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Niemand ausser Microsoft will Yahoo kaufen.
Danke, aber Nein: Yahoos Hoffnungen, dass sich nach dem Übernahmeangebot von Microsoft
weitere, den Unternehmensverantwortlichen genehmere Interessenten melden könnten, scheinen sich rapide in Luft aufzulösen. News Corp. und NBC Universal haben bereits offiziell abgesagt, und gemäss Insider-Quellen des 'Wall Street Journal' wollen auch AT&T, Comcast, Time Warner und Verizon ein Gegenabgebot nicht einmal in Betracht ziehen. Damit wären die meistgenannten Kandidaten schon aus dem Rennen.
Google würde liebend gerne ein Gegenangebot machen. Unter Experten herrscht allerdings ziemlich einhellig die Meinung, dass die Wettbewerbsbehörden einen Zusammenschluss von Google und Yahoo nicht genehmigen würden, da er ein viel stärkeres Monopol im Online-Werbemarkt schaffen würde, als die Übernahme von Yahoo durch Microsoft.
Der Yahoo-VR hat sich noch nicht offiziell zum Übernahmeangebot von Microsoft geäussert, und will sich dazu noch einige Zeit lassen. Momentan scheint es aber eher so, dass er schlussendlich in den sauren Apfel wird beissen müssen.
Die Yahoo-Leute hoffen, dass Gegenangebote zumindest den von Microsoft gebotenen Preis in die Höhe treiben könnten. Weitere Alternativen wären ein regionales Outsourcing des Anzeigengeschäfts in Europa und Asien an Google - was von den jeweiligen Wettbewerbsbehörden allerdings wohl fast so kritisch bewertet werden dürfte, wie eine Übernahme durch Google – oder ein Teilverkauf von Unternehmensbeteiligungen, um so den eigenen Aktienkurs und damit den Übernahmepreis in für Microsoft nicht mehr lohnenswerte Höhen zu treiben. Bei beiden Alternativen müsste Yahoo aber die eigenen Aktionäre davon überzeugen, dass diese Taube auf dem Dach für den Aktienwert mittelfristig mehr Wert wäre, als das konkrete Übernahmeangebot von Microsoft. (hjm)