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«Das sind Hörrohre. Im Moment, wenn ich sie hinhalte, werden beide Ohren in einen anderen Raum versetzt. Oder überhaupt in einen Raum. Wenn ich normal höre, dann höre ich deine Stimme und höre nicht den Raum oder ich höre einen Vogel. Im Moment, wenn ich das hinhalte, muss sich das Ohr umgewöhnen und ich schwebe im Hörraum. Dadurch nehme ich den Raum zum ersten Mal wahr. Es funktioniert sehr gut. Wenn ich das den Leuten gebe, sieht man wie sich das Gesicht verändert. Wenn man das macht, dann entspannen sich die Gesichtsmuskeln. »
«Es ist als Musiker im ersten Moment verstörend, dass der Klang da ist wenn man ihn gar nicht spielt. Aber wo ist er dann, der Klang in der Glocke bevor sie läutet und wohin geht er danach?»
Andres Bosshard begann als Maler und realisierte eine Reihe von Aktionen bevor er sich dem experimentellen Musiktheater zuwandte, Klanginstallationen realisierte, eigene live-ektronische Musikinstrumente entwickelte und im Bereich der Improvisationsmusik arbeitete.
1987 realisierte er sein erstes Grossprojekt „Staudamm in Fusio“. Der Staudamm wurde durch präzis positionierte kleine Lautsprecher zum gigantischen Klangreflektor. 1991 Telefonia, ein Live-Simultankonzert via Satellit zwischen dem Säntis, Winterthur und New York.
2000 Expoprojekt ”Wasserspuren” für Hann. München, Expoprojekt ”Klangallee” Bad Pyrmont, ExpoprojeKt ”Agora”, ein sound-land-art openair Theater in der Form einer grossen Ohrmuschel, Bitterfeld (Leipzig)
1996 2.Preis ars electronica für „real time“ u.a.