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Am ersten Adventssonntag 1980, anlässlich eines Treffens, erfuhr ich vom Projekt der Siedlung im Montet. Beim Mittagessen wurde mir angeboten, mit unserer Familie dorthin zu ziehen, um an deren Verwirklichung mitzuarbeiten. Ich antwortete sofort mit "nein", weil unsere Familie in Beggetwil (SG) verankert war, und ich mein Geschäft der traditionellen Milch- und Butterproduktion nicht verlassen konnte.
Aber in mir entfachte sich sofort ein aussergewöhnliches Feuer. Auf dem Rückweg habe ich niemandem meiner Mitgefährten etwas gesagt. Sobald ich das Haus betrat, bemerkte Adele, meine Frau, sofort, dass etwas anders war. Voller Neugierde fragte sie mich, was passiert sei. "Doch, wir gehen dorthin", war ihre sofortige Entscheidung. Das Feuer hatte auch in ihr angefangen zu brennen.
Mitte Dezember 1980 nahmen wir den Zug nach Cugy. Unsere Freunde Margrit und Josef Hürlimann begleiteten uns zum Salvatorianer Haus in Montet. Bruder Martin von der Bruderschaft begrüsste uns. Er ging mit uns durch den grossen Garten, den ich hätte pflegen müssen. Dann besuchten wir in Cugy eine Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung. Am folgenden Mittwoch beschlossen wir, diese zu mieten und unser schönes, gepflegtes Haus zu verlassen. Am Silvesterabend 1981 teilten wir unsere Entscheidung der ganzen Familie mit. Diese schloss sich dem Projekt an.
Am 1. April 1981 sind wir von Mörschwil nach Cugy umgezogen. Ich begann im Gemüse- und Blumengarten zu arbeiten. Dabei entstand eine freundschaftliche Beziehung zu den Kunden, die kamen, um Gemüse-Setzlinge und Blumen zu kaufen. Meine Frau Adele war immer bei mir und unterstützte mich.
Wir lernten, die Umgebung sehr zu schätzen. Als die Salvatorianer Gemeinschaft im Herbst wegzog, blieb auch ihre Freundschaft mit uns bestehen.
Im Sommer kamen Jugendliche der Fokolar-Bewegung der deutschsprachigen Schweiz zu Workcamps. Zusammen mit den Erwachsenen leisteten sie ihren Beitrag zur neuen Siedlung. Auch nach Jahren erinnern sich alle noch lebhaft an diese Anfänge.
Als die Fortbildungsschulen der Fokolare kamen, arbeiteten einige von ihnen mit mir zusammen. Mit den jungen Helfern lebte ich die Arbeit ständig in gegenseitiger Liebe, und diese Beziehung blieb auch nach ihrer Wegreise in die Fokolare Zentren der Welt bestehen.
Oft versammelten sich die Schüler zu Momenten des Gedanken-Austausches. Ihre Spontaneität dabei hat mich tief geprägt.
Dass ich diese Erfahrung leben durfte, hat mir einen sehr tiefen Frieden und grosse Dankbarkeit gegeben.