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Am Mittag war bekanntgeworden, dass das Zuger Kantonsgericht am späten Abend einen wichtigen Entscheid im Kampf um eine Übernahme der Kontrollmehrheit durch den französischen Saint-Gobain-Konzern publizieren wird. Dabei geht es um die Anfechtung der Beschlüsse der Sika-Generalversammlung 2015, in denen das Stimmrecht der verkaufswilligen Gründerfamilie beschränkt wurde.
Gegen 16 Uhr notieren Sika bei hohen Handelsvolumen um 4,6% im Minus auf 4229 Franken. Umgesetzt sind bereits über 17'000 Titel was rund dem Fünffachen des durchschnittlichen Tagesvolumens in den vergangenen Wochen entspricht.
Bei dem am Abend angekündigten Gerichtsentscheid geht es um die Frage der Rechtmässigkeit der Stimmrechtsbeschränkung der Schenker-Winkler-Holding AG (SWH) auf 5% aller Namenaktien. Die von den Familienaktionären gehaltene SWH verfügt mit 16% am Aktienkapital über rund 53% der Stimmrechte. Mit der Beschränkung des Stimmrechts hatte der Verwaltungsrat von Sika die Unabhängigkeit des Konzerns vorerst gewahrt.
Die SWH will ihre Kontrollmehrheit an Sika an den französischen Saint-Gobain-Konzern veräussern, die Sika-Führung lehnt dagegen eine Übernahme der Kontrolle durch die Franzosen ab. Die "Einverleibung" des Unternehmens in einen Konzern, noch dazu in einen globalen Konkurrenten im Mörtelgeschäft, mache "aufgrund der fundamentalen Interessenkonflikte und der unrealistischen Synergieerwartungen" unternehmerisch keinen Sinn, hatte das Sika-Management etwa im Juli festgehalten.
(AWP/cash)