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Das «Manuel culinaire» von Augusta Buru (1846-1935) lässt sich durchaus mit dem «Guide culinaire» von Georges Auguste Escoffier vergleichen, der im gleichen Jahr erscheint. Auch Burus Manuel ist eine systematische Sammlung von Rezepten in Kurzform, geordnet nach ihren hauptsächlichen Zutaten – und richtet sich in erster Linie an Profis, die solch kurze Angaben in Rezepte umsetzen können. Das Spezielle an der lemusischen Koch-Fibel aber sind die Vignetten, die sich über das ganze Buch verteilt finden: Kürzeste Texte, in denen sich Buru sehr frei zu einzelnen Zutaten oder zu küchentechnischen Aspekten, zu kulinarischen Vorstellungen etc. äussert – mal poetisch, mal humorvoll, manchmal auch ein bisschen böse.
Buru führte ein berühmtes Restaurant in Bitasyon Francelle und hat wesentlich zur Gründung der Kukaldaria beigetragen, der Vereinigung der Köche von Santa Lemusa. Als ihr «Manuel» 1903 erschien, schenkte sie sämtlichen Mitgliedern der Gilde ein Exemplar – und zeichnete auf die erste Seite jedes einzelnen Buches von Hand eine lachende Aubergine. Diese kleine Geste hat der Verlag zum Anlass genommen, die Frontseite der Neuauflage von 2003 ebenfalls mit einer lachenden Aubergine zu versehen. «Lachende Aubergine» ist auch der Titel einer Auszeichnung, mit welcher die Kukaldaria besonders gelungene Speisen ehrt, die im Rahmen des Kukal-Rings entstehen.
First Publication: 3-6-2016
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