Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03456.jsonl.gz/873

Auf dem Schulweg mit Chelsia
Chelsia ist 14 Jahre alt und wurde mit einer Zerebralparese geboren. Für einfache Routineaufgaben ist sie immer auf andere Personen angewiesen.
Chelsia auf den Schulbänken | © C. Briade / HI
Chelsia ist 14 Jahre alt und wurde mit einer Zerebralparese geboren. Ihre Eltern sind getrennt. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrem Adoptivbruder zusammen, der als Waisenkind von der Familie aufgenommen wurde.
Bis sie acht Jahre alt war, hatte die Familie nicht die Mittel, um Chelsia zur Schule zu schicken. Dann erhielt sie endlich einen Rollstuhl.
Ihr Weg zur Schule ist voller Stolperfallen. Der zerfurchte Sandweg ist lang und uneben. Ihre Mutter hat keine Zeit, sie zu begleiten, deshalb bezahlt sie eine Nachbarin, die Chelsia jeden Tag zur Schule bringt. Wenn sie in der Schule ankommt, erreicht Chelsia das Klassenzimmer über eine Zugangsrampe, die auf dem Schulgelände gebaut wurde. Dort angekommen, müssen andere Schüler ihr auf die Sitzbank helfen. Für einfache Routineaufgaben ist sie immer auf andere Personen angewiesen. Das ist eines der Haupthindernisse für das zielstrebige Mädchen: Mit eingeschränkter Mobilität kann sie nicht wie alle anderen lernen und leben.
Chelsia wurde in unser gemeindebasiertes Rehabilitationsprogramm aufgenommen
„Wir wollen Chelsia in unser gemeindebasiertes Rehabilitationsprogramm aufnehmen, weil sich ihre Eltern die Versorgung oder eine Behandlung im Krankenhaus nicht leisten können. Deshalb werden wir mit Ärzten und Physiotherapeuten sprechen, Besuche organisieren und dann Reha-Massnahmen und motorische Stimulation durchführen. Momentan kann Chelsia ihren Rollstuhl nicht selbstständig bewegen. Aber wir hoffen, dass sie es durch Übungen und Hausbesuche lernen wird“, erklärt Hilário Jamissone, Berater für die Gemeinden im inklusiven Bildungsprojekt von Handicap International. „
Chelsia hat auch viel Schularbeit nachzuholen. Es wäre gut, wenn wir sie in eine Lerngruppe mit Freunden aufnehmen könnten. Sie können ihr Dinge erklären und ihr helfen, sich in der Schule zu verbessern. Dieser Ansatz fördert die Freundschaft und wird ihnen helfen, gemeinsam voranzukommen.“