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Die Bedeutung Homers, der im 8. Jahrhundert v. Chr. gelebt hat, ist nicht zu unterschätzen. Ob nun der Dichter der „Illias“ und der „Odysee“ ein Dichter oder vielleicht doch zwei Dichter sind, tut nicht viel zur Sache. Die Griechen, die in zahllosen Kleinstaaten bzw. Stadtstaaten (poleis; sg. polis) leben und wenig gemeinsam haben, erkennen sich doch alle in ihren Göttern, der gemeinsamen „Geschichte“ (Mythologie) und in der gemeinsamen Sprache wieder. Die Werke Homers sind die ältesten Werke der griechischen Literatur und des Abendlandes überhaupt. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Griechen als Griechen gefühlt haben. Diejenigen, die nicht Griechen sind, nennen die Griechen „Barbaren“, da ihnen die fremde Sprache gemessen an ihrer Sprache wie ein wüstes und unverständliches „bar-bar“ vorkommt.
Der Trojanische Krieg findet Anfangs des 12. Jahrhunderts v. Chr. statt. Wir können davon ausgehen, dass den Schilderungen Homers ein reales Ereignis zu Grunde liegt. Die Stadt Troja liegt einige Kilometer vom Hellespont (den Dardanellen) entfernt. Über Troja führen die Handelswege, die von den griechischen Stämmen benutzt werden. Die Trojaner behindern den Handel der Griechen, so dass sich die griechischen Stämme genötigt sehen, sich zu vereinigen und den Krieg gegen Troja zu beginnen. Was uns hier besonders interessiert ist, abgesehen vom Kriegsverlauf, das, was zwischen den Zeilen geschrieben steht: Die "llias" ist ein Heldenepos und vermittelt ein anschauliches Bild der Kriegskunst dieser Periode. Man kennt die Stosslanze mit Metallspitze (Kupfer), das Schwert zum Stechen und später zum Schlagen, den mit Metallplatten versehenen Schild, der einen guten Schutz gegen Lanzenstösse, Schwertschläge und Pfeilbeschuss bietet. Die Stammesaristokratie (Gentes) stellt die besser bewaffneten Krieger. Die Stammesführer verfügen über eine Rüstung (Schild, Panzer, Helm, Beinschienen), über gute Bogen, über Speere mit Metallspitze und über Kampfwagen. Die Masse der Krieger hat Waffen von geringerem Wert. Die Schlacht wird von den gut bewaffneten Aristokraten auf Kampfwagen eröffnet. Das nach Gentes und Stämmen aufgestellte Heer sieht zunächst zu. Dann erst beginnt die gesamte Masse der Krieger den Kampf. Durch sie wird die Schlacht entschieden.
Die Hauptwaffe der griechischen Krieger ist der mit einer Kupferspitze versehene Wurfspeer. Ausserdem besitzt der Krieger ein kupfernes Schwert und eine feste Rüstung und einen kupferbeschlagenen Schild. Auf dem Schlachtfeld werden die Kampfwagen und das Fussvolk nach Gentes geordnet in einer bestimmten Schlachtordnung aufgestellt. Die Kampfwagen stehen in einer Linie ausgerichtet vor dem Fuss¬volk. Das Fussvolk greift zunächst mit dem Speer an und geht dann zum Nahkampf mit dem Schwert über.
Die Kampfwagen werden vom Fussvolk mit Speeren bekämpft. Speerspitzen und Schwerter verbiegen sich schnell. Auch Bogenschützen sind am Kampf beteiligt. Der Pfeil gilt jedoch - selbst in den Händen eines guten Schützen - als ein wenig zuverlässiges Kampfmittel. Der Ausgang des Kampfes wird durch physische Kraft und Geschicklichkeit im Gebrauch der Waffen entschieden. Wir finden in der Kriegsbeschreibung Homers erste Formen von Schlachtordnungen und von taktischen Manövern, wobei sich besonders bei den Hinterhalten und Kriegslisten der Heldenmut der Männer zeigt, wie die Überlieferung des „Trojanischen Pferdes“ zeigt, das schliesslich die stolze Stadt zu Fall bringt..
Aufgaben und Recherchen
Wie heisst der bedeutendste griechische „Historiker“ und Dichter der Antike?
Wann lebte der bedeutendste griechische „Historiker“ und Dichter der Antike?
Welches sind die Hauptwerke des bedeutendsten griechischen „Historikers“ und Dichters der Antike?
Was ist der Inhalt der Illias?
Was ist der Inhalt der Odyssee?
Wie heissen die griechischen Stadtstaaten (Singular und Plural)?
Wann fand der Trojanische Krieg statt?
Wo liegt Troja?
Wie war die Bewaffnung der Griechen?
Wovon hing die Bewaffnung ab?
Wie war der Ausgang der Schlacht und was brachte letztlich den Sieg?
Wie haben wir uns das Griechenland der Antike vorzustellen? Was verband die Griechen untereinander?