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Young Researcher Award für Physiotherapie Bachelors der BFH Gesundheit
26.11.2020 Wir gratulieren Melanie Ulmann und Jonas Ruff herzlich zu diesem Award, der mit 1000 Franken dotiert ist.
Der mit 1000 Franken dotierte YOUNG RESEARCHER AWARD der Swiss Association of Physiotherapy and Sport SSPA ging im Jahr 2020 an Melanie Ulmann und Jonas Ruff. Die beiden konnten Corona-bedingt ihre Arbeit zwar nicht präsentieren, wurden aber dennoch wie alle Bachelorabschliessenden der Vorjahre gebührend geehrt. Ihre Bachelor-Thesis trägt den Titel «Verletzungen im Eishockey - Eine retrospektive Umfrageerhebung bei Schweizer U20-Elite Eishockeyspielern».
Eishockey wurde als Sportart gewählt, weil es aufgrund diverser potentieller Faktoren als eine der verletzungsanfälligsten Mannschaftssportarten gilt und mit hohen Unfallkosten verbunden ist. Die Thesis hatte das Ziel, Informationen über Verletzungscharakteristiken und deren Einflussfaktoren zur Entstehung zu sammeln, zu analysieren und zu interpretieren und die lückenhafte Forschungslage schliessen.
Es wurde eine retrospektive, quantitative Studie, mittels Fragebogenerhebung durchgeführt. Schweizweit konnten elf Mannschaften der U20-Elite Liga in die Studie einbezogen werden. Im Saisonjahr 2019/2020 erlitten von insgesamt 73 befragten Eishockeyspielern 45 eine oder mehrere Verletzungen (insgesamt n=59). Umgerechnet auf Trainings- oder Wettkampfstunden ergibt sich folgende Abschätzung: Die Verletzungsrate liegt bei 0.66 Verletzungen auf 1000 Expositionsstunden im Training und 2.89 Verletzungen auf 1000 Expositionsstunden im Wettkampf. Somit ist das Verletzungsrisiko im Wettkampf um 4.49-mal höher als im Training. Muskel-/Sehnenverletzungen, Prellungen und Verstauchungen, sowie Neurotraumata wurden als die häufigsten Verletzungen dokumentiert. Fast die Hälfte der Verletzungen sind im Kopf-/Hals-/Nacken-Bereich lokalisiert (45.5%). Die meisten Verletzungen entstehen aus Kontakt mit einem anderen Spieler. Die Autorenschaft diskutiert, dass härtere Bestrafung für regelwidriges Verhalten und Förderung vom Fairplay als Präventionsmassnahmen dienen könnten.
Rubrik: Forschung, Studium