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Mitten in der morgendlichen Rush-Hour kämpfen wir uns von unserem Hotel, das ganz im Süden und rund 400 Höhenmeter tiefer als das Stadtzentrum liegt, hinauf ins Zentrum. Auf einem Mirador gewinnen wir einen guten Überblick über die Stadt mit allen Verästelungen nach oben, unten und zur Seite. Diverse kleinere und grössere Täler kommen in diesem Kessel zusammen. Man kann sich kaum einen Meter bewegen ohne hinauf oder hinunter zu gehen. Die Höhendifferenz zwischen dem höchsten und dem tiefsten Punkt beträgt mehr als 1000m. Wir bummeln durch die koloniale Altstadt und laufen nach der Besichtigung der Kathedrale neben dem Regierungspalast noch in die letzten Vorbereitungen eines Staatsbesuchs des Präsidenten von Panama bei Evo Morales hinein. Es geht alles ziemlich locker zu und her, von Sicherheit ist nicht viel zu sehen und die Ehrengarde ist nur mässig ausgerichtet. Da wir überzeugt sind, dass die beiden Politiker auch ohne uns klar kommen, setzen wir unsere Stadtbesichtigung auf ein paar der vielen stark belebten Märkte von La Paz fort.
Die Regierung ist daran, den Verkehr durch ein Netz von Gondelbahnen zu entlasten; bei dieser Topografie eine sehr gute Idee. Für uns ist dieser Verkehrsträger vor allem interessant, weil wir dadurch noch einen sehr viel besseren Überblick bekommen. Wir gondeln bis zum höchsten Punkt (El Alto) hinauf und überwinden beim Rückweg die enorme Höhendifferenz bis zum Stadtteil, wo wir untergebracht sind, ganz locker. Nach einer Mittagspause mit Salteñas, einer lokalen Krapfenart, besuchen wir noch das ganz im Süden liegende Mondtal mit seinen zum Teil bizarren Sandsteinformen (nicht der grösste Brüller auf unserer Reise).
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