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Dshamilja
Schauplatz des Romans "Dshamilja" von Tschingis Aitmatow ist das kirgiesische Bergdorf Aul. Als Erzähler dieser Geschichte fungiert der 15-jährige Said. Er schildert, wie seine junge Schwägerin Dshamilja während des Zweiten Weltkriegs den scheuen, fast seltsamen Frontheimkehrer Danijar kennenlernt. Dshamiljas Ehemann Sadyk dient derweil in der Sowjetarmee. Zu Beginn wird der ehemalige Soldat von der jungen Frau noch gehänselt. Dies ändert sich schlagartig, als sie ihn zum ersten Mal singen hört. Sie verlieben sich ineinander.
Tschingis Aitmatow lässt Said aus der Sicht eines Kindes erzählen, der noch nichts von der Liebe zwischen Erwachsenen weiss, aber ahnt, was die beiden Liebenden verbindet. Dshamilja sagt sich aus Liebe zu Danijar von ihren Traditionen los, verlässt ihre Heimat und geht mit ihrem Geliebten in eine unbekannte Zukunft.
Said kann sein Verständnis dafür nur mit Hilfe von Zeichnungen zum Ausdruck bringen. Deshalb fertigt er am Tag der Abreise ein Bild an, das ihn an das Paar und an Danijars wunderschöne Stimme erinnern soll. Auch für das Leben von Said hat der Autor Tschingis Aitmatow eine erfreuliche Wendung vorgesehen. Der Junge geht in die Stadt, besucht eine Kunstschule und findet letzlich seine Berufung in der Malerei.