Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03379.jsonl.gz/834

Ein wenig bekanntes Phänomen: Haben Sie gewusst, dass die Pubertät bei Jugendlichen, insbesondere bei Mädchen, immer früher einsetzt durch belastete Kosmetika von Müttern während der Schwangerschaft? Zu diesem Schluss kommen Forscher der University of California in Berkeley in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“, die am 4. Dezember 2018 publiziert wurde.
In einer Langzeitstudie fanden Forscher Zusammenhänge zwischen Substanzen in Körperpflegemitteln und dem Pubertätsbeginn des Nachwuchses. Die Ergebnisse der Studie stammen aus Untersuchungen, die seit 1999 an mehreren Hundert Schwangeren sowie ihren später geborenen Kindern durchgeführt wurden. Die Wissenschaftler erforschten dabei die Langzeitwirkung diverser Wirkstoffe, die im Verdacht stehen, die Hormone von Frauen zu beeinflussen: Es handelte sich um chemische Substanzen wie Phthalate (Weichmacher, Fixierung von Duftstoffen), Parabene (Wirken in Kosmetika als Konservierungsmittel und gegen Mikroorganismen) und Phenole (ebenfalls zur Konservierung und gegen Mikroorganismen).
Bei den Tests mittels Urinproben und Standarduntersuchungen zum Beginn der Pubertät kam heraus: Enthielten die Proben der Mütter besonders viele solcher Substanzen, entwickelten die Töchter im Schnitt rund fünf bis sechs Monate früher Schamhaare und die Periode setzte bei ihnen früher ein. Dies ist insofern problematisch, da eine frühe Pubertät bei Mädchen nicht nur die Anfälligkeit für psychische Probleme erhöht, sondern auch das langfristige Risiko für Brust- und Eierstockkrebs.