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Im Herbst, vor der alljährlichen Quellbegehung durch den Vorstand, misst die Betriebsleitung die Ergiebigkeit der Quellen im
Engel und in der Hanselen. Je nach der Lage und der Art der Fassung, reagieren die einzelnen Quellen verschieden auf das langfristige, aber auch auf das zur Zeit der Messung herrschende Wetter.
Im Engel sind längs des Reichenbachgrabens 6 Brunnstuben vorhanden. Die Brunnstuben I-V stammen aus den Jahren 1901 bis 1921, die Abendmattequelle VI wurde 1964 angeschlossen.
Die erste Quelle in der Hanselen, die sogenannte Scharnachtalquelle, wurde 1902 gefasst und zugeleitet. Später wurde mehrere Male nachgegraben (1908 und 1931). Die Blinzigenquelle, erworben 1905, liquidierte der Vorstand 1963 aus wirtschaftlichen Gründen. Drei Leitungen führen heute das Wasser der Quellen zu einer einzigen Brunnstube (erstellt 1974). Die Ergüsse können dort gemessen und wenn nötig abgeleitet werden.
Im Schacht Rosserli in Faltschen ist der Trübungsmesser installiert und im Schacht in der Moosweid wird das Wasser aus den Quellgebieten Engel und Hanselen vereinigt und ins Versorgungsgebiet weitergeleitet (Anmerkung: Diese beiden Schächte wurden im Zuge der zwischenzeitlich erfolgten Quellsanierung aufgehoben; Siehe nachfolgende Zeilen).
Die Wasserversorgung steht auch in Zukunft immer wieder vor neuen Aufgaben
Bereits künden sich neue Aufgaben an. Wie der Ausblick des Präsidenten am Schluss dieser Schrift ausführt, ist ein weiterer Ausbau geplant, so dass der Vorstand der WVG kaum Gelegenheit hat, sich mit dem bisher Erreichten zufrieden zu geben. Die Wasserversorgung muss ja der Entwicklung immer einen Schritt voraus sein.
Es soll hier noch erwähnt werden, dass die bei der Suche nach Grundwasser bereits einmal abgelehnte Augand nun in Zusammenarbeit mit der Wasserversorgung Wimmis ausgebaut werden soll, so dass doch noch Wasser von dort nach Spiez fliessen wird.
Ergänzung 2011 (Sekretär)
In den Jahren 2002 bis 2006 erfolgte eine umfassende Sanierung der Quellgebiete Engel und Hanselen. Im Zuge dieser Sanierung wurden sämtliche Quellfassungen erneuert. Gleichzeitig erstellte man im Rüttiwald einen Sammelschacht, in welchen die Schüttungen der Quellen 1 bis 3 einfliessen. Beim Transport zum zweiten Schacht am Rande des Rüttiwaldes werden auch die Schüttungen der Quellen 3 bis 6 gefasst. Von hier fliesst das Quellwasser durch eine Druckleitung zur Mehrzweckstation "Chalebrunne" ob Faltschen. In dieser Station wird als Nebenprodukt Elektrizität generiert (Druckreduktion). Hier erfolgt weiter eine Filterung und Entkeimung des Engel-Quellwassers, bevor es weiter zum Schacht Engelbürg fliesst. Dieser Schacht führt die Schüttungen der Engel- und Hanselenquellen zusammen. Die Entkeimung des Hanselenwassers erfolgt im Schacht Engelbürg. Von Hier quert das Quellwasser den Suldgraben und fliesst via die im Jahr 1901 erstellte Leitung ins Kleinreservoir Butzen.
Die Sanierung des Quellgebiets verursachte Kosten im Umfang von ca. 4,5 Millionen Schweizerfranken.