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AUS ASIEN EINGESCHLEPPT
Die Varroamilbe ist ca. 1.5 mm gross. Sie wurde 1975 aus Asien zu uns nach Europa eingeschleppt. Seither leben die Bienen mit der Milbe. Alle Bienenvölker in der Schweiz sind von der Varroa Milbe betroffen. Sie ist der Hauptgrund für das Bienensterben.
ANZEICHEN DER VARROATOSE
Die Bienen krabbeln mit zum Teil verkrüppelten Flügeln und verkürztem Hinterleib umher. Die Volksstärke nimmt ab. Die Brutflächen sind nahezu bienenleer und sehr lückenhaft.
WEGBEREITER ANDERER KRANKHEITEN
Die Varroa Milbe krallt sich am Rücken der Biene fest und saugt wie ein Vampir das Blut der Biene. Durch diese offene Wunde wird die Ansteckung durch andere Krankheiten stark begünstigt.
BIS ZU 5'000 VARROA MILBEN IM VOLK
In einem Bienenvolk von ca. 35'000 Bienen hausen so im günstigen Fall im Herbst etwa 5'000 Varroa Milben, die dann durch den Imker mit natürlichen Säuren (Ameisensäure und Oxalsäure) durch 3 Behandlungen ausgerottet werden. Werden diese Behandlungen vernachlässigt, steigt die Varroa Pupulation auf über 30'000 Stück und das Volk stirb daran. Ein wild lebendes Bienenvolk überlebt maximal 3 Jahre!
DAS VOLK KOLLABIERT IM HERBST
Überschreitet ein Volk die Schadschwelle, geschieht das meistens im Herbst. Den ganzen Sommer durch vermehrt sich die Milbe in der Brut. Im Herbst schrumpft die Bienenmasse saisonbedingt von ~50'000 auf ~10'000 überwinternde Bienen. Die Varroa-Last wird untragbar. Die flugfähigen Bienen verlassen den Bienenstock. Auf dem Boden bleiben nur wenige tote Bienen liegen, auf dessen Rücken immer noch eine Varroa Milbe sitzt.
BEHANDLUNG DURCH DEN IMKER
Das Bienenvolk wird das ganze Jahr durch vom Imker gepflegt. Bei einem Schwarm sprüht der Imker Milchsäure, um die aufsitzenden Milben zu töten. Bei den Wirtschaftsvölkern erfolgt die erste Varroabehandlung erst nach der Honigernte. Im August und im September wird je eine Behandlung mit Ameisensäure gemacht. Dabei wird die Säure verdampft, die Milbe stirbt, die Biene nicht. Anfangs Dezember folgt der letzte Eingriff mit Oxalsäure. Damit wird die Varroa so stark dezimiert, dass im Folgejahr erst wieder im Herbst behandelt werden muss.