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In der Krise ermöglicht das methodistische Netzwerk rasche und gezielte Hilfe
11. März 2022
Die Methodist:innen in der Ukraine sind Teil einer weltweiten Kirche. In der aktuellen Not eröffnen persönliche Beziehungen und die weltweite Unterstützung Möglichkeiten für rasche und gezielte Hilfe.
Die kleinen methodistischen Gemeinden in der Ukraine helfen unter grossem Einsatz. Sie schaffen Räume, in denen die Flüchtlinge für einige Tage zur Ruhe kommen können, ehe sie weiterziehen. Unterstützung erhalten sie durch Methodist:innen in den angrenzenden Ländern und durch Spenden aus der weltweiten Methodistenkirche.
Ein dritter Zufluchtsort
Oleg Starodubets, Superintendent der Methodistenkirche in der Ukraine, berichtet am Mittwoch 🔗auf Facebook: «Vor einigen Tagen haben wir die Sekundarschule Onokiwzi, einem Dorf in der Nähe von Uschhorod, als Unterkunft erhalten.» Neben den methodistischen Kirchgebäuden in Uschhorod und Kamjanyzja, das rund 13 km nordwestlich von Uschhorod liegt, ist dies die dritte von Methodist:innen organisierte Zufluchtsstelle im Südwesten der Ukraine.
Methodisten auf beiden Seiten der Grenze
«Wir treffen die Menschen am Bahnhof und geben ihnen die Möglichkeit, sich auszuruhen, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen und die notwendige Kleidung zu kaufen», schreibt Starodubets. Die meisten bleiben einige Tage. Dann bringen die Methodist:innen sie an die Grenzen zur Slowakei, nach Ungarn oder Rumänien. «Unsere Brüder und Schwestern aus den Nachbarländern treffen sie dort und nehmen viele unserer Bürger auf.»
Der Superintendent bedankt sich «für den aufopferungsvollen Dienst» und «für Gebete und finanzielle Unterstützung!»
Hilfe bringen
Wie diese Hilfe auf der anderen Seite aussieht, beschreibt unter anderem Pfarrer Cristian Istrate aus Rumänien. Er schreibt 🔗in einem Facebook-Post, dass sich die Verantwortlichen seiner Kirchgemeinde einig gewesen seien, dass sie Hilfsgüter zu den ukrainischen Methodist:innen bringen wollten. «Aber wie?», das sei die Frage gewesen.
«Lieferdienst» durch Pfarrer
Pfarrer Samuel Goia habe sich dann bereit erklärt, den Lieferwagen mit Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern zu fahren. Bilder auf Facebook zeigten, wie das Fahrzeug beladen beladen wird. «Heute fuhr er in die Ukraine, um dem ukrainischen Superintendenten Oleg Starodubets zu helfen, der sich in dieser Zeit um seine Gemeinde kümmert.»
Unterdessen bedankte sich Andrzej Malicki, Superintendent der Methodistenkirche in Polen, in einem auf Facebook verbreiteten Video für die Unterstützung, die die Methodist:innen für ihre Hilfe erhalten. Neben Ungarn und der Schweiz hatten auch die Methodist:innen in Polen am vergangenen Sonntag landesweit eine Kollekte für die Unterstützung der Flüchtlinge zusammengelegt. Die Methodist:innen in der Schweiz hatten bis zum vergangenen Mittwoch 🔗bereits rund 100 000 Franken an Spendengeldern für die Flüchtlinge gespendet.