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Dez
14
Karsten/Beckmann zietieren einen niederländischen Komiker, der es einmal so auf den Punkt brachte:
"Demokratie ist der Wille des Volkes.Jeden Morgen lese ich mit Überraschung in der Zeitung, was ich will."
Natürlich gibt es soetwas wie den Volkswillen nicht. Der eine will das, der andere dies. Ein weiterer Widerspruch ist das Argument, dass die Parteien nötig wären, weil die Menschen nicht die Sachkenntnisse hätten, um komplizierte wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen.Wie sollen sie dann aber die Wahlprogramme der Parteien verstehen, die sowieso niemand liest? Besitzen Politiker etwa ein geheimes Wundermittel, das Ihnen unerschöpfliche Weisheit verleiht? Man sollte es fast meinen! Wie kommt es dann, dass die Konzepte der Parteien unterschiedlich sind (unterschiedlich in der Methode des Raubes)?
Die Realität sieht so aus, dass die Parteien das machen, was ihre jeweilig nahestehenden Lobbyisten wollen. Bei den Linken sind es die Gewerkschaften, die sich hauptsächlich über Weiterbildungsunternehmen die Taschen füllen und Sonderrechte geniessen, bei den Grünen (stehen auch links) die Anbieter "erneuerbarer Energien" und bei den Rechten vielleicht mal ein Stahl- oder Autokonzern, dem mit Subventionen geholfen wird. Die FDP schützt die Apotheker vor Wettbewerb oder senkt Steuern für Hoteliers, statt für jeden. Alle Parteien zusammen führen der Versicherungsbranche über Schnapsideen wie Riester- oder Rürup-Rente Kunden zu, die dem Staat dann die wertlosen Anleihen abkaufen. An der Zentralbank, dem staatlich installierten Kartell der Grossbanken, halten ebenfalls alle Parteien fest.
Zum Nutzen des "Volkes" ist natürlich gar nichts davon.
Fazit: Den Bürgern wäre am meisten geholfen, wenn man ihnen ihr eigenes Geld liesse, um sich jede Leistung selbst einkaufen zu können.
Quelle "Die vereinigten Staaten von Europa" von Oliver Janich