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/ Studium
Erfolgreiche Teilnahme am Regionalfinale des European Law Moot Courts in Lille
Am Wochenende vom 3. März bis 6. März 2023 fand in Lille eines von vier Regionalfinalen des European Law Moot Courts statt. Mit dabei war auch ein Team des EIB.
Auch der European Law Moot Court (ELMC) hat die Pandemie-Beschränkungen der letzten beiden Austragungen hinter sich gelassen: Im Herbstsemester 2022 wurde der stark auf studentischer Gruppenarbeit aufbauende europäische Wettbewerb rund um einen fiktiven Rechtsfall, der vor dem Europäischen Gerichtshof hängig ist (2022/23 Moot Court Case), lanciert. Auch am Europainstitut Basel haben sich mit Fabia Betschart, Adam Bujalka, Dario Mathys, Oriana Polero Cardoso, Oleksandr Sliepanov und Elisa Zoletto insgesamt sechs Studierende in den Fall vertieft. Bezugnehmend auf die aktuelle Weltlage dreht sich im laufenden Moot Court-Jahr alles um Sanktionen der EU gegen einen Drittstaat, der die territoriale Integrität eines Beitrittskandidaten in Frage stellt. Ein von den Sanktionen direkt betroffener Geschäftsmann und seine Tochter mit EU-Pass - in Form eines nicht ganz unumstrittenen "Golden Passport"-Programms erworben - setzen sich gegen die Massnahmen zur Wehr. Diese treffen einen Wildpark im Minderheitsbesitz des Geschäftsmanns ebenso wie dessen Hochseeyacht und das Influencer-Business der Tochter.
Im vergangenen November hat das EIB-Moot-Court-Team dieser sechs Studierenden zwei juristische Schriftsätze für die beteiligten Parteien - die betroffenen Geschäftsleute respektive die Mitgliedstaaten, die die Sanktionen umsetzen - verfasst und zum Wettbewerb eingereicht. Der Gruppen-Effort hat sich gelohnt: Drei der Studierenden sind zusammen mit ihren Coaches Mpoi Hilpert und Lukas Lusser nach Lille gereist, um vom 3. bis zum 6. März am Regionalfinale an der Université Catholique de Lille teilzunehmen.
Dort sind Fabia Betschart (in der Rolle der klagenden Partei), Oriana Polero Cardoso (als Vertreterin der Verteidigung) und Adam Bujalka (als Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs) in drei Runden gegen die Teams der Universität Athen, der Universität Fribourg, der Universität Genf, der Colombia Law School New York und der Universität Ghent angetreten, um ihre Argumente in englischer und französischer Sprache vorzutragen und die Plädoyers gegnerischer Teams zu parieren. Jeweils fünf Richterinnen und Richter – in ihre Rolle schlüpften sowohl Professoren der Gastuniversität Lille wie auch Mitarbeitende der Europäischen Kommission und des Europäischen Gerichtshofs – hinterfragten dabei beinahe jedes vorgebrachte Argument der Parteien hartnäckig und stellten neben Faktenkenntnis und europarechtlichem Wissen auch die Präsentations- und Reaktionsfähigkeit aller Teilnehmenden auf eine harte Probe.
Als einzige Vertreter:innen eines interdisziplinären Studienganges behaupteten sich „unsere“ Moot-Court-Teilnehmenden dank sicherem Auftreten, guter Faktenkenntnis und aufmerksamer Reaktion auf die Argumente der Gegner derart eloquent und überzeugend, dass keines der sie bewertenden Mitglieder des „Gerichts“ an ihrer juristischen Herkunft zweifelte. Für den Sieg reichte es zwar nicht, dass man aber als „Aussenseiter“ in der Punktevergabe diverse Teams juristischer Fakultäten hinter sich liess, ist ein mehr als nur verdientes Ergebnis für das sehr gut eingespielte und motivierte Basler Team des ELMC 2022/23 – Chapeau!
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