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Als Jamie Gold 2006 bei der World Series of Poker im Main Event das Preisgeld von zwölf Millionen Dollar in Empfang nahm, hat nicht nur ein hoch talentierter Pokerspieler gewonnen, sondern auch zugleich ein erfolgreicher Fernsehproduzent und Hollywoodagent. Seine Erfolge im Poker verdankt er dabei genau dieser Filmarbeit, die ihn bei den Arbeiten zu einer Fernsehshow mit Johnny Chan in Kontakt brachte, der sein Talent erkannte und zu seinem Mentor wurde.
Jamie Gold wurde 1969 in Kansas City geboren, zog aber bereits früh mit seiner Mutter nach Manhattan. Er hat einen Abschluss der State University von New York und studierte in Kalifornien an der UCLA Medienrecht. Noch als Teenager mit 16 Jahren begann er als Praktikant in einer Talentagentur, in der er später im Management arbeitete. Poker war ihm zu diesem Zeitpunkt bereits aus der Familie durch seine Mutter vertraut, von der er das Talent geerbt hat. Wirklich ernst wurde es jedoch durch seinen Bekanntschaft mit Johnny Chan. Seit 2005 spielt Jamie Gold regelmässig und erfolgreich in Poker Turnieren, ohne dabei seine Tätigkeit im Showbusiness als Produzent aufgegeben zu haben.
Jamie Gold ist leicht zu erkennen, da er fast immer völlig schwarz gekleidet ist. Er gilt als aggressiver und sehr gesprächiger Pokerspieler, der aus den Antworten seiner Gegner Rückschlüsse zu ziehen versucht. Gelegentlich geht er so weit, dass er seinen Gegnern sein Blatt mitteilt oder ihnen eine der Karten zeigt und sie damit verunsichert. Obwohl dies regelwidrig ist, wurde er bislang dafür noch nicht sanktioniert. Hohe Einsätze schrecken ihn ebenso wenig und er legt es darauf an, alle anderen zu ebensolchen Risiken zu zwingen. Eher ungewollte Berühmtheit erfuhr Jamie Gold im Zusammenhang mit dem WSOP-Preisgeld von zwölf Millionen Dollar, als er von Crispin Leyser auf Auszahlung der Hälfte des Gewinns verklagt wurde. Bodog.com hatte als Sponsor das Buy-In für Jamie Gold gezahlt. Im Gegenzug sollte dieser Prominente als Werbeträger anwerben. Leyser behauptete, für seine Unterstützung dabei einen Anspruch auf die Hälfte eines möglichen Gewinns zu haben. Die Einigung der beiden erfolgte schliesslich aussergerichtlich, ohne dass die Vergleichssumme je bekannt gegeben wurde. Nach dem Erfolg beim WSOP 2006 folgten bisher nur noch kleinere Erfolge wie rund 50’000 Dollar bei der WSOP Europe 2009. Dafür ist er regelmässig im Fernsehen bei Poker Shows zu sehen wie in Staffel drei und vier von GSN High Stakes Poker und engagiert sich in vielen Wohltätigkeitsveranstaltungen.
Doyle Brunson findet es nicht lustig…