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Die Milbe ist ein mikroskopisch kleines (ca. 0,3 mm) Geschöpf, das in Häusern oder Wohnungen angetroffen wird und zur Gattung der Spinnentiere gehört. Ihre Nahrung besteht aus menschlichen Hautschuppen. 1-1,5 g, die der Mensch täglich verliert, reichen einer Million Milben, um satt zu werden. Ausscheidungsteilchen (Kot) dieser Milben sind ein Hauptbestandteil des Hausstaubes, auf den die Menschen allergisch reagieren. Milben leben durchschnittlich 3 Monate und scheiden in dieser Zeit das 200-fache ihres Körpergewichts an Kot aus. Diese Teilchen verursachen auch dann noch allergische Symptome, nachdem die Milbe gestorben ist.
Die häufigsten Hausstaubmilbenarten sind Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae (Dermatophagoides = Hautfresser). Weltweit gibt es etwa 150 Arten. Sie sind ca. 0,1 bis 0,5 mm groß und haben 8 Beine. Hausstaubmilben ernähren sich von abgefallenen Hautschuppen, von denen der Mensch pro Tag bis zu 1,5 g verliert. Diese Schuppen müssen aber erst von dem Pilz aspergillus repens verdaut werden, bevor sie für die Milben nutzbar sind. Da die Milben diesen Pilz auch auf ihrem Körper tragen, wird er bei deren Bewegungen ständig verteilt.
Die Milben leben in Betten, Teppichen und Polstermöbeln. Ihr Kot enthält allergieauslösende Bestandteile, diese verteilen sich als feiner Staub (Partikelgröße etwa 35 µm), werden eingeatmet und können Allergien, wie zum Beispiel Hausstauballergien, hervorrufen. Eine Studie an 1.600 Kindern in Vietnam zeigte, dass Kinder mit intestinalem Wurmbefall im Vergleich zu Kindern ohne Wurmbefall nur eine 60%ige Chance einer Allergie gegen Hausstaubmilben hatten. Hausstaubmilben haben ideale Lebensbedingungen bei Raumtemperaturen um 25 Grad und einer relativen Luftfeuchte von 70%. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von weniger als 50% sterben sie ab.