Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03653.jsonl.gz/2549

Gunnar Barbarotti (2)
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
Man muss aber den Tag vor dem Abend loben, um nicht an all dem Lobenswerten achtlos vorbei zu gehen. Aber dann muss man sich auch dem Abend stellen, dem Dunkelwerden, der Dunkelheit.
Gunnar Barbarottis Beziehung zu Gott (Blog vom 18.8.) ist eine Spielerei. Es gibt eine Zeit zum Spielen und es gibt andere Zeiten. Im neuen Barbarott-Roman von Hakan Nesser (Die Einsamen) ist die andere Zeit gekommen. Im Gehirn von Barbarottis Frau, Marianne Grimberg, platzt eine kleine Ader...
Barbarotti betet und beginnt eine neue Weise der Beziehung zu Gott. "Die alte Abmachung, sagte der Herr, dahingehend, dass ich dir meine Existenz immer wieder beweisen muss, es ist vielleicht an der Zeit, sie zu den Akten zu legen? Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, antwortet Gunnar Barbarotti, dass es sich genauso verhielte". Gott ist das Feilschen um ihn leid, "ja von Herzen leid. Ich gebe dir alle meine Liebe, wenn du sie entgegennimmst und auf meiner Seite stehst, dann werde ich auf deiner Seite stehen. Aber ich bin nicht allmächtig. Ich herrsche nicht über alles, das ist ein altes Missverständnis" (S. 383f.)