Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03224.jsonl.gz/1198

Das schulische Qualitätsmanagement wird im Q2E-Modell verstanden als ein langfristiger, zielgerichteter, strukturierter und geführter Prozess zur Sicherung und Verbesserung der Qualität einer Schule.
Aus dieser Begriffsbestimmung heraus wird deutlich, dass in einem schulischen Qualitätskonzept die Vorstellung geklärt sein muss, was unter „Schulqualität“ bzw. unter einer „guten Schule“ verstanden wird.
Q2E hat zwei unterschiedliche Antworten auf diese Frage entwickelt:
Die erste Antwort bewegt sich im Trend der modernen Qualitätsmanagementkonzepte: Schulqualität wird hier rein methodisch bzw. verfahrenstechnisch definiert. Eine Schule gilt dann als gute Schule, wenn sie über den systematischen Einsatz von geeigneten Verfahren und Instrumenten gewährleisten kann, dass der konkrete Entwicklungsbedarf erkannt wird und kontinuierliche Verbesserungsprozesse erfolgen. Etwas salopp formuliert: Eine gute Schule ist eine Schule, die sich dank eines wirksamen Qualitätsmanagements schrittweise verbessert.
Q2E zeigt im Q2E-Handlungsmodell auf, welches die Handlungsfelder und die konkreten Massnahmensind, die von einer guten Schule erwartet werden, damit sich die Qualität schrittweise und systematisch (weiter-)entwickeln kann.
Die zweite Antwort geht davon aus, dass sich Schulqualität auch inhaltlich definieren lässt. Von einer „guten Schule“ wird erwartet,dass sie bestimmten Qualitätsmerkmalen entspricht. Für die Definition einer guten Schuleist in diesem Verständnis die Klärung der folgenden beiden Leitfragen wichtig: (1) Welches sind die zentralen Qualitätsmerkmale, die für eine guten Schule bzw. einen guten Unterricht gelten? Und: (2) Wie gut gelingt es der Schule, diese Qualitätsmerkmale zu verwirklichen?
Für Q2E ist das zentrale Dokument für die inhaltliche Qualitätsbestimmung der Q2E-Referenzrahmen: Es handelt sich um eine umfassende, gut strukturierte Zusammenstellung von Qualitätsmerkmalen, denen eine gute Schule entsprechen sollte. Der Referenzrahmen gibt eine differenzierte inhaltliche Antwort auf die Frage, was im Q2E-Ansatz unter „Schulqualität“ verstanden wird.
Wir haben im Verlauf unserer Arbeit festgestellt, dass die Anzahl der Qualitätsmerkmale, die den normativen Horizont einer guten Schule umreissen, beträchtlich ist und eine Schule tendenziell überfordert. Q2E hat deshalb für den folgenden Weg entschieden: Wir erwarten von der Schule, dass sie ihren qualitativen Orientierungsrahmen auf dem Hintergrund des universellen Q2E-Orientierungsrahmen selber entwickelt. Die Schule soll - in einem Prozess der partizipativen Normensetzung - selber festlegen, welches für sie die wichtigen und profilbildenden Qualitätsansprüche sind, an denen sie sich orientieren möchte. (siehe auch: Qualitätsleitbild)
Die Publikationen stehen im Download-Bereich zur Verfügung.