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Der Anerkennungspreis des Regierungsrates geht dieses Jahr an zwei Personen: die Luzerner Opernsängerin Regula Mühlemann und den Krienser Dr. iur. Alexander Wili, Impulsgeber für genossenschaftliches Bauen und Wohnen. Der Preis wird am 25. Mai 2020 im Luzerner Theater verliehen.
Der Luzerner Regierungsrat zeichnet die international renommierte Luzerner Sopranistin Regula Mühlemann und den Krienser Pionier für genossenschaftliches Wohnen, Alexander Wili, mit dem Anerkennungspreis 2020 aus. Der Preis wird jedes Jahr an eine Person oder Organisation vergeben, die sich in besonderer Weise um das allgemeine Wohl oder um das Ansehen des Kantons Luzern verdient gemacht hat. Er ist mit einem Preisgeld von 10’000 Franken dotiert.
Preisträgerin Regula Mühlemann
Der Regierungsrat würdigt Regula Mühlemann, weil sie wie kaum eine andere Persönlichkeit Luzern in der Welt bekannt macht. Regula Mühlemann wurde 1986 in Adligenswil geboren, wuchs dort auf und studierte an der Hochschule Luzern bei Barbara Locher. Danach führten ihre Engagements sie an das Teatro La Fenice nach Venedig, an das Opernhaus Zürich und an das Festspielhaus Baden-Baden. Im Sommer 2012 gab sie ihr Debüt als junge Papagena in der Oper «Das Labyrinth» von Peter von Winter bei den Salzburger Festspielen.
Seither ist Regula Mühlemann an vielen wichtigen Opern- und Konzerthäusern zu hören. So war sie buchstäblich die Stimme Luzerns in der Welt, bevor sie im November 2018 als Juliette in Gounods Roméo et Juliette ans Luzerner Theater zurückkehrte und erstmals eine grosse romantische Rolle auf die Bühne brachte.
Das von den Kritikern hoch gelobte Debütalbum Mozart Arias (2016) gewann den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste). Ihr zweites Album Cleopatra (2017) erntete ebenfalls beste Besprechungen («Wie berückend schön [klingt] die gleichsam aus Gold und Silber legierte Stimme», «Das Recital zeichnet sich, summarisch gesagt, durch die musikalische Bilderfolge ebenso aus wie durch die Begegnung mit einer stimmlichen und technischen Hochbegabung» Jürgen Kesting/Fono Forum). 2018 erhielt Regula Mühlemann den OPUS Klassik als «Nachwuchskünstlerin des Jahres».
Preisträger Alexander Wili
Der Regierungsrat würdigt Alexander Wili für sein Lebenswerk, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Kanton Luzern stärkt und fördert. Alexander Wili setzt sich noch im hohen Alter von fast 90 Jahren unermüdlich für das genossenschaftliche Bauen ein. Im Verlaufe seines Lebens hat er in der Schweiz rund 200 gemeinnützige Baugenossenschaften gegründet und massgebend beim Aufbau der genossenschaftlichen Wohnbauhilfe durch den Bund mitgewirkt, z.B. durch die Emissionszentrale für gemeinnützigen Wohnungsbau, die er auch präsidierte.
In Kriens hat Alexander Wili viele gemeinnützige Organisationen gegründet und die meisten anfänglich auch geleitet (z.B. Pro Schauensee, Pro Sonnenberg, Pro Hergiswald, Kriens hilft Menschen in Not, Liberale Stiftung u.a.). Der Marsch nach Luzern für das Krienser Schlössli ist noch vielen in Erinnerung. Wili war der Begründer und erste Präsident des Einwohnerrates. Die Genossenschaft GWAK (Wohnen im Alter in Kriens) mit dem Lindenpark, wo die grösseren Krienser Baugenossenschaften zusammenarbeiten, wurde ebenfalls von ihm gegründet und in der Aufbauphase präsidiert.
Kultur und Solidarität
«Der Regierungsrat freut sich sehr, mit Regula Mühlemann und Alexander Wili zwei herausragende Persönlichkeiten zu würdigen, die für die besten Seiten Luzerns stehen: Kultur und Solidarität», sagt der Luzerner Regierungspräsident Paul Winiker. Die feierliche Übergabe des Anerkennungspreises durch den Regierungsrat findet am Montag, 25. Mai 2020, 18.00-20.00 Uhr im Luzerner Theater statt. Die Preisverleihung ist öffentlich, die Luzerner Bevölkerung ist herzlich eingeladen.