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Wie kann Schule für die individuellen Bedürfnisse der Kinder gestaltet werden? Häufig stehen der Betrachtung eines Individuums paradigmenartige Gruppenzuschreibungen im Wege. Die Einteilung in männlich und weiblich ist eine solche und leitet unbewusst oder bewusst Interaktionen und Erwartungen in der Schule. Die Lehrperson ist dabei in zentraler Funktion. Verschiedene Forschungsarbeiten gehen dem Phänomen nach und suchen nach geschlechtsspezifischen Besonderheiten in der Mathematik. Unterschiede zeigen sich sowohl im Vergleich beider Geschlechter, wie auch im Besonderen im Vergleich von mathematisch potenziell begabten Mädchen und mathematisch nicht begabten Mädchen. Mädchen sind in ihren Präferenzen viel unterschiedlicher als Jungen. Für den Unterricht gilt deshalb, dass es bei den Mädchen wichtig ist, die potenzielle Begabung zu kenne, um den Unterricht adaptieren zu können.
Diese Website bietet Lehrpersonen die Möglichkeit die eigene Haltung zu reflektieren. Die Grundlagen für die Antworten sind neueste Forschungsergebnisse.
Im Anschluss an die Antworten werden Entwicklungshinweise für den Unterricht formuliert. Diese sollen zu einem bewussteren Umgang mit Genderfragen in der Schule führen.
Für die Vertiefung stehen Literaturhinweise zur Verfügung.
Andreas Rütsche