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Escitalopram und Clarithromycin beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Makrolid-Antibiotika und Escitalopram bzw. Citalopram haben ein bekanntes Potential zur Verlängerung der QTc-Zeit im EKG. Additive Effekte sind möglich, wodurch das Risiko für kardiale Arrhythmien ansteigt. Erythromycin und Clarithromycin sind starke Hemmer von CYP3A4, über welche Citalopram bzw. Escitalopram im Nebenweg abgebaut werden. In Kombination sind theoretisch Konzentrationserhöhungen möglich.
Effekt
Gemäss Schweizer Fachinformation ist die Kombination von QT-Zeit-verlängernden Arzneistoffen mit Escitalopram bzw. Citalopram kontraindiziert. Unter den Makrolid-Antibiotika sind Verlängerungen der QT-Zeit im EKG beschrieben. In Kombination kann es zu additiven Effekten kommen. Das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien wie TdP bis hin zum plötzlichen Herztod kann erhöht sein. In einer Studie mit 18 gesunden Probanden hatte die einzelne Gabe von Ketoconazol, ebenfalls einem starken CYP3A4-Inhibitor, keinen signifikanten Effekt auf AUC und Cmax von Citalopram [Gutierrez M, 2001].
Empfehlung
Die Kombination sollte vermieden werden. Ist eine gleichzeitige Gabe unumgänglich, sind eine sorgfältige Monitorisierung der QTc-Zeit im EKG und Kontrollen der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) notwendig. Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit um 60ms im Vergleich zur Baseline oder übersteigt die QTc-Zeit 500ms, ist die Therapie umzustellen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018