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Bobby Owsinski [D]: It Looks Like You Need 9.1 Songwriters To Write A Hit Song These Days
Datum (JJJJ MM TT)
– 2019 01 11 [D]
Verlag
– Music 3.0
Quelle und Links
– [Quelle]
Behandelte Acts Behandelte Acts
Drake [D], Cardi B [D], Bad Bunny [D], J Balvin [D]
Tags
– Songwriter [Tag]
– Songwriter-Produzent [Tag]
– Songwriting [Tag]
– Post-Millennial-Music [Tag]
Durchschnittlich hat ein Top-10 Streaming-Hit in Amerika im Jahr 2018 9,1 Songwriter. Je mehr Songs dazu genommen werden, desto mehr fällt die Zahl (das ist ein Hinweis darauf, dass der Effort sich lohnen könnte, viele Leute involviert zu haben – Songs mit vielen Songwriter/-innen sind möglicherweise erfolgreicher als solche mit wenigen).
Im Vergleich zu früheren Jahren dürfte die Zahl gewachsen sein, es werden aber im Artikel keine Angaben gemacht. Die Zahl ist im letzten Jahr allein deshalb so hoch ausgefallen, weil drei Tracks mit einem Exzess von Songwriter/-innen den Durchschnitt in die Höhe getrieben haben:
Drakes
In My Feelings mit 16 und
Nice For What mit 21. Der dritte ist
I Like It von
Cardi B,
Bad Bunny und
J Balvin mit 15 Songautoren.
Gründe für die Entwicklung
Die Entwicklung kommt erstens daher, dass neben den eigentlichen Songwriter/-innen auch Produzent/-innen und Vokalist/-innen als Songwriter angegeben werden. Produzierende werden damit am Erfolg des Songs beteiligt, statt einfach für ihre Dienstleistung abgegolten zu werden, wie früher. Sänger/-innen werden ebenso beteiligt, auch wenn sie gar nicht oder kaum mitkomponieren.
Sodann arbeiten Songwriter heute oft arbeitsteilig im Team: Jemand ist für den Hook, jemand für die Lyrics, jemand für die Strophe, jemand für den Refrain zuständig.
Mit dieser Businesspraxis – die eine Konvention ist und kein Abbild tatsächlicher Involviertheit in den Produktionsprozess – beugt man auch einem künftigen Rechtsstreit vor.
Dieser Abschnitt hat eigene Ergänzungen von mir (C.S.)
Folgen der Entwicklung
Die Publishing Verträge werden mit der Anzahl von Autoren aber komplizierter. Für jeden Song muss vertraglich festgehalten werden, wer wie viel daran verdient und verschiedene Leute müssen kompensiert werden, was die Administration aufwändig macht. Bei Top Hits ist das ja kaum ein Problem, aber bei
Travis Scotts
Sicko Mode mit 30 Songwriter/-innen ist das unverhältnismässig, zudem der Song in kommerzieller Hinsicht nicht so erfolgreich war.
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