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Mit der Junioren-Weltmeisterschaft in Oberwiesenthal (DE) stand für Avelino Näpflin das Saisonhighlight auf dem Programm. Er hatte sich dabei für alle Disziplinen qualifiziert und durfte das volle Programm absolvieren.
Beim Sprintwettkampf konnte er sich als 23. souverän für die Viertelfinals qualifizieren. In seinem Heat an zweiter Position laufend und auf sehr gutem Weg zur Halbfinal-Qualifikation brach ihm ein anderer Läufer seinen Stock und der Kampf um einen Halbfinalplatz war vorzeitig beendet. Der Frust sass unglaublich tief, doch Avelino konnte sich bis zum 10km Einzelwettkampf zwei Tage danach wieder aufrichten. Er liess dort die anderen Schweizer hinter sich und klassierte sich auf dem starken 21. Schlussrang.
Wiederum zwei Tage später, beim 30km Massenstart, konnte er sich zu Beginn gut platzieren und locker mitlaufen. Bereits jedoch nach wenigen Kilometern wurde er in einer schnellen Abfahrt durch einen Schweden in einen Sturz mitgerissen und verlor daher bereits früh den Anschluss an das gesamte grosse Feld. Obwohl er sich mental gut auf die neue Situation einstellen konnte, war das Erreichen der gewünschten Platzierung bereits unmöglich gemacht worden. Er beendete den Wettkampf auf dem 41. Schlussrang.
Am letzten Wettkampftag, der 4er-Staffel, wurde er als zweiter Läufer eingeteilt. Das Schweizer Quartett war als Nummer 8 eingestuft worden und diese Marke war auch ihr Ziel. Nach dem Startläufer übernahm Avelino an Position 7. Zur Gruppe aufschliessend und mit dem Norweger mitlaufend schaffte er sich auf Position 4 vor. Nach der dritten Ablöse lagen sie zwischenzeitlich zusammen mit den Norwegern auf Platz 2. Der Schlussläufer konnte das Tempo mit dem Kanadier um Platz 2 nicht mitgehen, doch der Kampf um die Bronze-Medaille war lanciert. Die Freude über die mittlerweile sicher geglaubte WM-Medaille ging erst etwa 300m vor Ziel kaputt, als der heranlaufende Italiener den Schweizer Schlussläufer noch abfangen konnte. Der Frust über die so knapp verpasste Medaille war gross, ehe die vier jungen Schweizer mit der Zeit doch realisierten, dass ihre Leistung sehr stark einzustufen ist. So war es die beste Platzierung, welche eine Schweizer Juniorenstaffel jemals an einer WM erreichte!