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PRP und medikamentöse Behandlung bei Haarausfall
PRP-Therapie | Medikamentöse Behandlung
Haarausfall kann Männer und Frauen betreffen und tritt in unterschiedlichem Ausmass auf. Die Ursachen für das fehlende oder schüttere Kopfhaar sind oft genetischer Art. Die Veranlagung zu einer Glatze kann von beiden Elternteilen vererbt werden.
Weitere Informationen über die Ursachen für Haarausfall:
Konservative Therapie bei Haarausfall
Die Verwendung von PRP gegen Haarausfall ist eine neue Behandlungsmethode, welche die Behandlung von Haarausfall von Grund auf verändern könnte. Thrombozytenreiches Plasma oder plättchenreiches Plasma, oft abgekürzt mit PRP, ist konzentriertes Blutplasma (ein Blutbestandteil), das äusserst reich an Blutplättchen und Stammzellen ist. Thrombozyten und Stammzellen enthalten zahlreiche Wachstumsfaktoren und fördern die Haarverjüngung und das Haarwachstum. PRP wird eingesetzt, um das Wachstum von licht werdendem und transplantiertem Haar zu stimulieren und die Wundheilung zu beschleunigen. Haarausfall kann entweder ausschliesslich mit PRP behandelt oder PRP kann in Kombination mit einer Haartransplantation oder Wiederherstellungsoperation eingesetzt werden.
Wirkung
Haarfollikel werden durch die Blutzufuhr genährt. Wird thrombozytenreiches Plasma (PRP) dort zugeführt, wo die Haarfollikel beschädigt sind, nimmt die Anzahl der Blutgefässe, welche die Follikel nähren, zu. Die im PRP enthaltenen Wachstumsfaktoren regen auch die Stammzellen der Haarfollikel an, sodass das Haar dicker und schneller nachwächst. PRP fördert den Haarneuwuchs, verdichtet schütteres Haar und sorgt für einen dickeren und gesünderen Wuchs bei transplantiertem Haar.
Allerdings ist dieses Verfahren nicht für alle Patienten geeignet. Bei Patienten, die an einer aktiven Kopfhautinfektion leiden, in der Vergangenheit einen viralen Infekt (z. B. Schuppen), Diabetes oder eine Gerinnungsstörung hatten, oder blutverdünnende Medikamente wie Aspirin oder Immunsuppresiva wie Cyclosporin einnehmen müssen, ist von diesem Eingriff abzuraten.
Auch wenn die Haarfollikel vollständig fehlen (bei fortgeschrittener androgenetischer Alopezie bei Männern), besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit der Wirksamkeit dieser Behandlung. In diesem Fall müssten die Patienten möglicherweise eine Haartransplantation in Erwägung ziehen.
Behandlung
Eine PRP-Behandlung erfolgt in 3 Schritten: Zunächst werden ca. 60-100 ml Blut entnommen und in einen speziellen Behälter gegeben. Dieser Behälter wird in einer Zentrifuge während ca. 15 Minuten geschleudert. Dadurch wird das Blut in seine Komponenten zerlegt, sodass die Thrombozyten anschliessend konzentriert vorliegen. Das PRP, das jede Menge Wachstumsfaktoren und Stammzellen enthält, ist nun bereit zur Anwendung an der Kopfhaut.
Das hochkonzentrierte PRP wird umgehend mit einer hauchdünnen Nadel an verschiedenen Stellen in die Kopfhaut gespritzt, die vorgängig oberflächlich betäubt wurde. Danach wird die Kopfhaut für ein paar Stunden mit einem Okklusivverband geschützt. Danach kann der Patient fast umgehend wieder seinen gewohnten Aktivitäten nachgehen. Die Kopfhaut muss aber während 2 Wochen vor der Sonne und übermässiger Reizung geschützt werden.
Der Eingriff dauert ein bis zwei Stunden, je nach Stärke des Haarausfalls. An der Injektionsstelle kann es zu leichten Schmerzen oder Beschwerden kommen, da an der Wundstelle ein Entzündungsprozess eingeleitet wird. Den Patienten wird geraten, keine entzündungshemmenden Medikamente einzunehmen, da diese den natürlichen Heilungsprozess von PRP beeinträchtigen können.
In der Regel sind für eine volle Wirkung mehrere Behandlungen im Abstand von jeweils 2 bis 4 Wochen erforderlich. Danach wird für ein anhaltendes Ergebnis eine Nachbehandlung alle 3 bis 4 Monate empfohlen.
Unsere Beratungen und Behandlungen finden im Hair & Body Atelier, eine spezialisierte Arztpraxis, die zum bekannten Zentrum für Plastische Chirurgie AG der Klinik Pyramide gehört, statt.
Viele Menschen, die bei sich einen beginnenden Haarausfall feststellen, möchten diesen wenn möglich rückgängig machen. Eine wirksame Möglichkeit dazu ist eine medikamentöse Behandlung, wenn man schon in einem frühen Stadium des erblich bedingten Haarausfalls damit beginnt. Zur Behandlung von androgenetischer Alopezie bei Frauen und Männern gibt es folgende Möglichkeiten:
- Oral verabreichte Medikamente
- Lokal angewendetes Medikament
- Thrombozytenreiches Plasma (PRP)
- Eigenbehandlung mit Low-Laser-Therapie, Kosmetika oder Nahrungsergänzungsmitteln
Hinsichtlich der Wahl eines Medikaments zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls sind viele Patientinnen und Patienten überfordert. Im Internet, in Magazinen und Zeitschriften werden Dutzende von Produkten beworben. Gemäss der Werbung sind manche davon "auf Kräuterbasis", andere "komplett natürlich", einige enthalten medizinische Wirkstoffe und die meisten sind angeblich "nachweislich wirksam". Einige Präparate sind zwar ohne ärztliches Rezept erhältlich, aber Patientinnen und Patienten sollten sich dennoch von einem Facharzt untersuchen lassen, um die Ursache des Haarausfalls zu erörtern und nötigenfalls sogar eine Biopsie durchzuführen. Wird eine angemessene medizinische Abklärung hinausgezögert, kann dies zu vermeidbarem oder sogar dauerhaftem Haarausfall führen.
In unserem Hair & Body Atelier, spezialisierte Arztpraxis, die zum bekannten Zentrum für Plastische Chirurgie AG der Klinik Pyramide gehört, werden das Haar und die Kopfhaut eingehend untersucht, bevor mit einer Behandlung begonnen wird. Nur so lässt sich die optimale Lösung für die individuelle Behandlung des Haarausfalls finden.