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Liebe Freunde
Einmal mehr ist es soweit: Eine neue GOA-Klickaktion läuft, das Ziel ist gesteckt und die Zeit bis Ende Juli ist limitiert. Wofür wir diesmal sammeln? Da der Monat Juli ganz im Zeichen unserer GOA-Schulen in Kenia steht, soll auch das Resultat dieser Klickaktion den Schulen zugute kommen. Dass diese es bitternötig haben, zeigen euch vielleicht folgende Beispiele, welche ich selbst beim Unterrichten an den GOA-Schulen in Kenia erlebt habe:
GOA Education Center
Ich unterrichtete Mathematik an der vierten Klasse und diktierte eine Regel aus dem Geometrieführer. Plötzlich fragte ich mich: Wie kommt es, dass wir mitten in einer Schulstunde sind und nur vier Kinder mitschreiben wenn ich etwas diktiere? Alle anderen sitzen nur da und schauen mich mit grossen Augen an. Nachdem ich zuerst meine Anweisung wiederholte und alle Schüler mehrmals zum Mitschreiben aufforderte, streckte ein Junge in der hintersten Reihe die Hand zögerlich in die Höhe und sagte mit beschämter Stimme: Mwalimu, tunataka kuandika, lakini tunatafuta kalamu (Frau Lehrerin, wir möchten ja gerne schreiben, aber wir suchen gerade unsere Stifte). Natürlich konnte ich von Weitem sehen, dass niemand am Suchen war. Der Satz war eine höfliche Form mir mitzuteilen, dass all die Kinder, die nicht schrieben , das Schreiben nicht verweigerten sondern einfach keinen Stift hatten.
GOA Mathare Slumschule
Ich erklärte mich bereit, dem ersten Schultag nach den Ferien im April beizuwohnen und stand schon am frühen Morgen an der Tür der Schule. Während ich mich mit den Lehrerinnen unterhielt, erschienen die ersten Kinder, doch nicht so viele wie erwartet. Um 11 Uhr sind erst 26 von ca. 60 Kindern anwesend. Ich beginne mich zu fragen, weshalb diese Kinder die Möglichkeit zur Schule zu gehen, nicht mehr schätzen und einfach zuhause bleiben. Als ich die Kindergärtnerin darauf ansprach, meinte sie: Die Kinder, die noch nicht hier sind, kommen fast alle aus zerrütteten Familien, haben nur noch einen Elternteil oder wachsen sogar bei Grosseltern, Verwandten oder Nachbarn auf. Sie trauen sich nicht, zurück in die Schule zu kommen, da sie nicht in der Lage waren, die benötigten Schulbücher über die Ferien zu beschaffen. Da die Schule zu wenig Geld hat um all die Schulbücher zu kaufen, müssen die Kinder sie selbst mitbringen.
GOA Sekundarschule
Hier leben die Schüler wie in einem Internat und gehen nur über die Ferien in ihr Waisenhaus zurück, da sie aus den verschiedensten Regionen stammen. So schlafen und essen sie täglich in der Schule. Als ich im Mai eine Gruppe von Sekundarschüler vor ihrem Schulzimmer sah und mich dazugesellte, fiel mir schnell auf, dass sie nicht sehr gepflegt aussahen. Ich begann ein wenig zu schimpfen und meinte, ich habe gedacht dass sie genug alt seien, um anständig herumzulaufen. Die Schüler senkten die Köpfe und ich dachte, sie hätten verstanden dass sie sich ein bisschen mehr Mühe geben sollten. Doch die Erklärung des einen Schülers brachte mein ganzes Konzept durcheinander: Jeder Schüler erhält am Anfang des Semesters eigentlich sein Toilettenpapier, Seife, Schuhwichse und einige andere persönliche Verbrauchsmaterialien. Da die meisten von uns dies jedoch nicht bekamen, weil einfach zu wenig Geld vorhanden war, mussten wir die Einkäufe eines Schülers zu fünft oder zu siebt teilen. Das reicht natürlich nicht lange und da wir nun in der Mitte des Semesters sind, ist alles aufgebraucht. Sogar die Matratze auf der ich schlafe, gehört einem anderen Schüler, und ich bin immer darauf angewiesen, dass ich bei jemandem im Bett Asyl finde da die Schule sich keine Matratze für mich leisten kann. Wir würden ja gerne deiner Anweisung folgen, nur ist das nicht ganz einfach. Wir brauchen Hilfe!
Ja, diese Hilfe möchten wir mit dieser Klickaktion leisten. Bist du dabei? Was könntest du dazu beitragen, dass die Kinder in ihrem täglichen Schulalltag einige Probleme weniger haben müssen? Alles, was aufgelistet ist, wird nach der Beschaffung unter den GOA-Schulen je nach Bedürfnis aufgeteilt und wird die dringendsten Löcher füllen.
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Jeder Beitrag zählt, um das Ziel zu erreichen! Herzlichen Dank fürs Mitmachen und ich freue mich darauf, die strahlenden Kindergesichter zu sehen, wenn sie miterleben dürfen, dass sich ihr Schulalltag dank dieser Klickaktion verändert.
Viel Freude beim Klicken und Geben und einen schönen Sommer!
Herzlich,
eure Rebekka