Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03099.jsonl.gz/2350

Nun ist es definitiv: Zu den Freiburger Ständeratsergänzungswahlen vom 26. September treten zwei Personen an. Isabelle Chassot von der Partei Die Mitte und der Sozialdemokrat Carl-Alex Ridoré wollen ins Stöckli einziehen.
Weil SP-Ständerat Christian Levrat Post-Chef wird, bestimmen die Freiburgerinnen und Freiburger am 26. September seine Nachfolge fürs Bundeshaus. Am Montagmittag ist die Eingabefrist abgelaufen. Und so ist es nun definitiv: Es kommt zum Duell zwischen Isabelle Chassot und Carl-Alex Ridoré. Sie treten als Einzige zu den Wahlen an.
Isabelle Chassot
Die Mitte hat bei den Ständeratswahlen 2019 ihren Sitz im Stöckli verloren. Diesen soll nun die 56-jährige Isabelle Chassot zurückerobern. Vor acht Jahren hatte sie ihr Amt als Freiburger Staatsrätin in der dritten Legislatur niedergelegt und die Leitung des Bundesamts für Kultur übernommen. Bis 1995 war Chassot als Anwältin tätig, dann wechselte sie in den öffentlichen Dienst, zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement, anschliessend als persönliche Mitarbeiterin von Arnold Koller und später von Ruth Metzler. Sie war seit neun Jahren Grossrätin, als sie 2001 in den Staatsrat gewählt wurde.
Carl-Alex Ridoré
Der 49-jährige Carl-Alex Ridoré ist Jurist und Mediator. Der Sozialdemokrat tritt an, um den SP-Sitz zu verteidigen. Nach dem Studium des europäischen Rechts an der Universität Freiburg hat er am Institut für Europa- und Völkerrecht gearbeitet, danach beim Bundesamt für Justiz und bei der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. Der Sozialdemokrat wurde 2001 ins Gemeindeparlament von Villars-sur-Glâne gewählt, 2006 in den Grossen Rat des Kantons Freiburg. 2007 war er Präsident des Generalrats von Villars-sur-Glâne und übernahm das Präsidium der SP Saaneland. Im selben Jahr verpasste er nur knapp den Einzug in den Nationalrat. Im Juni 2008 wurde er zum Oberamtmann des Freiburger Saanebezirks gewählt. Hinter seiner Kandidatur steht mit den Grünen und der Mitte links – CSP die vereinte Linke.
Der zweite Sitz ist in freisinniger Hand
Den zweiten Sitz im Stöckli besetzt derzeit Johanna Gapany. Die Freisinnige wurde 2019 ins Bundeshaus gewählt: Sie eroberte damals den Sitz des CVP-Politikers Beat Vonlanthen.