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Im Rahmen des Unternehmensdialoges, den die Stiftung Abendrot mit ihren investierten Firmen pflegt, wurde im Dezember 2020 über die Stiftung Ethos eine kollektive Engagement-Initiative zum Thema 'Xinjiang' gestartet. Diese zielt auf mehr als 40 Unternehmen ab, die in einem Bericht des Australian Strategic Policy Institute (ASPI) als besonders gefährdet für uigurische Zwangsarbeit in ihren Lieferketten genannt werden. Sie beschaffen ihre Produkte alle aus der hauptsächlich von Uiguren bewohnten Provinz Xinjiang oder aus anderen Teilen Chinas, in die Uiguren transportiert wurden.
Die Uiguren sind eine ethnische und religiöse Minderheit, die sich hauptsächlich in der autonomen Region Xinjiang im Nordwesten Chinas befindet. Es gibt zahlreiche Beweise für Menschenrechtsverletzungen gegen sie, darunter willkürliche Verhaftungen, erzwungene «Umerziehungs- und Patriotismus»-Kurse und Zwangsarbeit. Ziel dieser Initiative ist es, Unternehmen zu ermutigen, ihre Lieferketten in und ausserhalb Chinas zu überprüfen, alle Geschäftsbeziehungen zu beenden, die den Einsatz von Zwangsarbeit durch Uiguren beinhalten und die Fortschritte der ergriffenen Massnahmen zu veröffentlichen.
Sie wird vom Interfaith Center for Corporate Responsibility und Rathbones
Investment Management koordiniert und wurde von 57 Investoren unterzeichnet,
die ein verwaltetes Vermögen von über 4.400 Milliarden US-Dollar
repräsentieren. Die Stiftung Abendrot ist ein Teil davon.