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Die Europäische Union (EU) und ihre 28 Mitgliedstaaten sind die mit Abstand wichtigsten Partner der Schweiz – sowohl aufgrund des politischen und wirtschaftlichen Gewichts der EU, als auch wegen der geografischen und kulturellen Nähe. Die EU und die Schweiz teilen die gleichen Werte, Sprachen und einen Teil ihrer Geschichte.
Besonders wichtig ist das wirtschaftliche Verhältnis: Zwei Drittel des Schweizer Aussenhandels finden mit der EU statt. 2015 gelangten 54% der Schweizer Exporte in die EU. 72% der Importe kamen von dort. Die über 507 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten im EU-Raum sind eine gute Kundschaft für die Schweiz. Aber auch die Schweiz ist für die EU eine erstrangige Partnerin. Sie gehört mit den USA und China zu den drei wichtigsten Handelspartnern der EU (2015).
Die Schweiz liegt im Zentrum Europas. Mit Ausnahme von Liechtenstein gehören ihre Nachbarländer alle der EU an. Probleme im Asyl-, Sicherheits- und Umweltbereich oder im grenzüberschreitenden Verkehr wären ohne enge Zusammenarbeit kaum zu bewältigen. Grundlage der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU sind die bilateralen Abkommen. Der bilaterale Weg hat seinen Ursprung im Freihandelsabkommen von 1972 und wurde seit den 1990er-Jahren stetig ausgebaut, so durch die Bilateralen I und II, die Vertragswerke von 1999 und 2004. Diese schaffen einen weitgehenden gegenseitigen Marktzugang und sind Grundlage für eine enge sektorielle Kooperation in vielen Bereichen.