Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03229.jsonl.gz/1704

Die Zweitwohnungszahl umfasst einerseits 4670 private Zweitwohnungen, andererseits 2160 Apartmentwohnungen, für die keine Person mit ständigem Wohnsitz angemeldet ist. Eine Wohnung gilt als private Zweitwohnung, wenn sie von den Eigentümern als Zweitwohnung gemeldet wurde oder seit mehr als zwei Jahren leer steht. Auch Apartments ohne angemeldete Personen gelten als Zweitwohnungen (vgl. Grafik 1). Diese Schätzungen lehnen sich an die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Zweitwohnungen an.
Schwierige Trendabschätzung bei Zweitwohnungen
Im Vorjahr waren noch über 7400 Zweitwohnungen ausgewiesen worden. Der Rückgang um 600 Einheiten darf nicht inhaltlich interpretiert werden, denn er ist darauf zurückzuführen, dass sich die Personen in den zugrundeliegenden Registern immer zuverlässiger den Wohnungen zuordnen lassen. Die Zahl der selbstdeklarierten Zweitwohnungen ist seit Jahren konstant, deshalb ist davon auszugehen, dass sich die Gesamtzahl der privaten Zweitwohnungen auch in der Erhebung mittelfristig stabilisieren wird.
Apartmentwohnungen werden zahlreicher
Als weitere Grösse neben den Zweitwohnungen wird in der Erhebung die Zahl der Apartmentwohnungen ermittelt. Als solche gelten möblierte Wohnungen, die professionell bewirtschaftet und auch für kurze Zeit vermietet werden, sei es für touristische oder geschäftliche Zwecke. Die Zahl der Apartmentwohnungen betrug Ende September dieses Jahres 3470, was einer Zunahme von 200 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Jahr 2017 waren es noch 2760. In 1310 Apartmentwohnungen sind Personen angemeldet, weshalb jene als Erstwohnungen gelten. Die übrigen 2160 Apartments zählen zu den Zweitwohnungen.
84 Prozent der Apartmentwohnungen umfassen nur ein oder zwei Zimmer; die durchschnittliche Wohnungsfläche beträgt 43 Quadratmeter und ist damit etwa halb so gross wie bei den Erstwohnungen.
Vor allem an zentralen Lagen verbreitet
Apartmentwohnungen konzentrieren sich an verkehrstechnisch gut erschlossenen Lagen. Im Hochschulquartier und in der City werden rund zehn Prozent aller Wohnungen als Apartments vermietet (vgl. Grafik 2). Daneben sind in weiteren zentral gelegenen Quartieren wie Langstrasse, Werd, Hard, Alt-Wiedikon, Seefeld oder Mühlebach erhöhte Werte festzustellen. Die privaten Zweitwohnungen konzentrieren sich in den Quartieren Lindenhof und Hochschulen, Enge und Escher Wyss sowie in den Kreisen 7 und 8.