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Die Pionierjahre
Das Unternehmen wird 1950 unter dem Namen „Télésiège de Médran SA“ von einer Gruppe mutiger Bauunternehmer gegründet. Die Gondelbahn in Médran wird am 23. Dezember 1950 eingeweiht.
1952 wird das Angebot auf der Tête des Ruinettes durch einen Schlepplift ergänzt. Der geplante Bau eines Sessellifts in Richtung Col des Vaux wird vom Bundesamt für Verkehr zurückgestellt, da Unfälle aufgrund von Frost oder Wind befürchtet werden. 1995 entwickelt Giovanola nach mehreren Streitigkeiten über den Ausbau des Skigebietes einen einsitzigen Sessellift für die Region Savoleyres. Ein Jahr später baut der Fabrikant Müller ein Aufrollsystem für einen Schlepplift auf den gleichen sonnigen Hängen ab der Talstation Les Planards. Der Seilbahnbauer Von Roll entwickelt ein wenig später eine Luftseilbahn für Les Attelas. Um das erste Unternehmen nicht zu gefährden, wird ein zweites gegründet: „Téléphérique des Attelas“.
Die Gondelbahn wird 1958 mit einem langen Schlepplift auf die doppelte Länge ausgebaut. Im Folgejahr ermöglicht ein Sessellift die Erschliessung des schattigen Talkessels des Lac des Vaux, wo schon früh in der Saison Schnee legt. Ein weiterer Schlepplift wird in der herrlichen Schlucht von Médran eingerichtet.
Ein sommer voller baumassnahmen
1960 wird das Unternehmen infolge der Fusion mit der „Société Anonyme Téléphériques Attelas“, die in den 50er-Jahren auf Anregung von Rodolphe Tissières die Verbindung Verbier–Les Attelas–Lac des Vaux gebaut hatte, in „Société Anonyme des Téléphériques de Verbier“ umbenannt.
Angesichts der ständig wachsenden Kundenzahl muss das Skigebiet ausgebaut werden. Im Sommer 1960 werden mehrere Bergbaustellen eröffnet.
Der 1er-Sessellift von Savoleyres wird zu einem Zweisitzer umgebaut. Die herrlichen Hänge von La Chaux können nun per Schlepplift erreicht werden. Um auch die Ansprüche von fortgeschrittenen Skifahrern zu erfüllen, wird der Mont-Gelé (3030 m) durch eine Luftseilbahn zugänglich gemacht und für die Tiefschneefans wird Anfang des Winters 1960/61 an den steilen Abhängen von Tortin eine Gondelbahn erbaut.
Damit steht das Rückgrat des Skigebietes. Zusätzliche Anlagen, mit denen auch die kleinsten Hänge erreichbar werden, erweitern das Angebot in den folgenden Jahren.
Ausbau und einige verrückte projekte
Im Herbst und Winter 1961/62 wird der Sessellift Lac 3 gebaut. Die geplante Gondelbahn Attelas 2 entsteht 1964. Dank dieses letzten Abschnitts ist das Skigebiet nun auch von Le Châble aus zu erreichen.
Mit der zweiten, im Jahr 1965 fertiggestellten Médran-Gondelbahn ist endlich Schluss mit langen Wartezeiten an der Talstation von Verbier. Mehrere Sessellifte machen den Skifahreralltag spürbar angenehmer: Lac des Vaux 2 (eingeweiht an Heiligabend 1966), La Tournelle 1967 und Le Revers-des-Aux 1968.
1967 kauft das Unternehmen, das von nun an Téléverbier heisst, die Schlepplifte Le Rouge und Le Bleu von der Schweizer Skischule. 1970 wird der Savoleyres-Sessellift nach Le Mayentset verlegt und durch eine moderne Gondelbahn ersetzt.
Ende 1970 besitzt Téléverbier kurz nach seinem 20-jährigen Jubiläum 29 Liftanlagen.
Zurückhaltung während der rezession
Téléverbier beginnt mit dem Bau des imposanten Médran-Gebäudes, das im Juli 1971 eingeweiht wird. Daneben kommt es auch zu kleineren Bauarbeiten am Altiport von La Croix-de-Coeur.
Ab 1973 geht der Bau der Gondelbahn Le Châble–Verbier langsam vorwärts: ein paar Sockel im ersten Sommer, weitere im darauffolgenden Sommer. Bis zum Winter 1974/75 lässt man extreme Vorsicht walten. Die Anlage wird im folgenden Frühjahr fertiggestellt und im Herbst 1975 eingeweiht.
Erschliessung des Mont-Fort
Der Bau von Anlagen in den Bergen nimmt 1977 mit den Sesselbahnen Médran III und Les Attelas III wieder Schwung auf. 1977 wird die Fusion mit Télétzoumaz und 1978 die Zusammenlegung mit Télébruson besiegelt. Téléverbier erhält Unterstützung von Télé-Nendaz bei der Finanzierung der Erschliessung des Mont-Fort.
Nach einem 15-jährigem Konflikt mit Umweltschutzgruppen steht fest, dass der Altiport in La Croix-de-Coeur nicht gebaut wird, er bleibt ein einfacher Gebirgslandeplatz.
Die Inbetriebnahme der ersten Luftseilbahn ab Tortin ist für Herbst 1981 geplant, die der zweiten Luftseilbahn, die bis zum Mont-Fort gehen soll, für Herbst 1983. Wie vorgesehen kann der erste Abschnitt im Winter 1981/82 eingeweiht werden. Télé-Nendaz arbeitet auch an der Einrichtung des Gletscherschleppliftes.
Im Sommer 1982 baut Téléverbier den Sessellift La Combe II und stellt damit einen zur Gondelbahn parallelen Weg für den Transport der Kunden fertig. Die Einweihung des Gipfelabschnittes wird von 1983 auf Herbst 1982 vorverlegt. Die Skifahrer können das majestätische Panorama des Mont-Fort-Gipfels ab März 1983 erleben. Die „Jumbo“, die grösste Luftseilbahn der Schweiz, wird im Dezember 1987 eingeweiht. 1985 wird in Médran eine neue 6er-Gondelbahn fertiggestellt. Sie ersetzt die allererste Médran-Gondelbahn.
Neue aufgaben stehen an
22 Anlagen müssen an die neuen Sicherheitsvorschriften des Bundesamtes für Verkehr angepasst werden. 1988 wird der Sessellift Lac des Vaux 3 ersetzt, im Jahr darauf der Schlepplift von Les Ruinettes (die berühmte „Ficelle à Joseph“), 1990 wird der Sessellift von Le Mayentset renoviert. In Bruson wird der La Pasay-Schlepplift im gleichen Jahr durch eine Sesselbahn ersetzt. 1992 werden die Luftseilbahn des Mont-Gelé sowie der Les-Moulins-Schlepplift erneuert.
1991 tritt Télé-Thyon dem Skigebiet 4 Vallées bei.
Funispace
Ende April 1994 transportiert die Luftseilbahn Les Attelas I ihre letzten Skifahrer, während das Kabel der Gondelbahn Attelas II demontiert wird. Die Fertigstellung der Arbeiten sowie zahlreiche technische Tests dauern von Mitte November bis Mitte Dezember. Die neue Anlage, die in einem Ideenwettbewerb unter allen Mitarbeitern den Namen „Funispace“ erhält, wird am 23. Dezember 1994 in Betrieb genommen, nur neun Monate nach Beginn der Bauarbeiten.
Pioniergeist
Das Unternehmen STA SA (Services techniques alpins) wird in Sembrancher gegründet. Es bietet neben dem Kundendienst für Leitner-Pistenfahrzeuge in der ganzen Westschweiz auch Dienstleistungen im Bereich Schlosserei, Ersatzteile, Montage und Wartung von Liftanlagen. Zudem investiert die Téléverbier SA in mehrere neue Anlagen.
Heute
Téléverbier kann mit Stolz behaupten, ein solides Unternehmen zu sein, das ein aussergewöhnliches Skigebiet betreibt. In der Wintersaison beschäftigt der Konzern über 800 Mitarbeiter. Jedes Jahr werden mehrere Grossprojekte realisiert, um den Komfort der Benutzer der Anlage zu garantieren und eine unvergleichliche Qualität zu gewährleisten. So wurden zum Beispiel alle Bereiche des Gebiets mit Beschneiungsanlagen ausgestattet. Im Jahr 2020 wurde am Grand Tsai in Bruson ein neuer Skilift gebaut. Die Gondelbahn Médran wird 2021 durch eine brandneue 10er-Anlage ersetzt.
Neben den Projekten im Zusammenhang mit den Anlagen und Pisten entwickelt Téléverbier neue Angebote, wie die Mont 4 Zipline, eine Seilrutsche der Superlative, die im Sommer 2020 in Zusammenarbeit mit der Firma NV Remontées Mécaniques entstanden ist.