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Paula3
Jaron Lanier, Informatiker, Digitaler Aktivist, Autor
2014 ist von ihm erschienen: "Wem gehört die Zukunft? Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt." Hoffmann und Campe, ISBN-10: 3455503187
Jaron Lanier
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2014 ist von ihm erschienen: "Wem gehört die Zukunft? Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt." Hoffmann und Campe, ISBN-10: 3455503187
Jaron Lanier
Hier seine Rede, die er am 12. Oktober gehalten hat, als ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen wurde.… In der Begründung [zur Verleihung des Friedenspreises] heißt es, Lanier habe die Risiken, die die Digitalisierung für die freie Lebensgestaltung des Menschen berge, erkannt. Sein jüngstes Buch sei ein Appell, „wachsam gegenüber Unfreiheit, Missbrauch und Überwachung zu sein“.[17]
Die Entscheidung der Jury stieß auf ein differenziertes Echo. Positiv wurde anerkannt, dass zum ersten Mal ein Repräsentant des „digitalen Zeitalters“ den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalte.[18] Dabei wurde hervorgehoben, dass mit Lanier weniger ein Internetpionier als eine „Figur des gefallenen und enttäuschten Internet-Optimisten“ mit dem Preis ausgezeichnet werde.[19] Andere Stimmen nannten Laniers vermeintliche „Wandlung vom Silicon Valley-Saulus zum skeptischen Paulus“ eine „Journalistenfantasie“; der Amerikaner sei „immer Teil der Computerindustrie“ gewesen, auch heute noch.[20]
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Der High-Tech-Frieden braucht eine neue Art von Humanismus
Wir leben in einer verwirrenden Zeit. In der entwickelten Welt haben wir so lange Überfluss genossen, dass wir ihn kaum noch zu schätzen wissen. Wir lieben besonders unsere Gadgets, denen wir immer noch Neues abgewinnen können, aber vieles deutet darauf hin, dass wir, wenn wir die Augen weiter öffnen würden, über den Rand eines Abgrunds blickten. ...
Digitale Errungenschaften haben auf jeden Fall geräuschvolle Veränderungen in unsere Kultur und Politik gebracht. ...
Ich habe ein paar der guten Dinge erwähnt, doch wenn wir unser digitales Spielzeug verwenden, unterwerfen wir uns bekanntermaßen der billigen und beiläufigen Massenspionage und -manipulation. Damit haben wir eine neue Klasse ultra-elitärer, extrem reicher und unberührbarer Technologen erschaffen; und allzu oft geben wir uns mit dem Rausch eines digital effizienten Hyper-Narzissmus‘ zufrieden. Ich habe immer noch größere Freude an Technologie, als ich ausdrücken kann. Die virtuelle Realität kann Spaß machen und wunderschön sein. Trotzdem stehe ich hier, so kritisch. Denn Widersprüche und Mehrdeutigkeiten zu vermeiden, heißt, die Realität zu vermeiden. ...