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Der Baghet
Neuere Forschungsarbeiten haben zur Wiederentdeckung und Wiederaufwertung des "Baghèts", des Dudelsacks aus den Tälern in der Region Bergamo, geführt. Dank den gesammelten Informationen konnten mehr Gebiete gefunden werden, in denen das Instrument sicherlich verbreitet war: Val Imagna, Valtorta, media Val Seriana (Cene), alta Val Seriana (Bratto) und Val Gandino. Nur in der Val Gandino konnten noch mehr Informationen gefunden werden, da dort einige Instrumente und ein Spieler gefunden werden konnte. Ausserdem konnten dank mehrere Personen altes Musikgut sichergestellt werden.
Der Baghèt aus der Val Gandino bestand aus einer Spielpfeife ("Diana" oder "Pia" genannt), zwei Bordunpfeifen ("Bas" oder "Orghegn"), einem Blasstück und einem Sack ("Baga"), der aus Ziegen- und Schafsleder besteht und dem Instrument seinen Namen gibt: Baghèt. Die "Diana", mit sieben Löchern auf der Vorderseite und einem auf der Rückseite für den Daumen, vermag eine Oktave zu spielen. Wenn man das Loch beim kleinen Finger schliesst, erhält man einen Halbton. Die Tonart ist A-Dur.
Leichte Tonartvariationen können bei der Diana mit dem Mundstück und der Öffnung der Löcher erreicht werden. Aufgrund gesammelter Erfahrungen auf mehreren Instrumenten kann man sagen, dass der Baghèt auch leicht auf Sib Dur gestimmt werden kann.
Die beiden Bordunpfeifen sind folgendermassen gestimmt: Die kleinere ist eine Oktave tiefer als die "Diana", während die grössere zwei Oktaven tiefer liegt. Um den Baghèt zu spielen, hält man den Sack unter dem linken Unterarm, die grössere Bordunpfeife auf der linken Schulter und die kleinere auf dem rechten Unterarm.
Entdecker, Initiant der Forschungen und Baghèt-Bauer ist Valter Biella aus Bergamo.
Weitere Informationen: www.baghet.it.