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Wasserqualität
Pestizide in den Walliser Gewässern
Die Dienststelle für Umwelt und der Bund überwachen laufend die Wasserqualität des Grundwassers, der Rhone und kleinerer Flüsse im Wallis als Grundlage für einen nachhaltigen Gewässerschutz. Pestizide können sowohl im Grundwasser als auch in der Rhone und anderen Flüssen nachgewiesen werden. Die aktuell gemessenen Konzentrationen sind für den Menschen ungefährlich, beeinträchtigen jedoch die Biodiversität in den Gewässern.
Pestizide in der Rhone
Am Zufluss zum Genfersee analysiert die DUW das Wasser der Rhone ganzjährig auf 116 Pestizide. 2019 wurden 16 Stoffe bei der Untersuchung nachgewiesen. Zwar können die Pflanzenschutzmittel über das ganze Jahr gemessen werden, die umweltrechtlichen Grenzwerte werden jedoch nur in Ausnahmefällen und kurzzeitig überschritten. Die Mengen an gemessenen Pestiziden hat in den letzten Jahren laufend abgenommen. Die Wasserqualität der Rhone kann in Bezug auf Pestizide als gut eingestuft werden.
Pestizide in anderen Oberflächengewässern
Seit mehreren Jahren führt die DUW Untersuchungen zu Pflanzenschutzmitteln und anderen Mikroverunreinigungen in kleineren Flüssen durch (Lienne, Kanal von Uvrier, Stockalperkanal, Morge). Die in den Jahren 2017 bis 2020 gefundenen Konzentrationen von Pestiziden im Wasser lagen regelmässig über den gesetzlichen zulässigen Grenzwerten. Die Überschreitungen betreffen hauptsächlich Herbizide, insbesondere Glyphosat und sein Abbauprodukt AMPA. Die höchsten Konzentrationen werden bei Proben im Frühjahr (März, April und Mai) beobachtet, die den Hauptbehandlungszeiträumen der Pflanzen entsprechen. Wo sowohl Mikroverunreinigungen aus der Landwirtschaft als auch aus den häuslichen Abwässern in die Flüsse gelangen, ist die Wasserqualität schlecht bis mittelmässig. Ansonsten wird die Qualität der Flüsse als mittelmässig bis gut eingestuft. Die Massnahmen, die in der Landwirtschaft eingeleitet wurden, führen zu einer leichten Senkung der Pestizidkonzentrationen, die sich langsam positiv auf die Qualität des Wasser auswirkt.
Pestizide im Grundwasser
Im Grundwasser untersucht die DUW mehr als 60 verschiedenen Pestizide. Bislang wurden mit Ausnahme des Chlorothalonils keine Grenzwertüberschreitungen bei Pestiziden im Grundwasser gefunden. Der Einsatz von Chlorothalonil ist seit 1. Januar 2020 verboten. Seit November 2019 wurden 61 Piezometer auf das Fungizid Cholorthalonil und seine Abbauprodukte geprüft. In 25 von 61 analysierten Piezometern wurde der Stoff nachgewiesen. (siehe Medienmitteilung vom 17.08.20). Ausser Chlorothalonil, wird die Qualität des Grundwassers im Wallis wird derzeit nicht primär vom Einsatz von Pestiziden beeinflusst (Ausnahme: Chlorothalonil), sondern von Altlasten aus Deponien und der Industrie.
Resultate der Probenahme-Kampagnen 2019-2020
|Pflanzenschutzmittel|
|Pflanzenschutzmittel (ohne Chlorothalonil)|