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Posted by Admin September 27, 2017
In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit gesättigten bzw. ungesättigten Fettsäuren. Diese Begriffe findet man oftmals auf der Rückseite der Lebensmittel in der Nährwertetabelle. In der alltäglichen Ernährung sind Fette wichtig, denn sie unterstützen beispielsweise die Aufnahme von Vitaminen und gelten auch als Energielieferant. Fett macht, ganz entgegen des weitverbreiteten Glaubens, nicht gleich Fett. In einem gesunden Mass zugeführte Fette sind genauso essentiell wie Kohlenhydrate und Proteine und tragen zur Gesundheit bei.
Gesättigte Fettsäuren
Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Rind, Schwein, Butter, Milchprodukte, Wurstwaren etc. enthalten. Besonders stark verarbeitet sind diese auch in Fertiggerichten und Fast Food. Ganz zur Überraschung sind auch in pflanzlichen Quellen wie Kokosnüsse und Kakao gesättigte Fettsäuren zu finden. Die gesättigten Fettsäuren besitzen chemisch gesehen, wie in der Abbildung links ersichtlich ist, keine Doppelbindungen in der Kohlenstoffkette. Das bedeutet das diese wesentlich langsamer verstoffwechselt werden können. Dies hat, bei einem übermässigen Konsum, einen Anstieg des Cholesterinspiegels, potentielle Förderung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Rheumaerkrankungen, zur Folge. Jedoch in der richtig konsumierten Menge haben die gesättigten Fettsäuren sehr begünstigende Effekte auf den Körper. Darunter laufen beispielsweise die Freisetzung von Energie, Erneuerung von Zellstrukturen, Heilung von entzündeten Darmschleimhautzellen uvm. .
Ungesättigte Fettsäuren
Die einfach gesättigten Fettsäuren sind hauptsächlich in Ölen wie Rapsöl oder Olivenöl, sowie auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Avocados, Nüsse, Oliven etc. vorzufinden. Bei chemischer Betrachtung besitzen diese ganz im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren eine Doppelbindung in der Kohlenstoffkette. Aufgrund dieses chemisch strukturellen Aufbaus können ungesättigte Fettsäuren durch die Verdauungsenzyme besser und schneller aufgespaltet werden, was ein kompletten Abbau dieser begünstigt. Die ungesättigten Fettsäuren haben nachweislich eine LDL-Cholesterinspiegel (schlechtes Cholesterin) senkende und HDL-Cholesterin (gutes Cholesterin) steigernde Wirkung. Ein Grossteil dieser können, genau wie die gesättigten Fettsäuren auch, vom Körper selbst hergestellt werden. Es gibt jedoch auch essentielle Fettsäuren welche der Körper nicht selbst synthetisieren kann. Dazu zählen Fettsäuren, die Doppelbindungen an bestimmten Positionen tragen, die sogenannten Omega-n-Fettsäuren.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Zu guter letzt gibt es da noch die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie ähneln den einfach ungesättigten Fettsäuren stark, einziger Unterschied dabei, sind die mehrfach vorkommenden Doppelbindungen in der Kohlenstoffkette. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind vor allem in Lebensmitteln wie Lachs, Hering, Thunfisch, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Linolöl uvm. zu finden und haben nebst der positiven LDL-Cholesterin senkenden Wirkung, auch den Abbau von Entzündungen und den Schutz vor Rheumaerkrankungen zur Folge. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen auch die bekannten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese sind essentiell für den menschlichen Organismus, da sie nicht vom Körper selbst hergestellt werden können. Sie tragen zum Aufbau von Zellmembranen, einen verbesserten Stoffwechsel, ein gutes Hautbild und zum Entzündungsabbau bei. Ein Missverhältnis beim Konsum dieser kann jedoch zu negativen Folgen im gesundheitlichen Bereich führen, beispielsweise die erhöhte Entzündungsanfälligkeit.
Fazit:
Bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gehören alle 3 Sorten sowie ihre Unterarten dazu. Es gilt diese in einem guten Verhältnis zu konsumieren. Dabei sollte allgemein das Fett beim täglichen Verzehr rund 20-30% ausmachen. Ein gutes Verhältnis wäre hier 5-8% gesättigte Fettsäuren, 10-14% einfach ungesättigte Fettsäuren und 5-8% mehrfach ungesättigte Fettsäuren.