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Mit einer Importmenge von 24'272 Tonnen, 22 Prozent, ist Palmöl das zweitwichtigste Import-Speiseöl. Ausserdem wurden im 2018 14'757 Tonnen Olivenöl importiert. Rapsöl wurde mit einem Anteil von 10 Prozent importiert, was einer Menge von 11’360 Tonnen entspricht.
Steigende Palmöl-Importe aus den ärmsten Entwicklungsländern
Bern, 14. März 2019: Im Jahr 2018 wurden insgesamt 111’634 Tonnen pflanzliche Öle zur menschlichen Ernährung importiert. Am häufigsten wurde im Jahr 2018, mit einem Anteil von 37 Prozent Sonnenblumenöl importiert. Dies entspricht einem Volumen von 41’663 Tonnen Sonnenblumenöl (ausgenommen solche zu Futterzwecken).
Import von Raps abhängig von der inländischen Ernte
Beim Rapsöl wird im Mittel in etwa 10 Prozent der inländischen Erntemenge importiert. 2014 und 2015 fielen die inländische Rapsernten vergleichsweise hoch aus, was zu Überlagerungen führte. Dies war auch der Grund dafür, dass der Schweizerische Getreideproduzentenverband für die Rapsernte 2016 bei der Zuteilung Kürzungen vorgenommen hatte. Mit dieser Massnahme konnte das Marktgleichgewicht in den Jahren 2016 - 2017 wieder erreicht werden. Dies spiegelt sich auch in steigenden Rapsöl-Importen im Jahr 2016 -2018 wieder. Beim Sonnenblumenöl ist die Inlandproduktion relativ klein verglichen mit der Rapsernte und den Importmengen von Sonnenblumenöl zur menschlichen Ernährung, welche in etwa dem Dreifachen der Inlandproduktion von Sonnenblumenöl entspricht. So sind auch die Mengen der Sonnenblumenöl-Importe weniger von der inländischen Produktion abhängig.
Palmölimport nahezu stabil
Der Import von Palmöl zur menschlichen Ernährung unterliegt geringen Schwankungen - im Mittel der letzten 10 Jahre liegt der Import bei 26’509 Tonnen und ist damit relativ stabil. Wertmässig ist der Import von Palmöl seit 2012 markant gesunken. So wurde im Jahr 2018 für 27.4 Mio. Franken Palmöl zur menschlichen Ernährung importiert.
Das meiste Palmöl kommt aus Malaysia
Das wichtigste Herkunftsland für Palmöl ist Malaysia. Im 2018 kamen 22 % der Palmölimport von dort. 15 % der Importe kamen aus nicht produzierenden Länder wie Deutschland, Niederlande und Spanien. Bemerkenswert ist aber, dass die Importe aus Malaysia in den letzten 4 Jahren stark rückläufig waren (2014: 45% Anteil, 2018: 22% Anteil). Dies zugunsten von Importen aus den Salomonen, Papua-Neuguinea oder Kambodscha. Die direkten Palmöl-Importe aus Indonesien sind mit einem Anteil von 1% vernachlässigbar klein.
Importe aus den ärmsten Entwicklungsländern sind zunehmend
In den letzten 10 Jahren ist der Anteil an Importen von Palmöl aus den ärmsten Entwicklungsländern (PMA-Ländern) von 11 Prozent im Jahr 2008 auf 44 Prozent im Jahr 2018 angestiegen. So kommt mittlerweile fast die Hälfte aller Palmöl-Importe zur menschlichen Ernährung der Schweiz aus Entwicklungsländern. Grund für diese Entwicklung dürfte der Anreiz des zollfreien Imports aus diesen PMA-Ländern sein.
Indonesien exportiert am meisten Palmöl weltweit
Indonesien hat wertmässig einen Anteil von 54.2 Prozent des weltweit gehandelten Palmöls, was einem Volumen von 22.8 Mio. Tonnen Palmöl entspricht. Indonesien ist somit mit Abstand der grösste Palmölexporteur. Zusammen mit Malaysia dominieren diese beiden Ländern den weltweiten Palmölmarkt mit einem wertmässigen Anteil von 82 % am weltweiten Palmölhandel. Auffallend ist, dass die Niederlande mit einem Anteil von drei Prozent das drittgrösste Exportland für Palmöl sind. (Quelle: UN Comtrade Database)
In der Aussenhandelsstatistik der Schweiz erscheint Indonesien nicht unter den wichtigsten Palmölimportländern. Grund dafür ist, dass der Import von Fraktionen von Palmöl über Drittländer wie die Niederlande oder Deutschland stattfindet und dass das Ursprungsland der Produktion dieser Fraktionen bei der Einfuhr massgebend ist. Weiterführende Informationen dazu unter: https://www.ezv.admin.ch/ezv/de/home/themen/schweizerische-aussenhandelsstatistik/methoden-metadaten/methoden/definitionen.html
Quellen: Fachbereich Marktanalysen (BLW), EZV, UN Comtrade Database (https://comtrade.un.org/)
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Letzte Änderung 30.09.2019