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«Free Banking» als Alternative zu Zentralbankengeld
LI-PAPER. Gutes Geld und ein gutes Finanzwesen gegen exzessive Konjunkturzyklen sind nicht unmöglich, sondern nur verboten.
Vor fast 500 Jahren schrieb Nikolaus Kopernikus in seinem «Memorandum über Geld und Inflation»: «Unter den unzähligen Übeln, welche den Zerfall ganzer Staaten herbeiführen, sind wohl vier als die vornehmlichsten anzusehen: innere Zwietracht, grosse Sterblichkeit, Unfruchtbarkeit des Bodens und die Verschlechterung der Münze. Die ersten drei liegen so klar zutage, dass sie schwerlich jemand in Abrede stellen wird. Das vierte Übel jedoch, welches von der Münze ausgeht, wird nur von wenigen beachtet, und nur von solchen, welche ernster nachdenken, weil die Staaten allerdings nicht gleich beim ersten Anlauf, sondern ganz allmählich und gleichsam auf unsichtbare Weise dem Untergang anheimfallen.»
Free Banking würde systemrelevante Banken-Krisen genauso wie exzessive Konjunkturzyklen verhindern. Die Privatisierung des Geldes wäre auch der Schlüssel für eine drastische Beschränkung des Schuldenstaates und die Ausbeutung der Leistungsträger durch die Staatskleptokratie. Schliesslich ist die mit allen Wohlfahrtsstaaten verbundene horrende Staatsverschuldung zur Finanzierung von Kriegen und einer längst absurden Sozialpolitik ohne das staatliche Geldmonopol unmöglich. Eine Gesellschaft freier Menschen ist mit einem staatlichen Geldmonopol und einem gesetzlichen Zahlungsmittel unvereinbar. Zugleich sind gutes Geld und ein gutes Finanzwesen nicht unmöglich, sondern nur verboten.
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Juni 2009