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Methode zur Probennahme
Gruben und Grabungen
In der Regel werden bei zusammenhängenden Bodenanomalien mehrere Gruben ausgehoben, um den Ursprung der Mineralisierung in der Tiefe zu ermitteln. Die Gruben sind ca. 1 x 1 m groß und werden manuell bis zum Festgestein ausgehoben, wenn möglich. Nach Fertigstellung müssen die Gruben kartiert und Schlitzproben müssen im Festgestein/Saprolit am Boden jeder Grube entnommen werden. Die Proben müssen aus einem 5 cm breiten und 3 cm tiefen Schlitz 10 cm über dem Boden der Grube genommen werden und sollten 3 kg nicht überschreiten.
Probennahme durch Grabungen erfolgt, indem man durch Bilden einer Furche entlang des Bodens eine Probe nimmt. Jede Furche ist ca. 10 Zentimeter breit und 3 bis 5 Zentimeter tief. Die Probenahme erfolgt "geologisch”, d.h. die Probenabstände werden von geologischen Merkmalen bestimmt und nicht meterweise. In homogenem Gestein beträgt der Probenabstand 1 Meter.
Der Mindestabstand zwischen den Proben ist 0,3 m.
Proben werden von Adern, Veränderungszonen oder auffälligen geologischen Einheiten genommen, so dass die Kontakte standardmäßig 2 cm innerhalb der Probennahme-Grenzen lagen. Die aufgezeichneten Gewichte der Proben betrugen zwischen 3 und 6 Kilogramm. Die Schlitzprobenmethode ist ähnlich wie die oben für Grabungen beschriebene Methode. Es werden insgesamt 1.000 Meter an Grabungen vorgenommen und 1.100 Proben entnommen.
Schlitzproben müssen vom Grund jeder Grube entnommen werden:
- Wenn keine offensichtliche mineralisierte Struktur identifiziert wird, ist von den beiden angrenzenden Wänden eine Schlitzprobe zu entnehmen, wie in der Abbildung dargestellt, und eine zweite Probe ist von den übrigen angrenzenden Wänden zu nehmen.
- Wenn am Boden der Grube eine mineralisierte Struktur sichtbar ist, muss eine Schlitzprobe entlang der gesamten Struktur entnommen werden, wie in der Abbildung gezeigt.
- Separate Etiketten mit eigenen Nummern sind für alle Grubenproben zu verwenden.
- Die Proben sind in Plastiktüten aufzubewahren. Das Etikett mit der eindeutigen Nummer wird gefaltet oben in eine Falte der Tüte geheftet.
Nachdem die Zone der Mineralisierung identifiziert wurde, wird auf der mineralisierten Struktur eine Grabung vorgenommen. Die Grabung muss sich mindestens 5 m auf jeder Seite der mineralisierten Zone erstrecken, um sicherzustellen, dass die potentiellen mineralisierten Strukturen im Liegenden und Hängenden mit einbezogen werden.
Alle Grabungen sind vom Geologen ausführlich zu protokollieren. Anfangs- und Endkoordinaten jeder Grabung, Gesteinsart, Quarzadern, geologische Grenzen, Abmessungen der Strukturen, sichtbare Mineralisierung und Abstände zwischen Proben sind auf einem ordnungsgemäßen Datenerfassungsblatt einzutragen. Schlitzproben sind aus einem 5 cm breiten und 3 cm tiefen Schlitz 10 cm über dem Grund des Grabens zu entnehmen.
- Schlitzproben müssen eine maximale Länge von 2 m sowie eine Mindestlänge von 30 cm aufweisen und sollten ein Gewicht von 3 kg nicht überschreiten.
- Eine Probe entlang einer mineralisierten Ader oder Scherung sollte sich auf jeder Seite der Einheit 2 cm weiter erstrecken.
- Proben sollten nicht über geologische Grenzen hinweg genommen werden.
- Es ist besonders darauf zu achten, dass eine repräsentative Probe entnommen wird (die Tendenz ist, mehr weiches und weniger hartes Material zu sammeln, was für den Gehalt nicht repräsentativ ist und bei Mineralisierungen in harten Quarzadern häufig den Gesamtgehalt verfälscht).
- Separate Etiketten mit eigenen Nummern sind für alle aus den Grabungen entnommenen Proben zu verwenden.
- Die Proben sind in Plastiktüten aufzubewahren. Das Etikett mit der eindeutigen Nummer wird gefaltet oben in eine Falte der Tüte geheftet.
Am Ende jedes Tages werden all Proben aus Gruben und Grabungen zum Versand ins Camp (dauerhaft oder vorübergehend) vorbereitet.
- Maximal 10 Proben à 2-3 kg werden in einen weißen Polyweave-Sack zur Versendung an das Labor gepackt. Diese Proben müssen Standard-, Blankproben und Wiederholungsproben beinhalten. Jede 10. Probe muss eine Standard-, Blank- oder Wiederholungsprobe sein, deren Reihenfolge jedoch unterschiedlich sein kann; der Projektleiter hat gegebenenfalls genaue Aufzeichnungen über die Probennummern und QC Probentypen und -codes zu führen.
- Alle Polyweave-Säcke sind außen deutlich mit einem schwarzen Marker zu kennzeichnen; an jedem Sack ist oben mit Draht, Kabelbindern oder Schnur ein Aluminiumschild mit Proben- und Sacknummern fest anzubringen.
Anmerkung: Nachdem die Proben in die Säcke gepackt wurden, sind sie bereit für den Versand und dürfen bis zum Erreichen des Labors nicht mehr geöffnet werden.
Das Sammeln von Proben innerhalb der Grabungen ist sehr wichtig. Es gibt Aufschluss über das Ausmaß der Quarzadern, die Schwankungen der Mineralisierung in den Adern und weiterer struktureller Eigenschaften innerhalb der Kleinstbergbaustätten. Für die Entnahme von Schlitzproben durch eine Ader, ein Erzbett, entlang einer Grabung usw. verwendet der Geologe Hammer und Meißel und in manchen Fällen einen Presslufthammer, um eine 1 ½" bis 4" breiten und 1" tiefen Schlitz zu graben. Die Größe der Probe kann abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Schlitzbildung (Härte des Materials) unterschiedlich sein, aber Breite und Tiefe sind konstant. Der Probennehmer muss die Fläche, von der die Probe entnommen wird, reinigen und das Material auf ein sehr sauberes Tuch ausbreiten, um die Fragmente einzusammeln.