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Der 1873 gegründete SKV ist die älteste und mit Abstand grösste Organisation kaufmännischer Angestellter in der Schweiz. Der Verband entstand durch den Zusammenschluss lokaler Vereine junger Kaufleute, die ab den frühen 1860er Jahren gebildet worden waren. Mit dem Beginn eidgenössicher Subventionierung kaufmännischer Fortbildungsschulen ab 1891 fand er eine dauerhafte Aufgabe. Der Verband wuchs kräftig. Ähnlich einer Gewerkschaft vertrat er die Interessen der qualifizierten Berufsleute und engagierte sich mit dem Aufbau eigener Schulen in der Berufsbildung. In den sozialpolitisch angespannten Jahren 1917-21, 1932-35 sowie 1945-47 traten die kollektiven Arbeitnehmerinteressen stärker hervor, während in Phasen der Hochkonjunktur die auf Berufsbildung bauende Förderung der individuellen Mitgliederinteressen im Vordergrund stand. Im Gefolge der Rezession von 1974-75 erreichte der SKV mit über 80'000 Mitgliedern seinen Höchststand. Seither ist die Zahl deutlich zurückgegangen; 2009 gehörten nur noch 52'000 Personen dem Verband an. Die Ansätze zur Kantonalisierung kaufmännischer Berufsschulen gefährdeten zeitweilig die Stellung des SKV in der Berufsbildung, mit der Beteiligung am Aufbau von Fachhochschulen konnte er diese jedoch erneut konsolidieren. 2000 trat der SKV aus der 1918 von ihm gegründeten Vereinigung schweizerischer Angestelltenverbände aus und nennt sich seither KV Schweiz. Frauen werden seit 1918 aufgenommen und standen verbandspolitisch lange am Rand. In den 1980er und 90er Jahren nahmen die weibl. Mitglieder jedoch stark an Bedeutung zu und stellten 2009 knapp die Mehrheit der Mitglieder. KV Schweiz bezieht rund drei Viertel seiner Einnahmen über seinen Lehrmittelverlag und die verbandseigenen Dienstleistungen.
Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz