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Harnwegserkrankungen bei Katzen und Hunden
Nieren und deren Probleme
„Die Funktion der Nieren
Die Nierenfunktion ist vielfältig. So fungieren die Nieren etwa als Ausscheidungsorgan und als Hormonproduzenten. Zusammengefasst sind die Aufgaben der Niere folgende:
- Ausscheidung von giftigen Substanzen
- Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie des Säure-Basen-Gleichgewichts
- Hormonproduktion
- Regelung des Blutdrucks (über das in der Niere produzierte Hormon Renin
- Regelung der Bildung roter Blutkörperchen (über das in der Niere produzierte Hormon Erythropoetin
- Für eine ausreichende Nierenfunktion müssen folgende Parameter stimmen:
Für eine gute Nierenfunkton braucht es einen effektiven Filtrationsdruck
Hierbei handelt es sich um den Filterdruck, der dafür verantwortlich ist, dass das Blutplasma aus den Nierenkörperchen in die Bowman-Kapsel gepresst wird. Er wird berechnet, indem man vom herrschenden Blutdruck im Nierenkörperchen die zwei Kräfte abzieht, die dem Blutdruck hier entgegenwirken: der hydrostatische Druck in der Bowman-Kapsel und der kolloidosmotische Druck des Blutes.“ (Quelle: Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft. ww.netdoktor.de.Vorlage: Martina Feichter, Autor: Dr. med. Manuela Mai)
Probleme mit den Nieren sind vor allem bei Katzen sehr verbreitet. Der Prozess kommt schleichend. Mit der Zeit haben wir eine chronische Niereninsuffienz.
Auf welche Symptome können Sie achten?
- Kleine, weisse Schuppen im Fell, vor allem in hinteren Bereich des Rückens bis zum Schwanzansatz
- Struppiges Fell
- Die Tiere suchen Wärme
- Die Tiere sind meistens mager
- Häufiges Erbrechen
- Im fortgeschrittenem Stadium sind die Schleimhäute blass
- Die Tiere sind meistens sehr mäkelig im Fressverhalten
- Die Tiere trinken viel auf einmal oder oft in kleinen Mengen
- Im fortgeschrittenen Stadium können die Tiere dehydrieren (austrocknen) auch wenn sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen, aber auch viel pieseln
- In ganz schlimmen Fällen können die Tiere sogar aus dem Maul nach Urin riechen
Im fortgeschrittenen Stadium werden die Tiere apathisch, fressen und trinken nicht mehr. Das ist ein Notfall und die Tiere brauchen eine Infusion mit Flüssigkeit intravenös oder subkutan. Das heisst sie müssen sofort zum TA gebracht werden. Es kann sonst zu Krampfanfällen kommen oder sie fallen sogar ins Koma.
Es kann zu Netzhautablösungen führen, auch Probleme mit Entzündungen der Maulhöhlen können mit einer Niereninsuffienz zusammenhängen.
Die Nierenwerte müssen über ein Blutbild eruiert werden.
Was können Sie tun?
- Behalten Sie die Katze im fortgeschrittenen Stadium drinnen, damit sie sich nicht zum Sterben verkriechen kann
- Die Fütterung muss angepasst werden, am besten ist die Fütterung mit frischen Fleisch, Nassfutter geht auch, aber von Trockenfutter sollte man bei Hunden und Katzen unbedingt absehen.
- Stress vermeiden
- Es sind oft ängstliche Tiere, Tiere aus dem Auslandtierschutz. Angst hat viel mit der Niere zu tun.
Schulmedizinisch gibt es keine Heilung für die chronische Niereninsuffienz. Mit der homöopathischen Behandlung, je nach Stadium kann eine Heilung geschehen oder mindestens eine wesentliche Verbesserung des Zustandes.
Ich persönlich habe schon etliche solcher Tiere behandelt, Hunde und Katzen. Bei einigen haben sich die Nierenwerte im Blutbild normalisiert. Andere brauchten ihre homöopathischen Mittel in gewissen Abständen über lange Zeit und haben sogar ein überdurchschnittliches Alter erreicht. Ich spreche hier von um die 20 Jahre herum bei Katzen. Auch Hunde erreichen ein „normales“ Alter gut über 14 Jahre.
Blasenentzündungen, Ablagerungen, Griess, Steine
Harnsteine und Griess sind heute ein vermehrtes Problem. Blasenentzündungen sind nicht immer bakteriell, sondern können auch von Steinen oder Gries hervorgerufen werden. Das heisst die Kristalle reizen die Blasenschleimhaut. Trockenfutter begünstigt deren Entstehung. Durch Nierenfunktionsstörungen können Steine, Griess entstehen da der Säuregrad des Urins verändert ist. Meistens handelt es sich um Struvitsteine oder Oxalatsteine, es gibt aber auch Phosphat und Ammonium- Ablagerungen. Die Blase ist berührungsempfindlich oder vielleicht verhärtet, das kann man fühlen.
Die Symptome sind:
- Vermehrter Harndrang
- Vergeblicher Harndrang
- Blut im Urin
- Schmerzen beim urinieren
Die Ablagerungen können zu einer Verstopfung der Harnröhre führen. Schulmedizinisch kann ein Katheder gesetzt werden. Der Urin muss untersucht werden, dies erfolgt durch Punktion der Blase oder durch das Pipi-machen-lassen in eine spezielle Einstreu. Danach bekommen die Tiere Antibiotika und meistens ein Diätfutter, welches Trockenfutter ist. Dazu bekommen sie ein Medikament um den Säuregrad des Urins zu erhöhen. In schlimmen Fällen kommt es zu einer Operation und sogar zu Penisamputationen.
Mit der homöopathischen Behandlung haben wir viel wirksamere Möglichkeiten und können die Ursache der Entstehung der Ablagerungen aus der Welt schaffen.