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Fritzsche, Robert (1919-2016)--DB1138
Person
Lebensdaten
15.06.1919-29.08.2016
Mädchenname, Herkunftsort bzw. Heimatort
Zivilstand, Konfession, Nachkommen
Reformiert
Soziale Herkunft, verwandtschaftliche Beziehungen
Ausbildung, berufliche Tätigkeit und Funktionen in der Öffentlichkeit
Ausbildung
Dr. sc. tech.; Ing. Agr. ETHZ, 1940-1944
Berufsausübung
Eidgenössische Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau in Wädenswil: Direktor 1961-1984 (als Nachfolger von Kobel, Fritz (1896-1981)--DB1949 und Vorgänger von Müller, Walter (1941-)--DB2503); ETHZ: Professor 1972-, Dozent 1959-
Funktionen in landwirtschaftlichen Institutionen
Funktionen in anderen Institutionen
Funktionen in der Politik
Biographische Skizze
Nach einer praktischen Ausbildung in der Landwirtschaft studierte Rudolf Fritzsche an der Landwirtschaftlichen Abteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und promovierte mit einem anatomisch-bio-chemischen Thema. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs kam er an die Eidgenössische Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau in Wädenswil. Seine Forschungs- und Versuchstätigkeit erstreckte sich hier z.B. darauf, Grundlagen für die Züchtung von Veredelungsgrundlagen und Obstsorten zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang interessierte er sich besonders für die Wurzeltätigkeit. Er suchte die Ernährung der Obstbäume zu optimieren und traf Massnahmen, um deren Erträge und Qualität zu steigern. Ferner prüfte er neue Anbauformen.
In den 1950er Jahren begann der Pomologe Fritzsche mit betriebswirtschaftlichen Erhebungen im Obstbau. Diese waren im Hinblick auf die Beratung und Einschätzung von Obstanlagen von Bedeutung und nahmen Einfluss auf die Obstsortenentwicklung. Er befasste sich ferner mit unterschiedlichen, durch Industrieabgase hervorgerufene Immissionsschäden in Obstanlagen. Seit 1959 wirkte Fritzsche als Dozent an der Eidgenössischen Technischen Hochschule. 1972 ernannte ihn der Bundesrat zum Titularprofessor. Als Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gerstenbau in Wädenswil setzte er sich für den Ausbau der Forschungsstätte und die Eingliederung weiterer Versuchsbetriebe ein.
Autor: Peter Moser
Quellen und Literatur
Eigene Publikationen
- Hermann Müller-Thurgau, in: Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik, 29, 1974, S. 9-64
- Helveticat
Quellen
- AfA Personendossier Nr. 1099
- Schweizerische Landwirtschaftliche Monatshefte 62 (1984), S. 328-329