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Issa, 14 Jahre alt,
Kinderarbeiter in den Goldminen von Burkina Faso
„Ich arbeite hier seit mein Vater eine Behinderung hat, um meiner Mutter zu helfen.“
Mehr als 30 Meter unter der Erde ist es dunkel und feucht. Mit blossen Füssen, zwischen schmalen Wänden hockend, die Haut mit Schlamm bedeckt, mit einer kleinen Taschenlampe als einzige Lichtquelle: so arbeiten Kinder jeden Tag in den Goldminen von Burkina Faso. Sie machen 30% der Arbeitskraft dieses Sektors im Land aus. Unter diesen extremen Bedingungen fällt das Atmen schwer. Darüber hinaus besteht die Gefahr von Erdrutschen und der Einsatz giftiger Chemikalien, mit denen das Gold nach dem Abbau gewaschen wird.
Auch der 14-jährige Issa, der aus einer Familie mit 28 Kindern kommt, ist einer solchen Situation ausgesetzt. „Ich arbeite hier, um meiner Mutter zu helfen. Seitdem mein Vater eine Behinderung hat, kümmert sie sich um alles. 2017, nach einer schlechten Ernte, musste meine Mutter Sand aufsammeln und verkaufen, um etwas zu essen zu kaufen. Sie bat mich, es wie meine Brüder zu machen, die schon in einer Mine arbeiteten, damit auch ich die Familie unterstütze.“
Issa, der Hirtenjunge, wurde zum Minenkind. Seit mehr als 8 Monaten hilft er den Goldwäschern und steigt hinab in die Minen, um Gestein einzusammeln und nach oben zu befördern.
„Oft, wenn meine Brüder müde sind, bitten sie mich, in die Mine zu gehen. Am Anfang hatte ich Angst davor. Ich musste diese Angst überwinden. Geholfen hat mir dabei, dass ich nicht alleine in dieser Situation bin. Ich habe schon von der Gefahr von Erdrutschen gehört, aber das ist hier noch nicht vorgekommen. Ich habe aber schon Verletzte gesehen und Kinder, deren Hände und Füsse von den Chemikalien, die sie beim Goldwaschen verwenden, völlig lädiert waren. Einige husten auch. Ich weiss, dass das vom Staub kommt.“
Die Sozialarbeiter, mit denen Tdh zusammenarbeitet, haben Issa über unsere mobile App kennengelernt. Mit der App können Kinder, die in Goldgruben arbeiten, ausfindig gemacht und Alarm ausgelöst werden, sollten ihre Rechte missachtet werden. Sie haben entschieden, Issas Fall dem Sozialdienst zu melden. Dieser begleitet ihn und ist bemüht, sein familiäres Umfeld besser zu verstehen. Er hat ein Treffen mit Issas Familie organisiert, um das Bewusstsein für seine Situation zu schärfen, und er hat eine gesundheitliche Behandlung gekriegt. Nächstens werden sie mit Issa seine Zukunftspläne besprechen und ihn unterstützen, damit er diese umsetzen kann.
Terre des hommes verteidigt und schützt die Rechte von Kindern und vermindert Kinderausbeutung innerhalb der Produktionsketten. 2017 haben wir das Leben von 18‘000 von Ausbeutung gefährdeten oder betroffenen Kindern verbessert.
*Um das Privatleben des Kindes zu schützen, wurde das Bild und der Name geändert.