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Schlafstörungen in den Wechseljahren: Ursachen und mögliche Hilfe
Überprüft von medizinisch geschultem Personal von Mylan 09 August 2019
Man schläft schlecht und wacht morgens müde auf. Den Tag über fühlt man sich energielos und leidet unter Stimmungsschwankungen, sodass es insgesamt zu einer Verschlechterung von Allgemeinbefinden, Arbeitsleistung und Lebensqualität kommen kann.
Anzeichen für menopausale Schlaflosigkeit
Anzeichen für menopausale Schlaflosigkeit sind:
- Einschlafstörungen
- Häufiges nächtliches Erwachen und Probleme wieder einzuschlafen
- Kein erholsamer Schlaf (Gefühl von Müdigkeit nach dem Aufwachen und während des ganzen Tages)
- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme
Wodurch wird Schlaflosigkeit in der Menopause verursacht?
In der Perimenopause kommt es zu Hormonschwankungen, die das körperliche Gleichgewicht stören und Schlafprobleme verursachen können. Verantwortlich dafür sind die Hormone Gestagen und Östrogen. Gestagen wirkt schlaffördernd, Östrogen beeinflusst die Temperaturregulierung. In den Wechseljahren kommt es zu einer Verringerung des Östrogen- und Gestagenspiegels. Durch Hormonschwankungen ausgelöste Hitzewallungen und Nachtschweiss können zu Schlafstörungen führen oder Schlafprobleme verstärken.
Weitere Einflussfaktoren für den Schweregrad der Schlafstörungen sind:
- Individuell wahrgenommene Belastung
- Körperlicher und psychischer Gesundheitszustand
- Allgemeine Zufriedenheit und Wohlbefinden
- Körperliche Aktivität
- Depressive Verstimmungen
- Missbrauch von Schlafmitteln und Medikamenten für die geistige Gesundheit
- Beziehungen zu Partner, Familie und dem sozialen Umfeld
Wie verursachen Hitzewallungen Schlafstörungen?
Während einer Hitzewallung wird Adrenalin ausgeschüttet, wodurch die Hirntätigkeit aktiviert wird. Es kommt häufig zu Schweissausbrüchen und einer Änderung der Körpertemperatur, die Schlafstörungen verursachen können, da es einige Zeit dauert, bis das Adrenalin abgebaut ist. Eine Behandlung der Hitzewallungen kann zu einer deutlichen Verbesserung der Schlafqualität führen.
Welche Folgen können Schlafstörungen haben?
Schlaflosigkeit kann sich auf die Betroffenen sowohl psychisch als auch körperlich auswirken. In den meisten Fällen wird die Lebensqualität dadurch als schlechter empfunden. Das kann Auswirkungen auf die verschiedensten Lebensbereiche haben:
- Psychische Gesundheitsprobleme wie Angststörungen, Depression oder Substanzmissbrauch
- Geringere berufliche Leistung
- Erhöhtes Risiko für oder Erhöhung des Schweregrades von Langzeiterkrankungen wie Bluthochdruck und Herzerkrankungen
Was kann man dagegen tun?
- Bei manchen Frauen die unter einer menopausal bedingten Schlaflosigkeit leiden, kann eine Hormontherapie (MHT) sehr sinnvoll sein. Fragen Sie hierzu Ihre(n) Ärztin/Arzt, oder Ihre(n) Gynäkologen/Gynäkologin welche Therapie für Sie die passende ist.
- Mit einer Verhaltenstherapie kann die betroffene Frau lernen, wie negative Gedanken vertrieben werden.
- Auch Beruhigungsmittel (Sedativa) und Schlafmittel (Hypnotika) können helfen. Allerdings ist die Langzeitanwendung von Schlafmitteln häufig mit unerwünschten Wirkungen verbunden. Darum sind diese mit Vorsicht einzusetzen.
- Antidepressiva können Berichten zufolge die Schlafqualität und -quantität verbessern. Doch auch eine Änderung in der Lebensführung kann in manchen Fällen helfen:
- Gehen Sie regelmässig zur gleichen Zeit zu Bett
- Schlafen Sie tagsüber gar nicht oder nur kurz
- Bewegen Sie sich täglich
- Vermeiden Sie es, vor dem Zubettgehen grosse Mengen zu essen oder zu trinken
- Verzichten Sie auf Koffein, Nikotin und Alkohol
- Gehen Sie erst dann zu Bett, wenn Sie wirklich müde sind
Was kann man gegen durch Nachtschweiss bedingte Schlaflosigkeit tun?
Wenn Sie aufgrund von Hitzewallungen nicht schlafen können, versuchen Sie Folgendes:
- Sorgen Sie für eine kühle Umgebung und tragen Sie locker sitzende Nachthemden oder Pyjamas
- Lüften Sie das Schlafzimmer ausreichend
- Vermeiden Sie bestimmte Nahrungsmittel, die Schweissausbrüche verursachen (scharfe Speisen), insbesondere unmittelbar vor dem Zubettgehen