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Über die genaue Herkunft dieser Redensart ist man sich nicht ganz einig. Unsere Recherche zeigt jedoch, dass die meisten Quellen den Ursprung des Satzes in der Automobilindustrie sehen. Demzufolge sagte man über das erste deutsche Auto, welches am Fliessband produziert wurde: «Das ist doch dasselbe in Grün!»
Damit spielte man darauf an, dass der Opel 4/12 PS, den der Volksmund liebevoll «Laubfrosch» nannte und dessen erstes Exemplar im Mai 1924 vom Band rollte, nichts anderes als ein Plagiat des französischen Citroën 5CV sei. Denn dieses Auto wurde schon zwei Jahre länger gebaut. Während der Citroën in einem hübschen Zitronengelb lackiert war, kam der Laubfrosch in Grün daher.
Auch bei dieser Redewendung ist man sich nicht abschliessend einig, wo sie ihren Ursprung hat. Wir liefern euch zwei der möglichen Ansätze: Einerseits könnte die Redensart in Anlehnung an die Punks und deren Frisuren entstanden sein. Sprich: Wer sich gegen die bestehende Gesellschaft auflehnen und Widerstand leisten wollte, hat seine Haare entsprechend gestylt – und war somit auf Krawall gebürstet.
Eine andere Erklärung ergibt sich, wenn man den Ursprung des Wortes «Krawall» untersucht. Dieser Begriff stammt nämlich von dem Wort «Charivari» ab, und das bedeutet so viel wie Radau, Lärm, Krach – oder auch Katzenjammer. Wenn man Katzen gegen den Strich bürstet, empfinden sie das als unangenehm und werden sauer. Bürstet man die Katze also länger gegen den Strich, kommt es zum Katzenjammer – also zum Krawall.
Die Redewendung «sich die Kanne geben» ist höchstwahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden. Da Bier und Wein damals in Kannen aufbewahrt wurde, ist die Entstehung dieser Redewendung ziemlich einleuchtend. Ebenso gab es damals den Ausdruck «zu tief in die Kanne gucken» – später entstand daraus die leicht abgewandelte Form: «Der hat wohl zu tief ins Glas geguckt.»
Nun stellt sich jedoch die Frage, wie aus der «Kanne» die «Kante» geworden ist. Eine sprachwissenschaftliche Erklärung gibt es hierfür nicht. Darum ist anzunehmen, dass gewisse Assoziationen zu der Abwandlung geführt haben. Mit der «Kante» könnte einerseits die Tischkante gemeint sein, auf die der Kopf fällt, wenn der Mensch zu viel getrunken hat. Oder aber die Unterlippe, die als Kante gilt – so wie in der Redewendung «Der war gestern voll bis Oberkante Unterlippe».
Das hast du dich doch bestimmt auch schon einmal gefragt: Was zum Teufel hat ein Hund in einer Pfanne zu suchen und warum soll er dort verrückt werden? Die Erklärung findet man in einer der zahlreichen Geschichten von Till Eulenspiegel. Diese beruhen ja meist darauf, dass der Protagonist die Aussagen seiner Mitmenschen wörtlich nimmt – was bekanntlich selten gut geht.
In der fraglichen Episode hat Eulenspiegel bei einem Bierbrauer gearbeitet. Dieser besass einen Hund Namens «Hopf». Als der Braumeister für eine Weile seine Brauerei verlassen musste, befahl er Eulenspiegel, er solle «sorgfältig den Hopfen sieden». Daraufhin kam Eulenspiegel nichts besseres in den Sinn, als den Hund in die Braupfanne zu werfen. Gemeint war aber eigentlich die Pflanze «Hopfen» und nicht der Hund «Hopf».
Die Folgen: Der Hund starb unter verrückten Zuckungen in der Pfanne, der Braumeister warf Eulenspiegel von seinem Hof und eine neue Redewendung war geboren.
Diese Redensart steht höchstwahrscheinlich in Zusammenhang mit einer anderen Wendung, nämlich: «Die Katze im Sack kaufen». Dieser Satz findet seinen Ursprung im Mittelalter, als Händler auf dem Jahrmarkt Ferkel und Kaninchen verkauften.
Betrüger versteckten damals ab und zu statt der genannten Ware eine Katze in dem Sack. Wer dem blind vertraute, hatte «die Katze im Sack gekauft». Wird hingegen «die Katze aus dem Sack gelassen», so ist der Betrüger entlarvt. Im übertragenen Sinne bedeutet es also, dass ein Geheimnis gelüftet wird.
Interessant an dieser Redewendung ist die Tatsache, dass sie früher etwas ganz anderes bedeutete als heute. Denn ursprünglich wollte man damit zum Ausdruck bringen, dass zwei Dinge ganz und gar nicht zusammenpassen. Heute meinen wir mit der Redensart jedoch das Gegenteil: Passt etwas «wie die Faust aufs Auge», so passt es ganz wunderbar zusammen.
Die ursprüngliche Deutung erscheint ziemlich logisch: Schlägt man mit einer Faust auf ein Auge, so verursacht das Schmerzen. Es ist also negativ behaftet – Faust und Auge passen nicht gut zusammen. Gemäss Duden wurde diese Redewendung jedoch sehr oft ironisch verwendet, woraufhin sich die gegenteilige Bedeutung – also «gut zusammenpassen» – gefestigt hat.
Diese Wendung findet ihren Ursprung im Mittelalter. Damals ging man davon aus, dass der Teufel alle Sünden der Menschen notierte, um dann am Sterbebett entscheiden zu können, ob eine Person in den Himmel oder in die Hölle kommt.
Für diese Sündenlisten soll der Teufel Pergament benutzt haben, welches aus Häuten von Ziegen, Schafen oder Kälbern hergestellt wurde. Wenn nun ein Mensch ganz besonders viele Sünden begangen hatte, dann reichte ein solch kleines Tierfell nicht mehr aus – und im schlimmsten Fall eben auch die Kuhhaut nicht. Daher der empörte Ausruf: «Das geht auf keine Kuhhaut!»
Diese Wendung wird benutzt, wenn einem schlagartig ein Zusammenhang klar wird, den man vorher nicht erkennen konnte. Und so ist die Redensart entstanden: Früher gingen die Menschen davon aus, dass Schuppen die Ursache für die Augenkrankheit «Star» waren. Man glaubte also, dass man diese Schuppen durchstechen und der Betroffene daraufhin wieder sehen könnte.
Einen Beweis für diesen Glauben findet man bereits in der Bibel, als Paulus nach seiner Erblindung plötzlich wieder sehen kann, nachdem ihm die Krankheit wie Schuppen von den Augen gefallen war: «Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wieder sehend» (Apostelgeschichte 9,18).
Im Ursprung lautet die Redensart «auf der Bärenhaut liegen». Um die Herkunft dieses Zitats zu erläutern, muss man jedoch ein wenig ausholen: Angefangen hat alles damit, dass der römische Historiker Tacitus in seiner «Germania» über die Lebensgewohnheiten der Germanen geschrieben hat. Dort heisst es:
Im 16. Jahrhundert beschäftigten sich Humanisten mit dem Werk des Historikers und ergänzten in ihren Interpretationen die «Bärenhaut», da diese im Leben der Germanen eine wichtige Rolle spielte. Bekannt wurde die um die Bärenhaut ergänzte Redensart allerdings erst im 19. Jahrhundert durch das Studentenlied «Tacitus und die alten Deutschen». Dort ist die Rede von Germanen, die auf Bärenhäuten liegen.
Aus der Redensart «auf der Bärenhaut liegen», wurde dann durch die Ergänzung des Adjektivs «faul» «faul auf der Bärenhaut liegen» oder «auf der faulen Bärenhaut liegen». Durch eine Verkürzung entstand schliesslich die Redewendung «auf der faulen Haut liegen».
Wer keine nassen Füsse haben will, schmiert seine Lederschuhe mit Fett ein. Dieses einfache Hilfsmittel machte man sich schon vor Jahrhunderten zunutze. Und so stand früher in vielen Bauernhäusern in der Nähe der Eingangstür ein Napf mit Fett darin. So konnte man – bevor man das Haus verliess – noch einmal in den Topf greifen und die Stiefel wetterfest machen.
Wer jedoch ungeschickt war, den Topf umwarf oder hineintrat und somit das Fett im ganzen Haus verteilte, der zog den Unmut der Bäuerin auf sich. Denn sie war es selbstverständlich, die für Ordnung und Sauberkeit im Haushalt zu sorgen hatte.