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Die jahrhundertelangen politischen und kulturellen Beziehungen zwischen dem deutschen und kroatischen Sprachraum ermöglichten auch die deutsch-kroatischen Sprachkontakte, deren Folgen im Kroatischen der Gegenwart vor allem auf der lexikalischen Ebene anzutreffen sind. Die zum kajkavischen Dialekt des Kroatischen gehörende Geovarietät der nordkroatischen Stadt Durdevec, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert ein wichtiger Stützpunkt in der österreichischen Militärgrenze war, weist rund 1000 Entlehnungen aus dem Deutschen auf. Neben einer Analyse des deutschen Lehnguts im Kroatischen von Durdevec auf der phonetischen, syntagmatischen und semantischen Ebene beinhaltet die Arbeit eine theoretische Diskussion der wichtigsten Termini der Sprachkontakt- und Lehnwortforschung sowie eine Darstellung des soziolinguistischen Rahmens des deutsch-kroatischen Sprachkontaktes in Durdevec.
Autorentext
Der Autor: Velimir Piskorec, geboren 1966 in Durdevec (Kroatien), Studium der Germanistik und Anglistik an der Philosophischen Fakultät an der Universität Zagreb. Graduierten-Studium in Germanistischer Linguistik an derselben Universität, Studienaufenthalte in Bremen, Mannheim, München und Wien. Seit 1994 Assistent am Lehrstuhl für deutsche Sprache der Abteilung für Germanistik an der Philosophischen Fakultät Zagreb.
Aus dem Inhalt: Spachkontakte und ihre Erforschung - Historischer und soziolinguistischer Rahmen des deutsch-kroatischen Sprachkontaktes in Durdevec - Analyse des deutschen Lehnguts im Kajkavisch-Kroatischen von Durdevec - Verzeichnis deutscher Modelle und kroatischer Repliken.