Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03388.jsonl.gz/767

Alcatel-Lucent bringt den nach eigenen Angaben ersten Chip (Foto) auf den Markt, der in optischen Netzwerken Datenverbindungen auf einer Wellenlänge mit einer Bandbreite von 400 Gigabit pro Sekunde erlaubt. Dies soll Telekommunikationsunternehmen und Carriern erlauben, ihre bestehenden optischen Netzwerke und Backbones kräftig aufzubohren.
Die äusserlich so unauffällige neue "Photonic Service Engine" (PSE) vervierfacht die bisherige "State-of-the-Art"-Geschwindigkeit von 100 Gb pro Sekunde. Der neue Chip ermöglicht es damit laut Alcatel-Lucent durch den Gebrauch von verschiedenen Wellenlängen (Wave Division Multiplexing, WDM), auf einer einzelnen Glasfaser eine Übertragungsrate von über 23 Terabit pro Sekunde zu erreichen.
Alcatel-Lucent ist es zudem gelungen, die maximale Reichweite für eine Datenverbindung ohne Zwischenstation wieder zu erhöhen. Diese betrug zuletzt rund 4000 Kilometer für 10 Gbps aber nur 2000 Kilometer für 100 Gbps-Verbindungen. Der neue Chip soll nun Übetragungen über maximal etwas mehr als 3000 Kilometer erlauben, mit 40, 100 oder 400 Gbps.
Die neue PSE soll in den "Line Cards" der "Photonic Service Switches" der 1830er-Serie von Alcatel-Lucent verwendet werden. Vorerst könnte sie laut dem Hersteller vor allem dazu dienen, die Effizienz von bestehenden 100Gb-Netzwerken zu erhöhen, und Telcos gleichzeitig ermöglichen, in den nächsten Jahren schrittweise auf 400 Gbps migrieren. (hjm)