Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03379.jsonl.gz/2121

Der Auslandsdienst der SRG war nicht immer eine Multimedia-Plattform, wie das heutige SWI swissinfo.ch. Im Video hören und sehen Sie Aufnahmen aus der Zeit, als der internationale Dienst der Schweiz noch ein Radio war.
Von Mitte der 1930er-Jahre bis 2004 hiess der internationale Dienst der Schweiz Schweizer Radio International (SRI). Die ersten Jahrzehnte des Bestehens von SRI waren die Blütezeit der Kurzwelle - sie war oft die einzige Möglichkeit, Nachrichten direkt aus anderen Ländern zu erhalten.
Eine kurze Geschichte von SRI, dem Vorgänger von swissinfo.ch, erklärt die Töne im obigen Video.
Was 1935 als Schweizerischer Kurzwellendienst begann, wuchs zur Ausstrahlung von Programmen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch über andere europäische Sprachen bis hin zu Arabisch und änderte schliesslich seinen Namen in Schweizer Radio International.
Der internationale Dienst galt als Stimme der Neutralität in Kriegszeiten, zuerst während des Zweiten Weltkriegs, später während den Jahrzehnten des Kalten Kriegs bis hin zum ersten Golfkrieg Anfang der 1990er-Jahre.
Das letzte Jahrzehnt vor der Jahrtausendwende markierte aber auch den Anfang vom Ende der Kurzwellenübertragung der Schweiz. Kurzwellensender wichen der Übertragung von Programmen über Satellit. Letztere musste danach dem Internet weichen. 1999 ging der Dienst von SRI als Website online: www.swissinfo.ch.
Im Jahr 2004 wurde der Stecker von SRI im Rahmen von Budgetkürzungen definitiv gezogen. Die Website swissinfo.ch blieb bestehen. Der internationale Dienst, der nun ausschliesslich online produziert wurde, erweiterte seine sprachliche Reichweite um Japanisch und Chinesisch (später noch um Russisch) und veröffentlichte mehr Video- und Audioberichte.
Journalisten und Journalistinnen, die in den derzeit zehn Sprachen von swissinfo.ch produzieren, arbeiten eng zusammen, um die redaktionelle Agenda festzulegen und den notwendigen Kontext in ihren Beiträgen zu schaffen, damit sie überall auf der Welt verstanden werden, wo sie gelesen, gesehen oder gehört werden.
Projekt 'The Sounds of...'
Dieser Artikel ist Teil des Projekts "The Sounds of..." mit unseren Partnermedien Polskie Radioexterner Link, Radio Canada Internationalexterner Link, Radio Romania Internationalexterner Link und Radio Prahaexterner Link. Weitere Videos wurden von Journalisten und Journalistinnen dieser Radios produziert, um einen Einblick in ihre Arbeit in diesen Ländern zu geben.
Andere historische Radioaufnahmen finden Sie hier:
Das Tschechoslowakische Radio spielte eine tragende Rolle bei wichtigen Ereignissen in der Geschichte des Landes. So setzten Mitarbeiter des Radios beispielsweise 1968 die Sendungen fort, obwohl sowjetische Soldaten das Gebäude besetzt hatten. Heute ist das tschechische Radio ein öffentlich-rechtlicher Sender mit vier nationalen Sendern sowie regionalen Programmen, digitalen Radiosendern und einer Online-Nachrichtenseite.
Seit über 90 Jahren begleiten die Klänge des polnischen Radios die Polen im In- und Ausland. Die Übertragung wurde am 1. September 1939 nach der deutschen Invasion in Polen unterbrochen. Bevor der polnische Rundfunk jedoch sechs Jahre lang schwieg, übertrug er wichtige Nachrichten, welche die Polen vor deutschen Angriffen warnten. Die Aufzeichnungen vom Schlachtfeld sind ein wertvolles Archiv dieser Zeit.
Radio Romania blickt auf eine 91-jährige Geschichte zurück. Die Station begleitete die Rumänen in der Zwischenkriegszeit, während des Zweiten Weltkriegs und während des Kommunismus, eingeschränkt durch die Zensur sowohl des faschistischen als auch des kommunistischen Regimes. Nach 1989 nahm Radio Romania seine Aufgabe als öffentlicher Mediendienst wieder auf.
Seit dem 25. Februar 1945 ist Radio Canada International Kanadas Stimme in der Welt, zuerst im Kurzwellenradio, dann online. Heute interagieren Hörer und Website-Besucherinnen auf fünf Kontinenten in fünf der meistgesprochenen Sprachen der Welt: Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch und Arabisch.
(Übertragung aus dem Englischen: Sibilla Bondolfi)