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Archiv zu Aspirin, 25.11.2008 bis 19.3.2013
Frauen, die Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin) einnehmen, erkranken seltener an schwarzem Hautkrebs (Melanom). Das zeigt eine US-Studie, in der fast sechzigtausend Frauen über zwölf Jahre beobachtet worden sind. Je länger die Einnahme, desto seltener tritt Melanom auf. Daraus schliessen die Forscher auf eine Schutzwirkung von ASS. Da dieses Medikament auch Nachteile hat, ist es vermutlich nicht ratsam, es speziell gegen einen möglichen Krebs einzunehmen. [3294]
19. März 2013 – Ärzteblatt
Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und sozialer Stress wirken bei Frauen noch schädlicher auf Herz und Kreislauf als bei Männern. Dafür ist der Schutz durch Bewegung und ein tägliches Glas (aber nicht mehr) Rotwein bei Frauen besser. Frauen unter 65 überleben einen Herzinfarkt weniger gut als gleichaltrige Männer. Niedrig dosiertes Aspirin wirkt bei Frauen besser gegen Schlaganfall, bei Männern besser gegen Herzinfarkt. Das haben Untersuchungen des Instituts für Geschlechterforschung an der Berliner Charité ergeben. [3288]
11. März 2013 – Ärztezeitung
Gichtpatienten, die Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) in niedriger Dosierung nehmen, müssen mit etwa doppelt so häufigen Anfällen rechnen als ohne das Medikament. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie mit über siebenhundert Patienten. [3267]
8. Februar 2013 – Ärztezeitung
Einer von 14 Senioren, die mindestens einmal pro Woche Aspirin nehmen, wird innerhalb von zehn Jahren altersblind (altersbedingte Makula-Degeneration AMD). Dem gegenüber erkrankt nur einer von 62 Nicht-Konsumenten. Das sind Durchschnittszahlen aus einer australischen Studie mit über zweitausend Personen. Da Aspirin viele positive, aber auch negative Wirkungen haben kann, sollte man es nur auf Rezept längere Zeit nehmen. [3255]
23. Januar 2013 – UPI Health News
Acetylsalicylsäure (Aspirin) ist unbestritten wirksam bei koronarer Herzkrankheit oder nach einem Herzinfarkt, um die Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern. Doch gesunde Personen sollten die Finger davon lassen: Um bei ihnen einen einzigen Herzinfarkt zu verhüten, müssten statistisch gesehen 120 Personen sechs Jahre lang behandelt werden. Eine lebensgefährliche innere Blutung entsteht jedoch schon nach der Behandlung von 73 Personen. Der Schaden ist also deutlich grösser als der Nutzen. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung von neun klinischen Studien mit insgesamt über hunderttausend Personen. [3020]
11. Januar 2012 – Ärzteblatt
Wer täglich Aspirin nimmt, kann sein Risiko, an Krebs zu sterben, etwa um ein Fünftel senken. Diesen Schluss ziehen Forscher der Universität Oxford aus den Ergebnissen von fünf Studien mit über zwanzigtausend Patienten. Dennoch ist es für Gesunde nicht ratsam, den neuen Medien-Hype mitzumachen und täglich Aspirin zu schlucken. Das Medikament erhöht nämlich das Risiko von Darmblutungen, die ebenfalls tödlich sein können. In der Oxforder Studie sind nach Aspirin innerhalb von zwanzig Jahren zwar weniger Patienten an Krebs gestorben, aber nicht weniger an anderen Ursachen. [2767]
8. Dezember 2010 – Ärzteblatt
Jeder zweite Patient mit Migräne spürt nach Aspirin eine deutliche Besserung, bei jedem vierten verschwindet die Migräne sogar ganz. Zu diesem für Experten überraschend deutlichen Schluss kommt eine Auswertung von nicht weniger als 13 Studien mit insgesamt über viertausend Patienten durch die renommierte Cochrane Library. Die wirksamste Dosis sei meist drei Tabletten Aspirin innerhalb von zwei Stunden nach dem Auftreten der Symptome. Experten raten, es erst mit selbst gekauftem Aspirin zu versuchen und erst dann, wenn diese nicht wirken, einen Migränespezialisten zu konsultieren. [2528]
14. April 2010 – Telegraph
Zwar können Patienten nach einem Herzinfarkt das Risiko eines zweiten Infarkts senken, indem sie Aspirin nehmen. Doch für Gesunde mit einem geringen Herzrisiko ist es nicht ratsam, vorbeugend Aspirin zu nehmen. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von sechs Studien mit über neunzigtausend gesunden Personen. Negativ fällt vor allem die Gefahr von inneren Blutungen ins Gewicht. Sich regelmässig bewegen, gesund essen und nicht zu rauchen ist der weitaus bessere Schutz für das Herz. [2251]
4. Januar 2010 – SonntagsZeitung
Eine Impfung ist möglicherweise weniger wirksam bei Menschen, die Schmerzmittel nehmen. Diesen Verdacht äussern Forscher nach Versuchen mit Mäusen. Werden die Nager mit Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) behandelt, bildet ihr Immunsystem weniger Antikörper. Das Ziel einer Impfung ist es aber, den Körper zur Bildung von bestimmten Antikörpern anzuregen. Ob die Erkenntnisse bei Mäusen sich auf den Menschen übertragen lassen, steht zwar noch nicht fest. Trotzdem ist es ratsam, vor einer Impfung die Einnahme von Schmerzmitteln eine Weile auszusetzen. Wer Aspirin als Herzpatient nimmt, sollte den Arzt fragen, ob er es eine Weile absetzen darf.
[2164]
6. Dezember 2009 – Spiegel
Die Fettsäure DHA und Aspirin regen Zellen im Hirn dazu an, einen Schutzfaktor zu bilden, der die Nervenzellen stärkt. Diese sind dann weniger anfällig für Degeneration im Alter, insbesondere durch Alzheimer. DHA gehört zu den Omega-3-Fetten und kommt im Lachs, im Hering und anderen fetten Meeresfischen vor. Es ist auch in Kapseln erhältlich. Der Vorschlag, DHA und Aspirin vorbeugend gegen Alzheimer zu nehmen, kommt von italienischen Experten. Sie vermuten, dass so der Ausbruch der Krankheit zwar nicht verhindert, aber doch um einige Jahre hinausgezögert werden könnte. [1989]
25. November 2008 – PubMed PMID: 18855583
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