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Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_128/2023, 1B_129/2023, 1B_130/2023

1B_131/2023, 1B_132/2023, 1B_133/2023

Urteil vom 23. März 2023

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Müller, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Fingerhuth,

Beschwerdeführer,

gegen

1B_128/2023

Roland Geisseler, Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich,

Beschwerdegegner,

und

1B_129/2023

Christine Braunschweig,

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich, Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

und

1B_130/2023, 1B_131/2023, 1B_132/2023

und 1B_133/2023

Alexander Knauss,

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich,

Beschwerdegegner,

sowie

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, Schwere Gewaltkriminalität,

Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich.

Gegenstand

Strafverfahren; Ausstand,

Beschwerden gegen die Verfügungen und die Beschlüsse des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 22. Dezember 2022 (UA220009-O/U, UA22029-O/U, UA22033-O/U, UA22034-O/U, UA22035-O/U und UA22036-O/U).

Sachverhalt:

1B_128/2023

A.

A.a. Im Rahmen eines durch die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich gegen A.________ geführten Strafverfahrens wegen mehrfacher Verleumdung stellte dieser am 21. Februar 2022 ein Ausstandsgesuch gegen den verfahrensbeteiligten Staatsanwalt Roland Geisseler. Das tags darauf ans Obergericht überwiesene Gesuch wurde von A.________ am 14. Dezember 2022 zurückgezogen. Mit Verfügung und Beschluss vom 22. Dezember 2022 schrieb das Obergericht das Verfahren als durch Rückzug des Ausstandsgesuchs erledigt ab. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies es ab und auferlegte A.________ die Gerichtskosten von Fr. 300.--.

A.b. Mit Eingaben vom 6. und 7. März 2023 erhebt A.________ Beschwerde und beantragt, diesen Entscheid aufzuheben. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.

A.c. Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

1B_129/2023

B.

B.a. Im Rahmen eines durch die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich gegen A.________ geführten Strafverfahrens wegen mehrfacher Verleumdung stellte dieser am 18. Juni 2022 ein Ausstandsgesuch gegen die verfahrensbeteiligte Staatsanwältin Christine Braunschweig. Das am 20. Juni 2022 ans Obergericht überwiesene Gesuch wurde von A.________ am 5. Dezember 2022 zurückgezogen. Mit Verfügung und Beschluss vom 22. Dezember 2022 schrieb das Obergericht das Verfahren als durch Rückzug des Ausstandsgesuchs erledigt ab. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies es ab und auferlegte A.________ die Gerichtskosten von Fr. 300.--.

B.b. Mit Eingabe vom 6. März 2023 erhebt A.________ Beschwerde und beantragt, diesen Entscheid aufzuheben. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.

B.c. Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

1B_130/2023

C.

C.a. Im Rahmen eines durch die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich gegen A.________ geführten Strafverfahrens wegen mehrfacher Verleumdung stellte dieser am 15. Juni 2022 ein Ausstandsgesuch gegen den verfahrensbeteiligten Staatsanwalt Alexander Knauss. Das tags darauf ans Obergericht überwiesene Gesuch wurde von A.________ am 5. Dezember 2022 zurückgezogen. Mit Verfügung und Beschluss vom 22. Dezember 2022 schrieb das Obergericht das Verfahren als durch Rückzug des Ausstandsgesuchs erledigt ab. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies es ab und auferlegte A.________ die Gerichtskosten von Fr. 300.--.

C.b. Mit Eingaben vom 6. und vom 7. März 2023 erhebt A.________ Beschwerde und beantragt, diesen Entscheid aufzuheben. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.

C.c. Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

1B_131/2023

D.

D.a. Im Rahmen eines durch die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich gegen A.________ geführten Strafverfahrens wegen mehrfacher Verleumdung stellte dieser am 16. Juni 2022 ein Ausstandsgesuch gegen den verfahrensbeteiligten Staatsanwalt Alexander Knauss. Das tags darauf ans Obergericht überwiesene Gesuch wurde von A.________ am 5. Dezember 2022 zurückgezogen. Mit Verfügung und Beschluss vom 22. Dezember 2022 schrieb das Obergericht das Verfahren als durch Rückzug des Ausstandsgesuchs erledigt ab. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies es ab und auferlegte A.________ die Gerichtskosten von Fr. 300.--.

D.b. Mit Eingaben vom 6. und vom 7. März 2023 erhebt A.________ Beschwerde und beantragt, diesen Entscheid aufzuheben. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.

D.c. Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

1B_132/2023

E.

E.a. Im Rahmen eines durch die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich gegen A.________ geführten Strafverfahrens wegen mehrfacher Verleumdung stellte dieser am 18. Juni 2022 ein Ausstandsgesuch gegen den verfahrensbeteiligten Staatsanwalt Alexander Knauss. Das am 20. Juni 2022 ans Obergericht überwiesene Gesuch wurde von A.________ am 5. Dezember 2022 zurückgezogen. Mit Verfügung und Beschluss vom 22. Dezember 2022 schrieb das Obergericht das Verfahren als durch Rückzug des Ausstandsgesuchs erledigt ab. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies es ab und auferlegte A.________ die Gerichtskosten von Fr. 300.--.

E.b. Mit Eingaben vom 6. und vom 7. März 2023 erhebt A.________ Beschwerde und beantragt, diesen Entscheid aufzuheben. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.

E.c. Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

1B_133/2023

F.

F.a. Im Rahmen eines durch die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich gegen A.________ geführten Strafverfahrens wegen mehrfacher Verleumdung stellte dieser am 18. Juni 2022 ein Ausstandsgesuch gegen den verfahrensbeteiligten Staatsanwalt Alexander Knauss. Das am 21. Juni 2022 ans Obergericht überwiesene Gesuch wurde von A.________ am 5. Dezember 2022 zurückgezogen. Mit Verfügung und Beschluss vom 22. Dezember 2022 schrieb das Obergericht das Verfahren als durch Rückzug des Ausstandsgesuchs erledigt ab. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies es ab und auferlegte A.________ die Gerichtskosten von Fr. 300.--.

F.b. Mit Eingaben vom 6. und vom 7. März 2023 erhebt A.________ Beschwerde und beantragt, diesen Entscheid aufzuheben. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.

F.c. Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

Erwägungen:

1.

Die gleichlautenden Beschwerden richten sich gegen inhaltlich gleiche Entscheide; die Verfahren sind daher zu vereinigen.

2.

Angefochten sind kantonal letztinstanzliche Entscheide in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1, 353 E. 1), als auch, dass die angefochtenen Entscheide Bundesrecht verletzen ( BGE 135 III 127 E. 1.6; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2; je mit Hinweisen).

Art. 78 ff. BGG Art. 42 Abs. 2 BGG Das Obergericht hat die Verfahren als erledigt abgeschrieben, weil der Beschwerdeführer die jeweiligen Ausstandsgesuche zurückgezogen hatte. Das schliesst zwar nicht aus, die Abschreibungsbeschlüsse anzufechten, nur müsste der Beschwerdeführer darlegen, dass die Rückzüge wegen eines Willensmangels ungültig wären. Dazu bringt er indessen nichts vor.

; 124 I 121 Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG 3.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gesuche des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung abzuweisen ( Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG ). Damit wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG Art. 66 Abs. 1 BGG Rechtsanwalt Fingerhuth wird darauf hingewiesen, dass er nach Art. 66 Abs. 3 BGG mit einer Kostenauflage zu rechnen hat, sollte er weitere mutwillige Beschwerden einreichen.

Art. 66 Abs. 3 BGG Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1.

Die Beschwerdeverfahren 1B_128/2023, 1B_129/2023, 1B_130/2023, 1B_131/2023, 1B_132/2023 und 1B_133/2023 werden vereinigt.

2.

Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.

3.

Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung werden abgewiesen.

4.

Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

5.

Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. März 2023

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Müller

Der Gerichtsschreiber: Störi