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Ruth Reidys Geburtstag ist der 19. März 1950. Sie wurde als jüngstes Kind den Eltern Alfons und Rosa Boschung-Nussbaumer in Schmitten geschenkt. Mit drei Brüdern und zwei Schwestern ist sie wohlbehütet aufgewachsen. Die Schulzeit verbrachte sie in Schmitten. Bei einem Haushaltjahr in Orsonnens und einem Welschlandjahr in Marly hat sie sich die französische Sprache angeeignet. Anschliessend arbeitete sie sechs Jahre als Verkäuferin in Bern, bevor sie ihre Lebensstelle beim Postcheckamt, später Postfinance, antreten konnte. 38 Jahre hat sie hier als zuverlässige Mitarbeiterin ihre Dienste zur Verfügung gestellt.
1972 heiratete sie August Reidy aus Düdingen. Nachdem sie mehrere Jahre ausserhalb des Dorfs wohnten, kauften sie am Meisenweg eine Eigentumswohnung. Ruth schätzte nun den kurzen Weg bis zum Bahnhof, um mit dem Zug zur Arbeit zu fahren, und die Nähe der Einkaufsmöglichkeiten.
Die Ehe blieb leider kinderlos. Doch Ruth Reidy freute sich an den Nichten und Neffen und besonders an den Patenkindern, zu denen sie bis zuletzt eine schöne Beziehung pflegte. Ruth Reidy war bescheiden. Sie brauchte weder Strandferien noch grosse Reisen. Sie liebte Wanderungen in der Natur, Ferientage in Leukerbad, kurze Tagesausflüge und sie pflegte viele Freundschaften.
2010 erkrankte sie an Krebs. Viele Therapien und ihre positive Einstellung führten zur Genesung. Es folgten vier gute Jahre, doch dann meldete sich die Krankheit zurück. Die Hoffnung auf eine weitere Heilung war immer da. Doch Ruth Reidy hat sich schon früh auch mit dem Tod befasst. Sie hat alle Vorkehrungen getroffen, ihre Wünsche kundgetan und schriftlich festgehalten. Die letzten fünf Wochen verbrachte sie im Spital Tafers. In Würde hat sie das langsame Ableben angenommen und war dankbar für jede Handreichung. Am Samstag, 22. Oktober 2016, konnte sie loslassen und gut vorbereitet diese Welt verlassen. Die Familie ist ihr dankbar für die schönen Spuren, die sie hinterlässt, die unvergessen bleiben.