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In einer Scherzfrage heisst es: «Wie viele Leitern braucht man, um von der Erde auf den Mond zu gelangen?» Die Antwort darauf lautet: «Eine, sie muss nur lang genug sein.» Nun, wir wollen nicht auf den Mond, sondern in den Himmel kommen. Gibt es denn da auch eine Leiter? Gegen Ende dieses Monats gedenkt die Kirche der heiligen Rosa von Lima. Sie gibt uns die Antwort: «Es gibt keine andere Leiter, um zum Himmel emporzusteigen, als das Kreuz».
Unser tägliches Kreuz besteht aus all den Verzichten und Opfern, die nötig sind, um den Willen Gottes zu tun. Es ist geformt aus all den kleinen Leiden, Widerwärtigkeiten und Gebrechen eines jeden Tages, begonnen bei der Mühe, aufzustehen, über die Geduld, die unsympathischen oder lästigen Menschen oder eine Krankheit zu ertragen und stets gütig, freundlich, barmherzig, liebenswürdig und hilfsbereit zu sein, bis zum Bemühen, sich für das Gebet genügend Zeit zu nehmen.
Jedes einzelne dieser kleinen Leiden ist eine Sprosse auf unserer Himmelsleiter. Es ist anstrengend, Sprosse für Sprosse zu erklimmen, aber so führt uns die Leiter un-seres Alltagskreuzes nach oben, unserem Ziel entgegen, dem Himmel. Die Muttergottes, die Engel und die Heiligen begleiten uns, damit wir auch mutig vorwärts- und aufwärtsgehen.