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| Armenische Väter - Wider die Irrlehren (De Deo)

Zweites Buch: Widerlegung des persischen Heidentums.
7.
Noch ungereimter ist überdies die Erzählung, daß er ihm die Barsomszweige gab, damit er für ihn Opfer darbringe, gleichsam als ob nicht in Ormizd oder im Opfern die Kraft läge, sondern in den Zweigen. Denn wenn er für sich das Vertrauen hatte, erhört zu werden, dann war es überflüssig, die Zweige in der Hand zu halten; war er aber dessen unwürdig, dann reichten auch die Zweige nicht hin, den zum Opfer Unwürdigen würdig zu machen. Denn die Zweige zu halten und ein Opfer zu bringen, ist das Werk der Menschen, nicht Gottes. Wenn er jedoch Gott war und die Macht hatte, Himmel und Erde zu schaffen, wozu bedurfte es für ihn der Barsomszweige und des Opfers, um den Vater von den Befürchtungen zu befreien? Wer ohne Barsomszweige Himmel und Erde erschaffen konnte, warum sollte er den Vater nicht ohne die Zweige von der Sorge befreien können? So stellt sich denn heraus, daß der Vater töricht und schwach und zur Zufluchtnahme zu andern gedrängt war, und daß der Sohn ebenfalls töricht und schwach war. Denn jener konnte die Geburt des Sohnes nicht erlangen, ohne daß er ein Opfer brachte, und der Sohn [S. 96] konnte jenen nicht von Befürchtungen befreien, ohne die Zweige in die Hand zu nehmen.