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Einige Insider hatten schon Wind davon bekommen, doch über konkrete Details war bislang wenig bekannt: Doch nun ist das Resort-Projekt «The Ocoy» auf den Philippinen konkret gestartet. Hinter dem Resortprojekt stehen Stephan Roemer, CEO von Tourasia und der Diethelm Travel Group (links), sowie Heinz Zimmermann, CEO von Top Line Marketing sowie Präsident des Asia Committee Switzerland und damit auch Organisator des alljährlichen Asia Workshop in Zürich (unten rechts).
«The Ocoy» soll 2021 eröffnen. Es handelt sich hierbei um ein Villenobjekt mit einer kompletten Hotelinfrastruktur. Die kleinsten Units haben eine Grösse von 120 Quadratmetern, die grösste Luxusvilla eine Landfläche von über 2000 Quadratmetern. Vorgesehen sind fünf Villenkategorien: «Golden Lux Garden» (Kategorie C1), «Golden Lux Beach» (C), «Platinum Lux» (B), «Diamond Lux» (A) und als höchste die «Presidential Villa» (A1). Das Pricing pro Villeneinheit bewegt sich je nach Zeitpunkt des Verkaufs und nach Objektgrösse zwischen 690‘000 und 5,1 Mio. Franken. Im Gesamtausbau sind bis zu 101 Einheiten möglich.
Roemer weist darauf hin, dass den Villen-Eignern eine Rentabilität von 5-8 Prozent winkt («net profit» aus dem Hotelbetrieb der Villa, hälftig geteilt mit dem Hotelbetreiber), «im Glücksfall vielleicht sogar mehr», weil dies eine konservative Annahme sei. Darüber hinaus steige der Landpreis aktuell jährlich um rund 12 Prozent, wodurch auch schöne Weiterverkaufsprofite möglich sind. Die Amortisierung des Investments sei innert 12-15 Jahren erreicht, wobei man auch auf Lebzeiten Besitzer sein kann, ohne dass man Filipino sein muss.
Grosse Hotelgesellschaften zeigen Interesse an einem Management-Vertrag
Noch steht das Resort nicht, doch die erste Phase - der Verkauf der Villen an private Investoren - ist kürzlich angelaufen. Das «The Ocoy» sieht ein Mixed-use-Konzept vor: Investoren können eine Villa erwerben und diese der Hotelbetreibergesellschaft zur Weitervermietung und Bewirtschaftung überlassen oder ausschliesslich zur Eigennutzung brauchen. Konkret sieht dann bei ersterem Fall so aus, dass ein Käufer die Villa maximal drei Wochen privat bewohnen kann, diese aber den Rest des Jahres für den Gebrauch durch Feriengäste freigegeben ist. Wird die Villa ganzjährig vom Eigentümer bewohnt, wird eine Service-Fee für die Mitnutzung der Resort-Infrastruktur erhoben, wofür es verschiedene Leistungspakete gibt.
Heinz Zimmermann, der für das Marketing des Ocoy verantwortlich zeichnet, erwartet, dass rund 75-80 Prozent der Geldgeber «reine Investoren» sein werden, die nicht im Ocoy wohnen möchten, und der Rest möglicherweise dort teilweise oder ganz wohnen will. «Es braucht mindestens 55 frei verfügbare Villen, um die Hotel-Operation sicherzustellen», erklärt Zimmermann. Roemer präzisiert: «Wenn rund 15 Units verkauft sind, werden wir mit der ersten Bauphase beginnen. Aufgrund der Beschaffenheit und Grösse des Landes können wir einfach verschiedene Etappen planen, ohne dabei die bestehende Infrastruktur zu stören.»
Man habe das Projekt ruhig und nie gehetzt verfolgen können, bemerkt Roemer, «darum konnten wir auch entspannt auf alle erforderlichen Bewilligungen warten und mussten nicht auf die verbreitete Methode von ‚Bearbeitungsgeldern‘ einknicken.»
Der Hotelbetrieb wird künftig von einer professionellen Hotelgesellschaft gemanagt, welche auch für den Vertrieb verantwortlich zeichnen wird. Um welchen Betreiber es sich handeln wird, sei noch nicht entschieden, «da verschiedene namhafte Hotelgesellschaften Interesse zeigen», wie Roemer ausführt.
Das enorme Potenzial sofort erkannt
Wie kommt es überhaupt, dass die beiden ein Resortprojekt auf den Philippinen verfolgen? Roemer holt aus: «Ich habe die Philippinen seit 1983 mehr als 30 Mal bereist. 2009 war ich das erste Mal auf Bantayan, also auf der Insel, wo das Ocoy entstehen wird. In Bantayan sah ich ein touristisches Potential, wie ich es kaum irgendwo in Asien angetroffen habe.» Roemer war angetan von den traumhaften weissen Sandstränden, von der aktiv bewohnten Insel (130‘000 Einwohner) mit ihrer eigenen Kultur, vom alten spanischen Kulturerbe - Bantayan gehört zu den frühen spanischen Siedlungen auf den Philippinen und verfügt heute noch über eine barocke Kirche mit Baujahr 1580, die Unesco-Weltkulturerbe ist – sowie nicht zuletzt auch von den sehr guten Verkehrsanbindungen.
Roemer, angetan von der Insel, hielt früh nach touristischen Entwicklungsmöglichkeiten Ausschau. «Über persönliche Beziehungen wurde mir die schönste Sandbucht, eine ganze Lagune, zum Kauf angeboten», erklärt er. Heinz Zimmermann war die erste Person, mit der er dann über die Insel Bantayan gesprochen habe und der ihn auch motiviert habe, dieses Projekt gemeinsam aufzusetzen. Die von Roemer und Zimmermann initiierte Idee wurde an verschiedene Kollegen getragen, welche «gleich begeistert» waren. Aus der Idee entstand dann bereits 2014 die Firma PhilSwiss.
Die Firma PhilSwiss United Holding Ltd, die Besitzerin des Projekts, ist eine in den Philippinen registrierte Firma mit drei lokalen und sieben internationalen Investoren, darunter erfahrene Hotelbesitzer und in Asien tätige Investoren. Wer nebst Roemer und Zimmermann die anderen Investoren sind, wollen die beiden nicht öffentlich bekannt machen – es ist aber klar, dass weitere bekannte Schweizer Tourismuspersönlichkeiten involviert sind.
Nur das Beste ist gut genug
Die PhilSwiss hat also das Land erworben und ein Resort-Projekt erstellt. Der Fokus liegt klar auf einer Kundschaft im obersten Segment: «Das Ocoy soll zu den Top-3-Hoteladressen auf den Philippinen gehören», sagt Zimmermann.
Bei den Villen wird höchste Qualität geboten. «Die eingesetzten Materialien, welche uns von allen bisher gebauten Resorts punkto Qualität differenzieren, sind ein absoluter USP und setzen neue Qualitätsmassstäbe in den Philippinen», führt Zimmermann weiter aus. Die Rede ist von massgeschneiderten Qualitätsmöbeln in den Zimmern, Aussenmöbeln des deutschen Luxusbrands Dedon, sanitäre Anlagen von Grohe, italienische Küchen und für die Böden Marmorstein aus Bantayan selber. Darüber hinaus sind die Fenster «Taifun-approved», halten also grösseren Stürmen stand. Dazu verfügen die Villen über smarte Kontrollsysteme für Licht, Storen, TV und mehr, welche über einen Ipad bequem reguliert werden können, zum Beispiel vom Bett aus. Hier legen die Schweizer Projektverantwortlichen also gewissermassen «Swissness» an den Tag – Qualität und Perfektion, wenn auch nicht direkt Schweizer Materialien.
Nebst den Villen wird das Resort über ein Clubhouse mit Restaurant/Bar, ein «Cliff Restaurant» sowie ein hochkarätiges Spa verfügen. Natürlich gibt es auch mehrere Sporteinrichtungen (Tennisplätze, Basketball-Court etc.). Nebst dem Hauptstrand gibt es mehrere Privatstrände. Hinter den Villen befindet sich eine ruhige, Mangroven-bewachsene Lagune. Der Zugang zum Resort erfolgt über eine einzige, gesicherte Strasse. Das Check-in wird nicht klassisch an einer Reception, sondern bequem in einer Sitzgruppe mit Cocktail und Meerblick erfolgen. Auch über einen Kids Club sowie Familienpools wird das Ocoy verfügen. Für das Gesamt-Design wurde der renommierte einheimische Architekt Ed Calma verpflichtet.
Wie kommt man dahin?
Bantayan ist rund 116 km2 gross und liegt in der Visayas-Inselgruppe, im Herzen der Philippinen, unweit von Cebu, der zweitgrössten Stadt des Landes. Der Flughafen von Cebu ist international sehr gut angebunden, weshalb es für die Anreise nicht zwingend notwendig ist, über Manila zu fliegen. Vom Cebu International Airport gibt es täglich mehrere Flüge nach Bantayan, die nur 25 Minuten dauern. Zurzeit wird der Flugplatz auf der Insel mit einer 1400 Meter langen Landebahn ausgebaut, so dass auch grössere Flugzeuge landen können. Es bestehen laut Roemer auch Interessen, Manila direkt mit Bantayan zu verbinden. Vom lokalen Flughafen Bantayan werden es gerade mal fünf Minuten im Golfcart zum Resort sein.
Auf dem Landweg kann man Bantayan auch vom internationalen Flughafen Cebu-Mactan per Fahrzeug und Fähre über landschaftlich wunderschönes Gebiet in rund drei Stunden erreichen.
Das Resort liegt bei der namensgebenden Lagune von Ocoy, welche zur Gemeinde Santa Fe gehört. Bantayan ist, wie Roemer schon eingangs erklärte, ein Inseljuwel mit kristallklarem Wasser und ausgezeichneten Schnorchel- und Tauchgebieten, hervorragendem Mikroklima und lebendiger Kultur. In der Gegend werden hochwertige japanische Perlen kultiviert; Haupteinnahmequelle der Einwohner ist aber weiterhin der Fischfang. Auf der Insel selber kann man sich einfach per Velo, Motorrad oder zu Fuss bewegen. «Auf der benachbarten Hauptinsel Cebu befinden sich medizinische Einrichtungen von internationalem Standard, «was zahlreiche Rentner dazu bewegt, ihren Lebensabend hier zu verbringen», wie Roemer ausführt. Die Lebenskosten gehören zu den niedrigsten in Asien.
Primär asiatische Quellmärkte im Fokus
Auf diesem Inseljuwel soll nun also ein Resort-Juwel entstehen. Schliesslich predigt Roemer schon lange, dass die Philippinen – Gastland am kommenden Asia Workshop – noch ein enormes touristisches Potenzial haben. Im Auge haben Roemer und Zimmermann für das Ocoy in erster Linie asiatische Quellmärkte; Europa und die Schweiz sind eher sekundär. Aber durch die enge Verbundenheit der Initianten zum Schweizer Markt wird es sicherlich auch hierzulande Interessenten für einen Villenkauf und, in einer späteren Phase dann, für Ferien im Ocoy geben. Man darf gespannt sein auf das Endprodukt, welches wie bereits erwähnt in rund drei Jahren stehen soll.