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Statement von Public Eye
Zürich / Lausanne, 4. Dezember 2017
- Am 8. November 2017 berichteten der Tages-Anzeiger und die Tribune de Genève über die Geschäftsbeziehung zwischen Vitol SA und Seven Energy. Die Tribune de Genève schrieb: „Kola Aluko persönlich hat den Vertrag für Seven Energy mit unterschrieben.“ Public Eye bezog diese Feststellung fälschlicherweise auf einen Vertrag zwischen Vitol SA und Seven Energy. Tags darauf verlangte die Genfer Staatsanwaltschaft von Public Eye im Rahmen ihrer Untersuchung gegen Kola Aluko die Offenlegung aller allfällig in ihrem Besitz befindlicher Dokumente zu den zwei Verträgen zwischen Vitol SA und Seven Energy (Vitol SA erhielt unseres Wissens am 13. November eine ähnliche Aufforderung). Auf dieser Grundlage veröffentlichte Public Eye im Rahmen ihrer Analyse der Paradise Papers am 10. November vermeintlich neue Fakten. In der Medienmitteilung dazu hiess es: “Die neu ans Licht gekommenen Fakten rücken Vitol nun in den Fokus der Genfer Staatsanwaltschaft.“ Diese Aussage könnte fälschlicherweise implizieren, dass gegen Vitol eine Untersuchung läuft.
- Public Eye entschuldigt sich für den Faktenfehler bezüglich eines Vertrags zwischen Kola Aluko und Vitol SA. Public Eye anerkennt, dass die Dokumente der Paradise Papers, welche bislang öffentlich wurden oder Gegenstand von Medienberichten waren und in denen die Vereinbarungen zwischen Vitol SA und Seven Energy erwähnt wurden, keine Belege dafür enthalten, dass solch ein Vertrag unterzeichnet worden ist.
- In ihrer Analyse hat Public Eye das von den Paradise Papers offenbarte Fehlverhalten verschiedener Firmen kommentiert. Public Eye anerkennt, dass die Dokumente der Paradise Papers, welche bislang öffentlich wurden oder Gegenstand von Medienberichten waren, keine Hinweise auf die Beteiligung der Vitol SA an solchen Praktiken enthalten.
- Public Eye arbeitet in jeder Hinsicht mit strenger Sorgfalt, um mit soliden Recherchen und gründlichen Analysen zu notwendigen politischen Debatten beizutragen. In diesem einen Fall haben wir dennoch einen faktischen Fehler gemacht, der zu nicht belegbaren Anschuldigungen bezüglich Vitol SA geführt hat.
- Entsprechend anerkennt Public Eye, hier ihre eigenen Standards nicht erfüllt zu haben. Nichtsdestotrotz werden dadurch weder die politischen Schlussforderungen, welche aus anderen durch die Paradise Papers enthüllten Fällen gezogen wurden (die aber in keiner Beziehung zu Vitol SA stehen), relativiert, noch darf Public Eye dadurch davon abgehalten werden, diesen wichtigen Fragen weiter nachzugehen.
Haftungsausschluss: Diese Version ist eine Übersetzung der englischen Originalfassung und deshalb nicht rechtsverbindlich. Im Falle von Abweichungen ist einzig das Original massgeblich. Für sprachliche Fehler, Ungenauigkeiten oder Missverständnisse übernimmt Public Eye keinerlei Haftung.