Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/101479

<h2>SubmittedText<h2><p>In Deutschland wird derzeit, vom Bund der Kriminalbeamten lanciert, das Konzept eines Internet-Notrufknopfes als Bestandteil des Browsers diskutiert, mit dem rechtswidrige Inhalte direkt an die Polizei gemeldet werden können. Das derzeitige Angebot von Kobik, ein Meldeformular, ist ein erster Schritt dazu.</p><p>- Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um der Zunahme rechtswidriger Inhalte im Internet Einhalt zu gebieten?</p><p>- Ist geplant, das Angebot von Kobik im Sinne des erwähnten Notrufknopfes auszubauen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Kobik ist bestrebt, sich laufend den neuen technischen Herausforderungen im Rahmen der Internetsicherheit und Missbrauchsverhinderung zu stellen. Grosser Wert wird auf den Einsatz und die Weiterentwicklung von effizienten und effektiven Monitoring-Tools gelegt. Darüber hinaus werden die spontan eingehenden und systematisch erfassten Meldungen und Hinweise privater User sorgfältig ausgewertet. Eine automatisierte Suche im Netz wird derzeit im Bereich Kinderpornografie und bei Verdachtsmomenten mit Schweizer Bezug durchgeführt.</p><p>Die Idee eines Zusatzprogramms (Tool, Widget), mit welchem die Meldung einer verdächtigen Seite noch schneller erfolgen kann, wurde bereits vor längerer Zeit geprüft, indessen aufgrund der mangelnden Eignung für verwaltungsexterne Benutzer nicht weiterverfolgt, zumal damit die Gefahr des massenhaften Eingangs von Meldungen ungenügender Qualität bestünde.</p><p>Ferner ist darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der Departementsziele 2010 vorgesehen ist, dem EJPD ein Konzept zur Bekämpfung der Internet- und Netzwerkkriminalität vorzulegen.</p>