Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03524.jsonl.gz/413

«Unter ‹Mechanisierung› ist die vermehrte Anwendung der Maschine zu verstehen für solche Arbeiten, die sie ebensogut wie menschliche Arbeitskraft, aber rascher, sauberer und gleichmässiger als diese und vor allem gleichzeitig in mehrfacher Ausfertigung verrichten kann», begründete Direktor Daeniker am 28. Juni 1929 vor den Bankräten seinen Antrag für grössere Investitionen in den Büromaschinenpark. Er hoffe im Gegenzug darauf, dass einige teure Arbeitskräfte eingespart werden können. Der Bankrat war einverstanden.
Im Zuge dieser Mechanisierungsinitiative wurden nun sehr viele Schreibmaschinen angeschafft, unter anderem auch für die Zweigstellen. Die Maschinen waren so wertvoll, dass beim Ankauf einer neuen auch schon mal das alte Exemplar als Teil des Kaufpreises an den Verkäufer zurückgegeben wurde. Manchmal reichte es für die Filiale sogar nur für ein gebrauchtes Stück aus der Hauptbank. Die verschiedenen «Schreibmaschinensysteme» wie Hermes, Continental, Royal, Underwood und Remington Noiseless erhielten später Gesellschaft von elektrischen Schreibmaschinentypen. Diese kosteten 1950 etwa drei durchschnittliche Monatsgehälter, wiesen aber grosse Vorteile auf: müheloseres Schreiben und ein gleichmässigeres Schriftbild durch den elektrischen Anschlag.