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Quelle: imago/MediaPunch
Harvey Weinstein sitzt gerade eine 23-jährige Haftstrafe ab. Ein Berufungsgericht machte nun aber erste Andeutungen, dass das Urteil gegen den ehemaligen Hollywood-Mogul im Januar möglicherweise aufgehoben wird.
Der Fall Harvey Weinstein (69) könnte möglicherweise noch einmal komplett neu vor Gericht verhandelt werden. Wie unter anderem „The Hollywood Reporter“ berichtet, hat ein Berufungsgericht in New York City der damaligen Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe gemacht. Diese habe in dem Prozess, in dem Weinstein zu 23 Jahren Haft verurteilt worden war, auch Aussagen von Frauen als Zeuginnen zugelassen, die überhaupt keine Opfer des ehemaligen Filmmoguls waren. Möglicherweise sei dadurch aber die Jury negativ beeinflusst worden.
Das Gericht deutete an, das Urteil eventuell aufheben und in Konsequenz daraus einen neuen Strafprozess anzuordnen zu wollen. Eine endgültige Entscheidung darüber wird im Januar erwartet. Weinstein war im Frühjahr 2020 verurteilt worden.
Die Jury unter der Leitung des Richters James Burke kam zu dem Ergebnis, dass Weinstein die Schauspielerin Jessica Mann im Jahr 2012 vergewaltigt hat. Ausserdem habe er die Produktionsmitarbeiterin Mimi Haleyi 2006 zu Oralsex gezwungen. Weinstein und seine Verteidiger gaben an, die sexuellen Begegnungen hätten einvernehmlich stattgefunden.
Auch in Kalifornien droht Harvey Weinstein eine Haftstrafe
Der ehemalige Hollywood-Produzent befindet sich derzeit in Los Angeles in Haft. Dort wartet er auf einen anderen Prozess wegen sexueller Übergriffe. Fünf weitere Frauen werfen ihm in Kalifornien vor, sie vergewaltigt beziehungsweise sexuell missbraucht zu haben. Ihm drohen dort 140 weitere Jahre Haft. Dieser Prozess soll im Sommer starten. Ein erster Versuch seiner Anwälte die Klageerhebung im letzten Moment noch abzuwenden, scheiterte vor wenigen Tagen.