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Kigali - Der Sieg von Staatschef Paul Kagame bei der Präsidentenwahl in Ruanda ist von einem Anschlag überschattet worden. Mindestens sieben Menschen wurden nach Polizeiangaben am Abend verletzt, als in der Hauptstadt Kigali eine Granate explodierte.
Zuvor hatte die Wahlkommission mitgeteilt, dass Amtsinhaber Kagame die Wahl am Montag mit 93 Prozent der Stimmen für sich entschieden hat. Unter den Verletzten des Anschlags seien mindestens zwei Kinder, erklärte die Polizei. Augenzeugen sprachen von bis zu 20 Verletzten.
Der Angriff mit einer Granate ereignete sich zur Hauptverkehrszeit unweit des Busbahnhofs. Zwischen Februar und Mai hatte es in Kigali eine Reihe von Attentaten mit Granaten gegeben. Die Behörden hatten aus dem Exil agierende Regierungsgegner für die Angriffe verantwortlich gemacht. Zu den Taten bekannte sich niemand.
Kagame vereinte laut Wahlkommission mehr als 4,6 Millionen Stimmen und damit 93,08 Prozent auf sich. Das am Mittwoch bekannt gegebene Endergebnis entspricht in etwa den von der Wahlkommission am Vortag bereits veröffentlichten Angaben, die auf den Daten aus einem Drittel der Wahlbezirke beruhten.
Kagame hatte sich am Dienstag bereits als Wahlsieger feiern lassen. Der 52-Jährige kann nun sieben weitere Jahre an der Spitze des ostafrikanischen Landes stehen. Gegen ihn waren drei Kandidaten angetreten.
Die von dem Urnengang ausgeschlossene Oppositionspartei Vereinte Demokratische Kräfte hatte Unregelmässigkeiten bei der Präsidentschaftswahl kritisiert. Der frühere Ministerpräsident des Landes, Faustin Twagiramungu, sprach von einem "stalinistischen Ergebnis".
SDA-ATS