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Tipp
Stillen hat viele Vorteile
optimale Nahrungszusammensetzung
optimale Darreichungsform (hygienisch einwandfrei, wohltemperiert, immer verfügbar)
vermindertes Risiko für Durchfall, Mittelohrentzündung und späteres Übergewicht
Vorteile für die Mutter: Raschere Rückbildung, Risikominderung für Brust- und Eierstockkrebs
Förderung der emotionalen Bindung zwischen Mutter und Kind
Tipps für stillende Mütter
- Essen Sie ab der Geburt genügend Fisch, nehmen Sie ein Fischölpräparat.
- Sie müssen nicht von vornherein Lebensmittel weglassen, nur weil Sie denken, Ihr Kind vertrage sie nicht. Wenn es auf etwas Bestimmtes reagiert, können Sie es immer noch vom Menüplan streichen. Gestillte Babys vertragen in der Regel, was ihren Müttern während der Schwangerschaft guttat.
- Solange Sie stillen, sollten Sie nicht extra abnehmen. Purzeln ein paar Kilos von selbst, ist das in Ordnung
- Wahrscheinlich haben Sie manchmal Stimmungsschwankungen und viel mehr Lust auf Süsses.
- Solange Sie stillen, sollten Sie Ihr Multivitamin-Mineralstoffpräparat weiter nehmen. Ihr Bedarf an fast allen Nährstoffen ist erhöht.
- Sind Sie todmüde nach einer strengen Nacht? Beginnen Sie den Tag mit frischen Früchten und viel Flüssigkeit. So kommen Sie rasch wieder auf Touren.
- Trinken Sie genug. Sie benötigen Flüssigkeit, um die Muttermilch zu produzieren, und Sie schwitzen mehr. Aber bitte keine zuckerhaltigen Getränke!
- Essen Sie mindestens fünf Portionen Früchte, Gemüse und/oder Salat pro Tag. Das bekommt Ihrer Figur und Ihrem Vitaminhaushalt.
- Achten Sie auf eine ausreichende Eiweisszufuhr (Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Milchprodukte), diese sättigen besonders gut und lange.
- Konsumieren Sie täglich drei Portionen Milch und Milchprodukte. Milch ist einer der besten Kalziumlieferanten. In den letzten Jahren haben verschiedene Studien den fettverbrennenden Effekt von Kalzium untersucht. Es gibt überzeugende Beweise dafür, dass viel Kalzium zum Essen die Fettverbrennung direkt nach einer Mahlzeit, vielleicht sogar für den ganzen restlichen Tag, ankurbelt. Wenn Sie Milch nicht vertragen, greifen Sie zu einem kalziumreichen Mineralwasser.
- Vielleicht stillen Sie gerne im Liegen. Dann können Sie sich etwas erholen und vielleicht gleichzeitig etwas lesen, während das Baby trinkt. Kaufen Sie sich ein gutes Stillkissen. Es wird Ihrem Baby auch nicht schaden, wenn Sie während des Stillens mal fernsehen. Hauptsache, es geht Ihnen gut dabei und Sie können etwas entspannen.
- Gönnen Sie sich immer wieder etwas Gutes für sich allein (Schaumbad, Coiffeurbesuch, Mittagsschlaf, Lesen). Je besser es Ihnen als Mutter geht, umso weniger essen Sie über Ihr Bedürfnis.
Tipp
Rund um den Milcheinschuss und das Stillen ist es sehr wichtig, dass keine Brustentzündung auftritt. Achten Sie darauf, dass die Milchdrüsen gleichmässig geleert werden, allenfalls mit sanftem Ausmassieren und mit einem Wechsel der Stillposition. Immer gut: Ein Vorrat an Magerquark im Kühlschrank. Damit lassen sich hervorragend kühlende und entzündungshemmende Quarkwickel machen, die gereizte Brustregionen kühlen: Quark auf Gazewindel streichen, einschlagen, so lange auf der Brust belassen, bis der Quark warm wird.
Bevor Sie bei Stillproblemen aufgeben, suchen Sie professionelle Hilfe. Wenden Sie sich zum Beispiel an Stillberaterinnen (www.stillen.ch). Weitere Informationen zum Stillen finden Sie bei Stillförderung Schweiz.
Stillen in der Öffentlichkeit
- Suchen Sie sich unterwegs rechtzeitig, bevor es akut wird, einen Platz, an dem Sie möglichst in Ruhe stillen können. Fragen Sie im Restaurant, ob Sie sich irgendwohin zurückziehen können. Je familienfreundlicher der Ort, umso akzeptierter ist das Stillen (Spielplatz, Familienhotel oder -restaurant, siehe z. B. mamamap.ch). Auch immer gut: Stillen in der freien Natur, im Wald, auf einer Wanderung an einem ruhigen Plätzchen.
- Überlegen Sie sich vor dem Verlassen des Hauses, welche Kleidung für das Stillen unterwegs am zweckmässigsten ist. Ungeeignet sind ganze Kleider; alles, was zweiteilig ist, insbesondere Blusen, eignet sich besser.
- Das Tragetuch, eine Jacke oder eine Gazewindel können als Sichtschutz dienen.
- Nehmen Sie beim Stillen, aber auch beim Wickeln, Rücksicht auf das Empfinden anderer Menschen, die vielleicht keine nackte Haut sehen möchten.
- Ihr Baby trinkt am ruhigsten, wenn auch Sie entspannt und ungestört sind und sich nicht noch dafür rechtfertigen müssen, weil Ihnen jemand reinredet.