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SC Brühl 2 – FC Vaduz 2 0:1 (0:1)
Der SCB wollte sich anlässlich des letzten Heimspiels der Vorrunde vor dem eigenen Anhang mit einer guten Leistung und drei Punkten verabschieden. Das Team musste einige Absenzen beklagen, war aber in der Lage, eine gute Truppe aufzustellen. Beide Mannschaften stiegen vorsichtig in die Partie, standen bei Ballverlust tief in den eigenen Reihen und liessen bei Ballbesitz vorerst den Ball geduldig zirkulieren, ohne übermässige Risiken einzugehen. In der 4. Minute verzeichneten die Hausherren den ersten Abschluss, der Schuss von Javier Halter nach einem Eckball überflog jedoch die Querlatte. In der 9. Minute kam Mirko Milic zum Abschuss im Strafraum, sein Schuss wurde aber von einem Abwehrspieler abgeblockt. In der 11. Minute zeigten sich die Gäste ein erstes Mal offensiv, Deivid Gomez im Tor des SCB war aber zur Stelle. Die nächste sehenswerte Aktion ereignete sich in der 23. Minute: nach einem Eckball kam Dylan Fatzer zum Abschluss, der Ball flog aber auch in diesem Fall am Tor vorbei. Die taktische Ausrichtung beider Teams änderte sich im weiteren Verlauf der ersten Hälfte nicht, indem die Kontrahenten weiterhin vorsichtig auftraten und sich vor beiden Toren wenig ereignete. In der 31. Minute mussten die Kronen eine grosse Portion Glück in Anspruch nehmen, als die Stürmer des FC Vaduz nach einem schnellen Konter kläglich scheiterten. Danach passierte bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte nichts Erwähnenswertes, als die Gäste nach einem Einwurf einen langen Ball über die gesamte Hälfte des SCB spielten, der am zweiten Pfosten angenommen und zum 0:1 verwertet werden konnte. Danach schickte der Schiedsrichter die Spieler in die Pause. Ein ärgerlicher und unnötiger Rückstand, den die formierte Abwehrreihe der Kronen hätte vermeiden können und müssen.
Die erwartete Reaktion kam in der zweiten Halbzeit. Nun pressten die Kronen ihren Gegner hoch und kamen in der 47. Minute nach einem schönen Angriff über mehrere Stationen zu einer guten Chance, die Hereingabe konnte aber von Leart Krasniqi nicht verwertet werden. In der 51. Minute war Florian Bekteshi an der Reihe, sein platzierter Schuss wurde aber vom gegnerischen Torhüter zur Ecke abgewehrt. Die Gäste standen nun tief in den eigenen Reihen, schalteten aber bei Balleroberung schnell um und beschäftigten die Abwehr des SCB das eine oder andere Mal. Die Kronen verzeichneten im zweiten Durchgang grosse Spielanteile, bis zur nächsten Chance musste man aber bis zur 81. Minute warten, als bei einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Gäste der Ball mehrmals hin und her flog, ohne dass dieser entscheidend über die Torlinie befördert werden konnte. Einige Minuten danach hätte der FC Vaduz das Spiel entscheiden können, die grosse Chance nach schnellem Konter konnte aber nicht genutzt werden. Die Schlussoffensive des SCB brachte in der Nachspielzeit einen Eckball, bei dem Haled Jahic am höchsten stieg und aus guter Position den Ball knapp über die Querlatte köpfelte. Danach pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab.
Eine ärgerliche Niederlage, bei der den Jungs kein Vorwurf gemacht werden kann, sieht man von der Unachtsamkeit anlässlich des Gegentreffers ab. An diesem Nachmittag hat man zwei ebenbürtige Teams gesehen, an dem sich das eine weniger Fehler geleistet hat und aufgrund dessen die Punkte mitnehmen konnte.
Am kommenden Sonntag, 12. November 2023 ist der SCB zum letzten Vorrundenspiel beim FC Mels zu Gast. Anpfiff ist um 14.00 Uhr.
Stimmen aus dem Spiel, heute mit Mentor Krasniqi
Wir wussten um die Spielstärke des FC Vaduz und haben uns daher für eine vorsichtige taktische Ausrichtung entschieden. Wir haben bei der spielentscheidenden Situation nicht aufgepasst und sind dadurch mit leeren Händen geblieben. In der zweiten Halbzeit waren wir das spielbestimmende Team, haben aber trotz Feldüberlegenheit zu wenig Chancen kreiert. Unser Gegner hat in dieser Spielphase mit Leidenschaft verteidigt, während wir an Details gescheitert sind. Ich kann den Jungs keine Vorwürfe machen, sieht man vom Gegentreffer ab, bei dem wir geschlafen haben. Gegenüber der Vorwoche konnte ich eine deutliche Steigerung erkennen. Wir müssen auf die zweite Hälfte aufbauen – ich bleibe optimistisch.
Mauro Palazzesi