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12 Mrz Männer und Depression
“Psychische Störungen bei Männern werden unterschätzt, unterdiagnostiziert und unterbehandelt”, erklärte Anne Maria Möller-Leimkühler von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität München.
Typische Symptome einer Depression wie tiefe Traurigkeit, Interessenverlust und Antriebslosigkeit wehre ein Mann oft durch “typisch männliches” Stressverarbeitungsverhalten ab, so Möller-Leimkühler. Dazu zähle zum Beispiel der vermehrte Konsum von Alkohol, erhöhte Aggressivität und Hyperaktivität. Hat ein Mann eine Depression, kann es Möller-Leimkühler zum Beispiel sein, dass er exzessiv Sport treibt oder sich in Arbeit, Sex oder Onlineaktivitäten stürzt, um sich von seinen seelischen Beschwerden abzulenken. Auch riskantes Autofahren könne ein Hinweis sein. “Er ist aber dadurch nicht ausgefüllt, nicht befriedigt, sondern steht weiterhin unter Druck”, erläuterte sie.
Der Betroffene sei auch physiologisch nicht mehr in der Lage, sich zu entspannen, weil sein Cortisolspiegel dauerhaft hoch sei. Der Körper schüttet vermehrt das Hormon Cortisol aus, wenn ein Mensch unter Stress steht.
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