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Übelkeit: Linderung der Beschwerden
Wie Wissenschaftler laut «sprechzimmer.ch» herausfanden, helfen bei den meisten Frauen weder Medikamente noch alternative Mittel gegen Übelkeit in der Schwangerschaft. Bei den Teilnehmerinnen einer Studie brachten Akupressur und Akupunktur keine Verbesserungen. Elektrostimulation, Ingwer und Vitamnin B6 half nur einigen Frauen. Antihistaminika (Mittel gegen Allergien) und Medikamente gegen Erbrechen (Antiemetika) linderten ebenfalls bei nur wenigen Schwangeren die Übelkeit.
Die Frauen reagierten sehr unterschiedlich auf die Mittel gegen Übelkeit. Jede Frau sollte daher selbst ausprobieren, was ihr hilft. Dazu finden Sie hier ein paar Anregungen.
Frühstück und Sport im Bett machen
Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei Morgenübelkeit, noch im Bett etwas zu essen und zu trinken. Kleine Mengen an Zwieback, Knäckebrot, Brot, Saft oder Tee reichen aus, um die Verdauung anzuregen.
Um den Kreislauf anzukurbeln, können Sie ebenfalls im Bett leicht Übungen wie Velofahren und Beingymnastik machen. Legen Sie sich dazu auf den Rücken, heben Sie Ihre Beine an und treten Sie in die imaginären Pedalen.
Leichte Mahlzeiten einnehmen
Ganz allgemein gilt, dass Sie oft, aber wenig essen sollten, da ein leerer Magen schneller zu Übelkeit führt. Über den Tag verteilt sind etwa 5 bis 6 Mahlzeiten zu empfehlen. Wichtig ist, nicht zu fettig zu essen, sondern leicht verdauliche Speisen zu nehmen. Obst, Gemüse, Milchprodukte wie Joghurt und Getreideprodukte sind leichter verdaulich als ein Schweinebraten. Meiden Sie Gerichte, die bei Ihnen Übelkeit auslösen. Ebenso sollten Sie den Gerüchen dieser Speisen aus dem Weg gehen.
Ausreichend Tee trinken
Trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend Tee, vor allem, wenn Ihnen nicht nur übel ist, sondern Sie auch erbrechen müssen. Trinken ist wichtig, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Probieren Sie verschiedene Sorten aus. Tee aus Melissenblättern, Kamillenblüten, Hopfenzapfen, Schafgarbenkraut, Anisfrüchten, Fenchelfrüchten oder Brombeerblättern kann helfen. Ebenso kann ein Ingwer- oder Pfefferminztee die Beschwerden lindern. Da der Pfefferminztee aber Sod- und Magenbrennen auslösen kann, sollte er nicht zu häufig getrunken werden. Bei manchen Frauen lindert Zitronentee die Beschwerden. Eine Scheibe Zitrone zu essen, kann vielleicht auch schon helfen.
An der frischen Luft bewegen
Manchen Frauen tut die Bewegung an der frischen Luft gut. Ausgedehnte Spaziergänge in der Natur können Wunder bewirken. Sie sollten zudem in der Wohnung und im Büro regelmässig lüften.
Sich Ruhepausen gönnen
Die Umstellung des Körpers zu Beginn einer Schwangerschaft kann anstrengend sein. Gönnen Sie sich Ruhepausen. Schlafen Sie ausreichend oder machen Sie, wenn möglich, auch mal am Tag eine längere Pause und schlafen Sie ein wenig.
Weiterführende Links
- Ernährung während der Schwangerschaft: Die Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung können Sie unter www.sge-ssn.ch herunter laden.
- Welchen Einfluss das Vitamin B6 auf die Übelkeit hat, lesen Sie in einem Artikel unter sueddeutsche.de
- Rezepte für Tees gegen die Übelkeit finden Sie unter pflanzenfreunde.com Eine Absprache mit Ihrem Arzt wird zuvor angeraten.
Text: Angela Zimmerling