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Französischen Wissenschaftlern ist es gelungen, einen 500 Jahre alten Brief zu entschlüsseln. Es handelt sich um ein Schreiben des Herrschers des Heiligen Römischen Reiches Karl V., welchen dieser im Jahr 1547 an seinen Botschafter am französischen Hof, Jean de Saint-Mauris, schrieb.
Bild: Wikimedia Commons
In dem Brief offenbart der Kaiser, dass er Angst vor einem geheimen Attentatskomplott gegen ihn hatte. Auch sorgte Karl V. sich darum, dass das Friedensabkommen mit Frankreich auf wackeligen Füssen stünde. An einem Frieden mit Frankreich war dieser besonders interessiert, weil er sich auf die Bekämpfung des im damaligen Deutschland aufständischen protestantischen "Schmalkaldischen Bund" fokussieren wollte.
Die Entschlüsselung der Schrift erwies sich deswegen als so zäh, weil die ungefähr 120 Zeichen nicht einfach mit einem Symbol pro Buchstabe übersetzt werden können. Einige Zeichen repräsentieren auch Buchstaben-Kombinationen, ganze Worte oder haben sogar überhaupt keine Funktion. Dem zuständigen Kryptografen Cecile Pierrot zufolge hätte ein Computer für das Knacken des Codes länger gebraucht, als das Universum alt ist.
Karl V. spielt übrigens auch eine Rolle in der Lore von "Assassin's Creed". So erbte dieser einen Teil des 'Dreizacks von Eden' und gibt dieses an Hernán Cortés, welcher es in dem Roman "Last Descendants" für die Eroberung des Aztekenreichs einsetzte. Zudem plünderten seine Truppen 1527 Rom und nahmen Papst Clemens VII. gefangen, was in dem Facebook-Spiel "Assassin's Creed: Project Legacy" thematisiert wurde. Das auf der historischen Zeitskala am nächsten gelegene Hauptspiel der "Assassin's Creed"-Reihe ist "Revelations". Während es Ezio Auditore da Firenze 1511 nach Konstantinopel, das heutige Istanbul, verschlägt, ist Karl V. gerade einmal 11 Jahre alt und wird für das politische und höfische Leben erzogen.