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Das wesentliche Gestaltungselement dieser Pendelleuchte – die Reduktion auf simple, reine geometrische Formen – bringt man vor allem mit dem Bauhaus in Verbindung. Und tatsächlich finden sich dort ähnliche Entwürfe von Marianne Brandt und Hans Przyrembel. Die Leuchte wurde jedoch in grundsätzlich nahezu identischer Form bereits im Jahr 1900 von einem heute nicht mehr namentlich bekannten Urheber entwickelt und taucht bereits vor 1914 in Entwürfen und Interieurs von Adolf Loos, Josef Hoffmann und Peter Behrens auf, die noch deutlich vor dem Bauhaus als frühe Wegbereiter der Moderne in Architektur und Interieurdesign gelten. In den 1920er und 30er Jahren fand sie dann vor allem in öffentlichen Bauten in Deutschland weite Verbreitung. Nicht zuletzt ist sie in Anbetracht ihres Alters ein hervorragendes Argument dafür, dass der Designbegriff der Moderne in allererster Linie eine Stilrichtung beschreibt – und nicht etwa eine (zeit-)historische Epoche.
Heute und in der vorliegenden Form mit mundgeblasener Opalglaskugel, kleinem Kugelsegment aus verchromtem Metall und verchromter Pendelröhre entsteht die Pendelleuchte in der 1980 gegründeten Bremer Leuchtenmanufaktur Tecnolumen. Die Standardlänge der Pendelröhre beträgt 1 m, kann jedoch durch Absägen gekürzt werden. Für Leuchtmittel E27 mit max. 60 W (nicht enthalten). Empfohlen wird ein LED-Leuchtmittel mit einer Leistung von 8 W und Milchglaskolben, da Klarglaskolben zu unerwünschtem Schattenwurf führen können. Ø 25 cm, Gewicht 1,2 kg.