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Die Ratingagentur Fitch hat ihr Rating für Großbritannien gesenkt. Infolgedessen kann die Kreditaufnahme für die britische Regierung teurer werden. Das starke Unterstützungspaket zur Bekämpfung der Koronapandemie war einer der Gründe für Fitch, ebenso wie die Unsicherheit über die künftigen Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union.
Fitch setzt das Rating der Briten nun auf AA-, wo es zuvor AA war. Diese Abschreibung spiegelt den erwarteten Anstieg der Verschuldung wider, da das Land aufgrund des Koronaausbruchs Hunderte von Milliarden Pfund in die Wirtschaft pumpt. Darüber hinaus stellt die Ratingagentur fest, dass auch ohne das Koronavirus die Ausgaben der Regierung Johnson, die viel mehr Geld für die Infrastruktur ausgeben wollte, steigen würden.
Die Aussichten von Fitch sind negativ, was darauf hindeuten könnte, dass es bald zu einer weiteren Herabstufung kommen wird. Die Ratingagentur geht nicht davon aus, dass der Abbau der Staatsverschuldung nach 2020 für die britische Regierung Priorität hat. Fitch glaubt, dass die Staatsverschuldung sogar auf über 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigt. Im vergangenen Jahr waren es 84,5 Prozent.
Großbritannien wurde lange Zeit mit AAA bewertet, dem höchsten, den es gibt. In den letzten Jahren wurde dies durch das Brexit-Votum und das folgende politische Chaos wiederholt herabgestuft. Das Vereinigte Königreich hat jetzt ein vergleichbares Rating wie Belgien und die Tschechische Republik.