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Erstmals ist eine wiederverwendete Rakete ins Weltall gestartet. Das private US-Unternehmen SpaceX schickte am Donnerstag eine Trägerrakete auf die Reise, von der eine sogenannte Raketenstufe bereits früher für einen Raumflug verwendet worden war.
Die Falcon-9-Rakete beförderte vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral einen luxemburgischen Satelliten. Bei der Wiederwendung von Raketen-Komponenten hatte das kalifornische Unternehmen im Dezember 2015 den Durchbruch geschafft, als es ihm erstmals gelang, die sogenannte erste Stufe der Falcon 9 unbeschadet zurück zur Erde zu bringen.
Insgesamt ist dies dem Unternehmen nun schon acht Mal gelungen: Fünf der Erststufen - die wie eigene Raketen gebaut sind - landeten auf Plattformen im Meer, drei auf Land.
Incredibly proud of the SpaceX team for achieving this milestone in space! Next goal is reflight within 24 hours.— Elon Musk (@elonmusk) 30. März 2017
Die erste Stufe ist bei Stufenraketen der grösste und schwerste Bestandteil. Bei der Falcon 9 ist sie 41 Meter lang. Die mehrfache Verwendbarkeit würde auf Dauer die Raumfahrt deutlich preisgünstiger machen, wie es sich SpaceX zum Ziel gesetzt hat.
Raketen mehrfach benutzen zu können, war schon im Kalten Krieg ein Ziel der Raumfahrtgrossmächte Sowjetunion und USA. Auch der deutsche Ingenieur und Raketenbaupionier Wernher von Braun arbeitete für die US-Behörde NASA an dieser Idee. In den USA entwickelte sich daraus das berühmte Shuttle-Programm. Zwischen 1981 und 2011 flogen die schnittigen «Weltraumtaxis» 135 Einsätze.
Erstmals war die jetzt wiederverwendete Erststufe im vergangenen April ins All geflogen. Damals hatte sie einen Versorgungsflug für die Internationale Raumstation ISS auf den Weg gebracht. (cma/sda/afp)
Im persönlichen Gespräch erklärt der 77-Jährige Michel Mayor den Nutzen seiner Forschung, spricht über seine persönlichen Ziele und kontert Kritik an der einseitigen Nobel-Preisverteilung an weisse Männer.
Herr Mayor, Sie haben diese Woche den Physik-Nobelpreis erhalten - herzliche Gratulation. Für wie viele Selfies mussten Sie schon posiert?Michel Mayor: Sehr viele! Ich habe sie nicht gezählt. Am so genannten «Dies Academicus» am Freitag an der Universität Genf, wo ich einen Auftritt hatte, waren es aber bestimmt 100.
Was bedeutet Ihre Auszeichnung für die Hochschullandschaft Schweiz?Sie zeigt, dass wir in der Schweiz sehr gute Bedingungen haben für eine hochwertige, wissenschaftliche Forschung. …