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Die Partnerorganisation von PBI Indonesien, ELSAM, hat kürzlich das Buch "Infrastructure Idols: Portraits and Paradigms of Development under Special Autonomy in Papua" veröffentlicht. Es handelt sich um eine Sammlung von Essays, welche die negativen Auswirkungen grosser Infrastrukturprojekte auf die Menschenrechte in den halbautonomen indonesischen Provinzen Papua und Westpapua untersuchen.
In den Essays erfährt man, wie lokale Gemeinden mit den negativen Auswirkungen grosser Infrastrukturprojekte, wie der Bau von Flughäfen, Strassen und Telekommunikation-Infrastruktur auf ihrem Land umgehen. Die AutorInnen halten fest, dass die Entscheidungen bezüglich solcher Grossprojekte meistens in Konferenzräumen weit entfernter Büros getroffen werden und deren Ziele für die direkt Betroffenen oft intransparent bleiben.
Die Essays stammen aus der Feder von sechs MenschenrechtsverteidigerInnen aus Papua, die allesamt AbsolventInnen der gemeinsamen Initiative von PBI Indonesien und Elsam, dem "Grundkurs für MenschenrechtsverteidigerInnen", sind. Ihre Arbeit stützt sich auf der im Kurs entwickelten Fähigkeiten, wie Menschenrechtsbeobachtung, Recherche und Dokumentation.
Einer der geplanten Mitwirkenden, Assa Asso, bekannt als Stracky Yally, konnte seine Recherchen leider nicht abschliessen, nachdem er im Zusammenhang mit seiner Dokumentation einer Anti-Rassismus-Demonstration am 29. August 2019 kriminalisiert wurde. Strackys Fall verdeutlicht das hohe Risiko, dem MenschenrechtsverteidigerInnen in Papua aufgrund ihrer Arbeit ausgesetzt sind.