Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03245.jsonl.gz/1311

Die spinale Stenose bezeichnet einen verengten Wirbelkörperkanal. Dieser tritt vor allem im Alter aufgrund häufiger Vorwölbung von Bandscheiben in den Spinalkanal, verdickter Bandstrukturen und arthrotisch veränderten Knochenstrukturen im Bereich der Wirbelkörper auf. Die daraus resultierende Kompression der im Wirbelkanal liegenden Nervenstrukturen führt zu zunehmenden Schmerzen und motorischen respektive sensiblen Ausfällen im Bereich der Beine. Bei leichteren Fällen kann Physiotherapie die Beschwerden der Spinalkanalstenose mittels Rücken-stabilisierender Massnahmen lindern.
Eine alternative zur Physiotherapie kann eine Operation sein. Viele Studien zeigen jedoch erst bei schwerer Symptomatik, mit fehlender Besserung physiotherapeutischer Massnahmen, einen Nutzen einer Operation. Dabei können einzeln oder auch kombiniert mehrere Operationsmethoden durchgeführt werden. Welche Methode in welcher Situation einer anderen überlegen ist, ist jedoch nicht abschliessend beurteilbar – eine Dekompressions-Operation nur auf einer Ebene (d.h. ein Wirbelkörper betreffend) oder auch auf mehreren Ebenen? Unterschiedliche Resultate aus früheren Studien sind auch mit der Frage des Vorteils einer zusätzlichen Fusion oder Spondylodese (d.h. Versteifung der Wirbelkörper mit Schrauben und Stäben) verknüpft.
Ich untersuche in meiner Dissertation die Daten von zwei schweizerischen Zentren mit über 500 Patienten/-innen. Bei allen Patenten wurden vor und nach der Operation die Schmerzen und die Funktion erfasst. Meine Fragestellung sind folgende:
- Welche Unterschiede zeigen sich bei den Patienten/-innen bezüglich prä- und postoperativen Schmerzen, neurologischen Funktionen und Einschränkungen im täglichen Leben (aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Operationsmethoden)?
- Bis zu welcher Zeit nach der Operation ist noch eine Verbesserung der Schmerzen, der neurologischen Funktionen und alltäglicher Behinderungen zu erwarten?
Ich möchte mit meiner Dissertation einen Beitrag leisten in der optimalen Behandlung älterer Patienten mit einer eingeschränkten Funktion aufgrund eines verengten Wirbelkörperkanal.
Pract. med. Thomas Degen
In meiner Doktorarbeit untersuche ich die Auswirkung der Polypharmazie auf die Nierenfunktion. Dazu analysiere ich Daten, welche während der Zürcher Knie-Arthrose Studie über 7 Jahre gesammelt wurden. Rund 273 Probandinnen und Probanden wurden nach dem Einsatz einer Knieprothese während 2 Jahren alle 6 Monate untersucht. Dabei wurden, unter anderem, jedes Mal die eingenommenen Medikamente erfasst sowie die Nierenfunktion geprüft. Es wird also eine relevante Aussage gemacht werden können wie die Nieren mit so vielen Medikamenten umgehen.
Ich möchte mit meiner Dissertation einen Beitrag leisten in der medikamentösen Behandlung älterer Menschen. Das Ziel ist, die Anzahl der Medikamente und deren Interaktionen möglichst gering zu halten und somit die Nieren wie auch die Leber älterer Patienten zu schützen.
Pract. med. Rahel Ernst
Arthrose ist die häufigste muskuloskelettale Erkrankung bei Senioren und weltweit eine der Hauptursachen für körperliche Einschränkungen. Schmerz und funktionelle Beeinträchtigung gehören dabei zu den wichtigsten Symptomen. Sind die konservativen Therapieansätze erschöpft, bleibt als letzte Option meist nur der künstliche Gelenkersatz.
Mit der Alterung der Bevölkerung nimmt auch die Häufigkeit von Kniearthrose, und folglich die Zahl an Knieersatzoperationen zu. Gleichzeitig steht die Lebensqualität, als globales Outcome jeder therapeutischen Intervention, immer mehr im Fokus.
Grosse Beobachtungsstudien weisen darauf hin, dass ältere Menschen mit einem höheren Vitamin D Spiegel ein geringeres Auftreten von Kniearthrose haben. Weiter scheint sich das Wohlbefinden älterer Menschen mit höherem Vitamin D Spiegel zu verbessern. Interventionsstudien, in denen der Einfluss von Vitamin D auf die Lebensqualität von Patienten mit Kniearthrose untersucht wird, fehlen jedoch.
Im Rahmen meines Forschungsprojektes werde ich die Veränderung der Lebensqualität von Patienten mit Kniearthrose nach einseitiger Knieersatzoperation über den Zeitraum von zwei Jahren untersuchen. Ausserdem soll die Auswirkung einer Vitamin D Supplementation in zwei verschieden Dosierungen (Standard-Dosis (800 IE) vs. höherer Dosierung (2000 IE)) auf den Verlauf der Lebensqualität geprüft werden. Analysiert werden die Daten des „Zurich Multiple Endpoint Vitamin D Trial in Knee Osteoarthritis Patients“, einer 2-jährigen randomisierten und doppelblind-kontrollierten klinischen Studie.
Meine Arbeit soll einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität sowie für zukünftige Therapiestrategien von Patienten mit Kniearthrose nach einseitiger Knieersatzoperation liefern.
Pract. med. Britta Feldhaus
Mein spezielles Interesse gilt älteren Menschen mit erhöhtem Sturz Risiko. Einer der Risikofaktoren für Stürze ist die Kniearthrose oder Gonarthrose, die eine häufige Gelenkserkrankung im Alter ist. Sie äussert sich meist mit Knieschmerzen bei körperlicher Aktivität, Schwellung und einem hörbaren Knirschen bei Bewegung. Im Verlauf der Erkrankung kommt es häufig zu einer Einschränkung der Beweglichkeit und zum Gebrauch von Gehhilfen wie Stock, Unterarmgehstütze oder Rollator. Zur Behandlung wird bei Übergewicht eine Gewichtsreduktion, gelenkschonende körperliche Bewegung und Physiotherapie empfohlen. Als letzte Massnahme ist ein operativer Ersatz des Kniegelenks (Kniearthroplastik) möglich.
Bei der Kniearthrose handelt es sich um eine chronische Gelenkserkrankung, die auf eine Schädigung der schützenden Knorpelsubstanz zurückgeht. Risikofaktoren sind Übergewicht, Alter und ein sesshafter Lebensstil. Frauen, besonders nach dem 50. Lebensjahr, sind stärker und häufiger von der Kniearthrose betroffen als Männer. Der Grund dafür ist unklar. Es wird vermutet, dass die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron einen schützenden Einfluss auf das Kniegelenk ausüben.
In meiner Dissertation untersuche ich, ob das männliche Geschlechtshormon Testosteron einen Einfluss auf die Knie Funktion hat und ob ein niedriger Testosteron Spiegel zur Kniearthrose führt.
Weiter untersuche ich mit dem ZAM Team ob die Supplementierung von Testosteron und Vitamin D bei Männern im Alter von 75 Jahren und älter mit niedrigem Testosteron-Spiegel das Sturzrisiko vermindert.
Sind Sie ein Mann, 75 Jahre oder älter und im letzten Jahr gestürzt, dann melden Sie sich bitte bei uns. Sie haben vielleicht einen Testosteronmangel und könnten von unserer
T&D Studie profitieren.
Dr. med. univ. Gregor Freystätter
Jeder dritte Mensch im Alter von 65 Jahren stürzt einmal pro Jahr. Im Alter von 80 Jahren stürzt bereits jeder zweite Mensch einmal pro Jahr. Stürze sind damit sehr häufige Ereignisse und sie sind die Hauptursache für Verletzungen bei älteren Menschen. Daher ist die Vorbeugung von Stürzen ein zentrales Ziel in der Altersmedizin.
In meiner Dissertation werte ich über 600 Sturzereignisse bei 370 Teilnehmern der
Zürcher Hüftbruchstudie (Nationales Forschungsprojekt-53) und des
Zurich Disability Prevention Trials aus. Jeder Sturz wurde in diesen Studien durch Mitarbeiter des Zentrum Alter und Mobilität der Universität Zürich mit einem Protokoll erfasst, welches die Details des Sturzherganges, die Umgebung, und die Verletzungen genau dokumentiert.
Ich möchte mit meiner Dissertation herauszufinden welche Sturzmuster besonders häufig mit Verletzungen, insbesondere Knochenbrüchen, zusammenhängen. Ziel ist mit meiner Dissertation einen Beitrag und Grundlage für die Entwicklung gezielter Sturz-muster orientierter –Trainingskonzepte zu leisten.
Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"
Pract. med. Simon Gratza
Malnutrition (Mangelernährung) bei Seniorinnen und Senioren ist häufig und wird im klinischen Alltag oft unterschätzt. Sie ist meist multifaktoriell bedingt und entwickelt sich schleichend. Neben chronischen körperlichen Krankheiten, Demenz und Vereinsamung sind auch ein verringertes Geschmacks- und Durstempfinden oder Kau- und Schluckprobleme mögliche Gründe.
Die unzureichende und einseitige Ernährung führt zu einem Mangel an Makronährstoffen (insbesondere Proteinen) sowie Vitaminen und Spurenelementen.
Folgen sind unter anderem eine Störung des Immunsystems und der Wundheilung sowie ein beschleunigter Muskelabbau.
Für die Studie untersuchen wir über 70-jährige, selbstständig lebende Seniorinnen und Senioren. Mittels standardisierten Assessments und Tests erheben wir Ernährungszustand und körperliche Leistungsfähigkeit zu Beginn der Studie und nach 6 und 12 Monaten.
Ziel meiner Dissertation ist es, zu untersuchen, ob Seniorinnen und Senioren mit einer Malnutrition eine messbar eingeschränkte Leistungsfähigkeit haben und aufzuzeigen, wie sich diese im Verlauf entwickelt.
Pract. med. Stephan Huber
Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"
Im höheren Lebensalter ist die Kniegelenksarthrose weltweit die häufigste Erkrankung des Bewegungsapparates. Betroffene Patienten leiden unter lokalen Schmerzen und sind in ihrer Bewegungsfreiheit häufig eingeschränkt und in gewissen Lebensbereichen möglicherweise sogar auf Hilfe angewiesen. Dies kann zu einer verminderten Lebensqualität führen. Die Implantation einer Knieprothese ist eine sehr gut etablierte und erforschte chirurgische Therapie bei fortgeschrittener Kniegelenksarthrose mit Ziel der Wiedererlangung oder Verbesserung der Mobilität sowie Beschwerdefreiheit, was nachgewiesenermassen auch zu einer Verbesserung der Lebensqualität führt.
Ebenfalls zu einer Verminderung der Lebensqualität im Alter führen das Vorhandensein psychischer Erkrankungen, unter anderen die Altersdepression, sowie das Auftreten von Gedächtnisstörungen. Diese Zusammenhänge wurden bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen.
In meiner Forschungsarbeit werde ich untersuchen, inwieweit sich die Lebensqualität von Senioren mit nachgewiesener Kniegelenksarthrose nach erfolgter Operation über einen Zeitraum von zwei Jahren verändert. Dabei wird der Hauptfokus auf den Einfluss der psychischen und geistigen Gesundheit auf diese Veränderung der Lebensqualität gelegt. Die Daten, die für diese Untersuchung analysiert werden, wurden im Rahmen des
Zurich Multiple Endpoint Vitamin D Trial in Knee Osteoarthritis Patients erhoben.
Ich möchte mit meiner Dissertation einen Beitrag zur Erforschung und Verbesserung der Therapie älterer Patienten mit Kniegelenksarthrose leisten, bei denen eine einseitige Implantation einer Kniegelenksprothese geplant oder erfolgt ist und die gleichzeitig unter einer psychischen Erkrankung oder Gedächtnisstörungen leiden.
Das mit zunehmendem Alter gleichzeitige Auftreten von zunehmender Fettmasse und abnehmender Muskelmasse bzw. Muskelkraft (Sarkopenie) begünstigt die Entwicklung von Gebrechlichkeit bei hochbetagten Menschen. Ausreichend physische Aktivität ist eine belegte Massnahme um gegen diese ungünstigen Veränderungen der Körperzusammensetzung mit zunehmendem Alter genügend früh vorzubeugen. Es fehlen jedoch Forschungsergebnisse zu einfachen und effizienten Ernährungsmassnahmen.
Vitamin D könnte eine solches Profil aufweisen, weil Vitamin D belegtermassen die Muskelgesundheit fördert und der Vitamin D-Mangel bei älteren Menschen weiterhin weit verbreitet ist. Dazu gibt es Hinweise in der Literatur, dass Vitamin D eine entzündungshemmende Wirkung hat und möglichweise die Entwicklung eines Altersdiabetes hemmt. Beide möglichen Wirkungsmechanismen könnten die Körperzusammensetzung positiv beeinflussen.
In meiner Arbeit am Zentrum für Alter und Mobilität möchte ich den Zusammenhang zwischen einer besseren Vitamin D-Versorgung und der Körperzusammensetzung bei 273 Seniorinnen und Senioren im Alter von 60 Jahren und älter untersuchen. Hierzu analysiere ich Eintritts-Untersuchungsdaten des „Zurich Multiple Endpoint Vitamin D Trial in Knee Osteoarthritis Patients“, einer randomisierten, doppelblind-kontrollierten, klinischen Studie.
Mit meiner Dissertation möchte ich zur Klärung der Frage beitragen, ob und in wieweit eine ausreichende Vitamin D-Zufuhr zur Erhaltung einer gesunden Körperzusammensetzung bei älteren Menschen beitragen kann.
Pract. med. Svea-Vivica Mathieu
Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"
Rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit leiden unter einem zu hohen Blutdruck. Die WHO beschreibt Bluthochdruck als den größten Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen.
Das Risiko, einen Bluthochdruck zu entwickeln, beträgt für die Bevölkerung zwischen 55-65 Jahre 90%. Gleichzeitig haben etwa 50 bis 80% älterer Menschen einen Vitamin D Mangel. In grossen Beobachtungsstudien zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Vitamin D Mangel und hohem Blutdruck.
In meiner Dissertation untersuche ich bei über 270 Seniorinnen und Senioren im Alter 60+ in wieweit eine genaue Erfassung des Blutdruckprofils mit der Vitamin D Versorgung zusammenhängt.
Mit meiner Dissertation möchte ich dazu beitragen, diesen inversen Zusammenhang zwischen Blutdruck und Vitamin D bei Senioren nachzuweisen und möglichweise einen Hinweis schaffen, dass die Behebung eines Vitamin D Managels auch eine wichtige Basistherapie zur Herzkreislaufgesundheit sein könnte.
Pract. med. Sandra Meyer
Diverse klinische Studien haben Faktoren identifiziert, welche mit einer besseren funktionellen Erholung nach einer Hüftfraktur assoziiert sind.
Wenig Aufmerksamkeit wurde allerdings auf den Einfluss psycho-sozialer Faktoren gerichtet.
Interessante Feld-Studien in Amerika in den 70er Jahren konnten nachweisen, dass Selbst-Bestimmung und Verantwortung einen positiven Einfluss auf den Gesundheitszustand von Senioren hat.
In meiner Dissertation analysiere ich die funktionelle Erholung innerhalb von 12 Monaten nach Hüftfraktur bei Patienten welche zu Hause einen Angehörigen pflegen, Haustiere oder Pflanzen halten.
Ziel meiner Arbeit ist die Relevanz psycho-sozialer Faktoren wie Autonomie, Selbstbestimmung oder Verantwortung, in der post-operativen Erholung hervorzuheben.
Pract. med. Marlis Nardi
Sarkopenie, eine vor allem bei älteren Menschen vorkommende Abnahme von Muskelmasse und Muskelfunktion, wird heute als wichtige Vorstufe der Gebrechlichkeit (Frailty) angesehen. Eine Mangelernährung, insbesondere eine verminderte Eiweisszufuhr, spielt in diesem Rahmen eine wichtige Rolle. Neben ausreichend physischer Aktivität (Stimulation) gilt eine ausreichende Versorgung mit Eiweiss (Substrat) als Grundlage für den Erhalt der Muskelmasse und Muskelfunktion im Alter.
Im Rahmen meiner Doktorarbeit am Zentrum für Alter und Mobilität möchte ich einen Beitrag zur Verbesserung der Muskelgesundheit im Alter leisten. Konkret untersuche ich den Einfluss des Ernährungsstatus auf die Muskelmasse (total und an den Beinen) bei 200 Seniorinnen und Senioren im Alter von 70 Jahren und älter, die bereits einmal gestürzt sind. In diesem Rahmen analysiere ich Daten der Eintrittsuntersuchungen des „Zurich Disability Prevention Trial“1.
Pract. med. Curtis Nordstrom, MS
Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"
1Bischoff-Ferrari HA, Dawson-Hughes B, Orav EJ, et al. Monthly High-Dose Vitamin D Treatment for the Prevention of Functional Decline: A Randomized Clinical Trial. JAMA internal medicine. 2016;176(2):175-183.
Eine höhere Lebenserwartung ohne Lebensqualität ist kein Gewinn, so lautet eine Aussage der Weltgesundheitsorganisation WHO. Deshalb wollen wir mit unserer Forschung einen Beitrag leisten, um evidenzbasierte Massnahmen zu finden, mit denen die gesunde Lebenserwartung mit Erhalt der Lebensqualität verlängert werden kann.
Ein Sturz und wiederkehrende Stürze reduzieren die Lebensqualität. Körperliche Aktivität hingegen erhöht oder erhält die Lebensqualität, zudem lassen sich durch körperliche Aktivität das Sturzrisiko und die Sturzhäufigkeit verringern. Auch eine Vitamin D-Supplementation konnte bei Erwachsenen mittleren Alters das Wohlbefinden verbessern.
Ein Hüftbruch ist der schwerwiegendste und häufigste Knochenbruch bei Menschen im Alter 75 und älter und wirkt sich negativ auf die Lebensqualität aus. Möglicherweise können ein gut instruiertes Trainings-Programm für zu Hause und Vitamin D dazu beitragen, die Lebensqualität älterer Menschen nach einem Hüftbruch wieder zurückzugewinnen. Ich möchte diese Strategien in meiner Forschungsarbeit am Zentrum Alter und Mobilität untersuchen und damit einen Beitrag zur besseren Gesundheit und Lebensqualität älterer Hüftbruchpatienten leisten.
Konkret, will ich mit meiner Arbeit untersuchen, wie sich die Lebensqualität von Hüftbruchpatienten im ersten Jahr nach der Fraktur verändert, und welche Faktoren einen Einfluss nehmen. Zusätzlich will ich prüfen, ob und in welchem Ausmass ein einfaches Trainingsprogramm für zu Hause und eine Vitamin D-Supplementation mit 800 oder 2000 IU pro Tag die Lebensqualität 6 und 12 Monaten nach einem erlittenen Hüftbruch beeinflussen.
Die verwendeten Daten stammen aus der vom Schweizerischen Nationalfond finanzierten NFP-53-Studie „Early Rehabilitation after Hip Fracture“. Die Originalpublikation ist
hier verfügbar.
Pract. med. Klavs Renerts
Die Forschungsarbeit findet am Zentrum Alter und Mobilität im Rahmen des „Advanced Geriatric Curriculum“ statt. Der direkte Bezug zur Klinik wird durch die Einbettung der Forschungsarbeit am
Zentrum für Alterstraumatologie des UniversitätsSpitals Zürich gefördert. Die wissenschaftliche Stelle von Klavs Renerts wird im Rahmen des Forschungsschwerpunkts “Quality of Life in Chronic Disease” (Leitung Prof. Dr. med. H.A. Bischoff-Ferrari, DrPH) des
UFSP Dynamik Gesunden Alterns finanziell unterstützt.
Beginn der Forschungsarbeit: Oktober 2015
Die proximale Myopathie gilt als klassisches klinisches Zeichen einer schweren Vitamin-D-Unterversorgung, kann mit Muskelschmerzen einhergehen und ist unter Vitamin-D-Therapie innert Wochen reversibel. Eine direkte Wirkung von Vitamin D auf die Muskulatur wird u.a. durch die Präsenz eines hochspezifischen Vitamin-D-Rezeptors in der humanen Muskulatur erklärt.
Für meine Dissertation untersuche ich Daten des "Zurich Disability Prevention Trial" an dem 200 Senioren und Seniorinnen im Alter 70+ mit einem Sturzereignis im Jahr vor dem Einschluss teilnahmen. Ziel meiner Arbeit ist zu untersuchen, in wieweit sich chronische Schmerzen unter zwei hochdosierten, monatlich verabreichten Vitamin D Supplementierungen (60'000 IE Vitamin D oder 24'000 IE Vitamin D + 300μg Calcifediol) gegenüber der Standard Supplementierung (24'000 IE pro Monat) verändern.
Ich möchte mit meiner Dissertation zum besseren Verständnis beitragen, welchen Einfluss unterschiedliche Vitamin D Supplementierung auf chronische Schmerzen älterer Menschen haben.
Pract. med. Mathias Schlögl
Angesichts ihrer Häufigkeit und den teils schwerwiegenden Folgen stellen Stürze ein erhebliches Gesundheitsrisiko für ältere Menschen dar.
Hat ein Sturz jedoch keine spürbaren Folgen (z.B. Verletzung), wird dieser häufig schnell wieder vergessen. Auch sogenannte Stolperstürze werden leider oft verharmlost. Heute weiss man jedoch, dass es sehr wichtig ist, jedes Sturzereignis zu erfassen. Denn bereits nach einem einzigen Sturz, ist das Risiko weitere Stürze zu erleiden signifikant erhöht.
Sowohl die Sturzprävention als auch das frühzeitige Erfassung des Sturzrisikos sind deshalb wichtige Forschungsschwerpunkte in der Geriatrie.
Die Methode zur Erfassung der Sturzereignisse unterscheidet sich stark zwischen den verschiedenen Studien. Häufig verwendete Methoden sind zum Beispiel Telefonbefragung, Visiten, „Sturz-Hotline", Sturzkalender, Studientagebuch oder Postkarten. Zum Teil werden auch verschiedene Methoden in Kombination verwendet. Welche dieser Methoden Sturzereignisse am zuverlässigsten erfasst, ist bis heute nicht geklärt.
Die Erfassung von Stürzen basiert heute fast ausschliesslich auf den Aussagen der Teilnehmer. Es besteht die Gefahr, dass die Anzahl der Sturzereignisse unterschätzt wird. Nur wenn alle Sturzereignisse exakt erfasst werden können, sind valide Aussagen über das individuelle Sturzrisiko und die Wirksamkeit einer Massnahme möglich. Mein Ziel ist es deshalb, mit meiner Dissertation herauszufinden, welche Methode die Anzahl Sturzereignisse am zuverlässigsten erfasst. Die Grundlage für meine Analyse bilden zwei abgeschlossene, randomisierte klinische Studien, die hier am ZAM durchgeführt worden sind (ZDPT Studie und Zürcher Hüftfrakturstudie) und bei denen verschiedene Sturzerfassungsmethoden angewendet wurden. Für meine Dissertation werden alle Stürze systematisch erfasst und bezüglich ihrer Häufigkeit und dem Verletzungsmuster in Abhängigkeit der Erfassungmethode analysiert.
Mein Ziel ist es, mit meiner Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur Qualitätssicherung zukünftiger Forschungsarbeiten, in Bezug auf die Sturzerfassung, zu leisten.
Pract. med. Corina Teister
Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"
Diverse klinische Studien haben gezeigt, dass mit dem Alter die Muskel- und Knochenmasse abnimmt und sich der Gleichgewichtssinn verschlechtert. Diese Faktoren tragen massgeblich zu einem erhöhten Sturz- und somit zu einem höheren Fraktur-Risiko bei.
Hüftfrakturen sind häufig und haben schwerwiegende Folgen. Im ersten Jahr nach dem Hüftbruch haben 50% der Patienten bleibende funktionelle Einschränkungen, 10% brechen die 2te Hüfte, 30% verlieren Ihre Unabhängigkeit, und 15 bis 25% sterben. Durch die Einschränkung der Funktionalität und Mobilität vermindern sich die Muskelmasse und die Knochendichte zusätzlich was zu einem hohen Sturzrisiko und Knochenbruchrisiko beiträgt.
Höchste Priorität nach einer operativ behandelten Hüftfraktur hat deshalb die Rehabilitation und die Wiederherstellung der Muskelfunktion und der Mobilität. Diese ist für ein selbstständiges Leben im Alltag unentbehrlich.
Mit meiner Dissertation möchte ich herauszufinden, ob und zu welchem Zeitpunkt in den ersten 12 Monaten nach dem Hüftbruch die Patienten wieder denselben motorischen Zustand wie vor dem Bruchereignis erreichen. Das heisst, dass sie ihre Alltagsaktivitäten wieder gleich gut ausführen können. Ausserdem möchte ich untersuchen, welche Untersuchungsmethode am geeignetsten sind, um die funktionellen Fähigkeiten zu erfassen.
Die Erholung der funktionellen Fähigkeiten nach einer Hüftfraktur hat eine lebenserhaltende Bedeutung und bedingt eine gute Zusammenarbeit zwischen den Patienten und dem medizinischen Personal. Mit meiner Arbeit möchte ich einen Beitrag leisten um die funktionelle Rehabilitation nach einer Hüftfraktur zu verbessern.
Pract. med. Malgorzata Trombik
Unterstützt von der Baugarten Stiftung: "Centre Grant for Aging Research in the Extension of Healthy Life Expectancy and the Prevention of Sarcopenia"