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Einem trapezförmigen Grundstück mit starker Hangneigung ist ein sechseckiges Volumen mit einer nach Süden orientierten Hauptfassade einbeschrieben. Durch die Beanspruchung der maximal möglichen Bauhöhe an allen sechs Gebäudeecken ergibt sich ein schräg geschnittenes Volumen und damit ein geneigtes Dach. Man betritt das Haus von Norden her unter einer Auskragung, die einen gedeckten Aussenraum formt. Der Eingangsraum wird durch «raumhaltige Mauern» mit integrierter Garderobe, Schränken und Toilette zoniert, sodass die angrenzenden Arbeits- und Schlafräume sowie Badezimmer mittels Schiebewänden abgetrennt oder zu einem umlaufenden Raumkontinuum verbunden werden können. Im Sockelgeschoss befinden sich die Kinderzimmer. Sie sind über einen zentralen Raum erschlossen, der in ein Gartenzimmer übergeht, das als Gäste-, Spiel- oder Arbeitszimmer genutzt werden kann. Im Obergeschoss unter dem geneigten Dach befindet sich der Hauptraum mit einer aussergewöhnlichen Höhenentwicklung von 2,40 bis 5,20 Meter. Auch dieser Raum ist durch eine raumhaltige Mittelwand gegliedert, sodass in den unterschiedlich hohen und weiten Zonen gewohnt, gekocht, gespielt und gearbeitet werden kann.
Im Erdgeschoss verstärken dunkelgrüne und hellorange Farbflächen die Lichtstimmungen der jeweiligen Räume. Im Obergeschoss soll die Hauptwand periodisch mit einem neuen Farbkonzept bespielt werden. Das Zusammenspiel von Farbe und Raum kann so in einer fortlaufenden Laborsituation im Alltag erfahren und beobachtet werden. Die erste Bespielung war ein leuchtendes Gelbgrün mit «lichtempfindlicher» Farbreflexion und Wirkung, die zweite ein leuchtendes Himbeerrot, und die derzeitige ist ein mit irisierenden Pigmenten gespritzter, hochglänzender Farbverlauf.
Tragende Sichtbetonwände und ein Betondach bilden die äussere Gebäudehülle. Die grossflächigen Fenster lassen sich öffnen, indem sie in «Taschen» verschoben werden, die zwischen den Betonaussenwänden und den vorgemauerten Innenwänden ausgebildet sind. Auf der Nordseite sind die Fenster mit breiten Rahmen bündig in die Fassade gesetzt.
Der Beton der Dachfläche und der Aussenwände ist dunkelgrau und moosgelbgrün eingefärbt, wobei die Übergänge zwischen den beiden Farben in den Flächen und nicht in den Ecken angeordnet sind.
Die dichte Bepflanzung der Parzellengrenze formt eine grüne Lichtung mit blühenden Sträuchern und Beerenstauden, in deren Mitte sich das grün-graue Gebäudevolumen erhebt.