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El Niño war in den vergangenen Jahrzehnten aktiver als in den sieben Jahrhunderten zuvor. Das verraten die Jahresringe von Bäumen, wie ein internationales Forscherteam an der Universität Hawaii mitteilt.
Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler mehr als 2000 Jahresring-Chronologien von Bäumen auf allen Seiten des Pazifiks aus. Damit konnten sie nach eigenen Angaben den bislang präzisesten Verlauf der Aktivität von El Niño darstellen. Sie führen die erhöhte Aktivität des Klimaphänomens im 20. Jahrhundert auf die Erderwärmung zurück.
El Niño tritt meist gegen Jahresende auf und führt unter anderem dazu, dass sich der Pazifik vor der Westküste Südamerikas erwärmt. Vor der Ostküste Australiens und Indonesiens wird er hingegen kälter. Unter anderem führt das zu starken Regenfällen in Südamerika und anhaltende Dürren in Australien.