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Die Grossbank UBS sieht sich in Frankreich mit einer Untersuchung konfrontiert. Gegen mehrere UBS-Kaderleute wird ermittelt.
Der UBS Frankreich droht nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP eine Untersuchung durch die französischen Behörden. Die französische UBS-Filiale werde verdächtigt, im vergangenen Jahrzehnt reichen Kunden systematisch angeboten zu haben, Konten mit nicht-deklarierten Geldern in der Schweiz zu eröffnen. Der Chef der UBS Frankreich, Jean-Frédéric de Leusse, sei bereits von Untersuchungsrichtern verhört worden, schreibt AFP unter Berufung auf Justizkreise.
Die Vernehmung dürfte kommende Woche fortgesetzt werden und gegen UBS Frankreich könnte eine separate Untersuchung eröffnet werden, präzisierte die von der AFP zitierte Quelle. Gegen den ehemaligen Generaldirektor von UBS Frankreich, Patrick de Fayet, sowie gegen einen ehemaligen Leiter des UBS-Büros in Lille und weiteren Kaderangestellten der UBS Strassburg werde bereits ermittelt.
Die Untersuchungen basierten auf Unterlagen, welche den französischen Behörden anonym übermittelt worden. Diese hätten auf die Existenz von parallelen Bankaufzeichnungen für die Jahre 2002 bis 2007 hingewiesen, in denen die Eröffnung von nicht-deklarierten UBS-Konten in der Schweiz aufgeführt wurden. Das System habe es erlaubt, den UBS-Beratern zum Ende des Jahres Boni zukommen zu lassen, ohne in den offiziellen Bankaufzeichnungen Spuren zu hinterlassen.
Im Fall der UBS ist es in Frankreich in den letzten Jahren bereits zu einigen Voruntersuchungen gekommen. Dabei hatten die Untersuchungsbehörden den französischen Steuerämtern eine Liste von 353 Personen übermittelt, die verdächtigt werden, ein nicht-deklariertes Konto in der Schweiz zu besitzen.
UBS-Frankreich-Chef de Leusse hatte am 11. Oktober in französischen Medien erklärt, dass bei internen Untersuchungen der Bank keine betrügerischen Machenschaften zum Vorschein gekommen seien.
(tke/awp)