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Individuum Huhn
Name: Huhn oder Henne (weiblich) Hahn oder Gockel (männlich)
Gewicht: 1-1,5 Kg
Alter: 7-10 Jahre
Nachwuchse: Hennen legen mehrmals im Jahr 5-10 Eier. Sie brüten die Eier 21 Tage aus, dann schlüpfen die Küken, welche der Mutter auf Schritt und Tritt folgen und erlernen so die Verhaltensweisen der Mutter.
Paarungsverhalten: Die Paarung beginnt mit der Balz des Hahns, nach dem Akt, welcher man auch «Stolpern über den Flügel» nennt, läuft die Henne davon.
Sozialverhalten: Die Hühner leben zusammen mit ihrem Hahn in einer kleinen Gruppe von etwa 20 Tieren. Der Hahn beschützt seine Hennen, bringt sie an gute Futterplätze und sorgt für einen sichern Platz zum Schlafen.
Nahrung: Die Tiere verbringen die meiste Zeit mit der Futtersuche und dem Essen. Sie essen Gras, Körner, Würmer, Schnecken, Insekten und manchmal sogar Mäuse.
Köpferpflege: Hierbei baden sie im Sand oder Staub, breiten ihre Flügel aus und schlagen wild damit. Der Hahn jedoch ist oft zu stolz dafür und badet selten.
In Freiheit
In der Nutztierhaltung
Name: Masthuhn, Mastpoulet, Masthähnchen oder Broiler (vom englischen «to broil»)
Gewicht: Bis zu 2 Kg
Alter: 22 bis maximal 46 Tage, die meisten werden jedoch mit 36 Tagen geschlachtet (Bio Masthühner dürfen 63 Tage alt werden)
Nachwuchse: Die Eier werden künstlich befruchtet, und in einem Brutapparat exakt 21 Tage ausgebrütet. Die Küken wachsen ohne Eltern auf.
Paarungsverhalten: Durch die Kreuzung genetisch ähnlicher Tiere entstanden sogenannte Hybride. Diese sind zeugungsunfähig und können sich nicht natürlich fortpflanzen. Die Eier werden aus diesem Grund künstlich befruchtet.
Sozialverhalten: Auf Grund der engen Platzverhältnisse (nicht einmal ein A4 Blatt pro Huhn) kommt es zu Stress und Gedränge unter den Tieren. Schwächere Tiere werden hierbei übertrampelt, verletzt oder sogar getötet.
Nahrung: Das Lichtregime im Stall ist so geregelt, dass die Tiere praktisch ständig essen. Das Futter besteht zu den grössten Teilen aus Weizen, Soja und Mais, sowie weiteren Getreidesorten. Rund 2/3 muss hierbei aus dem Ausland importiert werden.
Körperpflege: Hühnern in der Mast ist es kaum möglich ihrer natürlicher Körperpflege nach zu gehen. Auf Grund der hohen Muskelmasse können sie sich nur schlecht bewegen und auf Grund des geringen Platzes, ist es ihnen nicht möglich mit den Flügeln zu schlagen. Ausserdem finden sie vor allem am Ende der Mast kaum mehr trockene Orte wo sie «Staubbaden» können, da meistens nur zu Beginn der Mast eingestreut wird.