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Bis zum Einzug moderner Technik war das hauseigene Orchester in allen Radiostationen der Welt musikalisch die erste Wahl. Zwar gab es bereits Musik auf Tonträgern, doch war die Auswahl klein, das Abspielen aufwendig und die Tonqualität mässig. Das Repertoire der Orchester dagegen war umfassend und an Vielseitigkeit nicht zu überbieten.
Gründung des neuen Radio-Orchesters
Das Schweizer Radio war sich einig, dass man ebenfalls ein eigenes Radio-Orchester finanzieren wollte. Das «Studio-Orchester Beromünster» wurde schliesslich am 15. August 1945 gegründet. 38 Musiker nahmen ihre Arbeit im Studio Zürich auf. Am 18. September fand das «Eröffnungskonzert des Studio-Orchesters Beromünster» statt, unter der Leitung von Hermann Scherchen und mit Werken von Haydn, Mozart, Beethoven und Mahler.
1945 bis 1950 war Scherchen musikalischer Leiter beim «Studio-Orchester Beromünster». Es war zuständig für sinfonische und gehobene Unterhaltungsmusik.
Weitere Orchester fürs Radio
1946 wurde von Cedric Dumont noch ein weiteres Orchester fürs Schweizer Radio gegründet: das Orchester Cedric Dumont. Mit ihm begann die Tradition der radioeigenen Big Bands. Später wurde es in «Unterhaltungsorchester von Radio Beromünster», in «Unterhaltungsorchester des Schweizer Radios», und schliesslich in «DRS Big Band» umbenannt.