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Jaime Martins dos Santos, besser bekannt unter dem Namen Curió, stammt aus einer traditionsreichen Familie von Capoeiristas. Sein Grossvater Pedro Virício Curió, sein Vater José Martins Malvadeza und auch seine Mutter Maria Bispo waren in der Capoeira bewandert und führten Curió mit sechs Jahren in die Capoeira ein. Später trifft er auf Mestre Pastinha, den Gründer der ersten Schule der Capoeira Angola, und wird sein Schüler.
1982 gründet er seine eigene Schule. Gleichzeitig beginnt er verschiedene Projekte für die bedürftige Bevölkerung und mit Kindern aus benachteiligten Verhältnissen an der Peripherie von Salvador. Capoeira als Teil des kulturellen Erbes zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der sozialen Integration: Diese Arbeit findet Anerkennung und Resonanz bei sozialen Institutionen als auch in der Politik.
Mestre Curió versteht sich als Hüter der Tradition und der Philosophie der Capoeira Angola. Er kämpft für die Erhaltung und die Anerkennung des afrikanischen Erbes in Brasilien und wurde zum Botschafter der brasilianischen Kultur ernannt. Er ist der erste Meister, der eine Frau zur Mestra de Capoeira Angola ernannt hat (Mestra Jararaca) und hat somit die Türen auch für andere geöffnet.
Mestre Curió trägt dazu bei, Capoeira Angola in vielen Ländern bekannt zu machen und zu verbreiten, so z.B. in Mexiko, Ecuador, Japan, USA, Argentinien, Irak, Frankreich, Belgien und der Schweiz.
In Salvador/Bahia unterrichtet Mestre Curió im Pelourinho (Rua Gregorio Matos 9) und im Centro da Cultura Forte de Santo Antonio.
Aussagen von Mestre Curió
Capoeira é arte, dança, malicia, filosofia, malandragem, teatro, música, coreografia e não violência. Só passa a ser perigosa na hora da dor.
— Capoeira ist Tanz, Listigkeit, Philosophie, Lebenskunst, Theater, Musik, Choreografie und nicht Gewalt. Sie wird nur in der Stunde des Schmerzes (der Gefahr) gefährlich.
Para mostrar que é bom, Capoeirista não precisa bater.
— Der Capoeirista braucht nicht zu schlagen, um zu zeigen, dass er gut ist.
Capoeirista é calmo. Devagar para o Angoleiro ainda é pressa. Eu só tive pressa para nascer pois sou de sete meses.
— Der Capoeirista ist ruhig. Langsam ist für einen Angoleiro immer noch eilig. Ich war nur in Eile auf die Welt zu kommen, denn ich bin nach sieben Monaten geboren worden.