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Gut eine Dreiviertelstunde vor dem Startschuss taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 0,34 Prozent höher bei 24 295 Punkten. Zum Wochenauftakt noch hatte der Dow angesichts der vom US-Senat abgenickten Steuerreform ein Rekordhoch bei 24 534 Punkten erreicht, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten.
Am Donnerstag nach Handelsschluss hatten Abgeordnetenhaus und Senat einen Gesetzestext verabschiedet, der den Bundeshaushalt bis zum 22. Dezember mit ausreichend Geld versorgt. Bis dahin muss eine längerfristige Lösung gefunden werden. Der Ölpreis stieg nach starken Importdaten aus China. Das Land dürfte in diesem Jahr die USA als weltgrösster Rohölimporteur ablösen.
Zum Arbeitsmarktbericht schrieben die Experten der Helaba, dass er insgesamt gesehen die robuste Konjunktur in den Vereinigten Staaten bestätigt habe. Da aber die Lohnentwicklung nicht für einen zunehmenden Inflationsdruck in absehbarer Zeit spreche, forciere der Bericht nicht zusätzlich die Erwartung steigender Zinsen. Mit einem nächsten Zinsschritt der Fed im Dezember wird marktseitig aber dennoch gerechnet.
Vorbörslich waren Aktien von Banken wie JPMorgan oder Goldman Sachs , die beide im Dow zu finden sind, gefragt. Sie gewannen jeweils etwa 1 Prozent. Die Schweizer Bank UBS hob den US-Bankensektor von "Neutral" auf "Overweight" und verwies dabei auf die Steuerreform in den USA, die dortigen Zinsanhebungen sowie die Basel-III-Reform.
Dow-Mitglied Pfizer steht ebenfalls im Blick, auch wenn die Aktien des Pharmaunternehmens sich vorbörslich marktkonform zeigten mit plus 0,2 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Kreisen berichtete, bereite Pfizer den Verkauf des Geschäfts mit rezeptfreien Medikamenten vor. Eine endgültige Entscheidung über einen Verkauf der Sparte, der dem Vernehmen nach zwischen 15 und 20 Millliarden US-Dollar erzielen könnte, solle aber erst 2018 getroffen werden.
Die Anteile von Ford gewannen vor dem Handelsstart 0,2 Prozent. Der zweitgrösste US-Autohersteller will Elektroautos entgegen früherer Pläne nun doch in Mexiko produzieren, wie Manager Jim Farley dem "Wall Street Journal" verriet. Im Januar hatte der Konzern noch verkündet, sein Werk Flat Rock im US-Bundesstaat Michigan zur Hauptfertigungsstätte für E-Autos zu machen. Der Standortwechsel erfolge jedoch nicht nur aus Kostengründen, sagte Farley.
Die Papiere von Trivago , einem Spezialisten für die Hotelsuche im Internet, legten vor dem Handelsstart um kräftige 10,5 Prozent zu. Sie profitierten von einer Hochstufung der US-Investmentbank Goldman Sachs auf "Buy"./ck/das
(AWP)