Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03655.jsonl.gz/84

Der kanadische Staat hat bis 2030 ein Treibhausgas-Emissionsreduktionziel von -30% verglichen mit 2005 festgelegt. Um dies zu erreichen, wurde Ende 2016 beschlossen, einen Mindestpreis von rund
10 USD pro Tonne CO2 ab Anfang 2018 festzulegen. Dieser Preis wird jedes Jahr um 10 USD erhöht und soll 2022 rund 50 USD pro Tonne CO2 betragen.
Danach wird der Preis jedes Jahr um weitere 15 USD erhöht, bis er im Jahre 2030 genau 170 USD pro Tonne CO2 erreichen soll. Die einzelnen Provinzen haben die Option, einen festen Preis pro Tonne
CO2 festzulegen oder ein Treibhausgas-Emissionshandelssystem (ETS) zu betreiben.
In den USA betreiben zurzeit zwei Regionen Treibhausgas-Emissionshandelssysteme. Die "Regional Greenhouse Gas Initiative (RGGI)" ist im Nordosten der USA angesiedelt und umfasst sieben
Bundesstaaten. Das RGGI war in den USA das erste ETS mit verbindlichen Treibhausgas-Reduktionszielen für einzelne Unternehmen. Die "Western Climate Initiative (WCI)" ist eine gemeinsame
Treibhausgas-Reduktionsinitiative Kaliforniens und vier kanadischen Provinzen. Kalifornien hat bis 2030 ein Treibhausgas-Emissionsreduktionsziel von -40% verglichen mit 1990 festgelegt. Mit dem
2013 initiierten ETS werden rund 85% seiner Treibhausgasemissionen abgedeckt. Seit 2014 haben Kalifornien und Québec ihre ETS zusammengeschlossen.
Faktor-Plus beobachtet die Entwicklung laufend hinsichtlich Opportunitäten und Risiken für seine Kundschaft.