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Ohne Pomp ist am Dienstag in London der umstrittene Neubau der US-Botschaft eröffnet worden. Die Botschaftsmitarbeiter bezogen unter Polizeischutz ihre Büros. US-Präsident Donald Trump hatte seinen Unmut über den knapp 820 Millionen Euro teuren Bau geäussert.
Trump kündigte ausserdem an, der offiziellen Einweihungszeremonie im Februar fernzubleiben. Kritiker des US-Präsidenten hatten Massenproteste für einen Besuch Trumps zu der Botschaftseröffnung angekündigt. Trump begründete seine Absage indes mit seiner Unzufriedenheit über den abgelegenen Standort der neuen Botschaft im Südwesten von London.
Seinem Vorgänger Barack Obama warf Trump vor, dass er «die vielleicht am besten gelegene und vornehmste Botschaft in London für 'Peanuts' verkauft» habe. «Schlechter Deal. Wollten, dass ich Band durchschneide - NEIN!», schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter.
Die Entscheidung, die Botschaft im schicken Innenstadtviertel Mayfair zu schliessen, war noch von Obamas Vorgänger George W. Bush getroffen worden. Nach den Terroranschlägen vom 11. September sowie Angriffen auf die US-Botschaften in Tansania und Kenia sollte der neue Standort mehr Sicherheit bieten.
Die britische Regierung hatte in den vergangenen Tagen betont, die Pläne für einen Staatsbesuch Trumps hätten sich nicht geändert. Einen Termin gibt es aber noch nicht. Er rechne damit, dass er Trump «zu gegebener Zeit» in London begrüssen könne, sagte Aussenminister Boris Johnson am Montag der Tageszeitung «The Guardian». (sda/afp)