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Herkunft
Massagen sind eine der ältesten Behandlungsmethoden weltweit. Schon vor mehr als 4000 Jahren beschrieben chinesische Schriften Handgriffe für Massagen, die in der indischen Heilkunst auch mit ätherischen Ölen und Kräutern kombiniert wurden. Im antiken Griechenland nutzten Ärzte wie Hippokrates und Galenos Massagen als Heilmethoden und trugen so zu ihrer Verbreitung in Europa bei. Während des Mittelalters gerieten die Massagetechniken teilweise in Vergessenheit. Erst im 16. Jahrhundert setzte der französische Chirurg Ambroise Paré wieder Massagen zur Rehabilitation nach Operationen ein und brachte die Behandlung so erneut in der Medizin ins Gespräch.
Als einer der Väter der heute in der westlichen Welt verbreiteten Techniken der klassischen Massage gilt Pehr Henrik Ling. Der schwedische Masseur war zunächst als Fecht- und Gymnastiklehrer an der Universität Lund in Schweden tätig. Im Jahr 1813 gründete er das Gymnastische Zentralinstitut in Stockholm, wo er seine Art der Gymnastik weiterentwickelte und lehrte. Diese gymnastischen Übungen wurden bald so populär, dass sie in Schulen und bei der Armee eingeführt wurden. In Lings Aufzeichnungen fanden sich auch Hinweise auf verschiedene Massagegriffe. Diese wurden später von dem holländischen Arzt Johan Georg Mezger und dem deutschen Orthopäden Albert Hoffa aufgegriffen, die daraus die heute gebräuchlichen Massagegriffe der klassischen Massage entwickelten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden zahlreiche andere Massageformen wie Reflexzonenmassage, Bindegewebsmassage oder Lymphdrainage.
Heute ist die klassische Massage die am häufigsten angewendete manuelle Therapieform und wird von speziell ausgebildeten Masseuren oder Physiotherapeuten durchgeführt.
Grundlagen
Die klassische Massage ist eine manuelle Therapieform, bei der speziell ausgebildete Masseure oder Physiotherapeuten mit ihren Händen Druck- und Zugreize auf das Gewebe und die Muskeln ausüben. Diese Berührungen haben vielfältige positive Wirkungen auf den Körper. Zum einen können verkrampfte Muskeln gedehnt und entspannt werden, wodurch Verspannungen gelöst und Schmerzen gelindert werden können. Zum anderen beeinflusst die Massage auch den Herzschlag, den Blutdruck, die Atmung und die Verdauung auf positive Weise. Insgesamt trägt die klassische Massage somit zur Entspannung und zum allgemeinen Wohlbefinden bei.