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Sri Lanka ist eine zunehmend beliebte Reisedestination und kann seit der Beendigung des Bürgerkrieges 2009 komplett bereist werden. Neben bedeutenden buddhistischen Ruinenfeldern wie Anuradhapura und Mihintale lockt der Inselstaat mit artenreichen Wildschutzgebieten, einem kühlen hügeligen Zentrum mit riesigen Teeplantagen sowie einigen der weltbesten Surfspots. Das Versprechen, ab Mai zum kitesurfen perfekt windsichere Verhältnisse zu bieten, kann Sri Lanka bei meinem Besuch des nordwestlich gelegenen Kalpitiyas jedoch nicht einlösen.
Auch wenn sich seit der Beendigung des Krieges die Situation der Bevölkerung verbessert hat, liegt doch immer noch vieles im Argen - 2013 kritisierte die UNO die zunehmend autokratische Regierung; die lokale Bevölkerung profitiert von der touristischen Entwicklung nur bedingt, Presse- und Meinungsfreiheit werden häufig missachtet. Als positiv gilt zu vermerken, dass die Alphabetisierungsquote mit 91% sehr hoch ist und das Land eine verhältnismässig gute und kostenlose medizinische Versorgung aufweist. Trotzdem ist Sri Lanka mit einem Jahreseinkommen von 2580 Dollar pro Kopf ein sehr armes Land - und während die Schweiz im "World Happiness Report 2015" auf Platz eins liegt, muss sich Sri Lanka mit Rang 132 (von 158) begnügen.