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Levada da Faja do Rodrigues oder Levada da Faja da Ama
Gegend: Sao Vicente/Nordwesten
Madre: Ribeira do Inferno N 32°47.300 W 17°04.600 ca. 680 M.ü.M.
Verlauf: Die Levada da Faja do Rodrigues kann in 3 Abschnitte unterteilt werden:
Abschnitt 1: Madre in der Ribeira do Inferno, ca. 100 Meter langes, feuchtes Levadastück, langer Tunnel bis zur Ribeira do Passo, dann weiter etwas ausgesetzt und feucht durch einen kleinen Tunnel. Kurz später kommt von rechts oben der Weg von der Levada do Paino Velho und Levada do Norte runter. Nach einem kurzen Stück und einer Rechtsbiegung zweigt vor dem nächsten Tunnel der Weg zur Madre der Levada do Lanço ab. Durch 2 mittlere Tunnels, dazwischen toller Ausblick Richtung Sao Vicente und Umgebung. Zunehmend ausgesetzt, aber gut gesichert über den grossen Caldeirao und die grosse Bachverbauung weiter über ein Wegstück, das oberhalb einer Schotterpiste verläuft, die von der ersten Spitzkehre unterhalb der Wasseraufbereitungsanlage Faja da Ama von der Schotterpiste abzweigt, die von Ginjas nach Estanquinhos hochführt.
Passage des Zuflusses des Faja da Ama-Stollens, deren Eingang über einen kleinen Weg erreicht werden kann. er Stollen selbst ist nicht zugänglich!. Weiter oberhalb der Wasseraufbereitungsanlage Faja da Ama bis zur Ginjas-Estanquinhos-Schotterpiste.
Abschnitt 2: Von der Schotterpiste zuerst entlang von kleinen Häusern und einem grossen Speicherbecken, dann durch Eukalytuswälder, Passage der Bachverbauung in der Ribeira Seca, durch einen längeren gewundenen Tunnel, über 2 Wasserkaskaden zur Stelle, wo die Strasse von Cova da Ribeira (nördliches Ende des VE-4-Tunnels) hochkommt. Hier befindet sich das Ende der Leitung, die Wasser vom der Wasserfassung (Furo do Vigario) im Bereich des nördlichen Abschnittes und des Ausgangs des Strassentunnels hochpumpt (Estação Elevatória da Encumeda gleich rechts beim nördlichen Tunnelausgang der VE-4), dann weiter über eine Wasserkaskade entlang einer Schotterpiste. Zufluss aus der Ribeira da Vargem, danach gleich Eingang des verschlossenen Tunneleingangs.
Abschnitt 3: Ab der Passage der Ribeira da Vargem Stollen, der zuerst nach Südosten führt. Ich bin mir nicht sicher, ob da ein kurzes Zwischenstück oberirdisch verläuft. Hier Zufluss über einen 1.8 km langen Stollen aus der Ribeira Grande de Sao Vicente. Der Stollen verläuft dann parallel zum Encumeada-Strassentunnel zum Kraftwerk Serra de Agua verläuft, Wasserfassung im gesamten Verlauf des Stollens.
Ende: Kraftwerk Serra de Agua (Ausgleichsbecken unterhalb des Generatorenhauses) 568 M.ü.M.
Länge: 9,4 km
Baujahr: 1952
Zugang:
Abschnitt 1:
- Abstieg von der Levada do Paino Velho und Levada do Norte (ruppiger Abstieg, zum Teil sehr rutschig und zeitweise ausgesetzt! (vgl. Wanderung 2015)
- Zugang von der Madre der Levada do Lanço, vgl. auch Amigos da Natureza
- Aufstieg von der aktuellen Madre der Levada da Ginjas im Bereich der Schotterpiste, die westlich der Faja da Ama etwas unterhalb der Levada da Faja do Rodrigues verläuft (nicht selber gegangen!)
- Schotterpiste von Ginjas nach Estanquinhos
Abschnitt 2:
- Abstieg von der Levada do Norte (vgl. Wanderung 2015 oder Wanderung 2013)
- Aufstieg vom Ende des VE-4-Tunnels ('Ausfahrt' und über die Brücke bis zum Ende der Strasse).
Abschnitt 3:
- Der Stollen zum Kraftwerk ist verschlossen, nur befahrbar mit Boot!
- Ich könnte mir vorstellen, dass man von diesem Haus an der ER-228 (alte Passstrasse zum Encumeada-Pass) oder etwas weiter südlich auf der Passstrasse bei der ersten Spitzkehre Zugang zur Vereinigung des Hauptstollens und des Ribeira Grande-Stollens hat, da der Ribeira Grande-Stollen erst später gebaut wurde und die andern, ähnlichen Stollensysteme immer auch mit oberirdischen Zwischenstücken unterbrochen werden.
- Die Fassung in der Ribeira Grande kann über eine Schotterpiste (alte Werkszufahrt, die mit einer Schranke verschlossen ist) von der ER-228 erreicht werden (kurzes Stück des PR-21). Die Schotterpiste kann auch von einem Pfad vom Mirodouro an der ER-228 oder 60 Meter weiter oben ebenfalls über einen Pfad von der ER-228 erreicht werden.
Zustand:
Abschnitt 1: mittelschwer, einige etwas ausgesetzte Stellen, die aber gut gesichert sind, langer Tunnel zeitweise mit Betonplatte abgedeckt, zeitweise aber sehr eng und niedrig. Im Bereich der Madre ist es etwas rutschig!
Abschnitt 2: leichte Wanderung, die beiden Kaskaden werden von einer Schotterpiste umgangen, die beim Tunneleingang endet. Der Levadaweg entlang der Stufen ist aber auch begehbar, etwas rutschig, aber ungefährlich. Der Tunnel hat einen gewundenen Verlauf, ist aber sehr komfortabel zu gehen, Taschenlampe trotzdem nötig, da man das Ende nicht sieht!)
Funktion: Bewässerung der Gebiete oberhalb Sao Vicente (Ginjas, Achada do Loural) und Wasserzufuhr zum Socorridos-Trinkwasser-System und Socorridos-Energie-Systems
Bemerkungen:
- Die Levada da Faja do Rodrigues wurde 1952 als Levada do Paino Velho erbaut und diente früher in erster Linie der Bewässerung. 1994 wurde sie mit dem Ausgleichsbecken unterhalb des Kraftwerk Serra de Agua verbunden und ist seither Teil des Socorridos-Energie-Systems.
- 2002 wurde die Galeria Faja da Ama eröffnet. Bei Sondierungsbohrungen wurde ein Reservoir mit heissem Wasser angezapft, der Sondierungsstollen musste neu konzipiert und neu vermessen werden. Das Wasser aus der Galerie ist aber immer noch ein paar Grad wärmer als das Wasser in der Levada. Dies ist besonders in der kälteren Jahreszeit deutlich sichtbar (Dampfentwicklung).
- 2003 wurde der Tunnel zur Ribeira Grande de Sao Vicente und die Wasserfassungen beim Eingang des Encumeada-Strassentunnels erstellt und damit die Kapazität erheblich erhöht.
GPS-Daten: kmz-Daten
Berichte: Wanderung 2013, Wanderung 2015, Wanderung 2015
Caminheiros Anonimos da Madeira
Weitere Beschreibungen:
PR-16
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