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Ob Big Blue Sun tatsächlich kaufen will, ist aber noch höchst ungewiss, meint das 'Wall Street Journal'.
Das in solchen Dingen selten falsch liegende 'Wall Street Journal' meldet, dass zwischen Sun Microsystems und IBM gegenwärtig Verhandlungen über eine Übernahme von Sun durch Big Blue im Gange seien. Wie üblich beruft sich das Wirtschaftsblatt dabei auf "Personen, die mit der Sachlage vertraut sind" als Quellen. Im Gespräch sei dabei ein Preis von mindestens 6,5 Milliarden Dollar für Sun, was einem Aufpreis von mehr als 100 Prozent auf den zuletzt gültigen Aktienkurs bedeuten würde.
Das 'WSJ' betont aber auch gleichzeitig, dass es noch keineswegs sicher sei, ob die Verhandlungen zum Ziel beziehungsweise zu einer tatsächlichen Übernahme von IBM durch Sun führen werden. Über einen Zusammenschluss von Sun und IBM wurde immer wieder spekuliert. Viele Marktbeobachter glauben auch, dass Big Blue eigentlich der einzige realistische Kandidat wäre, wenn Sun einen Käufer beziehungsweise einen "Retter" braucht. Beide Unternehmen konzentrieren sich auf Unternehmenskunden und treten als Komplettanbieter für Rechenzentren auf. Zudem glauben viele Analysten, dass Sun in der Vergangenheit durch das Fehlen eines mächtigen Servicebereichs behindert wurde, wie ihn IBM in Form seiner Global Services besitzt.
Das grösste Hindernis für eine Übernahme dürfte aber die grosse Ähnlichkeit der Produktportfolios sein, die sich zumindest von ihrer Funktion her weitgehend überlappen. Um die bestehenden Kunden zu halten und nicht zu verärgern, müssten viele Doppelspurigkeiten für einige Zeit aufrechterhalten und längerfristig viele Produkte mit hohem Aufwand integriert werden, was wiederum den möglichen wirtschaftlichen Nutzen der Übernahme senken würde. (Hans Jörg Maron)