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Tafelklavier Joh. Heinrich Völler
Cassel um 1805
Deutsche Prellzungenmechanik mit gabelförmigen Messingkapseln in der Art von Johann Schmid in Salzburg, Hebeldämpfung.
& Kniehebel, Dämpfungsaufhebung durchgehend 2-chörig.
Gestaltung und Ausstattung:
Kubanisches Mahagoni furniert und poliert, Deckel, Beine und zahlreiche weitere Bauteile sind aus massivem Mahagoni gefertigt, diese Bauweise ist offensichtlich typisch für Völlers Tafelklaviere, denn auch das spätere Tafelklavier von ca. 1820 weist diese Merkmale auf.
Vier spitz zulaufende Beine, viereckiger Querschnitt und schwarz abgesetztem Oberteil. Klaviaturbeläge aus Ebenholz, Untertasten aus Elfenbein.
Weitere Instrumente von Joh. Heinrich Völler stehen in:
1. Hammerflügel erbaut um 1805
im Stadtmuseum Kassel
2. Tafelklavier um 1820, Klaviaturumfang FF- f4, Prellzugenmechanik
im Claviersalon Miltenberg
Das Instrument wurde von CARMINE HOME komplett restauriert und spielbar gemacht.
oh.
Heinrich Völler, geboren am 7. März 1768 als Sohn des Ackermannes Joh. V. in Angersbach b. Lauterbach (Oberhessen). Bereits als Knabe zeigte er eine ausgesprochene Neigung für die Mechanik, konnte aber nur mit Mühe seinen Vater bewegen ihn das Schreinerhandwerk lernen zu lassen. 1786 trat er bei einem Orgelbauer in die Lehre und baute bereits zwei Jahre danach seine erste eigene Orgel. Bekannt wurde er durch die Erfindung verschiedener mechanischer Kunstwerke, von denen das bedeutendste, Apollonion genannt, großes Aufsehen erregte; es war eine Verbindung von einem Claviere mit einem Flötenregister und einem Automaten. Da ihm eine Reise, die er mit seinen Kunstwerken (1800) unternahm, wenig Gewinn einbrachte, sah er sich nach seiner Rückkehr nach Kassel genöthigt, sich auf den Bau von Pianofortes zu beschränken. Mit diesen Instrumenten hatte er außerordentlichen Erfolg; er erwarb sich bald einen solchen Ruf, daß seine Instrumente es mit den besten Wiener Flügeln aufnehmen konnten. Er starb Ende 1822 in Kassel.
|Gewicht||50 kg|
|Artikel-Nr.||R887|
|Masse||164 x 79 x 61 cm|
|Provenienz||Albert von Gross Bern/Weimar|
|Bemerkungen||Tadellos in der Erhaltung Eines von drei Ausführungen, das einzige in Mahagoni gefasst.|