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Die Orgelmusik stand im ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhundert in hoher Blüte. Zu den bekanntesten deutschen Komponisten in der Generation vor J. S. Bach zählten Vincent Lübeck, Johann Pachelbel und Georg Böhm. In Frankreich wirkten in dieser Zeit André Raison, Pierre Dandrieu, François Couperin und Nicolas de Grigny, einer der wenigen bedeutenden Komponisten ausserhalb der Hauptstadt.
André Raison (um 1640–1719) erhielt seine Ausbildung in der Abtei Sainte-Geneviève in Nanterre, wo er auch die Stelle des Organisten erhält. Er wird ebenfalls Organist an der Jesuitenkirche in der rue Saint-Jacques in Paris. Hier wird er als einer besten Organisten der Stadt gegen Ende des 17. Jahrhunderts bezeichnet. Zu seinen Schülern wird Louis-Nicolas Clérambault gezählt.
Johann Sebastian Bach übernahm ein musikalisches Thema von André Raison, für seine bekannte Passacaglia und Fuge in c-moll (BWV 582)