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Bilderbogen Grasfrosch
Ein Höhepunkt im Jahr des Naturlehrgebiets sind sicher die zahlreichen Grasfrösche, die jeden Frühling den Weiher zu Tausenden aufsuchen, um ihre Eier abzulegen. Den Rest des Jahres verbringen sie an Land, z.B. in den umliegenden Wäldern. Die ersten erscheinen noch vor dem vollständigen Auffrieren des Laichgewässers. Schon vor dem Erreichen des Teiches versuchen die Männchen, sich ein Weibchen zu erobern und verteidigen es dann bis zur Eiablage. Die Laichballen werden vor allem in der zuerst auftauenden Südost-Ecke des Weihers abgelegt.
Die Stimme der Grasfrösche ist ein leises Knurren, das in der leicht aufgeblähten Kehle produziert wird. Den Chor hört man aber bis auf die Dammkrone hinauf.
Die dunkelbraunen Larven (Kaulquappen, „Rossnägel“) halten sich zuerst dicht gedrängt und oberflächlich auf den verlassenen Eiern auf, solartechnisch ein ideales Verhalten, um die Körpertemperatur zu erhöhen und die Entwicklung zu beschleunigen! Später lassen sie sich am besten im flachen, wärmeren Wasser auf der besonnten Seite des Weihers beobachten. Nach sieben bis zwölf Wochen verlassen die kleinen Jungfrösche den Weiher; sie kehren erst nach 2-3 Jahren für die erste Eiablage wieder an ihr Geburtsgewässer zurück.