Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/181931

<h2>SubmittedText<h2><p>Der US Supreme Court hat kürzlich ein Verfahren wegen der Verantwortung für die Kinderarbeit auf Kakaoplantagen in Mali u. a. gegen die Schweizer Firma Nestlé zugelassen. Tatsächlich zeigt eine Studie der Tulane University, dass der Umfang der Kinderarbeit auf Kakaoplantagen zunimmt.</p><p>- Nimmt Nestlé das Problem ernst?</p><p>- Nimmt der Bundesrat Firmen wie Nestlé ausreichend in die Pflicht?</p><p>- Wie tut er das?</p><p>- Wie engagiert sich die Schweiz gegen Kinderarbeit in der Kakaobranche?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Durchsetzung des Verbots der Kinderarbeit gemäss den Übereinkommen Nr. 138 und Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) ist Aufgabe der Vertragsstaaten. Die Schweiz hat beide IAO-Übereinkommen ratifiziert, und der Bundesrat hat Kinderarbeit wiederholt klar verurteilt. Zudem hat die Schweiz das Internationale Kakao-Übereinkommen 2010 unterzeichnet. Dieses bietet den Mitgliedern der Internationalen Kakao-Organisation (Erzeuger- und Verbraucherländer) eine Diskussionsplattform für Fragen zur Nachhaltigkeit des Kakaosektors.</p><p>Nebst der Einhaltung der nationalen Vorschriften im In- und Ausland erwartet der Bundesrat, wie er dies auch im Rahmen des am 9. Dezember 2016 verabschiedeten Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte festgehalten hat, von Unternehmen, die in der Schweiz ansässig oder tätig sind, dass sie internationale Standards der verantwortungsvollen Unternehmensführung wie die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen umsetzen. Diese beinhalten auch Standards zur Bekämpfung der Kinderarbeit. Weiter unterstützt die Schweiz private Standards mit unabhängigen Zertifizierungssystemen wie z. B. Max Havelaar, die auch die Bekämpfung der Kinderarbeit umfassen. Auch wirkt das Seco massgeblich am Aufbau einer Plattform zur Stärkung u. a. der sozialen Nachhaltigkeit in der Kakao-Wertschöpfungskette mit.</p>