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Vor einigen Jahren habe ich als Redaktor des Mitteilungsblattes „Echo vom Ggrooggachilchli“ die Quizfrage gestellt, wo sich der höchste Baum auf Muttner Gebiet befinde. Die Antwort lautete: Am „Groot“, will heissen an der Flanke des Muttner Horns auf rund 2300 m über Meer. Nun mögen in der Zwischenzeit zehn Jahre vergangen sein. Und die Antwort auf die Frage lautet am Ende des Jahres 2020: „Auf dem Muttner Horn“, will heissen, auf 2400 m über Meer. Noch vor 50 Jahren lag die Baumgrenze im Bereich der Galtviehalp auf rund 2100 m über Meer. Die enorme Veränderung der Kulturgrenze in Mutten deckt sich mit den seit mehreren Jahren praktizierten Studien, dem Biodiversitätsmonitoring der Schweiz, welches die Veränderungen bei Tieren und Pflanzen erfasst. Demnach wirkt sich der Klimawandel im hochalpinen Raum besonders stark auf die Arten aus. So sind die Pflanzen im Erhebungsgebiet des Susten (Berner Oberland, Obwalden) im Jahr im Durchschnitt einen Meter nach oben gewandert. Bei den Schmetterlingen waren es 5 Meter pro Jahr. Im Goms hat ein Förster festgestellt, dass die Lärchen in den 30 Jahren, seit er im Tal tätig ist, 300 m hinauf gewandert sind und heute auf 2500 m gedeihen können.