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Unser Körper ist ständig bemüht, seinen Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Einen grossen Einfluss darauf hat die Ernährung. Basische Lebensmittel sind wichtig, um eine Übersäuerung des Körpers zu vermeiden.
Was sind basische und was sind säurebildende Lebensmittel?
Bei einem pH-Wert von 1 bis 7 spricht man von sauren Lebensmitteln. Liegt der Wert zwischen 7 und 14, handelt es sich um ein basisches Lebensmittel. Lebensmittel mit einem Wert von 7 sind neutral. In der Ernährungspyramide befinden sich die basischen Lebensmittel im unteren Bereich. Die säurebildenden Lebensmittel sind in der Mitte zu finden. Das heisst, dass man zwingend mehr basische als saure Lebensmittel essen sollte.
Sauer sind vor allem eiweissreiche Lebensmittel. Je nach Menge der schwefelhaltigen Aminosäuren und Phosphor sind sie stärker oder schwächer säurebildend. Die Säurebilder können in zwei Gruppen eingeteilt werden: die guten und die schlechten Säurebilder. Die Guten sind gesund und bilden nur auf wenigen Ebenen Säuren. Schlechte Säurebilder sollten möglichst gemieden werden, da sie stärker säurebildend sind. Basenlieferanten sind vor allem Grünzeug, wie Obst, Gemüse und Salat. Es wird empfohlen, mit jedem Eiweisslieferanten mindestens einen Basenlieferanten zu kombinieren. So halten Sie den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht.
Wichtig: Lebensmittel, die sauer schmecken, müssen im Körper nicht unbedingt säurebildend wirken. Zitronensaft zum Beispiel hat einen pH-Wert von 2,4. Die Säurebelastung für die Niere ist jedoch nur gering. Zitronensaft wirkt im Körper somit basisch. Diese Säurebelastung wird mittels PRAL-Wert berechnet. Mehr dazu folgt später in diesem Blogartikel.
Was bewirkt eine basische Ernährung?
Alle Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, werden vom Stoffwechsel verarbeitet. Ob dabei Basen oder Säuren entstehen, wird mit Hilfe des PRAL-Faktors bestimmt. PRAL steht für die potenzielle renale Säurebelastung (potential renal acid load). Der Wert gibt demnach an, wie hoch die Säurebelastung für die Niere ist. Je höher der Wert, desto stärker säurebildend sind die Lebensmittel. Ist der Wert negativ, wirken die Lebensmittel basisch.
Gewisse Körperbereiche sollten im gesunden Zustand basisch (Bindegewebe, Lymphe, Dünndarm), andere sauer (Scheide, Magen, Dickdarm) sein. Unser Blut hat beispielsweise einen pH-Wert von 7,36. Somit ist es leicht basisch. Der Körper versucht ständig, diesen Wert konstant zu halten. Auch geringe Änderungen können nämlich gefährlich werden. Eine Übersäuerung wird mittels Blutgasanalyse festgestellt. Dabei werden der pH-Wert und der Säure-Basen-Haushalt des Blutes gemessen.
Basen werden nach der Verstoffwechselung einfach ausgeschieden. Säuren müssen zuerst neutralisiert werden. Ist die Menge an Säuren zu gross, sind die Ausscheidungsorgane überfordert und die Säuren bleiben als Schlacken zurück. Nimmt der Körper zu wenig basische Mineralstoffe auf, um die Säuren zu neutralisieren, muss er das körpereigene Depot plündern. Er nimmt Mineralien aus den Knochen, Zähnen, dem Haarboden oder den Organen. Findet dieser Prozess über einen längeren Zeitraum statt, können Schäden wie Karies, Haarausfall oder Osteoporose auftreten.
Da der Körper auch selbst Säuren bildet, müssen ihm vor allem basische Lebensmittel zugeführt werden. Diese setzen bei der Verstoffwechselung Basen frei, oder regen die körpereigene Basenbildung an. Eine ausgewogene Ernährung besteht aus ungefähr 70 bis 80 Prozent basischen und 20 bis 30 Prozent säurebildenden Lebensmitteln. Deshalb spricht man eigentlich auch nicht von einer basischen, sondern von einer basenüberschüssigen Ernährung. Eine rein basische Ernährung eignet sich nur für kurze Zeiträume, um den Körper zu entschlacken oder zu entsäuern.
Entsteht eine zu hohe Säurebelastung, auch Übersäuerung genannt, können Symptome wie chronische Müdigkeit, Energielosigkeit und Kopfschmerzen auftreten. Der Säure-Basen-Haushalt wird jedoch nicht nur durch die Ernährung beeinflusst. Auch Stress, Alkohol, Koffein, Nikotin und zu wenig Bewegung bringen den Haushalt durcheinander.
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Die acht Ebenen der basischen Lebensmittel
Basische Lebensmittel sind reich an Basen (1), regen die körpereigene Basenbildung an (2) und enthalten nur wenige säurebildende Aminosäuren (3). Sie haben einen hohen Wassergehalt (4) und verschlacken nicht (5). Zudem wirken sie entzündungshemmend (6), fördern die Darmgesundheit (7) und enthalten bestimmte Stoffe, die den Körper vitalisieren (8).
Die acht Ebenen der säurebildenden Lebensmittel
Säurebildende Lebensmittel enthalten viele sauer wirkende Mineralien (1) und säurebildende Aminosäuren (2). Sie regen die körpereigene Basenbildung nicht an (3), stören den Entsäuerungsprozess (4) und führen zu Schlackenbildung (5). Sie sind reich an entzündungsfördernden Fettsäuren (6), enthalten nur wenig Wasser (7) und verschlechtern die Darmgesundheit (8).