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Am Montag, 19. Dezember 2011, 20.15 Uhr findet im Rätischen Museum in Chur die Präsentation der deutschsprachigen Ausgabe von Jenatschs Axt - Soziale Grenzen, Identität und Mythos in der Epoche des Dreissigjährigen Krieges statt.
Autor ist der amerikanische Historiker Randolph C. Head von der University of California. Der Verfasser nimmt an der Präsentation teil. Das von Head aktualisierte Buch wurde übersetzt von Peter Jäger, Chur.
Dieser neueste Beitrag zur Bündnergeschichte handelt von Georg Jenatsch (1596-1639), dem gewalttätigen Aufsteiger und stets umstrittenen Helden aus der Zeit "Bündner Wirren". Neu an Heads Interpretation des protestantischen Prädikanten und späteren Konvertiten, militärischen Unternehmers und Politikers ist die Sicht von aussen. Head sieht Jenatsch als Figur des Dreissigjährigen Krieges, als zeittypischen, skrupellosen Aufsteiger und sozialen Grenzgänger, der in vielen seiner Handlungen den damaligen Zeitgeist repräsentierte.
Das Buch handelt aber auch von Jenatschs Nachleben in der Geschichtsschreibung bis in die Gegenwart und als Mythos und Kunstfigur in der Literatur, Kunst und im Film. Der Autor weist aber auch auf die Möglichkeiten und Grenzen historisch-biographischer Studien hin. Veranstalter sind das Institut für Kulturforschung Graubünden und der Verlag Desertina, Chur.
Die Buchpräsentation findet in deutscher Sprache statt. Der Eintritt ist frei.