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Wer beim Shopping-Vergnügen T-Shirts und Jeans «made in Bangladesh» kauft, ist mit verantwortlich für die 600 ausgebeutete Fabrikarbeiterinnen, die in den letzten sieben Jahren bei Fabrikbränden und -einstürzen ums Leben gekommen sind, und mit verantwortlich für die miserablen Arbeitsbedingungen von insgesamt rund vier Millionen Textilarbeiterinnen, die in Bangladesh Textilien für den Export nach Europa herstellen.
Das vor wenigen Tagen eingestürzte Fabrikgebäude war für vier Stockwerke ausgelegt, doch der neunte Stock war im Rohbau schon fertig. Als gefährliche Risse sichtbar wurden, hat eine Bank im Gebäude alle Mitarbeitenden evakuiert, die Textilarbeiterinnen aber liessen vier Textilfabrikanten weiter schuften. «Profitgier hält sich nicht an Sicherheitsauflagen und Bauvorschriften», kommentierte das ZDF im «Heute Journal» am 26. April 2013.
Die Textilarbeiterinnen in Bangladesh arbeiten häufig 60 Stunden pro Woche. Der Mindestlohn, der nicht überall eingehalten wird, beträgt 28 Euro im Monat, berichtete das ZDF. Die meisten bei uns erhältlichen Textilmarken lassen auch in Bangladesh produzieren, weil sie dort Textilien noch viel billiger als in China herstellen lassen können.
Die «Kampagne für saubere Kleider» hat ausgerechnet, dass die ganzen Produktionskosten inklusive Lohnkosten in Bangladesh 14 Prozent des Preises in deutschen Läden ausmacht. Würden westliche Kleiderkonzerne für Löhne, Material- und Infrastrukturkosten doppelt so viel entschädigen, würde dies also die Ladenpreise um nur zehn Prozent erhöhen.
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Keine