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Heute Abend begannen auch für Nicole Geiger und ihren 17-jährigen Wallach Amigo die Wettkämpfe in der Disziplin Para-Dressur. Die einzige Schweizerin am Start ritt den Team Test im Grade V, bei dem bereits die ersten WM-Medaillen in der Einzelwertung vergeben wurden.
Nicole Geiger und Amigo, ein eingespieltes Duo, welches die Schweiz unter anderem im vergangenen Jahr an den Paralympics von Tokio vertreten hatte, ritt heute in Herning ein fehlerfreies und sehr harmonisches Dressurprogramm, welches mit einer Note von 68.256 % bewertet wurde. Sowohl in der Trabarbeit wie auch im Galopp ging Amigo mit viel Rhythmus und Gelassenheit durch die Prüfung. Das Paar klassierte sich in dieser ersten Prüfung auf dem 8. Rang. Den Weltmeistertitel holte sich Michèle George (BEL) auf Best of 8 (76.418%) vor Sophie Wells (GBR) auf Don Cara M (75.279) und Frank Hosmar (NED) auf Alphaville (75.256).
«Ich hatte mega Freude und Spass, heute zu reiten, und ich glaube, Amigo ging es gerade gleich. Er ist manchmal etwas ängstlich, aber heute liess er sich nicht aus der Ruhe bringen, er schaute zwar zu den «gefährlichen» Dingen hin, aber es war immer ok für ihn», freute sich Nicole Geiger nach ihrem ersten Wettkampfeinsatz.
Weiter geht es für die Aargauern aus Zeiningen am Samstag, 13. August 2022 um 14.20 Uhr mit dem Individual Test (siehe Wettkampfformat).
Zum Wettkampfformat der Para-Dressur
Es werden WM-Titel in den Kategorien Team Test (Einzelwertung 1), Individual Test (Teamwertung) und Kür (Einzelwertung 2) vergeben. Die Schweiz stellt an diesen Weltmeisterschaften kein Para-Dressur-Team.
In der ersten Wertungsprüfung, dem Team Test, sind alle Reiter:innen zugelassen, und es werden in allen Grades die ersten Einzelmedaillen vergeben.
In der zweiten Wertungsprüfung, dem Individual Test, sind alle Reiter:innen zugelassen, die in der ersten Wertungsprüfung angetreten sind. Allein aufgrund der Resultate dieser zweiten Wertungsprüfung werden die Teammedaillen in allen Grades vergeben.
Zur Kür zugelassen werden die besten acht Reiter:innen, basierend auf den Resultaten aus der ersten und der zweiten Wertungsprüfung kombiniert, wobei der Durchschnitt aus den beiden Wertungsprüfungen mindestens 60% betragen muss. Allein aufgrund der Resultate dieser dritten Wertungsprüfung werden die Kürmedaillen in allen Grades vergeben.