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Lorenzetti,
Ambrogio und Pietro, die zwei nächst Simone di Martino berühmtesten Maler der Schule von Siena im 14. Jahrh. Sie stehen sich dem Stil ihrer Werke nach sehr nahe und haben öfters gemeinschaftlich gearbeitet. Ambrogio ist der zartere, empfindungsvollere. Pietro, der leidenschaftlichere, energischere, ist vielleicht der ältere, da er schon 1305 erwähnt wird, während Ambrogio nicht vor 1323 als Maler genannt wird. Von Pietros Arbeiten sind vornehmlich großartige Madonnenbilder erhalten, so in Sant' Ansano bei Siena, in der Pieve von Arezzo, in den Uffizien zu Florenz. [* 3]
Ambrogios bekannteste Gemälde sind die allegorischen, das gute und das schlechte Regiment verbildlichenden Fresken im Palazzo pubblico zu Siena (1338–40). Von dem Cyklus der Darstellungen aus der Legende des heil. Franciscus in San Francesco sind nur noch zwei Reste erhalten. Dagegen sind verschiedene, durch Natürlichkeit der Gruppierung fesselnde Marienbilder, eine Verkündigung in Siena und eine Heimsuchung in Florenz (Akademie), auf uns gekommen. Pietro war auch als Miniaturmaler thätig, wie das schöne Missale des heil. Georg in der Sakristei der Peterskirche zu Rom [* 4] beweist.