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Das schwedische Forschungsinstitut SIPRI hat neue Zahlen zu den militärischen Geschäften der grössten Rüstungsfirmen publiziert: Von 2018 auf 2019 haben die 25 Rüstungsgiganten 8,5 Prozent mehr Waffen verkauft. Zum ersten Mal sind dabei auch Zahlen von chinesischen Firmen enthalten.
Im Jahr 2019 verkauften die 25 weltweit grössten Rüstungsfirmen Kriegsmaterial im Wert von 361 Milliarden Dollars, 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Amerikanische Firmen sind dabei marktführend: So kommen zwölf dieser 25 Firmen aus den USA und deren Waffenverkäufe machen 61 Prozent der Waffenverkäufe dieser 25 grössten Firmen aus. Die Top 5 dieser Rangliste sind ebenfalls rein amerikanisch.
DAS AUFKOMMEN DER CHINESISCHEN UNTERNEHMEN
Neu an den vom SIPRI veröffentlichten Zahlen ist vor allem die Tatsache, dass nun Daten über die Geschäfte chinesischer Firmen vorliegen, was bis anhin nicht der Fall war. Es befinden sich vier chinesische Firmen in der Rangliste der 25 mächtigsten Rüstungsfirmen. Davon sind drei davon in den Top 10. Insgesamt gehen 16 Prozent aller Waffenverkäufe der 25 grössten Waffenproduzenten auf diese vier Firmen zurück.
INTERNATIONAL IMMER PRÄSENTER
Das Forschungsinstitut hat ebenfalls hervorgehoben, dass die 25 Grosskonzerne der Rüstungsindustrie in immer mehr Ländern vertreten sind: Sie verfügen über Niederlassungen in nicht weniger als 49 Ländern. Die internationalsten Firmen sind Thales und Airbus, die in je 24 Ländern vertreten sind. Bei den Staaten, in denen sich diese Filialen befinden ist, wenn man Europa und Nordamerika ausschliesst, Australien mit 38 Niederlassungen Spitzenreiter. Anschliessend sind es Saudi-Arabien (24), Indien (13), Singapur (11), die Vereinigten Arabischen Emirate (11) und Brasilien (10). Diese Länder sind bekannt dafür, dass sie Menschenrechte verletzen und zwei davon, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, sind am Bürgerkrieg in Jemen beteiligt, der als schlimmste humanitäre Katastrophe des 21. Jahrhunderts gilt. Diese Niederlassungen sind besorgnis -erregend, jedoch nicht überraschend. Denn autoritäre Staaten und solche, die in einen bewaffneten Konflikt involviert sind, sind logischerweise ein attraktiver Markt für Rüstungs- Welche Auswirkungen wird der Machtwechsel in den USA auf die internationale Sicherheitspolitik haben? Bildquelle: Eric Yeich firmen, vereinfacht doch eine Filiale vor Ort den Zugang zu ebendiesem Markt. Dass diese Rüstungsriesen immer mehr Waffen verkaufen, bedeutet auch, dass der Waffenkauf der Staaten ebenfalls steigt. Das Jahr 2020 hat ganz klar gezeigt, welch katastrophale Auswirkungen Sparmassnahmen im Gesundheitswesen haben, aber auch wie wichtig Investitionen in diesem Bereich sind. Indem man Geld für Waffen ausgibt, wird dieses Ziel deutlich verfehlt. Verlangen wir also 2021 ausdrücklich, dass wir Pflegende und nicht Waffen brauchen!