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Das Brettspiel „Winterfreuden – Vacances Blances“, welches in der Edition Carlit Zürich dem Design nach in den 50er- oder 60er-Jahren erschienen ist, ist vielleicht noch von der letzten Winterolympiade in der Schweiz inspiriert, welche 1948 in St. Moritz stattgefunden hat. Mit Skiferien hat das Spiel wenig zu tun, aber erstaunlich viel mit der aktuellen Winterolympiade in Sotschi. Es wird zwar nirgends von olympischen Winterspielen geschrieben – möglicherweise war dieser Name schon damals urheberrechtlich geschützt, aber es gilt nacheinander Wettkämpfe in verschiedenen Wintersportdisziplinen wie Abfahrt, Slalom, Springen, Bob- und Schlittenrennen zu gewinnen, womit der Bezug zur Winteolympiade doch recht offensichtlich ist. Teamsportarten wie Curling und Eishockey sind als Staffage auf dem Spielplan vorhanden.
Mir gefällt vor allem die nostalgische Grafik, während der Spielverlauf eher etwas zähflüssig ist, aber immerhin wird die Spannung im Normalfall bis zuletzt aufrecht erhalten. Besonders interessant finde ich, dass bei diesen Winterspielen schon vor 50 oder mehr Jahren nicht der Gewinn von Medallien im Zentrum des Spieles waren sondern das Geld. Die Spieleerfinder haben da erstaunlich weitsichtig in die Zukunft geschaut und vielleicht sind es auch die exorbitanten Kosten, die es verhindern werden, dass je wieder olympische Winterspiele in der Schweiz durchgeführt werden können, und ich mich deshalb statt dessen an einem schönen alten Brettspiel erfreuen darf.