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Mögliche Wirkung der Esparsette
Das Verfüttern der Esparsette kann zwei mögliche Auswirkungen haben:
Verringerung Eiausscheidung von Magen-Darm-Würmern:
Die in der Esparsette enthaltenen kondensierten Tannine erschweren den Magen-Darm-Würmern den Aufenthalt im Magen-Darm-Trakt ihres Wirtstieres. Dadurch können die weiblichen Würmer weniger Eier legen (Abbildung 1). Im genannten Beispiel wurde Esparsette in Form von Silo und Heu an Mutterschafe um die Zeit des Ablammens während 25 Tagen gefüttert. Während der Fütterung konnte die Eiausscheidung der Parasiten um ca. 50% reduziert werden. Allerdings stieg die Eiausscheidung nach Beendigung der Fütterung wieder an. Eine verringerte parasitäre Eiausscheidung während der Fütterung und ein Wiederanstieg danach ist ein häufig beobachtetes Phänomen.
Verringerung der Wurmanzahl:
Es ist möglich, dass durch die Esparsetten-Fütterung ein Teil der Magen-Darm-Würmer im Verdauungstrakt abgetötet wird. Folglich gelangen anschliessend weniger Parasiteneier auf die Weide und das Wirtstier (Schaf- oder Ziege) wird während und nach der Fütterung entlastet. Das FiBL hat untersucht, wie sich eine reine Esparsetten-Fütterung über zwei Wochen auf die Anzahl der wichtigsten Magen-Darm-Würmer bei Lämmern auswirkt (Abbildung 2). Durch die 14-tägige, ausschliessliche Fütterung mit Esparsette von bester Qualität (Tannin-Konzentration 8%) konnte am Ende des Versuchszeitraumes eine Abnahme der Eiausscheidung um ca. 50% und eine Reduktion der Wurmanzahl in den Verdauungsorganen der mit Esparsette gefütterten Lämmer um 25% nachgewiesen werden. Es wurde in diesem Fall also ein teilweise entwurmender Effekt festgestellt. Ob und wie stark eine Esparsetten-Fütterung wirkt, hängt vermutlich mit der absolut aufgenommenen Tannin-Menge je Tier, der Dauer der Aufnahme und der Tannin-Struktur zusammen. Je höher die Tannin-Konzentration, je optimaler die Tannin-Struktur und je länger die Verabreichungsdauer, desto eher ist eine Reduktion der Würmer zu erwarten.