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Angeführt vom überragenden Weltklasse-Doppelspieler Simone Bolelli, dem Australian-Open-Sieger 2015, waren die Italiener deutlich zu stark und setzten sich in eindreiviertel Stunden 6:3, 6:1, 6:3 durch. Damit führen die Italiener vor den beiden Einzeln am Sonntag uneinholbar 3:0.
Am besten mithalten konnten die beiden Schweizer, die am Freitag lange auf dem Platz gestanden hatten, noch im ersten Satz. Den einzigen Aufschlagverlust musste Laaksonen, der sein erstes Davis-Cup-Doppel spielte, nach einem Vorhand-Fehler zum 2:4 hinnehmen. Bei 3:5 hatten die Schweizer ihre einzige Chance zum Re-Break, die Andreas Seppi mit einem Volleypunkt zunichte machten. Chiudinelli/Laaksonen schafften es bis zum Schluss nicht, den Italienern einmal den Aufschlag abzunehmen.
Der zweite Durchgang war eine sehr klare Angelegenheit. Im dritten stemmten sich die Spieler vor knapp 6000 Zuschauern in der knapp zur Hälfte gefüllten Adriatic Arena noch einmal gegen das definitive Aus. Ein Break zum 2:4 gegen Chiudinelli brachte jedoch die Vorentscheidung, die letzte Chance zur Wende machte Bolelli im folgenden Game mit einem Ass zunichte.
Captain Severin Lüthi mochte nicht spekulieren, ob ein Re-Break zum 4:5 im ersten Satz die Partie in andere Bahnen hätte lenken können. “Es wäre vielleicht etwas enger geworden”, urteilte er. “Aber sie waren deutlich besser. Wir haben heute unsere Limiten aufgezeigt erhalten.” Auch Chiudinelli, der am Freitag gegen Paolo Lorenzi noch wie ein Löwe gekämpft, aber drei Matchbälle nicht genutzt hatte, stellte neidlos fest: “Wir wussten, dass es schwierig würde. Aber dass der Unterschied so gross war, ist enttäuschend.” Nach einem guten Start konnten die beiden Schweizer ihr Niveau nicht halten. Vor allem Laaksonen beging neben einigen brillanten Punkten zu viele leichte Fehler am Netz.
Damit spielt das Schweizer Davis-Cup-Team zum elften Mal in den letzten zwölf Jahren im Auf-/Abstiegs-Playoff. 2007 (in Tschechien) und 2010 (in Kasachstan) musste man absteigen. Ausser 2014, als die Schweiz den Davis Cup gewann, überstand das Team von Severin Lüthi nie die 1. Runde. “Am Ende zählt das Resultat”, suchte dieser keine Ausflüchte. “Ich bin stolz, wie die Spieler am Freitag gekämpft haben. Aber am Ende bin ich immer enttäuscht, wenn wir verlieren.”
(SDA)