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Der letzte Mohikaner
Ein Bericht über das Jahr 1757
Aus dem Amerikanischen von Leonhard Tafel
Die weltberühmte Geschichte des weißen Kundschafters Lederstrumpf, auch ›Falkenauge‹ oder ›Lange Büchse‹ genannt, der unter Indianern aufwuchs und der zwischen seiner Freundschaft zu den Letzten des einst mächtigen Delawarenstammes der Mohikaner und der Liebe zu einer Weißen aufgerieben wird.
Mehr zum Inhalt
Für den zweiten Band der Lederstrumpf-Romane ist bezeichnend, dass Cooper nicht an das Ende, sondern an den Beginn von ›Die Ansiedler‹ anknüpft. Nicht Alter und Tod, sondern die jungen Mannesjahre Natty Bumppos interessieren ihn: Lederstrumpf erscheint hier als erprobter, berühmter Kundschafter und Krieger von etwa dreißig Jahren, als ›Falkenauge‹ und ›Lange Büchse‹. Diese Gestalt hat Besitz ergriffen von der Phantasie des Autors, der, als Salonlöwe in Paris lebend, sich in die einfache, zivilisationsferne Welt der amerikanischen Wildnis zurückträumte. Dieser Traum bewirkte einen Welterfolg, beflügelte die Phantasie der europäischen Literaten: In Balzacs ›Le dernier Chouan‹ (1829) schleichen aufständische Bauern wie Indianer durch bretonische Wiesen, und Dumas Père gibt 1854 einem Roman über die Pariser Unterwelt den Titel ›Les Mohicans de Paris‹.
»Eine ganz große Gestalt der Weltliteratur: Lederstrumpf; dem Kenner durchaus gleichrangig mit Ahasver, Gulliver, Robinson, Parzival – Lederstrumpf, der Mann der Wälder.«
Arno Schmidt