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Am 12. Januar 1918 wurde das erste Mitarbeiterrestaurant der Schweiz eröffnet: Die Arbeiterkantine des damaligen Schweizer Verbandes Soldatenwohl (SV) – des heutigen Gastronomieunternehmens SV Group – in der Maschinenfabrik Bühler AG in Uzwil. Die erste Kantine der Schweiz servierte täglich 150 Mahlzeiten. 100 Jahre später spielen die Mitarbeiterrestaurants und Mensen im Gastronomieangebot eine überragende Rolle: Alleine die SV Group serviert jeden Arbeitstag rund 100'000 Menus für Mitarbeitende und Schüler.
Erste Mitarbeiterkantine der Schweiz entstand vor genau 100 Jahren bei Bühler AG in Uzwil
Dübendorf, 11. Januar 2018 – Die SV Group blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück. 1914 von Else Züblin-Spiller als Non-Profit-Organisation «Schweizer Verband Soldatenwohl» gegründet, bestand das ursprüngliche Ziel darin, Schweizer Soldaten mit preiswerter und ausgewogener Kost ohne Alkohol zu versorgen.
Antwort auf prekäre Lebensmittelversorgung der Schweiz
Gegen Ende des Ersten Weltkrieges erkannte Else Züblin-Spiller neue Herausforderungen ausserhalb der Armee. Die Lebensmittelversorgung in der Schweiz war äusserst prekär. Besonders alleinstehende und auswärtige Mitarbeiter in Fabriken fanden kaum noch ausreichend Verpflegungsmöglichkeiten in Wirtschaften und bei Logisgebern. Else Züblin-Spiller entwickelte die Idee einer Arbeiterkantine. Diese Verpflegungsmöglichkeiten für Mitarbeiter wurden im Auftragsverhältnis eingerichtet und mit einer Defizitgarantie geführt.
Im Unterschied zu den improvisierten Soldatenstuben, die der SV von 1914 bis 1917 betrieb, stellten die dauerhaften Kantinen mit ihrer umfassenden Verpflegung weitaus höhere Anforderungen an das Personal, die Logistik und die Infrastruktur.
Ein Stundenlohn für ein Mittagessen in der ersten Kantine der Schweiz
Am 12. Januar 1918 wurde die erste Arbeiterkantine des damaligen Schweizer Verbandes Soldatenwohl (SV) im Beisein des Firmenpatrons Adolf Bühler in der Maschinenfabrik Bühler AG in Uzwil eröffnet. 150 Mitarbeiter kamen an diesem Tag in den Genuss einer Mahlzeit, die anfänglich als «Portionenplättchen» angeboten und am Platz serviert wurden. Alkohol gab es keinen, dafür erhielten die Arbeiter gratis ein Glas Lindenblütentee. Zu Beginn kostete das Mittagessen 85 Rappen, später einen Franken, was in etwa einem Stundenlohn entsprach. Zu dieser Zeit waren die Lebensmittel im Vergleich mit den Einkommen deutlich teurer als heute. Eine Arbeiterfamilie musste rund die Hälfte ihres Haushaltsbudgets für Nahrungs- und Genussmittel einsetzen.
Das Geschäftsmodell von Else Züblin-Spiller erwies sich als so erfolgreich, dass auch weitere Fabrikanten eine solche Kantine haben wollten. Bis 1919 entstanden so 30 Betriebe unter der Leitung des SV, namentlich in der Textilindustrie, aber auch im Maschinenbau, in chemischen Fabriken und in der Uhrenindustrie.
Gemeinschaftsgastronomie im Wandel der Zeit
Im Jahr 1938 wurde bei Bühler in Uzwil – wiederum als Premiere und erstmalig in einer Kantine – ein Selbstbedienungsbuffet eingeführt. Nach anfänglicher Skepsis auf Seiten der Bühler-Mitarbeiter stiess dieses Buffet auf grossen Erfolg. Auf diese Weise konnten sich die Gäste fortan nach eigenem Belieben bedienen und gemäss ihren Wünschen und Geldbeutel ihr Essen zusammenstellen.
Heute, 100 Jahre später, essen die Bühler Mitarbeitenden in einem zeitgemässen Mitarbeiterrestaurant und können täglich aus drei frischen und attraktiven Mittagsmenus auswählen. Zudem stehen ein grosses Salatbuffet und ein Free-Choice-Buffet zur Verfügung. Rund 600 Gäste verpflegen sich jeden Tag bei Bühler in Uzwil und schätzen das abwechslungsreiche Angebot.
Restaurants mit hochwertigem und vielseitigem Angebot
«Wir sind stolz darauf, seit genau 100 Jahren die Mitarbeiterverpflegung von Bühler AG als kompetente und verlässliche Gastronomiepartnerin zu führen», sagt Patrick Camele, CEO der SV Group. Früher galt es, die hungrigen Mägen der Fabrikarbeiter mit möglichst nahrhaften Speisen zu füllen - heute stehen andere Wünsche im Vordergrund. Für Patrick Camele ist klar: «Sogenannte Betriebskantinen haben sich in den letzten Jahren immer mehr zu anspruchsvoll gestalteten Mitarbeiterrestaurants mit einem hochwertigen und vielseitigen Angebot entwickelt.»
SV Group seit einem Jahrhundert führend in der Gemeinschaftsgastronomie
Die SV Group blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück. 1914 von Else Züblin-Spiller als Non-Profit-Organisation «Schweizer Verband Soldatenwohl» gegründet, bestand das ursprüngliche Ziel darin, Schweizer Soldaten mit preiswerter und ausgewogener Kost ohne Alkohol zu versorgen.
1999 wurde der damalige Verein SV Service in die Aktiengesellschaft SV Group und in die ideell ausgerichtete SV Stiftung geteilt. Die Stiftung ist Hauptaktionärin der SV Group und finanziert mit ihren Dividenden Projekte im Bereich der gesunden Ernährung und für das Gemeinwohl. Gastfreundschaft und Engagement, Pioniergeist und Innovationskraft bilden seit jeher die Fundamente der Unternehmung.