Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03203.jsonl.gz/1317

Alfred Bekker hat (ähnlich wie Larry Lash) ziemlich viele Bücher geschrieben. Gemäss Wikipedia sind’s aktuell über 350. Dazu kommen noch über tausend Kurzgeschichten. Ein Fliessbandschriftsteller, wie er im Bilderbuche steht. Wie bei Lash bleibt aber leider auch bei Bekker die Qualität weitgehend auf der Strecke. Die Geschichte ist platt, die Dialoge nicht selten dämlich und es gibt schlicht zu viele Schreibfehler.
Der Roman erzählt die Geschichte einer militärischen Sondereinheit der UNO. Es gibt den Verdacht, dass ein geheimes Konsortium in der Antarktis unterirdische Atombombentests durchführt. Das könnte zu einem Abbrechen grosser Eismassen führen, was einen Tsunami in nie dagewesener Dimension auslösen könnte. New York wäre bald darauf unter Wasser, viele andere Städte logischerweise auch. Mark Haller und der Rest des Teams – Haller ist Deutscher, Bekker auch, deshalb ist er wohl die Hauptfigur – werden abgesetzt und versuchen, weitere Bombentests zu verhindern und die Anlage aufzuspüren. In umgekehrter Reihenfolge natürlich.
Weiterlesen
Wär’s ein Film, würde man sowas wohl als Action-Komödie bezeichnen. Auf jeden Fall ist es kein typischer Ludlum, was wohl damals auch die Verleger dachten und den Roman unter Pseudonym veröffentlicht haben wollten. Darum hatten die ersten Leser einen Michael Shepherd Roman vor sich. Und so hiess dann auch die Firma, die von MacKenzie Hawkins gegründet wird. Deren Zweck soll es sein, die Entführung des Papstes zu finanzieren und die Lösegeldabwicklung zu bewerkstelligen.
Vierzig Millionen Dollar wurden dafür veranschlagt. Das Geld hat Hawk, wie MacKenzie genannt wird, allerdings nicht selber. Sondern er “besorgt” es sich zu je einem Viertel von unterschiedlichen Ganoven. Die konfrontiert er mit Wissen über ihre illegalen Machenschaften, die an die Öffentlichkeit gelangen, wenn sie nicht je 10 Millionen investieren würden. Dass die Firma gar nie wirklich gegründet wird, erfahren die Kriminellen, die panikartig ihr Geld locker machen, nicht. Den eigentlichen Geschäftszweck natürlich auch nicht.
Weiterlesen
Die regelmässige Möglichkeit, bei Amazon kostenlose E-Books zu “kaufen”, ist verlockend. Da langt man auch mal zu, man kann ja ausser Zeit nicht viel verlieren. “Marions letzte Party” ist so ein Titel, den ich mir kostenlos reingezogen habe. Das Cover hätte mich misstrauisch machen sollen. Aber der Titel war auf der Amazon-Bestseller-Liste. Zwar auf derjenigen der kostenlosen Titel, aber immerhin. Und der Roman war kostenlos. Ich meine, was kann ich schon verlieren?
Nun, Dieter Adam war früher jahrzehntelang Leader einer Klamauk-Schlagerband. Das muss zwar nicht unbedingt schriftstellerische Fähigkeiten ausschliessen, lässt sie aber auch nicht als zwingend vorhanden erscheinen. Das sind sie auch nicht. Vorhanden, meine ich. Doch der Reihe nach.
Weiterlesen
Francesco Ferrari ist Kommissär bei der Polizei der Stadt Basel. Nur da gibt’s in der Schweiz noch polizeiliche Kommissäre. Und in Basel spielt auch die Geschichte, die sich die Autoren, die hinter dem Pseudonym Anne Gold stecken, ausgedacht haben. Auf der Rheinfähre wird frühmorgens ein Toter entdeckt, der sich als berühmter Künstler herausstellt. Mehr weiss der Leser nicht. Und die Polizei auch nicht.
Ferrari muss den Fall übernehmen und seine ohnehin geringe Motivation sinkt, sobald er erfährt, in welchen Kreisen der Künstler Brehm verkehrte. Reichtum und Macht strahlt von der alteingesessenen Basler-Pharma-Familie aus, die rasch ins Visier der Ermittlungen kommt. In dieser Welt zwischen Sein und Schein fühlt sich der liebenswerte und sympathische Kommissär nicht nur überhaupt nicht wohl, sondern auch nicht so richtig zurecht. Arroganz, Intrigen und Eifersucht – daraus lässt sich ein netter Motiv-Cocktail mixen. Doch Ferrari findet nur sehr spärlich Spuren, die scheinbar zum Ziel führen, um nur kurz danach festzustellen, dass doch alles anders ist.
Weiterlesen
Die Montagsfrage von Buchfresserchen will wissen, ob unter den gelesenen Büchern im ersten Quartal schon ein Highlight dabei war. Das lässt sich eigentlich ziemlich schnell beantworten. Nämlich mit einem Blick auf meine Lektüreübersicht 2018.
Die Top-Bewertung mit Sternen habe ich bislang doch schon zweimal vergeben. Zum Einen ist da der Spion-Thriller “Red Sparrow“, bei dem ich mich schon auf die Fortsetzungen freue. Zum Anderen aber auch “Die Namen des Todes”, der Start zu einer weiteren Reihe von Marcus Hünnebeck um den Kommissar Robert Drosten. Zu letzterem habe ich die Rezension noch nicht veröffentlicht, deshalb fehlt der Link noch.
Für mich bedeutet jedoch nicht nur ein gutes Buch ein Highlight.
Weiterlesen