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Im 13. Jahrhundert wurde die Bärentraube zum ersten Mal als Heilpflanze in einem englischen Kräuterbuch erwähnt. Seit jeder Zeit ist bekannt, dass ihr Geheimnis nicht in den Früchten, sondern in ihren starken Blättern steckt. Die enthaltenen Stoffe wirken antibakteriell und helfen bei den ersten Anzeichen von Harnwegserkrankungen.
Die Bärentraube ist zum Einen mit dem Heidekraut, zum Anderen mit der Preiselbeere, der Blaubeere und den Cranberries verwandt. Die Beeren der Bärentraube sind allerdings mehlig und schmecken, im Gegensatz zu ihren bekannteren Familienmitgliedern, für den Menschen eher fad. Für Bären allerdings sind die Früchte eine Delikatesse.
Der immergrüne Halbstrauch wächst flach über dem Boden mit weit herumkriechenden Ästen. Von Mai bis Juni trägt die Pflanze glockenförmige, weisse oder rötliche Blüten, aus denen später scharlachroten Früchte werden. Den Unterschied zwischen Bärentraube und Preiselbeere erkennt man an den Blättern: Bärentraubenblätter sind lederartig und auf der Unterseite netzadrig gezeichnet, die Preiselbeere hat dagegen gepunktete und am Rand zurückgerollte Blätter.
Bärentraubenblätter enthalten neben ätherischen Ölen eine grosse Menge an Gerbstoffen, vor allem Arbutin, das im menschlichen Körper zu Hydrochinon und Methylhydrochinon umgewandelt wird. Diese beiden Stoffe töten in den Harnwegen Bakterien und Pilze ab und wirken dabei antiseptisch und harntreibend. Interessant ist der Wirkungsmechanismus dieser Gerbstoffe. Sie führen nämlich dazu, dass Bakterien nicht mehr an der Blasen- und Nierenwand anhaften können und einfach ausgeschwemmt werden.
Die Pflanze ist daher ein wirksames Mittel bei Blasen- und Nierenbeckenentzündungen. Die Kombination von pflanzlichen Blasentabletten, Nieren- Blasentee und einem Schmerzmittel ist sinnvoll. Oft kann damit sogar der Einsatz von Antibiotika vermieden, bzw. Rezidiven vorgebeugt werden.
Präparate mit Bärentraubenblättern sind in Kombination mit anderen Heilpflanzen als Dragées oder Tropfen zum Einnehmen in Ihrer Apotheke erhältlich. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.