Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03518.jsonl.gz/1047

Vom Brettlirumpfmodell nach Bauart Jürgen Rüsch hat sein Bruder Peter ziemlich sicher zwei Stück gebaut, sodass es dieser Logik folgend auch einen Rüsch PR-2 gegeben haben muss. An dieses Modell kann ich mich nur noch sehr dunkel erinnern.
Aufbau des Modells
Der PR-2 müsste um 1959 oder 1960 herum erstmals geflogen sein und entsprach dem Rüsch JR-2 seines Bruders. Es war im Prinzip ein schlichter Nachbau mit wenig Unterschieden zum JR-2. Dieses Modell hatte ein symmetrisches Profil und war dafür gedacht, den Kunstflug zu üben oder die Fuchsjagd zu betreiben. Peter Rüsch hat mir zwei oder drei Mal im Jahre 1961 ein solches Modell im Schärenmoos vorgeflogen, doch kann ich mich heute nicht mehr erinnern, ob es eines seiner eigenen oder eines seines Bruders war. Auch die Erinnerung an die Motoren sind nur noch ganz dunkel vorhanden. Immerhin fielen damals aber die Namen OS Max und Enya ziemlich häufig und ich weiss noch, dass Peter Rüsch den Glühzünder bevorzugte, weil dieser einen ruhigeren und gleichmässigeren Lauf hatte und leichter zu starten war. Ich hingegen besass nur zwei Diesel von Taifun und gab diesen den Vorzug, weil diese zum Starten keine teure Zündbatterie benötigten.
Peter beabsichtigte mit seinen Vorführungen der PR- oder JR-Modelle, mich ebenfalls wieder für den Fesselflug zu begeistern, doch litt ich wie er an Taschengeldmangel. Daher gab er mir und noch einem anderen Schulkameraden Unterricht im Nachbau seines Rüsch PR-2, speziell wie man auf einfache Art Flügelrippen herstellt und aus einem einzigen Balsabrettli gleich mehrere Rümpfe bauen konnte. Trotz diesem guten Ansatz baute ich in der Folge aus den Überresten meines Graupner Mustangs den Pilatus Porter, weil ich meinte, es wäre der einfachere und billigere Weg. Mehr siehe dort! Dabei versenkte ich aber mehr Geld als nötig gewesen wäre.
Schicksal des Rüsch PR-2
Peter Rüsch hat in meiner Gegenwart nie ein Flugzeug zerstört, sondern alle Modelle immer sauber gelandet, sodass er den PR-2, den er mit Sicherheit nicht mehr besitzt, ausgeschlachtet oder weiter verkauft hat. Daran kann er sich heute nicht mehr erinnern.
Technische Daten:
Spannweite: 80 cm Flügeltiefe: 15 cm Länge: 78 cm Flügelfläche: 12 dm² Flächenbelastung: 50 g/dm² Antrieb: 2.5 cm³ OS Max-Glühzünder Propeller: Top Flite Nylon 2-Blatt 22.5 x 12 cm Drehzahl: 16'000 U/min Flugzeit: 3 min Tankinhalt: 30 cm³ Treibstoff: Eigenmischung Gewicht: 600 g
Da es vom Rüsch PR-2 keine Fotos gibt, habe ich eine Rekonstruktion auf der Basis eines späteren Rüsch-Modells vorgenommen, welche ziemlich genau dem tatsächlichen Erscheinungsbild des Rüsch PR-2 entspricht.