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2016-12-22
Am Donnerstag 22. Dezember 2016 um 20:24 Uhr (Lokalzeit) hat sich ca. 10 km nordwestlich von Vouvry (VS) nahe der Erdoberfläche ein leichtes Erdbeben mit einer Magnitude von 2.7 ereignet. Das Epizentrum lag nahe der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz auf französischer Seite. Um 20:50 Uhr des gleichen Tages ereignete sich ein weiteres leichtes Beben an der gleichen Stelle mit einer Magnitude von 3.4.
Die Erschütterungen wurden vor allem entlang des Genfersees zwischen Lausanne und Montreux sowie in der Region Chablais zwischen Saint Gingolph und Vouvry verspürt. Es gingen sowohl von der Süd- als auch der Nordseite des Genfersees Verspürtmeldungen ein. Das zweite Beben wurde aufgrund seiner grösseren Magnitude verbreiteter verspürt. Bei Erdbeben dieser Stärke sind keine Schäden zu erwarten. Im Wallis ereignen sich durchschnittlich etwas mehr als 200 Beben pro Jahr.
2016-11-21
Seit dem 22. Oktober 2016 ist im Hegau bei Singen (D), ca. 10 km nordöstlich von Schaffhausen, ein Erdbebenschwarm aktiv. Bis zum frühen Abend des 21. November hat der Schweizerische Erdbebendienst (SED) über 100 Mikroerdbeben dieses Schwarmes detektiert. Davon konnten 41 Beben mit Magnituden zwischen 0.2 und 3.0 lokalisiert werden. Gemäss manueller Auswertung lagen sie alle in einer Tiefe von ca. 7 km. Über 90 Beben waren so klein, dass sie nur durch Signalvergleiche detektiert aber nicht genauer lokalisiert werden konnten. Das bisher stärkste Beben ereignete sich am Morgen des 3. November und wurde in der Region deutlich verspürt. Auch die zwei Beben mit Magnitude 2.7 am 14. und 19. November und einige der schwächeren Beben wurden teilweise verspürt.
Die Analysen legen nahe, dass die Aktivität auf einer von Nordwest nach Südost gerichteten Störung liegt. Die Orientierung dieser Störungszone passt gut mit dem Verlauf des Hegau-Bodensee Grabens zusammen. Dieser ist Teil einer grossräumigen tektonischen Grabenstruktur, die sich vom Kaiserstuhl nordwestlich von Freiburg (D) bis zum Bodensee erstreckt, und die durch die tertiären und mesozoischen Sedimente vermutlich bis hinab ins Grundgebirge reicht.
Eine ähnliche Sequenz von Erdbeben war in unmittelbarer Nähe zwischen März 1995 und August 1996 aktiv. Auch damals erreichten die stärksten Beben eine Magnitude von 3. In der Region Schaffhausen ist statistisch gesehen etwa alle 400 bis 600 Jahre mit einem Beben der Magnitude 4.5 oder grösser zu rechnen (siehe Karten der Magnituden). Historisch sind in der Region allerdings keine Beben mit Magnituden von 5 und mehr bekannt. Trotzdem kann auch hier, wie überall in der Schweiz, ein grösseres Erdbeben prinzipiell jederzeit auftreten. Wie sich Auswirkungen und Schäden von Erdbeben verringern lassen, lesen Sie hier.
Erdbebenschwärme treten in der Schweiz immer wieder auf und können einige Tage bis mehrere Monate andauern. Vorhersagen lässt sich die Entwicklung eines Erdbebenschwarms genauso wenig wie das Auftreten einzelner Erdbeben. Erfahren sie hier mehr über Erdbebenschwärme.
2016-11-13
A major earthquake of magnitude around 7.8 struck New Zealand on Sunday 13th November at 12:02 CET (local time: midnight the day after) with an epicenter located 100 km north of Christchurch, about 200 km south of Wellington. The event propagated on several faults of the South Island (thrust and strike-slip), inducing a very complex rupture that initially confused the computation models of the seismological agencies.
The shaking was severe in Christchurch and Wellington where widespread non-structural damage has been reported (falling of false ceiling, chimneys, broken windows and furniture). Liquefaction has been observed in Wellington. No fatalities have been reported so far.
The region close to the faults that were activated is only sparsely populated.
A tsunami of 3 meters has been observed on the east coast of New-Zealand where an evacuation of the costal areas had been organized.
Large aftershocks occurred after the mainshock and will continue for several weeks to months, possibly generating more damage. On average, an event of this size occurs only once a year in the world.
2016-11-12
Un très petit séisme de magnitude 1.9 s’est produit samedi 12 novembre 2016 à 11:39 (heure locale) à Monthey (VS). Le foyer du séisme était situé très proche de la surface et dans une zone habitée (localité de Choex à Monthey), c’est pourquoi il a été perçu par de nombreuses personnes à Monthey et dans les communes limitrophes dont près de 40 l’ont signalé sur notre site. Il est très inhabituel qu’un si petit événement soit perçu par la population. Le séisme a été plutôt perçu comme un bruit souterrain que comme une vibration. Le bruit est produit par le couplage entre les vibrations du sol et l’atmosphère.
D’autres événements similaires sont présents dans notre catalogue à cet endroit.
The Swiss Seismological Service (SED) has launched a new website – and there is much more to it than just a new look. In addition to the standard desktop site, a mobile version is now available; people using mobile devices are redirected instantly to the new mobile site, allowing them to access all the latest information from the SED, wherever they are and at any time. We have also revamped, enhanced, translated, and updated a lot of our online content, while the user guidance has also been optimized. Furthermore, our earthquake maps are now available to explore in an interactive format. This all became possible following the switch to a new content management system, after the previous system ceased to be operational.
We hope you enjoy exploring our new website and discovering more about the fascinating work we do here at the SED. Please let us know whether there are any aspects of our new site you think could be improved, and, of course, if there is anything in particular that you like.
Provide feedback on our new website: click here to access the questionnaire.
2016-10-30
Am 30. Oktober 2016 um 7:41 Uhr wurde Zentralitalien erneut von einem starken Erdbeben erschüttert. Das Beben wies eine Magnitude von 6.6 auf und eine Herdtiefe von 10 km. Das Epizentrum des Bebens lag ca. 6 km nördlich von Norcia. In den kleineren umliegenden Dörfern und Städten, die schon von den Beben der letzten zwei Monate getroffen wurden, sind Gebäude eingestürzt. Bisher wurden wenige Verletzte gemeldet, Berichte über Todesopfer gibt es noch keine. Die starken Vorbeben könnte dazu geführt haben, dass sich viele Leute zum Zeitpunkt des Hauptbebens nicht in ihren Häusern aufgehalten haben. Das Erdbeben wurde in Italien und im Balkan sehr weiträumig verspürt. In der Schweiz sind wenige Verspürtmeldungen eingegangen, die meisten aus dem Tessin.
Beim Erdbeben vom 30. Oktober mit einer Magnitude von 6.6 handelt es sich um das bisher Grösste dieser Sequenz von starken Erdbeben in Zentralitalien, welche mit dem zerstörerischen Erdbeben vom 24. August 2016 mit beinahe 300 Todesopfern ihren Anfang nahm. Am 26.10.2016 um 21:18 Uhr ereignete sich ein Erdbeben mit einer Magnitude von 5.9 (INGV) und eine Herdtiefe von 8 km ungefähr 15 km nördlich von Norcia. Zwei Stunden vor dem Beben hatte sich bereits ein Erdbeben der Magnitude 5.4 in dieser Region ereignet. Aufgrund der räumlichen Nähe ist von einem Zusammenhang dieser starken Erdbeben auszugehen.
Zentralitalien ist immer wieder von schweren Erdbeben betroffen. Das Epizentrum des Erdbebens von L’Aquila, das im April 2009 etwas mehr als 300 Todesopfer forderte, lag ca. 60 km südlich des aktuellen Bebens. Nördlich des Bebens vom 26. Oktober 2016 ereignete sich im Jahr 1997 die sogenannte „Umbria-Marche Sequenz“. Sie dauerte mehrere Monate und beinhaltete ein Beben mit einer Magnitude von 6 und mehrere Beben mit Magnituden von 5 und mehr. Die Subduktion der adriatischen Mikroplatte unter dem Apennin und die Öffnung des tyrrhenischen Beckens im Westen führen dazu, dass der Apennin etwa in Richtung Nordost-Südwest gedehnt wird. Diese Deformation führt zu Spannungen im Gebirge, die sich mit der Zeit in Form von Erdbeben entladen. Die Beben in dieser Region sind häufig sehr flach (~10 km tief), was zu starken Erschütterungen und grossen Schäden führen kann.
2016-10-28
Die Kommission für Entwicklungsfragen und das [project21] laden zu einem Vortragsabend unter dem Titel ein: «Wiederaufbau in Nepal. Was tun, wenn ein Land in Trümmern liegt?». Fünf Referentinnen und Referenten berichten aus verschiedenen Blickwinkeln über das Erdbeben im Jahr 2015 und seine Folgen für die nepalesische Bevölkerung. Prof. Dr. Stefan Wiemer, Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes, vertritt die seismologische Perspektive und beleuchtet, wo, weshalb und wann Erdbeben im Himalaya stattfinden.
Der Anlass findet am 9. November 2016 von 18.00 bis ca. 19.45 Uhr an der Universität Zürich im Raum KOL-H-317 statt.
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Referaten finden Sie auf dem Veranstaltungsplakat.
2016-10-24
Um 16.44 Uhr hat sich in der Nähe von Leukerbad (VS) ein Beben der Magnitude 4.1 in einer Tiefe von ungefähr 8 km ereignet. Aus den bisher eingegangenen Meldungen geht hervor, dass es beinahe in der gesamten der Schweiz verspürt wurde. Die Erschütterungen erreichten eine Epizentralintensität von V, das Beben war demnach im Wallis als kräftiges Schütteln von wenigen Sekunden Länge zu spüren. Bisher liegen keine Meldungen über Schäden vor.
Im Wallis werden im schweizweiten Vergleich die meisten Beben aufgezeichnet. Das letzte spürbare Beben mit einer Magnitude von 3.4 ereignete sich Anfang Monat an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Im Gebiet von Leukerbad hat sich 2003 zum letzten Mal ein spürbares Beben mit einer Magnitude von 3.2 ereignet. Das letzte Beben, welches schwere Schäden anrichtete, erschütterte die Region vor 70 Jahren. Am 25. Januar 1946 traf ein Beben der Magnitude 5.8 die Umgebung von Sierre und das Rhonetal.
Ein Beben dieser Stärke kommt in der Schweiz alle paar Jahre einmal vor, das letzte vergleichbare Ereignis hat sich 2013 bei Sargans zugetragen. Im statistischen Durchschnitt ist alle drei bis fünf Jahre mit einem Beben dieser Grösse zu rechnen. Auf ein Beben dieser Stärke folgen in der Regel in den nächsten Stunden und Tagen zahlreiche Nachbeben, von denen einige auch verspürt werden könnten. In seltenen Fällen können auch grössere Beben folgen.
2016-10-07
Am 7. Oktober um 9.27 Uhr ereignete sich bei Juf (GR) ein Beben der Magnitude 3.9. Das Erdbeben wurde im gesamten Kanton Graubünden sehr deutlich verspürt. Das Beben erreichte im Epizentralgebiet eine Intensität von IV. Schäden sind bisher keine bekannt und bei einem Beben dieser Stärke nur in Ausnahmefällen möglich. Weitere Verspürtmeldungen sind aus den Kantonen Appenzell, Bern, Glarus, Tessin und Uri eingegangen. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren die Erschütterungen in einem Umkreis von ungefähr 100 km wahrzunehmen. Über 150 Personen haben das Beben bisher auf der Webseite des SED gemeldet. In den letzten vierzig Jahren erschütterten elf Beben mit einer Magnitude von 4 oder mehr das Bündnerland. Das letzte Beben dieser Grössenordnung ereignete sich am 21.01.2008 bei Paspels.
Graubünden ist eine Region, in der es immer wieder Erdbeben gegeben hat. Die im Jahr 2015 aktualisierte Erdbebengefährdungskarte zeigt, dass der Kanton Graubünden neben dem Wallis und dem Grossraum Basel als die Region mit der höchsten Gefährdung gilt. Historisch war das Beben von Churwalden im Jahre 1295 mit einer Magnitude von 6.2 das grösste bekannte Erdbeben im Kanton. 1622 erschütterte ein Magnitude 5.4 Beben die Region Ftan. Das Beben vom 7. Oktober fand südlich von Savonign in einer Region statt, in der es in den letzten dreissig Jahren nur selten und in der Regel nicht spürbare Erdbeben gegeben hat. 2009 ereignete sich nahe Bivio ein Magnitude 3.6 Erdbeben.
In den vergangenen Tagen haben sich drei Beben mit Magnituden von 3 oder mehr ereignet (siehe Aktuellbeiträge zu Vallorcine und Göschenen). Obwohl eine solche Häufung nicht alltäglich ist, liegt die beobachte seismische Aktivität im Jahr 2016 bisher im Normalbereich. Durchschnittlich ereignen sich jedes Jahr etwa zehn bis 15 Beben, die von der Bevölkerung verspürt werden. Die gesamte seismische Aktivität im 2016 lag bisher unter dem Durchschnitt der letzten Jahrzehnte, wobei gewisse Schwankungen normal sind.
2016-10-03
Am Sonntag, 3. Oktober um 7.57 Uhr (Lokalzeit) wurde in Basel in einer Tiefe von ca. 4 km ein Beben mit einer Magnitude von 1.9 aufgezeichnet. Am 29. und 30. September 2016 ereigneten sich an gleicher Stelle zwei weitere Beben mit Magnituden von 0.8 und 1.4. Alle Ereignisse traten im kristallinen Grundgebirge und in unmittelbarer Nähe des Bohrlochs des im 2006 eingestellten Geothemieprojektes (DHM Basel) auf. Sie stehen daher mit grosser Wahrscheinlichkeit in direktem Zusammenhang mit der damaligen Injektion von Wasser, um einen Wärmetauscher in der Tiefe zu erzeugen (Prinzip der petrothermalen Geothermie). Dies ergaben Vergleiche mit früheren, durch die hydraulische Stimulation im Rahmen des DHM Projekts ausgelösten Beben seit dem Dezember 2006 (siehe Abbildung). Die Beben der letzten Tage wurden von der Bevölkerung nicht verspürt und richteten keine Schäden an. Beim Beben vom Sonntag handelt sich um das bisher grösste, welches seit Ende 2007 registriert wurde. Das letzte grössere Beben davor ereignete sich im Juni 2013 und erreichte eine Magnitude von 1.7 (siehe Aktuellbeitrag 2013).
Die seismische Aktivität im stimulierten Bereich des DHM hat seit dem Projektende mehr oder weniger stetig abgenommen. Das Auftreten derartiger Nachbeben nach einer Spannungsänderung im Untergrund ist nicht ungewöhnlich und auch nach natürlichen Beben zu beobachten. Ein Beispiel dafür ist das Beben vom 2. Oktober 2016 bei Vallorcine (F). Es handelt sich dabei um ein Nachbeben des Ereignisses mit einer Magnitude von 4.9 am 8. September 2005. Gemäss Modellrechnungen, die der SED im Jahre 2009 durchgeführt hat (Bachmann et al. 2010), kann es bis zu zwanzig Jahren dauern, bis die seismische Aktivität im Bereich des DHM Basel auf das Niveau vor der Stimulation zurückgegangen ist.
Über den genaueren, künftigen Verlauf der Seismizität im Bereich der Tiefbohrung Basel-1 lassen sich keine gesicherten Aussagen machen. Der SED hat daher im Auftrag des Kantons zwei tiefe Bohrlochstationen aus dem Überwachungsnetz des Betreibers des DHM Projektes übernommen und betreibt diese seit Mai 2012. Darunter befindet sich auch ein Seismometer, welches in einer Tiefe von 2.7 km liegt und seit November 2006 seismische Daten liefert. Es garantiert eine Überwachung mit gleichbleibender Empfindlichkeit. Der SED analysiert die im Bereich des ehemaligen Geothermieprojekts gewonnenen Daten kontinuierlich mit modernsten Auswertemethoden und kann so die zuständigen Behörden und die Bevölkerung über kleinster Veränderungen der induzierten Erdbebentätigkeit informieren.
2016-10-03
Am 3. Oktober 2016 hat sich um 08:43 Uhr im Gotthard-Massiv bei Göschenen (UR) ein leichtes Beben mit einer Magnitude von 3.3 in einer Tiefe von 5 km ereignet. Das Beben wurde von einigen Personen in den Kantonen der Zentralschweiz, im Tessin, Graubünden und Oberwallis leicht verspürt. In den letzten Jahren haben sich immer wieder kleinere Beben in dieser Region ereignet, keines davon war aber für die Bevölkerung spürbar. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.
2016-10-03
Ein Beben der Stärke 3.4 ereignete sich am Sonntag, 2. Oktober um 01:17 Uhr (Ortszeit) nahe Vallorcine (F). Wie bei den letzten Beben in diesem Gebiet am 9. April 2016 (Magnitude 3.0) und am 23. November 2014 lag das Epizentrum am westlichen Rand des Gebiets, welches durch das Erdbeben vom 8. September 2005 (Magnitude 4.9) aktiviert wurde. Dem Erdbeben vom Sonntag ging ein kleineres mit einer Magnitude von 1.3 voran, zudem ereigneten sich einige Nachbeben, das stärkste erreichte eine Magnitude von 1.8.
Wie die vorangehenden Ereignisse war das Erdbeben am Sonntag deutlich spürbar, besonders in Martigny, im Val d’Illiez und im Rhonetal. Dies berichteten uns mehr als 150 Personen über unsere Webseite. In Frankreich war das Beben laut dem Bureau Central Sismologique Français (BCSF) in den Tälern von Chamonix und Haut-Giffre zu spüren. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.
2016-09-28
As we all know, earthquakes cannot be predicted. However, earthquake early warning systems can be used to warn areas further away from the epicenter as soon as the seismic waves have been recorded and analyzed by the first monitoring stations. An earthquake rupture spreads along a fault at a speed of 2 to 3 kilometers per second. The rupture process of a magnitude 7 earthquake, which spreads across the surface of a fault that is around 50 km long, takes approximately 20 seconds to spread from one end of the fault to the other.
An interesting and as yet unanswered seismological question is: Does an earthquake that is just 1 or 2 seconds “old” already “know” how large it will be?
In a recently published publication, scientists at Caltech (California Institute of Technology) and the Swiss Seismological Service have investigated this question. In their search for an answer, they analyzed the seismic signals of more than 3,000 earthquakes close to the surface with a magnitude of 4 or higher, which were recorded at the seismic strong motion stations near the respective epicenter (at a maximum distance of 25km). The results show that large and small earthquakes develop identically at the start. The final size of an earthquake can only be estimated once the rupture is already very advanced. According to this study, predicting the final rupture length and magnitude of an earthquake at its beginning will thus remain impossible in the future. Earthquake early warning systems will therefore never be able to estimate the possible extent of damage at the beginning of an earthquake. Instead, they have to monitor the rupture process in real-time, to increase the warning level in case the earthquake grows further.
Link to the short version: Spotlight on research: “All Earthquakes Are Created Equal”
Link to the paper in Geophysical Research Letters: Men-Andrin Meier, Thomas Heaton and John Clinton: “Evidence for universal earthquake rupture initiation behavior”
2016-09-15
The “In-situ Stimulation and Circulation (ISC)” experiment, which is unique worldwide, is approaching its hot – or rather wet – phase. In December 2016, up to 1 m3 of water will be pumped into the crystalline rock under high pressure at the Grimsel rock laboratory by Nagra 450 meters below the surface of the earth, and the resulting changes will be accurately measured and analyzed in real time. Dr. Florian Amann and his interdisciplinary team want to find out how the rock permeability required for functioning deep thermal energy can be created without triggering noticeable and potentially damaging earthquakes. The experiment is being run by the Swiss Competence Center for the Supply of Electricity (SCCER-SoE).
The Swiss Seismological Service (SED) operates a number of earthquake monitoring stations in the Grimsel region, and supports the ISC experiment with seismic monitoring, the data analysis, and the interpretation of the results.
To find out more about the ISC experiment, please have a look at the TV, newspaper, and radio reports below.
2016-09-09
Seismic waves most likely generated by a North Korean nuclear test on 9 September 2016 (00:30 UTC, 02:30 Swiss local time) reached the seismic monitoring stations in Switzerland approximately 12 minutes after the event occurred. Seismic waveforms are critical tools for discriminating between explosions and earthquakes. For an explosion, the amplitude of the first arriving P-wave is relatively stronger than the later arriving S-Wave, when compared to a typical earthquake.
The power of the explosion corresponds to an earthquake with magnitude of 5.3. The energy released from this explosion is about three times stronger than that from the largest previous tests on 6 January 2016 and 12 February 2013, which both reached a magnitude of about 5. Previous tests in 2006 and 2009 reached magnitude 4.1 and 4.5 respectively. According to reports from the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization (CTBTO) in Vienna, the explosion of 9 September 2016 is in the direct vicinity of the previous North Korean nuclear tests in 2006, 2009, 2013 and January 2016.
The CTBTO operates a global observation network to monitor adherence to the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty. Around 90% of the 337 planned measuring stations, 170 of which include seismic sensors, are currently in operation. The SED operate the station DAVOX, near Davos in the canton of Graubünden, Switzerland, that is also part of this monitoring network. The graph depicts the nuclear-test signals recorded by the DAVOX station of the new event alongside the events of January 2016 and February 2013.
Further information from the CTBTO
General information about verification of nuclear test explosions from the SED
2016-08-24
Der Bundesrat hat am 24. August 2016 den Bericht „Umgang mit Naturgefahren in der Schweiz“ genehmigt. Als Kernstück im Bereich Erdbeben sieht der Bericht eine umfassende Untersuchung des Erdbebenrisikos vor. Das Erdbebenrisiko definiert sich aus der Erdbebengefährdung, der Verletzbarkeit und Art der betroffenen Werte sowie den Eigenschaften des lokalen Untergrunds. Dafür gilt es, die vorhandenen Grundlagen zu verbessern, indem beispielsweise Lücken im Verständnis der lokalen baugrundbedingten seismischen Gefährdungsunterschiede geschlossen werden. Zudem ist eine konsequente Berücksichtigung der Baunormen anzustreben sowie erneut der Frage nach einem verhältnismässigen Versicherungsschutz nachzugehen. Nicht nur bei verheerenden Erdbeben, sondern auch bei anderen Grossereignissen besteht ergänzend Bedarf, das Wissen und die Organisationsstrukturen für deren Bewältigung zu verbessern.
Die Ergebnisse dieses Berichts fliessen unter anderem in den Massnahmenplan für die Erdbebenvorsorge für die Jahre 2017 bis 2020 ein, der derzeit erarbeitet wird. Darin werden spezifische Handlungsfelder und Aufgaben definiert, denen sich der SED, das Bundesamt für Umwelt und weitere Behörden in diesem Zeitraum schwerpunktmässig widmen sollen.
2016-08-24
Am Mittwoch, 24.08.2016, um 3:36 Uhr hat sich in Zentralitalien nahe der Kleinstadt Norcia ein Erdbeben mit einer Magnitude von 6.0 ereignet. Nach Angaben des italienischen Erdbebendienstes INGV lag das Hypozentrum in einer Tiefe von ungefähr 4 km. Das Epizentrum des Bebens liegt rund 10 km südöstlich von Norcia und rund 50 km nordwestlich von L’Aquila, wo sich 2009 ein zerstörerisches Beben ereignet hat. In den umliegenden Dörfern nahe des Epizentrums sind viele Häuser eingestürzt oder beschädigt worden. Gemäss einer ersten Bilanz italienischer Medien sind 70 Menschen gestorben. Weitere Personen werden noch vermisst. Bisher wurden mehr als 50 Nachbeben mit Magnituden von 3 oder mehr registriert, das stärkste davon mit einer Magnitude von 5.3. In den nächsten Tagen und Wochen ist mit weiteren Nachbeben zu rechnen, die ähnlich stark sein können, wie das Beben vom Mittwochmorgen.
Die Region in Zentralitalien ist immer wieder von starken Erdbeben betroffen. Das letzte grosse Ereignis war das Beben von L’Aquila im Jahr 2009, das fast 300 Todesopfer forderte. Nördlich des aktuellen Bebens ereignete sich 1997 während mehrerer Monate die sogenannte „Umbria-Marche Sequenz“, mit einem Beben der Magnitude 6 und mehreren Beben mit Magnituden von 5 und mehr. Die Subduktion der adriatischen Mikroplatte unter dem Apennin und die Öffnung des tyrrhenischen Beckens im Westen führen dazu, dass der Apennin etwa in Richtung Nordost-Südwest gedehnt wird. Diese Deformation führt zu Spannungen im Gebirge, die sich mit der Zeit in Form von Erdbeben entladen. Die Beben in dieser Region sind häufig sehr flach (~10 km tief), was zu starken Erschütterungen und grossen Schäden führen kann.
Das Beben vom Mittwochmorgen wurde in Italien sehr grossräumig verspürt. Bis in die Schweiz war das Beben aber nicht zu spüren. Ähnlich grosse Erdbeben treten in der Schweiz alle 50 bis 150 Jahre auf. Das letzte Beben dieser Stärke erschütterte 1946 das Wallis. Ein Erdbebenschwarm ähnlich der „Umbria Marche Sequenz“ ereignete sich 1964 in Sarnen. Sein grösstes Beben wies eine Magnitude von 5.3 auf.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Ministero dell'interno
http://www.interno.gov.it/it/speciali/centro-italia-colpito-dal-terremoto
Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia INGV
http://ingvterremoti.wordpress.com
European-Mediterranean Seismological Centre EMSC
2016-07-22
Nördlich von Château-d'Oex (VD), im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt, ist seit Samstag, 16. Juli 2016, ein Erdbebenschwarm aktiv. Das erste Beben dieser Sequenz war mit einer Magnitude von 2.7 auch das bisher stärkste und ereignete sich am 16. Juli um 04:36 Uhr morgens (Lokalzeit). Bis zum 19. Juli abends wurden ca. 30 Beben registriert mit Magnituden zwischen 0.5 und 2.5. Einige davon wurden in den umliegenden Talorten verspürt. Die Beben ereignen sich oberflächennah, mit Herdtiefen um ungefähr 5 km. Schäden werden von Beben dieser Stärke nicht verursacht.
Eine ähnliche Sequenz wurde zuletzt im Herbst 2007 in dieser Region registriert. Erdbebenschwärme wie dieser treten in der Schweiz regelmässig auf und dauern normalerweise ein paar Tage bis einige Wochen. Sie können sich aber auch über mehrere Monate erstrecken.
Als Erdbebenschwärme bezeichnet man Serien von Erdbeben, die sich in räumlicher und zeitlicher Nähe ereignen und bei denen es kein klar erkennbares Hauptbeben gibt. In der Regel klingen diese Schwärme wieder ab, ohne dass sich dabei ein stärkeres Beben mit Schadenwirkung ereignet. Allerdings können auch stärkere Erdbeben mit Magnituden um 6 im Prinzip jederzeit und überall in der Schweiz auftreten.
2016-07-19
You can now find all of the background information on Switzerland’s seismic hazard model, which was published in September 2015, in the comprehensive SUIhaz2015 report. The report explains why Switzerland needs an up-to-date seismic hazard model and provides information about the potential strength of earthquakes and where they may occur in the future. Building on this information, the report documents how and under which assumptions the seismic hazard model was calculated, summarizes the main findings, and compares these to other models. It also provides information about the various products that are based on the results of SUIhaz2015. The report is in English and is primarily aimed at experts who base their work on Switzerland’s seismic hazard model.
Download the SUIhaz2015 Report
2016-07-11
Earthquakes pose a major threat to Central American countries. Large Earthquakes in this region regularly occur offshore along the subduction zone and are prone to trigger tsunamis (such as in 1992 and in 2014), Additionally, shallow crustal earthquakes, occurring onshore, have in the recent past produced heavy damage, such as the magnitude 6.2 earthquake in 1972 that devastated the Nicaraguan capital city Managua.
The Swiss Seismological Service (SED) has recently begun a project to explore the potential of Earthquake Early Warning (EEW) in Central America. Funded by the Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC) at the Federal Department of Foreign Affairs (FDFA), scientists at the SED are working with colleagues at INETER, the agency responsible for monitoring earthquakes in Nicaragua, to build and implement a prototype EEW system. The system will first be deployed in Nicaragua and hopefully extended to cover a wider region in Central America.
At the beginning of June, the SED visited INETER to evaluate the capability for EEW of the local seismic network and installed a first version of the EEW software. Days after, a shallow magnitude 6.3 event occurred on the border with El Salvador that was detected by our system after 29s. Even though, optimisation is required to speed up the system, the infrastructure shows promise. Next steps in the project include continuing analysis of the monitoring infrastructure in the region, and optimisiation of the EEW algorithms, in particular testing their suitability to operate in this challenging location, with seismicity from deep offshore as well as volcanic sources.
2016-06-24
Friday morning, June 24 at 6:12h (local time), an earthquake of magnitude 3.2 occurred at a depth of 8 km between the villages Grimisuat, Ayent and St. Léonard (VS). It was clearly felt in the city of Sion and in the neighboring villages: We have received about 300 felt reports on our website. No damage is expected for an earthquake of this size.
This earthquake is part of an earthquake swarm that started on June 20, 2015 with an event of magnitude 3.0. After a calm period, the sequence reactivated in May 10, 2016, and included a felt event of magnitude 2.9 on May 21 at 5:49h. This type of earthquake swarm is quite common for Switzerland. However, the further development of the sequence is not predictable: typically swarm activity usually end after a few weeks or months, though in rare cases the strength and number of the earthquakes increase over time.
2016-06-21
AlpArray is a European initiative in order to advance our understanding of mountain building processes and create 3D images of the lithosphere and upper mantle. To achieve this, AlpArray establishes and operates a seismic monitoring network (AASN) that combines existing stations of 24 seismological observatories with eventually more than 250 new temporary stations in 12 countries covering the Alps, the Northern Apennines and their forelands.
The Swiss contribution to the AASN is now completed by having installed 27 temporary stations in Switzerland (3), Italy (12), Croatia (6), Bosnia and Herzegovina (3), and Hungary (3). All stations of the Swiss digital seismic network also contribute to the AASN. The Seismology and Geodynamics group (SEG) and the Swiss Seismological Service (SED) at ETH in Zurich take leading roles in this project.
Find out more about AlpArray on its website.
Read the interview and article about AlpArray on International Innovation.
2016-05-21
Am Samstag 21. Mai 2016 um 5:49 Uhr (Lokalzeit) ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 2.9 zwischen Grimisuat, Ayent und St Léonard (VS) in einer Tiefe von 8 km. Die Einwohner der Stadt Sitten und der umliegenden Gemeinden haben die Erschütterungen klar verspürt. Von fast 100 Personen sind Verspürtmeldungen auf unserer Webseite eingegangen. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.
Dieses Erdbeben steht in Verbindung mit einem Erdbebenschwarm, der am 20. Juni 2015 mit einem Erdbeben der Magnitude 3.0 seinen Anfang nahm. Der Schwarm war besonders aktiv ab Oktober 2015 (siehe Aktuellbeitrag vom 19.11.2015). Nach einer ruhigeren Periode ist er seit dem 10. Mai 2016 wieder aktiver. Solche Sequenzen stellen in der Schweiz nichts Aussergewöhnliches dar, ihre Entwicklung lässt sich jedoch nicht vorhersagen: In der Regel enden Schwarmaktivitäten nach einigen Wochen oder Monaten, in seltenen Fällen nehmen die Beben mit der Zeit an Stärke und Anzahl zu.
2016-05-30
Dans l’émission Mise au Point de la RTS, le Prof. Donat Fäh du Service Sismologique Suisse (SED) revient sur le danger inévitable que font porter les séismes sur la population en Suisse ainsi que sur leurs effets induits. Le Dr. Anne Sauron, collaboratrice du SED et de la HES-SO Valais-Wallis présente le nouveau programme d’éducation mis en place à Sion avec un simulateur de séisme et une exposition interactive.
2016-05-10
Experten aus Forschung (ETH Zürich), Behörden (Kanton Jura und Bundesamt für Energie) und Industrie (Geo-Energie Suisse AG) teilen an einem Informationsnachmittag und Workshop am 6. Juni 2016 ihr Wissen über den Umgang mit induzierter Seismizität im Rahmen von Tiefengeothermieprojekten.
Im Fokus stehen der aktuelle Stand von Wissenschaft und Technik sowie Erfahrungen und bewährte Praktiken in den Bereichen Überwachung und Bewilligungsverfahren.
Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier.
2016-04-11
Am Montag, 11. April, ereignete sich um 12:47 mittags ein Erdbeben der Magnitude 3.2 am Berninapass GR. Das Beben war im Puschlav und im Oberengadin (vor allem in Pontresina, St. Moritz und Samedan) gut zu spüren. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.
In der Vergangenheit gab es in diesem Gebiet ähnlich starke Beben, allerdings ist diese Region in den letzten 40 Jahren seismisch eher weniger aktiv als andere Teile des Kantons. Graubünden ist generell einer der seismisch aktiveren Kantone der Schweiz.
2016-04-11
Am Samstag, 9. April 2016 um 23.19 Uhr (Lokalzeit) ereignete sich in der Nähe von Vallorcine (F) ein Erdbeben der Magnitude 3.0. In dieser Region gibt es eine Verwerfungszone, die durch ein Erdbeben am 8. September 2005 aktiviert wurde. Dieses verursachte mit einer Magnitude von 4.9 leichte Schäden. Das Beben vom Samstag kann als Nachbeben dieses Ereignisses eingestuft werden. Ein ähnliches Beben ereignete sich zuletzt am 23. November 2014 mit einer Magnitude von 3.2.
Das Beben vom Samstag wurde in der Schweiz deutlich verspürt, insbesondere in der Region von Martigny und im Val d’Illiez. Dies zeigen die Berichte von über 120 Personen, die auf der Webseite des SED eingegangen sind. In Frankreich wurde das Beben gemäss dem Bureau Central Sismologique Français (BCSF) insbesondere im Tal von Chamonix verspürt. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.
2016-03-31
Research into glaciers has a long tradition at the Swiss Seismological Service (SED). The SED is collaborating closely with glaciologists at ETH Zurich (Laboratory of Hydraulics, Hydrology and Glaciology, VAW) to research the motion of glaciers. Together with observations from classic glaciology, seismic measurements help to shed light on the processes occurring in and under glacial ice. The aim of the exercise is to obtain an understanding of the interplay between the retreat of the glaciers, their flow behavior, higher temperatures, and the volume of melt water.
In January 2016, the British educational TV program BBC Click accompanied a team from the SED and the VAW to the Aletsch Glacier, where they examined the glacier as part of the GlaHMSeis project (Glacial Hazard Monitoring with Seismology). The project was filmed with a 360° camera, and a unique video, in which viewers are able to select the camera angle for themselves, has been made using the footage. Check it out – open the video on your computer using the latest version of Firefox, Internet Explorer, Chrome, or Opera (Safari is unfortunately not supported) or on your smartphone using the YouTube app.
Click here to view the 360° video on YouTube.
Click here to find out more about icequakes and the research carried out by the SED.
2016-03-18
The pedagogical center for earthquake prevention (CPPS, Centre Pédagogique de Prévention des Séismes) in Sion was officially opened on March 18, 2016. Journalists and other guests were invited to learn about the newly developed earthquake simulator and the interactive exhibition on earthquakes and their effects. The Department of Education and Security of the canton of Valais, the HES-SO Valais-Wallis, and the Swiss Seismological Service (SED) at ETH Zurich worked together to create this innovative preventive concept. The new center will be open for schools and the general public starting in September.
Visit the CPPS website or read this flyer to learn more about it.
Besides, the earthquake simulator of the focusTerra museum at ETH Zurich offers you another possibility to experience what an earthquake feels like without putting yourself in danger.
2016-01-28
After registering around 700 earthquakes — three of which were clearly felt — in Switzerland and neighboring countries, the Swiss Seismological Service (SED) at ETH Zurich looks back at a seismically quiet year. In 2015, the earth shook most frequently in the cantons of Valais and Graubünden, as well as in the area between the Walensee and Liechtenstein, Central Switzerland, and the Jura.
As in recent years, earthquake activity in 2015 was characterized by a number of earthquake swarms. These are a typical feature of earthquake activity in Switzerland. They are usually distinguished by the lack of a distinct main shock, with the strongest earthquake taking place in the middle or at the end of an earthquake sequence. Earthquake swarms can last a few hours to several years. Only in rare cases do the earthquakes increase in strength and number over time. The diffusion of gases or liquids in the earth’s crust is thought to be the cause.
In the last year, earthquake swarms occurred in the region of Biel / Bienne (BE) and Diemtigen (BE). There is a high probability that these earthquake swarms are linked to two earlier earthquake sequences in this area in2014. Two additional earthquake swarms took place between June and November in Valais: one approximately 5 kilometers northeast of Sion (VS) and the other about 6 kilometers north of Sierre (VS).
The magnitude of the earthquakes recorded in 2015 ranged between –0.1 and 3.3 on the Richter magnitude scale. The number of potentially felt earthquakes with a magnitude of 2.5 or greater was 20, which is close to the average of 23 per year over the past 40 years. The earthquake in the Biel / Bienne region (BE) of 31 January (magnitude 3.1), the earthquake near Bern of 6 April (magnitude 2.6), and the earthquake north of Sierre (VS) of 14 October (magnitude 3.1) were all clearly felt. However, none of these earthquakes was strong enough to cause damage.
As in previous years, earthquake activity in 2015 was concentrated principally in Valais and Graubünden. 2015 also saw more earthquakes in the area between the Walensee and Liechtenstein, Central Switzerland, and the Jura than in other locations in Switzerland. The observation of earthquake activity is an important basis for calculating seismic hazard. In 2015, the SED published an updated seismic hazard map of Switzerland. Along with the Valais and Graubünden, the regions of Basel, the St. Gallen Rhine Valley, and Central Switzerland stand out as particularly hazardous.
2016-01-25
Am 25. Januar 1946 um 18.32 Uhr erschütterte ein Beben der Magnitude 5.8 die Umgebung von Sierre und das Rhonetal. Es forderte drei Todesopfer und verursachte an 3‘500 Gebäuden Schäden. Die Bevölkerung verspürte in den nachfolgenden Wochen zahlreiche Nachbeben. Das Beben von Sierre war das stärkste der vergangenen 70 Jahre. Leicht schwächer aber ebenfalls schadensbringend war die Erdbebensequenz in Sarnen 1964 mit einem Beben der Magnitude 5.3.
Das Wallis weist im schweizweiten Vergleich die höchste Erdbebengefährdung auf. Im statistischen Mittel ereignet sich alle 50 bis 100 Jahre ein derart starkes oder stärkeres Beben im Wallis wie 1946. Das letzte Mal für die Bevölkerung spürbar bebte die Erde im Wallis am 2. Januar 2016 ohne Schäden anzurichten.
2016-01-06
Seismic waves most likely originating from a nuclear test in North Korea reached as far as the Swiss Seismological Service (SED) monitoring stations during the night of January 5 to 6. According to reports from the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization (CTBTO) in Vienna and other international seismological services, the event had a magnitude of approximately 5 and occurred at 1.30 a.m. (UTC). It occurred at approximately the same location as North Korea’s previous nuclear tests in 2006, 2009, and 2013. The signal reached Switzerland around 12 minutes later.
The CTBTO operates a global observation network to monitor adherence to the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty, with almost 340 monitoring stations, of which 170 are seismological. With the SED DAVOX station in Davos in the canton of Graubünden, Switzerland is also part of this monitoring network. The graph depicts the nuclear-test signal recorded by the DAVOX station in 2013 alongside the events of January 6, 2016. They are extremely similar, which points to both events having a similar cause.
Together with the Spiez Laboratory, the SED is the designated national data center for the CTBTO and plays an active role in CTBTO organs and work groups.
Further information on the CTBTO
General information on the collaboration between the SED and the CTBTO