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Dem Team hinter einer Initiative zur Aufnahme neuer Formulierungen zur Schweizer Neutralität in die Verfassung des Landes ist es diese Woche gelungen, genügend Unterschriften zu sammeln, um ein Referendum auszurufen, berichtete RTS.
Die Wahlorganisatoren geben an, 140.000 Unterschriften gesammelt zu haben, von denen 110.000 bereits beglaubigt wurden. Die Unterschriften würden am 11. April 2024 offiziell im Bundeskanzleramt eingereicht, sagte Walter Wobmann, Leiter der Initiative.
Die Wahlorganisatoren befürchten, dass die lange Neutralitätstradition der Schweiz zu untergraben droht. Die Reaktion Europas auf die russische Invasion in der Ukraine veranlasste Finnland und Schweden, zuvor neutrale Länder, zum Beitritt zum NATO-Militärbündnis. Zudem folgte die Schweiz den EU-Sanktionen gegen Russland. Einige glauben, dass die Befolgung dieser Sanktionen mit der Neutralität der Schweiz vereinbar ist. Andere, darunter viele, die diese Initiative unterstützen, sehen das Gegenteil.
Wahlorganisatoren behaupten, dass die Regierung selektiv Neutralität anwendet und damit ihre Glaubwürdigkeit untergräbt. Die Schweizer Regierung ist der Ansicht, dass die jüngsten Massnahmen im Einklang mit der seit 1993 praktizierten Neutralitätsdefinition stehen.
Die Die Initiative zielt darauf ab, den folgenden Text hinzuzufügen (lose Übersetzung) Zur Verfassung der Schweiz:
- Die Schweiz ist neutral und ihre Neutralität ist bewaffnet und dauerhaft
- Die Schweiz wird keiner Militär- oder Verteidigungsorganisation beitreten, kann jedoch mit einer Organisation zusammenarbeiten, um sich bei einem direkten Angriff oder während einer militärischen Aufrüstung zu verteidigen.
- Die Schweiz wird sich trotz ihrer Verpflichtungen gegenüber den Vereinten Nationen nicht an militärischen Konflikten zwischen Drittstaaten beteiligen oder nichtmilitärische Aktionen gegen einen kriegführenden Staat durchführen.
- Die Schweiz wird ihre ständige Neutralität zur Verhinderung und Beilegung von Streitigkeiten nutzen und für Mediationsdienste zur Verfügung stehen.
Letztlich ist es wahrscheinlich, dass die Wähler über diese Frage entscheiden werden.
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