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Die von der handelspolitischen Sprecherin der Fraktion, Anna Cavazzini, in Auftrag gegebene Untersuchung „Analysis of the agreement between the European Union and the Mercosur“ wurde vergangene veröffentlicht und kritisiert unter anderem das in der Übereinkunft enthaltene „nicht sanktionsbewährte“ Nachhaltigkeitskapitel.
Die im Juni vergangenen Jahres getroffene Einigung der Europäischen Union mit Brasilien, Argentinien sowie Paraguay und Uruguay marginalisiere die globale Bedeutung der Klimakrise. Beispielsweise würden kaum Antworten geliefert, wie das Pariser Abkommen eingehalten werden könne.
Auch die im übrigen Verhandlungstext dargelegten Handelsvereinbarungen stünden in eklatantem Widerspruch zu den internationalen Klimazielen. Die Studie kritisiert zudem, dass ein Inkrafttreten des Abkommens eine nicht nachhaltige und unausgewogene Beziehung zwischen den beiden Wirtschaftsblöcken verfestigen und vertiefen würde.
Der Agrarsprecher der Fraktion der Grünen/EFA, Martin Häusling, monierte, dass besonders die europäische klima- und umweltfreundliche Weidehaltung durch südamerikanische Rindfleischimporte unter Druck gerate. Zudem gab er zu bedenken, dass der Green Deal und das Bestreben der Europäischen Kommission zum Klimaschutz nur dann wirklich ernst genommen werden könnten, wenn diese sich auch in der Ausgestaltung der europäischen Agrarpolitik und der europäischen Handelspolitik wiederfinden würden.
Der Vorstandsvorsitzende vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, schlug in dieselbe Kerbe. Er forderte, dass „Standards entweder global für alle geregelt werden, oder Schutzmechanismen für Regionen geschaffen werden müssen, die höhere Standards wollen“.