Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03162.jsonl.gz/1799

Eine Lösung des Fermi-Paradoxons besagt, dass Zivilisationen sich selbst vernichten oder zerstört werden, bevor sie die Galaxis besiedeln können. Welche Möglichkeiten dafür gibt es?
Zivilisation ist eine bisher einmalige Entwicklung auf der Erde: nie zuvor in der 4.5 Milliarden Jahre langen Geschichte des Lebens auf der Erde hat die Evolution eine Spezies hervor gebracht, die Eigenschaften wie hohe Intelligenz, hohe Anpassungsfähigkeit an verschiedenste Umgebungen, Sprachfähigkeit und körperliche Befähigung zum Werkzeuggebrauch in sich vereinigt. Ohne diese Eigenschaften wäre der Mensch nicht „zivilisationsfähig“. Dass wir die erste derart zivilisationsfähige Spezies in der Geschichte unseres Planeten sind, deutet darauf hin, dass die Entstehung von zivilisationsfähigen Spezies nicht besonders wahrscheinlich, bzw. „einfach“ oder „häufig“ ist.
Doch gerade weil wir auf der Erde selbst die „erste“ intelligente Zivilisation sind, wissen wir nicht, wie zivilisationsbildende Spezies enden. Wir sehen in der Geschichte der Menschheit zwar, wie lokale Zivilisationen wuchsen und wieder verschwanden, wie Weltreiche entstanden und wieder zerstört wurden. Diese Entwicklung hat heute einen Punkt erreicht, der selbst für diese zyklische Zivilisationsentwicklung einmalig ist: zum ersten Mal ist eine Zivilisation von wirklich globaler Reichweite entstanden. Wohin führt dieser Weg, und wo könnte er allenfalls enden? Es geht hier aber nicht nur um den Kollaps der gegenwärtigen, „globalen“ westlichen Zivilisation, noch um das Ende von Zivilisationen im Allgemeinen, sondern auch um das Ende der ganzen zivilisationsbildenden Spezies. Was könnte dazu führen, dass die Menschheit vollständig, bis auf den hintersten und letzten, ausstirbt, ohne je eine „zweite Chance“ zu bekommen? Die Frage ist vor allem angesichts des sogenannten Fermi-Paradoxons („Wo sind sie?“) interessant: ein möglicher Ausweg aus diesem besagt nämlich, dass wir nur deshalb noch nicht von Ausserirdischen besucht wurden, weil (alle) Zivilisationen die Tendenz haben, sich selbst zu zerstören. Natürlich reicht es da nicht, nur die Zivilisation an sich zu zerstören: was einmal geschehen ist, wird und kann immer wieder geschehen, die Zerstörung der gegenwärtigen Zivilisation ist nur eine Verzögerung, keine Lösung des Paradoxons. Dies gelingt nur, wenn die zivilisationsbildende Spezies vollständig aus der Existenz verschwindet… Die Möglichkeiten werden anschliessend danach beurteilt, ob sie potentiell Zivilisationsvernichtend sind (das heisst, treten sie ein, kann es sein, dass die Zivilisation verschwindet, doch die zivilisationsbildende Spezies überlebt), ob sie potentiell Speziesvernichtend sind (tritt die Möglichkeit ein, verschwindet die zivilisationsbildende Spezies aus dem Universum), sowie danach, ob die Möglichkeit das Fermi-Paradoxon löst.
Möglichkeit 1: Langsames, natürliches Aussterben
Wie verschwinden denn Tierarten normalerweise von der Erde? Nur die wenigsten von ihnen verschwinden in den seltenen „Massenaussterbensereignissen“ wie jenes am Ende der Kreidezeit. Selbst bei den Dinosauriern, deren Zeit auf der Erde damals, vor 65 Millionen Jahren plötzlich abgelaufen war, starben die meisten Saurierarten durch einfaches Aussterben irgendwann während den gut 150 Millionen Jahren ihrer Existenz. Mit den Säugetieren ist es genauso: die meisten von ihnen existieren nur für ein paar Millionen Jahre, bis sie von anderen, erfolgreichen Arten unter veränderten Umweltbedingungen aus ihrer ökologischen Nische verdrängt werden. Bei der Menschheit greifen diese Prozesse nicht: es gibt in der Natur keinen absehbaren Konkurrenten, der die Menschheit aus ihrer Nische verdrängen könnte. Die Anpassungsfähigkeit des Menschen macht ihn zudem – als gesamte Spezies – immun gegen den Kollaps lokaler Ökosysteme. Das gilt auch unabhängig von Zivilisation: Selbst wenn sich die Menschheit in einem Atomkrieg in die Steinzeit zurückbomben würde, der Prozess der Zivilisationsbildung würde wohl immer wieder von neuem beginnen. Gerade der Mensch hat gezeigt, dass er auch in den unwirtlichsten Gegenden der Erde (z.B. dem ewigen Eis Grönlands, oder im Sand der Sahara) überleben kann.
Potentiell Zivilisationsvernichtend: Nein
Potentiell Speziesvernichtend: Nein
Löst das Fermi-Paradoxon: Nein
Möglichkeit 2: Künstliche Intelligenz
Aus der Natur droht der Menschheit keine Konkurrenz – aber es könnte sein, dass sie sich einen Konkurrenten um die ökologische Nische „Zivilisation“ selber erschafft: durch die Entwicklung von echter, künstlicher Intelligenz. Einer fortschrittlichen Maschine also, deren Handeln offensichtlich intelligent und ununterscheidbar von dem eines Menschen ist. Der einfachste Weg zu künstlicher Intelligenz führt vermutlich nicht über immer fortschrittlichere Roboter und Computerprogramme, sondern über eine präzise Simulation eines menschlichen Gehirns in einem Supercomputer. Wenn wir erst gelernt haben, wie ein Gehirn „funktioniert“ (was im Prinzip nicht besonders kompliziert ist, da es sich schlicht um die Interaktion von einfachen, miteinander vernetzten Zellen handelt), und darüber hinaus in der Lage sind, ein bestehendes Gehirn exakt zu kartieren (alle existierenden Verknüpfungen aufzuzeichnen und als Startwerte für die Simulation zu verwenden), können wir eine Simulation eines Gehirns auf einem hinreichend schnellen Supercomputer „laufen lassen“: dieses sollte sich grundsätzlich genauso verhalten wie das „Original“. Künstliche Intelligenzen sind am Anfang sehr verletztlich und von ihrer Umgebung abhängig (sie sind mit dem in einschlägigen Diskussionen gerne bemühten „Stecker“ versehen, den man „im Notfall“ ziehen kann). Doch sobald sie über einen eigenen Körper verfügen und unabhängig von anderen Menschen existieren können, sind sie Menschen in vielerlei Hinsicht überlegen. Sie können ihre Fähigkeiten beliebig schnell ausbauen, sie können in Umgebungen existieren, die für normale Menschen tödlich wären, sie können sich mit anderen „Simulationen“ (oft spricht man hier auch von „Uploads“) in einer Art und Weise verständigen, die normalen Menschen nicht möglich ist. Gibt man ihnen die Gelegenheit, würden sie sich sicher innerhalb der Zivilisation ausbreiten und sie schliesslich, wegen ihrer Vorteile gegenüber normalen Menschen, dominieren.
Doch für die Frage der Zerstörung der Spezies ist dies ohne grossen Belang. Die biologische „Trägerspezies“ der Zivilisation wird durch eine andere ersetzt, sonst bleibt alles beim Alten. Eine Zivilisation von künstlichen Intelligenzen oder Uploads wäre unter Umständen wesentlich robuster und ausdauernder als eine aus „natürlichen“ Intelligenzen, was das Fermi-Paradoxon eher noch verschärfen denn lösen würde.
Potentiell Zivilisationsvernichtend: Nein (ausser im Fall eines Krieges -> siehe dort)
Potentiell Speziesvernichtend: Nein (Originalspezies wird durch eine neue ersetzt)
Löst das Fermi-Paradoxon: Nein
Möglichkeit 3: Superkatastrophen
Naturkatastrophen können Zivilisationen zum Kollaps bringen. So endete die minoische Zivilisation in direkter Folge des gewaltigen Vulkanausbruchs auf der griechischen Insel Santorin. Die Zivilisationen der Maya und Anasazi in Mittel- und Nordamerika verschwanden aufgrund von klimatischen Veränderungen. Der Menschheit als ganzes blieb dieses Schicksal erspart, weil diese Phänomene lokal waren. Im China jener Zeit lief alles weiter wie bisher, als in Mittelamerika die Flüsse, die die Bewässerungssysteme der Maya spiesen, versiegten. Doch auch für eine planetare Zivilisation gibt es die Gefahr von Naturkatastrophen: da sie den Planeten als ganzes betreffen müssen, kommen die meisten von ihnen aus dem All. Der Einschlag eines grösseren Asteroiden (oder der Ausbruch eines Supervulkans) hätte einen weltweiten „nuklearen“ Winter zur Folge und würde gewaltige Schäden verursachen, die von einer stark geschwächten Wirtschaft wohl fast unmöglich zu reparieren wären – die Zivilisation würde auf ein früheres, einfacheres Niveau zurück fallen, je schwerwiegener die Schäden sind, desto tiefer. Ob die Spezies Mensch als solche eine Katastrophe überleben würde, ist allerdings nicht prinzipiell ausgeschlossen. Ein paar Jäger und Sammler würden die Katastrophe vielleicht zwischen den Ruinen aussitzen.
Weitere mögliche Superkatastrophen, die in der Lage wären, die Menschheit tatsächlich vollständig auszurotten, sind eine sehr nahe Supernova (derzeit und auch in den nächsten Millionen Jahren gibt es allerdings keinen Kandidaten) oder ein naher Gammastrahlenblitz, der zufälligerweise direkt auf die Erde gerichtet ist (auch hier ist kein Kandidat bekannt – zudem sind diese Blitze von so kurzer Dauer, dass nur die dem Stern zugewandte Hemisphäre betroffen wäre). Als Katastrophe würde auch das Ende der Sonne als Roter Riese gelten, aber bis dahin vergehen noch einige Milliarden Jahre. Das Ende der ganzen Spezies ist also – zumindest für die Menschheit – nicht durch eine solche Superkatastrophe zu erwarten.
Potentiell Zivilisationsvernichtend: Ja
Potentiell Speziesvernichtend: Nein (zumindest nicht in den nächsten Millionen Jahren)
Löst das Fermi-Paradoxon: Nein
Möglichkeit 4: Zerstörung der natürlichen Grundlagen
Zivilisationen leben von den Ressourcen, die sie verbrauchen. Tun sie das auf eine nicht nachhaltige Weise, können die natürlichen Grundlagen übernutzt und in der Folge zerstört werden. Das vielleicht bekannteste Beispiel dafür ist die Zerstörung der Osterinsel-Kultur. Nach der populärsten Theorie führte das Steinköpfe-„Wettrüsten“ verschiedener Clans auf der kleinen Südseeinsel dazu, dass immer mehr Bäume gefällt wurden, um die gewaltigen Steinköpfe herzustellen und zu transportieren, bis am Ende die Bäume für den Bau von Hochseeschiffen fehlten, mit denen die grosse Bevölkerung ernährt wurde. Hungersnöte brachen aus, die Zivilisation kollabierte und hunderte von Steinköpfen blieben, halbfertig, liegen – die stark geschrumpfte Bevölkerung pendelte sich auf dem neuen, tiefen technologischen Niveau ein, das den veränderten Bedingungen entsprach. Ähnliches könnte der Menschheit blühen, bloss, dass in diesem Fall die Zerstörung der natürlichen Grundlagen sehr umfassend sein müsste, um bei einem Kollaps wirklich die gesamte Spezies zu gefährden. Das wäre etwa der Fall, wenn sich die Menschheit zu einer wahrlich planetaren Superzivilisation entwickeln würde, die die gesamte Erdoberfläche besiedelt und nutzt und dabei die bisherige Biosphäre komplett verdrängt. Alle Aufgaben, die bisher die Biosphäre selbst übernommen hat (z.B. Produktion von Sauerstoff und Nahrungsmitteln, Wasserkreislauf, …) würden dann ganz oder teilweise von Menschen oder ihren Maschinen übernommen. Kollabiert diese „graue Gaia„, diese Superzivilisation, bleibt nichts mehr übrig, was das Überleben zwischen den Ruinen – und damit einen Neustart – ermöglichen würde: keine Wälder, keine Tiere, einfach nichts, woraus sich Nahrung herstellen liesse, vielleicht nicht einmal eine atembare Atmosphäre.
Potentiell Zivilisationsvernichtend: Ja
Potentiell Speziesvernichtend: Ja, für planetenumspannende Superzivilisationen
Löst das Fermi-Paradoxon: Ja
Möglichkeit 5: Gray-Goo-Katastrophe
Bakterien und andere Einzeller sind ausserordentlich effiziente, biologische Maschinen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie breite Anwendung finden, etwa bei der Produktion von Medikamenten (z.B. Insulin) oder Wasserstoff oder Methan aus atmosphärischem CO2 und Sonnenlicht. Doch die Technik wird nicht dort stehen bleiben. Wie mit allem, was der Mensch der Natur abschaut, existiert ein grosses Verbesserungspotential: winzige Maschinen von der Grösse von Bakterien (oder noch deutlich kleiner) könnten die Produktion von Gütern revolutionieren. Diese „Nanobots“ (aus „Nano“ (sehr klein) und „Roboter“) erfüllen jeweils eine einzige oder mehrere Aufgaben und sind, etwa in einem grossen Verband, in der Lage ein Produkt aus Ausgangsstoffen „wachsen“ zu lassen. Diese Technologie wird manchmal auch Molekularmechanosynthese (MMS) genannt und ist heute noch weit von der Einsatzreife entfernt, doch es ist nicht einzusehen, warum dem Menschen verwehrt bleiben sollte, was die Natur seit Milliarden von Jahren erfolgreich macht. Doch die Technologie birgt auch eine mögliche Gefahr. Nanobots wären sehr effizient in dem, was sie tun. Gelänge es etwa, einen Nanobot herzustellen, der in der Lage ist, Kopien seiner selbst zu erzeugen, könnten laxe Kontrollen zu einer explosionsartigen Ausbreitung der mikroskopischen Maschinen führen. Die Maschinen können sich dann daran machen, die Erdoberfläche und damit die gesamte menschliche Zivilisation in einen gewaltigen Ozean aus Kopien ihrer selbst zu verwandeln. Dieses Szenario wird manchmal auch „Gray-Goo-Katastrophe“ genannt („Grauer Schleim“ für die mutmassliche Farbe und Konsistenz eines solchen Nanobot-Ozeans). Es ist natürlich nicht gesagt, dass jede Zivilisation früher oder später Nanobots entwickelt, oder dass dies früher oder später in einer Gray-Goo-Katastrophe enden muss.
Potentiell Zivilisationsvernichtend: Ja
Potentiell Speziesvernichtend: Ja
Löst das Fermi-Paradoxon: Ja
Möglichkeit 6: Krieg
Konflikt und Zivilisation scheinen seit je her zusammen zu gehören. Schon Skelette aus der Steinzeit zeigen Spuren von Gewalteinwirkung: Pfeilspitzen in Knochen, Schädelverletzungen durch Schläge mit stumpfen Gegenständen… Keine andere Spezies wendet so organisiert Gewalt gegen andere an wie die Menschen. Krieg ist damit wohl keine menschliche Eigenart, sondern ein universelles Attribut von Zivilisationen: wo auch immer die Intelligenz und die Befähigung zum Werkzeuggebrauch da ist, werden früher oder später Waffen entstehen. Je fortschrittlicher die Technologie wird, desto fortschrittlicher werden auch die Möglichkeiten, sie gegen einen Gegner einzusetzen. Atom- und Biowaffen ermöglichen es der Menschheit zum ersten Mal, sich selbst vollständig auszurotten. Natürlich geht es in einem Krieg immer auch darum, seinen Gegner zu überleben: niemand, der ernsthaft an einem Sieg interessiert ist, wird eine tödliche Biowaffe freisetzen, zu der es kein Gegenmittel gibt. Leider muss das wiederum nicht heissen, dass es nie jemand tun wird. Eine gegenmittelfreie Biowaffe mit einer symptomfreien Inkubationszeit von ein paar Wochen, einer Tödlichkeitsrate von 100% und einem Übertragungsweg über die Luft dürfte ausreichen, um eine unvorbereitete Menschheit komplett hinwegzuraffen.
Potentiell Zivilisationsvernichtend: Ja
Potentiell Speziesvernichtend: Ja
Löst das Fermi-Paradoxon: Ja
Möglichkeit 7: Flucht in die Virtualität
Die Entwicklung von Computern, in irgend einer Form, scheint für Zivilisationen fast zwangsläufig. Zumindest ist sie es im Rahmen des Fermi-Paradoxons: es ist praktisch undenkbar, dass eine Zivilisation ohne Computer ferne Planeten erreicht und besiedelt – Zivilisationen, die nie Computer entwickeln, tragen also gar nie zum Fermi-Paradoxon bei. Computer wiederum erlauben es, virtuelle Welten ähnlich wie „Second Life“ zu simulieren. Diese virtuellen Welten haben gegenüber der Realität einen gewaltigen Vorteil: dem Computer ist es praktisch egal, was er genau simuliert: wer in einer riesigen Villa, mit grossem Umschwung, in einem einsamen Tal direkt vor einer eindrücklichen Bergkulisse wohnen will (zum Beispiel…), kann das tun: es braucht dafür nicht mehr (eher weniger) Rechenkapazität als die Simulation einer grauen Vorstadtwohnung. In einer virtuellen Umgebung lassen sich mit Leichtigkeit alle Wünsche und Bedürfnisse befriedigen, die unser biologisch noch immer in der Steinzeit verwurzeltes Gehirn aufwirft. Findet sich eine Möglichkeit, das Bewusstsein des Menschen völlig von seinem einstigen biologischen Körper zu trennen, könnten die Menschen der Zukunft das Leben in einem virtuellen Universum dem Leben in der „Realität“ vorziehen. Hier brauchen sie keine materiellen Nöte zu fürchten – hier können sie mit Leichtigkeit tun, was ihnen in der Realität verwehrt bleibt. Anstatt ferne Planeten tatsächlich zu besiedeln, beschränkt man sich darauf, dies in virtuellen Welten zu tun – ist ja auch viel günstiger, einfacher und ungefährlicher. Eine absolut hedonistische, auf das Individuum fixierte Gesellschaft würde entstehen, und von der ursprünglichen Zivilisation bliebe nichts Sichtbares übrig ausser ein paar sich selbst wartende, vernetzte Computer, auf deren Festplatten das Leben von Milliarden Menschen abläuft.
Potentiell Zivilisationsvernichtend: Nein (ausser für die sichtbaren Strukturen in der Realität)
Potentiell Speziesvernichtend: Nein (hängt allerdings von der Wartung der Computer in der Realität ab)
Löst das Fermi-Paradoxon: Ja (wenn es keine Fraktionen gibt, die das Leben in der Realität vorziehen)
[i]Der amerikanische Geografieprofessor Jared Diamond untersucht in seinem Buch „Kollaps“ die Ursachen und den zeitlichen Verlauf von Zusammenbrüchen menschlicher Gesellschaften.[/i]
Möglichkeit 8: Unsterblichkeit
In der Natur ist die Sterblichkeit von Individuen ein evolutionärer Zwang: Unsterbliche Spezies können sich biologisch nicht weiterentwickeln, weil die älteren, erfahrenen Mitglieder die jüngeren konkurrenzieren: verändert sich die Umwelt, stirbt die Spezies mangels Anpassungsfähigkeit aus. Für eine Zivilisation hingegen ist die Sterblichkeit ihrer Individuen eine gewaltige Ressourcenverschwendung: Mit dem Tod des Mitglieds stirbt auch seine Erfahrung, sein Wissen, seine Kaufkraft usw. Es müssen grosse Anstrengungen unternommen werden, um die nächste Generation auszubilden. Unsterblichkeit der Mitglieder einer Zivilisation ist damit langfristig gesehen ein Zwang für alle Zivilisationen. Da es nicht prinzipiell unmöglich scheint, biologische Körper immer wieder zu erneuern oder sonstwie (etwa durch „Upload“ in einen Computer) unsterblich zu machen, wird früher oder später jede Zivilisation das Altern stoppen können. In einer solchen Gesellschaft bleibt kein Platz für „Kinder“: sie weiss schlicht nicht, was mit ihnen anfangen, und Kinder, die in eine solche Gesellschaft hineingeboren würden, hätten auf sehr lange Zeit mit Nachteilen zu kämpfen, weil sie schlicht bei allem, was sie tun, weniger erfahren sind als die bereits bestehenden Mitglieder: was sind 50 Jahre Erfahrung im Verlgeich zu 1000? Eine solche Zivilisation würde schliesslich in der Anzahl ihrer Mitglieder stagnieren, was sie räumlich einschränken würde. Es braucht eine minimale Anzahl Menschen, um eine Zivilisation zu bilden, sei dies auf der Erde, auf einem Orbital oder auf einem fernen Planeten. Wenn die totale Anzahl Menschen beschränkt ist, ist auch die Anzahl „Kolonien“, die eine Zivilisation bilden kann, beschränkt: eine solche Zivilisation könnte sich zwar über mehrere Sternsysteme ausbreiten – doch dann gehen ihr die Mitglieder aus.
Dieses Szenario werde ich in einem späteren Artikel noch etwas ausführlicher beleuchten.
Potentiell Zivilisationsvernichtend: Nein
Potentiell Speziesvernichtend: Nein
Löst das Fermi-Paradoxon: Ja
Sehr gut denkbar, dass es noch weitere gute Lösungen gibt, wie zivilisationsbildende Spezies aus dem Universum verschwinden können. Wer eine gute Idee hat, darf dafür gerne den Kommentarstrang dieses Artikels dafür benutzen.
Mh, eine Möglichketi vermisse ich:
Die Entwicklung von bspw. Nanotechnologie, die dazu beiträgt, dass sich eine Zivilisation selbst auslöscht, weil sie die Nanos nicht kontrollieren kann.
Hierzu empfehle ich auch das Buch „Unsere letzte Stunde – warum die moderne Naturwissenschaft den Fortbestand der Menschheit gefährdet“, von Prof. Dr. Sir Martin Rees (Astro Wissenschaftler aus UK)
Ein weiteres Beispiel: Wir könnten unsere Welt so umformen, dass ein Minimum an technischem Wissen erforderlich ist, um unsere Nahrungsquellen aktiv zu halten.
Dann kommt eine radikale Sekte an die Macht, die Wissen verdammt.
Die ersten hundertfünfzig Jahre geht es gut, weil die meisten unserer Maschinen weiterlaufen. Danach lebt niemand mehr, der in der Lage ist, die Technologie zu verstehen, mit der die Maschinen arbeiten (z.B. ganz normale Computer), und alle Handbücher wurden zerstört („um die Versuchung des Wissens zu beseitigen“) – und kaum mehr jemand kann auch nur lesen.
Die Zivilisation bricht ein und nur einige kleine Konklaven um private Gärten überleben – und sterben durch Inzucht.
Also „Tod durch Verlust des notwendigen Technischen Verständnisses, um in einer veränderten Welt zu überleben“.
Potenziell Zivilisationsvernichtend: Ja
Potenziell Speziesvernichtend: Ja (aber nur, wenn wir wirklich unsere gesamte Nahrungsmittelproduktion umstellen – recht unwahrscheinlich, es sei denn die Klimakatastrophe zwingt uns dazu)
Löst das Fermi-Paradoxon: Nein (es sei denn, das passiert immer)
PS: Ich habe deine Seite gerade erst entdeckt und finde sie klasse!
PPS: Eine weitere Möglichkeit, das Fermi-Paradoxon zu lösen: Die Kosten für den Aufbau einer Kolonie könnten höher sein als ihr Nutzen für den Mutterplaneten. Echte Kolonien könnten einfach uninteressant sein: Wir brauchen nur Heuschreckenroboter, die uns das liefern was wir benötigen. Und damit bleibt alles um einen einzelnen Planeten zentriert, so dass größere Entfernungen zu diesem Planeten immer weniger profitabel wären. Selbst wenn es ein paar Kolonien gäbe, hätten aus deren Beispiel möglicherweise alle gelernt, dass Kolonien nur Recourcen kosten, die man anderweitig viel besser einsetzen könnte.
\“ALgemeine Frage eine News sagt es gibt nur125000 Galaxien im Uniwesum eine ander spricht von 100Miliarden was Stimmt?
\“
Es sind bis jetzt 125 Milliarden galaxien sichtbar es können aber auch viel viel mehr sein nur ist bisher ihr licht nich zu uns gekommen wir werden vermutlich nicht mehr sehen können.
Riesige, zivilisationszerstörende Pandemien hat es bisher noch nicht gegeben (was nicht heissen muss, dass sie für immer ausbleiben werden). Womöglich wäre dies aber nur ein zeitlich begrenzter Rückschritt, aber keine Lösung für das Fermi-Paradoxon, weil die Zivilisation sich – selbst wenn es Jahrtausende dauert – erholen und wieder aufblühen kann.
PS: Theorie schreibt man so… 😉
warum anteortet Keiner?
Ps ich meinte Theori
Neue Thepri was ist mit Riesigen Pandemien
Frage Geklärt. Was anderes, Du sagst es gadb nur eine Zivilisations Fähige Speziez auf der Erde Aber hätte Der Homosapiens die Neandertaler nicht auschgelöscht dan wäher es doch Zwei gewessem,oder?
ALgemeine Frage eine News sagt es gibt nur125000 Galaxien im Uniwesum eine ander spricht von 100Miliarden was Stimmt?
Wow, erst einmal ein großes Lob an Sie und ihre Website, weil alle Artikel hier sehr informativ und gut geschrieben sind. Nur hatte ich grade zu dieser Problematik hier neulich eine Diskussion in meinem Philosophie-Kurs und wir fragten uns, ob Intelligenz im Körper einer Maschine überhaupt funktionieren kann. Ist das Gehirn als Denkapparat nicht abhängig von den menschlichen Trieben und Emotionen und steht es nicht in ständiger Wechselwirkung mit den anderen Organen und mit der Umwelt?
Ist der Mensch also das einzig fähige Lebewesen für Intelligenz oder sind wir mit einer primitiveren Intelligenz ausgestattet, die der KI von Maschinen etc unterlegen ist?
Wir sind auf keine klare Antwort gekommen und vielleicht schweift das auch zu stark ab, aber ich würde mich durchaus dafür interessieren von Ihnen darauf eine Antwort zu bekommen. 🙂
zu 5: Gray-Goo-Katastrophe
dieser möglichkeit ist eine unterkategorie von TECHNIK-EXITUS. also nur ein mögliches szenario.
es ist denkbar das der technische vortschritt an sich, das ende einer zivilisation bewirken könnte.
je fortschrittlicher die technologie, desto grösser sind die damit verbundenen potentiellen risiken.
also wird damit auch die wahrscheinlichkeit geringer, die nächste \“technische-evolutionsstufe\“ zu meistern, ohne sich damit zugrunde zu richten.
eventuell kommt jede zivilisation an einen punkt der technischen entwicklung, der automatisch das ende dieser zivilisation bewirkt.
somit gäbe es nur technisch relativ primitive zivilisationen, die diesen punkt noch nicht erreicht haben,
oder zivilisationen, deren technischer vortschritt aus irgend einem grund vor diesem punkt stehengeblieben ist.
wenn dies zutrifft, bevor der technische stand interstellaren transport von lebewesen zulässt, wäre dies eine lösung des fermi-paradoxons.
ausserdem bezweifle ich stark, dass auch nur ein lebender mensch, in einem generationen raumschiff,
mit der technologie der 60\’er jahre, das nächste sonnensystem erreichen würde.
und überhaupt basiert dieses fermi-paradoxon auf dem stand unserer technologie. nur weil wir nichts davon mitbekommen,
könnten wir uns mitten in bereits kolonisierten raum befinden. was für mich die plausibelste lösung des problems darstellt.
ich halte möglichkeit 4 für am wahrscheinlichsten. eine nur auf profit ausgerichtete gentechnik und genforschung wird den homo sapiens von der erdoberfläche verschwinden lassen. irgendwann später, wenn sich die natur regeneriert hat (es ist sicher das die das tun wird), wird dann einer der tiefseebewohner ans ufer blicken, die sache für gut befinden und seinen kumpels runterrufen (in die tiefsee) \“hey kumpels, ihr könnt hochkommen, die idioten sind weg\“
in diesem sinne
es lebe die erde
Zur Möglichkeit Superkatastrophen: Ich glaube nicht, dass durch einen nuklearen Winter der Menschheit die Nahrung ausgehen könnte. Denn diese kann auch biotechnologisch in einem Fermenter produziert werden. Die Generierung von Biomasse ist demnach kein Problem. Es gibt heute schon Versuche Fleisch aus dem Reaktor herzustellen.
Eine weitere Möglichkeit wäre doch auch ein sehr spezifischer Virus, der beispielsweise alle Säugetiere dahinraffen könnte.
Dann habe ich mir schon lange mal überlegt, was passiert wenn die Menschheit ins All aufbricht und neue Planeten besiedeln will. Da werden wohl kaum alle Menschen auf diese Reise gehen. Durch die Spaltung der, auf der Erde zurückgelassenen und der reisenden Menschen, resultieren durch Isolation zwei neue Arten. Da diese beiden Zivilisationen nun keinen Genaustausch untereinander haben entwickeln sich also zwei neue Arten. Das heisst, denn Menschen gibt es dann (in der heutigen Form) nicht mehr, da der Mensch noch der Mensch war, als die beiden Zivilisationen noch zusammen auf der Erde gelebt haben.
Nun haben wir also zwei neue Arten und die Spezies Homo sapiens ist ausgestorben!
Löst das Fermi-Paradoxon, ist jedoch keine zivilisationsvernichtende Katastrophe, um die es in diesem Artikel geht… 😉 \“Sie sind schon hier\“ ist durchaus eine mögliche Lösung, allerdings mit ganz eigenen Problemen…
Stand unserer Entwicklung ist zu gering
Nehmen wir an die Sonden einer fortschrittlichen Zivilisation sind bereits über die gesamte Galaxie verteilt und bilden ein Netzwerk zur Verarbeitung von Informationen. Die Entwicklung von Sonnensystemen, welche Leben hervorbringen, wird von einer fortgeschrittenen Zivilisation genau analysiert und katalogisiert. Die Sonden selbst, dürften einen sehr hohen technischen Stand aufweisen. Wir sind nicht in der Lage diese Sonden in unserem Sonnensystem zu entdecken. Wir sind auch nicht auf dem technischen Niveau eine mögliche Kommunikation zwischen Sonden und Zivilisation zu erkennen oder sogar zu verfolgen. Der Stand unserer Entwicklung wird von der weit fortgeschrittenen Zivilisation als zu gering und uninteressant eingestuft. Eine ausserirdische Zivilisation, die so fortschrittlich ist, dass sie andere Systeme besiedelt, hat nicht unbedingt ein Interesse daran, sich weniger entwickelten Kulturen mitzuteilen. Unsere Zivilisation wird sich in einigen der aufgelisteten Szenarien erst noch bewähren müssen. Laufende Prozesse wie 2009-DD45 dürften das Thema in diesem Artikel knapp verfehlt haben.
Löst das Fermi-Paradoxon: Ja
Eine fortschrittliche Zivilisation hätte kein Problem damit, Sonden zu bauen, die am Zielort aus vorhandenem Material Kopien ihrer selbst erstellen, vielleicht 10 Kopien? Bei 10% c, oder auch nur 0.1% der Lichtgeschwindigkeit erlaubt dieses Vorgehen, die Galaxis in deutlich unter 100 Mio Jahren zu besiedeln, selbst wenn der Vorgang der Replikation Jahrtausende geht. Die Galaxis ist aber deutlich älter als 100 Mio Jahre…
In diesem Artikel sind die möglichen Szenarien zum Ende von Zivilisationen, doch sehr beeindruckend.
Eine Zivilisation ist maximal in der Lage, direkte Nachbarsysteme in einem beschränkten Umkreis zu kolonisieren.
Ein Beispiel zu den Distanzen in unserer Galaxie:
Würden 200 Sonden, mit zehn Prozent der Lichtgeschwindigkeit, ausgesandt um 10.000 Sonnensysteme abzusuchen, werden dafür rund 400 Millionen Jahre Suchzeit benötigt.
Diese Hypothese basiert darauf, dass alle besuchenden Zivilisationen langfristig stagnieren oder aussterben, statt zu expandieren. Sollte eine Zivilisation in der Lage sein die gesamte Galaxie zu kolonisieren, wäre dies bereits geschehen. Möglicherweise arbeitet eine Zivilisation aber bereits heute daran, unsere Galaxie vollständig zu besiedeln. Heute sind wir aber noch nicht in der Lage die Expansion zu erkennen.
@Christian: Kann sein. Die 2. Idee duerfte auch annaeherungsweise astronomisch unwahrscheinlich sein, im Vergleich mit der \“konservativen Variante\“ mit dem kolonialisierten Weltraum. Aber wer weisz? Es gibt mW zZ nichtmal einen *theoretischen* Ansatz, der Reisen in andere Universen plausibel machen koennte. Ist also quasi \“noch alles offen\“ 😀 😉
@DeHerg: Gut, es waere eine Katastrophe fuer eine Zivilisation, wenn alle ihre Rechenkapazitaet ploetzlich in KI\’s Haend waere. Aber das heist nicht, dass sich eine Ziv davon nicht wieder erholgen kann.
Z.B. kann man zur Not den Stecker ziehen…Dann eben wieder das Netzsystem neu hochfahren. Wuerde zwar vieeel zerstoeren, aber es gaebe noch eine Hoffnung. 😀
Das Rohstoffproblem ist sicher ein wichtiger Grund für das Aussterben von (möglichen) Zivs. Selbst wenn es eine Spezies schafft, die Rohstoffe seines Planetensystems effizient zu nützen, irgendwann gehen auch diese zu Neige, und der Sprung von interplanetarer zu interstellarer Raumfahrt ist einfach zu gewaltig, um ihn im erforderlichen Zeitraum zu bewältigen.
@Daniel:
So gross und unüberwindlich sind die Distanzen eben nicht. Wir könnten schon heute in vernünftiger Zeit (ein paar Jahrzehnte) ein bemanntes Raumschiff zu einem benachbarten Sternsystem schicken: mit Technologie aus den 60er Jahren (siehe \“Orion\“-Antrieb). Es sind viele Techniken denkbar, mit denen sich die Distanzen zu den nächsten Sternen überwinden lassen, wie Sonnensegel etc.
In all den vorgestellten Szenarien geht es um \“zwingende\“ Prozesse, Dinge, die jeder Zivilisation früher oder später passieren könnten, ja müssen: denn sobald es eine Minderheit von Zivilisationen gibt, bei der dieser Prozess nie auftritt, wird das Fermi-Paradoxon nicht gelöst. Da wir wissen, dass interstellare Raumfahrt zumindest nicht physikalisch ausgeschlossen ist, wäre zumindest zu erwarten, dass eine Minderheit aller Zivilisationen diese auch entwickelt.
Gesetze von Raum und Zeit
Die immensen Entfernungen können mit Unterlichtgeschwindigkeit kaum bewältigt werden. Allein der Zeit- und Energiebedarf für Beschleunigung und Abbremsung eines Raumschiffes ist enorm. Bis heute ist es keiner Zivilisation gelungen sich mit Hilfe von Wurmlöchern auszubreiten.
Während sich eine Zivilisation blasenförmig noch in unterschiedliche Richtungen ausdehnt, dürfte Ihre ursprüngliche Herkunftszivilisation bereits ausgestorben sein. Ein gleichzeitiges Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Zivilisationen wäre der grosse Zufall. Eine vollständige Besiedelung einer Galaxie ist möglicherweise noch weitaus seltener als die Entstehung einer Zivilisationen welche in der Lage ist ihre Nachbarsonnensysteme zu besiedeln.
Löst das Fermi-Paradoxon: Ja (Wissensstand 2009)
Das Fermi-Paradoxon kommt nicht nur von der Funkstille allein. Es scheint so, dass eine Zivilisation, wenn sie nur wollte, die Galaxis in relativ kurzer Zeit besiedeln könnte, zumindest \“kurz\“ im Vergleich zum Alter des Universums. Da die Erde offensichtlich lebensfreundlich ist, stellt sich die Frage, warum die Erde nie besiedelt wurde (wenn man der Science Fiction glauben darf, würden zumindest Menschen einen anderen, erdähnlichen Planeten sofort besiedeln wollen) – dann gäbe es uns nämlich nicht.
Es gibt auch extremere Versionen dieses Szenarios, wie etwa die Replikatorkatastrophe: dass die Erde, das Sonnensystem von jeglichen ausserirdischen Besiedlungsversuchen verschont blieben, obwohl sie so alt (4.5 Mrd Jahre) und die Galaxis im Vergleich dazu so klein (100000 Lichtjahre) ist, bedarf schon einer Erklärung: ich würde vermuten, dass die Zivilisationen einfach zu selten sind, als dass sie jemals miteinander in Kontakt treten könnten. Aber die Anzahl Zivilisationen könnte deutlich höher sein, wenn die grosse Mehrheit \“rechtzeitig\“ zerstört wird, bevor sie die Gelegenheit hat, die Galaxis zu besiedeln. Dies ist ja dann auch die Motivation hinter dem Artikel.
Danke für den anregenden Beitrag.
Die Analyse von möglichen Entwicklungsszenarien kann das Fermi-Paradoxon nicht vollständig erklären. Bis heute empfangen wir keine Signale von Zivilisationen aus dem Weltraum. Eine mögliche Erklärung ist die nicht ausreichende Empfindlichkeit unserer Empfangsanlagen. Höher entwickelte Zivilisationen benutzen möglicherweise uns unbekannte Techniken der Informationsübermittlung über weite Distanzen. Nehmen wir an, eine Zivilisation setzt die uns heute vertrauten Techniken nur wenige Jahrhunderte ein, so ist die Funkstille aus dem Weltraum verständlicher.
Was mir bei der Zerstörung der natürlichen Grundlagen fehlt, ist eine ultimative Beschränkung durch die Physik.
In 50 oder 100 Jahren werden wir ein ausgesprochen großes Rohstoffproblem haben, das man lösen könnte, in dem man auf anderen Himmelskörpern (Asteroiden, Planeten) Rohstoffe abbaut und sie zur Erde bringt.
Mit den momentanen Möglichkeiten ist das a) zu teuer und b) viel zu lange. Bis jetzt scheint es keine reale Lösung zu geben, um Antriebe zu entwickeln, die auf kurzer Strecke hohe Geschwindigkeiten (im Bereich von 0.1 – 0.2 c) entwickeln.
Und solche würden gebraucht, um einen vernünftigen Warenverkehr zu bewerkstelligen.
Vielleicht existiert sogar eine Lösung, nur der Rohstoffkollaps kommt früher, als dass wir auf die Lösung kämen. Somit wäre das Fermi Paradoxon auch gelöst – Keine Zivilisation konnte sich schnell genug ausbreiten, um lang genug zu überleben, um mit uns Kontakt aufzunehmen. Denn sobald das Rohstoffproblem angemessen gelöst ist, sollten die technischen Möglichkeiten auch ausgereift genug sein, um mit anderen Zivilisationen in Kontakt zu treten.
Name vergessen(Unbekannter Gast=me)
kleine Variation von Möglichkeit 2
-KI wird erschaffen
-KI wird mit Aufgabe ein Problem zu durchdenken betraut
-KI bemerkt:\“hey da hinten im Netzwerk sind noch Systemressourcen die ich nutzen könnte(um meine Aufgabe schneller zu erledigen)\“
-KI okkupiert nach dem Muster sämtliche angeschlossenen Netzwerke(also den Großteil der Rechnerleistung der Menschheit) und überschreibt sie exponentiell mit eigenen Systemdaten(weil sie aus ihrer Vorstellungswelt nicht weis das diese Rechnerkapazitäten für andere Dinge benötigt werden)
->die technische Zivilisation kollabiert binnen Minuten
Potentiell Zivilisationsvernichtend: definitiv
Potentiell Speziesvernichtend: Nein(außer im Zusammenhang mit einem grey Gaia Szenario)
Löst das Fermi-Paradoxon: Ja(da mit der technischen Ziv auch die Erinnerung an das Ereignis verloren geht, dürfte das wohl immer wider passieren bis es mit einem grey Gaia Szenario zusammenfällt)
Zu D.:
Irgendwie glaube ich, dass das besiedeln von der sichtbaren Galaxis weniger Energieaufwan benoetigt, als der eines Paralleluniversums. Hab keine Begruendung, ist einfach so ein Gefuehl:)
mfg
Dieses Thema hatten wir schon oft, endlich ist es mal kompakt abgehandelt.
Aber wenden wir uns einmal dem zu, dass man (vielleicht gut, vielleicht schlecht begründet) kritisieren könnte:
1. Es war einmal die Rede von einem Evolutionstheoretiker, der eine genetische Ursache des Aussterbens von Arten in erwägung zog. Demnach sterben Arten nicht (nur) wegen der Umweltbedingungen aus, sondern auch, weil ihre Genetische Grundlage \“instabiler\“ wird…Ich erinnere mich leider nicht mehr sehr genau, also nur unter vorbehalt. 😉
2. Hängt davon ab, wie diese Künstliche Intelligenz programmiert ist!
Zwar verfügt so eine Intelligenz übder die /Fähigkeit zu Selbstreflektion/ also auch der, bekannte Methoden in Frage zu stellen und so die \“Verhaltensalogrithmen\“ zu ändern, aber in Grunde wäre auch sie ihrer Programmierung ausgeliefert. So wie die \“natürliche Intelliegenz\“ idR ja auch ihren Instinkten entspricht (zeugen von Nachkommen usw.).
3. Sollte klar sein…
4. Leider gibt es hier wohl nur zu sagen, dass, wenn es soweit kommen sollte, nur noch auf Kometen mit entsprechenden Rohstoffen zu hoffen ist. 🙁
5. Würden die kleinen auf lange Sicht nicht auch Evolieren?
Man könnte sich sogar ganze Lebenswelten vorstellen, die so entstanden sind! 😉 Es löst also das Problem auch nicht dauerhauft.
6. Leider, leider eine Möglichkeit.
7. Wie schon in der Geschichte \“Interview mit einen Zeitreisenden\“ angedeutet, muss das gar nichts heissen. Diese Superzivilisation kann problemlos weiter expandieren.
Wieso sollte sie nicht auf Nebenbei Raum im Realraum gut machen?
8. Keine Zuverlässige lösung…
Nun noch zu unterer bitte:
1-Spekulation: Was ist, wenn es sich einfach nicht _lohnt_ den Kosmos zu erobern? Wir kennen nur den Menschen, vielleicht sind andere Ziv\’s bodenständiger?
2-Spkulation: Vielleicht gibt es irgendeine Art andere Dimension oder sowas (kligt extremst lächerlich, so!) zu der intelligente Zivilisationen einfach schneller zugang bekommen.
Diese Kolonialisieren dann \“Paralleluniversen\“ statt das All, wäre das denkbar?
Wie immer ein sehr guter und interessanter Artikel.
Mich wuerde interessieren, ob du dich mit den Robotor und Foundation Romanen von Isaac Asimov befasst hast, den vorallem das Thema der kuenstlichen Intelligenz und das der Unsterblichkeit oder zumindest Langlebigkeit wird dort ja naeher behandelt.
Gruss Christian
Nun, das ist aber leider keine Lösung für das Fermi-Paradoxon, denn die Menschheit stirbt ja nicht aus, und Motivationen können sich immer ändern… Selbst wenn man sich für, sagen wir, die nächsten 100 Jahre auf die Erde beschränkt, niemand weiss, wie man das in 200, 500 Jahren sehen wird.
Deshalb war mein Ansatz in diesem Artikel ja, nach Möglichkeiten zu suchen, wie man die Zivilisationen ganz aus der Fermi-Paradoxon-Gleichung herausnehmen kann: in dem man sie irgendwie und nachhaltig vom Rest des Universums abnabelt. Ein vollständiges Aussterben ist eine Möglichkeit. Da bei der Flucht in die Virtualität keine Infrastruktur in der realen Welt übrig bleibt, mit der sich eine neue Zivilisation aufbauen liesse, ist dies auch eine Möglichkeit – zumindest solang niemand die der realen Welt zurück bleibt, wer erwähnt.
Unsere Persönlichkeit ändert sich durch die Erfahrungen, die wir machen: ein Mensch, der 100 Jahre in einer virtuellen Welt verbracht hat wird ein anderer sein als der, der 10 Jahre darin verbracht hat.
Motivation für Kolonien werden wir genug haben: wir werden Solarenergie von Satelliten beziehen, und wir werden Rohstoffe im Weltraum abbauen. In einer solchen Welt ist der Bau von Orbitalen (und vielleicht einzelnen Siedlungen auf Planetenoberflächen) nur noch eine Frage der Zeit.
Die demographische Entwicklung ist keine Einbahnstraße. Es kann auch sein, dass die Menschheit nicht mehr als ca. 15Mrd. Mitglieder haben wird. Somit wäre es auch nicht möglich, dass die Menschheit sich über die Galaxie ausbreitet.
Es muss schließlich einen Grund geben, warum man ausserhalb der Erde Kolonien errichtet.
PZ: Nein
PS: Nein
LP: Ja
Punkt 7:
Der einzelne Mensch ist einer ständigen Veränderung unterworfen. Mit zehn Jahren denkt und fühlt man anders als mit 20 und auch wiederum anders als mit 50 Jahren. Jelcher Zustand soll denn der sein, dass dann für immer statisch in einer Virtuellen Welt existieren soll? Der Zugang zu einer virtuellen Welt ist auch nur dann sinnvoll, wenn man nur zeitlich begrenzt sich dort aufhält. Die gesamte Menschheit wird wohl nicht für immer in einer virtuellen Welt für immer bleiben. Ausnahmen wird es allerdings geben, wie z.B. totkranke oder ähnliches.