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Die Option ist eine Vereinbarung, die dem Investor das Recht einräumt (aber nicht die Pflicht), eine bestimmte Menge eines Basiswertes innerhalb eines definierten Zeitraums zu einem im Voraus vereinbarten Preis zu kaufen (Call Option) oder zu verkaufen (Put Option).
Als Basiswerte dienen üblicherweise Rohwaren, Edelmetalle und Zinsinstrumente. Bereits 1875 wurden an der Wall Street regelmässig Optionskontrakte auf Wertpapiere abgeschlossen und gehandelt. Entsprechendes gilt auch für den amerikanischen Getreidehandel, in dem bereits vor mehr als zwanzig Jahren Verträge mit Optionen auf Agrarprodukte abgeschlossen wurden. Seit Mitte der Achtzigerjahre haben Optionen eine unvergleichbar erfolgreiche Entwicklung erfahren und übertreffen heute in manchen Bereichen das Umsatzvolumen der Basiswerte.
Trotzdem rufen Optionen auch immer wieder negative Assoziationen hervor. Für viele Investoren sind Optionen suspekte Spekulationsinstrumente und werden fast ausschliesslich mit Risiko in Verbindung gebracht. Tatsächlich sind Optionen eng mit Risiken verknüpft. Sie sind aufgrund von Risikoüberlegungen entstanden. Optionen dienen zur Absicherung und Umverteilung von Risiken. Das Risiko kann allgemein als Kursschwankung von Werten während eines bestimmten Zeitraums definiert werden. Wenn zwei Marktteilnehmer entgegen gesetzte Markterwartungen haben, können sie einen Kontrakt abschliessen und so das Risiko von einem Marktteilnehmer zum anderen transferieren. Optionen zeichnen sich im Vergleich zu Transaktionen im zugrunde liegenden Produkt durch einen geringen Kapitaleinsatz aus. Dieser Hebeleffekt ermöglicht je nach Einsatzstrategie der Option extrem hohe Gewinne, kann aber auch zu entsprechend hohen Verlusten führen.
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