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Ausgangslage
Das «Forum Migration und Integration» (nachfolgend «Forum» genannt) ist eine bildungsrätliche Kommission, die sich mit den Fragen befasst, die sich im Bildungswesen infolge von Einwanderung und sprachlich-kultureller Vielfalt stellen. Das «Forum» wurde erstmals mit Erziehungsratsbeschluss vom 9. Februar 1982 eingesetzt. In der Amtszeit 2007 bis 2011 wurde das «Forum» mit Beschluss des Bildungsrats vom 14. Januar 2008 weitergeführt.
Das «Forum» hat einen Bericht vorgelegt, der die Umsetzung der bildungsrätlichen Leitlinien «Bildung und Integration» in den Jahren 2008 bis 2010 aufzeigt. Der Bericht wurde vom Bildungsrat am 28. März 2011 zur Kenntnis genommen. Ergebnis war, dass eine Vielzahl von Massnahmen in der frühen Förderung, in der Volksschule und in der Berufsbildung umgesetzt wurde. Verbesserungen zeichnen sich bei den Sprachkenntnissen der Jugendlichen mit Migrationshintergrund und bei deren Zugang zur Berufsbildung ab; doch bleibt der Handlungsbedarf in beiden Bereichen weiterhin gross. Die Mitglieder des «Forums» äusserten sich positiv über die Arbeit des «Forums» und befürworten eine Weiterführung.
Mandat 2011 bis 2015
Das Mandat des «Forums» soll weitergeführt werden. Ein regelmässiger Informationsaustausch sowie die gemeinsame Beratung aktueller Fragen, die die Integration im Bildungswesen aller Stufen betreffen, sind nach wie vor von hoher Priorität. Es gehört auch in der Legislatur 2011 bis 2015 zu den langfristigen Zielen der Bildungsdirektion, die Partnerschaft in der Bildung zu stärken und die betroffenen Kreise in Entwicklungs- und Beratungsgremien einzubeziehen.
Auftrag
Die Arbeiten des «Forums» richten sich an den Leitlinien zu «Bildung und Integration» aus, die der Bildungsrat am 14. Januar 2008 beschlossen hat. Die Leitlinien beziehen sich auf die Volksschule und die Berufs- und Mittelschulbildung und beziehen die frühe Förderung mit ein. Ein besonderes Augenmerk ist darauf zu legen, die stufenübergreifende Koordination der Massnahmen noch zu verbessern.
Das «Forum» hat insbesondere folgende Aufgaben:
- Gewährleisten des Informationsaustausches und Schaffen von Kontakten zwischen den wichtigsten interessierten Behörden, Institutionen und Organisationen, darunter auch Organisationen der grösseren eingewanderten Bevölkerungsgruppen;
- Früherfassung von anstehenden und aktuellen Problemen, Ausarbeitung von Vorschlägen zuhanden der Schulbehörden sowie anderer beteiligter Institutionen;
- laufende Überprüfung und Berichterstattung im Dreijahresrhythmus über die Umsetzung der bildungsrätlichen Leitlinien zu «Bildung und Integration«, nächstes Mal auf Ende 2013 (in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion).
Zusammensetzung (27 Mitglieder)
Vertretungen der Zürcher Volksschule und anderer Zürcher Institutionen (16 Sitze):
- Bildungsrat, Vorsitz: Prof. Dr. Kitty Cassée, Vertretung: Samuel Ramseyer
- Bildungsdirektion, Volksschulamt, Sekretariat: Markus Truniger
- Bildungsdirektion, Mittelschul- und Berufsbildungsamt
- Bildungsdirektion, Amt für Jugend und Berufsberatung
- Schulsynode, Lehrpersonenkonferenz der Volksschule
- Verein Zürcher Lehrpersonen Deutsch als Zweitsprache VZL-DaZ
- Vereinigung der Schulleiterinnen und Schulleiter (der Volksschule)
- Berufsschulen, Schulleitungskonferenz
- Mittelschulen, Schulleitungskonferenz
- Vereinigung der Zürcher Schulpräsidenten und Schulpräsidentinnen
- Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich
- Schuldepartement der Stadt Winterthur
- Vereinigung der Schulpsychologen und Schulpsychologinnen
- Pädagogische Hochschule Zürich
- Direktion der Justiz und des Innern, kantonale Beauftragte für Integrationsfragen
Vertretungen von grösseren Bevölkerungsgruppen (11 Sitze):
- Afrikanische Bevölkerungsgruppe, Vereinigung afrikanischer Frauen
- Albanischsprachige Bevölkerungsgruppe, Albanischer Eltern- und Lehrerverein
- Asiatische Bevölkerungsgruppe, Beratungsstelle für Tamilen
- Deutsche Bevölkerungsgruppe, Deutscher Club Zürich
- Italienische Bevölkerungsgruppe, Italienisches Generalkonsulat
- Kroatische Bevölkerungsgruppe, Kroatische Ergänzungsschule
- Lateinamerikanische Bevölkerungsgruppe, Stiftung ALILEC
- Portugiesische Bevölkerungsgruppe, Portugiesisches Generalkonsulat
- Serbische Bevölkerungsgruppe, Serbisches Generalkonsulat
- Spanische Bevölkerungsgruppe, Spanische Schuldirektion Zürich
- Türkische Bevölkerungsgruppe, Türkisches Generalkonsulat
Die Zusammensetzung wird gegenüber der letzten Amtszeit leicht geändert. An Stelle der bosnischen Gruppe, die zahlenmässig die kleinste der bisher vertretenen Gruppierungen war, soll neu die deutsche Bevölkerungsgruppe vertreten sein. Damit sollen auch die Bildungsanliegen der «neuen Zuwanderung», die sich zu grossen Teilen aus gut qualifizierten Personen zusammensetzt, in die Arbeiten des «Forums» einbezogen werden.
Das Sekretariat des «Forums» holt Nominationen ein. Die Mitglieder können durch die Präsidentin ernannt werden, da es sich um eine Kommission mit Forums-Charakter handelt. Vertretungen aus weiteren interessierten Kreisen und Fachleute für besondere Fragen können beigezogen werden.
Arbeitsweise
- Büro: Die Geschäftsvorbereitung obliegt einem Büro. Es besteht aus der Präsidentin, dem Sekretär und bei Bedarf einem weiteren Mitglied des «Forums».
- Plenum: Das Plenum tagt in der Regel zweimal pro Jahr. Das Plenum kann sich zu ganz oder halbtägigen Veranstaltungen treffen.
- Arbeitsgruppen: Zur Vorbereitung von grösseren Geschäften können nach Bedarf Arbeitsgruppen eingesetzt werden.
- Arbeitsteilung und Zusammenarbeit mit bestehenden Kommissionen der Bildungsdirektion: Für laufende Geschäfte aus dem Bereich der Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) sind in erster Linie die »Koordinationsgruppe HSK« (Behördenkommission für organisatorische Fragen) sowie die »Pädagogische Kommission HSK" (Kommission von Lehrkräften für pädagogische Fragen) zuständig. Der Informationsfluss zwischen dem «Forum» und diesen Kommissionen wird durch das Sekretariat gewährleistet.
Antrag
Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Bildungsrat:
- Für die Amtsdauer 2011 bis 2015 wird im Sinne der Erwägungen eine bildungsrätliche Kommission «Forum und Migration» eingesetzt, die sich mit der soziokulturellen Vielfalt im Zürcher Bildungswesen und mit Fragen der Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund befasst.
- Das Sekretariat führt das Volksschulamt.
- Das Sekretariat holt die Nominationen ein. Die Mitglieder der Kommission werden durch die Präsidentin ernannt.
- Publikation: im Schulblatt und auf der Website der Bildungsdirektion
- Mitteilung an: Schulsynode, Lehrpersonenkonferenz der Volksschule; Zürcher kantonaler Lehrer- und Lehrerinnenverein; VPOD Sektion Zürich Lehrberufe; Sek ZH; Verein Zürcher Lehrpersonen Deutsch als Zweitsprache VZL-DaZ; HSKLehrkräfteverband Zürich HSKLVZ; Vereinigung der Schulleiterinnen und Schulleiter (der Volksschule); Schulleiterkonferenz Mittelschulen; Schulleiterkonferenz Berufsschulen; Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich; Departement für Schule und Sport der Stadt Winterthur; Vereinigung Zürcher Schulpräsidien; Vereinigung der Schulpsychologen und Schulpsychologinnen; Pädagogische Hochschule Zürich (Rektor; Prorektorate Ausbildung und Weiterbildung); Direktion der Justiz und des Innern, Kantonale Beauftragte für Integrationsfragen; Erziehungsdirektorenkonferenz (Generalsekretariat und Kommission Bildung und Migration); Vereinigung afrikanischer Frauen; Albanischer Eltern- und Lehrerverband; Beratungsstelle für Tamilen; Botschaft der Republik Bosnien-Herzegowina; Deutscher Club Zürich; Italienisches Generalkonsulat; Kroatische Ergänzungsschule; Stiftung ALILEC; Portugiesisches Generalkonsulat; Serbisches Generalkonsulat; Spanische Schuldirektion Zürich; Türkisches Generalkonsulat; Bildungsdirektion, Volksschulamt, Mittelschul- und Berufsbildung, Amt für Jugend und Berufsberatung, Bildungsplanung