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Axiologie der Sozialen Arbeit aus ethisch-konstruktivistischer Perspektive
In dieser Arbeit findet ein Vergleich zwischen dem schweizerischen Berufskodex und einem konstruktivistischen Ethikvorschlag statt. In einem ersten Schritt wird aus den epistemologischen Voraussetzungen des Konstruktivismus eine eigene ethische Perspektive entwickelt. Diese Perspektive setzt sich aus einer deskriptiven und einer normativen Ebene zusammen. Auf deskriptiver Ebene wird die funktionale Bedeutung der Werte Subjektanerkennung, Wohlgesinnung und Toleranz aufgezeigt. Auf Basis der Möglichkeit zur Verantwortungsübernahme werden diese Werte anschliessend auf die normative Ebene überführt. In einem zweiten Schritt werden die axiologischen Gehalte des eigenen Ethikentwurfes und des Berufskodex verglichen. Übereinstimmend sprechend beide Axiologien dem Menschen ein existenzielles soziales Bedürfnis zu. Die vorbehaltlose Einforderbarkeit von Rechten und Pflichten, wie sie im Berufskodex postuliert wird, konnte entlang des eigenen Ethikentwurfes allerdings nicht bestätigt werden. Hingegen vermögen beide Axiologien eine Legitimation der Sozialen Arbeit zu liefern.