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Seit sich der US-Konzern Burton als finanzkräftiger und einflussreicher Sponsor im Frühling 2015 zurückgezogen hat, mussten die Macher am Crap Sogn Gion umdisponieren. Zunächst handelten sie antizyklisch und schütteten im Open-Format in Eigenregie mehr Preisgeld denn je aus.
Im zweiten Jahr ohne den amerikanischen Partner folgt nun eine weitere Umstrukturierung. Insider rechnen damit, dass die von Reto Gurtner gemanagte Wintersport-Station das Budget im neuen (FIS-)Kleid gegen unten anpassen wird.
Angesichts der modernen und teuren Pipe-Infrastruktur macht die Fortsetzung unter der Schirmherrschaft des Welt-Skiverbands (FIS) Sinn; unter sportpolitischen Gesichtspunkten ist Gurtners wohl auch wirtschaftlich bedingte Kehrtwende indes bemerkenswert. Der Unternehmer stand vor rund zwei Dekaden der später aufgelösten ISF vor, die immer wieder verbale Scharmützel gegen FIS-Exponenten inszeniert hatte.
Im internationalen Markt spielt die FIS im organisierten Wettkampfsport inzwischen die Hauptrolle. Die World Snowboard Tour (WST) ist vom Radar verschwunden. Einzig das massgebliche Fahrer-Ranking führt die WST weiter, Elite-Events bietet die geschrumpfte Organisation keine mehr an.
(SDA)