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Erst mit 64 ein Star
Bis zu seinem 64. Lebensjahr war Charles Bradley als Sänger völlig unbekannt. Mehr noch, er lebte in grosser Armut und war teils sogar obdachlos. Als sein tief beseeltes Debut-Album «No Time for Dreaming» 2011 endlich erschien, war das nichts weniger als eine Sensation.
Es folgten Tourneen durch die USA und Europa – unter anderem trat Bradley auch am Montreux Jazz Festival auf. 2013 erschien sein zweites Album, «Victim of Love», und letztes Jahr schliesslich sein drittes Werk «Changes».
Vorbild James Brown
Geboren in Gainesville, Florida, lebte Bradley seit dem achten Lebensjahr in ärmlichen Verhältnissen in New York. Er verliess sein Zuhause als Teenager, zog von da an umher. Später wurde er Küchenchef und arbeitete viele Jahre in Kalifornien. Nebenbei trat er in kleinen Bands auf.
Nach mehreren Schicksalsschlägen gab er seinen erlernten Beruf auf, kehrte nach New York zurück und widmete sich nur noch der Musik. Er arbeitete unter dem Namen «Black Velvet» als James-Brown-Imitator. James Brown war auch sein musikalisches Vorbild. So wurde er von Gabriel Roth, dem Mitgründer des Soul-Labels Daptone entdeckt und unter Vertrag genommen.
Charles Bradley starb am Samstag in New York im Kreise seiner Familie, Freunde und ehemaligen Band-Mitglieder, wie das Magazin «Billboard» unter Berufung auf sein Management berichtete.
Sendung: Nachrichten, SRF 4 News, 24.9.2017, 8.00 Uhr
Sendungshinweis
Die Sendung «Pop Routes» auf Radio SRF 3 wird sich Charles Bradley in der Sendung vom Montag, 25.9.2017, 21 bis 22 Uhr.