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Grundsätzliche Einschätzung
Reisen nach Israel sind mit Risiken verbunden, und es wird im ganzen Land zu erhöhter Vorsicht geraten. Informieren Sie sich in den Medien und über Ihren Reiseveranstalter über die Entwicklung der Lage und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.
Israel verfügt über eine stabile politische Ordnung und Infrastruktur. Es bestehen jedoch gewisse Spannungen, die periodisch zunehmen.
Die Spannungen zwischen Israel und dem Gazastreifen können plötzlich zunehmen und zu Raketenbeschüssen führen, die vor allem auf israelische Gebiete in der Nähe des Gazastreifens zielen. Jedoch werden vereinzelt auch Raketen mit einer Reichweite von mehr als 100 km eingesetzt. Zum Beispiel nahmen Rakaten im März 2019 die Region von Tel Aviv ins Visier.
Den komplexen Verhältnissen in der Region muss stets Rechnung getragen werden. Bestimmte Ereignisse und Konflikte in Nachbarländern können sich auf die Sicherheitslage in Israel auswirken.
In den Städten kommt es zeitweise zu Demonstrationen und Ausschreitungen. Bei Protestkundgebungen kann es zu Zusammenstössen zwischen den Demonstranten und der Polizei kommen. Vor allem bei Protesten in den Grenzgebieten und an Gedenktagen sind gewaltsame Konfrontationen möglich.
Im ganzen Land besteht die Gefahr von Gewaltakten wie Anschlägen und Einzelangriffen mit Fahrzeugen oder Waffen.
Als besonders gefährdet gelten öffentliche Verkehrsmittel, Strassencafés, Einkaufszentren, viel besuchte Plätze und generell grosse Menschenansammlungen.
Spezifische regionale Risiken
- Besetztes Palästinensisches Gebiet: Beachten Sie die vollständigen Reisehinweise fürs Besetzte Palästinensische Gebiet (Gazastreifen und Westjordanland inkl. Ostjerusalem).
- Israelische Gebiete in der Nähe des Gazastreifens: Aufgrund der angespannten Lage wird von Reisen abgeraten, die näher als 40 km an den Gazastreifen heranführen.
- Israelische Gebiete entlang des Westjordanlands: In unmittelbarer Nähe der Sperranlage zwischen Israel und dem Westjordanland kommt es immer wieder zu Demonstrationen. Lassen Sie besondere Vorsicht walten.
- Jerusalem: Wegen der angespannten Situation ist in Jerusalem besondere Vorsicht geboten, vor allem bei Altstadtbesuchen an jüdischen und islamischen Feiertagen. Lassen Sie sich in Jerusalem von einer ortskundigen Person begleiten. Lassen Sie Wachsamkeit walten, wenn Sie die Jerusalem Light Rail benutzen und verzichten Sie auf Fahrten auf den Streckenabschnitten Shu’fat - French Hill und Kiryat Moshe - Mount Herzl. Die Linie führt durch Gebiete, in denen die Spannungen sehr hoch sind, und wo es wiederholt gewaltsame Ausschreitungen und Angriffe auf Züge gegeben hat. Ostjerusalem (einschliesslich Altstadt) befindet sich auf Besetztem Palästinensischem Gebiet.
- Grenzgebiet zu Libanon: Von Reisen ins Grenzgebiet zu Libanon wird abgeraten.
- Grenzgebiet zum Sinai (Ägypten): Wegen der unsicheren Lage wird von Reisen in die Grenzregion zu Ägypten entlang der Landstrasse Nr. 10 abgeraten.
- Golanhöhen: Von Reisen ins Grenzgebiet zur Pufferzone (Sperrzone) zwischen Israel und Syrien wird abgeraten.
- Minenfelder gibt es noch in den Grenzregionen und auf den durch Israel besetzten Golanhöhen.
Auszug aus: Reisehinweise EDA - Israel
Siehe auch: Reisehinweise EDA - Besetztes Palästinensisches Gebiet
Impfungen
- Es wird empfohlen, sich gegen folgende Krankheiten zu impfen: Diphterie, Masern, Poliomyelitis und Tetanus.
- In einigen Fällen wird auch eine Impfung gegen folgende Krankheiten empfohlen: Hepatitis A, Hepatitis B, und Tollwut.
Gesundheitslage
Persönliche Hygiene sowie Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme sind sehr wichtig. Vermeiden Sie vom Wasserhahn zu trinken.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist gewährleistet. Die meisten Krankenhäuser verlangen in der Regel Vorschusszahlungen, bevor sie Patienten behandeln, die nicht in Israel wohnhaft sind.
Grundsätzliche Einschätzung
Die Kriminalitätsrate ist gering. Beachten Sie jedoch die üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Taschendiebstähle.
Auszug aus: Reisehinweise EDA
Weitere nützliche Reisehinweise
Vor allem im Sommer und Herbst besteht Waldbrandgefahr. Beachten Sie die Warnungen und Instruktionen der lokalen Behörden, z.B. Absperrungen, Evakuationsbefehle.
Im Süden Israels (im Negev) sind vor allem im Winter plötzliche und heftige Regenfälle möglich. Sie führen zu unerwarteten Strassenüberschwemmungen und lassen in den Wadis der Wüstentäler reissende Sturzbäche entstehen.
Erdbeben können vorkommen.
Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizerische Botschaft in Tel Aviv.
Auszug aus: Reisehinweise EDA