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Ondulieren – die anhaltende Erfolgsgeschichte der künstlichen Wellen
Ondulieren: Den meisten von uns fallen dazu auf Anhieb die hübschen Wellenfrisuren der „Roaring Twenties“ ein. Die für diese Zeit revolutionären, frech gelockten Kurzhaarfrisuren gaben einer ganzen Epoche den typischen Look. Locken und Wellen waren immer gefragt – nicht nur in der Damenwelt. Ihr Erscheinungsbild änderte sich aber meist mit dem jeweiligen Zeitgeist. Was ist die Etymologie des Begriffs? Seit wann „onduliert“ man sich die Haare mit Ondulierstäben? Was hat sich in dieser Hinsicht in den vergangenen hundert Jahren verändert – und was ist gleich geblieben?
Was ist die Etymologie des Begriffs?
Die Etymologie weiss zu berichten: Ursprünglich kommt dieses Wort vermutlich aus dem Französischen. „Onduler“ bedeutet so viel wie „schlängeln“ oder „sich wellen“. Im deutschen Sprachraum ist damit das Einbringen von Wellen oder Locken mithilfe mechanischer Hilfsmittel gemeint. Anfang des 20. Jahrhunderts erfand der deutsche Friseur Karl Ludwig Nessler die Dauerwelle. Er tränkte dazu die Haare mit einer selbst gemischten Lösung und trocknete sie strähnchenweise an heissen Metallstäben. Dieses Verfahren wurde lange Zeit ebenfalls als „Ondulation“ bezeichnet.
Mit welchen Hilfsmitteln brachte man die Haare früher in Form?
Das Ondulieren ist ursprünglich mit der mechanischen Behandlung der Haare durch eine Brennschere verbunden. Sie besteht aus zwei gerundeten Metallröhren, die an einer Wärmequelle erhitzt werden. Dieses Gerät – also der Vorgänger des Lockenstabs – wurde 1872 durch den französischen Coiffeur Marcel Grateau entwickelt. Die typische Wellenbewegung der ondulierten Twenties-Frisuren entstand durch zusätzliches Fixieren der Wellen am Kopf – meist mit Klammern. Die Herkunft der Ondulierstäbe lässt sich übrigens bis in die Antike zurückverfolgen. Schon im alten Rom benutzte man ein erwärmtes Metallrohr zum Ondulieren der Haare, was zu jener Zeit gross in Mode war.
Wie entwickelte sich bis heute die Technik des Ondulierens?
Auch vor der Entwicklung des Welleisens durch Grateau gab es schon zahlreiche Instrumente zum Locken der Haare. Sie funktionierten jedoch meistens nach dem Prinzip eines oder mehrerer erhitzter Metallstäbe. Die erste chemische Dauerwelle kam 1932 auf den Markt. 1941 wurde die Kalt-Dauerwelle patentiert, die schon ohne das Erhitzen der Haare auskam. Mit Erfindung der elektrischen Lockenstäbe in den 1940er Jahren war das Ondulieren nun auch zu Hause möglich. Einen regelrechten Siegeszug trat in den 1950er Jahren der Lockenwickler an. Das Aufdrehen der Haare und anschliessende Trocknen unter einer warmen Fön-Haube wurde spätestens ab den 1960er Jahren äusserst populär.
Locke ist nicht gleich Locke – Was sollen moderne Geräte heute können?
In früheren Zeiten musste der Friseur ein feines Gespür haben, denn die heissen Brenneisen konnten auf der Kopfhaut starke Verbrennungen hervorrufen. Diese Zeiten sind glücklicherweise lange vorbei. Komfortabel zu bedienende Curler und Volumenstyler gibt es mittlerweile in allen Preislagen zu kaufen. Die Palette reicht dabei vom einfachen Lockenstab bis zum Multifunktionsgerät mit verschiedenen Aufsätzen für kleine und grosse Locken. Auch in puncto Sicherheit lassen die Lockenstäbe kaum Wünsche offen. Viele von ihnen verfügen über eine Abschaltautomatik und zusätzlichen Überhitzungsschutz. Hochwertige Modelle sind oft mit speziellen Beschichtungen ausgestattet, damit das Haar leicht darüber gleiten kann.
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Für welche Art von Frisuren sind Ondulierstäbe geeignet?
So wandelbar wie die Frisurentrends präsentieren sich heute auch die Stylinggeräte. Schliesslich will man immer wieder Neues ausprobieren. Besonders beliebt bei den Damenfrisuren ist die weichfliessende Wellenform mit viel Volumen. Klassiker wie der geradlinige Bob lassen sich mit den modernen Ondulierstäben genauso stylen wie Frisuren im unkomplizierten „Undone“-Look. Das Gegenstück zum Lockenstab kam mit der Frisurenmode der 1980er Jahre in den Handel: das Glätteisen. Bei vielen Modellen gehört der Glättaufsatz mit zum Funktionsumfang.
Videos und Tutorials – Wie finde ich Beispiele und Anregungen für mein perfektes Styling?
Selbstverständlich ist dein Lieblingsfriseur immer über die aktuellsten Trends informiert. Genauso wird er dir mit handwerklichem Können zur Seite stehen, wenn du gerne eine Frisur im Stil der Fünfziger Jahre hättest. Wer experimentierfreudig ist, findet im Netz zahllose Videos zum Haarstyling und dem benötigten Zubehör. Vom Pflegebalsam bis zum Bartöl zum Zwirbeln – die Pflege des Barthaars ist inzwischen bei den Herren wieder sehr gefragt! Ein Tipp: Beispiele für nostalgische Originalfrisuren findest du auch in alten Zeitschriften und historischen Fotos.
Was gibt es bei der Verwendung von Ondulierstäben zu beachten?
Du bist im Selber-Stylen noch nicht sehr erfahren? Dann empfehlen wir dir ein Gerät mit vollautomatischer Knopfdruck-Funktion. Hier brauchst du nur die Wellenstärke auszuwählen – die Maschine zieht das Haar wie einen Faden ein und erledigt den Rest von selbst! Die wichtigste Regel zur Benutzung von Lockenstäben: Immer nur im trockenen Haar anwenden! Hier noch ein paar Expertentipps zum Thema Ondulierstäbe:
- Hochwertige Modelle erkennt man daran, dass sich die Haare nach dem Locken leicht herausziehen lassen.
- Konisch zulaufende Stäbe zaubern professionell wirkende Locken, sind aber etwas schwerer zu bedienen.
- Nicht immer ist der teuerste der Beste – Verbrauchertests informieren unabhängig über gute Maschinen.
Für Anfänger bieten Hersteller und Blogseiten umfassende Videos und Informationen zum Umgang mit Curling-Geräten.
Erstellt: 08.12.2020 - Copyright: 2020 Swisscom Directories AG