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Sonnenflecken
Aktuell befinden wir uns im 25 Sonnenflecken-Zyklus.
Die überraschendste Information ist, dass wir das solare Minimum wahrscheinlich noch nicht überschritten haben. Die Wissenschaftler prognostizieren ein Sonnenfleckenminimum für April 2020 mit einem Unsicherheitsbereich von +/- 6 Monaten. Außerdem sind sich die Experten einig, dass der Sonnenfleckenzyklus 25 eine durchschnittliche Intensität haben wird mit einer Sonnenfleckenzahl (SSN) von etwa 115. Das voraussichtliche Maximum wird im Juli 2025 (+/- 8 Monate) erwartet. Zyklus 25 wäre demnach von einer durchschnittlichen Intensität und ähnlich wie Zyklus 24.
Aktuelle Webseite für Sonnenflecken: http://spaceweather.com
Sonnenaktivitäten über Satellit NOAA: http://www.swpc.noaa.gov
Merkur
Merkur nicht sichtbar
Aufgrund der flachen Ekliptiklage am Abendhimmel, reicht das leider nicht für eine Sichtbarkeit des flinken Planeten für unsere Breiten. Somit bleibt der innerste Planet unseres Sonnensystems im gesamten Monat September unsichtbar.
Venus
Venus am Abendhimmel
der Planet Venus, im Sternbild Jungfrau, ist nach wie vor am Abendhimmel präsent. Leider verbessert sie ihre Höhe über dem Horizont und damit ihre Sichtbarkeit nach Sonnenuntergang aber kaum, weil die Venus im Laufe des Monats immer früher untergeht. Am 18. September tritt sie schliesslich in das Sternbild Waage über. Die Helligkeit unseres Nachbarplaneten steigt leicht von anfangs -4,0 auf -4,2 mag. Der Durchmesser des Venusscheibchen wächst weiter an und im Teleskop erkennt man zum Monatsende hin ein 18,6 Bogensekunden grosses Scheibchen, das von der Phasengestalt immer schlanker wird. Am 1. September geht der Abendstern um 20:55 Uhr Sommerzeit unter. Am 30. September verschwindet sie bereits eine Stunde früher unter dem Horizont. Die Beobachtung der Venus mit dem blossen Auge gestaltet sich als schwierig, weil sie rund eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang nur 5 Grad über dem Westhorizont steht. Am besten sucht man unseren Schwesterplaneten mit Hilfe eines Feldstechers auf. Am Abend des 9. und 10. September kann die zunehmende Mondsichel als Aufsuchhilfe für den Abendstern dienen.
Mars
Mars nich sichtbar
Unser Nachbarplanet Mars wandert rechtläufig durch das Sternbild Löwe und wechselt am 5. des Monats in die Jungfrau. Er nähert sich der Sonne weiter an, die er Ende des Monats fast erreicht. Am 30. September beträgt der gegenseitige Abstand zu unserem Zentralgestirn nur noch 2,5 Grad. Somit bleibt der Rote Planet im gesamten September unbeobachtbar.
Jupiter
Jupiter am Nachthimmel
Der Riesenplanet Jupiter stand im Vormonat in Opposition zur Sonne und ist nach wie vor fast die gesamte Nacht zu beobachten. Im Laufe des Septembers zieht er sich allerdings vom Morgenhimmel zurück und kommt Ende des Monats im Sternbild Steinbock fast zum Stillstand. Gleichzeitig geht auch seine Helligkeit leicht zurück von anfangs -2,9 auf -2,7 mag. Zu Beginn des Monats steht Jupiter um 0:17 Uhr im Südwesten im Meridian. Seine Höhe über dem Südhorizont beträgt zu diesem Zeitpunkt gut 26 Grad. Ende September erfolgt der Meridiandurchgang um 22:08 Uhr Sommerzeit. Sein Untergang erfolgt an diesem Tag bereits rund 3 Stunden nach Mitternacht und damit weit vor Beginn der Morgendämmerung. Somit ist die beste Beobachtungszeit des Riesenplaneten, um seine Atmosphärenstrukturen und seiner Monde zu studieren, bereits bei Einbruch der Dunkelheit. Im Teleskop geht der Äquatordurchmesser der Planetenkugel leicht zurück und beträgt Ende September 46,3 Bogensekunden. In der Nacht vom 17. auf den 18. September passiert der zunehmende Mond den Riesenplaneten.
Saturn
Saturn am Nachthimmel
Der Ringplanet Saturn wandert ebenfalls immer langsamer werdend, rückläufig durch den Steinbock. Saturn stand zu Beginn des Vormonats in Opposition zur Sonne und kann nach wie vor die gesamte Nacht beobachtet werden. Bei Einbruch der Nacht steht er bereits in guter Beobachtungsposition in Richtung Südosten. Im Laufe des Septembers verabschiedet sich Saturn aber langsam vom Morgenhimmel. Er steht rund eine Stunde vor Mitternacht im Meridian und geht am 1. September um 3:26 Uhr Sommerzeit im Südwesten unter. Am 30. September erfolgt sein Untergang bereits zwei Stunden früher. Seine Helligkeit geht im Laufe des Monats leicht zurück und beträgt Ende September 0,5 mag. Im Teleskop erscheint die Planetenkugel 17,7 Bogensekunden groß. Sein Ring ist mit 18 Grad immer noch weit geöffnet. In der Nacht vom 16. auf den 17. September zieht der zunehmende Mond südlich an Saturn vorbei.
Meteorströme
Die Alpha-Aurigiden
Die Alpha-Aurigiden sind vom 25. August bis zum 10. September aktiv. Das nicht sehr ausgeprägte Maximum ist am Morgen des 1. September gegen 5 Uhr zu erwarten. Der abnehmende Mond wir nur in den ersten Morgenstunden stören. Der Radiant steht kurz vor der Morgendämmerung rund 50 Grad hoch im Osten und befindet sich in der Nähe von Capella und nordöstlich von Theta Aurigae im Sternbild Fuhrmann. Im Schnitt sind in der Maximumsnacht 5 bis 10 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar, die mit hohen Geschwindigkeiten von 66 km/s in die Erdatmosphäre eindringen. Im Jahr 2007 gab es einen kurzen Aktivitätsausbruch mit korrigierten Raten von über 130 Meteoren pro Stunde während eines Zeitraums von 45 Minuten, wobei die hellsten Aurigiden eine Helligkeit von -2 mag erreichten. Im Jahr 2019 wurden zum Maximum 20 Meteore pro Stunde gezählt. Weitere Aktivitätsausbrüche wurden in den Jahren 1935, 1986 und 1994 registriert. Die Alpha-Aurigiden gehen auf den Kometen C/1911 N1 Kiess zurück, der eine Umlaufzeit von rund 2500 Jahren besitzt.
Die Delta-Aurigiden
Die Delta-Aurigiden sind ein relativ neuer Strom, der früher mit den September-Perseiden als gemeinsamer Meteorstrom betrachtet wurde. Der Strom ist ab dem 17. September bis zum 9. Oktober aktiv, mit einem geringen Maximum von 3 bis 5 Sternschnuppen pro Stunde um den 3. Oktober. Die Eintrittsgeschwindigkeit der Teilchen ist mit 60 km/s ähnlich hoch wie die der Alpha-Aurigiden.
Datenquelle; astrofan80.de/html/sky.html