Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03609.jsonl.gz/1195

Share
Fr. 32.50
Witold Gombrowicz
Pornographie
German · Hardback
Shipping usually within 1 to 3 working days
Description
Polen zur Zeit der deutschen Besatzung: Witold und Fryderyk, der fürchterlichen Zustande in der Hauptstadt Warschau überdrüssig, reisen auf das Landgut ihres adeligen Freundes Hipolit. Doch in der landlichen Idylle lauert die Langweile. Warum nicht eine Intrige spinnen? So wird Hipolits sechszehnjahrige Tochter Henia zum Gegenstand eines frivolen Verführungsspiels, das den beiden Intellektuellen als Jungbrunnen dienen soll. Unter ihrer Anleitung verlasst Henia ihren faden Verlobten Waclaw, einen Advokaten, und fallt dem unschuldigen Landarbeiter Karol in die Arme. (Fast) jeder verrat hier jeden, und es kommt noch schlimmer: Was als eine Art erotisches Schachpartie mit lebenden Figuren beginnt, wird zum bitterernsten Spiel mit todlichem Ausgang. Alle wichtigen Themen des großen polnischen Autors sind hier versammelt: die Sehnsucht nach Jugend, die Lust der Reife an der Unreife, die Rebellion gegen gesellschaftliche Zwange und tradierte Formen. Ein klassischer Gombrowicz, vielleicht gar der ebenso brillante wie beklemmende Hohepunkt im Werk dieses großen Stilisten und Provokateurs. Allemal ein Meilenstein der Literatur des 20. Jahrhunderts.
About the author
WITOLD GOMBROWICZ wurde 1904 als Sohn eines Landadeligen in Maloszyce in Polen geboren. 1915 u¿bersiedelte die Familie nach Warschau, wo Gombrowicz nach Abschluss der Schule Jura studierte. Von 1928 bis 1934 arbeitete er an einem Warschauer Gericht, widmete sich jedoch bald ausschließlich der Literatur. 1933 vero¿ffentlichte er den Erza¿hlungsband Memoiren aus der Epoche des Reifens. 1938 erschien Ferdydurke und lo¿ste eine heftige literarische Debatte aus. Im Sommer 1939 wurde Gombrowicz auf einer Reise in Buenos Aires vom Ausbruch des Krieges u¿berrascht. Er blieb 24 Jahre lang in Argentinien, das fu¿r ihn zur zweiten Heimat wurde. In dieser Zeit entstanden fast alle seine Werke, die ab 1950 auf Polnisch in Paris und spa¿ter auch in Warschau vero¿ffentlicht wurden. 1963 kehrte Gombrowicz nach Europa zuru¿ck. 1964 ließ er sich, mit Unterbrechung durch einen einja¿hrigen Aufenthalt in Berlin, im franzo¿sischen Vence nieder, wo er 1969 starb.