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- Sechs Monate nach der Verurteilung der früheren südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye ist das Urteil nun rechtskräftig.
- Park ist damit wegen Korruption zu 20 Jahren Haft verurteilt. Sie wurde schuldig gesprochen, weil sie ihre Stellung als Präsidentin im Interesse einer Vertrauten missbraucht hat.
- Das Gericht bestätigte zudem eine Geldstrafe in Höhe von 18 Milliarden Won (rund 15.4 Millionen Schweizer Franken).
Die erste Frau an der Staatsspitze Südkoreas wurde bereits im vergangenen Sommer verurteilt. Mit dem jetzigen Urteil ist der Prozess abgeschlossen. Das Oberste Gericht des Landes verwarf eigenen Angaben zufolge die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen die 68-Jährige.
Die konservative Politikerin war während ihrer Regierungszeit in einen massiven Skandal verwickelt, der das Land tief erschüttert und monatelange Strassenproteste zur Folge hatte. Im März 2017 führte er zu ihrer Amtsenthebung durch das Verfassungsgericht. Später wurde Park Geun Hye verhaftet und wegen Machtmissbrauchs, Korruption, Nötigung und anderer Vorwürfe angeklagt.
Insgesamt 22 Jahre Haft
In erster Instanz erhielt sie zunächst eine Haftstrafe von 24 Jahren, die im August 2018 um ein Jahr erhöht wurde. Die Vorwürfe wies Park zurück, der Hauptverhandlung war sie schon seit Oktober 2017 ferngeblieben. In einem getrennten Verfahren wegen Vorteilsnahme im Amt wurde das ehemalige Staatsoberhaupt zudem zu fünf Jahren Haft verurteilt. Sie soll illegal hohe Summen vom Geheimdienst angenommen haben.
Beide Verfahren wurden in der Neuverhandlung im vergangenen Jahr zusammengezogen. Das Oberste Gericht in Seoul hatte zuvor wegen Verfahrensfehlern den Fall zurückgewiesen. Insgesamt summieren sich jetzt die Strafen für Park auf 22 Jahre. Wegen Verstosses gegen die Wahlgesetze war gegen sie eine weitere Freiheitsstrafe von zwei Jahren verhängt worden.
Die Südkoreaner hatten die Tochter des früheren Militärdiktators Park Chung Hee Ende 2012 als erste Frau ins Präsidentenamt des Landes gewählt. Parks Nachfolger im Präsidentenamt ist der sozialliberale Moon Jae In. Auch Parks Amtsvorgänger Lee Myung Bak (2008 bis 2013) sitzt wegen Korruption eine langjährige Gefängnisstrafe ab.