Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03591.jsonl.gz/2024

ACHTUNG: Infopoint und Museum sind wegen des Covid-19-Notfalls bis zum 19.04.2020 vorübergehend geschlossen.
Die erste menschliche Besiedlung des Hügels von San Michele geht auf das Jahr 5500/5000 v. Chr. (Jungsteinzeit) zurück. Im 4. Jahrhundert n. Chr. entstand dann die erste archäologisch bestätigte Festung. Auch verschiedene Dokumente aus dem 6. Jahrhundert bestätigen das Bestehen einer Befestigungsanlage. Im 14. Jahrhundert tauchte erstmals der lateinische Name für Castelgrande, Castel Magnum, auf. Dies ist auch der heutige Name, selbst wenn die Burg während der eidgenössischen Besatzungszeit Castello di Uri (1630) oder Castello di Altdorf und im Jahr 1818 San Michele genannt wurde.
Der gegenwärtig sichtbare Gebäudekomplex geht auf verschiedene Epochen zurück: Die Bauten aus dem 13. Jahrhundert wurden 1473-1486 mit einer «mailändischen«» Phase überbaut, auf die Anfang des 17. Jahrhunderts Wiederherstellungsarbeiten und im 19. Jahrhundert mehrere grosse Eingriffe und Massnahmen folgten. Das heutige Aussehen ist das Resultat der letzten Restaurierungsarbeiten (1984-1991), die von dem Architekten Aurelio Galfetti geleitet wurden.
Die Zinnen-Ringmauer ist in 3 Abschnitte unterteilt. Von einem dieser Abschnitte aus erstrecken sich 2 Mauerausläufer direkt bis in die Stadt. Einst waren diese Befestigungsanlagen mit den vom Castello di Montebello bergab führenden Festungsmauern verbunden und dienten dazu, die Bevölkerung zu schützen.
Auf der anderen Seite schliesst sich an das Castelgrande die Wehrmauer «Murata» an, die zur Zeit der Visconti, der Herrscher des Herzogtums Mailand, bis zu den Ufern des Ticino reichte. Die gegen Ende des 14. Jahrhunderts erbaute Murata wurde zwischen 1486 und 1489 von den Sforza durch eine Brücke über den Fluss und einen mächtigen Turm, die Torretta, ausgebaut, die jedoch beide im Jahr 1515 von der «Buzza di Biasca» (Bergsturz von Biasca) zerstört wurden.
Als besondere Merkmale im Landschaftsbild von Bellinzona zu erwähnen sind der 27 Meter hohe Torre Bianca (weisser Turm, erbaut 1250-1350), dessen Belvedere einen 360°-Panoramablick bietet, sowie der 28 Meter hohe Torre Nera (schwarzer Turm, erbaut 1310), in dem ein gleichnamiger Escape Room eingerichtet wurde, der die «Gefangenen» nicht auf ewig festhalten, sondern gegen Denkleistung innerhalb einer bestimmten Zeit freilassen soll.
Im Aussenbereich ermöglicht ein natürlicher sensorischer Parcours den kleinen wie auch grossen Besuchern, barfuss auf Entdeckung des Territoriums zu gehen und dabei neue und unterhaltsame Erfahrungen zu machen.
Für Feinschmecker bietet das elegante Ristorante Castelgrande ganz besondere Delikatessen. Auch das Grotto S. Michele verwöhnt seine Gäste mit regionalen Spezialitäten, die man im Grotto selbst oder auch auf der Terrasse mit einem atemberaubenden Panoramablick auf die umliegenden Berge geniessen kann.
Kultur und Unterhaltung sind in diesem Castello perfekt miteinander kombiniert. Machen Sie sich einfach zu Fuss auf den Weg durch steile Gässchen, die von der Piazza Collegiata und der Piazza Nosetto auf den Schlosshügel führen. Man kann auch auf anderen Zugangswegen aufsteigen, die von der Via Orico über die Piazza Orico und die Murata zur Burg führen. Für die weniger Dynamischen gibt es von der Piazzetta Della Valle aus einen Lift.
Im Kernbau des Castelgrande kann man das Museo besuchen und eine Diashow betrachten. Im «Sala Arsenale» der Burg werden heute auch temporäre nationale und internationale Messen und Ausstellungen zu verschiedenen Themen veranstaltet, die Sie auf keinen Fall versäumen sollten.
InfoPoint - Museums Öffnungszeiten:
01.04.2020 - 08.11.2020: von 10:00 bis 18:00
Vom 09.11.2020: von 10:30 bis 16:00
Zugänglichkeit
Der Zugang für Besucher mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit ist nur teilweise gewährleistet. Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an den Info Point von Castelgrande.
Partner Ticino Ticket
Dank dem Ticino Ticket können Sie diese Attraktion zu einem vergünstigten Preis besuchen. Fragen Sie nach dem Ticket in Ihrem Hotel, Campingplatz oder Hostel und nach den Angeboten, die es beinhaltet.