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Die Unterstufe: Klasse 1-3
In der Unterstufe gibt es 3 Klassen: die 1., die 2. und die 3. Klasse. Die Zuteilung erfolgt nach Wohnort und man bekommt “den Brief” mit der Zuteilung Anfangs bis Mitte Juni. Die Klassenkameraden, die Lehrpersonen sowie der Stundenplan sind nun offiziell. Eine Liste mit Sachen, die dein Kind für den Schulstart benötigt sowie ein Brief der Lehrpersonen wird auch dabei sein.
In jeder Klasse führen eine Klassenlehrperson und eine Fachlehrperson gemeinsam die Klasse für 3 Jahre. Zusätzlich kommen weitere Fachlehrerinnen im Gebiet DAZ (Deutsch als Zweitsprache), IF (Integrative Förderung), MGA (Musikalische Grundausbildung), TTG (Textiles und Technisches Gestalten) und Schwimmen hinzu.
1. Klasse: Das Kind lernt Buchstaben und Zahlen zu schreiben und lesen, Abläufe werden geübt, Selbstorganisation wird gefördert, Rechnen (Plus und Minus) im Zahlenraum bis 24. Die Fächer sind: Deutsch, Mathematik, NMG (Natur Mensch Gesellschaft), MGA (Musikalische Grundausbildung), TTG (Textiles und Technisches Gestalten), BS (Bewegung und Sport), SW (Schwimmen), Musik, BG (Bildnerisches Gestalten), RKE (Religionen Kultur und Ethik). Während der 1. Klasse gibt es Hausaufgaben. Die Lehrpersonen informieren im Detail am Elternabend.
2. Klasse: Die Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen werden vertieft, der Zahlenraum wird bis 100 erweitert. Das Einmaleins wird eingeführt. Die Fächer sind: Deutsch, Mathematik, NMG (Natur Mensch Gesellschaft), MGA (Musikalische Grundausbildung), TTG (Textiles und Technisches Gestalten), BS (Bewegung und Sport), SW (Schwimmen), Musik, BG (Bildnerisches Gestalten), RKE (Religionen Kultur und Ethik). In der 2. Klasse werden Prüfungen gemacht, welche benotet werden. Die Notenskala unterteilt sich in “nicht erreicht”, “erreicht”, gut erreicht” und “sehr gut erreicht”. Die Lehrpersonen informieren im Detail am Elternabend.
3. Klasse: Die Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen werden vertieft, der Zahlenraum wird bis 1000 erweitert. Die Fächer sind: Deutsch, Mathematik, NMG (Natur Mensch Gesellschaft), Englisch, HA (Handarbeit), BS (Bewegung und Sport), SW (Schwimmen), Musik, BG (Bildnerisches Gestalten), RKE (Religionen Kultur und Ethik). Ab der 3. Klasse werden Prüfungen benotet. Die Notenskala reicht von 1 – 6. Die Note 6 ist hier die höchste und somit beste Note. Die Lehrpersonen informieren im Detail am Elternabend.
Förderung
Der Schulanfang ist für ein Kind eine neue und spannende Zeit. Es erfährt viele neue Eindrücke, ist aber auch mit neuen Problemen und Herausforderungen konfrontiert. Du kannst deinem Kind helfen, indem du zuhörst, Interesse zeigst, nachfragts, wie es in der Schule läuft. Bei Problemen, ob im schulischen oder sozialen Bereich, bitte den Lehrer kontaktieren. Sie helfen gerne weiter und können einen tieferen Einblick bieten.
Folgende Tipps und Tricks kommen von unseren Lehrpersonen der Unterstufe:
- Um dein Kind beim Hörverständnis und lesen zu unterstützen, hilft Vorlesen und vorlesen lassen. Auf www.antolin.de kann das Kind dann selbstständig ein Quiz über das gelesene machen und somit Punkte sammeln. Die Lehrperson wird ein Konto für das Kind errichten. Dieses ist auch über das Online-Netzwerk www.schabi.ch erreichbar. Auch hierfür wird die Lehrperson für das Kind ein Konto eröffnen.
- Für Förderung im Bereich Mathe gibt es das App ANTON. Zudem werden auf http://www.schabi.ch weitere Lernmöglichkeiten angeboten wie z.B. das LMVZ-Portal und Blinde Kuh.
- Das Kind kochen lassen, so lernt es mit Hohlmassen und Gewichten umzugehen.
- Das Kind einkaufen lassen. Der Umgang mit Geld wird geübt (Franken und Rappen).
- Immer wieder nach der Uhrzeit fragen (Analog und Digital). Ab der zweiten Klasse wird die Uhrzeit zum Thema.
- Mit dem Kind Brettspiele, Kartenspiele und Strategiespiele machen (je nach Spiel werden Mathekompetenzen gefördert, auch die Frusttoleranz wird gesteigert beim Verlieren).
- Ermögliche dem Kind, dass es an einem ruhigen Ort arbeiten kann.
- Ein gutes Frühstück und einen gesunden Znüni helfen bei der Konzentration.
- Mit der Übernahme eines Ämtlis wird das Verantwortungsgefühl und das Selbstvertrauen deines Kindes gestärkt.
Begabtenförderung
Für Kinder, welche schnell und einfach lernen, gibt es das Universikum Programm. Es ist eine Art Kinderuniversität und gratis für alle Teilnehmenden. An einem Tag in der Woche nimmt das Kind an externen Anlässen teil und ist während dieser Zeit vom Schulunterricht befreit. In der Regel melden die Lehrer begabte Kinder nach Absprache mit den Eltern an diesem Programm an. Hat man aber als Elternteil das Gefühl, das Kind könnte in dieses Programm passen, darf und sollte man mit der Lehrperson kontakt aufnehmen, um dies zu Besprechen. Es gibt aber auch private Anbieter (z.B. Brain-O-Brain), die solche Programme anbieten. Meistens möchten auch die begabten Kinder am liebsten mit ihren Klassenkameraden sein, darum ist es auch wichtig, dass die Kinder in der Freizeit genügend Zeit und Raum für spontanes Abmachen haben.
Zeugnisse
In der 1. Klasse der Primarschule werden noch keine Noten erteilt. Statt einer Benotung finden Elterngespräche statt, in der Regel je ein Gespräch pro Semester. Im Zeugnis wird die Durchführung der Elterngespräche bestätigt .
Ab der 2. Klasse erhält dein Kind zum ersten Mal ein Zeugnis mit Noten. In der 2. und 3. Klasse werden die Leistungen in Mathematik, Deutsch und allfällig in Heimatlicher Sprache und Kultur benotet. In Deutsch werden am Ende des Schuljahres neben der Gesamtnote auch Aussagen zu den vier Teilkompetenzen Hörverstehen, Leseverstehen, Sprechen und Schreiben gemacht. Alle anderen Fächer werden nicht benotet. In Englisch erfolgen Aussagen zu den Leistungen in Hörverstehen und Sprechen.
Die Zeugnisnoten setzen sich nicht nur aus den schriftlichen Noten, sondern auch aus den Kompetenzen zusammen (z.B. Pünktlichkeit, Arbeitsmaterial zusammen halten, Hausaufgaben machen, Regeln einhalten und Respekt gegenüber Lehrpersonen und Klassenkameraden, Einsatz während Schulstunde usw.). Eine detaillierte Liste zu den Kompetenzen findest du hier.
Zeugnisgespräche
Die Zeugnisgespräche finden in der Regel 1 mal jährlich statt. Zwischen Januar und März erhältst du von deiner Lehrperson die Einladung zum Gespräch. Deine Lehrperson wird dir einen kurzen Überblick der schulischen Leistungen deines Kindes geben sowie seine Kompetenzen besprechen. Folgendes wird besprochen:
- Was wurde gelernt?
- Wie lernt und arbeitet dein Kind (Arbeits- und Lernverhalten)?
- Welche Lernziele sind wie erreicht worden?
- Wo, an welchen Lerninhalten/Themen zeigt sich dein Kind interessiert? An welchen Themen nicht?
- Wo zeigen sich Stärken, wo Lücken?
- Wo sind Hilfen und besondere Unterstützung nötig?
- Wie bewegt sich dein Kind im Klassenverband? Wie verhält es sich gegenüber
Mitschülerinnen und Mitschülern und gegenüber Lehrpersonen (Sozialverhalten)?
- Wird dein Kind den Anforderungen der Klasse gerecht?
- Ist/wird besondere Unterstützung notwendig sein (Prognostische Beurteilung)?
Gewisse Gespräche können schwierig sein. Nicht nur für uns Eltern und das Kind. Auch deine Lehrperson hadert damit, ein Kind kritisch zu beurteilen. Die Beurteilungslisten (wie oben gesehen) sind vorgegeben und müssen von allen Lehrpersonen neutral ausgefüllt werden. Auch deine Lehrperson möchte nur das Beste für dein Kind und ist darauf geschult, frühzeitig Zeichen zu erkennen und anschliessend die nötige Unterstützung anzubieten. Arbeitet man an einem Strang, kann somit schneller ein Erfolg erzielt werden. Schon beim Zeugnisgespräch werden mögliche Lösungsansätze und Verbesserungsvorschläge in einem Protokoll festgelegt. Nach den Frühlingsferien wird dann meistens ein zweites Standortgespräch gehalten, um die momentane Lage einzuschätzen und wenn nötig zu korrigieren oder dein Kind bei Erreichen der Ziele zu loben und weiter zu unterstützen.