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70 Meter lang und 40 Meter breit ist die "Yara Birkeland". Sie ist das erste autonome Containerschiff, das eine kommerzielle Frachtfahrt unternehmen soll, wie das Unternehmen Yara International bekannt gab.
Der Eigentümer Yara International enthüllte erstmals 2017 den Plan, ein batteriebetriebenes, autonomes Schiff zu bauen, ein Jahr nachdem Norwegen das weltweit erste ausgewiesene Testgebiet für solche Fahrten eröffnet hatte. Das Schiff wurde in Zusammenarbeit mit dem Technologieunternehmen Kongsberg Maritime und dem Schiffbauer Vard entwickelt.
Die "Yara Birkeland" erreicht eine Maximalgeschwindigkeit von 13 Knoten (24 km/h). Betrieben wird sie mit einer 7-MWh-Batterie mit "ungefähr der tausendfachen Kapazität eines Elektroautos", so Jon Sletten, Werksleiter der Yara-Fabrik in Porsgrunn, Norwegen, gegenüber 'CNN'. Die Frachtkapazität beträgt 120 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) – ein TEU entspricht einem 20-Fuss-ISO-Container (6 Meter lang, rund 2,5 Meter hoch und breit).
Video: Youtube
Eigentlich war die erste kommerzielle Fahrt bereits für 2020 geplant gewesen, wegen der Corona-Pandemie aber verschoben worden. Nun soll das Schiff noch in diesem Jahr in See stechen und zwischen den norwegischen Städten Herøya und Brevik verkehren.
Während der Reise befindet sich keine Besatzung an Bord, stattdessen wird die Fahrt von drei Kontrollzentren an Land überwacht. Das Be- und Entladen des Schiffes erfordert zunächst noch Menschen, aber laut Sletten wird dies, einschliesslich des An- und Ablegens des Schiffes, irgendwann auch autonom erfolgen. Die Frachtfahrten der "Yara Birkeland" sollen jährlich rund 40'000 Lastwagenfahrten entlang der norwegischen Küste ersetzen und damit die C02-Emissionen reduzieren.