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Informationen zur Quote für die kurzfristige Liquidität (LCR)
Erläuterungen zur LCR
Gemäss Liquiditätsverordnung Art. 12 ist die Raiffeisen Gruppe dazu verpflichtet, die Liquidity Coverage Ratio (LCR) zu erfüllen. Die LCR soll sicherstellen, dass Banken genügend qualitativ hochwertige, liquide Aktiva (HQLA) halten, um den Nettomittelabfluss, der in einem durch Ab- und Zufluss-Annahmen definierten Standardstressszenario während 30 Tagen zu erwarten ist, jederzeit decken zu können. Die publizierten LCR-Kennzahlen basieren auf einfachen monatlichen Durchschnitten der entsprechenden Berichtsquartale.
Raiffeisen fokussiert sich auf das inländische Spar- und Hypothekargeschäft. Aufgrund der geringen Abhängigkeit gegenüber Grosskunden und einer breiten Diversifikation gegenüber Privatkunden bestehen geringe Konzentrationen von Finanzierungsquellen.
Die Refinanzierung der Kundenausleihungen erfolgt grösstenteils über Kundengelder (92 Prozent), zusätzlich über Pfandbriefdarlehen und eigene Anleihen. Der Geldmarkt dient ausschliesslich der taktischen Bewirtschaftung des Liquiditätspuffers. Damit wird eine grösstmögliche Immunisierung gegenüber Risiken am Geldmarkt erreicht.
Der Bestand an hochwertigen liquiden Aktiven (HQLA) besteht zu 80 Prozent aus Aktiva der Kategorie 1, wovon 91 Prozent in flüssigen Mitteln gehalten werden. Die restlichen Aktiva der Kategorie 1 sind hauptsächlich Anleihen des öffentlichen Sektors mit einem Mindestrating von AA-. Aktiva der Kategorie 2, welche 20 Prozent des HQLA-Bestandes ausmachen, bestehen zu 94 Prozent aus Schweizer Pfandbriefen. Die übrigen 6 Prozent setzen sich vorwiegend aus Anleihen des öffentlichen Sektors sowie gedeckten Schuldverschreibungen mit einem Rating von mindestens A- zusammen. Die Zunahme des HQLA-Bestandes (Nr. 1) ist hauptsächlich auf das höhere Liquiditätserfordernis bei Privatkundeneinlagen (Nr. 2) zurückzuführen. Das höhere Liquiditätserfordernis ergibt sich daraus, dass seit Ende November 2016 ein Teil der rückzugsbeschränkten Privatkundeneinlagen mit einem Abflussfaktor belastet wird. Sonstige Eventualverpflichtungen zur Mittelbereitstellung sind auf die Emission Strukturierter Produkte zurückzuführen, wobei diese nur ein geringfügiges Liquiditätserfordernis verursachen (Nr. 15). Die Mittelabflüsse in Zusammenhang mit dem Derivatportfolio (Nr. 11) haben sich wie die restlichen Positionen im Rahmen des Bilanzwachstums kontinuierlich entwickelt.
Die Raiffeisen Gruppe verfügt aus ihrem Kerngeschäft über keine wesentlichen Fremdwährungsaktivitäten. Aufgrund des geringen Aktivgeschäfts in Fremdwährungen werden Fremdwährungsverbindlichkeiten fristenkongruent in Schweizer Franken transferiert.
Die Raiffeisen Gruppe besitzt ein zentralisiertes Liquiditätsrisikomanagement, welches durch den Bereich Tresorerie von Raiffeisen Schweiz wahrgenommen wird. Diese steuert die Liquidität der Raiffeisen Gruppe nach regulatorischen Vorgaben und internen Zielgrössen. Die einzelnen Raiffeisenbanken sind dazu verpflichtet, ihr Liquiditätserfordernis anteilsmässig bei Raiffeisen Schweiz anzulegen. Der Bereich Tresorerie von Raiffeisen Schweiz bewirtschaftet die Liquiditätsreserve zentral und organisiert den Liquiditätstransfer innerhalb der Gruppe.