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A8605 Artilleriewerk Galenhütten
Für die Sperrung des Furka-Überganges wurde 1889 ein Fahrweg von der Passhöhe nach Galenhütten erstellt. Dort wurde ein Artilleriewerk geplant. Die Armierung umfasste 2x12 cm Kanonen und eine Panzerhaubitze.
Als Flankierung wurden eine Kasematte mit zwei Kaponnieren vorgesehen. Angeordnet wurde die Verkleidung der Decke, er schrägstehenden Front und der Seitenwände – einschliesslich der Kaponnieren – mit Steinquadern. Dies ergab das auffällige Aussehen der Anlage. Panzerungen und Lafetten wurden bei St. Chamond beschafft. Die beiden 12 cm- Kanonen und die 8,4 cm-Kanonen hatten ein relativ beschränktes Schussfeld, Infrastruktur für die infanteristische Aussenverteidigung fehlte ganz.
Der Bau begann 1890 mit dem Ausbruch der Felsnische für das Galenhütten-Werk. 1892 erfolgten die Maurerarbeiten und ein Jahr später die Armierung. Eine Unterkunft für 80 Mann in einem Gebäude an der Zufahrtstrasse wurde erst 1908 fertiggestellt. Das Werk sollte vor allem einen gegen die Furka und die Grimsel vorgehenden Angreifer artilleristisch bekämpfen. Der Zugang zur Grimsel konnte damit jedoch nur im geringen Masse geschützt werden.
Brustwehren
Aus der ETH-Promotionsarbeit von Walter Huber (1948) «Petrographisch-mineralogische Untersuchungen im südöstlichen Aarmassiv»: «Interessante Phänomene, die indirekt auf Hackenwurfbildungen zurückführbar sein dürften, sind die bereits von W. Fehr erwähnten Brustwehren, besonders längs der Militärstrasse von Stöckli über die Strahlgand-Lutersee-Platten oder auf Alp Caschlè südlich den Punkten 2119 und 2121,5 sowie auf Cuolm de Vi oder hinter Fort Galenhütten. Diese parallel verlaufenden Brustwehren können in Scharen von zwei bis fünf angetroffen werden. Es handelt sich um schützengrabenartige Gebilde, die durchwegs in der Streichrichtung verlaufen. Die südliche, d.h. talseitige Brustwehr scheint meist um 2—4 m gegenüber der nördlichen gehoben zu sein und wird durch plattig schiefrig herauswitternde Quarzite und Granitmylonite gebildet.
Die Gräben selbst sind mit grossblockigem Schutt angefüllt. Die sog. Brustwehren sind recht junge Bildungen. Sie dürften durch ein Nachsacken längs den ausgesprochenen Schieferungs- und Mylonitisierungszonen entstanden sein. Die gleichen stark verschieferten Gesteinszonen bilden, aus grosser Entfernung sichtbar, die von den steilen Bergflanken nach Ost und West fallenden Rinnen und Couloirs. Die Hackenwurfbildung kann regional so intensiv werden, dass z. B. auf der Oberalppasshöhe sowie Furkapass- höhe oder im Druntobel sowie an vielen anderen Stellen horizontale oder gar überkippte Lagerung auftritt. Bei Stollenbauten konnte festgestellt werden,dass diese Hackenwurferscheinungen am Südrand des Aarmassives die beträchtlichen Tiefen von einigen hundert Metern erreichen können.»