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Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Zürich wurde 1896 gegründet und gehört zu den bekanntesten Clubs der Schweiz.
- Besonders in den 60er und 70er, sowie den 00er-Jahren feierte der FCZ grosse Erfolge.
- 2022 wird der FC Zürich überraschend zum 13. Mal Meister.
Den FC Zürich gibt es seit 1896. Gegründet wurde der Club am Nationalfeiertag (1. August). Zu diesem Zeitpunkt schlossen sich die Lokalvereine FC Turicum, FC Excelsior und FC Viktoria.
Das erste Spiel bestritt der FCZ am 30. August 1896 gegen den FC Phönix St. Gallen, es endete 3:3. Der erste Trainer war Hans Gamper, der später den FC Barcelona gründen – und weltberühmt werden sollte.
Clubfarben waren zwischenzeitlich Rot-Weiss
Anfangs spielten die Züricher in Blau-Weissen Leibchen. Um sich vom Lokalrivalen Grasshopper Club abzugrenzen, wechselte der FCZ später auf Rot-Weiss. Als sich GC zwischenzeitlich 1909/10 aus der Meisterschaft zurückzog, wechselte Zürich wieder zu den Farben des Stadtwappens zurück.
Bereits 1902 wurde der FC Zürich ein erstes Mal Schweizer Meister. Der zweite Titel sollte im Jahr 1924 folgen.
Durststrecke bis zu goldenen Zeiten unter Edi Nägeli
Nach den ersten beiden Meisterschaften musste der FC Zürich eine echte Durststrecke er erdauern. Ganze 39 Jahre blieb der Zürcher Stadtclub nach dem zweiten Meistertitel ohne weiteren Titel in der heimischen Liga.
In den 60er und 70er folgten die Meistertitel 1963, 1966 und 1968, sowie die Triplette 74, 75, 76. Es war eine goldene Phase unter dem Präsidenten Edi Nägeli. In dessen Ägide spielten Fritz Künzli, Köbi Kuhn, René Bottéron oder Ilja Katic beim FCZ – alles spätere FCZ-Legenden.
In der Amtszeit von Edi Nägeli gewannen die Zürcher neben den sechs Meistertiteln auch fünfmal den Schweizer Cup. Der erfolgreiche Präsident blieb dem Club bis zu seinem Lebensende treu – 1979 verstarb er.
Erste internationale Erfolge
International war der FC Zürich in der Saison 1963/64 erstmals so richtig in Erscheinung getreten. Damals schied der FCZ erst im Meistercup-Halbfinal mit einem Gesamtscore von 1:8 gegen Real Madrid aus. In der Saison 1976/1977 sorgten die Zürcher ein zweites Mal für Furore in Europa.
Im Meistercup schaffte es der amtierende Schweizer Meister bis in den Halbfinal. Diesmal war der spätere Sieger Liverpool mit 1:3 und 0:3 Endstation. Vorher schaltete die Konietzka-Truppe die Glasgow Rangers, die Finnen von Turun Palloseura und Dynamo Dresden aus.
Nach dieser Saison beendete FCZ-Legende Köbi Kuhn seine Karriere und der FCZ verlor langsam seine Spitzenposition im Schweizer Fussball. Die Zürcher holten 1981 ihren letzten Meistertitel für mehr als 20 Jahre. 1988 stieg der Club vom Letzigrund in die NLB ab, zwei Jahre später gelang der Wiederaufstieg
Nächste Erfolgswelle in den 00er-Jahren
Zum Schluss der zwanzigjährigen Amtszeit von Präsident Sven Hotz durfte der Immobilien-Makler Erfolge feiern. Der Titel 2006 war die erste Meisterschaft der Zürcher seit über 20 Jahren. Hotz war ein Kult-Präsident wie Edi Nägeli und steckte als Mäzen mehrere Millionen Franken in den Club.
Insgesamt feierte der FC Zürich in den 00er-Jahren zwei Cupsiege und drei Meistertitel. Zwischen 2006 und 2009 waren die Zürcher in der Super League das Mass der Dinge. Es war gewissermassen die zweite goldene Ära des Clubs.
Von Konkurrenten aus Basel und Bern überholt
In der Saison 2009/10 qualifizierte sich der FCZ erstmals für die UEFA Champions League. In dieser feierten die Zürcher einen sensationellen Auswärtssieg gegen die AC Milan. Auch zu Hause holte Zürich gegen die Italiener einen Punkt ab. Trotzdem schieden die Zürcher schlussendlich als Gruppenletzer aus.
Der dritte Platz war für die Zürcher nach 2010 in der Super League das höchste der Gefühle. 2016/17 musste der FCZ sogar nochmal eine Saison in der zweitklassigen Challenge League spielen. Immerhin gelangen noch drei weitere Cupsiege (2014, 2016, 2018).
Der FC Zürich wird am 1. Mai vorzeitig Meister. Das gelingt erst noch mit einem Auswärtsspiel in Basel.
FC Zürich und der Letzigrund
Ein Jahr nach dem zweiten Meistertitel zügelte der FC Zürich 1925 in den Letzigrund. Der Sportplatz wurde von Mitgliedern des FCZ selbst gebaut und im November offiziell eröffnet. Das Stadion gehörte dem Club und schon bald fanden erste Länderspiele auf dem Letzigrund statt.
In den 30er-Jahren musste der FCZ den Sportplatz wegen finanzieller Probleme an die Stadt Zürich abtreten. Der Verein war in dieser Zeit polysportiv, die Sektionen Leichtathletik, Hockey, Boxen und Rudern wurden aber in der Folge selbstständig.
Mehrmals wurde das Stadion in der Folge umgebaut und unter anderem mit einer Haupttribüne erweitert. Im Jahr 2006 wurde der alte Letzigrund dann abgerissen. 2007 wurde das neue Stadion offiziell eingeweiht.
Die Rivalitäten der Fans des FCZ
Natürlich sind die Grasshoppers als Stadtrivale das Feindbild der FCZ-Fans. GC galt lange als Club der Oberschicht, der FCZ als Arbeiterclub. Später entdeckte die Kreativszene aus Zürich das Image des FC Zürich und die Südkurve galt als cool.
Neben GC ist der FC Basel der grosse Rivale des FC Zürich. Nach dem Duell der späten 60 und 70er-Jahre wird das Duell nach der Jahrtausendwende neu entfacht. Unter den Fans vor allem leider mit negativen Auswirkungen.
Erfolgreiches Frauenteam des FC Zürich
Seit 2008 verfügt der Verein offiziell über eine Frauenabteilung. Der 1970 gegründete SV Seebach ging von nun an unter dem Namen «FC Zürich Frauen» auf Titeljagd.
Zu den bereits 13 Meistertiteln wurden weitere 9 dazu gewonnen. Auch den Schweizer Pokal konnte das Team seit 2008 sechsmal für sich entscheiden. Damit kommt der Verein auf insgesamt 15 Cup-Siege.