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Die Entstehung des Theaters
Jón Laxdal (* 1933, † 2005, Wikipedia) begann seine Ausbildung an der Schauspielschule des Nationaltheaters in Island. Nach dem Studium am Max Reinhardt Seminar in Wien und Engagements in Deutschland spielte er ab 1968 in der Schweiz, u. a. am Schauspielhaus Zürich. Als freischaffender Schauspieler und Regisseur verkörperte er u. a. die Hauptrollen in Romanverfilmungen des isländischen Nobelpreisträgers Halldór Laxness: «Das wiedergefundene Paradies» und «Fischkonzert» unter der Regie von Rolf Hädrich. Mitte der 80er Jahre gründete Jón Laxdal sein eigenes Theater im Grenzstädtchen Kaiserstuhl am Hochrhein, wo es 1991 im Keller des ehem. Amtshauses St. Blasien seine feste Bleibe fand. Mit anhaltendem Erfolg wurden Werke von Molière, Tschechov, Gogol, Dürrenmatt, Albee, Beckett und vielen anderen inszeniert. Als der Theatergründer 2005 verstarb, übernahm seine Gattin Katerina Laxdal die Leitung.
Das Laxdal-Theater heute
Der programmatische Schwerpunkt ist seit dreissig Jahren unverändert: Das Theater befasst sich vor allem mit zwischenmenschlichen Beziehungen und der Menschwerdung durch Lebenskrisen. Es will das Abenteuer des menschlichen Daseins auf der Bühne zeigen und Geschichten erzählen, die aus dem immensen Reichtum der Sprache schöpfen.
In den vergangenen Jahren ist es gelungen, mit eindrücklichen Inszenierungen den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen. Alle gezeigten Stücke wurden mit Begeisterung vom Publikum aufgenommen, und das Theater ist zu einem unverzichtbaren Teil der grenzüberschreitenden Kulturlandschaft geworden.
Mit der Derniere dieser Produktion am 31.12.2016 stellt das Laxdal-Theater seinen Betrieb ein. Weitere Information finden Sie hier.
Träger
Das Laxdal-Theater ist ein professionelles Theater. Es führt grundsätzlich keine Gastspiele auf. Um ein durchweg hohes künstlerisches Niveau zu erreichen, konzentriert es seine Mittel auf zwei Produktionen pro Jahr im eigenen Haus.
Getragen wird das Theater durch die Kulturförderung des Kantons Aargau, das Aargauer Kuratorium, durch Zuschauereinnahmen, Beiträge umliegender Gemeinden und durch die Unterstützung weiterer Gönner. Das Aargauer Kuratorium leistet dabei den Hauptbeitrag mit zurzeit CHF 75'000.– jährlich.