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Im Gespräch mit der besten Köchin der Welt
Sie wurde 2011 zur besten Köchin der Welt gekürt, ist eine Maman, sowie kreativer Kopf einer Kochdynastie und bezeichnet sich selbst auch schon mal als Mutter ihrer Brigaden. Ein Gespräch mit Anne-Sophie Pic.
Anne-Sophie Pic, die Geschichte der Pic-Dynastie beginnt Ende des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf in der Ardèche mit Sophie, Ihrer Urgrossmutter. Was weiss man über sie und diese Jahre?
ASP: Sophie war eine Protestantin aus der Ardèche, sehr religiös, sehr streng, aber wohlwollend. Verheiratet mit meinem Urgrossvater Jacques Pic, einem Bauern und Landbesitzer. Gemeinsam gründeten sie die Auberge du Pin mit einem Restaurant und Gästezimmern, einem Gemüsegarten und dem Bauernhof. Jacques stellte seine Frau an den Herd, und Sophie erkochte sich schnell einen Namen, vor allem mit Wildgerichten und Desserts wie ihren OEufs à la Neige.
In den 1930er Jahren zog die Familie nach Valence, Ihr Grossvater André eröffnete die Maison Pic und wurde schon bald vom Guide Michelin ausgezeichnet. Es war auch die Zeit der berühmten Mères lyonnaises.
ASP: Mein Grossvater André kaufte ein ziemlich grosses Anwesen mit Garten und eröffnete 1936 die Maison Pic. Dort servierte er Gerichte wie sein berühmtes Flusskrebsschwanzgratin oder Poulet in der Blase. Und er bewunderte Mère Brazier. Sie erhielt ihren dritten Stern 1933 – ein Jahr vor ihm.
Dann kam der Generationswechsel: Ihr Vater übernahm den Betrieb in den 1950er Jahren.
ASP: Damals musste man ins Restaurant, um kochen zu lernen. Mein Vater machte die Lehre in Genf im Buffet Cornavin, das damals sehr berühmt war und zwei Sterne hatte. Danach übernahm er zu Hause.
Sie selbst gingen beruflich in eine ganz andere Richtung: Ist es Zufall, dass Sie heute hier sind?
ASP: Ich träumte davon, Modedesignerin zu werden. Ich fühlte mich von der Handwerkskunst der Luxuswelt angezogen und studierte Betriebswirtschaft, ohne eine klare Vorstellung zu haben, was ich damit wollte. Am Ende meines Studiums absolvierte ich ein Praktikum bei Moët & Chandon. Mein dortiger Lehrmeister James Guillepain hat mich auf den heutigen Weg gebracht.
Was hat Sie dazu bewogen, zurückzukehren?
ASP: Das Haus Pic, das Familienerbe, diese ganze Welt, die schon immer mein Alltag war. Als Kind musste ich auf dem Weg zur Schule immer durch die Küche. Ich beobachtete die Menschen beim Essen unter den Linden, ihr Glück war für mich greifbar.
Das ganze Interview mit Anne-Sophie Pic lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des marmite-Magazins mit dem Titelthema «Mutter». Im Gespräch erfahren wir, wie (schwierig) es war, das Maison Pic nach dem Tod des Vaters als Frau weiterzuführen, was sie ihrem Sohn Nathan mitgibt und wie es ist, heute an der Spitze des Unternehmens Pic zu stehen.
Nebst dem Gespräch mit Anne-Sophie Pic lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe, welche Rollen das Wort «Mutter» im Bereich Kulinarik einnehmen kann. Und das sind eine ganze Menge – vom Mutterboden bis zur Mutterhefe und spannenden Müttern, die gleichzeitig erfolgreiche Gastronominnen sind. Das Heft können Sie ab sofort am Kiosk kaufen oder in unserem Magazine-Shop bestellen.
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