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Testmenge bei Geschmackstest

Eine der ersten Fragen, die im Zusammenhang mit einem Geschmacks- oder Degustationstest zu klären ist, betrifft die Testmenge. Die Geschmacksbeurteilung eines Softdrinks kann aufgrund des Gewöhnungseffektes nach dem ersten Schluck anders ausfallen als nach mehreren Gläsern. Noch einmal anders mag sie sein, wenn das betreffende Süsswasser mehrere Wochen getrunken wurde. Ähnliches gilt für Zigaretten, Schokolade, Biskuits usw. Der erfahrene Tester hütet sich deshalb davor, Testpersonen bei einem In-Hall-Test lediglich an einem Glas nippen zu lassen. Selbst bei Hundefutter ist es wichtig, dass das Tier nicht nur einige Happen, sondern die ganze Dose verspeist. Die korrekte Festlegung der Testmenge und der Testdauer hängt von der Konsumsituation und den Testhypothesen ab. Wenn ein Produkt, z.B. ein Apéro-Snack nur in kleinen Portionen konsumiert wird, reicht eine einmalige Degustation. Andererseits wird man z. B. bei einem Tafelwasser, bei dem der Verdacht bestand, dass es aufgrund seines süssen Geschmacks nach einiger Zeit verleidet, den Testhaushalten gleich eine ganze Harasse in den Keller stellen.
Besonders schwierig sind Geschmackstests, wenn es um den sogenannten acquired taste geht, d.h. um Produkte, bei denen das Publikum erst "auf den Geschmack kommen" muss. Als einzige Methode bietet sich hier die Formierung einer Pilotgruppe an, die man über längere Zeit mit dem Produkt beliefert.
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