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Zwei Mitglieder des amerikanischen Repräsentantenhauses haben die Federal Reserve, die Zentralbank des Landes, gebeten die Entwicklung eines digitalen Dollars in Betracht zu ziehen.
Bedenken ins Hintertreffen zu geraten
In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, beschreiben Representative French Hill (R-Arkansas) und Representative Bill Foster (D-Illinois) ihre Bedenken bezüglich der Risiken für den US-Dollar, wenn ein anderes Land oder ein privates Unternehmen eine weit verbreitete Kryptowährung einführt. Sie fragen ob die Zentralbank die Erstellung einer eigenen Version plant.
Die Kongressabgeordneten äußerten Bedenken, dass der US-Dollar durch die breite Einführung digitaler FIAT-Währungen „langfristig gefährdet“ sein könnte. In einer Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) heißt es, dass über 40 Länder eine digitale Währung entwickelt haben oder in der Entwicklung sind. Von Chinas Zentralbank wird beispielsweise erwartet, dass sie eine digitale Version des Yuan noch in diesem Jahr oder Anfang 2020 zu starten, fügten die beiden Kongressabgeordneten hinzu.
„Mit dem Potenzial für digitale Währungen, die Eigenschaften und den Nutzen von Papiergeld weiter zu übernehmen, kann es immer zwingender werden, dass die US-Notenbank das Projekt der Entwicklung einer digitalen US-Dollar-Währung aufgreift“
Rolle des US Dollars als globale Leitwährung gefährdet
Tatsächlich gab es einige Forderungen, dass sich das globale Finanzsystem vom Dollar lösen sollte. Vor allem der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, schlug vor, dass eine digitale Währung die durch einen Korb mit anderen Finanzinstrumenten gestützt wird, den Nationen helfen könnte diese Veränderung vorzunehmen.
Das Schreiben stellt eine Reihe von Fragen. Einerseits ob die Fed derzeit die Entwicklung einer digitalen Währung prüft. Andererseits ob es Notfallpläne gibt wenn digitale FIAT-Währungen an Fahrt gewinnen. Es werden rechtliche, regulatorische und nationale Sicherheitsfragen erwähnt. Welche Marktrisiken oder andere Probleme sich aus einer Fed-Kryptowährung ergeben könnten und welche Vorteile dem Projekt daraus erwachsen könnten. Auch werden private „Stablecoins“ erwähnt, allen voran Libra, aber auch die Krypto-Währungs Bemühungen von JP Morgan oder Wells Fargo.
Bereits im vergangen Jahr empfahl Sheila Bair, die ehemalige Vorsitzende der US Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) eine eigene digitale Währung ernsthaft zu prüfen.