Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/2250

Nænikon
(Kt. Zürich, Bez. und Gem. Uster). 457 m. Gemeindeabteilung und Dorf, nahe dem rechten Ufer des Greifensees und 3 km nw. Uster. Station der Linie Zürich-Uster-Rapperswil. Postablage, Telegraph, Telephon. Zusammen 92 Häuser, 483 reform. Ew. Kirchgemeinde Uster. Viehzucht. 741: Nancinchova. 741 schenkte Beata, die Tochter Landold's, ihre Güter und Hörigen zu Nänikon der Kirche der h. Maria auf der Lützelau (im Zürichsee).
1233: Nencincon. 1233 wird ein Rudolf von Nänikon als Dienstmann der Grafen von Rapperswil und 1254 ein Theodor von Nänikon als Kiburgischer Ministerial genannt.
Die Burgstelle ist nach Stumpf auf der S.-Seite des Dorfes zu suchen, wo man in der Tat über den Trümmern eines römischen Gebäudes mittelalterliches Gemäuer gefunden hat.
Auf einer Wiese zu Nänikon wurde während des alten Zürichkrieges 1444 die tapfere Besatzung von Greifensee mit ihrem Anführer Wildhans von Breitenlandenberg durch die Eidgenossen enthauptet.
Eine einfache Steinpyramide mit Inschrift und den Namen der Opfer bezeichnet heute an Stelle einer frühern Kapelle die Richtstätte. 1402 ging Nänikon durch Kauf an die Stadt Zürich über und bildete einen Bestandteil der Landvogtei Kiburg.