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Katana
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Die Klinge sieht der des Säbels beinahe zum Verwechseln ähnlich. Das Griffstück, im Japanischen Nakago, hat aber nicht viel mit dem Säbel gemeinsam. Es ist nicht gegen die Schneideseite gebogen. Am meisten aber unterscheiden sich die beiden Messerarten in ihrer Handhabung. Der klassische Säbel wird einhändig geführt, das Katana meist zweihändig.
Katanas – wie werden sie getragen?
Schon im 15. Jahrhundert kamen Katanas in Mode. Als Kampfwaffe hinkten sie anfangs zwar hinterher (vor allem im berittenen Kampf), nicht aber als Statussymbol. Mit der Klinge nach oben steckten sie sich die japanischen Kämpfer in den Gürtel (Obi). Von dem Winkel des Schwertes im Gürtel liess sich sogar der soziale Rang des Trägers ablesen. Männer von hohem Rang trugen ihre Katanas beinahe horizontal, Männer von niedrigem Rand trugen sie vertikal.
Zu nahe kommen durften sich die Schwertspitzen damals allerdings nicht. Schon die leichteste Berührung, wenn auch nur versehentlich, galt als schwere Beleidigung oder gar Aufforderung zum Duell.
Wie werden Katanas hergestellt?
Die Herstellung von Katanas ist aufwendig. Mehrere Tage oder Wochen kann die Produktion in Anspruch nehmen. Zunächst legt der Schmied gebrochene Stücke Tamahagane-Stahl zu einem Block zusammen. Anschliessend übergiesst er sie mit Asche und Schlamm. So löst er hartnäckige Verunreinigungen aus dem Stahl heraus. Im nächsten Schritt schweisst er die Einzelteile zu einem stabilen Ganzen zusammen.
Für eine gleichmässige Härte der Klinge faltet der Schmied den Block bis zu 15 Mal. Nun legt er 32.768 Lagen Stahl übereinander. Es folgt eine tagelange Handarbeit. Sorgfältig weitet der Schmied den Block aus und verleiht ihm eine scharfe Klinge. Zuletzt härtet und poliert er seine Konstruktion.
Was macht Katanas so besonders?
Dem Schwertschmied wird eine grosse Aufgabe zuteil: Er soll eine Waffe erschaffen, die sowohl scharf als auch widerstandsfähig ist. Sprich: Sein Werk darf nicht schnell rosten, zerbrechen oder stumpf werden. Eine Sandwich-Konstruktion löst den Konflikt.
Der Schmied umhüllt einen harten Kern aus sehr widerstandsfähigem Stahl mit einem Mantel aus weichem, elastischem Stahl. Weich- und Hartstahl treffen aufeinander. Das schenkt der japanischen Waffe aussergewöhnliche Schärfe und Widerstandskraft.
Ein weiteres Markenzeichen ist die schöne Schlichtheit. Schnörkellos ist Katanas lieber als auffällig verziert.