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Die neue
Gemeinde nennt sich nach dem Kemmenbach. Gemessen an der Anzahl der
Gemeinden war das die grösste Fusion im Kanton Thurgau. Somit war klar, dass
das neue Wappen eine Neuschöpfung sein musste.
Die
Vorschläge eines bestens ausgewiesenen Heraldikers wurden nicht akzeptiert.
Dafür beauftragte der Gemeinderat einen Grafiker mit dem Entwerfen eines
neuen Wappens. Der Gemeindeversammlung wurden drei Varianten vorgelegt,
wovon nur eine heraldisch einwandfrei war: In Gelb ein blauer
Schräglinksfluss. In einem weiteren Vorschlag waren beidseits des Flusses je
vier Kreisflächen angeordnet, die sich unheraldisch den Windungen des
Flusses anpassten und die acht früheren Gemeinden repräsentierten, ähnlich
wie das Fusionswappen von Blenio (siehe Heft 18, Seite 94).
Mit 100 von
140 Stimmen wurde die Variante gewählt, die aus heraldischer Sicht
bestenfalls als befriedigend eingestuft werden muss. Gemäss den
Abstimmungsunterlagen ist die obere Wappenfläche in neun Streifen aufgeteilt
und soll symbolhaft an die aufgehende Sonne über dem Kemmental erinnern. Der
Kemmenbach hätte eine dominante Position und der grosse Gelbanteil sowie die
strahlenförmige Aufteilung verleihe dieser Variante eine aggressive, aber
eindrückliche Wirkung. Weiter wurde ausgeführt, dass die neun Strahlen auch
so interpretiert werden können, dass die ehemaligen neun Ortsgemeinden
symbolisiert würden. Darin eingeschlossen ist auch die Ortsgemeinde
Dippishausen-Oftershausen, welche sich bereits 1984 mit Siegershausen
zusammenschloss.
Heraldisch
fragwürdig ist die schmale weisse Bordierung des blauen Wellenbalkens auf
gelber Grundfarbe des Schildes. Diese wurde vermutlich gewählt, weil sonst
der Fluss mit den schwarzen "Strahlen" ebenfalls gegen die Farbregel
verstossen hätte.
Blasonierung:
Über gelbem Schildfuss von Schwarz und Gelb bis zur Nabelstelle zu neun
Plätzen geständert, überdeckt von erniedrigtem blauen Wellenbalken mit
weissen Saum.