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Gepostet durch Admin am Dienstag, 25. August, 2009
Als Nikola Tesla nach Amerika kam, um für Thomas Edison zu arbeiten, nahm die Geschichte einen seltsamen Verlauf. Tesla hatte ein paar neuartige Ideen für die Nutzung von Wechselstrom, die er gerne verwirklicht hätte, aber Edison hatte viel seiner Zeit und seines Geldes in seine eigenen Erfindungen investiert, die auf Gleichstrom basierten, und die er gefördert und angewendet sehen wollte. Nach einigen Auseinandersetzungen ging die Beziehung in die Brüche und Tesla machte sich daran, sein eigenes AC System zu entwickeln. Edison versuchte in einer Kampagne, in welcher er öffentlich unschuldige Tiere elektrokutierte, die Gefährlichkeit des Wechselstroms zu demonstrieren, aber Tesla gewann schliesslich Oberhand über Edison, als er mit Hilfe von Westinghouse die 1893 Chicago Weltausstellung elektifizierte und beleuchtete. Dies war ein grosser Erfolg, welcher zum Bau des Niagara Wasserkraftwerkes führte. Der Rest ist Geschichte: Seine Wechselstrom Technologie wurde zum Weltstandart für Stromerzeugung und -Verteilung.
Aber um fair zu sein denke ich, müssen wir beiden Männern den gleichen Respekt zollen: Edison gab uns das elektrische Licht, während Tesla uns den Wechselstrom brachte, der die Lieferung von Energie über weite Distanzen ermöglicht (nebst vielen anderen bemerkenswerten Leistungen beider Herren). Von einem objektiven Gesichtspunkt her betrachtet ergänzen sich Tesla und Edison tatsächlich trotz ihres scheinbar gegensätzlichen Standpunktes. Letzten Endes ist der Disput, wer richtig und wer falsch lag, oder wessen Technologie die bessere sei, ein überflüssiger geworden.
Was wäre wohl geschehen, wenn diese zwei Zeitgenossen Freunde geworden wären und sich auf ihre gemeinsamen Interessen konzentriert und ihre Entdeckungen und Anstrenungen vereint hätten? Aber dann…beide waren Menschen und Ego Befriedigung gilt als einer der menschlichen Hauptmotivatoren – jede/r strebt nach Anerkennung und Überlegenheit. Unglücklicherweise kann dieses Streben leicht in eine hässliche Sucht nach Gier, Macht und Unterdrückung ausarten, wenn es ums Geschäft geht. Und genau da befinden wir uns heute im Bezug auf Energie Standarts.
Wir verschmutzen, wir kämpfen, wir töten und dabei zerstören wir unsere ureigene Lebensgrundlage für die Herrschaft über die Energie, und trotz eines wachsenden globalen Bewusstseins und drohenden düsteren Konsequenzen aus unserem überholten Verhalten, scheinen wir nur schwache Fortschritte im Verlassen dieser selbstzerstörerischen Tendenzen zu machen. Irgendwie scheint es, dass wir absichtlich die Dringlichkeit wie auch die Tatsache ignorieren, dass wir alle den selben Planeten bewohnen und die selbe Luft atmen und überdies, dass wir im XXI. Jahrhundert leben.
Meiner Meinung nach ist es langsam an der Zeit, dass wir unsere Gemeinsamkeiten und die kreativen Aspekte unserer Anwesenheit hier auf diesem Globus neu entdecken und dass wir es zu einem Spiel machen, unsere selbstverursachten Probleme zu lösen. Schliesslich geht es hier um unsere Zukunft als Rasse und wie wir unsere gemeinsame Zeit hier verbringen wollen. Hinsichtlich der Energiefrage mag es helfen, wenn wir unser Augenmerk auf Innovation statt auf Sparmassnahmen, auf erneuerbare Quellen anstelle von kontrollierbaren Quellen und auf dezentralisierte Systeme anstatt auf zentralisierte richten. Und bis zur Inbetriebnahme von frischen und besseren Lösungen können wir ein wenig Zuflucht im Energie- und Treibstoffsparen nehmen, indem wir Edisons warmes Glühbirnenlicht gegen kaltes weisses Tesla Licht austauschen. Aber wirklich, ich glaube es besteht kein Grund zur aufdiktierten Bescheidenheit, da es genug Energie in ganz unterschiedlichen Formen gibt, die wir nutzbar machen können (klingt schliesslich auch besser als „ausbeuten“) und wer weiss, vielleicht müssen wir nur in ein paar verstaubten Schubladen wühlen, um ein paar bereits bestehende und sofort verfügbare Technologien und Lösungen zu finden. Ich weiss, das mag nicht für jedermann für eine grossartige Idee halten – wegen dem weiter oben genannten menschlichen Hauptmotivator…aber hallo – haben wir nicht alle klar CHANGE – den Wandel – herbeigesehnt und gewählt?