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Die Geschichte des Hotelierpioniers Alexander Seiler begann am 21. Februar 1819 – heute vor 200 Jahren. Im Alter von 28 Jahren folgt er seinem Bruder Joseph nach Zermatt, um eine Herberge zu gründen. Die beiden Brüder sowie der dritte Bruder Franz mieten im Jahr 1853 ein Holzchalet. Dieses kauft Alexander nach zwei Jahren und tauft es auf den Namen "Monte Rosa". Alexander funktioniert das Chalet zu einem Hotel mit 35 Betten um. Damit war er so erfolgreich, dass er in Folge die Bergpension "Riffelberg" mietet. Damals war dieses Gasthaus das höchstgelegene in ganz Europa. Auch dieses Geschäft florierte.
Im Jahr 1867 kaufte Alexander das Hotel "Mont Cervin", das zuvor ein grosser Konkurrent war. Er vergrössert es und hat erneut Erfolg damit. Alexander eröffnete weitere Hotels ausserhalb von Zermatt.
Burgerschaft erst am Lebensende anerkannt
Erstaunlich ist, dass Alexander bis kurz vor seinem Tod als Fremder behandelt wurde. Man hat ihn und sein Schaffen zwar wertgeschätzt, trotzdem wollten ihn die eingesessenen Zermatter nicht in der Burgerschaft haben. 1889 erhält Alexander dann doch den Burgerbrief, wobei er zu diesem Zeitpunkt bereits ein gesundheitlich angeschlagener Mann war.
Er war einer der Ersten, der das touristische Potential der Alpen und das Bedürfnis Auswärtiger nach Luftveränderung erkannte – mit grossem Erfolg, der bis heute andauert.
1841 (22 Jahre): Alexander verlässt seine Heimat in der Goms-Region
1847 (28 Jahre): sein Bruder Joseph ermuntert ihn, in Zermatt eine Herberge zu eröffnen
1853 (34 Jahre): er und seine Brüder mieten ein Holzchalet
1854 (35 Jahre): Alexander kauft das Hotel und gründet das Hotel Monte Rosa
1856 (37 Jahre): Alexander mietet das Berggasthaus Riffelberg
Dazwischen: Heirat
1867 (48 Jahre): Alexander kauft das Mont Cervin
1890 (71 Jahre): Alle Gasthöfe und Hotels sind unter der Leitung von Alexander ausser das "Hotel de la Poste" (insgesamt 1'000 Betten, 600 Jobs)
1891 (72 Jahre): Alexander stirbt