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Ivana Trump hat ein Buch über ihre Ehe mit Donald Trump geschrieben. Obwohl der sie betrog, kommt der aktuelle US-Präsident vergleichsweise gut weg. Und es gibt Einblicke in die politischen Ambitionen des Trump-Clans.
Im Dezember 1989 sprach eine Frau Ivana Trump an, damals Gattin des New Yorker Geschäftsmannes, der nun US-Präsident ist. «Diese junge blonde Frau kam aus dem Nichts auf mich zu und sagte: 'Ich bin Marla Maples und ich liebe ihren Ehemann. Tun Sie das auch?'» Damals, sagt Ivana Trump, habe sie gewusst, dass es um ihre Ehe bald geschehen sein würde.
So schildert es die 67-Jährige in ihrem Buch «Raising Trump», das in der kommenden Woche in den Handel kommt. Ivana Trump schreibt, sie habe Maples geantwortet, sie solle abhauen. «Ich liebe meinen Mann.»
Allein, es half nichts. 1990 zitierte die «New York Post» Maples auf der Titelseite mit den Worten, sie habe mit Donald Trump den besten Sex ihres Lebens gehabt. Ivana und Donald, seit 1977 verheiratet, wurden 1992 geschieden. Ein Jahr später heiratete er Maples (diese Ehe hielt bis 1999). Trumps Ehefrau Nummer drei, Melania, ist nun die First Lady.
Ivana Trump selbst hat inzwischen vier Ehen hinter sich - die jüngste mit Rossano Rubicondi scheiterte 2008.
Grosse Teile des Buches drehen sich um Ivanas Kindheit in Europa, ihre Modelkarriere in New York und Trumps Avancen. Als sie sich erstmals begegneten, liess Donald Trump für Ivana und ihre Freundinnen einen Tisch in einem angesagten Restaurant reservieren, bezahlte die Rechnung und liess Ivana in einer Luxuskarosse zurück ins Hotel fahren. «Mein Instinkt sagte mir, dass Donald klug und lustig war», schreibt Ivana Trump.
Allerdings habe sie sehr unter der Affäre ihres Mannes mit Maples gelitten - genauso wie die drei gemeinsamen Kinder Donald Jr., Ivanka und Eric. Donald Jr. soll nach der Trennung ein Jahr lang kein Wort mit seinem Vater gesprochen haben. Doch das ist alles längst Familiengeschichte - und die drei gemeinsamen Kinder haben Passagen zum Buch beigesteuert.
Inzwischen sind die einstigen Ehepartner offenbar wieder besser aufeinander zu sprechen. Dem Buch zufolge haben sie etwa einmal pro Woche Kontakt. Sie habe Donald ermutigt, weiterhin zu twittern, schreibt Ivana Trump.
Und auch sonst scheint die Beziehung der beiden intakt: In einem TV-Interview sagte Ivana jüngst, Trump habe ihr den Botschafterposten in ihrer Heimat Tschechien angeboten. Sie habe abgelehnt, weil ihr Leben auch so perfekt sei. Das Weisse Haus gab zu dem Interview keinen Kommentar ab.
Apropos Weisses Haus - für Ivana Trump muss ihr Ex-Mann nicht das letzte Mitglied der Familie gewesen sein, das dort wohnt. Ivanka könne vielleicht in 15 Jahren Präsidentschaftskandidatin werden, heisst es in dem Buch. Sie selbst, schreibt Ivana Trump, könne dem Titel der First Lady nichts abgewinnen. First Mother dagegen? «Das könnte funktionieren.»
ulz/AP