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Genf - Der kamerunische Ex-Fussballer Jean-François Bell hat gegen den MCG-Parteipräsidenten Eric Stauffer eine Strafanzeige wegen Verleumdung eingereicht. Grund dafür ist ein Video des MCG, in dem Bell ohne seines Wissens zu sehen ist.
Darin berichtet das MCG über den Drogenhandel im Genfer Stadtteil Pâquis. Der Videoclip hatte das Mouvement Citoyens Genevois (MCG) auf seiner Internetseite publiziert. Dieser war dann auch von Youtube und von einem französischen Fernsehsender übernommen worden.
Man sei bereit, den Antrag zurückzuziehen, wenn sich der MCG-Präsident öffentlich dafür entschuldige, sagte Imad Fattal, der Anwalt von Bell, und bestätigt damit verschiedene Meldungen aus der lokalen Presse.
Der 28-jährige Bell, der einst beim FC Servette und bei den Young Boys spielte, trainiert heute den Nachwuchs beim FC UGS Genève. Aufmerksam auf das Video sei der Fussballer geworden, als Freunde und beunruhigte Eltern bei ihm angerufen hätten, erklärte Fattal.
Laut dem Anwalt sei Bell gefilmt worden, als er auf einen Freund wartete. Er habe darum gebeten, nicht aufgenommen zu werden und habe gleichzeitig seine Hand auf die Linse der Kamera gelegt. Auf dem MCG-Video höre man bei dieser Szene eine Stimme aus dem Off, die sage: "Der Dealer will nicht gefilmt werden."
"Wir entschuldigen uns dafür", sagte Stauffer. Man habe nicht ehrliche Bürger filmen wollen, verteidigte sich der Regierungsratskandidat. Das Video sei mittlerweile angepasst worden. Laut Stauffer sei es aber nicht die Schuld des MCG, dass 95 Prozent der Dealer aus Afrika stammten.
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