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Als wir erwachen, scheint uns die Sonne ins Zimmer. Wir brechen deshalb nach dem «English Breakfast» auf zum Bahnhof, von wo die Schmalspurbahn «The Vale of Rheidol Railway» in die Cambrian Mountains zur Devil’s Bridge fährt.
Die Fahrt zur Devil’s Bridge dauert ca. 1 Stunde. Dort haben wir eine Stunde Aufenthalt, so dass wir uns die Brücke besichtigen können. Sie ist schon etwas speziell: Es sind 3 Brücken übereinander. Die unterste stammt aus dem 11. Jahrhundert (Teufelsbrücke), darüber wurde 1708 eine zweite Brücke gebaut und darüber dann 1901 die heutige, oberste Brücke. Dieses Bauwerk heisst deshalb auch «Three Bridges».
Über diese Brücke gibt es eine alte Sage:
Ein alte Frau wollte die Schlucht überqueren, fand aber keinen Übergang. Da tauchte ein Mann auf und bot ihr an, bis zum nächsten Morgen eine Brücke zu bauen. Aber als Lohn möchte er dafür das erste Lebewesen bekommen, welches das Bauwerk überschreitet. Die Frau willigte ein.
Am nächsten Morgen sieht sie eine nagelneue Brücke über die tiefe Schlucht und wollte sie überqueren. Da erinnerte sie der Mann an das gegebene Versprechen. Sie zögerte kurz, dann aber warf sie einen Ast ans andere Ufer, und der Herdenhund, der sie begleitete, springt diesem Ast hinterher über die Brücke.
Der fremde Mann verwandelte sich darauf in den wütenden Teufel und rief: So war es aber nicht gemeint!
Da er aber sah, dass das Versprechen eingelöst worden war, zog er zornig ab und war seither in Wales nicht mehr gesehen.
Erinnert diese Sage nicht sehr an die Sage der Teufelsbrücken in der Schöllenenschlucht?
Anschliessend fuhren wir wieder zurück nach Aberystwyth, um die Strandpromenade bei Sonne zu geniessen.
Dabei sehen wir am nördlichen Ende die Cliff Railway, eine Standseilbahn aus dem Jahre 1896, welche auf den etwa 150m hohen Hügel fährt. Sie erinnert stark an das Polybähnli in Zürich, fährt nur etwa 10x langsamer!
Ursprünglich war sie als Wasser-Ballast-Bahn gebaut, d.h. beim oberen Wagen wurd ein Tank mit Wasser gefüllt, war somit schwerer und zog damit den anderen Wagen nach oben. Unten wurde dann das Wasser abgelassen, dafür der andere, obere Wagen gefüllt. Vor ein paar Jahren wurde sie aber elektrifiziert.
Für das Nachtessen haben wir in einem Restaurant mit mediteranem Essen vorreserviert. Dass dort auch gerade ein 50. Geburtstag gefeiert wurde, haben wir nicht gewusst, aber dann wohl gehört: Es war ausserordentlich laut. Aber beim «Happy Birthday» haben auch wir mitgesungen! Und am Schluss haben sich alle bei uns wegen des Lärms entschuldigt.