Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03649.jsonl.gz/845

"Der kleine Prinz" des französischen Autors Antoine de Saint-Exupery ist ein Klassiker im besten Sinne: Seit über 60 Jahren fasziniert das moderne Märchen über Freundschaft und Menschlichkeit junge wie alte Leserinnen und Leser und übt eine ungebrochene Anziehungskraft aus.
"Der kleine Prinz" wurde in nahezu alle Medien übertragen, aber "In der Comic-Interpretation ähnelt der Kleine Prinz den Zeichnungen im Original, wirkt aber (...) noch jünger und lebendiger."
Der Tagesspiegel
In Frankreich wurde der Band begeistert aufgenommen und 2008 im Rahmen des wichtigsten europäischen Comicfestivals in Angoulême als beste Graphic Novel für junge Leser ausgezeichnet.
Saint-Exupery, Jahrgang 1900, ist als Schriftsteller und Pilot bekannt geworden. Neben "Der kleine Prinz" begründen vor allem die Werke "Stadt in der Wüste" und "Brief an einen Ausgelieferten" seinen literarischen Ruhm.
Saint-Exupery wuchs in behüteten Verhältnissen auf. Nach einem Studium der Architektur leistete er seinen Militärdienst ab, wo er zum Piloten ausgebildet wurde. Nach seinem Austritt aus der Armee 1925 bekam er eine Anstellung bei der Air France. Von 1929 bis 1931 war er Direktor eine Fluglinie in Buenos Aires, von 1938 bis 1939 flog er für eine Frachtlinie nach Feuerland. Im selben Jahr kehrte er nach Paris zurück, wo er sein Buch "Wind, Sand und Sterne" beendete und veröffentlichte. Für dieses Werk erhielt er den Romanpreis der Academie Française.
Während des Zweiten Weltkriegs kämpfte er zunächst als Pilot für Frankreich, emigrierte dann in die USA und kehrte 1943 als Mitglied der Air Force zurück nach Europa. In dem Jahr schrieb er auch "Der kleine Prinz".
Antoine de Saint-Exupery starb am 31. Juli 1944 bei einem Flugzeugabsturz auf Korsika..
Joann Sfar, Jahrgang 1971, gilt als einer der Erneuerer des franko-belgischen Comics, der mit überkommenen Traditionen gebrochen hat. Gemeinsam mit Zeichnern wie Lewis Trondheim oder David B. begründete Sfar den unabhängigen Künstlerverlag L'Association, der in den Neunzigerjahren zur wichtigsten Adresse des innovativen französischsprachigen Comics avancierte. Als Sohn jüdischer Eltern spielt seine Religion immer wieder auch in Sfars Geschichten hinein. Sein im deutschsprachigen Raum wohl bekanntestes Werk "Die Katze des Rabbiners" beispielsweise ist klar vom sephardischen Erbe seiner Mutter beeinflusst. Gemeinsam mit Lewis Trondheim schuf der extrem produktive Sfar daneben u.a. die überbordende Fantasy-Parodie "Donjon".