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FRANKFURT (awp international) - Der US-Sportartikelkonzern Nike wertet die Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika für sich als Erfolg. "Diese WM ist sehr gut für uns verlaufen", sagte Marken-Präsident Charlie Denson der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). "Diesmal waren neun Nike-Mannschaften und eine Umbro-Mannschaft mit von der Partie - das ist die höchste Zahl, die wir je bei einer WM hatten. Mehr als 50 Prozent der Spieler auf dem Spielfeld haben unsere Schuhe getragen, worauf wir besonders stolz sind."
Mit den Niederlanden steht eine von Nike ausgerüstete Mannschaft im Finale. Dort treffen sie sie auf die Spanier, die von Adidas ausgestattet werden. Nike ist der weltgrösste Sportartikelkonzern und seit 15 Jahren auch im Fussball-Geschäft. Seit 2008 zählt auch der britische Ausrüster Umbro zum Nike-Imperium, der die im Achtelfinale ausgeschiedene englische Nationalmannschaft einkleidet. "Das englische Trikot dürfte das am meisten verkaufte der Welt sein", sagte Denson.
Nike liefert sich beim Fussball ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Branchenzweiten Adidas. Beide Konzerne beanspruchen für sich, die Nummer eins im Fussball zu sein. Laut Denson erzielt Nike mit Fussballprodukten einen Umsatz von 1,9 Milliarden US-Dollar (1,49 Mrd Euro). Adidas will in diesem Jahr mit Trikots, Schuhen und Bällen mindestens 1,5 Milliarden Euro erlösen. "Der Wettbewerb wird jetzt natürlich zunehmen", sagte Denson. "Unser Ziel ist offensichtlich, der grösste Fussball-Ausrüster der Welt zu bleiben."
Für Sportgrossereignisse wie die WM geben die Konzerne viel Geld für Marketing und Sponsoring aus. Adidas ist der offizieller Sponsor, Ausrüster und Lizenznehmer der WM. Nike konzentriere sich zunächst auf Spieler, gehe dann weiter zu den Mannschaften und Fussballverbänden, beschreibt der Manager die Nike-Strategie. "Die Frage, ob wir zu den WM-Sponsoren gehören sollen, wird bei uns ständig diskutiert und bewertet. Bis jetzt sind wir mit unseren Investitionen zufrieden."/she/nl/stw
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