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• 1716 entstanden, war sie zu ihrer Zeit eine der meistgespielten Opern auf französischen Bühnen, «Hypermnestre» von Charles-Hubert Gervais (1671–1744). Gegen die Konkurrenz von Rameau, Campra und Co. hielt sie sich noch bis weit in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts auf den Spielplänen. Um danach nicht nur selbst total zu verschwinden, auch von ihrem Schöpfer Gervais hat die Musik- und Rezeptionsgeschichte Abschied genommen. Dank dem ungarischen Cembalisten und Dirigenten György Vashegyi erhält das Werk eine zweite Chance, seine durchaus beachtlichen Qualitäten zu beweisen, deren einziges Manko es ist, sich nicht sehr deutlich von den Meisterwerken Lullys abzuheben. Vashegyi übrigens zählt zum dritten Mal auf Watsons Stimme: Schon in Rameaus «Les Indes galantes» ebenso wie in «Isbe» von Mondonville figuriert sie in der Besetzung (beide ebenfalls bei Glossa). Gervais: «Hypermnestre». Katherine Watson, Mathias Vidal, Thomas Dolie, Purcell Chor, Orfeo Orchestra, György Vashegyi. Glossa 924007.
• Ab Ende Oktober lieferbar: «L‘Opéra du Roi Soleil». Arien und Instrumentalmusik von Marais, Campra, Lully u.a. Katherine Watson, Les Ambassadeurs, Alexis Kossenko. Aparté.