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Werden immer mehr mittelspäte Maissorten gesät?
In Kürze:
- Mittelspäte Maissorten für gute Lagen wurden 2018 vermehrt ausgesät
- Ausserordentlich hohe Wärmesummen liessen mittelspäte Sorten aufblühen und zeitig abreifen
- Nicht in allen Jahren funktioniert es, für den Standort eigentlich zu späte Sorten anzusäen, wie das Beispiel für das kältere Jahr 2016 zeigt
- Ein Kompromiss für die Zukunft könnten Sorten an der Grenze zwischen mittelfrüh und mittelspät sein, wie die neue SY Pandoras
Mittelspäte oder späte Maissorten sind grundsätzlich eher für bevorzugte Lagen zu wählen, beispielsweise am Genfersee, im Rhônetal oder im St.Galler Rheintal. Wer im Spätsommer 2018 Flurbegehungen besucht hat um Maissorten zu besichtigen, dem bot sich in der Schweiz folgendes Bild: Meist sehr stark abgereifte frühe und mittelfrühe Sorten standen neben wuchtigen, optisch hervorragenden mittelspäten oder sogar späten Sorten.
In Anbetracht dieser Sortenschau sowie der dazu gehörenden Ertragserhebungen, dürfte mancher dazu neigen, im 2019 auf mittelspäte oder sogar späte Maissorten zu setzen. Gemäss einer Umfrage von Kleffmann 2018 ging der Trend tatsächlich bereits in Richtung mittelspäte Sorten, obwohl die frühen und mittelfrühen Sorten noch die grosse Mehrheit bilden. Doch was im Jahr 2018 bestens funktioniert hat, muss nicht immer funktionieren. Entscheidend für die frühere Abreife im 2018 sind die Wärmesummen, aber auch der Hitze- und Trockenstress der Maispflanze. Anhand der Wärmesumme kann auf den Reifezeitpunkt einer Maispflanze geschlossen werden, da die Tagestemperaturen und die Entwicklung der Maispflanzen zusammenhängen. Die Berechnung erfolgt anhand von den gemessenen Temperaturen am entsprechenden Standort.
Maissorten-Demofeld im Kanton Schaffhausen: Links eine mittelfrühe Sorte, rechts daneben eine späte Sorte im Vergleich
SY Pandoras – gesunder Doppelnutzer für Standorte zwischen mittelfrüher und mittelspäter Abreife