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Schule Gutenbrunnen
Detail EingangsbereichDownload
Schule Gutenbrunnen
Innenraum (Treppenhaus)
Schule Gutenbrunnen
Innenraum (Turnhalle)
Schule Gutenbrunnen
Adresse
8862 Schübelbach
SZ
Architektur
Weitere Bauphasen
In den 1970er-Jahren wurden die avantgardistischen Sichtbetonbaukörper zunehmend um Rasterfassaden aus Glas und Metall ergänzt. Damit einher ging wie auch in Schübelbach eine kontrastreiche Farbigkeit. Hans Zehnder ist ein überzeugender, äusserst funktionaler Bau gelungen, dessen Symmetrie Monumentalität erzeugt. Die Erweiterung setzte einen ungewöhnlichen Akzent.
Chronologie
1972 schrieb die Gemeinde Schübelbach einen Einladungswettbewerb für den Bau einer Mittelpunktschule in zwei Bauetappen aus. Die beiden bestehenden Schulhäuser in den Ortschaften Schübelbach und Buttikon hatten sich aufgrund der räumlichen Gegebenheiten als ungeeignet für die notwendige Erweiterung erwiesen. Für den Neubau wurde ein Standort gewählt, der zwischen den beiden Ortschaften liegt. Der Wettbewerbsgewinner Hans Zehnder konnte die erste Bauetappe realisieren. Das Schulhaus wurde 1979 bezogen. Die zweite Bauetappe wurde nicht realisiert, das Schulhaus jedoch 1990 um ein Geschoss aufgestockt. Dies realisierte erneut das Architekturbüro Hans Zehnder.
Lage
Die Mittelpunktschule Gutenbrunnen liegt gut 200 Meter südlich der Kantonsstrasse zwischen Schübelbach und Buttikon an der Wisshaltenstrasse, die das Schulareal und ein Wohnquartier erschliesst. Im Norden, Westen und Süden ist das Schulhaus von Landwirtschaftsflächen gefasst. Der Gebäudekomplex ist in einen leicht ansteigenden Hang eingebettet, der im Süden in einen bewaldeten Hügelzug rund um den Chöpfenberg übergeht. Die Schulanlage wird über einen an die Wisshaltenstrasse angrenzenden Parkplatz erschlossen.
Beschreibung
Die Anlage besteht aus zwei Baukörpern, dem Schulhaus und der talseitig vorgelagerten Mehrzweckhalle. Das Schulhaus folgt der Falllinie des Hangs, die Halle steht quer dazu: Ihr Flachdach bildet einen Teil des Pausenhofs. Der westliche Teil des Schulhauses ist um eine Achse länger ausgeführt, der Eingangsbereich weit eingezogen: Hof, Innen- und Aussenraum verzahnen sich. Der gedeckte Aussenbereich wurde zwischenzeitlich um ein fünfteiliges Glasdach erweitert. Aufgrund der Hanglage erscheint das Schulhaus im Süden dreigeschossig und im Norden viergeschossig. Die Fassade des Gebäudekomplexes spiegelt die Sichtbetonskelettkonstruktion wider: Die Felder sind mit roten Stahl-Glaselementen, an der Süd- und der Nordfassade mit gegliederten Betonscheiben, gefüllt. Der Erschliessungskern zeichnet sich durch eine geschossübergreifende Fensterfläche ab. Das oberste Geschoss – die Erweiterung – besitzt kleinere Fenster, der Innenbereich ist hier mit einer Vorhangfassade gefasst: Das nachträglich aufgesetzte Satteldach ist markant zweigeteilt. Die Mittelgangerschliessung des Schulhauses ist heute tief in den Baukörper eingeschnitten, ursprünglich wurde sie lediglich durch den Versatz an der Nordfassade kenntlich gemacht. Die Mehrzweckhalle öffnet sich mit raumhohen Fenstern nach Norden.
Literatur