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Schenkkannen in Form einer Glocke sind seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar. Vorbild für diese typische Kannenform der Ostschweiz sind die geküften Holzkannen, wie sie im Kanton Zürich noch im 19. Jahrhundert bei Abendmahlsfeiern verwendet wurden.
Die zirkulären Ringe, mit der viele Glockenkannen geschmückt sind, werden als Überbleibsel der Bindringe dieser geküften Holzkannen gedeutet.
Eine schöne und seltene Kanne aus Hallau, trägt die Marke des Jakob II. Meier (1812–1879). Der Deckel hat den typischen Ringhenkel und einen Bajonettverschluss.
Auf dem schrägt aufgelöteten Schild sind die (Besitzer-)Initialen "IVS" und "BZ" sowie Jahreszahl 1843 eingraviert. Vorne schmücken florale und ornamentale gefächelte Gravuren den Kannenkörper.
Höhe: 27.5 cm.
Literatur: Schneider/Kneuss, Zinngiesser der Schweiz, Nr. 765.