Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03156.jsonl.gz/1306

Aufgabe 1
Lesen Sie den untenstehenden Text zur Wissensauffrischung.
Verbrennungen
Die Haut eines Erwachsenen bedeckt durchschnittlich eine Oberfläche von 1,5-2 Quadratmetern. Sie besteht aus mehreren Hautschichten: Der Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Diese erfüllen verschiedene Aufgaben wie Schutz vor der Umgebung, Regulation des Flüssigkeitshaushalts und Wärmeregulation. Wird die Haut durch lokale Hitzeeinwirkung beschädigt, entstehen Verbrennungen. Je mehr Hautschichten betroffen sind, desto hochgradiger die Verbrennung und entsprechend gravierender die Folgen. Die Verbrennung ersten Grades betrifft nur die Oberhaut. Ist die Verbrennung zweiten Grades, sind Oberhaut und Lederhaut betroffen. Sind alle drei Hautschichten verbrannt, liegt eine Verbrennung dritten Grades vor. In der Schweiz sind jährlich ca. 70‘000 Personen von Verbrennungen betroffen. 20–30 % davon sind Kinder. Kinder haben – wie ältere Personen auch – dünnere Hautschichten als Erwachsene. Das erklärt, warum die gleiche Hitzeeinwirkung bei diesen Betroffenengruppen zu schwerwiegenderen Verbrennungen führt.
In der Schweiz gibt es drei spezialisierte Verbrennungszentren: Das Universitätsspital Zürich (USZ), das Centre hospitalier universitaire vaudois in Lausanne (CHUV) sowie das Kinderspital Zürich. Insgesamt haben diese für bis zu 15 Verbrennungsopfer Platz. Sind bei einem grösseren Ereignis mehr als 15 Personen betroffen, werden diese gemäss einem nationalen Konzept per Luftweg auf benachbarte Verbrennungszentren im Ausland verteilt.
Eine besonders gefährliche Art von Verbrennung entsteht beim Einatmen von heissen Gasen. Dabei können die Atemwege verbrannt werden, in der Folge anschwellen und die Atmung verunmöglichen. Diese Gefahr besteht auch, wenn die Haut am Hals rundherum verbrannt wird.
Verbrennungen sollten so schnell wie möglich mindestens zehn Minuten mit lauwarmen Wasser gekühlt werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist bei der Kühlung von grossen Verbrennungen jedoch Vorsicht geboten, damit keine Unterkühlung provoziert wird. Denn: Am Ort der Verbrennung sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage, den Wärmehaushalt zu regulieren und dementsprechend gefährdet, auszukühlen.
Für die Abschätzung des Verbrennungsausmasses bei kleineren Verbrennungen eignet sich die Handflächen-Regel: Die Handfläche des Betroffenen ohne Finger entspricht in etwa 1 % seiner Körperoberfläche.
Aufgabe 2
Schätzen Sie den Schweregrad der drei vorliegenden Verbrennungssituationen ein. Leiten Sie
daraus die angezeigten Massnahmen ab.