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Notizen an mich selbst: 10 amerikanische Dinge, die ich nie verstehen werde
Wer sich über längere Zeit in einem bestimmten Land aufhält, wird schnell gewisse Eigenheiten der Bevölkerung erkennen. Natürlich sind nicht alle gleich, aber ganz allgemein lassen sich doch Gemeinsamkeiten herausfiltern. Ich finde es sehr spannend, mit Leuten zu sprechen, die in der Schweiz Ferien gemacht haben. Was ist ihnen aufgefallen, was waren ihre ersten Eindrücke und haben sich diese bewahrheitet? Da ich jedes Jahr meine Grossmutter in den USA besuche, kann ich nicht wirklich von meinen primären Impressionen sprechen. Aber eins kann ich wirklich behaupten: Nirgends fallen einem so schnell so viele typische Dinge auf. Hier ist also meine Liste von Dingen, die mich immer wieder zum Grübeln bringen. Viel Spass!
1. Wie kann eine Person so viele “ums”, “likes” und “you knows” in einem einzigen Satz brauchen? Sie sollten öfters Scrabble spielen, um ihr Vokabular aufzufrischen, echt.
2. Warum nennen mich hier alle “honey” oder “darling”, ohne mich zu kennen?
3. Wie können sie Restaurants auf -10 Grad herunterkühlen und immer noch heiss haben?
4. Wie können sie sagen, 8.99 sei für einen Burger und Pommes ziemlich teuer? Besucht doch einmal die Schweiz. Hier ist sogar MacDonalds kostspieliger als ein amerikanisches Gourmetmenu.
5. Funktioniert der Anmachspruch “Whassuuuuup?” und “Whatch’ya doin’?” bei Nicht-Schweizerinnen?
6. Wie kann man jeden Tag in einem Trainer herumlaufen und die Haare zu einem undefinierbaren Bündel auftürmen?
7. Spart man wirklich Zeit, wenn man “y’all” anstatt “you all” sagt? Ich habe schon von nützlicheren Abkürzungen gehört.
8. Wieso braucht es Trippel-Burger? Und wie kann man Extra-Frosting bestellen, ohne dass es einem schlecht wird?
9. Warum kann fast niemand die Schweiz von Schweden unterscheiden?
10. Was ist an den Kardashians interessant?
Als Schlusswort möchte ich anfügen, dass ich mich nicht beklagen will. Ich finde es wunderbar hier. Die Menschen sind freundlich, offen und kommunikativ. Nirgends ist es einfacher, mit einem Fremden ein Gespräch anzufangen. Wenn sie nur nicht so oft “like” sagen würden.