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Türmlihaus, Technikumstrasse 36
Technikumstrasse 36
8400 Winterthur
Tel. (Geschäft):052 213 33 98 und
052 212 93 98.
Unter dem Namen „Türmlihaus“ ist das Gebäude an der Technikumstrasse 36 bekannt. Das Haus ist das Studentenhaus der Zürcher Hochschule. Der Verein für ein Studentenheim Zürcher Hochschule Winterthur bildet die Trägerschaft. Der Turmsaal (30 Personen), der Allgemeinraum (40 Personen) und der Festkeller (50 Personen) können auch gemietet werden.
Das Türmlihaus wird 1726 erstmals erwähnt. Aus vier Zeilenbauten entstand 1826 unter Hans Georg Steiner das heutige Gebäude, das einst den Namen "Zum oberen Steinberg" trug. Steiner erhielt vom Rat die Erlaubnis „den alten runden thurn auszusäubern, zu verbessern und zu bauen in eigenen Kosten samt dem Fahnen auf dem thurn mit unserer Statt Ehrenwappen gezieret“. Er musste bestätigen, dass der Turm Eigentum der Stadt bleibe und in Zeiten offener Bedrängnis von dieser benützt werden dürfe. Steiner baute anstelle des alten kleinen Stadtmauerhäuschens ein behäbiges, dreigeschossiges Wohnhaus. Es vor der Zuschüttung des Stadtgrabens das repräsentativste Wohnhaus mit einem ein einheitlichen Fassadenbild der Obergeschosse. Der angebaute Turm bekam als fünftes Geschoss eine Säulengalerie aufgesetzt. Das markante Gebäude, das einst den Namen „Zum oberen Steinberg“ trug, ist an den letzten in Winterthur erhaltenen mittelalterlichen Wehrturm angebaut. Besonders erwähnenswert sind die repräsentative Eingangshalle und das Turmzimmer im ersten Obergeschoss, das mit einer polychromen Stuckdecke ausgestattet ist. Die Aufstockung des mittelalterlichen Turmes erfolgte nach 1810.
1773 gehörte der "Obere Steinberg" Johann Heinrich Ziegler, dem Pfarrherrn, Arzt und Stadtrat, der als Mitbegründer des „Laboratoriums“ und der Spinnerei Hard den Anstoss zur Entwicklung Winterthurs im 19. Jhdt. gab. Sein Sohn Jakob Ziegler-Pellis, Naturforscher und Industireller in Winterthur und Schaffhausen, erweiterte um 1820 das Haus um zwei Achsen und ein Geschoss auf die heutige Form. Mitte des 20. Jhdt. beherbergte das Haus eine Schuhfabrik, sank dann zu einem Lagerhaus ab und kam 1959 an die Stadt. Wenig später tauchte die Idee auf, in diesem Gebäude ein Studentenheim einzurichten. Dank der Gebefreudigkeit der Ehemaligen des Technikums anlässlich der Jahrhundertfeier von 1974 konnte in einem zweiten Anlauf dieser Plan realisiert werden. Dem neu gegründeten Verein für ein Studentenheim gelang eine Restauration des Hauses, die das Stadtbild bereichert und die Altstadt belebt. Es beherbergt in 20 Zimmern 30 Studenten. Diesen sowie weiteren Benützern stehen ausserdem zwei Essräume mit Küche, vier geräumige Aufenthaltsräume sowie drei gemütliche gewölbte Kellerlokale und drei Hobbyräume zur Verfügung.
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