Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03350.jsonl.gz/1810

Neubau Viscosistadt 744, Emmenbrücke
Das ca. 89'000 m2 grosse Monosuisse-Areal liegt nördlich des Seetalplatzes in Emmen. In den nächsten Jahren soll eine Umwandlung von Industrie zu gemischter zentraler urbaner Nutzung (Industrie, Gewerbe, Büros, Wohnungen, Bildung, Kultur) stattfinden. Das Gebäude 744 ist Teil dieser Umnutzung und erweitert die Hochschule Luzern für Kunst & Design, die im benachbarten Bau 745 untergebracht ist. Der Neubau erhielt eine zweigeschossige Tiefgarage und 5 überhohe Obergeschosse, die Schulungs-, Werk- und Ausstellungsräume umfassen. Der Bau der Einstellhalle bis an die bestehenden Nachbarbauten erforderte deren Unterfangung mit dem Jetting-Verfahren, eine verankerte Baugrube und umfangreiche Werkleitungsumlegungen. Die Grundwasserabdichtung wurde mit einer wasserdichten Betonkonstruktion gewährleistet.
Tragstruktur: Ein zentraler, tragender Bereich mit 7.5 m Breite (Achsmass) strukturiert den Bau in Längsrichtung. In ihm befinden sich die beiden Treppenanlagen, die Erschliessung, Aufzüge, Installationsschächte, Lager und Nebenräume. Zwischen den Treppenhäusern ist der zentrale Bereich jeweils mit einem Zwischengeschoss vertikal unterteilt. Auf beiden Seiten des Kerns liegen ca. 10 m tiefe Räume, die mit vorgespannten Unterzügen stützenfrei überbrückt werden. Die Fassade besteht aus Stützen und mittragenden Betonbrüstungen.
Vorfabrizierte Elemente: Um kosten- und terminoptimiertes Bauen zu erreichen, wurden möglichst viele Bauteile in Elementbauweise erstellt. Stützen, Unterzüge, Deckenplatten, Doppelschalenwände und Treppen wurden vorfabriziert.