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Der Entscheid fiel nach einem fast einjährigen Rechtsstreit, bei dem sie sich gegen zwei Richter durchsetzte, die sich für das islamische Erbrecht Ägyptens einsetzten. Laut diesem haben die männlichen Verwandten einen doppelt so hohen Anteil am Erbe eines Familienmitglieds wie die weiblichen Angehörigen.
Huda Nasrallah argumentierte schliesslich vor einer höheren Gerichtsstufe mit einer koptischen Doktrin, die eine gleichmässige Verteilung des Erbes fordert.
Mit ihrem Erfolg hofft sie darauf, dass ein wichtiger Schritt für die Frauen im Lande gemacht werden konnte.
Al-Azhar lehnte ab
Laut dem Rechtsprofessor der «Texas Tech University», Gerry W. Beyer, waren die jüngsten Fälle und die Stimmung in Ägypten kein gutes Zeichen für Nasrallah. Darüber hinaus haben Führungskräfte der ägyptischen Al-Azhar-Universität, die als die bedeutendste sunnitische religiöse Institution in Ägypten gilt, gleichberechtigte Erbvorschläge abgelehnt.
Allerdings gab es in Hudas Fall keinen «Wettbewerb», da ihre Brüder sich ihrer Forderung anschlossen. Vor dem Gericht wurde damit kein familieninterner Einwand erhoben.
«Eine grosse Sache»
Samuel Tadros vom «Hudson Institute's Center for Religious Freedom» in Washington, D.C. erklärte, dass es eine grosse Sache sei, dass «das Gericht die Verfassungsklausel zitiert, die Kopten das Recht einräumt, bei der Regelung ihrer Angelegenheiten auf ihre eigenen Gesetze zurückzugreifen».
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