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Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975)
Festliche Ouvertüre A-Dur op. 96
Mieczyslaw Weinberg (1919 – 1996)
Konzert für Violoncello und Orchester op. 43
Pjotr I. Tschaikowsky (1840 – 1893)
«Der Wojewode», Sinfonische Ballade
Alexander Skrjabin (1872 – 1915)
«Le Poème de l’extase» op. 54
Was hat sich in Russland nicht alles verändert in jener Zeitspanne zwischen 1891, als Tschaikowsky «Der Wojewode» komponierte, und 1956, dem Entstehungsjahr von Weinbergs Cello - konzert. Tschaikowskys sinfonische Dichtung sowie Skrjabins «Poème de l’extase», das aufgrund seiner üppigen Orchesterbesetzung durchaus mit Mahlers achter Sinfonie oder der Alpensinfonie von Strauss verglichen werden könnte, zeugen von den letzten Jahren des zaristischen Russland. Bei Tschaikowsky ist dessen altehrwürdige musikalische Tradition immer noch konstitutiv, bei Skrjabin hingegen werden ihre Grenzen hin zu einer neuen Klang- und Formenwelt überschritten. Die Kommunistische Revolution verbunden mit den kulturellen Repressalien der Stalin-Ära verbannten solche «modernistische» Grenzüberschreitungen und überhaupt alles Neutönerische. Die Komponisten reagierten auf solche Einschränkungen unterschiedlich: Schostakowitsch 1954 mit einer festlichen Ouvertüre, deren aufgesetzter Jubel
keine Grenzen zu kennen scheint, und Weinberg zwei Jahre später mit einem Cellokonzert, das den «sowjetischen Optimismus» zumindest oberflächlich zur Richtschnur zu machen scheint.
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