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Solche sind zur Zeit unter Brainworker noch ziemlich verstreut, da sie unter den unterschiedlichsten Perspektiven entstanden. Diese zwei Schwerpunkte werden, quasi als Archiv, dort belassen. Hier ein Ueberblick - zwecks Weiterleitung und Weiterentwicklung:
Ein fast kontinuierliche Zunahme der Temperatur ist seit 1900 zu beobachten. Der horizontale Verlauf zwischen 1940 un 1978 ist auf die parallel dazu zunehmende Verschmutzung mit Asche, Schwefeldioxid, Russ etc. zurückzuführen, die einen umgekehrten Einfluss auf die Temperaturerhöhung hatten als die Treibhausgase. Dass es sich in 100 Jahren um "nur" 1° handelt, sollte nicht über die gewaltigen Energien hinwegtäuschen, die dieses 1° darstellt. Wir sehen die Auswirkungen an zunehmenden Trockenheiten, Ueberschwemmungen, Stürmen, die belegen, wie viel mehr Energie in der Atmosphäre vorhanden ist und das Wetter antreibt.Bis 1980 trat das Problem, in der Schweiz, auch nicht all zu sehr ins Bewusstsein, da die Gletscher noch "wuchsen", d.h. länger wurden, weiter vorstiessen. Volumenmässig schrumpften sie allerdings bereits damals. Was dahinter steckt haben wir in den 60er sogar bereits in der Primarschule gelernt: Wenn Eis warm wird, wird es viskoser (flüssiger). Es floss also leichter. Die Gletscher verlängerten sich, streckten sich. Heute verschwinden sie nur noch. s. Morteratsch
Bei der Suche nach Ursachen dieser globalen Erwärmung, fiel bald auf, dass der Anteil an Kohlendioxid in der Luft parallel dazu angestiegen war:
Kohlendioxid, noch viel mehr (s. Treibhauspotential) Fluorierte Kohlenwasserstoffe (15'000 x), Lachgas (300 x) und Methangas (4 x) absorbieren die von der Erdoberfläche reflektierte Wärmestrahlung im Infrarotbereich, wodurch die Atmosphäre erwärmt wird (Treibhauseffekt).
Kohlendioxid wird freigesetzt bei der Verbrennung fossiler Treibstoffe wie Erdöl, Gas und Kohle. Diese wurden über hunderte von Millionen Jahren in der Erdkruste eingebettet und umgewandelt, und in wenigen Jahrzehnten verraucht.
Schwarzkohle entstand während des Karbons, also vor etwa 280 bis 345 Millionen Jahren, Braunkohle im Tertiär vor 2,5 bis 65 Millionen Jahren; Die Erdölreserven, die heute unseren Alltag entscheidend mitgestalten, entstanden vor 20 bis 350 Millionen Jahren (Mesozoikum: 250-65 Mio Jahre, "Saurierzeit") in den flachen Sedimentbecken urzeitlicher Meere. Die ältesten bekannten Erdölvorkommen sind rund 500 Millionen (Paläozoikum, vor 550-250 Mio Jahren), die jüngsten nur gerade 4000 Jahre alt. Erdöl ist praktisch immer an das Vorkommen von Kerogenen gebunden, womit die abiotische Entstehung von Erdöl (Nikolai Kudrjawzew) eigentlich vom Tisch sein sollte.
Erdgas, das zum grössten Teil aus Methan besteht, kommt häufig in Begleitung von Eröl vor, kann aber auch des öftern beträchtliche Probleme bei der Kohleförderung verursachen. Der Ursprung ist der selbe.
Klimaskeptiker ziehen den Zusammenhang zwischen CO2 und Erwärmung in Zweifel, oder die Erwärmung als aussergewöhnliches Phänomen (hat es immer wieder gegeben ...), oder die Möglichkeit/Notwendigkeit der Korrektur. Vorwürfe, dass die Wissenschaftler ihre Daten "stricken", oder immer wieder wichtige Informationen unter den Tisch kehren würden, konnten bisher alle widerlegt werden, meist dadurch, dass man den Gegnern die Fälschungen zuordnen konnte. Es besteht also wenig Chance, die Probleme auf dem Weg, dem Weg der Ungläubigkeit, zu lösen.
Klimaskepsis wird, auch finanziell, gefördert durch diejenigen, die vom Status quo profitieren, also Erölfirmen, Autoproduzenten. Hier wird Eristik betrieben, die ganz einfach Wissenschaftlichkeit zu untergraben versucht, was bei der Komplexität der Prozesse eben einfacher ist, als Zusammenhänge aufzuzeigen. Argumentativ ergibt sich hier eine Menge Leerlauf, da eigentlich nicht Argumente ausgetauscht werden um im Sinne der Dialektik durch These und Antithese zur Lösung zu kommen, der Synthese, sondern dass es nur um Rechthaberei geht, das Durchsetzen der eigenen Meinung, also Eristik.
CO2-Ausstoss weltweit, die grössten Emitenten:
Es wird hier deutlich, dass China inzwischen die USA als grössten Emitenten abgelöst hat. (Hier wird nicht nur Erölverbrauch, sondern der weitaus bedeutendere Verbrauch Chinas an Kohle, spez. Braunkohle, mit eingerechnet. Das Problem ist nun, dass Klimaabkommen logischerweise wenig bringen, wenn die USA nicht mitmachen, was sie meist nicht wollen, wobei sie mit dem Finger auf China zeigen. Hier werden allerdings Aepfel mit Erdäpfeln verglichen, denn die USA hat eine Bevölkerung von 308 Millionen, China hingegen 1.33 Milliarden, also mehr als das Vierfache. Dazu kommt, dass die Bevölkerung Chinas noch zu
In China leben immer noch 800 Millionen Menschen von der Landwirtschaft, also 60%, obwohl bereits heute 100 Millionen für die Produktion ausreichen würden. China hat also die Industrialsierung noch vor sich, von der Wende ins Dienstleistungszeitalter ganz zu schweigen. Die Urbanisierungsrate beträgt zur Zeit 40%. GM verkauft in China bereits mehr Autos als in den USA, VW mehr als auf seinem Heimmarkt. Viel wird erwartet von der Entwicklung von Elektroautos. Steigt China hier ein, so wird die Branche auch im Westen boomen.
Indien scheint in der Tabelle oben noch nicht mal gross auf, obwohl Indien der zweite Gigastaat der Welt ist, mit einer Bevölkerung von 1.17 Milliarden. Indien ist entwicklungsmässig ein ziemlicher Spezialfall, da es sich auf Dienstleistungen spezialsierte, bevor die Industrialisierung vollzogen war: Die Industrie hatte 2006 einen Anteil am Bruttoinlandsprodukt von rund 26 Prozent, der Dienstleistungssektors rund 55 Prozent - und die Landwirtschaft sank 2006 weiter auf 18,5 Prozent. Auch Indien dürfte zunehmend von Autos überrollt werden. Tata hat z.B. Jaguar und Landrover übernommen
Die UN-Klimakonvention (E / Die Klimakonvention für Anfänger) wurde 1992 anlässlich des Erdgipfels in Rio de Janeiro verabschiedet und war ein Meilenstein für ein kordiniertes Vorgehen. Ziel ist es, die Emission pro Kopf auf 1 bis 1.5 Tonnen CO2 zu beschränken. (Heute liegt der Ausstoss bei etwa 6 Tonnen.)
Bis 2020 sollen die Treibhaugasemissionen gegenüber dem Ausstoss von 1990 um 20% reduziert werden. Falls Kopenhagen 2009 ein griffiges Regime beschliessen könne, sogar auf 30%. Kopenhagen ist allerdings gescheitert, der nächste Anlauf wird die 16. Klimakonferenz in Cancun sein (Nov/Dez. 2010) s. conference news.
Die Schweizer sind auch da sparsamer, sie fordern nur 10%, obwohl sie weder über eine CO2-intensive Industrie verfügt, noch über CO2-intensive Energieproduktion (Oel-, Gas- oder Kohlekraftwerke. Diese werden bloss im Ausland in Auftrag gegeben ..) Man vergisst, dass Energieeinsparungen sich bereits beim gegenwärtigen Oelpreis rentieren (der ja auch den Gaspreis und den Preis weiterer Energieträger mitbestimmt).
CO2-Abgabe: 2013 soll dies 36 Fr. pro Tonne CO2 betragen, was 9 Rappen pro Liter Heizöl entspricht. 2015 kann dieser Beitrag auf 120 Franken angehoben werden, falls die Emissionen nicht ausreichend reduziert werden konnten.
Emissionshandel (EU): Es handelt sich hier um ein sog. "marktwirtschaftliches Steuerungsinstrument" zur Beschränkung der Emissionen. Dazu wird erst mal eine Obergrenze der Verschmutzung (Emission) festgelegt und daraus Berechtigungsscheine einer bestimmten Höhe an die potentiellen Verschmutzer "abgegeben", d.h. politisch zugeteilt oder versteigert. Wer nun mehr Schadstoffe abgibt, kann und muss Zertifikate zukaufen, wer weniger abgibt, kann seine verkaufen. Die Möglichkeit, alternativ auch Projekte zur Verhütung von Emissionen in 3.-Weltländern zu finanzieren, hat allerdings zu vielen unwirksamen Projekten und einem Zerfall des Emissionspreises geführt. Einerseits ...
Andererseits gehen hier die Preise, entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklung rauf, wenn produziert werden kann, runter, wenn Flaute droht. Es war also nicht bloss ein "Uebeangebot", wie 2008 vielfach - und falsch - kolportiert wurde:
Emissionsvorschriften für Personenwagen, speziell Neufahrzeuge
Nationales Gebäudeprogramm: Unterstützung von Wärmedämmung bei der Gebäudehülle, also Dach, Wand, Boden, Decken, Fenster, Türen.
[Grafiken der Gesamtenergiestatistik 2008]
Ueber die Hälfte der Energie der Schweiz wird durch Erdöl (HEL: Heizöl) geliefert. s. Energieverbrauch nach Bestimmungsfaktoren
Energieverbrauch nach Verwendungszweck:
Energieverbrauch nach Verwendungszweck bei Haushalten:
Heizenergieverbrauch nach Träger:
Wir sehen deutlich, dass immer nochmehr als die Hälfte der Heizenergie aus Erdöl gewonnen wird, 3/4 inklusive Gas. Wärmeppumpen, und Solarenergie haben noch enorme Potentiale.
Energieverbrauch für Warmwasser:
Hier wird's nun fast peinlich, denn das ist eine Sache der Niedrigenergie, die sich sehr leicht mit Solarheizungen, Bodenwärme (Wärmepumpe), also im weitern Sinne "Umgebungswärme" lösen lässt. Wie die folgenden Graphiken zeigen, ist es beileibe nicht so, dass sich nichts bewegt - aber die Entwicklung braucht Zeit, sehr viel Zeit:
[Schweizerischer Energieverbrauch nach Verwendungszweck]
Da in den nächsten Jahren einige "überreife" Atomkraftwerke vom Netz genommen werden sollten, muss Ersatz her. Freunde der Atomkraft reden von der ENERGIELUECKE:
Die traditionelle Energiewirtschaft sieht die Lösung im Ersatz: neue Atomkraftwerke; grüne und rote laufen dabei vor Aerger, eben, grün und rot an, und haben gerade eine Studie publiziert, die deutlich zeigt, dass sich diese "Stromlücke" sehr gut durch A) Einsparungen und, nö, in dem Fall mathematisch richtiger + B) verstärkete Investitionen in Photovoltaik, Wasserkraft, Biomasse, Wind und Geothermie decken lässt.
Falls in der Schweiz die Lust auf zukunftsträchtige Investitionen leicht fehlen sollte (was allerdings eben so zukunftsträchtige Arbeitsplätze fördern möchte), wäre es auch möglich, ökologischen Strom aus dem Ausland zu beziehen, wobei hier vor allem an Windenergie aus der Nordsee gedacht wird:
[Details und Berechnungen s. STROMEFFIZIENZ UND ERNEUERBARE ENERGIEN – WIRTSCHAFTLICHE ALTERNATIVE ZU GROSSKRAFTWERKEN. Infras]
Ansatz beim Energieverbrauch: Sparen (cleantech),
Isolierung:
Minergiehaus (technische Massnahmen), Minergie als Marke, Passivhaus; der Minergie-Standard ist in Basel seit 2008 gesetzliche Vorschrift.
Als Vorzeigehaus wurde das Haus an der Feldbergstr. 4 und 6 (Basel), gebaut 1896, umgebaut auf Plusenergie, ausgezeichnet.

DAS Sparproblem:
Der Reboundeffekt führt dazu, dass etwas das billiger wird dann eben auch mehr gekauft wird. Aehnliches wirkt sich beim Strom aus. Die Geräte werden zunehmend effizienter, brauchen weniger Strom - andererseits aber immer grösser und leistungsfähiger (Fernsehen, Computer), was den Effekt zunichte macht.
Ebenfalls in Basel (leider sichtbar, an Stelle des Dinkelbergs, von meinem Arbeitsplatz aus), das neue Stücki-EinkaufsZentrum, + Hotel und Business-Park: 113m Breit, 367m lang, 120 Geschäfte. Kernstück ist die Stücki-IWB_Powerbox. (Apropos Sück, daher hat das Gelände seinen Namen, da früher, bis vor ca. 30 Jahren, dort die Stückgutfärberei stand.) Für den gesamten Bereich werden 8010 kW Wärme und 7450 kW Kälte benötigt, eine Energiemenge die dem Verbrauch von 5000 Haushalten entspricht, hier aber ohne jegliche zusätzliche CO2-Belastung bereit gestellt wird. Bei der ARA-Basel entstehen im Sommer 9000 MWh Ueberschusswärme, bei der regionalen Sondermüll-Verbrennungsanlage der Valorec AG besteht sogar eine ganzjährige Bandlast von 4.5 MW Niedertemperatur-Abwärme mit rund 63°. Als Verbindungselement wurde eine Energiezentrale mit Absorptionskältemaschine vorgeschlagen. Zusätzlich eine elektrische Verdichtermaschine mit 2000 kW für Bedarfsspitzen. Im Winter wird die Kälte direkt der Aussenluft entzogen (free cooling).
2000-Watt-Gesellschaft:
sparsame Autos: Niedrigenergiefahrzeug (Luxusautos)
Verkehr (Directory, d.h. vor allem Inhalte, erst noch zu erstellen)
Eines der wichtigsten Entwicklungsziele ist hier das 3l-Auto. Allerdings gab's auch schon mal brauchbare Vorschläge für ein 1l-Auto - und offenbar laufende Produktionsabsichten: VW - da Karosserie aus Kohlefasern nicht ganz günstig. 2l-Auto
Die 2009 neu in Verkehr gesetzten Personenwagen wiesen einen Verbrauch von 6.86 l/100 km auf (2008 waren es noch 7.14 l)
Weitere Ansätze etwa das Auto mit Hybridantrieb, da es erlaubt, ähnlich der Eisenbahn, Bremsenergie wieder verwendbar zu machen.
Elektroautos sind so ein "ja aber", denn sie verschmutzen die Luft zwar nicht direkt, aber der Strom muss ja auch irgendwo herkommen. Ausnahme: Elektroautos mit Solarzellen (Solarautos / Liste der Solarfahrzeuge), ähnlich dem Flieger von Picard: solarimpulse.
Energieeffizienz / cleantech
Am 28. September 2003, nur einen Monat nach dem gigantischen Blackout in den USA (14. 8.2003) lag ganz Italien im Dunkeln. Nachdem zuerst Frankreich beschuldigt worden war, stellte sich allerdings heraus, dass der Ursprung in der Schweiz lag. Weil eine Hochspannungsleitung einem Baum zu nahe gekommen war, was zu einem Lichtbogen führte, wurde die Lukmanierleitung abgeschaltet. Telefonische Gespräche zwischen den verschiedenen beteiligten Netzbetreibern führten nicht zur erwünschten Reaktion, sondern zum völligen Zusammenbruch des Netzwerks in Italien.
Die Leitungen durch's Tessin sind heute noch kritisch, auch für die SBB. Einem Anschluss ans Wallis stehen Widerstände des Landschaftsschutzes entgegen. So ähnlich dürfte das auch an den andern Orten sein, denn eine Hochspannungsleitung verschandelt nun einfach entweder eine Naturlandschaft - oder entwertet Bauland. Wer möchte schon unter so einem Ding wohnen?
Eine zweite Antwort war der Ausbau der Automatik. Temperaturfühler melden rasch eine Ueberlastung. Sofort werden andere Leitungen zugeschaltet, Strom umgeleitet.
Es lassen sich auch Schaltungen einrichten, die gerade schwere Maschinen dann laufen lassen, wenn die Netzbelastung - und damit auch die Strompreise - tief sind.
Fernwärme:
Hubbert Peak / peak oil
Die stärksten Oelverbraucher haben am meisten Geld um dafür auch bezahlen zu können - und wenig Lust, zu sparen. Mit steigendem Einkommen in Brasilien, China, Indien etc. wird auch der Verbrauch steigen.
Die generelle Preisentwicklung stützt diese Kritik:
Mit der Nutzung von Erdöl sind einige Probleme verbunden, nicht bloss CO2. Man könnte also eh drauf verzichten, die verlangte Nutzungsreduktion nur mit dem Klima zu begründen:
Folgende Darstellung der noch vorhandenen Reserven an nicht erneuerbaren Energien sollte eher als Warnung denn als Trost aufgefasst werden: Kohle - dagegen ist Erdöl eigentlich ein Umweltengel. USA, China, Russland, Indien, die gegenwärtig und zukünftig stärksten Verbraucher, verfügen primär über Kohle:
Nur Russland kann längerfristig mit Gas unterstützen:
Holz/Holzverwendung / Energieholz-Holzenergie / Wald als grösster Sonnenenergiekollektor /
Verwendung von Holz in der Kaskade: Wertholz - Industrieholz (Späne, Fasern, Fibrillen, chemischer Rohstoff: Cellulose, Zucker). Verbrennen, was den meisten zuerst als "weitere Holzverwendung" einfällt, sollte also eigentlich erst am Schluss stehen. Holz bietet einen derartigen Reichtum an Verwertungsmöglichkeiten, dass <Verbrennen> ähnlich dämlich ist wie beim Erdöl, also dem Anzünden einer Zigarre mittels Geldscheinen gleicht.
s. auch: Kaskadennutzung von nachwachsenden Rohstoffen. Wuppertal. Institut für Klima, Umwelt, Energie.
Holzkraftwerke entstehen zur Zeit in der Schweiz in Basel, Bischofszell, Ruperswil, Aubrugg und Ems. Das grösste Projekt, Luterbach, ist vorerst gestorben. Die andern sind noch in Planung.
Ein Entwicklungspotential für Brennholz ist vor allem in Nordamerika, Nordeuropa und Nordasien gegeben (wobei zu bemerken ist, dass die Waldzerstörung in den USA in manchen Jahren grösser ist als in Brasilien. China ist hier zwar aus klimatisch-ökologischen Gründen auch aufgeführt, aber derart übervölkert, dass Wald nur geringe Ausdehnungsmöglichkeiten hat (Agroforestry) auf den praktisch völlig als Ackerland genutzten produktiven Flächen. Das Produktionspotential von Tropenwäldern wird a) vom Laien überschätzt, b) ist von den Tropenwäldern nicht mehr viel übrig: s. interaktive Karte für präzisere Informationen
Biotreibstoffe
Bei allen Energielieferanten materieller Art, ist in die Ueberlegungen mit einzbeziehen, dass alles irdische endlich ist, dass fast alle Materialien unterschiedliche Verwendungszwecke haben, und dass fast alle Materialien beim Verbrauch irgend eine Sauerei erzeugen. Dies ist besonders wichtig beim Erdöl, das einer der wichtigsten Rohstoffe ist, gerade was Kunstoffe betrifft - aber auch Sauereien erzeugt von der Produktion (Golf von Mexiko), über die Verwendung (Plastik, dessen massives Vorkommen heute überall in der Natur bei zukünftigen Forschern dazu führen könnte, das heutige Zeitalter die Plastik- oder Kunststoff-Zeit zu nennen. Bei der Letztverwendung, der Verbrennung, erzeugen Erdölprodukte nebst CO2 auch Russ, Karzinogene, Feinstaub, Dreck.
7.4.2 Solarenergie:
Im Zusammenhang mit Solarenergie wird oft davon geschwärmt, die Sahara mit Solarzellen zu bedecken. Das Hauptproblem dabei wäre, den Strom dann nach Europa in die Verbraucherzentren zu bringen. Desertec hat hier bereits Möglichkeiten entwickelt, speziell die Hochspannungs-Gleichstromübertragung. Bei einer Distanz von 3000 km würden hier die Verluste nur bei 10% liegen. Siemens Energy hat bereits eine solche Leitung mit 5000 Megawatt über 1400 km in China gebaut (China Southern Power Grid).
Die Wärmepumpe ist das geniale Kernstück der meisten Anlagen, die Energie umformen, also aus Hitze Kälte, oder umgekehrt, machen müssen. Das dabei verwendete Prinzip ist mehr oder weniger das selbe, das jeder Eisschrank verwendet: Verdunstung verbraucht Energie, kühlt also das verbleibende Substrat - Kondensation/Absorption setzt Energie frei. Das ergibt sich aus dem Gesetz von Boyle-Mariotte, nach dem Druck und Volumen immer in einem konstanten Verhältnis sind::
- oder
Gas, das unter Druck gesetzt wird, erhitzt sich - Gas, dessen Druck abnimmt, kühlt sich ab. In der Wärmepumpe wird Gas also verdichtet, ev. bis hin zur Verflüssigung, wobei es warm wird. Diese Wärme wird abgeführt. Bei einer Heizung wäre das der Hauptzweck - bei einem Eisschrank ist diese Wärme "Abfall". Verdunstet das verflüssigte Gas, oder lässt der Druck nach, kühlt sich das Gas ab. Diese Phase wäre nun bei der Heizung verkehrt, aber erwünscht beim Eisschrank. Der Prozess kann also nach Belieben organisiert werden.
Wärmepumpen boomen:
[Handelszeitung Nr 24, 16-22. Juni 2010. S. 58]
Mit Wärmepumpen lässt sich z.B. auch dem Abwasser einiges an Energie entziehen. 5% der Gebäude der Schweiz liessen sich alleine damit beheizen.
Die Wärmepumpe zeigt auch, warum Isolation wichtig ist. Um aus Wärme Hitze zu machen, oder aus kühlem Wasser oder Luft Kälte, braucht es Energie, um so meher Energie, je höher der Unterschied ist. Und da hier Energie drin steckt, gleichen sich diese Unterschiede wieder sehr rasch und sehr leicht aus. Das ist der Satz der Entropie (Unordnung): Der 1. Hauptsatz der Thermodynamik macht klar, dass es kein Perpetuum Mobile geben kann, da Energie nur gewandelt, nicht geschaffen wird, dabei aber Reibungsprozesse immer einen gewissen Verlust bedingen. s. auch Energierhaltungssatz.
-
Gezeitenkraftwerke
http://www.bfe.admin.ch/infrastrukturanlagen/
Abfälle, die in Kehrichtverbrennungsanlagen landen, bringen die Energie von 300 l Erdöl pro Tonne.
Trinkwasser, dessen Druck gerade in Alpen und Voralpen durch Ventile verringert werden muss, könnten alternativ diese Ueberschussenergie an Kleinturbinen abgeben.
www.smallhydro.ch
Wasserwirbelkraftwerke funktionieren bereits ab geringer Fallhöhe (0.7m, 1m3/h). Da sie primär die Rotationsenergie des ablaufenden Strudels aufnehmen, die durch die Corioliskraft entsteht, sind sie für Fische frei passierbar, schaffen keine stagnierenden Tümpel sondern reichern das Wasser mit Sauerstoff an. Da die Anlagen recht klein sind, lassen sie sich auch gut in die Landschaft integrieren.
Metanhydrat: reichlich, aber extrem kritisch. Zersetzt sich bei Erschütterung leicht, d.h. setzt gasförmiges Metan frei. Man vermutet, dass solche Gasblasen für das Verschwinden mancher Flugzeuge und Schiffe im Bermudadreieck verantwortlich sein könnte. Ein allfälliger Abbau müsste also äusserst vorsichtig erfolgen, denn Metan (Kuhfürze, anaerob vergährender Dung und Jauche) ist eines der stärksten Treibhausgase, 25x so wirksam wie CO2.
Kernfusion: Vorerst nur im Königreich von Weit-Weit-Weg ...
Agenda 21 (ach du meine Güte I...), SRI, CSR (ach du meine Güte II...)
CDM: Clean Development Mechanism. Die Idee war, dass die Entwicklung von Klimaschutzmassnahmen in Ländern, deren Industrie erst im Aufbau ist, weitaus mehr bringt als bei denen, deren Strukturen bereits gebaut sind und per Gesetz ja eh niemanden vergiften dürfen. Investitionen in Drittweldländern sollten also dem CO2-Guthaben angerechnet werden. Die ertragreichsten Gebiete, HFC-23 und N2O sind allerdings in der Zwischenzeit abgeerntet. Dazu kommt die weltweite Finanzkrise: Wo kein Geld, da kein Projekt. Des weitern nimmt offenbar auch die Bürokratie im CDM-Projektzyklus gewaltig zu. Da der Energiehunger in China, Indien und Brasilien eh zu einem Emissionswachstum führen wird, wären aber Sparanstrengungen um so wichtiger.
GEF
Nachhaltigkeit: DAS Problem mit der Nachhaltigkeit ist, dass der Ausdruck heute total ausgeleiert ist. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, werden andauernd Ausdrücke herumgeboten wie: nachhaltiges Wachstum, nachhaltige Gewinnsteigerung, nachhaltige Profite und dergleichen Bockmist. Nachhaltigkeit, ein von der Forstwirtschaft geschaffener Begriff, meint aber damit die Beschränkung der Nutzung auf den Zuwachs, unter Erhaltung des Bestehenden (Holzvorrates in diesem Zusammenhang) und seiner Qualität, was ohne gleichzeitiges Vergehen, also ohne Kreislauf nicht möglich wäre. Ein Wachstum, das jährlich als Zuwachs angehäuft wird, führt automatisch zu exponentiellem Wachstum, was sich in der Natur nie lange durchhalten lässt sondern immer irgendwo auf Begrenzungen stösst, also in logistisches oder zyklisches Wachstum übergeht. Unkontrolliertes Wachstum tritt in der Biologie meist als Krebs auf. s. Entwicklung: Zyklen - Evolution & Revolution
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Energie ist nötig, um Arbeit zu verrichten. Arbeit ist in der Physik Kraft mal Weg, oder Energie, die entlang eines Weges auf einen Körper übertragen wird, oder die Energiemenge, die bei einem Vorgang umgesetzt wird. Arbeit pro Zeiteinheit - oder Energieaufand pro Zeiteinheit, ist Leistung.
Leistung in der Wirtschaft führt zu Wertzuwachs, ist also immer monetär bestimmt. Leistung die bloss Schweiss treibt, Arbeit die bloss Dinge oder Gedanken bewegt, ohne dass dabei Geld in Bewegung kommt, ist keine Leistung.
Leistung die durch Arbeit an der Person, oder für die Gemeinschaft entsteht, die entsprechende persönliche Energien verbraucht, steht hier im Zwiespalt.
Soll sie als "gemeinützig" gelten, muss sie dem Steueramt Ausgaben ersparen, also monetär bewertbar sein.
Soll sie zur Förderung der Selbstwerdung beitragen dürfte sie umgekehrt aber eben gerade nicht an Geldwert gemessen werden, denn sonst wird der Mensch zur Maschine, zum Mittel, statt Zweck zu sein.
Jeder Mensch muss beträchliche Energien aufwenden, also Leistungen vollbringen, um folgende Zielgebirge möglichst hoch zu besteigen:
Kohlberg:
- Gehorsam
- naiver Egoismus, Gefälligkeit aus Eigennutz
- Anerkennung durch Unterordnung unter Personen und Gruppen
- Konventionen, Autoritäten, Normen gehorchen
- Verhandeln und Verträge schliessen zwischen Gleichberechtigten
- Regelkonzepte begreifen und kritisieren, d.h. verbessern können.
Also - nicht vor lauter "Leistung" und "Energie", die vorwiegend durch die Wirtschaft definiert werden, das vergessen worum es eigentlich geht: Die Entwicklung der Person, des Ich, des Selbst - das sich mit andern per Du zum Wir finden kann. Dieser Teil wäre eigentlich der gewichtigere, bei dem Energie aufgewendet werden muss, nicht der wirtschaftliche. Zudem sind die Resultate bei diesem Energieeinsatz nachhaltiger, sie bedecken die Erde weder mit Beton noch mit Abfällen.
5.9.09