Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/225098

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt in einem Bericht darzulegen, welche nationalen und kantonalen Angebote im Bereich "Jugend und Ernährung" bestehen, wie diese finanziert werden und an welche Zielgruppe sie sich wenden. Weiter soll der Bericht Angebotslücken eruieren und Massnahmen zur besseren Koordination und Kommunikation der Angebote aufzeigen, zum Zweck einer Strategie für eine nachhaltige Ernährung.</p><p></p><p>Eine Minderheit der Kommission (Huber, Haab, Gafner, Gutjahr, Herzog Verena, Keller Peter, Umbricht Pieren) beantragt, das Postulat abzulehnen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wer sich gesund ernährt, verringert sein Risiko auf ernährungsbedingte Krankheiten. Daher fördert der Bund im Rahmen der Schweizer Ernährungsstrategie eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Da Personen je nach Lebensphase unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse haben, legt die Strategie auch ein spezielles Augenmerk auf Kinder und Jugendliche. Bereits heute bestehen zu den Themen Ernährung und Jugend umfangreiche und aktuelle Übersichten über Angebote und laufende Projekte auf den Webseiten des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV; <a href="http://www.blv.admin.ch">www.blv.admin.ch</a> &gt; Lebensmittel und Ernährung &gt; Empfehlungen und Informationen &gt; Lebensphasen und Ernährung) sowie der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz (<a href="http://www.gesundheitsfoerderung.ch">www.gesundheitsfoerderung.ch</a> &gt; kantonale Aktionsprogramme &gt; Ernährung und Bewegung bei Kindern und Jugendlichen). Die Aufgabenverteilung im Bereich Gesundheit und Ernährung ist zudem klar geregelt: So verantwortet der Bund die Rahmenbedingungen, strukturellen Massnahmen und Grundlagen, die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz die Förderung und Koordination der kantonalen Aktionsprogramme, und die Kantone und Gemeinden gewährleisten die Umsetzung der Programme. Koordination und Kommunikation der Massnahmen sind entsprechend dieser Aufteilung sichergestellt. Verschiedene Instrumente der Schweizer Ernährungsstrategie wie z.B. ein jährliches Forum, regelmässige Informationsmails und die App "MySwissFoodPyramid" gewährleisten zudem bereits heute die gute Zusammenarbeit sowie den Informations- und Wissensaustausch zwischen den verschiedenen Akteuren. Überdies werden Synergien genutzt, so z.B. zwischen dem BLV und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) zum Thema Ernährung und Nachhaltigkeit, oder mit dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) für das internationale Jahr für Obst und Gemüse 2021, bei welchem die Jugendlichen eine der Zielgruppen sind. Zur weiteren Stärkung der Koordination und Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure aus Gesundheitsförderung und Prävention bereitet schliesslich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Online-Plattform zum Thema Prävention vor, die auch Inhalte zur Ernährung enthalten und im ersten Halbjahr 2021 verfügbar sein wird. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass im Bereich Jugend und Ernährung bereits ein vielseitiges, gut koordiniertes und leicht zugängliches Angebot besteht. Ein weiterer Bericht ist daher nicht notwendig.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.