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Ernesto « Che » Guevara, le Journal de Bolivie
Richard Dindo
Schweiz, Frankreich | 1994 | 94 min
Sprachen : Französisch, Spanisch
Wie dies im Werdegang Richard Dindos schon oft der Fall war, gab ein Text den Impuls dafür, dass er 1994 den Spuren des kubanischen Revolutionärs folgte und auf die Suche nach Menschen und Orten ging, die Zeugen des letzten Kampfs seines Lebens waren. Den Einstieg in das auf der Leinwand gezeigte Ende des Mannes – parallel zur Niederlage eines Intellektuellen und eines Revolutionstraums – bildet das zu trauriger Berühmtheit gelangte Bild des Che auf seinem Totenbett, das hier in einem grösseren als dem gewohnten Ausschnitt gezeigt wird. Im Rhythmus der vom Filmemacher sorgfältig ausgewählten, im Hintergrund vorgelesenen und von der einer Trauer innewohnenden Sehnsucht getragenen Tagebuchausschnitte, ist der erste Abschnitt des Films von zahlreichen Archivbildern durchzogen, welche die Abreise des internationalistischen Marxisten aus Kuba und seine Ankunft im bolivianischen Untergrund zeigen. An Stelle dieser Bilder treten im weiteren Verlauf Berichte seines Umfelds und die Stille einer nun sinnlos gewordenen Suche. Eine ehrgeizige Aufarbeitung, die dem Fall das Mystische nimmt und die Legende als einen Menschen, mit all seinen Emotionen, zeigt.