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Social Media geht auch immer mehr in Richtung Video und Podcast. Da lohnt es sich, sich über die Wirkung der Stimme im klaren zu sein. Was ist das Ziel dieses Videos? Nach dem sehen, hören oder lesen dieses Artikels, erkennen Sie sofort wie die Kommunikation Ihres Gegenübers funktioniert und können sich darauf einstellen. Was zu einem deutlich besseren und schnelleren Ergebnis in Ihrer Kommunikation führt.
Sind Sie bereit? Dann mal los Ich denke über die Wichtigkeit der Stimme in der Kommunikation, müssen wir beide, Sie und ich, nicht diskutieren, richtig?
Sie kennen das Sprichwort:
Der Ton macht die Musik
Nun, woraus besteht dieser Ton eigentlich?
Geformt wird dieser sogenannte Ton:
1. durch das Sprechtempo
2. durch die Lautstärke
3. durch das Vokabular
4. durch die Satzlänge und
5. durch den Sprechrhythmus
Bevor wir zusammen die 5 Schlüsselelemente der Stimme erforschen, werde ich etwas ausholen und in einem Beispiel aufzeigen, wie man entdeckte, welche Kraft von der Beherrschung der 5 Schlüsselelemente ausgeht.
Wie wurden diese 5 Stimmelemente (wieder/neu) entdeckt?
Milton Erickson war ein sehr bekannter und ungeheuer erfolgreicher Psychiater, der in Arizona lebte.
Erickson hatte die Fähigkeit, selbst hoffnungslose Fälle wieder ins Lot zu bringen.
Wissenschaftler, welche Erickson minutiös studierten, fanden heraus, dass eine der Erklärungen für seinen fast unglaublichen Erfolg, seine stimmliche Flexibilität war.
Erickson hatte die fast übermenschliche Fähigkeit , mit den Patienten in einer Weise zu sprechen, die fast genau mit Ihrem eigenen Sprechtempo und Ihrer Lautstärke, mit Ihrem Rhythmus und Ihrer Tonalität übereinstimmte.
Es war für die Patienten , als ob Sie mit Ihrem eigenen Unbewussten sprechen. Das ist übrigens auch einer der Schlüssel zur indirekten Hypnose.
Was bedeutet das jetzt in der Praxis für Sie?
Wenn Sie so schnell als möglich einen Rapport mit dem Gegenüber herstellen wollen, dann übernehmen Sie folgende stimmliche Elemente Ihres Gegenübers:
1. das Sprechtempo
2. die Lautstärke
3. das Vokabular
4. die Satzlänge und
5. den Sprechrhythmus
Jetzt fragen Sie sich vielleicht, soll ich alles genau gleich übernehmen?
Nein, natürlich nicht. Das würde aufgesetzt wirken und das Gegenüber würde sich wahrscheinlich auf den Arm genommen fühlen.
Oder was meinen Sie?
Ich komme gleich mit ein paar Beispielen darauf zurück, was Sie übernehmen können.
Bestimmt haben Sie sich schon Gedanken gemacht, warum das anpassen und übernehmen so eine grosse positive Wirkung auf das Gegenüber hat.
Die Erklärung ist einfach!
Sie haben bestimmt auch schon festgestellt, dass sich die Menschen unter gleichgesinnten Menschen am wohlsten fühlen. Die Leute organisieren sich in Vereinen, Religionsgemeinschaften, Verbänden, Clubs und Interessens Gemeinschaften.
Sind Sie auch in einem Verein, Club oder etwas ähnlichem?
In diesen Organisationen fühlen sich die Menschen wohl, sie haben das gleiche Gesprächsthema, die gleiche Ideologie und die gleichen Vereinsabzeichen.
Sehen Sie, es ist offensichtlich, die Menschen fühlen sich unter gleichgesinnten Menschen am wohlsten und verstanden.
Um möglichst schnell einen Rapport, zum Beispiel zu einem Kunden aufzubauen, signalisieren wir unserem Gesprächspartner, Ich bin ähnlich wie Du. Wer uns ähnlich ist, ist uns symphatisch, er ist unser Freund.
Nur haben wir im Verkauf, Therapie-Sitzungen oder in Verhandlungen nicht Monate, Wochen, Tage oder Stunden Zeit um den Kunden für uns zu gewinnen.
Im Verkauf muss es innerhalb von Sekunden funken. Sie haben keine 2te Chancen den ersten Eindruck zu korrigieren. Der erste Eindruck muss sitzen und zwar richtig.
Und, mit den Stimmelementen zu arbeiten , ist die einfachste und wirksamste Technik die es gibt. Wir übernehmen einige Stimme Elemente des Gegenübers.
Im Nachahmen müssen wir nicht ganz exakt sein. Sie müssen auch nicht alle Sprachmerkmale bei jedem Interessenten nachmachen oder spiegeln, es reicht, wenn Sie ein paar wichtige Stimmelemente übernehmen.
Jede Ähnlichkeit wird Ihnen helfen, um unterschwellig zu übermitteln; „Ich bin wie Du“. Und was passiert noch? Ausserdem werden sich die Kunden Ihnen gegenüber Augenblicklich sicherer und wohler fühlen.
Denken Sie daran, dass wir Menschen vertrauen und mögen, die uns möglichst ähnlich sind. Wenn Sie so sprechen, wir Ihr Kunde spricht, dann wird er Sie unwillkürlich als „normal“, normal in Anführungszeichen, und von daher als noch symphatischer wahrnehmen.
Und funktioniert das?
Es ist wirklich verblüffend einfach und sehr wirksam. Beobachten Sie erfolgreiche Verkäufer und Therapeuten!
Das heisst ganz einfach, wenn der Kunde langsam spricht, dann sprechen Sie auch langsam. Das ist kein Scherz!!
Denn wenn Sie mit einem Langsamsprecher zu schnell sprecht, dann fühlt dieser sich total überfahren. Und dann, was denken Sie, wo ist seine Aufmerksamkeit? Irgendwo im Nirwana.
Gehört die Aufmerksamkeit des Kunden oder Verhandlungspartners dorthin? Die Antwort erübrigt sich, oder? Denn es ist für einen Langsamsprecher absolut dramatisch, wen Sie ihn mit schnellen Sätzen überschütten.
Das fühlt sich für einen Langsam-Sprecher etwa so an, wie wenn ein Film zu schnell abläuft. Am Anfang kommt man noch eine ganz kurze Zeit mit und schaltet dann ab. Dieser Langsam-Sprecher fühlt, lebt und denkt halt langsam, so ist seine Welt und das ist auch in Ordnung so.
Und darum müssen wir uns ihm anpassen, damit er uns versteht. Wir sind ja schliesslich die flexibleren. Einfach, nicht wahr?
Das Gegenteil ist der Schnellsprecher. Wenn der Kunde schnell spricht, dann sprechen Sie auch schneller. Es gibt für Schnellsprecher nichts langweiligeres, als ein Gegenüber der langsam spricht.
Wenn Sie mit einem Schnellsprecher langsam sprechen, dann hat der Schnelle das Gefühl, dass Sie in Zeitlupe sprechen und er wird vor lauter Langeweile abschweifen und an etwas anderes denken. Und seine Aufmerksamkeit entflieht ins Nirvana.
Wenn der Kunde laut spricht, dann auch lauter sprechen und wenn der Kunde leise spricht, dann ….., was wohl? Ja genau! ?
Schlimm ist es wenn Sie mit einem laut Sprecher leise sprechen. Diese Leute stufen Leisesprecher sofort als unsicher und schwach ein.
Wenn der Kunde lange Sätze benutzt, dann wenden auch wir lange Sätze an. Und wenn der Kunde kurze Sätze macht, dann …….
Beachten Sie einmal, was das aussagt, lange Sätze, kurze Sätze. Ein Kunde, der lange Sätze bildet, der denkt ganz anders als einer, der kurze Sätze bildet.
Also ganz wichtig, dass Sie bei einem der kurze Sätze macht, die Informationen auch in kurzen Stücken rüberbringen.
Auch der Sprechrhythmus ist wichtig. Wenn einer hektisch spricht, dann auch eine gewisse Lebendigkeit in das Gespräch bringen und umgekehrt wenn ein gemütlicher Mensch in einem ruhigen Rhythmus mit Ihnen spricht, dann macht es Sinn, wenn Sie auch einen Gang runterschaltet.
OK, ganz einfach zusammengefasst, gehen Sie auf Ihr Gegenüber ein. Und Halloooo, das gilt nicht nur im Geschäftsleben, das kann man auch in der Familie anwenden.
So, nun stellt sich die Frage, wie setzte ich das in die Praxis um?
Beginnen Sie mal am Telefon. Drucken Sie dieses PDF Dokument aus. Es enthält eine einfache Checkliste um die Stimmelemente in der einfachsten Form zu klassifizieren.
Bei jedem Gespräch das Sie führen, markieren Sie die entsprechenden Stimmelemente.
Also zum Beispiel bei der Lautstärke: Laut, Mittel, Leise und beim Sprechtempo Schnell, Mittel, Langsam.
Nun werde ich natürlich oft gefragt, was ist Langsam oder Schnell?
Gehen Sie einfach von Ihrem Verständnis aus, denn es ist ja Ihr Massstab, den Sie in diesem Fall anwenden müssen.
Wie soll ich mich im Video oder Podcast verhalten?
Da Sie Ihr Gegenüber nicht direkt vor sich haben, ist der Mittelweg am sichersten. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Nicht zu leise und nicht zu laut.
Video und Tonaufnahmen haben zusätzlich einen wichtigen Vorteil.
Die Tonaufnahmen können mit Software nachbearbeitet werden und ganz schön aufgepeppt werden.
Ein kleiner Tipp für die Aufnahme. Wenn Sie im stehen sprechen, dann haben Sie ein besseres „Volumen“ und das wirkt besser, kräftiger und sicherer. Es heisst ja nicht umsonst, er steht zu seiner Sache.
So kommen Sie in Übung und beginnen Ihre Wahrnehmung zu schärfen und trainieren. Wollen Sie das? Wollen Sie verstanden werden?