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Das Hilfsprojekt «CO-OPERAID Talents» ermöglicht eine individuelle Förderung talentierter Jugendlicher durch die Vergabe eines Stipendiums. Jugendliche aus bedürftigen Familien können durch unsere Unterstützung ein Studium oder eine Fachausbildung aufnehmen.
Die Unterstützung gibt den jungen Menschen die Chance auf eine Ausbildung an einer Fachschule oder Universität, welche sich ihre arme Familie nicht leisten könnte. Die Jugendlichen und ihre Familien tragen einen Teil zur Finanzierung der Ausbildung bei. Ihre Eigenleistung besteht in der Übernahme eines Teils der Kosten während der Ausbildung, einer teilweisen Rückzahlung nach der Ausbildung, in sozialer Arbeit oder in einer Kombination dieser Varianten.
Nach erfolgreichem Abschluss kehrt ein Teil der Jugendlichen in die nähere Heimat zurück. Sie bringen Fachwissen in Regionen, in denen der Bildungsstand tief ist. Auf diesem Weg trägt dieses Hilfsprojekt durch die Förderung Einzelner auch zur Entwicklung der Allgemeinheit bei.
Gegenwärtig wurde neun jungen Menschen aus Uganda, Bangladesch und Kambodscha ein Stipendium zugesprochen. Sie durchlaufen verschiedene Ausbildungen, vom Studium zum Arzt bis zur Ausbildung an der landwirtschaftlichen Fachschule.
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Stipendiaten persönlich
Die beiden folgenden Steckbriefe zeigen beispielhaft den persönlichen Hintergrund der Stipendiaten.
Mong Shing Shoi lebt mit seiner Familie in Thanchi, Bandarban Hill Tracts, Bangladesch. Die Familie gehört zur ethnischen Minderheit der Marma. Früher hat sie Landwirtschaft betrieben, musste aufgrund der immer spärlicheren Erträge aber in den Kleinhandel wechseln. Die Eltern konnten ihren beiden Söhnen trotzdem die schulische Grundausbildung ermöglichen. Mong Shing Shoi war ein herausragender Schüler. Durch das Stipendium kann er seinen Traum verwirklichen und sich am Satkhira Medical College zum Arzt ausbilden lassen. Nach Abschluss des sechsjährigen Studiums möchte er in seiner abgelegenen, medizinisch unterversorgten Heimat tätig werden.
Harriet Mowo lebt mit ihrer Mutter und vier Geschwistern in der Provinz Zombo im Norden Ugandas. Die Familie betreibt Landwirtschaft, allerdings mehr zur Deckung des Eigenbedarfs und weniger als Einkommensquelle. Das Geld ist knapp und reicht kaum, um die teuren Arztrechnungen für ihren Bruder zu bezahlen, der an einer mentalen Erkrankung leidet. Das Projekt «CO-OPERAID Talents» ermöglicht Harriet eine zweijährige Ausbildung in Agrarwirtschaft und Ökonomie. Ihr Ziel ist es, später eine gewinnorientierte Landwirtschaft zu betreiben, um so ein sicheres Einkommen für sich und ihre Familie zu erzielen.