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Pearl-Harbor-Opfer werden erneut begraben
77 Jahre sind seit dem Angriff auf Pearl Harbor vergangen. Viele Opfer konnten erst Jahrzehnte später identifiziert werden. Mithilfe moderner Technik können ihre Familien nun endlich abschliessen.
Viele der 2400 US-Opfer des Angriffs auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 sind als Unbekannte begraben worden - eine Identifizierung war jahrzehntelang nicht möglich. Mehr als 75 Jahre später können einige der Familien ihre toten Angehörigen endlich auf Friedhöfen überall im Land beisetzen.
Durch den Angriff der japanischen Luftwaffe sank 1941 unter anderem auch das Schlachtschiff «USS Oklahoma» mit 429 Soldaten an Bord. Direkt danach wurden nur 35 Besatzungsmitglieder identifiziert. Seit 2015 aber analysiert eine Abteilung des US-Verteidigungsministeriums die sterblichen Überreste von fast 400 Menschen, die auf dem nationalen Militärfriedhof auf Hawaii begraben liegen. Technische Fortschritte sowie genealogische Hilfe von Familien ermöglichten, an die 200 von ihnen zu identifizieren.
Sterbliche Überreste kehren nach Hause zurück
«Mein zweiter Vorname ist sein Name, Durell. Mein Enkel trägt den Namen ebenfalls», sagt ein 75-jähriger Psychiater im Ruhestand aus Louisiana, der mithilfe eines DNA-Tests dazu beigetragen hat, seinen Onkel zu identifizieren. «In meinem ganzen Leben wusste nicht wirklich etwas über ihn, ausser dass ich seinen Namen trage und er in Pearl Harbor getötet wurde.» Durch die Identifizierung sei der Onkel «für mich mehr zu einer echten Person geworden.»
Die sterblichen Überreste der Opfer werden nach der Identifizierung nach Hause zu ihren Familien in verschiedenen Orten der USA geschickt, etwa zu der von Janice Schonrock. Sie war ein Baby, als ihr Onkel in Pearl Harbour starb. Über ihn sei viel gesprochen worden, erzählt sie, sie habe das Gefühl gehabt, ihn zu kennen. Auch wenn die Familie nach der Nachricht von seinem Tod 1942 eine Trauerfeier abhielt, hält sie die Bestattung der Überreste für wichtig. «Ich denke, wir müssen diese Menschen ehren, die ihr Leben für unser Land geben, und sie nach Hause zurückbringen, wo sie nahe bei ihrer Familie sind», sagt sie. «Niemand sollte zurückgelassen werden.»Zurück zur Startseite