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||Biographie | |

||18.9.1935 09.30h

Dimitri kommt in Ascona im Vicolo Ghiriglione (gegenüber dem Marionettentheater und seiner späteren ersten Bühne) als Sohn des Bildhauers und Architekten Werner Jakob Müller und der Handweberin und Kunsthandwerkerin Maja, geborene Tschirren, zur Welt.
20.4.1937
Die Schwester Ninon wird geboren.
1940
Der Vater erbt ein kleines Vermögen und kauft am nordöstlichen Abhang des Monte Verità das Haus, das der Maler und Bauhausarchitekt Otto van Rees erbaut und bewohnt hatte. Am Ende des Gartens baut sich der Vater ein Atelier.
Durch die unmittelbare Nachbarschaft mit dem Teatro San Materno der Tänzerin Charlotte Bara kommt Dimitri schon als Kind mit der Welt des Ausdruckstanzes in Kontakt.
1941
Eintritt in das asilo infantile, den Kindergarten von Ascona.
1942
Eintritt in die erste Klasse der Grundschule, der scuola elementare in Ascona.
Dimitri sieht im Circus Knie einen Auftritt des Clowns Andreff. Dabei wird ihm bewusst, dass Clown ein Beruf ist. Von diesem Augenblick an steht für ihn fest, dass er selber Clown werden will.
Taufe nach anthroposophischem Ritus in der Christengemeinschaft in Ascona.
1944
Besuch einer von zwei Schwestern nach anthroposophischen Grundsätzen geführten kleinen Privatschule.
1947
Besuch der Deutschschweizer Schule in Muralto.
In einer Ferienkolonie in Morgins verliebt sich der Zwölfjährige erstmals in seine spätere Frau Gunda, vorläufig nur für sich allein.
1948
Besuch des Collegio Papio in Ascona. Dimitri leidet unter dem einseitig intellektuell ausgerichteten Unterricht. Ein Lichtblick ist der Zeichenunterricht beim Benediktinerpater Hugo Sander, der als Leiter des Schultheaters über die Landesgrenzen hinaus bekannt wird. Ebenso erhält Dimitri Impulse von der Theater- und Konzertkultur des Collegio.
1949
Nach dem von der Hausärztin empfohlenen Austritt aus dem Collegio absolviert er das letzte obligatorische Schuljahr im ginnasio maschile, dem städtischen Knabengymnasium von Locarno.
1950
Besuch der Abschlussklasse der Rudolf Steiner Schule in Zürich. Seine besondere Neigung gilt der Rezitation. Er wohnt bei seinem Paten, dem engagierten Journalisten und Gerichtsberichterstatter Dr. Fritz Heberlein und dessen Gattin Trudy. Heberlein ist wegen seines Engagements für die Emigranten von einem Militärgericht zu einer Haftstrafe verurteilt worden.
Dimitris Mutter schenkt ihrem Sohn einen nach seinen Wünschen von Jenö Salgo, Gundas Vater, entworfenen Ring.
1951
Eintritt in die Töpferlehre bei Margrit Linck in Reichenbach bei Bern. Dimitri lebt zusammen mit seiner Mutter und Schwester zuerst in der Stadt Bern, dann bei Zollikofen. Der Mann von Margrit Linck, Walter Linck, ein bekannter Bildhauer, nimmt bei seinen häufigen Besuchen im Töpferatelier Einfluss auf die künstlerische Entwicklung von Dimitri. Dieser stellt in einem Teil der Freizeit eigene Keramik her, die ihm sein Ballett- und Akrobatiklehrer Max Lüem verkauft.
Nebst dem Unterricht bei Lüem nimmt Dimitri nach Arbeitsschluss Schauspielunterricht bei Frau Toni von Tuason und Klarinettenstunden bei Willy Tautenhahn am Konservatorium Bern. Auf Empfehlung der ehemaligen Rezitations-Lehrerin an der Steiner Schule in Zürich nimmt Dimitri im Theater am Nydeggstalden mit Ilja Duwan Kontakt auf in der Absicht, dort zu lernen und aufzutreten; die einseitige Ausrichtung behagt ihm jedoch nicht.
Er spielt verschiedene komische Rollen an den Studentenbühnen von Thomas Nyffeler und von Rolf Maeder; an der letzteren tritt er zusammen mit Harald Szeemann auf. Mit seiner Schwester Ninon spielt er Cabaretszenen, für die Jakob Flach, der Leiter des Marionettentheaters in Ascona, Texte schreibt. Zudem kreiert er erste eigenständige Clownnummern, mit denen er bei verschiedenen Gelegenheiten (u.a. am Konservatorium) auftritt. Ohne je einen Mimen gesehen zu haben, schafft er auch erste Mimennummern.
In der Freizeit besucht er zahlreiche Theateraufführungen, sieht das Cabaret-Soloprogramm von Harald Szeemann, lernt Künstler wie Meret Oppenheim, Otto Nebel und Otto Tschumi, Schriftsteller wie Sergius Golowin und Schauspieler wie Adolph Spalinger kennen. Nach einem Gastspiel von Voli Geiler und Walter Morath erzählt er den beiden, dass er Clown werden wolle. Morath antwortetet: «Ja, du hast wirklich ein Kasperligesicht!» In einem Kellertheater sieht er Comment attraper les désirs par la queue, das einzige Theaterstück von Pablo Picasso, und lernt dabei unter anderen Daniel Spoerri kennen.
In dieser Zeit sieht er in Bern auch zum ersten Mal Marcel Marceau - einer der stärksten Eindrücke für Dimitris Zukunft. Zu den prägenden Eindrücken gehört auch der Auftritt von Grock in seinem eigenen Zirkus auf der Berner Allmend.
1952
Bei der zweiten, zufälligen Begegnung mit Gunda in Ascona verliebt sich Dimitri erneut in die um ein Jahr ältere junge Frau, vorläufig folgenlos.
1954
schliesst Dimitri die Töpferlehre mit dem Diplom ab. Er geht nach Aix-en-Provence, wo er bei dem Keramiker Georges Jouve als Dreher arbeitet. Für die Herstellung von Jouves Einzelstücken erfindet er die Methode des «dezentrierten Drehens«, welche neuartige Formen ermöglicht.
Als Mitglied des Schwimmklubs wird er in einem Wettkampf der ganzen Provence Zweiter im Brustschwimmen. Mit dem Fahrrad macht er Ausflüge nach Avignon, nach Arles (Stierkampfbesuch) etc.
Er begleitet Jouve nach Paris, wo dieser seine Keramik ausstellt. Bei einem Zwischenhalt auf Château Ratilly lernt Dimitri die Familie Pierlot kennen. Norbert Pierlot war Schauspieler und Keramiker und gab, zusammen mit seiner Frau Jeannette, auf dem Schloss Sommerkurse in Keramik. Hier bringt Dimitri den Schülern das Drehen bei. Dabei lernt er viele interessante Persönlichkeiten kennen, z.B. den Komponisten Maurice Ohana. Pierlot wird Dimitri später auch mit seinem Freund Marcel Marceau bekannt machen.
1955
Dimitri besucht in Paris einen ersten Kurs bei dem Mimen Etienne Decroux (weitere in den folgenden Jahren), trainiert Akrobatik bei dem Zirkusartisten Monsieur Bono, studiert Gitarre bei Flamenco-Spielern, nimmt Harmonie-, Ballett- sowie georgische und baskische Volkstanzstunden, letztere bei Irina Grjebina. In einer Tanzproduktion im Palais de Chaillot erhält Dimitri die Rolle eines clownesken Störenfrieds.
Bei einem kurzen Aufenthalt in Schweden arbeitet er als Töpfer und nimmt Unterricht bei dem Kunstturner Jens Welling, dem wahrscheinlich einzigen Menschen, der einen Standsalto auf einem Bein schaffte.
1958
Endlich trifft Dimitri in Paris Marcel Marceau. Dieser bietet ihm einen Platz im bald beginnenden Kurs an und fordert ihn nach Abschluss des Kurses auf, in seiner Truppe mitzuarbeiten. Er tritt in zwei Pantomimen unter der Regie und an der Seite von Marcel Marceau auf: Les matadors und Le petit cirque. Zusammen mit Marceau, der sich für seine Rolle in La piste aux étoiles vorbereitet, nimmt auch Dimitri Seiltanzunterricht bei Goga Rosetti.
Rosetti schlägt Dimitri einen gemeinsamen Auftritt vor; sie üben eine Nummer ein und erhalten ein Engagement im Cirque Medrano. Einen Tag vor dem ersten Auftritt sagt Rosetti aus Gesundheitsgründen ab.
Der Clown Maïss, der Dimitri während des Trainings beobachtet hat, engagiert ihn als Partner. Sie beginnen sogleich mit der Probenarbeit.
1959
Vor Beginn der Auftritte mit Maïss fährt Dimitri in die Ferien ins Tessin. In der Casa d'Italia in Locarno sieht er das Stück The Glass Menagerie von Tennessee Williams in der Regie von Raimondo Rezzonico (später Präsident der Filmfestspiele von Locarno). Einer der Schauspieler, Franco Passatore, schlägt vor, von seinem Freund Ettore Gaipa ein Stück mit Dimitri in der Hauptrolle schreiben zu lassen. So entsteht innerhalb von drei Wochen L'angelo clown. Das Stück wird in der Regie von Passatore vom 10. - 22. März gespielt.
Auf der Reise nach Paris am 14. Juli, dem ersten Tag seines Engagements als professioneller Clown an der Seite von Maïss (der wiederum viele Jahre Grocks Partner war), hört Dimitri, dass Grock soeben gestorben ist.
Zunächst treten Maïss, Dimitri und Pastis im Cirque Medrano auf, danach in einem Wanderzirkus im Norden Frankreichs. Der Zirkusdirektor brennt mit der Kasse durch, der Zirkus geht bankrott. Dimitri kehrt zurück in die Schweiz.
Die von Dimitris Vater gegründete Vereinigung Amici delle belle arti bittet den Sohn um einen Auftritt anlässlich der traditionellen Castagnata. Dimitri stellt rasch ein abendfüllendes Programm zusammen, nimmt eine alte Leinenjacke des Vaters, schminkt sich weiss und spielt die «Welturaufführung» seines allerersten Soloprogramms im Saal des Hotel Pergola, Ascona. Ausserdem tritt er am «ballo dei bambini» im Dancing Taverna auf - Gage Fr. 20.-!
Zusammen mit dem Vater stellt er immer noch Töpferware her.
Im Marionettentheater von Ascona (mittlerweile Teatro Castello) tritt Dimitri dreimal wöchentlich mit der ersten Fassung seines Soloprogramms Porteur auf, alternierend mit dem Marionettentheater, in dem er als Sprecher mitwirkt. Sonntags findet dort der Gottesdienst der protestantischen Gemeinde statt. In diesem Theater kreiert er auch einen Soloabend mit Chansons und Tessiner Volksliedern. Der geringe Erfolg veranlasst ihn, dieses Experiment nach drei Vorstellungen abzubrechen.
Im Staatstheater Innsbruck findet Dimitri sein erstes Engagement als Clown im Ausland, danach tritt er in Bern in Thomas Nyffelers Theater Kramgasse 6 auf. Der Erfolg führt zu Verlängerungen auf insgesamt drei Monate Spieldauer.
1960
Dimitri gastiert drei Monate im Theater am Hechtplatz, Zürich. Hier begegnet er wiederum Gunda - mit diesem Wiedersehen fängt die lebenslange Liebe an.
Wenig später tritt Dimitri erstmals mit dem eigenen Programm im Schauspielhaus Zürich auf.
Ein Angebot einer Tournee an die Stadttheater der grossen deutschen Städte lehnt er ab, weil er die Bedingung einer Fremdregie nicht annimmt.
2.11.1961
Dimitri und Gunda heiraten auf dem Standesamt in Zürich.
29.3.1962
Der erste gemeinsame Sohn Ivan wird in Zürich geboren.
1962
Die junge Familie lebt in einem gemieteten alten Patrizierhaus in Golino/Tessin.
In der Akademie der Künste in Berlin findet das 1. Internationale Mimenfestival statt. Dimitri tritt dort als einziger Clown auf. Der Erfolg ist so durchschlagend, dass er sogleich zusätzliche Vorstellungen im Theater des Westens und im Titania-Palast durchführen kann.
An diesem Festival lernt er auch den Mimen Richard Weber vom Divadlo Na Zábradlí in Prag kennen, mit dem er später in Verscio seine Schule gründen wird.
Die Flamenco-Tänzerin Susana schenkt ihm das Buch The secret transmission of Nô, recorded by Master Zeami, von Zeami Motokiyo, das seine künstlerische Arbeit nachhaltig beeinflusst.
Er besucht das Tanzstudio der Ausdruckstänzerin Mary Wigman.
Gunda und Dimitri kaufen eine kleine Wohnung in Paris, wo Dimitri im Verlauf der folgenden Jahre im Théâtre du Vieux Colombier, im Théâtre de la Ville, im Carré Sylvia Montfort, im Gaîté Montparnasse, im Palais des Glaces sowie im Théâtre Trois Baudets auftritt.
7.3.1963
wird in Zürich der Sohn David geboren.
23.3.1964
kommt die Tochter Masha zur Welt.
1964
Dimitri und Gunda heiraten in Paris nach dem Ritus der anthroposophischen Christengemeinschaft.
Die Familie kauft im oberen Teil des Centovalli die Liegenschaft Cadanza mit drei Wohnhäusern. Hier richtet sich Dimitri auch sein Studio ein und findet den Ort für seine Sammlungen: Elefanten, Masken, Musikinstrumente, Bücher über Clownerie, Pantomime und Theater, welche teilweise ab 2000 von Harald Szeemann im Museo Comico in Verscio öffentlich präsentiert werden.
Im Garten finden zahlreiche Feste statt mit Freunden wie Max Frisch, Günter Grass und Walter Höllerer.
Dimitri singt mit Roberto Maggini in den lokalen «osterie» Tessiner Volkslieder. Erstmals treten die beiden 1972 damit im Theater in Verscio auf. Es folgen sofort Angebote für Tourneen in der ganzen Schweiz und drei Schallplattenproduktionen im Claves-Verlag (1982) und bei EMI (1984).
27.3.1966
wird die Tochter Nina geboren.
1969
Fredy Knie senior fragt Dimitri, ob er eine Saison im Circus Knie auftrete. Dimitri sagt zu und beginnt mit den Vorbereitungen, insbesondere den Proben mit der Elefantin Sandry.
1970
Im März beginnt die Tournee mit dem Circus Knie und damit für die ganze Familie Dimitri das Leben im Wohnwagen. Dimitri ist der erste Clown, der vom Theater kommt und in der Manege einen durchschlagenden Erfolg hat - nicht zuletzt dank dem unerschütterlichen Vertrauen von Fredy Knie. Viele prominente Persönlichkeiten besuchen die Vorstellungen und danach den Empfang im Pressewagen, so Peter Ustinov, Carl Zuckmayer, Friedrich Dürrenmatt. Jean Tinguely schickt Dimitri nach einem Auftritt einen gezeichneten Brief und schlägt ihm eine gemeinsame Zirkusnummer mit einer seiner berühmten bewegten Plastiken vor. Erste Begegnung mit Charlie Chaplin in Vevey, später in Paris mit François Billetdoux sowie in St. Gallen mit Eugène Ionesco.
Das erste Buch Clown Dimitri - Ich erscheint im Benteli Verlag, Bern. Dies ist der Beginn der Freundschaft mit dem Maler und Verleger Ted Scapa, der Dimitri ermutigt, sein Zeichentalent weiter zu entwickeln.
1971
gründet Dimitri zusammen mit seiner Frau Gunda in Verscio/Tessin das Teatro Dimitri mit zunächst 90 Plätzen. Nebst seinen eigenen Auftritten sind Gäste: Avant et Perdu (die späteren Mummenschanz), der Filmer Fredi Murer, der Liedermacher Mani Matter, das Stalder Quintett, die spanische Sängerin Carmela, der Liedermacher Hans Peter Treichler, der Cantautore und Filmschauspieler Gianni Esposito.
1972
Tourneen durch Europa.
1973
Neue Schweizer Tournee mit dem Circus Knie, der Kuh Belinda, einem Hängebauchschweinchen, einem Esel - und Dimitris vier Kindern.
Gunda führt gleichzeitig das Theater in Verscio.
Das Buch Dimitri Album erscheint (Benteli Verlag, 2. Auflage 1979).
1974
Erste Begegnung mit Amerika aus Anlass des 1. Internationalen Mimenfestivals in La Crosse, Wisconsin. Nach einem erfolgreichen Auftritt begegnet Dimitri seinem zukünftigen Agenten für die USA, Larry Berle.
1975
Erste von zehn Amerikatourneen durch alle grösseren Städte des Kontinents.
Am 22. September gründet Dimitri in Verscio die Scuola Teatro Dimitri mit Richard Weber, Gunda Dimitri, Fredy Chy, Denis Carey, Daisy Lumini und Beppe Chierici. Die Schule startet mit 45 Schülern! Dimitri unterrichtet Improvisation und Clownerie.
1978
Veranlasst durch einen Auftrag der Berliner Festwochen zum Thema Zirkus erfindet Dimitri das Stück Il Clown è morto, evviva il Clown!, zu dem er auch die Regie führt. Für die Ausführung gründet er mit Absolventen seiner Schule die Compagnia Teatro Dimitri. Das Stück hat am 6. Juli in Verscio Premiere, im Oktober in Berlin, geht auf erfolgreiche Tournee in Deutschland und der Schweiz und wird dann «en suite» im Basler Theater gespielt.
In der Folge kreiert Dimitri für die Compagnia folgende Stücke (Buch, Regie, Kostüme): Il drago mangiafragole (1980), Via i gatt balan i ratt (1981), Ma non fate stupidate (1984), L'uccello variopinto (1988), Mozart (mit Dimitri als Mozart und Harlekin, 1989), La Maga (1991), La regina dei magnani (1992), Mascarada (1994), Coltello nel cabaret (1995), Il gong magico (1997), La morte del cigno (1999), Pamfalon (2000), 1 Apple (2001) und L'umofante (2005).
Dimitri entwickelt sein neues Soloprogramm Teatro. Bei einer Probe fällt er vom Seil, bricht den Arm und muss eine grosse Tournee absagen.
1979
Dimitri geht zum dritten Mal auf Tournee mit dem Circus Knie.
Von Patrick Ferla erscheint das Buch Dimitri Clown (Editions Pierre Marcel Favre, Lausanne; deutsche Ausgabe 1980 bei Werner Classen Verlag, Zürich).
1980
Im Benteli Verlag erscheint das Buch Der Schlaufenclown mit Geschichten und Zeichnungen von Dimitri.
1981
Gründung der Fondazione Dimitri mit dem Zweck, die Schule und das Theater in Verscio zu fördern.
Auftritte in ganz Europa.
1982
Erste von mehreren Tourneen durch England, beginnend im Bernard Shaw Theatre in London.
1983
Der neue Theaterbau in Verscio, mit 200 Plätzen, wird eröffnet.
Dimitri tritt in Hongkong auf.
1984
Dimitri tritt im Big Apple Circus in New York City auf, wo auch sein Sohn David engagiert ist.
Tournee in Spanien und später im Jahr in Argentinien (Buenos Aires) und Mexiko.
Mit Gunda und einer Delegation von Schweizer Künstlern besucht Dimitri die chinesische Schwesterstadt von Zürich, Kunming, und andere Städte in der Volksrepublik China.
Seit diesem Jahr führt Dimitri jeden Sommer die Regie des Variété-Varietà der Scuola Teatro Dimitri.
1985
Tournee mit der Tochter Masha als Assistentin durch sechs chinesische Städte.
Im Benteli Verlag erscheint das Buch Theater und Schule Dimitri (1988 auf Italienisch).
1986
Dimitri spielt die Rolle des Teufels in Histoire du soldat von C.F. Ramuz und Igor Stravinsky. Bei einem Sprung reisst die Achillessehne; Dimitri spielt nach einer Operation mit «Klumpfuss».
Tod des Vaters.
1987
Erste Tournee durch Australien.
Dimitri kreiert sein neues Soloprogramm Ritratto in der Regie von Alessandro Marchetti.
Mit dem Mimen- und Clownfestival in Tokyo im August beginnt der enge Kontakt zu Japan und die Folge von sieben Tourneen im Zweijahresturnus.
An den Luzerner Musikfestwochen spielt er mit den Festival Strings unter Leitung von Rudolf Baumgartner den Clown in Aphoriphone und Intermezzi für Streicher und einen Clown von Peter Wettstein.
1989
Dimitri kreiert für die Compagnia Teatro Dimitri nach einer Pantomime von W.A. Mozart das Stück Mozart und spielt darin die Doppelrolle Mozart/Harlekin.
Im Film Anna Göldin - letzte Hexe von Gertrud Pinkus spielt Dimitri die Rolle des mit Anna Göldin befreundeten Schlossers.
Er beginnt die Arbeit am Drehbuch für einen Film Capostazione Molinari, dessen Realisierung schliesslich an der Finanzierung scheitert.
Für das Tandem tinta blù führt Dimitri die Regie des Stücks Der Narrenlehrling von Joe Sebastian Fenner und Cornelia Montani.
1990
Erste Ausstellung von Bildern Dimitris in der Galerie 6 in Aarau.
In der Folge weitere Ausstellungen, z.B. in Bern, Genf, Ascona, Tokyo, Wien, usw.
1991
Am Bremer Theater inszeniert Dimitri La finta giardiniera von W.A. Mozart und entwirft das Bühnenbild und die Kostüme dazu.
Erste grosse Südamerikatournee (Brasilien, Uruguay, Paraguay, Argentinien, Chile, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Guatemala, Mexiko, Venezuela).
1992
Tournee in Griechenland.
1994
Das Atlantis-Kinderbuch Mein Humofant von Dimitri erscheint auf Deutsch im Pro Juventute-Verlag, Zürich, 1996 auf Japanisch.
Im Auftrag der Luzerner Musikfestwochen kreiert Dimitri L'homme orchestre. Die Komposition von André Desponds und Oliviero Giovannoni wird unter der «Leitung» von Dimitri als Clowndirigent mit dem Winterthurer Stadtorchester uraufgeführt.
1995
Im Verlag am Goetheanum erscheint das von Corina Lanfranchi herausgegebene Buch Dimitri. Humor - Gespräche über die Komik, das Lachen und den Narren (3. Auflage 2000).
Regie, Kostümentwürfe und Bühnenbild zu Les bandits von Jacques Offenbach an der Wiener Kammeroper.
1996
Pietro Bellasi und Danielle Londei publizieren bei Danilo Montanari Edizioni, Ravenna, das Buch Dimitri Clown o L'oro dei clown.
Dimitri konzipiert die Regie, die Kostüme und das Plakat für das Marianus Eurhythmie Ensemble Bern in Der Königsgaukler von Manfred Kyber.
Regie für das Basler Schlagzeugtrio in La revue burlesque.
Dimitri tritt in Sarajewo auf und besucht die kriegsgeschädigte Stadt als UNICEF-Botschafter.
Tod der Mutter.
1997
Regie zum ersten Solostück seiner Tochter Masha, Sala di prova.
1998
Dimitri schreibt für den Circus Monti das erste von drei Zirkusmärchen als Rahmengeschichte für das Zirkusprogramm (das zweite 2001, das dritte 2004). Er führt dazu auch die Regie und entwirft die Kostüme und Plakate.
1999
Für seinen Sohn David führt er die Regie im artistischen Bühnenstück Circus Factory.
2000
Eröffnung des Museo Comico in Verscio, eingerichtet von Harald Szeemann.
Dimitri führt Regie für La lezione di guida von Nino Rota. Musikalische Leitung: Maestro Graziano Mandozzi.
2001
Regie zum Stück Upside Down mit seiner Tochter Masha und Kai Leclerc.
2002
Unter der Regie ihres Vaters kreiert Masha ihr Solo-Erzählprogramm Le fil rouge.
In Luzern inszeniert Dimitri die Oper Il gong magico von Thüring Bräm, für die er zusammen mit Bernard Stöckli und Markus Kunz auch das Libretto geschrieben hat. Dirigent ist Jost Meier. Uraufführung im Casino-Theater Zug.
2003
Für seine Tochter Nina entwickelt Dimitri ein Konzept zu ihrem Liederprogramm La cantante delle piazze.
Im Benteli Verlag erscheint Dimitri. Der Clown in mir. Autobiographie mit fremder Feder, geschrieben von Hanspeter Gschwend (3. Auflage 2005).
2004
Le clown et les étoiles - Ausstellung über Dimitri im Musée Alexis Forel, Morges: Bilder, Kostüme, Plakatentwürfe, Sammelobjekte usw.
Die französische Übersetzung der Autobiographie Dimitri. Le clown en moi erscheint bei Editions d'en bas, Lausanne, die italienische Dimitri. Il clown in me bei Rezzonico Editore SA, Locarno.
Die Scuola Teatro Dimitri wird anerkannt als Hochschule für Theater mit Schwerpunkt Bewegungstheater und Theaterkreation.
T & C Film produziert den Kinodokumentarfilm Dimitri - Clown (85 Min.), unter der Regie von Friedrich Kappeler.
2005
Wiederaufnahme der erweiterten Ausstellung Il clown e le stelle in der Casorella, Locarno.
Dimitri spielt Krapp's Last Tape von Samuel Beckett in einer clownesken Inszenierung von Thomas Hostettler.
Die Tipografia Poncioni gibt Clown Fantasy, ein Buch mit 366 Bildern von Dimitri, heraus.
Jubiläumsgala im Schauspielhaus Zürich: 70 Jahre Dimitri, 35 Jahre Teatro Dimitri, 30 Jahre Scuola Teatro Dimitri, 5 Jahre Museo Comico.
Die Gemeinde Verscio verleiht Dimitri das Ehrenbürgerrecht.
2006
geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Dimitri kreiert und spielt zusammen mit seinen Töchtern Masha und Nina, Sohn David und Schwiegersohn Kai Leclerc die burleske Show La Famiglia Dimitri.
Clown im Festprogramm 50 Jahre Festivalstrings Lucerne.
2007
Carte blanche am grossen Orchesterfest zum Jubiläum «125 Jahre Berliner Philharmoniker». Diverse Auftritte während des ganzen Jubliläumstages.
2008
La Famiglia Dimitri wird ein Grosserfolg am Broadway New York.
2009
Die Fondazione Dimitri erwirbt das ans Teatro Dimitri angrenzende Grundstück mit einem alten Tessiner Haus. Daraus sollen die zukünftige Casa del Clown und der Parco del Clown entstehen.
Wiederaufnahme der Histoire du soldat, als Coproduktion mit dem Grand Théâtre de Genève.
Dimitri erhält den SwissAward in der Sparte Kultur.
2010
Reise in den Kongo mit der Weltorgnisation gegen die Folter und zum Schutz der Menschenrechte (OMCT).
Das Buch Dimitri, ein Gesamtkunstwerk von Hanspeter Gschwend und Adriano Heitmann erscheint im Benteli Verlag Bern.
Eröffnung des Parco del Clown anlässlich der Feier zu Dimitris 75. Geburtstag, in Anwesenheit von Bundesrat Ueli Maurer.
2012
Das neue Soloprogramm Highlights verbindet einzelne Nummern aus seinen drei früheren Programmen Porteur, Teatro und Ritratto mit neuen Einfällen und Überraschungen.
2013
Spielt Frosch in der Operette Die Fledermaus am Grand Théatre de Genève.
2014
An der SwissAward-Gala erhält Dimitri den Lifetime Award. Die Laudatio wird von Bundesrätin Doris Leuthard gehalten.
2015
Das neue Familienprojekt DimiTRIgenerations beginnt mit der Premiere im KKL Luzern und füllt danach in über 60 Auftritten Hallen und Theater.
Vom 18. - 20. September feiert Dimitri in Verscio zusammen mit der Bevölkerung, den Studierenden seiner Schule und seiner Familie ein buntes Fest zu seinem 80. Geburtstag.
2016
Sogni di un’altra vita – Träume eines anderen Lebens: Im Freilichttheater über die Geschichte des Monte Verità, nach einer Textvorlage von Hanspeter Gschwend, spielt Dimitri spielt die Rolle des Karl Vester. Premiere ist am 16. Juli.
Am 18. Juli spielt die Famiglia DimiTRIgenerations vor ausverkauftem Haus im Teatro Dimitri.
19.7.2016
Dimitri stirbt 80-jährig zu Hause, nach kurzem Unwohlsein.