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Von Zeit zu Zeit werden die Lärchen des Schweizerischen Naitonalparks vom Lärchenwickler befallen - einem kleinen dunkelgrauen Falter, dessen Raupen die Lärchennadeln fressen.
Der Lärchenwickler ist ein kleiner dunkelgrauer Nachtfalter, der insbesondere in den inneralpinen Tälern periodisch die Lärchen (Larix decidua) befällt. Er verändert dabei kurzfristig das Wachstum der Lärchennadeln und damit auch das Bild der Wälder, führt aber grundsätzlich nicht zum Absterben der Bäume.
Die Lärche kommt im Nationalpark bis auf eine Höhe von 2200 m ü.M. vor. Immer wieder wird sie von einem Massenbefall des gefrässigen Lärchenwicklers befallen, dessen schwarze Raupe sich von den Lärchennadeln ernährt. In höher gelegenen Gebieten zwischen 1700 – 2000 m ü.M findet ein Massenbefall normalerweise in einem Rhythmus von 8–10 Jahren statt. In diesen Fällen werden viele Nadeln nur angebissen und vertrocknen in der Folge. Dies führt zu der im Sommer ungewohnten rotbraunen Verfärbung der Lärchen. Den Wanderern fallen zudem die zahlreichen spinnweben-artigen Fäden auf, die sich oft quer über die Wege ziehen. Sie stammen von den Raupen, sie sich von Ast zu Ast und bis zur Verpuppung in der Streuschicht am Boden abseilen.
In den auf die Massenvermehrung folgenden Jahren produziert die Lärche kürzere und minderwertigere Nadeln. Gleichzeitig nimmt auch die Zahl der Schlupfwespen, die sich von den Lärchenwickler-Raupen ernähren, aufgrund des grösseren Nahrungsangebots zu. Schlechtere Nahrung und zunehmende Feinde führen letztlich in den Jahren nach der Massenvermehrung zum Zusammenbruch der Lärchenwicklerpopulation. Auf das Tief folgt der Aufbau in Richtung eines nächsten Höhepunkts der Population.
Eine Bekämpfung des Lärchenwicklers ist weder im SNP noch in wirtschaftlich genutzten Wäldern möglich. Sie ist jedoch auch nicht nötig. Ein Befall durch den Lärchenwickler führt nicht zum Absterben eines (gesunden) Baumes, sondern lediglich zu einer Veränderung der Nadeln für einen gewissen Zeitraum. Meist treiben die Lärchen noch im selben Sommer wieder aus, sobald sich die Raupen am Boden verpuppt haben. Die Befälle sind regelmässig und dank ausgeklügelten Anpassungsstrategien und Räuber-Beute-Beziehungen absehbar. Im Nationalpark führen sie in bestimmten Jahren lediglich zu einer Beeinträchtigung des Bildes von sommerlich-grünen sowie herbstlich-orangen Lärchenwäldern.
Weitere Infos:
► Verschiedene Informationen der WSL zum Lärchenwickler