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Ausgangssituation
Die Klientin ist ein börsenkotiertes Unternehmen, das im Retailbereich tätig ist und über ihr Filialnetz in der Schweiz und im Ausland Waren verkauft. Die Klientin plante in den Bereichen Finanzwesen/Controlling und Warenwirtschaft für das Retail-Geschäft der ganzen Unternehmens-Gruppe zukünftig SAP Retail und SAP für das Finanz- und Rechnungswesen einzusetzen. Die Software beschaffte die Klientin direkt bei SAP. Mit der Integration und Parametrisierung von SAP wurde ein spezialisiertes IT-Unternehmen beauftragt.
Auftrag
Der Auftrag wurde durch den CFO der wichtigsten Gruppengesellschaft der Klientin erteilt und beinhaltete den Entwurf eines Systemintegrationsvertrages und die Verhandlung dieses Vertrages mit der Rechtsabteilung des IT-Unternehmens.
Verlauf
Das Verhandlungsteam auf Seiten des Klienten bestand aus dem CFO und mir, zeitweise verstärkt durch den CIO. Um das Projekt rechtzeitig beginnen zu können, wurde unter grossem Zeitdruck verhandelt. Erst durch die Diskussion der Meilensteine und der Abnahmebestimmungen im Verhandlungsteam wurde das Projekt so strukturiert, dass die Risiken für die Klientin minimiert werden konnten.
Schwierig waren die die Verhandlungen im Hinblick auf die Frage, welche Rechtsfolgen eine Verzögerung des Projektes haben sollte, da beim Scheitern des ersten Abnahmeversuchs die Abnahme um sechs Monate hätte verschoben werden müssen. Schliesslich konnte hier über einen pauschalisierten Schadenersatz eine für beide Parteien akzeptable Lösung gefunden werden, bei der die Schäden der Klientin bei Verzögerungen gedeckt worden wären.
Ergebnis
Durch den Beizug eines erfahrenden IT-Rechtsanwaltes konnte die Klientin erstens das Projekt sinnvoll strukturieren. Zweitens konnten die wesentlichen Risiken juristisch abgesichert werden. Schliesslich gelang es drittens, in kurzer Zeit einen komplexen Vertrag zu verhandeln und so Verzögerungen des Projektstartes zu vermeiden.