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Führt Bewusstsein für einen auch zu Wert für einen?
Ich glaube, dass beide Begriffe heute mehrere Bedeutungen haben.
Selbstbewusstsein ist einerseits das Bewusstsein seiner selbst (self-conscious) mit allen Stärken, Schwächen, Zielen usw., andererseits das ‚gesunde Selbstbewußtsein‘ (self-confident) das den Glauben an das eigene Können / die eigene Stärke in bestimmten Situationen (Elfmeterschütze, Operateur, Profi-Boxer) ausrücken soll.
Selbstwertgefühl wir meiner Meinung in seltenen Fällen synonym zur zweiten Verwendungsform von Selbstbewusstsein (Selbstvertrauen) gebraucht, öfter aber als das Gefühl, unabhängig von bestimmten Kontexten (z.B. Prüfungssituationen) einen unbestreitbaren Wert für sich und Andere zu haben, ähnlich wie der Würde-Begriff.
Ein Grund für die durchmischte Verwendung dieser Begriffe kann natürlich sprachliche Ungenauigkeit sein.
Ein anderer Grund ist, dass viele Menschen sich über ihre Schwächen und Fehler nur ungern und selten Gedanken machen, daher der kritische Teil des ’sich seiner selbst bewusst seins‘ weg fällt. Für mich fasst es folgender Satz gut zusammen:
Dann ist das (hohe) Selbstwertgefühl Ausdruck der Wahrnehmung seiner selbst (Selbstbewusstsein).