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© Jürg Meyer
GZ 9: Grundgebirge des Mikrokontinents Iberia-Briançon 2 Ähnliche Gesteine wie im helvetischen Grundgebirge (Gesteinszone 5), aber alpin stark metamorph
Weitläufige alpine Gneislandschaften und hervorragende Kletter- und Bouldergebiete
Vom Monte Leone im Westen bis zum Rheinwaldhorn im Osten, vom Val Bedretto / Piora im Norden bis zur Magadinoebene im Süden liegen die Tessiner Alpen im weiteren Sinne. Sie bestehen aus mittelpenninischen Grundgebirgsgesteinen, welche bei der Alpenbildung so stark metamorph umgewandelt wurden, dass im Gegensatz zur Gesteinszone 8 ihre älteren Spuren weitgehend ausgelöscht wurden. Dieses Grundgebirge wurde in verschiedenen Decken abgeschert, übereinander geschoben und dabei auch verfaltet. Es überwiegen Gneise; die dunkleren, reich an schwarzem Biotit (Dunkelglimmer) sind in der Regel sogenannte Paragneise, die aus Sedimentgesteinen hervorgingen; die helleren Gneise sind sogenannte Orthogneise, die aus variszischen Graniten hervorgingen. Im südlichen Teil des Gebietes sind die Gneise derart stark metamorph, dass sie schon wieder kompakt-granitartiges Aussehen haben; deshalb sprechen die Tessiner auch von «graniti», und dort liegen die besten Kletter- und Bouldergebiete.