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Die Faszination, die das Mädchen aus der Bücherei auf Cal ausübt, wird zur Besessenheit, als er ihren Namen, Marcella, hört. Wie würde sie reagieren, wenn sie erführe, wer er wirklich ist? Anstatt zu fliehen, versucht Cal, ihr näherzukommen, um seine Schuld an ihr wiedergutzumachen. Gleichzeitig will er vor Skeffington, Crilly und ihrer Sache fliehen, aber er ist sich über ihren Charakter soweit im klaren, daß er Angst hat. »Du mußt hart werden«, sagt Skeffington zu ihm, »denk an die Sache, um die es geht, nicht an die Leute.« Aber Cal kann das nicht. Als sich die Gelegenheit ergibt, läuft er davon, genauso wie vor dem widerlichen Job im Schlachthof, den sein Vater ihm besorgt hat. Marcella könnte seine Retterin sein. Er beobachtet sie, hinter den Zeitschriften in der Bücherei versteckt, oder folgt ihr in einigem Abstand, in der Hoffnung, ihr beim Einkaufen helfen zu können. Als er sie zum Lachen bringt, kann er sein Glück kaum fassen. Von Liebe zu sprechen, das weiß er, erfordert Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, aber das hat Zeit.
»›Cal‹ wurde nach seinem Erscheinen in England rasch zum Kultbuch. Die Geschichte zwischen dem 19jährigen Cal und einer jungen Witwe könnte leicht ins Bittersüße abrutschen, würde Mac Laverty nicht so klar, unsentimental und glaubhaft erzählen, ein Roman in realistischer, nordirischer Erzähltradition, den man mit Anteilnahme liest.«Bayerisches Fernsehen
»Bernard Mac Lavertys Roman ist verfilmt worden und hat in Großbritannien Aufsehen und Anteilnahme hervorgerufen. Der Autor versteht es, die menschlichen Ursachen und Konsequenzen der irischen Malaise ins Blickfeld zu rücken, die in den Medienberichten oft zu kurz kommen. Ein Buch, dem viele Leser zu wünschen sind.«Die Furche
»Mac Laverty hat Graham Greenes klare Linienführung, seine Gabe, die tiefere Bedeutung eines Ortes zu beschwören und einem ganzen Buch eine bestimmte bedeutungsvolle Aura einzuhauchen... und dies sind eigentlich beachtliche Qualitäten für einen beachtlichen Autor.«Scotsman