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Im Rahmen des Kultes der Kloi spielte das sogenannte Boto eine wichtige Rolle. Manche dieser Instrumente sind mehr als sechs Meter lang und mehr als hundert Kilo schwer – einige sind aus Holz, andere aus Metall oder Ton-Erde. Die Botos wurden vor allem im Rahmen diverser Rituale gespielt. Meist wurden sie in den Höhlen am Mont Déboulé geblasen, was ihren Ton noch verstärkte und gewissermassen die ganze Höhle in ein Instrument verwandelte. Die Botos dienten möglicherweise auch der Kommunikation zwischen verschiedenen Dörfern. Man fand Botos in der Grotte der Omfa, auch besitzen manche Familien mit Kloi-Herkunft noch ein eigenes Instrument. Seltsamerweise fanden Hobbytaucher im Jahr 2008 verschiedene Botos auf dem Grund eines bis dahin namenlosen Sees bei Hiri, der in der Folge Lac du Boto getauft wurde. Offenbar wurde das Boto früher in erster Linie (oder sogar ausschliesslich) von Frauen geblasen. Heute beherrschen allerdings nur noch ganz wenige die Kunst des Boto-Spiels, die auch eine spezielle Atemtechnik verlangt.
Im Jahr 2010 (5. Juni bis 5. Oktober) gab es im Musée historique in Port-Louis eine Ausstellung zum Thema Boto: «Le grand son du Boto – la culture des Kloi vu à travers leur traditions musicales». Zur Ausstellung erschien auch eine CD mit Boto-Tönen, die in der Omfa-ca aufgenommen wurden.
Stück Nummer 7 von der CD «Le grand son du Boto», gespielt von Sam Lucie Kobo auf einem 3.30 Meter langen Ton-Boto.
First Publication: 5-2011
Modifications: 24-6-2012