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Die 1903 eingeführte Landesvermessung der Schweiz (LV03) ist veraltet. Der Bund beschloss die Einführung eines neuen und genaueren Systems, basierend auf der satellitengestützten Landesvermessung von 1995 (LV95). Mit der Überführung der Daten in das neue Koordinatensystem werden die bestehenden Zwänge eliminiert.
Im Jahr 2015 begann die Transformation der Daten der amtlichen Vermessung in den neuen Bezugsrahmen LV95. Sukzessive wurde eine Gemeinde nach der anderen ins neue Koordinatensystem überführt. Das Projekt wurde im Jahr 2016 abgeschlossen.
Auch kleine Flächenkorrekturen notwendig
Durch die Transformation ändern die Koordinaten in der Ostschweiz um ca. 70 Zentimeter. Die Verschiebungen der massgebenden Passpunkte schwanken je nach Gebiet um einige Zentimeter. Dies überträgt sich auf jeden Punkt im Datensatz. Bei Grenzpunkten hat dies auch Auswirkungen auf die Grundstücksflächen. Ein kleiner Prozentsatz der Grundstücke erfuhr dadurch eine minimale Flächenkorrektur, wobei davon vor allem grössere Grundstücke betroffen sind. Im Grundbuch erfolgte eine Flächenkorrektur, die Grundeigentümer wurden entsprechend informiert.
Übergangsphase mit zwei Systemen
Sichtbar werden die Änderungen des Bezugsrahmens beim Betrachten der Koordinatenwerte. Durch die Voranstellung der Ziffer 2 im Ost-West-Wert respektive der Ziffer 1 beim Nord-Süd-Wert sind Koordinaten eindeutig als LV95-Werte erkennbar. Die klare Unterscheidung ist wichtig, da in einer Übergangsphase sowohl Daten im alten System LV03 als auch Daten im neuen System LV95 im Umlauf sein werden.
Auf der amtlichen Vermessung bauen die meisten der kommunalen und kantonalen Geodaten auf. Im Verlauf des Jahres 2016 wird damit begonnen, auch diese Daten in den neuen Bezugsrahmen zu überführen. Die GEOINFO ist dafür bereit.