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Fehlsichtigkeit
Monovision: Eine interessante Lösung für besseres Sehen im Alter?
Du bist alterssichtig, brauchst immer eine Lesebrille und fragst dich, welche anderen Möglichkeiten es gibt, um dem entgegenzuwirken. Eine dieser Lösungen könnte "Monovision" sein. In diesem Blogbeitrag tauchen wir in die Welt der Monovision ein und erklären, was dahintersteckt, wie sie funktioniert und für wen sie geeignet ist.
Was ist eine Monovision?
Monovision ist eine Methode zur Behandlung der Alterssichtigkeit (Presbyopie), die oft durch eine Augenlaserbehandlung erreicht wird. Dabei wird das dominante Auge für die Fernsicht korrigiert, während das andere Auge auf die Nahsicht optimiert wird – mit dem Ziel, danach auf Sehhilfen verzichten und harmonisch in allen Distanzen sehen zu können.
Die Idee hinter Monovision ist, dass das Gehirn lernt, zwischen den beiden Augen zu "wechseln" – je nachdem, ob du in die Ferne oder in die Nähe schaust. Anfangs kann diese Methode gewöhnungsbedürftig sein, da das Gehirn sich an die unterschiedlichen Sehstärken der Augen anpassen muss. Mit der Zeit jedoch gewöhnen sich die meisten an diese Art des Sehens und schätzen die Flexibilität, die es ihnen bietet.
Monovision kann nicht nur durch chirurgische Eingriffe erreicht werden, sondern auch durch den gezielten Einsatz von Brillen oder Kontaktlinsen. Bei dieser Methode wird eine Linse oder ein Brillenglas so angepasst, dass es die Fernsicht optimiert, während das andere für die Nahsicht abgestimmt wird. Dies ermöglicht es den Trägern, in verschiedenen Entfernungen scharf zu sehen, ohne ständig die Sehhilfe wechseln zu müssen.
Die Monovision wird manchmal auch als "Goetheblick" bezeichnet. Obwohl dieser Begriff nicht sehr bekannt ist, bezieht er sich auf die Idee, dass Johann Wolfgang von Goethe im Alter möglicherweise eine natürliche Form der Monovision entwickelt hat. Es wird angenommen, dass Goethe ein Auge für die Fernsicht und das andere für die Nahsicht verwendet hat, ähnlich wie es bei der Monovision der Fall ist. Es gibt Berichte, die darauf hinweisen, dass er im Alter unterschiedliche Sehstärken in jedem Auge hatte. Das hätte ihm ermöglicht, ohne Brille sowohl in der Nähe als auch in der Ferne zu lesen, was zu dieser Zeit sicherlich beeindruckend gewesen war.
Für wen eignet sich eine Monovision?
Monovision ist vor allem für Betroffene gedacht, die unter Alterssichtigkeit (Presbyopie) leiden. Da diese Methode darauf abzielt, die Sehkraft sowohl in der Nähe als auch in der Ferne zu optimieren, kann sie eine attraktive Option für alle sein, die nicht ständig zwischen verschiedenen Brillen wechseln möchten.
Alterssichtigkeit ist ein natürlicher Alterungsprozess der Augen, der in der Regel ab dem 45. Lebensjahr einsetzt. Dabei nimmt die Akkommodationsfähigkeit der Augenlinse ab, was bedeutet, dass sie ihre Form nicht mehr so leicht verändern kann, um sich auf nahe Objekte zu fokussieren (Akkommodation). Das Ergebnis ist ein verschwommenes Sehen in der Nähe, weshalb viele in diesem Alter eine Lesebrille benötigen.
Neben Patienten mit Alterssichtigkeit könnte Monovision auch für andere Zielgruppen in Betracht gezogen werden, je nach individuellen Sehbedürfnissen und Lebensumständen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Monovision nicht für jeden geeignet ist:
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Während Schwangerschaft und Stillzeit: Hormonelle Veränderungen können die Sehkraft beeinflussen.
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Bei rheumatischen Beschwerden: Rheumatische Erkrankungen können Augenprobleme verursachen oder verschlimmern.
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Bei extremer Fehlsichtigkeit: Personen mit sehr hohen Dioptrienwerten könnten Schwierigkeiten haben, sich an Monovision anzupassen. Auch bei schlechter Sehleistung: Wenn die Sehleistung auf einem Auge schlecht ist - oder die Person auf einem Auge sogar blind ist.
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Bei unmöglicher Angewöhnung: Wenn sich das Gehirn nicht daran gewöhnen kann.
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Personen, bei denen das Führungsauge nicht eindeutig ist.
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Lasern nicht möglich: Je nach Korrektur ist Lasern nicht möglich, beispielsweise bei zu geringer Korrektur.
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Bei Berufsfahrern: Sollte unbedingt vorher angeschaut und abgeklärt werden.
Was sind die Vorteile einer Monovision?
Monovision bietet eine Reihe von Vorteilen, die sie zu einer attraktiven Option für viele machen, die mit Alterssichtigkeit konfrontiert sind.
Hier sind einige der Hauptvorteile:
Ausreichendes Nah-Sehen im Alter
Einer der Hauptvorteile von Monovision ist die Fähigkeit, auch im Alter gut in der Nähe zu sehen. Während viele mit zunehmendem Alter Schwierigkeiten haben, kleine Schrift oder Details aus der Nähe zu erkennen, ermöglicht Monovision ein ausgewogenes Sehen in verschiedenen Entfernungen.
Einfache Testbarkeit durch Kontaktlinsen
Bevor man sich für eine dauerhafte Lösung wie eine Augenlaserbehandlung entscheidet, kann Monovision mit Kontaktlinsen getestet werden. Dies gibt den Interessierten die Möglichkeit, die Methode auszuprobieren und zu sehen, ob sie für ihren Lebensstil und ihre Sehbedürfnisse geeignet ist.
Flexibilität und Unabhängigkeit
Monovision kann die Abhängigkeit von mehreren Brillen oder ständigem Brillenwechsel reduzieren. Dies bietet den Nutzern mehr Flexibilität in ihrem Alltag und kann das allgemeine Seherlebnis verbessern.
Kosteneffizienz
Im Vergleich zu anderen korrektiven Verfahren oder dem ständigen Kauf neuer Brillen kann Monovision auf lange Sicht kosteneffizient sein.
Anpassungsfähigkeit
Viele berichten, dass sie sich nach einer gewissen Eingewöhnungszeit leicht an das neue Seherlebnis anpassen können und die Vorteile der Methode zu schätzen wissen.
Was sind die Nachteile einer Monovision?
Während Monovision viele Vorteile bietet, gibt es auch einige Nachteile und potenzielle Herausforderungen, die berücksichtigt werden sollten:
Einschränkungen des räumlichen Sehens
Da bei Monovision ein Auge für die Ferne und das andere für die Nähe optimiert wird, kann dies zu Einschränkungen oder Störungen des räumlichen Sehens führen. Bei Aktivitäten wie Autofahren oder Sport, bei denen eine präzise Tiefenwahrnehmung erforderlich ist, kann dies besonders problematisch sein.
Verschwommenes Sehen
Einige berichten von verschwommenem Sehen, entweder beim Lesen oder beim Blick in die Ferne. Dies kann besonders in der Anpassungsphase an Monovision auftreten und ist für manche störend.
Eingewöhnungszeit
Die Anpassung an Monovision kann Zeit in Anspruch nehmen. Während sich einige schnell daran anpassen, benötigen andere mehr Zeit, um sich an das neue Seherlebnis zu gewöhnen.
Nicht für jeden geeignet
Wie bereits erwähnt, ist Monovision nicht für jeden geeignet. Für Menschen mit extremen Sehstörungen, einer sehr dünnen Hornhaut oder anderen spezifischen Augenproblemen empfiehlt sich diese Methode der Sehkorrektur nicht.
Mögliche Unverträglichkeit mit Kontaktlinsen
Kompromiss zwischen Nah- und Fernsicht
Monovision ist ein Kompromiss zwischen Nah- und Fernsicht. Das bedeutet, dass weder das Sehen in der Nähe noch das Sehen in der Ferne perfekt sein kann, was für einige nicht ideal ist.
Wie läuft eine Monovision-Operation ab?
Hier ist eine Übersicht über den typischen Verlauf einer Monovision-Operation:
Voruntersuchung und Beratung
Bevor eine Augenoperation in Erwägung gezogen wird, führt der Augenarzt eine gründliche Untersuchung durch, um zu bestimmen, ob du für eine Monovision geeignet bist. Dies beinhaltet verschiedene Sehtests, Messungen und eine ausführliche Aufklärung über die Erwartungen und die möglichen Ergebnisse.
Wahl des Verfahrens
Es gibt verschiedene chirurgische Verfahren, um Monovision zu erreichen, darunter unterschiedliche Augenlaserverfahren wie die Femto-LASIK oder die Trans-PRK. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Implantation von Intraokularlinsen (IOL). Der Augenarzt wird das am besten geeignete Verfahren basierend auf deinen individuellen Bedürfnissen und der Augengesundheit empfehlen.
Der operative Eingriff
Während des Eingriffs wird das dominante Auge in der Regel für die Fernsicht und das nicht-dominante Auge für die Nahsicht korrigiert. Bei der Femto-LASIK beispielsweise wird eine dünne Hornhautschicht (Flap) angehoben und der darunterliegende Bereich mit einem Laser umgeformt. Bei der Linsenimplantation wird eine künstliche Linse vor die körpereigene Augenlinse gesetzt, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.
Nachsorge
Nach der Operation ist es wichtig, den Anweisungen des Arztes genau zu folgen, um Komplikationen zu vermeiden und die besten Ergebnisse zu erzielen. Dies kann die Einnahme von Medikamenten, regelmässige Nachuntersuchungen und das Tragen einer Schutzbrille beinhalten.
Anpassungsphase
Nach der Behandlung kann es eine gewisse Zeit dauern, bis sich deine Augen an die neue Sehweise gewöhnt haben. Während dieser Phase kann vorübergehend verschwommenes Sehen, Trockenheit oder Lichtempfindlichkeit auftreten.
Welche Alternativen gibt es zur Monovision?
Monovision ist nur eine von mehreren Optionen, um die Sehkraft im Alter zu verbessern. Wenn Monovision nicht die richtige Wahl für dich ist oder wenn du einfach andere Möglichkeiten in Betracht ziehen möchtest, gibt es verschiedene Alternativen:
Refraktiver Linsenaustausch (RLA)
Beim refraktiven Linsenaustausch wird die körpereigene Augenlinse durch eine künstliche Linse ersetzt. Dieses Verfahren wird primär zur Korrektur von starken Fehlsichtigkeiten durchgeführt und beugt gleichzeitig dem Grauen Star vor.
Gerne kannst du hier einen Termin für eine kostenlose Voruntersuchung ausmachen. Dabei wird abgeklärt, ob deine Augen für einen refraktiven Linsenaustausch geeignet sind.
Multifokale Kontaktlinsen
Multifokale Kontaktlinsen haben mehrere Brennpunkte, um sowohl in der Nähe als auch in der Ferne scharf zu sehen. Sie sind eine Alternative zur Monovision mit Kontaktlinsen und können besonders für Menschen geeignet sein, die Schwierigkeiten haben, sich an die Monovision anzupassen.
Gleitsichtbrille
Gleitsichtbrillen haben unterschiedliche Korrekturstärken in verschiedenen Teilen der Gläser, um sowohl Nah- als auch Fernsicht zu korrigieren. Sie sind eine traditionelle Lösung für die Alterssichtigkeit und können eine gute Option für Betroffene sein, die keine refraktive Behandlung oder Kontaktlinsen in Betracht ziehen.