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Jährlich sterben 750'000 Kinder an Vitamin-A-Mangel. Während in vielen Weltgegenden in den letzten Jahren Verbesserungen erzielt worden sind, ist das Vitamin-A-Problem in Ostafrika noch immer virulent. Alleine in Uganda ist die Rate von Kindern, die an Vitamin-A-Mangel leiden, von 2006 bis 2011 um 18 Prozent gestiegen.
Wissenschaftler könnten nun aber ein Mittel gegen die Unterversorgung mit Vitamin A gefunden haben: Die Superbanane.
Mittels genetischer Anreicherung gelang es Forschern in Australien, eine Banane mit hohem Provitamin-A-Gehalt herzustellen. Dafür wurde eine in Papua-Neuguinea heimische Banane mit einer herkömmlichen Cavendish-Banane gekreuzt, wie es sie in jedem Lebensmittelgeschäft zu kaufen gibt.
Vitamin A hat mehrere vitale Funktionen und ist beim Menschen unter anderem verantwortlich für das Wachstum, die Sicht oder das Immunsystem. Provitamin A, eine Vorstufe, wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt.
Ein Meilenstein
10 Jahre lang forschten die Wissenschafter an der Queensland University of Technology in Australien an der Superbanane, unterstützt von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, die 7.6 Millionen Dollar in das Projekt eingeschossen haben.
Typisch für die Superbanane ist das goldig-orange Fleisch, im Gegensatz zum hellen, cremefarbenen Fruchtfleisch der klassischen Banane.
Professor und Forschungsleiter James Dale sagte gegenüber «Newsweek», dass die Entwicklung der Superbanane ein «Meilenstein in der Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten in einigen der ärmsten Gegenden Afrikas» bedeuten könnte.
In Uganda ist die Kochbanane eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Sie enthält viel Stärke, jedoch nur einen spärlichen Anteil an Vitamin A. Spätestens 2021 sollte die Superbanane dann in Uganda angepflanzt werden – und so Tausende Kinderleben retten.