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Seeteufel
Zweite Wahl
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Nordostatlantik FAO 27: Keltische See (VII), Biscaya (VIII), Portugiesische Küste (IXa)Bodenstellnetze, Grundlangleinen
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Nordostatlantik FAO 27: Island (Va)Bodenstellnetze, Grundscherbrettnetze
Finger weg!
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Nordostatlantik FAO 27 (ausser VIIIc und IXa)Grundlangleinen
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Nordostatlantik FAO 27 (Ausnahmen oben)Bodenstellnetze
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Mittelmeer FAO 37; Nordostatlantik FAO 27 (ausser Island Va)Grundscherbrettnetze
Biologie
Der Seeteufel ist ein am Grund lebender Raubfisch, der von den Küstenregionen bis in Tiefen von über 1.000 Metern vorkommt. Beim Fang benutzt er seinen ersten Rückenflossenstrahl als «Angel», mit der er seine Beute anlockt. Ist die Beute nah genug herangekommen, schnappt der Seeteufel mit seinem riesigen Maul zu. Seeteufel sind wandernde, relativ langsam wachsende Fische, die anfällig sind für Überfischung.
Erfahren Sie mehr über die Kriterien des WWF
Wann stammt ein Fisch aus nachhaltigen Quellen? In diesem Video «WWF-Kriterien Fisch und Meeresfrüchte» erhalten Sie Informationen zu den wichtigsten WWF-Kriterien über Fische aus Wildfang und solche aus Zucht.
Was sollte man beim Fischkauf beachten?
- Kaufen Sie möglichst wenig Fischprodukte und geniessen Sie Meeresfrüchte als Delikatesse. Die Nachfrage nach Fischprodukten ist einfach zu hoch und kann auf dem derzeitigen Niveau nicht aufrechterhalten werden.
- Wählen Sie bevorzugt Fischprodukte, die im Fischratgeber grün markiert sind. Vermeiden Sie rot eingestufte Produkte.
- Achten Sie auf vertrauenswürdige Umweltsiegel, da dies die Rückverfolgbarkeit des Produktes gewährleistet. Für Fisch aus Zuchten sind dies die gängigen Bio-Labels und das Siegel von ASC (Aquaculture Stewardship Council). Für Wildfisch ist das MSC-Siegel derzeit die umfassendste Orientierungshilfe.
Worauf soll sonst geachtet werden?
- Wenn Sie tropische Garnelen, Pangasius oder Tilapia kaufen: Kaufen Sie bitte nur zertifizierte Produkte!
- Wählen Sie Fisch, der mit umweltschonenden Methoden gefangen oder gezüchtet wurde, zum Beispiel gezüchtet in Bio-Aquakultur oder gefangen mit selektiven Methoden wie Handleinen und Angelleinen.
- Bei Zuchtfisch wählen Sie Friedfische wie Karpfen oder Arten, die nur wenig oder gar keinen Fisch im Futter brauchen, dazu gehören Wels, Pangasius oder Tilapia. Vermeiden Sie gezüchtete Raubfische wie Dorade oder Seebarsch, da für ihr Futter grosse Mengen Wildfische gefangen werden müssen.
- Wählen Sie kleinere Fische wie Hering oder Sardelle im Vergleich zu grossen Raubfischen wie Schwertfisch oder Hai. Fische wie Thunfisch, Kabeljau, Lachs und Schwertfisch sind sehr gefragt und die meisten Vorkommen deshalb überfischt. Die grossen, älteren Weibchen sind am produktivsten und damit extrem wichtig, um mit ihren Nachkommen den nachhaltigen Bestand ihrer Art zu sichern. Ausserdem sind grössere und ältere Raubfische zudem häufig mit gesundheitsschädlichen Schwermetallen belastet und dadurch nicht für den Verzehr zu empfehlen.
Weitere Tipps erhalten Sie hier.
Wie ist das Ampelsystem zu verstehen?
Die Bewertung des Ampelsystems folgt einer wissenschaftlichen Methode, die von Umweltverbänden und Fischereiexpert:innen entwickelt wurde. Kaufen Sie wenn möglich nur Fische aus der grünen Kategorie «Bevorzugen».
Diese Kennzeichnung bedeutet, dass die Fischbestände stabil und nicht überfischt sind und/oder die Fische mit nachhaltigen Methoden gefangen oder gezüchtet werden.
Wenn Fischprodukte aus der Kategorie «Bevorzugen» (grün) nicht verfügbar sind, können als gelb eingestufte Fischprodukte gelegentlich eine Alternative sein. Rot eingestufte Fischprodukte sollten stets vermieden werden, da diese Arten überfischt sind oder hier Fang- und Zuchtmethoden angewendet werden, welche die Meeresumwelt schädigen.
Achtung: Eine Fischart kann gleichzeitig in allen drei Kategorien (grün/gelb/rot) gelistet sein – da die meisten Fischarten in verschiedenen Gegenden vorkommen und/oder es verschiedene Fang- und Zuchtmethoden gibt, die unterschiedliche Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Wie entstehen die Bewertungen?
Die Empfehlungen für Fischprodukte im WWF-Fischratgeber basieren auf wissenschaftlichen Bewertungsmethoden.
Für die Einteilung in die drei Farbstufen werden die Kriterien Zustand der Fischbestände, die Umweltauswirkungen der Fangmethode sowie die Wirksamkeit des Fischerei-Managements bewertet. Bei Aquakulturen kommen die Nutzungen von Wasser, Energie, Futter und soziale Aspekte als weitere Kriterien hinzu. Noch nicht möglich ist die lückenlose Überprüfung der Lieferketten, um die Angaben von Herkunft, Fang- und Zuchtmethoden sicherzustellen.
Die Methoden für Meeres- und Süsswasserfischerei sowie Aquakultur werden regelmässig weiterentwickelt und setzen unseren WWF-Standard für ökologische Nachhaltigkeit von Meeresfrüchten. Mehr dazu finden Sie hier.
Wie finden Sie die passende Bewertung?
Ist der Kauf lokaler Fischprodukte nicht die beste Wahl?
Lokal bedeutet nicht unbedingt nachhaltig. Auch lokale Fischarten können überfischt sein oder mit zerstörerischen Methoden gezüchtet oder gefangen werden. Am besten informieren Sie sich vorher über die Fang- und Zuchtmethoden und den Fischbestand bei lokalen Händlern. Auch bei lokalem Fisch gilt: Besser im Fischratgeber nachschauen und nur kaufen, wenn dieser grün bewertet ist.
Beachten Sie auch im Ausland oder im Urlaub die lokalen Ratgeber Fische & Meeresfrüchte.
Wofür stehen die Umweltsiegel?
Der WWF unterstützt starke, unabhängige Zertifizierungssysteme. Die Zertifizierung ist ein wichtiger Anreiz für Fischereien und landwirtschaftliche Betriebe, auf Nachhaltigkeit hinzuarbeiten. Sie bietet Transparenz und Rückverfolgbarkeit und hat sich als wirksames Mittel erwiesen, dass keine illegal gefangenen Fische und Meeresfrüchte in die Lieferkette gelangen. Und natürlich bieten Umweltsiegel den Verbrauchern eine einfache Orientierung, um sich für nachhaltige Fischprodukte zu entscheiden.
Heutzutage gibt es zahlreiche Umweltsiegel, doch nicht alle sind glaubwürdig oder wirksam, um Verbesserungen voranzutreiben.
Im Allgemeinen betrachtet der WWF die folgenden Zertifizierungssysteme als eine Garantie für legale, rückverfolgbare und verantwortungsbewusste Fischprodukte:
Es gibt jedoch zertifizierte Fischereien und Aquakulturfarmen, die die Erwartungen des WWF an eine nachhaltige Fischerei nicht erfüllen. Insbesondere beim MSC sieht der WWF deutliche Mängel, deshalb legt der WWF wenn nötig Einspruch gegen MSC-Zertifizierungen ein, wenn die Standards nicht hoch genug sind. Aktuell läuft auch ein Reformprozess bei MSC. Wir sind ständig bemüht, die Qualität der Zertifizierungssysteme für Fischprodukte zu verbessern, um die Glaubwürdigkeit dieser Systeme zu erhalten.
Was bedeutet FAO?
Die Uno-Welternährungsorganisation FAO (kurz für Food and Agriculture Organization) teilt die Weltmeere in 19 Fanggebiete auf, die einen spezifischen Namen und eine Nummerierung haben. Ein und dieselbe Fischart innerhalb des gleichen Fanggebiets kann jedoch verschiedene Bestände mit unterschiedlichem Gesundheitszustand haben oder innerhalb des gleichen Fanggebiets mit unterschiedlichen Fangmethoden befischt werden. Daher müssen für die Bewertung von Fischereien oder konkreten Fischbeständen sogenannte Sub-Fanggebiete betrachtet werden.
Unter diesem Link erfahren Sie mehr zu den unterschiedlichen Fangmethoden und ihren Auswirkungen auf die Umwelt.