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In Israel wird am Donnerstag der Jom haScho’a begangen – ein Gedenktag für die Opfer der Shoa einerseits und den jüdischen Widerstand und das Heldentum der jüdischen Untergrundkämpfer andererseits.
Im Zentrum steht dabei die jährliche Gedenkveranstaltung in Yad Vashem in Jerusalem. In diesem Jahr steht sie unter dem Thema „Schmerz und Befreiung und Rückkehr zum Leben: 70 Jahre nach Kriegsende“.
Das Datum des Jom haScho’a wurde unter David Ben Gurion und Jitzchak Ben Tzwi am 21. April 1951 von der Knesset festgesetzt. Zu seiner Gestaltung wurden zunächst keine Regelungen getroffen. Als sich zeigte, dass der Gedenktag im öffentlichen Leben kaum berücksichtigt wurde, entstanden Initiativen zu einer gesetzlichen Regelung. In der Folge wurde das Gesetz zum Gedenktag an Shoa und Heldentum im April 1959 von der Knesset verabschiedet und zwei Jahre später noch einmal novelliert, wodurch der Tag seitdem den Charakter eines ernsten Feiertags hat.
Zur Eröffnungszeremonie am Vorabend des Jom haScho’a werden üblicherweise sechs Fackeln entzündet, die symbolisch für die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust stehen. Der Morgen beginnt mit Gedenkveranstaltungen in Yad Vashem. Im gesamten Land heulen um 10 Uhr für zwei Minuten die Sirenen. Der öffentliche Nahverkehr und normalerweise auch alle anderen Fahrzeuge halten an, die meisten Passanten bleiben schweigend stehen. Zu Füssen der sechs Fackeln in Yad Vashem werden Kränze von Vertretern verschiedener Institutionen und Gruppen Überlebender niedergelegt.