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Die Sebastianskapelle wurde in den Jahren 1636/37 von einem der Prismeller Bodmer erbaut. Der starke Einfluss italienischer Vorbilder ist nicht abzustreiten.
Es handelt sich bei der Kapelle um einen turmartigen Zentralbau über achteckigem Grundgriss mit eingezogenem, polygonalem Chor. Das Pyramidendach erhält seinen Abschluss durch eine Laterne. Der Portalvorbau ist giebelüberdacht mit Dachreiter und wird von zwei Säulenpaaren gestützt. An der Schauseite sind Nischen mit spätgotischen Statuen des hl. Leodegar und des hl. Hieronymus. Möglicherweise sind die Statuen von einem Vorläuferbau übernommen worden.
Im Innern steht ein von Lorenz Ritz im Jahre 1837 gemaltes Altarbild mit einer Darstellung des hl. Sebastians und einer Stadtansicht von Brig.
Die alte Post ist ein um 1900 errichtetes, viergeschossiges Gebäude mit ausgebautem Mansardendach. Einst war es das Post- und Telegrafenamt von Brig. Jeder Telefon-Abonnent hatte zu Beginn des letzten Jahrhunderts seine eigene Leitung. Die Verbindung musste damals noch mittels eines Stöpsels hergestellt werden.
Das Mauerwerk im Erdgeschoss des Gebäudes ist in Rustika gehalten und bildet den Sockel für die zwei darüberliegenden Geschosse. Diese werden gegliedert durch eine vertikale (Eckpilaster mit ionischen Kapitellen) und horizontale (Fenstergesimse) Achse. Durch die gerahmten Fenster erhält die Frontseite ihre siebenteilige Gliederung, wobei die Mittelachse durch ihre Überdachung mit Haube und Laterne besonders betont wird.
Das Haus gehört zum wichtigsten historischen Baubestand der Gemeinde und wurde 1983 renoviert.
Das Perrighaus wurde im Jahre 1905 von Elias Perrig erbaut. Architekt war Ludwig Bezencenet aus Lausanne. Die drei Türme heissen: Liebe, Glaube und Hoffnung, haben aber keine besondere Bedeutung.
Im Jahre 1961 wurde das Perrighaus von seinen Erben renoviert.
Das Brutschehaus ist ein eingeschossiger Blockbau über saalartigem Sockel aus mächtigem Bruchstein-Mauerwerk. Der Sockel mit Keller stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Laut Inschrift wurde das Gebäude 1518 von Hans Schmid erbaut.
Der Jordanturm stammt aus dem 17. Jahrhundert unter Einbezug einer älteren Bausubstanz. Der turmartige, viergeschossige Steinbau mit sechseckigem Grundriss liegt eingeklemmt zwischen den Restaurants Simplon und Wenger.
Die Dachkonstruktion mit ihrer Zwiebelhaube wurde 1985 renoviert.
Das Wegenerhaus ist ein mächtig gemauerter viergeschossiger Baukubus aus der Zeit um 1700. Der zentrale Treppenturm mit Laubenvorbauten ist über eine Freitreppe mit Barockportal zugänglich. Das Gebäude wird überdacht durch ein flaches Walmdach.
Im 19. Jahrhundert wurden die Fassade und der Frontturm renoviert. Erst kürzlich erfolgte eine Aussenrenovation.
Kaspar von Stockalper war der Fugger der Alpen und genialste Frühkapitalist weit und breit. Er kaufte und verkaufte alles, was nur irgendwie Profit versprach.
Der Stockalperpalast in Brig zeugt von seinem Reichtum. Es ist der grösste private, barocke Bau des 17. Jahrhunderts in der Schweiz.
Ein Besuch im Schloss und ein Rundgang im neu gestalteten Garten kann nur empfohlen werden.
Eine Führung können Sie bei Brig Tourismus unter der Telefonnummer +41 (0)27 921 60 30 buchen.
Der eigentümlich gedrungene, gotische Bau über lang gestrecktem rechteckigem Grundriss wurde vermutlich im Zusammenhang mit der im Jahre 1304 erfolgten Spitalgründung erbaut. An den Traufseiten ziehen sich unregelmässige Strebemauern in die Höhe. Der Chor ist leicht eingezogen und barockisiert. Überwölbt wird der Saal von einem Kreuzgewölbe, dessen Rippen kapitelllos in den Wänden verschwinden. Die spätgotische Antoniusstatue aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts befindet sich in einem kargen, barocken Altarschrein. Der Frontturm ist beim Erdbeben 1851 eingestürzt und wurde im Jahre 1856 neugotisch umgebaut. Die Glocke wird ins Jahr 1396 datiert.
Der Bau der Kollegiumskirche wurde nach den Plänen des Augsburgers Mathäus Koller und des Jesuitenbruders Heinrich Mayer ausgeführt. Gebaut wurde die Anlage von den Prismeller Gebrüdern Bodmer, welche die Pläne ein wenig vereinfachten.
Die Kollegiumskirche mit ihrem rechteckigen Mauerbau und dem eingezogenen Chor mit Dreierabschluss ist ein Vertreter des Typus der deutschen Jesuitenkirche. Das Schiff ist im Gegensatz zum Chor mit seinem Fächergewölbe tonnengewölbt.
Die Aussenfassade erhält ihre Gliederung durch Blendnischen mit Rundbogenfenstern. Der Chorflankenturm weist ein oktogonales Glockengeschoss und eine Zwiebelhaube auf.
Das ursprüngliche Konventgebäude besteht aus einem mehrmals umgebauten, spätmittelalterlichen Wohnturm (Metziltenturm).
Landeshauptmann Kaspar Metzilten gab im Jahre 1526 den Auftrag das Haus zu erbauen, vermutlich unter Einbeziehung eines älteren Baubestandes. Peter Metzilten, ein Nachkomme des Hauptmannes, war gezwungen den Turm im Jahre 1673 an Kaspar von Stockalper zu verkaufen. Dieser schenkte ihn mit dazugehörigem Baumgarten den Ursulinen.
Als in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts das Kloster wirtschaftlich erstarkte, setzte eine rege Bautätigkeit ein. So wurde in den zwanziger Jahren des 18. Jahrhunderts das Klostergebäude um einen dreigeschossigen Trakt erweitert.
Die ehemalige Briger Suste stammt vermutlich aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und ist ein Mauerbau über rechteckigem Grundriss. Bereits um die Mitte des 16. Jahrhunderts war die Suste im Besitze der Familie Theiler. Ein mächtiger Rundbogeneingang an der westlichen Giebelseite führt hinein zu den Kellergewölben, die damals an die 6'000 Warenballen aufnehmen konnten.
Im Verlaufe der Jahre wurde das Haus mehrmals umgebaut und vergrössert.
Quelle: Sehenswertes Brig Glis, Junge Wirtschaftskammer Brig
1993 überschwemmte der Fluss "Saltina" (lat. saltare = springen, hüpfen) die Stadt Brig und führte grosse Mengen an Schutt mit., welcher sich in der Innenstadt bis zum Bahnhof ablagerte und enorme Schäden verursachte. Die bis dahin bestehende Brücke wurde beschädigt und vollständig entfernt. An ihrer Stelle trat eine von örtlichen Ingenieur Oliver Meyer entwickelte Hubbrücke, welche allein aus Wasserkraft angehoben und so Schutz gegen erneute Hochwasser bieten kann. Das technische Wunderwerk bildet heute Bestandteil des neu gestalteten Saltina-Platzes auf beiden Seite des Flusses. Die befahrbare Brücke wurde dabei mit einem versetzten Fussgängersteg ergänzt, der bei Hochwasser ebenfalls angehoben werden kann, allerdings durch ein anderes System. Näheres zur Saltinabrücke unter folgendem Link ...