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Welche Rolle spielen Emotionen/Affekte für das Motivationsgeschehen?
- Affektveränderung als Anreiz motivierten Verhaltens
-Affektänderung verstärkt bestimmtes Verhlten
-Motive können in aufsuchende und meidende Komponenten gegliedert werden, die jeweils mti bestimmten Emotionen einhergehen
- Emotionen können als proximale Ziele angesehen werden
o Leistungsmotiv: Empfindung von Stolz -->Vermeidung von Scham
o Machtmotiv: Streben nach Kompetenz -->Vermeidung von Hilflosigkeit
o Anschlussmotiv: Streben nach Vertrautheit --> Vermeidung von Einsamkeit
Motive als kognitiv-affektive Module mit physiologischer Basis!!
Was ist eine Nutzenfunktion? Was ist mit Nutzenmaximierung gemeint?
Nutzen = subjektive Bewertung von Situationen und Ergebnissen
- Resultat ist ein Vektor verschiedener Aspekte einer Situation
Nutzenmaximierung: Wahl der Option mit höchstem Nutzen
Nutzenfunktion (u): Zuordnung von Nutzenwerten zu Ergebnissen
-> Prinzip: x pref y ≡ u(x) > u(y)(X wird ggü. Y bevorzugt, wenn der Nutzen von X Größer als der Nutzen von Y ist)
-> Abbildung der Präferenzen auf einer numerischen Dimension
-> Präferenzen werden als gegeben vorausgesetzt, nicht erklärt
Es gelten Konsistenzpostulate (=Rationalitätsaxome).
Was ist Leistungsmotivation? Welche Bedingungen müssen gegeben sein, damit Leistungsmotivation entsteht?
"LM ist das Bestreben, die eigene Tüchtigkeit in all jenen Tätigkeiten zu steigern oder möglichst hoch zu halten, in denen man einen Gütemaßstab für verbindlich hält, und deren Ausführung deshalb gelingen oder misslingen kann.“ (Heckhausen, 1965)
- LM ist weitgehend unabhängig von den mit der Tüchtigkeit verbundenen Folgen (Belohnung, Anerkennung, Status, etc.); entscheidend für LM ist die Tüchtigkeit selbst.
Zentrale Emotionen (antizipiert/erlebt):
- Hoffnung auf Erfolg/Stolz
- Furcht vor Misserfolg/Scham
Voraussetzung: Ergebnisse bzw. Leistungen müssen erkennbar und das Resultat eigener Fähigkeit und Anstrengung sein
Was ist der Korrumpierungseffekt und unter welchen Bedingungen tritt er auf?
Effekt der übermäßigen Rechtfertigung
IntrinsischeTätigkeitsanreize verlieren an Wert nach externer Belohnung
—> fällt der äußere Anreiz weg, reduziert sich auch das ursprünglich gerne und freiwillig gezeigte Verhalten
- Beispiel: Kinder spielen Mathespiel: Belohnung, Belohnung fällt weg —> Kinder spielen sogar noch weniger als bei baseline
Was versteht Murray unter “need” und “press”? Wie viele „needs“ gibt es nach Murray? Wiesohat sich der Bedürfniskatalog von Murray in der Wissenschaft nicht durchgesetzt? [Hinweis: Die „needs“ müssen nicht aufgezählt werden].
press = situative Hinweise/Anreize (Gelegenheiten, Chancen/Gefahren, Risiken); Verhaltensdruck
need = interne Bedürfnisse (organisch verankerte Bedürfnisse)
-> wirken zusammen, wenn ein Bedürfnis durch äußere Umstände "angeregt" wird (angeregtes Motiv)
Nach Murray gibt es 27 needs. (primär physiologische needs vs sekundär höhere Bedürfnisse)
Kritik:
- ähnliche Probleme wie Instinktkataloge (d.h. unvollständige, beliebige Auswahl)
- Needs lassen sich auf elementarere Motivklassen zusammenfassen (z.B. Leistung, Macht, Anschluss)
Erklären Sie, was mit preference reversal gemeint ist, und geben Sie ein Alltagsbeispiel.
Bevorzugung von LL (larger - later), solange beide Anreize noch relativ weit entfernt sind; aber Bevorzugung von SS (sooner -smaler), sobald dieser in kritische Nähe gerückt ist.
Planung des Mittagessens am nächsten Tag: Man nimmt sich vor, gesund in der Stadt essen zu gehen. In der Hektik am nächsten Tag geht man dann allerdings doch zum Dönerladen, an dem man gerade vorbeiläuft.
Welche Anomalien postulieren Kahneman & Tversky bei der Übersetzung objektiver Wahrscheinlichkeiten in subjektive Entscheidungsgewichte? Nennen Sie ein Beispiel, das die Auswirkungen von qualitativen Sprüngen in subjektiven Entscheidungsgewichten auf das Entscheidungsverhalten belegt.
Eigenschaften der Gewichtungsfunktion:
- geringe p werden eher überschätzt
- mittlere und hohe p werden eher unterschätzt
- extremer Anstieg (Abfall) bei sehr hohen (niedrigen) p: aus Möglichkeit wird Gewissheit (certainty-effect)
-> bei Gewinnen etwas extremer
Bsp.: Beim Lotto wird die Wahrscheinlichkeit von 1:140 Mio. als größer eingeschätzt, als sie eigentlich ist.
Welche Bedürfnisse sind besonders wichtig für die Lebenszufriedenheit und das subjektive Wohlbefinden? Beschreiben Sie dazu die Ergebnisse der internationalen Studie von Tay & Diener (2011).
Gallup World Poll (160 Staaten)
fragten nach der Befriedigung von 6 Bedürfnissen (Basic, Safety, Social,Respect, Mastery, Autonomy) und subjektivem Wohlbefinden
Ergebnisse
o Befriedigung der Bedürfnisse steigert überall das Wohlbefinden
o Grundbedürfnisse sind wichtiger für Lebenszufriedenheit und negative Emotionen
o soziale Bedürfnisse sind wichtiger für positive Emotionen
o Steigerung eines Bedürfnisses hat schon einen eigenständigen Effekt, das heißt die Steigerung des Wohlbefindens hängt NICHT von anderen Bedürfnissen ab