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Das Zeichnen ist nicht nur Werkzeug, um zu notieren, sondern auch Werkzeug, um Evidenz zu erzeugen. Dieses Werkzeug wird genutzt, um in Selbst- und Fremdexperimenten weit über 2000 Zeichnungen zu produzieren. Mithilfe des Zeichnens wird untersucht, wie Zeichnungen entstehen. Das Vorgehen ist explorierend und ohne theoretische Verortung. Die nicht zu beantwortende Frage danach, wo das Abgebildete herkommt, wird als Motor gehandhabt, um immer wieder aufs Neue zu zeichnen und zeichnen zu lassen. Die Zeichnungen werden sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgewertet. Einerseits wird das zwangsläufige Scheitern an der Forschungsfrage dokumentiert. Andererseits wird sichtbar, wie sehr der Zeichnende von seiner direkten Umgebung beeinflusst wird und wie sich dies im Abgebildeten niederschlägt.
Ende Oktober hat Meike Eckstein ihr Doktorat an der Kunstuniversität Linz mit Erfolg bestanden. Von 2008 bis 2011 arbeitete sie als Assitentin in der Vertiefung Visuelle Kommunikation und anschliessend als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Designforschung. Gestaltet wurde die Publikation von Jonas Voegeli und Kevin Casado.