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Die drei Rohstoffe Gold, Neodym und Indium gehören zu den rarsten Elementen auf der Erde: Jedes der drei Metalle macht weniger als 0,0000 1 Prozent der Erdkruste aus. Sie finden sich in einer Vielzahl von elektronischen Geräten – zwar in geringen Mengen, dafür aber in Schlüsselfunktionen: Indium ist als Indiumzinnoxid elektrisch leitend und gleichzeitig durchsichtig. Wegen diesen Eigenschaften wird das Material etwa in LCD-Bildschirmen eingesetzt. Neodym wird in Verbindung mit Eisen und Bor verwendet, um starke Magneten herzustellen. Sie finden sich etwa in Festplatten, Lautsprechern, Kopfhörern und Mobiltelefonen. Gold ist ein sehr guter Leiter, der nicht korrodieren kann. Das Metall wird deshalb in Elektronikbauteilen wie Schaltkontakten oder Leiterplatten verwendet.
Genau genommen besitzt auch die Schweiz Minen für diese drei Rohstoffe. Und zwar unter anderem in elektronischen Geräten, die in Gebrauch stehen oder schon ausgedient haben. Die Empa-Doktorandin Esther Thiébaud von der Abteilung «Technologie und Gesellschaft» hat nun erstmals untersucht, wo sich die drei seltenen Metalle in der Schweiz finden lassen – und wie viel davon für einen weiteren Gebrauch bereits verloren ist.
«Der weitaus grösste Anteil an Neodym und Indium ist immer noch in den aktuell genutzten Geräten», erklärt Esther Thiébaud. «Eine geringfügige Erhöhung des vorgezogenen Recyclingbeitrags würde bereits genügen, um das Recycling wirtschaftlich attraktiv zu machen.» Bis dahin wäre es zumindest sinnvoll, Bauteile mit einem relativ hohen Anteil an Indium und Neodym zwischenzulagern – damit die Rohstoffe nicht für immer verloren sind.
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