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Joshua Bell – Stargeiger ohne Allüren
Seit 2013 war der US-Amerikanische Geiger Joshua Bell nicht mehr bei uns zu Gast, nun kehrt er endlich zurück. Inzwischen blickt er auf eine mehr als dreissigjährige Karriere zurück, ist auch als Dirigent und besonders in der Musikvermittlung tätig und Protagonist in zwei Kinderbüchern: in «The Dance of the Violin» wird das Vorspiel des zwölfjährigen Joshua Bell bei der Stulberg International String Competition erzählt, bei dem er sich verspielt und noch eine zweite Chance erhalten hat. «The Man with the Violin» dreht sich um seinen berühmten Spontan-Auftritt in einer Washingtoner Metro-Station.
2008 liess sich der damals bereits weltberühmte Geiger auf ein Experiment der Washington Post ein: Als Strassenmusiker verkleidet spielte er auf seiner Stradivari an einer Metro-Station – 43 Minuten lang, unerkannt, und verdiente gerade mal 32,17 Dollar in Kleingeld. Inzwischen ist die Aktion als das «Joshua Bell Experiment» im Netz und auf der ganzen Welt berühmt geworden. Das Video der versteckten Kamera erzielte über 6 Millionen Klicks auf Youtube.
Übrigens: Joshua Bells Stradivari ist fast so berühmt wie der Stargeiger selbst: 1936 wurde sie aus der Künstlergarderobe der Carnegie-Hall gestohlen. Bis zum Tod des Diebs 1985 blieb sie in dessen Besitz.
Anstelle des Violinkonzertes von Antonín Dvořák spielt der Geiger Joshua Bell das 3. Violinkonzert von Camille Saint-Saëns.
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