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Tatacoa: Gefangen unter der Wüste
Thomas Zeller, 23.04.2019 - 300 Seiten
Als der 19-jährige Daniel eine Gruppe junger Touristen durch die kolumbianische Tatacoa-Wüste führt, verschwinden drei von ihnen. Mit dem Rest der Reisegruppe, Alex und Laura, begibt sich Daniel auf die Suche. Auch die 16-jährige Amelia, deren Vater ebenfalls vermisst wird, schließt sich ihnen an. Die Spur führt sie tief unter die Erdoberfläche und bald finden sie sich in einem alten Bergwerk wieder, gefangen von einer kriminellen Bande. Um dort wieder herauszukommen, müssen Daniel und seine Freunde in achtundvierzig Stunden etwas finden, das älter ist als die Wüste selbst. Die Uhr tickt und die Aussichten auf Erfolg könnten nicht geringer sein …
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Der neunzehnjährige Daniel ist auf dem Weg zu seinem einzig noch lebenden Verwandten, Onkel Juan, dem jüngeren Bruder seiner Mutter. Dieser lebt in einem Observatorium in der kolumbianischen Tatacoa-Wüste, von wo aus er unter anderem auch geführte Touren in die Wüste anbietet.
Auf seinem Weg zum Observatorium fallen Daniel zwar dicke Rohre auf, die mehr oder weniger versteckt aus dem Wüstenboden ragen, doch aufgrund eines Unfalls vergisst er nachzufragen, was es damit wohl auf sich hat. Auch Santiago, der für Onkel Juan arbeitet und Touristen die Umgebung zeigt, erwähnt diese nicht. Als Santiago schwer verletzt wird, springt Daniel als Touristenguideein.
Gemeinsam mit Laura, Emilio, Sara Alex und dessem jüngeren Bruder Carlos fährt er in die Wüste. Bald schon stehen die drei an einer der größten Attraktionen – einem professionell angelegten Schwimmbecken. Nach einer Übernachtung am Beckenrand, muss die Gruppe feststellen, dass Carlos verschwunden.
Auf der Suche nach Hilfe treffen sie auf Amelia, die sich ihnen anschließt, da ihr Vater vor kurzem ebenfalls auf mysteriöse Weise an einem Wasserloch verschwand.
Gemeinsam finden sie den Eingang in ein altes Bergwerk, doch kaum haben sie die Schwelle passiert, da verschließt eine massive Metalltür den Einstieg. Jetzt gibt es nur noch einen Weg: immer weiter hinein. Schnell merken Daniel und seine Begleiter, dass das Bergwerk zwar alt, aber keineswegs verlassen ist, und sie müssen innerhalb kurzer Zeit eine schier unlösbare Aufgabe bewältigen, um jemals wieder lebend aus der Mine herauszukommen.
Thomas Zellers Jugendbuch beginnt spannend und es gelingt ihm die spannende Atmosphäre das ganze Buch hindurch aufrecht zu erhalten. Auch wenn die Charaktere für meinen Geschmack noch etwas detaillierter hätten beschrieben werden können, hatte ich doch ein recht gutes Bild von ihnen vor Augen und habe mit ihnen mitgefiebert. Allerdings waren sie trotz gelegentlicher Panikattacken für mich zu abgeklärt. Ob eine Gruppe junger Menschen wirklich so emotionslos und rational reagieren würde angesichts dessen, was ihnen in der Mine widerfährt, wage ich zu bezweifeln.
Die Beschreibungen unter Tage waren sehr umfassend und ausführlich, insbesondere die örtlichen Gegebenheiten und die technischen Details. Den Beschreibungen merkt man an, dass der Autor Gerätebau studiert hat und ihn die technischen Möglichkeiten und potentielle Weiterentwicklungen sehr faszinieren. Ein gewissen Interesse für Wissenschaft und Technik auf Seiten der Leser ist daher vielleicht nicht nötig, aber sicher hilfreich. Für mich war es an einigen Stellen etwas schwierig mir die Dinge, insbesondere allerdings die genaue Umgebung vorzustellen, doch meinem Lesefluss hat das keinen Abbruch getan. Dazu hat auch die gute Strukturierung der Geschichte beigetragen.
Insgesamt ist „Tatacoa“ für mich ein spannendes Buch aus dem Bereich Abenteuer und Science Fiction, bei dem ich sogar einige Dinge gelernt habe (allen voran, dass es überhaupt eine Wüste namens Tatacoa gibt).
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Epilog