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Der internationale Skiverband FIS will im Skisprung-Weltcup neue Wege gehen und denkt weiterhin über ein Springen im Fussball-Stadion von Warschau nach.
"Es existieren seit Jahren Projekte, Skispringen unter exotischen Bedingungen durchzuführen", sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer:
"Noch sind wir vorsichtig. Wir wollen unbedingt den sportlichen Wert bewahren und auf Schnee landen. Das sind unsere beiden Bedingungen."
Der Spielraum für solche aussergewöhnlichen Projekte liege jedoch "ausschliesslich im Vorwinter", da der restliche Terminkalender voll sei. "Wir können uns vorstellen, so etwas als offizielle Saisoneröffnung zu benutzen", sagte Hofer, der damit die Saison verlängern möchte: "Wenn wir die Möglichkeit haben, nehmen wir so ein Projekt sehr ernst."
Deswegen soll in den nächsten Wochen abschliessend geprüft werden, ob in den kommenden Jahren ein Springen in Warschau durchgeführt werden kann.
"Wie weit wir technisch vorankommen, wird sich herausstellen", sagte der 57 Jahre alte Hofer, der die Arena bereits besichtigt hat. Das Warschauer Nationalstadion war im Sommer Austragungsort der Fussball-EM und bietet gut 60.000 Zuschauern Platz.
Skisprünge in Stadien gab es bereits in den USA. In den 1930er Jahren entstanden in Football-Arenen provisorische Schanzen. So war schon vor der Einführung der Weltcupserie ein Springen in den Grossstädten Los Angeles und Chicago möglich gewesen.