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Badewanne aufgefunden
Zugegebenermaßen nicht mehr neu, aber trotzdem wert, sie nochmals „aufzuwärmen“ ist die folgende Information: Der Banker und Ölindustrieexperte Matt Simmons, der bekannteste Kritiker von British Petroleum (BP) nach der Katastrophe im Golf von Mexiko vom April, wurde am 8.8.2010 in seinem Haus in North Haven im US-Staat Maine tot in der heißen Badewanne aufgefunden. Die Gerichtsmedizin des Staates kam zu dem Schluß, daß der 67-jährige Simmons bei einem Unfall ertrunken sei, wozu auch sein Herzleiden beigetragen habe.
Nun stellt man sich weithin die Frage: War es wirklich ein Unfall, oder war es eine Warnung?
Simmons war Mitglied des Council on Foreign Relations und des Nationalen Erdölrats der USA und hatte George W. Bush im Wahlkampf beraten. Unmittelbar nach der Explosion der BP-Bohrinsel trat er prominent im Fernsehen auf und verurteilte scharf Unfähigkeit und Betrug bei BP. Er sagte, die Explosion sei viel schlimmer, als BP behaupte, und forderte, das Leck mit Hilfe von Kernsprengsätzen (!?)zu schließen. Bei wiederholten Auftritten in den Sendern CNN, MSNBC und Bloomberg bekräftigte Simmons vehement seine Vorwürfe der Lügen und Inkompetenz von BP. Acht Wochen nach dem Beginn dieser Kampagne gegen BP meldete das Unternehmen Simmons & Co., das er 1974 gegründet hatte, er sei als Ehrenvorsitzender der Firma zurückgetreten.
Im Laufe des Sommers sprach der Herausgeber der mit der LaRouche-Bewegung verbundenen Wissenschaftszeitschrift 21st Century Science & Technology, Laurence Hecht, dreimal telefonisch mit Simmons über die BP-Katastrophe. Simmons erhob dabei folgende Vorwürfe:
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* BP sei „der unfähigste Haufen von Narren“ in der Ölbranche. „Es ist das korrupteste Unternehmen, das ich je gesehen habe.“ Der Konzern habe keine eigenen Kapazitäten, sondern lasse alles von Subunternehmern erledigen. „Einige Leute sollten ins Gefängnis gehen“, sagte Simmons. Kein anderer aus der Ölindustrie rede darüber, also werde er es tun.
* Als John Browne 1995 BP-Chef wurde, habe der geprahlt, er habe die brutalsten Kostensenkungs-Experten der Weltgeschichte in den Konzern geholt.
* In einem Gespräch im Juli sagte Simmons, eine Schlüsselfigur bei BP sei Lord Peter Sutherland, der international einflußreiche Politiker und frühere EU-Kommissar. Die Bohrarbeiten in der Zone „MC 252“ vor der Küste Louisianas sollten Simmons zufolge dazu dienen, daß BP mehr Ölvorräte in seinen Büchern verzeichnen kann, um den Aktienkurs zu steigern. Die Förderung am Ölfeld Thunder Horse im Mississippi Canyon habe nach dem März 2009 ihren Höhepunkt überschritten, und BP habe dringend eine neue Förderquelle gesucht, um seine Gewinne zu steigern.
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Alles in allem, meinte Simmons, „sieht Krupp im Vergleich zu BP noch nett aus. Wissen Sie, was Krupp war? Die haben die Nazis finanziert.“