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Der Martinsplatz hat seinen Namen natürlich von der Stadtkirche Sankt Martin, die seinen östlichen Abschluss bildet. Für Jahrhunderte war der Martinsplatz das Herz von Chur. Im bischöflichen Chur sass ab Ende des 14. Jahrhunderts der Vizdum, der für die gute Besetzung und Bewirtschaftung des Grundbesitzes und für die rechte Ablieferung der Einkünfte zu sorgen hatte. Gleichzeitig war der Martinsplatz ein wichtiger Marktplatz, von dem wir 1306 erstmals Kunde erhalten.
Durch den Grossbrand von 1574, dem 70 Häuser und 68 Ställe zum Opfer fielen, wurden auch die den Martinsplatz säumenden Gebäude ganz oder teilweise zerstört und mussten neu erstellt werden. Es entstand so ein durch Spätgotik und beginnenden Barock einheitlich gestalteter Kirchplatz, der heute ein Musterbeispiel stilgerechter Renovation eines Teiles der Altstadt sein könnte.
Martinsplatz, Haus Reydt (Bener), Haus Menhard (Kirchgasse 2), Haus Martinsplatz 1 (Zoppi), rechts im Vordergrund heutige Bierhalle mit Restaurantschild, angeschnitten, Strassenpflästerung, Blick ab Reichsgasse.