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NEW YORK - Sie ist eine begnadete Schriftstellerin. Er war der grosse IT-Revolutionär. In ihrer Trauerrede würdigt Mona Simpson ihren toten Bruder, Apple-Chef Steve Jobs. Und sie berichtet vom Sterbebett.
Es ist wohl die persönlichste und intimste Widmung an Steve Jobs († 56). Gestern veröffentlichte die «New York Times» die Grabrede von Mona Simpson (54). Sie ist die leibliche Schwester des adoptierten Jobs und eine erfolgreiche Schriftstellerin. Erst mit 25 lernte sie ihren Bruder kennen.
Simpson beschreibt in ihrer Rede, wie der Tod ihres Bruders trotz der langen Krankheit unerwartet kam. Am Dienstag Morgen habe er sie angerufen, sie sollen nach Palo Alto eilen: «Sein Tonfall war zärtlich und liebevoll, aber wie von jemandem, dessen Gepäck bereits im Auto verstaut ist, der bereits am Anfang einer Reise steht und es tat ihm sogar leid, ehrlich leid, dass er uns verliess.»
Steve Jobs habe bereits begonnen, sich von ihr zu verabschieden, weil er befürchtete, sie schaffe es nicht mehr rechtzeitig. Als Simpson bei ihrem Bruder ankommt, ist seine Familie bei ihm. Seine Kinder, seine Frau. Mit ihr habe er noch Witze gemacht. Kurz darauf, habe seine Atmung sich verändert.
Mona Simpson sagt, sie habe am Sterbebett ihres Bruders Folgendes gelernt: «Er hat sich auch dies erarbeitet. Der Tod stiess Steve nicht zu, er erreichte ihn.» Sie vergleicht den Todeskampf mit dem Erklimmen eines Berges.
Steve Jobs letzte Worte
Mona Simpson erzählt, was Steve Jobs als letztes sagte: «Oh Wow. Oh Wow. Oh Wow.» Er habe seine Schwester Patty angeschaut, dann lange seine Kinder, seine Ehefrau Laurene. Dann sei sein Blick in die Ferne geschweift.
Der Arzt habe ihm eine 50-zu-50-Chance gegeben, die Nacht noch zu überleben. Er schaffte es im Kreis seiner Familie. Doch am Mittwoch ging seine Reise zu Ende. (sik)