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Die Covid bedingte Unsicherheit und Fremdbestimmtheit ist für Schüler*innen besonders belastend. Familien stehen vor grossen Herausforderungen, besonders wenn nebst der ungewissen Situation noch materielle Sorgen aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit dazukommen. Kinder nehmen solche Familiensorgen wahr und übernehmen sie. Der soziale Kontakt mit Gleichaltrigen ist seit Monaten stark eingeschränkt, der Kontakt mit elektronischen Kommunikationsmitteln kann dies nur bedingt ersetzen, im Gegenteil, oft birgt der erhöhte Medienkonsum neue Probleme.
Schüler*innen, welche sich in einer entscheidenden Schulphase befinden (Schulübergänge), stehen aufgrund der unsicheren Arbeitsmarktsituation zusätzlich unter Druck. Die Herausforderungen auf der psychiatrisch-medizinischen Ebene mit komplexen Belastungssituationen nehmen zu, der Schulpsychologische Dienst kann die rasche Versorgung nur bedingt gewährleisten, die Schulsozialarbeit verfolgt andere Ziele in ihrer Disziplin.
In diesem Zusammenhang stellt die Interpellantin dem Bundesrat folgende Fragen:
1. Teilt der Bundesrat die Empfehlungen der Covid-Taskforce zur Vorbeugung psychischer Probleme? https://sciencetaskforce.ch/policy-brief/die-psychischen-folgen-der-covid-19-pandemie-in-der-schweiz/
2. In welchem Ausmass haben psychologische und psychiatrisch-medizinische Probleme bei Schüler*innen während der Pandemie zugenommen?
3. Welche konkreten Massnahmen sind aus Sicht des Bundesrates in Schulen notwendig, um den Stresslevel der Jugendlichen zu reduzieren?
4. Welche dieser Massnahmen werden bereits umgesetzt?
5. Welche Massnahmen zur Früherkennung psychischer Probleme bei Schüler*innen wurden bisher angewendet?
6. Inwiefern wurde die präventive Zusammenarbeit von Institutionen mit den Schulen verstärkt?
7. Welche konkreten Massnahmen sieht der Bundesrat zur Entlastung von alleinerziehenden Personen vor?