Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03184.jsonl.gz/1902

Daten & Fakten
Alle Folgen unbehandelter Hörverluste in Zahlen
Laut aktuellen Schätzungen der WHO haben weltweit 466 Millionen Menschen einen Hörverlust, der ihre Lebensqualität einschränkt. Bis ins Jahr 2050 können weltweit mehr als 900 Millionen Menschen von einem Hörverlust betroffen sein.
Welchen Einfluss eine unbehandelte Schwerhörigkeit auf die Betroffenen und die Gesellschaft haben kann, können Sie in den folgenden Facts nachlesen.
FACT 6
Wussten Sie, dass die Versorgung mit Hörgeräten einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit und zur Integration in das Berufsleben leistet, da Menschen mit Hörverlust ein signifikant höheres Risiko auf Arbeitslosigkeit und Bezug von Sozialleistungen haben.
Ältere Menschen mit einem Hörverlust ziehen sich häufig von sozialen Anlässen zurück, da sie Schwierigkeiten haben, ihre Gesprächspartner in geräuschvoller Umgebung zu verstehen. Das kann zu emotionaler und sozialer Einsamkeit führen und somit die Entwicklung einer Depression begünstigen.
Oft wird mit einem Hörverlust auch ein Rückgang der kognitiven Fähigkeiten erlebt und Schwierigkeiten bei der Ausführung der täglichen Aktivitäten wahrgenommen, was das Risiko eine Depression zu entwickeln zusätzlich erhöhen kann.
Menschen die schlechter hören ziehen sich häufig aus dem sozialen Leben zurück und das Gehirn erhält in der Folge weniger Impulse, so dass die kognitiven Fähigkeiten verkümmern. Durch die ständigen Anstrengungen, Gesagtes zu verstehen, befindet sich das Gehirn von Menschen mit einer Schwerhörigkeit permanent in einem Zustand der Überlastung, was andere kognitive Prozesse beeinflussen kann.
Der Zusammenhang zwischen einer Hörminderung und einer Demenz legt den Schluss nahe, dass Hörgeräte auch einen Beitrag dazu leisten können, das Demenzrisiko zu senken. Daher empfiehlt auch die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihren Leitlinien zur Demenzprävention regelmässig Hörtests und – falls indiziert – die rechtzeitige Versorgung mit Hörsystemen.
Menschen mit einer Hörminderung, die Hörsysteme tragen, fühlen sich glücklicher und gesünder als Schwerhörige ohne Hörgeräte, denn eine unversorgte Schwerhörigkeit wirkt sich auf viele Lebensbereiche aus. Eine Schwerhörigkeit kann verschiedene psychologische und körperliche Beschwerden, hierunter die Entwicklung einer Demenz, begünstigen.
Schwerhörige, die mit Hörgeräten versorgt sind, schlafen besser, sind seltener depressiv und haben ein besseres Erinnerungsvermögen als Menschen, die ihre Schwerhörigkeit nicht behandeln lassen. Aus Umfragen wissen wir, dass 97 % der Hörgeräteträger berichten, dass Hörgeräte ihre Lebensqualität nachweislich steigern.