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Geld und mehr
Was uns die 50:2-Regel lehrt
Alle reden von der zunehmenden Ungleichheit, doch niemand zitiert diese Statistik hier: Das reichste Fünftel der Haushalte kassiert plus minus 50% aller Markteinkommen (aus Arbeit und Kapital), das ärmste Fünftel aber nur 2%. Nein, das sind nicht Brasilien oder Afghanistan, sondern unter anderem die Schweiz, USA, Deutschland. Und das ist auch nicht erstaunlich, wenn man weiss, dass in diesen Ländern gut 90% der Vermögen und etwa 40% der bezahlten Arbeit auf das reichste und nur null Prozent des Kapitals und etwa 2 bis 5% (der Arbeit) auf das ärmste Fünftel entfallen. Das ist normal in einer Wirtschaft, die so produktiv ist, dass es vollkommen reicht, wenn nicht einmal jeder Zweite einer bezahlten Arbeit nachgeht und man mit 65 in Pension geschickt wird. Was diese Statistik jedoch klarmachen sollte, ist dies: Eine solche Wirtschaft würde innert kürzester Zeit mangels Nachfrage kollabieren, wenn nicht in grossem Masse Kaufkraft von jung zu alt, von gesund zu krank und von arm zu reich transferiert wird. Der Sozialstaat ist kein Bremsklotz, sondern vielmehr ein Motor der Marktwirtschaft.