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Aus strenger Arztpraxis wird offene Wohnung
Das Erdgeschoss des ca. 1775 in Lenzburg erbauten spätbarocken Wohnhauses erlebte im Laufe der Zeit mehrere Umbauten, die die ursprüngliche Raumeinteilung veränderten. Dadurch wurden ebenfalls stärkere Eingriffe im Tragwerk vorgenommen. Ebenso wurden historische Elemente hinter jüngeren Verkleidungen versteckt.
Aus der ehemaligen strengen Arztpraxis sollte eine grosszügige und offene 3.5-Zimmerwohnung für die musizierende Bauherrschaft entstehen. Der Umbau ermöglichte, die kahle Arztpraxis in eine einladende und stilvolle Wohnung mit sichtbaren historischen Elementen umzuwandeln. Nicht originale Wände durften, in Absprache mit der Denkmalpflege, abgerissen werden, um eine Durchlässigkeit zwischen dem Gang und den Wohnräumen zu schaffen. Dies ermöglichte es, den Gang heller und einladender zu gestalten. Dank dem Tragwerk und der Bodeneinteilung ist die historische Raumeinteilung jedoch weiterhin ablesbar. Durch das Anheben der Gipsdecke konnten die Proportionen zwischen der Geschosshöhe und den Fenstern, die von der Decke erdrückt schienen, wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Dies ermöglichte es auch, historische Holzbalken wieder freizulegen und die bestehenden Wandtäfer besser zur Geltung zu bringen.