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Helsinki (ots/PRNewswire)
- Forscher der Universität
Helsinki und des Klinikums der Universität Helsinki haben gemeinsam
mit Biohit Oyj eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe das
durch Azetaldehyd bedingte Magenkrebsrisiko bei Anazidität (Fehlen
oder Mangel an Magensäure) gesenkt werden kann. Die ermutigenden
Ergebnisse der ersten klinischen Studien wurden auf dem elften
finnischen Gastroenterologie-Seminar (XI Gastropäivät), das am 12.
Februar 2009 in Helsinki stattfand, vorgestellt.
(Logo: http://www.newscom.com/cgi-bin/prnh/20081103/327166
)
Bei der Methode wird eine Kapsel verwendet, aus der nach und nach
kleine Mengen Cystein lokal im Magen freigesetzt werden. Cystein ist
eine Aminosäure, die völlig unschädlich ist und bei einer normalen
Ernährungsweise in Mengen von 1-2 Gramm pro Tag üblicherweise mit der
Nahrung aufgenommen wird. Die Kapsel enthält 100-200 mg granuläres,
freies Cystein, das langsam abgegeben wird und sich gleichmässig im
gesamten Magen verteilt. Dort bindet es effektiv die
Azetaldehyd-Moleküle, wodurch diese inaktiviert werden.
Biohit strebt die Markteinführung seiner BioCyst-Kapseln im Laufe
des Jahres 2009 an.
Magensäuremangel ist ein wichtiger Risikofaktor für Magenkrebs
Eine Helicobacter-pylori-Infektion oder eine Autoimmunerkrankung
kann zu einer atrophischen Gastritis (Schädigung der
Magenschleimhaut) mit nachfolgendem Mangel an Magensäure führen. Die
Anazidität des Magens ist ein bedeutender Risikofaktor für Magenkrebs
und steigert auch das Risiko für Speiseröhrenkrebs. Während ein
gesunder Magen mit ausreichender Säure keine Keime aufweist, findet
sich bei Säuremangel ein Milieu im Magen, in dem Mundbakterien leben
und sich vermehren können.
Azetaldehyd ist das erste Zwischenprodukt, das beim Abbau von
Alkohol entsteht. Es wird von Mikroorganismen oder manchmal auch von
Zellen in der Magenschleimhaut erzeugt. Azetaldehyd findet sich
darüber hinaus auch im Zigarettenrauch und zwar in Konzentrationen,
die fast tausendmal höher sind als die der anderen Karzinogene im
Tabak. Die mit dem Konsum von Alkohol und Tabak einhergehende
Krebsrisiken zeigen in Kombination synergistische Effekte.
Viele 'alkoholfreie' Getränke und Lebensmittel enthalten Spuren
von Alkohol, die von Bakterien in der Mundhöhle und im anaziden Magen
direkt in Azetaldehyd umgewandelt werden. Findet sich wenig oder
keine Säure im Magen, können dort lebende Bakterien Azetaldehyd und
Alkohol aus Zucker herstellen.
Dass es sich bei Acetaldehyd um ein Karzinogen handelt, wird
durch neuere Studien eindrucksvoll belegt. Die Verbindung verursacht
Krebs bei Versuchstieren. Auch ist bekannt, dass bei Alkoholkonsum
drei beim Menschen vorkommende Genmutationen zu einer erhöhten
Exposition des oberen Verdauungstrakts gegenüber Azetaldehyd führen.
Für Träger dieser Genmutationen, die Alkohol trinken, findet sich ein
deutlich erhöhtes Risiko an Krebs des oberen Verdauungstrakts zu
erkranken, und weltweit leben mehrere hundert Millionen Menschen, die
diese Genmutationen ererbt haben. Wenn ein Mensch raucht, grössere
Mengen Alkohol konsumiert und zwei dieser mutierten Gene in sich
trägt, so hat er ein 380mal höheres Risiko an Speiseröhrenkrebs zu
erkranken.
In Industrieländern besteht bei über 5 Prozent der Menschen älter
als 50 Jahre eine Anazidität des Magens und diese Störung findet sich
in Osteuropa und Asien sogar noch häufiger. Auch wenn die meisten
Betroffenen keine Symptome aufweisen, so lässt sich die Anazidität
doch nachweisen, und zwar entweder gastroskopisch oder mithilfe eines
einfachen Bluttests (GastroPanel von Biohit Oyj). Die Einnahme von
Protonenpumpenhemmern (PPI), die die Sekretion von Magensäure
verhindern, führt ebenfalls zur Bildung von Azetaldehyd durch
Bakterien, die in einem Magen mit wenig oder fehlender Säure leben
können.
Ansprechpartner für weitere Informationen:
Wissenschaftlicher Bereich:
Mikko Salaspuro, emeritierter Professor,
Biomedicum Helsinki, Universität Helsinki,
Wissenschaftlicher Berater und Vorstandsmitglied von Biohit Oyj,
E-Mail: <email-pii> ,
Telefon: +358-500-511689.
Wirtschaftlicher Bereich:
Osmo Suovaniemi, Professor,
Präsident & CEO von Biohit Oyj,
E-Mail: <email-pii> ,
Telefon: +358-9-773-861.
Weitere Informationen zu Biohit finden Sie unter http://www.biohit.com.
ots Originaltext: Biohit Oyj
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch
Pressekontakt:
Ansprechpartner für weitere Informationen: Wissenschaftlicher
Bereich: Mikko Salaspuro, emeritierter Professor, Biomedicum
Helsinki, Universität Helsinki, Wissenschaftlicher Berater und
Vorstandsmitglied von Biohit Oyj, E-mail: <email-pii>
, Telefon: +358-500-511689. Wirtschaftlicher Bereich: Osmo
Suovaniemi, Professor, Präsident & CEO von Biohit Oyj, E-Mail:
<email-pii>
, Telefon: +358-9-773-861.