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Unter Periostitis versteht man eine Entzündung der Knochenhaut, der dünnen Gewebeschicht, die die Knochen außen überzieht. Diese Erkrankung kann durch eine Vielzahl von Ursachen hervorgerufen werden und betrifft häufig die Röhrenknochen des Körpers, kann aber auch im Kieferknochen auftreten.
Ursachen:
Eine Knochenhautentzündung im Kieferbereich kann durch bakterielle Infektionen, Traumata, Zahnabszesse, Überlastung (z. B. durch Zähneknirschen oder ungewöhnliche Kieferbewegungen), Tumore oder als Komplikation nach einer Zahnbehandlung oder Operation entstehen.
Symptome:
Typische Symptome einer Knochenhautentzündung sind Schmerzen und Schwellungen im betroffenen Bereich. Die Schmerzen können stechend und intensiv sein und werden durch Druck oder Bewegung verstärkt. Zusätzlich kann es zu einer Rötung der Haut über der betroffenen Knochenhaut und in einigen Fällen zu Fieber kommen.
Diagnose:
Die Diagnose einer Knochenhautentzündung wird in der Regel aufgrund der klinischen Symptome, der Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung gestellt. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, digitale Volumentomographie (DVT), Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) können die Diagnose bestätigen und andere Erkrankungen ausschließen.
Behandlung:
Die Behandlung der Knochenhautentzündung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Bei bakteriellen Infektionen besteht sie in der Regel in der Gabe von Antibiotika. Bei einer Knochenhautentzündung, die durch ein lokales Trauma oder Überlastung verursacht wurde, kann es notwendig sein, den betroffenen Bereich zu schonen, regelmässig zu säubern und entzündungshemmende Medikamente zu verabreichen. In einigen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein, um das entzündete Gewebe zu entfernen oder eine Drainage zu legen, wenn sich Eiter angesammelt hat.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der Knochenhautentzündung ist wichtig, um eine Ausbreitung der Entzündung und mögliche Komplikationen wie eine Osteomyelitis (Knocheninfektion) zu verhindern. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und eine gute Mundhygiene können dazu beitragen, das Risiko einer Knochenhautentzündung zu verringern.