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Escherkanal und Linthkanal – als eigenständige Teilprojekte saniert und renaturiert
Massnahmen am Escherkanal
Innerhalb der Siedlungsgebiete wurden die Längswuhre der Dämme erneuert, die Brücken gesichert und die Dammkronen neu nivelliert. Um Kulturland zu schonen, verstärkte man in der Glarner Linthebene den Aussendamm gegen innen. Der bergseitige Damm ist weniger hoch. Er wurde bei der Aufweitung Chli Gäsitschachen abschnittweise verlegt, im Kundertriet und bei der Vrenelibrücke für eine Überströmung vorbereitet. Mit Waldrodungen erzielte man die nötige Fläche für die Flussaufweitung. Der unterste Abschnitt des Escherkanals musste nach Hochwasserschäden von 2005 saniert werden. Für die Kiesentnahme zur Sicherung der Abflusskapazität dient eine neue Aufweitung unterhalb der alten Eisenbahnbrücke. Das Delta kann sich künftig natürlich entwickeln. Die Baumassnahmen am Escherkanal erfolgten zwischen September 2008 und Frühjahr 2011.
Massnahmen am Linthkanal
Auf beiden Seiten des Linthkanals wurden die Dämme saniert. Dammverbreiterungen und -verstärkungen erforderten auf der Strecke Hänggelgiessen bis Grynau die Verlegung von Seitengewässern und grosse Materialumlagerungen. Die ökologischen Massnahmen konzentrierten sich auf zusammenhängende Gebiete: im Gebiet Landig – Maagmündung, im Hänggelgiessen mit Aufweitung, Wildtierkorridor und Einbindung des Dreieckswäldli in den Hochwasserbereich der Linth, ausserdem im Teich im Abschnitt. Zahlreiche Gewässer- und Uferlebensräume wurden verbessert und Verbindungen zu Naturschutzgebieten geschaffen. Die Landwirtschaft profitierte von Bodenverbesserungen (insgesamt 24 Hektaren). Die komplexen Bauarbeiten zur Sanierung des Linthkanals dauerten vom November 2008 bis Ende 2013.