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Der Rehaprozess von Spitzensportlern
Verletzungen gehören im Spitzensport fast zum Alltag. Viele Athleten müssen im Laufe ihrer Karriere mit Verletzungen umgehen und erleben daher eine längere Phase der Rehabilitation. Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie intensiv und langwierig ein Rehaprozess sein kann. Die Rehabilitation nach einer Verletzung erfordert nicht nur körperliche Anstrengung, sondern auch mentale Stärke und Ausdauer. Mit meinem Projekt möchte ich einen Einblick in den Weg zurück an die Spitze geben.
Über Mich
Mein Name ist Aline und ich fahre schon seit über 10 Jahren professionell Snowboardcross. Durch meine ältere Cousine kam ich in Kontakt mit dem wettkampfsmässigen Snowboarden und so zum Regionalverband BASE. Nach den ersten Erfahrungen und Erfolgen auf Juniorenstufe, startete ich im Jahr 2016 meine erste Saison auf internationaler Stufe. In meiner zweiten FIS-Saison stürzte ich an einem Rennen in Frankreich und zog mir eine Fraktur des Handgelenkes zu. Zwei Tage später folgte bereits die Operation und somit war die Saison 2016/2017 bereits vorzeitig beendet.
Eine Saison später konnte ich endlich im Europacup Fuss fassen und fuhr die ersten Male auf das Podest. In der Saison 2021/2022 klassierte ich mich auf dem zweiten Rang im Gesamteuropacup, was einen fixen Weltcupstartplatz für die nächste Saison und den Aufstieg ins A-Kader von Swiss Snowboard bedeutete. Im darauffolgenden Jahr startete ich in meine erste fixe Weltcupsaison. Bereits am ersten Weltcup konnte ich mich, nach einem Sturz im grossen Finale, auf dem 4. Platz klassieren, was mit Abstand mein bestes Resultat in meiner Karriere ist.
Nach nur drei gefahrenen Rennen wurde mein Höhenflug abrupt beendet. Beim Aufwärmen in einem Trainingscamp machte ich einen unglücklichen Schritt und verdrehte mir dabei das Knie. Die Folgen waren verheerend, Riss des vorderen Kreuzbandes und ein beschädigter Meniskus.
Teil 1 - Physiotherapie
Nach der Operation war ich sechs Wochen auf Krücken angewiesen und konnte den Alltag nur mit grosser Unterstützung meines Umfeldes bewältigen. Bereits kurz nach der Operation stand fast täglich Physiotherapie auf dem Programm.
Teil 2 - Krafttraining
Vier Monate nach meiner Operation konnte ich endlich wieder in mein normales Krafttraining einsteigen. Mit täglichen Trainings, welche ich mit meinem Konditionstrainer oder auch alleine bewältige, will ich mein Knie wieder zur vollen Leistungsfähigkeit bringen.