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„You think you can just steal a man’s life and expect there to be no price to pay?“
David Kern ist ein Kellner, der sich in die Literaturstudentin Marie verliebt. Als er ein Manuskript findet, gibt er es als sein Werk aus, um Marie zu beeindrucken, was ihm auch gelingt. Doch diese schickt es an einen Verlag, der es veröffentlichen will, und für David beginnt für ganz unerwartet eine Karriere als Schriftsteller – bis der wahre Autor des Manuskripts vor der Türe steht. Das ist die Geschichte von Martin Suters Roman Lila, Lila, und wie man feststellen wird, zu grossen Teilen auch die Story von The Words mit Bradley Cooper in der Hauptrolle. Storyklau? Das wäre wohl zuviel der Ironie.
Seit Jahren versucht sich Rory Jansen als Autor – ohne Erfolg jedoch. Bis er in einer Tasche ein Manuskript findet, das ihn so berührt, dass er es sogleich auf seinem Laptop niederschreibt. Als seine Freundin den Text sieht und annimmt, dass er von Rory stammt, drängt sie ihn dazu, sein Buch einem bekannten Verleger zu geben, der es sogleich veröffentlicht. Für Rory beginnt ein neues Leben, das ihm die Anerkennung bringt, die er sich immer wünschte. Doch eines Tages trifft er auf einen alten Mann, den wahren Verfasser des Textes, und wird urplötzlich mit seiner Lüge konfrontiert.
Das ist aber nicht die ganze Geschichte von The Words, denn die beiden Regisseure schaffen mehrere Erzählungsebenen: Der von Dennis Quaid gespielte Autor Clay Hammond erzählt die Geschichte von Rory Jansen und dem alten Mann, der wiederum die Geschichte seines Lebens schildert. Das sind zuviele Ebenen, denn gerade Clays Geschichte bringt den Film nicht wirklich weiter, sondern bremst ihn vielmehr aus. Man hätte sich lieber auf die Story von Rory und dem alten Mann beschränkt und dieser dafür auch mehr Substanz verliehen. Denn an solcher mangelt es dem Film leider schmerzlich. Wie schon in Limitless, in dem Cooper ebenfalls einen erfolglosen Autoren mimte, geht der Film nie wirklich in die Tiefe und behandelt seine eigentlich spannende Thematik nur ungenügend.
Auch schauspielerisch ist The Words leider kein grosser Wurf. Das stört anfangs noch nicht so, zeigt sich aber sehr deutlich, als Jeremy Irons auf den Plan tritt – denn der von ihm verkörperte alte Mann spielt den gesamten Cast, allen voran den unglaubwürdigen Bradley Cooper, locker an die Wand und ist das Highlight eines sonst leider eher dürftigen Films. Ebenfalls zu den besseren Aspekten von The Words zählt der Score vom Emmy-nominierten Marcelo Zarvos, der sich über den Grossteil der Zeit dezent im Hintergrund hält, in den wichtigen Szenen aber für die passende Atmosphäre sorgt.
Leider ist The Words wirklich die Enttäuschung, die mir prophezeit wurde – aus einer an sich interessanten Prämisse macht der Film viel zu wenig. Nach Limitless ist dies der zweite Film mit Bradley Cooper als Autor, und auch der zweite Reinfall.