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Heute war der astronomische Frühlingsanfang. Passend dazu präsentierte sich das Wetter ziemlich sonnig und warm. Aber es gab auch Ausnahmen.
Wetter
Heute war der astronomische Frühlingsanfang. Passend dazu präsentierte sich das Wetter ziemlich sonnig und warm. Aber es gab auch Ausnahmen.
Am Mittwoch und am Freitag werden auf der Alpennordseite die ersten 20 Grad des Jahres erwartet. Das ist für die meisten Regionen nur wenig früher als üblich. In Basel tritt der erste Tag mit 20 Grad oder mehr im Mittel um den 27. März, sonst im Mittelland etwa eine bis zwei Wochen später in der ersten Aprilhälfte auf. Der Grund für die derzeit frühlingshaften Temperaturen ist sehr milde Luft aus Südwesteuropa und die kräftiger werdende Märzsonne. In den letzten Jahren häuften sich die warmen Märztage mit einem Temperaturmaximum von 20 Grad oder mehr. Dies zeigt sich nicht nur exemplarisch in Basel, sondern auch an vielen anderen Messstationen.
Der Mittwoch brachte auf der Alpennordseite und in den Alpen einen ziemlich warmen und trotz Schleierwolken sonnigen Tag. Es gab aber auch Einschränkungen, was sich in der Sonnenscheinprognose abzeichnete:
Einerseits gab es im Mittelland am Vormittag gebietsweise wieder Nebel. Er war aber nicht so verbreitet und nicht ganz so hartnäckig wie am Dienstag. Gegen Mittag löste sich das Grau zuletzt auch im Seeland und rund um das Wasserschloss auf. Andererseits führte ein Retour d’Est sehr dunstige und angefeuchtete Luft zur Alpensüdseite. Vor allem im Südtessin hiess es in der ersten Tageshälfte grau in grau statt Sonnenstube.
Aus der tiefen Wolkenschicht fiel sogar etwas Niederschlag, was einige Wettermeldungen aus dem Südtessin bestätigten. Auf dem Radar war jedoch kein Niederschlag zu sehen, da die Niederschlagsbildung in einer Wolkenschicht unterhalb von etwa 1800 Metern stattfand. Das Niederschlagsradar auf dem Monte Lema blickte mit seinem untersten Scan darüber hinweg und erkannte deshalb die seichten Niederschläge nicht.
Heute ist der astronomische Frühlingsanfang (Frühlingsäquinoktium) und die Tagundnachtgleiche, an der Tag und Nacht auf der ganzen Erde etwa gleich lang sind. Da die Sonne genau über dem Äquator steht, verläuft der Übergang vom Nachtschatten zum Tag genau in Nord-Süd-Richtung. Zu keiner anderen Zeit im Jahr ändert sich die Tageslänge so schnell wie zu den Äquinoktien im Frühling und Herbst. In der Schweiz ist es derzeit täglich etwa dreieinhalb Minuten länger hell.
Wie es für die Übergangszeit typisch ist, hat das Wetter in den nächsten Tagen von allem etwas zu bieten. Am Donnerstag überquert uns eine Okklusion mit Landregen, gefolgt von einzelnen Schauern und Gewittern. Der Freitag wird nach morgendlichem Nebel meist sonnig und ähnlich frühlingshaft warm wie der Mittwoch. Am Wochenende strömt, wie bereits angekündigt, polare Kaltluft in den Alpenraum. Sie ist recht labil geschichtet und sorgt für wechselhaftes Spätwinterwetter mit einigen Graupelschauern, aber auch sonnigen Abschnitten. Im Laufe der nächsten Woche steigt das Temperaturniveau mit einer Süd- bis Südwestlage voraussichtlich wieder deutlich an.