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Die Schweizer Slalom-Fahrer waren in der laufenden Saison bisher einiges schuldig geblieben. Über Rang 5 waren sie in den vier Slaloms nicht hinausgekommen. Nun endlich brach Yule den Bann - Kitzbühel, wo er sich besonders wohlfühlt. Seine Verbindung zum Ganslern-Hang ist eine besondere.
In Kitzbühel hatte Yule vor zwölf Jahren sein erstes Weltcup-Rennen bestritten. Mit der Startnummer 81 schied er im ersten Lauf aus. Hier hatte er sechs Jahre später mit Rang 3 seinen ersten Podestplatz eingefahren. Und hier hatte er, vor allem, schon zweimal gewonnen, nämlich vor vier Jahren und vor zwölf Monaten.
Nach halbem Pensum hatte Yule auf Platz 2 gelegen, lediglich fünf Hundertstel hinter dem überraschenden Kristoffer Jakobsen. Der Nordländer hielt diesmal der nervlichen Belastung stand. Keine Selbstverständlichkeit für einen wie ihn mit einer extrem hohen Ausfallquote. In den vorangegangenen 24 Weltcup-Slaloms war er 14 Mal ausgeschieden.
Seinen ersten Sieg im Weltcup, den ersten eines Schweden seit fast sieben Jahren und dem Erfolg von André Myhrer beim Saisonfinale in Aspen, Colorado, verpasste Jakobsen um 14 Hundertstel.
Linus Strasser ist wohl Deutscher, seinen vierten Weltcup-Sieg errang er gleichwohl in seiner Heimat. Der Bayer wohnt seit längerem in Kirchberg, wenige Kilometer von Kitzbühel entfernt. Mit Bestzeit stiess Strasser von Platz 4 nach dem ersten Lauf an die Spitze vor und triumphierte zum dritten Mal in der Sparte Slalom. Vor drei beziehungsweise zwei Jahren hatte er in Zagreb und in Schladming gewonnen. Dazu entschied er vor sieben Jahren einen Parallel-Slalom in Stockholm für sich.
Loïc Meillard und Marc Rochat, nach dem ersten Lauf in den Rängen 6 und 8, fielen in der Entscheidung etwas zurück. Meillard fand sich im Schlussklassement auf Platz 8 wieder, Rochat auf Platz 10.
Nicht am Start war Ramon Zenhäusern. Der Walliser musste wegen Rückenbeschwerden passen. Er hofft, am Mittwoch im Nacht-Slalom in Schladming wieder einsatzbereit zu sein.