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Am 23. Januar 1923 wurde der Verein nämlich im Hotel Palace in Mürren aus der Taufe gehoben – im Zimmer Nummer vier, genaugenommen, wie die Mürrener Tourismusverantwortliche Rachel Arkin zu berichten weiss.
Damals führende Skiläuferinnen wie Mabel Lunn, die Gattin von Skipionier Sir Arnold Lunn, gründeten den Verein, um auch selber Skirennen bestreiten zu können.
Ein Jahr zuvor wurde in Mürren das erste Slalomrennen nach heutigen Vorstellungen veranstaltet. Initiatoren waren Skibegeisterte Briten um Arnold Lunn. Teilnehmer waren mehrheitlich Männer.
Sikfahren war in der Schweiz ein Ferienvergügen britischer Elite
Der Ladie's Ski Club besteht noch heute. Er pflegt sein reiches Erbe und unterstützt britische Skirennfahrerinnen.
Zum 100-jährigen Jubiläum wurde in Mürren am Wochenende unter anderem ein Slalomrennen in Kostümen der 1920-er Jahre ausgetragen.
Skifahren war in der Schweiz zunächst ein Ferien-Vergnügen der meist britischen Upperclass. Doch auch Schweizer Frauen wollten mittun.
Zunächst mussten die Schweizerinnen aber hartes Brot essen: in zwei Wettkämpfen gegen die Britinnen in Mürren wurden sie regelrecht demontiert.
Niederlage gegen Britinnen führte zur Gründung eines Schweizer Frauen-Skiclubs
Die Schweizerinnen waren untrainiert und manche hatten erst am Vortag des Rennens zum ersten Mal in ihrem Leben einen Slalom gefahren.
Die zweite klare Niederlage führte schliesslich zum Entschluss, einen eigenen Schweizerischen Damen-Skiclub zu gründen.
Dieser bestand bis in die 1980-er Jahre hinein. Dem Verein gehörten viele international erfolgreiche Schweizer Skifahrerinnen an wie etwa Rösli Streiff oder Renée Colliard.