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- Die SFL hat am Freitag entschieden: In der höchsten Schweizer Liga wird ab kommender Saison im sogenannten «schottischen Modus» (33 plus 5 Runden) gespielt.
- Der Entscheid fällt mit 12 zu 8 Stimmen.
- Das Modell mit Playoffs wird damit nicht eingeführt.
Im Mai sprachen sich die Vereine der Swiss Football League mit grosser Mehrheit für die Einführung von Playoffs in der höchsten Liga aus. Knapp ein halbes Jahr später werden die Playoffs aber bereits wieder verworfen.
Die Vertreter der 20 Klubs der SFL sprachen sich an der Generalversammlung in Bern mit 12 zu 8 Stimmen für den Antrag des FC Zürich aus, die Meisterschaft der Super League ab der Saison 2023/24 nach schottischem Vorbild auszutragen. Am Tag der Abstimmung hielt der FC Basel, der sich zuvor zurückgehalten hatte, in einem Statement fest, dass auch er sich gegen den Playoff-Modus stemmt.
Fan-Widerstand zeigte Wirkung
Der Widerstand gegen Playoffs hatte sich vor allem in den letzten Wochen akzentuiert. Die Fans machten praktisch in allen Stadien Stimmung gegen Playoffs, weil diese unfair seien. Die Fangruppierungen sammelten fast 60'000 Unterschriften, selbst Profispieler (wie Breel Embolo) unterschrieben.
Nicht in Frage gestellt wurde am Freitag die Aufstockung der Super League von 10 auf 12 Teams. Diese war bereits an der GV im Mai beschlossen worden.
So funktioniert das «schottische Modell»
Das «schottische Modell» sieht zuerst eine Dreifachrunde (jedes Team spielt je 3 Partien gegen die anderen 11 Mannschaften) vor. Danach gibt es eine Einteilung der Top 6 in die «Championship Group» und der anderen 6 Equipen in die «Relegation Group». Innerhalb dieser Gruppen spielt jedes Team gegen jeden, also nochmals 5 Partien. In der «Championship Group» wird um die Meisterschaft und die Europacup-Plätze gespielt, in der «Relegation Group» gegen Abstieg und Barrage-Platz.
Dieser Modus stand schon vor zweieinhalb Jahren für die Super League zur Diskussion, wurde damals aber verworfen.
Mit dem Verzicht auf den Playoff-Final garantiert die Swiss Football League, dass auch in Zukunft das beste Team der Saison um einen Platz in der Champions League spielen wird. Mit einem Playoff-Final zwischen dem Ersten und dem Zweiten über maximal drei Spiele wäre das nicht gesichert gewesen.