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Die Anfänge der TV-Wahlwerbespots im Kampf um das Weisse Haus: ein Augenschmaus in schwarz/weiss. 1952 kandidierte der Republikaner Dwight Eisenhower gegen den Demokraten Adlai Stevenson. Ob der Trickfilm, unterlegt mit beschwingter Musik und «Ike for President»-Sprechgesang, den entscheidenden Ausschlag gab, dass Eisenhower gewann, ist zu bezweifeln – der TV-Spot ging aber als erster Wahlwerbespot in die Geschichte des US-Fernsehens ein.
1968, drei US-Präsidentschaftswahlen später, folgte der erste Werbespot in Farbe. Das Duell zwischen dem Republikaner Richard Nixon und dem Demokraten Hubert Humphrey fand in politisch höchst aufgeladener Stimmung statt, was sich auch in einem martialischen Nixon-Spot ausdrückt: es zeigt ein Land mit Bürgerkriegszuständen. Nixon gewann bekanntlich die Wahl.
Ein Blick in die Seele der Amerikaner
Die Website «livingroomcandidate.com» bietet im aktuellen US-Wahljahr einen faszinierenden Blick in die Vergangenheit und zeigt alle Wahlkampf-Werbespots der letzten 60 Jahre – vom erwähnten Duell zwischen Eisenhower und Stevenson 1952 über Carter gegen Fox 1976, Reagan gegen Mondale 1984, und natürlich auch Bush gegen Gore 2000. Die Spots sind auch ein Blick in den Seelenzustand der Amerikaner über das vergangene halbe Jahrhundert.
Die Website, die sich explizit auch an Lehrer richtet, um die bewegten Bilder in den Staatskunde-Unterricht einzubauen, hat das «Museum of the Moving Image» in New York aufgeschaltet. Der Link zur Website ist unten angeführt.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
keine