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Projektinfos
Studienauftrag auf Einladung 2012, 1. Preis
Bauherrschaft: GRS Invest AG, Wil
Planung: bis Baueingabe 2014 – 2017
Landschaftsarchitekt: PR Landschaftsarchitektur GmbH, Arbon
Visualisierungen: Swiss Interactive, Aarau
Das Baugebiet befindet sich im Westen vom Zentrum der Stadt Frauenfeld, auf einem ehemaligen Fabrikgelände, umschlossen von der Laubgasse im Osten, der Oberwiesenstrasse im Norden und dem Birkenweg im Westen. Im Süden grenzt die SBB-Bahnlinie an das Grundstück. Das ehemalige Fabrikgebäue Baumer und die dazugehörende Fabrikantenvila „Linquenda“ bleiben als Zeitzeugen erhalten und schaffen spannende Situationen zwischen Alt und Neu.
Die neue Wohnbebauung mit 135 Mietwohnungen im mittleren Preissegment, in den Grössen von 2½ bis 5½ Zimmern, ist gut erschlossen, hat Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz und befindet sich in einem bestehenden Wohngebiet. Dieses durchgrünte Wohnareal wird mit einer neuen Wohntypologie ergänzt und quartierverträglich verdichtet. Ein kompakter Baukörper begrenzt nördlich das Areal zur Oberwiesenstrasse und steht in Ausrichtung und Stellung in direktem Bezug zum alten Fabrikgebäude. In der Arealtiefe sind drei langgezogene, leicht abgewinkelte Wohnzeilen zueinander versetzt angeordnet. Volumetrisch orientieren sie sich am Fabrikgebäude. Diese ortsbauliche Disposition der Bauten generiert eine Durchlässigkeit in Ost-West-Richtung und grosszügige, ganztägig besonnte, „fliessende“ Aussenräume zwischen den Bauzeilen. Die Baukörper sind leicht vom Boden abgehoben und verstärken dadurch den optischen Durchfluss. Zusammen mit der Fabrik und Villa bilden sie ein Ensemble mit sich öffnenden und schliessenden Aussenbereichen unterschiedlicher räumlicher Dichte. Ein peripher angeordneter Platz mit schattenspendenden Bäumen und einem Pavillon dient als sozialer Treffpunkt, welcher vielfältig gestaltet und bespielt werden kann. Die den Hauszeilen vorgelagerten platzartigen Erschliessungszonen eignen sich auch als den Häusern zugeordnete Begegnungs- und Spielbereiche. Einzelbäume, Baumgruppen und kleinräumliche Strukturen (Hecken, Bambus, Schilf,…) gliedern die Räume zwischen den Gebäuden und ergeben ein parkartiges Flair.
Die schmalen Stirnseiten der Hauszeilen nehmen die Proportionen der angrenzenden Bauten auf und vermitteln, ortsbaulich angemessen, zu den umliegenden Bauten. Die Wohnungen besitzen grosszügige, eingezogene Balkone Richtung Süden, durchgehenden Wohn-Essbereichen und freie, zweiseitige Aussichten in die Umgebung. Die Fassadengestaltung wird geprägt aus den Materialien Holz, Beton und Glas. Für die geschlossenen Partien zwischen den raumhohen Verglasungen sind vertikale Holz-Verschalungen vorgesehen. Vorgehängte Betonelemente zeichnen den Verlauf der Decken und gliedern die Gebäude in der Horizontalen.