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Am Wochenende hatte die Tessiner Regierung wegen des Virus die vorübergehende Schliessung aller Industriebetriebe bis zum 29. März verfügt. Darauf folgte eine Rüge aus Bern: Die Massnahme sei nicht vereinbar mit Bundesrecht.
Am Dienstag hiess es dazu, der Bund prüfe so genannte Krisenfenster, während denen die Kantone in besonderen Lagen besondere Massnahmen treffen können. Das Tessin erwartet am Mittwoch eine Stellungnahme der Landesregierung.
«Wenn der Druck zu hoch wird, wie im Tessin, muss ein Kanton darauf eingehen dürfen», sagte Maillard in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Blick». Dem Bundesrat müsse «eigentlich klar sein», dass er nicht gegen die Kantone regieren könne.
In gewissen Regionen in der Schweiz braucht es eine Pause
Einen Shutdown wolle niemand, stellte Maillard klar. Doch in gewissen Regionen brauche es wohl eine Pause. Vielleicht müsse die eine oder andere Baustelle ruhen, damit Massnahmen für den Schutz der Arbeiter getroffen werden könnten. Der Bundesrat müsse spüren «wie viel Gleichschritt es braucht und wo Unterschiede akzeptiert werden müssen».
(sda/tdr)