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Dampfschiff-Crash auf dem Vierwaldstättersee - 110-jährige «Schiller» evakuiert
Zwei Raddampfer sind heute auf dem Vierwaldstättersee zusammengestossen. Die «Schiller» wurde sicherheitshalber evakuiert.
Heute um 13.40 Uhr stiessen zwei Raddampfer auf dem Vierwaldstättersee zusammen, wie ein Zeuge berichtet. Er war an Bord der «Schiller», die von Luzern auf dem Weg nach Vitznau war, als ihnen im Luzerner Seebecken die «Unterwalden» entgegenkam.
Der Kapitän der «Schiller» hatte noch die Vorbeifahrt des zweitältesten Dampfschiffs der Schweiz angekündigt. Doch die beiden Schiffe kamen nicht aneinander vorbei.
Denn beim Kreuzen krachten die Schiffe zusammen. «Auf dem Schiff war ein heftiger Ruck zu spüren», sagt der Zeuge. Durch den Crash wurde der Bug der «Unterwalden» leicht eingedrückt, bei der «Schiller» gab es Schäden am Fender.
Die 114-jährige «Unterwalden» mit bis zu 700 Plätzen fuhr mit seinen Passagieren zurück nach Luzern. Für die 110-jährige «Schiller» gab es kein Weiterkommen. Die Passagiere mussten je nach Ziel auf die «Gotthard» oder die «Rütli» umsteigen.
Das lädierte Schiff fuhr dann leer nach Luzern. Die Seepolizei ist ausgerückt, um den Zwischenfall zu untersuchen. Die Verantwortlichen der Schiffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) befinden sich momentan in einer Sitzung, um den Vorfall zu analysieren.
19.8.2016