Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/18645

<h2>SubmittedText<h2><p>Auf den 10. März 1998 waren die Mitglieder der eidgenössischen Räte vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann aus Anlass des zehnjährigen Bestehens zu einer Feier eingeladen worden. Als einladende Organe des Büros zeichneten 13 Frauen. Hält es der Bundesrat nach wie vor für zeitgemäss, dass diesem Büro ausschliesslich Frauen angehören? Würde das Image dieser Institution in der Öffentlichkeit nicht eine Aufwertung erfahren, wenn auch das männliche Element darin vertreten wäre? Es kann heute ja keine Rede mehr davon sein, dass bei Ungleichstellungen von Mann und Frau in unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung immer nur die Frau schlechtergestellt ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) teilen sich 13 Frauen 8,6 Stellen. Dieses Team ist nicht nur für die EBG-Aufgaben zuständig, sondern besorgt gleichzeitig auch das Sekretariat der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen und führt eine Dokumentationsstelle.</p><p>Mit Gleichstellungsfragen beschäftigt sich heute in der Schweiz immer noch eine kleine Anzahl von Männern. Bei gleichwertigen Qualifikationen haben sie selbstverständlich die gleichen Chancen für eine Anstellung beim EBG wie Bewerberinnen.</p><p>Der Bundesrat ist nicht der Meinung, dass das Ansehen einer Bundesstelle von der Geschlechtszugehörigkeit ihrer Mitarbeitenden abhängig ist bzw. abhängig gemacht werden sollte. Unabhängig von einer männlichen Vertretung unter den Mitarbeitenden kümmert sich das EBG regelmässig auch um Aspekte der Männergleichstellung und hat hierzu auch schon eine Arbeitsgruppe mit ausschliesslicher Männerbeteiligung eingesetzt.</p>  Antwort des Bundesrates.