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New York - Der Schriftsteller Colum McCann aus Dublin hat den National Book Award der USA für seinen Roman "Die grosse Welt" gewonnen. Darin fängt McCann die Atmosphäre New Yorks in den 70er Jahren ein.
Damals berührte ein Drahtseilakt zwischen den Zwillingstürmen des World Trade Center das Leben vieler Menschen. Bei der Verleihung in der Nacht auf heute Donnerstag widmete McCann die hohe Auszeichnung seinem Landsmann Frank McCourt ("Die Asche meiner Mutter").
Dieser war ebenso wie er nach New York gezogen und hatte dort bis kurz vor seinem Tod im Juli als Lehrer gearbeitet. "Zwei Seiten meines Lebens, Irland und New York/Amerika. (...) Ich verkörpere Irland, und es scheint, dass die amerikanische Literatur für diesen Teil von mir empfänglich ist", sagte McCann bei der Zeremonie.
Sein Roman ist auf Deutsch beim Rowohlt Verlag in Reinbek bei Hamburg erschienen. Die National Book Awards zählen zu den wichtigsten Literaturpreisen der USA.
Die Auszeichnungen werden jährlich in den Kategorien Belletristik, Sachbuch, Lyrik und Jugendbuch vergeben und sind mit jeweils 10'000 US-Dollar dotiert. Zu den Preisträgern gehören William Faulkner, Philip Roth und John Updike.
Der diesjährige Sachbuchpreis ging an den Autoren T.J. Stiles für die Biografie jenes Mannes, der als Erfinder des ungebremsten amerikanischen Kapitalismus gilt: "The First Tycoon: The Epic Life of Cornelius Vanderbilt".
In der Sparte Lyrik ging der National Book Award in seinem 60. Jahr an den Amerikaner Keith Waldrop für seinen Band "Transcendental Studies: A Triology". Den Kinderbuchpreis gewann Phillip Hoose mit dem Buch "Claudette Colvin: Twice Toward Justice".
Es erzählt die Geschichte einer Jugendlichen, die sich als allererste Schwarze - noch neun Monate vor Rosa Parks - weigerte, ihren Platz im Bus für einen Weissen zu räumen. Der Schriftsteller und Gesellschaftskritiker Gore Vidal wurde mit einem Sonderpreis für seinen Beitrag zur Amerikanischen Literatur gewürdigt.
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