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Das Coppola-Imperium steht in Flammen. Im Alter von 79 Jahren, nach dem Wein und den Hotels, entschied sich Francis Ford Coppola, sich von nun an den Drogen zu widmen. Aber sanftmütig. Und prestigeträchtig. Eine hochwertige Bio-Mary-Jane, die von Johnny Deim und Brett Todaroff, den Chefs der Sána Company LLC, liebevoll unter der Sonne der amerikanischen Westküste angebaut wird. Coppolas Gras, das mit einer Pfeife in einer weinflaschenförmigen Schachtel geliefert wird und mit einem vom Ex-Papst von New Hollywood eigens signierten Etikett versehen ist, ist für 100 Dollar das Gramm zu haben. Wir haben es hier also mit einem Luxusprodukt zu tun, und das ist überhaupt nicht so überraschend, wie es zunächst scheinen mag. Nach der Legalisierung von Cannabis für den Freizeitgebrauch in Kalifornien im Januar 2018 wuchs sein Markt rasch an. Man beschafft sich die Drogen jetzt nicht mehr um Mitternacht auf den Parkplätzen von Costco bei UberFahrern, die als Gelegenheitsdealer arbeiten, sondern am helllichten Tag in Boutiquen mit Schaufenstern. Und natürlich hat sich der Konsum auch selbst verändert. Weitgehend von einer Industrie ausgestattet, die die Gelegenheit beim Schopf zu packen vermag, wird das Haschisch jetzt aus Kisten aus Nussbaumholz konsumiert, in Papier mit handgefertigten Luxus-Logos aus Kanada gewickelt oder durch E-Zigaretten aus 18 Karat Roségold made in L.A. und in Pantoffeln von Stubbs & Wootton mit einem Cannabis-Motiv an den Füssen inhaliert. Und alles während Sie «Apocalypse Now» schauen, ohne aber das erste Viertel der drei Stunden und sechsunddreissig Minuten der langen Version zu überschreiten, da, wie Sie wissen, wer raucht, der isst zu viel und schläft früh. Und das Phänomen könnte bald weit über die Grenzen des Golden State hinausgehen. Laut einem anderen Filmemacher, Michael Moore, werden die Demokraten die nächste Präsidentschaftswahl gewinnen, indem sie Marihuana überall legalisieren wollen, vor allem aber in den Swing States (Staaten, die vom republikanischen Lager in das demokratische Lager wechseln können). Hier sind wir nur ein paar Schritte beziehungsweise Züge davon entfernt, uns vorzustellen, wie der zukünftige Präsident der Vereinigten Staaten, Francis Ford Coppola, einen Joint im Hermès-Aschenbecher des Oval Office ausdrückt, während er das Hanf von seinem Dior-Smoking abwischt.
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RICHARD CORKERY/NY DAILY NEWS ARCHIVE via GETTY IMAGES