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Anhand der Vorgeschichte, der klinischen Symptome und der Röntgenaufnahme der Lungen wird die Verdachtsdiagnose eines felinen Asthmas gestellt. Mittels Entnahme von Sekret aus den Bronchien können die entzündlichen Prozesse bestätigt werden. Ein Befall der Lungen mit Lungenwürmern kann mittels einer speziellen Kotuntersuchung ausgeschlossen werden. Es sollte eine Sammelkotprobe von 3 Kotproben von 3 aufeinander folgenden Tagen untersucht werden. Seit einigen Jahren ist es möglich, mittels Blutuntersuchungen das Vorliegen einer Allergie auf Hausstaubmilben und/oder Pollen festzustellen.
In einer akuten Phase, bei der die Katze starke Atemnot zeigt, muss möglichst schnell eine Tierarztpraxis aufgesucht werden. Die Symptome müssen so schnell als möglich behandelt werden. In schweren Fällen besteht Erstickungsgefahr! Die Katze wird in einem speziellen Käfig mit Sauerstoff versorgt. Die verengten, verkrampften Bronchien können mit Medikamenten, sogenannten Bronchodilatatoren, erweitert werden. Der Hustenreiz nimmt innert kurzer Zeit ab. Die Entzündungen der Bronchien können mit schnell wirksamem Kortison unterdrückt werden. Wichtig ist, dass Stresssituationen vermieden werden. Auslösende Faktoren müssen so gut wie möglich abgeklärt und bekämpft werden (s.oben). Durch regelmässige Verabreichung von Kortison in Form von Tabletten, Tropfen oder Spritzen, kann das Asthma unterdrückt werden. Diese Behandlung ist zwar kostengünstig, doch muss mit kortison-bedingten Langzeitschäden wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) gerechnet werden. Um diese Nebenwirkungen zu vermeiden, kann Kortison von den Katzen auch inhaliert (eingeatmet) werden, wobei die Medikamente nicht in den Blutkreislauf kommen und so bedeutend weniger Nebenwirkungen haben. Ebenso helfen inhalierbare Bronchodilatatoren, die Symptome umgehend zu kontrollieren. Mit dem Inhalator Aerokat® kann die Katze die oben erwähnten Medikamente einatmen. Diese Behandlung muss täglich 1-2 x durchgeführt werdenund erreicht erst nach 7-10 Tagen die volle Wirksamkeit.
Allergiebedingtes Asthma:
Kann im Blut eine Allergie gegen Hausstaubmilben und/oder Pollen nachgewiesen werden, ist es angezeigt, die erkrankten Tiere zu desensibilisieren. Nach neuesten Untersuchungen profitieren ca. 2/3 der erkrankten Katzen von dieser biologischen und wenig belastenden Therapie. In zuerst wöchentlichen, später monatlichen Abständen erhalten die Tiere eine speziell für sie hergestellte, Allergen enthaltende Lösung unter die Haut gespritzt. Die Katzen werden nach einigen Monaten gegen die Allergene unempfindlich.
Mit entsprechenden Massnahmen können die Symptome eines felinen Asthmas gut behandelt werden, besonders bei jenen Patienten die noch keine gravierenden Lungenschäden aufweisen. Meistens wird eine lebenslange Therapie unumgänglich sein, da es auch nicht immer möglich ist, die Ursachen vollumfänglich zu beseitigen. Bei einem akuten Anfall besteht Erstickungsgefahr. Bei Tieren, bei welchen die Lungenveränderungen durch die chronischen Entzündungsprozesse fortgeschritten sind, kann es zu einem Lungenemphysem kommen. Dabei wird das Lungengewebe überdehnt und z.T. zerstört. Es entsteht ein Sauerstoffmangel.