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Creating beauty from excess is neither new nor particularly ambitious. The opposite, producing opulence from “poor” means and materials, is the current challenge in these precarious times. The architect and theorist Ákos Moravánszky—who provided the key term for this issue—turns the tables in a dialectic sense and finds sophistication in the simple and the plain. This kind of opulence is more difficult to grasp. Materials must be questioned again, spaces interpreted differently in order toderive unexpected richness from their harmony. For this kind of architectural alchemy Louis Kahn’s question to the brick about what it wanted to be is probably the best-known kind of dialogue.The eloquence of present-day building products however fills shelves. All parameters of product qualities are worked on, all ingredients are tested in order to increase visual quality. But is there even a moment of freedom in this unlimited choice? Or did not the world lie precisely in the modular dimensions of the brick? Naturally, a promise still slumbers in the development of the material. What is cast or fired has an innate magic, precisely because its production escapes an ultimate control. But what are the possibilities beyond architectural pathos? A look at art reveals stone quarries. Through the reassessment of the traditional, the valorisation of the lesser, in short the enchantment of the useless surprising effects are achieved. When artist Dieter Roth made a copy of Dürer’s “Hare” out of hare droppings, he gave convention a kick. In a virtually alchemical manner he produced an excess of meaning in the solemn symbolic form, making gold out of waste, as it were. Whereas we still have to learn that millions can be earned with rubbish, the fashion couturiers are a step ahead of us. With upcycling a new aesthetic is created: new clothes already have a history. This gives them a touch of “authenticity”. This richness of references is also the connecting element between the examples of architecture in this issue. They are a cornucopia of meanings. The architecture is charged, and not free from contradiction: diversity, let us embrace you.
In einer grosszügig angerichteten Tour d’horizon spaziert Ákos Moravánszky durch die Kulturgeschichte der Opulenz. Ausgehend von deren Antithese – der Askese in der Avantgarde-Moderne – spürt er der Karriere eines Begriffs nach, der immer wieder neu verstanden wird. In jüngerer Zeit sind es arme Materialien, die inszeniert werden, um mit dem Schimmer des Mehrwerts zu betören.
Vier von Adolf Loos in der westtschechischen Stadt Pilsen eingerichtete Interieurs wurden anlässlich der Feiern zur Europäischen Kulturhauptstadt für das Publikum geöffnet. Loos’ stoffliche Opulenz ist hier für einmal nicht über theoretische Schriften oder die bekannten Wiener Ikonen zugänglich, sondern ganz unmittelbar – und über die Geschichten der einstigen Bewohnerinnen und Bewohner.
Die alten Bäume an der Grundstücksgrenze waren der Ausgangspunkt für den Entwurf eines Wohnhauses in Zürich-Hottingen von EMI Architekten. Seine offene Form knüpft an der Idee des malerischen Landschaftsparks und der Ruine im Sinn von Piranesis Vedute an. Die stark bewegten Grundrisse bewirken eine Wegführung im Raum, die ihn in wechselnde Szenerien und Durchblicke gliedert. – Eine architekturtheoretische Erkundung des diesjährigen Meret-Oppenheim-Preisträgers.
Zu den wichtigsten Arbeiten des katalanischen Architekten Toni Gironès zählen Projekte für archäologische Ausgrabungsstätten. Jenseits von pseudohistorischen Rekonstruktionen verwendet er abstrakte Mittel – oft nur Backstein, Armierungseisen und Beton –, die sich als räumliche Andeutungen verstehen lassen. Opulenz in der vermeintlichen Armut entsteht, wenn sich die eigentlich banalen Elemente in einer suggestiven räumlichen Inszenierung atmosphärisch aufladen.
Eine «Kultur des Staus» diagnostizierte Rem Koolhaas für Manhattan vor knapp 40 Jahren. Sie implizierte einen Überfluss an Reichtum, Ereignissen, Geschichten. Die zusammen mit Miuccia Prada konzipierte Fondazione in einer ehemaligen Mailänder Schnapsbrennerei repliziert den damaligen Befund in einer Assemblage aus Alt und Neu.
ZHAW und Stahlbauzentrum laden ein zur Teilnahme am Studienauftrag Case Study Steel House
Raphael Frei, Partner bei pool Architekten in Zürich, stellt das Lärmschutz-Problem in einen grösseren Zusammenhang und fordert neben entwerferischen Spielräumen auch gesellschaftliche Verantwortung für den Lärmschutz an der Quelle.
Mit dem Investorenwettbewerb Réinventer Paris suchte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo Ideen für ökologisch-soziale Musterprojekte. Originaltext Französisch
Der Wald ist seit 1876 durch Bundesrecht geschützt. Trotzdem werden sowohl die Definition, was als Wald gilt, wie auch der Waldabstand von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt.
Regula Iseli über die Neuerscheinung Architektur der Stadt; Lesetipps zur Frühmoderne in der Fabrik und zu Annette Freytags preisgekrönter Kienast-Biografie.
Redaktor Tibor Joanelly besuchte am Eröffnungstag Bruno Latours Ausstellung Reset Modernity im ZKM Karlsruhe.
Mit seiner Masterarbeit betritt Colin Rowe im Alter von 27 Jahren dünnes Eis. Er wagt eine wissenschaftlich keineswegs abgesicherte Spekulation über Inigo Jones, den Urvater der englischen Klassik. Das Aus-dem-Fenster-Lehnen ist heute leider aus der Mode gekommen …
Als fünfeckiger Schaft löst sich der Limmat Tower von Huggenbergerfries aus dem Blockrand der Überbauung Limmatfeld in Dietikon. Der typologische Hybrid spiegelt sich auch in der Fassade: Natursteinplatten im Sockel werden oben von plastisch gefalteten Alucobond-Elementen abgelöst.
Dem Wohnkomplex Letzibach C in Zürich von Adrian Streich und Loeliger Strub gelingt, was nur wenige Hochhausanlagen schaffen: Mit seiner stattlichen Fernwirkung und der atmosphärischen Präsenz an der Strasse wird er zu einem kommunizierenden Teil der Stadt.