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Bis in die Mitte der 1980er-Jahre setzte sich das Institut für Verhaltenswissenschaften (IfV) aus zwei Professuren zusammen. Die eine Professur umfasste das Gebiet der Allgemeinen Psychologie und befasste sich primär mit den Gesetzmässigkeiten des Verhaltens und Erlebens. Erstmals besetzt worden war diese Professur durch den namhaften Psychologen C.G. Jung in den 1930er-Jahren. Die Nachfolge trat sein Schüler Carl A. Meier (1968-1975) an. Mit der Berufung von Karl Delhees 1977 wurde die Tradition Jungscher Psychologie an der ETH Zürich beendet. Bis zu seiner Emeritierung 1999 befasste sich Karl Delhees schwergewichtig mit Grundformen des sozialen Handelns (Gruppendynamik, soziale Kommunikation, Konflikte). Seit 2004 besetzt Manfred Schedlowski die Professur, deren Schwerpunkte nun in der Kombination von Psychologie und Verhaltensimmunbiologie liegen.
Die zweite Professur umfasste ursprünglich die Gebiete Didaktik und experimentelle Psychologie; sie wurde 1964 geschaffen und mit Hardi Fischer besetzt. Mit der Emeritierung Hardi Fischers 1987 wurde der Aufgabenbereich der Professur neu gestaltet und unter Übernahme der Pädagogik aus dem Bereich der Philosophie auf Erziehungswissenschaften ausgerichtet. 1988 übernahm Karl Frey die Professur, die 2004 in Professur für Verhaltenswissenschaft und Didaktik umbenannt wurde.
Die Lehre ist zentrales Angebot der beiden Professuren des IfV. Die Hauptaufgabe der Professur für Allgemeine Psychologie besteht darin, psychologische Kenntnisse und Methoden sowie deren historische und erkenntnistheoretische Voraussetzungen zu vermitteln. Die Professur für Erziehungswissenschaften bietet vor allem Unterrichts-Service-Leistungen für das Zusatzstudium "Didaktischer Ausweis" sowie für den Bereich Personalentwicklung aller Departemente an. Zudem veranstalten die zwei Professoren gemeinsam Forschungs- und Doktorandenkolloquien in Verhaltensforschung. Wichtiger Bestandteil des Unterrichtsbetriebs ist auch die Bereitstellung und Aktualisierung von Lern- und Lehrmaterialien. Die Forschungsperspektive haben sich in den letzten Jahren markant verschoben. Bis in die 1980er-Jahre standen die Untersuchung menschlicher Wahrnehmung und Arbeitsbedingungen im Zentrum. Gegenwärtig kommt der psychologischen und biologischen Regulation grosse Bedeutung zu. Die Interaktion von Psychologie und Physiologie, die Analyse der stofflichen Voraussetzungen psychischer Prozesse bildet das zukünftige Forschungsfeld des Instituts für Verhaltensforschung.

Karl Frey ist seit 1988 Professor für Erziehungswissenschaften. Seine Hauptaufgabe ist der Unterricht von Lehrpersonal sowie von Lehrpersonen. Forschung und Lehre basieren auf experimentellen und empirischen Studien aus den Verhaltenswissenschaften.

Manfred Schedlowski ist seit April 2004 Professor für Psychologie und Verhaltensimmunbiologie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Analyse der funktionellen Verbindungen zwischen Verhaltensprozessen (z. B. Stressreaktionen), Lernvorgängen oder Funktionen des Nerven-, Hormon- und Immunsystems.

Hans Zeier (wissenschaftlicher Adjunkt und seit 1983 Titularprofessor) leitete bis 2002 den Bereich Psychophysiologie am Institut für Verhaltenswissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte waren angewandte Psychophysiologie sowie psychophysiologische Stressbelastung in Lebens- und Arbeitssituationen.
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2005
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28.4.2005 |
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