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Hitzewellen treten in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit häufiger auf. Obwohl ihre Folgen insbesondere im Siedlungsgebiet gravierend ausfallen können, sind viele Regionen nicht vorbereitet. Dieses Projekt entwickelt für Stadt und Agglomeration Luzern einen umfassenden Katalog von möglichen Anpassungsmassnahmen. In einem zweistufigen, partizipativen Verfahren werden die prioritären und effektivsten Massnahmen identifiziert.
Ausgangslage
Die Belastung durch Hitzewellen nimmt mit der globalen Erwärmung zu. Besonders betroffen davon sind dicht besiedelte Gebiete wie Städte und Agglomerationen, wo die Temperatur aufgrund fehlender Luftzirkulation, nächtlicher Abstrahlung, versiegelter Flächen und Abwärme tagsüber höher liegt und nachts weniger absinkt als in ländlichen Regionen («Wärmeinsel-Effekt»). Die Vorbereitung auf diese absehbare Entwicklung ist in vielen Regionen ungenügend. So gibt es auch in der Stadt und Agglomeration Luzern keine umfassende Planung für Hitzeperioden und keinen umfassenden Massnahmenplan. Die Auswirkungen auf Bevölkerung und Wirtschaft sind jedoch gross und erfordern ein wohlgeplantes, koordiniertes und effizientes Vorgehen. Das Projekt ergänzt die bestehenden Ansätze durch eine innovative und übertragbare Methodik. Dies führt letztlich zu einer höheren Akzeptanz auf politischer und gesellschaftlicher Ebene sowie einer erhöhten Planungssicherheit und Effektivität der Anpassungsstrategie.
Ziele
- Das Projektziel ist die Entwicklung einer Methodik, welche die Planung von Klimaanpassungsstrategien grundsätzlich verbessert.
- Das übergeordnete Ziel besteht darin, die Anpassung der Stadt und Agglomeration Luzern an Hitzeperioden zu optimieren. Damit soll die Lebensqualität der betroffenen Menschen verbessert und die Risiken für die Bevölkerung gesenkt werden.
Vorgehen
- Erarbeitung eines Katalogs über die Auswirkungen von Hitzeereignissen und eine Sammlung entsprechender Massnahmen.
- Entwicklung einer Methodik zur Bewertung hitzeperiodenbedingter Risiken sowie zur Identifikation potenzieller Massnahmen zur Erhöhung der Resilienz gegenüber Hitzeperioden.
- Entwicklung eines Risikomodells für die Projektregion als Basis für die Bewertung potenzieller Anpassungsmassnahmen.
- Es werden zwei Workshops als Grundlage für einen Massnahmenplan organisiert und durchgeführt.
- Aufgrund der Erkenntnisse aus den beiden Workshops wird der Massnahmenplan «Anpassung an Hitzeperioden» erstellt.
- Transfer-Workshop zur Vorstellung des Massnahmenplans zur Information der politischen Vertreter (Stadtrat und Gemeinderäte).
- Die Akteure werden durch Fachgespräche und Beratung dabei unterstützt, die Umsetzung der identifizierten Massnahmen zu initiieren.
Angestrebte Produkte
- Katalog mit Massnahmen zur Anpassung an Hitzewellen für die Stadt und Agglomeration Luzern (auf andere Regionen übertragbar).
- Workshop-Design zur Identifikation der relevanten Massnahmen bzw. der Unterstützung bei der Entwicklung von Klimaanpassungsstrategien (auf andere Regionen übertragbar).
- Quantitativ-räumliche Modellierung der als relevant, effektiv und umsetzbar identifizierten Massnahmen (Resultate nicht übertragbar, Methodik übertragbar).
- Entwurf eines Massnahmenplans «Anpassung an Hitzeperioden» für Stadt und Agglomeration Luzern.
|Vollständiger Projekttitel:

Klimaresiliente Agglomeration Luzern – Management von Hitzeperioden (A.08)
|Projektgebiet:

Stadt und Agglomeration Luzern
|Laufzeit:

Juni 2019 – März 2021
|Träger:
||seecon international gmbh, Institute for Environmental Decisions ETH Zürich|
|Begleitung:
||Bundesamt für Umwelt BAFU, Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS|
Letzte Änderung 25.07.2019