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Nach Eröffnung des Gefässes haben sich die Wandbewegungsstörungen innert weniger Wochen fast vollständig erholt.
Die Koronare Herzkrankheit ist die häufigste erworbene Herzerkrankung. Der Kardiologe sucht sie aktiv und versucht durch Edukation und Medikamente die bestehenden Risikofaktoren patientenspezifisch anzusprechen und zu reduzieren.
Die koronare Herzkrankheit ist die häufigste Todesursache in Europa und den USA. Während früher ein Herzinfarkt mit einer mehrwöchigen Bettruhe behandelt wurde, haben wir heute sehr gute Medikamente und vor allem mit der Koronarangiographie und der perkutanen Intervention die Möglichkeit, bei schnellem Eingreifen das Absterben des Herzmuskels durch Wiedereröffnung des verschlossenen Gefässes zu verhindern. Wichtig ist es daher, dass bei Verdacht auf einen Herzinfarkt schnell reagiert wird und sich der Patient schnell bei seinem Arzt oder einem Kardiologen meldet. Je nach Beschreibung der Symptome wird dieser den Patienten zuerst sehen wollen oder ihn direkt an eine Klinik verweisen.
Mittels der Echokardiographie kann bei Patienten mit Schmerzen auf der Brust ein Gefässverschluss indirekt erkannt werden, weil die Minderdurchblutung eines Bereiches der Herzwand zur Bewegungsstörungen in diesem Bereich führt.
Im Bild links sehen Sie einen Kurzachsenschnitt (das Herz im Querschnitt). im oberen Bildereich (Pfeile) erkenne Sie auf dem Video (aufs Bild klicken), dass sich die Vorderwand kaum bewegt und nicht verdickt, während sich die Hinterwand deutlich verdickt und ins Zentrum bewegt. Das rechte Blid zeigt das Herz von der Spitze aus (oben im Bild) und auch hier bewegt sich die mittlere und apikale Vorderwand kaum. Dieser Bereich ist akut infarziert, der RIVA, das meist wichtigste Gefäss des Herzens ist auf mittlerer Höhe verschlossen.
Dies konnte mit einer Koronarangiographie nachgewiesen werden und das Gefäss wurde mit einem Ballon dilatiert. Im Bild unten sehen Sie die Bilder der Angiographie vor und nach der Dilatation. Klicken Sie auf das Bild um eine grössere Version zu sehen. Klicken Sie hier um den genauen Ablauf der PTCA demonstriert zu bekommen.
Nach Eröffnung des Gefässes haben sich die Wandbewegungsstörungen innert weniger Wochen fast vollständig erholt.
Eine Komplikation nach einem Herzinfarkt mit verbleibenden Bewegungsstörungen des Myokards sind Thromben. Am häufigsten bilden sich im Bereich der sich nach einem Infarkt nicht mehr bewegenden Herzspitze Blutgerinnsel welche an der Wand anhaften. Durch den Einsatz von Medikamenten welche die Blutgerinnung hemmen können diese in der Regel wieder aufgelöst werden. Die unten gezeigten Abbildungen zeigen eine native echokardiographische Aufnahme eines Thrombus in der Herzspitze. Besser erkennbar wird dieser durch den Einsatz von Kontrastmittel (Sonovue (R)).
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