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Es ist ein politisches Steckenpferd von Simonetta Sommaruga: Die Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann in der Arbeitswelt. Für Aktiengesellschaften fordert nun der Bundesrat eine Zielgrösse von mindestens 20 Prozent Frauen in Geschäftsleitungen und 30 Prozent in Verwaltungsräten. Jene Firmen, welche nach den Übergangsfristen von zehn respektive fünf Jahren diese Quoten nicht erfüllen, müssen die Gründe dafür öffentlich darlegen.
Dass der Wandel hin zu mehr Frauen in Kaderpositionen nicht so einfach ist, zeigt Sommaruga ausgerechnet mit ihrem eigenen Departement. Sie erfüllt die Quoten nur teilweise. Zählt man die Kaderfrauen in ihrem Generalsekretariat und den Direktionen ihrer drei Bundesämter, kommt man auf einen Anteil von 25 Prozent.
Damit erfüllt Sommaruga die Geschäftsleitungs-Quote, nicht aber jene für Verwaltungsräte. Immerhin: Sommaruga hat die Zahl der Kaderfrauen in den letzten zwei Jahren erhöht. Als sie die Quoten-Idee zum ersten Mal präsentierte, lag der Anteil Kaderfrauen im EJPD noch unter 20 Prozent.
Sommaruga sagte denn auch an der Pressekonferenz, man solle die Bundesräte an den Erfolgen in den letzten Jahren messen. «Und die Bundesverwaltung wird die Quoten nach den Übergangsfristen erfüllen können.»Publiziert am 23.11.2016 | Aktualisiert am 10.12.2016