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Neulich in der Mensa: Drei Studentinnen unterhielten sich angeregt über das Wochenende, den Ausgang und die bevorstehenden Prüfungen. Da meinte die eine, während sie ein Salatblatt aufspiesste: «Ich gehe jetzt wieder dreimal pro Woche laufen. In meinem Bikini sehe ich momentan aus wie ein Wackelpudding auf zwei Beinen.» Die zweite Frau grinste, nagte an ihrer Gurke und erwiderte: «Ich probiere es dieses Jahr mit Low-Carb und Hot Yoga. Ich sage dir, es ist krass, wie schnell du da abnimmst. Musst du unbedingt mal probieren.» Die dritte Frau schaute betreten zu Boden, zog ihr schlabbriges T-Shirt über den Hosenbund und biss verlegen in ihr halb aufgegessenes Schinkensandwich. Was sie wohl dazu dachte?
Dieses Gespräch zeigt untrüglich, dass der Frühling vor der Tür steht. Denn spätestens mit den ersten Blumen, die ihre Köpfchen aus der Erde strecken, den steigenden Temperaturen und den (noch) zaghaften Sonnenstrahlen beginnt für viele Frauen wieder der alljährliche Wettstreit um die perfekte Bikinifigur. Der Schönheitswahn erwacht aufs Neue und den imaginären Pölsterchen an der Hüfte, der Cellulite an den Oberschenkeln und den Speckröllchen am Bauch, die sich im Winter noch wohlig unter einem Schlabberpulli verstecken liessen, wird der Krieg erklärt.