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In zerstörten AKW Fukushima ist ein grosses Trümmerstück aus einem Reaktor entfernt worden. Mit riesigen Kränen wurde eine 20 Tonnen schwere Maschine zum Wechsel von Brennstäben aus dem Reaktor Nummer drei herausgehoben.
Die Betreibergesellschaft Tepco teilte am Montag mit, die Entfernung der Maschine sei ein wichtiger Schritt, um hochradioaktive abgebrannte Brennstäbe aus dem Abklingbecken neben dem bei dem Erdbeben und Tsunami im März 2011 zerstörten Reaktorkern zu entfernen.
Die Maschine diente dazu, Brennstäbe aus dem Reaktorkern ins Abklingbecken zu bringen und umgekehrt. Zu ihrer Bergung wurde ein 60 Tonnen schwerer Kran verwendet, der aus der Ferne gesteuert wurde, weil die Radioaktivität über dem Reaktor extrem hoch ist.
Es bestand die Gefahr, dass bei der Bergung der Maschine das Abklingbecken oder die darin gelagerten 514 Brennstäbe weiter beschädigt werden. Deren Bergung soll in der zweiten Jahreshälfte 2021 abgeschlossen sein. Der Abbau der radioaktiv verseuchten Anlage soll noch vier Jahrzehnte dauern.
Im Atomkraftwerk von Fukushima war infolge des schweren Erdbebens und Tsunamis am 11. März 2011 das Kühlsystem ausgefallen, woraufhin es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze kam. Drei der sechs Reaktoren wurden bei der Katastrophe zerstört und das Gebiet im Umfeld radioaktiv verseucht.
Rund 7000 Arbeiter sind täglich mit den Aufräumarbeiten in der Anlage an der Ostküste der Insel Honshu beschäftigt. Die Regierung teilte kürzlich mit, die Entschädigung für die Nuklearkatastrophe werde auf umgerechnet 55 Milliarden Franken geschätzt. Durch das Erdbeben und den Tsunami kamen rund 18'000 Menschen ums Leben. (sda/afp)