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Ein Leben
Im ersten Teil des Manuskriptes beschreibt die Autorin schwere Jahre in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands, die aber doch in der Erinnerung vom Zauber der Jugend aufgehellt werden. Sie beschreibt die Verhaftung des Vaters durch die Russen und ihren späteren Gang über die grüne Grenze.
Der lange mittlere Teil des Lebens wird nur kurz erwähnt.
Im dritten Teil beschreibt sie die Periode vom 61. bis zum 75. Lebensjahr.
Wahrheitsgemäss erzählt sie, wie sie eine späte Liebe suchte und fand, mit ihr lebte und den schleichenden Beginn der Altersdemenz erleben musste. Sie berichtet, dass der die offizielle Betreuung beantragende Sohn seinen Vater gegen ihren Willen und ohne ihr Wissen, ihre kurze Abwesenheit nutzend, mit in seinen ca. 600 km entfernten Wohnort Berlin nahm, dort in einem geschlossenen Pflegeheim unterbrachte und ihr die Auskunft über den Namen des Pflegeheimes verweigerte. Weiterhin berichtet sie von ihrem 3 Monate währenden Kampf in der ersten Zeit um eine Weiterführung ihres gemeinsamen Lebens mit ihrem Lebensgefährten und später um die Bekanntgabe seines jetzigen Wohnortes. Nachdem es ihr endlich gelungen war, den Aufenthaltsort herauszufinden, musste sie um einen kurzen Besuch und die Möglichkeit, sich von ihrem Lebensgefährten zu verabschieden, weiter kämpfen. Auch hierüber berichtet sie.
Jutta Mühlbrod