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In einen Bienenstock werfen, um zerstochen zu werden oder in einem Käfig am Fluss aussetzen, um von den Krokodilen gefressen zu werden – man will es kaum glauben, welche dunklen Bräuche in Guinea-Bissau tatsächlich noch heute angewendet werden, um „böse Geister“ von den Dorfgemeinschaften fernzuhalten. Vor allem, wenn unschuldige Kinder für diese vermeintlich bösen Geister gehalten werden. Und ganz besonders häufig werden behinderte Kinder, eben aufgrund ihres körperlichen oder geistigen Zustands, Opfer solcher grausamen Rituale.
Das Casa Emanuel ist wie ein kleines Dorf aufgebaut:
Mit getrennten Wohneinrichtungen für die Mädchen und Buben, einer Schule zur Absolvierung der obligatorischen Schulzeit, einer Kantine, in der die Kinder von früh bis abends ihre Mahlzeiten beziehen können, einem Spielplatz, Obst- und Gemüsegärten, über welche ein Teil der Versorgung des Waisenhauses abgedeckt wird, einer speziellen Einrichtung für behinderte Kinder, in der sie medizinisch behandelt und betreut werden und einem eigenen Spital, das mit einem kleinen OP-Saal sowie einem Zahnarzt und einer Apotheke ausgestattet ist. Durch SILOAHs Kinderpatenschaftsprogramm kann der langfristige Aufenthalt sowie die angemessene Versorgung der Kinder, die sonst nur Armut kannten, im Casa Emanuel abgesichert werden.