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Computerkrankheit (RSI) - schnell und einfach beseitigt
Ob Sie nun ein perfekter Schnellschreiber sind oder mit dem System Adler (2-3 Fingersystem) arbeiten, ob Sie viel oder wenig mit der Maus arbeiten, Sie sind auf jeden Fall auf die Dauer gefährdet, die Computerkrankheit zu bekommen, wenn Sie längere Zeit vor einem Bildschirm verbringen (müssen).
Der Grund, Sie belasten jeden Tag durch Ihre Arbeit tausendfach für kurze Zeit ganz bestimmte Muskeln. Daher auch der internationale Name für dieses Phänomen, Repetitive Strain Injury (RSI), Belastungsverletzung durch dauernde Wiederholung.
Haben Sie die Symptome der Computerkrankheit bei sich oder Ihrem Nachbarn schon kennen gelernt?
Ganz allmählich schleichen sich die Beschwerden ein. Vielleicht ein leichter Verlust an Kraft und Beweglichkeit und ab und zu ein Taubheitsgefühl. Dann ein Kribbeln, Ziehen mit zeitweiligem Kältegefühl. Es kommt zu Fehlbewegungen, Muskelkrämpfen und schliesslich treten Schmerzen auf, erst nur bei Bewegung, dann auch in Ruhe.
Schmerzen in Armen und Händen, besonders am Handrücken und Unterarm, steife, schmerzhafte Gelenke in Schultern, Armen und Händen und unangenehme Muskelkrämpfe.
Zur Diagnose der Computerkrankheit braucht man keine teuren Untersuchungen und Apparate. Jeder kann sie stellen. Es genügen die äusseren Umstände, der Nachweis immer gleicher, sich wiederholender Bewegungen.
Verschiedene Behandlungen werden von der Schulmedizin vorgeschlagen. Wärmebehandlung, Kältebehandlung, Bestrahlung, Bewegungsbäder, Massagen, Gymnastik. Zur sofortigen Linderung natürlich Medikamente. Schmerzmittel in verschiedener Stärke, Kortison als Entzündungshemmer und wenn das nicht ausreicht Antidepressiva, damit man gleichgültiger wird gegenüber dem Schmerz.
Die Spezialisten sind in einem Dilemma. Die Beschwerden werden glaubhaft vom Patienten angegeben. Eine Schädigung in der Muskulatur kann nur selten nachgewiesen werden. Also muss das Nervensystem eine Rolle spielen. Die Erklärung ist dann folgende. „Unterschwellige Schmerzsignale“ häufen sich bei jeder Bewegung im Gehirn an. Überschreiten diese Signale eine bestimmte Häufigkeit, so werden sie als Erinnerung gespeichert. Dieses „Erinnerungszentrum“ ist verantwortlich für den Schmerz, der dann schon bei einer kleinen, nicht belastenden Bewegung des Armes oder der Hand auftritt.
In meinen Augen ist dies eine Ohnmachtserklärung. Sie bestätigt das Fehlen einer Therapie, die in vertretbarer Zeit das Problem beseitigt. Der Arbeitsplatz kann ja nicht beliebig oft und beliebig lang verlassen werden und eine Umschulung ist wohl auch nur selten möglich.
Alle diese Annahmen und Erklärungen für eine „Krankheit“ sind äusserst fragwürdig. Erschüttert werden die obigen Thesen durch eine ziemlich einfache Behandlungsmethode, die sofort wirkt, die rasch verlorene Kraft und Beweglichkeit wiederbringt und Schmerzen verschwinden lässt.
Die Lösung ist deswegen einfach, weil unser Bindegewebe entgegen landläufiger Meinungen entspannt werden kann und sich damit die Sehnen und Bänder verlängern lassen. Die Wirkung ist unmittelbar unter der Behandlung zu spüren, denn die verkrampften Schmerzrezeptoren lockern sich und müssen sich entspannen, weil die Umgebung auch weich und dehnbar geworden ist. Der Schmerz der lokalen Verspannung lässt sofort nach. So kann nach und nach ein ganzes Muskel-Sehnen-System entspannt und behandelt werden. Ist die Gegenseite auch verspannt, was uns ein Gelenkschmerz, aber auch eine Druckschmerzempfindlichkeit der Sehnenpunkte anzeigt, wird hier gleich verfahren.
Es ist doch kein Zufall, dass plötzlich eine vorher nie dagewesene „Krankheit“ uns heimsucht, die Computerkrankheit. Vieles hat sich unmerklich verändert. Wir leben in einer neuen Zeit. Und an diese müssen wir uns und unsere Einstellungen anpassen. Das ist das (r)evolutionäre an der weiteren Behandlung. Die Verantwortung für die „Computerkrankheit“ liegt nicht mehr alleine in einer Institution, dem seit über hundert Jahren erfolgreichen Gesundheitssystem, den Ärzten und Physiotherapeuten. In einer mehr und mehr demokratischer werdenden Welt muss auch jeder für sich selbst mehr eigene Verantwortung tragen. Das heisst, er muss sich informieren, abwägen, Entscheidungen treffen. Und vor allem, er muss auch selbst etwas tun, mit sich und seinem Körper.
Das ist der grosse Vorteil bei der Therapie. Selbermachen, Eigenverantwortung. Es sind ganz einfache Stellungen, Haltungen, Positionen, die für 1-2 Minuten pro Tag eingenommen werden müssen. Zur Therapie mehrmals am Tag, zur Prophylaxe kann man das lockerer sehen. In diesen Übungen werden speziell die verkürzten Muskelstränge und die dazugehörigen Sehnen indidviduell in eine Spannungs- und Dehnstellung gebracht.
Bei jedem ist das Muster der Verspannung ein wenig verschieden. Trotzdem gibt es für alle gültige Dehnhaltungen. Seine individuellen Schwächen zu kennen bedeutet, ihnen jederzeit begegnen zu können und mit den erlernten Tricks hat jeder die Möglichkeit, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, wie weiland Baron von Münchhausen, sollte es denn einmal nötig sein.
Das Ziel dieses Trainings ist es, für alle Zeiten von dieser „Krankheit“ befreit zu sein.