Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03547.jsonl.gz/1827

Die Agrar-Divison von Glencore hat sich in in Viterra umbenannt, der Name eines Unternehmens, welches Glencore 2012 erworben hat. Das schreibt der Konzern in einer Erklärung. Die neue Identität wird in den meisten der 37 Länder, in denen das Unternehmen tätig ist, eingeführt, wobei der Wechsel im Mai unter anderen in Brasilien, Australien, Russland und der Ukraine stattfinden soll.
Der Umzug erfolgt vier Jahre nachdem Glencore fast die Hälfte seines Agrargeschäfts an das Canada Pension Plan Investment Board und die British Columbia Investment Management verkauft hat. Die Einheit hat bereits ihre eigenen Rechts-, Technologie- und Finanzsysteme eingerichtet, und CEO David Mattiske sagte im August, das Unternehmen sei bereit für den nächsten Übergang.
«Die Namensänderung ist kein Schritt in Richtung einer öffentlichen Kotierung; sie ist ein Fortschritt nach der Investition von CPP Investments und BCI im Jahr 2016», sagte das Unternehmen in einer Erklärung gegenüber Bloomberg. «Unsere Aktionäre unterstützen weiterhin die gegenwärtige Struktur und teilen unsere Vision für künftiges Wachstum und Erfolg.»
Die Absicht, den Namen zu ändern, wurde erstmals im August bekannt gegeben und schürte Spekulationen, Glencore wolle seine Beteiligung veräussern. Der in Baar ansässige Konzern bleibt mit einem Anteil von 49,99% der grösste Aktionär der Anbaueinheit. Die kanadische CPP besitzt 39,99%, während BCI 9,99% und ein Mitarbeiter-Trust 0,03% besitzt. «Glencore hat das Geschäft geschaffen, das wir heute sind, und die starke Beziehung zwischen den beiden Unternehmen wird weiter bestehen», sagte das Unternehmen auf eine Frage von Bloomberg, ob die Muttergesellschaft den Verkauf ihrer Beteiligung plane.
Durch die Übernahme von Viterra vor acht Jahren erhielt Glencore Getreide-Aktiva in Kanada und Australien. Der Name, der Vitalität aus der Erde bedeutet, «positioniert uns stark für zukünftiges Wachstum», sagte Mattiske, der den Chefposten im vergangenen Jahr übernahm.
Viterra zählt mehr als 16'000 Beschäftigte, die ein Netzwerk von Lagereinrichtungen, Verarbeitungsbetrieben und Transportvermögen verwalten. Abgesehen von der Namensänderung - die im Mai auch für Ägypten, Kasachstan, Neuseeland und Rumänien erfolgen wird - geht es der Erklärung zufolge «weiter wie bisher».
(bloomberg/tdr)