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Basel (?), 1. Hälfte 17. Jh.
wohl mit Ergänzungen um 1650
Nussbaumholz massiv
H. 157, L. 200, B. 162,5 cm
Inv. 1873.17.
Das prunkvolle Bett gelangte schon 1873 in die Sammlung und soll nach Familientradition aus dem Haushalt des Basler Bürgermeisters Johann Rudolf Wettstein (1594-1666) stammen. Es vertritt den Typus des pfostenlosen Bettes; ein Betthimmel musste also an der Wand oder an der Decke befestigt werden. Charakteristische Elemente sind das beherrschende Godronmotiv auf dem Bettrahmen und an den vorderen Füssen sowie das Federnmotiv in der seitlichen Rahmung des Kopfstücks. Beide Ornamentmotive entsprechen dem Repertoire der französischen Renaissance der Epoche Heinrichs II.; das königliche Sterbebett nach einem Stich von 1570 kann als Vergleichsbeispiel genannt werden. Die äussere Form des Wettsteinbetts weist also vor die Zeit des mutmasslichen Eigentümers zurück. Einzig der aus Knorpelwerk mit Masken und einer Kartusche mit männlicher Büste gebildete Aufsatz am Kopfende, mit dem die Bettstatt vielleicht auf Veranlassung des prominenten Baslers modisch aufgewertet wurde, lässt sich sicher in das 17. Jahrhundert datieren.