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Beim French Open besiegte Federer Wayne Arthurs 3:6, 6:3, 6:4, 6:2 und trifft in seinem ersten grossen Viertelfinal am Dienstag auf Alex Corretja (Sp/13), der Fabrice Santoro souverän ausschaltete.Dieser Inhalt wurde am 04. Juni 2001 - 21:23 publiziert
Federer hat in der ersten Woche in Paris die Regelmässigkeit bestätigt, die ihn heuer auszeichnet und die ihm 2000 noch abgegangen war. Obwohl er wegen des Vorjahres-Achtelfinals unter Punktedruck stand, hat er eine günstige Konstellation zu seinem bisher prestigeträchtigsten Resultat ausgenützt und dies mit nur einmaligem Zittern in Runde zwei gegen Sargis Sargsian.
Er musste noch keinen Spieler aus den Top 50 bezwingen und hatte mit Stefano Galvani, Sargsian, Sanchez und Arthurs Gegner, wie er sich vor der Auslosung sicher gewünscht hätte. "Es ist schön, so weit zu kommen. Mein erster Titel in Mailand sowie der Daviscup-Sieg in Basel waren viel emotionaler", sagte Federer.
Dieses Jahr in Top 10?
In der Weltrangliste wird sich Federer von Platz 18 weiter verbessern, in Wimbledon dürfte er erstmals bei einem Major-Turnier gesetzt werden, die Qualifikation für das Masters im November in Sydney - am Ort, wo sein Aufschwung mit dem vierten Olympia-Platz begann - ist nicht länger Utopie. "So weit will ich noch nicht nach vorne schauen. Aber ich würde das Jahr natürlich gern unter den Top 10 beenden", erklärte der 19-Jährige.
Im Match gegen den Aufschlag-Giganten Arthurs (ATP 59), der die Träume von Patrick Rafter zerstört hatte, erwischte Federer einen schlechten Start. Nach einem 1:5-Rückstand im ersten Satz fand er aber immer besser in den Rhythmus. In den Sätzen zwei bis vier musste er nur noch zwei Breakbälle abwehren, umgekehrt hatte er total 24 Breakbälle.
Mit diesem Erfolg schafft Federer den Sprung in einen exklusiven Zirkel. Vor ihm waren von den Schweizer Männern erst Heinz Günthardt, Marc Rosset (je zweimal) und Jakob Hlasek in Major-Viertelfinals vorgestossen. Noch weiter kam bisher erst Rosset in Paris 1996.
Die Chancen, dass Federer am Freitag gegen Andre Agassi (6:0 im fünften Satz gegen Squillari) oder den letzten Franzosen Sébastien Grosjean (Dreisatz-Sieg gegen Galo Blanco) spielen kann, stehen nicht schlecht. Vor Jahresfrist unterlag er dem sympathischen Corretja im Achtelfinal. Damals war er aber noch vom Marathon gegen Michel Kratochvil gezeichnet und zudem ist er heute wesentlich stärker "Zuletzt habe ich ihn in Rotterdam bezwungen, das gab viel Selbstvertrauen. Ich rechne mir gute Chancen aus", erklärte Federer.
swissinfo und Agenturen
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