Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03417.jsonl.gz/2847

Wo in der Schweiz werden die meisten MigrantInnen eingebürgert?
Wenn Sie bei der Ansicht des Indikators Schwierigkeiten haben, klicken Sie hier um ihn in einem neuen Tab im Web-Browser anzuschauen.
Die mittlere Einbürgerungsrate in der Schweiz betrug 1,75 % im Jahr 2014. Das heisst, dass im Laufe des Jahres knapp zwei von 100 ausländischen Personen, die ständig in der Schweiz lebten, eingebürgert wurden. Im Jahr 2014 wurden in der gesamten Schweiz rund 33’000 Personen eingebürgert.
Die Daten der Gemeinden und Kantone zur Einbürgerung zeugen von einer grossen Vielfalt in der Einbürgerungspraxis: Im Jahr 2014 bewegten sich die Raten der ordentlichen und der erleichterten Einbürgerung zwischen etwas mehr als 1 % im Kanton Glarus und 2,3 % in Neuenburg.
Bei den Gemeinden haben Zürich, Genf, Basel und Lausanne während der letzten siebzehn Jahre die meisten ordentlichen und erleichterten Einbürgerungen vorgenommen (insgesamt 110’000 Personen wurden in diesen Städten eingebürgert).
Dennoch werden die höchsten Einbürgerungsraten in den mittelgrossen Gemeinden verzeichnet. Die höchsten Raten für die ordentliche Einbürgerung in der Gruppe der Gemeinden mit mindestens 1’000 ausländischen Personen verzeichnen Dietikon (ZH) mit 3,3 % sowie Burgdorf (BE) und Oberengstringen (ZH) mit je 3,2 % pro Jahr. Die Aargauer Gemeinden Menziken und Reinach sowie Zermatt im Wallis bürgern zehn Mal weniger Personen ein: Ihre Rate liegt unter 0,5 %. Weil für die erleichterte Einbürgerung in der Regel der Bund zuständig ist, geben über kommunale Besonderheiten nur die ordentlichen Einbürgerungen Auskunft.
–
Definitionen
Ständige Wohnbevölkerung: Schweizerinnen und Schweizer sowie Ausländerinnen und Ausländer mit einer Aufenthaltsbewilligung für mehr als 12 Monate. Seit 2011 zählen zur ständigen Wohnbevölkerung auch Ausländerinnen und Ausländer mit Ausweis F oder N, die seit mindestens 12 Monaten in der Schweiz leben.
Ordentliche Einbürgerung: Diese gilt für alle ausländischen Personen, die die von den Bundesbehörden festgelegten Voraussetzungen sowie die zum Teil sehr unterschiedlichen Voraussetzungen der Kantone und Gemeinden erfüllen. Das Gesuch muss beim Kanton oder bei der Gemeinde eingereicht werden.
Erleichterte Einbürgerung: Von der erleichterten Einbürgerung profitieren können unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen insbesondere ausländische Ehepartner und Ehepartnerinnen von Schweizerinnen oder Schweizern sowie Kinder eines schweizerischen Elternteils, die das Schweizer Bürgerrecht noch nicht besitzen. Über die erleichterte Einbürgerung entscheidet der Bund.
–
Quelle: Bundesamt für Statistik, Zentrales Ausländerregister (1998–2007), SYMIC-Register (2008–2010), STATPOP-Statistik (2010–2014)
Hinweis zum Verfahren: Die Einbürgerungsraten werden wie folgt berechnet: Zahl der ordentlichen oder erleichterten Einbürgerungen, geteilt durch die Zahl der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zu Beginn des Jahres. Bis zum Jahr 2010 bestand die berücksichtigte Wohnbevölkerung aus Personen mit einem Ausweis B oder C sowie aus Personen mit einem Ausweis L für mindestens 12 Monate. Allerdings hat sich der Begriff «Wohnbevölkerung» seit 2010 geändert, da die Bevölkerungsstatistik seit diesem Zeitpunkt auch Personen im Asylprozess mit einschliesst, die seit mindestens einem Jahr in der Schweiz leben. Diese Neuerung hat jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Raten.
Um Dateien (Excel) mit den vollständigen Daten zu erhalten, senden Sie Ihre Anfrage bitte an: <email-pii>.