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In der Mekong-Region, namentlich in Kambodscha und Laos, fördert die Schweiz den Aufbau inklusiver Gesellschaften, indem sie sich für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung sowie eine demokratische Regierungsführung einsetzt. Mit Aktivitäten in den Bereichen lokale Gouvernanz und Bürgerbeteiligung, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit sowie Berufsbildung und Beschäftigung unterstützt sie die ländliche Bevölkerung.
Strategie – Kambodscha
Trotz des durchschnittlichen jährlichen Wirtschaftswachstums von 7 Prozent seit Anfang der 2000er-Jahre, das in Kambodscha und Laos zu Fortschritten bei der Armutsminderung führte, nehmen Ungleichheiten zu, insbesondere in der ländlichen Bevölkerung, die nach wie vor stark von der landwirtschaftlichen Produktion abhängt. Die gravierende gesellschaftliche und wirtschaftliche Krise aufgrund der Covid-19-Pandemie verschärft die bestehenden Herausforderungen, weshalb die Zahl der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, zunimmt. Unter dem Wirtschaftsmodell, das auf einer nicht nachhaltigen Ausbeutung natürlicher Ressourcen basiert (mächtiges Agrobusiness, riesige Wasserkraftprojekte), leiden vor allem die am stärksten gefährdeten Gruppen wie Frauen, ethnische Minderheiten und Menschen in abgelegenen Gebieten. Die beiden Länder, die noch immer die ärmsten in Südostasien sind, gehen die grossen Herausforderungen an, indem sie die soziale und ökologische Entwicklung stimulieren, die Wirtschaft diversifizieren und den Wohlstand für alle fördern. Obwohl 2015 der Vertrag zur Gründung der Wirtschaftsgemeinschaft des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) in Kraft trat, sind die Entwicklungsunterschiede zwischen den am weitesten entwickelten und den ärmsten Ländern der Region noch immer gross. Damit die ASEAN zu einer homogenen Wirtschaftszone werden kann, gilt es diese Lücken zu schliessen.
Die Schweiz unterhält seit Langem gute Beziehungen zu den Ländern der Region. Im Einklang mit der regionalen Kooperationsstrategie 2018–2021 engagiert sich die Schweiz schwerpunktmässig in Laos und Kambodscha und verfolgt gleichzeitig einen regionalen Ansatz, bei dem gemeinsame Entwicklungsherausforderungen in Zusammenarbeit mit den vor Ort vertretenen Sonderorganisationen angegangen werden. 2016 erlangte die Schweiz den Status als sektorielle Dialogpartnerin der ASEAN, was ihr eine Annäherung an diese Schlüsselorganisation in Südostasien ermöglichte.
Die Schweiz engagiert sich für die Geschlechtergleichstellung, die Beteiligung benachteiligter Gruppen und die Nichtdiskriminierung in ihren Programmen. Zu den wichtigen Themen gehören ausserdem die Anpassung an den Klimawandel und die Risikominderung. Bei den Aktivitäten ist ein konfliktsensitiver Ansatz unerlässlich, namentlich im Hinblick auf die Postkonfliktsituation in Kambodscha.
Eine externe Evaluation bestätigt, dass die Ergebnisse des aktuellen Programms 2018–2021 sehr gut sind. Die wichtigsten Entwicklungsprojekte erreichen weitgehend die erwarteten Resultate und können einen echten Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen und Einkommen der Menschen leisten. Die Evaluation bestätigt, dass die DEZA von den Regierungen, der Zivilgesellschaft und anderen Akteuren als Entwicklungspartnerin geschätzt wird. Hervorgehoben wurden namentlich die Professionalität und das Fachwissen der DEZA und ihrer Partner, die politische Unbefangenheit der Schweiz und ihre Rolle als glaubwürdige Vermittlerin, ihre Flexibilität und ihre Anpassungsfähigkeit sowie ihre Fähigkeit, sich auf regionaler, nationaler und subnationaler Ebene längerfristig zu engagieren.
Das neue Kooperationsprogramm für die Mekong-Region 2022–2025 hat folgende Schwerpunktthemen: a) breitenwirksames Wirtschaftswachstum, b) nachhaltiges Ressourcenmanagement, Anpassung an den Klimawandel und Katastrophenvorsorge sowie c) Gouvernanz und Rechtsstaatlichkeit.
Detaillierte Informationen finden Sie auf der englischen Seite.