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Phantom Lake, Finger Lake und Phantom Peak
Phantom Lake und seine Umgebung bilden eine der eindrücklichsten Landschaften im zentralen Axel Heiberg. Mit einer Fläche von etwa 6km2 und einem Volumen von 0.5km3 (1961) ist er bei weitem der grösste, von Thompson Glacier gestaute Gletschersee. Seine Maximaltiefe liegt bei 200 Metern, und nimmt gegen Thompson Glacier auf rund 140 Meter ab. Somit ist das Phantom-Seebecken ein hängendes Tal zum Trog unter dem Thompson Glacier, welcher n dieser Region rund 500 Meter dick ist (vergl. Maag, H. U., 1969: Ice dammed lakes and marginal glacial drainage on Axel Heiberg Island. McGill University, Axel Heiberg Island Research Report). Bei Gletscherhochwassern aus dem Phantom Lake fliesst nur ein kleiner Teil seiner Wasser-gesamtmenge ab, und zwar durch eine grosse Schmelzwasserrinne in den Astro Lake.
Luftbild des Phantom Lake mit zahllosen Eisbergen und Phantom Peak. Rechts hinten fliessen Phantom Glacier (von hinter dem Phantom Peak) und Transit Glacier ins hintere Ende des Sees (2.7.2008).
Westliches Ende des Phantom Lake, wo riesige Eisberge vom Thompson Glacier kalben. Five Finger Lake, der seinerseits in den Phantom Lake entwässert, befindet sich hinter Circle Hill, dem rundlichen Hügel gerade über der Bildmitte (Luftbild, 2.7.2008).
Bodenaufnahme (11.7.1976) vom westlichen Ende der Bellevue Ridge in die gleiche Richtung wie das vorangehenden Bild. Obwohl es zwei Wochen früher im Jahr aufgenommen wurde, ist noch sehr wenig offenes Wasser zwischen den Eisbergen.
Camping bei Port Hendrigan beinahe 11 Monate später (23.6.1977, nach erfolgter Besteigung von Phantom Peak): trotz des früheren Datums ist di Schneeschmelze weiter fortgeschritten im Vergleich zum 11.7.1976.
Phantom Lake und Phnatom Peak vom Nordende der Astro Ridge aus. Das niedrige Plateau rechts von der Bildmitte ist Port Hendrigan. Transit Glacier erkennt man rechts im Hintergrund (Juni 1977).
Phantom Lake und Phantom Peak von Port Hendrigan, 13.7.2008. Das Eis, das von Thomspon Glacier von links her hereinfliesst, schwimmt mehrheitlich und löst sich langsam in einzelne Eisberge auf.
Schmelzwasser von Thompson Glacier wäscht dunklen Kryokonit ins tiefgrüne Wasser das Abflusskanals (13.7.2008).
Komplexes Muster aus Schmelzwasserkanälen, Kryokonitablagerungen, Folation und Verwerfungen am Rand des Abflusskanals vom Phantom Lake (13.7.2008).
Wasser vom Phantom Lake tritt unter dem Seitenarm des Thompson Glacier hervor und fliesst links gegen den Astro Lake ab (13.7.2008).
Die zwei kleinen Inseln, von denen eine an eine Schildkröte und die andere an einen Seehund erinnert, sind Reste einer Moräne mit Toteis (13.7.2008).
In der Westhälfte des Phantom Lake passen grosse Eisberge wie Puzzleteile aneinander. Dies weist darauf hin, dass der Kalbungsvorgang vom Thompson Glacier langsam und ruhig vor sich ging (2.7.2008
Kleiner, unbenannter Talgletscher an der Nordseite der Bellvue Ridge in einem hängenden Seitental des Phantom Lake (24.6.1977; vergleiche mit den folgenden Fotos).
Zunge des unbenannten Gletschers im hängenden Tal. Offenes Wasser am Rand des Phantom Glacier trennt uns vom kleinen Sander vor dem Gletscher (24.6.1977).
Identisches Foto zum vorhergehenden, aber mit Hervorhebung der starken Faltung im Gletschereis. Die Faltung entsteht durch Stauchung des Eises in der Längsrichtung des Gletscher.
Anaglyphenversion des vorangehenden Bildes (rot-blaue oder rot-cyan Brille für den 3D-Effekt notwendig). Das stereoskopische Bild zeit, dass die Gletscherzunge nicht bis ans Seeufer reicht.
Der unbenannte Talgletscher ist in diesem Luftbild rechts. Beachte die Strandlinie entlang der Halbinsel im Vordergrund, die bei höherem Wasserstand des Phantom Lake entstand (2.7.2008).
Phantom Glacier fliesst aus einem steilen Tal an der Ostseite des Phantom Peak herunter und bildet im Phantom Lake eine markante Piedmont-Zunge. Beachte die Faltung der Eisstrukturen (8.8.1977).
Transit Glacier (rechts) und Phantom Glacier (Mitte; Luftbild 2.7.2008). Phantom Lake (vorne links) ist noch mehrheitlich von Seeeis bedeckt, doch ist auch offenes Wasser entlang des Ufers und um Eisberge herum sichtbar.
Der vorderste Teil von Phantom Glacier schwimmt im See und löst sich dabei in grosse Eisberge auf. Beim Austritt aus dem engen Seitental sind an beiden Rändern Seitenmoränen erkennbar.
Spektakuläre Schichtung von Sedimentgesteinen und zwischengelagerten Lagergängen (Sills) an der Ostflanke des Phantom Peak. Phantom Lake ist links, Phantom Glacier mit markanter Seitenmoräne unten rechts.
Blick entlang der Längsachse des Phantom Lake gegen Thompson Glacier. Der hier sichtbare Teil des Sees ist rund 5 Kilometer lang (2.7.2008).
Eisberge auf dem Phantom Lake. Der See konnte am 24.6.1977 überquert werden, weil noch genügend Seeeis vorhanden war.
Five Finger Lake ist - wie Phantom - voller Eisberge. Finger Glacier ist rechts und Zebra Mountain ganz links (Blick von Circle Hill am 23.6.1977).
Luftbild des Phantom Lake, Circle Hill (Mitte), Five Finger Lake (rechts) und Finger Glacier (unten rechts; 2.7.2008).
Viele grosse Eisberge sind vom Thompson Glacier (hinten) in den Five Finger Lake gekalbt, während am Finger Glacier (unten rechts) keine Kalbungen erfolgen, wahrscheinlich weil dieser nirgends aufschwimmt. Die Eistafeln links auf dem Finger glacier sind Seeeis aus dem letzten Winter (2.7.2008).
Blick über Five Finger Lake gegen die Zunge des Thompson Glacier (hinten links). Eine ziemlich frische, komplexe Moräne am rechten Rand der Zunge des Finger deutet auf Gletscherschwund in der jüngeren Vergangenheit hin (2.7.2008).
Aussicht vom Phantom Peak über die Zunge des Thompson Glacier gegen das Expedition River-Tal und Bastion Ridge. Rechts im Hintergrund erkennt man Wolf Mountain und Black Crown Peak (24.6.1977).
Zebra Mountain (links) war besonders eindrücklich, als wir an diesem windstillen Tag endlich den Gipfel des Phantom Peak erreicht hatten. Später wurden unsere Mühen durch eine grossartige Skiabfahrt über die gesamte Länge des Finger Glacier belohnt (24.6.1977).
|Fotos Jürg Alean|