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Frankreichs Regierung will in den kommenden Jahren insgesamt 10’000 neue Stellen bei der Polizei und der Gendarmerie schaffen. Die Sicherheitskräfte sollen künftig stärker in Problemvierteln des Landes präsent sein.
Das kündigte Innenminister Gérard Collomb am Donnerstag in Paris bei der Vorstellung seiner Polizeireform an. Mit der Aufstockung löst er ein Wahlversprechen des sozialliberalen Staatspräsidenten Emmanuel Macron ein. «Unsere Sicherheitskräfte werden besser ausgestattet sein», versprach Collomb, der früher Bürgermeister von Lyon war.
Die «Polizei für Sicherheit im Alltag» – wie die neue Einheit heisst – soll zunächst in rund 30 Stadtvierteln getestet werden, die stark von Kriminalität oder Drogenhandel betroffen sind. Diese Quartiere befinden sich nach Medieninformationen in Pariser Vorstädten, in Marseille, Toulouse oder Strassburg.
In Sicherheitskreisen wird regelmässig Unmut geäussert über zu wenig Personal und schlechte Ausstattung. Im Oktober 2016 waren vier Polizisten in Viry-Châtillon bei Paris mit Molotow-Cocktails angegriffen worden. Schlagzeilen hatten auch Berichte über einen Fall von Polizeigewalt in einer Pariser Vorstadt gemacht.
Collomb sagte der Tageszeitung «Le Monde», vor der Reform seien 70’000 Beamte per Fragebogen zu Wort gekommen. Die «Polizei für Sicherheit im Alltag» sei eine Konsequenz dieser Umfrage. Die neue Polizei solle mit den Bürgermeistern, der städtischen Polizei, mit privaten Sicherheitsunternehmen und der Bevölkerung zusammenarbeiten.