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Osteopathie ist eine manuelle Therapieform. Das heisst, der Osteopath versucht, Bewegungsverluste des Bewegungsapparates mittels manueller Techniken zu beheben, also mit seinen Händen.
Der geistige Vater der Osteopathie war der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917, USA). Er gründete vor über 110 Jahren (1894) nach einer Serie von Selbstversuchen die Schule der Osteopathie, deren Lehre sich sehr rasch ausbreitete. Er tat dies aus eigener Not heraus: Der Arzt musste machtlos mit ansehen, wie seine erste Frau und vier seiner Kinder erkrankten und starben. Das Motto von Andrew Taylor Still war: "Der Organismus kann sich selber heilen, wenn man ihm die Möglichkeit dazu gibt, und ihn unterstützt". Stills rein manuelle Techniken dienten seiner Ansicht nach zur optimalen Anpassung (nicht: Korrektur) des Organismus, wodurch sich die Selbstregulationsmechanismen, d. h. die Gesundheit des Körpers wieder besser entfalten könne und bestehende Symptome oder Krankheiten verdrängen würden. (Quelle: Wikipedia)
Es gibt viele Definitionen von Osteopathie. Diese gefällt mir am besten: Das Wort "osteon" heißt Knochen, "pathos" ist die Fähigkeit, Sympathie, Emotion, Leidenschaft, Leiden und Gefühle zu erregen.
Mittlerweile wird die Osteopathie an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen gelehrt und der Abschluss entspricht einem Doktorgrad in Osteopathie (D.O.)
Der Osteopath behandelt an Wirbelsäule, Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Knie, Fuss aber auch an den inneren Organen wie Leber, Niere, Dünndarm, Dickdarm, etc. Eingeschränkte Gelenke und Strukturen werden so durch kurze, schnelle Impulse wieder beweglich gemacht. Die Bewegungsverluste der inneren Organe behandelt man durch äusserliche Techniken im Bauchraum. Die osteopathische Behandlung ist meist kurz und intensiv. Nach zwei bis vier Behandlungen sollte eine deutliche Verminderung der Beschwerden spürbar sein.
Mit den Ursprung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Ausübung der osteopathischen Medizin mittlerweile zu einem selbstständigen Beruf geworden, der eine mehrjährige Ausbildung erfordert.