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Auch wenn der Mai der bislang einträglichste Monat für Obama im Kampf um die Wiederwahl war, konnte sein Widersacher ihn damit bei den Spendengeldern erstmals übertrumpfen - ein weiteres Zeichen dafür, dass 2012 der teuerste Präsidentschaftswahlkampf in der US-Geschichte werden dürfte.
Romney hat seit Ende Mai die nötigen Delegiertenstimmen in der Tasche, um beim Nominierungsparteitag der Republikaner Ende August offiziell zum Kandidaten gekürt zu werden. Umfragen sagen einen knappen Ausgang der Präsidentschaftswahl am 6. November voraus.
Finanzielle Feuerkraft der «Super-PACs»
Obama zieht den Angaben zufolge mehr Kleinspender an als Romney. Wie das Wahlkampfteam des Demokraten mitteilte, erhielt der Präsident rund 572'000 Spenden in Höhe von maximal 250 Dollar - was 98 Prozent seiner Zuwendungen entspricht. Romney erhielt dagegen im Mai die Unterstützung von 297'000 Kleinspendern, liegt dafür aber bei den grösseren Summen vorn.
Die von beiden Lagern veröffentlichten Summen berücksichtigen nicht die finanzielle Feuerkraft der «Super-PACs». Diese politischen Interessengruppen sind pro forma von den Kandidaten unabhängig und müssen sich deshalb nicht an die gesetzlichen Obergrenzen bei Wahlkampfspenden halten. Die finanzstarken Organisationen greifen mit TV- und Radiospots aber aktiv in den Wahlkampf ein.
Lobbygruppen Tür und Tor geöffnet?
Der Oberste Gerichtshof der USA hatte in einem umstrittenen Urteil im Jahr 2010 die unbegrenzten Spenden für «Super-PACs» erlaubt und dabei auf die Meinungsfreiheit verwiesen. Obama kritisierte das Urteil scharf, weil es dem Einfluss finanzstarker Lobbygruppen Tür und Tor öffne.
Im Februar teilte er dann aber mit, seine Kampagne ebenfalls teilweise über diese Spendenvereine zu finanzieren. Experten glauben, dass Romney stärker von den «Super-PACs» profitieren wird, da reiche konservative Geldgeber Millionen in diese politischen Interessengruppen stecken.
(tno/vst/sda)