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Bis in das letzte Viertel des 19. Jahrhunderts hinein erlebte die Seidenverarbeitung ein massives Wachstum, so dass der Kanton Zürich zum zweitgrössten Seidenstoffproduzent der Welt emporstieg. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung entschlossen sich die Gebrüder Bosshard 1866 in Bauma eine Seidenzwirnerei zu gründen. 1873 erstellten sie in Dürnten zudem eine neue mechanische Seidenfabrik. Mit 110 Webstühlen galt diese zu jener Zeit als grösster Betrieb in Dürnten. Von 1872 bis 1873 wurde der erste Teil des Kernbaus der Seidenweberei (das Seidenhaus 1) erbaut, während 1886 – aufgrund des erhöhten Energiebedarfs – der Anbau des Dampfhauses mit eingemauertem Dampfkessel und Hochkamin (Abbruch des Kamins 1931) erstellt wurde. Von 1896 bis 1897 erweiterte man den Kernbau erneut, als der Betrieb von der mechanischen Seidenzwirnerei in eine Seidenweberei umgestellt wurde. Erst 1947 wurde der Zwischenbau und die freitragende Sheddach-Halle gegen Süden erbaut. 1978 wurde der Betrieb eingestellt. Von da an wurde der Kernbau und die Shedhalle bis zur kompletten Sanierung zwischengenutzt.