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Vergrösserte Rachenmandeln verlegen vor allem beim Kind die Nasenatmung und verschlechtern die Hörfähigkeit. Durch die Adenotomie werden die Rachenmandeln in Narkose entfernt. Der Heilungsverlauf ist meist kurz und unkompliziert.
Die verkrümmte Nasenscheidewand führt zur Zunahme des nasalen Atemwiderstandes. Dadurch wird die Nasenatmung erschwert, Krustenbildung vermehrt und die Riechfunktion eingeschränkt. Die Septumplastik kann in Lokalanästhesie oder Narkose durchgeführt werden. Über einen nicht sichtbaren Schnitt werden die verkrümmten Anteile der Nasenscheidewand von innen korrigiert.
Die Nasenmuscheln befeuchten und erwärmen die durch die Nase eingeatmete Luft. Sind sie vergrössert blockieren sie die Nasenatmung übermässig und können durch eine Muschelkaustik in Lokalanästhesie verkleinert werden. Die Turbinoplastik sowie Conchotomie wird häufig zusammen mit der Septumplastik in Narkose durchgeführt.
Eine funktionell störende Fehlform der äusseren und inneren Nase wird durch die Septorhinoplastik korrigiert. Handelt es sich um rein funktionelle Störung wird die Krankenkasse die Kosten übernehmen, bei kosmetischen Anliegen ist sie dazu nicht verpflichtet.
Chronische Erkrankungen der Nasennebenhöhlen führen zu chronischen Kopfschmerzen, blockierter Nasenatmung, Geruchsverlust und gehäufter Sinusitis. Sie können meist mit medikamentösen Massnahmen verbessert werden. Bei ungenügendem Erfolg werden vor allem rezidivierende Infekte und Polypen der Nase operativ therapiert (Chronische Sinusutis, Polyposis nasi, Mucozele). Die Operation wird in der Regel in Narkose ambulant oder kurzstationär durchgeführt.
Blockierung der ableitenden Tränenwege führt zu chronischem Tränenträufeln und rezidivierenden Infekten des Tränensackes im Bereiche des Lidwinkels. Durch die DCR- Operation (Dacryocystorhinostomie) wird durch das Naseninnere eine kleine Öffnung in den Tränensack angelegt. Die Öffnung wird mit einem Silikonschläuchlein kurzfristig geschient. Der Eingriff erfolgt in Narkose in der Regel ambulant oder kurzstationär.
Seltene Schilddrüsenerkrankungen können zum Anschwellen der Augenmuskulatur führen. Die dadurch entstehende Druckerhöhung schädigt den Sehnerv bis zur Erblindung. Führen medikamentöse und radiotherapeutische Verfahren nicht zur Heilung wird in Narkose die knöcherne Begrenzung des Augentrichters abgetragen. Dadurch erniedrigt sich der Druck auf den Sehnnerv, Erblinden kann verhindert werden.