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Auf einer Pilgerreise bekehrte er eine ganze Insel (St-Imier BE)
Ort
St. Imier
Gedenktag
13. NovemberLeben/Legende
Als Heiliger ist er heute nur noch einem Fachpublikum bekannt, aber im Kanton Jura trägt eine Gemeinde seinen Namen: Saint-Imier. Himerius wurde um ca. 570 in Lugnez in der Nähe von Porrentruy geboren und starb um 620 in Saint-Imier. Er stammt aus einer vornehmen Familie, historisch belegt ist ein Aufenthalt in Lausanne, eine Pilgerreise nach Israel und sein Leben als Einsiedler bei Saint-Imier. Nach einer Legende soll er auf der Rückreise von Israel die Insel Arados von einem Greifen befreit haben. Die Inselbewohner bekehrten sich daraufhin zum Christentum. Der Patriarch von Jerusalem schenkte ihm aus Dankbarkeit eine Reliquie des Hl. Simeon, der Jesus bei der Darbringung im Tempel getragen haben soll.
Auf seinem Grab wurde eine Kapelle gebaut und ein Benediktinerkloster errichtet. Die Siedlung wurde bald zum Wallfahrtsort. Urkundlich erwähnt wird sie 884 zum ersten mal, als Karl III. die Cella Sancta Hymerii der Abtei Moutier schenkte.
In Saint-Imier steht bis heute der übriggebliebene romanische Frontturm einer im Jahr 1828 abgebrochenen Kirche. Sie war ursprünglich auf dem Grab des heiligen Himerius errichtet worden. Von der Kirche sind nur das romanische Taufbecken (11. und 12. Jahrhundert) sowie die Sankt-Himerius-Glocke von 1512 erhalten.