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Eigentlich ging es vor Gericht nur darum, ob Prinz Harry (39) bei Englandbesuchen Polizeischutz bekommt oder nicht. Jetzt aber tauchten neue Vorwürfe auf, die der Herzog von Sussex macht: Wurden er, seine Frau Meghan (42) und die Kinder zum Auswandern gezwungen?
Vor dem Londoner High Court war bei der Anhörung weder der Herzog noch die Herzogin von Sussex persönlich anwesend. Harrys Anwältin Shaheed Fatima verlas eine Erklärung im Namen des Prinzen. Laut BBC hieß es darin: "Es war für uns beide sehr traurig, dass meine Frau und ich uns gezwungen sahen, von dieser Rolle zurückzutreten und das Land im Jahr 2020 zu verlassen."
Prinz Harry: "Großbritannien ist meine Heimat"
Anfang Januar 2020 hatten Harry und Meghan erklärt, als hochrangige Mitglieder der Königsfamilie zurücktreten zu wollen. Sie gaben an, arbeiten zu wollen, um "finanziell unabhängig zu werden". Am 18. Januar teilten Queen Elisabeth II. und der Buckingham-Palast mit, dass Harry und Meghan vom 20. März an auf die Nutzung des Titels "Königliche Hoheit" freiwillig verzichten würden. Im Februar untersagte die Königin Harry und Meghan die Nutzung des Markennamens Sussex Royal, den die beiden erfunden hatten, um über diese Plattform Produkte und Dienstleistungen anzubieten und damit Geld zu verdienen. Der Beginn der Verwerfung mit dem Königshaus, die dazu führte, dass Harry und Meghan in Interviews, Büchern und der Netflix-Doku jede Menge schmutzige Wäsche wuschen.
Das britische Innenministerium verwehrte Harry danach bei Englandbesuchen den Polizeischutz, der den anderen Royals zuteil wird. Das wiederum empfand Harry aus Sicherheitsgründen bedenklich und klagte. In der von der Anwältin verlesenen Erklärung stellte Harry fest: "Großbritannien ist meine Heimat." Er wolle, dass sich seine Kinder dort genauso wohlfühlten wie an ihrem jetzigen Wohnort in den USA. Das gehe aber nicht, "wenn es nicht möglich ist, sie auf britischem Boden zu schützen".
Prinz Harry machte sich Sorgen um seine Frau Meghan
Zudem räumte Harry in der Erklärung ein, dass er sich auch Sorgen um seine Frau Meghan gemacht hätte, weil sie wiederholt von den Boulevardmedien angegangen worden sei. Aufgrund der mangelnden Sicherheitsunterstützung hätten sich er und Meghan zu ihrer "großen Trauer gezwungen gefühlt, das Land im Jahr 2020 zu verlassen". Der Umzug zunächst nach Kanada und dann in die USA sei daher keine freie Entscheidung gewesen.
James Eadie, der das Innenministerium in dem Prozess vertritt, argumentierte dagegen vor Gericht, die eingeschränkte Schutzzusage für Prinz Harry sei auf die "Veränderung seines Status" zurückzuführen, die der Prinz selbst herbeigeführt habe.