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Die Analyse von Schmutzstoffen in der Kanalisation ist aus unterschiedlichsten Gründen ein faszinierendes Thema: 1) die räumliche und zeitliche Variabilität von (Mikro-)Schadstoffen in der Kanalisation kann hoch sein und ist üblicherweise schwer prognostizierbar, 2) Kanäle sind Reaktoren, in denen Schmutzstoffe abgebaut oder umgewandelt werden können (Transformationsprozesse) und 3) das Abwasser ist einer der informationsreichsten Abfallströme unserer Gesellschaft. Zahlreiche Forschungsfragen benötigen Abwasserproben aus Kanälen und der Nachweis, dass diese Proben repräsentativ sind, ist anspruchsvoll. Deshalb entwickeln wir experimentelle und statistische Methoden, um Schadstoffflüsse zuverlässig zu messen und zu interpretieren. Beispiele von Anwendungen sind die Quantifizierung der Arzneimittelbelastung in den Abwässern von Spitälern, die Einschätzung des Konsums illegaler Drogen (abwasserbasierte Epidemiologie), neue Probenahmeverfahren zwecks Verbesserung der Abschätzung von Schmutzstoffflüssen in Misch- und Regenwasserentlastungen.