Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03365.jsonl.gz/2535

In den Ozeanen wird zur Zeit ein grosses Korallensterben beobachtet. Bis zu 50 Prozent der Fläche ist bereits abgestorben.
Nicht nur im Great Barrier Reef, sondern in zahlreichen Korallenriffen wird das Absterben von Korallen beobachtet. Mancherorts ist bereits jede zweite Koralle betroffen. Als Ursache für die Korallenbleiche wird die hohe Meerestemperatur, die zeitweise über 30 Grad beträgt, genannt. Dies führt bei den Korallen zu Hitzestress.
Bereits im 1998 und 2010 konnte einen weltweite Korallenbleiche beobachtet werden. Die Ausmasse der Aktuellen sind bereits jetzt so gross, wie die bisher grösste Bleiche im 1998, sagt Professor Nick Graham von der Lancaster Universität gegenüber dem Guardian. Es wird vermutet, dass der aktuelle El Niño eine wesentliche Rolle spielt, da die Meeresströmungen und Wärmeverteilung im Meer anders verlaufen.
Was versteht man unter einer Korallenbleiche? Korallen sind koloniebildende Nesseltiere die gemeinsam ein kalkiges Skelett bilden. Die Nesseltiere sorgen für die Vielfalt der Formen und Farben in den Riffen. Dabei sind die Nesseltierarten an eine warme Wassertemperatur angepasst. Wird die Temperatur jedoch zu hoch, sterben die Tiere ab. Zurück bleiben die weissen Kalkskelette, was zur Definition „Korallenbleiche“ führt.
Korallen sind nicht nur von zu hohen Wassertemperaturen bedroht. Der CO2-Anstieg in der Atmosphäre sorgt, aufgrund von Austauschprozessen zwischen Atmosphäre und Wasseroberfläche, für mehr Kohlensäure im Wasser, das die Kalkskelette angreift. Aber auch Grundschleppnetze und Schiffsanker zerstören die Korallenstrukturen.