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Zwei Personen stecken in Genf weiter im Gefängnis. Am Dienstag wurden über 30 Personen festgenommen und eine grosse Menge Edelsteine sichergestellt, die aus einer Helvetic-Maschine gestohlen wurden.
Der Geschäftsmann und der Anwalt, die am vergangenen Dienstag im Zusammenhang mit dem Diamantenraub von Brüssel verhaftet worden waren, werden vorerst nicht aus der Untersuchungshaft entlassen. Es bestehe Kollusions- respektive Fluchtgefahr, lautet die Begründung.
Ein Genfer Gericht hat entschieden, die Untersuchungshaft für den Geschäftsmann um einen Monat und diejenige für den Anwalt um eine Woche zu verlängern.
Das gab Staatsanwalt Marco Rossier auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda bekannt. Rossier befürchtete im Fall des Anwalts, dass er sich mit anderen absprechen könnte. Deshalb hatte er für diesen eine Haftverlängerung von einem Monat beantragt.
Fluchtgefahr
Für den gleichzeitig verhafteten Geschäftsmann ersuchte der Staatsanwalt sogar um eine dreimonatige Haftverlängerung, weil er Fluchtgefahr befürchtet. Laut der Genfer Justiz soll demnächst eine Gegenüberstellung der beiden Inhaftierten stattfinden.
Fast drei Monate nach dem Diamantenraub am Brüsseler Flughafen waren am vergangenen Dienstag in Belgien, Frankreich und der Schweiz insgesamt 31 Verdächtige festgenommen worden. In Genf wurde zudem eine «grosse Menge Diamanten» sichergestellt. Der Gesamtwert der Beute wird auf gegen 40 Millionen Euro geschätzt.
Schulden mit Diamanten bezahlt
Zum Kreis der Verdächtigen gehören auch der Geschäftsmann und der Anwalt. Den beiden wird Hehlerei und Behinderung der Justiz im Zusammenhang mit den in der Schweiz und Belgien eröffneten Ermittlungen vorgeworfen. Sechs weitere Personen, die am Dienstag in Genf verhaftet worden waren, wurden unterdessen freigelassen.
Keine Sorgen über Herkunft
Shahram Dini, der Anwalt des Geschäftsmanns, sagte im Anschluss an die ersten Befragungen, sein Klient habe sich naiv verhalten, als ein Bekannter ihm zwei Diamanten gegeben habe, um Schulden zu begleichen. «Mein Klient machte sich keine Sorgen über die Herkunft der Steine. Sein Finger steckte in einem Getriebe, das er nicht mehr beherrschen konnte», sagte Dini.
(chb/sda)