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Allgemeine Informationen
Hepatitis (Leberentzündung)
Die Hepatitis wird oft auch als Gelbsucht bezeichnet. Dies ist irreführend, da die Gelbfärbung nur eines von mehreren Krankheitszeichen ist, das nicht bei jeder Hepatitis auftritt und das auch bei anderen Krankheiten beobachtet werden kann.
Ursachen von Hepatitis
- In den industrialisierten Ländern werden Hepatitiden am häufigsten durch übermässigen Alkoholkonsum verursacht.
- Am zweithäufigsten tritt Hepatitis als Folge einer Infektion mit Hepatitis-Viren auf.
- Immer häufiger tritt die Leberentzündung durch Fetteinlagerung bei Übergewicht und Fehlernährung auf.
Für alle Arten von Hepatitis gilt:
Hepatitis-Viren brauchen als Wirt die menschliche Leberzelle.
Verlaufsformen der viralen Hepatitis
- Die akute Infektion verläuft oft unbemerkt oder ist mit Erschöpfung, Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im rechten Oberbauch verbunden.
- Die chronische Infektion hält über Jahre an und kann zu einer Leberzirrhose führen; die Leber bildet Narbengewebe als Ersatz für abgestorbenes Lebergewebe (mit zunehmender Beeinträchtigung der Leberfunktion), oder es entsteht ein Leberkrebs (Leberzellkarzinom).
- Eine fortgeschrittene Leberzirrhose bedeutet eine schwerwiegende Störung der Leberfunktion und kann zu Krankheitsbildern mit verschiedensten Symptomen führen.
Nachweis der Virus-Infektion
Bei Verdacht auf eine virale Hepatitis wird zunächst eine einfache Primärdiagnostik durchgeführt. Dazu gehört ein Bluttest zum Nachweis von Antikörpern, die das Immunsystem als Reaktion auf das Virus gebildet hat. Der Test kann zusätzlich auch bestimmte Virusbestandteile nachweisen.
Wer soll sich auf Hepatitis testen lassen?
- Generell sollten bei Vorliegen von möglichen Krankheitssymptomen wie Gelbfärbung der Haut, Müdigkeit und Übelkeit Hepatitis-Tests durchgeführt werden.
- Die Ansteckungsraten von Hepatitis-Erkrankungen sind bei Drogenkonsumierenden hoch. Je früher eine Infektion erkannt und behandelt wird, desto grösser sind die Heilungschancen.
Empfehlung:
Jede/r Drogenkonsumierende sollte auf Hepatitis A, B und C getestet werden. Bei negativem Testresultat sollte bei fortgesetztem Risikoverhalten mindestens 1x jährlich ein Screening (Reihenuntersuchung nach Antikörpern) durchgeführt werden, um eine mögliche Neuansteckung zu erkennen.