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Als Ideologie bezeichne ich eine Gesellschafts-Lehre, die sich in einer erkennbar interessegeleiteten Darstellung zeigt. I. Kant meinte, dass Menschen nur interessengeleitet sprechen können und sprach deshalb von einem notwendig falschen Bewusstsein. Er unterschied dabei "Dinge für uns" und "Dinge an sich". In diesem Sinne wäre jede Lehre Ideologie. K. Marx, der den Ausdruck Ideologie populär machte, unterscheidet ein allgemeines und je besondere Interessen, die in Klassengesellschaften begründet sind.

I. Kant - der seiner „Kritik der reinen Vernunft“ ein Bacon-Zitat über die Idolae (Trugbilder, Illusion) voranstellt - verwirft die Idee eines objektiven Weltbildes. Während F. Bacon in den Augen von I. Kant noch ein empirisch konstatierbares Ding an sich unterstellte, hat K. Marx die Beobachtung eines notwendig falschen Bewusstseins von I. Kant und G. Hegel pragmatisch durch den Bezug zur Gesellschaftsformation ersetzt. K. Marx bezeichnet als Ideologie, was die Gesellschaftsformation nicht reflektiert.
In der marxistischen Ideologie-Diskussion gibt es dazu zwei Interpretationen:
Im Radikalen Konstruktivismus gibt es - im Unterschied zu I. Kant - kein falsches Bewusstsein und mithin auch keine Ideologie.
siehe auch Weltanschauung
Das Kompositum „Weltanschauung“ findet sich zuerst in Immanuel Kants Kritik der Urteilskraft (Erster Theil, Zweites Buch, § 26) von 1790. Die Kritik der Urteilskraft ist Kants dritte Kritik und enthält seine philosophische Ästhetik. Der Begriff fällt – eher nebenbei – im Kapitel, welches die Grundlegung des ästhetischen Empfindens überhaupt leisten soll: die Analytik des Erhabenen. „Weltanschauung“ bedeutet also zunächst ganz allgemein die Fähigkeit, die Welt unter eine ästhetisch-rezeptive Anschauung zu bringen und sie als unendlich vielfältige Erscheinung in Begriffe zu fassen. In Kants Werk kommt diesem Begriff keine entscheidende systematische Bedeutung zu.