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Oktober 2017
Die Festlichkeiten an Diwali dauern mehrere Tage. Jeden Tag wird eine bestimmte Gottheit gefeiert, im Einklang mit den von Region zu Region unterschiedlichen Traditionen. Am wichtigsten ist der Neumond-Tag des Monats Kartika. Er ist Lakshmi, Göttin des Wohlergehens, geweiht. Um Lakshmi in ihr Haus zu locken, verzieren die Frauen die Türschwelle mit farbigen geometrischen Ornamenten, im Norden Indiens rangoli genannt. Bei anbrechender Dunkelheit zünden sie kleine Öllampen an und stellen sie in die Fenster. Das ausstrahlende Licht symbolisiert die Präsenz der Göttin. Um die bösen Geister zu vertreiben, zünden die Kinder Feuerwerk und werfen Knallkörper. Ganz allgemein feiern die Hindu mit diesem Fest den Sieg des Lichts über die Dunkelheit und im weiteren Sinne den Sieg des Guten über das Böse. Im Norden Indiens würde mit dem Fest auch eines mythischen Geschehen gedacht: der Rückkehr von König Rama aus dem Exil nach dessen Sieg über den Dämon Ravana. Die Bezeichnung Dipavali bedeutet «Reihen von Lampen» und erinnert an den mit Lampen bestückten Weg, die dem König und seiner Gemahlin leuchteten und das Paar bei seiner Rückkehr ins Königreich feierten.
An Diwali gibt es viel Unterhaltung (Spektakel, Jahrmärkte usw.) sowie prächtige Feste. Enge Verwandte beschenken einander, man trägt neue Kleider und geniesst verschiedene Süssigkeiten.
Der Reformationstag wird seit dem 17. Jahrhundert gefeiert. Er erinnert an den traditionell als Gründungsakt des Protestantismus verstandenen Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517. Damals soll der Augustiner-Eremit Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg (Sachsen) genagelt haben. Mit Ablässen gewährte der Papst Geldspendern eine Art Sündenerlass, der ihnen den Einlass ins Paradies des ewigen Lebens erleichtern sollte. So sollte der Bau der Peterskirche in Rom (Vatikan) finanziert werden. In der Überzeugung, dass das Heil eine Gabe Gottes ist, verurteilte Luther, im Lichte des Evangeliums, diesen Handel als dem christlichen Glauben zuwiderlaufend. Die zentrale These des Protestantismus lautet denn auch: Gottes Gnade allein erlöst von den Sünden. Beglaubigt wird sie von den Bibeltexten, die an diesem Festtag von vielen Lutheranern und Reformierten gelesen werden.
Gegen Ende der 1990er Jahre wurde das angelsächsische Halloween-Fest nach Europa exportiert. Das Fest, ein eigentliches gesellschaftliches Phänomen, das inzwischen etwas an Attraktivität eingebüsst hat, hatte von Anfang an eine stark merkantile Note. Das ursprünglich vermutlich keltische Fest wurde mit dem christlichen Kult in Verbindung gebracht: Halloween geht auf das englische All Hallows’ Eve (Vorabend von Allerheiligen) zurück.
Am Abend des 31. Oktober gehen Kinder, als Gespenst, Skelett oder Vampir verkleidet, von Tür zu Tür und bitten um Süssigkeiten. Dabei rufen sie laut: «Trick or treat!» («Schabernack oder Bonbons!»). Ihren Weg beleuchten ausgehöhlte Kürbisse (früher Rüben) mit geschnitzten Gespenstergesichtern, in denen eine Kerze brennt.