Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03431.jsonl.gz/2111

ETH Zurich :
Computer Science :
Pervasive Computing :
Distributed Systems :
Education :
Student Projects :
Abstract
Assoziierung mobiler Geräte mit Visual Codes (S)
Status: Abgeschlossen
In der Gruppe für Verteilte Systeme wurde ein Visual-Code-System entwickelt, mit dem 2-dimensionale Visual Codes durch Mobiltelefone mit integrierter Fotokamera erkannt werden können, ohne dass eine weitere Infrastruktur nötig ist. Die Visual Codes können sowohl auf Papier gedruckt, als auch auf elektronischen Displays, z.B. auf Mobiltelefonen, PDAs oder Wandbildschirmen anzeigt werden.
Ein mobiles Gerät kann also einen Visual Code anzeigen, der von einem zweiten mobilen Gerät erkannt wird. Dies lässt sich zur Initiierung der Kommunikation zwischen mobilen Geräten untereinander, wie auch zwischen mobilen und stationären Geräten einsetzen. Ein Anwendungsszenario für Letzteres ist der ad-hoc Verbindungsaufbau zu einem large-scale display in der Umgebung des Benutzers.
Generell bietet eine durch Visual Codes initiierte Kommunikation in smarten Umgebungen Privacy-Vorteile, da das mobile Gerät des Benutzers seine ID nicht mitteilen muss, sondern den eigentlichen Kommunikationsaufbau abhängig von den visuell übermittelten Daten machen kann. (Durch eine zyklisch wiederholte Sequenz von Visual Codes können auch grössere Datenmengen übertragen werden.)
Auch die dauerhafte Assoziierung von Geräten, z.B. im Sinne des Bluetooth-Pairing, lässt sich damit automatisieren. Durch Erkennung der relativen Rotation sind zusätzliche Interaktionsmöglichkeiten gegeben: z.B. Assoziieren bei gleicher Ausrichtung und Trennen, wenn um 180 Grad verdreht.
Schliesslich ist auch eine gegenseitige Authentisierung mit Challenge-Response über den Visual Code möglich. Die Annahme ist hierbei, dass die Übertragung von Daten zwischen mobilen Geräten durch Anzeige und Erkennung von Visual Codes einen sichereren Kanal darstellt, als beispielsweise die drahtlose Uebertragung über Funktechnologien. Beispielszenarien sind die Bezahlung an der Supermarktkasse, wobei die Kasse den Code dynamisch generiert, den das Handy dann liest; die gegenseitige Authentifizierung an Geldautomaten mit Challenge-Response über den Code; und das Login zum Online-Banking oder persönlichen Webseiten.
Die Aufgabe der Semesterarbeit besteht darin, Konzepte für eine Visual Code basierte Kommunikationsinitiierung, Geräteassoziierung und Authentisierung auszuarbeiten und ein oder zwei der genannten Szenarien exemplarisch zu implementieren. Voraussetzung sind Interesse an konzeptueller Arbeit und Programmierkenntnisse in Java und C++.
Student/Bearbeitet von: Patrick Jayet
Contact/Ansprechpartner: Michael Rohs