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Biber wurden seit je zum Verzehr gejagt. Gedämpfter Biberschwanz und Fischotter in Johannisbeergelee trugen zu mittelalterlichen Tafelfreuden bei. Marius und Frank veröffentlichten 1685 in Augsburg die «Castorologie» mit über zweihundert verschiedenen Rezepten!
Den Todesstoss versetzte dem Europäischen Biber aber ein «Justizirrtum»: Der Biber wurde hochoffiziell zum Fisch erklärt und als Fastenspeise freigegeben. Darüber berichtet der Jesuitenpater Charlevoix (1754): «Bezüglich seines Schwanzes ist er ganz ein Fisch, und er ist als solcher gerichtlich erklärt durch die Medizinische Fakultät in Paris, und in Verfolg dieser Erkärung hat die Theologische Fakultät entschieden, dass das Fleisch an Fastentagen gegessen werden darf.» Das riecht nach bewusster Fälschung!