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Am Kungwane-Viehposten in Kweneng hat der erste dreitägige Workshop von Leopard & Ecology Conservation (LEC) und der Universität von Botswana für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen (BANU) stattgefunden. Er ist Teil eines langfristigen Programms für lokale Farmer und Viehhirten. Damit sollen diese befähigt werden, den Umgang mit Viehbeständen, Weideland, den Wildpopulationen (inklusive Raubtiere) und den Wasserressourcen auf Gemeindeebene zu managen.
Der Kurs für Viehhirten besteht aus drei Teilen: eine Einführung sowie zwei weitere Schulungen. Der erste Kurs vom 31. Januar bis 2. Februar wurde von LEC und BANU bestritten und hatte zum Ziel, die Lehrmethoden zu testen, die Wichtigkeit der vermittelten Inhalte zu prüfen sowie die Aufnahmefähigkeit der teilnehmenden Farmer und Hirten zu erfassen. Anwesend waren rund 25 Personen. LEC und BANU engagierten zudem lokale Grafiker, damit diese einen Rahmen für eine zukünftige Vermittlung der Lerninhalte durch einfache grafische Darstellung erarbeiten konnten.
Der erste Tag des Workshops hatte zunächst eher einen klärenden Charakter, indem alle Beteiligten ihre Erwartungen an den Kurs formulierten, und wie sie sich die Vermittlung des Themas vorstellten. Das Modul betraf zunächst die Ökologie und den Naturschutz. Farmer und Hirten lernten etwas über Nahrungsketten – und kreisläufe, Weidemanagement und allgemeine Beziehungen zwischen Lebewesen. In diesem Modul hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aktiv zu beteiligen.
Am zweiten Tag ging es um die Raubtiere auf Gemeindeland und darum, wie eine (nicht tödliche) Kontrolle aussehen könnte. Man begann mit dem Spuren-Lesen von Problem-Tieren im LEC-Studiengebiet. Überraschenderweise konnten viele der Hirten nicht zwischen den verschiedenen Raubtierarten unterscheiden. Unter den Farmern wurden gemischte Reaktionen auf einige der vorgeschlagenen Kontrollmethoden deutlich, so zum Beispiel auf die Rückführung von problematischen Raubtieren in geschützte Gebiete und den Einsatz von Abschreckungsmitteln; aber allgemein stimmten die Farmer zu, dass die Populationen geschützt werden müssten.
Im letzten Modul über die Viehhaltung und die Entwicklung der Viehversorgungsposten wurde betont, dass Massnahmen zum Schutz des Viehs vor Ort ergriffen und die Gelegenheit für Raubtiere, Beute zu machen, verringert werden müssten. Solche Massnahmen sind zum Beispiel der Bau raubtiersicherer Kraale sowie der allgemeine Viehschutz.
Die Überprüfung dieses Workshops ist zurzeit im Gang, weil die Erkenntnisse daraus für den zweiten Workshop wichtig sind. Ein solcher soll im Juni 2018 am selben Ort durchgeführt werden.
Text Tshepho Tsito, Übersetzung Syliva Senz