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In der Biografie «Paul Huber – Der Komponist und sein Werk» schildert Hanspeter Spörri Begegnungen mit Paul Huber. Er erinnert sich zum Beispiel an die Besuche der Familie Huber bei Familie Spörri im Café in Teufen. «Die Welt schien jeweils still zu stehen», so Spörri. Weltmännisch habe Huber die Anwesenden begrüsst und dabei die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Paul Huber (1918-2001) hat sich als Komponist von Chorwerken, Liedern und Blasmusikkompositionen einen Namen gemacht. Sein Werkverzeichnis umfasst weit über 400 Kompositionen aller Sparten. Rund ein Viertel davon sind geistliche und liturgische Werke. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Originalkompositionen für Blasmusik, daneben die Werke für Orchester bis hin zur gross angelegten Sinfonie.
Von Bruckner beeinflusst
Stilistisch war Paul Huber einer Tradition verpflichtet, die von der künstlerischen Haltung her auf Anton Bruckner zurückweist. In seinen frühen Werken zeigt sich ein deutlicher Einfluss seines Lehrers Willy Burkhard. Doch Huber entwickelte bald einen ausgeprägten Personalstil von eigenwilliger Farbigkeit und betont rhythmischer Akzentuierung.
Als Komponist schaffte Paul Huber einen ersten Durchbruch mit dem Festspiel «Frau Musica» auf einen Text von Georg Thürer, das er für das Eidgenössische Musikfest 1948 schrieb. Wichtiger allerdings waren 1953/54 die c-moll-Messe (Opus 28) und das sinfonische Gleichnis «Der verlorene Sohn».
Geistliche Werke
Zwei Jahre später folgte das umfangreiche «Requiem» für Soli, Chor und Orchester. Auch in den sechziger Jahren standen geistliche Werke im Zentrum. Zwischen 1960 und 1980 entstanden neben zahlreichen andern Werken ein «Magnificat» und eine Vertonung von Psalm 56, zwei Violinkonzerte, ein Klavierkonzert, sinfonische Dichtungen für Blasorchester, Kammermusik und reine Chorkompositionen.
Zu den wichtigen religiösen Werken zählt das «Te Deum» (1983). Huber widmete es dem langjährigen St. Galler Domkapellmeister Johannes Fuchs, der mehrere seiner grossen Chorwerke zur Uraufführung gebracht hatte.
Unter den Kompositionen der letzten zwei Jahrzehnte finden sich verschiedene Orgel- und sinfonische Werke, ein Paukenkonzert, ein Konzert für Hackbrett und Streichorchester (1993) sowie das im April 1998 uraufgeführte Konzert für Violoncello und Orchester.
Paul Huber wurde für sein Schaffen verschiedentlich ausgezeichnet. Die Universität Fribourg verlieh ihm 1979 den Ehrendoktor der Theologie, die Stadt St. Gallen 1982 ihren alle vier Jahre vergebenen Kulturpreis.