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Viereinhalb Jahre sind seit dem Amoklauf von Winnenden vergangen. Nun will die Stadt die Eltern des Täters auf Schadensersatz verklagen.
An der Albertville-Realschule entstand ein Schaden von 9,4 Millionen Euro. Diesen will die Stadt gerichtlich geltend machen, falls aussergerichtlich keine Einigung erzielt wird.
Ansprüche der Opferfamilien haben Vorrang
Das Geld müsste die Haftpflichtversicherung des Vaters bezahlen. Die Deckungssumme der Versicherung ist in Leistungen für Personen- und Sachschäden aufgeteilt. Nach Auffassung der Stadt handelt es sich bei bei den Schäden am Schulgebäude um Sachschäden. Die Versicherung sieht dagegen darin «Personenfolgeschäden». Trifft Letzteres zu, will die Stadt den Ansprüchen der Opferfamilien Vorrang gewähren.
Das Landgericht Stuttgart verurteilte den Vater in einem Strafprozess unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren. Der Vater hatte die Tatwaffe unverschlossen bei sich zu Hause aufbewahrt.
Der Amoklauf
Der damals 17-jährige Täter hatte am 11. März 2009 mit der Pistole seines Vaters insgesamt 15 Menschen erschossen. Danach hat er sich selbst getötet.