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Die Venen sorgen im Blutkreislauf dafür, dass das Blut zum Herzen zurückfliessen kann. Die geschieht beim stehenden Menschen entgegen der Schwerkraft, v.a. weil die Wadenmuskulatur wie eine Pumpe wirkt und das Blut nach oben presst. In den Beinvenen finden sich feine Venenklappen, die wie Rückschlagventile einen gerichteten Fluss Richtung Herzen ermöglichen. Diese Venenklappen schliessen bei Menschen mit Krampfadern in den oberflächlichen subkutan gelegenen Venen am Bein nicht richtig, weshalb im Stehen stehts ein Teil des Blutes nach unten zurückfliesst. Klassischerweise klagen Menschen mit Krampfadern dann über Stauungsbeschwerden der Beine, die bei langem Stehen und Sitzen und in der warmen Jahreszeit noch zunehmen. Ödeme, Muskelkrämpfe, Ekzeme, Braunverfärbungen, Wundheilunsstörungen und oberflächliche Venenthrombosen sind spezifische Symptome und typisch für die Erkrankung. Das Endstadium ist das offene Bein (Ulcus cruris) meist an der Innenseite der Innenknöchel.
Mit zunehmendem Alter hat fast jeder 5. Mann und jede 5. Frau hat Krampfadern, wobei sehr häufig eine familiäre Veranlagung besteht. Hat ein Elternteil Krampfadern, verdoppelt sich das Risiko. Sind beide Eltern betroffen, so ist das Risiko bereits 3-4 fach erhöht. Bewegungsmangel und Übergewicht begünstigen die Entstehung von Krampfadern.
Für die Diagnose der Krampfadererkrankung ist die Ultraschalluntersuchung unentbehrlich. Diese wird meist im Stehen gemacht, um das rückfliessende Blut in den oberflächlichen Venen sichtbar zu machen.
Generell sollen Krampfadern behandelt werden, die krank machen. D.h. wenn genannte Symptome auftreten, um zukünftige Komplikationen zu vermeiden. Mittels Kompressionsstrümpfe lassen sich die Symptome lange kontrollieren. Ab dem Stadium, wo Wassereinlagerungen und Hautveränderungen auftreten, wird generell eine invasive Behandlung empfohlen. Diese Therapie ist heutzutage erfreulicherweise maximal schonend und ungefährlich. Die erkrankten oberflächliche Venen werden dabei mittels einer Faser mit Wärme von Innen her verödet (endovenöse Thermoablation). Noch vor gut 15 Jahren war die Krampfaderoperation der häufigste Hospitalisationsgrund, heutzutage wird die Behandlung problemlos ambulant im Spechstundenzimmer der Arztpraxis gemacht.
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