Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03651.jsonl.gz/3054

Die Nikon F-501 war nach der F3 AF von 1983, die zweite Autofokus Spiegelreflexkamera von Nikon. Allerdings die erste für den Massenmarkt. Sie besass wie die, ein Jahr zuvor erschienene, Minolta 7000 einen gehäuseintegrierten Autofokus mit Stangenantrieb für die Objektive. Ob Minolta und Nikon bei der Entwicklung zusammengearbeitet haben weiss ich nicht. Möglich wäre es, weil die Systeme einander wirklich sehr ähnlich sind. Die Kameras sind es hingegen nicht. Die F-501 besitzt kein LCD Display auf der Oberseite wie die Minolta 7000. Sie setzt ganz auf die klassische Bedienung mittels Drehräder.
Die F-501 war als Amateurkamera der Mittelklasse konzipiert und wurde wohl auch deshalb von den vielen Nikon Profifotografen nicht so richtig ernst genommen. Im Gegensatz zu Minolta hat Nikon, das seit 1959 verwendete F-Bajonett nicht gewechselt. Das wäre bei der Kundschaft vermutlich sehr schlecht angekommen. So konnte man an der F-501 alle Nikon MF Objektive problemlos verwenden, sofern es Ai Objektive waren oder auf Ai umgebaut worden waren (1977 hat Nikon das System der Blendenübertragung auf die Kamera gewechselt). Als zweite Nikon SLR nach der, bis auf den Autofokus, praktisch baugleichen F-301 von 1985, besass die F-501 einen eingebauten Motor für den Filmtransport. Nikon folgte damit einem Trend, der bereits 1979 von der Konica FS-1 eingeläutet wurde.
Eine Nikon AF SLR für den professionellen Bereich kam übrigens erst 1988 in Form der F4 auf den Markt. Drei Jahre nach der Minolta 9000. Wirklich erfolgreich im Amateurmarkt war bei Nikon erst die F-801, die wie die F4 1988 erschienen ist.
Fotos: kleinbildkamera.ch