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|Frau Weder und Frau Sutter sind Arbeitskolleginnen, beide sind bei derselben Vorsorge-Einrichtung obligatorisch versichert und weisen zum Zeitpunkt der Pensionierung dasselbe Altersguthaben auf. Warum kriegt Frau Sutter, die 2011 pensioniert wird, 10 % weniger Rente als Frau Weder, die schon 2007 in Pension geht?
|Der Grund für diese tiefere Rente ist der Umwandlungssatz. Für die Berechnung der Altersrente wird das voraussichtliche Altersguthaben mit dem so genannten Umwandlungssatz der Pensionskasse multipliziert. Somit bringt die Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes eine tiefere Rente.
Der Bundesrat hat kürzlich entschieden, den Mindestumwandlungssatz von 6.8 % auf 6.4 % zu senken. Da die Renditeerwartungen auf den Finanzmärkten auf lange Sicht deutlich gesunken sind, erfolgt die Senkung rascher und stärker als im Rahmen der 1. BVG-Revision bereits vorgesehen ist. Das Inkrafttreten der Vorlage ist für den 1.1.2008 geplant, der Senkungsprozess soll sich in vier Schritten über den Zeitraum 2008 bis 2011 erstrecken.
Was von der Politik als Notwendigkeit aufgrund der demografischen Entwicklung angesehen wird, hat für die einzelne Rentnerin, zum Beispiel die eingangs erwähnte Frau Sutter, erhebliche Auswirkungen aufs eigene Portmonee. Die Senkung des Umwandlungssatzes zeigt die zunehmende Bedeutung der eigenen Vorsorge auf. Gerade dort, wo gesetzliche änderungen angekündigt sind, macht eine Pensionierungsplanung 5-10 Jahre vor der ordentlichen Pensionierung Sinn. Sie schafft Transparenz und Sicherheit in Bezug auf das Einkommen nach der Erwerbsphase.

Autorin/Autor

Claudia Rechsteiner-Bürki
|Publikationsdatum
|30.06.2006