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In der Schweiz erkranken pro Jahr gegen 40 Männer an Brustkrebs; die Krankheit tritt bei Männern also selten auf. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind die meisten Männer über 60 Jahre alt.
Das Brustgewebe ist beim Mann ähnlich aufgebaut wie bei der Frau. Entsprechend können sich dort auch Tumoren bilden.
Risikofaktoren
- Bei einigen Betroffenen können Genveränderungen, beispielsweise die so genannten BRCA-Mutationen, nachgewiesen werden.
- Das Klinefelter-Syndrom ist eine angeborene Veränderung der Chromosomenzahl im Erbgut. Männer mit Klinefelter-Syndrom erkranken häufiger an Brustkrebs.
- Strahlentherapie: Männer, die zum Beispiel wegen einer anderen Krebserkrankung eine Bestrahlung des Oberkörpers erhielten.
- Familiäre Belastung: Wenn eine / einer oder mehrere Verwandte ersten Grades (Mutter, Vater, Bruder) erkrankt sind.
- Hormone: Männer produzieren wie Frauen das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Eine Überproduktion von Östrogen kann bei Männern etwa bei Übergewicht oder bei einer Lebererkrankung auftreten.
Symptome
- Tastbarer, meist schmerzloser Knoten oder eine Verhärtung oft im Bereich der Brustwarze.
- Eine Einziehung oder andere Veränderung (z.B. Geschwür) bei der Brustwarze oder am Brustwarzenhof.
- Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze.
- Tastbare Lymphknoten in der Achselhöhle.
Da Brustkrebs bei Männern selten vorkommt, wird die Diagnose häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium gestellt.
Eine Anschwellung und Vergrösserung der männlichen Brust wird Gynäkomastie genannt. Es handelt sich dabei um eine gutartige Veränderung, die durch ein hormonelles Ungleichgewicht verursacht wird. Diese hormonellen Veränderungen können das Risiko an Brustkrebs zu erkranken aber erhöhen.
Diagnose
Um die Diagnose stellen zu können, wird eine Mammographie, ein Ultraschall und eine Biopsie durchgeführt. Anhand der Gewebeprobe wird mikroskopisch untersucht, ob es sich um Krebs handelt, und ob die Krebszellen auf ihrer Oberfläche Hormonrezeptoren oder andere Eigenschaften aufweisen, die das Wachstum von Brustkrebs begünstigen können. Bei 90% der von Brustkrebs betroffenen Männer ist dies der Fall.Abhängig vom Befund können weitere Untersuchungen folgen. So kann auch festgestellt werden, ob der Tumor Metastasen (Ableger) gebildet hat.
Therapie
Die Behandlung wird individuell geplant. Sie ist abhängig von der Grösse des Tumors, den Gewebeeigenschaften und davon, ob Lymphknoten befallen oder Metastasen vorhanden sind.
Die möglichen Behandlungsmethoden sind:
- Operation: Ziel des Eingriffs ist die vollständige Entfernung des Tumors
- Chemotherapie
- Strahlentherapie
- Antihormonelle Therapie
- Zielgerichtete Therapien
Empfehlenswert: www.brustkrebs-beim-mann.de
Ein Netzwerk, das in Deutschland bundesweit tätig ist und Betroffenen einen Austausch, gegenseitige Information und Treffen ermöglicht.