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Genossenschaft
Jahresbericht
Der Verwaltungsrat der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft bestimmt die Philosophie und die Ausrichtung der Gruppe Mobiliar. Darüber hinaus legt er die Grundsätze für die Positionierung in der Öffentlichkeit fest.
Delegiertenversammlung
Die ordentliche Delegiertenversammlung des Jahres 2021 wurde, gestützt auf die Covid-19-Verordnung 3 des Bundesrates, auf dem schriftlichen Weg durchgeführt. Dabei genehmigten die Delegierten den Geschäftsbericht der Genossenschaft, die Jahresrechnung 2020 sowie den Lagebericht. Sie nahmen ausserdem Kenntnis vom Abschluss der Genossenschaft gemäss dem anerkannten Standard zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER. Ferner entschieden die Delegierten über die Verteilung des Bilanzgewinns und erteilten dem Verwaltungsrat Entlastung.
Weiterführende Informationen:
Als Mitglieder des Verwaltungsrats wurden für eine Amtsdauer von drei Jahren Dr. Beat Brechbühl, Gabriele Eick und Jürg Stöckli sowie für eine Amtsdauer von einem Jahr Dr. Martin Michel wiedergewählt. Neu gewählt für eine Amtsdauer von drei Jahren wurden Paul Philipp Hug (Meggen) und der frühere CEO Markus Hongler (Zürich). Als Revisionsstelle für das Geschäftsjahr 2021 wurde erneut die KPMG AG, Zürich, gewählt.
Zu Informationszwecken wurde für die Delegierten am 19. Mai 2021 ein Livestream durchgeführt, an welchem sie über die Resultate der schriftlich durchgeführten Abstimmungen und Wahlen der Delegiertenversammlung informiert wurden.
Bereits im Herbst 2019 hatte der Verwaltungsrat der Genossenschaft seine Absicht erklärt, den Delegierten im Mai 2021 die Wahl Markus Honglers in den Verwaltungsrat zu beantragen. Dies mit der Intention, dass Markus Hongler im Frühling 2022 das Präsidium des Verwaltungsrats von Urs Berger übernehmen wird. An der Delegiertenversammlung 2021 sprach sich nur eine knappe Mehrheit der Delegierten für die Wahl Markus Honglers in den Verwaltungsrat aus. Gestützt darauf entschied dieser, für das Verwaltungsratspräsidium nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Aufgrund der neuen Ausgangslage und um den zeitlichen Rahmen flexibel zu halten, erklärte sich Urs Berger bereit, sich anlässlich der Delegiertenversammlung im Frühling 2022 für ein weiteres Amtsjahr bis 2023 zur Verfügung zu stellen. Im Herbst des Berichtsjahres förderte und pflegte das Unternehmen mit zusätzlichen Informationsanlässen für die Delegierten in vier Regionen der Schweiz den Dialog im kleineren Kreis.
Weiterführende Informationen:
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat traf sich 2021 zu vier Sitzungen, welche teilweise in digitaler Form abgehalten wurden.
Frühjahrssitzung und Sitzung im Juni
In seiner Frühjahrssitzung bereitete der Verwaltungsrat die Geschäfte der Delegiertenversammlung vor und nahm den Tätigkeitsbericht des Verwaltungsrats der Schweizerischen Mobiliar Holding AG sowie die Berichterstattung der Geschäftsleitung zum Geschäftsjahr 2020 entgegen. Zudem wählte der Verwaltungsrat alle Mitglieder des Positionierungsausschusses sowie des Governance-Ausschusses der Genossenschaft für eine Amtsdauer von einem Jahr wieder. Erläuterungen zu den Aufgaben des Governance-Ausschusses finden sich im Kapitel Corporate Governance. Der Verwaltungsrat wählte ausserdem Matthias Morgenthaler (Bern) für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren als Mitglied des Stiftungsrats der Jubiläumsstiftung der Genossenschaft. Neu in dieses Gremium gewählt wurde Michèle Rodoni (Bougy-Villars).
Unter dem Traktandum Positionierung der Genossenschaft genehmigte der Verwaltungsrat das halbjährliche Reporting zu den Positionierungsaktivitäten.
An der anschliessend an die Verwaltungsratssitzung durchgeführten Generalversammlung der Schweizerischen Mobiliar Holding AG übte der Verwaltungsrat die Rechte der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft als Alleinaktionärin aus. Dr. Barbara Rigassi und Nicola Thibaudeau wurden für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren als Mitglieder des Verwaltungsrats gewählt. Für dieselbe Zeitspanne neu gewählt wurde Markus Hongler (Zürich). Als Revisionsstelle für das Geschäftsjahr 2021 wiedergewählt wurde die KPMG AG, Zürich. Die Generalversammlung genehmigte die Konzernrechnung 2020 der Gruppe sowie die Jahresrechnung 2020 der Schweizerischen Mobiliar Holding AG und deren Gewinnverwendung. Wie Anhang 1 zum Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance es vorsieht, nahm die Generalversammlung vom Vergütungsbericht und von den Bezügen der Verwaltungsräte der Holding, des CEO und der Mitglieder der Geschäftsleitung Kenntnis.
Im Juni des Berichtsjahres wurde der Verwaltungsrat im Rahmen einer zusätzlichen Sitzung über das weitere Vorgehen hinsichtlich der Nachfolge im Verwaltungsratspräsidium der Mobiliar orientiert.
Weiterführende Informationen:
Sitzung im September
An der Herbstsitzung informierte die Geschäftsleitung den Verwaltungsrat über die Entwicklungen im zweiten Quartal und den Semesterabschluss. Der Verwaltungsrat genehmigte ferner das halbjährliche Reporting zu den Positionierungsaktivitäten. Weiter nahm er von den zu unterstützenden Klimaschutzprojekten Kenntnis und beschloss, die Klimaschutzprojekte bis auf Weiteres auf die Bereiche Wald und Hochmoore sowie Technologie und Nachhaltigkeit zu fokussieren.
Sitzung im November
Anlässlich der Novembersitzung befasste sich der Verwaltungsrat wie üblich vertieft mit verschiedenen Positionierungsthemen. Er stimmte der Vertragsverlängerung der Partnerschaft zwischen der Mobiliar und dem Locarno Film Festival für die Jahre 2023 bis 2025 zu. Ferner genehmigte er das Budget für die Positionierungsaktivitäten für das Jahr 2022.
Positionierungsausschuss
Der Positionierungsausschuss der Genossenschaft traf sich im Berichtsjahr zu vier Sitzungen. Dabei bereitete er die in den Verwaltungsratssitzungen traktandierten Themen vor.
Weiterführende Informationen:
Jahresrechnung
Die Jahresrechnung der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft schliesst mit einem Gewinn von CHF 27.6 Mio. (Vorjahr CHF 27.5 Mio.) ab. Die Erfolgsrechnung beinhaltet den Beteiligungsertrag aus der Dividendenausschüttung von CHF 30.0 Mio. (wie Vorjahr), den Zinsertrag von CHF 1.2 Mio. (Vorjahr CHF 1.1 Mio.) auf gewährte Darlehen und von CHF 1.1 Mio. (Vorjahr CHF 1.2 Mio.) auf Kontokorrentforderungen sowie Aufwand und Steuern von CHF 4.7 Mio. (Vorjahr CHF 4.8 Mio.).
Das investierte Vermögen besteht hauptsächlich aus der Beteiligung an der Schweizerischen Mobiliar Holding AG und dem Darlehen gegenüber der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG in der Höhe von CHF 290.0 Mio. Das Umlaufvermögen beläuft sich auf CHF 26.3 Mio. (Vorjahr CHF 164.8 Mio.). Das Fremdkapital weist den Überschussfonds von CHF 113.0 Mio. (Vorjahr CHF 107.2 Mio.) auf. Davon sind für Präventionsprojekte CHF 17.7 Mio., für Grundlagenforschung CHF 6.8 Mio. sowie für weitere Themen CHF 22.2 Mio. reserviert. Das Eigenkapital (vor Gewinnverwendung) verharrte auf Vorjahresniveau bei CHF 960.7 Mio.
Gewinnverwendung
Die Gewinnverwendung wird im Anhang zur Jahresrechnung der Genossenschaft ausgewiesen. Der Verwaltungsrat beantragt der Delegiertenversammlung vom 20. Mai 2022, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn von CHF 87.7 Mio. gemäss diesem Vorschlag zu verwenden. Dabei werden insbesondere dem Überschussfonds wie im Vorjahr CHF 22.0 Mio. zugewiesen.