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Substantiv, feminin
1. Lehre vom Schall, von den Tönen
2. Beschaffenheit, Eigenschaft eines Raumes hinsichtlich der den Klang, den Schall betreffenden Gegebenheiten, der klanglichen Wirkung
Mit der Akustik beschäftigten sich zuerst die Chinesen. Schon im dritten Jahrhundert vor Christus führten Sie Tonsysteme und Stimmungen ein, die wir bis heute nutzen. In der Antike begannen dann einige griechische und römische Gelehrte, die Akustik wissenschaftlich zu untersuchen: Um 550 v. Chr. beschäftigte sich Pythagoras von Samos mit dem Monochord und ergründete den Zusammenhang zwischen Saitenlänge und Tonhöhe. Chrysippos von Soli erkannte den Wellencharakter von Schall durch einen Vergleich mit Wellen auf der Wasseroberfläche.
Leonardo da Vinci erkannte um 1490, dass Akustik nur in Verbindung mit Luft funktioniert und dass sich Schall unendlich schnell ausbreitet.
In der jüngsten Vergangenheit wurde die Forschung im Bereich der Akustik von Michael James Lightill vorangetrieben. Dieser entwickelte Technologien, die Lärm signifikant reduzieren. Heute nennt man dieses Gebiet die Aeroakustik.
Substantiv, feminin
1. Schwingungszahl von Wellen (pro Sekunde)
2. Zahl der Puls- oder Herzschläge (pro Minute)
Ein gesundes Ohr nimmt Schallwellen mit einer Frequenz zwischen null beziehungsweise 20 und 16.000 bis maximal 20.000 Hertz (Hz) wahr. Im Gegensatz zu uns verständigen sich verschiedene Tierarten über eine grössere Bandbreite an Frequenzen. Blauwale etwa nutzen extrem tiefe und laute Töne von bis zu 188 Dezibel, die sie über hunderte Kilometer hören können. Die Töne bewegen sich im Frequenzbereich von zehn bis 40 Hz ab. Teilweise gehören diese Geräusche damit schon zum Infraschall und sind für Menschen unhörbar. Bis zu 30 kHz reicht das Hörvermögen von Blauwalen. Andere Walarten nehmen Töne bis über 100 kHz wahr. Wale haben keine Ohrmuschel und nehmen Töne über den Unterkiefer auf. Der Knochen leitet diese über Vibrationen zum Innenohr.
Substantiv, Neutrum
Hilfsgerät für hörgeschädigte Personen zur Verbesserung des Hörens
Der Abdruck eines Ohres ist so einzigartig wie der unserer Finger. Das macht Hörgeräte zu einem persönlichen Thema. Natürlich steckt auch aussergewöhnliche Technik darin, doch bedeutender sind die Emotionen, die sie hervorrufen. Hörgeräte steigern die Lebensqualität, weil wir mit Ihnen Glück, Liebe und Geborgenheit wieder intensiver erleben können. Sie erleichtern das Zuhören, dadurch können wir auch wieder leichter auf andere Menschen zugehen. Hörgeräte verbinden Menschen also zu einem gewissen Grad. Sie sind eine soziale Schnittstelle, die auch mit anderen modernen Geräten wie Smartphones kommuniziert. Dabei passen sie sich automatisch ihrer Umgebung an.
schwaches Verb
einem akustischen Reiz seine Aufmerksamkeit zuwenden und ihn verarbeiten
Zuhören ist viel mehr, als nur Geräusche wahrzunehmen. Wer wirklich zuhört, richtet seine ganze Aufmerksamkeit auf das Gehörte. Zuhören heisst daher, den Sinn von Tönen zu erfassen, sich auf sein Gegenüber einzulassen. So entsteht durch das bewusste Zuhören eine besondere Nähe. Ein gutes Gehör kann uns also auch empathischer machen.
Substantiv, feminin
durch bestimmte Annehmlichkeiten charakterisierte Qualität des Lebens, die zu individuellem Wohlbefinden führt
Hören ist ein sozialer Sinn, denn es verbindet uns mit unserer Umgebung. Ein gutes Gehör trägt also dazu bei, dass wir unserer Umwelt offener gegenüberstehen können. Hören lässt uns mitreden, mitmachen, mitfühlen. So steigert es unser Wohlbefinden und beeinflusst unsere Lebensqualität. Schon vor der Geburt sorgt das Hören dafür, dass wir uns zugehörig fühlen. Im Alter hält es uns dann geistig fit – wenn wir uns denn darum kümmern. Ein Neuroth-Hörtraining kann eine geeignete Methode sein. Denn nur wer gut hört, lebt auch besser.