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Höhe
4'527 m
Erstbesteigung
19. August 1861
Erstbesteiger
William Edward Hall, Jean-Pierre Cachat, Peter Perren, Josef-Marie Perren, J.F. Hardy, J.A. Hudson, C.H. Pilkington, A.C. Ramsay, T. Rennison, F. Sibson, R.M. Stephenson, Franz Josef Lochmatter, Karl Herr und Stefan Zumtaugwald
Tipps für Ausflügler
Tipps für Wanderer
- Gornergrat: Wanderung Rotenboten - Riffelberg
- Gornergrat: Wanderung zur Monte-Rosa-Hütte (Gletschertour, Bergführer notwendig)
Liskamm: Tipps für Alpinisten
- Bergführer notwendig
- Mehrtagestour
- ideale Überschreitung, Länge rund 2,5 km
- Ost- und Westgipfel
- Nordwand mit interessanten Eiswänden von Aufstiegen über 700 bis 1'300 m
- Überschreitung mittelschwer
Lange und gefährliche Anstiege
Der Liskamm (oft auch Lyskamm) befindet sich westlich der Monte-Rosa-Gruppe. Der Ostgipfel (4'527 m) ist der höchste Punkt des rund 2,5 km langen Kamms, welcher die beinahe 1'000 m hohe eisbedeckte Nordostwand krönt. Die Anstiege über die Grate sind lang und gefährlich, da der Grat oft stark verwechtet ist, auch wenn die Anstiege technisch nicht besonders schwierig sind.
Namensherkunft
Bis zu den 1940er-Jahren trug der Liskamm noch Namen wie Monte Rosa, Monte Rosa Gipfel, kleine Monte Rosa und Rosenhorn. Eine weitere Bezeichnung, die der Berg heute noch trägt, ist der Name "Silberbast". Als "Bast" wird der hölzerne Rückenschutz bezeichnet, den Maultiere beim Säumen von Waren tragen. Dieser hat, so wie der Liskamm mit seinen zwei Gipfeln, am vorderen und hinteren Ende eine Erhöhung. Der Name geht auf die Fantasie des Domherrn Berchtold zurück und wurde von den Zermatter Führern bereitwillig angenommen. Trotzdem konnte sich der von dem Freiherrn Ludwig von Welden vorgeschlagene Name "Liskamm" durchsetzen. Die Lys ist ein 40 km langer Fluss, der auf der italienischen Seite den Gletscherarmen des Liskamm entspringt.
Geschichte: Der Menschenfresser
Wegen mangelnder Kenntnis über die Gefahr von Wechten ereigneten sich im 19. Jahrhundert viele Tragödien am Liskamm. Die viel zu grossen Seilschaften liefen über die Schneeablagerungen an Kämmen und Geländekanten, die dann unter dem Gewicht der Seilschaft abbrach. Doch der Aberglaube des Volkes schrieb die häufigen Unglücksfälle den dunklen Kräften des Liskamms zu. So riss ein Wechtenbruch am 6. September 1877 gleich drei Brüder (Niklaus, Johann, Peter-Josef) der bekannten Bergführerfamilie Knubel aus St. Niklaus in die Tiefe.
Filmstar
Der deutsche Regisseur und Pionier des Bergfilms Arnold Fanck drehte 1921 am Liskamm seinen ersten Bergfilm "Im Kampf mit dem Berge" mit Hannes Schneider und Ilse Rohde als Darsteller. Hinter der Kamera stand Sepp Allgeier, Francks erster Kameramann, der unter anderem 1928 den Film "Der Kampf ums Matterhorn" drehte.