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Mitglied der Geschäftsleitung - Projektleiter - Bauingenieur
Juwelier Manufaktur in Le Locle
- Wettbewerb
- Projektierung
- Ausführung
- Realisation
Die Gruppe Richemont hat eine neue Fabrik gebaut, die in Le Locle Schmuckstücke herstellen soll. Das Gebäude ist oberhalb der Stadt errichtet worden, auf einem natürlichen Plateau in fast 1000 m Höhe. Um das Gebäude harmonisch in die Landschaft und die bauliche Umgebung zu integrieren, ist die Höhe begrenzt worden, und es sind über 40’000 m³ Erdreich abgetragen worden, um die Grundfläche für das Erdgeschoss zu planieren.
Das Gebäude umfasst drei Etagen, und die vertikalen Bewegungen erfolgen über einen grossen Innenhof in der Mitte. Die überbaute Fläche ist ein 90 m langes und 80 m breites Rechteck. Das Erdgeschoss ist als Sockel konzipiert, der aus einer Sichtschutzwand aus vorgefertigten Betonsäulen besteht.
Die Decke der Produktion liegt auf dem Parkhaus auf, wo die Stützen aus Gründen des Innenausbaus ca. 6 m voneinander entfernt liegen. Die Nutzlast von 1’000 kg/m² wird von einer 45 cm starken Stahlbetonplatte aufgenommen. Das Trägerraster ist auf Spannweiten von 14.40 m in den Hallen und 18.20 m im zentralen Bereich vergrössert worden. Diese Änderung der Spannweiten hat zur Folge, dass manche Stützen im Geschoss nicht in der Flucht mit dem Tragwerk des Parkhauses liegen. Die Decke wird deshalb an manchen Stellen durch 85 cm starke Träger verstärkt.
Die Decke über der Produktionsetage soll die grossen Spannweiten überqueren, wobei deren Stärke begrenzt sein soll. Sie wird als 75 cm hohe Kassettendecke aus Beton ausgeführt. Die Kassetten bilden mit Drahtseilen vorgespannte Rippen, die einer geradlinigen Spur folgen. Neben der Lastaufnahme auf den Stützen und in der Feldmitte bietet die Vorspannung hier die Möglichkeit, den Bedarf an minimaler Bewehrung gegen Risse in Grenzen zu halten. Diese Bauweise erlaubt eine sparsame Verwendung von Beton und führt zu einem entsprechenden Eigengewicht, wobei die statische Höhe eingeschränkt wird.
In der Mitte des Gebäudes befindet sich ein grosser Innenhof. Er enthält eine monolithische Treppe aus Stahlbeton, bei der alle Treppenläufe als Auskragung um zwei Hauptmauern herum eingebaut sind. Diese Treppe ist mit den Gängen im Gebäude durch Metallstege aus 16 cm hohen orthotropen Metallplatten mit einer Gesamtlänge von 14.40 m verbunden. Die Decke des Innenhofs bildet ein Glasdach, das mit Hilfe von darunter befindlichen Metallrahmen befestigt ist, wodurch das Tageslicht mitten in das Gebäude einfallen kann.Teilen