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Gute Ausgangslage erarbeitet
Dank des guten dritten Ranges in der vergangenen Saison darf Wacker Thun nun in diesem Jahr die Schweiz im EHF European Cup vertreten. Die erste Auslosung ergab eine spannende Ausgangslage: Wacker Thun tritt gegen den HV Kras / Volendam an.
Der HV KRAS/Volendam ist ein 1963 gegründeter Handballverein aus der niederländischen Gemeinde Edam-Volendam. Die Männermannschaft des Vereins spielt seit 2000 in der Eredivisie, der höchsten niederländischen Spielklasse, und hat seitdem siebenmal die Meisterschaft und achtmal den Pokal gewonnen. In der aktuellen Saison rangiert das Team momentan auf Rang 8 (von 16). Zudem wurde sie siebenmal Supercupsieger. Außerdem gewann sie bisher dreimal die Benelux-Liga, einen 2008 gegründeten Wettbewerb, bei dem jeweils vier belgische, luxemburgische und niederländische Mannschaften gegeneinander antreten.
Seit 2003 nimmt KRAS/Volendam regelmäßig an internationalen Handballwettbewerben, wie dem EHF Challenge Cup, dem Europapokal der Pokalsieger und dem EHF-Pokal, bzw. dessen Nachfolgewettbewerb EHF Europa Pokal, teil. In den Spielzeiten 2005/06, 2006/07 und 2013/14 startete das Team in der EHF Champions League, scheiterte aber jeweils in der Qualifikation für die Hauptrunde. Die Spiele des Vereins werden in der 1200 Zuschauer fassenden Sporthal Opperdam ausgetragen.
Am Samstag, 29. Oktober, stand nun der erste Vergleich zwischen den beiden Teams an: Zu Beginn der Partie zeigte das Team von Remo Badertscher, wie in der näheren Vergangenheit öfters gesehen, etwas Mühe, ins Spiel zu finden. Vor allem dank eines hervorragend aufgelegten Flavio Wick blieb die Partie jedoch stets ausgeglichen. Als Thun es vermochte, die Deckung aggressiver und agiler aufzustellen, übernahm das Gästeteam die Spielkontrolle weitestgehend. In die Pause gings mit einem knappen 13:12 Vorsprung. Bedenkt man die relativ vielen freien Würfe, die Wacker Thun leider nicht genutzt hatte, hätte die Differenz schon zur Pause höher sein können.
Remo Badertscher schien in der Habzeit-Unterbrechung die richtigen Worte gefunden zu haben: das Team startete engagiert und konzentriert in die zweite Halbzeit und konnte den Vorsprung direkt ausbauen. Wacker behielt in der ganzen zweiten Halbzeit die Führung inne, konnte jedoch die zwischenzeitlich grosse Differenz von 6 Treffern nicht über die Ziellinie bringen – schlussendlich resultierte ein sehr guter 31:27-Auswärtssieg. Die Thuner Leistung in Volendam stimmte zuversichtlich und bereitete den wenig mitgereisten Fans grosse Freude.
Der 31:27-Auswärtssieg ist eine sehr gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Samstag, 5. November 2022, in der Thuner Lachenhalle (Anspiel 17 Uhr). Das Spiel wird auf handballtv.ch übertragen, die normalen Saisonkarten und Eintrittskarten sind gültig.
Hopp Wacker!
Text: Geschäftsstelle
Foto: Romy Streit