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Verwandte Songs (related songs)
Song «Oh Well, Part 1» von Fleetwood Mac.
Fakten
Veröffentlichungsdaten: 1969 09 (Single), 1970 (Album US)
Label: Reprise RS 27000, Reprise RS 6368
Songwriter Peter Green
Produktion: Mike Vernon & Fleetwood Mac
Genre: Rock - Progrock, Rock - Bluesrock - Psychedelicbluesrock, Rock - Hardrock
Annotationen
«Oh Well» war neben Albatross der grösste Hit von Fleetwood Mac in der Zeit mit Peter Green. Der Song ging im UK auf Platz 2, in den Neiderlanden auf Platz 1 und sogar in der Schweiz auf Platz 6.
Struktur
«Part 1» und «Part 2» sind völlig unabhängig voneinander. Die Stücke heissen gleich, aber haben keine musikalischen Gemeinsamkeiten. Insofern ist «Oh Well» eine Suite von zwei Stücken. wobei der zweite unbekanntere Teil mehr als doppelt so lang ist wie der erste. Der zweite Teil klingt nach Filmmusik im Stil von Ennio Morricone. Part 1, ein stop-and-go Stück, basiert auf einem Blues- und zwei Hardrock-Riffs, die hintereinander geschaltet sind und von beiden exzellent zusammen spielenden Gitarristen Peter Green und Danny Kirwan gespielt werden. Die Verses – falls es sich um solche handelt – werden a-cappella gesungen, abgesehen vom punktuierten Cowbell Spiel von Schlagzeuger Mick Fleetwood.
Der Titel «Oh Well» wird im A-Teil am Ende des Blues-Riffs gesungen, just vor dem Hardrock-Riff. Man kann sich fragen, ob dadurch der A-Teil der Chorus einer Simple Verse-Chorus Struktur sei.
Varianten
Es gibt mindestens vier Varianten des Songs:
– zwei verschieden lange Single-A Versionen, «Oh Well, Part 1», entweder ohne (Dauer: 2:22) oder mit Coda bestehend aus einem Teil des «Part 2» (Dauer: 3:22) – der Youtube-Stream
– Oh Well, Part 2, die B-Seite der Single (Dauer: 5:39)
– die lange Version auf der amerikanischen Ausgabe des Albums Then Play On (Dauer: 8:56) – diese Version umfasst «Part 1» und «Part 2», die sehr unterschiedlich sind!
Die lange Version ist durch aneinanderfügen von Part 1 (lang) und «Part 2» entstanden. Man kann das als ein Fehler sehen. Da die Coda der langen Single-Version mit dem Anfang von «Part 2» identisch ist, wird dieser Anfang in der langen Version zwei Mal gespielt.
Stilistische Ambivalenz
«Oh Well» ist ein stilistischer «Hotch-potch», was typisch für die postpsychedlische britische Rockmusik ist. Der Blues gleitet mühelos in Heavy- oder Hardrock hinüber und das Stück endet mit einem langezogenen Progfolk-Teil. Es wird kein bestimmtes Genre bedient, vielmehr bleibt die Nummer ambivalent, ist Bluesrock, Hardrock und Progfolk zugleich.
Bemerkenswert ist «Oh Well, Part 2» mit seinem kammermusikalischen Arrangement aus Blues-Gitarren, Cello und Flöte. Der Teil ist sparsam arrangiert und besteht selbst aus mehreren Teilen: Zuerst ein Duo mit akustischer und Reverb-verhangener elektrischer Gitarre. Die akustische Gitarre spielt eine Figur, deren Länge variiert. Die Flöte begleitet die akustische, das Cello die elektrische Gitarre. Das Arrangement nimmt etwas von der späteren Musik von Mike Oldfield vorweg. Nach dem Finale des ersten Teils von «Part 2» gibt es einen langen Break, bevor der zweite Teil einsetzt. Dieser ist eine Duo zwischen akustischer Gitarre und Cello. Der dritte Teil ein Trio zwischen Gitarre, Schlagzeug und Cello. Im vierten Teil, der Coda, kommen Flöte und Piano kurz zurück – das Piano für eine Picardische Terz.
Lyrics
Die Lyrics sind aus einer brutal aufrichtigen Position verfasst. Sie sind ein gutes Beispiel für den Sardonismus in der Rockmusik. Zuerst spricht das lyrische Ich über sich selbst und beschreibt schonungslos eigene Schwächen. Dann wird ein Adressat angesprochen und davor gewarnt, sich überheblich zu wähnen Die grossartigen Zeilen
But don't ask me what I think of you I might not give the answer that you want me tolässt durchblichen, dass die angesprochene Person ebenso schonungslos abgekanzelt würde. Die zitierten Zeilen sind der Refrain beider Verses.
«Oh Well» lässt sich mit «Na ja» oder «Tja» wiedergeben. Man setzt dieses Ausdruck in einem Gespräch als verbalen Seufzer ein, um eine skeptische Anerkennung der Situation oder des Gesagten auszudrücken. Ein «so ist es eben», eine typisch sardonische Interjektion!
Intertextualität
Das Riff erinnert entfernt an Baby Please Don't Go (ohne den Walking-Bass). Das Stop-and-Go-Spiel wird von JimmyPage in Black Dog aufgenommen.
Links
– Dave Simpson: How to play like Peter Green - Episode 8 - Oh Well Part 1 (Youtube, 15.6.2018)
Personen und Querverweise
Lyrics
I can't help about the shape I'm in I can't sing I ain't pretty and my legs are thin But don't ask me what I think of you I might not give the answer that you want me to Oh Well Now when I talk to God you know he understands He said stick by me and I'll be your guidin' hand But don't ask me what I think of you I might not give the answer that you want me to Oh Well Deutsche Übersetzung Ich kann nichts für meine Verfassung: Kann nicht singen, bin nicht hübsch und meine Beine sind dünn Aber frag mich nicht, was ich von dir halte Möglicherweise gebe ich nicht die Antwort, die du von mir erwartest Na ja Wenn ich jetzt mit Gott spreche, weißt du, dass er es versteht Er sagte, bleib bei mir und ich werde deine führende Hand sein Aber frag mich nicht, was ich von dir halte Möglicherweise gebe ich nicht die Antwort, die du von mir erwartest Na ja