Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03141.jsonl.gz/1446

Margret Heinrich-Prinz 1959 - 2016
In der Südwest-Steiermark aufgewachsen, lernte Margret Heinrich bereits als Kind viele Geheimnisse der Natur durch ihren Vater kennen, der u.a. Weidenflechter war.
Auch ihre Mutter war durch Landwirtschaft und eigenhändigen Hausbau erdverbunden.
Margret Heinrich liess sich zur Krankenschwester ausbilden. Die Mutter von zwei Kindern war noch berufstätig, als sie mit Wolle und Glas sowie später mit neuartigen Techniken an Ostereiern zu arbeiten begann. Tonarbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit Schwester, Veronika Widmann, ehem. Werklehrerin in Gleinstätten, Steiermark. Zusammen mit ihrem zweiten Mann zog Margret Heinrich 2004 nach Eglisau, wo sie im Folgejahr ihr Atelier, die «Künstlerei» an der Obergass 19, bezog. Mit der Osterausstellung 2005 wurde das eigene Geschäft offiziell eröffnet.
Es folgte eine lange Reihe an Ausstellungsteilnahmen im In- und Ausland. Neben ihrer Tätigkeit alss Anästhesieschwester begann sich sie sich nun auch mit Beton und Eisen auszudrücken.
Ihr musisches Interesse führte sie 2010 und 2011 zur Teilnahme an den verschiedenen Staffeln der «Eglisauer Soap» in der Rolle der aus Wien zugewanderten Greta Pomeisl.
Nach Genesung von einer schweren Erkrankung 2011 widmete sich Margret Heinrich ausschliesslich dem Kunsthandwerk. Sie mietete die ehemalige «Tüechlifabrik Sturzenegger» mit der grosszügigen Shedhalle, die zur Produktion auch grosser Beton- und Eisenwerkstücke aber durchaus auch für eine Blechbüchsenschlacht mit den beiden 2006 und 2010 geborenen Enkeln gut war.
Im Winter 2015/2016 sah man die Kunsthandwerkerin zusehends seltener im Stedtli; sie erlag einem Rückfall ihrer Krebserkrankung im Frühjahr 2016.
Spielen ohne Grenzen
Tages Anzeiger
17. Juli 2010
Doppelleben im Städtli
Zürcher Unterländer
Mittwoch, 23. Februar 2011