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Pressefreiheit: Schweiz verliert zwei Ränge
Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat ihr jährliches Pressefreiheits-Ranking bekannt gegeben. Der Fall der verurteilten Luzerner Journalistin hatte einen Einfluss auf die schlechtere Platzierung gegenüber dem Vorjahr.
Bei der Pressefreiheit belegt die Schweiz weltweit Platz 8. Sie gehört damit zu jenen Staaten, in denen die Pressefreiheit vollumfänglich garantiert ist. Im Gegensatz zum Vorjahr musste die Schweiz aber zwei Plätze einbüssen.
Die Organisation Reporter ohne Grenzen nennt mehrere Faktoren, die zum leicht verschlechterten Ranking beitrugen. So wird etwa die beschleunigte Konzentration in der Schweizer Presse angeprangert. Gerade die regionale Berichterstattung, die in der direkten Demokratie für die öffentliche Meinungsbildung besonders wichtig sei, stehe unter hohem Druck.
Verurteilung ist besorgniserregend
Besorgniserregend sei aber auch die Tatsache, dass die Hemmschwelle Journalistinnen und Journalisten zu verklagen tiefer liege. Als Beispiel nennt die Organisation den Fall der Journalistin Jana Avanzini. Für eine zentralplus-Reportage über eine besetzte Villa an der Obergrundstrasse in Luzern, betrat sie das Grundstück und wurde in der Folge wegen Hausfriedensbruchs verurteilt (zentralplus berichtete). Der Fall löste eine breitere Diskussion zum Thema Medienfreiheit aus.
Das Ranking wird von Norwegen, Finnland und Dänemark angeführt. Direkt vor der Schweiz platziert sich Jamaika. Den vollen Bericht gibt’s hier.