Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/1563

Kürzlich im Süden Frankreichs....
... war ich bereits zum 4. Mal auf Reisen auf den Spuren der Urweiblichkeit. Warum in Frankreich? Wenn man sich mit der Weiblichkeit befassen möchte, führt kein Weg daran vorbei, sich auch mit der Menschheitsgeschichte zu befassen, denn diese hat unser Bild von Weiblichkeit / Männlichkeit massgeblich geprägt. Maria Madgalena hat in Frankreich gelebt. Dort wird ihr Erbe gehütet und weitergegeben. Sie war die Haupt-Apostelin von Jesus und, so sagen es viele, seine Ehefrau und Mutter seiner Kinder. Nach seinem frühen Tod flüchtete sie mit ihrem Gefolge zuerst nach Aegypten und später, vermutlich über Malta, nach Südfrankreich, wo sie im heutigen "Les-Saintes-Maries-de-la-mer" angekommen ist. Aus diesem Grund heisst dieser Ort auch so, da mit ihr zwei weitere Marien vom Meer her angekommen sind.
Maria Magdalena war eine Frau, die alle Aspekte des Frau-Seins in sich trug und somit ein Sinnbild der Weiblichkeit ist:
die Heilige, die Geliebte, die Priesterin, die Mutter, die Heilerin, die Meisterin, die Ehefrau, die Heilerin, die Lehrerin und viele mehr.
Wenn eine Frau in ihrer ganzen Kraft ist, dann trennt sie ihre vielen Aspekte nicht mehr. Sie ist nicht mehr länger nur Mutter und Ehefrau, oder die Heilerin oder die Priesterin oder die Geliebte. Nein, sie ist dann einfach ALLES. Sie muss sich nicht mehr für einen Anteil entscheiden. Sie schliesst keinen Anteil mehr aus, sondern lebt sie so, wie sie gerade JETZT gelebt werden möchten.
Die Kirche hat diese Anteile getrennt. In der Kirche wurde die Weiblichkeit unterteilt in die Heilige (Mutter Maria) und die Hure (Maria Magdalena). Auch andere Anteile der Weiblichkeit hatten keinen Platz mehr, wie z.B. der der Geliebten oder der Priesterin. Nur die jungfräuliche Mutter wurde und wird angebetet. Jungfrau und gleichzeitig Mutter, wie geht das? Frauen konnten und durften nicht mehr vollständig sein, mussten sich für eine Rolle entscheiden. Es war nicht möglich mehrere Anteile zu leben. Und wenn doch, dann vielleicht nur mit dem Risiko Ruf und Stellung zu verlieren.
Auch die (genussvolle) Sexualität, aus der alles Leben entsteht, hatte keinen Platz mehr im Hause Gottes. Als ob Gott nicht wollte, dass wir die Sexualität geniessen... Ja, die Sexualität wurde ca. im 4. Jahrhundert von der Kirche zur Sünde erklärt. Auch Priester durften keine Ehefrauen und Kinder mehr haben. Die eheliche Beziehung wurde entwertet, da sie Sexualität beinhaltet. Da die Kirche unsere Gesellschaft massgeblich geprägt hat, ist es kein Wunder, dass es bis heute noch keinen wirklichen Frieden zwischen den Geschlechtern gibt. In keinem Buch steht, dass Jesus Kinder hatte und ein Ehemann war. Es steht aber auch in keinem Buch, dass er ein Keuschheitsgelübde ablegte. "Gute und fromme" Juden waren damals immer verheiratet. Es gehörte sich so... doch dies ist eine andere Geschichte und soll ein ander Mal erzählt werden...
So war ich wieder einmal an einem Ort, wo Maria Magdalena's Erbe und Energie enorm präsent ist: in der Grotte von La-Sainte-Baume. Es heisst, dass sie die letzten 30 Jahre ihres Lebenes dort gelebt und gewirkt hat. Entsprechend sakral ist dieser Ort und wird von Nonnen, Mönchen und Freiwilligen jungen Menschen mit grosser Liebe gehütet. Diese Grotte ist mitten in einer beinahe senkrechten Felswand. Die Energie dort ist überwältigend. Und über der Grotte, auf dem Gipfel des Berges Saint-Pilon, steht eine kleine Kapelle. In dieser Kapelle war zuvor eine Statue der Magdalena, wie sie häufig zu sehen ist, in einer andächtigen und betenden Haltung. Die Kapelle muss jedoch in den letzten 2 Jahren renoviert worden sein, denn als ich kürzlich (August 2017) wieder dort war, fielen mir beinahe die Augen aus dem Kopf und ich brachte den Mund lange nicht mehr zu.......
... Grund dafür ist oben gezeigte Statue von Maria Magdalena. Ich habe viele Plätze besucht, wo sie angebetet wird, habe viele Statuen und viele Bilder von ihr gesehen, aber so eine Statue, wie in dieser frisch renovierten Kapelle habe ich noch nie gesehen. Maria Magdalena wird nackt (!) und sehr sinnlich, sehr weiblich, mit weiblichen Kurven und ihrem typischen langem Haar dargestellt, wie sie, die Meisterin, zum Himmel hochsteigt, getragen und gehalten von Engeln. Ueber ihr ist Goldglimmer an die Wand gemalt, als Zeichen ihres Aura- (Heiligen-) Scheins.
EINFACH ATEMBERAUBEND SCHöN !!!! Und ENDLICH einmal richtig sinnlich, so wie Frauen eben AUCH sind.
Ich habe grosse Freude an dieser Statue Sie ist ein deutliches Zeichen der Ent-Fesselung der Weiblichkeit..... Ja, ALLE Aspekte dürfen gelebt werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Im Juli/August 2020 werde ich wieder an diesen und an weitere Ort reisen, wo Magdalena gewirkt und gelebt hat, wo die Weiblichkeit angebetet wird. Ruft Dich Deine innere Weiblichkeit? Ruft Dich Deine innere Göttin? Es hat Platz für 4 Frauen und 4 Männer, welche sich ihrer eigenen Weiblichkeit, ihrer Kraft und Göttlichkeit öffnen und hingeben wollen. Du wirst tief darin eintauchen können.