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Zusammen mit in der Schweiz lebenden Kubanerinnen und Kubanern gedachte die Vereinigung Schweiz-Cuba dem vor zwei Jahren verstorbenen Anführer der kubanischen Revolution, Fidel Castro.
Ansprache von Natalie Benelli, Mitglied der Nationalen Koordination:
Es ist eine Ehre und ein Privileg, im Namen der Vereinigung Schweiz-Cuba ein paar Worte zu sagen, um dem Anführer der Kubanischen Revolution, Comandante Fidel Castro Ruz, anlässlich des zweiten Jahrestages seines physischen Ablebens zu gedenken.
Im Gegensatz zu den meisten von euch kenne ich Fidel Castro nur durch seine Texte und Reden. Ich möchte heute anhand einiger seiner Worte die tiefe Menschlichkeit, den Internationalismus und die theoretische und praktische Führung aufzeigen, die Fidel vermittelte, nicht nur den Menschen seines Landes, sondern allen Menschen, die unter der Unterdrückung und Ausbeutung durch die imperialistischen Mächte dieser Welt leiden.
Die von mir ausgewählten Zitate sind nur ein winziger Teil dessen, was Fidel in den fast sieben Jahrzehnten seiner revolutionären Führung sagte. Aber es sind Zitate, die auf meiner eigenen Erfahrung gründen. Sie haben zu meiner politischen Entwicklung beigetragen und dazu, dass ich Fidel Castro und seine Wirkung auf Kuba und die Welt schätzen lernte.
Der erste Text – „La Historia me absolverá“ – war entscheidend, um die Notwendigkeit und Unvermeidlichkeit des bewaffneten Kampfes für die Befreiung des kubanischen Volkes vom Batista-Regime und seinen US-amerikanischen Unterstützern zu verstehen, den Kampf Kubas für nationale Souveränität und Selbstbestimmung. Dieser bewaffnete Kampf siegte, wie wir alle wissen, am 1. Januar 1959 mit dem Triumph der Revolution.
Sechs Jahre nach „La Historia me absolverá“ sprach Fidel in einer Rede am 19. Oktober 1959 das an, wofür die Revolutionäre kämpften, als sie die Waffen gegen das Batista-Regime erhoben und wie die US-Regierung darauf reagierte: “Ese es el razonamiento: ‘Si hacen reforma agraria […] los estrangulamos económicamente.’ […]Es decir que encima de tener 600 000 desempleados, encima de tener una producción per cápita de 300 pesos, encima de tener la quinta parte de los hospitales que necesitamos y de las escuelas que necesitamos y de las cosas más elementales que necesitamos, encima de todo eso, si vamos a hacer algo por liberarnos de eso, nos amenazan con matarnos de hambre.”
Nahrung, Obdach, Gesundheit und Bildung – grundsätzliche Menschenrechte für alle Kubanerinnen und Kubaner, nicht nur für eine reiche Elite – das war es, wofür die Revolutionäre unter Fidel kämpften. Die US-Regierung antwortete mit der Drohung, das kubanische Volk auszuhungern. Es ist, wie wir alle wissen, was das Imperium und seine europäischen Freunde seit fast 60 Jahren zu tun versuchen, denn sie haben es Kuba und seinem Volk nie verziehen, José Martis Worte „Patria es humanidad“ verwirklicht zu haben.
Aber Fidel war Internationalist. Er wollte das, was für Kubanerinnen und Kubaner in Kuba Wirklichkeit geworden war, für alle unterdrückten Menschen auf der Welt. Am 5. Dezember 1988 sagte er in einer Rede anlässlich des 32. Jahrestages der Landung der „Granma“: „Ser internacionalista es saldar nuestra propia deuda con la humanidad. Quien no sea capaz de luchar por otros, no será nunca suficientemente capaz de luchar por sí mismo.“
Die tiefe, fundamentale Menschlichkeit und Solidarität, auf die Kubas Internationalismus gründet, wurde auch in einer Rede ausgedrückt, die Fidel am 8. September 2000 in der Riverside Church in Harlem, New York hielt – dieselbe Kirche, in der Rev. Dr. Martin Luther King am 4. April 1967 seine berühmte Predigt “A Time to Break Silence (Declaration Against the Vietnam War)” hielt und die Nelson Mandela kurz nach seiner Haftentlassung im Juni 1990 besuchte. Dieselbe Kirche, in der Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel und der Präsident von Venezuela, Nicolás Maduro Moros, am 26. September dieses Jahres sprachen.
Fidel sagte: “Los que no creen en el hombre, en su potencial de sentimientos nobles, en su capacidad para la bondad y el altruismo, no pueden comprender jamás que a nosotros nos duela no solo el niño cubano que muere o aquel que sufre […] y que nos preocupemos por el niño haitiano, guatemalteco, dominicano, puertorriqueño, africano, o de cualquier otro país del mundo. La especie humana alcanzará su grado más alto de conciencia cuando cada pueblo sea capaz de sufrir como propio el dolor de los demás pueblos del mundo.”
Fidel war sich auch der ökologischen Zerstörung unseres Planeten und der Menschheit bewusst und sprach darüber, lange bevor es andere taten. Im Jahr 1992 sagte er an der UNO-Konferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro, die Zeit sei gekommen, in der die Mittel, die für militärische Zwecke, Wettrüsten und Kalten Krieg ausgegeben werden, für die Entwicklung der Dritten Welt und den Kampf gegen die Zerstörung des Planeten eingesetzt werden müssten – Grundsätze, die in der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung etabliert sind, die am 25. September 2015 von allen 193 UNO-Mitgliedsstaaten verabschiedet wurde. Wir alle müssen dafür kämpfen, dass die Agenda 2030 umgesetzt wird, um die Menschheit und unseren Planeten vor der totalen Zerstörung zu retten.
Für uns, Mitglieder der Vereinigung Schweiz-Cuba, bleibt Fidel ein Beispiel dafür, wie wahre ProletarierInnen leben müssen. In unseren Herzen und Seelen lebt er weiter. Um sein Andenken zu bewahren, versprechen wir von der Vereinigung Schweiz-Cuba, weiter dafür zu arbeiten, Menschen hier in der Schweiz die Wahrheit über die Errungenschaften von Fidel und Kuba zu sagen und zu tun, was wir können, um das kubanische Volk in seinem Kampf ums Überleben zu unterstützen.
Viva Fidel – Viva Cuba y su Revolución – Fidel vive.