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Omikron ist tödlicher als die Grippe
Während den ersten 30 Hospitalisierungstagen war die Sterblichkeit bei an der Omikron-Variante Erkrankten rund 1,5-mal höher, wie die Universität Luzern am Donnerstag mitteilte. Die Resultate wurden am Mittwoch im Fachblatt Jama Network Open publiziert. Dies trotz der generell milderen Verläufe im Vergleich zur vorher dominanten Delta-Variante, einer zunehmenden Immunität in der Bevölkerung sowie besseren Therapiestrategien.
Besonders ältere Personen betroffen
Bezüglich der Notwendigkeit einer Aufnahme auf die Intensivstation zeigte sich hingegen kein Unterschied zwischen der Corona-Variante Omikron und Influenza. Dafür war aber die Wahrscheinlichkeit im Spital vor der Aufnahme in die Intensivstation zu sterben bei Omikron zwei- bis dreimal so hoch wie bei der Grippe.
Dies betraf laut der Studie insbesondere ältere Personen, und solche mit Demenz. «Die Frage, warum diese schwer kranken Patienten nicht auf die Intensivstation eingewiesen wurden, sollte weiter untersucht werden», schrieben die Autoren in der Studie.
Daten aus 15 Spitälern
Für den Vergleich der Krankheitsverläufe hospitalisierter Personen wurden die Daten von 3066 Omikron-Betroffenen mit 2146 an Influenza Erkrankten abgeglichen, die in 15 Spitälern in der Schweiz hospitalisiert waren.
Die Daten der Covid-Betroffenen wurden im Zeitraum vom 15. Januar 2022 bis 15. März 2022 erhoben, in welchem die Omikron-Variante von Covid-19 mit über 95 Prozent aller Fälle vorherrschend war. Die Daten, der an Influenza Erkrankten stammen aus den Grippesaisons 2018/19, 20/21 und 21/22.
Während der Ausbreitung der Omikron-Variante war in der Schweiz die Forderung laut geworden, Corona wie eine normale Grippe zu behandeln, weil sie weniger schwere Verläufe verursachte als vorhergegangene Varianten.
(sda/red.)