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Der Tropensturm «Mekunu», der über Oman und den Jemen gezogen ist, hat mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Zahlreiche Personen werden noch vermisst.
In den vergangenen Tagen war der Tropensturm «Mekunu» über die jemenitische Insel Sokotra am Horn von Afrika gezogen. Dort werden mindestens 17 Menschen vermisst. Nach Angaben der jemenitischen Regierung starben sieben Menschen durch den Sturm auf Sokotra südlich von Jemen und Oman.
Landfall im Sultanat Oman
Am Freitag traf «Mekunu» mit heftigen Böen und Regenfällen im Oman auf Land. Er brachte Windgeschwindigkeit von 144 Kilometern pro Stunde mit.
Die Behörden im Oman gehen von vier Todesopfern aus. Darunter ein zwölfjähriges Mädchen, das von einer Sturmböe erfasst und gegen eine Mauer geschleudert wurde. Ein Mann starb in seinem Auto, nachdem es von Wassermassen erfasst worden war.
Im Oman waren insbesondere die südlichen Provinzen Dhofar und Al-Wust betroffen. Der Zivilschutz rettete nach eigenen Angaben hunderte Menschen. Darunter waren auch 260 ausländische Seeleute, die der Sturm auf ihren Schiffen überrascht hatte.
Die Polizei des Sultanats veröffentlichte Fotos und Videos, die überschwemmte Strassen und viele umgestürzte Palmen zeigten.
Am Sonntag hatten die Behörden nach offiziellen Angaben mit den Aufräumarbeiten begonnen. Suchtrupps seien mit Hunden unterwegs, um nach Vermissten und weiteren Opfern zu suchen, so die Polizei.
Abschwächung über der Wüste
«Mekunu» zog anschliessend weiter nach Norden in Richtung Saudi-Arabien und wird am Sonntag die grosse Sandwüste Rub al-Chali treffen. Wetterwarnungen für Saudi-Arabien wurden aber bereits in der Nacht auf Sonntag wieder aufgehoben. Meldungen über grössere Schäden gibt es zunächst keine.
«Mekunu» war ursprünglich als Wirbelsturm eingestuft worden, schwächte sich aber später ab und galt nur noch als tropischer Sturm. Er ist der erste Tropensturm der diesjährigen Saison im Indischen Ozean. Als Zyklone werden tropische Wirbelstürme im Indischen Ozean und im südlichen Pazifik bezeichnet.