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Der Bischof der südmexikanischen Diözese San Cristóbal de Las Casas, Rodrigo Aguilar Martínez, will dem Papst einen Vorschlag für einen eigenen Maya-Ritus für die Messe in seinem Bistum unterbreiten. Die Anpassungen sollten indigene Gemeinschaften mit einbeziehen, „indem sie ihren Wert respektieren und die Kultur der einheimischen Völker berücksichtigen“, sagte er der spanischen Nachrichtenagentur EFE am Mittwoch. Es wäre nach dem Zaire-Ritus in der heutigen Demokratischen Republik Kongo die zweite Variante des römischen Ritus, der indigene Kultur miteinbezieht.
In dem Vorschlag geht es vor allem darum, Maya-Riten wie Tanz, Musik und die Beteiligung von Frauen in den Gottesdienst zu integrieren. Im Bistum San Cristóbal gelten knapp drei Viertel der dort lebenden Menschen als indigen, dort wurden deshalb bereits Bibelausgaben in den Sprachen Tzeltal, Tzotzil, Chol und Tojolabal herausgegeben.
Keine Neuerfindung
Die neue Ritusvariante ist laut Aguilar Martínez keine Neuerfindung, er werde in einigen Regionen bereits gepflegt. Allerdings seien diese Liturgien bislang nur von Bischof und Gemeinde gebilligt. „Jetzt wollen wir, dass sie von Rom, dem apostolischen Stuhl für die Weltkirche, genehmigt werden“, so der Bischof.
Im April soll der Vorschlag der mexikanischen Bischofskonferenz (CEM) und einen Monat später dem Vorsitzenden der dortigen Liturgiekommission, dem Erzbischof von Puebla Víctor Sánchez, vorgelegt werden. Laut dem Bericht habe es in dieser Woche bereits ein Treffen der an dem Vorschlag Beteiligten gegeben, an dem auch ein Mitarbeiter der vatikanischen Gottesdienstbehörde teilnahm.
Quelle: Katholisch.de