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Streik in zwei Genfer Hotels
Unia legt sich mit Accor an
Die Angestellten der Genfer Hotels "Le Capitole" und "Savoy" sind 10. April 2013 in einen 24-stündigen Streik getreten. Sie protestieren damit gegen die Bedingungen bei der Übernahme durch die französische Hotelgruppe Accor. Verhandlungen waren erfolglos geblieben.
sda. Der Streik sei der erste in der Genfer Hotellerie, sagte Umberto Bandiera von der Gewerkschaft Unia. Es sei nicht akzeptabel, dass Accor sich vor seiner sozialen Verantwortung drücke. Durch diverse Übernahmen werden die Franzosen zur grössten Hotelbetreiberin im Kanton Genf.
Die 30 Angestellten traten in den Ausstand. 15 von ihnen arbeiten im Hotel "Le Capitole", 15 im Hotel "Savoy". Das "Savoy" ist seit dem 31. März für eine Renovation geschlossen. Die Angestellten wurden deswegen auf die Strasse gestellt.
Die Gewerkschaft verlangte den Verzicht auf diese Kündigungen und die Weiterbeschäftigung der Leute in einem anderen Accor-Betrieb während der Umbauarbeiten. Sollte das nicht in Frage kommen, forderte die Arbeitnehmervertretung den Ausgleich des Unterschieds zwischen der Arbeitslosenentschädigung und dem Lohn, wie Bandiera erklärte.
Sowohl die bisherige libanesische Besitzerfamilie des Hotels "Le Capitole", der auch das Hotel "Savoy" und die Residenz "Mont-Blanc" gehörte, als auch die Accor-Vertreter lehnten diese Forderungen ab. Die Familie hat das "Savoy" und die Residenz bereits im Januar an Accor verkauft. Der Verkauf des Hotels "Le Capitole" ist noch nicht abgeschlossen.