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In Tonga gilt als miserabler Erzähler, wer seine Zuhörer nicht zum Lachen bringt. Lach- und Lügengeschichten über seine kleine Insel im Pazifik erzählt auch Epeli Hau'ofa. Hier gelten ganz andere Regeln als für den Rest der Welt. Die grösste Tugend ist heiteres Nichtstun, das allerdings immer wieder durch penetrante Entwicklungshelfer gestört wird. Sie haben die Insel als ideales Terrain für Hilfsprojekte entdeckt, was allerhand lästige Betriebsamkeit verursacht. Doch bald entwickeln sich die Bewohner zu international hochgeschätzten Experten im Einreichen korrekter Gesuche und Empfangen von Hilfe.Epeli Hau'ofas geschliffene Satiren sind durch und durch phantastisch, grotesk real, und sie funkeln vor Spott und Selbstironie. In hohen Auflagen und verschiedenen Verlagen publiziert, gehören sie heute zum grundlegenden Lesestoff und Denkanstoss der pazifischen Welt.
Portrait
Epeli Hau'ofa wurde 1939 in Tonga geboren. Er hat in Kanada und Australien Geschichte und Anthropologie studiert und seine Ausbildung mit dem Doktorgrad abgeschlossen und ist Gründer der ersten tonganischen Literaturzeitschrift FAIKAVA. Der Autor zahlreicher sozialwissenschaftlicher Studien über Tonga und den Pazifik war von 1978 bis 1981 Privatsekretär des Königs von Tonga. Er wurde bekannt durch seine Satiren 'Tales of the Tikongs' und unterrichtet heute an der südpazifischen Universität in Fidschi.