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Die Zellzahl in der Milch wird bei Kühen seit Jahrzehnten als wichtiges diagnostisches Hilfsmittel für die Erkennung von Euterentzündungen verwendet. Mit unserer in drei Betrieben während einer gesamten Laktation durchgeführten Untersuchung wollten wir abklären, welches die wichtigsten Mastitiserreger bei Milchschafen sind und ob die Bestimmung des Zellgehaltes als diagnostisches Hilfsmittel für die Erkennung von Euterentzündungen auch bei Schafen geeignet ist. Bei den 105 untersuchten Milchschafen fanden wir eine Infektionshäufigkeit von 25 % für die Euterhälften bzw. 35 % für die Tiere. Allerdings waren die Unterschiede zwischen den Betrieben recht deutlich. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Euterinfektionen waren koagulasenegative Staphylokokken beteiligt. Staphylococcus aureus und Streptococcus spp. waren nur in einzelnen Fällen die Ursache von Euterinfektionen. Wir fanden eine gute Korrelation zwischen den Zellzahlen in den Vorgemelkproben und dem Infektionsstatus der Euter. Nicht infektionsbedingte betriebs- und tierindividuelle Unterschiede in den Zellgehalten bewegten sich in einer ähnlichen Grössenordnung wie bei den Kühen. Im Gegensatz zu den Ziegen ist die Zellzahl bei Milchschafen ein geeigneter Indikator, um Aussagen über die Eutergesundheit zu machen. Für Schafe dürfte ein Beanstandungsgrenzwert von 500’000 Zellen pro Milliliter sinnvoll sein.
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.
Nutztiere
Lazzari G., Münger A., Eggerschwiler L., Borda-Molina D., Seifert J., Camarinha-Silva A., Schrade S., Zähner M., Zeyer K., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Zur Verminderung des Methanausstosses bei Milchkühen zeigen tanninhaltige Futtermittel wie Akazie oder Esparsette einen messbaren Effekt. Da diese Futtermittel jedoch teilweise zu Produktivitätseinbussen führen, ist ihr Einsatz mit Sorgfalt zu bewerten.