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Herkunft und Geschichte
Niemand kennt den Herkunftsort der Rasse mit Sicherheit, aber wir wissen, dass ihr Name aus Dalmatien stammt, einer Küstenregion in dem Balkan. Einige Experten behaupten, dass diese Rasse antiken Ursprungs haben würde, da ähnliche Tiere in den Gräbern der ägyptischen Pharaonen entdeckt wurden. Darstellungen von Dalmatinern finden sich auf Gemälden, die bereits aus dem 17. Jahrhundert stammen.
Die Dalmatiner wurden im 19. Jahrhundert populär, als sie neben Kutschen liefen und sie und die Pferdebesatzungen vor anderen Hunden und verschiedenen Gefahren schützten. Sie dienten auch als Kriegswachen, Zirkustiere und Jagdhunde, und waren auch Maskottchen der Feuerwachen. Sie sind seit Walt Disneys “ 101 Dalmatiner“ sehr bekannt geworden.
Die Dalmatiner, die wir heute kennen, sind hauptsächlich Haustiere.
Beschreibung
Der Dalmatiner ist ein mittelgroßer, kurzhaariger, kräftiger Hund von harmonisch-eleganter Linie.
Sein Fell ist weiß mit klar abgesetzten aber unregelmäßigen schwarzen oder leberbraunen Flecken -oder wie die Fachleute sagen „Tupfen“. Er hat einen geraden Rücken und relativ langen Hals. Das Fell ist kurz, hart, dicht und wirkt glatt und glänzend. Die Tupfen sollen nicht ineinander laufen, sondern rund und klar begrenzt sein.
Die Rute ist an der Kruppenverlängerung angesetzt. Ungefähr bis zum Sprunggelenkhöcker reichend, oder etwas länger. Am Ansatz ist sie sehr kräftig, und zur Spitze hin gleichmäβig dünner werdend, nicht zu dick, sondern in Proportion mit Körper. Sie soll säbelförmig getragen. Tupfen sind erwünscht.
Die gewünschte Widerristhöhe liegt für Rüden bei 56 bis 62 cm, bei Hündinnen 54 bis 60 cm. Das Gewicht der Rüden liegt bei 27 bis 32 kg, das der Hündinnen 24 bis 29 kg
Der Prisma-förmige Kopf ist frei von Falten, mit einem flachen Schädel. Der Nasenschwamm ist schwarz bei schwarzen Dalmatiner und braun bei braunen Dalmatiner. Die Lippen sind gut pigmentiert. Der Kiefer ist stark mit einer vollen Verzahnung von 42 Zähnen.
Die Auge sind im Einklang mit Tupfenfarbe pigmentiert.
Die Ohren sind eher hoch angesetzt, getragen anliegend am lateralen Teil des Kopfes. Die Länge reicht bis zum Innenaugenwinkel oder Stop. Die Spitze sanft abgerundet. Die Ohren haben Form des gleichschenkeligen Dreiecks. Sie sind fein in der Struktur und sanft bei der Berührung. Sehr wichtig ist, dass die Ohren getupft sein müssen.
Die Tupfen sollen symmetrisch auf dem ganzen Körper verteilt sein, klar abgerundet und ohne Übergang in die weiβe Grundfarbe. Die Gröβe der Tupfen soll möglichst gleichmäβig sein, wobei die Gröβe 2 – 3 cm im Durchmesser betragen soll. Bei dem brauen Farbvarietät sind die Tupfen etwas kleiner, im Durchmesser von ca. 2 cm.
Tupfen am Kopf und an den Gliedmassen sollen proportional kleiner sein als auf dem Körper. Es ist erwünscht, dass auch die Rute die Tupfen aufweist, die auch proportional kleiner sind als die auf dem Körper.
Sprenkeln auf dem Körper ist nicht erwünscht und soll bestraft werden. Die Tupfen dürfen nicht ineinander laufen und gröβere Flecken bilden. Die Flecken und Farbplatten sind unerwünscht. Extra aufmerksam soll die Ohrenbetupfung berücksichtigt werden.
Zum Zeitpunkt seiner Geburt ist der Dalmatiner komplett weiß. Er erwirbt seine Flecken etwa zwei Wochen später.
Wie bei allen weißen Hunden ist der Anteil von tauben Hunde höher. Aus diesem Grund werden alle Welpen beim Züchter audiometrisch getestet und alle tauben Hunde, einseitig oder bilateral, sind von der Zucht ausgeschlossen.
Wesen
Der Dalmatiner ist ein freundlicher, lebhafter, loyaler, unabhängiger Hund. Er darf nie schüchtern, misstrauisch, nervös oder aggressiv sein. Er ist ein Hund, der das Wasser genießt. Als früherer Kutscherhund soll er in der Lage sein, bei beträchtlicher Geschwindigkeit sehr ausdauernd zu laufen : es ist ein sportlicher Hund.
Er mag nicht, allein zu sein. Der Dalmatiner ist sanft mit allen Familienmitgliedern, auch mit Kindern. Er behielt aus seiner Vergangenheit als Kutschenhund eine Affinität zu Pferden.