Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03192.jsonl.gz/510

Stéphane Peiry will einen Platz auf dem bürgerlichen Ticket für die Staatsratswahlen am 6. November. Der SVP-Grossrat hat offiziell seine Kandidatur zuhanden der Partei eingereicht, wie Emmanuel Kilchenmann, Präsident der Stadtsektion der SVP, bestätigt: «Stéphane Peiry hat das passende Profil. Er ist glaubwürdig und besitzt grosse berufliche und politische Erfahrung.»
Die bürgerlichen Parteien treten bei den Staatsratwahlen mit einer gemeinsamen Liste an. Peiry sei dafür der ideale Kandidat, sagt Kilchenmann. «Sowohl die CVP wie auch die FDP respektieren und schätzen ihn sehr.»
Peiry hat sich die Kandidatur gut überlegt, wie er sagt: «Nach zehn Jahren im Grossen Rat hatte ich drei Möglichkeiten: mit der Politik aufhören, noch eine Legislatur anhängen oder den Sprung in die Regierung wagen.» Er entschied sich für Letzteres und hofft jetzt, für seine Partei den Regierungssitz zurückzuholen, nach dem sie seit 20 Jahren erfolglos trachtet.
Aus einer Politdynastie
Stéphane Peiry, der im März 46 Jahre alt wird, kam 2006 in den Grossen Rat, im gleichen Jahr wurde er auch Generalrat der Stadt Freiburg. Er ist verheiratet und hat keine Kinder. Der Steuer- und Finanzexperte arbeitet als Treuhänder für eine Freiburger Treuhandfirma und sitzt in der prestigeträchtigen Finanz- und Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates.
Peiry stammt aus einer Freiburger SVP-Politdynastie. Schon sein Grossvater mütterlicherseits, Gabriel Kolly, politisierte als Grossrat und als Nationalrat für die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei, einer Vorläuferin der SVP. Peirys Mutter, Claire Peiry-Kolly, und sein Onkel Germain Kolly sassen ebenfalls im Grossen Rat. Seine Cousins Gabriel und Nicolas Kolly sind heute SVP-Grossräte.
Bis jetzt der Einzige
Die anderen SVP-Sektionen haben bis jetzt noch keine Kandidaten präsentiert. «Keiner unserer vier Grossräte hat bis jetzt Interesse gezeigt», sagt Benjamin Papaux, Präsident der SVP Saane-Land. Liliane Marchon, Präsidentin der SVP Sense, weiss nicht, ob ein Mitglied ihrer Sektion antreten wird. Und aus dem Seebezirk heisst es, es sei noch nichts entschieden. Die interne Bewerbungsfrist läuft noch bis am 20. Januar. Am 13. April hält die SVP ihre Nominationsversammlung ab.
bearbeitet von mos/FN