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ERSTER AKT
Gaudenzio, der Wirt des Café Momus, versucht vergeblich, seine Gäste, die nie bezahlen wollen und dazu allerlei Unfug anstellen, hinauszuweisen. Auch an diesem Tag haben sie, nachdem gespeist, getrunken und gesungen wurde, kein Geld. Es kommt zwischen ihnen und dem Wirt, der das Küchenpersonal zu Hilfe ruft, zu einem mehr drolligen als ernsten Kampf, der durch Barbemuche, der die Zeche übernimmt, beendet wird.
ZWEITER AKT
Musettes Liebhaber hat sie verlassen und weigert sich, weiter für sie zu bezahlen; ihre Wohnungseinrichtung wird gepfändet und auf den Hof hinuntergetragen. Danach kommt Musette nach Haus. Weil sie Gäste erwartet, empfängt sie diese auf dem Hof. Hier feiern die Künstler ein Fest. Die dadurch aus dem Schlaf aufgeschreckten Hausbewohner verbitten sich vergeblich den Lärm. Schliesslich kommt es zwischen beiden Parteien zu einer Schlägerei.
DRITTER AKT
Musette, die wieder in Marcels Mansarde lebt, kann den Hunger und die Entbehrungen nicht länger ertragen und will fliehen. Da kehrt Mimi, die sich während der Festlichkeit auf dem Hof von Graf Paul entführen liess, aus Sehnsucht zu Rudolf zurück. Musette versucht vergeblich, Mimi zu bewegen,
zu Paul zurückzukehren. Schliesslich weisen Marcel und Rudolf beide hinaus.
VIERTER AKT
Am Weihnachtsabend kommt Mimi todkrank in Rudolfs Mansarde zurück. Musette, die zufällig auch anwesend ist, opfert ihren Schmuck, um Feuer zu machen und Arzneimittel und den Doktor holen zu können. Während die Weihnachtsglocken läuten, stirbt Mimi.