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500 Tage nach dem Atomkatastrophe leben viele Familie von Fukushima getrennt. Die Asahi-Zeitung hat eine Umfrage unter den Evakuierten durchgeführt, deren Resultaten aus Stress, Einsamkeit, Wut und Unsicherheit bestehen.
Aus der Präfektur geflohen sind Mütter mit Kindern, Ehemänner bleiben zu Hause wegen der Arbeit, oder weil sie von der niedrigen Strahlenbelastung nichts halten. Die Kosten dieser freiwillige Evakuation übernimmt Tepco, der AKW-Betreiber, nicht. Von der Gemeinde erhalten auch nur wenige eine finanzielle Unterstützung. Gemäss der Untersuchung braucht die auseinander lebende Familie zusätzlich mehr als 500 Franken pro Monat.
Als Grund der Evakuation nannten die meisten Mütter die Angst vor einer negativen Auswirkung der Radioaktivität auf die Gesundheit ihrer Kinder. Viele ertragen auch nicht, dass ihre Kinder nicht draussen spielen können. Und Stress spüren nicht nur Kinder sondern auch die Mütter selbst.
Ein anderer Grund des Stresses liegt darin, dass sie von den zurückgebliebenen Heimatsleuten verleumdet werden. Sie hören zum Beispiel: „Niemand hat uns zur Evakuation gezwungen, die Mütter und Kinder haben eigenwillig die Heimat verlassen.“ Oder „die Regierung hat erklärt, dass es hier sicher ist. Warum glauben Sie es nicht?“ Oder „Ihr kommt nach der Dekontaminierung zurück, wenn Fukushima wieder sauber geworden ist?“
Die Mütter hingegen „wollen nur sorgenlos die Kinder gross ziehen“. Ein Graben sei zwischen Evakuierten und Zurückgebliebenen entstanden. Die Evakuierten machten sich Sorgen um die Zurückgebliebenen, „aber die Menschen in Fukushima wollen nichts davon wissen.“