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Zudem kündigte die populäre Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Oprah Winfrey ihr Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat an. Sie will zudem ihre Aktien spenden.
Die Aktie von WW International, wie das Unternehmen offiziell heisst, ist bereits seit Herbst unter Druck. Anleger fragen sich, was die steigende Verbreitung von Abnehm-Medikamenten wie Ozempic oder Wegowy für die Zukunft des klassischen Diät-Geschäfts von WeightWatchers bedeuten wird. Am Donnerstag fiel der Kurs um rund 18 Prozent auf 3,12 Dollar.
Winfrey trat seit Jahren als Botschafterin für WeightWatchers auf. Im Dezember sagte sie in einem Interview des Magazins «People» allerdings, dass sie zwar weiterhin Punkte für verschiedene Lebensmittel nach dem Diät-Modell der Firma zusammenrechne - inzwischen greife sie aber auch zu Abnehm-Medikamenten, um einen Jo-Jo-Effekt zu vermeiden.
Auch bei Abnehm-Medikamenten dabei
WeightWatchers versucht, mit dem Angebot WW Clinic ebenfalls an dem Trend zu Abnehm-Medikamenten teilzuhaben. Über die Telemedizin-Plattform können sich Mitglieder die Arzneien verschreiben lassen.
Winfrey gilt mit einem Anteil von 1,43 Prozent als grösste Einzelaktionärin von WW, schrieb der Finanzdienst Bloomberg. Sie werde ihre Beteiligung an das Museum für Afro-Amerikanische Geschichte und Kultur spenden, kündigte sie an.
Verlust grösser geworden
Im Verwaltungsrat von WeightWatchers war Winfrey seit 2015. Sie möchte mit der Hauptversammlung im Mai ausscheiden - werde aber weiter mit der Firma kooperieren. WeightWatchers betonte, der Schritt gehe nicht auf Meinungsverschiedenheiten oder irgendwelche Aktivitäten des Unternehmens zurück.
Im vergangenen Quartal sank der Umsatz von WeightWatchers im Jahresvergleich um 7,6 Prozent auf 206 Millionen Dollar. Unter dem Strich weitete sich der Verlust auf 88 Millionen Dollar von 35,8 Millionen ein Jahr zuvor aus. Die Abonnenten-Zahl sank binnen drei Monaten von 4 auf 3,8 Millionen. Bei WW Clinic rückte sie in dieser Zeit von 45'000 auf 67'000 vor.