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Eckert J.
Institut für Parasitologie, Universität Zürich, Zürich
Duration: 3 years End of the Project: 1990
Background and Aim
In der parasitologischen Forschung und Diagnostik müssen weltweit zahlreiche Parasiten - Arten eingesetzt und unter Laborbedingungen lebensfähig gehalten werden. Die Haltung solcher “Parasiten-Isolate” erfolgt zum Teil durch sogenannte “Serienpassagen” in Wirbeltieren. Sollen bestimmte Parasiten-Isolate jederzeit verfügbar sein, so müssen ständig Serienpassagen durchgeführt werden, auch dann, wenn die Forschungen vorübergehend unterbrochen werden oder nur geringe Mengen des Parasitenmaterials benötigt werden. Dies führt zu einem unnötigen Verschleiss von Versuchstieren.
Daher ist es für die Zukunft anzustreben, die benötigten Parasiten - Isolate in künstlichen Nährmedien ausserhalb von Tieren (in vitro) zu halten oder sie einzufrieren und nur dann auf Versuchstiere zu übertragen, wenn dies bestimmte Fragestellungen erfordern.
Die Kältekonservierung einzelliger Parasiten (Protozoen) und der mehrzelligen Wurmparasiten (Helminthen) wurde in den letzten Jahren als eine aussichtsreiche Methode angesehen, die Anzahl der zur Haltung von Parasiten-Isolaten benötigten Versuchstiere zu senken. Im Rahmen dieses Projektes werden diese Arbeiten mit Helminthen fortgesetzt.
Method and Results
Zum Studium von Parasitenerkrankungen müssen die Einzeller oder Würmer in Wirbeltieren "fortgepflanzt" werden. In diesem Projekt gelang es, verschiedene der benötigten Parasiten durch Einfrieren lebend zu erhalten. Insbesondere gelang es, für verschiedene Parasitenarten (Metazestoden von Echinococcus multilokularis, d.h. ein Zwischenwirtstadium von Bandwürmern, Sporozoiten von Eimeria tenella und Eimeria nieschulzi, d.h. Coccidien) geeignete Gefriertechniken zu erarbeiten. Damit ist es möglich geworden, gewisse Parasiten jahrelang lebensfähig zu erhalten.
Für andere Metazestoden sind bis jetzt alle Versuche zur Kältekonservierung fehlgeschlagen. Teilerfolge konnten bei den Versuchen zur Kultivierung von Eimeria-Arten auf verschiedenen Zellarten und im bebrüteten Hühnerei erzielt werden. Die Ursachen für die bisher sehr unterschiedlichen Züchtungserfolge werden noch weiter abgeklärt.
References
1) Eckert J. (1997) Alternatives to animal experimentation in parasitology. Vet. Parasitol. 71; 99-120.
2) Eckert J. (1998) Alternativen zu Tierversuchen in der Parasitologie. Wien. Tierärztl. Mschr. 85, 410-417.