Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03636.jsonl.gz/1110

27.11.2023, Bern - Die Schweiz muss sich an der COP 28 in Dubai ehrgeizige Ziele setzen, um die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen: Den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe vor 2040 und eine höhere Klimafinanzierung als bisher. SWISSAID fordert zudem eine rasche Umsetzung des Fonds für Verluste und Schäden zugunsten der Länder im Süden.
«Es ist eine Tatsache: Zusätzliches Engagement ist notwendig, damit die globale Erwärmung von
1,5° C nicht überschritten wird. Industrieländer wie die Schweiz müssen vorangehen», fordert Sonja
Tschirren, Verantwortliche Dossier Klima und ökologische Landwirtschaft bei SWISSAID, im Vorfeld
der UN-Klimakonferenz (COP 28). Im aktuellen Tempo bräuchten die elf am weitesten
fortgeschrittenen Länder 220 Jahre für den Übergang zu einer kohlestofffreien Wirtschaft mit einem
durchschnittlichen Temperaturanstieg von 1,5°C
2023 wird als heissestes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte
eingehen. Hitzewellen, Überschwemmungen, Brände, Hunger, Epidemien: Die Folgen der globalen
Erwärmung für Gesundheit und biologische Vielfalt sind alarmierend, insbesondere in den ärmsten
Ländern des Südens, wo nur geringe Mengen an CO2 ausgestossen werden. 2021 verursachte der
afrikanische Kontinent nur 4% der weltweiten Treibhausgasemissionen aus fossilen Energieträgern.
Europa hingegen emittierte fast doppelt so viel (7,5%) und Nordamerika sogar 16,5%.
Schlechte Noten für die Schweiz
Die Schweiz muss sich mehr anstrengen: Ihr CO2-Fussabdruck beträgt 12 Tonnen pro Kopf und Jahr, während der weltweite Durchschnitt bei 6 Tonnen liegt. Finanzplatz, Importe, Verschwendung: Es gibt zahlreiche Ansatzpunkte, um unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
«Wir müssen unseren eigenen Ausstoss schneller reduzieren, anstatt zu versuchen, ihn in anderen Ländern zu kompensieren oder ihn mit unausgereiften Technologien zu reduzieren», so Sonja Tschirren. «Auf internationaler Ebene muss der schrittweise Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe deutlich vor 2040 erreicht werden und die finanzielle Unterstützung für die ärmsten Länder muss erhöht werden, damit sie sich an den Klimawandel anpassen können.»
Der an der vergangenen COP vereinbarte Verlust- und Schadensfonds, der die Länder des Südens im Umgang mit den Schäden durch den Klimawandel unterstützen soll, muss nun operationell werden. Auch hier kann die Schweiz vorangehen, indem sie zu seiner Umsetzung beiträgt und einen ersten Teil finanziert.
Thaïs In der Smitten
SWISSAID - Medien und Kampagnen
Tel. + 41 (0)77 408 27 65
--- ENDE Pressemitteilung COP 28 - Die Schweiz muss fürs Klima vorwärts machen ---
Über Swissaid
Eine lebenswerte Zukunft für die nachfolgenden Generationen in den Partnerländern und weltweit: Auf dieses Ziel hin arbeiten wir bei SWISSAID tagtäglich.
Wir, das sind 40 Personen in Bern und Lausanne und rund 150 meist einheimische Frauen und Männer vor Ort. Und ganz viele Partnerorganisationen und Gönnerinnen, auf deren Vertrauen wir seit Jahren bauen.
Wir sind ein Team, das sein Bestes gibt, Herausforderungen sucht, mitredet und hinterfragt, aber auch versteht und respektiert. Kurz: Wir wollen erfolgreich sein und aufrichtig. Erfahren Sie mehr über uns.
Das oberste Gremium von SWISSAID ist der Stiftungsrat. Seit 2019 wird er erstmals von einem Co-Präsidium geführt. Bastienne Joerchel und Fabian Molina sind mit dem Stiftungsratsausschuss für die strategische Leitung der Stiftung verantwortlich.
Quellen:
Offizieller News-Partner:
|TOP NEWS - powered by Help.ch

ArboPark: Eröffnung des schweizweit grössten Indoor-Freizeitparks in Arbon ArboPark, 22.02.2024
Sessionsvorschau: Die wichtigsten Geschäfte aus Städtesicht zu Lärm, Abfall und Wohnungen Schweizerischer Städteverband, 22.02.2024
Staatssekretariat für Migration: Ausländerstatistik 2023 Staatssekretariat für Migration SEM, 22.02.2024