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Datum/Zeit:
Datum - 09/01/2020
19:30 - 21:00
Kategorien:
Gibt es Zwecke, die objektiv gegeben sind, unabhängig davon, ob sie jemand als solche wahrnimmt oder für sich setzt?
Die Auffassung, dass die Welt objektiv gegebene Zwecke enthält, wurde v.a. in der Antike z.B. von Aristoteles vertreten. In der Moderne wurde sie jedoch weitgehend aufgegeben und spätestens seit Nietzsche vertreten die meisten philosophischen Positionen (z.B. Postmoderne, Konstruktivismus etc.) die Auffassung, dass Zwecke – so es sie denn überhaupt gibt – eine rein subjektive Angelegenheit sind. Das heisst, Zwecke sind etwas, was jeder Mensch sich selber setzen muss.
Wir gehen der Frage nach, was dafür sprechen könnte, dass es in der Welt doch so etwas wie gegebene Zwecke geben könnte. Daran schliessen sich eine Reihe weiterer Fragen:
Wenn ja, wie können wir diese Zwecke erkennen? Müssten wir davon ausgehen, dass es einen Gott gibt, der diese Zwecke gesetzt hat? Was hätte das für Konsequenzen für unser Tun und Streben? Andererseits: Wenn es keine objektiven Zwecke in der Welt gibt, gibt es dann überhaupt Zwecke? Können wir von subjektiv gesetzten Zwecken ernsthaft sagen, dass es sie „gibt“?
Moderation: Imre Hofmann
Kosten: 20.-/15.-