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Die Wetterradare von Meteoschweiz dienen der flächendeckenden Detektion von Niederschlägen. Sie liefern voll automatisch während 24 Stunden am Tag zuverlässige Informationen über den Niederschlag in der Schweiz. In der Schweiz existiert ein Messnetz von fünf Anlagen. Die Standorte sind der Albis in der Nähe von Zürich, Monte Lema im Kanton Tessin, La Dôle bei Genf, der Weissfluhjochgipfel ob Davos und auf der Pointe de la Plaine Morte im Kanton Wallis. Zudem existiert in Frankreich ein Radar von MeteoFrance in Montancy der häufig von Meteoschweiz genutzt wird.
Reichen Windenergieanlagen (WEA) aufgrund ihrer Höhe in die von den Wetterradar-Systemen beobachtete Atmosphäre hinein, können durch Abschattungen und Reflexionen die Messwerte beeinflusst werden.
Mit Bezug auf internationale Richtlinien der World Meteorological Organization fordert die Behörde einen Anlagenschutzbereich von 20 Kilometern, welcher sich in zwei Kreiszonen gliedert. Der nähere Umkreis von fünf Kilometern um die Wetterradarstandorte ist von WEA frei zu halten. In der entfernteren Kreiszone (Radius 5-20 Kilometer) gelten für WEA Höhenbeschränkungen, damit die Radarmessungen nach derzeitigem Wissensstand möglichst wenig beeinflusst werden. Ob konkrete Planungen umsetzbar sind, ist im Einzelfall zu prüfen und zu entscheiden.
Für die Windprofiler-Radarsysteme Payerne, Grenchen und Schaffhausen ist der freizuhaltende Schutzbereich im Rahmen einer Einzelfallprüfung zu bestimmen.