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Auf der Deponie La Pila auf dem Gemeindeboden von Hauterive wurde von 1952 bis 1973 Abfall entsorgt – unter anderem lagern dort rund 31 Tonnen Polychlorierte Biphenyle. Seither verschmutzt La Pila die Umwelt mit dioxinähnlichen PCB; die Deponie muss für 90 bis 110 Millionen Franken saniert werden.
Das Freiburger Kantonsgericht hat im Dezember 2019 entschieden, dass die Condensateurs Fribourg SA massgeblich für die Verschmutzung der ehemaligen Deponie verantwortlich ist und dass ihr Nachfolgeunternehmen – die Immobilienfirma CFR Properties SA aus Zürich – sich finanziell an der Sanierung beteiligen muss. Das Unternehmen wehrt sich dagegen. Nun hat ein Zürcher Gericht entschieden, Gelder und eine Immobilie der CFR Properties SA zu beschlagnahmen: eine Strasse in einer Industriezone in Rossens sowie ein Darlehen von 3,5 Millionen Franken, dass die Firma ihrem Mutterunternehmen Montena in Zug gewährt. Damit hat das Gericht Werte in der Höhe von etwas mehr als vier Millionen Franken beschlagnahmt – so viel, wie der Kanton vom Unternehmen für die Pila-Sanierung fordert. Der Anwalt der CFR Properties SA kündigte an, dass die Firma gegen den Entscheid rekurrieren werde.
Der Kanton Freiburg sieht vor, dass er selber sich mit 30 Prozent an den Sanierungskosten beteiligt; die Stadt Freiburg soll 45 Prozent beisteuern. Die Stadt ficht den Verteilschlüssel jedoch vor dem Kantonsgericht an (die FN berichteten). bearbeitet von njb/FN