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Nicht weit von Langenthal im Oberaargau, steht ein Schloss auf einem Berg. Es wurde für den künftigen Berner Schultheissen errichtet. Hieronymus von Erlach (1667-1748). Hervorgekommen von einer altehrwürdigen Berner Familie, die ihren Ursprung von Neuenburg und Nidau zieht, war von Erlach vielen Jahre als Kolonel im Dienst von Frankreich und dann Österreich tätig, und nahm teil in den Nachfolgekriegen von Spanien. In 1701 wurde er Mitglied des Rates der 200 (oberste Gesetzgebung) und von 1707 bis 1713 war er der Landvogt von Aarwangen. Während dieser Zeit etablierte von Erlach seinen Ruf und im Laufe der folgenden zwei Jahren, verlangte er vom Pariser Architekten, Joseph Abeille, ihn ein Lustschloss zu entwerfen, dessen Ausführung dem Berner Abraham Jenner (1690-1764), Skulpteur und Bauherr, zufiel.
Ein Dach mit grossen Proportionen mit zwei Reihen von Lukenfenstern wurde entworfen; des bedeckt den Wohnkörper von einer Etage, konstruiert auf einem gewölbte Keller, der zwischen dem Hof und Garten steht. Ausser den beiden Pilastren, die den Eingang begleiten und einer andersartigen Fensteraufteilung, bietet die Fassade auf den Hof und die auf den Garten eine grossartiges Erscheinungsbild. Zwei lange Flügel, jedem artikuliert in drei Pavillons für Büros stehen um einen rechteckigen Hof. Andererseits, nimmt der Kutschenschuppen seinen Platz im zentralen Pavillon ein: an diesem Ort ist die Kontinuität der Fassade von Arkaden auf Pfeilern unterbrochen. Die Komposition der Gesamtheit besteht aus dem Garten auf welchem das Schloss steht. (der barocke Garten im Stil des Meistergärtners aus Frankreich Le Nôtre war der erste seiner Art auf Bernischem Boden). Von allen Teilen, umgeben doppelte Alleenreihen den Garten.
Im Innern des Schlosses folgen die Zimmer um dem Eingang herum. Der Grundriss besticht durch eine klare Symmetrie, die Längs- und Querachsen vermischt. Die Stellung der Türe in der Ecke erlaubte es, den Zimmern ein grosses Volumen zu erhalten. Der zentrale Salon, länglich, öffnet zum Garten hin. Die Kamine verzieren die seitlichen Wände. Die magistralen Ölbilder von 1715 vom Zuger Johann Brandenberg (1661-1729) bekleiden die Innenwände und die Decke des zentralen Salons wie auch das zentrale Motiv der Decke des Eckkabinetts. Sie zeigen in der historico-mythologischen Art die bewaffneten Dienste von von Erlach, die Rückkehr in das Landlaben und den Ruhm seiner Familie. Mit seiner einzigen Etage, verdient das Schloss den Namen vom Landsitz; um sich besser der Natur zu öffnen, ist die Südfassade mit einer wichtigen Fensteraufteilung gestaltet, die den Effekt einer glücklichen Einheit verspricht. .
In 1746 kaufte von Erlach die Herrschaft von Thunstetten. Zwischen 1865 und 1970 wurde das Schloss zum Eigentum einer Familie aus Basel, die Le Grand, die sich davon zugunsten der Stiftung vom Schloss Thunstetten losmachten.
Bibliographie