Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03184.jsonl.gz/115

Wer soll für die SP den Sitz des abtretenden Regierungsrats Fredy Fässler sichern? Diese Frage wurde am Parteitag vom 25. Oktober geklärt. Zur Auswahl standen Bettina Surber, Dario Sulzer und Guido Etterlin.
Am 1. Mai 2023 hat SP-Regierungsrat Fredy Fässler angekündigt, dass er bei den Gesamterneuerungswahlen im Frühjahr 2024 nicht mehr antreten wird.
Bereits am Tag nach der Rücktrittsankündigung wurden in St.Galler Medien mögliche Namen für die Nachfolge von Fredy Fässler gehandelt. Die SP-Parteileitung entschied daraufhin auf Antrag der Findungskommission, den Nominationsprozess offen und transparent zu gestalten.
Drei Bewerbungen
Alle SP-Parteigremien im Kanton St.Gallen wurden eingeladen, bis Mitte August Personen zu nominieren. Innert der vorgegebenen Frist gingen drei Bewerbungen ein: aus St.Gallen Bettina Surber, aus Rorschach Guido Etterlin und aus Wil Dario Sulzer.
Diese drei Namen waren auch auf der Liste 3a bei den Nationalratswahlen zu finden.
Am besten schnitt am Wahlsonntag Bettina Surber ab (15'636 Stimmen), gefolgt von Dario Sulzer (12'053 Stimmen) und Guido Etterlin (9'670 Stimmen).
Bettina Surber belegte damit den vierten Platz auf der Hauptliste der SP. Überflügelt wurde sie von den beiden gewählten Nationalrätinnen Barbara Gysi (32'477 Stimmen) und Claudia Friedl (22'546) sowie von Arber Bullakaj (17'165).
Dario Sulzer schaffte es auf den fünften Platz. Etterlin musste sich mit dem zwölften und letzten Listenplatz zufriedengeben.
Am ausserordentlichen Nominationsparteitag vom 25. Oktober wurde nun entschieden, wen die SP ins Rennen schickt. Bereits im ersten Wahlgang erreichte SP-Fraktionspräsidentin Bettina Surber das absolute Mehr und ist somit die Kandidatin für den zweiten SP-Sitz in der Regierung. Weiter nominierte die Partei die bisherige Regierungsrätin Laura Bucher für die Wahlen vom März 2024.
Angriff der SVP?
Bereits am Dienstag wurde in einem Tagblatt-Artikel darüber spekuliert, ob die SVP den SP-Sitz angreifen wird. In erster Linie muss die SVP den Sitz des ebenfalls zurücktretenden Regierungsrats Stefan Kölliker ins Trockene bringen. Mit wem sie das tut, ist noch offen. Die Runde machen Namen wie Mike Egger, Christof Hartmann oder Ivan Louis.
Hier klicken, um die Mobile App von «Die Ostschweiz» zu installieren.