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Aus den Niederungen der NZZ werden täglich alte Schätze der Zeitung gehoben und online gestellt. Die Serie nennt sich „Aus dem Archiv“.
Was liegt für eine Zeitung mit einer 231-jährigen Geschichte näher, als die eigenen historischen Werke auszubeuten?
Richtig, nichts! Und genau darum steigt täglich jemand in die Tiefen des NZZ-Archivs und fördert von dort schwarzes Gold in Form von Buchstaben aus Druckerschwärze zu Tage. Es ist Barbara Stolba, Mitarbeiterin im Archiv des Hauses. Im Impressum taucht ihr, viele Artikel zeichnendes Kürzel bsa. nicht auf.
In der Rubrik ist etwa über die Inbetriebsetzung des ersten Schweizer Kraftwerks zu lesen (Beznau I, 1969), es gibt Reaktionen auf die Einführung des Frauenstimmrechts (1971) und über das Aufkommen der Dromedarartillerie in Persien anfangs des 18. Jahrhunderts (1949).
Eine vertane Chance ist, dass man die vollständigen Artikel nur im PDF-Format zugänglich macht. Denn der Text ist so bedeutet schlechter zu lesen, auch die Chance auf eine Verlinkung sinkt rapide dadurch. Technisch wäre der Aufwand, wenigstens bei einigen Artikeln, überschaubar. Zum Beispiel lässt sich der 1968er-Text über das Aztekenstadion in Mexiko (PDF-Datei) relativ leicht mittels Kopieren und Einfügen in ein HTML-Format bringen. Und für die anderen Artikel gäbe es sicher Texterkennungssoftware, die verhindert, dass ein armer Volontär einen Text von 1799 abschreiben muss.