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Tempo-30-Zonen
Geschwindigkeit beeinflusst die Unfall- und die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Kollisionen massgeblich. Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 30 km/h ist die Wahrscheinlichkeit, dass der angefahrene Fussgänger überlebt, 6x grösser als bei 50 km/h.
Tempo-30-Zonen in Quartieren sind ein wichtiger Beitrag für sichere Strassen. Die reduzierte Geschwindigkeit erhöht die Sicherheit, führt zu ruhigerem Fahrverhalten und vermindert den Durchgangsverkehr. Die Anzahl und Schwere von Unfällen nimmt ab, die Schulwege sind weniger gefährlich und die langsameren Verkehrsteilnehmenden fühlen sich sicherer. Die Wohnqualität in den Quartieren steigt.
Tipps für Fahrzeuglenkerinnen und -lenker
- Passen Sie Ihre Geschwindigkeit an.
- Als Fahrzeuglenkende haben Sie in Tempo-30-Zonen Vortritt gegenüber Fussgängerinnen und Fussgängern.
- Ermöglichen Sie ihnen jedoch das Überqueren der Strasse in angemessener Weise.
- Denken Sie daran: An Kreuzungen in Tempo-30-Zonen gilt der Rechtsvortritt.
Tipps für Fussgängerinnen und Fussgänger
- Queren Sie die Strassen in einer Tempo-30-Zone dort, wo Sie sich am sichersten fühlen und wo die besten Sichtverhältnisse herrschen.
- Denken Sie daran: Sie haben keinen Vortritt gegenüber Fahrzeuglenkenden, ausser auf Fussgängerstreifen.
Tipps für Fachpersonen
- Verdeutlichen Sie Tempo-30-Zonen eindeutig mit einem Eingangstor.
- Messen Sie die gefahrenen Geschwindigkeiten: Wenn diese über 35 km/h liegen, sollten Sie weitere unterstützende Massnahmen (ab einer V85 > 45 km/h auch bauliche) ergreifen, die zur Reduktion der Geschwindigkeiten führen.
- Gemäss der Verordnung über die Tempo-30-Zonen und Begegnungszonen vom 28.09.2001 müssen Fussgängerstreifen in Tempo-30-Zonen aufgehoben werden. Ausnahmen können Fussgängerstreifen vor Schulen und Heimen bilden.