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Der ständig reisende Malcolm Muggeridge (1903-1990) über die schneller werdenden Verkehrsmittel und Verbindungen. Was er wohl zur sofortigen Verfügbarkeit von Bildern und Orten in der virtuellen Welt gesagt hätte?
Im Laufe der Jahre wurden die Transporte immer schneller. Fünf Wochen von Tilbury nach Colombo; dann fünf Tage von Delhi nach London, mit nächtlichen Zwischenstopps auf dem Weg, manchmal in geheimnisvollen Wüstenlagern. Dann Flugboote, die der afrikanischen Küste folgten, über Dschungel schwebten und auf weite Strecken schlammigen Flusswassers hinabglitten. Fliegende Festungen aus dem Krieg… Dann die Stratocruiser, dann die Jets; schneller als der Schall, schneller als das Licht, bis unsere ganze Erde mit all ihren Schönheiten und Wundern in einem einzigen durchdringenden Überschallschrei erfasst werden kann. Die Entfernung wird ausgelöscht, und die Welt mit ihr. Von Landebahn- und Straßenbauern “weg-ge-bullozert”; von Düsenflugzeugen betäubt, ölgetränkt, vom Smog erstickt; sein Inneres herausgeschnitten wie die Eingeweide des Prometheus. Zu Tode getrampelt von rasenden Reisenden, verschlungen von den gefrässigen Augen der Neugier, gestochen von klickenden und blinkenden Kameras wie Libellen. Wo der Regenbogen endet, wo die Landebahn verschwindet und die Autobahnen sich kreuzen.
Malcom Muggeridge. Chronicles of Wasted Time. Vol. 1. S. 107.