Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03353.jsonl.gz/1495

Cenodoxus, ein angesehener Pariser Doktor, will Gott in seiner Vollkommenheit gleich werden. Der eitle Gelehrte verfällt seiner irdischen Ruhmsucht, bis ihm schließlich der himmlische Prozess gemacht wird: Christus selbst ist der Richter. Jakob Bidermanns lateinische »Tragikomödie« ist eines der wichtigsten Beispiele für das barocke Jesuitentheater und diente Goethe als Inspirationsquelle für »Faust I«. Die Ausgabe beruht auf der zeitgenössischen deutschen Übersetzung Joachim Meichels von 1635.
Autorentext
Jacob Bidermann (1578 Ehingen 20.8.1639 Rom) ist ein deutscher Barockdichter. Bidermann absolviert das Gymnasium sowie seine theologische und philosophische Ausbildung bei den Jesuiten, ehe er 1594 in den Jesuitenorden eintritt. Danach unterrichtet er in München und Dillingen. 1625 wird er Bücherzensor in Rom. In seinen insgesamt 12 Dramen, von denen der »Cenodoxus« das berühmteste Stück ist, propagiert Bidermann eine Abkehr von der Welt und eine Hinwendung zu Gott.