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In der Regel werden keine Medikamente zur Behandlung von Entzugssymptomen bei Cannabiskonsum verschrieben. Die Entzugssymptome von Cannabis sind im Vergleich zu denen von Opiaten, Alkohol und Zigaretten eher mild. Sie können natürlich trotzdem unangenehm sein, es ergeben sich aber meist keine ernsthaften medizinischen oder psychiatrischen Komplikationen. Da muss man also einfach durch! Es gibt aber auch „harmlose“ Mittel, die Sie bei Entzugssymptomen problemlos selbstständig anwenden können, wie zum Beispiel pflanzliche, frei verkäufliche Tees und Entspannungsbäder. Achten Sie auch darauf, sich gesund zu ernähren und genügend (Alkoholfreies) zu trinken. Auch Akupunktur wird inzwischen von einigen Einrichtungen zur Linderung von Entzugssymptomen angeboten.
Falls Sie von Ihrem Hausarzt Medikamente verschrieben bekommen, die Entzugssymptome lindern sollen, fragen Sie nach, um welche Art Medikamente es sich handelt. Benzodiazepine (z. B. Valium®) zum Beispiel bergen selbst ein erhebliches Abhängigkeitspotential. Sie sind bei schweren Cannabisentzügen, die relativ selten vorkommen, manchmal aber doch sinnvoll, wenn neben dem Kurs eine stabile hausärztliche / psychiatrische Behandlung besucht wird. Nach Abklingen der Entzugssymptome müssen die Medikamente aber wieder abgesetzt werden. Auch Antidepressiva sind in manchen Fällen bei schwerer Entzugssymptomatik sinnvoll, aber auch hier ist eine ärztliche Behandlung neben der Kursteilnahme zwingend