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Es gibt Überlieferungen und bildliche Darstellungen, wonach Kornkreise schon in früheren Jahrhunderten aufgetaucht sein könnten. Persönliche Kontakte mit
Menschen verschiedener Erdvölker aus Afrika, Nord- und Mittelamerika
unterstützen inzwischen diese Annahme. Sie alle verweisen auf altbekannte
bildhafte Erscheinungen in den Feldern, die wir heutzutage als Kornkreise
bezeichnen. Erst Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts begannen die
Medien über das Thema zu berichten, als in Südengland erste einfache,
kreisförmige Figuren im Getreide entdeckt wurden.
Im Laufe der 80er Jahre tauchten zunehmend auch Figuren auf, die sich aus mehreren Einzelkreisen, Ringen und auch anderen geometrischen Elementen zusammensetzten. Ein eigentlicher Quantensprung vollzog sich aber zu Beginn der neunziger Jahre. Die Kornkreis-Figuren nahmen an Zahl und Komplexität sprunghaft zu. Weltweit wurde über deren Herkunft, Entstehung und Sinn gerätselt.
Dann brach über den Kornkreisforschern eine Welt zusammen: Das Rätsel sei gelüftet, wurde grossspurig berichtet. Für die meisten war das Thema vom Tisch. Dessenungeachtet erschienen immer neue Kornzeichen im Getreide. Vor allem in der zweiten Hälfte der 90er Jahre wurden ihre Formen und Ausmasse teilweise geradezu phantastisch. Heute geben wissenschaftliche Langzeitstudien deutliche Hinweise darauf, dass die analytische Wissenschaft von einer Lösung des Rätsels der Kornkreise noch weit entfernt ist.