Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/128386

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Informatikprojekt Insieme der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) wurde abgebrochen. Nach Angaben des Bundesrates hat sich nebst dem Fehlen einer die IT- und die Organisationsdimension abdeckenden Gesamtplanung langfristig auch die fehlende fachliche Führung des Projektes negativ auf den Erfolg des Informatikprojektes Insieme ausgewirkt.</p><p>Die Finanzkommission hat sich in den vergangenen Jahren wiederholt über das Projektmanagement und die ständig steigenden Kosten besorgt gezeigt. </p><p>1. Wie hoch war der gesamte Ausgabenbetrag zum Zeitpunkt des Abbruchs dieses Projektes?</p><p>2. Welcher Anteil dieser Ausgaben wurde nutzlos ausgegeben?</p><p>3. Wäre es möglich, einen Teil der für externe Mandate bezahlten Beträge von Informatikunternehmen, die ihre Arbeit nicht zu Ende gebracht haben, zurückzufordern?</p><p>4. Die Ablösung der Systeme Molis (Mehrwertsteuer) und Stolis (Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer und Stempelabgabe) ist nicht abgeschlossen. Was wird die Ablösung noch kosten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Gesamtausgaben bis zum Abbruchentscheid im September 2012 belaufen sich auf rund 99,6 Millionen Franken.</p><p>2. Mehrere Applikationen und Produkte können auch nach dem Projektabbruch weiterverwendet werden. Es sind dies die in den Produktivbetrieb übergebenen Teile "Kapitaleinlageprinzip" (KEP) und "Stammdaten Erhebung DVS", Teile des Konzepts, des Pflichtenhefts und der Detailspezifikationen sowie die Investitionen in das Identity-Management (IAM) und den Entwicklungs-Framework (jEAP). Der Wert dieser Produkte beläuft sich gemäss erster Schätzung auf 19,2 Millionen Franken.</p><p>3. Abklärungen bezüglich allfälliger Rückforderungen gegenüber Lieferanten laufen zurzeit. Somit kann diese Frage noch nicht abschliessend beantwortet werden.</p><p>4. Zunächst muss nun eine neue Planung erarbeitet werden. Primäres Ziel ist es, den störungsfreien Betrieb der Altsysteme sicherzustellen, bis ein neues IT-Projekt geplant ist und umgesetzt werden kann. Eine realistische Kostenschätzung ist daher zum heutigen Zeitpunkt noch nicht möglich.</p>  Antwort des Bundesrates.