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Unisys hat nach einer langen Durstrecke mit hohen Verlusten zum zweiten Mal in Folge in einem Quartal schwarze Zahlen schreiben können. Der Reingewinn fiel allerdings im ersten Quartal dieses Jahres noch knapper aus, als im Vorquartal
: Aus 1,35 Milliarden Dollar Umsatz resultierte eine Reingewinn von 3,6 Millionen Dollar. Ohne einige Sonderposten wäre sogar ein kleiner Verlust entstanden.
Der internationale IT-Dienstleister hat sich mit Sparmassnahmen im letzten Jahr an die Gewinnschwelle herangearbeitet. Inzwischen hat Unisys 5350 der damals angekündigten 5600 Stellenstreichungen durchgeführt. Im Laufe dieses Jahres sollen nun aber mindestens 950 weitere Stellen, vor allem in den USA und Grossbritannien, dem Rotstift zum Opfer fallen, wie Unisys ankündigte. Dafür hat Unisys im ersten Quartal bereits Rückstellungen von 33 Millionen Dollar vorgenommen.
In Kontinentaleuropa könnte allerdings ebenfalls eine grössre Zahl von stellen bei Unisys gefährdet sein. Im zweiten Quartal hat der Konzern 35 Millionen Dollar für die Konsolidierung von Standorten und einen Personalabbau in dieser Region reserviert. Über die Menge der Stellen, die gestrichen werden könnten, äusserte sich das Unternehmen allerdings noch nicht.
Wie uns Yuecel Toprak, Manager Marketing & Communications bei Unisys Schweiz erklärte, sei es noch zu früh, um zu sagen, ob diese Sparmassnahmen auch bei der Schweizer Niederlassung Auswirkungen haben werden. Angesichts des Geschäftsverlaufes von Unisys hierzulande halte er dies aber für eher unwahrscheinlich. Von den erwähnten 35 Millionen Dollar, so Toprak, werde ausserdem seines Wissens nach der grösste Teil für die Standortkonsolidierung aufgewendet und nur ein kleiner Teil für Stellenabbau. (hjm)