Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03393.jsonl.gz/1985

Phytokodex - KalmuswurzelTherapeutisch relevante Wirkungen:
Sekretionsfördernde Wirkung: Kalmuszubereitungen regen aufgrund ihres Gehaltes an Bitterstoffen und ätherischem Öl reflektorisch die Magensaftsekretion (vermutlich auch die Gallensaftsekretion) an.
Weitere Wirkungen:
Kalmusöl wirkt als Zusatz in Einreibungen erfrischend und anregend und wird beim varikösen Symptomenkomplex eingesetzt.
Unerwünschte Wirkungen:
Chronische Toxizitätsprüfungen an der Ratte mit beta-Asaron-reichem Kalmusöl führten nach einer Applikationsdauer von ca. 60 Wochen zu Tumoren im Zwölffingerdarmbereich. In den USA wurde deshalb jede Art der Anwendung von Kalmus verboten, obwohl gerade die in Nordamerika wachsende diploide Kalmussippe beta-Asaron-freies ätherisches Öl aufweist. Demgegenüber legen die europäischen Arzneibücher und Aromaverordnungen Grenzwerte für den Gehalt von beta-Asaron in der Droge bzw. in Lebensmitteln fest, um so ein eventuelles Gesundheitsrisiko auszuschließen. beta-Asaron besitzt im Vergleich zu anderen Naturstoffen (z. B. Aristolochiasäure) nur eine geringe kanzerogene Wirkungsstärke. Darüber hinaus dürfte auch die für die kanzerogene Wirkung notwendige Metabolisierung beim Menschen anders ablaufen als bei der Ratte. Bisher konnten beim Menschen keine von Kalmus ausgehenden kanzerogenen Effekte beobachtet werden, obwohl in Indien verbreitet der extrem beta-Asaron-reiche Jammu-Kalmus verwendet wird. Literaturhinweise auf den leberkanzerogenen (?!) Effekt einiger "osteuropäischer (?) Arten" beruhen offensichtlich auf einem Zitier- bzw. Abschreibefehler.
Die therapeutische Verwendung beta-Asaron-armer Kalmuswurzeln erscheint daher vertretbar, von einem Dauergebrauch sollte jedoch abgeraten werden, da für genetisch prädisponierte Personen bei lebenslanger Aufnahme von Kalmus ein Krebsrisiko möglich ist.
Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Innerlich: als Stomachikum, Karminativum, bei dyspeptischen Beschwerden funktioneller Natur.
Äußerlich: als Hautreizmittel und als Zusatz zu Mund- und Gurgelwässern.
Käsekessel - Kräuter - Kalmus (Acorus calamus)Inhaltsstoffe:
Die Wurzel enthält äth. Öl (1,5 - 3,5%), Bitterstoffe(Acorin, Asaron), Akoretin, Vitamine, Mineralien, Schleimstoffe
Anwendung:
Appetitlosigkeit, Erschöpfung und Schwäche, Gallenbeschwerden, Magenbeschwerden, Verdauungsstörungen, Blähungen und Krämpfe
Innerlich wird Kalmus vor allem als Tee verwendet. Hierfür nimmt man vor und nach jeder Mahlzeit einen Schluck. Das sind täglich 6 Schluck. Mehr darf davon nicht genommen werden - Siehe Nebenwirkungen.
Kaut man die Kalmuswurzel, vergeht einem die Lust zu rauchen. Sie ist ein gutes Entwöhnungsmittel. Um die Lunge wieder erholen zu lassen, kaue man Kalmuswurzeln und trinke morgens und Abends einen Schafgarbentee. Auf die Art sollen schon Leute von Lungenkrebs geheilt worden sein. Zumindest mal wirkt es unterstützend.
Als Badezusatz (bei schwachen Kindern) 200 Gramm mit 2 Liter Wasser auskochen. Diese Bäder sollen bei Frostbeulen und Erfrierungen helfen. Für den Badezusatz verfährt man wie beim Tee, nur mit 5 Litern Wasser auf 200 g Kalmuswurzeln.
Nebenwirkungen:
Nicht anwenden während Schwangerschaft, Stillzeit oder an Kindern! Das ätherische Öl der Kalmuswurzel enthält je nach Rasse und Herkunft 0% bis 80% beta-Asaron, für das eine krebserzeugende Wirkung beschrieben ist. Als Nebenwirkungen können Krampfanfälle und Nierenschäden auftreten.
wer hat Erfahrungen gemacht damit?
Es soll anscheinend ein natürliches Antibiotikum sein... und soll auch gegen Pilze wirken?
hier ein Link dazu:
CitroBiotic - Markengrapefruitkernextrakt in Bio-Qualität aus kontrolliert-biologischem Anbau