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Sie waren angeblich an Tuberkulose erkrankt und sollten daher eingeschläfert werden: Nun können die beiden Elefanten Baby und Népal im Zoo der französischen Stadt Lyon aufatmen - ihr Todesurteil ist endgültig vom Tisch.
Das Verwaltungsgericht von Lyon annullierte am Mittwoch einen Beschluss der zuständigen Präfektur. Der Präfekt habe einen "offensichtlichen Ermessensfehler" begangen. So seien nicht alle vorhandenen Tests zur Erkennung einer Tuberkulose-Infektion angewandt worden.
Das Schicksal der 42 und 43 Jahre alten Elefanten hatte Frankreich monatelang bewegt, Tierschützer wie Leinwand-Legende Brigitte Bardot auf die Barrikaden gebracht und sogar das Fürstenhaus von Monaco mobilisiert. Die Präfektur hatte die Einschläferung der im Zoo von Lyon lebenden Tiere angeordnet, weil sie an Tuberkulose erkrankt sein sollen.
Die Behörden befürchten, dass die Elefanten andere Tiere, aber auch Menschen anstecken könnten. Gegen die Einschläferung der Elefanten machte der Direktor des Zirkus Pinder, Gilbert Edelstein, mobil, der Baby und Népal 1999 dem Zoo anvertraut hatte. Er zog die Tests in Zweifel.
Um die Elefanten vor dem Tod zu retten, reichte Edelstein ein Gnadengesuch bei Frankreichs Staatschef François Hollande ein, das abgelehnt wurde, und zog vor Gericht. Das oberste französische Verwaltungsgericht setzte die Anordnung der Präfektur Ende Februar aus und machte dabei "erhebliche Zweifel" an deren Rechtmässigkeit geltend.
Umzug in den Fürsten-Garten
Der Fall wurde wieder an das Verwaltungsgericht von Lyon überwiesen, das die Anordnung zur Einschläferung der Elefanten nun annullierte.
Mit der Entscheidung des Gerichts ist Baby und Népal ein wahrhaft fürstlicher Lebensabend sicher: Prinzessin Stéphanie von Monaco nimmt die beiden Dickhäuter im Familien-Landsitz Roc Angel auf, wohin die Elefanten bald gebracht werden sollen.
SDA-ATS