Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/118422

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zusammen mit den Kantonen gesamtschweizerisch eine Mindestzahl von Studienplätzen an den medizinischen Fakultäten festzulegen. Diese muss so angesetzt werden, dass genügend Ärzte ausgebildet werden, um den schweizerischen Bedarf zu decken. Um den medizinischen Nachwuchs in der Grundversorgung sicherzustellen, sind den medizinischen Fakultäten Bundesmittel gezielt für den Bereich der Hausarztmedizin auszurichten. Die Verwendung dieser Mittel ist an das Angebot von Aus- und Weiterbildungsplätzen, Lehre und Forschung in der Hausarztmedizin zu koppeln. Nötigenfalls sind die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat schon wiederholt geäussert, dass er der Ansicht ist, dass in der Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten Handlungsbedarf besteht. Er hat diesbezüglich bereits konkrete Massnahmen initiiert, und er präsentierte in seinem in Erfüllung der Motion Fehr Jacqueline 08.3608 erarbeiteten Bericht "Strategie gegen Ärztemangel und zur Förderung der Hausarztmedizin" vom 16. September 2011 eine Bedarfsanalyse und weitere Empfehlungen zur Lösung der bestehenden Probleme in der ärztlichen Aus- und Weiterbildung sowie im Bereich der selbständigen Praxistätigkeit der Grundversorgerinnen und -versorger (siehe <a href="http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/07962/index.html?lang=de">http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/07962/index.html?lang=de</a>). </p><p>Der Bundesrat hat sich auch bereiterklärt, die ähnlich gelagerte Motion WBK-N 10.3886 unter Berücksichtigung der geltenden Kompetenzordnung zwischen Bund und Kantonen anzunehmen. Der Vorstoss wurde in der Folge vom Nationalrat unterstützt, scheiterte im Ständerat aber vor allem aufgrund föderalistischer Überlegungen knapp. In der Tat liegt die Entscheidkompetenz im Bereich der quantitativen Steuerung der Aus- und Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte bei den Kantonen. Da das Problem aber die ganze Schweiz und die gesamte Gesellschaft unmittelbar betrifft, sieht es der Bundesrat als dringlich an, das Gespräch mit den Kantonen sowie den anderen betroffenen Partnern aus den Bereichen Bildung und Gesundheitsversorgung zu vertiefen, um gemeinsam angemessene und praktikable Massnahmen zu entwerfen und umzusetzen. Der erwähnte Bericht sollte dazu eine gute Basis bilden. In diesem Sinne beantragt der Bundesrat, unter Berücksichtigung der geltenden Kompetenzordnung zwischen Bund und Kantonen, die Annahme der Motion.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.