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XAVAS – zwei grosse Karrieren treffen aufeinander!
Am Dienstag, den 23. Oktober, ist XAVAS bei uns, das zweiköpfige Hitmonster Xavier Naidoo und Kool Savas. Grund genug, für uns diese beiden grossen deutschen Karrieren Revue passieren zu lassen.
Xavier ist der Ältere der Beiden. 1971 wurde er in Mannheim geboren – dort ist er auch heute noch verwurzelt. Savas ist Jahrgang 1975 und ein echter Berliner – obwohl er im westdeutschen Aachen geboren ist.
Die paar Jahre Vorsprung drückt sich auch in der gemeinsamen Zeitleiste aus: Seit 1994 bewegte sich Xavier im Umfeld von 3p, dem Label des Mannheimer Deutschrap-Pioniers Moses Pelham. Schon 1997 erschien die Single mit Sabrina Setlur, die den Mann mit der sanften Stimme ins Rampenlicht katapultieren sollte: “Freisein”.
Im Jahr drauf folgte das Debütalbum “Nicht von dieser Welt”, das sich bis heute über 1 Million Mal verkaufte und damals die Albumcharts in Deutschland toppte – in der Schweiz langte es immerhin für Platz 12, hierzulande war das Album über ein Jahr lang in den Top 100. Ein beachtliches Debüt, das zudem auch einige Auszeichungen erhielt: Einen Echo, einen Comet und sogar einen MTV Europe Music Award!
Es folgten kleinere Hits wie “20.000 Meilen”, seinen ersten Top-10-Hit hatte Xavier mit “Sie sieht mich nicht”: Die Nummer war auch auf dem Soundtrack zu “Asterix & Obelix gegen Cäsar” vertreten und machte erst auf Platz 2 Halt! – Nebenher betreibt Xavier Naidoo mit zahlreichen, wechselnden Mitstreitern, bereits seit 1995 die Söhne Mannheims, die massgeblich von seinem Sound geprägt sind. Sie veröffentlichen seit 2000 in regelmässigen Abständen erfolgreich Alben.
Während Xavier Naidoo den deutschen Popkosmos von oben angreift, kämpft sich Kool Savas von unten hoch. Nachdem er – wie so viele andere – zuerst auf Englisch und in verschiedenen Crews rappte, erschien 2000 seine Debüt-EP “Warum rappst du?”. Auf ihr sind heute legendäre Nummern wie “Schwule Rapper”, “LMS (Lutsch Meinen Schwanz)” oder “Pimplegionär”.
Ebenfalls 2000 erschien das Feature-Album “Full House” von DJ und Producer Plattenpapzt. Hierauf ist auch “King of Rap” enthalten, die erste richtig grosse Nummer von KKS.
Nachdem er eine Zeitlang bei Westberlin Maskulin mit Rapper Taktloss gemeinsame Sache machte, gründete er nach der bitteren Trennung vom Label Put da Needle to da Records gleich seine eigene Plattenfirma, Optik. Hier erschien 2002 sein erster Longplayer “Der beste Tag meines Lebens”.
2002 ist Xavier schon beim zweiten Soloalbum: Auch “Zwischenspiel – Alles für den Herrn” räumt Auszeichnungen ab (u.a. wieder einen MTV Europe Music Award) landet auf Platz Eins der deutschen Albumcharts. In der Schweiz chartet die Platte immerhin schon auf Platz Drei! Seine erste Nummer-Eins-Single findet sich aber auf einem anderen Album: Die Kollaboration mit Wu-Tang-Mastermind RZA auf dessen Album “The World according to RZA”, “Ich kenne nichts (das so schön ist wie du)”. Hier singt Xavier auch auf Englisch!
Schon 2005 doppelt Xavier nach: Sein “Telegramm für X” erscheint. Es platziert sich sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz auf dem ersten Platz. Savas lässt sich dagegen Zeit mit dem nächsten Album. Stattdessen gibt er sich einem deftigen Beef mit seinem ehemaligen Schützling Eko Fresh. Der veröffentlichte 2004 den Disstrack “Die Abrechnung”, Savas antwortete mit “Das Urteil”. Erst 2006 widmet er sich wieder etwas “wirklich” Produktivem und gründet Optik Schweiz, auf dem unter Anderem DJ Sweap und DJ 500 Pfund, aber auch Rapper wie Griot oder Wicht veröffentlichten.
Dann, 2007, kommt endlich Savas’ zweites Album “Tot oder lebendig”. Das Album kann nicht ganz an den Charterfolg des Debüts anschliessen, belegt in der Schweiz aber immerhin Platz 13. Wieder wird es länger still um Savas, der zwar viel live spielt, aber im Studio immer etwas länger zu brauchen scheint. Zwischendurch lässt er mit dicken Nummern wie “Rapfilm” (2009) von sich hören.
Xavier ist 2009 schon bei Album Nummer Fünf: “Alles kann besser werden” steigt wiederum locker auf Platz Eins der deutschen Charts, respektive auf Platz Zwei der Schweizer Charts. Der Sänger ist mittlerweile seit langem Dozent an der Mannheimer Popakademie, deren Mit-Initiator er ist, darüber hinaus übernimmt er kleinere (Sprech-)Rollen in TV und Film und seit 2011 ist er auch Juror bei The Voice of Germany.
In diesem Jahr erscheint dann auch Savas drittes Studioalbum “Aura”, das von den Fans heiss ersehnt wird. Es chartet sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz auf Platz Eins und der Rapper zeigt allen noch einmal, wo der Hammer hängt – und das, obwohl er offensichtlich älter und reifer geworden ist. Auf dem Track “LMS 2012” ist übrigens auch Xavier Naidoo zu hören. Die Kollaboration zum XAVAS-Album war damals natürlich schon in trockenen Tüchern.
Im Januar 2012 besucht Kool Savas dann joiz und legt an einem Spezialabend ein grossartiges Konzert für eine exklusive Zahl Schweizer Fans hin.
Fast Forward zum August: Die XAVAS-Single “Ich schau nicht mehr zurück” erscheint, die Kollabo rollt. Das Album “Gespaltene Persönlichkeit” erscheint und – wie sollte es anders sein – toppt die Hitparaden in der Schweiz und in Deutschland. Am Dienstag, den 23. Oktober, präsentieren Xavier und Kool Savas ab 17:30 Uhr im Home Run die lang angekündigte Zusammenarbeit live bei joiz!