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Scheidenkrebs gehört zu den bösartigen Geschlechtserkrankungen. Er kommt nicht sehr häufig vor, meistens tritt er im Zusammenhang mit andern Krebserkrankungen im weiblichen Unterleib auf. Abhängig von der entarteten Zellart kann man bei Vaginalkarzinomen zwischen verschiedenen Krebsarten unterscheiden. Über 90% aller Vaginalkarzinome haben ihre Ursprung in Veränderungen der obersten Schleimhautschicht. Es handelt sich dabei um sogenannte Plattenepithelkarzinome (englisch: squamous cell carcinoma, abgekürzt: SCC). Die restlichen 10% sind Adenokarzinome (Krebs des Drüsengewebes) und Melanome (schwarzer Hautkrebs). Je etwa die Hälfte der Karzinome befindet sich im oberen Scheidendrittel beziehungsweise an der Scheidenhinterwand. Am häufigsten sind Frauen ab dem 60. Lebensjahr von Scheidenkrebs betroffen.
Das Überleben der Patientinnen hängt vom Krankheitsstadium, Alter und Gesundheitszustand sowie der Ausbreitung des Krebses (Metastasenbildung) in andere Organe ab.