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Bern (awp/sda) - Die SVP-Leitung will mit dem Freiburger Nationalrat Jean-François Rime ins Rennen um einen Bundesratssitz steigen. Sie empfiehlt der Bundeshausfraktion, Rime zu nominieren.
Mehrere Personen wären bereit, eine Wahl anzunehmen, teilte die SVP am Dienstag mit. Die Parteileitung habe die Kandidaturen geprüft und empfehle nun der Fraktion, an ihrer Sitzung vom Freitag Jean-François Rime zu nominieren.
Mit Rime könne die SVP dem Parlament eine starke Persönlichkeit präsentieren, schreibt die Parteileitung. Rime sei Unternehmer und verfüge somit über Führungserfahrung. Ausserdem stamme er aus dem Kanton Freiburg, der eine Brücke zwischen den Sprachgemeinschaften bilde.
Vergangene Woche hatte die SVP mitgeteilt, es stünden fünf Personen zur Verfügung, die eine Wahl annehmen würden. Namen wollte die Partei nicht nennen. In einem Zeitungsinterview bestätigte Rime dann aber, dass sein Name auf dieser Liste stehe. Andere SVP-Vertreter gaben bekannt, dass sie nicht zur Verfügung stünden.
Rime, der seit 2003 im Nationalrat sitzt, ist Inhaber einer Grossägerei und Präsident der Schweizer Holzindustrie. Mit ihm wäre das Gewerbe im Bundesrat vertreten, hält die SVP fest.
Bereits bei der Wahl des Nachfolgers von Bundesrat Pascal Couchepin im vergangenen Jahr hatte die SVP Rime ins Gespräch gebracht. Die Partei favorisierte damals den FDP-Kandidaten Christian Lüscher. Falls die FDP Lüscher zurückziehen sollte, würde Rime bereit stehen, liess die SVP damals verlauten. Gewählt wurde Didier Burkhalter (FDP).
Bei den kommenden Bundesratsersatzwahlen vom 22. September macht die SVP sowohl der SP als auch der FDP den Sitz streitig. Am Dienstag bekräftigte sie ihren Anspruch auf einen der frei werdenden Sitze.
Die Partei begründet den Anspruch damit, dass sie im Bundesrat untervertreten sei. Dazu kam es, weil Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf als SVP-Vertreterin gewählt und dann aus der Partei ausgeschlossen wurde.
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