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Hohe Cholesterinwerte gelten als Risikofaktor für Herzinfarkte und Schlaganfälle bedingt durch Ablagerungen in den Gefässen. Gegen die hohen Cholesterinwerte werden häufig Statine eingesetzt. Diese cholesterinsenkenden Medikamente erzielen jedoch nur einen nachhaltigen therapeutischen Erfolg, wenn gleichzeitig der Lebenstill angepasst wird.
Wer Statine schluckt, sollte sich mehr bewegen und auf eine gesunde, fettarme Ernährung achten. Diese Erkenntnis scheint in der Praxis jedoch von vielen Patienten nur wenig berücksichtigt zu werden, so das Ergebnis einer amerikanischen Studie.
Die im «Journal oft the American Medical Association JAMA» veröffentlichte Untersuchung basiert auf den Daten einer Erhebung, die während zwölf Jahren die Ernährungsgewohnheiten und den Gesundheitszustand von rund 30'000 erwachsenen Amerikanern erfasste. Es zeigte sich, dass Patienten, die mit Statinen behandelt wurden, zu Beginn zwar täglich noch rund zehn Gramm Fett und 180 Kilokalorien weniger einnahmen als die Menschen in der Kontrollgruppe.
Innerhalb von zehn Jahren erhöhten die mit Statinen behandelten Teilnehmer ihre Kalorienaufnahme um zehn, die Fettaufnahme um 14 Prozent. Dies führte zu einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von drei bis fünf Kilogramm.
Die Probanden in der statinfreien Kontrollgruppe veränderte ihre Ernährungsgewohnheiten während der gleichen Zeitspanne hingegen praktisch nicht. Die Forscher vermuten, dass sich die Patienten durch die Einnahme der Statine vor Herzinfarkten so gut geschützt fühlen, dass sie die Einhaltung eines gesunden Lebenstils mit der Zeit vernachlässigen.