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1. Individualität
Motivation ist individuell. Sie variiert von Person zu Person und kann sich auch bei ein und derselben Person mit der Zeit verändern. Forschungsergebnisse zeigen zum Beispiel, dass junge Erwachsene es im Allgemeinen vorziehen, allein zu trainieren, um Fitnessziele zu erreichen, während ältere Menschen einen höheren Wert darauflegen, mit anderen zu trainieren. Mit den Jahren findet sozusagen eine Verschiebung von zukunftsorientierten und instrumentellen Zielen hin zu eher gegenwärtigen und emotional bedeutsamen Absichten statt. Natürlich muss das nicht für alle gelten. Wichtig ist, Sie finden Ihre eigene Motivation.
2. Zielsetzung
Sich Ziele zu setzen, ist eine weitverbreitete und anerkannte Methode, um Bewegung zu fördern. Diese Ziele sind meistens leistungsbezogen wie die 10 000 Schritte pro Tag, das tägliche Joggen oder die drei Stunden Sport pro Woche. Diese Art von Zielsetzung, obwohl für manche sehr effektiv, kann für andere ins Gegenteil umschlagen. Eine unrealistische Zielsetzung kann Stress und Leistungsdruck verursachen, was sich negativ auf die Motivation auswirkt. Studien zeigen auch, dass Leistungsziele sich vor allem bei bereits aktiven Menschen positiv auswirken; bei inaktiven hingegen bleibt der gewünschte Effekt oft aus. Lernziele anstatt Leistungsziele stellen in diesem Fall eine bessere Alternative dar.
3. Lernziele
Lernziele unterscheiden sich von Leistungszielen, indem der Fokus vom Ziel selbst auf die Strategien, Ideen oder Prozesse zu deren Verwirklichung verschoben wird. Anstatt das Leistungsziel 10 000 Schritte pro Tag zu verfolgen, probieren Sie es mit dem Lernziel: drei effektive Strategien identifizieren, um die tägliche Schrittzahl zu erhöhen. Anstatt drei Stunden Sport pro Woche, versuchen Sie es wie folgt: fünf verschiedene Methoden finden, um die drei Stunden Sport pro Woche zu schaffen. Wenn Sie selbst nach Strategien suchen müssen, fördern Sie metakognitive Prozesse wie das Suchen, die Planung, die Überwachung und das Bewerten der Strategien. Sie können damit Ihre persönliche Motivation entwickeln, was für den längerfristigen Erfolg entscheidend ist.
4. Gemeinsam bewegen
Geteilte Freude ist doppelte Freude, auch im Sport. Es erstaunt deshalb nicht, dass Personen, die Bewegung in Gruppen machen, im Durchschnitt motivierter, psychisch gesünder und aktiver sind. Gruppensport fördert das gemeinsame Erleben, verbindet Menschen und ist daher besonders im Alter wichtig, um sozial eingebunden zu sein. Zusätzlicher Vorteil: Einen verbindlichen Termin mit anderen nimmt man eher wahr, als wenn man allein trainiert. Was aber, wenn Sie niemanden kennen, um gemeinsam Sport zu treiben? Online findet man unzählige Möglichkeiten, sich mit Gleichgesinnten zu bewegen, seien dies organisierte Wanderungen, Gruppenlektionen in Fitnessstudios oder einzelne Personen, die nach Sportpartnern suchen. Zwingen Sie sich aber nicht dazu, wenn Sie lieber allein aktiv sein wollen. Denn forcieren, was man nicht will, wirkt kontraproduktiv.
5. Gadgets
Fitness-Gadgets gibt’s mittlerweile in allen Farben und Grössen. Vom kleinen Schrittzähler bis zum grossen Laufband ist alles dabei. Eins aber schon mal vorweg: Man braucht keine Gadgets um abzunehmen. Sie können sich aber positiv auf die Motivation auswirken, wie manche Studien belegen. Es kommt aber immer auf die jeweilige Person an. Wenn Sie sich gerne zu Hause bewegen, dann lohnt es sich vielleicht, in ein Rudergerät, Laufband oder einen Hometrainer zu investieren. Mit ein paar Gewichten oder Bändern lässt sich gut die Kraft trainieren. Schrittzähler, Fitnessarmbänder, GPS-Uhren und Fitness-Apps geben Feedback zum Bewegungsverhalten und können als Ansporn dienen, sich mehr zu bewegen.
6. Auf Bewährtes setzen und Neues ausprobieren
Eine Routine entwickeln, zum Beispiel einmal oder mehrmals wöchentlich auf der Hausrunde joggen, wandern oder mit dem Velo fahren, kann sehr effektiv sein, um Kontinuität zu gewährleisten. Versuchen Sie auch, Termine im Kalender fürs Bewegen zu reservieren. Finden Sie den eigenen Mix zwischen Bewährtem und Neuem. Wenn Sie gerne wandern oder Velo fahren, können Velo- und Wanderführer Ideen und Inspiration für neue Routen liefern. Neue Sportarten auszuprobieren ist sehr effektiv, um sich wieder zu motivieren. Lassen Sie die Bewegung nicht zu einem Muss werden und erarbeiten Sie Ihre eigene Strategie, um die Freude an der Bewegung zu erhalten.