Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03374.jsonl.gz/1913

Das hautfarbene Kleid des Designers Jean Louis liess Monroe fast nackt erscheinen und war ein Skandal. Es war so eng, dass für Unterwäsche kein Platz blieb und die Schauspielerin regelrecht hinein genäht werden musste, bevor sie im Mai 1962 im New Yorker Madison Square Garden auf die Bühne trat und dem Präsidenten ein sinnliches «Happy Birthday Mr. President» ins Mikrofon hauchte.
Der Auftritt heizte damals die Gerüchte über eine Affäre zwischen dem Präsidenten und dem Sexsymbol an. Marilyn Monroe starb knapp drei Monate nach dem legendären Auftritt im August 1962 im Alter von 36 Jahren an einer Überdosis Schlaftabletten.
Das Kleid ging an das Unternehmen Ripley’s Believe It or Not!, das in den USA eine Reihe von Kuriositäten-Museen betreibt. Der Chef des Auktionshauses Julien’s, Darren Julien, feierte die Versteigerung als «einen der wichtigsten Augenblicke in der Geschichte des Unternehmens». Das Kleid war zuletzt 1999 für 1,26 Millionen Dollar versteigert worden.
Ein weiterer Höhepunkt am ersten Tag der Versteigerung in Beverly Hills von Stücken aus dem persönlichen Besitz des Filmstars war die Auktion eines Cocktail-Kleides, das Monroe in «Manche mögen’s heiss» getragen hatte. Es ging für 450’000 Dollar an einen neuen Besitzer. Ein Negligée aus dem Film «Niagara» erzielte einen Preis von 59’000 Dollar, ein Paar Ferragamo-Schuhe kam für 34’000 Dollar unter den Hammer.
Insgesamt stehen bei der dreitägigen Versteigerung bei Julien’s mehr als 1000 Monroe-Erinnerungsstücke zum Verkauf. Viele stammen aus dem Erbe ihres Schauspiellehrers Lee Strasberg, dem Monroe ihre gesamte persönliche Habe vermacht hatte.
Das bislang teuerste Monroe-Kleid bleibt jedoch das weisse Kleid, das ihr in einer legendären Szene aus «Das verflixte 7. Jahr» über einem U-Bahn-Schacht in die Höhe geweht wird. Es wurde vor fünf Jahren für 5,5 Millionen Dollar versteigert.
(SDA)