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Lohngleichheit im Gesetz
Das Gleichstellungsgesetz verlangt die Lohngleichheit, nämlich dass für gleichwertige Arbeit ein gleicher Lohn bezahlt wird.
Vor der Berücksichtigung der individuellen Qualifikation ist - sofern kein direkter Lohnvergleich möglich ist - eine Arbeitsplatzbewertung erforderlich. Bei dieser werden die verschiedenen Arbeitstätigkeiten personenunabhängig bewertet. Dabei werden die Anforderungen (Ausbildung, erforderliches Fachwissen, Verantwortung, soziale Kompetenzen etc.) wie die Belastungen der verschiedenen Tätigkeiten miteinander verglichen.
Systematische Arbeitsbewertungsverfahren müssen objektiv sein und dürfen keine Diskriminierungsquellen aufweisen. Es ist darauf zu achten, dass nicht einseitig die Tätigkeit von männlichen Arbeitnehmern höher bewertet oder vorwiegend typisch männliche Attribute, wie z.B. Körperkraft, als Massstab genommen werden.
Konsequenzen
Alle Vertragsklauseln, sei es in Einzelarbeitsverträgen oder in Gesamtarbeitsverträgen, welche das Gebot der Lohngleichheit missachten, sind nichtig. Es ist der Lohn nachzuzahlen und zukünftig zu entrichten, welcher gerechterweise geleistet werden muss.
Für Lohnforderungen gegenüber dem Arbeitgeber gilt eine Verjährungsfrist von 5 Jahren. Der vergleichbare Lohn umfasst den üblichen Lohn, den Grund- oder Mindestlohn sowie alle zusätzlichen Vergütungen wie Gratifikationen, Boni, Naturallohnleistungen etc. Eine Lohngleichheitsforderung ist somit für sämtliche Lohnbestandteile möglich, die nicht verjährt sind. Liegt eine Lohndiskriminierung vor, so kann die Arbeitnehmerin die Nachzahlung für den noch nicht verjährten korrekten Lohn geltend machen. Die Verjährungsfrist beträgt für Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis 5 Jahre.