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Der Weisse Morpho ist einer der elegantesten Schmetterlinge im Papiliorama: Er flattert nicht etwa durch die Luft, sondern segelt mit seinen weissen, grossen Flügeln weit oben in der Kuppel durch den Tropengarten. Wer nach diesem Schmetterling sucht, erkennt ihn aber nicht nur an seinem Flugstil. Der Weisse Morpho ist praktisch nie alleine unterwegs. Meistens wird er von der Weissen Baumnymphe verfolgt, erklärt Papiliorama-Direktor Caspar Bijleveld und zeigt auf ein solches Zweiergespann über den Bäumen: Dicht fliegt die Baumnymphe dem Morpho hinterher. Auch wenn der Weisse Morpho auf einem Ast Pause macht, ist ihm die Baumnymphe ganz nah: Sie hat sich einige Zentimeter oberhalb des Morphos auf den Ast gesetzt.
14 Zentimeter grosse Flügel
Der Weisse Morpho gehört zur Familie der Edelfalter. Doch anders als seine Artgenossen hat er nicht farbenprächtige, leuchtende Flügel, sondern weisse. Seine Flügel erreichen eine Spannweite von bis zu 14 Zentimetern.
Dass der Weisse Morpho von der Weissen Baumnymphe verfolgt wird, kommt nur im Papiliorama vor. In der freien Natur leben die beiden Schmetterlingsarten in unterschiedlichen Gebieten. Der Weisse Morpho ist in Mittelamerika verbreitet, die Weisse Baumnymphe in Südostasien. Dass im Papiliorama beide Arten herumfliegen, ist für Caspar Bijleveld denn auch der Grund für die Verfolgungsjagd: «Wenn männliche, schwarzweisse Baumnymphen aus Asien im Papiliorama einen schönen Weissen Morpho aus Südamerika sehen, denken sie, dass dies das schönste Weibchen der Welt sei. Sie wollen es darum unbedingt haben. «Das ist zwar nur eine Hypothese», meint Bijleveld. «Aber wenn man sieht, wie viele Baumnymphen manchmal hinter einem Morpho herfliegen, könnte es wohl schon richtig sein.»
Im Rahmen des25-Jahr-Jubiläums des Papilioramasin Kerzers stellen die FN in einer losen Herbstserie die Bewohner des Tropengartens vor.