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Das Äussere Weggistor am Eingang zur Hertensteinstrasse. Aufnahme zu Beginn der Abbrucharbeiten im Jahr 1860
Wie erwartet sind bei der Neugestaltung des Luzerner Museumsplatzes am Eingang zur Hertensteinstrasse mächtige Mauerreste zum Vorschein gekommen. Sie stammen vom Äusseren Weggistor, dem östlichsten Stadttor Luzerns. Das Äussere Weggistor taucht im 14. Jahrhundert erstmals in den Schriftquellen auf. Bis ins 19. Jahrhundert bildete es für all jene, welche über den Landweg vom Reusstal und von Zürich her nach Luzern gelangten, den Eingang zur Stadt. Mit dem Anbruch der Moderne und dem damit einhergehenden Verkehrsanstieg wurde die Stadtbefestigung zunehmend als Hindernis empfunden. 1860 machte man das Äussere Weggistor dem Erdboden gleich.
Die Bauarbeiten am Museumsplatz wurden durch die Kantonsarchäologie begleitet. Die dabei dokumentierten Mauerreste erlauben es erstmals, den Torturm exakt zu lokalisieren. Sein Mauerwerk besteht aus sorgfältig behauenen, grossen Sandsteinquadern. Vor dem Tor lag als Annäherungshindernis ein Graben, der wahrscheinlich im 17. Jahrhundert zugeschüttet worden ist.