Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/26

Den Knoten in ihrer Brust ertastete Sylvie van der Vaart, 31, vor rund zwölf Monaten selbst. Die darauffolgende Brustkrebsdiagnose warf die hübsche Holländerin aus der Bahn. Doch sie entschied sich, die Krankheit nicht vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Als Jurorin bei «Das Supertalent» trat van der Vaart mit Perücke auf. Kaum wuchsen die ersten Haare wieder nach, strahlte sie mehr denn je und sprach über ihren Kampf gegen den Krebs. Für diesen Mut belohnte sie nun das österreichische Magazin «Madonna» mit dem Titel «Frau des Jahres 2010».
Nicht minder tragisch das Schicksal der britischen Sängerin Cheryl Cole, 26: Anfang Jahr flogen mehrere Seitensprünge ihres Fussballergatten Ashley Cole auf. Cheryl trennte sich von ihm und veranlasste die Scheidung. Nebenbei kümmerte sie sich um den Start ihrer Musikkarriere, der ihr schliesslich auch glückte. Das britische Magazin «Glamour» zeigte sich davon so beeindruckt, dass es Cheryl Cole zur «Frau des Jahres 2010» ernannte.
Eine Auszeichnung für einen überstandenen Schicksalsschlag, dieser Trend zeichnete sich schon in den Jahren zuvor ab: Die Prügelattacke auf Sängerin Rihanna, 22, brachte ihr den Preis im Jahr 2009. Kylie Minogue, 43, wurde 2008 für ihre Stärke nach der Brustkrebsdiagnose geehrt. Einzig ihre Vorgängerin Victoria Beckham, 35, fällt ein bisschen aus dem Rahmen. «Frau des Jahres» wurde sie aufgrund ihrer Vorbildfunktion: Sie sei der Inbegriff der modernen Frau, die ihre Arbeit und ihre Familie unter einen Hut bringe, begründete die «Glamour»-Chefredakteurin 2007 ihre Wahl.