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Neue Erkenntnisse zu Testosteron-Ersatz im Einsatz bei low-risk Prostatakrebs
Die Erkenntnisse einer rückbezüglichen, 9 Jahre abdeckenden, Studie mit 834 prostatektomierten und 152 pc-low-risk Patienten lassen Fragen aufkommen zur gegenwärtigen Haltung zu Anti-Hormon-Therapien gegen Prostatakrebs. Diese Haltung basiert auf den Erkenntnissen von 1941, die Testosteron als «Krebsfutter» definieren. In den späten 90er Jahren wurde festgestellt, dass Männer unter langzeitlichem Testosteronentzug nicht an Krebs, sondern vorher an Herz-Kreislauferkrankungen starben. Ebenso wurde festgestellt, dass extrem niedrige Testosteronspiegel die metabolischen Komplikationen verschlechtern: hoher Blutzucker- und Cholesterinspiegel, Diabetes, und Bauchfettzunahme.
Die Ergebnisse wurden an der Jahreskonferenz des Europäischen Urologen Verbandes, EAU, in Barcelona bekannt gemacht und tragen bei zum erweiterten Verständnis des zentralen männlichen Hormons, dem Testosteron. Die Krux ist, dass dieses das aggressive Wachstum eines Prostatatumors unterstützt, aber eben auch das Hormon der männlichen Lebenskraft, der Knochenstabilität, der Leistungsbereitschaft und Leistung, der stabilen Psyche und der sexuellen Lebensfreude ist.
Thomas Ahlering, MD, Universität Kalifornien, sagt: „Das Testosteron heilt den low-risk Krebs nicht. Tatsache aber ist, dass die Zeit bis zur Entdeckung des Krebses um 1,5 Jahre verlängert wird.“ Weiter erklärter, dass dies dazu die bisher grösste Studie sei und fügt weiter an, dass noch zu wenig Daten vorlägen, um eine Anpassung der Behandlung an zu stossen. Sicher aber sollte ein Testosteronentzug nach radikaler Prostatektomie hinterfragt werden
Kaffeekomponenten scheinen das Wachstum des Prostatakrebses wirklich zu hemmen
Wie an der Europäischen Urologen-Konferenz in Barcelona im März bekannt gegeben, hemmen bestimmte Komponenten des Kaffee’s das Prostatakrebswachstum. Es handelt sich um Kahweol Acetate und Cafestol, das im Kaffee der Arabica-Sorten vorhanden ist und schon länger als krebshemmend bekannt ist.
Hiroaki Iwamoto, MD, der Kanazawa University Graduate School of Medical Science, Japan, fand, dass bei Mäusen ohne Injektion dieser Kaffeekomponenten sich der Krebs doppelt so schnell entwickelte, wie mit. Unter bestimmten Voraussetzungen hatten die Kaffeekomponenten einen hemmenden Einfluss auch auf die Entwicklung von kastrations-resistentem Prostatakrebs. Diese Entdeckungen sind erfolgversprechend, können aber nicht oder eben noch nicht Anlass zu vermehrtem Kaffeekonsum sein.
Hormonentzug nach radikaler Prostatektomie löst verstärkt Depressionen aus
Wie an der Europäischen Urologen-Konferenz in Barcelona im März bekannt gegeben, leiden Männer mit Hormonentzug anschliessend an eine radikale Prostatektomie 80 % mehr an Depressionen.
Anne Sofie Friberg, MD, of the Rigshospitalet, Copenhagen, Denmark, erklärt das mit den Auswirkungen der Operation, wie erektiler Disfunktion, Inkontinenz, verändertes Körpergefühl und Verlust der Libido. Diese Auswirkung gilt verstärkt für die ca. 30 % der Patienten mit Recidiv nach Prostektomie und anschliessender Bestrahlung. Dazu wurden 5570 Männerdaten aus dem dänischen Krebsregister untersucht. Davon wurden 773 Männer gegen Depression behandelt, was bedeutet, dass diese Männer ein 1,8 Mal höheres Risiko für Depressionen hatten.
Die Studie belegt die Wichtigkeit einer andauernden, professionellen Nachsorge, die aufgrund von Langzeit-Nachwirkungen der Behandlungen lebenslänglich andauern sollte
Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für Blasenkrebs
Die Ergebnisse wurden an der Jahreskonferenz des Europäischen Urologen Verbandes, EAU, in Barcelona bekannt gemacht und tragen bei zum erweiterten Verständnis für männlichen und weiblichen Blasenkrebs. Zwar haben Männer dreimal so häufig Blasenkrebs, wie Frauen, diese aber haben deutlich aggressivere Blasenkrebsvarianten.
Lebenslanger Nikotinkonsum ist die Hauptursache für Blasenkrebs, der nur, wenn früh erkannt heilbar ist. Die gute Nachricht ist: 10 Jahre nach dem Rauchstop ist die Blase wieder sauber.
Mohammad Abufaraj, MD, of the University of Vienna, Austria, sagt, dass eine Menopause bei Frauen vor dem 45 Altersjahr das Blasenkrebsrisiko stark erhöht, ebenso, wenn auch weniger, Hormon-Ersatz Behandlung, Verhütungspillen, Anzahl der Schwangerschaften und früher Start der Periode.
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