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Tausende Anhänger haben am Samstag dem ermordeten pakistanischen «Vater» der afghanischen Taliban, Maulana Sami ul-Haq, die letzte Ehre erwiesen. Der 81-jährige sunnitische Geistliche war in seinem Haus in Rawalpindi nahe der Hauptstadt Islamabad erstochen worden.
Die Beisetzung, an der auch der Gouverneur der Provinz Khyber Pakhtunkhwa und zahlreiche andere Politiker sowie Geistliche teilnahmen, wurde direkt im Fernsehen übertragen. Die Hintergründe der Tat waren am Samstag noch unklar. Die Polizei untersuche noch den Tatort, berichtete der Sender Geo TV.
Ul-Haq hatte ein islamisches Seminar in der nordpakistanischen Stadt Noschera geleitet. Er hatte dort die meisten afghanischen Talibanführer einschliesslich des Milizgründers Mullah Omar ausgebildet.
Seinen Ruf als «Vater» der afghanischen Taliban verdankte er auch seinem grossen Einfluss auf die Organisation und der Achtung, die er als Chef einer Partei JUI-S genoss. Er wurde zweimal in den Senat, das Oberhaus des pakistanischen Parlaments, gewählt.
JUI-S war auch eine Verbündete der regierenden Tehreek-e-Insaf-Partei von Premierminister Imran Khan. Dieser verurteilte die Ermordung und ordnete eine Untersuchung an. (sda/dpa)