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1,5 Millionen Schweine leben in der Schweiz. Schweinefleisch ist mit einem durchschnittlichen Konsum von 450 Gramm pro Woche oder über 23 kg pro Jahr das beliebteste Fleisch von Herr und Frau Schweizer. Schweizer Mastschweine werden mit sieben bis acht Monaten geschlachtet.
Schweine sind spielfreudig, neugierig, bewegungsfreudig, geniesserisch und etwa so intelligent wie ein vierjähriges Menschenkind. Sie gehören mit Schimpansen, Elefanten und Delphinen zu den intelligentesten Tieren. Schweine lieben klassische Musik, erkennen sich selbst im Spiegel und können Computerspiele bedienen. Die Tierschutzverordnung schreibt vor, dass sich Schweine jederzeit mit Stroh, Raufutter oder anderem gleichwertigem Material beschäftigen können müssen.
Schweinefleisch war bis ungefähr Ende des 18. Jahrhunderts teurer als Kalbfleisch. Mit dem aufblühenden Kartoffelanbau Ende des 18. Jahrhunderts und dem Aufschwung der Käsereien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Molke ermöglicht Schweinemast) verschwand die bisher bestehende Nahrungskonkurrenz zwischen den beiden Allesfressern Schwein und Mensch endgültig, und so kam es, dass sich das Schwein zu einer ländlichen Institution, wie wir sie heute kennen, entwickelt hat. Die Schweinemast ist auch heute noch in vielen Gebieten der Schweiz traditionell mit der Käseherstellung und der Verwertung der Molke verbunden.
Schweine sind als Allesfresser optimale Resteverwerter. Doch auch bei uns gilt die EU-Regel, wonach Speisereste aus Restaurants nicht mehr Nutztieren verfüttert werden dürfen. Pro Jahr vernichten wir in der Schweiz in Befolgung von EU-Vorschriften 170 000 Tonnen hochwertige Lebensmittelabfälle, die früher sterilisiert der Schweinemast zugeführt wurden. Das entspricht dem Nährwert von 40 000 Tonnen Kraftfutter mit 8000 Tonnen Eiweiss. Die Ersatzproduktion an Futtermitteln beansprucht 20 000 Hektaren Ackerland.
Fast die Hälfte der importierten Futtermittel werden den Schweinen gefüttert. Bei Futtergetreide liegt der Selbstversorgungsgrad der Schweiz bei unter 50 Prozent. Bei eiweisshaltigem Kraftfutter – Rapskuchen, Sojaschrot – rutschte er unter 40 Prozent. In hiesige Schweinetröge gelangen 67 Prozent ausländisches Eiweiss. Eine gentechnisch veränderte Soja- und zwei gentechnisch veränderte Maissorten sind in der Schweiz als Lebens- und Futtermittel zugelassen.
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