Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03256.jsonl.gz/1568

Fünfzehn erbauliche Geschichten zur Warnung vor den schlimmen Folgen jugendlichen Überschwangs

Text

Belloc, Hilaire

Übersetzung

Enzensberger, Hans Magnus

Verlag

L.S.D. Göttingen

Jahr

2019

Schlüsselwörter

1-Gedichte; Kinder
Einleitende Worte zu der Frage eines Lesers, ob es wahr sei, was hier geschrieben steht 9
Die Geschichte von Jim, der, weil er seinem Kindermädchen davonlief, von einem Löwen gefressen wurde 11
Die Geschichte von Henry King, der stets auf dem Ende einer Schnur herumkaute und dadurch ein Ende mit Schrecken nahm 15
Die Geschichte Mathildas, die verbrannte, weil sie immer log 17
Die Geschichte von Franklin Bloom, der, weil er gern im Dreck wühlte, von seinem Onkel getadelt wurde 21
Die Geschichte von Godolphin Horne, der, mit der Sünde der Hoffart befleckt, als Schuhputzer endete 23
Die Geschichte von Clive, der Vaters Flinte als Spielzeug missbrauchte und mit einem Verweis davonkam 27
Die Geschichte von Tom, der sich vor einem Kraftwagen fürchtete und zur Vernunft gebracht werden musste 29
Die Geschichte von Lord Lundy, der zu nahe am Wasser gebaut hatte, was ihm als Politiker schwer geschadet hat 31
Die Geschichte von Rebecca, mit der es ein schlimmes Ende nahm, weil sie immer mit Türen schlug 37
Die Geschichte Georgs, dem ein gefährliches Spielzeug zum Verhängnis wurde 39
Die Geschichte von Charles Augustus Fortescue, der es, weil er so brav war, zu einem enormen Vermögen brachte 43

Als Charlie Fortescue, mein Vetter.
Hat seine Socken er zerrissen?
Hat er sein Schulbrot weggeschmissen?
O nein! Das Tischtuch zu bekleckern
und an den Lehrern rumzumeckern,
das fiel ihm nicht im Traume ein.
Viel lieber lernte er Latein.
Er war mit seiner Wissbegierde
des Elternhauses stolze Zierde.
Gemüse hat er gern verschmaust,
vor Hammel hat ihm nie gegraust,
ja, Charlie schreckte nicht zurück
vor kaltem Fett am Nierenstück;
und so erwies sich in der Jugend
bereits sein Faible für die Tugend.
Damit ist auch in späteren Jahren
mein Vetter Charlie gut gefahren.
Politisch neigte er zur Mitte,
trat ein für Anstand und für Sitte.
Privat war Charlie weit und breit
bekannt für seine Höflichkeit.
Mit vierzig machte er Karriere
und stieg in eine höhere Sphäre
empor, indem er sich vermählte.
Fifi hieß seine Auserwählte,
die Erbin von Lord Twickenham,
wodurch er bald im Gelde schwamm.
Als Bauherr nicht an Aufwand geizend,
fand er die neue Villa reizend.
MORAL
Dort lebt er nun in Saus und Braus,
und durch sein Beispiel drückt er aus,
wie weit man es als braver Mann
durch schiere Bravheit bringen kann.
Die Geschichte Marias, welche gern und oft Gesichter schnitt und deshalb keine glückliche Ehe führte 45
Die Geschichte von Sarah Byng, die in einer Dornenhecke gelandet ist, weil sie nicht lesen konnte 51
Die Geschichte vom Kleinen John, der ein Vermögen einbüßte, weil er mit Steinen warf 55
Die Geschichte von Peter Goole, der durch seine Verschwendungssucht Vater und Mutter ins Elend trieb 59