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Zeitabschnitte:
Frisurengestaltung von 1900 bis 1999
Um die Jahrhundertwende liessen sich einzelne Frauen erstmals die Haare «kurz» schneiden. Bisher war das Wachsenlassen und bestenfalls das «Spitzenschneiden» üblich.
Mit Pomade und Lack wurden die ersten «kleinen» Köpfe der «Emanziperten» gestaltet. Die Damenfrisuren gehobener Schichten bestanden bisher aus den kunstvoll ondulierten und drapierten eigenen langen Haaren und allfälligem Beiwerk (Haarteile, Schmuck, Federn); zum Ausgang trug man den obligaten Hut.
Im Gefolge des Ersten Weltkriegs setzte sich das Haarschneiden bei vielen Frauen durch (Bubikopf). Das Ondulieren und Wasserwellen der Haare wurde Allgemeingut, Dauerwellen waren noch selten und auf städtische Bereiche begrenzt.
Das Ansprechen der Frau im Zeitraum des Zweiten Weltkriegs als eigenständige Bevölkerungsgruppe und nicht nur wie im Ersten Weltkrieg als Aushilfskraft brachte zwangsweise verschiedene Verhaltensdirektiven. Diverse «Modevorbilder» wurden allseitig propagiert und erstmals breitesten Kreisen vertraut gemacht.
Die französische Lockenfrisur und die deutschseits lancierte Olympiawelle liessen sich in den darauffolgenden Jahrzehnten in jeglicher Variation wiederfinden.
Mit den verschiedenen Dauerwelltechniken, die laufend verbessert wurden, konnte erstmals eine dauerhafte Krausung des Haares erreicht werden. Allerdings war eine Nachformung mit Wasserwellen notwendig. Aber das Haar bekam Stand und Fülle für längere Zeit.
Um 1950 war gefärbtes Haar nicht mehr allein auf spezielle Berufsgruppen (z.B. Film, Theater) beschränkt, sondern wurde mehr und mehr Allgemeingut. Allerdings bot der Markt nur eine monochrome Farbpalette an.