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Der österreichische Pianist Rudolf Buchbinder, geboren 1946, kann auf eine mehr als 60-jährige Karriere zurückblicken, die ihn mit den renommiertesten Orchestern und Dirigenten weltweit zusammengeführt hat. Im Zentrum seiner Arbeit steht das Schaffen Ludwig van Beethovens: Den Zyklus der 32 Sonaten hat er mittlerweile über 50 Mal aufgeführt, so in Berlin, Buenos Aires, Dresden, Mailand, Peking, Sankt Petersburg, Zürich und bereits viermal in Wien und München. Als erster Pianist präsentierte er ihn 2014 auch innerhalb eines Sommers bei den Salzburger Festspielen. Anlässlich von Beethovens 250. Geburtstag führt er die fünf Klavierkonzerte des Komponisten im Wiener Musikverein mit fünf verschiedenen Orchestern und Dirigenten auf: mit dem Gewandhausorchester Leipzig und Andris Nelsons, den Wiener Philharmonikern und Riccardo Muti, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Mariss Jansons, den Münchner Philharmonikern und Valery Gergiev sowie der Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann. In Anlehnung an Beethovens Diabelli-Variationen wird er ausserdem einen Zyklus neuer Variationen über Diabellis Walzer präsentieren, die zwölf zeitgenössische Komponisten geschaffen haben. Rudolf Buchbinders Repertoire, das er in mehr als 100 Einspielungen dokumentiert hat, reicht von Bach bis zu zeitgenössischen Werken; seit Frühjahr 2019 ist er Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon. Seine Interpretationen basieren auf akribischer Quellenforschung. Als leidenschaftlicher Sammler historischer Partituren besitzt er allein 39 komplette Ausgaben der Beethoven-Sonaten, dazu zahlreiche Erstdrucke, und Originalausgaben anderer Werke. Seit 2007 ist Buchbinder Künstlerischer Leiter des Grafenegg Festivals. Als Autor veröffentlichte er zwei Bücher: 2008 erschien seine Autobiographie Da Capo, 2014 folgte Mein Beethoven – Leben mit dem Meister.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 18. November 1999 bei einem Rezital mit Werken von Bach, Berg, Beethoven und Schumann.
Oktober 2019