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Firmengeschichte
In ihrer jetzigen Form ist Syngenta ein junges Unternehmen, gegründet im Jahr 2000. Es stammt jedoch aus einer traditionsreichen Industrie, die es schon seit über 250 Jahren gibt.
Damals begann in Basel die J.R. Geigy AG mit der Produktion von Chemikalien und Farbstoffen. 1876 wurde eine weitere Basler Farbstofffabrik mit dem Namen Sandoz gegründet. Etwa zehn Jahre später entstand Ciba. Aus der Fusion der englischen Firmen Brunner Mond Ltd, Nobel Industries, British Dyestuffs Coronation Ltd. und United Alkali Co. Ltd. ging ein gutes halbes Jahrhundert danach die Imperial Chemical Industries (ICI) hervor. ICI eröffnete 1928 den heutigen Agrarforschungsstandort von Syngenta in Jealott’s Hill, Grossbritannien.
Etwa zur gleichen Zeit begann Geigy mit der Produktion von Insektiziden. Während der folgenden 50 Jahre machten Forscher von Geigy und ICI unabhängig voneinander Entdeckungen, die den Grundstein für manches Produkt des heutigen Syngenta-Portfolios bilden. 1971 fusionierten Ciba und Geigy zur Ciba-Geigy AG, weiterhin bekannt als Ciba. Drei Jahre später expandierte Ciba ins Saatgutgeschäft durch die Akquisition des US-Unternehmens Funk Seeds International. Kurz darauf wurde auch Sandoz in diesem Bereich aktiv durch den Kauf von Rogers und Northup King. Diese sind noch heute als Marken im Saatgutportfolio von Syngenta zu finden, ebenso wie Sluis & Groot (S&G), die Sandoz im Jahr 1980 von der niederländischen Zaadunie-Gruppe erwarb. Ebenfalls im Jahr 1980 eröffnete Ciba eine eigene Biotechnologieabteilung. Im Jahr 1983 trat in Grossbritannien auch ICI ins Saatgutgeschäft ein und gründete ICI Seeds.
Ungefähr zehn Jahre später gliederte ICI ihre Pharma-, Spezialprodukte- und Agrochemiebereiche aus, wovon der letzte zu Zeneca wurde. Eine der grössten Fusionen der Wirtschaftsgeschichte fand 1996 mit dem Zusammenschluss von Sandoz und Ciba zu Novartis statt. Der neue Chemie- und Pharmakonzern akquirierte ein Jahr später die Pflanzenschutzsparte von Merck & Co AG und baute damit sein Agrogeschäft aus. Zur gleichen Zeit brachte Zeneca die erste gentechnisch veränderte Tomatensorte auf den Markt. 1998 akquirierte Zeneca die ISK Biosciences und fusionierte 1999 mit Astra AB aus Schweden zu AstraZeneca.
Am 13. November 2000 fusionierte Novartis Agribusiness mit dem Agrogeschäft von AstraZeneca zum neuen Unternehmen Syngenta, dem weltweit ersten Konzern, der sich ganz auf das Agribusiness konzentriert. So erbte Syngenta die Stärken und Traditionen zweier herausragender Unternehmen.
Seit ihrer Gründung setzt sich Syngenta für ihre Kunden, Landwirte auf der ganzen Welt, und deren alltägliche Bedürfnisse ein. Ein erster Erfolg in diesem Bereich war die vollständige Sequenzierung des Reis-Genoms im Januar 2001 durch das Syngenta-Forschungsinstitut in Torrey Mesa, Kalifornien. Syngenta publizierte das entschlüsselte Reisgenom, eine so genannte Reisgenomkarte, im Jahr 2002. Diese bedeutenden Erkenntnisse wurden so Wissenschaftlern verfügbar gemacht, um die Weiterentwicklung und Verbesserung von Kulturpflanzen zur Erzeugung von Nahrungsmitteln zu unterstützen.
Syngenta engagiert sich auch sehr für eine nachhaltige Landwirtschaft. Im Jahr 2001 wurde die Syngenta Stiftung für Nachhaltige Landwirtschaft gegründet, deren Ziel es war und ist, die Existenzgrundlagen der Bewohner von semiariden Teilen der Welt in nachhaltiger Weise zu verbessern. Sie fördert innovative Methoden und Technologien, die Landwirten dabei helfen, die Nahrungsmittelproduktion und ihre Gewinne zu erhöhen. Heute betreibt die Stiftung neun Programme in den ärmeren Regionen von Südamerika, Afrika und Indien und trägt mit der Unterstützung von weiteren Projekten zur Verbesserung der Landwirtschaft bei.
Im Jahr 2002 baute Syngenta ihre Forschungskapazitäten durch eine Forschungspartnerschaft mit Diversa aus, einer amerikanischen Firma führend in der Anwendung von Gentechnologien zur Entwicklung und Optimierung neuer Produkte. Die weltweit erste Hybridgerstensorte wurde 2003 eingeführt. Im Jahr 2004 tätigte Syngenta mehrere Akquisitionen und ging weitere Partnerschaften ein. Zuerst erwarb sie mit Dia-Engei das führende japanische Unternehmen in der Produktion und Vermarktung von Blumen- und Gemüsessamen. Advanta BV, einen weltweit führenden Anbieter von Saatgut, akquirierte Syngenta zusammen mit Fox Paine. Der Erwerb von Golden Harvest stärkte Syngentas Mais- und Sojageschäft in den USA. Das Joint Venture Dulcinea Farms GmbH wurde zusammen mit Tanimura & Antle zum Vertrieb von Früchten in den USA gegründet. Ebenfalls im Jahr 2004 schloss Syngenta ein Abkommen mit Delta & Pine Land zur Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Biotech-Produkte für Baumwolle. Im Jahr 2005 stärkte Syngenta ihr Pflanzenschutzportfolio durch ein Abkommen über Herbizide mit Sumitomo Chemical aus Japan. Im gleichen Jahr ging Syngenta eine strategische Allianz mit Compo zum Ausbau des Geschäfts im Bereich Rasen und Garten ein.
Im Jahr 2006 akquirierte Syngenta Emergent Genetics Vegetable A/S, ein bekanntes dänisches Unternehmen für Gemüsesaatgut. Das Rasen- und Gartengeschäft in Nordamerika wurde durch den Kauf der Conrad Fafard AG, einem führenden Hersteller von Bodensubstraten ausgebaut. Mit der Erwerb der Fischer-Gruppe im Jahr 2007 verstärkte Syngenta ihr Blumensegment; die Übernahme von Zeraim Gedera im selben Jahr baut den Bereich Gemüsesaatgut weiter aus.