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Castello di Miramare
Das Castello di Miramare liegt auf einer Felsenklippe in der Bucht von Grignano, etwa fünf Kilometer nordwestlich der italienischen Hafenstadt Triest.
Das Schloss wurde zwischen 1856 und 1860 für Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich und seine Gattin Charlotte von Belgien erbaut.
Das Schloss und seine Inneneinrichtung sowie die umliegende Parkanlage wurden entsprechend den detaillierten Anweisungen und Vorstellungen des Erzherzogs erbaut und spiegeln in vielen Bereichen die grosse Liebe Maximilians zum Meer wider.
Der Name Miramare beruht auf den italienisch/spanischen Ausdrücken Mira (anschauen oder schauen) und Mare (Meer), bedeutet also in etwa Meeresblick. Die Innenausstattung wurde erst 1870, nach dem Tod Ferdinand Maximilians, fertiggestellt.
Seit 1955 ist das Schloss als staatliches Museum für Besucher geöffnet.
Parco di Miramare
Berühmt sind neben dem Schloss auch die ausgedehnten Gartenanlagen, die es umgeben. Der Park erstreckt sich über 22 Hektar auf einem ursprünglich kargen Felsvorsprung.
Erzherzog Ferdinand Maximilian wollte diesen kahlen Felshügel in einen Garten und botanische Versuchsanstalt verwandeln. Seinem Wunsch zufolge sollte der Park vor allem ein Ort der Meditation werden, wo Natur und Kunst eine harmonische Verbindung eingehen.
Neben der einheimischen mediterranen Vegetation wie Lorbeersträuchern, Zypressen, Myrten und Holunder enthält der Park eine grosse Anzahl exotischer Pflanzen (darunter einige sehr seltene Exemplare), die der Erzherzog von seinen Reisen mitbrachte, wie z. B. ein aus China stammender Ginkgobaum, ein Küstenmammutbaum sowie Bambusstauden.
Castelletto di Miramare
Im Park befindet sich das Castelletto, das als Residenz des Paares während der Bauarbeiten am Schloss gedacht war und später als Gartenhaus genutzt wurde.
Später wurde es zu einem Gefängnis für Charlotte, nachdem sie nach der Hinrichtung ihres Mannes in Mexiko den Verstand verloren hatte.
Heute befindet sich die Naturschutzorganisation WWF in den Räumen des Castelletto.