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Effingen
Römische Strasse am Bözberg
Der Pass über den Bözberg ist seit jeher einer der wichtigsten Bergübergänge des Juras. Heutzutage ist es eine wichtige Verbindung zwischen Basel und Zürich, die Strasse war aber schon in der Antike von grosser Bedeutung.
Der Bau der Strasse, welche teilweise direkt aus dem Kalkfelsen gehauen wurde, war eine kostspielige und zeitintensive Arbeit. Diese Art, Strassen zu bauen war eine spezifisch römische Praxis und wurde im Mittelalter nicht fortgeführt. Dies und die Funde von römischen Münzen sprechen dafür, dass dies die Strasse war, die die Römer zum Überqueren des Bözberges benutzten.
Im Römischen Reich verband der Pass Augusta Raurica mit dem Legionslager in Vindonissa und war somit ein wichtiger Verbindungspunkt zwischen den gallischen Provinzen und der Provinz Raetia.
Nachrömische Nutzung und Karrgeleise
Auch nach dem Zerfall des Römischen Reiches wurde der Bergübergang weiterhin benutzt. Zahlreiche Funde von Hufeisen deuten auf eine besonders intensive Nutzung bis ins 13. Jahrhundert hin.
Die in den Fels eingegrabenen Karrgeleise, welche auf einigen Strecken der Strasse zu sehen sind, stammen vermutlich nicht aus römischer, sondern aus späterer Zeit. Sie wurden nicht künstlich, d.h. absichtlich in den Fels gehauen, sondern sind vielmehr durch jahrhundertelange Nutzung, vor allem beim Bremsen hangabwärts, entstanden. Die Geleise halfen den Karrenführern bei der Talfahrt und verhinderten, dass diese vom Weg abkamen.
Die Strasse und die Geleise sind einbahnig. Damit zwei Karren kreuzen konnten gab es Ausweichstationen. Als die Strasse zunehmend abgenutzt war, wurde im 16. Jahrhundert eine neue Strasse auf der anderen Talseite gebaut.
Besucherinformationen
Die römische Strasse führt von Neustalden am Bözbergpass durch den Wald nach Effingen.