Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/186929

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, der Armee bzw. den Offizieren die ein Kommando führen, eine Software für ausserdienstliche administrative Tätigkeiten und vor allem das Urlaubswesen zur Verfügung zu stellen und somit nachweislich über drei Viertel des Arbeitsaufwandes einzusparen. Eine Reduktion des administrativen Aufwandes ausserhalb des Dienstes erhöht die Attraktivität der Armee und trägt dazu bei, den Nachwuchsbedarf auch in Zukunft zu sichern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Auch der Bundesrat ist der Meinung, dass die administrative Belastung der Milizoffiziere ausserhalb der Dienstzeit möglichst klein gehalten werden muss. Er ist auch der Meinung, dass eine Reduktion des Arbeitsaufwandes ausserhalb der Dienstzeit die Armee attraktiver macht und damit einen Beitrag zur Sicherstellung der Deckung des Nachwuchsbedarfs leistet.</p><p>Bereits 2014 hat die Armee den Kommandanten aller Stufen, den Chefs Personelles (G1) und den Adjutanten (S1) den Zugriff auf das Personal-Informationssystem der Armee (Pisa) ermöglicht und damit diverse administrative Abläufe digitalisiert und vereinfacht. Auch mit der Zurverfügungstellung der Software Mil-Office wurden vor allem für die Stufe Kompanie diverse administrative Arbeiten digitalisiert und ein Datenaustausch mit dem Pisa ermöglicht.</p><p>Mit der Weiterentwicklung von Mil-Office (Einführung Ende 2018 abgeschlossen) und dem Projekt "mymilo" (Mobile-Applikation für alle Angehörigen der Armee, Realisierung ab 2019) wird dem Bedürfnis nach Erleichterung und Unterstützung für den Einheitskommandanten bei der administrativen Führung seiner Einheit auf modernste Art und Weise nachgekommen. Dienstverschiebungsgesuche, Urlaubsgesuche, Interaktion mit der Truppe (Kommunikation und Information) sowie Meldewesen werden rund um die Uhr online auf Handy, Tablet und PC ermöglicht. Bei diesen militärischen Lösungen ist zudem die Sicherheit der Personaldaten jederzeit gewährleistet. Das Pisa und das Mil-Office wurden für alle Angehörigen der Armee, des Zivilschutzes und für Mitarbeitende der Verwaltung entwickelt.</p><p>Die Zurverfügungstellung einer zusätzlichen Software, wie in der Motion Dobler gefordert, würde lediglich zu Redundanzen führen, weil die Koordination der Urlaubsgesuche bereits Teil der sich in Planung und Realisierung befindenden Lösungen (Mil-Office 5 und mymilo) ist.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.