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Fettstoffwechselstörung und Fettleber
Fettstoffwechselstörung
Vor allem in den westlichen Ländern kann man bei immer mehr Menschen erhöhte Mengen an Fetten - Triglyzeride und Cholesterin - im Blut nachweisen. Sie gelten als ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose und damit für eine Vielzahl von lebensgefährlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Fettstoffwechselstörungen sind das Ergebnis einer über Jahre andauernden Überfrachtung von Zucker und 'schlechten' Kohlenhydraten. Zu wenig Bewegung und falsches Essen sind in 98 Prozent der Fälle die Hauptursache für ihre Entstehung.
Hyperinsulinämie und Hyperglykämie verursachen die sogenannte Insulinresistenz. Das bedeutet, dass Kohlenhydrate und Zucker nicht mehr richtig verwertet werden, da die Bindestellen für Insulin an den Zellen ihre Empfindlichkeit verlieren. (siehe Insulinresistenz) So ist die Leber gezwungen Zucker und schlechte Kohlenhydrate in Fett umzuwandeln. Der 'Leberstress' wiederspiegelt sich in hohen Leberwerten, steigendem schlechtem Cholesterin und hohen Triglyzeridwerten. Im Körper entstehen über diesen Mechanismus generalisierte Entzündungen, die lange Zeit verdeckt, das heisst im Blutbild schlecht zu entdecken sind. Sie schädigen das Gehirn, die Nerven, die Blutgefässe, das Herz, die Nieren, die Augen, die Knochen und die Muskeln. Muskelschmerzen, Fibromyalgie, Muskelschwäche und Gelenkbeschwerden sind über Energiehaushaltsstörungen häufig Frühsymptome und Ausläufer dieser Stoffwechselentgleisung. Die Leber, unser wichtigstes Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan, verliert nach und nach seine Funktion - in gravierenden Fällen entsteht Leberkrebs.
Fettleber (nicht alkoholisch)
Fettleber ist die neue Volkskrankheit! 30 bis 40% der Erwachsenen haben sie. Doch die wenigsten ahnen es. Sie schmerzt nicht und macht sich auch sonst nicht bemerkbar. Sie liegt vor, wenn mehr als 5 Prozent des Lebergewichts aus Fetteinlagerungen besteht. Nichtalkoholisch deshalb, weil sie nicht durch einen erhöhten Alkoholkonsum entsteht.
Das geeignete Training
Regelmässige körperliche Aktivität trägt zu einer Normalisierung der Blutfettprofile bei. In erster Linie kann durch eine Änderung des Lebensstils - mehr Bewegung und zucker- bzw. kohlenhydratarme Ernährung (Low Carb) - dem Leberstress und somit der Stoffwechselentgleisung entgegen gewirkt werden. Dabei hat sich ein Ausdauertraining von mittlerer bis hoher Intensität (Intervall) tendenziell als wirksamer erwiesen, als ein Training mit geringerer Belastung.
Eine erfolgreiche Lösung liegt in einer Umstellung auf eine natürliche Ernährung: Weg mit schlechten Kohlenhydraten! Zucker, Weissmehl, Pizza, Nudeln, Brot, Süssgetränke und Früchte mit einem hohen Glucose-Anteil sollten stark reduziert werden. Dies gilt vor allen Dingen nach 18.00 Uhr. Die gute Nachricht lautet: Der entgleiste Stoffwechsel kann durch konsequente Ernährung in Kombination mit Bewegung wieder gesunden!