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Portraitierte Baumartige Einkeimblättrige im Botanischen Garten
Einführung
Einkeimblättrige Pflanzen (Monokotylen) sind Blütenpflanzen mit nur einem Keimblatt. Meistens sind es mehrjährige krautige Pflanzen, es kommen jedoch auch baumförmige Formen wie z.B. Palmen vor. Diese unterscheiden sich aber markant von den „normalen“ Bäumen, bei denen in den Stämmen eine mantelförmige Wachstumsschicht, das Kambium, vorhanden ist. Diese Wachstumsschicht bildet nach innen und aussen neue Zellen und ist so für das Wachstum in die Dicke, das sekundäre Dickenwachstum des Stammes, verantwortlich. Im Laufe der Evolution war das wichtig für die Bäume um weitere Stabilität aufzubauen. Monokotylen haben jedoch kein solches Kambium in ihren Stämmen, weshalb in der Regel kein sekundäres Dickenwachstum möglich ist. Baumförmige Monokotylen wie zum Beispiel Palmen zeigen aber ein massives primäres Dickenwachstum. Hier befindet sich die Wachstumsschicht an der Sprossspitze und bildet Zellen entlang der Wuchsrichtung als auch senkrecht dazu. Dadurch wird die maximale Breite des Stammes schon wenige Millimeter hinter der Sprossspitze festgelegt. Der Palmenstamm erreicht seinen endgültigen Durchmesser daher schon als Jungpflanze.
David Tanno und Franziska Rölli