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Der Löwe kam immer näher. Und näher. Und noch näher. Schliesslich sah er nur noch den Rachen, aus dem sein Sabber heraustropfte. «Hilfe!», dachte der Pilz.
Währenddessen herrschte im Zoo von Altdorf im Kanton Uri ein totales Chaos, weil der Löwe vor 5 Minuten aus dem jetzt demolierten Gehege ausgebrochen war. «Er ist Richtung Kazuri-Wald gerannt!», berichtete der Zoodirektor. Er hatte dicke Schweissperlen im Gesicht und tupfte sich diese mit dem geblümten Taschentuch ab. «Wir werden sofort mit der Suche nach dem Löwen beginnen. Gibt es besondere Kennzeichen?», fragte der Polizist.
Zwei Tage später lief Hansjürg Kazuri auf seinem Abendspaziergang durch den Kazuri-Wald, obwohl der Wald aufgrund des Zooausbruchs vom Löwen gesperrt war. Der Kazuri-Wald heisst so, weil Hansjürg Kazuri den Wald vor langer Zeit aufgekauft hatte. Seitdem machte er jeden Abend seinen Abendspaziergang. Er setzte sich auf eine rote Sitzbank mitten im Wald und rief seinen Freund an. «Willkommen bei Combox von Swisscom. Der Teilnehmer mit der Nummer 052 000 00 00 ist momentan nicht erreichbar. Bitte rufen Sie später an», ertönte die Stimme aus dem iPhone 14 Pro. Plötzlich hörte er hinter sich ein lautes Knurren. «OMG! Was ist das?», schrie Hansjürg. Es war ein Wesen, das aussah wie ein Löwe und ein Tiger gemischt. Es hatte die grösste Mähne, die Hansjürg je gesehen hatte. Das gestreifte Fell passte gar nicht zum Löwen. Hansjürg vermutete, dass dies der Löwe war, der aus dem Zoo ausgebrochen war. Was war wohl mit dem passiert? Doch Hansjürg hatte gerade andere Probleme.
«… und dann habe ich ihm Salami vor den Rachen geworfen, weil ich noch oft Hunger habe, wenn ich einen Spaziergang mache. Zum Glück hatte ich noch nichts gegessen», erzählte Hansjürg seinem Freund, der endlich mal ranging. Es war 2:00 Uhr in der Nacht und Hansjürg konnte natürlich nicht schlafen. Deshalb telefonierte er auch mitten in der Nacht mit seinem Freund, der auch wirklich nur um diese Zeit ans Telefon ging.
Am nächsten Morgen kam der berühmte Dean Schneider extra aus Afrika, um die Sensation zu betrachten. Die Polizei hatte inzwischen nämlich Wind vom Tiger-Löwen bekommen, weil Hansjürg nach dem Telefonat mit seinem Freund mitten in der Nacht noch die Polizei angerufen hatte. Deshalb sollte jetzt der Experte von Afrika, der ja eigentlich ein Schweizer war, die Sensation unter die Lupe nehmen. Er machte sich an die Arbeit. Schon nach 5 Minuten wurde er fündig.
Eine Stunde später konnte er der Polizei erklären. «Es gibt den sogenannten Löwen-Pilz. Wissenschaftler fanden heraus, dass, wenn ein Löwe den Löwen-Pilz frisst, dann aus dem Löwen ein Wesen wird, der aussieht wie eine Mischung aus einem Löwen und einem Tiger. Ich vermute, dass das vor 3 Tagen mit eurem Löwen passiert ist, der ja aus eurem Zoo ausgebrochen ist. Und ich will euch noch einen Tipp mit auf den Weg geben: Seine Schwachstelle ist das Fressen; wenn er etwas zu Fressen kriegt, dann lässt er sozusagen alles stehen und liegen. Nutzt das aus.», erzählte er den Polizisten, die wie angewurzelt dastanden. Dann ging er.
Drei Stunden später hatte die Polizei einen Plan. Sie wollten ganz viel Fleisch vom besten Koch in ganz Altdorf. Als sie das hatten, legten sie eine Spur mit dem gesamten Fleisch bis in den Zoo in sein Gehege. Als das Wesen im Gehege war, schloss der Zoodirektor schnell die Tür zu. Alle jubelten. Und der Zoo ist jetzt aufgrund des einzigen Exemplars eines Tiger-Löwen berühmt geworden.