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Präventivmedizin
Wird unterteilt in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention. Das Anliegen von heartcheck ist die Primärprävention. Sie umfasst alles, was darauf ausgerichtet ist, die Gesundheit durch eine vernünftige Lebensführung zu erhalten.
Ziel der Primärprävention ist Metabolische. Kardiovaskuläre, Motorische und Autonome Fitness durch ein vernünftiges Essverhalten (s. Ernährungsempfehlungen) und angemessenen Gebrauch unserer Muskulatur. Dazu natürlich Verzicht auf Noxen wie Tabak und Stress.
Sekundärprävention sucht nach versteckten Krankheiten und Risikofaktoren für solche Krankheiten.
Leider ist die Präventivmedizin in der Praxis zur Checkup-Medizin verkommen, sie beschränkt sich nebst allgemeinen Parolen (mehr Bewegung, weniger Fett und Zucker) damit auf die Sekundärprävention, d.h. auf die Suche nach Hinweisen auf versteckte Krankheiten. Meist handelt es sich um laborchemische Marker, zB das Prostata-spezifische Antigen im Blut, das auf eine Krebserkrankung der Prostata hinweisen soll oder der Cholesterinspiegel im Blut, der das Risiko für Herzkreislauferkrankungen beziffern soll. Der Wert solcher Untersuchungen ist nicht evidenzbasiert, d.h. unabhängige Experten stellen ihn in Frage.
Im Falle von Krebserkrankungen täuscht eine frühere Diagnosestellung oft ein längeres Überleben (mit zweifelhafter Lebensqualität) vor, beim Cholesterin und andern so genannten Risikofaktoren stehen auch nach über einem halben Jahrhundert Beweise für einen kausalen Zusammenhang mit Herzkreislaufkrankheiten noch aus.
Tertiärprävention hat den Anspruch, das Wiederauftreten einer bestehenden Krankheit zu vermeiden. Schulbeispiel ist der durchgemachte Herzinfarkt, dessen Wiederauftreten mittels einer ganzen Reihe von Massnahmen –operatives „Wiederherstellen“ der Herzkranzgefässe mittels einer Bypassoperation, Gefässprothesen („Stents“)- sowie einer Batterie von Medikamenten verhindert werden soll. Der französische Kardiologe De Lorgeril hat gezeigt, dass eine Mediterrane Lebensweise, der deutsche Kardiologe Hambrecht, dass eine Trainingstherapie wirksamer ist.
Puls
Die Anzahl Herzschläge pro Minute wird als Puls- oder Herzfrequenz bezeichnet. Der mögliche Maximalpuls nimmt mit zunehmendem Alter ab, die gängige Formel lautet 215 minus das aktuelle Alter. Zur unteren Pulsgrenze siehe Ruhepuls.
Pulsmesser
Beim Ausdauertraining wird zur Kontrolle der Belastung ein Pulsmesser eingesetzt. Der Puls zeigt die Auswirkung der Belastung auf den Kreislauf. Die direkte Messung der Belastung, etwa mit Wattmetern, wäre viel zu umständlich. Pulsmesser gibt es zum Beispiel von Polar, Suunto oder Cateye. Zuverlässige Pulsmesser arbeiten mit einem Brustgürtel, der die Herzsignale an das Armbandgerät abgibt. Der angestrebte Belastungsbereich wird in Pulsfrequenzen umgerechnet und auf der „Uhr“ programmiert. Bei Über- oder Unterschreiten der vorgegebenen Grenzen ertönt ein Alarmsignal. Der Pulsmesser stellt dadurch sicher, das Training in jenem Belastungsbereich erfolgt, der in der Spiroergometrie als der effizienteste ermittelt wurde.