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1. Der Merkantilismus suggerierte ab Ende des 17. Jahrhunderts, dass ein Volk nur reich werden könne, wenn es geringwertige Rohstoffe verarbeite und dann als hochwertige Fertigprodukte wieder verkaufe. Darum haben zuerst die westeuropäischen Küstenländer (Holland, England) Handelskompanien gegründet, welche sich in Ostindien, Afrika, Südamerika die Rohstoffquellen sichern, diese Rohstoffe ins Heimatland importieren und dann Fertigprodukte dafür wieder exportieren sollten. Der Differenzgewinn schuf nach dem Merkantilismus den grössten Reichtum.
Um diese Rohstoffquellen gab es natürlich Konkurrenz. Deshalb versuchten schon die Handelskompanien mit Rückendeckung ihrer Staaten, sich solche Rohstoffquellen als «Kolonien» zu sichern, sie praktisch zu holländischen, englischen, französischen oder spanischen Gebieten zu erklären und damit nicht nur für sich selbst deren Rohstoff- und deren Absatzmärkte zu sichern, sondern auch andere Länder davon auszuschliessen.
Diesem Kolonialismus verdanken die Niederländer im 16./17. Jahrhundert, die Briten im 17. bis 19. Jahrhundert und auch die Spanier, Portugiesen und Franzosen einen wesentlichen Teil ihres Volkswohlstandes. Praktisch bedeutete aber dieses Kolonialprinzip immer eine Ausbeutung der Kolonie zugunsten des Mutterlandes. Diese Ausbeutung wurde militärisch durch das Heimatland unterstützt und gesichert.
Der Zweite Weltkrieg hat das Ende dieses Kolonialismus gebracht, weil die Kolonialmächte ihre Kolonien nicht mehr ausreichend beherrschen und den Freiheitsdrang der Kolonien nicht mehr zügeln konnten. So ist das merkantilistische Kolonialsystem im letzten Jahrhundert zerbrochen.
2. Das angelsächsische Grosskapital hatte aber Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Gründung der privaten, staatlich garantierten Federal Reserve Bank (FED, gegründet 1913) eine Ersatzidee: Die Plünderung fremder Staaten kann man auch dadurch erreichen, dass man ihnen mit selbst geschaffenem Papiergeld hohe Kredite gibt und sie diese Kredite mit Zins und Zinseszins sowie Amortisation – praktisch als ständige Tribute – zurückzahlen lässt. Grundlage dafür war die Dollarnoten-Druckmaschine FED. Das Finanzsyndikat konnte mit Hilfe seiner FED privates Geld drucken, dieses den Banken und Staaten der Welt als Kredite zur Verfügung stellen und dadurch praktisch aus dem Nichts immer mehr Länder in Schuldknechtschaft bringen. Nachdem die Goldbindung des Dollar gefallen war, wurde dieses System der Kredit-, Schuld-, Zinsknechtschaft mit Hilfe von durch die gleiche Hochfinanzclique beherrschten Finanzorganisationen (IWF, Weltbank, Uno) in die ganze Welt gedrückt, wurden über 200 Länder der Erde dem Finanzsyndikat zinstributpflichtig und hat das Syndikat amerikanische Truppen in diesen Ländern stationiert, um die Zinsknechtschaft dadurch zu sichern.
So entstand das Dollar-Imperium tributpflichtiger Vasallen mit immer grösseren Schuldsummen und mit Geld (Dollar) von Gläubigern, die keinerlei Deckung mehr für dieses Geld hatten (Fiat-Money).
Das System wurde so missbraucht und übersteigert, dass ein grosser Teil der Schuldvasallen, aber auch die USA selbst diese Schulden nie mehr zurückzahlen können. Das System steht vor dem Platzen, vor dem Crash – wie selbst Präsidentschaftskandidat Trump kürzlich bestätigte.
Das Dollar-Imperium als zweites Kolonialreich ist nicht nur das grösste und weltumfassendste bisher gewesen, sondern auch das rentabelste. Die Erträge des Finanzsyndikats aus diesem Dollar-Schuldknechtschaftssystem waren höher als alle Kolonialrenditen je zuvor. Das zweite Kolonialreich des Dollarimperiums wird bald wie ein Ballon an seiner übersteigerten Luftblase platzen.
3. Wie Mitglieder des Finanzsyndikats (zum Beispiel Soros, Rothschild) schon angekündigt haben, wird also bald die zweite Phase des Kolonialismus zusammenbrechen. Sie haben aber dafür schon vorgesorgt. Mit dem nur das Papier werten Fiat-Money hat das angelsächsische Finanzsyndikat in den letzten 50 Jahren systematisch die Rohstoffe und Konzerne der Welt (vor allem Energie, Metalle, Wasser, Saatgut und andere) zu Weltmonopolen zusammengekauft und kann also für den Fall des Zusammenbruchs des Finanzimperiums durch Monopolpreise auf die Rohstoffe eine Differenzialrente, also Sondergewinne für sich von allen Verbrauchern ihrer Rohstoffe in der Welt erpressen. Nicht mehr Zinsen sind dann Kolonialertrag, sondern die hohen Preise der monopolisierten Rohstoffe, welche in der ganzen Welt benötigt werden und deshalb zwangsläufig Absatz finden.
Wie aber die Verstaatlichung von dem Finanzsyndikat ursprünglich gehörenden Ölquellen (Irak, Iran) oder Erzgruben (Peru) oder die Zurückweisung des monopolisierten Gensaatguts in Europa zeigen, steht die Weltmonopolmacht des Finanzsyndikats – vor allem, wenn Monopolpreise zu hoch getrieben werden – in der Gefahr, dass nationale Staaten die Monopole gesetzlich reduzieren, sozialisieren oder – wie etwa bei der Energiewende – durch plötzlichen politischen Schwenk Monopole wertlos machen (Atomenergie).
Aber auch hierfür ist dem Finanzsyndikat eine Lösung eingefallen: Sie haben durch ihnen hörige Mittelsmänner unter den EU-Funktionären in Geheimverhandlungen das angebliche «Freihandelsabkommen» ausarbeiten lassen, das ihnen die grosse Monopolherrschaft in den Kolonien sichern soll, die Kolonien aber daran hindert, demokratisch, politisch und gesetzlich die einmal erreichten Monopolstellungen der internationalen atlantischen Monopole zu beschneiden.
Da der Zusammenbruch des Dollar-Imperiums unmittelbar bevorsteht, soll nun TTIP bis Januar 2017 durchgepeitscht werden. Das Finanzsyndikat und die USA wollen Zentrum der Weltwirtschaft bleiben und setzen nun zunehmend auf Handelsabkommen, um ihr internationales Herrschaftssystem in ihrem Interesse zu behaupten.
Wenn man genauer anschaut, welche Politiker diese CETA/TTIP-Verhandlungen in Europa durchzusetzen versuchen, und wenn man über die besonderen Abhängigkeiten gerade dieser Politiker vom Finanzsyndikat der USA weiss, braucht man weder an Objektivität noch an Loyalität gegenüber dem eigenen Volk mehr zu glauben. Der Auftrag ist: die dritte Phase der Kolonialisierung zugunsten der atlantischen Mächte durchzuziehen.
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