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Die Militärs im westafrikanischen Guinea-Bissau haben nach ihrem Putsch eine Regierung der nationalen Einheit gefordert. In einer solchen Regierung beanspruchten sie aber nur die Ministerien für Verteidigung und Inneres.
Anspruch auf den Posten des Regierungschefs hätten sie nicht erhoben, sagten Parteivertreter nach einem Treffen mit den Armeechefs in Bissau.
Der Militärputsch stiess international auf scharfe Kritik. Das Weisse Haus rief die Militärs zur Wiedereinsetzung der rechtmässigen Regierung auf. Die USA seien tief besorgt über die Sicherheit des Übergangspräsidenten und anderer führender Persönlichkeiten des Landes, hiess es in einer Mitteilung.
Alle Parteien wurden aufgerufen, ihre Differenzen demokratisch zu lösen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verlangte die sofortige und bedingungslose Freilassung aller vom Militär Festgenommenen. Und auch der UNO-Sicherheitsrat verurteilte die Einmischung des Militärs in die Politik und forderte alle Seiten zu grösster Zurückhaltung auf.
Die Sicherheit des festgenommenen Übergangspräsidenten Raimundo Pereira und von Ministerpräsident Carlos Gomes Júnior müssten gewährleistet werden. Sie und andere Inhaftierte müssten unverzüglich freigelassen werden, hiess es in der Erklärung des Sicherheitsrats weiter.
Zweieinhalb Wochen vor der geplanten Stichwahl um das Präsidentenamt, bei der ein Sieg von Gomes Junior zu erwarten war, hatten Soldaten am Freitag die Kontrolle über das öffentliche Leben in dem Land übernommen. Sie nahmen Pereira und Gomes fest. Den beiden gehe es jedoch gut, sagte ein Armeesprecher.
SDA-ATS