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Aire-
sur-l'Adour
(spr. ähr ßür laduhr), Hauptstadt des Kantons Aire (203,64 qkm, 12 Gemeinden, 10 174 E.) im Arrondissement St. Sever des franz. Depart. Landes, in der Gascogne, und Bischofssitz in 76 m Höhe am Abhänge eines Bergs links am Adour und an der Linie Morcenx-Tarbes der Franz. Südbahn, hat (1891) 2488, als Gemeinde 4551 E. In der Nähe die Überreste von zwei röm. Lagern. Die alte Stadt hieß früher Vicus Julii oder Civitas Aturum, später Adura, und war Residenz des westgot. Königs Alarich II. Nach seinem Tode fiel in die Hände der Franken; in den Kriegen der folgenden Jahrhunderte hatte die Stadt viel zu leiden, und am Ende des 12. Jahrh. war sie beinahe entvölkert. 1569, während des Religionskrieges, wurden die Kirchen von den Soldaten Montgommerys zerstört und die Häuser geplündert. Am lieferten die Engländer unter Lord Hill bei den Franzosen unter Soult ein Treffen.