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Soeben ist eine erfreuliche Nachricht eingetroffen: Die Stadt Zürich hat einen kleinen Quartierpark bei der Fabrik am Wasser an der Limmat eröffnet. Kleinparks sind für eine Stadt sehr wichtig. Eine Idee, die 1893 der seinerzeitige Stadtingenieur Viktor Wenner anhand von Planung und Bau der Rampenstrassen zur Erschliessung des Zürichbergs vorschlug. Zwei davon entwarf Architekt Gustav Gull (Amtshäuser, Stadthaus, Landesmuseum): Die Aussichtskanzel an der Gloriastrasse und das Tempelchen mit Brunnen flankiert von zwei Pappeln am Toblerplatz.
Ende der achtziger Jahre wurde Barcelona berühmt durch sein Stadterneuerungsprogramm, der Schaffung einer Vielzahl von kleineren und grösseren Pärken und dem erstmaligen Zutritt zum Meer auf breiter Front. Bürgermeister Narciso Serra und der Beauftragte für Städtebau Oriol Bohigas waren die Initianten – Politik und Fachleute fanden zusammen.
Wie schon geschrieben: «Das ist Europa: Man arrangiert sich, man hat immer wieder eine Idee zur Verbesserung des öffentlichen Raumes, denn wir wollen ein gutes Leben». Meist kommen solche «Embellissements publics» in Fieberschüben, ausgelöst durch Persönlichkeiten. In Zürich sind es Conrad Ulrich (Stadtbaumeister) und Arnold Bürkli (Stadtingenieur) mit ihrem grossen Werk der Quaianlagen 1887 (Städtebau der Liberalen) und Viktor Wenner mit einem sehr schön angelegten Strassennetz. Dann Stadtrat und später langjähriger Stadtpräsident Emil Klöti (Rotes Zürich) der zusammen mit Stadtbaumeister Hermann Herter die Stadt gegen Norden erweiterte. Nicht zu vergessen der internationale Städtebauwettbewerb von 1915-18. Eine kleine Perle aus dieser Zeit: die traumhafte Tramstation am Bellevue. Die schönste in Europa?