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«Machen Sie sich zuerst sachkundig», riet mir mein Chef, nicht vorwurfsvoll, eher väterlich, drehte sich weg und verschwand in seinem Büro. Ich, blutjunger Journalist damals, hatte ihm geschildert, was ich glaubte, habe sich zu einem bestimmten Thema aus dem bis dahin Gehörten und Gelesenen als unumstössliche Wahrheit ergeben.
Es gab noch kein Internet, «sich sachkundig machen» bedeutete somit, alle möglichen Leuten anzurufen, sich zu Gesprächen zu treffen, sich allenfalls in die Bibliothek zu begeben, um sich zusätzliches Wissen anzueignen.
Ob meine damals geplante Geschichte jemals publiziert wurde? Ich weiss es nicht mehr. Und worum es ging, ist mir ebenfalls entfallen.
Während ich dies schreibe, wurden bestimmt wieder Hunderte, wenn nicht Tausende angeblich unumstössliche Wahrheiten in allen unseren modernen Medien publiziert …