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Ein Erdbeben der Stärke 6,7 hat am Freitag die Küstenregion in Zentralperu erschüttert. In Lima und anderen Städten wurden insgesamt 83 Menschen verletzt, wie die Rettungsmannschaften den örtlichen Medien mitteilten.
Mehrere Nachbeben hielten die Bevölkerung in Alarmzustand noch am Samstagmorgen. Die Verletzten wurden alle im Departament Ica verzeichnet, wo 88 Wohnungen zerstört wurden.
Auch in Lima wurde eine Wohnung beschädigt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Andina berichtete. In Pisco, wo bei einem Erdbeben der Stärke 8,0 im August 2007 mehrere hundert Menschen umgekommen waren, blieben zahlreiche Bewohner die Nacht über auf offenen Plätzen.
Das Epizentrum lag nach Angaben der peruanischen Erdbebenwarte IGP vor der Küste im Departament Ica, 117 Kilometer südwestlich der gleichnamigen Stadt. Die Tiefe des Bebens, das um 20.54 Uhr MESZ registriert wurde, wurde auf 30 Kilometer geschätzt.
Der Bürgermeister von Ica, Mariano Nacimiento Quispe, forderte nach dem Erdbeben den Abriss der Kathedrale und drei weiterer Kirchen wegen akuter Einsturzgefahr.
In Lima strömten viele der 8,5 Millionen Einwohner aus den Häusern ins Freie, als die Erde durch das Hauptbeben und drei Nachbeben der Stärke 5,0, 4,7 und 5,1 erschüttert wurde.
Aufruf zur Ruhe
Präsident Ollanta Humala, der sich zum Iberoamerika-Gipfel in Asunción aufhielt, rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Er sagte, der peruanische Zivilschutz verfüge über die nötigen technischen Hilfsmittel, um erforderliche Reparaturen auszuführen.
Nach Angaben des Geophysischen Instituts von Peru war das Beben auch in Andenstädten wie Cusco, Arequipa und Ayacucho zu spüren. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum gab keine Tsunamiwarnung für die Region aus, warnte jedoch, dass derartige Beben örtlich zu zerstörerischen Flutwellen führen können.
Im Jahr 2009 wurden in Peru mehr als 140 Erdbeben mit einer Stärke von 4,0 und mehr registriert. Das Andenland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem die seismische Aktivität besonders stark ist.