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Mit dem Team-Wettkampf im Aerials ohne Schweizer Beteiligung beginnen am Sonntag in Bakuriani die Freestyle-Weltmeisterschaften. Nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten.
Was, wann, wo?
Die Freestyle-Weltmeisterschaften beginnen am 19. Februar und enden am 5. März. Es werden die Meister in den Sparten Snowboard, Ski Freestyle und Skicross ermittelt. Gastgeber ist zum ersten Mal die auf 1700 m ü. M. gelegene georgische Wintersport-Hochburg Bakuriani. Da 2023 kein Olympia-Jahr ist, sind die Titelkämpfe für die meisten Athleten das Saison-Highlight. Insgesamt gibt es 30 Entscheidungen, davon vier in Mixed-Wettkämpfen. Die erste Woche steht aus Schweizer Sicht im Zeichen der Skicrosser, Alpin-Snowboarder und Aerials-Akrobaten. In der zweiten Woche greifen die Freestyler um Andri Ragettli und Jan Scherrer nach den Medaillen.
Wer sind die Schweizer Trümpfe?
Die grössten Hoffnungen ruhen auf den Ski-Freestylern Andri Ragettli und Mathilde Gremaud, dem Snowboarder Jan Scherrer, der Skicrosserin Fanny Smith sowie dem Aerials-Spezialisten Noé Roth, der den Gesamtweltcup anführt. Auch Roths Teamkollege Pirmin Werner, Vierter an der WM 2021 in Almaty, hat in diesem Winter bereits einen Weltcupsieg errungen. Kim Gubser, wie Ragettli im Slopestyle und im Big Air der Freeskier zuhause, will ausserdem seine WM-Bronzemedaille von 2021 bestätigen. Wegen des Ausschlusses russischer Athletinnen und Athleten, der Absenz der besten Chinesen im Aerials sowie einem gewichtigen Forfait bei den Parallel-Snowboarderinnen stehen Vorzeichen für Schweizer Medaillen in einigen Disziplinen noch günstiger.
Wie war es 2021, welche Schweizer reüssierten?
Andri Ragettli tritt in Georgien als Titelverteidiger im Slopestyle an. Die zweite Schweizer Goldmedaille gewann vor zwei Jahren Alex Fiva, der in diesem Jahr wie Olympiasieger Ryan Regez wegen eines Kreuzbandrisses fehlt und Teil der Verletzungsmisere im Schweizer Skicross-Team ist. Mathilde Gremaud und Fanny Smith errangen 2021 WM-Silber, Jan Scherrer und Kim Gubser Bronze. Aufgrund der Einschränkungen durch das Coronavirus fanden die Weltmeisterschaften nicht wie ursprünglich geplant im chinesischen Zhangjiakou statt. Aspen (Snowboard- und Ski Freestyle), Idre Fjäll (Skicross und Snowboardcross), Rogla (Snowboard alpin) und Almaty (Aerials und Buckelpiste) sprangen als Ersatz-Ausrichter ein.
Wer sind die internationalen Aushängeschilder?
Die grosse Figur im Snowboard könnte wie an den Olympischen Spielen in Peking die in den USA aufgewachsene und für China antretende Eileen Gu sein – sofern sich die 19-Jährige rechtzeitig von der Knieverletzung erholt, die sie sich im Training zu den X-Games in Aspen zugezogen hat. Bei den Männern muss sich Jan Scherrer in der Halfpipe, dem Freestyle-Highlight, gegen die japanischen Flugkünstler um Titelverteidiger Yuto Totsuka und Weltcup-Leader Ruka Hirano sowie den Australier Scotty James beweisen, der durch seine Liaison mit der Tochter des kanadischen Milliardärs und Formel-1-Teambesitzer Lawrence Stroll für den Glamour-Faktor sorgt. Sandra Näslund reiht bei den Skicrosserinnen Sieg an Sieg; 17 Mal in Folge gewann die Olympiasiegerin aus Schweden zuletzt im Weltcup. Der sechsfache Weltmeister und Weltcup-Rekordsieger Mikaël Kingsbury aus Kanada ist das Aushängeschild auf der Buckelpiste, bei den Freeskiern ist der Norweger Birk Ruud die grosse Knacknuss für Andri Ragettli.
Hingegen fehlt der grosse Star im Alpin-Snowboard. Die Tschechin Ester Ledecka, Dominatorin auf dem Snowboard und 2018 Olympiasiegerin auch im Super-G der alpinen Skirennfahrerinnen, verpasst wegen Komplikationen nach einem Schlüsselbeinbruch nach der Ski-WM auch die Snowboard-WM.
Wo kann man die Wettkämpfe schauen?
SRF zeigt alle Entscheidungen live im TV oder online. Auch auf den Kanälen des ORF und von Eurosport gibt es Live-Übertragungen mit deutschsprachigem Kommentar.