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Maiswurzelbohrer
Der westliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) gilt als der wirtschaftlich gefährlichste Schädling für den Mais. Möglich sind Ertragsausfälle von 50% und mehr.
Der Schädling gelangte zu Beginn der 90er Jahre von Nordamerika nach Europa. In den folgenden Jahren hat er sich ausgebreitet. Nach den ersten Fängen im Tessin im Jahre 2000 trat der Schädling im Jahre 2003 erstmals auf der Alpennordseite in mehreren Kantonen auf. Die kantonalen Pflanzenschutzdienste stellen in der Schweiz jedes Jahr über 200 Fallen auf, um den Einflug zu überwachen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Hauptverkehrsachsen und Flughäfen. Die Fallen werden bis zur Maisernte regelmässig kontrolliert, damit eine frühzeitige Erkennung von Diabrotica virgifera virgifera möglich wird. Der Maiswurzelbohrer stellt nur dann eine grosse Gefahr dar, wenn Mais nach Mais angebaut wird. Die frühzeitige Erkennung eines Befalls ermöglicht das rechtzeitige Ergreifen von Gegenmassnahmen.
Aktuelle Situation
Die kantonalen Pflanzenschutzdienste stellen jedes Jahr ab Anfang Juli über 200 Fallen auf, hauptsächlich in den Maisanbaugebieten und an jenen Orten, wo der Käfer bereits im Vorjahr gefangen wurde. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch Verkehrsachsen, Alpenpässen und Flughäfen. Die Fallen werden bis zur Maisernte regelmässig kontrolliert, damit eine frühzeitige Detektion von D. virgifera möglich ist.
Im Jahre 2015 sind bis jetzt nördlich der Alpen keine Fänge bekannt. Im Tessin werden seit mehreren Jahren in sämtlichen Fallen D. virgifera nachgewiesen.
In der Schweiz sind bis heute noch keine Schäden zu beobachten. Im Tessin verhindert dies die Einhaltung der Fruchtfolge und nördlich der Alpen konnte sich noch keine Population etablieren.
Die Situation in Europa hat sich in den letzten Jahren graduell verändert. Schon lange befallen sind das Donau-Becken (Ungarn und umliegende Länder) und ein Teil Norditaliens. In diesen Gebieten werden wirtschaftliche Schäden verzeichnet. Nun kommen neue Fänge in Frankreich (Alsace, Bourgogne, Rhône, Savoy) und in Deutschland (Baden-Würtemberg, Bayern) hinzu.
(Quelle Agroscope, Stand November 2015)