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Einleitung
Sowohl die Strafausgestaltung als auch die Handlungen, welche überhaupt als illegal erachtet werden, sind
einem stetigen Wandel unterzogen. Hexenverbrennungen oder die Verfolgung homosexueller Personen zeigen auf, welche schlimmen Irrwege das Strafsystem schon beschritten hat. Überlegungen wie diese regen dazu an, einen Schritt zurückzutreten und sich die Frage zu stellen, warum und wie gewisse Verhaltensweisen bestraft werden sollen oder dürfen.
Hinsichtlich dieser Frage gibt es eine ganze Palette an möglichen Antworten. In meiner Arbeit werde ich mich an das Werk «The Immoraltiy of Punishment» von Michael Zimmerman halten, welches die abolitionistische Position vertritt. Zimmerman befindet, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit alle gesetzlichen Strafen, Strafpraxen und -institutionen moralisch falsch sind. Dieser Satz mutet extrem an, doch gelingt es ihm, eine starke Argumentation gegen die Rechtfertigung von Strafen zu formulieren.
Ich werde mich bei der Zusammenfassung dieses Textes auf die wichtigsten Punkte konzentrieren und insbesondere Wert auf diejenigen Stellen legen, die ich später kritisch hinterfragen werde. Namentlich wären das insbesondere das Proportionalitätsproblem und der moralische Zufall. Anschliessend werde ich – gestützt auf eigene Abwägungen und Überlegungen von Neil Levy - die Argumentation Zimmermans auf Herz und Nieren prüfen und dabei hoffentlich einige Schritte weiterkommen in der Beanwortung meiner eingangs gestellten Frage.
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