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Jahr für Jahr pilgert die Spielebranche zur E3 nach Los Angeles, genauer gesagt in das berühmte Convention Center. Das könnte bald womöglich nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich sein, sofern der US-Milliardär Philip Anschutz seinen Traum eines Sportzentrums mitten im Herzen der Metropole umsetzen darf - und genau danach sieht es aktuell aus.
Anschutz plant den Bau eines Footballstadions direkt neben der Eishockey- und Eventhalle Staples Center, in dessen direkter Nachbarschaft der E3-Austragungsort liegt. Da in diesem Areal chronische Platzmangel herrscht, soll das Stadion genau auf dem Gebiet entstehen, auf dem heute noch die wichtige Westhalle des Convention Centers steht. Aufgrund der wegfallenden Fläche wäre eine Großveranstaltung wie die E3 in der jetzigen Form nicht mehr möglich.
Baukonzept: Dem neuen Footballstadion müsste die komplette Westhalle des Convention Center weichen
In der Vergangenheit war die E3 besonders aufgrund ihres Flairs beliebt. Genau diese Atmosphäre könnte durch die radikale Verkleinerung des Geländes geschmälert werden, da Publisher und Entwickler gezwungen wären, Präsentation an alternativen Orten, wie Hotelräumen, abzuhalten. Der 72-jährige Anschutz möchte schon bald mit dem Bau des neuen Stadions beginnen und 2016 fertigstellen. Es ist also damit zu rechnen, dass die E3-Veranstalter schon bald ihr Konzept komplett umkrempeln müssen.