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Kinderwunsch: Untersuchungen beim Mann
Der Arztbesuch beginnt mit der Erhebung der Krankengeschichte. Zunächst wird die aktuelle Situation des Mannes analysiert. Für die Diagnostik sind ausserdem Vorerkrankungen und regelmässige Medikamenteneinnahmen sowie Auskünfte zum Nikotin- und Alkoholkonsum relevant.
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Untersuchungen bei Kinderwunsch
Um die Hormonspiegel zu bestimmen, muss Blut abgenommen werden. Anschliessend werden die Werte für Testosteron, LH, FSH, SHBG, Prolaktin und TSH ermittelt. Daraus lassen sich endokrinologische Ursachen ablesen. Gegebenenfalls wird ein GnRH-Test durchgeführt. Dabei wird getestet, ob die Hirnanhangsdrüse auf GnRH regelrecht reagiert. Eine direkte Bestimmung von GnRH im Blut ist aufgrund der pulsatilen Freisetzung und der nur kurzen Halbwertszeit nicht zuverlässig.
Untersuch Hoden
Mittels Ultraschall kann der Hoden näher betrachtet werden. Zum Beispiel kann das Hodenvolumen bestimmt werden. Zu kleine Hoden können auf hormonelle Störungen hinweisen. Ausserdem können strukturelle Veränderungen aufgespürt werden, zum Beispiel eine Varikozele, bei der ein Venenkonvolut erweitert ist. Eventuell ist eine Probenentnahme aus dem Hoden (Biopsie) notwendig, bei der mit einer feinen Nadel ein Zylinder aus dem Hodengewebe entnommen wird, damit dieses unter dem Mikroskop untersucht werden kann.
Untersuch Sperma
Für die Untersuchung des Spermas benötigt der Arzt eine Sperma-Probe des Mannes. In der Probe können zum einen die Spermien auf Anzahl, Aussehen und Beweglichkeit überprüft werden, zum anderen kann das Volumen, die Konsistenz, der pH-Wert und der Fructose-Gehalt in der Samenflüssigkeit bestimmt werden. Spermien benötigen Fructose als Energieträger, um sich fortbewegen zu können. Ebenso wären Antikörper gegen Spermatozoen im Ejakulat nachweisbar.
Bei einer Vasographie des Ductus deferens wird der Gefässverlauf mit einem Kontrastmittel dargestellt, um die Durchgängigkeit des Samenganges zu überprüfen.
Wenn Verdacht auf eine genetische Erkrankung besteht, kann die DNA von weissen Blutkörperchen untersucht werden. Je nach Verdachtsdiagnose wird eine Analyse der Chromosomen oder einzelner Gene vorgenommen.
Ist Infertilität behandelbar?
Ob Infertilität behandelbar ist, hängt von der Ursache ab. Liegt die Ursache in sexuellen Funktionsstörungen wie erektiler Dysfunktion oder Ejaculatio praecox, lässt sich die Infertilität zum Beispiel mittels Psychotherapie, Sexualtherapie oder medikamentös mit PDE-5-Hemmer oder einer Schwellkörperautoinjektionstherapie (SKAT) therapieren.
Empfehlenswert ist es, mögliche Auslöser zu meiden. Dazu gehören vor allem Nikotin und Alkohol, aber auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Zeugungsfähigkeit.
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