Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/149

Das Tal wurde wahrscheinlich um 700 durch Alemannen besiedelt. Die Geschichte der Gemeinde Muotathal begann mit der Gründung einer eigenen, von der Schwyz abgetrennten Pfarrei. Die erste urkundliche Erwähnung des Namens finden wir im Jahre 1243 als "Muotathal" (Muot = wild; Aa = Fluss).
1291 bestand das Land Schwyz nur aus Schwyz, Steinen und Muotathal. Sie bildeten zusammen ein politisches Gemeinwesen mit Landsgemeinde und Landammann. In der sogenannten "Allmeinde" besaßen die Landleute einen riesigen Grundbesitz, nämlich alle Wälder, Gewässer und Alpen dieser Gegend. Dadurch entstand ein starkes Selbstbewusstsein, das sich in einem unbeugsamen Freiheitswillen äußerte.Das Tal war ziemlich abgeschlossen, das unterstützte die Erhaltung der Ursprünglichkeit in Sprache, Kultur und Brauchtum.
Die Wirren der Franzosenzeit bekam die Bevölkerung besonders an jenem 27. September 1799 zu spüren. Damals fiel der russische General Suworow mit Tausenden seiner Soldaten in das Tal ein, um die Franzosen in Schwyz zu schlagen. Er selber nahm im Frauenkloster zwei Tage Quartier und zog dann weiter über den Pragelpass nach Glarus, weil er an der nach ihm benannten Suworowbrücke eine Niederlage erlitten hatte.