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Hintergrund: Die Hauptaufgabe für die ärztliche Beurteilung auf der Notfallstation ist zu Erkennen, ob eine akut lebensbedrohliche Ursache vorliegt, weil diese eine Spitalaufnahme und unmittelbare Behandlung bedarf. Bei den akut lebensbedrohlichen Ursachen, steht fast immer eine Herzerkrankung im Vordergrund, z.B. eine Herzrhythmusstörung oder eine Herzklappenerkrankung. Auf der Notfallstation ist es oft sehr schwierig und sehr zeitaufwendig, die akut lebensbedrohlichen Ursachen von den harmlosen Ursachen zu unterscheiden.
In der ersten Phase von BASEL IX, die hauptsächlich in Notfallstationen in der Schweiz durchgeführt wurde, entstanden mehrere wichtige Erkenntnisse zur verbesserten Früherkennung der lebensbedrohlichen Formen der Synkope. Es gibt jedoch weiter zahlreiche ungelöste Fragen, insbesondere die Notwendigkeit, die bisherigen Erkenntnisse in eine, zweiten großen Patientenkollektiv zu überprüfen. Erst dann können die neuen Erkenntnisse weltweit Anwendung finden.
Ziele: Ziel der zweiten Phase von BASEL IX (BAsel Syncope EvaLuation Study) ist, die bisher sehr erfolgreiche Studie auszuweiten, um die Generalisierbarkeit der ersten Befunde zu testen und zusätzliche Erkenntnisse für die Früherkennung der akut lebensbedrohlichen Form der Synkope zu erhalten.
Methodik: BASEL IX ist eine große laufende prospektive internationale diagnostische Studie, an der Patienten mit Synkope in dreizehn Spitälern in acht Ländern auf drei Kontinenten teilnehmen. Es wird von einem dynamischen Netzwerk akademischer, klinischer und industrieller Partner durchgeführt, die auf dem Gebiet der Synkope und kardialer Biomarker erfahren sind. In der zweiten Phase von BASEL IX (BASEL IX Validation) werden wir weitere 2'000 Patienten einschliessen.
Potentielle Bedeutung: Diese Studie wird Erkenntnisse liefern, die zur Verbesserung der Früherkennung von akut lebensbedrohlichen Ursachen der Synkope liefern und damit wichtige klinische und wirtschaftliche Auswirkungen auf das Patientenmanagement in der Schweiz und weltweit haben.