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MK-CH hat geschrieben:Diese Projekte sind ja schön und gut, aber der Bevölkerung helfen tun sie ja nicht wirklich! Zuerst sollte man diese Probleme lösen:
-Arbeitslosigkeit
-Kanalisation
-Stromausfälle
-Müll
-Slums
-das illegale Bauen
-etc.
Also wenn ich Edi Rama wäre, würde ich zuerst einmal Arbeitsplätze schaffen und ALLE Strassen von der Stadt erneuern und neu markieren! Zum Glück bin ich ja aber nicht dieser Trottel
Es geht primär darum, durch solche grossen Projekte auch grosse Investoren ins Land zu locken. Hat man dies zuerst mal geschafft, sind dadurch gewissen Zusammenarbeitsbeziehungen geschaffen worden, auf welche man später zurückgreifen kann. Dann können auch solche Investoren für andere Projekte kontaktiert werden.
Ausserdem laufen solche Projekte paralell zu Projekten, die den Lebensstandard in Albanien verbessern sollen (so z.B. für die Verbesserung der Stromversorgung, für die verbesserte Müllentsorgung, Strassenbau, etc.).
Aber was ich nicht verstehe: Was hat Edi Rama mit der Schaffung von Arbeitsplätzen zu tun?! Arbeitsbeschaffungsprogramme sind zur Zeit Aufgabe der nationalen Zentralregierung, da diese über ein grösseres Budget verfügt und die Steuern nicht auf die lokalen Verwaltungen verteilt, sondern selber eintreibt und administriert.
Was deine Kritik an Rama anbelangt, dass er nicht genug für die Stadt tue, finde ich deine Kritik etwas übertrieben. Denn seit Edi Rama Bürgermeister der Stadt ist, hat Tirana eine Art wiedergeburt erlebt. Viele Projekte im Strassenbau, Bau von Spielplätzen und Grünanlagen/Parks, etc., die in Tirana realisiert wurden, sind auf die Arbeit des Bürgermeisters zurückzuführen (auf dieser Seite kannst du dich weiter darüber informieren: http://www.tirana.gov.al/?cid=1,10,282
, selbs in Babrru oder Paskuqan (Peripherie von Tirana) hat die Stadtverwaltung von Tirana die Strassen neu geteert und das Kanalisationssystem saniert. Ausserdem wurden in der ganzen Stadt etliche Schulen und Kinderkrippen renoviert.). Was die illegalen Bauten anbelangt, wurden die illegalen Bauten in der Stadt alle abgerissen und diejenigen in der Peripherie werden durch die nationale Regierung legalisiert und werden in den Masterplan der Stadt Tirana integriert.
Es muss jedoch auch gesagt sein, dass der Bürgermeister von Tirana (und die Bürgermeister anderer Städte) mit einem äusserst eingeschränkten Budget arbeiten, weil der Dezentralisierungs- und Föderallisierungsprozess noch nicht dort angelangt ist, wo er sein sollte und so die nationale Verwaltung weiterhin den Grösstteil der Steuern eintreibt und die lokale Verwaltung eine Bruchteil dieser Steuereinnahmen zu sehen bekommt. Die Stadt Tirana operiert z.B. zu einem grossen Teil mit Einnahmen, die sie von internationalen Geldgebern bekommt.
Brauchst dir nur mal die Vorher-Nachher Ansicht des Flusses Lana vor Augen zu führen:
Oder des Grossen Parks:
Oder des Parks "Rinia":
Kennst du das Viertel beim ehemaligen "Kombinati"? Dies ist heute eines der aufstrebendsten Regionen, in denen die Stadtverwaltung investiert hat, um die ehemaligen Fabriken in Wohnhäuser, Schulen, Kulturzentren, Spielparks, etc. umzuwandeln:
Hier noch ein Bild:
Ich möchte hier auf niemanden eine Ode singen, doch der Realität darf man ruhig ins Auge schauen und erkennen, was ist und was nicht, jenseits aller parteipolitischen Grenzen! Edi Rama hat als erster Bürgermeister in Albanien eine revolutionäre Veränderung herbeigeführt. Ihm sind dann viele andere Bürgermeister in anderen albanischen Städten gefolgt, wie Bsp. Shpetim Gjika (aktueller Bürgermeister von Vlore), Leonard Koka (ehem. Bürgermeister von Durres), Vangjush Dako (aktueller Bürgermeister von Durres), Ardian Turku (ehem. Bürgermeister von Elbasan) und Qazim Sejdini (aktueller Bürgermeister von Elbasan), etc.