Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03141.jsonl.gz/3408

Die Wasserversorgung ist in den meisten Kantonen im Verantwortungsbereich der Gemeinde. Während grössere Wasserversorgungen ihr Wasserleitungsnetz stetig erneuern, könne es bei kleineren zu sogenannten «Sprunginvestitionen» kommen, wie Urs Kamm vom Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfachs sagt. Dies weil Wasserleitungen oder teure Wasserreservoirs saniert oder neu gebaut werden müssen. Denn Wasserleitungen haben eine Lebensdauer von 50 bis 100 Jahren.
Hohe Fixkosten für Infrastruktur
«Die Wasserleitungen werden immer auf den Maximalverbrauch ausgelegt», sagt Urs Kamm. Daraus ergäben sich hohe Fixkosten. Darum verrechnen die meisten Wasserversorgungen für den Wasseranschluss einen Grundpreis pro Jahr. Dazu kommt noch der Wasserverbrauch. Weil die Wasserversorgung ein Monopol hält, soll sie keine Gewinne erzielen oder Reserven anlegen. «Neubauten sollen diejenigen finanzieren, die sie brauchen», sagt Preisüberwacher Stefan Meierhans. Der Preisüberwacher hat bei der Höhe des Wasserpreises zudem ein Mitspracherecht.
Seit 1985 sinkt der Wasserverbrauch
Dass kaum jemand in der Bevölkerung den genauen Wasserpreis kennt, hat laut Urs Kamm einen einfachen Grund: «Bei Mietern werden die Kosten für Wasser in den Nebenkosten abgerechnet.» Nur Hauseigentümer würden eine Abrechnung für den Wasserverbrauch erhalten.
Seit 1985 sinkt der Wasserverbrauch. Dies unter anderem weil die WC-Spülungen immer weniger Wasser brauchen. «Pro Person verbrauchen wir heute etwa 140 bis 160 Liter pro Tag. Das kostet etwa 30 Rappen», rechnet Urs Kamm vom Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfachs vor.