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Der Einfluss der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung auf den Nitratgehalt des Grundwassers wurde im Kanton Bern mit Hilfe des Stofffluss-Modells MODIFFUS untersucht. Zwischen 1990 und 1999 nahm der durchschnittliche Gehalt um 12 % ab, wobei der Rückgang je nach Region unterschiedlich hoch ausfiel. Die Resultate der Modellrechnungen zeigten teilweise eine gute Übereinstimmung mit einer Reihe von Messwerten aus Grundwasser-Fassungen. Der vermehrte Anbau von Kulturen mit geringer Nitratauswaschung und von Zwischenkulturen sowie der geringere Stickstoff-Düngereinsatz im Ackerbau haben am meisten zur Verringerung der Nitratgehalte beigetragen. Über die Hälfte der Reduktion dürfte eine Folge dieser 1993 eingeführten Ökomassnahmen sein.
Eine grasbasierte Rindfleischerzeugung ist deutlich weniger produktiv als eine intensive Ganzjahresstallhaltung. Agroscope-Fachleute erforschten deshalb, wie grasbasierte Betriebe sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch produzieren können.
Bei Pflanzenschutzbehandlungen in Obstkulturen mit Drohnen kann es zu Abdrift und somit zu einer Exposition von Anwohnern und Passantinnen kommen. Die Studie zeigt, dass diese potentiellen Risiken im aktuellen Zulassungsverfahren berücksichtigt sind.
FiBL-Versuche haben gezeigt, dass mit der Umstellung auf biologischen Anbau auch gefährdete Arten der Roten Liste, wie der Dreispitzige Kamelläufer (Amara tricuspidata) gefördert werden können. Diese Art und andere samenfressende Arten unterstützten durch Samenfrass von Kräutern und Gräsern die natürliche Unkrautbekämpfung.