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Da Kinder nicht nur besonderen Schutz, Fürsorge und Unterstützung von Erwachsenen benötigen, wurden am 20. November 1989 ihnen auch noch besondere Rechte zugesprochen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete an diesem Tag die weltweit gültige UN-Kinderrechtskonvention für Kinder unter 18 Jahren. Alle Kinder auf der Welt erhielten dadurch das Recht auf Überleben, Entwicklung, Schutz und Beteiligung unabhängig ihrer sozialen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Unterschiede. Alle Staaten mit Ausnahme der USA und Somalias haben dieser Konvention zugestimmt.
Diese Kinderrechtskonvention beruht auf vier Prinzipien:
- Recht auf Gleichbehandlung: Ein Kind darf nicht einen Nachteil aufgrund seines Geschlechts, seiner Herkunft, Religion, Hautfarbe oder Staatsbürgerschaft, einer Behinderung oder seiner politischen Ansichten erhalten.
- Recht auf Leben und Entwicklung: Die Länder sind verpflichtet, die Entwicklung und das Überleben des Kindes zu sichern – sowohl auf medizinischer oder schulischer Ebene, genauso wie bei Schutzbedarf oder Missbrauch.
- Vorrang des Wohl des Kindes: Das Wohl des Kindes muss sowohl bei familiären wie auch bei staatlichen Handeln Vorrang erhalten und gesichert sein.
- Achtung der Meinung des Kindes: Jedes Kind soll als menschliche Person ernst genommen und auch als Mensch respektiert werden. Die Reife und das Alter sollen das Ausmaß der Entscheidungen bestimmen, in die sie miteinbezogen werden.
Diese Kinderrechtskonvention wird in regelmäßigen Abständen geprüft. Alle fünf Jahre muss der Kinderrechtsauschuss der Vereinten Nationen einen Staatenbericht über die Umsetzung der Konvention im eigenen Land vorlegen. Diese werden von Sachverständigen aus unterschiedlichen Ländern begutachtet, die wiederum Empfehlungen an die Regierung abgeben.
Eine besondere Rolle im Kinderschutz spielt die Organisation UNICEF. Sie wurde 1946 mit dem Ziel gegründet, den Kindern nach dem zweiten Weltkrieg zu helfen. Heute arbeiten in mehr als 160 Ländern engagierte Mitglieder an der Verbesserung der Situation für benachteiligte Kinder.
Obwohl bereits viel für die Kinderrechte getan wurde, gibt es immer noch viele Probleme die bekämpft werden müssen:
- Trotz der zugestandenen Rechte der Kinderrechtskonvention leben viele Kinder in Armut oder werden ausgebeutet. Die wachsende Armut vieler Länder, und hier müssen auch europäische Industrieländer wie Deutschland erwähnt werden, minimieren das Recht auf Bildung oder Gesundheit, die Zukunftsperspektiven werden zum Teil stark eingeschränkt.
- Vor allem in den Entwicklungsländern fehlt es an Essen und sauberem Wasser. Etwa 150 Millionen Kinder unter fünf Jahren leider an einer Mangelernährung, die schwerwiegende körperliche Erkrankungen zur Folge haben. Ein Becher sauberes Wasser zum Trinken, Wasser für die tägliche Körperhygiene und die wichtigsten Grundkenntnisse über Hygiene stehen nicht zur Verfügung und führen ebenfalls zu Krankheiten, für die vor allem Kinder anfällig sind.
- Daneben muss die Kinderarbeit bekämpft werden. Heutzutage arbeiten über 218 Millionen Kinder regelmäßig unter gefährlichen und ausbeutererischen Bedingungen für Kinderhändler und Fabrikbesitzer, die das lukrative mit den wehrlosen Arbeitskräften ausnutzen. Kinder müssen teilweise länger als 8 Stunden am Tag arbeiten und bekommen oftmals keinerlei oder nur eine sehr geringe Vergütung dafür. Spielzeug oder gar Laufräder, Freizeit, Toben, Spaß, Liebe und Zuwendung kennen diese traurigen Kinderaugen leider meistens nicht.