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Buchpräsentation mit dem Autor Moisés Prieto
Die Diktatur, im 20. und frühen 21. Jahrhundert ein allgegenwärtiges Phänomen, hat in ihrer modernen Form die Wurzeln im 19. Jahrhundert. Als Gegenmodell sowohl zu den auf Gottesgnadentum und dynastischer Vererbung beruhenden Monarchien als auch zum aus den Ideen der Amerikanischen und Französischen Revolutionen hervorgegangenen Verfassungsstaat auf Basis der Volkssouveränität schuf sie eine Herrschaftsform, die es Usurpatoren wie den beiden Napoleonen in Frankreich oder zahlreichen Heerführern in den neuen lateinamerikanischen Staaten ermöglichten, mit einer Mischung aus populistischen Versprechen, Mobilisation von Emotionen und Gewaltherrschaft ihre persönliche Macht zu sichern und aufrechtzuerhalten. Die Diktatur des 19. Jahrhunderts grenzte sich dabei sowohl vom namensgebenden altrömischen Vorbild als auch von den totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts ab.
Die beiden neuen Bücher von Moisés Prieto analysieren Funktionsweise und Legitimationsstrategien der Diktaturen des 19. Jahrhunderts und weisen auch auf transatlantische Austauschprozesse hin.
Donnerstag, 20. April 2023, 19 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum
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