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Der SVP-Übervater hat das bisher unbekannte Hodler-Gemälde «Aufstieg und Fall eines Glarners» gekauft - für 290 000 Franken.
Für eine Geldsumme, mit der man sich als Aargauer Gemeinde locker ein Jahr lang von 10 Pflichtflüchtlingen freikaufen könnte, hat alt Bundesrat und Kunstsammler Christoph Blocher heute den Kauf eines bisher unbekannten Bildes von Ferdinand Hodler bestätigt. Kunsthistoriker hatten die Existenz dieses Bildes bisher nur vermutet, da in Hodlers Nachlass ein ganzes Skizzenbuch mit dem handschriftlichen Titel «Glarner» zu finden sind.
Rätselhaftes Skizzenbuch
Einige der darin enthaltenen Skizzen zeigen ein von abweisenden Zäunen und Mauern umgebenes Dorf. Eine genaue Identifikation des Dorfes ist nicht möglich: An einer Stelle ist es mit «Oberwil» beschriftet, in einer anderen Skizze mit «Lieli». Andere Zeichnungen zeigen einen leicht ergrauten Mann mit Brille, der vor einem Schwarm zwitschernder Vögel zu flüchten scheint - die Szene strahlt etwas sehr Lächerliches aus. Und eine weitere Grobskizze zeigt augenscheinlich denselben Mann als abstürzenden Gipfelstürmer - genau so, wie das nun vorgestellte Ölgemälde «Aufstieg und Fall eines Glarners».
«Er kann ja nichts dafür»
Christoph Blocher hat sich in der eigenen TV-Sendung «Teleblocher» bereits zu seinem jüngsten «Glarner»-Bild geäussert: «Das Bild hat für mich vor allem symbolischen Wert. Es erinnert mich daran, dass nicht jeder, den man in seine Seilschaft aufnimmt, tatsächlich der luftigen Höhe gewachsen ist.» Männer, die schon vor etwas Spatzengezwitscher davonlaufen, seien vermutlich auch nicht zum heroischen Falkner geboren, meint Blocher nachdenklich: «Hodler hat diesem Mann wahrscheinlich ganz bewusst sehr blasse und weinerliche Gesichtszüge gegeben. Aber auch solche Menschen können ja nichts dafür, dass sie so sind, wie sie aussehen.»
Korrigendum
In einer früheren Version dieses Artikels wurde irrtümlich vermeldet, Blocher habe neben dem «Glarner» auf dem Kunstmarkt gleich ein zweites Mal zugeschlagen und Joseph Beuys' berühmte «Kartoffelecke» erworben: Eine glänzende, aber an sich fade Rösti, die unscheinbar am rechten Rand des Raumes zu kauern scheint. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.
Feierliche Erklärung zum Copyright
Der Text dieses Artikels enthält ausdrücklich keine unsauberen Zitatstellen aus Wikipedia oder dem neuen Buch von Roger Schawinski.