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Materialforschung, Produktentwicklung
Hot Wire Extensions erkundet alternative Herstellungsprozesse und verweist auf Potenziale der industriellen Produktion: aus linearen Strukturen entstehen feste Körper. Der innovative Herstellungsprozess nutzt überschüssiges Nylonpulver, wie es beim selektiven Lasersintern (SLS), einem 3D-Druckverfahren, als Abfall anfällt. Der Vorgang beginnt mit einem dünnen Draht aus Nichrome – einer Legierung aus Nickel, Chrom und weiteren Metallen –, der dann in eine würfelförmige Form gebracht wird. Anschliessend wird die Drahtstruktur mit einer Mischung aus reinem Sand und Abfall-Nylonpulver gefüllt. Der Sand wirkt sowohl als Füll- wie auch als Leitmaterial: Er verhindert, dass das Nylonpulver sich von der Drahtstrukur löst, und leitet zugleich Wärme ab. Eine am Ende des Drahts befestigte Batterie schickt zwischen 10 und 120 Volt durch das Metall und erhitzt es dabei auf bis zu 400 Grad Celsius. Je länger die Batterie angeschlossen bleibt, desto umfangreicher wird das rund um den Draht geschmolzene Material. Das Biegbare und Vergängliche wird fest und verbindet sich nahtlos zu einer organischen, knochenähnlichen Idealstruktur.