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Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Textilindustrie verschlechtert sich rapide, da die Energiekosten relativ hoch sind und nur begrenzt kompensiert werden können. Dies berichten sechs europäische Branchenverbände in einer Pressemitteilung. Die Organisationen befürchten, dass die Textilindustrie untergraben werde, und fordern daher die politischen Entscheidungsträger:innen in Europa auf, Maßnahmen zu ergreifen.
Die Organisationen, die die Pressemitteilung unterstützen, sind Aiuffass, CIRFS, Eurocoton, International Fur Federation, Edana und Euratex. Bei ihnen handelt es sich um europäische Fachverbände der Seiden- und Kunstfaserindustrie, der Baumwollindustrie, der Pelzproduktion, der Vliesstoffproduktion beziehungsweise der Textilproduktion im Allgemeinen.
Das Problem für europäische Textilunternehmen sei ein zweifaches, schreiben sie. Einerseits seien die Energiepreise derzeit deutlich höher als beispielsweise in den Vereinigten Staaten und China; dies mache die Produktion in der Europäischen Union sehr unattraktiv, betonen die Verbände.
Gleichzeitig halten sie die EU für „passiv und extrem langsam“, wenn es darum gehe, eine „glaubwürdige und effektive Antwort auf die Energiekrise“ zu geben, vor allem im Vergleich zu einer Reihe internationaler Konkurrenzländer, wie China, Indien und den USA. Als Beispiel nannten sie die 369 Milliarden US-Dollar (circa 347 Milliarden Euro), die in den USA für die Umstellung auf alternative Energiequellen vorgesehen sind.
Branchenverbände fordern Energieplan von EU
Wenn die EU nicht bald einen „ehrgeizigen und umfassenden Plan zur Wiederbelebung“ vorlege, würde der europäische Textilsektor auf dem globalen Spielfeld zurückbleiben, heißt es in der Presseerklärung. Nach Ansicht der Branchenverbände steht nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Branche auf dem Spiel, sondern auch die Pläne für eine kohlenstoffneutrale und kreislauforientierte Produktion.
Die Organisationen fordern die politisch Verantwortlichen in der Europäischen Kommission, im Europäischen Rat und in den nationalen Regierungen auf, eine Energiestrategie zu entwickeln, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Der Schwerpunkt sollte dabei auf der Unterstützung von kleinen und mittleren Betrieben liegen, die weniger finanzielle Reserven haben, um mit steigenden Energiepreisen fertig zu werden. Es sollte eine Preisobergrenze für Gas und Strom und einen Investitionsplan für grüne Energie geben, heißt es in der Presseerklärung.
Dieser Plan dürfe die guten Handelsbeziehungen mit anderen Ländern nicht beeinträchtigen, betonten die Verbände: „In diesen für die geopolitische Stabilität schwierigen Zeiten sind starke Handelsbeziehungen von größter Bedeutung.“
Dieser übersetzte Artikel erschien ursprünglich auf FashionUnited.nl.