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Um das gewaltige Loch zu stopfen, das die Coronakrise in die Kassen des Bundes reisst, fordern Politiker und Ökonomen Gelder und Zahlungen der Nationalbank. Das sei "ein gefährlicher Griff nach der Notenpresse", warnt der frühere SNB-Präsident Jean-Pierre Roth in der "Sonntagszeitung".
Jede Gewinnausschüttung einer Zentralbank führe zu einer Zwangs-Geldschöpfung, so Roth weiter, der die SNB von 2001 bis 2009 präsidierte. "Eine Übertragung von zum Beispiel 25 Milliarden Franken würde eine starke Ausdehnung der Liquidität in der Wirtschaft bedeuten." Das wäre auch dann so, wenn es sich um eine einmalige Aktion handle.
Eine solche Transaktion erhöhe die Geldmenge um 25 Milliarden Franken und zwinge die Nationalbank dazu, 25 Milliarden ausserhalb ihrer Geldpolitik in die Wirtschaft zu pumpen, erklärt Roth weiter. "Das wäre ein eklatanter Verstoss gegen das in der Verfassung festgelegte Prinzip, wonach die Nationalbank ihre Geld- und Währungspolitik als unabhängige Zentralbank zu führen hat."
(AWP)