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Seit den frühen achtziger Jahren ist bekannt, dass sowohl Mütter, als auch Babys während der Geburt morphiumähnliche Hormone, so genannte Endorphine freisetzen, die schmerzlindernd bis schmerzhemmend wirken.
Haben die Wehen eine bestimmte Intensität erreicht, werden Endorphine in grossen Mengen ausgeschüttet, die den Wehenschmerzen entgegenwirken. Je stärker die Kontraktionen, desto mehr steigt der Gehalt an Endorphinen im Körper, und je natürlicher die Wehen ablaufen, umso schneller geht die Produktion von Endorphinen voran, umso rascher tritt deren Wirkung ein.
Das wichtigste Hormon bei der Geburt ist ohne Zweifel Oxytocin. Neben seiner mechanischen Wirkung (Kontraktionen während und nach der Geburt, Milcheinschuss) ist es das Liebeshormon welches Mutterverhalten weckt und für die Bindung zwischen Mutter und Baby absolut notwendig ist. Deshalb ist der Oxytocin Spiegel gleich nach der Geburt am höchsten und hält noch bis zu einer Stunde an.
Für das Bonding zwischen Mutter und Kind ist deswegen auch die erste Stunde nach der Geburt so immens wichtig.
(Quelle: Auszug Artikel aus ‘Midwifery Today’, Vol 61, 2002, 04. September 2002)