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Sie sind Weltkonzerne und ihre Produkte kennt jedes Kind. Doch diese zehn Firmen haben nicht immer das hergestellt, wofür sie heute bekannt sind.
NES, SNES, Nintendo 64 oder Wii; Nintendo ist heutzutage der Inbegriff des Videospielkonzerns. Dabei vergisst man gerne, dass es die Firma bereits gab, als Microchips noch in weiter Zukunft lagen. 1889 gegründet, hat Nintendo 81 Jahre lang vor allem traditionelle japanische Spielkarten hergestellt.
Doch als die Umsätze Mitte des 20. Jahrhunderts immer mehr zurückgingen, versuchte sich Nintendo in weiteren Bereichen zu etablieren. So gab es beispielsweise zwischenzeitlich Instant-Reis von Nintendo und auch ein Taxiunternehmen, das zum Konzern gehörte. Erst in den 1970ern, als Nintendo anfing, sich mit dem neu aufkommenden Videospielmarkt zu befassen, ging es wieder aufwärts. Es war der Beginn des Nintendo, wie wir es heute kennen.
Der Mischkonzern Samsung ist in unseren Breitengraden vor allem als Elektronikriese bekannt. Doch angefangen hat der Konzern 1938 noch ganz anders – nämlich als Lebensmittelladen. Dass Samsung heute das ist, was es ist, ist nur der Hartnäckigkeit seines Gründers Lee Byung-chull zu verdanken. Denn in den unruhigen Zeiten zwischen 1938 und 1954 wurde das Geschäft zweimal vollkommen zerstört.
Erst als Byung-chull sich 1953 mit der Gründung einer Zuckerraffinerie ein zweites Standbein aufbaute, stellte sich der Erfolg ein. Samsung wurde um immer neue Geschäftsbereiche erweitert und so folgte 1969 auch die Gründung des Tochterunternehmens «Samsung Electronics». Heute ist «Samsung Electronics» Marktführer bei Fernsehgeräten, Handys, Smartphones, Kühlschränken, Speicherprodukten und Wearable Devices.
Im Jahr 2000 kam eines der beliebtesten Handys überhaupt auf den Markt: Das Nokia 3310. Geht man ein Jahrhundert zurück, wusste man bei Nokia noch nichts von Telefonen. Das 1865 gegründete Unternehmen stellte zu dieser Zeit noch Papiererzeugnisse her, so zum Beispiel Toilettenpapier.
Bis Nokia 1967 den Grundstein für das heutige Technologieunternehmen legte, produzierten sie noch die unterschiedlichsten Dinge. So gab es Gummistiefel von Nokia, aber auch Mäntel, Rollstühle und sogar Reifen. Die daraus hervorgegangene, ehemalige Tochtergesellschaft «Nokian Tyres» ist heute mit der Marke «Nokian» der führende Autoreifenhersteller in Skandinavien.
Als der 17-jährige Ingvar Kamprad 1943 in Schweden IKEA gründete, hatte er noch nichts mit Möbeln im Sinn. Stattdessen war IKEA ein Versandhandel, der Alltagsgegenstände wie Kugelschreiber, Brieftaschen, Bilderrahmen, Tischdecken oder Streichhözer verkaufte.
1947 kam Kamprad dann auf die Idee, auch Möbel via Versandhandel zu verkaufen. Weitere vier Jahre später erblickte der erste IKEA-Katalog das Licht der Welt. Der Katalog konzentrierte sich nur noch auf Möbel und zeigte diese erstmals als Teil einer ganzen Einrichtung – ein Novum zu dieser Zeit. Ab 1955 bot IKEA seine Möbel nur noch als Bausatz an, um Montage- und Versandkosten zu sparen. Der Grundstein für das moderne IKEA, wie wir es kennen, war gelegt.
Als William Wrigley Jr. seine Firma 1891 gründete, wollte er eigentlich Seife und Backpulver in grossem Stil verkaufen. Um den Verkauf anzukurbeln, wurde jeder Packung Backpulver zwei Streifen Kaugummi beigelegt. Schon bald kauften die Konsumenten das Backpulver hauptsächlich wegen den Kaugummis.
Wrigley fing also 1893 an, selbst Kaugummi zu produzieren und brachte die Marken «Wrigley's» und «Juicy Fruit» auf den Markt. Die beiden sind noch heute erhältlich und sind somit die ältesten Kaugummimarken der Welt. Schon bald wurden Kaugummi zum Kerngeschäft von Wrigley und ist es noch heute. Bei uns ist Wrigley vor allem mit seinen Marken «Airwaves» und «Orbit» bekannt.
Hasbro wurde 1923 Familienbetrieb unter dem Namen Hassenfeld Brothers gegründet. Zu Beginn handelte das Unternehmen noch ausschliesslich mit Textilresten, stieg aber schon bald in die Produktion von Schulzubehör ein.
Erst 20 Jahre später fing Hasbro an, erste Spielzeuge herzustellen. Durch Einführung von diversen, erfolgreichen Spielzeugmarken wie zum Beispiel «Mr. Potatoe Head», «G. I. Joe» oder auch «Transformers» konnte sich Hasbro als internationaler Spielzeugkonzern etablieren. Heute ist Hasbro der zweitgrösste Spielzeughersteller der Welt – hinter Mattel und vor LEGO.
1932 aus der Taufe gehoben, stellte LEGO-Gründer Ole Kirk zu Beginn ausschliesslich Spielzeug aus Holz her. Doch wegen der grossen Depression rentierte das Geschäft nicht und so stellte Kirk nebenbei auch noch normale Holzmöbel her. Die Firma konnte sich gerade so bis nach dem 2. Weltkrieg über Wasser halten als ein neuartiges Material namens Plastik aufkam.
Gleichzeitig erfuhr Ole Kirk von einer britischen Firma, die blockartige, modulare Spielsteine entwickelt hatte. Zu seinem Glück hatte die Firma «Kiddycraft» das Patent für diese Spielsteine nicht ausserhalb Grossbritanniens beantragt und so fing er selbst an, die Steine nachzumachen und zu vertreiben. Kirk hat die zu Beginn noch etwas instabilen Steine stetig verbessert und sie so zu dem gemacht, was sie heute sind.
3M ist mit seinen Produkten praktisch in jedem Haushalt vertreten. Klebeband, Putzschwämme und Post-its sind nur drei Artikel dieses Gemischtkonzerns, die wohl jeder kennt. Doch angefangen hat die «Minnesota Mining & Manufacturing Company» keineswegs mit Haushaltsutensilien.
Das Unternehmen wurde nämlich 1902 als Minengesellschaft gegründet, die sich mit dem Abbau von Mineralien beschäftigte. Diese Mineralien verwendete man zur Herstellung von Schleifpapier, welches in der aufblühenden Automobilindustrie gebraucht wurde. So kam es, dass 3M dann auch das erste Klebeband der Welt entwickelte, um die Zweifarbenlackierung von Fahrzeugen zu ermöglichen. Heute ist 3M mit seinen Produkten auf der ganzen Welt vertreten und hat Niederlassungen in über 70 Ländern.
1837 eröffnete der Schmied John Deere einen eigenen Laden, in welchem er Reparaturen anbot und gleichzeitig auch kleinere Werkzeuge herstellte. Noch im gleichen Jahr erfand er einen Stahlpflug, der sich selbst reinigte – etwas vergleichbares hatte es bis dahin nicht gegeben. Die Verkäufe schnellten nach oben und schon bald bot John Deere ein breites Sortiment an Landwirtschaftszubehör an.
Den Aufstieg seines Unternehmens zum weltweiten Traktorhersteller erlebte er aber nicht mehr. John Deere verstarb 1886. Sein Sohn Charles führte die Geschäfte weiter und so kam es, dass die Marke John Deere in den 1890ern sogar für kurze Zeit Fahrräder herstellte. 1907 entschied man sich dann, in das aufkommende Benzintraktorbusiness einzusteigen. Eine Entscheidung, die sie nicht bereuen sollten.
Colgate ist in der Schweiz vor allem als Zahnpasta und Mundwasser bekannt. Doch bevor das Unternehmen 1873 seine erste Zahnpasta auf den Markt brachte, stellte das 1806 gegründete Unternehmen vor allem Seife, Kerzen und Stärkemittel her.
Schon bald liess die «Colgate & Company» die Produktion von Kerzen und Stärkemittel fallen und konzentrierte sich vollends auf Mundhygiene und Seifen. Bis heute ist die Firma diesen Produkten treu geblieben. Während Artikel der Mundhygiene weiterhin unter dem Namen «Colgate» verkauft werden, werden Seifen und Shampoos unter dem Namen «Palmolive» verkauft.