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Poolwasser richtig entsorgen
von Stefan Herzog
Mit der Herbstsaison endet in vielen Gärten der Badespass im eigenen Pool. Um bei der Entsorgung des Wassers die Umwelt nicht zu belasten, muss das Poolwasser in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet werden.
Wenn Schwimmbadwasser, Reinigungsabwasser, Desinfektionsmittel, Entkeimungsmittel oder andere Schwimmbadchemikalien in ein Gewässer gelangen, kann dies zu einer Gewässerverschmutzung mit erheblichen Folgen für den Fischbestand, die Fischnährtiere und andere Wasserlebewesen führen. Gewässerverunreinigungen treten oftmals beim Entleeren eines Bassininhaltes mit zu hohem Chlorgehalt oder im Anschluss an Reinigungsarbeiten mit Desinfektionsmitteln auf. In der Praxis beträgt der Chlorgehalt eines Badewassers 0.2 bis 0.4 mg freies Chlor pro Liter (mg/L Cl). Für Fische wirkt jedoch bereits eine Konzentration von 0.05 mg/l Cl toxisch.
Der pH-Wert des abgeleiteten Abwassers muss zwischen 6.5 und 9.0 liegen. Die Bassinentleerung darf erst erfolgen, wenn genügend Zeit verstrichen ist um die Desinfektionsmittel (z.B. Chlor) zu inaktivieren. D.h. der Beckeninhalt muss vor der Entleerung mindesten eine Woche ohne Chemikalienzugabe stehen gelassen werden. Erfahrungsgemäss werden nach dieser Zeit die geltenden Grenzwerte zur Einleitung in die Kanalisation eingehalten, so dass der Bassininhalt ohne weitere Vorbehandlung in die Schmutz- oder Mischwasserkanalisation eingeleitet werden kann. Die Entleerung (max. 2 l/s) des Schwimmbades soll jedoch nur bei Trockenwetter erfolgen.