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Marktbeobachter sprachen von einem richtungslosen Handel. Nach wie vor spielt die Sorge vor einer längerfristigen Überversorgung eine wichtige Rolle am Ölmarkt. Am Freitagabend hatte die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes gemeldet, dass die Zahl der Bohrlöcher in den USA in der vergangenen Woche um sieben auf 763 gestiegen sei. Seit Monaten legt die Zahl der amerikanischen Bohrlöcher tendenziell zu und verstärkt das Angebot. Gleichzeitig versucht das Ölkartell Opec mit einer Kürzung der Fördermenge gegen die Entwicklung anzukämpfen.
Am Morgen hatten Meldungen über jüngste Entwicklungen innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) die Ölpreisen gestützt. Das Ölkartell versuche derzeit Druck auf die Mitgliedsländer Libyen und Nigeria auszuüben, hiess es aus dem Handel. Beide Länder seien zu einem Treffen noch diesen Monat eingeladen worden, um die Stabilität ihrer Produktion zu diskutieren, sagte der kuwaitische Ölminister Issam Almarzooq am Wochenende in Istanbul.
"In der Opec wird offensichtlich erwogen, den Sonderstatus von Libyen und Nigeria abzuschwächen", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank. Beide Mitgliedsstaaten sind von der gemeinsamen Förderkürzung des Kartells ausgenommen. Zuletzt haben sie ihre Produktion ausgeweitet und dadurch die Kürzungen des Kartells konterkariert./jkr/mis
(AWP)