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Polaroid
Das erste brauchbare Sofortbildverfahren verdanken wir dem amerikanischen Physiker Edwin Land. Auf die erste Kamera, die 1947 der Öffentlichkeit gezeigt wurde, folgte eine Vielzahl von weiteren Modellen bis die Firma Polaroid im Jahre 2008 ihre Tätigkeit einstellen musste.
Beim Verfahren von Edwin Land wurden die nichtbelichteten Silberhalogenidkörner des Negativs, die beim konventionellen Prozess im Entwicklungsprozess aufgelöst werden, auf das Positivpapier übertragen. Dort werden sie in metallisches Silber verwandelt und bilden das positive Bild.
Die erste Polaroid-Kamera, das Modell 95, verwendet einen Spezialfilm, der von Kodak hergestellt wurde. Damit können in nur einer Minute Schwarzweissbilder erstellt werden. Das Verfahren von Edwin Land wird laufend verbessert und weiter entwickelt. Der Polaroid-Farbfilm kommt 1963 auf den Markt, im gleichen Jahr wird der Rollfilm durch das Filmpack ersetzt, dessen Bilder ausserhalb der Kamera entwickelt werden können.
Die Sofortbildfotografie fand schnell Anklang, nicht nur beim breiten Publikum, sondern sie wurde bald auch für andere spezielle Anwendungen eingesetzt, bei denen die sofortige Verfügbarkeit der Bilder von Interesse ist. Dazu gehören Ausweisbilder ebenso wie die medizinische und forensische Fotografie bis hin zu unikaten Kunstwerken.
Nachdem Polaroid 2008 ihre Aktivität einstellen musste, haben zwei Jahre danach eine Handvoll früherer Mitarbeiter zum Ziel gesetzt die Filmproduktion wieder aufzunehmen.
Illustration:
Polairoid 95, Polaroid Corporation, Cambridge MA, USA, 1948-1953
Erstes Modell, produziert von Edwin Land nach dem Prinzip einer Faltkamera mit lederummanteltem Aluminiumgehäuse. Mit ausklappbarem Sucher, einem 135 mm Objektiv mit einer Blendenöffnung von 1:11, für ein Bildformat von 8.3x10.8 cm