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Wir haben am Bhakti-Festival einen Abend gestaltet, wo wir gemeinsam reflektiert haben, was denn genau die Essenz dessen ist, was die eigene Glaubensgrundlage darstellt.
Die Frage war, was die Spur ist, die man mit seinem eigenen Leben in dieser Welt hinterlassen wollte. Wenn man dann auf dem Sterbebett liegt und jemand zu einem gelangt und fragt, was die Quintessenz der eigenen spirituellen Überzeugung ist, dann ist die Antwort das, was man mit "Upadeshavali" übersetzen würde.
Viele grosse Vaishnavas haben tatsächlich am Ende ihres Lebens in ganz kurzen prägnanten Sätzen eine solche "Perlenkette von kostbaren Unterweisungen an die Nachwelt" hinterlassen. Da Bhakti-Yoga aber nicht einfach nur second-hand-Spiritualität ist, also nur das Übernehmen dessen, was andere auch schon formuliert hatten, gilt für jeden von uns die Einladung der Introspektion, um ein eigenes "Upadeshavali" zu formulieren.
Dies haben wir gemeinsam getan und haben am letzten Abend diese Kleinode zu Radha-Krishna am Altar geweiht.
Da am letzten Morgen des Bhakti-Festivals viele bereits in Abschieds-Stimmung waren, haben vielleicht einige von euch den Aushang dieser "Upadeshavalis" übersehen. So möchten wir sie euch auf diese Weise als Inspiration und Anstoss, darüber zu reflektieren, zugänglich machen.