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Hesch gwüsst?
Bümplizer Geschichte
von der Redaktion
Hesch gwüsst, woher der Name Bümpliz stammt? Oder dass noch heute im Bachmätteli Findlinge aus dem Wallis zu sehen sind?
Der Name
Der Name Bümpliz entzieht sich etymologischer Deutung. Das heisst, die Herkunft, Geschichte und Grundbedeutung kann nicht mehr genau wiedergegeben werden. Zusammen mit dem Bümplizer Königshof wird der Name 1019 als Pimpeningis und 1025 als Pinprizo erstmals urkundlich erwähnt. In einem Verzeichnis des Bistums Lausanne ist Bümpliz 1228 unter dem Namen Pipinnant erwähnt. Ab 1235 erscheinen Formen wie Pimplitz, Pinplitz, Bimpliz oder Binpliz, ehe sich der heutige Name Bümpliz findet.
Das Wappen
Ein gelbes Antoniuskreuz auf blauem Grund, umgeben von zwei grünen Eichenlaubzweigen.
Die Herkunft und Bedeutung dieses Wappens ist historisch nicht eindeutig belegbar. Es gab im früheren Mittelalter eine adelige Familie "von Bümpliz". Möglicherweise stammt dieses Wappen von diesem heute nicht mehr existierenden Geschlechtsnamen ab. Das Antoniuskreuz könnte jedoch auch auf den Orden des Heiligen Antonius hinweisen, der in der Altstadt von Bern eine Kirche und eventuell auch ein Grundbesitz in Bümpliz besass. Das Wappen bestand bereits vor der Bildung der Gemeinde nach dem Untergang des alten Bern. Man findet es in einem Wappenbuch, das 1780 ein unbekannter Sammler angelegt hatt, im Staatsarchiv des Kantons Bern.
Dieses angebliche "T" im Wappen ist also ein Antoniuskreuz und nicht, wie man spasseshalber vermuten könnte, der Buchstabe, der im Ortsnahmen Bümpliz später weggelassen wurde.
Die Lagebeschreibung
Das ehemalige Bauerndorf Bümpliz liegt am Stadtbach auf dem von eiszeitlichem Schmelzwasser abgelagerten Schotterfeld zwischen dem Grossen Bremgartenwald im Norden und dem Könizbergwald im Süden. Bümpliz war aber ursprünglich das grosse Gebiet, das vom Forst-Wald bis zum Weiermannshaus-Seelein und vom Könizbergwald bis zum Wohlensee führte. Dies war Bümpliz mit vielen Nebenweilern, wie Bethlehem, Riederen, Riedbach, Nieder- und Oberbottigen. Um die Jahrhundertwende kam die Eisenbahnlinie Bern-Neuenburg hinzu, die das Gebiet sozusagen in zwei Teile schnitt. So versteht man heute unter Bümpliz mehr die südliche Seite der BN-Linie und unter Bethlehem, Gäbelbach, Tscharnergut die Nördliche. Als Ganzes bleibt dieses Gebiet aber einfach Bümpliz, heutzutage auch bekannt als Stadtteil VI.
Die Bodenbeschaffenheit
Bümpliz liegt auf einer 2000 Meter tiefen Schicht von Ablagerungen der Alpen aus der Molassezeit und den beiden letzten beiden Eiszeiten. Die eiszeitlichen Sedimente bilden im Gegensatz zu den Ablagerungen der Molassezeit nur eine relativ dünne Schicht. Sie reichwen von wenigen bis maximal 100 Metern, überziehen jedoch das ganze Gebiet und dominieren deshalb die sichtbare Geologie. Die Molassegesteine sind dagegen nur sporadisch sichtbar, so etwa entlang des Gäbelbachs bis zur Einmündung in die Aare sowie am Aareufer.
Der Stadtteil VI wurde während den Eiszeiten sowohl vom Rhone- als auch vom Aaregletscher beeinflusst. Die stellt sicherlich eine Besonderheit des geologischen Untergrunds in dem Gebiet dar. Aus diesem Grund können im Boden ebenso Gerölle aus dem Wallis wie aus dem Berner Oberland gefunden werden.
Im Dorfzentrum Bümpliz, beim Bachmätteli, liegen noch heute Findlinge aus dem Wallis.
News - 25.06.2021 - Hast du gewusst