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Die Zuger Kantonsparlamentarierinnen und -parlamentarier unterstützten die Verfassungsinitiative mit 43 zu 33 Stimmen. Auch die Regierung befürwortet die Änderung des Wahlsystems. Unterstützt wird die Majorzwahl vor allem von den Mitteparteien, während SP, Alternative-die Grünen und SVP an der bisherigen Proporzwahl festhalten wollen.
Bei der Proporzwahl, die in fast allen Kantonen für die Wahl der Parlamente angewandt wird, werden die Sitze im Verhältnis zu allen abgegebenen Stimmen verteilt. Bei der Majorzwahl hingegen erhält immer jener Kandidat den Sitz, der am meisten Stimmen erhält. Jede Stimme geht direkt an den Kandidaten und nicht an seine Partei. Neben Zug wählt nur noch das Tessin seine Regierungen nach dem Proporzsystem.
Einfacher und wählerfreundlicher
Das Majorzsystem sei einfacher, wählerfreundlicher und führe dazu, dass verdiente und glaubwürdige Persönlichkeiten eher gewählt würden als unbekannte, argumentierten Vertreter der CVP und FDP in der Kantonsratssitzung. Die SP und die Alternativen hielten dagegen, dass mit dem Majorzwahlsystem Minderheiten ausgeschlossen würden.
Auch die SVP ist für den Proporz, weil der Majorz die Wahl für jüngere und weniger bekannte Kandidaten erschwere. «Etwas, das sich bewährt hat, sollte man nicht ändern», sagte SVP-Kantonsrat Manuel Brandenberg.
Die Verfassungsinitiative wurde von einem Komitee unter der Leitung von Andreas Kleeb eingereicht, dem früheren Präsidenten der FDP Zug. Die Abstimmung am 9. Juni 2013 wird für die Zuger Stimmberechtigten nicht die erste zu diesem Thema sein.
Bereits zwei Mal wurde über den Wechsel zum Majorzsystem abgestimmt. In beiden Fällen entschied sich das Volk mit hauchdünner Mehrheit für das bisherige System.