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Hinweise zum Ablauf einer Untersuchung mittels Computertomographie
Vorbereitung und Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel
Die Aussagekraft einer Computertomographie-Untersuchung lässt sich je nach Fragestellung durch Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel in die Vene (intravenös) erheblich steigern. Hierfür wird in der Ellenbeuge oder am Handrücken eine Vene punktiert (ähnlich wie bei einer Blutentnahme). Es gibt jedoch Umstände, welche eine Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel nur unter bestimmten Voraussetzungen erlauben oder sogar ganz verbieten (sogenannte Kontraindikationen). Daher werden Sie vor der Untersuchung von der/dem MTRA wie folgt befragt:
- Besteht eine Allergie gegen Röntgen-Kontrastmittel?
- Leiden Sie an einer Zuckerkrankheit, einer Herzerkrankung oder an einer Schilddrüsenüberfunktion?
- Besteht eine Schwangerschaft? Im Falle einer Schwangerschaft sollte in der Regel keine CT-Untersuchung durchgeführt werden.
- Leiden Sie unter Asthma oder Heuschnupfen?
Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann es nach Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen. Sollte Ihre Nierenfunktion leicht eingeschränkt sein, wird die Menge des Kontrastmittels reduziert. Bei schwerer Störung der Nierenfunktion werden wir ganz auf die Gabe von Kontrastmittel verzichten oder eine alternative Untersuchung in Erwägung ziehen.
Vorbereitung bei Untersuchung der Bauchorgane und des Darmes
Zur besseren Abgrenzung von Darmstrukturen müssen Sie in der Regel eine Stunde vor der Untersuchung einen Liter jodhaltige Flüssigkeit trinken. Bei Frage nach einer Dickdarmerkrankung wird auf dem Untersuchungstisch über einen kleinen Einlauf jodhaltiges Kontrastmittel zugeführt.
Dauer und Ablauf der Untersuchung
Die Dauer beträgt je nach Körperregion 15 bis 20 Minuten.
Der Untersuchungsvorgang des CT-Gerätes dauert nur zirka 5 bis 60 Sekunden.
Sie werden meist in Rückenlage auf dem Untersuchungstisch gelagert und sollten während der Untersuchung ruhig und entspannt liegen. Falls eine Gabe von Kontrastmittel in die Vene notwendig ist, wird von der Röntgenassistentin eine Zugangskanüle in eine Vene in der Ellenbeuge oder am Handrücken gelegt. Der Untersuchungstisch wird nun langsam in die kreisförmige Öffnung des Computertomographen bis auf Höhe der zu untersuchenden Körperregion gefahren. Manche Patientinnen und Patienten entwickeln ein Wärmegefühl, wenn das Kontrastmittel gespritzt wird; es verschwindet aber schnell wieder. Ansonsten spüren Sie, ausser der Tischbewegung, vom Untersuchungsvorgang nichts. Bei Untersuchungen der Lunge und des Oberbauchs müssen Sie die Arme nach oben nehmen und werden durch die Röntgenassistentin oder den Röntgenassistenten aufgefordert, kurz den Atem anzuhalten. Der Ring des Computertomographen ist ca. 70 cm breit und die Öffnung im Ring sehr gross, die Patientin/der Patient liegt also nicht in einer geschlossenen Röhre. Auch Patientinnen oder Patienten mit sehr grosser Platzangst können deshalb problemlos mittels CT untersucht werden.
Risiken der Computertomographie
In unserem Institut wird nur modernstes, gut verträgliches jodhaltiges Kontrastmittel (sogenanntes niedrig-osmolares, nicht-ionisches Kontrastmittel) verwendet. Im Vergleich zu den älteren jodhaltigen Kontrastmitteln hat die Häufigkeit der Nebenwirkungen deutlich abgenommen. Sehr selten kommt es zu allergischen Reaktionen auf das jodhaltige Kontrastmittel. Ein weiterer Nachteil der Computertomografie ist, dass sie eine grössere Strahlenbelastung als die herkömmliche Röntgenaufnahme verursacht. Dieser Nachteil wird aber durch die starke Aussagekraft der CT, die dank ihrer genauen Detailwiedergabe entsteht, weit überboten. Bei korrekter Anwendung überwiegt also der medizinische Nutzen für Sie bei Weitem.