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Dieser von der EU empfohlene und im MEHM (Minimum European Health Module, ein Bestandteil des Europäischen Gesundheitserhebungssystems) enthaltene Indikator wird häufig verwendet. Er umfasst verschiedene Dimensionen der Gesundheit (physische, psychische und soziale). Zahlreiche Längsschnittstudien haben gezeigt, dass er eine hohe Vorhersagekraft in Bezug auf Sterblichkeit und schwerere Erkrankungen besitzt. Er ist somit ein guter synthetischer Indikator für den Gesundheitszustand der Bevölkerung insgesamt. Da er eher subjektiv ist, lässt er Rückschlüsse auf die allgemeine Lebenszufriedenheit der Einzelpersonen zu.
Der Anteil der Personen, die ihre Gesundheit als gut oder sehr gut einschätzen, unterscheidet sich je nach Migrationsstatus statistisch signifikant. Die Personen mit Migrationshintergrund der ersten Generation wiesen 2018 den tiefsten Anteil auf (81%), gefolgt von den Personen ohne Migrationshintergrund (85%). Mit einem Anteil von 88% schätzten die Personen mit Migrationshintergrund der zweiten oder höheren Generation ihre Gesundheit häufiger als gut oder sehr gut ein. Dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Bevölkerung mit Migrationshintergrund jünger ist als diejenige ohne Migrationshintergrund.
Zwischen 2012 und 2018 hat der Anteil der Personen, die ihre Gesundheit als gut oder sehr gut einschätzen, in den meisten Bevölkerungsgruppen zugenommen. Diese Erhöhung ist bei der zweiten oder höheren Generation nicht signifikant. Bei der ersten Generation war der Anstieg am stärksten (+ 2,9 Prozentpunkte).
Die Analyse nach Kanton zeigt, dass sich die nach Migrationsstatus differenzierten Anteile der Personen, die ihre Gesundheit als gut oder sehr gut einschätzen, im Vergleich zur gesamten Schweiz generell wenig unterscheiden. Die erste Generation weist in den meisten Kantonen die tiefsten Anteile auf. Diese Unterschiede sind jedoch nur in den Kantonen Zürich, Bern, Luzern, Solothurn, Basel-Landschaft, Schaffhausen, St. Gallen, Aargau und Thurgau signifikant. Ausserdem liegen die Personen mit Migrationshintergrund der zweiten oder höheren Generation in fast allen Kantonen an der Spitze mit Anteilen von mehr als 80%. Die Unterschiede sind hingegen nur in den Kantonen Bern, Uri, Glarus, Solothurn, Thurgau, Tessin und Neuenburg signifikant.
Tabellen
Definitionen
Selbsteinschätzung der eigenen allgemeinen Gesundheit: Anteil Personen, die ihre Gesundheit als gut oder sehr gut einschätzen.