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FRANKFURT (awp international) - Die Europäische Zentralbank erwartet Versorgungsengpässe am Ölmarkt und steigende Ölpreise im Jahr 2011, wenn sich die Weltwirtschaft erholt. Die durch die Konjunkturflaute sinkenden Investitionen bei der Exploration und Produktion von Rohöl (Upstream-Investitionen) würden mittelfristig den Kapazitätsausbau verlangsamen, schreibt die EZB in ihrem am Donnerstag vorgelegten Monatsbericht. In der Krise sei die Nachfrage nach Rohöl zwar stärker zurückgegangen als beim Angebot, dies stelle jedoch nur eine vorübergehende Störung des Gleichgewichts zwischen Ölangebot und -nachfrage dar.
Die globale Rezession hat spürbar die Upstream-Investitionen im Ölsektor gedämpft, schreibt die EZB. Die verschärften restriktiveren Kreditkonditionen weltweit hätten die Fähigkeit der Unternehmen beeinträchtigt, ihre Investitionsvorhaben zu finanzieren. Die Bereitschaft zur Kapazitätserweiterung habe wegen des Rückgangs der Ölnachfrage abgenommen. Investitionen seien vor allem in Regionen zurückgeführt worden, in denen die Entwicklungskosten höher sind. Insgesamt seien Projekte zur Erschliessung neuer Förderkapazitäten zurückgestellt worden, durch die die Förderkapazitäten um 5,8 Millionen Barrel pro Tag ausgeweitet worden wären./js/hosmen/tw
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