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Brasilien ist einer der größten Produzenten von Nüssen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums exportiert das südamerikanische Land jährlich Nüsse im Wert von 200 Millionen Dollar. In den kommenden zehn Jahren soll das Exportvolumen auf eine Milliarde Dollar erhöht werden.
Jede Region Brasiliens wartet mit anderen dort wachsenden typischen Nüssen und Kastanien auf. Beispiele sind die Kaschunuss im trockenen Nordosten des Landes, die Baru-Nuss im Cerrado des zentralen Westens und die Para-Nuss in der Amazonasregion des Nordens.
Letztere bereitet dieses Jahr den Nuss-Sammlern allerdings Sorgen. Laut dem landwirtschaftlichen Forschungsamt Embrapa wird ein Ernteeinbruch von 70 Prozent erwaret. Durchschnittlich werden in Brasilien jährlich etwa 30.000 Tonnen Para-Nüsse gesammelt.
Im Jahr 2015 waren es sogar über 40.000 Tonnen. Etwa 21.000 Tonnen davon sind in die verschiedensten Länder der Welt exportiert worden. Dieses Jahr sind hingegen erst 3.000 Tonnen erzielt worden.Gerchnet wird mit einer Gesamternte von etwa 10.000 Tonnen.
Forscher vermuten, dass die niedrigeren Niederschläge 2015/2016 zu der geringeren Produktion der Para-Nüsse beigetragen haben. Von der Blüte bis zur reifen Nuss vergeht mehr als ein Jahr. Die Nuss tragenden Bäume sind in der Regel Methusalems.
Erst mit 80 bis 120 Jahren beginnen sie Früchte anzusetzen, produzieren dann aber bis ins hohe Alter von 500 und mehr Jahren. Nach der diesjährigen starken Blüte wird für das kommende Jahr wieder eine bessere Ernte erwartet.
Während sich der Nuss- und Kastanienexport laut Bestrebungen des brasilianischen Landwirtschaftsministeriums in den nächsten zehn Jahren verfünfachen soll, wird für den Inlandsmarkt lediglich ein Wachstum zwischen sechs bis acht Prozent erwartet.