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Das Bauprodukterecht des Bundes wurde an die neue europäische Bauprodukteverordnung angepasst. Nachdem im März 2014 das neue Bundesgesetz über Bauprodukte von den Eidgenössischen Räten verabschiedet worden war, hat der Bundesrat die entsprechende Ausführungsverordnung gutgeheissen und beide Erlasse auf den 1. Oktober 2014 in Kraft gesetzt.
Das Bauprodukterecht des Bundes (Bauproduktegesetz und Bauprodukteverordnung) regelt das Inverkehrbringen von Bauprodukten und deren Bereitstellung auf dem Markt. Das bisherige Bauprodukterecht stammt aus dem Jahre 2001. Es bezog sich auf die europäische Bauprodukterichtlinie 89/106/EWG von 1988. Diese Richtlinie wurde am 1. Juli 2013 vollständig von der europäischen Bauprodukteverordnung Nr. 305/2011 (Construction Products Regulation, CPR) abgelöst. Mit der europäischen Neuregelung wurden eine Anpassung der schweizerischen Bauproduktegesetzgebung an die CPR und eine anschliessende Revision des Bauproduktekapitels im bilateralen Abkommen mit der EU über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen (MRA) notwendig.
Ziel der Totalrevision des Bauprodukterechts war es, die Vorteile des MRA für die Schweiz zu erhalten. Das MRA dient dem Abbau von technischen Handelshemmnissen. Es gewährleistet für die Schweizer Volkswirtschaft den grenzüberschreitenden Austausch von Bauprodukten «mit gleich langen Spiessen». Exporteurinnen und Exporteure erhalten den gleichberechtigten Zugang zum europäischen Binnenmarkt, weil Doppelprüfungen, Zusatzkosten, Verzögerungen und Wettbewerbsnachteile entfallen. Ausserdem eröffnet das MRA einen europaweiten Markt für Produktprüfungs- und Zertifizierungsdienstleistungen der schweizerischen Konformitätsbewertungsstellen.
Am 21. März 2014 wurde das revidierte Bauproduktegesetz durch den Nationalrat und den Ständerat in der Schlussabstimmung definitiv verabschiedet. Mit der revidierten Bauprodukteverordnung präzisiert der Bundesrat die einzelnen Bestimmungen des Gesetzes und die dort vorgesehenen Delegationen. Gesetz und Verordnung bilden zusammen eine Einheit zur Übernahme der CPR in der Schweiz.
Im Zentrum der revidierten Bauproduktegesetzgebung stehen die Informationen zu den Leistungen eines Bauprodukts. Die Herstellerin erstellt neu eine Leistungserklärung, in der sie die Leistungen des Bauprodukts deklariert, also sagt, «was das Produkt kann», damit der Verwender und die Verwenderin wissen, für welche Zwecke das Produkt im Bauwerk eingesetzt werden kann.
Neue Webseite für den Fachbereich Bauprodukte
Aus Anlass des Inkrafttretens der revidierten Bauprodukteerlasse am 1. Oktober 2014 wurde die Webseite des Fachbereichs Bauprodukte vollständig überarbeitet. Neben einem neuen zeitgemässen Design, wurde vor allem der Inhalt an die neuen Erlasse angepasst.
Alle aktuellen Informationen auf der Website des Fachbereiches Bauprodukte des BBL