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Ich habe meiner Nichte für den Herbst eine Fleecejacke genäht. Das Muster entnahm ich Ottobre Herbst 2012, Modell 27, Grösse 122. Da es eine Jacke werden sollte und ich fand, der Schnitt sei schmal ausgefallen, wählte ich aber jeweils in der Breite Grösse 134 und finde sie immer noch nicht sonderlich weit! Ich habe die Jacke vollständig gefüttert. Einerseits, weil es so auch innen schön aussieht und anderseits “rutscht” es besser beim Anziehen auf dem Futter als auf dem Fleece. Das Füttern ist einfach, wenn man weiss, wie es funktioniert. Eigentlich näht man zweimal diesselbe Jacke, einfach einmal aus Futterstoff und einmal aus dem Oberstoff. Beim Zuschneiden gibt man beim Oberstoff eher etwas breitere Saumzugaben (4cm) und beim Futter nur 1cm Nahtzugabe an den Säumen. So entsteht nach dem Zusammennähen eine Bewegungsfalte. Das bedeutet, dass das Futter auf der Innenseite eine Falte legt über die Säume. Dadurch sollte es nicht reissen, wenn sich dann die Trägerin resp. der Träger im Kleidungsstück bewegt. Der Trick des Fütterns besteht darin, dass man in einem Ärmel des Futters die Seitennaht genug weit offen lässt. (ca. 15cm) Dann kann man die beiden Jacken rechts auf rechts zusammennähen. Die Ärmelsäume aber noch nicht zusammen nähen! Wenn man dann die Jacke durch die offene Nahtstelle im Ärmel gewendet hat, zieht man einen Ärmel nach dem anderen nochmals durch die offenen Nahtstelle und näht die Säume zusammen. In der Kapuze, dem Nacken und in den Achselhöhlen werden die Nahtzugaben des Futters von Hand mit ein paar Stichen an den Nahtzugaben des Oberstoffes festgenäht. Am Schluss kann man die offene Naht von Hand oder auch mit der Maschine zunähen und da sie im Ärmel liegt, ist sie nicht sichtbar.