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Aus der Türkei kommen viele schöne Teppiche
Teppiche aus der Türkei stehen für Qualität, atemberaubende Schönheit und für eines der Symbole aus dem Orient. Die wichtigsten Produktionsstandorte in der Türkei sind Istanbul, Ankara, Kayseri, Sivas und Konya, wo viele schöne Teppiche
produziert werden. Was die Berber früher als Lagerstätte, Trennwand für Räume oder als Fußbodenisolation nutzten, zählt heute zu einer der Haupteinnahmequellen der Türkei – Der Teppich. Türkische Teppiche unterscheiden sich in erster Linie dadurch, dass unterschiedliche Grundfarben, verschiedene Muster und unterschiedliche Symbole verwendet werden. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Herstellungsverfahren: Entweder werden die Teppiche Wolle in Wolle oder Wolle in Baumwolle geknüpft. Die Wolle in Wolle Webtechnik wird hauptsächlich in den ländlicheren Gegenden verwendet. Die Wolle in Baumwolle Methode wird vorrangig in den Städten angewandt. Aufgrund der unterschiedlichen Webtechniken, kann man als Interessent schnell herausfinden, aus welcher Gegend der Teppich stammt.
Die verschiedenen Teppich Muster und ihre Geschichte
Im 14. Jahrhundert wurden erstmals Tiermotive in die Teppiche gewebt. Dies belegen zahlreiche Portraits und Bilder von renommierten Malern aus dieser Zeit.
Im 15. Jahrhundert wurden die Tiermotive auf den türkischen Teppichen nochmals intensiviert und stärker betont. Zusätzlich kamen noch geometrische Figuren wie Kreise, Quadrate, Kegeln oder Rechtecke hinzu. Auch hier wurden die Teppiche wieder auf zahlreichen Gemälden von bekannten Malern wie beispielsweise Holbein, Lotto, Memling, de Garbo, Crivelli oder Huguet verewigt.
Das 16. Jahrhundert gilt in Bezug auf orientalische bzw. aus der Türkei stammende Teppiche als revolutionär. Städte wie Bergama, Usak und einige Bereich in Westanatolien, entpuppten sich während dieser Epoche als wichtige Produktionsstätten für Teppiche und die seldschukische Teppichkunst. Aus der Zeit des 16. Jahrhunderts, stammen im Übrigen auch die heutzutage immer noch verwendeten Begriffe „Palast Teppiche“ oder “osmanische Teppiche“. Das entstand daraus, dass die Produktion solcher Teppiche, nach den Vorlagen und Zeichnungen der Palastzeichner hergestellt wurden. Bedingt durch die Musterzeichnungen aus den Palästen, wurden auch immer mehr Blüten von Tulpen, Rosen, Hyazinthen oder Nelken mit in die Teppiche integriert.
Das 19.- und das 20. Jahrhundert waren ebenfalls sehr bedeutend für die Teppichindustrie in der Türkei
, denn neben den bereits bekannten Provinzen wie Usak und Bergama, siedelten sich auch in Gördes, Milas, Mucur, Bandirma, Kula, Ladik, Kirsehir und Canakkale mehrere Teppichknüpfereien an. Aus dieser Zeit stammen auch die Palast-internen Manufakturen in Istanbul und Hereke. Da man im 19. Jahrhundert in mehreren Kirchen in Transsylvanien Teppiche dieser Art auffand, werden diese Teppiche auch heute noch als „Transsylvanien-Teppiche“ bezeichnet.
Türkische Teppiche heute
Die in Hereke geknüpften Seiden- und Woll-Teppiche, stehen auch in der heutigen Zeit noch für absolut hochwertige Qualität. Wer seinen Urlaub in der Türkei verbringt, der sollte unbedingt eines der bekannten Knüpfzentren in Konya, Kayseri, Hereke, Dösemealti, Sivas, Canakkale, Milas, Ezine, Gördes, Kars, Usak, Bergama, Isparta, Taspinar oder Fethiye besuchen, denn dort wird die klassische Teppichtradition noch großgeschrieben und betrieben.