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Mit Prisma-Realtime wurde ein gestrichener Cellotons h0 (theoretischer Wert 247 Hz) untersucht.
Die drei Diagramme zeigen klar, dass der Klang in zwei Zeitabschnitte zerfällt: Im ersten Abschnitt
(bis zum Zeitpunkt -2.7 s ) wird die Saite gestrichen, im zweiten (-2.7 s bis 0.0 s) schwingt die Saite frei.
Das oberste Diagramm zeigt die Stärken der wichtigsten Teilschwingungen des Tons, im zweiten Diagramm sieht man den
Verlauf der von Prisma ermittelten Grundfrequenz, Man beachte, dass im ersten Zeitabschnitt die Oktave des
Tons h0 als Grundfrequenz erkannt wird - ein Phänomen, das man in der Artikulationsphase von
Instrumentaltönen oft beobachtet. Dies erklärt den stetigen Übergang von der roten (Grundfrequenz) zur orangenen
(2. Teilschwingung) Kurve im oberen Diagramm. Im zweiten Abschnitt klingt der Ton ab; innerhalb einer Sekunde verschwinden
alle Teilschwingungen bis auf die ersten zwei.
Das im dritten Diagramm dargestellte Spectral Centroid ist die mit den Amplituden
gewichtete mittlere Frequenz in jedem Zeitfenster. Ein grosser Wert des Spectral Centroid bedeutet,
dass grosse Frequenzen vorhanden sind, zum Beispiel viele Oberschwingungen (wie im ersten Zeitabschnitt) oder
hochfrequentes Rauschen (wie am Ende des Abklingvorgangs).