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Am Sternenhimmel im April 2021
Die Erdachse hebt sich im Spiel der Jahreszeiten weiter deutlich an, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 1h 33m von 12h 50m auf 14h 23m zunimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 18.4. das Sternbild der Fische, um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Widders fortzusetzen.
Merkur zieht nun scheinbar an der Sonne vorbei und kann erst gegen Monatsende in der Abenddämmerung tief über dem flachen westlichen Horizont gesehen werden. Merkur steht am 19.4. in oberer Konjunktion zur Sonne.
Venus entfernt sich nun scheinbar von der Sonne und kann gegen Monatsende in der Abenddämmerung sehr tief über dem flachen westlichen Horizont unterhalb von Merkur stehend gesehen werden.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 24.4. das Sternbild des Stiers, um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild der Zwillinge fortzusetzen. Er ist den ganzen Monat über am Abend hoch im Südwesten als rötlicher Lichtpunkt zu sehen.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft bis zum 25.4. das Sternbild des Steinbocks, um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Wassermanns fortzusetzen. Er ist den ganzen Monat über erst vor der Morgendämmerung tief über dem östlichen Horizont zu sehen.
Der Ringplanet Saturn durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Steinbocks und kann gegen Morgen über dem östlichen Horizont oberhalb von Jupiter stehend gesehen werden.
Der Lauf des Mondes:
Letztes Viertel am 4.4. um 12:02 Uhr
Neumond am 12.4. um 4:31 Uhr
Erstes Viertel am 20.4. um. 8:58 Uhr
Vollmond am 27.4. um 5:31 Uhr
In den frühen Nachtstunden im April lässt sich die Milchstrasse nun nicht mehr verfolgen. Die Sommerzeit drückt das Dämmerungsende und damit die dunkle Nacht bereits weit in den Abend hinein. Der prächtig rötlich zu sehende Planet Mars zieht dagegen weiterhin die Blicke auf sich. Doch es ist ein gutes Fernglas, oder noch besser ein Fernrohr von Nöten um mehr als bloss einen rötlichen Lichtpunkt erblicken zu können.
Im Westen neigen sich die ersten Sternbilder des Wintersechsecks nun langsam dem Horizont zu und bezeugen so das Ende des Winters. Hier sind der bereits tiefer liegende mächtige Stier, mitsamt seinen prächtigen Plejaden und der einprägsame Orion, mit seiner Geburtswolke von neuen Sternen, die unverändert unsere Blicke auf sich ziehen.
Im Süden ziehen das Sternbild der Zwillinge mit seinem hellen Sternenpaar Kastor und Pollux unverändert die Blicke auf sich. Doch erst der Blick durch das Teleskop offenbart, dass Kastor gar kein einzelner Stern ist, sondern dass hier sagenhafte sechs Sterne sich gegenseitig umlaufen. Gegen Südosten hin scheint der leicht zu erkennende und eindrucksvolle Löwe mit seinem hellen Stern Regulus geradezu am Himmel zu thronen. Dieser Stern befindet sich zufälligerweise praktisch exakt auf der Linie die quer über den Himmel läuft und auf der sich die Planeten scheinbar bewegen. Diese Linie wird Ekliptik genannt.
Derweilen erhebt sich im Osten der Bärenhüter mit seinem markant hellen Stern Arktur. Dieser Stern ist der hellste Stern am nördlichen Himmel. Der noch hellere Stern Sirius – unser Namenspatron – ist der hellste Stern am südlichen Himmel und somit am ganzen Himmel. Die Grenze zwischen dem südlichen und dem nördlichen Himmel verläuft übrigens fast exakt durch den Gürtel des Orions.