Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/173361

<h2>SubmittedText<h2><p>Dem Vernehmen nach erhielt der ehemalige Chef des BBL für nichtbezogene Ferien eine hohe Summe ausbezahlt.</p><p>- Werden in der Buchhaltung des Bundes Ferien und Überstundenguthaben am Ende des Jahres transitorisch abgegrenzt? Wenn ja, nach welcher Methode?</p><p>- Wie hoch war der Ferien- und Überzeitsaldo für alle Bundesangestellten per 31. Dezember 2015?</p><p>- Hielt der BBL-Chef weitere Mandate? Falls ja, wie wurden diese bezüglich Arbeitszeit und Entschädigung geregelt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Ferien- und Zeitguthaben werden als Rückstellung in der Bilanz erfasst. Die Ferien- und Zeitguthaben werden in Stunden pro Mitarbeitenden aus dem Zeiterfassungssystem (PT) und anschliessend mit einem durchschnittlichen Lohnsatz pro Verwaltungseinheit multipliziert. Anschliessend erfolgt ein Vergleich mit dem Vorjahr. Ergibt sich eine Differenz zum Vorjahr, wird die Veränderung der Rückstellung in der Bilanz entsprechend verbucht.</p><p>Insgesamt beliefen sich die Ferien- und Zeitguthaben per Ende 2015 auf 2 807 660 Stunden (Vorjahr 3 012 536) oder rund 224 Millionen Franken. Seit dem erstmaligen Ausweis der Guthaben in der Rechnung 2007 konnte die Verbindlichkeit des Bundes gegenüber den Mitarbeitenden um 68 Millionen Franken gesenkt werden, was insbesondere auf den Beschluss des Bundesrates vom 5. Dezember 2008 über die Anpassung der Arbeitszeitmodelle zurückzuführen ist. Das durchschnittliche Zeitguthaben je Mitarbeitenden belief sich Ende 2015 auf zwei Wochen (zehn Tage). Der Bundesrat weist die Ferien- und Zeitguthaben jährlich im Bericht zur Bundesrechnung (Band I) aus.</p><p>Der ehemalige BBL-Direktor wurde von Amtes wegen als Verwaltungsratspräsident der Hotel Bellevue-Palace Immobilien AG gewählt und erhielt eine Jahresentschädigung von 16 000 Franken.</p>