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Die Schweiz leistet in Darfur und anderen Konfliktgebieten seit Jahren humanitäre Hilfe. Sie war auch am Waffenstillstandsabkommen (Abkommen über die Nubaberge) beteiligt, das in der Schweiz verhandelt und am 19. Januar 2002 unterzeichnet wurde. Dieser Waffenstillstand ermöglichte weitergehende Verhandlungen, die 2005 schliesslich zu einem umfassenden Friedensabkommen zwischen der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (Sudan Peoples’ Liberation Movement, SPLM) und der Regierung der Republik Sudan führten. Die Schweiz beabsichtigt laut Bundesrat Didier Burkhalter, dieses Engagement auch in Zukunft fortzusetzen. Es ist Teil einer Strategie, die primär auf die Ernährungssicherheit und den Schutz von Migrantinnen und Migranten fokussiert.
Die beiden Aussenminister erörterten ausserdem bilaterale Themen. Bei den Gesprächen ging es insbesondere um die bestehende bzw. künftige Zusammenarbeit im Bereich der humanitären Hilfe, bei der Migrationsbewältigung, beim Schutz von Zwangsvertriebenen, bei Archäologieprojekten mit Schweizer Universitäten sowie bei der Umsetzung von Staatsreformen im Sinne einer stärkeren Dezentralisierung. Bundesrat Didier Burkhalter betonte gegenüber seinem Amtskollegen, wie wichtig Fortschritte in diesen Bereichen und bei den Menschenrechten seien, und sprach die Möglichkeit an, künftig die Zusammenarbeit auf multilateraler Ebene zu intensivieren.
In Bezug auf die Migration ist der Sudan am Horn von Afrika und darüber hinaus ein bedeutendes Herkunfts-, Transit- und Destinationsland. Der Sudan beteiligt sich an internationalen Initiativen zur Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz der Flüchtlinge in der Region. Diese Initiativen werden auch von der Schweiz unterstützt. Bundesrat Didier Burkhalter bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei der sudanesischen Regierung für die Öffnung eines zusätzlichen humanitären Korridors zur notleidenden Bevölkerung im Südsudan, der von einer schweren Nahrungsmittelkrise betroffen ist. Gleichzeitig bat er um Zugang der humanitären Hilfe zu den betroffenen Menschen in den Regionen Darfur, Südkordofan und Blauer Nil.
Schliesslich unterhielten sich die beiden Aussenminister über den Stand der Wirtschaftsreformen im Sudan und über den geplanten Beitritt des Sudan zur Welthandelsorganisation (WTO). Die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern könnten angesichts der grossen natürlichen und landwirtschaftlichen Ressourcen intensiviert werden. Für die Schweiz ist ein erweiterter Dialog mit dem Sudan im Hinblick auf die sich abzeichnende definitive Aufhebung der US-Sanktionen gegen den Sudan umso wichtiger.
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