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Red. / 16. Feb 2014 -
Innerhalb der 1 Prozent Superreichen in den USA wird der Unterschied immer grösser. Die Super-super-Reichen werden ständig reicher.
Die realen, also kaufkraftbereinigten Arbeits- und Kapitaleinkommen der 0,01 Prozent reichsten US-Haushalte sind seit den 80er Jahren explodiert – viel stärker als die Einkommen der nächsthöchsten 0,1 Prozent (blau) und 1 Prozent (rot) der Bevölkerung.
Die braune Linie zeigt die Entwicklung der realen Einkommen von 90 Prozent der Bevölkerung von 1913 bis 2012.
Auch innerhalb der 1 Prozent Superreichen herrscht also eine Klassengesellschaft. Die Statistik stammt von der «World Top Incomes Database», die Steuerdaten auswertet. Autoren sind Facundo Alvaredo, Tony Atkinson, Thomas Piketty and Emmanuel Saez.
16'000 Haushalte verdienen im Schnitt über 30 Millionen
Die Grafik zeigt, dass die obersten 0,01 Prozent (grüne Linie) heute im Durchschnitt über 30 Millionen Dollar verdienen. Es handelt sich um 16'000 Haushalte. Diese verdienen damit etwa 30-mal so viel wie der Durschschnitt der reichsten 1 Prozent der Haushalte.
Die Einkommensschere zwischen diesen 16'000 Super-super-Reichen und dem Rest der 1 Prozent Superreichen hat seit 1980 gewaltig zugenommen. Die obersten 0,01 Prozent der Haushalte verdienen heute rund 1000x mehr als der Durchschnitt der 90 Prozent «unteren» Haushalte. 1970 waren es noch 120x mehr.
Ein Grund sind die explodierenden Einkommen der Konzernchefs und Verwaltungsräte, schreibt die New York Times. Ein grösserer Teil dieser Super-Einkommen besteht aus Aktien und andern Wertanlagen, die viel tiefer besteuert werden als normale Gehälter.
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Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
Wer ist R.L. Kann uns da die Redaktion von Infosperber aufklären? Besten Dank!
Beda Düggelin, am 16. Februar 2014 um 12:38 Uhr
Das Kürzel R.L. benutzen wir, wenn keine Eigenleistung des Autors oder der Autorin vorliegt. Im diesem Fall haben wir nur die Auswertung der New York Times der «World Top Incomes Database» zusammengefasst. Die Quellen sind angegeben und verlinkt, so dass man die Originalquellen konsultieren kann. Namen von Autoren oder Autorinnen machen dann einen Sinn, wenn sie selber etwas zum Inhalt beigetragen oder diesen kommentiert haben. Wir wollen uns nicht mit fremden Federn schmücken.
Urs P. Gasche, am 16. Februar 2014 um 13:00 Uhr
Danke Urs Gasche für diese Erklärung. Allerdings meine ich, und dies sage ich als FDP-Mitglied, sollten wir uns nicht um die Spitze sondern um das Fundament des Eisberges kümmern, dies wäre bedeutend aufschlussreicher. Die Einkommens-unterschiede werden immer grösser, nicht nur im obersten Segment! Ich habe vor nicht allzu langer Zeit einen Leserbrief in der NZZ verfasst, der veröffentlicht wurde, aber leider offenbar wenig Beachtung gefunden hat. Dies zeigt, wie oberflächlich solche Studien sind. Tiefer graben ist angesagt! Auch die «Titanic» und ihre Kapitäne haben den Eisberg nicht wahrgenommen!
Beda Düggelin, am 16. Februar 2014 um 14:05 Uhr
«Konzern- und Bandenchefs» - falls es nicht ein Verschreiber war, eine geniale Formulierung! Die im Artikel erwähnte Unterschiede können nicht überraschen, wenn man sich auch nur oberflächlich mit fraktaler Geometrie beschäftigt. Sie könnten auch die obersten 0.001 % analysieren und kämen auf interessante Unterschiede. Nichts ist so homogen, wie die Statistiken uns weismachen wollen.
Und dennoch trifft die Analyse einen Nerv: fragen Sie doch beliebige dieser Bonzen, die ein Millioneneinkommen nach Hause bringen, ob sie nicht unverschämt viel kassieren und sie werden darauf hinweisen, dass es andere gibt, die noch mehr bekommen. («Verdienen» dünkt mich hier nicht passend)
Remo Matti, am 16. Februar 2014 um 17:03 Uhr
Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank, sagte weiland schon Bertold Brecht!
Beda Düggelin, am 16. Februar 2014 um 17:28 Uhr
@Remo Matti. Das war dieses verflixte Autokorrekturprogramm. Der NSA kann es nicht gewesen sein, denn er hätte bei US-Managern nicht von «Banden» gesprochen :–))
Die Ungerechtigkeit ist die Ursache allen Übels. Es ist Systemimmanent, es fehlen die Gesetze welche diesen Raubtierkapitalismus verhindern. Diese Gesetze werden nicht gemacht, weil die Raubtierkapitalisten diese Gesetzte selber machen, oder sich die Legislative kaufen wo und wann sie wollen. Inzwischen ist geschichtshystorisch bewiesen, was lange geleugnet wurde. So manchem Kriege wurde von der Hochfinanz Vorschub geleistet, weil die Hochfinanz die Medikamente und die Waffen schon Jahre vorher zu produzieren begann, diese an beide Parteien verkaufte, und das grosse Geschäft machte. Bei keinem Krieg gibt es einen Sieger bis auf eine Partei, Quo Bonum, wem nützt es, es nützte immer der Hochfinanz. Man beobachte einfach den Geldfluss, der immer nach Oben fliesst. Die Hochfinanz kann heute jeden kaufen in jeder Position. Ob Richter, Polizist oder Politiker oder Militär. Je grösser die sozialen Unterschiede, die existentielle Not, desto eher werden die Menschen käuflich. Ab 2 Millionen, was für die Hochfinanz ein paar Rappen sind, werden die meisten nachgiebig. Ein Bundestagsabgeordneter kostet vielleicht mehr, 10 Millionen und ein Haus in Florida, plus einen Doktortitel für den Sohn. Bei der Existenzangst wird fast jeder käuflich, die anderen kann man Liquidieren. (Siehe Buch: Die Schweiz wäscht weisser, oder Wir lassen sie verhungern, von Jean Ziegler.) Ich würde gerne schöneres Schreiben, doch es gilt der Wahrheit in die Augen zu sehen.
Beatus Gubler, am 18. Februar 2014 um 15:25 Uhr
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