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Spätestens seit dem Dokumentarfilm „More than honey“ von Markus Imhoof weiss jeder, dass wir Honigbienen brauchen. Denn ohne die Bestäubung der fleissigen Insekten würde mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel nicht gedeihen. Sogar Einstein sollte angeblich mal gesagt haben, dass wenn Bienen aussterben, der Mensch vier Jahre später ebenfalls aussterbe.
Woher das grosse Bienensterben kommt, ist allerdings nicht abschliessend geklärt. Fakt ist jedoch, dass einige Imker in der Schweiz vor ein paar Jahren sogar ihre Bienenvölker an Obstbauern ausliehen, damit die Bäume optimal bestäubt werden konnten. Dieses Unterfangen wurde aber nach einigen Versuchen schnell wieder beendet, weil die Imker nicht wollten, dass ihre Honigbienen mit den Pestiziden der Agrarwirtschaft in Kontakt kamen.
Heute erreichen die Bauern in der Schweiz mit den Wildbienen eine gute Bestäubungsgesundheit. Grund dafür ist sicherlich, dass viele Wildbienen den letzten Winter gut überstanden haben. Dies heisst aber nicht, dass sich die globale Bestäubungsgesundheit seit dem Dokumentarfilm „More than honey“ wieder erholt hat. Denn nach wie vor berichten Imker aus aller Welt über einen plötzlichen und unerklärlichen Rückgang ihrer Honigbienenpopulation.
Oliver Varga