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Uniform der Artillerie 1861
Die Uniform der Artilleristen bestand seit dem Beschluss des Bundesrates vom 17. Januar 1861 aus dem niederen Tschako (fortan Käppi genannt) vorn mit gekreuzten Kanonenrohren, Kokarde und einfachem rotem Wollpompon.
Die Oberbekleidung, wie bisher, aus einem dunkelblauen Frack mit kurzen Schössen, roten Aufschlägen und mit zwei Reihen zu je 7 Messingknöpfen mit Gepräge.
Dazu war eine Halsbinde aus weicher schwarzer Wolle zu tragen.
Für die tägliche Arbeit war eine kurze Ärmelweste vorhanden und ein Kaput für nasskalte Witterung. Als spezielle Auszeichnung trugen die Artilleristen rote Epauletten, hergestellt aus Wolle.
Als Beinkleider hatten die Kanoniere zwei Paar Hosen, neu mit Hosenschlitz statt Latz, das eine Paar von dunkelblauem Tuche, das andere aus blaugrauer Wolle oder Halbwolle dazu blaugraue Tuchgamschen und im Sommer solche aus rohem Zwilch.
Die Berittenen (Fahrer) mit einem ringsum bis übers Knie reichenden Lederbesatz und zusätzlichem Besatz am Gesäss.
Als Bewaffnung diente den Kanonieren ein Faschinenmesser mit massivem Messinggriff und Lederscheide, den Berittenen ein Reitersäbel mit Messingkorb und Stahlscheide. Die Angehörigen der Parkartillerie waren zudem, bis zur Einführung des Peabody-Gewehres mit speziellen Gewehren (Modell 1842) ausgerüstet.
Offiziere trugen Epauletten und Konterepauletten aus Goldfaden und als Offiziersabzeichen eine Reiterpatronentasche (Giberne).
Kanonier-Gefreiter und Fahrer-Korporal 1861, Ch. Perron