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Jetzt schliessen sich Schweizer Schnapsbrenner ihren Kollegen aus Frankreich an: Auch sie wollen vor Gericht verhindern, dass die Bezeichnung «Absinthe» ausschliesslich für im Val-de-Travers hergestel
>Gegen die geschützte geografische Angabe für den Absinth wehren sich auch Schweizer Schnapsbrenner. Sie unterstützen die französischen Spirituosen-Hersteller, die beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die GGA eingereicht haben.
Unter den Beschwerdeführern findet sich auch ein Destillateur aus dem Val-de-Travers NE, der Region, welcher die geschützte geografische Angabe (GGA) zugute kommt. René Wanner wehrt sich gegen einen Entscheid des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), dass nur Spirituosen «Absinthe», «Fée verte» oder «La Bleue» genannt werden dürfen, die im Val-de-Travers hergestellt worden sind.
Der Produzent, der in Genf und Couvet NE Spirituosen brennt, kritisiert, dass sich die GGA auf den Terminus «Absinthe» beschränkt. Mit einem geschützten «Absinthe du Val-de-Travers», dem Vorschlag französischer Schnapsbrenner, würde die Region marketingmässig profitieren können, sagte er auf Anfrage.
Absurde Argumentation
Neben Wanner haben mindestens drei weitere Schweizer Destillateure Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen eingereicht. In einer gemeinsamen Mitteilung vom Dienstag sprachen sie von einer absurden Argumentation des Bundesamtes für Landwirtschaft.
Dieses hatte im Sommer beschlossen, «Absinthe», «Fée verte» und «La Bleue» auf die GGA-Liste aufzunehmen. Es hatte argumentierte, dass es sich bei «Absinthe« nicht um einen Gattungsbegriff handle, sondern um eine traditionelle Bezeichnung, die mit dem Val-de-Travers in Verbindung gebracht werde.
Die Schweizer Beschwerdeführer sehen damit die historische und aktuelle Realität ignoriert, denn der Wermut-Schnaps sei nie nur im Val-de-Travers produziert worden.
Am Montag war bekannt geworden, dass französische Spirituosen-Hersteller beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid des BLW eingereicht hatten - darunter die Föderation französischer Spirituosenhersteller (FFS) sowie die European Spirits Organisation (CEPS). Das BLW hatte zuvor 42 Einsprachen abgelehnt.
(rcv/sda)