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Prof. Dr.phil. Ralf Simon als Nachfolger von Prof. Dr.phil. Karl Pestalozzi
Prof. Dr. Ralf Simon, der am 19. September 1999 vom Universitätsrat als Nachfolger von Professor Karl Pestalozzi zum hauptamtlichen Ordinarius für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft gewählt wurde, beginnt mit dem Sommersemester seine Tätigkeit an der Universität Basel.
Ralf Simon wurde 1961 in Hannover geboren. Die Schulen durchlief er in Hannover und Bonn. In Bonn begann er auch im Wintersemester 1981/82 das Studium der Germanistik und der Philosophie an der Rheinischen Friedrich Wilhelms Universität. Mit seiner Magisterarbeit "Schritte einer poetologischen Lektüre der höfischen Romane" (1987) und der 1989 abgeschlossenen Dissertation "Einführung in die strukturalistische Poetik des mittelalterlichen Romans" hat Ralf Simon für seine weiteren Arbeiten eine hochbewertete Ausgangslage geschaffen. Er wirkte anschliessend als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und von 1990 bis 1996 als Wissenschaftlicher Assistent am Germanistischen Seminar der Universität Bonn. Mit seiner Habilitationsschrift "Das Gedächtnis der Interpretation. Gedächtnistheorie als Fundament der Hermeneutik, Ästhetik und Interpretation bei Johann Gottfried Herder" (1998) hat sich Ralf Simon der neueren deutschen Literaturgeschichte und allgemeinen Literaturwissenschaft zugewandt und in seinen Vorlesungen und Seminaren die Literatur und ihre wissenschaftliche Betrachtung bis ins 20. Jahrhundert thematisiert. Einer befristeten Anstellung an der Universität Bonn (WS 1996/97), einem Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (ab Juni 1997) und der Vertretung einer C3-Professur an der Universität Karlsruhe (SS1999) folgte die Berufung zum hauptamtlichen Ordinarius für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Philosophischen Fakultät der Universität Basel. Professor Simon wird in diesem Sommersemester über "Komödie: Theorie, Typologie, Geschichte" lesen.