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Fundstücke zwischen 5000 und 8000 Jahre vor Christus. Die Abbildung zeigt eine erste Art von möglichen Sägewerkzeugen.
Eine der ersten Möglichkeiten, Holz parallel zur Faser zu bearbeiten, war - neben dem Spalten - das Behauen. Erst mit steinernen, später mit axt-ähnlichen Werkzeugen. Mit Breitbeile wurden Rundholzstämme behauen, um so einen möglichst rechteckigen Querschnitt zu erzielen.
Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in unseren Breiten Holz manuell behauen, etwa für Berg- oder Alphütten ohne Zufahrtsstrasse.
A Sägeblatt mit Angel B Griff oder Hörner C Sägearme
D Spannschnur E Knebel F Steg
Sparrsagä werden für grobe Arbeiten beim Ablängen von Brettern, Kant- oder Rundhölzern und zum Brennholzschneiden eingesetzt. Die Bezahnung steht auf Zug und Stoß mit mittelgrosser Zahnteilung
Absetzsägen sind kleiner mit einer feinen Zahnteilung schwach auf Stoß, sie sind wenig geschränkt und erzeugen einen feinen, sauberen Schnitt auch quer zur Holzfaser. Mit ihnen werden Verbindungen wie Zinken und Schwalben geschnitten und Zapfen abgesetzt
Schweifsägen sind die kleinsten Gestellsägen mit schmalen Sägeblättern zum Schneiden von runden und geschwungenen Formen. Das Sägeblatt kann ausgehängt werden, um in aussen geschlossenen Flächen arbeiten zu können. Die Zahnteilung ist fein und steht schwach auf Stoss.
Wurde zum Aufsägen von Stammholz zu Balken, Bohlen oder Bretter benutzt. Im Alpenraum sind solche Sägen bereits für den Anfang des 16. Jahrhunderts belegt. Die Zähne sind sehr gross und stark auf Zug gestellt. Die eigentliche Sägearbeit verrichtet der oder die Säger unter dem Holz, die Aufgabe des Mannes auf dem Holz ist lediglich das Hochziehen der Säge. Das Sägen geschah regional verschieden:
Auf einem hohen Gerüst
Über einer Sägegrube
Auf einem schräg gestellten Bock
Der Schnitt endet vor dem hinteren Auflager. Die verbleibenden 10 bis 15 cm wurden nicht gesägt sondern gebrochen. Alte Bauhölzer mit dieser typischen Bruchstelle findet man bei historischen Gebäuden häufig. In der Schweiz war diese Methode an abgelegenen Orten (Alphütten) bis 1935 im Gebrauch.
Die Waldsagi wurde auch Blattsäge oder Zweimann-Schrotsäge genannt. Als die Säge aus Stahl im 15. Jahrhundert aufkam, wurde sie von Holzfällern als Ersatz für die Axt verwendet.
Es gibt verschiedenste Zahnformen und damit deren Bezeichnungen: Wolfszahn, Hackenzahn, Spitzwinkelzahn. Dann auch der Dreickszahn oder unterbrochener Dreieckzahn.
Nebst den Zähnen existieren auch die verschiedenen Winkel: Spanwinkel, Freiwinkel, Kappa Winkel, Schnittwinkel
Amerikanischer Hobelzahn mit zwei Schneidezähnen
Bei den Waldsägen handelt es sich um Schrot-, Zug- oder Blattsägen. Sie kamen in der Innerschweiz bis Mitte des 20. Jahrhunderts zum Einsatz. Die verschiedenen Bezahnungen weisen jeweils unterschiedliche Vorteile auf. Aufgrund ihrer Länge (1.50m bis 2.00m) mussten die Sägen von zwei Personen bedient werden, die die Säge jeweils in eine Richtung zogen. Die Sägezähne sind deshalb auch beidseitig geschärft. In erster Linie kamen sie zum Fällen von Bäumen und in der Brennholzverarbeitung zum Einsatz.