Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03413.jsonl.gz/1285

Nach jüngsten Berichten von Tech Crunch, experimentiert Twitter derzeit mit einem neuen Verifizierungsverfahren für seine Abonnenten von Twitter Blue. Dieses Verfahren erfordert die Vorlage eines von der Regierung ausgestellten Ausweisdokuments.
Aus den technischen Details des Systems geht hervor, dass die Nutzer ein Foto der Vorder- und Rückseite ihres Ausweises sowie ein Selfie machen müssen, um ihre Twitter-Konten zu authentifizieren.
Diese Funktion steht ausschließlich Abonnenten von Twitter Blue zur Verfügung, die auch Zugang zu anderen kostenpflichtigen Vorteilen wie der Bearbeitung von Tweets, längeren Video-Uploads und längeren Beiträgen haben.
Das Produktintelligenzunternehmen Watchful.ai entdeckte kürzlich diese Funktion zum Hochladen von IDs im Code von Twitter. Es ist jedoch noch unklar, ob sie extern getestet wird. Watchful.ai berichtet, dass die Funktion in den Vereinigten Staaten getestet zu werden scheint, da sie in der Android-Version der Twitter-App entdeckt wurde. Es ist jedoch unklar, ob Twitter-Nutzer diese Funktion derzeit nutzen.
In der Politik wird zunehmend über die Forderung diskutiert, dass soziale Medienplattformen von ihren Nutzern verlangen sollen, ihre Identität anhand von staatlich ausgestellten Ausweispapieren zu überprüfen.
Die Befürworter dieses Vorschlags argumentieren, dass dies zur Bekämpfung von Online-Missbrauch und Fehlinformationen beitragen würde, da es einfacher wäre, Personen zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen, die sich online schädlich verhalten.
Die Gegner haben jedoch Bedenken hinsichtlich möglicher Verletzungen der Privatsphäre und der Möglichkeit geäußert, dass solche Anforderungen unverhältnismäßig viele Randgruppen betreffen könnten, die möglicherweise keinen Zugang zu solchen Dokumenten haben. Während die Debatte weitergeht, bleibt abzuwarten, ob soziale Medienplattformen dieses Verifizierungsverfahren übernehmen werden und welche Auswirkungen dies für ihre Nutzer haben könnte.