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P-, Q-, R-, S- und T-Wellen werden die aufgezeichneten Herzkurven im EKG genannt. Der QRS-Komplex stellt dabei die Kontraktion der Herzkammern dar. Beim gesunden Herzen zeigt die EKG-Linie einen regelmäßigen Erregungsablauf der Herzvorhöfe und Kammern.
Die gefährlichste Form der Herzrhythmusstörung ist das Kammerflattern-/flimmern. Kammerflimmern kann im allgemeinen nach einem Herzinfarkt auftreten, die Herzkammern schlagen nur noch rasch und unkoordiniert, sie können kein Blut mehr durch den Körper pumpen. Wenn kein normaler Herzrhythmus durch Defibrillieren (Elektrostöße) hergestellt werden kann, führt dieser Zustand rasch zum Tod.
Doch was haben EKG-Ableitungen und Rhythmusstörungen mit der Feuerwehr zu tun?
Laut der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich sollen die Sanitätsabteilungen der Feuerwehren mit einem halbautomatischen Defibrillator ausgerüstet werden. Solche Geräte werden seit 1999 in den Flugzeugen der ehemaligen Swissair eingesetzt und sind auch von Laien einfach zu handhaben. Wichtig ist die Tatsache, dass mittels Stromstössen das tödliche Kammerflimmern innert sechs Minuten unterbrochen werden muss, ansonsten die Überlebenschancen des Patienten drastisch sinken. Die Feuerwehr Opfikon hat trotz des nahen Rettungsdienstes beschlossen, ein solches Gerät anzuschaffen und die FeuerwehrsanitäterInnen auf dem Gebiet der Frühdefibrillation auszubilden. Die Tatsache, dass sich in der Vergangenheit bereits zwei Vorfälle ereigneten, in denen ein solches Gerät hätte wertvolle Dienste leisten können, hat das Kommando im Entscheid bestärkt.