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Die Bilanz kann vorkommen
bei jeder Art kaufmännischer Buchführung und besteht sowohl in dem Abschluß eines Buches als auch in dem des Ergebnisses
eines Jahrs (Jahresbilanz) oder eines einzelnen Kontos. Bilanz im engern Sinn ist die sogen. Nettobilanz, welche
entweder einen Aktivsaldo oder einen Passivsaldo darstellt und jedenfalls einen Abzug der minderwertigen Posten von den höherwertigen,
erstern gegenüberzustellenden Posten voraussetzt. Die Jahresbilanz soll einen Überblick über den Stand des Vermögens nach
Abschluß eines Geschäftsjahrs gewähren, und sie kann dies, wenn sie auf der Grundlage eines richtigen
Inventars mit Hilfe einer geordneten und gewissenhaften Buchführung und mit wirtschaftlich richtiger Angabe aller in Betracht
zu ziehenden Werte gezogen wird. Da eine Reihe von Rechtshandlungen, z. B. Eintritt in eine Gesellschaft, Krediteröffnung u.
dgl., auf Grundlage einer guten Bilanz sich vollziehen, so hat die Gesetzgebung Vorschriften darüber erlassen,
daß Bilanzen errichtet und zwar wahrheitsgetreu errichtet werden.
Diese Verpflichtung ist durch die Konkursordnung unter Strafandrohung eingeschärft, insofern nach § 210 derselben Schuldner,
welche ihre Zahlungen eingestellt haben, oder über deren Vermögen das Konkursverfahren eröffnet worden
ist, unter anderm dann wegen einfachen Bankrotts mit Gefängnis bis zu 2 Jahren zu bestrafen sind, wenn sie gegen die Vorschrift
des Handelsgesetzbuchs es unterlassen haben, die Bilanz ihres Vermögens in der vorgeschriebenen Zeit zu ziehen.
andre Vermögensgegenstände sind höchstens zu dem Anschaffungs- oder Herstellungspreis anzusetzen;
Anlagen
und sonstige Gegenstände, welche nicht zur Weiterveräußerung, vielmehr dauernd zum Geschäftsbetrieb
der Gesellschaft bestimmt sind, dürfen ohne Rücksicht auf einen geringern Wert zu dem Anschaffungs- oder Herstellungspreis
angesetzt werden, sofern ein der Abnutzung gleichkommender Betrag in Abzug gebracht oder ein derselben entsprechender Erneuerungsfonds
in Ansatz gebracht wird;