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La Dégustation
Regie: Ivan Calbérac
Darst.: Isabelle Carré, Bernard Campan, Mounir Amamra, Éric Viellard, Olivier Claverie, Geneviève Mnich, Rébecca Finet, Séphora Pondi, Constantin Vidal u.a.
Jacques, ein grantiger Mittfünfziger und Inhaber eines kleinen Weinladens, pflegt zu seinen edlen Tropfen eine innigere Beziehung als zu seinen Mitmenschen. Die charmante Hortense hat zwar ein grosses Herz, aber niemanden, mit dem sie es teilen kann, ausser ihrer Katze und ihrer verbitterten Mutter. Mit grossem Engagement arbeitet sie als Hebamme und bekocht wöchentlich eine Gruppe Obdachloser in der örtlichen Kirchgemeinde. Durch Zufall landet sie eines Tages in Jacques’ Weinladen, wo sie sich beim Weinkauf gleich für einen Degustations-Workshop anmeldet. Zwei völlig unterschiedliche Welten prallen aufeinander, doch bald sprühen zwischen Hortense und Jacques die Funken. Aber je näher sich die beiden kommen, desto mehr alte Wunden brechen auf, und auch Hortenses drängender Kinderwunsch verkompliziert die Chance auf ein gemeinsames Glück. Der 42-jährige, vielfach ausgezeichnete Regisseur und Autor Ivan Calbérac hat sich mit erfolgreichen Komödien wie «L’Étudiante et Monsieur Henri» und «Venise n’est pas en Italie», die auf eigenen Theaterstücken basieren, einen Namen gemacht. Auch «La Dégustation» ist die Adaption seines gleichnamigen, erfolgreichen Bühnenstücks, dessen Originalbesetzung mit Isabelle Carré («Délicieux») und Bernard Campan («Presque») er für den Film übernommen hat. Für Ivan Calbérac ist «La Dégustation» «eine romantische Komödie über jene Art von Beziehung, die auch als ‹zweite Chance› bezeichnet wird, über Menschen, die nach einer schmerzhaften Trennung so grosse Angst haben, sich auf eine neue Liebesbeziehung einzulassen, dass sie lieber vor Einsamkeit sterben. Das Setting einer Weinprobe bildet dafür den idealen Rahmen». Das Actual News Magazine schreibt: «Für diese beiden vom Schicksal gebeutelten Menschen spielt der Wein nicht dieselbe Rolle. Für Hortense, Opfer einer strengen, ja toxischen Erziehung, hat er eine enthemmende Wirkung; er erlaubt ihr, ihren Impulsen freien Lauf zu lassen. Für Jacques ist der Wein eher eine Art Flucht, ein Vergessen und eine Abgrenzung von jenem Teil in ihm, der leidet. Für beide wird der Wein zum gemeinsamen Bezugspunkt, zu einer Art Sprache zwischen diesen zwei vom Leben Gezeichneten.»