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Gewalt in der Partnerschaft, ob körperlich, sexuell, psychologisch oder wirtschaftlich, kennt keine Grenzen und betrifft Menschen aller Altersgruppen und Beziehungsorientierungen. Obwohl auch Frauen Gewalt ausüben können, sind die meisten Opfer Frauen, die häufig von ihren Partnern oder Ex-Partnern misshandelt werden.
Die vom Europarat ausgearbeitete Istanbul-Konvention definiert häusliche Gewalt so, dass sie verschiedene Handlungen innerhalb der Familie oder des Haushalts, zwischen aktuellen oder ehemaligen Ehepartnern oder Partnern umfasst. Das Übereinkommen erkennt häusliche Gewalt als geschlechtsspezifisch an und verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, die Opfer zu schützen, Gewalt zu verhindern, zu verfolgen und integrierte Strategien zu entwickeln.
Neben den offensichtlichen Erscheinungsformen von Gewalt ist es von entscheidender Bedeutung, das Bewusstsein für schleichende Warnsignale wie emotionale Manipulation und Isolation zu schärfen. Dieses Bewusstsein ist entscheidend, um schlimmere Situationen zu verhindern und das Schweigen zu brechen, das häusliche Gewalt häufig umgibt.
Die Geschlechterfrage spielt eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung häuslicher Gewalt, die in vorgegebenen sozialen Normen und Geschlechterrollen verwurzelt ist. Die Istanbul-Konvention betont, wie wichtig es ist, diese Geschlechterstereotypen zu hinterfragen, und ruft zu Bildungs- und Sensibilisierungsmassnahmen auf.
Die Unterzeichnerstaaten der Istanbul-Konvention verpflichten sich, integrierte politische Massnahmen umzusetzen, die Präventivmassnahmen, Unterstützungsdienste für Opfer und Sensibilisierungsinitiativen umfassen, um kulturelle Normen umzugestalten.
Schliesslich erweist sich die Schaffung eines starken Unterstützungsnetzwerks als wesentlich. Dazu gehören nicht nur Freunde und Familie, sondern auch Angehörige der Gesundheitsberufe, Sozialarbeiter und Nichtregierungsorganisationen, die den von häuslicher Gewalt Betroffenen einen Zufluchtsort und entscheidende Unterstützung bieten können. Gewalt in der Partnerschaft darf nicht stillschweigend hingenommen werden, und es bedarf kollektiver Maßnahmen, um die Ketten der Gewalt zu sprengen und respektvolle und gleichberechtigte Beziehungen zu fördern.