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Du tust schon viel, wenn du hinschaust und ihn oder sie in einem vertraulichen Moment darauf ansprichst. So gibst du ein Signal, auf das dein Freund oder deine Freundin reagieren kann.
Achte bei einem solchen Gespräch darauf, dass du von dir selbst ausgehst und keine Vorwürfe machst. Geh von dem aus, was du beobachtest und was dir Sorgen macht: „Ich mache mir Sorgen, weil du an den letzten Wochenenden regelmässig betrunken warst“ oder „Ich habe das Gefühl, dass es dir in letzter Zeit nicht so gut geht“. Dann kannst du fragen: „Wie siehst du das?“
So nimmst du deinen Freund, deine Freundin ernst. Das kann dein Gegenüber leichter akzeptieren als den Vorwurf „Du trinkst zu viel!“. Du kannst das Thema aufnehmen, für sie oder ihn da sein, aber du kannst sie oder ihn nicht zwingen, das Verhalten zu ändern. Sie oder er muss die Motivation und den Willen selbst aufbringen.
Behalte Dinge, die dich belasten, nicht für dich. Manchmal ist es wichtig, dass erwachsene Vertrauenspersonen Verantwortung übernehmen und weiter helfen. Zögere nicht, über deine Sorgen zu sprechen. Kündige das deinem Freund oder deiner Freundin so an: „Ich mache mir zu grosse Sorgen und kann das nicht für mich behalten. Ich möchte aber weiter als Freund/in für dich da sein!“
Auch wenn er oder sie dann vielleicht wütend wird und droht, nicht mehr mit dir befreundet zu sein – manchmal ist es wichtig, Erwachsene um Hilfe zu bitten. Mit der Zeit glätten sich die Wogen oft, und die Freundschaft geht weiter.