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«Aus der Tiefe des Raumes musst du kommen!» So oder so ähnlich lautet der berühmte Spruch von FAZ-Korrespondent Karl-Heinz Bohrer an der EM 1972 über Günter Netzer. Aus der Tiefe des Raumes kam heute auch M’Baye Niang – ja zunächst sogar vom Seitenaus.
Sekunden vor seinem Treffer zum 2:0 gegen Polen stand Senegals Mittelstürmer noch neben dem Spielfeld, weil er sich kurz behandeln lassen musste. Dann ging es blitzschnell: Der Schiedsrichter winkte Niang genau in dem Moment wieder auf den Platz, als Polens Grzegorz Krychowiak unbedrängt einen Risikopass in Richtung des eigenen Torhüters spielte.
Der von den Polen völlig vergessen gegangene Niang roch das, übersprintete erst Jan Bednarek, umkurvte wenig später Polen-Goalie Wojciech Szczesny und schob cool zum 2:0 ein. Wie ein Hockey-Spieler, der gerade von der Strafbank kam! Die Polen erzielen kurz vor Schluss zwar noch den 1:2-Anschlusstreffer, dank Niangs «Hockey-Tor» holte Senegal aber trotzdem den ersten afrikanischen Sieg an dieser WM. (pre)
Der Captain des US-Frauenteams nimmt in einem CNN-Interview kein Blatt vor den Mund.
Megan Rapinoe, frisch gebackene Fussballweltmeisterin und Star des US-Frauenteams, trifft nicht nur auf dem Spielfeld ins Schwarze. Dies stellt sie in einem aktuellen Interview mit dem amerikanischen TV-Sender CNN unter Beweis.
Als der Moderator Anderson Cooper fragt, ob sie eine Nachricht für den US-Präsidenten Donald Trump habe, wendet sich die lesbische Sportlerin direkt in Richtung Kamera und kritisiert dessen Politik der Ausgrenzung:
Bekanntlich hatte der Captain des siegreichen Frauenteams …