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Das gestrige Derby zwischen Sitten und Servette war vor allem in der ersten Halbzeit äusserst animiert.
Ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene Punkte? Nach dem Remis gegen Lugano hätte man eher die zweite Antwort gewählt. Aber am Tag nach dem Auswärtsspiel im Tourbillon würde man eher mit der ersten Variante antworten.
Servette dominierte die erste halbe Stunde, verblasste dann allmählich und erlebte kurz vor der Pause sogar eine Leidensphase. Der starke Mann bei den Grenat war Torhüter Jeremy Frick. Der Genfer Keeper begann in der siebten Minute damit, den Strafstoss von Kasami abzuwehren, und machte dann mit seiner Galavorstellung weiter. Am formstarken Goalie war für die Walliser Stürmer kein Vorbeikommen und er hielt zum Ende der ersten Halbzeit gegen Facchinetti und Kasami zweimal glänzend.
Der andere Mann des Spiels bei Servette war Timothé Cognat. Der französische Mittelfeldspieler war überall zu finden und krönte seine grossartige Leistung mit seinem ersten Saisontor nach einer sehenswerten kollektiven Aktion. Varol Tasar lief ins Zentrum und spielte auf Kone, der mit der Brust direkt auf Cognat ablegte. Der Franzose nahm den Ball an und traf mit einem platzierten Flachschuss via Innenpfosten zur Führung der Grenat. Fickentscher war chancenlos. Die Genfer Überlegenheit endete paradoxerweise mit diesem Tor, welches eine Sittener Reaktion hervorrief. Lenjani glich dann in der 29. Minute aus.
Die zweite Halbzeit war nicht auf der Höhe der ersten. Ein Schuss von Luan nach einer Stunde und ein Kopfball von Rouiller in der 85. Minute waren die zwei einzigen gefährlichen Torchancen im zweiten Akt. Bemerkenswert ist das Profidebüt vom 19-jährigen Nicolas Vouilloz, der in den letzten Spielminuten Anthony Sauthier ersetzte.
Nun geht es für die Grenat Schlag auf Schlag: am Donnerstagmorgen steht das Auslaufen auf dem Programm und am Freitag fahren die Servettiens bereits nach Luzern. Tasar und Sauthier wurden in Sitten verwarnt und fehlen in der Zentralschweiz gelbgesperrt.