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Intakte Ökosysteme besser vor Klimawandel geschützt
Landstriche, die über ein gesundes Gleichgewicht verfügen, sind deutlich besser vor den Folgen des Klimawandels geschützt. Für den Ausgleich sorgt das intakte Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren.
Eric Post, Biologe an der Penn State University Pennsylvania, beginnt seine Studie 2002 indem er mehrere Gebiete über 800 Quadratmeter im Osten Grönlands einzäunte. Während seiner Forschung hielt er Rentiere und Moschusochsen aus diesen Bereichen fern. Zudem simulierte er den Klimawandel, durch eine Erwärmung einiger abgezäunter und nicht abgezäunter Gebiete um zwei Grad Celsius.
Die Ergebnisse seiner zwischen 2005 und 2011 gesammelten Beobachtungen fasste er zusammen und schlussfolgert: Die Erwärmung hat deutlich stärkere Auswirkungen in Gebieten, wo die grossen Pflanzenfresser wie Rentiere und Moschusochsen fehlten. Dort kam es zu starkem Artenschwund und einer instabilen Pflanzenwelt, in der krautige Gewächse von Sträuchern verdrängt werden.
Folglich bleiben laut Post Ökosysteme besser erhalten, wenn Tiere und Pflanzen gleichermassen in einem Gebiet vorhanden sind. Diese seien dann weniger anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels.
Quelle: spiegel.de
Text: Katharina Kehler