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Ian Willms beleuchtet in seiner Arbeit die Folgen der Ölsand-Extraktion im kanadischen Alberta. Der über ein Jahrzehnt hinweg entstandene Fotoessay erkundet einen Schlüsselmoment in der Geschichte des Klimawandels, der Nutzung fossiler Brennstoffe und der Beziehungen Kanadas zu seinen First-Nations-Völkern.
Die Ölsande (auch Teersande genannt) im Norden Albertas sind Kanadas 1,4 Billionen Dollar schwerer Notgroschen. Unter borealem Nadelwald von der Grösse Englands liegt hier etwa ein Drittel der weltweiten Ölsand-Vorkommen. Ihre Erschliessung jedoch ist gegenüber herkömmlichem Öl energieintensiver und verursacht weit höhere Umweltkosten.
Die Ölsande sind eine der Hauptursachen für die Luftverschmutzung in Nordamerika und schlagen derzeit mit einer Billion Liter Giftmüll in Rückfangbecken zu Buche. Keine andere Art der Ölgewinnung ist umstrittener. Der Umgang mit den Ölsanden ist nicht nur symptomatisch für die ausstehende Energiewende, er führt auch zu einer weiteren Marginalisierung der indigenen Völker durch die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen.
Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit der Coalmine Winterthur mit Greenpeace Schweiz. Zum vierten Mal präsentiert die Coalmine die Preisträger des Greenpeace Photo Award.