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Eucharistie
„Empfangt, was ihr seid: Leib Christi.
Und werdet, was ihr empfangt: Leib Christi.“
(Heilige Augustinus)
Aus einer Predigt des heiligen Johannes von Damaskus – im 8. Jh.
Quelle: Johannes von Damaskus, Orthodoxer Glaube IV 13, PG 94, 1137D,
zitiert in: L. Heiser, Jesus Christus, S. 535
Als Christus für uns den freiwilligen Tod auf sich nehmen wollte, in der Nacht, in der er sich überlieferte, schloss er mit seinen Jüngern und Aposteln und mit allen, die durch sie an ihn glauben, einen Neuen Bund. Im Obergemach des heiligen und herrlichen Zion aß er mit seinen Jüngern das alte Pascha-Mahl und erfüllte den Alten Bund. Er wusch den Jüngern die Füße und gab damit ein Sinnbild der heiligen Taufe. Dann brach er das Brot und gab es ihnen mit den Worten: „Nehmt und esst; das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.“ Desgleichen nahm er auch den Kelch mit Wein und Wasser und reicht ihn ihnen mit den Worten: „Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Neuen Bundes, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ „Sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Menschensohnes und bekennt seine Auferstehung, bis er kommt.“ Wenn das Wort Gottes aus freiem Willen selbst Mensch wurde und das reine und unbefleckte Blut der heiligen Immer-Jungfrau ohne Zeugung sich zum Fleisch bildete, sollte er da nicht, das Brot zu seinem Leib und den Wein und das Wasser zu seinem Blut machen können? .. Wie Gott alles, was er geschaffen hat durch die Wirkkraft des Heiligen Geistes geschaffen hat, so bewirkt auch jetzt die Kraft des Geistes, was über die Natur hinausgeht, was man nicht erfassen kann, es sei denn im Glauben. „Wie soll das geschehen?“ sagte die heilige Jungfrau... „Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten“ antwortete der Erzengel. Und du, Mensch, fragt noch, wie das Brot Leib Christi und der Wein und das Wasser Blut Christi wird! Auch ich sage dir: Der Geist kommt herab und wirkt das, was Begreifen und Denken übersteigt.
Aus einer Predigt des Theodor von Mopsvestia – chaldäischer Kirchenvater im 4. Jh.
Quelle: Theodor von Mopsvestia, 2.Predigt über die Eucharistie
Weil Gott uns wie eine Mutter liebt, gibt er uns seinen Leib zur Speise: er stellt das Brot und den Wein vor uns hin, seinen Leib und sein Blut, Speise der Unsterblichkeit. Und wenn wir seinen Leib und sein Blut essen und trinken, dann ergießt sich die Gnade des Heiligen Geistes in uns; sie lässt uns unsterblich werden, sie macht uns unvergänglich auf Hoffnung hin. Mit Hilfe dieses Gedächtnisses, dieser liturgischen Zeichen, nähern wir und mit Güte und Freude dem auferstandenen Christus. Wir schließen ihn in unsere Arme, denn wir schauen ihn als Auferstandenen, und wir hoffen, an seiner Auferstehung teilzunehmen. Obwohl er zu uns kommt, indem er sich selbst aufteilt, ist er doch ganz und gar in jedem einzelnen Teil, und er ist uns nahe. Er liefert sich jedem von uns aus, damit wir ihn ergreifen, damit wir ihn von ganzem Herzen umarmen und ihm unsere Liebe zeigen. Deshalb also sind Leib und Blut Christi Nahrung für uns, und sie lassen uns hoffen, in unsterbliche, unvergängliche Wesen verwandelt zu werden. „Jeder von uns möge also herantreten und sich nähern; die Augen gesenkt und die Hände ausgestreckt.“ Auf diese Weise bringen wir unsere Achtung und Verehrung zum Ausdruck, wir bekennen, dass wir den Leib des Königs, der Herr des ganzen Alls geworden ist, empfangen, den Leib des Königs, der von der ganzen Schöpfung als Herr angebetet wird. Wenn der Diener die Gabe austeilt, sagt er: „Der Leib Christi.“ Diese Worte sind für dich die Verpflichtung, nicht beim Äußeren stehenzubleiben, sondern das zu verwirklichen, was zum geopferten Brot geworden ist; durch das Herabkommen des Heiligen Geistes ist es zum Leib Christi geworden. Tritt also mit Achtung und mit Liebe heran und antworte: „Amen.“ Durch diese Antwort bestätigst du die Worte des Dieners und du unterschreibst und unterzeichnest sie. Und die gleiche Sache gilt für den Kelch. Und wenn du den Leib des Herrn auf deinen eigenen Händen empfangen hast, betest du ihn an: du bekennst und erkennst die allumfassende Macht dessen, den du hältst; du erinnerst dich an das Wort des auferstandenen Herrn und betrachtest ihn ganz nah bei dir.
Weitere Informationen zu Eucharistie
https://www.katholisch.de/video/11677-was-bedeutet-eucharistie