Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03634.jsonl.gz/1332

Beim Dampfen werden die Akkus i. d. R. NICHT mit "Dauerlasten" gequält. Ein "Zug" dauert meist zwischen drei und fünf Sekunden ... bei mir sind es drei.
Wenn Temp controlled gedampft wird, reduziert sich die Belastung nochmals auf die Zeit der "Anheizphase" - der TC-Chip regelt danach runter, was auch noch Energie spart.
Diese "Anheiz-Belastung" ist in Grafiken deutlich als "Einbruch" in Volt zu sehen - der Volt-Drop. Bei manchen Akkus mehr, bei anderen weniger. Danach steigt die Spannung an den Klemmen (Klemmenspannung) wieder auf fast den alten Wert - der Akku erholt sich - mehr oder weniger schnell.
Verwendet man nur einen einzelnen Akku, ist die Akku-Belastung natürlich größer, als bei zwei oder drei Akkus.
Jetzt haben die Mods in der Regel eine eingestellte "Entladeschlussspannung" - sinkt die Spannung der Akkus auf diesen Wert, regelt der Chip herunter. Es wird keine Energie mehr entnommen, bis die Spannung wieder über diesem Wert liegt.
Wenn ich es richtig im Kopf habe, liegt die vom Hersteller angegebene Entladeschlussspannung z. B. für die Samsung 25R bei 2,5 Volt. Da verweise ich auf die jeweiligen Herstellerangaben.
Meine DNA-Geräte machen beispielsweise bei 2,75 Volt Schluss - das heißt: Es wird nur solange etwas aus dem Akku entnommen, wie die Spannung unter Last über 2,75 Volt liegt.
Damit ist klar, dass es zum Beispiel Sinn macht, den Akku bei einer Spannung ohne Last von ca 3,2 Volt in das Ladegerät zu tun, wenn zum Beispiel regelmäßig ein Volt-Drop von sagen wir mal 0,5 Volt auftritt. Je größer die Belastung, desto größer der Volt-Drop. Diese "Drops" sind prima in den Puls-Grafiken von Prophet und Moog zu sehen. Sie stimmen auch.
Aber was heißt das für den einzelnen Dampfer? Bei dem wird üblicherweise eben NICHT genau eine Stromstärke von 5, 10, 15, 20, 25, 30 ... Ampère herrschen, weil die tatsächliche Stromstärke und der Volt-Drop wegen dem eigenen irgendwie gewickelten Widerstand der Coils und dem "Eigenverbrauch der Box" irgendwo dazwischen ist.
Man kann sich auch einen Wolf rechnen - und wegen der unterschiedlichen Einflüsse trotzdem nicht auf das exakte Ergebnis kommen, denn Moog und der Prophet arbeiten mit einem "Prüfstand" - wir haben nur unsere Box Mods.
Bleibt also "Pi mal Daumen" plus einen gewissen selbst auferlegten "Sicherheitsabstand"
Spätestens jetzt sollte jedem klar werden, dass die Frage nach dem "optimalen" und "besten" Akku nicht so einfach zu beantworten ist - und von ganz vielen Faktoren abhängt. Sie ist sogar höchst INDIVIDUELL.
Nebenbemerkung: WAS zum Teufel machen Moog und der Prophet?
Das ist nun wieder ganz einfach zu beantworten. Sie testen dankenswerter Weise Akkus auf ihre Sicherheit und Standfestigkeit. Nicht mehr und nicht weniger. Und sie geben uns höchst wertvolle Informationen, wie sich einige bestimmte Akkus unter ganz bestimmten Bedingungen verhalten. Einige Vertreter - nicht alle. Ich wüsste nicht, dass die Hersteller alle ihre produzierten Akkus einem sagen wir mal "Abschluss-Belastungstest" gleich nach der Produktion unterziehen.
Dank Moog und dem Propheten wissen wir, wie viele "Hersteller" mit ihren Angaben lügen und können diese vom Kauf ausschließen. Was allerdings keineswegs heißt, dass nicht auch bei Sony, LG, Samsung, Panasonic und wie die echten Hersteller nun alle heißen nicht auch mal der eine oder andere faule Apfel dabei ist. Oder dass ein Drecksack gefälschte Akkus unter das Volk bringt. Das zu überprüfen ist unsere Sache - jeder ist für seine Akkus selbst verantwortlich ... und auch dafür, wie er mit ihnen umgeht.
Ich kann jetzt niemandem sagen: So und so sollst du deine Akkus behandeln - und so nicht. Will ich auch gar nicht. Ich kann auch denjenigen verstehen, der sich sagt: Ich lege jeden Akku in einen bestimmte Box, setze einen passenden Widerstand drauf - und gebe ihm eine gewaltige Belastung über eine bestimmte Zeit und schaue, ob er das aushält. Ok - ist eine Möglichkeit.
Ich teste neue Akkus auch mit bestimmten Widerständen und sehe mir an, wie sie sich verhalten. Voll, halb leer und ziemlich leer. Ist mir der Volt-Drop zu groß, setze ich den Akku beispielsweise nicht einzeln ein, denn dann wäre mir die Zeit, die ich ihn mit Spaß nutzen kann zu kurz. Oder ich setze ihn nur Bedingungen aus, die passen. Pi mal Daumen.
Die Zeit zwischen VOLL und LEER (sagen wir es mal so einfach) hängt auch von vielen Bedingungen ab. Oder die Zeit zwischen "WOW - der geht ab wie Schmitz' Katze" und "Jetzt macht es aber keinen Spaß mehr - da kommt kaum noch etwas" ... dann muss er an die Elektronen-Zapfstelle. Ganz einfach ...
Den "idealen Akku" gibt es nicht - immer voll, standfest wie Beton und billig wie die Zeitung von gestern ... den für sich selbst "optimalen" Akku findet man nur, wenn man selbst Statistiken erstellt. Hier können wir nur unsere eigenen "Erlebnisse" schildern - ob sie für jemand Anderen taugen, ist zweifelhaft. Darum gibt es ja auch so viel Streit, der völlig unsinnig ist.
In sofern sind wir wieder beim Propheten - er empfiehlt im Hoch-Last-Bereich die VTC5A ... meines Wissens. Aber ich lasse mich auch gern belehren.
Wer es preiswert möchte, der ist mit der "alten" Samsung 25R gut bedient - meiner unmaßgeblichen Meinung nach. Muss halt früher an die Tanke - aber wen stört das? Sie macht in meiner RX200 durchaus eine gute Figur. Für einen Einzeleinsatz, der z. B. in einem Pico den ganzen Tag dauern soll bei häufigem "Ziehen", würde ich sie nicht unbedingt empfehlen. Oder man nimmt einfach zwei davon mit. Fertig und aus die Maus. Es kann so einfach sein ...
Die anderen schlagen sich irgendwo um die Plätze.
Mit der Samsung 30Q bin ich noch nicht so weit - macht aber keinen schlechten Eindruck ... nahe der HG2 von LG - ich habe eben mal meinen 0,2 Ohm Griffin statt der 0,5 Ohm TFv8 draufgepackt:
Volt ohne Last 3,68 - bei 60 Watt im Parallel-Gespann Drop von 0,3 Volt - bei 75 Watt Drop von 0,6 - der "Verbrauch" erhöht sich bei der Steigerung der Watts und der Verringerung des Widerstands von 0,5 auf 0,2 Ohm um zwei Drittel - das hieße, dass sich die Dauer doch deutlich verkürzt.
Hier sieht man schon, was die Änderung der "Variablen" in der Praxis bedeutet: testen, testen und nochmals testen ... und möglicherweise hat die VTC5A am Ende - und falls ich doch irgendwann den Therion133 mit gestackten Akkus in Dienst nehmen kann - im höheren Leistungs- und Belastungsbereich die Nase wieder vorn hat - sorry ... möglicherweise kann man da die höhere "Ladungsdichte" der 30Q gar nicht nutzen, weil der Chip doch vorher "zu macht" ...
Es KÖNNTE also so kommen: Im Therion75 mit seinen beiden Parallel-Akkus wäre die 30Q oder die HG2 bei 0,4 - 0,5 Ohm und 60 Watt optimal - im Therion133 bei 80 Watt Preheat und 0,2 Ohm die gestackten VTC5As ... alles klar? Ich denke, ihr seht, worauf ihr achten solltet ...
Vielleicht sollten wir einen neuen Thread einrichten, in dem jeder (der will und kann) die entsprechenden Werte und Statistiken "seiner" Akkus und Wicklungen einträgt - denn grau ist alle Theorie ...