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Der oberste Gerichtshof in der Hauptstadt Pretoria hat anfangs Juni 2003 den Antrag einer Umweltorganisation abgewiesen: Nach diesem hätte der Generaldirektor des Department of Environmental Affairs and Tourism (DEAT) seinen Entscheid zum Bau herausschieben müssen, um der Umweltorganisation die Möglichkeit zu geben, ihren Standpunkt ausführlicher darzustellen. Im Gerichtsentscheid heisst es, die Gruppierung "Earthlife Africa" (EA) habe seit mehr als sechs Monaten gewusst, dass der Zeitpunkt für einen Entscheid im Bewilligungsprozess anstehe, sie habe aber bis zum letzten Moment nichts unternommen.
Das Gericht nahm zur Kenntnis, dass das DEAT die vorgeschriebenen Schritte unternommen hat (unter anderem führte es öffentliche Hearings durch), nachdem die Eskom als Projektantin des Reaktors ihren Antrag für den Bau eingereicht hatte. Der Entwurf eines Berichts zur Umweltverträglichkeit wurde in die Vernehmlassung gegeben und überarbeitet, im Oktober vergangenen Jahres wurde der Bericht dem DEAT übergeben. Der nächste Schritt ist nun der Entscheid des DEAT-Generaldirektors, auf den, so das Gericht, erneut ein Berufungsverfahren folgen kann.
Der modulare Kugelhaufenreaktor PBMR ist eine Variante des gasgekühlten Hochtemperaturreaktors, der in den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts in Europa und in den USA entwickelt wurde.
Quelle
H.R. nach NucNet, 4. Juni 2003