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Chile: Keine Freigabe der Abtreibung
Umkämpfter Lebensschutz in Lateinamerika
Wie Agenturen melden, ist in Chile am 30. November 2021 ein Gesetz zur Liberalisierung der Abtreibung vom Senat mit 65 zu 62 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt worden.
Derzeit sind Abtreibungen in Chile nur nach einer Vergewaltigung, bei Gefahr für das Leben der Mutter oder im Falle eines nicht lebensfähigen Kindes erlaubt. Die Vorlage wollte Abtreibungen bis zur 14. Schwangerschaftswoche erlauben.
Argentiniens Parlament hatte Ende 2020 ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Es war daher erwartet worden, dass ähnliche Vorlagen auch in anderen lateinamerikanischen Ländern aufs politische Tapet gebracht werden. Umso erfreulicher, dass nun in Chile eine – wenn auch nur knappe – Mehrheit des Senats dem Trend zur Freigabe der Abtreibung widerstand.