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ADS und ADHS mit neurofeedback behandeln
Bei einer ADHS gibt es folgende drei Hauptsymptome:
- Aufmerksamkeitsstörung, starke Ablenkbarkeit
- Fehlende oder mangelnde Impulskontrolle
- Übersteigerte Aktivität (Hyperaktivität)
Tritt die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne die Hyperaktivität auf, spricht man nicht von ADHS, sondern nur von ADS.
Knaben sind von ADHS 3 bis 4 Mal häufiger betroffen als Mädchen. Bei Mädchen kommt dafür wahrscheinlich das ADS häufiger vor. ADS ist aber viel schwieriger zu diagnostizieren, da diese Kinder im Unterricht nicht stören und viel weniger auffallen.
Mögliche Begleiterscheinungen:
- Lese-Rechtschreib-Schwäche
- Depression
- Zwänge / Ängste
- Rechen-Schwäche
- erhöhtes Suchtverhalten
Durch ein Neurofeedback-Training wird die Wahrnehmung verbessert, was dazu führt, dass die Umgebung besser überschaut werden kann. Die Betroffenen lassen sich nicht mehr durch jeden Reiz ablenken. Ausserdem spürt sich der ADHS-Betroffene wieder besser, was zu einer Beruhigung bei Hyperaktivität führt.
Neurofeedback bietet einen nichtmedikamentösen Ansatz ohne Nebenwirkungen. Neurofeedback hat laut Studien die gleich starke Wirkung wie bekannte konzentrationssteigernde und bewegungshemmende Medikamente oder ähnliche Produkte (vgl. von Hodlermann et al. 2004). Der Hauptunterschied liegt darin, dass konzentrationssteigernde Medikamente sofort wirken und man bei der Neurofeedbacktherapie von etlichen Sitzungen ausgehen muss. Dafür kennt Neurofeedback keine Nebenwirkungen. Bei Medikamenten gegen ADHS/ADS treten oft Nebenwirkungen auf wie: Appetitmangel und Schlafstörungen. Ausserdem haben ADHS/ADS-Betroffene durch Medikamente oft das Gefühl, nicht mehr sich selber zu sein.