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Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, ist eine Drüse. Sie hat zwei verschiedene Zelltypen. Die einen geben Enzyme an den Darm ab, die anderen produzieren Hormone und geben sie in den Blutkreislauf ab.
So funktioniert das Pankreas
Die Bauchspeicheldrüse liegt in der Bauchhöhle. Sie besteht aus einem in einer Biegung des Zwölffingerdarmes liegenden Kopf sowie Hals, Körper und Schwanz. Der Schwanz stösst auf der linken Bauchseite auf die Milz. Das Pankreas ist durch einen Gang mit dem Zwölffingerdarm verbunden. Diese Mündungsstelle wird auch als «Vater-Ampulle» bezeichnet. Im Pankreas werden leicht alkalische (basische) Sekrete (Bauchspeichel) gebildet, um die Magensäure, die in den Zwölffingerdarm fliesst, zu neutralisieren..
Die Bauchspeicheldrüse steuert die Speicherung von Glukose nach den Mahlzeiten und die Glukoseabgabe in Zeiten ohne Nahrungsaufnahme. Zuständig dafür sind die Bauchspeicheldrüsenhormone Insulin und Glukagon, die in speziellen Zelltypen innerhalb winziger, kugelförmiger Gruppen aus Bauchspeicheldrüsengewebe produziert werden. Sie heben oder senken den Blutzuckerspiegel. Störungen der Insulin produzierenden Zellen führen zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Das tut der Bauchspeicheldrüse gut
Grundsätzlich sollten Sie mit Problemen mit der Bauchspeicheldrüse immer einen Arzt konsultieren. Damit Ihre Bauchspeicheldrüse gut funktionieren kann, hat der diplomierte Drogist HF Martin Tschumi für Sie ein paar Tipps zusammengestellt:
Vermeiden Sie sehr fettiges und sehr scharfes Essen. Viele Gewürze können die Bauchspeicheldrüse reizen.
Es ist sinnvoll, das ganze Verdauungssystem in regelmässigen Abständen zu entlasten. Es gibt zum Beispiel spezielle Saft-Kuren, die auf die Entschlackung ausgerichtet sind. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten. Dazu können auch gewisse Schüssler-Salze, Tees oder Spagyrik-Mischungen kombiniert werden, um den entschlackenden Effekt zu verstärken. Diese sollten jedoch immer individuell auf die Person abgestimmt werden.
Stressfaktor Softdrinks
Forscher der Universität von Minnesota/USA sind dem Einfluss von Softdrinks auf die Häufigkeit von Neuerkrankungen von Bauchspeicheldrüsenkrebs nachgegangen. Sie nahmen für eine Langzeituntersuchung das Verhalten mehr als 60‘000 Menschen in Singapur genauer unter die Lupe. Die Teilnehmer wurden 14 Jahre lang immer wieder untersucht und zu ihren Lebensgewohnheiten befragt. Insgesamt 140 Teilnehmer erkrankten während der 14-jährigen Nachbeobachtungszeit an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Tatsächlich fanden die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Softdrinks und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dabei hatten jene, die im Durchschnitt fünf süsse Erfrischungsgetränke pro Woche tranken, ein um 87 Prozent höheres Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, als jene, die keine Limonaden tranken. Keinen derartigen Zusammenhang fanden die Forscher hingegen für Konsumenten von Fruchtsäften.
Doch wie fast jede Studie wurde auch diese kritisiert: Gemäss einer Einschätzung einer Forscherin vom Krebszentrum in Yale im US-Bundesstaat Connecticut ist nicht sicher, ob für die Langzeitstudie verschiedene Störfaktoren genügend berücksichtigt wurden. Denn häufig verstärken andere Faktoren wie Rauchen die Wirkung von Softgetränken. Ein hoher Konsum von Süssgetränken führt ausserdem zum Typ 2-Diabetes mellitus und dieser könnte wiederum zu Bauchspeicheldrüsenkrebs führen.