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Trotz Revolutionen und politischem Umbruch in seinen maghrebinischen Nachbarländern scheint Algerien das Vertrauen der Investoren für sich beanspruchen zu können. Das Gesamtvolumen der ausländischen Direktinvestitionen belief sich im ersten Halbjahr 2011 auf mehr als 4 Mrd. Euro.
Diese Zahl, erhoben von Algeriens nationaler Agentur für Investitionsentwicklung (ANDI), wurde am vergangenen Freitag am ersten algerisch-schweizerischen Wirtschaftssymposium in Zürich bekanntgegeben. Gemäss ANDI bedeuten die umgerechnet 435 Mrd. algerischer Dinar einen neuen historischen Rekord.
Ausländische Direktinvestitionen stellten einen wichtigen Beitrag zu den Entwicklungsbemühungen des Landes sowie zur Gewährleistung eines echten Technologie- und Wissenstransfers dar, betonte Alain Rolland, Präsident der Industrie- und Handelskammer Schweiz-Algerien, die das Symposium organisiert hatte.
Anstieg trotz erschwerendem Gesetz
Eine algerische Gesetzesreform von 2009, wonach bei ausländischen Investitionen mindestens 51 Prozent des Gesellschaftskapitals von algerischen Partnern gehalten werden müssen, hätte das Investitionsvolumen durchaus negativ beeinflussen können, erklärte Rolland weiter.
Stattdessen sei es aber seither bei den Direktinvestitionen in Algerien zu einem Anstieg um über 40 Prozent gekommen. Gerade vor kurzem etwa hätte sich der französische Grosskonzern Lafarge zum Bau eines Zementwerks auf der Basis von 51/49 Kapitalanteilen entschlossen.