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Konsonanz
(lat., »Zusammentönen«),
das Verschmelzen zweier oder mehrerer Töne zur Klangeinheit; konsonant sind Töne, welche demselben Klang angehören, sei es als Hauptton oder als Quintton oder Terzton (s. Klang). Es ist aber auch notwendig, daß die Töne, welche als Bestandteile eines und desselben Klanges gefaßt werden können, auch wirklich in diesem Sinn verstanden werden, sonst sind sie dennoch nicht konsonant, sondern dissonant. Ein auffallendes Beispiel ist der Quartsextakkord. Obgleich derselbe (z. B. g c e oder g c es) nur Töne enthält, welche im Sinn eines und desselben Klanges (des C dur-Akkords oder C moll-Akkords) gefaßt werden können, ist er doch meist eine Dissonanz und wird als solche behandelt, d. h. er erhält eine Auflösung durch Sekundfortschreitung, weil er nämlich nicht im Sinn des Klanges gefaßt wird, welcher die drei Töne enthält, sondern vielmehr im Sinn des Durakkords seines Baßtons; g c e sowohl als g c es wird, wo der Quartsextakkord in seiner eigentümlichen, einen Schluß vorbereitenden Bedeutung auftritt, als G dur-Akkord mit doppeltem Vorhalt verstanden, und zwar mit der Quarte statt der Terz und der Sexte (groß oder klein) statt der Quinte.
Aus diesem
Grund wird im vierstimmigen
Satz des
Quartsextakkords weder die
Quarte noch die
Sexte verdoppelt
(dissonante
Töne werden im vierstimmigen
Satz nicht verdoppelt), sondern der Baßton; denn dieser ist der eigentliche
Hauptton
und der einzige den
Klang repräsentierende
Ton. Entscheidend über
Konsonanz oder
Dissonanz ist also immer nur die Auffassung im
Sinn der
Klangvertretung. Über konsonante
Intervalle vgl.
Intervall.
Konsonante
Akkorde gibt es nur zwei, nämlich
den
Durakkord und
Mollakkord (s. d.).