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Rückschlag für Japans rechtskonservativen Regierungschef Shinzo Abe: Wegen eines Skandals um politische Spenden ist seine Industrie- und Handelsministerin Yuko Obuchi am Montag zurückgetreten. Kurz darauf meldeten japanische Nachrichtenagenturen, dass auch Justizministerin Midori Matsushima zurücktreten werde. Ein Oppositionspolitiker hatte sie angezeigt, weil sie Wähler mit Fächern beschenkt hatte, was illegalen Spenden gleichkomme.
Abe hatte erst kürzlich fünf Frauen in sein neues Kabinett geholt, um sich als Unterstützer von Frauen in der Berufswelt zu profilieren. Er hatte sich die Förderung von Frauen auf Führungspositionen in Japans männerdominierter Gesellschaft gross auf die Fahnen geschrieben.
Als kommender Star gefeiert
Obuchi, 40 Jahre alte Tochter eines früheren Regierungschefs galt dabei als aufstrebender Star und wurde bereits als künftige Ministerpräsidentin gehandelt. Ihr Rücktritt nach weniger als zwei Monaten ist der erste seit Abes Amtsantritt Ende 2012.
Auch andere weiblichen Mitglieder seines Kabinetts sind seit ihrem kürzlichen Amtsantritt in die Schusslinie der Kritik geraten. Seine Innenministerin Sanae Takaichi und die Vorsitzende der Kommission für nationale Sicherheit, Eriko Yamatani, sahen sich mit Fotos konfrontiert, die sie mit dem Anführer einer Neo-Nazi-Gruppe zeigen. Sie sagten, sie hätten nicht gewusst, mit wem sie es zu tun hatten.
(awp/gku)