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Nahrungsmittelbedingte Erkrankungen beim Menschen treten weltweit auf. Im Vordergrund stehen mikrobielle Ursachen. Im Zusammenhang mit der Globalisierung des Handels mit Lebensmitteln gewinnt der Schutz der Konsumenten vor gesundheitlichen Risiken zunehmend an Bedeutung. Diese gesundheitlichen Risiken können anhand der Risikoanalyse erkannt, quantifiziert und durch entsprechende Massnahmen reduziert werden. Die im Rahmenwerk des Codex Alimentarius umschriebene Risikoanalyse ist ein von der Welthandelsorganisation (WTO) anerkanntes und in der Vereinbarung über sanitäre und phytosanitäre Massnahmen (SPS-Abkommen) gefordertes Verfahren zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit im internationalen Handel. Sie bezweckt gesundheitliche Risiken biologischer, chemischer oder physikalischer Natur, die von einem Lebensmittel ausgehen können, auszuschalten beziehungsweise auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren. Die wissenschaftliche Basis für eine Risikoanalyse ist die Risikobeurteilung (risk assessment). Die Risikobeurteilung erlaubt es, Aussagen über die Wahrscheinlichkeit des Eintretens und den Schweregrad eines gesundheitlichen Schadens, der durch eine Gefährdung (z.B. einem spezifischen Erreger oder chemischen Rückstand in einem Lebensmittel) abzuschätzen und gezielte Massnahmen dagegen einzuleiten. Da Rohprodukte tierischer Herkunft, die zum direkten Verzehr bestimmt sind (z.B. Rohmilchkäse, gewisse Fleischwaren) in verschiedenen Ländern generell als Risikoprodukte eingestuft werden, ist für die Sicherstellung eines reibungslosen Exportes dieser Produkte eine wissenschaftlich fundierte Risikobeurteilung von zunehmender Bedeutung. Im weiteren trägt die Risikoanalyse in der ganzen Produktionskette zur Vertrauens- und Imagebildung bei den in- und ausländischen Konsumenten schweizerischer Lebensmittel tierischer Herkunft bei.
Dieses Projekt wurde per Ende 2005 ins Projekt 3.3.2 integriert.