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Ab- und Ausleitende Verfahren
Mit Ableitung, sind Prozesse gemeint, welche zum Ziel haben, die Entfernung von Überschuss-Säften und Schärfen aus dem Zwischenzellraum, den Organen zuzuführen, welche für die Elimination verantwortlich sind. In der TEN wird dies gerne als Klärstrom bezeichnet. Ableitungen können mit pflanzlichen oder mineralischen Arzneimitteln erfolgen, welche einerseits das Lymph- bzw. venöse System stimulieren und anderseits die Eliminationsleistung der Ausscheidungsorgane fördern. Weitere Methoden sind Hautreizverfahren wie z.B. Schröpfen oder Baunscheidtieren.
Ausleitende Verfahren, sind Methoden, bei der Ersatzausscheidungen von Schärfen v.a. über die Haut in Gang gebracht werden. Es wird eine künstliche Öffnung der Haut vorgenommen wie beim Blutigen Schröpfen oder bei der Blutegeltherapie.
Schröpfen
Mit Schröpfköpfen wird ein Vakuum erzielt, welches die Durchblutung steigert und Verklebungen im Gewebe löst, dadurch wird der Nähr- und Klärstrom im Gewebe verbessert. Über Reflexverbindungen kann so eine reflektorische Wirkung ebenfalls auf innere Organe erfolgen.
Baunscheidtieren
Der Name der Methode geht auf den Entwickler Carl Baunscheidt zurück. Dieser erlebte am eigenen Leib, die lindernde Wirkung von Mückenstichen an seinen Gichtigen Gelenken. Beim Baunscheidtieren wird die Haut oberflächlich mit dem Baunscheidtkopf leicht eingestochen. Danach wird ein Reiz-Öl auf die Stelle aufgetragen. Es entstehen Quaddeln, wie wenn man in eine Brennnessel greift. Die Reaktion dauert je nach Patienten unterschiedlich lange, von paar Minuten bis zu paar Stunden.