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“Ist dies schon Wahnsinn,
so hat es doch Methode.”
(William Shakespeare)
Einerseits wollte ich den Mietvertrag für meine Wohnung auf Ende Juli auflösen. Andererseits war es mir nicht möglich, das von Gran Canaria aus mit einem eingeschriebenen Brief zu tun. Deshalb schickte ich der Verwaltung am 21. April eine Mail
mit dieser Beilage
Dazu ist zu sagen: Ich war sozäge der perfekte Mieter. Ich zahlte pünktlich, meckerte nie, machte nichts kaputt und lieferte den Nachbarn null Anlässe zu Klagen. Deshalb ging ich davon aus, dass die Verwaltung die Kündigung akzeptieren würde, auch wenn ich sie nicht zu hundert Prozent comme il faut eingereicht hatte.
Aber oha:
Auch ohne “Eingeschriebenen” hatte die Verwaltung also rechtzeitig erfahren, dass ich Ende Juli ausziehen möchte. Mehr brauchte sie nach meinem laienhaften juristischen Verständnis nicht zu wissen, um den Vertrag auf dann zu beenden. Der gesunde Menschenverstand würde dieser Einschätzung möglicherweise zustimmen.
Die Vermieterin meiner neuen Wohnung scheint ebenfalls an alten Zöpfen zu hängen. Ihr mailte ich den (blitzblanken) Auszug aus meinem Betreibungsregister. Daraufhin forderte sie – in einem Brief – das Originaldokument an. Gleichzeitig liess sie mich wissen, dass die Wohnung wieder ausgeschrieben würde, wenn das Original nicht exakt mit der elektronisch übermittelten Fassung übereinstimmen würde.
Ich wusste nicht, was sie mit “Original” meinte, und fragte halb ernsthaft zurück, ob ihr mit einem Ausdruck des bereits gemailten Auszugs gedient wäre.
Die Antwort überraschte mich nur mässig.