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Die OECD begutachtet die Rentensysteme aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. In einer gesamtheitlichen Sicht betrachtet sie diese Systeme, sowohl öffentliche wie auch private, in ihrer gesamten Komplexität und berücksichtigt dabei unter anderem ihre Rolle in der sozialen Sicherheit im Allgemeinen. Unter finanziellen Gesichtspunkten befasst sie sich insbesondere mit den privaten Rentenversicherungen, vor allem mit den finanziellen Aspekten in Zusammenhang mit den Investitionen, der Reglementierung und der Aufsicht.
Rentensysteme im Allgemeinen
Zur Bewältigung der Probleme, die sich mit der Alterung der Bevölkerung stellen, achten die Länder der OECD darauf, dass die Rentensysteme angemessene Leistungen erbringen können, ohne ihr finanzielles Überleben zu gefährden. Die Direktion für Beschäftigung, Arbeit und Soziales (DELSA) analysiert und beobachtet die zu diesem Zweck eingeleiteten Reformen, insbesondere unter dem Aspekt der Armut betagter Menschen und der Garantie des Existenzminimums. Sie wird dabei von der Arbeitsgruppe Sozialpolitik des Ausschusses für Beschäftigung, Arbeit und Soziales unterstützt.
Finanzielle Aspekte der privaten Rentensysteme
Für finanzielle Fragen im Zusammenhang mit institutionellen Investoren wie den Pensionskassen ist die Direktion für Finanz- und Unternehmensfragen (DAF) zuständig. Im Zuge dieser Aufgabe sammelt die Direktion statistische Daten, führt Analysen durch oder erarbeitet Richtlinien für die Mitgliedstaaten. Die DAF wird dabei von der Arbeitsgruppe private Altersvorsorge des aus Landesvertretern bestehenden Ausschusses für Versicherungen und private Rentenversicherungen beraten. Dieser Ausschuss führt eine Übersicht über die privaten Rentensysteme, untersucht politische und technische Fragen, arbeitet Empfehlungen aus und setzt sich für die Förderung des Dialogs mit den Nicht-Mitgliedstaaten ein.