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Bereits Anfang Dezember sei der Prostatakrebs festgestellt worden, teilte die Klinik mit. Kurz vor Weihnachten habe sich Austin einem minimal-invasiven chirurgischen Eingriff unterzogen. Der Minister «erholte sich problemlos von der Operation und kehrte am nächsten Morgen nach Hause zurück», hiess es in einer Mitteilung des Militärkrankenhauses Walter Reed in Bethesda.
Am Neujahrstag sei der Verteidigungsminister dann wegen Komplikationen ins Krankenhaus eingeliefert worden, unter anderem mit Übelkeit sowie starken Bauch-, Hüft- und Beinschmerzen. Bei einer ersten Untersuchung sei eine Harnwegsinfektion festgestellt worden. Am 2. Januar sei er auf die Intensivstation verlegt worden. Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum sorgten der Klinik zufolge für Probleme.
Mittlerweile sei die Infektion abgeklungen. Austin mache Fortschritte und es sei «eine vollständige Genesung» zu erwarten, dies könne aber ein langer Prozess sein. «Während dieses Aufenthalts hat Minister Austin nie das Bewusstsein verloren und wurde nie einer Vollnarkose unterzogen», so das Krankenhaus.
Das Pentagon war wegen seiner Informationspolitik in die Kritik geraten. Es hatte nicht nur sehr verspätet über den Klinikaufenthalt informiert, sondern hielt sich auch mit Details zurück. Das Pentagon machte zunächst keine Angaben dazu, was für ein Eingriff Komplikationen ausgelöst hatte und welche Behandlung nötig war.
Es ist in den USA üblich, dass die Öffentlichkeit sehr genau über den Gesundheitszustand ihrer Top-Politiker informiert wird. Dass gerade der Verteidigungsminister angesichts der Lage im Nahen Osten mehrere Tage unbemerkt im Krankenhaus verbrachte, stiess auf grosses Unverständnis. Der Pentagon-Sprecher hatte auf Nachfrage eingeräumt, dass das Weisse Haus nicht über den ursprünglichen Eingriff informiert worden sei.