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Krisen oder krisenhafte Zustände kommen in jedem Leben vor. Krankheiten, Todesfälle, Rückschläge im Job oder im Privaten sind unvermeidliche Herausforderungen, die alle treffen. Wie der Einzelne mit solchen Ereignissen umgeht, ist ganz unterschiedlich. Die Fähigkeit, mit Problemen und Krisen zurechtzukommen, sich danach wieder aufzurichten und von den Ereignissen zu erholen, nennt die Forschung Resilienz. Dieser Definition steht die Vulnerabilität gegenüber: Damit wird die Verletzlichkeit des Menschen beschrieben, die zu einer höheren Anfälligkeit etwa für psychische Erkrankungen führt. Vulnerabilität ist übrigens nicht das Gleiche wie Hochsensibilität. Menschen mit einer Hochsensibilität sind, so die Definition, zwar besonders empfindsam und empfänglich für kleinste Signale, doch auch sie haben eine individuelle Widerstandskraft, die ihnen hilft, Krisen zu bearbeiten.
Neurobiologen haben herausgefunden, dass es tatsächlich günstige genetische Konstellationen gibt, die für eine Entwicklung von hoher Widerstandsfähigkeit hilfreich sind. Ein Gen, das in einer langen und einer kürzeren Version vorkommt, scheint in der langen Variante dazu zu führen, dass einerseits Stresshormone schneller abgebaut werden und andererseits das Glückshormon Serotonin grosszügig ausgeschüttet wird. Insofern ist die Resilienz in gewisser Weise vorherbestimmt. Dennoch musst du nicht befürchten, mit den Erbanlagen ein wenig „zu kurz“ gekommen zu sein: Die günstige Version der Gene tragen 99,5 Prozent aller Menschen in ihrer DNA.
Die Grundlage aller Forschungen zur Resilienz ist eine berühmte Studie aus den 1950er-Jahren: Auf der hawaiianischen Insel Kauai untersuchte die Forscherin Emily Werner knapp 700 Kinder, die in schwierigen Umständen aufwuchsen. Vierzig Jahre lang begleitete das Experiment seine Probanden und legte den Grundstein in diesem neuen Forschungsgebiet. Um herauszufinden, ob und wie resilient eine Person ist, verwenden Forscher ausgefeilte Fragenkataloge, führen Interviews und beobachten das Verhalten. Das Ziel der Resilienzforschung heute: Erkrankungszahlen reduzieren und den Menschen durch gestärkte Widerstandkraft mehr Selbstentfaltung ermöglichen. Dies erreichen Patienten, wenn ihnen Ängste genommen werden. Die Arbeitswelt verspricht sich von entsprechenden Schulungen erhöhte Produktivität, weil Mitarbeiter lernen, mit Krisen sicherer umzugehen.
Die Eigenschaften, die einen Menschen widerstandsfähig machen, nennt die Forschung Resilienzfaktoren. Diese Faktoren sind in sechs Bereiche unterteilt.
Die frühe Kindheit ist entscheidend für die Widerstandsfähigkeit des Erwachsenen. Doch hat die Forschung herausgefunden, dass auch im Erwachsenenalter diese Stärke noch weiter trainiert werden kann. Akzeptanz und Zuversicht etwa sind Dinge, die wir nicht immer gleich stark empfinden. Sie lassen sich mit passenden Übungen trainieren, ähnlich wie ein Muskel. Der nachhaltige Umgang mit den eigenen psychischen Kräften hilft ebenfalls, denn die Förderung von Resilienz zielt nicht auf „Abhärtung“ ab. Es geht nicht darum, mehr Arbeit oder Stress bewältigen zu können, sondern darum, die eigenen Kompetenzen gezielter einzusetzen und seine Kräfte einzuteilen: Schonung und Aufbau in guten Zeiten, damit du gewappnet bist für schwere Zeiten.
Kinder lernen permanent, von ihrer Umgebung und von allen Menschen, mit denen sie soziale Beziehungen pflegen. Verhaltensmuster und Strategien aus der Familie und von anderen Bezugspersonen werden nachgeahmt und verinnerlicht. Deshalb sind Kinder aus intakten Familien häufig resilienter als solche, die zu grossen Belastungen ausgesetzt sind. Instabile Beziehungen führen häufiger zu erhöhter Vulnerabilität. Umgekehrt heisst das, dass stabile emotionale Bindungen zwischen Eltern und Kindern von hoher Bedeutung für ihre Resilienz sind. Auch Kinder, die eigene Erfahrungen sammeln können und lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, profitieren davon durch erhöhte Widerstandskraft.
Natürlich gibt es keine Garantie. Trotz bester Umstände entwickeln manche Menschen Widerstandskräfte, die nicht zur Bewältigung einer Krise ausreichen, während andere trotz schwieriger Erfahrungen damit zurechtkommen. Hier bekommen individuelle Faktoren eine grosse Bedeutung. Einige Faktoren kannst du beeinflussen. In der Summe gelingt es damit, die Resilienz von Kindern und Menschen im Allgemeinen zu fördern.
Folgende Faktoren tragen zu einer Entwicklung von resilienten Persönlichkeiten bei:
Menschen mit einer histrionischen Persönlichkeitsstörung (HPS) haben starke Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl. Sie machen sich von der Aufmerksamkeit und Bestätigung abhängig, die sie von ihren Mitmenschen bekommen. Sehr typisch ist auch ein theatralisches und dramatisches Auftreten, das sie an den Tag legen, um von anderen beachtet zu werden. Histrioniker vermitteln anderen Personen oftmals das Bedürfnis, im Mittelpunkt zu stehen, und sind sehr verletzlich, wenn ihre Bedürfnisse nicht befriedigt werden. Selbstbezogenheit ist ebenfalls ein charakteristisches Merkmal von Menschen, die unter einer histrionischen Persönlichkeitsstörung leiden. Andererseits können sie verführerisch oder provokant auftreten, um ihre Wünsche durchzusetzen. Erfahre hier mehr zum Thema.
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Dass Kinder unter ADHS leiden, wird häufig schon während der ersten Schuljahre festgestellt. Aber wie äussert sich ADHS bei Erwachsenen? Welche Symptome sind im Erwachsenenalter zu erwarten und wer stellt die Diagnose? Kann ADHS bei Erwachsenen in einer Psychotherapie behandelt werden? Wohin wenden sich die Betroffenen, und gibt es überhaupt Hilfe? Eines ist sicher: ADHS ist ein Krankheitsbild, das nicht nur Kinder und Jugendliche betrifft. Die Aufmerksamkeitsstörung verschwindet nicht. Deine Fragen – wir antworten!
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Hat die Liebe zu einem Partner, der an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leidet, eine Zukunft? Ein Borderline-Syndrom bedeutet ein Leben mit Extremen. Partner oder Angehörige haben es nicht leicht: Mal himmelhochjauchzend und dann wieder zu Tode betrübt, erst vergöttert der Borderliner seinen Partner, im nächsten Moment verachtet er ihn. Für Betroffene ist das eine grosse Herausforderung. Wie schaffst du es, mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung umzugehen und nicht sofort an Trennung zu denken? An welchen Symptomen erkennst du einen Borderliner? Welche Herausforderungen erwarten dich? Wie hat die Borderline-Beziehung eine Chance? Wir geben dir hilfreiche Tipps.
Eine Familie ist ein soziales System mit mehreren Mitgliedern. Durch Konflikte kann es jedoch schnell zu Brüchen innerhalb des Gefüges kommen. Probleme gibt es oft dann, wenn sich in einer Familie einschneidende Änderungen vollziehen. Das können Krankheiten, Todesfälle oder die Wohnsituation sein. In einigen Fällen ist dann eine Familienberatung ein guter Weg, mit allen Familienmitgliedern die Ursachen der Schwierigkeiten aufzuarbeiten und mögliche Lösungen zu finden. Wenn du mit deiner Familie viele Hürden zu meistern hast und die Situation zu scheitern droht, ist es sinnvoll, sich über Familientherapien zu informieren.