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Unwetter im Rückblick
Schwere Gewitter und Starkregen
Schäden durch Tief "Quintus"
Im Zusammenhang mit der Kaltfrontpassage von Tief "Quintus" sind am Freitag, den 15. Juni 2007 zahlreiche, teils schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen über weite Teile Deutschlands hinweggezogen. Schwerpunkte der Unwetter waren überwiegend der Süden und der Osten Deutschlands. In Lübbenau im Spreewald brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses nach einem Blitzschlag aus.
Niederschlagsmengen von 44 bis 55 Liter pro Quadratmeter binnen 12 Stunden gab es in Weiden (Oberpfalz), im Erzgebirge und in Berlin-Dahlem. Noch größere Niederschlagsmengen - 62 Liter pro Quadratmeter - sind zwischen 14 und 20 Uhr in Boizenburg im nordöstlichen Niedersachsen gefallen. Wegen der starken Regenfälle und Gewitter mussten die Feuerwehren in Berlin und Brandenburg in der Nacht mehrere hundert Mal ausrücken. Im ganzen Stadtgebiet gab es zahlreiche Wasserschäden.
Es traten schwere Sturmböen von 90 bis 96 km/h in Mannheim und im bayerischen Ansbach/Katterbach auf. Der Wendelstein in den Bayerischen Alpen meldete eine orkanartige Böe von 104 km/h. Die Unwetter waren zurückzuführen auf die ostwärts ziehende Kaltfront von Tief "Quintus" mit Kern über England. An der warmen Ostflanke der Kaltfront hatte sich ein Hitzetief gebildet, das mit starken, unwetterartigen Gewittern von Bayern her kommend über die ostdeutschen Länder zur südlichen Ostsee gezogen war.