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Borstgras wird von Rindern ungern gefressen. In einem Langzeitversuch auf 1950 m ü. M. werden die Einflüsse von neun Düngungsverfahren auf den Ertrag und die botanische Zusammensetzung eines Borstgrasrasens untersucht. Eine deutliche Ertragssteigerung und eine agronomische Verbesserung des Bestandes konnten durch eine mässige Düngung mit verrottetem Mist, verrottetem Mist plus Gülle oder mineralischem PK-Dünger kombiniert mit Kalkung erreicht werden. Im Verfahren mit verrottetem Mist und Gülle wurde der Borstgrasanteil gegenüber der Kontrolle fast halbiert. Dies zeigt das Potenzial von Hofdüngern, die agronomische Qualität von Borstgrasbeständen zu verbessern. Die Düngung mit stark verdünnter Vollgülle oder nur mit PK hat den Ertrag und den Bestand kaum verbessert. Die Anzahl Pflanzenarten wurde durch die mässige Düngung nur in zwei Verfahren signifikant reduziert. Dennoch wurden mehrere Arten magerer Standorte, die in der ungedüngten Kontrolle vorkamen, in den gedüngten Verfahren nicht gefunden. Agronomisch sowie ökologisch ist es deshalb sinnvoll, die auf der Alp limitiert vorhandenen Hofdünger bevorzugt auf den produktionstechnisch besten Flächen einzusetzen.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.