Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03159.jsonl.gz/2172

Rolex Sea-Dweller, Referenz 16600, M-Serie, LC 110, 2007
Edelstahl mit Rolex-Original-Stahlband, Box und Papiere
Gut zu wissen.
Bei der Sea-Dweller von Rolex kann der Uhrenkenner tief in die Geschichte der wasserdichten Zeitmesser eintauchen. Tiefseetaucher müssen beim Aufstieg eine lange Dekompressionsphase absolvieren. Je tiefer der Tauchgang desto länger die anschliessende Dekompression. Bereits in den 1960er Jahren verkürzte man diese Phase, in dem das Sauerstoff-Stickstoff-Gemisch in den Flaschen durch ein Sauerstoff-Helium-Gemisch ersetzt wurde. Helium konnte wesentlich schneller aus dem menschlichen Körper entweichen.
Da Helium, aufgrund seiner Struktur, auch in die dichteste Taucheruhr eindringen kann, später aber aufgrund der hohen Dichtigkeit des Gehäuses nicht mehr schnell genug entweichen konnte, sprengte der Innendruck das Glas vom Gehäuse. Mit einem gegenüber der Aufzugskrone angebrachten Heliumventil löste Rolex dieses Problem.
Historisch ist die Rolex Sea-Dweller aus der 1953 vorgestellten Submariner hervorgegangen. Diese gibt bis heute den optischen Standard einer Taucheruhr vor: Schwarzes Zifferblatt mit nachleuchtenden Zeigern und Indexen, Edelstahlgehäuse und eine drehbare Lünette mit Leuchtmarkierung. Das wasserdichte Oyster-Gehäuse war zunächst nur für einen Taucheinsatz von bis zu 100 Metern ausgelegt. Später wurde eine Wasserdichtheit von 180 Metern und kurz darauf bis zu 200 Metern gewährleistet.
Zusammen mit dem französischen Tauchunternehmen Comex hat Rolex in den 1960er-Jahren das oben erwähnte Heliumventil entwickelt. Dazu wurden Submariners speziell mit einem Heliumventil umgerüstet. Diese Taucheruhren wurden als Referenz 5514 an Comex geliefert und sind heute sehr gesucht. 1967 setzte Rolex dann gemeinsam mit der Comex S.A. noch ein paar Meter drauf – die erste Sea-Dweller vertrug 610 Meter Tauchtiefe (dies entspricht 2000 Fuss), ohne die Fassung zu verlieren. Dazu wurde das Gehäuse überarbeitet und vor allem mit einem dickeren Glas sowie einer höheren Lünette versehen.
Das angebotene Modell mit der Referenz 16600 gehört zur letzten Serie, bevor 2008 das 44 mm grosse und schwere Nachfolgemodell Sea-Dweller Deepsea mit der Referenz 116660 eingeführt wurde. Diese war mit einer Keramiklünette ausgestattet und hielt der Druckfestigkeit bis 3.900 Meter stand. Rolex-Liebhaber bevorzugen das hier angebotene Modell mit dem 40 mm Gehäuse und der Lünette aus Metall.
Daten:
Gehäuse: Edelstahl Oystergehäuse, verschraubter Boden «ROLEX OYSTER» «ORIGINAL GAS ESCAPE VALVE, wasserdicht bis 4000 ft/1220 Meter, 3,6 mm dickes Saphirglas entspiegelt, schwarze Drehlünette, dreifach gesicherte Triplock-Krone mit Flankenschutz, Heliumventil seitlich am Gehäuserand, Oyster Fliplock Gliederband in satiniertem Stahl, Sicherheitsfaltschliesse in Stahl mit ausklappbaren Verlängerungsgliedern, Ref. 93160
Zifferblatt: Schwarz, aufgesetzte Rund- und Stabindizes mit Superluminova, «Mercedes»-Zeiger, Zentralsekunde, Datum
Beschreibung: Neuwertige Rolex Sea-Dweller 16600 aus der letzten Serie vor der Keramiklünette. Mit Box und Papiere, ohne COSC-Zertifikat.
Grösse: 40 mm
Werk: Rolex Kaliber 3135, Automatikwerk, Werkdurchmesser 28.50 mm, Höhe 6 mm, Offizieller Chronometer (C.O.S.C.), Datum mit Schnellschaltung, Sekundenstopp, 28'800 Halbschwingungen, 31 Lagersteine, Breguetspirale, Gangreserve 48 Stunden
Zustand: Sehr gut