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Mit der Entstehung der Aufschütte, aus Bauschutt des Neubaus der Autobahn N2 durch den Sonnenberg1, in den Jahren 1970 bis ca. 19762 kam Luzern zu einem neuen Naherholungsgebiet, der „Ufschütti“.
1978 die 800-Jahr- Feier der Stadt Luzern vor der Tür stand, beschloss die Luzerner Kantonalbank “[I]m Bewusstsein um ihre enge Verbundenheit mit der Geschichte Luzerns […], der Stadt zu ihrem Jubiläum eine Erinnerungsgabe zu überreichen, welche die gegenseitig immer wieder bekundete Solidarität in grosszügigster Weise dauerhaft unterstreichen soll.“ 3 „Mit Freuden hat der Stadtrat davon Kenntnis genommen.“4
So wurde am 2.5 Juni 1978 die Skulptur von Mandy Volz mit dem Titel „Hommage à Wagner“ auf der „Ufschütti“ enthüllt. Mandy Volz entschied sich, bei seiner Arbeit die Vertikalen zu betonen, in welchen die Verbindung der Elemente Wasser, Erde und Luft zum Ausdruck kommen soll. Als Material wählte er zwei farblich gegensätzliche Steine, weissen Arabescado aus der Toskana und roten Granit aus Afrika.6 Die grosse rote Säule symbolisiert das Tragende und Verharrende gegen das die Wellen des Sees schlagen. Dies ist jedoch nicht die einzige Interpretation. So fand der Künstler: „ Der Pfahl könnte im weitesten Sinne als Stadt gedeutet werden, die in manchem Sturm der Zeit von heftigen Wellen heimgesucht wurde. Ebenfalls stehe die Komposition in Bezug zur Landschaft am See, die auch Richard Wagner zu einigen bedeutenden Werken inspirierte.“ 6 So ist aus dem Steinmal in mannigfaltiger Weise wagnersche Musik heraushörbar und der weisse Marmor „ erscheint wie die Brandung gewaltiger Akkorde beispielsweise im Trauermarsch aus der <Götterdämmerung> […]“ Die dreiteilig, rote Säule hingegen soll für die „konsequente formale Einheitlichkeit Wagnerscher Werke“ stehen. „Das seitliche, formal schwer erfassbare Beiwerk aber deutet darauf hin, dass Wagner Zeit seines Lebens ein Sonderling eigenster Prägung war […].“ 6
Mandy Volz wurde am 7. Dezember 1938 geboren. Er hat sowohl die Académie Chaumières in Paris als auch die Kunstgewerbeschule in Luzern besucht. Viele Jahre unternahm er Kunstreisen in der ganzen Welt, arbeitete in den USA, Kuba, Deutschland und Italien.7 Seine Arbeiten reichen von Collagen und Aquarellen bis zu Figuren aus diversen Materialien.8