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Bei einem Treffen führender Regierungsvertreter der USA und Mexikos am Dienstag im Weissen Haus sei man sich aber einig gewesen, dass dennoch mehr Arbeit nötig sei. Mexikos Aussenminister Marcelo Ebrard sprach von "positiven und freundschaftlichen" Gesprächen.
Die Nachbarländer hatten am 7. Juni eine Vereinbarung unterzeichnet, nachdem US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen auf alle mexikanischen Importe gedroht hatte, wenn Mexiko nicht mehr gegen die Migration aus Mittelamerika über Mexiko in die USA unternehme. Mexiko verpflichtete sich, die Nationalgarde an seinen Grenzen einzusetzen. Seitdem sank die Zahl der Menschen, die in den USA beim unerlaubten Grenzübertritt aus Mexiko festgesetzt wurden, um mehr als die Hälfte - von gut 144'000 im Mai auf rund 64'000 im August.
Anlass des Treffens am Dienstag war der Ablauf einer 90-tägigen Frist, die in der Vereinbarung vorgesehen war. Wenn die bisherigen Massnahmen bis dahin nicht die erhoffte Wirkung zeigten, sollten weitere beschlossen werden.
Dies geschah am Dienstag nicht. Im Raum stand die Forderung der USA, dass Mexiko zum sicheren Drittstaat erklärt wird. Dann müssten alle Migranten, die über Mexiko in die USA wollen, in Mexiko Asyl beantragen. Mexiko lehnt dies ab. Das erklärte Ebrard nach eigenen Worten auch in einem kurzen Gespräch mit Trump. Strafzölle seien nicht zur Sprache gekommen. Die Tendenz sinkender Migrantenzahlen sei unumkehrbar, betonte Mexikos Chef-Diplomat. "Das Risiko einer Konfrontation zwischen Mexiko und den USA gerät in immer weitere Ferne."
(sda)