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Leonardo Da Vinci
Lebensgeschichte
Leonardo wurde als uneheliches Kind von seinem prominenten Vater zwar anerkannt, wuchs aber die ersten Jahre im Hause des Grossvaters auf. In Florenz verbrachte er seine frühen Jahre und dort wurde auch seine künstlerische Begabung erkannt. Seine erste Lehrzeit begann er 1469 beim damals berühmten Bildhauer Verrocchio. 1476 wurde eine anonyme Anzeige wegen homosexueller Handlungen gegen ihn eingereicht. Beweise und ein Urteil gab es allerdings nie. Ab 1482 lebte und arbeitete er in Mailand. Dort wurde er berühmt durch viele Erfindungen aller Art. Er malte Bilder, entwarf aber auch Maschinen, Fluggeräte und Waffen, betrieb medizinische Studien, die seiner Zeit weit voraus waren. Viele seiner Kunstwerke sind bis heute weltbekannt. Er starb 1519 unverheiratet und ohne Kinder.
Sein Umgang mit seiner Geschichte
Als “Bastard” (uneheliches Kind), hatte Leonardo einen schweren Stand. Er fühlte sich von seinen Eltern abgelehnt und verlassen. Seine einzige wirklich herzliche familiäre Beziehung hatte er zu seinem Onkel Francesco. Diese Leere scheint er mit einer überbordenden Kreativität, Neugier und Fantasie ausgefüllt zu haben. Auf dem Sterbebett, wird berichtet, habe Leonardo tiefe Reue über seinen Unglauben empfunden und habe ein Bekehrungserlebnis gehabt. Obwohl er für die Kirche tiefgründige Kunstwerke geschaffen hat, die von einer tiefen Spiritualität zeugen, war er der organisierten Religion gegenüber stets skeptisch. Auch warf die Kirche ihm immer wieder vor, Magie zu betreiben – was er als naturwissenschaftlicher Denker aber zutiefst ablehnte.