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Über 6 Millionen Franken fremdes Geld soll ein Anlageberater verprasst haben, der sich am heutigen Donnerstag vor dem Luzerner Kriminalgericht verantworten muss. Der 52-Jährige ist teilgeständig, die Anklage fordert sieben Jahre Gefängnis
Zwischen 2007 und 2015 habe der Beschuldigte ein sogenanntes «Ponzi-System» am Laufen gehalten, hält die Staatsanwaltschaft fest, die dem Mann gewerbsmässigen Betrug und Urkundenfälschung vorwirft. In 28 Fällen hätten ihm vorwiegend Personen aus seinem Familien- und Bekanntenkreis insgesamt 8,7 Millionen Franken anvertraut.
Sie gingen davon aus, dass der Vermögensverwalter ihr Geld mittels Devisenhandel vermehren würde. In einer ersten Phase eröffnete der Beschuldigte für die Kunden Konten bei Tradingbanken, wobei die Vermögenswerte in aller Regel aber rasch durch den Devisenhandel vernichtet oder erheblich reduziert wurden.
Sodann gab er nur noch vor, Konten zu eröffnen, transferierte das Geld seiner Kunden gleich direkt auf das Konto seiner Firma. Zuletzt eröffnete er ein «Geheimkonto», auf das er gemäss Anklage 3,5 Millionen Franken einzahlen liess, die er unter anderem für Leasingraten seines Sportwagens oder Privatkreditraten verwendete, im Sinne eines Pyramidensystems aber auch zur Rückzahlung an Geschädigte.
Um Kunden zu gewinnen habe er Kontoauszüge gefälscht, die seine eigene Handelstätigkeit in einem bessern Licht erschienen liessen. Dasselbe tat er später, um den Verlust der Kunden zu verschleiern.
Erst als der Verein zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen (VQF), dem die Firma des Beschuldigten angeschlossen war, intervenierte, zeigte sich dieser selber an. Wäre dies nicht passiert, wären sämtliche Anlagegelder vernichtet worden, heisst es in der Anklageschrift.