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|Eine Schule, in der die Kinder|
wirklich glücklich sind.
Erst als ihre Kinder in einer (privaten) reformpädagogischen Schule waren, erkannt Coën, was es bedeutet, wenn Kinder gerne zur Schule gehen. Auch wenn es nicht immer so weit kommen muss (Privatschule), es könnten noch mehr Kinder in der Schule glücklicher sein, als sie es heute sind. Vor dem Übertritt in die (öffentliche) Sekundarschule machte Coën mehrere Schulbesuche, bis sie zwei, nach ihrer Ansicht, wirklich gute Lehrer gefunden hatte. Im Interview sagt sie:
Es kommt in erster Linie auf die Lehrer an, wobei unser Schulsystem die einzelnen Lehrer über die Gebühr einschränkt und strapaziert.In ihrer Beratungspraxis habe sie viele Lehrer, welche über zunehmenden Druck klagten. Der Lehrplan verlange immer mehr, die Klassen würden vergrössert, was den Aufbau von Beziehung zum Einzelnen erschwere. Sie sagt:
Viele Lehrer lieben ihren Beruf, verzweifeln jedoch daran, dass die Rahmenbedingungen sie derart auslaugen.Eine solche klare Aussage provoziert natürlich die entsprechende Gegenfrage des Journalisten, wie die Situation verbessert werden könne. Ich zitiere:
Es wäre ganz wichtig, dass die Eltern Lehrer unterstützen, die einen eigenen, vielleicht auch unkonventionellen Weg einschlagen. Sie müssten klarmachen, dass es ihnen vor allem wichtig ist, dass ihre Kinder glücklich sind in der Schule, und nicht nur, dass sie mit guten Noten nach Hause kommen.Wer mehr von Evelyne Coën lesen möchte, interessiert sich vielleicht für ihr Buch Hier bin ich – Das tun, was ich wirklich will, Stämpfli Verlag, 2016.