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Das Kernkraftwerk Gösgen hat am Mittwoch, dem 11. Oktober 2000, die hundertfünzigmilliardste Kilowattstunde (150 Mia. kWh) Energie seit der kommerziellen Betriebsaufnahme produziert. Davon ist rund 1 Prozent thermische Prozessenergie, die in der Kartonfabrik Niedergösgen genutzt wird.
Die seit der kommerziellen Betriebsaufnahme im November 1979 im Kernkraftwerk Gösgen erzeugte und ins Stromnetz eingespeiste elektrische Energie entspricht dem dreifachen Jahresstromverbrauch der Schweiz.
In den 21 Betriebsjahren wurden die Sicherheits- und Betriebseigenschaften des Kernkraftwerks Gösgen kontinuierlich durch kleinere und grössere Anlagenänderungen, durch eine effizientere Bewirtschaftung des Brennstoffes und kürzere Stillstandszeiten verbessert. Die Jahresproduktion konnte deshalb mittlerweile um rund zwei Milliarden kWh auf nahezu acht Milliarden kWh erhöht werden. Allein der komplette Austausch der Niederdruckturbinen in den Jahren 1994 und 1995 führte zu einer Mehrproduktion von gegen 250 Millionen kWh jährlich, was der Produktion eines mittelgrossen Schweizer Flusskraftwerks entspricht. Wäre der Strom aus dem KKG in den 21 Jahren Betrieb in fossil befeuerten Anlagen erzeugt worden, so hätte dies zu einem zusätzlichen CO2-Ausstoss von weit über 100 Millionen Tonnen geführt.
Seit 1980 beliefert das KKG die nahe gelegene Kartonfabrik Niedergösgen mit Prozessdampf. Die bis anhin abgegebene Dampfmenge entspricht einem elektrischen Energieäquivalent von über einer Milliarde kWh. Durch die Nutzung des Prozessdampfs konnte die Kartonfabrik seit 1980 rund 300’000 Tonnen Schweröl einsparen.