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Südosteuropa/Kleinasien.
783.562 qkm (302.535 qm).
79.414.269 (2015).
101,4 pro qkm.
Ankara.
Präsidialsystem. Republik seit 1923. Verfassung von 1982, letzte Änderungen 2017. Einkammerparlament (Grosse Nationalversammlung) mit 600 Mitgliedern, die für fünf Jahre direkt gewählt werden. Das Volk wählt den Präsidenten, der zugleich auch Regierungschef ist, auf fünf Jahre. Die erste Wahl wird am 3. November 2019 stattfinden. Unabhängig seit 1923.
Die Türkei grenzt im Nordosten an das Schwarze Meer und Georgien, im Osten an den Iran, im Südosten an den Irak, im Süden an Syrien und das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und im Nordwesten an Griechenland und Bulgarien. Kleinasien (oder Anatolien) umfasst 97% des Landes und liegt auf einer grossen, breiten Halbinsel, die von Osten nach Westen 1650 km breit und von Norden nach Süden 650 km lang ist. Die Pontic-Bergkette im Norden und die Taurus-Bergkette im Süden umschliessen das zentrale Plateau Anatoliens und gehen dann in das riesige Gebirgsgebiet im Osten des Landes über. Hier entspringen die Flüsse Euphrat und Tigris. Die touristische Küstenregion beherbergt die antiken Stätte Troja, Pergamon und Ephesus, die Landschaft ist von Weingütern mit Zypressen und Ölbäumen geprägt.
Amtssprache ist Türkisch. Im Südosten der Türkei wird teilweise Kurdisch gesprochen, ausserdem hört man mitunter Arabisch, Griechisch und Armenisch. In Städten und Touristenorten wird oft Deutsch gesprochen, daneben Englisch und Französisch.
Islam (99,8%, meist Sunniten); christliche und jüdische Minderheit.
MEZ + 1.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer (letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober) + 1:00 Std. und im Winter (letzter Sonntag im Oktober bis letzter Sonntag im März) +2:00 Std.
230 V, 50 Hz.
Recep Tayyip Erdogan, seit April 2017.
Recep Tayyip Erdogan, seit August 2014.
|Herkunftsland||Reisepass erforderlich||Visum erforderlich||Rückreiseticket erforderlich|
|Deutschland||Nein||Nein||Ja|
|Türkei||-||-||-|
|Andere EU-Länder||1||2/3||Ja|
|Schweiz||Nein||Nein||Ja|
|Österreich||Ja||2/3||Ja|
Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundigen Sie sich im Zweifelsfall vor der Abreise bei der zuständigen konsularischen Vertretung.
Die bislang teilweise angewandte Praxis von Reisenden, nach Ablauf der visumfreien Periode die Türkei für einen Tag zu verlassen, um danach erneut visumfrei einzureisen, wird von den türkischen Behörden seit Anfang 2012 unterbunden. Für längere Aufenthalte ist deshalb unbedingt vor Abreise ein dementsprechendes Visum einzuholen.
Wer für die Besteigung des Berges Ararat ein Visum erhalten hat, benötigt für einen eventuellen weiteren Aufenthalt in der Türkei eine Erlaubnis, die sofort nach der Bergbesteigung bei der Ausländerpolizei der Sicherheitsdirektion der Provinz (il emniyet müdürülüÄü) beantragt werden muss.
Bei Einreise mit einem Reisepass muss dieser noch mindestens über eine leere Seite verfügen.
Laut Artikel 7.1b des “Gesetzes über Ausländer und internationalen Schutz”, Nr. 6458, müssen Reisepässe mindestens 60 Tage über das Ablaufdatums des Visums, des e-Visums, des visafreien Aufenthalts oder der Aufenthaltserlaubnis hinaus gültig sein. Aus diesem Grund wird empfohlen, dass der Reisepass bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Von dem oben genannten Gesetz ausgenommen sind Staatsbürger, die in die Türkei mit ihrem Personalausweis reisen dürfen. Reisende, die ein e-Visum beantragen möchten, müssen einen Reisepass haben, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Deutsche Reisepässe dürfen innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit für die Einreise genutzt werden. Hinweis: Von einer Einreise mit einem vorläufigen Reisepass oder mit einem abgelaufenen Personalausweis/Reisepass wird jedoch abgeraten, weil die Einreise und auch die Ausreise mit diesen Dokumenten in der Vergangenheit mehrfach verweigert wurde. Reisepässe, die während des Aufenthalts gültig sind, werden empfohlen. Österreichische Reisepässe müssen noch mindestens 60 Tage nach Ablauf des Visums gültig sein. Hinweis: Für die Beantragung eines e-Visums, das u.a. österreichische Staatsbürger beantragen können, wird bei Einreise eine Mindestgültigkeit des Reisepasses von 5 Monaten verlangt. Schweizer Reisepässe dürfen bei der Einreise abgelaufen sein. Hinweis: Von einer Einreise mit einem abgelaufenen Reisepass/Identitätskarte wird jedoch abgeraten, weil die Einreise und auch die Ausreise mit diesen Dokumenten in der Vergangenheit mehrfach verweigert wurde. Reisepässe, die während des Aufenthalts gültig sind, werden empfohlen.
Deutsche: Personalausweis (nur für touristische Aufenthalte) oder maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass oder Identitätskarte (nur für touristische Aufenthalte).
Hinweise zu Reisen mit Kindern
Erfolgte die Ausreise aus Deutschland legal, bestehen für alleinreisende Minderjährige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil reisende Minderjährige keine besonderen Vorschriften. Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten innerhalb von 180 Tagen (sofern nicht anders angegeben):
[2] EU-Länder und Schweiz (Lettland für 30 Tage), (Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Österreich, Belgien, Grossbritannien, Irland, Kroatien, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien und Zypern (Siehe [3] E-Visum). Visum bei der Einreise (Das Visum bei der Einreise wurde abgeschafft. An den Flughäfen stehen elektronische Visa-Desks, an denen man e-Visa für touristische und geschäftliche Aufenthalte beantragen kann. Es wird jedoch allen visumpflichtigen Reisenden dringend empfohlen, das e-Visum vor der Abreise zu beantragen.)
[3] E-Visum (Online-Visum) für touristische und Geschäftszwecke U.a. Staatsbürger der im Folgenden genannten Länder müssen vor der Abreise ein Online-Visum auf der Homepage der türkischen Regierung für touristische und geschäftliche (Handel) Aufenthalte von max. 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen beantragen. (Das E-Visum wird online per Kreditkarte bezahlt und kann anschliessend heruntergeladen werden. Einige Nationalitäten müssen mit Turkish Airlines einreisen, wenn sie ein E-Visum nutzen.):
[3] Österreich, Belgien, Grossbritannien, Irland, Kroatien, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien und Zypern.
Reisende sollten stets ihren Reisepass bei sich haben, da bei Kontrollen im Land danach gefragt werden kann.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Std. mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über bestätigte Weiterreisedokumente verfügen, benötigen kein Transitvisum.
Touristen-/Geschäftsvisum für einfache und mehrfache Einreise, Arbeits-, Ausbildungs- und Forschungsvisum und Transitvisum. Visa u. a. für Staatsbürger Zyperns (griechischer Teil) werden auf ein herausnehmbares Blatt im Reisepass eingetragen.
Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
Unterschiedlich, je nach Nationalität und Reisezweck. Transitvisum: 3 Tage.
I. Allg. persönlich beim Konsulat oder Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen). Ob auch eine postalische Antragstellung möglich ist, ist im Einzelfall zu erfragen. Für visumpflichtige Nationalitäten, die nicht zu touristischen und nicht zu geschäftlichen Zwecken einreisen, sondern zu Arbeitszwecken oder zum Studieren, ist eine e-Visa-Registrierung nicht möglich. Diese Reisende müssen vorab beim zuständigen Konsulat ein Visum beantragen und dafür vorher online einen Termin beantragen.
a) Antragsformular(e) (je nach Konsulat unterschiedliche Anzahl).
(b) Passfoto(s) (je nach Konsulat unterschiedliche Anzahl).
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Gebühr (Zahlungsmodus ist zu erfragen).
(e) Ggf. Verdienstbescheinigung.
(f) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(g) Ggf. Einladungsschreiben des türkischen Geschäftspartners.
(h) Nachweis von Rück- oder Weiterreisetickets. Sollte eine postalische Antragstellung möglich sein, ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen. E-Visum (a) Kreditkarte, (b) Flugreservierung, (c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
Unterschiedlich, abhängig von der Nationalität des Antragstellers. Bei persönlicher Antragstellung sofort oder nach wenigen Tagen. Bis zu 3 Monate bei Rückfragen in Ankara.
Inhabern von Reisedokumenten, die nicht im lateinischen Alphabet ausgestellt sind, wird die Einreise verweigert.
a) Antragsformular(e) (je nach Konsulat unterschiedliche Anzahl).
(b) Passfoto(s) (je nach Konsulat unterschiedliche Anzahl).
(c) Reisepass, der noch mindestens 60 Tage über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist.
(d) Gebühr (Zahlungsmodus ist zu erfragen).
(e) Ggf. Verdienstbescheinigung.
(f) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(g) Ggf. Einladungsschreiben des türkischen Geschäftspartners.
(h) Nachweis von Rück- oder Weiterreisetickets.
Sollte eine postalische Antragstellung möglich sein, ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.
E-Visum
(a) Kreditkarte,
(b) Flugreservierung,
(c) Reisepass, der noch mindestens 60 Tage über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist.
U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können für touristische Aufenthalte von max. 90 Tagen innerhalb eines Zeitraumes von 180 Tagen mit Personalausweis/Identitätskarte einreisen, sofern sie nicht mit dem Pkw einreisen. Deutsche Ausweisdokumente dürfen innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Gültigkeit genutzt werden. In der Praxis werden allerdings gültige Ausweisdokumente dringend empfohlen:
[1] Deutschland, Schweiz, Frankreich, Griechenland, Italien, Liechtenstein und Luxemburg.
Hinweis für deutsche Reisende:
Von einer Einreise mit einem vorläufigen Reisepass oder mit einem abgelaufenen Personalausweis/Reisepass wird abgeraten, weil die Einreise und auch die Ausreise mit diesen Dokumenten in der Vergangenheit mehrfach verweigert wurde.
Staatsbürger bestimmter Nationalitäten (jedoch nicht EU-Bürger und Schweizer) müssen unterschiedlich hohe Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.
Für Hunde und Katzen wird ein mindestens 15 Tage und maximal 12 Monate altes Gesundheitszeugnis benötigt, das bescheinigt, dass das Tier gesund ist. Hunde, die älter als drei Monate sind, müssen mindestens 15 Tage und höchstens 12 Monate vor der Einreise gegen Parvovirose, Distember, Hepatitis, Leptospirose und Tollwut und Katzen gegen Tollwut geimpft worden sein (mindestens 15 Tage und höchstens 12 Monate vor der Einreise, im Impfausweis nachzuweisen).
Die Gebiete an den Küsten der Ägäis, des Mittelmeeres und am Marmara-Meer haben typisches Mittelmeerklima mit heissen Sommern und milden Wintern. In den übrigen Landesteilen variiert das Klima.
|Vorsichtsmassnahmen empfohlen||Impfschein erforderlich|
|Essen & Trinken|
|Malaria||1||-|
|Typhus & Polio||Ja||-|
|Cholera||Nein|
|Gelbfieber||Nein|
Impfvorschriften können sich kurzfristig ändern. Bitte holen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig ärztlichen Rat ein.
Die Krankenversorgung in der Türkei ist gut. Die medizinische Versorgung auf dem Land ist allerdings meist mit Europa nicht zu vergleichen. Zahlreiche türkische Ärzte und Zahnärzte, vor allem in den grossen Krankenhäusern, sprechen eine Fremdsprache.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend gekühlt werden.
Deutsche Staatsbürger benötigen für freie Behandlung bzw. Kostenrückerstattung die Anspruchsbescheinigung T/A 11, die bei der Krankenkasse erhältlich ist. Auch Österreicher und Schweizer brauchen einen Urlaubskrankenschein. Im Krankheitsfall wendet man sich an eine Gesundheitseinrichtung (Saglik Tesisis) der Sozialversicherungsanstalt (Sosyal Sigortalar Kurumu - S.S.K.), an ein Dispensarium (Dispanser) oder an einen Vertragsarzt (Anlasmali Doktor) der S.S.K.
Darüberhinaus wird der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung dringend empfohlen.
[1] Von Mai bis Oktober besteht in der Çukurova/Amikova-Region und den südöstlichen Landesteilen im Grenzgebiet zu Syrien und dem Irak ein mögliches Malariarisiko (speziell im Rahmen der Staudammbauten in der Harin- und Ceylanpinar Ebenen), allerdings in der weniger gefährlichen Form Plasmodium vivax. In den grösseren Touristenzentren des Westens und Südwestens besteht keine Ansteckungsgefahr.