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Für Patienten & Besucher
Was sind Arterien?
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Die Arterien sind Blutgefässe, welche das Blut vom Herzen in die Peripherie leiten. Sie werden nach den an grossen Arterien spürbaren Pulsen des Herzschlags auch Schlagadern oder Pulsadern genannt. Durch ihren muskulösen Wandaufbau sollen sie den vom Herzen erzeugten Blutdruck möglichst stabil halten und regulieren.
Arterien des Körperkreislaufs transportieren sauerstoffreiches Blut in die Peripherie und sind damit für die "Ernährung" des Gewebes von entscheidender Bedeutung. In den Arterien des Menschen sind nur etwa 20 % des gesamten Blutvolumens enthalten, der grösste Anteil befindet sich in den Venen.
Die grösste Arterie im menschlichen Körper ist die Hauptschlagader (Aorta) mit einem Querdurchmesser von normalerweise 2 cm.
Was sind Venen?
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Venen sind Blutgefässe, die das Blut von der Peripherie zum Herzen zurückführen. Die Venen des Körperkreislaufs transportieren sauerstoffarmes Blut zurück zum Herzen. Der Blutdruck in den Venen ist deutlich niedriger als in den Arterien (Schlagadern).
Im Venensystem unterscheidet man oberflächliche Venen, Verbindungsvenen (Perforanten) und tiefe Venen.
Die oberflächlichen Venen liegen dicht unter der Haut als ein miteinander verbundenes Netz. Sie können eine Menge Blut speichern. Von diesen Speichervenen führen Verbindungsvenen (Perforanten) zu den tiefen Venen. Diese ohne Verzweigungen relativ geradlinig verlaufenden Venen liegen tief in der Muskulatur. Die meisten tiefen Körpervenen sind Begleitvenen, das heisst, sie verlaufen parallel zu den entsprechenden Arterien. Ihre Aufgabe ist es, den Blutstrom zum Herzen zurückzuleiten. Venen sind dünnwandig, sehr dehnbar und im Gewebe fest verankert. Neben dem Herzen dient die, die Venen umgebende Fuss- und Beinmuskulatur als natürliche Pumpe für den Blutfluss in den Venen. Mit jeder Anspannung pressen die Muskeln das Blut in den Venen gegen die Schwerkraft in Richtung Herz. Dutzende von Venenklappen sorgen wie Rückschlagventile dafür, dass das Blut bei der Entspannung des Muskels nicht wieder nach unten zurückfällt. Der Gebrauch der Fuss- und Beinmuskulatur ist deshalb für die Venenfunktion von entscheidender Bedeutung.
Was sind Lymphe und Lymphgefässe?
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Bei der Passage des Blutes durch die kleinsten Blutgefässe des Körpers (= Kapillaren) kommt es zu einem Austritt von Flüssigkeit in das Bindegewebe. Nur 90% dieser Flüssigkeit werden durch Diffusion wieder in die Venen aufgenommen, 10% verbleibt als Lymphflüssigkeit im Gewebe (ca. 2-3 Liter pro Tag). Die Lymphe enthält Eiweisse, Fette, weisse Blutkörperchen („Abwehrzellen“) und „Abfallstoffe“ des Stoffwechsels der Zellen.
Der Abtransport der Lymphe erfolgt über ein eigenes Transportsystem, das Lymphgefäss-System, welches im Gegensatz zum Blutgefäss-System keinen Kreislauf darstellt, da es blind im Bindegewebe beginnt . Die Lymphe durchströmt auf ihrem Weg zurück in den venösen Blutkreislauf die Lymphknoten , die eine wichtige Rolle bei der Erkennung und Abwehr von Infektionen (Bakterien, Viren), der Erkennung von erkrankten Zellen und der Erkennung und Speicherung von nicht körpereigenen Substanzen (z.B. Pigmenten) haben.