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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich MV.2012.00001 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Gerichtsschreiberin Fischer Urteil vom 6. August 2013 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Martin Künzle Besser & Gontersweiler, Rechtsanwälte, Haus zum Steinberg Neumarkt 6, Postfach, 8021 Zürich 1 gegen Suva, Abteilung Militärversicherung Laupenstrasse 11, Postfach 8715, 3001 Bern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1985 geborene X.___ hatte seit dem 15. März 2010 d ie Rekrutenschule besucht, als er sich am 28. April 2010 wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen und weiterer Beschwerden beim Truppenarzt meldete (Urk. 8/7, Urk. 8/8 S. 2, Urk. 8/21, Urk. 8/S 1-S3 ). Nachdem er a m 30. April 2010 infolge Dienstuntaug lichkeit aus psychischen Gründen aus dem Militärdienst entlassen worden war (Urk. 8/S1-S3), ging er wieder vollzeitlich seiner angestammten Tätigkeit nach (Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6). Am 1. Oktober 2010 begab er sich – unter anderem wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen - in ärztliche Behandlung; nach ent sprechenden Abklärungen diagnostizierten die behandelnden Ärzte eine An satztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts und verordneten Physio therapie (Urk. 8/2, Urk. 8/4, Urk. 8/15.3 ). Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung (Urk. 8/8) teilte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Abteilung Militärversicherung (Militärversicherung), dem Versicherten mit Schreiben vom 2. Februar 2011 (Urk. 8/9) mit, dass die während der Rekru tenschule gemeldeten Schulterbeschwerden mit medizinisch-praktischer Sicher heit sechs Monate nach der Entlassung aus dem Militärdienst wieder abgeheilt gewesen und die im November 2010 behandelten Schulterschmerzen weder als Spätfolge noch als Rückfall der versicherten Gesundheitsstörung zu interpretieren seien. Während sie die Kosten der Abklärungen im Zusammenhang mit der frag lichen Symptomatik übernehmen werde, bestehe für weitere Behandlungen be ziehungsweise Massnahmen keine Haftung. Nachdem der Versicherte hiegegen opponiert hatte (Urk. 8/11), lehnte die Militärversicherung ihre Leistungspflicht für die Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid Schultergelenk rechts mit Vorbescheid vom 15. März 2011 (Urk. 8/14) beziehungsweise mit Verfügung vo m 8. April 2011 (Urk. 8/15.2) ab. D aran hielt sie – auf vom Versicherten gegen letztgenannten Entscheid erhobene Einsprache (Urk. 8/15) hin - am 10. Januar 2012 fest (Urk. 2). 2. Gegen diesen Einspracheentscheid (Urk. 2) liess X.___ am 10. Februar 2012 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2): „Es sei der Einspracheentscheid der SUVA, Abteilung Militärversicherung, vom 10. Januar 2012 (Referenz 82.940.258/524 PR2) respektive die Ver fügung vom 8. April 2011 (Referenz 82.940.258/524 TEU) aufzuheben und festzustellen, dass die Militärversicherung für die Beschwerden des Beschwerdeführers im Schultergelenk rechts leistungspflichtig ist; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % MWSt zu Lasten des Staates.“ Die Militärversicherung schloss am 7. März 2012 auf Abweisung der Be schwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 7). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Militärversicherung ( MVG ) er streckt sich die Haftung der Militärversicherung auf jede Gesundheitsschädi gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder sonst wie festgestellt wird. Die Militärversicherung haftet nicht, wenn sie den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschädigung sicher vordienstlich ist oder sicher nicht während des Dienstes verursacht werden konnte (Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG), und wenn sie zusätzlich den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschä digung sicher während des Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem Ablauf beschleunigt worden ist (Art. 5 Abs. 2 lit. b MVG). Wird der nach Absatz 2 Buchstabe a geforderte Beweis erbracht, dagegen nicht derjenige nach Absatz 2 Buchstabe b, so haftet die Militärversicherung für die Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung (Art. 5 Abs. 3 MVG). Wird die Gesundheitsschädigung erst nach Schluss des Dienstes durch einen Arzt, Zahnarzt oder Chiropraktor festgestellt und bei der Militärversicherung angemeldet, so haftet die Militärversicherung nur, wenn die Gesundheitsschä digung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit während des Dienstes verursacht worden ist. Die Militärversicherung haftet auch insoweit, als eine vordienstliche Gesundheitsschädigung wahrscheinlich durch Einwirkungen während des Dienstes verschlimmert worden ist oder wenn es sich mit überwiegender Wahr scheinlichkeit um Spätfolgen oder Rückfälle einer versicherten Gesundheits schädigung handelt (Art. 6 MVG). 1.2 Die eine Haftung begründende Verschlimmerung kann auslösender Natur sein, indem sie eine latente Gesundheitsschädigung in eine klinisch manifeste Form überführt, oder sie kann eine klinisch manifeste Gesundheitsschädigung un günstig beeinflussen. Im zweiten Fall kann die vorbestandene Gesundheitsschä digung stationär oder labil (allenfalls auch progredient) gewesen sein. Die Ver schlimmerung selbst kann vorübergehend oder dauernd sein; sie kann auch richtunggebend sein. Ist die Verschlimmerung dauernd (oder richtunggebend), haftet die Militärversicherung auf unbestimmte Zeit, ist sie lediglich vorüberge hend, kann die Haftung befristet werden. Voraussetzung für eine zeitliche Be grenzung der Haftung ist, dass die Verschlimmerung mit Sicherheit behoben ist (vgl. Jürg Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung, Bern 2000, N 40 und N 41 zu Art. 5 MVG mit Hinweisen). Die Verschlimmerung gilt als behoben, wenn der "Status quo ante" (Gesundheitszustand, in welchem sich der Versicherte vor dem Dienst befunden hat) oder der "Status quo sine" (Gesundheitszustand, in welchem sich der Versicherte befinden würde, wenn er den Einwirkungen während des Dienstes nicht ausgesetzt gewesen wäre) er reicht ist ( Maeschi, a.a.O., N 41 zu Art. 5 MVG mit Hinweisen). 1.3 Die Haftung gemäss Art. 4 und 5 MVG einerseits sowie Art. 6 MVG anderseits unterscheidet sich darin, dass im ersten Fall der adäquate Kausalzusammen hang zwischen den Einwirkungen während des Dienstes und der Gesundheits schädigung vermutet wird und nur durch den gegenteiligen Sicherheitsbeweis ausgeschlossen werden kann, während im zweiten Fall das Vorliegen adäquat kausaler Folgen von Einwirkungen während des Dienstes erstellt sein muss (BGE 111 V 372 E. 1b, 105 V 229 E. 3a mit Hinweisen). 1.4 Rückfälle und Spätfolgen versicherter Gesundheitsschäden stellen insofern ei nen Sonderfall dar, als sie kraft ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift der Be weisregel von Art. 6 MVG unterliegen. Die Haftung für Rückfälle und Spätfol gen greift Platz, wenn trotz Identität der Gesundheitsschädigung ein neuer Versicherungsfall anzunehmen ist. Ein neuer Versicherungsfall liegt vor, wenn die nachdienstlich gemeldete Gesundheitsschädigung nicht zum Symptomkreis der versicherten Gesundheitsschädigung gehört (das Krankheitsgeschehen me dizinisch somit keine Einheit bildet). Bei gleicher Gesundheitsschädigung wird praxisgemäss ein neuer Versicherungsfall angenommen, wenn ein längeres be schwerdefreies Intervall vorliegt, welches auf eine Abheilung der ursprüngli chen Gesundheitsschädigung schliessen lässt, und keine Brückensymptome vorhanden sind, die auf ein kontinuierliches Fortbestehen des als versichert an erkannten Leidens schliessen lassen (zu den Anforderungen an Brückensymp tome insbesondere bei Rückenleiden vgl. Debrunner / Ramseier, Die Begutach tung von Rückenschäden in der schweizerischen sozialen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 64 f.). Liegt kein neuer Versicherungsfall vor, gilt bei Identität der Gesundheitsschädigung weiterhin die bisherige Haftung nach Art. 5 oder Art. 6 MVG. Werden Spätfolgen oder Rückfälle geltend gemacht, ist daher vorab zu prüfen, ob ein neuer Versicherungsfall gegeben ist ( Maeschi, a.a.O., N 43 zu Vorbemerkungen zu Art. 5 - 7 MVG, N 12 und N 23 zu Art. 6 MVG, S. 78, S. 94 und S. 97, je mit Hinweisen). Nach dem Wortlaut des Gesetzes besteht bei Rückfällen und Spätfolgen auch insofern eine Besonderheit, als sich die vorausgesetzte Kausalität auf den Zu sammenhang mit der versicherten ursprünglichen Gesundheitsschädigung be zieht. Schon im Hinblick darauf, dass für Spätfolgen und Rückfälle auch nach dienstliche zivile Einwirkungen ursächlich sein können, kann die Identität der gemeldeten Spätfolge oder des Rückfalls mit der ursprünglichen Gesundheits schädigung für sich allein jedoch nicht haftungsbegründend sein. Vielmehr be darf es darüber hinaus eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs der Spätfolgen oder des Rückfalls mit Einwirkungen während des Dienstes ( Mae schi, a.a.O., N 24 zu Art. 6 MVG, S. 97 f.). 2. 2.1 Die Militärversicherung begründete die Leistungsverweigerung – unter Hinweis auf die Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 27. Januar 2011 (Urk. 8/8), vom 23. Februar 2011 (Urk. 8/13) und vom 1. Dezember 2011 (Urk. 8/21) - damit, d ass die während des Dienstes aufgetretene Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts spätestens Ende September 2010 wieder behoben gewesen sei. Angesichts der Tatsache, dass nachdienstlich keine erheblichen Brückensymptome bestanden hätten, stellten die im November 2010 gemeldeten Schulterschmerzen keine Spätfolgen beziehungsweise kein en Rückfall der in der Rekrutenschule aufgetretenen Ge sundheitsschädigung dar (Urk. 2 S. 3, Urk. 7 S. 2 f. ). Aufgrund der bereits er folgten fundierten Untersuchungen erübrigten sich weitere medizinische Ab klärungen (Urk. 2 S. 4). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die – erst mals - während der Rekrutenschule aufgetretenen Schulterbeschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Schiessen mit dem Sturmgewehr (Rückschlag) sowie das Tragen schweren Gepäcks zurückzuführen. Nach dem Austritt aus der Rekrutenschule am 30. April 2010 hätten sich die Schmerzen gar noch verschlimmert. Zwar hätten sich die konstant vorhandenen Brücken symptome nicht einschränkend auf seine Bürotätigkeit ausgewirkt ; es sei ihm aber seit der Entlassung aus dem Militärdienst schmerzbedingt nie mehr mög lich gewesen, Golf zu spielen. Seit dem 1. Oktober 2010 stehe er aufgrund der Schulters chmerzen ununterbrochen in ärztlicher Behandlung. Die Leistungsver weigerung sei daher zu Unrecht erfolgt (Urk. 1 S. 3 ff.). 3. 3.1 Der am 28. April 2010 wegen eines Fusspilzes und rechtsseitiger Schulterbe sch werden konsultierte Truppenarzt hielt in Bezug auf die rechte Schulter fest, es bestehe eine Druckdolenz im Bereich der langen Bizepssehne und des Mus culus s ubscapularis ; die Funktion sei beidseits erhalten. Dem Beschwerdeführer sei Physiotherapie verordnet worden (Urk. 8/S3 S. 2). 3.2 Nachdem er den Beschwerdeführer am 9. und 24. November 2011 untersucht hatte, diagnostizierte Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirur gie, in seinem Schreiben vom 30. November 2010 (Urk. 8/2) an den Hausarz t med. pract. A.___ eine Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts. Die Beschwerden seien – ohne eigentliches Trauma – vor mehreren Monaten anlässlich des Militärdienstes aufgetret en und persistierten seither. S i e störten den Beschwerdeführer bei der Arbeit und – insbesondere – beim Golf Spielen. Die MRI-Untersuchung (vgl. Urk. 8/4) habe ein vollkommen intaktes Gelenk und eine intakte Rotatorenmanschette gezeigt. D emnach seien die Beschwerden auf die Ansatztendinose des kurzen Bizeps zurück zuführen, die bekannt lich sehr hartnäckig verlaufen könne und die - nachdem sich nun lange Zeit keine spontane Besserungstendenz gezeigt habe - physiotherapeutisch behandelt wer den sollte. 3. 3 In seiner gestützt auf die Akten verfassten Beurteilung vom 2 7. Januar 2011 (Urk. 8/8) hielt Kreisarzt Dr. Y.___ fest, der Beschwerde führer habe sich nach der am 28. April 2010, mithin zwei Tage vor der Entlassung aus dem Dienst, erfolgten Konsultation des Truppenarztes (auch) wegen Schulterschmerzen rechts erst am 9. November 2010 beim Hausarzt in Behandlung begeben. Grund für diesen Arztbesuch sei eine Schnittverletzung an der linken Hand gewesen; die – auf kein Trauma zurückzuführenden - Schulterschmerzen rechts habe d er Beschwerdeführer dabei nur beiläufig erwähnt (Urk. 8/8 S. 2). Angesichts dieser Gegebenheiten und aufgrund der Tatsache, dass die Abklärungen eine gesun de rechte Schulter und klinisch ein e Ansatztendinose der kurzen Bizepssehne erge ben hätten, sei mit medizinisch-praktischer Sicherheit davon auszugehen, dass die während der Rekrutenschule gemeldeten Sch u lterbeschwerden innert sechs Monaten nach der Entlassung wieder abgeheilt gewesen seien. Die im November 2010 gemeldeten Beschwerden könnten weder als Spätfolge noch als Rückfall der dienstlich aufgetretenen Gesundheitsstörung interpretiert werden (Urk. 8/8 S. 3). 3.4 In seiner am 23. Februar 2011 verfassten Stellungnahme gab Dr. Y.___ an, der Beschwerdeführer habe anlässlich der zuvor erfolgten Konsultationen des Truppenarzt es nie über Schulterschmerzen geklagt und diese auch am 28. April 2010 nur beiläufig erwähnt. Den Rat, sich wegen der Schulter symptomatik nachdienstlich in ärztliche Behandlung zu begeben, habe er nicht befolgt. Eine Therapienotwendigkeit habe nicht bestanden, und der Beschwerdeführer sei nicht in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt gewesen. Nach eigenen Angaben hätten ihn die Schulterbeschwerden kaum behindert und sich nur beim Golfs pielen störend ausgewirkt; e ine Brückensymptomatik habe demnach nicht be standen. Insofern könne davon ausgegangen werden, dass die vorübergehende Verschlimmerung wieder behoben gewesen sei, als der Beschwerdeführer am 9. November 2010 erstmals nach dem Dienst einen Arzt konsultiert habe (Urk. 8/13). 3.5 Med. pract. A.___ gab am 29. April 2011 an, bereits am 1. Oktober 2010 wegen rechtsseitiger Schulterbeschwerden vom Beschwerdeführer konsultiert worden zu sein. Er habe ihn damals an den Schulterspezialisten Dr. med. Z.___ ver wiesen (Urk. 8/15.3). 3.6 Dr. Y.___ gelangte nach Kenntnisnahme dieses Berichts (Urk. 8/15.3) am 1. Dezember 2011 zum Schluss, dass es möglicherweise während des Dienstes - ohne traumatische Einwirkung - zu r Verschlimmerung eines Vorzustandes ge kommen sei. Unter Berücksichtigung der Länge des Intervalls, in dem keine Arztkonsultationen stattgefunden hätten, sowie der stets vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und des diesem weiterhin möglichen Golfsports sei da von auszugehen, dass eine allfällige Verschlimmerung eines Vorzustandes bis Oktober 2010 wieder abgeheilt gewesen sei (Urk. 8/21). 3.7 Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, bestätigte am 7. Februar 2012, das s der Beschwerdeführer, der vom 24. Februar 2004 bis 5. Februar 2009 bei ihm in Behandlung gestanden habe, während dieser Zeit an keinen unfall- oder krankheitsbedingten Beschwerden im Bereich der rechten Schulter gelitten habe (Urk. 3/3). 4. 4.1 Aufgrund der diesbezüglich übereinstimmenden medizinischen Berichte ist da von auszugehen, dass den rechtsseitigen Schulterbeschwerden kein bildgebend nachweisbarer Schaden zugrunde liegt (vgl. hiezu insbesondere Bericht MRI vom 22. November 2010 [Urk. 8/4]). Fest steht sodann, dass sich der Beschwer deführer, der nach eigenen Angaben seit dem Austritt aus dem Dienst immer vollzeitlich der angestammten Tätigkeit nachgegangen ist (Urk. 8/5 S. 1, Urk. 8/6, Urk. 8/15 S. 4, Urk. 1 S. 5), nach der – gemäss den ursprünglichen Aussagen vordergründig aufgrund von Fussbeschwerden erfolgten (Urk. 8/5 S. 1) - Konsultation des Truppenarztes am 28. April 2010 weder der von diesem hinsichtlich der Schulter empfohlenen Physiotherapie (Urk. 8/S3 S. 2) noch ei ner analgetischen Behandlung unterzog (Urk. 8/5 S. 1 f.) und bis am 1. Oktober 2010 wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen auch nie mehr einen Arzt auf suchte (Urk. 8/15.3). Auch beim Arzttermin vom 1. Oktober 2010 erwähnte er die Schultersymptomatik gemäss seiner anfänglichen Darstellung lediglich ne benbei; eigentlicher Grund für die ärztliche Behandlung war damals eine Schnittverletzung an der linken Hand (vgl. Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6). Dass sich die Schulterb eschwerden nach dem Austritt aus der Rekrutenschule stetig ver schlimmert hätten, wie der – nach wie vor zu 100 % arbeitsfähige - Beschwer deführer erstmals einspracheweise geltend machte (Urk. 8/15 S. 2; vgl. auch Beschwerdeschrift [Urk. 1 S. 5]), ist angesichts der Tatsache, dass er sich der vom Truppenarzt empfohlenen Physiotherapie (Urk. 8/S3 S. 2) nicht unterzog en hat und nach de m 28. April 2010 gut fünf Monate lang keinen Arzt konsul tierte, nicht anzunehmen. Sofern der Truppenarzt, der von keiner Einschrän kung der Leistungsfähigkeit ausging, dem Beschwerdeführer am 28. April 2010 tatsächlich – ohne dies in der Krankengeschichte zu vermerken (vgl. Urk. 8/S3 S. 2) - nahe gelegt hatte, sich nach dem (regulären [vgl. Urk. 8/11 S. 1] ) Diens t - ende sofort (vgl. Protokoll vom 11. Januar 2011 [Urk. 8/5 S. 1]) beziehungs weise innert sechs Monaten (vgl. Einsprache vom 6. Mai 2011 [Urk. 8/15 S. 3]) beim Zivilarzt zu melden, erscheint aufgrund des fünfmonatigen behandlungs freien Intervalls umso weniger wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer zwi schen Ende April und anfangs Oktober 2010 unter anhaltenden und gar noch schlimmer werdenden erheblichen Schulterschmerzen gelitten hatte. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer als selbständig Erwerben der jedes Interesse daran hatte, voll arbeitsfähig zu bleiben, hätte er mit über wiegender Wahrscheinlichkeit im Falle einer Beschwerdepersistenz beziehungs weise – verschlimmerung schon bald einen Arzt aufgesucht und sich auch der vom Truppenarzt verordneten Physiotherapie unterzogen, um seine Leistungs fähigkeit zu erhalten. Dass er einfach lange auf die Zähne gebissen habe (weil sich eine ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit negativ auf seine Geschäftstätigkeit ausgewirkt hätte [vgl. Urk. 1 S. 5]), vermag im Übrigen auch insofern nicht zu überzeugen, als der Beschwerdeführer aktenkundig während der lediglich rund sechswöchigen Dauer seines Militärdienstes – wegen diverser, teilweise eher ge ringfügiger Leiden – insgesamt viermal den Truppenarzt konsultierte (vgl. Urk. 8/S3). Angesichts der geschilderten Gegebenheiten fällt eine Leistungs pflicht der Beschwerdegegnerin für die ihr im Dezember 2010 (vgl. Urk. 8/2) gemeldete Symptomatik im Rahmen des ursprünglichen Versicherungsfalls ausser Betracht. 4.2 Aufgrund der aktenkundigen medizinischen Berichte und der Angaben des Be schwerdeführers besteht auch unter dem Titel Rückfall kein Leistungsanspruch. So wurde die wä hrend des Dienstes aufgetretene – nicht traumatisch bedingte (vgl. etwa Urk. 8/2 S. 1) - Symptomatik (nachträglich) mit dem Tragen des Rucksacks beziehungsweise anderer Lasten während der Rekrutenschule in Ver bindung gebracht (vgl. Urk. 8/5 S. 1, Urk. 8/6). Zwar ist nicht auszuschliessen, dass bereits die Ende April 2010 bestandenen rechtsseitigen Schulterschmerzen mit einer Ansatztendinose der kurzen Bizepssehne, wie sie aufgrund der seit dem 1. Oktober 2010 ärztlich behandelten Beschwerden diagnostiziert wurde (Urk. 8/2, Urk. 8/15.3), zu erklären waren. Von einem überwiegend wahrschein lichen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen der am 28. April 2010 dem Truppenarzt angegebenen (Urk. 8/S3 S. 2) und der seit anfangs Oktober 2010 ärztlich behandelten Gesundheitsstörung kann indes insofern nicht ausgegan gen werden, als – gerade angesichts des bereits dargelegten Verlaufs - auch durchaus denkbar ist, dass die vom Beschwerdeführer, der während des Dienstes keine Läsion oder strukturelle Veränderung im Bereich der rechten Schulter er litten hat (vgl. insbesondere Urk. 8/4), erneut geklagten Schulterbeschwerden Folge eine r nachdienstliche n Einwirkung beziehungsweise eine r seit der Ent lassung aus der Rekrutenschule stattgefundenen physische n Belastung sind. 4.3 D ie Leistungsverweigerung (Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Martin Künzle - Suva, Abteilung Militärversicherung - Avanex Versicherungs AG - Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubFischer AN/AF/IDversandt

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich MV.2012.00001 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Gerichtsschreiberin Fischer Urteil vom 6. August 2013 in Sachen

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich MV.2012.00001 MV.2012.00001

MV.2012.00001 III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtsschreiberin Fischer

Urteil vom 6. August 2013

Urteil vom 6. August 2013 in Sachen

in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Martin Künzle Besser & Gontersweiler, Rechtsanwälte, Haus zum Steinberg Neumarkt 6, Postfach, 8021 Zürich 1 gegen Suva, Abteilung Militärversicherung Laupenstrasse 11, Postfach 8715, 3001 Bern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1985 geborene X.___ hatte seit dem 15. März 2010 d ie Rekrutenschule besucht, als er sich am 28. April 2010 wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen und weiterer Beschwerden beim Truppenarzt meldete (Urk. 8/7, Urk. 8/8 S. 2, Urk. 8/21, Urk. 8/S 1-S3 ). Nachdem er a m 30. April 2010 infolge Dienstuntaug lichkeit aus psychischen Gründen aus dem Militärdienst entlassen worden war (Urk. 8/S1-S3), ging er wieder vollzeitlich seiner angestammten Tätigkeit nach (Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6). Am 1. Oktober 2010 begab er sich – unter anderem wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen - in ärztliche Behandlung; nach ent sprechenden Abklärungen diagnostizierten die behandelnden Ärzte eine An satztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts und verordneten Physio therapie (Urk. 8/2, Urk. 8/4, Urk. 8/15.3 ). Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung (Urk. 8/8) teilte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Abteilung Militärversicherung (Militärversicherung), dem Versicherten mit Schreiben vom 2. Februar 2011 (Urk. 8/9) mit, dass die während der Rekru tenschule gemeldeten Schulterbeschwerden mit medizinisch-praktischer Sicher heit sechs Monate nach der Entlassung aus dem Militärdienst wieder abgeheilt gewesen und die im November 2010 behandelten Schulterschmerzen weder als Spätfolge noch als Rückfall der versicherten Gesundheitsstörung zu interpretieren seien. Während sie die Kosten der Abklärungen im Zusammenhang mit der frag lichen Symptomatik übernehmen werde, bestehe für weitere Behandlungen be ziehungsweise Massnahmen keine Haftung. Nachdem der Versicherte hiegegen opponiert hatte (Urk. 8/11), lehnte die Militärversicherung ihre Leistungspflicht für die Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid Schultergelenk rechts mit Vorbescheid vom 15. März 2011 (Urk. 8/14) beziehungsweise mit Verfügung vo m 8. April 2011 (Urk. 8/15.2) ab. D aran hielt sie – auf vom Versicherten gegen letztgenannten Entscheid erhobene Einsprache (Urk. 8/15) hin - am 10. Januar 2012 fest (Urk. 2). 2. Gegen diesen Einspracheentscheid (Urk. 2) liess X.___ am 10. Februar 2012 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2): „Es sei der Einspracheentscheid der SUVA, Abteilung Militärversicherung, vom 10. Januar 2012 (Referenz 82.940.258/524 PR2) respektive die Ver fügung vom 8. April 2011 (Referenz 82.940.258/524 TEU) aufzuheben und festzustellen, dass die Militärversicherung für die Beschwerden des Beschwerdeführers im Schultergelenk rechts leistungspflichtig ist; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % MWSt zu Lasten des Staates.“ Die Militärversicherung schloss am 7. März 2012 auf Abweisung der Be schwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 7). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Militärversicherung ( MVG ) er streckt sich die Haftung der Militärversicherung auf jede Gesundheitsschädi gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder sonst wie festgestellt wird. Die Militärversicherung haftet nicht, wenn sie den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschädigung sicher vordienstlich ist oder sicher nicht während des Dienstes verursacht werden konnte (Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG), und wenn sie zusätzlich den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschä digung sicher während des Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem Ablauf beschleunigt worden ist (Art. 5 Abs. 2 lit. b MVG). Wird der nach Absatz 2 Buchstabe a geforderte Beweis erbracht, dagegen nicht derjenige nach Absatz 2 Buchstabe b, so haftet die Militärversicherung für die Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung (Art. 5 Abs. 3 MVG). Wird die Gesundheitsschädigung erst nach Schluss des Dienstes durch einen Arzt, Zahnarzt oder Chiropraktor festgestellt und bei der Militärversicherung angemeldet, so haftet die Militärversicherung nur, wenn die Gesundheitsschä digung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit während des Dienstes verursacht worden ist. Die Militärversicherung haftet auch insoweit, als eine vordienstliche Gesundheitsschädigung wahrscheinlich durch Einwirkungen während des Dienstes verschlimmert worden ist oder wenn es sich mit überwiegender Wahr scheinlichkeit um Spätfolgen oder Rückfälle einer versicherten Gesundheits schädigung handelt (Art. 6 MVG). 1.2 Die eine Haftung begründende Verschlimmerung kann auslösender Natur sein, indem sie eine latente Gesundheitsschädigung in eine klinisch manifeste Form überführt, oder sie kann eine klinisch manifeste Gesundheitsschädigung un günstig beeinflussen. Im zweiten Fall kann die vorbestandene Gesundheitsschä digung stationär oder labil (allenfalls auch progredient) gewesen sein. Die Ver schlimmerung selbst kann vorübergehend oder dauernd sein; sie kann auch richtunggebend sein. Ist die Verschlimmerung dauernd (oder richtunggebend), haftet die Militärversicherung auf unbestimmte Zeit, ist sie lediglich vorüberge hend, kann die Haftung befristet werden. Voraussetzung für eine zeitliche Be grenzung der Haftung ist, dass die Verschlimmerung mit Sicherheit behoben ist (vgl. Jürg Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung, Bern 2000, N 40 und N 41 zu Art. 5 MVG mit Hinweisen). Die Verschlimmerung gilt als behoben, wenn der "Status quo ante" (Gesundheitszustand, in welchem sich der Versicherte vor dem Dienst befunden hat) oder der "Status quo sine" (Gesundheitszustand, in welchem sich der Versicherte befinden würde, wenn er den Einwirkungen während des Dienstes nicht ausgesetzt gewesen wäre) er reicht ist ( Maeschi, a.a.O., N 41 zu Art. 5 MVG mit Hinweisen). 1.3 Die Haftung gemäss Art. 4 und 5 MVG einerseits sowie Art. 6 MVG anderseits unterscheidet sich darin, dass im ersten Fall der adäquate Kausalzusammen hang zwischen den Einwirkungen während des Dienstes und der Gesundheits schädigung vermutet wird und nur durch den gegenteiligen Sicherheitsbeweis ausgeschlossen werden kann, während im zweiten Fall das Vorliegen adäquat kausaler Folgen von Einwirkungen während des Dienstes erstellt sein muss (BGE 111 V 372 E. 1b, 105 V 229 E. 3a mit Hinweisen). 1.4 Rückfälle und Spätfolgen versicherter Gesundheitsschäden stellen insofern ei nen Sonderfall dar, als sie kraft ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift der Be weisregel von Art. 6 MVG unterliegen. Die Haftung für Rückfälle und Spätfol gen greift Platz, wenn trotz Identität der Gesundheitsschädigung ein neuer Versicherungsfall anzunehmen ist. Ein neuer Versicherungsfall liegt vor, wenn die nachdienstlich gemeldete Gesundheitsschädigung nicht zum Symptomkreis der versicherten Gesundheitsschädigung gehört (das Krankheitsgeschehen me dizinisch somit keine Einheit bildet). Bei gleicher Gesundheitsschädigung wird praxisgemäss ein neuer Versicherungsfall angenommen, wenn ein längeres be schwerdefreies Intervall vorliegt, welches auf eine Abheilung der ursprüngli chen Gesundheitsschädigung schliessen lässt, und keine Brückensymptome vorhanden sind, die auf ein kontinuierliches Fortbestehen des als versichert an erkannten Leidens schliessen lassen (zu den Anforderungen an Brückensymp tome insbesondere bei Rückenleiden vgl. Debrunner / Ramseier, Die Begutach tung von Rückenschäden in der schweizerischen sozialen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 64 f.). Liegt kein neuer Versicherungsfall vor, gilt bei Identität der Gesundheitsschädigung weiterhin die bisherige Haftung nach Art. 5 oder Art. 6 MVG. Werden Spätfolgen oder Rückfälle geltend gemacht, ist daher vorab zu prüfen, ob ein neuer Versicherungsfall gegeben ist ( Maeschi, a.a.O., N 43 zu Vorbemerkungen zu Art. 5 - 7 MVG, N 12 und N 23 zu Art. 6 MVG, S. 78, S. 94 und S. 97, je mit Hinweisen). Nach dem Wortlaut des Gesetzes besteht bei Rückfällen und Spätfolgen auch insofern eine Besonderheit, als sich die vorausgesetzte Kausalität auf den Zu sammenhang mit der versicherten ursprünglichen Gesundheitsschädigung be zieht. Schon im Hinblick darauf, dass für Spätfolgen und Rückfälle auch nach dienstliche zivile Einwirkungen ursächlich sein können, kann die Identität der gemeldeten Spätfolge oder des Rückfalls mit der ursprünglichen Gesundheits schädigung für sich allein jedoch nicht haftungsbegründend sein. Vielmehr be darf es darüber hinaus eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs der Spätfolgen oder des Rückfalls mit Einwirkungen während des Dienstes ( Mae schi, a.a.O., N 24 zu Art. 6 MVG, S. 97 f.). 2. 2.1 Die Militärversicherung begründete die Leistungsverweigerung – unter Hinweis auf die Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 27. Januar 2011 (Urk. 8/8), vom 23. Februar 2011 (Urk. 8/13) und vom 1. Dezember 2011 (Urk. 8/21) - damit, d ass die während des Dienstes aufgetretene Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts spätestens Ende September 2010 wieder behoben gewesen sei. Angesichts der Tatsache, dass nachdienstlich keine erheblichen Brückensymptome bestanden hätten, stellten die im November 2010 gemeldeten Schulterschmerzen keine Spätfolgen beziehungsweise kein en Rückfall der in der Rekrutenschule aufgetretenen Ge sundheitsschädigung dar (Urk. 2 S. 3, Urk. 7 S. 2 f. ). Aufgrund der bereits er folgten fundierten Untersuchungen erübrigten sich weitere medizinische Ab klärungen (Urk. 2 S. 4). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die – erst mals - während der Rekrutenschule aufgetretenen Schulterbeschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Schiessen mit dem Sturmgewehr (Rückschlag) sowie das Tragen schweren Gepäcks zurückzuführen. Nach dem Austritt aus der Rekrutenschule am 30. April 2010 hätten sich die Schmerzen gar noch verschlimmert. Zwar hätten sich die konstant vorhandenen Brücken symptome nicht einschränkend auf seine Bürotätigkeit ausgewirkt ; es sei ihm aber seit der Entlassung aus dem Militärdienst schmerzbedingt nie mehr mög lich gewesen, Golf zu spielen. Seit dem 1. Oktober 2010 stehe er aufgrund der Schulters chmerzen ununterbrochen in ärztlicher Behandlung. Die Leistungsver weigerung sei daher zu Unrecht erfolgt (Urk. 1 S. 3 ff.). 3. 3.1 Der am 28. April 2010 wegen eines Fusspilzes und rechtsseitiger Schulterbe sch werden konsultierte Truppenarzt hielt in Bezug auf die rechte Schulter fest, es bestehe eine Druckdolenz im Bereich der langen Bizepssehne und des Mus culus s ubscapularis ; die Funktion sei beidseits erhalten. Dem Beschwerdeführer sei Physiotherapie verordnet worden (Urk. 8/S3 S. 2). 3.2 Nachdem er den Beschwerdeführer am 9. und 24. November 2011 untersucht hatte, diagnostizierte Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirur gie, in seinem Schreiben vom 30. November 2010 (Urk. 8/2) an den Hausarz t med. pract. A.___ eine Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts. Die Beschwerden seien – ohne eigentliches Trauma – vor mehreren Monaten anlässlich des Militärdienstes aufgetret en und persistierten seither. S i e störten den Beschwerdeführer bei der Arbeit und – insbesondere – beim Golf Spielen. Die MRI-Untersuchung (vgl. Urk. 8/4) habe ein vollkommen intaktes Gelenk und eine intakte Rotatorenmanschette gezeigt. D emnach seien die Beschwerden auf die Ansatztendinose des kurzen Bizeps zurück zuführen, die bekannt lich sehr hartnäckig verlaufen könne und die - nachdem sich nun lange Zeit keine spontane Besserungstendenz gezeigt habe - physiotherapeutisch behandelt wer den sollte. 3. 3 In seiner gestützt auf die Akten verfassten Beurteilung vom 2 7. Januar 2011 (Urk. 8/8) hielt Kreisarzt Dr. Y.___ fest, der Beschwerde führer habe sich nach der am 28. April 2010, mithin zwei Tage vor der Entlassung aus dem Dienst, erfolgten Konsultation des Truppenarztes (auch) wegen Schulterschmerzen rechts erst am 9. November 2010 beim Hausarzt in Behandlung begeben. Grund für diesen Arztbesuch sei eine Schnittverletzung an der linken Hand gewesen; die – auf kein Trauma zurückzuführenden - Schulterschmerzen rechts habe d er Beschwerdeführer dabei nur beiläufig erwähnt (Urk. 8/8 S. 2). Angesichts dieser Gegebenheiten und aufgrund der Tatsache, dass die Abklärungen eine gesun de rechte Schulter und klinisch ein e Ansatztendinose der kurzen Bizepssehne erge ben hätten, sei mit medizinisch-praktischer Sicherheit davon auszugehen, dass die während der Rekrutenschule gemeldeten Sch u lterbeschwerden innert sechs Monaten nach der Entlassung wieder abgeheilt gewesen seien. Die im November 2010 gemeldeten Beschwerden könnten weder als Spätfolge noch als Rückfall der dienstlich aufgetretenen Gesundheitsstörung interpretiert werden (Urk. 8/8 S. 3). 3.4 In seiner am 23. Februar 2011 verfassten Stellungnahme gab Dr. Y.___ an, der Beschwerdeführer habe anlässlich der zuvor erfolgten Konsultationen des Truppenarzt es nie über Schulterschmerzen geklagt und diese auch am 28. April 2010 nur beiläufig erwähnt. Den Rat, sich wegen der Schulter symptomatik nachdienstlich in ärztliche Behandlung zu begeben, habe er nicht befolgt. Eine Therapienotwendigkeit habe nicht bestanden, und der Beschwerdeführer sei nicht in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt gewesen. Nach eigenen Angaben hätten ihn die Schulterbeschwerden kaum behindert und sich nur beim Golfs pielen störend ausgewirkt; e ine Brückensymptomatik habe demnach nicht be standen. Insofern könne davon ausgegangen werden, dass die vorübergehende Verschlimmerung wieder behoben gewesen sei, als der Beschwerdeführer am 9. November 2010 erstmals nach dem Dienst einen Arzt konsultiert habe (Urk. 8/13). 3.5 Med. pract. A.___ gab am 29. April 2011 an, bereits am 1. Oktober 2010 wegen rechtsseitiger Schulterbeschwerden vom Beschwerdeführer konsultiert worden zu sein. Er habe ihn damals an den Schulterspezialisten Dr. med. Z.___ ver wiesen (Urk. 8/15.3). 3.6 Dr. Y.___ gelangte nach Kenntnisnahme dieses Berichts (Urk. 8/15.3) am 1. Dezember 2011 zum Schluss, dass es möglicherweise während des Dienstes - ohne traumatische Einwirkung - zu r Verschlimmerung eines Vorzustandes ge kommen sei. Unter Berücksichtigung der Länge des Intervalls, in dem keine Arztkonsultationen stattgefunden hätten, sowie der stets vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und des diesem weiterhin möglichen Golfsports sei da von auszugehen, dass eine allfällige Verschlimmerung eines Vorzustandes bis Oktober 2010 wieder abgeheilt gewesen sei (Urk. 8/21). 3.7 Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, bestätigte am 7. Februar 2012, das s der Beschwerdeführer, der vom 24. Februar 2004 bis 5. Februar 2009 bei ihm in Behandlung gestanden habe, während dieser Zeit an keinen unfall- oder krankheitsbedingten Beschwerden im Bereich der rechten Schulter gelitten habe (Urk. 3/3). 4. 4.1 Aufgrund der diesbezüglich übereinstimmenden medizinischen Berichte ist da von auszugehen, dass den rechtsseitigen Schulterbeschwerden kein bildgebend nachweisbarer Schaden zugrunde liegt (vgl. hiezu insbesondere Bericht MRI vom 22. November 2010 [Urk. 8/4]). Fest steht sodann, dass sich der Beschwer deführer, der nach eigenen Angaben seit dem Austritt aus dem Dienst immer vollzeitlich der angestammten Tätigkeit nachgegangen ist (Urk. 8/5 S. 1, Urk. 8/6, Urk. 8/15 S. 4, Urk. 1 S. 5), nach der – gemäss den ursprünglichen Aussagen vordergründig aufgrund von Fussbeschwerden erfolgten (Urk. 8/5 S. 1) - Konsultation des Truppenarztes am 28. April 2010 weder der von diesem hinsichtlich der Schulter empfohlenen Physiotherapie (Urk. 8/S3 S. 2) noch ei ner analgetischen Behandlung unterzog (Urk. 8/5 S. 1 f.) und bis am 1. Oktober 2010 wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen auch nie mehr einen Arzt auf suchte (Urk. 8/15.3). Auch beim Arzttermin vom 1. Oktober 2010 erwähnte er die Schultersymptomatik gemäss seiner anfänglichen Darstellung lediglich ne benbei; eigentlicher Grund für die ärztliche Behandlung war damals eine Schnittverletzung an der linken Hand (vgl. Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6). Dass sich die Schulterb eschwerden nach dem Austritt aus der Rekrutenschule stetig ver schlimmert hätten, wie der – nach wie vor zu 100 % arbeitsfähige - Beschwer deführer erstmals einspracheweise geltend machte (Urk. 8/15 S. 2; vgl. auch Beschwerdeschrift [Urk. 1 S. 5]), ist angesichts der Tatsache, dass er sich der vom Truppenarzt empfohlenen Physiotherapie (Urk. 8/S3 S. 2) nicht unterzog en hat und nach de m 28. April 2010 gut fünf Monate lang keinen Arzt konsul tierte, nicht anzunehmen. Sofern der Truppenarzt, der von keiner Einschrän kung der Leistungsfähigkeit ausging, dem Beschwerdeführer am 28. April 2010 tatsächlich – ohne dies in der Krankengeschichte zu vermerken (vgl. Urk. 8/S3 S. 2) - nahe gelegt hatte, sich nach dem (regulären [vgl. Urk. 8/11 S. 1] ) Diens t - ende sofort (vgl. Protokoll vom 11. Januar 2011 [Urk. 8/5 S. 1]) beziehungs weise innert sechs Monaten (vgl. Einsprache vom 6. Mai 2011 [Urk. 8/15 S. 3]) beim Zivilarzt zu melden, erscheint aufgrund des fünfmonatigen behandlungs freien Intervalls umso weniger wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer zwi schen Ende April und anfangs Oktober 2010 unter anhaltenden und gar noch schlimmer werdenden erheblichen Schulterschmerzen gelitten hatte. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer als selbständig Erwerben der jedes Interesse daran hatte, voll arbeitsfähig zu bleiben, hätte er mit über wiegender Wahrscheinlichkeit im Falle einer Beschwerdepersistenz beziehungs weise – verschlimmerung schon bald einen Arzt aufgesucht und sich auch der vom Truppenarzt verordneten Physiotherapie unterzogen, um seine Leistungs fähigkeit zu erhalten. Dass er einfach lange auf die Zähne gebissen habe (weil sich eine ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit negativ auf seine Geschäftstätigkeit ausgewirkt hätte [vgl. Urk. 1 S. 5]), vermag im Übrigen auch insofern nicht zu überzeugen, als der Beschwerdeführer aktenkundig während der lediglich rund sechswöchigen Dauer seines Militärdienstes – wegen diverser, teilweise eher ge ringfügiger Leiden – insgesamt viermal den Truppenarzt konsultierte (vgl. Urk. 8/S3). Angesichts der geschilderten Gegebenheiten fällt eine Leistungs pflicht der Beschwerdegegnerin für die ihr im Dezember 2010 (vgl. Urk. 8/2) gemeldete Symptomatik im Rahmen des ursprünglichen Versicherungsfalls ausser Betracht. 4.2 Aufgrund der aktenkundigen medizinischen Berichte und der Angaben des Be schwerdeführers besteht auch unter dem Titel Rückfall kein Leistungsanspruch. So wurde die wä hrend des Dienstes aufgetretene – nicht traumatisch bedingte (vgl. etwa Urk. 8/2 S. 1) - Symptomatik (nachträglich) mit dem Tragen des Rucksacks beziehungsweise anderer Lasten während der Rekrutenschule in Ver bindung gebracht (vgl. Urk. 8/5 S. 1, Urk. 8/6). Zwar ist nicht auszuschliessen, dass bereits die Ende April 2010 bestandenen rechtsseitigen Schulterschmerzen mit einer Ansatztendinose der kurzen Bizepssehne, wie sie aufgrund der seit dem 1. Oktober 2010 ärztlich behandelten Beschwerden diagnostiziert wurde (Urk. 8/2, Urk. 8/15.3), zu erklären waren. Von einem überwiegend wahrschein lichen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen der am 28. April 2010 dem Truppenarzt angegebenen (Urk. 8/S3 S. 2) und der seit anfangs Oktober 2010 ärztlich behandelten Gesundheitsstörung kann indes insofern nicht ausgegan gen werden, als – gerade angesichts des bereits dargelegten Verlaufs - auch durchaus denkbar ist, dass die vom Beschwerdeführer, der während des Dienstes keine Läsion oder strukturelle Veränderung im Bereich der rechten Schulter er litten hat (vgl. insbesondere Urk. 8/4), erneut geklagten Schulterbeschwerden Folge eine r nachdienstliche n Einwirkung beziehungsweise eine r seit der Ent lassung aus der Rekrutenschule stattgefundenen physische n Belastung sind. 4.3 D ie Leistungsverweigerung (Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Martin Künzle - Suva, Abteilung Militärversicherung - Avanex Versicherungs AG - Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubFischer AN/AF/IDversandt

X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Martin Künzle

vertreten durch Rechtsanwalt Martin Künzle Besser & Gontersweiler, Rechtsanwälte, Haus zum Steinberg

Besser & Gontersweiler, Rechtsanwälte, Haus zum Steinberg Neumarkt 6, Postfach, 8021 Zürich 1

Neumarkt 6, Postfach, 8021 Zürich 1 gegen

gegen Suva, Abteilung Militärversicherung

Suva, Abteilung Militärversicherung Laupenstrasse 11, Postfach 8715, 3001 Bern

Laupenstrasse 11, Postfach 8715, 3001 Bern Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1985 geborene X.___ hatte seit dem 15. März 2010 d ie Rekrutenschule besucht, als er sich am 28. April 2010 wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen und weiterer Beschwerden beim Truppenarzt meldete (Urk. 8/7, Urk. 8/8 S. 2, Urk. 8/21, Urk. 8/S 1-S3 ). Nachdem er a m 30. April 2010 infolge Dienstuntaug lichkeit aus psychischen Gründen aus dem Militärdienst entlassen worden war (Urk. 8/S1-S3), ging er wieder vollzeitlich seiner angestammten Tätigkeit nach (Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6). Am 1. Oktober 2010 begab er sich – unter anderem wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen - in ärztliche Behandlung; nach ent sprechenden Abklärungen diagnostizierten die behandelnden Ärzte eine An satztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts und verordneten Physio therapie (Urk. 8/2, Urk. 8/4, Urk. 8/15.3 ). Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung (Urk. 8/8) teilte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Abteilung Militärversicherung (Militärversicherung), dem Versicherten mit Schreiben vom 2. Februar 2011 (Urk. 8/9) mit, dass die während der Rekru tenschule gemeldeten Schulterbeschwerden mit medizinisch-praktischer Sicher heit sechs Monate nach der Entlassung aus dem Militärdienst wieder abgeheilt gewesen und die im November 2010 behandelten Schulterschmerzen weder als Spätfolge noch als Rückfall der versicherten Gesundheitsstörung zu interpretieren seien. Während sie die Kosten der Abklärungen im Zusammenhang mit der frag lichen Symptomatik übernehmen werde, bestehe für weitere Behandlungen be ziehungsweise Massnahmen keine Haftung. Nachdem der Versicherte hiegegen opponiert hatte (Urk. 8/11), lehnte die Militärversicherung ihre Leistungspflicht für die Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid Schultergelenk rechts mit Vorbescheid vom 15. März 2011 (Urk. 8/14) beziehungsweise mit Verfügung vo m 8. April 2011 (Urk. 8/15.2) ab. D aran hielt sie – auf vom Versicherten gegen letztgenannten Entscheid erhobene Einsprache (Urk. 8/15) hin - am 10. Januar 2012 fest (Urk. 2).

1. Der 1985 geborene X.___ hatte seit dem 15. März 2010 d ie Rekrutenschule besucht, als er sich am 28. April 2010 wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen und weiterer Beschwerden beim Truppenarzt meldete (Urk. 8/7, Urk. 8/8 S. 2, Urk. 8/21, Urk. 8/S 1-S3 ). Nachdem er a m 30. April 2010 infolge Dienstuntaug lichkeit aus psychischen Gründen aus dem Militärdienst entlassen worden war (Urk. 8/S1-S3), ging er wieder vollzeitlich seiner angestammten Tätigkeit nach (Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6). Am 1. Oktober 2010 begab er sich – unter anderem wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen in ärztliche Behandlung; nach ent sprechenden Abklärungen diagnostizierten die behandelnden Ärzte eine An satztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts und verordneten Physio therapie (Urk. 8/2, Urk. 8/4, Urk. 8/15.3 ). Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung (Urk. 8/8) teilte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Abteilung Militärversicherung (Militärversicherung), dem Versicherten mit Schreiben vom 2. Februar 2011 (Urk. 8/9) mit, dass die während der Rekru tenschule gemeldeten Schulterbeschwerden mit medizinisch-praktischer Sicher heit sechs Monate nach der Entlassung aus dem Militärdienst wieder abgeheilt gewesen und die im November 2010 behandelten Schulterschmerzen weder als Spätfolge noch als Rückfall der versicherten Gesundheitsstörung zu interpretieren seien. Während sie die Kosten der Abklärungen im Zusammenhang mit der frag lichen Symptomatik übernehmen werde, bestehe für weitere Behandlungen be ziehungsweise Massnahmen keine Haftung. Nachdem der Versicherte hiegegen opponiert hatte (Urk. 8/11), lehnte die Militärversicherung ihre Leistungspflicht für die Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid Schultergelenk rechts mit Vorbescheid vom 15. März 2011 (Urk. 8/14) beziehungsweise mit Verfügung vo m 8. April 2011 (Urk. 8/15.2) ab. D aran hielt sie – auf vom Versicherten gegen letztgenannten Entscheid erhobene Einsprache (Urk. 8/15) hin - am 10. Januar 2012 fest (Urk. 2). 2. Gegen diesen Einspracheentscheid (Urk. 2) liess X.___ am 10. Februar 2012 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2):

2. Gegen diesen Einspracheentscheid (Urk. 2) liess X.___ am 10. Februar 2012 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2): „Es sei der Einspracheentscheid der SUVA, Abteilung Militärversicherung, vom 10. Januar 2012 (Referenz 82.940.258/524 PR2) respektive die Ver fügung vom 8. April 2011 (Referenz 82.940.258/524 TEU) aufzuheben und festzustellen, dass die Militärversicherung für die Beschwerden des Beschwerdeführers im Schultergelenk rechts leistungspflichtig ist;

„Es sei der Einspracheentscheid der SUVA, Abteilung Militärversicherung, vom 10. Januar 2012 (Referenz 82.940.258/524 PR2) respektive die Ver fügung vom 8. April 2011 (Referenz 82.940.258/524 TEU) aufzuheben und festzustellen, dass die Militärversicherung für die Beschwerden des Beschwerdeführers im Schultergelenk rechts leistungspflichtig ist; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % MWSt zu Lasten des Staates.“

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % MWSt zu Lasten des Staates.“ Die Militärversicherung schloss am 7. März 2012 auf Abweisung der Be schwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 7).

Die Militärversicherung schloss am 7. März 2012 auf Abweisung der Be schwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 7). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen.

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Nach Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Militärversicherung ( MVG ) er streckt sich die Haftung der Militärversicherung auf jede Gesundheitsschädi gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder sonst wie festgestellt wird. Die Militärversicherung haftet nicht, wenn sie den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschädigung sicher vordienstlich ist oder sicher nicht während des Dienstes verursacht werden konnte (Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG), und wenn sie zusätzlich den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschä digung sicher während des Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem Ablauf beschleunigt worden ist (Art. 5 Abs. 2 lit. b MVG). Wird der nach Absatz 2 Buchstabe a geforderte Beweis erbracht, dagegen nicht derjenige nach Absatz 2 Buchstabe b, so haftet die Militärversicherung für die Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung (Art. 5 Abs. 3 MVG).

1.1 Nach Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Militärversicherung ( MVG ) er streckt sich die Haftung der Militärversicherung auf jede Gesundheitsschädi gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder sonst wie festgestellt wird. Die Militärversicherung haftet nicht, wenn sie den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschädigung sicher vordienstlich ist oder sicher nicht während des Dienstes verursacht werden konnte (Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG), und wenn sie zusätzlich den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschä digung sicher während des Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem Ablauf beschleunigt worden ist (Art. 5 Abs. 2 lit. b MVG). Wird der nach Absatz 2 Buchstabe a geforderte Beweis erbracht, dagegen nicht derjenige nach Absatz 2 Buchstabe b, so haftet die Militärversicherung für die Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung (Art. 5 Abs. 3 MVG). Wird die Gesundheitsschädigung erst nach Schluss des Dienstes durch einen Arzt, Zahnarzt oder Chiropraktor festgestellt und bei der Militärversicherung angemeldet, so haftet die Militärversicherung nur, wenn die Gesundheitsschä digung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit während des Dienstes verursacht worden ist. Die Militärversicherung haftet auch insoweit, als eine vordienstliche Gesundheitsschädigung wahrscheinlich durch Einwirkungen während des Dienstes verschlimmert worden ist oder wenn es sich mit überwiegender Wahr scheinlichkeit um Spätfolgen oder Rückfälle einer versicherten Gesundheits schädigung handelt (Art. 6 MVG).

Wird die Gesundheitsschädigung erst nach Schluss des Dienstes durch einen Arzt, Zahnarzt oder Chiropraktor festgestellt und bei der Militärversicherung angemeldet, so haftet die Militärversicherung nur, wenn die Gesundheitsschä digung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit während des Dienstes verursacht worden ist. Die Militärversicherung haftet auch insoweit, als eine vordienstliche Gesundheitsschädigung wahrscheinlich durch Einwirkungen während des Dienstes verschlimmert worden ist oder wenn es sich mit überwiegender Wahr scheinlichkeit um Spätfolgen oder Rückfälle einer versicherten Gesundheits schädigung handelt (Art. 6 MVG). 1.2 Die eine Haftung begründende Verschlimmerung kann auslösender Natur sein, indem sie eine latente Gesundheitsschädigung in eine klinisch manifeste Form überführt, oder sie kann eine klinisch manifeste Gesundheitsschädigung un günstig beeinflussen. Im zweiten Fall kann die vorbestandene Gesundheitsschä digung stationär oder labil (allenfalls auch progredient) gewesen sein. Die Ver schlimmerung selbst kann vorübergehend oder dauernd sein; sie kann auch richtunggebend sein. Ist die Verschlimmerung dauernd (oder richtunggebend), haftet die Militärversicherung auf unbestimmte Zeit, ist sie lediglich vorüberge hend, kann die Haftung befristet werden. Voraussetzung für eine zeitliche Be grenzung der Haftung ist, dass die Verschlimmerung mit Sicherheit behoben ist (vgl. Jürg Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung, Bern 2000, N 40 und N 41 zu Art. 5 MVG mit Hinweisen). Die Verschlimmerung gilt als behoben, wenn der "Status quo ante" (Gesundheitszustand, in welchem sich der Versicherte vor dem Dienst befunden hat) oder der "Status quo sine" (Gesundheitszustand, in welchem sich der Versicherte befinden würde, wenn er den Einwirkungen während des Dienstes nicht ausgesetzt gewesen wäre) er reicht ist ( Maeschi, a.a.O., N 41 zu Art. 5 MVG mit Hinweisen).

1.2 Die eine Haftung begründende Verschlimmerung kann auslösender Natur sein, indem sie eine latente Gesundheitsschädigung in eine klinisch manifeste Form überführt, oder sie kann eine klinisch manifeste Gesundheitsschädigung un günstig beeinflussen. Im zweiten Fall kann die vorbestandene Gesundheitsschä digung stationär oder labil (allenfalls auch progredient) gewesen sein. Die Ver schlimmerung selbst kann vorübergehend oder dauernd sein; sie kann auch richtunggebend sein. Ist die Verschlimmerung dauernd (oder richtunggebend), haftet die Militärversicherung auf unbestimmte Zeit, ist sie lediglich vorüberge hend, kann die Haftung befristet werden. Voraussetzung für eine zeitliche Be grenzung der Haftung ist, dass die Verschlimmerung mit Sicherheit behoben ist (vgl. Jürg Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung, Bern 2000, N 40 und N 41 zu Art. 5 MVG mit Hinweisen). Die Verschlimmerung gilt als behoben, wenn der "Status quo ante" (Gesundheitszustand, in welchem sich der Versicherte vor dem Dienst befunden hat) oder der "Status quo sine" (Gesundheitszustand, in welchem sich der Versicherte befinden würde, wenn er den Einwirkungen während des Dienstes nicht ausgesetzt gewesen wäre) er reicht ist ( Maeschi, a.a.O., N 41 zu Art. 5 MVG mit Hinweisen). 1.3 Die Haftung gemäss Art. 4 und 5 MVG einerseits sowie Art. 6 MVG anderseits unterscheidet sich darin, dass im ersten Fall der adäquate Kausalzusammen hang zwischen den Einwirkungen während des Dienstes und der Gesundheits schädigung vermutet wird und nur durch den gegenteiligen Sicherheitsbeweis ausgeschlossen werden kann, während im zweiten Fall das Vorliegen adäquat kausaler Folgen von Einwirkungen während des Dienstes erstellt sein muss (BGE 111 V 372 E. 1b, 105 V 229 E. 3a mit Hinweisen).

1.3 Die Haftung gemäss Art. 4 und 5 MVG einerseits sowie Art. 6 MVG anderseits unterscheidet sich darin, dass im ersten Fall der adäquate Kausalzusammen hang zwischen den Einwirkungen während des Dienstes und der Gesundheits schädigung vermutet wird und nur durch den gegenteiligen Sicherheitsbeweis ausgeschlossen werden kann, während im zweiten Fall das Vorliegen adäquat kausaler Folgen von Einwirkungen während des Dienstes erstellt sein muss (BGE 111 V 372 E. 1b, 105 V 229 E. 3a mit Hinweisen). 1.4 Rückfälle und Spätfolgen versicherter Gesundheitsschäden stellen insofern ei nen Sonderfall dar, als sie kraft ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift der Be weisregel von Art. 6 MVG unterliegen. Die Haftung für Rückfälle und Spätfol gen greift Platz, wenn trotz Identität der Gesundheitsschädigung ein neuer Versicherungsfall anzunehmen ist. Ein neuer Versicherungsfall liegt vor, wenn die nachdienstlich gemeldete Gesundheitsschädigung nicht zum Symptomkreis der versicherten Gesundheitsschädigung gehört (das Krankheitsgeschehen me dizinisch somit keine Einheit bildet). Bei gleicher Gesundheitsschädigung wird praxisgemäss ein neuer Versicherungsfall angenommen, wenn ein längeres be schwerdefreies Intervall vorliegt, welches auf eine Abheilung der ursprüngli chen Gesundheitsschädigung schliessen lässt, und keine Brückensymptome vorhanden sind, die auf ein kontinuierliches Fortbestehen des als versichert an erkannten Leidens schliessen lassen (zu den Anforderungen an Brückensymp tome insbesondere bei Rückenleiden vgl. Debrunner / Ramseier, Die Begutach tung von Rückenschäden in der schweizerischen sozialen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 64 f.). Liegt kein neuer Versicherungsfall vor, gilt bei Identität der Gesundheitsschädigung weiterhin die bisherige Haftung nach Art. 5 oder Art. 6 MVG. Werden Spätfolgen oder Rückfälle geltend gemacht, ist daher vorab zu prüfen, ob ein neuer Versicherungsfall gegeben ist ( Maeschi, a.a.O., N 43 zu Vorbemerkungen zu Art. 5 - 7 MVG, N 12 und N 23 zu Art. 6 MVG, S. 78, S. 94 und S. 97, je mit Hinweisen).

1.4 Rückfälle und Spätfolgen versicherter Gesundheitsschäden stellen insofern ei nen Sonderfall dar, als sie kraft ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift der Be weisregel von Art. 6 MVG unterliegen. Die Haftung für Rückfälle und Spätfol gen greift Platz, wenn trotz Identität der Gesundheitsschädigung ein neuer Versicherungsfall anzunehmen ist. Ein neuer Versicherungsfall liegt vor, wenn die nachdienstlich gemeldete Gesundheitsschädigung nicht zum Symptomkreis der versicherten Gesundheitsschädigung gehört (das Krankheitsgeschehen me dizinisch somit keine Einheit bildet). Bei gleicher Gesundheitsschädigung wird praxisgemäss ein neuer Versicherungsfall angenommen, wenn ein längeres be schwerdefreies Intervall vorliegt, welches auf eine Abheilung der ursprüngli chen Gesundheitsschädigung schliessen lässt, und keine Brückensymptome vorhanden sind, die auf ein kontinuierliches Fortbestehen des als versichert an erkannten Leidens schliessen lassen (zu den Anforderungen an Brückensymp tome insbesondere bei Rückenleiden vgl. Debrunner Ramseier, Die Begutach tung von Rückenschäden in der schweizerischen sozialen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 64 f.). Liegt kein neuer Versicherungsfall vor, gilt bei Identität der Gesundheitsschädigung weiterhin die bisherige Haftung nach Art. 5 oder Art. 6 MVG. Werden Spätfolgen oder Rückfälle geltend gemacht, ist daher vorab zu prüfen, ob ein neuer Versicherungsfall gegeben ist ( Maeschi, a.a.O., N 43 zu Vorbemerkungen zu Art. 5 - 7 MVG, N 12 und N 23 zu Art. 6 MVG, S. 78, S. 94 und S. 97, je mit Hinweisen). Nach dem Wortlaut des Gesetzes besteht bei Rückfällen und Spätfolgen auch insofern eine Besonderheit, als sich die vorausgesetzte Kausalität auf den Zu sammenhang mit der versicherten ursprünglichen Gesundheitsschädigung be zieht. Schon im Hinblick darauf, dass für Spätfolgen und Rückfälle auch nach dienstliche zivile Einwirkungen ursächlich sein können, kann die Identität der gemeldeten Spätfolge oder des Rückfalls mit der ursprünglichen Gesundheits schädigung für sich allein jedoch nicht haftungsbegründend sein. Vielmehr be darf es darüber hinaus eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs der Spätfolgen oder des Rückfalls mit Einwirkungen während des Dienstes ( Mae schi, a.a.O., N 24 zu Art. 6 MVG, S. 97 f.).

Nach dem Wortlaut des Gesetzes besteht bei Rückfällen und Spätfolgen auch insofern eine Besonderheit, als sich die vorausgesetzte Kausalität auf den Zu sammenhang mit der versicherten ursprünglichen Gesundheitsschädigung be zieht. Schon im Hinblick darauf, dass für Spätfolgen und Rückfälle auch nach dienstliche zivile Einwirkungen ursächlich sein können, kann die Identität der gemeldeten Spätfolge oder des Rückfalls mit der ursprünglichen Gesundheits schädigung für sich allein jedoch nicht haftungsbegründend sein. Vielmehr be darf es darüber hinaus eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs der Spätfolgen oder des Rückfalls mit Einwirkungen während des Dienstes ( Mae schi, a.a.O., N 24 zu Art. 6 MVG, S. 97 f.). 2.

2. 2.1 Die Militärversicherung begründete die Leistungsverweigerung – unter Hinweis auf die Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 27. Januar 2011 (Urk. 8/8), vom 23. Februar 2011 (Urk. 8/13) und vom 1. Dezember 2011 (Urk. 8/21) - damit, d ass die während des Dienstes aufgetretene Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts spätestens Ende September 2010 wieder behoben gewesen sei. Angesichts der Tatsache, dass nachdienstlich keine erheblichen Brückensymptome bestanden hätten, stellten die im November 2010 gemeldeten Schulterschmerzen keine Spätfolgen beziehungsweise kein en Rückfall der in der Rekrutenschule aufgetretenen Ge sundheitsschädigung dar (Urk. 2 S. 3, Urk. 7 S. 2 f. ). Aufgrund der bereits er folgten fundierten Untersuchungen erübrigten sich weitere medizinische Ab klärungen (Urk. 2 S. 4).

2.1 Die Militärversicherung begründete die Leistungsverweigerung – unter Hinweis auf die Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 27. Januar 2011 (Urk. 8/8), vom 23. Februar 2011 (Urk. 8/13) und vom 1. Dezember 2011 (Urk. 8/21) - damit, d ass die während des Dienstes aufgetretene Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts spätestens Ende September 2010 wieder behoben gewesen sei. Angesichts der Tatsache, dass nachdienstlich keine erheblichen Brückensymptome bestanden hätten, stellten die im November 2010 gemeldeten Schulterschmerzen keine Spätfolgen beziehungsweise kein en Rückfall der in der Rekrutenschule aufgetretenen Ge sundheitsschädigung dar (Urk. 2 S. 3, Urk. 7 S. 2 f. ). Aufgrund der bereits er folgten fundierten Untersuchungen erübrigten sich weitere medizinische Ab klärungen (Urk. 2 S. 4). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die – erst mals - während der Rekrutenschule aufgetretenen Schulterbeschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Schiessen mit dem Sturmgewehr (Rückschlag) sowie das Tragen schweren Gepäcks zurückzuführen. Nach dem Austritt aus der Rekrutenschule am 30. April 2010 hätten sich die Schmerzen gar noch verschlimmert. Zwar hätten sich die konstant vorhandenen Brücken symptome nicht einschränkend auf seine Bürotätigkeit ausgewirkt ; es sei ihm aber seit der Entlassung aus dem Militärdienst schmerzbedingt nie mehr mög lich gewesen, Golf zu spielen. Seit dem 1. Oktober 2010 stehe er aufgrund der Schulters chmerzen ununterbrochen in ärztlicher Behandlung. Die Leistungsver weigerung sei daher zu Unrecht erfolgt (Urk. 1 S. 3 ff.).

2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die – erst mals - während der Rekrutenschule aufgetretenen Schulterbeschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Schiessen mit dem Sturmgewehr (Rückschlag) sowie das Tragen schweren Gepäcks zurückzuführen. Nach dem Austritt aus der Rekrutenschule am 30. April 2010 hätten sich die Schmerzen gar noch verschlimmert. Zwar hätten sich die konstant vorhandenen Brücken symptome nicht einschränkend auf seine Bürotätigkeit ausgewirkt ; es sei ihm aber seit der Entlassung aus dem Militärdienst schmerzbedingt nie mehr mög lich gewesen, Golf zu spielen. Seit dem 1. Oktober 2010 stehe er aufgrund der Schulters chmerzen ununterbrochen in ärztlicher Behandlung. Die Leistungsver weigerung sei daher zu Unrecht erfolgt (Urk. 1 S. 3 ff.). 3.

3. 3.1 Der am 28. April 2010 wegen eines Fusspilzes und rechtsseitiger Schulterbe sch werden konsultierte Truppenarzt hielt in Bezug auf die rechte Schulter fest, es bestehe eine Druckdolenz im Bereich der langen Bizepssehne und des Mus culus s ubscapularis ; die Funktion sei beidseits erhalten. Dem Beschwerdeführer sei Physiotherapie verordnet worden (Urk. 8/S3 S. 2).

3.1 Der am 28. April 2010 wegen eines Fusspilzes und rechtsseitiger Schulterbe sch werden konsultierte Truppenarzt hielt in Bezug auf die rechte Schulter fest, es bestehe eine Druckdolenz im Bereich der langen Bizepssehne und des Mus culus s ubscapularis ; die Funktion sei beidseits erhalten. Dem Beschwerdeführer sei Physiotherapie verordnet worden (Urk. 8/S3 S. 2). 3.2 Nachdem er den Beschwerdeführer am 9. und 24. November 2011 untersucht hatte, diagnostizierte Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirur gie, in seinem Schreiben vom 30. November 2010 (Urk. 8/2) an den Hausarz t med. pract. A.___ eine Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts. Die Beschwerden seien – ohne eigentliches Trauma – vor mehreren Monaten anlässlich des Militärdienstes aufgetret en und persistierten seither. S i e störten den Beschwerdeführer bei der Arbeit und – insbesondere – beim Golf Spielen. Die MRI-Untersuchung (vgl. Urk. 8/4) habe ein vollkommen intaktes Gelenk und eine intakte Rotatorenmanschette gezeigt. D emnach seien die Beschwerden auf die Ansatztendinose des kurzen Bizeps zurück zuführen, die bekannt lich sehr hartnäckig verlaufen könne und die - nachdem sich nun lange Zeit keine spontane Besserungstendenz gezeigt habe - physiotherapeutisch behandelt wer den sollte.

3.2 Nachdem er den Beschwerdeführer am 9. und 24. November 2011 untersucht hatte, diagnostizierte Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirur gie, in seinem Schreiben vom 30. November 2010 (Urk. 8/2) an den Hausarz t med. pract. A.___ eine Ansatztendinose des kurzen Bizeps am Coracoid rechts. Die Beschwerden seien – ohne eigentliches Trauma – vor mehreren Monaten anlässlich des Militärdienstes aufgetret en und persistierten seither. S i e störten den Beschwerdeführer bei der Arbeit und – insbesondere – beim Golf Spielen. Die MRI-Untersuchung (vgl. Urk. 8/4) habe ein vollkommen intaktes Gelenk und eine intakte Rotatorenmanschette gezeigt. D emnach seien die Beschwerden auf die Ansatztendinose des kurzen Bizeps zurück zuführen, die bekannt lich sehr hartnäckig verlaufen könne und die - nachdem sich nun lange Zeit keine spontane Besserungstendenz gezeigt habe - physiotherapeutisch behandelt wer den sollte. 3. 3 In seiner gestützt auf die Akten verfassten Beurteilung vom 2 7. Januar 2011 (Urk. 8/8) hielt Kreisarzt Dr. Y.___ fest, der Beschwerde führer habe sich nach der am 28. April 2010, mithin zwei Tage vor der Entlassung aus dem Dienst, erfolgten Konsultation des Truppenarztes (auch) wegen Schulterschmerzen rechts erst am 9. November 2010 beim Hausarzt in Behandlung begeben. Grund für diesen Arztbesuch sei eine Schnittverletzung an der linken Hand gewesen; die – auf kein Trauma zurückzuführenden - Schulterschmerzen rechts habe d er Beschwerdeführer dabei nur beiläufig erwähnt (Urk. 8/8 S. 2). Angesichts dieser Gegebenheiten und aufgrund der Tatsache, dass die Abklärungen eine gesun de rechte Schulter und klinisch ein e Ansatztendinose der kurzen Bizepssehne erge ben hätten, sei mit medizinisch-praktischer Sicherheit davon auszugehen, dass die während der Rekrutenschule gemeldeten Sch u lterbeschwerden innert sechs Monaten nach der Entlassung wieder abgeheilt gewesen seien. Die im November 2010 gemeldeten Beschwerden könnten weder als Spätfolge noch als Rückfall der dienstlich aufgetretenen Gesundheitsstörung interpretiert werden (Urk. 8/8 S. 3).

3. 3 In seiner gestützt auf die Akten verfassten Beurteilung vom 2 7. Januar 2011 (Urk. 8/8) hielt Kreisarzt Dr. Y.___ fest, der Beschwerde führer habe sich nach der am 28. April 2010, mithin zwei Tage vor der Entlassung aus dem Dienst, erfolgten Konsultation des Truppenarztes (auch) wegen Schulterschmerzen rechts erst am 9. November 2010 beim Hausarzt in Behandlung begeben. Grund für diesen Arztbesuch sei eine Schnittverletzung an der linken Hand gewesen; die – auf kein Trauma zurückzuführenden - Schulterschmerzen rechts habe d er Beschwerdeführer dabei nur beiläufig erwähnt (Urk. 8/8 S. 2). Angesichts dieser Gegebenheiten und aufgrund der Tatsache, dass die Abklärungen eine gesun de rechte Schulter und klinisch ein e Ansatztendinose der kurzen Bizepssehne erge ben hätten, sei mit medizinisch-praktischer Sicherheit davon auszugehen, dass die während der Rekrutenschule gemeldeten Sch u lterbeschwerden innert sechs Monaten nach der Entlassung wieder abgeheilt gewesen seien. Die im November 2010 gemeldeten Beschwerden könnten weder als Spätfolge noch als Rückfall der dienstlich aufgetretenen Gesundheitsstörung interpretiert werden (Urk. 8/8 S. 3). 3.4 In seiner am 23. Februar 2011 verfassten Stellungnahme gab Dr. Y.___ an, der Beschwerdeführer habe anlässlich der zuvor erfolgten Konsultationen des Truppenarzt es nie über Schulterschmerzen geklagt und diese auch am 28. April 2010 nur beiläufig erwähnt. Den Rat, sich wegen der Schulter symptomatik nachdienstlich in ärztliche Behandlung zu begeben, habe er nicht befolgt. Eine Therapienotwendigkeit habe nicht bestanden, und der Beschwerdeführer sei nicht in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt gewesen. Nach eigenen Angaben hätten ihn die Schulterbeschwerden kaum behindert und sich nur beim Golfs pielen störend ausgewirkt; e ine Brückensymptomatik habe demnach nicht be standen. Insofern könne davon ausgegangen werden, dass die vorübergehende Verschlimmerung wieder behoben gewesen sei, als der Beschwerdeführer am 9. November 2010 erstmals nach dem Dienst einen Arzt konsultiert habe (Urk. 8/13).

3.4 In seiner am 23. Februar 2011 verfassten Stellungnahme gab Dr. Y.___ an, der Beschwerdeführer habe anlässlich der zuvor erfolgten Konsultationen des Truppenarzt es nie über Schulterschmerzen geklagt und diese auch am 28. April 2010 nur beiläufig erwähnt. Den Rat, sich wegen der Schulter symptomatik nachdienstlich in ärztliche Behandlung zu begeben, habe er nicht befolgt. Eine Therapienotwendigkeit habe nicht bestanden, und der Beschwerdeführer sei nicht in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt gewesen. Nach eigenen Angaben hätten ihn die Schulterbeschwerden kaum behindert und sich nur beim Golfs pielen störend ausgewirkt; e ine Brückensymptomatik habe demnach nicht be standen. Insofern könne davon ausgegangen werden, dass die vorübergehende Verschlimmerung wieder behoben gewesen sei, als der Beschwerdeführer am 9. November 2010 erstmals nach dem Dienst einen Arzt konsultiert habe (Urk. 8/13). 3.5 Med. pract. A.___ gab am 29. April 2011 an, bereits am 1. Oktober 2010 wegen rechtsseitiger Schulterbeschwerden vom Beschwerdeführer konsultiert worden zu sein. Er habe ihn damals an den Schulterspezialisten Dr. med. Z.___ ver wiesen (Urk. 8/15.3).

3.5 Med. pract. A.___ gab am 29. April 2011 an, bereits am 1. Oktober 2010 wegen rechtsseitiger Schulterbeschwerden vom Beschwerdeführer konsultiert worden zu sein. Er habe ihn damals an den Schulterspezialisten Dr. med. Z.___ ver wiesen (Urk. 8/15.3). 3.6 Dr. Y.___ gelangte nach Kenntnisnahme dieses Berichts (Urk. 8/15.3) am 1. Dezember 2011 zum Schluss, dass es möglicherweise während des Dienstes - ohne traumatische Einwirkung - zu r Verschlimmerung eines Vorzustandes ge kommen sei. Unter Berücksichtigung der Länge des Intervalls, in dem keine Arztkonsultationen stattgefunden hätten, sowie der stets vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und des diesem weiterhin möglichen Golfsports sei da von auszugehen, dass eine allfällige Verschlimmerung eines Vorzustandes bis Oktober 2010 wieder abgeheilt gewesen sei (Urk. 8/21).

3.6 Dr. Y.___ gelangte nach Kenntnisnahme dieses Berichts (Urk. 8/15.3) am 1. Dezember 2011 zum Schluss, dass es möglicherweise während des Dienstes - ohne traumatische Einwirkung - zu r Verschlimmerung eines Vorzustandes ge kommen sei. Unter Berücksichtigung der Länge des Intervalls, in dem keine Arztkonsultationen stattgefunden hätten, sowie der stets vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und des diesem weiterhin möglichen Golfsports sei da von auszugehen, dass eine allfällige Verschlimmerung eines Vorzustandes bis Oktober 2010 wieder abgeheilt gewesen sei (Urk. 8/21). 3.7 Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, bestätigte am 7. Februar 2012, das s der Beschwerdeführer, der vom 24. Februar 2004 bis 5. Februar 2009 bei ihm in Behandlung gestanden habe, während dieser Zeit an keinen unfall- oder krankheitsbedingten Beschwerden im Bereich der rechten Schulter gelitten habe (Urk. 3/3).

3.7 Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, bestätigte am 7. Februar 2012, das s der Beschwerdeführer, der vom 24. Februar 2004 bis 5. Februar 2009 bei ihm in Behandlung gestanden habe, während dieser Zeit an keinen unfall- oder krankheitsbedingten Beschwerden im Bereich der rechten Schulter gelitten habe (Urk. 3/3). 4.

4. 4.1 Aufgrund der diesbezüglich übereinstimmenden medizinischen Berichte ist da von auszugehen, dass den rechtsseitigen Schulterbeschwerden kein bildgebend nachweisbarer Schaden zugrunde liegt (vgl. hiezu insbesondere Bericht MRI vom 22. November 2010 [Urk. 8/4]). Fest steht sodann, dass sich der Beschwer deführer, der nach eigenen Angaben seit dem Austritt aus dem Dienst immer vollzeitlich der angestammten Tätigkeit nachgegangen ist (Urk. 8/5 S. 1, Urk. 8/6, Urk. 8/15 S. 4, Urk. 1 S. 5), nach der – gemäss den ursprünglichen Aussagen vordergründig aufgrund von Fussbeschwerden erfolgten (Urk. 8/5 S. 1) - Konsultation des Truppenarztes am 28. April 2010 weder der von diesem hinsichtlich der Schulter empfohlenen Physiotherapie (Urk. 8/S3 S. 2) noch ei ner analgetischen Behandlung unterzog (Urk. 8/5 S. 1 f.) und bis am 1. Oktober 2010 wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen auch nie mehr einen Arzt auf suchte (Urk. 8/15.3). Auch beim Arzttermin vom 1. Oktober 2010 erwähnte er die Schultersymptomatik gemäss seiner anfänglichen Darstellung lediglich ne benbei; eigentlicher Grund für die ärztliche Behandlung war damals eine Schnittverletzung an der linken Hand (vgl. Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6). Dass sich die Schulterb eschwerden nach dem Austritt aus der Rekrutenschule stetig ver schlimmert hätten, wie der – nach wie vor zu 100 % arbeitsfähige - Beschwer deführer erstmals einspracheweise geltend machte (Urk. 8/15 S. 2; vgl. auch Beschwerdeschrift [Urk. 1 S. 5]), ist angesichts der Tatsache, dass er sich der vom Truppenarzt empfohlenen Physiotherapie (Urk. 8/S3 S. 2) nicht unterzog en hat und nach de m 28. April 2010 gut fünf Monate lang keinen Arzt konsul tierte, nicht anzunehmen. Sofern der Truppenarzt, der von keiner Einschrän kung der Leistungsfähigkeit ausging, dem Beschwerdeführer am 28. April 2010 tatsächlich – ohne dies in der Krankengeschichte zu vermerken (vgl. Urk. 8/S3 S. 2) - nahe gelegt hatte, sich nach dem (regulären [vgl. Urk. 8/11 S. 1] ) Diens t - ende sofort (vgl. Protokoll vom 11. Januar 2011 [Urk. 8/5 S. 1]) beziehungs weise innert sechs Monaten (vgl. Einsprache vom 6. Mai 2011 [Urk. 8/15 S. 3]) beim Zivilarzt zu melden, erscheint aufgrund des fünfmonatigen behandlungs freien Intervalls umso weniger wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer zwi schen Ende April und anfangs Oktober 2010 unter anhaltenden und gar noch schlimmer werdenden erheblichen Schulterschmerzen gelitten hatte. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer als selbständig Erwerben der jedes Interesse daran hatte, voll arbeitsfähig zu bleiben, hätte er mit über wiegender Wahrscheinlichkeit im Falle einer Beschwerdepersistenz beziehungs weise – verschlimmerung schon bald einen Arzt aufgesucht und sich auch der vom Truppenarzt verordneten Physiotherapie unterzogen, um seine Leistungs fähigkeit zu erhalten. Dass er einfach lange auf die Zähne gebissen habe (weil sich eine ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit negativ auf seine Geschäftstätigkeit ausgewirkt hätte [vgl. Urk. 1 S. 5]), vermag im Übrigen auch insofern nicht zu überzeugen, als der Beschwerdeführer aktenkundig während der lediglich rund sechswöchigen Dauer seines Militärdienstes – wegen diverser, teilweise eher ge ringfügiger Leiden – insgesamt viermal den Truppenarzt konsultierte (vgl. Urk. 8/S3). Angesichts der geschilderten Gegebenheiten fällt eine Leistungs pflicht der Beschwerdegegnerin für die ihr im Dezember 2010 (vgl. Urk. 8/2) gemeldete Symptomatik im Rahmen des ursprünglichen Versicherungsfalls ausser Betracht.

4.1 Aufgrund der diesbezüglich übereinstimmenden medizinischen Berichte ist da von auszugehen, dass den rechtsseitigen Schulterbeschwerden kein bildgebend nachweisbarer Schaden zugrunde liegt (vgl. hiezu insbesondere Bericht MRI vom 22. November 2010 [Urk. 8/4]). Fest steht sodann, dass sich der Beschwer deführer, der nach eigenen Angaben seit dem Austritt aus dem Dienst immer vollzeitlich der angestammten Tätigkeit nachgegangen ist (Urk. 8/5 S. 1, Urk. 8/6, Urk. 8/15 S. 4, Urk. 1 S. 5), nach der – gemäss den ursprünglichen Aussagen vordergründig aufgrund von Fussbeschwerden erfolgten (Urk. 8/5 S. 1) - Konsultation des Truppenarztes am 28. April 2010 weder der von diesem hinsichtlich der Schulter empfohlenen Physiotherapie (Urk. 8/S3 S. 2) noch ei ner analgetischen Behandlung unterzog (Urk. 8/5 S. 1 f.) und bis am 1. Oktober 2010 wegen rechtsseitiger Schulterschmerzen auch nie mehr einen Arzt auf suchte (Urk. 8/15.3). Auch beim Arzttermin vom 1. Oktober 2010 erwähnte er die Schultersymptomatik gemäss seiner anfänglichen Darstellung lediglich ne benbei; eigentlicher Grund für die ärztliche Behandlung war damals eine Schnittverletzung an der linken Hand (vgl. Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6). Dass sich die Schulterb eschwerden nach dem Austritt aus der Rekrutenschule stetig ver schlimmert hätten, wie der – nach wie vor zu 100 % arbeitsfähige - Beschwer deführer erstmals einspracheweise geltend machte (Urk. 8/15 S. 2; vgl. auch Beschwerdeschrift [Urk. 1 S. 5]), ist angesichts der Tatsache, dass er sich der vom Truppenarzt empfohlenen Physiotherapie (Urk. 8/S3 S. 2) nicht unterzog en hat und nach de m 28. April 2010 gut fünf Monate lang keinen Arzt konsul tierte, nicht anzunehmen. Sofern der Truppenarzt, der von keiner Einschrän kung der Leistungsfähigkeit ausging, dem Beschwerdeführer am 28. April 2010 tatsächlich – ohne dies in der Krankengeschichte zu vermerken (vgl. Urk. 8/S3 S. 2) - nahe gelegt hatte, sich nach dem (regulären [vgl. Urk. 8/11 S. 1] ) Diens t ende sofort (vgl. Protokoll vom 11. Januar 2011 [Urk. 8/5 S. 1]) beziehungs weise innert sechs Monaten (vgl. Einsprache vom 6. Mai 2011 [Urk. 8/15 S. 3]) beim Zivilarzt zu melden, erscheint aufgrund des fünfmonatigen behandlungs freien Intervalls umso weniger wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer zwi schen Ende April und anfangs Oktober 2010 unter anhaltenden und gar noch schlimmer werdenden erheblichen Schulterschmerzen gelitten hatte. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer als selbständig Erwerben der jedes Interesse daran hatte, voll arbeitsfähig zu bleiben, hätte er mit über wiegender Wahrscheinlichkeit im Falle einer Beschwerdepersistenz beziehungs weise – verschlimmerung schon bald einen Arzt aufgesucht und sich auch der vom Truppenarzt verordneten Physiotherapie unterzogen, um seine Leistungs fähigkeit zu erhalten. Dass er einfach lange auf die Zähne gebissen habe (weil sich eine ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit negativ auf seine Geschäftstätigkeit ausgewirkt hätte [vgl. Urk. 1 S. 5]), vermag im Übrigen auch insofern nicht zu überzeugen, als der Beschwerdeführer aktenkundig während der lediglich rund sechswöchigen Dauer seines Militärdienstes – wegen diverser, teilweise eher ge ringfügiger Leiden – insgesamt viermal den Truppenarzt konsultierte (vgl. Urk. 8/S3). Angesichts der geschilderten Gegebenheiten fällt eine Leistungs pflicht der Beschwerdegegnerin für die ihr im Dezember 2010 (vgl. Urk. 8/2) gemeldete Symptomatik im Rahmen des ursprünglichen Versicherungsfalls ausser Betracht. 4.2 Aufgrund der aktenkundigen medizinischen Berichte und der Angaben des Be schwerdeführers besteht auch unter dem Titel Rückfall kein Leistungsanspruch. So wurde die wä hrend des Dienstes aufgetretene – nicht traumatisch bedingte (vgl. etwa Urk. 8/2 S. 1) - Symptomatik (nachträglich) mit dem Tragen des Rucksacks beziehungsweise anderer Lasten während der Rekrutenschule in Ver bindung gebracht (vgl. Urk. 8/5 S. 1, Urk. 8/6). Zwar ist nicht auszuschliessen, dass bereits die Ende April 2010 bestandenen rechtsseitigen Schulterschmerzen mit einer Ansatztendinose der kurzen Bizepssehne, wie sie aufgrund der seit dem 1. Oktober 2010 ärztlich behandelten Beschwerden diagnostiziert wurde (Urk. 8/2, Urk. 8/15.3), zu erklären waren. Von einem überwiegend wahrschein lichen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen der am 28. April 2010 dem Truppenarzt angegebenen (Urk. 8/S3 S. 2) und der seit anfangs Oktober 2010 ärztlich behandelten Gesundheitsstörung kann indes insofern nicht ausgegan gen werden, als – gerade angesichts des bereits dargelegten Verlaufs - auch durchaus denkbar ist, dass die vom Beschwerdeführer, der während des Dienstes keine Läsion oder strukturelle Veränderung im Bereich der rechten Schulter er litten hat (vgl. insbesondere Urk. 8/4), erneut geklagten Schulterbeschwerden Folge eine r nachdienstliche n Einwirkung beziehungsweise eine r seit der Ent lassung aus der Rekrutenschule stattgefundenen physische n Belastung sind.

4.2 Aufgrund der aktenkundigen medizinischen Berichte und der Angaben des Be schwerdeführers besteht auch unter dem Titel Rückfall kein Leistungsanspruch. So wurde die wä hrend des Dienstes aufgetretene – nicht traumatisch bedingte (vgl. etwa Urk. 8/2 S. 1) - Symptomatik (nachträglich) mit dem Tragen des Rucksacks beziehungsweise anderer Lasten während der Rekrutenschule in Ver bindung gebracht (vgl. Urk. 8/5 S. 1, Urk. 8/6). Zwar ist nicht auszuschliessen, dass bereits die Ende April 2010 bestandenen rechtsseitigen Schulterschmerzen mit einer Ansatztendinose der kurzen Bizepssehne, wie sie aufgrund der seit dem 1. Oktober 2010 ärztlich behandelten Beschwerden diagnostiziert wurde (Urk. 8/2, Urk. 8/15.3), zu erklären waren. Von einem überwiegend wahrschein lichen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen der am 28. April 2010 dem Truppenarzt angegebenen (Urk. 8/S3 S. 2) und der seit anfangs Oktober 2010 ärztlich behandelten Gesundheitsstörung kann indes insofern nicht ausgegan gen werden, als – gerade angesichts des bereits dargelegten Verlaufs - auch durchaus denkbar ist, dass die vom Beschwerdeführer, der während des Dienstes keine Läsion oder strukturelle Veränderung im Bereich der rechten Schulter er litten hat (vgl. insbesondere Urk. 8/4), erneut geklagten Schulterbeschwerden Folge eine r nachdienstliche n Einwirkung beziehungsweise eine r seit der Ent lassung aus der Rekrutenschule stattgefundenen physische n Belastung sind. 4.3 D ie Leistungsverweigerung (Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens.

4.3 D ie Leistungsverweigerung (Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Martin Künzle

Rechtsanwalt Martin Künzle - Suva, Abteilung Militärversicherung

Suva, Abteilung Militärversicherung - Avanex Versicherungs AG

Avanex Versicherungs AG - Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung

Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubFischer

AN/AF/IDversandt