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Lausanne lenkte die Neuauflage des Playoff-Halbfinals mit vier Toren zwischen der 3. und 14. Minute schon früh in entscheidende Bahnen. Zug leistete sich in den ersten elf Minuten gleich fünf kleine Strafen, zwei davon nutzten die Waadtländer in Überzahl zum 1:0 und 3:0. Zwischen dem 1:0 des von einer Gehirnerschütterung wieder genesenen Joël Genazzi und dem 2:0 durch Yannick Herren lagen lediglich 9 (!) Sekunden. Ein weiterer Doppelschlag durch den Schweden Jonas Junland innerhalb von 58 Sekunden machte den Zuger Horrorstart bis zur 14. Minute perfekt.
Danach war der Arbeitstag von Leonardo Genoni bereits gelaufen. Der von Bern gekommene fünffache Meistergoalie, der bei keinem Tor wirklich schlecht aussah, wurde durch den Schweizer U20-Nationalgoalie Luca Hollenstein ersetzt. Mit elf Gegentoren aus den ersten drei Spielen liegt Genoni deutlich über seinem Schnitt (1,85 pro Spiel) aus der Vorsaison.
Zug, das nur eines der letzten zehn Heimspiele gegen Lausanne verlor, bewies nach der verpatzten Startviertelstunde aber Moral, kämpfte sich in die bereits verloren geglaubte Partie zurück und wusste erneut mit einem effizienten Powerplay zu überzeugen. Oscar Lindberg (22.) und Gregory Hofmann (39.) brachten im Mitteldrittel mit zwei Toren in Überzahl die Spannung zurück. Ein siebtes Powerplaytor in dieser Saison und damit ein ähnlich starkes Comeback wie am Samstag gegen den ZSC (5:4 n.V nach 2:4-Rückstand) wollte dem EVZ in den letzten zwei Minuten aber nicht mehr gelingen. Keeper Tobias Stephan hielt bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte den zweiten Lausanner Sieg im zweiten Spiel letztlich fest.
(sda)