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A Fistful of Dollars (Per un pugno di dollari)
Film von Sergio Leone mit Clint Eastwood (Joe), Marianne Koch (Marisol), Gian Maria Volontè (Ramon Rojo), Wolfgang Lukschy (John Baxter), Sieghardt Rupp (Esteban Rojo) u. a.
Italien/Spanien/Deutschland 1964, Digital HD, E/d, 100', ab 16 J.
Bereits in seinem ersten Film der «Dollar-Trilogie» zeigte Sergio Leone sein neues Verständnis des Western-Genres. Sein Antiheld, ein namenloser Fremder, agiert im Grenzgebiet zwischen Amerika und Mexiko: Dort wird das kleine Dorf San Miguel von zwei rivalisierenden Gangsterbanden drangsaliert. Dann kommt ein Fremder ins Dorf, von den Einwohner* innen Joe genannt. Geschickt spielt er die beiden Gangsterbanden gegeneinander aus. Doch das Spiel fliegt auf, Joe wird brutal bestraft und entkommt in letzter Minute. Später kehrt er in skrupelloser Rache zurück.
Die eher unspektakuläre Handlung orientiert sich an Akira Kurosawas Meisterwerk «Yojimbo». Sergio Leone lenkt den Blick auf eine schmutzige Welt, auf einen amoralischen Helden, der selbst nur noch an «einer Handvoll Dollar» interessiert ist. Mit diesem Film begann Leones Zusammenarbeit mit Ennio Morricone. Clint Eastwood wird eingeführt mit einer Melodie, die nur gepfiffen wird. Die Filmmusik greift erzählend in die Handlung ein, tritt an die Stelle von Dialogen und nimmt eine zusätzliche Bedeutungsebene ein – Leone bezeichnete Morricone einst als seinen besten Dialog- und Drehbuchautor. Der Film begründete die Karriere von Clint Eastwood: Als «Mann ohne Namen» mit minimalistischer Spielweise, Zigarillo und Poncho als Markenzeichen, wurde er weltberühmt.