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(23.11.2016) Die Arbeitsmarktbeteiligung der Mütter ist in der Schweiz höher als im europäischen Durchschnitt. Laut einer Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) waren hierzulande im Jahr 2015 fast vier von fünf Müttern erwerbstätig.
Dass die Erwerbsquote der Mütter so hoch ist, hat das Land der weiten Verbreitung von Teilzeitarbeit zu verdanken, so die Analyse des BFS. Nur ein Fünftel von ihnen arbeitet mit einem Beschäftigungsgrad von 100%. Beim Thema Teilzeiterwerbstätigkeit von Frauen zählt die Schweiz übrigens zu den europäischen Spitzenreitern: Unabhängig vom Vorhandensein von Kindern landet sie hinter den Niederlanden auf Platz zwei.
Mutterschaft führt zwar nur in vergleichsweise wenigen Fällen zum Ende der Berufstätigkeit (nur jede siebte Mutter verlässt den Arbeitsmarkt). Sie bringt jedoch eine Reihe von Veränderungen mit sich, unter anderem eine starke Reduzierung der Arbeitszeit (pro Woche etwa ein Arbeitstag weniger).
Das BFS macht deutlich, dass einige Mütter, die den Arbeitsmarkt nach der Geburt eines Kindes verlassen oder ihr Pensum sehr stark reduziert haben, die Erwerbstätigkeit einige Jahre später wieder aufnehmen respektive ausbauen. Insgesamt bleibt die Arbeitsmarktbeteiligung der Mütter jedoch tiefer als diejenige der Frauen ohne Kinder. Die berufliche Situation der Väter wird dagegen von der Geburt eines Kindes kaum beeinflusst.
Die meisten Mütter, die nicht mehr arbeiten, entscheiden sich freiwillig dafür, wie in der Erhebung betont wird. Die grosse Mehrheit ist nicht aktiv auf Jobsuche. Allerdings meint mehr als jede zweite, dass sie bei einem attraktiven Angebot wieder in die Arbeitswelt einsteigen würde.
Letzte Änderung 23.11.2016