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Wie Chinas staatliche Fernsehstation berichtet, testeten die Raketenstreitkräfte im Vorfeld des Pelosi-Taiwan-Besuchs eine Hyperschallrakete DF-17. Diese sei erneut mit Erfolg erprobt worden; sie zählt zwar zu den Hyperschallwaffen, ist aber konventionell, nicht nuklear ausgelegt.
Lapidar gesprochen, fuhr China da noch vor der Ankündigung seiner Grossmanöver gröberes Geschütz auf. Für die USA und ihre asiatischen Verbündeten stellt sie eine Gefahr dar. Als taktische Waffe soll sie gegnerische Raketenabwehrsysteme zerstören:
- die auf Taiwan stationierten MIM-104 Patriot,
- die in Südkorea stationierte THAAD (Terminal High Altitude Area Defense)
- das in Japan stationierte Aegis-System.
Somit soll die DF17 den Weg frei machen auf die strategischen Ziele. Diese würden dann von DF-16 ausgeschaltet. Diese können auch nuklear bewaffnet werden.
Mach 10
Die Dongfeng 17 (Ostwind 17) ist eine einstufige Rakete. Sie verwendet dieselbe Kernstufe wie die ballistischen Kurzstreckenrakete DF-16B, an der Spitze ist jedoch der Hyperschall-Gleitflug-Gefechtskopf DF-ZF angebracht. Die Rakete ist, wie es die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua ausdrückte, der zu einer Waffe verwandelte DF-ZF. Dieser bietet gegenüber einem klassischen Wiedereintrittskörper diverse Vorteile. So kann er aufgrund der hohen Geschwindigkeit deutlich schwerer von Raketenabwehrsystemenabgefangen werden, zusätzlich ist der Gefechtskopf während seiner Gleitphase wie ein Segelflugzeug manövrierbar.
Die Dongfeng 17 selbst hat eine Reichweite von 1500 km, wobei sie auf einer ballistischen Flugbahn eine Geschwindigkeit von Mach 10, also die zehnfache Schallgeschwindigkeit erreicht. Dann wird der DF-ZF-Gefechtskopf abgetrennt und legt im Gleitflug weitere 1000 km zurück, was dem gesamten Waffensystem eine Reichweite von 2500 km verleiht. Durch den Strömungswiderstand der Luft wird der antriebslose Gefechtskopf aber im Laufe der Zeit langsamer und besitzt beim Eintreffen im Ziel nur noch eine Geschwindigkeit von Mach 5. Dies ist nach der Definition die unterste Grenze der Hyperschallgeschwindigkeit.
Die Rakete wird mit einem fünfachsigen Lastwagen horizontal transportiert, dann mit der auf den Lastwagen montierten Abschussvorrichtung aufgerichtet und senkrecht gestartet.[2] US-Geheimdienstquellen stellten Ende 2017 fest, dass die Rakete relativ genau sei und bei zwei Tests im November jenen Jahres dazu in der Lage war, die anvisierten Ziele mit einer Genauigkeit von wenigen Metern zu treffen. (Beschreibung gemäss Wikipedia)