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Ein Haus mit viel Tradition
Geschichte des Gasthofs St. Mauritz
Wirtshäuser waren in Schötz oft Mangelware. Bis zum Jahre 1870 bestand jeweils immer höchstens ein Wirtshaus. Zur Zeit des Mittelalters gab es ein Gasthaus zur Sonne, in welchem damals Martin Wegmann wirtete. Er beklagte sich über die verschiedenen Schenkstuben, woraufhin der Rat von Luzern sein Tavernenrecht schützte.
Eine beim Hausabbruch am Türbogen festgestellte Jahreszahl 1715 deutet wohl auf einen Umbau, wenn nicht gar auf die Aufgabe des Wirtshauses hin. Ein Ritter (vermutlich Ludwig Pfyffer aus Altishofen) ziert ein 17178 renoviertes Wirtshausschild mit der Inschrift "allhier zum St. Mauritz". Dies deutet darauf hin, dass unser Wirtshaus ab 1715 nicht mehr "Sonne", sondern nach unserem Kirchenpatron "St. Mauritz" benannt wurde.
Urkundlich belegt ist, dass ein gewisser Anton Süess am 1. April 1801 ein Wirtschaftspatent für weitere 10 Jahre erhielt. In den Jahren 1844/45 erbauten die neuen Besitzer,
die Gebrüder Stöckli aus Grosswangen, den heutigen Gasthof St. Mauritz. Im Jahre 1946 veranlasste Jakob Stöckli-Studer den Bau des heutigen "Mauritz-Saals", welcher noch immer zu den grössten im Amt Willisau gehört.
Bis 1969 gehörte ein grosser Landwirtschaftsbetrieb zum Gasthof St. Mauritz, ehe dieser mitsamt der alten St. Mauritzius-Scheune der Siedlung "Ronmatte" wich.
Seither führten verschiedene Gastronomen die Gaststätte. Sie ist Treffpunkt für traditionelle und kulturelle Anlässe.
Geschichte des heiligen St. Mauritz
Der heilige Mauritius ist der Schutzheilige des Heeres, der Infanterie, der Messer- und Waffenschmiede. Er wird vor Kämpfen, Gefechten und Schlachten angerufen und gilt zudem als Schutzheiliger der Pferde und der Handwerker, welche mit dunkler Farbe umgehen. Auch bei Ohrenleiden, Besessenheit, Gicht und kranken Kindern wird er angerufen.
Paul Würsch
Der ehemalige Posthalter von Schötz sammelte alte Gegenstände – welche er "kulturelle Strandgüter" nannte – und stellte diese im damaligen "Buurestübli" aus. Im Jahr 2002 verstarb er. Zu seiner Ehre wurde das Stübli nach seinem Namen benannt.