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Das Projekt wurde vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF für drei Jahre finanziert. Für Trümpi ergab sich die ideale Gelegenheit, sich nach seiner Dissertation im wissenschaftlichen Betrieb fester zu verankern. Das Projekt war an der Universität für Musik und darstellende Kunst angesiedelt. Er erhielt nach Abschluss der Projektarbeit eine sogenannte Postdoc-Stelle, («Tenure-Tracks»), dies mit der Auflage verbunden, innerhalb von fünf Jahren eine Habilitation vorzulegen, die später in eine zeitlich unbefristete Assoziierte Professur übergehen sollte. Fritz Trümpi wusste um die Einmaligkeit dieses Angebots, solche Stellen seien äusserst rar. Dieses Ziel wollte er erreichen. Es ist nachvollziehbar, dass sich eine lehrreiche, fordernde, sich über Jahre dahinziehende Zeitspanne ergab.
Vor seiner Habilitation hatte er sich während rund zehn Jahren mit dem Themenkreis «Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus» beschäftigt. Herausgekommen ist eine Art von politischer Geschichte der beiden Orchester, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Das öffentliche Interesse war beträchtlich, als seine Dissertation 2011 erschien. 2016 kam es zur Publikation einer englischen Übersetzung bei Chicago University Press und – vor rund einem Jahr – als Paperback. Das Interesse war anhaltend hoch und löste natürlich kontroverse Auseinandersetzungen aus. 2013 wurde zudem eine Forschungsgruppe eingesetzt, in der Fritz Trümpi mittat. Mit einer Kollegin aus dem Fachbereich Zeitgeschichte verfasste er ein weiteres Buch mit dem Titel «Orchestrierte Vertreibung» (Mandelbaum Verlag 2014), das auch die Zeit nach 1945 beinhaltet und sich vertriebenen und ermordeten jüdischen Orchestermitgliedern widmet.
Fritz Trümpi ist sich sehr bewusst, dass derartiges Forschen in Weiterführendes mündet, er schreibt da von «Momentaufnahmen». In seinem Habilitationsprojekt beschäftigte er sich demgegenüber vor allem mit dem 19. Jahrhundert. Er forschte zu Musikerorganisationen in der späten Habsburgermonarschie und deren rmusikhistoriographischer Bedeutung. Aktuell bereitet er die Publikation der Habil-Schrift vor.