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Konfmorgen mit der Schweizerischen Flüchtlingshilfe
Am 13. März durften wir einen spannenden Morgen mit der Schweizerischen Flüchtlingshilfe via Zoom erleben. Drei Könfis erzählen.
Julian: "Am heutigen Tag durften wir an einem Workshop der schweizerischen Flüchtlingshilfe teilnehmen, bei welchem wir nicht nur Geschichten von geflüchteten Menschen hören, sondern auch Fragen zu ihrer Flucht und zur Immigration in der Schweiz stellen konnten. Eine dieser sehr berührenden Geschichten, ist von einem Mann, der im Kosovo in den 90er Jahren aufgewachsen ist. Er erzählte uns viel über die Ungerechtigkeit und die Unterdrückung, die damals im Kosovo herrschte. Schliesslich beschloss er mit seinen Freunden, Demonstrationen zu organisieren, um der Regierung die Augen zu öffnen und zu zeigen, dass in ihrem Land nicht alles mit Rechten Dingen zugeht. Wie das damals im Kosovo so üblich war, wurden die Demonstranten verhaftet. In Haft wurden die Insassen tagtäglich gefoltert und geschlagen, was schliesslich zur Flucht in die Schweiz führte."
Vanessa: "Die zweite Person erzählte: Er wohnte in Afghanistan liegt in Zentralasien. Er arbeitete dort als Projektleiter. Es gab immer wieder Bürgerkriege und er wurde persönlich und telefonisch von Taliban bedroht. Er wurde schliesslich gezwungen das Land zu verlassen. Er wollte mit seiner Familie nach Indien, Russland oder in die Ukraine fliehen, aber konnte dies nicht, weil er kein Visum erhalten hatte. Darum floh er in die Schweiz, er flog mit dem Flugzeug 12h 20min. von Kabul nach Zürich. Er war traumatisiert von dem ganzen Ereignis und musste in der Schweiz mit Deutsch von Null anfangen, damit hatte er viele Schwierigkeiten, was für ihn auch eine grosse Herausforderung darstellte. Seit Oktober 2015 wohnt er in einer viereinhalb Zimmer Wohnung in Schaffhausen, die er mit seinen 4 Kindern und seiner Frau teilt. Wenn er nicht geflüchtet wäre, sässe er heute im Gefängnis."
Anina: "Der Morgen hat sich gelohnt, denn man hat nicht immer die Chance, dass man zwei Fluchtgeschichten von den beteiligten Menschen hören kann. Ich habe viel gehört und im Nachhinein mir auch sehr viele Gedanken über dieses Thema gemacht. Es nahm mich schon mit, weil man sich plötzlich vorgestellt, was wäre passiert, wenn ich diese Person gewesen wäre. Ob ich nachträglich auch so offen über diese Geschichte sprechen könnte. Am meisten hat mich berührt, dass ganze Familien darunter leiden mussten und das kleine Kinder schon das alles miterleben mussten. Diese Zeit war für niemand einfach und hat sie sicher auch sehr geprägt. Eine solche Flucht wünsche ich keinem."