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Carlton Cole Magee in North Dakota machte sich das zu Nutzen und entwickelte eine Parkuhr, die er dann auch zum Patent anmeldete. Mit dem Einwurf von Münzen wird eine Zeituhr aktiviert, die ab dann die gegebene Zeit herunterzählt. Drei Jahre dauerte es, bis ihm das Patent mit der Nummer 2.118.318 erteilt wurde. Und heute vor 86 Jahren wurde die erste Parkuhr in Oklahoma City installiert. Wahrscheinlich wegen ihrem dunklen Äusseren wurde sie «Schwarze Maria» genannt.
In Europa wurde erst siebzehn Jahre später die erste Parkuhr eingerichtet. Und zwar in Basel. Zwei Jahre später bestückte die deutsche Stadt Duisburg den König-Heinrich-Platz mit zwanzig sogenannten Parkographen. Bevor die Parkuhren in Deutschland aber Schule machen konnten, mussten die Gesetze angepasst werden. Was noch einmal zwei Jahre dauerte. In Australien kamen Parkuhren in den 1960er Jahren auf. In Surfers Paradise aber, einem Tourismuszentrum, protestierte das lokale Gewerbe auf kreative Art und Weise gegen das Parkplatzregime der Stadt. Sie engagierten sogenannte Meter Maids und liessen knapp bekleidete junge Damen bei abgelaufenen Parkuhren Münzen nachwerfen. Anschliessend hinterliessen sie beim Fahrzeug eine Visitenkarte der Gewerbevereinigung mit dem Hinweis auf die ersparte Busse. Damit untergrub das Gewerbe zwar das Anliegen der Stadtoberen. Aber weil die Aktion positive Publicity einbrachte, wurden die Meter Maids geduldet.
Parkplätze sind nach wie vor ein knappes Gut. Daher werden Parkuhren auch nicht so schnell verschwinden. Mich beeindruckt jedoch der kreative Umgang des Gewerbes in Surfers Paradise mit diesem Problem.