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Bullinger-Briefmarke
Gedenkmarke der österreichischen Bundespost zum 500-Jahr-Jubiläum
des Schweizer Theologen, Reformers und Historikers Heinrich Bullinger.
Erhältlich beim Achius Verlag Zug
Einzelmarken à Fr. 3.-- / € 2.--
Vierblocks à Fr. 10.-- / € 7.--
Bogen (je 20) à Fr. 45.-- / € 30.-
+ Versandkostenanteil

Heinrich Bullinger
Am 18. Juli 1504 im aargauischen Bremgarten geboren, besuchte Heinrich
Bullinger die Lateinschule in Emmerich und die Universität
Köln, wurde Lehrer in der Klosterschule Kappel am Albis und
Pfarrer in seiner Heimatstadt, ehe er im Jahre 1531 die Nachfolge
des im Kappelerkrieg gefallenen Huldrych Zwingli antrat. Er führte
die Zürcher Kirche aus der Krise, die die militärische
Niederlage ausgelöst hatte und schuf die konstitutionellen
Grundlagen für die Kirche und für deren Zusammenwirken
mit dem Staat. Er förderte zielstrebig den Ausbau des Stipendien-
und Schulwesens und brachte die theologische Hochschule am Großmünster
zu hohem Ansehen. Als Leiter der Kirche wahrte er deren Interessen
konsequent auch gegenüber der Obrigkeit und vertrat die reformierten
Anliegen pragmatisch, aber konsequent gegenüber den Dissidenten
wie auch gegenüber der katholischen Kirche. Als Theologe wurde
er zum Architekt der Bundestheologie, und sein "Helvetisches
Bekenntnis" von 1566 wurde von zahlreichen Kirchen übernommen.
Bullingers berühmtestes Buch, die "Dekaden", eine
Sammlung von 50 Lehrpredigten, erreichte auch außereuropäische
Gebiete. Durch seinen Briefwechsel, aus dem noch 12'000 Schreiben
erhalten sind, und durch seine zahlreichen Veröffentlichungen
prägte er den reformierten Protestantismus Europas entscheidend.
Als Historiker hinterließ er neben kirchen- und theologiegeschichtlichen
Werken vor allem umfangreiche Arbeiten zur Schweizer und Zürcher
Geschichte. Er starb am 17. September 1575.
Zahlreiche kommunale, internationale wissenschaftliche und kirchliche
Veranstaltungen erinnern in diesem Jahr 2004 an die Geburt dieser
herausragenden Persönlichkeit.
Hans Asper
Das auf der Briefmarke wiedergegebene Ölgemälde stammt
vom Zürcher Maler Hans Asper (geb. um 1499, gest. 1571) und
zeigt Heinrich Bullinger im Alter von 46 Jahren.
Das Bild ist im Besitz der Zentralbibliothek Zürich (Inv.-Nr.
8), die freundlicherweise die Wiedergabe bewilligt hat.