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Bei einer Todesfallversicherung ist nicht der Versicherte im Leistungsfall begünstigt, sondern die Erben oder diejenigen Personen, die im Versicherungsvertrag genannt sind. Wenn also der oder die Versicherte in der Versicherungslaufzeit stirbt, erhalten diese Begünstigten die Versicherungssumme ausbezahlt. Die Todesfallversicherung wird in der Regel abgeschlossen, damit die Familie mit dem Tod eines Elternteils nicht in finanzielle Schwierigkeiten gerät. So soll beispielsweise der überlebende Ehepartner in die Lage versetzt werden, weiterhin Hypotheken und andere Verbindlichkeiten zu bedienen.
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Es gibt zwei Arten von mehrjährigen Todesfallversicherungen. Sie unterscheiden sich in der Art der Versicherungssumme:
Verstirbt der/die Versicherte innerhalb der Laufzeit des Versicherungsvertrages, erhalten die begünstigten Personen die Versicherungssumme ausbezahlt. Diese vertraglich vereinbarte Summe ist immer gleich hoch. Sie ist nicht abhängig vom Lebensalter des Verstorbenen und unabhängig davon, wie lange der Vertrag bereits besteht. Eine konstante Versicherungssumme wird meistens dann gewählt, wenn absehbar ist, dass zukünftig weiterhin ein gleichbleibender Bedarf an finanzieller Unterstützung für die Hinterbliebenen bestehen wird. Die konstante Versicherungssumme wird am häufigsten gewählt.
Mit dem Alter der/des Versicherten nimmt die auszuzahlende Versicherungssumme im Todesfall ab. Während der gesamten Laufzeit des Versicherungsvertrages verringert sich diese Summe Jahr um Jahr. Zum Ende der Laufzeit liegt sie bei null. Die Beiträge für diese Versicherungs-Variante liegen deutlich niedriger als bei einer Todesfallversicherung mit konstanter Versicherungssumme. Diese Art der Todesfallversicherung ist dann sinnvoll, wenn es beispielsweise darum geht finanzielle Belastungen abzusichern, die im Laufe der Zeit geringer werden. Dazu gehören die Zahlungen für einen Immobilienkredit oder Geld für den Unterhalt von Kindern.
Ein Beispiel für eine abnehmende Versicherungssumme bei einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren: Beim Tod der versicherten Person im ersten Jahr der Laufzeit würden die Hinterbliebenen CHF 400‘000 erhalten. Verstirbt der/die Versicherte nach 10 Jahren, erhalten sie CHF 200‘000. Nach 20 Jahren zum Ende der Laufzeit erhalten sie keine Leistung mehr.
In Säule 3a und in Säule 3b ist der Abschluss einer Todesfallversicherung möglich. Die Versicherung in Säule 3a (gebundene Vorsorge) unterliegt gesetzlichen Bestimmungen bezüglich des Zeitpunkts der Auszahlung und der Personen, die als Begünstigte in Frage kommen können. Sie dient zuerst der Absicherung der Familie. Im Gegenzug ist die gebundene Vorsorge steuerlich begünstigt. Beitragsprämien für die Säule 3b (freie Vorsorge) können nur teilweise von der Steuer abgesetzt werden. Auf das Kapital kann aber notfalls schnell zugegriffen werden.
Der wichtigste Nutzen einer Todesfallversicherung liegt in der Absicherung der Hinterbliebenen. Wenn die versicherte Person stirbt, können sie eine sofortige Unterstützung in Form der Kapitalleistung erwarten. Die Auszahlung der Versicherungsleistung geht nämlich direkt an die im Vertrag als begünstigt benannten Personen. Weil die Leistung nicht unter die Hinterlassenschaft fällt, kann sie auch nicht Gegenstand von lang andauernden gerichtlichen Streitigkeiten unter den Erben werden. Die Todesfallversicherung schützt die Familie im Trauerfall vor zusätzlichen Sorgen im finanziellen Bereich.
Wer sich zusätzlich zur Todesfallversicherung gegen Invalidität und Erwerbsunfähigkeit versichern möchte, kann eine Risikolebensversicherung wählen, welche diese Risiken miteinschliesst.
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