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Die Zunahme des digitalen Medienkonsums, insbesondere bei Kindern, wirft Fragen nach den Auswirkungen davon auf. Nicht selten ist zu lesen, dass die Zeit vor dem Bildschirm begrenzt werden sollte. Aber so einfach ist es nicht, wie ein Forschungsteam von der Universität Luxemburg mit Beteiligung von Genfer Wissenschaftlern im Fachmagazin «Plos One» darlegt. Denn die Art und Weise, wie Kinder die Medien nutzen, spielt demnach eine wichtige Rolle.
Die Forschenden durchleuchteten den Medienkonsum von acht- bis zwölfjährigen Schulkindern anhand von Fragebogen. Zudem wurde analysiert, wie der Konsum unter anderem mit der Aufmerksamkeitsfähigkeit, der psychischen Gesundheit, Schlaf und schulischen Leistungen zusammenhängt.
Sie untersuchten die Anzahl Stunden, mit denen sich die Studienteilnehmenden mit digitalen Medien beschäftigten, wie häufig sie Videospiele spielten und wie häufig sie Medien-Multitasking, also das simultane Nutzen verschiedener Medien, betrieben.
Gesamtzeit spielt wohl eine weniger wichtige Rolle
Kinder, die Medien-Multitasking betreiben, leiden demnach eher an einer schlechteren psychischen Gesundheit, schlafen weniger gut oder es leidet das Durchhaltevermögen. Auch berichteten Lehrpersonen von Schülern, die intensives Multitasking betreiben, häufiger, dass diese ADHS-ähnliches Verhalten zeigten. Je älter die Kinder waren, desto häufiger sei Medien-Multitasking ein Thema.
Demgegenüber ging Gamen nicht mit negativen Effekten einher. Vielmehr war das Spielen von Videospielen mit besserer psychischer Gesundheit sowie einer schnelleren Reaktionsfähigkeit verbunden.
Laut der Studie konsumieren 8-jährige Kinder im Durchschnitt insgesamt rund viereinhalb Stunden digitale Medieninhalte pro Tag. Im Alter von 12 Jahren beträgt dieser Wert 8 Stunden und 14 Minuten. Allerdings fanden die Forschenden keinen offenslichtichen Zusammenhang der Gesamtnutzungszeit mit den Auswirkungen von Medien-Multitasking.