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WASHINGTON/HAVANNA - Tropensturm «Isaac» hat in Kuba bereits mehrere Häuser zerstört, in Haiti und der Dominikanischen Republik kamen neun Menschen ums Leben. Die USA machen sich bereit: Vier US-Bundesstaaten haben gestern Abend den Notstand ausgerufen.
Als der Wirbelsturm am Samstag in der Hafenstadt Baracao im Osten Kubas auf das Land prallte, seien 17 Häuser völlig zerstört worden, berichtete das staatliche Fernsehen am Sonntag. Menschen seien nicht verletzt worden, hiess es. Baracoa mit über 80'000 Einwohnern war diesen Angaben nach die vom Sturm am stärksten betroffene Stadt Kubas.
«Isaac» war am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern innerhalb von fünf Stunden über den Osten der Insel hinweggezogen und erreichte am Sonntagnachmittag die Inselkette Florida Keys im Südosten der USA.
Zuvor hatte «Isaac» in Haiti für Überschwemmungen gesorgt. Durch den Sturm starben dort sieben Menschen, in der benachbarten Dominikanischen Republik zwei.
Meteorologen erwarten, dass «Isaac» bei seinem nun beginnenden Zug über den Golf von Mexiko an Stärke gewinnt. Er könnte dann möglicherweise als Hurrikan der Kategorie 2 oder sogar 3 am späten Dienstagabend oder Mittwochmorgen (Ortszeit) zwischen dem westlichen Teil Floridas und Louisiana das Festland erreichen.
Meteorologen schliessen zurzeit nicht aus, dass «Isaac» ausgerechnet in New Orleans das Festland erreicht – nur ein bis zwei Tage bevor sich die Hurrikan-Katastrophe in New Orleans zum siebten Mal jährt. Die Stadt im US-Bundesstaat Lousiana liegt gemäss Voraussagen mitten im Einfallsgebiet des Hurrikans.
Wegen des Tropensturms «Isaac» haben vier US-Bundesstaaten am Golf von Mexiko den Notstand ausgerufen. Die Gouverneure von Louisiana, Mississippi und Alabama trafen die Entscheidung am Sonntag.
Der südöstlich liegende US-Bundestaat Floridas hatte schon am Samstag den Notstand erklärt und erlebte am Sonntag heftige Regenfälle und starke Winde. Mit dem Notstand werden Gelder und Mittel zum Schutz vor dem Sturm bereitgestellt, zudem erliessen die Gouverneure Evakuierungsanordnungen.
An der US-Golfküste ist die Erinnerung an Hurrikan «Katrina» noch wach. Dieser hatte am 29. August 2005 New Orleans in Louisiana getroffen. Die Wucht des Sturms liess die Dämme an mehreren Stellen brechen, die Stadt versank in den Fluten. Mehr als 1800 Menschen kamen durch den Sturm ums Leben, zehntausende Häuser wurden zerstört. (SDA)
Einen Tag nach dem Durchzug des Taifuns «Bolaven» waren am Montag im Süden Japans immer noch mehr als 75'000 Haushalte ohne Strom. Vier Menschen wurden in dem Sturm verletzt, doch «Bolaven» richtete weit weniger Schaden an als befürchtet.
Meteorologen hatten gewarnt, dass der Taifun der stärkste seit mehreren Jahren in der Region sein würde. Bis auf die Stromausfälle meldeten die Behörden am Montagmorgen aber keine grösseren Schäden.
Auf Okinawa und den nahegelegenen Amami-Inseln blieben am Montag viele Schulen und Regierungsgebäude geschlossen. Weite Teile des öffentlichen Transports waren ebenfalls noch nicht wieder hergestellt.
Auf den Inseln ging auch am Montag noch starker Regen nieder, während sich «Bolaven» langsam weiter in nordwestliche Richtung ins Ostchinesische Meer bewegte. Am Dienstag könnte er die Küste von Südkorea erreichen. (SDA)