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Einen wesentlichen Teil ihrer Wirkung verdanken die Stücke von Bernard-Marie Koltès den Orten ihrer Handlung: Orte, an denen man mit unangenehmen Begegnungen rechnen muss. So spielt "Quai West" im stillgelegten Hafen ein großen Industriestadt. Hierher kommt auch der Geschäftsmann Koch in Begleitung seiner Sekretärin, um sich das Leben zu nehmen. Ein Netz falscher Hoffnungen spannt sich zwischen den Figuren: Jeer will etwas vom anderne, und doch finden sie nicht zueinander.
Im zweiten Stück begegnen sich ein Dealer und sein Kunde "In der Einsamkeit der Baumwollfelder", einem abstrakten Ort irgendwo in der kapitalistischen Welt. Es beginnt ein Abtasen mit Wörtern, ein sprachliches Sondieren der Angebote und Wünsche, noch bevor diese wirklich werden.