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Die Akkeda ist die biblische Erzählung von Jizchaks Bindung durch seinen Vater Abraham. Obwohl die Tragödie der Opferung im letzten Moment von einem Engel des Ewigen abgewendet wurde, wirft diese Erzählung enorme theologische, ethische und pädagogischen Fragen auf. Die Tagung unter der Leitung von Gabriel Strenger findet am Montag, 3. April statt.
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Fokuspunkt: Judentum: Theologische Orientierung und aktuelle Fragen
Interessanterweise weist die biblische Erzählung der Akkeda auch bedeutende Ähnlichkeiten mit dem Mythos von Ödipus auf. Auch hier führt eine fragwürdige Einmischung der Götter (durch das Orakel von Delphi) zu einer Kette von verhängnisvollen Ereignissen, die aber – im Gegensatz zur Akkeda – in einer Tragödie münden. Diese Gegenüberstellung zeigt, dass es der Tora bei der Erzählung der Akkeda um den spirituellen Reifungsprozess Abrahams geht, der eine Weichenstellung für die gesamte Entwicklung des späteren Judentums darstellt. Im Gegensatz zu Ödipus ist Abraham weder Spielball der Götter noch Sklave seines Unbewussten. Die Liebe siegt über die Aggression, die Vernunft über die Ekstase. Die Akkeda veranschaulicht die Kraft der Sublimierung und des Pragmatismus sowohl auf psychologischer als auch auf theologischer Ebene.
In Lichte der Kommentare von Rabbi Abraham Jizchak Kook und anderen jüdischen Bibelkommentatoren geht die Tagung dem Dialog zwischen diesen beiden Grundmythen der Weltgeschichte auf die Spur und arbeitet dabei die besondere biblische Botschaft der Akkeda heraus.