Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03345.jsonl.gz/475

Der in Genf angeklagte ehemalige Polizeichef von Guatemala hat die gegen ihn gerichteten Mordvorwürfe zurückgewiesen. Der beschuldigte Erwin Sperisen steht vor Gericht, weil er für den Tod von zehn Häftlingen in Guatemala verantwortlich sein soll.
Er habe mit dem Tod von drei geflohenen Häftlingen im Jahr 2005 nichts zu tun, sagte der Angeklagte laut einem Bericht der Zeitung «Tribune de Genève» am zweiten Prozesstag. Bei einem zweiten Einsatz soll er den Mord von sieben Gefangenen befohlen haben.
Der Prozess gestaltet sich zudem schwierig, weil die Straftaten in Guatemala begangen wurden und bereits acht Jahre zurückliegen.
Vergleichbarer Prozess in Österreich endete ohne Verurteilung
Im gleichen Fall war der frühere Kripo-Chef Javier Figueroa im vergangenen Jahr in Österreich aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Eine Auslieferung Figueroas in das Heimatland lehnte das Gericht ab. Dort sei kein fairer Prozess zu erwarten, so die Richter.