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Die Stiftung Im Obersteg
Die Stiftung Im Obersteg wurde am 26. August 1992 von Doris Im Obersteg-Lerch, der Witwe von Jürg Im Obersteg, gegründet. Ihr Zweck ist die Sammlung Im Obersteg zu erhalten und durch Ausstellungen und Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Stiftungsgut, die bedeutende rund 200 Werke umfassende Kunstsammlung der Klassischen Moderne von Karl und Jürg Im Obersteg, wurde von 1995 bis 2002 im renovierten Wichterheer-Gut in Oberhofen am Thunersee jeweils während der Sommermonate ausgestellt. Die Wahl von Oberhofen als Standort hing mit Boltigen im Simmental, dem Heimatort der Familie Im Obersteg im Berner Oberland, zusammen. Nach sieben Jahren in Oberhofen zwangen verschiedene Gründe (klimatische Schwierigkeiten, mangelnde Unterstützung der umliegenden Gemeinden, immer grössere Kosten für die Stiftung) den Stiftungsrat, ein neues Domizil für die Sammlung zu suchen.
Anfang Juni 2002 entschied sich der Stiftungsrat unter Vorsitz von Doris Im Obersteg-Lerch, dass das Kunstmuseum Basel, dem Karl und Jürg Im Obersteg freundschaftlich verbunden waren, das neue Domizil der Sammlung Im Obersteg sein wird. Im Dezember 2002 unterzeichneten Vertreter des Stiftungsrats der Stiftung Im Obersteg und des Kunstmuseums Basel eine Vereinbarung, in der alle vertraglichen Modalitäten der zukünftigen Zusammenarbeit festgehalten sind. Im Januar 2004 wurde der Sitz der Stiftung nach Basel verlegt und die Sammlung neu im Kunstmuseum Basel deponiert, wo seither 40 Hauptwerke integriert in die Sammlungspräsentation des Museums ganzjährig ausgestellt sind.
Für die wissenschaftliche Betreuung ihrer Sammlung finanziert die Stiftung Im Obersteg eine Kuratorenstelle. So ist sichergestellt, dass die Sammlung mittels Ausstellungen und Kataloge der Öffentlichkeit zugänglich ist. Im Kunstmuseum Basel konnten über die Jahre drei Gesamtausstellungen der Sammlung Im Obersteg stattfinden (2004, 2011, 2020). Die Sammlung reiste auch ins Ausland, wo sie im Kunstforum Wien (2003), im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia Madrid (2015) sowie in der Phillips Collection Washington (2015/16) gezeigt wurde. In der Schweiz wurden ebenfalls Ausstellungen realisiert.