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Als Arktis werden häufig alle Gebiete nördlich des Polarkreises (66,57° nördlicher Breite) bezeichnet. Es gibt aber auch Definitionen, die außerdem den Süden Grönlands, die kanadische Hudson Bay, das Beringmeer oder andere angrenzende Gebiete dazuzählen. Seit Millionen von Jahren ist die Arktis durch Eis und Kälte geprägt. In der langen Polarnacht bilden sich Temperaturen bis -50°C, die Böden und Gewässer tief gefrieren lassen, so dass sie auch im Sommer nur oberflächlich auftauen.[1]
Aber der Klimawandel macht sich in der Arktis stärker bemerkbar als anderswo. Schon jetzt sind die Durchschnittstemperaturen dort um mehr als 2°C gestiegen. Das Meereis geht in seiner Ausdehnung und Dicke im Sommer immer weiter zurück. Hinzu kommen Wald- und Tundrabrände sowie die Erosion von Böden und Küsten als Folge von auftauendem Permafrost mit teils verheerenden Auswirkungen für Bauten und Infrastruktur wie Straßen, Brücken oder Pipelines.
Die Aussicht auf eine weitgehend eisfreie Arktis eröffnet aber auch Möglichkeiten für kürzere Verbindungen zwischen dem Atlantik und dem Pazifik für Schifffahrtsrouten oder Unterseekabel. Und sie weckt Begehrlichkeiten nach