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Interessanter Mesosiderit aus meiner Sammlung (NWA 3339, Sahara, 3,61 g). Er weist links unten und rechts oben völlig unterschiedliche Durchwachsungsmuster auf.
Brenham-Pallasit (Kansas, USA, 34,7 g) aus meiner Sammlung. So hat er mindestens ausgesehen, bevor Eisenchlorid ihn in der unteren Partie teilweise aufzulösen begann.
Innenleben eines Pallasiten
(Foto: Mineralium Deposita)
Wunderschöne Imilac-Scheibe, leider nicht aus meiner Sammlung.
(Foto: http://www.arizonaskiesmeteorites.com)
EINTEILUNG DER METEORITEN
Siderolithe (Stein-Eisenmeteoriten)
Siderolithe (Stein-Eisen-Meteorite) werden grundsätzlich unterteilt in Mesosiderite und Pallasite. Für beide wird eine unterschiedliche Genese (Entstehung) angenommen. Während Mesosiderite wahrscheinlich Produkte eines katastrophalen Zusammenstosses zwischen einem Stein- und einem Eisenmeteoriten sind, sind Pallasite wahrscheinlich in der Übergangszone zwischen Mantel und Kern eines ehemaligen Planeten entstanden. Pallasite gehören zu den schönsten Meteoriten, vor allem, wenn sie geschnitten sind. Aber sie müssen konserviert (versiegelt) werden, sonst warten unangenehme Überraschungen auf einen.
M E S O S I D E R I T E
Mesosiderite sind, je nachdem wie man will, Eisenmeteoriten mit eingebetteten Silikaten oder Silikate mit massiven, eingebetteten Eisenadern. Die Silikate sind brekziert (in eckige Stückchen zertrümmert), was auf massive äussere Gewalteinwirkung (ähnlich einer Explosion) schliessen lässt. Auch das (Nickel-)Eisen scheint aufgeschmolzen zu sein und sich in die "silikatischen Nischen" verteilt zu haben.
P A L L A S I T E
Pallasite sind nach dem deutschen Gelehrten Peter Simon Pallas (1741 - 1811) benannt, der in den Jahren 1772 bis 1777 den 1749 in Sibirien gefundenen „Krasnojarsk-Meteoriten“ untersuchte. Ernst F. F. Chladni publizierte 1794 in einem bahnbrechenden Werk die Resultate Pallas' und untermauerte so seine neue Meteoritentheorie.
Ernst Chladni, der Begründer der Meteoritenlehre und die Titelseite seines bahnbrechenden Werkes.
Pallasite fallen auf durch ihre grossen und in dünneren Schnitten durchscheinenden, gelbgrünen Olivinkristalle. Diese sind in ein Eisengerüst eingebettet. In alten Pallasiten, die verwittert sind, werden die Olivinkristalle dunkel oder fallen sogar aus der Eisenmatrix heraus und hinterlassen ein eher unansehnliches Eisenstück, das wie ein Schwamm aussieht.
Der 1749 in der Region Krasnojarsk gefundene Meteorit wurde durch den deutschen Forschungsreisenden Peter Simon Pallas bekannt gemacht und ist deswegen auch als »Pallas-Eisen« in die Literatur eingegangen. Die Diskussion um das »Pallas-Eisen« war schliesslich dafür ausschlaggebend, dass Chladni 1794 sein Buch zur Meteoritenkunde veröffentlichte. Foto: (Kat.-Nr. 19/39). FD;
© Humboldt-Universität zu Berlin: Museum für Naturkunde