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Sir Peter Mansfield
* 9. Oktober 1933 in London
Peter Mansfield, ein britischer Physiker, ist am 9. Oktober 1933 in London geboren. Während des zweiten Weltkriegs und des Bombardements auf London wird er mehrfach evakuiert. 1948 verlässt er die Schule und arbeitet bis 1951 in einer Druckerei. Da er sich für Raketentechnik interessiert, beginnt er im Ministry of Supply bei der Rocket Propulsion Abteilung in Westcott zu arbeiten. Diese Tätigkeit unterbricht er wegen seines Wehrdienstes und setzt die Tätigkeit 1954 im Ministry of Supply fort. 1956 tritt er in das Queen Mary College, University of London ein, um Physik zu studieren. Bei Dr. Jack G. Powles, in dessen Forschungsgruppe er später aufgenommen wird, führt er seine erste wissenschaftliche Arbeit, Erdmagnetfeldmessung mit einem NMR-Spektrometer, aus. 1962 promoviert er in Physik. Am Ende des Studiums nimmt Peter Mansfield das Angebot an, in die USA zu Professor Charlie Slichter an die University of Illinois at Urbana, Illinois, zu gehen. Er forscht auf dem Gebiet der NMR-Untersuchung von dotierten Metallen mit Hilfe eines gepulsten Spektrometers. Das erwartete Ergebnis bei den Untersuchungen tritt nicht ein. Kollegial arbeitet er in Urbana mit Doug Cutler, Professor Ted Rowland und Prof. Dr. John Strange zusammen. Doug Cutler ermöglicht ihm Untersuchungen an seiner Ausrüstung, die zu einer vielbeachteten Publikation von Peter Mansfield führen. Nach zwei Jahren kehrt er nach England zurück und nimmt ein Angebot von Professor Raymond Andrew an, Lehrbeauftragter an der University of Nottingham zu werden. 1964 führt er Forschungsarbeiten an dem von ihm konstruierten Multiple-Pulse-NMR, einem Spektrometer zur Erfassung der Kernspinresonanz mit mehreren koordinierten Pulsen, durch. Er arbeitet mit Alan Garroway und Peter Grannell zusammen. 1972 geht Peter Mansfield nach Heidelberg zu Professor Karl Hausser an das Max Planck Institut für medizinische Forschung. Während seines Aufenthalts werden an der University of Nottingham in seiner Arbeitsgruppe Ergebnisse erzielt, die er 1973 veröffentlicht. 1974 werden sie in Krakow auf einer Tagung vorgestellt und diskutiert, wobei Mansfield erfährt, dass Paul Lauterbur an einer ähnlichen Problematik arbeitet. 1974 reist eine Wissenschaftlergruppe, unter ihnen Dr. Bill Moore, Raymond Andrews, Dr. Waldo Hinshaw, aber ohne Mansfield, nach Indien, wo Paul Lauterbur einen vielbeachteten Vortrag hält. Dieser Vortrag beeinflusst die Arbeit von Peter Mansfield und Peter Grannell in Nottingham. Ihre neuen Ergebnisse werden im Journal of Physics veröffentlicht. 1987 wird Peter Mansfield Mitglied der Royal Society und 1993 zum Ritter geschlagen. Im Jahre 2003 erhalten Sir Peter Mansfield und Paul Lauterbur den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin “für ihre Entdeckungen in Bezug auf die Abbildung mit Magnetresonanz“.
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte Sir Peter Mansfield u.a. mit Dr. Jack G. Powles, Prof. Charlie Slichter, Doug Cutler, Professor Ted Rowland, Prof. Dr. John Strange, Professor Raymond Andrew, Alan Garro-way, Peter Grannell, Professor Karl Hausser, Paul Lauterbur, Professor John Waugh, Dr. Bill Moore und Dr. Waldo Hinshaw.
Quellen:
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/2003/
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/2003/mansfield.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Mansfield