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Die argentinische Regierung will die Milliardenkredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) später zurückzahlen als bislang vorgesehen. Er habe mit dem Fonds Verhandlungen über die Fälligkeit der Kredite aufgenommen, sagte Finanzminister Hernán Lacunza am Mittwoch.
Zuletzt war ein Team des IWF in Buenos Aires, um die von dem Fonds geforderten Sparmassnahmen und Reformen zu überprüfen. Nach der Ankündigung von Lacunza sagte IWF-Sprecher Gerry Rice: «Wir verstehen, dass die Regierung diesen Schritt gemacht hat, um für Liquidität zu sorgen und die Reserven zu schützen. Wir stehen in diesen herausfordernden Zeiten an der Seite von Argentinien.»
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Bereitschaftskredit von 57 Milliarden Dollar
Als der argentinische Peso im vergangenen Jahr stark abwertete, hatte der IWF Argentinien einen Bereitschaftskredit in Höhe von 57 Milliarden US-Dollar gewährt. Zuletzt war die Landeswährung allerdings erneut heftig unter Druck geraten, nachdem bei den obligatorischen Vorwahlen der wirtschaftsliberale Präsident Mauricio Macri eine herbe Niederlage gegen den linken Oppositionskandidaten Alberto Fernández hinnehmen musste.
Viele Anleger fürchteten offenbar einen Wahlsieg von Fernández und dessen Vizekandidatin, Ex-Präsidentin Cristina Kirchner, bei der Präsidentenwahl im Oktober. Die ehemalige Staatschefin steht für eine protektionistische Wirtschaftspolitik und eine konfliktreiche Beziehung zum IWF.
(awp/gku)