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In der Schweiz waren im Jahr 2016 7,5% der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten von Einkommensarmut betroffen. Dies entspricht rund 615‘000 Personen.
Zu den am stärksten betroffenen Gruppen zählten Personen, die alleine oder in Einelternhaushalten mit minderjährigen Kindern lebten, Personen ohne nachobligatorische Ausbildung und Personen in Haushalten ohne Arbeitsmarktteilnahme.
Im Vergleich zu den Jahren 2014 (6,6%) und 2015 (7,0%) zeigt die Armutsquote der Gesamtbevölkerung eine steigende Tendenz. Diese bewegt sich jedoch innerhalb der statistischen Schwankungsbreite.
Da in SILC wesentliche methodische Änderungen vorgenommen wurden, sind die Werte ab 2014 nicht mehr direkt mit den Vorjahren vergleichbar.
Armutsgrenze
Im Jahr 2016 betrug die Armutsgrenze durchschnittlich 2247 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 3981 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren.
Die Armutsgrenze orientiert sich an den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) und besteht aus einem Pauschalbetrag für den Lebensunterhalt, den individuellen Wohnkosten sowie monatlich 100 Franken pro Person ab 16 Jahren für weitere Auslagen.
Armut der Erwerbstätigen
In der Schweiz waren 2016 3,8% aller Erwerbstätigen von Armut betroffen. Dies entspricht rund 140‘000 Personen.
Die Einkommenssituation der Erwerbstätigen wird wesentlich durch die Arbeitsform und -bedingungen bestimmt. Folgende Gruppen waren besonders häufig trotz Erwerbstätigkeit armutsbetroffen:
Personen, die nicht ganzjährig erwerbstätig waren
Teilzeitangestellte
Selbstständigerwerbende
Personen mit befristeten Arbeitsverträgen
Personen, die in kleinen Betrieben tätig sind
Im Vergleich zum Vorjahr (3,9%) hat sich die Armutsquote der Erwerbsbevölkerung kaum verändert. Da in SILC wesentliche methodische Änderungen vorgenommen wurden, sind die Werte ab 2014 nicht mehr direkt mit den Vorjahren vergleichbar.
Der Armut von erwerbstätigen Personen kommt eine besondere Beachtung zu, da die Ausübung einer Erwerbstätigkeit als Mittel zur Reduktion des Armutsrisikos gilt. Als arme Erwerbstätige werden hier alle Personen ab 18 Jahren bezeichnet, welche während mehr als der Hälfte des Kalenderjahres vor der Erhebung voll- oder teilzeiterwerbstätig waren und in einem armen Haushalt leben.