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Körperliche Aktivität ist eine zentrale "Healthy Ageing" Strategie mit schützenden und stärkenden Effekten auf viele Organfunktionen (Knochen, Muskel, Gehirn, Herz-Kreislauf, Immunsystem). Körperliche Aktivität verbessert die psychische Gesundheit und begünstigt einen gesunden Schlaf. Regelmässige Bewegung kann den Alterungsprozess deutlich verzögern und positiv beeinflussen: Personen ab 65 Jahren, die regelmässig körperlich aktiv sind, haben im Vergleich zu inaktiven Personen eine bis zu sechs Jahre höhere gesunde Lebenserwartung.
Bezüglich Sarkopenie und Sturzrisiko verbessert regelmässiges Training die Muskelfunktion und –kraft, das Gleichgewicht und die Ausdauerfähigkeit und trägt dadurch massgeblich zur Sturzprävention und zu einem selbstständigen Leben im Alltag bei. Zudem verbessert sich durch Bewegung die Leistungsfähigkeit des kardiovaskulären Systems und das Risiko für koronare Herzkrankheiten reduziert sich. Auch das Immunsystem verbessert sich massgeblich und führt unter anderem zu einer Reduktion des Risikos für andere chronische Erkrankungen wie Diabetes Mellitus, Bluthochdruck, Depressionen, Demenz oder Krebs.
Empfehlungen
Was ist überhaupt unter dem Ausdruck "regelmässige körperlicher Aktivität" zu verstehen? Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt für Erwachsene aktuell 2 ½ h pro Woche Bewegung von mittlerer Intensität oder
1 ¼ h Sport oder Bewegung von hoher Intensität. Unter mittlerer Intensität versteht man Aktivitäten, die den Atem leicht beschleunigen, zum Beispiel zügiges Gehen, Velofahren oder Gartenarbeiten. Zu den Aktivitäten hoher Intensität zählen solche, die zu beschleunigtem Atem und leichtem Schwitzen führen. Wenn diese Mindestempfehlungen erfüllt sind, sollte ein gezieltes Kraft- und Gleichgewichtstraining sowie regelmässige Beweglichkeits- und Stretchingübungen dazu kommen. Wichtig ist: es ist nie zu spät! Bewegung hat in jedem Alter einen positiven Effekt auf die Gesundheit!