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Stalking
Unterstützungsmöglichkeiten der Opferhilfe
Stalking ist ein Phänomen, welches insbesondere aufgrund neuer Kommunikationsmittel, aber auch durch Veränderungen in der Gesellschaft zunimmt. Es handelt sich um ein soziales Problem, welches in vielfältiger Weise auf das Leben der Opfer einwirkt und psychosoziale Probleme verursachen kann.
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit folgender Forschungsfrage: “Welche Bedürfnisse haben Opfer von Stalking und welche Unterstützung können Sozialarbeitende im Bereich der Opferhilfe im Kanton Bern leisten?”
Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden Stalking und die aus den Folgen resultierenden Bedürfnisse der Opfer beleuchtet. Es wird aufgezeigt, welche Unterstützungsmöglichkeiten die Opferhilfe als Arbeitsbereich bietet und inwiefern die Bedürfnisse der Opfer dadurch befriedigt werden können. Aus der Literaturarbeit ergeben sich folgende zentrale Erkenntnisse:
Stalking beeinträchtigt die Betroffenen in vielen Lebensbereichen und schränkt sie in den Bedürfnissen nach emotionaler Zuwendung, Hilfe, Mitgliedschaft, Identität, Autonomie, sozialer Anerkennung und Gerechtigkeit ein. Die Sozialarbeitenden der Opferhilfe können durch materielle und beratende Unterstützung zur Deckung dieser Bedürfnisse entscheidend beitragen. Dabei ist der rechtliche Hintergrund, insbesondere das Opferhilfegesetz, Grundlage aller Interventionen. Dieser legt den Sozialarbeitenden auch gewisse Grenzen auf, insbesondere in der Unterstützung von Stalking-Opfern, welche die Opfereigenschaft nicht erfüllen.
Wünschenswert wäre die Einführung eines Stalking-Straftatbestands – oder zumindest die Ergänzung eines schon bestehenden Strafbestandes mit Stalking – einerseits, damit die Opfer eine gewisse offizielle Anerkennung der Straftat hätten und andererseits, damit mehr Klarheit über die rechtliche Situation von Betroffenen herrschen würde. Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der Forschung besteht aus Sicht der Verfasserinnen im Kanton Bern noch Handlungsbedarf.