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Praetor Shinzon ist tot. Das Machtvakuum, das durch sein Ableben entstanden ist, hat das Romulanische Sternenimperium an den Rand des Bürgerkrieges gebracht - konkurrierende Parteien wetteifern um die Kontrolle. Sollte das Imperium fallen, könnte das den gesamten Raumsektor ins Chaos stürzen. Um die Ordnung wieder herzustellen, wird die lang erwartete Forschungsmission der Titan verschoben.
Riker, die ehemalige Nummer Eins von Captain Picard, soll als Captain des neu in Dienst gestellten Vorzeige-Raumschiffs, mit Hilfe seiner Besatzung, die von vielen verschiedenen Welten stammt, die Verhandlungen über die Machtverteilung zwischen den romulanischen Fraktionen leiten. Währenddessen organisieren sich Teile des Tal Shiar, des gefürchteten romulanischen Geheimdienstes, hinter den Kulissen neu, um ihr eigenes Machtspiel zu spiele...
"Das ist wohl Ihr erster Besuch in Ki Baratan", sagte die Frau, die hinter dem Agenten stand. Soviel zu - je offensichtlicher, desto unauffälliger -, dachte der Agent und gab lautlos die Hoffnung auf, dass sie ihm genauso wenig Aufmerksamkeit schenken würde wie die Massen an Zivilisten und militärischen Offizieren, an denen er auf der zentralen Eyhon der Stadt schon vorbeigegangen war. Er wendete seinen Blick kurz von dem eleganten, blutgrünen Kuppelbau des romulanischen Senats ab, drehte sich um und betrachtete die Frau. Hinter ihm erstrahlte das antike Gebäude in der Morgensonne und reflektierte den türkisfarbenen Schimmer des friedlichen Apnex-Sees, der direkt dahinter lag.
"Um ehrlich zu sein, ist das wirklich mein erster Besuch hier", sagte der Agent und grinste breit. Er war davon überzeugt, dass sie nicht bemerken würde, wie unangenehm sich dieses spezielle Verhalten für ihn anfühlte. "Bis heute kannte ich die Grossartigkeit von Dartha nur aus den Holos meines Grossvaters." Während sie ihn beäugte, bemerkte er, dass sie alt und ergraut war. Ihre Kleidung war schmucklos und unförmig, ihr runzliges Gesicht ernst, offensichtlich geprägt von zweihundert Lebensjahren voller Mühen. Er sah teilnahmslos zu, während sie misstrauisch und mit zusammengekniffenen Augen seinen leicht abgenutzten Reisetalar musterte.
"Dartha?", fragte die Frau, während sie ihn noch immer fest im Blick behielt. "Niemand hat die Hauptstadt des Imperiums mehr bei diesem Namen genannt, seit Neral an die Macht gekommen ist."
Der Agent schalt sich selbst, auch wenn er sich bemühte, seinen Missmut hinter einer sorgfältig kultivierten Maske der Unempfindlichkeit zu verbergen. Obwohl sein Fehler verständlich war - ungefähr vergleichbar mit der Verwechslung des terrestrischen Konstantinopels des neunzehnten Jahrhunderts mit dem Istanbul des zwanzigsten –, machte er sich dennoch Vorwürfe.
"Vergeben Sie mir, 'lai", sagte er und benutze damit die traditionelle ländliche Form der Anrede, die man gebrauchte, um Älteren gegenüber Respekt zu zeigen. "Ich bin erst heute angekommen, aus Leinharrh. Im Rarathik-Bezirk."
Ein nachgiebiges, verständnisvolles Lächeln zog ihre Mundwinkel nach oben. "Genau wie ich gedacht habe. Ich habe Sie sofort für einen Hveinn gehalten. Einen Bauern, der noch nie zuvor das Waith verlassen hat." Der Agent zwang sein eigenes Grinsen, noch etwas breiter zu werden. Es ermutigte ihn, dass sie seinen ländlichen Rarathik-Dialekt überzeugend fand. Er blieb jedoch vorsichtig, denn diese scheinbar harmlose alte Dame war vielleicht, wie er selbst, nicht das, was sie zu sein vorgab. "Zu Ihren Diensten, 'lai. Sie können mich Rukath nennen."