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Zürich - Er hat serienweise Heizöl bestellt und nicht bezahlt, geleaste Autos weiterverkauft oder Kleider für Modeschauen ausgeliehen und nicht zurückgebracht. Am Montag wurde der 57-Jährige vom Zürcher Bezirksgericht zu siebeneinhalb Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
Das Gericht folgte bei seinem Schuldspruch auf der ganzen Linie dem Strafantrag des Staatsanwaltes. Der Angeklagte wurde wegen gewerbsmässigen Betrugs, mehrfacher Veruntreuung, Misswirtschaft und weiterer Delikte verurteilt, wie aus dem Urteil hervorgeht. Zudem ordneten die Richter eine ambulante Psychotherapie an.
Die über 100 Seiten lange Anklageschrift lastete dem Kaufmann zahlreiche Wirtschaftsdelikte zwischen 2001 und 2008 an. So hatte er etwa mehrere Heizöllieferungen bestellt, um sie gewinnbringend weiter zu verkaufen. Dem Lieferanten bezahlte er aber nichts. Der Schaden betrug in diesem Fall rund eine halbe Million Franken.
Der im Rotlichtmilieu tätige Mann verkaufte zudem mehrere geleaste Autos; auch da ging der Deliktsbetrag in die Millionenhöhe. Zudem lieh er in mehreren Zürcher Warenhäusern diverse teure Kleidungsstücke für angebliche Modeschauen aus, ohne je etwas dafür zu bezahlen.
Der Millionenbetrüger muss diversen Opfern Schadenersatz in Millionenhöhe leisten. Ebenfalls vor Gericht standen fünf Komplizen des 57-Jährigen. Sie wurden zu deutlich milderen bedingten sowie teilweise teilbedingten Gefängnisstrafen oder Bussen verurteilt.
SDA-ATS