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Es war die 54. Minute angebrochen, als Jonathan Tehau für einen magischen Moment am diesjährigen Confed Cup sorgte. Sein Treffer zum 1:3 gegen Nigeria war für Tahiti das 1. Tor beim 1. Auftritt an einem FIFA-Wettbewerb, wobei das kleine Land erst seit 1990 Mitglied des Weltverbands ist.
«Traue mich nicht, Xavi und Co. anzusprechen»
Profi wolle er nun werden, sagte Lieferwagen-Chauffeur Tehau aus der Hauptstadt Papeete schüchtern nach seinem Kopfballtreffer, der die Verlierer zu Gewinnern machte. «Barcelona», entwischte es dem 25-Jährige ganz leise, als er nach seinem Lieblingsklub gefragt wurde. Ob er da einmal spielen wolle? «Nein, ich werde mich nicht einmal trauen, Xavi und Co. anzusprechen.» Am Donnerstag treffen die Südsee-Kicker auf Welt- und Europameister Spanien.
Trainer Etaeta: «Bin sehr stolz auf meine Spieler»
«Es ist wie ein Sieg für uns», betonte Marama Vahiura, einziger Profi unter 22 Amateuren im Kader des Sensation-Ozeanienmeisters von 2012. Und auch Trainer Eddy Etaeta war voller Stolz: «Ich bin heute sehr stolz auf das Verhalten meiner Spieler.» Nach der 0:7-Testspiel-Niederlage gegen Chiles U20 im Vorfeld des Turniers musste bereits das Schlimmste befürchtet werden und eine zweistellige Rekordpleite beim Confed Cup schien unumgänglich.
Rekord-Niederlage verhindert
Doch die aufopfernd kämpfenden «Toa Aito» (Krieger aus Eisen) verhinderten die höchste Niederlage am Confed Cup (2:8 und 0:6) und spielten sich in die Herzen der Fans. «Tahiti, Tahiti», hallte es immer wieder durch das Mineiro-Stadion von Belo Horizonte und sogar die resultatmässigen Sieger zeigten Verständnis für die paradoxe Situation. Nigerias Torwart Vincent Enyeama: «Wir hätten auch zu ihnen gehalten, wenn wir nicht gegen sie gespielt hätten.»