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Standards haben in den letzten 20 Jahren auf EU-Ebene an Bedeutung gewonnen. Dies betrifft das gesamte Spektrum von Qualitätsstandards über Sicherheitsstandards bis hin zu Kompatibilitätsstandards. Dieses Buch analysiert Standardisierungspolitiken der EU im Bereich der Telekommunikation aus politikwissenschaftlicher Perspektive und erklärt dabei die Rolle von Institutionen und Pfadabhängigkeiten am Beispiel des GSM-Standards. Die zentrale Frage lautet dabei: Welche Rolle spielen Institutionen bei der Standardisierung in der europäischen Telekommunikationsindustrie, um industriepolitische Ziele der EU zu verwirklichen? Terence Peikert gibt zunächst einen Überblick zu Standards und Standardisierungsprozessen. Anschließend stellt er mit den drei Neo-Institutionalismen und dem Konzept der Pfadabhängigkeit das theoretische Gerüst auf, um zu erläutern, wie die europäische Industriepolitik die Bildung pfadabhängiger Prozesse begünstigt. Danach werden Maßnahmen bezüglich europäischer Standardisierungspolitiken im Telekommunikationssektor und die Rolle von Institutionen erörtert. Im abschließenden Kapitel werden die Entwicklungen und Prozesse des GSM-Standards ausführlich diskutiert.