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Irma Ionescu ist 89 Jahre alt. In St. Gallen führt sie seit 17 Jahren ein Bed and Breakfast im Haus Orion im Osten der Stadt. Das Haus hat sie von ihrer Grossmutter geerbt. Ans Aufhören denkt Irma Ionescu nicht: «Ich will doch arbeiten. Sonst ist es mir langweilig und ich müsste mich hinsetzen.»
Ich will doch arbeiten. Sonst ist es mir langweilig und ich müsste mich hinsetzen.
Irma Ionescu hat ihr ganzes Leben gearbeitet. 1929 ist sie in Uzwil auf die Welt gekommen, hat dort eine Ausbildung als Schneiderin gemacht. Mit 20 Jahren ging sie nach Paris, bildete sich weiter und lernte dort ihren Mann kennen. In Paris kamen dann auch ihre fünf Kinder zur Welt. Zurück in der Schweiz gründete sie in den 70er-Jahren in Zürich eine eigene Nähschule, arbeitete sich hoch. Eigentlich, so die 89-Jährige, hätte es ihr in Zürich gefallen. Aber: Da war in St. Gallen dieses Haus Orion, das es ihr angetan hatte.
Mit 71 Jahren Bed and Breakfast eröffnet
Also beschloss Irma Ionescu nach St. Gallen zurückzukehren. Mit 71 Jahren eröffnete sie das Bed and Breakfast im Haus Orion. Auf drei Stockwerken sind drei Wohnungen verteilt, mit Zimmern, einer gemeinsamen Küche, gemeinsamem Bad und Wohnzimmer. Die Gäste kämen aus aller Welt: Ärzte, Studenten, Gastarbeiter, Touristen.
Also 100 Jahre alt möchte ich schon noch werden.
Sie geniesst es, ihre Gäste zu bewirten. Das Frühstück gibt es in ihrer Küche. Solange sie gesund sei, werde sie weiterarbeiten, sagt Irma Ionescu. Für die Zukunft hat sie einen Wunsch: «Also 100 Jahre alt möchte ich schon noch werden.»