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AVP: Alien vs. Predator (2004)
AVP: Alien vs. Predator (2004)
Oder: Schleimer vs. Schönheitskönig
Milliardär Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) hat mit Hilfe eines Überwachungssatelliten eine grosse Tempelanlage in der Antarktis entdeckt. Um die tief unter der Eisoberfläche vergrabene Anlage zu erreichen und zu erforschen, trommelt er die weltbesten Wissenschaftler zusammen. Das zwanzigköpfige Forschungsteam wird von der Eisforscherin Alexa Woods (Sanaa Lathan) geleitet.
Nach einem gefährlichen Abstieg erreicht das Team die fremde Tempelanlage. Sofort dringt das Team in das Gebilde ein und versucht heraus zu finden, für was die Anlage diente. Noch wissen die Wissenschaftler nicht, dass die Tempelanlage tausende Jahre alt ist und von Predatoren benutzt wurde. Und genau diese Jäger sind auf dem Weg zur Erde, um in der Tempelanlage die letzten Aliens zu vernichten. Doch die Aliens haben dank den ahnungslosen Menschen einen Weg gefunden, sich zu vermehren...
Film-Rating
Meine sehr verehrten Damen und Herren, herzlich willkommen zur lang erwarteten Schlacht der beiden beliebtesten Science-Fiction-Figuren in unserem Universum. In der blauen Ecke begrüssen wir das schleimige, flinke und sehr gefährliche "Alien". Das schwarze unbarmherzige Viech mit der gefährlichen grünen Säure wurde zum ersten Mal im Jahr 1979 gesichtet. Schöpfer ist der Schweizer H.R. Giger, welcher für das Charakterdesign sogar einen Oscar erhielt. Das Alien schlüpft aus einem Ei und muss sich danach zuerst einen Hirten suchen. Dem Opfer muss das Jungtier, auch "Facehugger" genannt, an den Kopf springen, um so durch die Mundöffnung in den Körper zu gelangen. Dort, im Inneren des Fremdkörpers, wächst es zu einem gefährlichen, fleischfressenden Monster heran, welches mit seinem spitzen Schwanz und seinem gefährlichen Gebiss eine Gefahr für jeden Gegner ist.
In der roten Ecke steht der "Predator". Zum ersten Mal wurde der Jäger im Jahre 1987 gesichtet als er sich mit Arnold Schwarzenegger anlegte. Anders als das Alien kämpft er nicht mit dem Körper, sondern setzt auf High-Tech Waffen. Zur Verfügung steht ihm unter anderem eine Lanze, Klauen, einen mörderischen Wurfstern, ein Netz und eine alles zerstörende Bombe. Das hässliche Gesicht versteckt der mit Rastahaaren bestückte Predator hinter einer schweren Maske.
Schon vor Jahren haben die Fans einen Film gefordert, indem sich die beiden Figuren gegenüberstehen. Im letzten Spätsommer gab es endlich die erlösende Botschaft: "die Dreharbeiten zu Alien vs. Predator (kurz AVP) haben begonnen". Computerspieler konnten die Begegnung schon Jahre zuvor mit dem gleichnamigen Computerspiel nachspielen. Dort war der Predator dem Alien klar überlegen, und man brauchte mehrere Aliens, um einen Predator in die Knie zu zwingen.
Auf der Leinwand sieht die Situation etwas anders aus. Der Predator wirkt oft schwerfällig und hat Mühe, seine starken Waffen richtig einzusetzen. Dafür ist das Alien umso flinker und versucht jeweils den Predator zu überraschen, um ihm seinen spitzen Schwanz in die Brust zu rammen und ihm so das Leben aus zu hauchen. Lange, epische Kämpfe gibt es dadurch nicht, da meistens alles rasch entschieden ist.
Die Menschen müssen sich wegen fehlender Waffen mit der Rolle des Köders zufrieden geben. Drehbuchautor und Regisseur Paul W.S. Anderson hat sich nämlich für die "Neutralität" der Menschen entschieden. Die Forscher haben nur das Problem, dass sich alle paar Minuten die Tempelsteine verschieben und so neue Wege gesucht werden müssen. Und an diesem Punkt komme ich noch einmal auf das Thema Computerspiel zurück, da der Film über weite Strecken einem solchen gleicht. Da wird geklettert und gerannt, über Hindernisse gesprungen und der Gefahr ausgewichen. Auf eine Story, ok, ich wäre schon mit einem Ansatz einer Story zufrieden gewesenen, muss man komplett verzichten.
Das mit der Story war ja eigentlich schon im anderen versus Film, Freddy vs. Jason, ein Problem. Doch mir hat das Aufeinandertreffen der beiden Schlächter besser gefallen. Der Grund: das viele geflossene Blut. Soviel von der roten Flüssigkeit, dass es witzig war und man immer gespannt war, wie sich das nächste Opfer von der Bildfläche verabschiedet. In AVP muss man auch auf das verzichten, da sich das Studio für die Erreichung der PG-13 Altersstufe entschieden hat und dadurch alle Blutszenen rausgeschnitten wurden. Geblieben sind kurze, unspannende und fast blutlose Kämpfe welche zwar zu Beginn cool sind aber beim X-ten Zusammentreffen nichts mehr bieten. Ich bin überzeugt, dass eine Director's "Un"-Cut DVD meine Wertung anheben wird. Aber in der jetzigen Schnittfassung werden nicht einmal Alien- und Predator-Fans richtig befriedigt.
OutNow.CH:
19.08.2004 / sj
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