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Der Hochwasserschutz des Rheintaler Binnnekanals weist in den Gemeinden unterhalb der Rietaach-Einmündung Defizite auf. Die Gerinnekapazität ist vor allem in den Siedlungsgebieten von Widnau und Au ungenügend. Dies verdeutlicht auch die aktuelle Naturgefahrenkarte. So ist das Hochwasser im Mai 1999 und Juni 2013 in bester Erinnerung. Der Binnenkanal trat massiv über die Ufer, überflutete Teile des Siedlungsgebiets und richtete erheblichen Schaden an.
Gesamtheitliches Konzept
Das aktuelle Hochwasserschutzkonzept berücksichtigt nicht nur den Binnenkanal selbst, sondern auch die grösseren und kleinen Zuflüsse in diesem Gebiet. Es sieht nun zwei Massnahmen vor: Einerseits soll bei der Einmündung Rietaach ein Rückhaltedamm parallel zur Balgacherstrasse gebaut werden. Andererseits ist ein massvoller Gerinne-Ausbau des Rheintaler Binnenkanals von den "Drei Brücken" bis Au vorgesehen.
Wasser zurückhalten
Falls bei Hochwasser die Durchflusskapazität des Drosselbauwerks erreicht ist, hält der Damm die übermässigen Wassermassen für einige Stunden auf den Wiesen zurück. Erst wenn die Hochwassergefahr vorüber ist, leert sich das Becken wieder. Bauernhöfe, die sich in diesem Retentionsraum befinden, sind bei Hochwasser direkt betroffen. Für diese müssen geeignete Objektschutzmassnahmen getroffen werden.