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An einem typischen Standort des Schweizer Mittellandes wurde während drei Jahren (April 2001 bis März 2004) untersucht, wie hoch die Produktivität eines Milchproduktionssystems mit maximalem Weideanteil ist. Die Versuchsherde umfasste 14 Fleckvieh und 2 Jersey Kühe mit einem mittleren Lebendgewicht von 592 kg/Kuh. Nach einem mittleren Abkalbetermin um Mitte Februar begann die Weide Ende März und dauerte bis Mitte November. Die Versuchsfläche bestand ausschliesslich aus Grünland, davon 63 % im Jahr 2000 angesäte Gras-Weissklee-Mischungen und 37 % Dauerweide mit 33 % Ausläufer Straussgras. Die Jahres-Besatzstärke lag im Mittel der ersten beiden Versuchsjahre bei 2,5 Kühen pro Hektare und im ausserordentlich heissen und trockenen Jahr 2003 bei 2,0. Die Jahresration der Milchviehherde setzte sich bezogen auf die Trockensubstanz wie folgt zusammen: 62-70 % Weide, 5 % bzw. 405 kg/Kuh Kraftfutter sowie Grassilage und Dürrfutter. Die erzielten Milchleistungen pro Hektare Futterfläche übertrafen die Erfahrungswerte der konventionellen Milchproduktionssysteme im Talgebiet deutlich. Im Mittel der drei Versuchsjahre wurden 14’291 kg ECM/ha nur vom Grünland erzeugt. Das System der saisonalen Vollweide-Milchproduktion erweist sich damit im Schweizer Mittelland als hochproduktiv und förderungswürdig.
Auch in der Bergregion haben sich milchbetonte Kuhrassen durchgesetzt. Betriebe mit der Zweinutzungsrasse ‘Original-Simmentaler’ erweisen sich jedoch als wirtschaftlich interessant: Geringere Kosten und höhere Direktzahlungen kompensieren den kleineren Erlös aus der Milch.
Hohe Milchleistungen vor dem Trockenstellen erhöhen das Risiko für Euterinfektionen in der Galtzeit. Eine Onlineumfrage zeigt auf, welche Trockenstellmethoden aktuell verwendet werden und wie die Landwirte den Ansatz des unvollständigen Melkens zur Verringerung der Milchleistung beurteilen.
Sowohl im Sport als auch in der alternativen Landwirtschaft werden Pferde wieder vermehrt als Zugtiere eingesetzt. Auch bei Zugpferden kommt der effizienten Kraftübertragung eine wichtige Rolle hinsichtlich des Wohlbefindens zu.