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Beim Händewaschen besteht die Wahl der Qual - halte ich meine Hände unter den kalten Wasserhahn, benütze ich den heissen mit dem Risiko, mir möglicherweise eine Verbrennung ersten Grades zuzuziehen oder lasse ich beide laufen und strecke meine Hände abwechselnd unter den einen und unter den anderen, was nicht sonderlich praktisch ist und auch etwas seltsam anmutet.
Anfangs dachte ich, dass diese Konstruktionsweise mit zwei Wasserhähnen lediglich in älteren Gebäuden vorkommt, was - wie ich inzwischen festgestellt hatte - mitnichten der Fall
ist. Auch in Neubauten werden noch ab und an ein Wasserhahn für kaltes und ein separater für heisses Wasser verbaut. Ein Wasserhahn mit zwei Ventilen oder die meines Erachtens sehr praktische
Variante mit Einhebelmischer ist am ehesten in der Küche anzutreffen, im Bad wird eher die traditionelle Version mit zwei einzelnen Wasserhähnen gewählt. Ich sollte mich mal mit einem Spengler
anfreunden, um zu erfahren, was wie häufig in Neubauten oder nach Renovationen eingebaut wird.
Von meiner ehemaligen Mitbewohnerin habe ich erfahren, dass ihr (englischer) Vater seine Hände badet, um sie zu waschen. Die richtige Anwendung wäre somit den Ablauf zu verschliessen, heisses und
kaltes Wasser einzulassen und die Hände darin zu baden. Das klingt ja ganz nett aber eher nach Wellness als nach einem Vorgang, der ruckzuck geht. Das erklärt auch, wieso die
Lavabos meist winzig klein sind. Vielleicht ist dieser Vorgang des Händwaschens bei gleichzeitig kleinem Lavabo wassersparender als bei fliessendem Wasser.
Für erwähnenswert halten diese britische (und soweit ich weiss irische) Besonderheit in erster Linie Ausländer und es finden sich in den unendlichen Weiten und Abgründen des Web mehrere
Diskussionen in Foren darüber. Manche haben sich für eine kreative Eigenbau Variante entschieden und "das Problem" mit Hilfe einer Pet-Flasche gelöst.