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Schweiz am reichsten
Kaufkraftstudie für Europa zeigt grosse Differenzen
Europa gilt allgemein als reicher
Kontinent, doch die Unterschiede in den einzelnen Ländern sind immer
noch gross. Das mit Abstand reichste Land ist die Schweiz, wo die Kaufkraft
– laut der Studie der deutschen Consodata Marketing und der österreichischen
Regio-Data – mit einem Indexwert von 196 doppelt so hoch ist wie
im europäischen Durchschnitt (100).
Schweizer sind die reichsten Europäer
Die fünf kaufkräftigsten
Regionen Europas sind in der Schweiz zu finden, angeführt von Zürich,
gefolgt von der Nordwestschweiz, der Ostschweiz, dem Mittelland und der
Region um den Genfer See.
Das Armenhaus Europas ist Rumänien: die fünf ärmsten Regionen Europas liegen dort. Die Kaufkraft der Bevölkerung erreicht nur rund ein Siebentel des Europa-Schnitts.
Der Wohlstandsvergleich umfasst 29 europäische Länder und 279 Regionen, wobei ein Kaufkraftindex am europäischen Durchschnitt (Europa100) gemessen wird.
Unter den 10 reichsten europäischen Gebieten finden sich abgesehen von den schweizerischen Landesteilen nur noch die Londoner City, Luxemburg und die Region um Oslo.
Armenhaus Rumänien
Unter den 10 ärmsten Regionen sind neben den acht rumänischen Gebieten auch zwei bulgarische zu finden. Die absolut ärmsten Europäer finden sich im Nordosten Rumäniens mit einem Kaufkraftindex von 13,4 Punkten. Kaum besser schneiden die Nachbarregionen im Nordwesten, Südosten, Süden bzw. Zentrum mit Kaufkraftindizes zwischen 15,1 bzw. 16 Punkten ab.
Wie eklatant der Wohlstandsunterschied in Europa ist, zeigt ein Vergleich der reichsten und der ärmsten Europäer: Ein rumänischer Haushalt verfügt damit nur über 5 Prozent der Kaufkraft eines Schweizer Haushalts.
EU-Beitrittsländer holen auf
Die EU-Beitrittsländer holen bei der Wohlstandsverteilung auf, wenn auch weiterhin ein West-Ost-Gefälle zu beobachten ist. An der Spitze seht Tschechien, das in seiner stärksten Region - um Prag - mehr Kaufkraft aufweist als 29 Regionen in Westeuropa. Das Wohlstandsniveau in Slowenien liegt ähnlich hoch wie die spanischen Regionen Galizien oder Andalusien.
Auffallend ist in den Beitrittsländern
laut RegioData-Geschäftsführer Wolfgang Richter auch die grosse
Kluft zwischen reichen Städten und den ländlichen Regionen.
In Westeuropa, wo die Landwirtschaft eine geringere Rolle spielt, sei
diese Polarisierungstendenz nicht zu beobachten.