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Basels Weg zur heutigen Tramstadt begann 1881 mit einem privat betriebenen schienenlosen «Rösslitram» zwischen Centralbahnhof und Badischem Bahnhof. Das Birsigtal wurde durch ein Dampftram mit der Stadt verbunden. Dies genügte der wachsenden Nachfrage nur während kurzer Zeit. 1895 wurde das von der Stadt betriebene elektrische Tram in Basel eingeführt. Das Tramnetz wuchs rasch und schuf Entwicklungsachsen für neue Quartiere. Bis zum Zweiten Weltkrieg entstand ein engmaschiges, stark befahrenes Tramnetz mit Linien in die umliegenden Dörfer und ins benachbarte Ausland.
Modernisierung nach dem Krieg
Nach dem Krieg kam das Tram durch die Massenmotorisierung unter Druck. Es galt als altmodisch und sollte unter den Boden verbannt oder durch Auto- und Trolleybusse ersetzt werden. Aus Kostengründen und wegen des politischen Wandels in Basel wurde dies nur teilweise umgesetzt. Das Tramnetz und das Rollmaterial erfuhren eine Modernisierung. Aus vier veralteten Betrieben auf Schienen und Autobusunternehmen entstand die Baselland Transport AG als zweiter starker Mitspieler neben den städtischen Basler Verkehrsbetrieben. Die ehemalige Birsigtalbahn wurde auf Trambetrieb umgestellt und mit der früheren Birseckbahn zu einer fast 30 km langen Durchmesserlinie verbunden.
Weil am Rhein und Saint-Louis: Das Tram fährt über die Grenze
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts haben sich die Bemühungen intensiviert, mit gezielten Netzausbauten das Tram auch für die Pendlerinnen und Pendler aus Südbaden und dem Elsass attraktiver zu machen. Die Autoflut in die Stadt muss weiter eingedämmt werden. 2014 erfolgte die Verlängerung der Linie 8 zum Bahnhof Weil am Rhein und 2017 jene der Linie 3 zum Bahnhof Saint-Louis: Das Basler Tram ist wieder trinational geworden.
Über Jahrzehnte hinweg haben die Entwicklung sowie das Wachstum der Stadt und der umliegenden Vororte in einer intensiven Wechselwirkung mit dem Tram gestanden. Dieser Prozess lässt sich an den Netzplänen, an den grösser werdenden Tramfahrzeugen und an Veränderungen im Stadtbild ablesen. Die Ausstellung beleuchtet verschiedenste Aspekte dieses sich weiterhin im Wandel befindlichen städtebaulichen Kaleidoskops.
Die Ausstellung im Museum Kleines Klingental dauert vom 19. Mai 2018 bis zum 3. März 2019. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr. Die Ausstellung feiert am heute am 16. Mai 2018 um 18.30 Uhr Vernissage.