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Die beiden japanischen Familien Murayama und Ueno kontrollieren schon seit 140 Jahren das Medienunternehmen Asahi Shimbun. Heute ist es der grösste Medienkonzern Japans. 2016 war es der zweitgrösste Medienkonzern in Asien. Die zum Konzern gehörende Zeitung „The Asahi Shimbun“ ist heute die älteste und zweitgrösste japanische Tageszeitung. 2018 war sie nach Auflagen auch zugleich die zweitgrösste Zeitung der Welt. Das Unternehmen besitzt heute auch viele japanische Magazine und ist Hauptaktionär der TV Asahi Holdings, die mehrere japanische Fernsehsender besitzt.
Da man über die deutsche Google-Suche die japanischen Wiki-Einträge nicht findet, hab ich sie verlinkt.
Ryuhei Murayama (1850-1933) gründete 1879 die Zeitung „The Asahi Shimbun“, aus deren Verlag sich später der heutige Medienkonzern entwickelte. Ein Jahr nach der Gründung der Zeitung kam Riichi Ueno (1848-1919) dazu. Seither wurde das Unternehmen von den Nachkommen der beiden Männer kontrolliert. Ryuhei Murayama war auch in der japanischen Politik.
Michiko Murayama (1920-2020) war seit den 1960er Jahren in der Konzernführung von Asahi Shimbun vertreten. Bis vor ihrem Tod hielt sie zusammen mit der Ueno Familie über 20% der Anteile an Asahi Shimbun. Weitere 10% gehören dem Koyuki Museum, das von der Murayama Familie gegründet wurde. Sie werden demnach Multimillionäre oder sogar Milliardäre sein, auch wenn ich keine Angaben zu ihrem Vermögen fand.
Verbindungen zu anderen Familien der japanischen Elite
Wenige Jahre nach dem Ryuhei Murayama die Zeitung gegründet hatte, erhielt er und sein Verlag finanzielle Unterstützung von der Mitsui Familie, eine der bedeutendsten Familien der japanischen Wirtschaftselite.
Ryuhei Murayama adoptierte Nagataka Okabe (1894-1977), der auch eine Tochter von Murayama heiratete und den Familiennamen Murayama annahm. Die Familien der japanischen Elite verbinden sich nicht nur mit Heiraten, sondern auch traditionell mit Adoptionen. Nagataka Okabe führte lange Zeit das Familienunternehmen. Okabe ist eine japanische Adelsfamilie. Nagataka biologischer Vater war der Shishaku (Vizegraf) Nagamoto Okabe (1855-1925). Dieser war Politiker, Diplomat und Gouverneur von Tokio. Er arbeitete auch für die britische Botschaft und besuchte Europa. Sein Sohn Nagakage Okabe (1884-1970), also der Bruder von Nagataka Okabe, war ebenfalls Politiker und Diplomat. Er heiratete die Tochter des japanischen Premierministers Graf Katō Takaaki (1860-1926). Mütterlicherseits kam sie aus der Iwasaki Familie, der vermutlich mächtigsten Familie der japanischen Wirtschaftselite.
Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.