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Als Tiger ein Bein verliert: Enttäuschung und Eifersucht als Hindernis bei der Wahrnehmung von Narzissmus und Psychopathie
Gerhard Reit beschreibt in Kai einen betrogenen Ehemann, der, sich selbst und seine Frau zunehmend belastend, mit seiner Eifersucht und seiner Enttäuschung kämpft. Nach Monaten des zähen Ringens, auch um den Fortbestand der Partnerschaft, kann sich Kai nach und nach der Frage öffnen, wer seine Partnerin Anna über seine Vorstellung hinaus ist. Er entdeckt in Anna eine Frau, deren Persönlichkeit nicht deckungsgleich mit seinem Wunschbild ist.
Die Fortsetzung der Beziehung, die jetzt neu austariert werden muss, ist bedroht: Kann Kai mit einer Frau leben, die so anders ist als in seinen früheren Vorstellungen, seinen Träumen? Kann Anna mit einem Mann zusammen sein, der sie mit seinen nicht nachlassenden bohrenden Fragen so sehr quälend bedrängt hat, dass sie mehr von sich preisgeben musste, als sie je wollte?
Gerhard Reit
Als Sechzehnjähriger beginnt Gerhard Reit in einem geschenkten Taschenkalender mit seinen Tagebüchern. Im Laufe der Zeit werden die regelmässigen Einträge deutlich länger und differenzierter. Diese Jugendnotizen bleiben in der Schublade. Sie werden auch nicht fortgeführt. Erst nach dem Studium fängt Gerhard Reit während seiner Zeit als Lehrer an, sich erneut schreibend auseinanderzusetzen mit dem, was er erlebt, was er sieht, was er hört. Sein Interesse für partnerschaftliche Fragen fliesst in seine kontinuierlichen Aufzeichnungen ein.
Nach seiner Pensionierung entsteht der Gedanke, die Texte als fiktives Tagebuch zusammenzufassen und zu veröffentlichen.