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Afrika droht zur Brutstätte neuer Virusvarianten zu werden, die gemäss einer Studie in Science für die Menschen in Europa gefährlich werden könnten. Forscher in Kapstadt haben dazu fast 15’000 Genome analysiert.
Impfraten von weniger als 1 Prozent
Die Ergebnisse erlauben einen Einblick in die Ausbreitung des Coronavirus und seiner Varianten in Afrika. Einige sind bisher auf den Kontinent beschränkt geblieben. Andere mutieren weiter, werden infektiöser und breiten sich auf Nachbarländer aus.
Die Studie zeigt, dass Afrika ein fruchtbarer Boden für neue Varianten ist. Die meisten Länder dort haben eine Impfquote von weniger als 1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das begünstigt eine hohe Viruszirkulation und das Mutieren des Virus.
Afrikanische Varianten werden sich global ausbreiten
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich eine dieser Varianten global ausbreitet, speziell in Europa. Zwar wurden von dort die meisten Viren nach Afrika eingeschleppt. Umgekehrt liegt Europa vor Asien und Nordamerika an der Spitze, wenn es um die Virusexporte aus Afrika geht.
Die WHO warnt deshalb eindringlich davor, Impfungen für Auffrischungen in den reichen Ländern zu verschwenden. Ziel müsse sein, die Impfstoffe gerechter zu verteilen. Die Pandemie könne nur besiegt werden, wenn alle Menschen Zugang zur Impfung haben.