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Im 21. Jahrhundert ist Globalisierung in aller Munde. Die Textilindustrie hat einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen. Schon früh importierte der Mensch Seide aus China, gewebte Stoffe aus England und Baumwolle aus Indien. In der heutigen Zeit, mit Hilfe des Internets, ist es ein Leichtes, einen Pullover zu kaufen, dessen Wolle von Alpakas aus Peru stammt, die in England gesponnen und in Bangladesch zum Pullover zusammengenäht wurde. Zwischendrin gibt es die Lieferketten der einzelnen Komponenten, an denen Speditionen, Lieferdienste und Lagerhaltungsfirmen beteiligt sind. Doch dies kann neben all den Vorteilen, wie Arbeitsplätze in strukturschwachen Ländern, auch viele Nachteile haben. Verschiedene Berechnungen haben gezeigt, dass ein Baumwoll-T-Shirt, je nach Herstellungsverfahren und Webdichte, zwischen fünf und neun Kilogramm CO2, von der Ernte oder Herstellung des Rohmaterials über die Produktion der weiteren benötigten Teile wie Knöpfe, den Transport zur nächsten Fertigungsstufe per Luftfracht oder Schiff, die Herstellung der Chemikalien zur Färbung oder Imprägnierung bis zur Konfektionierung, erzeugen kann. Jede Leistung kann heute an einem anderen Ort der Welt erbracht werden.
Ein großer Vorteil der Globalisierung ist das Schaffen von Arbeitsplätzen. Der Bevölkerung wirtschaftlich schwacher Regionen kann so ein finanzielles Einkommen geboten werden. Dies wiederum ermöglicht in vielen Fällen Bildung, die wiederum bessere Bezahlung bewirkt.