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P & C December 1998
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Traditionelle Musik aus Uganda
In Afrika sind verschiedene ethnische Gruppen beheimatet, von denen jede ihre eigene Musiktradition besitzt. Dabei handelt es sich um ein traditionelles musikalisches Erbe, das mündlich über Jahrhunderte von einer Generation zur anderen überliefert wurde. Trotz äusserer Einflüsse achtet die Mehrheit dieser ethnischen Gruppen auch weiterhin ihre jeweiligen traditionellen Musikstile, welche wiederum eine starke musikalische und kulturelle Identität etablieren müssen und auch weiterhin besitzen, und übt sie auch aus.
Die ugandische Musik ist im Allgemeinen rhythmisch, wobei die Komplexität dieser Rhythmen mit den unterschiedlichen ethnischen Gruppen variiert. Diese Unterschiede spiegeln sich auch in der unterschiedlichen Instrumentation wider. Einige musikalische Formen werden auf einfachen Instrumenten gespielt, während andere, insbesondere dabei die Tanzmusik, in Ensembles mit komplexer Instrumentenzusammensetzung gespielt werden. Die afrikanische Musik ist gewöhnlich pentatonisch, aber einige Stämme setzen auch eine sechsstufige Ganztonleiter ein. Die in der Vokalmusik eingebettete Literatur dient dazu, die sozialen Gemeinschaften zu transformieren, so etwa in ihrer strukturellen Anpassung.
Obwohl in Uganda eine Vielzahl an ethnischen Gruppen eine Heimat gefunden hat, trifft man gewöhnlich eine breite linguistische Unterscheidung zwischen der Bantu sprechenden Mehrheit, die in den zentralen, südlichen und westlichen Teilen des Landes lebt, und der nicht-Bantu-sprechenden Gruppe, die im östlichen, nördlichen und nordwestlichen Teil des Landes beheimatet ist (diese Gruppe kann auch in nilotische und zentralsudanesische Völker unterteilt werden).
Die Völker der zweiten Kategorie (sie machen weniger als 1/10 der Gesamtbevölkerung aus) umfassen die Stämme der Acholi, Alur (nilotische Sprachgruppen aus dem Norden), die Nilo-Hamiten und die Lugbara (zentralsudanesische Gruppe) im Norden und eine Reihe kleinerer Gemeinschaften im östlichen Teil des Landes.
Das Land
Die Republik Uganda ist ein unabhängiger Staat, der sich in Ostafrika entlang des Äquators erstreckt und im Osten an Kenia, im Süden an Tansania und Ruanda, im Westen an die Demokratische Republik Kongo (früher Zaire) und im Norden an den Sudan grenzt. Sie umfasst eine Fläche von 241.040 km2. Die Bevölkerung beträgt etwa 28 Millionen, wovon 66 % Christen (Anglikaner, Katholiken wie auch Anhänger der Pfingstbewegung) und 16 % Muslime sind und etwa 18 % traditionellen Glaubensrichtungen angehören (wobei die meisten von ihnen in Jinja und Busia nahe der Grenze zu Kenia ihre Andacht verrichten). Es gab auch nachweisbar Sikhs und Hindus im Land. Die offizielle Landessprache ist Englisch, die Hauptstadt heisst Kampala.
Das Land besitzt viele Seen und Sümpfe. Der Viktoriasee und der Kyogasee fliessen in den Nil. Der Edwardsee und der Albertsee befinden sich an der Grenze zum Kongo. Ein Grossteil Ugandas ist flach, und dort gibt es auch Vulkanberge. Der grösste Gebirgszug ist der Ruwenzori an der Grenze zum Kongo, dessen höchster Punkt der Margherita Peak auf dem Mount Stanley 5.110 m misst. Der Gebirgszug Mount Elgon (4'321 m) an der Grenze zu Kenia. Der Südwesten Ugandas ist ebenfalls sehr gebirgig. Der Rest des Landes besteht aus Grasland und Wäldern. Im Nordosten liegt die Halbwüste.
Im Kabalega National Park im Nordwesten findet man eine grosse Vielfalt an Flora und Fauna, ebenfalls im Lake Mburo National Park im Süden. Die Wirtschaft basiert im Allgemeinen auf der Landwirtschaft, wobei Kochbananen (Matooke), Cassava, Süsskartoffeln, Bananen, Hirse und Sorghum (Getreide) angebaut werden.
Die fortwährenden Tragödien, die Uganda seit der Unabhängigkeit erfahren musste, standen immer im Mittelpunkt des westlichen Medieninteressest. Der Grossteil des Landes ist aber seit einigen Jahren stabil, und die Wandlung des Landes ist als höchst erstaunlich anzusehen. Kampala ist nunmehr die moderne und geschäftige Hauptstadt eines neuen Ugandas.
Ugandas Kultur
Die ugandische Bevölkerung setzt sich aus einer komplexen und vielfältigen Reihe von Stämmen zusammen. Der Kyogasee bildet die Nordgrenze für die Bantu sprechenden Völker, die einen Grossteil der östlichen, zentralen und südlichen Landstriche Ugandas dominieren. Zu ihnen gehören das Volk der Baganda und einige andere Stämme. Im Norden leben die Langi und Acholi, die nilotische Sprachen sprechen. Im Nordosten sind die Iteso und Karimojong beheimatet, die mit den Masaai verwandt sind und auch zur nilotischen Sprachgruppe gehören. Die Pygmäen (Volk der Batwa und Bambuti) leben in den Wäldern des Südwestens.
In den Worten der Zauberer und Hexerei wird Tod manchmal interpretiert; eine Krankheit oder eine andere Todesursache wird nicht als die tatsächliche Ursache angesehen. Wenn bei einem Begräbnis die Verwandten jemanden verdächtigen, schuld am Tod der/des Verstorbenen zu sein, so ruft ein Geistermedium den Geist des/der Verstorbenen an, um sie/ihn zu fragen, wer wirklich für den Tod verantwortlich war. Im Allgemeinen ist es so, dass die Frauen die traditionellen Heiler sind. Magische Kräfte und Kräuter wurden zur Heilung einer Krankheit verwendet.
Die Kunst der Einheimischen war stets sehr beliebt. Die Afrikaner haben von den Immigranten nur so viel angenommen, als ihnen für ihren Lebensstil entsprechend erschien. Viele verteidigten ihre Stammestraditionen gegen islamische Einflüsse und später gegen die christliche Religion. Die figürlich-plastische Kunst, für die Schwarzafrika berühmt geworden ist, erlangte nicht bei allen Völkern gleich hohe Bedeutung. Bei einigen Stämmen waren vorwiegend der malerische Dekor der Hütten oder die Töpferei von Bedeutung. Bei anderen war es die Maskenschnitzerei. Die Plastik war bei den Bantu hochentwickelt, diese Verbreitung zeigte deutlich, dass die Frau eine soziale Vormachtstellung einnimmt.
Handarbeit
Handwerkliches Können wurde von Generation zu Generation übermittelt und bekam mit der Zeit in Form, Gestaltung, Verzierung (Ornamente) und Ausdruckskraft eine eigene Identität innerhalb solcher Gemeinschaften (Kommunen). Korbwaren, Töpfe und alltägliche Gebrauchsgegenstände für Haushalt oder zur täglichen Arbeit auf dem Felde wurden in gemeinschaftlicher Arbeit gefertigt, ebenfalls Werkzeuge für die Jagd und den Kampf. Es wurden in Holz geschnitzte Fetischfiguren und Masken für Rituale und als Prestige hergestellt. Ausführungen in Formen und Verzierungen (Ornamente) wurden zu Markenzeichen einer solchen Gemeinschaft (Stamm). Heute können wir deshalb diesen Gemeinschaften eine örtliche und zeitliche Herstellung von Gegenständen zuordnen.
Geschichte
Im 14. Jahrhundert wurden in Uganda Königreiche errichtet. Zu diesen gehörten die Königreiche Buganda, Bunyoro, Batooro, Ankole (Nkole) und der Busoga Staat. Während der folgenden Jahrhunderte etablierte das Volk der Baganda seine Vorherrschaft. Die Stämme hatten genügend Zeit, um ihre Hierarchien auszuarbeiten, da bis zum 19. Jahrhundert nur wenige Einflüsse von aussen in das Land gelangten. Trotz der Fruchtbarkeit des Landes und seiner Fähigkeit der Produktion von Ernteüberschüssen gab es beinahe überhaupt keine Handelsbeziehungen mit der ostafrikanischen Küste. Die ersten Kontakte wurden durch arabische Händler und europäische Entdecker in der Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt, wobei die letzteren auf der Suche nach Elfenbein und Sklaven in das Land kamen.
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Die Hamiten (Nilotische Sprache sprechendes Volk)
Die Nilotisch sprechende Bevölkerungsgruppe wanderte etwa von 110 v. Chr. an aus dem Norden in das Gebiet ein. Sie waren die ersten Menschen in dieser Gegend, die Rinderherden hielten, aber die Sicherung ihrer Grundversorgung ergänzten sie durch den Ackerbau. Die Niloten kamen, wie schon ihr Name vermuten lässt, wahrscheinlich aus dem Niltal, wahrscheinlich im Südsudan. Man glaubt, dass die ersten dieser Völker etwa um 500 vor Christus in das Land einwanderten, obwohl erst während der letzten 500 Jahre, zeitgleich mit der Ankunft der Luo und Masaai, ihre Wanderbewegung grösseres Ausmass annahm. Ihre vorrangige Wanderbewegung verlief südlich entlang der Ebenen des grossen Afrikanischen Grabenbruchs, da sich diese Strecke sowohl dafür eignete, ihre Rinder dort weiden zu lassen und gleichzeitig erobernd in das Land einzudringen. Bis zum 17. und 18. Jahrhundert hatten sie Tansania erreicht, wo ihre Wanderbewegung auch gestoppt wurde. Niloten, die ihren nomadenhaften Lebensstil beibehielten, sind vorrangig die Masaai und die Turkana.
Die grösste nilotische Bevölkerungsgruppe im heutigen Uganda sind die Iteso in der Region Karamoja, einer gehäuften Ansiedelung ethnischer Gruppen mit ostnilotischen Sprachen. Die Acholi, Langi und Alur sprechen westnilotische Sprachen. Nachfahren der ostnilotischen Völker leben auch in Kenia, im Südsudan, wobei die grösste Gruppe dieser in der Region Karamoja in Uganda angesiedelt ist.
Das Volk der Luo
Die Luo gehören zu jenen Völkern, die aus dem Südsudan stammen. Die Wanderbewegungen brachten im 15. Jahrhundert mit den Acholi und der Heirat zwischen diesen Völkern Neuerungen. Die Langi verloren ihre Ateker-Sprache und wanderten im 18. Jahrhundert näher an den Kyogo-See heran, nachdem sie mehr als 200 Jahre lang in der Acholi-Region gelebt hatten. Sie gaben ihr Hirtenwesen auf und nahmen die Luo-Sprache an. Ihre Ursprünge sind somit nicht bei den Luo sondern bei den Nilo-Hamiten zu suchen.
Die Luo übten als letzte Einflüsse auf die bereits niedergelassene Bevölkerung im Westnil-Gebiet und im Norden und Osten Ugandas aus. Sie brachten ihre Sprache, ihre Kultur und einige Tier- und Getreidearten mit. Das Konzept des Empaako-Namens geht auf Luo-Ursprünge zurück, so wie auch das System der zentralisierten Staaten. Sie gründeten das Königreich Bunyoro-Kitara, das nach dem Zusammenbruch der Bachwezi-Dynastie entstand. Der Hauptteil dieser westnilotische Sprache sprechenden in Uganda, werden "Lower Nilotic" genannt und sind sprachlich mit den in Kenja lebenden Luo verwandt.
Das Volk der Acholi
Die Acholi besassen eine zentrale Regierung mit einem Repräsentanten, der als Rwot (Führer) bezeichnet wurde. Dieser regierte und hielt Gericht über Leben und Tod seiner Untertanen. Er war auch der Vermittler zwischen den Ahnen und dem Volk.
Ihre nur spärliche Bekleidung ist charakteristisch für sie und auch Tradition. Verheiratete Männer tragen ein kleines Stück Ziegenhaut, das zwar nicht der Bedeckung des Körpers dient, aber der Etikette des Stammes entspricht. Frauen bleiben meistens nackt oder tragen den Schweif, jedoch vorne ohne Fransen. Ihre Ohren sind mit verzierten kleinen Perlen geschmückt, die an Messigstücken befestigt sind. Bei den Acholi gibt es keine Beschneidung..Muster mit Ornamenten werden auf Brust und Bauch tätowiert. Allen Männern, selbst den Ehemännern, ist es verboten, die Schweife der Frauen zu berühren. Frauen werden für ihre Unabhängigkeit und wilde Natur, ihre Ehrlichkeit und sexuelle Moral respektiert. Es gibt mehr Frauen als Männer, weshalb sie auch zu Polygamie neigen. Praktisch keine Frau bleibt ein ganzes Leben lang unverheiratet. Verliert sie ihren Ehemann, so bietet sie sich einem neuen Mann als Ehefrau an. Nach der Geburt war die Namensgebung von Bedeutung. Die Namen sind weder männlich noch weiblich; oftmals trägt eine Tochter auch den Namen ihres Vaters. Oft waren die Umstände oder Situation der Geburt massgebend.
Man baute Altäre (Avila) für den Repräsentanten des Volkes, genannt Jok. Alle Rituale wie auch spirituelle Handlungen und Verehrungen wurden in der Nähe solcher Altäre vollzogen. Man verehrte diesen Jok als Gott und Vater des Volkes, der vom Himmel kam und nun Mensch geworden ist. Daneben verehrte man auch die Dunkle Macht, den Teufel, den man Lubanga nannte. Unglücklicherweise haben die Christen diesen Namen für die Übersetzung von Gott verwendet.
Die benachbarten Stämme im Süden sind in Bezug auf Totems verdächtig. Die Religion scheint Aspekte des Ahnenkultes zu tragen. Im Allgemeinen verehren die Acholi zwei Gottheiten, die als Awafwa und Ishishemi, der gute und der böse Geist, bezeichnet werden. Ersterem werden Rinder und Ziegen als Opfer gebracht. Ähnlich wie ihre Nachbarn, die Bantu, glauben sie sehr stark an die Prophezeiungen, die aus den Innereien eines Schafes gelesen werden. Beinahe jeder und alles ist ähnlich ominös gut oder böse. Die Acholi haben nur wenige Mythen und Traditionen, wobei der Ameisenbär die Hauptfigur in ihren Biesterlegenden darstellt.
Sie glauben an Hexerei und praktizieren die Hexenprobe, was auf ihre Fruchtbarkeit und Moralvorstellungen zurückgeht.
Jene Acholi, die in den niedriger liegenden Ebenen leben, leiden an einer leichten Form der Malaria, während jene, die in der Ferne leben, an Dysenterie und Pneumonie laborieren. Es gab auch schon Fälle von Pockenepidemien. Die Naturheilkunde ist sehr einfach. Sie behandeltn Wunden mit Butter und Blättern, und bei Lungenentzündung oder Pleurisie bohren sie ein Loch in den Brustkorb. Es gibt keinen Medizinmann die Frauen sind die Hexendoktoren. Sowohl Männer als auch Frauen arbeiten mit grossen Hacken auf den Feldern. Zusätzlich zum Anbau von Hirse, Eleusine und Mais werden auch Tabak und Hanf angebaut und geraucht. Beide Geschlechter rauchen. Die Acholi waren hervorragende Jäger, und mit der Beute wurde der Speiseplan bereichert. Sie lebten von einer Mischwirtschaft, Ackerbau und Viehzucht. Gejagt wurde auf verschiedene Arten: Im Kollektiv oder allein als Trapper (Okia), mit dem Netz, mit Fallgruben, oder man jagte die Tiere ins Wasser und erlegte sie anschliessend mit dem Speer.
Die Volksmusik der Acholi ist, wie die Musik in Uganda meistens, pentatonisch. Sie unterscheidet sich aber durch einen Chorgesang, teilweise mit einer Führungsstimme. Die Lieder werden von einem Saiteninstrument begleitet, der Harfen-ähnlichen Adungu, sowie zahlreichen Schlaginstrumenten. Die Stimmlagen der Lieder der Männer und Frauen sind polyphon, wodurch der Effekt eines Kontrapunktes erzeugt wird. Gesungen wird zu vielen Anlässen. Der Gesang ist sehr melodiös, und die Tänze werden im Kollektiv vorgetragen. Solotänze sind rar. Die Acholi haben unterschiedliche Tänze: Verschiedene Tänze werden zelebriert, so etwa anlässlich von Geburt, Begräbnis, Hochzeit, Ritualen (Ahnenkult, Aufbruch zur Jagd, Sieg über die Feinde) und zu Jahreszeiten (wie etwa Erntedankfeste).
1. Acherongo - Acholi people
- Sarah Ndagire: female voice
- Israel Kalungi: male voice, lead drum, small drum (Acholi drum), endege (ankle bells)
- Lawrence Lubega: male voice, engoma (Uganda drum), small drum (Acholi drum), endege (ankle bells)
Dies ist ein traditionelles Lied aus dem Stamm der Acholi. Es geht um Mädchen, die mit spirituellen Eigenschaften geboren wurden, so dass sie sich von den anderen Mädchen unterscheiden. Sie sind selten und werden nur mit grossen Kriegern oder Führer, die den Stamm zu schützen oder zu führen wissen, verheiratet. Wenn solche Mädchen geboren werden, werden diese von der Gemeinschaft mit besonderen Ritualen gefeiert und anschliessend mit Sorgfalt erzogen. Man glaubt, wenn diese mit grossen Kiegern verheiratet werden, deren Kinder und Nachfahren mit göttlichen Eigenschaften beglückt sind.
Normalerweise wird dieses Lied auch zum Kriegs-Tanz (Bwora-Dance) gesungen. Den Männern obliegt die moralische Pflicht mit Speer und Schild aufzutreten und die Frauen bilden einen Kreis herum. Rhythmisch wird der Tanz mit der Leittrommel (Lead Drum) und den kleinen Acholitrommeln und den am Fussknöchel befestigten Metallglöckchen (Ankel Bells) begleitet.
4. Ajolina - Acholi people
- Israel Kalungi: male voice, adungu (bow harp)
Ein Lied aus dem Stamm der Acholi, worin ein Jüngling ein junges, schönes Mädchen mit Namen Ajolina lobt, das er liebt und gerne heiraten möchte. Er spricht von einem Geschenk der Natur, einer göttlichen Schönheit und lobt deren guten Charakter.
10. Ajooga - Acholi people
- Sarah Ndagire: female voice
- Israel Kalungi: male voice, adungu (bow harp), lead drum
- Lawrence Lubega: male voice, adungu (bow harp), adungu bass
- Die Acholi verehren und lobpreisen ihren Gott Jok.
Man baute Altäre (Avila) für den Vertreter des Volkes, genannt Jok. Alle Rituale wie auch spirituelle Handlungen und Verehrungen wurden in der Nähe solcher Altäre vollzogen. Man verehrte diesen Jok als Gott und Vater des Volkes, der vom Himmel kam und nun Mensch geworden ist. Daneben verehrte man auch die Dunkle Macht, den Teufel, den man Lubanga nannte. Unglücklicherweise haben die Christen diesen Namen für die Übersetzung von Gott verwendet.
In der Legende wird erzählt, dass der erste Mensch Luo hiess, dessen Vater der Gott Jok und die Mutter die Erde waren. In der Familie gab es einst einen Sohn namens Lagongo. Er trug Glöckchen um die Hüften und am Fussgelenk. Sein Haar war mit Federn geschmückt, und er tanzte die ganze Zeit. Er besass magische Kräfte. Da seine Mutter nicht wusste, wer der Vater war, erzählte man, dass sie im Busch von Lubanga, dem Teufel, geschwängert worden war.
12. Abakono - Acholi people
- Sarah Ndagire: female voice
- Israel Kalungi: male voice, adungu (bow harp)
- Lawrence Lubega: male voice, adungu bass, engoma (Uganda drum), agwata (percussion gourd)
Ein Kirchenlied der Acholi, das die Menschen drängt, zu Gott zu kommen.
Ein Loblied auf ihren Gott und Schöpfer Jok. Die Melodie wurde beibehalten, doch werden die Texte entsprechend der heutigen christianisierten Werte angepasst. Unter Freuden hört man natürlich die Originalversion.
Das Volk der Lugbara
Ihre Melodien basieren auf der Hofmusik, die ruhiger ist und komplexere Rhythmen besitzt. Die Abstimmskala ist für die meisten dieser Stämme diatonisch. Dies heisst, dass sie der Musik aus dem Kongo (Zaire) sehr ähnlich ist und sich weiter der westafrikanischen Musik im Allgemeinen angenähert hat.
Die Lugbara leben im Hochland auf einem beinahe baumlosen Plateau, das als Wasserscheide zwischen den Flüssen Kongo und Nil fungiert. Die Madi leben im Tiefland im Osten. Diese zwei Gruppen sprechen beinahe identische Sprachen und besitzen starke kulturelle Traditionen. Beide Gruppen pflanzen Hirse, Cassava, Sorghum, Gemüsesorten und verschiedene Wurzelarten an. Hühner, Ziegen und auf höheren Ebenen Rinder sind ebenfalls sehr wichtig. Bier wird aus Korn gebraut, und die Menschen bauen auch Tabak an.
Sie waren in Clans organisiert, und ihr höchster Führer wurde Opi genannt. Dieser musste von Vorfahren von Eingewanderten abstammen. Oft war er auch der Regenmacher. Ihm wurden das Land und das Vieh zugeteilt. Er bestimmte Rituale und den Zeitpunkt, wann geerntet werden durfte. Die Rechtsprechung war nur gültig, wenn mehrere Clanführer zustimmten. Es war möglich, sich von einer Schuld loszukaufen.
Der Vater war nur Oberhaupt seiner Familie, und alle hatten ihm zu gehorchen. Bei der Geburt wurden Rituale zelebriert, die mit der Trennung der Nabelschnur begannen und mit der Namensgebung endeten. Die Initialien des Stammes wurden während der Pubertät auf der Stirn tätowiert, sowohl den Jungen auch den Mädchen. Man schliff auch die Vorderzähne. Man durfte vor dem Begräbnis nicht trauern, weil sonst die Seele in einen Löwen oder Leopard wandern und die Dorfgemeinschaft angreifen könnte. Erst nach dem Begräbnis fand eine Trauerzeremonie mit Singen und Tanzen statt. Handarbeit wurde in Gemeinschaftsarbeit ausgeführt, wobei Körbe, Keramik und alltägliche Gebrauchsgegenstände hergestellt wurden. Eisen wurde geschmolzen, besonders beliebt war der von ihnen hergestellte Schmuck.
Mythologie - Alle stammen von den ersten Menschen ab, die vom Geist (dem Schöpfer der Menschheit) zu Beginn auf die Erde gebracht worden waren. Der Geist erschuf einen Mann (Gboro-Gboro) und eine Frau (Meme) und im Anschluss daran die Haustiere.
Religion - Sie glauben, dass die Lebenden und die Toten denselben Stammbaum haben und miteinander in permanenter Beziehung stehen. Daraus ergibt sich, dass die Toten über die Handlungen der Lebenden immer Bescheid wissen und sich um sie sorgen, da sie sie als ihre Kinder ansehen. Unter gewissen Umständen schicken die Toten den Lebenden Krankheit, um sie daran zu erinnern, dass sie die gegenwärtigen Hüter des Lugbara-Stammbaums und ihrer Schreine sind. Auch Gott wird mit der Beziehung zwischen den Lebenden und Toten in Verbindung gebracht. Er ist der Schöpfer der Menschheit, der vor langer Zeit die Welt erschaffen hatte. Er wird aber als Gott im Himmel, unnahbar und "gut" (Onyiru), und als Gott in den Strömen, der den Menschen nahe steht, und als gefährlich "schlecht" (Onzi) angesehen. Während Gott die Welt erschuf, bildeten die heldenhaften Vorfahren und ihre Nachfahren, die Vorfahren, ihre Gesellschaft.
Symbole - Die Schreine für die Vorfahren stellen eines der sichtbaren Anzeichen der Lugbara-Religion dar. Es gibt viele verschiedene Schreine, wobei die bekanntesten dieser jene waren, die für den Geist eines Vorfahrens (Orijo, oder Geisterhaus) errichtet wurden. Sie wurden aus Granitstücken gebaut, die in der Form eines Hauses angeordnet wurden und sich unter der Kornkammer der Ehefrau des Häuptlings befanden. Da ein Geist für die Lebenden Probleme verursachen kann, kann er verschiedene Schreine besitzen, in welchem als Opfergaben Nahrungsmittel und Bier von den Nachkommen, die in einer bestimmten Verbindung lebten, offeriert wurden. Andere Schreine sind jene, die für die Vorfahren gebaut wurden, Schreine für jene Personen, die keine Söhne zurückliessen, Schreine für die Geister der Brüder der Mutter sowie Schreine für die Frauen dieses Stammbaums. Steine, die ein Teil eines für die Vorfahren gebauten Schreins sind, stellen ebenfalls ein wichtiges Symbol für Reichtum und Ansehen dar, und sie werden von den Söhnen dieser Person nach deren Tod geerbt.
Geschichte - In ihrem Standpunkt in der Nil-Region waren die Lugbara nur spärlicher Verwaltung durch die Kolonialherren seit 1900 unterworfen, wenn auch das Gebiet von den Briten seit 1894 an den Etat Independant du Congo verpachtet worden war. Obwohl einige arabische Expeditionen in der Vergangenheit in dieses Gebiet eingedrungen waren, waren die Lugbara dabei aber nicht vom Sklavenhandel betroffen. Die Belgier rückten 1900 in dieses Gebiet vor, wobei sie bei Ofude, westlich des Mount Eti, einen Vorposten eröffneten, der sich einige Jahre lang hielt. Die Anhänger eines Propheten namens Rembe, eines Kakwa, der etwa vierzig Meilen nördlich von Lugbara lebte, wurden danach mit der kolonialen Verwaltung betraut, wobei sie die Beziehung zwischen den Lugbara und den Kolonialherren überwachten und so mächtige Oberhäupter erschufen, wie sie in Lugbara zuvor noch nie existiert hatten. Im Jahre 1908, nach dem Tod des belgischen Königs Leopold II., wurde dieses Gebiet Teil des Sudans. Bis zum Jahre 1914 war der südliche Teil der Lado-Enklave an Uganda übergeben worden, und es wurde bei Arua eine Station errichtet. Die Africa Inland Mission und die Roman Catholic Verona Fathers (Comboni-Missionare) kamen in den 1920-ern ins Land; sie eröffneten Schulen und grosse Missionen, die von Europäern betrieben wurden.
6. Silimunyaigomu - Lugabara people
- Sarah Ndagire: ullulation
- Israel Kalungi: male voice, akadinda (xylophone)
- Lawrence Lubega: male voice, drum, akadinda (xylophone)
Krankheiten (Seuchen - wie heute etwa Aids) brachen über die Stämme aus. Man erzählt über deren Probleme und Sorgen die damit entstanden.
7. Aferimoyamb - Alur people
- Israel Kalungi: adungu (bow harp), drum
- Lawrence Lubega: adungu (bow harp), adungu bass
Ein Jüngling vermisst seine Freundin die seit langer Zeit in die Fremde gegangen ist und beschreibt seine Leidenschaft und Liebe zu diesem Mädchen. Er hofft, sie kommt bald zurück und sie können heiraten.
In solchen Situationen singt die Jugend über die Leidenschaft zur Liebe, die einmal kommen wird und sie heiraten können und damit in die Gemeinschaft eingebunden werden.
Das Volk der Baganda
Das Volk der Baganda bildet die grösste ethnische Gruppe in Uganda, wenngleich sie nur 16,7 % der Bevölkerung ausmachen. (Der Name Uganda, der Suaheli-Ausdruck für Buganda, wurde von den öffentlichen Stellen der Briten 1884 angenommen, als diese das Uganda-Protektorat etablierten, das sich in Buganda befand).
Sie sprechen einen Bantu-Dialekt, der als Luganda bezeichnet wird und zur Niger-Kongo-Sprachfamilie gezählt wird. Wie viele andere afrikanische Sprachen, handelt es sich auch hierbei um eine tonale Sprache, was bedeutet, dass manche Wörter mithilfe von Tonstufen unterschieden werden. Wörter, die gleich geschrieben werden, haben aber eine unterschiedliche Bedeutung. Diese Sprache ist sehr reich an Metaphern und Sprichwörtern.
Buganda liegt in Zentraluganda, und es handelt sich dabei um die Region des Volkes der Baganda. Das Zentrum dieses Gebietes ist Kampala-Stadt. Die Grenzen Bugandas bilden im Süden der Viktoriasee, im Osten der Viktoria Nil und im Norden der See Kyoga. Das Königreich umfasst 52 Clans. Zur Zeit handelt es sich dabei um das grösste der traditionellen Königreiche.
Ihre Musik ist hauptsächlich langsam, wobei mehr Augenmerk auf ein regelmässiges Metrum gelegt wird. Sie besteht aus kontrastierten Lyriken und Jodlern (schwingenden Vokallinien). Da sie ihren Ursprung bei den negroiden Völkern haben, umfassen sie eine Vielzahl von Liedformen wie Schlaflieder, historische Lieder, Arbeitslieder, Zeremonienlieder, Loblieder für den König (Kabaka), Hochzeitslieder etc. Diese sind rein pentatonisch. Die meisten Vokallinien besitzen eine responsoriale Form, Soloform und Chorusform. Da diese Lieder vokal sehr dominant sind, dienen sie hauptsächlich der sozialen Transformation. Begräbnisse sind wichtige Zeremonien und auch soziale Feste.
Die Baganda durchlaufen Zeit ihres Lebens die folgenden Stufen: omwana (Kind), omuvubuka (Jugendlicher) und omusajja oder omukazi (Mann oder Frau). Nach dem Tod wird man ein omuzima (Geist), und die Baganda glauben auch an Wiedergeburt (Reinkarnation). Nach der Geburt wird die Nabelschnur für eine spätere Verwendung in einer als Kwalula Abaana bezeichneten Zeremonie aufbewahrt. Während dieser Zeremonie versammelt sich das Kind mit den anderen Mitgliedern der Familie seines Vaters, um seinen/ihren Namen zu erhalten. Man erwartet, dass Mädchen und Buben in ihrem Verhalten dem entsprechen, was die Baganda als mpisa (Anstand) bezeichnen. Dazu gehört, sich Erwachsenen gegenüber gehorsam zu verhalten, Besucher mit Höflichkeit zu begrüssen und (gilt für Mädchen) korrekt zu sitzen. Die sexuelle Erziehung von Mädchen verläuft systematischer als jene der Jungen. Die Schwester des Vaters (Ssenga) ist für Mädchen die wichtigste und bedeutendste moralische Autorität. Grossmütter belehren junge Mädchen nach ihrer Menstruation, während einer Phase der Abgeschiedenheit und Zurückgezogenheit, über sexuelle Angelegenheiten und zukünftige Aufgaben im Haushalt. Ehe und die Geburt von Kindern sind die Voraussetzungen für den Status eines Erwachsenen. Frauen tragen typischerweise eine Tracht, die als Busuuti bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um ein bodenlanges, farbenprächtiges Leinenkleid mit einem quadratischen Halsausschnitt und kurzen Puffärmeln. Das Kleidungsstück wird mit einer Schärpe gehalten, die direkt unterhalb der Taille über den Hüften befestigt wird, sowie mit zwei Knöpfen auf der linken Seite des Ausschnittes. Traditionellerweise war das Busuuti schulterfrei und aus Rindentuch gefertigt. Das Busuuti wird zu allen festlichen und zeremoniellen Anlässen getragen. Die traditionelle Kleidung der Baganda-Männer ist der Kanzu, ein langes, weisses Baumwollgewand. Zu speziellen Anlässen wird es über einer Hose mit einer Anzugjacke im westlichen Stil getragen.

|Busuuti

children rests on the mothers back for mobility
|Kanzu

with a Western-style suit jacket

||Die Rinde einer Art des Feigenbaums, die als mutuba bezeichnet wird, wird in Wasser eingeweicht und daraufhin mit einem Holzschlägel geschlagen. Dies ergibt ein weiches Material, das bemalt und danach in verschieden grosse Streifen geschnitten wird. Die grösseren Streifen werden traditionellerweise in den Häusern als Trennwände verwendet. Die kleineren Stücke wurden mit schwarzer Farbe gefärbt und von den Frauen als Bekleidung getragen. Dies wurde daraufhin durch das Rindentuch Busuuti ersetzt. Rindentuch wird heute für dekorative Platzdecken, Untersetzer sowie als Muster für verschiedene Arten von Karten verwendet.

Das Grundnahrungsmittel der Baganda ist Matooke (eine tropische Frucht aus der Familie der Bananen; Kochbanane). Sie wird gedünstet oder gekocht und gemeinsam mit einer Erdnusssosse oder einer Fleischsuppe serviert. Weiters essen sie Eier, Fisch, Bohnen, Erdnüsse, Rind, Geflügel und Ziegen und je nach Jahreszeit auch Termiten und Heuschrecken. Alltägliches Gemüse sind auch Kohl, Bohnen, Pilze, Karotten, Cassava, Süsskartoffeln und verschiedene Arten von Grüngemüse. Zu ihrem Nahrungsplan gehört auch Obst wie süsse Bananen, Grapefruit, Passionsfrucht und Papaya. Aus Bananen (Mwenge), Ananas (Munanansi) und Mais (Musoli) werden auch Getränke gemacht. Die Baganda besitzen zwar Besteck, bevorzugen es aber, mit ihren Händen zu essen, insbesondere zu Hause. Ihre Heime sind aus Flechtwerk und Lehmverstrich gebaut (verflochtene Äste und Zweige, die mit Ton und Matsch verschmiert wurden). Im Allgemeinen besitzen diese Häuser Stroh- oder Wellblechdächer. Wohlhabendere Bauern leben in Häusern aus Zement mit Schindeldächern. Gekocht wird für gewöhnlich in einem separaten Kochhaus über einem offenen Holzfeuer. Die traditionelle Bezeichnung für Ehe lautet jangu enfumbire (komm und koch für mich). Nach der Hochzeit wurde ein neuer Haushalt gegründet, für gewöhnlich im Dorf des Ehemanns. Der Ehemann und Vater ist der Herr. Kinder und Frauen knieten vor dem Ehemann, um ihm Respekt zu zollen und Ehrerbietung darzubringen. Auch wurde ihm als erstem das Essen serviert. Die Korbflechterei stellt immer noch eine weitverbreitete Kunstform dar. Diese Matten sind farbenprächtig und aufwändig gestaltet. Die meisten Baganda sind Kleinbauern, die in ländlichen Dörfern leben. Fruchtbarer roter Tonboden, milde Temperaturen sowie ausreichend Regen schaffen eine gute Umgebung für die ganzjährige Verfügbarkeit von Kochbananen, dem Hauptnahrungsmittel, sowie der saisonalen Produktion von Kaffee, Baumwolle und Tea als für den Verkauf bestimmte Produkte.
Traditionelle Tänze - Jeder Stamm in Uganda besitzt zumindest traditionelle Tänze. Zum Beispiel "Baakisiimba, Nankasa, Muwogola" ist ein traditioneller Tanz, der ihren Ursprung im Palast des bugandischen Königs hatte. Der Palast des Kabakas war ein ganz spezieller Platz, wo königliche Tänzer und Trommler regelmässig ihre Kunst darboten. Es wird oft von allen getanzt, was bereits in der Kindheit seinen Anfang nimmt.
Rätsel, Mythen und Legenden erzählen vom Ursprung und von der Geschichte der Baganda wie auch dem Tagwerk der echten Welt. Die bedeutungsvollste Legende erzählt von Kintu, dem ersten Kabaka (König). Man glaubt, dass er eine Frau namens Nambi heiratete. Walumbe (Tod) bringt Krankheit und Tod zu Kindern und auch Erwachsenen. Bis heute lebt der Tod auf der Erde, ohne dass jemand weiss, wann er erscheinen und wen er mitnehmen wird.
Die Baganda glaubten an übermenschliche Geister. Balubaale waren die Männer, die den Menschen in den Tod überführten. Mizimu waren die Geister toter Menschen. Sie glaubten, dass die Seele weiterlebt. Die höchste Allmacht war der Schöpfer, Katonda.
Einige andere Balubaale (etwa 37) besassen ganz besondere Funktionen: es gab den Gott des Himmels, den Gott des Regenbogens, den Gott des Sees etc. Für alle diese erbauten sie spezielle Schreine oder Tempel. Im Tempel diente ein Medium oder Priester, das/der die Herrschaft über den Tempel besass. Sie glaubten auch an spirituelle Kräfte, insbesondere dabei an Hexerei; man glaubte auch, dass Hexen Krankheit und anderes Unglück hervorbringen konnten. Die Menschen trugen oftmals Amulette (Glücksbringer), um ihre bösen Kräfte abzuwenden. Die wichtigsten Geister waren die Muzimu oder Ahnen, die die Lebenden in ihren Träumen besuchten und manchmal vor drohenden Gefahren warnten. Der Balubaale-Kult existiert nicht mehr. Der Glaube an die Ahnen und die Kraft der Hexen ist aber immer noch weitverbreitet.
Jeder Clan besass ein Totem, das von keinem Clanmitglied gegessen werden durfte: einen Grashüpfer (nsenere), Lungenfisch sowie eine Auswahl an Bohnen. Rituelles Essen: Essen, das mit Feiern und Zeremonien assoziiert wurde: Matooke (Kochbananen), Sesam, Pilze, Huhn und gewisse Fische haben bei den Zelebrationen der Kiganda eine grosse Rolle gespielt. Geschenke in der Form von Brautgeld waren typisch für Hochzeiten, auch für die Zeremonie der Namensgebung, insbesondere anlässlich der Geburt von Zwillingen.
2. Wagwagwawala - Baganda people
- Lawrence Lubega: male voice, akadinda (xylophone)
Gesprochen wird über Personen, die Dinge tun, die sie wollen und nicht sich daran halten ob diese Gut oder Schädlich (Böse) für die Gemeinschaft sind. In diesem Lied wird von einer solchen Person gesprochen, die einfach das Macht, was sie will und keine Rücksicht nimmt, was passiert und welchen Schaden dabei angerichtet wird. Am Ende bedauert diese Person dies doch und erklärt, dass es nicht so gewollt war und entschuldigt sich.
3. Akanyomonyomo - Baganda people
- Sarah Ndagire: female voice, ullulation
- Israel Kalungi: male voice
- Lawrence Lubega: male voice, drums, ensaasi (shakers)
Denke daran, Menschen können gefährlich werden, und dies kann das Ergebnis sein: Verbitterung, Verlust einer Freundschaft oder etwas anderes.
5. Eyegema okuzaala - Baganda people
- Lawrence Lubega: male voice, endingidi (tube fiddle)
In diesem Lied werden Mädchen verflucht, die nicht gebären wollen und eine Kontrolle durch Verwendung von Verhütungsmitteln dies bestimmen.
Im Lied begründet ein Man, warum er nie ein solches Mädchen heiraten möchte. Weil solche Frauen nur auf sich selbst und Reichtum bedacht sind und die Männer zu ihren Untertanen machen. Frauen sind doch geboren um Kinder zu gebären und innerhalb der Gemeinschaft ihren Anteil zu erfüllen. Leider gibt es auch Frauen, die nicht gebären können und dafür nicht schuldbar gemacht werden können. Aber Frauen, die fruchtbar sind und gebären können, dies aber nicht wollen, werden von Männern gemieden.
8. Maria mangada - Baganda people
- Israel Kalungi: male voice, endingidi (tube fiddle)
Gehört vermutlich zu einem der ältesten Volkslieder aus dem Buganda Königreich. Man erzählt aus früherer Zeit.
Ein altes Ehepaar lebt von Erinnerungen, worin der Mann seine tüchtige und arbeitsame Ehefrau lobt, die nicht alltäglich Dinge vollbrachte und ihn bestens umsorgt.
Im Lied wird auch erzählt von der Liebe und Partnerschaft aus früheren Zeiten und wird mit dem von heute verglichen. Es wird von der Liebe deren man sich bewusst war, miteinander zu Wirken, ein Leben zu gestalten. Einem heutigen Denken von Reichtum und Prestige, was früher nicht so wichtig war.
9. Kooma okuswankula - Baganda people
- Lawrence Lubega: male voice, engoma (Uganda drum)
Erzählt wird vom gesunden Essen das früher im ugandischen Königreich gepflegt wurde. Eltern sollen ihre Kinder richtig ernähren und auch den gepflegten Umgang innerhalt der Gemeinschaft lehren.
Im Lied wird auf Menschen hingewiesen, die in der Öffentlichkeit unanständigen Umgang im Essen pflegen. Weil sie dafür nicht erzogen wurden. Solche Gewohnheiten sollten sofort gestoppt werden (wie etwa das Kauen der Speisen mit offenem Mund.
11. Mukyala kyusamu - Baganda people
- Lawrence Lubega: male voice, endongo (lyre)
Ein Mann erzählt von zunehmend schlechten Manieren, die seine Frau angenommen hat und jeden Respekt zu ihm als Ehemann verlor. Er beklagt sich, dass seine Ehefrau ihre gute Erziehung plötzlich ignoriert und ihm als Ehemann jeglichen Respekt verweigert. Ein Frau sollte ihre Erziehung in Würde beibehalten, auch zu ihrem Ehemann, woher sie immer auch kommt.
- more information about Uganda and people and her history you will find under: Uganda the country and the people
Lawrence Lubega Israel Kalungi
Instruments

adungu bass
Lawrence Lubega
|- Adungu, Adeudeu Bogenharfe - Saiteninstrument

Die achtsaitige Ennanga der Buganda und die sechssaitige Adeudeu (Bogenharfe) der Iteso haben eine ähnliche Form wie die acht- oder mehrsaitige Adungu aus der westlichen Nilregion.
Die Adungu ist eine neunsaitige (gebogene) Harfe der Alur-Stämme aus dem nordwestlichen Uganda. Sie ist der Tumi-Harfe der benachbarten Kebu-Stämme sehr ähnlich, und sie wird auch von den Lugbara und Ondrosi in dieser nordwestlichen Region rund um den Nil verwendet. Die Harfe wird verwendet, um epische und lyrische Lieder zu begleiten, und sie wird auch als Soloinstrument oder in Ensembles eingesetzt. Spieler der Bogenharfe besassen bereits immer einen hohen sozialen Status, und sie gehören auch zum königlichen Gefolge. Heute wird die Bogenharfe nun auch in Kirchen gespielt.
Die Adungu besteht aus einem bogenförmigen Hals, einem Resonanzkörper aus Holz, in welchem der Hals befestigt ist, sowie aus einer Reihe parallel geführter Saiten unterschiedlicher Länge, die gezupft werden. Die Saiten sind an einem Ende am Resonanzkörper befestigt und laufen in einem schiefen Winkel zum Hals hin aus, wo sie befestigt sind und mithilfe von Wirbeln gestimmt werden.
Die erste, zweite und dritte Saite sind in Oktaven mit der sechsten, siebten bzw. achten gestimmt. In der traditionellen Musik ist das Instrument pentatonisch (fünf Töne) gestimmt, es kann im modernen Stil aber auch in einem diatonischen Mass gestimmt werden.

Lawrence Lubega¨
|- Endongo - Entongoli Leier - Harfenlaute - Kora - Streichinstrument

Die Baganda bezeichnen sie manchmal als Endongo, wenn das Instrument zur Führung eines Hochzeitstanzes gespielt wird, (Embaga). Im östlichen Uganda wird ein ähnliches Instrument als Litungu bezeichnet. Die Bagishu spielten sie für den Schultertanz und bezeichneten sie als Kamabega.
Hierbei handelt es sich um den bekanntesten Vertreter der Buganda und der Busoga Region. Im Allgemeinen ist die Harfenlaute das Instrument der Griot-Vertreter, oder Lobliedsänger, wie dies die ähnliche Kora oder Soron bei den Menschen von Guinea, der Elfenbeinküste, aus dem Senegal, Gambia und Südmali ist. Es wird entweder als Soloinstrument gespielt oder zur Begleitung von Lobliedern verwendet. Die Endongo weist sechs bis acht Saiten auf, die gezupft werden. Die Struktur des Instruments unterscheidet sich aber von der eigentlichen Harfe sehr stark. Sie besteht aus einem grossen halbkreisförmigen Resonanzkörper aus Kürbis, über den ein langer und gerader zylindrischer Hals oder Querbalken verläuft, dessen unteres Ende sich über die Basis hinaus erstreckt und dazu dient, die Saiten zu halten. Die Saiten bestehen aus Ochsensehnen, die an plattierten Lederringen befestigt sind, die entlang des Querbalkens bewegt werden können, um die Saiten zum Klingen zu bringen. Die Saiten verlaufen entlang der zwei Seiten eines grossen gekerbten Stegs in der Mitte des Klangtisches, der sie in zwei parallele Sätze unterteilt. Der Spieler hält das Instrument vor sich, so dass er die Saiten zwischen dem Steg und dem Hals mit Daumen und Zeigefinger jeder Hand zupfen kann. Die Leier besitzt einen vierseitigen Rahmen, der aus dem Klangkörper, zwei Armen und einem Querbalken besteht.
Die Endongo, die Leier der Ganda (Baganda), besitzt eine Öffnung, und die Entongoli, die Leier der Songa, besitzt zwei Stücke aus Stoff, Rinde oder Bananenblättern, die um den Rahmen herum gewickelt sind. Die Saiten sind eng um die Faser gewickelt, was danach als Stimmwirbel dient. Die Saiten sind nicht in der Ordnung ihrer Tonhöhen angeordnet. Die höchste Tonhöhe im Stimmumfang ist die dritte von links, die niedrigste ist die fünfte Saite. Die Saiten 7, 2, 4, 1 und 5 sind in Oktaven gestimmt.

|- Endingidi - Adigirgi Röhrenfiedel - einsaitige Fiedel - Saiteninstrument

Dieses Instrument ist in den Regionen Buganda, Busoga, Ankole, Kigezi, westlicher Nil und Acholi bekannt. Es besteht aus einer einzelnen Saite, die an einem biegsamen Stock befestigt ist und manchmal einen Resonanzkörper besitzt. Anders als andere Einsaiteninstrumente wird diese Fiedel mit einem Bogen gespielt.

|- Akadinda - Embaire - Entaara - Amadinda Xylophon - Schlaginstrument

Das Xylophon ist in der Bantu-Region sehr beliebt. Die Stäbchen sind entweder durch lange Stöckchen (bei den Baganda) oder durch kurze Stöckchen voneinander getrennt und auf Bananenstielen befestigt. Die Bakonzo und die Basoga verwenden sowohl kurze als auch lange Stöckchen. Die Stäbchen werden an ihrer Position gehalten, indem ein Faden durch kleine Löcher im Holz gefädelt wird.
Das Amadinda besitzt zwei "Schultern"; die auf dem Boden eingeschnitzt sind, so dass die Stäbchen, wenn sie nicht anders befestigt sind, sich nach ihrer Positionierung auf den Bananenstielen nicht bewegen. Heutzutage ist das gesamte Instrument aus Holz gefertigt.

|- Namunjoloba - Akaduumi Leittrommel - Schlaginstrument

In der afrikanischen Tradition bringen die Trommeln jene Energie zum Vorschein, die ein musikalisches Spiel vorantreibt. Musik ist nicht nur Unterhaltung, sie ist vielmehr an die visuellen und dramatischen Künste und auch im grösseren Sinn an das Leben selbst gebunden. Trommeln können zur Kommunikation eingesetzt werden, so etwa um Information und Signale durch die Imitation der Sprache zu übertragen. Viele afrikanischen Sprachen sind sowohl tonal (d.h. die Bedeutung hängt von den Abwandlungen der Tonhöhe ab) als auch rhythmisch (Akzente können dauernd sein), wodurch die Sprache eine musikalische Qualität erhält, die dadurch von Trommeln oder anderen Instrumenten imitiert werden kann. Trommelmusik und Tanz sind ständige Begleiter bei vielen Arten von Zeremonien wie Geburt, Hochzeit und Beerdigung.

|- Engoma
Ugandische Trommel - Schlaginstrument

Embuutu; grosse Trommel, Empuuny; Basstrommel
Während grössere Versionen dieser Trommel traditionellerweise aus alten Hartholzbäumen geschnitzt werden, sind diese Trommeln heute aus Kieferholzplatten gefertigt, die gemeinsam wie Fässer zusammengesetzt sind. Kleinere Trommeln werden auf einer Drehbank laminiert und gedreht und können einen Strick besitzen, um das Instrument zu tragen. Alle diese Trommeln besitzen Köpfe, die aus Haut gefertigt sind, die von Stiften gehalten wird, die in die Seiten der Trommeln gehämmert wurden.

|- Ensaasi - Akacence - Enseege Schüttelrohre- Schlaginstrument

Schüttelrohre bestehen aus Kürbis- oder Muschelpaaren, die manchmal Stockgriffe besitzen: Sie werden zur Begleitung traditioneller Instrumente verwendet. In den zentralen und nördlichen Regionen in Uganda (z.B. Alpaa Region) gibt es Schüttelrohre, die einen kontinuierlichen Ton erzeugen, wenn die Perlen sich im Kürbis oder in der Muschel von einer Seite zur anderen bewegen. Im Allgemeinen erzeugen diese Schüttelrohre dadurch ein Geräusch, dass viele kleine Objekte wie etwa Kieselsteine im Inneren des Körpers gemeinsam geschüttelt werden.
Instrumente, die Klänge durch Schwingung ihrer gesamten Körper erzeugt werden, bezeichnet man als Idiophone.

||- Endege Knöchelglocken - Schlaginstrument

Tänzer haben oftmals Metallglöckchen an ihren Knöcheln befestigt, um ihre Bewegungen in Tönen auszudrücken.
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