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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie lange noch wird in der Deutschschweiz die Ausbildung zur /zum diplomierten Pflegefachfrau/Pflegefachmann als ein traditioneller Frauenberuf weiterhin auf dem tieferen Niveau der höheren Fachschule, gegenüber Stufe Fachhochschule in der Romandie, angeboten?</p><p>2. Welche Massnahmen ergreift der Bundesrat gegen diese Diskriminierung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat misst der Sicherstellung einer optimalen Gesundheitsversorgung unseres Landes höchste Priorität zu. Aufgrund des Personalmangels wird heute rund ein Drittel des Personals im Gesundheitswesen im Ausland rekrutiert. Der Bundesrat ist deshalb überzeugt, dass ein ausreichendes Ausbildungsangebot auf allen Bildungsstufen erforderlich ist.</p><p>1. Bis Ende 2003 waren die Kantone für die Reglementierung und die Anerkennung der Berufe im Gesundheitswesen zuständig. Diese Aufgabe wurde von der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) übertragen, welches unter anderem auch die Ausbildungen in der Pflege regelte und überwachte. Im Hinblick auf die Überführung in die Regelungskompetenz des Bundes gab es umfangreiche Abklärungen der GDK mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und den Berufsverbänden über die künftige Positionierung der bisherigen "SRK-Berufe". Gestützt auf diese Abklärungen hat die GDK das überarbeitete Fachhochschulprofil Gesundheit am 13. Mai 2004 verabschiedet. Sie hat den Beschluss gefasst, dass in der Deutschschweiz nur 5-10 Prozent der Studierenden in der Pflege auf Fachhochschulstufe ausgebildet werden sollen, im Gegensatz zur Romandie, wo die Pflege nur an den Fachhochschulen angeboten wird. Auf der Stufe höhere Fachschule ist neu der von der Nationalen Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté) und der Schweizerischen Konferenz Pflegebildungen im Tertiärbereich (SKP) erstellte Rahmenlehrplan für die dipl. Pflegefachfrau HF bzw. den dipl. Pflegefachmann HF am 1. Januar 2008 in Kraft getreten. Zwischenzeitlich wurde auf der Sekundarstufe II der Beruf der Fachfrau bzw. des Fachmanns Gesundheit eingeführt, womit ein Zubringer für die tertiären Ausbildungen im Gesundheitsbereich geschaffen wurde. Nur 15 Prozent der Absolventinnen und Absolventen dieses neuen Berufs schliessen mit einer Berufsmaturität, welche Voraussetzung für den Zugang an eine Fachhochschule bildet, ab. Vieles spricht dafür, namentlich im Wissen um den Personalmangel in der Pflege und die Tatsache, dass rund ein Drittel des benötigten Pflegepersonals aus dem Ausland rekrutiert wird, ganz gezielt für die Sicherung der Gesundheitsversorgung unseres Landes Voraussetzungen für ein ausreichendes Ausbildungsangebot auf allen Bildungsstufen zu schaffen.</p><p>2. Ausbildungen auf Stufe höhere Fachschule, die zur Tertiärstufe gehört und auf einer abgeschlossenen Ausbildung oder Schulbildung auf der Sekundarstufe II aufbaut, werden in praktisch allen Fachbereichen (Wirtschaft, Technik, Soziales, Design usw.) angeboten und geniessen in Wirtschaft und Gesellschaft eine hohe Akzeptanz. Es besteht kein Anlass, diese auch in der Pflege bewährte und anerkannte Ausbildung infrage zu stellen. Auch sehen wir keine Anhaltspunkte für die angesprochene Diskriminierung eines traditionellen Frauenberufs. Vielmehr dürfte in der Breite des Angebots ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die künftige Sicherung einer effizienten Gesundheitsversorgung unseres Landes liegen.</p>  Antwort des Bundesrates.