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Warum kann Donald Trump gewählt werden, obwohl nicht die Mehrheit der US-Bevölkerung für ihn stimmt? Und was genau sind Swing States? Alles, was du zu den US-Wahlen wissen musst.
Die USA wählen im November ihren Präsidenten. Das Verfahren ist sehr komplex, doch nach diesem 120-Sekunden-Video weisst du, wie's funktioniert:
Alle vier Jahre wird in den USA ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin gewählt. Die 59. Präsidentschaftswahlen finden am 3. November 2020 statt. Am 20. Januar 2021 tritt dann der neue oder bisherige Präsident sein Amt an.
Seit über 160 Jahren dominieren in den USA zwei verschiedene Parteien: Die Republikaner und die Demokraten. Dann gibt es jedoch noch kleinere Parteien wie die Green Party, die Constitution Party und die Libertarian Party.
Zur Wahl stehen die beiden Präsidentschaftskandidaten der Republikaner und der Demokraten. Der noch amtierende US-Präsident Donald Trump tritt für eine weitere Amtszeit gegen seinen Widersacher und Demokraten Joe Biden an.
Der US-Präsident wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern indirekt durch sogenannte Wahlmänner und Wahlfrauen, dem sogenannten Wahlgremium oder auf Englisch Electoral College.
Jeder US-Bundestaat stellt ein Wahlgremium. Je grösser ein Staat ist, desto mehr Wahlfrauen und Wahlmänner sind dort vertreten. An den Wahlen im November 2020 werden 538 Wahlmänner und Wahlfrauen den US-Präsidenten sowie den Vizepräsidenten wählen.
Elektoren sind eine andere Bezeichnung für das Wahlgremium, das aus Wahlmänner und Wahlfrauen besteht.
«Popular Vote» bezeichnet vereinfacht gesagt die abgegebenen Stimmen des Volkes. Da das Volk den US-Präsidenten aber nicht direkt wählt, sondern die Wahlmänner und Wahlfrauen, gibt es zusätzlich die «Electoral Vote», also die Stimmen des Wahlgremiums.
Anders als in der Schweiz erhält nicht jede US-Bürgerin und jeder US-Bürger, die oder der älter als 18 ist die Wahlunterlagen nachhause geschickt. In den USA muss man sich für die Wahlen zuerst registrieren. Die Registrierungshürde wird als einer der Gründe aufgeführt, warum die Wahlbeteiligung in den USA bei knapp 50 Prozent liegt.
Jeder der 50 US-Bundestaaten hat zudem ein eigenes Wahlrecht. Wer alles wählen darf und wie die Wahlen ablaufen, kann also sehr unterschiedlich sein. So gibt es in Oregon nur eine Briefwahl, in North Dakota müssen sich die Wählerinnen und Wähler nicht registrieren und in Minnesota kann man seine Stimme bereits lange vor dem eigentlichen Wahltermin abgeben. In fast allen Bundestaaten wird zudem Menschen das Wahlrecht entzogen, wenn sie verhaftet wurden oder eine Bewährungsstrafe erhalten haben.
Wer ins Weisse Haus gewählt werden will, muss grundsätzlich drei Voraussetzungen erfüllen:
Bei einem grossen Teil der 50 US-Bundesstaaten ist von Anfang an ziemlich klar, ob die Demokraten oder die Republikaner gewinnen. In Texas zum Beispiel geht die Mehrheit der Stimmen seit Jahrzehnten an die Republikaner, in Kalifornien gewinnen stets die Demokraten.
Swing States sind jene US-Bundesstaaten, bei denen es keine strukturelle Mehrheit für eine der beiden Parteien gibt. Der Ausgang der Wahl ist also noch unklar. Die Mehrheit kann «umschwingen».
Für den US-Wahlkampf kommt es auf die Swing States an. Sie sind häufig das Zünglein an der Waage. Weil sich die Wählerschaft in den verschiedenen Bundesstaaten verändert, sind nicht immer die gleichen Gebiete automatisch Swing States.
Die New York Times definiert aktuell die folgenden sechs Bundesstaaten, die für die Präsidentschaftswahl entscheidend sein können:
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