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Der Preisanstieg für Käse belief sich auf 8,4% und für Butter sogar auf 16,5%. Die Geschäftsführerin der Union der Milchverarbeiter Russlands, Ljudmila Manitskaja, machte für diese Entwicklung auch die weissrussischen Exporteure von Milchprodukten verantwortlich. Diese hätten ihre Preise angehoben und ihre Stellung als wichtigster Auslandslieferant am russischen Markt ausgenutzt, erklärte Manitskaja.
Sie bemängelte zudem, dass sich die Qualität der weissrussischen Produkte verschlechtert habe. Dies belegten Prüfungen der Aufsichtsbehörde Rosselkhoznadzor, die mehrfach eine Verletzung der technischen Normen und Verunreinigungen der weissrussischen Milchprodukte nachgewiesen habe. Nach Angaben von Rosselkhoznadzor führte Russland in den ersten elf Monaten des laufenden Jahres 790'000 t Milchprodukte aus Weissrussland ein. Insgesamt könnten es 2016 fast 1 Mio. t werden.
Laut einem Bericht der Rechnungskammer Russlands belief sich der Selbstversorgungsgrad bei Milch 2015 nur auf 81,2% statt der geplanten 90%. Von einer wesentlichen Zunahme der Milchproduktion und somit auch der Selbstversorgung ist Experten zufolge auch 2017 nicht auszugehen. Eher ist das Gegenteil der Fall. Die russische Milchindustrie befürchtet, dass aufgrund von steigenden Produktionskosten bei einem gleichzeitigen angekündigten Abbau von Subventionen die Produktion sogar sinken und die Preise 2017 bis zu 10 % steigen könnten.