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Basics
Der Zöliakie liegt eine Glutenunverträglichkeit zu Grunde. Durch Einnahme von glutenhaltigem Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, nicht aber Mais und Reis) kommt es zu einer Aktivierung des Immunsystems und in der Folge zu einem Schwund (Atrophie) der Darmzotten. Dies führt zu einer Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme (Malabsorption) aus dem Darm. Dieser Prozess beginnt praktisch immer im Duodenum und breitet sich mit der Zeit auf den weiteren Dünndarm aus. Die Krankheit ist genetisch bedingt mit einer Häufigkeit in Europa von durchschnittlich 1:1000 Einwohner. Sie kann sich sehr unterschiedlich manifestieren mit bereits voller Ausprägung in der Kindheit oder in nur leichter Form spät im erwachsenen Alter oder es besteht nur eine Trägerschaft der genetischen Anlage ohne je Symptome zu verursachen.
Andere Autoimmunerkrankungen der Haut, Schilddrüse etc. können mit der Zöliakie vergesellschaftet sein. Gelegentlich kommt es auch zu chronischen Leberproblemen.
Symptome
Im Anfangsstadium oder bei nur leichter Ausprägung der Krankheit stehen unspezifische Symptome wie Blähungen und leichter Durchfall (gelegentlich aber auch Verstopfung) im Vordergrund. Je mehr Darmschleimhaut zu Grunde geht, desto ausgeprägter werden die Beschwerden mit übelriechendem Durchfall, Gewichtsverlust und Zeichen der Mangelernährung. Zunächst ist die Eisenresorption betroffen, da Eisen fast ausschliesslich im Zwölffingerdarm resorbiert wird. Im Labor finden sich also zuerst Zeichen eines Eisenmangels. Bei weiterer Progression sind die Fettresorption, die Vitamin-, Elektrolyt- und Eiweissresorption beeinträchtigt mit entsprechenden Beschwerden.
Abklärung
Primär werden Laboranalysen aus dem Blut durchgeführt . Die Labortests zum Nachweis einer Zöliakie sind sehr zuverlässig. Bei positivem Ergebnis sollte jedoch noch eine Gastro-Duodenoskopie mit Biopsieentnahmen aus dem Duodenum durchgeführt werden, um den Schweregrad der Zöliakie festzulegen. Dann folgt die Behandlung. Bei fehlendem Therapieerfolg innerhalb von 6 Monaten, muss der Dünndarm weiter abgeklärt werden, zunächst mit einer Kamerakapselendoskopie.
Folgekrankheiten
Bei lange bestehender Krankheit oder ungenügendem Ansprechen auf die Therapie, stehen Folgekrankheiten der Malabsorption wie Blutarmut (Anämie), Osteoporose, Wachstumsstörung, etc. im Vordergrund. Eine weitere Folge einer langdauernden, ungenügend behandelten Krankheit sind bösartige Lymphome des Dünndarms.
Therapie
Eine konsequente und peinlichst genau durchgeführte glutenfreie Diät ist die alleinige Therapie. Unter Diät kommt es zu einer Regeneration der Darmzotten und damit wieder zu einer normalen Aufnahme der Nahrungsbestandteile aus dem Darm. Auch nur kleinste Diätfehler können zu einem Rückfall führen. Mit einer konsequenten Diät kann auch die Entwicklung des Darmlymphoms verhindert werden. Bei einem ganz kleinen Teil der Patienten ist die Diät allein nicht genügend wirksam. In diesem Fall müssen zusätzlich zur Diät Immunsupressiva wie Prednison und Imurek eingesetzt werden.
Zöliakie-Gemeinschaft, Liste von Nahrungsmittel mit Gluten: www.zoeliakie.ch
IG Zöliakie
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