Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03263.jsonl.gz/2352

Honorat Cotteli (1941 ‑ 2014)
Promenade avec Monet
Honorat Cotteli verbrachte seine frühen Jugendjahre in seiner Heimatstadt Banská Bystrica. Mit sechs Jahren (1948) erhielt er den ersten Violinunterricht. Bald fielen seine Begabung und Musikalität auf. Mit 14 Jahren zog er nach Brünn und begann das Musikstudium für Violine am dortigen Konservatorium, das er 1960 in Bratislava abschloss. Ein Jahr vor seinem Abschluss wurde er Mitglied des Radioorchesters Bratislava und musikredaktioneller Mitarbeiter im tschechoslowakischen Rundfunk. Bald darauf erfolgte der Übertritt in die Slowakische Philharmonie. Ab 1964 wirkte er gleichzeitig auch als Konzertmeister an der Staatsoper Banska Bystrica.
1967 konnte Cotteli die damals noch kommunistische Slowakei verlassen und in die Schweiz übersiedeln. Er trat als Violinist ins Orchester des Stadttheaters St. Gallen ein und wurde zwei Jahre später mit der Stelle des Konzertmeisters betraut. Mit seinem Cotteli-Quartett (1. Violine Honorat Cotteli, 2. Violine Miloslav Kopecky, Viola Oskar Menzel, Violoncello Conrad Schmid) pflegte er eine kammermusikalische und solistische Tätigkeit.
1970 wurde Cotteli Mitglied des Orchesters der Zürcher Oper und zog nach Spreitenbach unweit von Zürich. Unter der Leitung von Räto Tschupp wurde er Mitglied der Camerata Zürich. 1976 erfolgte seine Berufung als Lehrer für Violine an das Zürcher Konservatorium (Zürcher Hochschule der Künste ZHdK). In die Zeitspanne ab 1970 fällt der Schwerpunkt seines musikalischen Wirkens in der Schweiz. Ab 1986 verlagerten sich sein Interesse und sein musikalisches Schaffern immer mehr auf die Komposition eigener Werke.