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Venenchirurgie und Kompression versus Kompression alleine beim Ulcus cruris
Die wichtigsten Interventionen bei der Behandlung des chronisch venösen Ulcus sind Kompression, Hochlagern des Beines und Bewegungstherapie. Die Rezidivrate nach Abheilung beträgt 26-28%. Die hier beschriebene Studie hat den Einfluss der oberflächlichen Venenchirurgie auf die Heilungs- und Rezidivrate untersucht.
500 Patienten mit einem manifesten oder kürzlich abgeheilten Ulcus cruris wurden in die randomisierte Studie eingeschlossen. Alle Teilnehmer hatten im Ultraschall einen isoliert oberflächlichen oder einen gemischt oberflächlichen/tiefen venösen Reflux. Die Behandlung erfolgte entweder mit alleiniger Kompression (Wechsel alle Wochen, nach Heilung US-Kompressionsstrümpfe Klasse 2) oder mit Kompression in Kombination mit Venenchirurgie (Crossektomie, Stripping und Entfernung der Varizen am US). Primäre Endpunkte waren die Heilungsrate nach 24 Wochen und die Rezidivrate nach einem Jahr.
40 der 500 Patienten beendeten die Studie nicht. Die Heilungsrate nach 24 Wochen war in beiden Gruppen gleich gross, nämlich 65%. Die Rezidivrate nach einem Jahr hingegen war in der Kombinationsgruppe Chirurgie/Kompression signifikant niedriger (12% versus 28% unter alleiniger Kompression). Komplikationen/Nebenwirkungen waren in beiden Gruppen gleich selten.
Konklusion der Autoren: Die zusätzliche, oberflächliche Venenchirurgie reduziert das Rezidivrisiko bei Patienten mit einem chronisch venösen Ulcus cruris gegenüber der alleinigen Kompression signifikant.
Lancet 2004;363:1854-1859 - J. R. Barwell et al
04.06.2004 - dde