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Bereits zum vierten Mal standen sich der Tabellenzweite und der Aufsteiger diese Saison gegenüber. Alle drei bisherigen Partien konnten die Leventiner für sich entscheiden.
Die Leventiner starteten dank den zwei Siegen aus den letzten beiden Spielen gut in die Partie und erarbeiteten sich schnell erste gute Chancen. In der vierten Minute bot sich ihnen im Powerplay die Chance, den Führungstreffer zu erzielen. Das Powerplay war aber als solches nicht zu erkennen. Ambrì musste sogar froh sein, dass der von der Strafbank zurückstürmende Colby Genoway seinen Sololauf nicht zum 1:0 verwertete. Schaefer sein Dank. Auch sonst machte die Tessiner Defensive einen soliden Eindruck. Die Lausanner kamen zwar oft ins Drittel der Leventiner, aber ausser durch einfach zu haltende Weitschüsse, kam der Puck selten aufs Tor.
Im Gegensatz zu den Tessiner Angriffen, immer wieder tauchten diese gefährlich vor Huet auf. Scheiterten aber an diesem oder dem eigenen Unvermögen. In einigen Situationen wäre die stupende Stocktechnik von Topskorer Alexandre Giroux vor dem Tor besser eingesetzt gewesen als auf der Tribüne. Ambrì spielte wieder mit dem zuletzt erfolgreichen Ausländerquartett Noreau, Nordlund, Park und Williams. Anstelle von Giroux stürmte Elias Bianchi an der Seite von Richard Park und Inti Pestoni.
Auch das zweite Drittel begann sehr ausgeglichen und auf beiden Seiten konnten sich die Torhüter mehrmals auszeichnen. In der 27. Minute musste Elias Bianchi für einen Ellbogencheck auf die Strafbank. Die Lausanner, das zweitstärkste Powerplay Team der Liga, liessen den Puck sehr gut zirkulieren und gingen nach einem Schuss von John Gobbi von der blauen Linie mit 1:0 in Führung. Nun kam in der Patinoire de Malley Stimmung auf und die Waadtländer erhöhten den Druck.
Es war aber Maxim Noreau, der in der 34. Minute den Ausgleich erzielen konnte. Nach einem Entlastungsangriff durchbrach er die rückwärtsfahrende Lausanner Abwehrkette mit einem herrlichen Schuss und traf zum nicht unverdienten Ausgleich. Knapp zwei Minuten später profitieren die Leventiner dann von der fehlenden „Präzision“ von Colby Genowy, der es irgendwie schaffte, den Puck am leeren Tor vorbei zu schiessen. In der 39. Minute musste Ambri nochmals das Glück in Anspruch nehmen. Joël Genazzi traf nur den Pfosten. Lausanne war dem Führungstreffer viel näher und Ambrì musste nun froh sein, nicht mit einem Rückstand in die 2. Pause zu müssen.
Das dritte Drittel vor 6043 Zuschauern begann mit einem Sturmlauf der Tessiner. In den ersten zwei Minuten hätten die sie mit ein bisschen mehr Glück in Führung gehen können, oder lag es an Huet?
in der 47. Minute bot sich den Westschweizern wieder die Gelegenheit in Überzahl zu spielen und wieder nutzen sie diese. Daniel Bang auf Pass von Gobbi trifft zum 2:1.
Kurze Zeit später musste auch Fabian Lüthi auf die Strafbank. Es war nun aber Ambrì, dass in Unterzahl zu zwei guten Chancen kam. Nordlund und Reichert konnten den Puck aber nicht unterbringen. 110 Sekunden vor Schluss schickten die Refs Larri Leeger auf die Strafbank. Serge Pelletier nahm sein Timeout und zeigte seinen Spielern wie er sich das Powerplay vorstellt. Obwohl das Bully im Angriffsdrittel stattfand, liess er Schaefer noch im Tor. Erst 90 Sekunden vor Schluss machte er einem 6. Feldspieler Platz. Ambrì warf alles nach vorne, kam auch zu guten Chancen aber leider ohne Erfolg.
Das effizientere Lausanne gewinnt das Spiel mit 2:1 dank zwei Powerplay Toren. Ambrì spielte solid in der Defensive, konnte aber selten einen seiner gefährlichen schnellen Angriffe bei numerischer Gleichzahl auslösen. Zudem zeigte auch Christobal Huet einen sehr guten Match.
Ambri darf den Kopf nach diesem Match nicht hängen lassen. Nun bleibt Zeit, sich bis kommenden Samstag auf den nächsten Westschweizer Gegner einzustellen. Gegen Fribourg-Gottéron müssen die Leventiner wieder ihr einfaches Spiel finden und dann ist alles möglich gegen den derzeitigen Leader. Forza Ragazzi
Roland Jauch