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Die Schweizer Curlerinnen Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau waren mit der Bilanz von 8:4 Siegen in die K.o.-Spiele gekommen. Danach besiegten sie China in den Viertelfinals, Südkorea in den Halbfinals und schliesslich die von Anna Hasselborg angeführten Schwedinnen im hochstehenden Final.
Die Leistung des Schweizer Curlerinnen ist um so bemerkenswerter, als dass die Schwedinnen bis zum Final zwölf Partien in Folge gewannen.
Schwedinnen im Vorteil
Als Gewinnerinnen der Round Robin begannen die Schwedinnen den Final mit dem Vorteil des letzten Steins. Diesen nutzten sie fortan. Das Zweierhaus der Schweizerinnen im 4. End beantworteten sie umgehend mit einem Zweier.
Im 7. End glückte ihnen ein weiteres Zweierhaus, sodass sie erstmals um zwei Steine in Führung gingen. Die Schweizer Curlerinnen hatten ihrerseits eine Antwort parat und glichen aus. Schliesslich hatten sie im Zusatz-End den Steinvorteil. Alina Pätz war der riesigen Nervenprobe gewachsen und spielte den entscheidenden Draw in den innersten Kreis des Hauses.
Auf der vierten Position war Pätz in der ersten Spielhälfte um einige Prozentpunkte stärker als ihre direkte Gegenspielerin Anna Hasselborg. Danach jedoch steigerte sich die Schwedin auf Pätz’ sehr hohes Niveau. In einer absoluten Zahl: Alina Pätz brachte es auf der schwierigsten Position auf eine Erfolgsquote von 94 Prozent, wie sie üblicherweise nur von den besten Männern erreicht wird.
Siebter Titel für Schweizer Curlerinnen
Für das Schweizer Curling ist es der siebte Titel in den 1979 eingeführten Weltmeisterschaften der Frauen. Allein seit 2012 stellt die Schweiz nunmehr fünfmal das Weltmeister-Team. Die 39-jährige Zürcherin Silvana Tirinzoni war in ihren ersten drei WM-Teilnahmen (2006, 2007, 2013) leer ausgegangen. Ihre erste WM-Medaille ist nun also die goldene.
Die 29-jährige Alina Pätz, die in der laufenden Saison für die wichtige vierte Position zu Tirinzonis Formation stiess, wurde 2016 als Skip des Teams Baden Regio Weltmeisterin. Pätz war auch beim Schweizer WM-Triumph 2012 dabei – damals als Ersatzspielerin im Davoser Team von Mirjam Ott.