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Habe 16 Seiten der Samsonpartitur WoO 20]
geschrieben und wurde durch den Besuch von [Alfred] Jaell abgehalten, der für ein
paar Tage hier bleibe. Aus [Joseph] Joachim könne man gar nicht klug werden, meine
dieser. Sei in seinen Meinungen sehr unzuverlässig. [Franz] Dingelstedt sei auch
hier. Dieser sei "genau der Abklatsch von Liszt nur in seiner Weise. Gebe sich wie
ein Baron und behandle die Leute wie Maschinen und stellenweise wie Hunde. Brauche
er Sympathien, wedle er wie ein Pudel. Egoist durch und durch. Nur Leute wie der
Vater [Eduard Genast] seien so gescheit, dies nicht einzusehen. 20.4.: Dass die E.
mit "Donna Diana" [wohl von Joseph Schreyvogel] weniger Erfolg hatte als mit der
"Waisen", sei nicht gut für ihre dortige Situation. Sehe ein, dass auch äussere
Ursachen mitspielen. Zudem sei es eine der älteren Rollen der E. und brauche eine
Durcharbeitung. Was die Sache mit Händel [?] betreffe, sei ein Missgeschick
passiert, das hoffentlich keine üblen Folgen haben werde. Die E. hätte ihm nicht
schreiben sollen, sondern nach Wiesbaden reisen sollen und ihm den Brief von
Jaskewitz zeigen und sagen sollen, dass sie einen fertigen, bündigen Contract
wolle, da sie sonst anderwärts abschliessen wolle. Händel hätte dies
bewerkstelligt. Nun habe sich die E. ganz in Händels Macht begeben, da sie ihm
brieflich ihre Position dargelegt habe. Vorwürfe. Sehe aus den Verhältnissen in
Darmstadt keinen Grund, warum sich die E. um einen Platz drängeln sollte. Die
Rolle, die die E. morgen spiele, sei wenig geeignet, den Grossherzog zu bestimmen.
Die E. werde am Mittwoch im Klaren sein. A. Wenn Tescher die E. nicht engagiere, solle sie ihn beten, einen
formellen Engagements-Antrag schriftlich zu machen. Mit diesem soll die E. nach
Wiesbaden und dort abschliessen. B. Wenn dies nicht wolle, soll E. ihn um
schriftliche Zusicherung ihres Gastspiels bitten, dann nach Wiesbaden gehen und
unterschreiben. C. Wenn Händel sofortige Entschliessung verlange, so solle E.
zusagen. D. Wenn Händel sage, dass er sich nicht weiter um die Unterhandlungen
kümmere, soll E. an Jaskewitz nach Prag schreiben. Von [Franz] Dingelstedt
erfahren sie, dass Grills [?] Engagement in München gelöst sei. Daher werde er in
Darmstadt bleiben. Im heutigen Tagblatt sei ein beissendes Inserat gegen die
Zukunftmusikasterei. Vater [Eduard Genast] sei wieder auf. Augusta habe auch
wieder bei "uns" gegessen. Arbeitete wieder an der Partitur [Samson, WoO 20.
Müsse nachmittags in die Prometheusprobe von Liszt. Kommt noch einmal auf die
Engagementsangelegenheit: Händel werde sich sagen, dass die E. bei ihm bleibe, wenn
sie nicht in Darmstadt angenommen werde.