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Und plötzlich ist die Programmiersprache Python da! Warum eigentlich? Python kann nichts, was Perl oder PHP nicht auch können. Und SolNet setzt auf Perl, seit es die Firma gibt: 1996! Wir haben uns entschieden, Python zu verwenden, weil es einige sehr effiziente und flexible Module gibt um Web Services zu programmieren; eigene Services also, die REST-basierte Dienste anbieten: Ein Client sendet eine in JSON oder XML formatierte Anfrage, der Server wertet diese aus und liefert das Ergebnis an den Client zurück. Nun bietet Python unter anderem die Bibliothek «Flask» an, mit dieser können mit wenigen Zeilen eigene APIs entwickelt werden, Flask übernimmt dabei den kompletten Server-Teil, so dass sich der Programmierer auf die Logik des Programmes konzentrieren kann.
Das folgende kleine Python Script implementiert einen kompletten REST Server, der jede Anfrage mit der Rückgabe des Literals «Hello World» beantwortet:
from flask import Flask app = Flask(__name__) @app.route('/') def hello_world(): return 'Hello World’ if __name__ == '__main__': app.run()
Python verfügt über einige Eigenschaften, die bemerkenswert sind. Beginnen wir mit etwas witzigem: Die Entwickler von Python waren Fans der englischen Kultkomikergruppe «Monthy Python», deshalb nannten sie ihre Programmiersprache Python. Die gleichnamige Schlange ist also nicht der Namensgeber, auch wenn das Python Logo zwei dieser Viecher zeigt.
Python lehnt sich ein kleines bisschen an COBOL an, denn dort spielt es eine Rolle, um wieviele Leerzeichen eine Anweisung eingerückt wird. Das ist auch bei Python so, ein Anweisungsblock wird also nicht mit geschweiften Klammern ungeben so wie bei C, Perl und PHP. Vielmehr wird ein Block durch Einrücken kenntlich gemacht und zwar mit Leerzeichen, nicht mit Tabulatoren:
if x = 1: print("x=1")
Das hat zwei wichtige Vorteile: Das zeitraubende Suchen nach Klammern entfällt, wenn mal wieder eine vergessen wurde und der Text ist ohne die Klammerflut lesbarer. Eingerückt werden bei Python per Empfehlung stets vier Lerzeichen. Die relativ junge Programmiersprache hat noch viele weitere faszinierende Eigenschaften; ich möchte aber nicht weiter darauf eingehen und verweise Interessierte gerne auf das Tutorial. Apropos COBOL: Ich erwähne diese gute alte Programmiersprache bewusst im Präsens, denn COBOL wird auch heute noch genutzt!
Home Office hat viele Vorteile, aber nicht nur
Was hat sich in den zwölf vergangenen Monaten alles ereignet? Einiges! Viele Menschen haben ihr Büro verlassen und arbeiten im Home Office. Das ist praktisch, da der Arbeitsweg wegfällt und die Arbeit in den eigenen vier Wänden behagt vielen Menschen – auch mir!
Home Office bedeutet auch, dass viele Privathaushalte in den letzten Monaten aufgerüstet haben: Neue PC’s und Notebooks, vor allem aber mehr Bandbreite! Und jetzt müssen Menschen, die sich bis anhin zum spontanen Gespräch bei der Kaffeemaschine oder oder in der Kantine trafen umdenken. Kommuniziert wird im Chatroom oder bei einem Konferenztelefongespräch vom heimischen Wohnzimmer aus! Das ist nicht mehr dasselbe! Oft kommt es bei spontanen Begegnungen oder «Adhoc» Gesprächen zu Einfällen, Ideen, Geistesblitzen. Diese Serendipität leidet, wenn sich alle ins Home Office zurückgezogen haben.
Mein Tag im Home Office beginnt irgendwann Morgens zwischen sieben und acht Uhr, oder etwa dann, wenn es hell wird und die Hühner aus dem Stall wollen… Wichtig scheint mir, dass der Arbeitstag eine Struktur bekommt, also die Arbeits- von der Freizeit strikt trennen. Das erfordert etwas Disziplin, ist aber eine wichtige Voraussetzung für einen produktiven Tag im Home Office mit Ruhe- und Entspannungsinseln. Wichtig scheint es mir ferner, den Arbeitsplatz bei Pausen oder anderen Dingen bewusst zu verlassen; meist mache ich während der Mittagspause ein Lauftraining oder versorge die Tiere.
Eine neue Homepage
2020 hat SolNet seine Homepage erneuert, die neue Seite lehnt sich in der Gestaltung und Struktur aber an die alte an; wir hatten immer wieder gutes Feedback, die gesuchten Infos und Produkte seien leicht zu finden. Also liessen wir alles, wie es war, nur die Trennung zwischen Privat- udn Geschäftskunden ist nun klarer geworden. Die Seite verwendet kein CMS; zum Einsatz kommt ein selbstentwickeltes Framework, das Bootstrap nutzt. Das hat zur Folge, dass die Seite sehr schnell lädt, bei Google «Core Web Vitals» kommen wir auf fast 100 Punkte, eine wichtige Voraussetzung um das Ranking zu verbessern.
Zurück zur mechanischen Uhr
In den letzten Jahren habe ich einen kurzen Abschnitt den Trends und Entwicklungen gewidmet, von denen ich vermute, dass sie in den folgenden Jahren an Einfluss gewinnen werden. An der virtuellen CES 2021 wurden viele wunderbare Gadgets vorgestellt, wie einrollbare Smartphones, Uhren, die den Blutzucker messen können und EKGs generieren, kleine Echtzeitübersetzer und einiges mehr. Aber ich möchte diesmal zurückblicken und ein Gadget vorstellen, das es seit fast 500 Jahren gibt und bei dem sich die Schweiz immer wieder hervorgetan hat: Die mechanische Uhr! Und in diesem speziellen Fall die automatisch Uhr wie zum Beispiel die Sistem51 von Swatch.
Warum plötzlich wieder Mechanik an Handgelenk? Ganz einfach, weil gute Automatikuhren sehr zuverlässig und langlebig sind. Sie funktionieren auch dann, wenn es kein Internet, keinen Strom und auch kein Smartphone gibt. Ein schöner Kontrapunkt in einer Zeit, in der wir immer mehr von kurzlebigen Gadgets umgeben sind.