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Argentiniens Regierung kassiert Schlappe bei Vorwahlen
Bei den Vorwahlen in Argentinien hat die linke Regierung von Präsident Alberto Fernández eine schwere Niederlage hinnehmen müssen.
Sein Bündnis «Frente de Todos» («Front aller») kam landesweit auf gut 31 Prozent der Stimmen, die konservative Bewegung «Juntos por el Cambio» («Gemeinsam für den Wandel») auf etwa 40 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt in der Nacht auf Montag (Ortszeit) mitteilte. Gegenüber der Wahl vor zwei Jahren brach das Regierungsbündnis um fast 13 Prozentpunkte ein. Vor allem in der Hauptstadt und der wichtigen Provinz Buenos Aires straften die Wähler die Regierung ab.
Die Vorwahlen dienen zur Lichtung des Parteienspektrums. Nur Parteien und Wahlbündnisse, die mindestens 1,5 Prozent der Stimmen erhalten, dürfen an der Wahl am 14. November teilnehmen. Dann werden die Hälfte der Abgeordneten und ein Drittel der Senatoren neu gewählt. Allerdings dienen die Vorwahlen auch immer als Stimmungstest für die Regierung. Die nächste Präsidentenwahl steht 2023 an.
Argentinien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise: Die Inflationsrate liegt bei rund 50 Prozent, die Landeswährung Peso gibt gegenüber dem Dollar immer stärker nach. In dem einst reichen Land leben inzwischen 42 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze. Probleme bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff und private Feiern während der Quarantäne im Präsidentenpalast hatten die Regierung zudem zuletzt in die Kritik gebracht.