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Die SP Kanton Bern ist besorgt über den Mangel an qualifizierten Lehrpersonen. Sie ist verärgert über die Weigerung der Berner Regierung, den Beruf Primarlehrperson durch einen anständigen Lohn attraktiver zu machen. Zu Gunsten der Berner Schulkinder fordert die SP von der Regierung die Qualifikation der Unterrichtenden zu überprüfen und dem Grossen Rat konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Situation zu unterbreiten.
An einigen Berner Volksschulen konnten zu Beginn des Schuljahres nicht genügend Lehrpersonen gefunden werden. Studentinnen und Studenten werden eingesetzt, damit überhaupt Unterricht stattfinden kann. Gleichzeitig fährt der Kanton Bern fort mit einer Anstellungspolitik, die es den Schulen ermöglicht, Personen ohne pädagogischen Ausweis als Lehrperson anzustellen. Wegen der geringen Anzahl von Bewerbungen können Schulleitungen oft nicht zwischen mehreren Kanditatinnen und Kandidaten wählen.
Grossrat Roland Näf meint dazu: «Mangel an Lehrpersonen heisst nicht, dass niemand vor der Klasse steht, sondern dass immer mehr Unterrichtende ungenügend qualifiziert sind.»
Trotz dieser Situation hat es der Regierungsrat im Frühling abgelehnt, den Lohnrückstand der Primarlehrpersonen etwas zu korrigieren.
Vor diesem Hintergrund fordert die SP Kanton Bern eine sorgfältige Analyse der Qualifikationen der Unterrichtenden an Berner Volksschulen. Gleichzeitig will sie den Regierungsrat verpflichten, konkrete Massnahmen für eine hohe Qualität an Berner Schulen vorzuschlagen.