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Die argentinische Aussenministerin Susana Malcorra bewirbt sich um den Posten des UNO-Generalsekretärs. Der argentinische Präsident Mauricio Macri hat sie als Nachfolgerin von Ban Ki Moon nominiert.
Würde sie gewählt, wäre sie die erste Frau in diesem hohen politischen Amt seit der Gründung der Organisation im Jahr 1945.
Als Kabinettschefin im engeren Kreis um Ban Ki Moon
Vor ihrer Berufung zur Chefdiplomatin und Aussenministerin von Argentinien war Malcorra schon einmal als hohe Funktionärin bei den Vereinten Nationen tätig: Von 2012 bis 2015 diente sie unter Generalsekretär Ban Ki Moon als Kabinettschefin. Zuvor war sie unter dem Dach der UNO stellvertretende Geschäftsführerin des Welternährungsprogramms und stand, von 2008 bis 2013, der Logistik-Support-Abteilung für Friedenseinsätze vor.
Vor ihrer politischen Laufbahn war die 61-jährige Elektroingenieurin bei Telecom Argentinia, dem nationalen Telefonanbieter, angestellt. Noch vorher hatte sie bei dem amerikanischen IT-Unternehmen IBM gearbeitet.
Viel Konkurrenz, Osteuropa im Vorteil
Susana Malcorra hat zahlreiche Mitbewerber. Unter ihnen Helen Clark, ehemalige Premierministerin von Neuseeland, und Antonio Guterres, Ex-Premierminister von Portugal und ehemaliger UNO-Flüchtlingskommissar.
Weil sich rund ein Viertel der UNO-Mitgliedsländer eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen wünschen, hatte die Vollversammlung empfohlen, weibliche Kandidaten für den höchsten UNO-Posten vorzuschlagen.
Abgesehen davon haben die (bis jetzt sechs) Bewerber aus Osteuropa gute Karten. Gemäss einer informellen Tradition rotieren die UNO-Generalsekretäre nämlich nach Herkunftsregionen. Und zumal noch nie jemand aus dieser Weltgegend das Amt innehatte, könnte einer von ihnen gewählt werden.
Ban Ki Moon tritt am 31. Dezember 2016 offiziell zurück. Bis jetzt haben die Mitglieder der Vereinten Nationen zehn Kandidaten in Stellung gebracht.