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120 cm.
Yoruba
Nigeria
Piasa SA, Paris (2008).
1,000.00 CHF
2,000.00 CHF
epa-Masken wurden im Jahres- oder Zwei-Jahres-Rhythmus an mehrtägigen Maskenfesten getanzt, an welchen die in Yoruba-Dörfern wichtigen sozialen Rollen gefeiert wurden. Dabei wird die Verbindung zu den Ahnen bekräftigt und deren wohlwollende Unterstützung für die Gemeinde gesichert.
Die Masken tragenden jungen Männer stellen dabei zudem ihren Mut und ihre Kraft unter Beweis, indem sie mit den schweren Masken akrobatisch tanzen und sogar Sprünge vorführen.
Bei der Gestaltung der Maskenbasis sind die Schnitzer an die Vorgabe des meist doppelgesichtigen Helmteils mit stereotypen Zügen und geometrischen Formen gebunden. Bei den szenischen Darstellungen der teilweise monumentalen Aufbauten dagegen sind der Kreativität der Künstler keine anderen Grenzen gesetzt als die der Einhaltung der üblichen bekannten Charaktere.
An den Festen erscheinen die unterschiedlichen Masken der Tanzgruppe jeweils in einer genau festgelegten Reihenfolge. oloko, der „Herr des Gehöfts“, die Maske mit dem Leoparden, eröffnet das Fest. Ihm folgen der „Krieger“ Jagunjagun, auch als berittener Jäger oder König dargestellt, und die Heilkundige olosanyin. Abgeschlossen werden die Feierlichkeiten jeweils mit einer eine Frauenfigur darstellenden Maske, meistens eine Mutter mit Kindern oder eine Priesterin mit Entourage.
Weiterführende Literatur:
Eisenhofer, Stefan (1997). Kulte, Künstler, Könige in Afrika. Linz: Oberösterreichisches Landesmuseum.