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Primus von Quack, der noch auf Walt Disney zurückgeht, hat als Universalgelehrter, der „von Archäologie bis Zoologie alles studiert hat, was man nur studieren kann“, akademische Grade in allerlei Disziplinen und unterstützt die Familie Duck mit seinem mehr oder weniger hilfreichen theoretischen Wissen. Von Quack ist als Universitätsprofessor tätig, sofern dies seine Forschungen zulassen. Nach eigener Aussage hat von Quack 166 Doktorhüte und 92 Staatsexamen (LTB 25) bzw. eine Urkunde, auf der ihm bescheinigt wird, dass er der Wissenschaftler mit den meisten Urkunden ist (LTB 307). Nur die Geographie sei noch nie „sein Fach“ gewesen sei (MM 27/76), räumt er ein. Von Quack versucht den Problemen immer wissenschaftlich auf den Grund zu gehen ("Was eh klar ist, will besonders gut geprüft sein") und erregt dabei auch Widerwillen ("Wissenschaftler. Wiener. Muss man sich da wundern?" (LTB 391, S. 185)). Charakteristisch für ihn ist sein weißer Haarkranz, sein freundliches und manchmal wissenschaftlich zerstreutes Wesen und seine große Privatbibliothek. Er steht mit seinem Streben nach Wissen – „Dem ehrenvollen Dienst an der Wissenschaft“ – im Gegensatz zum praktischen Genie Daniel Düsentrieb, teilt jedoch mit diesem das fehlende Interesse am Geschäftlichen. Primus von Quack trägt meistens eine feine tannengrüne Trachtenjacke. Seine Hobbys sind Bergsteigen sowie alles mit der Endung „-logie“, wie Ornithologie, Geologie oder Paläontologie. Besonders mag er Wiener Schnitzel, Wiener Krapfen, Sachertorte, Kaiserschmarrn und Omas gutes Essen. Seine Lieblingstiere sind alle aus der hochalpinen Gebirgswelt und seine Lieblingspflanze ist die Kamille. Als einer der wenigen Bewohner Entenhausens pflegt er gute Beziehungen zu Dagobert Duck ohne jegliches geschäftliches Interesse und wird von diesem gern als Fachmann herangezogen oder vermittelt bei Streit. Wenn Primus einmal in der Stadt ist, was weniger häufig der Fall ist, laufen die Treffen mit Dagobert oft freundschaftlich ab, nur Primus’ diversen Ideen gegenüber ist Dagobert oft skeptisch eingestellt. Umgekehrt darf von Quack seinem Cousin Dagobert auch unwidersprochen seine Meinung sagen, wie „Wer sich mit der Menschheitsgeschichte einzig deshalb beschäftigt, um sich zu bereichern, anstatt sie um ihrer selbst willen zu betrachten, ist ihrer Schätze nicht würdig!“. Primus von Quack erschien erstmals 1961 als Präsentator in dem Kurzfilm An Adventure in Color in der Sendung Walt Disney’s Wonderful World of Color des Senders NBC und wurde als Donald Ducks Onkel eingeführt. Von Quack war in diesen Sendungen ein brillanter Wissensvermittler. Für die Animation dieses Charakters war Ward Kimball, einer von Disney’s Nine Old Men, verantwortlich. Das erste Comic, in dem er erschien, war die "Primus von Quack Mini-Serie" (1961-1962); zeitgleich tauchte er auch in verschiedenen Serien von WDC und Donald Duck auf (Beispiele: DD 91 und WDC 283). Barks verwendete ihn nur einmal, in einem Einseiter in "Onkel Dagobert Nr.54". Danach ist er größtenteils in europäischen Geschichten verwendet worden, doch auch die Amerikaner "Tom Yakutis" und "Bill White" produzierten einige Geschichten über ihn unter dem Namen "March of Science" oder denen, die in WDC&S 555, 557, 559 und 561 erschienen sind. Im LTB 46 - Enten Edition (2015) tritt Primus von Quack (- wie ihn Walt Disney anfänglich präsentierte) als Wissensvermittler in 22 Kurzgeschichten über teilweise spröde, doch spannend erklärten Themen wie Archäologie, Bürokratie, Entdeckung des Feuer, Konsumgesellschaft oder Umgangsformen auf. Unter einem Pseudonym, um seinen wissenschaftlichen Ruf nicht zu gefährden, ist von Quack als Belletristik-Autor tätig und verfasst eine autobiografische Romanreihe über den Abenteuer-Archäologen Crocodile Duckee (LTB-Spezial 66). Primus sagt von sich selbst, dass er aus Wien stammt. Der 111cm große von Quack wurde laut Comics am 24. September 1924 im österreichischen Wien geboren und besuchte im alpinen Hinterwalden die Grundschule. Für ihn war Lernen anfänglich alles andere als eine Leidenschaft und erst ein neuer Klassenlehrer, dem er noch als Grundschüler bei dessen Berufung an die Universität nachfolgte, weckte durch praxisnahen Unterricht sein Interesse an den Wissenschaften. Von Quack wanderte 1930 in die Vereinigten Staaten aus, wo er Matilda McDuck (Schwester von Dagobert Duck) heiratete und damit ein Onkel von Donald Duck wurde. Als Vorbild der Figur gilt Ludwig von Mises; dies ist auch am österreichischen Akzent zu erkennen, den Primus in den frühen Ausgaben der LTBs zu verwenden pflegt. So gebrauchte er zum Beispiel gelegentlich Ausdrücke wie „ein bisserl“ oder „ei, geh“. Eberhard Prüter, der in den Disney-Cartoons als Standardsprecher für von Quack agierte, sprach ihn in den Kurzfilmen ab 1999, den Neuen Micky Maus Geschichten, dementsprechend mit einem österreichischen Akzent. Primus von Quack hat sich jedoch seine österreichischen Wurzeln nicht im Sinn eines jodelnden skifahrenden Wissenschaftlers erhalten, sondern Aussprüche wie „Das ist eine absolut kapuzinergruftige Katastrophe!“, „Immerhin habe ich Diplome in Heraldik und Genealo-Dendrologie, also Stammbaumkunde.“, „Küss die Hand Frau Doktor…“, seine hedonistische Liebe zu Wiener Schnitzeln („Nun, in dem Paket war meine Leib- und Magenjause – Wiener Schnitzel a la Weltschmerz!“), seine unpraktisch-schrullige, ausgleichende, vermittelnde, aber auch unbestechliche Art und seine adelige Herkunft („von“ Quack) weisen ihn als Alt-Österreicher in Trachtenjacke, angelehnt an den „habsburgischen Mythos“ eines Claudio Magris bzw. den "theresianischen Menschen" eines Hugo von Hofmannsthal, aus. Gemäß der Comic-Faktenlage wurden Quacks Vorfahren durch die Familie Habsburg-Lothringen geadelt, wobei Verdienstadel (Edler von) zu vermuten ist. Von Quacks Mutter, die „Frau Mama“, lebt nach wie vor in Wien und beglückt ihren nun ebenfalls im Seniorenalter angelangten Sohn wöchentlich mit postalisch übersandten, tiefgekühlten Wiener Schnitzeln. Nach Don Rosas Zeit Linie war Primus von Quack 1970 bereits tot, was seinen Comic- und Fernsehauftritten jedoch widerspricht.
Ludwig von drake (englisch), Raptus von Rupp (norwegisch), Ludwig (schwedisch)