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Zentrum der spanischen Spielzeugindustrie ist die Stadt Ibi in der Provinz Alicante, die meisten Modellautohersteller hatten oder haben ihren Sitz hier. In Spanien werden seit den 1950er-Jahren Modellautos aus Diecast in verschiedenen Massstäben gefertigt, zuerst von Jadali und Dalia, ab den 1960er-Jahren von Pilen (später AHC), Joal, Guisval, Nacoral, Mira und Guiloy. Anguplas und später Eko produzierten Plastikmodelle in den Massstäben 1:86 und 1:43, und bereits vor dem zweiten Weltkrieg bestanden Firmen wie Paya und Rico, die zunächst Blech- und später auch Plastikmodelle in grösseren Massstäben herstellten. Modelle nach Vorbildern des einheimischen Automobilproduzenten Seat hatten bzw. haben unter anderem Joal (heute auf Lastwagen und Baumaschinen spezialisiert), Mira, AHC/Pilen, Herpa und Minichamps im Programm, und verschiedene Hersteller von Oldtimer-Modellen widmeten sich den in Spanien gebauten Sport- und Luxuswagen von Hispano-Suiza und Pegaso. In den 1960er- und 1970er-Jahren liessen verschiedene französische Hersteller (zum Beispiel Dinky Toys) ihre Modelle auch in Spanien produzieren. Da der spanische Automarkt damals vor allem aus Seat und in Lizenz gefertigten französischen Fahrzeugen bestand, waren die Dinky-Modelle nach den Vorbildern von Citroën, Peugeot, Renault und Simca in Spanien sehr beliebt. In den 1990er-Jahren wurden verschiedene spanische Hersteller mit ihren Slotracing-Modellen bekannt, so etwa SCX, Ninco und Fly, wobei Fly kurzzeitig auch hoch detaillierte Diecast-Modelle produzierte. Nach dem Jahr 2000 sind in Spanien, gleich wie in Frankreich und Italien, spezielle Sammelserien beliebt geworden: Modellautos (meist Varianten bekannter Modelle von chinesischen Produzenten), die zusammen mit einer Zeitschrift am Kiosk gekauft werden können. Die wichtigsten spanischen Anbieter auf diesem Markt sind Altaya, Del Prado, Salvat und Planeta De Agostini.