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Raum und Wohnen Nr. 5/15: «Die perfekte Kurve»
Bis zur perfekten Kurve waren einige Hürden zu überwinden… Ich war nicht der erste Architekt, der sich auf diesem schönen Grundstück mit den stark einschränkenden Servitutsauflagen* gemessen hat: Eine Durchfahrt (Durchfahrtsrecht) auf der Nordostseite musste gewährleistet sein. Das Haus durfte nur zweigeschossig in Erscheinung treten (Höhenbegrenzung), nach Baugesetz wären zwei Geschosse plus Dachgeschoss möglich gewesen. Auch die Gebäudetiefe in südwestlicher Richtung war durch eine zweite Höhenbegrenzung begrenzt. Des weiteren war eine Grenzabstandserweiterung gegen Nordwesten einzuhalten.
Die Idee, die Kurve der Sunnerainstrasse in die Gebäudeform aufzunehmen – form follows function – und ein Atrium hinter der konkaven Fassade anzufügen, ermöglichte die natürliche Belichtung des Elternschlafzimmers und des dazugehörigen Bads, ohne die nötige Privatsphäre preiszugeben. Die Schlafräume mussten im Untergeschoss untergebracht werden, da aus dem oben beschriebenen Grund auf ein Dachgeschoss verzichtet werden musste.
In der Reportage «Die perfekte Kurve» von Katrin Montiegel werden viele weitere Details beschrieben, die dieses Haus so einzigartig machen, trotz oder vielleicht gerade wegen den relativ einschränkenden Servitutsauflagen.
*Die Servitutsauflagen beziehen sich auf das Nachbarshaus in nordwestlicher Richtung.