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Im Magazine 2 des Französischlehrmittels Clin d’oeil 8 dreht sich fast alles um die Eisenbahn. Die 8.-Klässlerinnen und 8.-Klässler hören, lesen und besprechen Geschichten, die in Zügen spielen. Eine davon ist ein Krimi aus dem Jahr 1961, den der Journalist und Schriftsteller Jean des Cars im «Petit dictionnaire amoureux des trains» zusammen mit mehr als 200 anderen Geschichten über Züge publiziert hat.
Zwei Männer – einer ist als Rollstuhlfahrer verkleidet, der andere als Krankenpfleger – fahren in einem Zug im Postwagen mit und überfallen den Postwagenwärter während der Fahrt. Zwei Komplizen warten in einem gestohlenen Auto an einem Bahnübergang. Dort stellen sie das Signal auf Rot, so dass der Zug hält und die Diebe mit dem gestohlenen Geld flüchten können.
Nach der Lektüre sollen sich die Schülerinnen und Schüler zu zweit über den Text unterhalten. Sie nehmen die Bilder zum Text unter die Lupe und beschreiben, was sie darauf sehen. Sie sollen ausserdem besprechen, um welches Genre es sich dabei handelt. Dazu stehen ihnen im Magazine Redewendungen zur Verfügung sowie eine Liste mit Wörtern.
Der Dialog der beiden 8.-Klässler ist kurzweilig, flüssig und authentisch vorgetragen. Gerade der Einstieg, der mit einer Frage beginnt (Tu veux discuter avec moi sur l’attaque d’un wagon postal sur la première image?), ist gelungen. Dadurch kommt nicht nur das Gespräch in Gang, sondern die Zuhörerinnen und Zuhörer erfahren auch, worüber die beiden Schüler sprechen.
Auch die Diskussion über das Genre ist abwechslungsreich. Indem einer der Schüler eine falsche Gattung nennt (je pense que c’est und histoire d’aventure) muss der andere Schüler nochmals auf das Thema eingehen. Dadurch kommt mehr als nur eine literarische Gattung zur Sprache.
Der anschliessenden Bildbeschreibung kann man ebenfalls problemlos folgen. Den beiden Schülern gelingt es gut, Satzteile wie «Je pense que c’est» zu ganzen Sätzen auszuformulieren und vorgeschlagene Begriffe wie «une chaise roulante» oder «un wagon postal» in den Dialog zu integrieren. Auch das neu gelernte Imparfait setzten sie bereits gekonnt ein. Im ganzen Dialog kommt klar zum Ausdruck, dass die Schüler den Text nicht aus dem Buch auswendig gelernt haben, sondern dass er selbst erarbeitet ist. Das entspricht dem Lernen nach Passepartout, wonach die Schülerinnen und Schüler nicht Standardsätze reproduzieren, sondern sich frei und mutig äussern können.