Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/231562

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel 31 Absatz 4 litera b der Tierschutzverordnung dahingehend anzupassen, dass Equidenhaltende schon ab der Haltung eines Tieres der Equidenfamilie einen Sachkundenachweis absolvieren müssen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wer mehr als fünf Pferde hält, benötigt heute einen Sachkundenachweis (SKN). Dieser vermittelt Grundsätze zum Umgang mit dem Pferd bei seiner Haltung und Pflege. Für die gewerbsmässige Haltung von mehr als elf Pferden ist eine fachspezifische berufsunabhängige Ausbildung vorgeschrieben (Ausnahme: Ausbildung zum/r Landwirt/in). Die Haltung eines einzelnen Pferdes ist aus Tierschutzgründen verboten. Viele Pferdebesitzerinnen und Pferdebesitzer bringen ihr Pferd in einem Pferdestall unter, wo die für die Haltung zuständige Person wiederum über einen SKN verfügt.</p><p>Die überwiegende Mehrheit (rund 90%) der Teilnehmenden besucht den SKN-Kurs auf freiwilliger Basis, wie der Schlussbericht der "Evaluation der SKN" vom 2. März 2016 aufzeigt (<a href="http://www.blv.admin.ch">www.blv.admin.ch</a> &gt; Tiere &gt;Tierschutz &gt; Aus- und Weiterbildung &gt; Publikationen). Für die Ausbildung von Reitenden vermitteln Fachleute nach Berufsbildungsgesetz (SR 412.10) darüber hinaus die notwendigen Kenntnisse; für den Zugang zum Pferdesport werden die Lizenzen sowie das Reiterbrevet nach bestandener Prüfung verlangt.</p><p>In Tierhaltungen von weniger als fünf Pferden stellen die kantonalen Vollzugsbehörden keine Häufung von Tierschutzfällen fest. Auch aus diesem Grund wäre der hohe administrative Aufwand für die Vollzugsbehörden bei der Einführung und Durchsetzung eines verpflichtenden SKN für die Haltung von weniger als fünf Pferden im Verhältnis zu dessen Nutzen nicht verhältnismässig.</p><p>Die Tierschutzvorgaben sind selbstverständlich auch ohne SKN-Ausbildung einzuhalten. Wenn Mängel bekannt werden, exisitieren bereits unter der bestehenden Gesetzgebung Mittel für einen griffigen Tierschutzvollzug.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.