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Die erste Sonderausgabe der «Neuen LITRA-Zeitung» widmet sich der Geschichte der Schweizer Verkehrspolitik und der LITRA von 1935 bis heute. Die Schweizer Verkehrsgeschichte und die fast 90-jährige Geschichte der LITRA sind eng miteinander verknüpft. Seit frühen Jahren gilt: Die LITRA setzt sich für einen erfolgreichen öV ein und verfolgt einen ganzheitlichen verkehrspolitischen Ansatz. Sie denkt und handelt multimodal und sieht die Verkehrsträger nicht als Gegensätze, sondern als sich ergänzende Teile eines Gesamtsystems. Als schlanke Organisation hat die LITRA stets grossen Wert auf eine breite Verankerung gelegt. Die «Neue LITRA-Zeitung» ermöglicht es, durch diese Geschichte zu blättern und sich in die Verkehrspolitik der vergangenen Jahrzehnte zu vertiefen. Herausgegeben wird die Zeitung von der LITRA, redigiert wurde sie von Sibylle Buess.
Die LITRA schreibt Geschichte
1935 wurde die LITRA gegründet - damals mit dem ausgeschriebenen Namen «Ligue suisse pour l’organisation rationelle du trafic» («Schweizerische Liga für rationelle Verkehrswirtschaft»). Die Schweiz konnte zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine reiche Verkehrsgeschichte zurückblicken, insbesondere bei der Eisenbahn: 1847 nahm mit der Spanisch-Brötli Bahn die erste Eisenbahnlinie innerhalb der Schweiz ihren Betrieb auf. 1848 wurde der Schweizer Bundesstaat gegründet, nur vier Jahre später erliess dieser sein erstes Eisenbahngesetz. 1902 führte der Bund mehrere Privatbahnen zusammen und nahm die bundeseigene SBB in Betrieb. 1921 beschloss er die vollständige Elektrifizierung der Eisenbahnen.
Als die LITRA 1935 an die Öffentlichkeit trat, befand sich die Eisenbahn - insbesondere die SBB - in finanzieller Schieflage. Das war ein erhebliches Risiko, auch für den Bund als Eigentümer der SBB. Die Eisenbahn litt unter einer Situation, die die Bahn gegenüber dem noch unregulierten Motorfahrzeug benachteiligte. Hinzu kam eine tiefgreifende Wirtschaftskrise. Die neu gegründete LITRA wollte als politisch neutraler Verband die Bevölkerung über verkehrspolitische Zusammenhänge aufklären, die Behörden mit Expertise in ihrer Arbeit unterstützen und eine Gesetzgebung anstreben, die den Verkehr in der Schweiz ganzheitlich und im Sinn der Volkswirtschaft ordnet.
Viel ist seither geschehen: Der öffentliche Verkehr und die verkehrspolitischen Rahmenbedingungen haben sich stark weiterentwickelt. Die LITRA hat diese Entwicklungen gemeinsam mit anderen Akteuren geprägt und viel erreicht. Sie musste aber insbesondere zu Beginn auch aus politischen Niederlagen lernen. Einige Themen aus der Gründungszeit der LITRA sind bis heute aktuell geblieben, etwa die Rahmenbedingungen für den Güterverkehr. Mit dem Wandel der Zeit sind zudem neue Themen wie der Umweltschutz und der Klimawandel hinzugekommen - Themen, für die der öV ein wichtiger Teil der Lösung ist und sein wird. Die «Neue LITRA-Zeitung» zeichnet diese und weitere spannende historische Entwicklungen bis heute übersichtlich und einfach verständlich nach.
Hintergrund
Herausgegeben wird die «Neue LITRA-Zeitung» von der LITRA, redigiert wurde sie von Sibylle Buess. Sibylle Buess hat ihre Masterarbeit am historischen Institut der Universität Bern zur schweizerischen Verkehrspolitik und zur Geschichte der LITRA geschrieben. Dabei hat sie als wissenschaftliche Praktikantin der LITRA das Archiv der LITRA durchforstet, inventarisiert und analysiert. In der «Neuen LITRA-Zeitung» fassen Sibylle Buess und die LITRA die faszinierenden Ergebnisse dieser Arbeit zusammen und bereiten sie für ein breites, interessiertes Publikum auf.
Die LITRA hat die Zeitung am 16. Januar 2023 veröffentlicht - parallel zur Veranstaltung «LITRA im Bundeshaus», die auf Einladung des Nationalratspräsidenten und LITRA-Präsidenten Martin Candinas stattgefunden hat.
Für weitere Auskünfte
Simon Steinlin, Leiter Projekte und Kommunikation LITRA
031 328 32 36, <email-pii>