Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03429.jsonl.gz/169

Klassische Homöopathie
Aufgrund seiner grossen Unzufriedenheit mit den damals üblichen Behandlungsmethoden, entwickelte Dr. Samuel Hahnemann, Arzt und medizinischer Übersetzer, das homöopathische Behandlungskonzept zwischen 1796 und 1843.
Als Grundlage medizinischer Behandlungen wurde zu dieser Zeit noch vielerorts die Viersäftelehre befolgt, da das Wissen um die Vorgänge im menschlichen Körper begrenzt war. Es wurden belastende Säftereinigungskuren mittels Brechmittel oder Aderlässe verordnet oder stark toxische Chemikalien, wie Schwermetalle, zur Therapie eingesetzt. Die Anzahl der Schäden und Nebenwirkungen ist vorstellbar. Samuel Hahnemann forderte ein medizinisches Behandlungskonzept, das auf klar nachvollziehbaren, wissenschaftlichen Grundsätzen aufgebaut ist und die Gesundheit sanft, sowie dauerhaft wiederherstellt, ohne dem Patienten zu schaden. Ebenso trat er für einen würdevollen Umgang mit dem kranken Menschen ein.
Er entdeckte und entwickelte das homöopathische Wirkprinzip durch seine medizinischen Übersetzungsarbeiten und zahlreiche Selbstversuche. Im Laufe der Jahre formulierte er folgende, bis heute, gültige Grundprinzipien der klassischen Homöopathie:
-
die Ursache der Krankheit ist nicht-materieller Natur
-
die Behandlung erfolgt mittels potenzierter Arzneimittel
-
die Ähnlichkeitsregel
-
das Gesetz der kleinstmöglichen Dosis