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Die chinesische Luftfahrtbehörde hält alle chinesischen Boeing 737 MAX 8-Flugzeuge am Boden, nachdem ein ähnlicher Flugzeugtyp am Sonntag in Äthiopien abgestürzt war. Bei dem Absturz, dem zweiten Flugzeugtyp dieses Typs innerhalb eines halben Jahres, wurden alle 157 Passagiere getötet.
Ethiopian Airlines und die Kaimaninseln haben ebenfalls alle Flüge mit dem Flugzeug ausgesetzt.
Reiseorganisation TUI hat drei Flugzeuge des Typs 737 MAX 8 in den Niederlanden im Einsatz. Laut einem Sprecher gibt es derzeit keinen Grund anzunehmen, dass sie nicht sicher sind. „Aber wir behalten die Entwicklungen natürlich genau im Auge, stehen in engem Kontakt mit dem Hersteller und den Luftfahrtbehörden und befolgen alle zusätzlichen Anweisungen.“ Corendon verwendet das Gerät nicht in den Niederlanden.
Im Oktober stürzte eine 737 MAX 8 der Fluggesellschaft Lion Air ab. Das ist in Indonesien passiert. Die 737 MAX 8 ist eine aktualisierte Version der 737. Ob es ein strukturelles Problem mit dem Gerätetyp gibt, ist noch nicht klar.
China gibt an, bei beiden Unfällen Sorge um die Sicherheit zu haben. Das Land hält die Boeings mindestens neun Stunden am Boden. China will auch die Konsultationen mit der amerikanischen Luftfahrtbehörde abbrechen, bevor es zu einer neuen Entscheidung kommt.
Höhenregler
In Indonesien gab es nach einer Zwischenauswertung wahrscheinlich Probleme mit den Höhenverstellern. Nach dieser Katastrophe warnte Boeing alle 737 MAX 8-Piloten vor einem Sensor, der nicht ordnungsgemäß funktionierte. Das Unternehmen hat ein Software-Update angekündigt, das ist jedoch noch nicht geschehen.
Es heißt nicht, dass das gleiche Problem in Äthiopien Probleme verursacht habe, so der Luftfahrtexperte Joris Melkert von der TU Delft. Das äthiopische Flugzeug flog tief, aber es gab keine „seltsamen Höhenunterschiede wie bei Lion Air“, die auf manuelle Korrekturen des ausfallenden automatischen Höhenverstellers hindeuten.
Die 737 MAX-Serie ist beliebt. Seit dem Start im Jahr 2011 wurden weltweit rund 5000 bestellt. Boeing hat 350 geliefert, davon 90 in China. Die Kaimaninseln haben zwei.
Boeing hat noch nicht auf die Entscheidung der beiden Länder reagiert. Es hat jedoch angekündigt, dass der für Mittwoch geplante festliche Start eines weiteren Flugzeugs, des 777X, verschoben wird.