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9. Mai 2002: Wenn sich Äskulapnattern (Elaphe
longissima) paaren
Seit
vier Jahren halte ich ein Pärchen der Äskulapnatter (Elaphe
longissima). Im letzten Jahr wurde auch das Weibchen geschlechtsreif und
es hat mit der Fortpflanzung zum ersten Mal geklappt. Aus den fünf abgelegten
Eiern schlüpften Mitte September 2001 ebenso viele Jungschlangen. Ende April
und in der 1. Maihälfte hörte ich es im Terrarium in den Verstecken wieder
rumoren. Was ich beim Nachsehen entdeckte ist in den folgenden Bildern
festgehalten.
Wie ich den Deckel der
Holzkiste langsam öffnete, bot sich mir ein Bild, bei dem kaum erkennbar war,
wo die eine Schlange anfing und wo die andere aufhörte.
Dann aber entdeckte ich, dass
das Männchen, welches das Weibchen etwa 20 cm hinter dessen Kopf mit einem Biss
festhielt (Paarungsbiss). Bei Blindschleichen und Eidechsen hatte ich das
schon gesehen, nicht aber bei Schlangen. Doch aus der Literatur sind solche
Paarungsbisse bekannt, gerade auch bei der Äskulapnatter.
Eine geglückte Paarung: Man kann auf dem folgenden Bild erkennen, dass das
Männchen einen Hemipenis eingeführt hat. Da dieser jeweils stark anschwillt,
dauert es einige Minuten bis zu einer Stunde, bis die beiden Tiere sich wieder
von einander lösen können.
Nach getaner "Arbeit" schauen sich die beiden Äskulapnattern erstmals
wieder um. Erst jetzt nehmen sie meine Aktivitäten wieder als Störung wahr und
verkriechen sich langsam.
Ort: Chur
Zeit: Vormittag
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