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Der ehemalige Rohstoffhändler Marc Rich hat nicht die Absicht, nach London überzusiedeln. In einem seiner seltenen Interviews sagt er in der BILANZ: «Ich werde nie aus der Schweiz wegziehen, sie wurde mir zu meiner Heimat.» Allerdings sei ihm sein Haus in Meggen LU zu gross geworden. «Wenn mir jemand einen guten Preis bietet, dann verkaufe ich.»
Die Fusion der Schweizer Rohstoffkonzerne Glencore und Xstrata, die er beide vorübergehend kontrolliert hatte, hält Rich nicht für zwingend: «Nötig ist sie nicht, denn Glencore beherrscht Xstrata sowieso dank einer grossen Minderheitsbeteiligung.»
Allerdings werde der neue Rohstoffgigant rentabler. «Je grösser eine Firma ist, desto mehr Marktmacht hat sie und kontrolliert damit auch leichter die Preisgestaltung. Am Ende bedeutet das höhere Gewinne.»
Im Rohstoffhandel ist der 77-jährige Rich zwar nicht mehr aktiv. Von Zeit zu Zeit denke er jedoch daran, wieder ins Rohölgeschäft einzusteigen. Bislang sei ein Comeback daran gescheitert, dass er keine guten Händler finden konnte. «Die Mehrheit will nicht mehr hart arbeiten, sondern nur noch viel Geld kassieren.»
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