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Schweizer Haushalt-Panel
Das Hauptziel des Schweizer Haushalt-Panel (SHP) ist die Beobachtung des sozialen Wandels und der Lebensbedingungen der Bevölkerung in der Schweiz.
Es handelt sich um eine jährlich wiederholte Panelstudie, die eine Zufallsstichprobe von privaten Haushalten in der Schweiz begleitet und deren Mitglieder hauptsächlich telefonisch interviewt.
Das SHP wird vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanziell unterstützt und verfügt über einen schweizweit einmaligen Bestand an längsschnittlichen Daten. Die Studie deckt zudem eine breite Palette sozialwissenschaftlicher Fragestellungen und Ansätze ab.
Die Datenerhebung startete im Jahr 1999 mit einer ersten Stichprobe von 5’074 Haushalten, beziehungsweise 12’931 Haushaltsmitgliedern. Im Jahr 2004 wurde eine zweite Stichprobe von 2’538 Haushalten und 6’569 Individuen hinzugefügt; und seit 2013 gibt es eine dritte Stichprobe mit 4’093 Haushalten und 9’945 Individuen.
Die Datenbank des SHP umfasst Informationen ab 1999. Die Daten stehen der Forschungsgemeinschaft kostenlos zur Verfügung (siehe Rubrik Data/Support).
LIVES Kohorten-Studie und SHP LIVES – Vaud
Zeitgleich mit der dritten Stichprobe des SHP wurden zwei weitere Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit dem SHP lanciert.
Die LIVES Kohorten-Studie: Der Nationale Forschungsschwerpunkt LIVES hat eine Kohorten-Studie aufgestellt, welche neben Schweizerinnen und Schweizern Migrantinnen und Migranten umfasst, die zwischen 1988 und 1997 geboren und vor ihrem 10. Lebensjahr in der Schweiz eingeschult wurden. Ziel ist es, Migrantinnen und Migranten der zweiten Generation in der Schweiz über die Zeit zu beobachten und mit den Schweizerinnen und Schweizern der Stichprobe zu vergleichen. In der ersten Welle wurden 1’691 Individuen befragt.
Das SHP LIVES – Vaud: Das Département de la santé et de l’action sociale des Kanton Waadt hat in Zusammenarbeit mit dem SHP und LIVES ein kantonales Haushalt-Panel aufgebaut. In diesem Haushalt-Panel sind finanziell benachteiligte Haushalte überrepräsentiert. 1’253 Personen haben in der ersten Welle teilgenommen.
Sowohl die LIVES Kohorten-Studie als auch die Stichprobe des Kanton Waadt haben wie das SHP III in der ersten Welle den biografischen Fragebogen eingesetzt. Sie basieren auch im Weiteren auf den Fragebogen des SHP. Für das Waadtländer Haushalt-Panel wurden zusätzlich Fragen zur finanziellen Situation, zu Transferleistungen sowie zur Sozialpolitik gestellt. Die Daten der beiden Studien sind auf unserer Webseite verfügbar.