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Maca Fruchtbarkeitsmittel
Lepidium meyenii, zumeist als "Maca" bezeichnet, ist eine Nahrungs- und Heilpflanze aus den peruanischen Anden. Die Knollen haben einen hohen Nährwert, schmecken süsslich und werden gebacken, gekocht oder als Brei serviert. Als Heilpflanze wurde sie schon zu Zeiten der Inka als Fruchtbarkeitsmittel und gegen unterschiedlichste medizinische Probleme eingesetzt.
Was ist Maca?
Die Maca-Pflanze gehört zu den Kresse-Gewächsen. Je nach Farbe der Knolle wird beispielsweise zwischen rotem, schwarzem und gelbem Maca unterschieden. Maca wird bereits seit über 2000 Jahren in einer Höhe von 4000 bis 4400 Meter über dem Meeresspiegel angebaut, wo scharfe Winde, wechselnde Temperaturen und UV-Licht das Leben schwermachen. Die widerständige Pflanze trotzt diesen Bedingungen, indem sie ein Speicherorgan, die Hypokotyl-Knolle, bildet, in der viel Wasser und viele Nährstoffe aufbewahrt werden. Diese Knolle ist birnenförmig und etwa zehn bis vierzehn Zentimeter lang. In den Vereinigten Staaten von Amerika und in Europa wird Maca seit längerem als natürliches Potenzmittel beworben.
Was kann Maca?
Maca gleicht hormonelles Ungleichgewicht und Mangelzustände aus, ohne direkt ein Hormonlieferant zu sein. Stattdessen hilft Maca dem Körper, den Hormonhaushalt zu regulieren.
Für Frauen wird rotes Maca empfohlen, wenn aufgrund von Progesteron- oder Estradiol-Mangel Fruchtbarkeitsprobleme bestehen. Durch die Einnahme werden Zyklus und Eisprung regelmässiger. Zudem liefert die Knolle reichlich Eisen und soll die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung erhöhen, was einer Eisenmangelanämie bei einer Schwangerschaft vorbeugt.
Männer sollen mehr von schwarzem Maca profitieren, wenn ein Testosteron-Mangel die Zeugung beeinträchtigt. Durch die Einnahme von Maca steigt die Anzahl der Spermien an und die Spermien gewinnen an Beweglichkeit. Sowohl rotes als auch schwarzes Maca steigern die Libido, wirken antidepressiv sowie angstlösend und sollen die Knochen stärken. Der positive Effekt auf sexuelle Funktionsstörungen ist wissenschaftlich belegt. Bei männlichen Ratten konnten sogar nach längerer Gabe von Maca höhere Testosteron-Spiegel gemessen werden.
Wer sollte Maca nicht einnehmen?
Obwohl Maca nicht giftig ist, ist die Knolle nicht für jeden Menschen geeignet. Sie enthält unter anderem Isothiocyanate (Senfölglykoside), die für den typischen Geschmack von Wasabi, Radieschen und Meerrettich verantwortlich sind. Bei einer Unverträglichkeit auf Senföl sollten maximal gelatinierte Maca-Produkte versucht werden. Menschen mit einer schweren Nierenproblemen sollten Maca nicht einnehmen. Darüber hinaus ist die ordnungsgemässe Lagerung von Bedeutung, da sich sonst Pilze und Pilzsporen in dem Maca-Produkt befinden können.
Für wen ist Maca geeignet?
Sowohl in kurzfristigen Untersuchungen als auch in Langzeitstudien ergaben sich weder in vivo (im Lebenden, zum Beispiel Mensch oder Tier) noch in vitro (im Reagenzglas) Hinweise auf Giftigkeit der Maca-Pflanze. Weitere Studien sollen dies bestätigen.
Am besten nehmen beide Partner bei Kinderwunsch Maca ein, denn bei einem Drittel der Fälle liegt die Ursache für die Kinderlosigkeit bei beiden Partnern! Maca kann dann wirken, wenn keine physische Beeinträchtigung der Fortpflanzungsorgane vorliegt.
Mindestens acht Wochen lang sollen täglich zehn Gramm (gute Bio-Qualität), was in etwa einem Esslöffel Pulver entspricht, eingenommen werden. Empfehlenswert ist mit "Maca Junín-Pasco" ausgezeichnetes Maca, da es sich dabei um Maca aus dem ursprünglichen Anbaugebiet handelt. Dieses Gebiet liegt um den Junín-See herum, wo der vulkanische Boden eine hohe Nährstoffkonzentration bietet, sodass eine Düngung mit Lama- und Schafmist völlig ausreicht. Chinesische Produkte gelten im Vergleich als qualitativ weniger hochwertig - lassen sich sich in der Apotheke beraten.