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Makhwaen (มะแขว่น)
Wichtige asiatische Zutaten (M)
Die Fruchtkapseln des Makhwaen Baums (Zanthoxylum rhetsa) werden aufgrund ihres pfeffrigen Zitrusgeschmacks gerne in der nordthailändischen, aber auch der laotischen Küche verwendet. Dabei sind jedoch nur die Schalen der Früchte und nicht die schwarzen Kerne zum Verzehr geeignet.
Die Pflanze gehört zur gleichen Familie wie der Sichuan Pfeffer und die getrockneten Früchte erzeugen ebenfalls ein prickelndes und leicht betäubendes Gefühl auf der Zunge. Dieses ist jedoch schwächer ausgeprägt als bei der Verwandtschaft aus der Provinz Sichuan. Die Makhwaen Früchte sind gewöhlich auch weniger scharf als Sichuan Pfeffer.
“Makhwaen” (มะแขว่น) ist die nordthailändische Bezeichnung des Baums und seiner Früchte. Im Süden des Landes nennt man beides “Luuk Gam Jad” (ลูกกำจัด). In Laos gibt es die Bezeichnung “Mak Kuang” (ໝາກແຄ່ນ) und auf Khmer “Kathit-pyu”. Im englischen Sprachraum wird beides als “Indian prickly ash” oder “Indian ivy rue” bezeichnet. Einen deutschen Namen habe ich bisher noch nicht ausfindig machen können.
Neben den getrockneten Fruchtkapseln werden in Nordthailand und Laos auch die frischen Früchte eingelegt und dann als Zutat für Larb verwendet. Die getrockneten Früchte sind auch Bestandteil einer “Prik Larb” genannten Gewürzmischung, die in den gehackten Fleischsalaten Verwendung findet.
Die Früchte wirst du in beiden Formen bei uns nur sehr schwer bekommen. Ich habe sie tatsächlich noch in keinem asiatischen Supermarkt gesehen. Ein milder Sichuan Pfeffer ist wohl die nächste Annäherung an den Geschmack der Makhwaen Früchte.