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Gestern, am 27. Januar 2022, wurde wieder der Holocaust-Gedenktag begangen. Er erinnert an das Datum der Befreiung der wenigen überlebenden Häftlinge in Auschwitz durch die russische Armee.
Am Morgen des 27. Januar 1945 befand sich im Konzentrationslager Auschwitz noch ein Rest von 7000 Überlebenden. Über eine Million Menschen waren in diesem Vernichtungslager seit 1940 ermordet worden. Insgesamt sind in Europa etwa sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens in über tausend Konzentrationslagern ums Leben gekommen. Weitere vernichtete Gruppen waren u. a. Kommunisten, Sozialdemokraten, Roma sowie Geistesschwache und Schwule.
Die treibende Kraft zur der Einführung dieses Gedenktages war der Europarat, seit 1947 eine zwischenstaatliche Organisation mit 47 Mitgliedsländern. Im Oktober 2002 beschlossen die Bildungsminister der Mitgliedsstaaten des Europarates diesen Gedenktag. Als “Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts” wurde er dann 2005 von der UNO eingeführt.
Der Europarat unterstützt u. a. Lehrpersonen bei der Vorbereitung des Holocaust-Gedenktages, damit diese die Schüler für dieses dunkle Kapitel der Geschichte zum Thema Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sensibilisieren. Toleranz und Freundschaft unter Nationen, Ethnien und Religionen sollen gefördert werden.
In Luzern wurde am 27. Januar 2022 ein Stadtrundgang zum Thema “Luzerns Verbindung zum Holocaust” eröffnet. Man kann ihn begehen oder im Smartphone verfolgen.
https://www.phlu.ch/news-und-medienmitteilungen/das-juedische-luzern-1933-1945.html