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1981
Goldener Violinschlüssel 1981
an Kitty Weinberger
Im Beisein zahlreicher Prominenter wurde am 20. Juni 1981,
im Gemeindesaal von Gommiswald das Jubiläum "10 Jahre
Musikpavillon Weinberger in Rieden" und die Verleihung
des Goldenen Violinschlüssels an Kitty Weinberger gefeiert.
1971 liess der Unternehmer Isaak Weinberger im Park seines Landhauses in Rieden (SG) einen
Musikpavillon errichten. Weinberger, der in jungen Jahren als Geiger arbeitete, spielte damals in
lokalen Amateurorchestern. Der Pavillon sollte den Musikvereinen der Region ein Podium für ihre
Auftritte bieten. Die spektakuläre Aussicht über die Linthebene, zum Obersee und an die Gipfel
der Glarneralpen bietet dem Publikum eine einmalige Kulisse. Die Konzerte wurden sehr beliebt
und zogen zahlreiche Zuhörer an. Dies inspirierte Kitty Weinberger, die Gattin von Isaak Weinberger,
professionelle Ensembles zu engagieren. Dies war die Geburtsstunde der Weinberger Konzerte.
Seither wird in Rieden regelmässig klassische und volkstümliche Musik von hoher Qualität aufgeführt.
Zahlreiche renommierte Orchester, Solisten und Kammermusikensembles traten bereits auf. Darunter
das Ostschweizer Kammerorchester (Urs Schneider), das Zürcher Kammerorchester
(Edmound de Stoutz, Howard Griffiths) und das Amar Quartett. Als Solist oder Kammermusiker waren
u.a Karl-Andreas Kolly, Christian Poltera, Philippe Jordan, Christoph Schiller, Matthias Ziegler, Christian
Altenburger, Gyula Stuller und Miklos Perenyi zu hören. Nach dem Tod von Isaak Weinberger führte
seine Gattin die Konzertorganisation weiter und verbreiterte ihr kulturelles Engagement. Sie vergab
Kompositionsaufträge an namhafte Komponisten wie Paul Huber, Fabian Müller und Ulrich Stranz.
Viele dieser Stücke wurden in Rieden uraufgeführt.
1981 erhielt Kitty Weinberger den Goldenen Violinschlüssel und wurde 1987 mit einem Anerkennungspreis
der St. Gallischen Kulturstiftung für ihr uneigennütziges Engagement für die Musik ausgezeichnet.
Die «Weinberger Konzerte» sind weit über die Region Linth hinaus bekannt und bestens verankert.
Dies zeigt sich in der über die Jahre stetig wachsenden Zuhörerschaft und Medienpräsenz.
(25. Dezember 1920; † 4. März 2016)