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Im Labor wartet der zuständige Tierarzt auf mich. Wieder erzählt er mir viel, einiges zum zweiten Mal. Auf dem Tisch liegt ein Stück Fleisch. Es gehört zur Backenmuskulatur eines Rindes. Man hat dort eine Finne gefunden, die für Menschen ansteckend ist. Werden jedoch nicht zu viele im Tier gefunden, dann wird das betroffene Fleisch «brauchbar» gemacht, indem es eingefroren wird. Anschliessend kommt es in den Handel und darf gegessen werden. Das Stück hier will der Tierarzt noch einschicken, um die Diagnose bestätigt zu bekommen. Dazu legt er es in Formalin ein, obschon Formalin hoch krebserregend ist und nicht mit der Haut in Kontakt kommen sollte.
Später geht es hinter die Kühlkammern zum Zerlegebereich. Ich sehe, wie die Tiere zersägt und weiter zerteilt werden. Jetzt sehen sie so aus, wie die meisten Leute sie nur kennen: schön verpackt in Einzelteile. Dann wird mir gezeigt, was mit den Lungen, Lebern und Herzen noch geschieht. Wenn sie einigermassen gut aussehen, landen sie im Hundefutter.
Im nächsten Kühlraum hängen Hunderte von Rinderschädeln. Die Haut wurde abgezogen, die Augen sind aber noch drin. Sie werden in einem anderen Betrieb «weiterverarbeitet», damit man das restliche Fleisch am Kopf nutzen kann.