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Kim de l’Horizon wurde 1992 in Ostermundigen geboren. Vor dem Studium in Biel hat xier Germanistik, Film- und Theater-wissenschaft studiert. Im September beginnt Kim den Master Transdisziplinarität an der ZHdK.
Blutbuch ist ein fünfteiliger Generationenroman. Zentrale Frage ist, welche Geschichten, Traumata und Schweigen man erbt. Dabei fungiert die Blutbuche als Leitmotiv, anhand dem der Stammbaum der weiblichen Linie aufgerollt wird.
Erzählinstanz ist eine genderfluide Ich-Figur, die die fort-schreitende Demenz ihrer Grossmutter als Anlass nimmt, um sich zu erinnern: an ihre Kindheit, an die Grossmutter und an die latenten Unsagbarkeiten der Familie. Die Geschichten bleiben jedoch einander verdeckende Schichten.
Wichtig war mir, keinen vom Plot getriebenen Roman zu schreiben, sondern vom Wasser, dem Element der Grossmutter, und der Genderfluidität der Erzählfigur auszugehen; eine Form zu finden, die aufgefüllt ist von dem, was war, aber nicht gesagt werden kann. Dies resultierte in einer hybriden Sprache, die zwischen gepflegtem und saloppem Deutsch, Mundart, Französisch und Englisch oszilliert.
Die Transgression interessiert mich nicht nur im Sprachlichen, ich versuche auch an den Gattungsgrenzen von Theater, Film und Musik zu rütteln.