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Buchübersetzung aus dem Kunstmuseum Hamburg
Der 400jährige Gedenktag der Entdeckung Amerikas hat allerorten diesseits und jenseits des Oceans Schriften hervorgerufen, in denen die Heldenthat des Kolumbus und die Bedeutung der neuen Welt für die Kulturentwicklung der alten gefeiert wird. Bei solcher Gelegenheit wird auch zugleich mit ein Blick auf die vorkolumbische Entdeckung Amerikas geworfen, denn dass die Nordgermanen schon Jahrhunderte vor den Spaniern ihre Schiffe an Amerikas Küste getummelt haben, ist anerkannte Thatsache, an der heute kein Verständiger mehr zweifelt. Ja, es sind Schriften entstanden, es sind Reden gehalten worden, die ausschliesslich diesem Thema galten. Noch jüngst veröffentlichte eine solche Monographie E. Gelcich in der Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, in der der Verfasser wohl berechtigte Zweifel an die Berichte der alten Nordländer knüpft, da eine unbefangene Beurteilung der Quellen auf zu grosse nautische Unwahrscheinlichkeiten stosse. Und doch haben diese nur ihren Grund in einer falschen Auffassung der Quellen; man fusst immer noch auf dem ungesichteten Material, wie es in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts Rafn, Finnur Magnüsson und andere zusammen getragen haben, ohne die neueren Forschungen von G. Storni zu berücksichtigen, die allein einen Lichtstrahl in das Dunkel verwirrender Berichte werfen.