Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03158.jsonl.gz/1014

Standuhren wirken erhaben, strahlen Ruhe aus und machen ein Wohnzimmer behaglich. Es gibt sie bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts. Seitdem holen sich immer mehr Uhrenfans eine majestätische Standuhr in die Wohnung. Ihr Uhren-Shop bietet Ihnen eine Auswahl an hochwertigen, zuverlässigen und ästhetisch reizvollen Standuhren.
Die Standuhr ist eine Pendeluhr
Die Standuhr heisst auch Bodenstanduhr, Dielen- oder Hausuhr. Das Uhrwerk wird durch Gewichte angetrieben; hierfür hat die Standuhr ein Pendel. Die Uhr befindet sich in einem hohen, schmalen Holzkasten, der in den unterschiedlichsten Gestaltungsformen gebaut wird. Daher muss man verschiedene Qualitäten unterscheiden. Da das Gehäuse geschlossen ist, schützt es die Gewichte und das Pendel.
Die Erfolgsgeschichte der Standuhr
Vermutlich stammen die ersten Standuhren aus Holland, aber die Engländer machten sie gegen Ende des 17. Jahrhunderts berühmt und produzierten sie in wachsender Zahl. Danach wurde die Standuhr auch in Norddeutschland und Skandinavien beliebt. In Süden des deutschsprachigen Raumes entstanden keine regionsspezifischen Varianten, im Unterschied z. B. zum Bergischen Land, dem Odenwald, Angeln, England und Bornholm. Aber in Süddeutschland wurden sie besonders in der Zeit des Barock als repräsentative Grossuhren geschätzt.
Eine Erfindung von Christian Huygens bildete unbestreitbar die Basis für die Beliebtheit der „Grandfather Clock“. Huygens entwickelte nämlich das Pendel, das mit seiner beständigen, rhythmischen Bewegung dem Raum Ruhe und Wohnlichkeit schenkt. Eine Uhr mit Pendel, so war sich Huygens im Jahr 1667 sicher, könne niemals eine falsche oder ungenaue Uhrzeit anzeigen; vielmehr messe sie die richtige Zeit oder gar keine.
Der Engländer William Clements überarbeitete diese Erfindung so, dass die grossen Amplituden des Pendels deutlich verkleinert werden konnten. Dies verhalf den Standuhren zu ihrer charakteristischen schlanken Form.
Was die Standuhr so besonders macht
Die Standuhren haben eine weite Verbreitung erlebt und erfreuten sich schnell grosser Beliebtheit. Dies ist vor allem durch die hohe Präzision bedingt. Sie entsteht durch das Zusammenwirken des langen Pendels, der Anker- und Grahamhemmung und dem Antrieb mit Gewichten. Während heute viele Uhren präzise funktionieren, war dies in früheren Zeiten nicht immer selbstverständlich. Daher legte man sich gerne eine Standuhr zu, die als Zentrum der Heimstatt die genaue Zeit anzeigte. Später konnte man durch den Federantrieb, der mit Schnecke und Kette verbunden war, die Ganggenauigkeit zusätzlich verbessern. Diese Technik schenkt der Standuhr ihre typische einfache, aber robuste Ausstrahlung.
Zu unterscheiden sind viele verschiedene Traditionslinien der Standuhr. Es gibt z. B. englische, französische, süddeutsche und Wiener Standuhren, ebenso Standuhren aus der Aachener-Lütticher Werkstatt und die Bergischen Langgänger. Ebenfalls beliebt sind die Barockstanduhren, die Burgunder Uhren und die nordischen Dielenuhren.
Die mechanische AMS Standuhr mit Mondphase und Westminsterschlag hat eine besonders edle Ausstrahlung. Sie ist 202 Zentimeter hoch. Ihre Erhabenheit wird durch detailreiche Intarsien ergänzt. Gefertigt wurde sie bei Alois Mayer aus Schönenbach im Schwarzwald. Die Standuhr verbindet Robustheit und technische Präzision mit einem hohen ästhetischen Anspruch.