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Roger Federer drehte die Partie gegen Stan Wawrinka im Tiebreak des zweiten Durchgangs, als er mit 6:3 in Führung ging und schliesslich seinen dritten Satzball nutzen konnte. Im dritten und vierten Satz reichte dem siebenfachen Wimbledon-Champion jeweils ein Break. Für Federer war es der 14. Sieg im 16. Duell mit Wawrinka.
Grosses Lob an Wawrinka
«Stan hat super gespielt, vor allem in den ersten beiden Sätzen», zollte Federer seinem Kontrahenten Respekt. Er habe zu Beginn nur reagieren können. Über einen möglichen 8. Triumph in Wimbledon wollte Federer noch nicht spekulieren. «Ich will nicht zu weit nach vorne blicken», sagte Federer, er fühle sich aber sehr gut.
Im Halbfinal trifft Federer am Freitag auf Milos Raonic. Der Kanadier schlug Überraschungsmann Nick Kyrgios aus Australien in vier Sätzen. Federer hat alle vier bisherigen Begegnungen gegen den 23-Jährigen für sich entschieden.
Wawrinka mit furiosem Start
Den besseren Start in den ersten rein-schweizerischen Viertelfinal in Wimbledon hatte Wawrinka erwischt. Der Romand verzückte die Fans im ausverkauften Center Court mit Winnern aus allen Lagen. Der Lausanner schaffte es als erster Spieler in diesem Turnier, Federer den Aufschlag und wenig später einen Satz abzunehmen.
Diese Pace konnte der Romand allerdings nicht aufrechterhalten. Wawrinka wirkte mit Fortdauer der Partie körperlich angeschlagen und nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Er liess bereits gegen Ende des zweiten Satzes den Arzt kommen und verliess nach dem dritten Durchgang kurz den Platz.
Nach dem Match gab Wawrinka zu, dass das dritte Spiel innert drei Tagen mental und physisch sehr anspruchsvoll gewesen sei. «Umso mehr, wenn der Gegner Federer heisst», so der Lausanner.
Federer überholt Becker
Federer trug sich mit seinem Erfolg derweil einmal mehr in die Geschichtsbücher ein. Der 32-Jährige feierte seinen 72. Sieg in Wimbledon und überholte damit Boris Becker, der es an der «Church Road» auf 71 Erfolge gebracht hatte. Auf Spitzenreiter Jimmy Connors fehlen Federer allerdings noch 12 Siege.