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Die Verhandlungen über das FTA und die Befreiung von den Stahlzöllen hatten beide Seiten miteinander verknüpft. Zugeständnisse machte Südkorea in der Autobranche und erhöhte mögliche Export-Menge für US-Autobauer. Zudem lockerte Seoul die Emissionsstandards für amerikanische Autoimporte und verschob die Einführung der US-Zölle für Kleinlaster um weitere 20 Jahre.
Das Wichtigste in Kürze
- Südkorea ist der erste Staat, der mit den USA einen zollfreien Stahlhandel ausmacht.
- Seoul lockerte die Handelsbedingungen für amerikanische Auto-Exporte nach Südkorea.
- Die USA wiederum gestatten Südkorea den zollfreien Stahl-Export nach Amerika.
Als erster Staat hat sich Südkorea mit den USA auf eine dauerhafte Ausnahme von den Stahlzöllen verständigt. Allerdings musste das asiatische Land dafür grosse Zugeständnisse machen. Das teilte Südkoreas Handelsministerium am Montag nach monatelangen Verhandlungen mit den USA über eine Änderung ihres sechs Jahre alten Freihandelsabkommens (FTA) mit. Beide Seiten hätten «im Grundsatz» eine Vereinbarung über Kernpunkte des FTA getroffen, hiess es.
Zollfreier Stahl-Export für Südkorea
Noch besserer Auto-Export für die USA
Südkorea kann dafür 2,68 Millionen Tonnen Stahl zollfrei in die USA exportieren. Das sind 70 Prozent der jährlichen Stahlausfuhren in die Vereinigten Staaten zwischen 2015 und 2017. Südkorea ist nach Kanada und Brasilien drittgrösster Exporteur von Stahlgütern in die USA.