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<h2>SubmittedText<h2><p>Der frühen Förderung kommt in der Armutsbekämpfung zentrale Bedeutung zu. In den ersten Lebensjahren wird der Boden für spätere Kompetenzen bereitet. Die frühe Förderung war auch ein Schwerpunktthema des Nationalen Programms zur Prävention und Bekämpfung der Armut. Im Schlussbericht zu diesem Programm hält der Bundesrat fest, dass die Wirkung wissenschaftlich belegt und die frühe Förderung eines der wichtigsten Instrumente zur Prävention von Armut ist (S. 8). Zudem stellt er fest, dass das Wirkpotenzial noch bei Weitem nicht ausgeschöpft ist und dass dies insbesondere am stark fragmentierten Angebot und an den fehlenden Ressourcen von kleinen und mittleren Gemeinden für die eigenständige Entwicklung von Angeboten liegt. Deshalb werden Kooperationen sowie eine Austauschmöglichkeit für Wissen und Erfahrung auf nationaler Ebene als wichtige Erfolgsfaktoren identifiziert, für die auch zukünftig Handlungsbedarf besteht (S. 12 und 55).</p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Ist er mit den Feststellungen im Schlussbericht zum Armutsprogramm einverstanden, dass die frühe Förderung eines der wichtigsten Instrumente zur Prävention von Armut ist und dass deren Wirkpotenzial noch bei Weitem nicht ausgeschöpft ist?</p><p>2. Wie will er nach dem weitgehenden Rückzug des Bundes aus der Armutspolitik sicherstellen, dass Kinder aus benachteiligten Familien in allen Kantonen von früher Förderung profitieren? Diese Frage stellt sich umso mehr, als die frühe Förderung im Umsetzungskonzept der Nationalen Plattform gegen Armut 2019-2024 kein Schwerpunkt mehr ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat bekräftigt seine Feststellung aus dem Ergebnisbericht zum Nationalen Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut 2014-2018. Die frühe Förderung ist eine der wichtigsten Massnahmen zur Armutsprävention, und ihr Potenzial ist noch nicht voll ausgeschöpft.</p><p>2. Für die frühe Förderung sind die Kantone zuständig. Im Rahmen des Nationalen Programms zur Prävention und Bekämpfung von Armut 2014-2018 hat der Bund die Kantone bei der Entwicklung der frühen Förderung unterstützt. Dazu hat er ihnen entsprechende Grundlagen mit Empfehlungen sowie praxisnahe Leitfäden und Hilfsmittel bereitgestellt. Die Umsetzung der Empfehlungen liegt nun in der Hand der Kantone.</p><p>In der von der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) mitunterzeichneten gemeinsamen Erklärung zur Armutsprävention und -bekämpfung in der Schweiz vom 7. September 2018 verpflichten sich die Kantone, die kontinuierliche Förderung der Bildungschancen vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter fortzusetzen. Die Tatsache, dass die Nationale Plattform gegen Armut 2019-2024 andere Schwerpunkte setzt, bedeutet nicht, dass im Bereich der frühen Förderung keine punktuelle Zusammenarbeit mit anderen Akteuren möglich ist. Auch stellt sie das Engagement der Kantone, den Bereich der frühen Förderung anhand der Erkenntnisse aus dem Nationalen Programm 2014-2018 weiterzuentwickeln, nicht infrage.</p>  Antwort des Bundesrates.