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Lockheed Martin F-35A in Payerne
Als glücklicher Inhaber eines Spottertickets nahm ich es locker und war am 7. Juni 2019 erst um 14:30 Uhr in Payerne. Ich wusste von früheren Besuchen, dass die Jets sicher erst um 15:15 Uhr erscheinen würden.
Auf die militärische Pünktlichkeit ist Verlass. Es waren sehr viel Fotografen anwesend, viele auch mit Leitern bewehrt, die über den Zaun fotografierten. Obwohl ich die F-35A wie auch die F-35B schon statisch und in der Luft gesehen hatte, lohnte sich der Besuch in Payerne. Es war der erste Besuch eines Kampflugzeugs der 5. Generation in der Schweiz.
Die Maschinen welche sich in Payerne befinden, tragen den Tailcode "HL". Diese Maschinen sind auf der Hill Air Force Base im Staate Utah stationiert. Die Basis liegt ca. 48 Kilometer nördlich von Salt Lake City. Die Stealth-Jets gehören zur 34th Fighter Squadron welche Teil des 388th Fighter Wing ist. Am 2. August 2016 gab die US Air Force bekannt, dass die 34th Fighter Squadron als erste Staffel mit der F-35A die Einsatzfähigkeit erreicht hat.
Lockheed Martin F-35A Lightning II
Die F-35 Lightning II von Lockheed Martin soll als Stealth-Mehrzweckkampfflugzeug der 5. Generation nicht weniger als 4 Flugzeugtypen von Air Force, Marine Corps und Navy der Vereinigten Staaten von Amerika ersetzen. Darunter so unterschiedliche Flugzeuge wie die Fairchild A-10 Warthog, die Boeing AV-8B Harrier II oder die Lockheed Martin F-16 Fighting Falcon. Damit dieser Spagat gelingt, bedarf es mehrerer Versionen. Während die ‘A’ Version der USAF konventionell startet und landet, handelt es sich bei der ‘B’ um eine für das USMC und deren amphibische Angriffsschiffe eigens entwickelte, kurzstartende und vertikal landende Variante während die ‘C’ Version von Flugzeugträgern der USN aus eingesetzt wird.
Entwicklungsstufen
Die Fähigkeiten der F-35 werden einerseits durch ihre technische Ausstattung und verbaute Elektronik bestimmt, andererseits ist die darunterliegende Software zur Steuerung und Bedienung ein wesentliches Fähigkeitsmerkmal. Einzelne Entwicklungsstufen werden in Blöcken zusammengefasst. Block 1 beschreibt Flugzeuge “der ersten Stunde”, die zu Trainings- und Erprobungszwecken gebaut wurden, Block 2 gewährte darüber hinaus schon grundlegende Waffenfunktionen, während Block 3F den zurzeit aktuellen Softwarestand darstellt. Die interne Programmierung der F-35 umfasst mehr als 8 Mio. Zeilen Softwarecode. Bis alle Fehler in der Software beseitigt sind, wird es noch dauern. Trotzdem wird die F-35A bereits operativ eingesetzt.
Missionsdaten
Mission Data Loads, kurz MDL, enthalten umfangreiche Informationen z.B. über potentielle Ziele, gegnerische Kampfflugzeuge und sonstige mögliche Bedrohungen, wie etwa Flugabwehrstellungen, jeweils mit ihren elektronischen und/oder infraroten Signaturen, die vor jedem Einsatz in den Bordcomputer der F-35 geladen und nach jedem Einsatz aktualisiert werden müssen. Ohne diese MDL kann die F-35 weder ihre Ziele finden noch möglichen Bedrohungen entgehen. Die Erstellung und die Tests dieser MDL’s dauern lange und hemmen im Moment noch den effektiven Einsatz der F-35.
|Technische Daten|
|Länge||15.67 Meter|
|Spannweite||10.67 Meter|
|Höhe||4.57 Meter|
|Leergewicht||13'170 kg|
|Max. Startgewicht||27'215 kg|
|Triebwerk||1 x Pratt & Whitney F-135 Mantelstromtriebwerk|
|Schubkraft||104 kN trocken, 179 kN mit Nachbrenner|
|Max. Geschwindigkeit||Mehr als Mach 1,6|
|Dienstgipfelhöhe||Höher als 15'000 Meter|
|Reichweite||2'200 Kilometer mit internem Treibstoff|