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Da nach der Lehre der katholischen Kirche, jeder dazu berufen ist, "ein Segen" zu sein und zu segnen (Katechismus der Katholischen Kirche, Paragraph 1669) ist es gestatten, dass auch Laien, d.h. nicht geweihte Personen, diesen Segen beten.
So wird der Alpsegen, der vor allem in den katholischen Gebieten der deutschsprachigen Schweizer Bergkantonen von Bedeutung ist, zumeist vom Älpler selbst bzw. von demjenigen, der "unter den Alpbewohner die höchste Amtsstellung einnimmt", gebetet.
Traditionell wird der Alpsegen jeden Abend, nach beenden des Tagesablauf und bei jeder Witterung gebetet. Sofern ein Alpkreuz vorhanden ist, wird der Segen in der Nähe dieses Kreuzes gebetet, falls auf der Alp kein Kreuz vorhanden ist, begibt sich der Betende meist auf einer Anhöhe. In jedem Fall wird der Segen ausserhalb der Alphütte gebetet.
In Binn, Wallis, schreitet der Betende während des Gebetes um seine Tiere herum.
Die übrigen Alpbewohner bleiben während des Gebetes meist in der Hütte und beten im Stillen.
Mag auch der Inhalt des Segens von Alp zu Alp variieren, so ist der Zweck immer der Selbe. Der Alpsegen wird gesprochen, um die Alp von Not und Gefahr zu beschützen. Er ist ein "Lärmzauber", der die bösen Geister vertreiben soll, wie es so viele alte Bräuche tun. Dieser Schutz geht bis zu der Entfernung in der man den Segen hören kann, aus diesem Grund wird oft unter Hilfenahme eines Michtrichters, einer sogenannten Folle, gebetet.