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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Kinderhilfswerk (UNICEF) haben die Staatschefs von 30 Ländern in Asien und Afrika aufgefordert, sich stärker für die Ausrottung der Kinderlähmung (Polio) bis Ende 2000 einzusetzen.Dieser Inhalt wurde am 06. Januar 2000 - 10:11 publiziert
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Kinderhilfswerk (UNICEF) haben die Staatschefs von 30 Ländern in Asien und Afrika aufgefordert, sich stärker für die Ausrottung der Kinderlähmung (Polio) bis Ende 2000 einzusetzen.
Der Erfolg der Anti-Polio-Kampagne hänge nun von den Anstrengungen in den 30 Ländern ab, erklärten WHO-Chefin Gro Harlem Brundtland und ihre UNICEF-Kollegin Carol Bellamy in einem Brief an die Staatschefs. Die politischen Führer in den von der Krankheit betroffenen Ländern müssten sich für zusätzliche Impfkampagnen sowie zusätzliche Gelder einsetzen, erklärten Brundtland und Bellamy.
Die UNO hat sich zum Ziel gesetzt, die Kinderlähmung bis Ende 2000 auszurotten. Dazu muss die Zahl der Impfungen gegen Kinderlähmung in diesem Jahr verdoppelt werden. Nach WHO-Angaben werden insgesamt 1,5 Milliarden Impfdosen benötigt.
Die WHO erachtet vor allem Massenimpfungen in Indien, Afghanistan, Angola, Somalia, Sudan, Bangladesch, Äthiopien, Nigeria, Pakistan und der Demokratischen Republik Kongo für notwendig. Indien steht mit 70 Prozent aller Polio-Fälle weltweit an der Spitze.
Die Kinderlähmung tritt insbesondere bei Kleinkindern unter drei Jahren auf. 1998 registrierte die WHO weltweit rund 5'000 Erkrankungen. Die tatsächliche Zahl der Polio-Fälle dürfte aber mehr als fünf Mal so hoch sein. Die Krankheit ist in fünf bis zehn Prozent aller Fälle tödlich.
Die WHO-Kampagne zur Ausrottung des Polio-Virus läuft bereits seit 1988.
SRI und Agenturen
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