Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03134.jsonl.gz/550

Kommunikation
Jede Kommunikation als Dialog besteht aus einem "Sender" und einem "Empfänger". Der Sender möchte dem Empfänger Nachrichten mitteilen und möchte auch, dass sie gehört und verstanden werden.
Der Empfänger möchte zuhören und verstehen was der Sender mitteilt. Beide haben jedoch ihre Filter und ihre versteckten Botschaften. Die Filter entwickeln sich aufgrund von äusseren Einflüssen, wie z.B. Herkunftsmilieu, Vorbilder oder Idealfiguren und von inneren Einflüssen, wie z.B. eigene momentane Befindlichkeit, eigene Vorstellungen und Erwartungen oder eigene Denkmuster. Ist man sich deren Filter und deren Filterwirkung (sogenannte Interpretationen oder Deutungen) nicht bewusst, können Ursachen für Missverständnisse in der verbalen und nonverbalen Kommunikation darin gesucht werden.
Sender:
Der Sender hat darauf zu achten, dass er eine klare, deutliche und eindeutige Botschaft aussendet. Es ist auch in seinem Interesse darauf zu schauen, dass er gehört wird. Indem er schon früh seine Gedankengänge und Überlegungen mitteilt, gibt er seinem Gegenüber die besten Chancen ihn zu verstehen.
Empfänger:
Die Aufgabe des Empfängers ist zuzuhören. "Aktives Zuhören" bedeutet bewusst hinzuhören und über das Verstandene eine Rückmeldung zu geben. So kann der Sender auch etwas über die Filter auch Interpretationsraster des Gegenüber erfahren und seine Botschaft entsprechend neu formulieren.
Regeln für den Sender:
Anstatt "Du"-Botschaften sollte der Sender sich bemühen seine Mitteilungen in "Ich"-Botschaften (seine Bedürfnisse, seine Gefühle, seine Gedanken und seine Befindlichkeit) zu übermitteln. Anstatt Pauschalisierungen und Verallgemeinerungen (Formulierungen wie: man sollte…) sollten klare Wünsche und eindeutige Adressaten genannt werden (ich möchte von Dir…) Modalität und Intensität des Ausdrucks liegt im Interesse und der Verantwortlichkeit des Senders.
Regeln für den Empfänger:
Der Empfänger sollte sich seiner Filter (z.B. Abwehr von Vorwürfen) und seinen Prägungsmustern bewusst sein. Genaues Hinhören und entsprechende Rückmeldung geben, sind dessen Hauptregeln. Das Feedback sollte ebenso auch in "Ich"-Botschaften erfolgen, als auch das, was die gesendete Botschaft emotional und kognitiv ausgelöst hat. Urteilende bzw. schuldzuweisende Botschaften sind Teile des Filter- und Abwehrsystems und sollten nicht angewandt werden.