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Nach einem Bericht über eine Zunahme von Arbeitsunfällen aufgrund des hohen Drucks bei Amazon lockert der Onlineriese seine Arbeitsbedingungen in den USA. Die Mitarbeiter bekämen mehr Zeit für Pausen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Seattle mit. Viele Mitarbeiter und Verbände werfen Amazon vor, unnötigen Stress zu verursachen, indem das Unternehmen in seinen Logistikzentren zum Beispiel nicht genügend Zeit für den Gang zur Toilette einräume.
Das sogenannte Time-off-Task-System, das mit Hilfe von Algorithmen die Produktivität der Mitarbeiter beim Sortieren, Verpacken und Bewegen von Paketen misst, könne leicht falsch interpretiert werden, schrieb der Leiter des globalen Vertriebs bei Amazon, Dave Clark, an seine Mitarbeiter. Ab sofort würde 'Time off Task' im Durchschnitt länger dauern, versprach er, ohne genauere Angaben zu machen.
Amazon steht in den USA wegen der Arbeitsbedingungen in der Kritik. Anfang April war der Versuch gescheitert, erstmals eine Gewerkschaftsvertretung bei dem Unternehmen zu bilden – eine breite Mehrheit der Beschäftigten im Logistikzentrum in Bessemer im Bundesstaat Alabama stimmte gegen die Arbeitnehmervertretung.
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