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Die kleine Shanea hat Epilepsie. Dank ihrem Labrador Ocean, einen ausgebildeten Epilepsie-Begleithund, kann die Schweizerin aber einfacher mit ihrer Krankheit leben.
Ocean war erst zwölf Wochen alt, als er Shanea zum ersten Mal aus einem epileptischen Anfall holte. Er sei ein lebensrettendes Familienmitglied, sagt Shaneas Mutter Erika Burkhalter zur NZZ. Ocean kann Anfälle oft Stunden vorher erkennen. Man vermutet, dass das durch Veränderungen im Stoffwechsel passiert oder eine veränderte Hormonausschüttung und durch verändertes Verhalten.
Der Hund als Frühwarnsystem
Wenn ein Anfall droht, leckt Ocean die Partie zwischen Nase und Mund des Mädchens. Ab und zu versucht er auch auf andere Weise, die Aufmerksamkeit der Familienmitglieder für sich zu gewinnen, erzählt Burkhalter: «Früher klaute er die Schuhe von Shanea, als ich sie in die Schule schicken wollte. Im Laufe der Zeit stellte ich fest, er möchte uns mit diesem Verhalten vor einem bevorstehenden Anfall warnen.»
Um Shanea aus ihren Anfällen zu holen, massiert, knabbert oder leckt der Hund ihre Ohren. Burkhalter: «Und wenn zum Beispiel ihre Hände sehr verkrampft sind, aktiviert er ihre Finger und kann die Spastik lösen.»
Doch nicht nur Shanea, sondern die ganze Familie profitiere von seinen Fähigkeiten. «Wenn ich der Ansicht bin, ein Anfall sei ganz besonders stark, er sich aber seelenruhig ruhig neben das Kind legt und beginnt, mein Gesicht zu lecken, sagt er mir: ‹He Mutter, das ist nicht so tragisch, alles im grünen Bereich.›»