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9. Jahrhundert
ERBEN DES KAISERS
Die Chronik des 9. Jahrhunderts nach Christi Geburt mit den berühmten und wichtigen Persönlichkeiten, den grossen Köpfen des 9. Jahrhunderts, die in den hundert Jahren zwischen 800 und 899 lebten und wirkten. Zu ihnen zählen etwa Karl II. der Kahle und Ludwig II. der Deutsche.
Das 9. Jahrhundert zählt in Europa zum Frühmittelalter. Unter dem 800 zum Kaiser gekrönten Karolinger Karl dem Grossen hat das Fränkische Reich Anfang des Jahrhunderts seine Hochzeit und maximale Ausbreitung in Europa erreicht. Sein Sohn Ludwig der Fromme teilt das Reich unter seinen drei Söhnen auf, wodurch es zu Machtkämpfen und der endgültigen Teilung des Fränkischen Reichs kommt, die mit den Verträgen von Verdun 843 und von Ribemont 880 besiegelt wird.
Ludwig der Deutsche wird erster König des neuen Ostfränkischen Reiches. Aus ihm geht in einem langen Prozess, an dem u. a. die frühen „deutschen“ Könige Konrad I. und Heinrich I. entscheidenden Anteil haben, das „deutsche“ Heilige Römische Reich hervor. Aus dem Westfränkischen Reich, zuerst regiert von Karl dem Kahlen, entsteht in den kommenden Jahrhunderten Frankreich.
In Europa entwickelt sich langsam eine feudale Gesellschaftsstruktur und das Rittertum. Vom Norden fallen die Wikinger u. a. in England ein, vom Osten greifen Ende des Jahrhunderts ungarische Reiterkrieger West- und Mitteleuropa an.
In China wird der Verfall der glanzvollen Tang-Dynastie eingeläutet, während in Südostasien das Reich der Khmer entsteht.
In Mittelamerika wird das Ende des einst mächtigen Maya-Reiches eingeläutet.