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Sie bilden beim Gehen eine Schleife nach oben und ruhen auch oft in dieser Stellung, oder indem sie sich nur mit den Afterfüßen
an einem Zweig festhalten und ihren dünnen, glatten Körper frei in die Luft erheben. Sie verpuppen sich
in einem lockern Gespinst über oder in der Erde, auch wie die Tagfalter oder ohne Gespinst in der Erde. Man kennt gegen 1800 Arten
aus allen Weltteilen, von denen viele bei massenhaftem Auftreten schädlich werden. Der große Frostspanner
(Blatträuber, Waldlindenspanner, HiberniadefoliariaL., s. Tafel »Schmetterlinge II«),
4-4,5 cm breit, auf den weißgelben Vorderflügeln
mit zwei sattbraunen Binden und rotgelben Flecken, zuweilen ganz rotgelb, auf den Hinterflügeln weißlich, schwärzlich bestäubt,
fliegt im Oktober und November, vorherrschend im mittlern und südöstlichen Deutschland.
[* 7] Das ungeflügelte, ockergelbe, schwarz
gefleckte Weibchen steigt am Stamm empor, wird hier befruchtet und legt 400 Eier
[* 8] einzeln oder in kleinen
Gruppen an Knospen
[* 9] von Obstbäumen, Buchen, Eichen, Birken, welche die lichtgelbe Raupe mit rotbraunem Rückenstreif und Kopf während
ihrer Entfaltung ausfrißt.
2-2,4 cm breit, auf den Vorderflügeln licht
graugelb, fein gewässert und mit dunklern Wellenlinien gezeichnet, auf den Hinterflügeln weißlichgelb mit schwarzen Randpünktchen,
fliegt im November und Dezember. Das graue Weibchen, das zum Fliegen
[* 10] untaugliche Stümpfe mit dunkler Querbinde
besitzt, legt seine Eier an die Knospen von Obstbäumen, Eichen, Buchen und andern Laubbäumen, auch an Rosen; die gelblichgrüne
Raupe, mit zwei weißen Rückenlinien und hellbraunem Kopf, erscheint im ersten Frühjahr, bespinnt die Knospen, welche sie
ausfrißt, und ist der gefährlichste Feind für unsre Obstbäume.
3,5 cm breit, mit schwarzbraunen Flügeln, die beim Männchen ein hellgelbes oder weißliches, beim Weibchen ein hoch
rotgelbes Mittelfeld besitzen, fliegt im Mai und Juni im Kiefernwald und legt seine Eier besonders im Stangenholz
an die Nadeln.
[* 11] Die gelblichgrüne Raupe, mit weißem Mittelstrich, dunkeln Seitenstreifen und gelben Streifen über den Füßen,
erscheint im Juli, frißt den Stumpf der
zur Hälfte abgebissennen Nadeln und verpuppt sich im Oktober unter Moos und
Streu am Fuß des Baums.