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Die wohlverdiente Chance für Schwallers Curler
Die Schweizer Curler um Skip Yannick Schwaller sind an der Männer-WM in Las Vegas nicht die obersten Favoriten. Sie sind aber auch nicht Aussenseiter. Das gute Grundniveau der Berner lässt hoffen.
Die Weltmeisterschaft beginnt am Samstag. Die Schweizer tragen ihren ersten Match - gegen Finnland - in der Nacht auf Sonntag Schweizer Zeit aus.
Die Aargauer Marcel Käufeler und Romano Meier, der St. Galler Michael Brunner und der Solothurner Yannick Schwaller, für den CC Bern Zähringer spielend, bewegen sich in der Team-Weltrangliste seit rund drei Jahren unter den besten zehn. Trotzdem konnten sie bis heute erst eine internationale Meisterschaft bestreiten. Dieses Debüt meisterten sie mit Bravour, indem sie an der Europameisterschaft in Helsingborg im November 2019 in den Final vorstiessen. Dort mussten sie sich den fast alles gewinnenden Schweden um Skip Niklas Edin geschlagen geben.
Das Pech in der Pandemie
Drei Monate später, im Frühling 2020, wurden sie Schweizer Meister und qualifizierten sich erstmals für eine Weltmeisterschaft. Aber das WM-Turnier wurde in der Hochblüte der Pandemie abgesagt. 2021 mussten sie gegen das Genfer Team von Peter De Cruz zwei über jeweils mehrere Partien führende Barragen bestreiten. Bei der ersten im Februar ging es um die WM-Teilnahme, bei der zweiten im September um den Startplatz an den Olympischen Spielen in Peking. Beide Male zogen sie den Kürzeren.
Es sei für sie schwer gewesen, die Enttäuschungen der letzten Monate zu verarbeiten, sagte Yannick Schwaller. Erst im Januar, ein paar Wochen vor der Schweizer Meisterschaft, hätten sie sich wieder richtig auffangen und die Ziele ins Auge fassen können.
Edin und Gushue
Anderthalb Monate nach dem Olympia-Turnier entsenden die meisten der 13 qualifizierten Nationen erneut ihre besten Teams. So treten für Schweden die Unersättlichen um Niklas Edin an. Der siegesbewusste Übercurler aus Karlstad hat nach sieben EM- und fünf WM-Titeln (die letzten drei am Stück) mit dem Olympiasieg in Peking die letzte Lücke in seinem Palmarès gefüllt. In Las Vegas wird er vor dem kanadischen Meister und Olympia-Dritten Brad Gushue der hohe Favorit sein.