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Weitere Luftaufnahmen von der Insel Ogoz
Bei Pont befindet sich eine der Furten, die eine Verbindung der beiden römischen Strassen, entlang der Ufer der Sarine, gewährleistete. Ein Wachturm stand wahrscheinlich am Ort eines mittelalterlichen Schlosses. Die Furt wurde im 12. Jahrhundert durch Brücken ersetzt, was vermutlich der Herrschaft seinen Namen gab. Eine erste Brücke wurde unter dem Ort Vieux-Châtel oberhalb der derzeitigen Ruine gebaut. Eine zweite wurde am Ende der Presqu'île aufgestellt. Da diese zu tief gelegen waren, wurden sie von den Fluten der Sarine bedroht und so wurden sie durch eine dritte Brücke ersetzt, 200 m weiter oben. Diese wurde in 1490 erwähnt, als Freiburg die Herrschaft zurückkaufte, und war aus Holz. In 1544 wurde sie aus Stein wieder aufgebaut. Aus drei Tuff Gewölben zusammengesetzt, ist die "Brücke von Tusy" unter den Gewässern des Sees immer noch intakt. Eine Legende behauptet, dass sie das Werk des Teufels war, der sie in einer Nacht gebaut hatte. Als Preis für seine Arbeit hatte er die Seele des ersten Lebenden gefordert, der sie überquerte. Der Gouverneur des Dorfes liess dort am Morgengrauen eine Ratte los, von einer Katze verfolgt. Rasend, dass man ihn so hineinlegte, hatte der Teufel versucht, sie zu zerstören, indem er dort einen grossen Stein auf sie warf immer noch erkennbar in der Nähe.
Die Herrschaft von Pont erscheint nicht vor dem 12. Jahrhundert. Die ältesten Chartas, die die Herrschaften von Pont erwähnen, datieren aus 1179. Pont-en-Ogoz fiel zuerst unter den Einfluss der Herren von Maggenberg, und der jungen Stadt von Freiburg, die in 1157 gegründet wurde. Dann war sie ab 1250 vom Haus von Savoyen abhängig, das während zwei Jahrhunderten ihren Einfluss auf die Herrschaft behielt. Die Familie, die am Ende des 15. Jahrhunderts ausstarb, brachte mehrere Mönche der Abtei von Hauterive und einige Kanoniker in Lausanne hervor. Nach dem lokalen Brauch übten all seine Mitglieder zusammen ihre feudalen Rechte aus. Die Herrschaft war somit das Eigentum von mehreren Herren, was natürlich zu einer Zerstückelung führte.
Schon im 14. Jahrhundert wurde sie in mehrere Teilen geteilt. Durch die verschiedenen Hinterlassenschaften in 1452, besass die Familie von Pont keine Rechte mehr. Ihre alte Herrschaft gelangte dann in die Hände der Familien Mayor von Lutry, Challant und Prez. Am 19. November 1482 verkaufte Antoine de Menthon, dessen Familie den grössten Teil des Dorfes zu besass, alle Rechte, die er dort besass an Freiburg. Freiburg kaufte nach und nach die restlichen Teile zurück, und bildete kurz nach dem Erwerb der ganzen Herrschaft hier seine erste Vogtei.
Obwohl die Existenz des Schlosses zum ersten Mal in 1231 erwähnt wird, kann seine Konstruktion zum Anfang des 13. Jahrhunderts datiert werden. Trotz der Ausgrabungen und Entdeckungen von 1946/47 ist es nicht möglich, dies genau zu sagen. Die Konstruktion der beiden Wachttürme wie auch andere Gebäude, und sogar ein vierter Turm, wurden vielleicht nach der Zerstückelung des Gebiets in Kooperations-Herrschaften errichtet.
Heute erkennt man deutlich auf jeden der zwei Türme den ursprünglichen erhöhten Eingang. Es ist in der Tat üblich, dass die Türme der Schlösser nur durch eine Aussentreppe aus Holz zugänglich waren. Am grössten Turm im Süden erkennt man die Etagen dank der Spuren der Balkone und der sichtbaren Böden in der Mauer.
Ein grosser Teil der Steine aus Molasse und Tuff von der Aussenfassade der zwei Türme wurde als Konstruktionsmaterial ausserhalb des Standorts wieder verwendet. Es bleiben also nur noch die unteren Teile der Gebäude, die bis zur Restaurierung unzugänglich geblieben waren. Man kann dort die verschiedenen Konstruktionsphasen deutlich erkennen. Es reicht aus, die Bauweise der Mauern der zwei Türme zu vergleichen. So staunt man über die aussergewöhnliche Anwesenheit von Hohlräumen in Form von Kanälen im Südturm: an diesem Ort befanden sich früher Balken, die in die Mauern eingefügt wurden, um den frisch gebauten Mauern mehr Festigkeit zu geben.
Wenn Sie weitere Informationen über diese Insel und die Gebäude erhalten möchten, besuchen Sie die offiziellen Seiten: Geschichte der Insel von Ogoz
Bibliographie