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Nach einer Hirnverletzung können gewisse Fähigkeiten, die es zum Lenken eines Fahrzeugs braucht, beeinträchtigt sein. Deshalb sollte bei Austritt aus der Rehabilitation oder dem Krankenhaus ein Neuropsychologe zu Rate gezogen werden.
Liegt kein neurologisches Gutachten vor, so muss ein Neurologe, der Rehabilitationsarzt oder der behandelnde Arzt beurteilen, ob der/die Betroffene ein Fahrzeug lenken darf oder nicht. Die Meinung eines Facharztes ist für jede Fahrzeugkategorie notwendig, auch für Motorräder, dreirädige Motorfahrzeuge, usw.
Im Zweifelsfall kann sich der Facharzt beim beratenden Arzt des Strassenverkehrsamtes oder bei einem anderen Experten (z.B. Verkehrsmediziner und -psychologen) informieren oder anordnen, dass der/die Patient/in eine Kontrollfahrt absolviert. Der Arzt ist berechtigt, die betroffene Person beim kantonalen Strassenverkehrsamt zu melden, wenn er vermutet, dass sich diese nicht an seine Empfehlungen hält. In diesem Fall wird dem/der Autofahrer/in die Fahrbewilligung entzogen. Achtung: Wer trotz Ausweisentzug Auto fährt, wird mit einer Busse oder einem Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren bestraft.
Bevor das Gutachten vorliegt, ist grosse Vorsicht geboten. Autofahren ist eine sehr komplexe Angelegenheit, die motorische, sensorische, kognitive und psychologische Fähigkeiten erfordert. Da es um bedeutende Risiken für sich selbst und die Mitmenschen geht, sollte sich nur ans Steuer setzen, wer offiziell als dafür fähig beurteilt wurde.
Ein Gutachten betreffend Fahruntauglichkeit muss nicht unbedingt definitiv sein. Ist der/die Betroffene der Meinung, der Zustand habe sich verbessert, kann er/sie sich an den behandelnden Arzt oder an einen Spezialisten wenden, um die Fahrtauglichkeit erneut zu prüfen.