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Die bernische Regierung soll prüfen, was sie gegen hohe Löhne bei staatsnahen Betrieben wie der Energieversorgerin BKW unternehmen kann. Das Kantonsparlament hat vier Vorstösse mit diesem Auftrag diskussionslos angenommen.
Die Regierung widersetzte sich den zu Postulaten abgeschwächten Vorstössen nicht. Sie hatte bereits von sich aus eine Auslegeordnung zu den Löhnen und Vergütungen von Kaderleuten und Verwaltungsratsmitgliedern versprochen. Konkrete Massnahmen will sie wiederum dem Grossen Rat vorlegen.
Happige Lohnerhöhung für Suzanne Thoma
Auslöser für die Vorstösse war der Geschäftsbericht 2018 der BKW. Ihm war zu entnehmen, dass die BKW-Chefin Suzanne Thoma im vergangenen Jahr etwas über zwei Millionen Franken verdiente, rund 700'000 Franken mehr als im Vorjahr. Die Konzernleitung insgesamt erhielt 5,67 Millionen Franken nach 4,82 Millionen im Vorjahr. Der Verwaltungsrat wurde mit insgesamt 932'000 Franken nach 888'000 Franken im Vorjahr entlöhnt.
«Masslose Entwicklung»
Die vier Vorstösse bezeichnen diese Entwicklung als «Vergütungsexzesse», «masslos», «nicht gerechtfertigt» und «nicht nachvollziehbar». Sie kommen sowohl aus dem linken wie aus dem rechten politischen Lager. Das Spektrum der Forderungen reicht von Guidelines zur Vergütungspraxis bei der BKW bis zu einer Lohnobergrenze bei staatsnahen Betrieben.
Die Kantonsregierung hatte die Entwicklung der Saläre der obersten BKW-Spitze bereits früher als problematisch bezeichnete. Sie verzichtete aber an der BKW-Generalversammlung darauf, den Vergütungsbericht abzulehnen. Dies, nachdem die BKW-Spitze bekannt gab, sie wolle das heute gültige Entschädigungsmodell von sich aus überprüfen.