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Michel Brodard beendete sein Gesangsstudium am Konservatorium Freiburg mit dem Prädikat «Summa cum laude mit Gratulation der Jury». Seither entfaltet er eine rege Konzerttätigkeit, in deren Rahmen er bei Konzerten in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Polen, Israel, Argentinien und weiteren Ländern mit bedeutenden Dirigenten wie Michel Corboz, Igor Markevitch, Horst Stein, Yehudi Menuhin, Armin Jordan, Helmuth Rilling, Philippe Herreweghe, Jesus Lopez-Cobos, Neeme Järvi, Fabio Luisi und anderen zusammenarbeitet. Sein weitgespanntes Repertoire umfasst neben den grossen Oratorien, Passionen und Messen auch weniger bekannte Werke und solche der zeitgenössischen Musik. Seine Interpretationen ernten beim Publikum Lob und Anerkennung.
Eine Reihe von Komponisten wie Théo Flury, Edouard Garo, Michel Hostettler, Marcel Landowski, Laurent Mettraux, Norbert Moret, Oscar Moret, Andreas Nick, Andreas Pflueger, René Oberson und François Pantillon haben ihn um die Uraufführung neuer Werke gebeten, von denen einige speziell für ihn geschrieben wurden. "Zone" von Fritz Voegelin, eine Auftragskomposition von Radio Espace 2 für Bass-Solo, Instrumente und Chor, wurde im Juli 1993 aufgenommen und in Montreal mit dem Gilson Musik-Preis 1993 ausgezeichnet.
Auf der Opernbühne interpretiert Michel Brodard verschiedene Rollen in Werken von Paisiello, Rossini, Cimarosa, Donizetti, Gluck, Bizet, Pucell und Britten (Der Raub der Lukretia, Albert Hering und Owen Wingrave in der Inszenierung von François Rochaix). Insbesondere seine Interpretation der Titelrolle in Owen Wingrave von Benjamin Britten wurde mit sehr viel Beifall bedacht.
Auf Compact Disc ist Michel Brodard mit Werken von Monteverdi, Johann Sebastian Bach, Schubert, Ravel usw. unter der Leitung von Michel Corboz, Armin Jordan, Helmuth Rilling, Neeme Järvi u. a. zu hören.
Seit 1997 erteilt er Gesangsunterricht an der Musikhochschule Luzern.