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Bundesrat Pascal Couchepin (l) ist am Dienstag (09.11.) in Peking mit dem chinesischen Premierminister Zhu Rongji (r.) und Finanzminister Xiang Huaichang zu Gesprächen zusammengetroffen. Couchepin zeigte sich nach den Unterredungen äusserst zufrieden.Dieser Inhalt wurde am 09. November 1999 - 07:29 publiziert
Bundesrat Pascal Couchepin (l) ist am Dienstag (09.11.) in Peking mit dem chinesischen Premierminister Zhu Rongji (r.) und Finanzminister Xiang Huaichang zu Gesprächen zusammengetroffen. Couchepin zeigte sich nach den Unterredungen äusserst zufrieden.
Premierminister Zhu Rongji hob beim Empfang des Bundesrates im Regierungspalast Zhongnahai in Peking die “positive Entwicklung der Beziehungen zwischen China und der Schweiz” hervor. Der Premierminister erwähnte zudem den “erfolgreichen Besuch von Präsident Jiang Zemin” vom vergangenen März in der Schweiz sowie die zeitweiligen Misstöne. Es gebe manchmal dunkle Wolken. Mit einzelnen Staaten entwickle sich daraus ein Wolkenbruch. Mit der Schweiz sei dies jedoch anders.
Während den Gesprächen mit den beiden chinesischen Staatsmännern brachte Wirtschaftsminister Couchepin unter anderem die Mitgliedschaft Chinas bei der Welthandelsorganisation (WTO) zur Sprache. Es sei notwendig, dass das Reich der Mitte der WTO beitrete, sagte Couchepin, Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD). Der WTO-Beitritt Chinas würde es laut Couchepin auch erlauben, gewisse bilaterale Probleme zu regeln.
Bundesrat Couchepin erklärte, er habe Zusicherungen für die Weiterführung der Wirtschaftsreformen in China erhalten. Er erwähnte zudem das Interesse Pekings an Investitionen im Umweltbereich, insbesondere nach den Hochwassern vom letzten Jahr. Die Schweiz hat in Peking auch die Unterzeichnung eines “Memorandum of Understanding” vorgeschlagen. Der Vorschlag könnte nächstes Jahr während des Besuchs des chinesischen Finanzministers in der Schweiz gut geheissen werden, sagte Couchepin.
Der EVD-Chef machte Zhu Rongji auch auf die Interessen der Schweiz bei der Liberalisierung der Dienstleistungen, insbesondere von Versicherungen und Banken aufmerksam.
Obwohl das geplante Treffen mit dem Präsidenten der Kommission für Planung und Entwicklung, Zeng Peiyan, in letzter Minute abgesagt worden ist, seien in Peking auch die Erwartungen der Wirtschaftsdelegation erfüllt worden, sagte Andres F. Leuenberger, Präsident des Spitzenverbandes von Industrie und Handel (Vorort). Das Ziel sei nicht, Verträge zu unterzeichnen, sondern Türen zu öffnen.
Wirtschaftsminister Couchepin weilt seit Sonntag (07.11.) mit einer gemischten Wirtschaftsdelegation in China. Am Mittwoch (10.11.) reisen der Bundesrat und die Wirtschaftsdelegation nach Shanghai weiter. Auf dem Programm steht unter anderem ein Gespräch mit dem Vize-Gouverneur der chinesischen Volksbank.
SRI und Agenturen
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