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Die Suche nach dem spurlos verschwundenen Malaysia-Airlines-Passagierflugzeug konzentriert sich auf eine Meeresregion hunderte Kilometer von der letzten bekannten Position entfernt. Gesucht wird neu im Andamanischen Meer vor der Westküste Malaysias.
Suchflugzeuge und Schiffe sind nach vergeblichen Bemühungen im Südchinesischen Meer seit Mittwoch verstärkt im Andamanischen Meer im Einsatz, wie aus dem Krisenstab verlautete.
Vietnam reduziert Suchaktivitäten
Vietnam will dagegen seine Bemühungen zurückfahren. «Wir werden unsere Suchaktivitäten reduzieren», sagte ein Sprecher des Such- und Rettungsdienstes des Landes. Als Grund nannte er Informationen, wonach das Flugzeug womöglich Hunderte Kilometer vom Kurs abkam.
Die Boeing mit 239 Menschen an Bord war am Samstag verschwunden, kurz bevor sie den vietnamesischen Luftraum erreichen sollte. Bislang galt das Südchinesische Meer zwischen Malaysia und Vietnam als mögliches Absturzgebiet.
Hinweis auf Kurswechsel
Sollte die Maschine im Andamanischen Meer oder der Strasse von Malakka gefunden werden, wäre sie mehrere hundert Kilometer von ihrem eigentlichen Kurs abgewichen. Das Militär hatte schon am Wochenende in seinen Radaraufzeichnungen einen möglichen Kurswechsel von Flug MH370 entdeckt.
Die Maschine sei womöglich umgekehrt, hiess es. Die Luftwaffe dementierte am Mittwoch allerdings Presseberichte, wonach das letzte Signal der Maschine vor der Westküste aufgefangen worden sei.
Viele Rätsel
Die malaysische Halbinsel ist im Norden stellenweise weniger als 200 Kilometer weit. Solch eine Strecke legt eine Boeing 777 in weniger als einer Viertelstunde zurück. Insofern ist es theoretisch möglich, dass die Maschine westlich von Malaysia niederging. Trotzdem hätten zwischen Kursänderung und Niedergang viele Minuten gelegen.
Rätselhaft bleibt, warum der Pilot sich dann nicht meldete und warum die Bordcomputer keine Probleme an die Bodenkontrolle funkten.
Copilot im Zwielicht
Unterdessen kamen in Australien skandalöse Geschichten über den Copiloten des verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeugs ans Licht. Der 27-Jährige habe mit ihnen bei einem früheren Flug die ganze Zeit im Cockpit herumgealbert und dort auch geraucht, berichteten zwei südafrikanische Touristinnen.
Beides ist streng verboten. «Wir sind schockiert», teilte die Fluggesellschaft mit. Die Vorwürfe würden sehr ernst genommen, hätten aber noch nicht überprüft werden können.
(sda/dbe)