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Lo Jura di duemoenne. Patoises lattres, 1896–1914
Ein zweisprachiger Textband mit historischen Leserbriefen in jurassischem Patois, die nun ins Französische übertragen wurden, präsentiert das trockene Material dank weniger, aber präziser gestalterischer Mittel sehr attraktiv. Die unterschiedlich langen Briefe von diversen, oft anonymen oder pseudonymen Beitragenden erschienen zwischen 1896 und 1914 in der Sonntagsbeilage einer jurassischen Zeitung und stellen eine der seltenen Verschriftlichungen des Patois dar. Im Buch sind sie immer auf der linken Seite in einspaltigem Seitenlayout und in einer Serifenschrift in einer grünen Spezialfarbe fortlaufend aneinandergereiht. Parallel dazu verlaufen auf der rechten Seite die französischen Übersetzungen in einer roten Spezialfarbe. Der Einsatz der ungewohnten Farben als wichtigstes Hierarchisierungs- und Gestaltungsmittel ist gleichermassen effizient und einnehmend. Die Typografie ist durchgängig sorgfältig, und weil auf der rechten Seite am Ende jeder Übersetzung eine kurze Liste mit bemerkenswerten Vokabeln steht, resultieren auf der entsprechenden Höhe der linken Seite grosszügige Weissräume. Die beiden Farben erscheinen auch auf dem hellbeigen Buchdeckel, der einen Briefauszug in beiden Sprachen untereinander zeigt. Als einziger Text im ganzen Band ist der geprägte Titel schwarz – ein subtiles Detail.