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SPINNEN IN SERBIEN
Die Spinnen von Serbien sind noch wenig bekannt, obwohl sie aus biogeographischen Gründen sehr spannend wären. In Kooperation mit der Universität EDUCONS in Sremska Kamenica konnten mehrere Forschungsprojekte in Naturschutzgebieten durchgeführt werden. Unsere Kontaktperson ist Gordana Grbic, die in Rahmen dieser Zusammenarbeit ihren Master und ihre Dissertation abgeschlossen hat.
Gordana Grbic hat in verschiedenen Naturschutzgebieten Spinnen gesammelt, so etwa in Fruska Gora (Master), Subotica (Dissertation), Zasavica, Deliblato und Vrsac Mountain. Unsichere Arten und alle Erstnachweise für die serbische Fauna wurden von Ambros Hänggi überprüft.
Im Rahmen der Masterarbeit von Gordana Grbic untersuchten wir eine Trockenwiese am Rand des Waldschutzgebietes Fruska Gora. Ziel war es, diese Wiese ins Schutzgebiet aufnehmen zu lassen. Finanziert durch eine englische Stiftung konnten wir auch eine Bestandsaufnahme in Deliblato, der grössten Binnenlandsanddüne Europas, erstellen.
In ihrer Dissertation arbeitete Gordana Grbic im Schutzgebiet Subotica. Sie dokumentierte Unterschiede in der Zusammensetzung der Spinnenfauna als Folge der Land-/Waldnutzung und erarbeitete naturschutzfachliche Fragen. Belege für über 60 Erstnachweise Serbiens sowie von Arten, die in unserer Sammlung fehlen, werden in unserem Museum hinterlegt.
Zugleich verfolgen wir die Erarbeitung einer serbischen Checkliste. Allein seit der Publikation des Katalogs von 2003 sind schon über 80 neue Arten in Serbien entdeckt worden.