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Die Pille, ein Hormonpräparat, das sich aus Östrogen und Gestagen zusammensetzt, ist seit 1960 auf dem Markt und verhalf Frauen in den 70er und 80er Jahren erstmal zu sexueller Freiheit. Die Frauen konnten nun selbst bestimmen, wann für sie der richtige Zeitpunkt ist, um ein Kind zu bekommen. Fast 40% der Frauen im gebärfähigen Alter nahmen regelmässig das sicherste Verhütungsmittel, die Pille. In dem letzten Jahren ist ein deutlicher Trend, weg vom hormonellen Eingriff in den Körper, zu alternativen Methoden der Empfängnisverhütung erkennbar.
Positive Aspekte der Antibabypille
Der fast hundertprozentige Schutz bei korrekter Anwendung lässt bei Frau einen entspannteren Sexgenuss zu.
Nach 21 Tagen der Pilleneinnahme besteht eine 7 tägige Einnahmepause, während der es zu einer schwachen Abbruchblutung kommt. Diese ist weniger ausgeprägt und schmerzvoll, als eine normale Blutung. Viele Frauen, die unter sehr starken Blutungen mit Krämpfen leiden, schätzen diesen Effekt neben der sichersten Form der Verhütung. Durch das Östrogen in der Pille verbessert sich eine bestehende Akne.Der Zeitpunkt der Menstruation lässt sich genau berechnen. Zarte Frauen freuen sich unter der Einnahme über eine mögliche Vergrösserung der Oberweite.
Das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken, verringert sich durch die Pilleneinnahme um die Hälfte.
Das Gesundheitsrisiko durch die Einnahme der Pille
Viele Frauen klagen über einen Verlust ihrer Libido, Müdigkeit und Gewichtszunahme. Noch weitaus schlimmer ist, das Risiko einer Thrombosenbildung. Die Gefahr einer Thrombose oder der Entstehung von Bluthochdruck ist bei Frauen, welche die Pille nehmen, 2-4 x so hoch wie bei Frauen, die kein Hormonpräparat nehmen. Frauen, die unter einer Lebererkrankung, Bluthochdruck oder Diabetes leiden, Raucherinnen und Frauen über 38 Jahren sollten die Risiken der Einnahme der Pillen gut abwägen. Bei Durchfall oder Erbrechen, sowie der Einnahme von Antibiotika oder der Verwendung von Johanniskrautöl ist die Wirksamkeit der Pille nicht mehr gewährleistet. Bei einer jahrelangen Einnahme der Antibabypille steigt das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.
Die Minipille kommt ohne Östrogen aus, muss aber ziemlich genau zum selben Zeitpunkt eingenommen werden und verlangt von der Anwenderin eine hohe Disziplin.
Alternative, sichere Verhütungsmittel
Kupferspirale
Eine Kupferspirale gilt als sichere Alternative zur hormonellen Verhütung. Meist wird während der Periode vom Gynäkologen die passende Spirale eingesetzt, deren richtige Platzierung mittels Ultraschall kontrolliert wird. Die Spirale kann bis zu fünf Jahren in der Gebärmutter verbleiben. Es kann nach dem Einsetzen zu Krämpfen kommen, in Einzelfällen stösst der Körper die Kupferspirale auch ab.
Dreimonatsspritze
Enthält kein Östrogen, daher für Raucherinnen gut geeignet. Muss regelmässig nach drei Monaten nachgespritzt werden. Angenehmer Nebeneffekt - die Menstruation bleibt nach einiger Zeit aus.
Verhütungsring
Sichere Methode, ähnlich einem Tampon anzuwenden. Der Ring enthält Hormone und verbleibt für 21 Tage im Körper und wird danach für sieben Tage, in denen es zu einer Monatsblutung kommt, entfernt. Stört der Ring beim Sex, kann er bis zu drei Stunden entfernt werden. Als Nebenwirkungen können Wassereinlagerungen oder Brustspannen auftreten. Durch starken Husten kann der Ring herausspringen. Das Risiko einer Vaginalinfektion ist erhöht!
Pille danach
Für den Notfall gedacht und sollte nicht regelmässig angewendet werden. Bis zu 72 Stunden nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen, verhindert eine einzelne Pille mit dem Hormon Levonorgestrel den Eisprung. Es kann zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Unterbauchschmerzen, Erbrechen oder Kopfschmerzen kommen.
Kondom
Wichtig sind Markenkondome mit dem Qualitätssiegel CE zu benutzen und auf das Haltbarkeitsdatum zu achten. Nicht in der Sonne liegen lassen! Bei falschem Aufrollen, stets ein neues verwenden! Schützt vor Geschlechtskrankheiten und kann auch während der Stillzeit angewendet werden. Die Sicherheit ist relativ hoch.
Diaphragma
Die Verhütungskappe greift nicht in den Zyklus ein. Das Diaphragma bietet zwar recht zuverlässigen Schutz, ist jedoch umständlich anzuwenden (Reinigung notwendig, gleichzeitige Verwendung einer spermienabtötenden Creme die unangenehm empfunden werden kann).
Bildquelle: Anqa / pixabay.com