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In der aktuellen, wie auch in der kürzlich erschienenen, Fassung sieht IAS 19 die Bewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Barwert vor. Im Treuhänder 11/2011 geht Jan Nesemann (PwC) der Frage nach, was unter einem Fair Value von Pensionsverpflichtungen zu verstehen ist und welche Herausforderungen bei der Bewertung eingebetteter Garantien und Optionen bestehen. Sein Fazit: Die Bewertung von Pensionsverpflichtungen zum Fair Value ist komplex. Grund dafür ist die Tatsache, dass keine aktiven Märkte existieren, auf denen entsprechende Produkte gehandelt werden. Folglich müssten bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts (IFRS 13) aufwendige ökonomische Bewertungsmodelle zum Einsatz kommen. Die nach IAS 19 derzeit vorgeschriebene Methode bewertet die Verpflichtungen nicht zum beizulegenden Zeitwert. Aus Sicht einer fairen Bewertung wäre die Adaption ökonomischer Bewertungsmodelle wünschenswert. Aufgrund ihrer Vielfalt und Komplexität kann keinem der bestehenden Modelle eindeutig der Vorzug gegeben werden. Wenngleich die Umsetzung herausfordernd ist, könnte es bei der zukünftigen Entwicklung des IAS 19 ein sinnvoller Ansatz sein, sich durch eine Kombination von verschiedenen Modellen einer ökonomischen Bewertung anzunähern.