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Im Jahr 2020 haben 41,0% der Bevölkerung in der Schweiz freiwillige und unbezahlte Tätigkeiten für andere ausgeführt. Die Ergebnisse werden unterschieden nach institutionalisierter Freiwilligenarbeit in Organisationen wie Sportvereinen, karitativen oder kirchlichen Institutionen und informeller Freiwilligenarbeit mit Hilfe oder Pflege für Personen ausserhalb des eigenen Haushalts.
Gegenüber dem Jahr 2016 ist der Anteil Personen im 2020, der sich im institutionellen Rahmen engagiert, von 19,5% auf 15,9% gesunken und im informellen Bereich von 31,7% auf 32,5% gestiegen. Möglicherweise kann ein Teil dieser Veränderungen durch die Massnahmen der Covid-19-Pandemie erklärt werden. Männer sind öfter im institutionellen Bereich engagiert, Frauen häufiger im informellen Rahmen. Zudem scheint die Freiwilligenarbeit bei inländischen Personen mit einem knapp doppelt so hohen Anteil weiter verbreitet zu sein als bei der ausländischen Bevölkerung.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Menschen, die an ihrem sozialen Umfeld teilhaben, in Familie, Freundeskreis und in der Gesellschaft integriert sind, sind eher gesund und leben länger als andere. Der Anteil der Bevölkerung in der Schweiz, der freiwillig und unbezahlt für andere Tätigkeiten ausführt, ist ein Aspekt der gesellschaftlichen Teilhabe, der hier gezeigt wird.
Der Indikator gibt Auskunft zu einem der übergeordneten Ziele der NCD-Strategie, „die Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Teilhabe der Bevölkerung in Wirtschaft und Gesellschaft.“
Dieser Indikator zeigt den Anteil der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren, der informelle und institutionalisierte Freiwilligenarbeit leistet. Die Daten zu diesem Indikator stammen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE des Bundesamts für Statistik, die alle 3 bis 4 Jahre ein Modul zur unbezahlten Arbeit enthält.
Grundsätzlich werden zwei Fragen zu den vier Wochen vor der Befragung gestellt, die eine zu freiwilligen oder ehrenamtlichen Arbeiten in einem Verein, einer Organisation oder einer öffentlichen Institution. Die andere betrifft unbezahlte Arbeiten, die für Personen geleistet wurden, die nicht Mitglieder des eigenen Haushalts sind, wie Verwandte, Bekannte oder Nachbarn.
Seit 2016 werden die Fragen zur informellen Freiwilligenarbeit nicht mehr wie früher für alle Hilfeleistungen zusammen gestellt, sondern für jede Tätigkeit, bzw. unterstützte Person einzeln. Die Resultate sind daher nur bedingt mit den Vorerhebungen vergleichbar.
Eine Erklärung der soziodemografischen Variablen findet sich im Dokument: Beschreibung der Dimensionen.
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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