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Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft hat eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach der russische Inlandsgeheimdienst FSB Einblick in den Quellcode von Windows 7, Server 2008, Office 2010 und SQL Server bekommt. Dies berichtet die russische Zeitung 'Vedomosti'. Die Vereinbarung sei eine Ergänzung zu einem bereits seit 2002 bestehenden Vertrag, nach welchem die russischen Behörden bisher nur Zugang zum Quellcode von Windows XP, Windows 2000 und Server 2000 hatten. Microsoft, so die Zeitung weiter, erhoffe sich durch die Vereinbarung mehr Aufträge des russischen Staates.
Durch den Zugriff auf den Quellcode der Software sei es etwa der russischen Forschungsorganisation Atlas möglich, ein spezielles Verschlüsselungsprogramm zu entwickeln und damit den Einsatz der Produkte in staatlichen Einrichtungen zu ermöglichen, zitiert die Zeitung Nikolai Prjanisnikov von Microsoft Russland.
Die mit Russland geschlossene Vereinbarung sei Teil von Microsofts Government Security Program, das beispielsweise auch die Nato unterzeichnet habe, sagte ein Sicherheitsexperte mit Verbindungen zur britischen Regierung gegenüber 'ZDNet'. Dieser warnt, dass der Zugriff auf den Quellcode der Programme Regierungen in die Lage versetzen könnte, Schwachstellen im Code auszumachen und damit die Systeme anderer Nationen anzugreifen. (bt)