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Ebenso das ehemalige Jugoslawien und die ehemalige Sowjetunion. Alle diese Nationen standen zumindest einmal in einem EM-Final. England hingegen wartet darauf noch immer – nicht zuletzt aufgrund des Versagens seiner Nationalspieler vom Penaltypunkt.
Vor vier Jahren in den Viertelfinals gegen Italien waren Ashley Young und Ashley Cole in der “Elfmeter-Lotterie” die Leidtragenden, 2004 in Portugal – ebenfalls in der Runde der letzten acht – drosch zunächst David Beckham gegen die Gastgeber seinen Penalty über das Tor, ehe Darius Vassells Versuch von Ricardo abgewehrt wurde.
Einer Finalqualifikation am nächsten kam England 1996 im eigenen Land. Auch damals kam es im Viertelfinal im Wembley zu einem Penaltyschiessen. Alan Shearer, David Platt, Stuart Pearce, Paul Gascoigne – sie alle trafen. Zwei Spanier verschossen. England im Halbfinal, Penaltydrama überstanden. Wer soll den Weltmeister von 1966 auf dem Weg zum EM-Titel im eigenen Land jetzt noch aufhalten können? Deutschland! Natürlich im Penaltyschiessen – wie sechs Jahre zuvor bei der WM in Italien. Bei je sechs Schützen brachte einzig Gareth Southgate den Ball nicht im Tor unter.
Vier Jahre später gelang England die erhoffte Revanche. Erstmals seit 1966 konnte Deutschland an einem grossen Turnier bezwungen werden. Die Freude über den 1:0-Triumph in Charleroi gegen den Erzrivalen währte jedoch nur kurz. Drei Tage später mussten nach dem Vorrunden-Aus bereits die Koffer gepackt werden. Auch 1980 in Italien, 1988 in Deutschland und 1992 in Schweden bedeutete die Gruppenphase für England Endstation. 1984 unter Coach Bobby Robson und 2008 unter Trainer Steve McClaren wurde die EM-Endrunden-Teilnahme gar verpasst. Die Qualifikation für die EM-Endrunde in Frankreich schloss England als einziges Team mit dem Punktemaximum ab. Vielleicht ein gutes Omen.
(SDA)