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Zur aktuellen KriseEine zukünftige Eruption des Teide könnte potenziell gefährlich werden infolge der Nähe zu besiedelten Zonen wie das Orotava- und Icodtals, die beide durch den zu niedrigen Calderawall zu wenig geschützt sind. Gemäss Untersuchungen des CSIC (Madrid), befindet sich die Zone mit dem höchsten Risiko durch Lava und Asche befindet sich im Innern und der Umgebung der Cañadascaldera. Die zweite Gefahrenzone umfasst die Nordflanke des Vulkanbaus sowie der Nordteil und ein Grossteil der Südflanke des NE-SW-Grats sowie die tiefen Täler von Güimar und Orotava.
Im Jahr 2000 registrierte die Forschungsgruppe der Universität Granada nur mässige tektonische Erdbebentätigkeit. Dabei gab es drei Gruppen von Hypozentren, nämlich eine unter dem Teide-Pico Viejo-Komplex, eine unter dem Ostrand der Caldera und die dritte unter dem Meer. Gleichzeitig wurde kein vulkanischer Tremor beobachtet.
Nach 2000 nahm die seimische Aktivität im Archipel allerdings zu. Die entsprechenden Messungen stammen vom IGN (Istituto Geografico Nacional), dem CSIC (Consejo Superior de Investigaciones Cientificas) und von Schul-Messnetzen. Seit 2003 verspürte die Bevölkerung mehrere Erdbeben, und zwar auf El Hierro, Lanzarote, Gran Canaria und Tenerife. Seit Anfang 2004 konzentriert sich die seismische Aktivität mehr auf Tenerife. Dort verändert sich auch die Tätigkeit von Fumarolen. Zudem wird nun auch Tremor beobachtet. Alle diese Anzeichen können als mögliche Reaktivierung des Teide-Vulkankomplexes gewertet werden. Da dieser sowohl basaltische Laven mit geringer Viskosität (und damit geringem explosivem Potenzial) als auch phonolitische (mit hohem explosivem Potenzial) beinhaltet, sind sehr unterschiedliche Arten von Ausbrüchen möglich.
Bild unten: Beispiel eines seimischen Ereignisses, das im Gebiet von Icod - Santiago del Teide am 7. Oktober 2004 stattfand (CSIC):