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Über das Lehrmittel
Mathematik 1
Mathematik 2
Mathematik 3
Nein. Mathematik 1 Primarstufe kann ohne Weiteres als allererstes Mathematiklehrmittel eingesetzt werden, unabhängig davon, ob im Kindergarten bzw. der Eingangsstufe mit Kinder begegnen Mathematik unterrichtet wurde oder nicht.
Falls im Kindergarten jedoch Kinder begegnen Mathematik eingesetzt wurde, lassen sich die Erfahrungen, die die Kinder damit gemacht haben, ideal in der ersten Primarklasse wieder aufgreifen und vertiefen.
Mit leistungsschwachen Kindern soll grundsätzlich mit Inhalten von «Grundlage für alle» (erster Unterrichtsvorschlag pro Thema im Handbuch) gearbeitet werden. Dabei ist es nicht das Ziel, die Grundlage vollständig abzuarbeiten, sondern sich auf den Kern des Themas zu konzentrieren.
Die Handhabung von Material (wie z.B. das Zwanziger-Punktefeld oder das Zahlenband) muss sorgfältig eingeführt werden.
Falls zum Thema eine «Routine für alle» gehört, ist es sinnvoll, auf diese Routine hinzuarbeiten. Auch dabei benutzen Kinder mit Schwierigkeiten Hilfsmittel wie das Zwanziger-Punktefeld, die Wendepunkte oder den Leuchtstift. Beim Üben mit der Lernsoftware «Fertigkeiten erwerben» steigen sie auf der tieferen Anforderungsstufe ein.
Leistungsschwächere Kinder bearbeiten nicht alle Seiten im Arbeitsheft, sondern nur ausgesuchte Aufgaben, die aufgrund ihrer Bedürfnisse und Möglichkeiten ausgewählt werden.
Zu jedem Thema gibt es veränderbare Arbeitsblätter. Diese können mit geringem Aufwand gezielt an die individuellen Bedürfnisse einzelner Kinder angepasst werden.
Rechnen mit den Fingern, d.h. zählendes Rechnen, ist äusserst fehleranfällig und funktioniert in der Regel nur im Zahlenraum bis 20. Sobald die Kinder in grösseren Zahlenräumen rechnen sollen, bekommen sie mit dieser Strategie Schwierigkeiten.
Zählende Rechnerinnen und Rechner addieren und subtrahieren meistens in Einerschritten vorwärts oder rückwärts. Zahlen werden selten zu grösseren Einheiten zusammengefasst. Die strukturierte Erfassung von Anzahlen ist aber eine wichtige Grundlage für das Verständnis des Dezimalsystems und für flexibles Rechnen. Als Hilfsmittel zum Darstellen von Additionen und Subtraktionen sollen die Kinder daher das Zwanziger-Punktefeld und die Wendepunkte so lange verwenden, bis sie in der Lage sind, sich die Rechnungen bildlich vorzustellen.
Man soll den Kindern das Rechnen mit den Fingern nicht verbieten, aber sie dennoch konsequent dazu anhalten, mit dem Zwanziger-Punktefeld zu arbeiten.
Ja, es ist vorgesehen, dass nicht alle Kinder alle Seiten im Arbeitsheft bearbeiten, sondern dass die Lehrpersonen die zu bearbeitenden Seiten je nach Bedürfnis der einzelnen Kinder auswählen.
So kann es für ein leistungsschwaches Kind angemessen sein, dass es nur die Seiten bearbeitet, die sich auf den Kern des Themas beziehen und die anderen Seiten weglässt.
Für ein sehr leistungsstarkes Kind hingegen kann es angemessen sein, die Seiten im Arbeitsheft überhaupt nicht zu bearbeiten und sich stattdessen anspruchsvollen Aufgaben zu widmen, die im Handbuch beschrieben sind und die auf mit ●●● gekennzeichneten Arbeitsblättern zur Verfügung stehen.
Eine Anleitung zum Zahlenband kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden:
Anleitung Zahlenband
Nein, das ist aus zwei Gründen nicht zu empfehlen.
Erstens sollen die Kinder ein inneres Bild der geordneten Zahlenreihe aufbauen. Das Zahlenband ist zwar ein wichtiges Hilfsmittel zur Orientierung in einem Zahlenbereich und beim Bestimmen von Nachbarzahlen. Wenn es die Kinder aber immer vor sich haben, besteht die Gefahr, dass sie beim reinen Ablesen bleiben und die innere Vorstellung der Zahlenreihe nicht aufbauen.
Zweitens ist das Zahlenband ist kein geeignetes Hilfsmittel für das Addieren und Subtrahieren, da es zum zählenden Rechnen verleitet. (siehe dazu auch: «Soll man Kindern das Rechnen mit den Fingern verbieten?») Die Kinder sollen die Operationen aber nicht über Vorwärts- und Rückwärtszählen auf dem Zahlenband ausführen, sondern mit Hilfe von strukturierten Zahlvorstellungen (Zwanziger-Punktefeld, Zahlzerlegungen).