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Die Bodenpflege soll günstige Voraussetzungen für das Gedeihen der Rebe schaffen. Der Luft-, Humus- und Wasserhaushalt des Bodens muss geregelt, übermässiges Unkrautwachstum verhindert werden. Der Boden soll genügend Nährstoffe durch Mineralisierung der organischen Substanz im Boden freisetzen. In Steillagen sind Stützmäuerchen zum Schutz vor Bodenerosion auszubessern; die Erde darf von den Frühlings- und Sommerregen nicht weggeschwemmt werden.
Im traditionellen Rebbau wird zu diesem Zeitpunkt der Rebberg gepflügt, später der Boden mit Hackgeräten bearbeitet. Heute setzt der Weinbauer sinnvollerweise immer mehr kombinierte Bodenpflegesysteme ein: Gründüngungspflanzen zwischen den Rebzeilen, später mehrmaliges Mähen, Mulchen oder Walzen. Erwünschte Unkräuter werden gefördert, unerwünschte verdrängt. Unter den Rebstöcken wird der Boden durch Jäten sauber gehalten.
Die Reben brechen allmählich ihre Winterruhe ab und beginnen durch Saftaustritt zu "weinen". Jetzt sind Fröste gefährlich, Regenfälle hingegen erwünscht.
Der Wein in dieser Zeit
Der Jungwein vom vorangegangenen Herbst ist noch nicht trinkreif. Der biologische Säureabbau hat sich in warmen Weinkellern unmittelbar nach der Gärung vollzogen; in kalten Kellern wird er erst bei erneuter Erwärmung im Frühsommer abgeschlossen. Bis ein Wein seine Keller- oder Fassreife erreicht, muss er - in Grenzen - oxydieren, um seine sortentypischen Bouquetstoffe zu entwickeln. Dieser Ausbau der Weine dauert je nach Art des Ausgangsmaterials und Produktes unterschiedlich lang. Leichte, gerbstoffarme Weine bleiben sechs bis acht Monate liegen, andere reifen erst in zwei bis fünf Jahren genügend.
Spezielle Weissweine werden im Frühling, zeitig nach dem Säureabbau, direkt von der noch im Fass enthaltenen Hefe weg in die Flaschen abgefüllt (Abzug "sur lie" von leichten Provenienzen). Solche jungen Weine enthalten viel Kohlensäure und bilden einen "Stern" im Glas!