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Es war einmal eine Insel. Auf dieser Insel herrschte ein Tyrann. Eines Tages fand der auf seinem Kopfkissen einen Zettel, auf dem stand: Was du genommen hast, das wird man dir nehmen. Doch der Aufstand bleibt aus, die Revolution findet nie statt.
«Hund und Trägheit» erzählt eine Geschichte noch einmal, die schonmal erzählt worden ist. Eine Geschichte von etwas, was nicht passiert ist. Von drei französischen Emissären, die im Jahr 1798 nach Jamaika auszogen, einen Aufstand unter der versklavten Bevölkerung anzuzetteln, nach dem Vorbild der Revolution auf Haiti. So schrieb es Anna Seghers in «Das Licht auf dem Galgen» und Heiner Müller griff die Erzählung in «Der Auftrag» wieder auf. Und jetzt das Ganze noch einmal. Ein Abtragen, Schürfen. Ein Auswuchern und Überschreiben. Ein Blick auf die Trägheit, die in den Bildern sitzt. Und der Wunsch, es möge sich in der Wiederholung irgendetwas verändern.