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http://www.symptome.ch/vbboard/zahn...-keine-knochenbildung-zahn-op.html#post751120Wenn nun das Loch, das bei der WSR entstanden ist, infiziert wurde, dann führt das natürlich zu einer Wundheilungsstörung. Aus dem Knochen wandern zuerst einmal Fibrin aus (eine Art Eiweiskleber). Das wird dann durch Leukozyten durchsetzt, die Bakterien abhalten und diese "klebrige graue Masse" wird dann mit Granulationsgewebe durchsetzt (fühlt sich wie Sand an und heißt deswegen Granulat). Innerhalb von 3 Wochen wird dieses Granulationsgewebe durch Bindegewebe ersetzt und nach 6-7 Wochen ist die Wunde mit unreifen knochenartigem Gewebe ausgefüllt. Bevor dieses dann zu festem Knochen ausreift (ungefähr 14 Wochen) schiebt sich ein neuer Wall aus Fibrin, Leukozyten und Granulationsgewebe durch das unreife knochenartige Gewebe, bis letztlich das ganze Loch wieder ausgefüllt ist.
Das funktioniert aber nur dann, wenn keine Entzündung im Knochen sitzt, denn sonst kommen die Leukozyten nicht weit. Dann wird zwar Fibrin ausgeschieden, doch in das Fibrin dringen von Außen sofort Bakterien ein. Die Leukozyten können somit nur bis zum Knochenrand vordringen um dort die Baktierien zu bekämpfen. An dieser Stelle werden sie (Antigene) dann mit Antikörpern markiert und verklumpen dort zu Immunkomplexen (Antigen+Antikörper =Vaskulitis). Diese Pakete bleiben dort wie Mülltüten am Straßenrand liegen und müssen von der Müllabfuhr (den Freßzellen) abgeholt und entsorgt werden. Leider dauert das sehr lange, da der Kieferknochen nur schwach "durchblutet" ist (ja, ja ich weis, im Knochen fließt kein Blut). Bis dahin verstopfen die Immunkomplexe alle Kanäle, durch die neuer Knochen aufgebaut werden könnte. Der Knochen bekommt einen glasigen (fettigen) Überzug unter dem sich das Immunsystem vor den eindringenen Bakterien verbarrikadiert. Seine Barriere baut es mit Calzium (Knochen) auf. Dieses Abschotten (beim sinkenden Schiff werden alle Schotten geschlossen) nennt man "verknöchern". Die Wundränder verknochern, sodaß zwar keine Bakterien mehr in den Knochen eindringen können, aber auch keine "knochenbildenen Zellen" mehr austreten können, um neuen Knochen aufzubauen. Ist der Knochen erst einmal "verknochert", dann verschließt sich das Loch nie wieder.
Um den Prozeß der Knochenbildung wieder anzustoßen, könnte der Kieferchirurg (und zu dem solltest Du jetzt auch gehen !) die verknöcherte Stelle noch einmal anfräsen, damit der Knochen wieder blutet. D.h. damit er wieder knochenbildene Substanzen absondert. Das hat aber nur dann einen Sinn, wenn dieser Bereich steril ist. Ansonsten würde das Loch nur zu einem Scheunetor aufgefräßt, worauf es gleihc wieder verknöchern würde.
Ich hab ja die Befürchtung, daß der Störenfried (faule Zahn) bei Dir immer noch im Mund sitzt. Solange der von dort aus weiterhin seine Bakterien ausstreut, ergibt ein erneutes Anfräsen (blutig machen) des Knochens keinen Sinn. Sieht das Dein "Zahnarzt" etwa genauso ? Was heißt übrigens "Zahnarzt" wo Du doch vom "Kieferchirurgen" berichten solltest ? Für einen Zahnarzt dürfte das eine Nummer zu hoch sein, denn dafür hat der Kieferchirurg neben seinen Dr.dent noch einen Dr.med ! Willst Du nun sagen, daß Dein "zahnarzt" in diesen verknocherten Bereich einfach "Knochenersatzmaterial" hineinspachteln will ? Außen hui - innen pfui ?
Ich rate Dir dringend dich zum Thema Knochenersatzmaterial eingehend zu informieren, denn um das zu vertragen, mußt Du schon die Gesundheit eines Pferdes haben ! Oft wird das aus zerriebenen Rinderknochen hergestellt. Dieses Knochenmehl wird zwar sterilisiert, aber es wirkt eben wie ein "Totimpfstoff" (abgetötetes Fremdeiweiß) auf den das Immunsystem trotzdem reagiert. Das Knochenersatzmaterial wird vom Immunssytem als Fremdkörper abgestoßen (Unverträglichkeitsreaktion !)
Abgesehen davon: Dieses Ersatzmaterial ist keine Spachtelmasse, die als "Endlösung" vorgesehen ist. Damit wird eher eine Matrix vorgegeben, in die knochenbildende Zellen leichter einwandern können. (sind die Knochenränder aber schon verknöchert, werden in diese Matrix nie welche einwandern können). Sie können in diese Matrix leichter einwandern, da diese Bakterien abhält. (besonders dann, wenn vom Schneidezahn immer wieder neue ausgesteut werden). Hast du Dich schonmal informiert, warum diese Matrix überhaupt Bakterien abhalten kann ? Es gibt Knochenersatzmaterial das aus unverschämt viel Quecksilber und Cadmium besteht - ja man darf hier von "wahnsinnig viel" sprechen. Osprovit enthält z.B. 924 000 µg/kg Quecksilber in Feststoffen. Wie irre muß man eigentlich sein, um sich sowas in den Kieferknochen stopfen zu lassen ? Aber auch, wenn es sich nicht um Quecksilber handelt: Es muß etwas in dem Ersatzmaterial enthalten sein, was Bakterien von den dort einwandernden Leukozyten abhält ! Ist das nicht ziemlich idiotisch ? Sinnvoller wäre es doch die Wunde erst einmal steril zu bekommen, sodaß gar keine Notwenigkeit besteht eine Bakterienbarriere (künstliche Matrix) zu schaffen. Welchen Sinn soll es haben eine Matrix vorzugeben, um die knochenbildenden Zellen vor den Bakterien aus einem faulen Zahn zu schützen ? Wäre es da nicht sinnvoller gleich den faulen Zahn zu entfernen ?
Aber auch wenn ein Wunder geschehen sollte und diese Matrix mit Knochenzellen besiedelt/ aufgefüllt würde, dann muß das vorläufige Knochenersatzmaterial nachher wieder abgebaut werden. Man kann die Matrix ja nicht mit dem sich in ihr gebildeten Knochen wieder herauskratzen (das Bad mitsamt dem Kinde ausschütten) D.h. die Matrix (das Knochenersatzmaterial) muß durch den aufgebauten Kieferknochen hindurch wieder abgebaut werden ! Das ist keine Spachtelmasse mit der ein Defekt für alle Zeiten ausgefüllt werden soll (so wie man mit zahnzement ein Loch im zahn füllt). Das ist nur eine vorübergehende Hilfskonstruktion zum Knochenaufbau. Wie reagiert denn das Immunsystem darauf, nachdem der ganze Knochen mit diesem Fremdmaterial verunreinigt wurde ? Was unternimmst Du denn, wenn er unverträglich reagiert und deswegen der ganze Kieferknochen zu brennen beginnt ? Knochen wie eine Prothese aus dem Mund nehmen und im Kukidentglas ausspülen ?
Spätestens beim Wort:"Knochenersatzmaterial" sollten bei Dir alle Warnsirenen zu heulen beginnen ! Für mich gehört das in die Rubrik "med. Menschenversuche" Ich habe zum Thema Knochenersatz noch Berichte in Erinnerung, wonach derartige Materialien zu einer jahrelangen Ärzteodysee führte, die dann in einer Frühberentung endeten) Nutze dazu die Suchfunktion in diesem Forum, denn wahrscheinlich wirst Du zu diesem Thema nur negative Erfahrungsberichte finden. Abgesehen davon: Selbst bei Implantaten wirst Du keinen Chirurgen finden, der so ein Material verwendet, solange der Kiefer ( bzw. Kiefernebenhöhlen) noch nicht steril sind. Sie werden es aber bestimmt nicht verwenden, solange daneben noch ein fauler Zahn sitzt.
Zusammenfassend kann ich Dir nur raten: Gehe zu einem Fachmann ! D.h. gehe damit zum Mund-, Gesichts-, und Kieferchirurgen (MGKCh) und hole Dir vom Zahnarzt die Erlaubnis, daß der MGKCh den Zahn notfalls ziehen darf (sonst traut sich der nicht). Die MGKCh handeln niemals gegen die Interessen eines Zahnarztes, da sie darauf angewiesen sind, daß sie von dem Zahnarzt weitere Patienten überwiesen bekommen. Also laß Dir auf Deiner Überwiesung vermerken: "Wundheilungsstörung - evt. Schneidezahn extrahieren ?" Nur damit gibt der ZA sein o.k., daß es vom MGKCh gemacht werden darf, wenn der es als notwenig erachtet.
Es mag ja für Dich wie eine Katastrophe ausehen, wenn Dir danach so ein kosmetisch wichtiger Zahn fehlt, doch zu 90% verlierst Du ihn (aufgrund deines Berichtes)sowieso. Der schmerzende Aufbiß deutet auf eine Entzündung im Knochen hin. Die WSR deutet auf einen Zahn hin, der nicht mehr zu retten ist. Die von Dir geschilderte Blase deutet auf eine Eiterblase hin und Eiter entsteht immer durch Wundinfektion. Der Zahnarzt der aufgrund dieser Wachstumsstörung zuerst einmal den Schneidezahn röntgt, zeigt damit auf, wo er die eigentliche Störung vermutet.
Das ist eine meiner Bedenken, wenn ich jetzt das Implantat herausnehmen lasse. Die Ostitis (Kieferknochenentzündung) wurde zwar angeblich großflächig ausgefräst, aber ich kann schwer einschätzen, ob nach 4 Monaten womöglich eine neue Ostitis gewachsen ist, die ein Standard-Chirurg wohl nicht mitentfernen würde. Der Zahnarzt, der gefräst und auch das Implantat gesetzt hatte, war zwar einerseits "ganzheitlich" (Ostitis ausfräsen) andererseits aber geldgeil (Sofortimplantat). Die Kunst wäre, einen Zahnarzt zu finden, der Ostiten entdeckt, fräst und bei Implantaten zurückhaltend ist. Ob's sowas gibt? Und möglichst handwerklich auch noch was drauf hat.Ich habe übrigens das Implantat entfernen lassen und nun dort ein Lücke. Vom nekrösen Kiefer-Knochenmaterial wurde leider nicht alles entfernt, d. h. ich habe immer noch immer wieder sehr starke Schmerzen – Trigeminusneuralgien haben sich seit Zahnimplantate eine "Standard"-Prozedur sind vervielfacht.
Habe mir 2013 links unten ein Blattimplantat aus Titan aus 1982 entfernen lassen. War ne üble Sauerei und es ging nicht ganz ohne Knochenverlust. Aufgrund des dort fehlenden Knochenkammes muss ich die UK-Prothese ständig kleben ... zumindest beim Essen. Der Heilkostenplan für nen neuen Satz Prothesen ist gerade beim Genehmigen, bin gespannt wie das Ganze dann hält.Hallo,
falls es hier Betroffene gibt, die - gute oder schlechte - Erfahrungen mit der Extraktion von Implantaten gemacht haben, würde ich mich über deren Berichte sehr freuen ...