Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/979

Ein kleiner Einblick in unsere Geschichte

Die Geschichte unseres Quartiers reicht nicht allzu weit zurück. Im Jahr 1914 fand |
ein Bauer, nordwestlich des Weilers Winikon, wo heute die Autobahn liegt, ein Grab
aus der späten Eisenzeit.
Reicher Schmuck bewies, dass dort eine vornehme Frau
aus der Frühlatènezeit (480 v.Chr. - 300 v.Chr.)
ihre letzte Ruhe fand. Da aber sonst
in der Umgebung keine weiteren Funde gemacht wurden, ist eine Besiedlung unseres
Quartiers durch die Kelten ziemlich sicher auszuschliessen.
Ein Grund dafür liegt
sicher darin, dass das ganze Gebiet zum grössten Teil sumpfig und bewaldet war.
Erst als die Alemannen ca. 600 n. Chr.
in der Mark Uster (dem heutigen Oberuster)
so zahlreich wurden, dass sie mehr Platz benötigten, erbaute eine Familie "Wino" in
"Wininghofen" ihren Hof. Das Gebiet aber, auf dem der Hof stand, gehörte zu den
Besitztümern der Herrschaften von Winterthur. Bis Winikon-Gschwader um 1926 in
die Gemeinde Uster integriert wurde, wechselten die Güter öfters ihren Besitzer.
Bertschi Bünzli vereinigte um 1450 seine Güter und schuf damit den geschlossenen
Hof Winikon. Sein Haus dürfte an der Stelle des 1805 erbauten Pfenningerhauses
(siehe Abbildung), welches heute noch den Mittelpunkt des Weilers Winikon bildet,
gestanden haben.

Die Führung eines Wappens - eine |
gelbe Traube auf rotem Grund - ist
wohl ein Hinweis auf den von den
Vorfahren betriebenen Rebbau und
belegte die gehobene Stellung ihres
Besitzers. Ein Weidgrund für Kirchuster
war das Gebiet auf dem Brand, das
sich als "wyld usslygend gut und feld"
im Nordwesten des Dorfes nach Norden
bis zur Brandschenke erstreckte.
Die Namen "Brand" und "Brandschenke"
deuten darauf hin, dass hier der Wald
durch Feuer gerodet wurde.

Die Allmend Haselrain wurde im 17. Jahrhundert von Kirchuster als Ackerland genutzt. |
Im Jahre 1620 baute Andreas Bünzli im Gschwader ein Haus und legte damit den
Grundstock für die Siedlung. 70 Jahre später übernahm dann Felix Schmid diesen Hof.
Um diese Zeit entwickelte sich der Hof im Gschwader - wie der Winikerhof - zu einer
kleinen Siedlung. Um 1780 erwarb Hans Jakob Schmid die Bollenwies und den
Brandacker, auf dem er ein Bauernhaus errichtete. Dieses Haus, "Brandschenke"
genannt, wurde öfters umgebaut und erweitert und stand dort, bis es im Jahre 1955
ein Opfer der Flammen wurde.
Die Winiker Kinder gingen von 1750 bis zum Neubau des Schulhauses Nänikon um
1840 nach Werrikon zur Schule. Da die Bevölkerung nun stetig zunahm, wollten im
die Winiker, im selben Jahr, zusammen mit den Werrikern und den Gschwadern,
ein eigenes Schulhaus bauen. Da jedoch keine Einigung zustande kam, schloss sich
Winkon-Gschwader Kirchuster an. Die Schüler mussten daher in Kirchuster - ins
alte Dorfschulhaus - zur Schule gehen. Ab 1914 durften dann die Schüler in das
neu erbaute Schulhaus Hasenbühl zum Unterricht. Und 1963 - mehr als hundert
Jahre nach dem ersten Versuch, eine eigene Schule zu errichten, konnten die
Bewohner von Winikon-Gschwader endlich ihr eigenes Schulhaus einweihen !

Im Jahr 1872 wurde der "Militärschiessverein Winikon-Gschwader" gegründet. |
Diesem Verein schlossen sich 1887 die "Ustermer Sportschützen" an.
Gemeinsam erstellte man auf den Winikerwiesen einen Schiesstand, welchen
dann 1896 die Gemeinde Uster übernahm.
Im Winter 1915/16 machte der Flugpionier Oskar Bider eine erste Landung in
Winikon, nahe einem alleinstehenden Haus in der Baumschule. Ab diesem Ereignis
war Winikon während 25 Jahren ein Aussenlandeplatz des Flughafens Dübendorf.
Unter der Leitung des schweizer Flugpioniers Alfred Frischknecht wurden dort
regelmässig Start- und Landeübungen durchgeführt.
Links
...zu anderen Quartiervereinen in und um Uster