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Geschichte
Die Geschichte des Blausees begann vor 15'000 Jahren mit einem Bergsturz. Grosse Teile des nahen Gletschers wurden dabei mitgerissen. Nach der Eisschmelze kamen Löcher und kleine Täler zum Vorschein – so auch der Blausee mit seiner Umgebung.
Obwohl der türkisblaue, glasklare See nur 17 Meter von der Kander entfernt ist, handelt es sich um unterschiedliches Wasser: Der Blausee wird vom Grundwasserstrom des Kandertals gespiesen. Die aussergewöhnliche Farbe des Wassers entsteht durch dessen Klarheit: Da nur der blaue Anteil des Lichts absorbiert wird, erscheint das Wasser in einem herrlichen Blau.
Chronik
Wichtige Jahreszahlen rund um den Blausee:
1770
Erwähnung des Sees in der «Description des Alpes pennines» von Bourrits: «Die Wasser dieses kleinen Sees sind sehr klar. Der See nährt einen ausgezeichneten Fisch und in so grosser Menge, dass die Bewohner davon nach Leukerbad und sogar bis nach Bern bringen.»
1864
Erste Erwähnung des «Blausees» im Grundbuch: «Maria Reichen, verheiratet mit Samuel Klopfenstein, erwirbt die Kuhweide in der Geide, genannt das blaue Seelein, von Johanna Reichen-Baumann, ihrer Mutter.»
1878
Der Zürcher Handelsmann Johann Caspar Leemann-Boller aus Zollikon erwirbt den Blausee vom Frutiger Landhauswirt Johann Reichen-Bhend. Entdeckt hatte er den Blausee, als er als Tourist und Handelsmann das Kandertal durchstreifte.
1892
Übernahme des Betriebes durch Dr. August Grünewald aus Frankfurt am Main, dem Schwiegersohn von Johann Caspar Leemann-Boller.
1901
Verkauf an Karl Albert Jeanloz von Bern.
1907
Gründung einer Aktiengesellschaft mit Nationalrat Bally von Schönenwerd an der Spitze. Die Eröffnung des Lötschbergtunnels 1913 soll für eine bessere Frequenz sorgen. Doch der 1. Weltkrieg und die folgenden Krisenjahre machen das ohnehin unrentable Unternehmen zu einem Verlustgeschäft, so dass neue Käufer gesucht werden müssen.
1924
Walter Gehring, Fabrikant in Frutigen und der Biskuitfabrikant Oskar Kambly kaufen den Blausee und setzen sich für eine Neugestaltung der Anlagen ein. Spazierwege werden erstellt und umliegende Grundstücke aufgekauft, um eine Fischzucht zu errichten. Ziel ist es, eine wirtschaftlich solide Grundlage zu schaffen. Das Hotel wird renoviert. Ein Jahr später übernimmt Kambly allein die Anlage.
1951
Für Kurgäste stehen Schwimm-, Luft- und Sonnenbäder bereit. Die Hotelküche geniesst einen erstklassigen Ruf.
1978
Die Hess Gruppe mit Sitz in Bern übernimmt die Blausee AG. 1998 umfassende Renovationsarbeiten und Wiedereröffnung der Hotelzimmer des ehemaligen Kurhauses Blausee. Ein Meilenstein der jüngeren Geschichte ist die Erweiterung der alpinen Forellenzucht und deren Zertifizierung 2001 als erste Bio-Forellenzuchtanlage der Schweiz.
2009
Max und Arlette Lienhard erwerben die Blausee AG . Der ehemalige CEO und VR-Präsident der Hess Gruppe und seine Frau entwickeln den Betrieb weiter, vergrössern und modernisieren die Fischzucht.
2014
Nach seinem 70. Geburtstag hat Max Lienhard die Nachfolge der Blausee AG erfolgreich geregelt. Stefan Linder, aus dem nahen Reichenbach und CEO des Swiss Economic Forum, André Lüthi, CEO der Globetrotter Group und Philipp Hildebrand, ehemaliger Nationalbank-Präsident, haben die Mehrheit der Blausee-Aktien übernommen. Mit dieser einheimischen Lösung werden die Kontinuität und eine nachhaltige Entwicklung der Blausee AG sichergestellt.