und Pflichten eines Buchhalters
Der Buchhalter muss täglich die verschiedenen Vorgänge im Zusammenhang mit getätigten oder eingenommenen Zahlungen erfassen. Er muss über Ausgaben und Einnahmen den Überblick behalten und sie klassifizieren, ebenso wie er Rechnungen für die Kunden ausstellen muss.
Doch neben den einfachen Vorgängen muss ein Buchhalter auch den rechtlichen und steuerlichen Aspekt beherrschen. Ein Unternehmen kann die Prüfung durch interne und externe Prüfer oder durch von der Steuerbehörde entsandte Prüfer, die die Gültigkeit und Zuverlässigkeit jeder Transaktion und jeder Erklärung überprüfen müssen, nur dank einer strengen und sorgfältigen Buchführung überstehen.
Ein Treuhänder muss zusätzlich zur Buchführung die Finanzberichte erstellen, insbesondere die Gewinn- und Verlustrechnung, die die Einnahmen und Ausgaben während des Geschäftsjahres zusammenfasst; ebenso wie die Bilanz, die die finanzielle Situation des Unternehmens anhand seiner Aktiva und Passiva darstellt. Und schließlich die Cashflow-Tabelle, die die Liquidität der Struktur zusammenfasst.
Ein Buchhalter kümmert sich um andere Aufgaben, um die Führungskräfte beim Management des Unternehmens zu unterstützen. In diesem Zusammenhang behält er das Anlagevermögen im Auge, berechnet und entrichtet die verschiedenen Steuern und Abgaben, begleicht die Rechnungen der Lieferanten, verfolgt die Schulden und überwacht die Entwicklung der Liquidität des Unternehmens.
Der Treuhänder erstellt mittels der Arbeit seiner Buchhalter die Jahresabschlüsse für die Rechnungsprüfer und Revisoren, er ist für die Erstellung des Jahresbudgets zuständig, erstellt die Lohn- und Gehaltsabrechnungen und muss Abweichungen oder Anomalien feststellen und begründen.
Einschaltung eines Buchhalters oder Wirtschaftsprüfers
Ein Buchhalter kann die regelmäßigen Buchungsvorgänge übernehmen, aber einige Aufgaben können außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs liegen.
Dies ist gerade bei der Analyse von Buchhaltungs- und Finanzdaten zur Beratung von Unternehmen der Fall. Diese Aufgabe fällt in den Aufgabenbereich des Wirtschaftsprüfers.
Dieser nimmt Analysen und Interpretationen vor und kann den Unternehmer bei der Erstellung oder Änderung der Satzung beraten. Er ist auch bei der Steuerberatung tätig und hilft bei der optimalen Führung des Unternehmens.
Warum sollte man einen guten Treuhänder wählen?
Die Wahl eines Treuhänders ist sehr wichtig, da sie die Chance bietet, eine hochwertige Dienstleistung und eine persönliche Beratung auf hohem Niveau zu erhalten.
Ein guter Treuhänder unterstützt das Unternehmen dabei, bessere Budgetentscheidungen zu treffen, und hilft den Entscheidungsträgern, damit sie sich nicht mehr um die Buchhaltung und die Steuern zu kümmern brauchen, sondern sich mehr auf die anderen Bereiche der Unternehmensführung konzentrieren können.
Natürlich kann ein Entscheidungsträger ruhiger arbeiten, wenn er sicher sein kann, dass seine Konten in Ordnung sind und seine Buchhaltung jede Prüfung mit Bravour besteht. Darüber hinaus erstellt ein Treuhänder Finanzberichte, aufgrund derer jeder Entscheidungsträger die Schwankungen und die Saisonalität seiner Ergebnisse besser verstehen kann und gleichzeitig über verschiedene Indikatoren verfügt, die ihm beim effizienten Management seines Unternehmens behilflich sein können.
Unternehmer, die sich schon einmal an der Buchhaltung versucht haben, wissen nur zu gut, wie schwer eine solche Aufgabe wiegt und wie wichtig es ist, einen Buchhalter oder Buchaltungsexperten zur Unterstützung zu haben.
Buchhaltung ist ein Fach, das besondere Qualitäten erfordert, insbesondere Neugier und Motivation. Sie müssen in der Lage sein, Probleme bei Zahlen und Konten, die das Ergebnis verzerren könnten, zu erkennen und zu beheben. Der Entscheidungsträger muss ein Vertrauensverhältnis zu seinem Buchhalter aufbauen. Er muss ihm hinsichtlich der Datenverarbeitung, der Beurteilung der Finanzlage, der Genauigkeit der Berechnungen und der Richtigkeit der Ergebnisse vertrauen. Das französische Wort «fiduciaire» für Treuhänder stammt übrigens von einem lateinischen Begriff ab, der Vertrauen bedeutet.
Die Buchhaltung ist ein Bereich, der vielen Menschen ein Buch mit sieben Siegeln ist, aber sie ist für die Verwaltung und das Funktionieren jeder Struktur von entscheidender Bedeutung.