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Zürich (awp) - Der Warenprüfkonzern SGS ist gemäss seinem CEO Chris Kirk "sehr gut" in das laufende Jahr gestartet. Das Wachstum sei in den meisten Sparten erfreulich, sagte er in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (FuW; Vorabdruck zur Ausgabe vom 9.3.). Zwar sei er mit der Prognose für 2011 eher vorsichtig, so Kirk: "Ich denke aber, ein hohes prozentual einstelliges Wachstum sollte möglich sein." Wegen der Investitionen sei im laufenden Jahr aber auch eine im Vergleich zu 2010 "leicht engere Marge" möglich, räumte er ein.
Den Einfluss der Unruhen in Nordafrika auf das Geschäft der SGS bezeichnete Kirk als gering. So sei die Ölförderung im Nahen Osten bisher nicht betroffen. Der mit Abstand wichtigste Markt in der Region für die SGS sei Saudi-Arabien. Da für den SGS-Konzern die geförderten und transportierten Volumen entscheidend seien, wirke sich der hohe Ölpreis lediglich "manchmal bei Verhandlungen" helfend aus.
In der Sparte Life Sciences, die in der Vergangenheit zu klein gewesen sei, sieht Kirk weitere Akquisitionen aber auch organisches Wachstum vor. "Eine Verdoppelung des Umsatzes von Life Science sollte kein Problem sein." Der Bereich sei für SGS interessant, bekräftigte er.
Im Geschäft "Environmental Services" prüfe SGS derzeit die strategischen Optionen, sagte Kirk weiter. Eine Variante sei der Ausbau der Beratungstätigkeit, möglich sei aber auch ein Rückzug aus bestimmten Regionen. Derzeit werde die Möglichkeit einer grösseren Übernahme geprüft, die SGS im Beratergeschäft weiterbringen könnte. Nicht in Frage komme aber ein Verkauf.
Der SGS-CEO will das Tempo der Übernahmen weiter hoch halten: "Im Schnitt werden mit der Geschäftsleitung zweimal pro Woche interessante Optionen diskutiert", sagte er. Eine hohe Priorität haben für Kirk dabei die aufstrebenden Märkte und insbesondere China.
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