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Die Beschleunigung des Internets durch den Ausbau der Breitbandkommunikation verhilft populistischen Parteien wie der deutschen AfD oder der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung zu Wahlerfolgen. Ein besserer Zugang zu sozialen Medien und den Echokammern, die sich darin finden, macht es solchen Parteien leichter, vor allem junge Wähler zu gewinnen, wie eine Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).
"Es ist interessant, dass wir diesen Effekt in unserer Studie sowohl für eher links- wie für rechtsgerichtete Populisten nachweisen konnten", sagt WZB-Forscher Max Schaub. Ihm zufolge hilft das Internet vor allem relativ jungen populistischen Bewegungen. "Wir vermuten, dass es in Ländern wie Österreich oder den Niederlanden, wo populistische Parteien schon länger etabliert sind, keinen vergleichbaren kausalen Effekt gibt", so der Wissenschaftler.
Die Forscher haben Daten über Wahlergebnisse in Gegenden in Deutschland und Italien untersucht, die vor dem Jahr 2017 noch keinen Zugang zu schnellem Internet hatten. Sie stellten fest, dass die Bewohner dieser Gebiete nach dem Ausbau der Breitbandkommunikation deutlich häufiger populitsische Parteien wählten.
Diesen Effekt erklärt Schaub damit, dass es der schnelle Internetzugang leichter macht, Wähler direkt anzusprechen. Etablierte Parteien, ob populistisch oder nicht, können diesen Vorteil weniger nutzen, da sie bereits in den klassischen Medien stark vertreten sind. Junge populistische Parteien können dank Social Media den Anspruch erheben, "direkt zum Volk" zu sprechen. Schaub meint, dass der politische Raum so eine völlig neue Dimension gewonnen hat. Dieses Phänomen werde auch in Zukunft einen Einfluss auf Wahlen haben.
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