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Châtel-St-Denis Diesmal kannte das Gericht keine Gnade mehr: Ein Bauer aus dem Kanton Freiburg, der bereits mehrfach der Tierquälerei beschuldigt worden war, muss nun ins Gefängnis, teilt die Schweizerische Depeschenagentur mit.
Ein Alkoholproblem
Im April 2007 hatte ihm der Richter noch eine bedingte Strafe aufgebrummt. Der Mann müsse dem Alkohol entsagen und seine Tiere besser pflegen. Weil der Bauer dies aber nicht tat, muss er nun die Busse von 3000 Franken zahlen oder für 60 Tage ins Gefängnis.
Am Dienstag vor Gericht druckste der Angeschuldigte um die Alkoholfrage herum. Der Richter solle doch kommen und sehen, wie viele Mineralwasserflaschen bei ihm zu Hause rumstünden, sagte er etwa.
Als der Richter auf der Frage beharrte, reagierte der Mann unwirsch: «Trinken Sie zum Abendessen denn nie ein Glas?», fragte er. Der Verteidiger räumte ein, dass sein Klient ab und zu ein Glas trinke. Nichts deute aber darauf hin, dass er seine Tiere vernachlässige. Das sah der Richter anders. Der Bauer habe bereits früher wegen seines Alkoholkonsums seine Tiere vernachlässigt. Darum habe man ihm ja im April 2007 auch das Trinken verboten. Er sei aber sehr schnell wieder rückfällig geworden.
Tiere sind sein Lebenszweck
Das Gericht schätzt den Landwirt eher als Mann mit einem Alkoholproblem denn als Tierquäler ein. Zeugen hatten ihn zwar als cholerisch und rauhbeinig geschildert, die Tiere seien aber sein Lebenszweck. Auch in schwierigen Phasen habe er sein Vieh weder geschlagen noch zu melken vergessen.
Der Fall ist mehrere Jahre alt; schon 2002 wurden erste Klagen laut, der Mann vernachlässige sein Vieh. sda