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Im Wimbledonturnier 2018 stehen erstmals in der Grand-Slam-Geschichte vier Ü30-Spieler in den Halbfinals. Rafael Nadal muss aber fast fünf Stunden lang kämpfen.
1968 und 2017 am French Open sowie 2017 am Australian Open standen schon einmal drei über 30-jährige Spieler in den Halbfinals, in Wimbledon sind es nun mit Federer-Bezwinger Kevin Anderson (32), Aufschlagriese John Isner (33), dem dreifachen Champion Novak Djokovic (31) und der Weltnummer 1 Rafael Nadal (32) erstmals deren vier.
Nadal bestand im Gegensatz zu Federer seinen ersten Härtetest gegen Juan Martin Del Potro, wenn auch denkbar knapp. Er kämpfte den als Nummer 5 gesetzten Argentinier in 4:48 Stunden 7:5, 6:7 (7:9), 4:6, 6:4, 6:4 nieder und steht erstmals seit seiner Finalniederlage 2011 gegen Novak Djokovic wieder in einem Wimbledon-Halbfinal. «Das war grossartiges Tennis und ein Riesenkampf, der keinen Verlierer verdient hätte», meinte Nadal. «Es bedeutet mir sehr viel, hier wieder im Halbfinal zu stehen.»
Dort trifft Nadal erneut auf Djokovic, der sich so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr präsentiert. Der Japaner Kei Nishikori lieferte dem Serben zweieinhalb Sätze lang harten Widerstand. Bei Satzgleichstand und 2:2 im dritten konnte er aber ein 0:40 nicht verwerten und gewann dann bis zum Ende nur noch zwei Games.
Im Duell der beiden grossgewachsenen Aufschlagspezalisten setzte sich der Amerikaner John Isner gegen den Kanadier Milos Raonic in vier Sätzen durch und fordert nun im Halbfinal Kevin Anderson.