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Ab dem 28. Dezember nimmt Simon Ammann den nächsten Anlauf, endlich die Vierschanzentournee zu gewinnen. Mit einem Triumph würde der vierfache Olympiasieger eine der letzten Lücken in seinem beeindruckenden Palmarès schliessen. Die bisherigen Bestergebnisse waren zwei 2. Plätze, zweimal war er Dritter.
Die letzten Ernstkämpfe vor dem Tournee-Auftakt in Oberstdorf bestreitet Ammann am kommenden Wochenende in Engelberg. Nach dem starken Saisonstart und den zwei Siegen in Kuusamo will der Toggenburger seinen guten Lauf beim Heimspringen auf der Titlis-Schanze fortsetzen. Der Wettkampf kann trotz widriger Witterungsbedingungen im Vorfeld plangemäss stattfinden.
Stark in Engelberg, stark an der Tournee
Zum einen strebt Ammann in Engelberg vor Heimpublikum seinen 4. Sieg an, zum anderen will er mit guten Resultaten Schwung holen für das erste Saison-Highlight zum Jahreswechsel. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass der 33-Jährige oft dann an der Tournee brillieren konnte, wenn er wenige Wochen zuvor auch in der Heimat überzeugte.
Als Ammann in der Saison 2006/07 als Dritter zum ersten Mal in der Tournee-Gesamtwertung auf das Podest steigen konnte, tat er dies, nachdem er in Engelberg Vierter und Zweiter geworden war. Das gleiche Bild zeigte sich in der Saison 2008/09. Nach den Plätzen 1 und 3 auf der Titlis-Schanze realisierte er kurze Zeit später dank dem grossen Selbstvertrauen in Bischofshofen den 2. Gesamt-Rang.
Enttäuschung in der Saison 2012/13
Waren die Ergebnisse in Engelberg jedoch schlecht, endete für Ammann oft auch die Tournee enttäuschend. Besonders auffallend war dieser Zusammenhang im Winter 2012/13. Mit den Plätzen 41 und 26 im Gepäck reiste er zur Tournee. Nach einem zufriedenstellenden 6. Rang im Oberstdorf schaffte Ammann in der Folge dreimal den Sprung in die Top 20 nicht und musste sich schliesslich mit dem 27. Gesamtrang zufrieden geben.
«Besonders wichtig bei der Tournee ist, dass man als Spitzenspringer für den Wettkampf vorqualifiziert ist», gibt der Schweizer Teamchef Berni Schödler zu bedenken. Dies ist nur bei den besten 10 der aktuellen Gesamtwertung der Fall. Wenn Ammann also bereits im Vorfeld der Vierschanzentournee gute Leistungen gezeigt hat und sich in den Top 10 befindet, kann er sich bei den 4 Wettkämpfen den Gang durch die Qualifikation sparen und Kräfte für die Entscheidungen schonen.
So kann auch die Ausnahme von der Regel in der letzten Saison erklärt werden. In Engelberg kam Ammann 2013 nicht über die Ränge 11 und 17 hinaus, konnte sich aber dank guten Resultaten zuvor in den Top 10 der Gesamtweltcup-Wertung halten. An der Tournee siegte er dann als Vorqualifizierter zum Auftakt in Oberstdorf und wurde zum Schluss Gesamt-Dritter.
Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 16.12.14, 22:20 Uhr
TV-Hinweis
Das erste von zwei Springen in Engelberg sehen Sie am Samstag ab 14:20 Uhr auf SRF zwei und im Stream. Am Sonntag sind Sie auch beim zweiten Wettkampf live dabei.