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Material & Menge
Urin oder 24h Urin, 5ml
24h Urin mit Angabe der Gesamtmenge
Klinische Informationen
Cadmium ist Bestandteil von Metalllegierungen, Farbstoffen, Trockenbatterien und kommt in erheblichen Mengen in Klärschlamm vor, so dass es nach Düngung auf dem Feld in die Nahrungskette eingeschleust werden kann. Wegen seiner hohen Eiweissbindungsfähigkeit wird Cd nur unvollkommen aus der Nahrung resobiert (3 – 8%). In hohen Dosen speichert sich proteingebundenes Cd zunächst überwiegend in der Leber, in geringeren Anteilen gelangt es an Metallthioneine gebunden in die Niere und bleibt lange in dieser
Verbindung gespeichert (12 – 35 Jahre). Cadmium verteilt sich folgenderweise in den einzelnen Organen: Nierenrinde > Nierenmark > Leber > Lunge > Hoden Ovarien > Lymphknoten > Muskel. Bei erhöhten Cadmium-Werten reagieren zuerst die Nieren mit tubulären Funktionsstörungen.
Akute Intoxikation können bei Ingestion von Cd-Salzen auftreten, die aber im allgemeinen nicht lebensgefährlich sind, im Gegensatz zur Inhalation von Cd-Oxid-Rauch, der beim Schmelzen von Cd entsteht und zu toxischem Lungenödem führt.
Symptome der chronischen Vergiftung sind: entzündliche Degeneration der Schleimhäute von Nase, Rachen, Kehlkopf (“Cadmiumschnupfen“), Cadmiumsaum der Zähne (gelber Ring um den Zahnhals), Zerstörung der Riechepithelien, Nierenschaden mit Proteinurie, Knochendefekte ähnlich dem Milkman-Syndrom, allgemeine Kachexie und Schädigung der Keimzellen.