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Kraulend durch die kalten Bündner Seen
Während einer Woche durchschwamm der Solothurner Freiwasserschwimmer Romano Mombelli mehrere Bündner Seen. Nun ist sein «Projekt Grischun» abgeschlossen.
Der Solothurner Freiwasserschwimmer Romano Mombelli längsquerte vergangene Woche sechs Bündner Bergseen (mehrheitlich) ohne Neoprenanzug und legte dabei eine Schwimmstrecke von 40 Kilometern in 11° bis 16° Celsius kaltem Wasser zurück.
Gestartet war Romano Mombelli am Montag mit dem Marmorerasee. Er absolvierte eine Schwimmstrecke von ca. 11 km in 2:38 Stunden. Aus Sicherheitsgründen trug der Solothurner für die Durchquerung des Stausees einen Neoprenanzug. Begleitet wurde Mombelli jeweils von zwei Kajakern, die ihm die Route vorgaben und ihn alle zwanzig Minuten mit Carbo-Getränken und Gels versorgten.
Spontan zwei Seen zusätzlich durchschwommen
Am Dienstag durchschwamm Mombelli den grössten Oberengadiner See, den Silsersee. Diesen ohne Neoprenanzug. Bei Wassertemperaturen um 16° Celsius und Wind von 10 bis 15 Stundenkilometern hatte er mit Übelkeit zu kämpfen. Er musste in Maloja einen kurzen Stopp einlegen, bevor er zurück Richtung Sils Baselgia schwamm.
Nach dem Silsersee stand am Mittwoch der Silvaplanersee auf dem Programm. Die vier Tage schloss Morelli dann spontan mit mehr Seen ab als geplant: Nebst dem St. Moritzersee durchquerte er auch noch den Lej suot da Silvaplauna und den Lej da Champfèr.
Beim Projekt Grischun handelte es sich um ein alpin-aquatisches Vorhaben im Freiwasserschwimmen. Die Höhe, die eisigen Wassertemperaturen sowie die alpinen Witterungsbedingungen stellten für den Freiwasserschwimmer eine Herausforderung dar. Das Projekt diente zur optimalen Vorbereitung für die Durchquerung des Ärmelkanals. Die bekannteste Meerenge der Welt gilt als Standard des Kanalschwimmens. Mombelli wird zwischen dem 30. September und dem 6. Okober 2018 von Dover nach Calais zu schwimmen versuchen.