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Der Vicus von Baden entstand wohl kurz nach der Gründung des Legionslagers von Vindonissa (Windisch) um das Jahr 17 n. Chr. Dieses Lager lag ungefähr 10 km westlich von Baden. Der Vicus bedeckte eine Fläche von 550 Metern Länge und 300 Metern Breite. Hier gabelte sich die Strasse von Vindonissa in zwei Richtungen. Einerseits in Richtung Turicum (Zürich) und andererseits nach Vitudurum (Winterthur) und weiter nach Brigantium (Bregenz). Erstere verlief auf der linken Seite der Limmat weiter. Die letztere überquerte den Fluss bei den Thermalquellen und verlief südlich der Lägern (Name eines Bergrückens) weiter.
Die Häuser wurden in Fachwerktechnik erstellt. In den Wirren des 3-Kaiser Jahres von 69 n. Chr. wurde das Dorf zerstört (die Brandschicht aus diesem Jahr ist vorhanden, für die Deutung gibt es auch andere Meinungen). Danach wurde es in Stein wieder aufgebaut. Im 2. Jahrhundert n. Chr. wurde das Dorf weiter ausgebaut.
Um die Mitte des 3. Jahrhunderts wurde es zerstört.
Der Bäderbezirk wurde jedoch auch später weiter benutzt. Im 4. Jahrhundert n. Chr. entstand zudem eine Ummauerung (des Restdorfes?). 1973 wurden wurde das Fundament einer 3 Meter starken Mauer entdeckt. In dieser befanden sich auch Spolien, wie z.B. eine Merkurstatue aus Muschelsandstein. Diese Mauer stammt vermutlich von einem vorgestellten Turm.
Der Bäderbezirk, welcher vermutlich auch von den Legionären aus Vindonissa aufgesucht wurde, hatte eine bis heute ausgegrabene Grösse von mindestens 55 auf 37 Metern. Allerdings wurde im Jahr 1845 im Verenabad ein römisches Bassin beobachtet. Dadurch wird die Fläche noch einmal um einiges grösser.
Seit dem Jahr 1420 wurden immer wieder Funde vom Vicus und seinen Thermalquellen gemacht: Statuen, Inschriften (z.B. eines Isistempels), Altersteine (z.B. für Mithras), Münzen, Häuserreste, Reste der Thermen, Töpferöfen, Gräber, usw.
Im heutigen Baden sind mir 3 Stellen mir römische Überresten bekannt: Säulen vom Vicus, welche beim Weiher im Kurpark aufgestellt sind, ein Altarblock mit Wassereinlauf aus den Thermen auf dem Gelände des ehemaligen Staadhofes und Säulen des Gutshofes von Schleinikon an der Römerstrasse. Die Säulen im Kurpark sind gut versteckt unter einer Tanne zu erkennen. Ob der Altarblock noch zugänglich ist, konnte ich nicht ausmachen. Die Säulen vom Gutshof konnte ich im Jahr 1995 noch sehen, heute sind sie nicht mehr dort.
Kurzbeschreibung:
|Was||ja/nein||Bemerkung|
|Im Gelände Sichtbar||Ja||Auf der Nordseite des Weihers im Kurpark stehen 5 oder 6 Säulen vom Vicus.|
|Informationstafel||Nein|
|- mit Detailinformationen||-|
|- mit Skizze(n)||-|
|Beschilderung||Nein|
|Schutzbau||Nein|
|Immer zugänglich||Ja|
|Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung||Nein|
|Weiteres|
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