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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Wegen der ungewissen Versorgungslage im Zuge der Unruhen in Libyen haben die Ölpreise am Mittwoch weiter angezogen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im April kostete am frühen Nachmittag 106,83 Dollar und damit 1,05 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 37 Cent auf 95,79 Dollar.
Der Commerzbank zufolge dürfte insbesondere Brent-Öl stärker von den Unruhen in Libyen und der Gefahr sich ausweitender Proteste auf andere ölproduzierende Länder der Region profitieren. Eine Angebotsknappheit am Ölmarkt sei derzeit aber nicht zu sehen. Es sei vielmehr die Angst davor, welche den Preis zur Zeit steigen lasse, hiess es.
Die DZ Bank hält ein Übergreifen der Unruhen auf die Rohölschwergewichte Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Kuwait noch immer für unwahrscheinlich. Ihr Preisziel für Brent-Rohöl hob die Bank für das erste Quartal dennoch auf 100 von bisher 98 Dollar an. Die Experten begründeten den Schritt mit dem "aktuellen Entzündungsgrad" der Region Naher Osten/Nordafrika und die ungelösten Nachfolgefragen in den Protestnationen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg weiter kräftig an. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 104,01 Dollar. Das waren 3,42 Dollar mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./ajx/jha/
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