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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Siebtes Buch
IX. Kapitel
52.
1. Aber die gnostische Würde wird noch gesteigert und auf eine noch höhere Stufe durch den emporgeführt, [S. 58] der die Leitung des Unterrichts der übrigen auf sich genommen hat, womit er die Verwaltung des herrlichsten Gutes auf Erden in Wort und Tat übernommen hat, weil er durch sie die enge Vereinigung und Gemeinschaft mit Gott vermittelt.
2. Und wie diejenigen, die irdische Dinge verehren, zu den Götterbildern beten, als könnten sie hören, und die Verträge, die zuverlässig sein sollen, vor ihnen abschließen, so wird in Gegenwart der beseelten Götterbilder, der Menschen, die wahre Herrlichkeit der Lehre von dem glaubwürdigen Lehrer empfangen, und die diesen erwiesene Wohltat wird auf den Herrn selbst zurückgeführt,1 nach dessen Vorbild der wahre Mensch durch seine Erziehung den Menschen, den er zu unterrichten hat, bildet und umgestaltet2 und für das Heil erneuert.
3. Denn wie die Griechen auf Grund einer sprachlichen Übertragung das Eisen Ares3 und den Wein Dionysos4 nennen, so könnte der Gnostiker, der die Rettung der Nächsten für sein eigenes Heil hält, mit Recht beseeltes Bild des Herrn genannt werden, nicht in bezug auf die Eigentümlichkeit der äußeren Gestalt, sondern wegen des Kennzeichens der (gleichen) Wirkung und wegen der Ähnlichkeit der Verkündigung.
1: Vgl. Mt 25,40.
2: Vgl. den Satz des Demokritos Strom. IV 149,4.
3: Vgl. Protr. 64,5.
4: Vgl. ebd. 26,2.