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Die zu bebauende Parzelle für den Ersatzneubau liegt unmittelbar an der Limmat im Quartier Grünau, nahe den Produktionsstätten, Verwaltungs- und Parkierungsbauten der Firma SIKA. Das im Auftrag der SIKA geplante, einfache und sehr klar strukturierte Gebäude versucht mit sehr begrenztem Budget Teil des sich im Wandel befindenden Quartiers zu sein und gleichzeitig durch seine Volumetrie eine gewisse Eigenständigkeit und Identität zu erreichen.
Stadtmorphologisch ist der Ort geprägt durch eine sehr heterogene Quartierstruktur mit historisch bedingten verschiedenen Wohntypologien. Darunter sind Bauten wie die 1959 erbaute Wohnsiedlung Bernerstrasse, die Hochhäuser Bändlistrasse aus dem Jahr 1965, die Wohnsiedlung Werdwies von 2005 oder raumprägende Infrastrukturen wie die Europabrücke, die Kläranlage Werdhölzli, die Autobahn und Sportanlagen zu finden.
Aufgrund der Forderung, im Erdgeschoss zwei Kinderkrippen für SIKA-Mitarbeitende mit Familie und in den oberen Geschossen Kleinwohnungen für Expats zu realisieren, wurde ein Grundmodul entwickelt, das vertikal aufeinandergestapelt und im Grundriss versetzt angeordnet, beziehungsweise gestaffelt ist. Diese Staffelung erzeugt in der Fassade eine ruhige und gleichwohl spannungsvolle Rhythmisierung des Baukörpers, der durch das natürliche Licht- und Schattenspiel gestärkt wird.
Die volumetrischen Staffelungen ermöglichen zudem eine ideale Besonnung und Ausblick in die Grünräume. Die übergreifenden und mit Brüstungen versehenen Balkone verbinden die verschiedenen Fassadenfluchten. Rückseitig reagiert der Baukörper auf das Fabrikareal mit einer flächigen Lochfassade und einer leichten Verspieltheit in der Anordnung der Fensteröffnungen.
Im Erdgeschoss entsteht durch die klare und einfache Gebäudestatik – basierend auf dem Modulsystem in den Obergeschossen – eine Dreiteiligkeit, die der grossräumigen Kinderkrippennutzung einerseits und den Eingangs- und Nebenraumbereichen andererseits entgegenkommt.
Die Materialität und Farbgebung der Gebäudehülle nimmt Bezug auf die Gebäude im Quartier. Die Fassade besteht – im Gegensatz zu den glatten Fensterleibungen – aus weiss gestrichenem, leicht ins Hellblaue tendierendem mineralisch körnigem Putz. Die Holz-Metall-Konstruktion der Fenster ist in bronzefarbiger Tonalität gehalten, ebenso die Fensterbänke und die runden metallenen Balkonstützen. Die weinroten Storen harmonieren mit dem Bronzeton und dem gebrochenen Weiss. Das überhöhte Erdgeschoss ist mit einer grün-bläulichen Keramikplatte verkleidet und betont die Eigenständigkeit der Kinderkrippe.
Situation
Erdgeschoss
Regelgeschoss
Attika
Schnitt
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