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Als vagabundierende, mobile Art normalerweise in den meisten mitteleuropäischen Städten häufig, kommt in fast jedem naturnahen Gebiet vor und dringt weit ins Siedlungsgebiet ein. Populationsdichten schwanken jedoch stark.
Der Schwalbenschwanz legt die Eier an die Blätter der Futterpflanzen seiner Raupen ab, die sich an den Blättern und Blüten von verschiedenen Doldenblütlern wie Wilde Möhre, Fenchel und Karotte entwickeln. Verpuppung an Pflanzenstängeln. Die Falter besuchen viele verschiedene Blüten wie Rotklee, Löwenzahn und diverse Disteln.
Förderung: Erhaltung und Anlage von extensiv genutzten, ungedüngten Wiesen und Krautsäumen.
Auf den ersten Blick kann der Schwalbenschwanz mit dem Segelfalter verwechselt werden, dieser hat jedoch ein unscharfes Streifenmuster im Vergleich zu den ausgeprägten schwarzen Linien des Schwalbenschwanzes. Ebenso zeichnet sich der Schwalbenschwanz durch gelbe Flecken auf dem Rand des Vorderflügels und durch die roten bis orangen Augenflecken auf dem Hinterflügel aus.
Flügelspannweite ca. 70mm.
Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch
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Ein Schwalbenschwanz-Schmetterling durchläuft in seinem Leben vier Phasen. Aus dem Ei schlüpft eine Raupe, die sich nach intensiver Nahrungsaufnahme in eine Puppe verwandelt, woraus der erwachsene Schmetterling (Imagino) schlüpft. Dieser pflanzt sich fort, legt ein Ei und schließt damit den Lebenszyklus einer Generation. In unseren Breitengraden kommen pro Jahr 2-3 Generationen von Schwalbenschwanz-Schmetterlingen vor. Die Herbst-Puppen überwintern im Puppen-Stadium.
Der Schwalbenschwanz ist einer der größten und auffälligsten Falter Mitteleuropas und kann zu den Flugzeiten im April und Mai, sowie im Juli und August besonders gut beobachtet werden. Im ersten Zeitfenster (April-Mai) können erwachsene Falter der ersten Generation beobachtet werden, während von Juli bis August die zweite Generation, bereits die Nachkommen der ersten Generation, unterwegs sind.
An sonnigen Tagen versammeln sich Schwalbenschwanz-Männchen zu der sogenannten Gipfelbalz (oder auch „hill-topping“). Dabei fliegen die Männchen von der Spitze des Hügels oder Berges hinab ins Tal auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Diese Ansammlungen von Männchen sind an schönen Sommertagen gut zu beobachten.
Die Eier werden von dem Weibchen an die Futterpflanze der späteren Raupe angeheftet. Die Raupen sind meist auf Doldenblütlern wie der Wilden Möhre, Dill, Fenchel oder Petersilie zu finden. Aufgrund ihrer Wirtspflanze wird die Schwalbenschwanzraupe auch „Rüebliraupe“ genannt. Dank ihrer einzelgängerischen Lebensweise verursachen sie jedoch wenige Schäden an den Wirtspflanzen. Nach dem Schlüpfen aus dem Ei ist die Raupe dunkler als ältere Raupen und besitzt einen weißen Fleck auf dem Rücken. Mit diesem Aussehen imitiert die Raupe Vogelkot, was sie vor Fressfeinden schützt. Mit jeder Häutung wird die Raupe heller; mit der letzten Häutung verwandelt sich die Raupe in eine grüne oder graubraune Puppe. Nach etwa zwei Wochen als Puppe schlüpft der erwachsene Schmetterling. Hat man das Glück diesen Moment zu sehen, kann man dem Schmetterling dabei zusehen wie er seine Flügel ausstreckt und sich diese langsam erhärten. Alle Stadien können in naturnah gestalteten Gärten sehr gut beobachtet werden.
Um den eigenen Garten für Schwalbenschwanz-Schmetterlinge attraktiver zu gestalten, können Wirtspflanzen für die Raupen gepflanzt werden, wie zum Beispiel Wilde Möhre, Fenchel, Dill oder Petersilie. Viele Schmetterlingsraupen sind auf wenige Pflanzenarten spezialisiert und auf diese für ihr Überleben angewiesen. Diese einheimischen Wildpflanzen sollten nicht mit Giftstoffen behandelt werden. Ungeeignet als Wirtspflanze ist der Sommerflieder (Buddleja). Dieser invasive Neophyt lockt durch den Geruch zwar die Schmetterlinge an, bietet den Raupen allerdings keine Nahrung und wirkt sich daher als Todesfalle für die Raupen negativ auf die Schmetterlingspopulation aus. Nebst Nahrung benötigen Schwalbenschwanz-Schmetterlinge aber auch Schutz und Unterschlupf, besonders während der Verpuppung sind sie sehr auf Störungen empfindlich.
Sie brauchen keinen eigenen Garten, um etwas Gutes für die Schmetterlinge zu tun. Wohnen Sie in einer Genossenschaft oder besitzt Ihr Wohngebäude eine Grünanlage? Setzen Sie sich dafür ein, dass der Grünbereich naturnahe bewirtschaftet wird. Dazu zählen das Pflanzen von einheimischen Wildpflanzen, seltenes und kleinflächiges Mähen, sowie der Verzicht auf Pestizide und Herbizide.
Selbst auf dem eigenen Balkon kann der Schwalbenschwanz gefördert werden. Einheimische, nektarspendende Pflanzen bieten hier nicht nur Schmetterlingen sondern auch Wild- und Honigbienen Nahrung. Blühende Küchenkräuter sehen nicht nur schön aus, sondern erfreuen auch die Schmetterlinge. Da überwinternde Puppen oft gut getarnt sind und häufig übersehen werden, sollte darauf geachtet werden, die Vegetation erst im Frühling zurückzuschneiden.
Intensivierung der Landwirtschaft: In einer intensiven Landwirtschaft, finden Wildblumenwiesen und Hecken aus einheimischen Sträuchern nur noch selten einen Platz. Diese Veränderungen wirken sich negativ auf die Schmetterlingsbestände allgemein aus.
Invasive Neophyten und gebietsfremde Pflanzenarten: Diese bieten den Schmetterlingen wenig bis keinen Nektar und auch den Raupen keine Nahrungsgrundlage. Sommerflieder, der die Schmetterlinge durch seinen betörenden Geruch anlockt, kann sich negativ auf die Schmetterlingspopulationen auswirken, da er den Raupen keine Nahrung bietet und diese folglich auf dem Sommerflieder verhungern.
„Herbstputz“: Das intensive Zurückschneiden der Vegetation vor dem Winter ist besonders für überwinternde Puppen gefährlich. Die, in den Sträuchern und Zweigen versteckten, Puppen verlieren dadurch ihren Überwinterungsort und können, gefangen in der Puppenhülle, keinen neuen Ort aufsuchen.