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Mit einem Konzertticket vom 8. April 2022 erhalten Sie 50% Rabatt auf Ihre Eintrittskarte im Richard Wagner Museum.Museums-Webseite
Am 8. April spielen das Lucerne Festival Orchestra und Riccardo Chailly zur Eröffnung ihres neuen Frühjahrs-Festivals ein Programm mit Werken von Felix Mendelssohn und Richard Wagner. Eine explosive Kombination. Belastet wird sie durch Wagners verheerende antisemitische Schrift Das Judentum in der Musik, in der er den vier Jahre älteren Kollegen bezichtigte, mit seinen Werken nie eine «tiefe, Herz und Seele ergreifende Wirkung» erzielt zu haben. Als dieses Pamphlet im September 1850 herauskam, war Mendelssohn bereits seit drei Jahren tot, er konnte sich also nicht mehr wehren. Und auch nicht richtigstellen, dass Wagner ihn früher mit devoten Briefen um Protektion ersucht hatte. Wie sehr Wagner Mendelssohn in Wahrheit bewunderte, beweist dieses Konzert. Neben Felix Mendelssohns Fünfter und Dritter Sinfonie erklingen dabei Instrumentalsätze aus Richard Wagners Bühnenwerken Lohengrin und Parsifal.
Von 1866 bis 1872 lebte Richard Wagner im Tribschener Landhaus am Vierwaldstättersee. Die prächtig gelegene Villa beherbergt heute das Richard Wagner Museum Luzern. Anlässlich des Konzerts «Mendelssohn & Wagner» stellt uns das Museum spannende Objekte aus seiner Sammlung vor.
In seinem späten «Bühnenweihfestspiel» Parsifal zitiert Wagner mit dem Gralsthema das «Dresdner Amen», das Mendelssohn schon 50 Jahre früher in seiner Reformationssinfonie verwendet hatte.
Aus ebendiesem Parsifal hat das Richard Wagner Museum ein besonders überraschendes Objekt in seiner Sammlung: ein originales «Gralsbrot» von der Aufführung des Parsifal vom 20. August 1899 im Festspielhaus zu Bayreuth. Ob es noch essbar ist bzw. es jemals war ...?
Eingerahmt von den beiden Mendelssohn-Sinfonien, gelangt am 8. April das Vorspiel zum Dritten Aufzug von Wagners Romantischer Oper Lohengrin durch das Lucerne Festival Orchestra und Riccardo Chailly zur Aufführung.
Eine handschriftliche Skizze zu diesem Instrumentalstück liegt in der Sammlung des Richard Wagner Museums.