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Es war ein heikler Lohnentscheid, den CS-Präsident Urs Rohner zu fällen hatte: Wie viel Lohn soll Alexandre Zeller erhalten? Ihn hatte Rohner 2016 zur CS gelotst mit der Aussicht, Präsident einer eigenständigen, börsenkotierten Schweizer Universalbank zu werden.
Doch dann wurde der Teilbörsengang abgeblasen, weil sich grosse Investoren querlegten. Zeller war somit mit einem Mal nur Präsident einer rein internen Tochtergesellschaft – eine Aufgabe mit einem viel dünneren Pflichtenheft.
Das Problem: Als Präsident einer eigenständigen, börsenkotierten Bank hätte er einen deutlich höheren Lohn erwarten dürfen. So bekam Julius-Bär-Präsident Daniel Sauter für sein 70-Prozent-Pensum 2017 1,1 Millionen Franken, Vontobel-Präsident Herbert Scheidt strich 2,6 Millionen ein. Dagegen lagen die Honorare für die Aufgaben bei den CS-Töchtern bei rund 250 000 Franken.
Deutlich mehr als andere CS-Verwaltungsräte
Nun zeigt sich, dass die Bank für Zeller eine grosszügige Ausnahme macht: Laut Geschäftsbericht kassiert er für 2017 insgesamt 1,4 Millionen Franken. Dieser Betrag setzt sich aus seinem Honorar als Verwaltungsrat der CS-Gruppe von 400 000 Franken und der Entschädigung für seine Aufgaben bei der Schweizer Tochter in Höhe von 1,016 Millionen Franken zusammen.
Dies ist deutlich mehr als die Honorare, welche die anderen CS-Verwaltungsräte für ihre Aufgaben bei Töchtern erhalten: Sie liegen zwischen 33 333 und 271 600 Franken. Als Grund dafür gibt die CS an, dass Zeller für seinen Job, der weit über die regulatorischen Aufgaben hinausgehe und etwa auch das Engagement für den Finanzplatz beinhalte, ein sehr grosses Pensum aufwende.