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Die Zusammensetzung der fünfköpfigen Genfer Stadtregierung bleibt unverändert: Vier Linke stehen einem Vertreter der Bürgerlichen gegenüber. Alle Kandidaten erreichten das absolute Mehr. MCG-Präsident Eric Stauffer wird in die Exekutive von Onex gewählt.
Alle Kandidaten der Linken schaffen den Sprung in die Regierung der Stadt Genf. Am meisten Stimmen hat SP-Mann Sami Kanaan (neu) erhalten, gefolgt von seiner Parteikollegin Sandrine Salerno (bisher), die zurzeit als Bürgermeisterin Genfs amtet.
Auf Platz drei folgt Esther Alder (neu) von den Grünen. Rémy Pagani (bisher), Kandidat des Linksaussen-Bündnisses "Ensemble à Gauche", kommt an vierter Stelle. Als einziger Bürgerlicher wurde der freisinnige Pierre Maudet (bisher) gewählt. Er erreichte den fünften Platz.
Doppeltes Spiel der Liberalen nicht aufgegangen
Florence Kraft-Babel von den Liberalen muss mit dem sechsten Platz vorlieb nehmen. Das doppelte Spiel ihrer Partei, die im Kanton Genf noch nicht mit den Freisinnigen fusioniert hat, hat sich damit nicht bewährt.
Denn die Liberalen sind sowohl mit ihren traditionellen Partnern CVP und FDP eine Listenverbindung eingegangen als auch mit der SVP. Grund für diese doppelte Allianz war ihr schlechtes Abschneiden bei den Parlamentswahlen vor gut einem Monat.
Gewinn und Niederlage gleichen sich für das MCG aus
In Onex, der sechstgrössten Stadt Genfs, zieht MCG-Präsident Eric Stauffer in die Exekutive ein. Hingegen musste die Protestpartei einen Sitzverlust in der Exekutive von Vernier, der zweitgrössten Stadt des Kantons, hinnehmen. Bis anhin bestand die dreiköpfige Exekutive aus Thierry Cerutti vom MCG, Yvan Rochat (Grüne) und Thierry Apothéloz (SP).
Um die beiden Linken aus der Exekutive zu verdrängen, schlossen sich MCG, SVP und FDP zusammen. Doch der Schuss ging nach hinten los: Die Gegenallianz von SP, den Grünen und den Liberalen konnte sich durchsetzten, ihre drei Kandidaten wurden gewählt. Das Nachsehen hatte schliesslich Cerutti.
Insgesamt ist das MCG in elf Gemeinden angetreten. Die Partei hatte sich ursprünglich von diesen Exekutivwahlen einiges erhofft, da sie am 13. März bei den Parlamentswahlen einen Siegeszug feiern konnte.
SDA-ATS