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Zwei weitere Weltpremieren am Filmfestival in Locarno
Für seine 74. Ausgabe ergänzt das Locarno Filmfestival sein Programm um zwei weitere Weltpremieren: «She Will» und «Sto minut iz zhizni Ivana Denisovicha» («100 Minutes»). Das gaben die Verantwortlichen am Dienstag bekannt.
«She Will» ist das Debüt der französisch-britischen Regisseurin Charlotte Colbert. Der Psychothriller erzählt die Geschichte von Veronica Ghent (Alice Krige), die sich, nachdem ihr beide Brüste amputiert wurden, zusammen mit ihrer Pflegerin Desi (Kota Eberhardt) nach Schottland zurückzieht.
Der Film ist als Galapremiere für die Sektion Fuori Concorso vorgesehen und wird am 5. August gezeigt; anschliessend sollen das Cast und die Regisseurin für Fragen zur Verfügung stehen.
«Sto minut iz zhizni Ivana Denisovicha» («100 Minutes») soll am 13. August das Programm auf der Piazza Grande bereichern, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Film stammt von dem russischen Regisseur Gleb Panfilow, der 1969 mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet wurde, damals für sein Debüt «V ogne broda net» («No Path Through Fire», 1968).
Panilows jüngstes Werk thematisiert das Leben von Iwan Denissowitsch Shukow; die literarische Figur gehörte zu jenen russischen Soldaten, die für die Sowjetunion gegen die Nazis gekämpft hatten und dann von Stalin in sibirische Arbeitslager verbannt wurden. Die Geschichte basiert auf der Erzählung «Ein Tag im Leben von Iwan Denissowitsch» von Alexander Solschenizyn, der 1970 dafür mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde.
Anfang Juli hatte das Locarno Filmfestival sein Programm bekannt gegeben, wonach insgesamt 203 Filme gezeigt werden sollen, darunter 97 Weltpremieren. Zwei weitere kommen nun hinzu. Die 74. Ausgabe des Filmfestivals findet vom 4. bis 14. August statt.
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«Monte Verità»-Weltpremiere und eine gesunde Rückkehr aus der Krise
Vom 4. bis 14. August steht die Piazza Grande in Locarno wieder im Zeichen des Films. Und wie - nach einer hybriden Ausgabe im letzten Jahr gehe das Locarno Film Festival gestärkt aus der Krise hervor, hiess es an der Programm-Medienkonferenz vom Donnerstag.
Kenneth Branaghs «Belfast» gewinnt beim Filmfest in Toronto
Das Nordirland-Drama «Belfast» von Regisseur Kenneth Branagh («Mord im Orient Express») ist der Siegerfilm beim 46. Toronto International Film Festival (TIFF). Das gaben die Leiter des Festivals, Joana Vicente und Cameron Bailey, am Samstagabend (Ortszeit) während einer Galaveranstaltung in Toronto bekannt. Die bewegende Coming-of-Age-Geschichte mit Caitríona Balfe und Jamie Dornan in den Hauptrollen begeisterte das Publikum der kanadischen Metropole, das traditionell an Stelle einer Jury den Gewinner wählt. Bei dem zehntägigen Filmfest konkurrierten in diesem Jahr über 130 Filme um die Gunst der Zuschauer.
Urs A. Furrer zeigt seine Kunst in der Heinzen-Kapelle
Die Heinzen-Kapelle bei St. Antönien hat wieder ihre Tore geöffnet. Der etwas andere Ausstellungsraum in einem alten Stall inmitten unberührter Natur besitzt heuer eine besondere Strahlkraft.
Mut zur Unperfektheit - «Neumatt»-Kostümbildnerin Damaris Eigenheer
Sie macht die innere Zerrissenheit der Figuren äusserlich sichtbar: Damaris Eigenheer hat für die SRF-Serie «Neumatt», die am Samstag am Zurich Film Festival Weltpremiere feiert, die Kostüme zwischen Businesswelt und Bauernhof kreiert.