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(Abkürzung HA) ist ein körpereigenes Mölekül, das einen wichtigen Bestandteil des Bindegewebes darstellt und auch eine Rolle bei der Zellproliferation und Zellmigration spielt. Hyaluronsäure ist ein Bestandteil der extrazellulären Matrix (EZM) von Wirbeltieren. Es liegt in vielerlei Geweben als langkettiges, lineares Polysaccharid vor und erfüllt viele Funktionen, wobei die zahlreichen verschiedenen chemisch-physikalischen Eigenschaften dieser Verbindung eine Rolle spielen. Die Hyaluronsäure besitzt die Fähigkeit, relativ zu ihrer Masse sehr große Mengen an Wasser zu binden (bis zu sechs Liter Wasser pro Gramm). Wasser ist wenig komprimierbar und gibt diese Eigenschaft auch an hyaluronsäurehaltiges Gewebe weiter, in dem, wie oben erwähnt, sehr viel Wasser gebunden werden kann. Dies gilt allgemein für große Teile des Bindegewebes. Die Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil der Synovia (Gelenkflüssigkeit) und wirkt als Schmiermittel bei allen Gelenkbewegungen. Für wandernde Zellen hält die Hyaluronsäure die „Verkehrswege“ frei. Durch Erweiterung der Zellzwischenräume (Abstände zwischen den Zellen) wird die Migration (Wanderung) der Zellen unterstützt. Die obigen Eigenschaften werden in den Ästhetischen Behandlungen ausgenutzt, indem die synthetisch hergestellte Substanz als klaren Gel gezielt dort appliziert wird, wo Volumenverlust bereits stattgefunden hat oder verhindert werden soll. Die Anwendung von Hyaluronsäure in der ästhetischen Medizin ist bereits ein etabliertes Verfahren. Hyaluronsäurepräparate werden zur Faltenunterspritzung, zum Modellieren und Konturieren der Lippen, zur Hautauffrischung oder zum Aufbau von Gesichtskonturen verwendet. Je nach Vernetzungsgrad der Hyaluronsäure bleibt der so gewonnene Effekt 6–12 Monate erhalten. Für die verschiedenen Anwendungen gibt es Präparate mit speziell angepassten Gelpartikelgrößen auf dem Markt.