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Emotionale Rendite wichtiger als purer Gewinn
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- Montag, 11. Juni 2012 14:56
Reiche Leute erfreuen sich mehr am Besitz verschiedener Reichtümer als an rein finanziellen Erträgen. Das behauptet die britische Barclays Bank in einer Studie.
Der am Montag veröffentlichte Bericht «Profit or Pleasure? Exploring the Motivations Behind Treasure Trends» liefert interessante Einblicke in die finanziellen und emotionalen Beweggründe wohlhabender Personen.
- Nur 7 Prozent der Besitztümer wie beispielsweise wertvolle Schmuckstücke, Kunstgegenstände, Wein, antike Möbel, Oldtimer und Edelmetalle werden von Schweizer Vermögenden aus rein finanziellen Beweggründen gehalten.
- Über die Hälfte der Vermögenswerte (60 Prozent) werden aus Freude am Objekt, zum Vergnügen gehalten.
- Vermögende Schweizer Privatpersonen (HNWI) haben im Durchschnitt 6 Prozent ihres Gesamtvermögens in verschiedenen Gütern angelegt.
- Über die Hälfte (55 Prozent) der vermögenden Schweizer, die im Besitz von Reichtümern sind, halten mindestens eines ihrer Objekte für unbezahlbar.
- Von den befragten wohlhabenden Schweizern wären 64 Prozent bereit, einige ihrer Reichtümer für Museen oder Ausstellungen leihweise zur Verfügung zu stellen.
- Ein Viertel (25 Prozent) der Umfragebeteiligten aus der Schweiz möchten ihre Werte für kommende Generationen bewahren und über die Hälfte (53 Prozent) ihre Reichtümer als Teil ihrer Familie und ihrer Kultur erhalten.
- Ein Anteil von 39 Prozent würde sich verpflichten, die Gesellschaft an ihren wertvollen Besitztümern teilhaben zu lassen.
Tendenz zu mehr Schlichtheit, Vertrautheit und Greifbarkeit
In allen untersuchten Ländern ist dem Bericht zufolge wertvoller Schmuck die beliebteste Anlage vermögender Privatpersonen: 70 Prozent der Befragten investieren in diesen Wert, gefolgt von Kunstgegenständen (49 Prozent) und Antiquitäten (37 Prozent).
Auch die befragten Schweizer Wohlhabenden bevorzugen wertvollen Schmuck (50 Prozent) und Kunstgegenstände (50 Prozent), wobei die Hälfte der Befragten in diese Werte investiert, gefolgt von Antiquitäten (39 Prozent).
Komplexe Fragen zum gesellschaftlichen Nutzen
Bemerkenswerterweise zeigt die Barclays-Studie auch, dass jedes zehnte Sammlerstück deshalb gehalten wird, damit es niemand anders besitzen könne. Mit 69 Prozent stellten indische Umfrageteilnehmer den höchsten Anteil derjenigen dar, die ihre Gegenstände erwerben, damit niemand anders sie besitzen könne, während nur 5 Prozent der Schweizer ähnliche Beweggründe nannten.
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