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Ein Rauchansaugsystem besteht aus einer Auswerteeinheit mit eingebauten Messkammern und einem Ansauglüfter sowie einem oder mehreren Rohrsystemen mit Löchern als Ansaugöffnungen. Die Auswerteeinheit wird in der Regel an einem gut zugänglichen Ort montiert, beispielsweise an der Aussenseite eines Tiefkühllagers oder ausserhalb einer Ex-Zone. Dies vereinfacht die Montage sowie Wartungsarbeiten erheblich. Das Rohrleitungssystem wird im unzugänglichen Teil des Objekts, beispielsweise in einem Hochregallager oder direkt in einem IT/EDV-Schrank in die Nähe der Stromversorgung, montiert. Der Ansauglüfter zieht im Betrieb kontinuierlich Luft durch die Ansaugöffnungen an und fördert diese durch das Rohrsystem zur Messkammer. Im Rohrsystem eingebaut sein können je nach Umgebungskonditionen Staub-/Feinstaubfilter und/oder Kondensatfilter, welche allfällige Fremdpartikel in der Luft ausfiltern. Die angezogene Luft wird nun der hochempfindlichen Messkammer zugeführt. Ein Infrarot-Mess-Sensor zählt die Partikel in der angesaugten Luft. Mit einer „Und-Verknüpfung“ folgt ein weiterer Sensor: eine blaue LED analysiert die Partikel durch Spektralanalyse und erkennt dabei, ob es sich um gefährliche Rauchpartikel oder um eine einfache Luftverunreinigung durch ungefährliche Partikel handelt. Im Falle von Rauchpartikeln wird ein entsprechender (Vor-)Alarm ausgelöst. Um eine Frühesterkennung zu bewerkstelligen benötigt es entsprechend hochempfindliche Messkammern. Diese werden in 3 Klassen unterteilt:
Klasse A: sehr hohe Empfindlichkeit für sehr frühe Rauch-Erkennung, beispielsweise in Reinräumen.
Klasse B: erhöhte Empfindlichkeit für frühe Rauch-Erkennung, beispielsweise in Rechenzentren.
Klasse C: normale Empfindlichkeit für normale Rauch-Erkennung, beispielsweise anstelle mehrerer Punkt- oder Linienmelder.
Je nach Einsatzgebiet und Verwendung wird ein Rauchansaugsystem der entsprechenden Klasse ausgewählt und zusammen mit den übrigen Meldern und Elementen, wie Handfeuermelder-Tastern, an die Brandmeldezentrale angeschlossen.
Die Einsatzgebiete für Rauchansaugsysteme sind vielfältig:
Hochregallager
Schaltschränke
IT/EDV-Schränke
Serverräume, Daten- und Rechenzentren
ICT-Telekommunikationsräume
Abgehängte oder kunsthistorische Decken
Gebäude unter Denkmal-/Kulturgüterschutz
Hohe Produktions- und Betriebshallen
Kühlräume
Kabelkanäle
Aufzugs-Schächte
Reinräume
Die Berater von Minimax beraten Sie gerne über die Auswahl des richtigen Rauchansaugsystems. Auch sind sie in der Lage, Sie kompetent betreffend Rohrführung, Positionierung, Anzahl und Durchmesser der Ansaugöffnungen zu beraten. Dadurch ist gewährleistet, dass die richtige Menge Luft in der richtigen Strömungsgeschwindigkeit in die Messkammern geführt wird. Richtig projektiert und dimensioniert sind Rauchansaugsysteme wichtige Komponenten zur Frühesterkennung innerhalb einer wirkungsvollen Brandmeldeanlage.