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Nicht bloss der Jugendpolitiker
Mit 23 Jahren sass Jonathan Gimmel im Worber Parlament, zehn Jahre später schnappt der SP-Politiker der FDP einen Sitz im Gemeinderatweg. Hier will er aber nicht nur der Jugendpolitiker sein, sondern sich dafür engagieren, dass die Gemeinde sich weiterentwickeln kann.
Um punkt neun Uhr klingelte das Telefon. Am anderen Ende war der oberste Chef, der Berner Stadtpräsident Klaus Baumgartner, und gratulierte seinem Adjunkt zum Wahlerfolg: Jonathan Gimmel wird neu in seiner Wohngemeinde Worb für die SP im Gemeinderat sitzen. Der 33-Jährige verdrängte einen FDP-Gemeinderat aus der Exekutive. Die FDP verfügt neu nur noch über ein Mandat, die SP konnte ihre Sitzzahl von zwei auf drei erhöhen. Schon bei den letzten Wahlen vor vier Jahren hätte er es beinahe geschafft. Damals kandidierte er für die Freien Wähler Worb (FWW). Weil innerhalb der Listenverbindung die EVP aber stärker war, erhielt sie das Mandat.
Der neu gewählte Jonathan Gimmel(sp) hat 1043 Stimmen erhalten– genau gleich viele Stimmen also, wie der bisherige und wiedergewählte SP-Gemeinderat Bruno Haldi. Was wäre gewesen, wenn die SP ihre Sitzzahl in der Exekutive nicht von zwei auf drei hätte vergrössern können? Wer von den beiden Kandidaten hätte den zweiten SP-Sitz bekommen? Das erste Mandat geht ja an den mit 1600 Stimmen wiedergewählten Gemeindepräsidenten Peter Bernasconi (ebenfalls SP). Haldi und Gimmel hätten sich im Falle von Stimmengleichheit bei nur einem zu vergebenden Sitz selber absprechen müssen, wer das Mandat erhält. Dies sieht das Worber Reglement über Abstimmungen und Wahlen vor.
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