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Die Anlage in
Kirchbözberg stellt mit dem spätgotischen Pfarrhaus aus dem Jahr 1664/65, der
Pfarrscheune von 1773 und dem Gotteshaus eine eindrückliche und stimmige
Gebäudegruppe dar, die dem Betrachter auch heute noch eine «trauliche,
heimliche Geborgenheit» (Emil Maurer) vermittelt. Der schön gelegene Friedhof
schliesst südseitig direkt an den Kirchhof an.
Der Pfarrhof Bözberg um das Jahr 1900. Linksseitig des Kirchturms das Pfarrhaus, gegenüber die Pfarrscheune, unten in der Mitte das heute nicht mehr vorhandene alte Waschhaus. Zwischen Pfarrhaus und Kirche ist der mächtige alte Kastanienbaum zu sehen, der in den 1950er-Jahren gefällt worden ist.
Das Pfarrhaus stammt in seiner heutigen Erscheinungsform aus dem Jahr 1665. Damals wurde offenbar der marode gewordene Vorgängerbau aufwändig wieder hergerichtet und verbessert. 1950 entging das Gebäude nach einer Intervention der Denkmalpflege nur knapp dem drohenden Abriss.
Die Pfarrscheune wurde 1773 errichtet. Ihre ursprüngliche Funktionalität mit Tenn, Stallungen und Vorratsräumlichkeiten hat längst der Nutzung durch die Kirchgemeinde Platz gemacht. Hier befindet sich heute unter anderem der Kirchgemeindesaal.
Der Kirchenbau selber verfügt über ein Satteldach, welches Schiff und seitliche Anbauten einheitlich abdeckt. Der First des gotischen Chors liegt etwas tiefer und weist über dem polygonalen Ostabschluss die typische Abwalmung auf. Die Fenster mit ihren gekehlten Muschelkalk- oder Sandsteingewänden zeigen im Chorbereich Spitzbogenform, sind im Schiff – einschliesslich dem südseitigen Kapellenanbau – jedoch rundbogig. Im Westen überragt der hohe Turm von 1834 das Schiff um vier Stockwerke. Er verfügt über einen dem Schiffdach gleich gerichteten Käsbissen. Der Helm zeichnet sich insgesamt durch seine der Bauzeit entsprechenden kantig-klassizistischen Formen aus. Das Glockengeschoss wird oben und unten durch Gurtengesimse begrenzt. Es steht mit jeweils zwei gekoppelten Rundbögen allseitig offen und gewährleistet damit die optimale Ausbreitung des Glockenklangs.
Auf den Giebelwänden, welche die Form eines gleichseitigen Dreiecks haben, sind die ost- und westseitig die beiden Zifferblätter angebracht.