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Über diesen Urner aus alteingesessenem Geschlecht sind wir verhältnismäßig gut unterrichtet. Wie das Rechnungsbuch sagt, gibt am 24. Juni 1736 Hr. Hans Heinrich Püntener «an seines Söhnleins Tischgeld» 40 gld; weitere Zahlungen erfolgten noch im gleichen Jahr im September, ebenso 1738 und 1739, sodaß sich das Studium des Kleinen in Engelberg auf gegen drei Jahre erstreckte. Da der Name des Vaters schon aus den Rechnungen bekannt ist, lassen sich die Personalien, im Gegensatz zu andern Fällen, leicht ermitteln.
Sebastian Heinrich wurde am 11. Mai 1722 als Sohn des Kirchenvogtes Joh. Heinrich von Erstfeld und der M. Juliana Janet aus der Seewadi geboren. Vom Fuß des Titlis zog er zum weitern Studium zu den Jesuiten nach Luzern, wo er bis 1744 nachgewiesen ist. Die Theologie muß er aber andernorts absolviert haben. Er primizierte 1745 und kam zuerst als Kaplan und Schullehrer nach Gurtnellen und wurde 1753 als Pfarrhelfer nach Erstfeld gewählt, wo er während mehr als 45 Jahren die Jagdmattkapelle betreute.
Quelle: Der Geschichtsfreund : Mitteilungen des Historischen Vereins Zentralschweiz;
(UNbl. 12 (1906) 67 f.; 6
Heer, Gall: Urner als Konventuale und Klosterschüler in Engelberg bis 1800.