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Grundprinzip: Sportliches Verhalten und die Regeln Das Regelwerk ist für Teilnehmer am Segelsport verbindlich und es wird erwartet, dass sie es befolgen und umsetzen. Ein Grundsatz sportlichen Verhaltens ist, dass Teilnehmer, die gegen eine Regel verstossen, unverzüglich eine Strafe ausführen, die auch das Aufgeben der Wettfahrt sein kann.
Wettfahrtregeln 2013-2016 in stark vereinfachter möglichst wenig verfälschter Form zusammengestellt von U. Finckh. (www.finckh.org)
In der Regatta gilt stets nur der Originaltext der Wettfahrtregeln.
Definitionen
Ein Boot ist in der Wettfahrt vom 4-Min-Signal bis Zieldurchgang, Aufgabe, „allgemeinem Rückruf” oder Abbruch. Durchs Ziel gehen kann man nur von der Bahn-seite her. Ein Boot ist klar achteraus, wenn es sich hinter einer Geraden befindet, die senkrecht zum letzten Punkt des Bootes inklusive Ausrüstung verläuft. Das andere Boot ist dann klar voraus. Boote überlappen, wenn keines klar achteraus ist. Freihalten: ein Boot hält sich frei, wenn das andere Boot seinen Kurs nicht ändern muss. Raum ist der Platz, den ein Boot zum Manövrieren benötigt. Bahnmarken-Raum ist der Raum, den man zum Runden der Bahnmarke benötigt. Hindernis ist jeder Gegenstand, dem man aus-weichen muss, auch ein Wegerechtboot. Richtiger Kurs ist der Kurs, den ein Boot allein sinnvoll segeln würde. Vor dem Start gibt es keinen richtigen Kurs. Zone ist der Dreilängenkreis um eine Bahnmarke Sportliches Verhalten Alle Regattasegler sollen die Regeln befolgen und durchsetzen. Verletzt man eine Regel soll man eine Strafe annehmen oder aufgeben.
TEIL 1: Grundregeln
A) Allen in Gefahr befindlichen Personen oder Booten muss man Hilfe leisten.
B) Jeder Segler ist selbst verantwortlich für das Tragen seiner Schwimmweste.
Jeder Segler muss die Fairness beachten!
Durch die Meldung gelten die Regeln!
Jeder Segler entscheidet selbst, ob er startet oder nicht, und ob er die Wettfahrt fortsetzt.
Drogen und Dopingmittel sind verboten.
TEIL 2: Begegnung von Booten
Wind von entgegengesetzter Seite Das Boot mit Wind von Bb muss sich vom Boot mit Wind von Stb freihalten.
Wind von gleicher Seite mit Überlappung: Das Luvboot muss sich vom Leeboot freihalten.
Wind von gleicher Seite ohne Überlappung: Das Boot klar achteraus muss sich vom Boot klar voraus freihalten.
Während des Wendens: Nachdem ein Boot durch den Wind gegangen ist, muss es sich von anderen Booten freihalten, bis es auf einen Am-Wind-Kurs abgefallen ist.
Jedes Boot muss Berührungen mit anderen vermeiden. Zunächst muss das ausweich-pflichtige Boot ausweichen, das Wegerechtboot nur, um Schaden zu vermeiden.
Erhält ein Boot Wegerecht, muss es anfangs dem anderen Raum zum Freihalten geben.
Ein Wegerechtboot darf den Kurs nur so ändern, dass das andere Boot noch die Mög-lichkeit zum Ausweichen hat.
Wind von gleicher Seite; richtiger Kurs Überholt man in Lee im Zweilängenabstand, darf man nicht höher als den richtigen Kurs fahren.
Passieren von Bahnmarken
Regel 18 gilt nicht: An Startbahnmarke beim Starten. (Vorwort) Zwischen Booten mit Wind von entgegen-gesetzter Seite am Ende der Kreuzstrecke (18.1)
18.2 (abc) Überlappen Boote bei Erreichen der Zone, muss das aussen liegende Boot dem innen liegenden Bahnmarken-Raum geben. (bc) Ist ein Boot klar voraus, wenn es die Zone erreicht, muss das Boot klar achteraus Bahnmarken-Raum geben. Dies endet, wenn ein Boot wendet.
18.3 Hatten zwei Boote Wind von entgegenge-setzter Seite und wendet eines von ihnen in der Zone so muss das andere seinen Kurs fortsetzen können.
18.4 Muss man an einer Bahnmarke halsen, so muss dies ein innen überlappendes Boot baldmöglichst tun.
Passieren zwei Boote ein Hindernis, muss das aussen liegende dem innen liegenden Raum geben und ein Boot klar achteraus darf eine Überlappung nur herstellen, wenn Raum ist.
Segeln zwei Boote auf der Kreuz mit Wind von der gleichen Seite auf ein Hindernis zu, kann das Boot „Raum zum Wenden“ rufen. Das andere muss ihm dann den Raum zum Wenden geben und es muss auch wenden.
Weitere Regeln
Wenn ein Boot hinter die Startlinie zurückkehrt, wenn es kringelt oder rückwärts fährt, muss es sich von anderen Booten freihalten.
Wer eine Bahnmarke berührt, muss sich frei segeln und einen Kringel drehen. Wer ein Boot behindert, muss sich frei segeln und einen Kringel drehen....