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Am 19. Tag besteht der Chordafortsatz (auch Axialfortsatz genannt) aus Zellen, die sich in der Region des Primitivknotens einstülpen und auf der medianen Linie kranialwärts wandern. Man kann diesen Vorgang mit dem Einführen eines Fingers in einen Handschuh vergleichen. Der Vorgang kann dank Transparenz des Ektoblasten betrachtet werden.
Der Chordafortsatz verlängert sich durch Proliferation der Zellen des Primitivknotens an seinem vorderen Ende bis zur Prächordalplatte. Zur gleichen Zeit wird der Primitivstreifen auf die kaudale Region zurückgebildet
Am 23. Tag besteht der Chordafortsatz aus Chordamesoderm und einem zentralen Axialkanal. Zu diesem Zeitpunkt fusioniert er mit dem darunter liegenden Endoderm, um sich dann wiederum, beginnend an der Primitivgrube, von diesem abzutrennen. Die Amnionhöhle kommuniziert, während Chordafortsatz und Endoderm verschmolzen sind, für kurze Zeit (etwa ein Tag) durch den sogenannten Canalis neurentericus mit dem Nabelbläschen . Das dabei ins Endoderm übergehende Chordagewebe wird so zur Chordaplatte.
Am 25. Tag schnürt sich die Chordaplatte vom Endoderm, der darauf wieder fusioniert, ab und bildet einen vollständige Strang: Die Chorda dorsalis. Diese befindet sich inmitten des Mesoderm, zwischen Ektodern und Endoderm und spielt eine Rolle bei der Induktion des darüber liegenden Neuroektoblasten. Ausserdem spielt die Chorda dorsalis eine Rolle bei der Entstehung der Wirbelkörper und wird in den sich später bildenden Zwischenwirbelscheiben zum Nukleus pulposus
Zusammenfassung: Die Chorda dorsalis bestimmt die Longitudinalachse des Embryos. Sie legt die zukünftige Lage der Wirbelkörper fest und induziert den Ektoblasten bei dessen Differenzierung zur Neuralplatte.