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In den 1830er Jahren intensivierte die Gemeinde ihre Bemühungen, das ungenügende Strassennetz auszubauen. Sie bewilligte jeder der drei Rotten oder Nachbarschaften Mitteldorf, Dorf und Hauptsee einen Kredit zum Bau einer Strasse auf die Allmenden - und löste damit manche Konflikte aus.
Besonders die Dorferrotte zerstritt sich dabei handfest über ihr Strassenprojekt. Es ging um hohe Kosten, um Nutzen und Schaden, um die Wahl der Linienführung, die den einen mehr und den andern weniger passte. Gemeindepräsident und alt Landammann Henggeler wurde an der Rottenversammlung beschimpft und musste sich vor Misshandlungen retten. Die Nachbarschaft entschied sich schliesslich für eine Strasse durch das Dorfbachtobel. Nach vielen Frondiensttagen war die erste wirklich neue Strasse im Ägerital 1836 vollendet. Sie erleichterte den Zugang zum Bauland auf der Allmend, auf welcher der Weiler Alosen
entstand. Zudem erschloss sie das Wasserkraftpotenzial des Dorfbaches. In der Folgezeit entstanden dort mehrere Sägereien und eine Hammerschmiede.
Die längst geplante Fortsetzung der Dorfbachstrasse über den Ratenpass
in Richtung Einsiedeln wurde erst 1869 eröffnet. Bild:
Sägerei Rogenmoser am Oberägerer Dorfbach, 1910/1930. Der Bau einer Strasse durch das Dorfbachtobel in den 1830er Jahren erschloss neue Wasserkräfte und ermöglichte den Bau mehrerer Sägereien.