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«Regulation of the financial sector does not work»
Ökonom und Autor Michael Roberts im Interview mit Arman Spéth
Die Weltwirtschaft steckt in einer Krise, wie es sie mindestens seit den 1970er-Jahren nicht mehr gegeben hat. Zahlreiche Länder befinden sich in der Rezession, die Inflationsraten fallen nicht wie gewollt, und die systematisch auferlegten Schuldenberge erdrücken allen voran die Staaten des Globalen Südens. Im Angesicht dieses Wahnsinns raten uns orthodoxe Ökonom:innen, die Gürtel enger zu schnallen und die Kosten der Krisen zu tragen. Die wissenschaftliche Grundlage ebendieser Ökonom:innen gleicht eher einer Rationalisierung der ökonomischen Interessen des Kapitals als einer exakten Wissenschaft, als welche sie sich oft gibt. Es ist längstens Zeit für alternative Lesarten gegenwärtiger Krisenerscheinungen.
Einen guten Einblick in die globalen ökonomischen Abläufe hat Michael Roberts, langjährig tätig als Ökonom und Finanzberater im historischen Finanzdistrikt «City of London» sowie Autor zahlreicher marxistischer Bücher, unter anderen The Long Depression. Marxism and the Global Crisis of Capitalism und und Capitalism in the 21st Century (zusammen mit Guglielmo Carchedi). Seit 2010 betreibt er den breit rezipierten marxistischen Ökonomieblog «The Next Recession». Arman Spéth spricht mit ihm über die jüngste Bankenkrise, was sie mit der «langen Depression» zu tun hat und welche Aufgaben der Linken heute zufallen.
Arman Spéth: Die Credit Suisse (CS), älteste Grossbank der Schweiz, wurde im Zuge der jüngsten Bankenkrise zwangsübernommen. Nach