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Innerhalb der italienischen Malerei der Renaissance nimmt die venezianische eine Sonderstellung ein. Die Stadt in der Lagune mit ihrer einzigartigen Siedlungsdichte und Organisation des öffentlichen Lebens sowie Abgeschlossenheit von der festländischen Umgebung hat eine besondere Kunstproduktion hervorgebracht.
Die grosse europäische Handelsstadt besass eine enorme Finanzkraft, die sich für die Kunst besonders günstig auszahlte. Altarwerke als familiäre Denkmale in den Kirchen, Gemäldezyklen der Signoria (Stadtregierung), die Ausstattung der Gebäudekomplexe der Scuole (Brüderschaften) sind nur einige der Auftragsgebiete für die Maler.
Die Vorträge möchten die Entwicklung der Renaissancemalerei in Venedig von etwa 1460 bis 1580 nachzeichnen. Beginnend in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts mit den Malerfamilien der Vivarini und Bellini wird ein näherer Blick auf die erzählenden Bilderzyklen des Gentile Bellini und Vittorio Carpaccio geworfen. Der Aufstieg zum europäischen Zentrum der Malerei nach 1500 ist mit den Namen Giorgione und des jungen Tizian verbunden, Tizian bleibt auch in den nächsten Jahrzehnten der Hauptmeister, bevor mit dem Werk von Veronese und Tintoretto die Epoche ausklingt.
Aufgrund des sehr umfangreichen Stoffgebietes wird im Herbstsemester die Entwicklung der Venezianischen Renaissancemalerei bis zu Giorgione und dem frühen Tizian nachgezeichnet, der 2. Teil erfolgt im Frühjahrssemester 2023.
Uwe Zenner studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik in Dresden. Neben mittel-, nord- und südeuropäischen Gebieten führt er seit einigen Jahren Reisen ins Baltikum und in den Kaukasus. Lernen vor Ort, Kennenlernen durch «Erfahren» im wahren Sinne des Wortes gehört zu seiner Leitmaxime.
95 CHF für Vereinsmitglieder
Die Teilnahme bedingt eine Mitgliedschaft beim Verein der Seniorenuniversität Luzern