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Meine jungen Reben leiden, so hat mir ein Kollege erzählt, unter Magnesiummangel. Das wundert mich, da die Bodenprobe ergab, dass kein Bedarf an zusätzlichem Magnesium besteht. Was raten Sie mir?»
A.B. aus F.
Häufig treten bei Junganlagen Mangelerscheinungen auf. Vor allem noch nicht vollständig entwickeltes Wurzelwerk und starkes Wachstum fördern hier das Auftreten. Wenn im Boden genügend Magnesium (Mg) vorhanden ist, nimmt diese Mangelerscheinung im 4. bis 5. Jahr ab. Ist jedoch stets wenig oder zu wenig Mg im Boden verfügbar, kann es auch ältere Anlagen betreffen. Hier zeigen sich im Allgemeinen die Symptome meist erst im Juli/August. Nicht alle Rebsorten sind gleich sensibel auf Magnesiummangel. Piwi-Sorten scheinen etwas empfindlicher zu sein, zusätzlicher Einfluss hat die Unterlage. Da ein Antagonismus zwischen Kalium und Mg besteht, ist die Menge an auszubringendem Mg abhängig vom vorhandenem Kalium.