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Zürich (awp) - Die geplante Vollübernahme des chinesischen Reineveranstalters Et-China durch die Kuoni Reisen Holding AG verzögert sich etwas. Ein für den (morgigen) Donnerstag geplanter Gerichtstermin für die "Schemes of Arrangement" könne nicht eingehalten werden, da nicht alle offene rechtlichen und regulatorischen Fragen im Zusammenhang mit Et-chinas Tochtergesellschaft GZL (Guangzhou Travel Service) geklärt werden konnten. Die Gerichtsverhandlung wurde daher bis auf weiteres vertagt, wie Kuoni am Mittwoch mitteilte.
"Schemes of Arrangement" sind ein Instrument des englischen Gesellschaftsrechts, das u.a. zur Restrukturierung von Verbindlichkeiten zur Anwendung kommt. Kuoni sei aufgrund der offenen Fragen derzeit nicht in der Lage festzustellen, ob gewisse Bedingungen des "Scheme" erfüllt seien bzw. ob auf diese verzichtet werden könne. Daher seien "bestimmte Bestätigungen" von Drittparteien angefordert worden. Eine weitere Mitteilung werde "zu gegebener Zeit" erfolgen, verspricht Kuoni.
Kuoni hat Anfang Juni diesen Jahres ein Angebot zur Vollübernahme von Et-China lanciert. Das Unternehmen hatte sich bereits im letzten Jahr mit knapp 33% an dem Unternehmen beteiligt. Das Barangebot von 1,95 CHF pro Aktie bewertet Et-China mit insgesamt 95 Mio CHF. Unter Berücksichtigung der früher erworbenen Anteile würde die Akquisition 82 Mio CHF kosten.
Die Transaktion sollte früheren Angaben zufolge im dritten Quartal 2010 vollzogen werden. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, lasse ich aus heutiger Sich nicht abschliessend beurteilen, sagte Kuoni-Sprecher Peter Brun auf Anfrage gegenüber AWP.
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