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OSG Impingement nach Prothesenimplantation
Ein 69-jähriger Patient klagt nach Erhalt eines Kunstgelenks im oberen Sprunggelenk über konstante Schmerzen im Innenknöchelbereich. Das Kunstgelenk wurde 3 Jahre zuvor ausgewechselt. Die Schmerzen haben im Verlauf langsam zugenommen. Bei der klinischen Untersuchung fällt ein auf Druck auslösbarer Schmerz entlang des vorderen Anteils des Innenknöchels bei leicht eingeschränkter Beweglichkeit des Sprunggelenks auf.
Auf dem konventionellen Röntgenbild ist ein knöcherner Kontakt zwischen Innenknöchel und Sprungbein ersichtlich (Abb. 1). Aus diesem Grund wird die Indikation für eine Entfernung des Knochenkontaktes mittels Gelenkspiegelung gestellt. Die Befunderhebung während der Operation bestätigt den Verdacht des Konflikts (Abb. 2+3).
Der störende Knochen kann problemlos abgetragen werden, sodass der Konflikt nicht mehr ausgelöst werden kann (Abb. 5+6). Bereits 6 Wochen nach der Operation ist der Patient beschwerdefrei. Der stechende Schmerz am Innenknöchel kann nicht mehr ausgelöst werden.
Mit einer Gelenkspiegelung kann zum Einen die Ursache für ein Problem eruiert werden, was mit der bildgebenden Diagnostik nicht immer vollumfänglich möglich ist. Zum Anderen kann das erkannte Problem, wie in diesem Fall überschüssiger Knochen, über zwei kleine Hautschnitte gezielt angegangen werden. Dabei wird das umliegende Gewebe geschont, sodass sich das Gelenk schnell erholen und der Patient die Aktivitäten bald wieder aufnehmen kann.