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(13.09.2023) Während die Zahl der Fusionen und Übernahmen (M&A) von Schweizer KMU zwischen Januar und Juni 2023 rückläufig war, wurde bei den Übernahmen ausländischer Firmen durch Schweizer Unternehmen ein neuer Rekord erzielt, wie die Wirtschaftsprüfung und -beratung Deloitte mitteilt.
Im ersten Halbjahr 2023 wurden insgesamt 109 M&A-Transaktionen mit KMU-Beteiligung durchgeführt. Seit Mitte 2022 bestanden die M&A-Aktivitäten mehrheitlich aus dem Kauf ausländischer Firmen, was bedeutet, dass die Schweizer Unternehmen mehr eigene Investitionen getätigt haben, als dass sie selbst das Ziel von Fusionen und Übernahmen waren.
Die Inbound-Investitionen, bei denen ein ausländischer Käufer ein Schweizer Unternehmen übernimmt, sind im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zurückgegangen (‑54%). Die Outbound-Transaktionen erzielten hingegen im ersten Halbjahr 2023 einen Rekord (+18% gegenüber 2022).
Der Bereich IT-Dienstleistungen, auf den mehr als ein Viertel (26%) aller Inbound-Investitionen im ersten Halbjahr entfallen, scheint immer mehr das Interesse ausländischer Konzerne zu wecken. An zweiter Stelle steht das Gesundheitswesen ("Life Sciences and Health Care", 19%). Der Industriesektor, der im letzten Jahr noch das Ranking anführte, verliert neun Prozentpunkte und landet auf Platz vier (13%).
Die Outbound-Transaktionen bleiben stärker auf den Industriesektor ausgerichtet. Durch den starken Franken begünstigt, waren Schweizer KMU im ersten Halbjahr 2023 besonders geneigt, im Ausland zu investieren, wohingegen die ausländischen Investoren zögerlicher waren. Mittelfristig könnte die Situation den ausländischen Investitionen in der Eidgenossenschaft schaden. Die Analysten von Deloitte bleiben aber optimistisch im Hinblick auf die Entwicklung der makroökonomischen Konjunktur, die eine Wiederbelebung der M&A-Aktivitäten ausländischer Firmen in der Schweiz bewirken dürfte.
Letzte Änderung 13.09.2023