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Thönen Martin
Gravure sur bois numérotée 25/25
29 cm x 29 cm
En bon état
Cadre original offert (en métal avec vitre et passe-partout)
Martin Thönen (1942 in Thun)
Martin Thönenist ein Schweizer Holzschneider und Grafiker. Sein Werk umfasst vor allem Holzschnitte und Illustrationen für Bücher und Kalender.Martin Thönen wuchs zusammen mit seinen beiden Brüdern in Thun auf, er ging dort in die Schule. Seine Eltern waren Charles Thönen und Marie Mathilde Thönen-Gaberelle.
Ein Schlüsselerlebnis war für den Vierzehnjährigen ein Besuch beim Zirkus Nock: Als er dem Clown hinter dem Zirkuszelt zusah, wie dieser Zirkusplakate im Linolschnitt herstellte, wusste er, dass er in seinem späteren Beruf gestalterisch tätig werden wollte. Ab 1958 machte er eine Lehre als Schriftsetzer in Unterseen und in der Kunstgewerbeschule in Bern (heute Schule für Gestaltung).
Es folgten Tätigkeiten als Typograf und Grafiker bei Verlagen und Druckereien in Moutier, Montreux und Genf. Ab 1962 ging er zur weiteren Ausbildung an die Schulen für Gestaltung in Bern, Vevey und Genf sowie an die Fotosatzschule in Essen (Deutschland) und danach an die Technikerschule für die Druckindustrie in Bern. Reisen und Studienaufenthalte unternahm er nach Marokko (1965), Ägypten und in den Nahen Osten (1967) sowie nach Peru (1971) und Indonesien (1978).
Aber auch das naheliegende Emmental bereiste er intensiv.1965 erwarb Martin Thönen die erste eigene Druckpresse. 1970 heiratete er Edith Schaffer. 1971 wurde er in die internationale Vereinigung der Holzschneider XYLON aufgenommen.
Die Edition XYLON 73 (1987) ist Martin Thönen gewidmet. Sie enthält acht farbige, figürliche Original-Holzschnitte.
1973 gründeten Martin und Edith Thönen die Galerie Art+Vision in der Altstadt von Bern, dieser Ort wurde dann für das Paar Thönen zum Lebensmittelpunkt.
1982 erfolgte der nationale und internationale Durchbruch: So konnte er zum Beispiel an einer Kollektivausstellung im Künstlerhaus Wien teilnehmen, und er war an der 10. Kunstausstellung in Trubschachen vertreten.
In Trubschachen zeigte er unter anderem zwei zweieinhalb Meter breite, fünfteilige Holzschnitt-Panoramen Sonnseite, Emmental (1979) und Ufer (1979), mit denen er viel Beachtung erntete.
In den folgenden Jahren konnte er an mehreren Biennalen mitmachen.
Ab 1986 druckte Thönen seine Holzschnitte in seinem Druckatelier und Verlag TypoPresse in Schmitten. Bei diesem Verlag erschien 1989 ein Buch von Marc Kuhn über Martin Thönens jährlich erscheinende Holzschnitt-Kalender.
1997 erfolgte die Aufnahme durch Juryentscheid in die Gilde Schweizer Bergmaler (GSBM).
Bei den dortigen Jahresausstellungen zeigte er zum Beispiel 2007 im Alpinen Museum in Zermatt den Holzschnitt Matterhorn.
Dieses Motiv erschien dreifarbig gedruckt als vierseitiger Leporello und als Kubus. Es zeigt die Ost-, Nord-, West- und Südseite des bekannten Bergs.
Im Jahr 2000 kam ein Buch von Katja Nau über den Holzschneider Martin Thönen heraus.
2005 stellte er im Rahmen der internationalen Ausstellung der Xylon im Spendhaus in Reutlingen aus.
Von 2000 bis 2008 war Martin Thönen Präsident der XYLON. Martin Thönen ist auch Mitglied im Schweizer Berufsverband Visarte (früher GSMBA).