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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, zusätzlich zum "Bruttoinlandprodukt" (BIP) als Mass für die Wirtschaftsleistung unseres Landes für die Schweiz die Nachhaltigkeit der Wirtschaftsentwicklung zu messen und regelmässig zu veröffentlichen. Als Messinstrument könnte der von der OECD empfohlene Simplified Index of Sustainable Economic Welfare (Sisew) dienen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung der in diesem Postulat aufgeworfenen Fragen. In diesem Themenbereich werden bereits seit einigen Jahren Arbeiten durchgeführt:</p><p>1. Indikatoren der Nachhaltigen Entwicklung</p><p>In seiner "Strategie Nachhaltige Entwicklung 2002" sieht der Bundesrat die Schaffung eines Systems von Indikatoren zur Evaluation der Nachhaltigen Entwicklung in den drei Dimensionen "Soziales, Wirtschaft und Umwelt" vor. Die Bevölkerung und die politischen Entscheidungsträger sollen darüber informiert werden (Massnahme 21). Dieses System von Indikatoren ist unter dem Titel Monet (Monitoring der Nachhaltigen Entwicklung) seit November 2003 operationell. Es steht auf dem Statistikportal des Bundesamtes für Statistik online zur Verfügung, wird laufend aktualisiert und vervollständigt und dient breiten Kreisen als Referenzrahmen.</p><p>2. Ökologische Gesamtrechnung</p><p>Im Jahre 2000 sprach sich der Bundesrat in seinem Bericht "Stand der Umsetzung der Strategie zur nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz" für die Notwendigkeit aus, die Erstellung einer ökologischen Gesamtrechnung voranzutreiben. Die Schweiz hat sich in Übereinstimmung mit der internationalen Praxis für die Einrichtung von Umweltsatellitenkonten entschieden, die die physischen und monetären Daten einbeziehen. Auf die Berechnung eines "grünen Bruttoinlandproduktes" im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wird verzichtet. Diese Satellitenkonten werden schrittweise aufgebaut - insbesondere im Rahmen der Statistik der Umweltschutzausgaben und der Analyse der Materialflüsse. Diese Konten liefern im Übrigen Informationen für einen Teil der Indikatoren des Systems Monet.</p><p>3. Arbeiten zu einem weltweit verwendeten Nachhaltigkeitsindikator</p><p>Ein von der Europäischen Umweltagentur auf der Basis von Uno-Daten für Europa geplanter Nachhaltigkeitsindikator (sogenannter ökologischer Fussabdruck) für das Jahr 2006 wird für die Schweiz mit den Daten der amtlichen Statistik methodisch überprüft. Eine entsprechende Publikation ist vorgesehen.</p><p>Das im Postulat erwähnte Messinstrument "Simplified Index of Sustainable Economic Welfare" ist mit grossen methodischen Schwierigkeiten verbunden. Methodische Probleme gibt es z. B. bei der Monetarisierung der Umweltschäden, der Gewichtung der Indexglieder, aber auch bei der Datenverfügbarkeit. Für die Erhebung der für diese Indizes erforderlichen Daten müssten erhebliche zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Zudem sind internationale Vergleiche angesichts fehlender einheitlicher und von internationalen Instanzen anerkannten Methoden unmöglich.</p><p>Unter Berücksichtigung der methodischen Schwierigkeiten bei der Entwicklung von weiteren, international vergleichbaren Messinstrumenten, der beschränkten finanziellen Mittel und der bedeutenden Fortschritte, die im Bereich der Indikatoren der nachhaltigen Entwicklung und der Satellitenkonten erzielt wurden, schlägt der Bundesrat die Ablehnung des Postulates vor.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.