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1961-1962
Am 12. April 1961 beschliessen Vertretende von Kantonsregierung, Wirtschaft und gemeinnützigen Institutionen, eine Kommission mit der „Betreuung der Fremdarbeiter“ zu beauftragen. Am 12. Oktober 1961 beginnt die von der GGG gegründete „Kommission zur Betreuung ausländischer Arbeitskräfte“ mit der Planung einer Beratungsstelle. 10 Monate später, am 6. August 1962, eröffnet die GGG die „Beratungsstelle für ausländische Arbeitskräfte“ an der St. Alban-Vorstadt 24. Zwei Teilzeitangestellte werden mit der Aufgabe betraut, „den Ausländern in jeder Weise beratend zu helfen.“
1963-1969
In den ersten Jahren werden jährlich rund 3’000 Personen beraten, vor allem Personen aus Spanien und Italien. Die Kommission bemüht sich mit grossem Einsatz um die Verbesserung ihrer Wohnsituation. Arbeitgebende und Kanton leisten finanzielle Beiträge. 1965 wird ein Sekretariat mit einem vollamtlichem Geschäftsführer eingerichtet. Ab 1966 werden „Aufklärungsabende“ mit Referaten und Filmen über die Schweiz sowie audio-visuelle Deutschkurse angeboten. Später kommen diverse Kurse, Mittagshorte und Aufgabenstunden hinzu. Im September 1969 zieht die Beratungsstelle an die Eulerstrasse 26 um und erweitert die Öffnungszeiten auf die ganze Woche. Neu werden Sprechstunden für „Eheprobleme, Fragen des Verkehrs und Berufseingliederung“ angeboten. Das im selben Haus eröffnete Freizeitzentrum entwickelt sich rasch zu einem Treffpunkt für die Migrationsbevölkerung in Basel.
1970-1979
Zunehmend kommen Kundinnen und Kunden aus Jugoslawien, Türkei, Portugal und Griechenland. Bis zu 5’000 Personen werden jährlich beraten, oft mit Hilfe von Dolmetschenden. Erste schriftliche Übersetzungen werden angeboten. 1972 wird eine „Vermittlungsstelle für Wohnungsbeschaffung“ eingerichtet. Die grössten Beiträge kommen weiterhin vom Kanton und von den Arbeitgebenden – der Basler Volkswirtschaftbund empfiehlt einen Beitrag von Fr. 3.- pro beratene Person. 1978 werden die Orientierungsabende mangels Nachfrage eingestellt.
1980-1989
Durch den Zuzug von Flüchtlingen aus Jugoslawien und der Türkei steigt die Zahl der beratenen Personen auf über 8’000. 1984 wird der Name in „Ausländerbetreuung der GGG“ geändert. Die Kommission besteht ab diesem Moment aus Vertretern unterschiedlicher Länder. Personen aus Italien, ehemaligem Jugoslawien, Spanien und der Türkei bilden dieses Gremiums. 1985 gibt es kurzfristig eine Entlastung durch die Gründung unserer Schwesterorganisation, der heute noch bestehenden Beratungsstelle für Asylsuchende (BAS).
1990-1999
1991 wird der Name in „Ausländerberatung der GGG“ geändert. Die GGG kauft die Liegenschaft an der Eulerstrasse 26. 1994 steigt die Zahl der Konsultationen auf den Höchstwert von 12’252. Drei Viertel der Ratsuchenden kommen aus Spanien, (Ex-)Jugoslawien und der Türkei. Neue Berater/innen werden angestellt. 1999 bieten 11 Mitarbeitende Beratungen in elf Sprachen an, seit 1995 unterstützt durch Computer.
2000-2009
Zu Beginn des neuen Jahrtausends werden Beratungsstunden in zusätzlichen slawischen Sprachen angeboten. Das bestehende Angebot wird später mit Beratungen in den Sprachen Thai und Tamil ergänzt. 2001 wird die Abteilung „Informationsstelle“ der GGGG Migration gegründet, die ab diesem Zeitpunkt für Vermittlungsangebote und Projekte im Integrationsbereich verantwortlich ist. Die Informationsstelle wird schnell zur zentralen Anlauf- und Koordinationsstelle für all diejenigen, die sich für Integrationsanliegen einsetzen oder interessieren. 2003 erhält die damalige „GGG Ausländerberatung“ ihren ersten Internetauftritt unter www.auslaenderberatung-basel.ch. Basel übernimmt schweizweit eine Pionierrolle im Integrationsbereich und fördert eine aktive Willkommenskultur. Ab 2007 werden die ersten Begrüssungsveranstaltungen für Neuzuziehende organisiert. Ein Jahr später werden mit dem Inkrafttreten des Basler Integrationsgesetzes die Informationsangebote für Migrationsorganisationen (heutzutage als «Infomodule» genannt) lanciert, die Zusammenarbeit mit der Arbeitgeberschaft und eigene Projekte ausgebaut, z.B. „Wie ticken die Schweizer/innen?“ oder „Besseres Deutsch durch Begegnung“.
2010-2019
2010 gibt sich die GGG einen neuen Auftritt, in dessen Rahmen unsere Organisation in „GGG Ausländerberatung“ umbenannt wird. Ein vom Bund gefördertes Projekt sensibilisiert die Migrationsbevölkerung zum Thema Zwangsheirat. 2012 feiert die GGG Ausländerberatung ihr 50-jähriges Bestehen. 2013 wird die erste Basler Fachtagung Integration organisiert. Im Juni 2016 erhält die Organisation einen neuen Namen: GGG Migration. Ende 2019 zählt GGG Migration 15 Festangestellte. Die Beratungsstelle berät jährlich rund 10’000 Personen in 14 Sprachen. Die Informationsstelle pflegt ihre Kontakte zu 5’000 Personen und Organisationen. Der Übersetzungsdienst bearbeitet jährlich über 500 Aufträge.