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Die Weberei ist eine der ältesten Techniken der Herstellung von textilen Flächengebilden, bei dem mindestens zwei Fadensysteme, die Kette (Kettfaden) und der Schuss (Schussfaden), rechtwinklig verkreuzt werden. Die vorgespannten Kettfäden bilden den Träger, in den nacheinander die Schussfäden von einer Webkante zur anderen durch die gesamte Webbreite eingezogen werden.
Prinzip des Webens
Definitionen:
Weben: Rechtwinkliges verkreuzen von Kett- & Schussfäden.
Kette: Gesamtheit der Fäden, die bei der Herstellung eines Gewebes in Längsrichtung (Warenlaufrichtung) verlaufen.
Schuß: Gesamtheit aller Fäden, die bei der Herstellung in Querrichtung liegen.
Das Prinzip des Schaftwebens:
Die Kettfäden verlaufen vom Kettbaum über die Streichwalze, die Teilstäbe, die Schäfte, dem Riet, dem Brustbaum zum Warenbaum. Die einzelnen Kettfäden werden immer in bestimmter Reihenfolge durch die Litzenaugen eines Schaftes geführt, z.B. Keffaden 1, 3, 5, 7, 9, usw. Der andere Schaft, bzw. dessen Litzenaugen, nimmt dann jeweils die anderen Kettfäden auf, z.B. Kettfaden 2, 4, 6, 8, 10, usw.
Ein Webfach entsteht durch das Senken und Heben der Kettfäden. Durch dieses Webfach wird der Schütze mit dem Schußfaden geführt. Zur Bildung eines Webfaches braucht man mindestens zwei Schäfte. Nachdem der Schütze den Schußfaden durch das Webfach geführt hat, wird dieser noch lose liegende Schußfaden vom Riet an das Warenende angeschlagen. Die Musterungsmöglichkeiten sind beim Schaftweben beschränkt, weil die Anzahl der einsetzbaren Schäfte begrenzt ist. Bessere Musterungsmöglichkeiten erreicht man mit einem Jacquardwebstuhl.