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Als Januarloch bezeichnen wir meistens das «Loch» in unserem Portemonnaie im ersten Monat des Jahres, das davon kommt, dass wir viel Geld für Weihnachtsgeschenke, für feine Speisen und Getränke über die ganzen Festtage, vielleicht auch für Ferien und Reisen ausgegeben haben. Und zudem müssen auf Jahresbeginn viele Rechnungen bezahlt werden, etwa für Versicherungen. Anderseits wird der Begriff aber auch für die Flaute in vielen Wirtschaftsbereichen, wie sie oft im Januar auftritt, verwendet. Der Duden etwa erklärt den Ausdruck als «Periode besonders geringer geschäftlicher, politischer, kultureller o. ä. Aktivität im Januar eines Jahres» und bezeichnet ihn als «schweizerisch».
Tatsächlich ist das Januarloch in Deutschland kein geläufiger Begriff, die Österreicher aber kennen das «Jännerloch». In alten Wörterbüchern ist der Begriff nicht zu finden; er scheint erst im 20. Jahrhundert entstanden zu sein.
Über ein Januarloch klagt oft auch die Tourismusbranche, da in der Zeit zwischen Neujahr und den Sportferien viele Betten leer bleiben. In den letzten Jahren füllten zunehmend russische Gäste in Nobelherbergen in den Wintersportorten das Loch – sie feiern Weihnachten erst im Januar.