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Die Villa Rippstein stammt vom Architekten und Unternehmer Otto Frey, der auch für den Bau der Lokomotiv-Rotonde der SBB in Delémont verantwortlich zeichnet. Sie ist ein schönes Beispiel für private Architektur am Ende des 19. Jahrhunderts. In einer Zeit, in der die Vorliebe für historische Baustile dominierte, entschied sich der Auftraggeber für ein Wohnhaus im Louis-XIII-Stil. Die Kombination von Back- und Naturstein, aber auch das Mansardendach sind typisch dafür und orientieren sich am Vorbild der Häuser an der Pariser Place des Vosges. Die von der Strasse zurückversetzte Lage und der kleine eingefriedete Garten heben das Haus von den benachbarten Gebäuden ab. Der in der Mittelachse liegende Eingang und die Loggia unter einem mit Wappen verzierten Rundgiebel verleihen dem Gebäude eine gewisse Würde.
Auf dem benachbarten Grundstück Nr. 9 wurde ausserdem wenig zuvor ein Lagerhaus für Lebensmittel erbaut. Auch dort ist der mehrfarbige Baukörper aus Backsteinen, Kalkstein und Verputz ausgesprochen raffiniert gestaltet. Zu beachten ist zudem der monumentale Charakter der Westfassade, die aus drei grossen Bögen und einem riesigen zentralen Fenster besteht.
Baujahr: 1895
Architektur: Otto Frey, Delémont
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Villa Rippstein und Lagerhallen
AdresseRoute de Moutier 5 und 9, 2800 Delémont
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz