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Diese durfte auch Vasilka Z. erfahren. Sie ist 80 Jahre alt und lebt allein seit ihr Mann gestorben ist. Der einzige Sohn ist schon länger in eine andere Stadt gezogen und hat seither nichts mehr von sich hören lassen. Sie leidet an einer starken Beinthrombose, hat dadurch schmerzhaft geschwollene Beine und noch andere Krankheiten und dazu ein sehr eingeschränktes Sehvermögen, das ihr das Gehen fast unmöglich macht. Das Miss-Stone-Team besucht sie regelmässig und versorgt sie mit allem, was sie benötigt an Lebensmitteln und Medikamenten und es wird ihr auch im Haushalt und bei der persönlichen Hygiene geholfen. Sie ist sehr glücklich und dankbar, hat sie doch so viel mehr Lebensqualität gewonnen. (Miss Stone News, Nr. 16/2020)
Strumica ist eine Stadt in Nordmazedonien. Im umliegenden Bezirk, zu dem über 70 Dörfer mit mehr als 100’000 Einwohnern gehören, gibt es kein einziges Altersheim. Dies bedeutet, dass alte Menschen von ihren Angehörigen versorgt werden müssen. Jene, die niemanden mehr haben, leben oft unter unbeschreiblichen Bedingungen, besonders, wenn sie pflegebedürftig werden. Diese Situation wird noch dadurch verschärft, dass es weder eine gesicherte Rente noch offizielle Sozialhilfe gibt. Die Evangelisch-methodistische Kirche in Strumica betreibt seit nunmehr 20 Jahren das Miss-Stone-Zentrum, benannt nach einer vor 100 Jahren in Mazedonien tätigen Missionarin. Dessen wichtigstes Programm ist heute der Mahlzeitendienst, genannt «Essen auf Rädern». Mehr als 200 ältere und beeinträchtigte Personen erhalten fünfmal wöchentlich eine warme Mahlzeit mit Suppe, Hauptgericht und Dessert. «Essen auf Rädern» ist aber mehr als ein Mahlzeitendienst. Die teilweise völlig vereinsamten Menschen haben durch die täglichen Besuche auch eine Gesprächsmöglichkeit. Wenn sie krank sind, wird ein Arzt gerufen, oder Medikamente werden besorgt. In einigen Fällen erhalten sie Brennholz oder hygienisches Material. Nötigenfalls werden sie ins Krankenhaus gebracht. Zusätzlich hat das Zentrum einen Hauspflegedienst eröffnet. Auch wenn die Programme nicht in der Lage sind, die strukturellen Probleme zu lösen, helfen sie doch Menschen in schwierigen Situationen und wecken Hoffnung. Durch die Corona-Pandemie ist die Arbeit schwieriger geworden. Trotzdem setzen die Mitarbeiter*innen alles daran, ihren Dienst aufrecht erhalten zu können.
Danke, dass Sie die Menschen dort unterstützen und ihnen so ein Leben in Würde ermöglichen!