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Noma (auch Wasserkrebs oder Wangenbrand genannt) ist eine überwiegend in Entwicklungsländern auftretende Krankheit, da sie sich nur bei mangelnder Hygiene und schlechtem Gesundheitszustand entwickelt. Noma beginnt als Geschwür im Mund und breitet sich weiter aus, wobei sie Gewebe zerstört und Knochen angreift.
Auslöser von Noma sind eigentlich harmlose Bakterien, die natürlicherweise im Mund vorkommen. Bei gesunden Menschen können sie keinen Wasserkrebs hervorrufen. Von Noma sind fast ausschliesslich unterernährte Kinder in Entwicklungsländern betroffen, die in schlechten hygienischen Verhältnissen leben und andere Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Masern, haben. Durch eine Hilfsaktion zur Verbesserung der hygienischen und medizinischen Versorgung in Entwicklungsländern liesse sich Noma dort erfolgreich verhindern.
Typischerweise tritt Noma zuerst an der Wangenschleimhaut auf, wo sich Geschwüre bilden, und schreitet unter Zerstörung des betroffenen Gewebes (Weichteile und Knochen) voran – daher die Bezeichnung Wangenbrand. Dabei treten starke Schmerzen und auch Fieber auf. Essen und Sprechen fallen zunehmend schwerer; auch Riechen, Sehen und Hören sind durch den Wasserkrebs beeinträchtigt. Das Gesicht sieht im fortgeschrittenen Stadium regelrecht zerfressen aus. Daher stellt Noma auch eine grosse seelische Belastung für die der Betroffenen dar und führt oft zu deren sozialer Ausgrenzung.
In den Frühstadien reichen gegen Noma antiseptische Spülungen und eine vollwertigere Ernährung aus; im weiteren Verlauf lässt sich Noma mit Antibiotika wirksam behandeln. Im fortgeschrittenen Stadium von Wasserkrebs sind zur Behandlung operative Massnahmen und plastische Rekonstruktionen der befallenen Bereiche des Gesichts notwendig. Da dies in Entwicklungsländern im Allgemeinen jedoch die Möglichkeiten bei weitem übersteigt, nimmt Noma dort meist einen dramatischen Verlauf: Aufgrund fehlender medizinischer Hilfe sterben bis zu 90 Prozent der betroffenen Kinder an den Folgen von Wangenbrand; wer überlebt, hat ein stark verstümmeltes Gesicht.
Der Begriff Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) bezeichnet per Definition eine durch Bakterien hervorgerufene Infektionserkrankung, die meist mit Geschwüren an der Wangenschleimhaut beginnt. Die Geschwüre im Mund breiten sich von der Mundschleimhaut weiter auf das ganze Gesicht aus, wobei sie das betroffene Gewebe – sowohl Weichteile als auch Knochen – zerstören.
Die Bezeichnung Noma leitet sich von dem griechischen Wort nomein ab, das wörtlich übersetzt weiden bedeutet und im Zusammenhang mit dem bei Noma bestehenden zerstörerischen Geschwür als zerfressen zu verstehen ist. Auf diese zerstörerische Wirkung der Infektion ist auch die deutsche Bezeichnung Wangenbrand zurückzuführen. Sie deutet auf zwei Merkmale von Wasserkrebs hin: zum einen auf den Ort, nämlich die Wange, und zum anderen auf die Art, nämlich eine Geschwürbildung.
Noma betrifft fast ausschliesslich Kinder in Entwicklungsländern, die in schlechten hygienischen Verhältnissen leben und deren Immunsystem durch Mangelernährung und vorangegangene Infektionskrankheiten (z.B. Masern) geschwächt ist.
Bei Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) sind die Angaben zur Häufigkeit unterschiedlich. Schätzungsweise infizieren sich in Afrika jedes Jahr 100'000 Kinder im Alter von unter sechs Jahren neu. In einigen Regionen Afrikas sind bis zu 12 von 1'000 Kindern betroffen.
Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) ist eine durch bestimmte Bakterien ausgelöste Infektion, deren Ursachen eine gestörte Immunabwehr und schlechte hygienische Verhältnisse sind.
Die für die Entwicklung von Noma verantwortlichen Bakterien sind natürlich im Mund vorkommende, eigentlich harmlose Fusobakterien und Spirochäten. Bei gesunden Menschen können sie keinen Wasserkrebs verursachen. Die Voraussetzung für die Entstehung von Wangenbrand bildet ein geschwächtes Immunsystem bei mangelnder Hygiene. Daher sind heute fast ausschliesslich Kinder im Alter von höchstens sechs Jahren in Entwicklungsländern von Noma betroffen. Die Ursachen hierfür sind die dort häufig herrschende Mangelernährung und vorangegangene Infektionskrankheiten (wie z.B. Masern), deren Folge eine geschwächte Immunabwehr bei den betroffenen Kindern ist.
Vor der Entdeckung der Antibiotika gab es auch in Europa Fälle von Noma. Ursachen waren schwere Infektionskrankheiten wie Scharlach, Masern oder Typhus bei Menschen, die sich in einem schlechten Allgemein- und Ernährungszustand befanden.
Die für Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) typischen Symptome treten in Mund und Gesicht auf: Die Infektion beginnt mit einer kleinen Wunde in der Mundschleimhaut. Schon bald entsteht ein Geschwür, meist an der Wange. Menschen mit beginnendem Wangenbrand entwickeln einen fauligen Mundgeruch. Das Geschwür breitet sich von der Wange weiter auf die Lippen und das gesamte Gesicht aus. Dabei befällt die Entzündung auch tiefere Gewebeschichten wie Muskulatur und Knochen – Noma zerfrisst das Gesicht regelrecht. Es entstehen starke Schmerzen und auch Fieber. Die Betroffenen können nicht mehr richtig essen und sprechen; auch ihre Sinne wie Riechen, Sehen und Hören sind beeinträchtigt.
Noma äussert sich jedoch nicht nur durch körperliche Symptome wie Schmerzen und Verlust wesentlicher Funktionen: Durch das stark entstellte Gesicht ist Wasserkrebs auch mit einer grossen seelischen Belastung verbunden. Die Entstellung führt zudem oft dazu, dass die Betroffenen sozial ausgegrenzt sind.
Bei Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) ergibt sich die Diagnose aus den vorliegenden Symptomen und den Begleitumständen, wie Unter- beziehungsweise Mangelernährung, unzureichende hygienische Bedingungen oder Vorliegen anderer schwerer Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Masern.
Die gegen Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) eingesetzte Therapie zielt darauf ab, die Infektion zu stoppen, ein erneutes Auftreten zu verhindern und die Symptome zu beseitigen.
In der frühesten Phase von Noma reichen zur Therapie antiseptische Mundspülungen und eine verbesserte Ernährung aus. Im weiteren Verlauf können Antibiotika die Infektion unter Kontrolle bringen. Ist Noma so weit fortgeschritten, dass sich das abgestorbene Gewebe bereits abgelöst hat, besteht die einzige wirksame Hilfe in einer Operation und Wiederherstellung zerstörter Gesichtspartien (sog. plastische Rekonstruktion). Dies übersteigt in Entwicklungsländern im Allgemeinen jedoch bei weitem die dortigen Möglichkeiten.
Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) nimmt in Entwicklungsländern meist einen dramatischen Verlauf: Aufgrund der dortigen mangelhaften Therapiemöglichkeiten sterben bis zu 90 Prozent der betroffenen Kinder an den Folgen dieser Krankheit. Die Überlebenden weisen schwere Gesichtsverstümmelungen auf.
Rechtzeitig behandelt ist die Heilungschance bei Noma sehr hoch. Ohne medizinische Hilfe breitet sich der Wangenbrand sehr rasch auf alle Strukturen des Gesichts (Mund, Zunge, Nase, Augen und Ohren) aus. Im weiteren Verlauf von Noma kann die Entzündung die Wange durchlöchern und den Kieferknochen freilegen. Häufig tritt bei Wasserkrebs der Tod durch Blutvergiftung oder eine spezielle Form der Lungenentzündung (sog. Aspirationspneumonie) ein.
Dem Auftreten von Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) lässt sich durch Hygiene und ausreichende medizinische Versorgung vorbeugen. Daher bestünde die wirksamste Hilfsaktion zur Bekämpfung von Noma in den Entwicklungsländern darin, die dortigen Lebensumstände der Kinder zu verbessern. Da sich Wasserkrebs nur entwickeln kann, wenn die Kinder in hygienisch mangelhaften Verhältnissen leben und ihr Immunsystem geschwächt ist, bedeutet Hilfe im Kampf gegen Noma: