Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03472.jsonl.gz/512

Der Dittiring, das traditionelle Urner Landsgemeinde-Gebäck, hat eine ausgeprägte Symbolik, die auch auf viele Gemeinschaften übertragen werden kann. Das Gebäck wurde in Schattdorf speziell für die Landsgemeinde angefertigt. In Uri standen die Stimmberechtigten jeweils am Landsgemeindesonntag im Mai im Ring zusammen und taten ihre Meinung kund. Die Urner Landsgemeinde, das Symbol des Kreises als Gemeinschaft und das Ausstrahlen dieser Form, welche die Individualität unterstreicht, sind wichtige Elemente der künstlerischen Bodenarbeit im Aussenraum.
Die Strahlenform ist auf einem in der Natur oft vorkommenden sechseckigen Grundraster aufgebaut. Sie steht für Leben, Vitalität, Wachstum, und den Anspruch, dass wir uns in alle Richtungen entwickeln. Die Form erinnert an pflanzliche Urmuster, an reduzierte Pflanzenteile, an etwas aus der Mitte Herausstrahlendes, an eine Grundstruktur der Natur und ist ein Verweis auf die dem Leben zugrunden liegenden Gliederungen oder Gesetze.
Im begehbaren Bereich des Aussenraumes ist eine grosszügige ornamentale Fläche gestaltet. Durch das regelmässige Aneinanderreihen der Elemente entsteht ein klares, flächiges Muster. Es bildet sich eine Vernetzung, die ein soziales Netzwerk in der Gemeinschaft, das Miteinander andeutet. Durch unterschiedliche Blickwinkel entstehen verschiedene Formationen.
Adriana Stadler ist in Altdorf aufgewachsen und arbeitet als freischaffende Künstlerin.
Ursprünglich
Text von Erni Hans:
"Muni Mag fünf" entstand in Rynächt zur Kriegszeit nach 1939. Im Uristier verkörpert sich der Wehrwille des Mun. Mag. 5 gegen eine bedrohliche Übermacht.