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Streit um Chalets im Naturschutzgebiet
Meret Signer
Die Ratsmitglieder lehnten die Petition mit 66 zu 29 Stimmen bei 2 Enthaltungen ab. Der Mehrheit dauert die Diskussion um die Chalets zu lange. Man wolle nicht zu vergeblichen Hoffnungen beitragen, sagte die Präsidentin der Petitionskommission im Rat zu ihrem ablehnenden Antrag. Befürworter der Petition kritisierten eine «Staatsökologie». Sie führten auch ins Feld, dass die Häuschen einen Tausendstel des Schutzgebietes am Südufer des Neuenburgersees einnähmen. Die Grande Cariçaie ist das grösste Seeufer-Feuchtgebiet der Schweiz.
Die Petitionskommission des Freiburger Kantonsparlaments forderte von der Kantonsregierung zudem, den 2017 beschlossenen Plan für den Abriss der ab den 1920er Jahren gebauten Ferienhäuser umzusetzen. Es geht um rund 120 Häuser auf Freiburger und auch auf Waadtländer Kantonsgebiet.
Die Petition fordert, dass die Behörden den Beschluss von 2007 umsetzen und die Instandhaltung der Chalets sicherstellen. Damals boten die Kantone Freiburg und Waadt den Hausbesitzern Verträge an, welche den Unterhalt und die Renovation der Chalets regeln sollten. Dagegen zogen mehrere Umweltverbände erfolgreich vor Gericht.
Knappes Ja in der Waadt
2017 beschlossen die Kantone Freiburg und Waadt, je ein Verfahren für den Abbruch der Häuser einzuleiten. Die nun im Freiburger Kantonsparlament abgelehnte Petition war im Herbst 2018 den Behörden eingereicht worden. Im Kanton Freiburg waren rund 11'000 Unterschriften für die Petition gesammelt.
Im Kanton Waadt waren für einen gleich lautenden Vorstoss rund 10'500 Unterschriften eingereicht worden. Der Waadtländer Grosse Rat hatte diese Petition im September 2020 mit knappem Mehr unterstützt und an der Regierung zugewiesen.