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Agrarpolitik einfach erklärt
- Introduction Executive summary | Positions of economiesuisse
- Chapter 1 Einleitung
- Chapter 2 Wie lautet der Auftrag des Bundes an die Landwirtschaft?
- Chapter 3 Wie ist die Schweizer Landwirtschaft aufgestellt?
- Chapter 4 Wie hat sich die Landwirtschaft in den letzten 100 Jahren entwickelt?
- Chapter 5 Wie wird die Landwirtschaft in der Schweiz subventioniert?
- Chapter 6 Wie funktioniert der Grenzschutz?
- Chapter 7 Wer profitiert vom Grenzschutz? Und wer verliert?
- Chapter 8 Gibt es erfolgreiche Beispiele für Grenzöffnungen?
- Chapter 9 Welche weiteren Privilegien geniessen die Bauern?
- Chapter 10 Weshalb ist es für Quereinsteiger schwierig, einen Hof zu erwerben?
- Chapter 11 Wie stark ist die Stützung der Schweizer Landwirtschaft im internationalen Vergleich?
Wie stark ist die Stützung der Schweizer Landwirtschaft im internationalen Vergleich?
Im internationalen Vergleich gehört die Schweiz zu den Ländern mit der stärksten Stützung des Landwirtschaftssektors. Dies zeigt der Ländervergleich der OECD, der ein Mass für die gesamte Unterstützung der Produzenten (Producer Support Estimate, PSE) ausweist. Dabei werden sowohl die Budgettransfers (Subventionen usw.), die entgangenen Einnahmen des Staates wegen gewährter Privilegien sowie Marktpreistransfers (wie höhere Preise wegen des Grenzschutzes) berücksichtigt.
Gemäss Abbildung 8 liegt die Schweiz beim PSE an zweiter Stelle, nur Norwegen stützt seine Landwirtschaft noch stärker. Transfers von Konsumenten und Steuerzahlern zu den Bauern machen demnach in der Schweiz rund 60 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Einnahmen aus. 2016 waren es 7,3 Milliarden US-Dollar.
Abbildung 8
Producer Support Estimate (PSE) über verschiedene Länder
Interessant ist auch die Unterteilung der Agrarstützungen in handels- und produktionsverzerrende Stützungen und restliche Stützungen. In der Schweiz zählen zu den handels- und produktionsverzerrenden Stützungen neben dem Zoll- und Kontingentsystem vor allem Elemente der Produktions- und Absatzförderung. So zeigt Abbildung 8, dass etwas mehr als die Hälfte des PSE durch marktverzerrende Stützungen zustande kommt.