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Wird offenbar nicht ausgeschlossen:
Zügelloses Essen ist nicht der einzige Grund für Fettleibigkeit. Zu den Auslösern kann offenbar auch eine Virusinfektion gehören, wie eine neue Studie ergeben hat. Die Forscher sehen damit einen Verdacht aus früheren Untersuchungen bestätigt.
Die Theorie, dass Übergewicht auch durch eine Virusinfektion gefördert werden könnte, scheint sich zu festigen: US-Forscher haben in einer Studie mit 124 Kindern erneut einen Zusammenhang zwischen einer AD-36-Infektion und einem hohen Gewicht entdeckt. Die jungen Probanden, die mit dem Erkältungsvirus AD-36 Kontakt hatten, brachten im Durchschnitt erheblich mehr auf die Waage als diejenigen, bei denen keine Virusinfektion vorlag.
Die Wissenschaftler um Jeffrey Schwimmer von der University of California in San Diego hatten rund die Hälfte ihrer Studienteilnehmer als übergewichtig eingestuft – basierend auf dem sogenannten Body-Mass-Index, der das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße setzt (siehe Kasten links). Insgesamt fanden sie bei 19 der 124 Probanden Antikörper gegen das Adenovirus-36, kurz AD-36 – diese Kinder hatten sich also zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben mit dem Erreger angesteckt.
Fast 80 Prozent der AD-36-positiven Kinder waren übergewichtig, bei den schlanken Kindern fanden die Forscher dagegen nur in vier Fällen Anzeichen einer Infektion. Selbst in der Gruppe der Übergewichtigen zeigte die Virusinfektion einen zusätzlichen Gewichtseffekt: Im Schnitt hatten die AD-36-positiven Kinder noch deutlich mehr Körpergewicht als die übergewichtigen Studienteilnehmer ohne Infektionsbefund, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „Pediatrics“.