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Rückkehr zweier kostbarer Messgewänder
Beinahe fünfzig Jahre waren sie Teil der Dauerausstellung im Historischen Museum Arbon. Nun plant die Museumsgesellschaft unter ihrem Präsidenten Albert A. Kehl eine neue Ausstellung, und die beiden Kaseln wurden unserer Gemeinde zurückgegeben.
Das Messgewand, rechts auf dem Bild, «in Mailänder Art gestickt», ist aus Seide und mit Gold- und Silberfäden durchwirkt. Es wurde, samt Manipel und Stola unserer Kirche 1782 zum Andenken an Andrea und Carlo Antonio de Albertis geschenkt. Die Brüder de Albertis, ursprünglich aus Vanzone, Italien, stammend, betrieben seit den 1760-Jahren im heutigen Stadthaus sehr erfolgreich den Leinwandhandel. Die Familie de Albertis gilt als eine der grössten finanziellen Wohltäter unserer Kirche. Sie spendeten grosse Geldbeträge und über 5000 Messen für arme Priester. Andrea de Albertis, Ritter des Heiligen Grabes in Jerusalem, wurde als letzte Privatperson in der Galluskapelle beerdigt. Der Gedenkstein aus Marmor befindet sich im Inneren der Kapelle, rechts neben dem Eingang.
Die zweite Kasel, links im Bild, entstand rund hundert Jahre später in Biberach, Deutschland. Auf der Frontseite zeigt sie als besonderen Schmuck das «Sudarium Christi», das Schweisstuch der Veronika. Für eine fachgerechte Aufbewahrung in einem speziellen Planschrank ist gesorgt, damit sich auch spätere Generationen an diesen beiden besonderen Kunstwerken erfreuen können.