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Dass der 25-jährige Thurgauer im nicht olympischen Massenstartrennen über 15 km zuschlagen würde, hatte nicht erwartet werden dürfen. Imhof, der im Oktober bereits an der Heim-EM in Grenchen eine Medaille gewonnen hatte (Bronze im Punktefahren), reiste als Ersatzmann für die Mannschaftsverfolgung nach London. Während seine Kollegen vom Bahnvierer aber enttäuschten und bereits in der Qualifikation ausschieden, jubelte Imhof wenige Stunden später über seine erste WM-Medaille.
Im Zielsprint nach den 60 Runden musste sich Imhof nur dem Spanier Sebastian Mora und dem Mexikaner Ignacio Prado geschlagen geben. “Ich kann es fast nicht glauben”, freute sich der Fahrer des VC Hirslanden nach seinem Coup.
Für Imhof ist es die insgesamt dritte Medaille an internationalen Titelkämpfen. Vor Grenchen hatte er 2011 zusammen mit Cyrille Thièry an der EM im holländischen Apeldoorn bereits Silber im Madison gewonnen.
Besonders gefreut haben dürfte sich auch Nationaltrainer Daniel Gisiger, gehört doch Imhof zusammen mit Silvan Dillier zu den Fahrern der ersten Stunde des 2008 lancierten Bahn-Projekts. In der Vergangenheit war Imhof wegen Verletzungen und Krankheit aber immer wieder zurückgeworfen worden.
Im Vergleich mit Dillier, der mittlerweile als Profi für die amerikanisch-schweizerische Equipe BMC fährt, verpasste er deshalb etwas den Anschluss. Letzten Sommer fuhr Imhof ohne Sportgruppe im Rücken. Und auch für 2016 erhielt er bei keinem Strassenteam einen Vertrag.
Am Freitag wird Imhof auf der Olympia-Bahn von 2012 im ebenfalls nicht olympischen Punktefahren ein zweites Mal im Einsatz stehen.
(SDA)