Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03410.jsonl.gz/141

Das BAG engagiert sich gegen die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und unterstützt von 2016–2019 die Informations-, Beratungs- und Präventionsaktivitäten des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung Schweiz.
In der Schweiz leben ca. 14'700 Frauen und Mädchen, die von Genitalverstümmelung betroffen sind oder der Gefahr ausgesetzt sind, beschnitten zu werden. Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine grobe Verletzung der körperlichen Unversehrtheit und verstösst gegen internationales und nationales Recht. Die Sensibilisierungs- und Präventionsarbeit ist oft eng mit der medizinischen Versorgung der Betroffenen verknüpft. Medizinische Fachpersonen müssen Beschwerden im Zusammenhang mit FGM erkennen und adäquat behandeln können.
Informationsplattform gegen Mädchenbeschneidung
Das BAG und das Staatssekretariat für Migration unterstützen von 2016-2019 die Informations-, Beratungs- und Präventionsaktivitäten des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung Schweiz, das durch Caritas Schweiz, Terre des Femmes, Sexuelle Gesundheit Schweiz und das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte getragen wird. Das Netzwerk betreibt auch eine Internetplattform gegen Mädchenbeschneidung. Diese bietet Informationen und Unterstützung in zwei Bereichen an: auf einer «Fachwebsite» für Fachleute und auf einer «Community-Site» für Gefährdete und Betroffene.
Motionsbericht und Studien zum Thema FGM
Das BAG engagiert sich seit 2003 mit Präventions-, Sensibilisierungs- und Vernetzungsarbeit gegen die weibliche Genitalverstümmelung und hat verschiedene Organisationen bei ihren Aktivitäten gegen FGM unterstützt.
2015 wurde der Bericht zur Motion Bernasconi 05.3235 «Sexuelle Verstümmelungen an Frauen. Sensibilisierungs- und Präventionsmassnahmen» vorgelegt.
Letzte Änderung 30.07.2018