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Daniel Libeskind ist ein US-amerikanischer Architekt und Stadtplaner, der 1946 in Polen geboren wurde, nach Israel emigrierte und 1960 mit seiner Familie in die USA auswanderte und die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Zu den bekanntesten Bauwerken gehören unter anderem das Jüdische Museum Berlin, das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück oder das Denver Art Museum.
Libeskinds Architektur ist geprägt durch eine erzählerische Formensprache. Er verwendet Elemente, die explizit auf ausserarchitektonische Inhalte verweisen und dadurch semantisch eine andere Bedeutung erhalten. Dieses Vorgehen führt auch immer wieder zu heftigen Kontroversen über seine Architektur.
1989 gründete er in Berlin das Studio Libeskind, deren Hauptsitz sich mittlerweile in New York City befindet und Niederlassungen in Zürich und Mailand hat. Zu seinen Hauptwerken gehören grössere kulturelle Einrichtungen, wie das Jüdische Museum Berlin, das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück, das Denver Art Museum und das Imperial War Museum North in Manchester, aber auch Landschafts- und Stadtplanungen sowie Entwürfe von Ausstellungen, Bühnenbildern und Installationen. Im Sommer 2002 hat er für „Saint François d’Assise“ von Olivier Messiaen an der Deutschen Oper in Berlin das Bühnenbild inszeniert.
Einerseits wird Libeskind für sein komplexes Architekturverständnis gelobt, mit dem er der Architektur neue Ausdrucksmöglichkeiten erschliesst. Andererseits ist er oft heftiger Kritik ausgesetzt. Libeskind wird häufig als Vertreter des Dekonstruktivismus bezeichnet, er selbst weist diese Typisierung jedoch zurück.
Internetseite von Daniel Libeskind