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Geschäft vorerst gescheitert: Die Ölkonzerne BP und Rosneft haben bis um Mitternacht Londoner Zeit keine Einigung mit dem Oligarchen-Konsortium AAR gefunden. Damit ist die Frist für einen BP-Rosneft Aktientausch verstrichen, mit dem die gemeinsame Ölförderung im Nordpolarmeer ermöglicht werden sollte.
BP räumte ein, dass es nicht gelungen sei, den Widerstand des Konsortiums zu brechen. Allerdings würden weitere Gespräche geführt. Das Scheitern gilt als herber Rückschlag für den von der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gebeutelten Konzern BP bei der Suche nach neuen Erlösquellen.
Der russische Staatskonzern Rosneft und der britische Ölriese hatten im Januar mit ausdrücklicher Billigung des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin einen Milliardendeal angekündigt. Einspruch kam vom AAR-Konsortium, das am BP-Gemeinschaftsunternehmen in Russland, TNK-BP, beteiligt ist. Die Oligarchen fühlten sich übergangenen und waren der Meinung, der Deal verstosse gegen das Aktionärsrecht. Seitdem scheiterten mehrere Schlichtungsversuche.
Zuletzt boten BP und Rosneft nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg den Oligarchen insgesamt 32 Milliarden US-Dollar, um ihnen den 50-prozentigen Anteil an TNK-BP abzukaufen. Das wäre ein satter Aufschlag zum derzeitigen Aktienkurs gewesen. An der Börse ist TNK-BP derzeit 44 Milliarden Dollar wert. Analysten gehen nun davon aus, dass Rosneft sich nach einem anderen Partner für die Förderung von Öl im Nordpolarmeer umschaut. Genannt wird etwa Shell.
(tno/awp)