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Tennis ist ein mentales Spiel und die Spieler/innen werden in jungem Alter schon stark mental gefordert. Z.B. müssen die Spieler/innen während eines Matches Ihre Konzentration stetig hochhalten. Sie müssen Rückschläge und Misserfolge innerhalb von kürzester Zeit abhacken und dürfen bei hohem Selbstvertrauen nicht übermütig werden. Dabei haben die meisten Tennisspieler/innen zu irgendeinem Zeitpunkt in Ihrer Entwicklung mit mentalen Problemen im Tennis zu kämpfen. Zudem gibt es weitere Faktoren des Tenniszirkus, die die Spieler/innen einem hohen Druck aussetzen:
- Jedes Wochenende auf Turnieren mit hoher Reisetätigkeit
- Gewinnen oder aus dem Turnier fallen
- Der Fokus auf das Ranking
- Es gibt nur einen Gewinner an einem Turnier, alle anderen Spieler/innen haben verloren
Mentale Entwicklung der Tennis-Stars
Novak Djokovic zeigte schon früh sehr starke mentale Fähigkeiten. Jedoch war er noch im Jahr 2007 im Abrufen seiner Leistung sehr unkonstant. Im Final der Masters Series in Montreal schlug er Roger Federer, damals der unangefochtene beste Spieler der Welt. Schon beim nächsten Match verlor er gegen Carlos Moya in der ersten Runde in Cincinnati. Auch im US Open 2007 spielten ihm seine Nerven noch den einen oder anderen Streich. Schon im Jahr 2008 lernte er diese besser zu kontrollieren und gewann die Australian Open.
Auch Roger Federer war noch im Jahr 2002 als talentiertester Spieler bezeichnet worden, der noch keinen Grand Slam Titel gewonnen hatte. Die Medien berichteten von einer mentalen Blockade. Im Jahr 2003 gewann Federer mit Wimbledon erstmals einen Grand Slam Titel und er wandelte sich über die Jahre mental zum „Unbesiegbaren“, der die „Big Points“ immer gewann. Federer selber meinte, dass er drei Jahre brauchte um die richtige emotionale Balance zu finden und sein Potential zu 100% abrufen zu können.
Es sind nicht nur die Tennis-Superstars, die ihr mentales Spiel entwickeln können. Mit Mentaltraining kann jede/r schon im jungen Alter starten. Mentale Faktoren spielen schon früh eine sehr wichtige Rolle und wenn junge Spieler/innen ihre mentale Stärke nicht entwickeln, dann werden sie in den entscheidenden Drucksituationen nicht ihre beste Leistung abrufen können.
Welche mentalen Probleme gibt es im Tennis?
Im Tennis gibt es wie in jeder anderen Sportart verschiedene mentale Probleme, mit denen die meisten Spieler/innen einmal in ihrer Karriere zu kämpfen haben. Die folgende Auflistung ist nicht komplett:
- Fehlendes Selbstvertrauen
- Zu hohe Nervosität
- Unkonzentriertheit
- Negative Gedanken
- Sich ärgern bei Fehlern
- Fehlende Motivation
- Fehlende Energie
Bei diesen mentalen Problemen helfen sportpsychologische Methoden und Techniken, mit welchen man diese Probleme überwindet und zu seiner persönlichen mentalen Stärke findet.
Techniken zum Umgang mit mentalen Problemen im Tennis
Beim Umgang mit wenig Selbstvertrauen kann z.B. ein positives Tagebuch helfen. Auch können Videos aus früheren erfolgreichen Matches zu einer Selbstvertrauenserhöhung führen.
Ein Zielsetzungstraining hilft z.B. beim Umgang mit fehlender Motivation. Hier definieren der Sportpsychologe zusammen mit dem/r Spieler/in seine/ihre persönlichen Ziele und überlegen sich, wie diese tagtäglich erinnert oder visualisiert werden.
Bei zu hoher Nervosität können Entspannungsübungen und kontrolliertes Atmen helfen. Aber auch Rituale können unterstützen um sich zu beruhigen und sich wieder auf den Moment zu konzentrieren.
Bei Swiss Tennis gibt es eine schöne Übersicht, wie die Sportpsychologie die Spieler/innen in deren mentalen Weiterentwicklung unterstützt.