Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/75918

<h2>SubmittedText<h2><p>Viele Bürger - besonders auch Postangestellte - sind unzufrieden mit der telefonischen Erreichbarkeit der Poststellen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass ich eine Dienstnummer wählen muss, wenn ich von meiner Poststelle im Dorf eine Auskunft brauche. Besonders die langen Wartezeiten verärgern die Postkunden.</p><p>Bei meiner früheren Intervention in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen ist seitens der Postregulationsbehörde bestätigt worden, dass diese Qualitätseinbusse zu vielen Eingaben an die Post geführt hat.</p><p>Wann kann damit gerechnet werden, dass die Poststellen wieder direkt anwählbar sind?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Nach Angaben der Post wurde der zentrale telefonische Kundendienst eingeführt, um die Poststellen zu entlasten - damit sie sich vermehrt mit Kernaufgaben beschäftigen können - sowie um Kundenanliegen professioneller und schweizweit einheitlicher bearbeiten zu können. Gemäss den bisherigen Erfahrungen konnten diese beiden Vorgaben erreicht werden. So werden die Kunden gerade auch in kleinen Poststellen besser und schneller bedient, weil eingehende Telefonate die Bedienung am Schalter nicht mehr unterbrechen und damit auch die Wartezeiten gesenkt werden konnten. Andererseits sind die Mitarbeiter beim Kundendienst besonders geschult und auf die eingehenden Anliegen der Kunden spezialisiert, wodurch die Qualität der Antworten und die Effizienz bei der Beantwortung eine deutliche Steigerung erfahren haben.</p><p>Nachteil der Einführung des zentralen Kundendienstes ist jedoch die Einschränkung bei der Erreichbarkeit der Poststellen sowie die zeitweise langen Wartezeiten des Kundendienstes. Die Post hat diese Probleme erkannt und hat Massnahmen ergriffen. So wurde im vergangenen Jahr ein neues Computerprogramm eingeführt, mit welchem die Kundenanliegen rascher behandelt werden können, und es wurden im Kundendienst rund vierzig Agenten eingestellt, um eine speditivere Entgegennahme der Anrufe zu gewährleisten. Die Wartefristen konnten damit deutlich verringert werden. Die Poststellen können bei Bedarf (z. B. bei Notfällen oder beim Verlust persönlicher Gegenstände) via Kundendienst erreicht werden. Eine erneute Veröffentlichung der Telefonnummern der Poststellen ist daher nicht geplant.</p>  Antwort des Bundesrates.