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Nachdem die Regierung und die stärkste Oppositionspartei im Februar ein Abkommen über die Dezentralisierung hatten abschliessen können, wurde im Mai die Verfassung geändert, um künftig eine bessere Machtteilung auf Provinzebene zu ermöglichen.
Mitte Juli wurde ein weiterer Erfolg erzielt: die Konfliktparteien unterzeichneten eine Vereinbarung über militärische Angelegenheiten, welche die Voraussetzungen schafft, um einen umfassenden Friedensvertrag auszuhandeln. Mit dieser Vereinbarung wird der Prozess zur Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration ehemaliger Kämpfer eingeleitet. Bundespräsident Berset würdigte die Fortschritte im Friedensprozess, während sich Präsident Nyusi für das Schweizer Engagement bedankte.
Die Schweiz stellt Mosambik seit 2016 ihre Guten Dienste zur Verfügung. Sie hat den Vorsitz der Kontaktgruppe für den Friedensprozess inne, die im Hinblick auf den Abschluss eines Friedensabkommens die beiden Konfliktparteien begleitet. Zudem engagiert sich die Schweiz seit 20 Jahren im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit unter anderem für die Dezentralisierung und tut dies weiterhin, um dazu beizutragen, dass diese positive Entwicklung weitergeführt wird.
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Mosambik haben tiefe Wurzeln. Bereits im 19. Jahrhundert waren Westschweizer Missionare in der damaligen portugiesischen Kolonie stark präsent. Eine Vertretung in Mosambik unterhält die Schweiz seit 1922. Nach der Unabhängigkeit der Landes 1975 wurde daraus 1977 eine Botschaft. Mosambik verfügt über ein grosses Wirtschaftspotential und ist reich an Gold-, Kohle- und Erdgasvorkommen. 2017 wurde eine schweizerisch-mosambikanische Handelskammer gegründet, um das Potential für Handel und Investitionen zwischen der Schweiz und Mosambik besser zu nutzen.
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