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Gustav, Sie werden als Brückenbauer zwischen den Sprachen gesehen. Wie wählen Sie die Sprache für die Songs aus?
Bei der Entstehung meiner Songtexte spielte die Zweisprachigkeit zu Beginn keine Rolle. Ich merke erst, wenn die Musik zum Text entsteht, ob dieser eher auf Französisch, in Senslerdialekt oder sogar auf Hochdeutsch gesungen werden soll. Es ist ein Gefühl, dass ich nicht erklären kann. Alle drei Sprachen sind delikate Sprachen, das Französisch ist etwas poetischer. Französisch ist für mich aber immer noch eine Fremdsprache. Nachdem der Text steht, benötige ich immer eine Person, die dem Text den letzten Schliff gibt. Das Image des Brückenbauers zwischen den Sprachen habe ich erst mit den Jahren erhalten. Das habe ich nicht gesucht.
Was waren Ihre Erfahrungen auf der Klubtournee?
In meiner Karriere habe ich vieles gesehen. Sehr gut besuchte Säle und auch solche mit nur sehr wenigen Besuchern. In der letzten Zeit hat es sich eingependelt, und ich konnte auf dieser Klubtournee immer auf meine treue Fangemeinde zählen, die jeweils an meine Konzerte kommt. Ich habe häufig beobachtet – und das ist schweizweit so –, dass es sehr unberechenbar geworden ist, wie viele Leute tatsächlich erscheinen werden. Das ist eine Erfahrung, die ich besonders im letzten Jahr gemacht habe.
Wie sehen Ihre Zukunftspläne für das nächste Jahr aus?
Das Nächste, das ansteht, ist das Konzert im Fri-Son am 24. Mai. Dort werde ich mit Freunden, die mich die letzten 20 Jahre begleitet haben, eine Art Rückblick auf meine Karriere präsentieren. Im Sommer werde ich auf den Openairs auftreten, und ab Herbst startet ein neues Projekt, das grösser sein wird als Gustav.
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