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- Korrektur/Bewertung des Lernprodukts:
Notizen mit einigen Stichworten sind hilfreich.
- Notizen markieren und ordnen: Was gehört ins Audio-Feedback, was ist wichtig?
- Gute Reihenfolge wählen (vgl. unten, ideal zuerst zwei lobende Aspekte, dann drei kritische).
- Feedback aufnehmen (mit Smartphone oder am Laptop) (Länge richtet sich nach Lernprodukt, 90 Sekunden ist eine gute Länge für Schüler*innen, bei grossen Arbeiten bieten sich 5 Minuten an).
- Tondatei teilen.
Welche Reihenfolge wählen?
In »Machen« fassen Krogerus und Tschäppeler Forschungsergebnisse zur Reihenfolge von Lob/Kritik wie folgt zusammen:
Mit der Wahl der Reihenfolge können wir das Verhalten des Empfängers beeinflussen. Erst good news, dann bad news ist die Strategie, wenn Sie das Gegenüber zu einer Aktion motivieren wollen (»Ihre Blutwerte sind in Ordnung, aber Sie haben Übergewicht«). Wir gehen mit einem schalen Gefühl aus dem Gespräch das uns aber motivieren kann, etwas zu verändern. Erst bad news, dann good news wählen Sie, wenn Sie auf etwas hinweisen, aber den Empfänger nicht vergraulen wollen (»Du hast wieder zugenommen, aber ich liebe dich so, wie du bist«).
Äußerst beliebt ist eine erweiterte Variante, die sogenannte Sandwich-Strategie: erst die gute Nachricht, dann die schlechte Nachricht, dann wider eine gute Nachricht. Also erst mal loben, dann kritisieren, und am Ende wider etwas Lobendes aufgreifen, damit das Gespräch auf einer positiven Note endet. Angenehm für beide Seiten. Aber leider falsch.
Denn die Forscherinnen stellten fest: Das Sandwich sieht besser aus, als es schmeckt. Entweder wir verpacken die schlechte Nachricht so lecker in Lob, dass die Kritik gar nicht richtig rüberkommt. Oder es geschieht das Um gekehrte: Das Gegenüber durchschaut unser Lob als billige Verpackung, die bloß die Kritik kaschieren soll, und ärgert sich über unsere Unaufrichtigkeit.Krogerus/Tschäppeler: Machen (2021)