Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03225.jsonl.gz/3251

An der Frauenfussball-Europameisterschaft in Holland wurde das Spiel zwischen den Schweizerinnen und Isländerinnen angepfiffen. Die Ausgangslage ist für beide Parteien gleich, sie haben je das erste Gruppenspiel verloren und müssen nun gewinnen. Die Teams haben sich für heute viel vorgenommen. Es wird sich zeigen, ob die Wikingerinnen oder die Eidgenossinnen stärker oder allenfalls glücklicher sind. In Island wird der Frauenfussball deutlich mehr beachtet als in der Schweiz und Spiele im eigenen Land sowie Ausscheidungsspiele erhalten mehr Sendezeit im Fernsehen. Die Medien schreiben im Moment hauptsächlich über die traditionell isländische Namensgebung, da sich die nordeuropäischen Spielerinnen entschieden haben für die EM ihre Nachnamen auf dem Rücken des Spieltrikots aufdrucken zu lassen. So enden fast alle Namen auf „dottir“, was nicht schwierig zu übersetzen ist. Dottir bedeutet Tochter und vorangestellt ist in der Regel der Name des Vaters. In Island spricht man sich eigentlich mit dem Vornamen an und so ist auch das Telefonbuch geordnet. Der Nachname wird für offizielle Papiere verwendet. Vor etwas mehr als einem Jahr spielten an der legendären EM in Frankreich die „sons“ und eliminierten diverse hochkarätige Gegner aus dem Turnier. Der mittlerweile überall bekannte „Huh“-Ruf wurde geboren. Sind wir gespannt, ob dieser nun auch in Doetinchem zu hören sein wird. Vor den eingeschalteten TV-Geräten dürfte in der Schweiz und in Island auch geknabbert und Bier getrunken werden. Geknabbert wird in der Schweiz wohl eher Salziges während sich die Isländer sicher auch mit Trockenfisch eingedeckt haben um das Spiel zu verfolgen.