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Wie der neueste Bericht des Bundesamts für Statistik (BFS) über die Armut in der Schweiz vom März 2012 zeigt, waren im Jahr 2010 Personen in Paarhaushalten mit einem oder zwei Kindern nicht stärker von Armut betroffen als Personen in Haushalten mit zwei Erwachsenen unter 65 Jahren ohne Kinder. Selbst bei drei und mehr Kindern stieg die Armutsquote mit 7.2 Prozent nicht über den Durchschnitt der Bevölkerung von 7.8 Prozent. „Dieser Befund ist insofern erstaunlich, als kinderreiche Paar nach dem relativen Konzept der Armutsgefährdung (…) als Risikogruppe gelten, da sie im Vergleich zur gesamten Bevölkerung eine deutlich erhöhte Armutsgefährdungsquote aufweisen (21.4 Prozent gegenüber 14.2 Prozent).“ Besonders betroffene Gruppen waren hingegen Alleinerziehende, von denen 26 Prozent in Armut lebten, sowie Einzelpersonen ab 65 Jahren mit einer Armutsquote von 25.9 Prozent. Auch bei Einzelpersonen unter 65 zeigte sich die Armutsquote mit 11.4 Prozent noch deutlich erhöht. Diese Angaben des BFS beruhen auf dem sog. absoluten Armutskonzept, welches Armut als „Unterschreitung eines festgelegten Existenzminimums definiert“, das für Alleinerziehende mit zwei Kindern für 2010 auf 3‘582 Franken und für zwei Erwachsene mit zwei Kindern auf 3‘990 Franken festgesetzt wurde.