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Finalist:innen 2016
Preisträger:innen 2011
Al-Fatlawi and Al-Ameri’s performances over the past 14 years all start from the same basic premise. They look for material that can combine with other substances or local conditions to create unique images. For these artists, performance art is a dynamic and experimental practice that can produce rich and unpredictable results. Their work is sustained and renewed by the vast array of available material, variations of time and place, and diverse themes. In another art form these perspectives would not be possible. Their performances work to produce images in the moment, without translation into words. Images, moments, change, passing through a place and remaining in memory give form to their practice, and are the elements they hope will communicate to viewers. Their performance images address the audience’s emotions rather than their intellect, making a pure exchange possible.
«Border», 2011
Die beiden aus dem Irak stammenden Performer wählten für ihre Arbeit ein bühnenartiges Setting, in dem sie dem Publikum gegenüber standen und agierten. Ihre Performance begann damit, dass einer der Künstler sich einen Laib Brot mit durchsichtigem Klebeband vor den Bauch band und das Publikum direkt ansprach. Er sprach Arabisch mit einigen Einsprengseln von englischen Worten, die uns erahnen liessen, dass es um eine Narration über Grenzen im mittleren Osten ging. Währenddessen bewegte sich der zweite Performer im Raum, schrieb oder zeichnete mit weisser Farbe auf die weisse Wand, stellte Soldaten-Figürchen auf Holzklötzchen. Zwischen den Parallelaktionen der beiden Performer entspann sich eine Geschichte, die unter anderem auf der Umfunktionierung von alltäglichen Gegenständen und Materialien basierte. Die Zeichenhaftigeit der Aktionen changierte zwischen Bedeutungsaufladung und Sinnentleerung. Zum Abschluss der Performance streckte einer der Künstler seine zuvor in weisse Farbe getauchte Hand einer Frau aus dem Publikum zum Handschlag entgegen. Diese mochte darauf nicht eingehen. Ein junger Mann aus dem Publikum beendete die Performance, indem er aufstand und den Handschlag annahm.