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1 – 9/06/2023
Renata Piotrowska-Auffret / PL/FR
Renata Piotrowska-Auffret wird während ihres Aufenthalts im Muzeum Susch für ihr neuestes Werk "Uteri Migrantes" recherchieren und es vollenden.
Uteri Migrantes ist ein neues Projekt in der Reihe PRIVATE PIECES. Das Projekt erforscht die politische Natur des weiblichen Körpers und oszilliert zwischen der privaten und öffentlichen Sphäre. Thema, Gegenstand und Hauptakteurin der Performance ist die Gebärmutter, die mit Distanz, Humor und Sorgfalt behandelt wird. Die beteiligten Künstlerinnen wollen die Gebärmutter und den gesamten weiblichen Körper aus der Sicht des Alterns betrachten.
Der Titel Uteri Migrantes bedeutet auf Lateinisch "wandernde Gebärmütter". Seit Jahrhunderten ist die Gebärmutter Gegenstand hauptsächlich männlicherBeobachtungen, Theorien und Fantasien über nicht-normatives weibliches Verhalten. Dazu gehören Handlungen, die eine Frau "nicht tun sollte", wie etwa schreien, laut lachen oder das Vollführen ungewöhnlicher Gesten oder Bewegungen. Das wichtigste Konzept im Laufe der Geschichte war die Vorstellung von der Gebärmutter als einem lebenden Tier, das verschiedene weibliche Anomalien hervorruft, wie z. B. das Verdrehen der Augen, unnatürlich verrenkte Gliedmassen oder ein zu emotionales und dramatisches Verhalten. All diese Konzepte zielten darauf ab, die Frauen zu kontrollieren - ihre Lebensweise und ihren Selbstausdruck.
Welcher Weg der Befreiung von den historischen und aktuellen Stigmata der Gebärmutter und des weiblichen Körpers findet heute den größten Widerhall in uns? Wie können wir die Geschichte neu schreiben und die Welt einfordern, die uns gehört und in der wir zu Hause sind?
Konzept, Choreografie, Text: Renata Piotrowska-Auffret
Tanz: Aleksandra Bożek-Muszyńska & Gäste
Choreografische Zusammenarbeit: Aleksandra Bożek-Muszyńska & Anna Charlotta Nordanstedt (Anna & CO)
Kostüme, Objekt: Pipa Piwosz
Musik: Simon Auffret
Vokalkompositionen: Anna Szwajgier
Lichtgestaltung: Joanna Leśnierowska
Video: Katarzyna Fabińska
Dramaturgische Beratung: Michael de Cock, Joanna Leśnierowska, Michał Rogulski
Recherchen: Natalia Miłuńska, Natalia Oniśk, Aleksandra Osowicz
Koproduktion: KVS Brüssel (Belgien), Dans I Trondelag (Norwegen), Haus der Utopie & Teatr Łaźnia Nowa (Polen), Body/Mind Festival (Polen), DOCK ART (Deutschland)
Partner: Ochota Theater (Polen)
Ausführende Produzenten: Karolina Wycisk / Performat Production (Polen), Météores - plateforme chorégraphique et constellation artistique (Frankreich)
Dauer: 60 Minuten
Renata Piotrowska-Auffret ist eine polnische Choreografin und Künstlerin, die seit 2021 in Frankreich lebt. In ihrer Arbeit interessiert sie sich für die Politik des weiblichen Körpers. Piotrowska-Auffret betrachtet die zeitgenössische Welt, indem sie sich von intimen Erfahrungen inspirieren lässt, die in einen bestimmten sozialen Kontext eingebettet sind. Sie interessiert sich für die Perversität der Beziehungen zwischen historischer und zeitgenössischer Körperpolitik, zwischen öffentlichem und privatem Raum sowie zwischen Text und Bewegung.
Seit 2006 arbeitet sie in den Bereichen Tanz, performative Kunst und Theater. Sie hat mit vielen Institutionen und Festivals zusammengearbeitet, unter anderem: Nationales Choreographisches Zentrum in Montpellier, Nationales Tanzzentrum in Paris, Uzes Danse Festival in Uzes, La Passerelle - Nationale Bühne in St. Brieuc, Les Brigittines in Brüssel, KVS in Brüssel, DOCK 11 und Tanzatage Festival in Berlin, TPAM Festival in Yokohama, Body Mind Festial in Warschau, Old Brewery New Dance Festival in Poznań, Nowy Theater in Warschau, Studio Theater in Warschau, Divine Comedy Festival in Krakau, Slowacki Theater in Krakau, Spring Forward Festival von Aerowaves, NORMA Festival in Ostrava (Tschechische Republik), Festival Culturescapes in Dornach und Museum Susch in Zernez (Schweiz), Baazar Festival in Prag (Tschechische Republik), Open House Festival in Lemesos (Zypern), Tanzmainz Festival in Mainz (Deutschland), Bora Bora Dans & Visuelt Teater in Aarhus (Dänemark), Circe Platform in Tiflis (Georgien).