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Parkinson tötet im Alter Gehirnzellen ab, Symptome sind Zittern und Gleichgewichts-Störungen. Weltweit erkranken jährlich eine Million Menschen. Amerikanische und Schweizer Forscher arbeiten an einer Gentherapie, die vielleicht helfen könnte.Dieser Inhalt wurde am 27. Oktober 2000 - 17:17 publiziert
Eine Forschungsgruppe, an der sich auch Forscher der Universitäten Lausanne und Genf beteiligen, schaffte es in Tierversuchen, die Zersetzung geschädigter Zellen zu bremsen und damit das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten.
Die Forscher injizierten hirngeschädigten Affen Lentiviren mit dem Gen für den menschlichen "neurotrophen Faktor GDNF" direkt in die zerstörten Hirnareale. Derartige Faktoren steuern die Arbeitsweise von Nervenzellen, die auch an der Kontrolle der Muskeln beteiligt sind.
Weitere Versuche nötig
Durch diese Behandlung wird die Dopamin-Konzentration erhöht. Dieser Botenstoff spielt eine wichtige Rolle bei der Signalübertragung zwischen Nervenzellen, welche die Muskeln kontrollieren. Bei Dopamin-Mangel kommt es zu der als Schüttellähmung bekannten Parkinson-Krankheit.
Bei den Tierversuchen kam es allerdings nach der Injektion der Lentiviren zu hohen Konzentrationen von Dopamin. Erst wenn bei den Tierversuchen dieses Problem gelöst wird, können die Forscher daran denken, klinische Tests an Menschen durchzuführen.
Jedes Jahr 1 Mio. Erkrankungen
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO erkranken weltweit jährlich mehr als eine Million Menschen an der Parkinson-Krankheit. Allein in der Schweiz sind gegenwärtig rund 15'000 Menschen davon betroffen.
swissinfo und Agenturen