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500 m. Burgruine, auf dem Hübschenstein, 900 m
ö.
Dornach.
Die das Thal beherrschende, 1499 dem Angriff der Truppen des Schwäbischen Bundes siegreich wiederstehende Burg
wurde im 17. Jahrhundert mit neuen Aussenwerken umgeben, 1798 aber gleich andern Burgen der Gegend
(Thierstein,
Gilgenberg
etc.) von den Franzosen in Asche gelegt.
Dank der Initiative einiger Freunde schweizerischer Altertümer
sind Massnahmen zur möglichst guten Erhaltung der prachtvollen Ruine mit ihrer einzigartigen Aussicht getroffen worden.
Hier wurde 1899 die vierhundertjährige Gedenkfeier der Schlacht bei Dorneck mit der Aufführung eines historischen Festspieles
gefeiert.
Amtei des Kantons Solothurn.
Umfasst den n. Abschnitt des Kantons und liegt ganz im Juragebirge.
Fläche: 17593 ha.
23 Gemeinden; 2 Wahlkreise:
Dorneck (oder
Dornach) und Thierstein.
Zusammen 13058 Ew. deutscher Zunge in 3779^[Berichtigung:
2007]
Häusern und 2905 Haushaltungen. 12374 Katholiken und 684 Reformierte. Die Amtei, deren rechts von der
Birs gelegener
Anteil auch den Namen des
Schwarzbubenlandes führt, zerfällt in drei von einander geschiedene Abteilungen:
Berge nicht hoch: Blauenberg (836 m) im S. an der Grenze gegen Bern,
Bättwilerberg (553 m) und Landskronberg
(546 m) im NO., diese beiden von einander getrennt durch die tiefe Klus von Flühen. Das in einer mittleren Höhe von 500 m
gelegene Plateau von Mariastein wird von SW.-NO. durch einen tiefen, felsigen Einschnitt, der auf die Klus
von Flühen ausmündet, in zwei Teile zerschnitten. Einige km n. davon fliesst der Birsig im Sundgau, einem breiten und fruchtbaren
Thale, das zum grössern Teil auf deutschem Boden liegt und nur mit der Gemeinde Rodersdorf der Schweiz angehört.
Sie wird von W.-O. von der bei Laufen von links in die Birs mündenden Lützel durchschnitten, die hier von S. her die unbedeutenden
Bäche des Suhrthalgrabens und Mettgrabens aufnimmt. S. der Lützel erheben sich Schattenberg (729 m) und Ruschberg
(754 m), n. der Lützel der Blauenstein (610 m) mit einer Turmruine, die Rote Fluh (783 m) und das Signal (835 m). Die Landschaft
nur mässig fruchtbar, viele Waldungen und schöne Sennberge mit zahlreichen Meierhöfen. Die industrielle Tätigkeit (Seidenweberei,
Tabakpfeifenfabrikation) beschränkt sich auf das Dorf Kleinlützel. Einzige Fahrstrasse die längs der
Lützel hinführende Strasse Grosslützel-Laufen.
Die Amtei erfreut sich eines milden Klimas. Schneefall unbedeutend, mit Ausnahme der Gebiete von Hochwald und Gempen, wo auch
starke Herbstnebel auftreten. Im Leimenthal und längs der untern Birs nähert sich der Pflanzenwuchs den Verhältnissen um
Basel.
Die Obstbäume, z. B. Nuss- und Kirschbäume, liefern reichen Ertrag, während die Weinernte nur von
mittlerer Güte ist. Büren unterhält einen lebhaften Handel mit Kirschen. Hauptbeschäftigung der Bewohner sind Acker- und
Obstbau, Hornviehzucht und Holzhandel. In fast allen Dörfern wird Seide gewoben. Die Steinbrüche von Bärschwil liefern Zement
und Gips.