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Blaseninfektion
Was ist das Problem?
Eine der durch diese Bakterien verursachten Harnwegsinfektionen, bei denen Escherichia coli am häufigsten vorkommt, ist die Blasenentzündung (Zystitis). Die Symptome sind in der Regel ein häufigerer Harndrang (Pollakisurie), der von Schmerzen beim Wasserlassen (Brennen beim Wasserlassen, Dysurie) begleitet wird. Auch Schmerzen im unteren Beckenbereich können auftreten. Der Urin sieht trüb aus (Eiter) und ist gefärbt (Blut). Eine Blasenentzündung wird normalerweise mit Antibiotika behandelt, kann aber mehrmals im Jahr wiederkehren. Man spricht dann von einer wiederkehrenden Zystitis. Unbehandelt kann sich die Infektion auf die Nieren ausbreiten.
Was sind die Ursachen dafür?
In den Wechseljahren wird weniger Östrogen produziert. Die Folge: Die Schleimhäute im Urogenitalbereich werden dünner, trockener und empfindlicher. Die Harnröhre, der Kanal, der die Blase mit der äusseren Öffnung (dem Meatus urethrae) verbindet, ist bei Frauen bereits besonders kurz. Da sie nun empfindlicher ist, können Bakterien leichter in die Harnröhre gelangen und die Blase besiedeln.
Was sind verfügbare Lösungsansätze?
Einige einfache Praktiken können helfen, Blaseninfektionen in Schach zu halten. Die erste besteht darin, dafür zu sorgen, dass tagsüber viel getrunken wird – mindestens zwei Liter pro Tag. Die zweite besteht darin, sich nach dem Toilettengang von vorne nach hinten abzuwischen, um die Verbreitung von Bakterien zu verhindern. Auch das Entleeren der Blase nach dem Geschlechtsverkehr kann dazu beitragen, das Risiko einer Blaseninfektion zu verringern.
Bei einer Infektion ist viel Trinken zum Ausspülen der Bakterien aus der Blase wichtig. Cranberrysaft ist das bekannteste Getränk zur Bekämpfung von Harnwegsinfektionen. Die Antioxidantien der Cranberry verhindern, dass sich Bakterien aus dem Verdauungstrakt in den Harnwegen festsetzen. Sie verhindern, dass sich diese Bakterien in der Blase vermehren und beugen so Harnwegsinfektionen vor – manchmal reicht schon das Trinken von Cranberrysaft, um sie zu vertreiben.
Vor einigen Jahren haben Studien gezeigt, dass der Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen bei Frauen mit leichten bis mittelschweren Symptomen einer unkomplizierten Harnwegsinfektion den Einsatz von Antibiotika einschränken kann.