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Der Verlust eines Elternteils in der Kindheit kann die Welt eines Kindes zerstören. Für Erwachsene hat dieser Verlust, obwohl er auch schmerzvoll ist, andere Konsequenzen.
In den Trauerreaktionen von Kindern zeigen sich Geschlechtsunterschiede. Trauernde Söhne tendieren dazu, ihre Probleme zu externalisieren (d.h. sie haben ein nach aussen gerichtetes Bewältigungsverhalten). Sie haben mehr psychische Probleme und zeigen häufiger aggressive Verhaltensweisen im Vergleich zu trauernden Töchtern. Diese zeigen mehr internalisierende Verarbeitungsweisen (Grübelnder Bewältigungsstil, bei dem die Aufmerksamkeit stark nach innen gerichtet ist. Damit verbunden sind häufig Symptome wie sozialer Rückzug und Ängste).
In einer US-Studie berichteten Kinder, die einen Elternteil durch Suizid verloren hatten, häufiger über depressive Symptome als Kinder, die einen Elternteil nach einer Krebserkrankung verloren hatten. Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen ergaben sich bezüglich sozialer Kompetenz und Verhaltensauffälligkeiten.