Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03611.jsonl.gz/191

Brasilien wirft reichstem Banker der Welt Bestechung vor
- Freitag, 1. April 2016, 17:57 Uhr
Der Brasilianer Joseph Safra soll von geplanten Zahlungen in Millionenhöhe an brasilianische Steuerfahnder gewusst haben. Sein Finanzimperium hat auch einen Ableger in der Schweiz.
Brasilianische Staatsanwälte haben Joseph Safra der Bestechung beschuldigt. Dieser habe von einem Plan von Managern seiner Banco Safra gewusst, staatliche Steuerprüfer mit 15,3 Millionen Reais (4,1 Millionen Franken) zu bestechen.
Die Staatsanwälte berufen sich auf Telefonate zwischen dem Banco-Safra-Manager Joao Inacio Puga und Mitarbeitern der Steuerbehörde. Joseph Safra sei an den Gesprächen nicht direkt beteiligt gewesen. Puga habe Safra allerdings davon in Kenntnis gesetzt.
Schweizer Vermögensverwalter gehört zum Finanzimperium
Ein Sprecher der Safra Gruppe erklärte, die Anschuldigungen seien unbegründet. Es habe bei keinem der Unternehmen der Gruppe ein Fehlverhalten gegeben.
Der libanesisch-brasilianische Banker Joseph Safra kontrolliert zusammen mit anderen Familienmitgliedern Finanzinstitute in 19 Ländern. Unter andern auch den Schweizer Vermögensverwalter J. Safra Sarasin. Das Magazin «Forbes» schätzt sein Vermögen auf rund 18 Milliarden Dollar.
2 Kommentare
Kommentarfunktion deaktiviert
Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.