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Identifikation
Signatur:
Ar 186
Entstehungszeitraum / Laufzeit:
1919-1990
Umfang:
0.2 m
Kontext
Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Georges Kutter wurde am 27.06.1909 als viertes von fünf Kindern in Memmingerberg, Deutschland, geboren. Er besuchte die Volksschule in Memmingen. Mit Erfolg legte er im März 1926 seine Gesellenprüfung als Metallformer und Giesser ab. Nach einigen Kurzeinsätzen in verschiedenen Firmen ging er im Mai 1928 auf Wanderschaft quer durch Deutschland. Im Juli 1928 fand er Arbeit bei den Motorenwerken W. Poppe in Kiel. Im Frühling 1929 wurde er wegen Arbeitsmangels entlassen. Dann meldete er sich bei der Maschinenfabrik Oerlikon, bei der er auch sofort einen Job als Metallgiesser erhielt. Nach vier Monaten wechselte er in die Maschinenfabrik Uzwil, die er aber Ende des Jahres 1930 wieder verlassen musste, weil seine Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert wurde. Somit kehrte er in seine Heimat zurück und bekam eine Stelle in seinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb. Er wurde Vizepräsident des Gewerkschaftskartells und übernahm die technische Leitung des Reichsbanners. Georges Kutter war aktives Mitglied der SPD und sah sich den heftigsten Angriffen politischer Gegner ausgesetzt. Bis im Mai 1933 wurde er innert kurzer Zeit drei Mal verhaftet. Ohne Vorankündigung sollte er am 30. Mai 1933 ins KZ Dachau überführt werden. Da seine Mutter einen schweren Nervenzusammenbruch erlitt, wurde ihm ein Urlaubstag gewährt, den er dann zur Flucht in die Schweiz nutzte.
Arbeit in verschiedenen Metallgiessereien, u.a. in der Metallgiesserei Marthalen/Zürich (1937) und in den Eisen- und Stahlwerken Schaffhausen. Ab August 1939 war Georges Kutter während 35 Jahren (bis 1974) in der Metallgiesserei Benoit-Merz (später: Gebrüder Benoit) in Biel beschäftigt. Heirat mit Erika Martha Ballif (*1912). Georges Kutter leitete nach Kriegsende Ferienlager für ausländische Kinder, beispielsweise das Lager für österreichische Kinder im Ferienheim Schweizerhof in Hohfluh/Hasleberg, 22.10.-10.12.1945. Georges Kutter war bekannt als Vettergötti. 1953 erhielt er das Schweizer Bürgerrecht.
Übernahmemodalitäten
Der Bestand wurde dem Schweizerischen Sozialarchiv am 07.04.2015 übergeben; die Ablieferung wurde von Peter Kutter betreut.
Inhalt und innere Ordnung
Form und Inhalt
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Bewertung und Kassation
Es wurden keine Kassationen vorgenommen.
Neuzugänge
Es werden keine Neuzugänge erwartet.
Zugangs- und Benutzungsbedingungen
Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher Sprache
Sachverwandte Unterlagen
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Verzeichnungskontrolle
Informationen der Bearbeiter*in
Der Bestand wurde im September 2015 von H. Villiger bearbeitet.