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"Ville" nennt man die einzelnen Siedlungen im Val Malvaglia, und jede hat ihr eigenes Kirchlein. Am bedeutendsten ist vielleicht jenes von Madra, dem heiligen Jakob geweiht und mit Fresken geschmückt, die teilweise einem Maler aus der Werkstatt der Seregnesi zugeschrieben werden. Auch die übrigen Oratorien sind ausgemalt, wenn auch
mit weniger wertvollen Bildern.
Das Oratorium von Dandrio, Johannes dem Täufer gewidmet, stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Fresken im Chor zeigen die Madonna mit dem Schutzheiligen und einer Märtyrerin, an der linken Wand die Rosenkranzmadonna, Passionsszenen und die Heiligen Martin und Petrus; rechts eine Kreuzigung mit Maria und San Carlo. Sie könnten von H. J. Greutter (
1630) gemalt worden sein.
Die Fresken im Kirchlein San Bartolomeo in Anzano sind wohl ebenfalls Greutter zuzuschreiben: im Chor die Geburt Christi, die Dreifaltigkeit, Madonna mit Heiligen und das Martyrium des heiligen Bartholomäus. Der Altar trägt einen bemalten Tabernakel aus Holz in der Form eines Tempelchens, der vielleicht aus dem 17. Jahrhundert stammt.
Das Oratorium der heiligen Barbara in Chiavasco ist mit volkstümlichen Fresken aus dem Jahre 1606 geschmückt: Kreuzigung mit den heiligen Rochus und Sebastian, Gottvater die Madonna mit einem Bischof, die Heiligen Rochus und Antonius, Johannes der Täufer.