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Seit 1930 kommt das Wasser, welches wir verwenden, um unsere rund 50 Hektaren Zitrusfelder zu bewässern, von unserer eigenen Quelle (100 m unter der Oberfläche!) in Mangay. Befördert wurde das Wasser bis heute in einem ca. 1.5 km langen offenen Kanal, danach in einer 1 km langen Betonleitung bis zum Bewässerungsbecken auf der Casa del Mas. Über die Jahre entstanden immer mehr irreparable Schäden an dieser Leitung. Dieses Jahr stand das Ersetzen dieses in die Jahre gekommenen Systems durch eine neue Zuleitung auf dem Programm.
Im Mai begannen wir mit dem Bau eines neuen 700 m3 Bassins gleich neben der Quelle und mit dem Verlegen der neuen Kunstsoff-Rohre. Die Strecke zwischen der Quelle und der tiefer gelegenen Casa del Mas ist heutzutage dicht besiedelt, so dass wir etliche Wegrechte einholen mussten: von Nachbarn, von der staatlichen Eisenbahngesellschaft und von der öffentlichen Gemeindsverwaltung. Unsere Wasserleitung unterquert nämlich die Bahnlinie, welche von Valencia nach Alicante geht, sowie den Fluss Cañoles.
Das technisch kritischste Stück der Zuleitung ist präzise diese Flussunterquerung. Die Frage war «Wie kommen wir unter dem Flussbett durch?» Zwei langjährige Mitarbeiter erinnerten sich vor rund 25 Jahren eine Reparatur an der Betonleitung ausgeführt zu haben. Sie sprachen von einem Tunnel, welcher seinerzeit vom Flussbett zur höher gelegenen Strasse gebaut wurde, um die Betonleitung zu verlegen. Eine in geophysikalischen Bodenstudien spezialisierte Firma zeigte uns auf wo der Tunnel liege. Dann wurde mit einem Bagger danach gesucht. Nach ein paar erfolglosen Versuchen kam der Tunneleingang im oberen Bereich am 26.09 endlich zum Vorschein. Zwei Tage später konnte das untere Ende des Tunnels, auf der Höhe des Flussbettes, auch freigelegt werden. Dieser Fund ermöglichte es uns, die neue Wasserröhre über die alte zu legen (im selben Tunnel).
Nun stehen noch ein paar letzte Arbeiten bevor, bis wir in hoffentlich 2-3 Wochen die alte Leitung ausschalten und die neue Leitung in Betrieb nehmen können. Bei Tageshöchsttemperaturen von über 30°C und fast ganz ohne Regen, können wir es uns nicht erlauben einen Unterbruch in der Bewässerung zu haben.
Das neue Bewässerungssystem wird helfen, Strom und Wasser zu sparen. Das neue, höher gelegene Auffangbecken ermöglicht es fast die ganze Fläche mittels Tröpfchenbewässerung und ohne weiteres Pumpen zu bewässern. So hoffen wir ein bisschen zum Schutz der limitierten Grundwasservorkommnisse beizutragen. Die nächste Idee ist auch schon auf dem Tisch: Das Betreiben der Anlage mit Solarstrom. Aber zuerst muss die neue Leitung funktionieren, für neue Projekte hat es auch 2017 noch Platz!
Nachtrag vom 18.10: Heute wurde die alte Leitung geleert (siehe letzte Foto) und stillgelegt und die neue in Betrieb genommen.