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In der Nacht auf Freitag fehlte allerdings wenig, und nach Serbien (gegen die USA) wäre auch den Niederländerinnen eine dicke Überraschung gelungen. Nach zwei ausgeglichenen ersten Sätzen hatte das Team des italienischen Coaches Giovanni Guidetti im dritten Durchgang zwei Satzbälle zur 2:1-Führung – beide bei eigenem Service, was im Volleyball kein Vorteil ist. Die Weltnummer 3 China, die im Viertelfinal bereits die Träume der einheimischen Brasilianerinnen zum Platzen gebracht hatte, behielt aber die Nerven und gewann den wichtigen Satz 29:27.
Die Niederländerinnen, nur die Nummer 11 der Weltrangliste, liessen zwar nicht nach und holten im vierten Umgang auch einen 0:3- und 10:13-Rückstand wieder auf. Nach fast zwei Stunden Spielzeit waren es aber die Chinesinnen, die zum 25:23 ihren ersten Matchball nutzten und zum vierten Mal in einen Olympia-Final einzogen.
Dort treffen sie am Samstag auf den Neuling aus Serbien mit den beiden Volero-Spielerinnen Bojana Zivkovic und Silvija Popovic. Die Partie in der Vorrunde entschied Serbien überraschend deutlich in drei Sätzen für sich. Überhaupt gelang den Asiatinnen der Turniereinstieg mehr schlecht als recht. Sie gewannen in der Gruppenphase nur zwei von fünf Matches. Allerdings erwies sich die Vorrunden-Gruppe B in der Endabrechnung als deutlich stärker; sämtliche vier Halbfinalisten kamen aus diesem Pool.
Seinen bisher einzigen Olympiasieg feierte der zweifache Weltmeister China 2004 in Athen, letzter europäischer Olympiasieger war bei den Frauen die Sowjetunion 1988.
(SDA)