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Der Verteidigungsausschuss im schwedischen Parlament schliesst einen Angriff Russlands nicht aus. Das berichtet der schwedische Sender SVT unter Berufung auf einen Bericht des Gremiums. Demnach kommen die Verteidigungsexperten zu dem Schluss, dass die russischen Streitkräfte zwar in der Ukraine gebunden seien, trotzdem seien andere Formen militärischer Angriffe möglich.
"Russland hat seine Schwelle für den Einsatz militärischer Gewalt weiter gesenkt und zeigt eine hohe politische und militärische Risikobereitschaft", zitiert der Sender aus einem Bericht des Gremiums, der Montag veröffentlicht werden soll.
Russland hat nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums in den vergangenen zehn Tagen wohl mit der Umgruppierung von Soldaten begonnen. Teile der Truppen seien vom Ostufer des Flusses Dnipro abgezogen worden, um die Sektoren Saporischschja und Bachmut zu verstärken, so das Ministerium. Dies spiegele mutmasslich Russlands Einschätzung wider, dass ein grösserer ukrainischer Angriff über den Fluss Dnipro nach dem Kollaps des Kachowka-Staudamms und den daraus resultierenden Überschwemmungen nun weniger wahrscheinlich sei.
Schwere Angriffe bei Saporischschja
Die schwersten Angriffe des ukrainischen Militärs finden nach Angaben der russischen Regierung derzeit an der Front in Saporischschja statt. Das teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. An drei Frontabschnitten seien die ukrainischen Angriffe abgewehrt worden. Nicht erwähnt wird die Ortschaft Pjatychatky in der Oblast Saporischschja, die nach Angaben der dortigen russischen Besatzungsverwaltung von ukrainischen Truppen zurückerobert wurde. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht.
EU-Industriekommissar Thierry Breton sagt der Ukraine raschere Waffenlieferungen der Europäischen Union zu. "Wir werden unsere Bemühungen zur Lieferung von Waffen und Munition verstärken", sagt er in einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Parisien". Er verweist auf die Zusage, binnen zwölf Monaten eine Million grosskalibrige Waffen zu liefern. "Wir stellen uns darauf ein, dass der Krieg noch mehrere Monate dauern wird oder sogar länger."
(Reuters)