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Diego springt aus dem fünften Stock und von da an hört das Bild nicht mehr auf, sich in den Kopf seiner Schwester zu bohren: sechs Sekunden und ein Körper, der auf den Boden kracht. Sie ist es, die zurückblickt und die Geschichte der beiden Brüder erzählt. Ihre Ankunft auf der Welt in einem Zuhause, in dem das Leben nie fair war. Die Jahre, die sie in Mexiko bei ihren Grosseltern verbrachten, während ihre Mutter in Spanien ihren Lebensunterhalt verdiente, und sie, die noch ein Kind war, kümmerte sich um Diego. Die Zeit in Madrid, einer Stadt, die sie nicht verstanden und die sie auch nicht verstand. Die erste Trennung, als sie nach Barcelona ging, um ihren eigenen Weg zu gehen, und ihr Bruder an dem Ort blieb, den er am meisten hasste. Und ihre Rückkehr mit Diegos Asche in ein Mexiko, das ganz anders ist als das, an das sie sich erinnert.
Dieser Roman erzählt die emotionale Reise einer jungen Frau, die die Gründe für den Selbstmord ihres jugendlichen Bruders erahnt und die Protagonistin ihres eigenen Ulysses-Syndroms ist, bei dem weder die Hin- noch die Rückreise wirklich Schicksal ist. Eine Geschichte von Trennung und Verlassenheit, von Sehnsucht und Wut, von Verlust und Aufbruch ins Leben, in der Brenda Navarro schwer fassbare Themen wie Ungleichheit, Fremdenfeindlichkeit und Wurzellosigkeit mit enormem Mut angeht und die sie als eine der kraftvollsten und kühnsten Erzählerinnen unserer Literatur bestätigt. Ceniza en la boca ist ein Buch, das brennt und die schmerzhafte Frage aufwirft, welches Leben lebenswert ist.
"Ein schillernder Aufbruch, eine energische und