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Die herkömmliche Kupferspirale besteht aus einem Kunststoffkörper, der unterschiedliche Formen annehmen kann, sowie einem Kupferdraht, der um den Arm des Kunststoffkörpers gewickelt ist. Sie wird von einem Arzt in die Gebärmutter eingesetzt und hat abhängig von der Ausführung eine Liegezeit von 3 bis 5 Jahren. Die Verhütungssicherheit der Kupferspirale ist sehr hoch bis hoch (Pearl-Index bei normaler Anwendung: 0,5 bis 3,0). Der Verhütungseffekt beruht auf der allgemeinen Fremdkörperreaktion der Gebärmutter, sowie auf dem speziellen Effekt des ständig in kleinen Mengen freigesetzten Kupfers. Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit der Spermien werden insgesamt reduziert, dadurch entfällt die Befruchtung der Eizelle in den meisten Fällen komplett. Sollte es doch zur Befruchtung kommen, so wird die Einnistung der Eizelle durch das Produkt verhindert. Als Nebenwirkungen können stärkere Blutung und/oder Unterbauchschmerzen während der Regelblutung insbesondere in den ersten Monaten auftreten. Herkömmliche Kupferspiralen sind insbesondere bei Frauen geeignet, die sich eine hormonfreie Verhütung wünschen, bereits entbunden haben und ihre Menstruation mit schwächerer Blutung beziehungsweise weniger Schmerzen verbunden ist.
Edelmetall-Kupfer-Spirale bietet einen sehr hohen Sicherheitsgrad und kommt der Effizienz der Sterilisation nahe (Pearl-Index bei typischer Anwendung: 0,5 bis 1,0). Das Gerät besteht aus einem flexiblen „T“-förmigen Kunststoffkörper, dessen Arm mit einem Draht aus Gold- beziehungsweise Silber-Kupfer-Legierung umwickelt ist. Es ist in mehreren für bestimmte Eigenschaften optimierten Ausführungen vorhanden und beinahe jede Ausführung ist in drei unterschiedlichen Größen verfügbar. Die Edelmetall-Kupfer-Spirale wird von einem Arzt in die Gebärmutter eingesetzt. Sie hat eine dreifache Wirkungsweise: die Fremdkörperreaktion, die Freisetzung des Kupfers und die mikrogalvanischen Elemente verhindern Befruchtung und Einnistung. Als Nebenwirkungen können stärkere Blutung und/oder Unterbauchschmerzen während der Regelblutung auftreten, diese kommen jedoch nur selten und in normalerweise in den ersten Monaten vor. Da die Legierung vor Korrosion geschützt ist, beugt die Freisetzung der Edelmetallpartikel der Entstehung von Infektionen vor, außerdem kann jeder auf die richtige Größe zurückgreifen; die Spirale mit Edelmetall-Kupfer-Legierung ist besonders unbedenklich für den Körper. Auch die besonders hohe Anwenderzufriedenheit belegt dies (86 bis 88 % der Nutzer bestehen auch nach einem Jahr auf die Methode). Aufgrund der langen Anwendungsdauer stellt die Edelmetall-Kupfer-Spirale gleichzeitig eine der kosteneffizientesten Methoden dar. Für alle Frauen geeignet, die sich eine hormonfreie, sichere, bequeme, anhaltende und reversible Verhütung wünschen.
Sogenannte mechanische Verhütungsmethoden (Kondom und Diaphragma/Scheidenpessar) entfalten ihre Wirkung, indem sie die Begegnung der Spermien und der Eizellen physikalisch verhindern. Diese Methoden haben den Vorteil, dass sie im Bedarfsfall angewendet werden können und bis auf allergische Reaktionen auf die Materialien in Einzelfällen normalerweise keine Nebenwirkungen haben. Darüber hinaus stellt das Kondom den einzigen effizienten Schutz vor HIV-Virus und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten dar. Aufgrund der umständlichen Nutzung und der geringeren Sicherheit bedingt durch Anwendungsfehler (Pearl-Index bei typischer Anwendung: 15,0 bis 21,0) kommen jedoch mechanische Verhütungsmethoden eher vorübergehend beziehungsweise ergänzend in Frage. Die Kalendermethode, bei der fruchtbare Tage einer Frau durch Beobachtung der Körpertemperatur oder des Hormonspiegels ermittelt werden, ist durch eine relativ geringe Verhütungssicherheit geprägt (Pearl-Index bei typischer Anwendung: 25,0) und eignet sich darüber hinaus nur bei Frauen, die den eigenen Körper sehr gut kennen und bereit sind, ihren Lebensrhythmus an die Verhütungsmethode anzupassen. Chemische Verhütungsmittel mit spermizider Wirkung, welche die Eindringung der Spermien in den Gebärmutterhals verhindern sollen, sind vor dem Geschlechtsverkehr in Schaum- oder Gelform in der Scheide anzuwenden. Diese Mittel sind bei alleiniger Anwendung nicht besonders gut geeignet, lassen sich jedoch mit mechanischen Verhütungsmethoden kombinieren.