Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03374.jsonl.gz/227

|URUGUAY 1942

Datum: 10.01. – 07.02.1942
Anzahl Spiele: 21
Anzahl Tore: 81
Teilnehmende Länder: 7
Teams: Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay
Copa-Sieger: Uruguay
Final: Uruguay – Argentinien 1:0
Durchschnitt der Zuschauer: 31’214
Torschützenliste
1942 Uruguay
Brasilien kehrte 1942 zur Copa América zurück – aber den Titel holte sich Uruguay, das nach 18 Jahren nun wieder mal als Gastgeber fungierte. Man spielte im “Estádio Centenário“ in Montevideo, die Gastgeber gewannen sämtliche Partien und konnten nunmehr vier Titel vorweisen, die sie “zuhause“ errungen hatten. Die Zahl der Teilnehmer war auch ein Rekord, mit sieben Nationen: Chile, Ecuador, Brasilien, Paraguay, Peru und Argentinien – sowie die Gastgeber. Als Vize-Champions lieferten die Argentinier den grössten Torregen in der Geschichte der Copa América: 12:0 gegen die Equadorianer. Das Endspiel zwischen Argentinien und Uruguay wurde durch ein einziges Tor des Uruguayers Bibiano Zapirian entschieden. Die Torjäger des Turniers allerdings, waren die Vize-Champions José Manuel Moreno und Herminio Massantonio, beide mit sieben Toren!
1945 Chile
Vier Jahre nach dem Erfolg von 1941 war Chile erneut der Austragungsort der Copa América – aber das Fest gestalteten die Argentinier, die damit ihren siebten Titel in diesem Turnier holten. Brasilien, das zu seinen Spielern so illustre Figuren wie Zizinho, Domingos da Guia und Heleno de Freitas zählte, wurde Vize-Champion. Die Gastgeber wurden Dritter. Wieder präsentierten die chilenischen Fans eine Show – die fast 60.000 Zuschauer pro Spiel übertrafen die 50.800 von 1941 bei weitem. Wieder war das “Estádio Nacional“ Mittelpunkt der bedeutendsten Begegnungen. Insgesamt nahmen sieben Nationen na der Veranstaltung teil – es wären fast noch mehr gewesen, wenn nicht Paraguay und Peru beleidigt abgesagt hätten, weil sie sich ebenfalls um die Veranstaltung als Gastland beworben hatten und abgelehnt worden waren. Bolivien, Uruguay und Ecuador, sowie zum ersten Mal Kolumbien, bildeten den Rest der teilnehmenden Länder.
1946 Argentinien
Zum sechsten Mal Austragungsort der Copa América, holte sich die argentinische Mannschaft ihren achten Titel – den zweiten hintereinander – damit erreichte sie den Rekord der Uruguayer von 1946. Brasilien war der bedeutendste Gegner der Argentinier, aber im Endspiel gingen die Brasilianer im “Estádio Monumental de Nuñez“ vor den Augen von 80.000 Zuschauern buchstäblich unter: 2:0 für Argentinien. Die brasilianische Seleção bestand aus einer ganzen Reihe von respektablen Balltretern, Stars wie zum Beispiel Domingos da Guia. Die Artillerie des Turniers kam vom Uruguayer José Maria Medina, der sieben Tore schoss. Die Veranstaltung von 1946 blieb durch ihre hohe Zahl von Toren in Erinnerung – und durch ihre gefüllten Stadien. Ein Durchschnitt von 4,07 Toren und 59.923 Zuschauern wurde pro Spiel erreicht.
1947 Ecuador
Ecuador wurde zum ersten Mal als Austragungsort der Copa América ausgewählt. Allerdings waren es schon wieder die Argentinier, die den Verlauf des Festes bestimmten: sie eroberten den dritten Titel hintereinander – ein Rekord, der in diesem Turnier nie mehr eingeholt wurde – und setzten Uruguay auf die Liste der mit der höchsten Torquote Besiegten: 9:8! Brasilien wurde in diesem Turnier am meisten vermisst, das einen neuen Teilnehmerrekord aufstellte: Acht Nationen – Peru, Ecuador, Kolumbien und Bolivien spielten die Rolle der Figuranten. Chile landete auf dem vierten Platz, Uruguay auf dem dritten und Paraguay wurde Vize. Das Turnier begründete ausserdem den Ruhm eines Mannes: Alfredo Di Stéfano. Im Alter von 22 Jahren gab der argentinische Stürmer sein internationales Debüt – beim Torregen gegen Bolivien, mit 7:0, nachdem er gegen René Pontoni eingewechselt worden war. Die argentinische Nationalmannschaft beendete das Turnier mit 28 Toren und nur 4 eingesteckten!
1949 Brasilien
Paraguay war ein bisschen hinderlich, aber Brasilien errang seinen dritten Titel bei der Copa América 1949, als es zum dritten Mal den Gastgeber spielte. Bis dato hatten die Brasilianer alle ihre Titel zuhause erobert, aber die Paraguayer erschienen, wie vom Teufel besessen und hätten den Fans beinahe das Fest versaut: Brasilien gewann die sechs ersten Spiele und wurde dann plötzlich in der Endrunde von Paraguay mit 2:1 geschlagen – was eine Extra-Partie notwendig machte, um den Sieger des Turniers zu ermitteln. In diesem Spiel waren auf einmal die Brasilianer wie besessen: es endete 7:0 – mit einer Show der Spieler Zizinho, Jair da Rosa Pinto und Ademir de Menezes – letzterer wurde zum besten Spieler der Veranstaltung gewählt. Jair wurde Schützenkönig, mit 9 Toren. Argentinien nahm der Veranstaltung ein bisschen den Glanz, als sie sich wegen Streitigkeiten mit brasilianischen Administratoren zurückzogen. Trotzdem erreichte das Turnier die Rekordzahl von 135 Toren, 46 geschossen von Brasilianern. Peru, Uruguay, Bolivien, Chile, Ecuador und Kolumbien vervollständigten die Reihe der Teilnehmer.