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Das blaue Licht gegen Selbstmörder
JR East wird in allen 29 Bahnhöfen der Tokioter Yamanote-Linie blaue LEDs installieren. Die Leuchten sollen potentielle Selbstmörder davon abhalten, sich vor einen Zug zu werfen. 7 Bahnhöfe der Yamanote-Linie sind bereits mit blauen LEDs ausgestattet worden, darunter Shinbashi und Yurakucho. Die übrigen sollen bis Ende Oktober folgen, berichtet die Asahi Shimbun.
Die Lichter werden an den Bahnsteigenden an der Decke angebracht, weil viele Menschen sich das Leben nehmen, indem sie sich vor einen einfahrenden Zug werfen. Dem blauen Licht wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt und JR East hofft, dass sich potentielle Selbstmörder dadurch von ihrem Vorhaben abbringen lassen, sich vor einen Zug zu werfen. Die Zahl der an Bahnhöfen von JR East begangenen Selbstmorde stieg von 42 im Fiskaljahr 2006 auf 58 im Fiskaljahr 2007 und 68 im Fiskalhjahr 2008.
Wirkung umstritten
Obwohl Experten über die Wirkung des blauen Lichts geteilter Meinung sind, werden solche Systeme seit einigen Jahren in ganz Japan vermehrt eingesetzt. JR East hat an den Bahnhöfen Kita-Ageo, Okegawa und Kitamoto in der Präfektur Saitama und an den Bahnhöfen Ogikubo und Nishi-Ogikubo auf der Tokioter Chuo-Linie bereits blaue LEDs installiert. Auch JR West und Keihin Electric Express Railway Co. haben an einzelnen Bahnhöfen bereits blaue Lichter installiert. Es ist jedoch ungewöhnlich, dass alle Bahnhöfe einer Strecke derart nachgerüstet werden.