Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/229252

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, wie im Dialog mit dem Detailhandel und anderen wichtigen Akteuren im Ernährungssektor Werbung und Aktionen auf Produkte, welche den Ziele der Ernährungsstrategie des Bundes zuwider laufen, vermieden werden könnte.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweizer Ernährungsstrategie soll die Ernährungskompetenzen der Bevölkerung so stärken, dass die Konsumentinnen und Konsumenten eine bewusste Kaufentscheidung treffen können. Nicht vorgesehen ist hingegen eine allgemeine Einschränkung oder gar ein Verbot von Werbung an Erwachsene für "ungesunde" Produkte.</p><p>Zur Stärkung der Ernährungskompetenzen der Schweizer Bevölkerung stellt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) verschiedene Informationsmaterialien und die App "MySwissFoodPyramid" zur Verfügung. Ausserdem hat das BLV Empfehlungen und Tipps erarbeitet, die eine gesunde, nachhaltige Ernährung fördern.</p><p>Mit der Einführung und dem immer häufigeren Anbringen des Nutri-Score auf Lebensmitteln haben die Konsumentinnen und Konsumenten ein weiteres einfaches Hilfsinstrument zur Verfügung, um beim Einkaufen bewusste Entscheide zu treffen. Sie können damit Werbung für zu süsse, zu salzige, zu fettige und zu energiereiche Lebensmittel kritischer beurteilen.</p><p>Kinder hingegen benötigen einen besonderen Schutz, da sie für Werbung sehr empfänglich sind. Deshalb hat das BLV bei der Umsetzung des Aktionsplans zur Ernährungsstrategie Kriterien festgelegt, die darauf abzielen, dass auf freiwilliger Basis weniger Lebensmittelwerbung publiziert wird, die Kinder anspricht. Entsprechende Diskussionen mit der Lebensmittelbranche laufen derzeit und sollten im ersten Halbjahr 2022 zu ersten Ergebnissen führen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.