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«Unsozial denkende Firmen: Unter diesem Titel wurde in diesem Vereinsjahre im Zentralblatt eine neue Rubrik eröffnet. Sie soll dazu dienen, diejenigen Firmen "an den Pranger" zu stellen, die ihre Mitarbeiter in einer Weise entlöhnen, die den heutigen Zeitanforderungen nicht entspricht. Erfreulicherweise hat die Rubrik bis heute keinen allzu grossen Umfang angenommen, und wir wollen hoffen, dass dies auch in Zukunft nicht der Fall sein werde. Trotzdem bietet aber die Liste der veröffentlichten Firmen schon eine interessante Kollektion, in den neben der ausgesprochenen Kriegsgründung, eine auf einen alten Namen sich berufende die Schweizer Firma, neben der Millionen Gewinn bringende Welt Industrie Gesellschaft der geriebene Ausländer steht.» 64. Jahresbericht des Centralkomitees des Schweizerischen Kaufmännischen Vereins 1918/1919, S. 20.
Das damalige Magazin «Antenne» beleuchtet die Geschichte des Kaufmännischen Vereins Schweiz ausführlich.
links: Werbung für KV-Bibliotheken, zwanziger Jahre
mitte: Jugendliche beim Lesen des «Jugendboten» ca. 1920
rechs: Prüfungsdiplom, ausgestellt an der Delegiertenversammlung Appenzell 1922
Freier Samstagnachmittag
Die Einführung des freien Samstagnachmittags hat wiederum erfreuliche Fortschritte gemacht. Bisher sind im Allgemeinen die Banken in dieser Hinsicht vorangegangen. Ihnen sind dann in der Regel an dem betreffenden Platze jeweilen die besseren Handelshäuser gefolgt. Nun macht der freie Samstag Nachmittag auch auf Büro von Fabrikbetrieben Fortschritte, nachdem vieler Orts der Haupteinwand durch Freigabe des Samstagnachmittags auch an die Fabrikarbeiter da hingefallen ist.»
Schweizerischer Kaufmännischer Verein,
44. Jahresbericht des Centralkomitees 1916/1917, S. 35 f
links: Restaurant im KV Bern, ca. 1920
rechts: KVBüro, 2. von links: Karl Stoll (Zentralsekretär 1902-1924), ca. 1920