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Forschungsinvestitionen Biotechnologie
Die Biotechnologie ist eine Wissenschaft, die sich mit der Nutzung von Enzymen, Zellen und Organismen in technischen Anwendungen beschäftigt. Biotechnologische Verfahren können in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. Am bekanntesten ist ihre Anwendung in der Medizin, Pharmazie, Industrie und in der Landwirtschaft. Die Investitionen in die Biotechnologieforschung sind ein Mass dafür, wie attraktiv der Forschungsstandort Schweiz im Bereich der Biotechnologie ist und wie viele gentechnisch veränderte, pathogene oder exotische Organismen verwendet werden.
Die Ausgaben der privaten Unternehmen in die Genforschung nehmen stetig zu. Im 2019 lagen sie bei 2 Milliarden Franken. Der deutliche Rückgang der ausgegebenen Gelder im Jahr 2012 ist auf die Schliessung des Standorts von Merck Serono in Genf zurückzuführen.
Die Investitionen der öffentlichen Hand verzeichneten in den vergangenen zehn Jahren einen starken Anstieg von rund 40 Millionen Franken im Jahr 2004 auf über 200 Millionen Franken im Jahr 2019.
Ein Anstieg des Indikators wird gemeinhin als erstrebenswert angesehen, denn dies zeugt von der Attraktivität des Forschungsstandorts Schweiz. Ein solcher Anstieg geht aber auch einher mit einem zunehmenden Einsatz von gentechnisch veränderten, pathogenen und exotischen Organismen und damit einem zunehmenden Risiko einer Freisetzung dieser Organismen. Da die getroffenen Sicherheitsmassnahmen dieses Risiko indessen verringern, wird auf eine Bewertung des Zustands und der Entwicklung dieses Indikators verzichtet.
Die Daten über die Ausgaben der Biotechnologiebranche stützen sich auf von den Unternehmen veröffentlichte Zahlen sowie auf Schätzungen einer Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes und der Industrie.
Die Daten über Investitionen der öffentlichen Hand in die Genforschung umfassen sämtliche Gelder, die vom Schweizerischen Nationalfonds und (ab 2008) von der Schweizer Forschungsinitiative in Systembiologie (SystemsX) investiert wurden.
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