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Am Sternenhimmel im Juni 2021
Meteorologisch beginnt der Sommer bereits am 1.6., real astronomisch aber am 21.6. um 5:32 Uhr. Die Sonne erreicht am Mittag dieses Tages den höchsten Sonnenstand über dem Horizont. Der früheste Sonnenaufgang findet bereits am 15.6. um 5:39 Uhr statt, der späteste Sonnenuntergang erst am 26.6. um 21:23 Uhr.
Die Erdachse hebt sich im Spiel der Jahreszeiten bis zum 21.6. noch ein wenig an, womit die Tageslänge um 16m von 15h 38m auf 15h 54m zunimmt. Danach beginnt sich die Erdachse aber wieder von der Sonne abzusenken, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 4m von 15h 54m auf 15h 50m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 21.6. das Sternbild des Stiers, danach das Sternbild der Zwillinge.
Merkur bewegt sich den ganzen Monat über an der Sonne vorbei und kann höchstens noch zu Monatsbeginn in der Abenddämmerung tief über dem flachen westlichen Horizont gesehen werden. Merkur steht am 11.6. in unterer Konjunktion zur Sonne.
Venus entfernt sich scheinbar nur wenig von der Sonne weg und kann den ganzen Monat über in der Abenddämmerung weiterhin nur sehr tief über dem flachen westlichen Horizont gesehen werden.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 8.6. das Sternbild der Zwillinge, danach das Sternbild des Krebs und kann am Abend nur noch tief über dem westlichen Horizont als rötlicher Lichtpunkt gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter bewegt sich den ganzen Monat über im Sternbild des Wassermanns, ab dem 21.6. rückwärts denn dann beginnt die nächste Oppositionsschleife. Jupiter kann jede Nacht früher nach Mitternacht über dem südöstlichen Horizont gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn bewegt sich den ganzen Monat über im Sternbild des Steinbocks und kann nach Mitternacht, in der zweiten Monatshälfte schon vor Mitternacht rechts von Jupiter stehend gesehen werden.
Der Lauf des Mondes:
Letztes Viertel am 2.6. um 9:24 Uhr
Neumond am 10.6. um 12:53 Uhr
Erstes Viertel. am 18.6. um 5:54 Uhr
Vollmond am 24.6. um 20:40 Uhr
Am 10.6. kommt es zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Die Schweiz liegt zwar nicht auf der Zentrallinie, dennoch kann das Ereignis in der Mittagszeit als partielle Sonnenfinsternis gesehen werden. Ab 11:28 Uhr schiebt sich der Mond am oberen Sonnenrand zwar nur wenig, aber sehr schön sichtbar am Sonnenrand vorbei um ab 13:11 Uhr die Sonne wieder vollständig freizugeben.
Die Nachtstunden im Juni beginnen nun sehr spät. Erst nach 23 Uhr ist es dunkel genug um zum Beispiel im frühsommerlichen Sternbild des Herkules unglaubliche 25'000 Lichtjahre weit hinaus in die fantastisch schöne Ansammlung von einer halben Million prächtig funkelnder Sterne blicken zu können. Während im Westen sich der Frühlingshimmel mit dem leicht zu erkennenden Sternbild des Löwen nun verabschiedet, steigen im Osten bereits die Sternbilder des Sommerdreiecks empor.
Die lange Abenddämmerung erfordert zwar etwas Geduld bis die dunkle Nacht den Blick in die Tiefen des Universums ermöglicht. Doch bereits das bewusste Erleben des Nachtwerdens öffnet einem die Sinne für die Faszination des sich nun auftuenden Nachthimmels. Hier nun lässt sich so Unglaubliches finden, wie sich gegenseitig umkreisende Sterne, jeder dabei von der mehrfachen Grösse unserer eigenen Sonne. Oder ein Stern, der am Ende seines Jahrmilliarden dauernden Lebens sich riesenhaft aufblähte um dann sich seiner eigenen Hülle zu entledigen. Oder eine Ansammlung von Hundertausenden von Sternen, treu verbunden seit Milliarden von Jahren. Das alles und noch viel mehr muss man einfach gesehen haben!