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Verwaltungsgerichtsbarkeit
Umschreibung
Verwaltungsgerichtsbarkeit bedeutet autoritatives Entscheiden über Streitigkeiten, die sich aus der Anwendung vorab verwaltungsrechtlicher Normen ergeben, durch verwaltungsunabhängige Justizbehörden. Sie ist damit Teil der Verwaltungsrechtspflege, welche auch durch Verwaltungsinstanzen ausgeübt wird. Ihre Organisation richtet sich nach dem Gesetz über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft ( Link öffnet in einem neuen Fenster.•GSOG). Die Verwaltungsgerichtsbarkeit bewirkt für den Einzelnen individuellen Rechtsschutz und trägt zur Rechtssicherheit bei, indem sie die Verwaltung kontrolliert und das objektiv richtige Recht durchsetzt. Vor Verwaltungsjustizbehörden werden aber auch Streitigkeiten unter Gemeinwesen ausgetragen oder auf Behördenbeschwerde hin Anordnungen anderer Verwaltungseinheiten überprüft. Die Verwaltungsrechtspflege ist mit anderen Worten zur Auflösung möglicher Kollisionen zwischen privaten und öffentlichen Interessen oder zwischen verschiedenen öffentlichen Interessen berufen. Dabei ist zwischen drei öffentlichen Interessenebenen zu unterscheiden: der kommunalen, der kantonalen und der eidgenössischen Ebene. Entsprechend kommt in der Verwaltungsrechtspflege sowohl kommunales und kantonales als auch eidgenössisches öffentliches Recht zur Anwendung. Das Verfahren richtet sich im Allgemeinen nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege ( Link öffnet in einem neuen Fenster.•VRPG).