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Die isländische Sprache ist eine Sprache, die nur von etwa dreihunderttausend Menschen weltweit als Muttersprache gesprochen wird. Sie gehört zur indogermanischen Sprachfamilie und gilt in Island als die offizielle Amts- und Standardsprache. Vermutlich hat sich das Isländische aus den bis ins frühe Mittelalter hinein in Skandinavien gesprochenen altnordischen Dialekten entwickelt, die als die Sprache der Wikinger gelten. Seither hat sich das Isländische kaum verändert und weist daher noch heute grosse Ähnlichkeit mit dem Altnordischen auf. So blieb die Grammatik des Altnordischen im Isländischen nahezu vollkommen erhalten, während sich lediglich die Aussprache veränderte. Vermutlich ist die isländische Sprache durch die abgelegene und unwirtliche Lage dieses Sprachraumes über Jahrhunderte von fremden Einflüssen verschont geblieben und deshalb grösstenteils konserviert worden.
Gering ist daher auch der Anteil von Lehnwörtern in der reichen und vielfältigen isländischen Sprache. Lediglich das Dänische – Island stand lange in unmittelbarer Abhängigkeit vom Königreich Dänemark –scheint einen nicht unbedeutenden Einfluss gehabt zu haben. In jüngster Zeit ist jedoch insbesondere das Einwirken der englischen Sprache deutlich geworden, da zahlreiche Anglizismen inzwischen Bestandteile der isländischen Alltagssprache geworden sind. Auch die isländische Schriftsprache scheint uralt zu sein. So gibt es beispielsweise aus dem frühen Mittelalter bereits zahlreiche Überlieferungen: Mythen, Gedichte, Heldensagen und Epen, die in einer hochformalen Dichtersprache abgefasst sind. Das isländische Alphabet entspricht überwiegend dem bekannten lateinischen Alphabet. Es existieren jedoch einige historisch bedingte Sonderzeichen, die überwiegend dazu dienen, um Diphthonge oder typisch isländische Langvokale besonders zu kennzeichnen. Im zwanzigsten Jahrhundert erfuhr die isländische Schriftsprache eine Rechtschreibreform, die zur Vereinheitlichung und Vereinfachung beitragen sollte. Ebenso vielfältig und bunt wie der Wortschatz der isländischen Sprache ist auch ihre Grammatik. Diese stellt aufgrund ihrer Komplexität für den Lernenden oft eine erhebliche Herausforderung dar. Deshalb sollten Sie Ihre Isländisch-Übersetzungen ausschliesslich von einem Muttersprachler anfertigen lassen.
In jüngster Zeit gab es Versuche, die isländische Sprache von fremden Einflüssen und Lehnwörtern zu reinigen. Diese Sprachreinheitsbewegung hat bei den Isländern eine lange Tradition. Sie soll umfassend dazu beitragen, die isländische Kultur und die isländische Sprache, die traditionell eine fremdwortarme Sprache ist, zu bewahren und für die Zukunft zu konservieren. Dies ist jedoch insbesondere in der Wissenschaft schwierig, die von zahlreichen Latinismen und international gebräuchlichen Fachtermini lebt. Dennoch wurde Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts eine Isländische Sprachkommission etabliert, die höchst offiziell über die Reinheit der isländischen Sprache wacht und diesbezüglich systematische Kataloge mit Neuwortschöpfungen und zulässigen Fachbegriffen herausgibt. Die Sprache ist in Island das entscheidende Symbol einer nationalen Identität.
Island ist mit circa 103.000 Quadratkilometern die grösste Vulkaninsel unserer Erde. Es liegt etwa dreihundert Kilometer südöstlich von Grönland und ist von der Schweiz in etwa viereinhalb Flugstunden zu erreichen. Mit nur 370.000 Einwohnern hat das Land in etwa so viele Einwohner wie Münster. Island kann zu Skandinavien gezählt werden, wenn man den Begriff weiter auslegt. Wie die anderen nordischen Länder verfügt Island über ein hohes Pro-Kopf-Einkommen und gehört zu den am höchsten entwickelten Ländern des Planeten. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise geriet allerdings auch der isländische Finanzsektor unter Druck. Anders als in anderen Staaten verzichtete der Inselstaat jedoch darauf, die angeschlagenen Banken zu retten – zu Lasten der internationalen Investoren. Dieses Beispiel machte weltweit Schlagzeilen. Bei Investitionen in Island ist also Vorsicht geboten, es lohnt sich, sehr genau nach Sektor zu differenzieren. Nichtsdestotrotz ist ein starker Partner bei der Geschäftstätigkeit in Island ein Muss. Verträge, Pläne, Bilanzen und viele weitere Dokumente müssen übersetzt werden. Besonders im geschäftlichen Kontext sollten Übersetzungen ausschliesslich von professionellen und vor allem muttersprachlichen Übersetzerinnen und Übersetzern erstellt werden. So ist gewährleistet, dass Dokumente mit einem besonderen fachlichen Hintergrund auch adäquat übersetzt werden.
Islands grösster wirtschaftlicher Sektor besteht schon seit vielen Jahrhunderten: Der Fischfang ist für das kleine Land von herausragender Bedeutung. Der gesamte Sektor macht über vierzig Prozent der isländischen Exporte aus und besteht neben den Fischern selbst aus der fischverarbeitenden Industrie und der Herstellung und Wartung der Ausrüstung. Bis zu zwanzig Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind in diesem Sektor beschäftigt. Aus dieser Situation ergibt sich, dass das wirtschaftliche Wohlergehen Islands auch von den Fischpreisen abhängt. In Zeiten knapp werdender Fischgründe ist dies jedoch nicht unbedingt Grund zur Sorge, sondern kann ein interessanter Investmentanreiz sein. Neben Fisch wird auch Aluminium exportiert, die kleine Insel zählt zu den grössten Produzenten weltweit. Mehrere Minen und Hütten fördern und verarbeiten Islands zweitwichtigstes Exportgut. Diese energieintensive Industrie ist nur möglich, weil Island über bessere Bedingungen für erneuerbare Energien verfügt als alle anderen Länder. Während Erdwärme zum Heizen bereit steht, wird der Strom nahezu komplett aus Wasserkraftwerken gewonnen. Island prüft zurzeit die Möglichkeit, diesen Strom per Unterwasserkabel zu exportieren, was ebenfalls eine interessante Investitionsmöglichkeit bereithält. Denken auch Sie an eine Investition in Island, unterstützen wir Sie gerne mithilfe professioneller Übersetzungen ins Isländische und aus dem Isländischen.