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Gewisse Regionen der Welt sind besonders stark vom Klimawandel betroffen — so auch Thailand. Steigende Temperaturen, heftige Stürme sowie das Artensterben in den Meeren setzen der Landwirtschaft und dem Tourismus — der Haupteinkommensquelle des Landes — massiv zu. Doch die finanziellen Mittel fehlen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsmittelproduktion, Schäden an der Infrastruktur und den Verlust von Lebensgrundlagen zu bewältigen.
Am 28. Mai unterzeichnete die Schweiz deshalb mit Thailand eine Absichtserklärung zum Klimaschutz. Damit ist ein Grundstein für ein Klimaschutz-Abkommen gelegt, welches sowohl Thailand als auch der Schweiz zu Gute kommt.
Klimaschutz — wenn nicht hierzulande, dann wenigstens im Ausland
Die Schweiz hat sich im Rahmen des Pariser Klimaübereinkommens verpflichtet, bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen gegenüber dem Stand von 1990 zu halbieren. Dieses Ziel will die Schweiz vor allem mit Massnahmen im Inland erreichen. Die bisherigen Bilanzen zeigen sich jedoch düster: Auch die Klimaziele vom vergangenen Jahr erreichten wir nicht. Nach dem «Nein» zum CO2-Gesetz am 13. Juni dieses Jahres steht fest, dass die Schweiz ihre Klimaziele bis 2030 hierzulande nicht erreichen wird.
Ein kleiner Trost kann da sein, dass das Pariser Abkommen ihren Unterzeichnern erlaubt, die eigenen Emissionen durch Klimaprojekte im Ausland zu kompensieren. Die dort erzielten Emissionsverminderungen können an das nationale Reduktionsziel angerechnet werden. Wenn die Klimaschutzmassnahmen schon nicht im eigenen Land durchgesetzt werden können, dann profitiert zumindest ein anderer Staat. Die Unterzeichnung dieses Joint Statement fand anlässlich des 90-jährigen Bestehens der bilateralen Beziehungen zwischen Thailand und der Schweiz in Bangkok statt.
Die Klimaschutz-Absichtserklärung mit Thailand ist die Vierte in einer Reihe von Klimaabkommen zwischen der Schweiz und dem Ausland: Die Schweiz hatte am 20. Oktober 2020 den weltweit ersten Vertrag dieser Art zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten mit Peru abgeschlossen. Kurz darauf folgte ein ähnliches Abkommen mit Ghana. Für ein drittes Abkommen mit Senegal hat die Schweiz im Februar 2021 eine Absichtserklärung unterzeichnet.