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Ruine Dorneck
Aus der engen Burgenkette vom Rhein zum Jurablauen ragt die Ruine Dorneck wegen der Ausdehnung der Anlage und der historischen Bedeutung in besonderem Masse hervor.
Die auch als Ruine noch äusserst imponierende Anlage erhebt sich östlich von Dornach aus den alten Rebenäckern auf einem schmalen, nach Nordosten hinaufstreichenden Felsband. Vermutlich wurde die Burg durch die Thiersteiner Grafen im 13. Jahrhundert erbaut und zerfiel im Basler Erdbeben. Topographisch genau erfasst ist das Äussere auf dem grossen Holzschnitt der Schlacht. Danach zeigte der Hauptbau schon damals die Formen, welche an der heutigen Ruine noch abzulesen sind. Nur die Akzente wurden später verschoben, die Aussenwerke vermehrt. Die Burg bestand aus dem dominierenden Bergfried, von einer hölzernen Laube mit Zeltdach abgeschlossen, dem südwestlichen Hexenturm und der dazwischenliegenden Palasfront mit Söller und Wehrgang. Die gefährdete Nordseite war verstärkt durch drei halbrund ausspringende, turmartige Befestigungen. Sie wurden bei der Belagerung von 1499 beschädigt, wie auch das Vorwerk. Die Ostflanke dürfte - im Vertrauen auf den steilen Felsabfall - ebenso ungenügend geschützt gewesen sein wie die Gegenseite. Sicher ist, dass die Burg beim Übergang an Solothurn in schlechtem Zustand war. Die innere Gliederung zu jener Zeit bleibt ungewiss. Nach dem Schlachtprospekt lagen die Wohnräume schon damals an der Westseite. Auch sind Hauskapelle und Zisterne bezeugt.