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Die konservative Behandlung eines Aneurysmas betrifft kleine und ungefährliche Aneurysmen, die durchaus häufig vorkommen. Sie konzentriert sich auf die Bekämpfung der Risikofaktoren, die zur Entstehung eines Aneurysmas führen, sowie die Behandlung von Begleitkrankheiten.
Zu den Begleiterkrankungen eines Aneurysmas gehören durch Arteriosklerose (Arterienverkalkung) hervorgerufene Veränderungen. Das sind in erster Linie die koronare Herzkrankheit und die Periphere arterielle Verschlusskrankheit (paVK). Die Aneurysmaerkrankung selbst wird ebenfalls häufig durch Arteriosklerose (dilatative Form) verursacht.
Die Aneurysmen müssen in regelmässigen Abständen mit Hilfe von Ultraschall kontrolliert werden. Ein erfahrener Gefässchirurg, Radiologe oder Angiologe führt diese Ultraschallkontrollen ein- bis zweimal jährlich durch.
Bei einer konservativen Behandlung eines Aneurysmas ist das Vermeiden von Bluthochdruck besonders wichtig. Dabei ergreift man zunächst allgemeine Massnahmen wie richtige Ernährung oder ausreichende Bewegung. Helfen diese nicht, verschreibt der Arzt blutdrucksenkende Medikamente. Sie mindern den Druck innerhalb der Gefässe und verringern die Gefahr einer Ruptur.
Patienten sollten das Rauchen einstellen. Denn Nikotinkonsum führt, medizinischer Literatur nach, zu einem rascheren Wachstum des Bauchaortenaneurysmas. Die genauen Mechanismen, welche dieses Wachstum fördern, sind nicht bekannt. Sehr wahrscheinlich spielen entzündliche Prozesse und der Abbau von stabilitätsfördernden Strukturen in der Aortenwand eine Rolle.
Neben den konservativen Therapiemöglichkeiten müssen die Betroffenen auf ausserordentliche körperliche Anstrengung verzichten. Dabei geht es nicht um Anstrengungen wie sie bei alltäglichen sportlichen Aktivitäten (z.B. Tennisspielen) auftreten, sondern um Höchstleistungen, die zu einem längeren Blutdruckanstieg führen. Denn ein erhöhter Blutdruck fördert die Ausweitung einer geschwächten Schlagader.
Patienten mit einem Bauchschlagaderaneurysma, das konservativ behandelt wird, weil das Aneurysma die nötige Grösse noch nicht erreicht hat, sollten sich im täglichen Leben völlig normal verhalten und ihre sportlichen Aktivitäten weiterführen. Es gibt in der Literatur keine gesicherten Daten darüber, dass „normale“ körperliche Aktivitäten wie Velofahren, Tennisspielen, Wandern und Reisen in höher gelegene Gebiete das Aneurysmawachstum fördern oder die Rupturchance erhöhen könnten.
Die Entscheidung, wann operiert werden soll, muss man bei jedem Patient individuell treffen. Der Arzt wägt dabei ab, ob das Risiko einer Aneurysmaruptur grösser ist als das Risiko der Behandlung. Sinnvollerweise operiert man ein Aneurysma erst dann, wenn es einen maximalen Durchmesser von mehr als 5 cm aufweist, oder in einem Jahr um mehr als 5 mm gewachsen ist.
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