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Donnerstag, 15. April 2010
KNIGHT RIDER 2000
Alle Jahre wieder findet dieser Film seinen Weg auf meinen Screen... warum eigentlich?
Inhalt:
Im Jahr 2000 sind in Los Angeles Schusswaffen verboten, was die Kriminellen Elemente der Stadt jedoch nicht daran hindert, dieselbigen auch weiterhin einzusetzen. Die Polizei scheint hilflos und die Foundation für Recht und Verfassung kämpft wacker um ihr Überleben. Die einzige Hoffnung für Devon Miles (Edward Mulhare) ist der neue Prototyp des Knight 4000, der jedoch in dreissig Tagen fertig gestellt sein muss, soll die Foundation weiter bestehen können. Hilfe muss her. So wendet sich Devon an Michael Knight (David "The Hoff" Hasselhoff), der die Foundation vor zehn Jahren verlassen hat und sich bereit erklärt, für diese Mission zurückzukehren. Jedoch nur, wenn er seinen alten Partner wieder bekommt...
Und hätte die Story wirklich nur so ausgesehen, wäre der Film vielleicht sogar äusserst ansehnlich geworden. Leider war "Knight Rider 2000" jedoch nicht als eigenständiger Film geplant, sondern als Pilotfilm für eine neue Serie, in welcher zwei neue Hauptdarsteller fungieren sollten. Susan Norman als Officer Shawn McCormick und Carmen Argenziano als neuer Foundation-Frontmann Russell Maddock. Michael Knight und Devon Miles sollten also nur zur Stabübergabe zurückkehren und hatten nicht die alleinigen Hauptrollen inne. Sehr schade. Alleine dieses Wissen gibt dem Film einen faden Beigeschmack...
Und man merkte, dass die Produzenten dieser neuen Knight Rider-Serie wirklich einiges am Original klauen wollten. Hauptcharakter McCormick wird, wie Michael Long im Klassik-Piloten, in den Kopf geschossen, überlebt und will Rache. Mit K.I.T.T. versteht sie sich genau so wenig wie Michael damals in der ersten Folge. Russell Maddocks Rolle wurde wohl absichtlich äusserst unsymphatisch dargestellt und gewinnt nur wenige Symphatien, genau so wenig wie K.I.F.T. Die wirklich gelungenen Szenen gehört dem alten Trio Michael, Devon und K.I.T.T. Einen wirklich gelungenen Bösewicht gibts leider nicht. Der von Mitch Pileggi (X-Files) gespielte Watts ist zwar ein Arsch, aber doch wirklich nur ein Kleinkrimineller, der zwar den Bürgermeister (und wie glaubwürdig das auch noch war......) und eine Polizistin umgenietet hat, jedoch nicht wirklich als grosser Bad Guy angesehen werden kann. Da fand ich Tanja's Schergen im Knight Rider-Pilotfilm einiges besser.
Wer an "Knight Rider" denkt, denkt automatisch an Autostunts, Turbo Boost, Super Pursuit Mode und sonstige Action. Hier liegt der Hund genauso begraben wie beim neuen Cast. Die Action ist spärlich gestreut. K.I.T.T. springt nicht, fährt nicht auf zwei Rädern, SPM ist auch weg - kein Wunder, ist der gute äusserst lange in dem zwar stylischen aber nicht gerade sportlichen Chassis eines alten Chevy Bel Air gefangen.
Und auch im neuen roten Gewand kann K.I.T.T. nicht wirklich brillieren, fährt durch Explosionen und auch über Wasser, hat einen neuen Virtual Reality-Display auf der Frontscheibe (wozu auch immer), kann Menschen betäuben.... aber vom Hocker hauts leider niemanden.
Fazit: "Knight Rider 2000" ist ein schwacher TV-Film, der jedoch an einigen Stellen einiges an Symphatiepunkten einfährt und dank K.I.T.T. auch den einen oder anderen kleinen Lacher bereit hält. Zudem ist das Theme von Jan Hammer wirklich ein Highlight. Trotzdem, vielleicht ist es besser so, resultierte keine Serie aus diesem Film. Andererseits war das spätere "Team Knight Rider" wohl noch die grössere Bestrafung für Fans des Originals.
Schulnote 3.5
"KNIGHT RIDER 2000" on IMDB.COM
"KNIGHT RIDER 2000" on OFDB.DE
"KNIGHT RIDER 2000" on MOVIEPILOT.DE