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Freiburg Zu den 28 bestehenden Reservaten kommen neu der Pfäffikersee, der Greifensee, das Neeracher Ried (alle Zürich), das Wauwiler Moos LU, der Pérolles-See, der Greyerzersee bei Broc, Chablais am Murtensee sowie das Kaltbrunner Riet SG. Zudem sollen das international bedeutende Reservat Fanel-Chablais bei Cudrefin und jenes bei der Landzunge in Marin am Neuenburgersee erweitert werden.
Zu rund einem Viertel überwintern die Wasservögel der Schweiz in den 28 bestehenden Reservaten. Um den Schutz der überwinternden, ziehenden und brütenden Tiere zu verbessern, sollen ab März 2009 die acht weiteren Gebiete ins Inventar der Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung aufgenommen werden. Bis zum 3. Oktober läuft die Anhörung zu einer entsprechenden Verordnungsrevision.
Neue Freizeitgeräte stören
Problematisch ist laut Mitteilung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) die Nutzung der Schutzgebiete zur Erholung. Neue Freizeitgeräte mit hohem Stör- und Schadpotenzial für die Vögel sollen nicht mehr erlaubt sein. Das Verbot gilt beispielsweise für Drachensegelbretter, Modellboote und Modellflugzeuge, aber auch für Starts und Landungen von Luftfahrzeugen aller Art.
Für die bestehenden 28 Wasservogelreservate leistet der Bund einen jährlichen Beitrag von rund 530 000 Franken. Die Kosten der acht neuen Schutzgebiete (Aufsicht, Infrastruktur, Wildschadenvergütung) werden auf maximal 160 000 Franken geschätzt. ja/sda