Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03293.jsonl.gz/497

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Roger Federer erreicht am Australian Open mit einem 7:5, 6:3, 1:6, 4:6, 6:3 gegen Landsmann Stan Wawrinka seinen 28. Grand-Slam-Final.
Es war keine Tennisgala, welche die beiden Schweizer Stars am Nationalfeiertag "Australia Day" zeigten. Zu Beginn machten beide einen angespannten Eindruck und schienen sich sehr mit der Taktik gegen den so wohlbekannten Gegner und Freund zu beschäftigen.
Federer verschaffte sich als erster einen temporären Vorteil, konnte beim Stand von 2:1 jedoch drei Breakbälle hintereinander nicht nutzen. Im folgenden Game wehrte er dafür zwei Chancen Wawrinkas ab. Bei 5:6 und 30:30 unterliefen dem Waadtländer dann aber gleich zwei Rückhand-Fehler, die dem Basler den ersten Satz einbrachten.
Im zweiten Durchgang gelang Federer das einzige Break zum 4:2, wieder dank eines untypischen Rückhand-Fehlers der Nummer 4 der Welt. Danach zertrümmerte Wawrinka sein Racket, vor allem aber bewegte er sich nicht mehr gut. Nach dem zweiten Satz liess er sich in der Garderobe pflegen und kehrte danach mit einem Verband unter dem rechten Knie zurück.
Es war dann aber erstaunlicherweise Federer, der den Faden zunächst völlig verlor. Beim 35-Jährigen passte plötzlich überhaupt nichts mehr zusammen. Vom 1:1 im dritten bis zum 0:1 im vierten verlor er sechs Games in Folge. Zwar holte er dieses Break nochmals auf, doch zum 4:5 gab er seinen Aufschlag ein weiteres Mal ab. Nach knapp zweieinhalb Stunden begann die Partie mit einem fünften Satz praktisch von Neuem.
Diesmal verliess Federer den Platz, um sich vom Physiotherapeuten pflegen zu lassen. Danach schlug er wieder besser - und schneller - auf. Die Entscheidung fiel schliesslich im fünften und sechsten Game des fünften Satzes. Erst vergab Wawrinka eine Breakchance zum 3:2 mit einem weiteren Rückhand-Fehler, anschliessend gab er selber seinen Aufschlag zum 2:4 ab - mit einem Doppelfehler.
Nach 3:04 Stunden liess sich Federer nicht mehr bitten. Mit einem Aufschlagspiel zu null zog er in den Final am Sonntag (gegen Rafael Nadal oder Grigor Dimitrov) ein. Im 22. Duell mit Wawrinka behielt er zum 19. Mal die Oberhand.
SDA-ATS