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Patienten, die ihrem Arzt jede Woche kurz berichteten, wie es ihnen geht, gewannen dank der App sieben Lebensmonate.
Die regelmässig anstehenden Nachkontrollen beim Arzt versetzen viele Tumorpatienten in Sorge. Denn häufig schwingt dabei die Angst mit: Ist der Krebs zurück?
Französische Ärzte an fünf Krebszentren haben nun einen neuen Weg erprobt. Sie teilten 121 Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs per Los in zwei Gruppen ein. Gruppe A wurde wie üblich alle drei Monate vom Krebsspezialisten untersucht. Mindestens zweimal pro Jahr bekamen sie routinemässig eine Computertomografie (CT).
Gruppe B erhielt eine App. Diese fragte wöchentlich nach 13 Beschwerden, die auf einen Rückfall hindeuten könnten, zum Beispiel veränderte Stimme, Husten oder Appetitverlust. Die Antworten der Patienten wurden automatisch dem Arzt übermittelt. Ausserdem erhielt er eine Warnung, wenn die Beschwerden ein gewisses Mass überschritten. Daraufhin telefonierte er den Patienten und bestellte sie häufig auch ein.
Das Resultat der Studie: Obwohl es in beiden Gruppen zu fast gleich vielen Rückfällen kam, lebten die Patienten, welche die App benützten, im Durchschnitt insgesamt noch 19 Monate – sieben Monate länger als jene in der Vergleichsgruppe. Dank der App konnte der Arzt früher eingreifen und die Behandlung anpassen.
Nach einem Jahr lebten in der «App-Gruppe» noch 78 Prozent der Kranken, in der Vergleichsgruppe waren es 58 Prozent. Die Zahl der CTs halbierte sich dank der App, höher war hingegen die Zahl an Arztkonsultationen (166 versus 101).
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