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Am 9. November 2013 führten wir im Stadthaus in Winterthur ein grosses konzertantes Werk des überragenden Komponisten W. A. Mozart auf, nämlich sein letztes Werk, das "Requiem" KV 626.
Zum Requiem:
Unter den zahlreichen kirchlichen Tonwerken höchsten Ranges, die in die musikalische Weltlite- ratur eingegangen sind, hat das "Requiem" Mozarts seine eigene Bedeutung. Es gehört nicht nur zu den vollendetsten Kunstwerken unter den Messen des Meisters, sondern hat auch in der Geschichte der Totenmessen nicht seinesgleichen gefunden.
Bis in die Besonderheiten der Instrumentation hinein kommt der Ernst des Sterbens zum Ausdruck, mit voller Schärfe sind die Schrecken des Jüngsten Gerichts in dieser Musik empfunden, aber das Furchtbare ist unter einen milden Grund- ton gebannt, der an vielen Stellen überirdischer Natur zu sein scheint. Den subjektiven Zug seiner Kunst hat hier Mozart hinter strenge liturgische Formen zurückgedrängt und trotzdem ist die Wirkung von denkbarster Einfachheit.
Wolfgang Amadeus Mozart, geb. 27. Januar 1756 in Salzburg, gest. 5. Dezember 1791 in Wien, schrieb das Requiem auf geheimnisvolle Bestel- lung eines Grafen Walsegg , der das Werk als Walseggsche
Komposition bei einer Trauerfeier für seine verstorbene Gemahlin aufführte. Unter
der Ahnung des eigenen Todes komponierte Mozart dieses Werk, das er nicht vollenden konnte. Sein Schüler, Xaver Süssmayr, der mit den Absichten des Meisters genau vertraut war und möglicherweise auch verloren gegangene Skizzen Mozarts besass, vollendete dieses Werk.
Zur Bachkantate BWV 82
Es handelt sich hier um eine Solo-Kantate für Bass- Stimme, sie zeichnet sich aus durch eine grosse Ausdruckskraft. Der unbekannte Dichter des Kantatenwerkes knüpft an die Evangeliumslesung am Feste Mariae Reinigung an. Bach hat dieses Werk selbst hoch eingeschätzt. Diese Beurteilung wird von der Hörerschaft bis heute geteilt, denn das Werk ist zweifellos eine der am häufigsten aufgeführten Vokalkompositionen des Meisters und ihre Beliebtheit setzt sich von Generation zu Generation fort. Bach hat für diese Kantate keinen Schlusschoral vorgesehen. Wir erlauben uns daher den Schlusschoral der Johannes-Passion <Ach Herr lass dein lieb Engelein> anzufügen, was gleichzeitig eine harmonische Ueberleitung zu Mozarts Requiem bedeutet.
Ueli Koch, Leiter Musikkommission ars vocalis