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Die Motivation, mit welcher wir den Wettbewerb angingen, kam vor allem daher, dass wir uns sehr für Physik und Informatik interessieren. Ausserdem schätzten wir die Teamarbeit und konnten aus dem Wettbewerb viel lernen.
Die Aufgabenstellung des Wettbewerbs RoboKing06 lautete so:
Der König hat beschlossen, sich eine neue Burg bauen zu lassen. Die Schatzkammern sind gut gefüllt und aus dem ganzen Land haben sich die geschicktesten Baumeister beworben. Bevor mit dem Bau der Burg begonnen werden kann, müssen zunächst die Baumaterialien von einem weit entfernten Steinbruch zum Bauplatz befördert werden.
Der beschwerliche Weg führt durch einen finsteren Wald, eine tiefe Schlucht und über eine schmale Brücke.
Wer am Ende die meisten Steine zum Bauplatz gebracht hat, wird königlicher Baumeister und erhält die Belohnung des Königs.
Ihr müsst einen Roboter bauen und so programmieren, dass er die auf dem Spielfeld befindliche Ladestation (den Steinbruch) finden und von dort aus die Steine in seine Heimatbasis (den Bauplatz) befördern kann. Auf dem Weg dahin sind zahlreiche Hindernisse zu überwinden.
Für den Wettbewerb konstruiert jedes Team einen eigenen Roboter. Dabei bleibt die Wahl für Antrieb, Sensorik und Datenverarbeitung sehr offen. Es wurde lediglich vorgeschrieben, dass ein 8bit-Mikrocontroller eingesetzt werden dürfe.
Wir entschieden uns für einen Roboter mit holonomem Antrieb. Dabei kommen drei spezielle Räder zum Einsatz, die alle angetrieben in einem Winkel von 120° zueinander angebracht werden. Dieser Antrieb ermöglicht, dass der Roboter sowohl seitlich als auch vor- und rückwärts fahren kann.
Der Antrieb wurde unter die Grundplatte montiert. Auf diese kam die Steuerungselektronik, welche aus einem Handyboard mit diversen Sensoren bestand.
Das Handyboard ist ein Robotik-Mainboard, welches mit einem 8bit-Motorola-Prozessor (68HC11) bestückt ist. Es bietet sehr viele digitale und analoge Anschlüsse, ist allerdings nicht sehr leistungsfähig. Um die Umgebung wahrnehmen zu können setzten wir Infarotmodule des Typs Sharp GP2D12 ein.
Um einen Baustein transportieren zu können, konstruierten wir eine kippbare Ladefläche, welche wir hinten am Roboter befestigten.
Während dem Bau des Roboters und am Wettbewerb konnten wir sehr viele Erfahrungen sammeln. So stellte sich heraus, dass unser Antrieb nicht für die Aufgabe geeignet war. Er erforderte sehr grossen Programmieraufwand, seine Vorteile konnten aber nicht ausgenutzt werden.
Ausserdem mussten wir feststellen, dass unser Zeitmanagement nicht optimal war. In den letzten zwei Wochen vor dem Wettbewerb arbeiteten wir fast jeden Tag bis morgens um 3 Uhr, damit wir mit dem Roboter rechzeitig fertig wurden.
Qualifikationsrunde
An der Qualifikationsrunde trat man alleine gegen die Zeit an und sollte so viele Steine wie möglich transportieren. Unsere Arbeit wurde an der Qualifikationsrunde in Erfurt mit dem 7. Platz aus 23 Teams belohnt. Wir hatten uns damit für das Finale an der CeBIT in Hannover qualifiziert. Enttäuscht mussten wir feststellen, dass sich das Datum des Finals aber mit der Maturareise von uns beiden überschnitt. So konnten wir nicht am Finale teilnehmen.
Bereits im ersten Jahr konnten wir viele Erfahrungen sammeln und aus unseren Fehlern lernen. Trotz allem hat es zum siebten Rang in der Qualifikation gereicht – der Ehrgeiz war entflammt.