Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/1739

Bei Gerhard Richter, der am 9. Februar 1932 in Dresden geboren wurde, war ein deutscher Maler, Fotograf und Bildhauer, der unter anderem zwischen 1971 und 1993 als Professor der Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf beschäftigt war.
Richter wuchs in seiner Jugend in Reichenau und Waltersdorf in der Oberlausitz auf. Er schloss seine schulische Laufbahn mit der mittleren Reife ab und absolvierte in der Folge eine Lehre als Bühnen- und Werbemaler.
Jedoch wurde sein Aufnahmeantrag von der Hochschule für Bildende Künste in Dresden abgelehnt, weshalb er im Jahre 1951 ein Studium an der Kunstakademie in Dresden begann. Für sein Vordiplom malte Richter dort ein Wandgemälde für die Mensa, welches das Abendmahl mit Picasso zeigt.
Zwischen 1957 und 1961 war Richter als Meisterschüler an der Akademie in Dresden tätig und bearbeitete Staatsaufträge der DDR.
Im Februar 1961 floh Richter gemeinsam mit seiner Ehefrau nach Westdeutschland, musste jedoch seine Kunstwerke allesamt zurücklassen.
Nachdem Gerhard Richter an der Kunstakademie in Düsseldorf sein Kunststudium beendet hatte, erhielt er 1971 eine Professur für Malerei an ebenjener Kunstakademie in Düsseldorf.
Die Einflüsse für seine Werke erhielt Richter unter anderem aus der Pop-Art sowie dem abstrakten Expressionismus. Doch auch seine enge Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, wie Sigmar Polke, Manfred Kuttner oder Konrad Lueg, hatte ohne Zweifel einen Einfluss auf seine Werke.
Häufig erschuf Gerhard Richter seine Bilder nach Vorlage einer Fotografie, dabei handelte es sich nicht selten um recht beiläufige Motive oder Ausschnitte aus Zeitungen oder Magazinen. Diese vergrößerte Richter in der Folge abmalend, wozu er zumeist Grau-Weiß als Farben benutzt. Diese Methode kann nahezu fotorealistisch auf den Betrachter wirken, ist jedoch zumeist durch eine gewisse Unschärfe gekennzeichnet, die den Realismus-Grad wieder abschwächt.
In dem Kunstkompass, der einst zwischen 1970 und 2007 in dem Magazin „Capital“ und seit 2015 im Manager-Magazin erscheint und eine Art „Weltrangliste“ aller lebenden Künstler darstellt, belegte Gerhard Richter zwischen 2010 und 2015 stets Platz Eins.
Zudem werden, unter allen noch lebenden Künstlern, für die Werke von Gerhard Richter die höchsten Preise bezahlt.
Das Marktvolumen bei Auktionen seiner Bilder in den vergangenen Jahren betrug etwa 600 Millionen Euro. Daneben gilt auch Gerhard Richter selbst als einer der 500 reichsten Menschen in Deutschland. Er ist heute ohne jeden Zweifel einer der bekanntesten und gefragtesten Künstler der Gegenwart.