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Für die Herstellung von Cachaça dienen frische und von Hand geerntete Zuckerrohre als Rohstoff. Es gibt rund 600 verschiedene Zuckerrohr-Sorten. Der Zuckerrohrsaft (caldo de cana) wird durch das Auspressen des Zuckerrohres gewonnen. Dem Saft werden Wasser und natürliche Hefekulturen hinzugefügt. Die Fermentierungszeit beträgt 36 Stunden. Nach der Gärung folgt das Brennen auf eine traditionelle Weise in Kupfer-Brennblasen. Mit dieser Methode wird das geschmackliche Potenzial des Zuckerrohres ausgeschöpft - ein besseres Aroma entsteht. Dem fertigen Destillat dürfen bis zu 30 Gramm Zucker zugefügt werden. Cachaça kann jung abgefüllt werden oder in Fässern reifen. Reift sie mindestens 1 Jahr in Fässern, spricht man von Cachaça envelhecida/ gealterte Cachaça. Die bräunliche Farbe stammt von den Eichenfässern, in denen die Cachaça gelagert wurde. Die traditionelle Herstellung findet in kleinen Brennereien statt, wie zum Beispiel in Fazendas von Paraty – Rio de Janeiro oder Minas Gerais.
Von CAIPIRA zu CAIPIRINHA
Die Bezeichnung Caipirinha wird vom brasilianischen Wort CAIPIRA, das soviel wie Landbewohner, Hinterwäldler oder auch Landei bedeutet, abgeleitet. CAIPIRINHA ist die Verkleinerungsform von CAIPIRA.
CACHAÇA oder RUM?
Der erste Unterschied ist, dass bei Cachaça Zuckerrohr Sirup (caldo de cana) zur Produktion verwendet wird. Beim Rum destilliert man die Melasse, welche ein sozusagen Überrest von der Zuckerproduktion ist. Der nächste Unterschied ist, dass bei der Cachaça Herstellung mit natürlicher Hefe gearbeitet wird und beim Rum meist gezüchtete Hefe verwendet wird. Bei der Destillation unterscheiden sie sich insofern, dass der Cachaça nur bis zu einem Alkoholgehalt von Maximum 48% gebrannt werden darf, der Rum darf viel höher gehen. Nach der Destillation dürfen dem Cachaça Zucker zur Süssung beigefügt werden, was beim Rum strengstens untersagt ist. Der letzte Unterschied ist, dass der Cachaça ausschliesslich in Brasilien hergestellt werden darf - Gesetzgebung Nr. 6.871).