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Es war bereits bekannt, dass Kalorien-reduktion bei Mäusen lebens- verlängernd wirkt. Eine Studie der Universität von Newcastle zeigt, dass die Bildung von Proteinkomplexen in den Mitochondrien dabei eine Schlüsselrolle spielt.
Die Forscher haben nachgewiesen, dass bestimmte Proteine in den Mitochondrien an einer vorzeitigen Alterung von Mäusen beteiligt sind. In isolierter Form bilden diese Proteine freie Radikale.
Dies führt zu oxidativen Schäden, wodurch die Zelle schneller altert. In komplexer Form treten oxidative Schäden und Zellalterung weniger schnell auf.
Die Forscher wendeten verschiedene Interventionen an, um die Komplexbildung zu stimulieren. Eine davon war Kalorienrestriktion. Kalorienrestriktion bedeutet, dass eine Zelle weniger Nährstoffe aufnimmt. Ergebnis: Die Bildung von Proteinkomplexen wird bei Nährstoffknappheit nahezu perfekt durchgeführt und die Mäuse leben länger. Ein Nährstoffüberangebot verringert die Effizienz der Komplexbildung und hat damit eine nachteilige Auswirkung auf die Lebenserwartung.
„Unsere Daten belegen in weitem Masse, warum Kalorienrestriktion zu einer besseren Funktion der Mitochondrien, einer Verlängerung der Lebensdauer und der Verzögerung vieler altersbedingter Krankheiten führen kann“, so die Forscher.
Die Forscher planen, demnächst die Auswirkungen von Kalorienrestriktion auf die Bildung von Proteinkomplexen beim Menschen zu untersuchen. Sie hoffen, auf diese Weise feststellen zu können, ob dieser Mechanismus beim Menschen genauso abläuft wie bei Mäusen. Vorerst handelt es sich zumindest um eine vielversprechende Neuentdeckung auf dem Gebiet des Anti-Aging.
FAZIT
Weniger Kalorien verlängern das Leben – jedenfalls das von Tieren. Bei Menschen ist das bislang nicht belegt. Wohl aber, dass es zu Veränderungen im Körper kommt, die lebensverlängernd wirken können
Satomi Miwa, et al., Low abundance of the matrix arm of complex I in mitochondria predicts longevity in mice, Nature Communications 5, Article number: 3837.