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Man schrieb das Jahr 1897, als sich eine Delegation aus den Gesellschaften Monthey, Martinach, Sitten, Leuk und Brig unter der Federführung des damaligen Staatsrates Jean-Marie Chastonay erstmals in Sitten zusammenfand, um gemeinsam einen Gewerbeverband für das Wallis zu schaffen.
Es wurde ein Vorstand gebildet, mit Armand Contat (Präsident), Erasme de Courten, Jacques Weiss, Gratien Torrione und Joseph Mutti; dann der Entscheid gefällt, den Verband unter die Schirmherrschaft des SGV zu stellen und dann geschah - eine Zeitlang gar nichts. Zumindest so lange nicht, bis 1905 auf Initiative der Gesellschaft in Sitten ein zweiter Anlauf gestartet wurde. In der Folge wurden 1908 die ersten Statuten verabschiedet und ein Vorstand gewählt.
1929 wurde der WGV durch die Forderungen der neuen Statuten des SGV national stärker eingebunden, war letzterer doch nicht länger gewillt, den WGV weiter als isolierte Sektion zu akzeptieren. Daraufhin intensivierte der WGV seine Verbandstätigkeiten; neue Statuen wurden erarbeitet und in der Folge an der Sitzung vom 10. Februar 1929 in Sitten verabschiedet. So legte die Walliser Sektion vor allem dank dem unermüdlichen Einsatz ihres Präsidenten Hallenbarter ein solides Verbandsfundament.
Von da an war der WGV als Sprachrohr der Walliser KMU und als Vertreter des SGV im Kanton stets an vielen Fronten aktiv, darunter vor allem auch in den Bereichen Berufsbildung, Kursorganisation und Lehrabschlussprüfungen, sowie bei der Erarbeitung von Gesetzesentwürfen und Lösungskonzepten für das Walliser Gewerbe.
Seit 2018 steht der WGV unter der Führung von Philippe Nantermod, Ständerat und zählt inzwischen 35 Berufsverbände und 6 lokale Sektionen (aus Hotellerie, Gastronomie, Bau und Verkauf), darunter auch einige, die somit bereits stolz auf ihre hundertjährige Geschichte blicken können.