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- Das oberste Verwaltungsgericht in Paris beurteilte die Lebensbedingungen für Flüchtlinge in Calais als unmenschlich.
- Damit bestätigte das Gericht ein Urteil des Verwaltungsgerichts von Lille.
- Nun muss Frankreich die Lebensbedingungen für die Migranten verbessern.
Ein Gericht hat entschieden, dass Frankreich die Lebensbedingungen für Migranten verbessern muss, die sich in der Nähe der nördlichen Hafenstadt Calais aufhalten. Beanstandet wurde die Untätigkeit der Behörden.
Der Staatsrat bestätigte damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts von Lille, das im November 2015 unter anderem die Schaffung von Latrinen und Wasserstellen für die Migranten angeordnet hatte. Das Innenministerium und die Stadt Calais waren dagegen in Berufung gegangen.
Behörden würden zu gewaltsam vorgehen
Seit Jahren sammeln sich in Nordfrankreich immer wieder Menschen, die illegal nach Grossbritannien gelangen wollen. Aktuell sollen sich in der Nähe von Calais mehrere Hundert Asylsuchende aufhalten.
Die Behörden wollen die Entstehung neuer Barackenlager verhindern, erst im Oktober hatten sie ein als «Dschungel von Calais» bekanntes riesiges Flüchtlingslager geräumt. Provisorische Unterkünfte werden deshalb nicht mehr geduldet.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte vergangene Woche ein zu gewaltsames Vorgehen der Polizei kritisiert – die Behörden wiesen diese Vorwürfe zurück.