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Die Dampflok
Von der Dampfmaschine zur Lokomotive.
Nur ganz selten sehen wir sie heute noch schnaubend die Hügel erklimmen oder laut pfeifend in dunklen Tunnelröhren verschwinden. Wer sie aus der Nähe betrachten will, sollte lieber ins Museum als an den nächsten Bahnhof gehen. Die Rede ist von der Dampflokomotive. Doch auch wenn heutzutage fast alle Loks strombetrieben sind, haben die Hightech-Züge des 21. Jahrhunderts ihrer laut keifenden und rauchenden Urgrosstante einiges zu verdanken. Schliesslich war es die Dampflokomotive, die vor über 200 Jahren den Transport von Waren und Menschen revolutionierte. Verantwortlich für die Erfolgsgeschichte der Lokomotive und des Eisenbahnverkehrs ist die Dampfmaschine. Die Tinte auf dem Patent der wohl wichtigsten Erfindung des 18. Jahrhunderts war kaum getrocknet, da machte sich bereits der englische Tüftler Richard Trevithick die Maschine zunutze. Als erster kam er auf die Idee, die beliebten Pferdebahnwagen mit einem Dampfkessel auszustatten. Schliesslich brauchen auch die stärksten Gäule mal eine Verschnaufpause. Und eine unermüdliche Maschine wäre auf Dauer ohnehin effizienter. «Puffing Devil» nannte er sein erstes Dampfmaschinenmodell auf Rädern. 1804 präsentierte der Erfinder der Öffentlichkeit die Weiterentwicklung des Dampfmaschinenmodells: die erste Dampflokomotive. Vier Stunden brauchte die Mutter aller Loks, um eine Strecke von knapp 15 Kilometern zurückzulegen. Knapp 20 Jahre später, im Herbst 1825, wurde in England schliesslich die erste Eisenbahnlinie eröffnet. Die Erfolgsgeschichte des Zugverkehrs war nun nicht mehr aufzuhalten und sollte nur noch in eine Richtung gehen: mit Volldampf voraus!