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Wildbienen haben als unverzichtbare Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen einen hohen ökologischen und ökonomischen Nutzen. Rund die Hälfte der 600 Wildbienenarten der Schweiz ist jedoch gefährdet. Anhaltender Flächenverbrauch und die Intensivierung der Landwirtschaft führen zu einem reduzierten Angebot geeigneter Nist- und Nahrungshabitate. Dies wiederum zwingt die Bienen, Pollen und Nektar in zunehmenden Distanzen von ihren Nestern zu sammeln. In dieser Studie wurden maximale Sammelflugdistanzen ausgewählter Wildbienenarten untersucht und die Auswirkung von zunehmenden Flugdistanzen auf deren Fortpflanzungsleistung analysiert. Bienenarten, die auf eine einzige Pflanzengattung als Pollenquelle angewiesen sind, wurden in einem Gebiet ohne geeignete Wirtspflanzen dazu gebracht, Pollen auf Topfpflanzen in unterschiedlichen Distanzen von ihren Nestern zu sammeln. Einige wenige Individuen der Natterkopf-Mauerbiene (Hoplitis adunca) und der Lauch-Maskenbiene (Hylaeus punctulatissimus) erwiesen sich als Langstreckenflieger, die mehr als 1000m zwischen Nest und Nahrungspflanzen zurücklegten. Die Mehrheit der Individuen hatte aber bereits bei einer Distanz von 100-300m ihre Nistaktivität aufgegeben. Zunehmende Flugdistanzen zwischen Nest und Futterpflanzen scheinen hohe Kosten zu verursachen. Tatsächlich hatten Distanzzunahmen ab 150m eine substantielle Reduktion der Fortpflanzungsleistung bei der Natterkopf-Mauerbiene und der Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi) zur Folge. Kurze Distanzen zwischen geeigneten Nist- und Nahrungshabitaten könnten wesentlich zur Förderung einer arten- und individuenreichen Wildbienenfauna beitragen.
Wer Biodiversität in der Landwirtschaft mittels ergebnisorientierter Programme fördern will, braucht aussagekräftige Indikatoren. Ein Überblick über vorgeschlagene und verwendete Indikatoren zeigt Entwicklungen und Herausforderungen auf.
Sind tierische Lebensmittel Freund oder Feind? Dies hängt von den Bedürfnissen der Konsumierenden und von den lokalen Produktionsbedingungen ab, wie eine grosse Übersichtsstudie mit Beteiligung von Agroscope aufzeigt.
Im Gemüsebau ist es üblich, Ernterückstände auf dem Feld zu belassen. Werden sie entfernt, so sinkt die Stickstoffauswaschung deutlich. Dies zeigen Messungen von Agroscope.