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Mitteldistanz: Kyburz und Alexandersson gewinnen Gesamtweltcup
Beim EGK OL-Weltcupfinal in Grindelwald haben sich der Schweizer Matthias Kyburz und die Schwedin Tove Alexandersson nicht nur den Sieg im Rennen über die Mitteldistanz gesichert, sondern zugleich auch den Sieg im Gesamtweltcup.
Matthias Kyburz hat den Gesamtweltcup im Orientierungslauf für sich entschieden. Der 27-Jährige hat beim EGK OL-Weltcupfinal in Grindelwald nach der Langdistanz vom Freitag auch das Mitteldistanzrennen vom Samstag gewinnen können und sich damit den Sieg in der Gesamtwertung gesichert: «Nach der missglückten WM glaubte ich nicht mehr daran, den Gesamtweltcup gewinnen zu können, umso grösser ist die Freude», sagte der Athlet aus Möhlin (AG).
Hinter Kyburz mit einer Laufzeit von 33:31 Minuten klassierte sich Daniel Hubmann (Bremgarten b. Bern) über die Mitteldistanz auf dem zweiten Rang. Er verlor im achteinhalb Leistungskilometer langen Rennen knapp eine Minute auf seinen Teamkollegen Kyburz und sicherte sich im Gesamtweltcup den dritten Rang. Das Podest wurde über die Mitteldistanz derweil vom Schweden Emil Svensk komplettiert. Alexandersson beweist Stärke
Im Frauenrennen ist die Schwedin Tove Alexandersson mit einer Zeit von 35:09 Minuten zum Tagessieg gelaufen. Mit diesem Erfolg im rund sieben Leistungskilometer langen Wettkampf krönte sie sich gleichzeitig zur Siegerin im Gesamtweltcup. Es ist der vierte Gesamtweltcupsieg in der Karriere der 25-Jährigen.
Hinter Alexandersson sicherte sich die Schweizerin Elena Ross (Cugnasco) den zweiten Rang im Mitteldistanzrennen. Dies nachdem sie am Freitag ihren ersten Sieg in einem Weltcuprennen feiern konnte: «Es war ein technisch und physisch fordernder Lauf», sagte die Tessinerin, die 1:15 Minuten auf die Siegerin verlor. Mit den beiden Podestplätzen in Grindelwald hat Roos als Sechste den Sprung in die Top Ten des Gesamtweltcups geschafft: «Im nächsten Jahr peile ich eine Medaille an den Heim-EM an», erklärte Roos bereits ihr nächstes Ziel. Dritte über die Mitteldistanz wurde Natalia Gemperle. Die Russin verlor 1:49 Minuten auf die Tagessiegerin. Gemperle sicherte sich mit ihrem Podestplatz vom Samstag zugleich den zweiten Rang im Gesamtweltcup. Dritte im Gesamtklassement wurde die Schweizerin Sabine Hauswirth. Es ist das beste Resultat in ihrer Karriere: «Heute lief es mir nicht nach Wunsch, das Ergebnis im Gesamtweltcup ist jedoch ein schöner Trost», so die 29-Jährige, die über die Mitteldistanz lediglich 13. wurde.Märchenwald in Grindelwald
Das Mitteldistanzrennen war der Finallauf des diesjährigen OL-Weltcups. Es führte die insgesamt rund 200 Läuferinnen und Läufer aus 23 Nationen durch das Gelände «Dirrenberg» bei Grindelwald. «Der Dirrenberg ist für mich ein Märchenwald», sagte Simone Niggli. Die ehemalige Spitzenathletin ist beim EGK OL-Weltcupfinal in Grindelwald als Chef Streckenplanerin im Einsatz. Idyllische Waldpartien mit Felsbrocken und Moos bewachsenem Boden, die imposante Bergkulisse mit Eiger, Mönch und Jungfrau sowie die Zielarena inmitten von Grindelwald machten das Mitteldistanzrennen sowohl landschaftlich als auch stimmungsmässig einzigartig.
Typisch für ein Mitteldistanzrennen im Orientierungslauf waren die kürzeren Abschnitte zwischen den einzelnen Posten. Viele Richtungswechsel sowie die Mischung zwischen viel Steigung und längeren Downhill-Partien sorgten für einen abwechslungsreichen Weltcuplauf, der für die Männer achteinhalb und für die Frauen rund sieben Leistungskilometer lang war. Erwartungsgemäss hatten die Athletinnen und Athleten nur wenig Fehler zu verzeichnen: «Für ganz nach vorne zu laufen, brauchte es jedoch einen technisch sauberen Lauf», so Simone Niggli.
Organisiert wird der EGK OL-Weltcupfinal vom Verein Swiss Cup. Mit der EGK-Gesundheitskasse als Presenting Partner sowie den Hauptsponsoren Jungfraubahnen und BB Biotech darf der Event zudem auf grosse Unterstützung seitens seiner Partner zählen. Am Sonntag findet der Event mit dem Wettkampf der Sprintstaffel seinen Abschluss.Galerie