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Eierstockkrebs betrifft in der Schweiz jährlich rund 600 Frauen, das sind rund 3% aller Krebserkrankungen bei Frauen. Obwohl Eierstockkrebs in höherem Alter gehäuft auftritt, können auch jüngere Frauen daran erkranken: 14% der Patientinnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.
In den beiden Eierstöcken der Frau wachsen die Eizellen heran, aus denen bei einer Befruchtung mit dem männlichen Samen ein Kind entsteht. Die Eierstöcke liegen wie die Eileiter und die Gebärmutter im Unterleib und befinden sich in der Nähe von Blase und Darm.
Risikofaktoren
Es gibt keine eindeutigen Ursachen für Eierstockkrebs. Einige Faktoren können aber das Risiko erhöhen, an Eierstockkrebs zu erkranken:
- Faktoren, welche die Einwirkung des Hormons Östrogen auf den Stoffwechsel «verlängern»: frühe erste Menstruation, Kinderlosigkeit, späte Menopause
- starkes Übergewicht (Fettzellen im Körper produzieren Östrogen)
- Diabetes (Zuckerkrankheit)
- langjährige Hormontherapie in den Wechseljahren mit Östrogen, ohne zusätzliches Gestagen
- bestehende Brustkrebserkrankung bzw. manche antihormonelle Therapien bei Brustkrebs
- erbliche Faktoren (BRCA-Mutation)
Symptome
Eierstockkrebs bereitet oft während langer Zeit kaum Beschwerden. Deshalb wird der Krebs meistens erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, wenn er im Beckenraum und in der Bauchhöhle Metastasen gebildet hat.
Folgende Symptome können auf Eierstockkrebs hinweisen:
- Andauernde Schmerzen im Unterbauch
- Anschwellen des Bauchs
- Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden
- Aussergewöhnliche Zyklusstörungen
- Blutiger Ausfluss aus der Scheide zwischen den Menstruationen oder nach den Wechseljahren
Diagnose
Um den Verdacht auf Eierstockkrebs abzuklären, wird zunächst eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt. Mit Ultraschall und Computertomografie lassen sich die Eierstöcke und die umliegenden Organe darstellen. Zur endgültigen Diagnose muss meistens eine Operation vorgenommen werden: Bei diesem Eingriff werden die Bauchorgane genau untersucht und man entnimmt Gewebeproben.
Therapie
In frühen Stadien der Erkrankung werden meistens beide Eierstöcke, die Eileiter, die Gebärmutter sowie Teile des Bauchfells und Lymphknoten entfernt. Die Entfernung von Eierstöcken, Eileitern und Gebärmutter bedeutet, dass die betroffene Frau nach dem Eingriff keine Kinder mehr bekommen kann. In fortgeschrittenen Stadien müssen manchmal auch einzelne, im Bauchraum liegende Organe (wie Blase, Milz, Leber oder Darm) teilweise oder vollständig entfernt werden.
Anschliessend an die Operation folgt fast immer eine Chemotherapie. Manche Frauen erhalten zusätzlich eine Antikörpertherapie.