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Hallo Skender,
Deine Worte haben mich sehr berührt, denn sie sprechen genau das an, was ich oft denke. Wenn ich sehe, dass so gut wie jede Familie min. einen SOhn im Ausland hat, der dann die Familie finanziell unterstützt, so ist das hilfreich und gut, aber NICHT GENUG. Ich denke, die Prioritäten sollten sich verschieben, nicht nur wie Du schön sagtest, dreiströckige Häuser bauen, sondern vielleicht kleinere oder gar größere Unternehmen gründen??? Ich denke, im Kosovo fehlt es nicht an Intellektuellen, es gibt dort genug Studenten und gebildete Leute, aber mir fehlt es schlichtweg am GEMEINSAMEN. Es wird konkurriert, wessen Sohn schickt mehr, tolle Autos werden gekauft, schöne Häuser gebaut... etc. Und wenn dann ein paar Nachbarn sagen, sollen wir zusammenlegen um die Zufahrt zu planieren, dann wird dies abgelehnt. So wie das Geld kommt, wird es wieder ausgegeben und nicht angelegt.
Was meinen Mann betrifft, hat er nicht vor, erstmal im Kosovo zu leben, denn er findet Deutschland auch schön und ist nicht das, was von ausgesprochenen Patrioten nennt.
Mir ist es schwer begreiflich, wie man ein wirklicher Patriot sein kann und dann das Land verlassen, musste mich da jedoch belehren lassen.
Tja, und aus dem Ausland wenn man den Hintern schön im Trockenen sitzen hat, große Reden schwingen, dann ist das mit Sicherheit leichter, als im Land tagtäglich mit neuen Anforderungen konfrontiert zu sein.
GLG
Lula