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Dreierlei Wolkentypen
Auf einen kühlen Start, folgte ein sonniger Sommertag. Trotz Hochdruckeinfluss konnte man heute als aufmerksamer Beobachter dennoch einige verschiedene Wolkentypen beobachten.
Hochdruckgebiet "Jessica" bestimmt das Wetter
Das Hochdruckgebiet "Jessica" hat sich über Mitteleuropa etabliert und hat die Luftmassen abgetrocknet (siehe Abbildung 1). Auf der Vorderseite eines Tiefdruckkomplexes über den Britischen Inseln hat die Höhenströmung zudem auf südwestliche Richtung gedreht. Dabei wurde sehr milde Subtropikluft zu uns geführt.
Warmluftadvektion - Cirrus
Gleichzeitig führte diese kräftige Warmluftadvektion in der Höhe zu einem Aufgleitprozess, welcher sich in grosser Höhe in der Bildung von Cirrenbewölkung äusserte. Vor allem am Nachmittag zogen auf der Alpennordseite die Cirren zeitweise etwas zahlreicher vorüber (siehe Abbildung 2).
Nächtliche Abstrahlung - Strahlungsnebel
Die der Jahreszeit entsprechenden bereits etwas längeren Nächte erlaubten eine längere nächtliche Abstrahlung. Somit sanken die Temperaturen in den Niederungen der Alpennordseite verbreitet auf 8 bis 9 Grad und lagen somit verbreitet im einstelligen Bereich. Besonders in Gewässernähe wurden am frühen Morgen vereinzelt auch die Taupunkte erreicht, was sich gebietsweise in frühmorgendlichen tiefen Nebelfeldern äusserte. Entlang der Thur, am Jurasüdfuss sowie im Oberengadin (siehe Abbildung 3) waren die Nebelfelder am zahlreichsten.
Etwas Feuchtigkeit von der Poebene - Cumulus
Auf der Alpensüdseite ist von der Poebene etwas feuchtere Luft eingeflossen. Somit konnten sich mit der tageszeitlichen Erwärmung einzelne harmlose Quellwolken entwickeln (siehe Abbildung 4).
Sommertag und grosse Tagesgänge
Sowohl die frühmorgendlichen Nebelfelder sowie die Cirrenfelder oder Quellwolken schränkten heute die Besonnung kaum ein. Somit stiegen die Temperaturen auf sommerliche Werte: Verbreitet wurde die 25-Grad-Marke geknackt (siehe Abbildung 6). In Basel sowie im Wallis wurden sogar bis 28 Grad gemessen. Bemerkenswert war heute auch der Tagesgang: In La Brévine oder in Visp wurden Tagesgänge von 22 bzw. 21 Grad gemessen.
Neben den üblichen Talwindsystemen in den Bergen konnte sich heute mit leichtem Südüberdruck in den oberen Alpentälern auch eine leichte Föhnströmung etablieren.