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Sprachliche Gleichbehandlung
Zur tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann gehört auch die sprachliche Gleichbehandlung. 1996 hat der Regierungsrat des Kantons Zürich beschlossen, dass die sprachliche Gleichbehandlung von Frau und Mann in allen Texten der kantonalen Verwaltung zu verwirklichen ist.
Die Sprache ist nicht nur Kommunikationsmittel, sondern sie beeinflusst auch unsere Denkweisen. In sprachliche Äusserungen fliessen bestimmte Vorstellungen mit ein, die beim Gegenüber ebenfalls bestimmte Vorstellungen hervorrufen. Die Sprache formt auf diese Weise von Kindheit an unser Weltbild. Die Verwendung der männlichen Form für beide Geschlechter wird der Forderung nach sprachlicher Gleichbehandlung nicht gerecht.
Eine geschlechtergerechte Sprache ist eindeutig
Durch eine geschlechtergerechte Sprache kann genau das benannt werden, was gemeint ist. Wird nur die männliche Form verwendet, ist unklar, ob wirklich nur Männer oder auch Frauen gemeint sind. Ein Beispiel dafür ist der Satz «In der kommenden Ausgabe stellen wir Ihnen die neu gewählten Nationalräte des Kantons Zürich vor». Es ist nicht klar, ob alle neuen Nationalratsmitglieder Männer sind, ob nur die Männer vorgestellt werden oder ob nur die männliche Form verwendet wurde. Noch deutlicher wird es mit dem folgenden Satz des Bürgerrechtsgesetzes von 1952: «Ein Ausländer kann nach der Eheschliessung mit einem Schweizer ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen».