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«Depuis 1905», seit 1905, das steht auf jeder Flasche Henniez. Doch die Geschichte geht viel weiter zurück: Von den Kelten entdeckt, nutzten schon die Römer die Quelle, auf den Römer Ennius soll auch der Name des Dorfes Henniez zurückgehen. 1688 erbaute ein Arzt ein Kurhotel, und 1905 wurde die «Société des bains et eaux d’Henniez» gegründet, die erstmals eine Abfüllanlage für das Wasser der Quelle installierte.
Lange war Henniez einzig in der Romandie bekannt. Der Schritt über den Röstigraben gelang Henniez Lithinée, wie das Unternehmen unterdessen hiess, 1928 durch eine Partnerschaft mit der Mineralquelle Eglisau: Henniez war das erste Mineralwasser, das in der ganzen Schweiz kommerzialisiert wurde Das ist lange nicht die einzige Innovation, für die Henniez
Lithinée sorgte: Als erste Schweizer Marke brachte Henniez Ende der Fünfzigerjahre Mineralwasser ohne Kohlensäure auf den Markt und lancierte damit den Trend zum stillen Wasser.
Als erste Schweizer Marke verkaufte Henniez 1974 zusätzlich ein Wasser mit wenig Kohlensäure und differenzierte die Varianten durch rote, blaue und grüne Etiketten. Eine Strategie, die heute viele Marken anwenden.
1984 sorgte Henniez mit dem ersten Mineralwasser in rezyklierbaren PETFlaschen für eine Schweizer Première. Die Swissair war begeistert: pro Flug konnte sie dank des Fliegengewichts der PET-Flasche einen zahlenden Passagier mehr befördern.
Henniez – die meist konsumierte Marke der Schweizer Gastronomie
Übrigens: Der Erfolg von Henniez hatte in den Dreissigerjahren einen Trittbrettfahrer auf den Plan gerufen: Ein lokaler Unternehmer gründete mit einer anderen Quelle in Henniez eine Konkurrenzfirma. Während Henniez Lithinée 80% ihres Umsatzes in der Gastronomie macht und damit auch höhere Preise erzielt, fährt der Konkurrent mit einer Tiefpreisstrategie im Detailhandel lange gut, bis er finanzielle Probleme kriegt und 1978 von der Henniez-Originalfirma aufgekauft wird, die sich fortan «Sources Minérales Henniez» nennt.
Noch heute ist Henniez die meist konsumierte Marke in der Schweizer Gastronomie. Und lange Zeit bestellte man im Restaurant «ein Henniez», meinte aber nicht unbedingt das Wasser aus der Romandie, sondern irgendein Mineral. Henniez hat das Trinken von Mineralwasser in der Schweiz demokratisiert, schrieb das Westschweizer Wirtschaftsmagazin «Bilan» im Jahr 2014.
Kopf hinter dem durchschlagenden Erfolg von Henniez war Edgar Rouge, ein Familienunternehmer von altem Schrot und Korn. Die Diversifikation wurde für ihn zum Leitmotiv der Expansion: 1977 sicherte er sich die Schweizer Lizenz zur Produktion der Granini Fruchtsäfte, 1989 holte er mit Cristalp eine Mineralwassermarke aus den Walliser Bergen ins Portefeuille, und 1996 kamen die Fruchtsäfte von Hohes C hinzu.
Der unternehmerische Weitblick von Rouge war es auch, der 1991 zur Schaffung der Domäne von Henniez führte – 120 Hektaren Schutzgebiet im Umkreis der Quelle. Um ihre Qualität zu bewahren, pflanzte die Familie Rouge 70'000 Bäume. In der Schutzzone gilt für die Landwirtschaft zum Schutz der Wasserressourcen seit 1991 ein hartes Regime: null Pestizide, null Pflanzenschutzmittel, null Dünger.
Nestlé Waters übernimmt 2008 und baut das Naturschutz-Engagement aus
Anfang des neuen Jahrtausends übernehmen Edgar Rouges Söhne Pascal und Nicolas die Geschäfte der Familienfirma, bis sie diese auf den 1. Januar 2008 an Nestlé Waters verkaufen. Die neuen Besitzer lancieren kurz darauf das Programm ECO-Broye, um die bereits eingeleiteten Initiativen zum Schutz der Quellen und der natürlichen Ressourcen weiter zu konsolidieren und auf die gesamte Broye-Region auszudehnen. Es braucht zwei Jahre, um eine Zusammenarbeit mit allen wichtigen Akteuren der Region aufzugleisen. Heute schützt Nestlé Waters gemeinsam mit 70 Bauern, Behörden, der Wirtschaft und anderen Stakeholdern eine Fläche von 2‘400 Hektaren.
2016 eröffnet Nestlé Waters neben den Abfüllanlagen von Henniez die grösste landwirtschaftliche Biogasanlage der Schweiz als neues Kernstück des Projekts ECO-Broye. Die vom Stromversorger Groupe E Greenwatt finanzierte, erbaute und betriebene Anlage nutzt jährlich 23‘000 Tonnen Hofdünger von rund 30 Landwirtschaftsbetrieben der Region. Zusätzlich werden 3‘800 Tonnen organische Abfälle aus Produktion und Recycling
von Nespresso und Nescafé in der Region zu Biogas verarbeitet. Dieses wird in 4 Mio. kWh Strom und 4,5 Mio. kWh Wärme pro Jahr umgewandelt, was dem Bedarf von fast 1‘000 Haushalten entspricht. Zugleich wird die Ressource Wasser geschützt: Aus dem Prozess geht auch ein hochwertiger Biodünger hervor, den die beteiligten Bauern im Austausch für die Gülle erhalten, die sie nicht auf den Feldern ausbringen.
«Wir haben in Henniez enorm viel gelernt, insbesondere im Umgang mit der Natur und den beteiligten Akteuren», sagt Andrea Stoffel, Geschäftsleiter von Nestlé Waters Schweiz. «Wir haben das Umweltengagement unserer Vorgänger zum veritablen Modellprojekt ausgebaut. Mittlerweile ist ECOBroye innerhalb von Nestlé Waters international ein leuchtendes Beispiel für den Schutz der Wasserressourcen, welche wiederum die Grundlage unseres Lebens und auch unseres Geschäfts ist.»
Medienkontakt:
Meike Schmidt
026 668 68 34
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Nestlé ist der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern und das grösste Industrieunternehmen der Schweiz. Der Hauptsitz befindet sich in Vevey.
Nestlé stammt aus der Schweiz und hat immer starke und zukunftsweisende Marken hervorgebracht. Gross ist demzufolge die Anzahl der Marken, die den Schweizerinnen und Schweizern ganz besonders am Herzen liegen.
Marken wie Cailler und Thomy sind Teil unseres nationalen kulinarischen Erbes. Nescafé, Maggi und Nespresso sind weltweit bekannt. Und alle wurden in der Schweiz erfunden.
Wir bei Nestlé sind überzeugt, dass wir nicht nur für unsere Aktionäre, sondern auch für die gesamte Gesellschaft einen Mehrwert schaffen müssen, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Dies nennen wir gemeinsame Wertschöpfung.
Dabei handelt es sich nicht um eine wohltätige Idee, vielmehr wollen wir dadurch ein sozialverantwortliches Wachstum erzielen.
In der Schweiz wie auch in allen anderen Ländern, in denen Nestlé aktiv ist, bedeutet Wertschöpfung für unsere Aktionäre und unser Unternehmen auch Wertschöpfung für die Gemeinschaften, in denen wir tätig sind. Dies umfasst unsere Partner, die uns mit Rohstoffen versorgen, unsere Mitarbeiter und natürlich unsere Konsumenten. Um eine gemeinsame Wertschöpfung zu erreichen, müssen wir uns verantwortungsbewusst verhalten.
Wir müssen folglich sicherstellen, dass unsere Aktivitäten ökologisch nachhaltig, sozialverträglich und wirtschaftlich sinnvoll sind. Aus diesem Grund werden wir niemals unsere langfristige Geschäftsentwicklung kurzfristigen Gewinnen opfern.
|Nestlé Suisse S.A. (Firmenporträt)|
|Artikel '10 Jahre Henniez bei Nestlé Wa...' auf Swiss-Press.com|
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