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Während des Seitenwechsels befehligte sie ihren Vater und Coach Ivan auf den Platz. Sie schimpfte und haderte - auch die eine oder andere Träne konnte sie nicht unterdrücken. Bencics Verzweiflung war nachvollziehbar. Obwohl sie sich nichts vorzuwerfen hatte, blieb der erstmalige Einzug in den Final eines Sandplatz-Turniers ausser Reichweite.
Knapp eineinhalb Stunden lang hatte Bencic der French-Open-Siegerin 2018 erbitterten Widerstand geboten. Sie war phasenweise die bessere Spielerin, bestimmte das Tempo von der Grundlinie, zum dritten Sieg im vierten Duell mit der ehemaligen Nummer 1 reichte es aber nicht. Brillierte Halep im ersten Satz vor allem beim Return, sorgte sie zu Beginn des dritten Durchgangs dank Kampfgeist und Zähigkeit sowie ihrer Laufstärke für die Vorentscheidung.
Den hochklassigen zweiten Satz hatte Bencic dank 22 Winnern verdient zu ihren Gunsten entschieden, nachdem sie beim Stand von 6:5 einen ersten Satzball vergeben hatte. Im Tiebreak war die 22-Jährige aus Wollerau die klar bessere Spielerin und fügte Halep den ersten Satzverlust in diesem Turnier zu.
Trotz der Niederlage darf Bencic die spanische Hauptstadt erhobenen Hauptes verlassen. Dank dem Halbfinaleinzug wird die Ostschweizerin in der Weltrangliste in die Top 15 zurückkehren. Ihrer Bezwingerin Halep bietet sich mit einem Finalsieg am Samstag gegen die Niederländerin Kiki Bertens die Chance, die Japanerin Naomi Osaka an der Spitze der Weltrangliste wieder abzulösen.