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Aber der Regisseur John Sturges blieb hartnäckig. Und schliesslich konnte er Paul Brickhill davon überzeugen, dass er den Film so nah an der wahren Geschichte verfilmen würde wie möglich.
Anfang der 1960er-Jahre konnte mit den Dreharbeiten begonnen werden. Ein grosses Staraufgebot besetzte die wichtigen Rollen. Und als ich den Film in den 1980er-Jahren zum ersten Mal sah, war ich sofort gepackt von der spannenden und doch komödiantisch-leicht daherkommenden Geschichte.
Es geht darum, dass gefangene Offiziere der Alliierten einen Ausbruch aus dem Gefangenenlager «Stalag Luft III» in Niederschlesien, etwa 160 km südöstlich von Berlin, planen und durchführen. Weil das Lager besonders gut bewacht wird, müssen die alliierten Offiziere sich einiges einfallen lassen, um den Ausbruch zu verwirklichen. Dies wird im Film spannend und humorvoll zugleich erzählt, wobei auch die einzelnen Charaktere sehr einprägsam geschildert werden.
Der Film heisst wie das Buch «The Great Escape» und erzählt die wahre Geschichte von insgesamt 76 Offizieren, denen vorübergehend die Flucht aus dem Lager gelang.
Heute vor 73 Jahren flohen die Männer durch einen 102 Meter langen Tunnel. Da die Wetterverhältnisse (anders als im Film erzählt) sehr schwierig, weil winterlich kalt waren, konnten die meisten sehr bald wieder festgenommen werden. Dennoch sorgte die Flucht für grosses Aufsehen, sodass von höchster Stelle die Erschiessung von 50 der Ausbrecher angeordnet wurde. «Great» kann auch mit «grossartig» übersetzt werden. Die Flucht aus «Stalag Luft III» hatte in Planung und Durchführung in der Tat etwas Grossartiges. Und auf seine Art grossartig ist auch der Spielfilm geworden.