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Das Schloss in 1767 Herrliberger
Situé entre le lac de Hallwil et de Baldegg, cette demeure imposante abrite aujourd'hui l'école normale du canton de Lucerne. Le bâtiment actuel a été reconstruit vers 1803 et transformé en école dès 1868.
Die Gegend von Hitzkirch ist schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt gewesen. Das schöne Baldeggersee- Museum im Lehrerseminar zeigt dem Besucher, wie die Pfahlbauer, die vor 5000 Jahren die Seematte bei Itichensee bewohnten, ihr Leben gestalteten.
Urkundlich wird Hitzkirch erstmals im Jahre 1084 erwähnt. Die Kirche, von der in dieser Urkunde geschrieben wird, war die Pfarrkirche des Städtchens Richensee. In der Nähe der Kirche wird wohl der Turin der Edeln von Hitzkirch gestanden sein, das Geschlecht, das im Dienste der Herren von Kyburg stand, starb uni 1235 aus.
Um 1237 geht die Kirche von Hitzkirch in den Besitz des Deutschen Ritterordens über, der neben der Kirche eine Kommende ein Burgkloster baute. Der Vorsteher der Kommende, in der zu gleicher Zeit nie mehr als fünf Rittermönche ihr ritterlich-klösterliches Leben führten, hiess Komtur. Der bedeutendste von den 71 nachweisbaren Komturen von Hitzkirch war Peter von Stoffeln (1337-71). lm Chor der Kirche erinnern einige Wappen an längst verstorbene Ordensbrüder. Uber dem Chorbogen hängt das Wappen des Gesamtordens: das schwarze Kreuz im weissen Feld. - Die Kommende erwarb nach und nach ansehnliche Güter und Rechte in Müswangen, Aesch, Buttisholz, Menznau, Geiss, am Sempachersee und im Kanton Unterwalden.
lm Jahre 1415 eroberten die Eidgenossen das den Habsburgern gehörende Amt Hitzkirch. Von jetzt weg muss Hitzkirch als Teil der Freien Amter das Los eines Untertanenlandes, einer gemeinsamen Vogtei tragen. Im Jahre 1529 trat der Komtur Albrecht von Mülinien - und mit ihm das ganze Dorf Hitzkirch - zum protestantischen Glauben über. Nach dem Schlacht von Kappel (1531) wird die Gemeinde rekatholisiert.
Stürmische Stunden brachte unserem sonst stillen Dorf der Bauernkrieg (1653). In mehreren Volksversammlungen auf dem Kirchplatz beschloss man die Teilnahme am Krieg auf Seiten der Bauern. Die Verhandlungen waren einmal so stürmisch geworden, dass der Ortspfarrer mit dem Allerheiligsten in der Monstranz die Bürger an Tätlichkeiten hindern musste. Nach dem unglücklichen Ausgang des Krieges musste das Amt Hitzkirch 1200 Gulden ais Strafgeld zahlen. Einzelne Führer, darunter ein Moser von Hitzkirch, ein Stoll von Aesch, ein Räber von Gelfingen und der rote Friedli vom Klotensberg, wurden besonders gebüsst.
lm Jahre 1655 wurde auf freiem Platz ein grosses Passionsspiel aufgeführt, an dem 200 Personen mitwirkten.
1627 verunglückten viele Hitzkircher bei einer Wallfahrt nach Einsiedeln; als man bei Sins mit der Fähre über die Reuss setzen wollte, riss das Seil der Fähre und vierzig Personen ertranken.
Ein anderes Unglück suchte unser Dorf im Jahre 1665 heim: ein Dorfbrand vernichtete 35 Gebäude. Das Kreuz beim Dorfbrunnen erinnert an die schwere Heimsuchung.
lm Jahre 1803 kommt Hitzkirch zum Kanton Luzern, nachdem. es vorübergehend dem Kanton Zug und nachher dem Kanton Baden zugeteilt war.
lm Jahre 1806 wurde die Kommende vom Grossen Rat des Kt. Luzern aufgehoben. In den Napoleonischen Wirren der Jahre 1814115 war der Dachraurn der Kommende österreichisches Feldspital. Fast alle der typhuskranken Soldaten starben und fanden in der Ferne ein Massengrab.
Seit dem Jahre 1868 beherbergt die Kommende das kant. Lehrerseminar.
Emil Acherman
Bibliographie