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Schon seit der Gründung der Republik führte Rom viele Kriege, so daß es bis 272 vor Christus die Herrschaft über Mittel- und Unteritalien innehatte.

Nach diesen Kriegen errichteten die Römer an strategisch wichtigen Punkten Italiens Militärstützpunkte, die sich teilweise zu Städten entwickelten (colonia). Diese Siedlerkolonien wurden durch feste Straßen mit Rom verbunden.
Nachdem die Römer so die Herrschaft über Mittel- und Unteritalien errungen und gesichert hatten, wurde es in den darauffolgenden zwei Jahrhunderten zur Weltmacht. Es gewann in den Punischen Kriegen 264-241 und 218-201 die Vorherrschaft über das westliche Mittelmeergebiet, Sizililien wurde erste römische Provinz und der Erzfeind Karthago wurde zerstört, obwohl die Karthager unter der Führung Hannibals im zweiten Punischen Krieg die Römer in Italien selbst angriffen und ihnen bei Cannae 216 die schwerste Niederlage ihrer Geschichte zufügten.
Von 200 bis 133 wandten sich die Römer der Eroberung des hellenistisch beherrschten östlichen Mittelmeerraums zu und errangen auch dort eine Vormachtsstellung. Durch die Eroberung dieser Gebiete gelangten aber auch sehr viele griechische Werte, Sitten, die Göttervorstellung, Sprache und Bauweise nach Rom. Außerdem gelangten aus diesen Gebieten viele Sklaven nach Italien, mit denen die Großgrundbesitzer ihre Felder sehr billig bewirtschaften konnten, zudem konnte aus den Provinzen billiges Getreide importiert werden. Deshalb verarmten allerdings auch viele kleine Bauern, sie mußten ihre Höfe an Großgrundbesitzer verkaufen und zogen in die großen Städte, vor allem nach Rom, wo so das Proletariat entstand.
Stefan Röhrich <email-pii>