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Nach Angaben des nationalen Statistikamts vom Mittwoch stiegen die Verbraucherpreise im März um 0,9 Prozent zum Vorjahresmonat. Der Anstieg war nur etwas stärker als der Zuwachs von 0,8 Prozent im Februar. Analysten hatten aktuell eine Rate von 1,0 Prozent erwartet.
Auf Ebene der Produzenten liegen die Preissteigerungen jedoch deutlich höher. Wie das Statistikamt ebenfalls mitteilte, erhöhten sich die Erzeugerpreise im März um 7,6 Prozent zum Vorjahresmonat. Im Februar hatte die Rate mit 7,8 Prozent den höchsten Wert seit Ende 2008 erreicht.
Die Produzentenpreise geben einen Hinweis auf die absehbare Inflationsentwicklung, allerdings wird der Preisauftrieb meist nicht vollständig an die Verbraucher weitergereicht. Der seit Anfang 2016 merklich höhere Preisauftrieb unter Herstellern gilt überwiegend als positives Zeichen, weil er auf einen Abbau hoher Überkapazitäten und eine solidere Konjunktur schliessen lässt.
Die allenfalls moderate Inflation auf Verbraucherebene gibt der chinesischen Notenbank Spielraum, die Binnenkonjunktur mit ihrer lockeren Geldpolitik weiter zu unterstützen. Zuletzt scheint sich die konjunkturelle Lage in China aber stabilisiert zu haben, nachdem zuvor eine stärkere Abkühlung befürchtet worden war. Ein Grund für die Stabilisierung sehen Fachleute in der wieder robusteren globalen Konjunktur, nicht zuletzt in grossen Schwellenländern.
(AWP)