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Bis 1927 versank Zermatt jeweils in tiefem Winterschlaf: Wenn am 31. Oktober der letzte Abendzug des Sommerfahrplans talabwärts entschwunden war, stand der Bahnverkehr zwischen Visp und Zermatt aufgrund der Lawinengefahr jeweils sechs lang Monate still. Ein denkwürdiges Ereignis ist deshalb die erste Gruppenexpedition auf den Gornergrat zur Winterzeit im Januar 1883.
19 Mitglieder der Genfer Sektion des Schweizer Alpenclubs (SAC) wagten sich im Januar 1883 als erste Gruppe nach Zermatt, um den Gornergrat im Winter zu erreichen. Im Buch «Zermatt – Dorf und Kurort im Spiegel einer Familie» sind die Erinnerungen daran von Expeditionsteilnehmer Dr. Eduard Seiler festgehalten.
«Ein Strahl des Sommers»
Die Besucher aus Genf wurden in Visp empfangen und ab St. Niklaus in elf Schlitten nach Zermatt gebracht. Tags darauf unternahm die Partie unter der Führung der Bergführer Peter und Josef Taugwalder den Aufstieg zum Riffelhaus durch tiefen Schnee. Die Route folgte aufgrund der Lawinengefahr aber nicht auf dem normalen Weg sondern via den Gornergletscher und Rotenboden.
Die Expedition war für die Menschen in Zermatt so speziell, dass der damalige Pfarrer beim anschliessenden Nachtessen seine Rede abschloss mit den Worten:
«Für die Menschen in Zermatt, inmitten ihrer harten Arbeit, war Ihre Anwesenheit ein Strahl des Sommers.» (Pfarrer J. Bürcher)
Der Heiligenschein des Matterhorns
Dieses Ereignis wurde auch in den damaligen Zeitungen gedruckt. So schrieben sie:
Inspiration für weitere Winterexpeditionen
Der Aufenthalt der Genfer Sektion war so inspirierend, dass vier Jahre später die ersten Winterbesteigungen des Mettelhorns und im Jahr darauf des Breithorns erfolgten.