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Gleich zu Beginn der Schweizer Meisterschaft musste die RS Sense einen verletzungsbedingten Ausfall verkraften: David Schneuwly wurde im ersten Kampf am Hinterkopf verletzt und musste aufgeben. Silvano Scherwey (-61 kg) wurde vom Verletzungspech zwar verschont, erwischte jedoch keinen guten Tag. Mit zwei Niederlagen durch technische Unterlegenheit – unter anderem gegen den späteren Meister Simon Gerig (Schattdorf) – schied er vorzeitig aus.
Isidor Ismajili (-86 kg) durfte sich in drei Kämpfen auf der Matte beweisen. Zunächst musste er sich Tobias Betschart (RR Kriessern) durch technische Unterlegenheit geschlagen geben. Von der Auftaktniederlage gut erholt, schulterte er danach Alexander Büeler. Der dritte Kampf gegen Nico Küng (RS Freiamt) beendete den Wettkampftag für Ismajili, nachdem er sich beim Stand von 6:0 durch Schulterniederlage geschlagen geben musste.
Dass bei den Aktiven trotzdem eine positive Bilanz gezogen werden konnte, war Benno Jungo (ebenfalls -86 kg) zu verdanken. Seine Kämpfe in den ersten beiden Runden gewann er jeweils durch technische Überlegenheit ohne Punktverlust. Marc Weber (NRC Thalheim) hatte ebenso keine Chance wie Betschart. Silber war ihm damit bereits sicher. Im Final musste Jungo sich gegen Andreas Reichmuth (RC Willisau) beweisen. Auch ihm liess er kaum Angriffsmöglichkeiten, kämpfe konzentriert und konnte auch diesen Kampf durch technische Überlegenheit für sich entscheiden. Mit dem 12:2 sicherte sich Jungo den Schweizer Meistertitel.
Erfolgreiche Frauen
Mit besonderer Aufmerksamkeit wurden die Kämpfe der Nationalkader-Athletinnen Eveline (-63 kg) und Miriam (-58 kg) Lötscher verfolgt. Beide zeigten sehr gute Leistungen, auch wenn der ganz grosse Erfolg mit Silber ausblieb. Der Weg zur Medaille führte für Miriam Lötscher über Siege gegen Franziska Wittenwiler (RR Brunnen) und Joelle Mathys. Im Final wartete Nathalie Rieser. Lötscher hielt den Kampf lange offen, konnte am Ende jedoch durch Unachtsamkeit mit einem Hüfter von Rieser auf die Schultern gelegt werden. Auch Eveline Lötscher musste sich in drei Kämpfen beweisen. Den Auftakt gegen Pegah Kassraian (Rapperswil-Jona) gewann sie souverän. Als grössere Herausforderung stellte sich Fabienne Wittenwiler heraus. Beim Stand von 2:7 musste sie sich durch Schulterniederlage geschlagen geben. Ihrem souveränen Auftritt gegen Laetitia Muspach im letzten Kampf war es zu verdanken, dass Eveline Lötscher Silber entgegennehmen durfte.
Julia Lötscher und Larissa Feyer traten in der gleichen Kategorie (-53 kg) an. Durch das nordische System war eine Direktbegegnung der beiden Senslerinnen damit bereits sicher. In der letzten Runde rangen sie nach je zwei Niederlagen gegeneinander. Larissa Feyer gewann nach ausgeglichenem Kampf durch Schultersieg und holte damit Bronze.
Judith Spicher blieb derweil kampflos, weil in ihrer Kategorie (-69 kg) keine zweite Ringerin startete.
Ein kompletter Medaillensatz bei den Kadetten
Erstmals traten die Brüder Ronan und Melvin Feyer bei den Kadetten an. Nach dem Auftaktsieg folgte für Ronan ein wahrer Krimi gegen Michael Epp (RR Schattdorf), den er knapp für sich entscheiden konnte. Danach kassierte er eine Schulterniederlage gegen den späteren Sieger Janis Steiger (RC Oberriet-Grabs) und wurde damit Zweiter. Melvins Gegner hiessen Lukas Hofer (RC Willisau) sowie die Zwillinge Philipp und David Aregger. Die ersten beiden Runden konnte der Sensler durch technisch saubere Leistungen jeweils klar mit 10:0 für sich entscheiden. Im Finalkampf setzte der Sensler diese Serie gegen David Aregger und sicherte sich den Titel.
Jan Faller (-54 kg) komplettierte den Medaillensatz für die Kadetten der RS Sense. Er startete zwar mit einer Niederlage, zwei Siege gegen Adrian Ulrich (RR Tuggen) und Flurin Meier (RS Freiamt), jeweils durch technische Überlegenheit, sicherten ihm aber den Einzug in den kleinen Final. Gegen Sven Epp (RR Schattdorf) wiederholte Faller das starke Ergebnis aus dem vorherigen Kampf und sicherte sich mit technischer Überlegenheit die Bronzemedaille.