Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03214.jsonl.gz/1128

Pedemonte
Pedemonte – Fuss des Berges – wird das Tal genannt, in dem sich die Flüsse Maggia, Melazza und Isorno vereinen. Das Pedemonte ist das Tor zu drei bedeutenden Valli, zu den Cento Valli, die Achse nach Domodossola, dem Vallemaggia und dem Onsernone. Der Isorno aus dem Onsernonetal fliesst bei Intragna mit der Melezza aus den Centovalli zusammen. In ihrem steinigen Felsbett fliesst die wilde Melezza vorbei an Cavigliano und Golino, Verscio nach Tegna, um sich dort mit der Maggia zu vereinen, die sich kurz davor durch die Felsenschlucht bei Ponte Brolla ins Tal hinunter gestürzt hat. Vier Kilometer weiter südöstlich mündet die Maggia schliesslich aus ihrem schnurgeraden künstlichen Bett im Maggiadelta in den Lago Maggiore. Golino wird das „Schattendorf“ genannt, weil ihm in den Wintermonaten das Massiv des Pizzo Leone vor der Sonne steht. Intragna, Cavigliano, Verscio und Tegna hingegen profitieren das ganze Jahr über von ihrer Lage am Südfuss des Bergs. Diese privilegierte Lage hat manche Künstler angezogen und später Feriengäste, leider mit demselben Effekt, den Maurizio Cecchi 2003 auch für die Entwicklung von Ascona beschrieb. Im Pedemonte waren unter anderem zuhause Hannah Arendt, Jakob Bührer, Alfred Ehrismann, Herbert Fleischmann, Peter Heim, Patricia Highsmith, Rico Jenny, Fritz Pauli, Willy Roelli, Erwin Schönmann, Ermanno Sizler, Margot Stangassinger, Harald Szeemann, Antoinette de St. Lèger, Mike van Audenhove.