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News 20.09.2013, 08:02 Uhr
Nintendo: Hiroshi Yamauchi gestorben
Nintendo-Patriarch Hiroshi Yamauchi, der die Firma zu einem Schwergewicht bei Videospielen machte, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Yamauchi blieb bis 2002 an der Konzernspitze.
Nintendo-Patriarch Hiroshi Yamauchi, der die Firma zu einem Schwergewicht bei Videospielen machte, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das teilte der japanische Konzern am Donnerstag mit. Yamauchi, der Ur-Enkel des Nintendo-Gründers, hatte 1949 den Chefposten übernommen. Damals stellte Nintendo Spielekarten her. In den 1970er-Jahren stieg die Firma unter Yamauchi in das Geschäft mit Videospielgeräten ein. 1983 legte der Konzern mit der ersten Heimkonsole «Family Computer System» (Famicom) den Grundstein für die heutige Milliardenindustrie. Dann brachte Nintendo 1989 den tragbaren Gameboy auf den Markt, der zu einem grossen Hit wurde.
Yamauchi blieb bis 2002 an der Konzernspitze. Er stellte Weichen, die das Gesicht von Nintendo bis heute bestimmen und der Firma eine Fangemeinde sichern. So engagierte er den Designer Shigeru Miyamoto, der Figuren wie Super Mario, Zelda und Donkey Kong schuf.
Nintendo, die ehemalige Spielkartenfirma
Hiroshi Yamauchi war Geschäftsmann mit Leib und Seele. In den 1950er-Jahren machte er Nintendo zum grössten Spielkartenhersteller Japans, nachdem er einen Lizenz-Deal mit Walt Disney schloss. Diese Erfahrung zeigte ihm, was für einen grossen Wert beliebte Figuren haben können. In den 1960er-Jahren stieg er ins Spielzeuggeschäft ein und war einer der Ersten, die auf batteriebetriebene Spielsachen setzte.
Hiroshi Yamauchi
(Foto: IDGNS, Boston)
Zwischendurch produzierte Nintendo alles Mögliche, von Kinderwagen bis Fast-Food, die Experimente brachten die Firma Ende der 1960er-Jahre an den Rand des Ruins.
Der Einstieg ins Videospielgeschäft brachte die Wende ...
Damit wurde der Studiumsabbrecher Yamauchi zu einem der reichsten Männer Japans und leistete sich auch manchen Luxus. So kaufte er 1992 die Seattle Mariners. Als erster Ausländer besass er nun ein grosses US-amerikanisches Baseball-Team. Er war bis zuletzt zweitgrösster Nintendo-Aktionär mit einem Anteil von rund 10 Prozent. Das US-Magazin «Forbes» schätzte sein Vermögen zuletzt auf 2,1 Milliarden US-Dollar.
Autor(in) Simon Gröflin
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