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Militärunterkunft
Militärunterkunft Sarnen
Im Jahre 1964 waren es die Freiteilbürger, die mit viel Optimismus, Weitsicht und Risikobereitschaft dem Neubau einer Militärunterkunft zugestimmt haben. Der damals schon finanzgeplagten Einwohnergemeinde Sarnen wurde eine schwere Belastung abgenommen. Gemäss Bundesgesetz waren die Gemeinden nämlich verpflichtet, genügend Truppenunterkünfte bereitzustellen. Dies war nur durch die Belegung der Schulhäuser und Turnhallen möglich, was jedoch den Schulbetrieb störte und viele Turnstunden ausfallen liess.
Anstelle der Gemeinde Sarnen löste die Korporation Freiteil im Jahre 1964 dieses Problem und baute eine zweckmässige Militärunterkunft. Als Architekt dieses Projekts war der Freiteilbürger Franz Stockmann verantwortlich. Die Schlussabrechnung wies Baukosten von CHF 2'088'882.- aus. Die erste Truppenbelegung erfolgte im Sommer 1966. In der Folge wurde die Militärunterkunft ein positiver Werbeträger für die Gemeinde Sarnen. Die jährlichen Übernachtungszahlen übertrafen jene der Sarner Hotels und Gaststätten.
Für das Gewerbe und die Lieferanten von Sarnen wurde sie zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Die Statistik weist für die Jahre 1966 bis 2001 insgesamt 1'179’255 Belegungstage aus, im Jahresdurchschnitt also 32'757 Belegungen. In der militärfreien Zeit beherbergte die Unterkunft zudem manches Jugendlager.
Im Jahre 2002 wurde die Militärunterkunft komplett saniert und zu einem Ausbildungszentrum für Zeitkader umgebaut und dessen Nutzung bis 31.12.2012 vertraglich geregelt. Mit Baukosten von ca. CHF 2,6 Mio. hat man den hohen Stellenwert dieses Zentrums erkannt und den Wünschen der neuen Mieter und Kunden weitgehend entsprochen. Waren anfänglich 312 Betten vorhanden, so stehen heute in 30 Einer-, Zweier- und Vierzimmer total 99 Betten zur Verfügung.