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Weihnachten rückt immer näher. Höchste Zeit, die dritte Kerze auf dem Adventskranz anzuzünden. Passend zum dritten Advent stellen wir euch die A Christmas Prince-Trilogie vor. Diese drei Filme stammen aus den Jahren 2017, 2018 und 2019 und wurden von Netflix produziert. Die drei Geschichten spielen sich alle im fiktiven europäischen Land Aldovia und teilweise in New York ab. Was amerikanische Journalistin Amber wohl alles erlebt?
Spoilerwarnung: Die nachfolgenden Handlungsbeschriebe enthalten Spoiler zur A Christmas Prince-Trilogie, die sich nicht vermeiden lassen. Wer nur unsere Kritik lesen will, klickt hier.
A Christmas Prince (2017)
Die amerikanische Journalistin Amber Moore wird vor Weihnachten nach Aldovia geschickt, um über Prinz Richard zu berichten, der nach dem Tod seines Vaters den Thron übernehmen soll. Die Presse hat Richard als verantwortungslosen Playboy dargestellt, und es kursieren Gerüchte, dass er den Thron ablehnen wird. Amber nimmt an der Pressekonferenz in Aldovia teil, bei der Richard jedoch nicht erscheint. Anstatt zu gehen, beschliesst Amber, sich im Palast umzusehen, und wird fälschlicherweise für die neue amerikanische Tutorin von Prinzessin Emily gehalten. Während ihrer Zeit als Lehrerin entwickelt Amber eine enge Bindung zu Emily, die im Rollstuhl sitzt. Amber erfährt, dass Richard entgegen den Gerüchten ein mitfühlender und verantwortungsbewusster Mann ist. Sie trifft auf Richards intriganten Cousin Simon, der den Thron für sich beanspruchen will. Ausserdem lernt sie Richards arrogante Ex-Freundin Sophia kennen. Während ihrer Recherche entdeckt Amber, dass Richard adoptiert wurde, aber sie zögert, dies zu enthüllen, um ihn nicht zu verletzen.
Unglücklicherweise entdecken Sophia und Simon nicht nur Ambers wahre Identität, sondern stossen auch auf Richards Adoptionsurkunde. Da die beiden selber über das Königreich herrschen wollen, enthüllen sie Richards Geheimnis sogleich beim Heilligabendball und stellen Amber als Böse hin. Amber, die vom Königshaus zunächst davongejagt wird, versucht mit allen Mitteln, Richard zu helfen. Dank eines uralten Gedichts findet sie einen königlichen Erlass, der ihn zum rechtmässigen Erben erklärt. Dadurch kann sie gerade noch verhindern, dass Simon und Sophia die Krönung vollziehen können. Obwohl Amber und Richard Gefühle für einander empfinden, reist die nun als Heldin gefeierte Journalistin zurück nach New York und startet einen erfolgreichen Blog über den wahren Richard. Als Ende des Jahres Richard vor dem Diner ihres Vaters auftaucht und um ihre Hand anhält, kann sie ihr Glück kaum fassen.
A Christmas Prince: Royal Wedding (2018)
Ein Jahr nach ihrer Verlobung reisen Amber und ihr Vater Rudy nach Aldovia, um die Hochzeit zu planen. Der eher lockere Umgang von Rudy kommt beim Hof mit dem strengen Protokoll gar nicht gut an und das bekommt auch Amber zu spüren. Derweil kämpft Prinz Richard mit königlichen Pflichten und wirtschaftlichen Problemen. Seine lancierte New Aldovia-Initiative zur wirtschaftlichen Rettung scheitert und Geld verschwindet aus der Monarchie. Aus diesem Grund holen Richard und Königin Helena Lord Leopold zur Unterstützung. Der Verräter Simon (aus dem ersten Teil der Trilogie) ist mittlerweile verarmt und bittet um die Wiederaufnahme in die Königsfamilie.
Währenddessen muss sich Amber mit der strengen Hofdame Mrs. Averill und dem extravaganten Modedesigner Sahil herumschlagen, welche die Hochzeit nach ihrem Gusto planen. Um Richard helfen zu können, recherchiert Amber mit ihren Freunden und Simon und sie finden heraus, dass die Wirtschaftspläne von einem ominösen Unternehmen durchkreuzt werden. Dieses verlagert die Wertschöpfung von Aldovia aus, indem es Aufträge ausser Landes vergibt. Schliesslich überzeugen die Ermittler Richard und das restliche Königshaus und entlarven den Strippenzieher hinter der Firma. Wer es wohl ist? Schliesslich heiraten Richard und Amber in einer Zeremonie, die Tradition und Moderne vereint – ganz im Sinne der Journalistin.
A Christmas Prince: The Royal Baby (2019)
Wieder ist ein Jahr vergangen in Aldovia. Das Königspaar Amber und Richard erwartet in Teil drei der Trilogie ein Kind. Allerdings wird die Vorfreude wegen einer uralten Tradition getrübt. Seit 1419 soll alle 100 Jahre an Heiligabend eine Urkunde unterzeichnet werden, die den Frieden zwischen Aldovia und dem asiatischen Königreich Pengalia garantiert. Da das ausgerechnet 2019 der Fall ist, reisen sogleich König Tai und Königin Ming samt Gefolge am 20. Dezember an. Da dank einem Schneesturm alle Flughäfen geschlossen sind, vermuten Amber und Richard, dass der Vertrag noch im Palast sein muss – zusammen mit dem Dieb.
Während alle danach suchen, erfährt Prinzessin Emily von einer alten Legende, die besagt, dass das erstgeborene Kind der Monarchen, die für den Vertragsbruch verantwortlich sind, von einem tödlichen Fluch heimgesucht wird. Dabei kann es sich nur um das Baby von Amber handeln. Daher muss der Vertrag bis zum 24. Dezember um Mitternacht unterschrieben sein. Die Zeit drängt, denn die Gäste aus Pengalia und ihre strenge Assistentin Lynn werden ungeduldig. So beginnt die hochschwangere Amber, selber Nachforschungen anzustellen. Wer könnte Interesse daran haben, dass die Vertragsunterzeichnung scheitert? Und was hecken Simon und Lynn aus?
Ein vielfältiger Cast macht die Trilogie aus
Der erste Teil wurde von Alex Zamm und Teil zwei und drei von John Schultz inszeniert. Da das Königreich Aldovia fiktiv ist, wurde im Schloss Peleș in Rumänien gedreht. Der Hauptcast besteht bei allen drei Filmen aus Rose McIver (Amber), Ben Lamb (Prinz Richard), Alice Krige (Königin Helena), Sarah Douglas (Mrs. Averill), Theo Devaney (Simon) und Honor Kneafsey (Prinzessin Emily) und Daniel Fathers (Rudy). Hauptdarstellerin Rose McIver kennen wohl viele aus der Dramedy-Serie iZombie, wo sie die Protagonistin Liv spielte. Star Trek-Fans erkennen mit Sicherheit Alice Krige als Borgkönigin wieder. Ben Lamb war in Divergent zu sehen und hat es wohl ein bisschen mit adligen Rollen. In der neuen Serie The Gilded Age ist er als Duke of Buckingham zu sehen. Aber können gute Schauspieler eine Trilogie zum Glänzen bringen?
Gemütliche Weihnachtsfilme mit Vertrautheit und Herzlichkeit
Zum einen kann man sagen, dass es sich hierbei nicht um Filme handelt, die ein grosses Nachdenken erfordern oder dazu anregen. Die Geschichten punkten durch eine leicht verständliche Story, die mit vielen Weihnachtsdekorationen angereichert wird. Sei es im Schloss, in der Stadt Aldovia oder in New York – überall gibt es schöne Weihnachtsbäume, Lichterketten und Lametta zu sehen. Auch die Art und Weise, wie die Königsmitglieder die neue Freundin und spätere Ehefrau von Richard aufnehmen, ist sehr herzlich und fürsorglich dargestellt. Zum anderen ist die Geschichte nicht wirklich neu, sondern dürfte vielen ein bisschen bekannt vorkommen. So muss Anne Hathaway in den beiden Plötzlich Prinzessin-Streifen sich mit den Protokollen und den Gepflogenheiten eines Hofstaates auseinandersetzen. Und hadert damit gewaltig.
Ähnliches muss Amber vor allem im zweiten Teil der A Christmas Prince-Trilogie erfahren. Gerade dann, als ihr bezüglich ihrer Hochzeitsplanung alles aufdiktiert wird. Witzigerweise gibt es da eine reale Begebenheit, die mit aller Wahrscheinlichkeit in die Handlungen der Trilogie eingeflossen ist. Meghan Markle und Prinz Harrys Beziehung. So gibt es ziemlich viele Anspielungen auf die beiden zu finden. Amber stammt wie Meghan aus Amerika und macht Bekanntschaft mit einem europäischen Prinzen. Zudem besass Meghan während der Dating-Phase ebenfalls einen Blog namens «The Tig». Das fiktive Königspaar steht zudem dauernd im Fokus der Boulevardpresse. Weitere Ähnlichkeiten hat die Website «Glamour» aufgelistet.
Zu viele Handlungen verderben den Brei
Besonders auffallend ist, dass bei jedem Film mehrere parallele Handlungen eingeführt werden, die eigentlich nichts mit dem zentralen Liebespaar zu tun haben. Wahrscheinlich liegt das daran, dass hier noch etwas mehr Spannung aufgebaut werden soll. Schliesslich gibt es ja schon genügend Weihnachtsfilme, die deutlich romantischer sind. Spannend ist auch, dass bei Teil 2 und Teil 3 Elemente des «Whodunit»-Genres spürbar sind. Gerade beim letzten Teil erhält der Zuschauer jedoch viel zu wenig Hinweise, um aktiv mitraten zu können. Dies, da dann immer wieder zu einem anderen Handlungsstrang gewechselt wird. Dadurch geht der Fokus ein bisschen verloren.
Mein Fazit zu der A Christmas Prince-Trilogie
Diese drei Filme kann man sich gut anschauen, wenn man während der Weihnachtszeit entspannen und sich vom stressigen Alltag ablenken möchte. Die Storys trotzen nur so von Freundlichkeit und Harmonie, selbst fiesere Momente sind nur kurz und werden schnell von den Protagonisten verdrängt. Da man mit Prinz Harry und Meghan einen realen Vergleich hat, wirken die Geschichten umso realer und zwischendurch kann man über die Anspielungen lachen. Sofern man sich mit der Geschichte der abtrünnigen Royals ein bisschen auskennt.