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In Höhe des Handgelenkes spannt sich zwischen Daumen- und Kleinfingerballen ein breites Band aus. Dieses Band ist das Dach eines Kanals (Karpaltunnel), der u. a. einen wichtigen Handnerven – den Nervus medianus – enthält. Bei dieser Erkrankung, dem sogenannten Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist dieser Kanal zu eng und es wird auf den Nerven Druck ausgeübt. Frauen sind etwa dreimal häufiger davon betroffen als Männer.
Retinakulumspaltung
In örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) und nach Anlegen einer Blutsperre wird die Haut über dem Ringband eingeschnitten; dann wird das Ringband unter Schonung der parallel zur Sehnenscheide verlaufenden Blutgefässe und Nerven dargestellt und über der Sehne vollständig durchtrennt. Jetzt wird die freie Gleitfähigkeit der Sehne überprüft,und die Haut wieder zugenäht. Die Finger sind nach Abklingen der Anästhesie wieder frei beweglich.