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eine 104 km lange Meeresbucht an der
Küste des norweg.
Amtes Söndre-Bergenhus, mit ebenso anmutigen
wie großartigen Umgebungen und verschiedenen Seitenzweigen, unter denen der Aakre- und der Sörfjord die bedeutendsten sind.
Die gewaltige isolierte Gebirgsmasse, welche den eigentlichen Hardangerfjord vom Sörfjord trennt und sich unmittelbar
von der
See zu einer
Höhe von 1653 m erhebt, trägt auf ihrem breiten
Rücken den ewigen
Schnee
[* 4] der Folgefonden,
deren
Gletscher alle
Thäler des
Bergs füllen. Im N. des Fjords liegt der Halling- oder Hardangerjökull
(Gletscher), ungefähr 1800 m
hoch.
Notgedrungen schloß er sich anfangs in seiner äußern Politik möglichst eng an Frankreich an, im Innern aber führte er die
Reformen durch, die so segensreich für die spätere Neugestaltung der preußischen Monarchie wurden. Als
endlich nach dem Rückzug des französischen Heers aus Rußland der günstige Zeitpunkt für eine ErhebungPreußens
[* 39] gekommen
zu sein schien, drängte er vor allem auf eine rasche Entscheidung und einen unbedingten Anschluß an Rußland und versäumte,
nur die Hauptsache im Auge,
[* 40] die genauere Festsetzung der Bedingungen für Preußens Wiederherstellung.
Hardenbergs äußere Politik war von richtigen Prinzipien geleitet; ihr Ziel war PreußensGröße und Deutschlands
[* 48] Wiederaufrichtung.
Indessen sein Leichtsinn, der auch in seinem Privatleben zu seinem Nachteil hervortrat, seine weltmännische Liebenswürdigkeit,
die oft in allzu große Nachgiebigkeit ausartete, beeinträchtigten die Erfolge derselben und führten
ihn unter dem Einfluß der Heiligen Allianz und Metternichs zuletzt auf Wege, die er selbst im Grund mißbilligte.
Seine innere Politik war eine Politik des Wiederaufbauens, die bis zu einem gewissen Punkt untadelhaft dasteht. Schon auf dem
Kongreß zu Wien war als eifriger Verteidiger des konstitutionellen Systems aufgetreten. Unter seiner Einwirkung
erschien das königliche Edikt vom worin eine Verfassungsurkunde und die Anordnung einer Volksrepräsentation versprochen
ward. Aber auch hier ließ er die nötige Energie zur Durchführung seines Plans vermissen.
Die Jahre 1815 und 1816 verflossen, ohne daß das Versprechen gelöst wurde. Der Staatskanzler sicherte zwar
den Rheinlanden ihre Institutionen und förderte das Verwaltungswesen der östlichen Provinzen; auch veranlaßte er den Zusammentritt
einer Kommission zur Entwerfung der Verfassungsurkunde, doch wurden derselben keine Vorlagen gemacht. Hardenberg konnte die reaktionären
Strömungen im Rate des Königs nicht überwinden, blieb aber trotzdem, um Schlimmeres zu verhüten, im Amt, wodurch er
freilich weder sich selbst noch dem Land Nutzen erwies.
der 1. und 4. Band
[* 49] dieses Werkes enthält eine von Ranke verfaßte Biographie Hardenbergs bis 1813, Band 2 und 3 »eigenhändige
Memoiren« desselben über seine Leitung der auswärtigen PolitikPreußens 1803-1807, welche diese jedoch in einem zu günstigen
Licht
[* 50] erscheinen lassen und mit den Originalakten nicht durchaus übereinstimmen; der 5. Band enthält Aktenstücke.