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Messdaten um 11.30 Uhr:
- Wetter: Wolken, kühler Schatten mit kurzen Sonnenbäder
- Temperatur Luft: 4.3 Grad Celsius
- Temperatur Wasser: 7.7 Grad Celsius
- Abflussmenge: 92 m3 pro Sekunde
- Wasserstand: 501.96 m ü. M.
Um 12.45 Uhr steigt ein alter Herr mit Baskenmütze in Begleitung einer jungen Frau auf der Wabernseite ein. Sie wollen im Fähribeizli essen gehen und dann wieder zurückfahren. Nein, leider gebe es keine Rückfahrtkarten.
Ich warte auf einen Mann mit Hund, der eiligen Schrittes den Weg zur Fähre entlangkommt. Bei mir angekommen, bezieht er eine Fahrkarte. Der Mann ist hager, trägt weisses zurückgekämmtes Haar und an seiner Adlernase hängt ein Tropfen Rotz. Sein schwarzer Labradorhund ist uralt, schleppt sich die Treppe hinunter und schleift seine Hinterläufe mühselig in die Fähre.
Bei der Überfahrt glänzt der Tropfen Rotz an der Nase des Mannes in der Sonne. Während der Mann über das Wasser schaut, wird der Tropfen grösser, löst sich langsam vom Nasenspitz, zieht einen langen Faden und verschwindet zwischen den übergeschlagenen Beinen des Mannes in seiner Jeans.
Ich erschaudere, schüttle mich angewidert und blicke in die Bäume. Ich wundere mich, dass ich den Blick vom hässlichen Schauspiel nicht abwenden konnte. Die Sensation hatte mich wohl fest im Griff. Glücklicherweise hatten die beiden anderen Passagiere den Blick auf die Aare gerichtet, sonst wäre ihnen womöglich der Appetit vergangen.