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Tsunami in Südasien
Am 26. Dezember 2004 verwüstete ein denkwürdiger Tsunami die Küste am Indischen Ozean. In der Zwischenzeit sind alle von der Schweiz finanzierten und von der DEZA umgesetzten Wiederaufbauprogramme abgeschlossen. Die Humanitäre Hilfe des Bundes, die insgesamt 35 Millionen Franken für diese Projekte zur Verfügung stellte, konzentrierte die Anstrengungen vorwiegend auf drei Länder: Thailand, Sri Lanka und Indonesien.

Wiederaufbauprogramme nach dem Tsunami in Thailand
Ende 2007 entschied die DEZA, das Programm "Fischergemeinden in Thailand" einer externen Review zu unterziehen. Diese wurde im März 2008 durchgeführt. Ziel der Review war es, eine Standortbestimmung vorzunehmen, die Beurteilung zweier externer Experten (international und lokal) zu erhalten und, wo nötig, vor dem endgültigen Ausstieg noch gewisse Massnahmen einzuleiten. Die Empfehlungen der Review wurden ab Sommer 2008 umgesetzt. Zudem wurde das Programm seit dem Abschluss im August 2008 vom regionalen Koordinator der DEZA in Bangkok regelmässig begleitet: Er besuchte das Programm im November 2008 und im April 2009. Der nächste Besuch ist für Mitte Dezember 2009 vorgesehen.
In Thailand bestand nach dem Tsunami niemals die Absicht (und wurde von der thailändischen Regierung explizit nicht gewünscht), ein längerfristiges Entwicklungsprogramm zu starten. Es sollte schwergewichtig ein Wiederaufbauprogramm werden. Im Bereich „Livelihood“ wurden nach den sehr schnell umgesetzten und wirkungsvollen Projekten zugunsten der Fischerfamilien (Konstruktion von Fischerbooten, Abgabe von Fischernetzen) gegen das Ende des eigentlichen physischen Wiederaufbaues im Hinblick auf den Ausstieg noch flankierende Massnahmen geplant.
Poster zum Projekt Thailand nach dem Tsunami (en, 1,2 MB)
Review des DEZA-Programms nach dem Tsunami in Thailand
Management response on External Review: Emergency and Rehabilitation assistance
for fishing communities of Ko Phra Thong and Ko Kho Khao (Thailand) (en, 52 KB)
Report on External Review: Emergency and Rehabilitation assistance for fishing communities of Ko Phra Thong and Ko Kho Khao (Thailand) (en, 160 KB)
Wiederaufbauprogramme Tsunami - Sri Lanka
Das DEZA-eigene Programm in Sri Lanka ist abgeschlossen.
Seit Oktober 2008 stellte die Humanitäre Hilfe der DEZA jedoch dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF für dessen Programm zum Wiederaufbau von Schulhäusern nach dem Tsunami zwei Experten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe SKH zur Verfügung. Die beiden Korpsangehörigen sind für das Management des Bauprogramms zuständig und noch bis Ende März bzw. Dezember 2010 in Sri Lanka im Einsatz. Von 11 Schulen sind bereits 7 fertig gestellt. Ausserdem wurden 3 Gesundheitszentren gebaut.
Das "Cash for Repair and Reconstruction Programme" CfRR, das den nach dem Tsunami erfolgreich angewandten Cash-Ansatz für den Wiederaufbau von zerstörten Wohnhäusern anwendet, wird von der DEZA auch wieder beim Bau von Wohnhäusern für die zurückkehrenden intern vertriebenen Tamilen in Jaffna im Norden Sri Lankas angewendet.
In Bezug auf den DEZA-Schulhausbau in Matara bestätigen unabhängige Berichte die hohe Qualität des Projekts und den guten Baufortschritt. Nach einzelnen kritischen Presseberichten über die DEZA-Projekte in Sri Lanka wurde ein externes Audit angeordnet. PriceWaterhouseCoopers PWC bestätigt in ihrem Bericht die einwandfreie Buchführung durch das für die Umsetzung verantwortliche DEZA-Büro in Matara. Die angesehene sri-lankische Baugesellschaft Surath Wickramasinghe Associates erteilt zudem in einem zweiten bauspezifischen Audit-Bericht ausschliesslich gute Noten für die technische Abwicklung und den Baufortschritt.
Berichte
-
Stellungnahme des Bundesrates auf das Schreiben vom 24. März 2009 der Geschäftsprüfungskommission des Ständerats
- Financial Statements (en, 263 KB)
31 August 2007
by PriceWaterhouseCoopers
- Independent Evaluation of the Construction Works of four Schools in the Matara
District
Part 1 (en, 3.69 MB) - Part 2 (en, 3.82 MB) 13th November 2007
by Surath Wickramasinghe Associates
Bemerkung der DEZA zu Punkt 4: Safety and Security at Site
Die Sicherheit auf den Baustellen ist uns ein dauerndes Anliegen. Sie befriedigt, trotz Interventionen, leider oft nicht. Insbesondere die steten Umdispositionen, vor allem dort wo Schulbetrieb und Bauarbeiten parallel laufen, führen immer wieder zur Nicht-Respektierung der bekannten Vorschriften. Dies zwingt zu regelmässig wiederkehrenden Interventionen der Bauleitung, sprich der Humanitären Hilfe. Die veranlassten und in der Folge getroffenen Massnahmen befriedigen aber oft nur kurze Zeit. Soweit seitens GPK gewünscht, könnten diesbezügliche Bauprotokolle der letzten Monate oder Korrespondenzauszüge geliefert werden.
- Zusammenfassung durch lokaler Rechtsanwalt:
Review of Documents submitted on the Post-Tsunami, Rehabilitation/Reconstructions Project in Matara (en, 95 KB)
23 November 2007
by Arun Tampoe, Attorney at Law
- Status of Swiss School Programm in Matara (en, 798 KB)
End of November 2007
Ein externes Evaluationsteam unter der Leitung von Yasemin Aysan untersuchte im November 2006 das CfRR-Projekt (Bargeld für Reparaturen und Wiederaufbau) des Schweizer Konsortiums (Glückskette, HEKS, SRK und DEZA) und vermittelte den Zwischenstand und erste Resultate des Projekts. Diese Evaluation wurde bewusst früh angesetzt, damit Erkenntnisse und Empfehlungen der unabhängigen Experten bei der weiteren Umsetzung des Projekts noch berücksichtigt werden konnten.
Parallel zur Projekt-Umsetzung wurde auch ein Finanzaudit in Auftrag gegeben. Dieses wurde von zwei unabhängigen, international tätigen Auditfirmen im September 2007 durchgeführt. Es überprüfte insbesondere den Geldfluss von der Schweiz bis zu den Begünstigten.
Nach dem Abschluss des CfRR-Projekts in Sri Lanka im April 2008 wurde wiederum Yasemin Aysan mit einer externen Schluss-Evaluation des Projekts CfRR beauftragt. Die Evaluation, die im Herbst 2008 durchgeführt wurde, gibt einen abschliessenden Überblick über das Projekt und beurteilt dessen Eignung, Wirkung und Effizienz. Zudem liefert die Evaluation Schlussfolgerungen und Empfehlungen.
- Projekt Zusammenfassung: Factsheet [de] [en] (53 KB)
- Externe Evaluation (Nov. 2006):
- Audit - Management Summary, Stand per 31. Januar 2008
Download (PDF, 73 KB): [de] [en] [fr]
- Externe Schluss Evaluation (Dez. 2008):
- Weitere Informationen zu den Cashprogrammen In Sri Lanka und an anderen Standorten: www.sdc-cashprojects.ch
- Webseite des Kooperationsbüros Sri Lanka:
http://www.swiss-cooperation.admin.ch/srilanka/
Wiederaufbauprogramme Tsunami - Indonesien
InInfolge des Seebebens vom 26. Dezember 2004, bei dem über 150'000 Menschen ums Leben kamen und 400'000 Einwohner obdachlos wurden, leistete die DEZA während der ersten Wochen Soforthilfe (Verteilung von Material und Medikamenten, Unterstützung von Gastfamilien).
In einer zweiten Phase ging es um Wiederaufbaumassnahmen in Banda Aceh und in der Region Meulaboh. Dort wurden Produktionsstätten und die Trinkwasserversorgung wieder hergestellt.
Der Wiederaufbau wurde Anfang 2007 abgeschlossen. Fortgesetzt wird nur noch eine technische Beratung für die Trinkwasseranlage in Banda Aceh während der nächsten fünf Jahre.