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Als Andy Murray gefragt wurde, ob es wohl einfacher wäre, im Halbfinal gegen Roger Federer statt Novak Djokovic zu spielen, platzte dem Schotten der Kragen. «Das ist keine Frage, das ist Ihre Meinung», sagte die Weltnummer 2. «Ich versuche nicht, die Gruppe auf dem 2. Platz zu beenden. Ich versuche jeden Match, den ich spiele, zu gewinnen.»
Im Augenblick deutet alles darauf hin, dass der 2. Platz in der Gruppe «Ilie Nastase» ein Halbfinal-Duell mit Federer zur Folge haben wird. Der Schweizer führt die Gruppe «Stan Smith» vor Djokovic an. Mit Platz 2 würde Murray der Weltnummer 1 und dem Überflieger der Saison also aus dem Weg gehen.
Ich will doch nicht gegen jemanden verlieren, mit dem ich an den grössten Turnieren um die grössten Titel kämpfe.
Doch aus Sicht von Murray wäre auch Federer nicht unbedingt ein Wunschgegner. «Roger spielt grossartig. Ausserdem hat er den Event schon sechsmal gewonnen», sagte Murray.
Ausserdem sei er nicht hier, um das Format der Finals in Frage zu stellen, fuhr Murray weiter. Manchmal sei es so, dass man nur noch einen Satz gewinnen müsse, um weiterzukommen, «doch ich habe das nie so betrachtet. Ich will doch nicht gegen jemanden verlieren, mit dem ich an den grössten Turnieren um die grössten Titel kämpfe.»
Und als hätte es noch dieser Erklärung bedurft, schob Murray nach: «Natürlich bin ich enttäuscht, wie das Spiel gegen Nadal geendet hat.» Nun kommt es am Freitag zum ultimativen Showdown um Platz 2 gegen Stan Wawrinka (ab 21:00 Uhr live auf SRF zwei).
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.11.2015, 15:00 Uhr.