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Arbeiten mit Musik - sinnvoll oder nicht?
Einige teils widersprüchliche Auswirkungen der Musik auf das Ausführen kognitiver Aufgaben sind bereits bekannt und konnten den zugrunde liegenden Mechanismen wie Aufregung, Laune oder Aufmerksamkeit zugeschrieben werden. Um diese Effekte besser verstehen zu können, haben US-amerikanische Forscherinnen und Forscher die Hypothese geprüft, inwiefern die Ausführung geistiger Aufgaben mit Hintergrundmusik von den drei Faktoren Art der Musik, Art der Aufgabe und Persönlichkeit des Hörers abhängig ist.
Dazu forderten die Forscherinnen und Forscher 142 Studierende auf, beim Ausführen zweier geistiger Aufgaben entweder zwei Versionen eines Musikstücks – eigens zu Studienzwecken komponiert – vom Typ Liftmusik oder gar keine Musik zu hören. Je nach Versuchsbedingung war die Musik leise oder aber laut zu hören. Ausserdem wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer leichten Langeweile ausgesetzt, um herauszufinden, ob es sich dabei um Personen handelte, die viel oder eher wenig Stimulation von aussen schätzen.
Aus diesen Versuchen resultierten drei Ergebnisse: Im Allgemeinen behindert die Musik die Ausführung komplexer Aufgaben, jedoch erleichtert komplexe Musik die Ausführung einfacher Aufgaben und eine Vorliebe für externe Stimulierung schwächt diese Effekte ab. Somit gibt es keine allgemeingültige Empfehlung zum Arbeiten mit Musik. Die Wirkungen der Musik auf die Aufgabenausführung hängen demnach von der Art der Musik, der auszuführenden Aufgabe und der Persönlichkeit ab.
Studie
Gonzalez, M. F., & Aiello, J. R. (2019). More than meets the ear: Investigating how music affects cognitive task performance. Journal of Experimental Psychology. Applied. Advance online publication. doi :10.1037/xap0000202