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Am diesjährigen World Sports Festival nahmen über 1000 Athleten und Athletinnen aus über 40 Ländern teil. Es gab 13 Sportarten darunter auch Ringen.
Am Donnerstag sind wir nach 8 Stunden Autofahren glücklich aber müde in Wien angekommen. Nach dem Einchecken bezogen wir unsere Zimmer. Anschliessend gab es ein kleines Training.
Am Freitag stand zuerst Abwiegen auf dem Programm. Insgesamt nahmen 130 Ringer aus 10 Nationen (Österreich, Deutschland, Schweiz, Slowakei, Frankreich, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Malta und Polen) teil. Heute kamen nur die Schüler und Kadetten zum Einsatz. Bei uns waren das Kempf Leon, Gamma Sergio und Epp Lucas.
Leon trat bis 58kg an und gewann zuerst gegen einen Österreicher souverän mit 5:0 Schultersieg. Im zweiten Kampf bezwang er wieder einen Österreicher mit 1:3/3:0/3:0 Schultersieg. Zum Schluss an diesem Tag besiegte er einen Deutschen souverän mit 4:0 Schultersieg.
Bei den 54kg Ringern bekam es Sergio in der ersten Runde mit einem Franzosen zu tun. Er unterlag ihm mit 3:6/0:6 Punkteniederlage. In der zweiten Runde verlor er gegen einen Rumänen mit 0:7/3:5 Punkteniederlage. In der dritten Runde verlor er knapp gegen einen Ungaren mit 5:2/5:6/0:4 Schulterniederlage. In diesem Kampf verletzte er sich an der Nase. Daher konnte er den letzten Kampf an diesem Tag nicht mehr bestreiten und musste kampflos aufgeben. Somit belegte er bei den Kadetten den 5. Schlussrang.
Lucas Epp machte bei den 76kg schweren Kadetten mit. In der ersten Runde musste er gegen einen Ringer aus der Slowakei eine Schulterniederlage einstecken. Im zweiten Kampf bekam es Lucas mit einem Deutschen zu tun. Doch auch gegen diesen fand er nicht das richtige Rezept und wurde auch von diesem auf die Schultern befördert. Am Schluss wurde er trotzdem noch 3.
Am Samstag kamen die Schüler und die Junioren zum Einsatz. Die Kadetten durften auch bei den Junioren starten.
Leon musste im Halbfinale gegen einen Ungaren ran. Das erste Drittel konnte der Ungare mit 0:3 für sich entscheiden. Im zweiten Drittel konnte Leon mit einer schönen 1-er Wertung in Führung gehen, doch der Ungare wusste wie man reagieren muss und drückte auf das Gaspedal und konnte auch die zweite Runde für sich entscheiden (1:5).
Somit stand Leon im kleinen Final und durfte immer noch von einer Medaille träumen.
In diesem traf er auf einen Ringer aus der Slowakei. Der Slowake war im ersten Kampfdrittel klar überlegen und gewann mit 0:6. Im zweiten Drittel konnte der Slowake mit 0:3 in die letzte Kampfminute gehen, wo er Leon am Boden durchdrehen konnte. Leon gab anschliessend nochmals Vollgas und konnte immerhin noch ein Punkt auf sein Konto gut schreiben. Somit verlor Leon auch das zweite Drittel (1:3). Das bedeutet Schlussrang 4.
Sergio Gamma und Lucas Epp hatten sich am Tag davor verletzt und traten bei den Junioren nicht mehr an. Sie gaben jeweils Forfait.
Bei den Junioren bis 60kg stand mit Simon Gerig ein weiterer Schattdorfer im Einsatz.
Im ersten Kampf musste Simon nur auf die Matte stehen, um vom Kampfrichter als Sieger erklärt zu werden. Sein Gegner (Österreich) trat nicht an wegen einer Verletzung. In Runde zwei traf Simon auf einen Österreicher. Nach einem harzigen Start konnte sich Simon stetig steigern und gewann den Kampf über drei Drittel 1:3/7:3/6:0. Somit stand Simon bereits im Finale. Im Finale stand ihm ein weiterer Österreicher gegenüber. Drittel eins konnte der Österreicher klar mit 2:8 für sich entscheiden. Im zweiten Drittel konnte Simon nach einer 0:2 Rücklage eine Dreier- Wertung erzielen. Wenige Sekunden später geriet der Österreicher in einen Durchdreher und somit konnte der Urner mit 5:2 in Front gehen. Doch der Österreicher gab nicht nach und konnte in kurzer Zeit auf 5:5 ausgleichen. Allerdings gewann Simi diese Runde, weil er die höhere Wertung erzielen konnte. Im alles entscheidenden Kampfdrittel liess Simon seinem Gegner keine Chance mehr und gewann souverän mit 6:0. Damit konnte sich Simon als Sieger ehren lassen.
Bei den Junioren bis 74kg war Nicolas Christen Titelverteidiger. Er gewann vor einem Jahr in der selben Gewichtsklasse. In Runde eins traf Nici auf einen Deutschen. Er liess seinem Gegner keine Chance und gewann souverän mit 8:0/5:0. Ein Slowake stand ihm im zweiten Kampf gegenüber. In der ersten Runde tastete sich Nicolas noch ein bisschen heran, ehe er seinen Gegner im zweiten Drittel auspunktete 2:0/6:0. Im Halbfinale traf der Luzerner auf den Deutschen, welchem er schon im letzten Jahr gegenüber stand. Drittel eins gewann er mit 1:0. Im zweiten Kampfabschnitt musste er eine 2:3 Niederlage einstecken. Somit kam es zum Showdown in Drittel Nummer drei. Nach zwei Minuten Kampfzeit stand es immer noch 0:0, somit musste der Zwiegriff entscheiden. Nicolas durfte greifen und konnte die Wertung erzielen. Dies bedeutete der Finaleinzug. Im Finale stand ihm ein weiterer Slowake gegenüber. Diesem liess er wiederum keine Chance. Er drehte ihn zuerst mit der Kopfklammer und anschliessend mit zwei Durchdrehern 6:0. Im zweiten Drittel fast das selbe Bild. Er rang zuerst den Punkt aus und danach drehte er seinen Kontrahenten weitere drei Male im Durchdreher 7:0. Das bedeutete Titelverteidigung geglückt. Bei der Rangverkündigung erhielt Nici nebst der Goldmedaille sogar noch mit einem Glaspokal für den besten technischen Ringer des gesamten Turnieres.
Am Sonntagmorgen um 10 Uhr hiess es für die sechs Schattdorfer den Heimweg in Angriff zu nehmen. Fahrer und Coach war Laszlo Dvorak.
Text: N.Christen