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Am Sternenhimmel im Januar 2018
Obschon meteorologisch der Winter am 1.12.2017, astronomisch am 21.12.2017 begonnen hat, erfolgte der früheste Sonnenuntergang bereits am 10.12.2017 um 16:37 Uhr, der späteste Sonnenaufgang aber erst am 1.1.2018 um 8:12 Uhr.
Die Erde durchläuft auf ihrer Bahn um die Sonne am 3.1. um 6:35 Uhr den sonnennächsten Punkt, den so genannten Perihel. Die Distanz zur Sonne beträgt nun lediglich 147.1 Millionen Kilometer, knapp 5 Millionen Kilometer weniger als am 6.7. wenn die Sonne in maximaler Distanz steht. Sie erscheint dadurch nun mehr als 3% grösser als im Sommer.
Die Neigung der Erdachse zur Sonne hin hebt sich im Spiel der Jahreszeiten nun bereits deutlich an, so dass die Tageslänge im Laufe des Monats von 8h 35m auf 9h 35m, das heisst, um 60m zunimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 20.1. das Sternbild des Schützen um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Steinbocks fortzusetzen.
Merkur kann bei geeignetem Beobachtungsort in der ersten Woche des Jahres in der Morgendämmerung sehr schön über einem flachen Osthorizont gesehen werden.
Venus bleibt den ganzen Monat über zu nahe bei der Sonne, so dass sie nicht gesehen werden kann. Am 9.1. steht sie in oberer Konjunktion zur Sonne.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 31.1. das Sternbild der Waage um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Skorpions fortzusetzen. Er ist den ganzen Monat über recht schön in der späten zweiten Nachthälfte noch tief im Südosten zu sehen.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild der Waage und ist in der zweiten Nachthälfte in südöstlicher Richtung faszinierend schön zu sehen. Zu Beginn des Monats geht Jupiter kurz vor vier Uhr auf, fast zwei Stunden später als Ende des Monats.
Der Ringplanet Saturn durchwandert weiter das Sternbild des Schützen und ist ab Mitte des Monats tief über dem flachen südöstlichen Morgenhimmel von Tag zu Tag immer besser zu sehen.
Der Lauf des Mondes:
Vollmond am 2.1. um 03:23 Uhr
Letztes Viertel am 8.1. um 23:25 Uhr
Neumond am 17.1. um 03:17 Uhr
Erstes Viertel am 24.1. um 23:20 Uhr
Vollmond am 31.1. um 14:26 Uhr (2. Vollmond im Monat, so genannter Blauer Mond)
Eine besonders reizvolle Konstellation zeigt sich in der Morgendämmerung des 15.1. wenn die wunderbar schmale Sichel des abnehmenden Mondes zusammen mit den Planeten Merkur und Saturn in einem Bereich von nur etwa vier Winkelgraden versammelt zu sehen sind.
In den frühen Nachtstunden im Januar erstreckt sich die Milchstrasse vom Westhorizont über den Zenit bis an den Osthorizont. Sie umfasst damit die Bühne des gestirnten Himmels. Denn gegen Westen hin sind die Sternbilder des Pegasus und der Andromeda mitsamt der von blossem Auge sichtbaren Spiralgalaxie M31 zu sehen. Gegen Osten erhebt sich das prächtige Wintersechseck mit so schönen Sternbildern wie dem Orion und dem Stier. Und hier gibt es vieles zu entdecken. Zum Beispiel junge, eben erst entstandene Sterne, oder die Trümmerwolke eines alten und explodierten Sterns ist zu sehen. Bereist von blossem Auge zeigen sich wunderschön die Plejaden und laden zu einem weitergehenden Ausflug in die Tiefen des Universums ein.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte um 20:00 Uhr die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!