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Sie fragen - Das Krebstelefonteam antwortet:
Diese Antworten sind eine allgemeine Stellungnahme. Sie können nicht die persönliche Beratung durch eine qualifizierte medizinische Fachperson ersetzen. Soweit in einem Beitrag bestimmte Ärzte, Ärztinnen, Behandlungseinrichtungen oder Produkte genannt werden, dient dies nicht der Werbung oder stellt eine Empfehlung dar, sondern ist lediglich als Hinweis auf weitere Informationsquellen zu verstehen.
Einige Fragen und Antworten wurden in eine andere Landessprache übersetzt. Sollten Fragen oder Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich bitte an die Fachberaterinnen vom Krebstelefon. Kostenlose Telefonnummer 0800 11 88 11 oder per E-Mail an <email-pii>
Frage von valentina caddeo:
Guten Tag,
ich möchte eine Frage zur Radiotherapie oder Strahlentherapie stellen. Mir ist bekannt, dass vor Jahren Familienangehörige nicht neben dem Patienten bleiben durften, wenn eine solche Therapie durchgeführt wurde. Mein Schwiegervater wurde kürzlich wegen eines Tumors an der Zunge operiert und erhält nun eine solche Therapie, und ich habe einen Jungen, der erst fünf Monate alt ist: Wie müssen wir uns verhalten?
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag valentina caddeo
Im Raum, in dem die Behandlung stattfindet, darf man sich nicht aufhalten. Nach einer Radiotherapie mit Strahlen von aussen oder einer Brachytherapie gibt Ihr Schwiegervater jedoch keine Radioaktivität ab und stellt deshalb weder für erwachsene Familienangehörige noch für seinen fünfmonatigen Enkel eine Gefahr dar.
Frage von claudiakatarina:
Meine Mutter ist an Peritonealkarzinose (Ovarialkarzinom Stadium IV) erkrankt. Auf eine intensive Chemotherapie und HIPEC-Operation im vergangenen Juli folgte die Behandlung mit Avastin. Weil sie aber geschwächt ist und eine aggressive Chemo hatte, leidet sie jetzt an einer akuten myeloischen Leukämie mit ungünstigem Chromosomenbefund. Es folgte eine Therapie mit Vidaza, erster Zyklus im Februar. Im März musste ich sie nach nur drei Injektionen wegen Okklusion und Erguss notfallmässig einliefern. Aufgrund des Ergusses und des CA-125-Werts von 200 sagte man uns, dass das Ovarialkarzinom wahrscheinlich fortschreite. Im Spital stoppten sie alle Therapien wegen ihres schlechten Zustands aufgrund der Okklusion, die sie nicht behandeln konnten. Anschliessend Überführung in ein Pflegespital, aber ich behalte die Hoffnung, dass man immer noch etwas machen kann, was ich in diesem Spital auch gesagt habe. Sie versuchen, sie zu stabilisieren, denn weder ich noch meine Mutter lassen uns entmutigen. Meine Frage ist, ob es eine weitere Massnahme gibt, um meine Mutter zu retten, denn alle Therapien gegen Krebs werden abgesetzt.
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag claudiakatarina
Viele Dank für Ihre Frage, die Sie über «Fragen an unsere Experten und Expertinnen» im Krebsforum der Krebsliga Schweiz gestellt haben.
In Ihrer Nachricht informieren Sie uns über den langen Weg der Krankheit Ihrer Mutter. Sie beschreiben ihre Erkrankung, den Eierstockkrebs mit seinen Komplikationen, und die durchgeführten Behandlungen. Sie sprechen aber auch von der Hoffnung, die Sie und Ihre Mutter haben, die Krankheit besiegen zu können. Sie suchen nach Behandlungsmöglichkeiten und fragen uns nach weiteren Massnahmen, um das Leben Ihrer Mutter zu retten. Wir bedauern Ihre Situation sehr, und wir haben volles Verständnis für Ihre Ratlosigkeit.
Die Krebsliga Schweiz ist keine medizinische Institution und kann deshalb keine Behandlungsratschläge abgeben oder ärztliche Gutachten erstellen. Stimmt es, dass Sie in Frankreich wohnen? Kennen Sie die Krebsliga oder UNICANCER in Frankreich? Diese Organisationen können Ihnen ein Zentrum in Ihrem Land empfehlen, Ihnen eine Adresse für eine ärztliche Zweitmeinung geben oder Sie einfach unterstützen.
Frage von lottchen:
Hallo.
Meine mutter (71 ) und ihre 2 jahr jüngere Schwester haben Brustkrebs. die beiden haben jetzt auch ihr blut gegeben für ein BRCA Gentest. sie haben noch eine ältere schwester ( 77) und bei ihr wurde in 1992 als vorsorge beide Brüste amputiert.
Soll ich jetz auch so ein Gentest machen lassen? Ich hab 2 töchtern v 12 u 7 jahren. Vielen dank für die Antwort.
Freundliche Grüsse
Lottchen
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag lottchen
Sie können sich entweder an den Facharzt/die Fachärztin, der/die Ihre Mutter und Ihre Tante genetisch untersucht und die dazugehörigen Laboranalysen veranlasst hat, oder an eine dieser Fachstellen zu wenden.
Einem Gentest gehen sorgfältige Vorabklärungen voran. Nach einem persönlichen Aufklärungsgespräch bleibt Ihnen noch Bedenkzeit, um die Vor- und Nachteile eines Gentests zu erwägen, sich mit dem Vater Ihrer Kinder oder mit einer anderen Vertrauensperson darüber auszutauschen und eine für Sie stimmige Entscheidung zu treffen.
Es gibt genetische Fachstellen, die psychologische Unterstützung im Umgang mit dem Verdacht auf ein genetisch bedingtes Krebsrisiko anbieten. Erkundigen Sie sich danach, falls Ihnen dieses Angebot nicht automatisch gemacht wird.
Von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr stehen Ihnen ausserdem die Fachberaterinnen des Krebstelefons 0800 11 88 11 beratend und unterstützend zur Seite.
Frage von erbo30:
Gibt es Studien über die Wirkung von Graviolakapseln gegen den Bauchspeichdrüsenkrebs?
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag erbo30
Die genaue Wirkungsweise vom Saftextrakt der Graviola ist nicht bekannt. Die Effekte wurden bisher nur in vitro, also im Reagenzglas nachgewiesen. Beim Menschen konnte der Effekt noch nicht getestet werden, weil die aktiven Substanzen aus dem Saftextrakt nicht wasserlöslich sind. Sie können somit nicht zum Tumor gelangen. Wissenschaftlich ist nicht nachgewiesen, dass der Saftextrakt der Graviola in vivo (beim Menschen) eine Wirkung gegen Krebs hat.
Sie fragen nach Studien über die Wirkung von Graviolakapseln gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nach unseren Kenntnissen gibt es in diesem Zusammenhang keine.
Für Informationen zu möglichen Studien mit Graviola oder wenn Sie die schulmedizinischen Therapien mit komplementärmedizinischen Methoden ergänzen möchten, können Sie sich gerne an eine der folgenden Beratungsstellen wenden:
Institut für komplementäre und integrative Medizin des Universitätsspital Zürich
Institut für Komplementärmedizin am Inselspital in Bern
In der Broschüre Alternativ? Komplementär? finden Sie Informationen betreffend komplementärer Medizin.
Frage von Maloon11:
Guten Tag
Letztes Jahr wurde bei mir mit 35 Jahren ein Uterussarkom diagnostiziert, worauf eine Hysterektomie inkl. Ovarektomie folgte. Im Moment bin ich seitens des Sarkoms beschwerdefrei. Leider machen mir aber die Wechseljahrsymptomatik (Wallungen) recht zu schaffen. Ebenfalls habe ich mit dem Gedanken mit 35 Jahren in der Menopause zu sein und keine Kinder bekommen zu können mehr Mühe als ursprünglich gedacht. Ich bin auf der Suche nach einem Forum, wo ich mich mit Menschen mit ähnlichen Situationen (Frauen oder Männer) unterhalten könnte. Könnten sie mir evtl etwas empfehlen? Ich gehe sporadisch auch zur Therapie bei einer Psychoonkologin.
Besten Dank für Ihre Bemühungen.
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Maloon11
Es freut uns, dass Sie in Bezug auf das Uterussarkom beschwerdefrei sind. Dass Ihnen die Wechseljahrbeschwerden und der Gedanke, keine Kinder mehr zu bekommen, mit 35 Jahren Mühe macht, ist sehr verständlich.
Sie suchen nun ein Forum, in dem Sie sich mit anderen betroffenen Frauen austauschen können. Auch in unserem Forum wurde bereits über Kinderwunsch nach einer Krebserkrankung diskutiert. Ein Eintrag würde sich bestimmt lohnen. Sie finden die Einträge zum Thema Kinderwunsch hier und hier.Damit Sie sich im Forum austauschen können, brauchen Sie sich nur zu registrieren.
Wenn Sie in der Suchmaschine Google die Suchbegriffe «Kinderlos Foren» oder «Uterussarkom» eingeben, finden Sie verschiedene Möglichkeiten und Internetseiten, auf denen Sie sich austauschen können, unter anderem auch die Seite des Beobachters, oder die Seite des Krebs Kompass-Forum.
Über den Verein SelbsthilfeSchweiz besteht die Möglichkeit eine Selbsthilfegruppe zu finden oder eine zu gründen.
Auch die kantonale Krebsliga Ihrer Region ist Ihnen bei der Suche nach einem Austausch mit anderen jungen krebsbetroffenen Frauen mit Kinderwunsch sicher gerne behilflich.
Wir hoffen sehr, dass Sie einen Austausch mit anderen Personen in einer ähnlichen Situation finden. Es ist sicher gut, dass Sie von Ihrer Psychoonkologin weiterhin unterstützt werden.
Frage von Rebelde:
Die Tochter von meinen freund ist 9 jahre alt, und hat lymphdrüsenkrebs stadium 2a. Da wir erst 3 monate zusammen sind kenne ich seine tochter nicht und kann schlecht ins spital gehen. Habe mein freund gesagt das ich da bin für ihn und das meine gedanken bei ihnen sind und ich weiss nicht wie ich mich verhalten soll. Habe angst etwas falsches zu machen oder sagen. Was kann ich machen oder ihn unterstützen ohne dass ich ins spital muss da ich die tochter nicht kenne. Vorallem was muss man erwarten bei einer chemo bei einem kleinen mädchen? Und wie kann ich ihm helfen und unterstüzen? Was ist genau stadium 2a? Wie lange geht so eine chemo?
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Rebelde
Ihr Freund hat eine krebskranke Tochter, die Sie noch nicht kennen und Sie fragen sich, wie Sie ihn am besten unterstützen können.
Einen wichtigen Schritt haben Sie schon gemacht. Sie haben ihm gesagt, dass Sie für ihn da sind. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie etwas falsch machen. Im Moment sind Sie Ihrem Freund eine grosse Stütze wenn er seine Sorgen und Ängste mit Ihnen besprechen kann. Wichtig dabei ist, dass auch Sie Ihre Fragen und Ängste anbringen können.
In der Broschüre Krebs trifft auch die Nächsten der Krebsliga Schweiz finden Sie weitere Informationen, die Ihnen im Umgang mit Ihrem Freund und seiner Tochter helfen können.
Wie eine Chemotherapie bei einem neunjährigen Kind verläuft, kann man nicht genau voraussagen, da jeder Mensch unterschiedlich auf eine Chemotherapie reagiert. Über die Dauer der Chemotherapie kann der behandelnde Onkologe Auskunft geben.
Oft hilft es, sich mündlich mit einer Fachperson auszutauschen. Sie erreichen uns von Montag bis Freitag 09.00-19.00 Uhr unter der Gratisnummer 0800 11 88 11.
Frage von manfred:
guten tag
mein mann ist an Darmkrebs im endstadium erkrankt, sein alter 67 jahre. ich habe furchtbare angst wie es weiter geht. bis jetzt kann er noch alles essen, lebt sehr gesund mit naturprodukten. aber was kommt auf mich zu? ich möchte ihn zu hause pflegen er möchte keine chemo bekommt zur zeit kortison 2 mal die woche. meine fragen: wird er an darmverschluss erkranken? wird er den rest seines lebens im bett liegen? ich weiss nicht mehr weiter. er hat ein riesenproblem: er ist nicht krankenversichert.
für ihre antwort vielen dank
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag manfred
Der Verlauf einer Darmkrebserkrankung ist schwer vorauszusehen, da er sich von Person zu Person unterscheidet. Ihre Ängste in Bezug auf eine mögliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes Ihres Mannes sind verständlich. Zu wissen, dass Sie einen Ansprechpartner für Fragen, die seine Pflege betreffen, haben werden, könnte Sie entlasten. Das können der behandelnde Arzt und eine Onko-Spitex-Organisation sein. Erkundigen Sie sich nach regionalen Pflege-Angeboten. Fragen Sie Ihren Mann, ob er bereit wäre, externe Unterstützung durch Onkologie-Pflegefachfrauen zu akzeptieren.
Für Beratung und Unterstützung können Sie sich an eine regionale oder kantonale Krebsliga wenden. Die Kontakte finden Sie hier.
Jede in der Schweiz wohnhafte Person untersteht dem Versicherungsobligatorium. Sie schreiben, dass Ihr Mann nicht krankenversichert ist. Daraus schliesse ich, dass er nicht in der Schweiz wohnt. Wohnt er in Deutschland, kann ihm der Krebsinformationsdienst des deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg weiterhelfen.
Frage von Tattoo-Girl:
Guten Tag Ich möchte selbstklebende Tattoo für den Sommer tragen. Meine Mutter verbietet es mir weil sie meint man kann sich nicht mehr mit Sonnencreme eincremen. Soll ich die Sonnencreme über die Tattoo streichen? Ist sie dann auch wirksam?
Freundliche Grüsse
Tattoo-Girl
Antwort vom Krebstelefonteam:
Hallo Tattoo-Girl,
Es ist richtig, dass dort wo die Tattoos auf der Haut kleben, keine Sonnencreme die Haut berührt. Die aufklebbaren Bilder selber schützen wahrscheinlich durch die Farbpigmente die Haut vor UV Strahlen. Dies konnte mir jedoch kein Vertreiber von aufklebbaren Tattoos bestätigen. Da viele dieser Tattoos sehr filigran sind, kann es schwierig sein, kleine Hautbezirke mit Sonnencreme zu schützen. Darum muss die Sonnencreme an durch Kleider ungeschützten Hautstellen grossflächig auch über die Bilder aufgetragen werden, was wiederum die Haltbarkeit der Tattoos verkürzt. Wenn die Tattoos entfernt werden, kann es sein, dass die Haut darunter weniger pigmentiert und daher besonders Sonnenbrand gefährdet ist und geschützt werden muss.
Frage von chery:
Meine Mutter starb am Mittwoch Abend,sie hatte seit zwei Jahren galengängekrebs,ich war die Woche noch bei ihr bis zum Schluss,ich weis sie muss jetzt nicht mehr leiden,aber ich bringe diese Bilder nicht aus meinem Kopf ich kann nicht schlafen oder den Alltag meistern...
Antwort vom Krebstelefonteam:
Liebe Chery
Als erstes möchte wir Ihnen unser aufrichtiges Beileid ausdrücken und Ihnen sagen, dass wir mit Ihnen fühlen. Einen geliebten Menschen zu verlieren schmerzt.
Es ist schön, konnten Sie Ihre Mutter bis zum Schluss begleiten. So musste sie diesen letzten Weg nicht alleine gehen, was ihr bestimmt geholfen hat, das Leben los zu lassen. Es ist ein letztes Geschenk der Liebe, das Sie Ihrer Mutter gemacht haben.
Aus Ihren Zeilen entnehme ich, dass Ihre Mutter eine lange Krankheitszeit hinter sich und am Schluss noch sehr gelitten hat. Trotz dem Wissen, dass Ihre Mutter nun von ihrem Leiden erlöst wurde, werden Sie die Bilder Ihrer Erkrankung nicht los und können nicht mehr schlafen und fühlen sich unfähig den Alltag zu meistern.
Jemanden im Sterben zu begleiten und das Leiden der sterbenden Person auszuhalten verlangt von uns sehr viel Kraft. Damit wir diese schwere Zeit überhaupt meistern können, schützt uns unser Gehirn und schaltet während dieser Zeit unsere Gefühle auf Sparflamme. Nun ist Ihre liebe Mutter gestorben und Sie müssen nun die vielen Eindrücke und Gefühle verarbeiten. Auch das kostet wieder viel Kraft; braucht Zeit und setzt Emotionen frei. Wenn die Last für Sie zu gross wird, ist es wichtig und wird es nötig, dass Sie sich Hilfe holen.
Wenn Sie möchten, können Sie uns anrufen. Sie erreichen uns von Montag bis Freitag von 09.00 bis 19 Uhr unter der Nummer 0800 11 88 11. Wir sind gerne zu einem Gespräch bereit. Auch die kantonale Krebsliga Ihrer Region unterstützt und begleitet Sie gerne.
Sie können sich auch an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin wenden und mit dieser Vertrauensperson die nächsten Schritte besprechen. Brauchen Sie zum Beispiel professionelle Unterstützung in der Verarbeitung des Erlebten oder würde der gezielte Einsatz z.B. eines Schlafmittels oder eines Psychopharmaka Erleichterung bringen und Ihren Schmerz vorübergehend lindern, bis Sie bereit sind, darüber zu sprechen?
Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass die schlimmen Bilder der Erkrankung Ihrer Mutter bald verblassen und damit Platz frei wird für die schönen Erinnerungen an die Zeit mit ihr.
Frage von Lindenbaum:
Ich hatte im Frühling 14 die Diagnose Brustkrebs. Nun habe ich OP und Bestrahlungszeit hinter mir. Die folgende Hormontherapie habe ich, wegen unerträglichen Nebenwirkungen abgebrochen. Nun gibt es noch ein empfohlenes Medi. Tamoxifen. Aber auch da lauert Trombosegefahr oder Gebärmutterkrebs. Ich weiss einfach nicht, ob ich damit überhaupt noch beginnen soll. Oder, ob ich einfach auf Homöopathie setzten soll. Zweite Frage: Mammografie ist für mich sehr schmerzhaft, eine Freundin sagt, der Untersuch mit nur Ultraschall reiche völlig aus als Vorsogekontrolle, das vertrete auch ihre Ärztin so. Ist das so ?
Antwort vom Krebstelefonteam:
Gute Tag Lindenbaum
Ein Grossteil der Behandlung liegt bereits hinter Ihnen. Schade mussten Sie die Antihormontherapie wegen unerträglicher Nebenwirkungen abbrechen. Gehe ich recht in der Annahme, dass Ihnen nun an Stelle der sogenannten Aromatasehemmer (z.B. Letrozol, Femara) Tamoxifen empfohlen wurde?
Sicher haben Sie den Beipackzettel von Tamoxifen gelesen und sind über die aufgelisteten Nebenwirkungen erschrocken, vor allem die Thrombosegefahr und das Risiko an Gebärmutterkrebs zu erkranken machen Ihnen Angst. Das ist verständlich.
Das Thromboserisiko bei Tamoxifen ist jedoch vor allem bei Frauen erhöht, die gleichzeitig zur Einnahme von Tamoxifen zytotoxische Substanzen einnehmen, also, wenn gleichzeitig eine Chemotherapie verabreicht wird. Tamoxifen beeinflusst zudem die blutgerinnungshemmende Wirkung von Antikoagulantien wenn diese zusammen mit Tamoxifen verabreicht werden. Antikoagulantien werden z.B. bei bestehender Thrombose oder bei Thrombosegefahr verordnet und hemmen die Blutgerinnung. Deshalb müssen Patientinnen mit einer Kombinationstherapie am Anfang der Behandlung mit Tamoxifen sorgfältig überwacht werden.
Bei der Behandlung mit Tamoxifen wurde ein erhöhtes Risiko von Gebärmutterkrebs beobachtet. Man nimmt an, dass dieses in Zusammenhang mit der östrogenähnlichen Wirkung des Medikamentes steht und kommt nur gelegentlich vor. Eine regelmässige gynäkologische Untersuchung dient der Früherkennung. Der Nutzen von Tamoxifen ist dem Risiko von Gebärmutterkrebs klar überlegen.
Sie fragen sich, ob Sie an Stelle von Tamoxifen auf die Homöopathie setzen sollten. Die Homöopathie kann eine medizinische Behandlung begleiten, die Akzeptanz verstärken oder Nebenwirkungen erträglicher machen. Sie stellt jedoch keine Alternative zur medizinischen Behandlung dar.
Bitten Sie Ihren Arzt, Sie für eine Beratung an eines der folgenden Institute weiterzuweisen:
Institut für Komplementärmedizin (IKOM) der medizinischen Fakultät der Universität Bern. Das IKOM ist dem Inselspital angeschlossen.
Institut für komplementäre und integrative Medizin des Universitätsspital Zürich
Zentrum für Integrative Medizin des Kantonsspitals St. Gallen
In der Broschüre der Krebsliga Schweiz Alternativ? Komplementär? finden Sie interessante Informationen betreffend Komplementärmedizin.
Da Sie die Mammographie als sehr schmerzhaft empfinden, hat Ihnen eine Freundin empfohlen, an deren Stelle eine Ultraschalluntersuchung zu machen. Mammographie und Ultraschall sind zwei unterschiedliche Untersuchungen, die sich in bestimmten Situationen ergänzen. Die eine Untersuchung kann die andere jedoch selten ersetzen. Eine alternative Möglichkeit zur Mammographie wäre eventuell eine Magnetresonanztomographie, in der Fachsprache, MRI. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber, dass Sie die Mammographie als sehr schmerzhaft empfinden und besprechen Sie gemeinsam die nötigen Untersuchungen zur Nachkontrolle.
Weitere Informationen rund ums Thema Brustkrebs finden Sie in der neuen Broschüre der Krebsliga Schweiz Brustkrebs, Mammakarzinom. Bei Fragen können Sie uns auch gerne anrufen. Die Gratis-Telefonnummer und die Öffnungszeiten finden Sie hier.
Frage von Estefania:
Guten Abend
Bei mir wurde vor drei Wochen ein Astrozytrom Grad 1 am Hirnstamm operiert. Leider konnte nicht alles entfernt werden. Nun bin ich in der Reha und habe seither Angst dass ein Rezidiv entstehen kann, da meine Temperatur gegen Abend oft auf 37.3 Grad ansteigt. Die Pfleger in der Reha verunsichern mich stark. Der eine sagt das sei normal und der andere meint, dass das bei Tumorpatienten ein Hinweis auf ein Rezidiv sein kann. Meine Frage: Ist diese Temperatur bei Tumorpatienten normal, oder sollte ich mir sorgen machen? Für Ihre Antwort danke ich Ihnen im Voraus.
Freundliche Grüsse Estefania
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Estefania
Seit einiger Zeit messen Sie jeweils abends oftmals eine erhöhte Körpertemperatur. Die unterschiedlichen Aussagen der Pfleger, die in der Reha arbeiten, verunsichern Sie und schüren die Angst vor einem Rezidiv.
Fieber kann bei Krebspatienten manchmal auftreten. Bei einer Körperkerntemperatur von 37.3°C spricht man jedoch nicht von Fieber, sondern von subfebriler oder leicht erhöhter Körpertemperatur. Erst eine Körpertemperatur ab 38°C, rektal gemessen, gilt als Fieber.
Fieber bei Krebspatienten wird nur bei Leukämien und Lymphom Erkrankungen als Zeichen einer Krebserkrankung, als sogenanntes B-Symptom gewertet. Bei anderen Krebserkrankungen kann Fieber unterschiedliche Ursachen haben und gilt nicht als sicheres Zeichen einer fortschreitenden Krebserkrankung.
Man nimmt an, dass z.B. eine Reaktion des Körpers auf die Tumorzellen eine Immunreaktion auslöst, oder dass Krebszellen Stoffe an das umliegende Gewebe abgeben und so zu einer Erhöhung der Körpertemperatur führen. Neben Infekten können auch Therapien, wie Chemotherapie, Bluttransfusionen, knochenmarkstimulierende Behandlungen, pflanzliche Mittel usw. zu vorübergehendem Fieber führen.
Sprechen Sie beim nächsten Kontrolltermin Ihren Arzt auf die erhöhte Körpertemperatur an und lassen Sie sich nicht verunsichern. Sollte die Temperatur jedoch weiter, in den Fieberbereich ansteigen, konsultieren Sie unverzüglich einen Arzt damit die Ursache abgeklärt werden kann.
Frage von Mariposa:
Meine Mutter ist 74 Jahe alt und hat Metasthasen in der Leber. Sie will keine Chemotherapie. Als Alternative macht sie eine Misteltherapie. Nun beginnen die Beschwerden, sie ist oft müde, es ist ihr schlecht und sie hat Rückenschmerzen. Beim letzten Besuch bei der Onkologin hat man ihr gesagt, dass sie bei sich weiter verschlechternden Blutwerten ab und zu für einige Tage ins Spital gehen müsste. Leider hatte sie dazu keine weiteren Informationen. Was wird dort im Spital gemacht? Problematisch ist die Situation für uns Kinder, dass unsere Eltern im Tessin leben und der Vater an beginnender Demenz leidet und nicht drei Tage alleine in der Wohnung bleiben kann. Wir möchten auch gerne weitere Informationen über den Verlauf der Krankheit. Wie lange ist die Lebenserwartung? Müssen wir schnell eine Lösung für den Vater finden? Ich habe das Gefühl, dass uns die Zeit davon läuft.
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Mariposa
Sie machen sich verständlicherweise Sorgen um Ihre Eltern. Ihre Mutter ist unheilbar krank und ihr Vater ist aufgrund einer beginnenden Demenz nicht mehr selbstständig.
Wäre es denkbar, Ihre Mutter im Beisein Ihres Vaters zu fragen, ob sie Ihre Unterstützung möchten und, wenn ja, was Sie für sie tun können? Ihre Mutter ist 74 und Ihrer Schilderung ist zu entnehmen, dass sie keine kognitiven Einschränkungen hat. Es ist wichtig, dass Sie als Tochter ihren Willen und auch ihr Tempo bei der Verarbeitung der Veränderungen, die das Älterwerden mit sich bringt, respektieren. Wenn man weit weg von den eigenen Eltern wohnt, ist das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht oft noch stärker als wenn man in ihrer Nähe lebt und die Situation mitverfolgen kann. Wir beraten und unterstützen Sie gerne auch telefonisch in Ihrer ganz persönlichen Not. Unser Gratistelefon ist von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr bedient.
Ihre Mutter hat sich entschieden, nicht zu versuchen, das Fortschreiten ihrer Krebserkrankung mit schulmedizinischen Behandlungen zu bremsen. Damit hat sie eine mögliche Verkürzung ihrer Lebenserwartung in Kauf genommen. Wie lange sie tatsächlich noch leben wird, ist aber nicht vorauszusagen. Manchmal bringt es einem Angehörigen weiter, wenn man sich selbst die Frage stellt: Warum möchte ich es so genau wissen? Was möchte ich sagen oder tun, solange dies noch möglich ist?
Vielleicht beruhigt es Sie zu wissen, dass es im Tessin stationäre Einrichtungen für Palliativpflege gibt, welche Menschen mit unheilbaren Erkrankungen aufnehmen mit dem Ziel, ihre Beschwerden zu lindern. Ihre Mutter würde vermutlich in eine solche spezialisierte Abteilung hospitalisiert, wo die Linderung der Symptome wie z.B. der Schmerzen im Vordergrund steht.
Sollte Ihre Mutter hospitalisiert werden, könnte Ihr Vater vorübergehend in ein Wohnheim für Demenzkranke oder betagte Menschen übertreten. Der Hausarzt und die Lega ticinese contro il cancro können in solchen Situationen Unterstützung bieten.
Frage von Adamo:
Bei der Leistenbruchoberation 1908 wurde ein Liposarkom des Samenstrangs entdeckt, welches operativ entfernt wurde. Nachher erfolgte eine jährliche Computertomografie. Seit einem Jahr werde ich nicht mehr aufgeboten. Ich habe keine Beschwerden und die CT Untersuchungen erfolgten befriedigend. Um sicher zu gehen und zur Beruhigung möchte ich aber etwas unternehmen. Was raten Sie mir?
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Adamo
Ich gehe davon aus, dass Ihre Operation nicht 1908 sondern eher 1980 oder 1998 erfolgt ist. Die jährlich erfolgten CT-Untersuchungen haben Ihnen Sicherheit gegeben. Diese fallen nun weg. Verständlich, dass Sie etwas zur Beruhigung unternehmen möchten.
Die Nachkontrollen einer Krebserkrankung werden individuell gestaltet. In der Regel werden die Nachkontrollen während fünf Jahren durchgeführt. Bei manchen Betroffenen kann es länger sein, bei anderen kürzer. Wie lange die jeweiligen Nachkontrollen ausgeführt werden, hängt von verschieden Faktoren ab und wird meist vom behandelnden Arzt festgelegt. Eine für alle Krebsarten geltende Vorgabe in Bezug auf die Dauer der Nachkontrolle gibt es nicht.
Haben Sie schon mit Ihrem Arzt darüber gesprochen?
Sie selber können mit einer gesunden Lebensweise Ihr Wohlbefinden steigern. Auf der Homepage der Krebsliga Schweiz unter Prävention finden Sie weiterführende Informationen .
Frage von Maya04:
Ich habe Brustkrebs und bin in der Chemo, nach dieser Chemo wird erst die Brust operiert. Da dann meine 100 % Lohnfortzahlung zu ende ist, möchte ich wissen wie es dann weiter geht? Ist 50 % Arbeit nach der OP möglich und oder üblich ? Gibt es auch so etwas wie eine Rehaklinik in der CH wo bezahlt wird? Besten Dank Mfg
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Maya04
Für arbeitsrechtliche Fragen sind die Sozialarbeiterinnen Ihrer kantonalen Krebsliga die kompetentesten Ansprechspersonen. Melden Sie sich für eine individuelle Sozialberatung an. Hier finden Sie den Kontakt.
Ausmass und Dauer der Arbeitsunfähigkeit sind sehr unterschiedlich. Grundsätzlich können Sie nach der Brustkrebsoperation mit einer Arbeitsunfähigkeit von 3-4 Wochen rechnen. Danach ist sehr wahrscheinlich ein teilweises Arbeitspensum möglich. Sie können dies mit dem zuständigen Arzt oder der zuständigen Ärztin absprechen.
Die Krankenkassen sind zurückhaltend geworden bezüglich der Erteilung von Gutsprachen für stationäre Rehabilitationen. Fragen Sie Ihre Krankenkassen an, ob sie hierzu bereit ist und, wenn ja, zu welchen Bedingungen (ärztliches Attest, Liste von anerkannten Einrichtungen u.ä.m.)
Frage von 353:
Gibt es ein Treffen für leute die betroffen sind von hirntumore? Wo mann sich trifft um drüber zu sprechen mit leute die in der selbe situation sind, die mann vielleicht mit familie und freunde nicht besprechen möchte?
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag 353
Das Bedürfnis, Ihre Erfahrungen im Umgang mit Ihrer Erkrankung mit Menschen zu teilen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden wie Sie, ist verständlich. Auch dass Sie nicht alle Sorgen Ihren Nächsten anvertrauen können oder wollen, ist mehr als verständlich. Der Kontakt zu Gleichbetroffenen kann Mut machen und hilfreich sein.
Ja, es gibt Selbsthilfegruppen für Menschen, die Hirnverletzungen durch Tumore oder anderen Ursachen wie z. B. Schädelhirntraumen oder Schlaganfällen erlitten haben. Hier finden Sie das Angebot an Austauschmöglichkeiten in Ihrer Region.
Für individuelle Gespräche mit einer Psycho-Onkologin, d. h. mit einer Fachperson, die für die Begleitung von Krebskranken und ihren Angehörigen geschult ist, können Sie sich auch an die Krebsliga in Ihrer Region wenden.
Frage von Eskimo:
Guten Tag
Meine Schwiegermutter hat letzten DI die Nachricht erhalten, dass nichts mehr gemacht werden kann. Sie gaben ihr noch max. 6 Monate. Der Zustand hat sich dann so massiv verschlechtert, dass am SA Abend der Spital uns zu sich rief, sie hatte drei Atemaussetzer. Obwohl sich nun alle verabschiedet haben, konnte sie noch nicht gehen. Zu sehen, wie sie so langsam dahinscheidet, tut weh. Es ist mir klar, dass es keine Antwort auf meine Frage gibt, keine fundierte zumindest, aber kann nach den Aussetzern es noch lange gehen? Die Klinik meint 2 - 3 Tage... Wir sind einfach am verzweifeln, sie leidet ohne Ende (denken wir) und können nicht helfen... Sie kann nicht mehr sprechen, nicht mehr essen... Es ist so hart, sie so leiden zu sehen... Vielen Dank!!
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Eskimo
Einen nahestehenden Menschen leiden zu sehen und zu denken, dass man nicht helfen kann, ist eine schwierige Situation und macht hilflos. Sie möchten gerne wissen, wie lange Ihre Schwiegermutter noch zu leben hat. Wie Sie selber schreiben, kann Ihnen darauf leider niemand eine Antwort geben.
Die Veränderungen, die mit dem Sterben verbunden sind, sind oft für die Angehörigen nur schwer auszuhalten. Es sind oft Kleinigkeiten, die helfen können die diese Situation angenehmer zu gestalten. Bewusste Berührungen können dem Sterbenden Wärme und Schutz vermitteln. Halten Sie, wenn Sie mögen, die Hand Ihrer Schwiegermutter, sprechen Sie mit Ihr was Sie bewegt.
Sterbende haben in den letzten Lebenstagen oft kein Hunger- und Durstgefühl. Hingegen ist es angenehm für sie, wenn die Mundschleimhäute feucht bleiben. Die Pflegenden sind sicher bereit, Ihnen zu zeigen wie sie eine für Ihre Schwiegermutter angenehme Mundpflege ausführen können. Nicht alle Angehörigen übernehmen gerne Pflegeverrichtungen. Das ist legitim und sollte akzeptiert werden.
Frage von Beppe:
Guten Abend
Gerne möchte ich erfahren, ob es in der Schweiz innovative Therapiemöglichkeiten bei akuter myeloischer Leukämie gibt. Ich schreibe im Namen einer Freundin (wohnhaft in Italien), bei der trotz einer Spendertransplantation kein positives Ergebnis erzielt werden konnte. Einige Informationen oder Kontaktadressen wären nützlich für uns. Ich danke Ihnen im Voraus bestens.
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Beppe
Für eine Zweitmeinung können Sie sich an das Istituto oncologico della Svizzera italiana wenden.
Frage von Pompom:
Guten Tag, ich hatte ein Burkitt-Lymphom, das zurzeit in Remission ist. Ich möchte gerne mit einer Person Kontakt aufnehmen, die diese Krankheit auch gehabt hat. Ich weiss, dass diese Krebsart in der Schweiz zum Glück nur wenig verbreitet ist. Ich wohne im Wallis. Vielen Dank für Ihre Hilfe. Mit freundlichen Grüssen J. B.
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Pompom,
Sie möchten sich gerne mit anderen Personen austauschen, die den gleichen Krebs gehabt haben wie Sie. Die Krebsliga des Kantons Wallis kann Ihnen Adressen von Gesprächsgruppen angeben. Sie können mit ihr über diesen Link Kontakt aufnehmen.
Auch das Spital, in dem Sie behandelt wurden, kennt möglicherweise Personen mit der gleichen Diagnose. Fragen Sie doch auch dort nach. Eine andere Möglichkeit sind die Universitätsspitäler CHUV in Lausanne oder HUG in Genf. Auch dort können Sie sich informieren.
Die Patientenorganisation «ho/noho» bietet auf ihrer Internetsite zudem die Möglichkeit an, einen Text zu hinterlegen, um Kontakt zu anderen Betroffenen aufzunehmen.
In Frankreich gibt es die Vereinigung «France Lymphome Espoir» besuchen Sie deren Internetsite. Vielleicht finden Sie eine Möglichkeit für einen Austausch mit Personen, die in der gleichen Situation sind wie Sie (E-Mail, Forum usw.)
Frage von nisi:
Meine Mutter erkrankte 2010 an einem grosszelligen B-Zell-Lymphom im Bereich des Gehör-und Gesichtsnerv. Sie wurde erfolgreich mit Chemotherapie und Bestrahlung behandelt. Nun sind es ziemlich genau 4 Jahre nach Therapieende und sie beklagt sich seit ein paar Wochen über Kurzatmigkeit. Ich möchte noch erwähnen dass sie während ihrer Behandlung eine Lungenembolie erlitten hat. Neben der Kurzatmigkeit hat sie auch Schmerzen in der Leiste, worauf ihr Hausarzt für kommende Woche ein MRI angemeldet hat. Bezüglich der Kurzatmigkeit ist dieser aber nicht weiter besorgt. Ich mache mir diesbezüglich aber mehr Sorgen, da Lymphome überall wieder auftreten können und auch solche Symptome verursachen können. Einen Termin bei ihrem Onkologen ist ende März vorgesehen. Meine Frage ist nun, ob man beim Hausarzt darauf bestehen soll, dass ebenfalls ein MRI des Thorax gemacht wird oder gibt es noch andere Möglichkeiten ein Lymphom im Thoraxbereich auszuschliessen?
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag nisi
Ihre Mutter ist 2010 an einem grosszelligen B-Zell-Lypmhom erkrankt. Die erfolgreiche Therapie hat sie vor 4 Jahren abschliessen können. Sie machen sich nun aber Sorgen, dass hinter der Kurzatmigkeit, unter der Ihre Mutter seit einigen Wochen leidet, ein Neuauftreten der Krankheit stecken könnte.
Der Hausarzt hat ein MRI zur Abklärung der Schmerzen in der Leistengegend veranlasst. Zur Kontrolle eines allfälligen Thoraxbefalles können auch andere bildgebende Verfahren wie ein Thorax-Röntgen oder ein CT des Thorax Aufschluss geben.
Könnte Ihre Mutter allenfalls den Termin beim Onkologen vorverschieben? Der Onkologe ist der Fachspezialist, der betreffend der Nachsorge einer Tumorerkrankung oft fundiertere Kenntnisse aufweisen kann als der Hausarzt. Falls Ihre Mutter und Sie dies aber nicht wollten, könnte ein Gespräch mit dem Hausarzt und dem nochmaligen Äussern Ihrer Befürchtungen dazu helfen, dass er weitere Untersuchungen veranlasst, um auch die Kurzatmigkeit abzuklären.
Frage von Kurtmueller5:
habe als Mann Brustkrebs und möchte wissen ob es noch mehr Männer hat die in der gleichen lage sind wie ich und über die Erfahrungen mit der Krankheit reden möchten
Antwort vom Krebstelefonteam:
Hallo Kurtmueller5
Der Austausch mit Gleichbetroffenen kann Mut machen. Nutzen Sie das Forum , um andere Männer zum Dialog mit Ihnen einzuladen.
Brustkrebs tritt bei Männern selten auf. In der Schweiz erkranken pro Jahr gegen 40 Männer daran. Sie erhöhen Ihre Chancen, einen Mann kennenzulernen, der ebenfalls an einem Erfahrungsaustausch interessiert ist, wenn Sie zusätzlich einen Aufruf ins deutsche Forum lancieren.
Zum Thema Brustkrebs beim Mann ist unseres Wissens in der Schweiz noch keine Selbsthilfegruppe zustande gekommen. Möglicherweise finden Sie aber über folgende Suchmaschine Einträge zum Thema, das Sie beschäftigt.
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Sie selbst eine nationale, virtuelle Selbsthilfegruppe gründen. Die Stiftung Selbsthilfe Schweiz unterstützt Sie möglicherweise dabei.
Frage von Giorgio 12:
ich bin Diabetiker und habe als Diagnose Multiples Myelom. Hatte 2 Zyklen mit Velcade. Seit drei Wochen Pause. Nun habe ich starke stechende und brennende Schmerzen, vor allem in den Füssen und den Unterschenkeln. Druckempfindlichkeit der Versen erschwert das Gehen massiv. Schlaflosigkeit ist die Folge der Schmerzen. Schmerzmittel (Dafalgan) nützen praktisch nichts. Was kann ich tun, Wie lassen sich die Schmerzen lindern?
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Giorgio 12
Die Symptome, die Sie beschreiben sind sehr unangenehm und wirken sich bestimmt erheblich auf Ihre Lebensqualität aus.
Die Schmerzen können im Zusammenhang mit der Behandlung von Velcade stehen oder durch einen bestehenden Diabetes mellitus verstärkt werden.
Es ist dringend notwendig, dass der Blutzuckerspiegel regelmässig überwacht wird, vor allem, wenn Sie zusätzlich zu Velcade noch ein Prednison Präparat erhalten.
Zudem ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin über Ihre Schmerzen und die Druckempfindlichkeit in den Fersen informieren.
Patienten, die wie Sie unter peripheren Schmerzen an den Füssen und Beinen leiden, sollten neurologisch untersucht und abgeklärt werden. Manchmal ist eine Dosisanpassung notwendig.
Sie schreiben, dass Dafalgan die Schmerzen nicht lindern kann und Sie als Folge der Schmerzen unter Schlaflosigkeit leiden. Bitten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen ein Schmerzmittel zu verschreiben, welches die von Ihnen beschriebenen neuropathischen Schmerzen lindert, damit Sie auch wieder schlafen können.
Frage von J_lambert:
Guten Tag
Ich versuche, die Rolle von Interferon bei Nierenkrebs zu verstehen. Ein Verwandter wird mit diesem Medikament behandelt, damit – wie man uns gesagt hat – sein Immunsystem angekurbelt wird. Überall lese ich jedoch, dass es sich dabei um ein Immunsuppressivum handelt, das die Abwehrkräfte schwächt … Was hat es damit tatsächlich auf sich? Ich bin beunruhigt …
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag J_lambert
Interferon «moduliert» die Aktivität des Immunsystems. Seine Wirkungsweise ist äusserst komplex.
Man unterscheidet drei Hauptklassen: Alpha, Beta und Gamma. Diese Interferon-Klassen sind in unterschiedlichen Medikamenten enthalten, je nach gewünschter Wirkung.
Alpha-Interferon blockiert die Zellwucherung bei metastasierendem Nierenkrebs. Dies ist die Hauptwirkung, die bei Ihrem Verwandten erwünscht ist und erwartet wird.
Beta-Interferon wird bei der Behandlung der multiplen Sklerose eingesetzt (immunsupprimierende Wirkung).
Gamma-Interferon wird auch Immun-Interferon genannt, weil es die Abwehrzellen des Körpers stimuliert, damit diese die Tumorzellen zerstören können.
Bei Ihrem Verwandten kommen Alpha- und/oder Gamma-Interferone zur Behandlung infrage.
In der Broschüre der Krebsliga Schweiz mit dem Titel Nierenkrebs, finden Sie auf Seite 30 einen Abschnitt über Interferone.
Frage von Lyzidia:
Besteht bei einem Rezidiv nach Entfernung eines gutartigen grossen Phylloidtumors eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass dieser bösartig wird und sich zu Krebs entwickelt? (Wiederkehrende, starke Schmerzen)
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Lyzidia
Örtliche Rezidive von Phylloidtumoren sind häufig. Meistens treten sie innerhalb von drei Jahren nach der Operation an der gleichen Brust auf. Deshalb ist eine regelmässige Kontrolle erforderlich.
Die Rezidive weisen oftmals, aber nicht immer, einen höheren Grad der Bösartigkeit auf als der Ersttumor. Dies bedeutet aber noch nicht, dass der Tumor bösartig ist. Es scheint ein Zusammenhang zwischen der Tumorgrösse (> 7 cm) und dem Risiko seines Wiederauftretens zu bestehen. Therapie der Wahl ist wie beim Ersttumor die Chirurgie. Wichtig dabei ist, dass der Tumor mit ausreichendem Abstand im gesunden Gewebe entfernt wird.
Frage von salma:
Guten Tag
Ich möchte erfahren, ob es Selbsthilfegruppen von Personen gibt, die einen Krebs bekämpft haben und anderen helfen möchten, die Kraft und die Motivation für den weiteren Kampf zu finden. Mein Vater hat(te) Lungenkrebs; er wurde operiert und man musste ihm den (gesamten) rechten Lungenflügel entfernen. Seit der Operation (vor zwei Monaten) ist er jedoch niedergeschlagen und hat zahlreiche negative Nachwirkungen (Lungenentzündung, Blutgerinnsel, schwache Atmung, Sauerstoff), also viele gesundheitliche Verschlechterungen. Ich suche deshalb nach Möglichkeiten, ihn zu motivieren und in ihm den Willen zu wecken, weiterzukämpfen, und ihm die Hoffnung zu geben, dass das Leben weitergeht, sowohl für ihn als auch für uns und mit uns. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Ich suche eine Gruppe in Lausanne.
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag salma
Sie durchleben zurzeit eine Situation, die zu den schwierigsten im Leben zählt. Die Ohnmacht, die man verspürt, wenn ein nahestehender Mensch leidet, ist sehr schwierig zu ertragen.
Dass Sie Ihren Vater auf diesem Weg begleiten und sich Gedanken darüber machen, was ihm helfen könnte, ist bereits eine grosse Leistung.
Sie suchen nach Möglichkeiten, ihm wieder Kraft, Mut und Motivation zu geben, damit er die Folgen dieser Belastung möglichst gut übersteht. Haben Sie ihn bereits gefragt, was er sich wünscht? Manchmal handelt es sich um kleine, selbstverständliche Dinge, die wir vielleicht übersehen haben.
Selbsthilfegruppen kann Ihnen die Krebsliga in Ihrer Region oder Ihrem Kanton vermitteln. Hier der Link zur Krebsliga Waadt.
Frage von schmoula:
Guten Tag schmoula,
können Sie uns sagen wo wir im Raum Zürich Informationen bzw. Ärzte finden können die Erfahrung mit Hyperthermie beim Glioblastom haben - und diese Therapie aktiv anbieten? Ebenso wären wir über Ansprechpartner für ganzheitliche Therapieansätze sehr dankbar.
Vielen Dank im Voraus!
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag schmoula
Uns sind in der Schweiz keine Institutionen bekannt, die Hyperthermie bei Glioblastom anwenden.
Das Hirntumorzentrum am Kantonsspital Aarau wendet bei ausgewählten Tumoren eine kombinierte Hyperthermie-/Radiotherapie an. Glioblastome gehören nicht zu den ausgewählten Tumoren laut dem leitenden Arzt Team Hyperthermie am Kantonsspital Aarau.
Sie fragen nach ganzheitlichen Therapieansätzen im Raum Zürich. Kennen Sie das Institut für komplementäre und integrative Medizin am Universitätsspital Zürich?
Möglicherweise kann man Ihnen dort begleitende Massnahmen empfehlen.
Frage von Butz:
Nachdem bei meinem Freund, 63 Jahre alt, bei einer Vorsorgeuntersuchung und Biopsie, Prostatakrebs festgestellt wurde, wurde er Dez. 2014 total operiert. Zusätzliche Entfernung mehrerer Lymphknoten. Nun ergab sich bei der neuen PSA-Untersuchung ein wieder ansteigender Wert. Noch ist keine weitere Behandlung festgelegt. Ich las das Buch von 2009 von Knut Eickelen, "Krebs wenn nicht heilbar, dann besiegbar" und wollte wissen, ob dieser Mann noch lebt. Nirgends im Internet ist etwas darüber zu finden. Da mein Freund nach der OP bei 80kg Körpergewicht 8kg abgenommen hat, scheint mir die Behandlungsmethode von Herrn Eickelen mit weiterem Gewichtsverlust zu fragwürdig. Bitte geben sie mir einen Rat, da ich sehr hilflos und verzweifelt bin.
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Butz
Bei Ihrem Freund wurde Prostatakrebs diagnostiziert. Nach einer Operation im Dezember letzten Jahres zeigt die PSA-Bestimmung einen erneuten Anstieg. Sie möchten ihn unterstützen und sind auf der Suche nach Möglichkeiten auf das Buch von Knut Eickelen « KREBS. WENN NICHT HEILBAR DANN BESIEGBAR» gestossen.
Die von Eickelen in seinem Buch propagierte Behandlungsmethode, ist offenbar die Krebskur-total nach Breuss. Rudolf Breuss (Elektromonteur und Heilpraktiker) geht in seinem Behandlungskonzept davon aus, dass durch den Entzug von festen Speisen über die Dauer von 42 Tagen der Krebs ausgehungert wird. Zur Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode liegen keine wissenschaftlichen und systematischen Untersuchungen vor. Im Buch «Ratgeber unkonventionelle Krebstherapien» von K. Mündstedt (Herausgeber) findet sich eine kurze Stellungnahme zur Breuss-Therapie. Von der Anwendung der Breuss-Kur als Krebsbehandlung wird darin abgeraten, insbesondere da durch eine mögliche Mangelernährung das Risiko weiterer Komplikationen besteht.
Ihre vorsichtige Haltung ist also begründet. Wenn Sie weitergehend nach unterstützenden Massnahmen zur Behandlung einer Krebserkrankung suchen, empfehle ich Ihnen eine Beratung bei einem Kompetenzzentrum für Komplementärmedizin, wie etwa dem Institut für komplementäre und integrative Medizin des Unispitals Zürich, dem Institut für Komplementärmedizin des Unispitals Bern oder dem Zentrum für Integrative Medizin des Kantonsspital St. Gallen.
Frage von Ragusa444:
Geschätztes Team,
erst mal ganz herzlichen Dank, dass Sie alle sich so toll für uns alle einsetzen und uns mit Rat und Tat unterstützen.
Leider hat meine Mutter vor einem Monat die Diagnose eines Mesothelioms auf dem Brustfell bekommen. Also eigentlich sind es mehrere Tumore. Wie Sie sicher verstehen können, riss es mir den Boden unter den Füssen weg und ich versuche nun alles nur Erdenkliche zu tun, um meinem Mami zu helfen und sie zu unterstützen. So las ich nun über eine Therapie die mittels Strom die Tumore zerstören soll. Diese nennt sich Electro-Cancer-Therapie (ECT). Haben Sie ev. schon von dieser Methode gehört? Können Sie mir allenfalls etwas darüber berichten? Gibt es ECT in der Schweiz? Leider finde ich zu diesem Thema nur Berichte über Deutschland. Dann weiss ich schlussendlich auch nie, ob die Berichte von den Betreibern der ETC Geräte selber verfasst wurden nur um Geld zu machen.
Vielen lieben Dank und herzliche Grüsse
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Ragusa4444
Vielen Dank für Ihre Wertschätzung, die Sie unserer Arbeit entgegenbringen. Das freut und ehrt uns!
Bei Ihrer Mutter wurde vor kurzem ein Mesotheliom entdeckt. Sie versuchen nun, das Möglichste zu tun, um Ihre Mutter im Kampf gegen diese schwere Erkrankung zu unterstützen.
Auf der Suche sind Sie auf die Electro-Cancer-Therapie (ECT) gestossen und fragen sich nun, ob diese Therapiemethode bei Ihrer Mutter hilfreich sein könnte.
Die ECT gehört zu der so genannten Galvanotherapie, einer physikalisch-elektrischen Methode, die durch die Anwendung von Gleichstrom die Zerstörung von Tumorzellen bewirken soll. Die Galvanotherapie gilt als alternative Therapieoption. Im Kompendium «Komplementäre und alternative Krebstherapien» von Münstedt (K.Münstedt, (Hrsg.), 3. Auflage, 2012, ecomed MEDIZIN), in dem unkonventionelle und komplementäre Heilmethoden möglichst objektiv beurteilt werden, wird die Galvanotherapie als kurativer, also die Heilung anvisierender Ansatz nicht empfohlen. Der Nachweis der Wirksamkeit fehlt und die vorhandenen Studien dazu entsprechen meist nicht den wissenschaftlichen Kriterien. Die Autoren schreiben, dass die Galvanotherapie als palliative, also lindernde Massnahme nach Versagen der Schulmedizin bei strenger Indikationsstellung möglich ist. Zu der Behandlung des Mesothelioms sind keine präzisierenden Stellungnahmen aufgeführt.
Das relativ seltene Auftreten und die Komplexität des Mesothelioms sprechen eher für eine Behandlung an spezialisierten Zentren, wie es etwa die Universitätsspitäler sind.
Frage von louisevano:
Vor fünfeinhalb Jahren hatte ich eine Darmspiegelung, und man hat mir einen Polypen entfernt. Seit ein paar Wochen bin ich anhaltend verstopft, mit wenig hartem Stuhl; manchmal ist er auch dünn oder weicher, aber immer nur wenig! Ich möchte wissen, nach welcher Zeit sich Polypen in Krebs verwandeln, denn ich hatte seither keine Kontrolluntersuchung mehr. Zudem habe ich Divertikel: Können diese Verstopfung oder Krebs hervorrufen?
Danke.
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag louisevano
Seit einigen Wochen beobachten Sie eine Veränderung Ihrer Darmtätigkeit und Ihres Stuhls. Sie sind beunruhigt, vor allem weil Ihnen vor fünf Jahren anlässlich einer Darmspiegelung ein Polyp entfernt wurde.
Sie möchten von uns wissen, innerhalb welcher Zeit sich ein Polyp in Krebs verwandeln kann. Schätzungen zeigen, dass es in der Regel zehn Jahre dauert, bis ein kleines Adenom oder ein Polyp in eine Krebsgeschwulst übergeht.
Abhängig von der Anzahl, der Grösse und der Gewebeuntersuchung der entfernten Polypen wird eine erneute Darmspiegelung nach drei bis fünf Jahren empfohlen.
Divertikel sind kleine Ausstülpungen der Darmschleimhaut. Nur bei jeder zehnten Person verursacht ein Divertikel eigentliche Beschwerden wie Bauchweh, Schmerzen, Verdauungsproblemen und Fieber.
Nach heutigem Wissensstand verursacht eine Divertikel-Entzündung – Divertikulitis genannt – keinen Krebs. Allerdings kann sich eine Krebsgeschwulst in einer Falte des Divertikels verbergen.
Lesen Sie auch die Antwort von Dr. med. R. Guetg im Darmkrebs-Forum.
Wenn Sie Ihre Verdauungsprobleme weiterhin stören und beunruhigen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Frage von Janine:
Guten Tag
Ich habe Pap4a und habe den OP Termin am 20 Mai. Ich möchte hiermit gerne Sie anfragen, ob ich Pap4a ich das sesxuell beim Mann weiter geben kann? Ist dies ansteckend oder nicht ? Diese Frage ist mir sehr wichtig. Ich habe momentan aber keinen Partner aber jemanden kennengelernt
Besten Dank für Ihre Rückmeldung
Antwort vom Krebstelefonteam:
Guten Tag Janine
Danke für die Frage, die Sie im Rahmen der Expertensprechstunde im Forum gestellt haben. Da es bei Ihrer Frage nicht um das Thema der Erkrankung der Schilddrüse geht, haben wir diese nicht an unseren Experten weitergeleitet. Sie erhalten die Antwort auf Ihre Frage von uns Fachberaterinnen des Informationsdienstes der Krebsliga Schweiz.
Bei Ihnen wurde im Abstrich eine Veränderung der Gebärmutterhalszellen festgestellt. Die Veränderung wurde als Pap IVa klassifiziert, was als hochgradige Vorstufe betrachtet wird. Demnächst ist die Operation vorgesehen. Als wichtigster Risikofaktor für die Zellveränderungen gilt eine chronische Infektion mit bestimmten Arten von humanen Papillomaviren (HPV).
Sie fragen sich nun, ob Sie einen Partner über Sexualkontakt anstecken können. Ja, Sie können Ihren Partner mit dem HP-Virus anstecken, jedoch nicht die Zellveränderung, also den Pap IV, an ihn übertragen.
Der HPV ist über Geschlechtsverkehr und auch über Hautkontakt im Genital-, Anal- oder Mundbereich übertragbar. Der HPV ist ein weit verbreiteter Virus. Ungefähr 70-80% der sexuell aktiven Bevölkerung hatte irgendwann einmal Kontakt mit dem HPV und von den 30 Jährigen sind ca. 25% aktive Träger des HPV. Ein Schutz vor einer Infektion ist dementsprechend eher schwierig. Kondome geben zwar einen gewissen, aber nicht 100%-igen Schutz vor einer Ansteckung. Zur Prävention wird dennoch empfohlen, Kondome zu gebrauchen (auch wegen anderen Infektionskrankheiten), nicht zu rauchen und den Wechsel der Sexualpartner möglichst einzuschränken.
Diskutieren Sie die Frage auch mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen.
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