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Im Zuge des Zusammenschlusses von Korean Air und Asiana wird sich eine diverse Flotte ergeben. Diese soll jedoch vereinfacht werden. Könnte schon bald eine Bestellung für den Airbus A350 folgen?
Die Übernahme von Asiana durch das SkyTeam-Mitglied Korean Air galt bereits seit geraumer Zeit als wahrscheinlich. Indessen wurde die Konsolidierung auch von der EU-Wettbewerbsbehörde abgesegnet. Die südkoreanische Fluggesellschaft finalisiert nun die letzten Details für die Fusion. Schliesslich soll eine Vereinheitlichung der Flotte erzielt werden. Dahingehend hat Korean Air ein besonderes Auge auf den Airbus A350 geworfen, wie aero berichtet.
Diverse Flotte soll vereinheitlicht werden
Anlässlich der Konsolidierung von Korean Air und Asiana ergibt sich eine sehr diverse Flotte. Vom Airbus A330 über den Airbus A350 bis hin zum Airbus A380 reicht das Spektrum und dann kommen erst die Boeing-Maschinen hinzu. Neben der Boeing 787 und der Boeing 777 finden sich auch Flugzeuge des Typen Boeing 747-8 in der breit aufgestellten Flotte der beiden Airlines. Diese sehr umfangreiche Flotte soll jedoch künftig vereinfacht werden. Walter Cho, CEO von Korean Air, erklärte im Januar in einem IATA-Interview:
We will have a lot of work to do because the merger will mean we operate just about every aircraft and engine type available so we will certainly need to simplify the fleet structure.Walter Cho, CEO von Korean Air
Insbesondere in Hinblick auf Mittel- und Langstreckenflugzeuge ergeben sich gewisse Differenzen. Während Korean Air über neun Boeing 787-9 verfügt, finden sich keine Flugzeuge dieses Typen in der Flotte von Asiana. Auf der anderen Seite betreibt Asiana 15 Airbus A350-900, dies sich wiederum nicht im Portfolio von Korean Air finden.
20 Airbus A350 im Visier
Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge gibt es Tipps von Insidern, die darauf hinweisen, dass Korean Air 20 Exemplare des Airbus A350 bestellen könnte. Es gäbe bereits Gespräche zwischen Airbus und Korean Air über Konditionen und potenzielle Liefertermine. Im Oktober des letzten Jahres gab Korean Air ihre letzte Grossbestellung bei Airbus auf. Im Zuge dessen wurden 20 Exemplare des Flugzeugtypen A321neo in Auftrag gegeben.
Nachdem die Freigabe für die Fusion von der EU-Kartellbehörde erteilt wurde, fehlt nur noch grünes Licht von den US-Wettbewerbshütern. Korean Air geht indessen davon auf, bis Ende des Jahres den Vollzug zu erhalten.
Fazit zu den Spekulationen über eine A350-Bestellung von Korean Air
Insidern zufolge könnte schon bald die nächste Airbus-Grossbestellung von Korean Air folgen. Schliesslich habe sich die Fluggesellschaft aus Südkorea den Typen Airbus A350 ins Visier genommen. Wann und ob es tatsächlich zu der genannten Bestellung kommen und ob diese den Übernahme-Prozess beschleunigen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die Flotte heruntergebrochen werden muss. Das Spektrum der beiden Airlines wäre schlicht zu umfangreich und es wäre schwierig, einen einheitlichen Standard beizubehalten. Schliesslich gilt noch abzuwarten, wann und ob grünes Licht von den US-Wettbewerbsbehörden folgen wird.