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S&P Asphaltbewehrungen
Armierung von Asphaltbelägen mit Carbon- und Glasfasern
Aufgrund von teils massiven Schäden an der ca. 40 Jahre alten Zementsteineinfassung des Kamins wurde nach einer Instandstellungsmöglichkeit gesucht.
Die Ummantelung des alten Kamins wurde mit Schamott-, Klinkersteinen sowie Zementsteinen erstellt. Die mit einem Feinbeton vergossenen Zementhohlsteine wurden mit einer Vertikal- und einer Ringarmierung bewehrt. Die Untersuchungen wurden aufgrund von massiven Rissbildungen, Auswölbungen und Abplatzungen am Zementstein angeordnet. Durch das Ingenieurbüro ist ein Instandstellungsprojekt und eine statische Beurteilung ausgearbeitet worden, wobei die Firma S&P Clever Reinforcement AG zur Lösungsfindung beigezogen wurde. Zur Erarbeitung eines Instandsetzungsprojektes und zur statischen Beurteilung verlangte der Bauherr eine materialtechnologische Untersuchung des Kamins.
Durch ein geprüftes Institut wurden Probekörper entnommen, welche auf Druckfestigkeit, Sulfatgehalt sowie Messungen bezüglich Bewehrungsüberdeckung geprüft wurden. Die Probekörper sind in Höhen zwischen 10 und 32 m ab OK Terrain entnommen worden, also dort, wo die auffälligsten Schäden zu erkennen waren. Bei den visuellen Aufnahmen konnte festgestellt werden, dass bei der Ummauerung des Kamins unterschiedliche Steinformate eingesetzt wurden. Vom Sockel bis ca. 13 m ab OK Terrain wurde ein Zementhohlstein verbaut, von 13 bis ca. 19,5 m ab OK Terrain wurde ein Zementstein verwendet und ab 19,5 m bis unterhalb des Betonkranzes wurde ein Kalksandstein eingesetzt. Die Lagerfugen des Mauerwerks sind zwischen 28 und 30 mm dick. Der Verbund zwischen dem Fugenmörtel und den Mauersteinen ist meist leicht angerissen, die Risse weisen Breiten von 0,1 bis 0,5 mm auf. Auch wurde bei den Untersuchungen festgestellt, dass zwischen dem inneren Klinkersteinmauerwerk und dem Zementsteinmauerwerk ein Hohlraum vorhanden ist. Zudem ist auf der Aussenseite des Klinkersteinmauerwerks eine ca. 30 mm dicke Mineralsteinwolle vorhanden. Der Hohlraum zwischen Klinkersteinmauerwerk und Innenseite des Zementsteinmauerwerks beträgt zwischen 63 und 86 cm. Die erkannten Risse im Mauerwerk verlaufen meist unorientiert entlang der Fugen, aber auch quer durch die mit einem Feinbeton verfülllten Zementhohlsteine. Die freigelegten Bewehrungsstäbe haben einen Korrosionsgrad KG 3–4 mit Querschnittverlusten von bis zu 60 %. Zusätzlich sind die Bewehrungsstäbe teilweise gerissen. Die Druckfestigkeiten an den verschiedenen Materialien fielen mit 40 N/mm2 bis 69 N/mm2 unerwartet hoch aus.
Nach der genauen Prüfung von diversen Instandstellungsvarianten, hat sich das Gremium für die Sanierung mit dem S&P ARMO–System entschieden.
Das S&P ARMO–System kombiniert einen speziellen Spritzmörtel mit einem leichten Bewehrungsnetz aus Kohlefasern und wird für statische und seismische Verstärkungen mit minimalem Querschnitt eingesetzt. Die gegen Korrosion beständige Bewehrung erlaubt eine minimale Überdeckung. Die Beschichtung des S&P ARMO-mesh® mit amorphem Silica intensiviert in Kombination mit der Reaktivkomponente im S&P ARMO-crete® den Verbund bzw. die Verankerung. Dadurch ist eine intensive Haftung zwischen der Bewehrung und dem Spritzmörtel S&P ARMO-crete® gewährleistet. Mit der eigens entwickelten Misch- und Pumpanlage, welche direkt ab dem Materialsilo beschickt wird, konnte der Baustellenablauf wirtschaftlich und leistungsmässig optimiert werden. Das Material wurde dann direkt ab Silo in die Arbeitshöhe von ca. 40 m gefördert und konnte so problemlos im Nassspritzverfahren aufgebracht werden.
Informationen über die Projektausführung finden Sie in der Fallstudie!
ca. 20 t S&P ARMO-crete® w RQ sowie 400 m2 S&P ARMO-mesh® 500/500