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Vortrag von Prof. Dr. Roberto Zaugg
Ab dem 15. Jahrhundert etablierten die iberischen Mächte neue ozeanische Seewege, durch die der europäische Subkontinent erstmals direkt mit dem subsaharischen Afrika, den Amerikas und Asien in Verbindung trat. Der Atlantik entwickelte sich in den darauffolgenden Jahrhunderten zu einem dynamischen Raum des ökonomischen und kulturellen Austauschs sowie imperialer Expansion. Das Mittelmeer verschwand in dieser Epoche mitnichten vom Radar grosser Mächte, sondern blieb – in einer sich verändernden Weltlage – eine dynamische Region interkultureller Verflechtungen.
Roberto Zaugg ist Assistenzprofessor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Zürich. Er studierte an der Universität Florenz und promovierte an der Universität Neapel «Federico II». Nach Stationen in Basel, Paris, Lausanne und Bern wirkt er seit 2019 an der Universität Zürich. Zu seinen Forschungsfeldern gehören unter anderem die Geschichte mediterraner Handelsdiasporas, des Sklavenhandels und Westafrikas. Er leitet ein vom Schweizerischen Nationalfonds finanziertes Projekt, das Verbindungen zwischen dem frühneuzeitlichen Italien, den Amerikas und dem subsaharischen Afrika untersucht.
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