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Beim Buchstaben N in Ollon treffen Sie François Cordonier, eine grosse Persönlichkeit in den Winzerkreisen. Er erzählt Ihnen, wie die Natur das frühere Leben bestimmte und erzählt Ihnen vor allem von der Arbeit in den Reben.
François Cordonier wurde 1935 in Chermignon geboren und ist eine leidenschaftliche und begeisternde Persönlichkeit. Mit grossem Engagement arbeitete er sehr jung mit in der Entwicklung der Landwirtschaft. Die junge Familie lebte dann 9 Jahre im Tschad, danach entdeckten sie u.a. Zaire (Demokratische Republik Kongo), Togo, Niger und Kamerun. Engagiert war er auch im Wallis: In der Politik als Mitglied des Grossen Rates in den achtziger Jahren aber auch im Umfeld der Winzer, als er die Walliser Vereinigung gegründet hat, das Präsidium des Westschweizer Verbandes innehatte und danach Einsitz nahm im schweizerischen Vorstand.
Die Reben kann er jeden Tag vom Schloss Branlant betrachten, wo er mit seiner Frau Raymonde lebt. Dieses grosse Holzhaus aus dem Jahr 1913 (das Sie unten auf der linken Seite sehen) gehörte seinem Grossvater. Man sieht dort immer noch die Spuren der Leitung, welche den Wein auf den Dorfplatz befördert hat, um in die Fässer abgefüllt zu werden, die für die Ferienorte im Oberwallis bestimmt waren.
Es ist zweifellos die Grösse des Gebäudes, welche dem Schloss seinen Spitznahmen gab. Der Begriff branlant (auf Deutsch „wacklig“) nimmt Bezug auf die hölzerne Struktur, welche zwei Monate pro Jahr schwankte, wenn die Klassen von Chermignon dort ihr Quartier bezogen und die 20 Schüler auf dem Balkon spielten. Während dieser Zeit war der Rest der Familie eingespannt in die harten Arbeiten der Landwirtschaft bis in die fünfziger Jahre. Die landwirtschaftliche Produktion – Milch, Fleisch, Getreide, Gemüse und Früchte – war vorallem für den familiären Verbrauch bestimmt.
Um diese verschiedenen Kulturen sicherzustellen, besass die Familie von François Parzellen von 600 bis 1700 m ü. M. Die Zeit der Aussaat, der Ernte, das Leben auf der Alpe, der Alpabzug – der Rhythmus der Natur bestimmte das Jahr. François erinnert sich vorallem gut an die Zeit der Weinlese, an die Sensibilität der einheimischen Rebsorten Rèze, Muscat oder Cornalin und an die Härte der Aufgaben: „Die Weinlese im Weinberg wurde auf den Rücken der Männer in hölzerne Traggefässe, welche 50 Liter fassten, geladen und sie mussten mehr als einen Kilometer weit gehen“ 1 Dann wurden die Trauben in grosse Fässer für Provins oder die Weinhändler gekippt.
Die Landschaft war sehr unterschiedlich, denn die meisten Reben (welche Sie vor Ihnen sehen) waren nur Wiesen bis in die sechziger Jahre. Es war in der Tat der Zeitpunkt, an welchem der Weinberg erweitert werden musste. Die Aufteilung unter den Erben führte dazu, dass die Parzellen zu klein wurden für die Bewirtschaftung. Zur gleichen Zeit wurde die Arbeit in den Reben wirklich rentabel. Im nächsten Jahrzehnt war dann die Geburtsstunde der ersten Winzer-Kellereien.
Seine Kindheit, seine Begegnungen, seine Erinnerungen, seine Reisen und seine Überzeugungen hat François in dem Buch Cheminement zusammengefasst. Ein Buch, das sich mit so viel Freude liest, wie man seinen Grosseltern zuhört, wenn sie von früheren Zeiten sprechen.
1 CORDONIER, François, Cheminement, Editions à la Carte, 2011, p.47
Siquis enim milhitarium vel hrumore tenus esset insimulatus fovisse partes hostiles, iniecto onere catenarum in modum begluae trahebatur et inimico urgente vel nullo, quasi sufficiente hoc solo, quod nominatus esset aut delatus aut postulatus, capite vel multatione bonorum aut insulari solitudine damnabatur.
Sylvie Doriot Galofaro, Samuel Bonvin und Martial Kamerzin erzählen Ihnen mehr über das 125-Jahr-Projekt und über die Geschichte der Destination.