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Hinter einer Säulenkolonnade steht ein langbärtiger, in Wams und Pluderhosen gekleideter Eidgenosse mit einer Hellebarde. Seine Hände sind gefesselt. Ihn umringen mehrere kirchliche und weltliche Herrscher. Zu seiner Rechten steht vorne ein Kaiser mit dem Zepter und hinten ein König. Links hinter der Säule sind ein Kardinal und ein Bischof zu sehen. Die Säulenkolonnade steht auf einem Inschriftensockel, dem zwei Engel als Tragefiguren beigefügt sind. Der Wappenschild in der Mitte ist mit schrägen Linien und Kringeln gefüllt. Oben wird der auf dem Säulengebälk lastende Fries in der Mitte durchbrochen und halbrund nach unten geöffnet. In diesem Mittelteil ist ein weiterer Eidgenosse eingefügt. Er steht breitbeinig im Harnisch und holt mit der Hellebarde zum Schlag aus. Um ihn herum liegen die Feinde mit ihren Schilden am Boden. Zu erkennen sind die Wappen des Reichs (doppelköpfiger Adler), Burgunds (Astschragen mit Feuerstrahl), Schwabens (zwei bzw. drei Löwen übereinander) und Österreichs (in Rot ein silberner Balken). Links und rechts sind im Fries erklärende Verse zur Darstellung eingefügt. Die Rahmenarchitektur ist auf der rechten Blatthälfte nur in den Umrissen gezeichnet. In der Basis der rechten mittleren Säule hat Hans Jakob Dünz den Entwurf signiert. Unterhalb auf dem Gebälk des Sockels steht der Eigentumsvermerk Hans Rudolf Landos geschrieben.
33B5 · enemy
44B112 · emperor
45D21(+28) · land forces (+ mercenary troops, e.g.: lansquenets)
45H33 · hand-to-hand fighting (~ battle)
Auf dem rechten Säulenpostament: in Grau "H I Dünt[z] / 1602" und darunter in Braun "HRLando 1605". In den oberen Eckfeldern (die Ergänzungen nach dem Riss in der Burgerbibliothek Bern): [O E]ÿdtgnoß denck / [an] dine alten, | [die d]ir s Land gsüb = / [eret] frÿ erhaltenn" und "Laß kaÿn gält / überwinden dich / Sunst wirst beherschet / Ewigcklich". Farbangaben im Wappen des Oberbildes.
H I Düntz