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Ein Jahr nach der erfolgreichen Spendenaktion wurde The Document Foundation – die Stiftung hinter der freien und kostenlosen Office-Suite LibreOffice – am 17. Februar 2012 offiziell als “rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts” gegründet. Der Berliner Anwalt Mike Schinagl bezeichnete die Gründung einer Stiftung als „einzigartig für ein freies Softwareprojekt“.
Auch der stellvertretende Vorsitzende von The Document Foundation, Thorsten Behrens, ist der Meinung, dass die Stiftungsgründung einen grossen Meilenstein in der Geschichte von LibreOffice darstellt.
The Document Foundation wurde 2010 gegründet, als sich die OpenOffice.org-Entwickler von der Firma Oracle – welche damals das OpenOffice.org-Projekt leitete – abspalteten. Als Konsequenz daraus entstand das LibreOffice-Projekt, welches auf dem Code von OpenOffice.org beruht. Die Foundation hat es sich zum Ziel gesetzt, sowohl die Entwicklung als auch die Verbreitung von LibreOffice zu fördern.
Als Folge daraus wechselten die meisten OpenOffice-Entwickler zum LibreOffice-Projekt. Des Weiteren setzten immer mehr Linux-Distributionen wie Ubuntu standardmässig auf den OpenOffice-Fork.
Es kam wie es kommen musste: Die Entwicklung von OpenOffice kam praktisch zum Stillstand; Oracle gliederte danach das Projekt aus. Von nun an sollte sich die Apache Foundation um die Entwicklung des Mutterprojekts von LibreOffice kümmern.
Während The Document Foundation letzte Woche bereits die Version 3.5 von LibreOffice veröffentlichte, scheint die Entwicklung von OpenOffice immer noch mehr oder weniger still zu stehen.
LibreOffice kann auf der Seite des Projekts für Linux, Mac OS X und Windows heruntergeladen werden.