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Der Kanton Aargau erhält vom Bund, dem Staatssekretariat für Migration, entsprechend seiner Bevölkerungszahl 7,7 % aller Asylsuchenden der Schweiz zugewiesen. Er ist für ihre Unterbringung und Betreuung zuständig.
Die Unterbringung erfolgt in zwei Phasen:
1. Phase: Unterbringung in einer kantonalen Unterkunft
Die Asylsuchenden werden nach der Datenerfassung durch das Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) an den Kantonalen Sozialdienst zur Unterbringung übergeben. Dieser platziert sie in kantonalen Unterkünften. Die Sektion Betreuung des Kantonalen Sozialdiensts betreut mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Asylsuchende, die sich im laufenden Verfahren befinden.
Ziel dieser Unterbringungsform ist es, die Personen mit den Gepflogenheiten des schweizerischen Alltages bekannt zu machen und sie an ein möglichst selbstständiges Leben heranzuführen.
Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) im Alter zwischen 12 und 18 Jahren werden ihrem Alter entsprechend untergebracht.
2. Phase: Unterbringung in einer Gemeinde
Personen, die vorläufig aufgenommen werden (Ausweis F – vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer) werden den Gemeinden zugewiesen. Es liegt in der Kompetenz der Gemeinden, welche Art von Unterkunft sie dafür zur Verfügung stellt.
Alle Gemeinden im Kanton sind verpflichtet, entsprechend ihrer schweizerischen Wohnbevölkerung vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer aufzunehmen. Bei den Gemeinden, die ihrer Aufnahmepflicht nicht oder ungenügend nachkommen, wird eine Ersatzvornahme, bei der die real entstehenden Kosten pro Tag und pro Asylsuchender verrechnet werden, durchgesetzt.