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Altersmigration und transnationale großelterliche Unterstützung: eine spanische Fallstudie« Zurück
Menschen, die im Ruhestand migrieren, tun dies oft, um sich den bereits migrierten jüngeren Generationen anzuschließen und um bei den Enkelkindern zu helfen. Aber was ist mit den Rentnern, die von ihren Familien wegwandern? Unterstützen sie noch die Großeltern? Um diese Frage zu beantworten, untersuchen wir Migranten im Ruhestand, die sich dauerhaft in ihrem neuen Land, Spanien, aufhalten. Wir stellen fest, dass sie sich der Erwartungen an die Unterstützung durch die Großeltern bewusst sind und dass ihre Migrationsentscheidung manchmal zu Konflikten mit ihren Nachkommen führt. Gleichzeitig verändern diese Migranten im Ruhestand die Bedeutung der großelterlichen Unterstützung. Pflegeüberlegungen beeinflussen ihre Ziel- und Wohnortwahl, und sie bieten weiterhin Pflege an. Sie haben das Gefühl, dass ihre familiären Beziehungen jetzt trotz der Entfernung eine höhere Qualität haben. Gleichzeitig wird das Geschlecht nach wie vor zu einer Schlüsseldimension der großelterlichen Unterstützung. Die Großelternbildung dieser Migranten im Ruhestand stellt eine Herausforderung für die oberflächliche Darstellung ihrer Motivationen und die Gleichung von Quantität und Qualität der Kontakte dar.
Repetti, Marion, et Calasanti, Toni. 2020: Retirement migration and transnational grandparental support: a Spanish case study. Global Network, 20(2), 308-324.