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Für Alexander Usyk war es keine schwierige Entscheidung, die er im Februar dieses Jahres nach Beginn der russischen Invasion traf. Der ukrainische Weltmeister im Schwergewichts-Boxen meldete sich freiwillig für den Dienst an der Waffe und patrouillierte als Soldat in den Strassen Kiews.
Der WM-Titel als Nebensache
Ans Boxen dachte Usyk in dieser Zeit nicht. «Ich habe stattdessen jeden Tag gebetet: ‹Bitte lasse niemanden mich erschiessen. Und bitte zwinge mich nicht, jemanden zu erschiessen.›» Damals liess der Familienvater verlauten: «Mein Land und meine Ehre sind wichtiger als WM-Titel.» Doch aus der Heimat war grosse Unterstützung zu hören.
Auf Bitten der Soldaten kehrte der Boxer in den Ring zurück. Gegen Anthony Joshua kämpft der von der Krim stammende 35-Jährige am Samstag nicht nur um seinen WM-Gürtel. «Die ganze Welt soll die ukrainische Hymne hören», sagte etwa sein Promoter Alexander Krassjuk. Und Usyk selbst? Dieser will den Kampf gewinnen – und dann schnell wieder in seine Heimat zurückkehren und sein Land unterstützen.