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Anik Marguet, sind Sie zufrieden mit Ihren Leistungen in diesem Jahr?
Über die Distanz von 300 m sicherlich ja. Es war in dieser Disziplin meine erste Saison auf internationaler Ebene. Der EM-Titel mit dem Team hat mich deshalb umso mehr gefreut.
War 2009 Ihr bestes Jahr?
Nein, ich hatte mein bestes Jahr ganz klar 2006. Ein Grund dafür war sicherlich, dass ich damals drei Monate lang arbeitslos war und dadurch viel Zeit zum Schiessen hatte.
Welche Ziele streben Sie für 2010 an?
Ich will vor allem an der WM in München gut abschneiden. Das heisst, über 50 m in den Final einzuziehen und mich über 10 m zu qualifizieren. Mit dem Team liegt über 300 m zudem eine Medaille drin.
Welches sind Ihre grössten Trümpfe im Schiesssport?
Es klingt vielleicht komisch, aber ich denke, es ist mein schlechter Charakter. Wenn etwas nicht klappt, werde ich extrem wütend, vor allem auf mich selbst. Ich muss es dann immer wieder versuchen, bis es schliesslich klappt.
Sie arbeiten 50 Prozent als Chemielaborantin. Kommen Sie da genügend zum Trainieren?
In einer Woche kommt schon so manche Stunde zusammen. Ich schiesse ungefähr zwischen 15 und 25 Stunden pro Woche. Dazu kommen acht bis zehn Stunden, in denen ich andere Sportarten betreibe. Ich spiele zum Beispiel Badminton, mache Pilates oder gehe ins Fitness.
Warum hätten Sie den Titel verdient?
Vielleicht weil man sich im Schiesssport doch gegen ziemlich viele Konkurrenten durchsetzen muss, weil es eine Sportart ist, die viele Menschen betreiben. Vielleicht ist die grosse Schützengesellschaft auch in der Abstimmung für mich ein Vorteil.
Welchem der übrigen vier Kandidaten würden Sie Ihre Stimme geben?
Ich denke, Ursula Schwaller hätte den Titel besonders verdient. Sie hatte eine super Saison und dabei drei WM-Titel gewonnen. Dieses Palmares kann sich definitiv sehen lassen. fm