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Iqbal Khan, der 46-jährige schweizerisch-pakistanische Doppelbürger, gehört zu den besten Vermögensverwaltern seiner Generation. Und zweifellos zu den ambitioniertesten. Legendär ist sein Spruch in einer Townhall, der Begeisterung auslöste: «Wir sind die Truppe, die in der Bank die Glühbirnen (‹bulbs›) von der Decke holt.» Ein flotter Spruch eines Machers, der auch seinem damaligen Chef, CS-Chef Tidjane Thiam, zu Ohren kam. Und gar nicht passte. Bald darauf entbrannte ein Machtkampf zwischen den beiden Alphatieren; er endete, als Khan 2019 die Credit Suisse verliess und beim Erzrivalen UBS anheuerte. Dort leitet er seither – zusammen mit Tom Naratil – die globale Vermögensverwaltung, den Haupttresor der Grossbank.
Nun tritt Naratil zurück, Khan wird allein den ganzen Tresor übernehmen, wie die Grossbank am Dienstagabend in einer Mitteilung bestätigt. Es ist ein überfälliger Schritt, der zu mehr Effizienz führt und mehr Dynamik. Khan wird zum Super-Chef im globalen Wealth Management und wird zum Rainmaker in der Bank, der alljährlich Milliardengewinne liefern soll. Damit wird auch ein alter Kampf neu lanciert: jener zwischen Iqbal Khan von der UBS und seinem Pendant beim alten Arbeitgeber Credit Suisse, Francesco De Ferrari. Man kennt sich: Beide sassen einst in der CS-Konzernzentrale. Jetzt sind sie Konkurrenten, die um die Gunst der Millionäre und Milliardäre kämpfen.