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Die 62-jährige Patientin leidet seit über 20 Jahren an einer erosiven seropositiven rheumatoiden Arthritis. Nach längerer klinischer Remission unter Therapie traten vor einigen Wochen violette schmerzhafte Hautveränderungen auf, schliesslich kam es zu Gangränen an mehreren Zehen (Bild des linken Fusses). Eine rheumatoide Vaskulitis wurde diagnostiziert.
Welche Aussage ist falsch?
Auflösung
Die richtige Antwort lautet D: Eine Augenbeteiligung ist bei rheumatoider Vaskulitis häufig, meist in Form einer nekrotisierenden Skleritis oder einer ulzerativen Keratitis.
Ein tiefes C3 ist typisch bei rheumatoider Vaskulitis, während bei rheumatoider Arthritis ohne Vaskulitis das C3 normal oder gar erhöht ist.
Die rheumatoide Vaskulitis tritt fast nur bei langjähriger erosiver und seropositiver RA auf, wobei die Arthritis zum Zeitpunkt des Auftretens einer Vaskulitis meist nicht oder wenig aktiv ist.
Nebst Haut (meist untere Extremitäten oder Finger), Augen und peripheren Nerven können auch Perikard und Niere befallen werden.
Therapeutisch werden meist Rituximab oder Cyclophosphamid eingesetzt.