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Voraussichtlich wird auch im laufenden Jahr das inländische Butterangebot zu klein sein, um die Nachfrage abzudecken. Diese bleibe nicht zuletzt wegen der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hoch, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft in einer Mitteilung.
Das BLW hat deshalb entschieden, auf den Antrag der Branchenorganisation Milch um Erhöhung des Teilzollkontingents «Butter und andere Fettstoffe aus der Milch» von 1500 Tonnen einzutreten.
Weil die Wertschöpfung in der Käseproduktion grösser sei als in der Produktion von Butter und Magermilchprodukten, sei zu erwarten, dass ein Grossteil der leicht steigenden Milchproduktion weiterhin zu Käse verarbeitet werde, heisst es weiter. Die Branche rechnet aufgrund ihrer Marktanalyse damit, dass die inländische Butter erst im Spätsommer 2021 zur Mangelware werden wird. Die Importfreigabe soll jedoch bereits wesentlich früher erfolgen, um dem Handel und den Verarbeitungsbetrieben die Umstellung auf Importbutter zu erleichtern.
Das Teilzollkontingent wird umgehend zur Versteigerung ausgeschrieben, damit ab Anfang März 2021 importiert werden kann.
Die Kommission der Branchenorganisation Milch, die sich mit den Butterimporten befasst, wird die Situation in zwei bis drei Monaten erneut analysieren. Gemäss BLW sind weitere Gesuche um Erhöhung des Teilzollkontingents Butter möglich, falls die Situation auf dem Milchmarkt weiterhin angespannt bleibe.