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Der LBI ist ein Mischindex zur Luftbelastung, der den Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit durch die chronische Einwirkung von verschmutzter Luft Rechnung trägt. Er wird auf der Basis der jährlichen Werte der Konzentrationen von den drei Schadstoffen Feinstaub (PM10), Stickstoffdioxid (NO₂) und Ozon (O₃) berechnet. Die Konzentrationen dieser drei Schadstoffe werden in Bezug zu den Immissionsgrenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV) gesetzt. Die sich daraus ergebenden Werte werden zusätzlich aufgrund der unterschiedlichen chronischen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Schadstoffe gewichtet (4.5 für PM10, 4.5 für NO₂, 1 für O₃).
Die Berechnung des Langzeit-Belastungs-Indexes ist in der Empfehlung Nr. 27b der Schweizerischen Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute (Cercl’Air) in Detail beschrieben (www.cerclair.ch/empfehlungen).
Die Berechnungsmethode des LBI wurde ursprünglich für die Berechnung auf der Ebene einer Messstation konzipiert. Diese Methode wurde den Bedürfnissen des Cercle Indicateurs angepasst, so dass es möglich wurde, den LBI für eine Gemeinde oder einen Kanton zu berechnen. Dazu wurde mittels Modellierung auf der Basis von Schadstoffkarten der Schweiz eine Karte in Hektarauflösung über die Verteilung des LBI hergestellt. Diese Karte wurde in einem weiteren Schritt mit den Daten der Bevölkerungsdichte kombiniert. Die Bevölkerungsdaten in Hektarauflösung vor 2010 stammen aus der eidgenössischen Volkszählung 2000 und wurden in den betroffenen Jahren durch die Daten der ständigen Wohnbevölkerung am Ende des jeweiligen Jahres angepasst. Das Resultat aus diesen Berechnungen ist ein bevölkerungsgewichteter LBI für die Kantone und die Gemeinden.
Weitere Informationen zur Berechnungsmethodik des LBI für Kantone und Gemeinden sind in der Cercl'Air Empfehlung Nr. 27c „Berechnung des Indikators U11 Luftqualität des Cercl Indicateurs für Kantone und Gemeinden'' zu finden (www.cerclair.ch/empfehlungen).
Die Luftqualität wird von den folgenden drei Hauptschadstoffen beeinträchtigt: dem lungengängigen Feinstaub (PM10), dem Stickstoffdioxid (NO₂) und dem bodennahen Ozon (O₃). Diese Schadstoffe haben eine schädliche Einwirkung auf die menschliche Gesundheit und die Ökosysteme. Der Langzeit-Belastungs-Index erfasst mit einem einzigen Wert die Belastung der Luft durch diese drei Schadstoffe über den Zeitraum eines Jahres. Er berücksichtigt die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV).
Die kantonalen Werte werden anhand einer Modellierung der durchschnittlichen jährlichen Konzentration der drei Schadstoffe, die den Langzeitbelastungsindex (LBI) bilden, ermittelt. Bei der Interpretation der Ergebnisse muss beachtet werden, dass die LBI-Werte auf Stufe Hektare durch eine Modellierung gewonnen wurden und daher nicht direkten Bodenmesswerten entsprechen.
Die Luftqualität beeinflusst die Gesundheit und die Ökosysteme. In den Städten und Agglomerationen tragen vor allem Feinstaub, Stickoxide und Ozon zu Atemwegs- und Kreislauferkrankungen bei. Von der Ozonbelastung sind insbesondere auch die ländlichen und höher gelegenen Gebiete betroffen. Die Luftverschmutzung kann, hauptsächlich durch Stickoxide und Ammoniak, zur Versauerung und Überdüngung von Böden und Gewässern führen und somit auch zum Rückgang der Artenvielfalt beitragen. Luftschadstoffe entstehen hauptsächlich durch den Strassenverkehr, aber auch durch Feuerungs- und Heizanlagen, durch Schienen- und Flugverkehr sowie durch industrielle und landwirtschaftliche Tätigkeiten.