Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/100652

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Bakom hat einen Forschungsauftrag erteilt, um den Beitrag des Rundfunks in der Schweiz zur Integration von Ausländern zu untersuchen.</p><p>- Wollte das Bakom bewusst Doppelspurigkeiten veranlassen, nachdem sich der SRG-Publikumsrat 2008 während einer Woche des Themas Integration angenommen hat?</p><p>- Versteht sich das Bakom neu für Medieninhalte verantwortlich?</p><p>- Wie viel hat der Forschungsauftrag gekostet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Studie des Bakom zu "Migration, Medien und Integration" weist keinen Zusammenhang zur Themenwoche der SRG vom April 2008 auf. Diese war zwar auch der Integration gewidmet, sie fand aber in allen Programmen der SRG statt und wurde im Nachhinein von den Publikumsräten gewürdigt.</p><p>Die Bakom-Studie ist bereits zwei Jahre früher erteilt worden. Der Hintergrund ist ein anderer: Das Radio- und Fernsehgesetz verpflichtet die SRG zu einem umfassenden Integrationsauftrag, der sich auch auf Ausländerinnen und Ausländer bezieht. Die in Auftrag gegebene Studie soll der Evaluation dieses Leistungsauftrages dienen.</p><p>Zur Finanzierung: Das RTVG sieht solche Forschungsprojekte ausdrücklich vor und definiert auch deren Finanzierung. Sie erfolgt aus den Konzessionsabgaben; diese sind zweckgebunden und müssen gemäss Gesetz für die Forschung verwendet werden. Solche Forschungsarbeiten sollen Hinweise auf programmliche, gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Entwicklungen bei Radio und Fernsehen liefern. Sie erfolgen jeweils aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung. Die unlängst in den Medien besprochene Studie zu "Migration, Medien und Integration" ist das Ergebnis der Bakom-Ausschreibung aus dem Jahr 2006. Die Studie hat 180 000 Franken gekostet.</p>