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Russen zum dritten Mal unschlagbar
Freiburger Badminton-Meisterschaft in Kerzers – Schneider und J. Baumeyer Zweite
Die Kantonal-Meisterschaften der Badminton-Spieler waren am Wochenende topbesetzt. Alle nationalen Spitzenspieler des Kantons waren dabei. Zum dritten Mal in Folge gingen die Titel an russische Spieler. Alexej Chumakow und Oksana Favre-Lartschenko gewannen die Einzel.
Von GUIDO BIELMANN
Schon in den beiden Vorjahren waren die Freiburger Meistertitel an russische Spieler gegangen, und zwar beide Male an Alexej Chumakow und Anna Lartschenko. Diesmal war Lartschenko nicht am Start, und zwar weil sie vergessen hatte sich anzumelden. So war ihre Schwester Oksana an der Reihe. Die 29-Jährige, wie die beiden anderen aus Wladiwostok an der Ostgrenze Russlands, lebt nun seit drei Jahren hier und ist mittlerweile mit Julien Favre verheiratet, der beim BC Bulle im Interclub-NLA-Team spielt.
Oksana Favre-Lartschenko hatte gegen Judith Baumeyer (BC Tafers) keine grosse Mühe: «Ich habe auf Tempo gespielt», erklärte sie. Die Russin trainiert nicht mehr so viel wie früher, und zwar weil sie mit ihrem Trainer Alexej Chumakow das Heu nicht mehr auf der gleichen Boden hat.
Judith Baumeyer, die sich ja seit einigen Jahren nicht mehr aufs Einzel konzentriert, kam mit ihrer Niederlage zurecht: «Im letzten Interclub-Match habe ich gegen Oksana gewonnen. Diesmal spielte sie taktisch viel besser, sie spielte lange Bälle. Für mich waren die Wege zu lang», meinte sie etwas ironisch.
Zwei Schwestern-Paare im Final
Rachel Baeriswyl, die Taferserin, die für den BC Freiburg spielt und früher schon Meisterin gewesen war, hatte im Vorjahr den Final erreicht. Diesmal schied sie gegen Oksana Favre im Halbfinal aus.
Im Frauendoppel-Final kam es zum Duell zweier Geschwister-Paare, zwischen Fabienne und Judith Baumeyer sowie Anna Lartschenko und Oksana Favre-Lartschenko. Die Russinnen gewannen ohne Probleme, allerdings nicht grundlos. Fabienne Baumeyer spielte nach einer Fussverletzung mit einem Trainingsmanko. Judith verbrachte die Festtage mit hartem Training im Hinblick auf die Schweizer Meisterschaften und vor allem auf das internationale Turnier von Teheran. Die Baumeyers arbeiten bekanntlich auf die Olympia-Qualifikation hin.
Stefan Schneider gegen Chumakow
Im Männereinzel erreichte überraschend der 33-jährige Stefan Schneider (BC Kerzers) den Final, dies nachdem er Roman Trepp und vor allem Olivier Andrey ausgebootet hatte. Schneider liess seine langjährige NLA-Erfahrung bei La Chaux-de-Fonds auch im Final aufblitzen, indem er im zweiten Satz beim 10:13 Chumakow leicht ins Schwitzen brachte: «In den letzten zwei Spielen gegen ihn verlor ich in drei Sätzen. Im dritten Satz kam ich jeweils konditionell nicht mehr mit.» Aber Chumakow liess sich auch gestern nicht erwischen. So kam der Russe zu seinem dritten Freiburger Meistertitel in Folge: «Stephan spielt gut. Ich musste gegen ihn auf Angriff spielen, um durchzukommen», sagte Chumakow, der seit vier Jahren in der Schweiz ist und als Profi-Trainer beim BC Bulle und Lausanne wirkt. Internationale Turniere spielt Chumakow nicht: «Keine Zeit», sagt er. Und wie lange er in der Schweiz bleiben wird, weiss er auch nicht.
Im Einzel-Halbfinal war Stephan Baeriswyl (BC Tafers) gegen Chumakow ausgeschieden. 2001 hatte Baeriswyl zum zweiten Mal in Folge alle drei Titel gewonnen. Zum Spiel gegen Chumakow meinte er: «Im zweiten Satz habe ich das Tempo aus dem Spiel genommen. Dadurch machte er mehr Fehler.»