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Warzen - einfach lästig!
Sie sehen unschön aus, kommen immer wieder und verursachen manchmal starke Schmerzen – Warzen können ganz schön lästig sein. Doch Warze ist nicht gleich Warze. Die Hautwucherungen haben viele Erscheinungsformen und sind unterschiedlich ansteckend. Wie die verschiedenen Warzen behandelt werden können, zeigen wir Ihnen hier.
Warzen sind kleine, scharf begrenzte und in der Regel gutartige Geschwulste der oberen Hautschicht. In den meisten Fällen sind Humane Papilloma-Viren (HPV) die Ursache, welche über Schmierinfektionen übertragen werden. So sind sie zum Beispiel verantwortlich für die Stachelwarzen, die Dornwarzen, die Flachwarzen oder die Feigwarzen.
Die Stachelwarzen gehören zu den häufigsten Warzenarten. Sie sind zu Beginn stecknadelkopf- bis erbsengrosse, harte und sich vorwölbende Knötchen, die später verhornen und sich auch beetartig auf der Haut vermehren können. Sie treten vor allem an Händen, Fingern, Nagelrändern und Fusssohlen auf. Die Stachelwarze tritt am häufigsten bei Kindern im Alter von etwa 12 Jahren auf.
Die gutartige Dornwarze ist ebenfalls ein weit verbreiteter Typ. Sie entsteht typischerweise an den Fusssohlen. Durch den Druck beim Gehen, wachsen sie in die die Tiefe der Haut und können dort starke Schmerzen verursachen.
Flachwarzen sind mehreckige Wucherungen, die meistens weich und hautfarben oder bräunlich sind. Sie können am ganzen Körper auftreten, meistens jedoch im Gesicht, an den Handgelenken, den Hand- und Fingerrücken oder an den Unterarmen.
Feigwarzen, oder auch Genitalwarzen genannt, sind fleischfarbene Knötchen, die an den äusseren Geschlechtsorganen oder am Anus auftreten. Sie werden über Kontaktinfektion, beziehungsweise Schmierinfektion beim Geschlechtsverkehr übertragen.
Die Warze, welche häufig bei Kleinkindern auftritt, ist die Dellwarze. Sie wird im Gegensatz zu den anderen Warzenarten durch das Pockenvirus übertragen. Dieses steckt in den blasenähnlichen Hautausstülpungen und kann durch Aufkratzen an sich selbst oder auf andere übertragen werden. Sie sind harmlos, können aber ästhetisch störend sein.
Die typische Hexenwarze ist eine Alterswarze und eigentlich gar keine Warze. Sie sind meist gutartige Hautwucherungen spezieller Hautzellen. Im Gegensatz zu anderen Warzen liegt der Alterswarze keine Viruserkrankung zugrunde, weshalb sie auch nicht ansteckend ist.
Weg mit den Warzen!
Warzen können sich nach einiger Zeit ohne Behandlung selbst zurückbilden, wenn es der Immunabwehr des Körpers gelingt, die Viren abzutöten. Dies braucht aber oft viel Geduld. In diesem Fall trocknen die Warzen aus und schleifen sich ab. Die Wiederkehrrate ist aber allgemein hoch. Andererseits können Warzen auch jahrelang bestehen oder sich durch Selbstansteckung noch zusätzlich vermehren. Eine Therapie wird dann immer schwieriger.
Eine einfache und verbreitete Behandlung, welche auch selbst durchgeführt werden kann, ist die Kryotherapie (Vereisung). Sie wird vor allem bei Dorn-, Stachel- und Feigwarzen angewendet. Dabei wird die Warze bis zur Wurzel vereist, wodurch diese entweder an der Unterseite eine Blase bildet und abfällt oder vom Körper abgestossen wird. Dank eines präzisen Applikators wird dabei die umliegende, gesunde Haut nicht geschädigt. Bei Warzen an einer empfindlichen Stelle, bei Unsicherheiten oder bei Genitalwarzen sollte dafür unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
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Eine weitere Möglichkeit, die Warzen selbstständig loszuwerden, ist die Kauterisation. Dabei wird das betroffene Gewebe durch Strom oder verschieden Ätzmittel zerstört. Diese Methode kommt vor allem bei tiefsitzenden Dornwarzen in Frage. Zum Beispiel kann Ameisensäure auf die Warze aufgetupft werden. Die Warze trocknet so mit der Zeit aus und wird vom Körper abgestossen. Behandlung und gleichzeitige Linderung der Schmerzen bieten Warzenpflaster. Sie verringern den Druck auf den Hornhautring um die Warze. Darüber hinaus begünstigt das im Pflaster enthaltene Gel das Ablösen der Warze.
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Dellwarzen werden am besten mit Infectodell bequem zuhause behandelt. Dieses führt zu einer Auflösung virusbefallener Zellen und dadurch zu einer Abwehrreaktion der Haut im Bereich der Dellwarze. Die Behandlung ruft eine kleinflächige, schmerzlose Entzündung hervor. Sobald diese abheilt, kommt es auch zur Abheilung der Dellwarze.
Bei grösseren Warzen, Feigwarzen oder wenn trotz Anwendung eines der oben genannten Mittel nichts nützt, sollte ein Arzt konsultiert werden. Eventuell ist dann eine andere oder stärkere Behandlung notwendig, wie zum Beispiel eine Lasertherapie, eine Zytostatika- oder Virostatika-Behandlung, eine Stimulation des Immunsystems oder sogar eine chirurgische Entfernung. Bei Feigwarzen zeigten Studien, dass durch die Impfung gegen risikoreiche HPV-Stämme, welche für den Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht werden, ebenfalls ein hoher Schutz vor der Entstehung von Warzen durch vier HP-Viren gewährleistet wird.
Quellen:
http://www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Fokus/Gebaermutterhalskrebs/_Genitalwarzen/Genitalwarzen/Genitalwarzen_eine_HPV_Infektion.php
https://www.srf.ch/sendungen/puls/koerper/warzen-haesslich-aber-harmlos
https://www.warzen-therapie.de/behandlung/kryotherapie/
https://de.wikipedia.org/wiki/Warze