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Kaffee kann das Darmkrebsrisiko senken
Am Morgen in die Gänge zu kommen, ist für mich die erste grosse Herausforderung eines jeden Tages. Ohne eine anständige Portion Koffein – in Form eines doppelten Espressos mit etwas Milch, den ich meinem Organismus noch vor dem Aufstehen im Bett zuführe – geht bei mir gar nichts. Dass ich in der Vergangenheit immer wieder mal gehört habe, Kaffee sei ungesund, weil er beispielsweise den Körper entwässere, hält mich nicht davon ab. Zudem lese ich in letzter Zeit immer öfter über Studien, die genau das Gegenteil belegen. Im letzten Jahr etwa machte eine in zehn europäischen Ländern breit angelegte Studie mit über einer halben Million Teilnehmern Schlagzeilen, die zum Schluss kam, dass wer Kaffee trinke, länger lebe. Weil Kaffee offenbar verschiedene Gesundheitsrisiken mindert.
«Kaffee senkt Darmkrebsrisiko» war eine dieser Schlagzeilen. Das DeutscheGesundheitsPortal (DGP) setzte diesen Titel über die Zusammenfassung einer in der saudiarabischen Provinz Mekka durchgeführten Studie. Die Wissenschaftler aus Jordanien und Saudiarabien verglichen die Essgewohnheiten von Patienten mit Darmkrebs mit jenen von gesunden Personen. Dabei hätten die Forscher festgestellt, «dass manche Lebensmittel einen schützenden Effekt bezüglich Darmkrebs» haben, heisst es in der Zusammenfassung: «So senkten Milchprodukte (1 bis 5 Portionen am Tag), Hülsenfrüchte (3 bis 5 Portionen am Tag), Blattgemüse (1 bis 5 Portionen am Tag), Olivenöl (1 bis 5 Portionen am Tag), schwarzer Tee (mindestens 3 Tassen am Tag) und Kaffee (mindestens eine Tasse am Tag) das Darmkrebsrisiko.»
Sportlicher dank Kaffee?
Im gleichen DGP-Newsletter mit der Darmkrebsstudie stiess ich auf die Zusammenfassung einer Studie von Wissenschaftlern der australischen University of Queensland, welche besagt, dass Kaffeetrinken sportlich mache. Tina Skinner, die an der Faculty of Health and Behavioural Sciences der School of Human Movement and Nutrition Sciences an der Queensland-Uni forscht, stellte fest, dass Frauen, die täglich ein oder zwei Tassen Kaffee oder Tee trinken, sich seltener müde fühlen und mehr Energie haben. Die Studie stützt sich auf die Daten einer Langzeituntersuchung, an der mehr als 7500 Frauen teilnehmen. Bei den Kaffeetrinkerinnen sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein empfohlenes Level an sportlicher Betätigung erreichen, um 17 Prozent, bei Teetrinkerinnen zwischen 13 und 26 Prozent höher als bei jenen Frauen, die auf diese Stimulans verzichten. Tina Skinner erwähnt dazu ebenfalls, dass Koffein auch mit einer Verringerung des Risikos für Diabetes Typ 2, Demenz und verschiedene Krebsarten in Verbindung gebracht werde.
Solche Meldungen freuen mich als Kaffeetrinkerin natürlich. Denn neben der Tatsache seiner gesundheitsfördernden Wirkung: Ein frisch gebrühter Kaffee schmeckt einfach unglaublich gut. Nur die Aussage, dass Kaffeetrinken sportlich aktiver macht, kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Aber was noch nicht ist, das kann ja noch werden.