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Liebe Miezen! Ja, können wir. Doch aus Erfahrung wissen wir, dass dies eine etwas delikate Angelegenheit ist. Tierbesitzer sind meistens der Meinung, das richtige Futter für ihre vierfüssigen Gefährten zu verabreichen und fühlen sich "persönlich angegriffen", wenn wir z. B. finden, dass ein Futter nicht gut ist, aber eben sehr wirkungsvoll beworben wird. Wir geben euch gerne Tipps zu alternativen Fütterungsmethoden. Die könnt ihr dann selber ausprobieren. 😺😼
Seid ihr Leseratten? Dann könnte euch dieses Buch interessieren:
Grimm, Hans-Ulrich: Katzen würden Mäuse kaufen.
Noch was zu eurer Aussage von oben, wegen Missverständnissen zwischen Hund und Katze. Die gibt es auch zwischen Hunden z. B. unterschiedlicher Rassen. Jan Nijboer beschreibt in seinem Buch "Hunde verstehen" ein hündisches Missverständnis rsp. eine Diskommunikation:
Golden Retriever (GR) und Hovawart (H) begegnen sich im Wald. Der H fixiert den GR, duckt sich und schleicht frontal auf den GR zu. Dieser zeigt eine Aufforderung zum Spiel. Darauf reagiert der H mit "Angriff": er rast mit drohender Körperhaltung auf den GR zu und dieser dreht sich auf den Rücken und ordnet sich damit unter. Jetzt attackiert der H knurrend den GR und dieser versteht nun die Botschaft (die ihm der H schon von anfang an gesendet hat), nämlich, dass er abhauen soll. Er rennt schreiend und mit eingeklemmter Rute davon!
Jan Nijboer erklärt nun anschaulich, warum es zu diesem Ablauf gekommen ist:
der Golden Retriever hat einen schwachen territorialen Instinkt, während der Hovawart in unserem Beispiel starkt territorial veranlagt ist und jeden Eindringling aus "seinem" Revier vertreiben will. Der GR hat dies falsch verstanden, und zwar als Aufforderung zu einem Jagdspiel. Das Auf-ihn-zu-Stürmen hat er ebenfalls falsch ausgelegt, nämlich als Korrekturmassnahme für seine Spielaufforderung. Erst der Angriff des H macht ihm klar, dass er flüchten muss.