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Sie war im Februar 1986 eine der ersten SetzerInnen, die die WOZ anstellte, nachdem sich das Kollektiv in der berühmt-berüchtigten «Computerdebatte» dafür entschieden hatte, Computer anzuschaffen und die Satzproduktion selber zu machen. Daisy Sommer, familiär durch Druckereikenntnisse vorbelastet, schuf sich schnell einen Ruf für ihren präzisen und sorgfältigen Umgang mit Manuskripten, wozu auch das Entziffern kunstvoll verschnörkelter handschriftlicher Anmerkungen gehörte. Bald wurde sie Abschlussredaktorin, ein ebenso notwendiger wie zuweilen undankbarer und kontroverser Job, da es galt, den lockeren Umgang von RedaktorInnen mit Abgabeterminen und Textlängen im Zaum zu halten. Ebenso hat sie etliche WOZ-Bücher mit sicherem Sprachgefühl lektoriert. Viel zu selten sind Texte von ihr erschienen, elegant, gewitzt und kenntnisreich; insbesondere war sie eine eminente Krimispezialistin.
In späteren Jahren wirkte sie als Redaktorin im Onlinebereich und betreute die Politour und die LeserInnenbriefe, mit denen die WOZ ganz nah bei ihrem Publikum ist. Kaum ein Veranstaltungsort, den sie nicht kannte, keine Organisation, der sie nicht ein spannendes Thema zu entlocken vermochte. Auf Ende März, nach 32 Jahren Mitarbeit, beendet Daisy Sommer ihre Tätigkeit bei der WOZ. Wir danken herzlichst und wünschen Daisy weitere spannende Jahre, mit oder ohne Krimis.