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Karten und Geografie in der Schule
Welche Fächer unterrichtet werden, ist gesetzlich geregelt. Im Wallis steht im Reglement von 1845, dass der Unterricht in Geografie empfehlenswert, aber nicht obligatorisch ist. Im Jahr 1849 wurde Geografie zu einem Pflichtfach, allerdings nur für die Oberstufe. Erst mit dem Gesetz von 1907 wurde die "Geografie des Wallis, der Schweiz und Begriffe der allgemeinen Geografie" zu einem Pflichtfach. Parallel zur Einführung des Geografieunterrichts hielt die Karte Einzug in die Walliser Schule und wurde nach und nach zu einem zentralen Hilfsmittel beim Erlernen dieses Fachs. Im Unterricht lernt man, sie zu lesen. Dies erfolgt über die Kenntnis der konventionellen Zeichen, die Vertrautheit mit dem Begriff des Massstabs sowie mit der Darstellung der Geländekonfiguration erfolgt. Letztendlich wurde der Gebrauch von Karten demokratisiert, so dass sie sogar in Kinderspielen vorkommen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Geografie mithilfe dieser Karte des Wallis mit Beschriftung in Französisch und Deutsch unterrichtet. Die Karte im Massstab 1:300 000, die in allen Schulen des Kantons auflag, diente als Grundlage für das Erlernen der verschiedenen Bezirke sowie ihrer Hauptorte und Wasserläufe. Schulkarten für Schülerinnen und Schüler müssen attraktiv sein. Die Farbwahl ist nicht zufällig, sondern wird sorgfältig erarbeitet, denn sie soll harmonisch wirken und die Schülerinnen und Schüler ansprechen. Ausserdem wird darauf geachtet, dass die Karte gut lesbar ist, daher ist eine detaillierte Legende enthalten. Da die Schulkarte jedoch eine sich rasch verändernde Landschaft widerspiegelt, muss sie regelmässig aktualisiert werden, um ein möglichst getreues Bild des Wallis zu zeigen. Orte wie Randonnaz, Cantine de Proz, Salanfe und Distelalp wurden im Vergleich zu früheren Ausgaben entfernt, da sie nicht mehr existieren.