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Hast du gewusst, dass Hummelköniginnen ihren Nachwuchs ausbrüten? Ausserdem haben Hummeln einen sogenannten Honigmagen. Der gesammelte Blütennektar wird darin zu Honig.
Weltweit gibt es etwa 400 Hummelarten. In der Schweiz findet man 40 Arten. Dazu gehören beispielsweise Baumhummeln, Erdhummeln und Ackerhummeln. Anzahl und Farbe der Streifen helfen, die Hummelart zu bestimmen. Dabei hilft zum Beispiel die App fürs Smartphone ID-Logics.
Hummeln leben an ganz verschiedenen Orten. Erdhummeln wohnen in verlassenen Mauslöchern im Boden, in Wandnischen oder auch unter Terrassen. Ackerhummeln nisten auch in Laubhaufen. Baumhummeln machen ihre Nester in ausgehöhlten Baumstämmen oder alten Vogelnestern.
Hummeln mögen abwechslungsreiche Landschaften, zum Beispiel offene Wiesen mit Sandwegen, alten Hecken, Steinhaufen und liegengelassenem Holz. Da sie von Frühling bis Herbst Nahrung brauchen, sind Wiesen mit verschiedenen Blumen besonders gut für sie.
Hummeln saugen Nektar aus Blüten oder fressen den Blütenstaub. Am liebsten haben sie Blumen in Blau- und Gelbtönen. Manchmal entdeckt man an der Rückseite der Blüten kleine Löcher. Hummeln machen sie, um an den Nektar zu gelangen, ohne dass sie in die Blüte krabbeln müssen.
Den Blütenstaub (Pollen) kratzen die Hummeln mit ihren vordersten Beinen ab und kleben ihn an die hintersten Beine. Das sieht aus, als würden sie gelbe Hosen tragen.
Hummeln leben in Staaten zusammen, die zwischen 50 bis 600 Hummeln umfassen. Die Königin gründet den Staat, und nur sie legt Eier. Die Arbeiterinnen helfen ihr, Nektar und Pollen für den Nachwuchs zu besorgen.
Die Hummelkönigin formt aus Pollen und Honig kleine Kugeln, in die sie ihre Eier ablegt. Dann brütet sie die Eier aus. Nach vier Tagen schlüpfen winzige Larven. Sie fressen den Blütenstaub der Pollenkugeln. Dabei wachsen sie so stark, dass sie dreimal ihre Haut abstossen, weil diese zu klein wird.
Danach spinnen sich die Hummellarven in eine Seidenhülle, die man Kokon nennt. Nach der Verpuppung dauert es nochmals zwei Wochen, bis die Hummeln schlüpfen.
Die ersten geschlüpften Tiere sind Weibchen, die so genannten Arbeiterinnen. Von nun an helfen sie der Königin, Nektar und Pollen zu sammeln. Jetzt legt die Königin nur noch Eier, aus denen Männchen und junge Königinnen schlüpfen.
Die Männchen paaren sich später mit den jungen Königinnen. Nur die Hummelköniginnen überwintern und sorgen im nächsten Frühjahr dafür, dass es wieder Nachwuchs gibt.
Hummeln mögen Trocken- oder Magerwiesen. Das sind Wiesen, die von den Bauern nur wenig gemäht und gedüngt werden. Leider werden die Trockenwiesen immer seltener, da sich die Landwirtschaft verändert hat. Weil die Wiesen mehr genutzt werden, leben weniger unterschiedliche Pflanzen und Tiere darin. Hummeln finden so nicht mehr genügend Nahrung, und ihnen fehlen die Nistplätze.
Der WWF hat in mehreren Gegenden der Schweiz Gruppen, die sich freiwillig um die wichtigen kleinen Lebensräume kümmern. Die Mitglieder dieser Gruppe verwandeln zum Beispiel Buschland in Trockenwiesen.