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Falls sich die beiden Frauen bei den beiden Männern als Lebens- und Bettgenossinnen abwechselten und einmal mit diesem und einmal mit jenem auftraten, dann konnte dieser Wechsel von nicht Eingeweihten gar nicht wahrgenommen werden. Man wusste nicht, wer sich von den Vieren treu verhielt und den Partner nicht wechselte; und ob sich alle vier an dem Spiel beteiligten; oder ob eine oder einer der vier Beteiligten hinters Licht geführt wurde.
Keinem Aussenstehenden und auch keiner Ausstehenden gelang es zu ermitteln, ob eine der beiden Frauen oder einer der beiden Männer sein Einverständnis gab für einen derartigen Wechsel, weil er oder sie gar nicht wusste, dass der Partner oder die Partnerin geändert hatte. Den ausgegrenzten Beobachtern gelang es einfach nicht, Ordnung in die Beziehungen zu bringen. Ein Spiel zwischen den Geschlechtern wird kompliziert, wenn nicht nur eine Frau und ein Mann, sondern gar zwei Frauen und zwei Männer mit von der Partie sind.
Jedenfalls sorgte dieses auswechselbare Doppelpaar bei all jenen, die ihnen begegneten, für viel Irritation und nachfolgenden, geheimen Klatsch. Niemand getraute sich, die Paare auf einen möglichen Partnertausch anzusprechen. Eine derartige Frage endete mit Gewissheit nur mit dem Tritt in ein Fettnäpfchen. Die Paare konnten bezüglich ihrer Zusammensetzung antworten, was sie wollten. Zu überprüfen, was die vier über ihre Identitäten und Beziehungen von sich gaben, vermochte niemand. Auch nicht, was sie untereinander trieben. Ihre Gleichheit gewährte ihnen Schutz. Untereinander waren sie sich gleich wie eine gute getarnte Gottesanbeterin in ihrem natürlichem Element, dem Regenwald.
Die Ordnung, die dafür sorgt, dass kein Mensch identisch mit einem anderen ist, sondern sein eigenes Gesicht trägt, war bei den Vieren aufgehoben. Die Ordnung, die erlaubte, dass der Mensch in seinem Gegenüber eine klar identifizierbare Person erkennt, war dahin.
Kein Zoll der beiden Frauen war anders. Das gleiche galt für den Auftritt der beiden Männer. Kein kleiner Unterschied gewährte dem Betrachter Gewissheit darüber, wen er vor sich hatte, wenn er eine der beiden Frauen, einen der beiden Männer vor sich sah. Das galt auch, wenn die Vier als Paare auftraten. Lediglich als Frau und als Mann unterschieden sie sich.