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Zwischen Chur Nord und Zizers im Graubünden verlaufen die Süd- und die Nordspur der Autobahn getrennt. Dazwischen liegt viel Land. Die Nordspur hat keinen durchgehenden Pannenstreifen und genügt der Lärmschutzverordnung längst nicht mehr. Und auch die Südspur muss optimiert werden: Künftig soll sie parallel zu den Schienen der SBB und der RhB verlaufen.
Bachbette und Wildrouten
Doch die Spurverlegung birgt einige Tücken und Herausforderungen: Auf der Sanierungsstrecke liegen zahlreiche Bachläufe, die unter den beiden Spuren sowie unter den Gleisen verlaufen und in den angrenzenden Rhein führen. Nicht nur das Wasser überkreuzt die Strecke. Auch ein Wildkorridor von nationaler Bedeutung verläuft über die A 13. Für das ASTRA als Bauherr heisst es also nicht nur die Nationalstrasse zu sanieren. Es muss auch Bachläufe sichern und für Hirsche, Füchse und Co. einen sicheren Übergang über die Gleise und die vier Spuren Autobahn schaffen.
Betonpiste und Militärbunker
Bei der Verlegung der Südspur hatte man mit einer weiteren aussergewöhnlichen Herausforderung zu kämpfen. Sascha Eichelberger, Bauleiter des Teilobjekts Trassee, erzählt: «Auf dem ersten Abschnitt befand sich ein alter Armeebunker. Seine Betonwände waren bis zu zwei Meter dick. Darüber lag eine Betonpiste mit einer Panzersperre.» Rund einen Monat lang waren zwei Bagger im Einsatz, um den Bunker und die Sperren abzureissen. Inzwischen sind alle Armeeüberbleibsel entfernt und ein leistungsstarker MHL340-Bagger ist dabei, die alten Leitplanken aus dem Boden zu reissen.