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Historische Telefone und Telefonzentralen der Schweizer Armee
Die Website gibt eine Übersicht der in der Schweiz von der Armee, dem Luftschutz und dem Zivilschutz eingesetzten Apparaten seit 1888. Im Armeemuseum in Thun dürften von allen je eingesetzten Geräten einige Exemplare eingelagert sein. Leider ist dieser Fundus der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die ausgemusterten Telefone wurden meist noch eine gewisse Zeit als Kriegsreserve eingelagert und bei den früher jährlich stattfindenden Versteigerungen in Thun an Interessierte versteigert oder verkauft. Heute sind Überbestände in den verschiedenen Liqshops der Armee zu haben.
Die im Felde eingesetzten Apparate lassen sich ganz grob in zwei Kategorien einteilen, das Feldtelefon im Leder- oder Segeltuchfutteral und das Armeetelefon im Holzgehäuse. Zusätzlich werden weitere, nicht direkt im Feldeinsatz stehende Apparate beschrieben, viele Feldtelefone der Armee fanden nach der Ausmusterung beim Luftschutz (später Zivilschutz) und teilweise privaten Werkschutzorganisationen eine neue Funktion. Neuere Geräteserien wurden speziell für den Zivilschutz hergestellt und auch entsprechend markiert oder bezeichnet.
Die meisten der hier gezeigten Telefone und Zentralen konnte ich über Jahre in meiner privaten Sammlung zusammentragen. Schwarz - weisse oder fehlende Fotos bedeuten, dass das Gerät nicht in meiner Sammlung vorhanden ist. Wer ein solches Gerät besitzt und sich eventuell davon trennen will, ich kann dem Apparat einen schönen Platz in einer kleinen Sammlung garantieren.
Die ersten Apparate ab 1888 wurden von einheimischen Firmen bezogen wie Hasler AG in Bern oder Favarger & Cie. in Neuchâtel. Ab 1905 beschaffte die Kriegstechnische Abteilung der Armee (KTA) die Geräte bei Siemens & Halske in Berlin. Diese wurden ab 1918 in Lizenz mit einigen Verbesserungen nachgebaut durch die Firmen Telefonwerke Albisrieden (später Albiswerk Zürich und Siemens - Albis AG Zürich), Autophon AG Solothurn und Hasler AG Bern. Diese drei Firmen bauten in der Folge alle weiteren Telefone der Armee, erst ab 1961 übernahm die Firma Gfeller AG in Flamatt die Produktion der Serie Feldtelefon Modell 1950 und Armeetelefone Modell 1953. Nach dem Zweiten Weltkrieg kaufte die Armee aus amerikanischen Surplusbeständen 60 Funkstationen Typ SM-46 (SE-402, US SCR-399/A) Damit kamen etwa 100 Feldtelefone des Typs EE8-B in der Schweiz zum Einsatz. Mit der Inbetriebnahme des Feldtelefon 96 und dem Integrierten Militärischen Fernmeldesystem IMFS endete 1998 offiziell der Einsatz der Lokalbatteriesysteme. Zur Zeit (Sommer 2013) sind immer noch einige Feldtelefone Modell 1950 im Einsatz bei Armee und Zivilschutz für untergeordnete Punkt - Punktverbindungen. Das letzte gefertigte Lokalbatterietelefon Modell 1970-LB verliess 2000 die Fabrikationsstätte der Firma ASCOM, kurze Zeit später wurden diese Apparate teilweise neu und originalverpackt liquidiert.
Da die interessierte Fachwelt im Bereich Schweizer Militärübermittlung nicht eben mit Fachliteratur überschüttet wird, habe ich mich entschlossen, das vorhandene Fachwissen auf diese Art allen zugänglich zu machen. Für Informationen zu bisher nicht erfassten Geräten bin ich immer dankbar. Dabei verfolge ich mit meiner Website keinerlei kommerzielle und politische Interessen. Mein Wissen stammt zum grossen Teil aus den weiter unten erwähnten Büchern und ist somit teilweise etwas einseitig. An weiteren Unterlagen und Daten bin ich immer interessiert.
NEU: Farbiger Titel bedeutet, dass das Gerät oder ein Bild neu erfasst worden ist, bzw. in besserer Qualität reproduziert wird. Der regelmässige Besucher wird Neuheiten so besser erkennen.
Die Fotos stammen von eigenen Exponaten, teilweise aus Reglementen und Reparaturanleitungen der Armee oder Hersteller und einige davon aus den erwähnten Büchern vom Verlag Merker. Ich möchte keine Copyrights verletzen, sollte jemand ein eigenes Bild auf dieser Homepage finden und sich daran stören, bitte ich um Nachricht, ich werde das entsprechende Bild dann umgehend entfernen. Mit den Jahren haben sich viele Bilder auf der Festplatte gesammelt, von denen ich nicht mehr weiss, woher sie stammen.
weitere Lektüre:
Die Telegraphentruppe, Eduard Tüscher, Verlag Merker im Effingerhof, Lenzburg
Das Fernmeldematerial der Schweizer Armee seit 1875 Folgen 1 bis 16,Verlag Merker im Effingerhof, Lenzburg
Diese Website habe ich bewusst ähnlich aufgebaut wie www.armyradio.ch, da beide Sites ein verwandtes Spektrum der Übermittlung behandeln. Vielen Dank an Martin Bösch für seine wertvolle Mithilfe.
© Anton Gämperle September 2013