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Die Pionierphase: SmD von 2001 bis 2011
1998 regte der Dalai Lama während eines Besuches in Rikon an, tibetische Mönche und Nonnen neben ihren klösterlichen Pflichten und dem Studium buddhistischer Philosophie auch mit westlichen Naturwissenschaften vertraut zu machen. Die so erworbenen Kenntnisse sollten nach seiner Vorstellung von den Studierenden in ihren eigenen Klöstern - eines Tages aber auch in Tibet - weitergegeben werden.
Das Tibet-Institut Rikon nahm die Anregung Seiner Heiligkeit positiv auf und rief in der Folge das Projekt "Science meets Dharma" ins Leben. Seit dem Jahr 2001 wurden somit Mönche und Nonnen in den verschiedenen Klöstern bzw. Klosteruniversitäten von Bylakuppe und Mundgod (Karnataka, Südindien) in naturwissenschaftlichen Fächern unterrichtet. In den vergangenen zehn Jahren waren insgesamt 39 westliche Lehrpersonen während je 6 bis 24 Einsatzmonaten in den genannten Klöstern tätig. Sie wurden von tibetischen ÜbersetzerInnen und Lehrkräften unterstützt. Der Unterricht erstreckte sich auf die Fächer Physik, Chemie, Biologie, Geographie sowie teilweise Englisch. Er erfolgte in Form eines Freifaches, welches an fünf Wochentagen in jeweils zwei Lektionen während der klosterpflichtenfreien Zeit über Mittag angeboten wurde.