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Krieg in der Ukraine
Melnyk-Nachfolger kritisiert Bundesregierung: "Könntet so viel mehr, so viel schneller"
Der neue ukrainische Botschafter in Berlin fordert die Bundesregierung zu schnelleren Unterstützungen auf. Selenskyjs Berater sieht derweil eine zügige Einigung über die Lieferung von Kampfpanzern aus Deutschland.
Das Wichtigste in Kürze:
- Botschafter Oleksij Makejew fordert mehr Tempo von Deutschland.
- Er vergleicht Deutschlands Agieren mit einem deutschen Sportwagen, der mit "Tempo 30 über die Autobahn" fährt.
- Selenskyjs Berater optimistisch wegen Einigung über Panzerlieferung.
Oleksij Makejew ist der neue ukrainische Botschafter in Deutschland. Er kritisierte die Bundesregierung und forderte mehr Tempo bei der Unterstützung seines Landes, wie er der "Bild" mitteilte. "Wenn ich Deutschlands Agieren in diesem Krieg anschaue, denke ich manchmal: Da fährt ein deutscher Sportwagen mit Tempo 30 über die Autobahn."
Ukrainischer Botschafter: "Wie viele Butschas noch?"
Es werde immer nur erklärt, wie schwierig es sei, die ukrainischen Forderungen zu erfüllen. Stattdessen solle die Bundesregierung schnell liefern, um die Ukraine im Kampf gegen Russland und Putin zu unterstützen. "Ihr könntet so viel mehr, so viel schneller", sagte Makejew.
Er sieht aktuell keine Gesprächsgrundlage mit Russland. In der Vergangenheit seien tausende Ukrainer von Russen getötet, vergewaltigt und gefoltert worden. "Wie viele Butschas müssen wir der Welt noch zeigen, damit allen klar wird, dass man mit den Russen nicht reden kann?", so der Botschafter.
Berater Podoljak: Schnelle Einigung mit der Bundesregierung über Panzer
Der Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Mychailo Podoljak, gab sich optimistischer. Er rechne mit einer schnellen Einigung mit Deutschland über die Lieferung von Kampfpanzern. "Ich denke, dass wir für die Panzer einen Konsens mit unseren deutschen Partnern finden", so Podoljak zur "Welt". Er verwies darauf, dass es Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den beiden Ländern gebe und appellierte: "Wir sind bereit, jeden Preis für die Sicherheit von Europa zu bezahlen. Aber helfen Sie uns mit Waffen!"
Um weitere Gebiete in der Ukraine zurückerobern zu können, brauche es weitere westliche Waffenlieferungen. "Und Deutschland könnte uns dabei mit den Leopard- und Marder-Panzern optimal helfen." Bisher hat die Bundesregierung die Lieferung von Panzern aus westlicher Produktion an das angegriffene Land abgelehnt.
Verwendete Quellen: