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Holzabfälle, die nicht stofflich verwertet werden, müssen je nach ihrer spezifischen Schadstoffbelastung in dafür geeigneten Anlagen verbrannt werden.
Verwendung als Holzbrennstoff in Restholzfeuerungen
Holzfeuerungen nach Anhang 3 Ziffer 521 LRV mit einer Feuerungswärmeleistung von mehr als 40 kW dürfen ausschliesslich naturbelassenes Holz sowie Restholz nach Anh. 5 Ziff. 31 Abs. 1 Bst. c LRV verbrennen. Als Restholz gelten Holzabfälle aus der holzverarbeitenden Industrie und dem holzverarbeitenden Gewerbe, soweit das Holz nicht druckimprägniert ist und keine Beschichtungen aus halogenorganischen Verbindungen enthält. Fraktionen, die von einem Entsorgungsunternehmen durch Sortieren von Holzabfällen verschiedenerer Herkünfte erzeugt werden, sollen nicht in Restholzfeuerungen verbrannt werden, da eine Kontamination mit schadstoffbelasteten Holzabfällen nicht ausgeschlossen werden kann.
Verbrennen in Altholzfeuerungen
Anlagen zum Verbrennen von Altholz, Papier und ähnlichen Abfällen nach Anhang 2 Ziffer 72 LRV (Altholzfeuerungen) dürfen naturbelassenes Holz, Restholz sowie Altholz gemäss Anh. 5 Ziff. 31 Abs. 2 Bst. a LRV (einschliesslich Gemische dieser Hölzer) verbrennen. Werden geschredderte Holzabfälle eingesetzt soll nachgewiesen werden, dass die entsprechenden Richtwerte eingehalten werden.
Siehe:
Entsorgung von Holzasche
Aschen aus der thermischen Behandlung von Holz können als Zumahl- oder Zuschlagstoffe bei der Herstellung von Zement und Beton verwendet werden (Anh. 4 Ziff. 3.1 Bst. d VVEA). Zudem können sie auf Deponien und Kompartimente des Typs C, D oder E abgelagert werden, wenn die entsprechenden Anforderungen erfüllt sind (Anh. 5, Ziff 3.2 bis 3.5, 4.4 und 5.2 VVEA). Bei der Bett- und Zyklonasche ist insbesondere der maximale Gehalt an TOC von 2% für Deponien und Kompartimente des Typs C und D zu beachten. Für Deponien und Kompartimente des Typs E sind höchstens 5% TOC zulässig. Aufgrund des Schwermetallgehaltes kommen für die Filterasche in der Regel nur Deponien und Kompartimente des Typs C in Frage. Wenn die Filterasche vor der Ablagerung sauer gewaschen wird, ist auch eine Ablagerung auf Deponien und Kompartimente des Typs D zulässig (Anh. 5 Ziff. 4.1 Bst. e VVEA).
Verbrennen in Zementwerken
Zementwerke dürfen alle Holzabfälle als Ersatzbrennstoffe einsetzen. Holzabfälle, die mit Holzschutzmitteln nach einem Druckverfahren imprägniert wurden, Beschichtungen aus halogenierten organischen Verbindungen aufweisen oder intensiv mit Holzschutzmitteln wie Pentachlorphenol behandelt wurden, müssen jedoch bei einer Mindesttemperatur von 1100 °C während mindestens 2 Sekunden behandelt werden (Anh. 4 Ziff. 2.1 Bst. b VVEA).
Verbrennen in Kehrichtverbrennungsanlagen und anderen geeigneten Anlagen
Anlagen zur Verbrennung von Siedlungs- und Sonderabfällen nach Anh. 2 Ziff. 71 LRV dürfen alle Holzabfälle verbrennen. Dazu gehören auch die beim Schreddern von Altholz entstehenden Feinfraktionen, die in der Regel stark mit Schadstoffen belastet sind, und deshalb separat entsorgt werden müssen.
Weiterführende Informationen
Letzte Änderung 25.04.2017