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Fortsetzung, Dienstag, 15. Oktober 2013
Dienstag, 15. Oktober 2013
Dienstag, 15. Oktober 2013
Autor
Organisation
Richard Wilkinson über die Auswirkungen ungerechter Einkommens-und Vermögensverteilungen auf das soziale System eines Staates
Sind Einkommensungleichheiten kontraproduktiv für ein Land? Richard Wilkinson meint ja.
Seine These: Je ungleicher Länder unter einander sind, desto weniger Vertrauen und mehr psychische Probleme gibt es.
Je grösser die Lücke zwischen zwei Extrema, desto mehr Gewalt, minderjährige Eltern und weniger soziale Mobilität tritt statistisch auf. Gleichzeitig steigen auch die Ausgaben für staatliche Institutionen, wie die Polizei. Sicherheit kostet in einem „unzufriedenen“ Land mehr, denn es gibt auch mehr Probleme, die es unter Kontrolle zu halten gilt.
Mit scherzhaftem Hinterton meint Wilkinson: Möchte man den „American Dream“ tatsächlich leben, soll man heute nicht mehr nach Amerika, sondern nach Dänemark ziehen.
In seinem Buch „The spirit level-why equality is better for everyone“ kommt seine Studie über den Zusammenhang von Einkommen und Gesellschaft vollends zur Geltung. Insgesamt wurden die Kriterien Lebenserwartung, ‚Math & Literacy‘, Kindersterblichkeit, Selbstmord, Geburtenrate bei Minderjährigen, Verhaftungen, (gegenseitiges) Vertrauen unter der Bevölkerung, Übergewicht und psychische Krankheiten in Bezug zur Ungleichheit in der Einkommensverteilung der Länder untersucht.
Es zeigte sich, dass das Einkommen ein entscheidender Faktor in unserem Gesellschaftsbild ist. Sind die Einkommensunterschiede gross, so hat das entsprechende Land auch mehr der oben erwähnten Probleme. Diese Probleme werden somit als Antwort auf soziale Differenzen angesehen.
Diese Vergleiche sind nicht notwendigerweise zwischen Ländern zu machen. Die vorgestellte These kann auch auf Nachbarschaften angewendet werden. Als Veranschaulichung: eine reiche Nachbarschaft hat eine (statistisch signifikant) höhere Lebenserwartung, as eine ärmere Nachbarschaft.
Ein weiterer Ansatz, der angesprochen wurde, dass reiche Länder weniger profitieren können aus Unterstützung, als benachteiligtere Länder, welche die gleiche Unterstützung bekommen.
Monika Wehrli
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