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Hintergrund: Bei starken Rückenschmerzen (Hexenschuss) werden die Schmerzmedikamente, meistens Antirheumatika, kombiniert mit sogenannten Muskelrelaxierenden (entspannenden) Medikamenten. Ob dieses Vorgehen sinnvoll ist, bleibt jedoch unklar.
Ziel: Das Ziel dieser Studie, die an 2 Notfallstationen in New York durchgeführt wurde, war es diese Fragestellung zu erhellen.
Methode: Dabei wurde bei 320 Patienten, die wegen akuten Rückenschmerzen die Notfallstation aufsuchten, neben der Standardschmerztherapie mit einem Antirheumatikum (Ibu 3x 600mg) gegen drei verschiedene muskelentspannende Medikamente und ein Scheinmedikament (Placebo) getestet. Auf einer validierten Schmerz- und Behinderungs-Skala betrug der Score zu Beginn der Studie 19 von 24 Punkten.
Resultate: Nach einer Woche gab es weder bei den Schmerzen noch bei dem funktionellen Score (Behinderung) einen Unterschied zwischen den verschiedenen Gruppen. Die durchschnittliche Verbesserung auf der Skala betrug – 11 Punkte. Auch die Zeitdauer bis zur Rückkehr an den Arbeitsplatz war nicht unterschiedlich (1).
Schlussfolgerung: Bei akuten Rückenschmerzen ist es nicht sinnvoll , das Schmerzmedikament, mit einem muskelentspannenden Medikament zu kombinieren. Allerdings können neben einer Manualtherapie physikalische Massnahmen wie Kälte oder lauwarme Wickel versucht werden.
- Ann Emerg Med 2019 April 5. (e-pub)2019.02.017