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Die neue französische Regierung hat eines ihrer Wahlkampfversprechen umgesetzt und eine Erhöhung des Mindestlohns beschlossen. Dieser werde von Juli an um zwei Prozent angehoben, sagte Arbeitsminister Michel Sapin am Dienstag in Paris.
Der Mindestlohn lag bisher bei 9,20 Euro pro Stunde und steigt nun auf 9,40 Euro. Netto bedeutet das 21,50 Euro mehr im Monat. Der sozialistische Präsident François Hollande hatte die Erhöhung im Wahlkampf versprochen.
Die Gewerkschaften zeigten sich von der Ankündigung "sehr enttäuscht". Die Anhebung werde "Frustration und Unzufriedenheit" bei den Beschäftigten schaffen, die mehr erwartet hätten, sagte Marie-Alice Medeuf-Andrieu von der Gewerkschaft Force Ouvrière.
Die zwei Prozent beinhalten einen Inflationsausgleich von 1,4 Prozent. Von den restlichen 0,6 Prozent könne nur ein Baguette pro Woche gekauft werden, kritisierte Paul Fourier von der Gewerkschaft CGT. Der Arbeitgeberverband Medef sprach von einer "vernünftigen Erhöhung".
SDA-ATS