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Denim Jeans - Jugendrebellen der 1950er Jahre machten sie salonfähig
Seeleute und Hafenarbeiter der Stadt Genua trugen bereits im 17. Jahrhundert Hosen aus Segeltuch. Der Ausdruck "Jeans" wurde aus dem Wort "Gênes", so heisst die Hafenstadt in französisch, abgeleitet. Der erste Jeansstoff, wie wir ihn heute kennen, hiess, gemäss seines Ursprungsorts, "Serge de Nîmes". Es war ein Tuch aus einem Gemisch von Baumwolle und Hanf. Die ungefärbten Hosen waren damals naturbelassen bräunlich. Denim wurde später aus blau eingefärbten Kettfäden und weissen Schussfäden aus reiner Baumwolle gewoben. Es ist eine Köperbindung, auch Twill genannt und erkennbar am schrägen Grat. Durch diese Webart ist der Stoff besonders strapazierfähig. Heute werden den Garnen oft auch Elasthan oder Polyester beigemischt. Das Material wird dadurch leichter und elastischer aber auch weniger stabil.
1873 liess der Schneider Jacob W. Davis unter Mithilfe des Stoffhändlers Levi Strauss, die mit Metallnieten verstärkte Jeanshose patentieren. Die beiden verkauften ihre "Levi's Jeans" von San Francisco aus vor allem an jene, die das harte Outdoor-Leben im äussersten Westen zu meistern hatten. Goldschürfer, Minenarbeiter, Cowboys, Holzfäller und Rancher. Das beliebteste "Levi's Modell" war die "501".
Bald tauchten neben "Levi's" neue Marken auf: Lee, Wrangler und HIS. Jeans tragende Filmidole wie Marilyn Monroe (Vor dem neuen Tag, 1952) und James Dean (Denn sie wissen nicht was sie tun, 1955) inspirierten eine ganze Generation von jungen Menschen nicht nur in den USA, sondern auch jenseits des Atlantiks. Junge Rebellen grenzten sich in der Nachkriegszeit durch das Tragen der Jeans von der Gesellschaft ab. Damals trugen pflichtbewusste Bürger vor allem Anzüge und die Damen Röcke.
Ab den 1970er Jahren wurde die Jeans zum Einheitslook der Jugend und ist bis heute von keinem Kleiderschrank mehr wegzudenken. Die Jeans lockt heute keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor, sie ist salonfähig geworden. Ein Outfit in Kombination mit Jeans wirkt "casual" und kann einem klassischen Blazer einen freizeitlich, jugendlichen Touch verleihen.
Bücher:
100 Ideen verändern Mode, Harriet Worsley
Icons of mens style, Josh Sims
Fachwissen Bekleidung, Europa-Verlag
Materialkunde Textil, Jürgen Knapheide