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Bert Zimmermann war in einer fremden Wohnung untergekommen, weil ihm das sinnvoller erschien, als sein sauer verdientes Geld in öden Hotelzimmern zu vergeuden. Diesmal aber fand er sich in den charmanten dreieinhalb Zimmern überhaupt nicht zurecht, vor allem der mangelnden Aussicht wegen. Drei Tage lief er gegen Möbel und Türen, schmiss Vasen um, zerstörte Unterhaltungselektronik und verirrte sich im halben Zimmer. Dann aber plötzlich, nachdem er vier neue Gegenstände ohne besondere Bedeutung erworben und ohne bestimmten Plan in der Wohnung verteilt hatte, nahm alles eine gute Wendung, und er fühlte sich bald weniger fremd als im Wartesaal des Bahnhofs Altstetten.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.