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|Schweizer Gold für die Welt||
16.12.2019 10:18:00

Schweizer Goldimporte sinken, während die Exporte zunehmen
• Das Vereinigte Königreich ist der grösste Abnehmer
• Importe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten
Schweizer Goldimporte gehen zurück
Die Eidgenössische Zollverwaltung der Schweiz gibt einen Einblick in die jüngsten Handelswege von Gold. Aussenhandelsdaten zeigen, das Gold kommt aus dem Osten wieder zurück in den Westen, nachdem im vergangenen Jahr signifikante Mengen Gold nach China exportiert wurden.
Die Bilanz der Goldimporte und -exporte hat jedoch ergeben, dass immer weniger Gold in die Schweiz gelangt. Im Oktober 2019 sind die Goldimporte der Schweiz im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr um 12 Prozent zurückgegangen, so wurden 192,346 Tonnen Gold mit einem netto Gesamtwert von 5,29 Milliarden Schweizer Franken importiert.
Der Weg des Goldes: die Im- und Exporte der Schweiz
Das Vereinigte Königreich bezog im Oktober mit 48,05 Tonnen die grösste Menge Gold aus der Schweiz. Frankreich und Indien waren der zweit- und drittgrösste Abnehmer der Schweizer Goldexporte, Frankreich bezog 25,35 Tonnen Gold, während Indien 10,22 Tonnen Gold aus der Schweiz importierte.
Währenddessen importierte die Schweiz laut der Eidgenössischen Zollverwaltung 40,38 Tonnen Gold aus Argentinien und 17,12 Tonnen aus Chile, wobei es sich hier um Gold mit niedrigem Feingehalt gehandelt habe. Die Arabischen Emirate waren im Oktober mit 13,12 Tonnen der drittgrösste Goldlieferant der Schweiz. Seit Juni 2019 gemessen, stellen die Vereinigten Arabischen Emirate den grössten Goldlieferanten der Schweiz dar, so wurden in diesem Zeitraum bereits 110 Tonnen Gold, der Grossteil aus dem Hauptumschlagplatz in Dubai, in die Schweiz geliefert.
Erstmals seit Juni belieferte das Vereinigte Königreich die Schweiz mit einer zweistelligen Tonnage Gold, mit einer Menge von 10,5 Tonnen. Wobei der Goldstrom zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich hauptsächlich in Richtung London fliesst.
Signifikante Goldexporte nach London
Allgemein ist zu erkennen, dass die Schweizer Goldexporte im Vergleich zum Vorjahr signifikant gestiegen sind. So exportierte die Schweiz im Oktober 2019 111,77 Tonnen Gold im Wert von 5,33 Milliarden Schweizer Franken. Das entspricht einem Zuwachs von 72,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in welchem sich die Exporte auf 30,74 Tonnen Gold beliefen.
Vergleicht man die Exportsummen mit dem Vormonat September, ergibt sich ebenfalls eine Erhöhung, diese fällt mit plus 1,2 Prozent jedoch deutlich geringer aus.
Im Zeitraum seit Juni exportierte die Schweiz bereits 332 Tonnen Gold in das Vereinigte Königreich, wobei die gelieferte Menge von 48,05 Tonnen im Oktober eine Reduktion um 35 Prozent im Vergleich zum Vormonat darstellt, dementsprechend importierte das Vereinigte Königreich im September noch 73,92 Tonnen Gold aus der Schweiz. Diese Summen lassen sich dadurch erklären, dass in London ein grosser Anteil des globalen ETF-Goldes gelagert wird, welches zur Deckung der ETFs im Edelmetallsektor gelagert wird.
Ein weiterer Faktor bei den hohen Exportsummen spielen die Schweizer Goldraffinerien, denn diese verwerten und bereiten über 50 Prozent des weltweit nachgefragten Goldes auf.
Henry Ely / Redaktion finanzen.ch
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