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Ende Oktober fällte der Kantonsrat Schwyz einen klaren Entscheid. Mit 77 Ja- zu 15 Nein-Stimmen befürwortete das Parlament den Kauf einer Liegenschaft in Einsiedeln, wo sich heute ein Durchgangszentrum für Asylsuchende befindet. Auch die SVP stimmte diesem Kauf zu, wenn auch sehr knapp.
Einzelne trotzen dem Entscheid des Parlaments
Jetzt, einen Monat später regt sich Widerstand aus genau dieser Partei: Ein unabhängiges Kommitee aus SVP-Politikern will gegen den Entscheid Unterschriften sammeln.
Dass ein Teil der Partei nun ausschert, nimmt der Fraktionschef Herbert Huwiler gelassen: «Ich habe Verständnis dafür, dass man diese Vorlage unterschiedlich beurteilen kann, deswegen habe ich keine Mühe mit dem Referendum.»
Ich habe Verständnis dafür, dass man diese Vorlage unterschiedlich beurteilen kann. Ich habe keine Mühe mit dem Referendum.
Wortführer des Kommitees ist Bernhard Diethelm, Kantonsrat und Sekretär der SVP des Kantons Schwyz. Für ihn ist der Landkauf mit 5,4 Millionen Franken viel zu teuer. Ausserdem bezweifelt er das Argument der Regierung, dass diese grosse Landreserve später wirklich anders genutzt wird als für Asylsuchende: «Dort sind bereits Asylanten und es werden auch weiterhin Asylanten dort untergebracht.»
Um eine Volksabstimmung über den Kauf des Biberhofs durchzubringen, muss das Kommitee bis anfangs Januar 1000 Unterschriften sammeln.
Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr