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Mit der neuen Auszeichnung «Opera Prima» schaffen die Solothurner Filmtage zum ersten Mal im Schweizer Film einen Preis für Debutfilme. Der transversal angelegte Wettbewerb umfasst alle Langfilmdebüts der offiziellen Auswahl.
Die Filme werden von Fachpersonen des nationalen und internationalen Filmschaffens juriert. Die neue Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 20‘000 Franken dotiert. Preisstifter des Regiepreises sind die Kulturfonds der Urheberrechtsgesellschaften SUISSIMAGE und SSA.
Die Preisverleihung des «Opera Prima» wurde am Dienstag, 26. Januar 2021 live auf unserer Website übertragen.
Jury 2021
Paolo Moretti
Direktor Cinémas du Grütli / Leiter Quinzaine des Réalisateurs in Cannes
Paolo Moretti wird 1975 in Italien geboren. Nach seinem Studium der modernen Literatur arbeitet er für zahlreiche Filmfestivals und Institutionen in Europa, darunter das Centre Pompidou in Paris, die Filmoteca Española in Madrid, das Leeds International Film Festival, die Cinemateca Portuguesa in Lissabon, One World in Prag und Cinéma du Réel. Von 2008 bis 2011 ist er stellvertretender Direktor und Programmberater bei der Mostra di Venezia, insbesondere für die Sektion «Orizzonti». In den Jahren 2012 und 2013 war er Programmberater für das Filmfestival in Rom (Sektion «CinemaXXI») und produziert den amerikanischen Film «L for Leisure» von Lev Kalman und Whitney Horn mit, der 2014 auf dem Filmfestival Rotterdam seine Weltpremiere feierte. Von 2012 bis 2018 ist er Mitglied der Auswahlkomitees von FIDMarseille und Visions du Réel (Nyon), wo er weiterhin als künstlerischer Berater engagiert ist. Von 2014 bis 2020 amtet er zudem als Delegierter des Internationalen Filmfestivals La Roche-sur-Yon und Leiter des Programmkinos Le Concorde. 2018 wird er zum Leiter der Quinzaine des réalisateurs in Cannes ernannt. Seit Februar 2020 leitet er das Cinéma du Grütli in Genf.
Patrick Sibourd
Film-Verleiher
Der französische Filmverleiher und Produzent Patrick Sibourd wird 1975 geboren. Er gründet und leitet seit 2008 die Firma «Nour Films» in Paris. Zunächst spezialisiert er sich auf Dokumentarfilme – rund ein Dutzend bringt er in die Kinos, darunter 2010 «Die Frau mit den 5 Elefanten» des Basler Regisseurs Vadim Jendreyko. Nach und nach nimmt er Spielfilme in sein Programm auf, darunter Rolf de Heers «Charlie's Country», Wang Chaos «Fantasia» und Magnus Von Horns «The Day After Tomorrow». Patrick Sibourds editorischer Mut und seine konsequente und weltoffene Linie zeigt sich in den Jahren 2015 und 2016 durch die Erfolge von «Spartacus & Cassandra» von Ioanis Nuguet, «Jodorowsky's Dune» von Frank Pavich «Homeland Iraq Year Zero» von Abbas Fahdel.
2018 erscheinen in seinem Katalog zwei preisgekrönte Filme der 68. Berlinale: «Fortuna» des Schweizer Regisseurs Germinal Roaux und «Touch Me Not» von Adina Pintilie. 2019 folgen «In My Room» von Ulrich Köhler, «Teret» von Ognjen Glavonic oder «Le grain et l'ivraie» von Fernando Solanas.
2019 beginnt Patrick Sibourd als internationaler Ko-Produzent zu arbeiten, u.a. bei Igorts «5 est le numéro parfait» und Germinal Roaux' jüngstem Projekt «Cosmos», das er mit der Genfer Close-up Films von Joëlle Bertossa koproduziert. In seinem Verleih nimmt er 2020 mit Alejandro Jodorowskys «Psychomagie», Werner Herzog «Family Romance, LLC» und Fernando Truebas «L'oubli que nous serons» weitere prominente Namen auf.
Vor seiner Tätigkeit im Film arbeitete Patrick Sibourd im Verlagswesen bei den Literaturverlagen der Hachette-Livres-Gruppe. Seit 2019 ist er Vizepräsident der Commission d'Aide au Cinéma du Monde unter der Leitung von Charles Tesson, dem ehemaligen Chefredaktor der «Cahiers du cinéma».
Anja Kofmel
Regisseurin für Animations-& Dokumentarfilm
Anja Kofmel wurde in Lugano geboren und wuchs in Adliswil und Hirzel auf. Sie studierte Animationsfilm an der Hochschule Luzern, Design & Kunst (HSLU) und der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs (ENSAD) in Paris. Seit 2011 arbeitet sie als Animations-und Dokumentarfilmerin sowie Illustratorin. Zwischen 2015 und 2017 ist sie verantwortlich für Regie und künstlerische Leitung eines internationalen Teams zur Herstellung des Kinofilms CHRIS THE SWISS.
Seit 2016 besuchte sie diverse Fortbildungen in den Bereichen Storytelling, Storyboard und Produktion. Sie ist Gastdozentin an verschiedenen Universitäten, u.a. der Filmakademie Baden-Württemberg und der Hochschule Luzern Design & Kunst. 2018 gründet sie die Asako Film GmbH und stellt den Kinofilms CHRIS THE SWISS, einen Mischform von Animations- und Dokumentarfilm fertig, produziert von Dschoint Ventschr, Zürich, Nukleus Film (Kroatien), ma.ja.de (Deutschland) und IV Films (Finnland). Weltpremiere feiert der Film am Festival von Cannes in der Semaine de la Critique. Es folgt die Teilnahme an über 100 nationalen und internationalen Filmfestivals u.a. Annecy Animation Film Festival.
Seit 2019 ist sie Dozentin Master Animation an der HSLU Hochschule Luzern, Design & Kunst.