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Filmkritik: Gute Zeiten, schlechte Zeiten74e Festival de Cannes 2021
Die alleinerziehende Amina (Achouackh Abakar Souleymane) lebt mit ihrer 15-jährigen Tochter Maria (Rihane Khalil Alio) ausserhalb von N'djamena im afrikanischen Land Tschad. Ihren Lebensunterhalt verdient Amina, indem sie Drähte aus alten Lastwagenreifen herausschneidet und mit diesen dann Holzbrennkörbe flechtet. Das grosse Geld macht sie dabei nicht, aber zum Leben reicht es, sodass Maria auch nicht wirklich auf ihren Nachbarn Brahim (Youssouf Djaoro) angewiesen ist, der ihr schon seit längerem Avancen macht.
Eines Tages kommt Maria von der Schule nach Hause und Amina merkt, dass etwas nicht stimmt. Die Schulleiterin klärt dann wenig später auf: Maria ist von der Schule geflogen, weil sie schwanger ist. Da Amina fürchtet, dass ihrer Tochter ein ähnlich hartes Leben wie ihr droht, vereinbaren sie, das Kind abzutreiben. Doch dies ist leichter gesagt als getan im islamistisch geprägten Teil von Tschad, wo die beiden Frauen leben. Da Ärzten bei der Durchführung einer Abtreibung Gefängnis und ein Lizenzentzug droht, müssen Maria und Amina Hilfe ausserhalb des Gesundheitssystems suchen.