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Wie schon seine Brüder John und Bobby hat sich auch Ted Kennedy (Jason Clarke) für eine Karriere in der US-Politik entschieden. Nachdem John 1963 und Bobby 1968 bei Mordanschlägen ums Leben gekommen sind, lastet nun der gesamte Druck der Familie auf Teds Schultern. Als wäre dies nicht schon genug Stress, baut Ted am 18. Juli 1969 betrunken einen Autounfall, bei dem seine Beifahrerin, die 28-jährige Wahlkampfstrategin Mary Jo Kopechne (Kata Mara), ums Leben kommt. Während Ted nicht weiss, was er nun tun soll, wird im Hintergrund alles unternommen, damit es nicht zum Skandal kommt.
Chappaquiddick von Regisseur John Curran zeigt auf unterhaltsame Art und Weise eine Vertuschungsaktion, ohne die Ted Kennedy wohl kaum bis zu seinem Tode im Jahre 2009 als US-Senator hätte walten können. Ein toller Jason Clarke spielt Kennedy als schwachen Mann, der in einer Zwickmühle gefangen ist. Dies wird durch das hohe Ansehen der Kennedy-Familie nur noch komplizierter gemacht. Auch dank des zwischendurch eingestreuten Humors ist dies eine interessante Geschichtslektion mit tollem Set-Design, die zwar die bei solchen Filmen übliche Steifheit nicht ganz abstreifen kann, aber über die ganze Laufzeit sehenswert bleibt.
Chris Schelb [crs]
Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.