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Die Schuler von Ernen im Kanton Schwyz.
Bei unserer Familie handelt es sich um alte Landsleute im Kanton Schwyz. Es kann heute als gesichert betrachtet werden, dass der erste Schuler (Hanns) zwischen 1480 und 1500, von Ernen VS nach Schwyz eingewandert ist. Er hat am Morgarten Wohnsitz genommen und sich später verehelichte, wobei der Name seiner Ehefrau nicht gesichert nachgewiesen werden kann. Dieser Verbindung entsprangen acht Söhne und vier Töchter. Wie verschiedenen alten Schriften zu entnehmen ist, kommt das Geschlecht Schuler aber bereits vorher schon in anderen Kantonen (Uri, Glarus, Freiburg, Graubünden, Thurgau, im Voralberg und im Süddeutschen Raum vor.
Das Geschlecht der Schuler taucht immer dort auf, wo Walserzüge (gemeinsame Auswanderungen) stattfanden. Der Name wurde auch verschieden geschrieben (Schuoler, Schuller, Scolaris).
Nach Dr. Constantin Schuler (siehe Aufsatz: Das Mannrecht von Hanns Schuoller vom 21. Mai 1500, 77/1985 MHVS) sind die Schuler mit den Alemannen im 11. Jahrhundert auch ins Wallis eingewandert. Nachdem aber die Bezeichnung „Scolaris“ (dir lateinische Form von Schuler) häufig auch benutzt wurde, besteht auch die Möglichkeit, dass unsere Vorfahren aus dem Aostathal über den Simplon ins Wallis eingewandert sind. Was aus dem nämlichen Aufsatz auch hervorgeht ist, dass Hanns Schuler alleine, also nicht bei einem Walserzug nach Schwyz kam.
Im weiteren nahm er am Morgarten Wohnsitz, war er doch zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Zeuge an Marchstreitigkeiten zwischen den Zuger und Schwyzer beteiligt, was ebenfalls aus einem weiteren Aufsatz von Dr. Constantin Schuler (Der Marchstreit um die Landesmarch zwischen Schwyz und Zug im 15./16. Jahrhundert, 88/1996 MHVS) hervorgeht. In welchem Jahr aus den Beisassen aus dem Geschlecht Schuler Landsleute, also Oberällmiger, wurden, ist nicht bekannt. Gemäss Dr. Schuler, aber auch Dr. Styger, muss dies Mitte des 16. Jahrhunderts gewesen sein. Vermutlich wurden diese „eingebürgert“ ohne grosses Aufhebens zu machen, weil sie sehr schnell vermehrten, hatten doch sieben der acht Söhne von Hans Schuler Nachkommen.
Im verlaufe der Jahre nahmen Nachkommen des Hans Schuler auch in anderen Gemeinden Wohnsitz, so dass es heute Schuler mit Bürgerrecht in Sattel, Rothenthurm, Schwyz, Ingenbohl, Morschach, Steinen, Steinerberg, Arth, Alpthal, Vorderthal, Schübelbach, Galgenen und Lachen gibt. Sie aber alle haben eins gemeinsam, sie sind auch heute noch Oberallmeinds-Korporationsbürger, also sog. Oberällmiger. In Lachen gibt es aber auch noch Schuler, welche nicht Oberällmiger sind. Diese sind aber auch nicht Nachkommen des Hans Schuler aus Ernen im Wallis, sondern gemäss Leu stammen diese von den Schuler aus Glarus ab. Gemäss Leu können diese auch schon im 15. Jahrhundert nachgewiesen werden, in der Zwischenzeit ist dieser Zweig aber zu Beginn des 19. Jahrhunderts ausgestorben.
Im Rahmen meiner Forschungen beabsichtige ich, ein Stammbuch der Schuler, Nachkommen des Hans Schuler von Ernen, zu erstellen. Dazu sind aber noch weitere Forschungen nötig. So habe ich die Schuler von Ingenbohl, und Schübelbach sowie teilweise diejenigen von Schwyz, Arth, Morschach und Steinerberg, noch nicht erfasst. Im Rahmen dieses Stammbuches werde ich noch vertieft auf die Herkunft der Schuler sowie der Quellen eingehen.
Schindellegi, 21. Oktober 2020