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Die japanische Sängerin und Komponistin Tenko entzieht dem Spannungsfeld zwischen japanischer Kultur und westlicher lmprovisationsszene, in der sie seit 1985 mit divahafter Grazie und stimmlicher Ausdruckskraft für "Aufruhr" sorgt, neue Energien, die sie nun wieder verstärkt in die Re-Integration fernöstlicher Kultur in ihr Schaffen einfliessen lässt, sodass der einseitige Kulturfluss von West nach Ost eine Umpolung erfährt.
Mit der Butotänzerin Uzumi Ashikawa schafft Tenko, die nebst ihrer Stimme auch Gitarre und Keyboards miteinbringt, eine spartenübergrei-fende Fusion, in der Schlagzeugerin Katie O'Looney rhytmische Akzehte setzt.
Somit eröffnet Tenko dem westlichen Publikum einen erweiterten Einblick in ihr breitgefächertes Werk, das grosstenteils ausserhalb der euroamerikanischen Avantgarde-Szene zustande kam.
Mit der 1975 gegründeten Frauenband Mizumata Shobodan (The Polka Pot Fire Brigade) brach sie mit dem traditionell-scheuen japanischen Frauenbild und verschuf so einer jungen Generation von Japanerinnen eine neue Handlungsbasis. Ab Mitte der 80er Jahre weitet Tenko mit Unterstützung von Fred Frith ihren Aktionsradius auf die westliche Hemisphäre aus : Projekte mit Leuten wie David Moss, Elliot Sharp, John Zorn, Tom Cora und nicht zuletzt Fred Frith brachten eine spannungsvolle und facettenreiche Musik hervor, die auf der 1987 bei Rec Rec Zürich erschienenen LP "Siope/Gradual Disappearance" bestens dokumentiert ist.