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Die Baker-Zyste ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Aussackung in der Kniekehle. Sie entsteht häufig bei sogenannten chronischen Kniebinnenerkrankungen. Ursachen sind zum Beispiel die chronische Polyarthritis (Rheuma) oder chronische Meniskusschädigungen.
Eine Baker-Zyste entsteht folgendermassen: Der Körper versucht nach einem Knieschaden diesen wieder auszugleichen, indem er vermehrt Gelenkflüssigkeit produziert. Der dabei entstehende, dauerhaft erhöhte Gelenkinnendruck lässt das umliegende Bindegewebe erschlaffen und es entsteht eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste. Die Baker-Zyste tritt im mittleren bis höheren Lebensalter auf. Doch auch Kinder können vereinzelt betroffen sein.
Hauptmerkmale der Baker-Zyste sind Schmerzen und eine bewegungsabhängige, häufig wiederkehrende Schwellung in der Kniekehle und der oberen Wadenmuskulatur. Wenn die Zyste einreisst (Ruptur), kommt es zu plötzlich einsetzenden Schmerzen in der Kniekehle. Neben der klassischen Schmerz- und Verlaufsbeurteilung sowie dem Befund der körperlichen Untersuchung, tragen bildgebende Verfahren zur Diagnosefindung bei: Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung sowie einer Magnetresonanztomographie lassen sich die genauen Ausmasse der Baker-Zyste darstellen. Ist eine Baker-Zyste langgezogen und schlauchförmig, ist es häufig schwierig, die Diagnose zu stellen.
Bei der Baker-Zyste gibt es zwei Therapieoptionen: die Operation oder die konservative Therapie mit Medikamenten. Am besten ist die Prognose bei der operativen Beseitigung der Ursache (z.B. Meniskusschaden). Wird nur eine konservative Therapie durchgeführt, besteht diese im Wesentlichen aus entzündungshemmenden Medikamenten (Antiphlogistika) wie Diclofenac und – in Ausnahmen – aus dem Einsatz von Kortisonspritzen. Wenn das nicht hilft, ist es notwendig, dass ein Chirurg die Baker-Zyste operativ entfernt. Allerdings kommt die Baker-Zyste mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder, wenn die Ursache unbehandelt bleibt.
Die Baker-Zyste ist eine in der Kniekehle meist mittig gelegene, flüssigkeitsgefüllte Aussackung. Ihr Name stammt von dem Erstbeschreiber W. M. Baker, einem englischen Chirurgen des 19. Jahrhunderts aus London.
Die Baker-Zyste kann verschiedene Ausgangspunkte haben. Sie kann von muskulären Strukturen ausgehen, wie dem Wadenmuskel (Musculus gastrocnemicus) oder der Beugemuskulatur des Oberschenkels (Musculus semimembranosus). Auch kann die Zyste eine direkte Aussackung der hinteren Kniegelenkkapsel mit stielartiger Verbindung zum Gelenk darstellen. Hierbei spricht man im eigentlichen Sinne von der Baker-Zyste.
Eine Baker-Zyste kann von aussen betrachtet einem Tumor der hinteren Kniekehle ähneln. Daher muss stets eine bösartige Erkrankung ausgeschlossen werden. Kommt es zur Ruptur der Zyste – also einem Riss, bei dem Flüssigkeit ins Gewebe austritt – schwillt das betroffenen Gebiet an und ein Schmerz tritt auf, welcher stärker wird, wenn man darauf drückt. Dieser Zustand kann leicht mit einer tiefen Beinvenenthrombose verwechselt werden.
Eine Baker-Zyste ist in keinem bestimmten Lebensalter mit grösserer Häufigkeit zu finden. Im Kindesalter kommt es bei Jungen doppelt so häufig wie bei Mädchen zu einer Baker-Zyste. Allerdings bilden sich bei Kindern seltener Zysten in der Kniekehle. Überwiegend tritt eine Baker-Zyste im mittleren und fortgeschrittenen Lebensalter auf.
Bei einer Baker-Zyste sind die Ursachen in den überwiegenden Fällen die sogenannten Kniebinnenerkrankungen. Hierbei bildet der Körper vermehrt Gelenkflüssigkeit, wodurch sich der Gelenkinnendruck stetig erhöht und darauf die Gelenkkapsel zur Baker-Zyste aussackt.
Die Baker-Zyste wölbt sich meist im Bereich zwischen dem oberen mittigen Ende des Wadenmuskels und dem Sehnenansatz der Beugemuskulatur aus. Sie ist als eine flüssigkeitsgefüllte Kapsel im hinteren Bereich der Kniekehle zu ertasten. Eine Baker-Zyste begünstigen noch weitere Ursachen wie Erkrankungen mit Beteiligung des Gelenks. Das ist beispielsweise bei chronischer Polyarthritis (Rheuma) oder andauernden Meniskusbeschwerden der Fall.
Bei der Baker-Zyste sind die typischen Symptome wiederkehrende Schmerzen in der Kniekehle und im rückwärtigen oberen Wadenbereich. Zum Teil fühlt sich die Kniekehle lediglich gespannt an. Meist können Betroffene eine mit Flüssigkeit gefüllte Baker-Zyste als Schwellung in der Kniekehle tasten, welche je nach körperlicher Aktivität unterschiedlich stark sein kann.
Der Schmerz und die Schwellung durch eine Baker-Zyste, hängen in der Regel vom Aktivitätslevel des Betroffenen ab. Je aktiver jemand ist, desto stärker sind bei einer Baker-Zyste die Symptome.
Liegt eine Baker-Zyste vor, stellt der Arzt die Diagnose meist aufgrund der Beschwerden und dem Befund der körperlichen Untersuchung. Drückt der Arzt mit dem Finger in die Kniekehle, verursacht das häufig Schmerzen.
Neben den Schilderungen, dem klinischen Bild der Baker-Zyste und den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung können verschiedene Methoden die Diagnose sichern. Eine Röntgenuntersuchung kann arthrotische Veränderungen des Kniegelenks oder in seltenen Fällen auch Knochentumoren als Ursache der Beschwerden aufzeigen.
Eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Kniekehle weist die Baker-Zyste nach und zeigt, wie gross die Zyste ist und wohin sie sich ausbreitet. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) kann im Weiteren die genaue anatomische Lokalisation der Baker-Zyste und die Verbindung zur Gelenkkapsel zeigen.
Bei einer Baker-Zyste ist die Diagnose oft schwierig, wenn sie eine sehr langgestreckte, schlauchförmige Struktur oder Einblutungen mit und ohne Risse (Rupturen) aufweist.
Bei der Baker-Zyste stehen zur Therapie grundsätzlich konservative – also nicht-chirurgische – und operative Massnahmen zur Verfügung.
Ziel der Behandlung ist es, die Schwellung und Schmerzen in der Kniekehle dauerhaft zu beseitigen. Zunächst behandelt der Arzt die Baker-Zyste mit konservativen Massnahmen. Diese führen insbesondere im Kindesalter häufig zu einer dauerhaften Beschwerdelinderung, auch wenn sie an der Ursache nichts ändern. Bessern sich die Beschwerden durch die Baker-Zyste mit der konservativen Therapie nicht, ist teilweise eine Operation sinnvoll. Ist die Ursache der Baker-Zyste bekannt, kann eine Operation (z.B. beim Meniskusschaden) die bevorzugte Therapie sein, damit sich keine erneute Zyste bildet.
Die konservative Therapie – also ohne Operation – richtet sich vor allem auf die Behandlung der Baker-Zyste selbst. Entzündungshemmende Medikamente stehen hierbei im Vordergrund, insbesondere nicht-steroidale Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac.
Die Anwendung kortisonhaltiger Präparate ist wegen der zahlreichen Nebenwirkungen umstritten, wird jedoch mitunter durchgeführt. Der Arzt spritzt das Kortisonpräparat dann direkt ins Knie, um den entzündlichen Vorgang vor Ort zu stoppen. Er kann den Inhalt der Baker-Zyste auch mit einer Spritze heraussaugen und die verbleibende Hülle mit Kortison ausspülen.
Bildet sich eine Baker-Zyste auch sechs Monate nach der konservativen Therapie nicht zurück, empfiehlt es sich, die gesamte Zyste operativ zu entfernen.
Bei den mit der Gelenkkapsel verbundenen Baker-Zysten muss darauf geachtet werden, dass der Stiel unterbunden wird, welcher Zyste und Kniegelenk verbindet. Im Anschluss an die Operation untersucht ein Labor die entnommenen Zystenstrukturen, um bösartige Tumoren zu erkennen oder auszuschliessen.
In vielen Fällen bessern sich die Beschwerden, die eine Baker-Zyste hervorruft, im Verlauf bereits innerhalb weniger Tage – auch ohne Therapie. Die Baker-Zyste verschwindet zwar spontan, kann aber bei Belastung erneut auftreten. Auch unter der empfohlenen konservativen (medikamentösen) Therapie löst sie sich selten vollständig auf. Dies ist meist nur der Fall, wenn ein Arzt die eigentliche Ursache beseitigt.
Bei der Baker-Zyste ist ein Vorbeugen nur bei bestimmten Ursachen möglich. Einen Meniskusschaden kann man vermeiden, indem man gelenkbelastende Sportarten und Bewegungen möglichst nicht ausführt. Stattdessen sind gelenkschonende Sportarten wie Velofahren, Kraulschwimmen oder gezielte Gymnastik empfehlenswert. Das hilft dabei, die Beweglichkeit des Kniegelenks dauerhaft zu erhalten oder zu verbessern. Bei sitzenden Tätigkeiten, zum Beispiel im Büro, empfiehlt es sich, die Sitzhaltung häufig zu ändern. Bei Übergewicht und einem vorliegenden Meniskusschaden sollten Sie abnehmen, um Ihre Gelenke dauerhaft zu schonen. Damit können Sie einer Baker-Zyste durch Gelenkschäden vorbeugen.