Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03230.jsonl.gz/553

Die Prognose von Patienten mit einem Kolonkarzinom, das eine Mutation im Gen BRAF-V600 aufweist, ist deutlich schlecht. Schlägt die Therapie nicht an, beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit lediglich noch vier bis sechs Monate. Eine Dreifachtherapie kann diese zumindest leicht verbessern.
Tumore des biliären Systems wie das Cholangio- oder Gallenblasenkarzinom zählen zu den seltenen bösartigen Tumorentitäten, steigen allerdings stetig an. Manchmal kann eine kombinierte systemische und lokoregionäre Chemotherapie in Betracht kommen. Auf jeden Fall sollte die Therapie in einem spezialisierten Zentrum mit einem multidisziplinären Team stattfinden.
Aktuelle Untersuchungen deckten auf, dass das mTORC2-Protein – Ziel einiger neu entwickelter Krebspräparate – bei Darmkrebs gar nicht aktiv ist. Eine mTORC2-Aktivität wurde lediglich in bestimmten Immunzellen nachgewiesen, die dieses Protein allerdings zur Bekämpfung der Krebszellen benötigen.
Die Infektion mit Helicobacter pylori induziert eine chronisch aktive Gastritis. Fällt der diagnostische Befund positiv aus, wird eine Eradikation empfohlen. Bei der Therapieauswahl sollte auch das Risiko einer Resistenzbildung miteinbezogen werden. Das Spektrum der zugelassenen Second-Line Optionen wurde unlängst erweitert.
Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Forscher fanden nun heraus, dass nicht nur Antidepressiva zu einer Verbesserung der Symptome führen können, sondern auch Antibiotika. Darüber hinaus könnte das bei HIV angewandte Koppelungs-Prinzip auch in der Depressionstherapie effektiv wirken.
Krankhaftes Übergewicht ist mit Komplikationen an verschiedenen Organsystemen assoziiert. Neben Lebensstilmassnahmen und medikamentösen Massnahmen gibt es verschiedene endoskopische Verfahren zur Unterstützung der Gewichtsreduktion. Der langfristige Nutzen ist jedoch oftmals ein kritischer Punkt.
Das Ösophaguskarzinom tritt durchschnittlich im Alter von 60 Jahren auf. Es ist die sechsthäufigste krebsbedingte Todesursache. Die Roboterchirurgie erlaubt radikalere Eingriffe unter optimaler Sicht – für eine bessere Prognose.
Gemäss einer 2019 veröffentlichten Sekundäranalyse sind niedrige Vitamin-D-Spiegel mit einem schlechteren Krankheitsverlauf und beeinträchtigter Lebensqualität assoziiert. Bezüglich möglicher positiver Effekte von Vitamin-D-Supplementation in dieser Patientenpopulation gibt es weiteren Forschungsbedarf.
Die gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) zählt zu den häufigsten Erkrankungen in den westlichen Industrieländern. Neue diagnostische Methoden und Erkenntnisse über die Pathophysiologie (z.B. Acid Pocket), ermöglichen neue Therapien. Im Mittelpunkt der Fortbildung stehen Protonenpumpeninhibitoren (PPI) und Alginat-Antazida-Präparate.
In behandlungsresistenten schweren Fällen steht heutzutage neben konventioneller Standardmedikation und anti-TNFα mit Vedolizumab ein Biologikum-Vertreter einer neuen Substanzklasse zur Verfügung. Mehrere Evaluationen verschiedener Therapieformen unter klinischen und gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten kamen zu spannenden Ergebnissen. Bei der VARSITY-Studie handelte es sich um den...