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Die Ernst von Siemens Musikstiftung
Im Jahre 1972 wurde die Stiftung durch Ernst von Siemens, Enkel des Unternehmensgründers Werner von Siemens, ins Leben gerufen – Anfang 1973 nahm sie ihre Arbeit auf. Seitdem verleiht die Stiftung jedes Jahr an einen Komponisten, Interpreten oder Musikwissenschaftler, der für das internationale Musikleben Hervorragendes geleistet hat, den Ernst von Siemens Musikpreis. Von Jahr zu Jahr gewinnt er international immer größere Beachtung und ist 2017 mit 250.000 € dotiert.
Im Jahr 2017 vergibt die Ernst von Siemens Musikstiftung insgesamt 3,5 Millionen Euro, der größte Teil kommt dabei der Förderung zeitgenössischer Musikprojekte weltweit zugute. Neben Kompositionsaufträgen werden Konzerte und Veranstaltungsreihen unterstützt, sowie Wettbewerbe, Akademien und Workshops, in denen junge Musiker, Komponisten und Dirigenten ihr Können unter Beweis stellen und von renommierten Meistern lernen. Zahlreiche Festivals erhalten zudem Mehrjahresförderungen durch die Ernst von Siemens Musikstiftung. Außerdem fördert die Stiftung Kinder- und Jugendprojekte sowie wissenschaftliche Einzelpublikationen und Gesamtausgaben.
Zum Kuratorium der Stiftung, das für alle inhaltlichen Entscheidungen der Stiftung verantwortlich ist, gehören die Komponisten Isabel Mundry, Enno Poppe, Wolfgang Rihm und Peter Ruzicka, der Musikwissenschaftler Hermann Danuser (Berliner Humboldt Universität) sowie die Kulturmanager Thomas von Angyan (Gesellschaft der Musikfreunde in Wien), Ilona Schmiel (Tonhalle Zürich), Nikos Tsouchlos (Athen) und Winrich Hopp (musica viva, München).
Den Vorsitz im Stiftungsrat, der derzeit aus acht Mitgliedern besteht, hat laut Statuten der Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste inne. Mindestens ein Mitglied des Stiftungsrats ist ein Angehöriger der Familie Siemens.
Unter den bisherigen Ernst von Siemens Musikpreisträgern — 44 an der Zahl — waren, um nur einige zu nennen, Benjamin Britten, Olivier Messiaen, Mstislav Rostropovich, Witold Lutosławski, Luciano Berio, Hans Werner Henze, György Ligeti, Claudio Abbado, Maurizio Pollini, Helmut Lachenmann, György Kurtág, Daniel Barenboim, Aribert Reimann und Mariss Jansons.