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Nach einer kurzfristigen internationalen Kampagne haben die US-Behörden heute morgen (Ortszeit) die Isolationshaft gegen Gerardo Hernández, einen der international als »Cuban Five« oder »Miami 5« bekannten Kubaner, beendet und ist aus dem berüchtigten »Loch« zurück in den normalen Haftbereich verlegt. Das berichtet das US-amerikanische National Committee to Free the Five unter Berufung auf Gerardos Rechtsanwalt Leonard Weinglass. Zuvor hatte der Jurist in einem fünfseitigen Schreiben gegen die Isolationshaft protestiert und den Gefängnisbehörden nachgewiesen, dass sie ihre eigenen Regeln verletzt haben.
Die Zustände in der Isolationshaft waren so, dass die kubanischen Medien in diesem Zusammenhang von Folter sprachen. Die Temperatur in der nur gut zwei Quadratmeter großen Zelle, die Gerardo Hernández mit einem weiteren Gefangenen teilen mußte, stieg Informationen von Weinglass zufolge am Tag auf bis zu 40 Grad. So sei Hernández zeitweilig dazu gezwungen gewesen, sich auf den Boden zu kauern, um zumindest den Luftzug unter der Stahltür zu spüren. Wasser habe er nicht trinken können, da es nahezu gekocht habe. Aus dem gleichen Grund habe er auch die vom Arzt verordneten Blutdrucktabletten nicht einnehmen können.
Nach dem nun erfolgten Ende der Isolationshaft dankt das US-Komitee: »Es ist ein Erfolg der Anwälte und der nationalen sowie internationalen Solidaritätsbewegung mit den Cuban Five, dass diese unbegründete Strafaktion gegen Gerardo beendet wurde. Dank an alle, die so schnell auf diese Notfallsituation reagiert haben.« Nun müsse es darum gehen, den Kampf für die Freilassung aller fünf Gefangenen zu verstärken.
Redglobe 4. August 2010