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Ehre, wem Ehre gebührt. Die ehemalige Weltranglisten-Erste Martina Hingis (31) soll für ihre Leistungen im Tennis in die Ruhmes-Halle aufgenommen werden.
Obwohl an den US Open kein Eidgenosse mehr vertreten ist, gibt’s in New York Grund zum Jubeln. Die International Tennis Hall of Fame hat am Donnerstag anlässlich des letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres bekannt gegeben, dass Martina Hingis 2013 als allererster Schweizer Vertreter in die Ruhmeshalle Eintritt erhalten soll.
«Martina Hingis, Michael Stich und Helena Sukova (die zwei wurden ebenfalls nominiert, Anm. d. Red.) haben ungemein hart gearbeitet, um die grossen Preise im Tennis, das Nummer-1-Ranking, die Major-Titel, Erfolge im Fed Cup und Davis Cup und Olympia-Medaillen, zu erreichen», sagt Stan Smith, Vorsitzender des Nominierungskomitees.
Die Nomination der 31-jährigen Hingis erfolgt zum frühstmöglichen Zeitpunkt. Anfang 2013 wird bekannt geben, ob sie tatsächlich in die Hall of Fame berufen wird. Alles andere als eine Aufnahme wäre eine grosse Überraschung. Denn sie hat einige Asse im Ärmel.
Als eine von lediglich fünf Spielerinnen führte Hingis sowohl das Einzel- als auch Doppel-Ranking an. Am 31. März 1997 wurde sie mit 16 Jahren und 182 Tagen die jüngste Nummer 1 der Welt im Frauentennis. Total gewann sie 15 Grand-Slam-Titel (5 Einzel, 9 Doppel, 1 Mixed).
Die Rheintalerin hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Es wurde zuviel. Chronische Fussprobleme zwangen sie im Februar 2003 zum Rücktritt, im zarten Alter von 22 Jahren.
2006 kehrte sie auf die Tour zurück. Die «Swiss Miss» kletterte bis auf Position sieben im Einzel hoch. In Wimbledon ein Jahr später dann der Schock: positiver Dopingbefund. Sie soll Kokain eingenommen haben. Hingis bestritt die Vorwürfe und trat zum zweiten Mal vom Spitzensport zurück.
Zurzeit arbeitet die 31-Jährige als Talent-Beraterin und tritt bei Legendenturnieren an. Seit Dezember 2010 ist sie mit dem französischen Springreiter Thibault Hutin verheiratet. (yap)