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2. SPLÜGENPASS
Fortsetzung San Bernardino Route / Auf dieser Seite: Sufnersee - Splügen - Splügenpass
2.1. Sufnersee
Von der Rofflaschlucht gelangen wir zuerst nach Sufers am Sufnersee. Der Blick schweift über den Sufnersee ins Rheinwald-Tal bis hin zum San Bernardinopass (erstes Bild), kurz davor ragt das Einshorn in den Himmel, links davor ist der Guggernüll.
Das Einshorn besteht aus Marmor, Fels; kalkschiefer, Kalkstein; bei dem Guggernüll ist nur der Gipfel aus Orthogneis (und Paragneis? Swisstopefrage), darunter ist das Gestein wie das Einshorn.
Am westlichen Ende des Sees geht die Kantonsstrasse über den Hinterrhein. Noch ein Blick auf den See (Bildmitte) und auf Sufers (Bild rechts).
Bild unten (1 und 2): Friedlich dahinfliessender Hinterrhein. Hier besteht das Gestein aus Flysch (Kalk).
Bild 3 unten: Auf dem Weg zwischen Sufers und Splügen tauchte plötzlich eine Schieferwand auf. Was diese Wand wohl alles erlebt hat?! (Bild rechts Detail)
Die Steine hier eignen sich nicht zum Bearbeiten, dafür zum Anschauen! (Bilderreihe hier unten). Hier kann man sich eine adäquate Vorstellung vom Gefüge "Schiefer" machen!
Es kommt mir so vor, wie wenn die Gesteinsmassen von kräftigen Händen geknetet oder in eine starke Schwingung gebracht wurden.
2.2. Splügen
Nach dem Sufnersee folgt die Ortschaft Splügen (siehe oben).
Bild 1: Die Brücke über den Hinterrhein, die Kirche und das grosse, dahinterliegende Massiv des Teurihorns. Bild 2: Der Hinterrhein, nähergerückt sind (links) der Guggernüll und (rechts) das Einshorn. Bild 3: Diese Ortschaft besitzt einige grosse Häuser. Bild 4: Im Sommer schmücken Blumenkäste die Fassaden.
Unweit von Splügen (talauswärts) liegt die "Burg von Splügen", die in 1280 errichtet wurde (siehe Bilder hier oben). Bild 1: Blickrichtung Sufnersee. Bild 2: Burg von Splügen Bild 3: Burg von Splügen Bild 4: Blick von der Burg von Splügen Richtung Westen (Guggernüll und Einshorn)
Von Splügen führt die Splügenpassstrasse nach Süden. Die Strecke verfolge ich zunächst und erst später vervollständige
ich die Strecke über den San Bernardino.
2.3. Splügenpass-Strecke
Zunächst nochmals das Bild von Splügen mit dem Teurihorn. Nach dem Steilaufstieg gelangt man auf den höher gelegenen Talboden bis zu einer Brücke über den Fluss. Diese Brücke ist die sgn. Marmor-Brücke. Der Marmor stammt aus den damaligen Marmorbrüchen. Um die Marmorbrüche zu finden fährt man weiter bis zur Bushaltestelle "Suretta seen" (Bild ganz rechts oben). Ich habe auf dem Bild (und auf der Karte, die am Schluss unten folgt) den Ort der Marmorbrüche markiert. Man muss quer Feld ein über "Stock und Stein", manchmal über ein Gitter. Irgendwann erkennt man so etwas wie einen früheren, breiten Weg, der jetzt überwachsen und fast unkenntlich geworden ist. Wir hatten das Glück, dass uns eine Ortskundige bis zu den Brüchen führte.
Und plötzlich steht man vor der Marmorwand.
Manche Steine haben eine dicke, graue Schicht bekommen. Schlägt man ein Stück ab, erglänzt der weisse Marmor (Bild oben links). Sind mehrere Steine vor kurzem ausgebrochen und heruntergefallen, zeigen sie ihre wahrhafte Natur direkt (Bild oben mitte). Verschiedene Steine nahm ich mit nach Hause und bearbeitete sie. Es ist ein wunderbarer, durchscheinender Stein.
2.3.2 Splügenpass-Höhe
Von der Passhöhe noch einmal den Blick zurück zur Orientierung (Bild links). Von der Haltestelle "Suretta Seen" schlängelt sich die Strasse hinauf (Bild mitte) bis auf
den Pass (Bild rechts).
Hier wählten wir den Bergweg zum «Bergseeli». Doch kaum 100 Meter von der Passhöhe entfernt, ist an der linken Seite des Bergweges eine kleine Mulde. Der Weg geht unmittelbar am oberen Rand der Mulde vorbei (Bild unten links). In diese Mulde muss man hinuntersteigen um einen wunderschönen Aufschluss einer Marmorfalte zu sehen (Bilder unten, Mitte und rechts).
2.3.3 Aufstieg zum Bergseeli
Mit dem Besuch beim Seeli schliesse ich die Beschreibung des Splügenpass ab. Man steigt hier in eine "Wüstenei", von der man sich eine gute Vorstellung der andauernden Erosion machen kann, darüber ich später einmal berichte.
Oberhalb vom Bergseeli ragt das Surettamassiv, das alles aus Metagranitporphyr ("Roffla-Porphyr") aufgebaut ist.
Erwähnen möchte ich noch, dass die Passstrasse an der Italienischen Seite zum fahren etwas abenteuerlich ist, wenn auch sehr schön. Man gelangt direkt nach Chiavenna.