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Nicht jede Frau hat Beschwerden während der Wechseljahre. Durchschnittlich ein Drittel hat gar keine Symptome, ein weiteres Drittel leichte bis mittlere Anzeichen und nur ein Drittel mittlere bis starke klimakterische Beschwerden, wobei sowohl körperliche als auch psychische und soziale Faktoren eine Rolle spielen. Fragen Sie doch einmal Ihre Mutter, wie es bei ihr war! Studien haben gezeigt, dass der Beginn der Menopause und die Ausprägung der Beschwerden erblich beeinflusst wird.
Typische Beschwerden
Hitzewallungen und Schweissausbrüche
Schwindel
Schlafstörungen und Müdigkeit
Kopfschmerzen
Herzklopfen
Blasenschwäche
Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Haut- und Haarveränderungen
Gelenk- und Muskelbeschwerden
Depression, Reizbarkeit, labile Stimmungslage
Gedächtnisprobleme
Veränderung des sexuellen Verlangens
Alle diese Beschwerden können, aber müssen nicht auftreten.
Wie lange halten diese Beschwerden an?
Diese Symptome können schon einige Jahre vor der Menopause einsetzen und bis zu 13 Jahre andauern. Eine grosse Frauengesundheits-Studie in den USA, die SWAN-Studie, untersuchte über 16 Jahre hinweg über 1.400 Frauen mit Hitzewallungen. Die mittlere Dauer der Beschwerden lag bei 7,4 Jahren, davon 4,5 Jahre nach der Menopause. Frauen, welche die ersten Hitzewallungen bereits erleben, während sie noch Periodenblutungen haben, erleben im Durchschnitt eine längere Gesamtdauer der Beschwerden (ca. 11,8 Jahre) als solche, bei denen die ersten Hitzewallungen erst in der Postmenopause auftreten – sie haben im Mittel nur 3-4 Jahre Probleme.
Was kann man gegen Wechseljahrsbeschwerden tun?
Wenn Sie starke Beschwerden haben und sich nicht mehr wohlfühlen, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin. Sie werden individuell und kompetent beraten - von der pflanzlichen bis zur Hormontherapie und begleitenden Massnahmen. Körperliche Bewegung und Entspannungstechniken wie Yoga helfen auch in vielen Fällen.
Wir haben heute bei den nicht-hormonalen Therapieverfahren eine grosse Auswahl. Leider sind viele Behandlungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Pflanzenheilkunde, Homöopathie, Anthroposophischen Medizin, Traditionellen Medizin wenig oder gar nicht wissenschaftlich untersucht auf ihre Wirkung und einen möglichen Nutzen. Auch die unerwünschte Wirkungen und Risiken sind zum Teil wenig bekannt und gesichert. Es ist sehr empfehlenswert, dass Sie nicht eigenmächtig Ihre Beschwerden behandeln, sondern sich fachkundig über alle Therapieverfahren beraten lassen.