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Die Geschichte des Hauses
Das Hotel STERN und POST in Amsteg (Gemeinde Silenen, Kt. Uri), gehört zu den ältesten Hotels in der Schweiz.
Bereits im 14. Jahrhundert stand an gleicher Stelle - an der letzten Rastmöglichkeit vor dem Anstieg zum Gotthardpass – ein Gasthaus, welche vor allem Händlern, Reisenden und Pilger als Unterkunft vor der gefährlichen Überquerung der Alpen diente. Urkundlich wird es erstmals 1357 erwähnt.
Zu späteren Zeiten gesellten sich auch Wanderarbeiter, Kleriker, Wissenschaftler, Denker, Schriftsteller und ab dem 18. Jahrhundert auch erste Touristen zur bunten Schar der Reisenden.
So passierte auch Johann Wolfgang von Goethe auf all seinen drei Schweizerreisen Amsteg («ze Stege», später auch «am Steg») und hielt jeweils Einkehr im damals noch sehr bescheidenen Gasthaus zum Stern.
Das heutige Hauptgebäude wurde in den Jahren 1788 bis 1789 errichtet, nachdem ein Dorfbrand am 17. Mai 1788 den alten Gasthof vollständig zerstört hatte.
Der Name STERN und POST geht auf die Einrichtung des Postkutschenverkehrs über den Gotthard von 1842 zurück, denn das Hotel wurde durch den Anbau von Stallungen zu einem wichtigen Stützpunkt für Postkutschen. 1850 richtete die neu geschaffene Bundespost in einem Gebäudeteil des Gasthauses eine ihrer ersten öffentlichen Poststellen ein.
Mit der Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 fuhr die Gotthardbahn nun direkt von Luzern nach Mailand. In Amsteg, wie auch im ganzen Kanton Uri, setzte ein wirtschaftlicher Niedergang ein. Der Ort verlor seine zentrale Bedeutung auf der Nord-Süd-Achse.
Durch die aufkommende Reiselust der Touristen gelangte eine neue Kundschaft ins Hotel STERN und POST. Die saubere Bergluft, die malerischen Täler, die eindrückliche Gebirgswelt und der majestätische Gotthard lockten viele Leute nach Amsteg, zumal dieser Ort auch noch das Tor zum berühmten Maderantertal bildet.
Das Hotel STERN und POST mit seinen verschiedenen Gebäudeteilen zeichnet diese bewegte Geschichte aufs Eindrücklichste nach. An das Stammhaus aus dem Jahre 1788 wurde 1830 ein rückseitiger biedermeierlichen Anbau angefügt, um den zahlreichen Reisenden mehr Komfort zu bieten. Um 1870 Bau der Dépendance westlich gegen die Reuss. Mit weiteren Umbauten reagierten die damaligen Besitzer auf die veränderte Nachfrage. Zielpublikum des Hotels waren nun gut betuchte Touristen aus dem Ausland, die das sehr komfortable Hotel schätzten.
Eine weitere bauliche Veränderung erfolgte nach dem zweiten Weltkrieg, als der Südreiseverkehr mit dem eigenen Automobil einsetzte. 1956/57 und 1962 wurde das Hotel nochmals erweitert und modernisiert und für unzählige Reisende war das Hotel STERN und POST das Etappenziel schlechthin auf der Autofahrt Richtung Süden und umgekehrt.
Nach der Eröffnung der durchgehenden Gotthardautobahn 1980 mit dem Seelisbergtunnel, geriet das Hotel STERN und POST fast in einen Dornröschenschlaf und es wurde etwas ruhiger.
Unter vielen Kulturinteressierten und Geniessern wird das Hotel STERN und POST als Geheimtipp gehandelt und ganz gezielt angefahren, um dort einen oder mehrere Tage zu entspannen oder auch nur um was Gutes zu essen und zu trinken.
Seit 1828 war das Hotel STERN und POST im Besitze ein und derselben Familie, die neben ihrem Stammhaus über die Geschicke einiger weiterer Hotel in der Innerschweiz wachten. Im Jahre 2007 wurde das Hotel veräussert und danach punktuell renoviert. Die heutigen Eigentümer wollen das Haus unter Berücksichtigung denkmalschützerischer Ansprüche auch weiterin sanft renovieren und erhalten.
Seit 1788 fanden viele alte Objekte und Bilder den Weg in die prächtigen Stuben und Säle und wurden mit viel Liebe platziert.
Noch heute ist diese einzigartige Atmosphäre spürbar, die an die alten Zeiten errinnert, als es noch ein Abenteuer war, den Gotthardpass zu überqueren.
Wir sind Mitglied von SWISS HISTORIC HOTELS und DOMUS ANTIQUA HELVETICA.
Wir bedanken uns bei allen Hotel- und Restaurantgästen für Ihren Besuch und Ihre wohlwollende Unterstützung, damit wir auch in Zukunft diese wunderbare Hotelanlage samt Garten auch weiterhin unterhalten und restaurieren können.
Vielen herzlichen Dank!
Remo Vetter und Rolf Welti