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Apáfy
(spr. ópahfi), Michael I., Fürst von Siebenbürgen, aus einem alten, aber wenig angesehenen Geschlechte, geb. 1632, begleitete den Fürsten Georg II. Rakóczy 1656 auf dem Feldzuge nach Polen und wurde bei dem Einbruche des Tatarenchans Mohammed Girai gefangen fortgeschleppt. Nach seiner Loskaufung lebte er auf seinem Erbgute Ebesfalva, als er auf Betrieb des Wesirs Ali wider Willen zu Maros-Básárhely von einigen ungar. Edeln und den sächs. Abgeordneten zum Fürsten Siebenbürgens erwählt wurde.
Die
Pforte bestätigte ihn Nov. 1661 in dieser Würde. Unterstützt von türk.
Truppen, warf er den mit
einem österr.
Heere in Siebenbürgen eingebrochenen Fürsten
Kemény, seinen Vorgänger, zurück, der bei Nagy-Szöllös
Schlacht
und Leben verlor. Zwar gelangte
Apáfy hierdurch in den ruhigen
Besitz seiner Würde; allein die Abhängigkeit von der
Pforte sowie
der bedeutend erhöhte
Tribut an den
Sultan bereiteten ihm während seiner Regierung vielfache Verwicklungen
und dem
Lande Nachteile. Erst die entscheidende
Schlacht bei St.
Gotthard und der dadurch herbeigeführte Friede
¶
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von Vasvár (10. Aug.) befreiten das Land von den türk. Besatzungen. Nur durch Bestechung hoher Beamten in Konstantinopel
[* 3] sowie durch
Begünstigung der Wesselényischen Verschwörung 1667-70 (s. Wesselényi) in Ungarn
[* 4] konnte
Apáfy die Versuche seiner Gegner Zolyomv
und Béldy, ihm die Regierung zu entreißen, vereiteln. Bei Ausbruch des Krieges zwischen Leopold I. und
den Türken 1683 genötigt, den letztern zu folgen, bewachte
Apáfy während der Belagerung Wiens die Donauübergänge bei Raab,
[* 5] durch welchen Dienst er 1684 bei dem Sultan die Bestätigung der Nachfolge seines Sohnes erwirkte.
Als nach dem Einrücken der Kaiserlichen unter Caraffa Klausenburg,
[* 6] Hermannstadt
[* 7] und Deva deutsche Besatzung erhielten,
wurde endlich durch einen Traktat vom Siebenbürgen der türk. Botmäßigkeit entrissen und unter österr.
Schutz gestellt. Bald darauf, nach dem erfolgreichen Siege der Kaiserlichen bei Harkany ward in der zu Blasendorf abgeschlossenen
Transaktion dem Kaiser die militär. Obergewalt im Lande eingeräumt. Endlich leisteten auch die siebenbürg.
Stände auf dem Landtage zu Fogaras dem Hause Habsburg als Erbkönigen von Ungarn den Eid der Treue.
Apáfy starb