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Hans-Peter Bärtschi et al.
Verlag ProfilePublishing GmbH
201 Seiten, reich illustriert mit ca. 150, teilweise historischen Abbildungen
Buch gebunden, H 301 mm x B 238 mm
Die Schweizerische Nationalbahn (SNB) entstand 1875 aus der Fusion der Gesellschaften Winterthur-Singen-Kreuzlingen und Winterthur-Zofingen auf Initiative der Winterthurer Demokraten um Johann Jakob Sulzer und Theodor Ziegler.
Die mit Gemeinde- und Kantonsgeldern finanzierte Bahn sollte als neue Mittellandtransversale (Bodensee-Genfersee) die Monopole der Privatbahnen, insbesondere die Vormachtstellung der freisinnig getragenen Schweizerischen Nordostbahn (NOB) mit Basis Zürich brechen. Von Beginn an kämpfte die SNB, deren Netz sich abseits der grossen Wirtschaftszentren in dünn besiedeltem Gebiet entlang der Achse Singen-Winterthur erstreckte, mit finanziellen Problemen.
Schwierigkeiten entstanden der SNB auch durch Störmanöver rivalisierender Eisenbahngesellschaften. Diese verhinderten mit der gezielten Konzessionierung neuer Linien den geplanten Anschluss Zürichs an die SNB. Auch die Erweiterung des bestehenden Streckennetzes bis nach Zofingen konnte die Zwangsliquidation 1878 nicht mehr abwenden. Die NOB übernahm Bau- und Betriebsmittelkosten in der Konkursmasse nur teilweise und Winterthur, Baden, Lenzburg sowie Zofingen trugen bis ins 20. Jahrhundert an den Folgekosten des SNB-Konkurses.