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Krebs ist oft ausschlaggebend
Das Bundesamt für Statistik (BfS) legt erstmals Zahlen über den assistierten Suizid vor. Im untersuchten Zeitraum von 1998 bis 2009 haben immer mehr Frauen und Männer die Sterbehilfe in Anspruch genommen; 2009 waren es knapp 300 Personen.
In 90 Prozent der Fälle waren die Personen 55 Jahre alt oder älter, nur ein Prozent war jünger als 35 Jahre. Die Altersverteilung ist zwischen Männern und Frauen ähnlich. Ab dem 55. Altersjahr wählen jedoch deutlich mehr Frauen den assistierten Suizid. Sterbehilfe wird vorwiegend wegen schwerer körperlicher Krankheiten beansprucht. In 44 Prozent der Fälle wurde Krebs als Grundkrankheit gemeldet. In 14 Prozent war eine neurodegenerative Krankheit ausschlaggebend, in 9 Prozent der Fälle eine Herzkreislaufkrankheit, wie das BfS meldet. Am höchsten ist der Anteil der Sterbehilfe-Fälle bei den 75- bis 84-Jährigen; sie machten knapp ein Drittel aus.
An Suizid starben in der Schweiz im Jahr 2009 über 1100 Personen, davon waren 827 Männer. Betroffen waren insbesondere die Altersgruppen der 45- bis 54-Jährigen sowie der 55- bis 64-Jährigen. (bm), 29. März 2012