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Es handelt sich um die Abkürzungen der deutschsprachigen bzw. englischsprachigen Bezeichnungen.
ADHS bedeutet Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom, im Englischen Attention Deficit
Hyperactivity Disorder (ADHD).
Bei relativ vielen Patienten entwickelt sich das Hyperaktivitätssyndrom nicht oder nicht vollständig. Es ist
vor allem bei Mädchen seltener als bei Jungen. Bei vielen Erwachsenen bildet es sich in einem gewissen
Umfang zurück. Für diese Form verwendet man die Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, im
Englischen Attention Deficit Disorder (ADD).
POS bedeutet Psychoorganisches Syndrom. Diesen Ausdruck verwendete man früher in der Schweiz als
Synonym für das ADHS. In der medizinischen Fachsprache wird der Ausdruck heute nicht mehr für die
Störung verwendet. Er existiert noch als juristischer Begriff im Versicherungswesen. Im
Geburtsgebrechengesetz (Nr. 404) wird unter POS eine Gruppe von Erkrankungen zusammengefasst, die
das Hirn betreffen und in der Kindheit erkannt und behandelt werden. Diese Einordnung berechtigt zur
Inanspruchnahme von Leistungen der Invalidenversicherung. Das ADHS ist eine, aber nicht die einzige
dazugehörige Störung.
ADS ist eine angeborene Entwicklungsstörung des Gehirns. Es ist per Definition kein erworbenes Syndrom. Einflüsse von Erfahrungen, auch schlimmer oder traumatisierender Erfahrungen können es nicht verursachen, wohl aber seine Auswirkungen verschlimmern!
Eine Störung im eigentlichen Sinne entsteht erst, wenn die Lebensführung im weitesten Sinne beeinträchtigt wird. Das bedeutet nicht jedes festgestellte ADS ist bereits eine Störung. Im Rahmen der Abklärung müssen die sozialen, beruflichen und zwischenmenschlichen Auswirkungen erfragt und bewertet werden. Es muss zudem berücksichtigt werden, dass das ADS ein hohes Risiko für weitere psychische Probleme darstellt.
Im Rahmen unserer Sprechstunde wird im Anschluss an die Diagnostik eine sogenannte Psychoedukation durchgeführt. Darunter versteht man eine ausführliche und detailierte Aufklärung über das Syndrom.
Die Antwort ist eindeutig und lautet NEIN. Die Motive derjenigen, die dies behaupten sind unterschiedlich und sollen hier nicht weiter kommentiert werden. Tatsache ist es, dass es bereits Hippokrates in der griechischen Antike das ADS sehr treffend beschrieben hat. Dies natürlich, ohne es so zu nennen. In der Wissenschaft ist das ADS seit dem 19ten Jahrhundert bekannt. Lange hat man jedoch fälschlicherweise angenommen, dass es sich um eine reine Kindererkrankung handelt, die „im Alter auswächst“. Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts konnte die Wissenschaft immer mehr Belege dafür finden, dass die Störung auch bei sehr vielen Erwachsenen fortbesteht und gravierende Probleme verursacht. Seit einigen Jahren setzt sich diese Erkenntnis auch in den europäischen Fachkreisen durch. Der erhöhte Bekanntheitsgrad und die erhöhte Sensibilisierung, nicht zuletzt der Betroffenen selbst, sind jedoch keine Mode, sondern sie stellen eine begrüssenswerte Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung dar.
|Die Symptome können je nach Lebensalter und Situation unterschiedlich sein. Ebenso können aus ihnen resultierende Beeinträchtigungen im Verlauf des Lebens unterschiedlich sein. Oft unterscheiden sich auch Symptome von Frauen und Männern voneinander.

Die häufigsten Beschwerden sind:
|Vergesslichkeit — vor allem im Bezug auf Alltagsangelegenheiten (Termine, Verabredungen, Fristen)

Konzentrationsprobleme — vor allem wenn kein spezielles Interesse vorliegt. Die Schwierigkeiten zeigen sich oft in Besprechungen, beim Lesen, oder wenn man länger zuhören muss.
Ablenkbarkeit — Manchmal genügen schon leise Geräusche, oder auch eigene Einfälle, um von seiner eigentlichen Aufgabe abzurücken. Diese wieder aufzunehmen, fällt dann übermässig schwer.
Innere Unruhe — zeigt sich vor allem in Situationen die Ruhe erfordern, oft aber auch wenn die betroffene Person warten muss.
Überaktivität— Erwachsene sind selten in der gleichen Art hyperaktiv wie Kinder. Die Überaktivität zeigt sich oft in Form einer hinderlichen Vermeidung bestimmter Situationen. Beispiele sind längere Flugreisen, Besprechungen, länger dauernde Mahlzeiten etc.
Reizbarkeit — Es herrscht das „Strohfeuer Prinzip“, Kleinigkeiten können zum Teil heftige emotionale Reaktionen verursachen. Gleichzeitig ebben diese Reaktionen aber auch deutlich schneller ab als bei anderen. Die Reizbarkeit zeigt sich besonders deutlich in Situationen, die Warten erfordern, aber auch wenn der ohnehin oft angespannte, da nicht optimale Zeitplan zu scheitern droht.
Ängstlichkeit — Stellt die andere Seite der gleichen Münze dar. Viele Erwachsene haben die Erfahrung des Scheiterns und des nicht Verstandenwerdens, aber auch der Unberechenbarkeit eigener Gefühle und Reaktionen zu oft gemacht. Auf Herausforderungen reagieren sie oft mit Rückzug und Ängstlichkeit.
Stimmungsschwankungen — Erfolgen oft aus dem „heiteren Himmel“. Kurze traurige Phasen werden durch ebenfalls meist kurze Phasen gehobener Stimmung abgewechselt. Dieses Symptom muss in der Untersuchung sorgfältig von einer manisch depressiven Erkrankung abgegrenzt werden.
|Impulsivität — Das Symptom hat unterschiedliche Gesichter. Die Ausprägung reicht von einer ausgeprägten Spontanität bis zu eingeschränkter Fähigkeit Wünsche, Ideen, Bedürfnisse und Emotionen zu kontrollieren und wenn nötig zurück zu halten.

Desorganisation — Schwierigkeiten den Alltag zu organisieren sind bei Erwachsenen oft der wichtigste Grund eine Abklärung, respektive eine Behandlung anzustreben. Probleme zeigen sich insbesondere bei Alltagsangelegenheiten, vor allem wenn es um die Regelung ganz privater Belange geht. Am Arbeitsplatz zeigen sich diese Schwierigkeiten oft weniger drastisch. Wenn sie jedoch vorkommen führen sie oft zu gravierenden sozialen Problemen. Betroffene springen oft zu der neusten Aufgabe oder zu einer vermeidlich spannenderen. Der häufige Wechsel zwischen einzelnen Aufgaben erschwert es, jede einzelne in der vorgegebenen Zeit zu beenden. Unter Zeitdruck gelingt es dann doch. Oft aber leidet die Qualität der Arbeit unter Flüchtigkeitsfehlern oder es werden wichtige Teile der Arbeit übersehen. Insgesamt ist das Arbeitsverhalten oft weniger effizient und kann nur schwer während der eigentlichen Arbeit bewältigt werden. Betroffene versuchen dies durch vermehrten Einsatz (Überstunden, freiwillige Wochenendarbeit) auszugleichen. Erschöpfungssyndrome wie beispielsweise das Burn out sind oft die Folge. Erwachsene die unter dem ADS leiden, haben Probleme die Wohnung in Ordnung zu halten, oder verbringen sehr viel Zeit damit. Speziell bei Frauen zeigt sich die Desorganisation oft erst nach der Geburt der Kinder. Die ohnehin immense Herausforderung nicht nur das eigene, sondern auch noch das Leben eines Kindes zu „managen“ bringt das Fass oft zum Überfliessen.
Viele Betroffene berichten über finanzielle Probleme. Sie verlieren oft den Überblick über die Einnahmen und Ausgaben, leisten sich spontan etwas, ohne sich dies wirklich leisten zu können. Wenn Rechnungen erst in der Zukunft beglichen werden müssen, ist es leicht sich selbst damit zu täuschen, dass man dafür in den nächsten Tagen sparsamer sein wird. Schulden und Betreibungen sind eine häufige Folge. Insbesondere weil die Gefahr der Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich gross ist.
Was hat ADHS/ADS mit Motivation zu tun?
ADS beeinträchtigt häufig die Motivationsfähigkeit. Dies nimmt verschiedene Formen an.
Betroffene können bei Interesse für eine Tätigkeit, manchmal auch unter Zeitdruck hoch motiviert und zielstrebig ihren Aufgaben nachgehen. Ähnliches gilt auch, wenn sie etwas für andere tun. Lässt das anfängliche Interesse nach, so schwindet die Motivation jedoch und die Aufgabe kann -wenn überhaupt- nur unter grosser Mühe beendet werden. Anders als oft angenommen, beruhen diese Schwierigkeiten jedoch nicht auf fehlender Willensstärke, sondern auf einer Störung des Hirnstoffwechsels. Genaueres erfahren Betroffene im Rahmen der Psychoedukation.
Die meisten Betroffenen beschreiben es so: “ Ich bin eine richtige Nachteule. Der Morgen ist nicht meine Zeit. Ich frühstücke nicht gerne, am Abend esse ich viel und komme so wie so erst am Abend so richtig in Fahrt. Es fällt mir nicht leicht, dann rechtzeitig ins Bett zu gehen und so bin ich morgens immer noch sehr müde, oder verschlafe“
Tatsächlich geht die Abweichung des Tag Nacht Rhythmus bei ADHS Betroffenen deutlich über das übliche Ausmass der „Nachteulen“ hinaus. Nach neuen Forschungsergebnissen kann man sogar davon ausgehen, dass die Verschiebung des Leistungsmaximums in den Abend hinein (normalerweise sind Menschen gegen 09.00 am leistungsfähigsten) den Kern der ADHS darstellt. Man kann sich das so vorstellen, als ob das Gehirn am Vormittag, bis in den Nachmittag hinein in einem „Schlafmodus“ wäre. Ähnlich wie bei anderen Personen in der zweiten Nachthälfte. Die Auswirkungen sind so, als ob man jemanden um 03.00 Nachts wecken würde. Aufgaben die spannend, interessant oder dringend sind, kann man auch dann bewältigen. Wenn etwas aber alltäglich, monoton und langweilig ist dann schweift das Gehirn in den Schlafmodus ab. Bei ADHS Betroffenen passiert das bedauerlicherweise dann, wenn die höchste Leistung erwartet wird.
ADS betroffene Menschen sind oft sehr kommunikativ und wirken in den ersten Kontakten sehr interessant auf potentielle Partner. Intime Kontakte kommen oft schneller zu Stande die Risiken (oft auch der Selbstschutz und die Verhüttung) weniger bedacht werden. ADS betroffene Frauen werden deutlich früher schwanger als ihre Altersgenossinnen.
Die Spontanität in der Beziehungsaufnahme, aber auch die häufigen beruflichen und finanziellen Probleme belasten auch die Angehörigen der Betroffenen. Die häufigen Suchtprobleme belasten die Familien zusätzlich. Trennungen und Scheidungen sind etwa 7 Mal häufiger, als im Durchschnitt der Bevölkerung.
Wann immer dies möglich ist, beziehen wir Angehörige in die Aufklärungsphase und später in die Behandlung ein. Ungünstige Verhaltens– und Kontaktweisen werden in einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Psychotherapiesetting analysiert. Gemeinsam werden Alternativen ausgearbeitet.
Bei etwa 50% der betroffenen Erwachsenen entwickelt sich im Verlauf des Lebens eine weitere psychiatrische Erkrankung. Die häufigsten sind Sucht, Depressionen, Angststörungen und Interaktionsstörungen (Tiefe Erlebens- und Verhaltensmuster die zu schweren Beeinträchtigungen der zwischenmenschlichen Beziehungen führen).
Noch nicht gänzlich geklärt ist der Zusammenhang zwischen dem ADHS und dem Asperger Syndrom, einer den autistischen Spektrumsstörungen zugeordneten Störung. Es wird davon ausgegangen, dass bei ca. 14% der Betroffenen beide Störungen vorliegen.
Bei Suchterkrankungen handelt es sich um die häufigste Begleiterkrankung des ADS.
Der Kontakt zu legalen und auch illegalen Drogen erfolgt früher, die Sucht dauert oft länger als bei anderen. Die konsumierte Menge ist oft höher und der Konsum erfolgt häufiger.
Etwa 50%, also jeder zweite erwachsene ADS Betroffene leidet unter einer Suchterkrankung mit ihren allgemein bekannten, oft schrecklichen Folgen. Untersuchungen in angelsächsischen Ländern weisen darauf hin, dass auch bei uns jeder dritte Suchtpatient unter einem ADS/ADHS leiden könnte. Oft beginnt die Sucht als verhängnisvolle Selbstbehandlung. In diesen Fällen kann die ADS Behandlung eine erfolgreiche Suchttherapie unterstützen.
Liegt eine Suchterkrankung vor, sollte sie zusätzlich zur Behandlung des ADS professionell behandelt werden. Die Region Emmental bietet hier eine gute Vernetzungsmöglichkeit. Gemeinsam findet sich eine Lösung.
Welche Stärken und Vorteile hat das ADHS/ADS?
ADS Betroffene leiden unter ihren Schwierigkeiten. Dennoch verfügen sie oft über beachtenswerte Stärken.
Hier eine Auswahl der häufigsen Stärken ADHS Betroffener:
charmant, ideenreich, aufgeschlossen, fröhlich, hilfsbereit, lustig, kreativ, fürsorglich, aufgeweckt, phantasievoll, flexibel, tierlieb, empfindsam, interessiert
gutmütig, ehrlich, grossherzig.
In diesen Eigenschaften liegt ein grosses Potential. Dieses Potential kann bei einer erfolgreichen Behandlung, falls diese notwendig ist, noch besser als zuvor umgesetzt werden.
Die Zahlen in Studien unterschieden sich je nach dem, wie viel Bedeutung den Überaktivitätssymptomen beigemessen wird.
Für die Schweiz liegen zur Zeit noch keine zuverlässigen Zahlen vor. Untersuchungen in anderen Ländern legen nah, dass weltweit ca. 5,3% aller Kinder und Jugendlichen vom ADHS betroffen sind. In Deutschland gilt die Diagnose bei 4,8% der Kinder und Jugendlichen als gesichert, bei weiteren 4,9% besteht ein hochgradiger Verdacht unter dem Syndrom zu leiden.
Etwa 70% der betroffenen Jugendlichen leiden auch im Erwachsenenalter unter dem ADHS. Parallel zu den sich verändernden Lebensumständen verändern sich auch die Symptome und ihre Auswirkungen auf das Leben. Die früher vertretene Meinung, das ADHS würde „herauswachsen“, basiert wohl auf dieser Veränderung der Symptome.
Diese Zahlen belegen, dass das ADHS zu den häufigsten psychischen Störungen in der Bevölkerung überhaupt gehört.
Nein, die Störung wird heute seltener übersehen und erfreulicherweise öfter behandelt. Korrekterweise müsste der Satz lauten: Die Anzahl richtig diagnostizierter und behandelter ADS Betroffener nimmt erfreulicherweise zu.
ADS beginnt in der Kindheit. Die Symptome der Störung verändern sich mit der Zeit, ebenso wie sich auch die Menschen selbst verändern. Aus diesem Grund kann man keine klaren Symptome definieren, die sowohl für Kinder als auch für Jugendliche und Erwachsene gültig und zutreffend wären.
In der Diagnostik ist es wichtig, die Entwicklung eines Menschen zu verstehen, die Lebenswege der Betroffenen gleichen sich nie gänzlich. Es finden sich jedoch oft klassische Charakteristika.
Die Diagnose wird daher hauptsächlich durch genaue Erhebung der Lebensgeschichte gesichert. Wann immer möglich werden auch Informationen der Angehörigen, vor allem auch über die Kindheit eingeholt.
Hilfreich sind oft auch Schulzeugnisse und frühere Berichte z.B. von Kinderärzten.
In einer weiteren Sitzung werden dann gegenwärtige Symptome untersucht. Es ist nie eine einzelne Beschwerde, welche -selbst wenn sie typisch ist- die Diagnose stützt. Man untersucht vielmehr ob eine typische Konstellation von Beschwerden vorliegt.
Ergänzend zu diesen Untersuchungen muss ausgeschlossen werden, dass die Beschwerden durch eine andere Störung (psychisch und körperlich) besser erklärt werden können. In der Untersuchung suchen wir nach Hinweisen für solche Störungen und klären sie bei Verdacht, in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Spezialisten ab.
Es handelt sich um eine erbliche Störung. Angehörige eines Betroffenen haben folglich ein deutlich erhöhtes Risiko, ebenfalls unter dem ADS zu leiden. Dies gilt in besonderer Weise auch für die Eltern. Die Tatsache, dass das Risiko erhöht ist, bedeutet jedoch nicht, dass man in jedem Fall selbst betroffen ist. Sollten Eltern jedoch Ähnlichkeiten zwischen ihren betroffenen Kindern und sich selbst feststellen, wäre eine Abklärung sicher die beste Möglichkeit, Klarheit über diese Frage zu bekommen.
Das Risiko beträgt statistisch ca. 70%. Das heisst von zehn betroffenen Kindern, leiden sieben auch im Erwachsenenalter unter dem ADS.
In vielen Fällen reicht es aus zu wissen, worunter sie seit Jahren leiden um mit diesem Wissen, den Alltag bewusst anders zu gestallten. Ergibt die Untersuchung, dass zwei oder mehrere Lebensbereiche von der Störung beeinträchtigt werden, wird eine Behandlung empfohlen.
In jedem Fall obliegt die Entscheidung zur Behandlung und auch zur Wahl der Behandlungsform dem Betroffenen selbst.
In den meisten Fällen empfiehlt sich sowohl eine medikamentöse als auch eine verhaltenstherapeutische Behandlung. In der Schweiz stehen zwei verschiedene Substanzen zur Auswahl. Es handelt sich hierbei um das seit Jahren bekannte Methylphenidat und in der Schweiz seit relativ kurzer Zeit verfügbare Atomoxetin. Begleitend zu der medikamentösen Behandlung sollte ein individuelles ADS Coaching an. In einigen Fällen führt das ADS zu massiven Schwierigkeiten sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Viele Betroffene haben trotz eigentlicher Eignung Schwierigkeiten eine geeignete Ausbildung abzuschliessen. Begleitung im Berufsleben gehört daher dazu.
Diese Befürchtung wird, zum Teil sehr hartnäckig im Bezug auf Methylphenidat vertreten. Nicht selten führt sie zu einer unnötigen Verunsicherung der Betroffenen und zum Verzicht auf eine unter Umständen lebensverändernde Chance.
In vielen und sorgfältig durchgeführten, weltweiten Untersuchungen konnte dieses Risiko für Patienten mit einem gesicherten ADS widerlegt werden.
Die Symptomatik des ADS geht auf eine Unteraktivität bestimmter Gehirnbereiche zurück. Diese Unteraktivität kann durch eine medikamentöse Behandlung in den meisten Fällen erfolgreich ausgeglichen werden. Die meisten Patienten sind anschliessend in der Lage, wichtige und bisher praktisch nicht durchführbare Veränderungen in ihrem Leben selbst zu planen und umzusetzen.
Eine erfolgreiche medikamentöse Behandlung versetzt die Betroffenen neu in die Lage, ihr Leben anders zu gestallten. ADS Coaching ist eine Anleitung zur Selbsthilfe. Es vermittelt Informationen und Techniken, wie diese Veränderungen am besten zu erreichen sind.