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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2016.00174 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiber Schetty Urteil vom 21. Juni 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___ war seit dem 1. August 2006 bei der Y.___ AG als Projekt Managerin angestellt (Urk. 5/2 ). Infolge ausstehender Lohnzahlungen erwirkte die Versicherte am 1 7. Februar 2015 einen Zahlung sbefehl über den Betrag von Fr. 75'221.50 ( Urk. 5/11 Blatt 23). In der Zeit von Januar bis September 2015 mahnte sie die weiter auflaufenden Lohnausstände schriftlich ( Urk. 5/14 Blatt 12 -20), mit Schreiben vom 1 2. August 2015 anerkannte die Arbeitgeberin einen Teil der geforderten Lohnzahlungen ( Urk. 5/7). Mit Schreiben vom 1. November 2015 mahnte die Versicherte die Ausstände erneut ( Urk. 5/11 Blatt 26), die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte mit Schreiben vom 6. November 2015 ( Urk. 5/11 Blatt 27). Mit Schreiben vom 2 0. November 2015 nahm die Rechtsschutzversicherung der Versicherten mit der ehemaligen Arbeitgeberin Kontakt auf ( Urk. 5/11 Blatt 29). Ein weiterer Zahlungsbefehl über den Betrag von Fr. 53'591.65 erging am 5. Ja nuar 2016 ( Urk. 5/8). Für die mit Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 gefor derte Summe von Fr. 75'221.50 beantragte die Versicherte beim Bezirksgericht Z.___ die Rechtsöffnung; das entsprechende Begehren wurde mit Urteil vom 2 3. Feb ruar 2016 abgewiesen (Urk. 5/9). Am 2 5. Februar 2016 unterzeichnete n die Arbeitgeberin und die Versicherte eine Stundungs- und Abzahlungsvereinba rung sowie eine Schuldanerkennung ( Urk. 5/11 Blatt 37). Mit Entscheid vom 1 1. März 2016 gewährte das Bezirksgericht Z.___ definitive Nachlassstundung bis zum 12. September 2016 (vgl. Urteil im Verfahren AL.2016.00145), worüber die Versicherte am 2 9. März 2016 informiert wurde ( Urk. 5/11 Blatt 22). Am 1 5. April 2016 stellte die Versicherte Antrag auf Insolvenzentschädigung (Urk. 5/1 ). Mit Verfügung vom 9. Juni 2016 verneinte die Arbeitslose nkasse des Kantons Zürich einen Ansp ruch auf Insolvenzentschädigung aufgrund der nur ungenü genden Erfüllung der Schadenminderungspflicht (Urk. 5/13 ) und hielt an dieser Einschätzung mit Einspracheentscheid vom 1 7. August 2016 fest (Urk. 2). Mit Ur teil vom 2 7. September 2016 widerrief das Bezirksgericht Z.___ die am 1 1. März 2016 bewilligte definitive Nachlassstundung und eröffnete den Konkurs über die Y.___ AG. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht mit Urteil vom 3 1. Oktober 2016 ab und eröffnete den Konkurs am gleichen Tag. Das Konkursverfahren wurde mit Urteil des Konkursrichters vom 9. Dezember 2016 mangels Aktiven eingestellt (Urk. 8 ). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 1 7. August 2016 erhob die Versicherte am 1 2. September 2016 Beschwerde und beantragte die Ausrichtung von Insolvenz entschädigung (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 3 0. September 2016 beantragte die Beschwerde geg nerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4 ), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7 ). Das Ge richt zog sodann von Amtes wegen einen Auszug aus dem Handelsregister der Y.___ AG in Liquidation bei ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung ( AVIG ) haben beitragspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen, Anspruch auf Insolvenzentschädigung, wenn: a) gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen oder b) der Konkurs nur deswegen nicht eröffnet wird, weil sich infolge offen sichtlicher Überschuldung des Arbeitgebers kein Gläubiger bereit findet, die Kosten vorzuschiessen, oder c) sie gegen ihren Arbeitgeber für Lohnforderungen das Pfändungsbegehren gestellt haben oder bei Bewilligung der Nachlassstundung oder richterlichem Konkursaufschub ( Art. 58 AVIG). Die Aufzählung der Insolvenztatbestände in Art. 51 Abs. 1 und Art. 58 AVIG ist abschliessend (BGE 131 V 196). 1.2 Die Insolvenzentschädigung deckt für das gleiche Arbeitsverhältnis Lohnforde rungen für höchstens die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses, für jeden Monat jedoch nur bis zum Höchstbetrag nach Art. 3 Abs. 2 AVIG. Als Lohn gelten auch die geschuldeten Zulagen ( Art. 52 Abs. 1 AVIG). Die Insolvenzentschädigung deckt ausnahmsweise Lohnforderungen nach der Konkurseröffnung, solange die versicherte Person in guten Treuen nicht wissen konnte, dass der Konkurs eröffnet worden war, und es sich dabei nicht um Mas seschulden handelt. Die maximale Bezugsdauer nach Art. 52 Abs. 1 AVIG darf nicht überschritten werden ( Art. 52 Abs. 1 bis AVIG). Von der Insolvenzentschädigung müssen die gesetzlichen Sozialversicherungs beiträge bezahlt werden. Die Kasse hat die vorgeschriebenen Beiträge mit den zuständigen Organen abzurechnen und den Arbeitnehmern die von ihnen ge schuldeten Beitragsanteile abzuziehen ( Art. 52 Abs. 2 AVIG). 1.3 Gemäss Art. 55 Abs. 1 AVIG muss der Arbeitnehmer im Konkurs- oder Pfän dungsverfahren alles unternehmen, um seine Ansprüche gegenüber dem Arbeit geber zu wahren, bis die Kasse ihm mitteilt, dass sie an seiner Stelle in das Ver fahren eingetreten ist. Danach muss er die Kasse bei der Verfolgung ihres An spruchs in jeder zweckdienlichen Weise unterstützen. Die Bestimmung von Art. 55 Abs. 1 AVIG, wonach der Arbeitnehmer im Kon kurs- oder Pfändungsverfahren alles unternehmen muss, um seine Ansprüche ge genüber dem Arbeitgeber zu wahren, bezieht sich dem Wortlaut nach auf das Konkurs- und Pfändungsverfahren. Sie bildet jedoch Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht, welche auch dann Platz greift, wenn das Arbeitsver hältnis vor der Konkurseröffnung aufgelöst wird ( BGE 114 V 56 E. 4 mit Hinwei sen; Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 ). Eine ursprüngliche Leistungsverweige rung infolge Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt voraus, dass der ver sicherten Person ein schweres Verschulden, also vorsätzliches oder grobfahrläs siges Handeln oder Unterlassen vorgeworfen werden kann. Dem Erfordernis der Verhältnismässigkeit ist mit dem Ausmass der von den Arbeitnehme r n zu erwar tenden Vorkehrungen Rechnung zu tragen, welche sich nach den jeweiligen Um ständen des Einzelfalls richtet (Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1, 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 und 8C_641/2014 vom 2 7. Januar 2015 E. 4.1 ). Damit die Schadenminderungspflicht erfüllt wird und Anspruch auf Insolvenz entschädigung besteht, genügt es nicht, unmissverständliche Zeichen zur Gel tendmachung der Lohnforderungen zu setzen. Gefordert ist auch eine konse quente und kontinuierliche Weiterverfolgung der eingeleiteten Schritte, welche in eine s der vom Gesetz geforderten zwangsvollstreckungsrechtlichen Stadien münden müssen. Arbeitnehmer sollen sich gegenüber dem Arbeitgeber nämlich so verhalten, als ob es das Institut der Insolvenzentschädigung gar nicht gäbe. Dieses Erfordernis lässt ein längeres Untätigsein nicht zu ( Urteile des Bundesge richts 8C_462/2009 vom 3. August 2009 E. 3.3 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 ). Machen Arbeitnehme r gegenüber dem Arbeitgeber während längerer Zeit keine Anstalten, ihrer Lohnforderung mit hinreichender Deutlichkeit Ausdruck zu ver leihen, signalisieren sie mangelndes Interesse. Dadurch verlieren sie auch gegen über der Arbeitslosenversicherung ihre Schutzbedürftigkeit und Schutzwürdigkeit ( Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1). Schliesslich sind nachträgliche Abklärungen zur Entwicklung von Aktiven und Passiven beim Arbeitgeber im Zusammenhang mit Insolvenzentschädigungs an sprüchen nicht zielführend, weil auch eine Überschuldung nicht ausschliessen würde, dass ein Arbeitgeber noch über liquide Mittel verfügte, welche er aber - mangels Drucks seitens der Arbeitnehmer - prioritär für andere Zwecke als für die Bezahlung der Lohnausstände verwendete. Relevant ist, welche Anstrengun gen von einer versicherten Person ex ante zur Geltendmachung ihrer Lohnan sprüche gegenüber dem Arbeitgeber erwartet werden können (SVR 2014 ALV Nr. 4 S. 9 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen E inspracheentscheid da mit, dass die Beschwerdeführerin seit Januar 2015 keine Lohnzahlungen mehr erhalten und bis zum Zahlungsbefehl vom 5. Januar 2016 rund zehn Monate zu gewartet habe, bevor sie erneut rechtliche Schritte eingeleitet habe. Die Rechts öffnung sei dabei mit Urteil vom 2 3. Februar 2016 lediglich deshalb nicht ge währt worden, da die Forderungssumme ungenügend begründet worden sei; die schriftlichen Mahnungen seien offensichtlich wirkungslos gewesen. Durch das Zuwarten während diesem langen Zeitraum habe die Beschwerdeführerin die Schadenminderungspflicht verletzt, so dass kein Anspruch auf Insolvenzentschä digung bestehe ( Urk. 2 S. 3 f.). 2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass sie in der Zeit vom 1 0. Februar 2015 bis 1. September 2015 noch ganze sechs Mo natslöhne erhalten habe. Aufgrund der gemachten Erfahrungen wären weitere rechtliche Schritte nur eine Verschwendung von Zeit und Geld gewesen, zudem habe ihr Anwalt nach dem Urteil vom 2 3. Februar 2016 von der Option einer Rechtsöffnung abgeraten ( Urk. 1). 3. 3.1 Das Ausmass der vorausgesetzten Schadenminderungspflicht richtet sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls. Vom Arbeitnehmer wird in der Regel nicht verlangt, dass er bereits während des bestehenden Arbeitsverhältnisses ge gen den Arbeitgeber Betreibung einleitet oder eine Klage einreicht. Er hat jedoch seine Lohnforderung gegenüber dem Arbeitgeber in eindeutiger und unmissver ständlicher Weise geltend zu machen. Zu weitergehenden Schritten ist die versi cherte Person dann gehalten, wenn es sich um erhebliche Lohnausstände handelt und sie konkret mit einem Lohnverlust rechnen muss. Denn es geht auch für die Zeit vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht an, dass die versicherte Person ohne hinreichenden Grund während längerer Zeit keine rechtlichen Schritte zur Realisierung erheblicher Lohnausstände unternimmt, obschon sie konkret mit dem Verlust der geschuldeten Ge hälter rechnen muss (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht C 264/04 vom 2 0. Juli 2005 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). 3.2 Auch wenn aufgrund des lange dauernden Arbeitsverhältnisses für ein behutsa mes Vorgehen im Zusammenhang mit den Lohnausständen ein gewisses Ver ständnis aufgebracht werden kann, ist dennoch darauf hinzuweisen, dass bereits am 1 7. Februar 2015 ein Zahlungsbefehl über den Betrag von Fr. 75'221.50 er wirkt wurde. Bereits dieser Ausstand ist als erheblich im Sinne der bundesgericht lichen Rechtsprechung zu qualifizieren (vgl. Urteil C 26 4/04 E. 2.2, Urteil des Bundesgericht s 8C_329/2008 vom 3 1. Juli 2008 E. 3.2). Schon allein deshalb wäre die Beschwerdeführerin gehalten gewesen, die Beg leich ung der ausstehenden Lohnzahlungen au f dem Rechtsweg voranzutreiben. Dies gilt umso mehr, als a us dem Schreiben vom 1. November 2015 hervor geht, dass insbesondere für die Monate Januar bis Oktober 2015 ebenfalls kein Lohn ausgerichtet wurde, was in der Folge zur fristlosen Kündigung des Arbeitsver hältnisses führte ( Urk. 5/11 Blatt 26 f.). Auch wenn es zutreffen mag, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit sechs Monatslöhne erhielt (für die Monate Juli bis Dezember 2014, vgl. 5/14 Blatt 12 im Vergleich zu Blatt 20), ist dennoch vor der Auflösung des Arbeitsverhältnisses von Lohnausständen von mehr als Fr. 168'000.-- auszugehen, wurde doch für den Betrag gemäss Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 am 1 6. Januar 2016 die Rechtsöffnung verlangt (Monats löhne Januar bis Oktober 2015 à Fr. 9'354.40 sowie Fr. 75'221.50 gemäss Zah lungsbefehl; Urk. 5/9, Urk. 5/3). Bei diesem massiven Lohnausstand wäre die Be schwerdeführerin im Rahmen der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht ins besondere in der Zeit nach dem Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gehalten gewesen, weitere rechtliche Schritte zur Realisierung des Lohnes einzuleiten. Blosse schriftliche Mahnungen der Aus stände erscheinen dabei der Höhe des Lohnausstandes nicht mehr angemessen. Zu bemerken ist d abei weiter, dass es nicht Sache der versicherten Person sein kann, darüber zu entscheiden, ob sie weitere Vorkehren zur Realisierung der Lohnansprüche treffen will und ob diese erfolgsversprechend sind oder nicht. Das für den Anspruch auf Insolvenzentschädigung gesetzlich vorgeschriebene fortge schrittene Zwangsvollstreckungsverfahren ist durchaus sinnvoll, weil bekanntlich viele Schuldner erst unter dem Druck der unmittelbar bevorstehenden Konkurser öffnung oder Pfändung ihren Zahlungspflichten nachkommen ( BGE 131 V 196 E. 4.1.2). Das Erreichen eines gesetzlich vorgeschriebenen fortgeschrittenen Zwangsvollstreckungsverfahrens ( Art. 51 Abs. 1 und Art. 58 AVIG) bildet für den Anspruch auf Insolvenzentschädigung zwingende Voraussetzung (Urteile des Bundesgerichts 8C_462/2009 vom 3. August 2009 E. 3.2.1 und C 243/06 vom 1 6. Januar 2006 ). Zutreffend ist auch, dass die Rechtsöffnung mit Urteil vom 2 3. Februar 2016 ins besondere deshalb nicht erteilt wurde, da die Zusammensetzung der betriebenen Forderung beziehungsweise die dafür zugrunde liegende Periode nicht habe nachvollzogen werden können ( Urk. 5/9 S. 3). Sowohl die Geltendmachung der weiteren Ansprüche gemäss Zahlungsbefehl vom 5. Januar 2016 als auch gemäss Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 erfolgte demnach auch weiterhin nicht mit der möglichen und nötigen Kontinuierlichkeit, zumal erfahrungsgemäss die Wahrscheinlichkeit eines Lohnverlustes mit dem Zeitablauf stetig zunimmt (Urteil des Bundesgerichts 8C_329/2008 vom 31. Juli 2008 E. 3.2 mit weiteren Hinwei sen). 3.3 In Würdigung der gesamten Umstände ist insbesondere aufgrund der während mehreren Monaten bestehenden ausserordentlich hohen Lohnausständen sowie der verglichen damit wenig zielstrebigen und wenig kontinuierlichen Bemühun gen der Beschwerdeführerin von einer Verletzung der Schadenminderungspflicht auszugehen. Dies führt in Abweisung der Beschwerde zur Bestätigung des angefochtenen Ein spracheentscheids vom 1 7. August 2016. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubSchetty

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2016.00174 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiber Schetty Urteil vom 21. Juni 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___ war seit dem 1. August 2006 bei der Y.___ AG als Projekt Managerin angestellt (Urk. 5/2 ). Infolge ausstehender Lohnzahlungen erwirkte die Versicherte am 1 7. Februar 2015 einen Zahlung sbefehl über den Betrag von Fr. 75'221.50 ( Urk. 5/11 Blatt 23). In der Zeit von Januar bis September 2015 mahnte sie die weiter auflaufenden Lohnausstände schriftlich ( Urk. 5/14 Blatt 12 -20), mit Schreiben vom 1 2. August 2015 anerkannte die Arbeitgeberin einen Teil der geforderten Lohnzahlungen ( Urk. 5/7). Mit Schreiben vom 1. November 2015 mahnte die Versicherte die Ausstände erneut ( Urk. 5/11 Blatt 26), die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte mit Schreiben vom 6. November 2015 ( Urk. 5/11 Blatt 27). Mit Schreiben vom 2 0. November 2015 nahm die Rechtsschutzversicherung der Versicherten mit der ehemaligen Arbeitgeberin Kontakt auf ( Urk. 5/11 Blatt 29). Ein weiterer Zahlungsbefehl über den Betrag von Fr. 53'591.65 erging am 5. Ja nuar 2016 ( Urk. 5/8). Für die mit Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 gefor derte Summe von Fr. 75'221.50 beantragte die Versicherte beim Bezirksgericht Z.___ die Rechtsöffnung; das entsprechende Begehren wurde mit Urteil vom 2 3. Feb ruar 2016 abgewiesen (Urk. 5/9). Am 2 5. Februar 2016 unterzeichnete n die Arbeitgeberin und die Versicherte eine Stundungs- und Abzahlungsvereinba rung sowie eine Schuldanerkennung ( Urk. 5/11 Blatt 37). Mit Entscheid vom 1 1. März 2016 gewährte das Bezirksgericht Z.___ definitive Nachlassstundung bis zum 12. September 2016 (vgl. Urteil im Verfahren AL.2016.00145), worüber die Versicherte am 2 9. März 2016 informiert wurde ( Urk. 5/11 Blatt 22). Am 1 5. April 2016 stellte die Versicherte Antrag auf Insolvenzentschädigung (Urk. 5/1 ). Mit Verfügung vom 9. Juni 2016 verneinte die Arbeitslose nkasse des Kantons Zürich einen Ansp ruch auf Insolvenzentschädigung aufgrund der nur ungenü genden Erfüllung der Schadenminderungspflicht (Urk. 5/13 ) und hielt an dieser Einschätzung mit Einspracheentscheid vom 1 7. August 2016 fest (Urk. 2). Mit Ur teil vom 2 7. September 2016 widerrief das Bezirksgericht Z.___ die am 1 1. März 2016 bewilligte definitive Nachlassstundung und eröffnete den Konkurs über die Y.___ AG. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht mit Urteil vom 3 1. Oktober 2016 ab und eröffnete den Konkurs am gleichen Tag. Das Konkursverfahren wurde mit Urteil des Konkursrichters vom 9. Dezember 2016 mangels Aktiven eingestellt (Urk. 8 ). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 1 7. August 2016 erhob die Versicherte am 1 2. September 2016 Beschwerde und beantragte die Ausrichtung von Insolvenz entschädigung (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 3 0. September 2016 beantragte die Beschwerde geg nerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4 ), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7 ). Das Ge richt zog sodann von Amtes wegen einen Auszug aus dem Handelsregister der Y.___ AG in Liquidation bei ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung ( AVIG ) haben beitragspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen, Anspruch auf Insolvenzentschädigung, wenn: a) gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen oder b) der Konkurs nur deswegen nicht eröffnet wird, weil sich infolge offen sichtlicher Überschuldung des Arbeitgebers kein Gläubiger bereit findet, die Kosten vorzuschiessen, oder c) sie gegen ihren Arbeitgeber für Lohnforderungen das Pfändungsbegehren gestellt haben oder bei Bewilligung der Nachlassstundung oder richterlichem Konkursaufschub ( Art. 58 AVIG). Die Aufzählung der Insolvenztatbestände in Art. 51 Abs. 1 und Art. 58 AVIG ist abschliessend (BGE 131 V 196). 1.2 Die Insolvenzentschädigung deckt für das gleiche Arbeitsverhältnis Lohnforde rungen für höchstens die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses, für jeden Monat jedoch nur bis zum Höchstbetrag nach Art. 3 Abs. 2 AVIG. Als Lohn gelten auch die geschuldeten Zulagen ( Art. 52 Abs. 1 AVIG). Die Insolvenzentschädigung deckt ausnahmsweise Lohnforderungen nach der Konkurseröffnung, solange die versicherte Person in guten Treuen nicht wissen konnte, dass der Konkurs eröffnet worden war, und es sich dabei nicht um Mas seschulden handelt. Die maximale Bezugsdauer nach Art. 52 Abs. 1 AVIG darf nicht überschritten werden ( Art. 52 Abs. 1 bis AVIG). Von der Insolvenzentschädigung müssen die gesetzlichen Sozialversicherungs beiträge bezahlt werden. Die Kasse hat die vorgeschriebenen Beiträge mit den zuständigen Organen abzurechnen und den Arbeitnehmern die von ihnen ge schuldeten Beitragsanteile abzuziehen ( Art. 52 Abs. 2 AVIG). 1.3 Gemäss Art. 55 Abs. 1 AVIG muss der Arbeitnehmer im Konkurs- oder Pfän dungsverfahren alles unternehmen, um seine Ansprüche gegenüber dem Arbeit geber zu wahren, bis die Kasse ihm mitteilt, dass sie an seiner Stelle in das Ver fahren eingetreten ist. Danach muss er die Kasse bei der Verfolgung ihres An spruchs in jeder zweckdienlichen Weise unterstützen. Die Bestimmung von Art. 55 Abs. 1 AVIG, wonach der Arbeitnehmer im Kon kurs- oder Pfändungsverfahren alles unternehmen muss, um seine Ansprüche ge genüber dem Arbeitgeber zu wahren, bezieht sich dem Wortlaut nach auf das Konkurs- und Pfändungsverfahren. Sie bildet jedoch Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht, welche auch dann Platz greift, wenn das Arbeitsver hältnis vor der Konkurseröffnung aufgelöst wird ( BGE 114 V 56 E. 4 mit Hinwei sen; Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 ). Eine ursprüngliche Leistungsverweige rung infolge Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt voraus, dass der ver sicherten Person ein schweres Verschulden, also vorsätzliches oder grobfahrläs siges Handeln oder Unterlassen vorgeworfen werden kann. Dem Erfordernis der Verhältnismässigkeit ist mit dem Ausmass der von den Arbeitnehme r n zu erwar tenden Vorkehrungen Rechnung zu tragen, welche sich nach den jeweiligen Um ständen des Einzelfalls richtet (Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1, 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 und 8C_641/2014 vom 2 7. Januar 2015 E. 4.1 ). Damit die Schadenminderungspflicht erfüllt wird und Anspruch auf Insolvenz entschädigung besteht, genügt es nicht, unmissverständliche Zeichen zur Gel tendmachung der Lohnforderungen zu setzen. Gefordert ist auch eine konse quente und kontinuierliche Weiterverfolgung der eingeleiteten Schritte, welche in eine s der vom Gesetz geforderten zwangsvollstreckungsrechtlichen Stadien münden müssen. Arbeitnehmer sollen sich gegenüber dem Arbeitgeber nämlich so verhalten, als ob es das Institut der Insolvenzentschädigung gar nicht gäbe. Dieses Erfordernis lässt ein längeres Untätigsein nicht zu ( Urteile des Bundesge richts 8C_462/2009 vom 3. August 2009 E. 3.3 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 ). Machen Arbeitnehme r gegenüber dem Arbeitgeber während längerer Zeit keine Anstalten, ihrer Lohnforderung mit hinreichender Deutlichkeit Ausdruck zu ver leihen, signalisieren sie mangelndes Interesse. Dadurch verlieren sie auch gegen über der Arbeitslosenversicherung ihre Schutzbedürftigkeit und Schutzwürdigkeit ( Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1). Schliesslich sind nachträgliche Abklärungen zur Entwicklung von Aktiven und Passiven beim Arbeitgeber im Zusammenhang mit Insolvenzentschädigungs an sprüchen nicht zielführend, weil auch eine Überschuldung nicht ausschliessen würde, dass ein Arbeitgeber noch über liquide Mittel verfügte, welche er aber - mangels Drucks seitens der Arbeitnehmer - prioritär für andere Zwecke als für die Bezahlung der Lohnausstände verwendete. Relevant ist, welche Anstrengun gen von einer versicherten Person ex ante zur Geltendmachung ihrer Lohnan sprüche gegenüber dem Arbeitgeber erwartet werden können (SVR 2014 ALV Nr. 4 S. 9 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen E inspracheentscheid da mit, dass die Beschwerdeführerin seit Januar 2015 keine Lohnzahlungen mehr erhalten und bis zum Zahlungsbefehl vom 5. Januar 2016 rund zehn Monate zu gewartet habe, bevor sie erneut rechtliche Schritte eingeleitet habe. Die Rechts öffnung sei dabei mit Urteil vom 2 3. Februar 2016 lediglich deshalb nicht ge währt worden, da die Forderungssumme ungenügend begründet worden sei; die schriftlichen Mahnungen seien offensichtlich wirkungslos gewesen. Durch das Zuwarten während diesem langen Zeitraum habe die Beschwerdeführerin die Schadenminderungspflicht verletzt, so dass kein Anspruch auf Insolvenzentschä digung bestehe ( Urk. 2 S. 3 f.). 2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass sie in der Zeit vom 1 0. Februar 2015 bis 1. September 2015 noch ganze sechs Mo natslöhne erhalten habe. Aufgrund der gemachten Erfahrungen wären weitere rechtliche Schritte nur eine Verschwendung von Zeit und Geld gewesen, zudem habe ihr Anwalt nach dem Urteil vom 2 3. Februar 2016 von der Option einer Rechtsöffnung abgeraten ( Urk. 1). 3. 3.1 Das Ausmass der vorausgesetzten Schadenminderungspflicht richtet sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls. Vom Arbeitnehmer wird in der Regel nicht verlangt, dass er bereits während des bestehenden Arbeitsverhältnisses ge gen den Arbeitgeber Betreibung einleitet oder eine Klage einreicht. Er hat jedoch seine Lohnforderung gegenüber dem Arbeitgeber in eindeutiger und unmissver ständlicher Weise geltend zu machen. Zu weitergehenden Schritten ist die versi cherte Person dann gehalten, wenn es sich um erhebliche Lohnausstände handelt und sie konkret mit einem Lohnverlust rechnen muss. Denn es geht auch für die Zeit vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht an, dass die versicherte Person ohne hinreichenden Grund während längerer Zeit keine rechtlichen Schritte zur Realisierung erheblicher Lohnausstände unternimmt, obschon sie konkret mit dem Verlust der geschuldeten Ge hälter rechnen muss (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht C 264/04 vom 2 0. Juli 2005 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). 3.2 Auch wenn aufgrund des lange dauernden Arbeitsverhältnisses für ein behutsa mes Vorgehen im Zusammenhang mit den Lohnausständen ein gewisses Ver ständnis aufgebracht werden kann, ist dennoch darauf hinzuweisen, dass bereits am 1 7. Februar 2015 ein Zahlungsbefehl über den Betrag von Fr. 75'221.50 er wirkt wurde. Bereits dieser Ausstand ist als erheblich im Sinne der bundesgericht lichen Rechtsprechung zu qualifizieren (vgl. Urteil C 26 4/04 E. 2.2, Urteil des Bundesgericht s 8C_329/2008 vom 3 1. Juli 2008 E. 3.2). Schon allein deshalb wäre die Beschwerdeführerin gehalten gewesen, die Beg leich ung der ausstehenden Lohnzahlungen au f dem Rechtsweg voranzutreiben. Dies gilt umso mehr, als a us dem Schreiben vom 1. November 2015 hervor geht, dass insbesondere für die Monate Januar bis Oktober 2015 ebenfalls kein Lohn ausgerichtet wurde, was in der Folge zur fristlosen Kündigung des Arbeitsver hältnisses führte ( Urk. 5/11 Blatt 26 f.). Auch wenn es zutreffen mag, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit sechs Monatslöhne erhielt (für die Monate Juli bis Dezember 2014, vgl. 5/14 Blatt 12 im Vergleich zu Blatt 20), ist dennoch vor der Auflösung des Arbeitsverhältnisses von Lohnausständen von mehr als Fr. 168'000.-- auszugehen, wurde doch für den Betrag gemäss Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 am 1 6. Januar 2016 die Rechtsöffnung verlangt (Monats löhne Januar bis Oktober 2015 à Fr. 9'354.40 sowie Fr. 75'221.50 gemäss Zah lungsbefehl; Urk. 5/9, Urk. 5/3). Bei diesem massiven Lohnausstand wäre die Be schwerdeführerin im Rahmen der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht ins besondere in der Zeit nach dem Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gehalten gewesen, weitere rechtliche Schritte zur Realisierung des Lohnes einzuleiten. Blosse schriftliche Mahnungen der Aus stände erscheinen dabei der Höhe des Lohnausstandes nicht mehr angemessen. Zu bemerken ist d abei weiter, dass es nicht Sache der versicherten Person sein kann, darüber zu entscheiden, ob sie weitere Vorkehren zur Realisierung der Lohnansprüche treffen will und ob diese erfolgsversprechend sind oder nicht. Das für den Anspruch auf Insolvenzentschädigung gesetzlich vorgeschriebene fortge schrittene Zwangsvollstreckungsverfahren ist durchaus sinnvoll, weil bekanntlich viele Schuldner erst unter dem Druck der unmittelbar bevorstehenden Konkurser öffnung oder Pfändung ihren Zahlungspflichten nachkommen ( BGE 131 V 196 E. 4.1.2). Das Erreichen eines gesetzlich vorgeschriebenen fortgeschrittenen Zwangsvollstreckungsverfahrens ( Art. 51 Abs. 1 und Art. 58 AVIG) bildet für den Anspruch auf Insolvenzentschädigung zwingende Voraussetzung (Urteile des Bundesgerichts 8C_462/2009 vom 3. August 2009 E. 3.2.1 und C 243/06 vom 1 6. Januar 2006 ). Zutreffend ist auch, dass die Rechtsöffnung mit Urteil vom 2 3. Februar 2016 ins besondere deshalb nicht erteilt wurde, da die Zusammensetzung der betriebenen Forderung beziehungsweise die dafür zugrunde liegende Periode nicht habe nachvollzogen werden können ( Urk. 5/9 S. 3). Sowohl die Geltendmachung der weiteren Ansprüche gemäss Zahlungsbefehl vom 5. Januar 2016 als auch gemäss Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 erfolgte demnach auch weiterhin nicht mit der möglichen und nötigen Kontinuierlichkeit, zumal erfahrungsgemäss die Wahrscheinlichkeit eines Lohnverlustes mit dem Zeitablauf stetig zunimmt (Urteil des Bundesgerichts 8C_329/2008 vom 31. Juli 2008 E. 3.2 mit weiteren Hinwei sen). 3.3 In Würdigung der gesamten Umstände ist insbesondere aufgrund der während mehreren Monaten bestehenden ausserordentlich hohen Lohnausständen sowie der verglichen damit wenig zielstrebigen und wenig kontinuierlichen Bemühun gen der Beschwerdeführerin von einer Verletzung der Schadenminderungspflicht auszugehen. Dies führt in Abweisung der Beschwerde zur Bestätigung des angefochtenen Ein spracheentscheids vom 1 7. August 2016. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubSchetty

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2016.00174 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiber Schetty Urteil vom 21. Juni 2018

AL.2016.00174

AL.2016.00174

AL.2016.00174 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiber Schetty

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiber Schetty

Urteil vom 21. Juni 2018

Urteil vom 21. Juni 2018 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen

Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur

Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___ war seit dem 1. August 2006 bei der Y.___ AG als Projekt Managerin angestellt (Urk. 5/2 ). Infolge ausstehender Lohnzahlungen erwirkte die Versicherte am 1 7. Februar 2015 einen Zahlung sbefehl über den Betrag von Fr. 75'221.50 ( Urk. 5/11 Blatt 23). In der Zeit von Januar bis September 2015 mahnte sie die weiter auflaufenden Lohnausstände schriftlich ( Urk. 5/14 Blatt 12 -20), mit Schreiben vom 1 2. August 2015 anerkannte die Arbeitgeberin einen Teil der geforderten Lohnzahlungen ( Urk. 5/7). Mit Schreiben vom 1. November 2015 mahnte die Versicherte die Ausstände erneut ( Urk. 5/11 Blatt 26), die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte mit Schreiben vom 6. November 2015 ( Urk. 5/11 Blatt 27).

1. X.___ war seit dem 1. August 2006 bei der Y.___ AG als Projekt Managerin angestellt (Urk. 5/2 ). Infolge ausstehender Lohnzahlungen erwirkte die Versicherte am 1 7. Februar 2015 einen Zahlung sbefehl über den Betrag von Fr. 75'221.50 ( Urk. 5/11 Blatt 23). In der Zeit von Januar bis September 2015 mahnte sie die weiter auflaufenden Lohnausstände schriftlich ( Urk. 5/14 Blatt 12 -20), mit Schreiben vom 1 2. August 2015 anerkannte die Arbeitgeberin einen Teil der geforderten Lohnzahlungen ( Urk. 5/7). Mit Schreiben vom 1. November 2015 mahnte die Versicherte die Ausstände erneut ( Urk. 5/11 Blatt 26), die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte mit Schreiben vom 6. November 2015 ( Urk. 5/11 Blatt 27). Mit Schreiben vom 2 0. November 2015 nahm die Rechtsschutzversicherung der Versicherten mit der ehemaligen Arbeitgeberin Kontakt auf ( Urk. 5/11 Blatt 29). Ein weiterer Zahlungsbefehl über den Betrag von Fr. 53'591.65 erging am 5. Ja nuar 2016 ( Urk. 5/8). Für die mit Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 gefor derte Summe von Fr. 75'221.50 beantragte die Versicherte beim Bezirksgericht Z.___ die Rechtsöffnung; das entsprechende Begehren wurde mit Urteil vom 2 3. Feb ruar 2016 abgewiesen (Urk. 5/9). Am 2 5. Februar 2016 unterzeichnete n die Arbeitgeberin und die Versicherte eine Stundungs- und Abzahlungsvereinba rung sowie eine Schuldanerkennung ( Urk. 5/11 Blatt 37). Mit Entscheid vom 1 1. März 2016 gewährte das Bezirksgericht Z.___ definitive Nachlassstundung bis zum 12. September 2016 (vgl. Urteil im Verfahren AL.2016.00145), worüber die Versicherte am 2 9. März 2016 informiert wurde ( Urk. 5/11 Blatt 22). Am 1 5. April 2016 stellte die Versicherte Antrag auf Insolvenzentschädigung (Urk. 5/1 ).

Mit Schreiben vom 2 0. November 2015 nahm die Rechtsschutzversicherung der Versicherten mit der ehemaligen Arbeitgeberin Kontakt auf ( Urk. 5/11 Blatt 29). Ein weiterer Zahlungsbefehl über den Betrag von Fr. 53'591.65 erging am 5. Ja nuar 2016 ( Urk. 5/8). Für die mit Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 gefor derte Summe von Fr. 75'221.50 beantragte die Versicherte beim Bezirksgericht Z.___ die Rechtsöffnung; das entsprechende Begehren wurde mit Urteil vom 2 3. Feb ruar 2016 abgewiesen (Urk. 5/9). Am 2 5. Februar 2016 unterzeichnete n die Arbeitgeberin und die Versicherte eine Stundungs- und Abzahlungsvereinba rung sowie eine Schuldanerkennung ( Urk. 5/11 Blatt 37). Mit Entscheid vom 1 1. März 2016 gewährte das Bezirksgericht Z.___ definitive Nachlassstundung bis zum 12. September 2016 (vgl. Urteil im Verfahren AL.2016.00145), worüber die Versicherte am 2 9. März 2016 informiert wurde ( Urk. 5/11 Blatt 22). Am 1 5. April 2016 stellte die Versicherte Antrag auf Insolvenzentschädigung (Urk. 5/1 ). Mit Verfügung vom 9. Juni 2016 verneinte die Arbeitslose nkasse des Kantons Zürich einen Ansp ruch auf Insolvenzentschädigung aufgrund der nur ungenü genden Erfüllung der Schadenminderungspflicht (Urk. 5/13 ) und hielt an dieser Einschätzung mit Einspracheentscheid vom 1 7. August 2016 fest (Urk. 2). Mit Ur teil vom 2 7. September 2016 widerrief das Bezirksgericht Z.___ die am 1 1. März 2016 bewilligte definitive Nachlassstundung und eröffnete den Konkurs über die Y.___ AG. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht mit Urteil vom 3 1. Oktober 2016 ab und eröffnete den Konkurs am gleichen Tag. Das Konkursverfahren wurde mit Urteil des Konkursrichters vom 9. Dezember 2016 mangels Aktiven eingestellt (Urk. 8 ).

Mit Verfügung vom 9. Juni 2016 verneinte die Arbeitslose nkasse des Kantons Zürich einen Ansp ruch auf Insolvenzentschädigung aufgrund der nur ungenü genden Erfüllung der Schadenminderungspflicht (Urk. 5/13 ) und hielt an dieser Einschätzung mit Einspracheentscheid vom 1 7. August 2016 fest (Urk. 2). Mit Ur teil vom 2 7. September 2016 widerrief das Bezirksgericht Z.___ die am 1 1. März 2016 bewilligte definitive Nachlassstundung und eröffnete den Konkurs über die Y.___ AG. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht mit Urteil vom 3 1. Oktober 2016 ab und eröffnete den Konkurs am gleichen Tag. Das Konkursverfahren wurde mit Urteil des Konkursrichters vom 9. Dezember 2016 mangels Aktiven eingestellt (Urk. 8 ). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 1 7. August 2016 erhob die Versicherte am 1 2. September 2016 Beschwerde und beantragte die Ausrichtung von Insolvenz entschädigung (Urk. 1).

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 1 7. August 2016 erhob die Versicherte am 1 2. September 2016 Beschwerde und beantragte die Ausrichtung von Insolvenz entschädigung (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 3 0. September 2016 beantragte die Beschwerde geg nerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4 ), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7 ). Das Ge richt zog sodann von Amtes wegen einen Auszug aus dem Handelsregister der Y.___ AG in Liquidation bei ( Urk. 8).

Mit Beschwerdeantwort vom 3 0. September 2016 beantragte die Beschwerde geg nerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4 ), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7 ). Das Ge richt zog sodann von Amtes wegen einen Auszug aus dem Handelsregister der Y.___ AG in Liquidation bei ( Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung ( AVIG ) haben beitragspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen, Anspruch auf Insolvenzentschädigung, wenn:

1.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung ( AVIG ) haben beitragspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen, Anspruch auf Insolvenzentschädigung, wenn: a) gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen oder

a) gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen oder b) der Konkurs nur deswegen nicht eröffnet wird, weil sich infolge offen sichtlicher Überschuldung des Arbeitgebers kein Gläubiger bereit findet, die Kosten vorzuschiessen, oder

b) der Konkurs nur deswegen nicht eröffnet wird, weil sich infolge offen sichtlicher Überschuldung des Arbeitgebers kein Gläubiger bereit findet, die Kosten vorzuschiessen, oder c) sie gegen ihren Arbeitgeber für Lohnforderungen das Pfändungsbegehren gestellt haben

c) sie gegen ihren Arbeitgeber für Lohnforderungen das Pfändungsbegehren gestellt haben oder bei Bewilligung der Nachlassstundung oder richterlichem Konkursaufschub ( Art. 58 AVIG). oder bei Bewilligung der Nachlassstundung oder richterlichem Konkursaufschub ( Art. 58 AVIG). Die Aufzählung der Insolvenztatbestände in Art. 51 Abs. 1 und Art. 58 AVIG ist abschliessend (BGE 131 V 196).

Die Aufzählung der Insolvenztatbestände in Art. 51 Abs. 1 und Art. 58 AVIG ist abschliessend (BGE 131 V 196). 1.2 Die Insolvenzentschädigung deckt für das gleiche Arbeitsverhältnis Lohnforde rungen für höchstens die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses, für jeden Monat jedoch nur bis zum Höchstbetrag nach Art. 3 Abs. 2 AVIG. Als Lohn gelten auch die geschuldeten Zulagen ( Art. 52 Abs. 1 AVIG).

1.2 Die Insolvenzentschädigung deckt für das gleiche Arbeitsverhältnis Lohnforde rungen für höchstens die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses, für jeden Monat jedoch nur bis zum Höchstbetrag nach Art. 3 Abs. 2 AVIG. Als Lohn gelten auch die geschuldeten Zulagen ( Art. 52 Abs. 1 AVIG). Die Insolvenzentschädigung deckt ausnahmsweise Lohnforderungen nach der Konkurseröffnung, solange die versicherte Person in guten Treuen nicht wissen konnte, dass der Konkurs eröffnet worden war, und es sich dabei nicht um Mas seschulden handelt. Die maximale Bezugsdauer nach Art. 52 Abs. 1 AVIG darf nicht überschritten werden ( Art. 52 Abs. 1 bis AVIG).

Die Insolvenzentschädigung deckt ausnahmsweise Lohnforderungen nach der Konkurseröffnung, solange die versicherte Person in guten Treuen nicht wissen konnte, dass der Konkurs eröffnet worden war, und es sich dabei nicht um Mas seschulden handelt. Die maximale Bezugsdauer nach Art. 52 Abs. 1 AVIG darf nicht überschritten werden ( Art. 52 Abs. 1 bis AVIG). Von der Insolvenzentschädigung müssen die gesetzlichen Sozialversicherungs beiträge bezahlt werden. Die Kasse hat die vorgeschriebenen Beiträge mit den zuständigen Organen abzurechnen und den Arbeitnehmern die von ihnen ge schuldeten Beitragsanteile abzuziehen ( Art. 52 Abs. 2 AVIG).

Von der Insolvenzentschädigung müssen die gesetzlichen Sozialversicherungs beiträge bezahlt werden. Die Kasse hat die vorgeschriebenen Beiträge mit den zuständigen Organen abzurechnen und den Arbeitnehmern die von ihnen ge schuldeten Beitragsanteile abzuziehen ( Art. 52 Abs. 2 AVIG). 1.3 Gemäss Art. 55 Abs. 1 AVIG muss der Arbeitnehmer im Konkurs- oder Pfän dungsverfahren alles unternehmen, um seine Ansprüche gegenüber dem Arbeit geber zu wahren, bis die Kasse ihm mitteilt, dass sie an seiner Stelle in das Ver fahren eingetreten ist. Danach muss er die Kasse bei der Verfolgung ihres An spruchs in jeder zweckdienlichen Weise unterstützen.

1.3 Gemäss Art. 55 Abs. 1 AVIG muss der Arbeitnehmer im Konkurs- oder Pfän dungsverfahren alles unternehmen, um seine Ansprüche gegenüber dem Arbeit geber zu wahren, bis die Kasse ihm mitteilt, dass sie an seiner Stelle in das Ver fahren eingetreten ist. Danach muss er die Kasse bei der Verfolgung ihres An spruchs in jeder zweckdienlichen Weise unterstützen. Die Bestimmung von Art. 55 Abs. 1 AVIG, wonach der Arbeitnehmer im Kon kurs- oder Pfändungsverfahren alles unternehmen muss, um seine Ansprüche ge genüber dem Arbeitgeber zu wahren, bezieht sich dem Wortlaut nach auf das Konkurs- und Pfändungsverfahren. Sie bildet jedoch Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht, welche auch dann Platz greift, wenn das Arbeitsver hältnis vor der Konkurseröffnung aufgelöst wird ( BGE 114 V 56 E. 4 mit Hinwei sen; Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 ). Eine ursprüngliche Leistungsverweige rung infolge Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt voraus, dass der ver sicherten Person ein schweres Verschulden, also vorsätzliches oder grobfahrläs siges Handeln oder Unterlassen vorgeworfen werden kann. Dem Erfordernis der Verhältnismässigkeit ist mit dem Ausmass der von den Arbeitnehme r n zu erwar tenden Vorkehrungen Rechnung zu tragen, welche sich nach den jeweiligen Um ständen des Einzelfalls richtet (Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1, 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 und 8C_641/2014 vom 2 7. Januar 2015 E. 4.1 ).

Die Bestimmung von Art. 55 Abs. 1 AVIG, wonach der Arbeitnehmer im Kon kurs- oder Pfändungsverfahren alles unternehmen muss, um seine Ansprüche ge genüber dem Arbeitgeber zu wahren, bezieht sich dem Wortlaut nach auf das Konkurs- und Pfändungsverfahren. Sie bildet jedoch Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht, welche auch dann Platz greift, wenn das Arbeitsver hältnis vor der Konkurseröffnung aufgelöst wird ( BGE 114 V 56 E. 4 mit Hinwei sen; Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 ). Eine ursprüngliche Leistungsverweige rung infolge Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt voraus, dass der ver sicherten Person ein schweres Verschulden, also vorsätzliches oder grobfahrläs siges Handeln oder Unterlassen vorgeworfen werden kann. Dem Erfordernis der Verhältnismässigkeit ist mit dem Ausmass der von den Arbeitnehme r n zu erwar tenden Vorkehrungen Rechnung zu tragen, welche sich nach den jeweiligen Um ständen des Einzelfalls richtet (Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1, 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 und 8C_641/2014 vom 2 7. Januar 2015 E. 4.1 ). Damit die Schadenminderungspflicht erfüllt wird und Anspruch auf Insolvenz entschädigung besteht, genügt es nicht, unmissverständliche Zeichen zur Gel tendmachung der Lohnforderungen zu setzen. Gefordert ist auch eine konse quente und kontinuierliche Weiterverfolgung der eingeleiteten Schritte, welche in eine s der vom Gesetz geforderten zwangsvollstreckungsrechtlichen Stadien münden müssen. Arbeitnehmer sollen sich gegenüber dem Arbeitgeber nämlich so verhalten, als ob es das Institut der Insolvenzentschädigung gar nicht gäbe. Dieses Erfordernis lässt ein längeres Untätigsein nicht zu ( Urteile des Bundesge richts 8C_462/2009 vom 3. August 2009 E. 3.3 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 ).

Damit die Schadenminderungspflicht erfüllt wird und Anspruch auf Insolvenz entschädigung besteht, genügt es nicht, unmissverständliche Zeichen zur Gel tendmachung der Lohnforderungen zu setzen. Gefordert ist auch eine konse quente und kontinuierliche Weiterverfolgung der eingeleiteten Schritte, welche in eine s der vom Gesetz geforderten zwangsvollstreckungsrechtlichen Stadien münden müssen. Arbeitnehmer sollen sich gegenüber dem Arbeitgeber nämlich so verhalten, als ob es das Institut der Insolvenzentschädigung gar nicht gäbe. Dieses Erfordernis lässt ein längeres Untätigsein nicht zu ( Urteile des Bundesge richts 8C_462/2009 vom 3. August 2009 E. 3.3 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1 ). Machen Arbeitnehme r gegenüber dem Arbeitgeber während längerer Zeit keine Anstalten, ihrer Lohnforderung mit hinreichender Deutlichkeit Ausdruck zu ver leihen, signalisieren sie mangelndes Interesse. Dadurch verlieren sie auch gegen über der Arbeitslosenversicherung ihre Schutzbedürftigkeit und Schutzwürdigkeit ( Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1).

Machen Arbeitnehme r gegenüber dem Arbeitgeber während längerer Zeit keine Anstalten, ihrer Lohnforderung mit hinreichender Deutlichkeit Ausdruck zu ver leihen, signalisieren sie mangelndes Interesse. Dadurch verlieren sie auch gegen über der Arbeitslosenversicherung ihre Schutzbedürftigkeit und Schutzwürdigkeit ( Urteile des Bundesgerichts 8C_66/2013 vom 1 8. November 2013 E. 4.1 und 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1). Schliesslich sind nachträgliche Abklärungen zur Entwicklung von Aktiven und Passiven beim Arbeitgeber im Zusammenhang mit Insolvenzentschädigungs an sprüchen nicht zielführend, weil auch eine Überschuldung nicht ausschliessen würde, dass ein Arbeitgeber noch über liquide Mittel verfügte, welche er aber - mangels Drucks seitens der Arbeitnehmer - prioritär für andere Zwecke als für die Bezahlung der Lohnausstände verwendete. Relevant ist, welche Anstrengun gen von einer versicherten Person ex ante zur Geltendmachung ihrer Lohnan sprüche gegenüber dem Arbeitgeber erwartet werden können (SVR 2014 ALV Nr. 4 S. 9 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1).

Schliesslich sind nachträgliche Abklärungen zur Entwicklung von Aktiven und Passiven beim Arbeitgeber im Zusammenhang mit Insolvenzentschädigungs an sprüchen nicht zielführend, weil auch eine Überschuldung nicht ausschliessen würde, dass ein Arbeitgeber noch über liquide Mittel verfügte, welche er aber - mangels Drucks seitens der Arbeitnehmer - prioritär für andere Zwecke als für die Bezahlung der Lohnausstände verwendete. Relevant ist, welche Anstrengun gen von einer versicherten Person ex ante zur Geltendmachung ihrer Lohnan sprüche gegenüber dem Arbeitgeber erwartet werden können (SVR 2014 ALV Nr. 4 S. 9 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2014 vom 1 7. Juli 2014 E. 6.1). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen E inspracheentscheid da mit, dass die Beschwerdeführerin seit Januar 2015 keine Lohnzahlungen mehr erhalten und bis zum Zahlungsbefehl vom 5. Januar 2016 rund zehn Monate zu gewartet habe, bevor sie erneut rechtliche Schritte eingeleitet habe. Die Rechts öffnung sei dabei mit Urteil vom 2 3. Februar 2016 lediglich deshalb nicht ge währt worden, da die Forderungssumme ungenügend begründet worden sei; die schriftlichen Mahnungen seien offensichtlich wirkungslos gewesen. Durch das Zuwarten während diesem langen Zeitraum habe die Beschwerdeführerin die Schadenminderungspflicht verletzt, so dass kein Anspruch auf Insolvenzentschä digung bestehe ( Urk. 2 S. 3 f.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen E inspracheentscheid da mit, dass die Beschwerdeführerin seit Januar 2015 keine Lohnzahlungen mehr erhalten und bis zum Zahlungsbefehl vom 5. Januar 2016 rund zehn Monate zu gewartet habe, bevor sie erneut rechtliche Schritte eingeleitet habe. Die Rechts öffnung sei dabei mit Urteil vom 2 3. Februar 2016 lediglich deshalb nicht ge währt worden, da die Forderungssumme ungenügend begründet worden sei; die schriftlichen Mahnungen seien offensichtlich wirkungslos gewesen. Durch das Zuwarten während diesem langen Zeitraum habe die Beschwerdeführerin die Schadenminderungspflicht verletzt, so dass kein Anspruch auf Insolvenzentschä digung bestehe ( Urk. 2 S. 3 f.). 2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass sie in der Zeit vom 1 0. Februar 2015 bis 1. September 2015 noch ganze sechs Mo natslöhne erhalten habe. Aufgrund der gemachten Erfahrungen wären weitere rechtliche Schritte nur eine Verschwendung von Zeit und Geld gewesen, zudem habe ihr Anwalt nach dem Urteil vom 2 3. Februar 2016 von der Option einer Rechtsöffnung abgeraten ( Urk. 1).

2.2 Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass sie in der Zeit vom 1 0. Februar 2015 bis 1. September 2015 noch ganze sechs Mo natslöhne erhalten habe. Aufgrund der gemachten Erfahrungen wären weitere rechtliche Schritte nur eine Verschwendung von Zeit und Geld gewesen, zudem habe ihr Anwalt nach dem Urteil vom 2 3. Februar 2016 von der Option einer Rechtsöffnung abgeraten ( Urk. 1). 3.

3. 3.1 Das Ausmass der vorausgesetzten Schadenminderungspflicht richtet sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls. Vom Arbeitnehmer wird in der Regel nicht verlangt, dass er bereits während des bestehenden Arbeitsverhältnisses ge gen den Arbeitgeber Betreibung einleitet oder eine Klage einreicht. Er hat jedoch seine Lohnforderung gegenüber dem Arbeitgeber in eindeutiger und unmissver ständlicher Weise geltend zu machen. Zu weitergehenden Schritten ist die versi cherte Person dann gehalten, wenn es sich um erhebliche Lohnausstände handelt und sie konkret mit einem Lohnverlust rechnen muss. Denn es geht auch für die Zeit vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht an, dass die versicherte Person ohne hinreichenden Grund während längerer Zeit keine rechtlichen Schritte zur Realisierung erheblicher Lohnausstände unternimmt, obschon sie konkret mit dem Verlust der geschuldeten Ge hälter rechnen muss (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht C 264/04 vom 2 0. Juli 2005 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen).

3.1 Das Ausmass der vorausgesetzten Schadenminderungspflicht richtet sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls. Vom Arbeitnehmer wird in der Regel nicht verlangt, dass er bereits während des bestehenden Arbeitsverhältnisses ge gen den Arbeitgeber Betreibung einleitet oder eine Klage einreicht. Er hat jedoch seine Lohnforderung gegenüber dem Arbeitgeber in eindeutiger und unmissver ständlicher Weise geltend zu machen. Zu weitergehenden Schritten ist die versi cherte Person dann gehalten, wenn es sich um erhebliche Lohnausstände handelt und sie konkret mit einem Lohnverlust rechnen muss. Denn es geht auch für die Zeit vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht an, dass die versicherte Person ohne hinreichenden Grund während längerer Zeit keine rechtlichen Schritte zur Realisierung erheblicher Lohnausstände unternimmt, obschon sie konkret mit dem Verlust der geschuldeten Ge hälter rechnen muss (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht C 264/04 vom 2 0. Juli 2005 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). 3.2 Auch wenn aufgrund des lange dauernden Arbeitsverhältnisses für ein behutsa mes Vorgehen im Zusammenhang mit den Lohnausständen ein gewisses Ver ständnis aufgebracht werden kann, ist dennoch darauf hinzuweisen, dass bereits am 1 7. Februar 2015 ein Zahlungsbefehl über den Betrag von Fr. 75'221.50 er wirkt wurde. Bereits dieser Ausstand ist als erheblich im Sinne der bundesgericht lichen Rechtsprechung zu qualifizieren (vgl. Urteil C 26 4/04 E. 2.2, Urteil des Bundesgericht s 8C_329/2008 vom 3 1. Juli 2008 E. 3.2). Schon allein deshalb wäre die Beschwerdeführerin gehalten gewesen, die Beg leich ung der ausstehenden Lohnzahlungen au f dem Rechtsweg voranzutreiben.

3.2 Auch wenn aufgrund des lange dauernden Arbeitsverhältnisses für ein behutsa mes Vorgehen im Zusammenhang mit den Lohnausständen ein gewisses Ver ständnis aufgebracht werden kann, ist dennoch darauf hinzuweisen, dass bereits am 1 7. Februar 2015 ein Zahlungsbefehl über den Betrag von Fr. 75'221.50 er wirkt wurde. Bereits dieser Ausstand ist als erheblich im Sinne der bundesgericht lichen Rechtsprechung zu qualifizieren (vgl. Urteil C 26 4/04 E. 2.2, Urteil des Bundesgericht s 8C_329/2008 vom 3 1. Juli 2008 E. 3.2). Schon allein deshalb wäre die Beschwerdeführerin gehalten gewesen, die Beg leich ung der ausstehenden Lohnzahlungen au f dem Rechtsweg voranzutreiben. Dies gilt umso mehr, als a us dem Schreiben vom 1. November 2015 hervor geht, dass insbesondere für die Monate Januar bis Oktober 2015 ebenfalls kein Lohn ausgerichtet wurde, was in der Folge zur fristlosen Kündigung des Arbeitsver hältnisses führte ( Urk. 5/11 Blatt 26 f.). Auch wenn es zutreffen mag, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit sechs Monatslöhne erhielt (für die Monate Juli bis Dezember 2014, vgl. 5/14 Blatt 12 im Vergleich zu Blatt 20), ist dennoch vor der Auflösung des Arbeitsverhältnisses von Lohnausständen von mehr als Fr. 168'000.-- auszugehen, wurde doch für den Betrag gemäss Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 am 1 6. Januar 2016 die Rechtsöffnung verlangt (Monats löhne Januar bis Oktober 2015 à Fr. 9'354.40 sowie Fr. 75'221.50 gemäss Zah lungsbefehl; Urk. 5/9, Urk. 5/3). Bei diesem massiven Lohnausstand wäre die Be schwerdeführerin im Rahmen der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht ins besondere in der Zeit nach dem Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gehalten gewesen, weitere rechtliche Schritte zur Realisierung des Lohnes einzuleiten. Blosse schriftliche Mahnungen der Aus stände erscheinen dabei der Höhe des Lohnausstandes nicht mehr angemessen.

Dies gilt umso mehr, als a us dem Schreiben vom 1. November 2015 hervor geht, dass insbesondere für die Monate Januar bis Oktober 2015 ebenfalls kein Lohn ausgerichtet wurde, was in der Folge zur fristlosen Kündigung des Arbeitsver hältnisses führte ( Urk. 5/11 Blatt 26 f.). Auch wenn es zutreffen mag, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit sechs Monatslöhne erhielt (für die Monate Juli bis Dezember 2014, vgl. 5/14 Blatt 12 im Vergleich zu Blatt 20), ist dennoch vor der Auflösung des Arbeitsverhältnisses von Lohnausständen von mehr als Fr. 168'000.-- auszugehen, wurde doch für den Betrag gemäss Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 am 1 6. Januar 2016 die Rechtsöffnung verlangt (Monats löhne Januar bis Oktober 2015 à Fr. 9'354.40 sowie Fr. 75'221.50 gemäss Zah lungsbefehl; Urk. 5/9, Urk. 5/3). Bei diesem massiven Lohnausstand wäre die Be schwerdeführerin im Rahmen der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht ins besondere in der Zeit nach dem Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gehalten gewesen, weitere rechtliche Schritte zur Realisierung des Lohnes einzuleiten. Blosse schriftliche Mahnungen der Aus stände erscheinen dabei der Höhe des Lohnausstandes nicht mehr angemessen. Zu bemerken ist d abei weiter, dass es nicht Sache der versicherten Person sein kann, darüber zu entscheiden, ob sie weitere Vorkehren zur Realisierung der Lohnansprüche treffen will und ob diese erfolgsversprechend sind oder nicht. Das für den Anspruch auf Insolvenzentschädigung gesetzlich vorgeschriebene fortge schrittene Zwangsvollstreckungsverfahren ist durchaus sinnvoll, weil bekanntlich viele Schuldner erst unter dem Druck der unmittelbar bevorstehenden Konkurser öffnung oder Pfändung ihren Zahlungspflichten nachkommen ( BGE 131 V 196 E. 4.1.2). Das Erreichen eines gesetzlich vorgeschriebenen fortgeschrittenen Zwangsvollstreckungsverfahrens ( Art. 51 Abs. 1 und Art. 58 AVIG) bildet für den Anspruch auf Insolvenzentschädigung zwingende Voraussetzung (Urteile des Bundesgerichts 8C_462/2009 vom 3. August 2009 E. 3.2.1 und C 243/06 vom 1 6. Januar 2006 ).

Zu bemerken ist d abei weiter, dass es nicht Sache der versicherten Person sein kann, darüber zu entscheiden, ob sie weitere Vorkehren zur Realisierung der Lohnansprüche treffen will und ob diese erfolgsversprechend sind oder nicht. Das für den Anspruch auf Insolvenzentschädigung gesetzlich vorgeschriebene fortge schrittene Zwangsvollstreckungsverfahren ist durchaus sinnvoll, weil bekanntlich viele Schuldner erst unter dem Druck der unmittelbar bevorstehenden Konkurser öffnung oder Pfändung ihren Zahlungspflichten nachkommen ( BGE 131 V 196 E. 4.1.2). Das Erreichen eines gesetzlich vorgeschriebenen fortgeschrittenen Zwangsvollstreckungsverfahrens ( Art. 51 Abs. 1 und Art. 58 AVIG) bildet für den Anspruch auf Insolvenzentschädigung zwingende Voraussetzung (Urteile des Bundesgerichts 8C_462/2009 vom 3. August 2009 E. 3.2.1 und C 243/06 vom 1 6. Januar 2006 ). Zutreffend ist auch, dass die Rechtsöffnung mit Urteil vom 2 3. Februar 2016 ins besondere deshalb nicht erteilt wurde, da die Zusammensetzung der betriebenen Forderung beziehungsweise die dafür zugrunde liegende Periode nicht habe nachvollzogen werden können ( Urk. 5/9 S. 3). Sowohl die Geltendmachung der weiteren Ansprüche gemäss Zahlungsbefehl vom 5. Januar 2016 als auch gemäss Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 erfolgte demnach auch weiterhin nicht mit der möglichen und nötigen Kontinuierlichkeit, zumal erfahrungsgemäss die Wahrscheinlichkeit eines Lohnverlustes mit dem Zeitablauf stetig zunimmt (Urteil des Bundesgerichts 8C_329/2008 vom 31. Juli 2008 E. 3.2 mit weiteren Hinwei sen).

Zutreffend ist auch, dass die Rechtsöffnung mit Urteil vom 2 3. Februar 2016 ins besondere deshalb nicht erteilt wurde, da die Zusammensetzung der betriebenen Forderung beziehungsweise die dafür zugrunde liegende Periode nicht habe nachvollzogen werden können ( Urk. 5/9 S. 3). Sowohl die Geltendmachung der weiteren Ansprüche gemäss Zahlungsbefehl vom 5. Januar 2016 als auch gemäss Zahlungsbefehl vom 1 7. Februar 2015 erfolgte demnach auch weiterhin nicht mit der möglichen und nötigen Kontinuierlichkeit, zumal erfahrungsgemäss die Wahrscheinlichkeit eines Lohnverlustes mit dem Zeitablauf stetig zunimmt (Urteil des Bundesgerichts 8C_329/2008 vom 31. Juli 2008 E. 3.2 mit weiteren Hinwei sen). 3.3 In Würdigung der gesamten Umstände ist insbesondere aufgrund der während mehreren Monaten bestehenden ausserordentlich hohen Lohnausständen sowie der verglichen damit wenig zielstrebigen und wenig kontinuierlichen Bemühun gen der Beschwerdeführerin von einer Verletzung der Schadenminderungspflicht auszugehen.

3.3 In Würdigung der gesamten Umstände ist insbesondere aufgrund der während mehreren Monaten bestehenden ausserordentlich hohen Lohnausständen sowie der verglichen damit wenig zielstrebigen und wenig kontinuierlichen Bemühun gen der Beschwerdeführerin von einer Verletzung der Schadenminderungspflicht auszugehen. Dies führt in Abweisung der Beschwerde zur Bestätigung des angefochtenen Ein spracheentscheids vom 1 7. August 2016.

Dies führt in Abweisung der Beschwerde zur Bestätigung des angefochtenen Ein spracheentscheids vom 1 7. August 2016. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

GräubSchetty