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Man muss leider sagen, dass Fränzi den Erwartungen immer ein wenig hinterherlief. Nichtsdestotrotz war sie unser Liebling im Alpinen Rennsport. Ihre ganze Art bewegte uns immer wieder dazu mitzufiebern und ihr die Daumen zu drücken. Einige Erfolge konnte sie schließlich auch verbuchen. Besonders in jungen Jahren.
Juniorenmeisterschaften
1997, 1999, 2000 und 2001 nahm Fränzi an den Juniorenweltmeisterschaften teil. In ihrem ersten Jahr fuhr sie dabei nur beim Riesenslalom in Schladming mit und wurde 41. Es galt erst einmal Wettkampfluft zu schnuppern. Zwei Jahre später, 1999, war sie bereits bei vier Rennen beteiligt. Es reichte zu einem 5. Platz in der Abfahrt, einem 7. Platz im Riesenslalom, einem 10. Platz beim Super-G und einem 39. Platz im Slalom.
In Québec im Jahr 2000 zeigte sie es dann den anderen Teilnehmerinnen und konnte ihren ersten großen Erfolg verbuchen. Sie krönte sich zur Siegerin des Abfahrtsrennens. In den anderen Wettbewerben konnte sie jeweils eine Top-10 Platzierung verbuchen; 2. in der Kombination, 6. im Riesenslalom, 7. im Slalom und 10. im Super-G.
2001 fand die Juniorenmeisterschaft in Verbier statt. Hier gelang Fränzi wieder ein Sieg, doch diesmal im Riesenslalom. Dazu kam ein 2. Platz in der Kombination, ein 6. Platz in der Abfahrt sowie ein 30. Platz im Slalom.
Weltcuprennen
Im Weltcup, bei Rennen mit den schnellsten Frauen der Welt, reichte es leider nur zu einem einzigen Sieg. Am 20. Dezember 2009 gewann Fränzi den Super-G von Val-d’Isère. Kurz danach erlitt sie einen Kreuzbandriss. Ansonsten waren da noch drei weitere Podiumsplatzierungen. Die letzte davon erreichte sie im zugleich letzten Rennen ihrer Karriere. Diesem Event haben wir einen eigenen Artikel gewidmet.
Ihre besten Resultate hatte Fränzi allgemein gesprochen in Abfahrtsrennen. Dort gelangen ihr immerhin 25 Fahrten unter die Top 10. Im Super-G reichte es zu 15 Top-10 Platzierungen und 3 Mal stand sie beim Riesenslalom unter den besten 10 des Tages.
Weltmeisterschaften und Olympia
Kaum zu glauben, aber bei insgesamt fünft Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Spiele reichte es nur zu einer Top 10-Platzierung in Fränzis Karriere. In Sotschi ging sie 2014 nur im Super-G an den Start und schaffte einen guten 6.Platz. Acht Jahre zuvor, 2006 in Turin, fuhr sie auf den 12. Platz in der Abfahrt, den 16. Platz im Riesenslalom und 17. Platz im olympischen Super-G.
Bei Weltmeisterschaften war ihr Abschneiden noch ernüchternder. Besonders bei der WM in Are 2007 versprach man sich viel von ihr. Leider kam sie nicht über einen 14. Platz in der Abfahrt hinaus. Zugleich war es ihr bestes Resultat bei allen Weltmeisterschaftsrennen ihrer Karriere.
Weitere Erfolge
In Europacuprennen konnte Fränzi sowohl in Al, Norwegen, als auch in ihrer Heimat in Arosa jeweils den Riesenslalom gewinnen. In FIS-Rennen reichte es zu 14 Siegen, davon zwei in der Abfahrt, drei im Super-G und neun im Riesenslalom.
Besonders hervorzuheben sind allerdings ihre insgesamt sechs Schweizer Meistertitel. In Abfahrt (2012), Riesenslalom (2008), Kombination (2003) und Super-G (2004, 2008, 2012) krönte sie sich zur besten Skifahrerin der Schweiz.