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Tornados sind sehr heftige, gleichzeitig aber kleinräumige Wirbelstürme. Sie entstehen im Zusammenhang mit stark ausgeprägten Gewitterzellen und können durch die lokal herrschenden enormen Windgeschwindigkeiten beim Durchzug Schneisen der Verwüstung hinterlassen. Verglichen mit tropischen Wirbelstürmen, welche in den gemässigten Breiten nicht vorkommen, sind sie um einiges kurzlebiger und kleinräumiger.
In der Schweiz muss gemäss jüngerer Auswertungen mit einem bis fünf Tornados grösseren Schadensausmasses pro Jahrzehnt gerechnet werden. Schwache Tornados können sogar mehrmals pro Jahr auftreten. Auch hierzulande bilden heisse Sommertage mit ausgesprochener Gewitterneigung die Voraussetzungen zur Bildung von Tornados. Deshalb treten Tornados vor allem im Juni und August auf.
Speziell vorteilhaft scheint sich der westliche Jura, ein bekanntermassen gewitterreiches Gebiet, auf die Auslösung von Tornados auszuwirken. Die grösste Häufung zeigte sich bisher im Vallée de Joux (VD) und in der Region um La Chaux de Fonds.
So zog beispielsweise am 26. August 1971 ein starker Tornado durch das Vallée de Joux und verwüstete in einer Schneise von rund 23km Länge zahlreiche Häuser und ganze Waldstücke. Weitere Dokumentationen von Tornados in der Schweiz finden sie hier.