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Barcode
Ein Barcode ist eine Aneinanderreihung von binären Informationen. Die vertikalen, dunklen Striche unterschiedlicher Breite eines Barcodes nennt man Balken und die hellen Zwischenräume Lücken. Balken und Lücken werden zusammen als Elemente bezeichnet. Es gibt verschiede Barcodetypen, die unterschiedliche Zeichensätze unterstützen. Je nach Kombination von Balken und Lücken werden die verschiedenen Zeichen innerhalb eines Barcordes dargestellt.
Die Daten in einem Barcode sind lediglich Referenznummern, anhand derer der Computer einen entsprechenden Datensatz auf einem elektronischen Datenträger identifizieren kann. Im Normalfall enthält ein Barcode keine beschreibenden Daten, wie zum Beispiel vollständige Texte.
Erst die mehrdimensionalen Barcordes (zum Beispiel PDF417) können mehr als nur eine ID-Nummer enthalten. Mit ihnen lassen sich komplette Texte, Datenbank-Records und Indexstrukturen abbilden.
Barcodes werden auch als Strich- oder Balkencode bezeichnet. Am bekanntesten ist der in Europa verwendete 13-stellige EAN-Code (European Articel Number Code), der im Handel auf fast allen Artikeln zu finden ist. Das Gegenstück im nordamerikanischen Raum ist der 12-stellige UPC-Code. Die Internationale Standardbuchnummer (ISBN), ursprünglich 10-stellig, wird mit dem Präfix 978 bzw. 979 und der darauffolgenden ISBN plus der neu errechneten Prüfziffer als EAN-Code dargestellt.
Der Barcode, in dem die Artikelinformationen gespeichert sind, wird in den Geschäften und Supermärkten mittels Barcodeleser bzw. Scannerkassen gelesen. Der Handel ist damit in der Lage, seine Warenbewegungen artikel- und tagesgenau zu erfassen und EDV-gestützt einen umfassenden Automatisierungsprozess seiner gesamten Warenwirtschaft einzuleiten.
Mit einem RFID-Chip (Radio Frequenzy Identification) bestückte Etiketten könnten in einigen Jahren die Barcodes aus dem Einzelhandel verdrängen. Dazu können die Chips entweder als Etiketten auf die Verpackung gedruckt oder gleich in das Material integriert werden.
2D-Code
Zweidimensionaler Data Matrix Code zur eindeutigen Kennzeichnung von Gegenständen und Dokumenten.
2D-Codes bestehen aus unterschiedlich geformten Flächen und können im Gegensatz zu eindimensionalen Barcodes deutlich mehr Informationen auf gleichem Raum speichern. In einem 2D-Code können auf zehn Quadratzentimetern tausende von Zeichen untergebracht werden.
2D-Codes werden aktuell von der Deutschen Bahn sowie der Schweizer Bundesbahn verwendet. Sie benutzen 2D-Barcode "Aztec" auf ihren Online-Tickets. Des weiteren verwendet die US-Regierung diesen Code zum Speichern der biometrischen Daten bei der Ein- und Ausreise. Bei der Deutschen Post kommt die elektronische Briefmarke Stampit zum Einsatz. Sie basiert auf dem Datamatrix-Code und wird mit CCD-Kamerascannern ausgelesen.