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Nasses Westwindwetter
Ein markantes Starkwindband (Jetstream) mit Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h kam heute über der Schweiz zu liegen, dies auf rund 9 km Höhe. In den tieferen Luftschichten nahmen die Winde dann allerdings rasch und deutlich ab. Trotzdem tobte auf den Bergspitzen ein Sturm, und auch im Flachland war der Wind oft deutlich zu spüren. Zudem erreichte eine Kaltfront unser Land und bescherte uns somit einen nassen und windigen Wochenstart.
Sturm in den Bergen
Auf rund 9 km Höhe betrug die Windgeschwindigkeit über dem Alpenraum mehr als 250 km/h. Solch ein starker Jet kann über der Schweiz nicht allzu häufig beobachtet werden.
Der Wind nahm jedoch zu den tieferen Luftschichten hin deutlich ab. Deshalb wurden an den Bergstationen nicht rekordverdächtige Windgeschwindigkeiten gemessen, obschon bei teils über 140 km/h (gemessen auf dem Col du Grand St-Bernard) sicherlich von einem starken Sturm gesprochen wird.
Starke Talwinde
Mit der einfliessenden Kaltluft ging ein deutlicher Druckanstieg einher, welcher sich von West nach Ost durchsetzte, einher. Somit wurden die Talwinde am Nachmittag kurzzeitig extrem verstärkt. Im Urner Reusstal blies der Talwind vorübergehend mit über 90 km/h, am Walensee wurde eine Böe von 84 km/h registriert.
Milder Start, inverser Tagesgang der Temperatur
Aufgrund des Windes und der damit verbundenen guten Durchmischung war es während der vergangenen Nacht recht mild. Die Tageshöchsttemperaturen von 10 bis 12.4°C (Basel) wurden dementsprechend noch während der Nacht erreicht. Mit der einfliessenden Kaltluft sanken die Temperaturen im Tagesverlauf zuerst. Bis die Sonne da und dort zum Vorschein kam, zeigte die Temperaturkurve also einen entgegengesetzten (inversen) Tagesgang. Gegen Osten hin ging es etwas länger, bis die Kaltluft eingeflossen war.
Am Nachmittag Rückseitenwetter
Am Nachmittag herrschte im Flachland der Alpennordseite Rückseitenwetter. Drei Wetterelemente waren augenfällig: Aufhellungen mit kurzem Sonnenschein, Schauer und böiger Wind. Die labile Kaltluft führte zu grösseren Quellwolken, vereinzelt entstanden sogar Gewitterwolken.
Den Bergen entlang blieb es auch am Nachmittag meist wolkenverhangen, und es regnete recht anhaltend. Die Schneefallgrenze sank von anfangs 1200 bis 1400 Meter im Laufe des Nachmittages auf rund 1000 Meter.
Schmelz- und Regenwasser in den Bächen
Mit den teils recht intensiven Niederschlägen, verbunden mit der relativ hoch liegenden Schneefallgrenze nimmt der Abfluss insbesondere an den Bächen in den Voralpen zu.
Untenstehend eine Bildercollage von D. Gerstgrasser: