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Obinutuzumab schlägt Rituximab auch im Langzeitverlauf
Die finale Analyse der GALLIUM-Studie belegt: Auch nach median rund acht Jahren verlängert die Chemoimmuntherapie mit Obinutuzumab das PFS von Personen mit unbehandeltem follikulärem Lymphom signifikant im Vergleich zu Rituximab. Wie aus einer explorativen Analyse der GAZELLE-Studie hervorgeht, kann dabei eine Kurzinfusion gerade während der Pandemie von Vorteil sein, hiess es am Jahreskongress 2022 der European Hematology Association (EHA).
Die Chemoimmuntherapie mit Rituximab hat die Prognose von zuvor unbehandelten Patienten mit follikulärem Lymphom signifikant verbessert. Allerdings sind ein Rezidiv oder eine Progression im späteren Verlauf meist vorprogrammiert. Forschende prüften in der Phase-III-Studie GALLIUM, ob der neuere CD20-Antikörper Obinutuzumab bessere Ergebnisse bringt (1).
Grossteil nach sieben Jahren ohne Folgetherapie
Rund 1.200 Personen mit neu diagnostiziertem, behandlungsbedürftigem follikulärem Lymphom von Grad 1–3a wurden 1:1 auf sechs oder acht Zyklen einer Immunchemotherapie mit Obinutuzumab oder Rituximab randomisiert, erinnerte Dr. William Townsend, University College London Hospitals. Die Chemotherapie konnte dabei aus CHOP, CVP (Cyclophosphamid, Vincristin, Prednison) oder Bendamustin bestehen. Studienteilnehmer mit kompletter oder partieller Remission erhielten zwei Jahre lang oder bis zur Progression alle zwei Monate eine Erhaltungstherapie mit dem jeweiligen Antikörper.