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Im Auftrag des Naturparks Beverin und des Vereins Alte Aversstrasse bauten wir während zwei Wochen am Eingang ins Averstal ein Stück Wanderweg. Es war ein Teilstück des historischen Weges, der bis vor 40 Jahren der einzige Zugang von unten her ins Tal war. Interessanterweise wurde das Averstal mehreren Indizien zufolge erstmals von oben her, sprich von Süden, besiedelt. Ein Zugang vom Hinterrhein her in das lange, abgelegene Tal wurde erst später gebaut.
Vom Taleingang oberhalb Andeer bis nach Juf sind es gut 20 km, wobei die Alte Aversstrasse auf weiten Abschnitten gut erhalten oder mittlerweile gut restauriert ist. Mit mehreren alten Brücken, Tunnels und in den Steilhang gebauten Strassentrasses bietet sie ausserdem sehenswerte Baudenkmäler. Andere Abschnitte wurden beim Bau der neuen Autostrasse praktisch komplett zerstört. An manchen Orten wurde die neue Strasse direkt auf die Alte gebaut oder man legte den neuen Strassenverlauf weiter oben in den Hang, was zur Folge hatte, dass die alte, weiter unten liegende Strasse vom neuen Aushub zugeschüttet wurde. An einem solchen Abschnitt arbeiteten wir.
In den ersten Tagen räumten wir im steilen, unwegsamen Gelände Äste zur Seite, welche der Forst beim Holzschlag entlang der Autostrasse meterdick unterhalb der Strasse deponiert hatte. Dabei kam vereinzelt das Trassee der alten Strasse zum Vorschein, wo es niemand mehr erwartete, was den Verlauf des neuen Wanderwegs mitbestimmte. Als der gesamte Abschnitt freigeräumt und der Boden überall sichtbar war, konnten wir mit dem Wegbau anfangen. Die Teile der geräumten Strecke, die mit Schreitbaggern zugänglich waren, wurden von einer Bauunternehmung gebaut, welhalb wir uns auf die steilen, unzugänglichen Abschnitte konzentrierten. Von Hand, mit Wegmacherpickeln, Wiedehopfhauen und Schaufeln gruben wir uns vorwärts. Wenn grössere Felsbrocken zum Vorschein kamen, benutzten wir den Habegger Seilzug und eine Stockwinde um sie herauszuziehen und an einer passenden Stelle wieder einzubauen. An gewissen Orten musste der Weg mit kleinen Trockenmauern gestützt, an anderen mit der Motorsäge freigesägt oder mit Bohrmaschine und Spaltkeilen aus dem Fels geschlagen werden.
Es war ein schönes und abwechslungsreiches Projekt, in dem die Manpower der Zivis und die einfachen, uns zur Verfügung stehenden Geräte und Maschinen optimal genutzt werden konnten.
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