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Nächtliches Bettnässen
Was ist nächtliches Bettnässen?
Als Bettnässen wird das unkontrollierte, nächtliche Wasserlassen bei Kindern bezeichnet, die ihre physiologischen Bedürfnisse tagsüber bereits kontrollieren können. Das Alter von 5 Jahren wird oft als Grenze dieser Thematik bezeichnet. Darüber hinaus wird das Einnässen meistens als medizinisches Problem behandelt. Tritt das Bettnässen weniger als 3-mal pro Woche auf, spricht man von periodischem Bettnässen.
Wer ist vom Bettnässen betroffen?
Bettnässen ist ein häufig auftretendes Problem bei Kindern. Nach allergischen Erkrankungen, gehört es bei Kindern sogar zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen, wobei Knaben öfters betroffen sind, als die Mädchen. Laut einer Untersuchung vom März 2002 nässen 6% der Kinder im Alter von 5-14 Jahren das Bett ein. Das Problem betrifft ca. 20-25% der Kinder im Alter von 5 Jahren, 10% der 7-Jährigen und 1-2% der Jugendlichen. Diese Daten zeigen, dass das Bettnässen mit zunehmendem Alter verschwindet.
Diagnose und Behandlung
Sollte das Kind unter Harninkontinenz leiden, holen Sie unbedingt ärztlichen Rat. Um die richtige Diagnose stellen zu können, muss der Arzt verschiedene Untersuchungen anordnen. Vielleicht ist die Ursache eine Krankheit, nach deren Behandlung das unangenehme Einnässen wieder verschwindet?
Was kann der Arzt empfehlen?
1. Nicht-medikamentöse Therapien
Sie haben das Ziel, dem Kind die Kontrolle über die Blase beizubringen – zuerst tagsüber, später auch in der Nacht. Die Erfolge dieser Therapien hängen immer vom Patienten ab und können mehrere Wochen dauern:
- Motivationstherapie – Belohnungen für jede trockene Nacht. Die Verwendung von Windeln sollte begrenzt werden, weil sie die Motivation verringern.
- Reduktion der Trinkmenge am Abend und Besuch der Toilette unmittelbar vor dem Schlafengehen.
- Eine häufige und regelmäßige Entleerung der Blase.
- Regelmässige Erinnerung an das Wasserlassen.
- Der Einsatz von einem speziellen Wecker, der das Kind nachts weckt, damit es zur Toilette geht, kann sehr hilfreich sein. Die Zeit wird stufenweise verlängert, bis das Kind die ganze Nacht ohne Blasenentleerung durchhalten kann.
2. Pharmakologische Therapien
Sie können je nach Ursache des Problems mehrere Monate dauern und können bei der Zielerreichung unterstützend wirken:
- Verringerung der Harnmenge, die in der Nacht produziert wird;
- Erhöhung der Blasenkapazität;
- Veränderung der Schlaftiefe, damit das Kind aufwachen kann um Wasser zu lassen.
Die Behandlung kann als erfolgreich betrachtet werden, wenn die Anzahl der „nassen Nächte” um 90% reduziert wird.