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Die Quote der Übergänge in die Sekundarstufe II gibt den Anteil einer Kohorte von Abgängern an, die eine zertifizierende Ausbildung der Sekundarstufe II im selben Jahr beginnen, in dem sie die obligatorische Schule verlassen (sofortiger Übergang) oder bis zu drei Jahre später (späterer Übergang).
Abgänger/innen werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:
- Sofortiger Eintritt
- Späteren Eintritt von bis zu drei Jahren
- Kein Eintritt in eine zertifizierende Ausbildung
Als Abgängerin bzw. Abgänger gelten Lernende zwischen 13 und 20 Jahren, die im Vorjahr das letzte Mal in der obligatorischen Schule erfasst wurden. Abgänger/innen im Jahr X sind Lernende, die im Jahr X-1 in der Sekundarstufe I oder im besonderen Lehrplan erfasst wurden und danach nicht mehr. Die drei folgenden Jahre (hier zwischen Jahr X und Jahr X+2) können sie entweder:
- eine nicht zertifizierende Übergangsausbildung (10. Schuljahr, Vorbereitungsschule, Vorlehre) beginnen oder
- in eine zertifizierende Ausbildung der Sekundarstufe II eintreten: Dazu gehören berufliche Grundbildungen, die auf ein eidgenössisches Berufsattest (EBA) oder ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) vorbereiten, sowie allgemeinbildende Ausbildungen wie die Fachmittelschule (FMS) oder einer gymnasialen Maturitätsschule (GMS),
- oder das Bildungssystem verlassen haben, d.h sie sind in der Statistik der Lernende (SdL) nicht mehr erfasst aber nach wie vor in der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP).
Nicht einbezogen wurden Schulabgänger/innen, die:
- anfänglich nicht zur ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz gehörten,
- ein Programm ausserhalb der obligatorischen Schule besuchten oder,
- die Schweiz verliessen, ohne in eine zertifizierende Ausbildung auf der Sekundarstufe II einzutreten.
Kanton
Das Kriterium für den kantonalen Vergleich ist der Wohnkanton, d.h. der Kanton, in dem die Schüler/innen und Studierenden ihren gesetzlichen Wohnsitz haben.
Die Quote der sofortigen Übergänge in die zertifizierenden Ausbildungen der Sekundarstufe II ist somit ein Indikator für einen reibungslosen Übertritt von der obligatorischen Schule in eine nachobligatorische Ausbildung. Dieser Indikator gibt hingegen keine Auskunft über qualitative Aspekte des Übertritts. So liefert er zum Beispiel keine Informationen darüber, ob die begonnenen Ausbildungen den Wünschen der Lernenden entsprechen. Ebenfalls informiert er nicht über den Anteil der Lernenden, die einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Abschluss erlangen werden. Die Quote der späteren Übergänge weist darauf hin, dass es den Jugendlichen nicht gelingt, eine ihren Wünschen entsprechende Ausbildung zu beginnen. Darüber hinaus sind sie mit einem höheren Risiko verbunden, keinen Abschluss der Sekundarstufe II zu erwerben (Keller, F., Moser, U. (2013): Schullaufbahnen und Bildungserfolg – Auswirkungen von Schulaufbahn und Schulsystem auf den Übertritt ins Berufsleben, Zürich, Ruegger Verlag).