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Besonders in einkommensschwachen Regionen wie in Südostasien könnte die Corona-Pandemie verheerende Folgen für Frauen und Mädchen haben. «Es ist eine Krise in der Krise», sagt Mónica Ferro, Direktorin des UNO-Bevölkerungsfonds in Genf.
Millionen Fälle von sexueller Gewalt
Dauert der Lockdown dort noch sechs weitere Monate an, dann gibt es laut Prognose der UNO sieben Millionen ungewollte Schwangerschaften, 31 Millionen Fälle von sexueller Gewalt gegen Frauen, zwei Millionen Fälle von weiblichen Genitalverstümmelungen und 13 Millionen zwangsverheiratete Mädchen.
Die Gründe, weshalb die Pandemie Frauen und Mädchen besonders hart treffe, seien vielfältig, sagt Ferro. Gesundheitssysteme in Ländern wie Bangladesch oder den Philippinen seien derzeit überlastet. Das führe dazu, dass die medizinische Versorgung von Frauen und Mädchen zu kurz käme, so Ferro. Oder aber die Frauen gingen von sich aus nicht mehr zur Gynäkologin oder zur Hebamme – aus Angst, sich anzustecken.
Lieferengpässe bei Verhütungsmitteln
Die teilweise Stilllegung der Wirtschaft führe ausserdem zu Lieferengpässen bei Verhütungsmitteln. Für die Frauen werde damit der Zugang zu Kontrazeptiva schwieriger und so steige das Risiko, ungewollt schwanger zu werden. Die Pandemie führe so zu mehr Schwangerschaftsabbrüchen und Komplikationen.
Mit dieser düsteren Prognose will der UNO-Bevölkerungsfonds Regierungen aufschrecken und dazu bringen, die sexuelle Gesundheit von Frauen und Mädchen auch während der Corona-Pandemie weiter sicherzustellen. Ansonsten drohe Frauen und Mädchen Katastrophales.