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Für Mark Cavendish ist die Tour de France nach seinem schweren Sturz im Sprintfinale der 4. Etappe definitiv vorbei. Derweil legt das Team von Peter Sagan gegen dessen Ausschluss Protest ein.
Aus und vorbei: Nach dem schweren Sturz aufgrund des Ellbogenstosses von Peter Sagan ist für Mark Cavendish die Tour de France zu Ende. Der frühere Weltmeister hat sich das Schulterblatt gebrochen, wie seine Equipe «Team Dimension Data» in der Nacht mitteilte.
Der 30-jährige Brite war zuvor dick bandagiert ins Spital nach Nancy gebracht worden, nachdem ihn sein Konkurrent Peter Sagan bei Tempo 60 einen Ellbogencheck verpasst und ihn in die Absperrgitter gedrängt hatte.
«Ich bin natürlich unheimlich enttäuscht», so Cavendish. «Ich sah mich in einer guten Position zu gewinnen. Nun die die Tour verlassen zu müssen, ein Rennen, um das ich meine ganze Karriere gebaut habe, ist wirklich traurig.» Den Rest des Wettbewerbs werde er nun vor dem Fernseher verfolgen. Eine Operation bleibt ihm vorerst erspart.
Derweil äussert sich auch Sagan zum Zwischenfall: Er hatte Cavendish im Zielsprint mit dem Ellbogen in die Absperrgitter gedrängt. Cavendish stürzte spektakulär. «Im Sprint habe ich Mark nicht gesehen. Er kam von rechts und ich wollte an das Hinterrad von Kristoff. Mark kam sehr schnell von hinten und hat mich berührt. Ich hatte keine Zeit zu reagieren und es kam zum Sturz», so Sagan zur Nachrichtenagentur AFP.
Die Rennjury der Tour sprach sich gut 90 Minuten nach dem Ende der Skandal-Etappe von Vittel für eine Disqualifikation gegen Sagan aus. «Der Entscheid erfolgte, weil er mehrere Fahrer gefährdet hat», sagte Jury-Präsident Philippe Marien mit ernster Miene. Das Team von Sagan hat angekündigt, gegen den Entscheid Rekurs einzulegen. Die Bora-Mannschaft sei mit der Disqualifikation nicht einverstanden und fordere die Wiederaufnahme in die Ergebnisliste. (amü/sda)