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56 Seiten stark ist die Liste, auf welcher die Luzerner Regierung fein säuberlich aufgelistet hat, wer alles Geld aus dem Lotteriefonds erhält. Ein Fünftel der Summe vergibt der Kanton an Gemeinden für die Behebung von Elementarschäden, für Seilkräne für die Waldwirtschaft oder für den Luzerner Auftritt an der Olma im Herbst.
Ein weiterer grosser Teil der Lotto-Millionen fliesst in die Unterstützung von Sportvereinen oder einzelnen Sportlerinnen und Sportlern. Dabei geht es um grosse Beträge von mehreren 10'000 Franken bis zu 149 Franken, um ein Plakat für «Luzerner Sporthelden» zu drucken. Geld gibt es aber auch für die soziale und gesundheitliche Betreuung von Frauen auf dem Strassenstrich.
Grösste Tranche für Bildung und Kultur
Die grösste Geldtranche verwendet die Luzerner Regierung für Projekte in den Bereichen Bildung und Kultur. Davon profitieren Museen, beispielsweise das Verkehrshaus der Schweiz mit einem Beitrag von 500'000 Franken. Geld gibt es weiter für Kunst-, Theater- und Musikprojekte in der Stadt oder auf der Luzerner Landschaft.
Und nicht zuletzt werden auch Beiträge gezahlt, um die Infrastruktur von Kulturhäusern zu erneuern oder zu sanieren.
Schreibfehler mit Zündstoff
Laut der Lotterieliste soll der Kanton Luzern ganze 2,5 Millionen Franken an die Sanierung des KKL-Dachs zahlen. Auf Nachfrage beim Kanton, weshalb diese Sanierung mit Lotteriegeldern finanziert werden soll, stellt sich heraus, dass es sich um einen Schreibfehler handelt. Der Beitrag soll Sanierungen unter und nicht auf dem Dach unterstützen.