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Viele Unternehmen und Arbeitgeber haben erkannt, dass ein hundefreundlicher Arbeitsplatz die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht, die Arbeitsmoral steigert und eine positive, motivierende und leistungssteigernde Wirkung hat. Während besonderen Situationen wie der Pandemie wird den Menschen bewusst, wie wichtig ihre Haustiere in ihrem Leben für ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden sind. Dies sollte nicht nur im Privatleben, sondern auch am Arbeitsplatz von Vorteil sein. Die Einbindung von Hunden am Arbeitsplatz kann dazu beitragen, der dramatischen Zunahme von psychischen Erkrankungen und Burnout im Arbeitsleben entgegenzuwirken.
Die Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter
Mehrere Studien und Untersuchungen haben gezeigt, dass Hunde soziale Unterstützung bieten, in der Lage sind, Stress zu reduzieren, die kognitiven Fähigkeiten und die soziale Interaktion zu steigern und Depressionen und Angstzuständen bei Menschen entgegenzuwirken. Davon können nicht nur Hundehalter profitieren, sondern auch Nicht-Hundehalter, die ihr Arbeitsumfeld mit den Vierbeinern ihrer Kollegen teilen, und letztendlich auch die Unternehmen. Der Grund liegt auf der Hand: arbeitsbedingter Stress kann die Konzentration und Arbeitsmotivation verringern, ein angespanntes Arbeitsumfeld schaffen, die Arbeitsleistung der Mitarbeiter schmälern und zu Burnout und erhöhten Fehlzeiten / Krankheitsausfällen führen. Im Gegensatz dazu kann die Anwesenheit eines Hundes im Büro erhebliche Vorteile für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter mit sich bringen, was zu einer Steigerung der Produktivität und der Effizienz vieler Unternehmen beitragen könnte.
Eine Studie belegt die positiven Effekte
Ein Forscherteam verglich drei Gruppen von Mitarbeitern. Eine Gruppe brachte ihre Hunde mit zur Arbeit, die zweite liess ihre Vierbeiner zu Hause, die dritte hatte keine Hunde. Die Studie konzentrierte sich auf die folgenden Faktoren: Stress, Arbeitszufriedenheit, organisatorisches Engagement und soziale Unterstützung. Die Ergebnisse zeigten, dass die Anwesenheit von Hunden im Büro einen bedeutenden Unterschied machte. Für die Gruppe, die ihre Hunde dabeihatte, gab es eine signifikante Reduzierung des Stresses während des Arbeitstages im Vergleich zu den anderen Gruppen. Die Anwesenheit der Hunde sorgte auch für mehr positive Interaktion (hundebezogene Gespräche), die es ohne sie nicht gegeben hätte, und damit für eine entspanntere Arbeitsumgebung. Einige Nicht-Hundehalter gingen sogar mit den Tieren ihrer Kollegen spazieren. Wie die Hundehalter wurden auch sie daran erinnert, von Zeit zu Zeit eine Pause einzulegen, innezuhalten und an die frische Luft zu gehen, um dem Stress eine mentale Pause entgegenzusetzen.
Mehr haustierfreundliche Arbeitsplätze werden benötigt
Viele Unternehmen, ob gross oder klein, haben diesen Schritt bereits vollzogen und erlauben Hunde am Arbeitsplatz. Auch in vielen unserer VIER PFOTEN-Büros sind Hunde willkommen und die Vorteile liegen klar auf der Hand, nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Tiere selbst. Natürlich ist es wichtig, einige Regeln aufzustellen, um sicherzustellen, dass jeder, der seinen Hund mitbringt weiss, worauf er zu achten hat und dass die Arbeit der Mitarbeiter nicht gestört wird. Werden diese Regeln gewissenhaft eingehalten, kann jeder die Vorteile geniessen, einen Hund am Arbeitsplatz zu haben.
Arbeitgeber und Unternehmen, die noch nicht darüber nachgedacht haben, ihren Mitarbeitern zu erlauben, ihre Hunde mit zur Arbeit zu bringen, werden ermutigt, dies zu tun und alle Vorzüge zu erleben, die die Anwesenheit von Hunden mit sich bringt.
Tipps und Tricks für ein harmonisches Zusammenleben am Arbeitsplatz
Der «Kollege Hund» sorgt unter den richtigen Voraussetzungen für ein angenehmes Arbeitsklima, was inzwischen auch zahlreiche Studien belegen. Doch nicht nur der Mensch geniesst die Vorzüge, seinen Hund mit an den Arbeitsplatz nehmen zu können. Auch der Hund profitiert davon: Im Gegensatz zu den Artgenossen, die stundenlang allein in den heimischen vier Wänden ausharren müssen, bis die Besitzer wieder zurück kommen, müssen Bürohunde diese Trennung erst gar nicht erfahren. Auf die Psyche des Tieres wirkt sich dies äusserst positiv aus.
Grundsätzlich sind Arbeitgeber nicht verpflichtet, Hunde am Arbeitsplatz zu erlauben. Wer seinen Hund mitnehmen möchte, sollte also vorher die Erlaubnis des Arbeitsgebers – am besten schriftlich – einholen. Weiter ist es ratsam, sich bereits im Vorfeld mit den Kollegen abzusprechen, um Konflikte zu vermeiden.
Mehrere Hunde im Büro
Sind zwei oder mehrere Tiere am Arbeitsplatz, empfiehlt es sich, sie vorher an einem neutralen Ort miteinander bekannt zu machen. Dadurch kann Konflikten wie zu wenig Platz oder Territoritalität vorgebeugt werden.
Vertragen sich die Hunde nicht, müssen die Halter dafür sorgen, dass sich die Tiere möglichst nicht begegnen. Raumtrennung oder abwechselnde «Schichten» – falls nur ein Büroraum vorhanden ist – wären hier Lösungsansätze.
Hundefreundliche Büroumgebung
Es ist sinnvoll, die Umgebung des Hundes am Arbeitsplatz so zu gestalten, dass die grundsätzlichen Bedürfnisse des Hundes erfüllt werden: Der Hund sollte seinen eigenen Platz bekommen (dies kann ein Korb oder eine Decke sein), der möglichst nicht an einer lauten oder stark frequentierten Stelle liegt.
Auch frisches Wasser sollte bereit gestellt werden, ebenso muss regelmässiges Gassigehen eingeplant werden. Mit besonders bewegungsfreudigen und agilen Hunden sollte bereits vor «Dienstbeginn» eine ausgiebige Runde stattfinden. Ansonsten besteht das Risiko, dass sich die Tiere während der Arbeitszeit austoben und die menschlichen Kollegen von der Arbeit ablenken.
- Vorab überprüfen: «Passt» mein Hund wirklich in ein Büro? Kann er sich auch eine Weile unauffällig und ruhig verhalten oder bellt er oft?
- Nur gesunde Hunde sollten ins Büro mitgenommen werden.
- Klare Absprachen erleichtern ein gutes Miteinander: «Lässt sich der Hund von jedem streicheln?» oder «Jetzt sollte der Hund auf keinen Fall gestört werden».
- Vor Arbeitsbeginn braucht der Hund einen ausgiebigen Spaziergang sowie auch zwischendurch feste Gassigehzeiten. Zudem sollten Fütterungszeiten eingehalten und das unkontrollierte Verteilen von Leckerlis vermieden werden – das gilt vor allem auch für Kollegen. Der Wassernapf sollte immer bereit stehen.
- Ein Hund im Büro braucht einen festen Platz, auf den er sich zurückziehen kann. Ideal sind Körbchen, Hundedecke oder spezielle Hundeboxen.
- Kleine Spielpausen bringen für den Hund sowie für die Besitzer Abwechslung ins Büro. Konzentration und Arbeitsleistung dürfen aber nicht unter dem tierischen Kollegen leiden!
- Auch im Büro müssen Hundedecke, Napf & Co. stets sauber sein!
- Es gibt immer wieder Termine, zu denen der Hund nicht mitkommen kann. Für solche Fälle vorab schon nach Lösungen suchen.
- Fühlt sich der Hund grundsätzlich wohl im Büro? Oder steht er z.B. aufgrund der vielen Leute unter Dauerstress und kann nicht abschalten? Dann sollte eine andere Lösung gesucht werden – das Wohl des Tieres geht IMMER vor!
Unser Ratgeber hier auch als Video:
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Quellenverweis
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