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Der am 18. August 2008 dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva unterbreitete Energieplan deckt die Periode bis 2030 ab. Darin vorgesehen ist der Bau von Kernkraftwerkseinheiten mit einer Gesamtleistung von 4000 MW. Laut Eletronuclear sollen je zwei 1000-MW-Einheiten im Nordosten und im Südosten des Landes gebaut werden. Zudem würde der Bau zweier weiterer 1000-MW-Blöcke in Betracht gezogen.
Standortsuche noch diesen Herbst
Die Standortsuche für das Kernkraftwerk im Nordosten wird bereits diesen Herbst lanciert, schreibt die Eletronuclear. 2010 folgt diejenige für das Kernkraftwerk im Südosten. Die Gelände sollen Platz für den Bau von bis zu sechs Blöcken bieten.
Der Baubeginn der ersten Einheit sei für 2019 vorgesehen, und alle zwei Jahre würde der Bau eines weiteren Blocks eingeleitet, so die Eletronuclear. Die Kosten werden auf BRL 6 Mrd. (CHF 3,6 Mrd.) pro Einheit geschätzt.
Angra-3 2014 in Betrieb
In Brasilien sind derzeit zwei Druckwassereinheiten - Angra-1 (626 MW) und -2 (1275 MW) - in Betrieb. Sie befinden sich an der südlichen Küste des Bundesstaats Rio de Janeiro. Die Regierung hatte Mitte 2007 USD 1,8 Mrd. (CHF 2 Mrd.) für die Vollendung des Kernkraftwerkblocks Angra-3 budgetiert. Er soll nach neuesten Angaben der Eletronuclear 2014 ans Netz gehen. Aus Geldmangel waren die Arbeiten am 1400-MW-Druckwasserreaktor Mitte der 1980er-Jahre unterbrochen worden. Laut der Internationalen Atomenergie-Organisation ist der Bau zu 70% fertig gestellt.
Quelle
M.A. nach Eletronuclear, 9. September 2008