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Bulkley, Kispiox, Kitimat - Zuflüsse des Skeena River, British Columbia, Kanada
Nach einer längeren Pause ging es nun endlich für 3 Wochen im Herbst 2012 auf die Steelheads im Skeena Gebiet in British Columbia, West Kanada. Schon im Dezember 2011 buchte ich mit Roland Rogenmoser und Walter Lüthi die Flüge bei KLM von Zürich nach Amsterdam, Vancouver bis Terrace. Dort bestellten wir für 5 Wochen einen geländetauglichen Wagen für verschiedene Trips an die Skeena Zuflüsse. Eine günstige Unterkunft versprach uns das Guesthouse in Smithers, wo auch April Vokey ab und zu logierte. (September/Oktober 2012)
Unser Charmeur Roland mit April Vokey vor dem Smithers Guesthouse im Jahr 2010.
Am 14. September 2012 kamen wir in Terrace an, wo zuerst beim “Österreicher” ein Bier fällig war und die ersten Freunde von Roland begrüsst wurden. Zu unserem erstaunen fanden wir in den zahlreichen Hotels und Motels in Terrace kein freies Zimmer. Glücklicherweise konnten wir bei Verena, einer Bekannten von Roland, in der Deep Creek Lodge im letzten Moment unterkommen. Die Lodge war bereits zum Verkauf ausgeräumt und gereinigt.
Die neusten Fischerei Bestimmungen in BC erlaubten ausländischen Fischern an Samstagen und Sonntagen nur in “nicht qualifizierten” Gewässern ihrem geliebten Hobby nachzugehen. Da wir annahmen, dass diese Strecken völlig überlaufen und zudem wenig erfolgsversprechend seien, nahmen wir uns an den Wochenenden “frei”.
Wir rekognoszierten die Flüsse und Stecken nahe Terrace, um sie später zu befischen, Kitimat links, Copper rechts.
Obwohl der Kitimat und der Copper hervorragend zu fischen gewesen wären, fuhren wir am Sonntag weiter nach Smithers, wo wir mindestens eine Woche lang bleiben wollten. Dabei schauten wir uns einige Stecken am Lower Bulkley (links) und am Kispiox (rechts) an.
Am Dienstag traf Tim in Smithers ein, der sympathische Anwalt aus Whitehorse kannte Roland von früher und lud uns ein, in seinem neuen Jetboot, bessere Stellen am Bulkley erreichen zu können. Schon nach dem ersten Stop konnte ich meinen ersten Steelhead für ein Foto präsentieren und der zweite folgte nach wenigen Stunden. Trotz sehr sonnigem Wetter und warmen Temperaturen (bis 26º) hatte ich das Glück am zweiten Tag gleich zwei Fische fangen zu können. Zudem sind nur widerhakenlose Einzelhaken an den Fliegen erlaubt, was den Fischen mehr Möglichkeiten gibt, während des Drills aushaken zu können.
Die Wetterverhältnisse wurden immer “besser” - sehr sonnig und warm, danach lief es auch nicht mehr so rund. Wir fischten 2 Tage intensiv viele Pools am Bulkley River, leider erfolglos. Teilweise waren wir mit zwei Jetbooten unterwegs, der Bulkley River hat sehr schöne Abschnitte und die Landschaft ist atemberaubend!
Nun sollte auch Roland einmal das Glück haben einen Fisch landen zu können, beim Trout Creek am Lower Bulkley war es dann soweit. Nach einer Zurechtweisung durch den Landbesitzer durften wir an einem viel versprechenden Abschnitt fischen. Ich versuchte es mit der Trockenfliege, während Roland mir mit der Nassfliege folgte und fing!
Nach eineinhalb Wochen am Bulkley River fuhren wir an den Kispiox und fanden in der Kispiox River Ranch bei Bruno und Ursi Heuberger eine komfortable Unterkunft. Dort erfuhren wir, dass die Indianer für das Fischen in ihrem Reservat zusätzlich 100$ pro Tag/Person häuschten und der beste Pool, der Poteto Patch, war dort.
Noch vor dem Eintreffen des Geldeintreibers hatte ich den ersten Fisch an der Angel, gedrillt, fotografiert und zurückgesetzt. Freundlich, aber energisch machte uns, wenig später eine Rothaut klar - 100$ bezahlen oder verschwinden! Wir verzogen uns an die Strecken oberhalb und ausserhalb des Indianergebietes, wo wir allerdings keinen Fisch mehr sahen, geschweige denn fangen konnten. Der Kispiox River ist von seiner Grösse her und landschaftlich einer der schönsten und gut zu lesenden Zuflüsse des Skeena.
Gegen Ende der zweiten Woche fuhren wir nach Terrace zurück, um Walter vom Flughafen abzuholen und dann die Flüsse rund um Terrrace auszuprobieren. Es kam aber anders, denn ein Wetterwechsel nahte. Ein Tief brachte viel Regen und sämtliche Fliessgewässer stiegen zu reissenden, schlammführenden Strömen an. Nur an meinem letzten Tag konnten wir am Kitimat fischen, wo ich noch mal eine der mächtigen Regenbogenforellen drillen durfte.
Kein Grizzly, kein Schwarzbär, aber wir konnten andere schöne Eindrücke vom Skeena Gebiet mit nach Hause nehmen.