Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03137.jsonl.gz/697

Die Mastektomie beschreibt die Entfernung der Brustdrüse und ist ein häufig durchgeführter chirurgischer Eingriff für unterschiedliche Indikationen (Brustkrebs, Gynäkomastie, Genderdysphorie, etc.) Die Angleichung einer weiblichen Brustform an eine männliche Brustform erfolgt bei der sogenannten «top surgery», wobei sich die Operationstechniken von anderen Indikationen für diesen Eingriff unterscheiden.
Je nach individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen, erfolgt eine Beratung zusammen mit dem Behandlungsteam. Die Operationstechniken unterscheiden sich hauptsächlich in der Schnittführung und somit in den dabei entstehenden Narben. Je nach Grösse der Brüste, kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz:
1. Schnitt um die Brustwarze
Diese Technik ist vor allem für kleine- bis mittelgrosse Brüste geeignet. Dabei erfolgt der Schnitt um den halben- oder ganzen Brustwarzenvorhof. Ein kleiner Hautanteil kann ebenfalls entfernt werden. Diese Operationstechnik wird fast immer mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) kombiniert.
2. Kombination aus Brustwarzenschnitt und Unterbrustfaltenschnitt
Diese Technik eignet sich für mittel- bis grosse Brüste. Über einen quer-verlaufenden Schnitt in der Unterbrustfalte, werden die Brustdrüse und überschüssige Haut entfernt. Somit ergeben sich Narben in der Unterbrustfalte und um den Brustwarzenvorhof. Auch diese Operation kann mit einer Liposuktion kombiniert werden.
3. Freier Transfer von Brustwarzen
Diese Technik wird nur selten, bei sehr grossen Brüsten angewandt. Dabei erfolgt eine Entfernung der Haut und Brustdrüse über einen quer-verlaufenden Schnitt in der Unterbrustfalte oder der Mitte der Brust und die Brustwarze mit Warzenvorhof werden in Ihre neue Position genäht. Die Blutversorgung der Brustwarze/vorhof muss erst etabliert werden, sodass ein Verband für 5 Tage angelegt werden muss.
Die Operation dauert in der Regel zwischen 1 und 2 Stunden.
Je nach Eingriffsart, kann die Operation ambulant oder stationär erfolgen. Bei grösseren Brüsten mit der notwendigen Einlage von Schläuchen, welche Wundflüssigkeit ableiten, empfiehlt sich ein stationärer Aufenthalt von wenigen Tagen.
Wir empfehlen das Tragen eine Kompressionsbandes oder einer Kompressionsweste für 6 Wochen nach erfolgter Operation. Zudem sollte Frühzeitig eine Narbenbehandlung eingeleitet werden, um das kosmetische Resultat zu optimieren.
In der Regel beträgt die Arbeitsunfähigkeit ca. 2 Wochen. Je nach Eingriff kann dies jedoch variieren.
Für eine individuelle Beratung vereinbaren Sie einfach einen Termin in unserer Sprechstunde.
Weisen Sie Ihre Patientin oder Ihren Patienten einfach online zu.