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Smarte City/Re Logistik
So schnell wie möglich emissionsfrei und mit weniger Verkehr Logistik-Bedürfnisse im Stadtzentrum aber auch in der umliegenden Region erreichen
Ein Partizipationsprozess ist eine Folge von Partizipations-Aktivitäten (z.B. zuerst eine Umfrage ausfüllen, dann Vorschläge machen, diese face-to-face oder in virtuellen Events diskutieren, und sie schliesslich priorisieren) mit dem Ziel, ein bestimmtes Thema zu definieren und darüber zu entscheiden.
Beispiele für partizipative Prozesse sind: ein Verfahren zur Wahl von Ausschussmitgliedern (bei dem die Kandidaturen zuerst präsentiert, anschliessend debattiert und schliesslich eine Kandidatur ausgewählt wird), die Bürgerhaushalte (bei denen Vorschläge gemacht, wirtschaftlich bewertet und mit dem verfügbaren Geld abgestimmt werden), ein strategischer Planungsprozess, die gemeinschaftliche Ausarbeitung einer Vorschrift oder Norm, die Gestaltung eines städtischen Raums oder die Erstellung eines öffentlichen Planes.
Project Owner Stadt Thun, Michael Gassner, <email-pii> (Externer Link)
Kernteam: Stadt Thun, Stadt Bern, die Post, CST Cargo Sous Terrain, Schlossberg Thun
Ziele
- So schnell wie möglich emissionsfrei und mit weniger Verkehr Logistik-Bedürfnisse im Stadtzentrum aber auch in der umliegenden Region erreichen.
- Die Wohnqualität bei Anwohnern entlang von Logistikrouten muss gesteigert und nicht weiter reduziert werden.
- Logistik in der Stadt bündeln, damit nicht jeder Logistiker sowie auch jeder Konsument individuell in die Innenstadt fährt.
- Jeder Logistiker baut seine eigene Lösung auf. Dies führt zu Wettbewerb und nicht maximaler Bündelung. Hier fehlt der Regulator, welcher entsprechende Vorgaben und Anreize schafft, um miteinander dieses Problem zu lösen.
- Es fehlt ein Anreizsystem, damit ein Umdenken stattfindet und emissionsfreie Logistik-Lösungen bevorzugt werden.
- Viele Patiententransporte in die Innenstadt (einzelne Praxen, Spitalzugang, Parkplatz, …). Bestehen Koppelungsmöglichkeiten mit Anlieferungen?
- Entsorgungspunkte sind teilweise so weit vom Verursacher entfernt, dass hierfür private Fahrzeuge eingesetzt werden
Zentrale Fragestellung für BOLD Ideas
Wir nehmen an, dass die adressierten Bedürfnisse nur mittels offener Logistik-Infrastruktur gelöst werden können, welche durch eine Behörde reguliert werden. Zur Logistik-Infrastruktur gehören stationäre sowie allenfalls auch mobile Hubs ergänzt um eine offene digitale Logistik-Plattform für die Prozess-Orchestration. Stimmen diese Annahmen und mit welchen Anreizen kann die Nutzung eines solchen Systems aktiv gefördert und gesteuert werden?
Mögliche Lösungsansätze
- Parkhäuser, Bushaltestellen und/oder auch mobile Logistik-Umschlagplätze bereitstellen und mit einbeziehen. Bestehende Infrastruktur soll für verschiedene Zwecke verwendet werden können. Während der Nacht ist z.B. ein Parkhaus leer oder eine Bushaltestelle unbedient.
- Logistik-Umschlagplätze müssen physisch zugänglich und digital OFFEN in Form von Basis-Infrastruktur vernetzt sein, um von verschiedenen Bedürfnisträgern genutzt werden zu können.
- Die Nutzung einer solchen Logistik-Plattform muss über Anreize zur Nutzung verfügen; z.B. Bonus/Malus-System für gewünschtes vs. unerwünschtes Verhalten aus Sicht des Infrastruktur-Bereitstellers.
- MyBuxi-Konzept als Idee mit Elektro-Taxibus für Personentransporte und gebündelte Logistik-Transporte auf Knopfdruck per App.
- Zusätzliche Service-Dienstleister könnten eine wichtige Rolle im Rahmen einer smarten City Logistik spielen. Bei der Velo-Mobilität könnten dies z.B. Wasch-/Reparaturservice-Dienstleister sein.
Nutzen
- Stadt Thun und Bevölkerung: Verkehrsreduktion in sensiblen Räumen bez. Ökologie und Wohn- und Aufenthaltsqualität, Beitrag zu den Klimazielen und einer emissionsfreien Innenstadt-Logistik (Hotspot Innenstadt, aber auch ausserhalb), Positionierung der Stadt Thun als Pionierin im Kontext Smarte Logistik.
Bildquelle: https://staedteverband.ch/cmsfiles/skm_urbane_logistik_2011030-druck-final_1.pdf?v=20200225171358