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Die zu untersuchenden Kulte und Heiligtümer werden durch verschiedene Quellengattungen (Schriftquellen, Inschriften, Münzen, archäologische Zeugnisse) ausgewertet und mit anderen griechischen Kulten und Sakralorten verglichen. Besonders interessant ist die Analyse der einheimischen Elemente sowie anderer kultureller Einflüsse innerhalb dieser geographischen Region. Die Frage nach der Herkunft der Chalkidier und die Rolle der Siedler von der Insel Euböa sind dabei von großer Bedeutung. Das Untersuchungsgebiet wird über einen langen Zeitraum von der späten Bronzezeit bis in die römische Kaiserzeit erforscht. Dabei sollen Kultkontinuitäten und Veränderungen im religiösen Leben unter Berücksichtigung des historischen Kontextes aufgezeigt werden. In diesem Zusammenhang spielt ebenfalls die Entwicklung der unterschiedlichen Bevölkerungszusammensetzung eine Rolle.
Die Untersuchung der chalkidischen Sakrallandschaft im Rahmen eines Dissertationsprojektes dient zur weiteren Erschließung dieser Region und liefert damit wichtige Grundlagen innerhalb dieses jungen Forschungsfeldes. Es nimmt ebenso Bezug auf aktuelle Fragestellungen innerhalb der internationalen Forschung, wie es bei der Betrachtung der Beziehung von Euböa zu Nordgriechenland der Fall ist. Weiterhin ergänzt das Projekt die Untersuchungen zu Kulten und Heiligtümern in anderen Landschaften im nordgriechischen Raum.