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Zwillinge! Glück und Herausforderung im Doppelpack. Zwillingseltern benötigen speziellen Rat. Die meisten Themenratgeber beschränken sich jedoch auf die frühkindliche Entwicklung. Dieses Buch geht weit darüber hinaus und liefert umfassende Antworten auf alle Zwillingsfragen von der Schwangerschaft bis zur Volljährigkeit. Informativ und unterhaltsam schildert die Kinderpsychologin Coks Feenstra die wichtigsten Entwicklungsschritte von Zwillingen und Drillingen und gibt wichtige Ratschläge für den Alltag. • Kann man Zwillinge stillen? • Läuft die sprachliche und körperliche Entwicklung synchron? • Sollen Zwillinge in die gleiche Krippe, den gleichen Kindergarten, die gleiche Klasse gehen? • Was ist das Geheimnis der tiefen Bindung zwischen Zwillingen? • Wie entwickelt jedes Kind seine eigene Identität? • Wie verändert sich die Beziehung in der Pubertät?
Portrait
Coks Feenstra, Kinderpsychologin und Autorin, erforscht die Entwicklung von Zwillingen und Mehrlingen. Ihr Buch ist auch in den Niederlanden, Spanien und Italien erschienen.
von einer Kundin/einem Kunden
aus Zürich
am 19.10.2016
Das Buch verspricht "Aktuelle Informationen aus Psychologie, Medizin und Wissenschaft". Eine Kostprobe davon aus dem Kapitel "Regeln beibringen":
"Der wichtigste Grund dafür, dass ein Kind beschliesst, ''lieb'' zu sein, ist, dass es die Liebe und Unterstützung der Eltern haben will. Dieses Bedürfnis, das es gehorchen lässt, ist bei Mehrlingskindern weniger...Das Buch verspricht "Aktuelle Informationen aus Psychologie, Medizin und Wissenschaft". Eine Kostprobe davon aus dem Kapitel "Regeln beibringen":
"Der wichtigste Grund dafür, dass ein Kind beschliesst, ''lieb'' zu sein, ist, dass es die Liebe und Unterstützung der Eltern haben will. Dieses Bedürfnis, das es gehorchen lässt, ist bei Mehrlingskindern weniger stark ausgeprägt, denn sie stützen sich zum grossen Teil gegenseitig."
Es folgen die "Empfehlungen": "Machen Sie sich keine Vorwürfe wegen des Bestrafens, solange es sich um den Typ ''Auszeit'' oder die Streichung von Privilegien etc. handelt und nicht um körperliche Strafen. Strafen gehört zur Elternschaft. Kinder müssen Grenzen gesetzt bekommen. Es hilft ihnen, ruhig zu werden, und sie wissen, woran sie sich zu halten haben. Sehr oft ist das Kind auch eine ganze Zeit viel ruhiger, nachdem es eine Strafe bekommen hat, und auch viel kommunikativer, was ein unzweifelhaftes Zeichen dafür ist, dass ihm die Strafe gutgetan hat. Strafen helfen Kindern, Selbstkontrolle zu entwickeln. Mit der Zeit werden sie sich die elterlichen Anweisungen aneignen, was die Grundlage für ihr Gewissen bildet."
Mit der Erkenntnis, dass Machtanwendung durch Liebesentzug bei Mehrlingen weniger wirkt, wären durchaus konstruktivere Lösungen offengestanden (siehe z.B. Bücher von Thomas Gordon, Marshall Rosenberg und kindspezifischer auch Aletha Solter). Die neokonservative Einstellung der Autorin drückt auch beim Kapitel zur Sexualität durch, wo empfohlen wird, das Kind einfach vom Thema abzulenken. Problem gelöst.
Die "neutraleren" Kapitel des Buches sind natürlich trotzdem lesenswert aber das bieten andere Zwillingsratgeber auch (z.B. von Petra Lersch), einfach mit einem positiveren Menschenbild.