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Im Jahr 2014 hat der Treibhausgasausstoss in der Schweiz leicht abgenommen. Milde Wintermonate und bessere CO2-Effizienzen der Fahrzeuge sollen zu geringeren Emissionen geführt haben.
Mit 48,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten waren die Treibhausgasemissionen fünf Millionen Tonnen niedriger als im Basisjahr 1990 und 3.9 Tonnen weniger als 2013, schreibt das Bundesamt für Umwelt (BAFU). Diese Werte wurden für das Treibhausgasinventar der Schweiz, welches jährlich erstellt wird, eruiert. Dieses Inventar, das dem UNO-Klimasekretariat übermittelt wird, stellt den Ausstoss der Gase zusammen, die für die Klimaerwärmung verantwortlich und im CO2-Gesetz sowie im Kyoto-Protokoll geregelt sind.
Die Werte der Treibhausgasemissionen seien nicht witterungsbereinigt, schreibt das BAFU. Das bedeutet, dass die Werte je nach Heizbedarf beträchtlich schwanken. Die Temperaturen im Winter 2014 waren milder im Vergleich zum Winter 2013, was zu einem geringeren Ausstoss führt. Rechnet man die klimatischen Einflüsse raus, sind die Emissionen 2014 gegenüber dem Vorjahr um 0.5 Millionen Tonnen gesunken, was etwa einem Prozent entspricht. Gegenüber 1990 sind das 2.8 Millionen Tonnen, etwa fünf Prozent. Die Entwicklung müsse sich nun fortsetzen und verstärken, damit die Schweiz die nationalen und internationalen Reduktionsziele erreicht, meint das BAFU.
Die verschiedenen Sektoren tragen unterschiedlich zu den Emissionen bei. Während im Gebäudesektor die Werte um 30 Prozent tiefer als 1990 sind, sind die Werte im Verkehr neun Prozent höher als 1990. Im Verkehr ist zwar die CO2-Emission pro gefahrenen Kilometer gesunken, jedoch wurden die Werte durch die Zunahme der gefahrenen Kilometer zum grössten Teil ausgeglichen. In der Industrie und Landwirtschaft sind die Emissionen seit 1990 jeweils um knapp 10 Prozent gesunken.
Der Rückgang dieser Emissionen sind viel zu gering, meint WWF Schweiz. Die Verkehrsemissionen sind seit 2013 nur um 0.6 Prozent zurückgegangen, und die gesamten Emissionen nur um einen Prozent. Um einen angemessenen Beitrag zu den Zielen des Parisers Klimaabkommens leisten zu können, müsste die Schweiz ihre Emissionen jährlich um drei bis vier Prozent senken. Sie fordern daher mehr Tempo im Bereich des Klimaschutzes.
Laut BAFU zeigen vor allem die CO2-Abgabe und die flankierenden Massnahmen einen signifikanten Beitrag zur Emissionsreduktion. Der WWF fordert, dass diese Massnahmen ausgedehnt und angemessen erhöht werden.