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Seit 1994 werden auf der Dauerbeobachtungsfläche Oberacker am Inforama Rütti in Zollikofen auf einem schwach humosen, sandigen Lehm die beiden Anbausysteme Direktsaat und Pflug miteinander verglichen. In einem Streifenversuch mit sechs verschiedenen Parzellen werden im Rahmen einer Fruchtfolge sechs Kulturen angebaut. Nach 19 Versuchsjahren wurden den Böden beider Anbausysteme ungestörte Zylinderproben in 10 cm und in 40 cm Tiefe entnommen. Ergänzt wurde die Probennahme mit Referenzproben aus den Dauergrünlandstreifen zwischen den Versuchsparzellen. An den Zylinderproben wurde die luftgefüllte Porosität (εa), die relative Gas-Diffusivität (Dp/D0) und die Luftdurchlässigkeit (ka) bei fünf verschiedenen Matrixpotenzialen zwischen –30 und –500 hPa bestimmt. Bei der Direktsaat und in den Dauergrünlandstreifen waren die Porensystem- und Gastransporteigenschaften sowohl im Ober- als auch im Unterboden ähnlich, im Oberboden allerdings ungünstiger. Im Gegensatz dazu zeigten die gepflügten Böden eine klare Schichtung: εa, Dp/D0 und ka waren im Oberboden günstiger, im Unterboden ungünstiger ausgeprägt als bei Direktsaat und in den Dauergrünlandstreifen. Die bioporenreichen Unterböden bei Direktsaat führten zu tendenziell höheren Erträgen. Bei einer Evaluation von Anbausystemwirkungen auf die Bodenqualität müssen das ganze Bodenprofil (d. h. Ober- und Unterboden) untersucht und zentrale Bodenfunktionen wie die Ertragsbildung in die Beurteilung miteinbezogen werden.
Ein Vergleich unterschiedlicher Verfahren für die Stickstoffdüngung von Winterweizen zeigte, dass sich mittels ortsspezifischer, variabler Stickstoffdüngung die Stickstoffüberschüsse deutlich reduzieren lassen.
Umwelt
Fabian Y., Roberti G., Jacot K., Gramlich A., Benz R., Szerencsits E., Churko G., Prasuhn V., Leifeld J., Zorn A., Walter T. (ꝉ), Herzog F.
Viele Drainagen von Ackerflächen sind erneuerungsbedürftig. Nun erhalten Kantone und Betroffene eine Entscheidungshilfe, um solche Flächen umfassend zu beurteilen und nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Ammoniakemissionen der Schweizer Landwirtschaft haben in den letzten 20 Jahren wenig abgenommen. Denn die Faktoren, die zu einer Emissionszunahme bzw. -abnahme führen, haben sich zwischen 2000 und 2020 weitestgehend gegenseitig aufgehoben.