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In dem grausamen und völlig nutzlosen Tierversuch «Forced Swim Test» werden Mäuse, Ratten, Meerschweinchen und Hamster gezwungen, so lange zu schwimmen, bis sie aufgeben. In Versuchslaboren werden die Tiere in ein mit Wasser gefülltes Behältnis gesetzt, aus dem sie nicht entkommen können – die Wände sind zu hoch und es gibt keinen Halt. Voller Panik versuchen die Tiere, aus dem Behältnis zu klettern oder durch Untertauchen einen anderen Ausgang aus dem Gefängnis zu finden. Hektisch paddeln sie, um nicht zu ertrinken, bis sie irgendwann nur noch auf dem Wasser treiben.
Sinnlose und grausame Depressionsstudie
Das tierquälerische Experiment wird bereits seit den 1950er-Jahren durchgeführt. Es soll das Verhalten von Tieren in «hoffnungslosen» Situationen untersuchen und aufzeigen, welche Wirkung Antidepressiva auf die Tiere haben. In den 1970er-Jahren fand Roger Porsolt heraus, dass Ratten nach der Gabe von Antidepressiva für Menschen länger um ihr Überleben kämpften und sich erst später treiben liessen als andere Ratten. Andere Wissenschaftler kritisierten das Experiment jedoch stark und deuteten das Treibenlassen der Ratten nicht als Zeichen der Hoffnungslosigkeit, sondern als positiven Lerneffekt. So würden die Ratten Energie sparen und sich an die neue Umgebung anpassen wollen. [1]
Heute, über 40 Jahre später, werden diese grausamen Versuche immer noch in Universitäts- und Pharmalaboren durchgeführt. Experimentatoren setzen Mäuse, Ratten und andere Tiere weiterhin in Wasserzylinder und messen, wie lange die Tiere gegen das Ertrinken ankämpfen. Glücklicherweise sprechen sich jedoch immer mehr Unternehmen gegen den Forced Swim Test aus, wie beispielsweise die Pharmariesen Bayer und Roche.
Keine verlässlichen Testergebnisse
Mit dem Forced Swim Test lässt sich nicht verlässlich vorhersagen, ob ein Antidepressivum beim Menschen wirkt. [2] So wurden bereits positive Ergebnisse bei Wirkstoffen erzielt, die beim Menschen jedoch nicht als Antidepressiva gelten, wie beispielsweise Koffein. Andere Präparate, die als Antidepressiva zugelassen sind, zeigten bei den Tieren im Versuch hingegen keinen Effekt. Es besteht daher die Gefahr, dass Wirkstoffe, die beim Menschen wirksam sein könnten, sogar ausgeschlossen werden, was die Entwicklung neuer, effektiverer Behandlungsmethoden verzögert.
Schweizer Pharmaunternehmen führt Forced Swim Test durch
Auch in der Schweiz gibt es noch immer Pharmaunternehmen, die den Forced Swim Test trotz mangelnder Verlässlichkeit durchführen. Wie das US-Unternehmen Eli Lilly weigert sich auch der Schweizer Pharmariese Novartis, den Schwimmtest zu verbannen. Veröffentlichte Daten belegen, dass beide Unternehmen diesen grausamen und nutzlosen Versuch in den letzten beiden Jahren durchgeführt haben. [3, 4] Zusammen haben die beiden Pharmakonzerne dabei mehr als 4.800 Mäuse und Ratten missbraucht.
WAS SIE TUN KÖNNEN
Fordern Sie Novartis auf, den tierquälerischen Forced Swim Test abzuschaffen – unterschreiben Sie hierzu die Petition von PETA Deutschland :
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QUELLEN
[1] Molendijk, M. L., de Kloet, E. R. (2015): Immobility in the forced swim test is adaptive and does not reflect depression. In: Psychoneuroendocrinology, 62, 389-391
[2] Emily R. Trunnell, Ph.D. (02.2019): Are we throwing good antidepressants out with the swim test water?, Labroots, Laboratory Animal Sciences 2019
[3] Gordillo-Salas M, Pilar-Cuéllar F, Auberson YP, Adell A. (2018): Signaling pathways responsible for the rapid antidepressant-like effects of a GluN2A-preferring NMDA receptor antagonist. In: Transl Psychiatr. 8:84.
[4] Witkin JM, Shenvi RA, Li X, Gleason SD, et al. (2018): Pharmacological characterization of the neurotrophic sesquiterpene jiadifenolide reveals a non-convulsant signature and potential for progression in neurodegenerative disease studies. In: Biochemical Pharmacology. 155:61-70.