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Northug, der das Urteil akzeptiert, hatte eingeräumt, mehrere Male zu schnell gefahren zu sein und Drogen aufbewahrt zu haben. Im August war der 34-Jährige von der Polizei angehalten worden, weil er viel zu schnell gefahren war. Bei einer Razzia fand die Polizei anschliessend sechs Gramm Kokain und 0,6 Gramm der Partydroge MDMA in seiner Wohnung. Erste Annahmen, dass er unter Drogeneinfluss gefahren war, hatten sich nicht bestätigt.
Besonders schwer wog nach Ansicht des Gerichts, dass Northug viermal extrem zu schnell gefahren war, dreimal davon schneller als 200 Stundenkilometer in einer Zone, wo 80 km/h erlaubt sind. Damit habe er sein und das Leben anderer unnötig in Gefahr gebracht. Dass er sich selbst dabei filmte und diese Filme an seine Freunde schickte, könnte andere zu ähnlichen Taten anstiften, so der Richter. Northug hatte zuvor eingeräumt, bei diesen Fahrten eine Hand am Lenkrad gehabt und mit der rechten Hand mit dem Handy gefilmt zu haben. Dabei habe er auch andere Fahrzeuge überholt.
Der zweimalige Olympiasieger hatte erst im Mai 2019 seinen Führerschein wiederbekommen, nachdem er wegen einer Alkoholfahrt und Fahrerflucht zu einer Strafe mit Fussfesseln verurteilt worden war. Im August hatte er bei einer Pressekonferenz zugegeben, ein Drogenproblem zu haben.