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Seit Jahrzehnten führten die Blätter eine Art Stellvertreterkrieg für ihre jeweiligen Eigentümer: «La Repubblica» aus Rom, die der italienischen Industriellenfamilie von Carlo De Benedetti (82) gehört, und «La Stampa» aus Turin, lange unter Kontrolle des Agnelli-Clans. 2016 haben sich die Agnellis von ihrem Blatt getrennt – und es ausgerechnet an De Benedettis Verlagshaus Gruppo Espresso verkauft. Die Gruppe von Carlo De Benedetti, der auch einen Schweizer Pass besitzt, steigt damit zum grössten Anbieter von Printmedien Italiens auf. Espresso ist Teil der Holding Compagnie Industriali Riunite (CIR), zu der ferner der Autozulieferer Sogefi und der Krankenhausbetreiber KOS gehören. Vor drei Jahren hat Carlo De Benedetti seine Aktien und die Führung der Gruppe an seine drei Söhne Rodolfo, Marco und Edoardo übergeben. Der Patron begnügt sich mit der Rolle des Ehrenpräsidenten.
(Stand: Dezember 2016)