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40'101 Briefe wurden bis Ende Jahr ausgezählt! Damit wurde das Ziel von 30'000 erfreulicherweise deutlich übertroffen. «Wir danken jedem und jeder Einzelnen, der sich mit seinen Briefen aktiv für Ma
Khin Khin Leh und die anderen Opfer von Menschenrechtsverletzungen
eingesetzt hat», sagt Rudi von Planta, Koordinator des Briefmarathons.
An mindestens 80 Orten und an mindestens 80 Schulen in der ganzen Schweiz wurden in der Woche vom 4. bis 10. Dezember Briefschreibe-Aktionen durchgeführt. Ausserdem haben sich zahlreiche Personen via Internet an der Schreibaktion beteiligt.
Schulen waren besonders aktiv
Besonders Anklang gefunden hat der Briefmarathon an den Schulen. Alleine in Fribourg wurden mehr als 1'000 Briefe von SchülerInnen und Schülern geschrieben und von der Universität Genf aus wurden mehr als 800 Briefe verschickt. Doch auch an verschiedenen Orten wie etwa in Wil (2'000) in Bern (2'000) in Lausanne (2'000) und in Zürich (1'000) oder im Berner Jura (3'000) haben sich sehr viele Personen am Briefmarathon beteiligt.
Treffen von Melanie Winiger und Jennifer Latheef in Zürich
In Zürich wurde der Briefmarathon zusätzlich von der Schauspielerin Melanie Winiger unterstützt, die sich am Stand am Paradeplatz aktiv an der Schreibaktion beteiligte. Melanie Winiger traf sich auf Einladung von Amnesty International auch mit der Journalistin Jennifer Latheef von den Malediven, die dank der Briefaktion am Marathon 2005 freigelassen wurde. Auch Melanie Winiger hatte sich im letzten Jahr mit einem Brief für Jennifer Latheef eingesetzt. «Für mich war das ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die Brief-Aktionen funktionieren», sagte sie.
Malediven - die Hölle im Paradies
Jennifer Latheef und Christophe Bintu aus der Demokratischen Republik Kongo, der ebenfalls dank dem Druck von AI aus dem Gefängnis entlassen wurde, traten an zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen und an Schulen auf, um über ihre Erfahrungen und die Situation in ihrem Land zu berichten. «Viele Menschen kennen die Malediven nur als Ferienparadies. Nur die wenigsten wissen, dass dort eine Diktatur an der Macht ist, die keine freie Meinungsäusserung zulässt und auch vor willkürlichen Inhaftierungen und Folter nicht zurückschreckt», sagte Jennifer Latheef, deren Auftritte in der Deutschschweiz auf grosses Interesse stiessen.
«Nun bleibt uns nur zu hoffen, dass unsere Briefe auch in diesem Jahr Wirkung erzielen und wir schon bald über die ersten Erfolge berichten können», sagt Rudi von Planta. Am Marathon 2005 trat in fünf von elf Fällen, für die sich AI von der Schweiz aus eingesetzt hatte, eine Verbesserung ein.