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- Zum ersten Mal seit seiner Amtsübernahme hat US-Präsident Joe Biden einen ausländischen Regierungschef empfangen.
- Der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga reiste für ein Treffen nach Washington.
- An der gemeinsamen Medienkonferenz erklärte Biden, mit Japan unter anderem den Herausforderungen im Zusammenhang mit China begegnen zu wollen.
- Gesprächsthemen seien etwa die Situation in Taiwan gewesen und das Vorgehen Chinas gegen die muslimische Minderheit der Uiguren.
Nach dem Treffen am Freitag im Weissen Haus hiess es in einer gemeinsamen Erklärung, die USA stünden ohne zu zögern zu ihrer Verpflichtung, Japan zu verteidigen, «unter Anwendung der kompletten Bandbreite an Fähigkeiten», das gelte auch für «atomare» Fähigkeiten.
Besorgnis über Chinas Machtstreben
Die US-Regierung verurteilte mit Blick auf Chinas Vorgehen «jegliche einseitigen Handlungen, die darauf abzielen, Japans Verwaltung der Senkaku-Inseln zu untergraben». Die unbewohnten Inseln sind in China und Taiwan als Diaoyu beziehungsweise Diaoyutai bekannt. In den Gewässern rund um die Inselgruppe waren zuletzt vermehrt chinesische Schiffe aufgekreuzt. Angesichts vermuteter Gas- und Ölvorkommen haben die Felseninseln grosse strategische Bedeutung.
Die USA sind mit ihrem Atomwaffenarsenal Japans Schutzmacht, in dem Inselstaat sind auch Tausende US-Soldaten stationiert. In der gemeinsamen Erklärung betonten Japan und die USA auch die Bedeutung eines offenen und freien Indo-Pazifik-Raums gemäss internationalem Recht, insbesondere des Ostchinesischen und Südchinesischen Meers. Die beiden Staaten hoben zudem «die Bedeutung von Frieden und Sicherheit» in der Strasse von Taiwan hervor. Die kommunistische Volksrepublik China betrachtet Taiwan als Teil ihres Territoriums.
Als Ostchinesisches Meer werden grob gesagt die Gewässer zwischen China, dem Süden Südkoreas, Japan und dem Norden Taiwans bezeichnet. Das Südchinesische Meer wiederum liegt etwa zwischen dem Süden Chinas, Taiwan, den Philippinen, Vietnam und Malaysia.
Erste Visite eines ausländischen Staatschefs
Für Biden war Sugas Visite der erste Besuch eines ausländischen Staats- oder Regierungschefs im Weissen Haus: Wegen der Corona-Pandemie hatte der US-Präsident seit seinem Amtsantritt am 20. Januar niemanden dieses Ranges persönlich in Washington empfangen.