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Viognier ist eine weisse Rebsorte, die überwiegend an der Rhone in Frankreich heimisch ist
Erstmals erwähnt 1781 als «vionnier» in der Region Condrieu und Ampuis im nördlichen Rhonetal, stand diese weisse Sorte in den 1960er-Jahren vor dem Aussterben, doch auf den Terrassen von Condrieu und Château Grillet gab es noch 14 Hektar. In den 1980er-Jahren interessierten sich Winzer aus dem Languedoc und aus Kalifornien für Viognier. Heute ist sie eine Weltsorte; allein in Frankreich zählt man über 4000 Hektar. Die DNA-Analyse wies Mondeuse Blanche als Elternteil aus, was Viognier zumindest in einem Familienzweig mit Syrah verbindet, entfernter sogar mit Nebbiolo. Viognier treibt früh aus und ist frostgefährdet. Das geschmackliche Spektrum ist weit, je nach Ausbaustil von weich und mollig bis frisch und säurebetont, mit kräftigen Aromen (Aprikose, Weissdornblüten), traditionell eher schwer und süsslich bis ölig, aber ausdrucksstark.