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Adrian Michael
Auf einem freistehenden Felsrücken beim Dord Trins steht noch der Turm der Burg Hohentrin. Die Tradition nennt König Pipin, den Vater Karls des Grossen, als Erbauer der Burg. Hierzu trug vieilleicht eine daus Stein gemeisselte Figur an der Süd-Ostecke des Turmes bei, die einen gekrönten König darstellen soll.
Sicher ist das Trins ein königliches Besitztum war. Der Flurname "Königsgut" am östilchen Abhang des BurgHügels erinnert noch daran.
Otto I (936-973) schenkte Trins, Tamins und Reichenau dem Kloster Reichenau. Diese Ortschaften bilden den Kern zur späteren Herschaft Hohentrins. Die Freiherren von Frauenberg verwalteten die Güter als Meier des Klosters Reichenau. Nach deren Aussterben gingen die Besitzungen, die inszwischen erblich geworden waren, auf die Freiherren von Wildenberg über.
Diese verpfändeten die Herrschaft samt der Burg an die Freiherren von Rhäzüns, von denen sie sie aber 1383 wieder einlösten. Aber bald kamen sie wieder in Geldnöten, sodass sie Hohentrins 1399 neuerdings verpfänden mussten. Da sie mit der Herrschaft nicht grosses Glück hatten, verkauften sie im Jahre 1425 alle ihre Rechte an Hohentrins den Freiherren von Höwen, bei denen die Herrschaft bis 1563 blieb.
Die Burg lag 1481 in Trümmern. Otto von Capaul erhielt damals Güter zu Lehen, welche einst zur Burg und Unterhalt des Burgherrn gehört hatten. Er versprach am 18. Februar 1481 diese Freiherren von Höwen wieder zurückzugeben, wenn das Schloss wieder erbaut würde und sie oder ein Vogt dort wohnen wollten.
Ob die Burg wieder aufgebaut wurde is uns unbekannt.
Vögte zu Hohentrins erscheinen noch im 16. Jahrhundert. Sie können aber auch anderorts als auf der Burg gewohnt haben.
Adrian Michael
Bibliographie