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Die physiologischen Wirkungen von Curcumaextrakt
Curcumaextrakt mit über 4700 Publikationen der am intensivsten untersuchte Pflanzenextrakt. Folgende physiologischen Wirkungen wurden nachgewiesen:
Eine der wichtigsten physiologischen Angriffpunkte von Curcumin ist die Hemmung des Enzymes Cyclooxygenase (COX-2), die das eigentliche antiinflammatorische Prinzip von Curcumin darstellt.
Bioverfügbarkeit von Curcuma –Extrakt (BCM-95®) im Vergleich mit anderen erhältlichen Extrakten
Verschiedene Curcuminpräparate wurden auf die Bioverfügbarkeit bei humanen Probanden getestet. Dabei liefert unser Curcumaextrakt (BCM-95®) die weitaus beste Bioverfügbarkeit.
Curcumin und Piperin, erhöhte Bioverfügbarkeit?
Die Resultate, der 1998 gemachte Studie Curcuma mit dem Bioverfügbar-keitsverstärker Piperin konnten nie bestätigt werden. Es handelt sich eher um eine Marketingstudie; sind doch die beiden Substanzen von der gleichen Firma. Die Verstärkung der Bioverfügbarkeit wurde mit einem Präparat, das hochgereinigt war verglichen. Die gemessene Bioverfügbarkeit ist zeitlich sehr begrenzt.
Curcumapräparate mit ausgezeichneter Bioverfügbarkeit
Die besten publizierten Ergebnisse werden mit Curcumaextrakten erzielt, die mit einem schonenden Extraktionsverfahren, mit einem geeignetem organischen Lösungsmittel, gewonnen werden und die immer noch einen bestimmten Anteil an öligen Curcumainhaltsstoffen aufweisen.
Vergleich der Bioverfügbarkeit von Curcumin (BCM-95®) mit einem Präparat Curcumin mit Piperine
Studie und weitere Links
Antony B, Merina B, Iyer VS, Judy N, Lennertz K, Joyal S. A pilot cross-over study to evaluate human oral bioavailability of BCM-95®, a novel bioenhanced preperation of curcumin. (Ind J Pharm Sci. 2008:445-450)
Curcumin, the bioactive component of turmeric, Curcuma longa has an exceptionally wide spectrum of activities including antioxidant, anti-infl ammatory and anti-cancer properties, and is currently under different phases of clinical trials for various types of soft tissue cancers. However, although in vitro and animal studies have shown anticancer activities of curcumin for virtually all types of human cancers, its poor bioavailability in the human body has severely limited its application to these diseases. Methods to increase its oral bioavailability are a subject of intense current research. Reconstituting curcumin with the non-curcuminoid components of turmeric has been found to increase the bioavailability substantially. In the present clinical study to determine the bioavailability of curcuminoids, a patented formulation, BCM-95®CG was tested on human volunteer group. Normal curcumin was used in the control group. Curcumin content in blood was estimated at periodical intervals. After a washout period of two weeks the control group and drug group were crossed over BCM-95®CG and curcumin, respectively. It was also compared with a combination of curcumin-lecithin-piperine which was earlier shown to provide enhanced bioavailability. The results of the study indicate that the relative bioavailability of BCM-95®CG (BiocurcumaxTM) was about 6.93-fold compared to normal curcumin and about 6.3-fold compared to curcumin-lecithin-piperine formula. BCM-95® thus, has potential for widespread application for various chronic diseases
Gelbwurz, lat. Curcuma longa
Die Gelbwurz Curcuma longa hat als Gewürz, Färbestoff und Arzneimittel eine grosse Tradition und wechselvolle Geschichte. Als Gewürz im Curry, als Farbstoff im Senf und in der asiatischen Medizin als Heilmittel eingesetzt, ist Kurkuma ein Pflanzenstoff, der in letzter Zeit ein überragendes Interesse in der medizinisch-wissenschaftlichen Forschung, vor allem bei Krebs und Entzündung, gefunden hat. Überzeugende Resultate aus renommierten Forschungsinstituten bestätigen die althergebrachten, überlieferten Wirkungen und erweitern das Spektrum an Therapiemöglichkeiten in einem Masse, wie es sonst nirgends zu finden ist.
Curcuma longa gehört zu der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) oder Gewürzlilien. Sie wächst vor allem in Indien, Indonesien, Thailand und China. Sie ist eine ausdauernde (perennierende) Pflanze mit etwa 1m langen, lilienartigen Blättern. Die Wurzel besteht vorwiegend aus Rhizomen (Wurzelsprossen), aus denen neue Pflanzen entstehen können. Sobald die Blätter verwelkt sind, wird der Wurzelstock geerntet, getrocknet und daraus das gelbe Kurkuma gewonnen. Durch besondere Extraktionsverfahren können die Wirkstoffe aus Kurkuma, z. B. die Curcuminoide so aufbereitet werden, dass sie vom Organismus viel besser aufgenommen werden können. Weitere Wirkstoffe sind die im ätherischen Öl enthaltenen Terpene und Sesquiterpene, wie Tumerone, Zingiberen.
Curcuma longa in der ayurvedischen und traditionellen chinesichen Medizin (TCM)
In der ayurvedischen Medizin besitzt Curcuma longa seit mehreren tausend Jahren als Symbol des Wohlstandes, als Energiespender der göttlichen Mutter und als hervorragendes Heilmittel einen hohen Stellenwert. Mit den Eigenschaften bitter, scharf, erhitzend, leicht, trocken, können alle 3 Doshas (drei energetische Grundprinzipien; das Bewegliche, das Substanzielle und der Stoffwechsel) positiv beeinflusst werden und führen zu einer Ausgewogenheit von Bewegung, Energie und Struktur. Eingesetzt wird Curcuma als blutreinigendes, entgiftendes, antiseptisches und entzündungshemmendes Heilmittel.
In der traditionellen chinesischen Medizin besitzt Curcuma wegen ihrer Gelbfärbung einen starken Bezug zur Wechselphase Erde (Zentrum). Sie zeigt ein warmes Temperaturverhalten, geschmacklich ist sie scharf und bitter und besitzt einen Meridianbezug zu Milz, Leber und Magen. Curcuma reguliert und bewegt das Blut (Xue), d.h. Stauungen, hervorgerufen durch Kälte, werden aufgelöst, Schmerzen im Brustbereich und Abdomen gelindert, Schwellungen, Entzündungen, Muskel- und Gelenk-schmerzen verringert.
Anwendungsgebiete in der westlichen Medizin
Positiv bewertet wurde Curcuma longa in der Aufbereitungsmonographie des deutschen Bundesamtes für Gesundheit (Kommission E) für dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden, insbesondere bei funktionellen Störungen des ableitenden Gallensystems.
Die WHO-Monographie nennt zusätzlich die Anwendungsgebiete Ulcus pepticum sowie Schmerzen und Entzündungen im Rahmen der rheumatischen Arthritis.
Die neuesten Forschungsresultate aus der Pharmakologie
In der Vergangenheit wurde, je nach Wahl des Testsystems, eine Vielzahl von unterschiedlichen pharmakologischen Aktivitäten für Curcuma beschrieben. Im Zentrum der heutigen Forschung steht die antioxidative, antiinflammatorische und anticanzerogene Wirkung von Curcuma. In einer Forschungsarbeit des Deutschen Krebszentrums Heidelberg, bei der über 20 verschiedene Substanzen auf diese obgenannten Wirkungen überprüft wurden, erreichte Curcuma mit Abstand die besten Resultate. Interessant ist auch die Fähigkeit von Curcuma, latent vorkommende Viren, wie Herpesviren, an ihrer Reaktivierung zu hindern. Herpesviren wie z.B. EBV (Epstein-Barr) können Auslöser verschiedener Krebs- und Auto-immunerkrankungen sein.
Curcuma longa bei Krebs und Entzündung
Eine Gemeinsamkeit von Krebszellen und Entzündungszellen (in der chronischen Situation) ist der molekulargenetische Programmwechsel. Transkriptionsfaktoren, wie solche aus der Gruppe der NF-kb, werden aktiviert und sorgen dafür, dass diese beiden Zelltypen Regulationsstoffe produzieren, die die normalen physiologischen Abläufe unterbinden und die krankmachende Situation aufrecht erhalten. So wird auch das natürliche Selbstzerstörungsprogramm (Apoptose) der Zellen unterbunden. Diese Prozesse laufen vor allem ab unter oxidativem Stress, d.h. wenn viele freie Radikale vorhanden sind. In vielen Experimenten konnte gezeigt werden, dass Curcuma diesen Programmwechsel rückgängig machen kann und die Zellen in den kontrollierten Zelltod überführt werden. Für Curcuma konnte auch eine antiangiogenetische (anti-gefässbildende) und antimetastasierende Aktivität im Tumorgeschehen nachgewiesen werden. Im Tier-versuch gelingt es die Tumorbildung zu verhindern und Tumorzellen zu bekämpfen und zu eliminieren. Biochemisch hemmt Curcumin verschiedene Kinasen (Aktivierungsenzyme) und Cyclooxigenasen (COX-2) (Entzündungsenzyme).
Neuroprotektives Potential von Curcuma longa
In Zell- und Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass die Amyloidbildung, – die Ursache der Gehirnzerstörung beim Alzheimer-Patienten -, durch Gabe von Curcuma verhindert werden kann. Curcuma scheint auch eine schützende Rolle bei einer mit der Multiplen Sklerose vergleichbaren Krankheit bei Mäusen (Exp. Autoimmune Encephalitis) zu spielen. Beiden Krankheiten (Alzh. u. MS) ist ein entzündlicher Prozess gemeinsam. Diese Resultate könnten auch eine Bestätigung liefern für die epidemiologische Beobachtung, dass in Indien Alzheimer und MS, im Vergleich zu westlichen und nordischen Ländern, weit weniger häufig auftreten.
Curcuma als ein wichtiger Faktor in einer ganzheitlichen medizinischen Behandlung
Alleine angewendet ist Curcuma kein Wundermittel! Es kann jedoch einen essentiellen Beitrag bei verschiedenen, teils schweren Erkrankungen liefern, wenn die Behandlung in einem ganzheitlichen Rahmen erfolgt.