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Seit den 1950er-Jahren anhaltende Wachstumsbeschleunigung in den Industrieländern. Vor allem gekennzeichnet durch den rasanten Anstieg des Energieverbrauchs.
An der Welt-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro 1992 beschlossener weltweiter Aktionsplan zur Lösung im 21. Jahrhundert anstehender Umwelt- und Entwicklungsprobleme. Sie formuliert Strategien und Lösungsvorschläge zu Armutsbekämpfung, Bevölkerungspolitik, zu Handel und Umwelt, zur Abfall-, Chemikalien-, Klima- und Energiepolitik, zur Landwirtschaftspolitik sowie zur finanziellen und technologischen Zusammenarbeit zwischen Entwicklungs- und Industrieländern.
Gut, vom dem niemand ausgeschlossen werden kann, jedoch nur begrenzt zur Verfügung steht.
Fischzucht in Meer- oder Seewasserkäfigen.
Unbeabsichtigt gefangene Fische und Meereslebewesen, die noch zu klein oder nicht wertvoll genug sind, um angelandet und verkauft zu werden. Grundschleppnetze mit kleinen Maschenweiten führen zu grossen Mengen an Beifang. Beifang wird meist direkt wieder über Bord geworfen, allerdings tot und damit gehen sie als Ressource verloren.
Auch Artenvielfalt: Vielfalt des Lebens auf der Erde, von der genetischen Vielfalt über die Vielfalt aller Tier- und Pflanzenarten bis hin zur Vielfalt der Lebensräume (Ökosysteme).
Der IWF und die Weltbank wurden 1944 in Bretton Woods (USA) gegründet und werden deshalb so bezeichnet. Beide Institutionen sind Sonderorganisationen der Vereinten Nationen.
Theorie, welche versucht Unterentwicklung von Ländern durch exogene Faktoren (anhaltende wirtschaftliche Abhängigkeit der Kolonien von den ehemaligen Mutterländern) zu erklären.
Ausbreitung von Wüsten in Trockengebieten infolge menschlicher Über- und Fehlnutzung.
Bezeichnet die grossen Unterschiede in den Zugangsmöglichkeiten zu Telekommunikations- und Informationstechnologien sowie zum Internet zwischen und innerhalb der Länder und Regionen der Erde.
Vermögensanlagen durch einen ausländischen Investor.
Staatliche Beiträge an die Schweizer Landwirte. Damit werden Landschaftspflege) und ökologischer Anbau abgegolten.
Kosten, die in der Produktion oder beim Konsum entstehen, im Marktpreis aber nicht enthalten sind. Dadurch werden sie von den Verursachern nicht abgegolten und auf die Allgemeinheit und die Umwelt abgewälzt.
Form der industriellen Massenproduktion. Mengeneffekte, Standardisierung bei Bauteilen und der Abläufe bringen grosser Einsparungen, aber die einzelnen Arbeiter machen nur noch wenige Handgriffe.
Prozess, der etwas in kleinere Teile zerlegt. In Rahmen der Globalisierung sind teilende Prozesse gemeint. Das Gegenteil von Fragmentierung ist die Homogenisierung.
Durch die Globalisierung rückt die ganze Welt zusammen, zu einem Dorf. Beziehungsnetze sind heut weltumspannend, früher das ländliche Dorf umspannend.
Globalisierung umfasst sowohl homogenisierende wie auch fragmentierende Prozesse und prägt zunehmend unsere Alltagswelt.
Von Glokalisierung spricht man, wenn globale Ideen lokal umgesetzt werden oder wenn etwas Lokales zum globalen Allgemeingut wird.
Vorgelagerter Energieverbrauch, der für die Her- und Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen benötigt wird. Z.B. beim Bau von Häusern, der Produktion von Maschinen u. ä.
Beachtliche Produktionssteigerung in der Landwirtschaft in den Sechzigerjahren durch hochertragsreichen Saatgutes, künstliche Bewässerung, Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln.
Wohlstandsindikator für Länder. Wird seit 1990 jährlich von der UNO veröffentlicht.
Homogenisierung meint homogenisierende Prozesse im Rahmen der Globalisierung. Z.B. die Ausbreitung von westlichen Werten über die ganze Welt.
Bezeichnet die Ausbreitung von Industrie und Gewerbe in einer Volkswirtschaft auf Kosten der Landwirtschaft und des Handwerks.
Durch technische Innovationen ausgelöster gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Europa.
Bezeichnet die Schattenwirtschaft, die staatlich nicht erfasst wird und daher auch keine Steuern einbringt Für Entwicklungsländer ist dieser Sektor überlebenswichtig.
Internationaler Währungsfond
Im Vergleich zu einem anderen Land oder einer anderen Region kann eine Ware oder eine Dienstleistung günstiger zur Verfügung gestellt werden. Gegenseitige komparative Kostenvorteile machen Handel sinnvoll.
Kostenwahrheit herrscht, wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung alle verursachten Kosten inklusive der externen Kosten von Gesellschaft und Umwelt deckt.
Labels sind Produkte-Kennzeichnungen, die die Konsumenten über besondere Qualitäten der Produkte informieren. Labels sind verbreitet zur Kennzeichnung von ökologischen oder sozialverträglichen Produkten.
Schlanke industrielle Produktion erreicht durch kurze Produktezyklen und geringe Lagerbestände, eine grosse Produktpalette und in kleinen Teams organisierte Produktion.
Lifestyle of Health and Substainability (Lebensstil für Gesundheit und Nachhaltigkeit). Abkürzung für eine Konsumentengruppe, die durch gezielten Konsum Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern.
Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe: wird in der Schweiz seit 2001 erhoben. Die Abgabe ist von Warengewicht, Distanz und Schadstoffausstoss abhängig. Verbessert die Kostenwahrheit nach dem Verursacherprinzip.
Microfiance ist ein neuerer Ansatz der Entwicklungspolitik. Dabei werden durch Organisationen (Banken) Kleinkredite, Sparbücher oder Versicherungen auch Bevölkerungsschichten zur Verfügung gestellt, welche von herkömmlichen Banken nicht bedient werden.
Theorie, welche versucht Unterentwicklung von Ländern durch endogene Faktoren (traditionelle Verhaltensweisen, Einstellungen) zu erklären.
Engl. sustainable development: steht für eine Entwicklung, die gewährleistet, dass die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse zu beeinträchtigen. Die Anliegen der Umwelt, der Wirtschaft und der Gesellschaft bilden die gleichberechtigten Dimensionen der Nachhaltigkeit (Nachhaltigkeitsdreieck).
Haltung, die eine möglichst von staatlichen Eingriffen befreite Marktwirtschaft will. Zölle, Subventionen, Umweltauflagen etc. sind verpönt.
Nichtstaatliche oder Nichtregierungsorganisationen: vom Staat unabhängig, decken Missstände auf, meist nicht profitorientiert. Sie arbeiten oft länderübergreifend und haben z.T. grosse Bedeutung erlangt: z. B. der WWF, Greenpeace, Amnesty International oder Medecins sans frontieres.
Güter, von deren Nutzung niemand ausgeschlossen werden kann und bei denen keine Rivalität entsteht. Öffentliche Güter sind z.B. Frieden, Dämme oder Strassenbeleuchtung.
Der ökologische Fussabdruck (Footprint) misst die Fläche, die notwendig ist, um den Lebensstil eines Menschen oder eines Staates dauerhaft zu ermöglichen. Er schliesst Flächen ein, die zur Produktion der Kleidung, Nahrung und Energie, aber auch zum Abbau des erzeugten Mülls oder zum Binden des freigesetzten Kohlendioxids benötigt werden.
Schutzmassnahmen für die eigene nationalen Wirtschaft: z.B. Einfuhrzölle oder Subventionen für einheimische Produkte.
Unter einer Ressource wird ein materielles oder immaterielles Gut verstanden. Meistens werden darunter Rohstoffe, Geld, Boden, Energie oder Zeit verstanden.
Produkt aus der Eintretenswahrscheinlichkeit und dem zu erwartenden Schadensausmass.
Wir haben Risiken geschaffen, die zeitlich und räumlich grosse Auswirkungen haben können, wie z. B. Atomenergie, Ozonloch, Klimaveränderung. Wir sind nicht nur eine Konsumgesellschaft, sondern auch eine Risikogesellschaft.
Bewusster Konsum, der durch viele kleine Schritte eine grosse Wirkung zeigen soll. Strategische Konsumenten entscheiden sich bei gleicher Funktion in der Regel für die umwelt- und sozialverträglichere Alternative und sind bereit, dafür einen Aufpreis zu bezahlen.
(Nahrungsmittel-)produktion für den eigenen Gebrauch, selbständige Bau- und Reparaturarbeiten, u.ä.
Maximale Bevölkerungsanzahl eines Gebietes, deren Ernährung und Lebensstandard durch Natur und Umwelt langfristig ermöglicht wird.
Unternehmung mit Niederlassungen in verschiedenen Ländern. Reagieren flexibel auf veränderte Markt-, Umwelt- und politische Bedingungen, tätigen grosse Direktinvestitionen, sind dadurch sehr einflussreich und ein zentrale Dimension der Globalisierung.
Trio der drei einflussreichen Grossräume Nordamerika, Japan und Europa. Sie kontrollieren den grössten Teil der Finanzen, Produktion und des Handels.
Trittbrettfahrer optimieren ihr Verhalten zu Lasten aller. Bsp.: Fahren mit einem Auto mit grossem Benzinverbrauch, wobei die externen Kosten zu Lasten aller und der Umwelt gehen.
Zusammenschluss von 193 Nationen zur Sicherung des Weltfriedens, der Einhaltung des Völkerrechts, des Schutz der Menschenrechte und der Förderung der internationalen Zusammenarbeit.
Gesamte Wassermenge, welche zur Erzeugung eines Produktes direkt und indirekt aufgewendet wird. Man unterscheidet „grünes virtuelles Wasser“ (Niederschlag) und „blaues virtuelles Wasser“ (künstliche Bewässerung).
153 Nationen regeln ihre Handels- und Wirtschaftsbeziehungen gemeinsam. Es geht v.a. um den Abbau von Handelsschranken. NGO’s attestieren der WTO neoliberale Ausrichtung, die nicht sozial- und umweltverträglich ist. Gleichzeitig geht es auch um den weltweiten Schutz des geistigen Eigentums (Urheberrecht).
Bieten Waren und Dienstleistungen für Kunden des Umlandes an. Je grösser dieses Angebot, desto höher ist seine Zentralität.
Im ökonomischen Sinne sind die Zentren des Wirtschaftsgeschehens die Industrieländer, wo Endprodukte aus Rohstoffen (aus der Peripherie) oder Halbfertigprodukten (aus der Semiperipherie) hergestellt werden bzw. die Kontrolle über den Herstellungsprozess ausgeübt wird. In den Zentren befinden sich also auch die Schaltzentralen der globalen Wirtschaft. Praktisch alle grossen Transnationalen Unternehmungen (TNU) haben ihre Hauptsitze in Industrieländern bzw. im Zentrum oder anders ausgedrückt in Ländern der Triade.
Schaltstelle der ökonomischen Entscheide mit globaler Reichweite. Es sind Orte und Regionen die als Gewinner der Globalisierung bezeichnet werden können. Z.B. New York, Zürich.
Dienstleistende Orte und Regionen für die globalen Orte. Liefern Rohstoffe, Manpower und sind wegen grossem Konkurrenzdruck von den globalen Orten abhängig. Man bezeichnet diese Regionen als Scheingewinner, da sich ihre Situation schnell wieder verschlechtern kann, was ein Rückfall in die neue Peripherie bedeuten würde.
Ausgegrenzte Mehrheit der Weltbevölkerung. Dreifach benachteiligt: als Arbeitskräfte werden sie nicht benötigt, als Konsumenten sind sie nicht interessant, ihre Produkte sind nicht gefragt und werden von Billigstprodukten aus den globalisierten Orten verdrängt. Z.B. zentrales Afrika.