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Titel
Sixtus,
Name von fünf Päpsten: S. I. und II., s. Xystus.
S. III. (432–440) soll den heil. Patrick (s. d.) nach Irland geschickt und die Kirche Sta. Maria Maggiore gebaut haben.
S. IV. (1471–1484), vorher Francesco della Rovere, ein Fischerssohn aus einem Dorfe bei Savona, später Franziskanergeneral und Kardinal von San Pietri in Vincoli, suchte das Vordringen der Türken in Verbindung mit Venedig [* 2] und Neapel [* 3] durch Absendung einer Flotte zu verhindern, führte in Spanien [* 4] die Inquisition ein und befleckte seinen Namen durch Nepotismus, Simonie und Wucher. Dagegen erwarb er sich Verdienste um die Vatikanische Bibliothek sowie um die Ausschmückung der Stadt Rom, [* 5] erbaute die Sixtinische Kapelle, die Tiberbrücke und eine Wasserleitung. [* 6]
S. V. (1585–90), vorher Felix Peretti, geb. zu Grottamare in der Mark Ancona, [* 7] wurde 1534 Franziskaner, lehrte seit 1544 kanonisches Recht zu Rimini, seit 1546 zu Siena und wurde 1548 Priester und Regent der Klosterschule zu Siena. Seit 1551 in Rom, glänzte er als Kanzelredner sowie durch fromme Werke. Er wurde 1556 Vorsteher der Franziskanerschule, 1557 Generalinquisitor zu Venedig, 1560 in Rom Konsultor des Heiligen Offiziums (der Inquisition) und Professor an der Universität sowie Generalprokurator seines Ordens.
Pius V. bestätigte ihn als Generalvikar des Franziskanerordens und machte ihn zum Bischof von Sta. Agata de' Goti und zu seinem Beichtvater. In diesen Ämtern drang S. auf Abstellung der unter den Franziskanern eingerissenen Unordnungen und suchte auch die Sitten der Geistlichen seines Sprengels zu verbessern. Schon 1570 wurde er Kardinal und nannte sich nun Montalto. Unter Gregor XIII. sah er sich zu jahrelangem Stillleben in seiner Villa auf dem Esquilin gezwungen; als er dann 1585 nach dem Tode Gregors einstimmig zum Papst gewählt wurde, trat er mit unerwarteter Kraft [* 8] hervor.
Energisch stellte er die Ordnung im Kirchenstaat wieder her, vernichtete die Banditen und ordnete die Finanzen. Die nach ihm benannte Wasserleitung (Acqua Felice), der große Obelisk auf dem Platze vor der Peterskirche, die prächtige Kuppel der Peterskirche, das Spital an dem Tiber sind unter seiner Regierung entstanden. Für die Vatikanische Bibliothek richtete er ein prachtvolles Gebäude und eine eigene Druckerei für die Herausgabe der Kirchenschriftsteller ein, aus der seine Ausgabe der Werke des heil. Ambrosius und die von ihm besorgte, sehr fehlerhafte Ausgabe der Vulgata (s. d.) hervorgingen. Zu Fermo gründete er eine Universität, zu Rom das Kollegium des heil. Bonaventura für junge Franziskaner und zu Bologna das Kollegium Montalto. Die Kosten seiner Hofhaltung schränkte er ein und ¶