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freiburg Nach dem französischen Senat und dem Europäischen Parlament ist es die Universität Freiburg, die die Ausstellung über Jerzy Giedroyc (1906-2000) vom 26. Mai bis zum 4. Juni 2009 zeigt. Als polnischer Herausgeber im Exil gründete Jerzy Giedroyc 1946 in Rom das Literarische Institut und die Zeitschrift Kultura.
Das im Jahre 1947 nach Maisons-Laffitte in der Nähe von Paris verlagerte Institut war nicht nur der Verlag der vom kommunistischen Regime verbotenen politischen Literatur, sondern auch ein Zentrum des unabhängigen politischen und kulturellen Denkens. Während seiner redaktionellen Aktivität von über einem halben Jahrhundert veröffentlichte das Literarische Institut 647 Nummern der Zeitschrift Kultura und über 500 Buchtitel (politische, historische, Romane).
Ausstellung und Vorträge
Die Ausstellung ermögliche es, das Abenteuer eines Mannes, eines Teams, eines Verlags und eines Kultur- und Literarkreises zu verfolgen. Laut Mitteilung hebt sie auch die alten und noch immer bestehenden Beziehungen zwischen Freiburg und dem Literarischen Institut, zwischen Freiburg und Polen, hervor.
Am Nachmittag des 27. Mai wird vor der Vernissage eine Vortragsreihe (auf Französisch) stattfinden. Die Vorträge berichten, wie das Literarische Institut und die Zeitschrift Kultura zum freien Denken in Polen und in Europa beigetragen haben. Die Veranstalter wollen damit «die bedeutende Persönlichkeit von Jerzy Giedroyc sowie die von ihm einzigartig in Maisons-Laffitte entwickelte Stimmung wieder aufleben lassen.» wb
Ausstellungsort: Ehrensaal der Universität Miséricorde, Europaallee 20, Freiburg; Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8 bis 22 Uhr, Sa. 8 bis 18 Uhr (Pfingstsonntag und -montag geschlossen).