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Wer regelmässig Kaffee trinkt, hat ein geringeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Medizinischen Universität in Shenyang. Das chinesische Forscherteam untersuchte 16 Einzelstudien, die sich mit dem Thema auseinandersetzten. Insgesamt wurden die Gesundheitsdaten von mehr als einer Million Männern analysiert. Darunter waren knapp 58‘000 Männer, die an Prostatakrebs erkrankt sind.
Kaffee enthält neben Koffein viele Inhaltsstoffe, die eine antientzündliche und antioxidative Wirkung haben. Vergangene Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen darüber, ob diese das Krebsrisiko senken können. Die nun angestrengte Vergleichsstudie zeigt zwar einen schützenden Einfluss von Kaffee. Dieser fällt allerdings relativ gering aus: Wer täglich Kaffee trinkt, kann das Risiko für Prostatakrebs um neun Prozent senken.
Vermutet wird, dass verschiedene Inhaltsstoffe des Kaffees auf die Geschlechtshormone wirken. Der Insulinhaushalt wird ebenfalls von Kaffee beeinflusst. Beides könnte die Gefahr einer Mutation von Zellen in der Prostata reduzieren.
Kaffee senkt auch das Risiko, an Leberkrebs, Darmkrebs oder Brustkrebs zu erkranken. Hier ist der gesundheitliche Effekt aber noch geringer als bei Prostatakrebs. Somit kann Kaffee allein nicht vor einer Krebserkrankung schützen. Jährlich wir bei ca. 6‘100 Männern in der Schweiz Prostatakrebs diagnostiziert. Damit ist er eine der häufigsten Tumorformen des Mannes.