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Paradigma heisst - seit T. Kuhn sein Buch Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen veröffentlicht hat - die für eine Wissenschaft konstitutive Perspektive. Theorien, die das entsprechende Paradigma verwenden, sind Bestandteil der jeweiligen Wissenschaft. Von Zeit zu Zeit erleben Wissenschaften einen Paradigmenwechsel.
Beispiel:
T. Kuhn's Beispiele stammen aus der Wissenschaftsgeschichte, weil er Historiker war. Ein typisches Beispiel ist die Aufgabe der Idee des Aethers, die die Wissenschaft lange dominierte.
Hinweis:
Der radikale Konstruktivismus wird oft als Paradigma der Wissenschaft verstanden, man kann ihn aber auch als Paradigma, das die Wissenschaft ablöst, verstehen (ausführlicher in: Rolf Todesco: Genetische Wissenschaftsgeschichte).
Das Erkennen von aktuellen Paradigmen ist schwierig, sie zeigen sich eigentlich nur in Form eines Wechsels. Ein aktuelles Beispiel ist vielleicht die Verabschiedung einer bestimmte Ausprägung des Sender-Empfänger-Modelles in den Kommunikationswissenschaften.
Ein anderes Beispiel ist der Wechsel de Naturwissenschaften von einer beschreibenden zu einer operierenden Disziplin, was sich in neuen Namen wie Bio-Engineering ankündigt.