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Unsere Königspinguine und Seitenwinder-Klapperschlangen, die kürzlich Jungtiere bekommen haben, sind wohl sehr gegensätzlich – etwa was ihre Wohlfühltemperatur anbetrifft –, weisen aber auch Gemeinsamkeiten auf. Die eine ist: Die Jungen entwickeln sich in einem Ei. Die andere: Beide betreiben auf ihre Art Brutpflege.
Nah am Körper, in einer Hautfalte über den Füssen, bebrüten bei den Königspinguinen die Paarpartner ihr einzelnes Ei abwechslungsweise während rund 52 bis 56 Tagen. Die so auf das Ei übertragene Körpertemperatur der Eltern liefert die für die Entwicklung des Embryos benötigte Wärme. Diese Hautfalte ist dann auch der kuschelig warme Aufenthaltsbereich des Kükens während der ersten Lebenswochen. Das erste graue und noch dünne Daunenkleid wird dann abgelöst von einem dichteren, mehrschichtigen braunen Daunenkleid. Mit etwa einem Jahr mausern die jungen Königspinguine schliesslich ins Erwachsenengefieder, mit dem sie nun ins Wasser gehen und sich selbständig ernähren können.
Reptilien sind – generell gesagt – Eier legend. Die Eier dieser wechselwarmen Tiere sind für ihre Entwicklung abhängig von der Umgebungstemperatur. Einen Einfluss auf die Umgebungstemperatur hat das Muttertier mit der Wahl des Ortes, an dem sie die Eier hinklebt, versteckt, vergräbt, in einem Nest unterbringt, oder gar mit Muskelkontraktionen, mit denen sie die Eier zusätzlich erwärmt. Es gibt aber auch Reptilien, die als lebendgebärend bezeichnet werden. Bei diesen Arten legt das Weibchen die Eier nicht ab, sondern trägt sie in ihrem Körper während derer Entwicklung mit sich herum. So sind die Eier gut geschützt und das Weibchen kann jeweils den für die Entwicklung der Eier günstigen Standort aufsuchen. Wenn die Jungtiere aus ihren Eiern schlüpfen, werden sie vom Muttertier quasi «geboren».
Der Weltbestand an Königspinguinen wird auf etwa 1.6 Millionen Brutpaare geschätzt. Ihr Verbreitungsgebiet liegt in der Subantarktis. Hier legen sie auf der Nahrungssuche grosse Distanzen im Meer zurück. Um das Muster der räumlichen Nutzung besser zu verstehen, untersucht der Antartic Research Trust ART unter anderem das Wanderverhalten der Königspinguine. Die Forschungsorganisation setzt sich für den langfristigen Schutz der Pinguine, Albatrosse und derer Lebensräume in der Antarktis ein. Der Zoo Zürich unterstützt die Organisation im Rahmen seines Naturschutzengagements.
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