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Das Wichtigste in Kürze
- Linkskandidat Pedro Castillo wurde in Peru zum neuen Präsidenten gewählt.
- Er setzte sich bei der Wahl denkbar knapp gegen Rechtspopulistin Keiko Fujimori durch.
Der Linkskandidat Pedro Castillo hat die Präsidentenwahl in Peru gewonnen. Der Bewerber der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre kam auf 50,12 Prozent der Stimmen, wie das Wahlgericht des südamerikanischen Landes mitteilte. Die Rechtspopulistin Keiko Fujimori erhielt in der extrem knappen zweiten Runde der Wahlen demnach 49,88 Prozent.
Castillo war als absoluter Aussenseiter angetreten
In den vergangenen Wochen hatte das Wahlgericht eine ganze Reihe von Beschwerden und Einsprüchen aus dem Fujimori-Lagers zu bearbeiten. Deshalb hat sich die Proklamation des Siegers rund eineinhalb Monate verzögert.
Mit seinem Sieg hat der Dorfschullehrer Castillo das politische Establishment düpiert. Als absoluter Aussenseiter gewann er völlig überraschend die erste Wahlrunde im April. Dann setzte er sich nun auch in der Stichwahl am 6. Juni gegen das politische Schwergewicht Fujimori durch.
Direkt mit grossen Herausforderungen konfrontiert
Er stammt aus einer bäuerlichen Familie aus der Provinz Chota im Norden des Landes und hatte 2017 einen Lehrer-Streik angeführt. Im Wahlkampf kündigte er an, einen sozialistischen Staat aufzubauen, die Medien stärker zu kontrollieren und das Verfassungsgericht abzuschaffen.
Gesellschaftspolitisch hingegen ist er konservativ, lehnt gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibung ab. Die Herausforderungen für den neuen Präsidenten sind enorm: Peru leidet besonders stark unter der Corona-Pandemie. Es gehört zu den Ländern mit der höchsten Sterblichkeitsquote weltweit, zudem brach die Wirtschaft um 12,9 Prozent ein.