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Männliche Geschlechtsorgane
Hodenverdrehung / Hodentorsion
Eine Hodenverdrehung (auch Hodentorsion) ist die krankhafte Verdrehung des Hodens, in deren Folge es zu Durchblutungsstörungen kommt. Sie tritt häufig spontan oder seltener nach einem Trauma im Kindes- und Jugendalter auf. Da wegen der Verdrehung die Blutversorgung des betroffenen Hodens abgeschnürt wird, treten dabei sehr starke Schmerzen und eine Schwellung des Hodens auf.
Um in der Folge ein Absterben des Hodengewebes zu verhindern, ist eine notfallmässige Operation innerhalb der ersten Stunden nach Auftreten der Beschwerden dringend notwendig, um den Hoden zurückzudrehen und im Hodensack zu fixieren.
Ursache
Die Ursache der Hodentorsion ist nicht abschliessend geklärt. Häufig kommt es zu einer spontanen Verdrehung des Hoden im Hodensack um den eigenen Gefässstiel herum.
Nicht selten passiert das beim schlafenden Jugendlichen, der dann mit starken Schmerzen im Hoden erwacht. Selten wird von traumatischen Auslösern, wie einem Schlag auf den Hoden beim Sport, berichtet.
Symptome und Beschwerden
Die Hodentorsion macht sich durch plötzlich einsetzende, sehr starke Hodenschmerzen bemerkbar, welche mit der Zeit eher zunehmen und nur wenig oder kaum auf gängige Schmerzmittel ansprechen.
Zudem kann in den allermeisten Fällen ein Hodenhochstand beobachtet werden. Das Fehlen der üblicherweise vorhandenen Fältelung der Hodensackhaut kann auch ein Indiz für eine Hodentorsion sein.
Untersuchung
Die Diagnose erfolgt durch eine Erhebung der Krankengeschichte sowie eine körperliche Untersuchung. Eine ultraschallgesteuerte Blutflussuntersuchung des Hodens (Duplexsonographie) kann für die Diagnose hilfreich sein.
Mit laborchemischen Untersuchungen im Blut oder im Urin können mögliche Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausgeschlossen werden.
Behandlung
Eine Hodentorsion wird mit einem chirurgischen Eingriff behandelt, bei dem der Hoden in seine ursprüngliche Lage zurückgedreht wird.
Der Eingriff sollte in den ersten 6 Stunden nach Beginn der Symptome durchgeführt werden. Ansonsten sind bleibende Schäden am Hodengewebe möglich, welche die Fruchtbarkeit oder die Testosteronproduktion beeinträchtigen können.