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Bannwald
(nicht zu verwechseln mit
Bannforst, s. d.), soviel wie Schutzwald (s. d.).
Der
Ausdruck
Bannwald ist namentlich in einigen Alpengegenden, so z. B.
auch in
Österreich
[* 2] üblich. Nach dem Österr. Forstgesetz vom J. 1852 kann auf
Antrag der Ortsgemeinde oder der sonst dabei
Beteiligten oder auch auf
Anzeige eines öffentlichen
Beamten ein
Wald, der Schutz gegen
Lawinen, gegen Felsstürze, Gebirgsschutt
u. s. w. gewährt, von
Staats wegen in
Bann gelegt werdend. Diese Bannlegung besteht in der genauen Vorschreibung
und möglichsten Sicherstellung der erforderlichen besondern Waldbehandlung, und die mit der Bewirtschaftung eines solchen
Bannwald
Beauftragten sind dafür besonders in
Eid und Pflicht zu nehmen.
Vorzüglich zu Gunsten von Eisenbahnunternehmungen im Gebirge finden solche Bannlegungen statt. Durch k. k. Ministerialerlaß von 1874 wurde in Österreich bestimmt, daß die Entschädigung des Waldbesitzers für die ihm auferlegte Beschränkung des Wirtschaftsbetriebes im Wege des Expropriationsverfahrens zu erfolgen hat.