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Eckart Otto legt eine Werkgeschichte der über zehnjährigen Arbeit Max Webers an der Kulturgeschichte des Antiken Judentums vor. Er zeigt die enge Verflechtung dieser Studien nicht nur mit den Fachwissenschaften der Theologie und Judaistik, Jurisprudenz und Nationalökonomie, Geschichtswissenschaft und Philosophie, sondern auch mit den zeitgenössischen Diskussionen um die kulturhistorische Bedeutung des Judentums für den `Geist des Kapitalismus´ und die Chancen des Judentums auf Wahrung der Identität zwischen Assimilation und Zionismus. Eckart Otto zieht dazu umfangreiche, bislang unpublizierte Manuskripte aus Max Webers Nachlass heran, die es ermöglichen, die Entwicklung seiner Fragestellung in den religionssoziologischen Studien exakter zu erfassen.
"Wer eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Rechtssoziologie in ihrer formativen Phase bei Max Weber und Ernst Troeltsch sucht, wird die Studie mit Gewinn gebrauchen. Der Vf. hat im Vorfeld seiner Edition der entsprechenden Bände der Gesamtausgabe (.) mit grosser Umsicht und Sorgfalt die Komponenten im Gesamtwerk Webers untersucht, die sich auf das antike Judentum beziehen."C. Bultmann in ZAW 120 (2008), S. 154.