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Pygeum africanum – Afrikanischer Baum als Heilpflanze für den Mann
Mit zunehmendem Lebensalter nimmt beim Mann oft auch der Umfang der Prostata zu. Diese benigne Prostatahyperplasie (BPH, gutartige Prostatavergrösserung) ist zwar harmlos, doch lästig. Die Rinde von Pygeum africanum (oder auch Prunus africana) liefert ein hilfreiches, rein pflanzliches Mittel zur Behandlung der Symptome. Alleine oder in Kombination mit Brennnessel-Wurzel-Extrakt sorgt es unter anderem dafür, dass Betroffene seltener zur Toilette müssen und dadurch ruhigere Nächte haben. Erfahren Sie hier mehr über die Therapie prostata-bedingter Symptome mit dem afrikanischen Baum Pygeum.
Natürliches Vorkommen von Pygeum africanum
Der Name von Pygeum africanum (afrikanischer Zwetschgenbaum oder afrikanischer Pflaumenbaum) zeigt schon die Herkunft des Baumes: Er stammt aus Afrika, genauer gesagt aus Süd- und Zentralafrika. Die Forscher Gustav Mann, Richard Francis Burton und Alfred Saker lieferten 1861 die erste botanische Beschreibung des Baumes während einer Forschungsreise in die Kamerunlinie, eine Gebirgskette in Zentralafrika. Sie wählten auch die Bezeichnung Pygeum. Seit 1965 gibt es zusätzlich auch den Namen Prunus africana für die Pflanze.
Der afrikanische Zwetschgenbaum ist in Afrika weit verbreitet. Man findet ihn gebirgigen Regionen in fast ganz Zentralafrika, dem südlichen Afrika und auf vielen afrikanischen Inseln wie Madagaskar.
Aussehen und Merkmale des afrikanischen Pflaumenbaumes
Alte Exemplare von Pygeum africanum werden bis zu 40 Meter hoch, haben einen grossen Stammdurchmesser und weite, ausladene Kronen. Die Rinde ist schwarz-braun und rissig, mit einem charakteristischen rechteckigen Muster. Der Baum trägt einfache, elliptische Blätter und zeigt von Oktober bis Mai unauffällige, grünlich weisse Blüten. Aus den Blüten bilden sich zweilappige Früchte von rund einem Zentimeter Durchmesser. Dian Fossey erwähnt in ihren Forschungsberichten, dass die Pygeumfrüchte von Berggorillas als Nahrung sehr geschätzt werden.
Eine Besonderheit der Pflanze sind ihre extrafloralen Nektarien. Diese Nektardrüsen liegen ausserhalb der Blüte und bilden einen zuckerhaltigen Saft. Dieser dient Insekten als Nahrung, die den Baum vor Frassfeinden schützen.
Inhaltsstoffe der Pflanze und ihre Wirkung
Für medizinische Präparate wird die Zwetschgenbaum-Rinde verwendet. Die Rinde enthält β-Sitosterin und verschiedene andere Phytosterole, die zur Linderung der Symptome einer gutartigen Prostatavergrösserung eingesetzt werden.
Da chemische Medikamente, die gegen die benigne Prostatahyperplasie eingesetzt werden, oft Nebenwirkungen haben, sind pflanzliche Mittel gute Alternativen. Bei leichten Beschwerden und beginnender Prostatavergrösserung werden neben Extrakten aus der Brennnesselwurzel und der Sägepalme auch Extrakte der Pygeum-Rinde verwendet. Immerhin sind mehr als drei Viertel aller Männer über 80 Jahren von einer vergrösserten Prostata betroffen. Da die Prostata die Harnröhre umschliesst, übt sie bei einer Vergrösserung Druck auf die Harnröhre aus. Dadurch kommt es zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen, einem schwachen, tröpfelnden Harnstrahl oder zum Zurückbleiben von Harn in der Harnblase. Ein nächtlicher Harndrang kann die Nachtruhe stören.
Die Symptome, körperliche Untersuchungen und möglicherweise auch die Bestimmung des PSA-Wertes ermöglichen dem Arzt die Diagnose BPH. PSA ist das prostata-spezifische Antigen. Mit zunehmendem Lebensalter steigt beim Mann häufig auch der PSA-Wert an. Es kann mit Prostatakrebs, aber auch mit der gutartigen Vergrösserung der Prostata in Zusammenhang stehen.
Anwendung von Pygeum africanum
In afrikanischen Ländern wird der Baum traditionell für verschiedene Anwendungsgebiete genutzt. Die Rinde soll Fieber und Malaria bekämpfen, wird zur Behandlung von Wunden verwendet und wird bisweilen auch gegen Bauchschmerzen und zur Appetitanregung eingesetzt. Diese Wirkungen sind jedoch nicht medizinisch belegt. Hierzulande ist ein standardisierter Extrakt aus der Rinde von Pygeum africanum zur symptomatischen Therapie der gutartigen Prostathyperplasie zugelassen.
Pygeum africanum bei gutartig vegrösserter Prostata
Extrakte aus Pygeum-africanum-Rinde werden bei einer leichten BPH eingesetzt. Traditionell wurden Extrakte der Rinde schon seit langem zur Behandlung des Mannes bei prostata-bedingten Problemen eingesetzt. Studien belegen heute die Wirksamkeit in der Therapie der Symptome einer BPH. Allerdings wird durch Pygeum nicht direkt die Prostata oder deren Grösse beeinflusst. Allerdings können die enthaltenen Phytosterole dafür sorgen, dass das Wasserlassen erleichtert wird. Die Blase kann besser entleert werden, was einem Harnverhalt (Zurückbleiben von Restharn in der Blase) vorbeugt. Der Harnstrahl wird stärker, der Harndrang seltener. In vielen Fällen werden dadurch auch die nächtlichen Toilettengänge seltener.
Das Präparat Prostatonin® enthält eine Kombination aus Brennnesselwurzel und der Rinde des afrikanischen Zwetschgenbaumes. Diese beiden Heilpflanzen ergänzen sich optimal in ihrer Wirkung und können auf sanfte Weise dafür sorgen, dass Prostatabeschwerden nachlassen.
Beachten Sie bitte: Auch pflanzliche Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen haben. Achten Sie deshalb auf die Packungsbeilage und wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihren Arzt oder Apotheker.