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Die hl. Rita wurde um das Jahr 1367 in Cascia in Mittelitalien geboren.
Ihr Vater hieß Antonio Lottius, die Mutter trug den Namen Amata.
Sie waren Bürgersleute. Sie müssen angesehen und klug gewesen
sein; denn sie betätigten sich als Friedensstifter. Die Eltern schenkten
dem Kind alle nur erdenkliche Liebe und Sorgfalt. Es wurde auf den Namen
Margarita getauft. Durch Abkürzung entstand daraus Rita. In ihren
Jugendjahren besuchte sie häufig das dortige Kloster der Augustinerinnen
und auch die Kirche der Augustiner. Das weckte in ihr das Verlangen, sich
ganz Gott zu weihen. Die Eltern aber glaubten sich verpflichtet, ihre Tochter
versorgen zu müssen und hatten ihr deshalb auch schon einen Ehepartner
ausgesucht. Rita heiratete frühzeitig, Gott schenkte ihrer Ehe zwei
Söhne, sie war eine liebevolle, treusorgende Mutter. Sie suchte sie
vor allem in christlichem Geiste zu erziehen. Rita trug manch schweren
Schicksalsschlag aus Liebe zu Gott. Frühzeitig verlor sie ihren Mann,
der manchmal grob zu ihr war, und kurz darauf verlor sie auch beide
Söhne. So mußte sie innerhalb kurzer Zeit dreimal einen Familienangehörigen
sterben sehen. Das Herz blutete ihr, aber sie blieb tapfer.
Nach dem Tode ihres Gatten und ihrer beiden Kinder erwachte in ihr wieder das Verlangen ihrer jungen Jahre, sich ganz Gott zu weihen und ins Kloster zu gehen. Doch sie wurde mehrmals abgewiesen. Rita wurde dann endlich doch noch im Jahr 1407 in Cascia ins Kloster aufgenommen.
Als ehemalige Hausfrau übernahm Rita gern die Arbeiten, die im Kloster anfielen, außerdem betätigte sich Rita als Helferin der Kranken und Notleidenden. So diente sie vierzig Jahre lang dem Herrn. »Sie schenkte sich ihm ganz«, steht auf ihrem Sarg geschrieben. Wegen der ständigen Betrachtung des leidenden Herrn wurde sie gewürdigt, an seinem Leiden unmittelbar teilzunehmen; ein Dorn aus der Dornenkrone Jesu bohrte sich in ihre Stirn.
Die letzten vier Jahre wurde sie schwer krank und mußte im Bett liegen. Sie war allen ein Vorbild der Geduld. Eine besondere Freude soll ihr der Herr bereitet haben, als man mitten im Winter, im Januar, eine frisch aufgeblühte, lieblich duftende Rose brachte. Darum werden an ihrem Fest die »Rita-Rosen« geweiht. Sie starb am 22. Mai 1447. Schon an ihrer Bahre sollen die ersten Wunder geschehen sein. Seitdem wird Rita von den Gläubigen angerufen in allen Nöten des Leibes und der Seele. Sie gilt als Helferin in aussichtslosen Anliegen. 1628 wurde sie selig-, 1900 heiliggesprochen. Heute ist ihre Verehrung weltweit verbreitet.
Gebete zu Ehren der hl. Rita
Heilige Rita, du warst in der Welt und im Kloster der »Engel der Liebe«. Es war dir eine Freude, allen Gutes zu tun, den Armen, den Kranken, den Sündern. Ja, deine Liebe war so groß, daß du sogar deinen Feinden verzeihen und sie vor den Verfolgern schützen wolltest. Heilige Rita, erflehe uns wahre Nächstenliebe. Hilf uns, in den armen und leidenden Menschen Christus zu sehen und ihnen beizustehen, auch wenn es Opfer und Überwindung kostet. Möge dein heiliges Beispiel uns ermuntern, immer gut, barmherzig, gütig, versöhnlich zu sein, damit wir dereinst einen gnädigen Richter finden. Amen.
Heilige Rita, dein ganzes Leben gehörte Gott. Gott war Mittelpunkt und Endziel deines Strebens. Seinen heiligen Willen zu erfüllen, Gott zu dienen und ihn zu lieben: dafür hast du alles getan und alles hingegeben. Bitte für uns, hl. Rita, daß auch wir in allem und über alles Gott suchen und lieben. Erflehe uns die Gnade, daß kein irdisches Glück und keine menschliche Leidenschaft uns trenne von Gott, der aller Dinge Anfang und Ende ist. Amen.
Heilige Rita, du hast schon vielen Menschen geholfen und unzählige Wunder gewirkt. Voll Vertrauen komme ich zu dir und empfehle dir mein Anliegen. Nimm mein schwaches und mangelhaftes Gebet, bringe es vor den göttlichen Gnadenthron und verschaffe ihm durch deine mächtige Fürbitte Erhörung. Du kennst ja die Nöte des Lebens und hilfst allen, die auf dich vertrauen. Du »Heilige in aussichtslosen Fällen«, laß mich nicht ohne Trost und Hilfe von dir gehen. Amen.
Weihe an die heilige Rita
Heilige Rita, ich erwähle dich heute und für die ganze Zeit meines Lebens zu meiner besonderen Fürsprecherin in allen Anliegen und Nöten des Leibes und der Seele und nehme mir vor, als treues Pflegekind dich andächtig zu verehren und deine Verehrung nach Kräften zu fördern. Ich bitte dich, du wollest mir durch deine mächtige Fürbitte beistehen in allem Tun und Lassen, im Handel und Wandel, im Leben und Sterben. Amen.
Imprimatur!