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Die Anfänge unserer Schule reichen ins 19. Jahrhundert zurück, denn im Jahre 1874 beschloss die Schulgemeinde Zürich die Errichtung einer höheren Töchterschule. Mit diesem Entscheid war die Grundlage für die künftige Töchterschule der Stadt Zürich gelegt. Die zunehmenden Schülerzahlen und die neuen Bildungsanforderungen führten dazu, dass bis 1965 fünf Abteilungen (Gymnasien und Seminarien) entstanden.
Da die Töchterschule Abt. l (Hohe Promenade) aus allen Nähten platzte, beschloss der Stadt- und Gemeinderat der Stadt Zürich eine neue Schule, die Abt. IV (Stadelhofen) zu errichten. Dies war die Geburtsstunde unserer Mittelschule.
Die neue Schule ermöglichte den Schülerinnen ab der 2. oder 3. Sekundarschule den Eintritt in ein viereinhalb Jahre dauerndes Gymnasium mit Latein, einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium und einem vierjährigen Unterseminar.
1961 wurde in einer Volksabstimmung der Bau des neuen Schulhauses mit Turnhalle (Kosten 15 Mio. Franken) angenommen, so dass nach dreijähriger Bauzeit 1966 der Neubau bezogen werden konnte. Der dem modernen Bauen verpflichtete Bau, der sich mit seinen Stufen wie ein Akkord über den Bahnhof Stadelhofen erhebt, wurde von Architekt Tittel gestaltet.
Wichtigster Einschnitt in der Geschichte unserer Schule war die Übernahme der Töchterschulen der Stadt Zürich durch den Kanton im Jahre 1975. So wurden auch in der "neu entstandenen" Kantonsschule Stadelhofen die Türen für die jungen Herren geöffnet und aus der Töchterschule entstand eine "normale" Kantonsschule. Gleichzeitig aber musste unsere Schule die bisherige Oberrealschule aufgeben, und die jungen Damen, die sich besonders für Mathematik und Naturwissenschaften interessierten, fanden neue Aufnahme im mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium.
Ab 1975 war die KS Stadelhofen Bestandteil der zürcherischen Mittelschulen und hat - wie andere Schulen auch - verschiedene Änderungen erlebt. 1982 wurde das Unterseminar durch die Lehramtsschule abgelöst, und seit 2002 ersetzt das musische Gymnasium die Lehramtsschule. Weitere tiefgreifende Veränderungen brachte auch das neue Maturitätsanerkennungsreglement (MAR).
Ab 2011 führt die Schule den zweisprachigen Maturitätslehrgang Deutsch/Englisch im neusprachlichen Profil und ab 2012 das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil mit dem Schwerpunktfach Biologie und Chemie.
Neben all diesen Änderungen durfte die Schule in ihrer fünfzigjährigen Geschichte auch zahlreiche bauliche Veränderungen und Erweiterungen erleben, deren wichtigste der "fast" Neubau des Turnhallentraktes ist. Im Jahre 2000 konnte das von Architekt Stemmle total umgebaute Hallengebäude eingeweiht werden. Dieser nach neuster Solartechnik gestaltete Glasbau fügt sich harmonisch zwischen den Glas-Betonbau der KS Stadelhofen und den Jugendstilbau der KS Hohe Promenade.
Eine moderne Mediothek, zweckmässige Schulräume sowie die Ausrüstung mit modernster Unterrichtstechnologie und Informatik lassen Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften und allen Mitarbeitern die Arbeit an unserer Schule im neuen Jahrtausend zur Freude werden.
Festschrift