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Wie kommt es zu einer Zahnnerventzündung?
Unter bestimmten Umständen kann die Pulpa (Zahnnerv) mit Bakterien infiziert werden. Dies geschieht zum Beispiel bei einer sehr tiefen Karies oder wenn ein Zahn bei einem Unfall im Bereich der Pulpa abbricht, so dass letztere frei liegt. Sind Bakterien eingedrungen, beginnen sie das Gewebe aufzulösen, gelangen so bis zur Wurzelspitze und schliesslich darüber hinaus in den umgebenden Knochen. Einmal dort angelangt sind die Bakterien in der Lage, auch den Knochen aufzulösen. Es bildet sich dort ein Eiterherd, der Zahn steht also im Eiter („Eiterzahn“).
Was wird bei einer Wurzelbehandlung gemacht?
Die Wurzelbehandlung hat zum Ziel, die Wurzelkanäle so gut wie möglich zu reinigen und anschliessend dicht zu verschliessen, so dass keine Bakterien mehr eindringen können. Normalerweise benötigt eine Wurzelbehandlung zwei Sitzungen. In einer ersten Sitzung wird das Pulpagewebe mechanisch so vollständig wie möglich entfernt und die Kanäle gründlich gespült. Anschliessend werden die Kanäle mit einem desinfizierenden Medikament (Einlage) gefüllt und der Zahn mit einer provisorischen Füllung verschlossen.
Ist der Zahn nach zwei bis drei Wochen beschwerdefrei, können die Wurzelkanäle in einer zweiten Sitzung mit einem definitiven Füllungsmaterial (Wurzelfüllung) dicht verschlossen werden. Nach weiteren 24 Stunden, ist die Wurzelfüllung ausgehärtet und die Wurzelbehandlung somit abgeschlossen. Nun kann die Versorgung der Zahnkrone in Angriff genommen werden.