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Wieso FCI?
Von der FCI anerkannte Züchter müssen sich an bestimmte Regeln und Vorgaben halten. So müssen ein Rüde oder eine Hündin verschiedene Gesundheitstests sowie ein Wesenstest bestehen, ehe sie für die Zucht zugelassen werden. Damit wird die Verbreitung von Krankheiten und genetisch bedingten Problemen möglichst verhindert.
Zudem stellt die FCI Mindestanforderungen an die Zuchtstätte, wo die Welpen die ersten Wochen ihres Lebens verbringen. Die Grösse der Wurfbox, des Auslaufs und auch der Mindestabstand zwischen zwei Würfen sind klar vorgegeben. Dabei steht es jedem Züchter frei über das Minimum hinaus zu gehen. Ausserdem bieten alle Rasseclubs regelmässige Weiterbildungen für ihre Mitglieder an.
Hier finden Sie das Zuchtreglement der FCI.
Bei einem nicht registrierten Züchter nehmen Sie in Kauf, dass die Elterntiere im schlimmsten Fall Krankheiten und Degenerationen, die hätten vermieden werden können, weitervererben. Ausserdem fehlt jegliche Kontrolle wie regelmässig eine Hündin gedeckt wird und ob die Umgebung der Hunde ein artgerechtes aufwachsen ermöglicht.
Natürlich gibt es auch viele nicht registrierte Züchter die ihre Sache sehr gut machen. Dennoch lohnt es sich beim entsprechenden Rasseclub Informationen zu den anerkannten Züchtern abzuholen. Besonders für Ersthundehalter ist die professionelle Unterstützung oft eine grosse Hilfe.
Die Geschichte
Die Fédération Cynologique Internationale wurde am 22.Mai 1911 gegründet. Das Ziel war und ist bis heute, die Kynologie und die Rassehundezucht in allen Belangen zu unterstützen und zu schützen.
Die Gründungsländer waren:
- Deutschland (Kartell für das Deutsche Hundewesen und die Delegierten-Kommission)
- Österreich (Österreichischer Kynologenverband)
- Belgien (Société Royale Saint-Hubert)
- Frankreich (Société Centrale Canine de France)
- die Niederlande (Raad van Beheer op Kynologisch Gebied in Nederland)
Die Vereinigung stellte ihre Tätigkeit während des Ersten Weltkrieges ein. Im Jahr 1921 gründeten die Société Centrale Canine de France und die Société Royale Saint-Hubert die FCI erneut. Die Statuten der wurden am 10. April 1921 und am 5. März 1968 erlassen und der Verband erlangte durch Dekret die juristische Persönlichkeit.
Allgemeines
Die Fédération Cynologique Internationale ist die Weltorganisation der Kynologie. Sie umfasst zur Zeit 98 Mitglieds- und Partnerländer (nur ein Verband pro Land), welche ihrerseits eigene Ahnentafeln ausstellen und Richter ausbilden.
Die FCI besteht aus drei Sektionen: Europa - Amerika und die Karibik - Asien, Afrika und Ozeanien.
Die FCI garantiert innerhalb ihrer Organisation die gegenseitige Anerkennung der Abstammungsurkunden (Ahnentafeln) der Länder, wie auch der Richter.
Zur Zeit anerkennt die FCI 349 verschiedene Rassen. Jede von ihnen ist das « Eigentum » eines bestimmten Landes, welches als Ursprungsland der Rasse bezeichnet wird. Die Ursprungsländer erstellen in Zusammenarbeit mit der Standards- und der Wissenschaftlichen Kommission der FCI die Standards für ihre Rassen (Beschreibung des Idealtyps der Rasse). Die Übersetzungen, die Nachführung der Änderungen und die Veröffentlichung erfolgt durch die FCI. An Ausstellungen in den FCI-Ländern stellen die Rassestandards für die Richter die Bewertungsgrundlage dar. Zudem sind sie ebenfalls die Basis für die Züchter bei Ihrem Bestreben, erstklassige Hunde zu züchten.
Die FCI-Länder führen internationale Schönheitsausstellungen, Arbeits- und Jagdprüfungen, Agility und Obedience-Wettbewerbe, Rennen, Coursings und Prüfungen für Hütehunde durch, deren Ergebnisse der FCI-Geschäftsstelle gemeldet und von dieser computermässig erfasst werden. Hat ein Hund eine gewisse Anzahl Anwartschaften erreicht, kann er mit dem Titel eines internationalen Schönheits-, Ausstellungs-, Arbeits-, Arbeit und Schönheits-, Agility-, Obedience-, Renn-, Schönheit und Leistungs-, oder Hütehunde-Champions ausgezeichnet werden. Diese Titel werden von der F.C.I. verliehen.
Darüber hinaus können die Züchter - über ihre Landesverbände - ihre Zwingernamen international schützen lassen.