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Burgruine auf einem Felssporn nördlich über St. Wolfgang (Gem. Balsthal, SO). Die Anlage ist in zwei Kernbereiche, eine Zwingeranlage sowie Annäherungshindernisse gegliedert. Der westl. Kernbereich wird von einem runden Hauptturm dominiert, im östl. Bereich stecken die ältesten Teile, die Fundamente eines trapezförmigen Wohntraktes. Es fanden sich Reste einer Kapelle und mehrerer Ökonomie- und Wohnbauten. Im Vorgelände liegen neuzeitl. Gartenterrassen und Spuren einer Geschützbastion. Die Anfänge der Burg reichen wohl ins 11. Jh. zurück, ein eigener Adel ist nicht sicher bezeugt. Ab dem späten 12. Jh. war N. im Besitz der Frh. von Bechburg, 1374 Lehenshoheit der Gf. von Frohburg und des Bf. von Basel. Wegen Landfriedensbruch von Henmann von Bechburg wurde die Burg belagert und teilweise zerstört. Die wiederhergestellte Burg verpfändete dieser 1380 an Rutschmann von Blauenstein. Dessen Sohn Hans verkaufte N. 1402 an Solothurn. Bis 1798 diente die Burg als Landvogteisitz für das Amt Falkenstein und wurde um- und ausgebaut, bis sie während der Helvet. Revolution zerstört wurde. 1938-39 konnte N. freigelegt und konserviert werden.
Literatur
– W. Meyer, Burgen von A bis Z, 1981, 210-213
Autorin/Autor: Werner Meyer