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Laparoskopie, Bauchspiegelung
Bei der Laparoskopie wird ein optisches Instrument mit Lichtquelle und Kamera (Laparoskop) über einen kleinen Hautschnitt in den Bauchraum eingeführt. Das Laparoskop kann zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Bei einer laparoskopisch durchgeführten Operation werden zusätzlich zum Laparoskop chirurgische Spezialinstrumente über weitere kleine Hautschnitte in den Bauchraum gebracht.
Die Bauchspiegelung, medizinisch Laparoskopie genannt, kann zur Diagnose oder für chirurgische Eingriffe eingesetzt werden. Ursprünglich wurde die Methode diagnostisch eingesetzt, um über eine Kamera Einblick in den Bauchraum zu erhalten. Die immer bessere Optik der Kamera sowie die Entwicklung von kleinen chirurgischen Spezialinstrumenten machten die Methode jedoch immer öfter für operative Eingriffe einsetzbar. Heute werden eine Vielzahl von Operationen im Bauchraum bevorzugt mit der Laparoskopie-Technik durchgeführt. Im Allgemeinen ist diese Operationsmethode schonender für das Gewebe. Die Wundheilung nach der Operation verläuft in der Regel rascher als bei offenen Operationen und die Erholungszeit ist meist kürzer.
Welche Vorbereitungen werden getroffen?
Die Laparoskopie wird in Vollnarkose durchgeführt. Für den Eingriff muss man entsprechend nüchtern sein.
Vor dem Eingriff finden die allgemein üblichen Abklärungen wie Blutuntersuchung, Blutdruckmessung und EKG, statt. Allfällige Blutverdünner müssen vor der Operation abgesetzt werden.
Wie wird die Operation durchgeführt?
Das Laparoskop ist ein optisches Instrument, das über einen kleinen Hautschnitt durch die Bauchdecke in den Bauchraum eingeführt wird. Das Instrument ist mit einer Lichtquelle und einer Kamera versehen. Diese kann Bilder auf einen Bildschirm übertragen. Vor der Einführung des Laparoskops wird zunächst der Bauchraum mit CO2 aufgebläht. Dies vergrössert den Bauchraum und ermöglicht eine bessere Sicht auf die Bauchorgane. Anschliessend wird das Laparoskop eingeführt. Über einen separaten Kanal am Laparoskop können bei Bedarf kleine Gewebeproben entnommen werden. Bei der alleinigen diagnostischen Laparoskopie, die etwa eine halbe Stunde dauert, wird nach Beendigung der Untersuchung das CO2 abgesaugt, das Laparoskop herausgezogen und die kleine Hautwunde vernäht.
Für operative Eingriffe werden zusätzlich zum Laparoksop weitere kleine Hautschnitte angebracht. Über diese können weitere chirurgische Instrumente in den Bauchraum eingeführt werden. Die ganze Operation findet unter Kamerasicht statt. Eine Öffnung der Bauchdecke ist nicht notwendig. Gewebe, das während der Operation entfernt wird, kann ebenfalls durch die Endoskope hindurch aus dem Bauchraum entfernt werden.
Wie sieht die Erfolgsquote der Behandlung aus?
Die Laparoskopie-Technik hat sich bei einer Vielzahl von Operationen im Bauchraum durchgesetzt. So werden heute beispielsweise Blinddarmoperationen oder Gallenblasenentfernungen fast ausschliesslich mit dieser Methode durchgeführt. Die Erfolgsquoten sind gleich wie bei offenen Operationen. Gleichzeitig sind aber die Eingriffe mit dieser Methode normalerweise weniger belastend und schonender für den Körper.
Was sind die Komplikationen oder Risiken der Behandlung?
Die Komplikationen und Risiken der laparoskopischen Eingriffe sind ähnlich wie bei den offenen Operationen. Wie bei allen Operationen kann es gelegentlich zu Nachblutungen, Nervenverletzungen oder Infektionen kommen.
Wie geht es nach dem Eingriff weiter?
Die Nachbehandlung richtet sich nach dem durchgeführten Eingriff. Im Allgemeinen sind die Schmerzen nach einer laparoskopischen Operation geringer als nach einer offenen Operation. Der Heilungsverlauf ist zudem kürzer, da die Bauchmuskeln nicht durchtrennt werden mussten.