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Als dämmerungs- und nachtaktive Raubkatze hat der Luchs rund sechsmal lichtempfindlichere Augen als der Mensch. Wie jede Katze verfügt er über ein ausgezeichnetes Gehör und Geruchssinn.
Der Luchs schleicht seine Beute an, und überwältigt sie in ein paar kurzen Sätzen. Obwohl er auf kurzer Distanz eine Geschwindigkeit von 70 km/h erreichen kann, fehlt ihm die Ausdauer um seine Beute zu jagen. Kann der Luchs seine Beute nicht innerhalb von 20 m überraschend schlagen, wird er sie laufen lassen.
Seine Krallen sind einziehbar. Dies erleichtert ihm das Gehen aber auch das Klettern und das Festhalten der Beute. Hat er sich an einem Beutetier festgekrallt, beisst er ihm die Kehle durch.
Die Beutetiere Rehe, Gämse, Schafe oder Ziegen sind fast gleich schwer wie der Luchs. Jeden Abend kehrt er zur erlegten Beute zurück, bis sie ganz aufgefressen ist. Erst danach wird er sich eine Neue suchen.
Der Luchs wurde in Mitteleuropa um 1850 gänzlich ausgerottet. Ein Restbestand konnte sich noch in Sibirien erhalten. Zwischen 1971 und 1975 wurden in der Schweiz offiziell 10 Luchse angesiedelt. Seither hat sich die Population vergrössert, kann allerdings noch nicht als gesichert angesehen werden.