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Russland braucht nach Ansicht seines Präsidenten Wladimir Putin eine starke Präsenz in der Arktis, um sich gegen eine potenzielle Bedrohung durch amerikanische U-Boote zu wehren. Von der Barentssee aus könnten US-Raketen Moskau in 15 bis 16 Minuten erreichen, sagte Putin auf einem Treffen von Studenten in Moskau. «Sollten wir also die Arktis aufgeben? Im Gegenteil: Wir sollten sie erkunden.» Zugleich sagte Putin, es sei unwahrscheinlich, dass sein Land in einen internationalen Konflikt hineingezogen werde, vor allem nicht mit den USA.
Die russischen Behörden hatten im September an der Ölplattform Priraslomnaja in der Arktis etwa 30 Greenpeace-Aktivisten festgenommen. Inzwischen sind alle wieder auf freiem Fuss. Ihnen drohen aber wegen Rowdytums mehrjährige Haftstrafen.
Russland kämpft mit Kanada, Dänemark, Norwegen und den USA um die Vorherrschaft in der Arktis, wo es Öl-, Gas- und Edelmetallvorkommen gibt. Sie könnten wegen der Klimaerwärmung einfacher ausgebeutet werden können.
(reuters/chb)