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Andy Schwab
älterer Name: Kaleidoskop
Andy Schwab wurde im Jahr 1965 in Basel geboren. Er ist reformiert aufgewachsen, meint aber rückblickend, dass der christliche Glaube in seiner Erziehung kaum eine Rolle gespielt habe (Schwab, Die Liebe der geistigen Welt, Grafing 2015, s. 22). Nach der Schulzeit absolvierte Schwab eine Ausbildung als Speditionskaufmann, wurde dann aber als Informatiker tätig, zuerst bei einer Grossbank, ab 1989 in seiner eigenen Firma.
Schon mit Mitte zwanzig interessierte sich Schwab für esoterische Themen. Ums Jahr 1990 herum besuchte er die damaligen PSI-Tage in Basel und erlebte hier eine spiritistische Demonstration von Jenseitskontakten durch das bekannte englische Medium Gaye Muir. Bei dieser besuchte er ab November 1994 einen Kurs, welchen Muir damals in Bern anbot. Ab dem Sommer 1995 belegte Schwab verschiedene Ausbildungen am Arthur Findlay College in Standsted UK, der renommiertesten Ausbildungsstätte in spiritistischer Tradition.
Im Mai 1998 begründete Schwab das Kaleidoskop-Zentrum als eigenes Schulungszentrum. Hier bot er zusammen mit seiner Frau Kurse in Medialität und Heilen an. Daneben führte Schwab seine Informatik-Firma weiter, bis er diese im Jahr 2006 aufgab. Bekanntester Absolvent von Schwabs Ausbildung in Medialität ist Pascal Voggenhuber.
Auf einer Indienreise lernte Schwab in Kalkutta Paramapada Dhirananda (1937-2011) kennen, den er als seinen Lehrer und Guru bezeichet. Schwab liess sich von Dhirananda in Kriya Yoga einführen und wirkte in der Folge auch als Yogalehrer.
Heute nennt sich Andy Schwabs Firma Andy Schwab GmbH und hat ihren Sitz in Zug.
Schwab unterscheidet zwischen Sensitivität und Medialität: Sensitive machen übersinnliche Wahrnehmungen im Diesseits, indem sie etwa die Aura von Menschen oder Störfelder sehen, wogegen Medien Kontakt zu jenseitigen Wesen vermitteln. Mediumismus ist eine Option, die in jedem Menschen angelegt ist: „Die Fähigkeit, Medium zu sein, tragen wir alle in uns.“ (Schwab, Liebe s. 151).
Andy Schwab rechnet wie die meisten Jenseitsmedien mit Reinkarnation und einem klassischen Leib-Seele-Dualismus: „Die Seele kommt mit einem Körper zur Welt ähnlich einem Kleid, das sie eine Zeitlang tragen wird.“ (Schwab, Liebe s. 97)
Die Reinkarnationen werden angetrieben vom Karma, welches Andy Schwab im Sinne der asiatischen Religionen versteht: „Alles, was wir sagen, tun und denken, hat unausweichliche Folgen. Die Art und Weise, wie wir damit umgehen, führt zu neuen Ursachen, die erneut Folgen haben. Das ist ein Naturgesetz.“ (Schwab, Liebe s. 117) Das Karma treibt die Inkarnationen an: „So lange bis ein Wesen mit dem göttlichen Bewusstsein, seinem höheren Selbst, seiner Mitte oder wie immer man eine höhere Macht nennen will, verschmolzen ist. Ich könnte auch einen buddhistischen Schlüsselbegriff benutzen und sagen: um den Zustand von Nirvana zu erreichen, der den Kreislauf des Leidens und der Wiedergeburten beendet.“ (Schwab, Liebe s. 117f.)
Im Gegensatz zu anderen Esoterikern betont Andy Schwab, dass sich die Seele ihre nächste Inkarnation in aller Regel nicht selbst aussuchen kann: „Inkarnationen sind ein karmischer Prozess. Nur sehr weit fortgeschrittene Seelen oder Erleuchtete können diesen direkt beeinflussen oder gar selber entscheiden, wo und unter welchen Umständen sie wieder zur Welt kommen wollen. Doch das sind nur einige Wenige.“ (Schwab, Liebe s. 121)
Für den Zeitraum zwischen den einzelnen Inkarnationen gibt es keine Regel, auch dieser wird vom Karma bestimmt: „Eine erneute Geburt kann durchaus sofort nach dem Tod stattfinden.“ (Schwab, Liebe s. 120) Andy Schwab selbst berichtet von zwei Vorleben im 20. Jahrhundert.
Mit der theosophisch-esoterischen Reinkarnationslehre teilt Schwab die Vorstellung einer gerichteten Entwicklung, die durch Lernen geprägt ist: „Warum sind wir hier auf Erden? Weil wir wachsen, lernen und uns weiterentwickeln sollen.“ (Schwab, Liebe s. 153)
Die Verstorbenen behalten im Jenseits ihre Züge, welche sie schon zu Lebzeiten geprägt haben. So berichtet Andy Schwab von einem ehemaligen Frauenhelden, dass er sich nun als Geist ausschliesslich über weibliche Medien äussere und sich – Auswahl vorausgesetzt – stets für das hübscheste Medium entscheiden würde: „Man(n) wird nicht gleich zum Engel, wenn man verstirbt.“ (Schwab, Liebe s. 61)
Dies gilt auch für die Botschaften aus dem Jenseits: „Nachrichten der Verstorbenen sind stets deren persönliche Meinung. Die Meinung des Vaters, der Mutter, der Grosseltern … Nur weil sie verstorben sind, sind sie nicht allwissend, und schon gar nicht sind sie heilig.“ (Schwab, Liebe s. 186)
Verstorbene werden unterstützt von ihren Geistführern, welche schon zu Lebzeiten dem Menschen beistehen und im Jenseits den Kontakt zu spiritistischen Medien einfädeln. Ähnlich wie sein Schüler Pascal Voggenhuber geht Andy Schwab davon aus, dass Geistführer, Schutzengel, Lichtwesen und Krafttiere keine unterschiedlichen Kategorien, sondern nur verschiedene Erscheinungsformen derselben Wesen darstellen.
Im Jenseits gibt es auch Entwicklung, wenn auch langsamer aus auf der Erde. Verstorbene können sich auf drei Wegen weiterbilden: Durch Austausch mit anderen Verstorbenen, durch die Akasha-Chronik, „die allumfassende Wissensbibliothek“, und durch Diskussionsrunden mit Geistführern (Schwab, Liebe s. 137).
Die Verstorbenen suchen den Kontakt mit ihren noch lebenden Angehörigen: „Unsere Lieben aus der geistigen Welt sind uns stets nahe und begleiten uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens.“ (Schwab, Liebe s. 153)
Kritisch sieht Schwab die Tätigkeit von sog. Rettungszirkeln, welche Verstorbene, die im Jenseits festhängen und den Weg zu weiterer Entwicklung nicht finden, ins Licht führen wollen. Schwab meint, dass mit dieser Aktivität in illegitimer Weise in den freien Willen und das Karma der betreffenden Verstorbenen eingegriffen würde.
Sehr negativ wertet Schwab den Suizid: „Selbstmord ist immer der falsche Weg; und karmisch gesehen, ist jeder Suizid fatal.“ (Schwab, Liebe, s. 88). Dies gilt auch für die Inanspruchnahme von Sterbehilfe: „Ich möchte hier eindringlich mahnen, eine solche Entscheidung niemals leichtfertig und nur im äussersten Notfall zu treffen. Oder noch besser: gar nicht!“ (ebd.)
Deutlich äussert sich Schwab auch über den Zeitpunkt, an welchem eine Inkarnation beginnt: „Bei der Zeugung und somit der Befruchtung des Eies tritt die Seele des neuen Menschen in den Leib der Mutter ein.“ (Schwab, Liebe s. 97)
Schwab betont, dass das göttliche Licht in jedem Menschen wohnt: „Dieses Licht ist die bedingungslose Liebe des Universums, die ‚Liebe Gottes‘. Gott ist für mich das ‚göttliche Bewusstsein‘ in allem und nicht der Gott in kirchlichem Sinne.“ (Schwab, Licht s. 102)
Für Andy Schwab zählt Jesus ebenso zu den Weltenlehrern wie Buddha, Krishna, Kapila oder Patanjali.
Kritisch sieht Andy Schwab Zukunftsvoraussagen, weil diese ins Karma eingreifen und karmisch auf die wahrsagende Person zurückfallen können: „Daher rate ich, grundsätzlich keine Zukunftsvoraussagen zu machen.“ (Schwab, Liebe s. 209)
Andy Schwab bietet neben Jenseitskontakten zu Verstorbenen verschiedene Ausbildungen in Sensitivität und Medialität an, aber auch spiritistische Zirkel in Zürich (im Silent Power, Altstetterstrasse 121 in 8048 Zürich Altstetten) und Übungsabende in Zug Oberwil. Daneben offeriert Andy Schwab auch Einzelcoachings sowie Coachings für Paare, Familien, Firmen oder grosse Unternehmen. Zudem bietet er Spirituelles Heilen an, bei welchem er als Kanal für Heilenergie von seinen Geistführern agiert.
Andy Schwab selbst sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit in der Seelsorge: „Ich sehe mich nicht nur als ‚Botschafter de geistigen Welt‘, als spirituellen Heiler und Begleiter, sondern vor allem auch als modernen Seelsorger.“ (Schwab, Liebe s. 249).
Jenseitskontakte mit Andy Schwab als Medium kosten Fr. 200.- für 50 Minuten. Derselbe Tarif gilt fürs Coaching von Privatpersonen. Geschäftsberatungen in Andy Schwabs Praxis werden mit Fr. 350.- pro 50 Minuten verrechnet.
Auch die Ausbildungen kennen feste Preise, so kostet etwa die Basisausbildung Sensivität und Medialität, welche elf Wochenendseminare, 75 Übungsstunden in Zirkeln sowie eine Intensivwoche und individuelles Coaching umfasst, insgesamt Fr. 5’990.-