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ARCHE im Klang
...lädt jeweils zu einem spannenden Erzählabend ein, musikalisch umrahmt von einer Jugendband unter Leitung von Eric Rütsche. Dies findet im Kulturhotel Guggenheim am Wasserturmplatz 6 & 7 in Liestal statt.
Mittwoch, 24. Oktober 2018: Dominik Klenk, Verlagsleiter und CEO Fontis in Basel und Lüdenscheidt (ehemals Brunnen Verlag Basel) und Buchautor ("Wie Gefährten leben - eine Grammatik der Gemeinschaft" und "Youbee, evangelischer Jugendkatechmus". Thema: "Die Kraft des Wortes - den richtigen Ton treffen".
Mittwoch, 27. März 2019: Doron Schneider, Israelkenner und Buchautor "Israel, mehr als man denkt". Er lebte längere Zeit in Israel.
Rückblick:
Mittwoch, 7. März 2018: Werner Woiwode, Buchautor von "Gestrandet - gelandet" erzählte aus seinem Leben. Fast 60 Leute hörten ihm zu, als er aus seinem turbulenten Leben erzählte. Geboren und aufgewachsen in Duisburg, erlebte er eine wohlbehütete Zeit. Er war ein pflegeleichter und guter Schüler. Doch irgendwann wollte er nicht mehr der Nette und Gute sein. In der Lehre als Mechaniker begann er zu trinken. Mit 17 Jahren erfuhr Woiwode, dass sich sein leiblicher Vater erhängte, als seine Mutter im dritten Monat schwanger war. Dies erschütterte ihn so, dass er noch mehr Drogen konsumierte. Er schmiss die Lehre kurz vor dem Abschluss und suchte Arbeit im Hafen von Duisburg. Seine erste Ehe ging in Brüche, weil er seine Frau im Suff schlug. In Thailand traf er die Schweizerin Regula. Sie verlieben sich, trennen sich aber wieder. Als Regula 1984 Gott näher kennenlernte und Woiwode fasziniert sah, wie sich diese Frau zum Positiven veränderte, merkte er, wie arrogant und kaputt er eigentlich war. Er erlebte einen Zusammenbruch. Mithilfe von Jesus wurde er frei von seiner Tabletten- und Alkoholsucht. Heute arbeitet er als Berufsbeter und Leiter des Vereins Abraham in Stein am Rhein. Ein Gestrandeter schaffte die Wende!
Mittwoch, 27. Oktober 2017: Samuel Koch, Autor ("Samuel Koch - zwei Leben" und "Rolle vorwärts") und Schauspieler (Film: Honig im Kopf). Bekannt von "Wetten dass..", wo er verunfallte.
Samuel Koch überzeugte. Zu Beginn der Autorenlesung sucht Samuel Koch im Publikum eine Buchhalterin. Mit der Buchhalterin wurde jemand gesucht, der die Bücher hält, sodass der Tetraplegiker Samuel Koch daraus vorlesen kann. Er schrieb nach seinem Unfall bei «Wetten, dass…» zwei autobiografische Bücher mit den Titeln «Samuel Koch, zwei Leben» und «Rolle vorwärts». Samuel Koch beeindruckte die 280 Zuhörer im Hotel Engel. Der Mensch ist nicht zum Sitzen gemacht. Schon als Sechsjähriger fing er mit Kunstturnen an und erzielte jahrelang viele Erfolge. Als er im Jahr 2010 verunfallte und ein Jahr im Zentrum Nottwil verbrachte, kam ihm das Turntraining und die Disziplin davon zugute. Koch schöpft aus seiner inneren Kraft und dem Glauben. Er hat eine Aussicht auf mehr: «Das Beste kommt noch». Obwohl er auf ein Wunder und auf die Wissenschaft hofft, hat er die Zuversicht, dass er spätestens nach seinem Tod ein neues Leben bei Gott im Himmel bekommt. Ihm hilft diese Hoffnung enorm. «Aber der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht», zitiert Koch aus der Bibel.
Eine Dankbarkeitsliste hilft Koch, positiv das Leben zu leben. Dankbar sein für das Vogelgezwitscher, den Sternenhimmel, die Familie, Freunde u.v.m. Auch Glücksmomente aufschreiben und solche suchen, kann helfen. Macht mich das Zusammensein mit Freunden glücklich, ein Kinobesuch, die Natur? Unser Wert, referierte Koch, liegt nicht in der Nützlichkeit, sondern weil mich Gott liebt. Und dies, ohne dass ich etwas tun muss, etwas haben muss oder mit meiner Schönheit glänze. Versuchen wir doch, mit der Gegenwart zufrieden zu sein.Samuel Koch, welcher sein angefangenes Schauspielstudium nach dem Unfall erfolgreich beendete, hat eine Anstellung im Staatstheater Darmstadt. Drei Tage nach dieser Veranstaltung in Liestal, ist er wieder in Darmstadt auf der Bühne und liesst «Die Räuber» von Friedrich Schiller, vier Tage später ist er in Wolfgang Goethes Faust zu sehen. Der Abend wurde von der ARCHE Buchhandlung in Liestal organisiert, vom Präsidenten des Trägervereins Christian Tschudin moderiert und musikalisch von Mick und Elli, einem Musiker-Ehepaar mit Familie aus Liestal umrahmt. Mick Kaluzny ist Profimusiker, Blues Experte und Lehrer an der Musikschule Guggenheim. Elli studierte Musik und ist heute Bassistin und Songwriterin. Ihre Alben heissen: «Sei mit mir» und neueren Datums: «Kann nicht stillhalten».
Mittwoch 29. März 2017 Andreas Boppart alias Boppi, Leiter von Campus für Christus.
Entspannter und unfertig leben
Im Kulturhotel Guggenheim in Liestal begeisterte Andreas Boppart die rund 80 Zuhörer. Gerne zeigen wir, so sagte er, unsere besten Seiten. Doch wie viel Energie stecken wir in unsere schöne Fassade? Es sei wohltuend, seine Schwächen und Begrenzungen nicht zu verstecken. Authentisch leben und zu seiner Unvollkommenheit stehen, schafft Nähe und Vertrautheit in Beziehungen. Über seine Unzulänglichkeiten zu reden und zu schreiben, helfe. Herr Boppart tat dies in seinen Büchern: „Die Flopparts“ und „Unfertig“. Man müsse sich mit seiner Unfertigkeit versöhnen und darüber lachen können. Wir seien nicht fehlerlos, sondern seien von Gott Erlöste. Gottes Nähe im Gebet gebe uns Kraft und sein Geist schenke uns Freiheit.
Sich entspannen und das Leben leichter nehmen, ist dem Autor und Leiter vom Missionswerk „Campus für Christus“ wichtig. Es gehe darum, als Unfertige in der Nachfolge Jesus Christus zu stehen. Dies befreie enorm und schenke ein erfüllteres Leben. Menschen, die auf Gott schauen, bekommen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler (Die Bibel in Jesaia 40,31). Am Bein des Adlers ist jedoch unser Schweinehund angebunden. Unsere Schwächen und Sünden hängen an uns; wir sollen uns jedoch aufs Fliegen fokusieren und nicht unsere Kraft im Kampf mit unserem inneren Schweinehund verpuffen. Unsere Probleme dürfen wir Gott anvertrauen; wie wunderbar ist das.
Untermalt wurden die Aussagen vom Musiker Jonathan Schmidt.
Mittwoch, 26. Oktober 2016 Ulrich Knellwolf, Dr. theol
Er war vierzig Jahre lang reformierter Pfarrer. Im Schweizer Fernsehen sprach er das „Wort zum Sonntag“, am Radio „Zum neuen Tag“. Er veröffentlichte Romane und Kurzgeschichten; einiges davon gehört zum Genre der Kriminalliteratur. Wir freuen uns sehr, dass Ulrich Knellwolf sein neustes Buch "Wir sind's noch nicht, wir werden's aber -Stückwerk zu Gott und der Welt" an diesem Abend persönlich vorstellte und kurze Essays und Geschichten daraus las. Nach vierzig Jahren Arbeit als Pfarrer zieht Ulrich Knellwolf theologische Bilanz. Was hat sich bewährt? Was ist fragwürdig geworden? Anfänglich stark an der Theologie des Apostels Paulus orientiert, steht ihm der Jesusgeschichten erzählende Evangelist Markus heute viel näher. Mit Jeremias Gotthelf fragt er, ob die reformierte Kirche die Mündigkeit jedes Christenmenschen im Glauben ernst genug nimmt. Mit Jonathan Swift, dem anglikanischen Dekan und Autor von „Gullivers Reisen, findet er, es gehöre zum Glauben, dass wir Gott Klagen und Vorwürfe nicht ersparen. Und mit Johann Peter Hebel sieht er die Welt voll von Gleichnissen des kommenden Reich Gottes.
Medienbericht der Veranstaltung ARCHE im Klang vom 2. März 2016: