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Futura
Unsere Webschrift Futura wurde vor 93 Jahren durch Paul Renner erschaffen. Ihre Fans sind Volkswagen, Stanley Kubrick, Ferrovie dello Stato Italiane, Olympische Sommerspiele in Moskau (als kyrillische Variante) und wir.
1927. Modern, schnörkellos, radikal ist Futura. Erschaffen durch Paul Renner. Inspiration für Avantgarde und Bauhaus-Bewegung.
1933. Paul Renner wird durch die Nationalsozialisten verhaftet. Bauhaus wird bekämpft, Kunst entartet.
1941. Hitler will die deutsche Schrift internationalisieren. Die Frakturschrift soll ersetzt werden. Mit dabei: Futura.
2000. Stationsnamen prangen in fetten Futura-Lettern auf blauen Bahnhofsschildern. Adieu Frutigerland. Siamo arrivati in Italia!
2001. War galaktische Zukunft im Jahr 1968. Die Poster zur cinematografischen Vision wurden mit Futura bestückt. Stanley Kubrick liebte Futura.
2020. Futura wird unsere Webschrift.
Futura ist modern und radikal. Sie baut auf geometrischen Grundformen auf und verzichtet auf jegliche Schnörkel und beeinflusste die Bauhaus-Bewegung.
Dennoch orientiert sie sich an Lesegewohnheiten und schriftgestalterische Konventionen. Sie ist nicht streng mathematisch konstruiert. Visuelle Effekte werden optisch ausgeglichen. So wurde Futura aus einer Experimentalschrift eine zeitlose Gebrauchsschrift.
Am Bauhaus in Weimar und später in Dessau experimentierten Designer an stark vereinfachten Alphabeten, die aus geometrischen Grundformen zusammengesetzt sind und teilweise auf Grossbuchstaben verzichteten.
So enthielt Futura in ihrer allerersten Version im Jahre 1927 noch einige experimentelle Buchstabenformen.