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Der Marine Stewardship Council (MSC) suspendiert alle seine Zertifikate für Makrelen aus dem Nordost-Atlantik, bis der Internationale Meeresforschungsrat (ICES) die Bestände dieser Fischart überprüft hat. Zum vorläufigen Entzug der Zertifikate entschloss sich der MSC, nachdem ein Audit im letzten November zeigte, dass mehr Makrelen gefangen wurden, als der ICES als maximal zulässige Menge definiert hatte. 2018 hatte der ICES eine Abnahme der Makrelenbestände in der Region festgestellt. Verschiedene MSC-zertifizierte Makrelenfischereien vor allem in Schottland kritisieren die Massnahme als übereilt.
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Zum Hintergrund gehört auch der bis heute nicht richtig beigelegte «Makrelenkrieg» zwischen der EU und Island. Nachdem die Makrelenschwärme wegen der Klimaerwärmung sich weiter nördlich aufzuhalten begannen, nämlich in isländischen Gewässern, liessen sich die lokalen Fischer nicht zweimal bitten und bedienten sich am für sie ungewohnten Reichtum, sehr zum Ärger der schottischen Fischer, die geltend machten, sie hätten ein traditionelles Recht auf die Makrelen, die nun «illegal» von den Isländern dezimiert würden, bevor die Schotten zum Zug kämen.
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