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Nach Angaben des kanadischen Künstlers Timothy Paul Schmalz soll die Statue mit dem Titel «Advent» ein Symbol der Schönheit, eine Feier des neuen Lebens und ein mutiges Pro-Life-Statement in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten sein.
Schmalz war bei der Einweihungsfeier zusammen mit dem Erzbischof von Washington, Kardinal Wilton Gregory, und dem kanadischen Kardinal Marc Ouellet anwesend. Gregory betete und erteilte der Statue und den Anwesenden bei der Einweihung einen besonderen Segen.
Gregory lobte das Denkmal mit den Worten: «‹Advent› geht als schwangere Madonna über die Bronze hinaus und offenbart eine tiefere Bedeutung, tiefere Wahrheiten über Gott und über uns und seine Liebe zu jedem von uns, die wir nach seinem Bild und Gleichnis begnadet sind.»
Die Statue ist ganz aus Bronze, mit Ausnahme des Schosses der Gottesmutter, der aus reflektierendem Edelstahl besteht. Die Jungfrau und Mutter umfasst liebevoll ihren Schoss, in dem Jesus als ungeborenes Kind dargestellt ist. Die Muttergottes ist mit ruhiger und friedlicher Miene dargestellt, während sie das Jesuskind in ihrem Schoss hält. Der Stahl, den Schmalz als «mystisches Material» bezeichnet, bildet eine Art Heiligenschein um das ungeborene Kind.
«Die Hoffnung bei dieser Skulptur ist, ein dauerhaftes, physisches Symbol zu schaffen, das ‹Ja› zum Leben sagt, dass das Leben grossartig ist», sagte Schmalz gegenüber CNA, der englischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch. «Dass sie hier in der Hauptstadt steht, ist ein starkes Statement. Es sagt, dass wir alles menschliche Leben feiern müssen und dass alles menschliche Leben grossartig und wunderbar ist, und es ist mystisch.»
Eine Pro-Life-Skulptur zu entwerfen sei wie das Lösen eines Rätsels, sagte Schmalz. Jahrelang habe er darüber nachgedacht, wie er etwas schaffen könnte, das eine mutige Pro-Life-Botschaft aussenden könnte, die nicht nur «den Horror der Abtreibung» zum Inhalt hat.
«Die Idee ist sehr schwierig in einer Gesellschaft, die sich, wie Papst Johannes Paul II. sagte, in einer Kultur des Todes befindet», sagte Schmalz. «Eine Skulptur für das Leben im Zentrum von Washington, D.C., aufzustellen, ist also in gewisser Weise eine friedliche Waffe, um zu überzeugen.»
Durch die Aufstellung des Denkmals an einem stark frequentierten, öffentlichen Ort in Washington, D.C., hofft Schmalz, dass seine Statue nicht nur Lebensschützer anspricht, sondern auch die Herzen von Nichtgläubigen und sogar von Abtreibungsbefürwortern berührt.
«Im Idealfall kommen Leute hierher, die vielleicht nicht ganz sicher sind, wie sie zur Abtreibung stehen, aber sie sehen sich die Statue an und sagen: ‹Ich muss sagen, diese Skulptur ist wunderschön.› Und wenn sie sagen, dass die Skulptur wunderschön ist, dann ist auch das, was sie ausdrückt, wunderschön», sagte Schmalz. «Wenn sie einen Menschen berührt, dann hat sie ihre Aufgabe erfüllt.»
Für Schmalz ist jede von ihm geschaffene Skulptur eine Form des Gebets, die eine bestimmte Funktion erfüllt. Als katholischer Künstler glaubt er, dass es bei der Arbeit gläubiger Künstler darum geht, «sichtbare Botschafter» des Glaubens zu schaffen, um «in einer Kultur, die versucht, das Christentum zu entfernen», Zeugnis abzulegen.
Was sein Denkmal für das Leben betrifft, so sendet die Darstellung der Madonna als junge, schwangere Frau eine sehr bewusste Botschaft: «Wenn man sich anschaut, wie viele positive Lebenssymbole es gibt, wie zum Beispiel Gemälde von schwangeren Frauen oder einer neuen Familie, werden sie immer seltener», sagte Schmalz. «Ich habe in den letzten zehn Jahren festgestellt, dass wir weniger Babys, weniger Kinderwagen und weniger Symbole in diesem Zusammenhang sehen. Unsere Kultur war früher voll davon. Aber jetzt ist es absolut minimalistisch geworden.»
Dieser kulturelle Wandel hat nach Ansicht von Schmalz dazu geführt, dass viele junge Frauen glauben, ein Kind zu bekommen sei etwas Negatives, vor dem man sich fürchten müsse. Das Ergebnis dieser lebensfeindlichen Mentalität, so Schmalz, hat verheerende Auswirkungen auf die Gesellschaft.
«Papst Franziskus sagte, wir sollten aufhören, Haustiere zu haben, und anfangen, Babys zu bekommen», sagte Schmalz. «Elon Musk hat im Grunde dasselbe gesagt, nämlich dass wir in ernsten Schwierigkeiten stecken, wenn wir keine Babys haben.»
«Wir müssen das menschliche Leben feiern, und das ist es, was diese Skulptur ausdrücken will», erklärte Schmalz.
Schmalz ist einer der bekanntesten katholischen Künstler der Gegenwart. Seine Werke werden in der ganzen Welt ausgestellt, von seinem Werk «Angels Unawares», das Einwanderer im Vatikan zeigt, über seinen «Homeless Jesus» im Heiligen Land bis hin zu einer Vielzahl anderer religiöser und nicht-religiöser Werke in den USA und darüber hinaus.
Eine kleinere Version des «National Life Monument» ist auch in der Kirche San Marcello al Corso in Rom zu sehen. Laut der Webseite für die Statue plant Schmalz, lebensgrosse Kopien des «National Life Monument» in jedem Bundesstaat der USA aufzustellen.
Ein zweiter Abguss von «Angels Unawares» ist auf dem Campus der Catholic University of America zu sehen.
Pater Daniel Moore, der Obere der US-Provinz der Sulpizianer, der die Einweihungszeremonie leitete, erklärte, er hoffe, dass die Statuen von Schmalz den Menschen die Heiligkeit des Lebens und die Verpflichtung, schwangeren Frauen, Müttern und anderen Bedürftigen zu helfen, vor Augen führten.
Schmalz, so Moore, «nutzt seine Gabe der Bildhauerei, seine Kunstfertigkeit, so wie es die Steinmetze taten, als sie die grossen Kathedralen bauten, und dann die Glasmalereien in den Kathedralen. Sie sind zu Mitteln geworden, um uns Gottes Botschaft zu vermitteln, Gottes Liebe zu uns, die Geschichte, wie sehr wir von Gott geschätzt werden.»
Originalbeitrag auf CNA Deutsch
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