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Die öffentliche Meinung und der Klimawandel
Der Klimawandel macht nicht halt vor den Landesgrenzen, und die Politik muss mit internationalen Massnahmen arbeiten, um ihn wirksam zu bekämpfen. Das ist unumgänglich, wirft aber Fragen zur demokratischen Legitimation auf: Wer bestimmt die Klimapolitik und wer trägt ihre Folgen? Oft entscheiden wirtschaftlich mächtige Staaten, während ärmere Länder die Konsequenzen besonders stark zu spüren bekommen.
Die Wirtschaftswissenschaftlerin Aya Kachi erforscht, wie die wirtschaftlichen Folgen der Klimapolitik bei den Menschen ankommen. Dazu verwendet sie statistische Methoden, die sie selbst entwickelt hat, vor allem Techniken für «Survival»-Analysen (damit wird die Zeitdauer untersucht, die bis zu einem bestimmten Ereignis vergeht) und «Spatial Econometrics» (Untersuchung von räumlichen Unterschieden). Im Rahmen ihrer Doktorarbeit hat Kachi zudem zentrale Faktoren erforscht, die zur Entstehung und zum Niedergang demokratischer Systeme beitragen.
Nun ist die 36-jährige Japanerin zur Assistenzprofessorin am «Competence Center for Research in Energy, Society and Transition» (CREST) berufen worden. Das von Basel aus geleitete und vom Bund mitfinanzierte Kompetenzzentrum erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für die zukünftige Schweizer Energiestrategie. Aya Kachi hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tokio und der Duke University studiert, an der University of Illinois (USA) doktoriert und war zuletzt Postdoktorandin an der ETH Zürich bei Professor Thomas Bernauer. Für ihre Forschungsarbeit hat sie bereits mehrere internationale Auszeichnungen erhalten.