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Johann Jakob Röttinger aus Nürnberg etablierte das Zürcher Atelier ab 1848 als "Wiege berühmter Glasmaler" und initiierte damit den Kulturtransfer zwischen der Schweiz und seiner deutschen Heimat. Die mittlere Grösse des Ateliers mit max. 10 Mitarbeitern, die gute Arbeitsleistung mit Handschlagqualität, Röttingers persönliches Charisma und nicht zuletzt die Tatsache, dass es im Raum Zürich zu dieser Zeit keine unmittelbare Konkurrenz gab, machten den Erfolg der Werkstatt aus. Nach dem Tod des Werkstattgründers 1877 musste die Werkstatt an Karl Wehrli verkauft werden und konnte 1887 von den Söhnen Jakob Georg (Glasmaler) und Heinrich (Kaufmann) wieder eröffnet und weitergeführt werden.
Scheiwiller, S. L. E. (2014). "...gemäß den Regeln und Gesetzen der Ästhetik und der christlichen Kunst..." Johann Jakob Röttinger: Ein Glasmalerpionier im Dienste des Historismus (Publications du Vitrocentre Romont 2014). Bern: Peter Lang.