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Nevãda
verlockend
Niedrige Steuern und eine hohe Wohnqualität locken Neuzuzüger nach Nevãda. Zwischen 2000 und 2003 wuchs die Bevölkerung um 12%. Nevada ist der Staat mit der grössten Wachstumsrate. Nevada ist reich an Bodenschätzen, besitzt neben Süd-Afrika und Australien die reichsten Goldvorkommen; auch Silber, Beryll, Uran, Zink, Kupfer werden abgebaut.
Schneegipfel über der Wüste
Die Wüstensteppe, siebenmal grösser als die Fläche der Schweiz, erstreckt sich von Süden nach Norden, über ein abflussloses Gebiet, dem Grossen Becken. In Süd-Nord Richtung ziehen sich Faltengebirge, zwischen 3000 bis 4000 Meter H.ü.Meer. Die Berggipfel meist ganzjährig schneebedeckt – Nevãda. Das Schmelzwasser verdunstet in der Wüstenluft.
Bergbau und Glücksspiel
Einst zählte man 575 Bergbaudörfer, knapp zwei Dutzend sind heute noch bewohnt, andere “ghost towns“, glühen in der Wüstensonne dahin. Während dem Bau des Staudammes „Hoover Dam“ entwickelte sich die Spielindustrie. In der Weltwirtschaftskrise erlaubte Nevãda das Glücksspiel um das Wirtschaftswachstrum anzukurbeln. Mehr als 20’000 Bauarbeiter und Ingenieure suchten ihr Vergnügen in Las Vegas während der 4-jährigen Bauzeit des Staudammes. Wie beurteilen Architekten heute die jüngste Entwicklung?
Fata Morgana
Las Vegas hat sich in den letzten 10 Jahren zur grössten Baustelle entwickelt. City Center, ein neues Stadtzentrum in der Stadt, ein Gebäudekomplex von 308’000qm Fläche, Bausumme 8,5Mia US-Dollars, ist das bisher grösste privatfinanzierte Bauvorhaben der USA. Eröffnung Dezember 2009 mit Werken namhafter Architekten u.a. Kohn Pedersen Fox,Antoine Predock, Cesar Pelli, Helmut Jahn, Daniel Libeskind, Foster Associates, Rafael Vinoly. Architekturkritiker äussern sich positiv: endlich ist auch Las Vegas in der Moderne angekommen. Die Architektur löst sich von der Populärarchitektur der 60er/70er Jahren. Die „Enten“ sind am Verschwinden, die Themen der neuen Bauten sind die Architekten selbst und deren Beitrag zur Stadtverdichtung. Eine Stadt in die Stadt gebaut? Ein Stadtteil geplant in der Hochkonjunktur, gebaut in die Krisenjahre. Wo sind die Besucher? Wo sind die Hotelgäste?
Grüne Wüstenmetropole
In Las Vegas zeigt sich ein neuer Trend; alles Neue muss einem Standard entsprechen: umweltfreundliches Design, energiesparende Bauweise, wasser- und stromsparende Ausstattungen sowie Recycling von Material. Zum geforderten Standard gehören auch der effiziente Umgang mit Wasser und Strom, ein reduzierter Kohlendioxidausstoss, eine verbesserte Klimaanlage in Gebäuden. „City Center“ erzeugt seine Energie direkt an Ort mit einem Gaskraftwerk. Umweltbewusste Bewohner setzen auf Energiesparlampen und umweltverträgliche Putzmittel, Papier, Plastic und Glas wird recyclet. 2004 wurde der Monorail in Betrieb gesetzt. Die Hochbahn mit 6,5km Bahnstrecke verbindet im Minutentakt die grossen Kasinos. Das moderne Transportmittel funktioniert elektrisch und emissionsfrei und reduziert den jährlichen Schadstoffausstoss um etwa 53 Tonnen Kohlenmonoxid. Was fasziniert die 40 Mio Menschen, die jährlich diese Wüstenstadt besuchen: das Spiel, das Spektakel, die Neon Lichter über der Stadt oder die sie umgebende Urlandschaft?
Lebensraum Wüste
„Nevãda is beautiful in her wilderness“ stellte der Wissenschaftler John Muir 1878 fest. Die Faszination liegt in der Wüste, einem Lebensraum, indem der Mensch den Gesetzen der Natur untergeordnet ist. Nevãda ein Land der weiten Horizonte, Sand, Steppe, darüber das weisse Band des ewigen Schnee. Der Reisende wird zum demütigen Pilger, der Weg ist Ziel. Die Karawane zieht weiter „Kamele und Zelte“ werden im November bereits organisiert.