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Nach heftigen Grabenkämpfen zwischen den verschiedenen politischen Lagern setzte sich die frühere Sprecherin des Flüchtlingskommissariats UNHCR, Laura Boldrini, in der Abgeordnetenkammer durch. Wenig später wurde Italiens früherer Top-Mafiajäger Piero Grasso zum neuen Präsidenten der zweiten Kammer, des Senats, gewählt.
Der 67jährige Grasso hatte sich wenige Monate vor den Parlamentswahlen in Italien zum Einstieg in die Politik entschieden. Dabei schrieb er sich die Bekämpfung von Mafia, Korruption und Geldwäsche auf die Fahne. Der ehemalige Mafia-Jäger will Gesetze wieder einführen, die Berlusconi als Premier entschärft hatte. So soll etwa Bilanzfälschung wieder härter bestraft werden.
Koalitionen kaum möglich
Knapp drei Wochen nach den Wahlen war das Parlament am Freitag erstmals zusammengekommen.
Es wird erwartet, dass zunächst Pier Luigi Bersani den Auftrag zur Bildung einer Regierung erhält. Sein Mitte-Links-Bündnis hatte die Wahlen knapp gegen Silvio Berlusconis Volk der Freiheit (PdL) gewonnen. Beppe Grillos Protestbewegung Fünf Sterne (M5S) war auf Anhieb als drittstärkste Kraft ins Abgeordnetenhaus eingezogen.