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Das Konzept wurde erweitert und soll zum einen erlauben, bereits zweisprachige Schülerinnen und Schüler verstärkt zu fördern. Zum anderen sollen Lernende, die noch nicht zweisprachig sind, ermuntert werden, eine zweisprachige Ausbildung aufzunehmen. Es bietet den Lernenden die Möglichkeit, ab dem 1. Gymnasialjahr eine zweisprachige Ausbildung zu besuchen.
Differenzierte Programme und Anforderungen für Französisch/Deutsch als zweite Sprache (L2)
Das Konzept bringt Verbesserungen für den Unterricht in der Partnersprache (L2). Der L2-Lehrplan zweisprachiger Klassen wird erweitert und das Anforderungsniveau differenziert angehoben.
Eine nicht zweisprachige Klasse soll das Niveau B2, eine zweisprachige Klasse das Niveau B2+ (mündliche Matura), eine zweisprachige Klasse Plus das Niveau C1 (mündliche und schriftliche Matura) anstreben. Diese Sprachniveaus sind im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen festgelegt.
Dank den Differenzierungsmassnahmen können die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen besser abgedeckt werden. Darüber hinaus wird durch eine grosse Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Ausbildungswegen der individuellen Entwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen.
Immersionsfach
Ab dem ersten Gymnasialjahr können die Schülerinnen und Schüler, ohne weitere Aufnahmekriterien, in einer sprachlich homogenen Gruppe ein Fach in der Partnersprache (Immersionsfach) belegen. Bei Bedarf sind Stützmassnahmen vorgesehen. Wer die entsprechenden Eintrittsbedingungen erfüllt, kann ab der 2. Gymnasialklasse eine «zweisprachige Klasse » besuchen.
Zweisprachige Klasse
Dieser Ausbildungsweg steht den Schülerinnen und Schülern ab dem zweiten Gymnasialjahr offen. Der Fachunterricht findet in einer gemischtsprachigen Klasse zur Hälfte in der Partnersprache statt. Dazu noch einige nähere Erläuterungen:
- Aufnahmebedingungen: Note 5 in der Partnersprache oder 4,5 im Gesamtdurchschnitt (1. Gymnasialjahr) oder Sprachaufenthalt;
- getrennter Unterricht für Muttersprache und Partnersprache;
- im 2. Schuljahr werden Fehler, die eindeutig auf sprachliche Probleme zurückzuführen sind, angemessen berücksichtigt;
- Promotionsbedingungen entsprechen denjenigen der Standardklasse;
- Abschluss: Zweisprachiger Maturitätsausweis mit Französischniveau B2 +.
Zweisprachige Klasse "plus"
Schülerinnen und Schüler können im ersten Jahr in eine zweisprachige Klasse "plus" einsteigen. Dieser Ausbildungsweg steht Lernenden mit bereits sehr guten Kenntnissen in der Partnersprache offen (Progymnasialklasse: Note 5 in der Partnersprache und im Gesamtdurchschnitt mindestens 45 Punkte, Sekundarklasse: Note 5 in der Partnersprache und im Gesamtdurchschnitt mindestens 55 Punkte).
In einer gemischtsprachigen Klasse findet der Unterricht je zur Hälfte in Deutsch und Französisch statt. Der Lehrplan der Partnersprache wird an die besonderen Bedürfnisse dieser Klasse angepasst; bei der Matura soll das Niveau C1 erreicht werden.
Die Ausbildung führt zum zweisprachigen Maturitätsausweis mit Vermerk zweisprachig "plus".
Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, einen zweisprachigen Fachmittelschulausweis zu erwerben. Dieser Bildungsweg wird nur an der Fachmittelschule Freiburg für den gesamten Kanton angeboten.
Die Stundenpläne zweier Klassen (eine deutschsprachige und eine französischsprachige) der gleichen Stufe und des gleichen Berufsfelds werden bezüglich der sogenannten «zweisprachigen» Fächer aufeinander abgestimmt.
Die zweisprachigen Schüler sind in einer Klasse eingeteilt und folgen dem Unterricht in ihrer Muttersprache. Sie gehen in die Partnerklasse der anderssprachigen Abteilung, um dort am Unterricht in Mathematik, Geschichte, Menschenkunde, Psychologie oder bildnerisches Gestalten teilzunehmen.

Die Anzahl «transferierter» Schülerinnen und Schüler von der deutschen in die französische Abteilung und umgekehrt muss folglich etwa gleich gross sein. Bei Unter-oder Überbesetzung behält sich die Direktion der Fachmittelschule Freiburg das Recht vor, auch Schülerinnen und Schüler, welche die Voraussetzungen erfüllen, zurückzuweisen.
Zulassungsbedingungen:
Für Schülerinnen und Schüler aus der Progymnasialklasse gilt:
- Note 2. Sprache = 5,0 und Gesamtdurchschnitt = 4,50 (Jahresnoten der OS).
Für Schülerinnen und Schüler aus der Sekundarklasse gilt:
- Note 2. Sprache = 5,5 und Gesamtdurchschnitt = 4,75 (Jahresnoten der OS).
Schülerinnen und Schüler, die ein 12. partnersprachliches Schuljahr absolviert haben, können:
- den Unterricht vollständig in der anderen Sprachabteilung besuchen (totale Immersion) und erhalten einen französischen FMS-Ausweis;
- eine zweisprachige Klasse besuchen (partiell-immersives System). Die Aufnahmebedingungen sind für den Gesamtdurchschnitt identisch, der Durchschnitt in Französisch wird jedoch nicht berücksichtigt.
Schülerinnen und Schüler, die einen Teil ihrer Ausbildung (Austauschsemester) an einer Fachmittelschule in der Partnersprache absolviert haben, können unter bestimmten Bedingungen in die zweisprachige Ausbildung wechseln.
Die Handelsmittelschule (HMS) bietet eine zweisprachige Ausbildung (Deutsch-Französisch) an, die zur eidgenössischen "mehrsprachigen Berufsmaturität" führt.
Das obligatorische Betriebspraktikum im vierten Studienjahr können die Schülerinnen und Schüler in einer anderen Sprache in der Schweiz oder im Ausland absolvieren.
Sprachaustausche ermöglichen Studierenden ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Partnersprache anzuwenden und zu verbessern. Zudem sind Sprachaustausche gute Gelegenheiten, Studierenden andere Kulturen näherzubringen.
Klassenaustausch (KA)
Wenn Sie einen Klassenaustausch in der Schweiz oder im Ausland erleben möchten, wenden Sie sich bitte an die zuständige Person für Sprachaustausche an Ihrer Schule oder an die Nationale Agentur für Austausch und Mobilität Movetia. Für diese Klassenaustausche ist es möglich, einen finanziellen Beitrag des Kantons Freiburg zu erhalten:
Das Formular ist der Schuldirektion zu übergeben. Einen Antrag auf finanzielle Unterstützung kann auch bei Movetia eingereicht werden. Die Lehrpersonen sind für die Beantragung einer finanziellen Unterstützung verantwortlich.
Empfang von auswärtigen Klassen, die in den Kanton Freiburg kommen (EKA)
Wenn Sie auswärtige Klassen empfangen möchten, die in den Kanton Freiburg kommen, wenden Sie sich bitte an die zuständige Person für Sprachaustausche an Ihrer Schule oder an die Nationale Agentur für Austausch und Mobilität Movetia. Für diese Klassenaustausche ist es möglich, einen finanziellen Beitrag des Kantons Freiburg zu erhalten:
- Abrechnungsformular "Empfang von auswärtigen Klassen, die in den Kanton Freiburg kommen (EKA)"
Das Formular ist der Schuldirektion zu übergeben. Einen Antrag auf finanzielle Unterstützung kann auch bei Movetia eingereicht werden. Die Lehrpersonen sind für die Beantragung einer finanziellen Unterstützung verantwortlich.
Einzelaustausch (ESA)
Studierende, die eine Schule der Sekundarstufe 2 besuchen (Mittelschule, Handelsmittelschule oder Fachmittelschule) und den Wunsch haben während ihrer Studienzeit einen Einzelaustausch zu machen, wenden sich bitte an die zuständige Person für Sprachaustausche an ihrer Schule. Es ist möglich, einen kleinen finanziellen Beitrag des Kantons Freiburg zu erhalten:
Das Formular ist der Schuldirektion zu übergeben.
Überspringen eines Semesters oder eines Schuljahres
Für Informationen zu den Bedingungen für das Überspringen eines Semesters oder eines Schuljahres, wenden Sie sich bitte an die Schuldirektion.