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Sollen die Eltern ein Kind später über die Tatsache informieren, dass eine Spenderinsemination gemacht wurde?
Psychologen, welche sich mit dieser Thematik beschäftigen, raten dazu. In der Realität ist es in unseren Breitengraden aber so, dass nur sehr wenige Eltern ihre Kinder informieren. Es wird geschätzt, dass dies in der Schweiz weniger als 5% der betroffenen Paare tun werden. Eine allgemeingültige Empfehlung kann also nicht abgegeben werden. Wichtig erscheint, dass diese Problematik bewusst einer einvernehmlichen Lösung zugeführt wird und beide Partner gut dazu stehen können.
Wie gehen die Väter mit der Tatsache um, dass sie nicht die genetischen Väter der Kinder sind?
Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder aus Spenderinseminationen ihren erziehenden Väter ähnlicher sind als den genetischen Erzeuger. Eine Prägung, Erziehung und Beeinflussung der Entwicklung über viele Jahre ist also sehr wichtig und entscheidend. Trotzdem wird es, wie in jeder anderen Familie auch, Stresssituationen geben, wo ein Vater vielleicht die Entscheidung zur Spenderbehandlung für gewisse Momente in Frage stellt. Im Allgemeinen ist der (allerdings nicht wissenschaftlich ausgewertete!) Feedback aber sehr positiv. Viele Väter berichten, dass diese Frage spätestens mit Geburt ihres Wunschkindes nicht mehr im Zentrum steht und überhaupt keine Relevanz mehr hat.
Kann der Spender später die Identität der Kinder oder Eltern erfahren?
Nein, dies ist absolut unmöglich. Nur das Kind hat mit erreichen der Volljährigkeit die Möglichkeit, Angaben zum Spender zu erhalten. Nicht aber der Spender selbst oder die Eltern.
Wie werden die Spender ausgewählt?
Der Fachbegriff heisst "Matching". Eine Übereinstimmung sollte nach folgenden Kriterien erfolgen: Blutgruppe, Grösse/Gewicht (Statur), Augenfarbe und Haarfarbe. Andere Kriterien sollen nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht verwendet werden. Auch hat