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Im Zuge der Industrialisierung erfolgte ein massiver Anstieg der Bevölkerung; während sie 1815 noch 18'000 betrug, verdoppelte sie sich bis 1860 auf über 37'000. Ein systematisches Hinausgreifen über den alten Festungsgürtel hatte bis dahin nicht stattgefunden, vielmehr wurde der letzte für die Verdauung freigegebene Raum hinter den Mauern ausgenützt. Was früher unter den gegebenen Verhältnissen durchaus zweckmässig und ausreichend war, wie auch die Wasserversorgung, erwies sich nunmehr als ungenügend.
Auch Sodbrunnen mussten mithelfen, den wachsenden Wasserbedarf zu decken. Der Rappoltshof-Sod wurde auf Grund einer Petition der Anwohner vom 24. August 1843 gegraben. 1868 konnte er durch einen laufenden Brunnen ersetzt werden. Dieser Rappoltshofbrunnen besass einen Kalksteintrog in der Grundform eines Rechtecks mit abgerundeten Stirnseiten. Die Vorderwand trug auf einer ovalen Plakette die Jahrzahl 1868. Der vierseitige hohe Pfeiler hatte gebrochene Kanten und war oben mit einem Baselstab verziert. Als Bekrönung besass dieser Brunnen ursprünglich eine gusseiserne Urne mit Deckel. 1917 war sie noch auf dem Brunnen, muss aber vermutlich später einmal heruntergeschlagen worden sein. 1959 musste der Brunnen der Neuüberbauung weichen.
Quelle:
- Burger 1970: 116