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Beim Doownhill-Weltcup im slowenischen Maribor wiederholt Loris Vergier seinen Sieg aus dem Vorjahr, vor Laurie Greenland und Thibault Daprela. Schweizermeister Yannick Bächler fährt mit Platz 36 sein zweitbestes Weltcup-Resultat ein. Bei den Frauen gewinnt Myriam Nicole, vor Eleonora Farina und Camille Balanche.
Im Vorjahr von rutschig bis nass-klebrig, präsentiert sich die Downhill-Strecke für das dritte Weltcup-Rennen in Maribor schnell und staubtrocken. Für die erste Überraschung im Rennen der Frauen sorgt Eleonora Farina. Auf der teilweise rauen Strecke fährt die Italienerin offensiv und fegt die bislang Führende, die Europameisterin Monika Hrastnik (SLO) vom Hot Seat.
Danach geht Weltmeisterin Camille Balanche auf die Strecke. Und obwohl sie diese Strecke nicht besonders mag, zeigt sie ihr die Zähne: «Ich wusste vom Qualifikationslauf, dass ich im oberen Abschnitt Zeit verlor, und das wollte ich im Rennlauf ändern.» Tatsächlich fährt die Schweizerin oben sehr gut und führt bei der Zwischenzeit, doch dieser Effort rächt sich bei dem heiss-schwülen Wetter. «Ich machte einen Fahrfehler und kam dann etwas aus dem Rhythmus, worauf wiederum ein paar kleinere Fehler folgten.» Diese werfen Balanche hinter Farina zurück auf den zweiten Zwischenrang.
Als zweitletzte Fahrerin geht Myriam Nicole (FRA) ins Rennen und sie fährt sauber und schnell. So schnell, dass sie auf drei von vier Abschnitten am schnellsten ist und Farina im Ziel um über eine Sekunde auf Rang zwei verdrängt. Nun muss Camille Balanche um ihren dritten Platz bangen, als Qualifikationssiegerin Valentina Höll loslegt. Doch die Österreicherin ist nicht mit Spitzenzeiten unterwegs, liegt zwischenzeitlich auf Rang drei, rutscht auf der zweiten Hälfte aber stetig nach hinten und landet auf Rang sechs. So holt Nicole ihren ersten Saisonsieg vor Farina und Balanche, die sich keineswegs über einen verpassten Sieg trauert: «Es waren zwar ein paar Fehler, aber ich bin überglücklich auf dem Podest zu sein, was ich auf dieser Strecke wirklich nicht erwartet hätte!»
Nach dem Sieg von Myriam Nicole liegt Balanche mit der Französin Punktegleich auf Platz zwei im Gesamtklassement.
Vergier doppelt nach
Im Rennen der Männer setzt Benoit Coulanges (FRA) früh eine Marke, an der sich die nachfolgenden zwölf Kollegen die Zähne ausbeissen. Der 13. Kollege, sein Landsmann Loic Bruni, greift mächtig an und ist im Ziel drei Zehntelsekunden schneller als Coulanges. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Nach zehn Minuten auf dem Hot Seat geht der 40-Jährige Greg Minnaar auf die Strecke. Und der Südafrikaner zeigt, dass er noch nicht zu alt ist, gegen seine deutlich jüngeren Kontrahenten zu bestehen. Er führt das Rennen zwischenzeitlich mit zwei Sekunden Vorsprung an, verliert dann wieder etwas, doch es wird die erneute Bestzeit!
Mit Minnaars Führung ist die Jagd eingeläutet, denn Laurie Greeland (GBR) ist gerade mal einen Wimpernschlag schneller. Allerdings hält die Spitzenzeit des Briten nicht lange hin. Thibault Daprela (FRA), der Führende in der Weltcup-Wertung, fährt aggressiv, führt knapp beginnt einige kleine Fehler zu machen, wird aber trotzdem immer schneller und ist über eine Sekunde schneller als Greenland. Es wird also ein französischer Sieg – doch mit welchem Gewinner? Die Möglichkeit dazu hat Qualifikationssieger Loris Vergier und er scheint seine Chance zu nutzen. Bei der ersten Zwischenzeit noch knapp auf Platz zwei, führt er bei der Zweiten bereits mit sieben Zehntelsekunden und baut weiter aus. Im Ziel leuchtet Vergiers Zeit grün, er siegt 1.7 Sekunden vor Daprela.
Im Finale der besten 60 sind auch zwei Schweizer mit von der Partie. Schweizermeister Yannick Bächler lässt bereits in der Qualifikation mit Platz 17 aufhorchen. «Mit einem solchen Resultat hätte ich nicht gerechnet» gibt Baechler zu Protokoll. Im Hauptrennen gelingt ihm wiederum einen sauberen Lauf, bis er beim Step-Down-Sprung aus dem Wald einen Fehler macht und knapp einen Sturz verhindern kann. «Da hatte ich wohl Sonntag. Mit meinem Resultat bin ich aber trotzdem zufrieden, freut sich der junge Schweizer, dem mit Platz 36 wiederum eine beachtliche Platzierung inmitten namhafter Fahrer gelingt.
Mit Platz 60 in der Qualifikation den letzten Startplatz fürs Finale ergattert, eröffnet der Schweizer Janis Lehmann am Sonntag das Hauptrennen. Der 23-Jährige kann sich in seinem Lauf etwas steigern und belegt am Ende Rang 53.
Bei den Junioren fährt Nicolas Baechler als einziger Schweizer ins Finale der besten 25 und klassiert sich dort auf Rang 21. Der Sieg geht an den Kanadier Jackson Goldstone, der mit seiner Zeit im Elite-Rennen auf Rang 17 gelandet wäre.