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Kurztherapie in Basel
"Wenn Sie irgendwie das Gefühl haben, dass Veränderungen auch viel schneller geschehen können, dann sollten Sie einen Therapeuten wählen, der das auch so sieht.
Kurztherapien sind nicht enfach abgekürzte Langzeittherapien. Alle Langzeittherapien haben ihren Ursprung bei Sigmund Freud. Die Kurztherapien beginnen bei Milton Erickson. Obwohl er in der Öffentlichkeit unbekannter ist als Sigmund Freud gilt er als der begnadetste Therapeut aller Zeiten. Langzeit- und Kurztherapien unterscheiden sich fundamental. Und sie haben andere Zielsetzungen. Sehr vereinfachend gesagt, möchten Sie mit einer Langzeittherapie Ihre Vergangenheit analysieren. Das Ziel ist Erkenntnisgewinn. Das führt jedoch noch nicht automatisch zu Veränderungen.
Auch in der Kurztherapie darf man zurückschauen, um zu verstehen, was geschah. Doch die Priorität liegt auf der Gegenwart und der Zukunft. Auf der Gestaltung Ihres Lebens im Jetzt und in der Zeit, die Ihnen bleibt. Und erste Veränderungen werden sofort eingeleitet. Und sofort heisst, in der ersten Sitzung. Das Ziel ist nicht die totale Analyse bis zur Geburt zurück. Wir definieren gemeinsam Ihr Ziel. Wichtig ist, dass Bewegung in Ihre Situation kommt und dass Sie auf den richtigen Weg kommen. Dann gehen Sie alleine weiter.
Auch Sigmund Freud kannte die Kurztherapie. Als Gustav Mahler ihn besuchte, wusste er, dass die Zeit nur für eine Sitzung reichen würde. Es wird gesagt, dass Freud Mahler auf nur einem Spaziergang von seinen Potenzproblemen geheilt hat und so auch seine Ehe rettete. Es gibt sogar einen Film über diese Begegnung.
Es gibt hunderte, wenn nicht sogar tausende von Therapieansätzen. Wenn Sie glauben, dass es sehr viele Sitzungen braucht, um Ihre Probleme zu lösen, dann sollten Sie eine der Langzeittherapien wählen. Ihr Therapeut wird das auch so sehen, wie Sie, und entsprechend werden Sie eine lange Zeit in Therapie gehen.
Wenn Sie jedoch irgendwie das Gefühl haben, dass es möglich ist, dass Veränderungen auch viel schneller geschehen können, dann sollten Sie einen Therapeuten wählen, der das auch so sieht.
Steve de Shazer, einer der wichtigsten Vertreter der Kurztherapie hat gesagt: "Der Lösung ist das Problem egal." Damit wollte er ausdrücken, dass noch nichts gelöst ist, wenn man das Problem analysiert hat. Beziehungsweise, dass eine Lösung gefunden werden kann, ohne dass das Problem über lange Zeit analysiert werden muss.
Einstein hat das auf seine Art formuliert: "Ein Problem kann nicht auf der gleichen Ebene gelöst werden, auf der es entstanden ist."
Es ist hier nicht so wichtig, ob Sie oder wir sehr religiös sind. Allerdings ist die Bibel ein sehr interessantes Buch. Jesus war unglaublich wirkungsvoll. Als die aufgebrachte Menge eine Frau steinigen wollte, sprach er: "Wer noch nie gesündigt hat, der werfe den ersten Stein." Und wie sie wissen, war das Problem dann weg.
Aber manchen geht die Kurztherapie zu schnell. In diesem Zusammenhang ist der folgende humorvolle Satz entstanden:
"Wenn das die Lösung ist, dann will ich mein Problem zurück."
Nun, jetzt liegt es Ihnen zu entscheiden, was Sie wollen :-)?