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DMZ – SOZIALES ¦
Patricia Jungo ¦
#mittellaendische ¦
Die Bildungskommission des Nationalrats (WBK) nimmt den indirekten Gegenvorschlag für einen Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen an, lehnt jedoch die Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub ab. Vätern soll es möglich sein, innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt ihres Kindes zwei Wochen bezahlten Urlaub zu beziehen, dessen Finanzierung genau wie die des Mutterschaftsurlaubs über das Erwerbsersatzgesetz erfolgen würde. Man rechnet dabei mit Kosten von etwa 224 Millionen Franken. Nachdem der Ständerat diese Gesetzesänderung in der Sommersession gutgeheissen hatte, folgte ihm auch die Nationalratskommission mit 15 zu 10 Stimmen. Das Konzept eines Elternurlaubs wurde mit 16 zu 9 Stimmen verworfen. Es gibt einige Minderheiten, die dem Nationalrat ein derartiges Konzept vorlegen wollen. Dabei belaufen sich die Forderungen auf je 14 Wochen für die Mutter und den anderen Elternteil, einen Elternurlaub von 38 Wochen oder einen von 52 Wochen. Die Kommission lehnte die Initiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie» mit 13 zu 10 Stimmen und einer Enthaltung ab. Diese verlangt vier Wochen bezahlten Vaterschaftsurlaub,was Kosten von rund 420 Millionen Franken pro Jahr verursachen würde. Die nationalrätliche Finanzkommission hatte sich Anfang Juli auch für den indirekten Gegenvorschlag ausgesprochen mit der Begründung, dieser Kompromiss sei sinnvoll und auch finanziell vertretbar. In der Herbstsession wird im Nationalrat über Initiative und Gegenvorschlag beraten.
Quellen: Srf news/ swissinfo.ch