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Gesichtsmasken nähen um Covid-19 zu überleben
Anowara lebt im Camp Rohingya in Cox’s Bazar in Bangladesch und ist Mutter von fünf Kindern: zwei Jungen und drei Mädchen.
Seit Beginn der Pandemie wurden die Orte, wo ActionAid Frauen Unterstützung anbietet, angepasst, um der lokalen Bevölkerung zu helfen und sie zu unterstützen. Anowara besucht diese Orte, die sie «Shanti Khana» nennt und was in der lokalen Sprache «Ort des Friedens» oder Zufluchtsort bedeutet, oft. In diesem Kontext bezieht es sich auf physische Umgebungen, wo Frauen mit anderen Frauen zusammen sein und wo sie sich verstanden und sicher fühlen können.
«Wir haben kein Geld um Masken kaufen zu können und zuerst wusste ich nicht, wie ich sie selbst herstellen kann. Im Shanti Khana können wir die Kinder spielen lassen und wir haben gelernt, Gesichtsmasken zu nähen. Dort habe ich vor drei Monaten gelernt zu nähen. Ich kann die Masken, die ich nähe, tragen und sie auch verkaufen, um etwas Geld zu verdienen, was uns dann ermöglicht zu überleben.» Dank des Geldes, das Anowara mit dem Verkaufen ihrer Gesichtsmasken verdient, kann sie Nahrung für ihre Kinder kaufen und die anderen Familienausgaben decken.
Anowara erhält oft Wasser und Seife, wenn sie zum «Shanti Khana» geht, weil sie kein Geld hat, um diese Dinge für ihren eigenen Haushalt zu kaufen. An diesen sicheren Orte von ActionAid wird der lokalen Bevölkerungdank der Hilfe von Ärzten auch Beratung angeboten betreffend der Vorsichtsmassnahmen, in welchen sie die Wichtigkeit des Social Distancing, des Händewaschen und des Maskentragens erklären.
Diese Massnahmen sind an überfüllten Orten wie dem Camp Rohingya, wo es unmöglich ist, Abstand zu halten, enorm wichtig. Tausende von Personen leben im Camp und haben keine Möglichkeit, Social Distancing zu praktizieren - unter diesen Umständen ist es enorm schwierig für die Flüchtlinge sich selbst schützen zu können.
In Notzuständen sind es die Frauen, die den höchsten Preis zahlen. Aufgrund der Quarantänemassnahmen können die Frauen das Haus nicht verlassen und verlieren dadurch den Anschluss zu ihrem Supportsystem, wie zum Beispiel den direkten Kontakt mit den Nachbarn oder Eltern. In Cox’s Bazar, wie an vielen anderen Orten auf der Welt, haben die Fälle der häuslichen Gewalt bei Frauen und Kindern rasant zugenommen. Allein in Bangladesch wurde im März und April 2020 eine Zunahme von + 983% der sexuellen und häuslichen Gewalt verzeichnet im Vergleich zum selben Zeitraum im 2019 (ActionAid, "Surviving Covid-19", 2020).
Anowara macht sich Sorgen um die Probleme, die ihr Umfeld direkt betreffen, insbesondere der Mangel an Seife, Wasser und Geld, um Nahrung kaufen zu können. Sie ist dankbar für die sicheren Orte von ActionAid, die dank der Grosszügigkeit der Spender von ActionAid geschaffen werden konnten. «ActionAid hat uns sehr geholfen. Dank dem Nähen der Masken konnten wir Geld verdienen. Dank diesem Geld war es möglich für uns, unsere Familie zu unterstützen. Im Namen der ganzen Gemeinschaft in Rohingya möcht ich mich bei ActionAid bedanken. Vielen Dank an ActionAid. Assalamu Alaikum».