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… hiess ursprünglich Souconna. Dieser Name kommt vom keltischen
Sag’hauna oder Sac’hoon und bedeutet “schlafendes Wasser”.
… hiess ursprünglich Souconna. Dieser Name kommt vom keltischen
Sag’hauna oder Sac’hoon und bedeutet “schlafendes Wasser”.
Im rechten Wartenkönnen
liegt das Glück verborgen.
Was gestern keimte, heute blüht,
das wird die Frucht von morgen.
Carl Peter Frühling
Wegen Unwetter auf dem Schwarzen Meer verbringen wir einen weiteren wunderbaren Tag in Wylkowe. Dabei sind diese Fotos und Eindrücke entstanden:
Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist ein Geheimnis,
aber jeder Augenblick ist ein Geschenk.
Ina Deter
… oder allgemein, der Kreuzgang von Monreale vom ehemaligen Benediktiner-Kloster …
… präsentiert sich gemeinsam mit der Kathedrale von Monreale …
… von seiner besten Seite.
Hier stand die ursprünglich im Jahre 831 gegründete Abtei vom ehemaligen Bischof von Palermo und der Benediktiner-Mönche. Sie haben sich hier niedergelassen, weil sie damals von den Arabern aus der Stadt Palermo vertrieben wurden.
Der Einfluss der Araber zeigt bei diesem Säulengang mit den spitzbogigen Arkaden und zweifachen Bogenmotiven.
Die Arkaden werden von 26 unterschiedlich gestalteten Doppelsäulen und verschieden geschnitzten Kapitellen (korinthischen Säulenköpfen) getragen.
Beim Setzen der Säule auf den Säulenfuss, der sogenannten Plinthe, wurde schwarzes Lavagestein als Hilfsmaterial genommen. Dieser weiche Stein diente zur bestmöglichen Verbindung vom Säulenschaft zum Sockelstein und zur ausgleichenden Balance und Lastenverteilung der Säule auf den gesamten Unterbau.
Ich nehme an, dass diese Holzfragmente erst in der neueren Zeit, als stützende Elemente angebracht wurden … Denn momentan stehen in diesem Teil grössere Renovationen an, wie unter anderem der 3×3 m grosse Brunnenhof (zur Zeit verhüllt) hinter diesen Arkaden.
An den vier Eckpunkten stützen jeweils vier Rundpfeiler die Gewölbekonstruktion. Gleichmässige Lavaintarsien verzieren die Bogenreihen vom gesamten Kreuzgang. Hingegen sind die stützenden Stein-Säulen unterschiedlich gestaltet: entweder ganz schlicht, mit eingefrästen Rillen, filigran geschnitzt oder mit eingelegten Mosaiksteinen, teils sogar in schraubenförmiger Anordnung oder auch …
… mit ganz einfachen und verschieden eingelegten Musterungen auf ein und der selben Säule.
Mir ist aufgefallen, dass alle auf den Kapitellen aufliegenden Stützelemente der Arkaden nur zu einem Drittel oder hälftig auf dem Doppel- oder Vierer-Säulenkopf aufliegen. Ein grosser Teil vom rohen Stützbogenpfeiler ragt jeweils in die Luft, als ob das Kapitell zu klein oder das stützende Rohr zu gross im Umfang wäre …
Die Säulen – Kapitelle sind ebenfalls wie die Säulen unterschiedlich verziert,
… entweder wie hier mit Bildszenen aus der Bibel …
… oder symbolischen Darstellungen aus der arabischen Zeit.
Der arme Kerl muss kräftig auf die Zähne beissen, bis seine irgend wann abgefallenen Beine dank Gipsverband wieder angewachsen sind.
Diese Symbolfigur steht sogar auf dem Kopf und übt eine komplizierte Jogafigur, nein Spass beiseite: Sie bildet die Vorgänger-Version für das heutige Wappenzeichen von Sizilien.
Denn dieses ist erst ab dem 12. und 13. Jahrhundert in der heutigen typisch sizilianischen Version kreiert worden. Die Triskele mit dem verzierten Kopf symbolisiert die Medusa, welche in der griechischen Mythologie die Tochter der Meeresgottheiten Phorkys und Keto. Später wurde die Schlangenhaartracht mit Ähren dargestellt. Diese versinnbildlichen die römische Göttin Ceres, welche für den in Sizilien typischen Ackerbau zur Seite steht. Ausserdem garantieren die Ähren die Fruchtbarkeit für das Land. Die Flügel symbolisieren Hermes, den Schutzgott der Reisenden, Kaufleute und Hirten. Die Darstellung der drei Beine im gleichseitigen Dreieck versinnbildlichen die Sonne; also den Sonnenverlauf mit Sonnenaufgang und Sonnenuntergang oder den Lebensweg mit Auferstehung und Untergang.
… und da die etwas fröhlichere Nationalhymne von Italien
………
… beginnt in Palermo …
… genauer beim Stadttor der Porta Nuova (ital. für “neues Tor”), anfangs der Via Vittorio Emanuele. Der Vizekönig Marcantonio Colonna aus Italien hat das ursprüngliche Stadttor abreissen lassen und zur Erinnerung an den gemeinsamen Tunisfeldzug mit Kaiser Karl V. (HRR), dem damaligen Regenten von Sizilien 1583, wieder neu errichten lassen.
Auf der Westseite der Porta Nuova symbolisieren die vier tragenden Säulenskulpturen die besiegten Osmanen / Mauren und die vertriebenen Araber aus Sizilien.
“Insha’Allah – so Gott will!”, scheinen die zu klagen.
Nach einer Explosion durch Schiesspulver wurde ein Teil des Tores zerstört und 1669 wieder aufgebaut und mit dieser Loggia, einem Pyramidendach und kleinem Turm ergänzt.
Ja, die Schutzengel dürfen natürlich nicht fehlen …
Die Ostseite des Tors präsentiert sich eher nüchtern.
Ers bei der Piazza della Vittoria, dass die Porta Nuova mit dem Palazzo Reale …
… dem Schloss von Palermo, dem heutigen Regierungssitz von Sizilien verbunden ist. Der Palast steht auf dem höchsten Punkt von Palermo und wurde ursprünglich im 9. Jahrh. vom arabischen Fürst und Befehlshaber, dem Emir von Palermo erbaut.
200 Jahre später, nach dem Einmarsch der Normannen nach Sizilien (via Süditalien) wurde aus dem “Palazzo Reale” (königlicher Palast) der ”Palazzo di Normanni “(Normannenpalast). Als erster Normannenkönig residierte hier Roger der II. Weitere normannische Könige folgten bis das Königreich Sizilien im Jahre 1412 seine Selbständigkeit verlor. Von da an bis zum Anschluss von Sizilien an Italien (1816) und bis zur Vereinigung vom Königreich Neapel mit Sizilien regierten Vizekönige (aus Spanien, Savoyen, Österreichisch (Habsburg) und Frankreich (Bourbonen) das Land. Ab 1861 bis 1946 regierte der italienische König Vittorio Emanuele II. (ebenfalls König von Sardinien -Piemont) auch Sizilien. Ob er in diesem Palazzo gewohnt hat weiss ich nicht …
… Auf jeden Fall kann man heute in der grosszügigen Parkanlage (unter dem Schloss) nebst den vielen Touristen und Einheimischen, solche kurvigen Gestalten …
… und der eine oder andere Parlamentarier antreffen – meist aber erst nach seinem Ableben in Stein gehauen.
Palermos Besucher können sich ebenfalls mit der Kutsche, welche überall vor den Sehenswürdigkeiten stehen, durch die Stadt fahren lassen …
… oder sich von einem solchen sizilianischer Obstkarren einen frisch gepressten Orangensaft holen. Leider ist dieser kein typischer Carretto siciliano oder auf sizilianisch – Carrettu Sicilianu. Doch immerhin sind die Früchte darauf echt und sehr saftig und süss.