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Nur noch Zug fahren — Fliegen ist Vergangenheit: Zu dieser Einschätzung käme der Flugzeugbauer Boeing, erwiese sich der Softwarefehler als nicht behebbar, der zwei Maschinen des Typs 737 Max zum Absturz brachte. Natürlich würde dies nicht so kommuniziert – nein! An einer Medienkonferenz erklärte man, die Firma wolle von nun an schlicht ökologische Verantwortung übernehmen. Und das sei halt eben mit den Flugzeugen nicht vereinbar gewesen – der CO2-Emissionen wegen. Darum setze man künftig auf Züge.
Ob dieser neuen Konkurrenz treiben sämtliche Zughersteller ihre Werke zu Höchstleistungen an. Es entstünde eine neue Generation schnellerer, ruhigerer und günstigerer Hochgeschwindigkeitszüge. Mitgerissen von der Bahneuphorie führten Staaten eine Flugsteuer ein und modernisierten mit den Einnahmen das Bahnnetz. Unter der Beringstrasse würde ein Eisenbahntunnel gebohrt. Der Traum einer transpazifischen Strecke für Hochgeschwindigkeitszüge würde endlich Wirklichkeit.
Und so stünde man zu Beginn der Sommerferien mit vollgepacktem Rucksack im Hauptbahnhof – in der Hand ein Zugticket nach San Francisco. In mehreren Etappen ginge es im Schlafwagen mit 600 Kilometern pro Stunde in Richtung Osten. Über das Uralgebirge, durch Sibirien bis nach Alaska. Und während sich der Zug der Rocky Mountains entlang schlängelte, erinnerte man sich an die Unzulänglichkeiten der Fliegerei – mit einem Campari Soda in der Hand und den Blick auf das Wolkenmeer gerichtet.