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Ausländische Anleihegläubiger sollten zu einer Laufzeitverlängerung für eine am Dienstag fällig werdende Anleihe in Höhe von 400 Millionen Dollar bewegt werden. Die erforderliche Zustimmung von mindestens 95 Prozent der Kreditgeber sei jedoch nicht erreicht worden, teilte das in Shenzhen ansässige Unternehmen am Freitag mit.
Ohne den Aufschub könnte Kaisa die Zahlungsunfähigkeit drohen. Insidern zufolge laufen inzwischen Gespräche mit ausländischen Gläubigern.
Kaisa erklärte, das Management habe Verhandlungen mit bestimmten Kreditgebern aufgenommen. Bisher gebe es aber keine rechtlich bindende Vereinbarung. Ohne eine solche Übereinkunft oder im Fall eines Zahlungsausfalls sei eine massive Verschlechterung der Finanzlage des Konzerns zu befürchten, so Kaisa.
Im Jahr 2015 hatte Kaisa als erster chinesischer Immobilienentwickler die Rückzahlung eines Dollar-Bonds verpasst. In der chinesischen Immobilien-Branche ist das Unternehmen nach Evergrande die Nummer zwei bei der Vergabe solcher Anleihen.
Bei der nun gefährdeten Anleihe hatte Kaisa gehofft, den überwiegenden Teil der Gläubiger zum Umtausch in ein Papier mit identischem Zinssatz von 6,5 Prozent und Ablauf am 6. Juni 2023 zu bewegen. Eine Gruppe von Kreditgebern, die nach eigenen Angaben rund 50 Prozent der Anleihe halten, wollte Kaisa mehr Zeit für Verhandlungen über eine Rückzahlung zugestehen und stellte zudem zwei Milliarden Dollar frisches Geld in Aussicht.
Insidern zufolge gab es bei den Gesprächen zu diesem Angebot bisher aber keinen durchschlagenden Erfolg. Unter Investoren ist die Nervosität bereits sehr hoch: Seitdem Evergrande Liquiditätsnöte eingeräumt hat, geraten immer mehr Immobilienentwickler in China ins Straucheln.