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Mit 1.577.820,2 km2 ist der Bundesstaat Amazonas immer noch der grösste Bundesstaat der Föderation Amazoniens, obwohl ihm die neugegründeten Bundesstaaten Acre, Rondônia und Roraima abgezwackt wurden. Ein grosser Teil ist von Regenwald bedeckt, dessen Ausdehnung im gesamten Amazonasgebiet (also zusammen mit den Anrainerstaaten) einer Fläche von 4.161.482 km2 entspricht.
In Berichten wird Amazonien immer wieder als eine “weitläufige Ebene” bezeichnet. Nichts ist falscher, wenn man einmal ihre physischen Aspekte vergleicht. In Wirklichkeit handelt es sich um eine “Peneplanicie” – eine Ebene mit leichten Schräglagen, aufgeworfen durch errosive Prozesse.
Sie ist insofern bemerkenswert, als sie, wie bei einem Fischgräten-Muster, aus Norden, Süden und Westen von unzähligen kleinen und grossen Flüssen durchquert wird, die, fast parallel zueinander, alle zur “Mittelgräte”“ hinstreben – dem Amazonas. Die Gebirge, aus denen die Flüsse am hufeisenartigen Rand dieser Ebene entspringen, bergen Brasiliens höchste Gipfel: den Pico da Neblina mit 3.014 m Höhe, und den 31 de Março mit 2.992 m Höhe, beide an der brasilianisch-venezuelanischen Grenze. Neben diesen gibt es weitere fünf kleinere Berge, welche mit den Bergen des brasilianischen Südens konkurrieren.
In Amazonien selbst gibt es keine Blumen – im Sinne der pflanzlichen Assoziation jener Spezies. Aber es gibt viele verschiedene Arten von Blüten, die zu der einen oder anderen Spezies von Baum, Busch oder Palme gehören. Der weise Alexander von Humboldt hat die immense amazonensische Pflanzenvielfalt mit “Hyloea” bezeichnet – sie ist die artenreichste unseres Planeten.
Das Wasser Amazoniens – welches die verschiedensten Einflüsse erfährt durch: Gefälle, Höhenunterschiede, Bodenbeschaffenheit, Vegetation und Temperatur – bildet das grösste hydrografische Netz der Erde. Die Flüsse in Amazonien sind praktisch das ganze Jahr über navegierbar. Einige, wie zum Beispiel der Purus oder der Aquiri, können in ihrem Oberlauf während einiger Monate zu seicht für die Schiffahrt werden.
Einige der Flüsse – wie der Rio Negro, Alto Madeira, Urubu, Aripuanã, Rio Branco und der Uaupés – sind abschnittweise unbefahrbar wegen ihrer Stromschnellen und kleineren Wasserfälle – wenigstens für grössere Schiffe. Um die Stromschnellen des Rio Madeira zu umgehen, hat man zum Beispiel während des Gummi-Booms die Eisenbahnstrecke “Madeira-Mamoré” gebaut. Der Fluss mit den meisten Stromschnellen ist der Rio Negro.