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R 2014, 113', DCP, OV/e, Altersfreigabe: keine Angabe
Polina, Künstlerin und überzeugte Kommunistin, reist 1934 gemeinsam mit fünf weiteren sowjetischen Avantgardekünstler*innen nach Sibirien, um im Auftrag der Regierung das beheimatete indigene Volk der Chanten von den Vorteilen der bolschewistischen Lebensweise zu überzeugen. Dort angekommen, werden sie mit der Realität einer Region konfrontiert, an der die Umbrüche des Landes seit 1917 scheinbar spurlos vorübergegangen sind. Von den Einheimischen werden sie zudem als Usurpatoren wahrgenommen, was ein heftiges Aufeinanderprallen unterschiedlicher Ideale, Kultur- und Lebenswelten zur Folge hat. Eine Komödie über sowjetische Cowboys, Kulturimperialismus und die grausame Lächerlichkeit instrumentalisierter Kunst.
Das Filmschaffen des unerschöpflichen Fantasten und Autodidakten Alexej Fedortschenko zeichnet sich durch Einzigartigkeit aus: Für seine dem Puppentheater ähnliche Filmsprache, in der jedes Bild kunstvoll inszeniert und fotografiert ist, hat er minuziös über das Leben der indigenen Völker Sibiriens recherchiert. Das erklärt auch, weshalb eine Dokumentarsequenz die sonst fiktionale Narration «Angels of Revolution» beendet.