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Birseckbahn
|Kürzel||BEB|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1902-10-06|
|Mutiert||Ab 1974-01-01 Baselland-Transport|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1902 eröffnete und von Anfang an elektrifizierte BEB war eine Aktiengesellschaft. Den Betrieb besorgten bis 1915 die Basler Strassenbahnen (BStrB), danach die BEB selbst. Ihre Linie, die auf 1047 Metern doppelspurig angelegt war, führte von der Stadt Basel (Aeschenplatz) über Münchenstein und Arlesheim bis nach Dornach.
Die BEB entwickelte sich äusserst erfreulich. Ihre Betriebsergebnisse lagen stets im positiven Bereich. Ab 1903 konnte sie alljährlich eine Dividende ausrichten, die 4.5 Prozent des Aktienkapitalwerts entsprach und sich nach 1917 sogar bis auf 8 Prozent steigerte. Die Kriegsereignisse beeinträchtigten den Geschäftsgang der BEB nicht, sondern beflüglten diesen zusätzlich. Die Einnahmen, die praktisch ausschliesslich aus dem Personenverkehr stammten, schnellten von 215'000 Franken 1914 auf 519'000 Franken 1920 hoch. Zwar zogen auch die Ausgaben kräftig an, dennoch erzielte die BEB 1920 ihr bislang bestes Betriebsergebnis.
1911 erhöhte die BEB ihr Eigenkapital und nahm Erweiterungen an den Bahnanlagen vor. 1914 folgte eine erneute Aufstockung des Anlagekapitals, die der umfangreichen Neubeschaffung von Rollmaterial (vor allem Anhänge-Personenwagen) diente. Die Platzkapazitäten der BEB versechsfachten sich zwischen 1915 und 1920. Das Transportangebot (Züge pro Tag usw.) wurde markant erweitert. Die Baukosten der BEB waren ab 1916 deutlich höher als das Anlagekapital. In der Bilanz 1920 standen überdies Ausgaben von über 85'000 Franken für nicht näher präzisierte «unvollendete Bauobjekte». Ihre Investitionen konnte die BEB zu einem grossen Teil direkt durch die hervorragenden Betriebsüberschüsse finanzieren, andererseits stiegen die schwebenden Schulden bis 1920 stark an.
Die Baukosten der BEB waren mit 257'700 Franken pro Bahnkilometer beachtlich (Stand 1920). Dabei spielte das Rollmaterial eine zunehmend dominante Rolle. 45 Prozent der Totalaufwendungen 1920 entfielen auf das Rollmaterial, 1915 waren es erst knapp 12 Prozent gewesen. Beide Werte, sowohl 1915 wie 1920, lagen weit unter respektive über dem Mittel aller Trambahnen von rund 30 Prozent. Wie bei fast allen Trams schlugen sodann vor allem der Ober- und ferner der Hochbau zu Buche. Der Landerwerb machte bei der BEB überdurchschnittliche 10 Prozent der Gesamtkosten aus. Der Blick auf das Jahr 1920 verdeckt jedoch, dass die BEB anfänglich ausgesprochen günstig errichtet werden konnte. 1910 beispielsweise bezifferten sich die Baukosten pro Kilometer lediglich auf 118'400 Franken.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: