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Nachdem der Nationalrat sich endlich für ein zentrales Waffenregister ausgesprochen hatte, hat der Ständerat nun mit einem deutlichen Gegenentscheid die Bemühungen in diese Richtung zunichte gemacht. So bleibt die Kontrolle des Waffenbesitzes weiterhin unsicher.
Wenn auch in letzter Zeit kleine Verschärfungen durch die Übernahme von Schengen- Recht eingeführt wurden, bleibt die Regelung des Waffenbesitzes in der Schweiz äusserst freizügig. Von den mehr als 2,3 Millio - nen Feuerwaffen, welche sich heute in Schweizer Haushalten befinden, sind etwa 1,7 Millionen Militärwaffen. Rund 300 Menschen sterben jährlich durch eine Armeewaffe, sei dies durch ein Gewaltverbrechen oder durch Suizid. International vergleichende Studien zeigen, weshalb es in der Schweiz überdurchschnittlich oft zu derartigen Tragödien kommt: Je einfacher Schusswaffen verfügbar sind, desto häufiger ist der Missbrauch.
Zentrale Probleme ungelöst
Eines der zentralen Probleme im Umgang mit Waffen in der Schweiz wird erneut nicht angepackt. Mit dem Verweis auf vorhandene kantonale Waffenregister hat der Ständerat ein nationales Register abgelehnt. Doch grundlegendes Problem dieser kantonalen Register ist, dass sie nicht miteinander verbunden sind. So kann man einfach in verschiedenen Kantonen Waffen kaufen, ohne dass das wahre Ausmass der vorhandenen Waffensammlung bekannt wird. Und wenn man in einem Kanton keine Waffen mehr kaufen darf, kann man so auf andere Kantone ausweichen. So hat auch der Amokläufer im Zuger Parlament seine Waffensammlung aufgebaut.
Die von der GSoA mitgetragene Initiative «für den Schutz vor Waffengewalt», welche voraussichtlich im nächsten Jahr ins Parlament kommt, ist nun der einzige mögliche Weg, noch ein zentrales Waffenregister zu schaffen und damit die Sicherheitslage in der Schweiz entscheidend zu verbessern.