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Technischer Bericht NTB 85-49
Probenahmen und chemische Analysen von Grundwässern aus den Sondierbohrungen
Im Rahmen des geologischen Untersuchungsprogramms Nordschweiz der Nagra wurden in den Sondierbohrungen Böttstein, Weiach, Riniken, Schafisheim, Kaisten und Leuggern zahlreiche Wasserproben zur Abklärung von Chemismus und Verweilzeit der Tiefengrundwässer entnommen.
Der vorliegende Bericht enthält eine Zusammenstellung der hydrochemischen Daten, Kommentare zu den einzelnen Wasserprobenentnahmen und die Bewertung der Probenqualität hinsichtlich Beimischung von Spülflüssigkeit.
Die Proben stammen aus einzelnen Testintervallen in den Sedimenten und im Kristallin. Sie wurden nach dem Entfernen der Spülung – Tonspülung, Wasser, deionisiertes Wasser – (Reinigungsphase) an der Oberfläche oder mit Druckbehältern in der Tiefe entnommen.
Zur quantitativen Bestimmung des Spülungsanteils in den Proben (Kontamination) wurden die den Spülungen beigemischten Markierungsstoffe (Uranin, m-TFMBA) und der Tritium-Gehalt verwendet. Im Hinblick auf die weiteren geochemischen Modellierungen wurden die Proben in Abhängigkeit vom Einfluss der Kontamination auf die Analysenergebnisse beurteilt.
Insgesamt wurden 68 Wasserprobenentnahmen in 53 verschiedenen Intervallen durchgeführt:
- 27 Wasserprobenentnahmen wiesen problemlose Reinigungsphasen auf. Die Proben wurden mit vernachlässigbarer Kontamination entnommen.
- 23 Wasserprobenentnahmen wurden unter schwierigen Bedingungen durchgeführt, so dass die Analysen wegen Umläufigkeiten, unsicherer Herkunft, ungenauem Kontaminationsanteil, Anwesenheit von Zement, eventuellen Spuren von Salzspülung usw. nur mit Vorsicht oder nach Datenaufbereitung berücksichtigt werden können.
- Die Analysenergebnisse von 18 Wasserprobenentnahmen werden, infolge bedeutender Spülungsanteile bzw. weil aus dem gleichen Intervall zuverlässigere Daten vorhanden sind, nicht berücksichtigt.