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Royal, Rebell, Ikone Herzogin Meghan in der Rolle ihres Lebens
Sie war Schauspielerin, bezeichnet sich als Feministin und ist nun die Herzogin von Sussex: Meghan Markle. Als Ehefrau von Prinz Harry steht sie bei jedem öffentlichen Auftritt unter Beobachtung. Und auch wenn sie sich perfekt in ihre Rolle als Repräsentantin des englischen Königshauses einfügt, ihre Herkunft hat sie nicht vergessen.
Die Schauspielerin Ava Gardner, † 68. Sie spielte in zahlreichen grossen Hollywoodfilmen mit, war 1954 für den Oscar nominiert und zählt zu den 25 erfolgreichsten Schauspielerinnen aller Zeiten.
... Audrey Hepburn, † 63. Mit ihrer Rolle der Holly Golightly in «Breakfast at Tiffanys» wurde sie weltberühmt. Wegen ihrer zierlichen Figur und ihrem femininen Stil galt sie in den 50ern als die «Personifizierung der neuen Weiblichkeit».
Für eine macht Meghan eine Ausnahme: Es war keine Schauspielerin, welche die Herzogin zu diesem Look inspirierte. Sie gilt aber als Modeikone der 60er-Jahre. Die grossen Knöpfe, der Hut, die Pastellfarben: Na, erkennen Sie das Vorbild?
Es handelt sich um die ehemalige First Lady, Jackie Kennedy, † 64. Die Frau des ermordeten Ex-US-Präsidenten John F. Kennedy, † 46, trug oft Kleider von französischen Labels wie Chanel und Givenchy. Letzteres fertigte Meghans Hochzeitskleid. Eine weitere Parallele: Jackie Kennedy wurde wegen ihrer luxuriösen Mode kritisiert. Auch Meghans Stil soll den Briten zu extravagant sein.
Am traditionellen Pferderennen in Ascot erschien die Herzogin von Sussex in einem sportlich eleganten Kleid von Givenchy. Wie es sich für den Anlass gehört, trug sie einen speziellen Hut, der vom Designer Philip Treacey extra für sie gefertigt wurde. Das Outfit ist eine Verbeugung vor einer Hollywood-Diva, die auch zum Royal wurde.
Aus der erfolgreichen Schauspielerin Grace Kelly, † 53, wurde Fürstin Grazia Patrizia von Monaco. Sie heiratete Fürst Rainier III., † 81. Die Amerikanerin war zu ihren Lebzeiten, aber auch nach ihrem Tod, eine absolute Modeikone. Dieses Ensemble, das sehr an Meghans Ascot-Look erinnert, trug Kelly 1954 in ihrer Rolle als Catherine Knowland im Film «Green Fire».
In fröhlichem Gelb mit nackten Schultern und ohne Strumpfhosen befreite sich Meghan Markle von den Konventionen des Hofes. Damit lehnt sie sich an den Stil einer anderen Rebellin an.
Die österreichische Schauspielerin Romy Schneider, † 44, wurde für ihre Rolle als Kaiserin Elisabeth in der Trilogie «Sissi» bekannt. Später kämpfte sie gegen das Klischee des Heimatfilm-Schätzchens, das ihr anhaftete. Sie drehte vorwiegend in Frankreich, immer auf der Suche nach anspruchsvollen Rollen. Mit ihrem Film «Les Choses de la Vie», in dem sie 1970 dieses gelbe Etuikleid trug, wurde sie zur Fashion- und Filmikone.
Die Mode der 50er-Jahre ist für Meghan wohl die grösste Inspiration. An ihrem Auftritt zum 100. Jubiläum der Royal Airforce trägt sie dieses Dior-Kleid und erntet dafür viel Applaus. Sie bediente sich damit wieder bei ihrem grossen Fashion-Vorbild.
Audrey Hepburn machte das «kleine Schwarze» bekannt. Sie setzte regelmässig auf klassische Schnitte und schwarze Kleider. In ihrem Film «Love in the Afternoon» trug sie die 50er-Jahre-Version des Klassikers mit weitem Glockenrock.
Die enger geschnittene Träger-Variante wurde Audrey Hepburn für ihren ersten Erfolgsfilm «Sabrina» auf den Leib geschneidert. Auch daran bediente sich Meghan Markle.
Zu Beginn der Irland-Reise mit ihrem Mann Harry trug sie dieses «Hepburn»-Kleid. Ganz Profi, machte sie mit einem Glas Champagner auch gerade mal klar, ob sie schwanger ist oder nicht.
Doch dann die Überraschung: Als Meghan bei Ihrer Ankunft in Irland aus dem Flieger steigt, erinnert sie uns nicht an eine der grossen Hollywood-Diven. Mit ihrem gradlinigen Business-Look sieht sie irgendwie aus wie eine Anwältin.
Da hat sich die Herzogin wohl ihrer Wurzeln besonnen und in die Requisitenkiste von «Suits» gegriffen. In ihrer Rolle als Rachel trug sie vorwiegend knielange Bleistiftröcke und gedeckte Farben.
Meghan schlüpfte übrigens während eines Tages in drei Outfits. Erstmals seit ihrer Hochzeit sah man die Herzogin in Hosen. Die erste Schauspielerin, die es in den 1930er-Jahren wagte, mit den Rollenklischees zu spielen und als Frau einen Anzug zu tragen, war ...
... die Deutsche Marlene Dietrich, † 91. Sie wanderte nach dem Ersten Weltkrieg in die USA aus, wo sie zu einer der wichtigsten Schauspielerinnen aller Zeiten wurde. Dietrich war bekannt dafür, dass sie mit den Geschlechterrollen spielte, engagierte sich humanitär und galt als eine der ersten Feministinnen. Klar, dass Meghan sich auch an ihr orientiert.