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Verstorben am 19. Mai 2022 im Alter von 84 Jahren.
Der Molekularbiologe Hans Ambros Weber befasste sich unter anderem mit der gezielten in vitro Mutagenese klonierter eukaryontischer Gene und publizierte eine der ersten Studien auf diesem Gebiet.
Hans Ambros Weber studierte an der ETH Zürich Chemie und schloss das Studium 1960 mit dem Diplom als Ingenieur-Chemiker ab. Von 1962 bis 1964 war er dann als Assistent am Laboratorium für organische Chemie an der ETH tätig und promovierte dort mit der Arbeit «Untersuchungen zum sterischen Verlauf enzymatischer Reaktionen an Substraten mit ‚meso’-Kohlenstoffatomen». Während eines Forschungsaufenthaltes als Postdoktorand im Labor des Nobelpreisträgers H.G. Khorana am Enzyme Institute der Universität von Wisconsin in Madison (USA) befasste er sich mit der chemischen Synthese von DNA auf dem Gebiet der Chemie und Biochemie der Nukleinsäuren und trug zur ersten Synthese eines tRNA-Gens bei.
Ab 1968 war Hans Ambros Weber dann am Institut für Molekularbiologie I an der Universität Zürich tätig. An der UZH befasste er sich unter anderem mit der gezielten in vitro Mutagenese klonierter eukaryontischer Gene und publizierte eine der ersten Studien auf diesem Gebiet. Diese Methode verwendete er später auch, um die Struktur-Funktionsbeziehung beim Alpha-Interferon zu untersuchen.
Auf Beginn des Wintersemesters 1980/81 habilitierte sich Hans Ambros Weber an der UZH mit der Arbeit «Molekulare Mechanismen der Virus-Replikation: Studien am Bakteriophagen Qβ» für das Gebiet der Molekularbiologie und wurde zum Privatdozenten ernannt. Mit dem Bakteriophagen beschäftigte er sich auch im weiteren Verlauf seiner wissenschaftlichen Karriere und publizierte dazu verschiedene Studien. Ab 1985 arbeitete Hans Ambros Weber zudem an einem vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Projekt, das sich zum Ziel setzte, die Mechanismen zu beleuchten, die für die Verschiebung mobiler genetischer Elemente im Genom von E.coli verantwortlich sind. Auf das Wintersemester 1987 wurde er dann zum Titularprofessor befördert. 2001 trat Hans Ambros Weber in den Ruhestand.