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Im Thürler bei Alterswil verbrachte Stefan «Steffi» Baeriswyl die meisten Jahre seines Lebens. Dort erblickte er als ältestes von zehn Kindern am 11. November 1926 das Licht der Welt. Seine Eltern Peter und Cäcilia, geb. Egger, hatten ein Heimwesen in Pacht. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 musste Steffi schon mit 13 Jahren über seine Kräfte arbeiten und Verantwortung übernehmen. Sein Vater, der Knecht und die Pferde mussten einrücken. Steffi konnte nicht mehr oft zur Schule, sondern musste zu Hause die Tiere besorgen, die Kühe melken und diese anlehren, Maschinen und Pflug zu ziehen.
Auch nach dem Krieg war Steffi Baeriswyl bis 1952 mehrheitlich für den Betrieb verantwortlich. Sein Vater, lange Jahre im Gemeinderat, als Armenvater, Amman und in vielen Ämtern tätig, war oft von zu Hause weg. Nach der Kündigung der Pacht folgte 1953 die Steigerung, und die Familie zog ins neue Heim im Unterdorf. Noch blieb Steffi der Landwirtschaft als Knecht treu, erst in Fendringen, danach in Galtern. Später arbeitete er in der Mosterei Düdingen als Beifahrer. Das war erneut eine harte Arbeit. Die schweren Kisten mussten die Treppen rauf und runter getragen werden. Etwas besser wurde es später bei der Cardinal im Palett-Versand und in der Verpackung. Über 20 Jahre bis zur Pension war er da treu, zuverlässig und gewissenhaft tätig.
Zeitweise waltete er als – wie man damals sagte – Schnapsvogt. Er musste genau Buch führen über alles, was die Bauern in die Brennerei brachten, über ihren Verbrauch und ihren Vorrat.
1979 heiratete er Hildi Pürro. Leider dauerte die glückliche Ehe nur zehn Jahre bis zum frühen Tod von Hildi. Es wurde still und einsam im Haus. Steffi schaute zu seinem Heim, dem Garten, den Blumen, Kaninchen und Hühnern. Alles hielt er in Sauberkeit und bester Ordnung, denn er war ein exakter Mann.
Steffi gehörte zu den regelmässigen Kirchgängern. Wie viele Blumen haben er und Hildi der Kirche gespendet! Gottlob hatte er trotz einiger körperlichen Schwächen eine gute Gesundheit. Immer wieder rappelte er sich auf und besorgte den Haushalt und Umschwung.
Vor zwei Jahren musste er ins Pflegeheim nach Tafers. Er gehörte zu den zufriedenen, stillen und dankbaren Heimbewohnern. In den letzten Wochen nahmen seine Kräfte immer mehr ab. Am 16. Dezember 2016 durfte er in den ewigen Frieden eingehen.