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Am heutigen Donnerstag 20. November 2008 hat der internationale Flughafen Genf seinen neuen Satelliten 10 eingeweiht. Er erweitert das Angebot an Abflughallen und erlaubt die Erfüllung der Anforderungen, die sich aus der bevorstehenden Anwendung der Schengen-Abkommen ergeben. In Betrieb genommen wird er am 25. November 2008.
Im Januar 2007 hatte GVA seinen Leitplan für den Zeitraum 2007-2015 vorgestellt. Er sieht die Vergrösserung der Ankunfts-, Eincheck- und Abflughallen sowie die entsprechende Anpassung der Ladenflächen und der Restaurants im Flughafengebäude vor.
Der überplanmässige Zuwachs des Passagieraufkommens im Jahr 2007 (+9,5%) und die Auflagen, die sich aus der Anwendung der Schengen-Abkommen in den schweizerischen Flughäfen im Frühjahr 2009 ergeben, machten den Bau zusätzlicher Abflughallen notwendig. Als Lösung wurde ein zusätzlicher Satellit südwestlich der drei bisherigen gewählt.
Konzipiert wurde er als "bus gate", d.h. er wird nur von Flugzeugen benutzt, die nicht am Hauptgebäude andocken, und die Fluggäste werden von einem Bus abgeholt. Über einen Tunnel ist er mit dem Satellit 20 verbunden. Die Passagiere kommen also eine Ebene tiefer als das Rollfeld an, wo sie eine Bar und verschiedene Geschäfte, darunter auch einen "tax free shop" vorfinden. Fluggäste nach Reisezielen im Schengen-Raum gelangen direkt in die Abflughallen auf den beiden höheren Ebenen, während Reisende nach Destinationen ausserhalb des Schengen-Raums zuvor die Ausreise- Grenzkontrolle passieren.
Die beiden Ebenen der Abflughallen lassen sich durch ein System von Türen zweiteilen, so dass je nach Bedarf Schengen- und Nicht-Schengen-Räume gebildet werden können. Der Satellit kann bis zu 1000 Passagiere pro Stunde aufnehmen.
Die Bauarbeiten, für die die Bewilligung im Oktober 2007 erteilt wurde, haben kaum ein Jahr gedauert. Gekostet hat der neue Komplex (Bodenfläche insgesamt 4928 m2) 24 Millionen CHF.
Bei der Einweihungsfeier betonte Robert Deillon, Generaldirektor des Flughafens GVA: "Komfort und Wohlbefinden der Fluggäste waren unser wichtigstes Anliegen; alles wurde getan, um den Aufenthalt im Flughafen so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Bau entspricht auch den neuesten Energiesparnormen. Nächstes Jahr wird er noch mit Photovoltaikzellen bestückt, die einen erheblichen Teil seines Strombedarfs decken werden".
François Longchamp, Staatsrat und Präsident des Verwaltungsrats des Flughafens GVA, hob seinerseits hervor, dass das Bauwerk eines von mehreren laufenden Projekten darstellt. "Diese sind sehr wichtig für den Flughafen und damit notwendig für Genf und seine ganze Region. Mit diesen Verbesserungen stärken wir die Aufnahmekapazität des Flughafens und damit unsere Wirtschaftskraft durch eine Anbindung an den Flugverkehr, die in Europa für ein Einzugsgebiet wie das unsere einmalig ist".