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Steuerbelastung
Die finanzielle Situation der Haushalte ist nicht nur abhängig von den Einnahmen, sondern auch von den Ausgaben. Die Steuerbelastung ist Teil der obligatorischen Ausgaben. Die Höhe der obligatorischen Ausgaben beeinflusst wesentlich, was den Haushalten an finanziellen Mitteln zur Deckung der übrigen Kosten oder zum Sparen zur Verfügung steht.
Statistischer Kommentar
Der Anteil des Haushaltseinkommens, der für Steuern aufgewendet werden muss, macht 2015 im Mittel (Median) 9,0 Prozent aus. Wird der Durchschnitt der jüngsten drei Datenjahre (2013-2015) mit dem Durchschnitt der ersten drei Datenjahre (2009-2011) verglichen, zeigt sich eine wesentliche Zunahme.
Schweizweit beträgt die Steuerbelastung durchschnittlich 12,1 Prozent des Haushaltseinkommens (2015).
Normative Anbindung
Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Erwerbsfähige ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu angemessenen Bedingungen bestreiten können und dass jede Person gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität, Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Mutterschaft, Verwaisung und Verwitwung gesichert ist.
Die Zunahme der Steuerbelastung wird entsprechend negativ beurteilt.
- Bedürfnisdeckung Die Deckung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung ist langfristig sicherzustellen. Bei der Deckung der darüber hinaus gehenden materiellen und immateriellen Bedürfnisse soll den Individuen ein angemessener Spielraum eingeräumt werden.
- Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit Jedes Mitglied der Gesellschaft soll dieselben Rechte und bei gleichen Voraussetzungen dieselben Chancen haben. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll gefördert werden. Eine gerechte Verteilung der Ressourcen und Belastungen ist anzustreben.
- Diskriminierungsverbot Niemand darf aufgrund bestimmter Merkmale diskriminiert werden.
- Existenzsicherung Ein menschenwürdiges Leben ist frei von Armut. Die Existenzsicherung soll in erster Linie durch die bezahlte Erwerbsarbeit sichergestellt werden. Bedürftige Mitglieder der Gesellschaft erhalten Solidaritätsleistungen.
- Interkulturelle und personale Verständigung Die Verständigung zwischen respektive das Zusammenleben von Einzelnen und Gruppen sowie die gewaltfreie Konfliktlösung sollen gefördert werden, weil das gemeinwohlorientierte Funktionieren und der Zusammenhalt der Gesellschaft wesentlich im solidarischen Handeln ihrer Mitglieder gründet.
- Soziale, wirtschaftliche und politische Partizipation Die soziale, wirtschaftliche und politische Partizipation für alle soll gefördert werden.
Definition
Der Indikator weist jenen Anteil des Haushaltseinkommens in Privathaushalten aus, der für die Bezahlung von Steuern (Bund, Kanton, Gemeinde und falls Mitglied einer Staatskirche die Kirchensteuern) aufgewendet werden muss.
Der angegebene Schweizer Vergleichswert beruht auf der Haushaltsbudgeterhebung des BFS.
Daten
Luzern:
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