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Der Netzwerkkomponentenhersteller Brocade sucht in aller Stille nach einem Käufer für das Unternehmen, wie das 'Wall Street Journal' aufgrund der Aussagen von Insidern berichtet. Zu den Unternehmen, die Interesse gezeigt haben, sollen HP und Oracle gehören.
Brocade scheint aber vor allem den Markt zu sondieren und führt noch keine konkreten Verhandlungen. Ob es tatsächlich zu einem Verkauf kommt, steht noch in den Sternen. Gegen einen Verkauf dürften vor allem die vielen OEM-Partnerschaften von Brocade sprechen. Brocade kann, als unabhängiger Player, viele untereinander konkurrierende Hardwarehersteller, darunter HP, Dell, IBM und Sun, mit Netzwerkkoponenten beliefern, welche von diesen weiterverkauft werden.
Seit der Übernahme von Foundry
Ende 2008 stellt Brocade auch Ethernet-Netzwerkkomponenten her, vor allem aber ist das Unternehmen nach einer langen Konsolidierungsphase ab dem Jahr 2000 der letzte, nicht zu einem IT-Riesen gehörende grosse Hersteller von Switches für Fibre-Channel-Speichernetzwerke. Die meisten Konkurrenten wurden letztlich durch Übernahmen von Brocade geschluckt. Der einzige grössere Konkurrent auf diesem Gebiet ist nun Cisco.
Cisco ist denn auch der eine grosse Hardware-Konzern, der wohl nicht als Käufer in Frage kommt, da die Wettbewerbshüter dies kaum zulassen würden. Viele andere IT-Konzerne könnten dagegen durchaus an einer Übernahme interessiert sein, da in den Rechenzentren Netzwerk- und Serverinfrastruktur tendenziell zusammenwächst und auch immer öfter als Gesamtpaket verkauft wird. (hjm)