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Eine gemeinsame Gebärmutter für Mutter und Tochter: In einigen Fällen ist das bereits Realität geworden. So gab eine Schwedin ihren Uterus zur Transplantation an ihre Tochter weiter, die ihre Gebärmutter sieben Jahre zuvor durch eine Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung verloren hatte.
Das Jahr nach der Transplantation steht ganz unter dem Vorsatz, eine Abstossung des fremden Organs zu verhindern. Deswegen sind starke Medikamente an der Tagesordnung. Sie werden nach und nach reduziert. Nach acht Monaten gilt die Gefahr dann als gebannt. Erst danach ist die Zeit reif, über eine Schwangerschaft nachzudenken.
Bei der jungen Schwedin ist dieser Moment eineinhalb Jahre nach der Transplantation gekommen. Derzeit versucht sie, durch eine künstliche Befruchtung schwanger zu werden. Dazu wurden ihr Eizellen entnommen, die im Reagenzglas mit den Spermien ihres Partners befruchtet wurden. Sie werden jetzt eine nach der anderen direkt in die Gebärmutter der Patientin eingesetzt. Auf natürlichem Wege kann sie nicht mehr schwanger werden: Sie hat zwar beide Eierstöcke, aber die Eileiter wurden nicht mittransplantiert, um eine Eileiterschwangerschaft auszuschliessen.
Heiss ersehnte Schwangerschaft
Neun Frauen wurden so im schwedischen Göteborg bereits behandelt. Die meisten von ihnen sind schon ohne Uterus zur Welt gekommen. Die Spenderorgane stammten jeweils von der Mutter, der Schwester oder der Tante. Alle haben den komplizierten Eingriff gut überstanden. Die ersten Empfängerinnen versuchen jetzt, schwanger zu werden.
Ganz neu sind Gebärmuttertransplantationen nicht. Eine saudi-arabische Frau bekam schon vorher ein solches Organ eingesetzt, stiess es jedoch wieder ab. Eine türkische behielt zwar den Uterus, alle ihre Schwangerschaftsversuche endeten jedoch bislang in Fehlgeburten. Das Problem: Die Frauen müssen eine regelmässige Menstruation haben – das ist bei einigen der Frauen jedoch nicht der Fall.