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Die Zeit zwischen den Jahren und besonders die zwölf Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar gelten im alpenländischen Raum seit Hunderten von Jahren als magisch und geheimnisvoll. Es ist eine Zeit, in der die trennende Haut zwischen Diesseits und Jenseits besonders dünn ist, in der Chaos mit Ordnung kämpft und wilde Geister und Dämonen durch die Lande ziehen. Es ist eine Zeit des Wandels und Neubeginns, der Reinigung und der Besinnung.
Die Rauhnächte waren bei unseren Vorfahren Heilige Nächte. In ihnen wurde möglichst nicht gearbeitet, sondern nur gefeiert, wahrgenommen und in der Familie gelebt. Die Rauhnächte waren bei unseren Vorfahren Heilige Nächte. In ihnen wurde möglichst nicht gearbeitet, sondern nur gefeiert, wahrgenommen und in der Familie gelebt. Es gibt 12 Rauhnächte! Diese Rauhnächte gingen immer von Nacht zu Nacht. Also von 24.00 Uhr an Heilig Abend, der „Mutternacht“ bis 24.00 Uhr am 25. Dezember – das war die erste Rauhnacht.
„Nacht“ deswegen, weil wir uns nach dem keltischen Jahreskreis in der Jahresnacht befinden. Somit ist der ganze Tag „Nacht“. Und die letzte Rauhnacht endet um 24.00 Uhr am 5. Januar. Diese Nacht ist wieder eine besondere Nacht, die Perchten-Nacht, wo an vielen Orten in Bayern und Österreich Perchtenläufe abgehalten werden.
Danach ist dann Heilig-Drei-König, das Fest, das auch Epiphaniea, „Erscheinung“, genannt wird.
Es gibt aber auch Varianten von z.B. 13 Rauhnächten, weil man davon ausgehen kann, daß die alten keltischen Stämme sich nach dem Mond richteten und 13 Mondmonate hatten. Und dann gibt es noch besondere Variante, daß die Rauhnächte an der Wintersonnwende beginnen, sprich am 21. Dezember mit der Thomasnacht.
Deuten
Die Alten benutzten jede dieser Rauhnächte für einen Monat des Jahres zum Deuten und Orakeln. Somit steht die erste Rauhnacht für den Januar, die zweite für den Februar und so fort. Sie beobachteten alles: Wetter, wie das Essen geschmeckt hat, ob gestritten wurde oder ob es friedlich zuging. Ob an diesem Tag alles glatt lief oder es Probleme gab. Und wenn ja, welche Probleme usw. Alles, auch das noch so Unwichtige, hatte eine Bedeutung. Und wer es verstand, der konnte den dazugehörigen Monat im Vorhinein deuten. Man konnte das Ganze auch noch weiter diferenzieren. So waren immer zwei Stunden einer Rauhnacht stellvertretend für einen kommenden Monat. Die ersten beiden Stunden von 0.00 Uhr bis 2.00Uhr in der Nacht standen immer für den Januar, die nächsten zwei für den Februar und so fort bis zu den letzten beiden Stunden, die für den Dezember standen. Und das jeden Tag.
1. Nacht Januar 2015 (Basis-Grundlage)
2. Nacht Februar 2015 (innere Stimme, innere Führung, höheres Selbst)
3. Nacht März 2015 (Herzöffnung, Wunder zulassen)
4. Nacht April 2015 (Auflösung von Blockierendem)
5. Nacht Mai 2015 (Freundschaft)
6. Nacht Juni 2015 (Bereinigung)
7. Nacht Juli 2015 (Vorbereitung auf das Kommende)
8. Nacht August 2015 (Geburt des neuen Jahres)
9. Nacht September 2015 (Segen, Weisheit)
10. Nacht Oktober 2015 (Verbindung, Visionen, Eingebungen)
11. Nacht November 2015 (Loslassen, Abschied nehmen)
12. Nacht Dezember 2015 (Reinigung, Transformation)
Rituale
Räuchern
Dem Räuchern sollte man in den Raunächten besonders viel Zeit schenken. Traditionell räuchert man zur Wintersonnenwende (21.12.), am 28. Dezember, zu Silvester und am 5. Jänner. Es spricht allerdings nichts dagegen in jeder heiligen Nacht zu räuchern – als Unterstützung beim Orakeln oder Meditieren, aber auch als Orakel selbst – denn im Rauch können wir ebenfalls lesen.
Unsere Vorfahren räucherten Heilkräuter und Hölzer, als „Weihrauch“ verwendete man Harze von heimischen Bäumen. Heutzutage kann man aus einer großen Vielfalt seine Lieblingsräucherstoffe wählen, noch schöner wäre es natürlich, wenn man im Sommer Kräuter angepflanzt, sie zu Vollmond geerntet und dann getrocknet hat – ist aber keinesfalls notwendig, trotzdem eine schöne Geste. Bei der Auswahl des Räucherwerks sollten wir auf unser Herz hören und nur die Stoffe verwenden, die wir gern haben, denn wenn uns der Geruch so gar nicht unter die Nase geht, macht’s auch keinen Spaß. Räuchern sollte nicht nur seinen Zweck erfüllen, sondern auch Vergnügen bereiten – da wir aktiv etwas für unsere Räume und unser Wohlbefinden tun. Gerade in den letzten Tagen des Jahres möchte man schlechte Energien vertreiben, damit Platz für das Neue geschaffen wird und Glück, Liebe, Gesundheit, Segen und Reichtum bei uns einziehen. Durch das Räuchern reinigen wir uns und unsere Räume energetisch, damit sich kraftvolle, schützende, sowie heilbringende Energie ausbreiten kann. Tagsüber sollte schützend und reinigend geräuchert werden, abends kann uns der Rauch zeigen, was die Zukunft für uns bereit hält.
Räucherwerk
Reinigend wirken Salbei, Kampfer, Wacholder, Thymian, Drachenblut, Myrte und Myrrhe.
Weihrauch Aden fördert geistige Visionen, verstärkt Energien und schenkt Reinheit, sowie Ruhe.
Patchouli öffnet die Tore zum Unterbewusstsein, schenkt uns Klarheit, sowie Mut, Entschlossenheit und Kraft.
Lavendel hilft beim Transformieren und schenkt uns zudem Entspannung, Ruhe und Ausgleich.
Melisse schenkt Gelassenheit, Ruhe, Frische, harmonisiert die Stimmung und stabilisiert Gefühle.
Rosmarin unterstützt uns beim Loslassen, außerdem weckt er unseren Lebenswillen, stärkt das Selbstbewusstsein, steigert den Antrieb, belebt und regt an.
Styrax „Seelenbalsam“ öffnet uns für die Liebe, harmonisiert Geist und Seele, löst Spannungen und vertreibt negative Gedanken.
Die Tonkabohne gilt als Glücksbringer, hilft beim Seele baumeln lassen, zieht Liebe an und wehrt Krankheiten ab. (Vor dem Räuchern zerreiben oder im Mörser zerstoßen!)
Rosenweihrauch gilt als Symbol der Liebe und Leidenschaft, besänftigt unseren Geist, öffnet Seele und Herz, schenkt Geduld, Offenheit, Schönheit, Eigenliebe, Einfühlungsvermögen und Güte.
Der 24. Dezember ist die Zeit der Reinigung und des Loslassens. Traditionell wird mit Myrrhe oder reinigenden Räuchermischungen (Reinigung, Klarheit, Freiheit…) das alte Jahr verabschiedet.
Der 31. Dezember und der 1. Januar sind die Verbindung des Alten zum Neuen, die Zeit der Harmonisierung.
Klassisch räuchert man mit einer Mischung aus Weihrauch, Myrrhe und Dammar oder harmonisierenden Mischungen (Seelenbalsam, Lebenstraum, Schlichtung…).
Am 6. Jänner kommen die Sternsinger ins Haus. Es ist Zeit für einen Neustart, für frische Energie in der Wohnung.
Herkömmliches Räucherwerk ist Weihrauch oder energetisierende Mischungen (Erdenkraft, La Luna, Sternentanz…).
Die Spirale
Einen sehr schönen Beitrag fand ich auf „http://soulhealingfortheheart.blogspot.ch/“:
Alle Nachtträume und Ideen, die für uns „negativ“ sind schreibt man in die Spirale und übermalt dieses Feld, dabei spreche ich ein Mantra zum Loslassen oder ich schreibe es dazu., z.B. „Größte Liebe“, „Größtes Licht“ …
Dann haben energetisch diese Dinge die Möglichkeit nicht mehr in unser Leben zu kommen.
Am 5.1.2015 wird während eines selbst gewählten Rituals
die Spirale ausgeschnitten und verbrannt und dem „Großen Bewusstsein“ übergeben.(die Mentalebene mit Feuer erlösen)
anschließend mit Wasser die Asche wegspülen (die Emotionalebene mit Wasser erlösen)
Die linksdrehende Spirale steht für das erlösende Prinzip .