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Laut weissrussischer Regierung stellt das Abkommen ein Rahmendokument dar. Es beschreibt die geplante Zusammenarbeit in den Bereichen Entwicklung, Auslegung, Bau und Betrieb von Kernkraftwerken, Brennstofflieferungen, nukleare Sicherheit und Strahlenschutz sowie wissenschaftlicher Austausch und Ausbildung. Eine weitere bilaterale Vereinbarung für den Bau eines Kernkraftwerks in Weissrussland ist in Vorbereitung und soll noch im Oktober unterzeichnet werden. Der weissrussische Präsident, Alexander Lukaschenko, hatte am 1. Dezember 2006 den Antrag zum Bau eines Kernkraftwerks in seinem Land bewilligt.
Weissrussland plant den Bau zweier Kernkraftwerkseinheiten des neuen russischen Druckwasserreaktortyps NPP-2006 – bekannt auch unter der Bezeichnung WWER-1200/491. Der erste Block soll 2016 den Betrieb aufnehmen und der zweite 2018. Laut Energieministerium ist der Standort im Bezirk Astrawiez (Ostrovetskaia Rayon) in der Woblast Hrodna (Oblast Grodno) ausgewählt worden, die im Norden an Litauen und im Westen an Polen grenzt. Zur Auswahl standen zwei weitere Standorte.
Russischer Baukredit
Ende August 2009 waren die beiden Regierungen anlässlich des Besuchs von Lukaschenko in Sotschi übereingekommen, dass Russland für den Bau eines Kernkraftwerks in Weissrussland einen Kredit bereitstellen werde. Hauptbauunternehmer ist die russische Atomstroiexport.
Quelle
M.A. nach weissrussischer Regierung, Pressemitteilung, 2. September, Minatom, Pressemitteilung, 29. Mai 2009, und weissrussischem Energieministerium, Pressemitteilung, 20. Dezember 2008