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Jahresbericht 2019
Nach den Rekordmengen in den Jahren 2017 und 2018, wurden im 2019 mit 5'596 Tonnen Trockengut noch eine grössere Menge Trockenwürfel produziert. 102 Tonnen mehr als 2017 und 22% mehr als im 5-Jahres-Vergleich. Dank gutem Wetter wurden wieder einmal eine grössere Menge Gras getrocknet. Besonders war sicherlich auch die Trocknung von einer beachtlichen Menge an Zuckerrübenschnitzel und ein neuer Rekord bei den Betriebsstunden, mit 1'869 Stunden.
Klima
Nach einem schneereichen Winter blieb es im Frühling lange trocken. Ende April gab es dann eine Regenwoche, gefolgt von Schnee am 5. Mai. Die Frühlingstemperaturen lagen im Durchschnitt. Der Sommer 2019 war der drittwärmster seit Messbeginn. Die anhaltende Wärme im Juni und Juli mündete in zwei längere Hitzewellen mit einem täglichen Temperaturmaximum von mindestens 30°C. Im Gegensatz zum extrem warmen und extrem trockenen Sommer des Vorjahres, erhielten in diesem Sommer viele Gebiete ausreichend Niederschlag. Der September war generell niederschlagsarm, dafür war der Oktober niederschlagsreich. Sodass es im Oktober teilweise zu Produktionsunterbrüchen kam, da die Äcker wegen zu viel Nässe nicht befahren werden konnten.
Gras
Dank gutem Wetter und dem wüchsigen Frühling wurden vom 25. April bis 17. September 439 Tonnen Graswürfel produziert. Später im Herbst war das Gras trocknen wegen den grossen Maismengen nicht mehr möglich. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 sind dies circa drei Mal mehr Gras. In den letzten 25 Jahren wurde nur noch im 2016 mit 470 Tonnen mehr Gras getrocknet.
Getreide
Über die Sommermonate vom 2. Juli bis am 22. August konnte eine Menge von 522 Tonnen Getreidewürfel getrocknet werden. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 5 Jahre (611 Tonnen), liegen die diesjährigen Mengen 15% unter dem Durchschnitt.
Mais und Kolbenmais
Nach dem letztjährigen Frühstart beim Mais Trocknen Mitte August, startete die diesjährige Ernte wieder wie üblich circa Mitte September. Vom 11. September bis 20. November wurden 3'514 Tonnen Maiswürfel produziert. Vereinzelt gab es Probleme beim Trocknen mit zu grünem, unreifem Mais. Durch das teilweise späte Reifen vom Mais und Produktionsunterbrüche, bedingt durch zu viel Regen, wurde fast bis Ende November Mais getrocknet. Nach den Rekordmengen in den zwei Jahren davor, wurden 2019 immer noch knapp 10% Mehrmengen im 5-Jahres-Vergleich produziert.
Der effektiv bezahlte Durchschnittspreis pro 100 kg Maiswürfel betrug 11.60 CHF. Darin noch nicht berücksichtig sind knapp 10'000 CHF gewährte Späternterabatte, für die Trocknung nach dem 31. Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr sind die 11.60 CHF eine Steigerung von 0.80 CHF/dt. Der Gasverbrauch stieg im Vergleich zu den letzten 5 Jahren um 8 % auf 9.8 m3/dt und die Stundenleistung sank um 8% auf circa 3'200 kg/h. Grund dafür war hauptsächlich der grüne, unreife Mais.
Vom 21. Oktober bis 22. November wurden 535 Tonnen Kolbenmais getrocknet. Circa 25% mehr als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre.
Zuckerrüben
Nachdem vor zwei Jahren 250 Tonnen Zuckerrübenschnitzel getrocknet wurden und letztes Jahr eine Anfrage zu spät Ende Dezember kam, wurde 2019 ein möglicher Bedarf von Seite Schweizer Zucker AG bereits frühzeitig angemeldet. Direkt nach der Maissaison wurde mit der Trocknung am 25. November gestartet. Die Schnitzel hatten in diesem Jahr einen hohen Schmutzanteil. Dadurch litt die Trocknungsanlage an einer überdurchschnittlichen Abnutzung, Störungen und Reparaturen waren die Folge. Die Belastung für die Anlage und die Mitarbeiter war gross und deshalb wurde das Trocknen am 20. Dezember gestoppt.
Insgesamt wurden 586 Tonnen Würfel produziert, wovon 73 Tonnen über die Landi Tannzapfenland direkt von den Landwirten in der Graströchni abgeholt wurden.
Personal
Trocknungsmeister Heiri Zuber führte den Trocknungsbetrieb zusammen mit Beat Baumgartner und Stefan Hasler wie gewohnt souverän durch die Saison. Erneut haben Trocknungsmeister Heiri und sein Stellvertreter Beat an einzelnen Tagen zusammen die Anlage bedient. In der kommenden Saison soll das Weitergeben von Heiri’s Fachwissen nochmals weiter intensiviert werden.
Trocknungsanlage
Infolge von Störungen im Herbst 2018 wurde im Frühling für die Würfelpresse 1 ein neuer Motor eingebaut. Die finalen Einstellungen nach dem Steuerungsumbau am Brenner wurden gemacht und die Waagen wurden erneut geeicht. Im Herbst mussten je ein Gasdruckwächter und ein Temperatursensor ausgewechselt werden. Der von Motoren produzierte Blindstrom wird durch eine Anlage kompensiert und dadurch wird verhindert, dass der Blindstrom zurück ins Netz fliesst. Diese Kompensationsanlage war defekt und generierte Mehrkosten beim EW Sirnach. Die Anlage wird 2020 ersetzt.
Während der Trocknung der Zuckerrübenschnitzel mussten Verschleissteile am Hauptventilator und bei der Würfelpresse mehrmals ausgewechselt werden. Zudem litt das Förderband zu den Silos unter den sehr harten Würfel. Im Jahr 2020 soll der Hauptventilator ersetzt und das Förderband revidiert werden.