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Im September 2016 wurden in Italien 31 Fälle des Kleinen Beutenkäfers dokumentiert, Ein trauriger Rekord seit dem ersten Fund am 12. September 2014. Damals waren 60 Bienenstände in Kalabrien und ein Stand in Sizilien betroffen. Ein Grund dafür könnte sein, dass die nördliche Ausbreitung des Kleinen Beutenkäfers die Aufmerksamkeit der dortigen Imker erhöhte, wodurch mehr Bienenstände untersucht wurden.
Im September 2016 wurden in der italienischen Metropolitanstadt Reggio di Calabria 30 neue Fälle des Kleinen Beutenkäfers (Aethina tumida) gemeldet. Zudem meldete Italien einen weiteren Fall in der Provinz Cosenza, die 100 km nördlich von Reggio di Calabria liegt. Der Grund für diese sprunghafte Ausbreitung war ein nicht zugelassener Transport von Bienenvölkern innerhalb Italiens.
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV schliesst eine Einschleppung des Kleinen Beutenkäfers in die Schweiz über Importe von Bienen, Hummeln zur Bestäubung von Obstkulturen, Imkerei-Nebenprodukten oder gebrauchtem Imkerei-Material nicht aus. Deshalb dürfen diese seit längerem nicht mehr aus Kalabrien und Sizilien in die Schweiz importiert werden.
Für die Schweizer Imker wiederum seien regelmässige Brutbildkontrollen wichtig. Werden verdächtige Käfer oder Larven gesichtet, ist der Bieneninspektor zu informieren. Dieser sendet Proben aus dem betroffenen Bienenstand an das Zentrum für Bienenforschung ZBF.
Das Schweizer Früherkennungsprogramm Apinella wird weiter durchgeführt. Im Rahmen dieses Programmes kontrollieren seit dem 1. Mai 2016 rund 140 Schweizer Sentinel-Imker spezielle Diagnosefallen regelmässig auf den Kleinen Beutenkäfer. Bisher wurden in der Schweiz keine Kleinen Beutenkäfer gefunden.