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Die Berggruppe Torres del Paine ist Namensgeberin des gesamten Parks. Während „Torres“ auf Spanisch „Türme“ bedeutet, heisst „Paine“ in der Sprache der Tehuelche, der Ureinwohner Patagoniens, „blau“ und bezieht sich auf das Blau des Wassers, das hier überall – in den Flüssen, Seen und Gletschern – zu sehen ist.
Auf dem Weg in den Nationalpark Tores del Paine (ca. 24 Kilometer von Puerto Natales entfernt) liegt Cueva del Milodon, ein chilenisches Nationalmonument. Es handelt sich um eine gigantische Höhle, die vor vielen Jahrtausenden vom Mylodon, dem prähistorischen Riesenfaultier bewohnt wurde. Eine 2 Meter hohe Skulptur im vorderen Teil der Höhle zeigt den vorgeschichtlichen Giganten in Originalgrösse.
Patagonien ist ein Sinnbild von Unendlichkeit, alles hier ist Weite. Dank dieser Eigenschaft besitzt diese Region an der südlichen Spitze Amerikas so manche Vorteile: keine grossen Hindernisse tauchen hier auf, die den Blick versperren, man sieht immer den Horizont, und Seen, Flüsse und Gletscher zeigen sich wie von selbst, ohne dass man sie mit den Augen suchen müsste.
Mit seinem mässig feuchten bis sehr trockenen Klima hat der Chaco im Laufe der Jahrtausende eine ganz spezielle Flora und Fauna entwickelt, und die Region beheimatet heute neben Jaguaren, Pumas und Tapiren auch weltweit einmalige Arten wie das Chaco-Pekari, eine Wildschwein-Art, die vor nicht allzu langer Zeit nur von Fossilienfunden bekannt war.
Bekannt ist Panama City vor allem als Finanzzentrum und Steueroase. Über 100 Banken – der Grossteil internationale Geldhäuser – haben ihren Sitz oder zumindest eine Niederlassung in der Stadt. Und Panama City boomt nach wie vor, sowohl in wirtschaftlicher als auch in kultureller Hinsicht. Umso weniger verwundert es, dass unter den mittlerweile rund eine Million Einwohnern auch immer mehr Europäer, Nordamerikaner und Asiaten sind.
Mit rund 2 Millionen Einwohnern ist Quito die zweitgrösste Stadt des Landes nach Guayaquil und zugleich die Hauptstadt der Provinz Pichincha, die nach dem gleichnamigen Vulkan und Hausberg von Quito benannt ist. Die Lage in einem Tal am Fuss des Vulkans prägt das Stadtbild vor allem in den zentralen Stadtteilen, deren steile, verschlungene Strassen Quito einen ganz eigenen Charakter verleihen.
São Paulo, die Hauptstadt des gleichnamigen brasilianischen Bundesstaates, ist eine unglaublich reiche und vielschichtige Stadt. Unter den rund 20 Millionen Einwohnern in der Metropolregion finden sich Nationalitäten aus aller Welt, darunter die grösste japanischstämmige Gemeinde ausserhalb Japans, die grösste italienischstämmige Gemeinde ausserhalb Italiens sowie ein hoher Anteil arabischstämmiger Einwohner. Neben der schier endlosen kulturellen Vielfalt trägt auch die grösste Mittelschicht Brasiliens ihren Teil dazu bei, São Paulo zur kulturellen Wiege des Landes zu machen.
Die Atacama-Wüste verläuft etwa in paralleler Richtung zwischen den Anden und der chilenischen Pazifikküste und ist trotz ihrer extremen Trockenheit bereits seit mehreren Zehntausend Jahren besiedelt. Die mit bis zu 20.000 Jahren ältesten Mumien, die weltweit jemals gefunden wurden, stammen vom einstmals hier siedelnden Volk der Chinchorros. Die Atacameños lebten vor über 10.000 Jahren an den Oasen unweit des heutigen San Pedro de Atacama und bewohnen bis heute kleine Dörfer in der Wüste, ebenso wie das Andenvolk der Aymara und die Diaguitas im Süden.
Rund zweitausend Jahre reichen die Ursprünge von Tikal zurück, und beim Gang über die alten Prachtstrassen, vorbei an prunkvollen Palasttempeln und über symbolische Plätze scheint der Glanz dieses alten Volkes wieder zum Leben zu erwachen. Die eigentliche Stadt von Tikal nahm ab dem 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung Gestalt an und entwickelte sich schnell zu einem der mächtigsten Orte der Region, dessen Herrscher benachbarte Staaten unterwarfen und sich selbst in filigran gearbeiteten Stelen verewigten.
Naturwunder mitten im Urwald: die Iguazú-Wasserfälle
Die Iguazú-Fälle liegen am gleichnamigen Fluss Iguazú, auf Portugiesisch Iguaçu, und verbinden die argentinische Provinz Misiones mit dem brasilianischen Bundesstaat Paraná. Das atemberaubende Spektakel der unzähligen grossen und kleinen Wasserfälle ist der Lage in einer Flusswindung zu verdanken, in der sich im Laufe der Zeit mehrere Inseln gebildet haben. Als unbestrittenes Highlight bildet der von beiden Seiten sichtbare Teufelsschlund den Mittelpunkt der Iguazú-Fälle.