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Ein wichtiger Bestandteil der künstlerischen Praxis von Ramin Haerizadeh, Rokni Haerizadeh und Hesam Rahmanian ist der Einbezug von Werken Dritter, denen sie hohen Respekt zollen und/oder die sie schamlos aneignen und adaptierten. Nichts und niemand wird verschont, auch nicht die eigene, iranische Kultur. Befasst man sich jedoch eingehend mit ihren Arbeiten, ihrem Denken und ihren Interessen lernt man viel darüber, wie Filmemacher/innen, Cartoonist/innen und Künstler/innen wie Ardeshir Mohasses, Bahman Mohasses, Ali Hatami, Mahmoud Khan Saba oder Noureddin Zarrinkelk die persische Kultur mit westlichen Einflüssen und umgangssprachlichen Traditionen kombinierten.
In einer Kurzserie von Posts werden nun verschiedene Filmarbeiten vorgestellt, die in der Ausstellung Slice A Slanted Arc Into Dry Paper Sky integriert sind.
Im Eingangsbereich der Kunsthalle Zürich steht auf einer Bank am Fenster ein Fernseher, auf dem Filme des Künstlers, Grafikers und Fotografen Noureddin Zarrinkelk (*1937) zu sehen sind. Zarrinkelk wird als Vater des iranischen Trickfilms bezeichnet und gründete Irans erste Schule für Trickfilm.
Association of Ideas, 1973
35mm, s/w, Ton, 4 Min.
In diesem kurzen Animationsfilm verwandeln sich „Objekte“ und Charaktere der westlichen Kultur kontinuierlich. So hält beispielsweise die Freiheitsstatue mal einen Besen in der Hand, mal eine Aubergine und dann eine Pistole um im nächsten Moment Seil zu springen.
The mad mad mad world, 1975
35mm, s/w, Ton, 3 Min. 30 Sek.
Auf einer Landkarte verspeisen sich Länder und Inseln, ziehen aneinander, bellen sich an. Sobald das Landschaftsbild aber in Liebe ruht, liegt die Welt in Frieden.
Amir Hamza the lover and the dancing zebra, 1977
35mm, Farbe, Ton, 26 Min.
Der König Hamza fängt auf der Jagd ein Zebra. Es ist jedoch nicht ein normales Zebra, sondern eine vom Magier Vizir verzauberte Prinzessin. Eine Liebesgeschichte ganz im Stil der Qajar Dynastie.
Super Powers, 1982
35mm, s/w, sound, 12 Min.
Die eigentlich mathematischen Zeichen Plus (+) und Minus (-) werden in diesem Animationsfilm zu Supermächten, die sich gegenseitig bekämpfen, jagen, sich verschlingen, umschlingen und sich schlussendlich zerstören.
Dieser Film entstand während des ersten Golfkriegs und wurde 1987 mit dem iranischen Fajr-Award ausgezeichnet. Aufgrund des Krieges wurde der Film nicht an internationalen Festivals gezeigt.