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Über die J. Safra Gruppe
Die J. Safra Gruppe wird von der Familie von Joseph Safra geführt. Die Gruppe besteht aus Privatbanken unter dem Namen Safra sowie Investmentbeteiligungen und Asset-basierenden Geschäftsbereichen wie Immobilien- und Agrarwirtschaft. Zu den Banken der Gruppe, die weltweit an über 160 Standorten vertreten sind, gehören: J. Safra Sarasin mit Sitz in Basel, Schweiz, Banco Safra mit Sitz in Sao Paulo, Brasilien, und die Safra National Bank of New York mit Sitz in New York City; alle sind bei einer konsolidierten Aufsicht unabhängig voneinander.
Der Immobilienbestand umfasst weltweit mehr als 200 hochwertige Gewerbeimmobilien, Wohnobjekte, Einzelhandelsimmobilien und Land-wirtschaftsflächen, so beispielsweise den Bürokomplex in New York City an der 660 Madison Avenue und Londons berühmtes Bauwerk «Gherkin». Zu Investitionen in anderen Bereichen gehören unter anderen Agrarbeteiligungen in Brasilien und an Chiquita Brands International Inc. Enge Beziehungen in Märkten weltweit ermöglichen es der Gruppe, den Wert ihrer Unternehmen erheblich zu steigern.
Der Banking Hintergrund der Familie Safra
Im Finanzsektor wird der Vergangenheit eine wichtige Bedeutung zugeschrieben. Sie bestimmt die Gegenwart und garantiert eine solide Zukunft.
Wir schreiben das 19. Jahrhundert: Die Erinnerung an Napoleons militärische Feldzüge sind noch in den Köpfen der Europäer. Die Welt ist sich der Wirkung der industriellen Revolution bewusst, denn die Wirtschaft in Europa, im Mittelmeerraum und in Nordamerika steht in der Blüte. Dies dank der grossen Erfindungen – der Dampfmaschine und der Elektrizität – und der Entwicklung der Schiffe, der Karawanen und der Eisenbahnen, die nun landwirtschaftliche und andere Produkte transportieren.
Die Finanzierung der starken Handelsbeziehungen stellten die Bankiers, die zu Legenden wurden. Familien wie die Rothschild in Europa, später die Rockefellers in Amerika und die Safras im Mittleren Osten sind Finanziers, welche den Grundstein für das heutige Bankengeschäft legten, das auf intensiven Handelsbeziehungen und steigender Nachfrage zwischen den Städten beruht.
Der Austausch von Gütern war besonders stark zwischen den europäischen Hafenstädten Paris, Nizza, Marseille, Madrid, Barcelona, Neapel, Triest, Genua sowie Venedig und den Städten Alexandria, Athen, Istanbul, Beirut, Damaskus, Aleppo, Haifa, Tel Aviv und Jerusalem. In dieser Region des Mittleren Ostens verlieh man einer Familie, die für ihr Geschick beim Goldhandel während Generationen bekannt war, den arabischen Namen für die Farbe des Edelmetalls: Safra.
Eines der wichtigsten Handelszentren war Aleppo, eine Stadt im Nordwesten von Syrien. Dort flossen Waren und Handelsgüter zwischen dem Osten und dem Westen zusammen. In dieser Stadt war auch die Familie Safra heimisch. Mit ihrem weltoffenen Geschick für Handelsfinanzierungen und Geldwechsel mit Ländenr in Asien, Europa und Afrika, einschliesslich den Währungen "para" des Osmanischen Reichs, dem venezianischen "zecchini" und Maria Theresia's "thaler" sowie Edelmetallen wie Silber und Gold. In Aleppo war Jacob Safra, der Patriarch, bekannt für seine aussergewöhnliche Begabung: er konnte die Wechselkurse und Finanzierungskosten für jeden seiner Kunden im Kopf ausrechnen.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Safra Frères et Cie. in Aleppo gegründet, eine Bank, die den Namen der bekannten Familie trug. Innerhalb kürzester Zeit erlangte das Finanzinstitut Ruhm und Ansehen im Mittleren Osten und schaffte es zu hohem Ansehen bei hochselektiven Finanziers. Safra Frères et Cie. starke Expansion veranlasste die Familie dazu, Filialen in Istanbul, Alexandria und Beirut zu eröffnen.
Später in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Beirut der Hauptsitz der Jacob Safra Bank. Diese wurde vom Familienoberhaupt gegründet, die später die nächste Generation von erfolgreichen Bankiers bildete. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Jacob Safra sein Geschäft in Europa und dann in Lateinamerika und den Vereinigten Staaten von Amerika aus.
Seine Nachkommen schafften es ebenfalls zu bedeutenden Experten im Bankengeschäft und setzten die langjährigen Kundenbeziehungen fort.