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|Auszüge aus dem Buch

The Infinite Way (Studiengruppen Joel Goldsmith)
Joel Goldsmith (18921964) lernte in jungen Jahren die Christliche Wissenschaft kennen. 1915 wurde sein Vater durch einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft geheilt. Darauf begann er mit dem ernsthaften Studium der Christlichen Wissenschaft und bildete sich selbst zum Praktiker aus. Um 1945 trennte sich Goldsmith von der Organisation und begann mit der Arbeit an seinem Buch The Infinite Way (Der unendliche Weg). Ein Jahr später erlebte er eine mystische «Einweihung», welche mehrere Monate dauern sollte. Goldsmith beschrieb diese Einweihung als ein Erheben in eine neue Dimension des Lebens, als eine Gotteserfahrung. Zuerst widerstrebend nahm er 1950 schliesslich Einladungen an, um zu lehren und Vorträge zu halten, das erste Mal in Hawaii, danach hauptsächlich an der Westküste der USA. 1954 wurde das erste Studiencenter in Chicago, USA, ins Leben gerufen. Der grösste Teil der auf Tonband aufgenommenen Vorträge von Joel Goldsmith wurde von Lorraine Sinkler, einer langjährigen Studentin von Goldsmith, in Lehrbriefen und Büchern (auf Englisch) niedergeschrieben und herausgegeben (in Deutschland vom Schwab Verlag übersetzt und herausgegeben). Seit 1977 wird The Infinite Way offiziell von Thelma Geri McDonald, der Stieftochter von Joel Goldsmith präsentiert. Unabhängig von McDonald existieren in verschiedenen Ländern Studiengruppen, von ehemaligen Goldsmith-Schülern geführt, die den Infinite Way weiterverbreiten.
Joel Goldsmith vertiefte den Heilungsgedanken der Christlichen Wissenschaft, ging jedoch einen mystischen Weg, der auf seiner eigenen Gotteserfahrung basierte. «Der unendliche Weg ist nicht da, um der Welt eine neue Lehre zu geben, er soll der Welt zu einer neuen Erfahrung verhelfen». Die erkannte geistige Vollkommenheit und Führung brachten ihm selbst Heilung und Problemlösung. Goldsmith macht eine klare Unterscheidung zwischen der geistigen, vollkommenen Welt, in der er die eigentliche Wirklichkeit sieht, und der durch den Menschen wahrgenommenen Welt, die er als Erscheinungswelt bezeichnet. Die Erscheinungswelt, in der Gut und Böse als sehr reale Mächte erlebt werden, trägt für ihn den Charakter einer blossen Illusion oder Hypnose. Jesus habe durch das Erleben des «Ich und der Vater sind eins» die schwere Hypnose des Glaubens an die Macht von Krankheit, Sünde, Armut, ja sogar vom Tode durchbrochen. Gott lebt nicht nur in Jesus, sondern in jedem Menschen. Gott sei dem Menschen «näher als sein Atem»; er lebe in ihm, durch ihn, ja sogar als ihn, er sei des Menschen eigentliches Selbst und brauche nicht gesucht zu werden, denn er sei immer da. «Aber» und das war für Goldsmith entscheidend «ohne die bewusste Gewahrwerdung dieses Einsseins ist es, als gebe es Gott nicht in unserem Leben». Goldsmith weist in seinen Schriften immer wieder auf ein Leben in der Gnade hin, auf ein Leben ohne Kampf und ohne Furcht, gelebt aus einem tiefen Vertrauen heraus, dass alles, dessen der Mensch bedarf, ihm aus der unendlichen inneren Quelle zuströmen wird.
The Infinite Way ist an und für sich keine Organisation, es existieren deshalb auch keine eigentlichen Mitglieder. The Infinite Way wurde entworfen, um Goldsmith’ Lehren weiterzugeben. In Hawaii und anderen Teilen der USA, Kanada, England, Deutschland, Österreich und der Schweiz finden jährlich verschiedene, meist dreitätige Seminare statt, um das Gedankengut des «Unendlichen Weges» weiterzutragen. Zudem gibt es die Studiengruppen Joel Goldsmith, offene Zusammenkünfte mit Meditation, Vorträgen und Lesungen aus Goldsmith-Schriften. In der Schweiz existieren zurzeit drei Gruppen, eine trifft sich regelmässig in Basel, die anderen nach Vereinbarung in Bern und Zürich. Tonbänder, Kassetten und englische Schriften können bei Dr. Roland Huber, Limmatquai 3, 8001 Zürich, bezogen werden.
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