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Untersuchungen von Hamburger Pathologen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Corona-Toten Thrombosen in den Beinen hatte. Viele davon verstarben an einer Lungenembolie und nicht etwa an einer Lungenentzündung. Bereits Pathologen aus Basel hatten bei ihren Obduktionen eine hohe Rate an Lungenembolien festgestellt.
Damit wird immer klarer, dass das Coronavirus nicht nur die Lunge angreift, sondern auch das Endothel, die innerste Zellschicht der Blutgefässe. Während das Endothel jüngerer und gesunder Menschen mit dem Angriff der Viren meistens gut zurechtkommt, ist es bei Patienten mit hohem Blutdruck, Diabetes, Arteriosklerose und vor allem Übergewicht schon stark vorgeschädigt. Greift dann noch das Coronavirus an, kommt es in den Blutgefässen zu einem Entzündungssturm. Verheerende Folgen sind Thrombosen und Embolien.
Immer wichtiger wird damit eine prophylaktische Blutverdünnung, um das Risiko für Gefässverschlüsse zu senken und tödliche Verläufe zu verhindern. Welche Patienten davon profitieren, ob hospitalisierte oder auch schon ambulante, ist noch unklar. In vielen Kliniken wird eine Gerinnungsprophylaxe bei allen hospitalisierten Patienten empfohlen. In den USA konnten Mediziner erste Erfolge mit Blutverdünnern bei Covid-19-Patienten erzielen. In der Gruppe der mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelten Patienten lag die Todesrate niedriger.