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Wechselstrom
Wechselstrom ändert seine Richtung und Polarität periodisch. Er hat sich in der Stromübertragung anfangs des 20. Jahrhunderts durchgesetzt und wird weltweit am häufigsten für die Stromübertragung verwendet. Da Wechselstromleitungen geschaltet werden können, eignen sie sich für den Betrieb im vermaschten Netz. Wechselstrom hat den Vorteil, dass die Spannung mittels eines Transformators erhöht und vermindert werden kann. Für eine möglichst verlustarme Übertragung über weite Strecken werden hohe Spannungen verwendet, die bis zum Endverbraucher auf eine niedrige Spannung transformiert werden.
Gleichstrom
Bei Gleichstrom ändert der elektrische Strom seine Richtung nicht. Der Nachteil von Gleichstromleitungen ist, dass sie nur mit aufwändiger und teurer Technik schaltbar sind und sich deshalb noch nicht für den Einsatz im vermaschten Netz eignen. Sie werden deshalb aktuell für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen verwendet und über Umformerstationen an das 50Hz-Versorgungsnetz angeschlossen. Diese formen die zu übertragende Energie von Wechselstrom in Gleichstrom und am Ende der Übertragungsstrecke wieder von Gleichstrom in Wechselstrom um, damit der Strom im Wechselstromnetz weiter transportiert werden kann. Solche Stationen beanspruchen eine sehr grosse Fläche. Wegen den sehr hohen Investitionskosten von mehreren hundert Millionen Franken und der Verluste in den Umformerstationen lohnt sich eine Gleichstromleitung wirtschaftlich erst ab mehreren hundert Kilometern Übertragungsdistanz – und ist für die kleinräumige Schweiz deshalb nur in Verbindung mit dem europäischen Netz ein Thema.