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Der Name des Dorfes Lauffohr (früher "Lufar") stammte von einer Fähre über die Aare.
1281 wurde „Lufar“ erstmals urkundlich erwähnt . Das Dorf war Teil des Hofes Rein, das dem Kloster Murbach im Elsass gehörte (als Hof bezeichnete man damals die Grundherrschaft über ein grösseres Gebiet).
Im 13. Jahrhundert fassten die Habsburger ihre Herrschaftsrechte in der Gegend um Brugg im Gericht Bözberg zusammen. Dazu zählten neben Lauffohr auch die heutigen Gemeinden Oberbözberg, Unterbözberg, Linn, Mönthal, Remigen, Riniken, Rüfenach (mit Rein) und Stilli. In all diesen Dörfern übten die Habsburger die hohe Gerichtsbarkeit aus.
1410 wurde die Fähre, die "Lufar" dem Namen gab nach Stilli 1,5 km weiter flussabwärts verlegt.
1460 eroberte die Stadt Bern das Gebiet westlich der Aare, was nichts änderte an den Rechten des Klosters Wittichen. Die katholischen Nonnen mussten jedoch im Jahr 1528 die Einführung der Reformation hinnehmen.
1544 verkaufte das Kloster den Hof Rein an den Grafen Hartmann von Hallwyl.
1566 wurde das Gericht Bözberg aufgelöst und die Gerichtsfälle des Hofes wurden von nun an in Stilli verhandelt.
Zwischen 1588 und 1599 erwarb die Stadt Brugg zwei Drittel des Hofes, die Stadt Bern das übrige Drittel.
Im März 1798 eroberten die Franzosen die Schweiz, entmachteten die "Gnädigen Herren" von Bern und riefen die Helvetische Republik aus. Der Hof Rein kam zum neuen Kanton Aargau.
1799 verlief die Frontlinie im zweiten Koalitionskrieg mitten durch das untere Aaretal. In der Region gab es mehrere Feldlager der französischen Armee. Durch Requisitionen und Plünderungen erlitten die Dorfbewohner grosse Not.
1803 wurde der Hof Rein aufgelöst; Lauffohr bildete bis 1809 zusammen mit Rüfenach und Rein eine Gemeinde und wurde dann selbständig.
Die neue Gemeinde steckte in finanziellen Schwierigkeiten und verkaufte deshalb im Jahr 1823 rund einen Viertel ihres Gebietes an die Stadt Brugg; der Kaufpreis betrug 1669 Franken.
Ab 1836 gab es wieder eine Fähre: Sie diente den Arbeitenden in den Fabriken von Vogelsang und Turgi.
1919 wurde die Aarebrücke nach Vogelsang eröffnet.
Im 19. Jahrhundert hielt auch in Lauffohr die Industrie Einzug, so entstand 1852 eine Zigarrenfabrik, die bis 1922 in Betrieb war.
Ab 1890 begann die Bevölkerungszahl kontinuierlich anzusteigen.
Zu Beginn der 1960er Jahre lebten zwei Drittel der Einwohner im rasch wachsenden Dorfteil Au. Dieser grenzte unmittelbar an Brugg und war damals vom alten Dorfkern durch eine weite unüberbaute Fläche deutlich getrennt. Die Bewohner der Au fühlten sich zu Brugg hingezogen und strebten deshalb eine Gemeindefusion an. Bei der Abstimmung im September waren 97 Stimmbürger für und 64 gegen die Fusion. Die Begeisterung der Brugger hielt sich hingegen in Grenzen; 494 Ja standen 409 Nein gegenüber. Dieses eher knappe Ergebnis und die damals sehr starke Gewichtung der Gemeindeautonomie bewogen den grossen Rat des Kantons Aargau dazu, das Ergebnis nicht zu bestätigen.
Bei den Lauffohrer Gemeinderatswahlen im August 1965 gingen sämtliche Sitze an Fusionsbefürworter, weshalb das Thema weiterhin aktuell blieb.
Im April 1969 kam es erneut zu einer Abstimmung: In Brugg lautete das Ergebnis 1095 Ja zu 397 Nein, in Lauffohr 113 Ja zu 100 Nein. Inzwischen hatte das Kantonsparlament seine Haltung gegenüber Gemeindefusionen geändert und bestätigte das Ergebnis.
Die Fusion Lauffohr und Brugg erfolgte schliesslich am 1. Januar 1970.
Das Gemeindewappen besitzt seit der Fusion nur noch informellen Charakter.
Die drei Flüsse auf grünem Feld symbolisieren den Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat.
Quelle: Wikipedia