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In der Zwischenkriegszeit war der Taxi-Markt Basels hart umkämpft. Die Zahl der konzessionierten Taxis wuchs von 26 (1923) bis zum Beginn der Weltwirtschaftskrise (1931) auf 137. Die grosse Konkurrenz liess die Gewinnmargen der Unternehmen schrumpfen. Um die Taxis zu füllen, buhlten die Konkurrenten deshalb auf unterschiedlichen Ebenen um Kundschaft. Ein beliebtes Taxi-Werbemittel jener Zeit stammte aus dem täglichen Gebrauch und ist heute aus dem Alltag verschwunden. Die Chauffeure verteilten Zündholz-Briefchen mit der Telefonnummer des jeweiligen Taxi-Anbieters an ihre Kundschaft. Eine wichtige Werbeplattform waren auch die heute weitgehend verschwundenen Telefonkabinen. In Basel wuchs ihre Zahl von 1921 bis 1932 von 31 auf 104 (in der gleichen Zeit verdoppelten sich die Ortsanschlüsse auf gut 16 000). Mitarbeitende von Settelen hatten die Aufgabe, möglichst viele Abreisskalender publikumswirksam bei den Telefonstationen von Restaurants, Büros oder Amtsstellen aufzuhängen und immer wieder zu kontrollieren, ob sie noch da waren. Denn es soll vorgekommen sein, dass in Telefonkabinen aufgehängte Settelen-Kalender plötzlich verschwunden waren und stattdessen ein Kalender das Taxi eines Konkurrenten bewarb. Trotzdem blieb Settelen dem Taxi treu. Erst 1995 – nach 87jähriger Tätigkeit in der Taxi-Branche – ging dieses Engagement zu Ende.
Droschkiers und Schriftsetzer, die das erste Settelen-Inserat setzten, Operateure, die das erste Settelen-Kinodia projizierten und die allermeisten Telefonkabinen existieren nicht mehr in unserer Region. Aber die Druckvorlage für den eleganten Einspänner aus den 1880er Jahren und das Kinodia aus den 1920er Jahren haben überlebt. Als Zeugnisse historischer Werbung schlummern sie im Archiv der Settelen AG.