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Donezsches
Hochplateau oder Donezsche Höhenkette, derjenige
Teil der donischen
Steppe im südl.
Rußland, welcher rechts
am
Flusse
Donez liegt, unterhalb der Stadt Smijew beginnt und sich bis zur Mündung des
Donez in den
Don
etwa 400 km weit hinzieht.
Er umfaßt den westl.
Teil des
Landes der Donischen Kosaken, den nordöstlichen des Gouvernements
Jekaterinoslaw und reicht noch ins Gouvernement
Charkow hinein und hat einen Flächenraum von 45923 qkm.
Die
Erhebung steigt bis zu 100 m über die umliegende Ebene oder bis 244 m über den Meeresspiegel.
An der Oberfläche ist das Plateau eben, zum größern
Teil aber wellenförmig. Es wird in allen
Richtungen von zahlreichen
Bächen durchströmt, die aber im
Sommer meist versiegen.
Wald findet sich nur in den Flußthälern und
Schluchten.
Geologisch besteht das
Donezsches Hochplateau zu drei Vierteln aus der
Steinkohlenformation; daneben befindet sich im SO. an beiden
Ufern des Kalmius Granit, Porphyr, im NW. Mergel, am Unterlauf des
Donez Kreide
[* 2] und Kalk und endlich an den Rändern des Plateau
die zur Miocänformation gehörigen sog. Steppenkalke.
Der die
Steinkohlenformation umfassende
Teil des
Donezsches Hochplateau heißt auch das Donezsche Steinkohlenbassin.
Schon
Peter d. Gr. hat auf
die dortigen Steinkohlenlager hingewiesen, doch begann deren
Abbau erst unter
Katharina Ⅱ. (Juli 1790). Bereits 1839 wurden 877000
Pud gewonnen, 1887 19889042 Pud
Kohle und 27753814 Pud
Anthracit. Der Gesamtvorrat an
Steinkohle wird auf
1¼
Billionen Pud berechnet. Die Ausbeutung der
Steinkohle wird dadurch sehr erleichtert, daß die kohlenführenden Schichten
lediglich von geringen Schichten neuester
Ablagerungen überdeckt oder auch anstehend zu treffen sind. Im gleichen
Becken finden
sich reiche Eisenerz- und Zinnoberlager, aus welchen
Quecksilber gewonnen wird und zwar (1888) 3911 Pud,
welche nicht nur den Gesamtbedarf
Rußlands decken, sondern auch ausgeführt werden. –
Vgl. Le [* 3] Play, Voyage scientifique de la Russie méridionale sous la direction de Anatole Demidoff (4 Bde., Par. 1839);
Mendelejew im «Nordischen Boten» (russisch, Jahrg. 1889);
Seliwanow, Die Steinkohlenbergwerke im Donezschen Bassin (russisch, Charkow 1892).