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(20.04.2022) Die Normalisierung der Wirtschaft in der Schweiz setzt sich fort. Das Barometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) nähert sich im März mit 99,7 Punkten seinem Durchschnittswert von 100 an. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das einen Rückgang um 5,6 Punkte.
Seit dem Rekord des Konjunkturbarometers im Mai 2021 mit 143,7 Punkten beobachtet die KOF eine Normalisierung der Schweizer Wirtschaft, die auf den kräftigen Aufschwung nach der Pandemie folgt. Zwischen September 2021 und Februar 2022 hatte sich der Index von 110 auf 105 Punkte abgeschwächt und nun befindet er sich knapp unter dem Mittelwert von 100 Punkten.
Dieser Rückgang wurde von den erwarteten Auswirkungen des am 24. Februar 2022 begonnenen Krieges in der Ukraine beschleunigt. Der tiefere Wert ist vor allem dem schwächeren Indikator für das Verarbeitende Gewerbe und dem geringeren privaten Konsum geschuldet. Die übrigen Indikatoren blieben dagegen stabil.
Im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe beklagt man eine Verschlechterung der Auftragslage sowie in geringerem Masse der Geschäftslage, der Produktion und der Beschäftigung. Alle Branchen sind von diesem Rückgang gegenüber dem Februar betroffen, allen voran die Textilindustrie, gefolgt von der Elektro- und der chemischen Industrie sowie dem Maschinenbau und der Metallindustrie.
Das Konjunkturbarometer wird seit den 1970er Jahren von der KOF publiziert. Dieser vorlaufende Indikator für die Schweizer Wirtschaft beruht auf mehr als 200 Variablen, die jedes Jahr im Herbst neu ausgewählt werden.
Letzte Änderung 20.04.2022