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Quiberon (bretonisch: Kiberen) ist eine französische Hafenstadt und eine Halbinsel im Département Morbihan in der Region Bretagne. Fischerei spielte einst eine grosse Rolle in der Wirtschaft Quiberons. Die 4741 Einwohner der Stadt leben heute hauptsächlich von den bis zu 60.000 Touristen während des Sommers.Die Nord-Süd gerichtete Halbinsel ist etwa 14 km lang und ca. 2 km breit.
Das Besondere der Halbinsel Quiberon ist ihre Vielfalt, die dadurch zustande kommt, dass eine Seite der Insel dem Festland (Bucht von Quiberon), die andere dem Atlantik zugewandt ist. Das Meer ist landseitig ruhig, im Gegensatz zur Wilden Küste (Côte sauvage) auf der Atlantikseite mit kleinen Sandstränden zwischen den felsigen Buchten, an denen jedoch striktes Badeverbot herrscht.
Im Jahre 1944 planten die anglo-amerikanischen Landungstruppen, in der Bucht von Quiberon einen Nachschubhafen zu errichten. Die Idee wurde jedoch verworfen. Die massiven deutschen Befestigungen des Atlantikwalls und der anhaltende Widerstand der deutschen Soldaten (Auftrag: bedingungslose Sicherung des U-Boot-Hafens von Lorient) führten zu der Kuriosität, dass die deutschen Resttruppen (10.000 Mann) im Gebiet von Lorient bis Quiberon erst zwei Tage nach der Kapitulation der Wehrmacht am 10. Mai 1945 kapitulierten.
Quiberon war einer der Drehorte zum Abenteuervierteiler Die Schatzinsel und zum Spielfilm 3 Tage in Quiberon. Die Schauspielerin Romy Schneider war in den 1970er und 1980er Jahren mehrmals zur Kur in Quiberon.
Die Halbinsel ist ganzjährig nur über eine einzige Strasse zu erreichen, die im Sommer häufig überfüllt ist. In den Sommermonaten fährt von Auray über die Bahnstrecke Auray–Quiberon ein Zug auf der eingleisigen Strecke (der sog. tire-bouchon = „Korkenzieher“).