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Nach dem wechselhaften Wetter von gestern erwartet uns heute strahlender Sonnenschein. Wir verlassen das Gebiet am Umiam Lake und fahren auf einer erst vor 5 Tagen eröffneten Strasse Richtung Shillong. Hier rumpelt es zwar ähnlich wie auf einer alten Strasse, dafür hat es aber noch fast keinen Verkehr. Trotz unserer Museumsallergie besuchen wir das Don Bosco Museum, in dem ein umfassender Überblick über die unzähligen nordostindischen Volksstämme, deren Kulturen und Bräuche präsentiert wird.
Auf dem Weg Richtung Süden machen wir einen kurzen Halt bei einem Wasserfall, der infolge der Trockenzeit unspektakulär wenig Wasser führt. Auch die meisten Felder sind infolge des saisonal bedingten Wassermangels trocken und braun. Wir verweilen dann länger in einer Schmiede-Werkstätte, in der in mühseliger und schweisstreibender Handarbeit Werkzeuge für die Werkstatt- und Feldarbeit hergestellt wird. Die Betelnüsse scheinen die Jungs allerdings gut bei Laune zu halten, fröhlich hauen sie auf die glühenden Eisen ein. Unterwegs kommen wir an vielen Steinbrüchen vorbei, in denen das Material für den lokalen Bau gewonnen wird. Auch sieht man immer wieder mal eine Kohlemine, selbstverständlich wird auch hier ausschliesslich von Hand gearbeitet.
Nach einer Mittagspause mit Dosas und einem kleinen Abstecher zu einer Höhle direkt am Rande des Abgrunds erreichen wir unsere Lodge, die knapp unterhalb der Hochebene liegt und von der aus wir einen Blick bis in die Ebene von Bangladesh hätten. Da aber im Laufe des Nachmittags starker Dunst den Abhang hochzieht, müssen wir uns bis morgen früh gedulden. Bis zur Grenze sind es nur noch 6-7km, in diesem Gebiet ist der Übertritt allerdings nicht möglich.