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Warum nennt man die Einwohner von Romont «Die Eichhörnchen»?
Die bösen Zungen behaupten, dass der Spitzname der Eichhörnchen von der Schlacht in Murten im Jahr 1476 stamm. Man sagt, dass treue Soldaten des Grafen Jacques de Romont auf Bäume geklettert sind, um die Verfolgung des Feindes zu beenden und ein Massaker zu entgehen. Die Wahrheit sieht anders aus.
Die Besucher des Schlosses sind von der Grösse des Brunnenrades beeindruckt, das einst zur Wasserversorgung der Gäste der gräflichen Residenz diente. Der Brunnen enthält immer 11 Meter Wasser. Man zog das Wasser mit Hilfe des Holzrades hoch.
Der Historiker fügt hinzu:
Das Rad des Brunnes, der hohe Turm und der Brüstungsgang sind Zeuge einer vergangenen Epoche. Die Legende der Eichhörnchen von Romont geht auf diese zeit zurück.
Hier sind die Fakten:
Der Graf Jacques hatte zu seinen Diensten eine sehr schöne und freundliche junge Dame namens Pierrette, in Erinnerung an den Gründer von Romont, Pierre II de Savoie. Pierrette bezauberte alle Jungen, Bürgerliche und Adlige. Die Töchter von Grafen und Baronen wurden dadurch vernachlässigt. Sie amüsierte sich mit den Männern, doch sie hatte ihr Herz Pierre versprochen. Er verfolgte Eichhörnchen im Wald und war sehr geschickt.
Das Aschenputtel des Schlosses arbeitete den ganzen Tag in der dunklen Küche, und ging nur raus zum Brunnen, um Wasser zu holen. Dort war immer ein hübscher junger Mann, der ihr half, das Rad zu drehen. Es hiess sogar, dass der Graf selbst in sein Aschenputtel ein bisschen verliebt war.
Pierrette war beeindruckt von der Loyalität ihrer «Eichhörnchen», doch ihr Herz war schon an Pierre vergeben. Man sagt, dass Pierrette manchmal sehr lange am Brunnen blieb, um den jungen Männern lachend zuzusehen. Eines Tages hat die Gattin des Grafes gesehen, wie der Graf selbst das Eichhörnchen spielte. Pierrette musste dieses Spiel sofort aufhören, so die Gräfin. Sie wollte nicht, dass das Schloss ein öffentliches Haus wird.
Pierrette wollte ihre Arbeit im Schloss nicht verlieren und erklärte sich. Es wurde ein Eichhörnchen-Turnier organisiert, um zu bestimmen wer das schnellste Eichhörnchen war. Der Junge, der einen Krug Wasser am schnellsten hochziehen konnte. Pierrette wusste, dass Pierre dieses Turnier mit seiner Geschicktheit gewinnen konnte. Diesen Tag nennt man den Eichhörnchen-Tag. Pierre gewann das Spiel und Pierrette war überglücklich. Die beiden haben geheiratet und alle anderen Junge durften nicht mehr ins Schloss kommen.
So entstand die Legende der Eichhörnchen von Romont.