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Intro
Gute Software legt Wert auf User Experience und User Interactivity.
Einen Grundstein dafür legt das Feedback System in einer Software. Wie werden User über Ereignisse informiert und wie wird auf deren Aktionen reagiert? Diese Thematik wird in diesem Blogbeitrag erläutert.
Lesen Sie weiter, wie Sie Ihrer Software ein entsprechendes Feedback System implementieren.
Feedback
Auf jede Aktion folgt eine Reaktion
Es ist grundsätzlich wichtig, dass das System auf jede Aktion des Benutzers ein direktes Feedback gibt.
Feedback gibt uns ein Gefühl der Sicherheit, da wir ohne es nicht wissen, ob eine Aktion ausgeführt wurde, ob sie noch ausgeführt wird, ob ein Fehler aufgetreten ist oder ob wir überhaupt eine Aktion ausgelöst haben. Das Fehlen von Feedback kann dazu führen, dass wir eine Aktion mehrfach auslösen, was zu grösseren Fehlern resultieren kann.
Dadurch wird nicht nur die Produktivität des Benutzers beeinträchtigt, sondern auch das Produkt oder die Dienstleistung wird als weniger zufriedenstellend empfunden.
Das Feedback muss verständlich, konsistent und angemessen sein. Die Stärke des Feedbacks kann je nach Situation variieren.
Als Faustregel gilt: Je stärker das Ergebnis einer Handlung von den Erwartungen abweicht und je wichtiger der Erfolg der Handlung für den Benutzer ist, desto deutlicher sollte das Feedback ausfallen.
Unterschiedliche Formen des Feedbacks in Software
Akustisches Feedback
Im Alltag begegnen uns häufig akustische Rückmeldungen. Zum Beispiel in Aufzügen, Haushaltsgeräten, Sprachassistenten oder Social-Media-Anwendungen. Die dort erzeugten Klänge bestätigen eine erfolgreich abgeschlossene Aktion. Wenn es still bleibt, erkennen wir, dass die Aktion nicht abgeschlossen wurde und werden dadurch auf den Fehler aufmerksam. Der Klang gibt dem Benutzer die Bestätigung, dass seine Aktion erfolgreich war, was als positives Feedback wahrgenommen wird.
Die bewusste Wahl nicht störender Klänge kann die Benutzerfreundlichkeit eines Produkts oder einer Anwendung verbessern. Wenn jedoch Klänge verwendet werden, um Benutzer auf Fehler aufmerksam zu machen, empfinden sie dies als störend und fühlen sich unwohl. Dies wird als negatives akustisches Feedback bezeichnet. Ein Beispiel dafür ist das Herunterfahren eines Windows-PCs.
Visuelles Feedback
Visuelles Feedback ist die am häufigsten verwendete Form des Feedbacks in digitalen Anwendungen. Es erfordert keine Audioausgabe und kann sehr schnell erkannt werden. Ein Beispiel: Wenn ich mit der Maus über ein Objekt fahre und sich die Farbe ändert, signalisiert mir das, dass dieses Objekt angeklickt werden kann (Hover-Effekt).
Nichtmodales Feedback
Die vielleicht wichtigste Form des nicht-modalen Feedbacks ist das reichhaltige visuelle nicht-modale Feedback (RVNF).
Diese Art von Feedback liefert detaillierte Informationen über den Status oder die Eigenschaften eines Prozesses oder Objekts in der aktuellen Anwendung. Es ist visuell und kann jederzeit angezeigt werden, ohne dass der Benutzer spezielle Aktionen durchführen muss, um das Feedback zu sehen und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Nutzung und das Verständnis von RVNF sind Fähigkeiten, die Benutzer im Laufe der Zeit erlernen, um komplexe Darstellungen zu verstehen. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Benutzer jedoch durch Menüs und Dialoge unterstützt werden, um das zu finden, wonach sie suchen.
Beispiel: Beim Herunterladen einer Datei aus dem Internet wird die heruntergeladene Datei mit einem kleinen, sich dynamisch aktualisierenden Fortschrittsbalken angezeigt, der visuell anzeigt, wie viel Prozent bereits heruntergeladen wurden.
Regeln für die Anzeige von Feedback
Wann sollte Feedback angezeigt werden (Faustregel)?
Kurze Unterbrechung (< 0.1 Sek.): Eine Rückmeldung ist nicht erforderlich, wenn die Verzögerung so gering ist, dass sie nicht wahrgenommen wird. –> Kein Feedback nötig.
Stottern (0.1 - 1 Sek.): Wenn die Verzögerung wahrgenommen wird und sich nicht häufig wiederholt, wird sie von den Benutzern normalerweise übersehen. Tritt die Verzögerung jedoch wiederholt auf, kann das Produkt oder die Dienstleistung als träge wahrgenommen werden. –> Kein Feedback erforderlich.
Unterbrechung (1 - 5 Sek.): Wenn ein Benutzer eine Aktion ausführt und anschliessend mehrere Sekunden keine Reaktion erhält, kann Unsicherheit darüber entstehen, ob die Aktion noch ausgeführt wird oder ob es zu einer Unterbrechung gekommen ist. In solchen Situationen besteht die Gefahr, dass der Benutzer die Aktion wiederholt auslöst, was zu grösseren Störungen oder Unterbrechungen führen kann. –> Feedback nötig.
Störung (> 5 Sek.): Wenn der Prozess länger als 5 Sekunden dauert, wird die bevorstehende Aufgabe als gescheitert betrachtet. Um Bedenken der Benutzer auszuräumen und ihnen die Möglichkeit zu geben, zu entscheiden, ob der Prozess fortgesetzt oder abgebrochen werden soll, kann ihnen ein Feedback in Form eines Fortschrittsbalkens oder eines Timers zur Verfügung gestellt werden. –> Fortschrittsanzeige wiedergeben.
Feedbacks Feedback
Ein gutes Feedbackkonzept für Software Design ist essenziell für die User Experience.
Mit den obigen Faustregeln verfügen Sie nun über einige erste Anhaltspunkte dazu, wie Sie Ihren User eine erfreuliche Erfahrung auf Ihrer Plattform bieten können.
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