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SsangYong – KG Group statt Edison
Spannend wie ein Krimi! Der Fusions- und Übernahmevertrag zwischen Ssangyong Motor und Edison war am 1. April 2022 geplatzt, nachdem Edison die Zahlungsfrist für die Anzahlung ungenutzt hat verstreichen lassen. Dann entbrannte ein neuer Bieterkampf zwischen dem Stahlkonzern KG Group und dem Unterwäscheproduzenten Ssangbangwool. Jetzt scheint es, dass die KG Group gewonnen hat und in SsangYong investieren darf.
Gemäss dem Automobil-Branchenportal "automobilwoche.de" ist SsangYong gerettet. Ein südkoreanisches Konsortium unter der Führung des Chemikalien- und Stahlkonzerns KG Group will den angeschlagenen Geländewagenbauer übernehmen. Das Insolvenzgericht in Seoul habe die Entscheidung gutgeheissen, das KG-Konsortium als finalen Bewerber in dem Bieterverfahren auszuwählen, teilte Ssangyong mit. Für Südkoreas viertgrössten Autohersteller war bereits im April 2021 ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Ein Jahr später platzte der Deal mit dem E-Auto-Hersteller Edison.
Laut einer Börsenmitteilung Ssangyongs plant das Konsortium, das auch Finanzinvestoren umfasst, Investitionen von 900 Milliarden Won (knapp 700 Millionen Euro), um den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung zu sichern. Die KG Group würde damit in ein für sie neues Geschäftsfeld einsteigen. Die Investitionen sollen den Angaben zufolge den eigentlichen Kaufpreis von rund 335,5 Milliarden Won sowie den Erwerb neuer Aktien im Wert von 564,5 Milliarden Won als Betriebskapital umfassen. In den nächsten Tagen soll ein Kaufvertrag unterzeichnet werden.
In dem jüngsten Bieterverfahren setzte sich die KG Group und ihre Partner gegen den Unterwäsche-Hersteller Ssangbangwool durch, der ebenfalls mitgeboten hatte. Seit 2011 befindet sich Ssangyong mehrheitlich im Besitz des indischen Nutzfahrzeugbauers Mahindra & Mahindra. Die Inder hatten seit 2020 vergeblich versucht, ihre Mehrheit loszuwerden. Der Absatz von Ssangyong fiel 2021 im Jahresvergleich um 21 Prozent auf knapp 84'500 Autos.