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Pariser Musée d’Orsay trägt künftig Valéry Giscard d’Estaing im Namen
Frankreichs berühmtes Pariser Kunstmuseum Musée d’Orsay wird künftig den Namen des verstorbenen Ex-Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing im Titel tragen. Damit würdige man das Engagement von Giscard d’Estaing für die Schaffung dieser grossen Museumseinrichtung, hiess es in einer Mitteilung des Kulturministeriums am Montag.
Formal solle die Kunststätte nun „öffentliche Einrichtung des Musée d’Orsay und des Musée de l’Orangerie – Valéry Giscard d’Estaing“ heissen. Das Pariser Musée de l’Orangerie mit den Seerosengemälden von Claude Monet ist formal an das Musée d’Orsay angegliedert.
Das Musée d’Orsay direkt an der Seine war ursprünglich ein Bahnhof. Unter dem französischen Präsidenten Georges Pompidou wurde der Abriss des beeindruckenden Gebäudes verhindert. Giscard d’Estaing veranlasste 1977 offiziell den Umbau in ein Museum, in dem Werke von Meistern des Impressionismus und Post-Impressionismus gezeigt werden. Wegen der Corona-Pandemie haben die Museen in ganz Frankreich seit Monaten geschlossen.
Giscard d’Estaing sei ein „Mann der Kultur mit einer Leidenschaft für die Kunst und Literatur des 19. Jahrhunderts“, so das Kulturministerium. Der frühere Staatschef war Ende vergangenen Jahres im Alter von 94 Jahren gestorben. Er regierte in Frankreich von 1974 bis 1981. Eine nationale Trauerfeier gab es nach seinem Tod nicht. Diese habe er aus Bescheidenheit nicht gewollt, hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gesagt.
(text:sda/bild:unsplash)