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Roger Federer trifft bei seinem Comeback auf Chardy oder Evans
Nach mehr als 400 Tagen Pause und zwei Knieoperationen wird Roger Federer nächste Woche am ATP-Turnier in Doha auf die ATP-Tour zurückkehren. Erster Gegner ist Jérémy Chardy oder Daniel Evans.
Gegen den Franzosen Chardy (ATP 64) gewann Federer vier der bisherigen fünf Begegnungen, die drei Duelle gegen den Briten Evans (ATP 28) entschied der Schweizer alle für sich. Mögliche weitere Gegner der hinter Dominic Thiem Nummer 2 der Setzliste auf dem Weg sind Borna Coric und Denis Shapovalov. In der oberen Tableauhälfte befindet sich Stan Wawrinka. Der Romand, der im Gegensatz zu Federer kein Freilos in der 1. Runde geniesst, trifft zum Auftakt auf einen Qualifikanten trifft.
Federer hatte sich am Freitag vor dem Abflug nach Doha mit einer auf Instagram veröffentlichten Videobotschaft an seine Fans gewandt. «Ich bin sehr aufgeregt», sagte der 39-jährige Baselbieter. «Erstmals seit einem Jahr reise ich wieder an ein Turnier.» Ende Januar 2020 bestritt Federer im Halbfinal am Australian Open in Melbourne, als er angeschlagen Novak Djokovic klar unterlag, seine bislang letzte offizielle Partie.
Nach dem «Match in Africa» in Kapstadt gegen Rafael Nadal Anfang Februar 2020 liess sich Federer einem ersten Eingriff im rechten Knie unterziehen. Doch die Regeneration verlief nicht wie geplant, weshalb eine zweite Operation im Spätfrühling nötig wurde. Das Comeback verzögerte sich, die in Australien geplante Rückkehr musste er verschieben.
«Es war ein langer und harter Weg», sagte Federer. «Ich weiss, ich habe die Ziellinie noch nicht erreicht, aber ich fühle mich gut.» Der 20-fache Grand-Slam-Sieger bedankte sich hinter seiner schwarzen Gesichtsmaske auch bei all jenen Leuten, die sein Comeback möglich machen.
Das Turnier in Doha hat Federer 2005, 2006 und 2011 gewonnen. Letztmals trat er 2012 in der katarischen Hauptstadt an. In der Weltrangliste liegt Federer trotz seiner einjährigen Pause noch immer auf Platz 5, da aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Resultate der letzten zwei Jahre für das Ranking zählen. Am Montag wird er hinter Stefanos Tsitsipas auf Rang 6 zurückfallen.
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