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Von wenigen Milimetern Länge bis über 5 Meter Länge weisen solche Orgelpfeifen auf und klingen von ganz hoch bis ganz tief.
Eines vorweg.
Die Orgel ist das wohl komplexeste Instrument der Musikgeschichte seit der Barokzeit. Das ist auch der Grund warum ich noch heute oft ins Kloster Einsiedeln gehe zu einer Messe oder einem Orgelkonzert. Mehr als 40’000 Pfeifen hat da die eine, grosse Orgel. Das hat mir mal bei einem interessanten Gespräch, der Pater erklärt. Dass das Kloster Einsiedeln nicht nur eine sondern gerade fünf Orgeln hat, darüber mache ich mir ab und zu Gedanken.
Blasbalg:
Das Herz bzw. die Lunge einer jeden Orgel ist der Blas- bzw. Luftbalg.
Damit eine Orgelpfeife überhaupt klingen kann, muss diese mit Luft durch einen Luftstrom in Resonanz gebracht werden. Früher haben da nicht selten 10 und mehr Menschen die Luftbalge getreten, eine schweisstreibende Arbeit. Heute wird das von einem Elektromotor erledigt.
Die Orgelpfeifen werden nicht selten in Register zusammengefasst, das sind dann ganze Gruppen von Pfeifen mit jeweils einer bestimmten Klangfarbe, welche gemeinsam ein- oder ausgeschaltet werden können. Die verschiedenen Register unterscheiden sich durch ihre unterschiedliche Bauweise. So hat beispielsweise die Relation des Durchmesser zur Länge einer Pfeife erheblichen Einfluss auf ihre Klangfarbe. Durch die vielen Obertöne die hier im Verbund erzeugt werden, erklingt ein wohlig warmer Ton.
Holzpfeifen:
Die Holzpfeifen erzeugen eher einen warmen, grundtönigen Klang.
Holzpfeifen werden meist aus Eichen-, Nadel- und Obsthölzern hergestellt.
Metallpfeifen:
Die Metallpfeifen erzeugen eher einen kühlen Ton mit mehr Obertönen als Holzpfeifen Eine Metallpfeife wird meist aus einer geheimen Legierung von Zinn und Blei hergestellt. Die Zusammensetzung der Legierung wirkt sich auf den Klang aus. Es gibt auch Metallpfeifen aus Zink oder Kupfer, die sind aber relativ selten.
Bauformen:
Orgelpfeifen werden aufgrund ihrer Bauweise in Zungenpfeifen und Lippenpfeifen unterschieden. Eine Orgelpfeife wie wir diese ganz oben erkennen, ist eine Lippenpfeife und funktioniert analog einer Blockflöte oder meiner Lowwhistle. Zungenpfeifen hingegen funktionieren ähnlich wie eine Klarinette und haben dementsprechend einen völlig anderen Klang.
Die Dimensionen:
Eine Orgelpfeife hat die Dimension von wenigen Milimetern bis über 5 Meter. Wie beim Saiten instrument gilt: Lange Pfeife tiefer Ton, kurze Pfeife hoher Ton. Die Länge einer Orgelpfeife wird in der alten Masseinheit „Fuss“ angegeben: Eine 8‘ lange Pfeife erzeugt beispielsweise den Ton C, eine 4‘ lange Pfeife den Ton c° und eine 2‘ lange Pfeife den Ton c‘.
Aus unserem Thema Schallgeschwindigkeit wissen wir, dass sich dieser ca. 330 Meter pro Sekunde ausbreitet.
Bild: orgelauskunft.de
Die Funktionserklärung:
Luft strömt wie bei uns Menshen von der Lunge (dem Luftbalg) in Richtung Kehlkopf (Pfeifenfuss). Da wird mittels einem Ventil die Luft zur Pfeife zugelassen oder nicht.
Die Luftsäule im oberen Teil der „Röhre“ wird in Resonanz gebracht und so wir der Ton erzeugt.
Noch mehr zu diesem Thema finden Sie untenstehend:
- Unter Wikipedia hat sich jemand zu diesem Thema noch viel mehr Gedanken gemacht.
- Orgelauskunft
- Ein genialer Film mit den Noten zum Musikstück Toccata and Fuge hier.
- Die Firma Metzler in Dietikon bei Zürich baut solche Meisterwerke.
Besuchen Sie doch mal wieder eine Kirche und geniessen Sie die Orgelmusik, nun im Wissen, wie eine solche funktioniert.
Im Kloster Einsiedeln finden jeweils im Juli und August Orgelkonzerte statt. Da ist nicht nur eine, aber auch nicht nur zwei Orgeln im Einsatz sondern deren FÜNF. Der Link zu den Orgelkonzerten finden Sie hier.
(c) Mathis Orgelbau Glarus
Die linke Orgel ist eine SIE.
Die MARIENORGEL hat ??? Flöten und ist durch die Firma Mathis in Glarus restauriert worden.
Die rechte Orgel ist ein ER.
Die Mauritiusorgel hat ??? Flöten.
Die Chororgel befindet sich ??? und hat ???Flöten. Diese Orgel wurde 1754 von Viktor Ferdinand Bossart vollendet. 1982 – 195 hat die Glarner Firma Mathis
Die Psallierorgel und befindet sich ??? und hat “’Flöten.
Im Hintergrund zu Hören ein Orgelwerk original von J. S. Bach, Toccata on Fuge.
Wenn Dieses Stück fertig ist, dann hören Sie doch anschliessend mal diese Version von Rick Wakeman… Rick Wakeman ist für mich DER „POP“ Orgelspieler den es kein zweites MAl mehr gibt. Ein VIRTUOSE durch und durch. Jane Seymour aus dem Album The six wifes of henry 8th.
Ab und zu klingt Musik nicht so harmonisch, mehr zu diesem Thema hier.
Lassen Sie uns darüber diskutieren, was für SIE den Unterschied ausmacht?
Marco, HB9ZCW 27. Juli 2018
Noch nicht fertig.