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Der Mann lebte kurz vor der Französischen Revolution in Zürich und war ein Star: Dichter, Maler, Verleger, Politiker. Fast beiläufig hat Salomon Gessner (1730 bis 1788) auch eine Zeitung gegründet, die zu einem Weltblatt wurde: die «Neue Zürcher Zeitung».
Wer war dieser Mann? Auf einem Spaziergang durch Zürich brachte Chefredaktor Felix E. Müller diese spannende Figur einer Gruppe von 35 Abonnentinnen und Abonnenten der «NZZ am Sonntag» nahe. Er wollte damit zum 15-Jahr-Jubiläum der Zeitung treuen Abonnentinnen und Abonnenten Danke sagen.
Der Weg führte vom Gessner-Denkmal im Platzspitz über verschiedene Stationen in der Altstadt zur Falkenstrasse 11. Die historischen Zusammenhänge, in denen Gessner einzubetten ist, waren dagegen von europäischer Dimension.
So besichtigte die Gruppe etwa im Wohnhaus von Gessner das Zimmer, in dem der zehnjährige Wolfgang Amadeus Mozart anlässlich eines Besuchs in Zürich ein Kammerkonzert gab. Auch Goethe besuchte Gessner und viele weitere Vertreter des deutschen und französischen Geisteslebens.
Die internationale Ausstrahlung der NZZ, die 1780 erstmals erschien, ausschliesslich mit internationalen Nachrichten, scheint da angelegt.
Die kleine Exkursion endete im Komiteezimmer der NZZ an der Falkenstrasse, einem Jugendstil-Raum von grosser architektonischer Qualität, in dem ein Porträt Salomon Gessners hängt. Felix E. Müller erklärte der Gruppe von Leserinnen und Lesern, weshalb er überzeugt sei, dass der Gründer der NZZ an der «NZZ am Sonntag» seine besondere Freude gehabt hätte.