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Die hohen und volatilen Erdgaspreise der vergangenen Jahre seien teilweise von der wenig nachhaltigen Erdgasnachfrage im Stromsektor verursacht worden, sagte Kane. Er wies darauf hin, dass über 90% der in den letzten zehn Jahren in den USA neu zugeschalteten Stromproduktion auf Erdgas beruhen. Gaskraftwerke eigneten sich jedoch vor allem zur Abdeckung des Spitzenbedarfs und weniger zur Deckung der Grundlast.
Im Gefolge der Ölkrise von 1973 konnte nach Angaben Kanes dank des Baus der Kernkraftwerke der Anteil des Erdöls in der amerikanischen Stromproduktion von damals 20% auf heute noch 3% gesenkt werden, während der Nuklearanteil von weniger als 5% auf heute rund 20% anstieg. Analog dieser Entwicklung könne die Kernenergie in den kommenden 10 bis 20 Jahren den Druck auf die Erdgasversorgung reduzieren. Die USA seien heute herausgefordert, nach dem Vorbild von Ländern in Europa und Asien in den Bau neuer, fortgeschrittenerer Kernkraftwerke zu investieren und so zu einer Stromversorgung zurückzufinden, die auf einer Vielzahl von Energiequellen beruht.
Kane unterstrich jedoch, dass für den Bau neuer Kernkraftwerke zunächst eine Public-private-partnership nötig sei - wegen der Kostenrisiken als Folge des neuen und noch nicht erprobten behördlichen Bewilligungsverfahrens. Nach einem solchen «Kick-start» würden dann die Marktkräfte spielen, und weitere Kernkraftwerke könnten vom Privatsektor finanziert werden.
Quelle
M.S. nach NEI, Webinfo, Januar 2005