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Heute vor 48 Jahren startete die Apollo 15 zum insgesamt vierten erfolgreichen bemannten Mondflug. Zu den Aufgaben der Astronauten gehörten drei EVAs.
EVA steht dabei für Extravehicular Activity (Aktivitäten ausserhalb des Vehikels, d.h. der Kapsel). Die Crew hatte ein Mondauto mitgenommen. Bei EVA 1 fuhren sie zum sogenannten Ellbogen der Hadley-Rille. Dort stellten sie ein paar Messgeräte auf und fuhren wieder zurück. Da der Mond nur über einen Sechstel der Erdanziehung verfügt, wurde die Fahrt sehr holprig, sodass das Gefährt zeitweise nur noch mit einem Rad die Oberfläche berührte. Nach rund sechseinhalb Stunden waren sie wieder zurück.
EVA 2 war dann mit über sieben Stunden der längste Ausflug. Dabei fuhren sie zum Mount Hadley und entnahmen dem Mond Bodenproben aus über zwei Metern Tiefe. Zudem hissten sie dort die US-amerikanische Flagge.
EVA 3 führte sie noch einmal zum Ellbogen der Hadley-Rille, wo sie weitere Bodenproben sammelten. Während dieses Ausflugs stellten sie zudem das Kunstwerk «Fallen Astronaut» des belgischen Künstlers Paul van Hoeydonk am Landeplatz auf. Dieses besteht aus einer kleinen Statuette und einer Liste der amerikanischen und sowjetischen Raumfahrer, die während der Vorbereitungen zur Raumfahrt gestorben waren.
Während des Rückflugs gab es noch eine EVA. Mitten im All stieg der Pilot aus, um Filmmaterial zu bergen, das von einem Servicemodul aufgenommen wurde. Bei EVA denke ich natürlich zuerst an die Schöpfungsgeschichte. Andererseits: Dort oben, im Milliarden Jahre alten Gestein – da waren die Astronauten dem Ursprung der Schöpfung auch nahe. Einfach ganz anders.