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Bis zu 8000 Armeeangehörige sollen die zivilen Einrichtungen im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen. Bisher acht Kantone machten bis Dienstag Gebrauch vom Angebot, die Armee um Hilfe zu bitten.
Angelaufen ist der Armeeeinsatz im Tessin, sieben weitere Kantone haben Unterstützungsgesuche eingereicht. Es seien Basel-Landschaft, Graubünden, Neuenburg, Thurgau, Wallis, Waadt und Bern, bilanzierte Brigadier Raynald Droz am Dienstag vor den Medien in Bern. Diese Gesuche würden nun geprüft.
Mit der Mobilisierung via Alertswiss-App und dem Rücklauf der Antworten habe man gute Erfahrungen gemacht, sagte Droz. Bei der Mobilisierung ist auch eine allfällige Ansteckung mit Sars-CoV-2 ein Thema. Alle Eingerückten würden zu Symptomen befragt, sagte Droz.
Bei Hinweisen auf eine Ansteckung würden die Armeeangehörigen in Isolation oder Quarantäne gesetzt. Zurzeit gelte Isolation für 50 Armeeangehörige, davon fünf positiv Getestete, sagte Droz, auf Fälle im Tessin angesprochen. 90 weitere seien in Quarantäne.
In den Augen von Droz hat die Armee in Sachen Coronavirus auch einen Erziehungsauftrag. Die jungen Leute sollten "mit etwas mehr Realität zurückkehren", wie er sagte. Gleichzeitig stehe die Armee in der Verantwortung, dass die jungen Menschen, die dort dienten, nicht an Covid-19 erkrankten.
Mobilisiert werden zunächst Armeeangehörige der vier Spitalbataillone sowie der fünf Sanitätskompanien. Die Armee kann rund 3000 Personen für sanitätsdienstliche Unterstützung stellen, wie es am Montag hiess.
Bis 8000 Armeeangehörige
Auch bei logistischen Dienstleistungen, etwa der Versorgung mit Nahrungsmitteln, kann die Armee helfen. Oder Armeeangehörige unterstützen kantonale Polizeien oder das Grenzwachtkorps. Die Obergrenze von bis 8000 Armeeangehörigen gilt bis Ende Juni.
Es sei die grösste Mobilmachung seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd am Montag.