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Strafuntersuchung
Es gibt zwei Untersuchungsbehörden:
- Die Jugendanwaltschaft oder das Jugendgericht (je nach Kanton) untersucht Straftaten von Kindern und Jugendlichen (zwischen dem 10. und dem 18. Geburtstag). Sie hat das Ziel, dich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dir und deinen Mitmenschen zu führen.
- Das Untersuchungsrichteramt oder das Statthalteramt oder die Staatsanwaltschaft (je nach Kanton) untersucht Straftaten von Erwachsenen (ab dem 18. Geburtstag).
Die Jugendanwaltschaft oder das Untersuchungsrichteramt klären den Sachverhalt in einer Voruntersuchung ab. Sie wollen wissen, ob Beweise für deine Schuld vorliegen. Dazu können sie Folgendes tun:
- Dich von der Polizei auf einen Verdacht hin verhaften oder vorläufig festhalten lassen, wenn du nicht schon erwischt worden bist.
- Dich befragen. (Dazu bekommst du eine Vorladung. Diese musst du befolgen, sonst kannst du von der Polizei geholt werden).
- Zeuginnen befragen. (Du kannst auch selbst als Zeugin vorgeladen werden.)
- Dein Zimmer oder deine Wohnung durchsuchen lassen.
- Gewisse Dinge (Beweismittel) beschlagnahmen lassen.
- Unter ganz bestimmten Umständen deine Post und dein Telefon überwachen lassen.
- Fachleute befragen oder beiziehen. Zum Beispiel zur Abklärung der persönlichen Verhältnisse, allenfalls zur medizinischen oder psychologischen Begutachtung.
Du hast jederzeit das Recht auf eine Verteidigung. Du kannst dich von einer Anwältin verteidigen lassen oder aber von jemandem, zu dem du Vertrauen hast und der sogenannte Parteirechte ausüben kann, zum Beispiel deine Eltern. Vor deinem 18. Geburtstag ist es zudem Sache deiner Eltern, eine Anwältin zu bestellen. Wenn dein Fall besonders schwierig ist oder wenn du oder deine Eltern eine Anwältin nicht bezahlen können, bekommst du eine unentgeltliche amtliche Verteidigung.