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künstlerischer Leiter
Riccardo Minasi erhielt ersten Musikunterricht von seiner Mutter, er studierte moderne Violine bei Paolo Centurioni und Alfredo Fiorentini. Danach wandte er sich der Barockvioline und dem entsprechenden Repertoire zu, seine Lehrer in diesem Bereich waren Enrico Parizzi und Luigi Mangiocavallo.
Er war sowohl als Solist, als auch als Konzertmeister in zahlreichen Ensembles, wie dem: „Le Concert des Nations“ unter Jordi Savall, der „Accademia Bizantina“, dem „Concerto Italiano“, mit Il Giardino Armonico, dem „Concerto Vocale Gent“ unter René Jacobs, dem Collegium 1704 oder dem „Ensemble 415“ unter Chiara Banchini aktiv. Zu den bedeutenden Musikern, mit denen er konzertierte, zählen Enrico Onofri, Viktoria Mullova, Albrecht Mayer, Christophe Coin, Sergio Azzolini oder Reinhard Goebel. Auch als Dirigent hat er mit mehreren namhaften Ensembles gearbeitet, darunter die Kammerakademie Potsdam, das Ensemble Resonanz, das Zürcher Kammerorchester, das Balthasar-Neumann-Ensemble oder das „Helsinki Baroque Orchestra“, dessen 1. Kapellmeister er seit 2008 ist. 2007 gründete er das Kammermusikensemble „Musica Antiqua Roma“, mit dem er Werke des 17. und 18. Jahrhunderts aufführt. Ein Schwerpunkt sind die vergessenen römischen Komponisten aus dieser Zeit.
Minasi war Chefdirigent des Ensembles Il pomo d’oro von dessen Gründung im Jahr 2012 bis 2015. Das neue Orchester konnte bereits mit seiner ersten Einspielung – Vivaldis L'imperatore – Preise gewinnen und edierte im Gründungsjahr auch noch Soloalben der Countertenöre Max Emanuel Cenčić, Franco Fagioli und Xavier Sabata, sowie ein Album mit Venezianischer Barkarole. Seit 2013 gastiert das Ensemble in wichtigen Häusern ganz Europas, beispielsweise im Theater an der Wien, in Paris, München, London, St. Petersburg, Zürich und Barcelona.
Im Dezember 2016 wurde Riccardo Minasi als Nachfolger von Ivor Bolton zum Chefdirigenten des Mozarteumorchesters Salzburg bestellt. Im September 2018 begann Minasi für zwei Spielzeiten seine Tätigkeit als „Artist in Residence“ des Ensemble Resonanz an der Hamburger Elbphilharmonie. Diese Zusammenarbeit wurde inzwischen bis 2024 verlängert. Zahlreiche der mehr als 20 CD-Einspielungen, an denen er solistisch mitwirkte, erhielten Schallplattenpreise. Die Aufnahme von Heinrich Ignaz Bibers Rosenkranz-Sonaten nahm als Album an der Endrunde des Midem Classical Award für das Jahr 2009 teil.
Mit dem Orchestra La Scintilla verbindet Riccardo Minasi seit 2015 eine intensive musikalische Zusammenarbeit, die im Januar 2022 zur Ernennung als künstlerischer Leiter führte.
Gemeinsam mit La Scintilla hat er zahlreiche Konzertprojekte und unter anderem die hochgelobte CD mit den "Vier Jahreszeiten" von Vivaldi und Verdi realisiert.
siehe auch: www.riccardominasi.com
aus "MAG 88", Januar 2022, © Opernhaus Zürich
Die Pflege der historischen Aufführungspraxis hat am Opernhaus Zürich seit vielen Jahrzehnten Tradition. In den siebziger Jahren machte Nikolaus Harnoncourt im Bereich der alten Musik erstmals mit seinem Monteverdi-Zyklus überregional Furore; in den achtziger Jahren setzte er seine Arbeit am Opernhaus Zürich gemeinsam mit dem Regisseur Jean Pierre Ponnelle mit Mozart fort (u.a. Idomeneo, Lucio Silla, Die Entführung aus dem Serail, Così fan tutte, Die Zauberflöte, Don Giovanni, Le nozze di Figaro). Harnoncourt leistete dabei weitere Pionierarbeit und die MusikerInnen des Orchesters der Oper Zürich passten ihre Spieltechnik den neuesten Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis an.
Aus diesem Kontinuum formierte sich aus dem Orchester der Oper, der heutigen Philharmonia Zürich, ein eigenständiges Ensemble von erstklassigen spezialisierten MusikerInnen, das sich einen hervorragenden Ruf schaffen konnte. Der Funke, der die Begeisterung für neue Alte Musik entfachte, gab dem Ensemble seinen Namen: Das offiziell 1998 gegründete Ensemble gab sich den Namen La Scintilla – Der Funke.
In den folgenden Jahren gerieten Aufführungen mit Koryphäen des Faches wie Nikolaus Harnoncourt, William Christie, Mark Minkowski, Reinhard Goebel, Giuliano Carmignola, Giovanni Antonini und Ottavio Dantone so erfolgreich, dass das Opernhaus Zürich alle barocken Opern und immer mehr auch Werke, die aus der Zeit der Klassik stammen, von diesem Ensemble spielen lässt.
Ausserhalb des Opernhauses tritt La Scintilla regelmässig in den grossen Konzertsälen auf und konzertiert mit namhaften Solisten, Instrumentalisten wie Sängern wie beispielsweise Cecilia Bartoli, Rolando Villazon, Andreas Scholl und anderen.
2014 erhielt das Orchester für seine Einspielung von Norma mit Giovanni Antonini und Cecilia Bartoli den Echo Klassik Musikpreis in der Kategorie „Operneinspielung des Jahres“ (19. Jhdt.). Auf CD und DVD erschienen u.a. Mozart-Arien mit Juan Diego Florez, Norma und La sonnambula mit Cecilia Bartoli, Orlando und Iphigénie en Tauride mit William Christie, Il ritorno d’Ulisse in patria mit Nikolaus Harnoncourt.
Seit der Saison 2018/19 gestaltet La Scintilla in enger Zusammenarbeit mit dem Geiger und Dirigenten Riccardo Minasi eine Konzertreihe am Opernhaus Zürich . Der musikalische Bogen spannt sich dabei von den frühsinfonischen Anfängen in Italien über die grossen Meister des Barocks , Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach bis zu den Klängen des frühen Giuseppe Verdi.
Gemeinsam mit der Zürcher Singakademie gestaltet La Scintilla ausserdem die Reihe „Les Concerts“, deren Hauptfokus auf dem sakralem Repertoire mit Chor liegt.
siehe auch: Zürcher Singakademie
Konzertmeisterinnen
Ada Pesch ist erste Konzertmeisterin des Orchesters der Oper Zürich. In Cleveland Ohio geboren begann sie im Alter von sechs Jahren mit dem Violinunterricht. Sie studierte unter anderem bei Josef Gingold an der University of Indiana und nahm an Meisterklassen von Arthur Grumiaux und György Sebök teil. Nur zweiundzwanzigjährig kam Ada Pesch nach Deutschland und wurde erste Konzertmeisterin bei den Hofer Symphonikern; seit sie 1990 zur ersten Konzertmeisterin des Orchesters der Oper Zürich ernannt wurde, arbeitet sie mit so berühmten Dirigenten wie Ricardo Chailly, Christoph von Dohnanyi, John Eliot Gardiner und Franz Welser-Möst.
Zusammen mit anderen Mitgliedern des Orchesters der Oper Zürich hat Ada Pesch 1996 das Orchester "La Scintilla", gegründet, einen Klangkörper, dessen erstklassige Musikerinnen und Musiker sich ausschliesslich auf historische Instrumente spezialisierten und zusammen mit Pionieren wie Nikolaus Harnoncourt, William Christie und Marc Minkowski die historische Aufführungspraxis pflegen. Ada Pesch gastierte auch in Paris als Konzertmeisterin bei Les Arts Florissants unter William Christie und bei Les Musiciens du Louvre unter Marc Minkowski, sei es für Konzerte, Direktübertragungen im Radio oder CD-Produktionen. Jüngst begleitete das Orchester "La Scintilla" unter der Leitung von Ada Pesch Cecilia Bartoli auf ihrer Nordamerika- und Europatournée mit grösstem Erfolg. Ihre neueste CD hat Cecilia Bartoli mit "La Scintilla" unter der Leitung von Ada Pesch eingespielt. 2004 gründete Ada Pesch im Schweizer Ferienort Ernen/Wallis die "Barockmusikwoche Ernen", und ist seither deren künstlerische Leiterin.
Hanna Weinmeister wurde in Salzburg geboren. Sie studierte Violine bei Prof Bruno Steinschaden in Salzburg, bei Prof. Gerhard Schulz in Wien, bei Prof: Zachar Bron in Lübeck und ist Preisträgerin mehrer internationaler Wettbewerbe (1994 Internationaler Mozartwettbewerb Salzburg, 1995 Jaques Thibeaud-Wettbewerb und 1995 Parkhouse Award in London.) Nach ihrem Studium war sie Asistant Leader des English Chamber Orchestra in London und ist seit 1998 erste Konzertmeisterin am Opernhaus Zurich. Neben Ihrer Tätigkeit im Orchester ist sie auch als Solistin und Kammermusikerin gefragt und konzertiert in Europa, Asien und den USA. Sie ist Mitglied des Tetzlaff Quartetts, des Konzerthaus Oktetts, des Krenek Ensembles und des Trio Weinmeister und war Gast im Wiener Konzerthaus, bei den Salzburger Festspielen, den Ittinger Pfingstkonzerten, der Schubertiade Schwarzenberg, beim Festival Spannungen in Heimbach und beim Kunstfest Weimar.
Auf CD ist das 1. Violinkonzert, von E. Krenek, das Doppelkonzert von J. Brahms und Quartette von J,.Sibelius, A. Berg, A. Schönberg und F. Mendelssohn erschienen. Zur Zeit beschäftigt sie sich intensiv mit der Barockgeige und historischer Aufführungspraxis, angeregt durch ihre Arbeit mit Nikolaus Harnoncourt und Giovanni Antonini am Opernhaus Zürich. Seit 2014 ist sie Mitglied des Orchesters “La Scintilla”.
Monika Baer studierte bei Robert Zimansky am Conservatoire de Musique de Genève und erlangte 1994 das Solistendiplom. Schon während des Studiums begann sie sich für die Barockvioline zu interessieren und absolvierte ein Nachdiplom- Studium bei John Holloway an der Hochschule für Musik in Dresden. Während einiger Jahre als interimistisches Mitglied der 1. Violinen im Orchester der Oper Zürich lernte sie unter anderem die Arbeitsweisen von Nikolaus Harnoncourt, John Eliot Gardiner, William Christie und Marc Minkowski kennen. 1999-2005 war Monika Baer Konzertmeisterin des Kammerorchesters Basel, wo sie regelmässig mit Musikerpersönlichkeiten wie Christopher Hogwood, Giovanni Antonini und Giuliano Carmignola arbeitete und diverse CD-Aufnahmen realisierte.
Neben ihrer regen kammermusikalischen Tätigkeit tritt sie an Festivals wie den Ludwigsburger Festspielen, den Erner Barockmusikwochen und beim Boswiler Sommer auf. Als Gründungsmitglied des Orchestra La Scintilla begleitet sie Cecilia Bartoli bei Konzerten in den wichtigsten Musikmetropolen Europas und Amerikas.
Monika Baer lebt in Zürich und ist neben ihrer Tätigkeit als Dozentin für Barockvioline und Kammermusik an der Zürcher Hochschule der Künste gefragte Kammermusikpartnerin und Konzertmeisterin in diversen Formationen. Ausserdem war sie 12 Jahre lang Mitglied der Musikkommission der Stadt Zürich, Vorstandsmitglied des Forums Alte Musik Zürich sowie regelmässig Expertin in der Radiosendung Diskothek im 2 von SRF 2.
Der Geiger Bartek Niziol wurde 1974 in Stettin (Polen) geboren und studierte bei Jadwiga Kliszewska in Poznan und Pierre Amoyal in Lausanne. Er besuchte Meisterkurse bei Zachar Bron, Ruggiero Ricci, Mauricio Fuks und Michael Frischenschlager. Noch während seines Studiums in Poznań gewann er 1991 den ersten Preis beim Internationalen Henryk-Wieniawski-Violinwettbewerb sowie den ersten Preis beim Internationalen Violinwettbewerb in Adelaide. Im folgenden Jahr gewann er außerdem den ersten Preis beim Internationalen Violinwettbewerb in Pretoria, bei der Eurovision in Brüssel und beim Marguerite Long-Jacques Thibaud-Wettbewerb in Paris. Diese Auszeichnungen ermöglichten es ihm, als Solist mit Orchestern wie dem English Chamber Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem NDR Hamburg, dem New Japan Philharmonic, der Sinfonia Varsovia und dem Tonhalle-Orchester Zürich aufzutreten. Zu den Dirigenten, mit denen er als Solist zusammengearbeitet hat, gehören Yehudi Menuhin, David Zinman, Marek Janowski, Heinrich Schiff und Krzysztof Penderecki. Konzertreisen führten Bartek Niziol nach Asien, Afrika, Südamerika und durch ganz Europa. Die New York Times beschrieb sein Spiel als meisterhaft kontrolliert und mit einem wunderbar singenden Ton. Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist er an der Seite von Musikern wie Pinchas Zuckermann, Elisabeth Leonskaja und Sol Gabetta aufgetreten, und im August 2011 wurde er eingeladen, mit Martha Argerich beim berühmten Festival "Chopin and his Europe" in Warschau aufzutreten. Bartek Niziol ist der Leiter des Valentin Berlinsky Quartetts (gegründet 2010 in Zürich). Bartek Niziols CD-Aufnahmen von Wieniawski, Bacewicz und den 6 Ysaye-Solosonaten wurden mit dem renommierten "Fryderyk-Preis" der polnischen Plattenindustrie ausgezeichnet. Seit September 2008 ist Bartek Niziol Professor für Violine an der Hochschule der Künste Bern. Er ist auch Mitglied der Jury des Internationalen Henryk-Wieniawski-Wettbewerbs in Poznan sowie des Instrumentalwettbewerbs der Migros-Kultur in Zürich. Sein besonderes Interesse gilt der Förderung junger Talente. Zu diesem Zweck gründete er 2009 das Festival "International Master Class" in Piła, Polen, dessen künstlerischer Leiter er seither ist. Bartek Niziol spielt eine Geige von Giuseppe Guarneri del Gesu aus dem Jahr 1727.
Violine:
Jonathan Allen
Yuko Arakaki
Susanne von Bausznern
Cornelia Brandis
Franziska Eichenberger
Juliana Georgieva
Lisa Gustafson
Janet van Hasselt
Ulrike Jacoby
Maya Kadosh
Daniel Kagerer
Anahit Kurtikyan
Anne-Frédérique Léchaire
Wen-chun Lin
Sibylle Matzinger
Ursula Meienberg
Seraina Pfenninger
Regula Schär
Olivia Schenkel
Mikolai Tomaszewski
Fanny Tschanz
Marina Yakovleva-Häfliger
Viola:
Nada Anderwert
Maria Clément
Karen Forster
Stella Mahrenholz
Florian Mohr
Rumjana Schamlieva
Mirjam Töws
Violoncello:
Alexander Gropper
Claudius Herrmann
Barbara Oehm
Xavier Pignat
Andreas Plattner
Seiji Yokota
Kontrabass:
Dieter Lange
Ruslan Lutsyk
Dariusz Mizera
Flöte:
Rebekka Brunner
Rute Fernandes
Claire Genewein
Andrea Kollé
Oboe:
Maria Alba Carmona
Astrid Knöchlein
Philipp Mahrenholz
Klarinette:
Rita Meier
Heinrich Mätzener
Robert Pickup
Filipa Sagramento
Fagott:
Urs Dengler
Anne Gerstenberger
Elisabeth Göring
Artan Hürsever
Horn:
Glen Borling
Tomas Gallart
Andrea Siri
Posaune:
Sergio Zordan
Pauke/ Schlagzeug:
Hans Peter Achberger
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