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Es handelt sich um verschiedene Krankheiten von Rachen, Kehlkopf und/oder Luftröhre. Bisweilen sind die Bronchien (tiefere Atemwege) mitbetroffen. Gemeinsames Charakteristikum ist das entzündungsbedingte Anschwellen der Schleimhaut, was zur Verengung von Luftwegen und zu erschwerter Atmung führt – oft verbunden mit Husten, bei schwerer Erkrankung auch mit Atemnot.
Kombination von Symptomen, die für eine Krankheit typisch sind.
Äste der Luftröhre nach deren Aufgabelung, tiefe Atemwege. Durch die Bronchien gelangt die Luft zu den Lungenbläschen (Alveolen). Adjektiv: bronchial.
Echter Krupp ist die Bezeichnung für den gefürchteten Erstickungshusten im Rahmen einer Diphtherie. Diphtherie wird in einem separaten Text beschrieben und im Folgenden nicht näher erläutert.
Der griechische Wortteil ψεύδο (pseudo) bedeutet falsch, Schein-, unecht. Die Art des Hustens ähnelt einem echten Krupp, imitiert ihn gewissermassen – daher „pseudo“.
entzündliche Schwellung im Rachenraum, insbesondere am Kehldeckel und oberhalb desselben.
Giftige Substanz, die von Krankheitserregern, Pflanzen oder Tieren gebildet wird. Adjektiv: toxisch.
Bläuliche Verfärbung der Haut (besonders der Lippen, Finger, Ohren) und der Schleimhäute wegen Sauerstoffmangel im Blut.
Grund der erschwerten Atmung beim Krupp-Syndrom sind virale oder bakterielle Entzündungen, die durch Anschwellen der Schleimhaut zur Verengung (Obstruktion) im Bereich von Rachen, Kehlkopf und/oder Luftröhre führen. Zusätzlich können eiweissreiche Membranen oder Schleim die Atemwege verstopfen.
Gemeinsames Merkmal des Krupp-Syndroms ist die erschwerte Atmung, die je nach Krankheit und Schweregrad sogar erhebliche Atemnot auslöst. Heiserkeit, Husten und Fieber können weitere Symptome sein.
Solange keine Alarmsymptome (s. unten) auftreten, können beim Pseudokrupp Hausmittel und allgemeine Massnahmen versucht werden. Eine Arztkonsultation ist jedoch nötig, wenn nicht spätestens innerhalb einer Stunde eine Besserung eintritt sowie bei schwerem Verlauf mit ausgeprägter Atemnot und in jedem Fall bei Zyanose.
Die Epiglottitis erfordert immer eine notfallmässige ärztliche Behandlung. Eine bequeme Sitzposition erleichtert dem Kind das Atmen bis zum Eintreffen der Sanität.
Alarmsymptome, die notfallmässig einen Arzt erfordern sind:
Pseudokrupp: Der Kinderarzt verschreibt bisweilen ein Kortisonpräparat in Form von Zäpfchen und allenfalls Medikamente zur Inhalation. Ziel ist es, die Schleimhautschwellung zu beseitigen. Bei schwerer Erkrankung ist eine Einweisung ins Spital erforderlich.
Epiglottitis: Intensivüberwachung im Spital und die Gabe eines Antibiotikums sind nötig, gelegentlich auch künstliche Beatmung.
Impfungen schützen vor Diphtherie oder Epiglottitis durch Haemophilus influenzae Typ B (s. oben). Diese Impfungen sind dringend zu empfehlen.
Bezüglich Pseudokrupp sind keine speziellen Vorbeugemassnahmen bekannt.