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Manchester City hat die Liga am Hals. Die Premier League wirft dem Klub finanzielle Verstösse vor. Im schlimmsten Fall droht der Zwangsabstieg.
Die Vorwürfe gegen Manchester City sind happig. Die Premier League leitet eine Untersuchung gegen den englischen Meister ein. Dieser solle gegen das Financial Fairplay verstossen haben – folgend die wichtigsten Fragen und Antworten.
Um was geht es?
Die Premier League wirft dem Akanji-Klub vor, zwischen 2009 und 2018 falsche Finanzinformationen bereitgestellt zu haben. Gemäss der «Times» habe der Verein in mehr als 100 Fällen gegen das Financial Fairplay verstossen. Die Liga hat eine unabhängige Kommission damit beauftragt, die Vorwürfe gegen Manchester City zu untersuchen.
Wie kam es überhaupt zur Anklage?
Die ganze Affäre kam im November 2018 ans Licht. Der «Spiegel» veröffentlichte Dokumente zu Citys Finanzen, die aufzeigten, dass der Klub in seiner Bilanz Kosten versteckte.
Daraufhin leitete die Uefa eine Untersuchung ein. Im Februar 2020 wurde der englische Meister vom Verband wegen Verstössen gegen das Financial Fairplay für zwei Jahre aus der Champions League ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) liess dies aber nicht durchgehen. Der Grund: Die Vorwürfe seien nicht ausreichend bewiesen oder verjährt.
In diesem Verfahren wird das nicht passieren. Das Reglement der Premier League sieht keine Verjährung vor. Auch die Möglichkeit, den Entscheid vor dem CAS anzufechten, gibt es nicht.
Was sieht das Financial Fairplay in der Premier League vor?
Einfach gesagt: Die Regeln sollen sicherstellen, dass die Vereine nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen.
Die Premier League verfügt über mehrere Finanzvorschriften, darunter die Verpflichtung der Vereine, Ablösesummen, Gehälter und Steuern pünktlich zu zahlen. Ausserdem müssen die Klubs jährlich einen Jahresabschluss vorlegen und Zahlungen an Agenten offenlegen.
Was sagt Manchester City zu den Vorwürfen?
In einer Mitteilung zeigt sich City überrascht über die angeblichen Verstösse und fügt hinzu: «Wir freuen uns darauf, dass diese Angelegenheit ein für alle Mal geklärt wird.»
Welche Konsequenzen drohen?
Im schlimmsten Fall sind die Tage in der Premier League für Manchester City angezählt: Ein Zwangsabstieg ist eine mögliche Folge der Untersuchungen. Im Falle eines Schuldspruchs ist eine hohe Geldstrafe und ein Punktabzug für die folgende Saison aber wahrscheinlicher.
Und sollten sich die Vorwürfe gegen die Himmelblauen als wahr erweisen, dürfte besonders jemand darüber erzürnt sein: Pep Guardiola. Im Mai 2022 sagte der Chefcoach zu möglichen Verstössen des Klubs gegen das Financial Fairplay: «Wenn ihr mich anlügt, bin ich am Tag danach weg.»