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Es ist vollbracht! Weil Manchester City bei Chelsea mit 1:2 verliert, steht der FC Liverpool bereits sieben Runden vor Schluss als englischer Meister fest. Für die «Reds» ist es der 19. Meistertitel insgesamt und der erste seit 30 Jahren.
Die Saison 2019/20 brachte einen Start-Ziel-Sieg für das Team von Jürgen Klopp. Die «Reds» gewannen die ersten acht Spiele und hatten nach 27 Runden 26 Siege auf dem Konto. Die bislang einzige Niederlage resultierte Ende Februar gegen Watford (0:3) - eine Woche vor dem Corona-Unterbruch. Da hatte Liverpool bereits mehr als 20 Punkte Vorsprung auf Manchester City.
Die Dominanz war derart eklatant, dass sich die Konkurrenz bereits im März dafür aussprach, dass der Titel Liverpool zugesprochen werden sollte, falls die Premier League wegen der Corona-Pandemie nicht zu Ende gespielt werden könne.
Dass Liverpool den Titel gewinnen würde, war im Verlaufe der Saison bald klar. Der Triumph hat auch seine Logik, wenn man die letzten Jahre zum Nennwert nimmt. Seit Trainer Jürgen Klopp im Herbst 2015 übernommen hat, steigerte sich die Mannschaft kontinuierlich. Unter dem Deutschen erreichte Liverpool in der Premier League der Reihe nach die Schlussränge 8, 4, 4 und 2. In der Champions League stand man 2018 im Final und holte vor einem Jahr den Titel.
Der oft verletzte Schweizer Xherdan Shaqiri hatte bei bislang nur sechs Einsätzen lediglich einen marginalen Anteil am Erfolg. Seine beachtliche Titelsammlung wird nun trotzdem erweitert. Nach je drei Meistertiteln in der Schweiz und in Deutschland sowie zwei Triumphen in der Champions League darf er sich nun auch englischer Meister nennen.
Manchester City hätten bei Chelsea gewinnen müssen, um noch eine theoretische Chance auf die Titelverteidigung zu wahren. Doch das Team von Pep Guardiola tat sich gegen ein defensiv solides Chelsea überaus schwer. Zwar kontrollierten die «Citizens» über weite Strecken die Partie, doch Chelsea ging in der 36. Minute nach einem Konter durch Christian Pulisic in Führung.
Kurzzeitig konnte City noch einmal hoffen, als Kevin De Bruyne nach der Pause mit einem Traumtor das 1:1 erzielte. Sein Freistoss flog per Bogenlampe ins Lattenkreuz. Die Gäste rannten in der Folge noch einmal an, doch Raheem Sterling traf nur den Pfosten. In der 78. Minute besiegelte Willian mit einem verwandelten Penalty die City-Niederlage und damit den Titel für Liverpool.
Chelsea - Manchester City 2:1 (1:0)
Tore: 36. Pulisic 1:0. 55. De Bruyne 1:1. 78. Willian (Handspenalty) 2:1.
Bemerkung: 77. Rote Karte gegen Fernandinho (Manchester City) wegen Handspiels.
Nach zwei Niederlagen in Serie feiert Arsenal in Southampton den ersten Sieg seit dem Restart der Premier League. Die «Gunners» schlagen die «Saints» dank Toren von Eddie Nketiah und Joe Willock mit 2:0. Nketiah profitiert beim 1:0 von einem haarsträubenden Fehler von Southampton-Torhüter Alex McCarthy, der einen Passversuch genau in die Füsse des 21-jährigen, englischen U21-Nationalspielers spielt. Das 2:0 durch Willock fällt kurz vor Schluss und unmittelbar nach einer Roten Karte gegen Southamptons Jack Stephens.
Granit Xhaka, der sich beim Restart gegen ManCity bereits in der 8. Minute eine Sprunggelenksverletzung zuzog und ausgewechselt werden musste, kann in Southampton wieder mittun und zeigt ein starkes Comeback. Er bringt die benötigte Ruhe und Stabilität zurück ins Mittelfeld der «Gunners». Arsenals Rückstand auf Platz 7, der womöglich für die Teilnahme an der Europa League berechtigt, beträgt nur noch zwei Punkte.
Southampton - Arsenal 0:2 (0:1)
Tore: 20. Nketiah 0:1. 87. Willock 0:2.
Bemerkungen: Arsenal mit Xhaka. 85. Rote Karte gegen Stephens (Southampton). (pre/sda)