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Locksley ist nur sein Rufname. Offiziell heisst er Dawn Lux, was man mit "Licht der Morgendämmerung" übersetzen kann. Also wenn Du im Internet nach ihm suchen willst, dann gib auch mal seinen offiziellen Namen ein. Es lohnt sich, da mal etwas auf Entdeckungstour zu gehen, denn er ist kein unbeschriebenes Blatt.
Portrait
Geboren ist Locksley am 27. April 2008 in Irland. Als Irisches Sportpferd wurde Locksley 2013 als vorläufig gekürter Zuchthengst ins Zuchtprogramm aufgenommen. Doch sah man in ihm das grössere Potenzial für den Springsport als für die Zucht und es wurde entschieden, ihn in der Schweiz zum Springpferd auszubilden. Weil es mit vielen Hürden verbunden ist, einen Hengst in die Schweiz zu importieren, wurde er im Alter von ca. sechs Jahren kastriert und 2015 ins Schweizer Sportpferderegister eingetragen. Die ersten Starts waren vielversprechend, aber es stellte sich schon bald heraus, dass Locksley bei den hohen Sprüngen ein zu feuriges Temperament entwickelte, so dass er im Parcours nur schwer zu kontrollieren war. Auch wenn er die Höhe von 160 cm locker überspringen kann, ein Pferd im hohen Parcours braucht einen kühlen Kopf, und den hat Locksley nicht wirklich. Die Problematik wurde richtig erkannt und entschäft, indem entschieden wurde, ihn zu verkaufen und zwar als Freizeitpferd, mit der Auflage, das Springreiten für die ersten Jahre zu unterlassen. So kam er im Verlauf des Jahres 2016 zur Familie Signer-Thomke, mit der Absicht, ihn zum Voltigepferd auszubilden.
Schon beim ersten Besuch überzeugte der Wallach. Er lernte schnell, akzeptierte die Turnerei auf seinem Rücken, scheute nichts, war interessiert an den Menschen um ihn herum. Unter dem Beritt von Regula Signer und Michèle Signer wurde er schon bald zu einem Allrounder, der am liebsten im Gelände unterwegs ist, aber da denn auch jeden Blödsinn mit aufgestellten Ohren mitmacht, egal ob beritten oder geführt, egal mit welchem Sattel, Zaum, Halfter oder auch ganz ohne etwas. Auch liebt er es, mit Michèle über Hindernisse zu springen. Tja, er ist ein bisschen älter geworden und hat Vertrauen gefasst.
Allerdings interessiert ihn der Voltigesport nicht sonderlich. Mit Ausbindezügel im Galopp zu arbeiten, das findet er einfach nur blöd und zeigt dem Longenführer dabei gerne den Stinkefinger. Er scheint zu fragen, muss ich denn wirklich? Und antwortet man ihm auf diese Frage mit Druck, dann darf man seine Antwort nicht scheuen. Ganz nach Hengstenmanier lässt er sich zu nichts zwingen. Jetzt könnte man denken, er sei kein gutes Voltigepferd geworden. Aber er hat noch eine ganz andere Seite. Locksley mag Kinder, und zwar je kleiner umso lieber. Er lässt die Kinder mit grosser Geduld und Rücksichtnahme im Schritt und Trab auf sich herumturnen. Konzentriert und voller Vorsicht dreht er dann seine Runden, und dabei steckt er jeden Schlag auf seinen Rücken, jedes Kitzeln auf der Kruppe und jedes unkontrollierte Hängen an der Gurte ohne mit einer Wimper zu zucken einfach weg. So ist er in der Zwischenzeit zu unserem zuverlässigen Beginner-Pferd geworden.