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Böser Louis
Kirchenkater wird zum Hundeschreck
Eigentlich ist Kater Louis in der prächtigen Kathedrale von Wells im Südwesten Englands für die Mäusejagd zuständig. Doch in jüngster Zeit steht das 17-jährige Tier wegen Angriffen auf Hunde in der Kritik.
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«Dieser gefährliche, halb verwilderte Kater hat sich wie ein zorniger Löwe im Urwald auf meinen Hund Millie gestürzt», zitierten mehrere britische Tageszeitungen Hundebesitzerin Mandie Stone-Outten. «Eine Reihe von Leuten» hätten bestätigt, «dass es sich um den Kathedralenkater Louis handelte, der hin und wieder verrückt spielt».
Eine Sprecherin der Kathedrale aus dem zwölften Jahrhundert war sich da nicht so sicher. «Wir wurden auf einen Vorfall in Wells hingewiesen, in den Louis verstrickt gewesen sein könnte», sagte sie. Allerdings sei dies «nicht absolut sicher, weil es andere Katzen mit rötlichem Fell gibt, die in den Strassen von Wells herumspazieren».
Heilig oder «Höllenkater»?
Zum Wesen des Katers sagte die Sprecherin, Louis sei häufig «distanziert». Es komme aber auch vor, dass er «während der Messe durch die Kathedrale laufe». Die Lokalzeitung «Wells Journal» sorgte inzwischen für einen Onlineauftritt von Louis beim Kurzbotschaftendienst Twitter - unter dem Namen «Böser Louis» und mit dem Stichwort #hellcat (Höllenkater).
Die Kathedralengemeinde sieht seinen Ruf jedoch vorerst nicht beschädigt. Am Dienstag veröffentlichte sie in ihrem Internetportal ein aktuelles Foto von Louis, auf dem er ganz harmlos schaut. Im Laden des Gotteshauses, wo Louis gern schläft, gibt es ein Buch über ihn zu kaufen. Im zugehörigen Café ist ausserdem eine Kekssorte nach ihm benannt.