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Wer sich impft, schützt nicht nur die eigene Gesundheit vor Infektionskrankheiten. Wenn ein bestimmter Anteil der Bevölkerung geimpft ist, können sich Krankheitserreger nicht mehr verbreiten. Es besteht die sogenannte Herdenimmunität. Durch sie werden auch Menschen geschützt, die sich nicht impfen können. Dazu gehören Babys oder Personen mit chronischen Erkrankungen. Die Herdenimmunität funktioniert nur bei Erregern, die von Mensch zu Mensch übertragen werden. Hier beugt der Impfschutz einer weiteren Übertragung vor.
Die Herdenimmunität wird nur dann erreicht und aufrechterhalten, wenn ein Grossteil der Bevölkerung durchgeimpft ist. Als Beispiel: Um einen Ausbruch von Diphterie zu vermeiden, müssen mindestens 80 Prozent der Einwohner geimpft sein. Bei Masern müssten es hingegen 95 Prozent sein.
Durch massenhafte Impfungen konnten Krankheiten wie die Kinderlähmung in Europa ausgerottet werden. Bei anderen vermeidbaren Krankheiten wie den Masern erreichen viele Länder wie auch die Schweiz die erforderliche Impfrate nicht. Aus diesem Grund tritt die Krankheit nach wie vor immer wieder auf.
Während der COVID-19–Pandemie 2019/2020 setzte vor allem Schweden darauf, die Herdenimmunität gegen das Coronavirus auf natürliche Weise – also durch eine Infektion – zu erreichen. So soll ein Schutz für alle erreicht werden, schon bevor ein Impfstoff gegen das Virus entwickelt worden sein wird.