Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03409.jsonl.gz/2060

Hauptmenü:
Ortschaft: 4000 Basel
Kanton: Basel-
Gründer:
Baujahr: 1400 Zerstört: 1955
Restaurant: Nein Feuerstelle: Nein
Übernachtung: Nicht möglich
Rollstuhlgängig: Ja Kinderwagen: Ja
Wanderung: 00 min, 00 m, Schwierigkeit: Leicht
LK. Koordinaten: West-
Standort: GPS: N: 47°34'35.43 / O: 7°35'18.46
Höhe: 251 m.ü.M Plan: Link
Parkplatz: Neben der Anlage
Besucht am: 01.12.2019 Burg Nr: 1119
Infos:
Zugänglichkeit:
immer zugänglich
1438 Im Jahr 1438 wird das Weiherschloss Klybeck, als Wygerhus zu Kluben, erstmals Erwähnt. In dieser Zeit war der Ritter Hans Reich Besitzer des Schlosses. Er liess das Schloss mit einem Wassergraben umgehen.
5.12.1445 Das Weiherschloss Klybeck wird während dem St. Jakobkrieg verwüstet. Ein Trupp von 30 österreichischen Söldnern ritten von Neuenburg am Rhein Richtung Basel, brannten die zum Schloss gehörenden Gebäude, sowie die Mühle ab. Einzig Das Hauptgebäude des Anwesens, das Schloss, blieb unversehrt. Vermutlich konnten die Söldner den Wassergraben der das Schloss umgab nicht überwinden.
1482 Das Weiherschloss gelang in Besitz des Klosters St. Blasien. Das Kloster verkaufte darauf das Schloss an Elisabeth von Falkenstein, in dieser Zeit Äbtissin von Säckingen. Der Markgraf und Landvogt von Rötteln legte daraufhin den Wasserlauf der von der Wiese her kam und den Schlossweiher speiste trocken. Das Wasserrecht für den Weiher, war im Kaufbrief des Klosters nicht mit einbezogen. Das Kloster St. Blasien hatte dem Landvogt, der das Wasserrecht der Wiese besass, zugesichert das die Äbtissin für die Speissung jährlich aufkommen würde ohne es der Äbtissin mitzuteilen. Daraufhin verklagte die Äbtissin das Kloster St. Blasien.
7.5.1492 Die Erste Verhandlung wägen des Rechtsstreites fand vor dem Schultheissengericht im Kleinbasel statt. Es kam zu keinem Ergebnis. Eine zweite Verhandlung wurde zuerst auf den 19. Mai und dann auf den 26. Mai vertagt. Schliesslich kam doch noch ein Urteil zu Stande. Das Kloster von St. Blasien musste die Äbtissin entschädigen. Das Kloster wiederum appellierten daraufhin beim Bürgermeister von Basel, so dass die Verhandlung und das Urteil als nicht Rechtskräftig erklärt wurde.
10.9.1492: Die Äbtissin Elisabeth von Falkenstein, hatte nach dem langen Rechtsstreit, das Interesse an dem Weiherschloss Klybeck verloren. Sie verkaufte das Anwesen für 800 rheinische Gulden an Junker Heinrich von Efringen. Das Chaos im Rechtstreit wurde perfekt. Der Junker verklagte die Äbtissin wägen angelaufenen Gerichtskosten die den Kauf des Weiherschlosses mitführte. Die Gerichtherren hatten es jetzt mit drei Parteien zu tun. Nach langer Streitigkeiten übergaben sie den Fall einem Schiedsgericht.
20.4.1502 Das Schiedsgericht entschied das das Weiherschloss Klybeck von da an nicht mehr mit einem Wasserrecht in Zusammenhang gebracht werden durfte. Das Kloster St. Blasien musste dem Junker und der Äbtissin 100 Gulden Entschädigung zahlen.
1955 Im Jahre 1955 wurde das heruntergekommene Schloss abgebrochen. Sein Wassergraben und die Gebäude die zu Schloss gehörten, verlor es schon vorher.
Heute ist vom Schloss nichts mehr zusehen. Einzig der Strassename Schlossgasse und Klybeckstrasse erinnern an das Weiherschloss.
Quellen: Gemeinde, Burgen Karte Schweiz. Wikipedia
Burgen von A bis Z
Kartenmaterial.: Bundesamt für Landestopografie swisstopo
Letzte Aktualisierung: 05.01.2020