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Die 26-jährige Waadtländerin hätte es durchaus in der Hand gehabt, erstmals seit ziemlich genau einem halben Jahr in den Final eines (hochwertig besetzten) WTA-Turniers vorzustossen. Aber sie liess viel zu viele Gelegenheiten vorüberziehen. Sie vermochte lediglich 2 von 14 Breakmöglichkeiten zu nutzen, während Kusnezowa für doppelt so viele Breaks nur halb so viele Chancen benötigte.
Dennoch darf Bacsinszky nach dem Turnier die Gewissheit haben, dass sie nach ihrer monatelangen Baisse wieder bei den Leuten ist. Die Siege gegen die renommierten Gegnerinnen Ana Ivanovic, Agnieszka Radwanska und Simona Halep lassen sich sehen und machen Mut für den bald folgenden Hauptteil der Saison mit unter anderem den Grand-Slam-Turnieren in Paris und Wimbledon.
Schon der erste Satz wurde für Timea Bacsinszky zur unangenehmen Geduldsprobe. Sie vermochte fünf Breakchancen, verteilt auf drei verschiedene Games, nicht zu verwerten. Sie selber überliess der Russin zunächst nur eine Möglichkeit zum Servicedurchbruch. Gegen das Ende des Satzes musste Bacsinszky zweimal gegen den Satzverlust aufschlagen. Beim zweiten Mal, als sie das Tiebreak hätte erreichen müssen, scheiterte sie an Kusnezowas zweiter Breakchance.
Der zweite Umgang begann mit je einem Break, wobei Kusnezowa ihren Aufschlagverlust mit einem Doppelfehler selbst besiegelte. Anschliessend vergab Bacsinszky drei Breakchancen in Folge zur möglichen 2:1-Führung. Das Auslassen der vielen Gelegenheiten kostete die Schweizern möglicherweise mentale Energie. Im anschliessenden Game spielte sie fehlerhaft und gab den Aufschlag unter anderem wegen eines Doppelfehlers ab. Sie schaffte zwar noch das Rebreak, aber von dort an liess sich ihre Gegnerin nicht mehr aufhalten – auch wenn sich Bacsinszky in ihrem Game der letzten Chance beim Stand von 3:5 nochmals drei Breakchancen erarbeitete.
Die mittlerweile 30-jährige Russin, die 2004 mit 19 Jahren das US Open und 2009 auch das French Open gewonnen hatte, wird im Final entweder auf die deutsche Australian-Open-Gewinnerin Angelique Kerber treffen oder auf die in Topform befindliche Weissrussin Viktoria Asarenka, die vor anderthalb Wochen das grosse Turnier in Indian Wells gewann.
(SDA)