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Obersteckholz …lebenswert
Obersteckholz liegt zwischen Langenthal und Melchnau, im Oberaargau im Schweizer Mittelland und ist von den Gemeinden Busswil bei Melchnau, Lotzwil und Langenthal umgeben.
Obersteckholz hat keinen eigentlichen Dorfkern. Eher könnte man von kleinen Weilern, Habkerig, Kleben, Wald, Herrengasse und Hübeli, sowie Einzelhöfen sprechen. Der Dorfcharakter darf und soll als bäuerlich bezeichnet werden, wobei noch viele Landwirtschaftsbetriebe vorwiegend Milchwirtschaft betreiben, ein paar wenige Landwirtschaftsbetriebe sind ohne Milchproduktion. Die Käserei auf dem Kleben, in der Emmentaler-Käse hergestellt wurde, ist seit Mai 2003 geschlossen, so auch die Poststelle, welche noch bis Mitte des Jahres 2003 im Dorf betrieben wurde. Der Dorfladen ist seit Herbst 2004 geschlossen. Die tägliche Post wird von Melchnau aus verteilt.
Die Gemeinde führt noch eine eigene Schule mit Kindergarten, (1.-3. Klasse und 4.-6. Klasse). Ab der 7. Klasse besuchen die Schülerinnen und Schüler den Unterricht im Elzmattschulhaus in Langenthal.
Heute bringen zwei Schreinereien, eine Elektroinstallationsfirma, ein Ofenbauer, eine Werkzeugschärferei, eine Mechanische Werkstatt, ein Transport- und Carunternehmen, eine Autofahrschule und eine Firma, die sich mit elektrotechnischen Steuerungen befasst einige wenige gewerbliche Arbeitsplätze ins Dorf. Die meisten "Steckholzer" gehen jedoch ausserhalb der Gemeindegrenze ihrer Arbeit nach.
In Obersteckholz legt man deshalb grossen Wert darauf, dass bestehende Bauernhäuser sinnvoll um- und ausgebaut werden können. Auch ein gesundes Wachstum ist in Obersteckholz wichtig, weshalb im Kuhnhubel und Kleben im Jahr 2006 7850 m2 Bauland geschaffen wurde. Die in letzter Zeit steigende Nachfrage nach freiem Bauland, vorallem von Interessenten aus der näheren Umgebung, hat den Gemeinderat weiter dazu bewogen, ein Siedlungsentwicklungskonzept für die Jahre 2010 – 2030 zu schaffen, welches als Sofortmassnahme die Einzonung der weitgehend überbauten Gebiete Habcherig und Winkel in die Dorfzone vorsieht. Im Zeitraum 2015 bis 2020 sollen die Baulücken in der Dorfzone Habcherig geschlossen und im Zeitraum 2020 bis 2027 soll die Erweiterung der Bauzone im Kuhnhubel gegen Südwesten vollzogen werden.
Mit diesen Massnahmen will der Gemeinderat erreichen, dass Obersteckholz weiterhin als selbständige Gemeinde, Schulstandort und lebenswerten Wohnort bestehen kann.
"In Silber auf rotem Hügel eine grüne Tanne mit rotem Stamm und roten Früchten". Die Gemeinde wurde 1194 erstmals urkundlich erwähnt und zwar im Zusammenhang mit den Ländereien des heutigen Klosters St. Urban.
Das 1945 entstandene Wappen von Oberteckholz ist eine Anspielung auf den Namen der Gemeinde. Der rote Hügel und die roten Tannzapfen heben das Wappen augenfällig aus den recht zahlreichen Gemeindewappen mit Tannen heraus. Ein „wohl-gewachsenes, gesundes und zähes wie auch ein arbeitsames Volk lebe da im Steckholz, wo es kein Wirtshaus hat, wo den jungen Leute Gelegenheit zu Zeitversäumnis und Verschwendung gibet“.
So charakterisiert im Jahre 1764 der Rechenschafts-bericht des Lotzwiler Pfar-rers an die Bernische Obrigkeit seine kleine Nebenausgemeinde hinter dem Wald.