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Vor vier Jahren sank der Wähleranteil der SVP im Thurgau noch von 36 auf rund 30 Prozent. Profitiert haben die neuen Parteien BDP und GLP. Trotzdem kam die SVP auf 41 Sitze. Derzeit sind dank eines Übertritts eines GLP-Kantonsrats sogar 42 Sitze in SVP-Hand.
Nun stehen die Vorzeichen anders: Die SVP war die grosse Gewinnerin bei den Nationalratswahlen und bei den Kantonsratswahlen in St.Gallen. Diesen Schwung wird die Volkspartei auch im Thurgau nutzen können und den Kleinparteien wieder Stimmen abnehmen. Zudem ist die SVP in den Bezirken Frauenfeld, Kreuzlingen, Münchwilen und Weinfelden Listenverbindungen mit der FDP eingegangen.
Die CVP ist im Thurgau mit 21 Sitzen die zweitstärkste Partei. Sie kooperiert je nach Bezirk in wechselnder Zusammensetzung mit EVP, BDP oder GLP. Diese Kleinparteien haben bei den nationalen Wahlen verloren und auch im Thurgau werden ihnen keine grosse Chancen eingeräumt. Die Thurgauer Grünliberalen mussten bei den Nationalratswahlen ihren Sitz nach vier Jahren wieder an die FDP abgeben.
Die SP hat derzeit 19 Sitze im Grossen Rat. Sie kooperiert in drei Bezirken mit der Grünen Partei.
Im Thurgau wurde vor vier Jahren erstmals mit der neuen Einteilung von fünf statt acht Bezirken gewählt. Frauenfeld hat noch 32 Sitze, Kreuzlingen kommt auf 23 Mandate, Arbon hat 27, Weinfelden 26 und Münchwilen 22 Sitze.
Bereits gewählt ist im Thurgau der Regierungsrat. Wiedergewählt wurden Monika Knill (SVP), Jakob Stark (SVP), Carmen Haag (CVP) und Cornelia Komposch (SP). Die FDP konnte mit Walter Schönholzer ihren verteidigen.
(red.)