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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Montag ihren Höhenflug der vergangenen Handelstage vorerst beendet. Meldungen über einen möglichen Waffenstillstand in Libyen liessen die Preise deutlich abrutschen. Am späten Nachmittag verbilligte sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 1,31 US-Dollar auf 125,34 Dollar, nachdem der Preis zeitweise auf ein Tagestief bei 124,69 Dollar absackte. Der Preis für Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) gab ebenfalls deutlich nach, und zwar um 1,40 Dollar auf 111,39 Dollar je Fass.
Meldungen über eine mögliche Waffenruhe im Bürgerkrieg in Libyen hätten die Ölpreise deutlich belastet, hiess es von Händlern. Laut der Afrikanischen Union (AU) hatte Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi einen Friedensplan der Organisation akzeptiert. Dieser beinhalte unter anderem eine sofortige Waffenruhe.
Dagegen konnte die jüngste Ölpreisprognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Preise am Nachmittag kaum bremsen. Die Ölpreise werden nach Einschätzung des IWF auch mittelfristig hoch bleiben. Getrieben von einer überdurchschnittlichen Nachfrage rechnen die IWF-Experten in diesem und im nächsten Jahr mit einem Durchschnittspreis jenseits der Marke von 100 Dollar je Barrel.
Unterdessen stieg der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) erstmals seit langem wieder über die Marke von 120 Dollar. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 120,01 Dollar. Das waren 2,36 Dollar mehr als am Donnerstag. Soviel hatte Opec-Öl zuletzt Anfang August 2008 gekostet. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/ck
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