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Anderthalb Jahrzehnte ist es her, als am 19. November 1998 mit Half-Life das erste Spiel des damals erst zwei Jahre alten Entwicklungsstudios Valve erschien. Der Ego-Shooter revolutionierte das Genre und wurde über neun Millionen mal verkauft. Mit einer Durchschnittswertung von 96 Prozent liegt es bis heute auf Platz eins der Metacritic-Rangliste. Doch HL1 war nicht nur ein gutes und erfolgreiches Spiel, dank seiner Modfreundlichkeit entstanden dadurch hunderte Modifikationen, einige davon wurden selbst zu großen Hits und Grundstein neuer Spieleserien.
Half-Life nutzte eine modifizierte Quake-Engine, doch es war nicht unbedingt die Technik, die es besonders machte. Anders als viele Ego-Shooter zu dieser Zeit bot das Spiel eine echte und zusammenhängende Geschichte, erzählt durch gescriptete Ereignisse und erlebt wird sie ausschließlich durch die Augen von Gordon Freeman. Dabei handelt es sich nicht um einen muskelbepackten Space Marine, sondern um einen einfachen Physiker, der zu spät zur Arbeit in der Forschungsanlage Black Mesa erscheint. Und das ausgerechnet an dem Tag, wo ein kritischer Test ansteht.
Nach dem Release erhielt Half-Life zwei Addons, genannt Opposing Force und Blue Shift, die beide von Gearbox entwickelt wurden und die Geschehnisse aus den Blickwinkeln eines Soldaten und eines Sicherheitsbediensteten zeigen. Valve selbst setzte die Geschichte von Dr. Freeman sechs Jahre später mit Half-Life 2 und zwei weiteren Episoden in 2006 und 2007 fort. Letztes Jahr ist mit Black Mesa außerdem ein von Moddern erstelltes Remake von Half-Life erschienen.