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Über das Bild
"Das Sternbild Ursa Major (Großer Bär) ist in unseren Breitengraden zirkumpolar, das heißt es geht nie unter und ist jede Nacht zu sehen. Die große Bärin dreht sich in vierundzwanzig Stunden einmal komplett um den nördlichen Himmelspol. Je nach Jahreszeit erwischen wir nachts die Bärin an einer anderen Stelle auf ihrer Wanderung - tagsüber ist sie natürlich im Glanz der Sonne nicht zu sehen. Derzeit steht das Sternbild zur besten Beobachtungszeit hoch am Himmel. Das ist eine gute Gelegenheit die Galaxien zu beobachten, die zu Ursa Major gehören oder an das Sternbild angrenzen. Eine ganz berühmte ist die Strudelgalaxie, die von Charles Messier mit der Nummer 51 in seinem Katalog nebelartiger Objekte aufgenommen wurde. Sie gehört eigentlich nicht mehr zu Ursa Major sondern zum benachbarten Sternbild Canes Venatici (Jagdhunde).
Das 28 Millionen Lichtjahre entfernte "nebelartige Objekt" ist gleich in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Wir erkennen mit einem Blick eine Spiralgalaxie in ihrer ganzen Schönheit, die mit einer kleineren Galaxie wechselwirkt. Wir werden also Augenzeuge einer Galaxienkollision. Da wir heutzutage wissen, dass es sich eigentlich um zwei Objekte handelt, gibt es für jedes Objekt eine eigene Bezeichnung. Der mit NGC abgekürzte Katalog der Himmelsobjekte führt die große Spiralgalaxie mit der Nummer 5194 und die kleine irreguläre Galaxie mit 5195.
Die 89.000 Lichtjahre durchmessende Galaxie NGC 5194 ist vom Typ Sc, also eine Galaxie mit kleinem Kern und weit geschwungenen Armen. Die nahe Begegnung mit der kleineren Galaxie hat in NGC 5194 Sternentstehungsprozesse ausgelöst. Die Gezeitenwirkung lässt Gas- und Staubwolken in den Spiralarmen kollabieren. Es entstehen heiße massereiche Sterne, die bläulich leuchten. Dagegen erscheint die zerrupfte irreguläre Galaxie NGC 5195 eher bräunlich-orange. Dunkle Staubbänder zeichnen sich vor ihr ab. Diese gehören zum Spiralarm der großen Galaxie. Das zeigt uns, dass der kleinere Begleiter NGC 5195 aus unserer Sicht hinter der Spirale steht und zwar vermutlich 500.000 Lichtjahre. Die letzte Begegnung der beiden Galaxien fand vor 400 Millionen Jahre statt.
Die massereichen Sterne sind Vorläufer von Supernovae und weil es davon so viele gibt, ist diese Galaxie ein beliebtes Beobachtungsziel der Supernova-Jäger unter den Astronomen, die in den Jahren 1994, 2005 und 2011 erfolgreich waren. In der kleineren Begleitgalaxie konnte 1945 eine Supernova beobachtet werden (SN 1945A)."
Lichtecho.Tutorialsspot - Stefan Taube
Aufnahme Details:
960x30" Nikon D5000; Iso 1600
2160x5" DMK 21.AU.618.AS
1200mm/200mm Skywatcher Newton
EQ6
Kein Autoguiding
Aufgenommen am: 13.05.2013