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Bosshardt Edwin Architekt 1904-1986
Edwin Bosshardts Bauten wirken durch ihre kompakten Baukörper, ihre konstruktive Klarheit und ihre städtebauliche Prägnanz. Sie sind zeitlos modern.
Edwin Bosshardt, in Erlen am 8. August 1904 geboren, kam auf dem zweiten Bildungsweg über eine Schreinerlehre zur Architektur. Er studierte die Baukunst am Technikum Winterthur von 1923 bis 1926 bei Professor Rittmeyer. Nach einem Auslandaufenthalt in Long Island (USA) arbeitete er vier Monate bei Le Corbusier in Paris.
Er kam 1932 zurück und arbeitete bis 1938 in Zürich. Zusammen mit Jakob Wildermuth bekam er den Auftrag für den Bau der Zwinglikirche im Deutweg-Quartier von 1938 bis 1940. Dazu verlegte er sein Büro nach Winterthur, das er bis 1974 betrieb.
Als eifriger Wettbewerbsteilnehmer hatte er auch entsprechende Erfolge. So baute er auch das Kantonsspital Winterthur und das Pflegeheim Adlergarten. Auch für das neue Bürogebäude der AXA Winterthur Versicherung entlang der Friedenstrasse ist Bosshardt verantwortlich. Bosshardt starb am 29. Januar 1986.
Strandbad in Arbon
Als junger Architekt baute Edwin Bosshardt 1933 das Strandbad Arbon. Das Konzept dazu orientiert sich streng nach der Bauhaus-Lehre. Es galt damals als sehr kühn und hatte nicht nur Freunde. Die Struktur ist schlicht und auf das Wesentliche reduziert, aber wohl überlegt. Mit den Metallgeländern lehnte sich Bosshardt dem Schiffbau an. Das Badehaus-Gebäude gilt heute als schöne alte Bausubstanz und ist dem Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau unterstellt.