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Die Gruppe stellt Briefe, unadressierte Sendungen wie Werbeflyer, Zeitungen und Zeitschriften sowie Pakete in der Schweiz zu. In diesen Bereichen ist auch die Schweizerische Post tätig, worauf die Wettbewerbskommission (Weko) aktiv wurde und die Übernahme vertieft prüfte.
Für die Wettbewerbshüter ist klar, dass die Übernahme «den Wettbewerb im Markt für nationale adressierte Massenbriefsendungen über 50 Gramm für Geschäftskunden beseitigen würde», wie sie am Freitagmorgen bekanntgab. «Zudem würde in diversen Brief- und Paketpostmärkten sowie dem Markt für die Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften eine marktbeherrschende Stellung der Post begründet oder verstärkt.»
Das Fazit der Weko: «Die Übernahme würde ein faktisches Monopol der Post schaffen und sich folglich negativ auf den Wettbewerb auswirken zulasten von Konsumenten und Geschäftskunden.»
Die beiden Unternehmen argumentierten hingegen, dass es sich um eine Sanierungsübernahme handle. Die Wettbewerbshüter könnten eine solche zulassen, «wenn sie zwar den Wettbewerb beeinträchtigt, aber sich die negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb auch ohne den Zusammenschluss ergeben würden («Failing Company Defence»)», schreibt die Weko.
Das wäre der Fall, wenn die Quickmail-Gruppe ohne Unterstützung innerhalb kurzer Zeit vom Markt verschwinden und als Folge davon ein Grossteil der Kundschaft der Quickmail-Gruppe ohnehin zur Post wechseln würde. «Zusätzlich dürfte keine wettbewerbsfreundlichere Alternative zum Zusammenschluss bestehen», so die Weko, was aber nicht erfüllt sei.
Neben der Post gebe es eine alternative Kaufinteressentin an der Quickmail-Gruppe, die über langjährige Erfahrung im Bereich von Postdienstleistungen verfüge, das Fortbestehen der Quickmail-Gruppe wäre ermöglicht. Die Konkurrenz zur Post bliebe erhalten.
«Wird das Angebot der alternativen Kaufinteressentin angenommen, erübrigt sich aufgrund fehlender Überschuldung eine Konkursanmeldung und die Quickmail-Gruppe könnte weiterhin im Markt tätig bleiben als alternative Anbieterin zugunsten von Konsumenten und Geschäftskunden», heisst es abschliessend von der Weko dazu.