Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03291.jsonl.gz/1343

Bundesrat Wahlen und die Anbauschlacht (Filmvortrag)
Versorgungssicherheit im Zweiten Weltkrieg – und heute? Der emeritierte Wirtschaftsprofessor Ernst Wüthrich beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Andenken an den «Vater der Anbauschlacht» im Zweiten Weltkrieg, den späteren Bundesrat Friedrich Traugott Wahlen.
F. T. Wahlen wurde 1899 geboren. Seine Geburtsgemeinde war die gleiche wie von Prof. Wüthrich, und Wüthrichs Vater war ein Nachbarskind des späteren Bundesrats. Diese Bilder und andere Gegenstände wurden anlässlich einer Gedenkfeier 1999 ausgestellt. Nach der Feier kam die Idee auf, eine dauerhafte Gedenkstube für Wahlen einzurichten, was erst viel später gelang. So ist Prof. Wüthrich eines Tages auf die Idee gekommen, einen Film zu machen. Darin geht es nicht nur um die Anbauschlacht, sondern vor allem um die Persönlichkeit des legendären Bundesrates, der nicht nur in der Landesregierung sass, sondern auch in der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen eine wichtige Rolle spielte.
Wahlens Plan zur Ausweitung der Ackerfläche war sehr erfolgreich. Die Produktion von Kartoffeln verdoppelte sich. Der Selbstversorgungsgrad stieg von 52 auf 73 Prozent. Wüthrich ortet heute Parallelen zur damaligen Situation. Es herrsche heute wieder eine gewisse Kriegsangst. Und auch heute gebe es wieder Mangelsituationen, wenn auch nicht so ausgeprägt wie damals. Die gestörten Lieferketten, Boykotte, Nahrung als Waffe und Erpressung und Verteilkämpfe zwischen den Ländern erinnern an die Zeit des Films.
Eine Veranstaltung des Historischen Vereins des Kantons Solothurn