Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03572.jsonl.gz/2663

Im Zuge der Untersuchung, die im Magazin «Child Development» veröffentlicht wurde, befragten die Forscher Schwangere in der 18. und dann erneut in der 34. Woche. Geldsorgen erwiesen sich als grösster Stressfaktor und wirkten sich negativ auf 25 Prozent der Frauen aus, die in der 34. Schwangerschaftswoche waren. Ein weiterer Grund zur Beunruhigung waren die Befürchtungen, eine komplizierte Schwangerschaft zu erleben. Auch Beziehungsprobleme und Sorgen um Geschwisterkinder wurden als Stressfaktoren angegeben.
Später wurden 2900 Kinder im Alter von 10, 14 und 17 mit einer zehnteiligen Bewegungsübung getestet. Die Kinder sollten dabei zum Beispiel auf einem Bein stehen, auf einer geraden Linie laufen und Perlen auf eine Schnur aufziehen. Die Kinder, die sich dabei am ungeschicktesten erwiesen, stammten allesamt von Müttern, die in ihrer Schwangerschaft sehr gestresst waren.
Ein Forscherteam der University of Notre Dame in Australien kam zu dem Ergebnis, dass sich der Stress der Mütter negativ auf das Gehirn der ungeborenen Kinder auswirkt. Eine Einschränkung der motorischen Fähigkeiten der Kinder könnte wiederum Tätigkeiten wie Rennen, Werfen und Schreiben negativ beeinflussen.
«Diese Studie zeigt, wie wichtig die emotionale und mentale Gesundheit der Mütter für die Entwicklung und Gesundheit des Kindes ist», erklärte Beth Hands, Professorin an der University of Notre Dame.
Frühere Studien zeigten bereits, dass auch Affenkinder in ihren motorischen Fähigkeiten eingeschränkt waren, wenn die Mütter in der Schwangerschaft einem hohem Stressfaktor ausgesetzt waren. Der Grund dafür könnte das Stresshormon Cortisol sein. (cm)Publiziert am 15.10.2015 | Aktualisiert am 15.10.2015