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Kleinhüningen
Lösungsmittelbelastung im Grundwasser von Kleinhüningen
Im Rahmen einer vertieften Grundwasseruntersuchung wurden im Gebiet Kleinhüningen Verunreinigungen durch Lösungsmittel (vorrangig Tetrachlorethylen, Trivialname: PER) festgestellt. Diese sind vermutlich in früheren Jahrzehnten durch unsachgemässe Handhabung bei gewerblichen und industriellen Tätigkeiten entstanden. Die Schadstoffe gelangten entweder direkt oder durch defekte Kanalisationsleitungen in tiefere Bodenschichten und dadurch auch ins Grundwasser, wo sie heute nachweisbar sind. Das Lösungsmittel, das schwerer als Wasser ist, hat sich dabei im unteren Bereich des Grundwassers, auf der Felsoberfläche gesammelt. Trotz historischer Untersuchungen, geologischer Abklärungen, Untersuchungen der Grundwasserströme und diversen Sondierbohrungen konnte der ursprüngliche Verursacher der Belastung bisher nicht ermittelt werden.
Da dieses Grundwasser nicht für Trinkwasser genutzt wird, geht von den Verunreinigungen keine Gefährdung der Bevölkerung aus. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen und des hohen Grades der Verschmutzung ist das Grundwasser jedoch zu schützen und eine Sanierung anzustreben. Das Amt für Umwelt und Energie hat deshalb in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro ein detailliertes Konzept für die Sanierung erarbeitet und eine Sanierungsanlage installiert. Seit Anfang April 2008 förderte eine fest installierte Pumpenanlage bereits mehr als 1'250 Liter PER in Phase. Da jedoch noch nicht alles PER entfernt ist und die Phasenförderung langsam nicht mehr effektiv genug ist, wird eine Optimierung der Anlage angestrebt. Auch eine zusätzliche Untersuchung zu weiteren Belastungsherden soll durchgeführt werden.