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http://news.uibk.ac.at/c/cb/cb26/heim/index.html
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1. Autobiographie
"Am 9. Februar 1925 wurde ich in Potsdam als Sohn des
Bank-Oberbeamten Heinrich Heim und seiner Ehefrau Marie geb. Warneboldt geboren,
verlebte dort meine Kindheit und besuchte ab 1935 das dortige
Viktoria-Gymnasium. 1942 wechselte ich in die "Gabbe'sche Lehranstalt" Berlin
über. Die Abiturientenprüfung bestand ich im Mai 1943 vor einer staatlichen
Kommission in Berlin. Im Anschluss daran kam ich zum Reichsarbeitsdienst und im
Oktober des gleichen Jahres zur Wehrmacht.
Schon seit früher Kindheit galt mein besonderes Interesse allem, was mit der Natur im Zusammenhang stand, insbesondere aber der Biologie, Chemie, Physik und später auch der Mathematik. Ich wollte schon als 10-jähriger unbedingt Chemiker werden. Chemische Experimente und sich auf Chemie beziehende Fragen nahmen deshalb auch alle meine Freizeit in Anspruch.
1941 gelang es mir, ein Präparat herzustellen, das nicht allein außerordentlich brisant, sondern auch ungewöhnlich stark exotherm reagierte. Aufgrund dieser in das Gebiet der Pyro- und Sprengstofftechnik fallenden Erfindung wurde ich im Frühjahr 1944 auf Weisung des Rüstungskommandos von der Front in die Chemisch-Technische Reichsanstalt zu Berlin abgestellt, mit dem Auftrag, das Herstellungsverfahren dieses Präparates zu entwickeln. Ursprünglich (1941) beabsichtigte ich mit Hilfe dieser Substanz das Verhalten bestimmter Gase bei extrem hohen Temperaturen zu beobachten, weil, nach meiner damaligen Auffassung, die Verwendung der Atomkernenergie, deren technische Verwertbarkeit für mich damals über jeden Zweifel stand, in Rückstoßgeräten über eine extrem stark erhitzte, indifferente Stützmasse gehen muss.
Leider kam es bei den erwähnten Laboratoriumsarbeiten im Mai des Jahres 1944 in der Chemisch-Technischen Reichsanstalt zu einem Explosionsunglück, bei dem ich sehr schwer verletzt wurde. Ich verlor beide Hände und den größten Teil meines Seh- und Hörvermögens. Das Lazarett, in dem ich lag, wurde im Frühjahr 1945 nach Oberbayern evakuiert, von wo aus ich im April 1946 nach Northeim/Hann., in das Elternhaus meiner Mutter, übersiedelte. Im Herbst des gleichen Jahres begann ich an der Universität in Göttingen mit dem Chemiestudium, das ich aber im Winter 1948 aus zwei Gründen abbrach. Einerseits reichten die mir verbliebenen körperlichen Möglichkeiten zur Durchführung der notwendigen Praktika nicht aus und andererseits versprach ich mir von einem Studium der theoretischen Physik einen ungleich höheren Erkenntniswert, denn ich habe mein Studium weniger des Gelderwerbs wegen betrieben als vielmehr darum, einen möglichst weiten Blick zu bekommen. 1949 begann ich mit dem Studium der theoretischen Physik, das ich im Februar 1954 mit dem Hauptdiplom abschloss.
Schon während meines Studiums, und zwar im Herbst 1949, wurde ich angeregt, mich mit der Natur der Kraftfelder zu beschäftigen. Ich orientierte demzufolge meine Studien in dieser Richtung und befasste mich insbesondere mit der Allgemeinen Relativitätstheorie und der Quantentheorie. Unbefriedigend erschien mir ein zwischen beiden Theorien erscheinender Riss im Weltbild der physikalischen Erkenntnis, den ich durch eine neue Beschreibungsmethode zu überbrücken versuchte. Auf diese Weise entstand eine Theorie, über die ich 1952 anlässlich eines Internationalen Kongresses referierte. Weitere Vorträge schlossen sich an.
In den Jahren 1956 und 1957 versuchte ich einen direkten experimentellen Nachweis eines von der Theorie vorhergesagten Natureffektes zu erbringen, was aber nicht einwandfrei gelang, weil mit den mir verfügbaren, überaus primitiven experimentellen Mitteln ein solches Programm undurchführbar bleiben musste. Ich referierte über den Stand der Arbeit 1957 in Frankfurt/Main anlässlich eines Kongresses. Als eine Konsequenz meiner Theorie brachte ich bereits 1952 in meinem Referat in Stuttgart eine Aussage über die Spiralnebelverteilung im Universum, die später von astronomischer Seite durch Beobachtungen qualitativ bestätigt wurde. 1958 wurde dann die Richtigkeit der Theorie auch auf eine andere Weise nachgewiesen, denn es gelang, die Horizontalintensität des terrestrischen und lunaren Magnetfeldes numerisch zu berechnen und zunächst im Fall des terrestrischen Feldes mit den geomagnetischen Messungen zu vergleichen. Ich referierte hierüber in Bremen im September 1958 anlässlich eines internationalen astronautischen Kongresses.
Meine damals gemachten Angaben über das lunare Magnetfeld wurden ein Jahr später bei der Mondumfahrung durch die sovjetische Station bestätigt.
Zum Zwecke der Erforschung und weiteren experimentellen Überprüfung meiner Theorie, insbesondere zur Weiterführung der 1956 und 1957 begonnenen Arbeiten, wurde 1958 ein Forschungsinstitut gegründet, dessen Leitung ich übernahm.
Im Sommer 1959 referierte ich in Rom anlässlich eines internationalen Kongresses über die in meinem Institut durchgeführten Untersuchungen, woraufhin es zu engeren Kontakten mit italienischen Wissenschaftlern kam."
2. Persönliche Begegnung
Es war anfangs der Siebzigerjahre, als mich der
Dipl.-Phys. Illobrand von Ludwiger auf Burkhard Heim aufmerksam machte, von dem
ich bis dahin nichts wusste, der mich aber sofort faszinierte, da mein
Hauptinteresse ebenfalls dem Welt- und Menschenbild galt, weshalb ich auch die
Interessengemeinschaft IMAGO MUNDI (Weltbild) ins Leben rief. So lud ich Heim
zum 5. IMAGO MUNDI-Kongress (5. - 8. September 1974) mit dem Thema "Mystik" in
die Cusanus-Akademie nach Brixen/Südtirol ein, wo er einen Vortrag mit dem Titel
"Der kosmische Erlebnisraum des Menschen" hielt. Alle, die ihn hörten,
verstanden mehr intuitiv als inhaltlich, dass hier ein neues Verständnis von
Welt und Mensch vorgetragen wurde. Die persönliche Begegnung mit Heim wurde vom
ersten Augenblick an mit einer unverbrüchlichen Freundschaft
besiegelt, die sich sowohl persönlich als auch in der wissenschaftlichen
Verantwortung deckte.
Diese Verbindung machte Heim auch in Österreich bekannt. So wurden wir beide am 17. Februar 1975 zur Podiumsdiskussion "Parapsychologie und Religion" in das Nachtstudio des Österreichischen Rundfunks nach Salzburg eingeladen, an dem unter der Leitung von Dr. Oskar Schatz noch Prof. DDr. Hans Bender (Freiburg), Prof. Dr. Ernst Benz (Marburg), Prof. Dr. Wilhelm J. Revers (Salzburg) und Dr. Peter Urban teilnahmen. Als ich mich gegen Mitternacht verabschiedete, ließ Heim gleich ein Taxi bestellen und begleitete mich mit seiner Frau Gerda zum Bahnhof. Auf der Fahrt ersuchte er mich, doch seine Bücher zu verlegen. Ich lehnte dies aus Inkompetenz jedoch entschieden ab, weil ich mir vorgenommen hatte, im Bereich der Grenzgebiete stets die zuständigen Fachleute anzusprechen und selbst nur in meinem eigenen Fachbereich aufzutreten. Heim ließ aber nicht locker und veranlasste den Taxifahrer - weil noch Zeit war - eine Runde um den Bahnhof zu drehen. Dabei sagte er zu mir: "Sehen Sie, ich bin blind, völlig taub, habe keine Hände, sondern nur je zwei operativ geformte Stumpfen, in die ich die Kreide klemmen und mit denen ich ein Bier halten kann. Ich habe meine Arbeit Fachverlagen angeboten, doch nur Schweigen. Vielleicht wartet man bis zu meinem Tode, oder jemand ritzt sich das Ganze selbst hinter die Nägel. Sie sind ein katholischer Priester, Sie dürfen mich nicht betrügen. Sie haben mein Vertrauen und Sie müssen mir helfen." Im Anblick dieser persönlichen Situation und in Kenntnis der so genannten "wissenschaftlichen Kriminalität" sagte ich einfach "Ja". Gleichzeitig lud ich Heim zum 6. IMAGO MUNDI-Kongress von 21. - 25. Juli 1976 mit dem Thema "Paranormale Heilung" nach Augsburg ein, an dem auch der Vater der Weltraumfahrt, Hermann Oberth, teilnahm, den Heim von Berlin her kannte. Heim selbst sprach zum Thema "Der Elementarprozess des Lebens". Auf dem 7. IMAGO MUNDI-Kongress zum Thema "Fortleben nach dem Tode" von 27. - 31. August 1980 in Innsbruck sprach Heim über "Postmortale Zustände". Damit hatte er sich sehr exponiert, so dass ihn die Fachwelt, wie von Ludwiger richtig bemerkt, völlig abschrieb. Wer sich mit Grenzgebieten befasste, galt damals als unseriös, wobei es bei den IMAGO MUNDI-Kongressen letztlich immer um das Welt- und Menschenbild ging und als Referenten namhafte Professoren aller Richtungen auftraten.
Damit ist auch schon gesagt, dass es Heim nicht um eine Karriere, sondern um eine echte Vertiefung des Welt- und Menschenbildes ging, wozu neben der Immanenz auch die Frage der Transzendenz gehört. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich Heim bei den IMAGO MUNDI-Kongressen, an denen er fortan bis 1995 teilnahm, zu Hause fühlte.
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