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Joh., Buchdrucker zu Lübeck, welcher 1531 (1530?) -99 daselbst druckte (falls nicht
in dieser Zeit ein gleichnamiger Sohn dem Vater folgte) und auf den derAusdruckballhornisieren oder verballhornen, d. i. soviel
als ein Schriftwerk verschlechtern statt verbessern, zurückgeführt wird. Angeblich druckte man schon damals Fibeln,
[* 4] auf
deren letzter Seite das Bild eines an den Füßen gespornten Hahns war.
AuchBallhorn soll eine solche gedruckt,
dabei die Sporen weggelassen, dafür aber dem Hahne zwei (oder nach andern einen ganzen Korb) Eier zur Seite gelegt und
auf
den Titel die Worte «verbessert durch Joh. Ballhorn» gesetzt
haben. Doch ist ein solcher Druck nicht nachgewiesen und jenes Bild des Hahns in den Fibeln erst später
aufgekommen. Nach anderer Annahme bezieht sich der Ausdruck vielmehr auf eine «korrigierte» Ausgabe des Lübecker Stadtrechts,
welche 1586 von Ballhorn gedruckt wurde, aber allerorten Tadel erfuhr; da die Revisoren (besonders Senator von Stiten)
auf dem Titel nicht genannt sind, habe der Tadel den Drucker Ballhorn getroffen.