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Die alte, neugotische Kapelle Dierikon aus dem Jahre 1869 war über die Jahre baufällig geworden, und man musste sich überlegen, ob eine Renovation durchgeführt werden sollte. Da die Bevölkerung von Dierikon wuchs und man mit einer Einwohnerzahl von 2000 und mehr rechnete, war auch die Platzzahl in der Kirche in Frage gestellt. Man überlegte sich, eine umfassendere Lösung in Erwägung zu ziehen.
In den 60er Jahren des 20. Jh. wurden erste Gedanken über den Neubau einer provisorischen Kirche an einem anderen Standort gemacht. Der Kirchenrat besuchte Seon, um die 1967 fertig gestellte Notkirche der Firma Wernle zu besichtigen. 1969 wurden die Kosten für den Bau mit 250 Sitzplätzen mit 352000 Fr. veranschlagt. Die Planung und Bauleitung übernahm der Architekt Josef Bründler aus Root. Die Gemeinde stellte das Landstück unentgeltlich zur Verfügung. Am 18. Juni 1972 wurde die Kirche durch Pfarrer und Dekan Josef Schumacher eingeweiht. Sie war damals noch ohne Glockenturm, welcher dann auf Wunsch der Bevölkerung 1976 gebaut wurde. Er ist 15 Meter hoch, eine dreieckige Holzkonstruktion und birgt 3 Glocken der Firma Rüetschi, Aarau. Sie tragen die Namen: Dreifaltigkeitsglocke in c“-, Jungfrau Maria in es“ und Bruder Klaus in f“ gestimmt. Anfangs der 90er Jahre zeigte sich mehr und mehr, dass das ehemalige Provisorium als definitive Kirche ihren festen Platz in Dierikon erhielt. Pläne, wie ein neuer Standort im Oberfeld wurden fallen gelassen. Man restaurierte und renovierte das Gebäude und sicherte so dessen Fortbestand als Dreifaltigkeitskirche Dierikon. Die alte Kapelle wurde von der Gemeinde Dierikon an eine Privatperson verkauft, die darin seit 2020 ein sehr geschmackvoll eingerichtetes Restaurant betreibt.
Im Jahr 2022 feiert die Kirche Dierikon ihr 50-jähriges Jubiläum.