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Wenn beispielsweise ein Unternehmen keine Zahlungen mehr tätigen kann, spricht man von Bankrott. Die Ursprünge des Begriffes liegen im Italienischen: Er entwickelte sich aus den Worten «banco» und «rotto». Manchmal als zerbrochene Bank, manchmal als zerbrochener Tisch übersetzt.
Tische waren der Dreh- und Angelpunkt der Arbeit von mittelalterlichen Geldwechslern, die besonders in Florenz – wortwörtlich – alle Hände voll zu tun hatten. Der Handel mit Produkten aus aller Welt blühte. Die Stadt zählte um 1300 mehr als 90’000 Einwohner und gehörte damit zu den grössten Städten Europas.
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung entwickelten sich auch neue Formen des Handels und kapitalistische Denkansätze. 60 Banken gab es zu Beginn des 14. Jahrhunderts in Florenz, die nicht nur Geld wechselten, sondern auch welches zu verleihen begannen. Die sogenannten Cambiatori, also die Geldwechsler, wurden zu Bankern.
Auch die Familie Peruzzi handelte mit Geld und vergab Kredite. Eigentlich gehörte ihr aber eines der drei wichtigsten internationalen Handelshäuser in Florenz. Die Peruzzis machten unter anderem mit dem Adel Geschäfte, dazu gehörte auch König Karl II. von Neapel.
Verschiedene Ereignisse setzten dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens jedoch langsam aber sicher zu, dazu zählte unter anderem ein sinkender Goldpreis. Nichtsdestotrotz wurden König Eduard III. von England grosse Mengen an Geld geliehen. Gemeinsam mit einem anderen florentiner Handelsunternehmen handelten die Peruzzis als Gegenleistung unter anderem ein Monopol für den Wollexport aus.
1343 fiel das Kartenhaus zusammen. Erst wurde König Eduard III. zahlungsunfähig, dann mussten die Peruzzis ihren Bankrott erklären. Ein Chronist der damaligen Zeit hielt fest, dass der englische König bei den Peruzzis und dem zweiten Handelshaus 1.5 Millionen Florin in der Miese war.