Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03154.jsonl.gz/1153

Nun hat es endlich geklappt mit einem guten Ergebnis bei einem der grossen Eintagesrennen. Nachdem Stefan Küng in den letzten Jahren bei der Flandern-Rundfahrt mehrmals Pech bekundete und nie über einen 41. Rang (2017) hinauskam, konnte der Zeitfahr-Europameister seine gute Form diesmal voll ausspielen.
Pogacars Antritt
Zwar verpasste er 44 km vor dem Ziel am Koppenberg wie viele andere Mitfavoriten den Anschluss an die Spitze, als der zweifache Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar mit einem seiner unnachahmlichen Antritte in einer der 18 so harten Steigungen dieser traditionsreichen Prüfung das Feld sprengte. Weil mit Valentin Madouas danach einer von Küngs Teamkollegen in der fünfköpfigen Spitzengruppe vertreten war, waren dem Schweizer zwischenzeitlich die Hände gebunden.
Schnell konnte das Quintett mit Pogacar, Van der Poel, Madouas, Dylan van Baarle und Fred Wright eine Minute zwischen sich und die grosse Verfolgergruppe legen. Küngs Hoffnung, andere würden sich an der Nachführarbeit beteiligen, zerschlug sich vorerst. Erst als 25 km vor dem Ziel Dylan Teuns einen Angriff wagte, konterte der Thurgauer und nahm zusammen mit Tiesj Benoot, einem zweiten Belgier, die Verfolgung von Pogacar und Co. auf.
Stillstandversuche im Sprint
Der Slowene hinterliess bei den Anstiegen jeweils den stärksten Eindruck. 17 km vor dem Ziel konnte ihm am alten Kwaremont nur noch Van der Poel folgen. Das Duo bog dann auch zusammen auf die lange Zielgerade ein, weil aber niemand von den beiden zuerst den Sprint anziehen wollte, konnten Van Baarle und Madouas 300 Meter vor Schluss wieder aufschliessen.
Letztlich setzte sich Van der Poel nach packenden 272,5 km zwischen Antwerpen und Oudenaarde knapp vor seinem Landsmann Van Baarle durch. Während der Niederländer seinen zweiten Ronde-Sieg nach 2020 feierte, musste sich Pogacar hinter Madouas mit Rang 4 begnügen.
Zwei Sekunden dahinter erreichte Küng als Fünfter durchs Ziel. Für den 28-Jährigen aus der Equipe Groupama-FDJ ist es das wertvollste Ergebnis in einem Eintagesrennen, nachdem er 2019 Paris-Roubaix im 11. Rang beendet hatte. Der Kopfstein-Klassiker steht in zwei Wochen im Programm.