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Der Bodensee ist der drittgrösste Süsswassersee in Europa. Die Länder Deutschland, Schweiz und Österreich grenzen an seine Ufer. Entstanden ist er vor etwa 1000 Jahren durch den Rheingletscher. Heute ist der See besonders bei Touristen beliebt und bietet zu jeder Jahreszeit abwechslungsreiche Wassersport-Angebote und kulturelle Veranstaltungen wie die Bregenzer Festspiele.
Eine Woche haben wir als Familie am Bodensee verbracht und folgende Abenteuer erlebt:
Tag 1: Vom Genfersee zum Bodensee
Unser erster Halt auf dem Weg von Lausanne zum Bodensee war die Kartause Ittingen in Kanton Thurgau.
Kartause Ittingen
Die Kartause Ittingen ist ein ehemaliges Kartäuserkloster in der Nähe von Warth-Weiningen.
Die Geschichte des Klosters Ittingen geht auf die Gründung eines Augustinerklosters im Jahr 1150 zurück. Im Jahr 1461 wurde das Kloster von Kartäusern erworben und umgebaut. Die Kirchenmauern mit Spitzbogenfenstern stammen aus dem 14. Jahrhundert. Das barocke Chorgestühl wurde 1701 vollendet.
Im 18. Jahrhundert erhielt die Kirche die bis heute erhaltene Rokoko-Ausstattung mit Schnitzereien, Fresken und Stuckmarmoraltären.
Im Kloster können mehrere Räume besichtigt werden, die den Arbeitsalltag und das abgeschiedene Leben der Mönche zeigen. Das Refektorium, das nur für das sonntägliche Mittagessen genutzt wurde, ist mit Gemälden und Medallions in der Wandvertäferung geschmückt mit Darstellungen von Eremiten.
1848 wurde das Kloster aufgelöst und gelangte 1867 in den Besitz der Familie Fehr die darin bis 1977 einen Muster-Bauernhofsbetrieb führte. Der Klosterkomplex blieb während dieser Zeit im Wesentlichen erhalten. Die Familie Fehr bewohnte die Räume des ehemaligen Priors. Und der Billiardtisch wurde kurzerhand in den ehemaligen Kapitelsaal platziert, wo er bis heute steht.
1880 wurde der Südflügel mit einer Loggia mit Terrasse und überdachtem Sitzplatz erweitert.
Im Jahr 1977 wurde die Kartause Ittingen an die neu gegründete Stiftung Kartause Ittingen veräussert. Heute beherbergt die Liegenschaft neben dem Ittinger Museum, das Kunstmuseum des Kantons Thurgau, ein Hotel, ein Restaurant, einen Bauernhof und betreute Arbeits- und Wohnplätze für Menschen mit psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen.
Von hier aus war es eine kurze Fahrt nach Romanshorn, zuerst durch Kreuzlingen und dann entlang der kleinen Städte und Dörfer am Bodenseeufer entlang. Uns fielen die vielen hübschen Fachwerkbauten auf.
In Romanshorn wohnten wir eine Woche lang in den historischen Fischerhäusern.
Fischerhäuser
Die Fischerhäuser in Romanshorn wurden um 1670 als Fischer- und Handwerkerhäuser erbaut. Ehemals standen sie am Seeufer. Aufgrund der Raumentwicklung wurde das Seeufer im letzten Jahrhundert aufgeschüttet, um der Bahn und dem neuen Hafen Platz zu machen. Deshalb stehen die Häuser heute etwas zurückversetzt.
Seit 1998 gab es verschiedene Umnutzungsprojekte für die damals leerstehenden und vom Verfall bedrohten Häuser. Da keine Lösung gefunden werden konnte, sollten sie kurzerhand abgerissen werden. Um dies zu verhindern, erwarb die Denkmal Stiftung Thurgau die Häuser im Jahr 2009 und sanierte sie in den darauffolgenden Jahren. Die verschachtelten Holzhäuser beherbergen heute eine Frühstückspension und zwei Ferienwohnungen, die über Ferien im Baudenkmal vermietet werden. Wir wohnten in der oberen Ferienwohnung, die Platz für bis zu sechs Personen bietet.
Die Wohnung hat eine grosse Küche mit modernen Geräten, ein Wohnzimmer mit Holzofen, ein Badezimmer und drei Schlafzimmer. In einem der Schlafzimmer besteht eine Wand aus einem Schaufenster, durch das man die alten Bohlenwände betrachten kann. Die Farbgebung der Zimmer gibt einen Hinweis auf die lange Baugeschichte des Hauses: So ist im Kerngebäude die Vertäfelung teilweise grün gestrichen. In den neueren Anbauten aus dem 19. Jahrhundert sind die Wände hingegen weiss gestrichen.
Wir liebten es, unsere Abende im Wohnzimmer auf den grossen Stühlen neben dem wärmenden Feuer im Ofen zu verbringen.
Tag 2: Romanshorn
An unserem ersten Tag erkundeten wir Romanshorn. Die Geschichte der Stadt reicht zurück bis ins 7. Jahrhundert. Das ehemalige Dorf begann in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stark zu wachsen, nachdem der Kanton Thurgau einen Hafen und die Eisenbahn nach Zürich ausgebaut hatte. Romanshorn wurde damals zum Knotenpunkt des Transitverkehrs zwischen Deutschland und der Rest der Schweiz. Heute hat Romanshorn etwas mehr als 10’000 Einwohner.
Viel über die lokale Geschichte erfährt man im Heimatmuseum direkt am Hafen (nur sonntags geöffnet).
Besonders fasziniert waren wir von den Eisenbahnfähren, die von 1869 bis 1976 auf dem Bodensee verkehrten.
Paritätische Alte Kirche
Die Geschichte der Paritätischen Alten Kirche in Romanshorn reicht zurück bis ins 8. Jahrhundert. Die Fresken wurden im 14. Jahrhundert ergänzt. Die modernen Glasfenster wurden von Walter Burger in den Jahren 1973 und 1974 geschaffen.
Sankt Johannes der Täufer
Die katholische Kirche Sankt Johannes der Täufer in Romanshorn wurde zwischen 1911 und 1913 nach Plänen von Adolf Gaudy erbaut.
Die Malereien und Glasfenster des romanischen Gebäudes wurden von Fritz Kunz entworfen.
Bei einem Spaziergang in Romanshorn fielen uns mehrere Zeppeline am Himmel auf. Wir beschlossen daher, am nächsten Morgen mit der Fähre nach Friedrichshafen ins Zeppelinmuseum zu fahren.
Tag 3: Friedrichshafen
Nach unserem Frühstück mit frischem Brot aus der Bäckerei um die Ecke nahmen wir die Fähre nach Friedrichshafen.
Friedrichshafen hat über 50’000 Einwohner. Ende des 19. Jahrhunderts gründete hier Ferdinand von Zeppelin seine Luftschifffabrik. Der erste Flug des LZ1 fand am 2. Juli 1900 statt. Mit dem Erfolg der Luftschiffe entstanden in Friedrichshafen weitere Unternehmen wie Maybach, Dornier und ZF.
Zeppelinmuseum
Das Zeppelin Museum in Friedrichshafen wurde 1996 eröffnet und beherbergt die weltweit grösste Sammlung zur Geschichte und Technik der Luftschifffahrt. Das Museum befindet sich in den Räumen des ehemaligen Bahnhofs (Friedrichshafen Hafen). Das Gebäude wurde von dem Stuttgarter Architekten Karl Hagenmayer entworfen und zwischen 1929 und 1933 erbaut. Es besteht aus einer Stahlskelettkonstruktion mit leichten Hohlziegeln als Füllmaterial.
Das Museum enthält eine originalgetreue Rekonstruktion eines Teils des Zeppelins LZ 129 „Hindenburg“, der 1937 in Lakehurst Feuer fing und abstürzte. Gezeigt werden das Promenadendeck sowie die Passagierkabinen. Sie enthalten ultraleichte Aluminiummöbel, die von Fritz August Breuhaus de Groot im Bauhaus-Stil entworfen wurden.
Da Friedrichshafen während des Zweiten Weltkriegs ein wichtiges Industriezentrum war, wurde es zum Ziel von Bombenangriffen und der grösste Teil der historischen Innenstadt wurde zerstört. Eines der erhaltenen Gebäude ist die Kirche Sankt Petrus Canisius.
Sankt Petrus Canisius
Die katholische Kirche Sankt Petrus Canisius in Friedrichshafen wurde in den Jahren 1927 und 1928 nach Plänen des Stuttgarter Architekten Hugo Schlösser und des örtlichen Architekten Friedrich Laur errichtet.
Die Kirche im expressionistischen Stil verfügt über ein 58 m langes Kirchenschiff, das deutlich höher ist als die beiden Seitenschiffe. Die Wirkung der Spitzbögen wird durch die blaue und gelbe Farbgestaltung von August Blepp verstärkt. Der neue Altar stammt aus dem Jahr 2017 und wurde von Susanne Wagner entworfen.
Sankt Nikolaus
Die Geschichte von St. Nikolaus in Friedrichshafen geht auf eine Kapelle aus dem Jahr 1293 zurück. Sie wurde mehrmals umgebaut und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Das heutige Gebäude wurde zwischen 1945 und 1949 nach Plänen des Architekten Schlichte errichtet.
Moleturm
Der Moleturm in Friedrichshafen ist eine Aussichtsplattform an der Hafenmole, die von Thomas Hirthe entworfen und im Jahr 2000 fertiggestellt wurde. Er verfügt über zwei Aussichtsplattformen, die über 117 Stufen zu erreichen sind. Von hier aus bietet sich ein grossartiger Blick über Friedrichshafen und den Bodensee.
Selbst das Treppendesign ist fotogen.
Tag 4: Arbon
Arbon liegt nur etwa 8 km von Romanshorn entfernt am Ufer des Bodensees. Der Ort ist seit der Steinzeit besiedelt.
Die Stadt entwickelte sich aufgrund der im Jahr 1888 eröffneten Motoren und Maschinen Fabrik zu einem Produktionszentrum.
Saurer Museum
Das Saurer Museum zeigt die Geschichte der Adolph Saurer AG seit ihren Anfängen mit Stickmaschinen. Im Jahr 1913 waren Stickmaschinen bis zu 15 m breit. Zusätzlich zur Textilindustrie diversifizierte sich das Unternehmen zunächst in Benzin- und Dieselmotoren und später in Lastwagen. Ein alter Lastwagen, der 1911 nach Brasilien exportiert wurde, ist im Museum ausgestellt.
Nach dem Museumsbesuch machten wir uns auf zu einem selbstgeführten Stadtrundgang durch die Arboner Altstadt.
Arboner Altstadt
Vorbei am im 16. Jahrhundert errichteten Schloss, dem 1750 erbauten Roten Haus, das heute der katholischen Pfarrei gehört und der Galluskapelle, die im 12/13. Jahrhundert zu Ehren des irischen Missionars Gallus, der 640 in Arbon starb, errichtet wurde. Die Abtei St.Gallen wurde an der Stelle der Einsiedelei des Gallus gegründet.
Die katholische Kirche St. Martin wurde zwischen 1768 und 1769 nach einem Entwurf von Johann Ferdinand Bickel erbaut. Ihr ursprünglich 1457 erbauter Turm wurde 1895 erhöht.
Der lange Stadtbummel machte uns durstig. Also machten wir uns auf den Weg zum MoMö für einen Museumsbesuch mit Apfelweinprobe.
MoMö
Das MoMö in Arbon ist das Schweizerische Most- und Brennereimuseum. Der Thurgau ist der grösste Obstbaukanton der Schweiz mit über 200’000 Apfelbäumen und mehr als 1600 Hektar Streuobstwiesen. Das Museum zeichnet die Geschichte der Firma Möhl Saft und Most nach. Möhl nahm 1895 den Betrieb auf und wandelte sich zu einem der bedeutendsten Apfelsaft- und Mostproduzenten der Schweiz. Der Familienbetrieb verarbeitet zwischen 25’000 und 40’000 Tonnen Früchte pro Jahr.
Die Apfelweinverkostung umfasst sechs verschiedene Apfelweine, von denen einige alkoholfrei sind.
Wir verliessen den Laden mit mehreren Flaschen und nachdem wir am Abend noch einige weitere probiert hatten, ist unser Favorit der Möhl Saft vom Fass.
Tag 5: Appenzell
Da wir näher denn je am Appenzellerland waren, wollten wir in den nahen Bergen wandern. Ein Ort, der schon länger auf unserer Liste stand, war das Berggasthaus Aescher. Heute sollte es sonnig und heiss werden, also machten wir uns früh auf den Weg nach Wasserauen.
Aescher
Das Berggasthaus Aescher liegt 15 Minuten von der Ebenalp entfernt, die mit der Luftseilbahn von Wasserauen aus leicht zu erreichen ist. Wenn Sie mit dem Auto anreisen, sollten Sie früh da sein, da die Parkmöglichkeiten begrenzt sind.
Der legendäre Gasthof besteht seit 1846 und ist damit einer der ältesten Berggasthöfe der Schweiz. Das heutige Gebäude wurde 1860 an der Stelle einer Felsenhütte für Einsiedlermönche errichtet. Die Lage unterhalb des 100 m hohen Felsens ist spektakulär und von der Seilbahnstation aus leicht zu erreichen. Besondere Berühmtheit erlangte das Gasthaus, nachdem National Geographic es 2015 auf das Cover seines Buches „Destinations of a lifetime – 225 of the world’s most amazing places“ setzte.
Wir kamen früh am Gasthaus an und hatten das Glück einen Platz auf der belebten Terrasse zu ergattern. Wir genossen ein sehr leckeres Mittagessen mit lokaler Gerstensuppe und köstlichem hausgemachtem Käsekuchen. Das Personal war sehr nett und hilfsbereit.
Seealpsee
Der Abstieg vom Gasthaus ist sehr steil und nichts für schwache Nerven. Wir empfehlen die Wanderung nicht mit kleinen Kindern! Trotz dem anstrengenden Abstieg waren wir verzaubert von den Herbstfarben der Wälder.
Am spektakulären Seealpsee angekommen, genossen wir einen Spaziergang um den See herum. Wir wurden sogar mit einem Alphornkonzert mit erstaunlichen Echos belohnt.
Vom Seealpsee ging es etwa 1 Stunde hinunter zum Auto, das bei der Seilbahnstation stand.
Tag 6: Arenenberg
Napoleonmuseum
Das Napoleonmuseum in Salenstein befindet sich im Schloss Arenenberg. Das zu Beginn des 16. Jahrhunderts erbaute Schloss wurde 1817 von Hortense de Beauharnais gekauft. Als Tochter der ersten Ehefrau Napoléons I., Joséphine de Beauharnais, war Hortense die Stieftochter des Kaisers. Im Jahr 1802 heiratete sie auf Wunsch Napoléons und ihrer Mutter den Bruder von Napoléon I., Louis Bonaparte, und wurde 1806 Königin von Holland. Ihr 1808 geborener Sohn, Louis Napoléon Bonaparte, besuchte die Schweizer Militärakademie in Thun und erhielt das Schweizer Bürgerrecht, bevor er 1852 Kaiser Napoléon III. wurde.
Nach der Niederlage von Napoléon I. in der Schlacht von Waterloo 1815 wurde Hortense von Ludwig XVIII. aus Frankreich verbannt. Hortense reiste daraufhin durch Deutschland und Italien, und liess sich schliesslich im Schloss Arenenberg nieder. Sie liess das schloss unter der Leitung des Architekten Johann Baptist Wehrle vollständig umbauen, um die Atmosphäre von Château Malmaison bei Paris nachzuahmen. Viele berühmte Schriftsteller und Künstler besuchten Arenenberg, wie Alexandre Dumas oder François-René de Chateaubriand. Im Jahr 1906 wurde das Schloss dem Kanton Thurgau geschenkt.
Die Schloss-Besichtigung beginnt im Salon von Hortense de Beauharnais. Die für die Empirezeit typische Zeltdekoration geht auf die Militärquartiere von Napoleon I. zurück. Weiter geht es durch den Speisesaal und das Billardzimmer, bevor man in den oberen Stockwerken die Schlafzimmer und Büros erreicht.
Eine wunderschön geschwungene Wendeltreppe verbindet alle Geschosse des Schlosses.
Direkt neben dem Schloss steht die neugotische Kapelle, die 1832 errichtet wurde. Sie ist eines der frühesten Gebäude in diesem Stil in der Schweiz.
Tag 7: St. Gallen
Nachdem wir die St.Gallus-Kapelle in Arbon gesehen hatten, wollten wir es natürlich nicht versäumen, St. Gallen zu besuchen, vor allem den Stiftsbezirk, der seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Stiftskirche St. Gallus und Otmar
Erste Station: kaum zu übersehen ist die Stiftskirche St.Gallen und Otmar. Sie wurde von Peter Thumb entworfen und zwischen 1755 und 1767 erbaut. Seit 1847 ist sie die Kathedrale der Diözese St. Gallen.
Die Rotunde im Inneren der Stiftskirche St.Gallen und Otmar hat einen Durchmesser von 37 Metern. Insgesamt umfassen die Deckengemälde in der St. Galler Kathedrale eine Fläche von 2500 Quadratmetern. Sie wurden hauptsächlich von Josef Wannenmacher gemalt. Das Gemälde im Inneren der Rotunde zeigt das Paradies mit der Heiligen Dreifaltigkeit im Zentrum, umgeben von Heiligen.
Stiftsbibliothek St.Gallen
Direkt neben der Kathedrale stehen die Abtei und ihre Bibliothek. Die Abteibibliothek wurde von Peter Thumb entworfen und zwischen 1758 und 1762 erbaut. Sie enthält Manuskripte aus dem 8. Jahrhundert und zählt zu den schönsten Bibliotheken der Welt.
Über der Eingangstür hält ein Puttenpaar ein Schild mit einer griechischen Inschrift, die übersetzt „Apotheke der Seele“ bedeutet. Die Bücherregale sind aus Walnuss- und Kirschbaumholz gefertigt. 30’000 der insgesamt 170’000 Bücher sind in der Bibliothek ausgestellt. Zu den zahlreichen Schätzen gehören die Regula Benedicti aus der Zeit um 820 (Codex Sangallensis 914) und die Handschrift B des Nibelungenliedes aus dem Jahr 1260 (Codex Sangallensis 857).
** Bilder wurden mit Genehmigung aufgenommen
Ein kurzer Spaziergang durch die Altstadt führte uns zum Textilmuseum, das uns eine ganz andere Seite von St. Gallen zeigte, das seit dem 15. Jahrhundert für die Herstellung hochwertiger Textilien bekannt ist.
Textilmuseum
Die Ursprünge des St. Galler Textilmuseums gehen auf die Mustersammlungen für die regionale Textilindustrie zurück, die ab 1863 angelegt wurden. Im Jahr 1878 wurde das „Industrie- und Gewerbemuseum St. Gallen“ gegründet und bezog 1886 ein zweckmässiges historistisches Gebäude. Das Gebäude basiert auf einem Entwurf aus dem Jahr 1884 von Gustav Gull 1884.
Geschäftshaus Schibenertor
Das Geschäftshaus Schibenertor, auch bekannt als „Union-Gebäude“, wurde 1950/1951 nach Plänen von Ernest Brantschen und Ernst Hänny Senior und Junior anstelle von drei kleineren Geschäftshäusern errichtet. Es enthält eine faszinierende Wendeltreppe.
Seit 1995 beherbergt das Gebäude auch eine Kunstinstallation von Roman Signer, bei der Wasser aus einem Kajak quer durch das Gebäude in einen kleinen Teich im Erdgeschoss fällt.
Day 8: Bregenz und zurück nach Lausanne
Kunsthaus Bregenz
Das Gebäude wurde von Peter Zumthor entworfen und 1997 nach dreijähriger Bauzeit eröffnet. Die selbsttragende Glasfassade besteht aus 712 Paneelen aus geätztem Glas, die das Tageslicht filtern und in die Ausstellungsetagen leiten.
Die tragende Struktur des inneren Gebäudes besteht aus nur drei 72 cm dicken Wandplatten aus Sichtbeton.
Auf dem Nachhauseweg liessen wir alle spannenden Erlebnisse der letzten Woche revuepassieren. Der Aufenthalt am Dreiländereck war vielseitig und spannend und wir werden sicherlich zurückkommen, um noch mehr zu erkunden!
Dominik Gehl lebt in Lausanne und arbeitet als Software-Ingenieur. Zu seinen Hobbys gehören Architekturreisen und Fotografieren. Auf Instagram postet er täglich unter @dominikgehl.