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Grauer Schiefer so weit das Auge reicht. Im Berg drinnen grosse Hallen und schräge Pfeiler hinter der unscheinbaren Aussenflanke. Seit der aktive Schieferabbau am Landesplattenberg in Engi (GL) vor 50 Jahren eingestellt wurde, sind die Schutthalden schon wieder weitgehend überwachsen. Anfangs wurde im Tagbau abgebaut, ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann man, Stollen in den Berg vorzutreiben. Das verzweigte Stollensystem kann auf Führungen besichtigt werden; auch werden in einer Halle Konzerte veranstaltet.
Der Schiefer ist von unterschiedlicher Qualität. Wo er mit Quarzadern durchsetzt ist, war er nicht viel wert. Die Schiefertafeln wurden ins Tal gebracht und dort verkauft. Der Schieferabbau war eine bedeutende Einkommensquelle für die Leute im Dorf.
Im Glarner Schiefer wurden beim Abbau des Schiefers zahlreiche Fossilien von Fischen, Vögeln und Schildkröten gefunden, die Einblick gewähren in die Welt vor ca. 30 Millionen Jahren (Oligozän). Die toten Tiere wurden im feinen Schlamm im Meer nördlich der jungen Alpen eingebettet (nordhelvetischer Flysch). Heute sind die Reste der damaligen Lebewesen als Folge der tektonischen Aktivität total flach gepresst und häufig auch verzerrt. Die Bergwerksarbeiter mussten ihre während der Arbeit gemachten Funde abgeben.
Ich war vor 10 Jahren einmal im Berg und war sehr beeindruckt. Waren Sie auch schon mal im Landesplattenberg?