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1984 Die digitale Bildübertragung an den Olympischen Spielen
Die Idee, mit Hilfe der Elektrizität Bilder zu reproduzieren und danach zu übertragen, lag schon Mitte des 19. Jahrhunderts in der Luft. Zu Beginn der 1890er Jahre machte der «Elektro-Autograf» von Amstutz Schlagzeilen. Die französische Zeitschrift L’Illustration berichtete am 9. Februar 1907 über einen Vortrag eines Professor Korn über die Übertragung fotografischer Bilder per Telefon von Paris nach Lyon und zurück, was einer Strecke von 1024 Kilometer entspricht. Nach diesem Verfahren konstruierte Edouard Belin 1920 den «Bélinographe», ein Gerät, mit dessen Hilfe Bilder über das Telefon- oder Telegraphienetz übertragen werden konnten. Nach 1940 waren die Bildagenturen und Redaktionen zunehmend mit Bélinographen ausgerüstet, so dass die Fotografen immer häufiger mit portablen Übertragungsgeräten arbeiten konnten.
1984 gingen die Experimente mit der digitalen Bildübertragung in eine neue Runde, weil die Olympischen Spiele in Los Angeles ins Interesse der Öffentlichkeit rückten. Neben anderen befasste sich auch Hasselblad intensiv mit der Verbesserung der Bildübertragung im Hinblick auf dieses Sportereignis und die entsprechenden Bedürfnisse der Fotografen und Bildredaktionen. Diese Entwicklung fand schliesslich 1988 mit dem «Dixel 2000» ihren Abschluss, der zusammen mit der «Agence France Presse» realisiert wurde.
Die Erfindung des World Wide Web (Internet) im Jahre 1990 durch den CERN-Informatiker Tim Berners-Lee revolutionierte schliesslich alle Bildübertragungstechniken und bot den Fotografen und Presseagenturen fast schlagartig völlig neue Möglichkeiten.
Illustration:
Bilderübermittler Hasselblad Dixel 2000, Schweden, 1988 Scanner und Bilderübermittler für 35 mm Filme (Negative und Diapositive)