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Inspiriert von den Volksaufständen in Tunesien und Ägypten hat eine Gruppe von Oppositionellen nun auch das Königshaus von Saudi-Arabien zu einem Wandel aufgefordert.
Die Saudische Vereinigung für Zivile und Politische Rechte veröffentlichte am Mittwoch eine Erklärung, in der sie die Umwandlung des islamischen Königreiches in eine konstitutionelle Monarchie vorschlägt. Ausser dem König und dem Kronprinzen solle künftig kein Mitglied der Herrscherfamilie mehr ein öffentliches Amt bekleiden.
Der Innenminister, Prinz Naif, müsse entlassen und wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht gestellt werden. Ausserdem forderte die Vereinigung die Freilassung aller politischen Gefangenen. An die Adresse der westlichen Staaten heisst es in dem Text: "Baut Beziehungen zu den Völkern auf und nicht zu den Vertretern der Polizeistaaten!"
Frühere Veröffentlichungen der Organisation, in denen sie Prinz Naif kritisiert und König Abdullah für seine Reformabsichten gelobt hatte, hatten keine sichtbare Wirkung gezeigt.
Allerdings haben die jüngsten Entwicklungen in anderen arabischen Staaten auch in Saudi-Arabien grosse Diskussionen ausgelöst. Eine öffentliche Debatte findet in dem Land, in dem es weder Parteien noch ein gewähltes Parlament gibt, bislang kaum statt. Umso intensiver nutzen vor allem die jungen Saudis das Internet für den politischen Meinungsaustausch.
SDA-ATS