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Vier Schlosshöfe folgen unmittelbar aufeinander: Der erste Hof, auf dem damals reger Betrieb herrschte, der Hof des Kastellans, der Ehrenhof, der ausschließlich den Grafen und Herzögen von Savoyen und deren Gefolge vorbehalten war, und schließlich der vierte Hof.
Rund um den ersten Hof lagen die Diensträume des Schlosses. Ursprünglich war dieser Hof kleiner: Seine heutige Grösse erhielt er erst nach dem Erdbeben von 1584.
Ursprünglich war der Durchgang zwischen dem ersten und zweiten Hof viel schmaler. 1836 wurde er verbreitert, so dass Kanonen passieren konnten. Im Mittelalter wohnte der Schlossverwalter, ein savoyischer Offizier, der so genannte Kastellan, in den Gebäuden rund um diesen Hof. Der Bergfried in der Mitte der Festungsanlage ist das älteste noch erhaltene Bauwerk in Chillon: Er stammt aus dem 11. Jh.
Rund um des dritten so genannten Ehrenhof lagen die Privatgemächer der savoyischen Herrscherfamilie.
Schliesslich, der vierte Hof war ganz auf die Verteidigung und Kontrolle der ehemaligen Strasse angelegt mit dicken Mauern, schmalen Öffnungen (z.B. Bogen- und Schiessscharten) und Elementen des Festungsbaus wie hölzernen Wehrerkern (Hurden), Pechnasen ( Maschikuli) und Glacis.
Heute finden dort regelmäßig Vorstellungen und Animationen statt.