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Bewilligungen 2016
Bewilligungen April 2016
30'000 Franken für die Unterstützung des Projektes „Stopp Malaria“ in Ostafrika, Kenia (Biovision)
Malaria ist nach wie vor eine der Infektionskrankheiten, welche weltweit am meisten Todesopfer fordert. Es ist von zentraler Bedeutung für die Bekämpfung von Malaria, dass die betroffene Bevölkerung über den Zusammenhang zwischen den übertragenden Mücken und der Krankheit informiert ist. Die drei Projektstandorte befinden sich in Malindi, Nyabondo (Kenia) und Tolay (Äthiopien). Ziel des Projektes ist es, durch Weiterentwicklung und Förderung natürlich wirksamer Biopestizide eine umweltschonende Malariakontrolle zu erzielen. Diesbezügliche Massnahmen umfassen sowohl die Sensibilisierung der Bevölkerung, als auch die Ausbildung von Gesundheitsfachleuten und lokalen Organisationen, damit diese die integrierte Malariabekämpfung und Eliminierung oder Behandlung von Mückenbrutstätten koordinieren können. Ausserdem möchte die Organisation mit dem Projekt neue Einkommensmöglichkeiten (z.B. Fischzucht oder Recycling von Abfall) schaffen.
13'000 Franken für eine Solaranlage für die St. Martin-Sekundarschule in Mbingu, Tansania (EEF)
Die St. Martin’s Girl Secondary School liegt abgelegen auf dem Land in Mbingu und bietet Mädchen eine qualitativ gute Ausbildung mit Internatsbetrieb. Im Fokus stehen junge Frauen, denn für Mädchen, vor allem aus ländlichen Gegenden, ist es schwieriger, eine höhere Ausbildung zu erlangen. Mit dem angefragten Geldbetrag plant die Organisation den Bau einer Solaranlage für das Internat.
30'000 Franken für „Move to improve – sport- und spielbasierendes Früh-förderprogramm“, Indien (SAD)
Der geografische Projektfokus liegt auf dem ländlichen Mirzapur Distrikt, im Südosten des indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Für die Kinder dieser Gemeinden, welche ausschliesslich aus kastenlosen Familien stammen, ist der Zugang zu Bildung keine Selbstverständlichkeit. Im Rahmen des Projektes werden Frühförderungszentren in benachteiligten Gemeinden aufgebaut, in denen es bisher keine staatlichen Angebote gibt. In den Zentren werden unterprivilegierte Kinder wirksam auf den altersgemässen Übertritt in öffentliche Schulen vorbereitet. Dafür werden die kognitiven, motorischen, wie auch emotionalen und sozialen Kompetenzen gefördert, die es braucht, um langfristig in der Schule erfolgreich zu sein.
40'000 Franken für „Beruf und Unternehmertum für junge Menschen in Matobo“, Simbabwe (HEKS)
Die Arbeitslosenrate in Simbabwe liegt bei fast 90%. Aus Mangel an Mitteln brechen viele junge Menschen die Schule frühzeitig ab und haben dadurch wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch Alleinerziehende und körperlich beeinträchtigte Menschen haben kaum Zugang zu Ausbildung und Arbeit, sie werden von der Gesellschaft ausgegrenzt. Mit dem Projekt möchte die Organisation 228 erwerbslosen, jungen Menschen aus der Provinz Matebeleland-Süd, eine Berufsbildung und eine gesicherte Existenz ermöglichen. Das Projekt setzt auf die Strategie zur Stärkung der Fähigkeiten der jungen Männer und Frauen. Sie sollen Kompetenzen in Technik, Organisation und Unternehmensführung erwerben, um so Einkommen generierenden Tätigkeiten nachgehen zu können.
45'000 Franken für die Einführung eines Alphabetisierungsprogramms und Unterstützung bei Kleinkrediten, Kongo (ASSAFI)
In der demokratischen Republik Kongo liegt die Analphabetenrate der Bevölkerung bei 33%. Vor allem Frauen aus ländlichen Regionen sind betroffen. Diese Frauen haben kaum eine Chance auf Arbeit. Um für sich und ihre Familien einen Lebensunterhalt generieren zu können, nehmen die Frauen Kleinkredite auf. Ohne zu wissen, was der Vertrag beinhaltet, unterzeichnen die Frauen zu meist höchst unseriöse Bedingungen. Die Organisation ASSAFI ist ein Förderverein für Frauen und setzt sich für die Finanzierung von Ausbildungen durch Kleinkredite ein. Ziel des Projektes ist es, den Frauen aus Bunia im Osten der Republik Kongo, in einem Lernzentrum das Lesen und Schreiben beizubringen, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Zudem werden sie bei Abschlüssen von Kleinkrediten unterstützt.
20'000 Franken für Turn Hope Into Reality, Tansania (More than a Drop Foundation)
Das Berufsbildungsangebot in Tansania ist schlecht. Der Zugang zum bestehenden Berufsbildungsangebot ist insbesondere für Jugendliche der sozial niedrigsten Schichten sehr schwierig. Aufgrund von Ungleichstellung und Diskriminierung haben Frauen dieser sozialen Schichten keine Chance, eine Berufslehre zu absolvieren. Der Tourismus in Tansania wächst und der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften der Hotellerie-/Gastrobranche ist bei weitem nicht abgedeckt. Ziel des Projektes, welches in der Region Moshi umgesetzt wird, ist der Aufbau einer innovativen Hotelfachschule, die eine zwölfmonatige Berufslehre für junge, motivierte Frauen anbietet. Dank der Berufslehre finden schätzungsweise 90% der Frauen innerhalb von sechs Monaten eine gut bezahlte, geregelte Arbeit in der Wachstumsbranche Tourismus.
40'000 Franken für ein Trinkwassersystem für Angahuana Alto, Ecuador (Fundacion Suiza Para Los Indigenas del Ecuador)
Tungurahua ist die kleinste Provinz von Ecuador und liegt im zentralen Hochland. Vor über 25 Jahren wurde ein Trinkwassersystem durch die örtlichen Behörden installiert, welches heute aber nur einem Teil der Bevölkerung zur Verfügung steht und in den Bereichen Wasserfassung und
-verteilung Mängel aufweist. Zudem sind nicht mehr alle Leitungen dicht, so dass kostbares Trinkwasser verloren geht. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation für 90 Familien das Trinkwassersystem erneuern und erweitern, so dass die gesamte Bevölkerung in den Genuss von sauberem und keimfreiem Trinkwasser kommt.
30'000 Franken für ein Entminungsprojekt, Simbabwe (Welt ohne Minen)
In Simbabwe stellt der vor über 35 Jahren verlegte Minengürtel im Nordosten des Landes noch immer eine grosse Gefahr für Lebens- und Erwerbsgrundlagen der Dorfgemeinschaften dar, da sie in unmittelbarer Nähe der Minenfelder leben. Mit dem angefragten Geldbetrag plant die Organisation die Entminung einer Fläche von 31‘800 m2 und ermöglicht so der Bevölkerung den Zugang zu wichtigen Ressourcen. Zudem werden Dorfbewohner angestellt, welche zu Entminern ausgebildet werden. Dieses Einkommen ermöglicht vielen die Bestreitung eines Lebens-unterhaltes und bildet die Grundlage für eine weitere ökonomische Entwicklung und Eigen-ständigkeit.
20‘000 Franken für das Projekt „Gesundheitsversorgung von Roma-Gemeinschaften“, Albanien (Save the Children)
Die Organisation Save the Children ist seit 1999 in Albanien aktiv und setzt sich für die Integration der Roma ein. Shkodra ist die grösste Roma Gemeinschaft in Albanien, und nach wie vor hat sie praktisch keinen Zugang zu öffentlichen Diensten, wie zum Beispiel der Gesundheitsversorgung. Die meisten Roma-Familien registrieren ihre neugeborenen Kinder nicht und verwehren ihnen dadurch den Zugang zu einer Schulbildung und einem sozialen Leben in der albanischen Gemeinschaft. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Bewohnern von Shkodra im Süden von Albanien, in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, die Förderung des Bewusstseins für verbesserte Gesundheit (beispielsweise durch gesunde Ernährung und Hygiene) zu vermitteln. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation 200 Mütter und Kleinkinder direkt mit einem fundierten medizinischen Angebot erreichen.
20'000 Franken für den Schutz und die Stärkung lokaler Menschenrechts-organisationen, Honduras (PBI Peace Brigades International)
Honduras ist eines der ärmsten Länder in Lateinamerika und gilt als eines der gefährlichsten der Welt. Das Langzeit-Projekt in Honduras dient dazu, die Organisationen und Menschenrechts- verteidiger/innen (MRV) durch die Präsenz internationaler Freiwilligenteams zu schützen und die Menschrechtslage international zu beobachten. Anwältinnen und Anwälte, Bäuerinnen und Bauern sowie indigene Gemeinschaften nehmen hier einen wichtigen Platz ein. Sie sind die wichtigsten Akteure, um die Konflikte und Probleme öffentlich anzusprechen. Zudem sind sie ein wichtiges Bindeglied, um gewaltfreie Konfliktlösungen, basierend auf internationalen Normen und Konventionen, bekannt zu machen.
25'000 Franken für integrierte Gesundheitsversorgung, Bildung und Friedensförderung, Sudan (TearFund Schweiz)
Im Rumbek East County sind die mangelnde Bildung und das schwache Gesundheitswesen weiterhin eine grosse Herausforderung. Die meisten Schulen haben keine festen Klassenzimmer, die meisten Schulstunden werden unter Bäumen und/oder in provisorischen Konstruktionen abgehalten. Das Projekt widmet sich drei Hauptzielen. In der Bildung werden Themen im Zusammenhang mit kulturellen Bräuchen in Angriff genommen, welche die Bildung von Mädchen behindern. In der Friedensförderung sind im Besonderen die jugendlichen Viehhüter Zielgruppe, in diesem Bereich der Gesellschaft ist Gewalt sehr verbreitet. In Zusammenarbeit mit der lokalen Kirche und der Verbreitung von Friedensbotschaften mittels digitalen Audio-Playern, wird dem Problem entgegengewirkt. Das dritte Ziel liegt in der Gesundheitsversorgung und legt den Schwerpunkt auf präventive Gesundheitsförderung auch für die Leute, die weit weg von den Gesundheitszentren leben.
50'000 Franken für das Projekt „Gegen Vermeidung ungewollter Schwangerschaften bei Jugendlichen“, Senegal (IAMANEH)
Rund 13 Millionen Menschen leben im Senegal. Der Anteil junger Menschen unter 20 Jahren liegt bei 54%. Verantwortlich für die häufigen Frühschwangerschaften sind zum einen fehlende Sexualaufklärung, ein ungedeckter Bedarf an Verhütungsmitteln sowie ein ungenügender Zugang zu Gesundheitsdiensten für Jugendliche. Sexualität ist ein Tabuthema, über das weder in der Familie noch in der Schule gesprochen wird. Das Projekt hat zum Ziel, zur Reduktion von ungewollten Jugendschwangerschaften und zur Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Jugendlichen beizutragen. Durch altersspezifische Informations- und Sensibilisierungsaktivitäten werden die Jugendlichen befähigt, Entscheidungen, in Bezug auf ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit treffen zu können. Durch Enttabuisierung des Themas Sexualität soll der Zugang von Jugendlichen zu Rat, Beratung und insbesondere zu Gesundheitsdiensten, in Bezug auf Familienplanung und Verhütungsmittel, verbessert werden.
40'000 Franken für das Projekt „Perspektiven für Kinder und Jugendliche“, Niger (SOS-Kinderdorf Schweiz)
Maradi ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Region und drittgrösste Stadt des Landes Niger. Zugang zur Basisgesundheitsversorgung ist nicht gegeben. 59% der Kinder unter fünf Jahren leiden an chronischer Mangelernährung. Das übergeordnete Projektziel richtet sich auf die Stärkung der Fähigkeiten von Familien und der Gemeindestrukturen zum Schutz der Kinder Maradis aus. Mit fünf öffentlichen Schulen wird kooperiert, um die hohe Schulabbruchsrate zu verringern. Lehrkräfte erhalten Weiterbildungen zur Verbesserung ihrer Unterrichtsmethodik. Jugendliche ohne Schulabschluss erhalten die Möglichkeit, in Berufsbildungszentren ein praktisches Handwerk zu erlernen. Eltern werden über Ursachen und Konsequenzen von Mangel- und Unterernährung aufgeklärt und bekommen vermittelt, wie sie Fehlernährung vorbeugen können. Mit den einzelnen Familien werden Pläne zur Einkommensförderung erarbeitet. Darauf basierend erhalten die Familien Weiterbildungen in unterschiedlichen Bereichen zur Verbesserung ihrer Lebensumstände.
40‘000 Franken für das Projekt „Sichere Ernährung und Zugang zu Trinkwasser für Kleinbauernfamilien“, Ecuador (SWISSAID)
Rund 30% der Menschen im zentralen Hochland von Ecuador leiden unter Mangelernährung. Die Menschen leben hauptsächlich von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Diese ist durch unsachgemässe Bewirtschaftung der Agrarflächen, Monokulturen und hohen Pestizideinsatz gefährdet. Der Verlust der Bodenfruchtbarkeit und der Rückgang der agrobiologischen Vielfalt sind die Folge. Ziel des Projektes ist, die Verbesserung der Lebensbedingungen der Kleinbauernfamilien im Kanton Pelileo im Hochland von Ecuador, durch eine Erhöhung und Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion, den Aus- und Aufbau einer funktionsfähigen Trinkwasserversorgung sowie den Schutz der natürlichen Wasserquellen, zu erreichen. Mit dem angefragten Geldbetrag plant die Organisation den Bau einer Trinkwasserversorgungsanlage. Rund 500 Familienhaushalte erhalten so Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Klein-bauernfamilien verbessern durch Schulungen ihre Kenntnisse im ökologischen Landbau, erhöhen die Produktion und steigern ihr Familieneinkommen.
25'000 Franken für das Projekt „Auch im Krieg wollen wir spielen, lernen und lachen“, Libanon (Stiftung Johannes Paul II)
Seit Beginn des Krieges in Syrien sind über 1 Million Menschen in den Libanon geflohen. Das Schulsystem ist zusammengebrochen, es droht der Analphabetismus. Ziel des Projektes ist es, mit zwei mobilen Spielbussen regelmässig, mindestens einmal in der Woche, mit Spielsachen und Schulmaterial die zehn Flüchtlingslager in zehn Dörfern im Libanon zu besuchen. Den Kindern soll dadurch die Möglichkeit zu spielen und zu lernen gegeben werden sowie durch Gespräche ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Zudem werden die Kinder und Jugendlichen mit Büchern, Stiften, Schreibblöcken, usw. versorgt, um eine Grundlage für den Besuch einer öffentlichen Schule zu schaffen.
12'000 Franken für das Projekt Trinkwasser für Schulkinder im Kakaoanbaugebiet, Elfenbeinküste (CABOZ Action)
Der gemeinnützige Verein GABOZ Action hat zum Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Kakao-Bauernfamilien in ländlichen Gebieten der Elfenbeinküste zu leisten. In den Anbaugebieten hat die Bevölkerung kaum Zugang zu sauberen Wasserquellen, insbesondere während der Trockenzeit. Wenn auf schmutziges Trinkwasser zurückgegriffen werden muss, sind sehr oft Kinder die Leidtragenden und erkranken. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation in der Region Soubré zwei Regenwasserreinigungssysteme für eine Primarschule installieren. Das Wasserreinigungssystem ist durch Solarenergie gespiesen und mit einer Pumpe und einem Spezialfilter versehen. Dieses einfache System produziert aus Regenwasser bakteriologisch sauberes Wasser und versorgt so die Schulkinder mit gesundem Trinkwasser.
30'000 Franken für das Projekt „Berufsbildung für Solartechniker/innen“, Kenia (Solafrica)
Im Bezirk Homa Bay in Westafrika hatten 2010 nur gerade drei Prozent der Haushalte elektrischen Strom. Der Ausbau des Stromnetzes ist in diesen Regionen in naher Zukunft nicht absehbar. Üblicherweise werden kostspielige Dieselgeneratoren verwendet, um Elektrizität zu erzeugen. Solarenergie bietet hier eine günstige und sinnvolle Lösung, um dezentral Strom zu erzeugen. Aufgrund von fehlenden Ausbildungsstätten für Techniker/innen und Handwerker/innen im Solarbereich ist ein Grossteil der berufstätigen Solartechniker/innen in Kenia jedoch nicht oder nur mangelhaft ausgebildet. Um den Mangel an kompetenten Fachkräften, der hohen Arbeitslosigkeit junger Erwachsener und der herrschenden Energiearmut entgegenzuwirken, werden im Sarah Obama Solar Learning Centre Solartechniker/innen ausgebildet. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation 21 Solartechniker/innen ausbilden. Durch die Elektrifizierung der Region geht wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung einher mit der Verbreitung erneuerbarer Energie und Klimaschutz.
30‘000 Franken für das Projekt „Reintegration von Strassenkindern“, Äthiopien (Sports – The Bridge)
Das Ziel ist es, Strassenkindern in Addis Abeba zu ermöglichen, durch die Reintegration in ihre Familien und die öffentliche Schule den Weg zurück in die Gesellschaft und in eine Zukunft mit Perspektiven zu finden. Zur Reintegration werden die beiden Mittel Sportpädagogik und Familienarbeit eingesetzt, welche durch das Angebot von gesundem Essen sowie Zugang zu medizinischer Versorgung, Hygiene und schulischer Grundbildung, ergänzt werden. Das Programm verläuft in zwei Phasen: Kinder, die auf der Strasse leben, besuchen zu Beginn täglich das Programm, mit dem Ziel nach maximal einem Jahr wieder zu Hause zu schlafen, im familiären Rahmen zu leben und zu Beginn des neuen Schuljahres wieder in die öffentliche Schule eingeschrieben zu werden.
40‘000 Franken für das Projekt „Gesundheitsprogramm zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörung bei ehemaligen Kindersoldaten“, Uganda (omoana)
Von 1986 bis 2006 herrschte in Norduganda ein anhaltender Konflikt. In dieser Zeit wurden schätzungsweise 30‘000 Kinder entführt und zu Soldaten ausgebildet. Die heutige Situation in Uganda ist friedlich. Allerdings leiden bis zu 50% der ehemals entführten Jugendlichen und jungen Erwachsenen heute noch an psychischen Folgen dieser Entführung und weisen Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung auf. Zusammen mit einer lokalen Partner- organisation im Bezirk Nwoya, wurde ein Ausbildungszentrum für Landwirtschaft sowie ein Mikrokredit-Programm für vom Krieg betroffene Jugendliche aufgebaut. Beide Programme begünstigen sowohl die ökonomische Stärkung als auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch Einbindung kommunaler Gärten- und Selbsthilfegruppen. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation den Jugendlichen traumafokussierte Therapien durch lokale Therapeuten ermöglichen.
30‘000 Franken für das Bildungsprojekt „Upasshak“, Bangladesch (CO-OPERAID)
Die Chittagong Hill Tracts sind ein Hügel- und Berggebiet im Südosten von Bangladesch an der Grenze zu Myanmar und Indien. Nach dem Untergang des britischen Kolonialreiches wurde das Gebiet Ostpakistan, dem heutigen Bangladesch, zugeteilt. Diese Region ist Heimat von elf Stämmen mit rund einer Million Menschen mit tibeto-burmesischer Herkunft. Sie haben dadurch ethnisch und kulturell kaum Gemeinsamkeiten mit der indisch-stämmigen bengalischen Mehrheitsbevölkerung, die dem Islam angehört. Das Projekt hat zum Ziel, Kinder der ethnischen Minderheiten im Berggebiet Bildungschancen zu ermöglichen. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation unter anderem ein Schulkomitee aufbauen, welches die Verantwortung für die Schulen übernimmt, Aus- und Weiterbildung der Lehrerschaft finanziert sowie Wohnheime mit Heimleiter/innen gründen kann.
Bewilligungen September 2016
25'000 Franken für die Unterstützung des Projektes Schulhausbau, Myanmar (600 Kids)
Myanmar gehört zu den ärmsten Ländern in Südostasien. Das Bildungswesen ist in einem maroden Zustand, doch Bildung ist der einzige Weg für die Kinder, in Myanmar dem Teufelskreislauf der Armut zu entkommen. Taung Tha Lae ist ein kleines Dorf im südlichen Flussdelta von Myanmar. Der Zyklon Nargis hat die bestehende Schule dort im Jahr 2008 zerstört. Seither findet der Unterricht primär in Provisorien statt. Ziel des Projektes ist es, ein neues Schulhaus mit zwei grossen Klassenzimmern zu bauen. Die Schulzimmer bieten Platz für bis zu 50 Schülerinnen und Schüler. Dank der neuen Schulräume soll auch die Unterrichtsqualität an der Schule gesteigert werden.
40'000 Franken für das Projekt „Markt statt Migration“ Absatzförderung für Kleinbauern, Brasilien (Vivamos mejor)
Die Existenz der familiären Bauernbetriebe in der Projektregion Minas Gerais ist zunehmend durch Trockenheit und Wassermangel bedroht. Die Bauernfamilien haben nur beschränkte Möglichkeiten, ihre Erzeugnisse auf dem lokalen Markt zu verkaufen. Die Kleinbauern produzieren zu geringe Mengen, um zu den Absatzkanälen Zugang zu erhalten. Dadurch entgeht den Kleinproduzenten dringend benötigtes Einkommen. Im Rahmen des Projektes wird die Bauernvereinigung von Chapada do Norte unterstützt, um eine nachhaltige, ökologisch verträgliche Landwirtschaft zu betreiben und die Region mit lokal produzierten Lebensmitteln zu versorgen. Kleinbauern werden bei der Vermarktung ihrer Produktion auf dem Wochenmarkt, in Supermärkten oder im Ernährungsprogramm in Schulen unterstützt. 100 Bauernfamilien schaffen sich damit Zugang zu lokalen Absatzmärkten und erwirtschaften mit ihrer Produktion ein Einkommen. Dies ist eine konstruktive Alternative zur Abwanderung oder Saisonarbeit auf entfernten Plantagen.
30'000 Franken für Mutter- und Kindprogramm, Mexiko (PRO INDIGENA)
Im Süden Chiapas und in der Grenzregion Guatemalas sind ein grosser Teil der Bevölkerung ehemalige Gewaltflüchtlinge aus dem Hochland Guatemalas. Zu dem aktuell dringendsten Problem der indigenen Bevölkerung gehört die fehlende Gesundheitsversorgung. Im Norden Guatemalas sind die Hebammen weitherum die einzigen Gesundheitsfachkräfte, die den schwangeren Frauen vor, während und nach der Geburt beistehen. Schwerpunkt des Projektes ist die Mutter- und Kindgesundheit, ergänzt durch die Förderung der Allgemeingesundheit in den Aspekten Hygiene und Ernährung. Durch die Ausbildung zur professionellen Hebamme von Frauen aus der Region Chiapas soll zukünftig eine Reduktion der Mutter- und Kindsterblichkeit sowie eine Verbesserung der medizinischen Versorgung erzielt und ein Beitrag zur Reduktion von Infektionsrisiken und Hygiene geleistet werden.
15'000 Franken für Bauerngemeinschaft erhält direkten Marktzugang Dank Lkw, Uganda (miva Schweiz)
Die Mehrheit der Personen im Kamwenge Distrikt ist arm und lebt vom Kleinhandel mit Landwirtschaftsprodukten oder vom Fischfang. Der Anbau von Baumwolle, Hochlandreis, Mais, Kaffee und Früchten lockte zahlreiche Migranten in die Region. Doch die Kleinproduzenten profitieren nicht von den daraus resultierenden höheren Marktpreisen, denn sie müssen wegen fehlender Transportmöglichkeiten ihren Hauptgewinn Zwischenhändlern oder Transporteuren überlassen. Mit der Beschaffung eines eigenen Lastwagens kann die lokale NGO COSIL grosse Mengen Mais und Reis verarbeiten und besser die lokalen Märkte beliefern. Somit ergibt sich der Vorteil einer kollektiven Vermarktung in Form von höheren Einnahmen, welche direkt an die Produzenten weitergeben werden.
50'000 Franken für Ausbildung und Entsendung von Hebammen, Äthiopien (Women’s Hope International)
Obschon in Äthiopien bezüglich der Gesundheit von Müttern in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte erzielt wurden, ist die Muttersterblichkeitsrate immer noch sehr hoch. Ein Grund für diese hohe Rate ist die Tatsache, dass bisher nur 30% aller schwangeren Frauen fachkundig begleitet und medizinisch versorgt werden. Das Projekt besteht aus zwei Komponenten: Die Ausbildung von Hebammen und ihren anschliessenden Einsatz in ländlichen Gesundheits-zentren. Die Hebammenschule, in der ein Wohnheim integriert ist, liegt einige Kilometer ausserhalb von Addis Abeba. Sie bietet 90 Studentinnen aus fünf Regionen Äthiopiens eine umfassende Hebammenausbildung, die zu einem Bachelorabschluss führt. Alle Hebammen verpflichten sich, ihre neu erworbenen Fähigkeiten nach ihrer Ausbildung in ländlichen Gesund-heitszentren während mindestens vier Jahren einzusetzen.
50'000 Franken für Förderung der lokalen Milchwertschöpfungskette, Mali (Vétérinaires sans frontières Suisse)
Obwohl Mali über einen grossen Viehbestand verfügt, bleibt die Milchproduktion bislang weit unter ihrem Potential und das arme, ohnehin stark verschuldete Land importiert in grossem Mass Milchpulver aus dem Ausland. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt VSF-Suisse die lokale Milchwertschöpfungskette in Mali und hilft damit Kleinbauern, Milchverarbeitern und Milchver-käufern eine nachhaltige Einkommensgrundlage aufzubauen. Ziel des Projektes ist es, die Milchqualität und die Produktivität der Zuchtbetriebe zu verbessern sowie eine regelmässige Versorgung des Marktes in Kayes mit lokal produzierter Milch, in ausreichenden Mengen und guter Qualität, zu gewährleisten.
50'000 Franken für das Projekt „Universal Pension“, Tansani (Kwa Wazee)
Alte Menschen sind in den ärmsten Gebieten des südlichen Afrikas grundsätzlich besonders verletzlich. Wenn sie krank sind oder sich nicht mehr aus eigener Kraft ernähren können, sind sie darauf angewiesen, von ihren Kindern unterstützt zu werden. Die HIV/AIDS-Krise hat dieses traditionelle Sozialsystem jedoch empfindlich geschwächt. Ein Teil der mittleren Generation ist gestorben, ein anderer Teil verarmt oder weggezogen. Da die Armut alter Menschen – im Besonderen alter Frauen – derart gross ist, möchte die Organisation mit dem angefragten Geldbetrag eine monatliche Rente sicherstellen. Im Vordergrund steht die Unterstützung von selbstorganisierten Grossmütter-Gruppen, welche gemeinsam einen Teil ihrer Rente zurücklegen und selber verwalten. Sie benutzen die Fonds, um sich Mikrokredite zu gewähren oder als Versicherung für Krisensituationen, die mit der Rente allein nicht bewältigt werden können.
30'000 Franken für das Projekt „Wasser gegen Hunger“, Mosambik (Aqua Alimenta)
Durch die geografische Lage bedingt, ist Mosambik weltweit eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder. Während Zyklone und Sturmfluten die Küstengebiete bedrohen, bestehen im Landesinnern verstärkt Hochwasser und Dürrerisiken. Wo Familien fast ausschliesslich Subsistenzlandwirtschaft betreiben, gefährden veränderte Wettermuster und Wetterextreme ihre Ernten und damit ihre Existenzgrundlage. Einkommensmöglichkeiten ausserhalb der Agrarwirtschaft gibt es so gut wie keine. Diesen Herausforderungen können die Bauernfamilien mit Hilfe angepasster Kleinbewässerung besser begegnen. Ziel des Projektes ist es, 438 neue Kleinbewässerungssysteme anzulegen und die 350 bereits bestehenden Anlagen zu unterhalten.
30‘000 Franken für Ausbildung und Arbeitsplätze für sozial benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene, Äthiopien (HELVETAS)
Das Bevölkerungswachstum ist im ländlichen Äthiopien immer noch hoch, auch wenn die Regierung kleinere Familien propagiert. Die Hälfte der Einwohner ist derzeit jünger als 25 Jahre. Jährlich kommen ungefähr zwei Millionen Menschen hinzu, was den Druck auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen, Dienstleistungen und den Arbeitsmarkt in Äthiopien stetig erhöht. Die meisten jungen Menschen werden schlecht oder gar nicht auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Dies führt dazu, dass viele Äthiopier arbeitslos oder in niedrig qualifizierten Jobs tätig sind. Das Hauptziel des Projektes ist, eine wesentliche Verbesserung der Lebenssituation von 2‘000 jungen Frauen und Männern durch eine Berufslehre und einen gesicherten Arbeitsplatz zu erzielen. Staatliche und private Bildungsanbieter und Arbeitsvermittlungsstellen sind in der Lage, geeignete Massnahmen für arbeitssuchende junge Menschen anzubieten. Relevante Projekter-gebnisse und Resultate fliessen in die staatliche Bildungsstrategie ein.
30'000 Franken für das Projekt „wirkungsvolle Ausbildung für junge Hausangestellte“, Honduras (Brücke Le Pont)
Die Mehrheit der Hausangestellten in Honduras ist 15 bis 24 Jahre jung. Die Arbeitsbedingungen sind prekär: Keine Arbeitsverträge, keine Sozialleistungen und oft bis zu 15-stündige Arbeitstage. Viele der jungen Mädchen sind gewalttätigen und/oder sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Aufgrund fehlender Schulbildung bieten sich den Betroffenen meist keine Alternativen. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen und den jungen Mädchen bessere Zukunftsperspektiven zu eröffnen, bietet das Ausbildungszentrum der Organisation Reyes Irene die Möglichkeit, die reguläre Schulbildung abzuschliessen sowie weiterführende Abschlüsse mittlerer Reife zu absolvieren. Neben der Ausbildung sind auch psychologische und medizinische Unterstützung der Mädchen bei Schwangerschaften oder Mangelerscheinungen sowie juristische Beratung wichtige Pfeiler des Angebots.
40'000 Franken für das Projekt „Female Hygiene“, Tansania (INTERTEAM)
In Tansania – und dort vor allem in ländlichen Gebieten – stellt die Menstruation bei Frauen noch immer ein gesellschaftliches Tabu dar. Dieses Tabu, verbunden mit fehlendem Wissen über Menstruations-Hygienemassnamen, führt dazu, dass Mütter ihre Töchter nicht über dieses Thema aufklären. Aufgrund schlechter sanitärer Bedingungen an den Schulen – oft gibt es keinen Zugang zu sauberem Wasser und Seife – mangelndem Wissen, fehlender Hygieneartikel für Frauen und nicht zuletzt aus Scham, bleiben Mädchen und junge Frauen während der Menstruation der Schule fern. In der Folge verpassen Mädchen, insbesondere während der entscheidenden Jahre der Primarschule, wichtige Unterrichtsinhalte und oft einen ordentlichen Schulabschluss. Ziel des Projektes ist es, Mädchen und jungen Frauen im Alter von elf bis 18 Jahren vor Schulabbrüchen zu bewahren und ihnen Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Dieses Ziel soll durch eine bessere hygienische Infrastruktur an Schulen, dem Erhalt von Hygieneartikeln sowie durch das Menstrual Hygiene Aufklärungs-Management erreicht werden.
15'000 Franken für Internationale Menschenrechtsbeobachtung, Guatemala (Peace Watch Switzerland)
Guatemala ist geprägt von einer Kultur der Straflosigkeit. Dies betrifft einerseits Verbrechen, welche während des Bürgerkrieges begangen wurden, andererseits gegenwärtige Übergriffe auf MenschenrechtsverteidigerInnen sowie Mitglieder der sozialen Bewegung. Die Organisation ACOGUATE begleitet in Guatemala Organisationen, bäuerliche Gemeinschaften und MenschenrechtsvertreterInnen, die sich für die Respektierung der Menschenrechte und Einhaltung der verfassungsmässigen Rechte einsetzen und deswegen bedroht werden. Die Menschenrechtsbeobachtung und -begleitung erfolgt durch internationale Freiwillige. Die Organi-sation dokumentiert lokale Prozesse und Vorfälle und erstellt Berichte, die sie nationalen und internationalen Organisationen zur Verfügung stellt.
12'000 Franken für das Projekt „Lehrgang zur Ausbildung im Kunsthandwerk Stickerei“, Vietnam (Verein Leprahilfe Vietnam)
Lepra ist von der sozialen Indikation her eine Armutskrankheit. Mit der fünfmonatigen Stickerei-Ausbildung, bei der jeweils 15 junge Frauen aus der Provinz Hoa Binh teilnehmen können, sollen die wirtschaftliche Eigenständigkeit und soziale Lage der Teilnehmerinnen sowie deren Familien nachhaltig verbessert werden. Nach erfolgreichem Abschluss erhält jede Teilnehmerin ein Set mit Arbeitsmaterialien. Damit erhöhen sich ihre Chancen erheblich, eine Arbeitsstelle zu finden oder selbständig Aufträge auszuführen. Ein weiteres zentrales Ziel ist die gesellschaftliche Integration der Auszubildenden.
30‘000 Franken für Stärkung von indischen Gemeinderätinnen, Indien (Das Hunger Projekt Schweiz)
Gemäss der 73. staatlichen Verfassungsänderung von 1992 sind in Indien ein Drittel der Gemeinderatsmandate für Frauen reserviert. Erstmals verfügen Frauen zumindest im Grundsatz über das Mandat und den politischen Einfluss, sich mit den Dorfbewohnern für ihre Anliegen einzusetzen. Die Umsetzung dieses Gesetzes in der Praxis ist eine grosse Herausforderung. Tief verwurzelte, patriarchische und feudale Strukturen stehen dabei häufig im Wege. Ohne geeignete Schulungen und Unterstützung haben diese Frauen in den Panchayats (Gemeinden) wenig Chancen, ihre Anliegen, wie z.B. bessere Ernährung, Bildung, Gesundheit und sauberes Wasser, durchzusetzen. Absolutes Ziel des Projektes ist die Überwindung von chronischem Hunger und Armut. Das Potenzial der Betroffenen soll genutzt werden, damit sie ein eigenverantwortliches Leben führen und ihre Grundbedürfnisse selber decken können. Mittels Workshops möchte die Organisation eine zunehmende Anzahl von Frauen ausbilden, damit diese eine starke Stimme in der Gemeinde gewinnen.
40'000 Franken für Arbeit und Einkommen durch Abfallmanagement, Bolivien (Swisscontact)
In Bolivien werden täglich nahezu 5‘000 Tonnen Haushaltsabfall generiert. Ein Grossteil davon in städtischen Gebieten. Mit dem Wachstum der Städte und gleichzeitigem Fehlen eines nach-haltigen Abfallmanagements wird dies zu einem ersthaften Problem. Zudem haben die bestehenden Abfalldeponien bereits ihre Kapazitäten ausgeschöpft und es erweist sich als schwierig, neue Deponiestandorte in den städtischen Gebieten zu erschliessen. An diesem Punkt setzt das vorliegende Projekt an. Zusammen mit lokalen Partnern, der Einbindung der Stadtbehörden und der Bevölkerung, wird das ökonomische Potential des Abfalls genutzt. Durch den Aufbau von Sammel- und Recyclingsystemen können wertvolle Rohstoffe wiederverwertet und die städtische Abfallmenge verringert werden. Allein die Trennung von organischem und wiederverwertbarem Material vom Restabfall reduziert die Abfallmenge bis zu 60%. Gleichzeitig entstehen neue Arbeitsplätze und Einkommensmöglichkeiten im Abfallsektor.
50'000 Franken für HIV/AIDS betroffene Kinder und Jugendliche stärken, Simbabwe (Terre des hommes Schweiz)
Bulawayo ist für nationale Verhältnisse besonders stark von der HIV-Pandemie betroffen. Während landesweit etwa 15% der jugendlichen und erwachsenen Bevölkerung HIV-positiv sind, sind es in Bulawayo 20.4%. Etwa 12‘000 Kinder leben mit HIV. Das Mpilo-Spital verfügt über Strukturen um jugendfreundliche, psychosoziale Dienste anzubieten, doch reicht ein gutes und adäquates Angebot alleine nicht aus. Der psychische Druck, unter dem viele HIV-positive Jugendliche stehen, hindert sie daran, solche Angebote wahrzunehmen und Jugendliche erfahren nur selten Unterstützung durch ihr Umfeld, um sich die nötige medizinische und psychologische Hilfe zu holen. Das Projekt richtet sich auf die Einrichtung und Stärkung eines psychosozialen Angebots, welches im Mpilo-Spital sowie an Schulen und Gemeinden durchgeführt wird. HIV-positive Jugendliche befassen sich durch erlebnispädagogische Methoden mit Erinnerungsarbeit. Parallel dazu wird das Umfeld der Jugendlichen auf ihre Bedürfnisse sensibilisiert. Dadurch werden die Resilienz und die Integration von HIV betroffenen Jugendlichen gefördert.
13'000 Franken für Gesundheitsfachstelle im Prostituiertenviertel, Indien (Stiftung Calcutta Project Basel)
Kolkata, die Hauptstadt des Bundesstaates West Bengalen, ist mit rund fünf Millionen Einwohnern eine der grössten Städte Indiens. Im Stadtteil Sonagachi wohnen auf engstem Raum rund 50‘000 Personen. Ein grosser Teil der dort lebenden Frauen sind Prostituierte, welche meist in prekären Verhältnissen und grosser Armut leben. Häufig sind die Prostituierten kaum aufgeklärt über sexuell übertragbare Krankheiten, deren Verhütung und Prävention, alltägliche Hygiene und andere gesundheitliche Risiken. Auch haben sie kaum Zugang zu medizinischer Versorgung oder Beratung, da sie sich wegen gesellschaftlicher Stigmatisierung selten ausserhalb des Quartiers bewegen und nicht mit Unbekannten über ihre Tätigkeit und ihre alltäglichen oder gesundheitlichen Probleme sprechen. Ein Schwerpunkt des Projektes ist die basismedizinische Grundversorgung für die Prostituierten des Viertels. Die Frauen sollen innerhalb des Quartiers kostenlos ärztliche Beratung und Untersuchungen in Anspruch nehmen können. Das zweite Ziel ist die Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten und die Aufklärung ihrer Verbreitung sowie mögliche Schutzmassnahmen.
46‘000 Franken für das Projekt „Grundversorgung Gesundheit“, Kongo (Mission21)
Die Demokratische Republik Kongo gehört nach dem Welthungerindex zu den am stärksten von Hunger betroffenen Ländern der Welt und bis zu 70% der Bevölkerung haben keinen Zugang zu medizinischen Einrichtungen. Aufgrund des desolaten Gesundheitszustands des Landes führt Mission21 in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen SSC (Service de Santé Communautaire) ein mehrjähriges Projekt durch, um zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Kongo beizutragen. Die Hauptaktivität des Projekts konzentriert sich auf präventive und kurative Medizin sowie Massnahmen im Bereich Hygiene und Weiterbildung des medizinischen Personals. So kann ein Beitrag zur Reduktion der epidemischen Krankheiten wie Malaria, HIV/AIDS und Tuberkulose geleistet und vor allem zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsversorgung von Frauen und Kindern beigetragen werden. Jährlich nehmen etwa 30‘000 Menschen die medizinische Leistung der SSC in Anspruch.
30‘000 Franken für Berufsbildung und Arbeitsvermittlung für sozial und wirtschaftlich benachteiligte Frauen, Marokko (Christlicher Friedensdienst)
Das Projekt in Essaouira richtet sich an soziale und wirtschaftlich benachteiligte Frauen, das heisst Frauen ohne Ausbildung und Einkommen. Die Frauen bekommen mehrheitlich das erste Mal in ihrem Leben Zugang zu Berufsbildung und Arbeitsvermittlung. Die wirtschaftlich schwierige Situation in Essaouira bedingt, dass die Frauen trotz fehlender Ausbildung ihre Familien mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser halten müssen. Ziel des Projektes ist es, Frauen aus schwierigen sozialen und ökonomischen Situationen darin zu stärken, dass sie autonomer werden. Sie schliessen erfolgreich eine auf sie zugeschnittene und staatlich anerkannte kombinierte Berufsbildung in Kochen, Patisserie und Zimmerservice ab und erhöhen so ihre Chancen für eine Anstellung in der Tourismusbranche. Sie lernen ihre Rechte kennen und können diese entsprechend einfordern.
40‘000 Franken für Gemeinsam gegen Armut – Bauernfamilien organisieren sich, Nicaragua (Solidar Suisse)
Die meisten Familien in der Region Matagalpa im Norden Nicaraguas sind Selbstversorger und leben in grosser Armut. Der kleinbäuerliche Anbau ist wenig produktiv und der Marktanteil gering. Durch den Klimawandel häufiger gewordene Naturkatastrophen und die Abwanderung von Arbeitskräften haben der Region zusätzlich geschadet. Seit den Neunzigerjahren fördert Solidar Suisse deshalb gezielt bäuerliche Genossenschaften, denn ein starker Zusammenhalt und eine effiziente Organisation sind für die Bauernfamilien überlebensnotwendig. Dank koordinierten Produktions- und Vermarktungsstrategien konnten sich viele Kleinbauern aus der Abhängigkeit von internationalen Saatgut- und Düngermittelherstellern befreien. Der Zusammenschluss in Genossenschaften bringt den Familien Zugang zu Krediten, fachlicher Weiterbildung und die gemeinsame Vermarktung der Produkte garantiert mehr Preisstabilität. Zudem erfüllen die Genossenschaften vielfältige soziale Aufgaben in der Region.
25‘000 Franken für Solar- und Energiesparkocher, Madagaskar (ADES)
Jährlich verschwindet auf Madagaskar Wald in der Grösse des Kantons St. Gallen. Das Holz wird von der Bevölkerung als Brennholz zum Kochen verwendet. Dadurch gehen der Lebensraum von Tieren und Pflanzen und die Lebensgrundlagen der Menschen verloren. Der 2001 gegründete Verein ADES hat zum Ziel, den Einsatz von Solarkochern, energieeffizienten Kochmethoden und anderen Möglichkeiten der Sonnenenergienutzung und erneuerbaren Energien in Madagaskar zu fördern, um so Lebensräume zu erhalten, Abholzung wertvoller Wälder zu vermeiden und die Armut zu bekämpfen. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte man 3‘500 Energiesparkocher in Umlauf bringen, die AnwenderInnen im Umgang schulen und die Öffentlichkeit für energie-effiziente Kochmethoden sensibilisieren.
9‘000 Franken für das Projekt „Teacher Training“, Tansania (Training the Trainers)
Die Landessprache in Tansania ist Suaheli, die Bildungssprache und auch Unterrichtssprache ab der Sekundarschule ausschliesslich Englisch. Für Kinder – und dies speziell in ländlichen Gebieten – ist Suaheli bereits eine Zweitsprache nach der zuhause gesprochenen lokalen Sprache. Zugleich werden ihnen ab der ersten Klasse Englischlektionen erteilt, das heisst viele Kinder erlernen bei der Einschulung gleich zwei neue Sprachen. Die Anforderungen an die Lehrpersonen sind sehr hoch, sollten sie doch die Kinder so weit bringen, dass sie ab der Sekundarschule in der Lage sind, mit Englisch als Unterrichtssprache dem Unterricht in allen Fächern zu folgen. Es mangelt jedoch vor allem an ausgebildeten Lehrkräften. Ziel des Projektes ist es, mit 45 Lehrpersonen der Primarschule Ngarenanyuki Ward ein dreiteiliges Teacher Training durchzuführen. Die Kurse für die Lehrpersonen sollen Wege zu einem partizipatorischen, schülerzentrierten Unterricht aufzeigen. Die Kinder profitieren von der besseren Methodenkompetenz ihrer Lernpersonen, können lernen statt nur wiedergeben bzw. auswendig lernen und werden gefördert.
40‘000 Franken für Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Neugeborenen, Mosambik (SOLIDARMED)
Die Sterblichkeitsrate von Frauen und Neugeborenen in Mosambik gehört zu den höchsten weltweit. Bei 100‘000 Geburten sterben 600 Frauen und 5‘000 Neugeborene. Dies liegt einerseits daran, dass der Wiederaufbau des Gesundheitssystems nach dem Bürgerkrieg nur teilweise erfolgt ist und den Bedürfnissen der Frauen nur bedingt entspricht. Anderseits verfügt die Bevölkerung nur über geringes Grundwissen in Bezug auf Gesundheit. Die Folge: Viele Frauen entbinden zu Hause, ohne fachliche Unterstützung einer Hebamme oder eines Arztes. Lebensgefährliche Komplikationen sind häufig. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen in drei abgelegenen Distrikten der Provinz Cabo im Norden von Mosambik nachhaltig verbessern. Die schwangeren Frauen werden von ausgebildetem Gesundheitspersonal vor, während und nach der Geburt gut versorgt und medizinisch betreut.
300‘000 Franken für HIV/AIDS Projekt in Ifakara, Tansania (Swiss TPH)
Der Kanton Basel-Stadt unterstützt langfristig den Aufbau und Betrieb der Chronic Desease Clinic Ifakara, welche sich für die lückenlose Betreuungskette mit Prävention, HIV-Tests, HIV-Therapien wie auch Langzeitbetreuung, einsetzt. Seit der Gründung des St. Francis Referenzspitals in Ifakara vor 13 Jahren hat sich dieses Ambulatorium für chronische Krankheiten zu einer nicht mehr wegzudenkenden Anlaufstelle für über 9‘000 Menschen sowie zu einem Zentrum für AIDS-Forschung und Ausbildung entwickelt. Seit der Inbetriebnahme der Klinik konnten über 100 Personen im Gesundheitssektor auf verschiedenen Stufen der Betreuung von HIV/AIDS-Patienten ausgebildet werden, wovon einige an anderen Kliniken des ganzen Landes ihr Wissen umsetzen.