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Museo Castello San Materno
3. März - 27. Mai 2018
In zwei Sälen des Museo Castello San Materno ist vorübergehend eine Auswahl an Werken von Marianne Werefkin (Tula 1860-Ascona 1938) aus der Sammlung der Marianne Werefkin Stiftung zu sehen, da das Museo Comunale d'Arte Moderna, wo die Werke normalerweise permanent ausgestellt sind, von November 2017 bis Juni 2018 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist. Mit rund 90 Gemälden und 170 Skizzenbüchern sowie verschiedenen Zeichnungen und zahlreichen schriftlichen Dokumenten ist die Sammlung der Stiftung die bedeutendste dieser ausserordentlichen Künstlerin.
Werefkin wurde 1860 in Tula, Russland, geboren und zog 1896 zusammen mit ihrem Lebens- und Kunstpartner Alexej Jawlensky nach München. In der bayerischen Landeshauptstadt wurde der Salon ihrer Wohnung zu einem Treffpunkt der Kultur- und Avantgarde-Szene der Zeit: Kandinsky, Klee, Nolde, Schönberg und Djaghilev gehörten zu ihren häufigsten Besuchern. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, nachdem sie zur Gründung der Neuen Künstlervereinigung München (1909) beigetragen hatte, nahm sie an den Ausstellungen der Gruppe des Blauen Reiters teil, vor allem 1912 in der Galerie Der Sturm in Berlin. 1918 kam sie nach Ascona und lebte dort bis zu ihrem Tod 1938. Ihre Gemälde, die voller Hinweise auf die expressionistische Zeit sind und eine theoretische Ausarbeitung extremer Modernität aufweisen, befinden sich zum grössten Teil in der Sammlung der Marianne Werefkin Stiftung, die ihren Sitz im Gemeindemuseum von Ascona hat.
Ende 2016 veröffentlichte das Gemeindemuseum mit dem Verleger Armando Dadò das Buch Marianne Werefkin 1860-1938 von Mara Folini, das der erste Titel einer Reihe ist, die den Künstlern des Museums gewidmet ist.
Museo Castello San Materno, Ascona