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Zwei Anzeigen stammen von Privatpersonen, die aus dem Kanton Zürich beziehungsweise aus dem Kanton St.Gallen kommen. Die dritte reichte der Schwulenverband Pink Cross ein. Das sagte ein Sprecher der Churer Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf Anfrage der sda. Die Anzeigen werden nun geprüft, über allfällige rechtliche Konsequenzen wird in rund zwei Wochen entschieden. Allenfalls werde Huonder zu einer Stellungnahme eingeladen.
Zuerst das Missverständnis, dann die Entschuldigung
Huonder hatte in einem Vortrag in Fulda Textstellen aus dem Alten Testament zitiert, wonach Homosexualität eine Gräueltat sei, die mit dem Tod bestraft werde. Der Bischof war nach empörten Reaktionen auf seine Ansichten in der Folge zurück gekrebst. Er entschuldigte sich öffentlich und in einem Brief an 800 Mitarbeitende im Bistum Chur und besonders bei "homosexuell empfindenden Menschen". In einer ersten Stellungnahme hatte der konservative Kirchenmann noch von einem Missverständnis gesprochen.
Huonders in Fulda verbreitete Ansichten über Ehe und Sexualität führten auch innerhalb des Kreises der Schweizer Bischöfe zu einer Reaktion. Der St.Galler Bischof Markus Büchel setzte in einer öffentlichen Stellungnahme einen Kontrapunkt zu Huonder.
Menschen und ihre Beziehungen dürften nicht auf die Sexualität reduziert werden, schrieb der St.Galler Oberhirte, der auch die Schweizer Bischofskonferenz präsidiert.