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Infolge Steinschlag ist der Wanderweg zwischen Fallenbach und Brünischart bis auf weiteres gesperrt. Als Alternative dient das Trottoir entlang der Kantonsstrasse.
Am Eingang zum Urnersee verweist der erratisch aus dem dunklen Wasser ragende Schillerstein auf die Bedeutung, die dem grossen Dichter aus Weimar im romantischen Zeitalter zukam. Sein Helden- und Befreiungsdrama um Wilhelm Tell machte den Urnersee mit seinen historischen Erinnerungsorten europaweit bekannt.
1859 hatte eine Delegation der Urkantone anlässlich des 100. Geburtstages Friedrich Schillers am Mythenstein eine goldene Inschrift zu Ehren des Dichters enthüllt, um damit das Denkmal zu würdigen, das Schiller mit seinem «Wilhelm Tell» dem Bund der Eidgenossen errichtet habe. Friedrich Schiller war jedoch nicht der erste, der den Urnersee und seine mythisch umrankten Gedenkorte eidgenössischer Geschichte publikumswirksam in Szene setzte. Bereits um 1780 hatte der englische Reisende William Coxe die Szenerie bei der Einfahrt in den Urnersee derart begeistert geschildert, dass mehr und mehr Reisende den Urnersee besuchten.
Die Topografie und der Handel nach Süden haben die Urner Landwirtschaft seit dem Mittelalter geprägt. Mit der Öffnung der Schöllenen für den Transitverkehr um 1200 entstand aus der autarken Wirtschaft eine handelsorientierte Alp- und Viehwirtschaft mit einigen reichen Bauern und vielen Kleinbauern.
Die Viehhaltung war im gebirgigen Urnerland bereits im Frühmittelalter eine Selbstverständlichkeit. Doch erst mit der Spezialisierung auf die Alp- und Milchwirtschaft wurden Vieh und Käse zum bedeutenden Urner Handelsgut. Einzelne Bauern erlangten mit dem Viehhandel grossen Reichtum und politischen Einfluss über Uri hinaus. Daneben wuchs die Zahl der landlosen Kleinbauern, die sich oft als Saumknechte im Gotthardtransit ein Zubrot verdienten. Im 19. Jahrhundert waren viele Bauern zur Auswanderung gezwungen. Auch heute noch hat der Agrarsektor im Urnerland einen höheren Stellenwert als anderswo.