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Die Mitgliedsländer der ISO (International Organization for Standardization) haben eine neue Norm zur Wassernutzung erarbeitet. Die Norm legt fest, was in die Berechnung eines «Wasser-Fussabdrucks» einfliessen muss. Mehrere Schweizer Bundesämter haben an der neuen Norm mitgearbeitet.
Während fünf Jahren haben die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, das Bundesamt für Umwelt und das Bundesamt für Landwirtschaft die Arbeiten für eine neue Norm unterstützt, dank der sich die Wassernutzung weltweit nach einheitlichen Kriterien erheben lässt. Die neue Norm soll dazu beitragen, die Auswirkungen der Wassernutzung zu erkennen und Massnahmen zur effizienteren Nutzung von Wasser umzusetzen, wie der Bund in einer Medienmitteilung schreibt. Die ISO-Norm mit der Nummer ISO 14046 zur Erhebung des «Wasser-Fussabdrucks» wurde im Sommer 2014 von den Mitgliedsländern der ISO verabschiedet und kürzlich auf der Weltwasserwoche in Stockholm einem breiten Publikum vorgestellt.
140 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee
Bei der Berechnung des Wasserverbrauchs für eine Tasse Kaffee z.B. wird einerseits ermittelt, wie viel Wasser für die Herstellung des Kaffees benötigt wird; andererseits werden aber auch die Produktionsbedingungen und die Wasserqualität einbezogen.
Hinter dem Genuss einer Tasse Kaffee stehen ungefähr 140 Liter Wasser: So viel Wasser wird verbraucht, um die Tasse und den Kaffee zu produzieren. «Unternehmen und Institutionen können ihre Wassernutzung einheitlicher berechnen und entsprechende Massnahmen zur Effizienzsteigerung in der Nutzung ableiten» schreibt die Bundesverwaltung.