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Vereins-Chronik
Die Gründung im Jahre 1860
Wir schreiben das Jahr 1860. Muhen hat 1209 Einwohner. Im Suhrental verkehrt die Postkutsche auf einer holprigen Landstrasse. Die Bevölkerung wird noch nicht durch die vielen Medien berieselt, sondern lebt vielfach in ganz bescheidenen Verhältnissen. Zu dieser Zeit, d.h. am 11. August 1860 gründen 7 Musikanten unseren Verein. Es waren dies Fritz Haller, Jakob Erismann, Samuel Werder, Bernhard Lüscher, Johann Lüscher, Gottlieb Müller und Daniel Müller. Als erste Handlung soll man eine Polka gespielt haben. Diese Gründung in einer politisch bewegten Zeit war nicht ohne Weiteres selbstverständlich. In den folgenden Jahrzehnten erlebte der Verein manche Krise, aber immer wieder fanden sich Musikanten, die das Vereinsschifflein auf den rechten Kurs zurückführten.
In den ersten Statuten wird Ziel und Zweck des Vereins wie folgt umschrieben: Die Musikgesellschaft Muhen, gegründet im Jahre 1860, bezweckt Pflege und Hebung der Instrumentalmusik, Förderung des gesellschaftlichen Lebens und Einigung der Mitglieder durch Freundschaft und nationale Gesinnung.
1873
Im Jahre 1873 kam es zu einer Krise im Verein und beinahe drohte die Auflösung des Vereins. Dank grossem Einsatz von Johann Lüscher, Gottlieb Müller, Daniel Müller und Jakob Erismann konnte der Friede wieder hergestellt werden.
Einige Jahre nach der Gründung wurde Gottlieb Müller von der Aarg. Militärdirektion zum Trompeter Korporal ernannt, dies gab dem Verein einen Aufschwung.
1892
Der Musikgesellschaft wurde gestattet im Wald, nächst dem Lottenland mit Schonung des Waldes ein Waldfest abzuhalten, für allfälligen Schaden wird der festgebende Verein haftbar erklärt.
1893
Am 1. Juni beschliesst der Gemeinderat in einer Sitzung folgendes: der Musikgesellschaft wird an den Samstagabenden der Gemeindehaus-Saal (heute Bäckerei Hermann) auf unbestimmte Zeit für ihre Übungen überlassen unter der Bedingung, dass Ordnung und Reinlichkeit gehalten wird.
1895
In der Zeit zwischen 1895 und dem ersten Weltkrieg umfasst der Verein zwischen neun und zwanzig Mitglieder. 1895 war der Bestand bei dreizehn Mitglieder.
Am 28. September wurde beschlossen, 13 grosse und 13 kleine Notenbücher anzuschaffen. Die grösseren sollen aus der Kasse und die kleineren von den Mitgliedern bezahlt werden.
Die Statuten der Musikgesellschaft Muhen vom 11. August 1860 wurden erstmals am 14. September mit 14 Paragraphen geändert und verbessert.
Mit §1 wird statuiert, dass jedes neu eintretende Mitglied ein Eintrittsgeld von SFR 5.00 zu bezahlen und den von der Gesellschaft fest gesetzten monatlichen Beitrag zu leisten hat. Im §5 wurden die Wahlen geregelt. Die Gesellschaft wählt aus ihrer Mitte einen Präsidenten, einen Aktuar und einen Kassier. Der Kassier ist zugleich noch Vice-Präsident. Jeder Gewählte muss die auf ihn gefallene Wahl annehmen.
Jedes Mitglied musste durch eigenhändige Unterschrift die Statuten bestätigen und sich verpflichten dieselben zu befolgen. Diese Liste wurde während Jahren durch neu eintretende Mitglieder ergänzt und erweitert.
1896
Otto Müller erklärte am 20. August schriftlich den Austritt, weil er kein Instrument mehr hatte.
1897
Der Not gehorchend wurde beschlossen, das Monatsgeld von 50 auf 30 Rappen zu reduzieren. Ein Mitglied erklärte, dass es ihm wegen seinen Zähnen unmöglich sei, die erste Stimme zu blasen.
1898
Adolf Müller erklärte infolge Wegzugs nach Kölliken den Austritt. Er schuldete aber noch SFR 20.00 um dies bezahlen zu können, offerierte er der Gesellschaft den Flügel.
1899
Für SFR 34.00 wurde ein B-Althorn gekauft.
1900
Der Verein wirkt an der Schulhaus-Einweihung vom 13. Mai mit.
1901
Im Jahre 1901 liess sich der Verein in den Kantonalverband aufnehmen und im gleichen Jahre wurde das Musikfest in Schöftland besucht. Die Darbietung wurde mit dem 3. Eichenkranz belohnt.
1902
An der Versammlung wurde beschlossen an der Fasnacht bei Matter Wirt (Waldeck) eine Abendunterhaltung zu geben.
1903
Die erste Einheitsbekleidung erhielt die Musikgesellschaft Muhen im Jahre 1903. An der Einwohnergemeindeversammlung vom 15. März wurde fast einstimmig beschlossen, einen Beitrag von SFR 300.00 an die neuen Uniformen der Musikgesellschaft zu leisten, unter der Bedingung, dass die Uniformen nicht Eigentum der einzelnen Mitglieder, sondern Eigentum der Musikgesellschaft als solche verbleiben.
An der Generalversammlung wurde unter den 13 Anwesenden einstimmig beschlossen, ein Formular in der Gemeinde herum zirkulieren zu lassen, zur Aufnahme von freiwilligen Beiträgen an die Uniformierung. Diese Sammlung ergab den Betrag von SFR 500.00. Es wurde beschlossen die Uniformen zu kaufen, den Restbetrag soll bei einer Kasse oder bei einem Privaten eingeholt werden. Bis zur gänzlichen Abzahlung haftet jedes Mitglied solidarisch.
Dem Dirigenten J. Küng wurde für jede anwesende Musikstunde 50 Rappen bezahlt, beim versäumen einer Musikstunde soll von ihm keine Busse verlangt werden.
Weiter wurde beschlossen, am Neujahrstage mit Uniform im Waldecksaal zu Ehren der Passivmitglieder ein Theater zu geben. Wer aber am Berchtoldstage vormittags nach 7 Uhr noch in Uniform gesehen wird, werde mit SFR 2.00 gebüsst.
Ein Es-Althorn wird für SFR 25.00 gekauft, bezahlbar im Jahr 1904.
1904
Der Mitgliederbeitrag wurde differenziert, die verheirateten Mitglieder sollen neu 30 Rappen die Unverheirateten 50 Rappen bezahlen.
1905
Der Verein nahm als Festmusik an der Waldfeier am 16. Juli (300 Jahre Waldkauf) in Hirschthal teil. Die Entschädigung betrug SFR 30.00 sowie freie Kost.
Die Gesellschaft beschloss infolge geringem Personalbestand (9 Mann!), aber vor allem aus nicht konkurrenzfähigem Mithalten an Musiktagen, aus dem Aarg. Musikverband auszutreten.
1906
Eine Erbschaft erlässt dem Verein eine Schuldrückzahlung im Werte von SFR 100.00.
Bis 24. Juli standen 2 Eintritten und 8 Austritte – darunter der ganze Vorstand –gegenüber. Einer Begründung dieses Exodus schweigt das Protokoll. Aber bereits einen Monat später zogen Präsident, Kassier und Direktor ihre Austrittsgesuche wieder zurück, eine allzu grosse Lücke wäre entstanden und damit das Weiterbestehen der Gesellschaft gefährdet.
1907 / 1908 / 1909
Die Jahre der Konsolidierung, man unterstützte Veranstaltungen der Vereine im Dorfe, dem «Grütliverein» bei ihren Jahresfeiern, dem neu gegründeten Turnverein am 14. Juni 1908 zur Fahnenweihe. Man gab Konzerte und Waldfeste. Die kommunalen und öffentlichen Tätigkeiten zeigten ihre Wirkungen. Neumitglieder meldeten sich und der Musikprobenbetrieb wurde straffer geführt. Die Ansprüche stiegen. Es wurde beschlossen ein Schlagwerk anzuschaffen. Zwei neue Uniformen mussten angeschafft werden. Dem Dirigenten wurde brieflich mitgeteilt, ob er das Amt als Direktor nicht einem andern überlassen würde, da er für dieses Amt doch fast keine Zeit mehr habe.
1910
Bereits im Jahre 1910 beschloss man sich wieder in den Kantonalverband aufzunehmen. Als Dirigent wirkte zu jener Zeit Albert Kyburz aus Oberentfelden. Die Gesellschaft besuchte unter seiner Leitung mit dem Musikstück «Troubadour» das Musikfest in Oftringen, und wurde mit dem 5. Lorbeer belohnt.
Schon ein Jahr später gab er zusammen mit vier weiteren Mitgliedern den Austritt. Man stand vor der Auflösung des Vereines und dachte daran durch Verkauf einiger Instrumente die Schulden tilgen zu können. Adolf Bosshard aus Kölliken sprang als Dirigent in die Lücke, einmal mehr hatte man einen kritischen Punkt überwunden.
1912
Das Eintrittsgeld wird von SFR 5.00 auf SFR 3.00 reduziert.
1914
Infolge zweier Demissionen mussten einige Instrumente gewechselt werden. Ebenfalls wurden neue Statuten beschlossen. Mit den Instrumenten soll bessere Ordnung gehalten werden, es kam öfters vor, dass Instrumente nicht mit allen gefassten Effekten abgegeben wurden.
1919
Ein Mitglied schrieb das Austrittsbegehren. Darauf wurde eine Versammlung einberufen, um zu beraten was geschehen soll. Ob die Gesellschaft sich auflösen oder ob weitergefahren werden soll. Da auch der Dirigent den Austritt bekannt gab, verschlechterte sich zusätzlich die Situation. Der Austritt werde zurückgezogen, wenn wieder nach den Statuten gehandelt werde und dass sich sämtliche Mitglieder durch eine Abstimmung verpflichten, sich nach den Statuten zu verhalten.
1920
Auf das Schreiben, welches man dem «Titl Gemeinderath zu Handen der Gemeindeversammlung» eingereicht hat, wurde eine Versammlung einberufen an welcher beschlossen wurde, mit der Anmeldung an das Kant. Musikfest in Muri noch zu zuwarten, da eventuell der verlangte Betrag nicht zugesprochen werde. Wäre dies der Fall würde die Musikgesellschaft vom Musikfest in Muri Umgang nehmen, da die Vereinskasse finanziell nicht im Stande wäre diese Kosten zu tragen. Am 30. Mai wurde am Musiktag Muri der 12. Lorbeerkranz in der 2. Kategorie gewonnen.
1922
Der Vorstand wurde von drei auf fünf Mitglieder erhöht.
1923
1923 unternahm der Verein eine Reise ins Berneroberland. Wer aus der Gemeinde mitreisen wollte, konnte sich zwei Tage vorher abends im Schulhaus melden. Um 20.00 Uhr wurde eine Versammlung durchgeführt und die Route vereinbart: Muhen – Aarau – Rotkreuz – Luzern – Brünig – Interlaken – Grindelwald – kleine Scheidegg – Lauterbrunnen– Interlaken – Thun – Bern – Olten – Aarau – Muhen. Die Anzahl der Beteiligten belief sich auf 78.
1924
1924 schritt man zur Neu-Uniformierung, konnte doch der Verein von der Musikgesellschaft Widnau SG 21 Uniformen à SFR 100.00 erwerben. In der Gemeinde Muhen wurde eine freiwillige Sammlung durchgeführt.
1925
Adolf Lüscher wurde einstimmig zum neuen Dirigenten gewählt. Die Besoldung betrug SFR 1.50 pro Probe. Im Februar wurde beschlossen, im Juni am kantonalen Musikfest in Brugg teilzunehmen.
1926
An der Versammlung wurde die Anregung gemacht, man möchte wieder einmal eine Reise machen. Der Präsident machte den Vorschlag mit Reiseplan und Kostenberechnung über die Frutt. Nach langen Diskussionen und bösen Argumenten wurde die Abstimmung geschnitten, und die Reise trat schon den Rückmarsch an.
1927
Das Waldfest der Musikgesellschaft auf dem Lotten bildete jedes Jahr ein grosses Ereignis für die Bevölkerung. Doch 1927 schien ein Unstern über der Veranstaltung zu walten. Auszug aus dem Protokoll: «Da unsere Nachbarsektionen uns seit dem Waldfest am Bändel herumführten, wir hätten schlampige Musik gemacht, so sehnten sich die Bläser um eine neue Direktion». Diese fand sich in Trompeter Korporal H. Zimmerli.
1928
Auf Antrag vom Dirigenten wurde an der Versammlung erstmals eine Musikkommission gewählt.
1929
Im Restaurant Waldeck wurde zum ersten Mal ein Maskenball durchgeführt. Der Saal wurde schön dekoriert und auch an einem Einladungsumzug fehlte es nicht. Die rassige Tanzmusik wurde vom Verein selbst geliefert. Die Unkosten waren allerdings ziemlich hoch und auch der Besuch des Maskenballs liess noch zu wünschen übrig.
Unter der neuen Leitung von Julius Lindegger nahm der Verein am Aargauischen Kantonalmusikfest in Aarau teil. Mit einer Ouvertüre von Verdi konzertierte die Gesellschaft in der 3. Kategorie und erhielt dafür den 3. Lorbeerkranz.
1930
Am 15. Juli wurde das 1. Vereinsbanner eingeweiht.
1931
Nach längeren Beratungen wurde beschlossen, das Eidg. Musikfest in Bern nicht zu besuchen.
Bei schönstem Wetter wurde am 26. Juli wurde auf dem Lotten ein Waldfest durchgeführt.
An Silvester wurde bei der Bäckerei Fischer ein Konzert gegeben. Am Morgen war Sammlung im Restaurant Bären wo in aller Gemütlichkeit ein Fass Bier getrunken wurde. Ein kalter Wind machte dem Konzert bei der Bäckerei früh ein Ende und so ging man zurück ins Restaurant wo einige gemütliche Stunden verbracht wurden.
1932
Durfte die Musikgesellschaft Muhen die zweite Uniform in Empfang nehmen, wobei sich aber jedes Mitglied für 4 Jahre verpflichten musste oder bei früherem Austritt SFR 50.00 zu entrichten hatte.
1933
Am 30. Dezember fand die Theateraufführung statt. Es war auch dieses Jahr wieder ein grosser Erfolg. Zuerst spielte die Musikgesellschaft einige Märsche und anschliessend wurde das Luststück «Der blaue Montag» aufgeführt.
1934
Am 8. Juli wurde der Kantonale Musiktag in Brittnau besucht. Das Stück «Ouvertüre zur Oper Elisabeth» wurde ziemlich gut vorgetragen und es ging den ganzen Tag sehr lustig zu und her. Leider endete dieser Tag im Streit und einige Mitglieder gaben den Austritt bekannt. Man beschloss auch einen neuen Dirigenten zu suchen und fragte Albert Müller aus Kölliken, dieser sagte zu.
Der Verein beschloss, Mitglieder welche die Musikproben nicht regelmässig besuchten, wie folgt zu büssen: für zu spätes Erscheinen 50 Rappen und für Säumige einen Franken, sofern dem Präsidenten keine begründete Entschuldigung eingereicht wurde.
1935
Der Verein nahm am 12. Mai am Musiktag in Oftringen teil.
Für die Abendunterhaltung wurde die berühmte Solo-Jodlerin Emmy Braun engagiert. Sie sang Ihre Stücke mit grossem Erfolg. Als das Programm beendet war, führten die jungen Musikanten noch ein Theaterstück auf.
1936
Um weiterhin bestehen zu können, wurde beschlossen von den Aktivmitgliedern Monatsbeiträge von 50 Rappen einzuziehen. Dazu wurde extra ein 2. Kassier gewählt. Keine Beiträge zahlen mussten Ehrenmitglieder und der Vorstand.
Am 8. Juni nahm der Verein am Aarg. Kantonalen Musikfest in Aarburg teil.
Am 12. Dezember wurde die Abendunterhaltung durchgeführt, der Saal war auch dieses mal wieder ordentlich besetzt. Leider gingen die Leute gleich nach der Vorführung nach Hause, man merkte die Krise, die Leute verdienten weniger Geld als früher.
1937
An der Abendunterhaltung vom 27. November wurde nach vielen Jahren kein Theater aufgeführt. Der Verein beschloss, für einen gemeinsamen Auftritt den Jodlerclub Schönenwerd zu engagieren.
1938
Nach etlichen internen Auseinandersetzungen beschloss der Verein 1938 den Austritt aus dem Kantonalverband, da das Gesuch um Durchführung eines kantonalen Musiktages seit fünf Jahren auf kein Musikgehör gestossen war. Schliesslich musste Rückzug geblasen werden, wollte man den tüchtigen Dirigenten Albert Müller aus Kölliken nicht verlieren.
Am 26. Juli wurde der Musiktag in Suhr besucht. Dank einer grosszügigen Spende von SFR 100.00 von Herrn Lüscher aus Bern konnte für Paul Lüscher endlich eine neue Trompete gekauft werden.
Trotz grossem Pech in den Vorbereitungen mit dem Theater konnte am 12. November die traditionelle Abendunterhaltung durchgeführt werden. Der Saal war bis auf den letzten Platz belegt. Am nächsten Tag brach im Hard die Maul- und Klauenseuche aus und somit war es die letzte Abendunterhaltung im Dorf für den ganzen Winter. Es durften auch keine Vereinsstunden mehr durchgeführt werden.
1939
In ganz Europa herrschte Kriegsgefahr. Vom Verein standen viele schon seit 7 Monaten an der Grenze. Infolge der Generalmobilmachung vom 2. September konnte in diesem Jahr keine Abendunterhaltung durchgeführt werden, was für den Verein ein grosser Schaden war.
1940
Mit Herrn Pelloli aus Kölliken wurde ein neuer Dirigent gewählt. Die Besoldung betrug SFR 5.00 pro Probe.
Am 6. Oktober nahmen 46 Personen am Ausflug teil, welcher von Biel nach Twann führte. Im Voraus wurde im Landanzeiger ein Inserat aufgegeben, um auch andere Teilnehmer einzuladen.
Mit dem Familienabend vom 9. Oktober wurde ein sehr grosser Erfolg erzielt, fast alle Plätze waren belegt. Aufgeführt wurde das Luststück «En ganz verzweckte Fall». Der Eintritt betrug SFR 1.00.
1941
Am 6. Juli wurde nachträglich das 80-jährige Jubiläum gefeiert. Es wurden 4 Nachbar-Gesellschaften eingeladen.
1942
In dieser schweren Zeit erhielt der Verein erstmals die Bewilligung zur Durchführung des Waldfestes nicht. Um etwas Geld in die Kasse zu bekommen, wurde beschlossen, ein Preiskegeln zu veranstalten.
1943
Auf Antrag des Präsidenten wurde an der Generalversammlung zum ersten Mal ein Vereinsweibel gewählt. Er benachrichtigte die Leute, wenn etwas Ausserordentliches eintraf. Ebenfalls half er an den Konzerten mit.
1944
Als neuer Dirigent wurde Albert Kyburz aus Oberentfelden gewählt.
Endlich, 1944 konnten die Müheler einen Kreisspieltag organisieren. Am 25. Juli, bei wunderbarem Wetter, war es dann soweit, man hätte auf den Köpfen laufen können, meldet das Protokoll. Die Bäcker und Metzger hatten zu tun, wie sonst noch nie.
1945
An der Generalversammlung wurde beschlossen, mal wieder eine Reise zu machen, dafür an keinem Spieltag teilzunehmen. Der Präsident, Werner Lüscher, machte den Vorschlag, eine Reise auf die Kleewenalp zu unternehmen. Bei schönstem Wetter konnte die Reise am 8. Juli durchgeführt werden, es nahmen 88 Personen teil.
1946
An der Versammlung vom 26. Juni wurde beschlossen, zum ersten Mal einen Jungbläserkurs durchzuführen. Erfreulicherweise stellten sich zwei Leiter zur Verfügung.
Leider konnte das geplante Sommernachtsfest vom 31. August nicht durchgeführt werden, denn es war nass und kühl. Eine Verschiebung kam nicht in Frage und so musste man sich mit einem Defizit zufrieden geben.
1947
Wurde ein Dorf- und Jugendfest durchgeführt, gleichzeitig konnte auch die neue Turnhalle eingeweiht werden. Es war ein einmaliges Erlebnis für das ganze Dorf.
Am 28. September wurde wiederum eine Reise durchgeführt, diesmal ging’s ins Emmental auf die Moosegg. Auszug aus dem Protokoll: In zwei gut besetzten Autos fuhr man ohne Halt durch die schöne Herbstlandschaft nach der prächtig gelegenen Moosegg. Dort wurden wir gastfreundlich begrüsst und verbrachten mit einem wohlschmeckenden Zobigblättli 3 Stunden kameradschaftliches Beisammensein. Mit einem kleinen Konzert erwiesen wir der Gastgeberin unsern besten Dank.
1948
Unter der Voraussetzung, dass im Verein Disziplin herrsche, liess sich Hermann Gloor aus Schönenwerd als Dirigent wählen. Mit ihm besuchte der Verein 1948 erstmals das Eidg. Musikfest in St. Gallen und kehrte mit einem Goldlorbeer im 1. Rang Kat. 4 zurück.
1949
Am 22. Mai, einem schönen Maisonntag, fand der Musiktag in Schöftland statt. Es nahmen 22 Vereine teil.
Im Juli wurde dann das alljährliche Baumgartenfest durchgeführt.
1950
Am 28. Juni nahm der Verein am Musiktag in Seengen teil.
Im August wurde dann das 90-jährige Bestehen mit vier Gastvereinen gefeiert. Bei schönstem Sonnenschein besammelten sich die Vereine am Nachmittag beim Gasthof Bären und marschierten zum Festplatz.
1951
Am Samstag, 20. Februar führte der Verein nach langer Zeit wieder einen Maskenball durch. Das Moto lautete «Blütenzauber». Zwei Tanzorchester sorgten für die Unterhaltung. Der Eintritt wurde auf SFR 1.50 festgelegt, unmaskierte bezahlten SFR 2.50.
1952
Nach einem Ständchen verunglückte der amtierende Präsident Alex Hänni im Jahre 1952 und verstarb mitten aus seinem Schaffen bei der Musikgesellschaft Muhen.
Aus dem geplanten Sommernachtsfest wurde leider nichts. Infolge schlechten Wetters wurde es vom 9. August auf den 16. August verschoben. Aber auch an diesem Abend war der Wettergott nicht hold: schon nach dem ersten Marsch regnete es in Strömen.
1953
Aufgrund der hohen Kosten und der gegenwärtigen Besetzung beschloss der Verein am eidgenössischen Musikfest in Fribourg nicht teilzunehmen. Dafür wurde am 14. Juni der Musiktag in Holziken besucht. Die Anreise erfolgte zu Fuss, so konnte gleich tüchtig die Marschmusik eingeübt werden.
Am 25. Juli wurde das Sommernachtsfest durchgeführt, diesmal von gutem Wetter begünstigt.
Der alljährliche Familienabend mit Theater und Konzert fand am 12. Dezember statt und konnte als gut gelungen bezeichnet werden.
1954
Da der Dirigent erkrankte, nahm der Verein unter der Leitung vom Vize Dirigenten, Max Lüscher, am Musiktag in Menziken teil. Als Ansporn wirkten auch die Jungbläser mit.
Da das Sommernachtfest nicht durchgeführt werden konnte, wurde beschlossen, pro Mitglied SFR 5.00 einzuziehen, zur Gründung eines Uniformenfonds. Einige Musikanten verweigerten die Zahlung mit allerlei Ausreden.
1955
Am 30. April wurde in der Turnhalle Muhen die Operette «Im weissen Rössel» aufgeführt von der Operettenbühne Winterthur. 15 Musikanten wirkten mit und der Verein erhielt SFR 50.00 in die Vereinskasse.
Das Sommernachtsfest wurde zu einem Saalfest infolge der schlechten Witterung. «Wir mussten vor den leeren Bänken spielen, da sich das Publikum erst einstellte, als die Tanzmusik zu spielen begann. Überhaupt hat das Publikum etwas enttäuscht, die hiesige Bevölkerung hat uns stark im Stich gelassen, gut dass noch viele Fremdarbeiter anwesend waren» vermeldet das Protokoll.
Am 4. September wurde eine Fahrt ins Blaue durchgeführt.
1956
Am 3. Juni wurde der Musiktag in Meisterschwanden besucht. Als grosse Ehre durfte der Verein am Nachmittag in der Festhütte zur Unterhaltung spielen.
Der alljährliche Familienabend wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ohne Theater durchgeführt. Es wurde ein grosser Aufwand betrieben und auch an Programmen und Inseraten wurde nicht gespart, trotzdem blieb die Besucherzahl unter den Erwartungen. Das Musikprogramm, das 7 Nummern umfasste, war noch selten so gut einstudiert und so fein wiedergegeben worden. Das Ball- und Unterhaltungsorchester Rheinecke sorge für zusätzliche Unterhaltung. Die schwache Besucherzahl war wohl eine Folge des Autoverbotes vom Sonntag und weil in diesem Jahr kein Passivbeitrag eingezogen wurde.
1957
Dank der grosszügigen Gebensfreudigkeit der Müheler Bevölkerung konnte die Gesellschaft am 19. Mai eine neue Uniform einweihen. Die neue Uniform war im Swissairstil gewählt und ersetzte die alte «Polizistenuniform». Eine Uniform kostete SFR 380.00 (ohne Hemd und Krawatte). An der Einweihung nahmen die Gesellschaften von Holziken, Oberentfelden, Schöftland und Unterentfelden teil.
Am 26. Mai wurde der Musiktag in Unterentfelden mit 32 Mann besucht. Als Wettstück wurde «Tscherkessenzug» vorgetragen, welches auch für das Eidgenössische in diesem Jahr vorgesehen war.
Nach dem guten Abschneiden am Eidg. Musikfest in St. Gallen 1948 lag es auf der Hand, dass auch das Eidgenössische vom 6. & 7. Juni in Zürich zu besuchen und zwar in der Kat. 3. Für die Darbietung des Stückes «Tscherkessenzug» wurde der Verein mit dem Silberlorbeer und dem Prädikat «sehr gut» ausgezeichnet.
1958
Am 1. März wurde im Restaurant Waldeck ein Maskenball unter dem Motto «Im tiefen Keller» durchgeführt. Die Dekoration wurde von jungen Musikanten übernommen und war einzigartig.
An der Versammlung wurde beschlossen, dass den Musikanten welche nur an 3 Proben fehlten, ein Geschenk überreicht werden soll.
Ein Musikant aus Entfelden hätte gerne in der MGM mitgespielt, jedoch spielte er ein Instrument, welches zuerst hätte angeschafft werden müssen. An der Versammlung wurde beschlossen, dass der Verein die Hälfte der Kosten übernehme, die andere Hälfte musste der Musikant übernehmen. Nach fünf Jahren würde der Betrag zurück vergütet werden.
Am 8. Juni nahm der Verein mit dem Stück «Sonnen Insel» am Musiktag in Laufenburg teil. Das Wetter war sehr gut und die Fahrt mit dem Car ein Genuss.
1959
Am 5. April war die Grundsteinlegung der neuen Kirche. Die Predigt wurde musikalisch umrahmt und mit einem rassigen Marsch geschlossen.
Das Sommernachtsfest vom 8. August musste in der Turnhalle abgehalten werden, da es genau an diesem Samstag ein Gewitter gab und das ganze Fest verwässerte. Dabei hatte die Gemeinde Kölliken extra eine Bühne ausgeliehen.
Einen Tag vor dem Winterkonzert verstarb der sehr geschätzte Dirigent Hermann Gloor an Herzversagen, mitten aus seinem Schaffen bei der Musikgesellschaft Muhen. Die 12 Jahre seines Wirkens im Verein waren eine Periode des Aufstiegs und der Konsolidierung. Als solider Mann, dessen besondere Charaktereigenschaften treueste Pflichterfüllung war, verlangte er auch von den Musikanten Disziplin und guten Probebesuch. Der Verein war froh um den tüchtigen Vizedirigenten der sofort einspringen konnte und das Jahreskonzert vom 5. und 6. Dezember zu einem guten Ende führen konnte.
1960
Mit der Wahl von Hugo Schütz glaubte man, auf längere Zeit wieder einen tüchtigen Dirigenten gewählt zu haben. Leider dauerte das Wirken nur kurze Zeit.
Die Jahrhundertfeier der Musikgesellschaft vom 21. und 22. Mai 1960 geht als gedenkwürdige Feier, verbunden mit einem Umzug und den Vorträgen der benachbarten Gesellschaften in die Geschichte der Musikgesellschaft Muhen ein. Hier ein Auszug aus dem Protokoll: «Sowohl am Nachmittag wie am Abend war die Festhütte angefüllt vom festlichen Volk».
16. Juli: Dieser Tag wird in den Herzen der Müheler haften bleiben, wurden doch heute die Glocken für die neue Kirche aufgezogen. Es war ein unvergesslicher Augenblick, als die 5 neuen Glocken auf 5 Wagen reich mit Blumen bekränzt von je 4 Pferden gezogen durch unser Dorf zogen. Musikalisch wurde der Umzug von der Musikgesellschaft begleitet.
Am 24. Oktober kam ein Reportagewagen von Basel um von der Musikgesellschaft 3 Märsche auf Tonband aufzunehmen, die für die Suhrentalsendung in Frage kamen. Die Aufnahmen gelangen gut, wie man sich gleich nachher am Lautsprecher überzeugen konnte.
1961
Am 22. Januar konnte die neue Kirche eingeweiht werden. Das Volk und die Vereine versammelten sich zuerst auf dem Kirchenplatz. Nach dem Geläute der alten Glocken im Schulhaus spielte die Musikgesellschaft den Choral «Die Ehre Gottes», dann folgte die Ansprache mit der Schlüsselübergabe. In der Kirche wurde dann die Feier mit Gesang und Predigt fortgesetzt, wobei kaum die Hälfte der Anwesenden Platz fanden. In der Turnhalle fand dann die Fortsetzung der Feier statt wo die Anwesenden auch verpflegt wurden.
In diesem Jahr wurde der Musiktag in Leutwil besucht. Es wurde als strenges Jahr beschrieben, gab es doch mit den Ständchen, Konzerten und Proben nicht weniger als 80 Zusammenkünfte in diesem Jahr.
1962
Am 3. Juni nahm der Verein am Kantonalen Musiktag in Rohr teil.
An der Halbjahresversammlung wurde mit Herr Rudolf Gloor aus Dulliken ein neuer Dirigent gewählt.
Am 30. September führte der Verein im Gasthof Bären sein erstes Lotto durch. Der Anlass wurde zu einem grossen Erfolg und es konnte ein schöner Reingewinn herausgeholt werden.
Die Abendunterhaltung, welche wie bis anhin aus Konzert, Theater und Tanzmusik bestand, wurde am 8. und 9. Dezember erstmals mit dem neuen Dirigenten durchgeführt. Sie wurde ein grosser Erfolg. Ein Auszug aus dem Protokoll: Zur Eröffnung spielten wir Marschparade von V. Burkart. Als 2. die «ungarische Fantasie» und das 3. Stück war die schöne Ouvertüre «Nabucco» von Verdi. Diese 3 Stücke waren unser Triumph, denn hier konnten wir unser und des Dirigenten Können unter Beweis stellen. Das Publikum war sicherlich erstaunt, dass nach einer kleinen Schwebezeit unser Musikkorps wieder einen Aufschwung zur schönen und qualifizierten Musik erlebte.
1963
Am 2. Februar wurde im Waldecksaal zusammen mit den Musikanten Frauen ein «Chöngeli-Fras» durchgeführt. Die Kosten übernahm der Verein. Es wurden 19 Kaninchen geschlachtet und es musste niemand hungernd nach Hause gehen. Für die Tanzmusik sorgte ein vom Verein angestellter Handharmonikaspieler.
Der Verein zählte 32 Mitglieder.
1964
Am 5. Juli wurde der Musiktag in Brittnau besucht. Als Wettstück wurde das Stück «Ouverture pastorale» vorgetragen, auf der Marschmusik wurde der Marsch «Kameraden» gespielt.
An der Abendunterhaltung wurde das erste Mal auf ein Theater verzichtet. Die Aufstellung auf der Bühne erfolgte erstmals Terrassenförmig, so dass jeder Musikant gesehen wurde.
1965
Nahm der Verein gleich an zwei Musiktagen teil. Am 13. Juni wurde der Musiktag in Holziken besucht mit dem Wettstück «Majestät der Berge». Zwei Wochen später stand dann der Musiktag in Seengen auf dem Programm. Hier wurde das Wettstück «Ouverture Pastorale» vorgetragen. Da der Musiktag in Seengen ziemlich teuer zu stehen kam, wurde beschlossen, dass jedes Mitglied sich mit SFR 5.00 beteiligen musste.
1966
Am 11. und 12. Juni stand das 24. Eidg. Musikfest in Aarau auf dem Programm, mit den Wettstücken «Ouverture Pastorale» und «Tanz der Söldner» sowie dem Marsch «San Remo». Alle Darbietungen erhielten das Prädikat «sehr gut». Am Sonntag nahm der Verein am Gesamtchor im Schachen teil. Die 8000 Musikanten waren ein imposanter Anblick. Bei der Rangverteilung war die Freude gross, als ein Goldlorbeer an den Fahnen gehängt werden durfte.
In letzter Zeit zeigten auch Mädchen Interesse an der Blasmusik, es war nun also auch für Mädchen möglich, sich im Jungbläserkurs ausbilden zu lassen.
1967
Am 11. Juni fand der Kantonale Musiktag in Schöftland statt. Die Musikgesellschaft Muhen nahm mit dem Wettstück «Beatrice die Tenda» teil. Der nächste Musiktag fand am 10. September in Kölliken statt. Es war klar, dass man auch da dabei sein wollte, schliesslich sind wir doch Nachbarn. Als Wettstück wurde wieder «Beatrice die Tenda» gespielt, als Marsch wurde «Eidgenossen» vorgetragen. Das Wetter spielte leider nicht mit, es regnete den ganzen Tag. Ein Marsch zu Fuss nach Kölliken kam deshalb nicht in Frage.
1968
Am 26. Mai wurde eine Fahrt ins Blaue durchgeführt, man hätte es eher Fahrt ins Grüne nennen können. Die Reise führte über Aarau, Zürich nach Schaffhausen wo in den Rheindampfer umgestiegen wurde. In Stein am Rhein wurde ein Halt eingelegt und ein Ständchen gegeben. Nach dem Mittagessen gab es nochmals ein Platzkonzert. Anschliessend ging's mit dem Kursschiff weiter nach Kreuzlingen wo die Wasserfahrt zu Ende war. Danach ging's dann mit dem Zug wieder Heimwärts. Die Aktivmitglieder zahlten SFR 20.00 für diese Reise.
An der Halbjahresversammlung wurde beschlossen, dass sich jedes Mitglied am Passiveinzug beteiligen soll und nicht wie in der Vergangenheit nur 4 -5 Personen in der ganzen Gemeinde einziehen.
Total gab es in diesem Jahr 77 Zusammenkünfte.
1969
Erfreulicherweise konnten gleich 7 Jungmusikanten in den Verein übernommen werden, was für den durch Austritte geschwächten Verein sehr notwendig war. Vom 4.-8. Juni wurde zur Ehren des 100-jährigen Bestehens des Schiessvereins ein Dorffest durchgeführt.
Am 6. Juli wurde mit dem Wettstück «Ouvertüre in B» der Musiktag in Unterkulm besucht. Trotz einigen Mängel schaute ein «sehr gut» heraus. Bei der Marschmusik gab es sogar ein «vorzüglich».
Am 6. Dezember fand wiederum das traditionelle Konzert mit Theater in der Turnhalle statt. Der musikalische Teil wurde neu aufgeteilt in Konzertmusik, Volksmusik und moderne Musik. Das Konzert war gut besucht und fand ungeteilten Beifall, ebenso wie das lustige Theater «Der unschuldige Emil».
1970
An einem strahlend schönen Sonntag, nämlich am 24. Mai, wurde der Musiktag in Staffelbach besucht. Die Anreise erfolgte in den Privatautos, auf dem Rückweg wurde in Attelwil beim Restaurant Schmiedstube ein Halt eingelegt und noch ein kleines Ständchen gegeben.
Die diesjährige Fahrt ins Blaue fand am 11. Juli statt und führte ins schöne Bernbiet.
1971
Nach 27 Jahren konnte Muhen bei herrlichem Wetter am 16. Mai wiederum einen Musiktag durchführen. Es wurde ein grosser Erfolg. Schon die Vorfeier vom Freitag, an dem die Dorfvereine mitwirkten, war gut besucht. Am Sonntag wirkten 17 Vereine mit.
Am 10. Juli wurde das Jugendfest in Schöftland durchgeführt, es war ein weiter Weg und es gab viel Durst bei dem heissen Wetter.
An der Halbjahresversammlung wurde beschlossen der Beitrag der Aktiven von 50 Rappen pro Monat auf Null herabzusetzen.
1972
Am 2. Juli wurde der Musiktag in Safenwil besucht. Der heisse Sonntag fand im Gasthof Bären in Muhen einen fröhlichen Abschluss.
Wie jedes Jahr, wurde auch dieses Jahr die Bundesfeier auf dem Lotten musikalisch umrahmt.
Im Oktober wurde ein Waldhaushock organisiert. Es wurden gemütliche Stunden mit den Frauen am Lagerfeuer verbracht. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt, Beck Aeberhard verkaufte Cervelats, die jeder am Feuer selber braten konnte. Bei Kaffee und Kuchen ging der fröhliche Abend langsam zu Ende.
1973
Bereits 1973 liefen die Vorbereitungen für die Anschaffung neuer Instrumente und einer neuen Fahne. Es war die Sympathie der Bevölkerung zu ihrer Musik, die an die mutmasslichen Kosten von rund SFR 50'000.00 einen namhaften Anteil spendeten.
Am diesjährigen Unterhaltungsabend wurde, den zahlreichen Passivmitglieder wegen, am Samstag sowie am Sonntagnachmittag gespielt. Trotz Sonntagsfahrverbot (Samstagnacht 03.00 Uhr bis Sonntagnacht 03.00 Uhr – wegen Benzinknappheit) nahmen viele Besucher teil. Die 8 Musikstücke und das Theater im zweiten Teil «Furt mit em Gäld» fanden sehr guten Anklang. Im dritten Teil spielte das Tanzorchester «Swiss Boys». Ebenfalls war die Bar wieder in Betrieb.
1974
Am 29. und 30. Juni wurde nach fast 7 Jahren wieder ein Jugendfest und gleichzeitig die Schulhauseinweihung durchgeführt. Am Samstagmorgen regnete es in Strömen. So wurde die Musik nur für den Weihakt engagiert. Der Sonntag dagegen war sehr streng, schon um 9.30 Uhr begann der Umzug und später wurde der Gottesdienst musikalisch umrahmt. Anschliessend wurden die Dorfbewohner vor dem neuen Schulhaus mit einem grösseren Konzert unterhalten.
Am 11. Juli fand eine aussergewöhnliche Probe statt. Die Musikanten kamen ohne Instrument in die Musikstunde. Es war soweit, die neuen Instrumente wurden überreicht. Um die Übergabe feierlich zu gestalten, übergab der Präsident jedem Mitglied das neue Instrument persönlich. Das ganze wurde mit einem Gläschen «Schinznacher» gefeiert.
Das Jahr 1974 ist in der Vereinsgeschichte als absoluter Höhepunkt zu bezeichnen. Die MGM konnte in einer denkwürdigen Feier am 7. und 8. September das erste Mal eine Neuinstrumentierung durchführen. Ein Geschenk von besonderem Wert, nämlich eine neue Vereinsfahne konnten von dem ehemaligen Bassisten, Albert Lüscher und seiner Frau Hulda entgegengenommen werden.
1975
1975 fand die Abendunterhaltung zum ersten Mal im Februar statt. Das Konzert bestand aus zwei Teilen und anschliessend wurde das Theater «Dr. Doppelgänger» aufgeführt. Das Theater fand grossen Anklang. Zum Schluss spielte das Orchester «Benny's» zum Tanz auf.
Am 1. Juni fand der Kantonale Musiktag in Stein statt. Die Anreise erfolgt per Car, quasi als Musikreise. Als Wettstück wurde die Ouvertüre «Morgarten 1315» vorgetragen. Auf der Marschmusik wurde der Marsch «zur Feier des Tages» gespielt. Leider regnete es, wie schon den ganzen Morgen.
Über zwei Wochenende am 29./30. und 31. August sowie 5./6. und 7. September fand ein Dorffest zu Gunsten des Altersheims statt. Das Dorffest wird sicher jedem in Erinnerung bleiben, denn ein solches Fest hat es in Muhen noch nie gegeben. Die Musikgesellschaft begleitet folgende Anlässe musikalisch: Laternenumzug der Schüler, Gottesdienst in der Festhütte, Bankett und den Höhenpunkt des Festes, nämlich den historischen Umzug (ca. 20'000 Zuschauer). Der Reingewinn belief sich auf SFR 235’000.00.
Am 6. Dezember fand der zweite Unterhaltungsabend in diesem Jahr statt. Auf ein Theater wurde verzichtet. Mit einem Conferencier, der das Publikum durchs Programm führte, hatte man jedoch einen guten Ersatz gefunden.
1976
Im Jahre 1976 verlässt Dirigent Rudolf Gloor nach 14-jähriger Tätigkeit den Verein. An dieser Stelle übernahm Roland Basler aus Zofingen den Taktstock.
Am 9. Mai wird der Muttertagsgottesdienst in der Kirche musikalisch umrahmt. Der neue Dirigent Roland Basler, der sehr grossen Wert auf die Reinheit und die Gestaltung der Musik legte, hatte den Verein auf dieses Konzert sehr gut vorbereitet. Die Kirche war bis auf den letzten Platz belegt.
Am 4. und 5. Dezember fand die Abendunterhaltung unter der Leitung des jungen Dirigenten Roland Basler statt. Aus musikalischer Sicht waren die Vorbereitungen nie so gut wie in diesem Jahr. Das Konzert bestand aus zwei Teilen, im zweiten Teil wurde moderne Musik in der Big Band Formation geboten. Der Unterhaltungsabend war sicher ein Erfolg obwohl die Besucher am Sonntag sehr spärlich erschienen.
1977
Nach nur einem Jahr, reichte der Dirigent wieder die Demission ein. Der Grund: als Dirigent von 3 Vereinen war er einfach überlastet. Er war bereit noch bis zum Musiktag den Verein weiter zu leiten und bei der Suche nach einem neuen Dirigenten zu helfen.
Im Februar teilte der Dirigent mit, dass er unseren Verein nun doch weiter leiten werde. Über diese Nachricht war der ganze Verein erfreut und so konnte gemeinsam auf ein neues Ziel hin gearbeitet werden.
Mit dem Stück «Sinfonie Concertante» wurde am 5. Juni der Musiktag in Bottenwil besucht. Es war ein wichtiger Anlass, galt es doch zu beweisen, dass mit dem neuen Dirigenten in den letzten 1½ Jahren ein Fortschritt erreicht wurde. In der Tat, der Expertenbericht, der neuerdings auf Band aufgenommen wurde, fiel gut aus.
Am 26. Juni fand bereits der nächste Musiktag in Oberentfelden statt. Es wurde mit demselben Stück teilgenommen wie in Bottenwil, die Beanstandungen versuchte man zu korrigieren. Dennoch musste eine ziemlich harte Kritik entgegengenommen werden. Es schien, dass dieser Experte eine andere Auffassung hatte als der Experte in Bottenwil. Im Grossen und Ganzen waren die beiden Musiktage jedoch ein Erfolg, und man konnte feststellen, dass es mit der MGM wieder aufwärts ging.
Der letzte Musikabend war ein voller Erfolg und so sollte auch der Unterhaltungsabend vom 3. Dezember weitergeführt werden. Im zweiten Teil der unter dem Motto «Gruss aus dem Egerland» stattfand, wussten sich auch Musikanten optisch ins Egerland zu versetzten. Einige Musikanten Frauen haben jedem Musikanten ein rotes Kitteli genäht. Im dritten Teil unter dem Moto «MGM modern» wurden eine Reihe bekannter Schlagermelodien dargeboten. Alles in Allem war es sicher wieder ein erfolgreicher Musikabend, was nicht zuletzt dem Dirigenten zu verdanken war.
1978
Nach dem strengen Jahr 1977 wurde das Jahr 1978 ruhiger angegangen. Das Kantonale Musikfest in Frick wurde nicht besucht.
Für das Muttertagskonzert vom 14. Mai in der Kirche wurde ein recht anspruchsvolles Programm einstudiert.
In letzter Zeit stellte sich das Problem der Uniformen immer wieder. Durch Abänderungen an bestehenden Uniformen wurde versucht die Auslagen möglichst tief zu halten. Für die vier Damen im Verein wurden je ein paar blaue Hosen angefertigt.
Am 24. September war es soweit, bei wunderbarem Wetter wurde endlich wieder eine Musikreise resp. «Fahrt ins Blaue» durchgeführt. Das Besondere: die Uniformen und Instrumente blieben zu Hause. Ein moderner Reisecar führte die Musikanten nach Grindelwald und mit der Zahnradbahn ging's dann auf die «Kleine Scheidegg».
1979
Der Musikabend wurde vom gewohnten Dezember in den Januar verschoben, weil Ende November 6 Musikanten in den WK mussten. Es schien aber, dass dieses Jahr ein optimales Datum getroffen wurde. Aus finanzieller Sicht schaute der doppelte bis dreifache Reingewinn im Vergleich zu früheren Jahren heraus. Auch aus der Presse tönte es positiv: «Die Müheler Musikgesellschaft in Top Form, Blasmusik von Mozart bis zu den Beatles».
Als Präsent für einen guten Probebesuch erhielt nun jedes Mitglied an der Generalversammlung einen Zinnbecher mit Gravur. Es wurde ein Präsent von bleibendem Wert gesucht, welches die Flasche Schnaps ersetzte.
Am 20. Mai wurde der Musiktag in Holziken besucht. Als Selbstwahlstück wurde «Indian Summer» einstudiert. Zur Marschmusik stellte sich der Verein mit dem Marsch «Zur Feier des Tages». Von den Experten musste ziemlich harte Kritik entgegengenommen werden, insbesondere in Sachen Klangausgleich.
Am diesjährigen Jugendfest vom 1. Juli wurde der Gottesdienst sowie der Umzug musikalisch umrahmt.
1980
Am Unterhaltungsabend vom 12. Januar wurde der von Roland Basler komponierte «Müheler Marsch» uraufgeführt und erntete grossen Beifall. Seit vielen Jahren war die Turnhalle erstmals bis zum letzten Platz besetzt.
Am 15. Juni wurde der Musiktag in Kleindöttingen besucht. Als Selbstwahlstück wurde die «Sinfonie Concertante» gespielt. Auf der Marschmusik wurde der «Müheler Marsch» vorgetragen. Der Expertenbericht für beide Darbietungen fiel gut aus, womit sich die vielen Proben lohnten. Total gab es 74 Zusammenkünfte.
1981
Auch 1981 fand der Musikabend grossen Anklang, es schien sich herumgesprochen zu haben, dass es sich lohnte, zu kommen. Die Turnhalle konnte nicht alle Zuhörer aufnehmen, die gekommen waren. Tatsächlich hatte Roland Basler als Dirigent die Musikgesellschaft Muhen auf einen Stand gebracht, der die Jahreskonzerte jedes Mal zum Fest und Erlebnis werden lies. Das Konzert war wiederum in drei Teile eingeteilt. Ein konzertanter erster Teil, der zweite Teilunter dem Motto volkstümliche Solis und im dritten Teil wurde in der Big-Band Aufstellung moderner Schlager gespielt.
Der Verein beschloss, nach 15 Jahren wieder einmal ein Eidg. Musikfest zu besuchen. Am 13. und 14. Juni war es soweit. Nach einer ruhigen Fahrt mit dem Car nach Lausanne, wurde zuerst die «Sinfonie Concertante» und anschliessend das Aufgabenstück «Preludio Alfetto» vorgetragen. Beide Stücke wurden zusammen mit 106,5 Punkten bewertet. Am Nachmittag stand dann die Marschmusik auf dem Programm, welche mit 42 Punkten bewertet wurde.
1982
Zum Musikabend vom 16. Januar meldete das Aargauer Tagblatt folgendes: Die Musikgesellschaft Muhen unter der temperamentvollen Leitung von Roland Basler durfte am 16. Januar in der gelungen renovierten Turnhalle vor vollem Haus spielen. Nach bewährter Manier war das Konzertprogramm in einen klassischen, einen volkstümlichen und modernen Teil gegliedert, wobei die Kostümierung und die Kulisse die musikalische Vielfalt optisch unterstrichen. Im Cornet Solo «Silberfäden», das den konzertanten ersten Teil beschloss, brillierte Roland Basler als virtuoser Solist gut getragen vom Korps als Ganzem. Das Stück lies spürbar werden, wie gut es der junge Berufsmusiker verstanden hat, die Musikgesellschaft Muhen durch die letzten Jahre auf sein eigenes musikalisches Niveau zu heben und wie glücklich die Zusammenarbeit zwischen Dirigent und Korps sein muss.
Da die Uniformen, die im Jahre 1957 angeschafft wurden, nicht mehr «in» waren, beschloss der Verein eine Neu-Uniformierung, gleichzeitig mit der Durchführung eines Kant. Musiktages.
Am 26. Juni durfte die Musikgesellschaft vor dem grossen und erwartungsvollen Publikum die neue Uniform aus der Taufe heben. Noch in alter ausgedienter Uniform steckend, eröffnete die MGM ihre Einweihungsfeier Sinnesgemäss mit dem Marsch «Alte Kameraden», denn um genau solche handelte es sich bei den alten Gewändern. Sie waren während 25 Jahren die ständigen Begleiter der Müheler Musikanten. Aber die Zeit hatte sich geändert und den neuen Strömungen hatte man sich musikalisch längst angepasst, es galt also nur noch, die Musiker in ein neues, zeitgemässes Kleid zu stecken.
Die Musikgesellschaft Muhen konnte sich der Sympathie aller benachbarter Musikvereine erfreuen. So fanden sich am Sonntag 17 Korps in Muhen ein, um Tausenden von Besuchern mit ihren Klängen Freude und Abwechslung zu bringen.
1982 wurde auch die Vereinsgemeinschaft zwischen der Musikgesellschaft Muhen und dem Schiessverein Muhen gegründet. Ziel und Zweck dieser Vereinigung sind die gegenseitige Unterstützung bei grösseren Anlässen.
Ebenfalls wurde in diesem Jahr die Tambourgengruppe Oberentfelden-Muhen (T-O-M) gegründet.
1983
Am 15. Januar konnte die Musikgesellschaft Muhen ihr Jahreskonzert vor einem vollen Haus präsentieren. Zum strammen Auftakt mit dem «Präsentiermarsch» stellten sich die Musikanten in ihrer festlichen neuen Galauniform vor, in der die Aargauer und die Gemeindefarben schwarz-blau-Gold glücklich vereint sind. Im entspannten zweiten Konzertteil, vom rassigen Marsch «Furchtlos und treu» festlich eröffnet, kamen volkstümliche Klänge zum Zug. «Die Tiroler Holzhacker-Buabn» gaben Gelegenheit zu einem gefälligen szenischen Arrangement, indem zwei Hobby Holzhacker aus der Mitte des Korps den Marsch mit ihren Waldarbeiter-Originalinstrumenten, mit Axt und Säge, begleiteten. Der dritte Konzertteil wartete traditionsgemäss mit moderner Blasmusik auf.
Mit Lilli Bürgin wurde an der Generalversammlung erstmals eine Frau in den Vorstand gewählt.
Am 8. Mai wurde in der Kirche ein Muttertags-Konzert durchgeführt. Nach der Predigt gab's auf dem Kirchenplatz noch ein Ständchen.
1984
Es musste sich herumgesprochen haben, dass die Musikgesellschaft Muhen unter der kompetenten Leitung ihres jungen Dirigenten Roland Basler in Topform ist. Die Turnhalle vermochte am Samstag 14. Januar das zum Jahreskonzert andrängende Publikum fast nicht zu fassen.
Am 20. Mai fand der Musiktag in Schmiedrued statt. Für den Konzertvortrag wurde das Stück «Sinfonie Concertante» und für die Marschmusik «Bärner Musikante» gewählt. Für beide Stücke erhielt der Verein einen guten Bericht.
1985
Der Musikabend im Januar hatte mittlerweile einen recht guten Bekanntheitsgrad erreicht. Unter dem Motto, «Die MGM im Jubiläumsjahr», wurden die Jahreskonzerte das erste Mal an zwei Samstagen aufgeführt.
Am 14. Juni war es soweit, als einer der ältesten Vereine der Region konnte die MGM, verbunden mit dem Jugendfest, den 125. Geburtstag feiern. Ein erster Höhepunkt war der Dorfabend. Die einheimischen Vereine vermochten mit ihren Darbietungen das Publikum zu überzeugen. Am Samstag war die Jugend am Zug: In einer Olympiade konnten sie ihren Spielwitz und ihre Cleverness unter Beweis stellen. Der Festsonntag stand dann ganz im Zeichen des Jubiläums der Musikgesellschaft. Nach dem gelungenen Konzert am Samstagabend hatten die Mitglieder am Sonntag ein eigentliches Stressprogramm zu bewältigen. Am Anfang stand das Frühschoppenkonzert im Rahmen des Frühstücks à discrétion an. Ganz andere Töne waren im ökonomischen Gottesdienst zu hören. Auftritt Nr. 3 erfolgte am frühen Nachmittag. Die Musikgesellschaft marschierte am Schluss des Festumzuges durch das Dorf. Den eigentlichen Höhepunkt erlebte sie aber während der kurzen, gediegenen Jubiläumsfeier in der Festhütte. «Ein solches Monsterprogramm kann nur bewältigen, wer gut harmoniert. Dies scheint in der Musikgesellschaft Muhen, die keine Nachwuchsprobleme kennt, der Fall zu sein.» meldete die Zeitung.
Am 30. Juni wurde der Musiktag in Kölliken besucht. Als Konzertstück wurde «Choral and Rock-out» vorgetragen und mit dem Marsch «Albula» ging's an die Marschmusik.
1986
Nach bewährter Manier gliederte sich auch die diesjährigen Konzert vom 11. und 18. Januar in einen konzertant klassischen, einen unbeschwert volkstümlichen und einen mitreissend modernen Teil.
Anlässlich des kantonalen Musiktages in Schöftland vom 25. Mai 1985 durften bereits am Samstagabend in der Festhütte 5 moderne Stücke gespielt werden. Der Auftritt dauerte ca. 25 Minuten wofür dem Verein grossen Applaus beschert wurde. Der Musiktag wurde nur am Nachmittag besucht. Das Wetter war prächtig und alle waren froh gelaunt. Nachdem das Konzertstück «Divertimento» so brillant abgeschlossen wurde, stieg die Laune nochmals. Auf der Marschmusik wurde der «Schöftler Marsch» vorgetragen und schloss mit «sehr gut» ab.
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des AMV (Aargauischer Musikverband) wurde am Freitag, 27. Juni auf dem Dorfplatz bei strahlendem Wetter aufgespielt. Viele neugierige Müheler lauschten der Musik und wurden dabei mit einem Gläschen Wein bewirtet.
1987
Am 10. und 17. Januar stand der traditionelle Musikabend auf dem Programm. «Showtime in Muhen: kurzweiliges und bemerkenswert ausgereiftes Jahreskonzert» meldete das Aargauer Tagblatt.
Der allseits geschätzte Dirigent, Roland Basler, verlor durch eine schwere Krankheit seine Frau. Schweren Herzens, aber seinen drei Kindern zuliebe musste er auf eine weitere Zusammenarbeit mit der MGM verzichten. Mit der Verpflichtung von Heinz Müller zum neuen Dirigenten traf die MGM eine hervorragende Wahl.
Zum 50. Treffen zwischen dem FC Muhen und dem FC Rupensia (Luxemburg) spielte die MGM in Big-Band Formation auf. Die Darbietungen wurden mit viel Applaus begleitet. Die Luxemburger «feierten» sogar mit einer Bolognese, welche durch die ganze Turnhalle führte.
Bei gemischtem Wetter fand am 14. Juni der Musiktag Gränichen statt. Der Konzertvortrag wurde mit dem Stück «Divertimento» bestritten, den Marschmusikvortrag mit dem Marsch «Manila-Bay».
1988
Das diesjährige Jahreskonzert stand unter der Leitung von Heinz Müller. An dem bewährten Konzept von drei Teilen wurde auch dieses Jahr festgehalten. Im ersten Teil wurde konzertante Musik geboten, der zweite Teil stand unter dem Moto «Traummelodien» und im dritten Teil wurde moderne Big-Band Musik geboten.
Auf das traditionelle Muttertagskonzert in der Kirche Muhen wurde in diesem Jahr verzichtet. Am Sonntag, 10. April wurde dafür die Abschiedspredigt von Pfarrer Müller musikalisch umrahmt.
Am Freitag, 17. Juni konnte bei windigem Wetter das 3. Laternenkonzert auf dem Dorfplatz durchführt werden. Wiederum erschienen zahlreiche Besucher, welchen ein Apéro und ein bunt gemischtes Konzert offeriert wurden.
Ein echter Marathon stand am 25. Juni auf dem Programm, wurden doch an einem Tag 48 Musikstücke gespielt. Am Morgen ging's nach Oberentfelden, wo der Jugendfestumzug stattfand. Nach dem Umzug wurde in der Festhütte gespielt und bereits um 14.00 Uhr stand das nächste Konzert in der Telli in Aarau auf dem Programm. Dort wurden bis um 16.00 Uhr bunt gemischte Stücke gespielt und schliesslich fuhr man wieder nach Muhen wo um 17.00 Uhr zum Festakt, 75-Jahre Männerriege aufgespielt wurde. Anschliessend gab es für Jeden ein wohlverdientes «Znacht» und bei Wein und Gesang blieben die Musikantinnen und Musikanten gemütlich zusammen bis in die frühen Morgenstunden.
Bei zweifelhaftem Wetter wurde am 2. Juli der Jugendfestumzug in Schöftland durchgeführt. Die Musikgesellschaft Muhen lief am Umzug mit und gab bei der Festansprache noch einmal eine Einlage.
1989
Am 7. und 14. Januar wurde der Musikabend durchgeführt, «Beste Unterhaltung im vollbesetzten Saal» wusste die Zeitung zu melden. Traditionsgemäss wurde der Abend in drei Teilen vorgetragen.
Bei herrlichem Wetter fand am 11. Juni der Musiktag Unterkulm statt. Für das Konzertstück «Thème Variée» durfte viel Lob entgegen genommen werden. Auf der Marschmusik wurde der «Rumisberger Marsch» zum Besten gegeben, auch diese Kritik war im Grossen und Ganzen positiv.
Auch das diesjährige Laternenkonzert wurde wieder gut besucht. Vom Marsch bis hin zum flotten Boogie-Woogie wurde bunt gemischt gespielt. Der Regen wartete bis der letzte Ton gespielt wurde.
Am Sonntag, 24. September gab's nach langer Zeit wieder eine Musikreise. Diesmal ging's zu Pfarrer Müller, nach Wald (Appenzell), wo die Musikgesellschaft Muhen seinen Gottesdienst musikalisch begleitete.
1990
Am 6. und 13. Januar fand der traditionelle Musikabend statt. Neu wurde das Konzert nur in zwei Teilen durchgeführt. Der 1. Teil stand unter dem Motto «MGM in Concert» und der 2. Teil «MGM im Big-Band-Sound». Junge Musik, Tradition und begeisternder Big-Band Sound.
Erfreulicherweise konnten nach dem Konzert 12 Jungmusikanten in den Reihen willkommen geheissen werden. Zum ersten Mal seit Jahren wurde nicht an der 1. Augustfeier auf dem Lotten teilgenommen. Am Muttertagsgottesdienst vom Sonntag, 13. Mai in der Kirche spielten die Jungmusikanten zum ersten Mal in der Öffentlichkeit mit.
Am Sonntag, 27. Mai stand einerseits der Musiktag in Staffelbach und andererseits die Uniformenweihe in Gränichen auf dem Programm. Am Morgen ging's mit einem BBA-Bus nach Staffelbach und dort wurde das Stück «Free-World-Fantasy» vorgetragen, welches beim Experten gut ankam. Danach hiess es ab zum Bus und weiter nach Gränichen. Dort wurde in der Big-Band Formation zum Frühschoppen Konzert aufgespielt, was mit reichlich Applaus belohnt wurde. Bereits um 13.30 Uhr ging's dann wieder Richtung Staffelbach zum Marschmusikvortrag wo der Marsch «Ranvanello» vorgetragen wurde.
Bei schönem Wetter begab sich der Verein am Sonntag, 24. Juni an den Musiktag nach Suhr. Wie schon in Staffelbach wurde die «Free World Fantasy» von J. de Haan der Jury und dem Publikum vorgetragen. Auf der Marschmusik wurde dieses Mal der «Rumisberger-Marsch» gespielt. Dem Bericht nach, lag der Verein mit Stückwahl gut: «Es müsse jedoch noch daran gearbeitet werden».
Bei wiederum sehr heissem Wetter wurde am 7. Juli der Jugendfestumzug in Muhen durchgeführt. Am Abend spielte die MGM im Festzelt vor zahlreichem Publikum und wurde mit Applaus beschenkt. Nach dem zweistündigen Konzert wurden die zahlreichen Beizlis genossen.
Zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde die dreitägige Reise, zusammen mit dem FC Muhen nach Luxemburg. Im Kulturzentrum von Larochette gab die Musikgesellschaft Muhen am Samstagabend ein zweieinhalbstündiges, Big-Band Konzert auf höchstem Niveau. Mit Standing Ovation verlangte das Publikum Zugaben. Am Sonntag fand dann im Pavillon auf dem Gemeindeplatz ein unvergessliches Gemeinschaftskonzert der Société Philharmonique Larochette und der Musikgesellschaft Muhen statt.
1991
Zum ersten Mal wurde ein Vorverkauf für die Jahreskonzerte angeboten, was sich sehr bewährte. Ebenfalls ein Novum: erstmals trat die MGM mit über vierzig Mitgliedern auf. Der enorme Einsatz der Jungbläserleiter hatte sich gelohnt, konnten doch nicht weniger als vierzehn Jungmusikanten in den Verein integriert werden.
Das nächste grosse Ziel war das Eidg. Musikfest in Lugano. Der Grundstein für den grössten musikalischen Erfolg der MGM wurde schon mit der Auswahl des Selbstwahlstückes «Free World Fantasy» getroffen. Zur Vorbereitung wurde ein Probeweekend auf dem Twannberg durchgeführt. Das recht straffe Programm liess trotzdem genügend Zeit für die Geselligkeit. Am 29. Juni galt es dann ernst, um 11.00 Uhr traten die Musikantinnen und Musikanten mit dem Selbstwahlstück vor die Jury und wurden mit 163 von max. 180 Punkten belohnt. Um 12.00 Uhr war dann das Aufgabenstück (8-Wochenstück) «Convergents» von Franco Cesarini, ein sehr anspruchsvolles Werk, an der Reihe. Mit 167 Punkten erreichte die MGM ein Glanzresultat.
1992
Zum ersten Mal wurde am Musikabend vom 4. und 11. Januar parallel zur Bar eine Kaffeestube eingerichtet, was grossen Anklang fand. Die Konzerte konnten wiederum vor ausverkauftem Haus durchgeführt werden.
Man beschloss die Gunst der Stunde zu nutzen und eine Teilinstrumentierung durchzuführen. Mit einer professionell organisierten Sammelaktion unter der Dorfbevölkerung und den umliegenden Industrie- und Gewerbebetrieben brachte die MGM SFR 122'000.00 zusammen.
Am 9. Mai wurde zusammen mit der Wandergruppe in der Turnhalle ein Lotto durchgeführt.
Es wurde beschlossen einen PC anzuschaffen, dieser wurde bei der Kassierin stationiert.
Am 31. Mai wurde der Musiktag in Leibstadt durchgeführt. Am Nachmittag wurde das Stück «La Storia» den Experten vorgetragen. Die Kritik der Experten bestätigte, das schon oft Gesagte vom Dirigenten. Ausgerechnet auf der Marschmusik begann es in Strömen zu Regnen. Mit dem Stück «Schwyzer Soldaten» wurden die Musikantinnen und Musikanten reichlich nass.
Am Sonntag, 14. Juni wurde vor dem Restaurant Bären als Versuch ein Matinée-Konzert durchgeführt. Der Besucherstrom war leider nicht sehr gross.
Das Laternenkonzert vom 21. August wurde von Regen, Donner und Blitz begleitet. Nach dem ersten Teil musste das Konzert abgebrochen werden, der Regen wurde immer stärker.
1993
Im Jahre 1993 wurde der Musikabend erstmals dreimal durchgeführt und war ein voller Erfolg. Beide Samstage waren ausverkauft und der Freitag zu 2/3 besetzt. Auch die Laser-Show war ein Novum. Viel Skepsis bei den Proben und eine Menge Vorurteile erwiesen sich als unbegründet. Zum Stück «The Show must go on» wurden die Laser voll eingesetzt und das Publikum staunte.
Für das Kant. Musikfest in Zofingen war schon die Hälfte der Mitglieder mit neuen Instrumenten ausgerüstet. Es war der erste Besuch seit 42 Jahren an einem Kantonalen Musikfest. Zur Vorbereitung wurde wiederum ein Probeweekend auf dem Twannberg durchgeführt. Das Selbstwahlstück «La Storia» von J. de Haan wurde mit 156 Punkten benotet. Das 8-Wochen Stück «Fête Nordique» von Frank Urfer wurde mit 145 Punkten belohnt. Die Bewertung war streng, jedoch bei allen Musikkorps. Für die Marschmusik wurde der «Trompeterruf» gewählt, für diesen Vortrag gab's 85 Punkte. Mit den total erreichten 301 Punkten lag die MGM im Mittelfeld der 3. Klasse Harmonie.
1994
Am 29. Mai fand der Musiktag in Schöftland statt. In der Kirche wurde das Konzertstück «Invicta» von James Sweringen vorgetragen. Nach dem Vortrag durfte ein sehr guter Expertenbericht entgegengenommen werden. Dies war eine gute Motivation und gab das nötige Selbstvertrauen für den bevorstehenden Auftritt im Festzelt. Mit dem Repertoire war die MGM bestens gerüstet und konnte die vielen anwesenden Musikgesellschaften und Festbesucher mit dem Spiel begeistern. Dies war wiederum beste Werbung für einen weiteren Höhepunkt im Jahresprogramm.
Der Juli 1994 stand unter dem Moto «Muhe feschtet». Am Samstag, 11. Juli fand das Galakonzert statt mit Instrumentenweihe und am Sonntag wurde ein Umzug durchgeführt.
1995
Mit einem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Programm, welches sorgfältig ausgewählt wurde, gelang es auch im Jahre 1995 an den Jahreskonzerten vom 7. / 13. und 14. Januar ein breites Publikum anzusprechen.
In diesem Jahr standen keine grossen Feste oder Anlässe auf dem Jahresprogramm und so konnte sich der Verein gut auf das Eidg. Musikfest im Jahre 1996 in Interlaken vorbereiten. Am 28. Mai stand der Aarg. Kant. Musiktag in Uerkheim auf dem Programm. Mit den Stück «Celebration and Dance» stellte sich die MGM den Experten und natürlich dem ganzen Volk. Auf der Marschmusikstrecke gab die MGM mit dem Marsch «San Carlo» ihr Bestes.
Beim Laternenkonzert ist es immer das Gleiche, es wird ein super Programm zusammengestellt und dann folgt die Angst, dass das Ganze ins Wasser fällt. Auch in diesem Jahr war das Wetter sehr unbeständig. Trotz des nass-kalten Wetters gab es viele Zuhörer und das Konzert wurde zum grossen Erfolg.
1996
Wiederum wurde der Unterhaltungsabend ein voller Erfolg. Der erste Teil stand unter dem Motto «MGM-Cinema». Zum ersten Mal in der Geschichte konnten sich die Leute im Saal zu den gespielten Stücken Filmausschnitte anschauen. Der zweite Teil stand unter dem Moto «Folklore der Welt» und der dritte Teil wurde in der Big-Band Formation gespielt.
Anlässlich der Generalsversammlung gab Hansueli Ernst nach 16 Jahren das Amt des Präsidenten an Daniel Widmer weiter.
Am Musiktag in Küngoldingen vom 19. Mai wurde das Stück «Dawn of a new Day» der Jury vorgetragen. Der Experte war sehr zufrieden mit der Leistung und rühmte die gute Konzentration. Die Marschmusik fiel buchstäblich ins Wasser und musste abgesagt werden.
Die Teilnahme am 30. Eidg. Musikfest in Interlaken vom 22. Juni war sicher einer der Höhenpunkte in diesem Vereinsjahr. Im Voraus ging's wiederum auf den Twannberg wo ein Probeweekend durchgeführt wurde. Mit voller Konzentration wurde das Aufgabenstück «Incaro» interpretiert, von den Experten gab's dafür nur ernüchternde 140 Punkte. Beim anschliessenden Selbstwahlstück «Dawn of a new day» gaben die Musikantinnen und Musikanten nochmals alles. Am Schluss stand dann die Erleichterung über das tolle Gelingen allen Musikern inklusive Dirigenten ins Gesicht geschrieben. Die Jury musste mehrmals zur Bewertung aufgefordert werden, dann die Bewertung: 160 Punkte! Das war Musik in den Ohren, jetzt konnte das Fest so richtig beginnen. Das Eidg. Musikfest in Interlaken wird sicher trotz schlechter Witterung und Absage der Marschmusik noch lange in guter Erinnerung bleiben.
1997
An den Jahreskonzerten vom 4., 10. und 11. Januar konnte die MGM einen Rekord feiern, durften doch 1'050 Personen an den drei Jahreskonzerten begrüsst werden! Am Sonntag, 1. Juni nahm die MGM am Musiktag in Reinach teil. Das Konzertstück «In all it's Glory» wurde vom Publikum mit viel Applaus honoriert.
1998
An den Jahreskonzerten 1998 konnten zum ersten Mal in der Geschichte zwei Frauen für 20 Jahre aktives musizieren geehrt werden.
Nebst den traditionellen Anlässen, wie Jahreskonzerte, Laternenkonzert und Geburtstagsständchen, stand das Aargauische Kantonal Musikfest Möhlin vom 7. Juni ganz im Zentrum des Vereinslebens. Erstmals trat die MGM in der 2. Stärke Klasse an. Voll motiviert wurde das Selbstwahl Stück «In all it's Glory» der Jury vorgetragen. Der Konzertvortrag wurde mit 153 Punkten belohnt. Glücklich und beflügelt von der tollen Punktzahl wurde dann in der Kirche das Aufgabenstück «Tristar» von Kurt Brogli vorgetragen. Nach langen Diskussionen wurde die MGM mit unglaublichen 164 Punkten belohnt! Auf der Marschmusikstrecke trug die MGM den Marsch «Happy Marching Band» vor und wurden mit 103 Punkten bewertet. Obwohl es zwischendurch wie aus Kübeln goss, war es ein gelungenes Fest.
Die erste Ausgabe der Vereins-Info-Zeitschrift «Avec Plaisir» wird an die Müheler Bevölkerung verschickt. Ebenfalls werden Gönner und Sponsoren gesucht um die anfallenden Kosten zu decken.
1999
«Die Müheler Musikanten werden immer besser», «Magie der Töne verzauberte das Publikum», «Die MG Muhen lief einmal mehr zur Hochform auf». Diese Zitate waren nach den Jahreskonzerten vom 9., 15. und 16. Januar in den regionalen Zeitungen zu lesen. Wieder ein voller Erfolg! 3mal ausverkauft! Begeisterte Zuhörer! Komplimente überall! Der Nagel wurde voll auf den Kopf getroffen…
Am 30. Mai nahm die MGM am Aargauischen Kantonal Musiktag in Othmarsingen teil. Präsentiert wurde das Konzertstück «Ross Roy» und mit dem Marsch «Downtown» wurden die morgendlichen Marschmusikvorträge unter grossem Beifall abschlossen.
Ab Oktober ist die MGM im Internet unter www.mgmuhen.ch vertreten.
2000
Das Jahr 2000 stand ganz im Zeichen vom «Musig-Fescht Muhen 2000». Die Jahreskonzerte waren wiederum ausverkauft, leider lag die Sängerin am ersten Wochenende mit einer Grippe im Bett, so wurden die Soloparts vom Saxophon Register übernommen. Am 14. und 15. Januar war Rahel Tarelli wieder gesund und sang sich in die Herzen der Zuschauer.
«Freude zu bereiten mit Musik». Das war das Ziel vom Musig-Fescht Muhen 2000 welches über zwei Wochenenden andauerte. Und so wurden bereits zum Auftakt der Festivitäten, am Freitagabend, die Festbänke auf ihre Tauglichkeit getestet. Die «Blaumeisen», eine Party-Band aus Deutschland, überzeugten mit einer perfekten Show aus Sound, Licht und Video.
Am Samstagabend stand das Galakonzert auf dem Programm, das als Dank der Bevölkerung gewidmet wurde. Nach dem effektvollen Einzug, begleitet mit Trommelwirbel, wurde der Abend mit der «Festival Fanfare» eröffnet. Vollendet wurde das Konzert durch den Müheler Marsch.
Der Muttertagsbruch am Sonntag wurde musikalisch von der Country Band «Bourn Out» aus der Region untermalt.
Am Samstagabend, 20. Mai, füllte sich die Festhalle lange vor Konzertbeginn, und alle warteten gespannt auf den Mann des Abends: Pepe Lienhard. Mit seinen 13 Spitzenmusikern aus 6 Nationen bot er eine Galashow mit aktuellem und mitreissenden Sound.
Das Interesse der Musikvereine am Musik- und Tambourentag war gross! So nahmen doch über 1'300 begeisterte Musikantinnen und Musikanten an dem Anlass teil. Mit viel Rasse und grossem musikalischen Können präsentierten sich die einzelnen Musikkorps den Experten bei ihren Vorträgen auf der Konzertbühne in der Turnhalle Süd. Viel Publikum lockten die Marschmusikvorträge auf dem schnurgeraden Teilstück der Hauptstrasse an. Bei Sonnenschein wurde von den einzelnen Musikkorps ein bunter Strauss meinst bekannter und beliebter Kompositionen geboten, die mit viel Applaus belohnt wurden.
«Freude bereiten mit Musik», das ist an beiden Wochenenden gewiss gelungen.
2001
3 Ausverkaufte Konzerte, daran hat man sich in Muhen schon fast gewöhnt, auch im Jahre 2001 war es nicht anders. Die MGM hatte es wieder einmal geschafft, ein interessantes, abwechslungsreiches Programm mit diversen Höhepunkten auf die Beine zu stellen.
Am 23. Juni stand das Eidg. Musikfest in Fribourg auf dem Programm. Bereits am frühen Morgen der erste Schreck, der Car verlor Oel! Die Fahrt wurde trotzdem aufgenommen, wie sich später herausstellte, war es nur der Überlauf, also kein Problem. Die MGM eröffnete mit einem rasanten «Piotta Marsch» die Marschmusikvorträge und wurde mit 95 Punkten benotet. Am Nachmittag wurde auf das Aufgabenstück «Hebridean Rhapsody» der Jury vortragen. Die Enttäuschung war gross, als nur 125 Punkte herausschauten. Anschliessend wurde das Selbstwahlstück «Ross Roy» vorgetragen. Geschafft, die MGM erhielt 151 Punkte.
Der nächste Höhenpunkt folgte schon am nächsten Tag. Hatte die MGM doch die einmalige Gelegenheit an Aufnahmen für einen Fernsehauftritt teilzunehmen. Es war wohl ein unvergessliches Erlebnis.
Das Laternenkonzert fand an einem wunderschönen Spätsommerabend statt. Es fanden sich viele Zuhörerinnen und Zuhörer auf dem Dorfplatz ein.
2002
Bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass die Jahreskonzerte 2002 ausverkauft sein würden. Die Konzerte kamen bei Alt und Jung sehr gut an. Wie gewohnt, wurde im 1. Teil konzertante Blasmusik gespielt, im 2. Teil ging's dann «Alpenländisch» weiter und im 3. Teil wurden «Hits und Evergreens» geboten. Der Aufbau an Beleuchtung und Technik war wiederum enorm.
Am Sonntag, 9. Juni fuhren die Mitglieder der MGM nach Wettingen, wo der kantonale Musiktag durchgeführt wurde. Trotz früher Spielzeit und relativ spärlichem Publikumsaufmarsch erntete die MGM mit Ihrem Vortrag grossen Applaus. Für die Marschmusik hatte sich Dirigent Heinz Müller, etwas Neues einfallen lassen und kurzerhand ein Medley arrangiert. Für die MGM eine absolute Neuheit, Marschmusik und dazu noch Figuren laufen, tanzen, singen etc. Das Publikum hatte sicher grosse Freude, auch wenn die Reihen nicht immer ganz genau ausgerichtet waren.
Am Samstag, 9. November feierte die Tambouren Gruppe Oberentfelden-Muhen ihr 20-jähriges Bestehen. Mit einem Konzert war natürlich auch die MG Muhen anwesend.
2003
Auch die diesjährigen Jahreskonzerte waren wieder restlos ausverkauft. Dem Publikum wurde ein sehr abwechslungsreiches Programm geboten, bestehend aus einem konzertanten, klassischen und modernen Teil. Die klassischen Stücke wurden von 3 GeigenspielerInnen untermalt. Verschiedene weitere Showeinlagen begeisterten das Publikum.
Am 3. und 4. Mai fand das Probeweekend in der Lenk statt zur Vorbereitung auf das Aarg. Kantonalmusikfest in Brugg. In der strengen, lehrreichen Vorbereitungszeit wurde das Selbstwahlstück «Lone Star Celebration» und das Aufgabenstück «O homen armado» einstudiert. Bei einigen Musikanten wurde das Aufgabenstück zur Motivationsprobe, es war eben nicht unbedingt der Stil den die MGM pflegt.
Am 25. Mai war es dann soweit, das Aarg. Kantonalmusikfest Brugg stand auf dem Terminplan der MGM. Voller Konzentration wurde der Jury das Selbstwahlstück «Lone Star Celebration» vorgetragen. Bewertet wurde das Stück mit 154,5 Punkten. Das Aufgabenstück «O homen armado» wurde total unerwartet mit 150,5 Punkten bewertet. Als die Bewertung der Parademusik von der Jury durchgegeben wurde, traute man den Ohren kaum, die MGM erhielt für den Vortrag «Happy Marching Band» sagenhafte 114,5 von möglichen 120 Punkten! Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte, gewinnt die Musikgesellschaft Muhen an einem «Marschmusik» Wettbewerb!
30 Jahre Elektro Lüscher+Zanetti gab es am 13. September in der Turnhalle zu feiern. Selbstverständlich nahm die MGM diese Gelegenheit wahr sich beim Sponsor musikalisch zu bedanken.
2004
In diesem Jahr wurden erstmals vier Jahreskonzerte durchgeführt. Am Wochenende vom 8. und 9. Mai fand die Gewerbeausstellung statt. Am Samstag, 8. Mai konzertierte die MGM eine Stunde lang im Festwirtschaftszelt vor voll besetzten Rängen.
Bei Sonnenschein traf die MGM am 6. Juni in Bottenwil ein, wo der regionale Musiktag durchgeführt wurde. Als letzter Verein wurde in der Turnhalle das Selbstwahstück «Liverpool Sound Collection» vorgetragen. Der gute Expertenbericht belohnte die Musikantinnen und Musikanten für die intensive Probezeit.
Die Präsentation des neu arrangierten Parademedley's «That’s Fun», gelang trotz engen Strassen sehr gut. Mit 98 Punkten wurde der 2. Rang erreicht.
Am 25. September fand der Paradefinal in Aarau anlässlich der MAG statt. Es gelang ein toller Vortrag und dem Publikum gefiel es sichtlich. Am Schluss verkündete die Jury die MGM auf dem zweiten Rang; das war eine tolle Überraschung!
Am 5. Dezember fand die Einweihung der Eigentrassierung der AAR Bahn statt. Die Feier wurde in der Turnhalle musikalisch umrahmt.
2005
Mit dem Selbstwahlstück «Music for a Solemnity» wurde am 5. Juni der Musiktag in Gansingen besucht. In der zum Bersten vollen Kirche trugen die Musikantinnen und Musikanten das Selbstwahlstück vor. Es lief erstaunlich gut, was sich im Expertenbericht und auch den Publikumsapplaus bestätigte. Trotz engen Verhältnissen und dem Anstieg beim Kontermarsch wurde die Parade souverän gemeistert. Mit dem von unserem Dirigent arrangierten Medley «Thats fun II» ergatterte sich die MGM 99 von 120 Punkten und gewannen damit diesen Wettbewerb.
Das Wochenende vom 20. August stand ganz im Zeichen vom 100-Jahr Jubiläum des Turnvereins Muhen. Während drei Tagen wurde tüchtig gefeiert. Anlässlich des Umzuges am Samstagmorgen wurde den Einwohnerinnen und Einwohner von Muhen erstmals dasParademedley «Thats fun II» präsentiert und die Zuschauer waren begeistert von den Darbietungen. Am Samstagabend konzertierte die MGM rund eine Dreiviertelstunde im Festzelt vor dem eigentlichen Festakt. Der Sonntag war für die Turnerveteranen bestimmt.
Das fast zweistündige Laternenkonzert konnte vor einem wiederum sehr grossen Zuschaueraufmarsch durchgeführt werden.
2006
An den Wochenenden vom 13./14. und 20./21. Januar lud die MGM zu ihren traditionellen Jahreskonzerten ein und vermochte die Turnhalle Muhen an allen Konzertabenden mit zahlreichen Besuchern zu füllen. Der Höhepunkt an den Jahreskonzerten 2006 war der Gastauftritt der Sängerin Rahel Tarelli.
Am Wochenende vom 24. und 25. Juni durften die Mitglieder der MGM ein erlebnisreiches Wochenende in Luzern verbringen. Mit 20'000 weiteren Musikantinnen und Musikanten nahmen sie am Eidgenössischen Musikfest teil. Vorgetragen wurde das Aufgabenstück «Pintako» von Urs Heri und das Selbstwahlstück «Music for a Solemnity» von Jan de Haan. Die MGM erntete für ihre Vorträge begeisterten Applaus. Am Paradewettbewerb wurde das Medley «That’s fun» performt welches vom Dirigenten Heinz Müller arrangiert wurde. Mit Tanz- und Singeinlagen bot die MGM den Zuschauern nebst guter musikalischer Leistung einen spektakulären Vortrag, welcher mit grossem Applaus und strahlenden Gesichtern belohnt wurde. Auch die Jury ehrte den Vortrag der MGM mit einer guten Bewertung.
2007
Nach intensiven Proben nahm der Verein am 3. Juni am Musiktag in Unterkulm teil. Im Paradewettbewerb wurde der 1. Rang von 27 teilnehmenden Vereinen erreicht. Für das Konzertstück «Alpina Saga» durfte ein sehr guter Expertenbericht entgegengenommen werden und auch die Zuhörer fanden ihren Gefallen daran.
Am 30. Juni und 1. Juli wurde eine Musikreise nach Adelboden durchgeführt. Zwei Tage mit Trotinettfahren, Biken, Wandern, Plausch und Gemütlichkeit bleiben sicher in bester Erinnerung.
Das traditionelle Laternenkonzert fand am 31. August auf dem Dorfplatz in Muhen statt. Bei angenehmen Temperaturen und trockenem Wetter konnte die MGM die Mühelerinnen und Müheler mit bekannten Melodien begeistern.
Am 29. September fand in Aarau der Paradefinal statt. Von 8 Musikgesellschaften mit Evolutionen erreichte die MGM mit 110 Punkten den 5. Rang.
2008
Per 1. Januar wurde die neue Website www.mgmuhen.ch aufgeschaltet.
Am 11./12./18. und 19. Januar fanden die jährlichen Jahreskonzerte statt. Das vielfältige Programm gefiel den Zuhörern, für jeden Geschmack war etwas dabei. Als Wermutstropfen waren sicher die Beschädigungen an den Autos zu bezeichnen. Als Sofortmassnahme wurde ein Sicherheitsdienst beauftragt für das zweite Wochenende.
Am Kant. Musikfest vom 29. Juni in Bremgarten nahm die MGM zum ersten Mal in der neuen Kategorie Unterhaltungsmusik ohne Show teil. Zur Vorbereitung gehörten ein Vorbereitungskonzert und ein Probeweekend in der Lenk. Die frühe Spielzeit sorgte zu Beginn nicht für grosse Begeisterung unter den MGM'ler. Zwar erleichtert, dass es geschafft war, aber auch nervös warteten wir auf die Benotung. Die Nervosität wich einer sehr grossen Freude: 166,5 Punkte gab's für das Stück «Let's Entertain You»!
Um 12.15 Uhr ging es los mit «That’s Fun». Bei sicher 30 Grad im Schatten mit kompletter Uniform den Paradewettbewerb absolvieren, da kam jeder ins Schwitzen. Doch nichts desto trotz, die MGM gab ihr Bestes, der Funke sprang aufs Publikum über und es war eine wahre Freude zu spielen. Die Begeisterung wurde umso grösser, als die Punktezahl von 117.5 bekannt gegeben wurde. Gegen Abend besammelten sich alle im Festzelt um sich für die Veteranenehrung und das Rangverlesen auf der Bühne bereit zu stellen. Die MGM konnte im Festzelt die Feierlichkeiten musikalisch umrahmen, was eine besondere Ehre war. Schliesslich war die Rangverkündung an der Reihe und die MGM wurde Festsieger in der Kategorie U-Musik und Aargauer Meister im Paradewettbewerb vom zweiten Festwochenende! Die Freude war riesig! Mit einem Schlusskonzert im stimmungsvollen Festzelt wurden inmitten begeisterter Musikantinnen und Musikanten die beiden Festsiege gefeiert. Dieses Musikfest wird sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben.
2009
Das wiederum vielfältige Programm der Jahreskonzerte vom 9./10./16. und 17. Januar gefiel den Zuhörern. Der zweite Teil stand unter dem Motto «Ächt Schwizerisch ond Schottisch».Nach Schweizer Volksmusik kamen die Gäste aus Luzern, die «Happy-Pipers» auf die Bühne. Dudelsackklänge in der Turnhalle Muhen, einfach einmalig.
Das Jahr 2009 stand unter dem Motto «Weniger ist mehr» in Anbetracht des vollgepackten Terminkalenders 2010 sollte das Jahr 2009 eher ruhig angegangen werden. In intensiven Proben und mit grosser Vorfreude wurde auf das Auslandkonzert beim Trachtenkappellenfest in Höhenschwand hin geprobt. Leider machte das Wetter den Musikantinnen und Musikanten einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Genau am Wochenende vom 28. Juni regnete es in Strömen und da das Konzertgelände nicht überdacht war, wurde der ganze Anlass durch den Veranstalter kurzfristig abgesagt.
Wettermässig ging es so weiter wie es im Juni aufgehört hatte und so musste das traditionelle Laternenkonzert zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Turnhalle verschoben werden.
Wird fortgesetzt