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14. Juni 2005
Am 6. November 2003 verfügte die ComCom, dass Swisscom für die zwei Mitbewerber rückwirkend für die Jahre 2000 bis 2003 die Interkonnektionspreise um 25 - 35% senken müsse. Swisscom reichte gegen die beiden Verfügung Beschwerden beim Bundesgericht ein. Das oberste Gericht hob die Verfügungen am 1. Oktober 2004 auf und wies die Sache zur Neubeurteilung an die ComCom zurück.
Swisscom ist überzeugt, dass die Interkonnektionspreise den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Die Berechnung der Preise erfolgte jeweils auf Basis der gesetzlich vorgeschriebenen Kostenmethode Long-run incremental costs (LRIC). Das Berechnungsmodell wurde mit grossem Aufwand aufgebaut und laufend weiter entwickelt. Deshalb wird Swisscom die Verfügungen vor dem Bundesgericht mittels Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechten. Seit 2000 hat Swisscom konsequent die Preise der Interkonnektionsdienste gesenkt, so z.B. Anfang 2005 um bis zu 7%. Die Preise liegen im europäischen Mittel.
Beim Begriff Interkonnektion geht es nicht um die Entbündelung der letzten Meile (ULL). Die Interkonnektion ermöglicht den alternativen Telekommunikationsanbietern, Teile des Swisscom-Netzes zu nutzen, um landesweit ihren Kunden einen Telefoniedienst anbieten zu können. Die Interkonnektionspreise beinhalten nur die relevanten Kosten. LRIC (Long-run Incremental Costs) ist die rechtlich vorgeschriebene Methode zur Kostenberechnung.
Ein Beispiel zur Interkonnektion: Die seit 1. Januar 2005 geltenden Interkonnektionspreise im Festnetz liegen bei lediglich 1,12 Rappen pro Minute; dies gilt für die regionale Terminierung basierend auf der effektiven Verkehrsverteilung (Normaltarif 42%, Niedertarif 58%) und einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von 4 Minuten (vgl. Medienmitteilung vom 12. Oktober 2004).
Bern, 14. Juni 2005