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Bevor im Recht «Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit » verankert wurde, hatte ein Menschenleben nicht viel Wert und dementsprechend wurde es auch gerichtet.
Ein Verbrecher wurde mit dem bestraft, was er oder sie verbrochen hatte. So wurde bei kleinem Diebstahl die Hand abgehackt, schwererer Diebstahl mit Enthaupten oder Hängen bestraft. Ein Brandstifter wurde zum Tode durch Verbrennen hingerichtet.
Wissen Sie, wo der Henkersplatz mit dem Galgen war? Ein ganz spezieller Galgen.
Es konnten drei Verbrecher auf einmal gehängt werden.
Junge Mädchen waren Freiwild. In den Bädern wurden jeden Monat 200 junge Frauen durch neue Dirnen ersetzt.
Am Schluss der spannenden Führung durften die Landfrauen in den 56 Meter hohen Stadtturm klettern. Bis 1984 war der Stadtturm das Gefängnis von Baden. Kleine moderige Zellen ohne jeglichen Komfort waren bestimmt kein Zuckerschlecken.
Um die Eindrücke zu verarbeiten, öffnete Frau Meise ihr Café extra für die Landfrauen in der Unteren Halde. Es wartete ein reichhaltiger Apéro von der Mama Meise mit vielen selbstgemachten kalabrischen Köstlichkeiten. Mit einem Meisencüpli liessen die Frauen den warmen Abend auf dem Balkon ausklingen, bevor sie mit dem Postauto wieder nach Hause fuhren.