Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03485.jsonl.gz/1735

Programm «Methanreduktion durch spezielle Tierfütterung»
Die Produktion von Methan in den Pansen (Vormägen von Wiederkäuern) kann durch die Beigabe von Futtermittelzusätzen, wie zum Beispiel ätherische Öle oder Tannin, reduziert werden.
Ein von South Pole Suisse AG entwickeltes Programm wird derzeit validiert.
Programm «Reduktion Lachgasemissionen aus Stickstoffdüngung & Reduktion von Stickstoffdüngung»
Durch verschiedene Massnahmen (Beimischen von Zusatzstoffen, verbesserte Ausbringung und Gülleseparierung) können die Lachgasemissionen aus der Stickstoffdüngung reduziert werden. Auch der reduzierte und auf Witterungsbedingungen angepasste Einsatz von Stickstoffdünger kann zur Verminderung von Lachgasemissionen beitragen.
Mit Ausnahme der Beimischung von Nitrifikationshemmern haben sich die untersuchten Massnahmen zur Lachgasreduktion als wenig erfolgversprechend herausgestellt. . Insbesondere der Ansatz, mittels eines Referenz-Benchmarks auf den reduzierten Einsatz von Stickstoffdünger abzuzielen, wurde im Auftrag der Stiftung KliK vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) eigens näher geprüft (siehe Studie). Entsprechende Programme werden daher nicht weiterverfolgt.
Ein Programm zur Beimischung von Nitrifikationshemmern wird derzeit von First Climate AG entwickelt.
Programm «Wärmerückgewinnung aus Gärgülle»
Bei existierenden Biogasanlagen kann, mittels Wärmepumpen, die Gärgülle als Wärmequelle für Nahwärmeverbünde genützt werden.
Das
Programmgesuch wird gegenwärtig vom BAFU geprüft.
Programm «Energieeffizienz im Betrieb» (wird nicht umgesetzt)
Bei den Landwirtschaftsbetrieben existieren vereinzelte Massnahmen, die bescheinigungsfähige Reduktionen erzielen, insbesondere: Heutrocknung, bei der Milchkühlung, bei der Wärmedämmung und bei Heizsystemen in der Viehwirtschaft.
Eine Abklärung hat ergeben, dass der Auslöseeffekt über Bescheinigungseinnahmen zu gering wäre.
Programm «Güllelagerabdeckung/Biogasanlagen Gülle-/Feststoffvergärung» (wird nicht umgesetzt)
Die
bei der Viehhaltung anfallende Gülle verursacht Methanemissionen. Zu den Vermeidungsmöglichkeiten
gehören Massnahmen bei der Aufbewahrung und Ausbringung von
Gülle, aber auch deren energetische Nutzung, insbesondere durch Herstellung von
Biogas.
Eine Reihe von Biogasanlagen wurden bereits vom Bundesamt für Umwelt als Bündel von Einzelprojekten registriert . Mangels finanzieller Anreize wegen der limitierten Verfügbarkeit von Ko-Substrat ist das Potenzial für weitere Biogasanlagen sehr limitiert. Deshalb wird von der Entwicklung eines Programms abgesehen.