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Verapamil und Metoprolol beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für Bradykardie, Reizleitungsstörungen und Hypotension
Mechanismus
Verapamil und β-Rezeptorblocker können sich in ihren blutdrucksenkenden und kardiodepressiven Eigenschaften ergänzen, sodass es zu additiven Effekten kommen kann. Zudem kann es unter Verapamil zu einer erhöhten Exposition gegenüber Propranolol und Metoprolol kommen.
Effekt
Bei der Kombination von Metoprolol oder Propranolol mit Verapamil kommt es zur gegenseitigen Verstärkung der kardiovaskulären Effekte. Beide verlangsamen die AV-Überleitungszeit, können negativ inotrop wirken und senken den Blutdruck. Das Risiko für eine verstärkte Hypotension, Bradykardie, Reizleitungsstörungen (u.a. AV-Blockierungen) und evtl. Herzinsuffizienz erhöht sich. Unter Verapamil kam es bei Patienten mit Angina pectoris zu einem Anstieg der AUC von Metoprolol und Propranolol um 32,5% bzw. 65% und der Cmax um 41% bzw. 94% (Fachinformation).
Empfehlung
Falls die Kombination erforderlich ist, ist ein sorgfältiges und engmaschiges Monitoring der kardialen Funktion und des Blutdrucks erforderlich. Dies gilt insbesondere bei Patienten mit einer Prädisposition für eine Herzinsuffizienz. Eine Dosisanpassung sollte patientenindividuell erwogen werden. Bei i.v. Verabreichung sollte das eine frühestens 48h nach Absetzen des anderen injiziert werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018