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Bern - Die Schweiz hat am Freitag auf das Zürcher Konto der russischen Fluggesellschaft Aeroflot 53 Millionen Franken einbezahlt. Hintergrund ist ein Millionenbetrug, in den drei frühere Aeroflot-Manager, ein Berner Anwalt sowie der Oligarch Boris Beresowski verwickelt waren.
Die 53 Millionen Franken wurden Aeroflot aufgrund eines russischen Rechtshilfeersuchens überwiesen, wie das Bundesamt für Justiz am Freitag mitteilte. Mit dem Einverständnis der russischen Generalstaatsanwaltschaft ging das Geld direkt an Aeroflot.
Hinter der Geldüberweisung steht ein Millionenbetrug, in den nach Feststellungen der russischen Justiz drei frühere Aeroflot-Manager sowie der im britischen Exil lebende Oligarch Boris Beresowski verwickelt. Sie wurden bereits verurteilt.
Involviert war auch ein Berner Anwalt. Er wurde 2008 vom Bundesstrafgericht wegen qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt.
Laut Anklage war der Anwalt der Spiritus rector hinter dem Komplott. Als Berater Beresowskis hatte er in den 90er-Jahren in der Schweiz ein Firmenkonstrukt namens Andava aufgebaut, welches die Schädigung der Aeroflot zum Ziel hatte.
Das Bundesstrafgericht ordnete damals gleichzeitig die Einziehung der in der Schweiz gesperrten Vermögenswerte in Höhe von rund 53 Millionen Franken an. Dieser Betrag entspricht dem Schaden, für den Aeroflot eine Entschädigung beanspruchte.
Nach einem entsprechenden russischen Rechtshilfeersuchen veranlasste die zuständige Eidgenössische Untersuchungsrichterin nun die Überweisung der 53 Millionen Franken an die Aeroflot
SDA-ATS