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Chiles Innenministerium hat den Ausnahmezustand für mehrere Provinzen im Norden des südamerikanischen Landes verhängt. Dies ging aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Regierung am Dienstag (Ortszeit) hervor. Mit der Massnahme sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um die Strassen besser zu schützen – eine der Forderungen der Lastwagenfahrer, die nach dem Tod eines Truckers mehrere Routen blockiert hatten.
Der Ausnahmezustand erlaube vor allem in den Grenzregionen, dass die Streitkräfte mit der Polizei in Sicherheitsfragen besser zusammenarbeiten, hatte Innenminister Rodrigo Delgado bei einem Besuch in Antofagasta am Samstag gesagt. Zudem sollten weitere Kontrollmassnahmen ergriffen werden, besonders auf der Strecke zwischen den Städten Iquique und Antofagasta, «wo Bayron leider gestorben ist, wo er ermordet wurde», wie Delgado sagte.
Der Trucker war nach Medienberichten nach einer Auseinandersetzung mit Migranten in der Stadt Mejillones, etwa 1400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago, ums Leben gekommen. Die Zahl der Einwanderer nach Chile vor allem aus dem Krisenstaat Venezuela war zuletzt gestiegen. Vor allem im Norden Chiles gab es in den vergangenen Monaten Demonstrationen gegen die illegale Einwanderung, zum Teil verbunden mit rassistischen Angriffen auf Migranten. (saw/sda/dpa)
Nach einem diplomatischen Tauziehen um die Teilnehmerliste eröffnet US-Präsident Joe Biden an diesem Mittwoch das IX. Gipfeltreffen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Los Angeles. Bis zum Freitag wollen die Vertreter aus 31 Staaten aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik nun über die drängenden Themen der Region wie Migration, wirtschaftlicher Aufbau nach der Corona-Pandemie, Gesundheitsversorgung, Lebensmittelsicherheit und Klimawandel beraten. Es ist der erste Amerika-Gipfel in den USA seit dem ersten Treffen in diesem Format 1994 in Miami.