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Clarithromycin und Chloroquin beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Chloroquin kann eine QT-Zeit-Verlängerung verursachen, ein Effekt, welcher ebenfalls bei der Behandlung mit Makrolidantibiotika wie Clarithromycin auftreten kann [White NJ, 2007][Trac MH, 2016]. Beide Substanzen wurden auch mit Torsades de pointes assoziiert. Die Effekte können sich additiv verstärken und sind dosisabhängig. Zudem ist Clarithromycin ein starker Hemmer von CYP3A4, welches am Abbau von Chloroquin beteiligt ist [Kim KA, 2003].
Effekt
Durch den additiven QT-Zeit-verlängernden Effekt der Kombination kann das Risiko für ventrikuläre Tachykardien (Torsades de pointes) ansteigen. Dieses Risiko kann bei erhöhten Chloroquin-Konzentrationen zusätzlich verstärkt sein.
Empfehlung
Die Kombination aus Clarithromycin mit Chloroquin sollte vermieden werden. Von der Kombination wird auch in der Schweizerischen Fachinformation abgeraten. Ist die Kombination unumgänglich, ist darauf zu achten, allfällige Elektrolytstörungen vor Therapiebeginn zu korrigieren, die niedrigst wirksame Dosierung einzusetzen und eine kardiale Überwachung mittels EKG-Kontrolle sowie die Monitorisierung der Elektrolytkonzentrationen zu gewährleisten. Verlängert sich die QTc-Zeit unter der Therapie auf über 500ms oder um mehr als 60ms im Vergleich zur Baseline, ist die Kombination zu sistieren.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018