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Dutzende Flüchtlinge werden nach einem neuen Bootsunglück im Mittelmeer vermisst. Das überladene Fischerboot sei vor der libyschen Küste verunglückt, teilte die italienische Küstenwache am Freitag mit, die die Rettungseinsätze in dem Seegebiet koordiniert.
Sie rief die Schiffe in der Gegend auf, 350 Menschen im Meer zur Hilfe zu kommen. Die italienische Marine erklärte ihrerseits, sie habe 130 Flüchtlinge des Unglücks gerettet.
Es ist bereits das dritte schwere Bootsunglück in drei Tagen. Am Mittwoch war ein überladenes Fischerboot gekentert, 550 Menschen konnten gerettet werden, doch berichteten Überlebende anschliessend, dass rund 100 weitere Menschen im Rumpf eingeschlossen gewesen seien. Am Donnerstag sank ein weiteres Boot vor der libyschen Küste, bis zu 30 Menschen verloren dabei ihr Leben.
Wegen des guten Wetters und der ruhigen See kommen derzeit besonders viele Menschen aus Nordafrika über das Mittelmeer. In den vergangenen vier Tagen wurden mehr als 10'000 Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet. Am Freitag wurden 15 weitere Boote in Seenot gemeldet. Seit Beginn des Jahres kamen laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR fast 38'000 Menschen nach Italien. (sda/afp)