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Glukokortikoide erhöhen Risiko für Vorhofflimmern/-flattern
Glukokortikoide haben einige kardiovaskuläre Nebenwirkungen; so sollen sie das Risiko für Myokardinfarkte, Hirnschläge oder Herzinsuffizienz erhöhen. Die Autoren einer dänischen Studie haben nun den Einfluss von Glukokortikoiden auf das Vorhofflimmer- resp. –flatterrisiko untersucht.
In der Fallkontrollstudie wurden über 20'000 Personen mit einem neu diagnostizierten Vorhofflimmern oder –flattern mit über 200'000 Personen ohne kardiale Arrhythmie verglichen. Aus medizinischen Datenbanken ermittelten die Studienautoren, ob innerhalb der letzten 60 Tage (gegenwärtige Exposition) oder vorher (frühere Exposition) Glukokortikoide verschrieben wurden. Endpunkt war das Vorhofflimmerrisiko in Abhängigkeit von der Einnahme von Glukokortikoiden.
Bei den Personen mit Vorhofflimmern/-flattern nahmen 6.4% gegenwärtig und 11.7% früher Glukokortikoide ein, bei den Kontrollpersonen gegenwärtig 2.6% und früher 9.9%. Eine gegenwärtige Glukokortikoidexposition war im Vergleich zu einer fehlenden Exposition mit einem signifikant erhöhten Risiko für Vorhofflimmern oder –flattern assoziiert (OR 1.92). Bei neu erfolgter Verschreibung betrug die Odds Ratio 3.62, bei Langzeitexposition 1.66. Die frühere Glukokortikoidexposition war nicht mit einem erhöhten Vorhofflimmer-/-flatterrisiko assoziiert (OR 1.0).
Konklusion der Autoren: Eine gegenwärtige Glukokortikoidexposition war mit einem fast zweifach erhöhten Vorhofflimmer-/-flatterrisiko assoziiert.
Link zur Studie
Arch Intern Med 2009;169:1677-1683 - Christiansen CF
20.11.2009 - dde