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Basel, um 1480
Lindenholz, geschnitzt, ursprünglich farbig gefasst
H. 96 cm
Inv. 1910.44.
Die Madonna mit der Mondsichel zu Füssen gilt als Werk derselben leistungsfähigen Basler Bildschnitzerwerkstatt, die 1504 den verschollenen Hochaltar der Predigerkirche lieferte. Ihr Standort vor der Erwerbung war zusammen mit zwei zugehörigen Figuren der Heiligen Barbara und Odilia der Altar der Kirche in Warmbach bei Rheinfelden. Das Jesuskind fehlt, die farbige Fassung wurde leider abgelaugt. Vater und Sohn Jos und Dominicus Guntersumer, denen die Figuren zugeschrieben werden, vertreten neben Heinrich Isenhut die bedeutendste der insgesamt 13 unterschiedenen spätgotischen Werkstätten in Basel zwischen 1450 und dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Madonna mit dem charakteristischen Gewandmotiv - wie von einem Windstoss wird der Mantel über dem rechten Knie aufgewirbelt - gilt als Frühwerk und hat in der Madonna aus Hellikon (ebenfalls im Historischen Museum) eine enge Entsprechung.