Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/2087

In der rund 300jährigen Geschichte dieser Kampfkunst hat die Wu Familie ihr eigenes einzigartiges Trainingssystem entwickelt. Daraus haben sich verschiedene Baji Stile entwickelt, welche bis in die heutige Zeit ausgeübt werden.
Baji wird nun schon in der siebten Generation unter dem heutigen Linienhalter Wu Lianzhi weitergegeben. Er ist Grossmeister und siebter Linienhalter des Wu Familien Baijiquan. Es avancierte 2008 zum erhaltungswürdigen Kulturgut.
Das traditionelle Baji dieser Familie wird auch Kaimen Bajiquan genannt. Kaimen heisst auf Chinesisch, «offene Türe», was sich unter anderem auf die Offenheit gegenüber anderen Kampfkünsten und ihren Trainingsmethoden bezieht.
Man sagt, dass Wu Zhong (1712-1812), der erste Meister welcher Baji unterrichtete, gleichzeitig auch die Kampfkunst Piguaquan gelehrt hat. Ab dem späten 18. zum frühen 19. Jahrhundert wurden aber diese beiden Systeme fortan getrennt unterrichtet.
Warum wurde gerade Baji so berühmt in China, ist es doch die Wiege von unzähligen anderen Kampfkünsten?
Der Grund dafür liegt in seiner Effizienz als Kampfkunst. Baji hat in seiner Geschichte viele Kämpfer hervorgebracht, welche als Bodyguards angeheuert wurden. Sowohl in der Qing Dynastie als Beschützer der königlichen Familie als auch in der neueren Geschichte Chinas bei Mao Zedong wurde auf Bodyguards mit Bajiausbildung gesetzt. In Taiwan für die Kuomintang unter Chiang Kaishek wurden Bajimeister als Ausbilder für die Armee angestellt. Das Bajitraining war zudem obligatorisch und in der militärischen Ausbildung integriert.
KÄMPFE NICHT AN GEGEN KRAFT,
NEHME SIE AUF UND LASS SIE FLIESSEN UND NUTZE SIE.
Yip Man