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Im August 2015 versprach Narendra Modi auf Twitter, auch die abgelegensten Dörfer Indiens mit Strom zu versorgen. Knapp drei Jahre später ist das Versprechen laut Aussagen des Premierministers eingelöst.
Das letzte Dorf, das demnach an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wurde, war Leisang im Bundesstaat Manipur.
Nicht alle Ortschaften sind an Überlandleitungen angebunden. In vielen Fällen kommen dezentrale Systeme zu Einsatz, wie das Newsportal Trendsderzukunft.de schreibt. Dabei wird Elektrizität direkt vor Ort erzeugt und verbraucht, zumeist mittels Solarmodulen.
Einen Schönheitsfehler gibt es allerdings. Ein Dorf gilt bereits dann als elektrifiziert, wenn 10 Prozent der Haushalte ans Stromnetz angeschlossen sind. Demnach verfügen nicht alle Haushalte im 1.3-Milliarden Land tatsächlich über einen Stromzugang. Überdies äussern einige Beobachter Zweifel, dass auch wirklich jedes Dorf in den Genuss von Elektrizität kommt. So sollen etwa in Goregaon, einem Vorort Mumbais, einige Ortschaften nach wie vor nicht über eine Stromanbindung verfügen, wie verschiedene indische Medien berichteten.
Unbestritten ist aber, dass Indien in den letzten Jahren gewaltige Anstrengungen unternommen hat, um die Elektrifizierung des Landes zu verbessern. Insbesondere die Solarenergie wurde massiv gefördert. Solarenergie hat den Vorteil, dass sie nicht nur nachhaltig ist, sondern auch relativ günstig zu installieren. Auch sind Unterhalts- und Betriebskosten deutlich tiefer als etwa bei «dreckigem» Strom.