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|Quelle||Paul-Sacher-Stiftung|
|Quelle||Sammlung Rolf Ramseier|
|Art||Maschinengeschriebener Brief mit eigenhändiger Unterschrift¸ 20x30cm|
|Ort/Datum||Pratteln (Basel)¸ 20.05.1955|
|Inhalt||An Kurt Hirschfeld am Schauspielhaus Zürich¸ betreffend eines Beitrags für ein Buch von Direktor Oskar Wälterlin. Aus der umfangreichen Autogrammsammlung des Richard Vogel¸ Mitarbeiter am Schauspielhaus Zürich ab Mitte der 1940er Jahre bis Ende 1970er Jahre.|
Schweizer Dirigent und Mäzen
28.4.1906 Basel, 26.5.1999 Basel, von Basel und Frenkendorf. Sohn des August, Speditionsangestellten, und der Anna geb. Dürr. ? 1934 Maja S.. S. studierte Musikwissenschaften bei Karl Nef und Jacques Handschin an der Univ. Basel sowie Musiktheorie bei Rudolf Moser und Dirigieren bei Felix Weingartner an der Musikakad. Basel. 1922 gründete er das Orchester junger Basler, aus dem 1926 das Basler Kammerorchester (BKO, 1987 aufgelöst) hervorging. 1928 wurde es durch den Basler Kammerchor ergänzt, und 1929 übernahm S. auch die Leitung des Basler Männerchors. 1927 war er Mitinitiant der Ortsgruppe Basel der Internat. Gesellschaft für Neue Musik, 1931 wurde er Vorstandsmitglied des Schweiz. Tonkünstlervereins (Präs. 1946-55, danach Ehrenpräs.). 1933 gründete S. mit Gustav Wenzinger und Ina Lohr die Schola Cantorum Basiliensis, die heute als Abt. der Musikakademie zu den weltweit renommiertesten Forschungs- und Ausbildungsstätten für Alte Musik zählt. 1941 rief er in Zürich das Collegium Musicum (CMZ) ins Leben, das er bis 1992 leitete. Mit dem BKO widmete er sich der damals noch weitgehend unbekannten Alten Musik und der klass. Moderne, mit dem CMZ gab er 1944-94 bei den Internat. Musikfestwochen Luzern (heute Lucerne Festival) die Mozart-Serenaden am Löwendenkmal. Die Heirat mit der Hoffmann-La Roche-Erbin verschaffte ihm einen Sitz im Verwaltungsrat der Roche und ermöglichte ein umfangreiches Musikmäzenat. S. erteilte über 200 Kompositionsaufträge an mehr als 60 Komponisten. Daraus gingen Schlüsselwerke der Musik des 20. Jh. hervor wie Béla Bartóks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta (1936), Richard Strauss' Metamorphosen für Streichorchester und Igor Strawinskys Concerto en ré für Streichorchester (beide 1946). Seinen musikal. Nachlass mit Korrespondenz und umfangreicher Sammlung von Musikmanuskripten machte er in der 1973 gegr. Paul-S.-Stiftung der Öffentlichkeit zugänglich. Berater der Stiftung Pro Helvetia und der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung München. Zahlreiche Ehrungen und Kunstpreise.
Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Paul Sacher aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Regula Puskás. Version : 09.02.2011.