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Spiez–Erlenbach-Bahn
|Kürzel||SEB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1897-08-01|
|Mutiert||Ab 1942-01-01 Spiez–Erlenbach–Zweisimmen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Mit der Eröffnung der Thunerseebahn (TSB, Thun–Interlaken) 1893 kam Bewegung in den Bahnbau im Berner Oberland. Die SEB als – vorerst – Zweiglinie zur TSB wurde 1897 eröffnet und gehörte einer Aktiengesellschaft. Der Betriebsdienst oblag auf Rechnung der TSB. 1902 folgte die Verlängerung der Strecke bis nach Zweisimmen durch die Erlenbach–Zweisimmen-Bahn (EZB), 1905 schliesslich stellte die Montreux–Oberland bernois (MOB) die touristisch attraktive alpenquerende Verbindung vom Simmental nach Montreux her, allerdings im Gegensatz zur SEB und EZB nicht normal-, sondern schmalspurig. Zur Überwindung der verschiedenen Spurweiten wurden ab 1941 zwischen Interlaken (bzw. Spiez) und Zweisimmen Rollschemel eingesetzt. Die SEB und EZB fusionierten 1942 zur Spiez–Erlenbach–Zweisimmen-Bahn (SEZ).
Der Anschluss an die MOB 1905 wirkte sich namentlich mit Blick auf den Personenverkehr sehr günstig auf den Geschäftsgang der SEB aus. Ab 1905 konnte sie bis 1913 alljährlich eine Dividende ausrichten. Der Kriegsausbruch 1914 führte jedoch zu einem empfindlichen Rückschlag, der allerdings vor allem dank stark steigender Einkünfte aus dem Gütertransport rasch kompensiert werden konnte. Die Betriebsergebnisse der SEB blieben stets deutlich im positiven Bereich. Einen geringfügigen Passivsaldo musste sie lediglich 1915 vortragen.
1920 wurde die SEB elektrifiziert. Die Kosten der Elektrifikation in der Höhe von zirka 2.3 Mio. Franken wurden vom Kanton Bern und von der Berner Kantonalbank vorfinanziert und erschienen deshalb 1920 noch nicht in der Bilanz und Baurechnung der SEB.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: