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Er war einer der populärsten Schauspieler Frankreichs: Der Schauspieler Jean Rochefort ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Er starb in einem Pariser Spital.
Seine Lieblingsrolle: der Eigenbrötler
Rochefort hat über 150 Filme gedreht. Er spielte sowohl in Autorenfilmen als auch in Blockbustern mit. Seine Markenzeichen waren seine warme Stimme und seine schönen Schnurrbärte.
Gerne spielte er unzulängliche, verschlossene und eigenbrötlerische Rollen. Der verkniffene Geheimdienstchef Colonel Toulouse in «Le grand blond avec une chaussure noire» passte ihm wie auf den Leib geschnitten, ebenso wie der Einsiedler in «Barracuda». Unvergessen auch: seine Rolle in Patrice Lecontes «Le mari de la coiffeuse».
Ursprünglich Theaterschauspieler
Sein Interesse galt ursprünglich dem Theater. Er spielte auf zahlreichen Pariser Bühnen und feierte Erfolge in Stücken von Pinter, Ustinov, Miller und Mamet.
Erst der Regisseur Bernard Tavernier weckte Rocheforts Interesse für das Kino. Ausser mit Tavernier arbeitete Rochefort mit Regiegrössen wie Luis Buñuel, Philippe de Broca, Robert Altman und Patrice Leconte. Im Laufe seiner Karriere erhielt er drei Césars – für seine Rolle in «Que la fête commence», für «Le Crabe-Tambour» und 1999 einen Ehrencésar.
Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kulturnachrichten, 9.10, 16.30 Uhr.