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Ohne Wasser gibt es kein Leben, ohne sauberes Trinkwasser keine Gesundheit.
Für uns ist es sooo selbstverständlich, dass wir einfach den Wasserhahn aufdrehen können ... doch nach offiziellen Angaben der UNO leben ca. 663 Millionen Menschen ohne sauberes Trinkwasser ...
Die Bewohner von Taayaki haben auf der Halbinsel kein sauberes Trinkwasser. Dieses muss auf dem Kopf ca. 1 ½ Stunden heran getragen oder mit kleinen Schiffen hin transportiert werden.
Gräbt man in der Nähe der Küste nach Wasser, trifft man auf salziges Meerwasser.
Wir hatten Abklärungen getroffen, ob es möglich ist, in Taayaki sauberes Süsswasser zu fördern. Dieses muss sicher abseits der Küste, in den Wäldern gesucht werden.
Sachverständige, die sehr grosses Wissen im Brunnenbau haben und für die staatliche Stelle für Wasserbohrungen tätig sind, begutachteten das Gebiet, wo wir den Brunnen vorgesehen haben - in
Taayaki-Kibissir. Anhand der dort wachsenden Pflanzen und Bäume sind sie sicher, dass dort Trinkwasser gefunden werden kann.
Dieselben Fachmänner hatten bereits das Wasserbohrprojekt bei unserem Haus in Keitaya begleitet, wo wir auf 65 m Tiefe auf sauberes Wasser gestossen sind, dieses mit Solarenergie hinaufpumpen und damit auch die Leute in unserem Quartier mit sauberem Trinkwasser versorgen können.
Diese Pflanzen zeigen an, dass Süsswasser vorhanden sein muss
Die Bohrung mit Fassung und Analyse des Wassers wird ca. CHF 3200.00 kosten. Je nach Wassermenge und Qualität muss dann festgelegt werden, wie das Wasser gefördert werden soll – als Ziehbrunnen oder mittels Wasserpumpe. Die Wasserpumpe könnte manuell oder – was wir uns sehr wünschen – mit Solarenergie betrieben werden.
Die Kosten für die Fertigstellung des Brunnens können wir momentan noch nicht beziffern, da zuerst das Bohrresultat, die Wasserqualität und die förderbare Wassermenge beurteilt werden muss.
Mit den Wasserbohrungen werden wir in der nächsten Trockenperiode starten, ca. im März 2017. Momentan ist Regenzeit in Guinea, bis ca. Ende Oktober/anfangs November. Bohrungen in und kurz nach der Regenzeit könnten das Resultat zu sehr verfälschen und in der Trockenzeit wäre der Brunnen dann ausgetrocknet.
Für den Brunnenbau in Taayki-Kibissir durften wir vom Pflegepersonal des Pflegeheimes Almacasa Oberengstringen eine Spende von 1000 Franken aus der Personalkasse entgegen nehmen. Ganz herzlichen Dank!
Dank dem Legat von Frau Maria Evers erhielten wir weitere 3800 Franken für dieses Brunnenprojekt und nicht genannt sein wollende Spender erhöhten die Spendensumme um weitere 1000 Franken.
Eigentlich wollten wir mit dem Brunnenbau Ende März beginnen. Wir erfuhren aber von den Inselbewohnern, dass die Regierung riesige Landstücke zwischen Conakry und dem Dorf an die Chinesen verkauft hatten. Diese planen dort anscheinend grosse Überbauungsprojekte. Wie sie vorgehen wollen, ist allerdings sehr fraglich und nicht nachvollziehbar. Das betreffende Land ist Sumpfgebiet, in der Regenzeit überschwemmt, nur in der Trockenzeit trocken, mit Wasserläufen entlang den aufgeschütteten Dämmen, die je nach Gezeiten mehr oder weniger mit Meerwasser gefüllt sind. Auf dem Weg nach Taayaki wandert man über diese schmalen aufgeschütteten Dämme.Bis jetzt bauten die Einheimischen in diesem Gebiet Reis an. Eine Strasse durch dieses Gebiet zu bauen war aufgrund der Bodenverhältnisse bisher unmöglich.
Um die Eigentumsverhältnisse sicherstellen zu können, hatten wir das Landstück, auf welchem der Brunnen gegraben werden soll, den Einheimischen im 2016 abgekauft (privat finanziert). Da wir nun sicher gehen wollten, dass das Grundstück nicht in der von der Regierung reservierten Zone oder im Bereich der an die Chinesen verkauften Landstücke liegt, klärten wir dies nochmals genau ab. Solche Abklärungen sind ziemlich zeitaufwendig. Man muss die zuständigen Büros und kompetenten Leute finden, die verlässlich Auskunft geben können ... das ist hier nicht so einfach ....
Die Recherchen resultierten für uns positiv, somit konnten wir am 27.4.17 den Spatenstich vornehmen.
Der Brunnen kann doch nicht mit Maschinen gebohrt werden, so wie wir in Keitaya gebohrt hatten. Aufgrund des unwegsamen Geländes ist es unmöglich, die Bohrmaschine hin zu transportieren. Er wird nun in harter Handarbeit gegraben ...
Mehrmals hatten starke Regengüsse und starker Wind das bereits gegrabene Brunnenloch wieder mit Sand gefüllt. Wir beschlossen, aus wettertechnischen Gründen die Grabungsarbeiten bis zur nächsten Trockenperiode zu sistieren.
Anfangs April wurde der Brunnenbau wieder aufgenommen. Mit dem Material für den Schulhausbau haben wir mit dem Pirogue Formen für den Guss von Zementrohrteilen und Zement nach Taayaki transportiert.
Dank den Zementrohren, die nun vor Ort gegossen und fortlaufend versenkt werden, konnte nun schon ordentlich tief gegraben werden. Sie verhindern, dass das Brunnenloch immer wieder mit Sand gefüllt wird.
Neuigkeiten über den Brunnenbau und weitere Wasserprojekte finden Sie auch im News-Blog.
Helfen Sie uns mit ihrer Spende noch weitere Brunnenprojekte zu realisieren. Wasser - und vor allem sauberes Wasser - ist noch an vielen Orten im Land dringend nötig! Vielen Dank!