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Genf (dpa) - China verzeichnet gegen den weltweiten Trend einen deutlichen Zuwachs an Patentanmeldungen. Das geht aus einer Erhebung für 2009 hervor, die die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) am Mittwoch in Genf vorstellte. Während die Zahl der weltweit neu angemeldeten Patentanträge 2009 um 4,5 Prozent zurückging, liessen die Unternehmen in China 8,5 Prozent mehr Patente im Vergleich zum Vorjahr registrieren.
Während grosse Unternehmen wie General Motors die Zahl ihrer Patentanträge fast um ein Viertel zurückfuhren und bei Toyota ein Rückgang von 19,8 Prozent verzeichnet wurde, erhöhten die chinesischen Telekommunikationshersteller ZTE die Anträge um 45 oder Huawei um 27 Prozent. Für das laufende Jahr sieht WIPO- Generaldirektor Fancis Gurry zwar eine langsame Verbesserung der Lage. "Wenn das Ausmass dieser Erholung auch noch unsicher ist, werden wir vermutlich (aber) eine anhaltende geografische Hinwendung der innovativen Leistung zu neuen Spielern sehen, besonders in Asien", sagte Gurry.
Die USA insgesamt waren im vergangenen Jahr für dreiviertel des Rückgangs an Patentanmeldungen verantwortlich, obwohl Apple 20 Prozent und Microsoft 10 Prozent mehr Patente anmeldeten. Insgesamt spiegeln diese Zahlen nach Angaben der WIPO die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise wider. 2008 hatte die Zahl der Patentanmeldungen im Vergleich zum Vorjahr noch um 2,6 Prozent zugenommen. So wurden weltweit 1,91 Millionen Patente, 3,3 Millionen Handelsmarken und 660 000 Anträge auf geschütztes Industriedesign angemeldet.
hpd/DP/tw
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