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Zur Ausstellung: NippleJesus
NippleJesus ein Theaterstück von Nick Hornby
Gilles Tschudi spielt den Museumswächter Dave, der als ehemaliger Türsteher seine erste Stelle im Museum antritt. Hier soll er ein Kunstwerk von kontroversem Charakter bewachen: Eintritt erst ab 18 Jahren. Zunächst meint man, dass es sich dabei um ein Jesusbild handle, bei genauerem Hinsehen erkennt man jedoch eine Collage weiblicher Brustwarzen, ausgeschnitten aus Pornoheften. Ein Skandal für kunstkritische Moralapostel, die zur Zerstörung des Werks auffordern. Ausgehend von Daves erster Ablehnung dem Bild gegenüber, nimmt uns sein Monolog humorvoll mit auf eine innere Reise über verschiedene Zugänge und Fragestellungen zur Kunst und über das Bild. Daves Haltung wird nicht zuletzt von der Begegnung mit der Künstlerin geprägt und verkompliziert. Seine zunächst vermeintlich objektive Sicht auf die Kunst beginnt sich unerwartet und stetig zu verändern.
Das Stück gewährt uns einen klugen und liebevollen Einblick auf die Kunstszene – und ist nebenbei auch ein Plädoyer für die Freiheit der Kunst.
Autor:
Nick Hornby, 1957 geboren, studierte in Cambridge und arbeitete zunächst als Lehrer. Mit seinen Romanen feierte er sensationelle Erfolge und gilt seitdem als Kultautor. Seine Romane „High Fidelity“ und „About a Boy“ wurden erfolgreich verfilmt. Das wohl bekannteste Werk des US-amerikanischen christlichen Fotokünstlers Andres Serano hat Nick Hornby zu seiner Geschichte inspiriert.
Der britische Schriftsteller Nick Hornby (*1957) gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen Vertretern der Popliteratur. Seine Bestsellerromane „Fever Pitch“, „High Fidelity“ und „About a Boy“ wurden zu Kult-Büchern und teilweise verfilmt. Gerade ist sein neuer Roman «Just like you» erschienen.
Schauspieler: Gilles Tschudi
Gilles Tschudi wuchs zweisprachig (deutsch und französisch) in Basel auf. Er besuchte die Schauspielakademie Zürich und ist seit den 1970er Jahren als Theaterschauspieler und später auch als Filmschauspieler engagiert, sowohl im deutsch- wie auch im französischsprachigen Raum. Er war lange Jahre Mitglied des Ensembles des Theater Neumarkt in Zürich. Er spielte ausserdem an renommierten Theaterhäusern, wie dem Schauspielhaus Zürich, der Comédie de Genève und vielen weiteren. Einem grösseren Schweizer Publikum bekannt wurde Tschudi durch seine Rolle als Bösewicht Michael Frick in der Fernsehserie Lüthi und Blanc (1999-2007) und durch seine Verkörperung des UBS-Chefs Marcel Ospel in Grounding – die letzten Tage der Swissair (2006). Gilles Tschudi engagiert sich für die Schweizer Kultur und ist im Patronatskomitee von ART-TV, dem Schweizer Kulturfernsehen im Netz. Seit letzten Herbst ist er unter anderem im Fauteuil Theater in Basel als HD Läppli zu sehen.
Regie: Julia Heinrichs
Julia Heinrichs lernte zunächst in Paris bei «Avant Scéne» Maskenbildnerei und bei Jacques Lecoq Körpertheater. Später wurde sie zur Werbekauffrau ausgebildet & liess sich während des Studiums zur Diplompsychologin und Forensikerin zum Coach & zur Trainerin ausbilden. Als Regieassistentin und Abendspielleitung am Schauspielhaus Zürich arbeitete sie u.a. mit Peter Brook und Peter Zadek zusammen. Seit über zehn Jahren ist sie als freie Regisseurin an verschiedenen Staats-, Stadt- und Landestheatern, wie dem Staatstheater Meiningen, dem Theater Kiel, dem Pfalztheater Kaiserslautern und dem Schauspielhaus Zürich, tätig. Auf verschiedenen Festivals, wie z.B. dem „Spieltriebe-Festival“ in Osnabrück, dem Theatertreffen der Jugend NRW (Nominierung Westwindpreis), dem „Angstfreifestival“ in Stendal und den „Sächsischen Theatertagen“ waren Inszenierungen von ihr eingeladen.