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Ehre, wem Ehre gebührt: Der Ruedi der Woche ist ein ausgezeichnetes Format. Natürlich erscheint er nicht, wie sein Name suggeriert, allwöchentlich. Dazu ist sein Verfasser dann doch ein wenig zu vielbeschäftigt (ausschlafen, FCB schauen, zum Fussballtraining reisen, ins Gundeli zu seiner holden Schlossdame joggen, im Getränkelieferwägelchen auf dem Autobahnpannenstreifen ein Sonnenbad geniessen, etc.).
Doch ein gutes Format zu erschaffen ist das eine Paar Stiefel. Dieses Format auf Dauer spannend umzusetzen, das ist dann das zweite. Und hier scheint sich der Ruedi-Verfasser in der Schuhnummer arg vertan zu haben, dessen Füsse schwimmen mittlerweile in den Latschen wie zwei Nussschalen auf den sieben Weltmeeren.
Schauen wir uns die aktuelle Ausgabe einmal näher an. Der Preisträger hat keine ersichtliche Leistung vollbracht. Wofür hat er einen Ruedi bekommen?
Die Nominierungen sind überhastet editiert worden, Grunz wurde vergessen. Und wir erinnern uns an Ruedi Nr. 14, wo der Ruedi-Autor sich selbst gegeisselt hatte mit den Worten „Grunz zu vergessen ist unentschuldbar“! Nennt sich dies Konstanz? Der Ruedi-Veranstalter sollte lieber nach Konstanz auswandern.
Wird beim Ruedi etwa die Quantität höher gewichtet als die Qualität? Muss der nächste Ruedi jeweils so schnell veröffentlicht werden, dass die Sorgfalt darunter leidet, dass die Nominierungen weniger tragfähig sind als auch schon? Ich denke da an Ausgabe Nummer 6: Der Rössli-Ruedi will Alen Zulji an die Wäsche! Skandal um Ruedi!
Und heute? Ein „Tropenkopf“ ist nominiert dafür, dass er schwitzt? Ein Kommentar erübrigt sich.
Ich will mich nicht der Ketzerei schuldig machen, ich respektiere den Ruedi so wie ich das 16-er Tram respektiere: störrisch, taucht dann auf, wenn ihn niemand braucht, erscheint genau dann nicht, wenn man ihn benötigt, aber ich möchte ihn nicht um alles in der Welt missen.