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Menschenrechtsaktivisten wollen Ende Juni einen neuen Hilfskonvoi mit rund zehn Schiffen in den Gaza-Streifen entsenden. Mit von der Partie ist auch ein Schweizer Schiff mit Parlamentariern und Journalisten an Bord.
"Das Schweizer Schiff wird ungefähr in der letzten Juniwoche starten", sagte Anouar Gharbi, Präsident der Genfer Organisation "Droits pour tous", der Nachrichtenagentur SDA am Dienstag. Der Hafen, von dem das Schweizer Schiff auslaufen soll, stehe fest, werde vorderhand aber nicht publik gemacht.
Das Auslaufen der Gaza-Hilfsflotte war ursprünglich bereits im vergangenen Sommer geplant, wurde jedoch zur Sammlung weiterer Spenden um ein Jahr verschoben.
Rund 220 Schweizer Nichtregierungsorganisationen unterstützen das Projekt. Die Nationalräte Joseph Zisyadis (PdA/VD), Carlo Sommaruga (SP/GE) und Jean-Charles Rielle (SP/GE) haben laut Gharbi ihre Präsenz auf dem Schiff zugesagt.
Zudem werde eine 10-köpfige Delegation aus Deutschland mitreisen, sagte Gharbi, der auch Koordinator von "Save Gaza", der internationalen Kampagne zur Beendigung der israelischen Blockade von Gaza ist.
Spendengelder decken die Kosten
Ein Grossteil der Kosten für das Schweizer Schiff, auf dem rund 40 Personen Platz haben, seien mittlerweile durch Spenden zusammen gekommen. Mit dem Schiff sollen ungefähr 4000 Tonnen Hilfsgüter in den Gaza-Streifen gebracht werden.
"Free Gaza" hatte im vergangenen Jahr mit insgesamt sechs Hilfsschiffen versucht, die von Israel verhängte Seeblockade zu brechen. Bei einem Militäreinsatz der israelischen Armee wurde dabei Ende Mai 2010 neun türkische Aktivisten getötet.