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Holocaust-Überlebende in Rumänien:
Das Joint Distribution Committee hilft seit 1918
Von Dominik Landwehr
Die letzten 100 Meter
Das Joint Distribution Committee hilft seit 1918
Drei grosse Namen: Elie Wiesel, Paul Celan, Joseph Schmidt -
Roma werden heute noch verfolgt.
Holocaust-Opfer aus Rumänien im Gespräch mit Schweizer Schülern
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Rumänien-Links -
Links zum Thema Schweiz + Holocaust
Das Joint Distribution Committee ist weltweit das wichtigste jüdische Hilfswerk.
Das American Jewish Joint Distribution Committee (JDC), kurz Joint genannt, wurde 1914 in den USA gegründet. Seither hilft es bedürftigen Juden weltweit: Allein 1996 unterstützte die Organisation Projekte in 60 Ländern mit einem Budget von 60 Millionen Dollar. Rund die Hälfte des Geldes geht nach Osteuropa und in die ehemalige Sowjetunion. Dort ist das Joint vielerorts das einzige Hilfswerk, das sich um die Nöte der jüdischen Bevölkerung kümmert. Das Joint berät auch die Schweiz: Der Bundesrat hat den Präsidenten des Joint Distribution Committee, Michael Schneider, in den 18köpfigen Beirat des Spezialfonds zugunsten bedürftiger Opfer des Holocaust berufen.
Zvi Feine ist beim JDC für Rumänien zuständig.
«Brückenbauer»: Wie beurteilen Sie die Situation der jüdischen Bevölkerung in Rumänien?
Zvi Feine: Positiv ist die Tatsache, dass die jüdischen Gemeinden sehr gut organisiert sind und ihre Leader ein hohes Ansehen geniessen. Materiell geht es den Juden schlecht: Rund zehn Prozent der ganzen jüdischen Bevölkerung sind unterstützungsbedürftig.
Was heisst das etwa im Vergleich zu den Nachbarländern Ungarn, Bulgarien und der Ukraine?
In Ungarn ist die Situation der jüdischen Bevölkerung besser, in Bulgarien und der Ukraine sind die Leute eher noch ärmer als in Rumänien. 90 Prozent der Haushalte, die wir in Rumänien unterstützen, sind Einpersonenhaushalte, das ist mehr als anderswo. Diese Leute leben allein und haben in der Regel keine Verwandten im Ausland, die ihnen helfen könnten. Das unterscheidet sie auch von vielen rumänischen Rentnern.
Welche Projekte könnten in Rumänien mit Geld aus der Schweiz verwirklicht werden?
Nicht in allen grösseren Orten gibt es koschere Küchen, wo sich alte Leute verpflegen können. Wir möchten gerne mehr solche Küchen einrichten. Auch die Anzahl der Lebensmittelpakete für Bedürftige möchten wir erhöhen: Heute können wir mit acht solchen Paketen pro Jahr nur das Allernotwendigste tun. Es braucht auch zusätzliche Mittel für Medikamente. Auf kulturellem Gebiet müsste mehr für die Ausbildung der Verantwortlichen der jüdischen Gemeinde getan werden. Dazu gehören auch Veranstaltungen wie Camps für die wenig verbleibenden jüngeren Leute. Dann gibt es in Rumänien viele Synagogen, die verfallen, wenn sie nicht renoviert werden.
Interview D.L.
Die offzielle Seite des American Jewish Joint Distribution Committes
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