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1983 in Olten geboren und nach Abstechern nach Dulliken, Aarau und Pfyn TG, während der Vor- und Primarschulzeit dort aufgewachsen, beginnt Mischa Wyss seine lyrische Kariere schon im zarten Erstklässler-Alter mit dem Verfassen von Samichlausvärsli. Im Laufe der Primarschule setzt sich diese in weiteren kleinen verbalen Werken fort, welche sich jedoch mit der Blockflöte im Mund nicht musikalisch umsetzen lassen.
Mit dem Umzug ins Baselbiet, wo er Sek und Gymnasium absolviert, beginnt er das Erlernen des Keyboards und schreibt HipHop-Texte, die er zu selbst komponierten Beats performt.
Sein literarisches Schaffen erreicht 1999 einen Meilenstein mit dem Gewinn eines Literaturwettbewerbs.
Wie er selbst sagt: ‚im Herzen schon immer ein Berner‘, setzt sich der bei ihm durch zwei Generationen verdünnte Anteil an Berner-Blut schliesslich durch. 2004 erfüllt er sich den lange gehegten Wunsch in seine Wahlheimat Bern zu ziehen, deren Dialekt er sich aus Liebhaberei schon im Vorfeld aneignet.
Nach einem Jahr Studium der Psychologie an der dortigen Uni zieht es ihn hinaus in die weite Welt, oder besser, in die Abgeschiedenheit einer selbstgebauten Bambushütte am Rande der Marokkanischen Wüste. Diese Zeit der Kontemplation weckt in ihm erneut den Drang zu literarischem Schaffen. Dabei entstehen die ersten bedeutenden Chanson-Texte, die er später vertont.
Voller Ideen und musikalischem Schaffensdrang kehrt er nach Bern zurück, wo er – inspiriert durch die Chansonniers seiner Kindheit – das Gitarrenspielen erlernt. Mischa Wyss hat im texten und komponieren von Bärner Mundartchansons zu seiner ureigenen Ausdrucksform und Passion gefunden!
Die anfangs vor allem im Familien- und Freundeskreis vorgetragenen Werke finden derart grossen Anklang, dass er sich innert kürzester Zeit auch mit Auftritten an diversen Openmiks in Bern einen beachtlichen Namen macht.
Ende 2009 bietet sich ihm durch das Panorchester Bern die Gelegenheit vor grossem Publikum aufzutreten und eines seiner Lieder (Haarigi Romanze) zum Besten zu geben. Die Folge davon ist ein tosender Applaus und die Gewissheit, dass die Bärner Mundart-Szene um einen Troubadour reicher geworden ist.
2010 brennt das Tonstudio PanMagic Bern seine erste CD ‚Vohrsiube‘. Eine Maxisingle mit drei Liedern in der Auflage von 200 Stk. die innert Kürze vergriffen ist. Es folgen erste Engagements in diversen Lokalen in und um Bern, die mit ihrem Erfolg zu Aufschwung und Antrieb für weitere Werke werden. Schon bald soll ihm der Sprung auf die grossen Bühnen der Kleinkunst gelingen.
Von 2010 bis 2014 organisiert er in der Piazza Bar Bern das Format Mundart 2.0, wo er der Mundartchanson-Szene monatlich eine Plattform bietet und namhafte Künstler für Gastauftritte gewinnen kann.
2012 feiert er die Premiere seines ersten saal- und abendfüllenden Programms Uftakt in der La Cappella Bern. An diesem Auftakt vollzieht Lisa Catena während ihres Gastauftritts den Taufakt seiner bei Christoph Trummer im Tonstudio aufgenommenen CD Wortwärts. Sie enthält nebst 18 ausgesuchten Chansons aus dem Programm Uftakt ein kunstvoll gestaltetes Booklet mit Zeichnungen von Marion Ingold und Begleittexten von ihm selbst und verkauft sich innert drei Jahren über 1‘000 Mal.
Anlässlich dieser Premiere treten der Chansonnier Mischa Wyss und der Stepptänzer Nicolas Egger erstmals gemeinsam auf und bringen damit ein noch nie dagewesenes Musikgenre auf die Bühne. Diese neuartige Formation wird unter dem Namen Mundartstepp bekannt.
Die steigende Nachfrage für Engagements verlangt vermehrt administrativen Aufwand, den nun die Kleinkunst-Agentur Hoireka, unter der Leitung von Christoph Hoigné, für ihn übernimmt. Dieser erste Managementvertrag eröffnet ihm den Weg auf zahlreiche Kleinkunstbühnen in der ganzen Deutschschweiz.
Der Auftritt an der Künstlerbörse 2013 in Thun bringt ihm den Publikumspreis und öffentlich den bisher nur hinter vorgehaltener Hand geäusserten Titel „Mani Matter des 21. Jahrhunderts“ (Radio srf 2013) ein. Ein Titel, der ihn mit seinem grossen Vorbild verbindet und ihn mit ehrfürchtigem Stolz erfüllt. Er selbst sagt dazu: „Es ist schön, mit einem unerreichbaren Idol verglichen zu werden, so verliert man nie den Ansporn sich weiter zu entwickeln.“
Parallel zu seinem Schaffen als Bärner Chansonnier, absolviert Mischa Wyss ein Jahr an der Pädagogischen Hochschule, um danach an die Uni Bern zurückzukehren, wo er ein erfolgreiches Mathematik- und Germanistikstudium abschliesst. Inzwischen ist er als Mathematiklehrer tätig und jährlich bei über 50 Auftritten auf den einschlägigen Bühnen zu sehen.
Auch sein zweites abendfüllendes - und über den Abend hinaus erfüllendes - Programm Aasatzwys (Premiere 15.09.2014, La Cappella, Bern) bezaubert während zweier Jahre in der ganzen deutschsprachigen Schweiz ein breites Publikum. Getreu dem Motto „Tradition, gespickt mit neuen Ideen“ gibt er junge Künstler seine lyrischen Melodien und gewitzten Texte zu Besten, die niemals an Tiefgang vermissen lassen. Mit zart besaiteter Gitarre und angespitztem Bleistift zieht er seine geistreichen Bahnen und hiterlässt unverkennbare Ton-Spuren.
Seit Mai 2016 lässt sich Mischa Wyss sowohl als Solokünstler (Mundartchanson), als auch im Duo mit Nicolas Egger (Mundartstepp) durch den Berner Kulturschaffenden Bjørn Strømme managen.
Die Premiere zum dritten Programm Schrift für Schrift findet am 13.10.2016 wiederum in der ausverkauften La Cappella in Bern statt. Erneut bereichert der Stepptänzer Nicolas Egger den erfolg- und abwechslungsreichen Anlass. Die Mischung aus tiefgründigen Chansons, kabarettistischen Einlagen und Mundartstepp sorgt auf vielfältige Weise für Begeisterung. Die Aufnahme dieses Programms soll im Frühjahr 2017 als Live-CD/DVD in einer ersten Auflage von 1000/500 Stück erscheinen.
Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen der Produktion der neuen Live-CD. Aus dem Ende 2016 in der La Cappella aufgenommenen Ton- und Bild-Material entsteht in einem langen Auswahlprozess schliesslich eine ca. 35 minütige Scheibe mit Chansons und Satire-Einlagen. Die geplante DVD wird nicht realisiert, so dass aus dem Bildmaterial nur einzelne Clips zur Veröffentlichung kommen (2018). Auf der CD ist überraschenderweise kein Stepptanz von Nicolas Egger zu hören. Da sich dieser entschieden hat, nicht mehr öffentlich in der Formation Mundartstepp aufzutreten, ergibt sich für Mischa Wyss eine Rückbesinnung auf seine eigentliche Berufung, das Berner Mundartchanson mit Satire. Diese wird dann auch in der Auswahl der Chansons, und später mit der Gestaltung des Webauftritts und der Drucksachen, umgesetzt.
Die Taufe der CD ‚Schrift für Schrift‘, die am 29.12.2017 in der erneut ausverkauften La Cappella stattfindet, und von Rolf Luginbuehl und Ben Vatter als Gastmusiker begleitet wird ist, ein voller Erfolg und bestätigt die grosse Beliebtheit des Berner Mundartchansons und insbesondere von Mischa Wyss. Es ist der Höhepunkt eines Jahres mit zahlreichen Auftritten in privaten (ca. 30) und öffentlichem (ca. 15) Rahmen, die er ausnahmslos mit besten Kritiken und begeistert überraschtem Publikum bestreitet. Sein Bekanntheitsgrad scheint der Qualität seines künstlerischen Schaffens weit hinterherzuhinken, was für das Jahr 2018 sicherlich eine Herausforderung darstellen wird.
Der Spagat im Versuch den einen Fuss in der Tür des Erwerbslebens und den anderen in der des Künstlers zu halten, fällt in diesem Jahr 2018 zu Gunsten des Broterwerbs aus - und er gelingt.
Zwar werden die Auftritte etwas weniger, dennoch findet der eine oder andere auf renommierter Bühne statt und wird da, aus gefüllten Rängen, laut bejubelt. Auch an den von Reto Zeller initiierten Konzertabenden „Troubadoure in . . . „ bestreitet er erfolgreich einen Teil des Programms.
Im Laufe des Jahres beginnen die Vorbereitungen zu einem neuen Bühnenprogramm, das im kommenden Jahr seine Premiere feiern soll.
Eine Anfrage vom Schweizer Fernsehen bringt Mischa Wyss im November dieses Jahres eine Woche mit intensiven Dreharbeiten. Für das Format „Mini Schwiiz, dini Schwiiz“ stellt er den Berner Spitalacker und den Botanischen Garten vor und wetteifert mit vier Mitstreitenden um den Sieg des von ihm vorgestellten Quartiers.
Mit Ende des Jahres endet auch der bisherige Management-Vertrag. Der Chansonnier findet seine Unterstützung vorerst im privaten Umfeld und freut sich auf ein Jahr mit regem Interesse an seinem neuen Programm.
2019 ist für Mischa Wyss ein ereignisreiches Jahr, sowohl privat, als auch künstlerisch. Privat in dem es mit einer Verlobung beginnt, in eine Heirat mündet und mit einem Umzug in eine Familienwohnung in Burgdorf endet. Der Chansonnier und Satiriker übermittelt diese persönlichen Ereignisse seinem Publikum mit dem kurzen Hinweis, er sei nun nicht mehr «Single-Songwriter».
Die Ausstrahlung der srf Sendung, in der er mit seiner sympathischen und kreativen Art den Sieg einheimst, macht ihn einem weiteren Publikum bekannt.
Die in der Sendung weggeschnittene Pointe zum Schluss-Chanson, lässt sich nur durch einen Besuch des neuen Programms klangsam aber sicher!, dessen Premiere am 19.02.2019 die La Cappella füllt, kompensieren, entfaltet da dafür ihre volle Wirkung. Dies führt dazu, dass er im laufe des Jahres auf diversen Bühnen in- und ausserhalb des Kantons Bern sein Publikum begeistert. Von Christoph Hoigné persönlich für einen Auftritt eingeladen zu werden, sein neues Programm in Zermatt zu spielen und ganz besonders das Mitwirken am diesjährigen Mani-Matter-Festival, sind nur ein paar der Grossereignisse dieses turbulenten Jahres.
Stand: Januar.2020