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Amavita Antigrippe Gran Btl 20 Stk
Was ist Amavita Antigrippe und wann wird es angewendet?
Amavita Antigrippe enthält den schmerzlindernden und fiebersenkenden Wirkstoff Paracetamol sowie den Wirkstoff Pseudoephedrin, der die Nasen- und Bronchialschleimhäute zum Abschwellen bringt und eine übermässige Schleimproduktion vermindert. Die verstopften Atemwege werden dadurch geöffnet und die Atmung wird erleichtert. Amavita Antigrippe wird angewendet zur Behandlung von Schnupfen in Kombination mit erkältungs- und grippebedingten Schmerzen und Fieber.
Was sollte dazu beachtet werden?
Amavita Antigrippe sollte ohne Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin höchstens 7 Tage angewendet werden, anhaltende Symptome bedürfen einer ärztlichen Abklärung. Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig eingenommen werden, kein Paracetamol oder Pseudoephedrin oder andere abschwellende Wirkstoffe enthalten. Die angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung darf nicht überschritten werden. Es ist auch zu bedenken, dass die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits dazu beitragen kann, dass Kopfschmerzen weiter bestehen. Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen. Amavita Antigrippe enthält 160 mg Sorbitol pro Sachet. Patienten mit seltener hereditärer Fructoseintoleranz sollen daher Amavita Antigrippe nicht verwenden. Bei salzarmer Diät ist zu beachten, dass Amavita Antigrippe 72 mg Natrium pro Sachet enthält.
Wann darf Amavita Antigrippe nicht angewendet werden?
In folgenden Fällen dürfen Sie Amavita Antigrippe nicht anwenden: Wenn Sie überempfindlich (allergisch) sind auf die Wirkstoffe Paracetamol, Pseudoephedrin oder einen anderen Inhaltsstoff. Eine solche Überempfindlichkeit äussert sich z.B. durch Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder Hautausschläge (Nesselfieber). Bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen. Bei einer erblichen Leberstörung (so genannte Meulengracht-Krankheit). Bei ausgeprägtem Bluthochdruck oder erheblicher krankhafter Veränderung der Herzkranzgefässe und anderen Herzerkrankungen. Bei Alkoholüberkonsum. Bei gleichzeitiger oder nicht länger als 2 Wochen zurückliegender Behandlung mit gewissen Arzneimitteln gegen Depressionen (MAO-Hemmer) und bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln gegen Erkältungen und gewissen Arzneimitteln mit stimulierender Wirkung auf das Nervensystem, sogenannte Amphetamin-ähnliche Arzneimittel, die manchmal zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefiziten und Hyperaktivitätsstörungen oder als Appetitzügler eingesetzt werden. Amavita Antigrippe ist für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.
Wann ist bei der Einnahme von Amavita Antigrippe Vorsicht geboten?
Bei Nieren- oder Leberkrankungen sollten Sie vor der Einnahme Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren. Bei einer seltenen erblichen Krankheit der roten Blutkörperchen, dem so genannten «Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel» sowie beim gleichzeitigen Gebrauch von Arzneimitteln, die die Leber beeinflussen, namentlich gewisse Mittel gegen Tuberkulose und Anfallsleiden (Epilepsie) oder bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Zidovudin, die bei Immunschwäche (AIDS) eingesetzt werden, soll die Einnahme nur nach strengen Anweisungen des Arztes/der Ärztin erfolgen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ärztin, falls Sie blutverdünnende Mittel (z. B. Marcoumar) einnehmen müssen. Von der gleichzeitigen Einnahme von Paracetamol und Alkohol ist abzuraten. Besonders bei fehlender gleichzeitiger Nahrungsaufnahme erhöht sich die Gefahr einer Leberschädigung. Einzelne Personen mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel können auch auf Paracetamol überempfindlich reagieren (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Amavita Antigrippe haben?»). Amavita Antigrippe darf nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden bei Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen, Überfunktion der Schilddrüsen, erhöhtem Innendruck des Auges, Vergrösserung der Prostata (besonders wenn schon Schwierigkeiten beim Wasserlösen bestehen), bei Diabetes mellitus, bei gewissen Tumoren (Phäochromozytom) und bei Personen über 65 Jahre. Auch bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln gegen Bluthochdruck, Digitalispräparaten und Antidepressiva darf Amavita Antigrippe nicht ohne ärztliche Beratung und Kontrolle eingenommen werden. Beim plötzlichen Auftreten von starken Kopfschmerzen, sollten Sie die Einnahme von Amavita Antigrippe beenden und umgehend einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie:
- an anderen Krankheiten leiden,
- Allergien haben oder
- andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen!
Darf Amavita Antigrippe während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Pseudoephedrin durchdringt die Plazentaschranke. Paracetamol und Pseudoephedrin verteilen sich zudem in die Muttermilch. Amavita Antigrippe soll während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht eingenommen werden, es sei denn auf ärztliche Verschreibung.
Wie verwenden Sie Amavita Antigrippe?
Einzeldosen nicht häufiger als alle 4–6 Stunden verabreichen. Die angegebene maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden.
Für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren und über 40 kg Körpergewicht: 1 bis 2 Sachets bis zu 3-mal innerhalb von 24 Stunden einnehmen. Die maximale Tagesdosis beträgt 6 Sachets. Den Inhalt eines Sachets in zirka 1,5 dl heissem Wasser auflösen und trinkheiss einnehmen. Amavita Antigrippe ist für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung.
Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Amavita Antigrippe haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Amavita Antigrippe auftreten: Häufig: Schwindel, Nervosität, Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen. Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder Hautausschläge und Juckreiz bis hin zu sehr seltenen schweren Hautreaktionen, Appetitlosigkeit, Unruhe und Störungen beim Wasserlösen. Selten: Halluzinationen, beschleunigter Puls und Bluthochdruck. Des Weiteren können auch Atemnot oder Asthma auftreten, vor allem wenn diese Nebenwirkungen auch schon vorab bei der Verwendung von Aspirin und anderen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) beobachtet wurde. Ausserdem wurden Veränderungen des Blutbildes, wie z.B. eine verringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine starke Verminderung bestimmter weisser Blutkörperchen (Agranulozytose) beobachtet. Treten Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion oder Blutergüsse und Blutungen auf, so ist das Arzneimittel abzusetzen und der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Amavita Antigrippe bei Raumtemperatur (15–25 °C) an einem trockenen Ort und für Kinder unerreichbar aufbewahren. Bei unkontrollierter Einnahme (Überdosierung), unverzüglich einen Arzt/eine Ärztin konsultieren. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Unruhe, beschleunigter Puls oder allgemeines Krankheitsgefühl können ein Hinweis auf eine Überdosierung sein, treten aber erst mehrere Stunden bis einen Tag nach Einnahme auf. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Amavita Antigrippe kann in gewissen Situationen wie z.B. zu hoher Dosierung oder Überempfindlichkeit Unruhe, Schlaflosigkeit und Schwindel verursachen. Unter diesen Umständen sollten keine Fahrzeuge gelenkt oder Maschinen bedient werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Amavita Antigrippe enthalten?
1 Sachet enthält 500 mg Paracetamol und 30 mg Pseudoephedrinhydrochlorid als Wirksubstanzen und folgende Hilfsstoffe: Natriumdihydrogencitrat, Sorbitol, Natriumcarbonat, hochdisperses Siliciumdioxid, Titandioxid (E171), Povidon, Polysorbat 80, den Farbstoff Chinolingelb (E104), die Süssstoffe Natriumcyclamat und Saccharin-Natrium und Zitronenaroma.
Diabetikerhinweis: Amavita Antigrippe ist mit Süssstoff gesüsst und enthält keinen Zucker (Saccharose); 1 Sachet hat weniger als 0,02 BE (Broteinheit) und einen Energiewert von 9,6 KJ (2,2 kcal).
Zulassungsnummer
65451 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Amavita Antigrippe? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.
Packungen zu 20 Sachets.
Zulassungsinhaberin
Amavita HealthCare AG, 4704 Niederbipp.
Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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