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Der Ausdruck Demenz kommt vom lateinischen "de mens" und bedeutet "entgeistigt". Man versteht darunter den fortschreitenden Verlust von einst vorhandenen geistigen, intellektuellen, handwerklichen und sozialen Fähigkeiten, der durch einen Abbauprozess oder eine Schädigung des Hirngewebes verursacht wird. Früher sprach man oft auch von "Arterienverkalkung". Dieser Begriff deckt aber nur einen Teil der bekannten Formen der Demenz ab.
Die häufigste Ursache von Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Diese ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer (1864-1915) benannt, der den degenerativen Prozess (Absterben von Nervenzellen im Gehirn) 1907 das erste Mal beschrieben hat. Die Ursache ist noch immer weitgehend unbekannt. Ein Niacinmangel kann zu Demenz führen.
Neben Alzheimer ist die Vaskuläre oder Multiinfarkt-Demenz häufig. Bei dieser Form der Demenz wird das Hirngewebe durch eine mangelhafte Blutversorgung über die Hirngefässe geschädigt. Zu den restlichen, relativ seltenen Demenzformen gehören die Parkinsonsche Krankheit, die Picksche-Krankheit, die Chorea Huntington-Krankheit sowie die Creutzfeld-Kakob-Krankheit. Letztere ist in der letzten Zeit im Zusammenhang mit der Prionenproblematik bei Rindfleisch in aller Munde.
Demenz ist vorwiegend ein Problem der älteren Bevölkerung. Nur etwa 2-3 % der Patienten haben das 65. Lebensjahr noch nicht erreicht. Man nennt diese Gruppe präsenile oder Vorpensionsalter-Patienten. Nach dem 65. Lebensjahr verdoppelt dich der Anteil der betroffenen Patienten etwa jeweils mit 5 Jahren Alterzunahme. Bei den Neuzigjährigen geht man von einem Anteil von etwa 40 % aus.
Die Gesamtzahl der Patienten in der Schweiz wird auf etwa 80'000 geschätzt.