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Bei der Crestawaldbrücke in Sufers handelt es sich um eine zweigelenkige Bogenbrücke, die nach zwei Jahren Bauzeit 1959 fertiggestellt wurde. Die 124 Meter lange Autobahnbrücke überquert den Hinterrhein auf der N13. Sie hat eine Spannweite von 71.50 Meter.
Die Brücke wurde vom bekannten Brückenbauingenieur Professor Christian Menn erstellt. Es war seine erste Brücke und aus diesem Grund auch ein Stück Schweizer Baugeschichte. Nebst der Crestawaldbrücke zählen die Sunnibergbrücke in Klosters oder die Ganterbrücke auf der Simplonstrasse zu seinen bekannten Bauwerken.
In den vergangenen Jahren wurde der Zustand der Brücke mit provisorischen Massnahmen gesichert. Aufgrund der erhöhten Verkehrsbelastung hat insbesondere die Nationalstrasse zwischen dem Anschluss Sufers und dem Südportal der Galerie Traversa stark gelitten und musste umfassend erneuert werden.
Die Brücke wurde zuerst bis auf den Bogen zurückgebaut und neu konstruiert. Die Hydrojet AG durfte als Subunternehmer für die Firma ERNI AG Bauunternehmung die komplette Dienstleistungspalette von Höchstwasserdruckarbeiten bis zu den Reprofilierungsarbeiten an der Untersicht ausführen.
Mittels Potentialmessungen und Sondieröffnungen wurden die Bereiche des chloridverseuchten Betons definiert und in der 1. Lage flächig bis 1 cm - oder falls Lochfrass vorhanden war auch weiter hinter die 2. Lage - abgetragen. Um die Statik nicht allzu sehr zu beeinträchtigen, wurden die Arbeiten nach Anweisung der Ingenieure in Etappen ausgeführt.
Am Bogen legten die Fachkräfte die aussenliegenden Bewehrungen schonend mit Wasserhöchstdruck frei. Um die Bogenfläche des Bauwerks abzutragen, wendete die Hydrojet AG eine neue Höchstwasserdrucktechnik an, die zum ersten Mal in der Schweiz zum Einsatz kam. Der Aquajet Ergo hat mit dem "Ergo Controller" eine fortschrittliche Steuereinheit, welche mit den Armen und Beinen des Aquajets zusammenarbeitet. Dabei handelt es sich einerseits um ein gefedertes Rollensystem mit hoher Reibung, genannt Ergo Climber, oder ein flexibles Schienensystem namens Ergo Spine. Kombiniert wird die Technik mit dem ebenfalls neuen Ergo Power Head, einem 45°-Lanzenwinkel samt einstellbarer Oszillation.
Eine grosse Herausforderung war das nachträgliche Erstellen der Brettstruktur in den frischen Mörtel. Dank der Verwendung von MAPEGROUT TISSOTROPICO, dem schwindkompensierten und faservergüteten hochwertigen Reparaturmörtel der Klasse R4 nach EN 1504-3, konnten die Arbeiten problemlos ausgeführt werden. Der Mörtel wurde im Nassspritzverfahren unter erschwerten Bedingungen über Kopf verarbeitet.
Das komplette Bauwerk wird im Jahr 2023 abgeschlossen sein und wieder für den Verkehr freigegeben.