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Beim Auftreten von Quarantäneorganismen wird generell die 3-stufige Bekämpfungsstrategie Pflanzenschutzverordnung (PSV) [SR 916.20] verfolgt: Verhindern (Art. 4ff), Tilgen und Eindämmen (Art. 29ff)
Im Herbst 2005 wurde die seit 1996 geltende Vorschrift von betroffenenen Kreisen am BLW diskutiert. Es traten erhebliche Meinungsunterschiede zwischen den Kantonen und den Imkerkreisen zu Tage.
Am 1.1. 2007 trat die Richtlinie Nr. 2 in Kraft.
Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Bundes und einzelner Kantone hat die Bekämpfungsstrategie 1999 überarbeitet.
Seit dem 1. Juli 2006 ist die Richtlinie Nr. 3 in Kraft.
1. Verhindern
Die erste Stufe der Bekämpfungsstrategie wird mit den Mitteln der Importkontrolle durchgeführt. Mit dem Pflanzenpass für Baumschulen, bzw. mit dem Import über die Quarantänestation soll verhindert werden, dass Feuerbrand mit versteckt infizierten Pflanzen eingeschleppt wird.
In verschiedenen Kantonen wurden die hochanfälligen Cotoneaster salicifolius - Sträucher vorsorglich entfernt.
2. Tilgen
Wird Feuerbrand im Landesinneren festgestellt, so wird in der zweiten Stufe der Bekämpfungsaktivitäten grundsätzlich die Tilgung der Befallsherde angestrebt. Befallene Pflanzen müssen vernichtet werden und die 250 m Umgebung des Befallsherdes muss intensiv (jede Feuerbrand-Wirtspflanze) kontrolliert werden, um allfälligen weiteren Befall zu entdecken.
Um eine Tilgung von Befallsherden zu erreichen, muss ein System von Kontrollaktivitäten existieren, welches das Auffinden von Befallsherden ermöglicht, und die Vernichtung von befallenen Pflanzen muss schnell (innerhalb von 2 Wochen) und fachgerecht durchgeführt werden. Die Kosten für die Überwachung und die Bekämpfungsmassnahmen werden durch die Öffentlichkeit getragen.
3. Eindämmen
Wird trotz seriös durchgeführten Kontrollen und Bekämpfungsmassnahmen in den Folgejahren in einem Befallsherd wiederum Feuerbrandbefall festgestellt, muss in der dritten Stufe der Bekämpfungsaktivitäten angestrebt werden, dass das Infektionspotential für neue Ansteckung von gesunden Pflanzen verringert wird. Das muss als Daueraufgabe durch laufendes Entfernen von auftretendem Befall geschehen.
Die Kosten für die Überwachung werden durch die Öffentlichkeit getragen. Die Kosten für die Bekämpfungsmassnahmen nicht mehr.
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