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Anlässlich der KUW-Wahlkurse besuchten einige KUW-Schüler/innen die Nacht der Religionen in Bern. Nachfolgend schildern sie ihre Erlebnisse.
Anreise
In dieser Nacht fuhren wir mit dem Car nach Bern. Die Fahrt war sehr amüsant. Als wir nach langer Zeit endlich in Bern ankamen, liefen wir noch die letzten paar Meter bis zum Paul-Klee-Museum. Dort gingen wir in einen grossen Saal. In diesem Saal fand die Eröffnungsfeier statt, bei der wir fast eingeschlafen sind. Die Eröffnungsfeier wurde von der «relativ» schönen Musik begleitet und in Gebärdensprachen übersetzt. Später, als wir wieder aufgewacht sind, verteilten wir uns in unsere Gruppen und gingen zu den vorher ausgewählten Stationen.
MIA, LARA, LARA, ANOUK, LUANA
Über das Christentum
Das Christentum wurde nicht von einer Person gegründet. Jedoch hatte Jesus einen grossen Einfluss darauf. Bei ihm sammelte sich eine kleine Gemeinschaft. Dadurch wurde eigentlich das Christentum gegründet. Ein wichtiger Faktor war dabei jedoch Paulus von Tarsus. Dieser «verteidigte» dann diese Gemeinschaft. So wurde diese immer grösser und grösser. Später spaltete sie sich jedoch. Die erste Spaltung war im Jahre 1054. Hier entstand die orthodoxe Kirche. Die zweite Spaltung war dann 1517, damals entstand die reformierte Kirche.
Im Christentum gibt es verschiedene wichtige Feiertage wie Ostern, Weihnachten, Karfreitag und Pfingsten. Letzteres ist ein Feiertag, der 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. Anscheinend war zu biblischer Zeit der Heilige Geist auf die Erde gekommen.
Wichtige Orte des Christentums sind: Jerusalem, Bethlehem und Rom.
SÄMI, PHILIPP, BIANCA, PRISKA, CAROLINE, BINIA
Besuch beim Münster
Als wir am Münsterplatz ankamen, waren erstaunlich wenig Leute da. Das Münster hatte für einmal kein Gerüst um sich gewickelt. Die Lampen, die extra für diesen Anlass eingerichtet wurden, beleuchteten die Kirche in einem modernen Stil. Wenn man durch die Tür gegangen ist, ertönte relativ schöne Musik. Es waren hauptsächlich klassische Instrumente, die von Musikschülern gespielt worden sind. Die Musiker spielten mit verschiedenen Instrumenten – z.B. Toy Piana, Horn, Klarinette und Schlagzeug. Unser Favorit war die Frau mit der Querflöte, die dazu «gebeatboxed» hat. Manche Lieder waren aber zu lang und das machte es langweilig. Man konnte noch Gemälde und Miniaturskulpturen von verschiedenen berühmten Bauwerken sehen. Man durfte im Münster nicht sprechen. Die Musik war schön, doch ausser der Musik und dem Licht war sonst nichts Weiteres. Als wir draussen waren, haben wir das Münster noch von aussen betrachtet. Das war sehr eindrücklich.
MAX, LAURIN, GIAN, ELIA, TIMON, ROMAN
Zwischen den Stationen …
Vom Programmheft geleitet, begaben wir uns nach der etwas langweiligen Lichtshow im Münster in die Herrengasse 11. Mit grossem Hunger stürzten wir uns auf das Buffet. Einige Kuchenstücke, Teebecher und Blätterteiggebäcke später liefen wir zum Bundeshausplatz, wo wir uns die Lichtshow «Le petit prince» ansahen.
LIV, CHIARA, SOLVEI
Bei den orthodoxen Christen
In der christkatholischen Kirche gingen wir die koptisch-orthodoxen Christen beobachten. Sie trommelten, beteten und sangen eigentlich über die ganze Zeit. Wir fanden den Gesang interessant – etwas fremd, aber cool.
DANJA, ELENA, ANINA, LARISSA
Bei der kirchlichen Gassenarbeit
Wir haben uns mit Barbara, einer Mitarbeiterin der Gassenarbeit, unterhalten. Es war sehr interessant, mehr über dieses Thema zu erfahren. Es hat uns ziemlich beeindruckt. Es stank nach Rauch (weil wir Schlangenbrot buken). Leider fehlten Ketchup und Mayo. Es war beeindruckend zu hören, wie sie den armen Leuten helfen. Wir haben gelernt, wie man alte Kleider wiederverwenden kann, anstatt sie wegzuschmeissen. Bei diesem Büro können die armen Leute Rat erhalten, wie sie besser leben können und ein neues Leben beginnen. Dieses Büro haben wir leider nicht gesehen. Es war ein anderer Einblick in das Leben der Armen.
LIONEL, NICOLA, DAN, JANIC, MIA, LARA, LARA, ANOUK, LUANA, OLIVIA, JASMIN, RAHEL UND JANIK
In der Heiliggeistkirche – hinduistische Tänze und christliche Poesie
Im Hinduismus gibt es keinen Stifter, es kommen viele verschiedene Religionen zusammen, die dann den Hinduismus bilden.
Einer der zentralen Punkte ist Namasté, denn so begrüssen sich die Hindus. Namasté bedeutet «Ich achte und respektiere dich». Ein weiterer zentraler Punkt sind die heiligen Schriften. In den verschieden wichtigen Geschichten geht es um den Helden Krishna. Es gibt auch fünf Gebote, die in ihrer Kultur sehr wichtig sind. Die Hindus feiern fast das ganze Jahr über. Eines der vielen Feste der Hindus ist das Fest Varanasi. Dort gehen die Leute baden, in den heiligen Brunnen, um dort ihre Sünden abzuwaschen. Zu den heiligen Orten gehört z.B. der Brunnen, in dem sie baden. Der Besuch in der Heiliggeistkirche war sehr interessant. Die Decke der Kirche war sehr schön bemalt mit vielen Mustern. Diese Kirche war das Interessanteste der ganzen Nacht.
SÄMI, PHILIPP, BIANCA, PRISKA, CAROLINE, BINIA
Bei uns sang eine Frau namens Iwa Pele Yoruba-Lieder in ihrer Sprache. Wir probierten herauszufinden, was es heissen könnte, verstanden aber nichts. Es war spannend.
Im zweiten Teil in der Heiliggeistkirche war es sehr schön, denn die Hindus haben getanzt und die Sufis gesungen. Danach schrieb uns ein arabischer Kalligraf unsere Namen in seiner Sprache auf.
DANJA, ELENA, ANINA, LARISSA, LIV, CHIARA, SOLVEI
Im Haus der Religionen
Mit dem Tram fuhren wir zum Europaplatz. Gleich beim Aussteigen sahen wir das hell erleuchtete Haus der Religionen. In einer Kurzeinführung erfuhren wir, weshalb es dieses Haus gibt. Seit 2015 bietet das Haus der Religionen interessierten Religionsgemeinschaften, die bisher keine eigenen Räumlichkeiten hatten, ein Zuhause: Hindus, Muslime, Christen, Aleviten, Buddhisten. Ein friedliches Mit- und Nebeneinander der verschiedenen Religionen wird in diesem Haus gelebt. Als Besucher ist man überall willkommen. Man kann Fragen stellen und mit den verschiedenen Leuten reden.
Im Haus der Religionen hatte es sehr viel, aber das Coolste war der Tempel der Hindi. Zuerst waren wir in der Moschee der Muslime. Dort war es aber langweilig, weil sie nur über die Schönheit von Gott gesprochen haben und man fast nichts verstand. Deshalb gingen wir hinaus. Wir besuchten den Tempel der Hindi. Dort war es mega cool und spannend. Sie machten mega laute Musik und sangen in einer komischen Sprache. Sie haben sich vor ihrem Gott verbeugt und Essen vor ihm hingestellt. Dann haben sie Rosenblätter vor ihm auf den Boden geworfen. Acht Männer haben einen Thron mit einem Gott darauf herumgetragen. Es sah mega schwer aus. Wir haben nicht alles angeschaut und gingen nach einiger Zeit wieder. Laura und Amira haben dann gesehen, dass am Eingang stand, man soll still sein, weil sie die ganze Zeit beten. Wir sind weiter durch das Haus der Religionen gelaufen – aber der Rest hatte entweder schon zu oder machte erst später auf.
NILS, CELIO, SINA, LAURA, AMIRA, MELINA
Besuch in der Moschee
Wir fuhren mit dem Tram bis zum Haus der Religionen. Von dort aus mit der S-Bahn ein paar Stationen weiter. Dann sind wir dort ca. 30 Minuten im «Kakao» herumgelaufen, bis wir die Moschee endlich gefunden haben. In der Moschee sind wir in Socken auf einem farbigen, flauschigen Gebetsteppich herumgeschlichen. Bei der Moschee sind wir 10 Minuten geblieben, bis wir wieder zum Bus rennen mussten. Vom Bahnhof Bern traten alle zusammen wieder die Heimreise an.
MIA, LARA, LARA, ANOUK, LUANA
Bei den Buddhisten
Siddharta Gautama: Begründer des Buddhismus. Siddharta Gautama, der im 5. Jahrhundert vor Christus in Nordindien lebte, war somit der erste «Buddha» – auf Sanskrit, also Alt-Indisch, bedeutet das Wort «der Erwachte».
Die buddhistischen zentralen Punkte sind: kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen, nicht Gegebenes nicht zu nehmen, keine sexuelle Beziehung zu führen, nicht zu lügen und das Bewusstsein nicht durch berauschende Mittel zu trüben. Jahrestag der Geburt des Buddha ist am 8. April.
Der Besuch war spannend und manchmal etwas seltsam. Der Gottesdienst beinhaltete Gesang, eine Bambusflötenmelodie und Lesungen und Gedichte.
SÄMI, PHILIPP, BIANCA, PRISKA, CAROLINE, BINIA
Besuch bei den Bahai
Nachdem wir auf dem Bundesplatz den kleinen Prinzen geschaut haben, sind wir zu den Bahai gegangen. Dort sahen wir den Gebärdenchor. Die Leute haben einen Vortrag über die Tempel der Bahai-Religion gehalten. Der Schokoladenkuchen, den es zum Schluss gab, war sehr lecker.
OLIVIA, JASMIN, RAHEL UND JANIK
Heimreise
Bei der Rückfahrt mit Reichenbach Transporte waren alle erschöpft, doch leise waren wir ganz und gar nicht. Nach Mitternacht wurden wir nach Hause gebracht. Es war ein guter, spannender Abend.
DAS VORBEREITUNGSTEAM MIT MARIANNE AEGERTER UND DANIEL BURRI