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George Bush senior war der letzte US-amerikanische Präsident, der vor dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde. Er war auch der letzte, der selbst in einem Krieg gekämpft hatte. Er hatte noch nicht einmal seinen 19. Geburtstag gefeiert, als er schon den Eid ablegte, der ihn zum jüngsten Piloten der US Navy machte.
Am 2. September 1944 wurde er über japanischem Gebiet abgeschossen, mit brennendem Triebwerk flog er noch ein paar Meilen, um dann aus seinem Flugzeug zu springen. Vier Stunden lang hockte er ganz alleine in einem aufblasbaren Boot und trieb auf dem offenen Meer. Der Fallschirm seines Kameraden hatte sich nicht geöffnet. Dann endlich rettete ihn die USS Finback.
Später verschlug es Bush ins Erdölgeschäft, danach nach China, wo er für Nixons Nachfolger Gerald Ford das amerikanische Verbindungsbüro leitete. Fast ein ganzes Jahr lang war er Chef des Geheimdienstes CIA. Dann, im Jahre 1989, wurde er Präsident.
In seiner Antrittsrede sagte er:
Und tatsächlich sollte die Welt, wie sie bis anhin war, untergehen. Der Kalte Krieg ging zu Ende, die Mauer war gefallen und Deutschland wurde wieder zu einem Land vereint, während die Sowjetunion vollends zusammenkrachte.
Doch am 23. März 1990 mussten die grossen Themen ruhen. Bush senior hatte einen Erlass mit folgendem Inhalt zu verkünden: Er wolle niemals wieder auch nur ein einziges Röschen eines Broccolis auf seinem Teller sehen, egal ob er sich an Bord der Air Force One, im Weissen Haus oder sonst wo im Land befinde.
Und als man ihn verwundert nach dem Grund dieses doch sehr weitläufigen Gemüsebanns fragte, sagte der Präsident:
Noch nie habe er dieses grüne Zeug gemocht, auch nicht als Kind. Aber seine Mutter habe ihn stets gezwungen, es zu essen. «Ich bin Präsident der Vereinigten Staaten, und ich werde keinen Broccoli mehr essen!», polterte er, sichtlich aufgewühlt von diesem emotionalen Thema.
Er verschlang lieber Nachos – «wie ein Teenage-Boy, der schamlos gegen seinen Hunger schaufelt», meinte sein ehemaliger Redeschreiber, der diesem Spektakel in der Mensa des Weissen Hauses beiwohnte. Immerhin steckte sich Bush vorsorglich die Serviette ins Hemd.
Dennoch blieb der Präsident schlank und gesund, was allen Gesundbetern ein Graus war und den Fettfreunden Hoffnung auf den baldigen Niedergang kalorienarmer Ernährung gab.
Denn als Herr Bush einmal eine Vorliebe für Schweineschwarten äusserte, stiegen die Verkäufe derselben um ganze elf Prozent. Die Schweineschwarten-Hersteller dankten es ihm mit dem Titel «Skin Man of the Year».
Der Präsident hätte sich wohl ein Leben lang von Nachos, Burger, Chili-Cheese-Hot-Dogs, gegrillten Rippchen, Popcorn, Eis und Kuchen ernährt, wäre da nicht Frau Bush gewesen –die er in Sachen Gemüse liebevoll «total Totalitäre» nannte –, die ihm sodann androhte, eine Broccoli-Suppe mit Salat aufzutischen, gefolgt von einem Broccoli-Hauptgericht und beschlossen von ein bisschen Broccoli-Eis.