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Erstklassige Radfahrer werden die "Züri Metzgete" vom Sonntag (26.08.) bestreiten: Die meistgenannten Favoriten heissen Erik Dekker (Ho), Jan Ullrich (De) und Francesco Casagrande (It). Schweizer Hoffnungsträger ist Oscar Camenzind.Dieser Inhalt wurde am 23. August 2001 - 15:29 publiziert
Im Jahr 2000 hatte Laurent Dufaux nach einem grandiosen Finale die besten Rennfahrer der Welt in die Schranken gewiesen, auf der Ziellinie auch Ullrich und den damaligen Weltranglisten-Ersten Casagrande. Dufaux verbuchte zugleich den ersten Schweizer Sieg seit Beat Breu (1981).
Dieses Jahr will auch Oscar Camenzind vorne mit dabei sein. Mit der Lombardei-Rundfahrt (1998) und Lüttich-Bastogne-Lüttich hat der Schwyzer bereits zwei der ganz grossen und schweren Rennen für sich entschieden.
Die Schweizer Elite ist fast vollzählig am Start. Es fehlt einzig Fabian Jeker, der Sieger der Portugal-Rundfahrt. Dufaux wird sich im Herbst seiner Karriere bemühen, mit der Startnummer 1 eine würdige Figur abzugeben. Mit dabei sind zudem die Brüder Markus und Beat Zberg. Für das deutsche Team Coast sind mit Niki Aebersold, Mauro Gianetti, Rolf Huser und Alex Zülle gleich vier Schweizer gemeldet.
Vorentscheidung im Weltcup?
Im achten der insgesamt zehn Weltcup-Rennen trachtet Leader Erik Dekker danach, auf den knapp 250 km mit gut 3'500 Höhenmetern eine Vorentscheidung im Weltcup herbeizuführen. Auf den drittklassierten Weltmeister Romans Vainsteins (Lett) hat der Holländer schon jetzt 83 Punkte Vorsprung.
Der Gesamtzweite Erik Zabel, in diesem Jahr als einziger Fahrer in zwei Weltcup-Rennen siegreich, startet in Zürich nicht und hat auch die Titelverteidigung in der Jahreswertung abgeschrieben.
In die Bresche von Zabel könnte Ullrich springen. Der Olympiasieger war in Zürich schon zweimal Zweiter (1997 und 2000). Zudem ist er nach der Tour de France meistens besser in Form als zuvor.
Strecke unverändert
Der Parcours erfuhr gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung. Die "Züri-Metzgete" ist das einzige Rundstrecken-Rennen im Weltcup, insgesamt sechsmal sind die Fahrer auf der Zielanlage an der Bellerive-Strasse in unmittelbarer Nähe des Bellevue zu sehen. Den Pfannenstiel, das Haupthindernis des Rennens, passieren die Fahrer 17 km vor dem Ziel zum letzten Mal.
swissinfo und Agenturen