Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03141.jsonl.gz/472

Auf ihren Eroberungszügen im Heiligen Land verschanzten sich die Kreuzritter auf strategisch günstig gelegenen Burgen, von wo aus sie die Kontrolle über das umliegende Gelände hatten. Die Burgen waren so stark befestigt, dass sie den angreifenden Moslems als uneinnehmbar schienen.
Qalaat Marqab – die Burg Margat – , ursprünglich eine islamische Befestigungsanlage, liegt auf einem 360 m hohen Bergrücken nahe bei der Hafenstadt Banyas an der Mittelmeerküste. Die Johanniter übernahmen sie 1186 und bauten sie in der Folgezeit zu einer massiven Verteidigungsanlage aus. Weithin sichtbar thront die Burg auf einem Hügel, sie war einer der letzten Stützpunkte der Kreuzfahrer und konnte erst vom Mamluken-Sultan Qalawun 1285 eingenommen werden, nachdem er den Kreuzrittern freien Abzug nach Tartus gewährt hatte. Im Diakonikon der Burgkapelle sind noch Fresken aus der Zeit der Kreuzritter erhalten.
Qalaat Saladin ist ebenfalls eine beeindruckende Befestigungsanlage. Auch sie liegt auf einem langgezogenen, von tiefen Schluchten umgebenen Bergrücken, ca. 400 m hoch, und war auf einem Vorgängerbau aus dem 10. Jahrhundert errichtet worden. Ab 1119 wurde unter der Oberhoheit des normannischen Kreuzritters Tankred von Antiochia mit dem Ausbau zur Festungsanlage begonnen. Imposant ist eine Art Riesenspindel, eine Felsnadel, die aus dem Gestein gehauen worden war, und auf der Zugbrücke aufgelegen hatte. Die Burg wurde nach Sultan Saladin benannt, weil es ihm gelungen war, diese im Jahre 1188 den Kreuzrittern zu entreissen.