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Ist es nicht so, dass ich meine „Wünsche“ aus der Rückbezüglichkeit (der Vergangenheit) entwickle, was ich erlebt oder eben nicht erlebt habe?
Gefühle und Stimmungen, die ich bis jetzt vermisst habe, die ich mit konkreten Dingen erfüllen möchte.
Wenn ich nun meine Wünsche erfüllen möchte, muss ich auch die geistigen Energien dazu entwickeln und vor allem meine Gefühle, die dazu passen.
Z.B: Frau sucht Mann und stellt sich vor, wie der Mann aussehen sollte, wie er sich kleidet, was für einen Beruf er hat, was für ein Auto erfährt, wie er wohnt. Kurzum, ich entwerfe mein Standardbild eines Mannes, der in meiner Vorstellung einfach gut sein muss für mich.
Dann treffe ich diesen Mann und stelle fest, dass er viele Kriterien meiner Vorstellung erfüllt. Aber trotzdem fühle ich mich nicht wohl, wie ich mir das vorgestellt habe.
Mein konkretes Wunschbild hat sich zwar manifestiert, aber es war eben ein fremdes Wunschbild und die Gefühle, die meinem eigentlichen Wesen entsprechen, kamen nicht auf.
Wäre es dabei nicht besser gewesen, mich auf meine Gefühle zu konzentrieren, die ich in einer Beziehung mit einem Partner leben möchte, die mir gut tun, mit denen ich mich wohl fühlen kann. Mit dieser Ausstrahlung ziehe ich wahrscheinlich den Mann in mein Leben, der vielleicht gar nicht meinen Vorstellungen entspricht, aber mir genau das gibt, wonach ich mich in Wirklichkeit gesehnt habe.
Ich habe mich gefragt, welche Wünsche und Sehnsüchte trage ich eigentlich in mir?
Ich denke, man kann von zwei verschiedenen Arten von Sehnsüchten ausgehen. Einerseits die, die das Überleben erleichtern oder sichern und andererseits die Sehnsüchte, die mit dem Überleben nur wenig oder gar nichts zu tun haben.
Zum Ersten gehören Wünsche wie immer genügend Essen zu haben, ein Zuhause, in dem wir Schutz und Erholung finden, Kleidung haben und Geborgenheit. Diese Wünsche erfüllen die Grundbedürfnisse, sichern die menschliche Existenz und entspringen der instinktiven Bewusstseinsebene.
Zum Zweiten gehören Wünsche mit ganz anderer Bedeutung. Hier geht es nicht um das Überleben oder um die Sicherung der Grundbedürfnisse.
Es geht darum, wie ich die Grundbedürfnisse befriedigen will. Wie möchte ich durch das Leben gehen, was möchte ich alles bis ans Ende meines Lebens erlebt haben, damit es ein lohnendes Leben wird?
Es gibt auch Wünsche wie in einem grossen Haus zu leben mit grossem Garten und viel Licht und nicht in einer dunklen Wohnung, ein grosses schnelles Auto zu haben, ein Zehngangmenü zu essen in gediegener Atmosphäre. Solche Wünsche spielen keine Rolle für unser Überleben. Und trotzdem haben sie Einfluss auf unsere Lebensqualität.
Menschen, die ihren tiefen Wünschen, Sehnsüchten und Gefühlen viel Aufmerksamkeit schenken, die ihrem Wesen entsprechen, werden von Energie um Überfluss getragen.
Diese Menschen sind ausgeglichen, tolerant, fröhlich und gesund, beweglich, neugierigen und spontan. Sie regen sich selten auf, haben kaum Ängste, sind stets motiviert und immer auf der Suche nach neuen Dingen und Situationen die sie berühren und ihnen das Gefühl geben, ein erfülltes Leben zu führen.
Das unterscheidet die Menschen die sich ausschliesslich mit der Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse beschäftigen.
Menschen, die ihre ganze Aufmerksamkeit auf materielle Sicherheit ausrichten, in ihrer vertrauten und gewohnten Umgebung sind, und ihre wahren Wünsche und Sehnsüchte weder kennen noch suchen, lassen sich auch von fremden Wünschen und Sehnsüchten leiten, die mit ihrem Wesen überhaupt nichts zu tun haben.
Diese Menschen bekommen weniger Energie, sind oft unausgeglichen, erregbar, intolerant, kränklich, in Routine und Wiederholungen gefangen, müde, ängstlich und grundsätzlich auf Sicherheit bedacht. Sie öffnen sich nicht wirklich für Neues weil sie Angst haben, ihre Sicherheit und ihr Vertrautes zu verlassen. Meistens beschäftigen sie sich mit Dingen, die weder Freude noch Zufriedenheit erwirken.
Wenn Sie sich nun wirklich auf die Suche nach Ihren Wünschen machen möchten, die wirklich Ihrem Wesen entsprechen und deren Erfüllung eine wesentliche Verbesserung Ihrer Lebensqualität erlauben würde, brauchen Sie eine neue Sichtweise respektive eine neue Vision und vor allem viel Fantasie.
Prägung der Vergangenheit
Und wie löse ich mich nun von meiner Vergangenheit? Ich brauche Zeit in diesen Prozess hineinzugehen. Günstig wäre es, sich mit dem Gedanken auseinander zu setzen und die Prägung und die Vergangenheit dort stehen zu lassen, wo sie ist. Leichter gesagt als getan.
Wenn ich mich mit Menschen unterhalte, stelle ich fest, dass die meisten Menschen mit Freude darüber berichten was sie in der Vergangenheit erlebt haben. D. h. die meisten Menschen sind vergangenheitsorientiert. Sie erzählen mit Freude darüber, was war und wie sie es erlebt haben. Auf diese Art und Weise wird die Vergangenheit immer und immer wieder neu aufgearbeitet und die Energie der Vergangenheit hochgehalten.
Diese Denkweise ist wirklich nicht dienlich für eine Neuausrichtung.
Selten findet man Menschen, die über das „jetzt“ oder über das „morgen“ sprechen. Sich freuen können an dem, was gerade jetzt passiert. Leichten Fusses durch das Leben gehen.
Wünsche wahr werden zu lassen, frei nach meinem Willen
1. Schritt
Ich werfe die Vergangenheit ab und um dies zu erreichen, muss ich mir klar werden, was ich bis jetzt gelebt habe, was ich angezogen habe und welche Energie daraus mich glücklich macht und welche nicht. Dann gibt es in meinem Leben Aspekte, die sich regelmässig wiederholen, einige sind angenehm und andere nicht. Da muss in meiner Energie etwas sein, was sich widerspricht.
Nimm ein Blatt Papier mit zwei Kolonnen und schreibe auf, was für dich in der Vergangenheit dienlich war, dir Freude und Spass bereitet hat. Schreib in die andere Kolonne, was dir missfallen hat. Mach das nie wieder in deinem Leben! Diese Rückbezüglichkeit raubt dir jedes Mal Energie und du wirst jedes Mal dieselben Energien hochhalten.
2. Schritt
Ganz wichtig, nimm ein Blatt Papier und schreibe auf, mit welchen Gefühlen und Gedanken du ganz bewusst durch den Tag gehen willst. z.B: Ich verankere die Idee, dass alle mich mögen.
Jetzt verankere ich die Idee, „alle mögen mich“.
Ich wache am Morgen auf und sage das, alle mögen mich. Ich gehe schlafen mit der Idee, alle mögen mich. Ich gehe durch den Tag und in den Tag, alle mögen mich. Nach vielen Tagen verstehen Sie die Welt nicht mehr, denn alle Leute in Ihrem Umfeld mögen Sie! (Bitte nicht aufgeben, zumindest vier Wochen lang jeden Tag!)
3. Schritt
Von jetzt an werden Dinge passieren, die dem entsprechen, was ich mir gewünscht habe. Dann werden Umstände kommen, die dem entsprechen was ich denke und fühle.
4. Schritt
Wenn ich erkenne, dass meine Vorstellungen aus der Vergangenheit auf mich wirken, was ich bis jetzt in meinem Leben angezogen habe, bin ich bereit für die Veränderung.
Durch die Kraft der Fantasie und der Gefühle kann ich meine Zukunft neu gestalten, Stück für Stück meine Vergangenheit auflösen und so mein „JETZT“ so gestalten, wie es meinen Vorstellungen entspricht.
So einfach ist das. Vielleicht, eventuell, es wäre möglich, aber ganz sicher!
Geschrieben: November 2013
Veröffentlicht: 25.03.2018
Tags: Wünsche, Vergangenheit