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Es war das Highlight-Spektakel, das sich American-Football-Fans von diesem Duell versprachen. Tom Brady und Patrick Mahomes warfen gemeinsam für über 600 Yards und sorgten für 72 Punkte. Am Ende setzte sich Mahomes mit seinen Kansas City Chiefs 41:31 gegen Bradys Buccaneers durch. Damit zog der 27-Jährige im Direktduell mit dem 45-jährigen Brady mit je drei Siegen gleich.
Mahomes sorgte unter anderem mit einem Spielzug, bei dem er den Gegenspieler mit einer Drehung um die eigene Achse ins Leere laufen liess und dann den Pass in die Endzone an seinen Mann bracht, für Staunen. Für diese Aktion bekam er von Tight End Travis Kelce den Spitznamen «Houdini unserer Ära». So etwas wie Mahomes habe die NFL noch nicht gesehen.
Doch auch sein Gegenüber sorgte für Spektakel. Beispielsweise bei seinem Touchdown-Pass auf Mike Evans. Dennoch konnte Brady die zweite Niederlage in Folge nicht verhindern. Die Chiefs stehen hingegen nun bei drei Siegen und einer Niederlage. Derweil konnte Mahomes wieder einen Rekord brechen. Für die Marke von 20'000 Pass Yards brauchte er nur 67 Spiele.
Auf diesen Moment haben die Steelers-Fans gewartet: Der einzige Quarterback, der im diesjährigen Draft in der ersten Runde ausgewählt worden war, durfte im vierten Saisonspiel erstmals aufs Feld. Nach einer schwachen ersten Hälfte von Mitchell Trubisky führte Kenny Pickett die Offensive Pittsburghs an. «Die erste Halbzeit war nicht gut, und ich dachte, er könne einen Funken entfachen», sagte Trainer Mike Tomlin nach dem Spiel über den Rookie. Der 24-Jährige erlebte aber keinen guten Start, einer seiner ersten Passversuche war gleich eine Interception.
Doch Pickett rehabilitierte sich vorerst mit zwei selbst erlaufenen Touchdowns, bevor er den New York Jets beim Stand von 20:17 wenige Minuten vor Schluss mit einer Interception die Chance gab, das Spiel noch zu drehen. Und diese nutzte Jets-Runningback Breece Hall 16 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit. Der Rookie rannte den Ball aus kurzer Distanz in die Endzone. Zuvor hatte Quarterback Zach Wilson, der nach einer Verletzung ins Team zurückkehrte, einen Touchdown geworfen und einen selbst gefangen. Nach dem Spiel scherzte er: «Ich habe die besten Hände im Team.»
Am Sonntag fand das erste Saisonspiel ausserhalb der USA statt. Die New Orleans Saints und die Minnesota Vikings duellierten sich im Stadion der Tottenham Hotspur in London. Dabei bot sich den rund 61'000 Zuschauerinnen und Zuschauern vor allem in den letzten Minuten einiges an Spannung. Im Schlussviertel gingen die Saints zunächst erstmals im Spiel in Führung. Doch etwas über vier Minuten vor Schluss erzielte Vikings-Receiver Justin Jefferson einen Touchdown zum Stand von 22:19.
Dann wurde es aber erst richtig dramatisch. Zunächst glich Saints-Kicker Wil Lutz mit einem Field Goal aus 60 Yards das Spiel aus, bevor sein Gegenüber Greg Joseph die Vikings wieder in Führung brachte. Zuvor hatte Jefferson Minnesota mit seinem zehnten Catch in Field-Goal-Reichweite gebracht. Jefferson allein sorgte im Spiel für 150 Yards Raumgewinn. Doch damit nicht genug. Weil auch Saints-Rookie Chris Olave einen langen Ball fing, bekam Lutz die Chance zum erneuten Ausgleich. Der Versuch aus 61 Yards flog aber an den Pfosten und von dort an die Querlatte und wieder zurück. So holten die Vikings ihren dritten Sieg im vierten Spiel.
Am Ende entscheidet Tyler Bass das Spiel mit einem Field Goal aus 21 Yards. Die Buffalo Bills gewinnen in Baltimore 23:20. Dabei hatten die Ravens zwischenzeitlich 20:3 geführt. Doch in der zweiten Halbzeit schaffte die Offense um Quarterback Lamar Jackson keinen einzigen Punkt mehr. So vergibt Baltimore wie schon gegen Miami am 2. Spieltag eine deutliche Führung. Für Buffalo ist es indes der erste Sieg in einem Spiel, in dem die Teams maximal acht Punkte auseinanderliegen, seit September 2021.
Obwohl mit Jackson und Josh Allen von den Bills zwei der bisher stärksten Quarterbacks dieser Saison aufeinandertrafen, prägten vor allem die Defensiven die Partie. Nach dem ersten Viertel liess Buffalo keinen Touchdown mehr zu, und auch Baltimores Verteidiger hielten Allen und seine Passempfänger mehrheitlich in Zaum. Dazu kamen zwei Interceptions von Bills-Safety Jordan Poyer – eine davon bei einem wichtigen vierten Down kurz vor Schluss – und eine von Ravens-Cornerback Marlon Humphrey. So überraschte es nicht, dass am Ende ein Field Goal und kein Touchdown die Entscheidung bringen musste.
Darüber freuen sich NFL-Nerds: Die Seattle Seahawks besiegen die Detroit Lions mit 48:45. Was daran so speziell ist? Dieses Ergebnis gab es in der American-Football-Liga noch nie zuvor. Das Spiel sorgte trotz zwei der schlechteren Teams in der NFL für Furore. Besonders glänzten dabei Detroits T.J. Hockenson, der mit 179 gefangenen Yards einen neuen Teamrekord für Tight Ends setzte, sowie Seahawks-Runningback Rashaad Penny mit 157 Yards Raumgewinn. Beide erzielten zudem zwei Touchdowns.
Aber auch die beiden Quarterbacks zeigten starke Leistungen. Geno Smith brillierte mit 320 geworfenen Yards und zwei Touchdowns sowie einem selbst erlaufenen Punktgewinn. Lions-Spielmacher Jared Goff erzielte mit seinen Würfen gar 378 Yards und vier Touchdowns. Dem 27-Jährigen unterlief aber auch eine Interception, die von der Seahawks-Defensive in die Endzone getragen wurde.
Für Lacher sorgte Seattles DK Metcalf. Der 24-jährige Passempfänger wurde während des Spiels vom Verletztenwagen zur Toilette gefahren. Metcalf erklärte dies damit, dass er es zu Fuss nicht mehr geschafft hätte.
Dass J.J. Watt ein Kämpferherz hat, war bereits vor dem gestrigen Spiel allen NFL-Fans klar. Doch gegen die Carolina Panthers stellte der Defensive End der Arizona Cardinals dies erneut unter Beweis. Am Sonntagnachmittag teilte Watt mit, dass sein Herz am vergangenen Donnerstag mit einem Elektroschock zurück in den Rhythmus versetzt wurde. Ein Grund, die Partie zu verpassen, war das für den 33-Jährigen nicht.
Nach dem 26:16-Erfolg seiner Cardinals sagte der dreifache Verteidiger des Jahres: «Es war eine sehr emotionale Woche für meine Familie, meine Frau und mich. Ich habe gelernt, die kleinen Dinge stärker zu schätzen, und da ist es sehr schön, diesen Sieg einfahren zu können.» Watt machte die Information über seinen Zustand selbst publik, weil er erfahren hatte, dass sie jemand den Medien zugespielt hatte. «Es wussten nur Leute, denen ich vertraue, Bescheid. Deshalb hat mich das verärgert.» Den Sieg sicherten sich die Cardinals dank Quarterback Kyler Murray, der zwei Touchdowns warf und einen selbst erlief.
Nicht nur die Los Angeles Chargers enttäuschten zum Saisonstart. Auch ihr Runningback Austin Ekeler wusste noch nicht zu überzeugen. Das Team, das als Geheimfavorit für den Titel gehandelt wurde, gewann nur das erste von bisher drei Spielen. Ekeler gelang dabei kein einziger Touchdown. Dies korrigierte der 27-Jährige, der die NFL letzte Saison noch mit 20 Touchdowns angeführt hatte, am Sonntag in Houston. Beim 34:24 drang er gleich dreimal in die Endzone.
Dass es trotz der frühen 21:0-Führung der Chargers noch einmal spannend wurde, lag unter anderem an Dameon Pierce. Der 22-jährige Rookie der Houston Texans durchbrach in seinem vierten Spiel erstmals die 100-Yard-Marke bei Läufen (131) und erzielte zudem einen Touchdown.
Nachdem die Miami Dolphins am Donnerstag in Cincinnati unterlagen, gibt es nach dem vierten Spieltag nur noch ein ungeschlagenes Team. Nämlich die Philadelphia Eagles. Diese setzten sich am Sonntag gegen die Jacksonville Jaguars 29:21 durch. Dabei sah es zu Beginn so aus, als könnten die Jags auch Philadelphia überraschen. Nach einem Viertel führte das Team von Trainer Doug Pederson, der die Eagles 2018 zum Super-Bowl-Gewinn geführt hatte, noch 14:0.
Doch Eagles-Quarterback Jalen Hurts sowie die Runningbacks Miles Sanders (zweimal) und Kenneth Gainwell liefen allesamt in die Endzone und brachten die Eagles im Schlussviertel mit 29:14 in Führung. Die Niederlage konnten Trevor Lawrence und Jacksonville trotz eines weiteren Touchdowns nicht mehr verhindern.
Aber die Führung der Eagles in der NFC sowie ihrer Division ist nur hauchdünn. Denn die Dallas Cowboys gewinnen mit Ersatz-Quarterback Cooper Rush das dritte Spiel in Serie. Auch die Washington Commanders sind kein Hindernis für «America's Team». Beim 25:10-Sieg warf Rush zwei Touchdowns und blieb erneut ohne Interception. Er ist damit der erste Quarterback in der Geschichte der Cowboys, der seine ersten vier Spiele als Starter allesamt gewann.
Rush zeigt sich davon unbeeindruckt: «Es ist etwas glücklich. Die Statistiken von Quarterbacks sind, was sie sind. Aber am Ende ist es ein Mannschaftssport.» Er sei froh darüber, spielen zu dürfen. Der 28-jährige Rush ersetzt seit dem zweiten Spieltag Dak Prescott, der sich den Daumen gebrochen hat. Prescott könnte aber bereits nächste Woche zurückkehren. Dank dessen mehr als soliden Vertreters sind die Cowboys mit drei Siegen aus vier Spielen nur knapp hinter Philadelphia.
Das Duell könnte nicht ungleicher sein: Auf der einen Seite steht mit Aaron Rodgers ein Super-Bowl-Sieger und vierfacher MVP. Demgegenüber steht in Bailey Zappe ein Rookie, der in der vierten Runde gedraftet wurde, und zu seinem Debüt in der NFL kommt. Dennoch bleibt das Spiel bis zum Ende spannend, müssen Rodgers und die Packers am Ende gar zittern. Doch einige Minuten vor Schluss gleicht Green Bay das Spiel gegen die New England Patriots mit einem Touchdown von Rookie Romeo Doubs aus und setzt sich dann dank eines Field Goals in der Verlängerung 27:24 durch.
«Ich hasse es, zu verlieren», sagt Josh Jacobs nach dem Spiel. «Heute habe ich die Leute wissen lassen: ‹Ich kümmere mich darum.›» Damit meint der Raiders-Runningback die 175 Yards Raumgewinn sowie die zwei Touchdowns, die er erzielte. Neben Jacobs war vor allem Kicker Daniel Carlson für den ersten Sieg der Saison verantwortlich. Beim 32:23-Sieg von Las Vegas gegen die Denver Broncos erzielte er 14 Punkte. Für Broncos-Quarterback blieb trotz der bisher wohl besten Leistung in dieser Saison mit zwei geworfenen und einem erlaufenen Touchdown zum zweiten Mal im vierten Spiel das Nachsehen.
Heimvorteil? Die Schweizer Bobfahrer schütteln bei der Frage stets den Kopf. Denn im Bob ist das so eine Sache. St. Moritz ist eine Natur-Eisbahn, die Benützung deshalb auf die wirklich kalten Monate beschränkt. Im Gegensatz zum Beispiel zu den Eiskanälen in Deutschland, auf denen die Einheimischen schon ab Juniorenzeiten Hunderte von Fahrten mehr haben als die Konkurrenz, gibt es für die Schweizer nur sehr wenige Möglichkeiten für zusätzliche Trainings.