Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/243201

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine praxistaugliche Erfassungsmethode für den Fachkräftemangel zu erarbeiten und einem Bericht das tatsächliche Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage im Arbeitsmarkt für KMU zu ermitteln.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das SECO hat im Jahr 2016 ein Indikatorensystem zur Beurteilung der Fachkräftenachfrage publiziert. Dieses erlaubt die Fachkräfteknappheit unterschiedlicher Berufsarten zu vergleichen. Das Indikatorensystem besteht aus mehreren Subindikatoren, welche Anzeichen für Fachkräfteknappheit erfassen. Dabei wird nebst der Arbeitslosenquote und der Quote der offenen Stellen auch das durchschnittlich verlangte Qualifikationsniveau, die demografische Zusammensetzung der Erwerbstätigen, die Bedeutung der Zuwanderung und das Beschäftigungswachstum in einer Berufsart berücksichtigt.</p><p>Der Bundesrat spricht sich im Bericht in Erfüllung des Postulates 19.3651 Nantermod für administrative Erleichterungen bei der Zulassung von erwerbstätigen Personen aus Drittstaaten in Berufe mit Fachkräftemangel aus. Die konkrete Umsetzung dieser Massnahmen wird derzeit federführend durch das EJPD in Zusammenarbeit mit dem WBF erarbeitet. In diesem Kontext soll auch das bestehende Indikatorensystem zur Beurteilung der Fachkräftenachfrage des SECO aus dem Jahr 2016 gestützt auf die seit 2020 eingeführte Berufsnomenklatur CH-ISCO-19 aktualisiert werden.</p><p>Die Berufsnomenklatur CH-ISCO-19 wurde vom BFS in enger Zusammenarbeit mit den Berufs- und Branchenverbänden entwickelt und ersetzte die Schweizer Berufsnomenklatur 2000 (SBN 2000) im Oktober 2019. Sie unterscheidet im Gegensatz zur SBN 2000 systematisch nach unterschiedlichen Qualifikationsniveaus und greift auf differenzierte, in der Arbeitsvermittlung gebräuchliche Berufsbezeichnungen zurück, mit denen auch Abstufungen von Qualifikationsniveaus zum Ausdruck gebracht werden können. Die Zuordnungen wurden gemeinsam mit den Berufs- und Branchenverbänden überprüft und wo nötig angepasst, damit sie die Realität von Arbeitsmärkten adäquat abbilden.</p><p>Der Bundesrat erachtet die Anliegen des Postulanten mit der Aktualisierung des Indikatorensystems gestützt auf die neue Datenbasis als erfüllt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.