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das Aufgeben einer bisher eingenommenen
Stellung und das Übergehen in ein andres, dem frühern entgegengesetztes
Lebensverhältnis. Zu unterscheiden ist vornehmlich der politische und der konfessionelle oder religiöse Abfall, je
nachdem man sich von einer politischen oder religiösen Überzeugung,
Regierung,
Partei oderAllianz lossagt.
Als ein schlagendes
Beispiel des politischen Abfalls oder Ausscheidens ganzer Landesteile aus den frühern staatlichen Verhältnissen
ist der der
Niederlande
[* 7] von
Spanien
[* 8] zu bezeichnen, während das großartigste
Beispiel des religiös-kirchlichen Abfalls die
Lossagung der protestantischen
Kirche von
Rom
[* 9] ist. Vgl.
Apostasie.
Die
Industrie bemüht sich, diese Abfälle soviel wie möglich zu vermindern, die unvermeidlichen Abfälle aber
in denKreis
[* 11] der Fabrikationsprozesse zurückzuführen oder anderweitig lohnend zu verwerten. Von der
vorteilhaften Verwertung der Abfälle hängt nicht selten das Gedeihen des ganzen
Geschäfts Betriebs ab, und die neueste Zeit hat
in dieser
Richtung unendlich viel mehr geleistet als irgend eine frühere
Epoche.
Manche Abfälle sind das Rohmaterial für ganze
Industriezweige geworden, und wenn die Verwertung daran zu scheitern drohte, daß die Abfälle nicht
mit zu hohen Transportkosten belastet werden durften, hat man darauf Bedacht genommen, die Entstehung der Abfälle möglichst
an den
Ort zu verlegen, wo sie zur Zeit einen höhern Wert besitzen.
Das Chlorwasserstoffgas der Sodafabriken wird verdichtet und liefert die
Salzsäure,
welche die Sodafabriken zum großen Teil selbst zur
Darstellung von
Chlorkalk
[* 16] verarbeiten. Hierbei entstehen wieder Manganlaugen
alsAbfall, aus denen man aber das
Mangan in einer Form wiedergewinnt, daß es von neuem benutzt werden
kann. Früher ging der
Schwefel der in den Sodafabriken benutzten
Schwefelsäure vollständig verloren, und die sogen.
Sodarückstände
bildeten eine große
Last.