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Thromboembolierisiko oraler Kontrazeptiva
Venöse Thromboembolien, einschliesslich tiefe Venenthrombosen und Lungenembolien, sind bekannte Komplikation von kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK). Das absolute Risiko ist zwar gering, jedoch aus Public Health-Sicht aufgrund der breiten Anwendung von Bedeutung. Eine neue Metaanalyse im Britischen Ärzteblatt fasst die derzeitige Datenlage zusammen.
PubMed, Embase, Web of Science, Cochrane, Cumulative Index to Nursing and Allied Health Literature, Academic Search Premier und ScienceDirect wurde nach Studien gescreent (Stichtag 22. April 2013), in denen KOK hinsichtlich deren Risiko auf tödliche oder nicht tödliche Venenthrombosen, mit besonderem Augenmerk auf tiefe Venenthrombosen und Lungenembolien, untersucht wurden.
Die vorliegende Netzwerk-Metaanalyse basiert auf 26 Studien. Die Inzidenz von Venenthrombosen bei Frauen, die keine KOK einnahmen, lag bei 1.9 und 3.7 pro 10'000 Frauen und Jahr (zwei Kohorten). Dies entspricht früheren Angaben, die zwischen zwischen 1 und 6 pro 10'000 Frauen und Jahr lagen. Die Anwendung von KOK erhöhte das Risiko um den Faktor 3.5 gegenüber keiner KOK-Einname. Bei der Kombination von 30-35 µg Ethinylestradiol und Gestoden oder Desogestrel oder Cyproteronacetat oder Drospirenon lag das Risiko um 50-80% höher als bei einer Kombination mit Levonorgestrel. Ein dosisabhängiger Effekt bestand bei Ethinylestradiol in den Kombinationen mit Gestoden, Desogestrel oder Levonogestrel.
Konklusion der Autoren: Alle KOK erhöhen das Risiko für eine Venenthrombose. Dabei hängt das Ausmass von der Dosis des Östrogens und der Wahl des Gestagens ab.
Link zur Studie
BMJ 2013;347:f5298 - Stegeman BH et al.
17.09.2013 - gem