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Für dieses Projekt wurde ein komplettes Systemdesign für eine End-to-End Zeitsynchronisation (Time Synchronization Protocol for PLUS PLUS-TimeSync) zwischen im Verteilnetz verteilten Phasor Measurement Geräten (PMUs) über ein Breitband Power Line (BPL) Kommunikationsnetzwerk erforscht, konzipiert und realisiert. BPL-Modems sollen in Transformatorstationen des Verteilnetzes installiert und eine Kommunikation über das elektrische Verteilnetz ermöglichen. Dies als Teil der voranschreitenden Verteilnetzautomatisierung u.a. mit mission- und zeitkritischen Grid Monitoring und Automation (MTC-GMA) Applikationen. Anwendungsbeispiele mit PMUs sind die Netzzustandserkennung (State Estimation) sowie Fehlerlokalisierung (Fault Location), diese dienten als Referenzapplikation für dieses Projekt. In der ersten Phase des Projektes wurden die relevanten Applikationen erfasst und die resultierenden Anforderungen für eine BPL-Zeitsynchronisation abgeleitet. Dabei ist zu beachten, dass Applikationen unterschiedliche Anforderungen betr. der Kommunikation haben. Die strengste betrifft die Zeitsynchronisation, die über das gesamte BPL-Netz eine Genauigkeit von maximal ± 3.1 Mikrosekunden (μs) aufweisen muss. In der folgenden Entwurfsphase wurden sowohl die Anforderungen fü die digitale Signalverarbeitung als auch fü das Netzwerkprotokoll analysiert und entwickelt. Dazu kamen die Model-Based-Design Methode sowie Simulationen zur Anwendung. Das resultierende Systemdesign erlaubt nicht nur die Synchronisation aller Geräe einer BPL-Zelle untereinander, sondern auch die Synchronisation auf eine externe absolute Zeitreferenz ausserhalb der Zellen. Die Synchronisationslöung wurde auf der Basis einer an der Hochschule Luzern zuvor entwickelten Power Line data bUS (PLUS) BPL-Technologie als Time Synchronization Protocol for PLUS (PLUS-TimeSync) realisiert. Sie stellt eine standardisierte Schnittstelle zwischen den BPL-Modems und den Endgeräen zur Verfüung, welche auf einem ein Puls pro Sekunde Signal (1PPS) basiert. Die Tests wurden mittels realistischen Kanalbedingungen in Laborumgebung durchgefürt und zeigten, dass mit dieser Löung eine Genauigkeit von ± 0.5 μs (also ca. Faktor 6 besser als die Anforderung) üer zwei «Hops» in einem Netzwerk erreicht wird. In einem Folgeprojekt wird die Entwicklung eines MTC-GMA-BPL-Gesamtsystems konzipiert und realisiert.