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Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi schliesst seine neue Kandidatur bei den Parlamentswahlen 2013 doch nicht aus. Noch im April hatte er in einem Hintergrundgespräch mit ausländischen Journalisten gesagt, er wolle nicht mehr antreten.
"Wenn es für die Mitte-Rechts-Allianz notwendig sein wird, mich wieder als Kandidaten für die Führung der Regierung einzusetzen, werde ich mich nicht zurückziehen", erklärte der 74-jährige Berlusconi in einem Interview mit der vom Staatsfernsehen RAI gesendeten Polit-Show "Porta a porta".
"Sollten dagegen weitere Persönlichkeiten auftauchen, die Wählerkonsens erhalten könnten, in erster Linie Wirtschaftsminister Giulio Tremonti, wäre ich glücklich, wenn ich weiterhin in der Politik bleiben könnte, um mich um meine Partei zu kümmern, und anderen die Führung der Regierung zu überlassen, eine wirklich anstrengende Aufgabe", meinte Berlusconi.
Der Premier bestritt kürzlich, dass er 2013 für das Amt des Staatspräsidenten kandidieren werde, wie in Rom spekuliert wird. "Ich habe kein Interesse, zum Präsidenten aufzurücken", sagte Berlusconi. Als Kandidat für die Nachfolge von Präsident Giorgio Napolitano im Jahr 2013 schlug Berlusconi seine "rechte Hand", Staatssekretär Gianni Letta, vor.
Berlusconi ist 1994 in die Politik eingestiegen. Im selben Jahr wurde er mit seiner Mitte-Rechts-Partei "Forza Italia" erstmals Premier. Im Jahr 2008 wurde Berlusconi zum dritten Mal Regierungschef.
SDA-ATS