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Henning Ritter ist gestorben
25.06.2013 Der 1943 in Seiffersdorf, Schlesien, geborene deutsche Journalist, Schriftsteller und Übersetzer Henning Ritter (Bild) ist am 23. Juni 2013 in Berlin gestorben.
Foto: © "F.A.Z."
Der Mann, der am Sonntag, weniger als einen Monat vor seinem siebzigsten Geburtstag, in Berlin gestorben ist, war nicht nur ein Ausnahmeintellektueller, sondern auch einer der wichtigsten Redakteure, die die "F.A.Z." in ihrer Existenz gehabt hat. Denn Henning Ritter hat mit der Rubrik "Geisteswissenschaften", die er 1985 begründete und bis zum Eintritt in den Ruhestand 2008 auch verantwortete, ein ganz neues journalistisches Kapitel aufgeschlagen, aus dem in den Folgejahren viele andere Blätter Anregungen für eigene Aktivitäten entnommen haben. Aber niemand von ihnen hatte jemanden wie Henning Ritter.
Fast 25 Jahre lang betreute er das Ressort Geisteswissenschaften im Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", danach profilierte er sich als Buchautor. Henning Ritter, ein Gebildeter alter Schule, ist in Berlin gestorben, er wurde 69 Jahre alt.
Für seine im Herbst 2010 erschienenen Notizhefte, eine Sammlung philosophischer Gedankenskizzen, erhielt Ritter 2011 den Preis der Leipziger Buchmesse im Bereich Sachbuch/Essayistik. Im Jahr 2005 wurde er mit dem Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis und dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.
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Zu seinen bekanntesten Werken gehören Der lange Schatten, Die Fassaden am East River, Nahes und fernes Unglück. Versuch über das Mitleid und Die Eroberer.
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