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Beurteilung der Raufutterqualität - Sensorische Beurteilung
Das Pferd benötigt aus ernährungsphysiologischen Gründen als Hauptbestandteil seiner Futterration qualitativ einwandfreies und strukturreiches Raufutter wie Heu, Haylage (trockene Silage) und Stroh. Dies gilt für Pferde aller Rassen, vom Freizeit- bis zum Hochleistungspferd.
Das Pferd ist besonders sensibel gegenüber verdorbenen und kontaminierten Futtermitteln. Die hygienische Qualität zählt daher zu den wichtigsten Kriterien von Pferdefuttermitteln. Eine grundfutterreiche, dem Bedarf angepasste Fütterung sowie eine einwandfreie Qualität sind für die Gesunderhaltung, Beschäftigung und damit für das Wohlbefinden des Pferdes wichtig.
Anhand einer sensorischen Prüfung (Sinnenprüfung) kann die hygienische Qualität eine Futterprobe beurteilt werden. Dabei wird der Geruch (Nase), das Aussehen und die Verunreinigungen (Augen) sowie die Struktur (Anfassen mit den Händen) des Futters beurteilt. Wird ein Futter als schlecht eingestuft, darf es nicht verfüttert werden. Die sensorische Prüfung sagt noch nichts über den Nährwert des Futters aus. Anhand des Entwicklungsstadiums und der botanischen Zusammensetzung des Futters kann der Nährwert geschätzt beziehungsweise in Tabellenwerten nachgeschlagen werden.