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Jean Dujardin
Die Welt des französischen Oscar-Gewinners
Während er in Frankreich längst ein gefeierter Star ist, weiss man hierzulande noch wenig über den Schauspieler, der Sonntagnacht die begehrteste Trophäe des Filmbusiness einheimste. SI online hat Jean Dujardin genauer unter die Lupe genommen - und die zehn spannendsten Fakten zusammengetragen.
- Jean Dujardin, 39, hat eine wahrhaftige Tellerwäscher-Karriere hingelegt: Nach der Schule arbeitete er zunächst als Schlosser. Erst mit 24 Jahren, nach seinem Militärdienst, wechselte er auf die Bühne. Zuerst spielte er in Pariser Kabaretts, ab 1999 in der beliebten Sitcom «Un gars, une fille», die ihn in Frankreich berühmt machte.
- Die Serie brachte ihm doppeltes Glück. Am Set lernte er seine heutige Frau, Schauspielerin Alexandra Lamy, 40, kennen, seit 2003 sind sie liiert. Beide haben Kinder aus früheren Beziehungen - er zwei Söhne, sie eine Tochter.
- 2009 heiratete das Paar - und wurde nach der Vermählung von zahlreichen Fans gefeiert.
- In der Komödie «Cool Waves - Brice de Nice» überzeugte Dujardin nicht nur als langhaariger Surfertyp, sondern auch als Rapper. Mit dem Filmsong schaffte er es sogar in die französischen Charts.
- Das Angebot für den Stummfilm «The Artist» wollte er erst gar nicht annehmen. Die Tatsache, ohne Text spielen zu müssen, machte ihn skeptisch. Er hatte «Schiss, wie Charlie Chaplin sein zu müssen».
- Inzwischen schwärmt der französische Schauspieler vom Stummfilm. «Es ist sehr angenehm für einen Schauspieler, einen Film zu machen ohne zu sprechen. Alles, was man ohne Sätze darstellen kann, ist sehr angenehm.»
- Für die Rolle nahm Dujardin Stepptanz-Unterricht. Er liebt es zu tanzen und ist überzeugt: «Meine Generation tut es viel zu wenig.»
- Im Gegensatz zu unzähligen anderen Schauspielern träumt Dujardin nicht von Hollywood. «Erstens spreche ich miserabel Englisch», erklärt er (er hat die Sprache erst im Oktober gelernt), «und zweitens will ich nicht nur den Quoten-Franzosen geben und Le Corbusier spielen oder Sartre.»
- Dujardin ist bekannt für seine Bescheidenheit. «Ich tue einfach nur meinen Job», antwortet, wenn man ihn nach seinem Erfolgsrezept fragt.
- An den internationalen Rummel muss er sich aber erst noch gewöhnen. «Kommt schon Leute, was soll das», motzte er nach der Oscar-Nacht die wartenden Fotografen an.