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Tiaden, Corinne.
Selbstreguliertes Lernen in der Berufsbildung : Lernstrategien messen und fördern.
2006,
PhD Thesis, University of Basel,
Faculty of Psychology.
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Official URL: http://edoc.unibas.ch/diss/DissB_7762
Abstract
Im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie der Schweiz wurden zwei Interventionsstudien zur Förderung des selbstregulierten Lernens in der Berufsbildung durchgeführt und evaluiert. Selbständiges Lernen erfordert die Fähigkeit, das eigene Lernen zu planen, zu überwachen und zu evaluieren. Diese metakognitiven Aktivitäten stellen das Kernstück des selbstregulierten Lernens dar und wurden in beiden Studien bei den Berufslernenden geschult. Das Training zur Förderung des selbstregulierten Lernens fand innerhalb des regulären Unterrichts statt. Die Lehrpersonen wirkten als Mediatoren und vermittelten die Massnahmen an die Berufslernenden. Studie I war eine einjährige Intervention. Die Interventionsinhalte integrierten neben metakognitiven Strategien auch kognitive Strategien und Aktivitäten des Zeitmanagements. Die Berufslernenden wurden mit einem fachspezifischen habituellen Lernstrategiefragebogen zum Einsatz der trainierten Lernstrategien befragt und mit einer Kontrollgruppe ohne Training verglichen. Die Intervention wirkte bei der Experimentalgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe im Hinblick auf den metakognitiven und kognitiven Strategieeinsatz stabilisierend. In Bezug auf die Strategie des Zeitmanagements wirkte das Training im Vergleich zur Kontrollgruppe sogar leistungsfördernd. Die Berufslernenden der Experimentalgruppe nahmen im Vergleich zur Kontrollgruppe zu. Keine Zusammenhänge fanden sich hingegen zwischen der Veränderung von Lernstrategien und dem Lernerfolg. In Studie II wurde die Intervention verkürzt, dafür intensiviert, das heisst die Berufslernenden wurden von zwei bis drei Lehrpersonen pro Klasse in Bezug auf das selbstregulierte Lernen geschult. Die Berufslernenden wurden vor und nach dem Training wiederum mit dem fachspezifischen Fragebogen bezüglich der trainierten Strategien befragt und zusätzlich noch mit einem aufgabenspezifischen handlungsnahen Instrument. Die Ergebnisse beider Instrumente konnten die Wirksamkeit des Trainings nicht nachweisen. Die Berufslernenden konnten sich in Bezug auf die trainierten metakognitiven und kognitiven Strategien im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Training nicht verbessern. Auch in Studie II konnten keine Zusammenhänge zwischen den trainierten Lernstrategien und dem Lernerfolg gefunden werden, obwohl die Lernstrategien und der Lernerfolg in zeitlicher Nähe zum aktuellen Strategieeinsatz erfasst wurden. Um metakognitive Lernstrategien zu erfassen, reicht die zeitliche Nähe zum Strategieeinsatz nicht aus. Es sollte zur validen Erfassung von Lernstrategien vermehrt die Beurteilung der Qualität der Strategieanwendung integriert werden, welche vermutlich in stärkerem Zusammenhang zum Lernerfolg steht.
|Advisors:||Steiner, Gerhard|
|Committee Members:||Grob, Alexander|
|Faculties and Departments:||07 Faculty of Psychology > Departement Psychologie > Abteilung Cognitive and Decision Sciences|
|Item Type:||Thesis|
|Thesis no:||7762|
|Bibsysno:||Link to catalogue|
|Number of Pages:||289|
|Language:||German|
|Identification Number:|
|Last Modified:||30 Jun 2016 10:41|
|Deposited On:||13 Feb 2009 15:52|
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