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Erektionsstörungen bei Männern und sonstige Schwierigkeiten im Bereich der Sexualität können bei Menschen mit MS auftreten. Meist spielen auch psychische Faktoren, wie beispielsweise auf die Multiple Sklerose zurückgehende Schamgefühle oder ein stark beeinträchtigtes Selbstwertgefühl, eine Rolle. Hier können dem Multiple Sklerose Betroffenen oftmals schon offene Gespräche mit dem Partner helfen.
Das Aufeinander-Zugehen, das Suchen nach Alternativen, die den Möglichkeiten des Multiple Sklerose Betroffenen angepasst sind oder auch das Ausprobieren neuer Sex-Praktiken kann die Situation für Menschen mit MS schlagartig verbessern. Bei schwerer oder hartnäckiger psychischer Problematik kann unter Umständen auch eine psychotherapeutische Therapie helfen. Gleiches gilt für Multiple Sklerose Betroffene, die unter einer Verminderung der sexuellen Lust (Libido) und/oder Orgasmusschwierigkeiten leiden.
Medikamente gegen sexuelle Störungen bei MS
Wird ein überwiegend psychischer Ursprung oder Hintergrund ausgeschlossen, kann nicht selten eine Behandlung mit erektionsfördernden Medikamenten wie Phosphodiesterase-Hemmern das Symptom beseitigen oder bessern. Auch die Verwendung von Vakuumerektionshilfen ist hilfreich. Bei Frauen, die unter einer trockenen Scheide leiden, ist zum Beispiel ein Lubrikationsgel sinnvoll.
Haben Erektionsstörungen und mangelnde Libido psychische Ursachen, kann schon ein offenes Gespräch mit dem Partner hilfreich sein. Liegen die Beschwerden im organischen Bereich, reden Sie mit Ihrem Arzt über eine medikamentöse Behandlung.