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Rücksichtslosen und waghalsigen Bankern könnten in Grossbritannien künftig Gefängnisstrafen drohen. Schatzkanzler George Osborne unterstützte einen entsprechenden Vorschlag einer Kommission, die Konsequenzen aus der Bankenkrise ausgearbeitet hatte.
Demnach sollen auch Boni-Zahlungen strenger kontrolliert werden. Entsprechende Gesetze sollen im Herbst vorgelegt werden. «Die Regierung ist entschlossen, die Standards im Bankensektor zu heben und ein stärkeres und sichereres Bankensystem zu schaffen», sagte Osborne.
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So soll der neue Straftatbestand des «rücksichtslosen Fehlverhaltens» von Bankern in hohen Positionen geschaffen werden. Wer dessen schuldig befunden wird, dem droht auch eine Haftstrafe.
Mit Blick auf Boni soll unter anderem festgelegt werden, dass diese zu hundert Prozent zurückgezahlt werden müssen, falls Banken vom Staat gerettet werden. Zudem sind Massnahmen für einen besseren Wettbewerb vorgesehen, darunter zum Beispiel die Möglichkeit, schneller Konten bei Banken zu wechseln.
Opposition kritisiert
Osborne wandte sich gegen die Vorschläge der Kommission, die Organisation UK Financial Investments (UKFI) abzuschaffen, die die Anteile des britischen Staates an der Royal Bank of Scotland und der Lloyds Banking Group verwaltet.
Die Kommission hatte kritisiert, die Regierung übe über diese zu viel Einfluss aus. Die Opposition erklärte, die Pläne seien nicht weitreichend genug.
(vst/awp)