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Spielfilm von
Ben Wheatley
mit Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Sienna Miller, Luke Evans, Elisabeth Moss, James Purefoy, Keeley Hawes u.a.
GB/B 2015, 119', DCP, OV/d
Der frisch geschiedene Robert Laing, ein junger und wohlhabender Arzt, zieht in ein neu gebautes Hochhaus. Das Gebäude bietet seinen BewohnerInnen vom Supermarkt bis zum Fitnessstudio sämtliche Annehmlichkeiten des modernen Lebens. Die Verfilmung der 70er-Jahre-Dystopie von J. G. Ballards ist eine groteske Parabel auf dreissig Jahre Neoliberalismus, in der HochhausbewohnerInnen nach ihrer gesellschaftlichen Stellung in Ober- und Unterschicht einquartiert werden.
In der Hauptrolle: das Hochhaus. «Das Gebäude ist ein feuchter Traum für Fans brutalistischer Architektur. Le Corbusier, geriffelter Sichtbeton und unverputzte Fassaden. Auf 40 Stockwerken gibt es ein Fitnessstudio, Squash-Plätze, ein Schwimmbad, einen Supermarkt, eine Kita – alles, was der Mensch braucht, um nie wieder die Welt ausserhalb des Hauses betreten zu müssen. Das war auch der Plan des Architekten Royal (Jeremy Irons), der selbst im Penthouse wohnt. Wie es sich für eine gute Sozialdystopie gehört, sind die Stockwerke nach Einkommensklassen der Bewohner gestaffelt, von unten nach oben. Dass das nie so richtig funktioniert, wissen wir spätestens seit ‹Metropolis›. In ‹High-Rise› ist es kein Maschinenmensch sondern ein Stromausfall, der den Klassenkampf auslöst. (Felix Zwinzscher in «Welt» 30.6.2016)