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Maurin Rüegg, NLA-Spieler von WaSa, hat mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft an den Unihockey-Weltmeisterschaften in Göteborg teilgenommen. Im Interview blickt er zurück auf ein “Riesenerlebnis”.
Maurin, du bist als Mitglied der US-amerikanischen Nationalmannschaft an die WM gereist. Hast du dir noch kurz einen US-Pass gekauft oder bist du tatsächlich Amerikaner?
Da ich in den USA geboren wurde, habe ich den amerikanischen Pass bekommen und bin somit Doppelbürger. Amerikanisches Blut fliesst aber trotzdem nicht in mir, da meine Eltern beide Schweizer sind.
Mit welchen Erwartungen bist du an die WM gereist?
Ich hatte keine grossen Erwartungen, da ich noch nie mit der Mannschaft gespielt und trainiert hatte. Dennoch erhoffte ich mir natürlich möglichst viel Spielzeit und dass ich mit der Mannschaft ein bisschen für Aufsehen sorgen kann.
Was war es für dich für eine Erfahrung, an diesem Grossanlass dabei zu sein?
Es hat mir unglaublich Spass gemacht, ein Teilnehmer dieses Turniers zu sein. Man fühlte sich für ungefähr zwei Wochen wie ein Profisportler, da sich der ganze Tagesablauf auf Unihockey spielen, Essen und Schlafen begrenzte und die ganze Organisation des Turniers sehr professionell war.
Ihr habt den 11. Platz erreicht, du hast sechs Skorerpunkte erzielt. Zufrieden?
Ja, ich bin sehr zufrieden. Es ist das beste Resultat, dass die US-Nati je an einer WM erreicht hat und für eine erste Weltmeisterschaft bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Natürlich hatten wir im Hinterkopf, den Viertelfinal gegen Schweden zu erreichen, aber die Hürde Norwegen zu schlagen war dafür zu hoch.
Welches war das eindrücklichste Erlebnis in Göteborg?
Neben dem Spiel gegen Norwegen im Scandinavium wird mir wohl mein erstes Spiel im Dress der US-Nati bleiben. Wir hatten ein Testspiel gegen Lerum (zweithöchste Schwedische Liga) vor circa 500 Zuschauern, die alle riesige Freude an unserer Anwesenheit hatten. Es hatte sogar eine Sängerin, die unsere und die schwedische Hymne sang und viele Kinder wollten nach dem Spiel Autogramme von uns, obwohl wir recht deutlich verloren hatten.