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Was ist die Schweiz? Vor 25 Jahren stellte sich diese Frage mit Nachdruck und auf den unterschiedlichsten Schauplätzen. 1992 schienen die hergebrachten Mechanismen nicht mehr zu greifen, es war Zeit für einen Neuanfang. Begann 1992 die Geschichte der Schweizer Gegenwart?
1992 suchte die Schweiz nach ihrem Platz in einer neuen Weltordnung. Sieben Jahre zuvor hatte der Amtsantritt von Michail Gorbatschow als Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion das Ende des Kalten Kriegs eingeläutet. Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und dem Untergang der Sowjetunion 1991 war auch in der Schweiz klar geworden: Tiefgreifende politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen standen an.
Die Schweiz musste sich entschliessen: Wollte sie sich öffnen? Oder setzte sie auf Abgrenzung? Lange hatte es danach ausgesehen, dass sich die Schweiz der Europäischen Gemeinschaft annähern würde. 1992 änderte sich das: Überraschend und hauchdünn votierte die Stimmbevölkerung am 6. Dezember gegen einen Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Zusammen mit der Kontroverse um den Schweizer Auftritt an der Weltausstellung in Sevilla, mit der Einführung des Zivildiensts, dem Olympiasieg von Marc Rosset und der Annahme der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) zeigte das EWR-Nein, wie die Schweiz zwischen Öffnung und Abgrenzung schwankte.
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