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Am Dienstag fuhren wir nach Ashburton, um die neuseeländische Rugby-Nationalmannschaft, die "All Blacks", trainieren zu sehen. Und wir waren etwa nicht die einzigen! An einem gewöhnlichen Werktag scharten sich sage und schreibe 4'000 Zuschauer ums Rugbyfeld in Ashburton, nur um die All Blacks trainieren zu sehen. Weil in etwas mehr als einer Woche die Rugby-Weltmeisterschaften in Australien stattfinden, begaben sich die All Blacks auf eine Promotionstour durch Neuseeland. Da Dave am Rugbyfeld in Ashburton die Exklusivrechte für den Hot Dog- und Chips-Verkauf hat, machte er ein ziemlich gutes Geschäft: er verkaufte ungefähr gleich viele Einheiten in zwei Stunden wie am gesamten Boulevard Day zehn Tage zuvor. Auf dem Bild geben die All Blacks übrigens gerade Unterschriften entlang des Spielfeldrandes. Wir liessen den anderen Zuschauern dabei grosszügig den Vortritt (schon bei der Verteilung der Gratisposter waren wir leer ausgegangen). Der bestverkleidete All-Blacks-Fan wurde noch prämiert: ein etwa 10-jähriger Junge trug während der ganzen Veranstaltung ein erhängtes Känguruh (sinnbildlich für die australische Mannschaft) mit sich herum. Sport ist eben doch ein völkerverbindendes Ereignis! Es scheint, den Neuseeländern offenbar wichtiger zu sein, den "Aussies" an der Weltmeisterschaft eine möglichst hohe Niederlage beizubringen, als etwa Weltmeister zu werden... Ab Freitag, dem 10. Oktober, werden auch wir die Rugby-Spiele am TV verfolgen können, denn das neuseeländische öffentlich-rechtliche Fernsehen wird die Spiele live übertragen. Alle anderen Spiele (gewöhnliche Länderspiele und Ligaspiele) sind sonst immer nur über eine Art Teleclub erhältlich, der sich "Sky-TV" nennt. Wir hoffen mal, die Rugby-Regeln sind nicht allzu kompliziert, aber Rugby scheint jedenfalls äggschenreicher als American Football zu sein. Sobald wir die Regeln einigermassen beisammen haben, werden wir euch, geschätzte Leser, natürlich sofort darüber informieren.
Am Donnerstag Nachmittag entschieden wir uns kurzfristig im naheligenden Alford Forest zu den Sharplin Falls zu wandern. Der Alford Forest ist einer der wenigen grösseren Wälder in der Region Mid-Canterbury, die sonst eher durch weitflächige Schafweiden und Hecken geprägt ist. Alford Forest ist weitgehend ein unberührter Urwald. Der Bewuchs ist etwas anders als bei uns, allerdings ist hier ja noch Anfang Frühling und die ganze Sache sieht in einigen Wochen vielleicht wieder ganz anders aus. Die Belichtungsverhätnisse waren etwas schwierig im Wald, weshalb die meisten Fotos etwas suboptimal ausgefallen sind. Aber wir sind ja nur Foto-Amateure, weswegen wir wohl entschuldigt sind. Die Fälle selber sind echt lieblich, und wir sind sicherlich nicht zum letzten Mal dort gewesen. Aber auch die Sharplin Falls waren in einem schwierigen Licht, und irgendwie kaum recht ins Bild zu bringen. Diesmal wanderten wir nur bis zu den Fällen und zurück, aber ein weiter entferntes Ziel ist der "Mount Somers Sub-Alpine Walkway", der von den Sharplin Falls noch etwa acht Stunden hinten am Mount Somers herum führt. Die Bilder dazu gibt's irgendwann auf diesem Kanal; also: stay tuned!