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Von Sangita Burger (16 Jahre)
Für diese Sommerferien hatten meine Familie und ich Schweden als Reiseziel ausgesucht. Am Montag, 21. Juli, flogen wir von Zürich nach Frankfurt und von dort nach Stockholm, um von der Hauptstadt aus einen Inlandflug nach Luleå zu nehmen. Zum Glück hatten wir genug Zeit, die Flieger zu wechseln. So kamen wir pünktlich am Flughafen Luleå an.
An diesem Tag schauten wir Gammelstad an, eine Kirchenstadt, die 1996 von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt wurde. Nachdem wir die Koffer abgeholt hatten, machten wir uns mit einem gemieteten Auto auf den Weg in Richtung Älvsbyn. Dort in der Nähe hatten wir ein Häuschen am See Muskusträsket gemietet. Es war dunkelrot gestrichen, mit weissen Fensterrahmen und -läden, so wie die meisten Häuser Schwedens.
Am Mittwoch badeten wir fast den ganzen Tag im See. Er war angenehm warm, sehr sauber und wir hatten ihn praktisch für uns allein. Am nächsten Morgen besichtigten wir die Storforsen-Stromschnellen. Sie sind fünf Kilometer lang, was sie zu den grössten Skandinaviens macht. Auf Wegen und Holzstegen konnten wir dem Fluss Piteälven folgen und so die Stromschnellen aus nächster Nähe anschauen. An einem besonders warmen Tag unternahmen wir eine Riverrafting-Tour auf demselben Fluss. Unser Guide erklärte uns, wie wir uns am besten auf den Bootsrand setzen konnten, ohne runterzurutschen, und er zeigte uns, wie man Personen, die ins Wasser gefallen sind, wieder herausfischt. Wir verbrachten etwa eine Stunde auf dem Wasser. Unser Guide erzählte uns nach der Tour, dass er am Flussufer schon zweimal eine Bärenmutter mit zwei und drei Jungen gesehen habe.
Am darauffolgenden Tag waren wir wieder mit dem Auto unterwegs. Wir fuhren über den Polarkreis. Am Strassenrand war zuerst nichts zu sehen ausser Bäumen und Wiesen. Später entdeckten wir ein Rentier. Wir hielten an, um einige Fotos zu schiessen.
In Jokkmokk besichtigten wir das Museum der Samen, dem indigenen Volk von Skandinavien. Wir lernten ihre Lebensart kennen, sahen uns alte Töpfe, Werkzeuge, Schmuckstücke und Waffen an und bestaunten ihre Trachten in den Farben ihrer Flagge.
Am Dienstag und Mittwoch der zweiten Woche fuhren wir nach Stockholm. Auf dem Weg dorthin besuchten wir den Nationalpark Skuleskogen. In Stockholm bewunderten wir den Ericsson Globe, das kugelförmige, weisse Stadion, in dem Eishockeyspiele und Konzerte stattfinden. Er ist 85 Meter hoch und 110 Meter breit und somit das grösste sphärische Gebäude der Welt.
Wir besichtigten auch das Vasa Museum. Es zeigt die Geschichte des Vasa-Schiffs, dieses schwedischen Kriegsschiffs, das am 10. August 1628 auf seiner Jungfernfahrt nach knapp eineinhalb Kilometer Fahrt sank. Der Grund: König Gustav II. Adolf hatte damals erfahren, dass seine Feinde, die Polen, ein ebenso grosses Kriegsschiff bauten wie er. Deshalb ordnete er an, noch mehr Kanonen auf die Vasa zu laden. Durch das erhöhte Gewicht und den damit verursachten grösseren Tiefgang lagen die Öffnungen für die unteren Kanonen zu tief und es floss Wasser hinein. Erst nach 333 Jahren wurde die Vasa unter der Leitung des Meeresarchäologen Anders Franzén geborgen.
Am 1. August, dem Tag unserer Heimreise, statteten wir dem Schloss Gripsholm einen Besuch ab. Es wurde um 1540 von Gustav Vasa erbaut. Seit 1822 befindet sich die Porträtsammlung des schwedischen Staates, die über 2000 Gemälde umfasst, für die das Nationalmuseum verantwortlich ist, in diesem Schloss. Wir konnten die Zimmer der Königin und des Königs, die Gästezimmer, das Theater mit der kleinen Bühne, den Gefängnisturm, die Wohnungen verschiedener Herzoge und den Audienzsaal ansehen und teilweise auch betreten.
Um zwei Uhr am Nachmittag ging dann leider schon unser Rückflug nach Zürich und wir verabschiedeten uns von Schweden.
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Die Jungjournalistin verbrachte ihre Ferien mit ihrer Familie im Norden.
Von Sangita Burger (16 Jahre)