Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03511.jsonl.gz/1171

Viel mehr Farben: Von blossem Auge nehmen wir Menschen das Sonnenlicht als weiss oder gelb wahr. Tatsachlich aber steckt in ihm wesentlich mehr Farbe. Das fand der englische Naturforscher Isaac Newton (16421726) heraus, als er ein Prisma das ist ein speziell geschliffener Glaskorper zu Hilfe nahm. Plotzlich namlich spaltete sich das Sonnenlicht in rotes, grunes und blaues Licht. Steht die Sonne hoch am Himmel, vermischen sich diese Farben und das Tageslicht erscheint weiss-gelblich. Kurz vor Sonnenuntergang jedoch mischen sich die Farben des Lichts anders, was den Abendhimmel rot, orange oder violett einfarbt. Spieglein, Spieglein in der Regenwand: Ahnlich farbenfroh prasentiert sich der Regenbogen. Seine Farben sind immer die gleichen und sie erscheinen immer in derselben Reihenfolge: Rot zuoberst, dann Orange, Gelb, Grun, Blau und zuunterst Violett. Wassertropfen haben dieselbe Eigenschaft wie das Prisma sie spalten das Licht in seine verschiedenen Farben auf. In der Fachsprache heisst dieser Vorgang Dispersion. Und das funktioniert so: Trifft das Sonnenlicht auf eine Regen- wand, wird es in seine unterschiedlichen Farben gebrochen und zuruckgeworfen. Da aber jeder Lichtstrahl auf einen anderen Regentropfen fallt, das Licht jedoch immer im selben Winkel zuruckgespiegelt wird, erscheint dies vor dem menschlichen Auge als Bogen. Auf den Standpunkt kommt es an: Man kann den Regenbogen allerdings nicht immer sehen, selbst wenn er da ist. Sichtbar wird er nämlich nur für all jene, die mit dem Rücken zur Sonne stehen und in Richtung der Regenwand schauen. Kunstliche Regenbogen: Ein Regenbogen entsteht aber nicht nur, wenn Regen und Sonne aufeinandertreffen, sondern auch bei anderen Gelegenheiten. Zum Beispiel bei Wasserfallen, bei Springbrunnen oder wenn Kinder mit dem Gartenschlauch spielen.