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| Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)

Fünftes Buch
13. Der Engel erweist sich durch Wort und Tat vor der Hagar als Gott.
[Forts. v. [S. 231] ] Die Bezeichnung des Amtes führt also nicht eine Änderung des Wesens herbei; denn wer Engel Gottes ist, der ist (zugleich auch) Gott. Ausdrücklich aber sei er nicht wahrer Gott, wenn er nicht gesagt und getan hätte, was nur einem Gott eignet. Denn er vermehrt Ismael zu einem großen Stamm und verspricht seinem Namen eine Vielzahl von Stämmen: und ich frage, ob das eines Engels Werk sei. Wenn es aber (Ausfluß von) Gottes Macht ist, was bestreitest du demjenigen die Wirklichkeit des Wesens, dem du die als wirklich sich äußernde Macht nicht nimmst? Die Wundermacht des Wesens bestätigt also den wahren Glauben (als zu Recht bestehend); und derselbe, der Gott ist beim Vollzug der für die Welt heilbringenden Geheimnisse, der vermag nicht zu Zeiten auch einmal nicht wahrer Gott zu sein.