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Projektbeschrieb
Es ist eine Weile her, da lebten 1’500 Einwohner im kleinen Ort an der Schelde. In der Zwischenzeit ist Doel ein Geisterdorf, nur mehr 22 Einwohner harren aus. Der Rest ist im Laufe der letzten fünf Dekaden weggezogen. Der Hafen von Antwerpen hat sich bis an die Dorfgrenze gefressen. Seit den 1960er-Jahren ist ein neues Dock geplant, vier Kilometer ins Polderland rein.
Seither wehren sich Bürgerbewegung und Umweltschutzorganisationen gegen die Hafenbehörde. Doel ist ein Opfer der Globalisierung. Der Hafen von Antwerpen will wachsen, in einem wahnhaften Wettstreit mit dem Europort im nahen Rotterdam und getrieben von den Handelsströmen zwischen den Kontinenten.
Ich habe Doel eine Woche lang dokumentiert. Eine Assoziation hat sich mir aufgedrängt, mit jedem Blick eindringlicher: «Schrei vor Glück.» Auf einer verlassenen Strasse in Doel sehe ich ein Container-Schiff auf der Schelde, unterwegs Richtung Hafen. Der Slogan von Zalando hallt in meinem Kopf nach.