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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2012.01247 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 19. März 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Georg Engeli Würgler & Partner Rechtsanwälte Merkurstrasse 25, Postfach 2575, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1960, zog sich am 10. März 2008 eine Verletzung am linken Knie zu ( Urk. 8/6/29 Ziff. 4-9 ; Urk. 8/6/6 ) und meldete sich am 16. September 2008 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, stellte dem Versi cherten mit Vorbescheid vom 25. November 2009 die Zusprache einer ganzen befristeten Rente von April bis September 2009 in Aussicht ( Urk. 8/25). Dage gen erhob der Versicherte Einwände ( Urk. 8/29, Urk. 8/34), worauf die IV-Stelle unter anderem ein Gutachten einholte, das am 28. März 2011 erstattet wurde ( Urk. 8/64). Am 13. Dezember 2013 beantwortete einer der Gutachter Zusatzfra gen ( Urk. 8/73). Mit neuem Vorbescheid vom 30. Juli 2012 stellte die IV-Stelle in Aussicht, ei nen Rentenan spruch zu verneinen ( Urk. 8/81), wogegen der Versicherte Ein wände erhob ( Urk. 8/84, Urk. 8/86). Mit Verfügung vom 26. Oktober 2012 ver neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch ( Urk. 8/88 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 26. Oktober 2012 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 27. November 2012 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben, es sei ihm eine ganze Rente ab März 2009 zuzusprechen, eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (S. 1 Ziff. 1-3). Ferner beantragte er die un entgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 1 Ziff. 4). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2013 ( Urk. 7) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 1. März 2013 wurde der Antrag auf einen zweiten Schriftenwechsel ( Urk. 1 S. 1 Ziff. 5) abgewiesen ( Urk. 14). Am 16. April 2013 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbericht ( Urk. 17) ein (Urk. 16, der am 24. Juni 2013 der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 18). 3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) verneinte mit Verfügung vom 2 2. September 2011 und Einspracheentscheid vom 9. Juli 2012 ( Urk. 8/77) einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (mangels Erheblichkeit; S. 3 lit. L) und auf eine Invalidenrente (bei einem Invaliditätsgrad von rund 1 % ; S. 12 f. Ziff. 6c). Die dagegen beim hiesigen Gericht erhobene Beschwerde wurde am 20. Juni 2013 zurückgezogen, worauf das entsprechende Verfahren (Nr. UV.2012.000201) am 24. Juni 2013 abgeschrieben wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor den wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.3 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli che Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück bildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigu ng (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter schiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Vo raussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352). 1.4 Zu den vorab von der Medizin zu treffenden Tatsachenfeststellungen zählt, ob eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (oder ein damit vergleichbarer syndromaler Zustand) vorliegt, und bejahendenfalls, ob eine psychische Komor bidität oder weitere Umstände gegeben sind, welche die Schmerzbewältigung behindern. Von der Rechtsanwendung hingegen ist zu beurteilen, ob eine fest gestellte psychische Komorbidität hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung und somit auf eine invalidi sierende Gesundheitsschädigung zu gestatten (vgl. BGE 137 V 64 E. 1.2). 1.5 Allein auf der Grundlage eines pathogenetisch -ätiologisch unklaren syndroma len Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage (kurz: unklares Beschwerdebild) lässt sich die Vermutung, die versicherte Person sei erwerbsfä hig und es liege keine invalidisierende Beeinträchtigung vor, in der Regel nicht widerlegen. Die Rechtsprechung hat deshalb die Voraussetzungen umschrieben, unter denen sich eine Arbeitsunfähigkeit dennoch nachweisen lässt ( vorstehend E. 1.3 ). Die dort genannten Kriterien lassen mit anderen Worten den Gegenbe weis der Arbeitsunfähigkeit bei diagnostizierten unklaren Beschwerden zu (BGE 139 V 547 E. 9.1). Dabei kommt einer fachgerechten Abklärung b esondere Bedeutung zu. Es ist einleuchtend darzutun, aus welchen Gründen ein unklares Beschwerdebild di agnostiziert wurde und weshalb die klinisch psychiatrische Untersuchung keine nachvollziehbaren und in Bezug auf deren invalidisierende Folgen objektivier baren Störungsbilder ergeben hat. Der aus der Diagnosestellung resultierende Rechtsnachteil der bleibenden Beweislast bedingt eine fachgerechte und aktuelle Untersuchung, welche die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine Be gutachtung erfüllt (BGE 139 V 347 E. 9.2.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, gemäss ärztlicher Beurteilung seien dem Beschwerdeführer seit Ablauf der Wartezeit per 10. März 2009 leichte alternative Tätigkeiten in Wechselbelastung zumutbar (S. 2 oben). Den statistischen Tabellenlohn verminderte sie wegen ei nes unterdurchschnittlichen Valideneinkommens um 27 % und um einen lei densbedingten Abzug von 5 %, womit ein Invaliditätsgrad von 7 % resultierte (S. 2 Mitte). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, gemäss dem eingeholten Gutachten bestehe aus psychiatrischer Sicht für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von (lediglich) 40 % ( Urk. 1 S. 2 Mitte); ferner äusserte er sich zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. 2.3 Strittig und zu prüfen sind somit Arbeitsfähigkeit und Invaliditätsgrad sowie ein allfälliger Rentenanspruch. 3. 3.1 Dr. med. Y.___, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, führte in seinem Be richt vom 18. September 2008 ( Urk. 8/15/7-8) aus, der Beschwerdeführer stehe seit Mai 2007 in seiner hausärztlichen Behandlung ( lit. D.1). Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( lit. A.1): - persistierende Knieschmerzen links mit / bei Distorsion des Knies, Status nach Kniearthroskopie (KAS) mit lateraler Teilmeniskusentfernung (TME) vom 28. April 2008 - depressive Episoden bei / mit sehr ungünstigen psychosozialen Verhält - nis sen - chronisch rezidivierendes Lumbovertebralsyndrom Er attestierte in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit 10. Mär z 2008 ( lit. B) und führte unter anderem aus, im Vordergrund der Behandlung stünden die depressiven Episoden bei/mit ungünstigen psychosozi alen Verhältnissen wie Anpassungsstörung, Arbeitslosigkeit und Ehekonfliktsi tuation ( lit. D). 3.2 Die Ärzte der Z.___ führten in ihrem Bericht vom 20. Oktober 2008 ( Urk. 8/18) aus, sie behandelten den Beschwerdeführer seit dem 27. Mai 2008 (Ziff. 4.1), und nannten folgende Diagnose mit Auswir kungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2.1): - Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) im Rahmen einer komplexen psychosozialen Belastungssituation ( Knie unfall, Kündigung der Arbeitsstelle und Ehekonflikt; F43.21) Differenti aldiagnose (DD) F32.11 Zur Arbeitsfähigkeit führten sie aus, diese sei in erster Linie aus somatischer Sicht zu beurteilen; aufgrund der depressiven Symptomatik sei von einer teil weisen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen (Ziff. 3). In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit halbtags zumutbar (Ziff. 6.2). 3.3 Vom 9. bis 30. Juli 2009 weilte der Beschwerdeführer stationär in der Rehakli nik A.___ (vgl. 8/67/244-251). Im Bericht vom 21. Juli 2009 über ein am 16. Juli 2009 erfolgtes psychosomati sches Konsilium ( Urk. 8/67/252-255) wurde betreffend psychopathologische Di agnose ausgeführt (S. 1 Mitte): „ Keine psychische Störung von Krankheitswert (lediglich leichte affektive Auslenkung, vermehrte Reizbarkeit). A uf der Verhal tensebene imponiert ein dysfunktionales Überzeugungs- und Bewältigungs muster (Symptomausweitung) mit expressivem Schmerzverhalten, katastro phierenden Kognitionen, Selbstlimitierung und Schonverhalten bei schwieriger psychosozialer Situation (Stellenverlust, Ehefrau bereits IV-berentet, schlechte Integration mit fehlenden Deutschkenntnissen).“ 3.4 3.4.1 Am 28. März 2011 erstatteten Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH für Ortho pädische Chirurgie FMH, und Dr. med. C.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie, D.___, ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin ( Urk. 8/64/1-27). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 2 ff.), die Angaben des Beschwerdeführers ( S. 4 f.) und die von ihnen am 9. März 2011 unter Beizug ei ner Dolmetscherin (S. 2 Ziff. 1.2) erhobenen Befunde (S. 5 ff.). 3.4.2 Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit (S. 24 Ziff. 8.1): - Läsion des medialen Meniskus bei Status nach lateraler Teilmeniskekto mie April 2008 und subtotaler lateraler Meniskektomie mit Entfernung eines anterolateralen Ganglions Juni 2010 links bei reduziertem femoro tibialen Align e ment - mittelgradige depressive Störung, bestehend seit etwa Juli 2010 bei Zu stand nach Anpassungsstörung nach längerer depressiver Reaktion, be stehend seit April 2008 ( F33.10, F43.21) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung, bestehend seit mindestens Juli 2010 (F45.4) - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen histrionischen, passiv ag gressiven Persönlichkeitszügen, bestehend seit Jahren (F61.0) 3.4.3 Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer Sanitärinstallateurfirma betrage 75 % von 2006 bis Juni 2010, nachdem durch die Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion als leichter psychi scher Störung die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität und die Dauerbelastbarkeit nur gering beeinträchtigt gewesen seien; ab Juli 2010 be trage die Arbeitsfähigkeit 30 %, da bei mittelgradiger depressiver Störung mit anhaltender somatoformer Schmerzstörung und zugrundeliegenden kombinier ten Persönlichkeitsstörungen die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibi lität, der Antrieb, die Interessen, die Motivation, die Kontaktfähigkeit und die Dauerbelastbarkeit erheblich beeinträchtigt seien (S. 25 Ziff. 9.1). Aus orthopädischer Sicht seien seit jeher körperlich leichte Tätigkeiten zu 100 % zumutbar, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könn ten, nicht mit häufigem Gehen auf unebenem Boden, Treppen, Leitern sowie schrägen Ebenen verbunden seien, bei denen nicht häufig kniende Positionen eingenommen und Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden müssten (S. 8 Ziff. 5.6). Die von den Ärzten der Rehaklinik A.___ attestierte volle Arbeitsfähigkeit könne unterstützt werden, nachdem das kurz davor durchgeführte MRI keinen pathologischen Befund des linken Kniegelenks erge ben habe (S. 9 Ziff. 5.7, S. 25 Ziff. 9.3). 3.4.4 Von 2008 bis Juni 2010 zu 90 % und ab Juli 2010 zu 40 % zumutbar seien Tätig keiten entsprechend dem orthopädischen Anforderungsprofil, sowie geistig einfache Arbeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung (S. 25 Ziff. 9.2). 3.4.5 Im psychiatrischen Teil des Gutachtens wurde unter anderem ausgeführt, es sei eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung anzunehmen und es bestehe zu sätzlich seit etwa Juli 2010 eine mittelgradige depressive Störung. Es sei damit eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer anzunehmen, die zu einer Beeinträchtigung der Schmerzverarbeitung und - be wältigung führe. Damit verfüge der Versicherte nicht ausreichend über die not wendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen und es seien diese mit einer zumutbaren Willensanstrengung nur eingeschränkt überwindbar. Hinzu kämen weitere massgebende Faktoren wie ein mehrjähriger chronifizier ter Krankheitsverlauf mit progredienter Symptomatik, ein verfestigter, thera peutisch bisher wenig beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbe wältigung, und es führten diese Faktoren zu einer weiteren Einschränkung der zumutbaren Willensanstrengung zur Schmerzüberwindung (S. 13 Ziff. 3.5.4). 3. 5 Am 13. Dezember 2011 äusserte sich der orthopädische Gutachter unter Bezug nahme auf den Bericht über eine im Juni 2011 erfolgte kreisärztliche Untersu chung noch einmal zur Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/73). In der angestammten Tätig keit betrage sie, wie im Gutachten festgehalten, 40 % ; adaptierte Tätigkeiten seien aus rein orthopädischer Sicht zu 100 % zumutbar (Ziff. 2). 3.6 D ipl. med. E.___, Facharzt Neurologie, Facharzt Psychiatrie und Psycho therapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, führte gemäss Feststellungsblatt vom 30. Juli 2012 ( Urk. 8/80) am 6. Februar 2012 unter anderem aus, anhand des Psychostatus im Gutachten lasse sich eine mit telschwere depressive Episode nach ICD-10 nicht nachvollziehen, da zwar die depressive Symptomatik, jedoch weder ein Interesse- noch ein Antriebsverlust beschrieben sei en. Der Tagesablauf sei für einen Versicherten mit Migrations hintergrund, schlechter Bildung und wenigen sozialen Kontakten bei fehlender Integration durchaus als normal anzusehen. Die psychischen Beschwerden ent sprächen eher einer Dysthymia, welche sich infolge der ungenügenden Bewälti gung der alltäglichen Probleme ergeben habe. In seiner Argumentation betref fend Defizite (Kapitel 3.5.2) könne dem Gutachter durchaus gefolgt werden, bis auf die genannten Diagnosen ausser der Schmerzstörung; insgesamt sei auch das Kapitel zur zumutbaren Willensan strengung (3.5.4) nachvollziehbar (S. 8 oben). Versicherungspsychiatrisch gehöre die vorliegende Diagnose ( somatoforme Schmerzstörung) „ zu den ätiologisch - pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Den vorliegenden Akten sind keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, welche aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit in ei ner angepassten Tätigkeit begründen könnten. Es liegen keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität ausreichender Schwere oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor, bis auf eine eingeschränkte Psycho therapiefähigkeit “ (S. 8 Mitte). Gestützt auf diese Beurteilung ging die Beschwerdegegnerin von einer Ar - beitsfä higkeit von 100 % in angepasster Tätigkeit ab August 2010 aus (S. 8 unten). 4. 4.1 In somatischer Hinsicht ist mit den Parteien davon auszugehen, dass für - näher umschriebene - leidensangepasste Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit be steht. 4.2 In psychiatrischer Hinsicht liegen ausgesprochen divergente Beurteilungen vor. So wurde 2008 von behandelnder Seite eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion diagnostiziert und ausgeführt, aufgrund der depressiven Symptomatik sei von einer teilweisen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus zugehen (vorstehend E. 3.2). Im Rahmen des psychosomatischen Konsiliums während des stationären Aufenthalts in der Rehaklinik A.___ wurde sodann 2009 keine psychische Störung von Krankheitswert, sondern ein dysfunktiona les Überzeugungs- und Bewältigungsmuster (Symptomausweitung) konstatiert (vorstehend E. 3.3). Im von der Beschwerdegegnerin veranlassten Gutachten wurden 2011 eine mittelgradige depressive Störung, eine anhaltende somato forme Schmerzstörung sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung diagnos tiziert (vorstehend E. 3.4.2) und damit eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 40 % begründet (vorstehend E. 3.4.4 ). Seitens des RAD wurde 2012 sodann ausgeführt, es dürfte sich eher um eine Dysthymia als um eine mittelschwere depressive Episode handeln, und (im Ergebnis) bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (vorstehend 3.5). 4.3 Auf die psychiatrische Beurteilung im von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten kann nicht abgestellt werden. Erstens ist die Frage, ob eine fachärztlich festgestellte psychische Komorbidität von hinreichender Schwere, Ausprägung und Dauer ist, von der Rechtsanwen dung und nicht vom psychiatrischen Gutachter zu beantworten (vorstehend E. 1.4). Nachdem von Seiten des RAD in Zweifel gezogen wurde, ob - wie im Gut achten diagnostiziert - überhaupt eine mittelsch were depressive Episode vor liegt, lässt sich dieser Mangel auch nicht dadurch beheben, dass die Rechtsan wendung die entsprechende Beurteilung sozusagen nachholt. Zweitens gilt hinsichtlich der alternativen Kriterien (die allerdings nur zu prüfen sind, wenn keine relevante Komorbidität vorliegt) eine vergleichbare Auftei lung: Der Gutachter hat zu berichten, welche Fakten dazu vorliegen; die Rechts anwendung beurteilt deren Intensität und Konstanz und zieht den entsprechen den Schluss (vorstehend E. 1.4). Vor diesem Hintergrund erweisen sich die ent sprechenden Ausführungen im Gutachten (vorstehend E. 3.4.5) als nicht ver wertbar, denn es handelt sich da bei um die wertende Schlussfolgerung, welche nicht der Medizin, sondern der Rechtsanwendung obliegt, und dabei weitestge he nd um nicht mehr als die praktisch wörtliche Wieder holung der in der Rechtsprechung verwendeten Formeln. Inhaltlich e Sachverhaltsangaben zu den einzelnen Kriterien (welche der Rechtsanwendung eine Beurteilung ermöglichen würden) finden sich dabei keine. 4.4 Die vom RAD-Arzt vorgenommene Beurteilung (vorstehend E. 3.6) bildet im Lichte der massgebenden Rechtsprechung ebenfalls keine verwertbare Entschei dungsgrundlage. Sie ist in sich widersprüchlich: Einerseits bezeichnete der RAD-Arzt das Kapitel im Gutachten zur Zumutbarkeit der Willensan strengung (in welchem diese verneint wurde) als nachvollziehbar, andererseits führte er aus, es lägen keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor, womit er die Frage der Zu mutbarkeit de facto bejahte. Der entscheidende Mangel besteht darin, dass hinsichtlich der beim gegebenen unklaren Beschwerdebild massgebenden Kriterien - wohl auch weil das einge holte Gutachten dazu höchstens spärliche Informationen enthält - keinerl ei Fakten angeführt wurden. Dementsprechend fehlt es auch an einer wertenden Würdigung, welche alleine den Schluss erlauben würde, die Kriterien seien er füllt oder nicht erfüllt (was zudem Sache der Rechtsanwendung, nicht der medi zinischen Beurteilung, wäre). Zusammengefasst fehlt es der Schlussfolgerung durch den RAD-Arzt an jegli cher substantieller Begründung, was angesichts des entscheidwesentlichen Stel lenwerts der dabei angeführten Kriterien (vorstehend E. 1.5) besonders ins Ge wicht fällt. Wenn die Beschwerdegegnerin von den Schlussfolgerungen eines von ihr einge holten Gutachtens abweichen will, genügt dafür die Verwendung von einigen formelhafte n Wendungen nicht, sondern sie müsste dafür im Gegenteil eine sehr gute, materiell fundierte Begründung anführen. 4.5 Hinsichtlich der psychiatrischen Aspekte liegen somit keine verwertbaren medi - zi nischen Beurteilungen vor. Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung - in Gutheissung der Be schwerde - aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen, damit sie eine aussagekräftige psychiatrische Beurteilung veranlasse, gestützt darauf im Rahmen der Rechtsanwendung die versicherungsrechtliche Relevanz allfälliger Beeinträchtigungen beurteile, und sodann neu verfüge. 5. 5.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 7 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Dem obsiegenden und anwaltlic h vertretenen Beschwerdeführer steht eine Pro - zessentschädigung zu. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (§ 34 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Der Rechtsvertreter macht mit Honorarnote vom 18. März 2014 einen Aufwand von 8 Stunden und 5 Minuten geltend (Urk. 19/2). Diese Aufwendungen erscheinen als angemessen, so dass dem Beschwerdeführer dafür in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 200.-- eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘745.95 (inklusive Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist. 5.3 Bei diesem Ausgang erweist sich der Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsvertretung ( Urk. 1 S. 1 Ziff. 4) als gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 6. Oktober 2012 aufgehoben und die Sache wird an diese zurückgewiesen, damit sie, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägun gen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent - schä digung von Fr. 1‘745.95 (inkl. MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Georg Engeli - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2012.01247 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 19. März 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Georg Engeli Würgler & Partner Rechtsanwälte Merkurstrasse 25, Postfach 2575, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1960, zog sich am 10. März 2008 eine Verletzung am linken Knie zu ( Urk. 8/6/29 Ziff. 4-9 ; Urk. 8/6/6 ) und meldete sich am 16. September 2008 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, stellte dem Versi cherten mit Vorbescheid vom 25. November 2009 die Zusprache einer ganzen befristeten Rente von April bis September 2009 in Aussicht ( Urk. 8/25). Dage gen erhob der Versicherte Einwände ( Urk. 8/29, Urk. 8/34), worauf die IV-Stelle unter anderem ein Gutachten einholte, das am 28. März 2011 erstattet wurde ( Urk. 8/64). Am 13. Dezember 2013 beantwortete einer der Gutachter Zusatzfra gen ( Urk. 8/73). Mit neuem Vorbescheid vom 30. Juli 2012 stellte die IV-Stelle in Aussicht, ei nen Rentenan spruch zu verneinen ( Urk. 8/81), wogegen der Versicherte Ein wände erhob ( Urk. 8/84, Urk. 8/86). Mit Verfügung vom 26. Oktober 2012 ver neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch ( Urk. 8/88 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 26. Oktober 2012 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 27. November 2012 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben, es sei ihm eine ganze Rente ab März 2009 zuzusprechen, eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (S. 1 Ziff. 1-3). Ferner beantragte er die un entgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 1 Ziff. 4). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2013 ( Urk. 7) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 1. März 2013 wurde der Antrag auf einen zweiten Schriftenwechsel ( Urk. 1 S. 1 Ziff. 5) abgewiesen ( Urk. 14). Am 16. April 2013 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbericht ( Urk. 17) ein (Urk. 16, der am 24. Juni 2013 der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 18). 3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) verneinte mit Verfügung vom 2 2. September 2011 und Einspracheentscheid vom 9. Juli 2012 ( Urk. 8/77) einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (mangels Erheblichkeit; S. 3 lit. L) und auf eine Invalidenrente (bei einem Invaliditätsgrad von rund 1 % ; S. 12 f. Ziff. 6c). Die dagegen beim hiesigen Gericht erhobene Beschwerde wurde am 20. Juni 2013 zurückgezogen, worauf das entsprechende Verfahren (Nr. UV.2012.000201) am 24. Juni 2013 abgeschrieben wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor den wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.3 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli che Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück bildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigu ng (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter schiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Vo raussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352). 1.4 Zu den vorab von der Medizin zu treffenden Tatsachenfeststellungen zählt, ob eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (oder ein damit vergleichbarer syndromaler Zustand) vorliegt, und bejahendenfalls, ob eine psychische Komor bidität oder weitere Umstände gegeben sind, welche die Schmerzbewältigung behindern. Von der Rechtsanwendung hingegen ist zu beurteilen, ob eine fest gestellte psychische Komorbidität hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung und somit auf eine invalidi sierende Gesundheitsschädigung zu gestatten (vgl. BGE 137 V 64 E. 1.2). 1.5 Allein auf der Grundlage eines pathogenetisch -ätiologisch unklaren syndroma len Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage (kurz: unklares Beschwerdebild) lässt sich die Vermutung, die versicherte Person sei erwerbsfä hig und es liege keine invalidisierende Beeinträchtigung vor, in der Regel nicht widerlegen. Die Rechtsprechung hat deshalb die Voraussetzungen umschrieben, unter denen sich eine Arbeitsunfähigkeit dennoch nachweisen lässt ( vorstehend E. 1.3 ). Die dort genannten Kriterien lassen mit anderen Worten den Gegenbe weis der Arbeitsunfähigkeit bei diagnostizierten unklaren Beschwerden zu (BGE 139 V 547 E. 9.1). Dabei kommt einer fachgerechten Abklärung b esondere Bedeutung zu. Es ist einleuchtend darzutun, aus welchen Gründen ein unklares Beschwerdebild di agnostiziert wurde und weshalb die klinisch psychiatrische Untersuchung keine nachvollziehbaren und in Bezug auf deren invalidisierende Folgen objektivier baren Störungsbilder ergeben hat. Der aus der Diagnosestellung resultierende Rechtsnachteil der bleibenden Beweislast bedingt eine fachgerechte und aktuelle Untersuchung, welche die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine Be gutachtung erfüllt (BGE 139 V 347 E. 9.2.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, gemäss ärztlicher Beurteilung seien dem Beschwerdeführer seit Ablauf der Wartezeit per 10. März 2009 leichte alternative Tätigkeiten in Wechselbelastung zumutbar (S. 2 oben). Den statistischen Tabellenlohn verminderte sie wegen ei nes unterdurchschnittlichen Valideneinkommens um 27 % und um einen lei densbedingten Abzug von 5 %, womit ein Invaliditätsgrad von 7 % resultierte (S. 2 Mitte). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, gemäss dem eingeholten Gutachten bestehe aus psychiatrischer Sicht für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von (lediglich) 40 % ( Urk. 1 S. 2 Mitte); ferner äusserte er sich zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. 2.3 Strittig und zu prüfen sind somit Arbeitsfähigkeit und Invaliditätsgrad sowie ein allfälliger Rentenanspruch. 3. 3.1 Dr. med. Y.___, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, führte in seinem Be richt vom 18. September 2008 ( Urk. 8/15/7-8) aus, der Beschwerdeführer stehe seit Mai 2007 in seiner hausärztlichen Behandlung ( lit. D.1). Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( lit. A.1): - persistierende Knieschmerzen links mit / bei Distorsion des Knies, Status nach Kniearthroskopie (KAS) mit lateraler Teilmeniskusentfernung (TME) vom 28. April 2008 - depressive Episoden bei / mit sehr ungünstigen psychosozialen Verhält - nis sen - chronisch rezidivierendes Lumbovertebralsyndrom Er attestierte in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit 10. Mär z 2008 ( lit. B) und führte unter anderem aus, im Vordergrund der Behandlung stünden die depressiven Episoden bei/mit ungünstigen psychosozi alen Verhältnissen wie Anpassungsstörung, Arbeitslosigkeit und Ehekonfliktsi tuation ( lit. D). 3.2 Die Ärzte der Z.___ führten in ihrem Bericht vom 20. Oktober 2008 ( Urk. 8/18) aus, sie behandelten den Beschwerdeführer seit dem 27. Mai 2008 (Ziff. 4.1), und nannten folgende Diagnose mit Auswir kungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2.1): - Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) im Rahmen einer komplexen psychosozialen Belastungssituation ( Knie unfall, Kündigung der Arbeitsstelle und Ehekonflikt; F43.21) Differenti aldiagnose (DD) F32.11 Zur Arbeitsfähigkeit führten sie aus, diese sei in erster Linie aus somatischer Sicht zu beurteilen; aufgrund der depressiven Symptomatik sei von einer teil weisen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen (Ziff. 3). In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit halbtags zumutbar (Ziff. 6.2). 3.3 Vom 9. bis 30. Juli 2009 weilte der Beschwerdeführer stationär in der Rehakli nik A.___ (vgl. 8/67/244-251). Im Bericht vom 21. Juli 2009 über ein am 16. Juli 2009 erfolgtes psychosomati sches Konsilium ( Urk. 8/67/252-255) wurde betreffend psychopathologische Di agnose ausgeführt (S. 1 Mitte): „ Keine psychische Störung von Krankheitswert (lediglich leichte affektive Auslenkung, vermehrte Reizbarkeit). A uf der Verhal tensebene imponiert ein dysfunktionales Überzeugungs- und Bewältigungs muster (Symptomausweitung) mit expressivem Schmerzverhalten, katastro phierenden Kognitionen, Selbstlimitierung und Schonverhalten bei schwieriger psychosozialer Situation (Stellenverlust, Ehefrau bereits IV-berentet, schlechte Integration mit fehlenden Deutschkenntnissen).“ 3.4 3.4.1 Am 28. März 2011 erstatteten Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH für Ortho pädische Chirurgie FMH, und Dr. med. C.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie, D.___, ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin ( Urk. 8/64/1-27). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 2 ff.), die Angaben des Beschwerdeführers ( S. 4 f.) und die von ihnen am 9. März 2011 unter Beizug ei ner Dolmetscherin (S. 2 Ziff. 1.2) erhobenen Befunde (S. 5 ff.). 3.4.2 Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit (S. 24 Ziff. 8.1): - Läsion des medialen Meniskus bei Status nach lateraler Teilmeniskekto mie April 2008 und subtotaler lateraler Meniskektomie mit Entfernung eines anterolateralen Ganglions Juni 2010 links bei reduziertem femoro tibialen Align e ment - mittelgradige depressive Störung, bestehend seit etwa Juli 2010 bei Zu stand nach Anpassungsstörung nach längerer depressiver Reaktion, be stehend seit April 2008 ( F33.10, F43.21) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung, bestehend seit mindestens Juli 2010 (F45.4) - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen histrionischen, passiv ag gressiven Persönlichkeitszügen, bestehend seit Jahren (F61.0) 3.4.3 Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer Sanitärinstallateurfirma betrage 75 % von 2006 bis Juni 2010, nachdem durch die Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion als leichter psychi scher Störung die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität und die Dauerbelastbarkeit nur gering beeinträchtigt gewesen seien; ab Juli 2010 be trage die Arbeitsfähigkeit 30 %, da bei mittelgradiger depressiver Störung mit anhaltender somatoformer Schmerzstörung und zugrundeliegenden kombinier ten Persönlichkeitsstörungen die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibi lität, der Antrieb, die Interessen, die Motivation, die Kontaktfähigkeit und die Dauerbelastbarkeit erheblich beeinträchtigt seien (S. 25 Ziff. 9.1). Aus orthopädischer Sicht seien seit jeher körperlich leichte Tätigkeiten zu 100 % zumutbar, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könn ten, nicht mit häufigem Gehen auf unebenem Boden, Treppen, Leitern sowie schrägen Ebenen verbunden seien, bei denen nicht häufig kniende Positionen eingenommen und Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden müssten (S. 8 Ziff. 5.6). Die von den Ärzten der Rehaklinik A.___ attestierte volle Arbeitsfähigkeit könne unterstützt werden, nachdem das kurz davor durchgeführte MRI keinen pathologischen Befund des linken Kniegelenks erge ben habe (S. 9 Ziff. 5.7, S. 25 Ziff. 9.3). 3.4.4 Von 2008 bis Juni 2010 zu 90 % und ab Juli 2010 zu 40 % zumutbar seien Tätig keiten entsprechend dem orthopädischen Anforderungsprofil, sowie geistig einfache Arbeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung (S. 25 Ziff. 9.2). 3.4.5 Im psychiatrischen Teil des Gutachtens wurde unter anderem ausgeführt, es sei eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung anzunehmen und es bestehe zu sätzlich seit etwa Juli 2010 eine mittelgradige depressive Störung. Es sei damit eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer anzunehmen, die zu einer Beeinträchtigung der Schmerzverarbeitung und - be wältigung führe. Damit verfüge der Versicherte nicht ausreichend über die not wendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen und es seien diese mit einer zumutbaren Willensanstrengung nur eingeschränkt überwindbar. Hinzu kämen weitere massgebende Faktoren wie ein mehrjähriger chronifizier ter Krankheitsverlauf mit progredienter Symptomatik, ein verfestigter, thera peutisch bisher wenig beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbe wältigung, und es führten diese Faktoren zu einer weiteren Einschränkung der zumutbaren Willensanstrengung zur Schmerzüberwindung (S. 13 Ziff. 3.5.4). 3. 5 Am 13. Dezember 2011 äusserte sich der orthopädische Gutachter unter Bezug nahme auf den Bericht über eine im Juni 2011 erfolgte kreisärztliche Untersu chung noch einmal zur Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/73). In der angestammten Tätig keit betrage sie, wie im Gutachten festgehalten, 40 % ; adaptierte Tätigkeiten seien aus rein orthopädischer Sicht zu 100 % zumutbar (Ziff. 2). 3.6 D ipl. med. E.___, Facharzt Neurologie, Facharzt Psychiatrie und Psycho therapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, führte gemäss Feststellungsblatt vom 30. Juli 2012 ( Urk. 8/80) am 6. Februar 2012 unter anderem aus, anhand des Psychostatus im Gutachten lasse sich eine mit telschwere depressive Episode nach ICD-10 nicht nachvollziehen, da zwar die depressive Symptomatik, jedoch weder ein Interesse- noch ein Antriebsverlust beschrieben sei en. Der Tagesablauf sei für einen Versicherten mit Migrations hintergrund, schlechter Bildung und wenigen sozialen Kontakten bei fehlender Integration durchaus als normal anzusehen. Die psychischen Beschwerden ent sprächen eher einer Dysthymia, welche sich infolge der ungenügenden Bewälti gung der alltäglichen Probleme ergeben habe. In seiner Argumentation betref fend Defizite (Kapitel 3.5.2) könne dem Gutachter durchaus gefolgt werden, bis auf die genannten Diagnosen ausser der Schmerzstörung; insgesamt sei auch das Kapitel zur zumutbaren Willensan strengung (3.5.4) nachvollziehbar (S. 8 oben). Versicherungspsychiatrisch gehöre die vorliegende Diagnose ( somatoforme Schmerzstörung) „ zu den ätiologisch - pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Den vorliegenden Akten sind keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, welche aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit in ei ner angepassten Tätigkeit begründen könnten. Es liegen keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität ausreichender Schwere oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor, bis auf eine eingeschränkte Psycho therapiefähigkeit “ (S. 8 Mitte). Gestützt auf diese Beurteilung ging die Beschwerdegegnerin von einer Ar - beitsfä higkeit von 100 % in angepasster Tätigkeit ab August 2010 aus (S. 8 unten). 4. 4.1 In somatischer Hinsicht ist mit den Parteien davon auszugehen, dass für - näher umschriebene - leidensangepasste Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit be steht. 4.2 In psychiatrischer Hinsicht liegen ausgesprochen divergente Beurteilungen vor. So wurde 2008 von behandelnder Seite eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion diagnostiziert und ausgeführt, aufgrund der depressiven Symptomatik sei von einer teilweisen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus zugehen (vorstehend E. 3.2). Im Rahmen des psychosomatischen Konsiliums während des stationären Aufenthalts in der Rehaklinik A.___ wurde sodann 2009 keine psychische Störung von Krankheitswert, sondern ein dysfunktiona les Überzeugungs- und Bewältigungsmuster (Symptomausweitung) konstatiert (vorstehend E. 3.3). Im von der Beschwerdegegnerin veranlassten Gutachten wurden 2011 eine mittelgradige depressive Störung, eine anhaltende somato forme Schmerzstörung sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung diagnos tiziert (vorstehend E. 3.4.2) und damit eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 40 % begründet (vorstehend E. 3.4.4 ). Seitens des RAD wurde 2012 sodann ausgeführt, es dürfte sich eher um eine Dysthymia als um eine mittelschwere depressive Episode handeln, und (im Ergebnis) bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (vorstehend 3.5). 4.3 Auf die psychiatrische Beurteilung im von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten kann nicht abgestellt werden. Erstens ist die Frage, ob eine fachärztlich festgestellte psychische Komorbidität von hinreichender Schwere, Ausprägung und Dauer ist, von der Rechtsanwen dung und nicht vom psychiatrischen Gutachter zu beantworten (vorstehend E. 1.4). Nachdem von Seiten des RAD in Zweifel gezogen wurde, ob - wie im Gut achten diagnostiziert - überhaupt eine mittelsch were depressive Episode vor liegt, lässt sich dieser Mangel auch nicht dadurch beheben, dass die Rechtsan wendung die entsprechende Beurteilung sozusagen nachholt. Zweitens gilt hinsichtlich der alternativen Kriterien (die allerdings nur zu prüfen sind, wenn keine relevante Komorbidität vorliegt) eine vergleichbare Auftei lung: Der Gutachter hat zu berichten, welche Fakten dazu vorliegen; die Rechts anwendung beurteilt deren Intensität und Konstanz und zieht den entsprechen den Schluss (vorstehend E. 1.4). Vor diesem Hintergrund erweisen sich die ent sprechenden Ausführungen im Gutachten (vorstehend E. 3.4.5) als nicht ver wertbar, denn es handelt sich da bei um die wertende Schlussfolgerung, welche nicht der Medizin, sondern der Rechtsanwendung obliegt, und dabei weitestge he nd um nicht mehr als die praktisch wörtliche Wieder holung der in der Rechtsprechung verwendeten Formeln. Inhaltlich e Sachverhaltsangaben zu den einzelnen Kriterien (welche der Rechtsanwendung eine Beurteilung ermöglichen würden) finden sich dabei keine. 4.4 Die vom RAD-Arzt vorgenommene Beurteilung (vorstehend E. 3.6) bildet im Lichte der massgebenden Rechtsprechung ebenfalls keine verwertbare Entschei dungsgrundlage. Sie ist in sich widersprüchlich: Einerseits bezeichnete der RAD-Arzt das Kapitel im Gutachten zur Zumutbarkeit der Willensan strengung (in welchem diese verneint wurde) als nachvollziehbar, andererseits führte er aus, es lägen keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor, womit er die Frage der Zu mutbarkeit de facto bejahte. Der entscheidende Mangel besteht darin, dass hinsichtlich der beim gegebenen unklaren Beschwerdebild massgebenden Kriterien - wohl auch weil das einge holte Gutachten dazu höchstens spärliche Informationen enthält - keinerl ei Fakten angeführt wurden. Dementsprechend fehlt es auch an einer wertenden Würdigung, welche alleine den Schluss erlauben würde, die Kriterien seien er füllt oder nicht erfüllt (was zudem Sache der Rechtsanwendung, nicht der medi zinischen Beurteilung, wäre). Zusammengefasst fehlt es der Schlussfolgerung durch den RAD-Arzt an jegli cher substantieller Begründung, was angesichts des entscheidwesentlichen Stel lenwerts der dabei angeführten Kriterien (vorstehend E. 1.5) besonders ins Ge wicht fällt. Wenn die Beschwerdegegnerin von den Schlussfolgerungen eines von ihr einge holten Gutachtens abweichen will, genügt dafür die Verwendung von einigen formelhafte n Wendungen nicht, sondern sie müsste dafür im Gegenteil eine sehr gute, materiell fundierte Begründung anführen. 4.5 Hinsichtlich der psychiatrischen Aspekte liegen somit keine verwertbaren medi - zi nischen Beurteilungen vor. Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung - in Gutheissung der Be schwerde - aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen, damit sie eine aussagekräftige psychiatrische Beurteilung veranlasse, gestützt darauf im Rahmen der Rechtsanwendung die versicherungsrechtliche Relevanz allfälliger Beeinträchtigungen beurteile, und sodann neu verfüge. 5. 5.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 7 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Dem obsiegenden und anwaltlic h vertretenen Beschwerdeführer steht eine Pro - zessentschädigung zu. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (§ 34 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Der Rechtsvertreter macht mit Honorarnote vom 18. März 2014 einen Aufwand von 8 Stunden und 5 Minuten geltend (Urk. 19/2). Diese Aufwendungen erscheinen als angemessen, so dass dem Beschwerdeführer dafür in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 200.-- eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘745.95 (inklusive Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist. 5.3 Bei diesem Ausgang erweist sich der Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsvertretung ( Urk. 1 S. 1 Ziff. 4) als gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 6. Oktober 2012 aufgehoben und die Sache wird an diese zurückgewiesen, damit sie, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägun gen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent - schä digung von Fr. 1‘745.95 (inkl. MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Georg Engeli - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2012.01247 IV.2012.01247

IV.2012.01247 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Käch

Ersatzrichterin Lienhard

Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Urteil vom 19. März 2014

Urteil vom 19. März 2014 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Georg Engeli

vertreten durch Rechtsanwalt Georg Engeli Würgler & Partner Rechtsanwälte

Würgler & Partner Rechtsanwälte Merkurstrasse 25, Postfach 2575, 8401 Winterthur

Merkurstrasse 25, Postfach 2575, 8401 Winterthur gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1960, zog sich am 10. März 2008 eine Verletzung am linken Knie zu ( Urk. 8/6/29 Ziff. 4-9 ; Urk. 8/6/6 ) und meldete sich am 16. September 2008 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/2).

1. X.___, geboren 1960, zog sich am 10. März 2008 eine Verletzung am linken Knie zu ( Urk. 8/6/29 Ziff. 4-9 ; Urk. 8/6/6 ) und meldete sich am 16. September 2008 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, stellte dem Versi cherten mit Vorbescheid vom 25. November 2009 die Zusprache einer ganzen befristeten Rente von April bis September 2009 in Aussicht ( Urk. 8/25). Dage gen erhob der Versicherte Einwände ( Urk. 8/29, Urk. 8/34), worauf die IV-Stelle unter anderem ein Gutachten einholte, das am 28. März 2011 erstattet wurde ( Urk. 8/64). Am 13. Dezember 2013 beantwortete einer der Gutachter Zusatzfra gen ( Urk. 8/73).

Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, stellte dem Versi cherten mit Vorbescheid vom 25. November 2009 die Zusprache einer ganzen befristeten Rente von April bis September 2009 in Aussicht ( Urk. 8/25). Dage gen erhob der Versicherte Einwände ( Urk. 8/29, Urk. 8/34), worauf die IV-Stelle unter anderem ein Gutachten einholte, das am 28. März 2011 erstattet wurde ( Urk. 8/64). Am 13. Dezember 2013 beantwortete einer der Gutachter Zusatzfra gen ( Urk. 8/73). Mit neuem Vorbescheid vom 30. Juli 2012 stellte die IV-Stelle in Aussicht, ei nen Rentenan spruch zu verneinen ( Urk. 8/81), wogegen der Versicherte Ein wände erhob ( Urk. 8/84, Urk. 8/86). Mit Verfügung vom 26. Oktober 2012 ver neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch ( Urk. 8/88 = Urk. 2).

Mit neuem Vorbescheid vom 30. Juli 2012 stellte die IV-Stelle in Aussicht, ei nen Rentenan spruch zu verneinen ( Urk. 8/81), wogegen der Versicherte Ein wände erhob ( Urk. 8/84, Urk. 8/86). Mit Verfügung vom 26. Oktober 2012 ver neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch ( Urk. 8/88 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 26. Oktober 2012 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 27. November 2012 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben, es sei ihm eine ganze Rente ab März 2009 zuzusprechen, eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (S. 1 Ziff. 1-3). Ferner beantragte er die un entgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 1 Ziff. 4).

2. Gegen die Verfügung vom 26. Oktober 2012 ( Urk. 2) erhob der Versicherte am 27. November 2012 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben, es sei ihm eine ganze Rente ab März 2009 zuzusprechen, eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (S. 1 Ziff. 1-3). Ferner beantragte er die un entgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 1 Ziff. 4). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2013 ( Urk. 7) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde.

Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2013 ( Urk. 7) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 1. März 2013 wurde der Antrag auf einen zweiten Schriftenwechsel ( Urk. 1 S. 1 Ziff. 5) abgewiesen ( Urk. 14). Am 16. April 2013 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbericht ( Urk. 17) ein (Urk. 16, der am 24. Juni 2013 der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 18).

Mit Gerichtsverfügung vom 1. März 2013 wurde der Antrag auf einen zweiten Schriftenwechsel ( Urk. 1 S. 1 Ziff. 5) abgewiesen ( Urk. 14). Am 16. April 2013 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbericht ( Urk. 17) ein (Urk. 16, der am 24. Juni 2013 der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 18). 3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) verneinte mit Verfügung vom 2 2. September 2011 und Einspracheentscheid vom 9. Juli 2012 ( Urk. 8/77) einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (mangels Erheblichkeit; S. 3 lit. L) und auf eine Invalidenrente (bei einem Invaliditätsgrad von rund 1 % ; S. 12 f. Ziff. 6c).

3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) verneinte mit Verfügung vom 2 2. September 2011 und Einspracheentscheid vom 9. Juli 2012 ( Urk. 8/77) einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (mangels Erheblichkeit; S. 3 lit. L) und auf eine Invalidenrente (bei einem Invaliditätsgrad von rund 1 % ; S. 12 f. Ziff. 6c). Die dagegen beim hiesigen Gericht erhobene Beschwerde wurde am 20. Juni 2013 zurückgezogen, worauf das entsprechende Verfahren (Nr. UV.2012.000201) am 24. Juni 2013 abgeschrieben wurde.

Die dagegen beim hiesigen Gericht erhobene Beschwerde wurde am 20. Juni 2013 zurückgezogen, worauf das entsprechende Verfahren (Nr. UV.2012.000201) am 24. Juni 2013 abgeschrieben wurde. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor den wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor den wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.3 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli che Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück bildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigu ng (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter schiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Vo raussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352).

1.3 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli che Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück bildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigu ng (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter schiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Vo raussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352). 1.4 Zu den vorab von der Medizin zu treffenden Tatsachenfeststellungen zählt, ob eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (oder ein damit vergleichbarer syndromaler Zustand) vorliegt, und bejahendenfalls, ob eine psychische Komor bidität oder weitere Umstände gegeben sind, welche die Schmerzbewältigung behindern. Von der Rechtsanwendung hingegen ist zu beurteilen, ob eine fest gestellte psychische Komorbidität hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung und somit auf eine invalidi sierende Gesundheitsschädigung zu gestatten (vgl. BGE 137 V 64 E. 1.2).

1.4 Zu den vorab von der Medizin zu treffenden Tatsachenfeststellungen zählt, ob eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (oder ein damit vergleichbarer syndromaler Zustand) vorliegt, und bejahendenfalls, ob eine psychische Komor bidität oder weitere Umstände gegeben sind, welche die Schmerzbewältigung behindern. Von der Rechtsanwendung hingegen ist zu beurteilen, ob eine fest gestellte psychische Komorbidität hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung und somit auf eine invalidi sierende Gesundheitsschädigung zu gestatten (vgl. BGE 137 V 64 E. 1.2). 1.5 Allein auf der Grundlage eines pathogenetisch -ätiologisch unklaren syndroma len Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage (kurz: unklares Beschwerdebild) lässt sich die Vermutung, die versicherte Person sei erwerbsfä hig und es liege keine invalidisierende Beeinträchtigung vor, in der Regel nicht widerlegen. Die Rechtsprechung hat deshalb die Voraussetzungen umschrieben, unter denen sich eine Arbeitsunfähigkeit dennoch nachweisen lässt ( vorstehend E. 1.3 ). Die dort genannten Kriterien lassen mit anderen Worten den Gegenbe weis der Arbeitsunfähigkeit bei diagnostizierten unklaren Beschwerden zu (BGE 139 V 547 E. 9.1).

1.5 Allein auf der Grundlage eines pathogenetisch -ätiologisch unklaren syndroma len Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage (kurz: unklares Beschwerdebild) lässt sich die Vermutung, die versicherte Person sei erwerbsfä hig und es liege keine invalidisierende Beeinträchtigung vor, in der Regel nicht widerlegen. Die Rechtsprechung hat deshalb die Voraussetzungen umschrieben, unter denen sich eine Arbeitsunfähigkeit dennoch nachweisen lässt ( vorstehend E. 1.3 ). Die dort genannten Kriterien lassen mit anderen Worten den Gegenbe weis der Arbeitsunfähigkeit bei diagnostizierten unklaren Beschwerden zu (BGE 139 V 547 E. 9.1). Dabei kommt einer fachgerechten Abklärung b esondere Bedeutung zu. Es ist einleuchtend darzutun, aus welchen Gründen ein unklares Beschwerdebild di agnostiziert wurde und weshalb die klinisch psychiatrische Untersuchung keine nachvollziehbaren und in Bezug auf deren invalidisierende Folgen objektivier baren Störungsbilder ergeben hat. Der aus der Diagnosestellung resultierende Rechtsnachteil der bleibenden Beweislast bedingt eine fachgerechte und aktuelle Untersuchung, welche die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine Be gutachtung erfüllt (BGE 139 V 347 E. 9.2.1).

Dabei kommt einer fachgerechten Abklärung b esondere Bedeutung zu. Es ist einleuchtend darzutun, aus welchen Gründen ein unklares Beschwerdebild di agnostiziert wurde und weshalb die klinisch psychiatrische Untersuchung keine nachvollziehbaren und in Bezug auf deren invalidisierende Folgen objektivier baren Störungsbilder ergeben hat. Der aus der Diagnosestellung resultierende Rechtsnachteil der bleibenden Beweislast bedingt eine fachgerechte und aktuelle Untersuchung, welche die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine Be gutachtung erfüllt (BGE 139 V 347 E. 9.2.1). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, gemäss ärztlicher Beurteilung seien dem Beschwerdeführer seit Ablauf der Wartezeit per 10. März 2009 leichte alternative Tätigkeiten in Wechselbelastung zumutbar (S. 2 oben). Den statistischen Tabellenlohn verminderte sie wegen ei nes unterdurchschnittlichen Valideneinkommens um 27 % und um einen lei densbedingten Abzug von 5 %, womit ein Invaliditätsgrad von 7 % resultierte (S. 2 Mitte).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, gemäss ärztlicher Beurteilung seien dem Beschwerdeführer seit Ablauf der Wartezeit per 10. März 2009 leichte alternative Tätigkeiten in Wechselbelastung zumutbar (S. 2 oben). Den statistischen Tabellenlohn verminderte sie wegen ei nes unterdurchschnittlichen Valideneinkommens um 27 % und um einen lei densbedingten Abzug von 5 %, womit ein Invaliditätsgrad von 7 % resultierte (S. 2 Mitte). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, gemäss dem eingeholten Gutachten bestehe aus psychiatrischer Sicht für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von (lediglich) 40 % ( Urk. 1 S. 2 Mitte); ferner äusserte er sich zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit.

2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, gemäss dem eingeholten Gutachten bestehe aus psychiatrischer Sicht für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von (lediglich) 40 % ( Urk. 1 S. 2 Mitte); ferner äusserte er sich zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. 2.3 Strittig und zu prüfen sind somit Arbeitsfähigkeit und Invaliditätsgrad sowie ein allfälliger Rentenanspruch.

2.3 Strittig und zu prüfen sind somit Arbeitsfähigkeit und Invaliditätsgrad sowie ein allfälliger Rentenanspruch. 3.

3. 3.1 Dr. med. Y.___, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, führte in seinem Be richt vom 18. September 2008 ( Urk. 8/15/7-8) aus, der Beschwerdeführer stehe seit Mai 2007 in seiner hausärztlichen Behandlung ( lit. D.1). Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( lit. A.1):

3.1 Dr. med. Y.___, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, führte in seinem Be richt vom 18. September 2008 ( Urk. 8/15/7-8) aus, der Beschwerdeführer stehe seit Mai 2007 in seiner hausärztlichen Behandlung ( lit. D.1). Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( lit. A.1): - persistierende Knieschmerzen links mit / bei Distorsion des Knies, Status nach Kniearthroskopie (KAS) mit lateraler Teilmeniskusentfernung (TME) vom 28. April 2008

persistierende Knieschmerzen links mit / bei Distorsion des Knies, Status nach Kniearthroskopie (KAS) mit lateraler Teilmeniskusentfernung (TME) vom 28. April 2008 - depressive Episoden bei / mit sehr ungünstigen psychosozialen Verhält - nis sen

depressive Episoden bei / mit sehr ungünstigen psychosozialen Verhält nis sen - chronisch rezidivierendes Lumbovertebralsyndrom

chronisch rezidivierendes Lumbovertebralsyndrom Er attestierte in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit 10. Mär z 2008 ( lit. B) und führte unter anderem aus, im Vordergrund der Behandlung stünden die depressiven Episoden bei/mit ungünstigen psychosozi alen Verhältnissen wie Anpassungsstörung, Arbeitslosigkeit und Ehekonfliktsi tuation ( lit. D).

Er attestierte in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit 10. Mär z 2008 ( lit. B) und führte unter anderem aus, im Vordergrund der Behandlung stünden die depressiven Episoden bei/mit ungünstigen psychosozi alen Verhältnissen wie Anpassungsstörung, Arbeitslosigkeit und Ehekonfliktsi tuation ( lit. D). 3.2 Die Ärzte der Z.___ führten in ihrem Bericht vom 20. Oktober 2008 ( Urk. 8/18) aus, sie behandelten den Beschwerdeführer seit dem 27. Mai 2008 (Ziff. 4.1), und nannten folgende Diagnose mit Auswir kungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2.1):

3.2 Die Ärzte der Z.___ führten in ihrem Bericht vom 20. Oktober 2008 ( Urk. 8/18) aus, sie behandelten den Beschwerdeführer seit dem 27. Mai 2008 (Ziff. 4.1), und nannten folgende Diagnose mit Auswir kungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2.1): - Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) im Rahmen einer komplexen psychosozialen Belastungssituation ( Knie unfall, Kündigung der Arbeitsstelle und Ehekonflikt; F43.21) Differenti aldiagnose (DD) F32.11

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) im Rahmen einer komplexen psychosozialen Belastungssituation ( Knie unfall, Kündigung der Arbeitsstelle und Ehekonflikt; F43.21) Differenti aldiagnose (DD) F32.11 Zur Arbeitsfähigkeit führten sie aus, diese sei in erster Linie aus somatischer Sicht zu beurteilen; aufgrund der depressiven Symptomatik sei von einer teil weisen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen (Ziff. 3).

Zur Arbeitsfähigkeit führten sie aus, diese sei in erster Linie aus somatischer Sicht zu beurteilen; aufgrund der depressiven Symptomatik sei von einer teil weisen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen (Ziff. 3). In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit halbtags zumutbar (Ziff. 6.2).

In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit halbtags zumutbar (Ziff. 6.2). 3.3 Vom 9. bis 30. Juli 2009 weilte der Beschwerdeführer stationär in der Rehakli nik A.___ (vgl. 8/67/244-251).

3.3 Vom 9. bis 30. Juli 2009 weilte der Beschwerdeführer stationär in der Rehakli nik A.___ (vgl. 8/67/244-251). Im Bericht vom 21. Juli 2009 über ein am 16. Juli 2009 erfolgtes psychosomati sches Konsilium ( Urk. 8/67/252-255) wurde betreffend psychopathologische Di agnose ausgeführt (S. 1 Mitte): „ Keine psychische Störung von Krankheitswert (lediglich leichte affektive Auslenkung, vermehrte Reizbarkeit). A uf der Verhal tensebene imponiert ein dysfunktionales Überzeugungs- und Bewältigungs muster (Symptomausweitung) mit expressivem Schmerzverhalten, katastro phierenden Kognitionen, Selbstlimitierung und Schonverhalten bei schwieriger psychosozialer Situation (Stellenverlust, Ehefrau bereits IV-berentet, schlechte Integration mit fehlenden Deutschkenntnissen).“

Im Bericht vom 21. Juli 2009 über ein am 16. Juli 2009 erfolgtes psychosomati sches Konsilium ( Urk. 8/67/252-255) wurde betreffend psychopathologische Di agnose ausgeführt (S. 1 Mitte): „ Keine psychische Störung von Krankheitswert (lediglich leichte affektive Auslenkung, vermehrte Reizbarkeit). A uf der Verhal tensebene imponiert ein dysfunktionales Überzeugungs- und Bewältigungs muster (Symptomausweitung) mit expressivem Schmerzverhalten, katastro phierenden Kognitionen, Selbstlimitierung und Schonverhalten bei schwieriger psychosozialer Situation (Stellenverlust, Ehefrau bereits IV-berentet, schlechte Integration mit fehlenden Deutschkenntnissen).“ 3.4

3.4 3.4.1 Am 28. März 2011 erstatteten Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH für Ortho pädische Chirurgie FMH, und Dr. med. C.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie, D.___, ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin ( Urk. 8/64/1-27). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 2 ff.), die Angaben des Beschwerdeführers ( S. 4 f.) und die von ihnen am 9. März 2011 unter Beizug ei ner Dolmetscherin (S. 2 Ziff. 1.2) erhobenen Befunde (S. 5 ff.).

3.4.1 Am 28. März 2011 erstatteten Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH für Ortho pädische Chirurgie FMH, und Dr. med. C.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie, D.___, ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin ( Urk. 8/64/1-27). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 2 ff.), die Angaben des Beschwerdeführers ( S. 4 f.) und die von ihnen am 9. März 2011 unter Beizug ei ner Dolmetscherin (S. 2 Ziff. 1.2) erhobenen Befunde (S. 5 ff.). 3.4.2 Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit (S. 24 Ziff. 8.1):

3.4.2 Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig keit (S. 24 Ziff. 8.1): - Läsion des medialen Meniskus bei Status nach lateraler Teilmeniskekto mie April 2008 und subtotaler lateraler Meniskektomie mit Entfernung eines anterolateralen Ganglions Juni 2010 links bei reduziertem femoro tibialen Align e ment

Läsion des medialen Meniskus bei Status nach lateraler Teilmeniskekto mie April 2008 und subtotaler lateraler Meniskektomie mit Entfernung eines anterolateralen Ganglions Juni 2010 links bei reduziertem femoro tibialen Align e ment - mittelgradige depressive Störung, bestehend seit etwa Juli 2010 bei Zu stand nach Anpassungsstörung nach längerer depressiver Reaktion, be stehend seit April 2008 ( F33.10, F43.21)

mittelgradige depressive Störung, bestehend seit etwa Juli 2010 bei Zu stand nach Anpassungsstörung nach längerer depressiver Reaktion, be stehend seit April 2008 ( F33.10, F43.21) - anhaltende somatoforme Schmerzstörung, bestehend seit mindestens Juli 2010 (F45.4)

anhaltende somatoforme Schmerzstörung, bestehend seit mindestens Juli 2010 (F45.4) - kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen histrionischen, passiv ag gressiven Persönlichkeitszügen, bestehend seit Jahren (F61.0)

kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen histrionischen, passiv ag gressiven Persönlichkeitszügen, bestehend seit Jahren (F61.0) 3.4.3 Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer Sanitärinstallateurfirma betrage 75 % von 2006 bis Juni 2010, nachdem durch die Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion als leichter psychi scher Störung die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität und die Dauerbelastbarkeit nur gering beeinträchtigt gewesen seien; ab Juli 2010 be trage die Arbeitsfähigkeit 30 %, da bei mittelgradiger depressiver Störung mit anhaltender somatoformer Schmerzstörung und zugrundeliegenden kombinier ten Persönlichkeitsstörungen die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibi lität, der Antrieb, die Interessen, die Motivation, die Kontaktfähigkeit und die Dauerbelastbarkeit erheblich beeinträchtigt seien (S. 25 Ziff. 9.1).

3.4.3 Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer Sanitärinstallateurfirma betrage 75 % von 2006 bis Juni 2010, nachdem durch die Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion als leichter psychi scher Störung die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität und die Dauerbelastbarkeit nur gering beeinträchtigt gewesen seien; ab Juli 2010 be trage die Arbeitsfähigkeit 30 %, da bei mittelgradiger depressiver Störung mit anhaltender somatoformer Schmerzstörung und zugrundeliegenden kombinier ten Persönlichkeitsstörungen die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibi lität, der Antrieb, die Interessen, die Motivation, die Kontaktfähigkeit und die Dauerbelastbarkeit erheblich beeinträchtigt seien (S. 25 Ziff. 9.1). Aus orthopädischer Sicht seien seit jeher körperlich leichte Tätigkeiten zu 100 % zumutbar, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könn ten, nicht mit häufigem Gehen auf unebenem Boden, Treppen, Leitern sowie schrägen Ebenen verbunden seien, bei denen nicht häufig kniende Positionen eingenommen und Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden müssten (S. 8 Ziff. 5.6). Die von den Ärzten der Rehaklinik A.___ attestierte volle Arbeitsfähigkeit könne unterstützt werden, nachdem das kurz davor durchgeführte MRI keinen pathologischen Befund des linken Kniegelenks erge ben habe (S. 9 Ziff. 5.7, S. 25 Ziff. 9.3).

Aus orthopädischer Sicht seien seit jeher körperlich leichte Tätigkeiten zu 100 % zumutbar, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könn ten, nicht mit häufigem Gehen auf unebenem Boden, Treppen, Leitern sowie schrägen Ebenen verbunden seien, bei denen nicht häufig kniende Positionen eingenommen und Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden müssten (S. 8 Ziff. 5.6). Die von den Ärzten der Rehaklinik A.___ attestierte volle Arbeitsfähigkeit könne unterstützt werden, nachdem das kurz davor durchgeführte MRI keinen pathologischen Befund des linken Kniegelenks erge ben habe (S. 9 Ziff. 5.7, S. 25 Ziff. 9.3). 3.4.4 Von 2008 bis Juni 2010 zu 90 % und ab Juli 2010 zu 40 % zumutbar seien Tätig keiten entsprechend dem orthopädischen Anforderungsprofil, sowie geistig einfache Arbeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung (S. 25 Ziff. 9.2).

3.4.4 Von 2008 bis Juni 2010 zu 90 % und ab Juli 2010 zu 40 % zumutbar seien Tätig keiten entsprechend dem orthopädischen Anforderungsprofil, sowie geistig einfache Arbeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung (S. 25 Ziff. 9.2). 3.4.5 Im psychiatrischen Teil des Gutachtens wurde unter anderem ausgeführt, es sei eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung anzunehmen und es bestehe zu sätzlich seit etwa Juli 2010 eine mittelgradige depressive Störung. Es sei damit eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer anzunehmen, die zu einer Beeinträchtigung der Schmerzverarbeitung und - be wältigung führe. Damit verfüge der Versicherte nicht ausreichend über die not wendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen und es seien diese mit einer zumutbaren Willensanstrengung nur eingeschränkt überwindbar. Hinzu kämen weitere massgebende Faktoren wie ein mehrjähriger chronifizier ter Krankheitsverlauf mit progredienter Symptomatik, ein verfestigter, thera peutisch bisher wenig beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbe wältigung, und es führten diese Faktoren zu einer weiteren Einschränkung der zumutbaren Willensanstrengung zur Schmerzüberwindung (S. 13 Ziff. 3.5.4).

3.4.5 Im psychiatrischen Teil des Gutachtens wurde unter anderem ausgeführt, es sei eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung anzunehmen und es bestehe zu sätzlich seit etwa Juli 2010 eine mittelgradige depressive Störung. Es sei damit eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer anzunehmen, die zu einer Beeinträchtigung der Schmerzverarbeitung und - be wältigung führe. Damit verfüge der Versicherte nicht ausreichend über die not wendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen und es seien diese mit einer zumutbaren Willensanstrengung nur eingeschränkt überwindbar. Hinzu kämen weitere massgebende Faktoren wie ein mehrjähriger chronifizier ter Krankheitsverlauf mit progredienter Symptomatik, ein verfestigter, thera peutisch bisher wenig beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbe wältigung, und es führten diese Faktoren zu einer weiteren Einschränkung der zumutbaren Willensanstrengung zur Schmerzüberwindung (S. 13 Ziff. 3.5.4). 3. 5 Am 13. Dezember 2011 äusserte sich der orthopädische Gutachter unter Bezug nahme auf den Bericht über eine im Juni 2011 erfolgte kreisärztliche Untersu chung noch einmal zur Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/73). In der angestammten Tätig keit betrage sie, wie im Gutachten festgehalten, 40 % ; adaptierte Tätigkeiten seien aus rein orthopädischer Sicht zu 100 % zumutbar (Ziff. 2).

3. 5 Am 13. Dezember 2011 äusserte sich der orthopädische Gutachter unter Bezug nahme auf den Bericht über eine im Juni 2011 erfolgte kreisärztliche Untersu chung noch einmal zur Arbeitsfähigkeit ( Urk. 8/73). In der angestammten Tätig keit betrage sie, wie im Gutachten festgehalten, 40 % ; adaptierte Tätigkeiten seien aus rein orthopädischer Sicht zu 100 % zumutbar (Ziff. 2). 3.6 D ipl. med. E.___, Facharzt Neurologie, Facharzt Psychiatrie und Psycho therapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, führte gemäss Feststellungsblatt vom 30. Juli 2012 ( Urk. 8/80) am 6. Februar 2012 unter anderem aus, anhand des Psychostatus im Gutachten lasse sich eine mit telschwere depressive Episode nach ICD-10 nicht nachvollziehen, da zwar die depressive Symptomatik, jedoch weder ein Interesse- noch ein Antriebsverlust beschrieben sei en. Der Tagesablauf sei für einen Versicherten mit Migrations hintergrund, schlechter Bildung und wenigen sozialen Kontakten bei fehlender Integration durchaus als normal anzusehen. Die psychischen Beschwerden ent sprächen eher einer Dysthymia, welche sich infolge der ungenügenden Bewälti gung der alltäglichen Probleme ergeben habe. In seiner Argumentation betref fend Defizite (Kapitel 3.5.2) könne dem Gutachter durchaus gefolgt werden, bis auf die genannten Diagnosen ausser der Schmerzstörung; insgesamt sei auch das Kapitel zur zumutbaren Willensan strengung (3.5.4) nachvollziehbar (S. 8 oben).

3.6 D ipl. med. E.___, Facharzt Neurologie, Facharzt Psychiatrie und Psycho therapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, führte gemäss Feststellungsblatt vom 30. Juli 2012 ( Urk. 8/80) am 6. Februar 2012 unter anderem aus, anhand des Psychostatus im Gutachten lasse sich eine mit telschwere depressive Episode nach ICD-10 nicht nachvollziehen, da zwar die depressive Symptomatik, jedoch weder ein Interesse- noch ein Antriebsverlust beschrieben sei en. Der Tagesablauf sei für einen Versicherten mit Migrations hintergrund, schlechter Bildung und wenigen sozialen Kontakten bei fehlender Integration durchaus als normal anzusehen. Die psychischen Beschwerden ent sprächen eher einer Dysthymia, welche sich infolge der ungenügenden Bewälti gung der alltäglichen Probleme ergeben habe. In seiner Argumentation betref fend Defizite (Kapitel 3.5.2) könne dem Gutachter durchaus gefolgt werden, bis auf die genannten Diagnosen ausser der Schmerzstörung; insgesamt sei auch das Kapitel zur zumutbaren Willensan strengung (3.5.4) nachvollziehbar (S. 8 oben). Versicherungspsychiatrisch gehöre die vorliegende Diagnose ( somatoforme Schmerzstörung) „ zu den ätiologisch - pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Den vorliegenden Akten sind keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, welche aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit in ei ner angepassten Tätigkeit begründen könnten. Es liegen keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität ausreichender Schwere oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor, bis auf eine eingeschränkte Psycho therapiefähigkeit “ (S. 8 Mitte).

Versicherungspsychiatrisch gehöre die vorliegende Diagnose ( somatoforme Schmerzstörung) „ zu den ätiologisch pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Den vorliegenden Akten sind keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, welche aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit in ei ner angepassten Tätigkeit begründen könnten. Es liegen keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität ausreichender Schwere oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor, bis auf eine eingeschränkte Psycho therapiefähigkeit “ (S. 8 Mitte). Gestützt auf diese Beurteilung ging die Beschwerdegegnerin von einer Ar - beitsfä higkeit von 100 % in angepasster Tätigkeit ab August 2010 aus (S. 8 unten).

Gestützt auf diese Beurteilung ging die Beschwerdegegnerin von einer Ar beitsfä higkeit von 100 % in angepasster Tätigkeit ab August 2010 aus (S. 8 unten). 4.

4. 4.1 In somatischer Hinsicht ist mit den Parteien davon auszugehen, dass für - näher umschriebene - leidensangepasste Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit be steht.

4.1 In somatischer Hinsicht ist mit den Parteien davon auszugehen, dass für - näher umschriebene - leidensangepasste Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit be steht. 4.2 In psychiatrischer Hinsicht liegen ausgesprochen divergente Beurteilungen vor. So wurde 2008 von behandelnder Seite eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion diagnostiziert und ausgeführt, aufgrund der depressiven Symptomatik sei von einer teilweisen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus zugehen (vorstehend E. 3.2). Im Rahmen des psychosomatischen Konsiliums während des stationären Aufenthalts in der Rehaklinik A.___ wurde sodann 2009 keine psychische Störung von Krankheitswert, sondern ein dysfunktiona les Überzeugungs- und Bewältigungsmuster (Symptomausweitung) konstatiert (vorstehend E. 3.3). Im von der Beschwerdegegnerin veranlassten Gutachten wurden 2011 eine mittelgradige depressive Störung, eine anhaltende somato forme Schmerzstörung sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung diagnos tiziert (vorstehend E. 3.4.2) und damit eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 40 % begründet (vorstehend E. 3.4.4 ). Seitens des RAD wurde 2012 sodann ausgeführt, es dürfte sich eher um eine Dysthymia als um eine mittelschwere depressive Episode handeln, und (im Ergebnis) bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (vorstehend 3.5).

4.2 In psychiatrischer Hinsicht liegen ausgesprochen divergente Beurteilungen vor. So wurde 2008 von behandelnder Seite eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion diagnostiziert und ausgeführt, aufgrund der depressiven Symptomatik sei von einer teilweisen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus zugehen (vorstehend E. 3.2). Im Rahmen des psychosomatischen Konsiliums während des stationären Aufenthalts in der Rehaklinik A.___ wurde sodann 2009 keine psychische Störung von Krankheitswert, sondern ein dysfunktiona les Überzeugungs- und Bewältigungsmuster (Symptomausweitung) konstatiert (vorstehend E. 3.3). Im von der Beschwerdegegnerin veranlassten Gutachten wurden 2011 eine mittelgradige depressive Störung, eine anhaltende somato forme Schmerzstörung sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung diagnos tiziert (vorstehend E. 3.4.2) und damit eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 40 % begründet (vorstehend E. 3.4.4 ). Seitens des RAD wurde 2012 sodann ausgeführt, es dürfte sich eher um eine Dysthymia als um eine mittelschwere depressive Episode handeln, und (im Ergebnis) bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (vorstehend 3.5). 4.3 Auf die psychiatrische Beurteilung im von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten kann nicht abgestellt werden.

4.3 Auf die psychiatrische Beurteilung im von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten kann nicht abgestellt werden. Erstens ist die Frage, ob eine fachärztlich festgestellte psychische Komorbidität von hinreichender Schwere, Ausprägung und Dauer ist, von der Rechtsanwen dung und nicht vom psychiatrischen Gutachter zu beantworten (vorstehend E. 1.4). Nachdem von Seiten des RAD in Zweifel gezogen wurde, ob - wie im Gut achten diagnostiziert - überhaupt eine mittelsch were depressive Episode vor liegt, lässt sich dieser Mangel auch nicht dadurch beheben, dass die Rechtsan wendung die entsprechende Beurteilung sozusagen nachholt.

Erstens ist die Frage, ob eine fachärztlich festgestellte psychische Komorbidität von hinreichender Schwere, Ausprägung und Dauer ist, von der Rechtsanwen dung und nicht vom psychiatrischen Gutachter zu beantworten (vorstehend E. 1.4). Nachdem von Seiten des RAD in Zweifel gezogen wurde, ob - wie im Gut achten diagnostiziert - überhaupt eine mittelsch were depressive Episode vor liegt, lässt sich dieser Mangel auch nicht dadurch beheben, dass die Rechtsan wendung die entsprechende Beurteilung sozusagen nachholt. Zweitens gilt hinsichtlich der alternativen Kriterien (die allerdings nur zu prüfen sind, wenn keine relevante Komorbidität vorliegt) eine vergleichbare Auftei lung: Der Gutachter hat zu berichten, welche Fakten dazu vorliegen; die Rechts anwendung beurteilt deren Intensität und Konstanz und zieht den entsprechen den Schluss (vorstehend E. 1.4). Vor diesem Hintergrund erweisen sich die ent sprechenden Ausführungen im Gutachten (vorstehend E. 3.4.5) als nicht ver wertbar, denn es handelt sich da bei um die wertende Schlussfolgerung, welche nicht der Medizin, sondern der Rechtsanwendung obliegt, und dabei weitestge he nd um nicht mehr als die praktisch wörtliche Wieder holung der in der Rechtsprechung verwendeten Formeln. Inhaltlich e Sachverhaltsangaben zu den einzelnen Kriterien (welche der Rechtsanwendung eine Beurteilung ermöglichen würden) finden sich dabei keine.

Zweitens gilt hinsichtlich der alternativen Kriterien (die allerdings nur zu prüfen sind, wenn keine relevante Komorbidität vorliegt) eine vergleichbare Auftei lung: Der Gutachter hat zu berichten, welche Fakten dazu vorliegen; die Rechts anwendung beurteilt deren Intensität und Konstanz und zieht den entsprechen den Schluss (vorstehend E. 1.4). Vor diesem Hintergrund erweisen sich die ent sprechenden Ausführungen im Gutachten (vorstehend E. 3.4.5) als nicht ver wertbar, denn es handelt sich da bei um die wertende Schlussfolgerung, welche nicht der Medizin, sondern der Rechtsanwendung obliegt, und dabei weitestge he nd um nicht mehr als die praktisch wörtliche Wieder holung der in der Rechtsprechung verwendeten Formeln. Inhaltlich e Sachverhaltsangaben zu den einzelnen Kriterien (welche der Rechtsanwendung eine Beurteilung ermöglichen würden) finden sich dabei keine. 4.4 Die vom RAD-Arzt vorgenommene Beurteilung (vorstehend E. 3.6) bildet im Lichte der massgebenden Rechtsprechung ebenfalls keine verwertbare Entschei dungsgrundlage. Sie ist in sich widersprüchlich: Einerseits bezeichnete der RAD-Arzt das Kapitel im Gutachten zur Zumutbarkeit der Willensan strengung (in welchem diese verneint wurde) als nachvollziehbar, andererseits führte er aus, es lägen keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor, womit er die Frage der Zu mutbarkeit de facto bejahte.

4.4 Die vom RAD-Arzt vorgenommene Beurteilung (vorstehend E. 3.6) bildet im Lichte der massgebenden Rechtsprechung ebenfalls keine verwertbare Entschei dungsgrundlage. Sie ist in sich widersprüchlich: Einerseits bezeichnete der RAD-Arzt das Kapitel im Gutachten zur Zumutbarkeit der Willensan strengung (in welchem diese verneint wurde) als nachvollziehbar, andererseits führte er aus, es lägen keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor, womit er die Frage der Zu mutbarkeit de facto bejahte. Der entscheidende Mangel besteht darin, dass hinsichtlich der beim gegebenen unklaren Beschwerdebild massgebenden Kriterien - wohl auch weil das einge holte Gutachten dazu höchstens spärliche Informationen enthält - keinerl ei Fakten angeführt wurden. Dementsprechend fehlt es auch an einer wertenden Würdigung, welche alleine den Schluss erlauben würde, die Kriterien seien er füllt oder nicht erfüllt (was zudem Sache der Rechtsanwendung, nicht der medi zinischen Beurteilung, wäre).

Der entscheidende Mangel besteht darin, dass hinsichtlich der beim gegebenen unklaren Beschwerdebild massgebenden Kriterien - wohl auch weil das einge holte Gutachten dazu höchstens spärliche Informationen enthält - keinerl ei Fakten angeführt wurden. Dementsprechend fehlt es auch an einer wertenden Würdigung, welche alleine den Schluss erlauben würde, die Kriterien seien er füllt oder nicht erfüllt (was zudem Sache der Rechtsanwendung, nicht der medi zinischen Beurteilung, wäre). Zusammengefasst fehlt es der Schlussfolgerung durch den RAD-Arzt an jegli cher substantieller Begründung, was angesichts des entscheidwesentlichen Stel lenwerts der dabei angeführten Kriterien (vorstehend E. 1.5) besonders ins Ge wicht fällt.

Zusammengefasst fehlt es der Schlussfolgerung durch den RAD-Arzt an jegli cher substantieller Begründung, was angesichts des entscheidwesentlichen Stel lenwerts der dabei angeführten Kriterien (vorstehend E. 1.5) besonders ins Ge wicht fällt. Wenn die Beschwerdegegnerin von den Schlussfolgerungen eines von ihr einge holten Gutachtens abweichen will, genügt dafür die Verwendung von einigen formelhafte n Wendungen nicht, sondern sie müsste dafür im Gegenteil eine sehr gute, materiell fundierte Begründung anführen.

Wenn die Beschwerdegegnerin von den Schlussfolgerungen eines von ihr einge holten Gutachtens abweichen will, genügt dafür die Verwendung von einigen formelhafte n Wendungen nicht, sondern sie müsste dafür im Gegenteil eine sehr gute, materiell fundierte Begründung anführen. 4.5 Hinsichtlich der psychiatrischen Aspekte liegen somit keine verwertbaren medi - zi nischen Beurteilungen vor.

4.5 Hinsichtlich der psychiatrischen Aspekte liegen somit keine verwertbaren medi zi nischen Beurteilungen vor. Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung - in Gutheissung der Be schwerde - aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen, damit sie eine aussagekräftige psychiatrische Beurteilung veranlasse, gestützt darauf im Rahmen der Rechtsanwendung die versicherungsrechtliche Relevanz allfälliger Beeinträchtigungen beurteile, und sodann neu verfüge.

Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung - in Gutheissung der Be schwerde - aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen, damit sie eine aussagekräftige psychiatrische Beurteilung veranlasse, gestützt darauf im Rahmen der Rechtsanwendung die versicherungsrechtliche Relevanz allfälliger Beeinträchtigungen beurteile, und sodann neu verfüge. 5.

5. 5.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 7 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

5.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 7 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 5.2 Dem obsiegenden und anwaltlic h vertretenen Beschwerdeführer steht eine Pro - zessentschädigung zu. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (§ 34 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ).

5.2 Dem obsiegenden und anwaltlic h vertretenen Beschwerdeführer steht eine Pro zessentschädigung zu. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (§ 34 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Der Rechtsvertreter macht mit Honorarnote vom 18. März 2014 einen Aufwand von 8 Stunden und 5 Minuten geltend (Urk. 19/2). Diese Aufwendungen erscheinen als angemessen, so dass dem Beschwerdeführer dafür in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 200.-- eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘745.95 (inklusive Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist.

Der Rechtsvertreter macht mit Honorarnote vom 18. März 2014 einen Aufwand von 8 Stunden und 5 Minuten geltend (Urk. 19/2). Diese Aufwendungen erscheinen als angemessen, so dass dem Beschwerdeführer dafür in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 200.-- eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘745.95 (inklusive Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist. 5.3 Bei diesem Ausgang erweist sich der Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsvertretung ( Urk. 1 S. 1 Ziff. 4) als gegenstandslos.

5.3 Bei diesem Ausgang erweist sich der Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsvertretung ( Urk. 1 S. 1 Ziff. 4) als gegenstandslos. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 6. Oktober 2012 aufgehoben und die Sache wird an diese zurückgewiesen, damit sie, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägun gen, neu verfüge.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 6. Oktober 2012 aufgehoben und die Sache wird an diese zurückgewiesen, damit sie, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägun gen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent - schä digung von Fr. 1‘745.95 (inkl. MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 1‘745.95 (inkl. MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Georg Engeli

Rechtsanwalt Georg Engeli - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannTiefenbacher