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Jahrhundert entwickeln», sagte Infantino einige Stunden nachdem das FIFA-Council die Aufstockung genehmigt hatte. «Der Fussball beschränkt sich nicht auf Europa und Südamerika.» Der Walliser war im letzten Februar auch deshalb zum Nachfolger von Sepp Blatter gewählt worden, weil er versprochen hatte, die WM-Teilnehmerzahl zu erhöhen. Diese dürfte vor allem den asiatischen und afrikanischen Teilverbänden zugute kommen.
Europa und Südamerika dürften kaum wesentlich mehr Startplätze erhalten. «Aufgrund der aktuellen Informationen ist davon auszugehen, dass es für Europa substanziell plusminus beim Status Quo bleibt», sagte Marco von Ah, der Mediensprecher des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV), unter Bezugnahme darauf, dass für Europa nur ein oder zwei Startplätze mehr zur Diskussion stehen.
Für den SFV steht im Vordergrund, dass der internationale Spielkalender nicht zusätzlich belastet wird. Infantino zerstreute diese Bedenken: «Die WM wird weiterhin 32 Tage dauern, und der Sieger wird wie bisher sieben Matches bestreiten.» Wie beim derzeitigen Format mit 32 Teams werden die Organisatoren zwölf Stadien zur Verfügung stellen müssen. Wo die WM 2026 stattfinden wird, entscheidet sich im Mai 2020. Die USA und Kanada werden als erste Kandidaten genannt.
Jeder Kontinentalverband werde mehr Teilnehmer stellen können, versicherte Infantino. Wie die neuen Plätze genau verteilt werden, ist aber noch offen und dürfte für einigen Gesprächsstoff sorgen. Profiteure der Aufstockung werden neben kleineren (Fussball)-Ländern auch die FIFA sein. Sie kann gemäss einer Studie zumindest kurzfristig mit Mehreinnahmen in Höhe von 640 Millionen Franken rechnen.
Dass nach der Europameisterschaft auch die Weltmeisterschaft mit mehr Teilnehmer stattfinden wird, freut längst nicht jeden Fussball-Fan und -Exponenten. Vor allem auf Deutschland gab es kritische Stimmen nach dem Entscheid. Bundestrainer Joachim Löw meinte etwa: «Ich kann aus rein sportlicher Sicht einer Aufstockung nichts abgewinnen.»
(SDA)