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Grosse Trauer bei den englischen Fussballfans. Hunderte Leicester-Anhänger versammeln sich am Tag nach dem Heli-Crash vor dem Stadion und legen Blumen nieder. Ein Helikopter des Besitzers des britischen Premier-League-Klubs Leicester City war am Samstagabend nach dem Meisterschaftsspiel gegen West Ham United unmittelbar neben dem Stadion abgestürzt.
Der englische Verein hat nun bestätigt, dass der thailändische Klubboss Vichai Srivaddhanaprabha mit an Bord des Helikopters gewesen sei. «Mit tiefem Bedauern und einem kollektiven gebrochenen Herzen müssen wir mitteilen, dass unser Präsident, Vichai Srivaddhanaprabha, zu denen gehört, die ihr Leben am Samstagabend auf tragische Art verloren», hiess es in der Mitteilung von Leicester City.
«Keiner der fünf Menschen an Bord hat überlebt.» Bei den weiteren Opfern handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des 60-Jährigen, die Pilotin und einen weiteren Passagier.
In Vichai habe die Welt einen grossen Mann verloren, schreibt der Verein weiter. «Ein Mann von Freundlichkeit, Grosszügigkeit und ein Mann, dessen Leben definiert gewesen ist durch die Liebe, die er seiner Familie und seinen Gefolgsleuten gewidmet hat.» Leicester City sein unter seiner Leitung eine Familie gewesen.
Zeugen sagten dem Sender BBC, der 60-jährige Klubbesitzer und eine Gruppe weiterer Menschen seien nach dem Spiel in den blauen Helikopter eingestiegen, der im Mittelkreis des King-Power-Stadions wartete. Der thailändische Unternehmer lässt sich für gewöhnlich nach Heimspielen seines Vereins vom Spielfeld abholen und nach Hause fliegen.
Der Helikopter des thailändischen Milliardärs Vichai Srivaddhanaprabha ging auf einem Parkplatz neben dem Stadion des Klubs nieder und brannte. Augenzeugen zufolge crashte der Hubschrauber kurz nach dem Abheben zu Boden, dies etwa eine Stunde nach dem Ende eines Spiels.
Der «Daily Telegraph» berichtete, es habe mehr als 20 Minuten gedauert, die Flammen zu löschen. Erst dann hätten Rettungskräfte das Wrack begutachten können.
Dem Sender Sky News berichteten Augenzeugen von einem riesigen Feuerball, auf Bildern war ein Feuer auf dem Parkplatz zu sehen. Die Augenzeugen berichteten ausserdem von einem plötzlichen Stillstand des Heckrotors, woraufhin sich die Maschine wie ein Kreisel gedreht habe und unkontrolliert abgestürzt sei. Einer der ersten am Unglücksort sei Leicesters Torhüter Kasper Schmeichel gewesen, sagten sie gegenüber dem Sender BBC.
Der thailändische Milliardär, der den Verein 2010 übernommen hat, lässt sich üblicherweise nach Heimspielen von Leicester City aus dem Stadion fliegen. Der in den blau-weissen Vereinsfarben lackierte Helikopter landet dafür regelmässig am Mittelkreis. Leicester City hatte am Samstagabend ein Ligaspiel gegen West Ham United bestritten (1:1). (amü/sda/ap/apa)