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Mit den Analysen von Swisscom kann das BAG prüfen, ob sich weniger Menschen im Freien aufhalten und ob es noch Ansammlungen von grösseren Gruppen gibt. Dazu soll geprüft werden, wie sich die die Frequentierung von Parks, Sehenswürdigkeiten und anderen Plätzen im öffentlichen Raum seit der Einführung der Massnahmen entwickelt haben.
Zu diesem Zweck hat das BAG bei Swisscom beantragt, den Zugriff auf die Mobility Insights Plattform zu erhalten. Diese beinhaltet Analysen der Mobilität und von Menschenansammlungen. Damit kann retrospektiv überprüft werden, wie viele Menschen sich im öffentlichen Raum aufgehalten haben.
Weniger Menschen unterwegs nach den Massnahmen des Bundes
Die Visualisierungen zeigen den zeitlichen Verlauf der Aufenthalte von Handybesitzern in 100 mal 100 Meter grossen Gebieten. Dies allerdings nur, wenn mehr als 20 Mobilfunkgeräte in einem solchen Gebiet vorhanden sind. Erste Auswertungen seitens der Swisscom zeigen, dass seit dem Versammlungsverbot von mehr als fünf Personen deutlich weniger Menschen unterwegs waren. Zu keinem Zeitpunkt erhält das BAG Standortdaten, sondern lediglich Visualisierungen, welche Swisscom aus diesen Daten errechnen kann. Die Vorgaben des Datenschutzgesetzes und die ethischen Grundsätze, welche Swisscom bei der Datenverwendung befolgt, werden vollumfänglich eingehalten. Sobald die Covid-19-Verordnung 2 nicht mehr gilt, werden dem BAG keine Analysen mehr zur Verfügung gestellt.
Die Mobility Insights Plattform von Swisscom (gestützt auf Art. 45b des Fernmeldegesetzes) weist die ungefähre Mobilität von allen SIM-Karten eines Gebiets (zum Beispiel eines Kantons) innerhalb einer bestimmten Zeitspanne aus. Die Analysen basieren auf 24 Stunden zurückliegenden ungefähren Standortangaben.
Die Plattform und entsprechende Analysen wurden bereits im Smart City Umfeld verwendet, wie z.B. in Montreux oder in Pully.