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ein Ton, der durch das gleichzeitige Erklingen zweier kräftiger Töne entsteht,
deren Tonhöhen nicht zu nahe beisammenliegen. Die Schwingungszahl des Kombinationstons ist gleich dem Unterschied der Schwingungszahlen
der beiden erzeugenden Töne. So hört man z. B. beim Zusammenklingen eines Grundtons und seiner Quinte, da die Schwingungszahlen
dieser Töne sich wie 2:3 verhalten, als Kombinationston die nächsttiefere Oktave des erstern, deren Schwingungszahl
= 3-2 = 1 ist.
Bedingung für die Entstehung starker Kombinationstöne ist, daß eine und dieselbe Luftmasse durch beide zusammenwirkende
Töne in heftige Erschütterung versetzt wird; dies ist z. B. bei der Doveschen mehrstimmigen Sirene
[* 3] (s. Schall)
[* 4] oder bei Orgelpfeifen
auf gemeinschaftlichem Windkasten der Fall. Sind dagegen die Erregungsstellen der beiden Töne ganz voneinander
getrennt, werden dieselben z. B. durch zwei Singstimmen oder zwei Violinen hervorgebracht, so ist der Kombinationston äußerst schwach.
Die Kombinationstöne wurden 1740 von Sorge entdeckt und sind später durch Tartini, nach welchem sie auch Tartinische Töne
genannt werden, allgemeiner bekannt geworden.ThomasYoung suchte die Entstehung der Kombinationstöne
durch Schwebungen
[* 5] (s. Schall) zu erklären, deren Anzahl pro Sekunde ja in der That mit der Schwingungszahl des Kombinationstons
übereinstimmt. Helmholtz hat aber gezeigt, daß diese Erklärung nicht haltbar ist, und daß außer dem besprochenen Kombinationston, den
er Differenzton nennt, weil seine Schwingungszahl gleich der Differenz der Schwingungszahlen der zusammenwirkenden
Töne ist, auch noch Summationstöne auftreten, deren Schwingungszahl der Summe der Schwingungszahlen entspricht.