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Für ihre Studie rekrutierten die Forschenden 25 Personen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sowie eine Kontrollgruppe mit 22 Erwachsenen. Für den Test sassen die Studienteilnehmenden vor einem Neurofeedback-Computer, mit dem sie über auf dem Kopf befestigte Elektroden verbunden waren.
Auf dem Bildschirm tauchte ein Bild eines Spaceshuttles auf. War der Proband konzentriert, bewegte sich das Raumschiff vorwärts, andernfalls stoppte es seine Bewegung. Dies war der Hinweis für die Teilnehemenden, dass sie sich neu fokussieren sollten.
Resultat: Bereits nach einer einmaligen Sitzung von dreissig Minuten gelang es beiden Gruppen, die Konzentrationsaufgabe besser zu lösen, was «auf eine Verbesserung der Aufmerksamkeit hindeutet», sagte Erstautorin Marie-Pierre Deiber gemäss einer Mitteilung der Uni und des Unispitals Genf.
In den Hirnstrommessungen zeigte sich zudem, dass sich eine bestimmte Amplitude einer Hirnwelle, die P3-Amplitude, nach den Trainings erhöhte: Je grösser diese Amplitude, desto effizienter sei die Verarbeitung des Reizes und desto genauer die Reaktion auf die Aufmerksamkeitsaufgabe, schreiben die Genfer Institutionen.
Die Forschenden möchten nun untersuchen, wie sich mehrere Neurofeedback-Behandlungen auf die Plastizität des Gehirns auswirken. Das ultimative sei es, dass die Patienten lernen, sich ohne Medikamente zu konzentrieren und dass sie ihr Gehirn zu Hause trainieren könnten, so Letztautor Tomas Ros.