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Reizend gelegen und mit freier Aussicht nach allen
Seiten; besonders schön ist das Alpenpanorama vom
Säntis bis zum
Pilatus.
Als alte alemannische Siedelungen werden 837 Izinheimo
(Izikon) und 854 Pinuzzinhovun
(Binzikon) genannt. Der Name
Grüningen
erscheint urkundlich zum erstenmal 1038. DerOrt war im 13. Jahrhundert als
Lehen des
KlostersSt. Gallen
im Besitz
der Freiherren von
Regensberg, die wohl sowohl das feste
Schloss als auch das Städtchen selbst erbaut haben.
Wald und Wetzikon umfasste. Im alten Zürichkrieg wurde Grüningen am von den Schwyzern und Glarnern belagert und
genommen, kam dann durch den Berner Spruchbrief von 1441 wieder an Zürich,
wurde im Juni 1443 zum zweitenmal von den Eidgenossen erobert
und erst 1451 an Zürich
zurückgegeben. Das SchlossGrüningen, eine der schönsten und stärksten Burgen weit
und breit, war bis 1798 Sitz des Landvogtes, von 1708 bis 1798 zugleich Zeughaus für das Zürcher Oberland und wurde dann
verpachtet. 1783 baute man aus dem nördlichen Teil des Schlosses die jetzige Kirche, und 1835 ward auch der westliche Flügel
abgebrochen.
Die Aussenseiten des mächtigen quadratischen Schlossturmes messen je 12 m, die Innenseiten je 4 m, so dass die Mauerdicke
zu unterst 4 m beträgt; in einer Höhe von 11 m ist sie noch 3,5 m. Der Turm wird ursprünglich wohl an die 20 m hoch gewesen
sein, Grüningen war 1798-1803 Hauptort des helvetischen Distriktes Grüningen, gehörte in der Mediationszeit 1803 bis 1814 zum
Bezirk Uster und war 1814-31 Hauptort des Oberamtes Grüningen, worauf es dem Bezirk Hinwil zugeteilt wurde. Vergl. Zeller-Werdmüller,
H. Zürcherische Burgen. I. (Mitteilungen der Antiquar. Gesellsch. inZürich.
58). Zürich
1894. - Strickler, G. Das ZürcherOberland.
Zürich
1902.