Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03585.jsonl.gz/1375

Nach zwei von der Pandemie geprägten Jahren, konzentriert sich der Bereich Arbeitsintegration mit allen Kräften darauf, Menschen mit Migrationserfahrung bei der Arbeitssuche zu begleiten. Dank der Unterstützung von Stiftungen kann für Personen, die weder beim Sozialdienst noch bei den RAV angemeldet sind, die Teilnahme am Programm finanziert werden. Das Programm schliesst daher eine wichtige Angebotslücke. Dank der Erholung der Wirtschaft und der guten Vernetzung sind die Ergebnisse erfreulich, wie die folgenden Zahlen belegen: • 94 aktive Teilnehmende im Jahr 2022, davon 36 Neuanmeldungen. • 65 Frauen (69%), 29 Männer (31%). • 33 Teilnehmende sprechen Deutsch (35%), 61 sprechen Französisch (65%). • 18 (50%) der 2022 angemeldeten teilnehmenden Personen und 40 (70%) der 2021 angemeldeten teilnehmenden Personen haben Anschlusslösungen gefunden. 19 Teilnehmende haben eine befristete Anstellung gefunden, 10 haben sich für eine qualifizierende Ausbildung angemeldet, 5 haben ein Praktikum gefunden und 24 eine feste Anstellung. • Beschäftigungssektoren: Reinigung, Kinderbetreuung, Gartenarbeit/Gärtnerei, Pflege, Wäscherei, Uhrenindustrie, Labor, Bauwesen, Gastronomie, soziale Arbeit. Mit einer Integrationsquote von über 50% für Personen, die sich im Jahr 2022 angemeldet haben, und über 70% für Personen, die seit weniger als zwei Jahre am Programm teilnehmen, sind die Resultate sowohl für die Anzahl Neuanmeldungen als auch für die Anzahl in den Arbeitsmarkt integrierte Personen gut. Angesichts der jüngsten makroökonomischen Entwicklungen (Inflation) stellen wir jedoch eine Prekarisierung neuer Bevölkerungsschichten fest, wobei Menschen mit Migrationserfahrung und einem tiefen Bildungsstand zu den ersten Betroffenen gehören. Verschiedene Warnsignale (Alleinerziehende versuchen, ihre Stellenprozente zu erhöhen, trotz der Probleme, die dies bei der Alltagsorganisation mit sich bringt; Familien, die mit dem Einkommen eines Elternteils gelebt haben, neigen zunehmend dazu, für den Ehepartner oder die Ehepartnerin eine Teilzeitstelle zu suchen) beginnen sich bemerkbar zu machen. Daher scheint es immer dringlicher, Projekte zu entwickeln, damit diese «Working Poor» nicht noch weiter in die Prekarität abrutschen und in Schuldensituationen geraten. Um dies zu erreichen, ist das Programm von MULTIMONDO besonders relevant und die Bildungsprojekte, die Unternehmen in direkten Kontakt mit dieser Personengruppe bringen, müssen von öffentlichen Akteuren unterstützt werden. So sollten die Ausbildungskurse von MULTIMONDO erlauben, dass diese Bevölkerungsgruppe in naher Zukunft nicht noch stärker in die Armut abrutscht. Erster weiterführender Reinigungskurs im Bereich Hauswartung MULTIMONDO organisiert jedes Semester einen siebentägigen Grundkurs Reinigung. Dieser Kurs bereitet die Teilnehmenden auf eine Beschäftigung in einem professionellen Reinigungsunternehmen oder in Privathaushalten vor. Um die Chancen der Absolvent:innen auf dem Arbeitsmarkt weiter zu erhöhen, wird im Oktober 2022 ein weiterführender, spezialisierter Reinigungskurs angeboten. Der Kurs bereitet die Teilnehmenden auf eine Anstellung in der Hauswartung vor und wird hauptsächlich in den Räumlichkeiten eines Reinigungsunternehmens stattfinden. Durch diesen Kurs erwerben die Teilnehmenden Fähigkeiten in der Reinigung von Reinräumen und im Umgang mit verschiedenen Maschinen. Der Kurs vermittelt den Lernenden die Besonderheiten der Arbeit einer Hauswarthilfe. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Diese Art von Kursen wird in Zukunft immer häufiger angeboten werden, damit Personen mit Qualifikationen, die für eine Stelle in der Schweiz nicht anerkannt sind, sich direkt bei potenziellen Arbeitgebern beweisen und ihre Kompetenzen verfeinern können, um eine Kursbestätigung, die von einem Unternehmen in diesem Bereich ausgestellt wird, zu erhalten.