Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03502.jsonl.gz/2482

Menstruationsbeschwerden
Der weibliche Zyklus wird von zwei Hormonen reguliert, dem Östrogen sowie dem Progesteron, die beide in den Eierstöcken produziert werden. Östrogen sorgt in der ersten Zyklushälfte für den Schleimhautaufbau, sorgt so für die Fruchtbarkeit, ist aber auch für ein straffes, gut durchblutetes Bindegewebe zuständig, zur Abwehrlage vor Keimen und Bakterien in der Scheide notwendig und sorgt für eine gesunde Blasenfunktion.
Progesteron erhält in der der zweiten Zyklushälfte die Schleimhaut in der Gebärmutter und hilft bei der Einnistung des befruchteten Eis. Es schützt vor Zysten und Gewebeveränderungen in der Brust, hilft Fett in Energie umzuwandeln, fördert die Wasserausscheidung im Gewebe, strafft das Bindegewebe und beugt Venenbeschwerden vor.
Im Zusammenhang mit Nahrungs –und Umweltgiften, denen die Frauen der Industriegesellschaften heute bereits in der zweiten Generation ausgesetzt sind, kann dieses Gleichgewicht von Östrogen und Progesteron gestört sein. Es wird relativ gesehen zuwenig Progesteron ausgeschüttet, die Gebärmutterschleimhaut wird unter dem ungebremsten Östrogeneinfluss hoch aufgebaut und ist ohne hinreichende Stabilität.
Es kommt vermehrt zu starken Blutungen (Hypermenorrhoe), Dauerblutungen (Menorrhagien), verkürzten oder verlängerten Zyklen oder zum Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhoe).
Es entstehen die typischen prämenstruellen Beschwerden wie Brustspannen, Wassereinlagerungen, Depressionen und Gereiztheit oder eine sehr schmerzhafte Menstruation (Dysmenorrhoe).
Ganzheitliche Therapiemethoden:
Ernährungswissenschaftler vermuten, dass Fehlernährung mit einem zu hohen Anteil an tierischen Fetten und Eiweissen sowie ein Säure-Basen-Ungleichgewicht Schmerzen begünstigen. In einer Ernährungsberatung können wir eine Verbesserung ihres Stoffwechsels herbeiführen, wenn sie gewillt sind, ein paar Gewohnheiten fallen zu lassen und durch Neue zu ersetzen.
Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen und Mineralien ergänzt die Nahrungsumstellung in vielerlei Hinsicht, denn dadurch erst können wir Defizite spürbar ausgleichen und leere Depots wieder auffüllen. Dafür kann ich in der Praxis eine Blutlaboranalyse vornehmen und danach eine individualisierte Mikronährstoffmischung der Firma Hepart für Sie zusammenstellen.
Beschwerden rund um die Menstruation fordern Frauen heraus, sich mit dem Verhältnis zur eigenen Weiblichkeit ein wenig auseinanderzusetzen.
Was ist erstrebenswert daran, Frau zu sein? Wo stecken die Nachteile? Wie wurde das Vorbild Mutter erlebt, wie wurde sie von den männlichen Familienmitgliedern behandelt? Wie wurden Sie als Mädchen oder jetzt als erwachsene Frau in Ihren Beziehungen geschätzt und gewürdigt? Solche Denkanstösse können individuell präzisiert werden, indem wir zusammen ihren Körper selber befragen mittels einer Imaginationsübung.
Mit der therapeutischen Frauenmassage und Reflexzonen-Therapie sowie Schröpfen der dazu gehörenden Zonen können Schmerzen gelindert und die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und Giften stimuliert werden. Auch ihre Darmflora steht im Fokus, denn sie kann in ihrer Ausgewogenheit mehr zu ihrem Wohlbefinden beitragen, als sie vielleicht vermuten würden. Sehen Sie dazu den Artikel „Darm-Sanierung“ unter Methoden/Angebot.
Mit der Pflanzenheilkunde stehen uns unzählige Pflänzchen zur Verfügung, die einerseits schmerzhemmend, krampflösend, blutungsstillend, blutungsfördernd oder hormonregulierend wirken. Das Angebot ist riesig –Sie dürfen auslesen zwischen Teemischungen, Spagyrik-Sprays, Urtinkturen oder Homöopathischen Globuli.
Wir haben also eine ganze Bandbreite von natürlichen Möglichkeiten, ihren monatlichen Schmerzen effektiv zu begegnen, so dass Sie ihre Schmerzmittel bald in der Ecke stehen lassen können!
Quellenangaben: Dr.med. Heide Fischer, „Körperweisheit“, Dr.med. Susanne Römer, Weiterbildung Frauensache