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Pille absetzen - der erste Schritt der Familienplanung
Viele Paare hegen irgendwann den Wunsch nach einem eigenen Baby. Den ersten Schritt der Familienplanung stellt der Verzicht auf Verhütung beim Geschlechtsverkehr dar. Je nach Verhütungsmethode kann dieser Verzicht keine bis weitreichende Konsequenzen auf den Hormonhaushalt der Frau haben.
Pille abgesetzt - und nun?
Die meisten Paare verhüten heutzutage klassisch mit der Pille. Setzen Sie die Pille ab, muss sich Ihr Zyklus unter Umständen erst langsam wieder einpendeln. Bei etwa 90 Prozent der Frauen kommt es zu einem um zwei Wochen verspäteten Eisprung und sechs Wochen nach dem Absetzen der Pille zur ersten Monatsblutung. Es kann auch sein, dass Ihr Zyklus erst einige Tage länger dauert und erst wieder nach ein paar Monaten eine Regelmässigkeit erkennen lässt. Bleibt Ihre Regelblutung die nächsten drei Monate aus, sollten Sie die Zyklusunregelmässigkeit mit Ihrem Frauenarzt abklären. Innerhalb des Zyklus gibt es nur wenige Tage, an denen Sie schwanger werden können. Bei einem 28-Tage-Zyklus liegt der fruchtbarste Zeitpunkt um den Eisprung herum, der nach etwa der Hälfte des abgelaufenen Zyklus stattfindet. Möchten Sie Ihrem Kinderwunsch etwas auf die Sprünge helfen, dann sollten Sie unbedingt die Basaltemperatur messen oder den Zervixschleim analysieren, um festzustellen, wann Ihre fruchtbaren Tage sind. Täglicher Geschlechtsverkehr reduziert die Spermienqualität und ist daher für eine erfolgreiche Zeugung eher hinderlich. Sparen Sie sich Ihren Liebeshunger besser für die fruchtbare Zeit auf und machen Sie es sich in dieser Zeit gerne auch häufiger mit Ihrem Partner im Bett gemütlich, so erhöhen Sie die Chancen, Ihre Partnerschaft durch die gewünschte Schwangerschaft zu bereichern.
Endometriose - Diagnose und Behandlung
Etwa zehn Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter leiden an Endometriose. Bei dieser Krankheit siedeln sich sogenannte Endometriumzellen (Gebärmutterschleimhautzellen) ausserhalb der Gebärmutter an. Häufig finden sich die Zellen im Bereich der Eierstöcke und am Becken, es kann aber beispielsweise auch sein, dass sich diese Zellen in anderen Organen wie in der Lunge, dem Darm oder der Blase ablagern. Am Zyklusende bluten diese Zellen ab und begünstigen das Verkleben befallener Organe sowie die Zystenbildung an den Eierstöcken. Die genauen Ursachen der Krankheit sind noch unklar. Die Symptome sind von Frau zu Frau unterschiedlich und reichen von Schmerzen während der Menstruation und des Geschlechtsverkehrs über Schmerzen beim Wasserlassen bis hin zu chronischen Schmerzen, die im Laufe der Krankheit immer heftiger werden. Die Krankheit verhindert im schlimmsten Fall die Schwangerschaft ganz, indem die Eireifung oder der Eisprung unterbunden wird oder die Verklebungen und Verwachsungen eine Befruchtung behindern. Lassen Sie sich bei einer Erkrankung an Endometriose unbedingt von einem Arzt behandeln. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und müssen jeweils auf den Einzelfall abgestimmt werden. Mithin wird zwischen einer hormonellen Therapie, bei der die Herde ausgetrocknet werden und einer operativen Entfernung der Endometriose, entschieden.
Sollten Sie und Ihr Partner tief in sich den Wunsch nach einem Baby haben, sollten Sie keine Zeit vergeuden und die Familienplanung sofort in die Wege leiten. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können Sie frohen Mutes in die Zukunft sehen und sich hoffentlich schon bald auf Ihr eigenes Baby freuen