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Nachbearbeitung und Auswertung
Diese findet im Plenum statt. Gehen Sie zu Beginn die Teile 2, 3 und 4 der Übung durch und überlegen Sie dann, was die Teilnehmenden vorher bereits wussten und was sie durch Erfahrung gelernt haben.
- Beginnen Sie mit dem „blinden Spaziergang“. Bitten Sie die „Blinden“ und die Helfenden, ihre Reaktionen zu beschreiben:
- Was für ein Gefühl hatten sie bei dieser Übung?
- Was war am schwierigsten? Was war lustig? Was hat Angst gemacht?
- Wie schwer war es, jemandem zu vertrauen bzw. vertrauenswürdig zu sein?
- Wie viele von den Gegenständen in der Tüte konnten sie identifizieren? Welche Sinne haben ihnen dabei geholfen? Wie viele haben sich getraut, die Flasche/Dose zu öffnen und Getränk zu probieren?
- Dann überprüfen Sie Teil 2, die Zeichensprache:
- Was für ein Gefühl hatten sie bei dieser Übung?
- Was war am schwierigsten? Was war lustig? Was hat Angst gemacht?
- War es frustrierend, Zeichen zu machen und nicht verstanden zu werden?
- War es frustrierend oder peinlich, nicht zu verstehen?
- Als Nächstes überprüfen Sie das Rollstuhlhindernisrennen:
- Was für ein Gefühl war es, nur eingeschränkt mobil zu sein?
- Was war am schwierigsten? Was war lustig? Was hat Angst gemacht?
- Kommen Sie nun auf die Befürchtungen und Erwartungen vom Anfang der Übung zurück. Die Teilnehmenden sollen sich die Stichworte ansehen, die sie aufgeschrieben haben:
- Haben sich einige ihrer Ängste während der Übung bestätigt?
- Wie haben sie versucht, ihren Partner/innen zu helfen?
- Wie wurde die Hilfe angenommen?
- Wie schwer ist es einzuschätzen, wie viel man helfen muss?
- Welche Befürchtungen über das Behindertsein wurden geäußert? Worauf beruhten diese Befürchtungen? Hatte jemand schon mal Angst, nach einem Unfall oder einer Krankheit behindert zu sein?
- Was war die größte Überraschung bei allem, was die Teilnehmenden in der Aktivität gelernt haben?
- Kennen sie Menschen, die entweder blind, taub oder auf den Rollstuhl angewiesen sind? Wie sieht deren soziales Leben aus? Wie reagieren andere auf sie?
- Sehen Sie sich die Gebäude und Straßen in der Umgebung an: Wie „behindertenfreundlich“ sind sie?
- Was kann und sollte man tun, um die Gleichheit und Würde von Behinderten zu gewährleisten?
- Sind die Rechte von Behinderten auch eine menschenrechtliche Angelegenheit? Welche Rechte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind hier besonders relevant?
- Was kann Ihre Schule, Ihr Verein oder Ihre Jugendgruppe tun, um die Gleichheit und Würde
von Behinderten zu fördern?