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Joseph Küffner - Serenade für Flöte, Viola und Gitarre, op. 10Sa 30.Sep 2023 13.00
Erleben Sie deutsche Romantik in drei höchst unterschiedlichen Ausprägungen. Carl Maria von Weber ging mit seinem «Freischütz» bekanntlich als Begründer der deutschen romantischen Oper in die Musikgeschichte ein. Doch dieser Erfolg stellte sich nicht einfach so ein. Mit seiner früheren Oper «Rübezahl» wollte es nämlich nicht recht vorangehen; er hat sie auch nie vollendet und überarbeitete ‒ um die Musik zu retten ‒ die Ouvertüre dann neu unter dem Titel «Der Beherrscher der Geister». 27 Jahre später versprach Mendelssohn dem eminenten Geiger Ferdinand David ein neues Violinkonzert. Aber auch damit wollte es nicht so recht vorangehen, und Mendelssohn konnte es erst sechs Jahre später zum Abschluss bringen, wobei ihm Ferdinand David mit Rat und Tat zur Seite stand. Die Uraufführung im März 1845 wurde ein grosser Erfolg, und Ferdinand David meinte später nicht ganz uneigennützig: «Das Mendelssohn’sche Konzert würde nicht halb so viel gespielt werden, wenn es nur ein paar Stellen hätte, die gewagt oder unbequem sind. Es ist aber keine einzige drin, und ich darf wohl sagen: grâce à moi.» Noch einmal 25 Jahre später setzte Joachim Raff den Schlusspunkt hinter seine dritte Sinfonie. Ein romantischer Spätzünder sozusagen, der in vier Sätzen Empfindungen in der Natur musikalisch reflektiert ‒ wie einst Beethoven in seiner unsterblichen «Pastorale».