Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03168.jsonl.gz/420

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Kreml-Chef Dmitri Medwedew hält sich eine Kandidatur bei der russischen Präsidentenwahl in knapp einem Jahr weiter offen. "Der Moment der Entscheidung ist noch nicht gekommen", sagte Medwedew am Mittwoch an der ersten grossen Pressekonferenz seiner dreijährigen Amtszeit.
Die Zeit für eine klare Antwort sei "nicht reif", sagte der Staatschef vor Hunderten Journalisten aus aller Welt am neuen Wissenschafts- und Technologiestandort Skolkowo ausserhalb von Moskau.
Beobachter hatten auf eine klare Antwort gehofft, ob Medwedew oder Regierungschef Wladimir Putin antreten wird. Eine Rückkehr des langjährigen Präsidenten Putin in den Kreml gilt als nicht ausgeschlossen.
Im Streit um eine Raketenabwehr der NATO in Mitteleuropa droht Medwedew offen mit einem Ausstieg aus dem erst kürzlich abgeschlossenen Start-Vertrag über atomare Abrüstung mit den USA. Eine entsprechende Klausel im Abkommen erlaube, den Vertrag in solch einem Falle zu suspendieren oder "sogar zu beenden".
Durch eine Raketenabwehr ohne Beteiligung Russlands werde das strategische Gleichgewicht zwischen Washington und Moskau wieder gestört, sagte Medwedew. Das bilaterale Abkommen zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen (Start) war erst im Februar dieses Jahres in Kraft getreten.
"Wir sind bereit zur Zusammenarbeit, aber zugleich hoffen wir auf Garantien, dass diese Raketen nicht gegen uns gerichtet sind", sagte Medwedew. Moskau sieht ein Raketenabwehrsystem in Europa ohne russische Beteiligung als Gefahr für die eigene Sicherheit.
SDA-ATS