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Die Auswirkungen der Handelsblockade sind auch 2016 gravierend
Nach der Ankündigung eine neue Verfassung auf den Weg zu bringen, hat sich die politische Lage in Nepal seit August 2016 mehr und mehr zugespitzt. Die ethnischen Minderheiten im Süden von Nepal entlang der Grenze zu Indien besannen sich auf ein "altes" und in vielen Konfliktsituationen bewährtes Kampfmittel, die Strassenblockaden. Da Nepal fast ausschliesslich auf dem Landweg aus Indien mit Gütern des täglichen Bedarfs versorgt wird, genügt es, die Strassen bei den wenigen Grenzpunkten zu blockieren, um das Land in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen.
Unsere Partner in Nepal melden, dass es gegenwärtig immer schwieriger wird, sich auf legalem Weg oder auf dem "Schwarzen Markt" mit Benzin, Dieseltreibstoff und Kochgas einzudecken. Vor den Tankstellen bilden sich jeweils lange Schlangen . Flüge wurden gestrichen und Busverbindungen eingestellt. Die sporadisch verkehrenden lokalen Busse sind vollständig überfüllt.
Anfangs Januar 2016 betrug der Preis für einen Liter Dieseltreibstoff auf dem überall florierenden "Schwazen Markt" rund USD 2.- , was rund 130% über dem von der Regierung festgelegten Preis liegt.
Die grossen Hotels können ihre Kunden weiter aus ihren Vorräten versorgen. Die kleineren Gastbetriebe haben ernsthafte Probleme, die Grundbedürfnisse ihrer Kunden abzudecken.
Nach Angaben der UNO spitzt sich die humanitäre Krise in Nepal von Woche zu Woche zu.
Touristen, welche in den kommenden Wochen Nepal bereisen möchten, müssen möglicherweise mit zahlreichen Unannehmlichkeiten rechnen.