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Der Sumpfrohrsänger liebt feuchte Lebensräume mit Gräben und Hecken. Sein Verbreitungsgebiet ist das Schweizer Mittelland und da vor allem an den Verlandungszonen von Flüssen, Bächen und Seen, welche leider in den letzten 150 Jahren trockengelegt und zerstört wurden.
Der kleine Singvogel hat eine braungraue Ober-, eine gelblichweisse Unterseite und die typisch weissliche Kehle. Sein unscheinbares Äusseres macht sein aussergewöhlicher Gesang mehr als wett. Sein ununterbrochener Gesang aus quirlenden und pfeifenden Lauten kann tagsüber aber vor allem in der Dämmerung und nachts gehört werden. Er immitiert auch oft die Stimmen anderer Vogelarten. Mehr als 200 verschiedene kopierte Vogelgesänge sind nachgewiesen, unter anderem auch solche aus seinem Winterquartier in Afrika.
Seine Nahrung findet der Sumpfrohrsänger in der dichten Vegatation in seinem Lebensraum, und er ist darum auch nur selten zu sehen. Er ernährt sich vor allem von Insekten. Sein Nest baut er in senkrecht stehenden Hochstauden, häufig in von Brennnesseln und Spierstauden dominierten Pflanzenbeständen. Sein Gelege umfasst normalerweise 3 bis 6 Eier.
Der Steinkauz ist eine kleine, kurzschwänzige Eulenart, deren Lebensräume durch Überbauung und vor allem durch die Intensivierung der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgingen, und er heute sehr rar ist. Dank BirdLife Schweiz und zahlreichen Partnern konnte dieser schöne Vogel gerade noch vom Aussterben in der Schweiz bewahrt werden. Im Moment sind wieder ca. 149 Reviere bekannt.
Der Steinkauz ist nur rund 22 cm gross und wiegt ca 200 g. Man erkennt ihn gut an den cremefarbenen Streifen über seinen gelben Augen.
Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und den Steppen und Halbwüsten Asiens her kommend, besiedelte er Mitteleuropa als typischer Kulturfolger erst mit dem Menschen. In der Schweiz findet man ihn heute noch in den Hochstammobstgärten der Ajoie, den Eichenhainen des Kantons Genf, den Niederungen des Kantons Tessin und seltener auch im Berner und Freiburger Seeland.
Den Steinkauz trifft man das ganze Jahr in seinem Revier. Er ist nachtaktiv und frisst Kleinnager und Grossinsekten. Meistens jagt er von einer Sitzwarte aus seine Beute auf dem Boden.
Als Höhlenbrüter sind Steinkäuze auf Hohlräume in alten Bäumen und Mauernischen angewiesen. Aus den im Februar gelegten 3 bis 5 Eiern schlüpfen nach 22 bis 30 Tagen die Jungen, welche nach weiteren rund 20 Tagen, bevor sie flugfähig sind, die Bruthöhle verlassen. Ab August werden sie von den Eltern aus dem Revier vertrieben und suchen sich im Umkreis von einigen Kilometern ein eigenes Revier.
Gefördert kann die Steinkauzpopulation vor allem durch das Pflegen einer vielfältigen Landschaft. Alte Hochstammobstgärten mit extensiven Wiesen, die zu unterschiedlichen Zeiten gemäht werden, müssen erhalten und wieder Jungbäume gepflanz werden. Auch Kleinstrukturen wie Hecken, Stein- und Asthaufen bietem ihm wichtigen Lebensraum. Mit Nisthilfen können fehlende Höhlen im Kurlturland ausgeglichen werden.
Weitere Information und Bilder findet ihr bei BirdLife Schweiz. Die Bilder auf dieser Seite stammen auch von BirdLife Schweiz.
Der Neuntöter, der Vogel, welcher im Logo unseres Vereines zu sehen ist, ist von BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2020 ausgewählt worden.
Neuntöter leben vor allem in Kulturlandschaften mit Niederhecken, extensiv genutzten Weiden und Obstgärten, Rebbergen und Waldlichtungen. Seine Nahrung, vorwiegend Heuschrecken, Grillen, Käfer, Spinnen, Hummeln, Wespen und kleine Wirbeltiere, findet er in den darin vorhandenen Magerwiesen , Brachen oder anderen Pflanzen, die für ein reichhaltiges Angebot an Insekten sorgen.
Er benötigt Dornbüsche in Hecken als Nistplatz.
Das Männchen des Neuntöters erkennt man an seiner schwarze Augenbinde, dem hellen bis rosafarbenen Bauch und dem grauen Oberkopf. Das Federkleid des Weibchens ist mehrheitlich braun gefärbt und darum die perfekte Tarnung beim Brüten.
Er erspäht seine Beute von einer Warte aus und erhascht sie im Flug oder greift sie am Boden. Bei genügend Nahrung spiesst er einen Teil der Beute auf Dornen auf. Diesem Verhalten verdankt der Neuntöter, auch Rotrückenwürger genannt, seinen Namen. Früher meinte man, dass er erst 9 Tiere aufspiesse und sie erst dann verzehre.
Zum Vogel des Jahres 2019 hat der Schweizer Vogelschutz SVS/Birdlife Schweiz den Kiebitz auserkoren. Dank der Zusammenarbeit zwischen Naturschützern und Landwirten erhält der wunderschöne Vogel mit der kecken Feder auf dem Kopf, der in der Schweiz beinahe ausgestorben war, jetzt wieder eine Chance.
Der Ursache für die beinahe Ausrottung in der Schweiz war die Intensivierung der Landwirtschaft, die dem Kiebitz zuerst den Lebensraum und dann auch die Nahrung raubte.
Die ursprünglichen Brutgebiete des Kiebitz sind Feuchtwiesen, die aber in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrheitlich trockengelegt wurden. Dies war der Grund dafür, dass die Vögel auf Ackerland auswichen, wo aber eingesetzte Pestizide seine Nahrung wie Insekten oder Würmer stark dezimiert. Auch bedeuten die heute eingesetzten Landmaschinen eine tödliche Bedrohung für die Jungvögel. Im Jahr 2005 lebten in der Schweiz nur noch 83 Brutpaare.
Dank verschiedener Schutzprojekte von BirdLife Schweiz in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach, wie z.B. Grasstreifen zwischen gemähten Wiesenflächen, die Aufwertung von Ackerflächen mit feuchen Stellen oder der Einsatz von Elektrozäunen um die Nester des Kiebitz, wurden im 2019 wieder 206 Kiebitz-Paare in der Schweiz gezählt.
Der Wanderfalke wurde von BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2018 bestimmt. Er ist ein pfeilschneller Jäger und stürzt sich mit atembaraubender Geschwindigkeit auf seine fliegende Beute. Im normalen Flug ist der Wanderfalke mit Geschwindigkeiten zwischen 40 und 60 km/h unterwegs
In der Jagt nähert er sich dem Beutevogel entweder im Flachstoss mit bis zu 100 km/h und im toten Winkel von hinten und nutzt so das Überraschungsmoment oder er stürzt im Stossflug aus grosser Höhe, spitzem Winkel, mit angewinkelten Flügeln und bis zu 300 km/h auf seine unter ihm fliegende Beute nieder. Manchmal tötet er sie hierbei allein schon durch die pure Wucht des Aufpralls. Dennoch sind trotzdem nur etwa 7% seiner Angriffe von Erfolg gekrönt.
Der Wanderfalke hat einen blaugrauen Rücken und eine helle Unterseite mit dunkler Querbänderung. Seine Kopfplatte ist schwarz, und er hat einen schwarzen Bartstreifen.
Der Wanderfalke lebt überall da, wo er genügend Vögel als Nahrung und felsige Nistplätze findet, auch in Städten. Trotz seiner geografischen Verbreitung, er hat jeden Kontinent ausser der Antarktis erobert, gehört er in der Schweiz mit 300 Brutpaaren zu den gefährdeten Arten.