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Geschichte
Aus der Geschichte
Wussten Sie ...
... dass Wallenwil, «der Weiler des Walo», der älteste Dorfteil unserer Gemeinde ist und schon im Jahre 827 ins Licht der Urkunden tritt. Die Wallenwiler erscheinen dort als hörige Gotteshausleute des Klosters St. Gallen.
... dass Eschlikon erst um etwa 1280 urkundlich erwähnt wird.
... dass ein Germane namens Askilo hier als erster siedelte und dass später seine Nachkommen die Askilinghöfe bewirtschafteten. Der Begriff Askilinghofen wurde durch die Jahrhunderte abgeschliffen und fand über Äschlingkon schliesslich die heutige Form.
... dass im 13. Jahrhundert die Grafen von Toggenburg die grössten Grundbesitzer in unserer Gegend waren.
... dass nach der Reformation Wallenwil fast ausschliesslich katholisch und Eschlikon protestantisch war.
... dass man im 17. und 18. Jahrhundert Reben am Hiltenberg und an der Buchhalde einpflanzte und dass auch in Wallenwil ein Rebberg bestand.
... dass das Dorf Eschlikon nach dem 30-jährigen Krieg (1618–1648) durch grosse Schulden in einer schweren finanziellen Krise steckte und von 40 auf nur noch 15 Haushaltungen zusammenschrumpfte.
... dass das Restaurant Löwen 1773 als erstes Steinhaus in Eschlikon errichtet wurde.
... dass der einheimische Johann Adam Walder 1815 in Hurnen im Haus Zbinden eine Arztpraxis eröffnete und daselbst auf dem Stubentisch Operationen durchführte und dass Dr. Holzgang, einer der ersten Ärzte in Eschlikon, seine Sprechstunden im Restaurant Post abhielt.
... dass in Hurnen das schöne Riegelhaus, die «Alte Post» (17. Jahrh.), Schulstube, Wirtshaus und von 1901 bis 1962 Poststelle für Wallenwil, Hurnen, Than und Vogelsang gewesen ist.
... dass der Schulunterricht oft in der Stube des Lehrers erteilt wurde und die Kinder diesen nur im Winterhalbjahr während 18 Wochen besuchten, weil sie im Sommer bei der Feldarbeit mithelfen mussten.
... dass früher nicht alle Bürger stimmberechtigt waren, sondern nur die Verheirateten.
... dass 1816/17 die letzte grosse Hungersnot im Hinterthurgau zahlreiche Opfer forderte.
... dass sich Wallenwil erst 1836 den endgültigen Loskauf der Zehnten vom Heilig-Geist-Spital Wil leisten konnte.
... dass Hurnen von 1787 bis 1830 ein eigenes Schulhaus besessen hat.
... dass am 14. Oktober 1855 der Bahnbetrieb aufgenommen wurde und Eschlikon ein Stationsplatz 1. Klasse war, während sich Sirnach und Aadorf mit einer Haltestelle begnügen mussten.
... dass der erste Stationsvorstand, der ehemalige Dorfschulmeister, den Billettkasten jeden Abend nach Hause nehmen musste, mangels eines verschliessbaren Raumes.
... dass in der Nacht vom 4. auf den 5. Juli 1856 ein grosser Teil des Dorfes niedergebrannt ist.
... dass Eschlikon, Wallenwil und Hurnen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts richtige Bauerndörfer waren, fast ohne Gewerbe- und Industriebetriebe.
... dass die erste Sekundarschule im ganzen Hinterthurgau im Jahre 1858 in Eschlikon den Betrieb aufnahm.
... dass im Riet bis 1946 Torf als Brennstoff gestochen wurde.
... dass der Ziegeleibetrieb infolge mehrerer Dammsenkungen des SBB-Geleises 1962 eingestellt werden musste.
... dass Eschlikon lange Zeit als einzige Gemeinde des Bezirks eine Buchdruckerei besass.
... dass 1875 eine Leih- und Sparkasse eröffnet wurde, mit deren grossen Gewinnen 1891 das Schulhaus Bahnhofstrasse bezahlt werden konnte, die jedoch nach unvorsichtiger Kreditgewährung 1912 in Konkurs ging.
... dass wegen dieses Konkurses und anderer Bankskandale das Thurgauerlied so gesungen wurde: «O Thurgau, du Heimat, wie wärst du so schön, wenn Aadorf und Steckborn und Eschlikon nicht wärn...»
... dass schon 1847 von einer Verschmelzung von Eschlikon und Wallenwil gesprochen wurde, die Eschliker dem Plan damals aber sehr abgeneigt waren. Doch 1997, 150 Jahre später, war es soweit, und Eschlikon, Wallenwil und Hurnen bilden nun eine einzige Politische Gemeinde.
Weitere geschichtliche Informationen finden Sie auf www.historik-eschlikon.ch.