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Künstlerinnen und Künstler 2020
Benjamin Appl
Die Auftritte des Baritons Benjamin Appl werden gleichermaßen von Publikum und Kritik gefeiert. Seit Abschluss seiner Studien in München und London ist er regelmäßig in bedeutenden Konzerthäusern und bei internationalen Musikfestivals, wie der Carnegie Hall, Wigmore und Royal Albert Hall, Schubertiade Schwarzenberg, Bregenz oder Heidelberger Frühling zu erleben und arbeitet mit namhaften Klangkörpern wie z. B. der Akademie für Alte Musik Berlin, den BBC Orchestern, dem Philadelphia Orchestra und den Berliner Barocksolisten. Er erhielt zahlreiche bedeutende Auszeichnungen für sein Schaffen, wie den Gramophone Award als New Artist of the Year 2016, BBC „New Generation Artist“ von 2014 bis 2016. Im März 2018 verlieh die Académie du Disque Lyrique in Paris Benjamin Appl den „Orphée d´Or Dietrich Fischer-Dieskau“ als bestem Lied-Interpreten. Seine Diskographie umfasst neben Rundfunkmitschnitten auch zahlreiche Lied-Aufnahmen. 2016 unterzeichnete er einen Exklusiv-Vertrag mit Sony Classical. Benjamin Appl unterrichtet seit Herbst 2016 als Professor of German Song an der Guildhall School of Music & Drama in London.
Pablo Barragán
Pablo Barragáns Auftritte führen ihn immer wieder durch ganz Europa, bspw. in die Philharmonie Berlin, in die Laieszhalle Hamburg, ins Auditori Barcelona oder ins Athenaeum nach Bukarest.
Seine Neugierde lässt ihn gemeinsam mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester Basel, den Hamburger Symphonikern oder dem Málaga Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie Clemens Schuldt, Adrian Pravaba oder Gabriel Feltz immer wieder neue Interpretationen entdecken.
Das gemeinsame Musizieren mit bspw. Martha Argerich, Viviane Hagner oder dem Schumann Quartett, bei Festivals wie dem Lucerne Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern oder dem Bratislava Music Festival sind für ihn genauso von Bedeutung wie seine Solokonzerte.
Barragán wurde mit dem Prix Credit Suisse Jeunes Solistes 2013 ausgezeichnet und ist Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe.
Er studierte an der Escuela Superior de Música Reina, der Barenboim-Said Foundation und an der Musikakademie Basel bei François Benda.
Pablo Barragán ist exklusiver Künstler der weltberühmten Klarinettenbaufirma «Backun».
Christoph Croisé
Bereits mit 17 Jahren gab Christoph Croisé sein Debüt in der Carnegie Hall in New York. Als Solist trat er an vielen Orten in Europa, Asien und Amerikas auf, beispielsweise in Bern, München, St. Petersburg, Izmir, Sichuan und Harbin. Ebenso ist Christoph Croisé auch gern gesehener Gast bei renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Festival Radio France, in Davos, Gstaad, New York, in Österreich, Italien oder Deutschland.
Seit 2009 gewann er vielfach erste Preise, u. a. an der «Berliner International Music Competition» 2017 und 2018, der «Schoenfeld International String Competition» in Harbin 2016 und der «Manhattan International Music Competition» 2016. Seine CDs mit beiden Haydn-Cellokonzerten wurde mit dem Supersonic Award des Pizzicato-Magazins und dem «Clef d’Or» für das beste Konzertalbum des Jahres 2019 von Res-Musica ausgezeichnet.
Christoph Croisé wurde von Katharina Kühne und Alexander Neustroev unterrichtet und studierte bei Wolfgang Emanuel Schmidt an der Universität der Künste Berlin.
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist eines der international führenden Orchester und begeistert mit ihrem einzigartigen Musizierstil weltweit ihr Publikum. Künstlerischer Leiter ist seit 2004 der estnische Dirigent Paavo Järvi.
Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit mit Järvi war das gemeinsame Beethoven-Projekt, auf das sich Dirigent und Orchester sechs Jahre konzentrierten. Ergebnis waren weltweit umjubelte Aufführungen sowie internationales Lob für die Einspielungen. Auf Beethoven folgte ein phänomenaler Schumann-Zyklus. Seit 2015 konzentriert sich Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Paavo Järvi auf den Komponisten Johannes Brahms. Ein Highlight des Brahms-Projekts war die international bejubelte Aufführung des Requiems am 10. April 2018 im Dom zu Bremen. Der Mitschnitt ist inzwischen als DVD und Blu-Ray bei C Major erschienen. Der mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnete Bremer Brahms ist «eine Referenzaufnahme», so «Die Zeit», und wird laut hr2-kultur «noch lange nachhallen».
Für ihre Einspielungen und das einzigartige Education-Projekt mit der Gesamtschule Bremen-Ost in Osterholz-Tenever, das Zukunftslabor, wurde Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit unzähligen Preisen wie ECHO, OPUS und Diapason d’Or geehrt und pflegt seit Jahren enge musikalische Freundschaften mit internationalen Solisten wie Christian Tetzlaff, Maria João Pires, Janine Jansen, lgor Levit, Hilary Hahn und Martin Grubinger.
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist seit der Eröffnung 2017 eines der Residenzorchester der Elbphilharmonie in Hamburg und bis 2021 Festivalorchester des Kissinger Sommers. 2019 war das Orchester in Residence beim Rheingau Musik Festival und wurde mit dem renommierten Rheingau Musik Preis ausgezeichnet.
Veronika Eberle
Für ihr aussergewöhnliches Talent und ihre musikalische Reife genießt Veronika Eberle bei den weltweit besten Orchestern, Konzerthallen und Festivals sowie bei einigen der bedeutendsten Dirigenten höchstes Ansehen.Internationale Aufmerksamkeit erregte die damals erst 16-jährige Veronika Eberle, als sie mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern bei den Salzburger Osterfestspielen 2006 im ausverkauften Festspielhaus Beethovens Violinkonzert spielte. Zu ihren wichtigsten Auftritten gehörten seither Konzerte mit dem London Symphony Orchestra, dem Concertgebouworkest Amsterdam, den Münchner Philharmonikern und den Rotterdamer Philharmonikern.
Veronika Eberle wurde in Donauwörth geboren, erhielt mit sechs Jahren ihren ersten Geigenunterricht und wurde bereits vier Jahre später Jungstudentin von Olga Voitova am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium. Nach einem privaten Ausbildungsjahr bei Christoph Poppen kam sie an die Münchner Musikhochschule, wo sie von 2001 bis 2012 bei Ana Chumachenco studierte.
Gershwin Piano Quartet
Das Gershwin Piano Quartet wirft neues Licht auf die Musik von George Gershwin. 4 Pianisten an 4 Flügeln spielen, arrangieren und improvisieren über einige von Gershwins beliebtesten Songs und Orchesterwerken, wie z.B. „Rhapsody in Blue“, „An American in Paris“ oder „I Got Rhythm“. Die Originalversionen wurden von den Quartett-Mitgliedern für die ungewöhnliche Besetzung von vier Flügeln umgearbeitet und führen so zu einem neuartigen und aufregenden Konzerterlebnis.
In seinem neuen Programm beschränkt sich das Quartett nicht mehr nur auf Gershwins Musik, sondern setzt diese mit anderen bedeutenden Werken aus der Epoche in Beziehung, namentlich mit Ravels „La Valse“ oder Bernsteins „West Side Story“. Auf diese Weise werden die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen der alten und der neuen Welt, zwischen Klassik und Jazz, klassischem Ballett und Broadway-Show greifbar und sorgen für einen abwechslungsreichen, hochvirtuosen Konzertabend.
Das Gershwin Piano Quartet wurde 1996 von André Desponds gegründet. Es hat sein Programm mit grossem Erfolg und beeindruckender medialer Resonanz in ganz Europa, Südamerika, China sowie im Nahen Osten präsentiert. So war das Quartett unter anderem beim Schleswig- Holstein Musik Festival, im KKL Luzern, beim Festival de Menton, beim Athens Festival, beim Baalbek International Festival im Libanon, im Oriental Art Center Shanghai oder beim Mozarteo Brasileiro in São Paulo zu Gast.
Boris Giltburg
Giltburg wurde 1984 in Moskau geboren und zog schon früh nach Tel Aviv, wo er zunächst bei seiner Mutter und dann bei Arie Vardi studierte. Im Jahr 2013 gewann er den ersten Preis beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb und katapultierte damit seine Karriere auf ein neues Niveau. Seit dem Abschluss eines langfristigen Vertrags mit Naxos Records im Jahr 2015 hat er Solo-CDs mit Musik von Beethoven, Schumann und Rachmaninow, Schostakowitsch-Konzerte mit Petrenko und dem Royal Liverpool Philharmonic (Diapason d’Or) sowie Werke von Rachmaninow mit Prieto und Royal Scottish National (OPUS KLASSIK) herausgebracht.
Giltburg tritt mit vielen führenden Dirigenten und mit Orchestern auf, darunter das Philharmonia Orchestra, Orchestre de Chambre de Lausanne, Philharmonische Orchester Rotterdam, Israelisches Philharmonisches Orchester, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, London Philharmonic Orchestra, Oslo Philharmonic, WDR Köln, St. Petersburg Philharmoniker und Baltimore Symphony Orchestra. Sein Debüt bei den BBC Proms gab er 2010 und häufige Gastspiele führen ihn auch nach Südamerika und China.
Er gibt Liederabende in erstklassigen Konzertsälen wie Southbank Centre und der Wigmore Hall, Amsterdam Concertgebouw, Elbphilharmonie Hamburg, BOZAR und Flagey in Brüssel, Radio France, Carnegie Hall, Toppan Hall in Tokyo und Forbidden City Concert Hall in Peking.
Martin Helmchen
Martin Helmchen hat sich als einer der Top-Pianisten der jüngeren Generation etabliert. 1982 in Berlin geboren, studierte er zunächst bei Galin Iwanzowa an der HfM «Hanns Eisler» Berlin und wechselte später zu Arie Vardi an die HMTM Hannover; weitere Mentoren sind William Grant Naboré sowie Alfred Brendel. Einen ersten entscheidenden Impuls bekam seine Karriere, als er 2001 den «Concours Clara Haskil» gewann.
Martin Helmchen konzertiert weltweit mit zahlreichen renommierten Orchestern, darunter finden sich die Staatskapelle Dresden, das Tonhalle Orchester Zürich, das Orchestre de Paris, die Wiener Symphoniker sowie das Londoner Philharmonia Orchestra. Er arbeitet mit Dirigenten wie David Afkham, Marc Albrecht, Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnányi, Sir Mark Elder, Edward Gardner, Philippe Herreweghe, Manfred Honeck, Vladimir Jurowski, Andris Nelsons, Emmanuel Krivine, Andrés Orozco-Estrada, Christoph Poppen, Michael Sanderling und David Zinman.
Einen besonderen Stellenwert hat für ihn die Kammermusik. Zu seinen engen Kammermusikpartnern gehören Juliane Banse, Veronika Eberle, Marie-Elisabeth Hecker, Julian Prégardien, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Carolin Widmann und Frank Peter Zimmermann.
Martin Helmchen ist Exklusivkünstler von Alpha Classics. Veröffentlicht wurden dort Messiaens «Vingt regards sur l’enfant-Jésus» sowie eine Duo-CD mit Marie-Elisabeth Hecker mit Cello-Sonaten von Brahms. Im Beethovenjahr 2020 erscheinen alle Klavierkonzerte, eingespielt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Andrew Manze. Des Weiteren hat er für Pentatone Classics zahlreiche CDs aufgenommen, u. a. Klavierkonzerte von Mozart und Schumann sowie Kammermusik von Schubert Brahms. Seit 2010 ist Martin Helmchen Associate Professor für Kammermusik an der Kronberg Academy.
Pablo Heras-Casado
Pablo Heras-Casados ungewöhnlich facettenreiche und breit gefächerte Laufbahn umspannt das grosse Sinfonie- und Opernrepertoire, historisch orientierte Aufführungen und zeitgenössische Partituren. Als gefragter Gastdirigent tritt er regelmässig in Europa mit dem Philharmonia Orchestra und dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, den Berliner Philharmonikern und vielen anderen Klangkörpern auf. Derzeit leitet er als Erster Gastdirigent bis 2022 in vier aufeinanderfolgenden Spielzeiten Wagners kompletten Ring-Zyklus am Teatro Real in Madrid. Auch mit dem Freiburger Barockorchester verbindet ihn eine fruchtbare Zusammenarbeit. Zu seiner vielfältigen Diskografie gehört eine Entwicklungsreihe für die bei den Gramophone Awards 2018 als Label des Jahres ausgezeichnete Harmonia Mundi unter dem Titel «Die Neue Romantik» mit Musik von Mendelssohn, Schumann und Schubert. Die neuesten Veröffentlichungen konzentrieren sich auf die Klavierkonzerte von Beethoven, mit Kristian Bezuidenhout am Hammerflügel. Heras-Casado fördert die Arbeit der spanischen Wohltätigkeitsorganisation «Ayuda en Acción» und dirigiert für sie ein jährliches Wohltätigkeitskonzert im Madrider Teatro Real.
Kammerorchester Basel
Das Kammerorchester Basel gilt als eines der führenden Kammerorchester des internationalen Musiklebens.
Preisgekrönte Einspielungen bei renommierten Labels wie Sony, Deutsche Harmonia Mundi oder Warner Classics zeugen von der exzellenten Qualität des Klangkörpers. Das künstlerisch unabhängige Ensemble sucht durch stete Entwicklung seines Klangbildes auf historischem und modernem Instrumentarium neue und weiterführende Wege der Interpretation und arbeitet mit KünstlerInnen wie Sol Gabetta, Nuria Rial, Christoph Prégardien und René Jacobs zusammen. Eine besonders fruchtbare Zusammenarbeit verbindet das Ensemble mit seinem Principal Guest Conductor Giovanni Antonini.
Für ihre historisch informierten Interpretationen wurden sie 2008 in der Kategorie «Bestes Ensemble» mit dem ECHO Klassik gekürt und 2019 als erstes Orchester mit einem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet. Unter Antoninis Leitung führt das Orchester im Wechsel mit dem Ensemble Il Giardino Armonico bis ins Jahr 2032 alle 107 Sinfonien Joseph Haydns auf und spielt sie auf CD ein. Ein weiteres Grossprojekt ist die Aufnahme aller Sinfonien Franz Schuberts mit Heinz Holliger. Seit Januar 2013 ist die Clariant International Ltd. Presenting Sponsor des Kammerorchester Basel.
Christiane Karg
Christiane Karg studierte am Salzburger Mozarteum bei Heiner Hopfner sowie in der Liedklasse von Wolfgang Holzmair und wurde für ihren Masterabschluss mit der Lilli-Lehmann-Medaille ausgezeichnet. Noch während ihres Studiums gab sie ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen und ist dort seither gern gesehener Gast.
Regelmäßig gastiert sie an allen großen Opernhäusern der Welt u. a. in München, Wien, Mailand und New York sowie bei renommierten Festivals wie den Baden Badener und Salzburger Festspielen, dem Rheingau Musik Festival und dem Festival d‘Aix-en-Provence.
Zu ihren musikalischen Partnern zählen Dirigenten wie Daniel Harding, Christian Thielemann, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Yannick Nézet-Séguin, Christoph Eschenbach, Thomas Hengelbrock, Andrés Orozco-Estrada, Mariss Jansons, Semyon Bychkov, Herbert Blomstedt und Iván Fischer. Dabei arbeitet sie mit bedeutenden Klangkörpern der ganzen Welt zusammen.
Ihre Leidenschaft zum Liedgesang und zu kammermusikalischen Projekten pflegt die Sopranistin in besonderer Weise. Zusätzlich zu ihren zahlreichen Engagements konzipiert und verantwortet Christiane Karg als künstlerische Leiterin des Festivals KunstKlang eine eigene Konzertreihe in ihrer Heimatstadt Feuchtwangen und setzt sich mit großem Engagement mit ihrem Projekt „be part of it! – Musik für Alle“ für Musikvermittlung bei Kindern und Jugendlichen ein.
Simon Lepper
Simon Lepper studierte Musik am King’s College Cambridge. Heute bekleidet er eine Professor für Klavierbegleitung am Royal College of Music in London und ist offizieller Begleiter der «BBC Cardiff Singer of the World Competition».
Als gefragter Liedpianist arbeitet er regelmässig mit renommierten Sängerpersönlichkeiten wie Benjamin Appl, Christopher Maltman, Elizabeth Watts, Stephan Loges, Sophie Bevan, Christopher Purves und Lawrence Zazzo zusammen. Einer der Höhepunkte der jüngsten Zeit war die Einladung der Londoner Wigmore Hall, eine dreiteilige Konzertreihe mit Liedern von Joseph Marx zu gestalten. Ausserdem führte ihn eine Liederabend-Tournee mit dem Bariton Stéphane Degout zum Ravinia Festival und zum Edinburgh Festival. Es folgten Konzerte mit Angelika Kirchschlager in Brüssel und London. In Amerika hatte er sein Debüt in der Carnegie Hall in New York zusammen mit der Mezzosopranistin Karen Cargill; daraufhin folgte ein Rezital mit Christopher Purves in der Frick Collection. An der Schubertiade in Hohenems war er mit Mark Padmore zu Gast. Zusammen mit Benjamin Appl tourte er durch Indien, einschliesslich Konzerten in Mumbai und Chennai.
Graham Mitchell
Graham Mitchell ist Erster Kontrabassist der English National Opera, Senior Professor an der Royal Academy of Music in London und ständiger Bassist beim Nash Ensemble.
Von 1998–2011 war er Mitglied des Philharmonia Orchestra und er arbeitet regelmässig mit den Berliner Philharmonikern zusammen. Als Erster Gastdirigent leitete Mitchell die meisten britischen Klangkörper. Im Rahmen seiner langjährigen Zusammenarbeit mit vielen Solisten und Kammerensembles entstanden zahlreiche Einspielungen, darunter mit Anthony Marwood, Pekka Kuusisto und Imogen Cooper, mit dem Florestan- und dem Kungsbacka-Klaviertrio sowie den Belcea- und Takács-Quartett-Ensembles. Auf Einladung von Steven Isserlis trat er 2007
Mitchells Einspielung von Schuberts «Forellenquintett» mit Paul Lewis und dem Leopold-Streichtrio wurde als «eines der besten zeitgenössischen Forellenquintetts» gelobt.
Il pomo d’oro
Das Ensemble Il pomo d’oro, benannt nach der Oper von Antonio Cesti aus dem Jahr 1666, wurde im Jahr 2012 gegründet. Es zeichnet sich durch eine authentische, dynamische Interpretation von Opern und Instrumentalwerken aus Barock und Klassik aus. Die Musiker sind sämtlich ausgewiesene Spezialisten und gehören zu den Besten ihres Fachs auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis. Das Ensemble arbeitete bisher mit den Dirigenten Riccardo Minasi, Maxim Emelyanychev, Stefano Montanari, George Petrou, Enrico Onofri und Francesco Corti zusammen. Seit 2016 ist Maxim Emelyanychev der Chefdirigent des Orchesters. Mit konzertanten Opernaufführungen, Recitals mit renommierten Solisten und Instrumentalprogrammen ist Il pomo d’oro in zahlreichen bedeutenden Konzertsälen und bei Festivals in Europa und weltweit zu Gast.
Die Diskografie von Il pomo d’oro umfasst mehrere Operngesamteinspielungen: Händels «Agrippina», «Serse», «Tamerlano», «Partenope» und «Ottone, «Stradellas La Doriclea, «Vincis Catone in «Utica», sowie Recitals mit den Countertenören Jakub Józef Orliński , Franco Fagioli, Max Emanuel Cenčić , und Xavier Sabata, mit den Mezzosopranistinnen Ann Hallenberg und Joyce DiDonato und den Sopranistinnen Francesca Aspromonte und Emöke Barath. Instrumentalaufnahmen widmen sich Violin- und Cembalokonzerten von Johann Sebastian Bach und Joseph Haydn und Cellokonzerten mit dem Solisten Edgar Moreau. Zahlreiche Einspielungen wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet (OPUS und ECHO KLASSIK, ICMA Award, Diapason d’Or, CHOC de Classica).
Il pomo d’oro ist offizieller Botschafter von El Sistema Greece, einem humanitären Projekt, das Kindern in griechischen Flüchtlingslagern kostenlosen Musikunterricht ermöglicht.
Quatuor Van Kuijk
In den sechs Jahren seines Bestehens hat das Quatuor Van Kuijk einen fulminanten Karrierestart hingelegt: der erste Preis sowie Ehrungen für die beste Beethoven- und die beste Haydn-Interpretation bei der «Wigmore Hall International Chamber Music Competition», Preisträger der Académie du Festival dʼAix-en-Provence und schliesslich Teil der prestigeträchtigen ECHO-Rising-Stars-Serie in der Saison 2017/18. Das Ensemble ist nun in den wichtigsten internationalen Konzertsälen präsent: Wigmore Hall in London, Philharmonie de Paris, Théâtre des Champs-Elysées, Tonhalle in Zürich, Wiener Konzerthaus und Musikverein Wien, Concertgebouw in Amsterdam, Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie in Hamburg und bei Festivals wie den BBC Proms, Heidelberg, Verbier, Aix-en-Provence, Evian, Stavanger. Darüber hinaus touren die Musiker einmal pro Saison durch Nordamerika und feiern noch dieses Jahr ihr Carnegie-Hall-Debüt. Nach einer umjubelten Tour durch China, Japan und Taiwan in der letzten Saison werden sie 2021 in alle drei Länder zurückkehren.
Das Quatuor Van Kuijk nimmt exklusiv für das Label Alpha Classics auf. Ihr Debütalbum «Mozart» wurde mit grossem Erfolg veröffentlicht – CHOC de Classica, Diapason dʼOr découverte. Auch ihr zweites Album wurde von der Presse hochgelobt. In der letzten Saison erschien das dritte Album mit Schuberts 10. und 14. Streichquartett, welches in diesem Herbst gefolgt wird von zwei weiteren Mozart-CDs mit Aufnahmen der Streichquartette KV 421 und KV 387 sowie der Violaquartette KV 515 und KV 516 mit Adrien La Marca.
Das Quatuor Van Kuijk war Residenz-Quartett bei ProQuartet in Paris, wo sie bei Mitgliedern des Alban Berg und des Hagen Quartetts studierten. Zuvor hatten sie beim Quatuor Ysaÿe studiert und anschliessend mit Günter Pichler an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid gearbeitet, was dank der grosszügigen Unterstützung des International Institute of Chamber Music of Madrid möglich war.
Das Quatuor Van Kuijk wird unterstützt von Pirastro und SPEDIDAM; sein Hauptsponsor ist die Mécénat Musical Société Générale.
Riccardo Minasi
Der vom The Guardian als „aussergewöhnlicher Musiker“ gewürdigte Dirigent und Violinist Riccardo Minasi hat sich in kurzer Zeit den Ruf eines Ausnahmetalents der europäischen Musikszene erworben.
Neben seiner Funktion als Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg (mit dem er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab), bestreitet Minasi in der kommenden Saison auch Auftritte am Opernhaus Zürich (Die Entführung aus dem Serail), an der Hamburgischen Staatsoper (Alcina), mit dem Orchestre National de Lyon (verschiedene Projekte von Bach bis Wagner) sowie erstmals mit dem Konzerthausorchester Berlin. Zudem pflegt er seine regelmässigen Beziehungen mit dem Ensemble Resonanz und dem Orchester La Scintilla. Zu seinen kürzlichen Engagements als Dirigent und Orchesterleiter zählen Debüts mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, der NDR Radiophilharmonie, dem Stavanger Symphony Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Portland Baroque Orchestra und dem Los Angeles Chamber Orchestra.
Minasi verfügt über grosse Aufnahmerfahrung an der Seite internationaler Spitzenkünstler wie Joyce DiDonato, Ann Hallenberg und Philippe Jaroussky. Er ist auf vier Alben zu hören, die mit dem ECHO Klassik-Preis 2016 ausgezeichnet wurden. Auch seine eigenen Einspielungen werden von der Kritik gelobt, und die Rosenkranz-Sonaten von Biber wurden als Finalist für die Midem Classical Awards nominiert.
Schumann Quartett
Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazugekommen. Immer wieder bemerken Aussenstehende, wie stark die Bindung zwischen den Quartettmitgliedern ist. Unterschiedliche Persönlichkeiten treten zwar deutlich hervor, gleichzeitig entsteht in jedem musikalischen Werk ein gemeinsamer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt. Vielleicht sind diese Offenheit und Neugierde die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie dem Alban Berg Quartett oder Partnern wie Menahem Pressler.
Ihr Album «Intermezzo» (2018) erfreut sich national und international bester Resonanz und erhielt den OPUS KLASSIK in der Kategorie «Quintett 2019». Somit wird es als würdiger Nachfolger ihres preisgekrönten «Landscapes»-Albums gefeiert. Letzteres wurde unter anderem mit fünf Diapasons sowie dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2017 ausgezeichnet. Auf dem 2019 erschienenen Album «Chiaroscuro» kontrastiert das Quartett Mozarts Quartettbearbeitungen der Fugen aus Bachs «Wohltemperiertem Klavier» mit Werken von Mendelssohn, Webern, Schostakowitsch, Glass und Janáček.
Lehrer, musikalische Partner, Preise, Veröffentlichungen – gerne werden Stufen konstruiert, um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen: «Feuer und Energie. Das Schumann Quartett spielt umwerfend gut […] zweifellos eine der allerbesten Formationen der jetzigen Quartettblüte, […] blitzende Virtuosität und Überraschungsbereitschaft» (Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung).
Benjamin Righetti
«Dreissigjährig, hochbegabt, erfinderisch» (Le Temps), «einer der brillantesten Organisten seiner Generation» (Revue Musicale de Suisse Romande), «ein ungeheuer begabter Interpret» (Diapason). Benjamin Righetti ist Titularorganist der Kirche Saint-François in Lausanne und Dozent am Konservatorium und an der Musikhochschule Lausanne (HEMU). Benjamin Righetti, 1982 in der Schweiz geboren, studierte Klavier in der Klasse von Jean-François Antonioli und Orgel bei Yves Rechsteiner, François Delor, Jean Boyer, Jan Willem Jansen, Michel Bouvard und Philippe Lefebvre. Er war von 2002 bis 2007 Preisträger der renommiertesten internationalen Wettbewerbe: Schweizer Orgelwettbewerb, Musica Antiqua von Brügge, Publikumspreis von Chartres, Grand Prix d’Orgue der Stadt Paris und viele mehr. Unter den mehr als 600 Konzerten, die er bisher gegeben hat, sind einige unvergesslich in Erinnerung: in Notre-Dame de Paris an seinem 25. Geburtstag, beim Toulouse les Orgues Festival in vielen Auflagen, im Concertgebouw in Amsterdam, während des Bachfest-Abschlusskonzertes im Freiberger Dom, im Mariinsky-Theater in St.Petersburg. Er hat insgesamt vier CDs veröffentlicht, die derzeit alle bei Claves Records erhältlich sind. Seine Veröffentlichungen wurden alle von internationalen Kritikern gelobt, sowohl für ihre Originalität als auch für die Beherrschung ihrer Produktion. Benjamin Righetti betreibt auch Forschungstätigkeit und schreibt regelmässig Artikel für die Website orgue.art und die Zeitschrift La Tribune de l’Orgue.
Sir András Schiff
Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász. Später setzte er sein Studium an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest bei Prof. Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados sowie bei George Malcolm in London fort. Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit sind Klavierabende und da im Besonderen die zyklischen Aufführungen der Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. 1999 gründete er sein eigenes Kammerorchester, die «Cappella Andrea Barca», mit der er, wie auch mit dem Chamber Orchestra of Europe, als Dirigent und Solist eng zusammenarbeitet.
Sir András Schiff wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Er wurde im Juni 2006 für seinen ausserordentlichen Rang als Beethoven-Interpret durch die Wahl zum Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses in Bonn gewürdigt. Im September 2008 erhielt Sir András Schiff die Medaille der Wigmore Hall für sein dortiges 30-jähriges musikalisches Wirken. Sir András Schiff ist ausserdem Träger des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau des Jahres 2011. Im Januar 2012 wurde dem Künstler die Goldene Mozart-Medaille der Internationalen Stiftung Mozarteum verliehen. Im darauffolgenden Juni erhielt er den «Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste». Im selben Jahr wurde er zum Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses und zum «Special Supernumerary Fellow of Balliol College» (Oxford, UK) ernannt. Sir András Schiff wurde 2012 das Grosse Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Für sein herausragendes musikalisches Schaffen erhielt er im Dezember 2013 in London mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society die höchste Auszeichnung dieser Gesellschaft. Im Juli 2014 verlieh ihm die University of Leeds und im März 2018 seine Königliche Hoheit Prinz Charles als Präsident des Royal College of Music die Ehrendoktorwürde.
Im Frühjahr 2011 hat Sir András Schiff für Aufsehen gesorgt, als er öffentlich gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung bezog. Aus den teilweise beleidigenden Angriffen, denen er sich daraufhin vonseiten ungarischer Nationalisten ausgesetzt sah, hat Sir András Schiff die Konsequenz gezogen, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben. Im Juni 2014 wurde er von Queen Elizabeth II. für seine Verdienste für die Musik in den Adelsstand erhoben. Im März 2017 erschien im Bärenreiter und Henschel Verlag sein Buch «Musik kommt aus der Stille» mit Essays und Gesprächen mit Martin Meyer.
Maurice Steger
Maurice Steger gehört heute zu den faszinierendsten Blockflötisten, Dirigenten und Musikpädagogen auf dem Gebiet der Alten Musik. In diesen Funktionen begeistert er sein Publikum in verschiedenen Konzertformaten auf der ganzen Welt.
Steger arbeitet regelmässig – vermehrt auch als Dirigent oder in Doppelfunktion – mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Il pomo d’oro, The English Concert, La Cetra als auch den führenden modernen Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, den Klangkörper des hr, BR & NDR, den Berliner Barock Solisten (Berliner Philharmoniker), den Violons du Roy aus Kanada, dem Kammerorchester Basel und dem Staatsorchester Braunschweig zusammen.
Ausserdem leitet Maurice Steger jedes Jahr verschiedene Meisterklassen, übernahm 2013 die Leitung der Gstaad Baroque Academy und engagiert sich im pädagogischen Bereich für die musizierende Jugend.
Zahlreiche preisgekrönte, thematisch höchst fantasievoll konzipierte CD-Einspielungen bei harmonia mundi, Claves und der Deutschen Grammophon belegen seit Jahren seinen singulären Rang.
Wiener Klaviertrio
Das traditionsreiche und vor Spielfreude sprühende Wiener Klaviertrio wurde 1988 vom Wiener Pianisten Stefan Mendl gegründet und gehört längst zu den weltweit führenden Kammermusikensembles. Seit 2015 ergänzen der kalifornische Geiger David McCarroll und seit 2018 der österreichische Cellist Clemens Hagen das Trio.
Im gemeinsamen Musizieren verfolgt das Trio stets den Anspruch die Traditionen Europas und Amerikas miteinander zu verbinden. Davon zeugen schon in den Anfangsjahren wichtige Impulsgeber wie das Trio di Trieste, das Haydn-Trio Wien und LaSalle Quartette, ebenso wie die Violinisten Isaac Stern und Jaime Laredo.
Neben dem Fokus auf die Meisterwerke des 18., 19. und 20. Jahrhunderts öffnet sich das Ensemble auch zeitgenössischen Werken, welche in Zusammenarbeit mit Komponisten wie Georg Friedrich Haas, György Kurtág und Jörg Widmann erarbeitet wurden.
Seit der Saison 2006/07 hat das Wiener Klaviertrio alljährlich eine eigene Konzertreihe im Wiener Konzerthaus und ist darüber hinaus regelmässig Gast auf den renommierten Konzertbühnen vom Palau de la Musica Catalana in Barcelona, Konzerthaus Berlin, Wigmore Hall London sowie bei den Festivals wie den Wiener Festwochen, der Mozartwoche Salzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und Aix-en-Provence.
In 19/20 richtet das Wiener Klaviertrio in einer Konzertreihe bei Amici della Musica Firenze den Fokus auf die Werke Beethovens und in einem Konzertzyklus in der Wigmore Hall London auf Brahms. Darüber hinaus folgten die Musiker einer Wiedereinladung zum Concertgebouw Amsterdam. In 2020 ist eine Tour durch die USA geplant, die das Ensemble nach Philadelphia, New York, Houston und Los Angeles führt.
Die umfangreiche, mehrfach prämierte Diskografie des Wiener Klaviertrios ist bisher bei den Labels Naxos, Nimbus und MDG erschienen und umfasst die gesamten Trios von Brahms, Dvořák, Schönberg/ Steuermann, Schubert und Zemlinsky sowie weitere Werke von Beethoven, Haydn, Schumann und anderen Komponisten. Der Penguin Guide to Recorded Classical Music schrieb über die Schubertaufnahmen «outstanding in every way … wonderfully fresh and spring-like … true chamber-music-making by a beautifully matched team».