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1425, 1504, von Sargans. Sohn des Heinrich und der Agnes von Matsch. ∞ 1) Anna von Rhäzüns, 2) Barbara von Sonnenberg. Mit seinem Bruder Wilhelm trat W. 1447 die väterl. Erbschaft an. Er versuchte, die von der Bevölkerung des Sarganserlandes angefochtene Herrschaft zu bewahren und die von den Bündnern bedrohten Besitzungen am Hinterrhein zu retten. Im sog. Schwarzen Bund zusammen mit seinem Schwager Georg von Rhäzüns und mit dem Bistumsverweser Heinrich von Hewen erlitt er 1450 eine empfindl. Niederlage im Krieg gegen die aufständ. Schamser. Dieser Ausgang beschleunigte den Niedergang der rät. Adelsherrschaften. Die Burgen der Werdenberger im Domleschg wurden zerstört. In der Folge ist W.s Leben vom Kampf um seine Rechte und seinen Lebensunterhalt geprägt. Er verkaufte 1455 die Herrschaft Sonnenberg im Walgau (Vorarlberg), 1456 seine Rechte im Schams, 1462 die Alpen in der Val di Lei, 1472 die Rechte im inneren Domleschg und 1475 die Herrschaft Heinzenberg.1483 musste er sein Stammland mit der Burg Sargans den sieben Eidg. Orten verkaufen. 1493 veräusserte er seine Hoheitsrechte über Rheinwald und Safien. Als Wohnsitz und Herrschaft verblieb ihm noch Ortenstein im Domleschg. Obwohl im Landrecht mit den Eidgenossen und bündner. Pundtsmann, trat er in österr. und mailänd. Dienste und bezog von beiden Mächten Pensionen; längere Zeit weilte er bei Ehzg. Sigismund von Habsburg in Innsbruck. Um 1490 entwarf er Projekte für ein Bündnis der Eidgenossenschaft mit Bayern und eines mit Venedig (antihabsburg. Liga). Er wirkte als Unterhändler, Vermittler und Schiedsrichter in schwierigen Konflikten. Als letzter Vertreter seines Geschlechts starb er politisch und finanziell ruiniert. Er hinterliess sechs ausserehel. Kinder.
Literatur
– Bedeutende Bündner aus fünf Jahrhunderten 1, 1970, 9-23
Autorin/Autor: Martin Bundi