Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03173.jsonl.gz/1108

Seit der Virtualisierungsspezialist VMware in den Händen von Broadcom ist, gibt es einige Veränderungen. Eben wurde bekannt, dass die Sparte End User Computing (EUC) abgespalten wird. Zudem wollte Broadcom den Security-Anbieter Carbon Black verkaufen, der 2019 von VMware übernommen wurde.
Einem Medienbericht zufolge hätte Carbon Black zusammen mit der EUC-Einheit abgestossen werden sollen. Dazu kam es aber nicht. Broadcom habe den Verkauf des Security-Anbieters deshalb jetzt auf Eis gelegt, berichtet 'Bloomberg' (Paywall).
Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten der US-Nachrichtenagentur, dass das Unternehmen mit rund 1 Milliarde Dollar bewertet werde. Die Interessenbekundungen seien aber hinter den Erwartungen von Broadcom zurückgeblieben. Das Unternehmen äusserte sich auf Anfrage von 'Bloomberg' nicht zu den Berichten.
Weitere Käufersuche oder Verschmelzung mit Symantec
Anonyme Kommentare auf der Plattform 'The Layoff' berichten zudem von einem Stellenabbau bei Carbon Black. Dabei ist nicht bekannt, wie viele Arbeitsplätze betroffen sein sollen.
Nachdem die Übernahme von VMware bekannt wurde, spekulierte das US-Magazin 'Bank Info Security', dass Broadcom Carbon Black verkaufen wolle, das Geschäft aber angesichts der wachsenden Dominanz von Microsoft und Crowdstrike im Bereich der Endpunktsicherheit für einen strategischen Käufer nicht sehr interessant sei.
Eher könnte ein Private-Equity-Unternehmen Interesse haben. Carbon Black habe in den vergangenen Jahren als Teil eines viel grösseren Tech-Unternehmens ein Schattendasein gefristet. Ein Investor könnte einen ordentlichen Gewinn erzielen, indem er Bereiche, die nicht zum Kerngeschäft gehören, abbaut und das Portfolio mit kleinen Akquisitionen in strategischen Bereichen erweitert, so die Analyse von 'Bank Info Security' damals.
'Bloomberg' schreibt, dass Broadcom zu einem späteren Zeitpunkt erneut einen Käufer für Carbon Black suchen könnte. Eine weitere Alternative könnte eine Zusammenlegung mit dem Sicherheitsanbieter Symantec sein, mutmasst das Branchenmagazin 'Techzine'.
Das Unternehmen wurde 2019 von Broadcom übernommen.