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ACTARES verlangt an der dritten ausserordentlichen Generalversammlung von UBS, dass die Verantwortlichkeiten für die Krise der Bank klar identifiziert werden. Die frühere Führung wie auch die Rating-Agenturen müssen mit den Konsequenzen ihrer Fehler konfrontiert werden. Die freiwillige Rückzahlung eines kleinen Teils der nicht gerechtfertigten Boni ist zwar eine positive Geste, genügt aber nicht. Andererseits begrüsst ACTARES die von UBS angekündigten Massnahmen zur Vergütungspolitik und zählt darauf, dass das Unternehmen in Zukunft vorsichtiger wirtschaftet.
An der dritten ausserordentlichen Generalversammlung von UBS am 27. November 2008 verlangt ACTARES, AktionärInnen für nachhaltiges Wirtschaften, von UBS, dass die Verantwortlichen für die Krise klar identifiziert werden. Wenn auch ein Teil der Schwierigkeiten der Bank der allgemeinen Finanzkrise zugeordnet werden kann, so darf doch die frühere Konzernspitze nicht verschont werden.
Im Bericht der Eidgenössischen Bankenkommission vom 16. Oktober 2008 steht unter Punkt 25, dass die falsche Einschätzung der Risiken wie auch deren unangemessene Begrenzung und Überwachung eine schwerwiegende Unterlassung ist und “als Verletzung des bankengesetzlichen Erfordernisses einer einwandfreien Geschäftstätigkeit gewertet werden” muss. Die Konsequenzen dieser Feststellung dürfen sich nicht auf die freiwillige Rückzahlung eines kleinen Teils der nicht gerechtfertigten Boni beschränken. Falls Verantwortlichkeiten festgestellt werden können, eröffnen sich andere Möglichkeiten der Entschädigung, zu Gunsten der Zukunft der Bank, des Aktionariats und des Bundes, der dem Unternehmen zu Hilfe eilte.
Gleich verhält es sich bei den Rating-Agenturen, deren falsche Bewertungen massgeblich dazu beigetragen haben, dass UBS ihre Risiken nicht mehr im Griff hatte. Die Folgen sind heute in aller Härte zu spüren.
ACTARES begrüsst hingegen die von UBS angekündigten Massnahmen zur Vergütungspolitik. Sie stellen einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar und könnten als Modell für andere Schweizer Unternehmen dienen. Zusätzlich verlangt ACTARES, dass UBS auch andere Bereiche der Geschäftstätigkeit in ihre neuen Überlegungen einbezieht. In Zukunft sollen Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen oder Personen, die in Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung oder anderen illegalen Tätigkeiten gebracht werden, klar ausgeschlossen werden. Auch dies würde dazu beitragen, Risiken zu minimieren und das Vertrauen der Öffentlichkeit wieder zu gewinnen.