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Sehnst du dich nach mehr Tagesstruktur, Wertschätzung von anderen Erwachsenen und Gesprächen auf Augenhöhe? Dann ist der Zeitpunkt für den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt gekommen. Um dir den Weg zurück ins Berufsleben zu erleichtern, haben wir folgende Empfehlungen für dich zusammengestellt:
Du weisst, was du willst
Nimm dir genug Zeit, um herauszufinden, ob sich deine Interessen während deiner Berufspause verändert haben oder nicht. Notiere und priorisiere deine beruflichen Ziele und privaten Wünsche. Mache dir Gedanken darüber, ob deine Vorstellungen realistisch sind.
Du weisst, was du wert bist
Fragst du dich, ob du den Anforderungen im Job noch gewachsen bist? Gewisse Selbstzweifel gehören bei jedem Neuanfang dazu. Für einen guten Wiedereinstieg ist es wichtig, dass du an dich und deine Familie respektive an dein Umfeld glaubst. Dein Selbstvertrauen kannst nur du stärken. Wenn du am Anfang noch etwas unsicher bist, dann gilt laut Michelle Friedman, (Gründerin von Advancing Women’s Careers, LLC und Beraterin iRelaunch) das Prinzip von „fake it until you make it“.
Du weisst, was du kannst
Kennst du deine Fähigkeiten? Zögere nicht, deine ehemaligen Arbeitskollegen und Freunde danach zu fragen. Sei bereit, deinem neuen Arbeitgeber aufzuzeigen, was er sich einkauft, wenn er dich einstellt. Überzeuge deinen zukünftigen Arbeitgeber davon, dass du als Wiedereinsteigerin eine extra Portion Energie und Begeisterung mitbringst, gerade weil du eine Weile nicht gearbeitet hast und wieder berufstätig sein möchtest.
Bring dich wieder auf Kurs
Wenn du längere Zeit nicht berufstätig gewesen bist, liegt es in deiner Verantwortung, dich wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Informiere dich beispielsweise über das aktuelle Marktgeschehen in deiner Branche oder aktualisiere deine IT-Kenntnisse.
Mit dem Partner alles besprechen
Hast du mit deinem Partner schon geklärt, wer wie viel arbeitet, und wie ihr euch die Arbeit zu Hause aufteilt, wenn beide wieder berufstätig sind? Diverse Studien belegen, dass Frauen, die in einem höheren Pensum (50 Prozent und mehr) arbeiten, langfristig glücklicher sind, weil auch der Partner zu Hause mehr mitanpackt und beide zum Familieneinkommen beitragen. Es lohnt sich daher, dies früh genug zu diskutieren und – wenn nötig – auch etwas Beharrlichkeit dem Partner gegenüber zu zeigen. Die Arbeitsteilung im Alltag braucht sehr viel Planung, gegenseitiges Entgegenkommen und Verständnis. Sei bereit, zu Hause Abstriche zu machen und Verantwortung abzugeben. Wenn beispielsweise dein Partner euer Kind anders kleidet, als du das gemacht hättest, heisst das nicht, dass es nicht richtig ist.
Kinder in guten Händen wissen
Wenn du sicher bist, dass dein Nachwuchs in deiner Abwesenheit gut versorgt ist, wird es dir viel leichter fallen, wieder ins Berufsleben zurückzukehren und dich bei der Arbeit voll und ganz auf deinen Job zu konzentrieren.
Nimm dir daher genug Zeit, die passende Tagesbetreuung für die Kinder zu finden – sei es eine Krippe, einen Hort, eine Tagesmutter oder eine Nanny zu Hause; seien es die Grosseltern.
Networking
Erzähle jedem, dass du auf Jobsuche bist und nimm an Networking-Veranstaltungen teil. Laut Stellenmarkt-Monitor der Universität Zürich, werden 25 Prozent der offenen Stellen ohne Ausschreibung intern oder extern vergeben. Je höher die Karriereleiter, desto schwieriger wird es, eine Stelle ohne Vitamin B zu finden.
Geduldig bleiben
Für die Jobsuche braucht es Zeit, und je nach Anzahl Absagen auch Frustrationsresistenz. Lass deswegen den Kopf nicht hängen. Der richtige Job kommt – manchmal auch über Umwege. So kann eine befristete Anstellung durchaus zu einer Festanstellung führen, oder das Pensum einer Teilzeitstelle nach Bedarf erhöht oder reduziert werden.