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Gemüse ist gemessen an der landwirtschaftlichen Produktion hinter Milch der zweitwichtigste Betriebszweig der Schweizer Landwirtschaft. Die landwirtschaftliche Produktion umfasst den Wert von sämtlichem Gemüse, das auf den Bauernhöfen produziert worden ist. Nur von geringer Bedeutung ist Gemüse aus der Sicht der landwirtschaftlich genutzten Fläche: Hier macht Gemüse nicht einmal ein Prozent aus. Wer Gemüse im grossen Stil anbauen will, der muss genügend Arbeitskräfte haben. Um eine Hektare Rübeli anzubauen, muss mit einem Arbeitszeitaufwand von fast 900 Stunden gerechnet werden. Bei Getreide beträgt der Zeitbedarf für die gleiche Fläche je nach Mechanisierungsgrad nur gerade 30 bis 54 Stunden.
Die inländische Produktion vermag nicht einmal 60 Prozent des Bedarfs zu decken. Vor allem in den kälteren Jahreszeiten werden grosse Mengen Frischgemüse importiert. Der Bedarf an Lagergemüse wie Kabis, Knollensellerie, Randen, Rüebli, Wirz oder Zwiebeln kann in den meisten Fällen fast das ganze Jahr hindurch aus inländischer Produktion gedeckt werden.
Fachleute empfehlen pro Tag fünf Portionen Obst und Gemüse (600 bis 700 Gramm) zu sich zu nehmen. Herr und Frau Schweizer belassen es im Durchschnitt bei drei Portionen. Dabei gibt es in der Schweiz eine reiche Palette an Gemüse: 100 verschiedene Gemüse bauen die Schweizer Gemüseproduzenten an. Im Jahr 2016 ergab dies in der Schweiz eine Produktionsmenge von 440'000 Tonnen Frischgemüse. Mengenmässig weitaus am meisten angebaut werden Karotten, gefolgt von Tomaten und Zwiebeln.