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Aus dem Protokoll der Humanitas Sangallensis, der Abstinentenverbindung an der Kantonsschule St.Gallen:
Literarischer Abend vom 13. Mai 1916.
Dieser Abend hat einen doppelten Wert. Denn es wurde der „Landvogt von Greifensee“ von Gottfried Keller vorgelesen, eine fröhliche Geschichte. Der lebensfrohe Geist in der Geschichte ist für den Geist[,] was ein frischer Luftzug für den Körper. Die Leute sind keine Kopfhänger[,] und wenn etwas nicht nach ihrem Wunsche gegangen ist[,] nehmen sie einander nichts übel und lassen den Mut nicht sinken. Der zweite Wert dieses Abends ist aber nicht geringer. Denn es wurde Propaganda für Boner und Julin gemacht, allerdings auf eine ganz eigenartige Weise, aber sie hat jedenfalls gewirkt. So könnte der Abend nicht besser ausgefallen sein.
Der Schriftführer Paul Grob.
Mitgliederkarte für Paul Grob, unterzeichnet u.a. vom Aktuar Walther van Vloten.
Quelle: Staatsarchiv St.Gallen, Wy 058 (Text; Mitgliederkarte; Zeichnung (vermutlich von Walter van Vloten) am Anfang des Protokolls zum 26. Stiftungsfest der Humanitas Sangallensis vom 13. Januar 1917. Die Mitglieder bereiten die Bühne vor, auf der u.a. ein Fasnachtsspiel und eine Komödie von Hans Sachs gegeben wurden.)