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Erneut ist Staatssekretärin Livia Leu nach Brüssel gereist, um mit der EU-Kommission über den Vorschlag des Bundesrates zur Lösung der institutionellen Fragen zu diskutieren. Für Brüssel blieben jedoch nach dem Treffen noch viele Fragen offen.
Zu diesem Zeitpunkt sei die EU-Kommission nicht in der Lage zu entscheiden, ob der Vorschlag des Bundesrates eine «akzeptable Basis» für Verhandlungen sei, schreibt die EU-Kommission in einer kurzen Mitteilung.
Das Ziel der EU sei, eine «systematische Lösung zu finden», die für alle Abkommen, die unter das institutionelle Rahmenabkommen gefallen wäre, auf die gleiche Art und Weise anwendbar sei. Dazu gehört laut Brüssel eine einheitliche Interpretation und Anwendung der Abkommen, eine dynamische Rechtsübernahme, gleiche Grundbedingungen, ein Streitschlichtungsmechanismus, bei dem der EU-Gerichtshof eine Rolle spielt, sowie ein «regelmässiger und fairer» Kohäsionsbeitrag.
Die Regelungen, auf welche sich die EU und die Schweiz einigten, müssten ausserdem für alle künftigen Abkommen gelten, schreibt Brüssel weiter. Ausserdem besteht die EU-Kommission auf die Guillotine-Klausel, welche die Abkommen des Bilateralen I Paketes zusammenhält. Diese Klausel besagt, dass wenn eines der Abkommen gekündigt wird, auch die übrigen Abkommen ausser Kraft gesetzt werden.
Ende Februar hatte der Bundesrat angekündigt, der EU ein neues Paket für die künftigen Beziehungen vorzuschlagen, das die ganze Palette der Beziehungen mit der EU abdecken soll.
Neben der Lösung der institutionellen Fragen- etwa die dynamische Rechtsübernahme oder die Streitbeilegung - strebt die Landesregierung unter anderem ein Stromabkommen, eine Regelung bei der Lebensmittelsicherheit sowie Assoziierungsabkommen in den Bereichen Forschung, Gesundheit und Bildung an. Einen Zeitrahmen dafür hatte sich der Bundesrat nicht gegeben. (aeg/sda)
Sabine Keller-Busse, Chefin der UBS Schweiz, sieht ihre Bank gut aufgestellt. Gefragt nach den Spekulationen um eine mögliche Übernahme der Credit Suisse (CS) durch die UBS, sagte sie in einem Interview mit der «SonntagsZeitung»: «Spekuliert wird immer viel.»