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Saint-Gobain ISOVER AG als prägende Pionierin in der Entwicklung von Glaswolle
Saint-Gobain ISOVER AG hat die Entwicklung der Glaswolle seit den Anfängen der industriellen Fertigung nicht nur miterlebt, sondern geprägt.
Die Anfänge der Glaswolle in der Schweiz
Gegründet im Jahr 1937 in Henniez als «Glasfasern AG» nimmt das Unternehmen 1940 die Produktion von Glaswolle in der 1939 gebauten Fabrik in Lucens auf, die zu Matten verarbeitet und für die thermische und akustische Dämmung in Gebäuden und von Leitungen eingesetzt wird. Angetrieben durch das Ziel, feinere und damit leistungsfähigere Glasfasern zu produzieren, entwickelt Saint-Gobain ein eigenes Faserziehverfahren. An dieser Pionierleistung beteiligt ist auch die Schweizer Tochterfirma: Das Unternehmen testet das neue Verfahren als erstes Werk des Konzerns und stellt seine Produktion 1961 vollumfänglich auf das leistungsstarke TEL-Verfahren um.
Durch das Aufkommen der Glaswolle verlieren in den 1960er-Jahren Dämmpro-dukte aus Holzwolle an Bedeutung, und die Dämmstoffe Kork und Torf verschwinden nach und nach. Die VETROFLEX-Produkte aus Glaswolle verhalfen der damaligen Glasfasern AG gar zur Marktführerschaft auf dem Schweizer Markt. Als revolutionäres Allround-Produkt für Dach und Wand wurde gegen Ende der 60-er Jahre der ROLLALU-Baufilz mit integrierter Dampfsperre in Form einer einseitigen Alu-Kraftpapier-Beschichtung und längsseitigen Überlappungen für eine einfache und rasche Befestigung entwickelt. Die Lancierung erfolgte 1971. Eine weitere Innovation gelang ISOVER AG 1987 mit der gerollten Selbstklemmplatte UNIROLL für die Dämmung zwischen Sparren.
Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten von Glaswolle
Der Einsatz von Glaswolle als Dämmstoff hat sich im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts stark gewandelt und die technischen Standards haben sich stetig verbessert.
Bis in die siebziger Jahre wurden Gebäude insgesamt nur spärlich gedämmt – beispielsweise mit einer nur wenige Zentimeter dicken Innendämmung. Gedämmt wurde in erster Linie mit dem Ziel, die Bauteile vor Kondenswasser zu schützen und Schimmelbildung in den Gebäuden zu vermeiden – der Feuchteschutz stand im Vordergrund. Komfortable Temperaturen in den Räumen oder gar eine energiesparende Bauweise gehörten dagegen lange Zeit nicht zu den Anforderungen. Die Ölkrise ab 1973 brachte ein Umdenken und verhalf der Gebäudedämmung zum Durchbruch: Die Dämmstärken nahmen stetig zu, und die Dämmstoffe verbesserten sich hinsichtlich ihrer Wärmeleitfähigkeit.
Heutzutage ist eine leistungsfähige Dämmung in einem Gebäude unumgänglich, sowohl für den Komfort der Bewohner, zur Begrenzung des Energieverbrauchs und seit einigen Jahrzehnten auch als Schall- und Brandschutz.
Innovation, seit jeher in der DNA von ISOVER
Etwas hatte über all diese Jahre Bestand: Saint-Gobain ISOVER strebte stets danach, seine innovativen Produkte zu verbessern. So ist es den Ingenieuren in Lucens über die vergangenen Jahrzehnte gelungen, die Wärmeleitfähigkeit der Glaswolle kontinuierlich zu senken, sodass die gleiche Dämmleistung mit weniger Material erreicht werden konnte. Im Hochbau bedeutet dies beispielsweise dünnere Wände und ein Gewin an wertvollem Wohnraum.
Und heute wie gestern wird stets weiter getüftelt und experimentiert. Ein wichtiges Thema in den vergangenen Jahren war die Nachhaltigkeit. Auch hier muss sich Saint-Gobain ISOVER nicht verstecken: Die vollständig im Waadtländer Lucens hergestellten Produkte bestehen zu mehr als 80 Prozent aus Recycling-Glas, werden mit Wasserkraft-Strom und einem pflanzlichen Bindemittel hergestellt.