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Erstmals seit Bekanntwerden des Spionage-Skandals trafen sich der brasilianische Aussenminister Antonio Patriota und der US-amerikanische Botschafter Thomas Shannon. Im Zuge der Enthüllungen durch den ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden wurde auch die Überwachung brasilianischer Telefone und Kommunikationsmittel bekannt. Daraufhin hatten laut lokalen Medienberichten mehrere brasilianische Staatsbürger Anzeigen wegen Spionage gegen die US-amerikanische Sicherheitsbehörden gestellt.
Der US-Botschafter Shannon versprach nun ein Team aus Spezialisten mehrerer Bereiche der Telekommunikation zusammenzustellen, um die Vorwürfe im Detail untersuchen zu lassen. Der abschliessende Bericht soll der brasilianischen Regierung überreicht werden. Shannon erklärte zudem, dass es das legitime Recht Brasiliens sei, wegen mutmasslicher Spionage Protest zu erheben. Doch gab er zu keinem Moment zu, dass die USA tatsächlich spioniert hätten.
Am Mittwoch gab die brasilianische Regierung bekannt, dass sie „den erwähnten Aktivitäten weder die Erlaubnis gegeben, noch Kenntnis davon hatte“. Eine Beteiligung an Spionage durch einzelne Personen oder Institutionen des Landes verstosse gegen die Verfassung, hiess es weiter.
Vergangenen Dienstag hatte die brasilianische Tageszeitung, O Globo berichtet, dass Bürger verschiedener lateinamerikanischer Staaten von US-Geheimdiensten überwacht worden waren. Hiervon waren vor allem Brasilianer betroffen, die von der NSA abgehört und ausspioniert worden waren.