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Amisulprid und Solifenacin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Verstärkte anticholinerge Effekte und QT-Zeit-Verlängerung möglich
Mechanismus
Unter gleichzeitiger Gabe von Neuroleptika kann es zu einer Verstärkung der anticholinergen Effekte von Solifenacin kommen. Unter Quetiapin, Olanzapin und Amisulprid ist eine Verlängerung des QT-Intervalls im EKG in Verbindung beschrieben. In Kombination mit Risikofaktoren kam es zudem zu Fällen von Torsades de pointes. In Kombination mit Solifenacin kann es möglicherweise zu einem additiven QT-verlängernden Effekt kommen.
Effekt
Es kann zu einer Verstärkung der anticholinergen Effekte von Solifenacin kommen. Anticholinerge Symptome können u.a. Mundtrockenheit, trockene Augen, verschwommene Sicht, veränderten Harnverhalt, Obstipation, Tachykardie oder auch Hyperthermie umfassen [Dmochowski R, 2005]. Ausserdem steigt unter einer möglicherweise additiven Verlängerung der QT-Zeit das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes (TdP).
Empfehlung
Sollte ein Neuroleptikum mit Solifenacin gegeben werden, muss eine Monitorisierung bezüglich anticholinerger Nebenwirkungen durchgeführt und die Therapie ggf. angepasst werden. Die QT-Zeit im EKG sollte monitorisiert werden und Kontrollen der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium) sollten durchgeführt werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018