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Die beiden Waisenhausschulen wurden umbenannt und heissen jetzt:
Rosa Mystica Residential School und St. Therese Residential School.
An einem Tag während unseres Aufenthalts führt uns Elsi, die Schulleiterin, durch die Räume des Mädchenhauses. Heute sind alle Mädchen aufgeregt und freuen sich auf den monatlichen Aufenthalt bei ihren Verwandten und in ihren Dörfern. Wir sehen die neuen Toiletten und einen Waschplatz mit direkter Treppe ins Freie, wo eine grosse Wäscheleine hängt. Täglich werden die Kleider gewaschen, die in der Sonne schnell trocknen.
Zurzeit leben 290 Mädchen hier im Alter zwischen 10 und 17 Jahren. Sie erhalten gutes Essen, Bildung und Unterkunft; zuhause wäre alles nicht sichergestellt. Die meisten Schulabgängerinnen können später Berufe wie Lehrerin oder Krankenschwester erlernen. In der Regel ergreifen sie nicht höhere Berufe. Mädchen mit Lernschwächen haben die Möglichkeit, handwerkliche Tätigkeiten wie Nähen, Sticken, Buchbinderei oder Tastaturschreiben zu erlernen.
Aktuell sind 50 Mädchen Vollwaisen, andere stammen aus kinderreichen Fischerfamilien oder sind Halbweisen. Beim Zyklon Ockhi vor zwei Jahren kamen mehr als 100 Fischer um, die in vielen Fällen Familien zurückliessen.
Die Schulleiterin Elsi berichtet, dass die Essenskosten derzeit pro Tag und Kind 300 Rupien (ca. 4.30 CHF) betragen (ca. 1420.- CHF pro Jahr und Kind, was für 290 Kinder ca. 414'120.- CHF pro Jahr ausmacht). Der Lohn einer Lehrerin beträgt 10'000 Rupien (140.- CHF) zuzüglich Essen.
Wir freuen uns, dass wir mit unseren beiden Vereinen in der Schweiz und in Deutschland einen finanziellen Beitrag leisten können.