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Im Januar 2018 haben die Stiftung BNP Paribas Schweiz und das Schweizer Polarinstitut (der EPFL – Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne angegliedert) mit dem “Polar Access Fund” ein neues Instrument geschaffen, mit dem junge Forscherinnen und Forscher, die in der Klimaforschung tätig sind, Stipendien für ihre erste wissenschaftliche Expedition in die Polarregionen erhalten können.
Das Schweizer Polarinstitut: die Schweiz zu internationalen Polarfragen
Das Schweizer Polarinstitut (SPI) wurde 2015 gegründet und ist ein Konsortium von Schweizer Hochschulen, bestehend aus der EPFL, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), der ETH Zürich und der Universität Bern. Ziel ist es, die Schweiz zu einem wichtigen internationalen Akteur und Förderer auf dem Gebiet von Polarforschung und extremen Umweltbedingungen zu machen.
Eine große Expedition rund um die Antarktis
Anlässlich seiner Gründung startete das SPI ein Großprojekt: die Antarctic Circumnavigation Expedition (ACE), die erste wissenschaftliche Expedition einmal um den gesamten antarktischen Kontinent. Diese Expedition, die vom 20. Dezember 2016 bis 19. März 2017 an Bord des russischen Schiffes Akademik Treshnikov durchgeführt wurde, hatte sich die Messung und Quantifizierung der Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung im Südlichen Ozean durch 22 Forschungsprojekte, die von 55 Forschern aus etwa 30 Ländern geleitet wurden, zur Aufgabe gemacht. Eine außergewöhnliche Anzahl von Probeentnahmen und Daten wurden während der Expedition gesammelt und werden nun von den Teams analysiert, mit dem Ziel, die Ergebnisse bis Ende 2018 zu veröffentlichen.
Während die Stiftung BNP Paribas Schweiz zusammen mit dem SPI im Jahr 2016 zwei Schweizer ACE-Projekte unter der Leitung der Professoren Katherine C. Leonard (EPFL) und Heini Wernli (ETH Zürich) unterstützte, wurde diese Partnerschaft 2018 mit der Schaffung des “Polar Access Fund” erweitert.
Ein Fonds zur Förderung der Jugend in der Polar- und Erderwärmungsforschung
Arktis, Antarktis oder sehr hoch gelegene Regionen – der “dritte Pol” – sind sehr schwer zugänglich, obwohl sie wertvolle Umgebungen für die Wissenschaft darstellen. Die Polarregionen werden jetzt besonders auf ihre Entwicklung im Zusammenhang mit ihren Auswirkungen auf den Klimawandel untersucht. Diese Forschung wird sich mit viele interdisziplinären Bereichen überschneiden: Glaziologie, Ozeanographie, Biologie, Meteorologie, Mikrobiologie, aber auch Wirtschaft, Sozialwissenschaften, Medizin,….
Der “Polar Access Fund” wird somit jährlich zwischen 5 und 10 Doktoranden und Postdoktoranden von Schweizer Universitäten und Forschungsinstituten sowie aus verschiedenen Disziplinen bei der Erforschung der globalen Erwärmung unterstützen. Mit Zuschüssen von bis zu 20.000 Franken sind die jungen Forscherinnen und Forscher in der Lage, ihre erste wissenschaftliche Expedition in extreme Umgebungen wie die Polargebiete unternehmen.
5 Projekte wurden bereits 2018 unterstützt. Besuchen Sie die Website des “Polar Access Fund“, um mehr darüber zu erfahren.
Haben Sie Interesse an Fragen zur Polerwärmung?
Am 7. Juni laden die Stiftung BNP Paribas Schweiz und das Schweizerische Polarinstitut ein, Experten zu polaren Themen anzuhören und zu befragen. Verfolgen Sie den Twitter-Account von BNP Paribas in der Schweiz ab 17.30 Uhr für die Live-Übertragung!