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IMMER IST ALLES SCHÖN
Nach dem gleichnamigen Roman von Julia Weber
Eine szenische Erzählung mit Studierenden des
MAS Theaterpädagogik
Das ist die Geschichte von Anais, die ihren Bruder und ihre Mutter über alles liebt.
Aber Mutter kann nicht mehr und Anais kann noch viel mehr nicht mehr. Mutter nimmt noch ein Glas Wein. Sie sagt, wenn man weinen kann, kann man sich glücklich schätzen, denn weinen können nicht alle und nimmt noch einen Schluck.
Es ist auch Brunos Geschichte, der sagt, wenn man an etwas nicht denken will, dann denkt man, während man nicht daran denken will, immer daran. Man denkt immer an das, was man nicht denken will, an genau das denkt man immer.
Anais und Bruno versuchen sich und die Mutter zu schützen vor der Aussenwelt in Gestalt von Mutters Männern, in Gestalt eines Mannes vom Jugendamt und in Gestalt einer Nachbarin, die im Treppenhaus lauscht. Je mehr diese Aussenwelt in ihre eigene eindringt, desto mehr ziehen sich die Geschwister in ihre Fantasie zurück. Sie klatschen und bedecken mit dem Geräusch der Freude ihre Angst.