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Die NASA schaut bekanntlich nicht nur von der Erde in den Weltraum sondern auch von da auf die Erde zurück. Die Beobachtungen der Vorgänge, die der Blick auf die Erde freigibt, haben NASA-Wissenschaftler des Goddards Global Modeling and Assimilation Office kompakt visualisiert: Da sieht man zum Beispiel Aerosole, die von Winden über die Erdkugel gepeitscht werden, oder die Eisfläche der Antarktis, die in den Sommermonaten schmilzt.
Aerosole
«Satelliten, ballongetragene Instrumente und bodenstationierte Geräte tätigen jeden Tag 30 Millionen Observationen der Atmosphäre. Trotzdem ergeben diese Messungen gerade einmal ein unvollkommenes Bild der komplexen Interaktionen innerhalb der Erdatmosphäre. Dies wird von Klimamodellen kompensiert. Mit ihrer mathematischen Erfahrung können Modellbauer die Erde vor- und rückwärts bewegen, wodurch ein dynamisches Bild des Planeten entsteht. Das NASA Goddards Global Modeling and Assimilation Office hat kürzlich eine Simulation der Atmosphäre entwickelt, welche zeigt, wie Winde die Aerosole durch die Welt peitschen. Durch diese Simulationen können Wissenschaftler besser verstehen, wie diese kleinsten Partikel durch die Welt wandern und so Wetter und Klima beeinflussen. In dieser Simulation, welche die Periode von April 2006 bis April 2007 zeigt, ist zu sehen, wie Nebel und Meeressalz in Zyklonen herumgewirbelt werden, Karbon in Feuer explodiert, Sulfat aus Vulkanen fliesst und wie Aerosole die nachgebaute Welt färben.» (NASA)
Ausserdem…
Weitere interessante Animationen finden sich auf youtube.com/NASAexplorer.
Zum Beispiel:
Durch die Erwärmung der Antarktis dauert die saisonale Eisschmelze der Arktischen See jedes Jahrzehnt ein paar Tage länger. Das Eis im arktischen Meer verringert sich dadurch seit 40 Jahren rapide. Die Eisdecke des Meeres wird so stets kleiner und dünner. Durch diese Fakten alarmiert, zeichnen Wissenschaftler heute schon ein mögliches Szenario der Zukunft: eisfreie Polarkappen in den Sommermonaten noch in diesem Jahrhundert.
Diese Videoanimation zeigt eine bewegte Karte («BedMap2») der Felsformation, die unter der grössten Eisschicht der Erde liegt. Millionen von neuen Messungen einer britischen Antarktis-Studie und Unmengen an Daten der Nasa Mission «IceBridge» haben ein neues bis dato unbekannten Bild dessen gezeichnet, was unter dieser Eisschicht liegt. Mittels dieser über Jahre zusammengetragenen Daten konnte man in diesem Modell Eisschicht um Eisschicht abtragen und so die Felsformation unter dem Eis visualisieren.
Auf dieser Animation sieht man, wie sich die Erde seit 1950 von einem blauen in einen roten Planeten verwandelt. Sie zeigt, dass die globale Erwärmung in den letzten 60 Jahren angestiegen ist. Seit 1880 fanden die zehn wärmsten Jahre mit einer Ausnahme (1998) alle in den 2000er-Jahren statt. Rekordhalter bilden dabei die Jahre 2005 und 2010.
Der Blick aus dem All auf die Erde zeigt in der Nacht ein komplett anderes Bild als am Tag. Erst nachts sieht man, dass die Erde einem Galaxiengeflecht im Weltraum gleicht. Nur dieses Lichtnetz ist menschengemacht. Auf dieser Animation sieht man einerseits den Unterschied zwischen den urbanen und ruralen Lichternetzen. Andererseits zeichnet das elektrische Licht aber auch politische Grenzen, beispielsweise zwischen Nord- und Südkorea. Sogar die wilden Feuer in Australien sind aus dem All sichtbar.