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Der imposante Feegletscher bei Saas-Fee vom Ausflugsziel Längfluh aus gesehen. Bild: Saastal Tourismus AG / Alberto@swiss
Um das Jahr 1818 waren die Gletscherzungen des Feegletschers noch fast zusammengewachsen und reichten bis weit nach unten Richtung Dorf von Saas-Fee. Wollten Frauen und Männer damals zur Alp, mussten selbst die Kühe den Gletscher überschreiten. Hierzu wickelten sie ihnen alte Lumpen um die Füsse, damit sie die Überquerung heil überstehen.
Gebete um den Gletscher zu bändigen
Es gab eine Zeit, da wurde Saas-Fee auch «das Gletscherdorf» genannt. Fotos von vor 100 Jahren zeigen, dass der Gletscher bei der Talstation der Felskinn-Gondel fast bis zur Baumgrenze hinunterreichte. Dort steht heute noch ein Kreuz aus dem Jahr 1822. Dieses wurde damals gesegnet, damit der Gletscher von diesem Punkt aus nicht mehr weiterwachsen, sondern zurückweichen solle. Heute flehen die Einheimischen Mutter Natur an, die verbleibende Eismasse bestehen zu lassen. Über wenige Generationen hat sich das Dorfbild sichtlich verändert.
Um die Spuren des Gletscherrückzugs zu erkennen, müssen wir jedoch nicht ins 19. Jahrhundert reisen. Die Leute im Tal können heute gut beschreiben, bis wohin der Gletscher noch vor einigen Jahrzehnten reichte. Man spricht von Gletscherblöcken, die so gross waren wie ein ganzes Hotel und riesigen Eistürmen.
Die bekanntesten Gletscher im Saastal sind der Allalin-, Fee-, Trift-, Grüebu- und Schwarzberggletscher. Viele Gletscher entstanden vor 15’000 Jahren während der letzten Eiszeit. Wir kennen jedoch nur Geschichten, die in den letzten hundert Jahren entstanden sind.
Der grosse Bergsturz beim Feegletscher
Der Feegletscher besteht aus zwei Teilen, dem grossen Feegletscher im Süden und dem kleinen Feegletscher im Norden. Er ist rund sechs Kilometer lang, bedeckt insgesamt eine Fläche von 16 Quadratkilometern und reicht von 4’200 bis 1’900 Meter über Meer. Im Jahr 1955 fand ein grosser Bergsturz statt, der den vorderen Teil der steilen Zunge verschüttete. Innerhalb von 30 Jahren konnte sich der Gletscher jedoch selbst regenerieren. Dabei überfuhr neues Eis von oben den Gesteinsschutt und beseitigte ihn. Seit 1988 wird ein rapider Rückzug der Eismasse im Gebiet festgestellt.
Gleichzeitig ist es aber erstaunlich, wie massiv und dick die Eistürme noch heute an manchen Stellen sind. Es gibt immer noch riesige Eismassen, welche beim Gletschertrekking bestaunt werden können.
Mächtige Eistürme gibts beim Gletschertrekking in Saas-Fee auch heute noch zu erkunden. Bild: Saastal Tourismus AG / Frederik Kalbermatten
Vorhersage von Eisbrüchen beim Triftgletscher
Der Triftgletscher hat eine Länge von etwa 2,5 Kilometer und bedeckt eine Fläche von zwei Quadratkilometern. Der Gipfel des Weissmies (4’017 m) ist sein Ausgangspunkt. Aufgrund von Messungen und Beobachtungen werden am Triftgletscher immer wieder Eisbrüche vorausgesagt. Im Jahr 2017 brach denn auch ein grosser Teil der instabilen Gletscherzunge ab.
Tragödie am Allalingletscher
Der 6,5 Kilometer lange Allalingletscher trägt wohl eine der schwersten Naturkatastrophen der jüngeren Schweizer Geschichte. Am 30. August 1965 um 17:10 ereignete sich die furchtbare Tragödie beim Bau des Staudamms Mattmark. Eine Million Kubikmeter Eis trennten sich vom Allalingletscher und verschütteten die Baustelle mit verschiedenen Baracken beim Mattmark. 88 Arbeiter, darunter 56 Gastarbeiter aus Italien, wurden von einer hohen Eislawine verschüttet und verloren ihr Leben. Nicht nur für die Saaser Bevölkerung, sondern für die der gesamten Schweiz und auch für jene Italiens ein grosser Schock. In der neuen Kapelle in Zermeiggern wurden die Namen der Verunglückten auf einer Steinplatte eingraviert. Im Gedenken an dieses Ereignis findet seit vier Jahren jeweils im September der Mattmark Memorial 1965 Halbmarathon statt.
Die Ferienregion Saas-Fee/Saastal will die Gletscher, ihre unverkennbare Landschaft, die wunderbare Natur und einzigartige Biodiversität im Tal schützen. Dafür gibt es einige nachhaltige Projekte wie das Kraftwerk Mattmark, Photovoltaikanlagen, elektrische Skibusse, ein Fernwärmenetz und vieles mehr.
Das Gletschererlebnis hautnah
Saas-Fee/Saastal und die Gletscher: Die besten Tipps
- Das absolute Highlight ist eine Erlebnistour auf dem Feegletscher im Winter oder Sommer. Von der Bergstation Längfluh führt die Spur im unberührten Pulverschnee bis zum Panoramaplatz. Ausgerüstet mit Schneeschuhen im Winter – Steigeisen im Sommer – Skistöcken und Klettergurt geht es am Seil eines Bergführers vorbei an monumentalen Eiszacken und Gletscherspalten hinunter zur Station Spielboden. Im Winter lädt auch der Triftgletscher zur eindrücklichen Gletschertour ein.
Gletschertrekking auf dem imposanten Fee-Gletscher. Bild: Saastal Tourismus AG / Filme von Draussen
- Beim Ausflugsziel Allalin blicken wir auf die mächtigen Viertausender der Mischabelkette, das Allalin sowie gigantische Eismassen. Hier oben steht auch das Tor zum Inneren des Feegletschers. In der Eisgrotte Allalin wird Geschichte aus 2000 Jahre altem Eis neu geschrieben. Im Sommer wie im Winter ist auf dem Gletscher Skifahren angesagt.
Die Eisgrotte Allalin – das Tor zum Inneren des Feegletschers. Bild: Saastal Tourismus AG
- Selten sind wir den Gletschern so nahe wie auf der Längfluh (2869 m ü. M.). Hier befindet sich Gletscher, soweit das Auge reicht. Ein Abstecher zu den drei Gletscherseen darf nicht fehlen.
- Der Glacier Trail ist im Sommer die schönste Verbindung zwischen Saas-Fee und dem Mattmark-Gebiet. Der Trail ist die einzige alpine Wanderung im Saastal, welche über zwei Gletscher verläuft.
Atemberaubende Aussichten auf dem Glacier Trail von Saas-Fee nach Saas-Almagell. Bild: Saastal-Tourismus AG
- Auf dem Gletscherlehrpfad schliesslich erfahren wir an zwölf Stationen von Saas-Fee bis zum Bergrestaurant Gletschergrotte, wie ein Gletscher die Umwelt formt und wie Klima und Gletscher zusammenhängen.
In der Destination Saas-Fee/Saastal sind nicht nur Gletscher, sondern auch die Nachhaltigkeit zentral. Auch beim Mountain Clean Up Day – erfahre mehr darüber!
Dies ist ein Advertorial und wurde von der Saastal Tourismus AG erstellt. Der Inhalt entspricht den Nachhaltigkeits-Anforderungen von Go Green.