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Beckenried war schon im Spätmittelalter beliebt für seine zentrale Lage und wurde wiederholte Male als Tagsatzungsort ausgewählt. Hier trafen sich Gesandte verbündeter Orte der Innerschweiz, um sich gemeinsam über Geschäfte zu beraten. Der Ortsname Beckenried taucht daher auch schon sehr früh in alten Schriften auf.
Beckenried konnte früher nur über den Seeweg erreicht werden. Die erste Verbindung über den Landweg kam 1837 mit dem Bau der oberen Strasse. Eine weitere Strasse folgte um 1870 entlang dem See. Die Autofähre verband ab dem Jahr 1930 Beckenried mit Gersau. Das Leben zwischen See und Berg war nicht immer einfach. Naturgewalten wie Überschwemmungen, Lawinen oder durch starke Unwetter in Seenot geratene Schiffe und Nauen prägten das Leben der Bevölkerung.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann sich der Tourismus zu entwickeln. Beckenried war der erste Tourismusort im Kanton Nidwalden und wurde zu einem beliebten Ferien- und Erholungsort.
Mit dem Bau der Strasse in den Süden, Ende 1980, veränderte sich das Gesicht des Dorfes nochmals. Die Dichterin Isabelle Kaiser (1866-1925) hat Beckenried in ihren Werken als «das schönste Dorf am schönsten See» beschrieben. So nennen es die Beckenrieder noch heute: «S’scheenschtä Dorf am scheenschtä See».
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