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Um die immensen Hochwasserrisiken zu reduzieren, will China in Zukunft integrale Hochwasserschutzkonzepte aus der Schweiz anwenden. EBP unterstützt chinesische Fachleute bei der Umsetzung dieser Konzepte in China.
Seit Jahrhunderten wird China von gewaltigen Überschwemmungen heimgesucht. Regelmässig sterben dabei Tausende Menschen, die Sachschäden sind immens. Im Rahmen der chinesisch-schweizerischen Zusammenarbeit wurde 2011 das Projekt „Flood Risk Management in Changjiang River Basin under Conditions of Climate Change“ lanciert.
Durch die rasante wirtschaftliche Entwicklung verschärft sich die Situation zusätzlich. Neue Stadtteile, Strassen und Eisenbahnen werden zum Teil in Überschwemmungsgebiete gebaut und erhöhen so das Schadenpotenzial massiv. China ist daher stark interessiert an innovativen Ansätzen im Hochwassermanagement.
Die chinesischen Partner wenden im Projektgebiet zusammen mit EBP Schweizer Methoden und Instrumente im Bereich des Hochwasser-Risikomanagements an. Das integrale Hochwasser-Risikomanagement soll in Zukunft dazu beitragen, die Risiken bewusst zu machen und finanzielle Mittel zur Hochwassersicherheit zielgerichtet einzusetzen.
Das Projektgebiet umfasst das untere Einzugsgebiet des Han Flusses, des grössten Zuflusses des Changjiang (Yangtze). Der Han Fluss mündet bei der Stadt Wuhan in den Changjiang. Der Changjiang ist mit einer Länge von 6‘380 Kilometern der längste Fluss Chinas. Er entspringt im Hochland des Tibets und mündet bei Shanghai ins chinesische Meer. Sein Einzugsgebiet ist 41-mal so gross wie die Schweiz und beheimatet rund 300 Millionen Menschen.
Im April 2012 wurden in Hangzhou anlässlich eines Schweiz-China-Ministerien-Treffens die nächsten Projektschritte festgelegt. Sie umfassen zum einen eine Pilotanwendung des IT-Tools RiskPlan im Projektgebiet. Dabei werden gemeinsam mit den Chinesischen Partnern die Hochwasserrisiken (erwartete Schäden pro Jahr) im Gebiet abgeschätzt und verschiedene Schutzmassnahmen auf ihre Kostenwirksamkeit hin bewertet. Zum anderen werden Strategien und Massnahmen bezüglich Anpassung an den Klimawandel im Wassersektor entwickelt (Hochwasserschutz, Wasserversorgung, Bewässerung, Trockenheit etc.).