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Thurgau,
der später solche Fabriken auch in
Islikon und
Frauenfeld erbaute und 1822 gestorben ist.
Schloss mit eingebautem altem
Turm;
bis zu Ende des 18. Jahrhunderts Sitz einer besonderen
Herrschaft. 1241: Kevinkon; 1250 wird ein Burkhard von Kefikon als
kiburgischer Dienstmann genannt. Ein Heinrich von Kefikon († 1315) war Chorherr zu
Zurzach. Die Gerichtsherrschaft
Kefikon später ein
Lehen des
Klosters auf der
Reichenau. Die Burg 1376 Eigentum des Konrad von
Gachnang; wurde 1427 als einer
der Grenzpunkte zwischen der
GrafschaftKiburg und dem Thurgau
bezeichnet und liegt noch heute mitten auf der Grenze.
Später wechselte die Burg öfters ihre Besitzer und gehörte der Reihe nach dem Erasmus Ryf (1502),
Ludwig Ryf (1529) genannt Walter von
Blidegg, den Joner aus
Frauenfeld,
Hirzel und
Escher aus Zürich.
Das jetzige Schlossgebäude wurde
im 17. Jahrhundert neu errichtet; der in dasselbe verbaute alte
Turm misst 7,8 m im Geviert bei einer Mauerdicke von
1,5 m. Die niedere Gerichtsbarkeit Kefikon war dem Enneren Amt der Landvogtei
Kiburg zugeteilt und stand seit 1742 dem Zürcher
Patriziergeschlecht der
Escher zu. Nachher Privateigentum; heute mit Gastwirtschaft.
Auf der rechten
Seite vereinigt sich mit dem Kehlegletscher
eine Reihe von kleinen Firn- und Eisfeldern, die am
KammMaasplankstock-Dammastock hängen. An der den
Gletscher links begleitenden
Kette bis zum
Schyn einige kleine Hängegletscher, die nicht bis zum Hauptgletscher absteigen.
Der Fussweg
nach der links über dem Kehlegletscher auf
geneigter Terrasse gelegenen Kehlenalp (2305 m) mit
Hütte führt zum grossen
Teil über das Eisfeld.
Das Ende des Gletschers, auf der Siegfriedkarte 1881 zu 1924 m kotiert, ist seither um mehrere Hundert
Meter zurückgewichen.
Das Dorf entwickelt sich seit dem Bau der Gürbethalbahn
rasch.
Von der Hauptstrasse Bern-Belp-Thun zweigt in Kehrsatz nach rechts die Strasse Kehrsatz-Englisberg-Zimmerwald-Mühleren-Rüeggisberg
ab.
Das Schloss und Schlossgut Kehrsatz ist Eigentum des Staates Bern,
der hier eine Mädchenkorrektionsanstalt eingerichtet
hat. Am S.-Ende des Dorfes der schöne Herrensitz Lohn, einst Eigentum der Berner Patrizierfamilie der Tscharner.
Hier starb 1794 Niklaus
Emmanuel Tscharner, den Heinrich Pestalozzi in seinem BuchLienhard und Gertrud in der Gestalt des Arner verewigt hat.
Ein Bildhauer
von grossem Ruf war Karl Emmanuel Tscharner (1791-1883), der Schöpfer der Statue des Herzogs Berthold
von Zähringen auf der Plattform vor dem BernerMünster und der Statue der Pietà in dieser Kirche.