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Gemessen am Einkommen
Bei der Finanzierung achten die Banken auf die Tragbarkeit. Die Wohnkosten – Hypothekarzinsen, Amortisation der 2. Hypothek, Nebenkosten und Unterhalt – dürfen nicht mehr als einen Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen. Bei den Zinsen rechnen fast alle Banken mit einem langfristigen Satz von 5 Prozent, für Nebenkosten und Unterhalt mit 1 Prozent des Kaufpreises. Das Haus oder die Wohnung darf bei 80 Prozent Belehnung 5,55 Mal so viel kosten wie Sie verdienen.
- Familie Meier: 80'000 Franken x 5,55 = maximaler Kaufpreis 444'444 Franken
- Familie Müller: 120'000 Franken x 5,55 = maximaler Kaufpreis 666'667 Franken
Eigenkapital und Einkommen im Vergleich
Wenn wir Eigenkapital und Einkommen nicht für sich allein, sondern zusammen betrachten, kann sich das Bild verändern, muss aber nicht:
- Familie Meier kann 488'000 Franken ausgeben, weil sie im Vergleich zur Familie Müller mehr Eigenkapital besitzt. Fritz Meier nimmt 368'000 Franken als 1. und 2. Hypothek auf. Die Belehnung liegt bei 75 Prozent, die laufenden Kosten von 80'000 Franken sind noch tragbar.
- Familie Müller kann nur 400'000 Franken ausgeben, weil sie weniger Eigenkapital besitzt als Familie Meier. Hans Müller nimmt 320'000 Franken als 1. und 2. Hypothek auf. Die Belehnung liegt genau bei 80 Prozent, die laufenden Kosten von 72'000 Franken sind kein Problem.
Obwohl Müllers mehr verdienen, müssen sie bescheidener wohnen als Meiers. Mit mehr Eigenkapital, beispielsweise einem Erbvorbezug von 100'000 Franken, würde sich das ändern: Mit insgesamt 180'000 Franken Eigenkapital könnte die Familie ein Haus oder eine Wohnung im Wert von knapp 750'000 Franken finanzieren.