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Der Engländer Simon Huntington emigrierte im 17. Jahrhundert nach Nordamerika. Viele seiner Nachkommen gehörten elitären Kreisen an.
Samuel Huntington (1731-1796) war einer der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung und somit einer der Gründerväter der USA. Er gehörte zu den führenden Köpfen der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Er war Präsident des Kontinentalkongresses. Dieser bestand aus der Elite der 13 Kolonien der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses, darunter Huntington, gründeten daraufhin die USA.
Samuel Huntington war einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaates Connecticut. Sein gleichnamiger Neffe und Adoptivsohn wurde einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Ohio. Der Neffe war der zweite Grossmeister der Freimaurer in Ohio (Quelle: 1 und 2)
Ebenezer Huntington (1754-1834) und sein Halbbruder Jedediah Huntington (1743-1818) besetzten führende Positionen in der Kontinentalarmee, die vom Kontinentalkongress gesteuert wurde. Die Halbbrüder waren Gründungsmitglieder der Society of the Cincinnati, die bis heute besteht. Die Nachfahren der Gründungsmitglieder haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft, was demnach auch für die Nachfahren der Huntington Brüder gelten sollte. Ebenezer Huntington war Freimaurer und Royal Arch Mason (Quelle). Jedediah Huntingtons Schwiegervater war Jonathan Trumbull, der erste Gouverneur des Bundesstaates Connecticut.
William Huntington Russell (1809-1885) kam mütterlicherseits aus der Huntington Familie. Er war der Gründer von Skull and Bones. Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Sie ist Gegenstand diverser Verschwörungstheorien. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken (Quelle: 1, 2, 3). Bei Skull and Bones waren bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Bush, Rockefeller, Vanderbilt, Harriman, Whitney, Taft und Adams (Quelle). William Huntington Russells Vorfahren gehörten zu den Gründern der Yale Universität, wo Skull and Bones wie gesagt Mitglieder anwirbt. William Huntington Russell war auch ein Nachkomme von Thomas Hooker (1586-1647). Hooker war ein puritanischer Kolonialführer, der die englische Kolonie Connecticut in Nordamerika gründete. Seine Nachfahren gehörten seither zur nordamerikanischen Elite. Zu seinen Nachfahren gehörten unter anderem der US-Präsident William Howard Taft sowie die Familien Morgan und Burr.
William Huntington Russell war ein Cousin von Samuel Russell (1789-1862). Samuel zog nach China und gründete dort 1824 das Handelshaus „Russell & Company“. 1834 beendete das britische Parlament das Monopol der „British East India Company“ auf den Handel zwischen Grossbritannien und China, worauf private Unternehmen das entstandene Vakuum im chinesisch-britischen Handel auffüllen konnten. Diese privaten Handelshäuser wurden zum Grossteil von Familien geführt. Die wichtigsten Familien wären Keswick, Sassoon, Kadoorie, Swire und Jebsen, die noch heute in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv sind und inzwischen alle Milliardäre sind (bis auf Sassoon). „Russell & Company“ war im 19. Jahrhundert das grösste amerikanische Handelshaus in Ostasien und einer der grössten Opiumhändler der Welt. Das Unternehmen bestand bis 1891.
Collis Huntington (1821-1900) war einer der führenden Eisenbahnunternehmer der USA. Das Magazin American Heritage erstellte 1998 eine Liste der reichsten US-Amerikaner aller Zeiten. Collis Huntington belegte darauf Platz 28 (Quelle). Er gründete das Schiffbauunternehmen „Newport News Shipbuilding“. Es besteht bis heute und gehört zum Rüstungskonzern „Huntington Ingalls Industries“, der zu Ehren von Collis Huntington benannt wurde. Huntington Ingalls Industries ist zurzeit einer der grössten Rüstungskonzerne der Welt. Collis Huntington war ein Freund und Geschäftspartner von Isaias Hellman (Freimaurer), der einer der reichsten Bankiers des Landes war.
Zina Huntington (1821-1901) heiratete Joseph Smith. Dieser war der Gründer der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“, eine mormonische Kirche. Joseph Smith verfasste das Buch Mormon und ist somit der Begründer des Mormonentums. Die Mormonen sehen Smith als Propheten an. Er war der erste Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und somit das religiöse Oberhaupt. Sein Bruder Hyrum sowie sein Vater Joseph Smith Senior gehörten auch zur Führung der Mormonenkirche. Die Nachkommen von Joseph und Hyrum gehörten ebenfalls zu Kirchenführung und stellten zwei weitere Präsidenten sowie mehrere Patriarchen der Kirche. Joseph Smith und sein Bruder Hyrum sowie ihr Vater waren Freimaurer. Die ersten fünf Präsidenten der Mormonenkirche waren Freimaurer. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5) Das Mormonentum wurde also von Freimaurern gegründet, aber nach Angaben der heutigen Kirchenführung, gibt es inzwischen keine Verbindungen mehr zwischen ihrer Kirche und der Freimaurerei. Der zweite Präsident der Kirche war der Freimaurer Brigham Young. Er war ebenfalls mit Zina Huntington verheiratet und teilte sich die Frau mit dem ersten Präsidenten und Religionsgründer Joseph Smith. Zina Huntington und ihr Vater William Huntington (1784-1846) gehörten zur Kirchenführung.
Helen Huntington (1893-1976) heiratete in die Astor Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA war.
Im Wikipedia-Eintrag zur Kolonialfamilie Huntington wird auch der Politikwissenschaftler Samuel Phillips Huntington (1927-2008) als Nachkomme aufgeführt. Er beriet US-Behörden und die Regierung in Fragen der Sicherheits- und Aussenpolitik. Er war ein enger Freund von Zbigniew Brzezinski, der ebenfalls ein führender Politikberater war (Quelle). Brzezinski gründete gemeinsam mit David Rockefeller die Trilaterale Kommission, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.
Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.