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Das National Ignition Facility, kurz NIF, meldet einen Durchbruch auf dem Weg zu sauberer Energie mittels Kernfusion: Erstmals wurde mehr Energie aus der Fusion gewonnen als mit einem Laserimpuls auf das Target geschossen wurde.
Wie ist dieser Durchbruch zu beurteilen?
In der theoretischen Bilanz, also ohne die Wirkungsgrade aller Umwandlungen von Strom in Laserlicht in Wärme in Strom zu berücksichtigen, stehen 2.05 Megajoule Laserenergie-Eintrag einem Fusionsenergie-Austrag von 3.15 Megajoule gegenüber.
Um den Netto-Energiegewinn von 1.1 Megajoule zu erzielen, verwendeten die US-Wissenschaftler ein fussballfeldgrosses Lasersystem, um einen kurzen Impuls aus 192 Laserstrahlen auf das erbsengrosse Brennstoffpellet zu richten.
Anders als Wendelstein 7X oder ITER strebt dieses Experiment aber keinen dauerhaften Betrieb an; Das Konzept ist so gesehen grundsätzlich nicht für eine Stromproduktion geeignet.
Doch wes’ Kind ist das NIF? Das NIF ist ein Labor des ‚Weapons and Complex Integration‘, kurz WCI. Auf der Website heisst es:
"Das WCI nutzt die NIF, um das Verständnis grundlegender nuklearer Prozesse und der Leistungsfähigkeit von Kernwaffen zu verbessern. Das NIF ist die einzige Anlage, die kontrollierte, experimentelle Studien zum thermonuklearen Abbrand durchführen kann, dem Phänomen, das die immense Energie moderner Kernwaffen erzeugt. Sie bietet einen beispiellosen experimentellen Zugang zur Physik von Kernwaffen.
Die Daten aus den NIF-Experimenten ergänzen die Tests in anderen Versuchsanlagen in Livermore und anderswo. Diese experimentellen Daten tragen dazu bei, hochentwickelte dreidimensionale Waffensimulations-Computercodes zu informieren und zu validieren und ein umfassenderes Verständnis der wichtigen Waffenphysik zu erlangen.“
Riesige Bilanzüberschüsse gibt seit ‚Ivy Mike‘, der ersten Wasserstoffbombe. Sie wurde im Oktober 1952, also vor mehr als siebzig Jahren, gezündet. Fusion auf der Basis von Impulsen – das ist nichts Neues. Das von den USA durchgeführte Experiment zur lasergesteuerten Kernfusion dient der Erforschung der physikalischen Grundlagen von Kernwaffen. Wenn dieses Geld in zivile Projekte gesteckt würde, ginge es allen auf der Welt besser.
Wir hoffen, dass Erkenntnisse daraus auch für eine friedliche Nutzung der Fusionsenergie abfallen. Wenn die internationalen Experimente am ITER oder auch bei vielversprechenden Start-Ups wie zum Beispiel bei Generalfusion um Michael Laberge solche Meldungen machen, freuen wir uns dann wirklich.Illustration aus Wikipedia…