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Die Einhaltung, Stärkung und Förderung des humanitären Völkerrechts gehören zu den aussenpolitischen Prioritäten der Schweiz.
Als Vertragsstaat der vier Genfer Konventionen von 1949 sowie der drei Zusatzprotokolle von 1977 und 2005 ist die Schweiz verpflichtet, diese Abkommen unter allen Umständen und besonders in Zeiten bewaffneter Konflikte einzuhalten. Dies ist der Grund, weshalb Soldaten der Schweizer Armee eine Ausbildung in humanitärem Völkerrecht absolvieren müssen. Artikel 1 der Genfer Konventionen und des ersten und dritten Zusatzprotokolls verpflichtet die Schweiz ebenfalls, für die Einhaltung dieser Abkommen zu sorgen. Die Vertragsstaaten haben eine solidarische Verantwortung für die Respektierung des humanitären Völkerrechts. Zwar bietet das humanitäre Völkerrecht auch für neue Konfliktformen den geeigneten rechtlichen Rahmen. Dennoch kommt es immer wieder zu Verstössen.