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Unwetter im Rückblick
Extrem früh im Jahr
Erster Tropensturm im Atlantik
Monate früher als sonst hat sich im Atlantik ein erster Tropensturm gebildet. Land ist zwar nicht bedroht und der nur schwache Sturm wird sich bald auflösen. Dennoch könnte es ein Fingerzeig für die kommende Hurrikansaison sein.
Es ist eine handfeste Überraschung: Mitten auf dem Atlantik hat sich der erste Tropensturm der neuen Hurrikansaison gebildet. Der relativ kleine Sturm mit dem Namen ARLENE zieht einige hundert Seemeilen westlich der Azoren seine Kreise, bedroht jedoch kein Land. In den kommenden Tagen wird ARLENE sehr wahrscheinlich von einem anderen Tiefdruckgebiet "eingefangen" und löst sich dann auf.
ARLENE ist erst der zweite Tropensturm seit Beginn der Aufzeichnungen, der sich im Atlantik im Monat April formiert. Normalerweise ist das Wasser um diese Jahreszeit deutlich zu kalt für die Bildung solcher Stürme. Das ist eigentlich auch jetzt der Fall: Die Wassertemperaturen liegen im Seegebiet von ARLENE bei nur 19 Grad, für Tropenstürme sind jedoch mindestens 26 Grad nötig. Dieser Sturm profitiert allerdings von Höhenkaltluft, was die Schauer- und Gewittertätigkeit trotz der niedrigen Wassertemperaturen anheizt.
Aufgrund dieser Bedingungen ist es vielleicht sogar irreführend, ARLENE als "tropisches" Sturmsystem zu bezeichnen. Das kleine Tief hat eher etwas von einem subtropischen Sturm, die sich im Winterhalbjahr auch im Mittelmeer und im Schwarzen Meer bilden. ARLENE könnte dennoch ein Fingerzeig auf die kommende Hurrikansaison sein: Offensichtlich können sich tropische Stürme in diesem Jahr auch bei sehr ungünstigen Rahmenbdingungen im Atlantik bilden. Sollte das in den kommenden Monaten so bleiben, könnte es eine sehr aktive Sturmsaison geben.