Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/163569

<h2>SubmittedText<h2><p>Am 28. Februar 2016 wird über einen zweiten Gotthard-Strassentunnel abgestimmt. Als Alternative ist ein temporärer Bahnverlad geplant.</p><p>Weshalb hat der Bundesrat in dieser offenen Ausgangslage zugelassen, dass Alptransit das Anschlussgleis zum Installationsplatz Bahntechnik Biasca desinvestiert hat, obwohl gemäss Plan des Syntheseberichtes Astra/BAV vom Januar 2012 dieser Installationsplatz im Falle einer Ablehnung der zweiten Strassentunnelröhre als Terminal für die Kurz-Rola Erstfeld-Biasca vorgesehen ist?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Alptransit Gotthard AG hat die rechtliche Verpflichtung, ihre Anlagen rückzubauen.</p><p>Die von Bundesrat und Parlament vorgeschlagene Lösung zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnels sieht den Bau einer zweiten Tunnelröhre (ohne Kapazitätserweiterung) vor. Wird dieser Lösungsvorschlag im Rahmen der Volksabstimmung ab- gelehnt, muss die bestehende Tunnelröhre für längere Zeit vollständig gesperrt werden. Um den Verkehr zu bewältigen, wäre je ein Bahnverlad für Lastwagen und für Personenwagen erforderlich. Etwa 600 000 Lastwagen würden durch den neuen Gotthard-Basistunnel transportiert. Die dafür nötigen Einrichtungen gibt es heute aber noch nicht. Sowohl im Kanton Uri (Erstfeld) als auch im Kanton Tessin (Biasca) wären deshalb neue Verladeanlagen zu bauen und auf den Zufahrtsstrecken Warteräume für Lastwagen einzurichten. In Biasca könnte der heute durch die Alptransit Gotthard AG belegte Bahntechnik-Installationsplatz für die Verladeanlage genutzt werden. Erste Überlegungen zur Ausgestaltung der Verladeanlage liegen vor, wären jedoch noch detailliert zu prüfen. Das Anschlussgleis hätte, gestützt auf die heutigen Kenntnisse, kaum in die Anlage integriert werden können.</p><p>Dazu kommt: Die heute noch für die Neat genutzten Flächen sollten nach Eröffnung des Eisenbahntunnels an sich renaturiert und der Landwirtschaft zurückgegeben werden. Falls Verladeanlagen zu bauen wären, würden die Flächen nicht frei. Die Gemeinde Biasca wehrt sich darum dagegen. Sie will auf ihrem Land nach der Inbetriebnahme des Eisenbahntunnels eine Industriezone verwirklichen, Unternehmen ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen.</p>