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Das Wichtigste in Kürze
- In Russland bestimmt die Herkunftsregion der Soldaten die Höhe des Gehalts.
- Die Armee unterscheidet zwischen drei Arten von Soldaten.
- Putin behauptet, er könne die Höhe des Gehalts nicht vorschreiben.
In der russischen Armee gibt es erhebliche Gehaltsunterschiede, die auf die Herkunftsregion der Soldaten im Ukraine-Krieg zurückzuführen sind.
Dies geht aus einer Studie des unabhängigen Nachrichtenportals «Govorit NeMoskva» hervor. Das Gehalt eines Soldaten scheint umso höher zu sein, je näher dieser an St. Petersburg, dem Heimatort von Präsident Wladimir Putin, wohnt.
Soldaten mit höherem Lohn haben offenbar auch bessere Chancen, den Ukraine Krieg unbeschadet zu überstehen. Das legen zumindest die von NeMovska veröffentlichten Zahlen nahe.
Die Armee in Russland unterscheidet zwischen Vertragssoldaten, Freiwilligen und Mobilisierten. Ursprünglich wurde der Einmarsch in die Ukraine von Vertragssoldaten durchgeführt. Nach anfänglichen Misserfolgen und hohen Verlusten wurden jedoch Freiwillige rekrutiert und eine Teilmobilisierung im Herbst 2022 durchgeführt.
Gehälter variieren stark nach Region
Alle drei Gruppen erhalten eine einmalige Zahlung von 195'000 Rubel (1828 Franken) und ein Mindestmonatsgehalt von 204'000 Rubel (1912 Franken) vom Verteidigungsministerium. Doch die tatsächliche Bezahlung variiert stark je nach Region.
Glauben Sie an ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs?
St. Petersburg, Putins Heimatstadt, zahlt Soldaten aller drei Gruppen eine einmalige Zahlung von 500'000 Rubel (4684 Franken). In armen Regionen erhalten Soldaten hingegen nur 50'000 Rubel (467 Franken). Einige Regionen zahlen den Soldaten sogar gar nichts.
Putin ist sich der Ungleichheit in Russland bewusst
Gemäss Militärblogger Chris Owen ist sich Putin dieser Ungleichheit durchaus bewusst.
Owen zitiert Putin mit den Worten: «Es sieht unanständig aus, wenn Menschen, die nebeneinanderstehen und sich vielleicht gegenseitig in einem Schützengraben decken, aus verschiedenen Regionen unterschiedliche Zahlungen erhalten.»
Trotz seiner alleinherrschenden Machtposition behauptet Putin jedoch, dass es schwierig sei, eine Angleichung zu erreichen. Man könne den Landesvertretungen wohl nicht vorschreiben, wie viel sie zu zahlen hätten.