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Die Verbände sind Teil der „Living Rivers Europe“-Koalition, die die europäischen Dachorganisationen der fünf Organisationen ins Leben gerufen haben. Ziel der im Jahr 2000 verabschiedeten europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist es, Flüsse, Seen, Küstengewässer und Grundwasserressourcen vor einer weiteren Verschlechterung zu schützen und die Ressource Wasser zu bewahren.
Die Richtlinie schreibt vor, dass die europäischen Gewässer bis spätestens 2027 einen „guten“ ökologischen und chemischen Zustand erreichen müssen. Bislang sind die meisten Gewässer in der EU zum Teil weit davon entfernt.
Industrielle Landwirtschaft mitschuldig
Vor diesem Hintergrund gibt es Diskussionen um Fristverlängerungen und Ausnahmeregelungen. „Wer die strengen Schutzziele der Wasserrahmenrichtlinie in Frage stellt und weitere Ausnahmen fordert, verkennt den dramatischen Rückgang der typischen Tier- und Pflanzenarten in unseren Flüssen, Seen und Küstengewässern“, erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Als eine Ursache für deren schlechten Zustand nannte Tschimpke die „industrielle“ Landwirtschaft. In einem Eckpunktepapier fordern die Umweltverbände eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), so dass die Umweltziele der Wasserrahmenrichtlinie unterstützt werden.
Dafür müssten die Agrarzahlungen verbindlich an den Zielen der WRRL ausgerichtet werden und dürften sie nicht wie bisher konterkarieren. Die Verbände warnen vor einem „Weiter-so“ in der GAP und mahnen eine „Wende hin zu einer gewässerverträglichen Landwirtschaft“ an.