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Pflanzen des Waldlehrpfades
Die Winterlinde
Lat. Tilia cordata
Andere Namen:
Steinlinde, Kleinblättrige Linde
Gattung:
Linden (Tilia)
Familie:
Malvengewächse (Malvaceae)
Kurzbeschreibung:
Die Winter-Linde ist ein sommergrüner Laubbaum, der Wuchshöhen bis ungefähr 30 Meter erreichen kann. Er kann maximal etwa 1000 Jahre alt werden. Seine Krone ist hochgewölbt und oft leicht unregelmäßig gestaltet. Die Winterlinde ist in Europa weit verbreitet, in der Schweiz war sie in natürlicher Form in den Föhntälern und der Südschweiz verbreitet, wird ansonsten angepflanzt. Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli.
Die Laubblätter sind bei ihr im Durchschnitt kleiner als bei der Sommerlinde.
Die Hauptnutzung des Lindenholzes liegt in der Bildhauerei, der Schnitzerei und Drechslerei. Vor allem die berühmten Werke der Spätgotik, so von Tilman Riemenschneider oder Veit Stoß, wurden häufig aus Lindenholz hergestellt.
Die Winterlinde ist wegen des hohen Zuckergehaltes des Nektars bei Imkern sehr geschätzt.
Das Holz unterscheidet sich nicht von dem der Sommerlinde, es wird ebenso hauptsächlich in der Bildhauerei, der Schnitzerei und zum Drechseln verwendet.
In der Schweiz zählt u.a. die Murtener Linde (gepflanzt 1476) zu den geschichtsträchtigsten Bäumen.