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Zürich 14 August 1871.
Lieber Freund!
Vor der Anmeldung des H. Ingenieur Andreazzi für Verwendung bei den bevorstehenden Studien des Gotthard bahnnetzes habe ich, soweit mir dieß zusteht, Vormerkung genommen.
Was die Voranschläge für die Baukosten der Gotthardbahn anlangt, welche Hr. Airoldi einzusehen wünscht, so bin ich mit der Antwort, die Du ihm zu geben beabsichtigst, ganz einverstanden. Vielleicht wird es, da Airoldi sich vom Standpuncte eines Bauunternehmers aus um die Voranschläge bekümmern dürfte, zweckmäßig sein hinzuzufügen, daß das Comité gegenüber den Voranschlägen der HH. Beckh & Gerwig, so| wie der internationalen Conferenz Ersparnisse machen zu können hoffe. Es sind allerdings von den HH. Koller, Fraschina & Diethelm für die Zwecke des Schweizerischen Consortium's für Bildung einer Gesellschaft zur Ausführung der Gotthardbahn revidirte Kostenvoranschläge angefertigt worden, welche hoffen lassen, daß – abgesehen von Cursdifferenzen auf zu begebenden Obligationen – 170 Millionen für den Bau des Gotthardbahnnetzes ausreichen werden. Ich betrachte aber diesen revidirten Kostenvoranschlag zur Zeit noch als eine res domestica & glaube nicht, daß er sich zur Mittheilung nach außen eigne.
Immer zu Deiner Verfügung verbleibe ich in freundschaftlicher Ergebenheit
Dein
Dr A Escher