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Das Theater Augusta Raurica
Das am besten erhaltene Monument seiner Art nördlich der Alpen blickt auf eine fast 2000-jährige Geschichte zurück: in römischer Zeit als Theater, in der frühen Neuzeit als Steinbruch, später als Forschungsobjekt und im 20. Jahrhundert beliebter Austragungsort antiker Schauspiele und bekannter Jazzveranstaltungen. Anfang der 1990er-Jahre waren umfassende Sanierungs- und Konservierungsarbeiten dringend notwendig geworden.
Das Theater im Blickfeld der Forschung
Im 14. und 15. Jahrhundert begann man sich in Europa intensiv mit der Antike auseinanderzusetzen. Die erste uns bekannte Erwähnung des Theaters von Augusta Raurica stammt aus dem Jahre 1531. 1548 wagte man sich an eine erste Deutung: ein zerfallenes Schloss. Schon 1582–1585 fanden erste Ausgrabungen statt - auf Anregung des Basler Rates und auch von diesem finanziert.
"...damit wir in ervahrung bringen mechten, was ess doch fir ein seltzam werck gwesen ist ...," wie der Kaufmann und spätere Ratsherr Andreas Ryff vermerkte. Massgeblich zum Verständnis trugen aber vor allem die anschliessenden Arbeiten des Juristen und Humanisten Basilius Amerbach (dessen Sammlung einst die Basis für das Basler Historische Museum legen sollte) und des Kunstmalers Hans Bock d.Ä. bei. 1589 berichtete Amerbach dem Schaffhauser Chronisten J. J. Rüger: "Ich denke, dass es ein Theater oder Amphitheater sein muss."
Dieser Kenntnisstand erweiterte sich im Verlauf der folgenden 300 Jahre kaum. 1884 erhielt die heutige Eigentümerin des Theaters, die Historische und Antiquarische Gesellschaft zu Basel, das Grundstück als Schenkung.
Erst 1903 kam wieder Bewegung in die Forschung, als der Basler Lateinlehrer und Antikenfreund Theophil Burckhardt-Biedermann in Zusammenhang mit der vollständigen Freilegung des Monumentes feststellte, dass in Augst die Überreste dreier übereinander errichteter antiker Theaterbauten vorliegen, die sich zeitlich abgelöst haben.
Das Theater als Schauplatz für Religion, Politik und Unterhaltung
Die frühesten Theaterstücke (Tragödien, Komödien) sind aus Griechenland bekannt, wo auch die halbkreisförmige Architekturform für die Aufführungen entwickelt worden ist, eine Form, die sich bis heute bewährt hat. In Rom entstand das erste freistehende Theater aus Stein in den 50er-Jahren vor Christus. Die imposante Anlage, das nach seinem Auftraggeber so benannte Pompejus-Theater – u.a. Schauplatz der Ermordung Caesars im Jahre 44 v. Chr. – war stilbildend für die meisten Theaterbauten im weitläufigen Imperium Romanum.
Die monumentale Architektur war eigens entworfen worden, um die Anlage zu einem Treffpunkt der Massen werden zu lassen. Die Menschen versammelten sich dort aber nicht nur, um Schauspielern und Komödianten zuzujubeln. Die grossen Anlagen boten auch die ideale Plattform für politische Propaganda.
Römische Theater waren jedoch nicht nur Austragungsorte unterhaltsamer Veranstaltungen und Schauplätze politischer Versammlungen. Wenn sie, wie im Falle von Augusta Raurica, mit einer Tempelanlage verbunden waren, konnten auch Teile religiöser Feierlichkeiten darin abgehalten werden. So merkwürdig es den modernen Betrachtern erscheinen mag, darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Trennung von Staat und Kirche bei uns eine Errungenschaft der Neuzeit ist. Im antiken Rom waren Religion und Staat untrennbar miteinander verbunden. Ohne das eine konnte das andere nicht funktionieren. Religiöse Opfer und Riten waren für die Existenz des Staates überlebenswichtig, und die Eintracht mit den Göttern galt als Voraussetzung für eine gesicherte Zukunft des Reiches. Es zeugt aus heutiger Sicht von einer grossen religiösen Toleranz, dass damals nicht nur eine, sondern verschiedene Gottheiten angerufen wurden, denen Opfer zum Wohle des Staates erbracht werden konnten.
Die Stadtgöttin Roma konnte das Opfer ebenso wohlwollend entgegennehmen wie der oberste Gott Jupiter oder eine andere der dafür zuständigen Gottheiten.
Das Theater von Augusta Raurica ist ein hervorragendes Beispiel für diese damals allgemein gültige Haltung, war doch die Anlage untrennbar mit dem grossen Tempel auf dem gegenüberliegenden Hügel Schönbühl verbunden. (Zur Verdeutlichung muss man sich vorstellen, dass die moderne Strasse zwischen den Anlagen damals nicht existierte und dass das Theater höchstens über ein niedriges Bühnengebäude verfügte.) Leider wissen wir bis heute nicht, welcher Gottheit die monumentale Anlage auf dem Schönbühl gewidmet gewesen ist. Auch über die religiösen Riten ist nur wenig bekannt.
Das Theater und die Zuschauer
Das Theater von Augusta Raurica bot etwa 10'000 Menschen Platz. Unten, nahe bei der Bühne, sassen die Männer aus der Oberschicht sowie die Ehrengäste. Frauen, Bedienstete und allenfalls Sklaven hatten auf den obersten Rängen Platz zu nehmen.
Veranstaltungen im Theater erfreuten sich grosser Beliebtheit, denn mit etwas Glück musste kein Eintrittsgeld für die Veranstaltung bezahlt werden. Zu den Verpflichtungen römischer Politiker gehörte es nämlich, dass sie – im Falle einer Wahl – Gratiseintritte zu spannender Unterhaltung inklusive leckerer Zwischenverpflegung finanzierten.
Die Aufführungen fanden am Tag statt. Aus der Literatur wissen wir, dass an heissen Tagen zur Erfrischung der Gäste parfümiertes Wasser zerstäubt wurde – Sponsoren vorausgesetzt. Die Bühnendekoration orientierte sich an der Aufführung und bestand aus bemaltem Holz.
Gegeben wurden deftige Possenspiele (mimus) aus dem Leben der kleinen Leute mit lustigen, oft derben Sprechpartien, Gesangs- und Tanzeinlagen. Die Schauspielerinnen und Schauspieler trugen keine Masken. Diese waren für die Solodarbietungen des pantomimus reserviert, der Themen aus der antiken Mythologie darstellte. Begleitet wurde der Pantomime – Frauen waren selten – von einem Chor und einem Orchester.
Heute bietet das römische Theater von Augusta Raurica Platz für rund 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die offiziellen Feierlichkeiten zur Wiedereröffnung des Monuments finden im Sommer unter der Ägide des Kantons Basel-Landschaft statt. Für eine abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe wird in den nächsten Jahren die Hauptabteilung "kulturelles.bl" verantwortlich zeichnen.
Das Theater und seine Architektur
Das römische Theater im Mittelmeergebiet war ein ringsum geschlossener freistehender Bau. Die reich verzierte und mit einem Dach überdeckte Bühnenmauer, das Bühnenhaus, war gleich hoch wie die obersten Zuschauerränge. Die Abgeschlossenheit sorgte für eine optimale Akustik.
Anders das Monument in Augusta Raurica und viele Theater in anderen Teilen Galliens (Frankreich, Belgien und Schweiz). Sie besassen meist keine geschlossene Bühnenmauer. An ihrer Stelle befand sich entweder ein kleines Bühnenhaus oder sogar kein festes Gebäude. Beim Augster Theater hatte man freie Sicht auf den gegenüberliegenden Tempelkomplex.
Die drei Theaterbauten von Augusta Raurica
Vom 1. Theater in Augusta Raurica, einem Bühnenhaus, das um 70 n. Chr. errichtet wurde, sind nur wenige Reste erhalten geblieben. Sie finden sich unter den rekonstruierten Sitzstufen des heute sichtbaren 3. Theaters verborgen. Hinter dem Theater ist zudem der Verlauf der Umfassungsmauer des 1. Theaters am Boden markiert. In regelmässigen Abständen war der Mauerzug durch Strebepfeiler verstärkt.
Zwischen zwei Pfeilern fand man die Reste einer öffentlichen Latrine. Im Schlick lagen zwei Wasserkrüge als Zeugen römischer Körperhygiene.
In den folgenden Jahren entwickelte die Stadt ein beachtliches Wachstum. Entsprechend den sich ändernden Bedürfnissen wurde das 1. Theater grösstenteils abgetragen und an seiner Stelle um 110 n. Chr. ein Amphitheater gebaut. Die Sitzreihen befanden sich fast ausschliesslich auf einer Seite mit Blick auf die Tempelanlage gegenüber.
Um etwa 180 n. Chr. leistete sich die Stadt an Stelle des Amphitheaters erneut ein Bühnentheater, während sie am Stadtrand zugleich ein neues Amphitheater baute. Die heute sichtbare Ruine entspricht - mit Ausnahme weniger Details – diesem jüngsten Bauzustand. Vom späten 3. Jahrhundert an zerfiel die Anlage und diente über Jahrhunderte als Steinbruch. Trotz des Steinraubs gehört das Theater von Augusta Raurica zu den wenigen Monumenten, die nie unter der Erde verschwunden sind.
Das Theater und die Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten der letzten Jahre
Die Ausgrabungen vor 120 Jahren erbrachten leider nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern hatten auch den Zerfall des freigelegten Mauerwerks zur Folge. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren umfassende Restaurierungsmassnahmen notwendig. Bis Ende der 30er-Jahre wurde die Grabungstätigkeit fortgeführt, gefolgt von intensiven Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten, die bis in die späten 40er-Jahre andauerten. Als Folge von Pflanzenwachstum und Witterungseinflüssen hatte sich der Zustand des Monumentes im Laufe der Zeit so stark verschlechtert, dass 1988 Teile des Theaters für das Publikum geschlossen werden mussten. Dank der Bewilligung eines Gesamtsanierungsprojektes in der Höhe von 16,35 Mio. Franken durch den Landrat des Kantons Basel-Landschaft konnte nach einem evaluierenden Vorprojekt 1996 mit den umfassenden Dokumentations- und Sanierungsarbeiten begonnen werden. Anfang 2007 sind diese Arbeiten nun mehrheitlich abgeschlossen worden. Zusammen mit dem Vorprojekt haben sie rund 18 Millionen Franken gekostet; der Betrag ist grösstenteils vom Kanton Basel-Landschaft erbracht worden. Der Kanton hat damit tatkräftig seinen Willen manifestiert, zum kulturellen Erbe der Region Sorge zu tragen.
Ein Kampf gegen Wasser und Frost
Neben natürlichen Faktoren wie Pflanzenwuchs und Erosion haben im Verlauf der Zeit die schon erwähnten Restaurierungen zum Schadensbild beigetragen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die antiken Bruchsteinmauern mit Portlandzement neu verfugt und abgedeckt. Im Verlauf der Jahrzehnte wurden diese Zementabdeckungen rissig, so dass Regen- und Schmelzwasser in die Mauerkerne eindringen konnte. Im Gegensatz zum antiken Kalkmörtel, durch den Feuchtigkeit an der Maueroberfläche verdunsten konnte, verunmöglichten die dichten und harten Zementfugen ein Austreten des im Kern angesammelten Wassers. Das Resultat waren Risse und Löcher im Mauerwerk, die langfristig zu einer statischen Destabilisierung des Bauwerks führten. Ein beachtlicher Teil der aktuellen Sanierungsarbeiten erstreckte sich deshalb auf die Erneuerung und Konsolidierung früherer Restaurierungen.
Das oberste Ziel der Arbeiten war jedoch in jedem Fall die Erhaltung des heute noch vorhandenen antiken Originalbestands. In aufwändiger Feinarbeit mussten die oft maroden antiken Mauerschalen restauriert werden. Wo möglich wurden die antiken Schalenquader – also die sichtbaren Steine der Aussenhülle – mit Spezialmörtel zusammengeklebt und das Mauerwerk wieder mit einem feuchtigkeitsdurchlässigen Restaurierermörtel neu verfugt. In statisch stark gefährdeten Zonen wurden die Kalksteinmauern zusätzlich mit 8 bis 10 Meter langen Ankern im dahinterliegenden Erdreich fixiert.
Die Rekonstruktion der Sitzstufen
Seit 1938 wurde das Augster Theater regelmässig als Veranstaltungsort für Theaterspiele und Konzerte genutzt. Eine Bespielung ist seit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten wieder möglich. In diesem Zusammenhang bildet die Teilrekonstruktion der Sitzstufenränge des jüngsten Theaters ein wichtiges Element des Sanierungskonzepts. Diese Rekonstruktion dient allerdings nicht nur einer Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten. Da sie die zum Teil sehr fragilen Überreste der älteren Theaterbauphasen überdeckt, leistet sie auch einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Schutz der noch erhaltenen originalen Bausubstanz. In Zusammenarbeit mit Architekten und Konsulenten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege wurde für die Gestaltung der Sitzstufenränge ein Konzept erarbeitet, das sich zwar stark an der antiken Situation orientiert, aber dennoch klar als moderne Baukonstruktion erkennbar bleibt. Ausgangspunkt für die Rekonstruktion bildeten die wenigen heute noch erhaltenen Quader aus Degerfelder Buntsandstein. Die zum Teil bis zu 1,8 Tonnen schweren Steinblöcke weisen eine Vielzahl von Behauspuren auf, die Aufschluss über das Erscheinungsbild und die Masse der Stufen geben. Auf der Basis dieser Indizien liessen sich die modernen Sitzstufen rekonstruieren. Um den Aufbau unmissverständlich als moderne Konstruktion lesbar zu machen, fiel der Entscheid, mit Drahtgitterkörben, wie sie aus dem Garten- und Landschaftsbau bekannt sind, zu arbeiten. Was sich aus der Nähe als moderne, kleinteilige Konstruktion präsentiert, entfaltet vom gegenüberliegenden Schönbühl aus eine unerwartete Fernwirkung: Von diesem Standort aus treten die Gitterkörbe fast vollständig in den Hintergrund. Die so entstandene Architektur macht letztlich die ehemalige Form der jüngsten Theaterphase wieder deutlicher lesbar und vermittelt einen Eindruck des vom römischen Baumeister angestrebten Farbenspiels zwischen rotem Sandstein und beigegrauem Jurakalkstein. Nur noch erahnen lässt sich leider die ursprüngliche Höhe des gigantischen Bauwerks: Die Zuschauerränge erhoben sich einst bis auf die Wipfelhöhe der hinter dem Monument stehenden Pappeln. Heute ist mehr als die Hälfte der Sitzstufen unwiederbringlich verloren.
Dunkle Kloaken
Im Rahmen des Sanierungsprojektes konnte erstmals auch der grosse Abwasserkanal, der unter den Fassadenmauern des jüngsten Theaterbaus hindurch das ganze Theatergelände durchquert, eingehend untersucht und dokumentiert werden. Wie sich gezeigt hat, geht der Kanal vermutlich auf die zweite Theaterbauphase zurück, als er auch zur Entwässerung der Arena des Amphitheaters gedient hatte. Zur Gewährleistung des Unterhalts und zur Reinigung des antiken Kanalsystems führten in regelmässigen Abständen Wartungsschächte von oben durch das Gewölbe. Einer dieser Schächte im Süden des Kanalsystems war mit einer Kammer gekoppelt, in der mehrere kleinere Abwasserkanäle zu einem Hauptstrang zusammenflossen. In ihrer Lage am Fuss der Augster Oberstadt diente die Kammer als Ausgleichbecken für die zum Teil steil abfallenden Zuflusskanäle aus dem Stadtzentrum.
Neu rund ums Theater: Spektakel, Audioguide und Workshop
In Augusta Raurica wird die wissenschaftliche Erforschung des Monumentes geleistet. Einen grossen Stellenwert geniesst daneben die Vermittlung der wissenschaftlichen Erkenntnisse an ein breites Publikum, getreu dem Leitsatz "erleben – erhalten – erforschen". Das beginnt bei der neu gestalteten Umgebung des Theaters, wo sich die Gäste anhand von 20 illustrierten Tafeln über das Monument orientieren können. Wer sich ganz auf einen Zeitsprung in die Antike einlassen möchte, dem sei der neue Audioguide empfohlen: Über Kopfhörer begleitet er die Gäste akustisch während drei Viertel Stunden um und durch das ganze Monument: Eine Frauenstimme von heute unternimmt mit dem Römer Quintus Sanucius Melo, einem römischen Schmied aus Augusta Raurica, einen Spaziergang. Dabei unterhalten sich die beiden über das Monument von heute und das Theater in römischer Zeit. Im Hintergrund sind immer wieder Sprachfetzen von Schauspielern auf der Bühne (natürlich auf Latein) und weitere akustische Untermalungen zu hören.
Unsere Gäste können sich diesen Rundgang auf i-pod ab Anfang Mai an der Museumskasse gegen eine kleine Gebühr ausleihen. Erhältlich ist er in Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch.
Damit auch ganze Schulklassen das prickelnde Gefühl erleben können, in einem echten römischen Theater aufzutreten, sind verschiedene Workshops zum Thema entwickelt worden. Anhand eines flexibel einsetzbaren Drehbuchs können die Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Tag im Leben eines römischen Jugendlichen inszenieren - sei dies nun die Hochzeit von Prisca oder der Tag, bevor Marcus 16 (und damit volljährig) wird. Passende Requisiten (inklusive einem Eselskostüm) stehen zur Verfügung.
Und ganz zum Schluss: Ein Theater ist nicht dasselbe wie ein Amphitheater
Das römische Theater besteht in erster Linie aus einem halbrunden Platz, der Orchestra, mit dem anschliessenden Bühnenhaus. Die Sitzstufen steigen halbkreisförmig von der Orchestra in die Höhe. Im Gegensatz dazu verfügt das Amphitheater über eine ovale Arena, von der aus sich die Sitzstufen in der Regel beidseitig in die Höhe erheben.
Auch das Unterhaltungsprogramm, das in den beiden Anlagen gezeigt wurde, unterschied sich erheblich. Waren es im Theater Possenspiele, pantomimische Darstellungen, Musikstücke, religiöse Feierlichkeiten und politische Versammlungen, erfreuten sich die Menschen im Amphitheater an Gladiatorenspielen, Tierhatzen und Hinrichtungen.
Als regionale Grossstadt verfügte Augusta Raurica in seiner Blütezeit um 250.Chr. sowohl über ein Bühnentheater im Stadtzentrum als auch über ein Amphitheater im Südwesten der Stadt.