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Die Credit Suisse hat in der letzten Finanzierungsrunde fast 100 Millionen Dollar in die Ant Group investiert. Nach Angaben von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, hat die Schweizer Bank für einen möglichen Gewinn gesorgt, denn der chinesische Internet-Gigant steht vor dem Börsengang.
Die Credit Suisse, die häufig bei Geschäften im Imperium von Jack Ma berät, kaufte die Ant-Aktien im Jahr 2018 im Rahmen einer Kapitalaufstockung, bei der das Unternehmen mit 150 Milliarden Dollar bewertet wurde. Damit könnte die Credit Suisse Gewinne aus der bisher nicht bekannt gegebenen Investition erzielen, wenn das Angebot grossen Anklang findet. Laut einer Schätzung von Bernstein könnte Ants Börsenwert bei 210 Milliarden Dollar liegen, das wäre ein 40-prozentiger Anstieg gegenüber der früheren Bewertung bedeutet.
Banken investieren in Tech-Unternehmen
Die Bank plane nicht, ihre Beteiligung zu verkaufen, sagen Insider. Ein Vertreter der Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme ab. Auch Ant lehnte eine Stellungnahme per E-Mail ab.
Damit schliesst sich die Credit Suisse einer wachsenden Zahl von Banken von Goldman Sachs bis China International Capital Corp. an, die in private Unternehmen, insbesondere im Technologiesektor, investieren. Die Investitionen versprechen grosszügige Renditen. Die Credit Suisse hat auch in L&P Cosmetics Co. in Korea und Hero Fincorp Ltd. in Indien investiert.
Ant, das Kronjuwel von Mas Alibaba-Imperium, strebt eine gleichzeitige Doppelkotierung in Hongkong und im STAR-Board der Börse Shanghai an. Die Alibaba Group hält ein Drittel von Ant. Das Unternehmen könnte der Credit Suisse nur die kleinere Rolle des gemeinsamen globalen Koordinators für ihren Börsengang in Hongkong übertragen.
30 Transaktionen abgewickelt
Die Credit Suisse hat im Laufe der Jahre eng mit dem Imperium von Ma zusammengearbeitet und nach Aussagen von Insidern mindestens 30 Transaktionen innerhalb des grösseren Ökosystems von Alibaba abgewickelt. Die Bank hat Alibaba auch bei Akquisitionen im Wert von mindestens 14 Milliarden Dollar beraten, mehr als jede andere Bank, so die von Bloomberg zusammengestellten Daten.
(bloomberg/mlo)