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Travail.Suisse fördert die Vereinbarkeit von Arbeit mit Privatleben
In der Schweiz gestaltet sich die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit, Familienleben sowie der Betreuung von Angehörigen schwierig. Die Rahmenbedingungen für die Koordination von Berufstätigkeit und Privatleben durch die Arbeitnehmenden sind nicht gegeben. Wegen der demogra-fischen Alterung der Bevölkerung, der niedrigen Geburtenrate und der steigenden Anforderungen des Arbeitsmarktes an die Arbeitnehmenden (Fragmentierung der Arbeitszeit, Flexibilität der Arbeitszeiten, Druck auf die Arbeitszeiterfassung) wird sich die Situation nicht verbessern.
Auch die Lohndiskriminierung zwischen Frauen und Männern ist nach wie vor eine Tatsache. Zudem fehlt der Schweiz eine echte Familienpolitik. Männer haben es oft schwer, eine Teilzeitarbeit zu finden, um einen Teil der Haus- und Familienarbeit zu übernehmen. Die Frage der Betreuung von Angehörigen (Kinder und ältere Angehörige) hat in einem von Fachkräftemangel geprägten wirtschaftlichen Umfeld eine zentrale Bedeutung. Die Angehörigenbetreuung muss eine Aufgabe der öffentlichen Hand werden. Die aktive Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt und an der Volkswirtschaft ist zu fördern, und zwar über einen besseren Schutz der Elternschaft im Hinblick auf die Gleichstellung von Frau und Mann.
RESOLUTION: Vorstand von Travail.Suisse fordert 5 Milliarden Franken, um den Rückstand in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufzuholen
» zur Resolution:
5 Milliarden Franken, um den Rückstand in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufzuholen
Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert vom Bund die Verabschiedung eines Aktionsplans mit Massnahmen zugunsten der Vereinbarkeit. Gemäss den neusten Erkenntnissen und Daten belaufen sich die dafür nötigen Investitionen auf insgesamt 5 Milliarden Franken, das heisst 500 Millionen Franken jährlich während mindestens 10 Jahren.