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Literature
Jean Tinguely, Books in Residence #1
8 December 2010 – 20 February 2011
"Was mir gefällt, was mir Spass macht."
Der Schweizer Künstler Jean Tinguely hat ein faszinierendes Werk hinterlassen, das bei genauerer Betrachtung in verschiedener Hinsicht wieder erstaunlich zeitgenössisch ist. Schade nur, dass seit es auf Frotteetüchern und Krawatten erschienen ist, leider nicht mehr dieselbe Radikalität hat, wie als es ursprünglich geschaffen worden ist.
Auf der Suche nach den Inspirationsquellen von Tinguelys Arbeit, wurde uns leider gesagt, Tinguely habe nie eine Bibliothek gepflegt. Wohl habe er Bücher gehabt, viele sogar, aber diese nie wie ein Sammler und Bibliothekar archiviert. Sie waren ihm Lese- und Arbeitsmaterial und konnten bei einem Umzug auch mal zurückgelassen werden.
Eine Rekonstruktion seiner Bibliothek gestaltet sich deshalb schwierig.
1977 erschien jedoch eine Ausgabe des Magazins Du, das von Tinguely selbst zusammengestellt worden ist und viele seiner Inspirationsquellen enthält. Das Heft mit dem Titel "Was mir gefällt, was mir Spass macht" zeigt dermassen viel Information über Tinguelys Interessen, seine Vorbilder, die Philosophen die er las, die Erfinder die er bewunderte, die Kolleginnen und Kollegen die er schätzte, so dass es ein leichtes war mit dem Inhalt dieses Heftes eine Auswahl seiner möglichen Bücher zu rekonstruieren.
Die ausgewählten Bücher stellen eine spontane Selektion dar, aus der Zentralbibliothek Zürich und der ETH Bibliothek zusammengetragen. Und trotzdem illustriert die Auswahl wohl ziemlich genau, mit was sich Jean Tinguely auseinandergesetzt hat, was ihn interessiert hat, bevor sein Werk vermarktet wurde.