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Das Einzugsgebiet vom Lammbach erstreckt sich von der Irtschellen bis zur Gummenalp. Im Jahr 1499 wurde das Gebiet Kienholz durch einen verheerenden Murgang zerstört und fast zehn Meter hoch mit
Schlamm und Schutt eingedeckt. Der Winter 1895/96 brachte grosse Niederschläge, die sich bis in den Mai fortsetzten. Dadurch wurde das unstabile Gestein vom Lammbachgraben stark durchnässt und so ca. 300'000 m3 Erde gelöst welches dann in den Grabe rutschte. Das Bachbett wurde so gefüllt und das Wasser wurde dahinter gestaut. Am 31. Mai 1896 wälzte sich frühmorgens ein grosser Strom von Schlamm, Erde, Steinen, Schnee und Holz aus dem Graben und über die Lauenen hinunter gegen das Kienholz, den östlichen Dorfteil von Brienz. Die Staatsstrasse wurde drei Meter hoch zugedeckt. Es drohten weitere Murgänge im gefüllten Lammbachgraben. Schon zweieinhalb Monate später, zwischen dem 20. - 23. August 1896 und am 2. September trafen diese ein.
Um weitere solche Katastrophen zu verhindern, führte man Aufforstungen und baute Verbauungen.