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Meine Serie über die Treib und Hütehunde geht Heute mit dem Australian Kelpie weiter.
Der Kelpie ist mein persönlicher Lieblingshund von allen Hütehunden.
Wie die Beschreibung oben schon sagt gehört er ebenfalls in die FCI Gruppe 1.
Geschichte
Über die Entstehung der Kelpie Rasse gibt es verschiedene Theorien.
Eine Theorie ist, dass australische Schafzüchter für die Zucht ihrere Hütehunde jeweils die die talentiertesten Hunde zum weiter Züchten verwendeten. In der australischen Landschaft mussten die Tiere viele Kilometer zurücklegen, robust sein und sehr viel Wille zu guter Arbeit anbieten. Das feingefühl, mit Schafen zu arbeiten könnte vom Border Collie abstammen. Das heisst also, dass die Schafzüchter jeweils die besten Kurzhaar Border Collies mit einander verpaarten. Die Einpaarung von anderen Hütehunden ist daher ziemlich sicher, da der Kelpie doch ein anderer Charakter und ein anderes optisches Auftreten hat im Gegenteil zum Border Collie.
Eine weitere Theorie besagt, dass die Vorfahren der Kelpies aus Tasmanien kommen. Meinungen besagen, dass der Dingo in der Geschichte der Kelpies eine Rolle spielte- Dingos haben aber die Veranlagung, Schafe zu töten und zu fressen, daher ist das eher unwahrscheinlich. Rein optisch hingegen könnte eine Einpaarung von Dingos gut möglich sein!
Ein weiterer Mythos ist, dass der Fuchs miteingewirkt hat. Grösse und Farbe würden darauf hinweisen. Füchse sind jedoch genetisch ganz anders aufgebaut.
Die letzte Theorie besagt, dass die Kelpies aus Nordafrika stammen. Man vermutet, dass afrikanische Hunde zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit nach Schottland genommen wurden. Die Einpaarung von Collies wird auch hier erwähnt. Der afrikanische Hütehund war extrem anpassungsfähig und konnte sich deswegen perfekt an die Bedingungen anpassen.
Aussehen
Kelpie Rüden sind zwische 46 und 51 cm hoch und wiegen ca. 15 bis 20 Kilo. Hündinnen sind gut 3 cm kleiner und wiegen um die 13 bis 18 Kilo.
Die Tendenz im Moment zeigt, dass Kelpies eher kleiner werden. Dies ist eher gegen den Urtyp der Kelpies.
Die Hunde müssen beweglich, aktiv und geschmeidig sein, dürfen aber auf keinem Fall zu wenig Substanz und Muskeln besitzen. Für die Arbeit an Schafen und Rinder sind feine, schmale Körper nicht geeignet!
Australian Kelpies gibt es in schwarz, schwarz und loh, rot, rot und loh, falbfarben, schokoladebraun oder rauchblau. Das Haarkleid besteht aus Stockhaar und kurzer, dichter Unterwolle. Das gerade, flache Deckhaar schützt den Kelpie ausgesprochen gut vor Regen und Wind.
Das Fell kann mit einer normalen Hundebürste gepflegt werde. Während dem Fellwechsel empfiehlt es sich, einmal mehr zu bürsten als sonst. :-)
Als Welpen kommen alle Kelpies mit klapp Ohren auf die Welt. Nach und nach stehen die Ohren seitlich vom Kopf ganz gerade auf.
Der Kopf des Kelpies ähnelt einem Fuchskopf, die mandelförmigen Augen mindern diesen Eindruck aber wieder.
Das Gangwerk von Hütehunden ist immer ähnlich. Kraft und Ausdauer muss im vollen Zuge ausgeschöpft werden, das heisst der Körperbau muss genau so harmonisch sein wie das Gangwerk. Die Hunde müssen sich frei und fliessend bewegen und zu schnellen Richtungswechslungen in voller Geschwindigkeit fähig sein. Alle vier Läufe sind absolut senkrecht und die Vorderbeine stehen parallel zu einander.
Charakter und Eigenschaften
Der Australian Kelpie ist ein Allrounder – der Charakterzug, am Vieh zu arbeiten, mag in der Ausnahme noch vorhanden sein, steht aber sicher nicht mehr im Vordergrund. Heute sieht man die Kelpies viel mehr in den Hundesportarten. Ob Agility, Trickdog, Obidience, BH oder Dogdance, der Australier lässt sich für alles begeistern!. Ebenfalls für Nasenarbeiten wie Mantrailing, Trümmer- und Geländesuche oder als Drogen- und Sprengstoffspürhund ist der Kelpie gut geeignet.
Kelpies sind aufmerksam, intelligent und voller Eifer. Wie beim Border Collie und beim Cattle Dog ist auch seine Energie praktisch unerschöpflich. Sie sind sehr treu und von sanfter und folgsamer Natur. Sein Hütetrieb darf jedoch nicht unterschätzt Hier gilt eine konsequente Erziehung!
Klar eignen sich Kelpies auch als Familienhunde. Sie lieben Menschen und auch Kinder! Sie sind aber sehr temperamentvoll und brauchen viel Beschäftigung. Wie bei allen Hüte und Treibhunden gilt auch hier, reines Spazieren reicht für einen zufriedenen Kelpie nicht aus!
Der Working Kelpie
Der Working Kelpie sieht dem Australlian Kelpie extrem ähnlich, ist eigentlich auch der sogenannte Ur Kelpie. Er wird im FCI aber nicht anerkannt und wird frei von jeglichen Zuchtverbänden gezüchtet. Rein nach dem Motto in der Praxis für die Praxis. Working Kelpies eignen sich auch nicht als Haus und Familienhunde. Sie müssen unbedingt eine Aufgabe im Hütebereich haben, sonst sind sie sehr unglücklich und der Umgang wird problematisch! Kelpies gehören zu den wenigen Hunderassen, die über die Rücken der Schafe gehen können!
Somit gibt es für die Working Kelpies auch keinen Rassenstandart, wichtiges Ziel ist, eine einwandfreie Arbeitsmoral und Talent!
Entscheidest Du dich für einen Kelpie, wirst Du einen treuen, sportlichen und sehr angenehmen Freund fürs Leben bekommen. Im Gegensatz zum Border Collie gibt es in der Schweiz noch nicht so viele Kelpies. Oder sagen wir mal so, ich sehe nicht so viele Kelpies wie Border Collies.
Im Herbst durfte ich bei Natalie Roth einen Wurf aus der Zucht Sheep scare’s besuchen. Die kleinen Welpen haben mich total fasziniert und ich bin ein absoluter Kelpie Fan! Wer weiss, vielleicht berichte ich bald von meinem eigenen Australier! :-)