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Rezeptivität
(neulat.) oder Empfänglichkeit, ein Ausdruck, den Kant zur Charakteristik der Sinnlichkeit (im Gegensatz zur Spontaneität) der Verstandesthätigkeit gebraucht.
Gemeint ist damit, daß die
Sinne den gegebenen Erkenntnisstoff bloß
aufnehmen, nicht auch verarbeiten. In weiterer Bedeutung nennt man
Rezeptivität die vorzügliche
Fähigkeit, einen gegebenen Gedankeninhalt, ästhetische Eindrücke u. s. w. aufzunehmen,
die Anregbarkeit, die nicht immer mit einem gleichen
Maße von schöpferischer Kraft
[* 2] des
Denkens oder der künstlerischen
Anschauung
sich vereint.