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Die Mitralklappe verbindet die linke Vor- mit der linken Hauptkammer und besteht aus zwei Segeln. Es gibt viele Gründe, warum die Mitralklappe undicht (insuffizient) wird: altersbedingte Veränderungen am Gewebe wie Verdickung oder Verlängerung, angeborene Gewebedefekte mit anschliessendem Gewebevorfall, Verkalkungen, Entzündungen sowie Veränderungen der Grösse und Funktion der linken Herzkammer. Mittels Herzultraschall von aussen und von innen (Schluckecho) werden der Schweregrad der Undichtigkeit sowie der exakte Mechanismus abgeklärt. Zudem können die direkten Auswirkungen auf die Grösse und die Funktion des Herzens abgeschätzt werden. Wenn eine Mitralklappe stark undicht ist, hat dies auch Auswirkungen auf die Lunge, den Kreislauf und das allgemeine Leistungsvermögen.
Diese Aspekte werden mit verschiedenen Belastungstests (6-Minuten-Gehtest, Laufband- oder Fahrradtest) abgeklärt. Eine häufige Komplikation bei stark undichter Mitralklappe sind Rhythmusstörungen; daher erfolgt eine Kontrolle über eine Ruhe-Herzstromkurve (EKG) sowie oft mit einem Langzeit-EKG über 1–2 Tage. Mittels Laboruntersuchungen werden auch Auswirkungen auf andere Organe wie die Niere oder die Leber beobachtet. Grundsätzlich stehen drei Arten von Therapien zur Verfügung: eine medikamentöse Therapie, eine chirurgische Mitralklappenrekonstruktion oder ein -ersatz, und schliesslich ein Eingriff mittels Herzkatheter am schlagenden Herzen (Mitraclip).