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Emil Hegetschweiler
Emil Hegetschweiler erblickte am 15.10.1887 als Sohn eines Zuckerbäckers in Zürich das Licht der Welt. Nach einer Lehre in der Konditorei des Vaters debütierte Hegetschweiler 1907 als Laienschauspieler im Dramatischen Verein Zürich. 1917 übernahm er den Betrieb seines Vaters, dem er 1927 als Filiale die Konditorei Helmhaus angliederte.
Das Tearoom Helmhaus entwickelte sich bald zu einem beliebten Künstlertreffpunkt. Hier wurde 1934 das Cabaret Cornichon gegründet, dem Hegetschweiler 1934-42 als Darsteller und Texter angehörte. Sporadisch trat er am Zürcher Stadttheater und am Schauspielhaus auf, arbeitete als Autor der satirischen Radiosendung «Temperli und Tschümperli». Er leitete 1946-47 das eigene Hegi-Theater. Hegetschweilers Popularität rührt von seiner spröd-melancholischen, gelegentlich schwankhaften Interpretation des biederen Kleinbürgers in rund zwei Dutzend Schweizer Dialektfilmen.
Seine bekanntesten Rollen waren der Coiffeur Wiederkehr in «Füsilier Wipf» und Joggeli von der Glungge in «Uli der Knecht» und «Uli der Pächter». Die Krönung seiner Laufbahn erreichte er mit der Hauptrolle im Film «Bäckerei Zürrer» (1957), die ihm Regisseur Kurt Früh auf den Leib geschrieben hatte. 1959 gewann Hegetschweiler den Filmpreis der Stadt Zürich. Hegetschweiler war drei Mal verheiratet und starb am 01.10.1959 in Zürich.
Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz