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Christian Thielemann, geboren 1959 in Berlin, studierte in seiner Heimatstadt Bratsche, Klavier und Dirigieren. 1978 begann er seine berufliche Laufbahn als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin, bereits im Jahr darauf verpflichtete ihn Herbert von Karajan als seinen Assistenten. 1985 ging Thielemann als Erster Kapellmeister an die Deutsche Oper am Rhein nach Düsseldorf, von 1988 bis 1992 war er Generalmusikdirektor am Theater Nürnberg, von 1997 bis 2004 war er, ebenfalls als GMD, der Deutschen Oper Berlin verbunden. Diese Posi-tion gab er auf, um die Leitung der Münchner Philharmoniker zu übernehmen, die er bis zum Sommer 2011 innehatte. Seit 2012 amtiert Thielemann als Chefdirigent bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2013 ist er ausserdem Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, wo er im Frühjahr 2015 Mascagnis Cavalleria rusticana und Leoncavallos Pagliacci herausbrachte. Christian Thielemann hat sich insbesondere durch seine Wagner- und Strauss-Interpretationen einen Namen als Spezialist für die deutsche Spätromantik gemacht. Sein Repertoire umfasst aber ebenso Werke von Mozart, Beethoven und Schumann wie auch Kompositionen von Debussy, Schönberg und Henze. Bei den Bayreuther Festspielen, wo er in diesem Sommer Tristan und Isolde leitete, ist er seit dem Jahr 2000 regelmässiger Gast; 2015 wurde er dort zum Musikdirektor ernannt. Im Konzert arbeitete Thielemann mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Israel Philharmonic und dem Philharmonia Orchestra zusammen. In den USA war er beim New York Philharmonic, beim Philadelphia Orchestra und beim Chicago Symphony Orchestra zu Gast. Neben zahlreichen CD- und DVD-Einspielungen veröffentlichte Thielemann 2013 das Musikbuch Mein Leben mit Wagner. 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis verliehen.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 23. März 2002 mit den Münchner Philharmonikern und Werken von Debussy, Chausson und Ravel.
August 2015