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Übernahme des Luftseilbahnbetriebes durch den Kanton
1972 wurde die Strasse vom Ackersand bis zur Tanne dem Verkehr übergeben – dadurch verschlechterte sich die finanzielle Lage der Luftseilbahn nochmals, da die Personentransporte um 10% sanken. 1972 wies die Betriebsrechnung der Luftseilbahn beispielsweise einen Finanzierungsfehlbetrag von Fr. 19‘000.-- aus. 1973 waren es bereits Fr. 36‘000.-- und 1975 fehlten sogar Fr. 74‘000.-- für einen kostendeckenden Betrieb.
Die finanzielle Belastung hatte damit ein Ausmass angenommen, das für die Gemeinden nicht mehr tragbar war. Die Gemeindeverwaltung berief deshalb im Dezember 1975 die Urversammlung zu einer Abstimmung ein. Mit 107 Ja- zu 29 Neinstimmen beschloss die Urversammlung, mit dem Kanton zwecks Übertragung des Luftseilbahnbetriebes von der Gemeinde an den Staat Kontakt aufzunehmen. Die darauffolgenden Verhandlungen gestalteten sich aber recht schwierig. Nachdem die Gemeinde im August 1976 zugesichert hatte, sich stärker am Betriebsdefizit der neuen Postautolinie Visp-Staldenried zu beteiligen, stimmte der Grosse Rat des Kantons Wallis im Januar 1977 der Übernahme des Luftseilbahnbetriebes durch den Kanton zu. Seither wird die Luftseilbahn Stalden-Staldenried-Gspon durch den Kanton verwaltet und betrieben. Rückblickend kann wohl davon ausgegangen werden, dass es ohne diesen weitsichtigen Entscheid der Gemeindeverwaltung aus dem Jahre 1976 die LSSG in ihrer heutigen Form nicht mehr geben würde.