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Bern, 17. April 2020: Viele Stimmen aus der ganzen Welt haben in den letzten Tagen die Aufhebung der US-Blockade gegen Kuba gefordert, und dies zu einem Zeitpunkt, an dem sie aufgrund der COVID-19-Pandemie notwendiger denn je ist. Davon taub, wurde kürzlich bekannt, dass zwei Unternehmen, die Kuba regelmäßig mit künstlichen Beatmungsgeräten belieferten, den Verkauf nach Kuba eingestellt haben, weil sie von der amerikanischen Firma Vyaire Medical Inc. übernommen worden waren.
Die betreffenden Unternehmen, IMT Medical AG und Acutronic mit Sitz in der Schweiz und in Deutschland, schickten eine Mitteilung an die kubanische Seite, in der es hiess: „Leider ist die Unternehmensrichtlinie, die wir heute haben, die Aussetzung aller Handelsbeziehungen mit Medicuba“, wie vor einigen Tagen von Eugenio Martínez Enríquez, Generaldirektor für Lateinamerika und die Karibik des kubanischen Aussenministeriums, angekündigt wurde.
Angesichts dieser unterwürfigen Entscheidung, zu einer Zeit, in der diese Ausrüstung mehr denn je benötigt wird, brachten Mitglieder der Vereinigung Schweiz-Cuba ihren Protest zum Ausdruck, indem sie vor den beiden Unternehmen in den Kantonen St. Gallen und Solothurn Transparente präsentierten, die die US-Blockade anprangerten. Sie stellten auch die unterwürfige Art und Weise in Frage, in der in der Schweiz ansässige Unternehmen vor dem US-Regime auf die Knie gehen.