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Liebe ist, genau wie Pflege, kein unschuldiges Wort. In diesem Zusammenhang einen Ort der Nicht-Arbeit auszurufen, mag wie ein schwacher und müder Seufzer erscheinen. Allerdings befindet sich diese Zone in Zürich in der Schweiz. Der Reichtum dieser Stadt rührt zum Teil von der Textilindustrie und ihren vielfältigen Verwicklungen mit kolonialer, rassistischer, klassenbezogener und geschlechtsspezifischer Gewalt her. Wir erinnern uns an die Vergangenheit dieses Ortes, um immer wieder die gleichen alten Fragen zu stellen: Welche Tätigkeiten werden als wertvoll genug angesehen, um als “Arbeit” bezeichnet zu werden? Wer leistet die nie endende und immer unsichtbare Arbeit der Liebe, der Emotionen und der Fürsorge? Was ist der Preis für diese Unsichtbarkeit und wer bezahlt sie? Welche Infrastrukturen müssen aufgebaut werden, um die am meisten gefährdeten Personen zu schützen?
Arbeit steht weit vorne in Fragen der Identitätsfindung. Somit ist die Beherrschung von Gefühlen im Zusammenhang mit der eigenen Tätigkeit zu einer wichtigen Fähigkeit geworden, wenn nicht sogar zu einer ganzen Reihe von Fähigkeiten, die mitunter zum Job dazu gehören. Soft Skills. Sowohl Liebe als auch Fürsorge werden so zu Schlüsselbegriffen, zu Schlüsselkapazitäten. Kathie Weeks hat einen Aufsatz mit dem Titel “Down with Love” geschrieben, in dem sie sich auf Stimmen feministischer Kritik aus den 1970er Jahre an der Romantisierung von Liebe stützt, um zeitgenössischce Managementdiskurse über Liebe und Glück am Arbeitsplatz zu untersuchen. Hier ist ein Auszug. Viel Spaß.
“Do what you love, they preach; learn how to love your work in ten easy steps. Fall back in love with your job. Learn even to love the work you hate. The future of work is happy.
(…)
In the end it is not really about loving work so much, it would seem, as it is about fashioning oneself into someone who can love one’s work, or at least has the infective aura of someone who does.”
Kathi Weeks: “Down with Love: Feminist Critique and the New Ideologies of Work” in; WSQ: Precarious Work, vol. 45, no. 3&4, 2017.
Love
Liebe ist, genau wie Pflege, kein unschuldiges Wort. In diesem Zusammenhang einen Ort der Nicht-Arbeit auszurufen, mag wie ein schwacher und müder Seufzer erscheinen. Allerdings befindet sich diese Zone in Zürich in der Schweiz. Der Reichtum dieser Stadt rührt zum Teil von der Textilindustrie und ihren vielfältigen Verwicklungen mit kolonialer, rassistischer, klassenbezogener und geschlechtsspezifischer Gewalt her. Wir erinnern uns an die Vergangenheit dieses Ortes, um immer wieder die gleichen alten Fragen zu stellen: Welche Tätigkeiten werden als wertvoll genug angesehen, um als “Arbeit” bezeichnet zu werden? Wer leistet die nie endende und immer unsichtbare Arbeit der Liebe, der Emotionen und der Fürsorge? Was ist der Preis für diese Unsichtbarkeit und wer bezahlt sie? Welche Infrastrukturen müssen aufgebaut werden, um die am meisten gefährdeten Personen zu schützen?
Are you
coming?
Are you coming? Die Protozone 6 ist eine Einladung, sich zu versammeln, Gäst*innen und Zeug*innen zu sein, gemeinsam.
programmiert von Michelangelo Miccolis
produziert von Cora Gianolla und nick von kleist
in Zusammenarbeit mit zürich moves! Forever imbricated
Hard-
breakes
Video Deutsch/English VideoFrançais/Espagnol Video Türkçe
/عربي
Anna Fries + Göksu Kunak
Produziert im Rahmen des About-us! Festivals.
Gezeigt im Rahmen von Tag der Offenen Fabrik
Die Shedhalle ist gerade im Umbau für die neue Protozone, deshalb öffnen wir die Hintertür für ein Videoscreening von „Hardbreakes“:
Alle Menschen kennen es: Sich etwas zu wünschen, das am Ende gar kein Glück mit sich bringt. Sei es in der Liebe, mit Zukunftsplänen oder bei der Suche nach Lösungen für Probleme – mit der Sehnsucht kann auch der Schmerz kommen.
Inspiriert von Lauren Berlant’s Buch «Cruel Optimisim» (Grausamer Optimismus) wurden Wollishofer*innen befragt nach ihren unerfüllten Wünschen und nach ihrem Umgang mit Herzschmerz. Die Gespräche sind im Video zu entdecken, das hier online zu sehen ist.
Zones
of Kinship,
Love
& Playbour
Lo-Intensity
10.06.-07.08.2022 > offen jeden Sa 14-20h & So 14-18h, plus weitere Öffnungszeiten auf Anfrage
Guided Tours mit Lucie Tuma:
Sa 06.08. 16:00
So 07.08. 16:00
und auf Anfrage
Wenn sich das ganze Leben um die Arbeit dreht – wie wäre es dann, wenn arbeiten ein bisschen mehr wie leben, oder wie etwas Lebendiges wäre?
Proto-
Club3:
Pre-
Serving
Lange Nacht der Museen, Performance von Byungseo Yoo & Video-Screening von Dominique Koch
Tickets bitte online kaufen über https://langenacht-zuerich.ch/
oder gratis fürs mitkochen anmelden über <email-pii>
Mit freundlicher Unterstützung von Kompotoi
Queer
Trust
Protozone8
QUEER TRUST ist eine Haltung, die aus dem Dazwischen schöpft und auf Vertrauen baut. Sie prägt seit 2020 die Arbeit an der Shedhalle als Raum für prozess-basierte Kunst und ist auch die Grundlage der Protozone8. Die Ausstellung zeigt künstlerische Arbeiten und Arbeitsweisen, die auf Beziehungen und Vorgänge jenseits fester Zuschreibungen vertrauen. Die beteiligten Künstler*innen teilen intime, verletzliche und offene, aber auch mutige Kunstwerke. Dabei befragen sie (Geschlechts-) Identitäten, aber auch künstlerische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Traditionen und Zuordnungen.
Öffnungszeiten:
HI-Intensity
16.-18.09.22
LO-Intensity
19.09.-04.12.22
offen jeden Sa 14-20h & So 14-18h
29.10. 20h
BEAST! Performance von Tarek Lakhrissi
04.-06.11. The Institute for embodied creative practices von Isabel Lewis
in Zusammenarbeit mit Josephine Baan, Nina Emge, Izidora l Lethe, Ceylan Öztrük, Tyra Wigg und internationalen Hochschulen
Tarek Lakhrissi
BEAST!
Diese Performance
“…beleuchtet die Bestialität als philosophisches und politisches Konzept, indem sie sich auf das Stigma stützt, das Queers und PoC historisch als monströs bezeichnet. Durch Lesungen meiner jüngsten romantischen/radikalen Gedichte, begleitet vom lyrischen Gesang von Makeda Monet und der elektronischen Musik von Victor da Silvas erforscht BEAST! utopische queere Leidenschaften, Rituale für Verlorene, dunkle Ecken, in denen man sich schützen kann, erotische Träume und … du wirst schon sehen. Alle Gedichte stammen aus meinem letzten Gedichtband LE SANG! (BLOOD!) veröffentlicht von Lafayette Anticipations.”
– Tarek Lakhrissi
The Institute for embodied creative practices
‘The Institute for embodied creative practices’ was hosted at Shedhalle by Isabelle Lewis from 3-6 of November during Protozone8 – Queer Trust.
We are grateful for the collaboration with Joseph Baan, Nina Emge, Izidora I LETHE, Juliette Uzor, Tyra Wigg, HGB Leipzig, HSLU Luzern, ZHdK Zurich and many more international art schools.
The Institute for Embodied Creative Practices is an ambulatory corpus of particular concerns and the sensorial methodologies for addressing them founded by artist and choreographer Isabel Lewis.
Lewis (*1981, Santo Domingo) is a US artist with Dominican roots. She studied literature, dance and philosophy and is now active in theater, dance and music. Her work expanded the field of contemporary art to include the format of Occasions. With persistent experimentation and research methods that emerge from bodily experiences, Lewis creates alternative forms of sociality between human and non-human actors. The artist’s body of work to date includes the formats Occurrences, Arrangements, Activations, Expanded Viewings, Sensory Parcours, as well as workshops, listening sessions, and lecture performances. The focus of her fundamentally collaborative practice is on affective bodily experiences that engage all the senses.
The Institute of Embodied Creative Practices was supported by Kanton Zürich Fachstelle Kultur & Callies Berlin
Curated by Philipp Bergmann & Thea Reifler
Becoming Justin Bieber
Sunny Pfalzer veranstaltete ihren ‘Becoming Justin Bieber’ Workshop, ein somatisches Tanz-Karaoke-Treffen, während des Zurich Art Weekend in der Shedhalle!
Vielen Dank an alle, die dabei waren. Gemeinsam entdeckten wir, wie sich die choreografischen Gesten von popkulturellen Musikvideos in unseren Körpern anfühlen. Indem wir uns in Zeitlupe ungeschickt anstellten, wurden wir alle zu unseren eigenen Versionen von Justin Bieber & Co. ♪
Assistenz Skulpturen: Nico Rueda
Fotos von Vaida Mikliusiene
Kuratiert von Philipp Bergmann & Thea Reifler
Protozone9 WEAK•END•OPERA
mit Selma Selman, Mikołaj Sobczak und Nicholas Grafia
Die Shedhalle bringt drei Künstler*innen für ihre erste grosse institutionelle Zusammenarbeit in der Schweiz zusammen. Selma Selman, Mikołaj Sobczak und Nicholas Grafia, befreundete Personen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund, werden eine zweiwöchige Residenzzeit in der Shedhalle verbringen. Gemeinsam werden sie eine Rauminstallation mit ihren Zeichnungen, Gemälden, Skulpturen und Videoarbeiten entwickeln.
Ausserdem werden sie an einer neuen Performance arbeiten, die am 16. und 17. Dezember aufgeführt wird und die Möglichkeiten des experimentellen und politischen Theaters auslotet. In Anlehnung an die absurde Performance und das humorvolle Spiel konzentrieren sie sich auf die soziale Realität. Sie greifen auf Erzählungen zurück, die von gesellschaftlich stigmatisierten Personen und ihrer körperlichen Geschichte, aber auch von ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrem Widerstand herrühren.
Kuratiert von Phila Bergmann & Thea Reifler
Kuratorische Assistenz: Vanessa Bosch
Grafik Design: Studio Yukiko
Öffnungszeiten:
HI-Intensity Phase:
16.12.2022-18.12.2022
LO-Intensity Phase:
19.12.2023 – 15.01.2023
Sa 14–20h & So 14–18h
Winter-
pause
Vielen Dank für ein wundervolles gemeinsames 2022! Die Shedhalle ist ab Mitte Januar 2023 geschlossen, aber der Prozess geht weiter. Immer. Wir freuen uns, Euch bald wiederzusehen.