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Von Peter Haisenko
Wenn man über einzigartige Verbrechen der USA gegen die Menschlichkeit spricht, dann fallen zumeist die Namen Hiroschima und Nagasaki. Das greift zu kurz. Neben einer weiteren Vielzahl, die aus der Vergangenheit genannt werden müssen, gibt es noch mindestens ein aktuelles: Guantanamo. Obama versprach, dieses Folterlager aufzulösen, aber es existiert nach wie vor, seit mehr als zwanzig Jahren. Guantanamo ist ein Spielplatz für Psychopathen und Sadisten.
Ich stelle Zahlen an den Anfang, die das ganze Verbrechen gegen alle Grundsätze der Demokratie und Menschenrechte beschreiben: Von den 799 Guantanamo-Häftlingen wurden ganze acht von einem Gericht verurteilt. Drei dieser Urteile sind in Berufungsverfahren aufgehoben worden. Das heißt, dass nur fünf Delinquenten einer Straftat für schuldig befunden werden konnten und diese Urteile sind von Gerichten gesprochen worden, die keinesfalls als unparteiisch oder objektiv angesehen werden können. Irgendjemandem musste für irgendetwas Schuld angehängt werden, um Guantanamo einen Hauch von Rechtsstaatlichkeit bescheinigen zu können. Doch was sagt uns diese Bilanz?