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Der Priester ist der Diener der Eucharistie
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Meine lieben Freunde,
Meine lieben Gläubigen,
Ich möchte euch keine lange Anweisung geben, um die Zeremonie nicht unverhältnismäßig zu verlängern, aber ich möchte euch zwei Überlegungen anstellen und sie eurer Betrachtung unterbreiten.
Zunächst an euch, meine lieben Freunde, denn diese Zeremonie muss in euren Herzen, in eurem Geist ein bewegendes Echo hervorrufen, ein Echo, das bis in die tiefsten Tiefen eures Wesens reicht. Denn wenn ihr euch entschieden habt, in dieses Haus zu kommen, wenn ihr euch diese Priesterausbildung gewünscht habt, dann vor allem deshalb, weil ihr von unserem Herrn Jesus Christus angezogen worden seid, besonders vom Sakrament der Eucharistie und vom Heiligen Messopfer.
Vielleicht erinnern Sie sich an die Messen, die Sie im engsten Kreis, in Privatkapellen, in Oratorien, als Messdiener, als Jugendliche usw. gedient haben.
Sie haben an diesen Messen teilgenommen und waren tief bewegt von dieser Vertrautheit, die Ihnen mit unserem Herrn geschenkt wurde, vom Anblick des Priesters, der das Heilige Messopfer darbrachte, von der heiligen Wandlung, den Kniebeugen des Priesters, der die Eucharistie anbetete.
Und in euren Herzen entstand langsam, aber sicher die Berufung.
Für viele, da bin ich mir sicher, vielleicht kann man sagen für alle, keimte die Berufung im Schatten des Altars, im Schatten der Eucharistie.
Daher muss dieses Fest der Eucharistie, dieses Fest unseres Herrn Jesus Christus, der sich uns im Sakrament der Eucharistie schenkt, für Sie sehr teuer sein. Es soll Sie in Ihrer Berufung bestätigen; es soll Ihnen den tiefen Sinn Ihrer priesterlichen Berufung vermitteln: zum Altar zu steigen, das heilige Messopfer darzubringen, das Sakrament der Eucharistie zu verwirklichen.
Und wie der heilige Thomas von Aquin in seinen Hymnen sehr schön sagt: Es ist derjenige, der die Eucharistie macht, der auch der Diener der Eucharistie ist. Und folglich ist es Ihre Aufgabe, den Seelen die Eucharistie zu geben.
Sie sind es, der Priester sein wird; Sie sind es, der mit dem priesterlichen Charakter gekennzeichnet ist und der daher allein das Recht hat, die Worte der hl. Wandlung zu sprechen, und auch allein das Recht, die heilige Eucharistie auszuteilen. Wenn die Diakone die Eucharistie austeilen, so geschieht dies aufgrund eines außerordentlichen Privilegs; sie dürfen dies nicht auf gewöhnliche Weise tun.
Es ist der Priester, der die Eucharistie spenden muss.
Er ist es, der der Diener der Eucharistie ist.
[Erzbischof Lefebvre, Fronleichnam, 9. Juni 1977]