Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03312.jsonl.gz/1767

Wie die Nachrichtenagentur Keystone-sda berichtet, verlangt Korintha Bärtsch, dass der Kanton Luzern im eidgenössischen Parlament mit einer Kantonsinitiative vorstellig wird. Diese soll erreichen, dass die finanziellen Mittel, die in die Absatzförderung für Fleisch investiert werden, neu in Werbung für klima- und umweltverträglichere Produkte fliessen. Die Fleischproduktion verursache nicht vernachlässigbare Treibhausgasemissionen und schädige mit Phosphor und Stickstoff die Ökosysteme, argumentiert die Grünen-Kantonsrätin. Mit der staatlichen Fleischwerbung werde somit eine Nachfrage angekurbelt, die klima- und umweltschädlich sei und das sei mit der Luzerner Klimapolitik nicht vereinbar.
Der Luzerner Regierungsrat vertritt in seiner Stellungnahme aber eine andere Meinung und argumentiert unter anderem, dass die staatliche Absatzförderung das Schweizer Fleisch gegenüber dem ausländischen stärke und nicht den Fleischkonsum ankurble. In seiner Argumentation beruft sich der Luzerner Regierungsrat laut Bericht der Nachrichtenagentur auf Statistiken, die zeigten, dass der Fleischkonsum pro Kopf leicht sinkend sei und die Nachfrage nach Schweizer Fleisch signifikant zugenommen habe. Zudem gehörten neu zur landwirtschaftlichen Absatzförderung auch Informationen zu einem nachhaltigen Konsum und zur Nachhaltigkeit der Produktion.