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The Future Tense
Ein dünnes Heft mit grün-schwarzem Umschlag und schwarzer Fadenbindung bietet ungewöhnliche Manifestation typografischen Handwerks. Ganz ohne Bilder werden auf 28 Seiten Informationen zu einer langperformance des Amerikaners Russel Perkins geboten, der ausgehend von einer mittelalterlichen Beerdigungsmesse mithilfe eines Computerprogramms und eingespeisten GPS-Daten von Mobiltelefonen aus der Covid-19-Pandemie eine potenziell unendliche musikalische Bewegung erzeugte. Nach einer einseitigen Werkbeschreibung in grosser Schrift folgen zwei Essays, die Englisch und Französisch in parallelen, doch beständig wandelnden und teilweise ineinandergreifenden Spalten gesetzt sind. Neben einer Serifenschrift (Englisch) und einer fetten serifenlosen Schrift (Französisch) findet eine Monospace-Schrift für die Fussnoten Verwendung. Die verschiedenen Bestandteile werden auf jeder Seite zu opulenten, bildhaft anmutenden Textformen mit viel Weissraum arrangiert. Obwohl das handwerkliche Können herausragt, verkommt es nicht zur art pour l’art. Selten wird Typografie mit so viel Liebe und Freude ausgeübt, und selten wird ihr so viel Zeit und Raum gewährt. Die etrachtenden finden sich in einen Zustand von Demut versetzt, der dem Thema der Trauer angemessen scheint.