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Cocktailguide
Angeberwissen für lange Nächte bei coolen Drinks
Woher kommt der Name?
Eine Legende lautet, dass der Begriff „Cocktail“ bei Hahnenkämpfen in Amerika entstand. Der Sieger erhielt die Schwanzfedern des unterlegenen Hahns und man trank „on the cock‘s tail“. Eine zweite Theorie verortet die Wortschöpfung in der Kolonialzeit, als Tavernenbesitzer Spirituosen in grossen Fässern lagerten. Waren diese fast leer, schüttete man die Rückstände („tailings“ genannt) in ein Fass zusammen. Die Mixtur wurde aus einem Hahn (genannt „cock“) gezapft und zum reduzierten Preis verkauft. Kunden, die sich nur diese billige alkoholische Mischung leisten konnten, fragten nach „cock tailings“.
Geschüttelt oder gerührt?
Beim Schütteln oder Shaken arbeitet man viele kleine Luftblasen in den Drink ein. Das erzeugt ein cremiges oder schaumiges Mundgefühl. Besonders bei Cocktails mit Eiweiss, Sahne oder Kokosnusscreme ist es wichtig, diese durch kräftiges Schütteln aufzuschlagen. Gerührt werden Drinks, die nur leicht vermengbare Zutaten enthalten. Rühren ist wesentlich sanfter als Shaken, das Eis wird nicht zerbrochen und der Cocktail weniger mit Wasser verdünnt. Ausserdem gelangt kaum Luft in die Flüssigkeit und der Cocktail bleibt klar.
Warum Wodka?
Wodka unterscheidet sich von anderen Spirituosen durch seinen fast neutralen Geschmack. Er enthält kaum Methanol und keine Aromen, deshalb ist er neben seiner guten Verträglichkeit eine ideale Basis für Cocktails und Longdrinks. „Wodka“ bedeutet übersetzt „Wässerchen“ – aber Vorsicht: Echter russischer Wodka enthält mindestens 40 Prozent Alkohol! Gute Qualität ist also das A und O. Hochwertige Wodkas bestehen zu 100 Prozent aus Getreide.
Gibts das auch ohne?
Der Begriff „Mocktail“ bezeichnet seit den 1960er-Jahren alkoholfreie Cocktails – abgeleitet von dem englischen Wort „to mock“, also „nachahmen“. Spirituosen ohne starken Eigengeschmack wie Wodka in der Bloody Mary oder weisser Rum in einer Piña Colada werden einfach weggelassen. Diese „gesunde“ Form des Cocktails war in Europa bis in die 70er-Jahre eher verpönt. Seither erlebt sie allerdings einen Aufschwung, der bis heute anhält – nicht nur bei Autofahrern. Auch das allseits gestiegene Gesundheitsbewusstsein macht die alkoholfreien Varianten immer populärer.
Ist da Prominenz dabei?
„Geschüttelt, nicht gerührt“ – seit Jahrzehnten bestellt Agent 007 mit diesen Worten seinen Martini-Drink. Auch die Karriere des White Russian, eines Mix aus Wodka, Kahlua und Sahne, begann als Lieblingsdrink von Jeff Bridges in „The Big Lebowski“. Weitere Cocktails, die durch Filmklassiker prominent geworden sind: der Cosmopolitan aus „Sex and the City“, der Planters Punch aus „Vom Winde verweht“ und der Manhattan aus „Manche mögen’s heiss“.
#insglasgeschaut
Coupette
Cocktails für die Cocktailschale: Godfather, Gimlet, Mary Pickford und White Lady
Tumbler
Werden gerne im Tumbler serviert: Gin Sour, Negroni, Gin Basil Smash, Bramble
Weinglas
Eignet sich bestens für gefrorene Drinks, Wine Cooler oder Champagner-Drinks
Margarita-Schale
Die stilvollste Variante für den weltweit beliebten Cocktail mit Salzrand und Limette
Cosmopolitan-Glas
Auch für Manhattan, Martini, Brandy oder Margarita-Drinks geeignet