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Nebenniere
Phäochromozytom
Bei einem Phäochromozytom handelt es sich um einen häufig gutartigen Tumor des Nebennierenmarkes mit übermässiger Produktion von Katecholaminen (Adrenalin, Noradrenalin oder Dopamin). Diese Tumore können auch ausserhalb der Nebenniere vom vegetativen Nervensystem ausgehend sein und werden dann Paragangliome genannt.
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Häufigkeit
Das Phäochromozytom ist ein seltener Tumor, das Auftreten liegt bei 1 Fall pro 100.000 Einwohner/ Jahr. Bei 0.2-0.5% der Patienten mit Bluthochdruck liegt ursächlich ein Phäochromozytom vor.
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Beschwerden
Neben der typischen Trias aus anfallsartigen Kopfschmerzen, Schwitzen und Herzschlagerhöhung (Tachykardie) ist das wichtigste und schwerwiegendste Symptom der Bluthochdruck. Dieser tritt bei nahezu allen Patienten mit Phäochromozytom auf (80-100%). 50% der Betroffenen leiden unter Wärmeunverträglichkeit, an Blässe und Zittern. Zudem können Angst- und Panikattacken auftreten.
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Diagnostik
Die Abbauprodukte der Katecholamine können im 24h- Sammelurin bestimmt werden. Bestätigt sich hier der Katecholamin-Exzess wird eine Bildgebung mittels Computertomographie vom Bauchraum und Brustkorb oder ein MRI veranlasst. Ggf. werden noch weitere nuklearmedizinische Funktions-Untersuchungen notwendig.
Da beim Phäochromozytom oder Paragangliom in etwa 25-30% eine vererbliche Erkrankung in Form von Syndromen (z.B. Von-Hippel-Lindau Krankheit, Neurofibromatose Typ 1, multiple endokrine Neoplasie Typ 2) vorhanden ist, wird in der Regel zu einer genetischen Abklärung geraten.