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in der
Geologie
[* 2] unverbundene, lose aufeinander gehäufte Gemengteile irgend eines bestimmten Gesteins, welche
nicht geschoben oder gerollt, d. h. durch
Wasser fortbewegt, geglättet oder abgerundet sind, sich dadurch von den Geröllschichten,
von den Konglomeratgesteinen aber durch den Mangel einer bindenden
Substanz unterscheiden (vgl.Granitgruß);
im Bauwesen kleine
StückeBausteine und namentlich Ziegelsteine, die sich zum Vermauern nicht mehr eignen und besonders bei
Anfertigung des
Betons oder des Steinmörtels Anwendung finden.
die Zeichen, durch welche man andern beim Begegnen, Besuchen und Abschiednehmen Freundschaft und Achtung
zu erkennen gibt. Die Begrüßungsform ist nach Zeiten und Verhältnissen sehr verschieden. Man kann mit Spencer annehmen,
daß die ältesten Begrüßungsformen diejenigen sind, welche durch Zubodenwerfen die völlige Unterwürfigkeit
und Ergebung in die Macht des Begrüßten ausdrücken sollten. Diese bei orientalischen und barbarischen Völkern noch heute
gebräuchlichen Begrüßungen wurden dann gemildert in dauerndes oder momentanes Knieen, Verbeugungen und Knixe, mit denen man symbolisch
seine Absicht, sich niederzuwerfen, andeutet. Da hierbei die Kopfbedeckung von selbst abfällt, so nimmt
man sie ab oder macht wenigstens eine Handbewegung, als ob man sie abnehmen wollte (militärischer Gruß).
Neben diesen Grundformen, deren Abstufungen nicht zu verkennen sind, treten aber zahlreiche Varianten bei den verschiedenen
Völkern auf, und diese Verschiedenheit der Begrüßungen geht so weit, daß das, was bei einem
Volk als Höflichkeitsbezeigung gilt, bei einem andern für ein Merkmal der Ungeschliffenheit gehalten wird. Die Griechen
riefen einander beim Kommen, Begegnen und Scheiden: »Chaire« (Freude dir!) zu. Die Römer
[* 4] sagten beim Kommen: »Ave« (Sei gegrüßt!),
In der neuern Gesellschaft ist die Abschiedsformel von der ersten Begrüßung gewöhnlich verschieden, und hier hat sich das
ältere: »Gott befohlen!« (franz. Adieu!) vielfach in ein Selbstempfehlen (Empfehle mich!) verwandelt. Besondere Stände haben
auch besondere Begrüßungen, wie das »Glückauf!« der Bergleute und die langen, als Erkennungsmittel dienenden Begrüßungsformeln der
alten Zünfte. Der Russe wirft sich zu den Füßen seines Herrn nieder, umklammert dessen Kniee und küßt
sie.
bei einer Trennung auf längere Zeit: »Verzeiht!«
(nämlich, daß ich euch schon verlasse; Proschtscháitje). Der Engländer grüßt: »How d'you do? Goodbye!
Farewell!« Dem ähnlich der Holländer: »Vaar wél!« und der Schwede: »Farval!« Der Franzose: »Bon jour! Au plaisir!« (nämlich
»de vous revoir«). Der Italiener: »Buon giorno! Addio! A rivederci!« Der Spanier: »Buenas dias! Adios! Hasta la vista!« (Auf
Wiedersehen!). Der Türke schlägt beide Arme übereinander, legt sie auf die Brust und beugt sich mit dem
Kopf gegen den, welchen er begrüßt. Der gemeine Araber sagt: »Salem aleikum« (Friede sei mit euch!),
der Begrüßte erwidert: »Aleikum essalem« (Mit euch sei
Friede!).
Die Hindu inBengalen berühren mit der rechten Hand die Stirn und beugen den Kopf vorwärts. Wollen sie sich tief verbeugen,
so legen sie erst die rechte Hand auf die Brust, berühren dann mit dieser Hand die Erde und zuletzt die Stirn. Dabei nennen sie
sich »unterthänige Sklaven« des Begrüßten. Überhaupt
tragen die meisten Begrüßungsarten im Orient das Gepräge einer sklavischen Denkart. Die Perser begrüßen den Fremden, den
sie zu einem Gastmahl einladen, folgendermaßen: der Wirt geht seinem Gast eine Strecke entgegen, bewillkommt ihn mit den ehrfurchtsvollsten
Komplimenten, läuft dann schnell zurück bis an die Thür seines Hauses und erwartet hier den Ankommenden,
um ihm noch einmal mit denselben Zeremonien seine Hochachtung zu bezeigen.
Vor einem Vorgesetzten wirft man sich auf die Erde und spricht dessen Namen und Würde wohl fünfzigmal aus, während der Obere
sehr ernsthaft vorüberschreitet und den Begrüßenden kaum eines Kopfnickens würdigt. Auch bei den meisten afrikanischen
Völkern sind die Begrüßungsweisen durchaus sklavisch. Die Abessinier fallen auf das Knie und küssen
die Erde. Die Mandinka fassen bei der Begrüßung einer Frau deren Hand, bringen sie an die Nase
[* 15] und beriechen sie zweimal.
Die Ägypter strecken die Hand aus, legen sie auf die Brust und neigen den Kopf. Als besondere Artigkeit gilt der Kuß auf die
eigne Hand, welche man dann auf den Kopf legt. Den vornehmen Männern, aber nicht den Frauen, küßt man
die Hand. Viele seltsame Umständlichkeiten sind bei den Völkerstämmen des nordwestlichen Amerika
[* 16] mit dem Grüßen verbunden.
Die Art, wie sich die Eingebornen des südlichen Amerika begrüßen, ist kurz. Die Anrede ist: »Ama re ka?« (Du?)
und die Antwort: »A!« (Ja!). Auf den Gesellschafts- und Freundschaftsinseln berühren die Grüßenden einander die Nasenspitzen.
In Neuguinea bedeckt man sich das
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Haupt mit Baumblättern, was nicht bloß als Gruß, sondern zugleich auch als Zeichen des Friedens gilt.