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«Gemässigter Optimismus» vor Treffen mit Farc
Delegationsleiter Humberto de la Calle (m) zusammen mit Unterhändlern Frank Pearl (r) und Sergio Jaramillo (l) vor dem Abflug auf dem Militärflughafen Catam in Bogotá. (Reuters)
Die Unterhändler der kolumbianischen Regierung sind zu den Friedensgesprächen in Oslo mit der linksgerichteten Farc-Guerilla mit «gemässigtem Optimismus» gestartet. Dies erklärte der ehemalige Vizepräsident und Delegationsleiter Humberto de la Calle gestern vor dem Abflug in Bogotá.
Nach ersten Kontakten werde am Donnerstag die gemeinsame Pressekonferenz abgehalten, die den formellen Start von Verhandlungen signalisieren soll, teilten beide Seiten am Dienstag in einem in Bogotá veröffentlichten Communiqué mit. Allerdings ist bislang der Abflug der Farc-Delegation aus Havanna noch nicht bestätigt worden.
Monatelange Vorverhandlungen auf Kuba
Die Verhandlungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit an einem geheimen Ort statt. Sie sollen in einem zweiten Schritt in die kubanische Hauptstadt Havanna verlegt werden. Es ist der vierte Versuch seit 1984, den inzwischen fast 50 Jahre dauernden Konflikt in Kolumbien zu beenden. Vorausgegangen waren sechs Monate lange Geheimverhandlungen auf Kuba.
Die «Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (Farc) sind mit rund 9000 Kämpfern die grösste und älteste Guerilla Südamerikas. Seit 1964 bekämpft sie den Staat. Der Konflikt hat bisher mehr als 200‘000 Menschen das Leben gekostet. (bru, dpa)
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