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Katzen sind schon vor Vollendung des ersten Lebensjahrs paarungsbereit und können zwei- bis dreimal pro Jahr zwei bis fünf kleine Kätzchen zur Welt bringen. Um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden, empfiehlt sich die Kastration.
Wenn die Katze paarungsbereit ist, wird sie unruhig, rollt sich auf dem Boden hin und her, streckt ihr Hinterteil in die Höhe, ist sehr liebesbedürftig und miaut in den höchsten Tönen. Dieser Zustand der Rolligkeit dauert etwa acht bis zehn Tage. Während vier Tagen ist die Katze paarungsbereit. Findet sie in dieser Zeit keinen Partner, wird sie bereits zwei bis drei Wochen später wieder rollig.
Nach der Paarung wird der Eisprung ausgelöst. Kommt es nicht zur Paarung, kann die Katze dauerrollig werden, was für Tier und Mensch unangenehm ist.
Katzen sind bis ins hohe Alter fortpflanzungsfähig.
Katzen wählen sich den Partner für die Fortpflanzung aus. Der Akt der Paarung ähnelt eher einem Kampf. Die Katze faucht und stösst den Kater gewaltsam von sich, bleibt aber für die mehrmalige Paarung, die für eine Fortpflanzung nötig ist, in seiner Nähe. Erst 24 bis 36 Stunden nach dem Deckakt, der von kurzer Dauer ist, kommt es zur Befruchtung des Eis. Da sich die Katze in diesem Zeitraum mit mehreren Katern paaren kann, besteht die Möglichkeit, dass die Nachkommen von verschiedenen Vätern stammen.
Katzen sind etwa 63 Tage lang trächtig. Rund drei Wochen vor der Geburt beginnen sie, ein Nest für ihre Jungen zu suchen. Dann wird es Zeit, eine Wurfkiste vorzubereiten und zum Beispiel einen Korb mit einem harten Kissen, Zeitungspapier und einem sauberen Tuch bereitzustellen. Die Wurfkiste sollte einen Rand haben und an einem halbdunklen, zugluftgeschützten Ort stehen. Oft verweigern Katzen in den letzten zwei Tagen vor der Geburt das Futter.
Während der ersten sechs bis zwölf Stunden der Geburt ist die Katze unruhig und nestet. In dieser Zeit öffnet sich der Gebärmuttermund. Sobald das erste Kätzchen in den Geburtskanal eintritt, beginnt die Austreibungsphase mit den Presswehen, die durch die starke Kontraktion der Bauchmuskulatur von aussen gut sichtbar sind. Die Geburt jedes Katzenbabys dauert ein bis drei Minuten, meist kommen sie kopfvoran zur Welt. In der Regel befreit die Katze die Jungen von den Häuten der Eihülle, durchtrennt die Nabelschnur, frisst die Nachgeburt auf und beginnt, die Kleinen zu lecken. Normalerweise werden die Kätzchen in Intervallen von weniger als einer Stunde geboren.
Katzenbabys wiegen bei der Geburt kaum mehr als 120 Gramm. Ihre Augen sind geschlossen, und sie verbringen die erste Zeit mit Schlafen und Saugen. Mit den Vorderpfötchen treteln sie rechts und links von den Zitzen, um den Milchfluss anzuregen. Katzenbabys nehmen pro Woche ungefähr 100 Gramm zu. Neun bis zwölf Tage nach der Geburt öffnen sie ihre Augen. Am Ende der zweiten Woche beginnen sie mit den ersten Gehversuchen. Schon vier Wochen nach der Geburt wollen sie die Welt entdecken.
Katzenbabys sollten erst im Alter von zehn bis zwölf Wochen von der Mutter und den Wurfgeschwistern getrennt werden. Denn in den ersten Lebenswochen lernen sie alle wichtigen Dinge wie Stubenreinheit, Fellpflege und soziales Verhalten. Im Alter von vier bis fünf Wochen sollten die Kätzchen zusammen mit der Mutter entwurmt und mit acht Wochen geimpft werden.
Wer eine Katze hält, muss entscheiden, ob er das Risiko einer Trächtigkeit in Kauf nimmt oder Massnahmen ergreifen will, um die Fortpflanzung zu unterbinden.
Es besteht die Möglichkeit einer Kastration vor dem sechsten Lebensmonat, also vor Eintritt der Geschlechtsreife, oder die Verabreichung empfängnisverhütender Pillen oder Injektionen, die vom Tierarzt abgegeben werden.