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Der Tag des Herrn wird kommen! Den genauen Zeitpunkt wissen wir zwar nicht, aber es scheinen vorher noch gewisse Ereignisse in Erfüllung gehen zu müssen, bevor er kommen kann. Die folgenden Ausführungen sollen dazu dienen, erkennen zu können, wo wir heute in etwa angelangt sind.
«Isaak säte in dem Land und erntete im selben Jahr hundertfältig; denn der HERR segnete ihn. Und der Mann wurde reich und immer reicher, bis er überaus reich war» (1.Mo 26,12-13). Isaak fand nun eine Heimstätte im Land der Philister, dem verheissenen Land Israels. Und der Herr segnete ihn überreich und liess ihn fruchtbar werden. Und das, obwohl er gerade vorher in die gleiche Sünde wie sein Vater gefallen war.
Das erinnert uns an die Heimkehr des Volkes Israel seit 1948 in seine Heimat. Gott hat viele der in alle Welt zerstreuten Juden zurückgeführt und sie seitdem reich gesegnet. Israels Bevölkerung hat immer mehr zugenommen. Das Land wurde fruchtbar. Es wurden Dörfer und Städte gebaut. Wirtschaftlich und wissenschaftlich gesehen überragt Israel seine Nachbarländer bei weitem.
Diese Rückführung war der erste Schritt Gottes, der zur geistlichen Wiederherstellung Israels führen wird. Da werden wir an Hesekiel 36,24 und 34-35 erinnert: «Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen … Und das verwüstete Land soll bebaut werden, statt dass es als Einöde daliegt vor den Augen jedes Vorüberziehenden. Und man wird sagen: Dieses Land da, das verwüstete, ist wie der Garten Eden geworden, und die verödeten und verwüsteten und niedergerissenen Städte sind befestigt und bewohnt.» Und das, obwohl Israels Verhalten von Versagen geprägt ist, wie bei Abraham und Isaak. Wenngleich die Israelis Kompromisse eingehen und biblische Wahrheiten leugnen, sich mehr auf die Nationen (wie Abraham damals auf Ägypten) verlassen, statt auf Gott, so bleibt der Herr treu und segnet. Er lässt es aber auch zu, dass sie in die Enge getrieben werden, um sie später wieder in die Weite zu führen, zur Begegnung mit Ihm.
Norbert Lieth