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«Matthias Zschokke»
Lesung und Gespräch
Wie kein Zweiter kann Matthias Zschokke hinter dem Alltäglichen das Unheimliche fühlbar machen: In seinem neuen Roman «Die Wolken waren groß und weiß und zogen da oben hin» (Wallstein, 2016) geht es um einen, der sich hinlegt, wenn er satt ist; und wenn er Hunger hat, steht er wieder auf. Gern hat er, wenn die Frau, mit der er zusammenlebt, dabei neben ihm liegt und steht. Aber die großen Schicksalsfragen bleiben ihm trotzdem nicht erspart, seine Mutter bittet um Sterbehilfe, sein bester Freund empfindet keine rechte Lust mehr am Leben und auch das Opossum ist des Lebens überdrüssig. Der mit Zschokkeschem Schalk und Lakonie durchbuchstabierte Existenzreigen von Leben und Tod stimmt nachdenklich und heiter zugleich.
«Zschokke versteht es, mit leichter Hand ein Minenfeld voll still explodierender Gedanken zu entwerfen.»
(Beat Mazenauer, St. Galler Tagblatt)
Matthias Zschokke, (geboren 1954 in Bern), lebt als Schriftsteller und Filmemacher in Berlin. Zschokke veröffentlichte zahlreiche Romane, Theaterstücke und Spielfilme. Er wurde mit renommierten Preisen gewürdigt, darunter der Gerhart-Hauptmann-Preis, der Solothurner Literaturpreis und der Prix Femina étranger für den Roman «Maurice mit Huhn». Für seinen Roman «Der Mann mit den zwei Augen» wurde Matthias Zschokke mit dem Eidgenössischen Literaturpreis 2012 ausgezeichnet und 2014 mit dem Großen Literaturpreis der Stadt und des Kantons Bern.
Moderation: Urs Bugmann
Eintritt CHF 18 / CHF 15 ermässigt
(Bild © Dirk Opitz)