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Im Urteil BGE 147 III 78 hat das Bundesgericht entschieden, dass man 10 Jahre lang den Anspruch hat, das Arbeitszeugnis berichtigen zu lassen.
Das Bundesgericht hat in BGE 146 III 297 die Folgen des Nichterscheinens der beklagten Partei im vereinfachten Verfahren entschieden. Bleibt die beklagte Partei dem Gerichtstermin fern, wird das Verfahren ohne sie durchgeführt. Eine zweite Chance gibt es nicht. Die beklagte Partei riskiert damit ein Urteil zu ihren Lasten.
Das Bundesgericht hat im zur Publikation vorgesehenen Entscheid 5A_104/2018 vom 2. Februar 2021 seine Rechtsprechung zum nachehelichen Unterhalt aufgegeben, wonach ab Erreichen des 45. Altersjahres die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit für den bis dahin nicht erwerbstätigen Ehegatten unzumutbar ist und deshalb der andere Ehegatte nachehelichen Unterhalt zahlen muss. Neu muss jeder Ehegatte nach der Scheidung für seinen eigenen Lebensunterhalt sorgen.
Das Bundesgericht hat im zur Publikation vorgesehenen Entscheid 5A_907/2018 vom 3. November 2020 entschieden, ab wann eine Ehe neu als lebensprägend gilt und damit den geschiedenen Ehegatten Anspruch auf Unterhaltszahlungen nach Auflösung der Ehe gibt. So einfach wie früher bekommt man nach der Scheidung nun keine Alimente mehr vom Ex-Partner.
Das Bundesgericht hat in einem Leitentscheid vom 11. November 2020 die Methode zur Berechnung des Kindesunterhaltes festgelegt: Der Kindesunterhalt ist anhand des konkreten Bedarfes des Kindes zu berechnen. Auf pauschale Beträge wie in der Zürcher Tabelle oder den SKOS-Richtlinien darf nicht mehr abgestellt werden. Es besteht eine Liste an Ausgaben, die berücksichtigt werden dürfen. Hobbies und Ferien zählen nicht dazu. Ferner hat das Bundesgericht eine Reihenfolge festgelegt, nach welcher die Familienmitglieder Unterhalt bekommen, falls die finanziellen Verhältnisse eng sind. Auch für den umgekehrten Fall – dass mehr Geld da, als ausgegeben werden konnte – hat das Bundesgericht entschieden, was zu tun ist.
Das Bundesgericht hat in BGE 146 III 203 vom 20. Mai 2020 entschieden, dass das Kind im Verfahren angehört werden muss, aber nur einmal im gesamten Verfahren. Eine alternierende Obhut kommt nicht in Frage, wenn ein Elternteil unregelmässig Schicht arbeitet. Schliesslich muss ein Prozesskostenvorschuss immer zurückerstattet werden, ausser es wäre unbillig, z.B. wegen sehr ungleicher finanzieller Verhältnisse.
Das Bundesgericht hat in BGE 146 III 185 entschieden, dass die Parteien bei Streitigkeiten mit einem Streitwert von unter CHF 100'000 ein Schlichtungsverfahren durchführen müssen, auch wenn sie dies beide nicht wollen.
Das Bundesgericht hat in seinem als BGE 146 III 169 publizierten Entscheid festgehalten, dass auch unter Geltung des neuen Unterhaltsrechts seit 1. Januar 2017 der Unter-halt für den (Ex-)Ehegatten jenem für das volljährige, noch in Ausbildung stehende Kind vorgeht.
Das Bundesgericht stellte klar, dass die Durchführung der Hauptverhandlung per Videokonferenz gegen den Willen einer Partei nach geltendem Recht die Zivilprozessordnung (ZPO) verletze. Es müsse erst die gesetzliche Grundlage für die Abnahme gewisser Beweise mittels Videokonferenz geschaffen werden. Das Handelsgericht könne sich nicht auf die ausserordentliche Lage infolge der Corona-Pandemie stützen und mittels Richterrecht der gesetzgeberischen Entwicklung vorgreifen.
Das Bundesgericht hat mit Entscheid vom 16. Juni 2020 einem Vater Recht gegeben, der die Kinder gegen den Willen der Mutter gegen Masern impfen lassen möchte. Das Bundesgericht hält fest, dass bei Uneinigkeit der Eltern mit gemeinsamer elterlicher Sorge die Kinder zu impfen sind, sofern die Impfung durch das BAG empfohlen wird und keine den Kindern eigene Gründe dagegen sprechen.