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Das Napoli-Stadion ist zu Ehren Maradonas umbenannt worden. Der Schwimmer Noé Ponti unterbietet einen Schweizer Rekord um über eine Sekunde. Und die FIS streicht offiziell sämtliche Olympia-Hauptproben. Die wichtigsten Sportmeldungen im Überblick.
Marco Odermatt beendet den ersten Lauf auf dem zweiten Rang.
(sda) Die Schweizer überzeugen auch im zweiten Weltcup-Riesenslalom des Winters. Marco Odermatt wird hinter dem Kroaten Filip Zubcic und dem Slowenen Zan Kranjec Dritter, Loïc Meillard Vierter.
Odermatt verpasste bei Schneefall und entsprechend schwierigen Bedingungen den ersten Schweizer Sieg in einem Weltcup-Riesenslalom seit beinahe zehn Jahren um drei Zehntel. Der Innerschweizer, der in Sölden Zweiter geworden war, übernahm mit seinem zweiten Podestplatz die Führung in der Disziplinen-Wertung. Odermatt, der nach dem ersten Lauf an zweiter Stelle lag, und Meillard zeigten auf, dass ihnen die Zwangspause nach positiven Corona-Tests nichts anhaben konnte.
Eine weitere Kostprobe seines Talents gab der zweite Nidwaldner. Der mit der Nummer 51 gestartete Semyel Bissig, der sich im zweiten Lauf um zwölf Ränge auf Platz 16 verbesserte, gewann in seinem ersten Weltcup-Riesenslalom gleich Punkte. Vor einer Woche hatte Bissig mit Rang 5 im Parallelrennen in Lech/Zürs überrascht.
Als vierter Schweizer lieferte Justin Murisier ein zählbares Ergebnis ab. Der Walliser, der ebenfalls coronabedingt hatte aussetzen müssen und dem aufgrund seiner Verletzungsgeschichte mit drei Kreuzbandrissen bei den herrschenden Verhältnisse wohl das letzte Selbstvertrauen fehlte, klassierte sich auf Position 25.
Gino Caviezel, der sich in Sölden mit Rang 3 seinen ersten Weltcup-Podestplatz gesichert hatte, schied im ersten Lauf aus. Cédric Noger, Daniel Yule, er in seinem ersten Weltcup-Riesenslalom, und Daniele Sette verpassten die Qualifikation für den zweiten Durchgang.
Zubcic feierte seinen zweiten Weltcup-Sieg nach jenem im vergangenen Februar in Naeba in Japan. Der Kroate stiess vom 6. Platz ganz an die Spitze vor und überflügelte den nach halbem Pensum führenden Kranjec um zwölf Hundertstel.
Santa Caterina, wo an der WM 2005 die Frauen-Wettbewerbe stattgefunden hatten, sprang als Ersatzort für die zwei in Val d'Isère wegen Schneemangels abgesagten Rennen ein. Der zweite Riesenslalom steht am Sonntag im Programm.
Nach heftigem Schneefall und starkem Wind wird der Super-G der Frauen in St. Moritz abgesagt.
(sda) Der für Samstag geplante Speed-Auftakt der Frauen in St. Moritz kann nicht stattfinden. Wegen starkem Schneefall und Wind sagt die Rennjury den ersten Super-G der Saison ab.
Am Sonntag steht in St. Moritz ein zweiter Super-G im Programm. Der Start ist auf 11.30 Uhr angesetzt.
Die Absage des ersten Speed-Rennens der Frauen auf Weltcup-Stufe hatte sich in den letzten Stunden angedeutet. Pünktlich zum geplanten Rennen hielt im Engadin der Winter Einzug. Für spät Angereiste war die Anfahrt am Freitag über die verschneiten Pässe zur Herausforderung geworden.
Nachdem die Technikerinnen in Sölden vor anderthalb Monaten in die Saison gestartet sind, müssen sich die Speedfahrerinnen mindestens einen Tag länger gedulden.
Weger verpasst in der Verfolgung von Kontiolahti einen weiteren Coup. Der Walliser nutzte den im Sprint erkämpften Startplatz 4 nicht zu einem weiteren Spitzenresultat. Der Walliser liess bei tückischen Windbedingungen 5 der 20 Scheiben stehen und lief in den 23. Rang.
Sebastian Samuelsson durchlief das Feld der Verfolger in entgegengesetzter Richtung. Von Position 18 gestartet feierte der Schwede trotz einer Strafrunde den ersten Weltcup-Sieg. Somit bestätigte der 23-Jährige den Olympia-Exploit mit Olympia-Silber in der Verfolgung und Gold in der Männerstaffel.
Ist als Nizza-Trainer entlassen worden: der französische Weltmeister Patrick Vieira.
(sda) Patrick Vieira muss den OGC Nizza verlassen. Der 44-jährige französische Weltmeister wurde am Tag nach der 2:3-Niederlage im Europa-League-Spiel gegen Bayer Leverkusen entlassen. Die Mannschaft aus der Ligue 1 verpasste den Vorstoss in die K.-o.-Phase der Europa League damit deutlich. Lediglich drei Punkte totalisieren die Franzosen nach fünf Runden, womit sie vor ihrem abschliessenden Gruppenspiel bereits ausgeschieden sind.
Nach elf Meisterschaftsrunden befindet sich das Team, bei dem neben Dan Ndoye mit Jordan Lotomba ein zweiter Schweizer unter Vertrag steht, an 11. Position. Vieira hatte die Mannschaft im Sommer 2018 vom Waadtländer Lucien Favre übernommen. Nun übernimmt Vieiras bisheriger Assistent Adrien Ursea das Team. Der 53-jährige Rumäne arbeitete vor seinem Engagement in Nizza jahrelang in der Schweiz. Unter anderem coachte er 2003 Servette mehrere Spiele als Interimstrainer.
(sda) Nach dem Tod von Diego Maradona hat die Stadt Neapel beschlossen, das Stadion neu nach dem legendären Spieler zu benennen. Die Arena «Stadio San Paolo» heisst nun «Stadio Diego Armando Maradona». Der Argentinier hatte von 1984 bis 1991 für die Neapolitaner gespielt und den Klub in den Jahren 1987 und 1990 zu den einzigen beiden Meistertiteln geführt.
(sda) Noè Ponti hat beim Meeting in Rotterdam den Schweizer Rekord über 100 m Delfin pulverisiert. In 51,24 unterbot der 19-jährige Tessiner zunächst die eineinhalbjährige Bestmarke von Jérémy Desplanches gleich um 1,04 Sekunden. In Final steigerte sich Ponti auf 51,15 Sekunden – womit er weltweit die Nummer 3 im Jahr 2020 ist.
Keine Olympia-Hauptprobe für Andri Ragettli und seine Konkurrenten in China, die FIS streicht die Events aus dem Programm.
(sda)
Nun ist es offiziell: Der internationale Skiverband nimmt nach Absprache mit dem Organisationskomitee der Winterspiele «Peking 2022» sämtliche für diese Saison geplanten Test-Events aus dem Programm. Grund für die Absage ist die Coronavirus-Pandemie.
Neben diversen Weltcup-Veranstaltungen fällt der Massnahme auch die für Februar geplante Freestyle-WM zum Opfer. Die chinesische Regierung hat aufgrund der Pandemie strikte Auflagen verabschiedet - unter anderem eine 14-tägige Quarantäne für Einreisende. «Die Situation wird in den kommenden Monaten komplex bleiben», begründete die FIS ihren Schritt in einer Mitteilung. Der Skiverband sucht nun gemäss Mitteilung nach Ersatzorten für die abgesagten Weltmeisterschaften und Weltcup-Events.
Um die Sicherheit der Anlagen vor den Winterspielen im nächsten Jahr zu gewähren, prüft die FIS gemeinsam mit dem Olympischen Komitee für gewisse Sportarten die Möglichkeit, Test-Läufe im Olympia-Winter nachzuholen. Andere Disziplinen sollen von chinesischen Athleten getestet werden. Darüber hinaus sollen die Anlagen für Experten der FIS zugänglich gemacht werden.
Die Erfolgsgeschichte der Los Angeles Lakers in der NBA soll mit ihnen beiden weitergehen: LeBron James (links) und Anthony Davis verlängern ihre Verträge.
(sda)
Die Erfolgsgeschichte soll weitergehen. Der NBA-Champion Los Angeles Lakers verlängert die Verträge mit seinen beiden Starspielern, LeBron James und Anthony Davis. Angaben zu den neuen Konditionen und Laufzeiten machte der Klub keine. Davis war 2019 via Trade von den New Orleans Pelicans nach Los Angeles gestossen, James steht für die Lakers seit 2018 auf dem Parkett.
US-Medien hatten berichtet, dass sich der bald 36-jährige James mit den Lakers auf eine Verlängerung um zwei Jahre geeinigt habe und damit insgesamt noch drei Jahre bis 2023 bleibe. Mit Davis (27) einigte sich der 17-fache NBA-Meister demnach auf einen Fünfjahresvertrag mit einem Gesamtvolumen von 190 Millionen US-Dollar.
Zwangspause von sechs bis acht Wochen: Mujinga Kambundji verpasst die Hallensaison.
(sda) Die Sprinterin Mujinga Kambundji wird die geplante Hallensaison verpassen. Die 28-jährige Bernerin erlitt im Training nach einem Misstritt eine Mittelfussfraktur. Das Missgeschick passierte im Letzigrund während eines an sich harmlosen «Hütchenlaufs». Kambundji trat bei hoher Schrittfrequenz auf eine Pylone und knickte mit dem rechten Fuss um. Immerhin muss sie sich keiner Operation unterziehen. Bei normalem Heilungsverlauf wird es allerdings sechs bis acht Wochen dauern, bis die letztjährige WM-Dritte über 200 m ihren Fuss wieder voll belasten kann. Bis dahin ist alternatives Training angesagt.
«Die Olympischen Spiele in Tokio bleiben das grosse Ziel. Trotz des erneuten Rückschlags gibt es für mich keinen Grund, nächsten Sommer nicht schneller zu sein als je zuvor», sagt Kambundji. «Wer weiss, vielleicht musste das alles in diesem verrückten Jahr passieren, um nächstes Jahr noch stärker zurückzukommen.»
(sda) Der Bundesligist Wolfsburg muss wohl bis zum Jahresende auf den Schweizer Internationalen Admir Mehmedi verzichten. Der 29-jährige Offensivspieler fällt wegen einer Achillessehnen-Verletzung aus. Mehmedi kam in der laufenden Meisterschaft in sämtlichen neun Spielen zum Einsatz, sechsmal von Anfang an, blieb jedoch ohne Torerfolg.
(sda) Liechtenstein hat erstmals einen Einheimischen als Fussball-Nationaltrainer. Der frühere Internationale und bisherige U-21-Coach Martin Stocklasa tritt die Nachfolge des Isländers Helgi Kolvidsson an.
Der 41-jährige Stocklasa hatte seine Trainer-Karriere vor sechseinhalb Jahren in der Nachwuchs-Akademie des FC St. Gallen begonnen und war in den letzten dreieinhalb Jahren für den Liechtensteinischen Fussballverband im Junioren-Bereich tätig.
Beim FC St. Gallen hatte Stocklasa auch seine Laufbahn als Spieler beendet. Vor dem dreijährigen Engagement bei den Ostschweizern hatte er unter anderem beim FC Zürich, bei Dynamo Dresden und beim SV Ried in Österreich unter Vertrag gestanden. Für Liechtenstein bestritt er als Defensivspezialist 113 Länderspiele.