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Bernstein ist versteinertes Baumharz (kein Saft), das für seine Farbe und natürliche Schönheit bereits seit der Jungsteinzeit geschätzt wurde.[1]
Geschichte
Bernstein wurde seit der Antike bis zur Gegenwart als Schmuckstein geschätzt und in eine Vielzahl von dekorativen Objekten verarbeitet.[2] Bernstein wird als Zutat in Parfüms, als Heilmittel in der Volksmedizin und als Schmuck verwendet. Es gibt fünf Klassen von Bernstein, die auf der Basis ihrer chemischen Bestandteile definiert werden. Da er vom weichen, klebrigen Baumharz stammt, enthält Bernstein manchmal tierische und pflanzliche Materialien als Einschlüsse. Bernstein in Kohleflöze werden auch als Resinite bezeichnet und den Begriff Ambrite verwendet man speziell für in Neuseeland gefundene Kohleflöze.[3]
Aussehen
Bernstein tritt in einer Vielfalt von verschiedenen Farben auf. Neben dem üblichen gelb-orange-braun, dem die Farbe „Bernstein“ zugeordnet ist, kann Bernstein in einem weißlichen bis blassen Zitronengelb und bis braun und fast schwarz auftreten. Andere seltene Farben sind rot-gelb (manchmal auch als „Kirsch-Bernstein“ bekannt), grün-gelb, und sogar blaues Bernstein, was selten und sehr begehrt ist.
Gelbes Bernstein ist ein hartes, durchscheinenes, gelb, orange oder braunfarbenes fossiles Harz von immergrünen Bäumen. Das bei den Iranern bekannte und vom Pahlavi zusammengesetzte Wort kah-ruba (von kah „Stroh“ und rubay „fangen, attraktiv-anziehend“, aufgrund seiner elektrischen Eigenschaften), was nach Arabien als Kahraba‘ oder Kahraba kam, wurde auch in Europa Bernstein genannt (Alt-Französisch und Mittel-Englisch „Ambre“). Das am Südufer der Ostsee gefundene Bernstein erreichte den Nahen Osten und Westeuropa durch den Handel. Sein Küstenerwerb war wahrscheinlich ein Grund warum Bernstein ebenfalls als Ambra bezeichnet wurde. Außerdem konnte Ambra auch als Räucherwerk verbrannt werden. Die beliebteste Verwendung dieses Harzes war jedoch für Verzierungen – leicht zu schneiden und zu polieren und konnte in schönen Schmuck verwandelt werden. Ein Großteil des wertvollsten Bernsteins ist transparent, ganz im Gegensatz zum trüben Bernstein und undurchsichtigen Bernstein. Der undurchsichtige Bernstein enthält zahlreiche winzige Blasen. Diese Art von Bernstein ist auch als „knöcherndes Bernstein“ bekannt.[4]
Obwohl jeder dominikanische Bernstein fluoreszierend ist, ist der seltenste dominikanische Bernstein der blaue Bernstein. Er leuchtet blau im natürlichen Sonnenlicht und anderem Licht oder unter einer UV-Lichtquelle. Im langwelligen UV-Licht reflektiert er sehr stark und fast weiß. Es werden nur etwa 100 kg pro Jahr gefunden, darum ist er wertvoll und teuer.[5]
Manchmal behält Bernstein die Form von Tropfen und Stalaktiten, genau so wie er als Harz von den verletzten Bäumen austrat. Es wird vermutet, dass, zusätzlich zum Austreten auf die Oberfläche des Baumes, das Bernstein-Harz auch in Hohlräume oder Risse innerhalb der Bäume floss, was zur Entwicklung von großen Klumpen Bernstein mit unregelmäßiger Form führte.
Bernsteinschmuck
Bernstein wurde bereits seit der Steinzeit vor 13.000 Jahren verwendet.[1] Bernsteinverziehrungen wurden in mykenischen Gräbern und anderen Plätzen in Europa gefunden. Bis zum heutigen Tag wird es bei der Herstellung von Schmuckanhängern, Ringen, Mundstücke für Pfeifen und in der Glasbläserei verwendet. Der Stellenwert von Bernstein in der Kultur und Tradition verleihte ihm einen touristischen Wert; das Palanga Bernsteinmuseum wurde diesem Mineral gewidmet.
Personalisierung
Bernsteinschmuck kann auf viele unterscheidliche Weise personalisiert werden. Zum Beispiel kann der Ring oder Schmuckanhänger mit Bernstein ganz nach der eigenen Persönlichkeit geschaffen werden. Hier gehts zum passenden Artikel personalisierter Schmuck.
Quellen
[1] Grimaldi, D. (2009). „Pushing Back Amber Production“. Science 326
[2] Amber“ (2004). In Maxine N. Lurie and Marc Mappen (eds.) Encyclopedia of New Jersey, Rutgers University Press
[3] Poinar GO, Poinar R. (1995) The quest for life in amber. Basic Books
[4] „Amber“. (1999). In G. W. Bowersock, Peter Brown, Oleg Grabar (eds.) Late Antiquity: A Guide to the Postclassical World, Harvard University Press, ISBN 0674511735.
[5] Manuel A. Iturralde-Vennet (2001). „Geology of the Amber-Bearing Deposits of the Greater Antilles“. Caribbean Journal of Science 37