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Am Sonntag präsentierte der Harmonie Musikverein Lachen sein Jahreskonzert.
Am vergangenen Sonntagabend lud der Harmonie Musikverein Lachen (HMV) zum traditionellen Winterkonzert ein, das – im Jahre des Jubiläums – unter dem Motto «125 Jahre Musikgeschichte » stand und in der Aula Seefeld über die Bühne ging. Unter der Leitung von Martin Schlegel hatten die Musikantinnen und Musikanten ein Programm eingeübt, das die Entwicklung der Musikgeschichte seit der Gründung des Vereins widerspiegelte. Eröffnet wurde das Konzert mit dem beliebten Marsch «Wien bleibt Wien» von Johann Schrammel, vom Orchester stehend gespielt. Anschliessend folgte der Marsch «American Patrol » von Frank White Meacham – ursprünglich für Klavier komponiert, dann aber für Blasorchester arrangiert. Mit «Charleston Forever» entführte das Orchester die zahlreichen Zuhörer in die Zwanzigerjahre. Dieser amerikanische Gesellschaftstanz galt ursprünglich als provokativ und unsittlich, wurde als Teil eines Broadway-Musicals aber rasch populär, in Europa vor allem durch Josephine Baker.
Von «Hindenburg» über die «West Side Story» bis zu Mani Matter
Das grösste jemals gebaute Luftfahrzeug war ein Luftschiff, der Name «Hindenburg » steht für die Katastrophe des gleichnamigen Zeppelins 1937 bei der Landung in Lakehurst. Der Komponist Michael Geisler hat dieses Drama sehr eindrücklich verarbeitet und das Orchester brachte das Geschehen den Zuhörern musikalisch sehr nah – vom Starten der Motoren über den Brandausbruch bis zum Absturz war in der Intonation alles dabei. Der erste Teil des interessanten und unterhaltsamen Konzertes wurde mit Ausschnitten aus dem berühmten Musical «West Side Story» von Bernstein beendet, welche Songs wie «I feel pretty», «America» und das Liebeslied «Maria» enthielt. «I han es Zündhölzli azündt»: Mit diesen Worten beginnt das Lied «S’Zündhölzli» vom unvergessenen Liedermacher Mani Matter. Mit einer von Mario Bürki komponierten Inst-rumentalversion eröffnete der Harmonie Musikverein Lachen den zweiten Teil des Konzerts. Nach einem Medley aus Songs aus der Zeit der Neuen Deutschen Welle folgte die Polka «Bildstein », eine Hommage an den Posaunisten Roland Stähli, der viele Erfolge als Steinstösser gefeiert hatte. Zur gegenwärtigen unsicheren Weltlage passte das letzte Stück «Heal The World» von Michael Jackson. Die Musiker schafften es tatsächlich, die Zuhörer den Alltag für einen kurzen Moment vergessen zu lassen. Die Begeisterung war gross und der Musikverein leistete den geforderten Zugaben gerne Folge. Mit diesem Weihnachtskonzert beschloss der Musikverein Lachen ein ereignisreiches Jahr würdig.
Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Paul A. Good