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Cannabidiol reduziert psychotische Symptome
(Autor: Alexandra Latour / Verõffentlicht am: 5. September 2018)
Cannabidiol (CBD), das nicht-psychoaktive Cannabinoid aus der Cannabispflanze, kann antipsychotisch wirken. Wie genau CBD hier wirkt, und welche Mechanismen im Gehirn dafür verantwortlich sind, ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Forscher des King’s College in London haben sich jetzt aber genau mit dieser Thematik beschäftigt.
Cannabidiol (CBD) wirkt im Gegensatz zum Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC), das Symptome einer Psychose verschlimmern kann, nicht psychoaktiv. In der Literatur finden sich zudem viele Hinweise darauf, dass CBD antipsychotisch wirken kann.
Die Forscher des King’s College in London analysierten im Rahmen ihrer Untersuchung 33 Probanden in ihren frühen bis mittleren Zwanzigern, die unter psychischen Symptomen litten und bei denen der Verdacht bestand, dass sie eine Psychose entwickeln könnten. Der Vergleich fand mit 19 gesunden Studienteilnehmern (Durchschnittsalter von 23 Jahren) statt.
Durchführung der Untersuchung
16 Probanden, bei denen der Verdacht bestand, dass sie eine Psychose entwickeln könnten, erhielten eine CBD-Dosis von 600 Milligramm. Zuvor hatte sich gezeigt, dass diese Dosis bei Psychosen wirksam ist. 17 Studienteilnehmer erhielten ein Placebo.
Drei Stunden später wurden alle Teilnehmer in einem Magnetresonanztomografen untersucht, während sie eine Gedächtnisaufgabe mit drei Gehirnregionen durchführten. Von diesen Gehirnregionen ist bekannt, dass sie an Psychosen beteiligt sind. Die Aufgabe bestand darin, den Teilnehmern Wortpaare zu zeigen. Sie mussten dann angeben, ob diese Wörter miteinander verknüpfbar sind. Später mussten sie sich an diese Worte zu erinnern.
Ergebnisse der Untersuchung: CBD zeigt sich als wirksam gegen Symptome
Es ist nicht überraschend, dass die Gehirnaktivität eines Patienten mit Verdacht auf eine Psychose im Vergleich zu einer gesunden Person abnormal ist. Nach einer einzigen CBD-Dosis wird die Gehirnaktivität dieser Patienten jedoch weniger stark beeinträchtigt als bei Patienten, denen ein Placebo verabreicht wurde.
Die Forscher glauben, dass ihre Ergebnisse den Weg für eine neue Psychose-Behandlung ebnen könnten. Studienautor Dr. Sagnik Bhattacharyya erklärte:
„Die Hauptstütze der gegenwärtigen Behandlung von Menschen mit Psychose sind Antipsychotika, die erst in den 1950er Jahren entdeckt wurden und leider nicht für jeden funktionieren. Wir haben begonnen, die Gehirnmechanismen eines neuen Medikaments zu entwirren, das völlig anders funktioniert als herkömmliche Antipsychotika.“
Jetzt starten die Forscher eine große Studie, um zu untersuchen, ob CBD geeignet ist, um Menschen mit einem Risiko für die Entwicklung von Psychosen, Schizophrenie oder bipolarer Störung zu behandeln.
Cannabidiol ist sicher und gut verträglich
Dr. Bhattacharyya führte weiter aus: „Einer der Hauptvorteile von Cannabidiol ist, dass es sicher und sehr gut verträglich ist. Das macht CBD in gewisser Weise zu einem idealen Medikament. Wenn diese Studie erfolgreich ist, wird sie einen endgültigen Beweis für die Rolle von Cannabidiol als antipsychotisches Mittel liefern und den Weg für den Einsatz in der Klinik ebnen.“
Psychosen – häufiges Krankheitsbild mit hohem Stigma
(aus der Webseite von Cannadoc)
Psychosen treten häufiger auf als dem meisten Menschen bewusst ist. Weltweit sind in etwa 1,5 Prozent der Gesamtbevölkerung von Psychosen betroffen. In Deutschland leben aktuell schätzungsweise rund 1,2 Millionen Menschen mit der Krankheit.
Der Ausbruch der Krankheit liegt für die meisten zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr. Dieser frühe Ausbruch macht eine rechtzeitige Diagnose oft schwierig, da diverse Verhaltensstörungen lediglich mit einem jugendlichen Leichtsinn oder Ähnlichem abgetan werden.
Wer von einer leichten Psychose betroffen ist, kann daher oft viele Jahre ohne eine Diagnose mit der Krankheit leben. Ist eine Diagnose getroffen, kommt es oft zu einer schnellen Behandlung mit starken Medikamenten. Immer mehr Patienten sind aber auf der Suche nach Alternativen – genau hier kommt CBD gegen Psychose ins Spiel.
Wie werden Psychosen behandelt?
Wenn Du selber für eine Psychose behandelt wirst, oder jemanden in Deinem direkten Umfeld hast, der sich einer klassischen Behandlung unterzieht, dann kennst Du die typische Vorgehensweise: Psychopharmaka!
Leider haben diese oft starke Nebenwirkungen aufzuweisen. Patienten sind daher oft auf der Suche nach alternativen Behandlungsmethoden. Eine Möglichkeit ist die Nutzung von CBD-Öl gegen Psychosen. Das Öl hat für viele Patienten positive Auswirkungen auf deren Beschwerden gezeigt:
- Schlafstörungen
- Zwangsstörungen
- Unruhe
- Angstzustände
Leider gibt es aktuell noch keine ausreichenden Studien, um die möglichen positiven Effekten von CBD bei Psychosen zu belegen. Allerdings ist eine wachsende Anhängerschaft der Produkte zu finden. Die vielen Patienten mit sehr guten Erfahrungen sprechen hier oft für sich.
CBD-Öl gegen Psychose ist in der Regel komplett frei von THC oder enthält einen Anteil von weniger als 0,2 %. Die Behandlung setzt also nicht auf eine Rauschwirkung.
Die Psychose behandeln ohne Nebenwirkungen
Ob Du lediglich an Schlafstörungen leidest, oder mit einer Psychose umgehen musst, die Behandlung mit Cannabidiol ist eine interessante Alternative zur klassischen Therapie. Es ist möglich, die passenden Mittel in Kombination mit anderen Medikamenten einzunehmen. Bitte kontaktiere in diesem Fall vorher Deinen behandelnden Arzt.
Es kann durchaus sein, dass in Kombination mit anderen Medikamenten neue Nebenwirkungen entstehen. Die geringen Studien darüber machen es noch schwer, hier eine gut informierte Entscheidung zu treffen. Frage Deinen Arzt, ob vielleicht andere Patienten bereits relevante Erfahrungen gemacht haben.
Wir haben von Lesern und aus unseren eigenen Reihen jedoch bisher noch keine negativen Erfahrungsberichteerhalten. Eine Fehldosierung oder gar eine Überdosierung scheint nicht möglich.