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Fehlende Sprach-, Sozial- und Methodenkompetenzen sind in der heutigen Zeit die grössere Gefahr für die demokratische Gesellschaft als religiöser Fanatismus und ideologischer Populismus.
Denn uninformierte, ahnungslose Menschen lassen sich einfacher verführen…
Beispiele?
50% der Bewerber für eine Stelle bei den Kantonspolizei-Korps können wegen mangelhaften Deutschkenntnissen nicht berücksichtigt werden.
Viele Parlamentarier haben ihre Mühe mit komplexeren Gesetzestexten, welche sehr oft von Fachfrauen und Fachmännern in den Kommissionen erarbeitet wurden, und stimmen dann darüber ab, ohne die Konsequenzen abschätzen zu können.
Und ein Grossteil der Leserbriefschreiber und Kommentatoren scheint auch mit relativ einfachen Artikeln nicht klar zu kommen.
Dabei ist der Zugang zu Informationen und Hilfsmitteln heute so einfach wie noch nie.
Wer etwas über ein Thema wissen möchte, kann sich mit wenigen Minuten Recherche im Internet einen ersten Überblick beschaffen.
Nur, wenn man das Geschriebene kaum versteht und das Verstandene nicht prüfen und einordnen kann um es verwenden zu können, dann hilft keine Suchmaschine, keine Enzyklopädie und keine Bibliothek der Welt weiter.
Die Idee dass die wichtigsten (Wissens- und Medien-) Kompetenzen bereits in der Primarschule zu fördern sind, welche mit den neuen Lehrplänen durchgesetzt werden soll ist dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Leider wird dieser Prozess ständig gebremst und verhindert, meistens aus parteipolitischen und machtstrategischen Gründen.
Ein Beispiel dafür ist der zunehmende Zwang zum Dialekt in der Vorschule (und in gewissen Kantonen sogar in den ersten Jahren der Primarschule).
Wer sich dann wundert dass die Jugendlichen später grössere Probleme haben, bei der Arbeitssuche oder in den weiterführenden Schulen, weil sie keine der vier Landessprachen richtig beherrschen, ja… da kommt noch die oben erwähnte Sozialkompetenz ins Spiel.
Obwohl man da fast schon von einer weit verbreiteten Empathie-Unfähigkeit reden könnte...