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Nach dem Krieg und vor den Hipsters
Ein Bildband zeigt Farbaufnahmen des Londoner East End aus den 60er-Jahren.
Noch vor nicht allzu langer Zeit bestimmten giftig qualmende Schlote, überfüllte Armenhäuser, Schlachthöfe und verslumte Quartiere das Strassenbild des Londoner East End, welches die Bezirke östlich des mittelalterlichen Stadtkerns und nördlich der Themse umfasst. Arme, proletarische Viertel wie das südliche Hackney etwa, die Hafengegend oder Whitechapel, wo 1888 der Frauenmörder Jack the Ripper wütete.
In der Gegend, welche im Zweiten Weltkrieg von deutschen Luftangriffen besonders hart getroffen wurde, liessen sich zudem immer schon Einwanderungsgruppen nieder. Zu den Juden, Afrikanern und Südasiaten,vor allem aus Bangladesh, gesellten sich in den letzten 20 Jahren aber zunehmend auch einheimische Zuzügler: Künstler, Studenten und später Gastronomen und Spekulanten entdeckten und verwandelten das East End in ein hippes Ausgehviertel mit Theatern, Galerien und Bars. In der Zeit zwischen Krieg und Gentrifizierung, also in den 60er- und 70er-Jahren fotografierte David Grannick sein Quartier, das es so nicht mehr gibt.