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ist, ein solches Joch zu verlegen. Die Verbindung der aneinander stoßenden Joche erfolgt durch Laschen, welche an einem der beiden Stoßenden angenietet sind und ein Hineinstecken des entsprechenden Endes des anschließenden Joches gestatten. Auch die Kurven, Weichen, Drehscheiben, Wegübergänge etc. sind leicht transportabel und können an beliebiger Stelle in dem Geleise eingeschaltet werden. Vier Arbeiter sind im stande, einen Schienenstrang von 240 m Länge in der Zeit von einer Stunde aufzuheben und auf 30 m Entfernung wieder betriebsfähig zu legen.
Charakteristisch für diese Feldeisenbahnen [* 1] ist überdies, daß die zu transportierende Last in einzelnen Partien von 300 bis höchstens 400 kg Gewicht in je einem Fahrzeug untergebracht wird. Dies gestattet die Anwendung sehr schwacher Schienen, welche auch bei mangelhaftem Auflager auf dem Boden nicht durchbiegen können, da eine Überlastung nicht eintritt. Bleiben die Stränge dauernd auf derselben Strecke liegen, so sorgt man vorteilhaft für eine Unterbettung mittels Schwellen, für welche in den Traversen der Schienenjoche die Löcher angebracht sind.
Bei den Wagen sind entweder, wie bei den Landfuhrwerken, die Achsen im Gestell befestigt, und die Räder drehen sich lose um die Schenkel der Achsen, oder die Fahrzeuge sind nach Art der gewöhnlichen Eisenbahnfahrzeuge konstruiert, also mit Achsbüchsen und Rädern, welch letztere mit den Achsen rotieren. Erstere Methode, für geringe Lasten geeignet, gestattet das Befahren sehr scharfer Kurven, da hierbei jedes Rad die dem zurückgelegten Weg entsprechende Geschwindigkeit annimmt; ein Nachteil dieser Anordnung ist jedoch, daß die Räder im Lauf der Zeit schlotterig werden, so daß ein Ausbüchsen der Naben, bez. eine Erneuerung notwendig wird. Für stärkere Belastungen findet aus diesem Grund stets das freilich kostspieligere System mit Achsbüchsen Verwendung. Vorwiegend kommen für den Transport landwirtschaftlicher Produkte Plattformwagen mit aufgesetzten, leicht abnehmbaren Körben [* 1] (Fig. 1 u. 2) oder Kippwagen [* 1] (Fig. 3 u. 4) in Anwendung.
Die Tragkörbe empfehlen sich namentlich für den Rübentransport; sie werden mit zwei entsprechend langen Handgriffen versehen, so daß sie an der Aufladestelle gefüllt und von zwei Arbeitern auf die Plattform des Wagens gesetzt werden können. Ein derartiger, aus flachem Eisen [* 2] (Bandeisen) gebildeter Korb faßt 120-150 kg Rüben. Mittels dieser Gattung von Wagen können von vier Arbeitern und einem von einem Jungen geführten Pferd [* 3] in zehn Stunden mindestens 40,000 kg Rüben von einem 300 m langen Feld weggeschafft werden. Die Kippwagen können in der Regel nach beiden Seiten entleert werden.
Die bisher mit den transportabeln Eisenbahnen im Landwirtschaftsbetrieb erzielten Resultate können als äußerst günstige bezeichnet werden; namentlich haben dieselben bei der Abfuhr der Rüben, dieser so schwierigen u. kostspieligen Transportarbeit, derartige Erfolge geliefert, daß die allgemeine Einführung der in Rübenwirtschaften nur eine Frage der Zeit ist.
Seitdem der Wert der Decauvilleschen Bahnen allgemein anerkannt worden ist, beschäftigt sich eine größere Anzahl von Konstrukteuren mit der Ausfüh-
[* 1] ^[Abb.: Fig. 1 und 2. Plattformwagen mit Körben.]
[* 1] ^[Abb.: Fig. 3 und 4. Kippwagen.] ¶