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Die seit April anhaltende Dauerwärme fand auch im August kein Ende. Der Monat war verglichen mit dem Durchschnittswert von 1981 bis 2010 sehr warm mit etwas mehr als 3 Grad Temperaturüberschuss. Dafür war die Regenmenge ziemlich durchschnittlich.
Die erste Woche wurde von einer Hitzewelle geprägt mit 34.7°C am 1. August. Am selben Tag kam es zu heftigen Gewittern mit Schäden. In Mörschwil und der Umgebung fielen verbreitet 40 bis 50 mm Starkregen in einer Stunde. Dadurch trat die Steinach im gleichnamigen Ort über die Ufer und überschwemmte die SBB-Geleise sowie eine Elektronikfirma. Auch andernorts drang Wasser in viele Keller. Meine Wetterstation mass neue Rekorde: In einer Stunde fielen 54.3 mm Niederschlag, davon 30.3 mm in 10 Minuten. Ausserdem gab es kleineren Hagel und kräftige Sturmböen um 90 Km/h, die aber nur wenige Schäden verursachten. Im unteren Rheintal erreichten Gewitterböen lokal Orkanstärke.
Die Gewitter brachten etwas Abkühlung sodass die Hitzemarke am 2. knapp verfehlt wurde. Bis am 9. folgten fünf weitere Hitzetage mit bis zu 34°C. Am 8. gab es ein Morgengewitter. Nach einer schwachen Kaltfront fiel am 9. und 10. insgesamt 8 mm Regen. Markanter war der Temperaturrückgang auf einen Höchstwert von 22°C. Rasch kam aber der Sommer wieder zurück und bis am 22. blieb es meist hochsommerlich warm. Der 13. hatte wettertechnisch endlich wieder einmal etwas zu bieten:
Nach dem 23. gingen die Temperaturen zurück, was von etwas Wind und Regen begleitet wurde. Kurzzeitig erfasste ziemlich kühle Luft die Schweiz. So sank die Temperatur am Morgen des 26. auf 8.6°C. Über dem warmen Bodensee entstanden noch in der Nacht Wasserhosen. Vom 27. bis 29. wurde es noch einmal sommerlich warm. Am 29. brachten Gewitter Abends eine deutliche Abkühlung. Der Monatsausklang gestaltete sich kühl und regnerisch. Endlich fiel einigermassen ergiebiger Niederschlag. Die letzten Stunden des Sommers brachten noch ein Wetter-Spektakel:
Vor Arbon entwickelten sich im Abstand von knapp 30 Minuten zwei Wasserhosen.