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***** Bereits Natasha St-Pier hat die schwierige "Mourir demain"-Problemstellung in einem ebenfalls "Mourir demain" titulierten Werk süffig (ein Spürchen zu süffig) abgehandelt. Somit ist es Ehrensache, dass auch der auf dickflüssige Sujets abonnierte Michel Sardou die Gestaltung der letzten geniesserischen Momente vor dem finalen Ableben als musikalisch umzusetzende Problemstellung thematisiert. Insbesondere wird die Erwartungshaltung in Bezug auf den letzten Tanz, inkl. dessen Begleitintonation, angesprochen. Das in choraler Weise begleitete Werk vermag zu gefallen; ein besonders gelungenes Element stellt das initial suggerierte hastige Ticken eines Weckers dar, welcher wohl als Symbol für das nur noch beschränkt zur Verfügung stehende Zeitbudget interpretiert werden darf. Eine klare 5.
****** Dass Michel Sardou auch schwermütige Themen mit dem ihm eigenen Bombast abhandeln kann, ohne sie ihrer Nachdenklichkeit zu berauben, demonstriert er in diesem stimmgewaltig performten Midtemposong. Die textliche Komponente, einen Vergleich mit Chanson-Schnuckel Natasha inklusive, hat mein Vorredner bereits treffend gewürdigt. Ich beschränke mich drum im Folgenden auf die Verdankung des engagierten, zur Individualität des Werks beitragenden Gospel-Chörchens, welches die Glückseligkeit des melancholisierenderweise finalen Tanzerlebnisses hervorhebt ("Keep on living and keep on dancing"]. Live ganz besonders stark! Dernière édition: 08.05.2007 00:28