Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03383.jsonl.gz/496

Kiefernschwärmer
Hyloicus pinastri
Ein Hobbyzüchter-Kollege (Danke Remo!) ermöglichte mir 2008 zum 1. mal das Aufziehen vom Kiefernschwärmer, indem er mir ein paar Eier aus seiner Zucht schickte. Die Eier sind - im Gegensatz zu den meisten anderen Schwärmereiern, die ich bis jetzt zu Gesicht bekommen habe - gelb. In der Natur legt das Falterweibchen diese Eier einzeln oder in kleinen Grüppchen an Zweige von Kiefern oder Fichten. Somit wäre auch schon erklärt, woher der Falter seinen Namen hat.
Die Eier scheine ich verpasst zu haben, dafür habe ich die Jungräupchen fotografiert, die sind frisch aus dem Ei geschlüpft nämlich ebenfalls gelb:
Jungräupchen an Kiefern-Nadeln,
das Schwärmerhorn hinten ist bereits gut erkennbar
Etwas grösser wechselt dann die Färbung, halbwüchsige Raupen sind grün mit weissen Längsstreifen und in den Nadeln ziemlich gut getarnt:
die Raupen haben eine charakteristische Gesichtszeichnung
mit 2 schwarzen Streifen und 2 gelben Streifen
Ausgewachsene Raupen präsentieren sich schliesslich grün mit hellen Längsmarkierungen, einer braunen Oberseite und einem schwarz glänzenden Schwärmerhorn:
Auch diese Form ist ziemlich gut von oben zwischen den Nadeln und an den Zweigen der Futterpflanze getarnt:
Die Raupen verpuppen sich schliesslich wie die meisten Schwärmer in der Erde, bzw. knapp unter der Erdoberfläche. Die grau gemusterten Falter schlüpfen im Sommer nach einigen Wochen, die 2. Generation überwintert unter der Erde und schlüpft im folgenden Spät-Frühling.
der Falter ist tagsüber hervorragend an Kiefernrinde getarnt
Kiefernschwärmer sind dämmerungs- und nachtaktiv und besuchen gerne stark duftende Blüten wie Geissblatt im Wald oder beispielsweise Ziertabak auf dem Balkon.
Hier ist ein Falter kurz vor dem Abflug:
gut erkennbar auch bei dieser Art die grossen, dunklen "Nachtflug-Augen"
mach's gut! :)
nach oben!