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Schweizer Tropenwald-Engagement: Schönfärberei des Bundesrats
Bruno Manser Fonds verlangt Umsetzung von Tropenwaldschutz-Projekten in Kooperation mit indigenen Völkern
Der Bundesrat verwedelt die Tatsache, dass die Schweiz in den letzten zwei Jahren ihr Engagement für den Schutz der Tropenwälder stark reduziert hat. Dies geht aus der Antwort auf eine Frage von Nationalrätin Maya Graf (Grüne BL) in der Fragestunde des Nationalrats hervor, welche diese Woche publik wurde.
Zwar gesteht WBF-Vorsteher Bundesrat Johann Schneider-Ammann ein, dass sich die Beiträge der Schweiz an die Internationale Tropenholzorganisation ITTO „tendenziell reduziert“ hätten. Verschwiegen wird jedoch, dass sich das SECO seit zwei Jahren systematisch aus dem Tropenwald-Dossier zurückzieht und die Schweiz seither keine neuen Projekte zum Schutz der Tropenwälder mehr finanziert.
Im Vergleich mit Ländern wie Norwegen, die jährlich bis zu 300 Millionen US-Dollar für den Schutz des Tropenwaldes einsetzen, kann keine Rede davon sein, dass sich die Schweiz „stark für den Schutz des Tropenwaldes“ engagiert. Das Schweizer Engagement wurde bisher in erster Linie durch die SECO-Abteilung Handelsförderung betrieben, in geringerem Ausmass auch durch DEZA und BAFU.
Mit einer Petition, die kommende Woche lanciert wird, verlangt der Bruno Manser Fonds vom Bundesrat, dass sich die Schweiz viel stärker für den Schutz der Tropenwälder engagiert und einen Fokus auf die Umsetzung von konkreten Waldschutzprojekten in Kooperation mit indigenen Völkern legt.
Link zur vollen Antwort des Bundesrats auf die Frage von NR Maya Graf:zurück