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CliftonStrengths© wurde entwickelt, um Teams zu grösserer Effizienz zu führen. Das war die Fragestellung, welche Donald Clifton motivierte.
Sich selbst und seine Teammitglieder besser zu kennen, hilft, die Aufgaben entsprechend den Fähigkeiten und Stärken des Einzelnen zu verteilen. So bleibt die Motivation hoch, nicht nur dadurch, dass jeder öfter erfolgreich ist. Auch weil das Arbeiten in den Stärken Energie bringt, nicht entzieht.
Diese Erkenntnis allerdings entstammt eigentlich einem komplexeren Denken als das zu lösende Problem. Was meine ich damit?
Gemäss der Bedürfnispyramide von Abraham Maslow durchläuft der Mensch verschiedene Stufen in seiner Entwicklung, während derer er bestimmte Bedürfnisse entwickelt, die zuvor nicht in seinem Blickfeld lagen. So geht es dem Menschen zuerst um das reine Überleben, dann Sicherheit. Es folgen soziale, dann individuelle Bedürfnisse. Weiter Selbstverwirklichung und -entwicklung bis hin zur Transzendenz, dem Bedürfnis, zu etwas Höherem zu gehören oder beizutragen.
Clare W. Graves hat diese Bedürfnisse sogenannten Werte-Memen oder Stufen zugeteilt, welche der einzelne Mensch, aber auch die Menschheit durchlaufen. Zusätzlich hat er herausgefunden, dass diese Entwicklung nach oben offen ist, meist aber nur bis zu der Stufe durchlaufen wird, die die Gesellschaft im allgemeinen bereits erreicht hat. Diese Memen oder Stufen kennzeichnen sich durch die Komplexität der Problemlösungsstrategien und die Weltanschauungen ihrer Vertreter.
Jetzt gibt es Probleme, welche durch eine Stufe geschaffen werden, für die die Stufe aber keine oder nur ungenügende Lösungen anzubieten hat. Das hat bereits Albert Einstein formuliert:
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Ich konzentriere mich hier auf die Stufen, welche den sozialen und individuellen Bedürfnissen sowie dem Bedürfnis nach Selbstentwicklung entsprechen. Wir kennen diese landläufig unter den Begriffen Tradition, Moderne und Postmoderne.
Das Problem der Effizienz entspringt der Moderne. Diese beinhaltet folgende Bedürfnisse: den Wunsch nach Stärke, Erfolg, Unabhängigkeit, Freiheit, Ansehen, Prestige, Wertschätzung, Achtung und Wichtigkeit.
Die Lösung von CliftonStrengths©, die Entwicklung individueller Talente in Stärken, zielt aber auf die Entwicklungsfähigkeit, den Wunsch nach Wachstum des Einzelnen und die Arbeit im Team ab.
Die Postmoderne zeigt sich unter anderem in der Sorge für Mitarbeiter und ihre persönliche Entwicklung, im Bedürfnis nach Organisationen mit flacher Hierarchie und selbststeuernden Teams.
Wird das postmoderne Werkzeug für die persönliche Entwicklung – CliftonStrengths© – in einer modernen Umgebung eingesetzt, führt das zu grösserer Effizienz, dem angestrebten modernen Ziel.
Allerdings führt es ebenfalls zu einer postmodernen Weiterentwicklung des Einzelnen. Daher kann CliftonStrengths© auch für weitergehende Problemstellungen verwendet werden – wie zum Beispiel der Stärkung des Selbstbewusstseins einer Person, der Unterstützung in der Behandlung von Burn-Out, und vieles mehr.
Doch auch die Tradition profitiert von CliftonStrengths©. Die sozialen Bedürfnisse beinhalten den Wunsch, zu einer Gruppe zu gehören, seine Rolle, seinen Platz im Ganzen zu finden. Auch hier hilft es, seine Stärken zu kennen – zu wissen, dass ich einzigartig und wunderbar gemacht bin. Eine moderne Aussage, die das Denken des traditionellen Menschen herausfordert, kennt doch die Tradition den Individualbegriff noch nicht.
Was sich unterscheidet, ist die Fragestellung, auf welche CliftonStrengths© je nach Werte-Mem antwortet:
Der traditionelle Mensch fragt nach seiner Position in der Gruppe. Der moderne Mensch möchte seine Effizienz und die des Teams steigern. Der postmoderne Mensch strebt danach, sein Potential auszuschöpfen.
Doch hier ist noch nicht Schluss.
Ganz gleich, ob das nächste Werte-Mem Post-Postmoderne, Metapostmoderne, oder Integrale Weltanschauung genannt wird – es geht dabei darum, über den Tellerrand der jeweiligen Weltanschauung hinweg zu sehen und Lösungen anzuwenden, welche tatsächlich das Problem lösen. Auch wenn sie nicht der eigenen Ideologie entsprechen.
Paul Schiller sagte:
Ideologie ist ein Synonym für Begrenztheit.
Die integrale Weltanschauung verwendet CliftonStrengths© und andere Werkzeuge, um für jede Situation temporäre Hierarchien auf- und wieder abzubauen, die von denen geleitet werden, die das Problem am Besten lösen können.
CliftonStrengths© kommen so in den verschiedensten Gebieten erfolgreich zum Tragen: traditionelle Kirchen, Vereine und nationalstaatliche Institutionen profitieren genauso wie moderne Firmen, postmoderne NGOs und integrale Startups und Internetfirmen.