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Der Bankenrettungsfonds übernimmt deshalb einen Grossteil der Aktien, wie die Banca Popolare di Vicenza am Samstag mitteilte. Das achtgrösste Institut des Landes fand lediglich für 7,66 Prozent der angebotenen Aktien Käufer, die restlichen Papiere übernimmt der Bankenrettungsfonds.
Der milliardenschwere Fonds war vor kurzem ins Leben gerufen worden, um den Krisenbanken des Landes unter die Arme zu greifen. Den Plänen zufolge sollen die Aktien der Banca Popolare di Vicenza in der nächsten Woche an der Mailänder Börse gelistet werden.
Wegen des geringen Streubesitzes ist dies jedoch fraglich. Den Regeln der Börse zufolge müssen sich mindestens 25 Prozent der Anteilsscheine im Streubesitz befinden, damit ein Unternehmen an der Börse notiert werden kann, doch kann die Börse Ausnahmen machen.
Sollte sie ihre Zustimmung verweigern, würde der Bankenrettungsfonds die gesamte 1,5 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung zeichnen und dann 99,33 Prozent an der Banca Popolare di Vicenza halten.
Italiens Banken sitzen auf faulen Krediten von rund 360 Milliarden Euro. Das ist ein Drittel aller ausfallgefährdeten Darlehen in Europa. Der Bankensektor hatte 2014 beim grossen Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) am schlechtesten abgeschnitten.
(SDA)