Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03174.jsonl.gz/1630

Nach durchgehender, über 40-jähriger Nutzung des Museums bedarf es einer umfassenden Sanierung. Mit dieser Aufgabe wurde 2012 der britische Architekt David Chipperfield betraut, der schon für die Instandsetzung des Neuen Museums verantwortlich zeichnete und auch das Besucherzentrum auf der Museumsinsel Berlin erbaut. Während der Sanierungsarbeiten ist die Neue Nationalgalerie ab 2015 für mehrere Jahre geschlossen.
Die Neue Nationalgalerie, der "lichte Tempel aus Glas", beherbergt europäische Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts von der Klassischen Moderne bis zur Kunst der 1960er Jahre. Unter ihnen befinden sich Arbeiten von Künstlern wie Munch, Kirchner, Picasso, Klee, Feininger, Dix und Kokoschka.
Das im Grundriß quadratische Gebäude wurde von Mies van der Rohe geplant und 1968 als erstes Museum im Kulturforum eröffnet. Die Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts ist dort mit bedeutenden Werken vertreten. Die Sammlung umfaßt Werke verschiedener Ausrichtungen wie Expressionismus (u.a. "Brücke": Kirchner, Schmidt-Rottluff), "Bauhaus" (u.a. Feininger, Klee, Schlemmer), "Neue Sachlichkeit" (u.a. Dix, Grosz), die Kunst der Nachkriegszeit (u.a. "Cobra", Ernst, Gruppe Zero, Picasso). In der Neuen Nationalgalerie werden Ausstellungen von internationalem Rang veranstaltet.
Mit 4.900 Quadratmetern Ausstellungsfläche und ca. 800 Metern Wandfläche bietet das Haus eine Geräumigkeit, die von außen nicht vermutet wird. Die große Glashalle des Obergeschosses und Teile des Untergeschosses werden für Sonderausstellungen genutzt.
Für Interessenten der Objektkunst finden sich Skulpturen im Außenraum: Sie umgeben das Gebäude und befinden sich auch in dem westlich angrenzenden, auf Anfrage zugänglichen Skulpturengarten. In lockerer, entspannter Umgebung erhält der Besucher einen Überblick über bedeutende Plastik zwischen Figuration und Abstraktion.