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Eine Antwort aus dem Stegreif von Rainer Stadler «Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat.»
(Heinrich Heine. Dieser häufig zitierte Satz wird allgemein Heinrich Heine zugeschrieben. Die Quelle ist nicht bekannt.)
Ja, wir haben die tiefhängenden Früchte des technischen Fortschritts schon gepflückt, aber die Wissenschaft ermöglicht es uns, immer höhere Leitern zu bauen. Bei der Beurteilung des Innovationstempos sollten wir uns nicht auf BIP-Zahlen verlassen. Sie führen in die Irre: Uns steht keine Stagnation bevor.
Im Zentrum der grossen gesellschaftlichen Probleme steht der Mensch, der sich selbst unterbietet. Peter Sloterdijk setzt der modernen schwarzen Anthropologie ein neues Narrativ entgegen. Stolz statt Neid, Grosszügigkeit statt Geiz: die neogriechische Revolution dürfte noch vor der nächsten Eiszeit kommen. Gespräch mit einem, der von sich behauptet, seine Altersradikalität komme erst noch.
Wer die Praxis der Meinungsfreiheit philosophisch ausleuchten will, muss die Komfortzone verlassen. Tut man das, indem man (auch) rechtskonservative Gastredner in ein universitäres Seminar zum Thema einlädt, kriegt man in Deutschland keinen Applaus, sondern Morddrohungen.
Ein Junge schaut durch das Fenster eines Schulbusses. Er wirkt müde, verstört, verloren. Haarfransen hängen ihm in die Stirn, die Lippen sind leicht geschürzt, die Backen aufgeblasen. Die Augen hält er weit geöffnet; trotz der Erschöpfung sieht er genau hin. Wir wissen nicht, was er gerade denkt. Aber wir wissen, was er sieht. Draussen, vor […]