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ROMASUMMUSAMOR
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STUDIO MOSAICO CITTA DEL VATICANO
DIE MOSAIKENMANUFAKTUR DES VATIKANS
Die Geschichte der berühmten Manufaktur Studio del Mosaico Vaticano begann im 14. Jh. zur Zeit des Pontifikats von Gregor XIII Boncompagni (1572-1585). Sie ist unlösbar mit jener der Vatikanischen Basilika verbunden. Für die Ausschmückung des Neubaus von Sankt Peter, holte der Papst erfahrene Meister der Mosaikkunst aus Venedig. Sie gaben ihr Wissen einheimischen Lehrlingen weiter und bildeten so eine erste Equipe römischer Mosaikhandwerker aus. Zu Beginn wurden in Venedig produzierte Glasuren (eine Mixtur aus Glas und Metalloxyden) verwendet. Aufgrund des Anklangs, den die ersten Arbeiten, die Gregorianische Kapelle (1578) und die grosse Kuppel Michelangelos (1598-1606), fanden, wurde beschlossen, alle Kuppeln der Basilika mit Mosaiken zu dekorieren. An den Vorlagen für die Werke arbeiteten einige der berühmtesten Maler jener Zeit. Um den „Mosaikteppich“ an die Kuppelinnenseite zu befestigen, wurde zum ersten mal und mit grossem Erfolg ein spezieller Leinölkitt verwendet (der Kitt, dessen Zusammensetzung seit vier Jahrhunderten geheim gehalten wird, wird noch heute von den Mosaikern der Manufaktur eingesetzt).
Nachdem im 17. Jahrhundert die Arbeiten an den Kuppeln abgeschlossen waren, begann man damit, alle Altargemälde der Basilika als Mosaiken zu reproduzieren. Um die unzähligen farblichen Varianten der Glasuren herzustellen, baute man 1731, direkt im Vatikan, einen speziellen Brennofen. Durch Experimente mit immer neuen Mischungen konnten Glasuren in 28'000 verschieden Farbtönen produziert werden. Diese werden zum Teil noch heute aufbewahrt und bei Restaurierungsarbeiten verwendet. Die Basilika wurde schliesslich mit cirka 10'000 Quadratmetern Mosaiken verziert.
1727 wandelte Papst Benedikt XIII die Werkstatt in eine bleibende Institution um und gab ihr den Namen Studio del Mosaico Vaticano (Vatikanische Mosaikmanufaktur).
DAS MOSAICO FILATO
Um 1775 erfanden Giacomo Raffaelli und Cesare Aguatti eine neue Technik der „gesponnenen“ Mosaiken (mosaico filato) mit der „Minimosaiken“ und „Mikromosaiken“ realisiert werden konnten. Damit wurde eine neue Epoche der Mosaikarbeit eröffnet. Durch die Miniaturisierung konnten nun kleine Alltagsgegenstände verziert werden: Schnupftabakdosen, Kästchen, Schmuck etc. Diese Gegenstände waren sehr beliebt unter den Adeligen, die sich in jener Zeit auf der „Gran Tour“ befanden (eine Reise in die schönsten Teile Italiens, die jeder europäische junge Adlige der Zeit machen musste, um seine kulturelle, geschichtliche und literarische Ausbildung zu vervollständigen). Die Meister der Manufaktur blieben lange die raffiniertesten Interpreten dieser neuen Technik. Die Päpste liessen sich von ihnen prunkvolle Geschenke für die europäischen Herrschaftshäuser anfertigen, wie etwa den berühmten Tisch mit der Darstellung des Schildes des Achilles, den Leo XIII, 1826, Karl X von Frankreich schenkte.
Zwischen dem Ende des 16. Jahrhunderts und den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Manufaktur zur grössten experimentellen Mosaikwerkstatt in Europa.
DAS STUDIO DEL MOSAICO HEUTE
Heute hat die Mosaikmanufaktur unter der Leitung der Fabbrica di San Pietro (Bauhütte von Sankt Peter) eine doppelte Aufgabe: die Instandhaltung der Mosaiken der Basilika (mit gezielten Restaurationsarbeiten) und die Produktion von Mosaikwerken für den Verkauf. Dank der Fähigkeit und der Erfahrung der Mosaikmeister werden Werke geschaffen, die sich von kirchlichen und profanen Meisterwerken der Antike, des Mittelalters, der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst inspirieren lassen. Die Manufaktur stellt auf Bestellung Werke jeder Grösse her. In den letzten Jahren sind Aufträge aus aller Welt realisiert worden: USA, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Europa (in der Schweiz z.B. die Fassade der Kirche von Sachseln und eine Kuppel des UNO-Gebäudes in Genf).
GESAMMTANSICHT
SCHUBLADEN - AUSWAHL
WERKBANK
DIE RICHTIGE AUSWAHL
WARME SACHE
HEISSE SACHE
ES SCHMELZT
FLACH DRUECKEN
DIE FARBE STIMMT
IN DIE LAENGE ZIEHEN
ABNABELN
KITTMASSE
INTARSIENMOSAIK
EINE HAND VOLL ARBEIT
NACH VERSCHIEDENEN VORLAGEN
FABIOLA VON HENNER
HIER ENTSTEHT DAS BEKANNTESTE MOSAIK
ES GEHT VORWAERTS
DAS PAPSTWAPPEN DARF NICHT FEHLEN
EIN BLICK VOM PETERPLATZ
DAS MOSAIK IM PALASTFENSTER
Das Mosaikbild der Gottesmutter, welches von der Fassade des Apostolischen Palastes auf den Petersplatz blickt,
hat Papst Johannes Paul II. vor dem Angelus am 8. Dezember 1981 eingeweiht.
Ursprünglich war es auf eine der roten Marmorsäulen gemalt, die sich im Mittelschiff der kostantinischen Basilika befanden.
1607 gelangte es in die neuerbaute, heutige Peterskirche, wo es 1645 vom Vatikanischen Domkapitel gekrönt wurde.
1970 zeichnete sie Papst Paul VI mit dem Titel "Mater Ecclesiae" aus
Das Gnadenblid befindet sich über dem Altar der Säulenkapelle; im rückwärtigen linken Seitenschiff von Sankt Peter.
Dieses Fresco der "Mater Ecclesiae" diente der Vatikanischen Mosaikwerkstätte als Vorlage für das Mosaik,
das auf Wunsch des Papstes, an der Eckfassade des Apostolischen Palastes - dem Petersplatz zugewandt angebracht wurde.
Es ist eine gute Wiedergabe: Maria hält den Kopf leicht geneigt, die Augen auf den Betrachter gerichtet.
Ihre Lippen deuten ein Lächeln an. Auf dem Arm hält sie das Jesuskind.
Seine rechte Hand erhoben und der linke Arm liegt mit einer Geste zärtlicher Vertrautheit auf dem Arm der Mutter.
Das Mosaik hat eine Grösse von: 1,34 x 2,55m, Fläche: 3,42qm
und besteht aus ca. 50 000 Mosaiksteinchen,
Im untern Feld sind das Wappen Papst Johannes Paul II. und sein Wahlspruch "TOTUS TUUS"
Enrico Portmann
MEIN HERZ AUF DEM PETERSPLATZ