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Dass Roger Federer auf die Australian Open verzichten muss, hatte sich in den letzten Wochen abgezeichnet und kam nicht überraschend. Zu früh kommt das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres für den 39-jährigen Routinier nach den beiden Knieoperationen im Sommer.
Es wäre Federers 22. Teilnahme an den Australian Open gewesen. Am «Happy Slam» gewann der Baselbieter schon über 100 Einzelpartien und 6 Titel – nur Novak Djokovic hat mit 8 Titeln das prestigeträchtige Turnier schon öfter gewonnen.
Debüt vor mehr als 20 Jahren
Seinen Einstand in Melbourne hatte Federer 2000 gegeben. Damals prägten noch Namen wie Gustavo Kuerten, Marat Safin, Andre Agassi oder Pete Sampras den Tennis-Zirkus. Federer spielte noch eine kleinere Rolle und schaffte es in seinen ersten 4 Teilnahmen nie weiter als in die 4. Runde. 2004 folgte dann aber der erste Triumph in Down Under.
Seine wohl grösste Sternstunde an den Australian Open erlebte der «Maestro» 2017. Damals spielte sich Federer nach einer sechsmonatigen Verletzungspause komplett überraschend in den Final, wo er seinen langjährigen Rivalen Rafael Nadal in 5 Sätzen niederrang und sich damit seinen 18. Grand-Slam-Titel sicherte. «Der füdliblutte Wahnsinn», wie SRF-Kommentator Stefan Bürer nach dem Matchball meinte.
2018 legte Federer mit seinem 20. und vorerst letzten Grand-Slam-Titel nach. Erneut behielt er das bessere Ende in einem 5-Satz-Spiel, nun gegen Marin Cilic, für sich. 2019 folgte das frühe Aus in der 4. Runde gegen Stefanos Tsitsipas und vor einem Jahr scheiterte er im Halbfinal deutlich an Rekordsieger Novak Djokovic – bis jetzt Federers letztes Spiel auf der ATP-Tour.