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Traditionelle Verwendung
Mädesüss wird auch Wiesenkönigin genannt. Dieser Name erklärt sich durch ihre stolze Erscheinung. Ihr lateinischer Name Filipendula stammt von den lateinischen Begriffen filum = „Faden“ und pendulus = „hängend“, während sich das lateinische Wort Spiraea auf die spiralförmige Frucht bezieht. Die schmerzstillenden und fiebersenkenden Eigenschaften von Mädesüss sind seit der Antike bekannt. Im Laufe des 19. Jh. konnten mehrere Chemiker aus Mädesüss Salicylsäure gewinnen, woraus der Name für Aspirin entstand (a für „acetyl“ und spir für „spirea“).
Botanik
Mädesüss kann bis zu 2 Meter hoch werden. Diese in den gemässigten Klimazonen von Europa, Asien und Amerika sehr verbreitete Pflanze bevorzugt feuchte Standorte. Ihr rötlicher Stängel ist mit grossen, wechselständigen Blättern versehen. Die sehr wohlriechenden, weissen Blüten sind traubenähnlich angeordnet. Die therapeutisch verwendeten Blütenstände werden im Juni und Juli zu Beginn der Blütezeit geerntet.
Eigenschaften
Diese Blütenstände sind ein wahrhaftiges „natürliches Aspirin“, denn sie enthalten Salicoside, das heisst die Vorstufen der Salicylsäure. Sie sind leicht verdaulich und verfügen zusätzlich über echte schmerzstillende Eigenschaften, insbesondere bei Rheumabeschwerden1. Sie haben ebenfalls eine abschwellende Wirkung.
Indikationen
- Gelenkschmerzen mit Schwellungen (Ödem)
Mögliche Kombinationen
Vorsichtsmassnahmen
Kontraindiziert bei Allergien gegen Salicylderivate, Reye-Syndrom, Nephritis, Schwangerschaft und Stillen.
Abgeraten bei fiebrigen Kindern.