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Knaben an der Volksschule Thurgau im Abseits?
Von SVP-Kantonsräten Daniel Vetterli, Andreas Wirth und Urs Schrepfer
Bei mehreren Gelegenheiten wurde in den vergangenen Jahren gegenüber dem Amt für Volksschule die Vermutung geäussert, dass die Knaben an der Volksschule Thurgau benachteiligt seien. Auch in der Kommission, die den Bildungsbericht behandelte, wurde dieses Thema angesprochen.
Bereits im Jahr 2015 gestaltete sich die Situation bei einer Erhebung des AV folgendermassen:
Verteilung Typ E / Typ G
- Im Schuljahr 2014/15 wurden insgesamt 7771 Sekundarschülerinnen unterrichtet.
Verteilung in die Typklassen E und G insgesamt:
60.3% der Schülerinnen und Schüler den Typ E
39.7 % der Schülerinnen und Schüler den Typ G.
- Die Verteilung der Typen bezüglich der Geschlechter sieht folgendermassen aus:
Mädchen: 65.1 % Typ E 34.9 % Typ G
Knaben: 55.6 % Typ E 44.4 % Typ G
Die Zahlen aus heutiger Sicht sind mit Sicherheit nicht besser.
Noch deutlicher sind die Zahlen im Sonderschulbereich (siehe Geschäftsbericht 2017, Anhang 1, Seite 17). Der Knabenanteil der im Thurgau separativ beschulten Sonderschüler beträgt 72%, bei der integrativen Sonderschulung liegt er bei 68% Knaben.
Trotz Verständnis, dass die Lehrplaneinführung und neue Beurteilungsformen Zeit und Ressourcen beanspruchen, ist es aus Sicht der Interpellanten von höchster Dringlichkeit, dass dieses Thema mit Nachdruck angegangen wird. Es muss auch hinterfragt werden, ob die neuen Lern- und Beurteilungsformen nicht noch zu einer Verschärfung des Missverhältnisses beitragen