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Kaffee aus aller Welt (Dreamstime)
Die Welt des Kaffees birgt einen faszinierenden Reichtum von Sorten unterschiedlicher Charakteristika. In einer kleinen Serie stelle ich die wichtigsten Kaffee-Anbaugebiete vor. Den Auftakt macht Asien:
Java
Im 17. Jahrhundert pflanzten Holländer auf Java die ersten Kaffeepflanzen. Seitdem steht der Name „Java“ stellvertretend für indonesischen Kaffee. Java Kaffee ist berühmt für seine erdigen, würzigen, reichen Aromen. Aber auch auf Sumatra und Sulawesi wächst Kaffee mit kraftvollem, voluminösem Körper und starken Anklängen an Holz, Gewürzen und feinem Karamel.
Kopi Luwa
Ein etwas gewöhnungsbedürftige – und kostspielige – indonesische Spezialität ist der Kopi Luwak. Die dort lebenden Zibetkatzen, Luwak genannt, fressen vollreife Kaffeekirschen (Kopi=Kaffee). Sie verdauen aber ausschliesslich deren Fruchtfleisch, so dass die Bohnen, nachdem sie in Magen und Darm fermentiert wurden, wieder ausgeschieden werden. Die Bohnen werden anschließend von Arbeitern eingesammelt, gereinigt und weiterverarbeitet.
Indien
Auch in Indien wird Kaffee seit dem 17. Jahrhundert kultiviert. Zu den Spezialitäten des indischen Kaffeeanbaus zählt der Monsunkaffee. Er entstand einst zufällig, als die Holländer den ersten indischen Kaffee mit Segelschiffen nach Rotterdam brachten. Auf der Fahrt waren die Bohnen dem Monsunregen ausgesetzt, färbten sich gelblich und entwickelten nach der Röstung einen charakteristischen Geschmack. Um den Monsunkaffe heute herzustellen, werden die frisch geernteten Bohnen in offenen Lagerhäusern den Monsunwinden ausgesetzt. Das Ergebnis ist ein Kaffee von besonders mildem Aroma. Im Süden Indiens angebauter Kaffee dagegen besticht durch seinen verführerisch würzigen Duft. Eine qualitativ hochwertige und daher häufig exportierte Sorte ist der Mysore, ein kräftiger Kaffee mit viel Säure.