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Das atlantische Wasser in der Framstrasse, einer Meerenge zwischen Grönland und Spitzbergen, ist in den vergangenen Jahren 2000 Jahren noch nie so so warm gewesen wie heute. Untersuchungen vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM Geomar belegen dies. Mit Hilfe von tierischen Einzellern konnte nachgewiesen werden, dass sich das einströmende Atlantikwasser in den vergangenen hundert Jahren um etw 2 °C erwärmt hat. Die Temperaturen in der Framstrasse liegen je nach Wassertiefe bei 2 bis 6 °C.
Da kontinuierliche meteorologische und ozeanographische Messdaten nur rund 150 Jahre zurückreichen, nutzen die Wissenschaftler für die Untersuchung des Klimas der Vergangenheit indirekte Klimaarchive wie Eisbohrkerne oder Sedimentkerne. Die früheren Temperaturen in der Framstraße ermittelten die Forscher über spezielle Arten tierischer Einzeller: Die sogenannten Foraminiferen leben in Tiefen von 50 bis 200 Metern und bilden während ihres Lebenszyklus Kalkschalen aus. Wenn sie absterben, sinken die Schalen auf den Meeresboden, wo sie als Fossilien über lange Zeiträume gut erhalten bleiben. Da bestimmte Foraminiferen-Arten spezielle Wassertemperaturen bevorzugen, konnten die Wissenschaftler anhand der im Meeresboden gefundenen Arten und deren Alters die Bedingungen der Vergangenheit rekonstruieren.
Wenn sich das arktische Wasser weiter erwärmt, könnte das dramatische Folgen auf die Eisbedeckung und die Eisbildung im Arktischen Ozean haben.
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