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Das sagte Trainer Javier Roca, ein ehemaliger Fussballprofi aus Chile, laut eines Berichts der «New York Times». Viele Menschen hätten Atembeschwerden gehabt. Ein Fan sei in den Armen eines Spielers gestorben.
«Die Spieler sind am Boden zerstört», meinte Roca. «Sie haben den ersten Todesfall in der Umkleidekabine miterlebt. Dann den zweiten, den dritten, den vierten.» Einige der Opfer, die sie gesehen hätten, seien Kinder gewesen, die nicht atmen konnten.
Er selbst habe erst nach der Pressekonferenz gemerkt, dass etwas nicht stimmte, als sich seine Augen und sein Hals wund anfühlten, was auf das Tränengas zurückzuführen war. In der Kabine habe er dann gesehen, dass schwer verletzte Fans dort zur Behandlung gebracht worden waren, wo Spieler versucht hätten, ihnen zu helfen.
Am Samstagabend waren bei der Massenpanik auf der Insel Java im Kanjuruhan-Stadion nach der Partie zwischen Arema Malang und Persebaya mindestens 125 Menschen ums Leben gekommen, etwa 300 weitere wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Unter den Toten sind den Behörden zufolge auch 17 Kinder.
Nach dem Spiel war es zu Krawallen gekommen, woraufhin die Polizei Tränengas einsetzte. Es brach völliges Chaos aus, Menschen flohen in alle Richtungen. Der Polizeichef der Stadt Malang, Ferli Hidayat, wurde inzwischen von seinem Amt entbunden.
«Fussball ist Fussball. Du kannst gewinnen, du kannst verlieren, du kannst unentschieden spielen. Was nicht verloren werden darf, sind Menschenleben», sagte Roca. (mom/sda/dpa)
Der Nachmittag in Doha ist angebrochen an diesem Sonntag, als Brasiliens Nationaltrainer Tite die Bühne betritt. Sieben Tage dieser WM sind vorbei. 21 weitere folgen noch, dann ist der neue Weltmeister gekürt. Wer das sein wird? Darüber gibt es in Brasilien keine zwei Meinungen, es ist, natürlich, die Seleçao.