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Im MIR ist dieses Porträt des Reformators Berchtold Haller (1494-1536) zu sehen, entstanden Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts von der Hand eines anonymen Malers.
Berchtold Haller spielte eine führende Rolle bei der Durchsetzung der Reformation in Bern. Ursprünglich aus Aldingen in Deutschland stammend, war er ab 1520 Chorherr und Leutpriester am Münster (Sankt Vinzenz) in Bern. Dieser Freund Melanchthons – mit dem er studiert hatte – und Zwinglis verbreitete mit Hartnäckigkeit und trotz wiederholter Rückschläge neue Ideen aus Deutschland und Zürich. Er war aktiv an der Berner Disputation (6. bis 26. Januar 1528) beteiligt, in deren Folge der Rat von Bern am 7. Februar 1528 die Reformation verordnete. Haller gründete die Berner Reformierte Kirche und wurde 1532 ihr erster Dekan.