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Der Argus Bike-OL war der Abschluss einer äusserst kurzen Bike-OL Saison 2020. Der 3. Bike-OL innert Jahresfrist führte durch die Wälder und Hügel zwischen Seon und Gränichen.
In diesem Beitrag wollen wir die Bahn HAL und unsere gewählten Routen genauer unter die Lupe nehmen.
Start – Posten 1
Die erste Teilstrecke beinhaltete eine nicht allzu entscheidende Routenwahl. Adrian fuhr auf seiner Variante eine ähnliche Zeit wie Silas, und Simon liess gleich zu Beginn “einen raus” und diestanzierte alle anderen schon um ca. 30 Sekunden. Dieser Unterschied war aber unabhängig der gewählten Route, wie hier gut zu sehen ist.
Posten 1 – 4
Auf den Teilstrecken zwischen Posten 1 bis 4 gab es keine nahmhaften Routenwahlen. Hier zahlte sich der hohe physische Input von Simon weiter aus. Simons Ziel war es klar, gleich von zu Beginn seine starke physische Form auszuspielen. Er wollte Silas, der 3 Minuten vor ihm gestartet ist, so schnell wie möglich aufholen.
Die einzige kleine Routenwahl war auf der Teilstrecke 1-2: Beat und Silas wählten die Variante auf dem Trail oben. Simon stieg später über den kleinen Einstieg auf den Trail auf. Adrian wählte die Umfahrung und fuhr den Posten von unten an. Zeitunterschiede gab es nur kleine, die nicht unbedingt nur auf die Route zurückzuführen sind.
Posten 4-5
Die nächste spannende Routenwahlaufgabe wurde uns auf der Teilstrecke 4-5 gestellt. Silas und Simon wählten die gleiche nordöstliche Route. Beat suchte eine kürzere Variante, die wohl langsamer war, auch wenn man die physischen Unterschiede miteinbezieht. Adrian wählte die Route durch die Mitte, die wiederum ähnlich schnell war wie die Route von Silas und Simon. Die wahrscheinlich schnellste Route wurde jedoch von niemandem von uns gewählt. Die südliche Variante umfährt den zugewachsenen Trail auf Adrians Variante und beinhaltet viel schnell befahrbare Strassen.
Posten 6-7
Die erst lange Teilstrecke des Rennens wurde von uns allen gleich gefahren. Wir alle wählten die schnell befahrbare Varianten durchs Tal. Der Aufstieg rauf zum Posten 7 war relativ flach und schnell befahrbar. Eine östliche Variante ist hier mit blau eingezeichnet, wir zweifeln jedoch an, dass diese schneller gewesen wäre als unsere gewählte Variante. Sie beinhlatet eher mehr Höhenmeter und befährt schlechter Wege, auch wenn sie etwas kürzer ist.
Simon ist nun physisch nicht mehr so dominant wie zu Beginn, die Zeiten sind hier sehr ähnlich.
Posten 7 – 8
Die nächste Teilstrecke war schon wieder eine lange. Wieder wählten die schnellsten 3 (fast) dieselbe Route. Beats Variante ist zwar etwas kürzer, jedoch langsamer. Viele steile Höhenmeter auf kleinen Wegen verhindern hier eine schnelle Zeit.
Leider führte hier die schnellste Route über grosse Teile den gleichen Weg zurück wie wir schon gekommen sind. Die ist ein nicht ganz idealer Effekt der Bahnlegung.
Silas und Adrian wählten kurz vor dem Posten die schnellere Variante mit einer Abkürzung über den Trail, während Simon die Kurve ausfuhr und etwas Zeit einbüsste.
Posten 8 – 9
Bei dieser Routenwahl gab es zwei Varianten. Die Rechte war ein kleines bisschen länger, dafür etwas schneller befahrbar. Silas wählte die linke Variante auch, weil er als Local diesen Trail kennt und deshalb sehr schnell befahren kann, ohne gross auf die Karte schauen zu müssen. Simon und Adrian wählten die rechte Route, wobei Simon schneller als Silas war und Adrian nicht. Auch hier spielte die Ausführung eine wichtigere Rolle als die Wahl, jedoch wäre für die anderen keine so schnelle Zeit wie bei Silas dringelegen.
Posten 9-10
Diese Teilstrecke ist die erste, die etwas selektionierte. Simon wählte hier die schlechteste Route entlang der Autobahn und verlor dabei rund eine Minute. Die Route von Beat ist wohl etwas besser, jedoch immer noch zu lang und damit zu langsam. Silas und Adrian wählte die kürzeste und schnellste Route. Man kann zweimal mit Trails Ecken abkürzen und hat damit die kürzeste Route. Diese machte sich mit einem zeitgewinn von rund einer Minute auf alle anderen Varianten deutlich bezahlt.
Posten 13-14
Die Routenwahlen der Posten 10 bis 13 wurden alle beinahe identisch gelöst und da für uns keine Alternativen in Sicht sind, werden sie hier weggelassen.
Der Posten 14 konnte dann mit 3 verschiedenen Varianten angefahren werden. Beat wählte hier die längste und auch langsamste Route. Silas wählte die westliche Variante, die über den Hügel führte. Etwas suboptimal war hier wohl der Trail, der auf diesen Hügel rauf führte. Simon und Adrian wählten die mittlere Route. Sie wurden aber beide ausgebremst duch eine unsaubere Kartierung. Der eingezeichnete Trail, wo auch der Posten stehen sollte, war nicht am selben Ort wie auf der Karte, was auf dem GPS sehr gut zu sehen ist. Deshalb fuhren sowohl Simon als auch Adrian zuerst am Trail vorbei und verloren dabei einige Sekunden.
Posten 14-15
Hier fand zwar keine Routenwahl statt, jedoch ist hier sehr gut ersichtlich, wie viel Zeit man auf einer einfachen Route verlieren kann, wenn die konzentration weg ist. Adrian zögerte bei mehreren Kreuzungen und verlor dadurch ca. 45 Sekunden. Er war im Kopf schon bei der nächsten langen Routenwahl und hatte deshalb die aktuellen Entscheidungen nicht mehr präsent. Ohne diesen Zeitverlust wäre eventuell der Sieg noch dringelegen…
Posten 15-16
Die dritte lange Teilstrecke dieses Rennens rief das erste Mal unterschiedliche Entscheidungen und auch Zeiten hervor. Die nördliche Route durchs Dorf Hunzenschwil und dann der Asphaltstrassen entlang war hier klar die schnellste Variante. Der Posten 15 war höhenmässig schon weit unten, bis ins Tal runter verlor man nicht viele Höhenmeter. Und ab dann ging es bis zum Posten 16 fast nur noch hoch. Die südlichen Varianten wie sie Beat und Simon wählten waren langsamer, wenn auch kürzer. Auf ihnen wurde keine Höhe gespart, und die Strassen und Wege waren langsamer befahrbar. Der Zeitunterschied von 30 Sekunden hielt sich allerdings in Grenzen.
Posten 16 – Ziel
Bis in Ziel gab es keine Routenwahlen mehr. Zeit konnte man trotzdem noch verlieren, wenn man wie Simon den Weg zum letzten Posten verpasst. Sein Zeitverlust kostete ihn jedoch glücklicherweise nicht den Sieg, auch wenn es zwischen den drei Podestplätzen extrem eng war.
Resultate:
1. Simon Brändli 90 Winterthur Thömus Racing/ OLC 1:22:29 2. Adrian Jäggi 98 Lohn-Ammannsegg VELO-ART.CH / OLG B 1:23:04 3. Silas Hotz 99 Schafisheim OLK Argus 1:24:07 4. Beat Schaffner 73 Innerberg OLG Bern/Thömus Tea 1:33:13 5. Ismael Röthlisberger 93 Aarau OLG Suhr 1:35:12 6. Thomas Bossi 65 Küsnacht ZH VELBOSSITY 1:42:11 7. Beat Oklé 69 Pfäffikon ZH OLC Winterthur 1:44:42 8. Nicolas Pinsard 93 Abondance Bol d Air 1:51:47 9. Christian Reber 84 Lüsslingen Tropical Solothurn 1:59:03 10. Urs Mathis 69 Seon 2:33:49