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Kapital, Krieg und Konsum. Natürliche Ressourcen und weltweite Ungleichheiten im Zeitalter der Territorialisierung
Donnerstag, 6. Juni
09:15 bis 10:45 Uhr
Nie zuvor in der Weltgeschichte wurden so viele natürliche Ressourcen verarbeitet und gehandelt wie im 19. und 20. Jahrhundert. Die Sicherung von Ressourcen aus dem Tier-, Pflanzen- und Mineralienreich wurde insbesondere im territorialen Zeitalter (Charles Maier) als Grundlage staatlichen Reichtums gedeutet und mobilisierte politische und ökonomische Akteure auf lokaler, nationaler und imperialer Ebene.
Das Panel betrachtet Ungleichheiten, Machtasymmetrien und Konflikte um Rohstoffe und analysiert am Beispiel europäischer und nicht-europäischer Staaten den Umgang mit begrenzten Ressourcen in einer sich industrialisierenden Welt.
Folgende Fragen stehen im Zentrum: Inwiefern wurden globale Ungleichheiten durch die Nutzung bestimmter Ressourcen verstärkt? In welchem Ausmaß beinhaltete die Erschließung natürlicher Ressourcen die Anwendung von Gewalt und politischer Expansion und inwiefern war die Aneignung von Ressourcen die Grundlage für die Ausübung militärischer Gewalt? Inwiefern kam es zu Spannungen zwischen politischen und ökonomischen Akteuren? Und inwiefern erlaubt Ressourcengeschichte die Etablierung von Chronologien und (Dis-)Kontinuitäten, die anders gelagert sind als politische Zäsuren und Umbrüche?