Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/218122

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Reform der 2. Säule den Koordinationsabzug bei der Berechnung der Sparbeiträge auf dem Lohn abzuschaffen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat die Botschaft zur Reform der beruflichen Vorsorge (BVG 21) am 25. November 2020 verabschiedet. Die Botschaft greift den von den Sozialpartnern (Schweizerischer Arbeitgeberverband, Schweizerischer Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse) erzielten Kompromiss auf. Der Entwurf sieht insbesondere eine Senkung des Koordinationsabzuges um 50 Prozent vor, das heisst von 24 885 Franken auf 12 443 Franken (Zahlen 2020).</p><p>Mit dieser Lösung steigt der versicherte Verdienst. Dadurch verbessert sich das Vorsorgeniveau von Personen mit kleinen Einkommen oder Teilzeitbeschäftigten. Die Senkung des Koordinationsabzugs kommt somit vorrangig Personen zugute, die Teilzeit arbeiten oder gleichzeitig mehrere Beschäftigungsverhältnisse haben, das heisst Kategorien, in denen Frauen stark vertreten sind.</p><p>Die Sozialpartner haben ein Projekt ausgearbeitet, das einen umfassenden Ausgleich vorsieht. Kernpunkte dabei bilden der Koordinationsabzug, der halbiert wird, die Altersgutschriftensätze, die angepasst werden, und die Einführung eines Rentenzuschlags. Dieses Gesamtpaket sorgt für eine ausgewogene Reform. Im Rahmen der Altersvorsorge 2020 war eine Aufhebung des Koordinationsabzugs zwar ins Auge gefasst worden, aber es war eine andere Anpassung der Altersgutschriftensätze geplant als in der Botschaft zur Reform BVG 21. Mit der Altersvorsorge 2020 war ein anderes Gleichgewicht angestrebt worden. Nur durch die Aufhebung des Koordinierungsabzugs - ohne Anpassung anderer Reformparameter - könnte die Senkung des Umwandlungssatzes nicht ausgeglichen werden.</p><p>Das Parlament wird den Entwurf demnächst behandeln und die Möglichkeit haben, jede Reformkomponente im Detail zu diskutieren. Es wird somit darüber zu entscheiden haben, welche Option für den Koordinationsabzug zum Zug kommt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.