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Die Behandlung des Thoracic-Outlet-Syndroms (TOS) mit Stent ist dann sinnvoll, wenn die Struktur, welche die Kompression verursacht, entfernt worden ist. Bleibt die komprimierende Struktur an Ort und Stelle, wird auch der Stent komprimiert, was zu einem Stent-Verschluss führt.
Da zumeist jüngere Patienten vom Thoracic-Outlet-Syndrom TOS betroffen sind, sollte man die Entscheidung darüber, ob ein Stent gelegt wird oder nicht, genau abwägen. Durch die Operation von oberhalb des Schlüsselbeines können die Gefässveränderungen sowohl an der Vene wie auch an der Arterie in der gleichen Operation mitkorrigiert werden. Ist die Operation erfolgreich, erübrigt sich danach die Einlage von Stents.
In folgenden Situationen sollte das Thoracic-Outlet-Syndrom nicht mit Stent behandelt werden:
Solange die Ursache der Kompression der Nerven noch nicht behoben wurde (zum Beispiel durch eine Rippenresektion, also eine operative Rippen- oder Rippenteilentfernung), darf man das Thoracic-Outlet-Syndrom auf keinen Fall mit Stent behandeln. Denn Stents werden durch dieselben knöchernen Strukturen komprimiert wie die Nerven und diese Kompression führt zu Verschlüssen und Komplikationen.
Das spezielle Vorgehen bei der akuten Armvenenthrombose (Paget-von-Schroetter-Syndrom, Effort-Thrombose) ist noch zu wenig etabliert. Im Prinzip sollte rasch eine lokale Auflösung der Thrombose mit Medikamenten erfolgen, danach eine Entlastungsoperation mit vollständiger Entfernung der 1. Rippe.
Falls eine fixierte Veränderung der Vene durch die chronische Kompression diagnostiziert wird, muss dieser Venenabschnitt behandelt werden. Auch hier zweifeln wir an den Langzeitresultaten des Stents und bevorzugen die operative Korrektur.
Die Behandlung eines TOS mit Stent steht nur dann zur Diskussion, wenn die komprimierende Struktur operativ entfernt worden ist. Langzeitresultate liegen für die Auswahl dieser medizinischen Massnahme in der Literatur nicht vor.
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