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Das Gebiet des heutigen Kirgisistan gehörte ab 1219 zum Mongolenreich Dschingis Khans. Das Gebiet blieb mongolisch bis es im 18. Jahrhundert von den Chinesen unterworfen worden ist. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eroberte das russische Kaiserreich schrittweise das Land.
Die russische Herrschaft dauerte von zirka 1875 bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahre 1991.
Die Republik Kirgisistan ist seit dem 31. August 1991 unabhängig. Vorher war es eine Region der Sowjetunion. Die Nachbarstaaten sind Usbekistan, Kasachstan, Tadschikistan, ebenfalls ehemals Sowjetunion sowie die Volksrepublik China. Das Land ist in sieben Provinzen unterteilt, wobei die Hauptstadt Bischkek zusätzlich als administrative Region zählt.
Die Einwohnerzahl liegt bei ungefähr 5,6 Millionen. Die Gesamtfläche des Staatsgebietes beträgt in etwa 200’000 km2.
Der Nation ist im letzten Jahr ein doppelter Erfolg gelungen. Einerseits sich aus einer grossen politischen Krise herauszulösen, anderseits sich wirtschaftlich zu entwickeln. Das Wirtschaftswachstum belief sich auf sieben Prozent im Jahr 2011. Dies vor allem dank der grossen und bekannten Goldmine Kumtor.
Die Inflation konnte ebenfalls zum grössten Teil reduziert werden und fiel von 20 Prozent im Juli 2011 auf 9,5 Prozent im Oktober 2011. Es gilt jedoch zu bemerken, dass die Situation nach wie vor sehr delikat ist aufgrund der Schwächen der Infrastrukturen und dem latenten Energiemangel.
Es gilt jetzt vor allem das Vertrauen der ausländischen Investoren zu gewinnen und die Schwächen des Wirtschaftssystems zu beheben. Das Programm der jetzigen Regierung ist unter anderem darauf ausgerichtet. Seit dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Bakiev im März 2010 wird nun auch die Korruption bekämpft.
Durch die politische Situation und die Revolution 2010 ist die Auslandsschuld im Jahre 2011 auf 71 Prozent des Bruttoinlandproduktes gestiegen. Der Staat Kirgisistan befindet sich zwar in einer nicht einfachen Situation, ist aber auf gutem Weg, die notwendigen Reformen zu realisieren und so in den nächsten Jahren ein gutes Wirtschaftswachstum zu erreichen.
Am 30. Oktober 2011 ist der 55-Jährige Almazbek Atambaev, ehemaliger Ministerpräsident der Regierung Roza Otounbaieva, im ersten Wahlgang zum neuen Präsidenten gewählt und am 1. Dezember 2011 ins Amt gesetzt worden. Er wurde so zum Nachfolger von Frau Roza Otounbaieva, die das Land interimistisch nach der Revolution vom Frühling 2010 regierte. Sie hat in ihrer Amtszeit hervorragende Arbeit geleistet und das Land in eine politische Stabilität zurück geführt. Vorgängig durchlief Kirgisistan zwei Revolutionen, 2005 die „Tulpenrevolution“ und die Unruhen im April 2010 sowie blutige interethnische Auseinandersetzungen im Juni 2010.
Man kann davon ausgehen dass jetzt Ruhe eingekehrt ist und die neue Regierung unter dem neuen – eher nationalistischen – Präsidenten, der Moskau nahe steht, sich das Land positiv entwickeln wird. Dies ist vor allem für die Vereinigten Staaten von höchster Wichtigkeit, da diese in Manas (Flughafen in der Agglomeration von Bischkek) eine grosse militärische Basis unterhalten, auf der zirka 5000 Soldaten stationiert sind. Diese Basis ist existentiell für den Nachschub der Truppen der Koalition in Afghanistan.
Russland, das ebenfalls eine Militärbasis in Kirgisistan unterhält, reklamiert von der Regierung die Schliessung der amerikanischen Flugbasis für 2014.
Im weiteren sind Verhandlungen für Freihandelszonen im Gange. Einerseits mit den Nachbarn China, Usbekistan und Kasachstan, anderseits – auf Vorschlag des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin – zwischen Russland, Weissrussland und Kasachstan.
Kirgisistan ist als erster GUS-Staat bereits 1998 Mitglied der WTO geworden. Der Staat ist ebenfalls Mitglied der UNO sowie unter anderem der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EURASEC), Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO).
Die wichtigsten Aussenhandelspartner sind die GUS-Staaten, wobei der Hauptanteil mit Kasachstan getätigt wird. Die Goldausfuhren betragen 40 Prozent der Exporteinnahmen. Die Hauptgläubiger sind Russland und die Türkei.
Bis heute besuchen nur wenige Touristen Kirgisistan, was sich in Zukunft ändern könnte. Die Landschaft ist wunderschön mit dem riesigen See Yssykköl und Bergen, die bis zu 7’439 Metern über Meereshöhe liegen. In dieser Region gibt es die „Marco Polos“, eine Art wilder und grosser Bergschafe sowie die geschützten Schneeleoparden. Auch Wölfe sind in grosser Anzahl vertreten.
Bei der Jugend herrscht eine Art Aufbruchsstimmung. Die Universitäten, welche von hoher Qualität und guter Reputation sind, haben eine äusserst hohe Zahl an Studenten. Es sind mittlerweile einige Austauschprogramme mit europäischen Universitäten in Angriff genommen worden. Die Regierung hat erkannt, dass die Zukunft von Kirgisistan unter anderem von der Bildung der Bevölkerung abhängt. Nur ein gebildetes Volk ist unabhängig und verantwortungsbewusst.
Kirgisistan kann in Zentralasien – auch durch die geografische Lage – eine interessante Position einnehmen.
Die Republik Kirgisistan ist allen wichtigen Menschenrechtsabkommen beigetreten und wendet diese auch an. Die Grundrechte sind in der Verfassung garantiert. Es herrscht absolute Presse- und Meinungsfreiheit. Auch ist die Todesstrafe am 27. Juni 1997 per Gesetz endgültig abgeschafft worden.
Kirgisistan ist heute eine demokratische Republik die nach einigen Anfangsschwierigkeiten heute ein Rechtsstaat ist und in Zukunft seine Rolle auch International wahrnehmen werden kann.
Wie heisst es so schön im Text der Kirgisischen Nationalhymne: „Der Traum des Volkes ist wahr geworden. Die Fahne der Freiheit flattert über uns.“
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