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Ein stimmungsgerechter Korkenknall unterbrach die eben erst gestartete Neujahrsrede von Gemeindepräsident Martin Hermann (FDP). Dieser nahms mit Humor: «Zwei oder drei Sätze müssen Sie mir noch zugestehen.» Ganz Politiker waren es natürlich ein paar mehr, die er den etwa 100 Anwesenden im Schwerzenbacher Chimlisaal zumutete.
Hermann schnitt ein paar Highlights des vergangenen Jahrs an, wie etwa das Dorffest, die Grundsteinlegung des Schulhauses oder die Eröffnung des Lehrschwimmbeckens.
Gemeindepräsident
Ich bin froh, dass wir momentan nicht darüber nachdenken müssen, wo wir Flüchtlingsunterkünfte bauen sollen.
Martin Hermann (FDP)
Gemeindepräsident
Im Anbetracht der Kriege müsse man dankbar sein, «dass es uns hier immer noch so gut geht». Dankbar sei die Gemeinde auch, dass Flüchtende in Schwerzenbach gute Unterkünfte bei Privaten fänden. So würden diese beispielsweise Wohnungen an die Gemeinde vermieten, um Flüchtlinge unterzubringen.
«Ich bin froh, dass wir momentan nicht darüber nachdenken müssen, wo wir Flüchtlingsunterkünfte bauen sollen.» Die Leute in der Gemeinde unterzubringen, sei natürlicher und führe zu einer besseren Integration.
Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, macht Hermann anhand einer grosser Liegenschaftsverwaltung «mit staatlichem Hintergrund» fest. Diese weigere sich konsequent, Wohnungen an die Gemeinde für Flüchtende zur Verfügung zu stellen.
«Darüber könnte ich etwas erzählen, mache ich aber nicht.» Und weil er es eben doch getan hatte, waren die Lacher auf seiner Seite.
Chat GPT und Churchill
In einer launigen Rede sprach er darüber, welche Themen er sonst noch vortragen könnte, wie etwa künstliche Intelligenz. Hermann erinnerte daran, dass seine Dorffest-Ansprache von Chat GPT geschrieben worden sei.
Ausserdem gehöre zu jeder Gemeindepräsidenten-Rede das Wort «Herausforderungen». Im Fall von Schwerzenbach sei das beispielsweise das Wachstum der Gemeinde.
Und er schloss mit einem Zitat von Winston Churchill, das ebenso zu einer Ansprache gehöre: «Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.»