Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03317.jsonl.gz/1313

Die französisch-italienische Mezzosopranistin Lea Desandre, geboren 1993 in Paris, sammelte ihre ersten musikalischen Erfahrungen im Kinderchor der Opéra national de Paris und erhielt zwölf Jahre lang Ballettunterricht. Ihr Gesangsstudium führte sie zu Sara Mingardo ans Conservatorio «Benedetto Marcello» in Venedig. 2015 absolvierte sie William Christies Gesangsakademie «Le Jardin des Voix», mit der sie auch bei Lucerne Festival gastierte. Früh gewann Lea Desandre Preise am Grand Théâtre de Bordeaux, beim Festival d’Aix-en-Provence und bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Die «Victoires de la Musique classique» zeichneten sie 2017 als Entdeckung des Jahres und 2021 als Sängerin des Jahres aus. Lea Desandre ist Stammgast bei den Salzburger Festspielen, wo sie 2018 mit Monteverdis L’incoronazione di Poppea debutierte, 2019 in Offenbachs Orphée aux Enfers zu erleben war und 2020/21 die Despina in Mozarts Così fan tutte gestaltete. An der Berliner Staatsoper sang sie den Idamante in Mozarts Idomeneo, in Aix-en-Provence, Zürich, Paris und Barcelona den Cherubino in Le nozze di Figaro. 2022 interpretierte sie beim Festival in Aix den Amor in Glucks Orfeo ed Euridice, im Herbst wird sie an der Opéra national de Paris den Part des Stéphano in Gounods Roméo et Juliette übernehmen. Lea Desandre arbeitete mit Dirigent*innen wie William Christie, Gustavo Dudamel, Laurence Equilbey, Sir John Eliot Gardiner, Emmanuelle Haïm, Joana Mallwitz, Marc Minkowski, Raphaël Pichon, Christophe Rousset und Jordi Savall zusammen. Sie trat in der New Yorker Carnegie Hall, der Londoner Wigmore Hall, im Wiener Musikverein, in der Berliner und der Pariser Philharmonie, im Salzburger Mozarteum und in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles auf. Ihre erste Solo-CD Amazone, die sie mit dem Ensemble Jupiter und Thomas Dunford einspielte, erschien 2021 und war «Editor’s Choice» im Magazin Gramophone.
Juni 2022