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Isolationsarbeiten
FallbeispieleKleine Arbeiten rund um die Gebäudeisolation können die Energierechnungen ansehnlich senken.
Problembeschreibung
L’Hôtel des Sources ist ein von Juni bis Mitte April geöffneter Drei-Sterne-Betrieb mit 120 Betten und einem Restaurant mit 30 Tischen. Das Hotel befindet sich im Ferienort Les Diablerets auf 1200 Metern Höhe. Das Gebäude mit Baujahr 1984 wurde 1989 sowie 1999 renoviert. 2005 wurde das Hotel durch das Hochwasser des nahen Flusses in Mitleidenschaft gezogen und war während 17 Stunden überflutet. Der daraus entstandene Schaden betrug rund eine Million Franken.
Der Direktor des Hotels, Patrick Grobéty, ist ein äusserst umweltbewusster Mensch. Er hatte bereits von den von Romande Energie durchgeführten Audit gehört und profitierte im Rahmen eines Schreibens zum Thema von diesem Angebot. Er war sich zwar keiner besonderen Probleme in seinem Betrieb bewusst, insbesondere nicht nach den ausgeführten Unterhaltsarbeiten, aber er war überzeugt davon, dass eine solche Massnahme weitere Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen könnte.
Und tatsächlich wurden durch die vertiefte vom zuständigen Ingenieur von Romande Energie durchgeführte Gebäudeanalyse grosse Mängel bei der Isolation festgestellt. Auch konnten Verbesserungsvorschläge für die Energieperformance des Gebäudes aufgeführt werden. Der Bericht wurde durch konkrete Angebote zu den vorgeschlagenen Massnahmen ergänzt, und die entsprechenden Arbeiten konnten ohne Verzögerung in Angriff genommen werden.
Lösung
Das Hauptproblem bestand in der ungenügenden Isolation. Wärmebilder des Gebäudes förderten insbesondere bei der Dachverglasung grosse Wärmeverluste zu Tage. Ein Verdeck aus Holzplatten schaffte hier unkompliziert Abhilfe und wirkt sich äusserst positiv auf die Energierechnung aus.
Ausserdem wurde empfohlen, die Isolation zwischen dem Dach und dem oberen Ende der Gebäudemauern auszustopfen, da die Luft unter dem Dach vermutlich als Folge der zusammengedrückten ursprünglichen Isolation entwich. Auch diese Arbeiten konnten unverzüglich umgesetzt werden, und sogar das Hotelpersonal konnte damit beauftragt werden.
Die weiteren Vorschläge aus dem Bericht betreffen die Senkung des Stand-by-Verbrauchs und der Hotelinnentemperatur. Beim Stand-by wurde darauf hingewiesen, dass der Stromverbrauch auch während der Betriebsferien des Hotels hoch bleibt, was beweist, dass die Apparate im Stand-by-Modus relativ viel Energie verbrauchen. Diese Geräte müssen also vollkommen abgestellt werden. Die Hotelleitung hat diese Massnahme sofort umgesetzt.
Es wurde empfohlen, die Hotelinnentemperatur um ein Grad zu senken. Die Hotelleitung hat beschlossen, diese Temperaturempfehlung zu befolgen und die Heizung baldmöglichst zurück zu drehen, ohne den Komfort der Gäste zu beeinträchtigen.
Kosten-Nutzen Rechnung
|Vorgeschlagene Verbesserungen||Kapitalrücklaufzeiten (Anz. Jahre)|
|Isolation aller dreieckigen Verglasungen unter dem Dach (7 Stk.)||3.3|
|Stopfen der Isolation zwischen dem Dach und dem oberen Ende der Gebäudemauern||schnell|
Beschreibung der Qualitätsverbesserung und der Vorteile
Dank der verbesserten Isolation konnte Patrick Grobéty schon bald bedeutende Einsparungen bei seiner Heizölrechnung feststellen. Die Arbeiten wurden im November 2008 durchgeführt. Der Heizölverbrauch sank von ursprünglich 36'260 Litern von Mai 2007 bis April 2008 auf 33'430 Liter zwischen Mai 2008 und April 2009, also um fast 8%. Diese Senkung ist alles andere als gering, und die Umsetzungekosten waren minim.
Abgesehen vom finanziellen Aspekt trägt die verbesserte Isolation zu einem grösseren Komfort im Gebäudeinnern bei.
Sonstiges
Als umweltbewusster Mensch ist Patrick Grobéty der Energie-Agentur der Wirtschaft beigetreten und beteiligte sich an der Gründung der Vereinigung der Waadtländer Hotelbetriebe innerhalb der Agentur. Deshalb hat er sich auch dafür eingesetzt, bestimmte Kriterien im Bereich der nachhaltigen Entwicklung zu erfüllen. Sein Betrieb erhielt ein Zertifikat für sein Engagement zum Klimaschutz und zur Reduktion der CO2-Produktion.
Patrick Grobéty möchte dieses Umweltdenken mithilfe eines Marketingplans rund ums Thema Umwelt vermarkten. Er ist überzeugt davon, dass die Gäste immer umweltbewusster denken und handeln.
Details
Basis für die Kostenberechnung gemäss der zur Zeit des Audits geltenden Preise.
|Vorgeschlagene Verbesserungen||Investitionen in CHF||Jährl. Gewinn Heizöl (Liter/Jahr)||Jährl. Einsparpotenzial (CHF/Jahr)|
|Isolation aller dreieckigen Verglasungen unter dem Dach (7 Stk.).||7'000.-||2'215||2'114.-|
|Stopfen der Isolation zwischen dem Dach und dem oberen Ende der Gebäudemauern||Gemäss Kostenvoranschlag||468||500.-|