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Murisier verpasst die Medaillen als Vierter – der Österreicher Strolz ist Olympiasieger
Keine Medaille für die Schweiz in der Kombination der Männer: Justin Murisier verpasst Bronze auf Rang vier um 18 Hundertstelsekunden.
Gewonnen wurde das Rennen vom Österreicher Johannes Strolz. Silber holte der Norweger Aleksander Aamodet Kilde, Dritter wurde der Kanadier James Crawford. Die drei weiteren gestarteten Schweizer schieden aus.
Murisier sagte im TV-Interview: «Ich bin enttäuscht. Es fehlte nicht viel. In der Abfahrt wäre eventuell ein bisschen mehr möglich gewesen für mich.»
Der Vater war 1988 Olympiasieger, jetzt ist es der Sohn
Die Geschichte des Tages schrieb Johanes Strolz. Aufgrund von mässigen Resultaten wurde der 29-Jährige vor einem Jahr aus dem Kader des Österreichischen Skiverbands aussortiert. Er spielte mit dem Gedanken, aufzuhören. Doch nicht zuletzt sein Vater Hubert, der 1988 Olympiasieger in der Kombination wurde, brachte ihn dazu, weiterzumachen.
Johannes Strolz bereitete sich selbstständig auf die Saison vor. Er fand neue Motivation und wollte beweisen, dass sein Rauswurf ein Fehler war.
In den ersten beiden Slaloms der Saison funktionierte das nicht. Er schied aus. Doch dann kam Adelboden und Strolz siegte. Es war eine unglaubliche Geschichte, die nun in Yanqing eine Fortsetzung fand. 34 Jahre nach seinem Vater gewinnt auch Johannes Strolz Olympiagold in der Kombination. In den Kadern ist er längst wieder willkommen.
Olympiadebütant Chabloz bricht sich den Arm
Die weiteren Schweizer enttäuschten: Loïc Meillard, WM-Bronze-Gewinner in der Kombination 2021 und Luca Aerni, Kombiweltmeister 2017, verloren bereits in der Abfahrt viel Zeit und schieden im Slalom aus.
Der 22-jährige Schweizer Olympiadebütant Yannick Chabloz stürzte in der Abfahrt und zog sich nach ersten Erkenntnissen einen Armbruch zu. Der Westschweizer wurde für weitere Untersuchungen ins Spital geflogen.