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Um eine offene Rechnung zu begleichen, haben die USA 400 Millionen Dollar an den Iran gezahlt. Laut «Wall Street Journal» war dabei die Schweiz involviert. Der Geldtransfer steht nun in der Kritik.
Die US-Regierung hat den Transport von Bargeld im Wert von umgerechnet 400 Millionen Dollar in einem Flugzeug in den Iran verteidigt. Sie trat einen Medienbericht entgegen, nach dem es sich um Lösegeld für die Freilassung von US-Geiseln gehandelt haben könnte.
Das Geld sei eine Zahlung gewesen, die am Internationalen Gerichtshof in Den Haag vereinbart worden sei, sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Josh Earnest, am Mittwoch. Das «Wall Street Journal» hatte zuvor über Einzelheiten der Zahlung berichtet, die im Kern seit Januar bekannt ist.
Offene Rechnung zwischen USA und Iran
Dabei spielte auch die Schweiz eine offenbar grössere Rolle: Da Geldgeschäfte in Dollar mit dem Iran laut US-Gesetz verboten sind, haben die USA laut dem Bericht den Geldtransfer via die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Niederländische Zentralbank abgewickelt. Die Amerikaner transferierten das Geld dorthin, wo es in Franken und andere Währungen gewechselt und anschliessend per Flugzeug in den Iran geflogen wurde.
Die USA hatten noch zur Zeit der Schah-Herrschaft vor der iranischen Revolution 1979 Waffenlieferungen mit dem Iran vereinbart und dafür aus Teheran 1,7 Milliarden Dollar erhalten. Die Waffen wurden jedoch nie geliefert.
Das Geld sei in verschiedenen Währungen – unter anderem in Euro und Schweizer Franken – in einem Flugzeug transportiert worden, weil die USA derzeit keine Bankbeziehungen mit dem Iran unterhalten, sagte Earnest. Es sei keinesfalls mit einer Lösegeldzahlung in Verbindung zu bringen. Ungefähr zum Zeitpunkt der Zahlung im Januar waren vier US-Bürger aus iranischer Haft entlassen worden.
(sda/me/ama)