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Das sonnige, fast mediterrane Klima der Schweizer Sonnenstube spiegelt sich in den lokalen Traditionen wider. Trauben, Wein, Winzerfeste, Grotti gehören ins Tessin wie die Polenta oder die Marroni. Die Landschaft der Südschweiz hat eine lange Weingeschichte. Die Römer bepflanzten, von Süden kommend, die Schweiz mit Reben. Heute ist über 90% der Anbaufläche mit Merlot bestockt. Er ist vor über 100 Jahren aus dem Bordeauxgebiet in die Region südlich der Alpen gezogen. Dank der einmaligen Lage hat er im Tessin sein zweites Ursprungsland gefunden. Die über 1000 ha werden in zwei unterschiedliche Regionen aufgeteilt. Der Monte Ceneri trennt den nördlich gelegenen Sopraceneri von dem nach Süden orientierten Sottoceneri. Das nördliche Gebiet erstreckt sich von Bellinzona bis zum Lago Maggiore. Es umfasst auch die Rebhänge der zahlreichen Alpentäler. Der Süden reicht von Lugano über Mendrisio bis nach Chiasso. Die Region von Castel San Pietro und Morbio zählt ebenfalls dazu. Die unterschiedlichen Bodentypen entsprechen der geografischen Trennung. Seit 1997 hat der Merlot del Ticino die Bezeichnung D.O.C. - denominazione di origine controllata -, eine Anerkennung für die Herstellung und die Qualität der Weine.