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Untertitel: Fehler bei Crossair und Aufsichtsbehörde
An der Präsentation des Unfallberichts am Dienstag in Zürich zeichneten die Experten des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) das Bild eines zwar äusserst flugerfahrenen Kommandanten und Fluglehrers mit allerdings klaren fliegerischen Defiziten.
Der 57-jährige Pilot habe sich beim Unfall selber überschätzt und sei in der Endphase des Anfluges überfordert gewesen. Er wich laut BFU wenige Kilometer vor der Landung auf Piste 28 bewusst vom vorgegebenen Anflugprozedere ab. Obwohl er die Piste wegen der schwierigen Wetterbedingungen noch nicht sah, ging er unter die für solche Fälle vorgeschriebene Mindestflughöhe. Laut BFU-Experte Olivier de Sybourg missachtete die Crew vier Warnungen und sank immer mehr ab.
Neben der direkten Verantwortung nennt der Bericht eine Vielzahl von Gründen, die zum Absturz beigetragen haben. Sie werfen teils ein schiefes Licht auf die Fluggesellschaft, auf das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), aber auch auf die Flugüberwachung Skyguide.
Laut Daniel Knecht, der die organisatorischen Aspekte des Unfalls durchleutete, gab es beim Kommandanten während seiner über 20-jährigen Zeit bei Crossair verschiedene «Vorfälle», die seine Vorgesetzten hätten hellhörig machen müssen.