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Viele Verlage und Zeitschriften fürchten sich noch immer vor dem Label 'queer'. Es erstaunt somit kaum, dass in den aktuellen Bestseller-Listen und in den Regalen der Buchhandlungen kaum queere Schriftsteller*innen oder queere Geschichten anzutreffen sind.
"Niemand will eine queere Sexszene lesen"
Publikationsmöglichkeiten für queere Literatur sind noch immer nur spärlich vorhanden. Eine Ausnahme bildet die 2017 gegründete Literaturzeitschrift "Glitter". Donat Blum ist Schriftsteller*in und Mit-Herausgeber*in der "Glitter". Blum ist davon überzeugt, dass queere Literatur nicht nur Queers etwas angeht, denn "queer bedeutet, Normen in Frage zu stellen". Und da das Leben von uns allen von Normen bestimmt werde, welche es zu hinterfragen gilt, sei queere Literatur somit auch für alle relevant.
Warum sich Donat Blum unter anderem als Literaturaktivist*in bezeichnet und was es bedeutet, queer zu schreiben, hörst du im Podcast:
Glossar
Cis & Trans
Trans ist ein Überbegriff für Menschen, die sich nicht oder nur zum Teil mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei ihrer Geburt zugewiesen wurde. 'Cis' ist das Gegenstück zu 'trans'.
Heteronormativ
In einer heteronormativen Gesellschaft gilt Heterosexualität und cis-Geschlechtlichkeit als soziale Norm.
Queer
Der Begriff 'queer' wird meist als positive Selbstbezeichnung von Menschen verwendet, die von der sexuellen und geschlechtlichen Norm abweichen.