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Schuld daran ist ihre schwerstverdauliche Nahrung, die zu allem Überfluss fast keine Nährstoffe enthält und die Viecher zwingt ca. 1kg Eukalyptus von gerade mal 6 bekömmlichen Arten aus über 600 zu fressen! Immerhin bestehen die Blätter zu 50% aus Wasser, was die Koalas davor bewahrt vom Baum zu klettern um zu trinken. Koala heisst in der Sprache der Aborogines nichts anderes als Der-nicht-trinkt.
Während Dezember bis Februar, wenn es zur äusserst kurzen, unromantischen Paarung kommt, , sträuben sich die Weibchen sich mit den extrem langen, scharfen Krallen offenbar häufig. Damit es mit der erfolgreichen Fortpflanzung trotzdem klappt, besitzen Koala-Männchen einen ganz besonderen Penis: dieser ist zweigeteilt! Und die Weibchen besitzen auch 2 Vaginas, womit die Chance erhöht wird, dass die Reproduktion auch erfolgreich sei.
Eigentlich sind Koalas auf Kangaroo Island gar nicht heimisch, wurden aber in einem conservation program 1919 mit 60 anderen Tierarten auf der Insel ausgesetzt. Die Bedingungen waren offenbar ausgezeichnet, was zu einer drastischen Vermehrung führte. Und weil Koalas verhältnismäßig alt werden (bis zu 20 Jahre auf der Insel, auf dem Festland durchschnittlich 12jährig), aber kaum natürliche Feinde kennen, waren es im den 70er Jahren so viele, dass sie sich selber in Bedrängnis brachten: sie verhungerten, weil das Eukalyptus-Angebot beschränkt ist und nicht so rasch nachwächst.
Mit teueren und umstrittenen Sterilisationsprogrammen bzw. Umsiedlungen aufs Festland versuchte die Insel-Regierung die Koalapopulation zu regulieren. Der Abschuss ist im Staat Südaustralien bei zweijähriger Gefängnisstrafe seit langem untersagt. So putzig die flauschigen Pelztiere auch aussehen, für die Australier sind sie wegen ihrer Überzahl mittlerweilen mehr Problem als Tourismus-Maskottchen…