Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03432.jsonl.gz/310

Nach einem Bericht eines US-Nachrichtensenders hat es den ersten virtuellen Übergriff auf Kinder über den Xbox 360 Onlinedienst Xbox Live gegeben. Die Kinder seien im Spiel mit Bildern überrascht worden, die nicht auf eine Konsole gehören.
Die Bilder sollen Dienstag Nacht während des Spielens eines nicht bekannten Games über Xbox Live von einem unbekannten Nutzer des Dienstes an die Kinder geschickt worden seien.
Die Kinder haben von einem unbekannten Nutzer Bilder bzw. Videos erhalten, die er über den Xbox Live Messenger-Dienst versendet hatte. Der Angriff kam also ähnlich bekannten Muster von Chat- und Messenger-Angriffen. Die bereits bekannt sind. Dies scheint aber der erste öffentliche Fall gewesen zu sein, indem das Netzwerk einer Spielekonsole benutzt wurde.
Die Mutter, die sorgsamer weise ihre Kinder beim Spielen mit der Konsole beaufsichtigt hatte, reagierte sofort und schaltete die Konsole aus. Sie beschwerte sich daraufhin bei Microsofs Xbox-Live Hotline, die ihr nur mitteilen konnten, dass Sie keine Möglichkeit hätten solche Angriffe zu verhindern.
(Anm. der Redaktion: Man kann bekannte Versender mit Sicherheit anhand ihrer Xbox-Live ID ausfindig machen und entsprechende Schritte einleiten, aber leider nicht prophylaktisch vorher eingreifen.)
Die Kinder hätten nun Xbox Live verbot um sie zu schützen. Jetzt scheint es an Microsoft zu liegen Übergriffe dieser Art entgegenzuwirken. Ein einfacher Schritt könnte es z.B. sein, den Jugenschutz so einzustellen, dass eine Kommunikation nur mit von Eltern autorisierten Personen möglich ist. Ohne Zweifel ist dies auch bei anderen Konsolen wie Wii oder PlayStation 3 möglich. Die Xbox 360 hat nur aktuell wahrscheinlich den grössten Nutzerkreis und war deshalb nur der erste Fall.