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Milchviehbetriebe entkohlen
Projektübersicht
Status: Vollständig (2019)
Für 96% der Erwachsenen sind Milchprodukte eine Quelle von essentiellen Nährstoffen (CISL, 2015). Zusätzlich ist die Milchindustrie die Lebensgrundlage für viele Kleinbetriebe in ländlichen Gebieten. Jedoch sind Milchprodukte für 2.7% der weltweiten von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Über 90% dieser Emissionen entstehen noch innerhalb der Milchfarm (FAO, 2010).
Der grösste Anteil der Emissionen in den Milchfarmen entsteht während der Fermentierung. Also wenn Mikroben im Kuhmagen die organische Materie in der Nahrung aufbrechen. Im Verlauf dieses Prozesses entsteht Methan, welches dann mehrheitlich von den Kühen ausgestossen wird. Weitere wichtige Emissionsquellen sind die Futterproduktion und die Dünger Handhabung. All diese Emissionen sind charakteristisch für Kühe und daher verlangt die Milchindustrie einen spezifischen Ansatz zur Dekarbonisierung.
Weltweit gibt es eine grosse Vielfalt an landwirtschaftlichen System, wobei die Kapazität von einer einzelnen Kuh bis zu hunderttausend variieren kann. Doch nicht nur die Grösse der Betriebe, sondern auch das Klima, die Kuhart oder die Futterart verlangen unterschiedliche Lösungsansätze. Daher ist es essentiell, dass ein Ansatz entwickelt wird, der an die Details eines Betriebs angepasst werden kann.
Um einen Ansatz zu entwickeln, der hochskaliert werden kann um die Dekarbonisierung einer ganzen Organisation zu bewältigen, haben wir mit Nestlé kollaboriert. Basierend auf Expertengesprächen und Literaturrecherchen wurde ein Modell entwickelt, das das Minderungspotential und die Kosten verschiedener Ansätze beurteilt. Die Resultate dieser Arbeit können im Industriebericht ""Towards climate positive dairy farms" gefunden werden.