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Nachdem das erste Fahrturnier Wyland im Jahre 2000 ein Grosserfolg war, erhielt der Verein «Fahrturnier Wyland» die Zusage dieses Jahr (9. bis 11. August) in Niederwil die Schweizermeisterschaften auszutragen.
Das diesjährige Fahrturnier stand ganz im Zeichen der Schweiz. Dies wurde durch die Marathonhindernisse deutlich zum Ausdruck gebracht. Sie widmeten sich dem 1. August, dem Alphorn, dem Feldschiessen, der Käserei, dem Walliser Kuhkampf, den Bergen und der Mosterei. Der eigentliche Blickfang war jedoch das Luzerner Wahrzeichen. Die komplett rekonstruierte Kapellbrücke diente als Zuschauertribüne. Vom zwölf Meter hohen Speakerturm konnten alle acht Parcours des Marathons überwacht werden, was ein umfassendes Kommentieren des ganzen Wettkampf-geschehens erlaubte.
An jenem Augustwochenende in Niederwil kämpften die siebzig besten Gespanne der Schweiz um den Schweizermeistertitel. Trotz der beinahe sintflutartigen Regenfälle und den dadurch erschwerten Bedingungen wurden die Zuschauer, welche sich dennoch nach Niederwil wagten, mit wunderbaren Pferdesportleistungen belohnt. Am Freitag wurden auf einem 100 x 40 Meter messenden Feld die Dressurübungen absolviert. Für den Marathon, der unbestrittenermassen den Höhepunkt der Veranstaltung darstellte, war der Samstag reserviert. Dabei war die Kondition der Pferde, das Gefühl für Geschwindigkeit, sowie die Fahrkunst des Fahrers massgebend. In der letzten Phase der etwa zwanzig Kilometer langen Strecke mussten die bereits erwähnten Marathonhindernisse möglichst schnell bewältigt werden. Die in den Hindernissen elektronisch gemessene Zeit wurde auf Anzeigetafeln angegeben was bei den Zuschauern zusätzliche Spannung auslöste. Der Sonntag war dem «Töggele» (Kegelfahren) gewidmet. Auf einer Strecke von fünf- bis achthundert Metern mussten die Fahrer bis maximal zwanzig Hindernisse durchfahren. Diese bestanden aus Plastikkegelpaaren mit aufgesetzten Bällen, die beim Touchieren hinunterfielen. Am Ende durfte sich derjenige als Schweizermeister feiern, der in der Gesamtwertung aller drei Tourniertage obsiegte.
Der Anlass war jedoch nicht nur auf das Pferdeturnier beschränkt. In einer Ladenstrasse wurden zahlreiche Artikel wie Reitbekleidung und -zubehör, Westernartikel, Zäune, verschiedene Nutzfahrzeuge, sowie weitere Artikel präsentiert. Für die Kinder wurden zahlreiche Spielmöglichkeiten angeboten. Natürlich fehlte es auch nicht an einer Festbeiz, Bar, Tombola, Musik und weiteren Attraktivitäten.
Obwohl das Wetter an diesem Wochenende einen üblen Streich spielte, war das Pferdefest ein überaus gelungener Anlass.
ak