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Radon in einem Drittel der Innenräume über dem Referenzwert
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat in Innenräumen die Radonkonzentration ge-messen. Rund ein Drittel der Messungen lag über dem Referenzwert. Eine Radonsanierung innerhalb der geltenden Sanierungsfrist musste empfohlen werden.
Seit den 1980er Jahren ist bekannt, dass Radon in der Schweiz ein Problem in Innenräumen dar-stellen kann. Erste Untersuchungen von Basler Liegenschaften wurden im Winterhalbjahr 1995/96 durchgeführt. Im Winter 2011/2012 wurde eine systematische Untersuchung der ältesten Riehener Liegenschaften mit Baujahr 1600 bis 1922 durchgeführt. Seit 2018 gilt in Wohnräumen ein tieferer Referenzwert. Als „bewohnt“ gelten Räume, in denen sich Personen regelmässig während mehrerer Stunden pro Tag aufhalten, d.h. mindestens 15 Stunden pro Woche.
Im Winterhalbjahr 2019/2020 wurde eine neue Messkampagne mit insgesamt 232 Radonmessungen durchgeführt, von denen rund 70% in privaten Wohnräume stattfanden und jeweils 15% in Schulen und Arbeitsplätzen.
Insgesamt 78 der 232 Messungen ergaben eine Radonkonzentration über dem Referenzwert. Den Liegenschaftsbesitzern wurde eine Sanierung innerhalb der geltenden Sanierungsfrist empfohlen. Weiter konnte in Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt eine Schule im Basler Stadtgebiet saniert werden. Ein weiteres Schulgebäude in Riehen befindet sich in der Sanierungsphase.
Liegenschaftsbesitzer, die sich auf die Empfehlung der Messkampagne des Winterhalbjahrs 2019/2020 noch nicht zurück gemeldet haben, werden mit einem weiteren Informationsschreiben im Winter 2021/2022 erneut auf die Radonproblematik aufmerksam gemacht.