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Als Akram vor vier Jahren in Syrien als jüngster von vier Knaben seiner Eltern geboren wurde, war er ein äusserlich und von seinem Verhalten her unauffälliger Säugling. Sein ältester Bruder ist geistig und körperlich beeinträchtigt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Wenige Tage nachdem Akram und seine Mutter nach der Geburt aus dem Spital entlassen wurden, ging es Akram täglich schlechter und er musste an seinem 10. Lebenstag wieder ins Spital, wo eine Hirnhautentzündung festgestellt und behandelt wurde. Nachdem sich Akram nach der Spitalentlassung in seinen ersten Lebensmonaten nur sehr zögerlich entwickelte und hie und da epileptische Anfälle auftraten, wurde er 5 Monate nach seiner Geburt wieder ins Spital eingewiesen. In einem MRI zeigte sich ein ausgeprägter Hydrocephalus („Wasserkopf“) und eine grosse Zyste (Hohlraum, gefüllt mit Flüssigkeit) im Bereich des Stirnhirns. Die Gehirnflüssigkeit (Liquor) konnte nicht richtig abfliessen und zirkulieren, wodurch der Druck im Gehirn angestiegen war. Akram wurde deshalb ein Röhrchen ins Gehirn eingelegt (Shunt), durch das die Gehirnflüssigkeit abfliessen und der Druck wieder abnehmen konnte. Nach dieser Operation ging es Akram besser, allerdings verlief auch die weitere Entwicklung verzögert.
Akram im März 2020
Als Akram 3½ Jahre alt war, suchte seine Mutter wiederum den Arzt auf, weil Akram hie und da unter epileptischen Anfällen litt. Der Arzt riet zu einer Beurteilung durch einen Spezialisten, doch die finanziellen Verhältnisse der Familie liessen dies nicht zu, so dass we care die Kosten dafür übernahm. Da Akram bei diesem ärztlichen Untersuch nicht unter erhöhtem Hirndruck litt, riet der Arzt abzuwarten, Akram aber regelmässig nachkontrollieren zu lassen. Doch wenige Monate später, im April 2021, musste Akram in einer weiteren Operation ein zusätzliches Röhrchen ins Gehirn eingelegt werden, diese Operation wurde wiederum durch we care bezahlt.
Akram hat sich gut von diesem Eingriff erholt, doch er wird wohl sein Leben lang – wie schon sein ältester Bruder – geistig und körperlich eingeschränkt sein. In der Schweiz könnte Akram durch verschiedene Therapien gefördert werden, doch in Syrien, das noch lange unter den Folgen des Bürgerkrieges leiden wird, sind die Möglichkeiten für ein Kind wie Akram sehr beschränkt, nicht zuletzt auch dadurch, dass Akrams Familie – wie 90% der syrischen Bevölkerung – durch die Wirtschaftssanktionen der Amerikaner und die Coronakrise nun in Armut leben muss.
Akram im Juli 2021
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