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“Es können zwei, drei oder auch vier gewesen sein”, sagte Verteidiger Till Wagler am Dienstag zu Prozessbeginn vor dem Landgericht in Coburg.
Die 45-Jährige ist wegen vierfachen Mords angeklagt. In einem Fall der toten Säuglinge geht die Anklage von einer Totgeburt aus, in drei Fällen liess sich wegen des Verwesungszustands der Leichen nicht mehr feststellen, ob die Kinder lebensfähig waren.
Die Frau räumte in der von dem Verteidiger verlesenen Erklärung die acht Geburten ein. Demnach brachte sie alle Kinder allein bei sich zu Hause im oberfränkischen Wallenfels zur Welt.
Nach der Geburt habe sie die Kinder dann jeweils in Handtücher gewickelt und erwürgt. Die toten Kinder habe sie dann in eine Tüte oder einen Behälter getan und in ihrer Wohnung versteckt.
Wagler sagte, seine Mandantin habe sich bei den Fällen jeweils in einem Ausnahmezustand befunden. Sie habe sich von ihrem wegen Beihilfe zu den Taten angeklagten Mann allein gelassen gefühlt.
Ab der dritten oder vierten Geburt sei ihr Leben im Jahr 2007 oder 2008 völlig aus den Fugen geraten. Danach habe sie sich in Alkohol und Isolation zurückgezogen.
Der im November bekannt gewordene Fall sorgte in Deutschland für Entsetzen. Eine Anwohnerin hatte zufällig eine Babyleiche im Wohnhaus der Hauptangeklagten entdeckt; bei der weiteren Durchsuchung wurden dann die insgesamt acht toten Säuglinge entdeckt.
Für den Prozess sind 24 Zeugen und drei Sachverständige geladen. Das Gericht setzte fünf Verhandlungstage an. Ein Urteil könnte bereits am Mittwoch kommender Woche fallen.
(SDA)