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Kopf und Körper sind abhängig voneinander und wirken dauernd gegenseitig aufeinander ein.
1. Weiche
Eine Schaltstelle bildet dabei das knöcherne Zungenbein. Vier Muskelpaare führen nach oben zum Unterkiefer, Zunge und Schädel, weitere vier nach unten zum Schildknorpel, Brustbein und Schulterblatt. Das Zungenbein ist zwischen diesen Muskeln aufgespannt und reagiert auf jede Veränderung der Muskelspannung, wie ein Spinnennetz, auf die geringste Berührung.
2. Weiche
Eine weitere Schaltstelle sind die Halsmuskeln. Sie verbinden den Kopf mit dem Rumpf. Fehlstellungen im Körper wie ein Rundrücken, Skoliose, dauernde Anspannung des Schultergürtels, Vorschiebung oder Schräghaltung des Kopfes beeinflussen die meist symmetrisch angelegten Muskeln. Auf einer Seite entsteht eine Muskelverkürzung während auf der anderen Seite eine Verlängerung erscheint.
3. Weiche
Die nächste Schaltstelle findet sich im knöchernen Becken. Unzählige Muskeln verbinden es mit der Wirbelsäule, dem Brustkorb, dem Ober- und gar dem Unterschenkel. Von allen Seiten wirken Zug, Druck und Gewichte auf das Becken ein, die es aufzufangen versucht oder weiter verteilt.
4. Weiche
Die letzte Schaltstelle wurzelt in den Fussgelenken. Trotz ihrer zarten Form leiten sie die Kräfte vom Ober- und Unterschenkel bis zu den Zehenspitzen weiter und beeinflussen die Form des Fussgewölbes. Auf relativ kleinen Flächen will der gesamte Körper getragen und das Gleichgewicht laufend gehalten werden. Ein Kunststück der Logistik!
Die Muskeln greifen nicht nur von Kopf bis Fuss ineinander, sondern sind in diversen Bahnen organisiert und von einer Gewebeschicht umhüllt. Es ergeben sich die Faszienlinien. Verschiebt sich ein Detail in einer Bahn, so kann dies Veränderungen innerhalb der ganzen Bahn nach sich ziehen.