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So kannst du trotz Allergien im Freien Sport treiben
Sich draussen zu bewegen bietet viele Vorteile, darunter frische Luft, natürliche Landschaften und Sonnenschein. Wenn man jedoch unter Allergien leidet, kann Sport im Freien zu einer echten Herausforderung werden, da man vermehrt Allergenen durch Pollen, Schimmel und Luftverschmutzung ausgesetzt ist.
Es gibt jedoch Wege, wie du trotz Allergien draussen Sport treiben kannst. Im Folgenden stellen wir dir wirksame Strategien vor, mit denen du aktiv bleiben und gleichzeitig deine Allergie in Schach halten kannst.
10 Tipps, wie du trotz Allergien draussen Sport treiben kannst
1. Erhalte ein besseres Verständnis dafür, was die Auslöser für deine Allergie sind
Zunächst ist es wichtig, festzustellen, wodurch deine Allergien ausgelöst werden. Verschlimmern sich deine Symptome bei bestimmten Aktivitäten im Freien, an bestimmten Orten oder zu bestimmten Jahreszeiten? Dokumentiere deine Beobachtungen, indem du sie aufschreibst. Dies kann dabei helfen, gewisse Muster zu erkennen. Auf diese Weise kannst du einen gezielten Ansatz entwickeln, um deine Allergien wirksam in den Griff zu bekommen.
2. Überprüfe den Pollenflug und die Luftqualität
Die Überwachung des Pollenflugs und der Luftqualität kann dir dabei helfen, deine Zeit im Freien besser zu planen. So bieten beispielsweise mehrere Online-Websites und mobile Apps Echtzeitinformationen über den Pollenflug und den Luftqualitätsindex (AQI) in deiner Region. An Tagen mit hohem Pollenflug oder schlechter Luftqualität solltest du dein Trainingsprogramm entsprechend umstellen oder dich für Aktivitäten in geschlossenen Räumen entscheiden. Wenn du unter Asthma leidest, ist es besonders wichtig, Sport im Freien zu vermeiden, wenn sich die Luftqualität als mittel oder sogar schlecht eingestuft wird.¹
3. Lege deine Trainingszeiten klug fest
Es macht einen grossen Unterschied, zu welcher Tageszeit du trainierst. Der Pollenflug ist in der Regel am frühen Morgen und am frühen Abend am stärksten. Plane daher, eher in der Mittagszeit oder am frühen Nachmittag zu trainieren, wenn die Pollenbelastung normalerweise geringer ist. Es ist auch ratsam, Sport im Freien an trockenen, warmen und windigen Tagen zu vermeiden, da in dieser Zeit die Pollenbelastung in der Regel am höchsten ist.²
4. Wähle den richtigen Ort
Die Wahl des richtigen Ortes kann die Belastung durch Allergene verringern. Vermeide es, an Allergie-Hotspots zu trainieren, wie z. B. in der Nähe von blühenden Pflanzen- und Blumenfeldern, frisch gemähten Rasenflächen oder stark bewaldeten Gebieten. Wähle stattdessen lieber freie Flächen wie Stadtparks oder Bereiche am Wasser, wo die Pollenbelastung im Allgemeinen geringer ist.
5. Trage die richtige Kleidung
Angemessene Sportkeidung kann dabei helfen, eine Barriere zwischen dir und den Allergenen zu schaffen. Beachte dabei die folgenden Tipps:
• Trage eine Kopfbedeckung, um zu verhindern, dass sich Pollen in deinem Haar festsetzen.
• Trage eine Sonnenbrille, um deine Augen vor Pollen und anderen Allergenen in der Luft zu schützen.
• Verwende eine Gesichtsmaske, die für sportliche Aktivitäten im Freien geeignet ist, um Allergene und Schadstoffe aus der Luft zu filtern.
6. Nimm deine Medikamente wie vorgeschrieben ein
Wenn du unter Allergien leidest, ist es absolut unerlässlich, ärztliche Ratschläge zu befolgen und alle verschriebenen Medikamente wie vorgesehen einzunehmen. Allergiemedikamente wie Antihistaminika oder Nasensprays, die vor dem Sport eingenommen bzw. angewendet werden, können dabei helfen, Symptome in Schach zu halten.
7. Warm-up und Cool-down in Innenräumen
Dein Aufwärmprogramm vor dem Sport und deine Dehnübungen nach dem Sport solltest du stets in geschlossenen Räumen erledigen, um die Belastung durch Allergene in der Aussenluft zu minimieren. Dadurch kannst du sicherstellen, dass du den Allergenen weniger lange ausgesetzt bist, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass sie Allergiesymptome auslösen, geringer ist.
8. Nach dem Training duschen
Beim Duschen kannst du Pollen und andere Allergene, die auch nach dem Training Allergieschübe auslösen können, von deinem Körper und aus deinen Haaren entfernen. Denke ebenfalls daran, dass sich Allergene auch auf deiner Kleidung ansammeln können. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Sportkleidung ausziehst und wäschst, sobald du mit deinem Trainingsprogramm fertig bist.
9. Ziehe allergenarme Aktivitäten in Betracht
Wenn du feststellst, dass deine Allergien zu bestimmten Zeiten im Jahr besonders stark ausgeprägt sind, solltest du alternative Aktivitäten in Betracht ziehen, bei denen du weniger Allergenen ausgesetzt bist. Dazu können Schwimmen, Klettern in der Halle, Radfahren auf befestigten Wegen oder Yoga in einem Park, der nicht in der Nähe von Pollenfluggebieten liegt, gehören.
10. Sorge für eine gute Luftqualität in Innenräumen
Eine Verbesserung der Raumluftqualität kann insbesondere für Allergiker*innen eine grosse Erleichterung sein. Halte deine Fenster geschlossen, wenn ein besonders hoher Pollenflug herrscht, verwende einen Luftreiniger mit HEPA-Filtern und reinige regelmässig die Oberflächen in deinem Zuhause, um die Ansammlung von Allergenen zu minimieren. Schaffe dir in deinen eigenen vier Wänden eine allergenfreie Umgebung, um beruhigt durchatmen zu können, wenn du nach dem Training im Freien wieder nach Hause zurückkehrst.
Mit den richtigen Strategien kannst du trotz Allergien draussen Sport treiben. Wenn du die Auslöser für deine Symptome kennst und die oben genannten Ratschläge befolgst, kannst du deine Zeit im Freien geniessen und gleichzeitig deine Allergien in Schach halten. Denke daran, stets ärztlichen Rat einzuholen, um individuelle Tipps und Lösungen zu erhalten.
Sources
¹Asthma and Allergy Foundation of America (2023). High Heat, Air Pollution, Air Quality Create Problems for People with Asthma. Verfügbar unter: https://community.aafa.org/blog/high-heat-air-pollution-air-quality-create-problems-for-people-with-asthma
²WebMD (2023) 6 Way to Keep Exercising Outdoors With Allergies. Verfügbar unter: https://www.webmd.com/allergies/allergies-and-exercising-outside