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Das Twickenham-Stadium, das im Westen von London gelegene “Home of England Rugby”, wird in den kommenden acht Tagen bis zum Final am 1. November von den Teams aus der südlichen Hemisphäre in Beschlag genommen. Obwohl die Europäer in sechs der vorangegangenen sieben Austragungen jeweils einen Finalisten stellen konnten, ist die Dominanz der Konkurrenz aus dem Süden unbestritten. Neuseeland, Südafrika und Australien wurden je zweimal Weltmeister; England holte 2003 den Titel zum einzigen Mal nach Europa.
Neuseeland strebt gegen Südafrika die vierte Finalqualifikation an. Die Chancen dafür stehen gut. Die “All Blacks” überzeugten im bisherigen Turnierverlauf und zeigten ihre beste Leistung am letzten Wochenende im Viertelfinal gegen Frankreich. Seit 2010 haben sie gegen Südafrika zehn der zwölf Begegnungen gewonnen.
Die Hauptrollen im 92. Duell zwischen Neuseeland und Südafrika sind für die beiden Flügelspieler Julian Savea und Bryan Habana vorgesehen. Der 25-jährige Neuseeländer Savea konnte sich in den vergangenen drei Jahren eindrücklich als Nachfolger des Rugby-Idols Jonah Lomu empfehlen und ist mit acht Tries in dieser Sparte Topskorer des Turniers. Habana kann derweil mit einem 16. WM-Try zum alleinigen Rekordhalter der WM-Geschichte werden.
Im zweiten Halbfinal ist Argentinien trotz seiner weniger gloriosen Rugby-Vergangenheit für die Australier ein ernsthafter Herausforderer. Die “Pumas” machten im Viertelfinal gegen Irland den deutlich besseren Eindruck als Australien, das gegen Schottland nur dank eines Fehlentscheids des Schiedsrichters noch zu den entscheidenden Punkten kam. Seit 2000 hat Australien zwar zehn der elf Begegnungen mit den Südamerikanern gewonnen. Die einzige Niederlage liegt aber nur etwas mehr als ein Jahr zurück.
Rugby-WM. Halbfinals (in London). Samstag, 24. Oktober (17.00 Uhr): Neuseeland – Südafrika (TV/RTS deux). – Sonntag, 25. Oktober (17.00 Uhr): Australien – Argentinien (TV/RTS deux). – Final am 31. Oktober in London. – Alle Partien unter anderem auch auf Eurosport.
(SI)