Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03133.jsonl.gz/2042

Schalllöcher
(franz. Ouies, engl. Holes), die Durchbrechungen des Resonanzbodens der Streichinstrumente, welche etwa seit 1500 die Gestalt zweier gegeneinander gewendeter f haben, früher jedoch sichelförmig waren. Die Ausschnitte machen den mittelsten Teil des Resonanzbodens, um den sogen. Schallpunkt herum, nach zwei Seiten hin beweglich, wodurch ein Nachklingen der Töne unmöglich, anderseits aber ein kräftigeres Mitschwingen etc. gefördert wird.
Bei den Instrumenten mit gerissenen Saiten (Laute, Theorbe, Guitarre etc.) ist umgekehrt der mittelste Teil des Resonanzbodens kreisrund herausgeschnitten (die sogen. Rose), weil diesen Instrumenten die Verlängerung [* 2] des Tons nötig ist. Auch das Hackbrett hatte daher die »Rose« oder bei oblonger Form deren mehrere, und dieselben gingen auch auf das Klavier über, sind jedoch durch anderweite Verbesserungen der Resonanz überflüssig geworden. Auch das Loch im Boden des Kessels der Pauke heißt Schallloch.