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Ein Beitrag von Stefan Bühler.
Das Oberhaus hat schon verschiedene Heizsysteme gesehen. Ursprünglich wurden die wichtigsten Räume im Haus über verschiedene Kachelöfen beheizt. Zu diesen Räumen gehörten die Stuben für die Familie und Gäste sowie das Schlafzimmer der Hausherren. Andere Zimmer wurden mit kleinen Kohleöfen beheizt.
Diese Kohleöfen waren aus heutiger Sicht alles andere als ideal. Der giftige Rauch blieb unter den Decken hängen, und man musste stets aufpassen, dass keine glühenden Kohlen zu Boden fielen und einen Hausbrand verursachten. So war es ein grosser Schritt, als zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Zentralheizung mit Radiatoren in die unteren zwei Stockwerke eingebaut wurde. Diese wurden aber noch immer mit Kohle beheizt, über einen grossen Kohleofen im Keller.
Irgendwann ersetzte man die Kohleheizung durch eine moderne Ölheizung. Der Kohleofen blieb aber angehängt, der Kohlebunker war noch zu drei Viertel gefüllt. Die liegengebliebene Kohle im Bunker war in der Familie immer wieder ein Thema. Wie bringt man sie mit vernünftigem Aufwand aus dem Bunker? Und was macht man damit, wenn sie draussen ist? Einmal schlug ich vor, wir könnten die Kohle doch einfach verheizen, der Kohleofen funktioniere ja noch. Ausserdem könnten wir damit Öl und Geld sparen.
Also verheizten wir die Kohle, fast zwei Winter lang. Für mich bedeutete dies eine halbe Stunde Ofendienst am frühen Morgen, mein Vater übernahm den Ofendienst am Abend. Jeden Tag verbrachten wir eine volle Stunde damit, den alten Kohleofen zu beheizen.
Mittlerweile heizen wir mit Gas. Der alte Kohleofen steht aber immer noch im Keller. Er hat die Ölheizung und später eine Holzschnitzelheizung kommen und gehen gesehen, und – wer weiss – vielleicht wird er noch weitere Heizsysteme überleben.