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Erdbockkäfer
In der Schweiz sind aktuell nur vier Standorte bekannt, wo der seltene Erdbockkäfer vorkommt.
Der bekannteste Standort dieser geschützten Art liegt am Rheinufer beim St. Johanns-Park, mitten in Basel. Wie viele andere Tier- und Pflanzenarten hat sich der Erdbockkäfer an die speziellen Bedingungen seines Lebensraumes angepasst. Werden diese verändert oder sein Areal zerstört, erlischt das lokale Vorkommen unweigerlich. Der ursprüngliche Lebensraum an der Rheinböschung wurde durch verschiedene Bauvorhaben in den 1980er und 1990er Jahren beträchtlich verkleinert. Um den bedrohten Käfer in der Stadt halten zu können, beschloss der Regierungsrat im Juli 1996 das Rheinbord unter Naturschutz zu stellen.
Bedrohter Lebensraum
Mit geeigneten Pflegemassnahmen wurde versucht, den geschützten Lebensraum des Erdbockkäfers am Rhein aufzuwerten. Seit 1985 wird die Bestandesgrösse jeden Frühling von Fachleuten ermittelt. Gegen Ende der Achtzigerjahre wurde der Bestand auf knapp 1000 Käfer geschätzt. Später nahm die Zahl stark ab und im Frühling 2004 wurden zum ersten Mal keine Erdbockkäfer mehr gefunden. Es muss befürchtet werden, dass der Basler Erdbockkäfer-Bestand erlischt.
Im grenznahen Elsass und im südbadischen Raum gibt es noch vereinzelte Erdbockkäfer-Bestände. Sie konnten dank einer geringeren Bewirtschaftungsintensität ihrer Lebensräume bisher überleben. Untersuchungen der Universität Basel zeigten auf, dass der flugunfähige Käfer nicht in der Lage ist, von dort aus bis zur Basler Rheinböschung zu gelangen, um sich wieder anzusie-deln.