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Wenn es um Architektur geht, sind viele Entwürfe vor allem eins: Zweckmäßig. Aus dieser Prämisse heraus entstand daher in den 1960er Jahren in den USA der Postmodernismus, der es ermöglichen sollte, gegen den „dogmatisch erstarrten Funktionalismus“ der klassischen Architektur anzugehen und wieder verspielte, rein der Ästhetik verschuldete Gebäude zu schaffen und zu designen. Anfangs es ein rein amerikanisches Phänomen, breitete sich die postmoderne Architektur Ende der 1970er Jahre rasend schnell in den westlichen Ländern der Welt aus – auch als Gegenentwurf zum europäischen Brutalismus, der bereits seit 1950 vorherrschend war.
Das Besondere an der postmodernen Architektur ist, dass sie nicht versucht mit der Vergangenheit abzuschließen, sondern sie im Gegenteil sogar wieder als zentralen Bestandteil der neuen Werke sieht. Dabei wird aber nie auf nur eine vergangene Epoche verwiesen sondern immer auf einzelne Elemente aus vergangenen Tagen, die nicht unbedingt einen funktionalen Nutzen im Gesamtkonzept des Gebäudes haben müssen. So werden zum Beispiel Stilelemente wie der Erker in einem Gebäude verwendet, ohne dass der Erker an und für sich als Teil des Wohnraums nutzbar wäre. Ein gutes Beispiel für postmoderne Baukunst steht übrigens in Form des Hanse-Viertels mitten im Herzen Hamburgs.