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Merhameh (1909)
Merhameh
(Erste Veröffentlichung: 1909)
Novelle (Karl-May-Verlag: Grüner Band 48: "Das Zauberwasser")
Inhalt
In der Fantasiewelt von Ardistan und Dschinnistan auf Sitara ist die Erzählung angesiedelt. Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar reiten mit Merhameh, der Tochter des Fürsten von Halihm, durch das Gebiet der miteinander verfeindeten Beduinenstämme der Münazah und Manazah im östlichen Ardistan. Die Reisenden kommen in das Dorf der Münazah, wo Ali Ben Masuhl, orientalischer Dichter und Bruder des Scheiks der Manazah, wegen einer Blutrache hingerichtet werden soll. Merhameh gelingt es, die Versöhnung zwischen Ali und dem Münazah herzustellen. Am nächsten Morgen will man zum allgemeinen Friedensschluss zwischen den beiden Stämmen aufbrechen. Ali Ben Masuhl darf die berühmte isabellfarbene Stute des Scheiks Omar Ben Amarah reiten. Unterwegs gerät die Reiseschar während eines Sandsturmes in den Hinterhalt der Manazah. Deren Scheik Hassan Ben Masuhl hält den tief vermummten Reiter des berühmten Pferdes für Omar Ben Amarah und schiesst ihn als vermeintlichen Mörder seines Bruders nieder. Er trifft damit stattdessen seinen eigenen Bruder tödlich. Sterbend versöhnt Ali Ben Masuhl – im Geiste Merhamehs – die verfeindeten Stämme. Die Novelle endet mit dem Ausruf "Es sei Friede!"