Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03175.jsonl.gz/2400

Der Playstation-Hersteller Sony will das Entwicklerstudio Bungie schlucken, das beliebte Computerspiele wie "Halo" und "Destiny" designet und programmiert. Der Deal soll insgesamt 3,6 Milliarden Dollar schwer sein, wie Sony in einer Mitteilung schreibt. Sony nimmt aber deutlich weniger Geld in die Hand als Microsoft, das für Activision Blizzard 68,7 Milliarden Dollar
bezahlen will.
Angesichts der geplanten Übernahme von Activision muss sich Sony darauf vorbereiten, dass Microsoft zukünftig gewisse populäre Computerspiele nur noch exklusiv für die eigene Spielkonsole und den Computermarkt vertreiben könnte. Insbesondere die jährlich erscheinende Kriegsspielsimulation "Call of Duty" könnte schon in 3 Jahren nur noch exklusiv über Microsoft erhältlich sein. Dann nämlich laufen die Vereinbarungen über die verkaufsstarken Spieleserie ab, die Sony die Verfügbarkeit der Titel auf seinen Spielkonsolen garantierte.
Eine alte Fehde
Vor diesem Hintergrund macht der Zukauf eines Spielestudios mit ähnlich populären Titeln für den Unterhaltungselektronik-Hersteller durchaus Sinn, entbehrt allerdings auch nicht einer gewissen Ironie: Bungie ist genau das Entwicklerstudio, das mit "Halo" dafür gesorgt hat, dass die Xbox von Microsoft im Markt für Spielkonsolen überhaupt eine Konkurrenz zur Playstation von Sony werden konnte. Bei der Trennung der beiden Unternehmen im Jahr 2007 behielt dann auch die Firma von Bill Gates die Rechte am Kassenschlager "Halo".
Mit dem Kauf von Bungie erhofft sich Sony vor allem von der Weiterentwicklung von "Destiny" profitieren zu können. Die beiden Unternehmen versicherten dabei, dass das aktuelle Spiel "Destiny 2" auch nach der Übernahme weiterhin auf allen Plattformen verfügbar sein werde und weiter, dass neue Spiele, die noch in Entwicklung seien, zukünftig auch nicht exklusiv für die Playstation angeboten werden.