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Erstmals sind mehr als 100 Gemälde und Zeichnungen aus der Kollektion des Kunsthändlers R. Stanley Johnson und seiner Frau Ursula in Europa zu sehen. "Die Geschichte, die wir erzählen, mag weitgehend bekannt sein, aber viele der Werke sind es nicht", sagte Museumsdirektor Xa Sturgis zur Ausstellungseröffnung am Freitag.
Johnson und seine aus Düsseldorf stammende Frau hatten als Kunststudenten in Paris in den 1960er Jahren damit begonnen, Werke der grössten Künstler der Moderne - von Manet über Cézanne zu Van Gogh und Picasso - zu sammeln. Ihr Schatz sei so rar und wertvoll, dass kein öffentliches Museum in Europa damit konkurrieren könne, sagte Kurator Colin Harrison. "Es ist schlicht nicht möglich, diese Werke in einer öffentlichen Sammlung zu sehen."
Zu den Raritäten zählen Van Goghs einzige Radierung, ein Porträt seines Arztes Dr. Gachet, eine seltene Zeichnung eines alten Mannes beim Spaziergang von Georges Seurat, und Picassos erste Bleistiftzeichnung seines bahnbrechenden Gemäldes "Les Demoiselles d'Avignon". Albert Gleizes' kubistisches Porträt von Igor Strawinsky und andere selten ausgestellte Kubisten werden gezeigt.
Johnson, heute in seinen Achtzigern, ist stolz darauf, seine Sammlung im Ashmolean-Museum zu zeigen, das der Universität Oxford angeschlossen ist. "Der einzige perfekte Ort", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Es geht ja hier um europäische Kunst. Also mussten wir die Europäer auf ihrem eigenen Feld schlagen", sagte er mit einem Augenzwinkern zu seiner Sammlung.