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Siehe auch > … und Italiener in Katar
Dass Frankreich nicht zimperlich ist, wenn es gilt, die eigene Rüstungsbranche zu unterstützen, ist hinlänglich bekannt – überall. Auch am Persischen Golf hat die französische Waffenindustrie einen lukrativen Markt gefunden.
Zu den treuen Kunden gehören die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das Heer, die Luftwaffe, die Marine und die numerisch starke Präsidentengarde führen reichlich französische Waffen in ihren Arsenalen. So führt das Panzerkorps nicht etwa amerikanische Abrams-Tanks, sondern 340 Leclerc und eine Anzahl AMX-30 ins Gefecht.
Entsprechend dankbar reagiert in Paris die Politik. In den VAE sind von der Luftwaffe Rafale-Kampfjets und vom Heer eine Kampfgruppe des 5e régiment de cuirassiers stationiert. Von der Kampfgruppe gelangte – auf einem amerikanischen Dienst – das folgende Bild vom Camp Zayed im Emirat Abu Dhabi aufs Netz:
Die Fotografie zeigt u.a. vorne und dann weiter hinten das Rückgrat der Kampfgruppe, den Leclerc-Tank, den Schützenpanzer VBCI und ganz hinten eine moderne Artilleriebatterie mit vier CAESAR-Geschützen.
Bei der CAESAR-Haubitze handelt es sich um das Geschütz, mit dem Frankreich ins Rennen um die in etlichen Armeen anstehende Erneuerung der Artillerie eingestiegen ist. Es handelt sich um ein selbstfahrendes, ungepanzertes System vom Kaliber 155 mm.
Mit dem 5. Kürassierregiment ordnet Frankreichs Armee einen ihrer traditionsreichen Verbände in die Wüste ab. Gegründet 1653 firmiert die Truppe in der Geschichte auch als Kavallerieregiment. Heute nehmen unter den schnellen Formationen die Kürassiere eine respektable Stellung ein.
Das 5e régiment de cuirassiers wurde 1992 aufgehoben und 2016, zu Beginn der Abordnung in die VAE, reaktiviert. Vom 15.–27. August 2021 nahm von Abu Dhabi aus ein Kontingent an der Operation “APAGAN” in Kabul teil, als Frankreich seine Bürger aus Afghanistan zurückholte.