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Basel, 1770
Abel Handmann
Silber getrieben
H. 14, B. 10,5 cm
Inv. 1891.85.
Die stattliche Reihe der älteren Basler Amtsinsignien wird durch drei silberne Weibelschilde abgeschlossen, die der Basler Goldschmied, Juwelier und Münzmeister Abel Handmann (1715-1788) im Jahre 1770 schuf. Die drei identischen Schilde, deren Ovale von Rocaillen eingefasst sind, zeigen das Hoheitszeichen von Basel, einen schwarz emaillierten Baselstab. Die Schilde tragen auf der Rückseite die Marke "Handman", die Jahrzahl 1770 und die Nummern 2 bis 4; es dürften ursprünglich also vier Schilde vorhanden gewesen sein. Sie wurden von den Weibeln auf der linken Brust getragen. Als Weibel bezeichnet man die Begleitperson der Behörde bei offiziellen Anlässen. Er trägt die Insignien der Stadt, des Kantons oder des Bundes. Das Weibelwesen ist eine bis heute gepflegte schweizerische Eigentümlichkeit.