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Quelle: Corinne Kirchhofer
Die finnische Band Sunrise Avenue kann auf eine erfolgreiche Karriere mit zahllosen Gold- und Platinauszeichnungen zurückblicken. Der Weg nach oben war aber alles andere als leicht.
Blickt man heute auf den Erfolg von Sunrise Avenue, so ist es schwer zu glauben, dass die Finnen satte 101 Absagen von Managern und Plattenlabeln erhielten, bevor sie einen Vertrag bekamen. Das erste Album “On the Way to Wonderland” produzierte Sunrise Avenue deshalb ohne ein Plattenlabel im Rücken, was nur möglich war, weil ein Freund sein Haus verkaufte um ihnen die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen zu können.
2005 unterschrieb die Band schliesslich einen Vertrag bei Bonnier Amigo Music Group für den finnischen Markt, im folgenden Jahr bei der EMI Group. 2006 zahlte sich die harte Arbeit aus, als das Debutalbum “On the Way to Wonderland” endlich erschien. Der darauf enthaltene Song “Fairytale Gone Bad” verhalf der Band zum internationalen Durchbruch. Noch im selben Jahr spielten Samu Haber (Gesang, Gitarre), Raul Ruutu (Bass), Sami Osala (Schlagzeug), Jukka Backlund (Keyboard) und Janne Kärkkäinen (Gitarre) ihre ersten Konzerte ausserhalb von Finnland. Das Debutalbum verhalf der Band zu zahllosen Auszeichnungen und bescherte ihnen in mehreren Ländern Gold.
2007 verliess Janne aufgrund persönlicher und musikalischer Differenzen die Band und wurde durch Riku Rajamaa ersetzt. Nur ein Jahr später entschied Jukka, dass er sich von nun an voll auf seine Karriere als Produzent konzentrieren möchte. Seither wird Sunrise Avenue bei Auftritten von Osmo Ikonen als Live-Keyboarder unterstützt.
Da das zweite Studioalbum “Popgasm” (2009) nicht so ganz an den Erfolg des Debutalbums anschliessen konnte, war der Druck für das dritte Album sehr hoch. “Ihr braucht einen Hit”, lautete die Devise. Die Plattenfirma schickte Sänger Samu für drei Wochen nach Los Angeles, damt er an neuen Songideen arbeiten konnte. Doch nichts davon schien sich nach Sunrise Avenue anzufühlen. Erst am letzten Abend in der amerikanischen Stadt kam dem blonden Frontmann die Idee zu „Hollywood Hills“. Die Plattenfirma zeigte sich skeptisch, doch Haber glaubte an den Song. Zu Recht, denn die Single schlug genauso ein wie „Fairytale Gone Bad“.
2013 bekam die Band neuen Aufwind, als Samu zum ersten Mal als Coach bei „The Voice of Germany“ auf einem der roten Stühle sass. Schnell entpuppte sich der charismatische Finne als wahrer Publikumsliebling. Im selben Jahr erschien auch das Album “Unholy Ground” und im folgenden Jahr spielte Sunrise Avenue zum ersten Mal vor ausverkauften Stadien und konnten diesen Erfolg bis heute aufrechterhalten.
Nachdem die Band anfangs 2016 eine erfolgreiche Orchestertour abschloss, für die sie ihre Songs komplett neu arrangiert hatte, nahm sie sich eine verdiente Auszeit. Die Bandmitglieder verfolgten eigene Projekte und nahmen sich Zeit für sich selbst, bevor sie sich im Oktober des letzten Jahres mit dem aktuellen Album “Heartbreak Century” zurückmeldeten.
Ganz nach dem Motto “Back to the Roots” tourten sie durch die Clubs Europas und schienen es zu geniessen, zur Abwechslung mal wieder kleinere Konzerte spielen zu können. Im März dieses Jahres kehrten sie allerdings zurück auf die grossen Bühnen. Dabei gastierten sie im Zürcher Hallenstadion und bewiesen mit einer gefühlvollen aber auch rockigen Show, dass sie sich auf den grossen Bühnen genauso zu Hause fühlen, wie in den kleineren Clubs. Die Auszeit tat den Rockern sichtlich gut, denn es scheint so, als hätten sie in der Zwischenzeit neue Energie getankt. Deutlich konnte man ihre gute Laune spüren und es war sowohl für das Publikum wie auch für die Band ein gelungener Abend in Zürich.