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Eines von acht Ländern weltweit gibt mehr für ihre Schuldendienste aus als für soziale Leistungen, so ein heute veröffentlichter UNICEF-Bericht. UNICEF fordert deshalb die Ausweitung von Schuldenerlassen und Umschuldungen, damit die Länder – und die Kinder, die dort leben – wieder auf die Beine kommen können.
Der heute veröffentlichte Bericht «COVID-19 und die drohende Schuldenkrise» («COVID-19 and the Looming Debt Crisis») stellt fest, dass 25 Länder weltweit – die meisten von ihnen bereits durch Armut und Not belastet – 2019 einen höheren Anteil der gesamten Staatsausgaben für den Schuldendienst ausgaben als für Bildung, Gesundheit und soziale Schutzleistungen zusammen.
Bereits vor der Covid-19-Pandemie gaben Länder mit dem höchsten Schuldendienst für jeden Dollar, der in lebenswichtige soziale Dienste fliesst, mindestens drei US-Dollar für Schulden aus. Allen voran sind Länder wie der Tschad, Gambia, Haiti oder der Südsudan.
Obwohl die G20-Staaten eine Initiative zur Aussetzung des Schuldendienstes für den Zeitraum April 2020 bis Juni 2021 vereinbart haben, hat nur eines von drei teilnahmeberechtigten Ländern dieses Angebot angenommen. Bislang hat die Initiative dazu beigetragen, die Ausgaben für Gesundheit und soziale Sicherung in den 46 teilnehmenden Ländern aufrechtzuerhalten. Die Ausgaben für Bildung sind jedoch bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die verschuldeten Länder haben Berichten zufolge auch die Ausgaben für Kinderschutz, Ernährung und Wasser-, Sanitär- und Hygienedienste gekürzt, so der Bericht.
«Ein umfassender Schuldenerlass und eine Umstrukturierung sind unerlässlich, um einen Aufschwung zu gewährleisten, der sowohl inklusiv als auch nachhaltig ist, damit Kinder nicht die doppelte Last von reduzierten Sozialleistungen jetzt und erhöhter Verschuldung in der Zukunft tragen müssen», sagt Fore. «Es ist zwingend notwendig, dass internationale Organisationen, Gläubiger und nationale Regierungen gemeinsam handeln, um die Schuldenlast zu reduzieren und die Einsparungen in inklusive soziale Investitionen zu lenken.»
Im Norden Äthiopiens droht eine Hungersnot
UNICEF, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), und das Welternährungsprogramm (WFP) und rufen zu dringenden Massnahmen auf, um die dramatische akute Ernährungsunsicherheit im Norden Äthiopiens zu bekämpfen.
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