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Dieses Wochenende fand hier in Bendigo das grosse Internationale Madison statt. Dies bedeutet drei Tage Rennen: auf der Strasse, auf der Bahn und zu Fuss.
Für mich begannen diese drei Tage schon am Donnerstag. Dann finden auf der Bahn die Clubraces statt. Im Scratch konnte ich mein erstes Rennen hier in Australien gewinnen und gleich mit einem dritten Platz in meiner Kategorie nachdoppeln. Im Handicaprennen kam ich aber nicht über den Vorlauf hinaus. Trotzdem konnte ich zuversichtlich auf die folgenden Tage schauen.
Am Freitag fand ein Kriterium über 30 Runden statt. Jede fünfte Runde gab es einen Prämien Sprint. So kam es auch, dass sich nach dem ersten Sprint eine Fluchtgruppe löste, die bis zum Schluss vorne blieb und den Sieg unter sich ausmachte.
Sieger wurde der Tscheche Vojtech Hacecky.
Weil es ein sehr schnelles Rennen war, versuchte ich mich immer in den vorderen Plätzen aufzuhalten, da man dort am wenigsten Energie brauchte.
Beim Feldsprint ging es dann noch um den achten Platz, der vom Junioren Omnium Weltmeister Cabel Ewan gewonnen wurde. Ich konnte mich am Schluss über den 15. Gesamtrang freuen.
Am Samstag ging es dann wieder auf die Bahn, wo der Abend mit Handicap Rennen und Scratch Rennen gefüllt wurde. Für mich hiess dies, in den Vorläufen alles zu geben, weil ich gegen einige hochkarätige Namen fahren durfte. Ich musste aber einsehen, dass es gegen Shane Archbold kein Vorbeikommen gab. So schied ich dann auch aus.
Neben den Bahnrennen standen auch noch Wettkämpfe der Läufer auf dem Programm. Mit 120m Handicap Sprint, 400m Handicap und 1600m Handicap waren auch in dieser Kategorie spannende Rennen zu sehen.
Am Sonntag stand das grosse Madison über 200Runden (80km) an. Die grrossen Favoriten hiessen Franco Marvulli und Loic Perizzolo. Neben ihnen starteten unter anderen die Deutschen Lamparter/Grassmann, Barth/Müller, Van Bon/Ewan, um nur einige zu nennen.
Das Madison Rennen lief für Franco nach Wunsch und er konnte sich mit einer Solorunde den Sieg sichern. Besonders stolz war ich auf Barth und Müller: Da sie keinen Coach hatten, bin ich für sie in diese Rolle gesprungen. Nach etwa 3/5 des Rennens lagen sie zwischenzeitlich auf Platz zwei. Anschliessend vielen sie jedoch auf den fünften Rang zurück. Da sie aber in der gleichen Runde waren wie die Zweitplatzierten, war noch alles offen.
Mit einer offensiven Fahrweise in den letzten 50 Runden holten sie sich wertvolle Punkte und machten einen Platz nach dem andern wieder gut. Nach der zweitletzten Wertung lagen sie auf Rang zwei und nur noch die Law Brüder konnten sie von dort verdrängen. Am Schluss gelang ihnen der Coup und sie fuhren mit zwei Punkten Vorsprung den zweiten Platz heraus.
„Tolle Leistung“ an unser Team! 🙂
Meine eigenen Rennen waren schon ein bisschen früher. Beim Scratch fuhr ich nach der Hälfte des Rennens vorne weg und suchte mein Glück alleine. Leider war meine Flucht 200m vor dem Ziel zu Ende und ich wurde vom heranrasenden Feld wie ein Esel am Berg stehen gelassen. Danach war meine Energie verpufft und ich konnte mich im Punktefahren nicht mehr steigern.
Nun stehen 3 Tage zum Verschnaufen vor der Tür, bis ich am Donnerstag beim Bendigo Club Madison auch noch fahren darf.
Weitere News folgen….
Euer Michi