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Art. 176, 298 ZGB: Alternierende Obhut, Aufteilung der Betreuungsanteile.
Sind die Voraussetzungen für eine alternierende Obhut grundsätzlich gegeben, haben beide Eltern gleichermassen Anspruch darauf sich an der Betreuung des Kindes zu beteiligen. Dies gilt auch dann, wenn ein Elternteil in der Vergangenheit zu hundert Prozent erwerbstätig war, sich aber in Zukunft durch Reduktion seines Arbeitspensums an der Betreuung des Kindes beteiligen möchte. Dabei widerspricht es grundsätzlich auch nicht dem Kindeswohl, wenn ein Elternteil zur Abdeckung seines Betreuungsanteils Drittbetreuung (z.B. durch Grosseltern) beansprucht. Eine Aufteilung der Betreuungsanteile, die ein Elternteil ohne Grund von der Betreuung des Kindes an den Wochenenden ausschliesst, ist willkürlich.