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Grundlagen
Der Körper funktioniert dank der Möglichkeit, Bewegungen auszuführen. Es handelt sich dabei nicht nur um die bekannten Bewegungen von Gelenken, sondern auch um feine, rhythmische und unbewusste
Bewegungen von beinahe allen Körperstrukturen und Organen. Der Rhythmus der Lunge und des Herzens sind allen bekannt, aber auch die Peristaltik des Darmtraktes, die Bewegungen des Blutes, der
Lymphe sowie der Hirnflüssigkeit gehören dazu. Jede dieser Strukturen und jedes Gewebe, jedes Organ hat seinen eigenen Rhythmus. Die Nieren beispielsweise legen pro Tag einen Weg von ca. 600 m
zurück, bei jeder Einatmung 1,5 cm nach unten, bei jeder Ausatmung 1,5 cm nach oben. Der Osteopath spürt und erkennt diese Rhythmen.
"Stillstand ist Rückschritt" sagt ein Sprichwort. Umgekehrt könnte man auch sagen: Alles was lebt, bewegt, fliesst. Fliessendes Wasser wird immer wieder aufgefrischt, stillstehendes Wasser wird trübe und damit zu einem Ansteckungsherd. Das gleiche geschieht im Körper. Selbst ein geringer Bewegungsverlust von Organen oder Gelenken kann bereits zu einer Verschlechterung der Funktion und zu eventuellen Schmerzzuständen führen.
Die Ursachen von Beweglichkeitsverlust sind sehr vielfältig. Verstauchungen, Zerrungen, Entzündungen, Operationen bestimmte Narben (z. B. nach Blinddarmentfernung), aber auch bestimmte Lebensgewohnheiten und Ernährungsmuster können zu Bewegungseinschränkungen führen.