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Abassia Rahmani aus Wila startete an der Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London erstmals an einem grossen Wettkampf über 400 Meter. Die Medaillenränge verpasste sie bei ihrem Debüt knapp.
Noch an den Paralympics in Rio im letzten Jahr galt Abassia Rahmani als 100-Meter-Spezialistin. Das wertvollere Resultat erzielte sie in Brasilien jedoch als Vierte über 200 Meter. Nun entdeckt die doppelt amputierte Tösstalerin noch eine längere Distanz. Trotz eines mehrwöchigen Trainingsrückstandes infolge einer Knieverletzung durfte sie an der Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Behinderten in London über die für sie noch ungewohnte Distanz von 400 Metern starten – und rechtfertigte die Nominierung mit einem tollen 4. Platz. Mit der gelaufenen Zeit zeigte sie sich trotz der verpassten Medaille zufrieden. «Ich habe die Distanz noch überhaupt nicht im Griff, bin zu schnell angelaufen und die letzten 100 Meter wollten nicht enden», wird sie im «Landbote» zitiert. Ihr Fernziel sind die Paralympics 2020 in Tokio.
Schon kurzfristig schätzt sie ihre Chancen über 400 Meter grösser ein als über 100 Meter. Über die kürzeste Distanz schied die 25-Jährige im Halbfinal nicht unerwartet aus. Die 200-Meter-Läufe, also die Disziplin, in der Abassia Rahmani in Rio Vierte wurde, finden erst am kommenden Sonntag statt. Ihr erklärtes Ziel ist der Einzug in den Final.