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Am Donnerstag veröffentlichte die «Wochenzeitung» (WOZ) unter dem Titel «Ein Satz als Chiffre» einen weiteren Artikel über Sascha Ruefers Aussage zu Granit Xhaka («Granit Xhaka ist vieles, aber er ist kein Schweizer») und fügte zudem eine redaktionelle Stellungnahme an. Die Zeitung ist der Überzeugung, die Sorgfaltspflicht nicht verletzt zu haben.
WOZ-Redaktor Renato Beck habe bei seinen Recherchen klar deklariert, dass ihm der genaue Kontext der fraglichen Äusserung nicht bekannt sei, weil das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) diesen auf Anfrage der Zeitung nicht offenlegen wollte.
Der Journalist habe SRF mit den Vorwürfen rechtzeitig konfrontiert und Sascha Ruefer um ein Interview zum Thema gebeten. Ruefer gebe jedoch «keine Interviews zu diesem Thema», hiess es von seiten des TV-Senders.
Die WOZ kritisiert, dass sie zur Medienorientierung vom SRF, die am Karfreitag stattgefunden hat, nicht eingeladen worden ist. Das stelle einen Verstoss gegen das Prinzip der Gleichbehandlung dar, schreibt die WOZ.
Die «Wochenzeitung» hält weiter fest, dass auf eine Nachfrage von CH Media SRF verlauten liess: «Es steht Sascha Ruefer frei, mit jenen Medien zu sprechen, die er als seriös erachtet.» SRF habe die WOZ damit zu Unrecht in ein schiefes Licht gerückt, so die Zeitung.
Als Rassisten habe die WOZ Sascha Ruefer nie verunglimpft, schreibt die eher linksgerichtete Zeitung. Im betreffenden Artikel wurde lediglich ein Satz von ihm als rassistisch gewertet. Der später bekannt gewordene Kontext ändert nach Erachten der Zeitung nichts am ausschliessenden Charakter der fraglichen Äussserung über den Captain der Schweizer Fussballnationalmannschaft.
Selbst wenn dieser ominöse Satz positiv gemeint gewesen wäre: Wer einem Schweizer namens Xhaka aufgrund von implizit «unschweizerischen» Eigenschaften abspricht, Schweizer zu sein, erklärt ihn für nicht zugehörig, fasst die «Wochenzeitung» abschliessend ihren Standpunkt zusammen.