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Nach der vollständigen Ausbeutung des Vorkommens, das gegenwärtig abgebaut wird, müsste das Unternehmen, das zur britischen Rio-Tinto-Gruppe gehört, in eine erweiterte Tagbaumine investieren, um die Produktion über 2007 hinaus bis 2015 ausdehnen zu können. Das grösste Problem für die Rössing ist der gegenüber dem südafrikanischen Rand - an den der namibische Dollar gebunden ist - stetig sinkende Kurs des US-Dollars. Die Rössing liefert hauptsächlich im Rahmen langfristiger Verträge, die in USD abgeschlossen wurden und sich am damals relativ tiefen Spotmarktpreis für Natururan orientierten. Doch die Kosten fallen in der lokalen Währung an. Zwar gilt heute Uran am Spotmarkt etwas mehr, doch würde dies laut der Rössing noch lange nicht ausreichen, um die Investition in eine Minenerweiterung zu rechtfertigen. Wenn der zu erwartende Erlös in der zweiten Abbauphase nicht höher ausfällt, sieht sich die Rössing veranlasse den Betrieb 2007 einzustellen. Für Namibia wäre das vorzeitige Ende des Uranabbaus ein gewichtiger Verlust, macht er 10% der Exporte des Landes aus.
Quelle
P.B. nach NucNet, 19. Januar 2004