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Die Verunreinigung des Wassers
|Fachrichtung: Sanitär|

Die in der
Natur zur Verfügung stehenden Wasser sind keinesfalls rein, sondern mit
Begleitstoffen verschiedener Art durchsetzt, vornehmlich in Form von
gelösten Salzen. Dem reinen Wasser am nächsten kommt das Regenwasser.
Aber dieses nimmt aus der Luft Kohlensäure und Sauerstoff auf und wird
dadurch aggressiv. Durch seinen Gehalt an Kohlensäure ist es in der
Lage, beim Durchgang durch die Erdschichten Bestandteile bis zur echten
Lösung auf- zunehmen. Je nach den Bodenverhältnissen sind diese Bestand-
teile sehr verschiedenartig und damit auch die Eigenschaften der
natürlichen Wässer. Aus diesem Grunde ist eine einheitliche
Behandlungsweise in der Aufbereitung nicht möglich.

Grobdisperse Stoffe
Grobdisperse Stoffe sind Verunreinigungen in der Grössenordnung > 1 µm (1 Mikrometer), die mit dem Auge wahrnehmbar sind. Hierunter fallen die Schwimm-, Schwebe- und Sinkstoffe.
Kolloiddisperse Stoffe
Kolloidale Verunreinigungen sind mit dem Auge nicht erkennbar. Man spricht deshalb auch von Scheinlösungen. Die Teilchengrösse liegt bei< 1 µm, wobei zu beachten ist, dass die verschiedenen Stoffsysteme in den angegebenen Grössenordnungen nicht klar voneinander getrennt sind, sondern ineinander übergehen. Kolloiddisperse Stoffe sind nicht oder nur unvollkommen in den üblichen Filtern abscheidbar. Es muss daher sehr oft eine Flockung vorge- nommen werden.
Flockung
Dem Wasser werden geringe Mengen von Eisenchlorid, Aluminiumsulfat oder Natriumlaminat (Flockungs- oder Fällungsmittel) zugesetzt. Diese Salze bilden in Reaktion mit der Karbonathärte Flocken von Eisenhydroxid oder Aluminiumhydroxid, welche organische Substanzen einschliessen bzw. absorbieren und somit filtrierfähig machen.
Schutz-Kolloide
Hierunter versteht man Kolloide, welche die Eigenschaft haben, andere Stoffteilchen in der Flüssigkeit zu umhüllen und sie damit ihrer Reaktionstätigkeit zu entziehen. Diese Art der Kolloide wirken sich erschwerend in der Wasseraufbereitung aus.
Molekulardisperse Stoffe
Molekulardisperse Stoffe sind nur ultramikroskopisch erkennbar. Hierunter fallen alle dissoziierten Ionen und assoziierten Moleküle, wie z.B. die Härtebildner sowie die Salze des Natriums und Kaliums. Lösungen mit molekulardispersen Stoffen sind vollkommen klar, man spricht deshalb von echten Lösungen. Auch Gase, wie Sauerstoff, Kohlensäure und Stickstoff, können sich im Wasser entsprechend ihrer Absorptions-Koeffizienten lösen. Die gelöste Menge ist abhängig vom Partialdruck, Temperatur sowie der Art der Gase.