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Homonym: Umgangsprachlich (metaphorisch) bezeichne ich die Verkörperung einer "organisatorischen Idee" als Instanz, beispielsweise gibt es in der Rechtssprechung einen Weg über mehrere Instanzen bis hin zum Bundesgericht. Die Instanzen sind immer Gerichte, also das gleiche, aber nicht dasselbe. Sie sind einander aber so untergeordnet, dass jeweils eine Instanz Verfahrensmängel einer anderen Instanz feststellen kann. Als Instanzen repräsentieren sie das gleiche Objekt, sie sind "Gerichte", mit der Befugnis, unterstehende Gerichte (sofern vorhanden) zu überschreiben.
Als Instanz bezeichne ich den Gegenstand, den ich einem Objekt in Sinne einer einer begrifflichen Klasse zurechne.
Beispiel:
Jeder Hund ist eine Instanz des durch den Begriff bezeichneten "Hund", der in dieser Redeweise auf das Objekt oder die Objektklasse verweist.
Die Instanzen sind Exemplare. Jeder Hund ist ein Exemplar der Menge "Hunde", wozu alle Hunde gehören.
Sprachkritische Erläuterung:
Sprachliche Bezeichnungen - von Eigennamen abgesehen - verweisen auf Gegenstände, die ich nicht zeichnen kann. Ich kann jeden Hund zeichnen, aber nicht "den" Hund. Ich kann aber beschreiben, was ich mit Hund bezeichne. Ich kann beispielsweise sagen, dass ein Hund ein domestiziertes Raubtier ist. Wer aber keine Ahnung von Raubtieren hat, kann sich anhand der Beschreibung nichts vorstellen. Ich kann ein paar Instanzen des Hundes zeichnen, wobei jeder gezeichnete Hund die relevanten Bestimmungen des Objektes erfüllen muss. Der geneigte Beobachter kann dann erkennen, was ich mit Hund bezeichne.
Sprachlich kann ich auch leicht unterscheiden, ob ich vom Hund oder von einem (bestimmten) Hund spreche. Der Hund überhaupt kann beissen, aber er kann nicht mich beissen.
Sprachkritisch interessant finde ich die Möglichkeit, dass ich mit einem Ausdruck Instanzen bezeichne, ohne mir des Objektes bewusst zu sein, resp. ohne dass ich das Objekt hinreichend sinnvoll definieren kann. Ich weiss beispielsweise ohne weiteres, welche Gegenstände ich als Schriftstücke bezeichne, kann aber Schriftstück in diesem Sinn - für mich nicht hinreichend gut - nicht definieren.
Eine spezifische oder terminologische Verwendung des Ausdruckes Instanz wurde in der Datenbankinformatik entwickelt (wo, wie in der Informatik üblich, viel Vermischung vorherrscht, weil nicht unterschieden wird, ob von Daten oder den mit den Daten referenzierten Objekten sie Rede ist).
In der objektorientierten Programmierung ist bespielsweise ein "record" eine Instanz des Objektes "record". Das Objekt (hier ein Datentyp) bestimmt die Struktur, etwa, dass ein record mehrere Felder hat und mit welchen Methoden die Felder verändert werden. Eine Instanz ist ein verwendeter record, der dann eben die bestimmte Anzahl von Feldern mit entsprechenden Inhalten hat.
Anschaulich:
In einer Liegenschaftsverwaltungsapplikation sind Instanzen des Objektes "Mehrfamilienhaus" die bewirtschafteten Mehrfamilienhäuser. Jeder erfasste Datensatz, der ein Mehrfamilienhaus repräsentiert, ist oder verweist auf eine Instanz des Objektes (die sprachlich verkürzt oft als Objekt bezeichnet wird). Wenn ich also mehrere Mehrfamilienhäuser verwalte, habe ich für jedes Mehrfamilienhaus einen Eintrag, in welchem beispielweise steht, wieviele Wohnungen im jeweiligen Haus vorhanden sind. Diese Einträge bezeichnen Instanzen.
Ich kann natürlich auch Objekte wie 4-Familienhaus, 5-Familienhaus usw machen. Dann sind die Instanzen eben entsprechend die erfassten 4-Familienhäuser usw, die dann beispielsweise in verschiedenen Gemeinden stehen.