Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03463.jsonl.gz/15

Ein Königshof entsteht! Bümpliz um 1000
Bümpliz, die Engehalbinsel und Köniz hatten frühgeschichtliche und römische Siedlungstätigkeiten längst bevor sich das heutige Bern entwickelte. Unter dem Bienzgut und der Kriche von Bümpliz
liegt ein römischer Gutshof und eine römisches Bad. Bronzezeitliche Funde sind bekannt und Gräberfelder des Frühmittelalters. So ist eine intensive Besiedelung von Bümpliz bereits vor dem
Jahr 1000 ad belegt. Vermutlich am Ende des ersten Jahrtausend entstehen die ersten befestigten Häuser aus Holz. Genutzt wird eine natürliche Senke oder Teich die vom Stadtbach( leider ist
der ursprüngliche Name des Stadtbaches vor der Gründung von Bern nicht mehr bekannt.) gespiesen wird. In der Mitte wird eine Insel knapp über den Wasserspiegel aufgeschüttet. Der Erbauer
könnte der burgundische König Rudolf II sein, der Bümpliz als Reichsgut oder Königshof nutzte. Dessen Nachfolger Rudolf III stellte um das 1010 Dokumente in Bümpliz aus und so kann sein
Vater,indirekt, als Erbauer bestätigt werden. Wobei schriftliche Dokumente aus dieser Zeit nicht so genau zu datieren sind und deshalb keine klaren Aussagen auf diese sehr frühe Zeit zulassen.
So bleibt diese frühe Phase von Bümpliz weitgehend verborgen.
Hier geht es zur Animation! Bümpliz_BI.wmv
Nicht so imposant wie man sich ein Königshof vorstellt, aber so könnten die Anfänge von Bümpliz ausgesehen haben. Natürlich sind die Bilder nur Phantasien, da bei den Ausgrabungen nur wenige
Spuren aus dieser frühen Zeit zum Vorschein kamen. Umringt von einer Holzpalisade entstehen mehrere Holzhäuser unterschiedlicher Grösse, wohl mit Stroh gedeckt. Wo sich der Eingang befunden
hat ist nicht klar. Immerhin konnte der Palisadenzaun und Häuser an Hand von gefundenen Pfostenlöcher nachgewiesen werden. Es muss sich aber um eine kleine unscheinbare Anlage gehandelt haben.
Grafik der , bei den Grabungen, vorgefunden Pfostenlöcher aus der ersten Periode. (Quelle: Das Alte Schloss Bümpliz,Werner Meyer/Johanna Strüblin)
Die dunkeln Reste eines freigelegten Pfostenloches heben sich deutlich von der helleren Umgebung ab. (Quelle: Das Alte Schloss Bümpliz,Werner Meyer/Johanna Strüblin)