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"Das Herz-MRI zeigt auch bei asymptomatischen Patienten mit positivem Corona-Test Veränderungen des Myokards. Eine Studie aus Deutschland konnte zeigen, dass unabhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs bei knapp 80% aller Patienten das Myokard strukturelle Veränderungen aufwies. Sorgen bereitet dabei vor allem, dass eine Entzündung des Myokards vorhanden sein kann, auch bei asymptomatischen Patienten.
Bei Sportlern, die sich von einer COVID-19-Infektion erholen, zeigten sich auch in dieser Sub-Population Hinweise auf eine Entzündung des Myokards. In einer weiteren Studie konnten bei ca. der Hälfte der Sportler, sowohl mit als auch ohne Erhöhung des Serum-Troponins (Blutwert, der auf eine Herzmuskelschädigung hinweist), im Herz-MRI typische Veränderungen einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nachgewiesen werden. Hierbei stellt sich die Frage, inwiefern dies in die Empfehlungen zur Wiederaufnahme von sportlicher Aktivität bei Athleten einfliessen sollte.
Die Beschreibung von COVID-19-Patienten, die ohne Symptome oder erhöhtes Troponin potentiell myokardiale Schäden haben, wird kritisch gesehen. Jedoch stellt sich dadurch die Frage, wie mit diesen Patienten umgegangen werden soll, da diese Patienten durch konventionelle Tests unterdiagnostiziert sein könnten.
Neben den direkten Schäden, die durch COVID-19 postuliert werden, fanden sich Hinweise auf das vermehrte Auftreten einer Stresskardiomyopathie (Takotsubo disease) seit Beginn der Pandemie. Dies wird jedoch eher auf die Zunahme des sozioökonomischen Drucks durch die Pandemie zurückgeführt als auf eine COVID-19-Erkrankung."