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Am Deutschen Seminar der Universität Zürich ist zum 1. November 2021 oder nach Vereinbarung eine auf 4 Jahre befristete Doktoratsstelle in Neuerer deutscher Literaturwissenschaft zu besetzen. Die Stelle ist Teil des SNF-Forschungsprojekts «FORM. Generic Ambiguity in Narrative Fiction (1800–1930)» – Projektsprachen Deutsch oder Englisch.
Projektbeschreibung Ambiguität gilt als Erkennungszeichen moderner Erzählliteratur. Das Forschungsprojekt FORM soll zeigen, dass deren offene Formen nicht beliebig sind. Sie ergeben sich aus dem Zusammenspiel von linguistischen, narrativen und ästhetischen Praktiken, die spezifische Formen so genannter generischer Ambiguität erzeugen. Ende des 18. Jahrhunderts verliert die traditionelle Gattungspoetik an Geltung, die der Produktion und Rezeption von Erzählliteratur deren Formen vorgeschrieben hat. Mit Konzepten wie beispielsweise den ‹Naturformen der Dichtung› wird Formlosigkeit nicht mehr als Bruch mit Konventionen oder als Verfehlung bewertet, sondern als komplexitätssteigernde Mischung von Gattungen. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt die These, dass Ambiguität in Gattungsfragen primär einer Differenzierung literarischer Ausdrucksmöglichkeiten dient, die sich unterscheiden, analysieren und sogar typologisieren lassen. Das Dissertationsvorhaben soll im Rahmen des Projekts eine narrative Kurzform (Gattung) und ihre Theorie exemplarisch erforschen.