Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03536.jsonl.gz/2691

Der Wacht- oder Heuturm
Er erscheint im Staatsbautenverzeichnis von 1577 unter dem Namen Heuturm – mit Zinne gekrönt und ohne Dachaufbau. Am 30. Juli 1701 explodierte durch Blitzschlag der als Pulvermagazin dienende Turm. Die Katastrophe forderte fünf Menschenleben und richtete in der ganzen Stadt grossen Gebäudeschaden an. Die Tatsache, dass man den Turm unmittelbar nach der Katastrophe in mittelalterlicher Manier wieder aufbaute, zeigt die überragende Bedeutung der Museggmauer für die Stadt Luzern. Als eigentliche Visitenkarte der Stadt unterhielt man die Mauer auch dann noch, als sie ihre Wehrfunktion längst verloren hatte.
Der vor die Mauer gestellte Turm misst im Grundriss 8,75 m x 7,1 m, in der Höhe 44 Meter. Im Jahr 1768 wurde die Wache vom Luegisland in den Wachtturm verlegt und dabei wohl erst der komplizierte Dachaufbau geschaffen. Hier befindet sich eine Wachtstube mit grünem Kachelofen und Gängen zu den Dacherkern.
Die Verwendung
Im Vorgängerturm des heutigen Wachtturms lagerte bis zur Explosion im Jahre 1701 Schiesspulver. Von 1768 bis 1895 war im neuerbauten Turm die Wachtstube eingerichtet. Später wurde die Funkanlage der Polizei installiert und ab 1980 wurden die Hofbrückenbilder im Turm aufbewahrt.