Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03184.jsonl.gz/279

Wie bereits in vergangenen Jahren besetze Nestlé den unrühmlichen dritten Platz, wie der neueste globale "Branded"-Bericht der Bewegung "Break Free From Plastic" zeige, teilte Greenpeace am Dienstag mit. Die freiwilligen Verpflichtungen der Privatwirtschaft genügten nicht, um die Plastikkrise zu bewältigen. Greenpeace fordert darum ein globales Plastik-Abkommen.
Wie Nestlé in einer Stellungnahme auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schrieb, habe das Unternehmen zwischen 2019 und 2021 die Kunststoffverpackungen um 35 Gewichtsprozent reduziert. Ein anderer Weg zur Plastikreduktion seien wiederverwendbare und nachfüllbare Systeme. Dazu seien 20 Pilotprojekte in 12 Ländern durchgeführt worden. Man wisse jedoch, dass hier noch mehr getan werden müsse.
Bis Ende 2021 seien 80 Prozent der Kunststoffverpackungen für das Recycling konzipiert gewesen, das Ziel seien letztendlich 100 Prozent. Der Mangel an Recycling-Infrastruktur ist laut Nestlé derzeit das Haupthindernis für eine abfallfreie Zukunft. Nestlé setze sich deshalb für die Schaffung der geplanten Uno-Plastikkonvention "Global Plastics Treaty" ein.
Fünfjähriges "Trashiversary"
Als Reaktion auf die Untätigkeit der Unternehmen begehen Aktivistinnen und Aktivisten am Dienstag weltweit ein fünfjähriges "Trashiversary" für diese Unternehmen. Sie schicken oder übergeben ihnen ihren eigenen Abfall und fordern damit dringende Massnahmen, wie es weiter hiess.
Die Coca-Cola-Company steht laut dem Bericht an der Spitze. In den letzten fünf Jahren hätten Freiwillige mehr Müll von dieser Marke gesammelt als von den beiden grössten weiteren Verschmutzern PepsiCo und Nestlé zusammen. Coca-Cola ist der Hauptsponsor der Klimakonferenz COP27.
(AWP)