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Unter Bewegungstherapie versteht man ärztlich indizierte und verordnete Bewegung, die vom Physiotherapeuten geplant, dosiert und mit dem Patienten durchgeführt wird. Die Bewegungstherapie dient vor allem der Verbesserung der Beweglichkeit des Bewegungsapparates und der Kräftigung oder Verlängerung krankhaft veränderter Muskulatur.
Neben dieser aktiven Form der Bewegungstherapie gibt es auch passive Mobilisationstechniken, die der Therapeut am Patienten ohne dessen Mithilfe anwenden kann. Ziel der passiven Behandlung ist es, die Beweglichkeit eingeschränkter Gelenke zu verbessern oder verspannte Muskeln zu lockern. Die Kräftigung der Muskulatur kann durch passive Techniken nicht erreicht werden.
Die Bewegungstherapie im Wasser zielt vor allem auf die Verbesserung der Beweglichkeit des Bewegungsapparates und der Kräftigung geschwächter Muskulatur. Dabei nutzt der Therapeut die besonderen Eigenschaften des Wassers, um ein angepasstes, effizientes und sanftes Übungsprogramm für den Patienten zu gestalten. Bewegungen gelingen im Becken oft leichter als an Land. Grund dafür ist der Wasserauftrieb, welcher das Üben im Wasser einfacher gestaltet und es gelenkschonend macht.
Unter diesem Begriff versteht man ein gezieltes körperliches Training, das Kraft und Ausdauer der krankhaft geschwächten Muskulatur wiederherstellen soll. Das Training kann ohne Geräte in Form von Bodenübungen oder an verschiedenen Fitnessgeräten erfolgen. Der Therapeut ist dafür zuständig, ein sinnvolles und gezieltes Trainingsprogramm zu erarbeiten und dieses dem Patienten beizubringen. Danach liegt es am Patienten selber, das Programm regelmässig durchzuführen.