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Airbus in Pakistan abgestürzt – mindestens drei Überlebende
sda/phi
22.5.2020 - 16:26
Crash im Süden Pakistans: Ein Airbus mit rund 100 Passagieren ist laut nationaler Luftfahrtbehörde in der Nähe von Karatschi in ein Wohngebiet gestürzt.
Eine Schneise der Verwüstung hat der Absturz einer Passagiermaschine in einem Wohngebiet in Pakistan hinterlassen. Das Flugzeug mit rund 100 Menschen an Bord sei in der Nähe der Stadt Karatschi wenige Minuten vor der Landung abgestürzt, teilte die Luftfahrtbehörde des Landes am Freitag mit.
Es seien bereits rund ein Dutzend Leichen geborgen, mindestens drei Fluggäste hätten das Unglück aber überlebt. Die Rettungsaktion in dem Wohngebiet gestaltete sich zunächst schwierig.
Fernsehaufnahmen zeigten eine dichte, schwarze Rauchwolke. Krankenwagen fuhren zur Absturzstelle. Das Militär und die Polizei sperrten das als «Model Colony» bekannte Gebiet rund zwei Kilometer entfernt von der Landebahn ab. Bewohner eilten zur Hilfe und suchten in der Verwüstung nach Überlebenden. Trümmer zerstörter Häuser und Flugzeugteile waren in den engen Strassen verteilt.
Kurz vor dem Absturz habe der Pilot dem Tower technische Probleme der Maschine berichtet, sagte PIA-Chef Arshad Malik. Funksprüche deuteten auf ein Versagen eines Triebwerks der Maschine hin. Augenzeugen berichteten lokalen Fernsehsendern, dass sie das Flugzeug um den Flughafen kreisen sahen, bevor es in dem Wohngebiet abstürzte.
Verletzte wurden aus den Trümmern eingestürzter Gebäude herausgezogen, während Feuerwehrleute Brände bekämpften. Dutzende Menschen wurden laut Behörden in ein Krankenhaus von Karatschi gebracht, wo der Notstand ausgerufen wurde. Die dicht besiedelte Hafenstadt Karatschi im Süden Pakistans hat rund 14 Millionen Einwohner.
Der von Pakistan International Airline (PIA) betriebene Airbus mit der Laufnummer PK8303 war auf dem Weg von der östlichen Stadt Lahore nach Karatschi, sagte der Sprecher der Fluggesellschaft Mohamed Abdullah. 91 Passagiere und 8 Crewmitglieder seien an Bord gewesen.
Pakistans Premierminister Imran Khan drückte den Opfern und Familien sein Beileid aus. «Schockiert und betrübt über den PIA-Absturz», schrieb Khan auf Twitter.
Shocked & saddened by the PIA crash. Am in touch with PIA CEO Arshad Malik, who has left for Karachi & with the rescue & relief teams on ground as this is the priority right now. Immediate inquiry will be instituted. Prayers & condolences go to families of the deceased.— Imran Khan (@ImranKhanPTI) May 22, 2020
Der Absturz erfolgte nur eine Woche nach der Entscheidung der pakistanischen Behörden, den Flugverkehr im Inland wieder aufzunehmen. Wegen der Corona-Pandemie sind internationale Flüge in das südasiatische Land noch bis Ende des Monats ausgesetzt.
Bereits im Jahr 2016 kam es zu einem Absturz einer Maschine der staatlichen Fluggesellschaft PIA mit rund 50 Toten. 2012 starben 127 Menschen beim Absturz einer Maschine einer kleinen privaten Airline auf dem Weg von Karatschi nach Islamabad. Im Jahr 2010 stürzte ein Airbus vor der Landung in der Hauptstadt Islamabad ab, alle 152 Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben.
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