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Nach seiner Verhaftung am 10. Dezember 2015 war Petr Jasek am 29. Januar 2017 wegen Spionage und «Kriegsführung gegen den Sudan» zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Tscheche hatte u.a. einen Film über den christlichen Student Ali Omer gedreht, der bei einer Demonstration gegen die sudanesische Regierung im Jahr 2013 schwer verletzt worden war. Mit dem Film wollte Jasek auf die Christenverfolgung im Sudan aufmerksam machen.
Nach über 14-monatiger Haft wurde der christliche Entwicklungshelfer und Filmemacher durch Omar al-Baschir, den Präsidenten Sudans, begnadigt und freigelassen. Die Begnadigung erfolgte im Zusammenhang mit dem Besuch des tschechischen Aussenministers Lubomir Zaoralek im Sudan. Jasek und Zaoralek flogen am Sonntag, 26. Februar 2017, zurück nach Prag. Petr Jasek bedankte sich auch bei der Schweizer Botschaft im Sudan, die bei allen Anhörungen dabei war.
Die beiden sudanesischen Pastoren Hassan Tawor und Abdulmonem Abdumawla sitzen hingegen immer noch im Gefängnis. Sie hatten den Studenten Ali Omer zusammen mit Jasek unterstützt und waren ebenfalls am 22. Januar 2017 verurteilt worden, und zwar je mit einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe. Die Anwälte der beiden Pastoren haben gegen das Urteil Berufung eingelegt und fordern deren Freilassung.
Reto Baliarda
Quelle: AP/ Worldwatchmonitor
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