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Einen guten Osteopathen erkennen Sie neben der sorgfältigen Diagnose an der sanften Therapie. Völlig unnötig ist es beispielsweise, das Pferd aus dem Gleichgeweicht zu bringen, an den Beinen zu zerren, bis es irgendwo laut kracht oder dem Pferd Schmerzen zuzufügen. Die Korrektur eines Gelenks kann ohne das geringste Knacken erfolgen.
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Darüber hinaus ist es sinnvoll, dass nach etwa 14 Tagen eine weitere osteopathische Untersuchung des Pferdes folgt. Hierbei werden die behandelten Gelenke nachgetestet. Manchmal zeigen sich andere Probleme, die von den bei der ersten Behandlung gelösten Blockaden vorher überdeckt worden sind. Diese werden nun in der zweiten Sitzung behandelt.
Größere Probleme lassen sich häufig nur in mehreren Behandlungen beheben. Deshalb sollte man Osteopathen, die versprechen, Blockaden in einer kurzen Sitzung zu beheben, kritisch begegnen. Weil die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, tummeln sich auch Scharlatane in der Szene.
Je nach Schwere der Läsionen ist es sinnvoll, einen Therapieplan zu erstellen, da es möglich sein kann, dass das Pferd auf eine bestimmte Art longiert oder geritten werden muss. Weil viele Probleme durch schlecht passendes Sattelzeug, falsches Reiten oder Longieren oder schlechte Haltungsformen entstehen, ist die Mitarbeit und Kooperation des Halters sehr wichtig. Denn wenn die Missstände nicht geändert werden, kann eine osteopathische Behandlung nur kurzfristige Besserung bringen.