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Um die Fliessgeschwindigkeiten eines Gewässers zu ermitteln, werden Färbversuche mit Markierstoffen durchgeführt. Die Fliessgeschwindigkeit und das Fliessverhalten zu kennen ist von Bedeutung, um bei Gewässerverschmutzungen in Fliessgewässern infolge von Schaden-ereignissen (z.B. Öl- oder Chemieunfall) zu wissen, wie viel Zeit den Einsatzkräften bleibt, um flussabwärts Massnahmen zu treffen. Die Wasserversorger wiederum können bei einem Unfall mit wassergefährdenden Flüssigkeiten die Gefährdung ihrer Fassungen in der Nähe des Flusses abschätzen. Die Umweltämter der Kantone Appenzell Innerrhoden und St. Gallen und ein beauftragtes Büro führten am Sonntag, 17. Juli 2016 einen Färbversuch an der Sitter mit dem Farbstoff Uranin durch. Medien und Bevölkerung waren informiert. Mit dem Markierversuch sollte das Fliessverhalten der Sitter auf einer Länge von 50 km bei mittlerer Wasserführung ermittelt werden. Für den Färbversuch wurde der Farbstoff Uranin gewählt. Uranin ist eine der stärksten fluoreszierenden Substanzen, wird durch Licht abgebaut und ist nicht schädlich für Mensch und Umwelt. Der Färbversuch hat gezeigt, dass die Fliessgeschwindigkeit der Sitter bei mittlerer Wasserführung über die gesamte Strecke gemittelt zwischen 2.0 bis 2.4 km/h liegt. Die Fliessgeschwindigkeiten sind stark von Gefälle, der Natürlichkeit oder Kanalisierung des Flussbetts, der Abflussmenge sowie der Stromproduktion im Wasserkraftwerk Kubel und der damit künstlich erhöhten Abflussmenge abhängig.