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Obwohl der bewaffnete Konflikt zwischen der von der singhalesisch-buddhistischen Mehrheit dominierten Regierung Sri Lankas und den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) seit 2009 beendet ist, stehen Angehörige der tamilischen Minderheit, die verdächtigt werden, Verbindungen zur LTTE zu haben, weiterhin unter verstärkter und oft einschüchternder staatlicher Überwachung.
Nach den Attentaten im April 2019 kam es zu Übergriffen auf die muslimische Gemeinschaft. Die Hassreden von nationalistischen Buddhistinnen und Buddhisten nahmen stark zu. Dadurch flammten die Spannungen zwischen den religiösen Gemeinschaften wieder auf.
Seit dem Amtsantritt von Präsident Gotababya Rajapaksa im November 2019, hat sich die Situation für regierungskritische Personen erheblich verschlechtert. Die Militärpräsenz und Überwachung hat sich im Norden des Landes seither spürbar verstärkt.
Seit mehreren Jahren zählt Sri Lanka zu den wichtigsten Herkunftsländern von Asylsuchenden in der Schweiz. Im Jahr 2019 stammten von den insgesamt 14’269 Asylgesuchen in der Schweiz 721 Gesuche von Personen aus Sri Lanka. 2018 waren es 652 von insgesamt 15’255 Gesuchen und 2017 840 von insgesamt 18’088 Gesuchen.
Die meisten Personen aus Sri Lanka werden als Flüchtlinge anerkannt oder erhalten eine vorläufige Aufnahme. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 1’111 Fälle aus Sri Lanka entschieden: In 307 Fällen wurde Asyl gewährt, 85 erhielten eine vorläufige Aufnahme. Der Grossteil der restlichen Asylsuchenden erhielt einen Dublin-Nichteintretensentscheid, was bedeutet, dass ein anderer Schengen-Staat für ihr Gesuch zuständig ist.