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Die Entwicklungen der letzten Tage führen zu Unsicherheit und vielen Fragen. Wir möchten einige der Themen aufgreifen, zu denen wir täglich viele Anfragen bekommen und die für Sie relevant sein können. Die Situation ändert sich aktuell fortlaufend und so kann es sein, dass sich gewisse Informationen und Empfehlungen aufgrund von neuen Erkenntnissen wieder ändern werden.
Untersuchungstermine in der Praxis
Die Praxen sind geöffnet. Wenn neue Symptome auftreten oder eine neue Veränderung vorliegt, dann melden Sie sich bitte telefonisch in der Praxis, um einen Untersuchungstermin zu vereinbaren. Wir kümmern uns auch jetzt weiter um Sie.
Gehöre ich zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen (nachfolgend „vulnerable Gruppe“ genannt)?
- Ich hatte Brustkrebs. Jetzt fühle ich mich aber gesund und meine Nachsorge verlief zuletzt unauffällig.
Sie gehören nicht zur besonders gefährdeten Gruppe.
Nach Brustkrebs erkranken Frauen nicht häufiger an Infektionskrankheiten. Sie sind jetzt genau so gesund wie ihre Nachbarin und dürfen sich auch so fühlen.
- Ich hatte in der Vergangenheit eine Chemotherapie.
Sie gehören nicht zur besonders gefährdeten Gruppe.
Ihr Immunsystem wurde durch die Chemotherapie nur für einen kurzen Zeitraum eingeschränkt. In der Regel können Sie davon ausgehen, dass mit der Erholung der weissen Blutkörperchen (Leukozyten) eine funktionierende Immunabwehr vorliegt.
- Ich nehme eine anti-hormonelle Therapie ein oder habe in der Vergangenheit eine eingenommen (z.B. Tamoxifen, Anastrozol z.B. Arimidex®, Letrozol z.B. Femara®, Exemestane z.b. Aromasin®).
Sie gehören nicht zur besonders gefährdeten Gruppe.
Frauen während oder nach anti-hormoneller Therapie sind in keiner Weise vermehrt gefährdet.
- Ich habe meine Chemotherapie beendet und erhalte Infusionen mit Antikörpern (z.B. Herzeptin® oder Perjeta®).
Sie gehören nicht zur besonders gefährdeten Gruppe, sofern sich Ihr Blutbild von der Chemotherapie erholt hat.
- Sie gehören zur besonders gefährdeten Gruppe, wenn…
a) … Sie derzeit eine Chemotherapie erhalten.
b) … Sie sogenannte CDK4/6 Inhibitoren einnehmen (Palbociclib = Ibrance®, Ribociclib = Kisquali®, Abemaciclib).
c) … Sie fortgeschrittene Erkrankungen haben, welche dauerhaft Therapien (z.B. Everolimus, Alpelisib, Cortison Präparate) benötigen.
Patientinnen, welche laut Punkt 5 zur vulnerablen Gruppe gehören, thematisieren das weitere Vorgehen bitte in der onkologischen Sprechstunde.