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Arthur Rimbaud war ein französischer Dichter, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte und arbeitete. Geboren wurde er am 20. Oktober 1854 in Charleville in den Ardennen und starb bereits im jungen Alter von 37 Jahren am 10. November 1891.
Rimbauds literarisches Werk ist eng mit der symbolistischen Bewegung und dem Modernismus verknüpft. Er begann schon in jungen Jahren zu schreiben und zeigte ein ausserordentliches Talent. Mit 16 Jahren hatte er bereits einen bedeutenden Teil seines späteren Gesamtwerks verfasst. Er war für seine rebellische Persönlichkeit und seinen Drang nach Freiheit bekannt, was sich auch in seiner Poesie widerspiegelte. Rimbaud vertrat eine Art poetische Revolution, die er in seinem berühmten Brief vom Seher (Lettre du Voyant) formulierte. Er sprach von der Notwendigkeit für den Dichter, ein Seher zu werden, der die Grenzen der Wahrnehmung und des Ausdrucks erweitert.
Eines seiner bekanntesten Werke ist das Prosagedicht «Eine Zeit in der Hölle» («Une Saison en Enfer»), in dem er seine inneren Kämpfe und seinen Ausbruch aus gesellschaftlichen Konventionen thematisiert. Ein weiteres zentrales Werk ist «Die Illuminationen» («Les Illuminations»), eine Sammlung von Prosagedichten voller lebendiger Bilder und komplexer Symbolik.
Rimbaud hatte eine intensive, wenn auch stürmische Beziehung zu einem anderen berühmten Dichter seiner Zeit, Paul Verlaine. Ihre Beziehung war geprägt von Leidenschaft und Konflikten, was in der Literaturgeschichte berühmt wurde, insbesondere nachdem Verlaine Rimbaud in einem Anfall von Wut und Eifersucht angeschossen hatte.
Was Absinth betrifft, so war dieser zu Rimbauds Zeiten ein sehr beliebtes Getränk unter Künstlern und Schriftstellern in Frankreich. Absinth war berüchtigt für seine berauschenden und angeblich halluzinogenen Effekte, was ihm den Beinamen “Die grüne Fee” einbrachte. Rimbaud war bekannt dafür, dass er Absinth trank, was zu der Zeit als Bohème-Lebensstil galt und was als eine Form der Rebellion und des Nonkonformismus gesehen wurde. Das Getränk wurde oft in Zusammenhang mit Rimbauds exzessivem Lebensstil und seiner Neigung zu Selbstzerstörung gebracht. Es fand Eingang in die europäische Kulturgeschichte als Symbol für die Dekadenz und den Untergang vieler Talente seiner Zeit.
Rimbauds Leben war kurz, aber intensiv, und sein Werk hatte einen nachhaltigen Einfluss auf die Poesie des 20. Jahrhunderts. Sein Stil, seine Themen und seine Lebensphilosophie wurden von späteren Generationen von Schriftstellern und Künstlern aufgegriffen und weiterentwickelt.
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