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Jugendliche neigen dazu, sich eher für Aktivitäten zu entscheiden, die unmittelbar Spass machen und Befriedigung bringen, als für Aufgaben, die langfristig Früchte tragen.
Die negativen Auswirkungen aktueller Tätigkeiten erscheinen häufig nicht auf dem Bildschirmradar des pubertierenden Teenagers und werden daher ignoriert.
Die Eltern schütteln dann nur noch den Kopf. Resigniert verstehen sie nicht, warum ihre Kinder bestimmte Schwierigkeiten verkennen und dafür gar kein Interesse zeigen... obwohl es eigentlich um ihr Leben geht!
Ein Grund für dieses «ungünstige» Verhalten ist, dass das Gehirn während der Pubertät noch nicht ganz ausgereift ist. Das Gehirnareal, das für Planung und langfristiges Denken zuständig ist, befindet sich noch im Aufbau und liefert noch nicht die gewünschte Leistung. Das führt manchmal zu einem Verhalten, das Erwachsene als unvernünftig bezeichnen.
Die biologische Entwicklung des Gehirns können Sie nicht beschleunigen, aber Sie können helfen, «vernünftiges Verhalten» zu trainieren: Spielen am Computer ist z.B. erst erlaubt, wenn die Hausaufgaben gemacht wurden, wenn im Haushalt geholfen oder sonst eine andere Verpflichtung erledigt wurde.
Wichtig dabei ist, dass Sie konsequent bleiben und die abgemachten Regeln durchsetzen (siehe «Mache endlich deine Hausaufgaben!»): Nur so können Sie mit der Kraft der Belohnung das Risiko einer Onlinesucht reduzieren.
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