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Ukrainische Segelcrew erzielt Weltrekord
Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) - Die ukrainisch-russische Crew an Bord der Segeljacht Scorpius erzielte einen neuen Weltrekord im Navigationssegeln ins Rossmeer der westlichen Antarktis. Die 30-Meter lange Scorpius ist somit die erste Jacht, die den 77. südlichen Breitengrad erreicht hat, berichtete die Nachrichtenagentur UNIAN.
Am 25. September 2011 legte die Scorpiusvom Hafen Sewastopol in der Ukraine ab. Es dauerte fast sechs Monate, bis sie das selten angesteuerte Rossmeer in der Antarktis erreichte. Vom Rossmeer aus steuert das Schiff die Antarktis-Station Akademik Wernadskij an. Voraussichtlich erreicht die Jacht Wernadskij in einer Woche, wenn sie rund 2000 Meilen zurückgelegt hat.
Das Erreichen des 77. südlichen Breitengrads ist der erste in einer Serie von geplanten Rekorden, die sich die achtköpfige Crew (vier Ukrainer, vier Russen) der Scorpius vorgenommen hat, erklärt Kapitän Sergej Nisowzew. Ein weiterer Rekord besteht darin, die Antarktis südlich des 60. Breitengrads und den Nordpol zwischen dem 65. und 70. nördlichen Breitengrad innerhalb eines Polarjahres zu umsegeln. Die Besatzung der Jacht hat geplant, zweieinhalb Jahre lang ohne Unterbrechung zu segeln und damit auch den Rekord im Dauersegeln zu brechen und eine Gesamtdistanz von 70.000 Seemeilen zurückzulegen. Die Länge der Strecke wäre der vierte Rekord der Besatzung. Eine Rückkehr an Land ist erst geplant, wenn sie über alle fünf Ozeane gesegelt sind.
Auf dem Weg zum Südpol geriet die Scorpius in einen Hurrikan, der das Schiff stark beschädigt hat. Die Crew musste einen Reparatur-Stopp in Tasmanien einlegen. Dabei konnten sie auch auftanken, und ihre Lebensmittel- und Trinkwasservorräte aufstocken, bevor sie ihren Weg in Richtung Antarktis fortsetzten. Mit dem immer häufigeren Auftreten von Eisblöcken blieb der Besatzung keine andere Wahl, als sie mit langen Haken aus dem Weg zu schieben. Trotzdem verlieh Nisowzew der Hoffnung Ausdruck, dass er in wenigen Tagen unterwegs auf weniger Eis treffen würde und dass die Jacht ihre Fahrt zum Südpol ohne weitere Zwischenfälle fortsetzen könne.
Im Jahr 2010 hat eine andere Gruppe ukrainischer Seefahrer ebenfalls einen Weltrekord aufgestellt. Auf der Reise, die der Atlantikfahrt von Christoph Kolumbus folgte, nahmen sie 40 Tage lang kein Essen und 7 Tage lang kein Wasser zu sich. Goltis, ein Mitglied des Teams, trank 14 Tage lang keinen einzigen Tropfen Wasser.
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