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Ida Pfeiffer – Weltreisende im Biedermeier
Mitte des 19. Jahrhunderts trat die Wienerin Ida Pfeiffer ihre erste von fünf grossen Reisen an. Sie betrat viele Länder als erste Weisse – vor allem als erste weisse Frau. Die Strapazen von Fernreisen um 1850 machten ihr nichts aus. Sie wollte schon als Kind hinaus in die weite Welt. Das war allerdings mit den Konventionen ihrer Zeit – des Biedermeiers – nicht vereinbar. Bevor sie ihrem Forschungs- und Entdeckerdrang folgen konnte, musste sie erst einmal ihre Pflichten als Hausfrau und Mutter erfüllen. Im März 1842 war es dann so weit. Im Alter von 45 Jahren begann sie ihre Träume zu verwirklichen. Kreuz und quer reiste sie um die Welt: von Palästina ging es unter anderem nach Skandinavien, es folgten Nord- und Südamerika, China, Indien und einige afrikanische Länder, wie Madagaskar. Um die Reisen zu finanzieren, schrieb sie ihre Beobachtungen auf. Eine Lektüre, die nicht nur der Unterhaltung des gehobenen Bürgertums diente, sondern auch der Wissenschaft. Sie brachte viele Pflanzen, kleine Tiere und Mineralien von ihren Reisen mit zurück nach Wien. Einige sind sogar nach ihr benannt worden, wie eine Wasserfroschart aus Madagaskar, Rana idae.
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