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1. Liechtenstein ist das einzige Land in Europa, das Frauen ihre politischen Rechte noch später zugestand als die Schweiz. Uns zuvor kamen auch Indien und Iran. Neuseeland führte das Frauenwahlrecht bereits 1893 ein.
2. Über zehn Jahre vor der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz kam die erste Antibabypille auf den Markt.
3. Der Thurgauer Bundesrat Heinrich Häberlin übergab 1934 das Dossier zum Frauenstimmrecht an seinen Nachfolger und schrieb dabei, es befinde sich “in der mittleren Schublade rechts” vom Schreibtisch. Schubladisierung wurde zur Metapher für die Verschleppung des Frauenstimmrechts durch Politik und Behörden.
4. Die Frau sei “geistig und physisch unbegabt”, hielt ein Oberst im 19. Jahrhundert fest. Das Argument des “physiologischen Schwachsinns des Weibs” spielte noch in der politischen Debatte der 1950er-Jahre eine Rolle als Argument der Stimmrechtsgegner.
5. Bereits 1928 machten Frauenverbände an einen Umzug mit einer grossen “Stimmrechtsschnecke”, die sie auf einem Umzugswagen durch Bern zogen, auf die langsamen Politiker aufmerksam.