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Wasservergiftung bei Säuglingen
Wasser scheint eine harmlose Flüssigkeit sein und für uns alle ist sie lebensnotwendig. Deswegen kann man sich schwer vorstellen, dass für Säuglinge zu viel Wasser lebensbedrohlich sein kann.
Einr häufiger Grund, warum Babys zu viel Wasser trinken, ist die Verdünnung von Formula Nahrung oder Muttermilch. Formula Nahrung ist nicht billig und manche Eltern verdünnen die Nahrung mit zu viel Wasser. Auch beim vollen Stillen muss kein Wasser angeboten werden.
Der Wasserhaushalt von Babys ist sensibel. Der Flüssigkeitsumsatz ist in Bezug auf das Körpergewicht erhöht. Wenn das Baby nun Wasser trinkt, verdünnt sich das Blut, weil das Wasser wenig Natrium enthält. Die Babynieren können noch keine große Mengen an Wasser ausscheiden. Der Körper möchte den niedrigen Natriumgehalt im Blut wieder ausgleichen und so tritt das Wasser ins Gewebe und schwemmt die Zellen auf.
Folge davon:
- Eine Elektrolytimbalance (vor allem Natrium)
- Eine Aufschwemmung von Zellen. (Das kann besonders bei den Gehirnzellen Symptome verursachen.)
Ein Säugling erhält durch die Muttermilch oder Formula Nahrung ausreichend Flüssigkeit und braucht kein Wasser oder Tee. (Muttermilch besteht zu 88% aus Wasser)
An heißen Tagen ist es deswegen wichtig, dass die Mutter ausreichend Wasser trinkt, damit die Milchproduktion für ihr Baby ausreichend ist.
Ab der Beikost Einführung ab ca dem 6.Lebensmonat darf der Säugling auch Wasser trinken. Der Hauptbestandteil an Flüssigkeit wird aber bis zu dem ersten Lebensjahr über Milch und Nahrung aufgenommen werden.
Wieviel Flüssigkeit braucht mein Kind?
Gerade an heißen Tagen wirst du feststellen, dass dein Kind öfter und kürzer angelegt werden will. Das ist in Ordnung, denn so erhält dein Baby mehr Muttermilch mit einem größeren Wasseranteil. Allgemein gesprochen hat ein Baby ausreichend Flüssigkeit, wenn die Fontanelle (weiche Stelle am Schädel) im Niveau ist, die Hautfarbe rosig ist, das Kind munter ist, gut gedeiht und die Windeln nass sind.
Als grober Richtwert braucht ein Baby ca 1/6 seines Körpergewichts an Flüssigkeit. Je kleiner dein Baby ist, desto höher ist der Flüssigkeitsbedarf verglichen mit dem Körpergewicht. Für dich reicht es aber in der Regel, dass du auf die Zeichen von Dehydrierung achtest (also zum Beispiel wenn die Windeln nicht mehr nass sind).