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Das grosse Interesse des in Eastrington, East Yorkshire geborenen und heute in London und Brüssel wohnhaften Künstlers gilt den Beziehungen zwischen Kunst und Macht. Ohne banale, politisch korrekte Kunst zu produzieren, erforscht Evans, wie Künstlerinnen und Künstler mit politischen Netzwerken und Infrastrukturen grosser Firmen im Wettstreit stehen oder sich in sie einfügen.
Ob es Evans wirklich gelingt, die Seele des Kapitalismus abzustreifen, ist zweifelhaft, aber es gefällt ihm jedenfalls, seine persönlichen, poetischen und einfallsreichen Untersuchungen den Bürokraten, Büroangestellten, Institutionen oder grossen Firmen direkt in den Weg zu legen. Seine Arbeiten beginnen normalerweise mit einer Sitzung oder einer Reihe von Gesprächen und resultieren in einem Kunstwerk, in dem Ernst und Ironie um die Vorherrschaft zu kämpfen scheinen.
You seem to think I’m making something out of nothing suggeriert eine Äquivalenz zwischen Schwung, Ambition und Effizienz eines ausgewählten Teilnehmers am Werk: Ein ägyptischer Immobilienmagnat, Samih Sawiras, ermutigt den besagten Teilnehmer, über seine bisherigen Lebenserfahrungen und Erlebnisse und deren Effekt auf die Nation nachzudenken.
Die Arbeit basiert auf einem langen Interview des Künstlers mit Samih Sawiris. Evans überarbeitete den Inhalt des Gesprächs gemeinsam mit dem Autor Will Bradley, und kreierte so ein Drehbuch, das mit Sawiris, der sich selbst spielt, auf einer der riesigen Besitzungen seiner Familie verfilmt wurde. In den Monolog sind Umgebungsansichten geschnitten. Die Emphase liegt nicht auf der Handlung selbst, ihrer prozesshaften Struktur und der aktiven Partizipation, sondern auf dem Teilnehmer – auf seinem sozialen Status und dem dadurch erzeugten Kontext. Ph. P. (Philippe Pirotte) und J. R. (Julian Reidy)