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Die Arbeit stellt die Probleme grenzüberschreitender Gläubigeranfechtung im deutschen und im französischen Recht rechtsvergleichend dar. Für das deutsche Recht setzt sie sich mit der im Zuge der Insolvenzrechtsreform eingeführten Vorschrift des § 19 Anfechtungsgesetz auseinander, der eine Kollisionsnorm für das anwendbare internationale Anfechtungsrecht aufstellt. Nach Untersuchung dieser Vorschrift kommt die Autorin zu dem Schluss, dass eine ausnahmslose Anwendung des § 19 AnfG nicht immer zu sachgerechten Lösungen führt. So wird für den Fall des fraudulösen Erschleichens einer anfechtungsfeindlichen Rechtsordnung eine Einschränkung der Vorschrift in Form einer Ausweichklausel vorgeschlagen. Schließlich wird ein Ausblick auf eine mögliche Regelung der internationalen Gläubigeranfechtung auf europäischer Ebene gegeben.
Autorentext
Die Autorin: Hendrike Jung wurde 1975 in Bochum geboren. Von 1994 bis 1999 studierte sie Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes und in Nancy. Anschließend studierte sie Rechtswissenschaften in den USA und erwarb 2000 den Master of Laws. Nach dem Zweiten juristischen Staatsexamen im Jahr 2002 arbeitete die Autorin als Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht sowie Privatversicherungsrecht der Universität des Saarlandes. Seit 2004 ist sie Richterin auf Probe im Saarland. Die Promotion erfolgte 2005.