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Beim Bau einer Villa oder eines Wohngebäudes müssen zahlreiche Rohre und Leitungen verlegt werden, um die Bewohner mit Wasser, Gas, Heizenergie und vielem mehr zu versorgen. Nachfolgend erfahren Sie mehr darüber, welche dies sind und wofür sie verwendet werden.
Die Wasserleitungen:
Sie betreffen die Wasserversorgung:
- Das Trinkwasser wird über einen Wasserspeicher der Gemeinde, eine Wasserquelle oder auch einen Grundwasserspeicher zugeführt.
- Abwasserleitungen
Besonderheiten
In einigen Fällen ist die Gemeinde Eigentümer des Netzwerks und der Hauseigentümer ist nur für die Rohrleitungen vom Absperrventil bis zu seinem Hausanschluss verantwortlich. Dies ist jedoch in den Gemeinden unterschiedlich geregelt. Im Vorfeld müssen weitere Informationen dazu eingeholt werden.
Wenn von der Gemeinde Wartungsarbeiten am Netzwerk durchgeführt werden, bietet sie den Hausbesitzern manchmal an, ihre Rohrleitungen im Zuge der Bauarbeiten ebenfalls zu erneuern. Sie können die bereits eingerichtete Baustelle daher nutzen, um Kosten zu sparen. Dabei muss beachtet werden, dass die Gemeinde den Hausbesitzer dazu verpflichten kann, Reparaturmassnahmen durchzuführen, wenn sie ein Leck am Rohrleitungsnetz festgestellt hat.
Wasserleitungen müssen in der Regel einen Meter tief verlegt werden, damit sie vor Frost geschützt sind. In neun von zehn Fällen wird als Material Polyethylen (PE) verwendet. Hierbei wird angemerkt, dass sich Gusseisen und PE jeweils miteinander verbinden lassen.
Pflichten
Um bei einem Unwetter zu vermeiden, dass sich das Regenwasser mit dem Abwasser vermengt, schreibt das Schweizer Gewässerschutzgesetz vor, dass die beiden Netzwerke voneinander getrennt verlegt werden müssen. Dieses doppelte Netzwerk wird auch als „Trennkanalisation“ bezeichnet. Im Gegensatz dazu steht die „Mischkanalisation“, bei der beide Wasserarten miteinander vermengt werden. Ebenso dürfen im selben Graben die Leitungsrohre für Regenwasser (Abwasser) nicht mit den Leitungsrohren für Trinkwasser gemeinsam verlegt werden.
Die Verlegung durch Wände ist ebenfalls streng geregelt. Es ist in der Tat untersagt, ein Rohr aus reinem Polyethylen direkt durch die Aussenwand eines Hauses zu verlegen. Der Hausanschluss kann aus PE bestehen, muss jedoch verstärkt werden, also zusätzlich mit Messing, Edelstahl oder Gusseisen beschichtet sein.
Gasleitungen
Gas ist in der Schweiz noch nicht so weit verbreitet wie Heizöl. Es sind noch nicht alle Gemeinden an das Gasnetz angeschlossen, es werden jedoch jedes Jahr mehr.
Ebenso wie bei den Wasserleitungen muss bei der Verlegung von Gasleitungen durch Wände ein verstärktes PE-Rohr verwendet werden. Beim Verlegen von Erdgasleitungen muss unbedingt darauf geachtet werden, wo sie installiert werden:
- weder unter Abflussrinnen von Gehwegen noch unter Bordsteinkanten,
- parallel zur Strasse,
- vertikal zu einem anderen Kabelkanal,
- parallel zu anderen Rohrleitungsnetzen,
- nicht unter einem Bauwerk
Besonderheiten
Aufgrund der bestehenden Risiken bei der Verwendung von Gas, ist die Montage von Gasleitungen aus Sicherheitsgründen strikt geregelt. Es darf nicht jeder diese Rohrleitungen verlegen. Es muss ein Fachmann beauftragt werden. Die Gaslieferanten beschäftigen eigene Techniker, die die Arbeiten ausführen können. Um mehr über die Richtlinien bei der Montage von Gasleitungen zu erfahren, lesen Sie die Gasleitsätze der SVGW.
Fernwärme
Bei der Fernwärme werden zwei Leitungsrohre (Zu- und Abfluss) unterirdisch verlegt und isoliert. Das Leitungsnetz kann je nach Konfiguration mehrere Gebäude oder Wohnviertel versorgen. Der Vorteil ist, dass das Gebäude oder Wohnhaus, das an ein Fernwärmenetz angeschlossen ist, weder einen Heizkessel noch einen Kamin oder eine Zisterne benötigt: Die unterirdischen Leitungsrohre transportieren heisses Wasser (zwischen 70°C und 95°C mit einem Druck von 15 bar je nach Netzwerk) direkt dorthin.
Das Netzwerk an sich wird über Kraftwerke beheizt, die zum Beispiel mit Holz, Wasserkraft oder über eine Müllverbrennungsanlage betrieben werden.
Der Anschluss ist relativ einfach, insbesondere wenn in der Nähe bereits ein Netzwerk vorhanden ist. Die Leitungsrohre müssen an den Energieträger angepasst werden.
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