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Auf dem Weg zum Bryce Canyon überschritten wir eine weitere Staatsgrenze und fuhren von Nevada nach Utah. Gleichzeitig überfuhren wir auch eine Zeitzone, wir mussten unsere Uhren eine Stunde nach vorne stellen.
Nach der langen Fahrt auf dem Freeway, fuhren wir nochmals eine Stunde den Berg hinauf und das Thermometer sank von Minute zu Minute. Gegen 18 Uhr kamen wir im „Bryce Canyon National Park“ an und konnten sogleich noch den Sonnenuntergang beobachten, der aber nicht so spektakulär war. Es war bereits sehr kalt, auf einer Picknick Bank bereiteten wir unser Abendessen vor, es gab Salat und Brot, das einzige was im Auto nicht so schnell kaputt geht ohne Kühlschrank ;-)
Wir fuhren den Campground ab und suchten nach einem potenziellen Schlafplatz. Platz hatte es genug, aber uns war es einmal mehr zu blöd, 15$ für einen Parkplatz zu bezahlen. Auch hier war der Campground mit nur Plumpsklos ausgestattet und keine Duschen. Wir fuhren weiter im National Park und fanden eine Lodge – Perfekt! Ich ging rein und fragte ob wir auf den Parkplatz schlafen dürfen. Natürlich war es auch diesmal kein Problem :-) Bevor wir zu Bett gingen, verweilten wir in der warmen Lobby. Neben der Lobby füllte sich ein Saal mit Leuten. Wie wir schnell herausfanden, fand eine Präsentation statt. Kurzerhand gesellten wir uns dazu. Leider war der Vortrag total langweilig und anstatt interessanter Inhalte kamen mehr blöde Sprüche vom Moderator, also verliessen wir den Raum eine Halbestunde später wieder. Etwas später richteten wir unser Bett ein. Im Walmart in Las Vegas hatten wir uns eine Luftmatratze für 11$ gekauft, welche unser Hüftschmerzen Problem lösen sollte. Da der „Bryce Canyon National Park“ auf 2‘500 Höhenmeter liegt, wurde es entsprechend kalt in der Nacht und wieder hatten wir Werte von knapp weniger als 0 Grad. Dank der Luftmatratze und unserem Schlafsack, welchen wir als Decke benutzen, schliefen wir jedoch sehr gut!
Wir erwachten früh am Sonntagmorgen, sprangen schnell aus dem Auto, legten unsere Rucksäcke, welche wir in der Nacht auf die Vordersitzen deponieren, wieder in den Kofferraum und fuhren zum „Sunrise Point“, von wo aus man hat einen wunderbaren Ausblick auf die Felspyramiden, welche man „Hoodoos“ nennt, hat. Wir genossen den wunderschönen Sonnenaufgang.
Der Bryce Canyon wurde nicht, wie zum Beispiel der Grand Canyon, durch einen Fluss gebildet und ist somit kein Canyon im eigentlichen Sinne. Der Bryce Canyon entstand durch Erosionen von Wasser, Eis und Wind in den letzten 50 Millionen Jahren. Diese Felsnadeln erreichen eine Höhe bis zu 60 Meter. Wir waren schwer beeindruckt. Wir können den „Bryce Canyon National Park“ jedem sehr empfehlen!
Wir Frühstückten im Auto, es gab einmal mehr Brot mit Nutella-Erdnussbutter-Aufstrich. Gestärkt fuhren wir zu den weiteren Aussichtspunkten. Zwar fährt man hier auch wieder alles mit dem Auto ab und hält an um ein Fotos zu machen, doch gibt es hier einige Wanderwege durch die Schluchten. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und wählten den 2,2 km langen „Navajo Loop“. Der Loop führt durch die „Hoodoos“. Wenn man vor beziehungsweise unter den hohen Felsnadeln steht, sind diese noch viel beeindruckender!
Der steile Loop hatte uns zum Schwitzen gebracht und wir sehnten uns nach einer Dusche. Zum Glück gab es im Park öffentliche Duschen für nur 2$ pro Person. Wir packten unsere Duschsachen und nutzten die Gelegenheit. Frisch machten wir uns am späteren Nachmittag auf dem Weg in den 480km entfernten „Canyon Lands National Park“.
Bilder: Bryce Canyon National Park