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Spanien ist wieder Europameister
Der Pokal bleibt nochmals für vier Jahre in Spanien. (Keystone)
Spanien schrieb in Polen und der Ukraine Geschichte in doppeltem Sinn: Noch nie gelang es einer Nation, den EM-Titel zu verteidigen, geschweige denn, drei Triumphe an grossen Turnieren in Serie zu feiern. Was mit dem 2. EM-Titel 2008 in der Schweiz und Österreich begann, mit dem WM-Titel 2010 in Südafrika seine Fortsetzung fand, erreichte heuer mit der erfolgreichen Titelverteidigung den vorläufigen Höhepunkt.
Mit Deutschland gleichgezogen
Die Iberer ziehen dank ihrem 3. EM-Titel nach 1964 und 2008 mit dem bisherigen Rekordhalter Deutschland gleich, das 1972, 1980 und 1996 an einer EM triumphieren konnte.
Frühe Weichenstellung
Das Team von Vicente del Bosque hatte die Weichen schon früh auf Sieg gestellt. David Silva verwertete nach einer Viertelstunde eine perfekte Flanke von Cesc Fabregas per Kopf zum 1:0. Andres Iniesta hatte magistral vorbereitet. In der 41. Minute bewies Xavi seine Genialität mit einem Laserpass auf Aussenverteidiger Jordi Alba, der an Gianluigi Buffon vorbei zum 2:0 einschieben konnte. Es war das Länderspiel-Tor des Valencia-Verteidigers.
Italien fand kein Mittel
Bis zu diesem Zeitpunkt agierte der Europameister souverän und liess Italien, dass sich vor der Pause mehr Ballbesitz erspielt hatte, nur bei Standardsituationen und Weitschüssen gefährlich werden. «Azzurri»-Stürmer Mario Balotelli, der Italien im Halbfinal beim 2:1 gegen Deutschland noch mit einem Doppelpack in den Final geschossen hatte, war praktisch inexistent.
Die grösste Chance für das Team von Cesare Prandelli hatte in der 50. Minute Stürmer Antonio Di Natale. Sein Schuss war aber zu direkt auf Goalie Iker Casillas gezielt, der die Kugel wegfausten konnte.
Kein Glück, dafür Verletzungspech
Dass es keinen azurblauen Abend geben würde, deutete sich schon in der 21. Minute an, als Verteidiger Giorgio Chiellini wegen einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste. In der 63. Minute musste auch der zuvor eingewechselte Thiago Motta mit der Trage vom Feld gebracht werden. Da Italien-Coach Cesare Prandelli zu diesem Zeitpunkt sein Wechselkontingent bereits aufgebraucht hatte, musste die «Squadra azzurra» die Partie zu zehnt beenden.
An eine Aufholjagd war aus Sicht der Weltmeister von 2006 also nicht mehr zu denken. Die Spanier ihrerseits verlagerten sich darauf, die Partie sicher nach Hause zu bringen. Die eingewechselten Fernando Torres mit seinem 3. Turnier-Treffer und Juan Mata setzten mit ihren Toren zum 4:0 den Schlusspunkt unter einen absolut verdienten und geschichtsträchtigen spanischen Erfolg. (sf, saua)
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