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Gemeindesiegel und Wappen
In Ihren Anfängen führte die Gemeinde Flims als Siegel den goldenen Pfeil auf schwarzem Grund, das Zeichen der Herren von Capol, die als Ammänner die Geschicke der Gemeinde leiteten. Mehrere Pergamente des kostbaren Flimser Gemeindearchivs enthalten folgende Schlussformel: "Hienach so haben die obgenannten Amann, Rat und ganze Gemeinde des Dorfes Flims ernstlich gebeten den festen (Wolfen, Hansen...) von Capaul, dass er sein eigen Siegel öffentlich gehängt hat an diesen Brief".
Nachdem sich Flims zur Reformationszeit von der Abtei Pfäfers und vom Churer Gotteshaus zu lösen begonnen hatte, schuf sich die Gemeinde ein eigenes Siegel. Dazu wählte sie das Bild des Kirchenheiligen Martin mit dem kauernden Bettler. Der Siegel hatte die Inschrift: "S(iegelt) DIE GMEIND VON FLIMS".
Wenn die Flimser Hauptkirche dem heiligen Martin geweiht ist, der Nationalheiliger der Franken und später der Franzosen war, so ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass dieses Gotteshaus schon im frühen Mittelalter entstand, zur Zeit nämlich, da Rätien zum Frankenreich gehörte und fränkische Glaubensboten das Land zum Christentum bekehrten (6. Jahrhundert).