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«A Path to Dignity»
Ein Dokumentarfilm zu unterschiedlichen Kontexten von Menschenrechtsbildung
Bedeutung für die Praxis
- Zur Information
Human Rights Education Associates (HREA), Soka Gakkai International (SGI) und das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) haben zusammen den Film «A Path to Dignity: The Power of Human Rights Education» produziert. Dieser dient zur Information über den positiven Beitrag, den Menschenrechtsbildung zur Umsetzung der Menschenrechte leisten kann.
© Human Rights Education Associates (HREA), Soka Gakkai International (SGI), Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights (OHCHR),
Drei Fallbeispiele
«A Path to Dignity: The Power of Human Rights Education» ist ein 28-minütiger Film, der anhand von drei Fallbeispielen die Wirkung von Menschenrechtsbildung in unterschiedlichen Kontexten aufzeigt: auf Schülerinnen und Schüler (Indien), auf Strafverfolgungsbehörden (Australien) und auf Opfer von Gewalt gegen Frauen (Türkei).
Maria Soosai Selvaraj, Nationale Programm-Koordinatorin des Instituts für Menschenrechtsbildung in Tamil Nadu, Süd-Indien, sagt: «Jedes Kind kann durch das Praktizieren von Menschenrechtswerten einen Unterschied machen.» Die Kinder lernen im vorgestellten Projekt nicht nur die indische Verfassung kennen. Sie lernen auch, die Kinderrechte sowie Nicht-Diskriminierungs- und Gleichheitsprinzipien zu verstehen, und diese im täglichen Leben anzuwenden.
Im Staat Victoria, Australien, werden im Rahmen eines Menschenrechtsprojekts alle Aspekte der Polizeiarbeit überwacht und die Angestellten der Polizei im Bereich der Menschenrechte ausgebildet. «Menschenrechtstraining ist nun Teil unserer Grundausbildung», erklärt Charlie Allen, ein Inspektor. «Rekrutinnen und Rekruten, welche die Akademie für Aus- oder Weiterbildung besuchen, besuchen einen Einführungskurs in Menschenrechten.»
In der Türkei besteht das Menschenrechtsbildungsprogramm für Frauen aus wöchentlichen Workshops. Frauen lernen ihre Menschenrechte sowie die Gesetze, die diese schützen, kennen. Mujcan Guneri, eine Menschenrechtstrainerin, sagt, dass die Frauen, die sie durch dieses Trainingsprogramm erreichten, «alle einen Schritt nach vorne gemacht haben. Sie beginnen, den nächsten Schritt zu erkennen. Sie haben mehr zwischenmenschlichen Kontakt und machen eher von vom Staat angebotenen Möglichkeiten Gebrauch. Einige gehen zurück zur Schule. Andere steigen wieder ins Arbeitsleben ein.»
Eine Kernaussage des Films ist, dass «eine einzelne Person einen Unterschied machen kann» und dazu beitragen kann, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Menschenrechtsbildung kann das Leben von Menschen verändern, indem sie Einzelpersonen auf dem Weg zur Selbstschätzung unterstützt und positiven Wandel in ihrer Gemeinschaft und Gesellschaft herbeiführt.
Statement der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte
Der Film zeigt auch, welche Bedeutung Instrumente und Rahmenabkommen der Vereinten Nationen, wie zum Beispiel das Weltprogramm für Menschenrechtsbildung (seit 2005), für die Umsetzung der Menschenrechtsbildung haben. «A Path to Dignity» enthält Statements von Navi Pillai, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte und von Laura Chinchilla, Präsidentin von Costa Rica, einem Land, welches für die Arbeit der Vereinten Nationen im Bereich die Menschenrechtsbildung eine bedeutende Rolle spielt.
«Die vollständige Umsetzung der Menschenrechte bedingt, dass sich alle Menschen ihrer Rechte und der Rechte der Anderen sowie der Mechanismen zu ihrem Schutz bewusst sind», sagt Pillay in ihrer Einleitung zum Film. «Dies ist die Aufgabe von Menschenrechtsbildung, welche Wissen und Fähigkeiten sowie die persönliche Einstellung beeinflusst und dadurch zu menschenrechtskonformem Verhalten führt. Es ist ein 'Empowerment'-Prozess, der hilft, Menschenrechtsprobleme zu identifizieren und auf Menschenrechtsprinzipien aufbauende Lösungen zu finden. Menschenrechtsbildung basiert auf dem Verständnis unserer eigenen Verantwortung, Menschenrechte zu einer Realität in unserer Gemeinschaft und Gesellschaft zu machen. Sie spielt eine fundamentale Rolle in der Prävention von Menschenrechtsverletzungen, in der Bekämpfung von Diskriminierung und im Fördern von (Chancen-)Gleichheit für alle.»
«A Path to Dignity» ist in Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Japanisch, Russisch und Spanisch verfügbar. Der Film kann online unter www.path-to-dignity.org abgerufen werden.
31.10.2012