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Der 22-jährige Tessiner kam in 45,03 s bis auf eine Hundertstelsekunde an seine persönliche Bestzeit heran und musste einzig dem überlegenen Briten Matthew Hudson-Smith (44,53) den Vortritt lassen.
Für Petrucciani ist es der bislang grösste Erfolg. Im Vorjahr holte er Gold an der U23-EM. Der zweite Schweizer Finalist Lionel Spitz wurde in der Zeit von 45,66 s Siebter.
Jason Joseph fehlen zwei Hundertstel
Kurz nach Petruccianis Silber-Lauf über 400 m schaffte es auch Jason Joseph um ein Haar auf das Podest. Der 23-jährige Basler wurde über die 110 m Hürden in der Zeit von 13,35 s Vierter, zwei Hundertstel hinter dem drittplatzierten Franzosen Just Kwaou-Mathey.
Finley Gaio, der zweite Schweizer im Final, schaffte es in 13,50 s auf Platz 5. Gold ging in 13,14 s nicht an den favorisierten französischen Weltmeister Pascal Martinot-Lagarde, sondern an Asier Martinez - um eine Tausendstelsekunde.
Platz 4 für Angelica Moser
Die Schweizer Stabhochspringerin Angelica Moser erreichte wie Joseph den 4. Platz, verpasste das Podest aber deutlich. Die 24-jährige Hallen-Europameisterin von 2021 blieb bei 4,65 m dreimal hängen und schied damit frühzeitig aus dem Kampf um die Medaillen aus. Diese machten die Griechin Aikaterini Stefanidi, die Slowenin Tina Sutej und die Finnin Wilma Murto unter sich aus - mit dem besten Ausgang für Murto, die ihre persönliche Bestleistung von 4,72 auf 4,85 m hochschraubte und einen EM-Rekord aufstellte.
Nach der missglückten Hauptprobe vor einer Woche am Diamond-League-Meeting in Monaco scheiterte Moser beinahe an ihrer Ausgangshöhe von 4,40 m. Nachdem sie diese im dritten Versuch gemeistert hatte, schaffte sie die 4,55 m im ersten Anlauf. Weiter nach oben ging es für die Athletin vom LC Zürich nicht mehr.
Im Siebenkampf der Frauen fand Annik Kälin gut in den Wettkampf. Die 22-jährige Bündnerin liegt nach vier Disziplinen im 5. Zwischenrang.