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Der Abwärtstrend beim Geschäftsleerstand in der Stadt Freiburg hält an, und dies insbesondere im Burg-Quartier. Das ist die wichtigste Erkenntnis der neuen Erhebung von Oktober 2021.
Die Stadt Freiburg führt regelmässig Erhebungen zum Geschäftsleerstand durch. Dies erfolgt mittels Zählung vor Ort der Räumlichkeiten und Schaufenster im Erdgeschoss, die für wirtschaftliche Tätigkeiten zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse der im Herbst 2021 durchgeführt Erhebung bestätigen den bereits bei der vorherigen Bestandesaufnahme festgestellten Abwärtstrend (siehe Pressemitteilung vom 28. Juni 2021).
In dem vom Ortsplan (Plan zur Dosierung der Funktionen) definierten Untersuchungsgebiet, welches die Mehrheit der Geschäftsstrassen der Stadt beinhaltet, hat es 717 Geschäfts- oder Büroflächen. 680 dieser Flächen (94.8 %) sind besetzt. 45.1 % davon sind durch Dienstleistungen belegt, 33.1 % mit Ladengeschäften und 25 % mit Restaurants. 35.3 % dieser Restaurants sind Fast-Food- und/oder Take-Away-Lokale. Die Leerstandsquote beläuft sich somit auf 5.2 % - das sind 0.7 Prozentpunkte weniger als im April 2021 und 10.3 Punkte weniger als bei der ersten Erhebung aus dem Jahr 2018; dies liegt sehr nahe am konjunkturellen Gleichgewicht von 5 %. Im Vergleich zur letzten Erhebung ist eine Zunahme der Fast-Food-Betriebe zu verzeichnen, was auf veränderte Konsumgewohnheiten im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie hindeutet.
Im Burg-Quartier hat es 260 Geschäftsflächen, von den 250 besetzt sind; das entspricht einer Leerstandsquote von 3.8 %; diese ist im Vergleich zu April 2021 um 2.2 Prozentpunkte gesunken und sogar um 9.7 Punkte im Vergleich zur ersten Erhebung im Jahr 2018. 39.2 % dieser Flächen sind durch Dienstleistungsbetriebe belegt, 42.4 % durch Ladengeschäfte und 20.8 % durch Restaurants, wovon 26.9 % Fast-Food-Betriebe sind.
Zum zweiten Mal in Folge ist somit die Leerstandsquote in diesem Quartier niedriger als in der gesamten Stadt. Es ist sogar zunehmend schwieriger geworden, im Burg-Quartier eine Geschäftsfläche zu finden. Einzelne Flächen, die seit langem leer stehen, bleiben aus Gründen unbelegt, die keinen Zusammenhang mit der Nachfrage haben (zum Beispiel Untätigkeit der Eigentümer oder laufende Mietverträge ohne Besetzung der betreffenden Räumlichkeiten).
Die festgestellte Leerstandsquote bei geschäftlichen Räumlichkeiten, die geringe Fluktuation (12 Nutzerwechsel bei einer Gesamtzahl von 717 Geschäftsräumen) sowie der Rückgang der Anzahl an verbauten Schaufenstern zeigt, dass die Stadt Freiburg über eine gesunde Geschäftsstruktur verfügt, und dies trotz der Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit der nach wie vor angespannten Gesundheitslage.