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FAQ
Definition:
Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung der Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Konzentrationsänderungen von Stoffen, die natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommen und für die Gesundheit erforderlich sind.
(Zitat: Linus Pauling, zweifacher Nobelpreisträger)
- Die orthomolekulare Medizin ist eigentlich nichts anderes als angewandte Biochemie.
- Die orthomolekulare Medizin hat zum Ziel, das biochemische Gleichgewicht zu erhalten oder wieder herzustellen.
- Die orthomolekulare Medizin verwendet als Wirkstoffe die essentiellen, lebensnotwendigen Mikronährstoffe:
- Mineralstoffe und Spurenelemente
- Vitamine
- Aminosäuren
- Fettsäuren
- Orthomolekulare Präparate enthalten somit keine resorbierbaren körperfremden Substanzen wie:
- künstliche Konservierungsmittel oder
- künstliche Farb-, Aroma- und Süssstoffe.
Die Frage nach der Natürlichkeit:
- Orthomolekulare Wirkstoffe müssen nicht zwingend aus der Natur gewonnen werden, aber sie müssen mit der physiologischen Substanz identisch sein.
- Die Bezeichnung "natürlich" ist eine ungenaue Definition und entspricht nicht zwingend den Anforderungen an einen orthomolekularen Wirkstoff. Auch Gifte bzw. schädliche Substanzen können natürlich sein; Schwermetalle, Drogen, Alkohol oder Knollenblätterpilze sind natürlich, entsprechen jedoch nicht der orthomolekularen Definition.
- Multivitamin-Präparate sollten immer mit oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden.
- Aminosäuren sowie Vitamin C und die B-Vitamine werden idealerweise vor dem Essen genommen.
- Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie die Fettsäuren, also z.B. Fischöl- oder Nachtkerzenöl-Kapseln, sollen stets mit oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden.
- Basenpulver sollen nüchtern (z.B. morgens nach dem Aufstehen) eingenommen werden. Die magensaftresistenten Probase-Tabletten können beliebig, auch mit der Nahrung eingenommen werden
Eine ausgewogene Ernährung ist eine absolut wichtige Voraussetzung, aber noch keine Garantie, dass der Körper mit allen 50 lebensnotwendigen Mikronährstoffen, die zur Erhaltung der Gesundheit zwingend nötig sind, auch ausreichend versorgt wird. Es kommt nicht nur auf die Zufuhr der Nährstoffe an, sondern auch, ob diese in der richtigen Menge und im richtigen Verhältnis an ihren Wirkungsort, also zu jeder einzelnen Zelle gelangen. Negative Einflüsse von körperfremden Substanzen (toxische Metalle wie Blei, Quecksilber, Aluminium, Pestizide, Umwelteinflüsse, aber auch über längere Zeit eingenommene Medikamente) können zu Störungen des Mikronährstoff-Haushalts führen – auch bei optimalster Ernährung.
Bei den Mikronährstoffen ist die Spannbreite zwischen Nutzen und Schaden sehr weit. Auch bei Überschreiten der empfohlenen Tagesdosis (ETD) um ein Mehrfaches sind daher meist keine Nebenwirkungen zu erwarten. Der Fachmann wird manchmal sogar bewusst höhere Dosierungen festlegen, um gewisse therapeutische Ziele zu erreichen.
Beim Vitamin A sollte man beachten, dass es bei hohen Vitamin A-Dosierungen in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten zu Missbildungen des Fötus kommen kann. Da Vitamin A aber für die gesunde Entwicklung des Kindes auch zu Beginn einer Schwangerschaft wichtig ist, wird eine tägliche Zufuhr von 2500-3500 I.E. Vitamin A (inkl. Nahrung) empfohlen.
Ja, selbstverständlich ist dies in den allermeisten Fällen möglich. Die begleitende Einnahme von Mikronährstoff-Präparaten kann sogar oft die bekannten unerwünschten Nebenwirkungen von Medikamenten vermindern und den Therapieerfolg deutlich verbessern (z.B. Schmerz- und Rheumamittel, Kortison-Präparate, Anti-Baby-Pille, Statine, Chemotheraputika usw.). Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten, wenn Sie langfristig Medikamente einnehmen müssen, damit sie Ihnen die für Sie richtigen Mikronährstoffe empfehlen kann.
Gewisse Leute können tatsächlich schlechter einschlafen, wenn sie am Abend ein Vitamin C-Präparat nehmen. Vitamin C wirkt aber bei den meisten Leuten stressmildernd. Daher wird Vitamin C von Mikronährstoff-Fachleuten manchmal ganz bewusst auch am Abend empfohlen (speziell zusammen mit einem Vitamin B-Komplex).
Die biologische Aktivität einiger Vitamine wird mit der Masseinheit „Internationale Einheiten“ (=abgekürzt I.E. - manchmal auch nur als IE) angegeben.
Auf Englisch schreibt man „I.U.“ oder „IU“ (international units).
Es gibt Umrechnungsfaktoren, wie viel Milli- oder Mikrogramm eines Vitamins wie vielen I.E. entspricht.
Bei Vitamin E erkennt man, dass 1 µg d-alpha-Tocopherol, wie es in natürlichen Quellen vorkommt, eine höhere Aktivität besitzt als das synthetische dl-alpha-Tocopherol. Aus diesem Grund sind natürliche Vitamin E-Quellen zu bevorzugen.
Vitamin D:
1 µg Vitamin D = 40 I.E.
20 µg Vitamin D = 800 I.E.
Vitamin E:
1 mg synthetisches Vitamin E (dl-alpha-Tocopherol) = 1.0 I.E.
1 mg natürliches Vitamin E (d-alpha-Tocopherol) = 1.49 I.E.
Vitamin A:
1 µg Vitamin A = 3.33 I.E.
800 µg Vitamin A = 2666 I.E.
Da wir mit der täglichen Nahrung stets Kalzium und Magnesium zusammen aufnehmen, ist unser Körper auch in der Lage, diese beiden Mineralstoffe in Form von Supplementen gemeinsam zu resorbieren. In therapeutischen Mengen ist eine Aufteilung der Tagesration auf zwei Gaben empfehlenswert, um eine optimale Verwertung zu gewährleisten.
Die meisten organischen Mineralstoffe und Spurenelemente sind besser bioverfügbar als die anorganischen. Bei gewissen Spurenelementen sind die Unterschiede sehr deutlich (organische Chromverbindungen sind z. B. um einen Faktor 10-15 besser verwertbar als anorganisches Chrom).
Bei Kalzium und Magnesium sind die Unterschiede nicht so gross. Kalzium und Magnesium werden auch in der anorganischen Form (z. B. in Mineralwasser) relativ gut verwertet. Die gute Bioverfügbarkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, dass das Präparat wirksam ist.