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Veruntreuung von Spendengeldern
01.02.2018 - Medienmitteilung
Die auf Wirtschaftsdelikte spezialisierte Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich führt seit Oktober 2017 gegen den Verwaltungsratspräsidenten einer von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) beauftragten Unternehmung ein Strafverfahren wegen Veruntreuung und ungetreuer Geschäftsbesorgung. Der beschuldigte Verwaltungsratspräsident befindet sich seit dem 24. Dezember 2017 in Untersuchungshaft.
Die IFRC erstattete am 28. September 2017 gegen den Verwaltungsrat einer zur Organisation von Spendengeldaktionen beauftragten Unternehmung Strafanzeige. Die auf Wirtschaftsstraffälle spezialisierte Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich eröffnete daraufhin gegen den Verwaltungsratspräsidenten der angezeigten Unternehmung am 20. Oktober 2017 ein Strafverfahren wegen Veruntreuung und ungetreuer Geschäftsbesorgung.
Das vom Beschuldigten als Verwaltungsratspräsident geleitete Unternehmen war damit beauftragt, über eine Internet-Plattform weltweite Spendengeldaktionen zu organisieren und die erhobenen Spendengelder für die jeweiligen Empfänger-Organisationen zu sammeln. Dem beschuldigten Verwaltungsratspräsidenten wird konkret vorgeworfen, gesammelte Spendengelder an die IFRC nicht weitergeleitet zu haben. Im Rahmen der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit der Kantonspolizei Zürich am 22. Dezember 2017 am Sitz der Unternehmung eine Hausdursuchung durchgeführt und diverses Beweismaterial sichergestellt. Die Auswertung der sichergestellten Aufzeichnungen führte zu weiteren Hilfsorganisationen, die möglicherweise geschädigt worden sind. Zurzeit ist davon auszugehen, dass insgesamt mehrere Millionen Spendengelder nicht an die Empfänger weitergeleitet wurden.
Der beschuldigte Verwaltungsratspräsident konnte am 22. Dezember 2017 am Flughafen Zürich verhaftet werden und befindet sich auf Antrag der Staatsanwaltschaft seit dem 24. Dezember in Untersuchungshaft.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Verständnisfragen im Rahmen dieser Medienmitteilung beantwortet die zuständige Staatsanwältin D. Schmohl am 1. Februar 2018 von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr unter Telefon 044 455 97 29.