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Die Wirbelsäule des Hundes besteht aus einer Reihe von Knochen bzw. Wirbeln, die das Rückenmark umschließen. Das Rückenmark ist für die Übertragung von Signalen, die sich auf willkürliche Bewegungen beziehen, vom Gehirn zu den Gliedmaßen verantwortlich. Außerdem ist das Rückenmark das Kontrollzentrum für Reflexe (automatisch ausgeführte und willkürliche Reaktionen). Kreuz und quer verlaufende Muskeln umgeben die Wirbelknochen. Untereinander sind die Wirbel über Gelenke und Bänder miteinander verbunden.
Vom Profil des Hundes aus gesehen, bezeichnet man die Linie von den Schultern bis zum Rutenansatz als obere Linie oder Oberlinie. Die obere Linie kann gerade, gewölbt/gebogen oder abfallend sein. Ein Labrador Retriever hat beispielsweise eine gerade Oberlinie, der Whippet eine über den Lenden gewölbte Oberlinie und der Deutsche Schäferhund eine abfallende Oberlinie. Die gewünschte Form der Oberlinie hängt wieder vom Einsatzgebiet der jeweiligen Hunderasse ab.
Der FCI Standard des Boston Terrier verlangt:
Obere Profillinie : Eben.
Rücken : Kurz genug, um den Körper quadratisch wirken zu lassen.
Kruppe : Sie fällt zum Rutenansatz hin leicht ab.
Für den Hund ist es von großer Bedeutung, dass das sein Rückgrat stark genug ist, um den Körper-Mittelteil mit allen lebenswichtigen Organen zu stützen und flexibel genug ist, um einen weichen Gang und Beweglichkeit zu erlauben.
Einleitendes Zitat aus der Keilwirbelstudie des DKFB:
"Im Vorfeld sei klargestellt: alles was Sie über Keilwirbel lesen können, basiert auf nicht fundierten Spekulationen. Hoch interessant sind die wilden Darstellungen derer, die Sie glauben machen wollen, irgendwelche Erkenntnisse über Auswirkungen und Vererbung preisgeben zu können. Dieses ist nach unserer Ansicht unseriös und basiert auf effekthaschenden Spekulationen, da sich außer dem DKFB e.V. (und der US-Studie von Dr. Keller) niemand so intensiv, lang andauernd dokumentiert und konsequent mit diesem Thema auseinandergesetzt hat."
Ein Keilwirbel ist ein Wirbelkörper, der sich nach unten und/oder oben hin verjüngt und ab einem bestimmten Grad dieser Verjüngung als solcher eingestuft wird. Dafür muss jeder einzelne Wirbel vermessen werden.
Mehr Informationen über die Keilwirbelstudie, wie aussagekräftige Resultate entstehen, was es für eine Rasse bedeutet, das erfahren Sie beim DKFB e.V.
Über Keilwirbel schrieb Dr. Kai Rentmeister
Keilwirbel gehören zu den angeborenen Missbildungen der Wirbelsäule, entstehen also nicht durch falsche oder übermäßige Bewegung beim (Jung-)Hund. Neben anderen vererbten Mißbildungen wie Blockwirbel, Schmetterlingswirbel und Übergangswirbel sind sie die häufigste Form der mangelhaften Wirbelkörperausbildung beim Hund.
Es wird diskutiert, daß sich Keilwirbel aufgrund einer genetisch bedingten mangelhaften Entwicklung oder mangelhaften Durchblutung der Verknöcherungskerne einzelner Wirbelkörpervorstufen („Somiten“) während der Embryogenese (= fetale Entwicklung) ausbilden. Weiter...