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Im operativen Geschäft erzielte sie bei einem Rückgang des Umsatzes von GBP 2,124 Mrd. auf 2,049 Mrd. einen Gewinn vor Steuern von GPB 42 Mio. Zwar erwirtschaftete sie in Grossbritannien einen Verlust von GBP 41 Mio., der aber durch Gewinne in Kanada und den USA mehr als kompensiert wurde. Allerdings musste die Gesellschaft wegen eines "dramatischen" Zerfalls der Grosshandelspreise für elektrische Energie ausserordentliche Abschreibungen vornehmen, nämlich GBP 300 Mio. auf dem im März 2000 erworbenen Kohlekraftwerk Eggborough und GBP 209 Mio. auf Verträgen "ausserhalb des Markts". Dies führt zum in der Bilanz ausgewiesenen Verlust vor Steuern von GBP 493 Mio. (Vorjahr: Gewinn von GBP 57 Mio.).
Das BE-Management zeigte sich bei der Vorstellung der Ergebnisse dennoch zuversichtlich, denn die Gesellschaft mache stetige Fortschritte auf dem Weg zur Erreichung ihrer strategischen Ziele, die sie sich vor zwei Jahren für die Kernkraftwerke in Grossbritannien gesetzt hatte: Kosteneinsparungen von GBP 150 Mio., Anstieg der Produktion auf 69 Mrd. kWh jährlich und Senkung der Erzeugungskosten auf 1,60 Pence/kWh. Im letzten Jahr seien mit einem Produktionsanstieg von 8% auf 67,6 Mrd. kWh und einem Rückgang der spezifischen Erzeugungskosten um 10% auf 1,67 Pence wichtige Teilerfolge zu verzeichnen gewesen. Ferner baue BE das Nordamerikageschäft weiter systematisch aus.
Die BE ist Grossbritanniens grösste Stromerzeugerin mit einem Marktanteil von rund 20%. Sie wurde 1996 privatisiert und betreibt im Inland acht Kernkraftwerke mit einer Leistung von zusammen 9600 MW sowie das Kohlekraftwerk Eggborough. Seit 1997 ist BE zusammen mit der Peco Energy of Philadelphia im Joint Venture AmerGen in den USA tätig. AmerGen besitzt drei Kernkraftwerke. In Kanada betreibt BE im Rahmen eines Leasingvertrags seit einem Jahr das Kernkraftwerk Bruce.
Quelle
P.B. nach NucNet, 15. Mai 2002