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Hoffnung
1972 begaben sich 1500 Indianer in Washington auf den »Pfad der gebrochenen Verträge«. Weltbekannt wurde das AIM (American Indian Movement) ein Jahr später, als 300 Siouxindianer Wounded Knee, den Ort des letzten Indianermassakers 1890, besetzten. Sie forderten, die 361 von der amerikanischen Regierung mit den Indianern geschlossenen Verträge zu überprüfen. Auch sollte untersucht werden, wie das »Amt für Indianerangelegenheiten« Indianer wirklich behandelt. Erst nach 37 Tagen wurde die Besetzung beendet. Panzerwagen der Polizei hatten die Ortschaft umstellt. Es gab ein Todesopfer und mehrere Verletzte. Aber diese und die vorangegangenen Aktionen erreichten ihr Ziel. 1975 verabschiedete der amerikanische Kongress ein Gesetz über das Selbstbestimmungs- und Erziehungsrecht der Indianer, drei Jahre später musste er ihnen die freie Religionsausübung gewähren.
Fortan war den Indianern wieder der ungehinderte Zugang zu den heiligen Stätten ihrer Vorfahren garantiert.
Diese Erfolge lösten unter den Indianern eine Rückbesinnung auf die eigenen kulturellen Werte und Traditionen aus. Immer mehr Stämme begannen die Skelette ihrer Ahnen zurückzufordern - etwa 600.000 lagern in den Museen der USA -, und sie verlangen auch die Grabbeigaben und religiösen Gegenstände zurück, die ihnen von den Weissen geraubt wurden. Häufig genug werden die Forderungen der Indianer zurückgewiesen. Aber gelegentlich ist ihr Kampf gegen die Museen erfolgreich. 1990 wurde in den USA ein Gesetz über die Rückgabe von Relikten und zum Schutz indianischer Gräber erlassen.