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Eigentlich ist Sultan Khan Ingenieur, aber er kann von Büchern nicht lassen. Ein Geschäft, das in Afghanistan durchaus seine Tücken hat: Wie treibt man in einem Land ohne Verlage seine Ware auf? Was tun, wenn – bei den wechselnden Vorlieben der Regime – wieder einmal verbotene Bücher in Flammen aufgehen? Und woher nimmt man den Esel, mit dem man die Raubdrucke über das Gebirge nach Pakistan schmuggelt? Die junge Journalistin Åsne Seierstad durfte auf Einladung des Familienoberhaupts fünf Monate lang im Hause der Khans wohnen und aus nächster Nähe den Alltag der islamischen Buchhändlerfamilie beobachten. Während dieser Zeit gewann sie einzigartige Einblicke in ein Land, über das wir viel zu wissen glauben, ohne es wirklich zu kennen.
Portrait
Asne Seierstad, geboren 1970 in Oslo, arbeitete als Korrespondentin für verschiedene skandinavische Zeitungen. Für »Der Buchhändler aus Kabul« wurde sie mit dem renommierten Preis der norwegischen Buchhändler ausgezeichnet. Anfang 2003 war sie in Bagdad als Kriegsberichterstatterin vor Ort und schrieb für neun grosse europäische Tageszeitungen.