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Zwischen 1999 und 2005 wurde der Kanton Obwalden von nicht weniger als drei Hochwasserkatastrophen heimgesucht. Insbesondere im August 2005 kam es dabei rund um den Sarnersee und entlang der Sarneraa zu Schäden in einem zuvor nicht erreichten Ausmass. Diese Unwetterereignisse haben gezeigt, dass in den meisten Gemeinden des Kantons Handlungsbedarf zur Verbesserung der Hochwassersicherheit besteht, denn ein nachhaltiger Hochwasserschutz ist nicht zuletzt auch für den Erhalt und die Förderung des Kantons als attraktiver Wohnort und Wirtschaftsstandort unabdingbar.
Aufgrund der Hochwasserschäden von 2005 beauftragte der Regierungsrat das Bau- und Raumentwicklungsdepartement, die Arbeiten zum Projekt Hochwassersicherheit Sarneraatal an die Hand zu nehmen und mit den Gemeinden zu koordinieren. In der Folge wurden die Schutzziele zur Hochwassersicherheit Sarneraatal festgelegt und Massnahmenvarianten ausgearbeitet.
28. September 2014: Das Obwaldner Stimmvolk nimmt das Gesetz über die Planung, den Bau und die Finanzierung des Projekts Hochwassersicherheit Sarneraatal an der Urne mit einem Ja-Stimmenanteil von gut 82% an.
16. April 2014: Der Kantonsrat stimmt dem Gesetz über die Planung, den Bau und die Finanzierung des Projekts Hochwassersicherheit Sarneraatal zu. Somit gelangt die Vorlage am 28. September 2014 zur Abstimmung vor das Obwaldner Volk.
16. Januar 2014: Nach Vorliegen des fachlichen Variantenvergleichs spricht sich der Regierungsrat für die Variante "Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ost" aus. Er unterbreitet dem Kantonsrat die Gesetzesvorlage zur Realisierung und Finanzierung dieser Projektvariante.
26. September 2010: Die Initiative der IG Hochwasserschutz Sarnen wird vom Obwaldner Stimmvolk angenommen. Das Bau- und Raumentwicklungsdepartement erhält somit den Auftrag, die Projektvariante „Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ost“ auf den gleichen Planungsstand zu bringen wie die bereits zum Entwurf Bauprojekt ausgearbeitete Projektvariante „Sarneraa tiefer gelegt und verbreitert“ und anschliessend die Bestvariante mittels Variantenvergleichs zu ermitteln. Der Initiativtext verlangt ausserdem, dass die Kosten für den Hochwasserentlastungsstollen Ost mittels funktionaler Ausschreibung im Totalunternehmerverfahren zu ermitteln sind. Die IG Hochwasserschutz Sarnen erhoffte sich durch dieses Vorgehen Kosteneinsparungen.
20. Mai 2010: Der Kantonsrat bewilligt den Objektkredit, um die Varianten „Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ost“ und „Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen West“ für den Variantenvergleich auf den gleichen Planungsstand wie die Variante „Sarneraa tiefer gelegt und verbreitert“ zu bringen. Er stellt diesen Objektkredit als Gegenvorschlag dem Volksbegehren (Initiative) für die Planung der Stollenvariante für den Hochwasserschutz Sarneraatal gegenüber.
10. November 2009: Von der IG Hochwasserschutz Sarnen wird ein Volksbegehren eingereicht, welches vom Regierungsrat die Planung des Stollenprojekts „Bergvariante Ost“ bis zur Baureife fordert. Es soll damit auf den Planungsstand des Projekts „Sarneraa tiefer gelegt und verbreitert“ gemäss Kantonsratsbeschluss vom 27. April 2007 gebracht werden.
Ende Juni 2009: Termingerecht liefert die vom Kanton Obwalden beauftragte Ingenieurgemeinschaft den Entwurf des Bauprojekts für die Tieferlegung und Verbreiterung der Sarneraa samt Kostenvoranschlag ab. Der eingereichte Kostenvoranschlag fällt dabei deutlich höher aus als die ursprünglich im Vorprojekt geschätzten Kosten. Im Herbst 2009 bestimmt der Regierungsrat, dass die Variante „Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen West“ bezüglich Realisierung und Kosten neu aufzubereiten ist.
25. November 2007: Das Stimmvolk genehmigt den Planungskredit für das Projekt „Sarneraa tiefer gelegt und verbreitert". Die Projektierungsarbeiten werden aufgenommen und unter Hochdruck vorangetrieben.
31. Mai 2007: Für die Regelung der Abflussverhältnisse des Sarnersees zur Gewährleistung der Hochwassersicherheit im Sarneraatal verabschiedet der Kantonsrat per 31. Mai 2007 ein kantonales Gesetz. In diesem wird festgelegt, dass die Zuständigkeit für die Planung und Umsetzung der diesbezüglichen Wasserbaumassnahmen angesichts der überregionalen Bedeutung dem Kanton übertragen wird. Ausserdem wird der Kostenteiler zwischen Kanton und den vom Projekt betroffenen Gemeinden Sarnen, Sachseln und Giswil festgesetzt.
27. April 2007: Aufgrund der Beurteilung des Bundesamtes für Umwelt und unter Abwägung aller Aspekte geht die Tieferlegung und Verbreiterung der Sarneraa zwischen Seeauslauf und Wichelsee als Siegerin aus dem Variantenvergleich hervor. Sie erfüllt die Hochwasserschutzziele und weist das grösste Nutzen-Kostenverhältnis auf. Der Kantonsrat genehmigt per Beschluss die Realisierung der Variante „Sarneraa tiefer gelegt und verbreitert“. Gegen diesen Entscheid wird das Referendum ergriffen.
Ende Juni 2006: Abschluss der Arbeiten an einer Konzeptstudie mit 20 Hochwasserschutzvarianten. Drei Varianten werden in einer breit abgestützten Evaluation zur weiteren Bearbeitung auf Stufe Vorprojekt ausgewählt:
Variante 1: Tieferlegung / Verbreiterung (entspricht heute in etwa der Projektvariante „Sarneraa tiefer gelegt und verbreitert“)
Variante 2: Landenberg (umfasste Massnahmen an der Sarneraa sowie einen Hochwasserentlastungsstollen durch den Landenberg)
Variante 3: Bergvariante Ost, zusammen mit der Untervariante 3PLUS mit zusätzlichen ökologischen Aufwertungsmassnahmen an der Sarneraa (entspricht heute in etwa der Projektvariante „Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ost“)
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