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Die Drucksache / Die Zeitung
Ein Spiegelbild des früheren Postwesens ist das Zeitungswesen. In den Händen von Postmeistern oder ihnen nahe stehenden Druckereien lagen bei uns die ersten periodisch erscheinenden Flugblatt-Zeitungen. Diese «Newen» oder «Erschröcklichen Zeitungen» wurden lange Zeit auf Märkten über eine Schnur gehängt oder durch «Umträger» auf Strassen und in Schenken feilgeboten.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurden vielfach Kriegsversehrte für Botengänge eingesetzt. Als Merkmal trugen diese wie die Standesläufer einen Spieß. Die Bezeichnung «hinkender Bott» als Aushängeschild für das frühe Pressewesen stammt aus jener Zeit.
Die ersten regelmäßigen zürcherischen Zeitungen wie die «Zeitung Post» oder die «wöchentliche Ordinari Zeitung» lassen sich bis 1633/34 zurückverfolgen.
Verschiedene Fusionen von Druckereien und Zeitungsbetrieben führten zwischen 1769 und 1780 zur Gründung, bzw. Neubenennung der «Züricher Zeitung». Ab dem 2. Juli 1821 erscheint das Blatt bereits dreimal wöchentlich und nennt sich fortan «Neue Zürcher Zeitung».
Die hier am rechten Zürichseeufer ansässige «Zürichsee-Zeitung» wurde 1844 gegründet und bedient uns auch heute tagtäglich mit interessanten Informationen.