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Sexualisierter Substanzkonsum & ChemSex
Beim sexualisierten Substanzkonsum und ChemSex handelt sich um ein Phänomen, das irgendwo zwischen Freizeitdrogenkonsum und abhängigem Konsum angesiedelt ist.
ChemSex ist vornehmlich bei Männern, die Sex mit Männern haben, anzutreffen, welche bewusst und gezielt spezifische Substanzen vor oder während des Sex konsumieren. Im Wesentlichen sind folgende Substanzen im Spiel: Methamphetamin, Mephedron, GHB und GBL, Ketamin und Kokain.
Sexualisierter Substanzkonsum dagegen findet in vielen Kontexten zwischen Menschen aller Geschlechter statt. Die Wahl psychoaktiver Substanzen ist unbeabsichtigt, spontan und/oder aber auch gezielt mit sexuellen Motiven verbunden. Vom Cüpli Champagner, um geselliger zu werden, über MDMA, um das Bedürfnis nach Nähe zu steigern, zu Kokain, um an Selbstvertrauen zu gewinnen, kann jegliche Form des Substanzkonsums einen sexualisierten Zweck verfolgen.
Den aus diesen Praktiken entstehenden Problemen und Risiken, insbesondere Infektionen mit verschiedenen übertragbaren Krankheiten und Substanzabhängigkeit, soll durch Sensibilisierung der Betroffenen wie auch der Beratenden und durch Massnahmen der Schadenminderung wie STI-Tests oder Drug Checking-Angebote begegnet werden.
In Kooperation mit Infodrog bietet die Aids-Hilfe Schweiz Weiterbildungen zu sexualisiertem Substanzkonsum und ChemSex an, die sich an Fachpersonen von Sucht- und Sexualberatungsstellen richten.