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Zwei ukrainische Quellen berichteten am Nachmittag von den Fronten: der Präsident Wolodimir Selensky und der Abgeordnete Vadim Galaichnik. Letzterer hatte im Parlamentsgebäude militärische Informationen erhalten, die er nach 17 Uhr Ortszeit in seinem Haus der BBC-Chefkorrespondentin Lise Doucet mitteilte.
- Demnach fielen bis zum späten Nachmittag rund 100 Russen und 50–60 Ukrainer. Die ukrainische Armee soll auch Gefangene gemacht haben und diese gemäss dem Kriegsvölkerrecht verwahren.
- Beide Ukrainer gaben zu, dass russische Luftlandetruppen auf dem Flugplatz Kiew-Boryspil landeten. Der Flughafen liegt 29 km östlich des Zentrums der Hauptstadt, ist mit Abstand der bedeutendste des Landes und dient auch als Militärstützpunkt. Die ukrainischen Verteidiger führten einen Gegenangriff.
- Selensky rief die Bevölkerung erneut auf, in den Häusern zu bleiben und nicht zu flüchten. Dennoch stauen sich auf den Ausfallstrassen von Kiew nach Westen viele 1’000 Automobile.
- Wiederholt war die Rede davon, die Russen stünden noch 30 km vor Kiew. Im Moment muss verifiziert werden, ob sich das auf die Luftlandung bezieht oder den Panzerangriff, den Russland auf zwei Achsen gegen die Kapitale führt. Eine Stossrichtung geht von Belorus aus, die andere von den Angriffsgrundstellungen an der russisch-ukrainischen Grenze.