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Nach langer Zeit (zum ersten Mal seit dem 26. November 2013) halte ich wieder einmal eine kleine Laudatio auf die englische Schriftstellerin Edith Nesbit (1858-1924). Eines ihrer Werke ist Das verzauberte Schloss (The Enchanted Castle).
Die drei Geschwister Gerald (als Ältester der unerschrockene, tatkräftige Anführer), Kathy (das fürsorgliche Mütterchen) und Jimmy (das gewitzte Nesthäkchen) müssen die Ferien im Internat verbringen, weil zuhause die Masern ausgebrochen sind. Doch diese Ferien werden nicht so sterbenslangweilig wie befürchtet. Die Kinder entdecken in der Umgebung ein verwunschenes Schloss, das nicht ganz das ist, was es zu sein scheint; eine schlafende Königstochter, die auch nicht ganz das ist, was sie zu sein scheint; einen Schlossverwalter, der – erraten! – auch nicht ganz das ist, was er zu sein scheint; ein Zimmer voller Juwelen; einen Park mit Statuen, die ein verdächtiges Eigenleben führen; und nicht zuletzt einen geheimnisvollen Ring. Letzerer erweist sich als ausgesprochen nützlicher Gegenstand, der allerdings so seine Tücken hat. Mit diesem Ring am Finger sollte man gut aufpassen, was man sagt!
Der Stil der klassischen angelsächsischen Kinderliteratur ist wirklich unvergleichlich! Edith Nesbit verbindet in diesem Werk altmodischen Charme mit britischem Humor. Besonders dann, wenn Gerald das Geschehen kommentiert – und zwar so, als lese er aus einem Buch vor.