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Tabea Lorenz – Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat erstmals Informationen über Finanzkonten ausgetauscht. Der Austausch erfolgt im Rahmen des globalen Standards zum automatischen Informationsaustausch (AIA).
Der erste Austausch im Rahmen des AIA sieht vor, dass die Schweiz im Jahr 2018 mit den EU-Staaten sowie weiteren neun Staaten und Territorien (Australien, Guernsey, Insel Man, Island, Japan, Jersey, Kanada, Norwegen, Südkorea) Daten austauscht. Die Übermittlung der Daten durch die Schweiz erfolgte per Ende September 2018.
Gemäss Medienmitteilung der ESTV vom 5. Oktober 2018 wurden Rumänien und Zypern von der Übermittlung ausgenommen, weil sie die internationalen Anforderungen an die Vertraulichkeit und Datensicherheit noch nicht erfüllen. Die Datenlieferung an Australien und Frankreich verzögert sich, weil diese Staaten aus technischen Gründen noch keine Daten an die ESTV liefern konnten. Ebenfalls noch keine Daten hat die ESTV von Estland, Kroatien und Polen erhalten. Die übrigen Partnerstaaten haben der ESTV die Daten übermittelt.
Bei der ESTV sind zurzeit rund 7'000 meldende Finanzinstitute (Banken, Trusts, Versicherungen, etc.) registriert, welche die Daten sammelten und an die ESTV übermittelten. Die ESTV versandte Informationen zu rund 2 Mio. Finanzkonten an die Partnerstaaten und erhielt von ihnen Informationen zu Finanzkonten im Millionenbereich. Ausgetauscht wurden Identifizierungs-, Konto- und Finanzinformationen, darunter der Name, die Anschrift, der Ansässigkeitsstaat und die Steueridentifikationsnummer sowie Angaben zum meldenden Finanzinstitut, der Kontosaldo und die Kapitaleinkommen.
Die definitiven Zahlen zu den erhaltenen Informationen liegen noch nicht vor. Zum Umfang der Finanzvermögen kann die ESTV keine Angaben machen.