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Peer Steinbrück könnte auf längere Zeit ein Problem
mit der Presse haben. Er geht nicht gerade zimperlich mit Reportern
um. Hier kanzelt er einen SRF Reporter ab.
Er schliesst auch die Journalisten aus einem Event aus.
Noch zwei Tage, dann wählt Deutschland ein neues Parlament. Dass
der Wahlkampf arm an Höhepunkten war, ist gut für
Amtsinhaberin Angela Merkel und schlecht für Herausforderer Peer
Steinbrück. Der bisweilen frustriert wirkende Spitzenkandidat
der SPD vermutet den Grund für seine schlechten Umfragewerte in
einer Medienkampagne gegen seine Person. Er sagte einmal, Berlin liege
unter einer "medialen Käseglocke", in der die Psychologie eines
Politikers mehr interessiere als seine Positionen.
Als ob es eines weiteren Beweises für Steinbrücks angespanntes
Verhältnis zu den Medien bedurft hätte, schickte das Schweizer
Fernsehen diese Woche seinen Deutschland-Korrespondenten los. Thomas
Vogel folgte dem Kandidaten für die "Rundschau" einen Tag lang
und bemühte sich redlich um ein Interview, kam aber auf keinen
grünen Zweig (siehe Video oben). Vielleicht lag es an rhetorischen
Fragen wie "Sind Sie zufrieden mit Ihren Umfragewerten?". Da darf man sich
über die pampige Antwort "Wie originell von Ihnen!" nicht wundern.