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Der Surprise - Mann sucht sich einen Platz auf der hintersten Sitzreihe im halb leeren Zwölfer. Der Zeitungsverkäufer, gross und kräftig, wuchtet seine schwere Tasche auf einen freien Sitz neben sich. Surprise, das Strassenmagazin, "das Menschen in sozialen Schwierigkeit hilft, sich aus eigener Kraft aus Abhängigkeiten zu befreien", wie im Internetauftritt angepriesen wird. Die "Nei-merci-Zytig" in der Stadtberner Alltagssprache. Ich stelle mir vor, dass es nicht einfach ist, das Magazin auf der Gasse eiligen Passanten anzubieten. Umso grösser das Erstaunen des Surprise-Verkäufers - unterwegs im Bus zu seinem Standort. Eine junge Frau am Fensterplatz auf der Rückbank, proper für den Büroalltag zurechtgemacht, lächelt den massigen Verkäufer an. "Haben Sie mir bitte eine Zeitung?"
Der Zeitungsverkäufer schaut verwundert auf, zieht ein Surprise aus der Tasche und steckt das Zeitungsgeld ein. Ein paar freundliche abschliessende Worte und die Frau vertieft sich in das Magazin. Beim Bahnhof steigen beide gut gelaunt aus.
Peter Maibach