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Die Schweizer Milchproduktion erreichte im Jahr 2014 den bisherigen Höhepunkt mit 3511 Millionen Kilogramm Milch. Seither ging die Milchproduktion zurück, konnte sich in den letzten beiden Jahren jedoch stabilisieren, 2021 betrug die Produktion 3382 Millionen Kilogramm.
Gemäss Nahrungsmittelbilanz erreichte der Milchverbrauch in der Schweiz schon 2013 den Höchstwert, mit einer Menge von 2634 Millionen Vollmilchäquivalenten (für die Nahrungsmittelbilanz werden alle Milchprodukte inklusive Butter in Vollmilch umgerechnet). Die ausgewiesene Verbrauchsmenge entspricht etwa drei Viertel der Produktionsmenge, da ein Teil der Milchproduktion exportiert wird und bei der Käseproduktion Schotte entsteht. Letztere geht zum grössten Teil in die Tierfütterung. Bis zum Jahr 2019 ging auch der Verbrauch von Milch und Milchprodukten trotz zunehmender Bevölkerung zurück. Im Jahr 2020 ist der Verbrauch auf 2645 Millionen Milch-äquivalente angestiegen, vor allem weil der Einkaufstourismus stark eingeschränkt war. Dieser wird in der Nahrungsmittelbilanz nicht erfasst. 2021 dürfte sich der Verbrauch wohl noch einmal ähnlich wie 2020 entwickeln. Die Frage ist, auf welchem Niveau sich Produktion und Verbrauch nach der Corona-Krise einpendeln werden.