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Dreimonatsspritze
- Pearl-Index: 0.1-1.2 (das bedeutet, 0.1 bis 1.2 pro 100 Frauen werden trotz Dreimonatsspritze schwanger)
- Kosten: Zirka Fr. 50.- alle drei Monate
Das Präparat enthält ein lang wirkendes Hormon, das in den Gesässmuskel gespritzt wird und von dort langsam in den Kreislauf gelangt. Die Wirkung ist die gleiche wie bei der Pille. Nach zehn Wochen sinkt der Hormonspiegel wieder ab und die Spritze muss wiederholt werden.
Mögliche Nebenwirkungen: Unregelmässige oder gänzlich ausbleibende Blutungen, Brustspannen, Gewichtszunahme und Stimmungsschwankungen treten häufig auf. Nach Absetzen der Spritze kann es einige Zeit dauern, bis sich der Zyklus normalisiert hat und wieder regelmässige Eisprünge stattfinden.
Chemische Verhütungsmittel: Gels und Crèmes
Die meisten chemischen Methoden funktionieren auf ähnliche Weise: Sie bestehen aus einer wachs - oder gelartigen Substanz, die sich durch die Körperwärme in der Scheide auflöst und einen zähen Schleim vor dem Muttermund bildet. Die meisten chemischen Mittel enthalten den Wirkstoff Nonoxinol, welcher die Samen abtötet.
Die natürlichen Mittel enthalten Zitronen- oder Milchsäure und hemmen die Beweglichkeit der Samenzellen. Sie sind weniger sicher aber auch weniger belastend für die Gesundheit.
Damit sich die Substanz vollständig auflösen und ihre Wirkung entfalten kann, müssen die Mittel zehn Minuten vor jedem Geschlechtsverkehr angewendet werden.
Grundsätzlich sind diese Mittel als alleinige Verhütungsmethode nicht sicher und deshalb nur in Kombination mit einer anderen Methode wie das Diaphragma zu empfehlen.
Mögliche Nebenwirkungen: Die chemischen Mittel mit Nonoxinol können die Scheide und den Penis reizen. Crèmes, die nicht auf Wasserbasis entwickelt wurden, dürfen nicht zusammen mit einem Kondom verwendet werden, denn die Fette und Öle darin können den Gummi schwächen und dazu führen, dass er reisst.
Coitus Interruptus
Der Begriff Coitus Interruptus stammt aus dem Lateinischen: Coitus = Geschlechtsverkehr und Interruptus = abgebrochen und wird auch "abgebrochener Geschlechtsverkehr", "Aufpass-Methode" oder "Rückzieher" genannt.
Beim Coitus Interruptus wird der Penis vor dem Samenerguss aus der Scheide gezogen, um zu verhindern, dass die Samenflüssigkeit in die Scheide bzw. später in die Gebärmutter gelangt.
Der Coitus Interruptus ist eine sehr unsichere Verhütungsmethode und nicht zu empfehlen, da der Austritt von Samenflüssigkeit auch schon an der Grenze zum eigentlichen Orgasmus möglich ist.
Zudem können sich auch in Vor- oder Lusttröpfchen bereits Samenzellen in einer für eine Befruchtung ausreichenden Menge befinden.
Ausserdem kann es passieren, dass der Junge zu erregt ist, um seinen Penis rechtzeitig zurückzuziehen.