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Nach zwei Monaten in Kenia berichtet Johan Jaquet in Form von Tagebuch-Einträgen über seine Erfahrungen als PBI-Freiwilliger.
Nairobi, PBI-Haus, 20. Mai 2018
Während der vergangenen Wochen besuchte ich zum ersten Mal Mathare, einen informellen Siedlung Nairobis, wo unsere Partnerorganisationen ihre Aktivitäten durchführen.
Wanjau, welcher sich als ehemaliger Dieb und heutiger Menschenrechtsverteidiger vorstellte, führte uns durch die Siedlung, die mehr als 400'000 Einwohner pro 4 km² zählt. In einigen Schulen, die wir auf unserem Weg durch Mathare besichtigten, waren die SchülerInnen in winzigen Räumen eingepfercht. Die AnwohnerInnen beobachteten uns auf dem Rundgang neugierig und wir fühlten uns wie TouristInnenattraktionen.
Beim Rundgang durch Mathare hatte ich die Gelegenheit unsere Partnerorganisationen kennen zu lernen: das Mathare Social Justice Centre und die Ghetto Foundation. Gemeinsam mit PBI und SaferWorld führen diese beiden lokalen Organisationen ein Projekt zum Thema aussergerichtliche Hinrichtungen durch, das von der Europäischen Union finanziert wird.
In der gleichen Woche reisten zwei PBI-KollegInnen aus Europa an, um uns und den drei Partnerorganisationen einen Workshop in Finanzmanagement zu geben. Es war eine Freude David und Polyxeni bei uns willkommen zu heissen. Besonders hat es mich gefreut, als diese mir nach unserer Rückkehr aus Mathare sagten, dass sie von den guten Beziehungen zwischen Begleiteten und Freiwilligen beeindruckt seien.
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