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STADT ZUG: CLAUDE SEEBERGER ERHÄLT ATELIERSTIPENDIUM IN BELGRAD
17.02.2024 Die Stadt Zug hat einen Atelierplatz vergeben, welcher von der Städtekonferenz Kultur (SKK) in Belgrad zur Verfügung gestellt wird. Die ausgewählte Kunstschaffende Claude Seeberger (Bild) wird vom 1. August bis am 30. November 2024 in Belgrad leben und arbeiten.
Bild: Claude Seeberger - Foto: zVg
Claude Seeberger erhält von der Stadt Zug und der Städtekonferenz Kultur (SKK) ein Atelierstipendium. Für den viermonatigen Aufenthalt in der Kulturmetropole und Hauptstadt Serbiens konnten sich professionelle Kunstschaffende, Kulturvermittelnde und Kulturveranstaltende aller Bereiche mit Bezug zur Stadt Zug bewerben. Die Jury, bestehend aus Mitgliedern der Kulturkommission und externen Fachpersonen, hat sich für die Bewerbung der Künstlerin Claude Seeberger entschieden.
Die 1953 in Zug geborene und aufgewachsene Claude Seeberger hat die Kunstgewerbeschule Luzern besucht. Anschliessend arbeitete sie unter anderem als Lehrerin für Bildnerisches Gestalten an der Kantonsschule Zug. 1983 und 1987 erhielt sie den Werkbeitrag des Kantons Zug. Seit 1980 ist sie als freischaffende Künstlerin in den Bereichen Zeichnung und expressive Malerei tätig.
Pläne in Belgrad
Den künstlerischen Aufenthalt in Belgrad möchte Claude Seeberger dazu nutzen, ihre bereits in den 1990er-Jahren entstandenen Bilder "Nachtbuchblätter", eine Art gemalte Tagebücher mit Zeitungsbildern und Berichten aus dem Krieg in Jugoslawien, neu zu verstehen und gleichzeitig neue zu schaffen, die im zeitgenössischen Kontext der Stadt Belgrad stehen. Dabei werde das Sammeln, Lesen und Collagieren von Zeitungen und elektronischen Medien in einer ihr fremden Sprache mit kyrillischen Schriftzeichen im Fokus stehen.
Die für Claude Seeberger wichtige Farbe Rot wird verwendet, um etwas zu konturieren und zu schärfen, vor allem Körperteile, Extremitäten und Köpfe. Sie arbeite oft auf MDF-Platten (mitteldichte Holzfaserplatten) und mit Zeitungen, die in mehreren Schichten übereinander verleimt werden, um darauf Acryl-, Graphit-, Ölfarben sowie Kugelschreiber-Tinte aufzutragen, so Seeberger. In Belgrad sei auch ein Fototagebuch auf dem Handy geplant.
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