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Die Vereinigung für Forschung und Entwicklung der Mam-Maya (Ammid) ist eine staatlich anerkannte Basisorganisation mit Sitz in Comitancillo im Departement San Marcos. Sie fördert die soziale, kulturelle, politische, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der Mam-Maya-Bevölkerung. Diese lebt in grosser Armut und ihr Lebensraum wird nun zusätzlich durch die Aktivitäten von Bergbaufirmen bedroht.
Das Ziel der Organisation ist es, Fähigkeiten der Mam-Maya-Gemeinschaften zu stärken, damit sie die Umstände, unter denen sie leben, erkennen, eine mögliche Weiterentwicklung eigenständig planen und ihre Interessen künftig selbst vertreten können.
Verbesserte Lebensqualität für 3200 Personen
Das vorliegende Projekt arbeitet mit 175 Mam-Maya Familien aus sieben Gemeinschaften zusammen. Zur direkten Zielbevölkerung gehören rund 3 200 Personen. Es ist Ziel des Projekts, eine Verbesserung der Lebensqualität der Familien zu erreichen, zum Beispiel durch die Sicherung der Ernährung. Die kollektiven Rechte sollen allgemein anerkannt und respektiert werden. Es werden Ausbildungen angeboten, die die nachhaltigen landwirtschaftlichen Methoden thematisieren, mit dem Ziel,die biologische Vielfalt zu erhalten. Ausserdem wird die Bevölkerung über ihre Rechte, insbesondere das Recht auf Land und auf Nahrung, aufgeklärt. Damit in Verbindung steht auch das Ziel, die kulturelle Identität der Mam-Maya zu festigen, sodass sie ihren Lebensraum verteidigen können. Gefördert werden besonders weibliche Führungspersonen. Es wird darauf geachtet, dass auf Familien- oder Gemeinschaftsebene beide Geschlechter Entscheidungen zusammen treffen und tragen.
Eine weitere Aktivität von Ammid ist die Beratung. Die Organisation unterstützt die Gemeinschaften bei der Formulierung von Gesuchen. Sie begleitet Frauenkommissionen und bietet Seminare an zu Geschlechtergerechtigkeit, über die Auswirkungen des Bergbaus und wie der Lebensraum der Mam-Maya verteidigt werden kann. Weitere Aktivitäten sind kulturelle Veranstaltungen und generationenübergreifende Treffen.
Dieses Projekt ist Teil der ökumenischen Zusammenarbeit mit Brot für alle.