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Architekturführer
In der Sternwarte Muesmatt konnte das 1921 gegründete Astronomische Institut bereits 1922 die Himmelsbeobachtung aufnehmen. Standorte innerhalb des Siedlungsgebiets sind wegen der Höhe, der Luftqualität und besonders dem Streulicht problematisch. Daher kam früh der Wunsch nach einem geeigneteren Standort auf, der in Zimmerwald gefunden wurde. Prof. Mauderli, Initiant der Sternwarte im Muesmattquartier, wusste wohl früh um dieses Handicap. Als Förderer der Astronomie auch an Mittel- und Volksschulen zog er gute Zugänglichkeit offenbar idealen Bedingungen für die Forschung vor - ein Dilemma, aus dem heraus heute oft anders gehandelt würde. Die heutige Nutzung durch verschiedene Gruppen zeigt, dass der Bau nach wie vor ein breites Publikum für die Belange des Faches zu begeistern vermag.
Das kleine neoklassizistische Gebäude besitzt einen Mittelteil mit aufgesetzter Observatoriumskuppel und zwei niedrige angeschobene Anbauten. Die Pathosformeln der Freitreppe, der symmetrischen Tempelfront mit Lisenen und Gebälk etc. sind nicht einfach als in den 1920er Jahren weit verbreitete Stilelemente zu begründen. Vielmehr hat sie der bislang nicht namentlich bekannte Architekt dazu eingesetzt, dem Stolz und Geltungsbedürftnis des neuen akademischen Faches und der Erhabenheit des Himmelszeltes mit architektonischen Mitteln gerecht zu werden. Situation