Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03616.jsonl.gz/79

Die von Donald Trump verhängten Strafzölle haben den kanadischen Flugzeughersteller Bombardier in die Knie gezwungen. Der Konzern verkauft sein Flagschiff - die C-Series-Sparte - an Airbus, welche vorerst 50.01 Prozent der Aktien übernimmt. Dies teilten die Unternehmen am Dienstag mit.
Die Nachricht dürfte auch die Swiss-Manager überraschen: Die Airline hat 30 Maschinen der C-Series bestellt und hat die CS100 2016 als erste Fluggesellschaft der Welt in Betrieb genommen.
Denn der Schritt ist wegen eines Handelsstreits in Nordamerika politisch delikat. Denn die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte Strafzölle auf Flugzeuge von Bombardier angeordnet.
Das US-Handelsministerium verhängte in den vergangenen Wochen Anti-Dumping-Zölle in Höhe von 300 Prozent auf bestimmte Bombardier-Jets. Zuvor hatte sich Bombardiers US-Rivale Boeing über angeblich staatlich subventionierte Schleuderpreise bei der Baureihe C-Series beschwert.
Die US-Regierung schlug sich in dem Streit auf die Seite des US-Konzerns. Es handelt sich bei den verhängten Strafzöllen bisher noch um vorläufige Entscheidungen.
Die Maschinen haben zwischen 100 und 150 Sitzplätze und sind damit kleiner als die meisten Airbus-Flugzeuge. Die Gespräche mit Bombardier hätten im August begonnen und damit vor den jüngsten US-Strafmassnahmen gegen Bombardier, sagte Airbus-Chef Tom Enders.
(sda/reu/dpa)