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Kooperation am Oberrhein
Die trinationale Zusammenarbeit am Oberrhein in ihrer heutigen Ausprägung begann Anfang der Sechzigerjahre, als in allen drei Ländern Vereine gegründet wurden, die sich fortan der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit widmeten. In den Siebziger- und Achtzigerjahren entwickelten sich die Strukturen, aus denen 1992 die deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz (ORK) hervorging.
Polyzentrische Metropolregion
Das trinationale Oberrheingebiet umfasst die Regionen Baden und Südpfalz in Deutschland, die Teilregion Elsass auf französischer Seite sowie die fünf Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn und Jura. Um die Kräfte dieser Region mit ihrem Netz aus Ballungspunkten zu bündeln, wurde 2010 die Trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO) gegründet.
Am Oberrhein werden heute zahlreiche Themen trinational abgestimmt behandelt. Im Zentrum stehen dabei vor allem Verkehrs- und Raumplanungen, Bildung, Energie und Umwelt, Gesundheit, Wirtschaft und Kultur. In den letzten zwanzig Jahren konnten mithilfe des INTERREG-Oberrhein-Programms in diesen und weiteren Bereichen zahlreiche Projekte umgesetzt werden. Als Beispiel kann hier die Zusammenarbeit der Universitäten am Oberrhein in Form des gemeinsamen European Campus genannt werden.
Die Nordwestschweizer Regierungskonferenz (NWRK) hat in ihrer Strategie 2019-22 einen Leitsatz für die Zusammenarbeit am Oberrhein formuliert: „Die NWRK koordiniert und unterstützt die Aktivitäten der Nordwestschweizer Kantone in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, namentlich im Rahmen der Oberrheinkooperation und in der trinationalen Agglomeration Basel“. Als Handlungsfelder formuliert die Strategie insbesondere abgestimmte Beteiligung an grenzüberschreitenden Kooperationsstrukturen sowie an nationalen und internationalen Förderprogrammen.