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Auf den ersten 30, 40 Seiten dachte ich noch:"Dieses Buch ist aber merkwürdig unbeholfen geschrieben! Will ich das wirklich weiter lesen?" Gut, daß ich es nicht weg gelegt habe! Ab Seite 110 nimmt die Geschichte "Fahrt" auf und bis zum Schluß wird sie geschmeidiger und sehr spannend. Als mir klar wird, was Yoshimoto hier erzählt, bleibt mir fast die Luft weg! Ein Mann, der eine seltsame Melancholie, Traurigkeit ausstrahlt und eine Frau, die Malerin ist, Mauern im Land bemalt, optimistisch an's Leben rangeht, treffen aufeinander. Sie fangen sehr behutsam eine Beziehung an und besuchen seine Freunde am See. Welche kollektiven Verletzungen haben die Menschen in Japan bereits 1995 bis 2005 (Erscheinungsjahr des Originals) zugefügt bekommen??! Ein erstaunliches Buch! Lesen Sie vielleicht auch noch einmal von Murakami, Untergrundkrieg (besonders die S.249 bis S.268) und die Bände 1Q84, um diesen Text würdigen zu können.
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