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Eine kurze Erläuterung für diejenigen meiner zwei Leser die mit dem Japanischen Schriftensystem nicht vertraut sind: Es gibt grundsätzlich drei Alphabete: Die beiden Silbenalphabete Hiragana und Katakana haben je ca. 60 Schriftzeichen. Sie werden benutzt um grammatikalische Konstruktionen und Fremdwörter auszudrücken. Ausser in Kinderbüchern wird der eigentliche Text aber mit den Wortschriftsymbolen Kanji ausgedrückt. Diese Symbole haben sich die Japaner aus dem Chinesischen entliehen, allerdings meist ohne die Bedeutung zu übernehmen. Der in der Schule gelehrte Grundwortschatz beträgt ca. 12’000 Zeichen (von mehr als 50’000), allerdings reicht für die Lektüre gewöhnlicher Publikationen ein Kernsatz von 5000 Zeichen.
Dieser Umstand und die komplizierte Struktur der Kanjis führt natürlich zu einer Menge interessanter technischer Probleme: Schriften-Displays müssen hochauflösend sein, Eingabesysteme diese Eigenheiten intelligent unterstützen. Und führt zu Schreibmaschinen wie diese hier (Video).