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Der ehemalige CIA-Mann Ray McGovern sagt, der Giftgas-Anschlag in Damaskus im August 2013 sei nicht von Assad ausgegangen.
«Flüchtlinge werden mit Krieg gemacht, und Krieg wird mit Lügen gemacht.» Leute, die es wagen, solche Sätze zu schreiben, trifft man nicht alle Tage auf der Strasse.
Hochgewachsen, hager und grauhaarig, wie er da steht bei unserem ersten Treffen, an diesem warmen Sommertag im Strassenlärm von Berlin, scheint er irgendwie aus der Zeit gefallen. Er hat Zeitungen dabei. Er gehört zu denen, die noch Zeitungen lesen, die auf Papier gedruckt sind, die New York Times ebenso wie die russische Konsomolskaja Prawda. Er spricht fliessend russisch.
Ray McGovern, irischer Abstammung, aufgewachsen in der Bronx, weit über siebzig, ein hellwaches Augenzwinkern. Es ist zu laut in den Strassencafés, also gehen wir in die Wohnung einer Bekannten, um zu reden. Ein Gespräch bei Kaffee und Kuchen, doch das Gesprächsthema bringt bald einen Geschmack von Bitterkeit in den Raum. Mehr….