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Mitarbeiter droht Unternehmen zu verlassen – Was tun?
Wenn Ihr Gefühl es sagt oder auf dem Flur sich das Gerücht verbreitet, dass ein wichtiger Mitarbeiter oder eine wichtige Mitarbeiterin kündigen will, schalten wir rasch auf Alarm – «nur nicht das»! Diesen Mitarbeitenden dürfen wir nicht verlieren. Was ist zu tun? Wichtig, je früher Sie intervenieren umso besser.
Barbara Fitze empfiehlt ein sogennantes «Bleibgespräch» durchzuführen. Primär geht es darum, den Mitarbeitenden und seine persönlich wahrgenommene Situation zu verstehen.
- Ist die Vermutung richtig, dass der Mitarbeitende das Unternehmen verlassen will?
- Wie weit hat sich der Mitarbeitende bereits mental entfernt?
- Kann der Mitarbeitende überhaupt zurückgeholt werden?
Nachfolgend sind die Schritte aufgeführt die ich empfehle, zu durchlaufen:
Vorbereitung / Selbstanalyse
- Was habe ich dazu beigetragen, dass der Mitarbeitende das Unternehmen verlassen will?
- Habe ich meine abgegebenen Versprechen eingehalten?
- Habe ich genügend Zeit für den Mitarbeitenden eingesetzt?
- Welche Aussagen hat der Mitarbeitende im letzten Mitarbeitergespräch gemacht?
Einladung
Die Einladung auf keinen Fall spontan oder im Flur aussprechen. Bitten Sie den Mitarbeitenden um ein persönliches Gespräch. Vereinbaren Sie einen Termin.
Bleibegespräch führen
Das Bleibegespräch in einem Raum durchführen, wo Ruhe und Vertraulichkeit herrscht. Kommen Sie rasch zum Thema. Starten Sie mit einer «Ich» Aussage. Dies kann zum Beispiel wie folgt erfolgen:
«Mein Eindruck in der letzten Zeit ist, dass Sie sich vermehrt zurückziehen. Deshalb befürchte ich, dass Sie sich von uns abnabeln».
Bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie den Mitarbeitenden nicht verlieren wollen. Auf diesem Weg kommt ein zielgerichteter, informativer Austausch zu Stande.
Folgendes beachten
- Hören Sie vor allem zu, zeigen Sie grosse Wertschätzung und notieren Sie die Aussagen.
- Machen Sie keine Vorwürfe, rechtfertigen Sie sich nicht. Nehmen Sie die Aussagen sachlich hin. Der Mitarbeitende soll die Möglichkeit haben, alles auf den Tisch zu legen.
- Machen Sie keine Zusagen, die Sie später nicht einhalten können.
- Vereinbaren Sie einen neuen Termin in 2-3 Tagen. So können Sie und der Mitarbeitende sich Gedanken machen. Erfolgt ein zweiter Termin, ist dies schon einmal sehr positiv.
Wie vorgehen, wenn die Kündigung schon vorliegt?
Bleibegespräche können auch durchgeführt werden, wenn die Kündigung bereits vorliegt. Dies ist gerade in Zeiten, in der Fachkräfte nur schwer zu ersetzen sind, oft zielführender und günstiger, als die Suche sofort zu starten. Auch wenn der Mitarbeitende an der Kündigung festhält, wird dieses Gespräch positiv sein für die Kündigungszeit und die Einstellung des Mitarbeitenden zum Unternehmen.
Wie geht man danach mit der im Gespräch gewonnenen Information um und definiert wirksame Massnahmen?
Ich unterstütze Sie gerne dabei, den Prozess einzuführen und die Führungskräfte entsprechend zu schulen.
Begeisterte Grüsse
Barbara Fitze