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dgj174 Schweizerische Botschaft in Nairobi, Kenya, Kenya , 2011
Fotograf: dgj
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Die Kanzlei beschreibt eine Spirale, welche das leichte Gefälle des Baugrundstücks aufnimmt und einen Innenhof als zentralen Aussenraum umschliesst. Der Innenhof öffnet sich nach West zum Eingangsbereich und nach Ost zum Garten und erzeugt so differenzierte Zonen von Privatheit und Sicherheit.
Um die hohe Qualität des Aussenraums zu erhalten, orientiert sich die flache Bebauung südlich des Grundstücks und lässt damit den nördlichen Garten mit zwei hohen Bäumen unberührt.
Die sacht ansteigende Rampe entlang des Innenhofs erschliesst alle Räume als Laubengang. Der Eingangsbereich trennt direkt die Zugänge für die Mitarbeiter, den öffentlichen Bereich und die Besucher von Visabüro und Konsulat. Für alle Nutzergruppen werden getrennte Zugänge und Sicherheitsschleusen angeboten.
Die ansteigende Anordnung der Räume gliedert das Gebäude in Bereiche, die auf einem Niveau liegen und über eine gemeinsame Vorzone (Minilobby) erschlossen werden. Innerhalb dieser Zone bilden leichte Trennwände Einzelbüros, die ohne grossen konstruktiven Aufwand zurück- und umgebaut werden können.
Das Gebäude wurde durch die Ausrichtung des Baukörpers und Konstruktion der Aussenhülle so entwickelt, dass es nur einen minimalen Aufwand zur Konditionierung der Räume (Heizen oder Kühlen) erfordert. Der Aufwand an Technik und der Energieverbrauch sind dadurch verschwindend gering.
Die Sonne läuft ganzjährig in einem sehr steilen Winkel von Ost nach West. So wurde der Baukörper als langgestreckte Spirale in Ost-West-Richtung formuliert. Die Ost- und Westfassaden wurden in der Fläche reduziert und im Osten mit einem kleinen Öffnungsanteil ausgebildet. Die äussere Fassade wurde profiliert, damit die tiefliegenden Fenster durch die darüber liegenden Bauteile verschattet werden. Der Laubengang um den Innenhof ist mit einem schattenspendenden Dach auch transparenter Photovoltaik versehen. Der Baukörper ist als schlanker Einspänner konzipiert, der eine Querlüftung durch Aussenfassade und Hof begünstigt.
Das Gebäude ist ganzjährig im Inselbetrieb ohne externe Stromzufuhr zu betreiben. Dafür wurde das Dach mit flachgeneigten Photovoltaik-Modulen aktiviert.
|Projektzeitraum||15.08.2011 - 01.10.2011|
|Nutzung||Botschaft|
|Fläche||1.900 m²|
|Volumen||5.700 m³|
|Auslober||Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Bauten und Logistik BBL|
|Auftragsart||Wettbewerb|
|Mitarbeiter:||Anne Bauer, Simon Gallner|
|Projektstatus:||Wettbewerbsbeitrag|