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Jeep und Familie Enzmann
Kurz nach dem Krieg (1945) importierte die Familie Enzmann 60 Jeeps ins Entlebuch, wo sie umgebaut und an die Bauern als Nutzfahrzeuge verkauft wurden.
Kari's Vater brachte die Fahrzeuge jeweils an den Wochenenden von Genf mit Studienkollegen nach Schüpfheim (was immer ein grosses Fest war). Sein Grossvater organisierte dann eigentliche Präsentationstage, an denen die Jeeps vor versammelter Kundschaft ihre Fähigkeiten vorführten. Da sein Grossvater in Schüpfheim neben dem Hotel und der Garage Adler auch ein Kino besass, wurden die „Werbefilme“ darin ausgestrahlt.
Schon nach kurzer Zeit wurde für den Jeep auch eine geschlossene Fahrerkabine angeboten (für die strengen Wintertage im Entlebuch).
Der Grossvater Enzmann hatte sechs Söhne, die drei Ältesten waren mit den echten Jeeps voll beschäftigt und die Jüngeren wollten natürlich nicht nachstehen.
So zeichnete der Vater von Kari Enzmann einen Modelljeep im Maßstab 1: 17,5 und schon bald begannen die kleinen Enzmann’s mit der Modell Produktion. Da Franz – Karl Weber (Spielwarenkette) einen zu kleinen Preis bezahlen wollte, verkauften die Jungs aus dem Entlebuch die Modelle an die Firma „Fratelli Ambrosoli“ (Jeep Importeur) als Werbegeschenke. Die Modelle waren als Baukasten oder als Fertigmodelle zu haben. Zwischen 1945 – 1949 wurden über 500 Stück abgesetzt.
Das wunderschöne Modell des Jeeps wurde wieder neu aufgelegt.... s. auch unter www.robs-jeep.ch/start.html
Es gibt es noch!
Ein echter Scheunenfund am 03.12.2011!
Ein Willys MB mit der Chassis N° 169905 mit Produktionsdatum 8-27-42!
Nach der Erzählung wurde der Jeep vom Grossvater der heutigen Liegenschaftsbesitzer 1947 in D bei der amerikanischen Verwaltung erworben und anschliessend für Feld-/ und Waldarbeiten verwendet. Aber auch für Fahrten in den seltenen Urlaub in den 50er Jahren bspw. nach Rom soll er gute Dienste geleistet haben! Nach einem Getriebe und Motorendefekt, vermutlich in den späten 50er Jahren, wurde der Jeep auf die Seite gestellt und mehr oder weniger vergessen. Nun das sind Erzählungen!
Tatsache ist, dass sich der Jeep in einem seltenen Originalzustand befindet und noch nie restauriert wurde. Der Jeep steht auf bis auf die Leinwand heruntergefahrenen Original Firestone - Reifen und hat nur ein zusätzliches Rücklicht links, dieses wurde oberhalb dem immer noch vorhandenen Originalrücklicht angebracht, sowie zwei nachträglich angebrachte Richtungsanzeiger (Winker) vorne am Body. Die originale Lackierung wurde mit einem hellgrau übermalt!
Man betrachte auch den Tacho....:-) und die Plakette des Wagenhebers.....
Der Jeep wurde erst kürzlich unter einem zusammengefallenen kleinen Speicher geborgen und steht nun in einem anderen alten Stall des Bauerhofes!
Es wäre schade diesen Jeep zu restaurieren...daher bleibt er auch an diesem Ort....
Ein tolles Projekt hat seinen Abschluss gefunden
Opel Blitz 1940
Historische Militär–Ambulanz
AufbauerInnen: Barbara Neuweiler-Meier, Aarau, Karin Baschung-Notter, Olten. Seit kurzem im Besitz von Stefan Laib, Meisterschwanden.
Viele Details und ein tolles Tagebuch unter www.detachement40.ch