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Im Zuge eines Neubaus konnte ein aufschlussreicher Einblick in die Siedlungsgeschichte Menznaus gewonnen werden. In einem 4m-Profil zeigte sich, dass das Gebiet immer wieder von Extremereignissen heimgesucht wurde. Diverse Schwemmsedimente und Schotterschichten bezeugen nämlich, dass die Ausgrabungsfläche wiederholt überschwemmt wurde. Es konnten aber auch Torfschichten und fossilisierte, humose Bodenbildungsschichten beobachtet werden, die aufzeigen, dass auch "ruhigere Zeiten" vorherrschten. In vier Meter Tiefe kam eine torfige, organische Schicht zum Vorschein, auf welcher sich Spuren von menschlichen Aktivitäten erhalten haben. Neben Fundmaterial, das wahrscheinlich ins Mittelalter datiert, traten auch bauliche Befunde zum Vorschein. Unter anderem konnten Pfostenstellungen dokumentiert werden, bei denen es sich möglicherweise um die Überreste von rundlichen Tierpferchen handelt. Anhand der Datierung von Holzresten mittels Dendrochronologie und der C14-Altersbestimmung von organischem Material soll die zeitliche Einordung der Befunde in Kürze erfolgen.