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This master thesis explores ways that mediations in the “Open Workshop” of the Museum Rietberg, Zurichs Museum for non-European Art, take a proactive role in facilitating public discourse. Its processes are viewed ontologically alongside Richard Sennett’s character of “The Craftsman”. Roles and agencies of participants in workshop activities are questioned. The artefacts made in the curatorial setting of the Open Workshop constitute the materialisation of adopted cultural agency, the integrity of which becomes the responsibility of the participants.
The master thesis concludes that the museum’s function is the care, use and creation of public narrative artefacts, and the workshop is a channel for public access to expertise in the disciplined, responsive use of its tools. By introducing visitors to methods of weaving narratives with artefacts, they become active participants in the central activity of the museum and an avenue for assuming an effective agency in the critical public discourse of cultural narratives.
Mentorin: Dr. Nora Landkammer
Ko-Referent: Paolo Bianchi
This work is dedicated towards a live-site research about a house called “Haldi”, in relation to paracurating and the classifications of this term. In reference to the curatorial associations of paracurating, Haldi is an extensive work in relation to a house of womxn, by exploring the associations of how co-living within this particular space, and the transformative processes that have been created and are yet to be realized. This work draws on a speculative fabulation, an influence of Donna Haraway’s writings “Staying with the Trouble”, where Haldi’s activities and rituals that have taken place will be translated in a fictional and story-telling writing where insights of feminist practices, collective thinking, co-living and care taking play a role of empowerment and situated knowledge is shared amongst the living space of Haldi. Haldi or formally named as Haldenstrasse is situated on top of die Halde in the neighbourhood of Kreis 4 in Zurich.
Mentor: Paolo Bianchi
Ko-Referent: Dr. Heiko Schmid
Zürichs Kreise 4 und 5 bieten die Ausgangslage für ein individuelles gestalterisches Projekt. Dabei bekommt das Flanieren, das Durchstreifen der Stadt bei Tag und Nacht im virtuellen und realen Raum zentrale Bedeutung.
„Indem man sich in der Stadt beobachtend treiben lässt, werden die Sinne für die Anregungen des Geländes geöffnet. Atmosphärische Stadterkundungen sind ein Mittel, um altbekannte Bewegungs- und Handlungsmotive im urbanen Raum hinter sich zu lassen und neue Erfahrungen zu machen: durch das Erforschen von Zwischenräumen, durch unerwartete Begegnungen mit Akteurinnen und Akteuren.“ (Heinz Nigg: Der Kreis 5 in Zürich: Eine Feldforschung)
Unterschiedliche Strategien der Ortserkundung eröffnen den Zugang zu den beiden Quartieren. Das gesammelt Material bildet die Grundlage zur Erarbeitung und Vertiefung eines individuellen thematischen Schwerpunkts, geprägt von persönlichen Perspektiven und Sichtweisen. Es können architektonische, städtebauliche, kulturelle, kulinarische, historische, gesellschaftliche, politische usw. Aspekte im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.
„Athena“ von Fabian Keller und Sonia Tao befasst sich mit Augmented Reality, der aufkommenden Zukunfts-Technologie. Aus der Sicht eines verkaterten Menschen wird die zusätzlich digital abgebildete Welt zum persönlichen Wegleiter.
Die Vermischung der Grenze zwischen Realität und virtueller Welt könnte es manchen Menschen schwermachen, umzuschalten und zu unterscheiden, was noch echt ist und was nicht. Diese Scheinwelt verhindern wir jedoch nicht. Wir wollen Zugang zu diesem Wissen, wir wollen mehr Informationen. Was für Folgen hat das für die Gesellschaft? Und wie weit kann uns die Technologie die Verantwortung abnehmen, ohne dass wir in die Unmündigkeit fallen?
"Zurich will be a lost place" – wie stellst du dir Zürich im Jahr 3000 vor?
Aus einem aktuellen Stadtmodell vom Kreis 4 und 5 in Zürich hat Andri Laukas eine futuristische Stadt aufgebaut, in welcher eine apokalyptische Stimmung herrscht. Gemeinsam bereisen wir die Stadt in einem Ufo.
Diplomarbeit von Nathalie Gil und Eva Kläui aus der Vertiefung Wissenschaftliche Illustration, 1998.
Die Tätigkeitsbereiche und Behandlungsmethoden in der Medizin und Psychiatrie vergangener Jahrhunderte mögen uns heute faszinieren, befremden, vielleicht abstossen und brutal erscheinen. Für frühere Generationen waren sie normal; es gab nichts anderes. Mit unserer Diplomarbeit, die in enger Zusammenarbeit mit dem Historiker und Journalisten Willi Wottreng entstanden ist, wollen wir einen Einblick in die Zürcher Medizingeschichte der verschiedenen Jahrhunderte gewähren. Es handelt sich um eine Vorarbeit für ein Buchprojekt.
Medizingeschichte bietet ein besonderes Problem: Sie liegt an der Schnittstelle von Naturgeschichte und Sozialgeschichte. Sie besteht nicht nur aus Erkrankungen von Organen einerseits und Heilmethoden andererseits, sondern auch aus handelnden Menschen, Ideen und Wertvorstellungen. Es wäre also unzureichend, nur körperliche Symptome oder Medizinisches Gerät zu zeigen, es muss das ganze historische Klima einbezogen werden. Wir haben versucht, dem Problem durch die Bildsprache gerecht zu werden. Wir haben die präzise Überlieferung von Gegenständen und Berichten mit einem persönlichen und intuitiven Zugang kombiniert, um beim Betrachten auch Assoziationen und Gefühle auszulösen. Wir haben gelegentlich das rein Medizinische auch in den Hintergrund gerückt, um dem sozialen Zusammenhang Raum zu geben. Damit wollten wir gleichzeitig die aus heutiger Sicht zum Teil brutalen Behandlungsmethoden so weit als möglich in einer erträglichen Form darstellen.
Wir haben uns um Wissenschaftlichkeit bemüht, wie sie dem Verständnis des Historikers Willi Wottreng entspricht, der betont, dass Mentalitäten in einer bestimmten Epoche genau so prägend sind wie die Entwicklung bestimmter Techniken. So gehört zur mittelalterlichen Krankenpflege das Klosterleben, zur frühen Zahnpflege der öffentliche Marktplatz, zur Psychiatrie die Entdeckung des Subjektiven. Was wir nicht beanspruchen, ist Vollständigkeit. Wir haben den Zeitraum von 1300 bis 1800 in sechs Jahrhundertschritte aufgeteilt und für jedes Jahrhundert eine herausragende medizingeschichtliche Thematik herausgegriffen. Anhand des sozialen Szenenbildes, technischer Erklärungszeichnungen, der Lokalisierung der Schauplätze und erläuternder Texte soll dieses jeweils veranschaulicht werden. Gerne hätten wir weitere Themen behandelt: Die Pestzeiten, die Geburtshilfe und die Kräutermedizin, die Philosophie der vier Säfte, oder die konkrete Gestalt der wichtigsten Zürcher Spitäler und Asyle. Der Arbeitsprozess war ein allmähliches Hineinwachsen in eine riesige Materialfülle, die wir schon früh in Skizzen zu konkretisieren versuchten. Je mehr sich die Hauptthemen herauskristallisierten, umso mehr entwickelten sich die ersten, noch eher konventionellen Bilder weiter: sowohl in Richtung der historischen Atmosphäre, so wie der instrumentengeschichtlichen Präzision. Gleichzeitig bildet sich auch das Konzept des zeitlichen Rasters heraus, der die Arbeit strukturiert und einen Gesamtüberblick ermöglichen soll. Als Unterlagen dienten uns sowohl medizinische Sachbücher wie kulturgeschichtliche Literatur; Besucher im Medizinhistorischen Museum und in der psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli ergänzten die Studien. Die zeichnerische Herausforderung bestand in der Verbindung von Genauigkeit in der Rekonstruktion von Einzelobjekten mit der Ungenauigkeit und Offenheit, die stets in der Interpretation geschichtlicher Geschehnisse und Situationen liegt.
Quelle: Archiv ZHdK
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Am Paradeplatz werden die Teilnehmer zur Abdankung von Dorothea Wolf-Meister (eine der Letzten Bewohnerinnen des Kratzquartiers) begrüsst. Das Kratzquartier lag zwischen Bahnhofstrasse, Fraumünster, Limmat und Börsenstrasse. Es wurde zugunsten der Stadtentwicklung bis 1889 vollständig abgetragen. Die Gedenkfeier ist als Spaziergang durch das Quartier angelegt. Erst nach einiger Zeit wird klar, dass man sich im Zürich von 1876 bewegt. Die Geschichte von Dorothea und die Beschreibung des in Vergessenheit geratenen Kratzquartiers stehen im ständigen Widerspruch zu den prunkvollen Bauten des heutigen Stadthausviertels.
Eine Installation im Treppenhaus der "Vertiefung Mediale Künste" vermittelt zusätzlich einen Eindruck des Kratzquartiers und der damaligen Zeit. Dabei dient das Tagblatt vom 9. Juni 1876 - Dorotheas Todesdatum als Hintergrund. Auf welchem Kopien aus dem Baugeschichtlichen Archiv Zürich angebracht sind, welche den Zustand des Quartiers vor seiner umfassenden Neugestaltung zeigen.
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