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Der Bundesrat gibt als eine der ersten Regierungen Europas bestimmte TV-Frequenzen für Breitband-Datenübertragung frei.
Die Digitalisierung der TV-Sender schafft Platz im Äther. Der Bundesrat hat heute nun beschlossen, frei werdende Frequenzen für die Breitband-Datenübertragung, zum Beispiel für Internet-Zugang von mobilen Geräten aus, freizugeben. Damit verschärft sich der Infrastruktur-Wettbewerb einmal mehr, denn die nächste Mobilfunkgeneration LTE soll Bandbreiten von (theoretisch) bis zu 173 MBit/s möglich machen.
Bis spätestens 2015 will der Bundesrat gemäss dem heute verabschiedeten "Nationalen Frequenzzuweisungsplan" (NaFZ) das Frequenzband von 790 bis 862 MHz für mobile Dienste zur Verfügung stellen. Diese Frequenzen seien besonders interessant, da sie eine ausgezeichnete Abdeckung von ländlichen Gebieten ermöglichen und gleichzeitig Gebäude gut durchdringen. Das Frequenzband von 470 bis 790 MHz reicht für die Verbreitung der digitalen terrestrischen TV-Sender aus, so der Bundesrat.
Wer welche Dienste auf den frei werdenden Frequenzen anbieten darf (in den USA spricht man von "White Space") entscheidet sich erst zu einem späteren Zeitpunkt. Es werde ein Ausschreibungsverfahren über die Kommunikationskommission (ComCom) geben, erklärte Philippe Horisberger vom Bundesamt für Kommunikation gegenüber inside-it.ch. Die ComCom wird die Nachfrage abklären und dann entscheiden, welches Zuteilungsverfahren zum Zuge kommt, so Horisberger. Denkbar sind beispielsweise eine Auktion oder auch ein "Beauty Contest" (Zuteilung nach Qualitätskriterien).