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Das Erscheinen dieses Werkes bildet insofern eine
Epoche in der Geschichte der französischen
GroßenOper, als es
das erste war, welches den bis dahin das
Repertoire allein beherrschenden
OpernLullys (s. d.) ebenbürtig gegenübertreten
konnte. In der
Folge schrieb Rameau noch 22 Werke für die
GroßeOper, von denen
»Castor et
Pollux« (1737)
das bedeutendste ist.
Gleichzeitig war er unermüdlich mit theoretischen
Arbeiten beschäftigt und bestrebt, seinen Prinzipien,
welche später die Grundlage der
Harmonielehre bilden sollten und es noch bis zur Gegenwart geblieben sind, Geltung zu verschaffen
(vgl.
Musik, S. 925). Vom
König in den Adelstand erhoben und zum Kabinettskomponisten ernannt, starb Rameau in
Paris. 1876 wurde
ihm in seiner Geburtsstadt ein Denkmal errichtet.
Vgl. A.
Pougin, Rameau, essai sur sa vie et ses œuvres
(Par. 1876).