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Im Geschäftsjahr 2020/2021 ist der Umsatz der Kryptobörse FTX auf mehr als 1 Milliarde US-Dollar gestiegen, verglichen mit 89 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Auch das operative Ergebnis konnte deutlich gesteigert werden. Dies wird durch durchgesickerte Dokumente belegt.
Die auf den Bahamas ansässige Kryptobörse hat ein Jahr explosiven Wachstums hinter sich. Der Umsatz stieg um mehr als 1000% auf 1,02 Milliarden US-Dollar. Das Betriebsergebnis betrug 272 Millionen US-Dollar, verglichen mit 14 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg von 17 Millionen US-Dollar auf 388 Millionen US-Dollar.
FTX ist kein börsennotiertes Unternehmen, daher bieten die durchgesickerten Zahlen einen unerwarteten Einblick in die Finanzen. FTX war profitabel, expandierte weltweit und wuchs rasant. Die Frage ist nun, was im Jahr 2022 passieren wird.
FTX ist nach Binance und Coinbase die dritte Börse, gemessen am täglichen Volumen. Wobei zu beachten ist, dass das Handelsvolumen von Binance achtmal so groß ist. Von Coinbase sind die Zahlen für 2021 öffentlich, da es sich um ein börsennotiertes Unternehmen handelt. Der Umsatz der zweiten Börse im vergangenen Jahr belief sich auf 7,4 Milliarden US-Dollar und der Nettogewinn auf 3,6 Milliarden US-Dollar. In diesem Jahr meldete Coinbase für das zweite Quartal einen Verlust von 1,1 Milliarden US-Dollar, verglichen mit dem Gewinn von 1,59 Milliarden US-Dollar im selben Quartal 2021. Im Juni kündigte Coinbase Sparmaßnahmen an.
Vor drei Jahren von Sam Bankman-Fried gegründet, hat sich FTX zu einem der Marktführer in der Kryptoindustrie entwickelt. Während des großen Crashs, dem der Fall des Terra-Ökosystems vorausging, präsentierte sich FTX mehrmals als Rettungsengel für Unternehmen, die kurz vor dem Umfallen standen. Ende 2021 verfügte die Börse über 2,5 Milliarden US-Dollar in bar in ihrer Bilanz. Der aktuelle Cryptowinter ist eine Zeit, um Unternehmen mit interessanten Lizenzen günstig an FTX zu bekommen und die entsprechenden Krypto-Assets en passant abzuholen.
Neben dem FTX-Handel und den FTX-Derivatemärkten besteht der Geschäftscluster von Bankman-Fried aus 15 erworbenen kleineren Unternehmen mit Niederlassungen in Ländern wie der Schweiz, Zypern, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten.