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Eine Auswertung wissenschaftlicher Untersuchungen hat gezeigt, dass negative Einstellungen gegenüber Ausländerinnen und Ausländern tatsächlich durch persönliche Kontakte abgebaut werden können.
Allerdings können diese auch kontraproduktiv sein. Interkulturelle Begegnungen sind kein Allheilmittel und dürfen nicht naiv angegangen werden.
Folgende Bedingungen sind auf jeden Fall zu beachten:
- Die beteiligten Personen sollten möglichst denselben ökonomischen und sozialen Status haben.
- Die Gruppen, welchen die interagierenden Individuen angehören, sollten denselben rechtlichen Status haben und auch so behandelt werden.
- Die beteiligten Personen sollten nicht in einem Konkurrenzverhältnis stehen oder unterschiedliche Interessen bzw. Werte vertreten.
- Die beteiligten Personen sollten gemeinsame Ziele verfolgen.
- Die gegenseitigen Einstellungen in der Ausgangssituation sollten nicht zu negativ sein.
- Die beteiligten Personen sollten sich nicht in einer unangenehmen, angespannten oder frustrierenden Situation begegnen.
- Die Kontakte sollten eng und nicht oberflächlich sein.
(Zusammengestellt aus: Jörg Stolz, «Soziologie der Fremdenfeindlichkeit», Frankfurt am Main, Campus Verlag, 2000. S. 251ff.)