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Die Geschichte der Klosterkirche, welche 1281 eingeweiht wurde, führt über viele Stationen. Von der ersten Saalkirche zur Spätgotik, Barockumbauten und den Stuckaturen der Rokokodecke. Zwei bemerkenswerte Ereignisse seien hier zitiert.
1530 war die Reformation am Zürichsee in vollem Gange. Die Kirchen wurden regelrecht ausgeräumt. Eines Tages wurde eine Madonnenstatue bei Wurmsbach angeschwemmt. Sie war wahrscheinlich Teil einer Kreuzigungsgruppe, welche offenbar im Zuge des Bildersturms in den See geworfen wurde. Sie wurde von den Schwestern aus dem See gerettet und steht seither als Mater Dolorosa in der Kirche.
1718 schlug der Blitz in den Kirchturm ein und brachte alle vier Glocken zum Schmelzen. Ein harter Schlag für die Buchhaltung der Schwestern. Die damalige Äbtissin hatte Glück im Unglück: als Bürgerin von Zürich erhielt sie von der Stadt 100 Pfund an den Schaden, sodass schon bald drei neue Glocken im Turm läuten durften.
Das markante, moderne Kreuz in der Mitte der Kirche schuf Josef Caminada, ein Goldschmied und Eisenplastiker aus Vrin. Er schreibt dazu: «Das Kreuz bedeutete zur Zeit Jesu Folter, Leiden, Ausweglosigkeit und Tod. Jesus hat dieses Kreuz aber überwunden. Durch ihn wurde es zum genauen Gegenteil, zum Zeichen der Hoffnung und des ewigen Lebens. Ich habe zwei Kreuze zu einem verbunden. Das statische Kreuz des Todes, dessen Botschaft durch das Kreuz des Lebens «durchkreuzt» wird. So entsteht ein Zeichen der Hoffnung und des Lebens. Durch die dreidimensionale Gestaltung entsteht eine kaum fassbare Form, welche das Geheimnis des Kreuzes symbolisiert. Je nach Standort bricht dieses Kreuz das Licht und wird dadurch Zeichen der Auferstehung.»
Josef Caminada aus Zürich gestaltete im Jahr 2003 auch Altar, Ambo, Tabernakel, Chorgestühl und Kerzenständer. Die schlichte, klare Formensprache korrespondiert ideal mit den ursprünglichen Werten des Zisterzienserordens: Einfachheit, unverfälschte Formen und prunkloser Dienst zur inneren Sammlung.