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Vor Hunderten von Jahren verliessen viele Söhne aus adligem Haus schon früh ihre Eltern. Sie waren nur zwei Jahre älter als du jetzt bist, wenn sie als Siebenjährige an den Hof eines Fürsten oder Ritters zogen. Dort wurden sie Pagen und lernten gutes Benehmen. Mit 14 Jahren wurden sie Knappen. Von da an trainierten sie Springen, Reiten und das Kämpfen mit Armbrust, Schwert und Lanze. Würdest du das auch tun wollen? Mit 21 Jahren wurden sie feierlich zum Ritter geschlagen.
So verhielt sich der ideale Ritter:
Ritter waren Krieger, die zu Pferd kämpften. Ihre wichtigste Zeit begann im Hochmittelalter vor rund 1000 Jahren. Der ideale, gute Ritter kämpfte als Beschützer der Schwachen und zog als Christ gegen die «Ungläubigen» in den Krieg. Es gab aber auch böse Raubritter. Anständige Ritter brauchten Pferde, Rüstungen und Knechte. Das war teuer. Als die Zeit kam, in der die Adeligen Macht und Geld verloren, gab es darum auch immer weniger Ritter. Als dann auch noch Feuerwaffen aufkamen, konnten die Ritter dagegen nicht mehr gut ankämpfen. Aus diesen Gründen verschwanden sie.
Es gibt aber auch heute noch Ritter. Diese modernen Ritter benutzen keine Waffen, sondern helfen zum Beispiel den Armen, Kranken und Schwachen. Auch du kannst ritterlich sein: Indem du beispielsweise einem verirrten Schmetterling zurück in die Freiheit hilfst oder für dein Mami eine Tasche trägst, wenn sie viel eingekauft hat.
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