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Der Fortpflanzungszyklus der Katze unterscheidet sich essentiell von dem des Menschen. Viele Phasen im Leben eines Stubentigers sind uns darum ein wenig unverständlich. Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten und unserer Fellnase helfen können. Dazu gehört auch die Zeit der Empfängnisbereitschaft der weiblichen Katze, die so genannte „Rolligkeit“. Während die Katze rollig ist, kann man verschiedene Verhaltensweisen, wie das typische Rollen auf dem Boden, erkennen.
Wie äussert sich Rolligkeit bei Katzen?
Die erste Rolligkeit findet zwischen dem vierten und zwölften Lebensmonat statt. Ab diesem Alter ist eine Katze geschlechtsreif. Zweimal im Jahr wird eine weibliche Katze rollig – Im Frühjahr und im Herbst. Während dieser Zeit findet der Follikelsprung statt, ausgelöst wird er durch den Deckakt selber. Das bedeutet: Die Katze befindet sich dauernd in Bereitschaft.
Kurz bevor die Katze rollig ist, werden sie besonders anhänglich und anschmiegsam, oft zeigen sie auch das namensgebende Rollen auf dem Boden. Sie verlieren den Appetit und suchen nur selten den Futternapf auf. Beim eigentlichen Eintritt in die Phase der Rolligkeit wird dieses Verhalten aggressiver: Die Katze streckt ihr Hinterteil in die Höhe und schreit nach einem potentiellen Partner. Wie offensichtlich sie dabei ist, hängt oft von Rasse und Charakter ab. Ruhigere Katzen durchleben die Zeit der Fortpflanzungsfähigkeit weniger aggressiv, temperamentvolle Katzen sind oft sehr extrovertiert in ihrer Mannstollheit. Oft tritt auch ein hormonell bedingter weisslicher Ausfluss auf, bei einigen Tieren auch Unsauberkeit. Je nach Katze soll Markierverhalten einen potentiellen Kater anlocken. Kommt es tatsächlich zu einem Deckakt, wird der Follikelsprung spontan ausgelöst. Dabei ist das Liebesleben unserer Katzen nicht zu überhören!
Kommt es nicht zu einer Befruchtung, wiederholt sich der Zyklus – in der Regel schon nach 9 Tagen. Die Faustregel, dass die Rolligkeit abhängig von der Tageslänge zweimal im Jahr erfolgt, gilt hier nicht mehr. Die Katze kann dauerrollig werden. Doch auch Zuchttiere können nach einer Schwangerschaft innerhalb von ein bis zwei Wochen erneut empfängnisbereit werden.
Welche Gefahren birgt die Rolligkeit für die Katze?
Das Warten auf einen potentiellen Partner ist für Kätzinnen extrem stressig – körperlich und psychisch. Die Katze ist ständig in Bereitschaft. Grundsätzliche Bedürfnisse wie Futteraufnahme und der Besuch der Katzentoilette geraten in Vergessenheit. Das Risiko für Tumore steigt bei intakten Tieren stark an. Dies gilt besonders dann, wenn sie nicht für die Zucht eingesetzt werden, sondern der Körper in eine Dauerrolligkeit übergeht.
Und auch für den Menschen kann die Zeit der Hitze nervtötend und überaus anstrengend sein. Dazu kommt die schiere Anzahl potentieller Nachkommen. Ein Katzenpärchen kann so in zehn Jahren bis zu 80 Millionen Nachkommen zeugen! Diese Masse kann unmöglich das Glück haben, ein artgerechtes Zuhause mit liebevollen Menschen und gutem Futter zu finden.
Kastration bei Katzen
Möchten Sie Ihre Katze nicht zur Zucht einsetzen, ist es darum wichtig, sie rechtzeitig kastrieren zu lassen. Der Eingriff ist unkompliziert und kann vom Tierarzt Ihres Vertrauens innerhalb von einer Stunde durchgeführt werden. Eine Kastration verhindert nicht nur Nachwuchs, sondern auch eine Rolligkeit zuverlässig. Sie ersparen sich und Ihrer Katze so sehr viel Stress! Der Fortpflanzungstrieb ist bei Katzen genau dies: Ein Trieb. Katzen reagieren instinktgesteuert und wenn es um Fortpflanzung geht, würden sie mehrmals pro Jahr einen neuen Wurf Kätzchen hervorbringen. Ihre Katze hat keine emotionale Verbindung zu der Möglichkeit, Nachwuchs hervorzubringen und sie wird die Zeit der Rolligkeit sicherlich nicht vermissen.
Wer seine Katze nicht kastrieren lassen will, kann auch auf andere Verhütungsmethoden zurückgreifen, die meisten von ihnen arbeiten auf hormoneller Ebene. Eine Rolligkeit verhindern aber nicht alle von ihnen.
Das Hundealter lässt sich bekannterweise einfach herleiten: ein Hundejahr gleicht sieben Menschenjahren, wobei es hier auch auf die Rasse und Gewicht des Hundes ankommt. Wie lässt sich also das Katzenalter bestimmen? Und wie alt werden Katzen überhaupt? Ab welchem Alter gelten Katzen als Seniorenkatzen?
Es gibt wohl kaum etwas Niedlicheres auf der Welt als Katzenbabys. Doch leider finden nicht alle Katzenkinder ein schönes Zuhause. Wenn sich besitzerlose Streuner untereinander oder mit freilaufenden Hauskatzen paaren, ist ein Leben im Elend für ihren Nachwuchs quasi vorprogrammiert. Kastration und Sterilisation beugen unnötigem Leid vor.
Coronaviren kommen nicht nur bei uns Tierbesitzern, sondern auch bei unseren felligen Vierbeinern vor. Im Gegensatz zu dem neuartigen Coronavirus des Menschen sind die Felinen Coronaviren (FCoV) der Katze jedoch schon seit vielen Jahren bekannt. Dazu zählt das Feline Enterale Coronavirus (FECV) und das deutlich bekanntere Virus der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIPV). Letzteres verursacht die tödlich endende Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), welche bei betroffenen Katzen zu Bauchfellentzündungen und Bauchwassersucht führt. Menschen, insbesondere Immungeschwächte wie Senioren und Kranke, leiden dahingegen unter grippeähnlichen Symptomen.