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Die Planeten in unserem Sonnensystem tragen Namen von griechischen oder römischen Göttern: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Ganz anders Planeten, die nicht um unsere Sonne, sondern um ein anderes Gestirn kreisen: Diese sogenannten Exoplaneten heissen beispielsweise «Gliese 876 e» oder «55 Cnc d» – gleich wie ihr Zentralgestirn, um das sie kreisen. Der angehängte Kleinbuchstabe weist auf den Zeitpunkt der Entdeckung des Planeten hin. So wurde beispielsweise «55 Cnc c» vor «55 Cnc d» entdeckt.
Diese offiziellen Namen stammen von der Internationale Astronomischen Union (IAU). Schön sind sie nicht unbedingt, deshalb suchen Astronomen nach Alternativen: Mit einer öffentlichen Ausschreibung suchte beispielsweise die amerikanische gemeinnützige Organisation Uwingu kürzlich nach einem Namen für den Planeten «Alpha Centauri Bb». Für 4,99 Dollar konnten die Menschen einen Namen vorschlagen, für 99 Cent durften andere darüber abstimmen.
Doch dieser öffentliche Wettbewerb stiess der IAU sauer auf. Obwohl Uwingu damit das Interesse der Öffentlichkeit an der Astronomie wecken und neue Einnahmequellen für astronomische Projekte erschliessen will, behält sich die IAU das alleinige Recht vor, Planeten zu benennen – und das anerkennt auch Uwingu. Der Siegername für den Planeten «Alpha Centauri Bb», der in Kürze bekannt gegeben wird, gilt also nur als inoffizieller Übername.