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Bei
Lebensgefahr, besonders wenn es sich um akute
Lebensgefahr handelt, kann jeder Gläubige, ja jeder
Mensch, der der katholischen Kirche angehört und die
rechte Absicht hat, die Taufe spenden.

Er
spricht - soweit möglich - das Glaubensbekenntnis,
giesst Wasser (Weihwasser oder gewöhnliches Wasser) über
den Kopf des Täuflings und spricht dabei:
ICH
TAUFE DICH IM NAMEN DES VATERS UND DES SOHNES UND DES
HEILIGEN GEISTES.
Es
empfiehlt sich wenn möglich, dass dabei ein oder zwei
Zeugen anwesend sind. Wenn ein Kind in Lebensgefahr
getauft wird und nach menschlichem Ermessen genügend
Zeit bleibt, soll man sorgen, dass eine kleine
Taufgemeinde zusammenkommt. Ist einer der Teilnehmer
imstande, einen kurzen Gottesdienst zu leiten, kann das
auf folgende Weise geschehen:
Es
wird Wasser bereitgestellt, das nicht gesegnet zu sein
braucht. Die Eltern, Paten und - wenn möglich - einige
Verwandte und Freunde versammeln sich bei dem kranken
Kind.
Der
Taufspender, d. h. einer der Gläubigen, beginnt mit
folgenden Fürbitten:
(Liebe
Brüder und Schwestern!)
Lasset
uns Gottes Erbarmen herab rufen auf dieses Kind, das
die Taufe empfangen soll, auf seine Eltern und Paten
(auf seine Geschwister) und auf uns alle, die wir
schon getauft sind.
Wir
beten für dieses Kind, dass es gesund werde und
seinen Eltern Freude mache, - dass es sich auf seinem
ganzen Lebensweg zu Christus bekenne.
Wir
beten für die Eltern und Paten, dass sie diesem Kind
ein Vorbild christlichen Lebens sind.
Wir
beten für alle Brüder und Schwestern in der Welt,
die sich auf die Taufe vorbereiten.
Die
Fürbitten schliessen mit folgendem Gebet:
Gott,
Vater unseres Herrn Jesus Christus, du Quell des
Lebens und der Liebe. Du bist allen Eltern nahe, die
in Sorge sind; du schaust hernieder auf die Kinder,
deren Leben in Gefahr ist, und zeigst ihnen deine
Liebe. Im Sakrament der Wiedergeburt schenkst du ihnen
ein Leben, das kein Ende hat.
Höre
unser Gebet. Befreie dieses Kind von der Herrschaft
des Bösen; nimm es auf in die Gemeinschaft deiner
Kirche. Wir geben ihm den Namen N. und bitten dich:
Lass es in der Kraft des Heiligen Geistes durch das
Sakrament der Taufe Anteil erhalten an Tod und
Auferstehung Christi. Nimm es an als dein Kind; mache
es zum Miterben Christi, der mit dir lebt und herrscht
in Ewigkeit.
A:
Amen.
Der
Taufspender lädt die Anwesenden mit folgenden Worten
zum Glaubensbekenntnis ein:
Im
Gedenken an unsere Taufe wollen wir den Glauben an
Christus bekennen, den Glauben der Kirche.
Glauben
Sie an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer
des Himmels und der Erde?
Eltern
und Paten: Ich glaube.
Glauben
Sie an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn, der geboren ist von der Jungfrau Maria,
der gelitten hat und begraben wurde, von den Toten
auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt?
Eltern
und Paten: Ich glaube.
Glauben
Sie an den Heiligen Geist, die heilige katholische
Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung
der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige
Leben?
Eltern
und Paten: Ich glaube.
Anstelle
der Glaubensfragen kann auch das Apostolische
Glaubensbekenntnis gesprochen werden.
Dann
tauft der Spender des Sakramentes das Kind mit den
Worten:
Name,
ich taufe dich im Namen des Vaters (erstes übergiessen)
und
des Sohnes (zweites übergiessen)
und
des Heiligen Geistes (drittes übergiessen)
Alle
übrigen Riten kann der Taufspender weglassen und jetzt
sofort das weisse Kleid überreichen mit den Worten:
Name,
dieses weisse Kleid soll dir ein Zeichen dafür
sein, dass du in der Taufe neu geschaffen worden bist
und - wie die Schrift sagt - Christus angezogen hast.
Bewahre diese Würde für das ewige Leben.
Die
Feier schleisst mit dem Gebet des Herrn.
Die Nottaufe
dem
Pfarramt melden
Die Nottaufe soll dem
zuständigen Pfarramt gemeldet
werden. Dabei sollen auch die
Zeugen angegeben werden. Das
Pfarramt prüft den richtigen
Vollzug der Taufe. Dort wird
die Nottaufe dann in das
Taufregister eingetragen,
damit das Kind nicht
wiedergetauft wird.