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Insbesondere von den Frauen hatte mehr erwartet werden dürfen. Doch einen Tag nach Joana Heidrich/Nadine Zumkehr (25., Out nach der Vorrunde) scheiterte mit Isabelle Forrer/Anouk Vergé-Dépré auch das zweite Team, das in einem Monat an die Olympischen Spiele in Rio reist, frühzeitig. Das 22:20, 19:21, 10:15 gegen die amerikanischen Aussenseiterinnen Lane Carico/Summer Ross bedeuteten das Aus in den Sechzehntelfinals.
Mit dem Abschneiden seiner beiden besten Duos war Philippe Saxer, der Direktor Beachvolleyball im Schweizer Verband, natürlich nicht zufrieden. «Am Heimturnier ist man mit solchen Resultaten nie zufrieden», sagte Saxer, dem auch die Leistungen von Heidrich/Zumkehr und Forrer/Vergé-Dépré teilweise nicht gefielen.
Dramatisieren wollte Saxer die mässigen Darbietungen vier Wochen vor dem Saisonhöhepunkt Olympia nicht. «Die beiden Teams standen eineinhalb Jahre unter grossem Druck. Sie schafften am Ende souverän die Olympia-Qualifikation. Da ist es normal, dass die Spannung danach etwas abfällt.»
Um für Rio bereit zu sein, gelte es nun wieder hochzufahren und auch im athletischen Bereich noch einmal Impulse zu setzen. In der kommenden Woche trainieren die vier Schweizerinnen zusammen mit den deutschen Olympia-Teilnehmerinnen Laura Ludwig/Kira Walkenhorst und Karla Borger/Britta Büthe in Bern. Eine Woche danach folgt für die vier Duos ein Trainingslager in Hamburg, ehe mit Klagenfurt das letzte Turnier vor Rio ansteht.
Betschart/Hüberli mit Matchbällen
Wie Forrer/Vergé-Dépré mit dem 17. Rang vorlieb nehmen mussten auch Nina Betschart und Tanja Hüberli, die den als Nummer 4 gesetzten Kanadierinnen Sarah Pavan/Heather Bansley 21:18, 24:26, 12:15 unterlagen. Für das hoffnungsvolle junge Zentralschweizer Duo, das zuletzt mit zwei Viertelfinal-Einzügen auf höchster Stufe geglänzt hatte, ist der Vorstoss in die Sechzehntelfinals jedoch kein schlechtes Resultat.
Bitter war das Out in der ersten K.-o.-Runde aber allemal, hatten Betschart/Hüberli doch nach gewonnenem ersten Satz im zweiten Durchgang gleich vier Matchbälle. Doch die favorisierten Kanadierinnen, die letzte Woche im kroatischen Porec im Final gestanden hatten, retteten sich aus den heiklen Situationen und drehten die Partie noch.
Gabathulers letzter Auftritt
Im Turnier der Männer sorgten Beeler/Strasser für die einzige positive Nachricht. Zwar verloren sie ihre dritte Partie, stehen aber trotzdem in den Sechzehntelfinals vom Samstag. Dort treffen sie auf die Deutschen Stefan Windscheif/Tim Holler, die in Gstaad zum ersten Mal überhaupt miteinander antreten.
Nicht über die Gruppenphase hinaus kamen dagegen Jonas Kissling/Marco Krattiger, die alle ihre drei Partien verloren, und Philip Gabathuler/Mirco Gerson. Das Berner Duo hätte gegen die Polen Michal Kadziola/Jakub Szalankiewicz einen Sieg benötigt, scheiterte aber nach einer engen Partie in drei Sätzen (16:21, 21:13, 12:15).
Und so musste sich Gabathuler bei seinem zwölften und letzten Auftritt so früh verabschieden, wie seit 2012 nicht mehr. Am Mittwoch hatte der 33-Jährige seinen Rücktritt verkündet, zwei Tage danach verabschiedete er sich mit Tränen in den Augen, emotionalen Worten und einer Ehrenrunde aus dem Berner Oberland. «Die Batterien waren leider leer», sagte der Blocker. Er traf damit ungewollt den Nagel auf den Kopf–für das gesamte Schweizer Team. sda