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Daten und Worte zu Akteuren des FC St. Gallen.
7. Januar 1998 bis 12. April 1999 als Spieler und im Kalenderjahr 2016 als Nachwuchstrainer im FCSG. -- 43 (35 NLA/4 Cup/4 UI-Cup) Spiele und 13 (8 NLA/2 Cup/3 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Februar 1998 beim 2:1 nach Verlängerung gewonnenen Cup-Achtelfinal in Sitten.
Hakan Yakin konnte von den Grasshoppers ausgeliehen werden, vorerst für ein halbes Jahr, als Ersatz für Erik Regtop. -- Obwohl er schon in seiner vierten NLA-Saison stand, kam er in der gut dotierten Mannschaft von Christian Gross nur wenig zum Einsatz. -- Im Espenmoos tankte er neue Moral, erzählte im März, dass Roger Hegi in zwei Monaten mehr mit ihm geredet hätte als seine Trainer in Basel und bei GC während seiner gesamten Zeit in diesen Klubs.
Förderer Roger Hegi
Hegi soll sich schon vor seinem Transfer zu GC um ihn bemüht haben. -- In St. Gallen war er auf Anhieb Stammspieler - erstmals in seiner Profikarriere. -- Ein erster Höhepunkt hätte der Cupfinal 1998 werden können. -- Hätte: im Halbfinal gegen den FC Lugano bereitete Hakan Yakin das 1:0 vor und erzielte das 2:0. -- Doch wegen einer Gelben Karte wegen Foulspiels war er für den Final gesperrt. -- Yakin konnte für eine weitere Saison ausgeliehen werden. -- Nach einem Tief meldete sich der Stürmer im Herbst ausgerechnet gegen GC zurück, traf beim 3:1- Heimsieg zum 2:1 und erzielte in den folgenden 4 Spielen weitere 4 Tore. -- Erlitt dann aber Ende Oktober eine Knie-Verletzung (Bänder), kehrte erst im Frühling wieder zurück und spielte nur noch fünf Mal in Grün-Weiss. -- Die Grasshoppers, inzwischen von Hegi trainiert, wollten Hakan Yakin zurück und kauften ihn aus dem Leihvertrag heraus.
Hakan Yakin setzte nun zu einer grossen Karriere an. Auch wenn der FCSG für ihn ein kleines Kapitel darin war: im Espenmoos wuchs er vom Talent zum geachteten Profi.
Zurück bei GC - und Basel
Bei den Grasshoppers bestritt Hakan Yakin bis Dezember 2000 54 NLA-Spiele und erzielte 22 Tore, im Februar 2000 debütierte er in der A-Nati. -- Die Zürcher wurden am Ende der Saison 2000/01 Meister, doch Hakan Yakin wechselte in der Winterpause zum FC Basel. -- 2002 klappte es auch für den FCB (nach 22 Jahren) und Hakan Yakin zum Meistertitel und zudem zum Cupsieg. -- Es folgte die bisher beste Champions-League-Saison eines Schweizer Teams mit der Qualifikation für die 2. Gruppenphase und mehreren glanzvollen Auftritten von Hakan Yakin. -- Dazu gabs 2003 den zweiten Cupsieg. -- Nun war er international gefragt.
Wenig Glück im Ausland
Ende Juli 2003 unterschrieb er schliesslich bei Paris St-Germain für 4 Jahre, doch kurz nach seiner Ankunft bemängelte Trainer Vahid Halilhodzic mangelnde Fitness, es folgten eine (in Eigenregie veranlasste) Leistenoperation, juristische Streitereien, und noch Ende August die Auflösung des Vertrags und die Rückkehr zum FC Basel. -- Doch die nächste Transferperiode brachte "Hatsch" erneut ins Gespräch, Ende Januar 2004 klappte es mit dem VfB Stuttgart. -- Im Juli erfuhr er, dass der VfB nicht mehr mit ihm plane. -- Gerade noch ein Bundesliga-Spiel bestritt er in seiner zweiten Halb-Saison mit den Schwaben (total 9 BL-Spiele). -- Im Januar 2005 machte schliesslich Galatasaray Istanbul das Rennen unter den zahlreichen Interessenten. -- Doch auch bei "Gala" wurde er nicht richtig glücklich.
Zweiter Frühling in Bern - und ein dritter in Luzern
Im Sommer 2005 kehrte Yakin in die Schweiz zurück und unterschrieb bei den Young Boys. -- Mit YB blühte er wieder auf und half mit, die Berner wieder zum ernsthaften Titel-Kandidaten zu machen. -- Zum Abschluss seiner YB-Zeit Torschützenkönig mit 24 Goals. -- Nach der für ihn selbst erfolgreichen Euro 08 wagte sich Hakan Yakin erneut zu einem Auslandtransfer und unterschrieb bei Al Gharafa in Katar. -- Der Klub war zuvor Meister geworden. -- zur Jahreswende gab es erste Missstimmungen zwischen ihm und dem Klub, im Frühling spielte er nur noch selten. -- Schliesslich wechselte Hakan Yakin im Sommer 2009 zum FC Luzern. -- Beim FCL, der vor seiner Ankunft knapp dem Abstieg entging, sorgte er auf Anhieb für Höhenflüge. -- Luzern beendete die erste Saison mit Hakan Yakin als Vierter und bestritt die Qualifikakation zur Europa League. -- Im Dezember 2010 "Wintermeister". -- Im Frühling 2011 wurde in Luzern Trainer Rolf Fringer entlassen, nicht zuletzt, weil er Hakan Yakin als Captain abgesetzt hatte. Der FCL verpflichtete Hakans Bruder Murat als Trainer, der in Thun für viel Aufsehen sorgte. -- Luzern startete erfolgreich in die Saison mit dem neuen Stadion, doch das Brüderpaar blieb nicht lange zusammen.
Grosse Projekte im Tessin und in Zug
Anfang Oktober überraschte Hakan Yakin wieder einmal die Fussball-Schweiz und kündete per Januar 2012 seinen Wechsel zur AC Bellinzona in der Challenge League bekannt. -- Dort soll er nicht nur als Spieler, sondern auch als Botschafter tätig sein, nicht zuletzt für das Stadionprojekt der ACB. -- Im Januar wurde zudem bekannt, dass Hakan Yakin als Verwaltungsrat der neuen "Zug 94 Sports & Entertainement" für den in die 2. Liga interregional abgestiegenen Verein Botschafter sein wird. Zusammen mit seinem (Zuger) Bellinzona-Trainer Martin Andermatt. Investiert hatte auch Bellinzonas Präsident Gabriele Giulini. -- Als die AC Bellinzona am Ende der Saison 2013 keine Lizenz mehr erhielt (und schliesslich Konkurs ging) beendete Hakan Yakin seine Karriere.
Trainerlaufbahn
Anfang 2014 wurde er bei Zug 94 Nachwuchstrainer. -- Im Dezember 2015 wurde seine Rückkehr zum FCSG bekannt gegeben: Er übernahm die U18 von Kristijan Djordjevic, der aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste. -- Im Sommer 2016 stieg Yakin auf, war neu für die in die 1. Liga abgestiegene U21 verantwortlich. Diese führte er an die Ranglistenspitze heran. Trotzdem beendete er im Dezember sein Engagement im FCSG. Der Aufwand der täglichen Fahrten von Zug nach St. Gallen wurden ihm zuviel. -- Anfang Januar 2017 entsprach er dann dem Wunsch seines Bruders Murat, dessen Assistent beim FC Schaffhausen in der Challenge League zu werden.
87 Länderspiele
In der Nationalmannschaft war Hakan Yakin immer wieder umstritten, obwohl er oft der Spieler war, von dem Entscheidendes ausging. -- Total 87 Länderspiele und 20 Tore. -- Sein Debüt in der Nati gab Hakan Yakin am 19. Februar 2000 in Muscat gegen Oman. In der 77. Minute eingewechselt, traf er in der 89. Minute zum 4:1-Endstand. -- In allen drei Spielen der EM-Endrunde 2004 eingesetzt. -- Zur WM 2006 erst achträglich aufgeboten und dann in drei Spielen im Einsatz. -- An der EM 2008 Schütze aller drei Schweizer Tore. -- An der WM 2010 zweimal eingewechselt. -- Somit an vier Endrunden 11 Spiele, womit er in der Schweizer Nati Rekordhalter ist. -- Davor (auch in seiner St. Galler Zeit) 24 U21-Länderspiele, 12 Tore.
Erste Stationen und Familie
Hakan Yakin kam aus den Junioren des FC Concordia Basel, wurde damals auch "Gerd Müller aus Münchenstein" genannt. -- Im Winter 1995 sollte er sowohl das Trainingscamp des FC Basel als auch der Grasshoppers bestreiten, auch der FC Bayern München und Eintracht Frankfurt bemühten sich um Hakan Yakin. -- Schliesslich entschied er sich für den FCB. -- Fulminantes NLA-Debüt am 12. April 1995 gegen Lausanne-Sports: in der 60. Minute für Alexandre Rey eingewechselt, traf er mit der ersten Ballberührung per Kopfball zum 3:0 (am Ende 5:0-Sieg). -- Bis 1997 bei seiner ersten Profi-Station 68 NLA-Spiele und 13 Tore für den FC Basel.
Bruder Murat Yakin war als Profi bei den Grasshoppers, gemeinsam mit Murat im FC Basel, und auch im VfB Stuttgart, 1. FC Kaiserslautern und bei Fenerbahçe Istanbul. -- Nach der Karriere Assistenztrainer bei Concordia Basel und den Grasshoppers, als Trainer kurzzeitig im FC Frauenfeld und zwischen 2009 und 2011 im FC Thun. -- Murat Yakin bestritt 49 Länderspiele. -- Halbbruder Ertan Irizik startete seine Karriere ebenfalls im FC Concordia Basel und fand über den FC Basel zum FCSG, für den er jahrelang aktiv war. -- Irizik war auch über all die Jahre die Konstante unter den verschiedenen Beratern Hakan Yakins.