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Gesetzgeberische Akte der kantonalen Körperschaft und bilaterale gesetzliche Texte
Auf der Grundlage des Kirchenstatuts verabschiedet die Versammlung allgemeingültige Reglemente und der Exekutivrat Anwendungsrichtlinien. Der Exekutivrat schliesst auch Vereinbarungen mit der Diözesanbehörde ab und verabschiedet Anwendungsreglemente in Zusammenarbeit mit der Diözesanbehörde.
Das katholische Kirchenstatut
Das Kirchenstatut ist ein Gesetzestext – entsprechend der Verfassung eines Staates – der die wichtigsten Regeln für die Organisation und die Verwaltung der katholischen kirchlichen Körperschaften (Pfarreien, Pfarreiverbände und kantonale Körperschaft) enthält und die Beziehungen zwischen ihnen bestimmt.
Der juristische Rahmen, worin sich das Statut einfügt, wird einerseits bestimmt durch das kantonale und Bundesrecht und andererseits durch das kanonische Recht. Das Kirchen-Staats-Gesetz (KSG) bildet die Grundlage des Statuts. Das Kirchenstatut und die sich davon herleitenden Anwendungsbestimmungen sind öffentlich-rechtlicher Natur und müssen infolgedessen den Prinzipien gehorchen, die die Organisation und die Tätigkeit der öffentlich-rechtlichen Körperschaften bestimmen.
Das Kirchenstatut gehört der Rechtsordnung an, die aus jener des Staates fliesst – genauer jenes Zweiges des öffentlichen Rechts, der “Staatskirchenrecht” genannt wird – während sein Zweck der Aufgabe der Kirche dient. Die Kirche jedoch wird von einer den kirchlichen Institutionen eigenen Rechtsordnung bestimmt, dem “kanonischen Recht”. Das Kirchenstatut muss daher sowohl dem staatlichen Recht entsprechen und darf gleichzeitig dem Kirchenrecht nicht widersprechen (vgl. Art. 7 Abs. 3 KSG).
Am 31. August 2017 hat die Versammlung der kantonalen Körperschaft die Änderungen am Kirchenstatut (Anzahl der Delegierten) beschlossen. Diese Änderungen sind am 1. Januar 2018 in Kraft getreten.
Der vorherige Text war in Kraft vom 1. Oktober 2013 bis 31. Dezember 2017.
Am 9. Juni 2013 haben die Katholiken des Kantons Freiburg an der Urne die Teilrevision des Kirchenstatuts angenommen.
- Text des Dekrets und Erläuterungen des Exekutivrates
- Verordnung über die Ergebnisse der Abstimmung
- Tabelle der Ergebnisse im Detail
Die erste Version des Kirchenstatuts war vom 1. Januar 1998 (dem Datum des Inkrafttretens des KSG in seiner ständigen Ordnung) bis zum 30. September 2013 in Kraft.
Die durch die Versammlung verabschiedeten Reglemente
Geschäftsreglement vom 19. Juni 1999 der Versammlung der katholischen kirchlichen Körperschaft des Kantons Freiburg (VerR) (Stand am 24. Februar 2018, in Kraft seit dem 15. Dezember 2018)
Reglement vom 25. Oktober 2003 über die Ausübung der kirchlichen politischen Rechte (KPRR) (Stand am 21. April 2020, in Kraft seit dem 1. Juli 2020)
- frühere Version (in Kraft vom 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2020)
- frühere Version (in Kraft vom 19. Juni 2010 bis 31. Dezember 2017)
- frühere Version (in Kraft vom 1. Januar 2008 bis 18. Juni 2010)
- Reglement über die Gebietseinteilung für die Wahl der Pfarreivertreter im Jahr 2008
- frühere Version (in Kraft vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007)
- Aufgehobene Version: Provisorisches Reglement vom 23. Januar 1998 über die Ausübung der kirchlichen politischen Rechte
Reglement vom 6. Oktober 2007 über die kirchliche Verwaltungsrechtspflege (KVRR) (Inkraftsetzung am 1. April 2009)
Reglement vom 6. September 2008 über die unentgeltliche Rechtspflege (URPR) (Inkraftsetzung am 1. April 2009)
Reglement vom 4. Oktober 2008 über die Organisation des Exekutivrates und der Verwaltung der kantonalen kirchlichhen Körperschaft (ExRR) (Inkraftsetzung am 1. April 2009)
Reglement vom 19. Juni 2010 über die Veröffentlichung der Erlasse der Organe der kantonalen kirchlichen Körperschaft (VER) (Inkraftsetzung am 1. August 2010)
Reglement vom 8. Oktober 2005 betreffend die Finanzierung der garantierten Mindestrente für die Priester im Ruhestand
- Aufgehobene Version: Übergangsreglement vom 7. November 1998 betreffend die Finanzierung der ergänzenden Besoldung der Priester im Ruhestand, verlängert am 16. Dezember 2000, abgeändert und verlängert am 25. Oktober 2003
Die Verordnungen des Exekutivrates
Verordnung vom 30. März 2006 über die Verwaltungsgebühren in Zusammenhang mit Genehmigungsbeschlüssen des Exekutivrates.
Verordnung vom 20. April 2021 über die Genehmigung von Pfarreibeschlüssen im Zusammenhang mit finanziellen Investitionen (In Kraft ab 1. Juni 2021)
Die bilateralen Akte mit der Diözesanbehörde
Im Bezug auf die Pfarr- und Kaplaneipfründen auf der Grundlage von Artikel 25 KSG:
Art. 25 Güter der Pfründen
Die Verwaltung der Güter der Pfarrei- und Kaplaneipfründen wird von der Diözesanbehörde und den kirchlichen Körperschaften gemeinsam beaufsichtigt. Die Parteien vereinbaren die Einzelheiten dieser Aufsicht.
Vereinbarung vom 29. November 2013 betreffend die Aufsicht über die Verwaltung der Pfarr- und Kaplaneipfründen des Kantons Freiburg (in Kraft seit dem 1. Januar 2014).
- Erste Version: Vereinbarung vom 24. Dezember 1998 betreffend die Aufsicht über die Verwaltung der Pfarr- und Kaplaneipfründen des Kantons Freiburg.
Im Bezug auf die Seelsorgestellen auf der Grundlage von Artikel 75 des Statuts:
Art. 75 Seelsorgestellen – Vereinbarung
¹ Das Anstellungsverhältnis der berufsmässig tätigen Seelsorger wird von der Diözesanbehörde festgelegt.
² Eine zwischen der kantonalen Körperschaft und der Diözesanbehörde abgeschlossene Vereinbarung regelt:
a) die Mitwirkung der kirchlichen Körperschaften bei der Festlegung der Normen betreffend die Entlöhnung und die Vorsorgeregelung der Priester und der übrigen Seelsorger;
b) die Modalitäten der Finanzierung der Seelsorgestellen durch die kirchlichen Körperschaften
c) das Verfahren für die Schaffung, die Änderung und die Aufhebung von Seelsorgestellen;
d) die Anhörung der betreffenden kirchlichen Körperschaften bei der Besetzung von Seelsorgestellen.
³ Die Pfarreien sind bei der Ausarbeitung der Vereinbarung anzuhören.
⁴ Die Vereinbarung bedarf der Zustimmung sowohl der Versammlung der kantonalen Körperschaft in ihrer ordentlichen Zusammensetzung (Art. 54) als auch der Versammlung der Kasse für die Besoldung der Pfarreiseelsorger (Art. 41).
⁵ Sie sieht ein Schiedsverfahren für die Bereinigung von Unstimmigkeiten hinsichtlich ihrer Interpretation und ihrer Anwendung vor.
Vereinbarung vom 20. November 2000 über die Seelsorgestellen (in Kraft seit dem 1. Januar 2001).
- Erste Version: Abkommen über die Arbeitsbedingungen für die im Dienste der römisch-katholischen Kirche des Kantons Freiburg angestellten Laienseelsorgerinnen und Laienseelsorger (in Kraft vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2016).
Reglement zur Ausführung der Vereinbarung über die Seelsorgestellen und der Funktionsklassen der Laienseelsorgerinnen und -seelsorger des Kantons Freiburg (in Kraft seit dem 17. April 2009).
Ausführungsreglement über die Entschädigungen für Kosten und Auslagen der Laienseelsorgerinnen und Laienseelsorger der römisch-katholischen Kirche des Kantons Freiburg (in Kraft seit dem 1. Januar 2017).
- Frühere Version: Ausführungsreglement vom 25. Januar 2014 über die Entschädigungen für Kosten und Auslagen der Laienseelsorgerinnen und Laienseelsorger der römisch-katholischen Kirche des Kantons Freiburg (in Kraft vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2016).
- Erste Version: Ausführungsreglement vom 9. Dezember 2010 über die Entschädigungen für Kosten und Auslagen der Laienseelsorgerinnen und Laienseelsorger der römischkatholischen Kirche des Kantons Freiburg (in Kraft seit dem 1. Januar 2011).
Andere Akte
Weisung zur Nutzung der Pfarrhäuser, erlassen von den Bischofsvikariaten und dem Exekutivrat (in Kraft seit dem 1. Januar 2021)
Rechtsetzende Akte des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg
Finanzstatut der Priester der Diözese von Lausanne, Genf und Freiburg von 2019
Vom Priesterrat adoptiertes Reglement bezüglich der Sabbatzeit der Priester (auf Französisch)
Sabbatzeit zur Weiterbildung und geistlichen Einkehr für Pastoralassistenten/innen (PA) und pastorale Mitarbeiter/innen (PM)
Für weitere Dokumente und allfällig aktualisierte Versionen konsultieren Sie bitte die Seite “Weisungen, Dekrete und Anderes” auf der Webseite des Bistums LGF