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Basel, 17. Jh.
Signiert WF
Birnbaumholz
H. 26 cm, B. 33,5 cm
Inv. 1894.371.
Basels Wappenzeichen, der Baselstab, geht formal und wohl auch historisch auf den bischöflichen Krummstab zurück. Seine klassische Form mit Krümme, Knauf und den drei Stacheln erhielt er im 3. Viertel des 14. Jahrhunderts. Als Schildhalter erscheinen um 1400 zwei Löwen wie an der Aussenseite des Spalentors, Wilde Leute wie an einem Bannwartschild von 1470/1480 oder auch Engel oder Putti. Der Basilisk begleitet seit Ende des 15. Jahrhunderts das Basler Wappen als Schildhalter. Der Anlass ist nicht belegt, es mag auch die Ähnlichkeit der Namen Basel/Basilisk dabei eine Rolle gespielt haben. Dem Ungeheuer lag wohl keine klare Vorstellung zugrunde, dies belegt die Tatsache, dass der Scharfrichter in Basel 1474 einen Hahn mitsamt seinem Ei (!), aus dem sonst ein Basilisk geschlüpft wäre, hinrichtete. Kopien dieses Models, das mit Glück und Reichtum verheissenden, barocken Früchten und Blüten geschmückt ist, wurden von Basler Konditoreien zur Herstellung von Marzipancouverture auf Lebkuchen verwendet und dienen noch heute zum Ausprägen des klassischen, weissen "Anisbrots".