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Die knappen flüssigen Mittel sollen nicht in ein Going Private investiert werden, so Alder. Auch strategisch sei eine Dekotierung nicht sinnvoll, weil sie eine Mittelbeschaffung im Aktienmarkt zu einem späteren Zeitpunkt ausschliesse.
Ob der geplante Verkauf des Wasserkraftportfolios der nötige Befreiungsschlag sei, wollte Alder so nicht direkt bestätigen. "Unser Ziel ist es, den Mittelabfluss zu stoppen. Gelingt der Verkauf der 49% am Wasserkraftportfolio und erhalten wir einen angemessen Preis, bringt uns das wieder ins Gleichgewicht", erklärte er. Sollte dies indes nicht erreicht werden, seien weitere Devestitionen zu prüfen. Es gebe im Konzern noch Aktivitäten, für die Alpiq möglicherweise nicht der beste Eigner sei.
Zum Thema Dividende meinte Alder, dass dies einem Liquiditätsabfluss gleichkäme. "Wenn wir mehr Zuversicht haben, dass sich der Strommarkt erholt, zahlen wir wieder eine Dividende." Wann das sein werde, sei aber schwer zu sagen.
Dass Alpiq "too big to fail" sei, bestreitet er mit Blick auf die Nettoverschuldung von 2,3 Mrd CHF inklusive Hybridkapital. "Das ist nicht "too big", auch wenn ein Ausfall für die Obligationäre eine Katastrophe wäre. Das eigentliche Problem sind die Partnerkraftwerke, weil sie zu etwa drei Vierteln mit Fremdkapital finanziert sind."
Die Partner seien jeweils anteilig verantwortlich, das Fremdkapital zu bedienen. Wenn Alpiq die Mittel nicht mehr aufbringen könnte, käme es zu einer Kettenreaktion. Das Risiko trügen die übrigen Partner an den Kraftwerken, und es seien viele Versorger tangiert. "Ein Default von Alpiq ist aber kein realistisches Szenario", so Alder.
cf/uh
(AWP)