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Krystalle II 1. Hexagonale Pyramide. 2. Dihexagonale Pyramide. 3. 4. Hexagonales Protoprisma und Basis. 5. 6. Hexagonale Pyramide und Prisma. [* 2] 7. 8. Rhomboeder. 9. Hexagonales Skalenoeder. 10. 11. Rhombische Pyramiden. 12. Die drei rhombischen Pinakoide (in Kombination mit Brachydoma, Makrodoma und Prisma). 13.–19. Verschiedene rhombische Kombinationen. 20. Monokline Pyramide. 21.–25. Monokline Kombinationen. 26. Trikline Pyramide. 27. 28. Trikline Kombinationen. 29.–33. Zwillinge. ¶
Titel
Krystalle
(grch.), die regelmäßigen und ursprünglichen polyedrischen Formen, welche die Substanzen beim Übergange aus dem flüssigen oder dampfförmigen Zustande in den festen freiwillig annehmen. Der Prozeß ihrer Bildung heißt Krystallisation (s. d.). Alle Krystalle sind in bestimmter Form und Zahl von ebenen Flächen begrenzt, die in Kanten zusammenstoßen, die ihrerseits einander wieder in Ecken treffen. Ist die Zahl der Flächen F, die der Ecken E, die der Kanten K, so gilt der allgemeine Satz: F+E = K + 2. An allen vollflächig ausgebildeten Krystalle wird beobachtet, daß für jede Fläche auf der entgegengesetzten Seite des Krystalls eine mit ihr parallele Fläche vorhanden ist, sodaß es hier lauter Flächenpaare sind, die den Krystall begrenzen.
Unter einer Zone versteht man den Inbegriff von mindestens drei Flächen, die untereinander parallele Kanten an dem Krystall bilden, oder die einer und derselben Linie im Raum parallel gehen. Gleichwertige Flächen eines Krystalls sind solche, von denen bei einer vollkommenen Ausbildung desselben niemals die eine ohne die andere auftreten kann. Sind alle gleichwertigen Flächen von dem Mittelpunkt des Krystalls gleich weit entfernt, so schneiden sie sich derart, daß sie alle dieselbe Form und Größe besitzen.
Die gegenseitige Richtung, unter der sich die gleichwertigen Flächen einer krystallisierten Substanz schneiden, ist, solange keine Änderung der Temperatur eintritt, konstant, die Winkel, [* 3] die sie miteinander einschließen, sind dieselben. Es ist dies das Gesetz von der Konstanz [* 4] der Kantenwinkel. Die an einem Krystall vorhandenen, untereinander gleichwertigen Flächen denkt man sich zu einer selbständigen Gestalt vereinigt, die eine einfache Krystallform genannt wird.
Diese einfachen, bloß gleichwertige Flächen aufweisenden Formen sind teils geschlossene, solche, deren Flächen den Raum ringsum allseitig abschließen (z. B. Würfel, Oktaeder), teils offene, solche, bei denen der Raum nach gewissen Richtungen hin offen ist (z. B. Prisma, Pinakoid); derlei offene Formen können natürlich nicht selbständig, sondern nur in Kombinationen vorkommen. Eine Krystallgestalt, die von den Flächen mehrerer nebeneinander ausgebildeter einfacher Formen begrenzt wird, eine Kombination (s. d.) dieser Formen.
Um überhaupt die Krystalle einer mathem. Untersuchung unterwerfen zu können, bezieht man ihre Gestalt auf Achsen, d. h. auf ein Koordinatensystem von Linien, die durch den Mittelpunkt des Krystalls gezogen gedacht werden und die in zwei gegenüberliegenden gleichartigen Flächen, Kanten oder Ecken übereinstimmend endigen. Alle Teile des Krystalls liegen regelmäßig oder symmetrisch um dieses Kreuz [* 5] von idealen, einander durchschneidenden Linien verteilt. Diejenigen Abschnitte, die irgend eine Fläche nach entsprechender Vergrößerung an den Achsen hervorbringt, werden, gemessen von dem Durchschnittspunkt der letztern, Parameter genannt. Wird eine Form aus einer andern abgeleitet, so ist das Verhältnis der beiderseitigen Parameter auf den entsprechenden Achsen allemal ein rationales.
^[Artikel, die man unter K vermißt, sind unter C aufzusuchen.] ¶