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COS Computer Systems soll in einem Reverse Takeover von einem holländischen Verpackungshersteller übernommen werden. Kurt Früh will aber im Memory-Geschäft bleiben.
Die 1973 in Baden gegründete, börsenkotierte aber schon seit Jahren nicht mehr in der Schweiz tätige COS Computer Systems AG hat einen Vertrag für einen Reverse Takeover mit der niederländischen I.P.S. Holding unterzeichnet. Die Transaktion soll an der Generalversammlung am 29. Juni den Aktionären der COS zur Genehmigung vorgelegt werden.
In Rahmen der Transaktion soll COS Computer Systems sein Aktienkapital durch die Ausgabe von neuen Aktien von 7,4 auf knapp 45 Millionen Franken erhöhen. Der Inhaber der I.P.S. Holding, Johannes Kelders, soll diese neuen Aktien erwerben und sie mit seiner Firma als "Sacheinlage" bezahlen können. Danach würde er 79 Prozent der COS-Aktien besitzen. Aufgrund einer Klausel in den Statuten müsste er danach den Aktionären kein öffentliches Übernahmeangebot für die restlichen Aktien machen.
Nach dem Reverse-Takeover soll COS Computer Systems in I.P.S. Innovative Packaging Solutions umbenannt werden, den Firmensitz nach Baar im Kanton Zug verlegen und in den Domestic Standard der SIX Swiss Exchange wechseln. Der Verpackungshersteller I.P.S wird somit zu einem Schweizer Unternehmen, das auch an der hiesigen Börse kotiert ist. Der bisherige COS-Verwaltungsrat soll aufgelöst und neu besetzt werden.
Kurt Früh bleibt im Memory-Geschäft
COS Memory, der letzte übriggebliebene operative Bereich des einstigen IT-Grosshändlers COS, soll aber im Geschäft bleiben. Falls die I.P.S-Übernahme zustande kommt, soll der defizitäre Bereich Memory durch einen Management-Buyout unter Beteiligung des COS-Verwaltungsratspräsidenten Kurt Früh ausgegliedert werden. (hjm)