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Aufbau FI: Denkprozesse aufdecken
Beginnen Sie damit, das Verhalten des Kindes im Klassenraum zu beobachten.
Stellen Sie Vermutungen an, die genauer untersucht werden könnten. Fragen Sie auch die Eltern, das Kind selber sowie die Klassenlehrperson nach Vermutungen.
Erfragen Sie, welcher Lehrstoff im Klassenraum momentan behandelt wird. Blättern Sie mit dem Kind das Schulbuch, das Arbeitsheft oder die Lernplattform durch. Fragen Sie, welche Themen Freude bereiten und welche Themen Sorgen bereiten.
Bitten Sie das Kind, sich an den gegenwärtig in der Klasse gelehrten Stoff zu ersinnen und einige Probleme davon zu lösen. "Welche Art von Addition bearbeitet Ihr im Moment?" "Was hat Dir Dein Lehrer heute in Mathe gezeigt?"
Fordern Sie das Kind dazu auf, Ihnen die Gebiete zu nennen, in denen es Schwierigkeiten hat. "Was bereitet dir zurzeit Probleme?" "Wieso glaubst Du, dass Du damit Mühe hast?" [Hefte, Bücher, Prüfungsblätter, Situationen des Unterrichts z.B. als Diskussionsgrundlage.Lassen Sie sich auch die Stärken und die Interessen schildern.]
Stellen Sie die Aufgaben so offen wie möglich. "Wie gehst Du mit diesem Problem um? [Was machst Du, wenn Du merkst, dass Du wieder auf Schwierigkeiten stösst? Was denkst du, wenn du merkst, dass du etwas kannst? Was denkst und fühlst du, wenn du feststellst, dass du das Problem nicht lösen kannst?]"
Erfragen Sie Informationen, welche die Strategien, mit denen das Kind Probleme löst, zu erfassen versuchen. "Wie hast Du das gemacht? Auf welchem Weg hast Du diese Antwort bekommen? Kannst Du mir mehr darüber erzählen?"
Nicken, lächeln, pausieren Sie oder sagen Sie "uhmm", wenn Sie das Kind zu weiteren Mitteilungen bewegen möchten. [Lassen Sie das Kind entscheiden, worüber es weiterreden will oder ob es das Thema wechseln möchte.]
Wiederholen Sie die letzte Aussage des Kindes, damit es diese evtl. noch genauer darlegt. (Paraphrasieren, Zusammenfassen)
Folgen Sie den Denkprozessen des Kindes bis zur letzten Antwort, damit Sie sicher sind, seine Strategien verstanden zu haben. Lassen Sie sich zeigen, was das Kind getan hat, arbeiten Sie konsequent nach dem operativen Prinzip.
Legen Sie dem Kind keine Worte in den Mund. Keine Suggestivfragen.
Stellen Sie die Fragen entsprechend dem sprachlichen Niveau des Kindes. Wenn das Kind nicht antwortet, können Sie vorschlagen, ob Sie eine Beantwortung "vorspielen" sollen. Sie dürfen das Modellieren gezielt einsetzen, sei es als Türöffner oder einfach als Modell.