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Muttenzerfeld, Hard und Birsfeld 1838/39.
Baaderkarte, geoview.bl.ch
Der Kauf des Bauernhof Hagnau, eine teure Landarrondierung für den nicht realisierten Basler Zentralfriedhof im Hardwald
Nachdem man nochmals den Standort Landauerhof für den geplanten Friedhof geprüft hatte, wurde ihm 1911 die westliche Hard vorgezogen. Dort konnte das Problem des Landerwerbs am kleinsten gehalten werden: Der Hardwald steht im Besitz der Bürgergemeinde und der grösste Teil des im Westen angrenzenden Muttenzerfelds im Besitz der CMS. Deshalb konnte die Stiftungskommission zur Kenntnis nehmen, «dass das Feld in absehbarer Zeit zu grösseren öffentlichen Unternehmungen in Anspruch genommen» werden könnte und die Arrondierungskäufe gezielt vorangetrieben werden sollten. Eine enge Verbindung der CMS mit dem Projekt eines Friedhofs in der Hard war auch durch die Mitwirkung ihres Verwalters in der Projektkommission gegeben.
Als bedeutender Beitrag der CMS an das Projekt des Hardfriedhofs muss ihr Kauf des Hagnauguts im Juni 1913 gelten, den sie höchstwahrscheinlich nicht aus eigenem Antrieb in Angriff nahm. Offenbar sollte sie auch auf dem Klünenfeld Arrondierungskäufe für den Friedhof tätigen, was aber an den von einzelnen, nicht verkaufswilligen Grundbesitzern scheiterte, welche die Preise hochtrieben. 1
Landkäufe auf dem Muttenzerfeld: Dynamik
|Umfang des Zukaufs (in ha)||Kaufpreis in Fr./m2|
|1897 - 1902||Kontinuierliche Zukäufe||14,3||0,33 - 0,50|
|1903 - 1905||Rasche grosse Zukäufe mit Arrondierungsziel||9,4||

0,50 - 0,75
|1906 - 1911||Relative Stagnation der Zukäufe infolge der aufgelösten Preissteigerung auf den Restflächen||3,3||0,39 - 1.00|
|1913 - 1914||Abrundung durch den Kauf des zum

Hagnau-Gut gehörenden Landes in Muttenz
|7,1||0,77 - 1,25|
Übersicht über den Besitz der Stiftung Christoph Merian auf dem Muttenzer Feld 1912
Rechts Überlagerung auf der Siegfriedkarte von 1918
Th. Hünerwadl, Hochbauinspektor II, Staatsarchiv Basellandschaft, 1832a und swisstopo
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Mittelholzer, Walter / LBS_MH01-004359 / Public Domain Mark 1925
Muttenzer Feld, Panoramaaufnahme, Blick R. Westen, links im Bild: Damm und Bahnanlagen
Bild: „Archiv Christoph Merian Stiftung“
für online-heimatkunde freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
«Von 1921 bis 1925 wird das Land auf dem Muttenzerfeld im Rahmen der Felderregulierung «Muttenz IV» neu geordnet. 2,66 ha südlich der Bahnlinie gelegenes Land der CMS fällt in das Umlegungsgebiet. Die dortigen 22 Grundbuchparzellen bilden 6 Parzellenblöcke; sie werden zu 4 Grundbuchparzellen zusammengelegt. Die Wegbauten werden 1921-22 als Notstandsarbeiten ausgeführt.
Liegenschaftsgewinnsteuer
Der Stiftungsgrundbesitz auf dem Muttenzerfeld wird anlässlich der Grundbuchvermessung Muttenz 1924 mit 35,98 ha beziffert. Über drei Viertel (78%) dieser Fläche beinhaltet die 27,99 ha grosse Hofacker-Schüracker-Parzelle zwischen Hardwald und Bahnareal, 15% liegen auf dem Klünenfeld und im Freuler an der Grenze zu Birsfelden, 7% isoliert südlich der Bahnanlagen. Anfang 1931 rekurriert die CMS gegen die Liegenschaftsgewinnsteuer für die von ihr 1930 an die SBB abgetretenen 0,77 ha Land der Hofackerparzelle. Die Gemeinde Muttenz berechnete diese unter Berufung auf einen Zusammenlegungsvorteil nach einem höheren Ansatz. Die im Rahmen der Grundbuchvermessung erfolgte Zusammenlegung der etwa 110 in der Hand der CMS vereinigten Parzellen zur einzigen grossen Parzelle von Hofacker und Schüracker wird von der Finanzdirektion BL nicht als Güterzusammenlegung und damit auch nicht als steuerpflichtige Eigentumsübertragung oder als durch ein öffentliches Verfahren geschaffener Zusammenlegungsvorteil betrachtet. Der Rekurs der CMS wird geschützt und die Liegenschaftsgewinnsteuer herabgesetzt.» 1
1 Justin Winkler. 1986. Die Landwirtschaftsgüter der Christoph Merian
Stiftung Basel. Darstellung des raumbezogenen Handelns und der
regionalen Funktion einer gemeinnützigen städtischen Institution (Basel:
Wepf), Diss.phil. Basel. = Basler Beiträge zur Geographie 35.