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Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen: Süssgetränke sind Verursacher
Studie zeigt: Es besteht zweifelsfrei ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken und dem Risiko für die Entstehung von Übergewicht. Diese klaren Ergebnisse bestärken Gesundheitsförderung Schweiz, den eingeschlagenen Weg der Prävention und Information rund um das Thema Süssgetränke konsequent weiter zu gehen.
Die Gründe für Übergewicht und Adipositas in der Bevölkerung sind vielschichtig und multifaktoriell. Bisher wurde vermutet, dass neben wenig regelmässiger Bewegung vor allem eine unausgewogene Ernährung und Süssgetränke zu den wichtigsten Faktoren gehören. Aktuell existieren nur wenige qualitativ gute Studien zu diesem Thema und die Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Süssgetränken und Übergewicht werden erst seit relativ kurzer Zeit erforscht.
Nachweisbarer Zusammenhang
Der aktuelle Bericht von Gesundheitsförderung Schweiz bestätigt, was bereits 2010 im Grundlagenbericht „Gesundes Körpergewicht“ festgestellt wurde: Es besteht ein eindeutiger und nachweisbarer Zusammenhang zwischen dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken und dem Risiko für die Entstehung von Übergewicht. Übergewicht und Adipositas sind wiederum Risikofaktoren für die Entwicklung von Diabetes. Um den effektiven Konsum von Süssgetränken und Wasser zu beziffern, werden im Bericht einerseits Agrarstatistiken, Haushaltsbudgeterhebungen und andererseits repräsentative Studien der vergangenen 20 Jahre untersucht. Demnach erreichte im Jahr 2010 der Absatz von Limonaden, Eistee, Energydrinks, Fruchtsäften und Sirup in der Schweiz eine Menge von schätzungsweise 126 Litern pro Person. Der Absatz von Mineralwasser betrug im selben Jahr 113 Liter. Rückblickend auf die vergangenen 20 Jahre ist eine stetige Absatzsteigerung von Süssgetränken wie auch von Mineralwasser zu beobachten.
Teenager konsumieren häufig Süssgetränke
Eine weitere Studie bei Kindern und Jugendlichen zeigt, dass 15-Jährige mehr Softdrinks konsumieren als jüngere Kinder. Auch konsumieren männliche Jugendliche mehr Softdrinks als weibliche. 25 bis 33 Prozent aller Jugendlichen konsumieren täglich mindestens einen Softdrink. Die Menge pro Person hängt dabei von Alter und Geschlecht der Kinder und Jugendlichen ab. So zeigt sich, dass die männlichen 15- bis 17-Jährigen in dieser Gruppe durchschnittlich am meisten Softdrinks trinken.
Gesundes Körpergewicht als strategischer Schwerpunkt
Das «Gesunde Körpergewicht» ist ein Schwerpunkt der langfristigen Strategie 2007–2018 von Gesundheitsförderung Schweiz. Zusammen mit den kantonalen Partnern investiert Gesundheitsförderung Schweiz einen Grossteil der Mittel in diesen Bereich und konzentriert sich auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche. Langfristiges Ziel ist es, den Anteil der Bevölkerung mit einem gesunden Körpergewicht zu erhöhen. Dabei spielt das Thema Getränke eine wichtige Rolle. Die Gesundheitsförderung sieht sich mit dem vorliegenden Bericht bestätigt, vor allem für Kinder und Jugendliche kontinuierlich Informations- und Präventionsarbeit zu leisten.
Gesundheitsförderung Schweiz
26.09.2013 - dzu