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Die Neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern tanzte vor Freude, als sie die Nachricht erhielt, dass ihr Land virusfrei ist. Alles ist jetzt wieder erlaubt. Nur die strikten Grenzkontrollen bleiben bestehen.
Disziplin und Empathie
Im Lockdown waren die Neuseeländer äusserst diszipliniert und hielten sich an den Hausarrest. Laut Google-Daten bewegten sie sich viel weniger ausser Haus als die Menschen in Grossbritannien oder den USA. Ardern hat einen grossen Anteil daran. Sie wandte sich fast jeden Tag an die Bevölkerung und beendete all ihre Ansprachen mit den Worten: „Seid stark. Seid freundlich.“
Ansteckungen zurückverfolgen
Jetzt fordert sie ihre Landsleute auf, Tagebuch zu führen, um Ansteckungen zurückverfolgen zu können. Denn es werde wieder Infektionen geben. Das liege in der Natur des Virus. In einem Corona-Tagebuch notiert man, wen man an welchem Tag getroffen hat, und wo und wie lange. Auch Angaben, ob man drinnen oder draussen Kontakt hatte und eine Maske trug, können zur Abschätzung des Infektionsrisikos nützlich sein. Im Bedarfsfall können diese Informationen den Behörden auf der Suche nach Infektionsketten helfen.
Die AHA-Formel
Noch wichtiger ist jedoch, dass Infektionsketten erst gar nicht entstehen, dass man sich also nicht ansteckt oder das Virus weitergibt, falls man sich doch unbemerkt infiziert hat. Dabei hilft die AHA-Formel. AHA steht für Abstand halten, Händewaschen und Alltagsmaske tragen.