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polyphon Sendung April 2016
Geschlecht ist eindeutig in Mann und Frau unterteilt. Männer sind stark, rational, mutig und aggressiv. Frauen sind emotional, umsorgend, empathisch und kümmern sich um die Familie. Oder etwa nicht?
„Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht.“ Mit diesem Satz ist Simone de Beauvoir, eine der wichtigsten Feministinnen des 20. Jahrhunderts, berühmt geworden. Den Satz könnte man so interpretieren: Es gibt bestimmte gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht. So wie Terminator und Rambo. Männer sind stark. Frauen müssen beschützt werden.
Nach diesen Vorstellungen lernen wir nun uns als Frauen oder Männer zu verhalten. Wir Männer sehen uns die ganzen Rambo-Filme an und als Resultat neigen wir mehr zu Gewalt und es fällt uns schwer zu weinen. Ok, vielleicht nicht ganz so simpel aber so ungefähr.
Mit dieser Überlegung wurde Geschlecht in das soziale Geschlecht (auf Englisch Gender) unterteilt. Und in das biologische Geschlecht (sex). Das soziale Geschlecht ist von der Gesellschaft hervorgebracht. Es ist sozial konstruiert. Das biologische Geschlecht ist von der Natur vorgegeben. Das kann man sich noch ganz gut vorstellen.
Doch so einfach ist es nicht. Seit einiger Zeit behauptet die Geschlechterforschung, dass auch das biologische Geschlecht eine sozial konstruierte Vorstellung ist. Dem geh ich dieser Sendung nach.