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Through the looking glass
- 40
Claude Debussy
Stefan Wirth
Robert Schumann
Joseph Haydn
Robert Schumann, Claude Debussy und Maurice Ravel bilden eine Traditionslinie poetischer Musik, aber auch ein Grüppchen von «enfants terribles», wie sie im Buche und im diesjährigen Winterthurer Saisonthema stehen. So mokiert sich Debussy in «Golliwogg’s Cake-walk» genüsslich über Wagner, Schumann im «Carnaval» über alle Philister. Auch Ravel hat sich (wie einst Joseph Haydn) manchen Scherz erlaubt; in diesem Programm tritt er etwas braver als Schumann-Orchestrator auf. All diesen «enfants terribles» gemein ist, dass sie sich nicht an Regeln halten und sich dies angesichts ihrer Begabung erlauben dürfen. Der 1975 in Zürich geborene Stefan Wirth fügt sich bestens in diese Reihe: Mal Arrangeur fürs Theater, mal Komponist ohne Scheuklappen, mal Improvisator im «Gershwin Piano Quartet» und stets Pianist, den keine Schwierigkeit schrecken kann. Gern nehmen seine Werke literarische Anregungen auf, nicht selten auch abwegige. Das Violinkonzert «Through the looking glass» von 2015 leiht sich seinen Titel vom Fortsetzungsroman zu «Alice im Wunderland» von Lewis Carroll auch er ein «enfant terrible».