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Der ideale Rollenspieler: Defensivstürmer René Schädler war in den Achtzigerjahren der Liebling der Trainer.
Er war nie ein Star, aber immer ein wertvoller Teamplayer. Er gehörte nicht zu den Grossverdienern, ging aber immer mit 100 Prozent Leidenschaft und Körpereinsatz zur Sache. Auf ihn war Verlass: René Schädler war der ideale Rollenspieler - ein Spieler, wie ihn die Trainer lieben.
Der inzwischen 53-jährige Flügelstürmer ist an der Chamerstrasse in Zug aufgewachsen. Zu seiner Generation gehören gleich mehrere EVZ-Eigengewächse, denen zwischen 1982 und 1987 der Sprung von der ersten Liga in die Nationalliga A gelang. Sandro Bertaggia und Philipp Neuenschwander schafften es sogar bis in die Nationalmannschaft.
René Schädler hatte seinen Platz in einer Linie mit Defensivaufgaben, sorgte aber mit seinen Flügelläufen dennoch für stete Torgefahr. Mit seinem engagierten Körperspiel gewann er auch die Herzen des Publikums. Gleich in seiner ersten Saison mit der ersten Mannschaft (1982/83) konnte er den Wiederaufstieg in die zweithöchste Liga feiern. Vier Jahre später folgte der emotionalste Moment seiner Karriere: Der damals sensationelle Wiederaufstieg in die Nationalliga A nach einer dramatischen Playoff-Serie gegen den ZSC. Den entscheidenden 6:2-Sieg am 14. März 1987 vor weit über 8000 Fans im alten Hertistadion hat er bis heute nicht vergessen. Ebenso wenig wie den Zuger Aufstiegstrainer, den Kanadier Andy Murray, der ihn mit seiner professionellen, strukturierten Arbeit beeindruckt hat.
Nach drei NLA-Saisons mit dem EVZ wechselte René Schädler nach Chur, wo sein früherer Nachwuchstrainer Leo Schumacher als Headcoach an der Bande stand. Eine gute Wahl: Mit den Bündnern erlebte er einen zweiten NLA-Aufstieg (1991) und zwei weitere NLA-Saisons, bevor er seine Karriere beim SC Luzern unter einem Trainer namens Arno del Curto langsam ausklingen liess und berufliche Prioritäten setzte. Bis zur Saison 2015/2016 machte er noch bei den EVZ-Veteranen mit, danach hängte er die Schlittschuhe endgültig an den berühmten Nagel. Als Saisonkarteninhaber hat er aber weiterhin zwei feste Plätze in der BOSSARD Arena.