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Die marxistisch ausgerichtete Tessiner Partei wurde am 27.4.1969 gegründet. Sie entstand als linke Abspaltung der Sozialist. Partei des Kt. Tessin (PST). Ihre jungen Mitglieder, die sich um die Zeitung "Politica Nuova" (1965-92) gesammelt hatten, standen der Achtundsechziger Bewegung nahe. Die Parteibasis setzte sich mehrheitlich aus Lehrern und Angestellten des öffentl. Dienstes zusammen. Nach einer systemkrit. Phase wirkte der PSA in den 1970er Jahren als lebhafte Oppositionspartei in der Gesellschaft (Mieterverband) und im Tessiner Grossrat (1971-91 sechs bis acht Abgeordnete). 1975 gelang ihm dank einer gemeinsamen Liste mit der PdA und der Comunità dei socialisti ticinesi die Wahl seines ersten Sekr. Werner Carobbio in den Nationalrat und 1987 jene von Pietro Martinelli in den Regierungsrat. In den 1980er Jahren verfolgte der PSA eine sozialdemokrat. Linie. 1988 schloss er sich mit einem Teil des PST zum Partito socialista unitario zusammen. Dadurch kam ein schwieriger, von Rivalität geprägter Prozess der Wiederannäherung an den PST in Gang, der 1992 im Zusammenschluss mit der Tessiner Sektion der SP Schweiz seinen Abschluss fand.
Literatur
– P. Macaluso, Storia del Partito socialista autonomo, 1997
Autorin/Autor: Silvano Gilardoni / PTO