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- Das Rote Meer -
Wissenswertes | Südsinai | Nordägypten | Port Safaga bis El Quair | Südägypten
Wissenswertes – Hintergrund – Regionen – Tauchgebiete
Mit freundlicher Erlaubnis
Quelle: Text aus dem Buch “ Tauchatlas der Welt“ von Jack Jackson. Delius Klasing Verlag, D-Bielefeld www.delius-klasing.de
MAP 4: Nordägypten
MAP 5: Port Safaga bis Qusair
MAP 6: Südägypten
Beschreibung
al-Bahr al-ahmar - البحر الأحمر
ist ein langes, schmales Gewässer, das sich vom Golf von Sues im Nord-Nordwesten bis Bab el-Mandeba (Tor der Tränen) im Süden erstreckt. Am Südende trifft es über den Golf von Aden auf den Indischen Ozean.
Mit 438 000 km2 Fläche bildet es das Nordende eines Senkungsgrabens und ist nach wie vor Werden, denn die Afrikanische und Arabische Platte driften um gut einen Zentimeter pro Jahr auseinander.
Der Boden om Roten Meer besteht aus einem breiten, glatten Schelf und einem tiefen Achsengraben, der einen noch tieferen, etwa25 km breiten Graben aufweist.
Vulkantätigkeiten dort, wo der Meeresboden sich ausweitet, vereinzelte, mit geothermischer Sole gefüllte Senken im zentralen und nörlichen Roten Meer, Verdunstung aufgrund der hohen Temperaturen und geringe Niederschläge haben eins der wärmsten und salzhaltigsten Meere der Erde entstehen lassen.
Das führt auch zu einem weiter als üblich nach Norden reichenden üppign Korallenbewuchs mit mehreren hundert Korallen Arten und einem fast so reichen Fisch- und Evertebrata-Bestand wie am Grossen Barriereriff.
Bei einer west-östlichen Ausdehnung von stellenweise nur 160 bis maximal 350 km gibt es fast keine Gezeiten. Strömungen entstehen hauptsächlich durch Dichteunterschiede im Wasser. Der maximale Tidenhub bei Springtieden im Norden beträgt 0,9 m, im zentralen Roten Meer gibt es so gut wie keine Gezeitenbewegungen. Die Winde kommen viele Monate im Jahr aus Nordwest; im zentralen Roten Meer beeinflussen windbedingt, jahreszeitliche Änderungen und Verdunstung im Sommer den Wasserstand am nachhaltigsten.
Mit bis 3040 m ist es eines der tiefsten Meere der Erde. Zwischen Port Sudan und Dschidda sind in Solepools ein Salzgehalt von über 250 Teilen pro Tausend und Temperaturen von 60 ºC gemessen worden. Die Sole ist demnach beim Austritt vermutlich über 100 ºC heiss.
Das Land direkt am Roten Meer ist überwiegend gebirgig mit einem Sandstreifen, der Tihamah, am Ufer. Die Halbinsel Sinai trennt den Golf von Akaba und den Golf von Sues, der durch den Sueskanal mit dem Mittelmeer verbunden ist. Die Strasse von Tiran führt in den Golf von Akaba,die Strasse von Gubal in den Golf von Sues. In den tückischenGewässern beider herrscht reger Schiffsverkehr. Entsprechend zahlreich sind die Wracks. Der Golf von Akaba ist im Mittel 1700 m ief, der Golf von Sues nur 60 m: die Strasse von Gubals weist viele Inseln und auch Erdölfelderauf.
Ras Muhammad
Marine National Park
Thistelgorm
Shag Rock
SS Kingston
SS Ulysses
SS Rosalie Möller
Sha´b Abu Nuhas
Chrisoula K
Carnatic
Giannis D
Giftun(Gifatin) Inseln
Abu Ramada
Hurgada
Map 4
Nordägypten
Nordägypten
Was liegt im Südsinai
Im Ras Muhammad Marine National Park [7] und der Strasse von Gubal liegen einige Wracks. West-südwestlich der Thistlegorm [8] liegt bei Shag Rock [9] am Südende von Schaab Ali [10] ein gestrandetes Fischerboot, westlich die SS Kingston. Im Nordosten liegt in 27 m Tiefe ein Dornier-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg.
Gubal-Inseln
bei den beiden Gubal-Inseln und Schaab Gubal gegenüber der Strasse von Gubal liegen mindestens fünf Wracks. Bluff Point [12], die Nordostspitze von Gubal Saghira, hat einen Liegeplatz für Kreutzfahrtschiffe und Wrackreste in 12 m Tiefe, die auch nachts betaucht werden können. Nordöstlich von Schaab Gubal liegt in 28 m das Heck der SS Ulysses [11]. Westlich von Gubal Kebira im Tawila-Kanal ruht aufrecht auf dem Sand das Wrack der SS Rosalie Müller [13], der Bug in 39 m, das Ruder in 45 m. Wegen der starken Strömung, schlechten Sicht und Tiefen sollte sie nur bei gutem Wetter betaucht werden.
Schaab Abu Nuhas [14]
Nördlich der Shaker-Insel, dicht bei der Hauptschifffahrtsroute, lockt das tückische Riff Schaab Abu Nuhas mit den meisten Wracks des Roten Meeres an einem Riff. Es sind mindestens sieben Wracks, zum Teil heillos ineinander verkeilt, sodass sie kaum auseinander zu halten sind. Einige gehen wahrscheindlich auf Versicherungsbetrug zurück, weil die aufgeführte Ladung fehlt. An der Nordwestseite liegt die Giannis D nahe der Westecke, die Carnatic in der Mitte und an der Ostecke die Chrisoula K neben dem älteren Wrack der Olden. Die Carnatic weist im Gegensatz zu den anderen Wracks dieses Gebietes einen mehr als hundertjährigen Korallenbewuchs auf.
El Gouna und Hurgada
Hier sind die Riffe der Giftun(Gifatin) Inseln [15] und Abu Ramada [16]
Port Safaga bis Kosseir
Panorama Reef [1]
ist ein grosses rundes Riff, dessen Wände über 200 m abfallen.
Middle Reef [2]
das Nordende fällt auf 30 m und stürzt dann als Wand in die Tiefe.
Abu Gafan (Abu Kafan) [3]
das vielleicht beste Tauchgebiet vor Safaga. Das schmale, 300 m lange Riff mit über 100 m hohen Wänden und Plateaus am Nord- und Südende bietet grossartige Stein- und Weichkorallen, Meeresschildkröten und Rifffische.
Schab Schear [4]
östlich der Hyndman Reefs, südöstlich von Port Safaga, ist ein längliches Riff mit einer seichten Lagune im Süden und Korallengärten im Ost- und Westende.
Hyndman Reefs [5]
Direkt südlich des grössten Reefs liegt das Wrack der Salem Express. Die 115 m grosse Fähre lief 1991 auf ein Riff, sank schnell und riss viele Menschen in den Tod. Das Schiffsinnere ist versiegelt.
Beit Goha [6]
ist eines der vielen guten Küstentauchgebiete der Region mit schönem Korallengarten in 10 m Tiefe, der an der meerwärtigen Seite auf 30 m abfällt.
The Brothers (El Akhawein) [7] & [8]
52 km ost nordöstlich von Kosseir, sind zwei aus der Tiefe aufsteigende Inseln. Auf Big Brother [7], nur etwa 400 m lang, steht an der Südwestseite ein Leuchtturm, Little Brother [8] 1 km südöstlich ist aber noch viel kleiner. Die Inseln gehören zum Marin Park. Big Brother bietet an der Südseite grossartiges Wandtauchen; in der starken Strömung gedeihen herrliche Weichkorallen und sind grosse pelagische Fische zu sehen. An der Nordspitze liegen ausserdem zwei Wracks: die 173 m lange SS Numidia, die 1901 sank, ganz im Norden, das obere Ende in 9 m, das Heck in 80 m. Nur 100 m südlich liegt die 75 m lange SS Aida II, die 1957 sank. Die Wrack sind dank der starken Strömung mit herrlichen Weichkorallen überwachsen. Die Inseln locken u.a. Bogenstirn-Hammerhaie, Silberspitzenhaie und Weissspitzen-Hochseehaie an.
Map 6
Südägypten
7 Tage Touren ab Port Ghalib
Bei 10-14 Tage Touren ist es auch möglich/sinnvoll, ab Hurgada die Safari zu starten
Häfen: im Süden
- Port Ghalib
- Marsa Alam
- Hamata
Südägypten [6]
Elphinstone Reef [9]
(Schaab Abu Hamra)
ist ein gestrecktes Riff 9 km vor der Küste unterhalb von Marsa Abu Dabbab, wo es von Haien wimmelt. Auf dem Plateau in 20-25 m an der Südspitze trifft man auf Bogenstirn-Hammerheie und Weissspitzen-Hochseehaie. In der für Sporttaucher unzugänglichen Tiefe hat sich um ein rechteckiges Riffteil eine Legende gebildet – es soll ein Sarkophag sein, das Grabmahl eines Pharaos!
Daedalus Reef [10]
(Abu El Kizan)
das Riff steigt 160 km üd-südöstlich von The Brothers, 83 km vor Marsa Àlam aus der Tiefe auf. Das Riff mit Leuchtturm ist berühmt für seine Haie, besonders Fuchshaie. An der Nordseite findet sich die beste Auswahl der Region an pelagischen Fischen und mehr farbenprächtige Rifffische als bei The Brothers.
Schaab Scharm [11]
Vor el Scharm, 16 km nördlich von Gezirat Wadi Gimal, ist Schaab Scharm eines der vielen guten küstennahen Gebieten der Gegend. Am beliebtesten ist der hufeisenförmige, steil abfallendesubmarine Tafelberg am Südende, wo ein Hang sanft von 15 m auf 30 m abfällt und dann in die Tiefe stürzt. Es sind satrke Strömungen möglich.
Fury Shoal [12]
sind ausgedehnte Riffe 17 km nord-nordwestlich von Ras Banas. Das grösste Riff wird offt Dolphin Reef genannt. Meistens kann man dort überall gut unter Schwärmen von Rifffischen, einzelnen Weissspitzenhaien und riesigen Seeanemonen tauchen. Der äussere Riffrand ist bekannt für Delfine und grössere Haie. Bei Abu Galawa, einem Teil von Fury Shoal, liegt auf der Südseite des Riffs an dessen Westende das Wrack der Tienstin. Der Rumpf weist ppigen Bewuchs von Stein- und Weichkorallen auf, darunter auch einige grosse Porenkorallen.
Geziret Zabargad [14]
Die grössere Insel von Geziret Zabargad mit ihrem 234 m hohen Berg, 46 km südöstlich von Ras Banas, wurde früher Topazos genannt.Die Insel ist ein Schiffsfriedhof, auf dem das schweizerische Tauchkreuzfahrtschiff Neptuna, das 1981 sank, ein ubekannter russischer Frachter an der Westseite der südlichen Bucht und die Maidan, ein britischer Dampfer, der 1923 sank, liegen.
Saint John's Reef [15]
nördlich der sudanesischen Grenze, 26 km südwestlich von Rocky Islet, nimmt eine grosse Fläche mit Korallenblöcken ein, die getrennte Tauchgebiete bilden. Einige haben 8 m seichte Plateaus, andere fallen auf über 70 m ab, mit Stein-, Weich-, Horn- und Peitschenkorallen, Schwärmen von Barrakudas, Tun- und Fledermausfischen, Süsslippen, Schnapper, Stachelmakrelen und den allgegenwärtigen Haien.
Pelagische Fische:
Aus dem Englischen übersetzt–Pelagische Fische leben in der pelagischen Zone von Ozean- oder Seegewässern – weder in Bodennähe noch in Ufernähe – im Gegensatz zu Grundfischen, die am oder in der Nähe des Bodens leben, und Rifffischen, die mit Korallenriffen in Verbindung gebracht werden.
Quelle: Wikipedia (Englisch)