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Vor den Sommerspielen 2008 drehte der Tibeter Dhondup Wangchen einen kritischen Film, wurde gefoltert und zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er sagt, ihm fehle jedes Verständnis dafür, dass die Winterspiele 2022 erneut in Peking stattfinden.
Einige Monate vor den Olympischen Sommerspielen 2008 reiste Dhondup Wangchen mit einer Videokamera durch Tibet, um Meinungen seiner Landsleute über den Anlass einzuholen. Es entstand der knapp 25 Minuten lange Dokumentarfilm «Leaving Fear Behind», eine Anklage gegen das chinesische Regime. Manche der Interviewten kritisierten die Vergabe der Wettkämpfe nach Peking, andere beschrieben Beispiele für Unterdrückung oder forderten teils unter Tränen die Rückkehr des Dalai-Lama. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter lebt seit Jahrzehnten im Exil.