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Die Congohounds
Im Virunga National Park wird seit 2011 eine spezielle Anti-Wilderer-Rangerstaffel, die "Congohound Unit", aufgebaut, die mit Zuhilfenahme von Spezialhunden massgeblich zur Kontrolle der Wilderei beiträgt.
Die Mitglieder der Hundestaffel sind ausgebildet, die Polizeiarbeit und Spurensicherung nach erfolgtem Delikt (Wilderei, Raub, Überfälle, Kidnapping, illegale Abholzung etc.) zu übernehmen und mit Hilfe von Spezialhunden (Mantrailer und Artenschutzhunden) sowohl die Spur der Kriminellen zu verfolgen, als auch Fahrzeuge, Gebäude oder das Gelände nach versteckten Waffen und Elfenbein zu durchsuchen.
Die 10 Hunde (8 Bloodhounds und 2 Springer Spaniels) werden in einem gut eingerichteten Zwingergebäude im Hauptquartier des Parks in Rumangabo gehalten und von 12 Rangern rund um die Uhr betreut. Für den Transport der Hunde dienen speziell modifizierte Fahrzeuge.
Verbrechen im südlichen Teil des Parks können jederzeit vom Hauptquartier aus bearbeitet werden. Im Gegenteil zu den Berggorillas, welche im Süden des Parks zu finden sind, leben die meisten Elefanten des Parks im Savannengebiet im Zentrum des Parks.
Der Weg vom Hauptquartier dorthin kann bis zu einem Tag dauern, d.h. die Response Zeit ist häufig viel zu lange. Um aber auch für Verbrechen im Zentrum oder Norden des Parks zeitnah zugezogen werden zu können, mussten weitere Schutzzwinger gebaut werden. Zur Zeit haben wir einen Zwinger in Rwindi und einen in Lulimbi. Virunga befindet sich im sogenannten Tse Tse Gürtel (Träger der Schlafkrankheiten). Die Hunde sind in den tiefergelegenen Rangerstationen und bei Einsätzen gefährdet, an der für sie tödlich verlaufenden Schlafkrankheit (Tryponosomiasis) zu erkranken und müssen geschützt werden. Deshalb sind die zum Schutz der Hunde in den Rangerstationen die Zwinger (Gebäude und Auslauf) mit Schutznetzen eingepackt, um die Hunde vor den Insekten zu schützen.
Weiter sind die Ranger ausgebildet, das Blut der Hunde regelmässig nach den Blutparastien zu untersuchen, damit sie frühzeitig behandelt werden können.
Aktuelle Aktivitäten der Congohound Hundestaffel
Die Congohound-Hundestaffel wird bei verschiedenen Verbrechen zugezogen, verrichtet aber auch regelmässig Patrouillen und hilft Personen- und Transport Sicherung. Sie führen durchschnittlich 12 Patrouillen, 2 - 3 Einsätze pro Monat durch und nehmen an 2 1/2 Ausbildungstagen teil.
Die Congohounds brauchen auf unterschiedlichste Weise Unterstützung, um weiterhin für die Sicherheit des Nationalparks und seine Bewohner tätig sein zu können. Informieren Sie sich über die verschiedenen Teilprojekte und nehmen Sie bei Fragen gerne Kontakt mit uns auf!