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1964
in Uster (CH) geboren
1966
Uebersiedlung nach Bern
1976
Als 12-Jähriger kopiert er alte Meister im Kunstmuseum Bern
1980-84
Lehre als Steinbildhauer in Bern, besucht parallel die Kunstgewerbeschule in Bern
1984-88
Arbeitet an zahlreichen barocken Denkmälern in und rund um Bern. Die Gerechtigkeitsbrunnen-Figur, heute im Historischen Museum, modelliert er nach deren Zerstörung am 13.10.1986 neu auf.
1988
Entschliesst sich für die Malerei
Mehrmonatiger Paris-Aufenthalt
Erste grosse Einzelausstellung in der Galerie Loeb, Bern. In den Jahresausstellungen der Kunsthalle Bern und des Kunstmuseums Thun zeigt er erstmals seine Arbeiten einer breiteren Oeffentlichkeit mit grossem Erfolg.
Lernt Ernst Scheidegger, Fotograf, Verleger und Galerist, kennen, der ihm das Tor zu Zürich und schliesslich zu Basel öffnet und mit dem er bis heute eine freundschaftliche Beziehung pflegt.
1990
Längerer New York-Aufenhalt
Reisen nach Rom, Aegypten, Südfrankreich und England
1991
Heirat mit Jeannette Iseli
Mitglied der GSMBA Bern
1995
Geburt des Sohnes Charlie Louis Donald
1996
Geburt der Tochter Bianca Carmen
Lebt und arbeitet in Münsingen (CH)
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
Zunächst malte Lorenz Spring auf Holz, später wurde die traditionelle Leinwand zum Bildträger. Holz verwendete er fortan nur noch als Grundlage für seine Schuhbilder, mit denen er 1989 zu plastisch-figurativen Formen fand. Mit den Schuhen begannen Springs "Metamorphosen des Alltäglichen"; wie wurden in Gestalten verwandelt, durch erläuternde Textteile mit einem erzählerischen Moment ergänzt und damit zu jenen Aussagen geführt, aus denen sich Springs Ikonographie zusammensetzt: menschliche Mythen und mythische Menschen, menschliche Fehler und menschliches Glück. Es sind Mutterbilder, Väter, Söhne, Idole, Filmfiguren, Bilder einer erträumten Welt und erlebter Realität. Als Chronist seiner Zeit zapft Spring oft die heikelsten Bereiche der Gesellschaft an: Materialismus und Eitelkeit, Generationenkonflikt, Gedankenlosigkeit und Raubbau, Spätfolgen, Verlust menschlicher Wärme und Isolation des Einzelnen. Sein Appell an die kollektive Verantwortung wird dadurch sehr deutlich. In seinen Werken lässt sich immer wieder eine Polarität zwischen fröhlich-humoristischem und bitter-bissigem Ernst erkennen. Diese beiden Extrempositionen sind auch formal besonders in Springs zeichnerischem Werk erkennbar.
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