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Der neue Dokumentarfilm MicroBirth beleuchtet,
was im modernen Geburtswesen auf mikroskopischer Ebene geschieht
In den letzten 30 Jahren ist das Geburtswesen tiefgreifend verändert worden. Einige führende Wissenschaftler warnen vor möglichen Folgen, die diese Veränderungen auf die gesundheitliche Entwicklung unserer Kinder haben könnten. In MicroBirth kommen führende Wissenschaftler Großbritanniens und der USA zu Wort. Sie beschäftigen sich damit, wie das moderne Geburtswesen in entscheidende biologische Prozesse eingreift und unsere Kinder in ihrem späteren Leben viel anfälliger für bestimmte Krankheiten macht.
Aktuelle Studien zeigen auf, dass Babys, die per Kaiserschnitt geboren wurden, ein rund 20% höheres Risiko haben, später an Asthma zu erkranken, ein 20% höheres Risiko für Typ 1 Diabetes und für Adipositas und ein fast ebenso hohes Risiko für gastro-intestinale Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie. Alle diese Erkrankungen stehen in Zusammenhang mit dem Immunsystem.
In MicroBirth werden verschiedene Erklärungen dafür untersucht. Bei Kaiserschnittgeburten, so die eine wissenschaftliche These, könnte die "Besiedelung" des Babys mit "guten Bakterien" der Mutter beeinflusst werden, die Entwicklung eines gesunden Mikrobioms des Babys wäre gestört. Wissenschaftler sehen dadurch die Entwicklung eines effektiven Immunsystems behindert. Eine andere These verfolgt die Zusammenhänge zwischen vaginaler Geburt, den Hormonen, die dabei ausgeschüttet werden, und den Auswirkungen auf den Stoffwechsel und auf die Immunregulation beim Baby.
Dr. Rodney R. Dietert, Professor für Immuntoxikologie an der Cornell Universität (USA):
"In den letzten 20-30 Jahren haben wir einen drastischen Zuwachs bei der Erkrankung von Kindern an Asthma, Typ 1 Diabetes, Zöliakie und Adipositas beobachtet. Wir haben auch ein Ansteigen der Kaiserschnittrate gesehen. Führt also der Kaiserschnitt zu diesen Gegebenheiten? Nein. Der Kaiserschnitt behindert aber die natürliche bakterielle Besiedelung. Das Immunsystem kann sich nicht entwickeln. Der Stoffwechsel ändert sich. Es sind diese Störungen im Immunsystem und die Veränderungen im Metabolismus, die wir jetzt kennen, die zu diesen Erkrankungen und Zuständen führen."
Dr. Matthew Hyde, wissenschaftlicher Mitarbeiter für neonatale Medizin am Imperial College, London:
"Was wir in zunehmendem Ausmass im Gesundheitswesen beobachten, ist eine regelrechte Zeitbombe, die darauf wartet, hoch zu gehen. Und unsere Studien zeigen auf, dass es immer schlimmer wird, Generation für Generation. Daher wird die kommende Generation wirklich am Abgrund stehen, solange wir nicht beginnen, etwas zu tun."
Alex Wakeford, einer der Co-Autoren von MicroBirth:
"Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) hat erklärt, die Ausbreitung von nichtübertragbaren Krankheiten habe epidemische Ausmasse erreicht. Führende Wirtschaftswissenschaftler sagen voraus, dass bis zum Jahr 2030 die Behandlungskosten für diese Epidemien zum Zusammenbruch der globalen Gesundheitssysteme führen werden. Regierungen sind in hohem Masse beunruhigt über die zunehmenden Resistenzen gegenüber Antibiotika und deren möglichen Auswirkungen auf die soziale und wirtschaftliche Stabilität weltweit. Was jedoch nicht einmal auf deren Agenda steht, ist die Art und Weise der Geburt und die möglichen Auswirkungen davon."
Toni Harman, ebenfalls Co-Autorin des Films, ergänzt:
"Kaiserschnittgeburten sind oftmals wichtig und lebensrettend. Seit geraumer Zeit läuten einige führende Persönlichkeiten die Alarmglocken und skizzieren mögliche Langzeit-Auswirkungen. In den letzten paar Jahren beteiligen sich immer mehr Menschen an diesen Diskussionen, und die neueren Untersuchungen zeichnen ein beunruhigendes Bild, was unsere zukünftige gesundheitliche Entwicklung angeht. Der Film macht auf die Bedeutung aufmerksam, die die Besiedelung des Mikrobioms für alle Babys haben kann, ob sie auf natürliche Weise, oder per Kaiserschnitt auf die Welt kommen. Diese Themen gehen nicht nur Eltern, oder Personen im Gesundheitswesen etwas an, sondern richten sich auch an unsere Weltpolitiker. Es ist allerhöchste Zeit, die Geburt ins Zentrum unserer dringendsten Aufmerksamkeit zu stellen."
Weitere Informationen zum Film: http://microbirth.com