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Ausserirdisch
Sehnsucht nach den Sternen
m Hochland der Insel Sulawesi (Indonesien) lebt der Stamm der Toraja. Die behaupten heute noch, ihre Ur-Ur-Ahnen seien vor Jahr-tausenden aus dem Weltall herniedergestie-gen. Wen wunderts, dass sich dieser Glaube auch in ihrer Religion und ihren Bauwerken ausdrückt. Ihre Holzhäuser sind jenen Gebilden nachempfunden, mit denen die Urväter einst aus dem Universum kamen. Das gewölbte Hausdach wird mit dem Weltall in Verbindung gebracht, über dem Eingang hängt ein «Katik», ein Himmelsvogel. Darüber Räder, welche die Sternbilder des Orion und Sirius symbolisieren. Sie nennen ihre Religion «Manurun di langi». Übersetzt: Das, was vom Himmel kam.
Es scheint, als ob steinzeitliche Kulturen rund um den Globus Sternenkulte betrieben. Im Gebiet des Golfs von Morbihan in der Bretagne sind 135 von 156 Dolmen auf die Sommer- oder Wintersonnenwende ausgerichtet. Stonehenge in England erwies sich als Sternwarte, mit der sich auch die Bahndaten von fernen Sternen wie Kastor, Pollux oder Atair berechnen liessen. Tausend Jahre vor Stonehenge errichteten die Steinzeitbrüder in Irland ihr Gesellenstück: das Grab von Newgrange. Perfekt astronomisch ausgerichtet. Was sonst?