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Parteien A-Z der Schweiz: Die Schweizer Parteien fühlen sich dem Föderalismus verpflichtet. Was bedeutet, dass die Schweiz in drei Ebenen gegliedert ist:
1. Nationale Ebene.
2. Kantonale Ebene.
3. Gemeinde-Ebene.
3 Ebenen: Auf jedem dieser drei Ebenen werden eigene Parlamente gewählt. Entsprechend gibt es für jede dieser drei Ebenen politische Parteien, welche zusammen die Parteienlandschaft der Schweiz prägen.
Nationale Parteien: Die grossen und national verankerten Parteien sind in der Regel auf allen diesen drei Ebenen vertreten. Die grösseren Parteien zeigen sowohl durch kommunale wie auch kantonale Sektionen Präsenz.
Kleine Parteien: Wohingegen die kleineren Parteien ihre politischen Aktivitäten überwiegend auf die kantonale Ebene und insbesondere auf die Gemeindeebene ihres jeweiligen Kantons bzw. ihrer Gemeinde beschränken.
Die Vereinigte Bundesversammlung (nationales Parlament der Schweiz) basiert auf zwei Kammern. Im Gegensatz zu den kantonalen und kommunalen Parlamenten, welche aus einer Kammer bestehen. Der Nationalrat ist die grosse Kammer, der Ständerat die kleine Kammer.
Inhalt:
Bundesratsparteien: Die relevantesten Parteien in der Schweiz von nationaler Bedeutung sind auch jene Parteien mit dem grössten Einfluss in der Politik: die vier Bundesratsparteien.
Bundesratsparteien sind in der Regel die Parteien mit dem höchsten Wähleranteilen und mit minimal einem Vertreter im Schweizer Bundesrat, der Landesregierung der Schweiz. In den Jahren von 1959 bis ins Jahr 2008 waren dies die folgenden Parteien Schweiz:
Seither ist neu ebenfalls eine Bundesratspartei:
Regierungsparteien vs. Opposition: Weil in der Schweiz keine übliche parlamentarische Opposition existiert, ist die Betitelung der obengenannten Parteien als Regierungsparteien nicht ganz richtig.
Politische Federführung: In der Geschichte der Schweizer Parteien präsentiert sich die Parteienlandschaft auf nationaler Ebene und damit auch die Landesregierung grob aufgeteilt als überwiegend bürgerlich bzw. liberal-konservativ und als links-grünes Lager.
Bürgerliche Mehrheit: Seit der Einführung der Proporzwahl im Jahre 1919 hat sich dieses Verhältnis und Aufteilung in obengenannte politische Lager nicht gross verändert. Mehr oder weniger entfielen in der Landesregierung seit jeher etwa zwei Drittel auf die bürgerlichen Parteien und ein Drittel auf die linken und grünen Parteien. Dennoch waren innerhalb dieser Lager jeweils grössere Veränderungen fest zu stellen. Beispielsweise bei den rechten und bürgerlichen Parteien durch den hohen Wählerzuwachs der Schweizerischen Volkspartei (SVP) oder aber im links-grünen Lager durch das Wachstum der Grünen Partei. Die bürgerliche Mitte ging seit dem Ende der 90er Jahre eher geschwächt hervor, zugunsten der Linken und der Schweizerischen Volkspartei.
Mutterpartei vs. Sektionen: Je nach Kanton unterscheiden sich auch die verschiedenen Parteiensysteme. Die kantonalen Sektionen der Parteien besitzen oftmals unterschiedliche Ausrichtungen und Parteiprofile als die eigene Mutterpartei.
Katholische Kantone: Beispielsweise ist die Linke in den katholischen Kantonen der Deutschschweiz praktisch inexistent und wird vor allem von den bürgerlichen Parteien der Schweiz wie der FDP und der CVP dominiert.
Reformierte Kantone: Wohingegen die Christlichdemokratische Partei in den reformierten Kantonen der Schweiz eher zur Kleinpartei zählt denn zu einer Grosspartei. In reformierten Kantonen dominieren die SP, die SVP und die FDP die politische Agenda.
Parteienflexibilität: Ein weiteres Beispiel für die unterschiedlichen Ausrichtungen und Profile innerhalb einer Partei: Die CVP agiert und politisiert in ihren katholischen Hochburgen konsequent konservativ, ganz anders verhält sich die CVP jedoch im Kanton Zürich, wo sie eher liberal ausgerichtet ist. Oder aber die SVP, welche in den Kantonen Bern und Graubünden teilweise liberal-konservativ politisiert, dafür in den restlichen Kantonen der Schweiz ihrem rechtspopulistischen und rechtskonservativen Parteiprofil alle Ehre macht.
Autor: Wojtek Bernet
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(Last updated: 23.07.2015, 23:48 Uhr)