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In den vergangenen Monaten wurden die ältesten drei Kammern des Reservoirs Freudenberg – teils 100-jährig – abgebrochen und durch eine grössere Kammer ersetzt. «Damit erhöhen wir die Versorgungssicherheit und gewährleisten die hohe Qualität der Wasserversorgung auch in Zukunft», sagt Renato Wyss, Betriebsleiter der Technischen Betriebe Uzwil. Insgesamt erhöht sich nun die Kapazität des Reservoirs um 325‘000 auf 2,425 Millionen Liter Trinkwasser. Wieviel ist das? Die Wassermenge im Reservoir entspricht etwa dem Fassungsvermögen aller Becken in der Niederuzwiler Badi.
Die neue Kammer des Reservoirs war für die Druckprobe bereits ein erstes Mal gefüllt. Das Reservoir hat sie problemlos bestanden. Noch wird am internen Leitungsnetz im Reservoir gearbeitet, bevor im Verlaufe des März das erneuerte Reservoir in Betrieb geht.
Ein ganzes Reservoir-System
Reservoirs sind wichtige Bauwerke im System der Wasserversorgung. Wasser aus Quellen und Grundwasserpumpwerken wird dort zwischengelagert. Ihr Name ist eine Entlehnung aus dem Französischen. Vorrat wäre der deutsche Begriff. Ein Vorrat für die Löschwasserversorgung. Damit die Feuerwehr Wasser hat, wenns brennt. Und natürlich ein Vorrat für Trink- und Brauchwasser. Reservoirs finden sich üblicherweise auf Anhöhen rund um die Dörfer. Im flachen Gelände sind sie als Wassertürme weit herum sichtbar. Die erhöhte Lage der Reservoirs ermöglicht dem Wasser, im freien Fluss zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu gelangen.
Die neue Kammer im Reservoir Freudenberg ist ein Element eines komplexen Systems verschiedener Reservoirs, die höhenmässig präzis aufeinander abgestimmt sind, um die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen. Ab dem Reservoir Freudenberg werden hauptsächlich die Dörfer Uzwil und Algetshausen versorgt. Ausnahme im Dorf Uzwil sind die hoch gelegenen Wohngebiete am Vogelsberg. Sie beziehen ihr Wasser von einem noch höher gelegenen Reservoir oben auf dem Vogelsberg. (gk)