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Samuel E.Hill (1867-1936)
John H.Nicholson (1859-1946)
William J.Knights (1853-1940)
Geschichte des Internationalen Gideonbundes
Gründer von Gideons International am 1.Juli 1899
Im Herbst 1898 wollte der Handelsreisende John H. Nicholson aus Janesville im Hotel Central in Boscobel übernachten. Da es jedoch voll belegt war, schlug man ihm vor, sich mit einem anderen Gast, Samuel E. Hill aus Beloit, ein Doppelzimmer zu teilen. John, der als zwölfjähriger Junge seiner sterbenden Mutter versprochen hatte, täglich in der Bibel zu lesen und zu beten, hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Abend Gottes Wort zu lesen. So fanden die zwei Männer schnell heraus, dass sie beide Christen waren und hielten die Abendandacht gemeinsam. Auf ihren Knien vor Gott empfingen sie die Gedanken, die später zur Entstehung der Vereinigung führten.
- Sich gegenseitig als Christen zu erkennen
- Persönliche Evangelisation und
- Gemeinsam dem Herrn Jesus Christus zu dienen.
Die Einladung zur Gründungsversammlung am 1.Juli 1899 im CVJM-Heim in Janesville ging an befreundete christliche Geschäftsleute.
Das Echo war äusserst ernüchternd, es fand sich nur ein interessierter Mann ein: Will J. Knights. Ohne sich entmutigen zu lassen gründeten diese drei Männer eine Vereinigung mit Hill als Präsident, Knights als Vizepräsident und Nicholson als Sekretär und Kassier. Um den richtigen Namen für diese Gesellschaft zu finden baten sie Gott im Gebet um Leitung. Als sich Knights von den Knien erhob sagte er bestimmt: "Wir werden uns Gideons nennen". Zur Begründung las er aus dem Buch Richter die Kapitel 6 und 7 vor.
Gideon war ein Mann, der willig war zu tun, was Gott von ihm verlangte, auch wenn er es nicht verstand. Bezeichnende Merkmale seines Charakters waren Demut, Glaube und Gehorsam, ein auch heute noch aktueller Massstab. Jeder Gideon soll ein Mann sein, der bereit ist, Gottes Willen zu tun, zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jeder Weise, wie der Heilige Geist es führt.
In den ersten Jahren des Gideonsdienstes waren der Grossteil der Mitglieder Geschäftsreisende. Deshalb lag die Frage nahe: "Wie können wir in den Hotels, in denen wir soviel Zeit verbringen, ein wirkungsvolles Zeugnis sein?"
Der Vorschlag, eine Bibel am Empfang aufzulegen, um sie den Gästen auf Verlangen auszuleihen, fand Anklang. Die sorgfältige Prüfung der Frage nach der Erweiterung des Arbeitsgebiets beschäftigte den Vorstand nicht nur an seiner Sitzung vom 19. Oktober 1907 in Chicago. Ein Gebietsbeauftragter regte an, dass die Gideons in jedem Hotelzimmer der Vereinigten Staaten eine Bibel auflegen sollten. Er erläuterte: "Meiner Meinung nach würde dies nicht nur die Aktivität aller Mitglieder fördern, sondern wäre auch eine wirkungsvolle Entscheidung im Sinne des missionarischen Auftrags der Gideons". Dieser Vorschlag wurde 1908 an der Jahreskonferenz in Louisville, Kentucky, angenommen.
Nur zwei Monate später fand in Cedar Rapids, Iowa, eine Staatenkonferenz statt, an der der damalige nationale Sekretär Frank Garlick aus Chicago teilnahm. Zusammen mit A. B. T. Moore besuchte er in dieser Zeit eine Prediger- und Pfarrerkonferenz. Zum Schluss jener Veranstaltung wurde Frank Garlick gebeten, die Geistlichen über den Dienst der Gideons zu informieren, so sprach er über die Notwendigkeit der Bibelverbreitung. Nach seiner zehnminütigen Ausführung war es ein Pfarrer, Dr. E. R. Burkhalter von der Ersten Presbyterianischen Kirche, in der A. Moores Mitglied war, der einen bemerkenswerten Antrag stellte: Die Allianz der Pfarrer und Prediger sollen die Kosten für die aufgelegten Bibeln tragen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen und ein Ausschuss eingesetzt, der die Beteiligung jeder Gemeinde entsprechend ihrer Grösse festsetzte.
Seit diesem Beschluss verstehen sich die Gideons als ein "verlängerter Missionsarm der Kirchen und Gemeinden", die den Anfang machten, das Übergabeprogramm von Bibeln finanziell und durch Gebet zu unterstützen.