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d
2
х
a
Р
F
die Dauerhaftigkeit des Oberbaumateriales und die Größe des Bewegungswiderstandes der Eisenbahnfahrzeuge.
Wenn man unter der vorläufigen Vorausseßung, daß die Berührung zwischen einer Eisenbahnschiene und dem darauf stehenden Nade eines Fahrzeuges in nur einem Punkte stattfinde, durch diesen Berührungspunkt zwei fich rechtwinklig schneidende Ebenen A und B legt und zwar A senkrecht zu der betreffenden Seite der conischen Oberfläche des Radkranzes, B senkrecht zur Langenrichtung der Sdsiene (folglich mit einem Querschnitte der Schiene zusammenfallend), To find A und B die Hauptschnitte beider Flächen in ihrem Berührungspunkte, und es sei a der Krümmungsradius der Raboberfläche R in der Ebene A, b der Krümmungsradius Der Schienen oberfläche S in der Ebene B; die Krümmungsradien der ersten Fläche in der Ebene B, der zweiten in der Ebene A find unendlich groß. Wegen der Zusanımendrückbarkeit der Mas terialien berühren fich nun aber thatsächlich beide Flächen R und S Gyt in einem Punkte, sondern in einer Fläche F, deren in die Ebenen A und B fallende Durchmesser beziehungsweise mit a und B bezeichnet sein mögen. Dabei werden die converen Krümmungen von R und S vermindert, d. h. die betreffenden Krümmungsradien a und b werden größer, etwa = a, und bi; außerdem erhält jest R auch in der Ebene B cine Krümmung und zwar eine concave Rrümmung mit dem Radius b, fowie scine concave Krümmimg in der Ebene A mit dem Radius a,.
Der specifische Normaldruck zwischen Rund S wächst vom Rande der Fläche F, wo er = Null ist
, nach der Mitte hin, d. H. nach dem Schnittpunkte der Durchmesser a ind ß von F, wo er = p sei; für ein bestimmtes Oesch dieser Aenderung, welches streng genommen von sehr verschiedenen Umständen abhängt, und für einen gegebenen Werth des Gesammtdruckes P ift p umgekehrt proportional F, jedenfalls aber größer, als der Mittelwerth des specifischen Druckes = Denft man sich nun durch den Rand der Hädie F die ursprünglichen Flächen Rund S gelegt, so sdyneiden sich dicselben in jenem Rande so, daß F zwischen ihnen liegt; der Raum FR zwischen F und R ist die räumliche Zusammendrückung des Raðfranzce, der Raum FS zwischen F und s ist die räumliche Zusammendrückung der Schiene. Diese Räume find bestimmt durch den Druck P, die Materialien beider Körper und durch das Gesek, nach welchem der specifice Normaldruck und die entsprechende lineare Zusammenbrückung beider Körper vom Rande der Fläche F nach der Mitte hin wachsen. Ist nun dieses Geset, welches von den Materialien nicht abhängt, ebenso wie der Druck P gegeben, so werden, wenn Radkranz und Schiene aus cinerlci Material, z. B. beide aus Schmiedeeisen bestehen, auch jene Räume FR und FS gleich groß sein; F liegt dann in der Mitte zwischen Rund S, Weidyt also der Form nach von irgend einer dieser Flächen möglichst wenig ab, woraus folgt, daß dann wegen der bestimmten Größe der Räume FR und FS die Fläche F möglichst groß, somit p möglicift klein ist. Wird aber nun der Radkranz aus härteren Materiale, z. B. aus Gußstahl oter Gartguß genommen, die Schiene dagegen unverändert gelassen, so nähert sich F der Fläche R, weicht also in der Forin mehr als zuvor von der Fläche S ab, woraus mit Rücksicht auf den unverindert gebliebenen Raum FS nothwendig folgt, daß ickt F kleiner, somit p größer geworden sein muß.
Diese Weberlegung, welche mit der des Verf. wenigstens im Resultate übereinstimmt, erklärt den vom Verf. hervorgehobenen Umstand, daß gerade in neuerer Zeit die Abnugung der Bahnschienen sich als eine so beträchtliche gezeigt hat; ste ist nicht nur eine Folge der größeren Belastung, sondern auch der Verbesserung des Radmateriales: die größere Dauer der Radreifen bei Anwendung von Puddelftahl und insbesondere von Gußstahl oder Hartguß ist durch eine größere Abnußung der Schienen erkauft worden. Indem aber bei den unzweifelhaft großen Vortheilen der Gußstahlreifen von dem Zurüdgehen auf ein weicheres Material für dieselben feine Rede sein könne, empfiehlt der Verf. auch die Schienen aus Gußstahl zu machen. Als Beispicle für die Größe, die der specifische Drud zwischen Rädern und Schienen zur Zeit ungefähr hat, führt der Verf. an, daß für eine Belastung P 5500 Kilogrm, die Fläche F = 264 Quadratmillimtr., für P 3750 Kilogrm. die Fläche F = 156 Quadratmillimeter gefunden wurde; danach war der mittlere specifische Druck = 2083 resp.
2404 Kilogrm. pro Qðrtentintr., 2,64
1,56 und es wurde somit durch den Marimalwerth p in der Mitte von
F die Druckfestigkeit der schmiedeeisernen Schiene voraussichtlich erreicht oder überschritten.
Wenn nun aber bei der Anwendung von einerlei Material für die Radreifen und die Schienen durch die Vergrößerung der Berührungsfläche F der Marimalwerth p des speciffchen Druces verkleinert wird, so würde damit ein anderer Uebelstand, nämlich Vergrößerung des Wälzungswiderstandes (weniger gut , rollende Reibung“ genannt) verbunden sein, wenn diese Vergrößerung der Fläche F durch eine Vergrößerung ihres Durchmessers a erkauft werden müßte. Denn wenn man, unter d den Durchmesser des Rades verstanden, diesen Wälzung&widerstand wie gewöhnlich IP seßt, d. h. = derjenigen Kraft, welche, am Sebelarme wirkend, zum Umkanten eines starren Prismas vom Gewichte P erforderlich wäre, wenn dasselbe mit einer seiner Seitenflächen von der Breite x auf einer starren Horizontalebene liegt, so steht dieses x ohne Zweifel zu 'dem in die Bewegungsrichtung fallenden Durch meffer a der Fläche F in einer solchen Bezichung, daß x mit a widist, wenn auch das Verhältniß - fich der theoretischen Berechynung entzieht. Daraus folgt, daß die Vergrößerung von F nicht durch Vergrößerung von , sondern nur durd) Vergrößerung des anderen Durchmessers B erkauft werden sollte, und indem dieses B offenbar mit dem Krümmungsradius b wächst, dessen Vergrößerung durch keine nothwendige Bedingung beschränkt ist, so gelangt der Verf. zu dem Resultate, daß die gewölbten symmetrisdien Schienenprofile überhaupt zu verwerfen, und vielmehr die schon von Daelen in Vorschlag gebrachte Schiene mit geneigter ebener Lauffläche vorzuziehen sei der Art, daß ihre Neigung gegen den Horizont dent halben Deffnungswinkel der conischen Lauffläche des Rades gleich ist. Eine solche Aenderung würde natürlich nur dann ihrem Zwecke vollkommen entsprechen, wenn ste für alle von denselben Fahrzeugen zu befahrenden Bahnen in gleicher Weise getroffen würde, weshalb der Verf. wünscht, daß von den Deutiden Gifenbahnverwaltungen dieser Gegenstand als einer der ersten auf die Tagesordnung der nächsten Technikerversammlung gelegt werden möge.
Wenn übrigens der Verf. glaubt, daß durch die Annahme seiner Vorschläge der Totalwiderstand eines Eisenbahnzuges um 35 pCt. (bei horizontaler Bahn und mäßiger Geschwindigkeit) vermindert werden würde, so liegt dieser Angabe ohne Zweifel eine Ueberschapung des Einflusses zu Grunde, den der Wälzungswiderstand auf den Gesamintwiderstand ausübt wie auch übers Haupt Ref. fich mit der Anscht des Verf. über das Wesen dieses Wälzungswiderstandes nicht einverstanden erklären kann.
Nach verschiedenen Versuchen, über welche im VII. Bande, S. 262 D. 3. berichtet wurde, ist nämlich der Widerstand des Zuges bei kleiner Geschwindigkeit im Mittel etwa = ato der Last P zu seßen, wovon auf Rechnung der Zapfenreibung in Uebereinstimmung mit der Annahme des Verf. und mit Versuchen von Kirchweger etwa Tibo P zu seßen ift. Rechnet man nun auch gar nichts für den Luftwiderstand, für den Einfluß der Schienenstöße und der schlängelnden Bewegung, so betrüge der Wälzungswiderstand höchstens
(odo - Tibo)P= Soft man denselben P, so wäre also für Näder von 1000mm
, Durdymesser die Größe x = 14 in Uebereinstimmung mit den bekannten directen Versuchen von Pambour über diesen Wälzungô= widerstand Der Räder auf den Schienen, wogegen der Verf. mit x=247,3 denselben gewiß überschäßt.
Auch ist der Verf. der Meinung, daß der Wälzungswiderstand nur in der Abnußung selbst, überhaupt in bleibenden Deformationen seinen Grund Gabe, indem eine elastische, d. h. vorübergehende Compression an der Berührungsfläche F keinen Widerstand zur Folge haben könne. Wenn in der That das unter dem Drucke P stehende Rað auf der Schiene dahinrollt, so wird für jedes Wcgelement ein Theil der Arbeit, die zur Compreffton des Materiales auf der vorderen Seite des Durdhmessers ß. Der Bes rührungsfläche F verwendet wird, durch die Arbeit wieder erseßt, die durch die Wiederausdehnung des hinter B comprimirten Materiales frei wird; wenn also der Druck P nicht so groß ist, daß an der Berührungeflache F die sogenannte Grenze der vollkommenen Elasticität überschritten wird, so könnte es scheinen, als ob eine vollständige Ausgleichung der Arbeiten bor und hinter dem
P
1000
X
d
P
5500
3750
F
Durchmesser B ftattfände, somit der Widerstand Nul wäre. Abgesehen davon inbessen, daß ein solches Verhalten nicht der Erfahrung entspricht, ist auch dagegen zu bemerken, daß die Fortpflanzung einer Ausdehnung oder Compression in einem elastischen Rörper nicht mit unendlid, großer Geschwindigkeit stattfindet, wesHalb auch dann, wenn die Körper fich übrigens vollkommen elastisch verhalten, der Druck in der hinteren Hälfte der Fläche F stets etwas kleiner, als in der vorderen Hälfte ist, die Richtungslinie des resultirenden Gegenbrudes der Schiene gegen das rollende Rab folglich vor der Rabare vorbeigeht in einer Entfernung, beren doppelter Betrag eben jeneß im Ausdrucke P des Wälzungswiderftandes vorkommende x ift. In diesen Umständen, besonders in diesem Einfluffe der Fortpflanzungêgeschwindigkeit des empfangenen Impulses liegt die Ursache, weshalb ce fo ichirierig ist, die Ges seße des Wälzungswiderstandes und seine absolute Größe für einen gegebenen Fall durch theoretische Betrachtungen zu entwickeln.
G.
daß je zwei aufeinander folgende Drahtnummern in zwei unmittelbar fich folgenden Ziehlöchern erzeugt werden, D. h. eine bestimmte Anzahl Nuinmern eben so vielen angewendeten Löchern entspricht; nur ausnahınsweise kommt es vor, daß man die Dickenvermins derung von einer Nummer zur nächstfolgenden mittelst zweier Durch züge erreicht oder, umgekehrt, aus einer dickeren Nummer mit einem Durdizuge zwei verschiedene dünnere Nummern durch Anwendung verschiedener Löcher hervorbringt. Im Allgemeinen stellt daher die Reihe der Dickenabstufungen der Drahtnummern zugleich die Reihe der Größenabstufungen der Zieblöcher in gut vorges richteten Zieheisen dar. :)
Ich nenne den ächten Bruch, womit man den Durchmesser eines Ziehloche multipliciren muß, um den Durchmesser des zunachft nach diesen angewendeten kleineren Ziebloches zu erhalten, den Verdünnungsfactor, weil er zugleich das Verhältniß auss drückt, in weldiem der Draht mittelft eines Durchzuges an Dide abnimmt. Derselbe Bruch wird sich nach Obigem ergeben, wenn man die Dicke einer Drahtnummer durch die Dicke der nächsten gröberen Nummer in dem nämlichen Sortimente dividirt.
Berücksichtigt man die Schwierigkeit, Ziehlöcher von ganz genau bestimmtem Durchnieffer herzustellen; ferner die Erweiterung (bas Ausschleifen) der Löcher während des Ziehens selbst, so ist die höchste Regelmäßigkeit in der Größe des Verdünnungsfactors, wie man diesen an den Löcherfolgen der Zieheisen oder an den Drahtsortimenten vorfindet, nicht zu erwarten. Die theoretisch als nöthig erkannte Vollkommenheit kann in der Praris nur nähernd erreicht werden. Aber der Verdünnungefactor (für dessen Größe meine sehr zahlreichen Beobachtungen als Grenze 0,97 und 0,83 angeben) kann auch überhaupt nicht in allen Fällen gleich groß sein; denn
1) muß man ihn größer wählen bei Drahtgattungen, deren Gebrauchəzweck feinere und zahlreichere Dickenabstufungen erfordert, wie namentlich mit Mufifsaiten und mit Stahlbrähten zu feiner Arbeit (z. B. für Uhrmacher) der Fall ist; und
2) wird er selbst in einem und dem nämlichen Drahtsortimente, bei richtiger Anordnung desselben, veränderlich auftreten, weil er sonst bei den dicken Nummern zu große und bei den feinen Numinern zu kleine Abftufungen liefern würde. Wirklich findet man in ben Bestangeordneten Drahtsortimenten, daß der Verbünnungsfactor stufenweise anGröße abnimmt, wie man mit der Untersuchung von den bideren Drahten zu den dünneren fortschreitet. *)
an
Mechanische Technologie. Ueber Drahtlehren; von Karl Karmarsch. Diese in unserer Zeitschrift idon vielfach in sehr eingehender Weise behandelte und noch weiter zu behandelnde Frage ), welche bei der in befiimmter Erwartung stehenden Einführung des metrischen Maß= systemes in Deutschland sehr in den Vordergrund gerückt wird, hat unzweifelhaft für einige gewiß nicht unbedeutende Industriezweige eine so hervorragende Bedeutung, daß dic Discussion dieser Frage in dieser Zeitsdhrift, welche, ihrem Programme gemäß, alle technischen Wissenszweige auch in Beziehung ihrer Špecialitäten zu vertreten hat, gewiß nicht von der Hand gewiesen werden kann, um so mehr als die Feststellung und Ausarbeitung ciner neuen Draht- und Blechlehre dem Vereine deutscher Ingenieure selbst gemäß eines eingebrachten Antrages zur Aufgabe gestellt worden.
Wir kommen deshalb dem Bd. X, S. 622 d. Ž. und auch von anderer Seite der Redaction dringend au&gesprochenen Wunsche, bas in den vortrefflichen Aufsaßen unseres berühmtesten Ledynologen, Hrn. Professor K. Karmarsch, enthaltene werthvolle Material in der Frage der Drahtlehren hier zum nodymaligen Abdrucke zu bringen, um so lieber nach, als uns hierzu seitens des Hrn. Verfasser3 bie Erlaubniß in liebenswürdigster Weise ertheilt wurde. Da diese Arbeiten überdies nur oder wenigstens zum Theil nur in den unter unseren Lesern wenig verbreiteten und sonst kaum zugänglichen , Mittheilungen des Gewerbevereince für das König reich Hannover“ (Šahrgänge 1858 bis 1865) erschienen sind, so möchte sich auch aus diesem Grunde ihre Wiedergabe empfehlen, welche wir, da bereits von anderer Seite einzelne Theile der Karmarsch'sden Arbeiten in dieser Zeitschrift zum Abdruck gebracht sind, nachstehend auszüglich vornehmen. Die Arbeiten sind überdies, da ste in gedrängter Kürze cine große Menge wichtiger und nruer Zahlen und ein vorzügliches Raisonnement enthalten, kaum einer weitergehenden auszüglichen Bearbeitung fähig.
Der erste bezügliche Auffag befindet fich a. a. D. (1858, Heft 3, S. 143 und Heft 4, S. 224) und lautet:
Es ist bekanntlich allgemeiner Gebraud), die Dickenabstufungen der Metalldrähte durch Nummern zu bezeichnen, welche, wenngleich sie direct die Dicke nicht ausdrücken, doch in einer keinega weges ganz willkürlichen Bezichung zu derselben stehen. Das Drahtsortiment nämlich, welches irgend eine Fabrik verfertigt, muß (um den Bedürfnissen der Verarbeitung zu entsprechen) cine Reihe bon hinlänglich vielen und hinlänglich kleinen Abstufungen der Dicke barbieten; und rücksichtlich des Verhältnisses zwischen zwei in der gedachten Reihe aufeinander folgenden Dicken, oder Sorten, find die gestatteten Schwankungen in ziemlich enge Grenzen ein geschlossen. Dieses Verhältniß wird noch durch einen anderen Umstand, als die idon erwähnten Forderungen der Draht bers brauchenden Gewerbe, nämlich dadurdy geregelt, daß bei der allmäligen Verfeinerung des Drahtes mittelft der Zieblöcher unregelmäßige Sprünge thunlichst vermieden werden müssen, um den leßten Grab der Feinheit mit der geringsten zuläsitgen Anzahl von Durchzügen zu erreichen, doch aber bei keinem Durchzuge vermöge einer zu starken Berdünnung den Draht der Gefahr des Abreißend mehr als unvermeidlich auszuseßen. Es ist demnach auch Regel,
2) Vergleiche hierüber das Bd. X, S. 552 6. 3. Gefagte.
*) „Um den Erfolg hiervon deutlich zu erkennen, nehme man z. B. zwei Drähte von 18 Millimtr. und von 2 Millimtr. Dide als Ausganges puntte und seße für beide Fälle den Verdünnungsfactor = 0,92; e8 ergeben sich dann folgende Reihen:
Diden
Differenzen 18,00 Millimtr.
1,44 18 x 0,92 16,56
1,33 18 X 0,922 = 15,23
· 1,21 18 x 0,923 14,02
1,13 18 X 0,924 = 12,89
u. i. w. und . 2,000
0,160 2 x 0,92 = 1,840
0,147 2 x 0,929 1,693
0,136 2 X 0,928 = 1,557
0,124 2 x 0,924 = 1,433 Nimmt man aber den Factor für die diden Sorten = 0,95, für die dünnen = 0,89, lo geben nachstehende Reihen hervor: Differenzen
Differenzen 18,00 Milimtr.
2,000 Milimtr. 0,90
0,220 17,10
1,780 0,86
0,196 16,24
1,584 0,81
0,174 15,43
1,410 0,77
0,135" 14,66
1,255
.
1) Vergi. BD. X, S. 546 und S. 611 und Bd. XI, S. 135, 241 und S. 369 0. 3.
In dieser Tabelle tritt die Abnahme des Verdünnungsfactors bis zu den Drähten von Nr. 10 (14 Dice) sehr regelmäßig hervor; bei den dann folgenden Sorten findet ein Schwanken Statt, welche sich leicht aus der Schwierigkeit, kleine Zieblöcher richtig herzustellen und dünne Drähte in der Drahtlehre genau zu messen, erklärt. *)
Wenn man mittelft der gefundenen Verdünnungsfactoren die Drahtdicken berechnet, so werden fte in einem gewissen Grade von den burch die praktischen Schwierigkeiten hineingekommenen Uns genauigkeiten befreit und in einer Stufenfolge dargestellt, welche ald richtiger und zweckmäßiger angesehen werden darf. Man fteht, durch Nebeneinanderstellung der to corrigirten und der wirklich vorgefundenen Dicken, wie weit ungefähr die Mängel der prakti fchen Ausführung sich erstrecken.
Dide, Millimeter
17,31 16,46
38.
Bei Drähten von verschiedenen Metallen, aus verschiedenen Fabrikgegenden und einzelnen Fabriken, ja öftere fogar bei Drähten aus demselben Metalle und derselben Fabrik, bezeichnen gleiche Zahlen, als Nuinmern, eine verschiedene Drahtdice. Die Gründe davon sind: 1) daß der Ausgangepunkt des Sortimente, z. B. die Dice deo mit Nr. 1 benannten Drahtes, ungemein verschieden ist; 2) daß, wie schon erwähnt, die Größe des Verdünnungsfactors variirt; 3) daß die Nummern bald mit abnehntender, bald mit zunehmender Drahtdicke steigen, also im ersten Falle die feinste Sorte, im zweiten Falle die gröbste Sorte die höchste Nummer trägt; 4) daß die Nummernfolge nidyt immer die nämliche Zahlenreihe darbietet, sondern öfters durch Einschaltung gebrochener Zahlen (halber Nummern) 11. dergl. erweitert, durch Anreihung von Null, zwei Nul, drei Null zc. unter 1 hinab fortgeseßt wird. Es ist nüglich, die wichtigsten der hierher bezügliden Vorkommnisse zu kennen, sowohl praktisch, weil ste ein Gegenstand der Warenkunde find, als wissenschaftlich in Hinsicht auf die sich dar stellenden Gefeße der Verdünnungsfactoren.
I. Gilendraht. 1) Das in vollständigen Proben mir vorliegende Eisendrahtsortiment einer vorzüglichen österreichischen Fabrik (Anton Fischer zu Sanct gidy bei Lilienfeld in Niederösterreich) will ich zuerst anführen. Es besteht aus 54 Sorten, nämlich den Nummern 1 bis 40 mit der zwischen 5 und 6 eingeschalteten 53 und 13 Null-Nummern. Ich habe die Dicke fämmtlicher Sorten direct gemessen und stelle fte in folgender Uebersicht ) zusaminen.*)
Nr. 12/0 bis 6/0 find als Instrumentenbrabt, und Nr. 210 bis 5/0 ale Saitendraht bezeichnet.
Die Verdünnung von der ersten zur Icßten Nummer ist 0,180
0,00989. Läßt man die eingeschobene Nr. 5} weg, so 18,2 bleiben 53 Sorten, zwischen denen 52 Intervalle liegen. Wäre nun der Verdünnung&factor für alle diese Intervalle gleich groß anzunehmen, d. h. bildeten die Dickenmaße fänımtlicher Sorten eine geometrische Progression, so würde der Erponent dieser Lepteren, nämlich V 0,00989 0,915 den Verdünnungsfactor darstellen. Dies stimmt aber nicht mit der Wirklichkeit, wie sich sogleich zeigt, wenn man die Reihenfolge der Nummern in mehrere Abtheilungen zerlegt und für jede Åbtheilung besonders bent Verdünnungsfactor, unter Voraussegung einer richtigen geometrischen Progression sucht.
34.
13,42
14,2 13,7 12,7 11,8
11,98
10,70 9,99
2
9,33
8,72
8,2
25. 24.
7,60 7,07
7,1
5 2
Nr.
berednet vorgefunden 40.
18,2
18,2
17,3
16,2
15,65
15,3
14,89
14,7 35
18,2 x 0,951% = 14,20
14,2 x 0,945 33
14,8 x 0,945 ° = 12,68
14,2 x 0,9458
11,1
10,7
10,2
9,6
8,8
10,7 x 0,934 8,14
7,6
6,7 u. s. w. Es bedarf kaum der Bemerkung, daß streng genommen für jedes Interval von Nummer zu Nummer der Verdünnungsfactor ein anderer sein müßte; praktisch wäre jedoch eine so weitgehende Schärfe ohne allen Werty.
2) In anderen österreichischen (und steiermärkischen) Fabriken ist es üblich, die groben und mittleren Drähte einerseits, die feinen und ertrafeinen andererseits mit zwei getrennten Nummernreihen fo zu bezeichnen, daß auf der Grenze zwischen beiden Classen mit Nr. 1 angefangen wird, und sowohl nach aufwärts als nach abwärts die Nummern steigen. Ein Beispiel hiervon giebt das Sortiment der sehr schönen Eisendrähte von Karl Schedl zu Frauenthal bei Lilienfeld in Nieberösterreich. Die Sorten führen hier, neben den Nummern, auch Namen nady den Hauptanwendungen, wozu ste dienen. Folgende Tabelle 4) giebt eine Uebersicht des Sortimente mit den beigefügten Verdünnungsfactoren für kleinere Abtheilungen, woraus man wieder (abgesehen von den ersten sechs Nummern) die regelmäßige Veränderung des Factors entnimmt. Der Durchschnittliche Verdünnungsfactor für das gesammte Sortiment von 36 Nummern ist = V0,02 = 0,894
. Die Fabrik liefert auf Verlangen auch halbe und sogar ViertelNummern.
3) Die Eisendrahtwerke in der preußischen Grafschaft Mark verfertigen gewöhnlicy 42 Sorten und bezeichnen dieselben theils mit Budistaben, theils mit Numinern, woneben fte noch eigene Namen führen. Die nachfolgenden Dickenangaben beruhen auf den Ermittelungen von Egen bei Untersuchung der betreffen= den Drahtlehren.)
Hier zeigt sich gegen die sonst beobachtete Regel, eine cons sequente Vergrößerung des Verdünnungsfactors bei steigender Feinheit der Drähte. Der durchschnittliche Factor für das ganze
3) Die an dieser Stelle folgende Uebersicht findet sich Bd. X, S. 649 lis 652 8. 3. in der Tabelle unter I.
*) ...Es dürfte kaum nöthig sein zu bemerken, daß in der Praxis der Fabriten die Festhaltung einer bestimmten Dide für jede Nummer nur bis zu einem gemiffen Grade erreicht wird; weshalb zu verschiedenen Zeiten angestellte Messungen mit denselben Sorten etwas abweichende Resultate ergeben. Es find mir zuweilen Fälle borgetommen, wo die Differenz auf zwei Nummern stieg. Dies ist bei aŭen noch weiterhin in gegenwärtiger Abhandlung anzuführenden Messungen zu beachten, bat aber keinen wesentlichen Einfluß, wenn man zur Untersuchung ein ganzes gleichzeitiges Sortiment vor fich hat. Die größte Genauigkeit würde zu erlangen sein, wenn die Original-Drahtlehren der Fabriken untersucht werben könnten, nur alsdann würden alle Ungenauigkeiten, die durch Nachläffigkeiten des Sortirene entstehen, beseitigt sein."
*) ,,Ich habe das Verfahren, die Verbünnungsfactoren abzuleiten, in diesem ersten Falle ausführlich gezeigt, kann mich daher im Späteren mit Angabe der Resultate, welche die derartigen Berechnungen ergebm werden, begnügen.“
4) Beregte Tabelle findet sich BD. X, S. 649 bis 652 8. 3. in der Tabelle unter II.
5) Die Egen'schen Stärkenmessungen sind mitgetheilt Bd. X, S. 625 bis 628 8. 3. in der Tabelle unter X.
0,881,
0,877,
Sortimenı ist 0,913. Läßt man bei den feinen Sorten die halben Nummern heraus und stellt nur 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 Hols zusammen, so findet sich für diese zehn Abstufungen der durchschnittliche Factor = 0,879; für 1, 2, 3, 4, 5, 6 Hole im Besonderen ist er 0,873 und für 5, 6, 7, 8, 9, 10 Hols also auch noch nicht wesentlich kleiner als bei den allergröbsten Sorten.
4) Das Eisendrahtsortiment der Königshütte am Hannover: fchen Harz besteht aus 36 Nummern. )
Der Verdünnungsfactor bleibt durchgehende fast ganz gleich; für das ganze Sortiment im Durchschnitte berechnet ist er 0,904.
5) Die in England allgemein gebräuchliche Eisendrahtlehre (Birmingham wire gage), welche dort auch für Meffing- und andere Drähte, für schwarzen Stahldraht, Stahl- und Eisenblech angewendet wird, ist von Holşapffel genau untersucht worden, welcher die Dickenabstufungen in Tausendtheilen des englischen Zolles angiebt *). Ich habe in folgender Aufstellung') die Maße auf Millimeter reducirt. Mehrere von mir verglichene Eremplare der Lehre stimmten sehr gut überein. Gewöhnlich findet man an der vollständigen Lehre die Nummern 1 bis 36; Holşapffel fügt unter 1 noch vier Nullen-Nummern bei; an einer Lehre traf ich über 36 hinaus noch 37, 38, 39, 40, jedoch mit so ungenauen und regellosen Abstufungen, daß die betreffenden Einschnitte unbrauchbar erschienen.
Die Tendenz nach ftufenweiser Abnahme des Verdünnungsfactors ist wieder unverkennbar; ste tritt nod; reiner hervor, wenn man etwas größere Abtheilungen der Nummernreihe zusammenfaßt: Der erwähnte Factor findet fich nämlich für
Nr. 0000 bis 6
6 = 16 16 26 26
36 = 0,860. Er beträgt im Durchschnitte des ganzen Sortimento 0,886.
6) Weber französische Eisendrahtsortimente 8) liegen mir Nachweisungen in Betreff der Drahtlehren von Paris, Besançon und Beaucourt (Gebrüder Jap) vor. Diese sämmtlich enthalten 31 Gorten, von welchen die dünnfte mit P, die übrigen der Reihe nach mit Nr. 1 bis 30 bezeichnet sind; sie weichen wenig von einander ab, es ist nämlich
Paris Besançon Beaucourt
0,5 0,55 Millimtr.
11,0 In nachstehender Tabelle) vereinige ich die Dickenabstufungen der drei Lehren, welche offenbar mit cinander übereinstimmen sollen, indem ich aus den drei Angaben über jede Numnier das Mittel nehme.
Die Unregelmäßigkeit des Verdünnungsfactors läßt dieses System als nicht ganz zweckmäßig angeordnet erscheinen. Faßt man größere Gruppen, von je zchn Intervallen, zusammen, so hat man den Factor für
Nr. 30 bis 20 = 0,905,
20 10
10 P 0,902, also eine kaum bemerkbare Abnahme desselben. Der Durchschnitt für das ganze Sortiment ergiebt 0,903.
Es ist bemerkenswerth, daß dieses französiche Nummernsystem nahe mit dem entsprechenden Theile aus dem unter 1) angeführten österreichischen (von Fischer) übereinstimmt 1). Die Grenznummern Nr. 30 und Nr. 1 find in beiden Fällen als gleich anzusehen; die Zwischenstufen weichen allerdings mehr oder weniger und zum
Theile sehr bedeutend ab, was in der weniger guten Anordnung des Verdünnungsfactors bei dem franzöftschen Sortimente seinen Grund hat.
7) Die eisernen Klaviersaiten (an deren Stelle jeßt so häufig die stählernen getreten sind, s. unten) werden gewöhnlich in Sorten von 8/0 (d. h. Acht Null) bis 7 oder 9 verfertigt und meist nach halben Numunerit abgestuft. Nach eigener Messung zweier Sortimente (eines Wiener und eines Berliner) kann ich Darüber Folgendes mittheilen. 11)
Bei dem Wiener Sortimente ist der durchschnittliche Verdünnungsfactor für das Ganze = 0,891; im Besonderen aber für
Nr. 810 bis 3/0 0,907,
3/0 3
9
— 0,891. Das Berliner Sortiment vollständig. D. h. mit feinen halben Nummern betrachtet, ergiebt im Ganzen den durchschnittlichen Face tor 0,955, und im Ginzelnen für
Nr. 8/03 bis 5/0 ben Factor 0,956,
0,965,
0,954, 34 ng
0,945. Dieser durchgehends sehr hohe Verdünnungsfactor entspricht dem Bedürfnisse, bei Muftfjaiten recht feine Dickenabstufungen zur Auswahl zu haben. Nimmt man aber nur die ganzen Nummern in Betracht, welche eine geeignete Stufenleiter für andere gewöhns liche Anwendungen des Drahtes darbieten würden, fo findet sich für das Sortiment in Durchschnitte 0,916, und für
Nr. 8/0 bis 410 0,923,
0,931,
0,895. Von einem Nürnberger Sortimente eiserner Klaviersaiten, bestehend aus 15 Nummern, nämlich 4/0, 3/0, 00, 0, 1 bis 11, habe ich vor längerer Zeit nur die dickfte und die dünnste Sorte gemessen; es war
Nr. 4/0 0,80 Millimtr.
und 11 0,15 woraus der durchschnittliche Verdünnungsfactor = 0,887 folgt. Es ist hierüber auf die unten vorkommende Besprechung der Nürnbergischen meffingenen Saiten zu verweisen."
(Fortsegung folgt.)
0,914, 0,892, 0,880,
0,5
11,1
0,903,
Chemische Technologie Ueber das Verhältniß zwischen Colonial: und Rübenzuderindustrie. – Die Colonialzuckerproducenten haben in den legten 20 Jahren mancherlei Schwierigkeiten zu bekämpfen gehabt, und die Ausbreitung der Rübenzucerindustrie bedroht sie mit einer neuen Gefahr. Der Anbau der Runkelrübe gewinnt in Europa immer allgemeiner Boden und hat selbst in den Vereinigten Staaten fich so rasch entwickelt, daß der europäische Continent fast ganz unabhängig vom Rohrzucker ist und nach wenig Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach seinen sämmtlichen Zucker auf den eigenen Neckern ziehen wird.
England und die Vereinigten Staaten find jeßt die einzigen Länder, in denen Colonialzucker in größerem Maße gebraucht wird, und auch hier verbreitet fidy der Rübenzucker mehr und mehr; der Preiß desselben ist noch immer 3 Shilling unter dem des Colonialzuckers. Es ist eigentlich kein Grund vorhanden, weshalb nicht England seinen eigenen Zucker erzeugen sollte. In den westlichen Staaten der Union wird die Runfelrübe schon mit Erfolg gebaut, und die Umstände sind in jeder Weise der Entwicelung günstig.
Die Transportfoften für Zucker von den atlantischen Hafen nach den entfernteren Theilen der Union find enorm,
und selbst die Misitffippistraße muß unbenußt bleiben, weil theils feine Grnte in Louistana vorhanden ist, theils kaum für die nächfte Zeit in Aussicht steht. Seit dem Kriege sind auch die Zölle für ausund inländische Zucker die gleichen, und der fremde Zucker würde im Westen viel eher mit den Sendungen von New Orleans concurriren können. In den lebten Jahren sind 1000 oder 2000 Tonnen (20,300 oder 40,600 Zolctr.) Rübenzuder von Europa nach Ames rika gegangen und auch nach Australien.
€) Mitgetheilt BD. X, S. 649 bis 652 unter III.
l. *) „Turning and mechanical manipulation, by Charles Holtzapffel, Vol. II. London 1846, S. 1013. Die Messung wurde an den Dörnern selbst vorgenommen, welche von dem Fabricanten Stubs in Warrington zum Adjustiren der Einschnitte bei Verfertigung der Drahtlehren angewendet werden.“
) Diese Aufstellung findet sich BD. X, S. 649 bis 652 unter IV. und Ed. XI, S. 144 0. 3.
9) Hierunter ist die von Hrn. Peters Bd. XI, S. 245 und 246 8. 3. besprochene ältere Jauge de Limoges verstanden.
9) Diese Tabelle ist ebenfalls abgedruct Bd. X, S. 649 bis 652 unter V.
10) Bd. X, S. 649 bis 652 6. 3. unter I.
'') Die Messungen des Berliner Sortiments sind mitgetheilt BD. X, S. 653 bis 656 unter VIII.
So bringt die Rübe immer weiter vor, und die Aussichten Aussichten. Es soll ein Verfahren entdeckt sein, den Saft des für die Zuckerrohrpflanzer sind äußerst trübe. Wenn die Colonieen Sorgho auf Fryftallifirten Zuder zu verarbeiten. Der Boden in früher nur die besten Maschinen gebraucht und die besten Zucker einigen westlichen Staaten eignet fich bortrefflich zum Anbau erzeugt hätten, würde die Rübe bestimmt die jeßige Verbreitung des Sorgho; dodh wird bisher nur Syrup aus dieser Pflanze nicht gefunden haben. So fommt es, daß die Schubzollscala ihren
gewonnen. Zweck verfehlt, indem sie die Darstellung geringerer Zucker be
(Nach Iraver's Circular, London, 3. Februar 1866; durch fördert, welche fo nad) und nach den Colonialzucker ganz vom , Deutsche illustrirte Gewerbezeitung", 1866, Nr. 28.) Markte verdrängen. Während in Europa alle Bestrebungen auf
Li. die Gewinnung der schönsten und reinsten Ware gerichtet sind, verlieren die Colonieen, wenn sie nicht bald den Fortschritte folgen, allen Handel aus den Händen. Die Aussichten für den Rüben
Arbeitsmafoinen. zucker zum Raffiniren in England find schon günstiger. Er kostet zwischen 3 und 7 Shillingen weniger, als die entsprechenden Co
Eine Centrifuge mit continuirlichem Betriebe, angegeben Ionialsorten, und liefert zugleich eine größere Ausbeute, ale ber von P. Hanrez, veröffentlicht Armengaud's Publication gewöhnliche Colonialzucker von gleicher Farbe und Qualität. Die industr.“ (T. 17. Livr. 3 bis 4, S. 225). In einer oben und einzige Schwierigkeit ist noch immer der unangenehme Geruchy
, unten offenen Centrifugentrommel dreht fich mit dieser um dies weldien indessen schon einige schottische Raffinadeure ganz beseitigt felbe Are und mit anderer Umdrehungegeschwindigkeit eine cylin
aben, und es unterliegt keinem Zweifel, daß man bald allgemein Drische Spiralfläde, deren äußerer Durchmesser nur wenig kleiner, dahin kommen wird, den Rübenzucker genau so zu gebrauden, wie als der lichte der Trommel ist. Das auszuschleudernde Gut wird den Colonialzucker.
auf einem Teller continuirlich aufgegeben, von diesem an den Derselbe Umstand, der den Raffinadeuren so große Sawierig- inneren Umfang der Trominel geworfen und von der Spirale keiten machte, hat auch eine Zeit lang die Anwendung des Rüben- langsam nady unten und abgeführt. Es ist hierbei das zeit- und robzucer8 direct zum Consum aufgehalten. Derselbe ist äußerlich arbeitraubende Anhalten und Anlassen der Gentrifuge vollständig schon schön, aber bon sehr schlechtem Geruche*). Brauner Zucker vermieden. wird in Frankreid, wenig, dagegen in England sehr viel gebraucht;
Drei solcher Centrifugen arbeiten in der Fabrik künstlicher Dabei ist nur der Geruch der allgemeinen Anwendung hinderlich, Kohle in Charleroh zur großen zufriedenheit; die Versuche zur und man könnte diesen Uebelstand bestimmt durch Äenderungen Anwendung derselben für die Zuckerfabrication find noch nicht in der Fabrication überwinden.
beendet. Wenn in Amerika der Anbau der Runkelrübe nicht gelingen
(Aus der Zeitschrift für die Rübenzuderindustrie im Zollfollte, so hat die Benußung des Sorgho's **) daselbst die besten verein"; December, 1866.)
Lw. *) Die englischen Zollfäße gestatteten bisher nur die Einfuhr von dunklem Rübenrobzuđer, der nicht so hoch besteuert, aber auch nicht unmittelbar zu consumiren ist; es ist jedoch eine Aenderung dieser Säße,
Statift it. sehr wahrscheinlich zu Gunsten hellerer Zuder, im Werke, die möglicherweise auch den unmittelbar zu consumirenden Zucern (geschleudertem
Der Zeitschrift für die Rübenzuckerindustrie im Zollverein" Krystallzuder) einen günstigen Markt eröffnen kann.
entnehmen wir im Auszuge eine Uebersicht der Einnahmen von lw.
ausländischem Zuđer und Syrup, sowie an Rübenzuderfteuer im **) Genaueres über den Sorgho und seine Verwendung findet fich
Zollverein, ferner der gezahlten Vergütungen für ausgeführten BD.I, S. 323 8. 3.
D. Red. (L.)
Zucker, für die Zeit vom 1. April 1865 hið Ende 1866.
Zollbetrag: 1) Brods, Hut- und Gandiszucker
2,027,102 Otr. à 71 Thlr.
14,847 Shir. 9 Sgr. 11 Pf. 2) Farin- und Rohzucker
378,34
2,270
1
4 3) Rohzucker für inländische Siedereien und Raffinerieen 226,307,734 - 41
961,807 26
1 4) Syrup
104,121,871 - 2.
260,304 20
4 Án Rüben find bersteuert
45,533,420,19 s 7 Sgr. 10,833,357
8 11
Summa: 12,122,587 Thlr. 6 Sgr. 7 Pf. Die Vergütungen für ausgeführten Zucker haben betragen
448,313 13 11 Nach Abzug dieser verbleibt an Zoll, Steuer u. f. w.
11,674,273 22
8 Derselben Quelle entnehmen wir noch folgende Angaben: im Jahre vorher in 270 Zuckerfabriken 41,641,204,48 Ctr. Zucker
Von Anfang September 1865 bis Ende August 1866 wurden rühen. im Zollvereine in 295 Zuckerfabriken verarbeitet: 43,452,772,89 Ctr.,
Liv.
Berichtigungen zu Heft 1, 4 und 5. In bas 1. Beft des laufenden Jahrganges dieser Zeitschrift, S. 91, ist durch Versehen eine Notiz ilber einen großartigen Bessemergu" übergegangen. Die Redaction ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß dieselbe ursprünglich dem „Engineer“ entstammt, sich aber auf eine gußeiserne Chabotte zur Bearbeitung des Bessemermetalles bezieht und außerdem auf dem Wege durch die „Wochenschrift des niederösterreichischen Gewerbevereines“ und die „Berg- und hüttenmännische Zeitung" auch in den Zahlen einige Modificationen erhalten hat, welche ihr den Stempel der Unwahrscheinlichkeit aufdrüđen.
D. Red. (28.)
flatt: Fasserstoff.
statt: ausgeführter In Fig. 6, Blatt 5 (zu Seite 249) ist das rechts' liegende Meffer des Schlägers a ebenfalls wie das links liegende mit v zu bezeichnen (statt mit r). Seite 346, Zeile 17 von oben lies: Erbittes
statt: Ueberhigtes.
ftatt: unter Umständen.
40
statt: &, a.
lies: a
Gedrudt bei a. W. Schade in Berlin, Stauschreiberstraße 47.