Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03371.jsonl.gz/1246

Das Tsutsugamushi-Fieber – auch Japanisches Fleckfieber genannt – ist eine ernstzunehmende, akut verlaufende Infektionskrankheit, die vor allem in Ost- und Südostasien, Ozeanien und Nordaustralien verbreitet ist.
Das Tsutsugamushi-Fieber gehört zu den sogenannten Rickettsiosen, einer Gruppe von Infektionskrankheiten, die durch Bakterien der Gattung Rickettsia verursacht werden. Der spezielle Erreger ist das Bakterium Rickettsia tsutsugamushi. Überträger sind Gliederfüssler wie Milben, aber auch Zecken, Läuse oder Flöhe. Weil vornehmlich Milben die Krankheit übertragen, heisst das Tsutsugamushi-Fieber auch Milbenfleckfieber.
Nach einer Inkubationszeit von 7 bis 30 Tagen treten Symptome auf. Typisch ist ein rotes Knötchen an der Stelle, wo die Milbe zugebissen und die Bakterien übertragen hat. Das Tsutsugamushi-Fieber beginnt dann plötzlich mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Im weiteren Verlauf tritt ein über den ganzen Körper verteilter Hautausschlag auf. Die Beschwerden ähneln denen bei Fleckfieber. Ohne Therapie kann das Tsutsugamushi-Fieber lebensbedrohliche Komplikationen hervorrufen, zum Beispiel wenn sich das Gehirn oder der Herzmuskel entzünden. Bei Kindern verläuft ein Tsutsugamushi-Fieber oft milder als bei Erwachsenen.
Der Arzt behandelt das Tsutsugamushi-Fieber mit Antibiotika. Es ist bekannt, dass die Erkrankung unbehandelt schwer verlaufen kann, die Angaben zur Sterblichkeit bei Tsutsugamushi-Fieber schwanken aber stark im Bereich von 1 bis 60 Prozent. Unter antibiotischer Behandlung ist die Prognose aber sehr gut.
Ein effektiver Schutz vor dem Tsutsugamushi-Fieber besteht darin, Bisse durch Milben zu vermeiden. Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten, erreichen das zum Beispiel durch geeignete Kleidung.
Das Tsutsugamushi-Fieber wird auch Japanisches Fleckfieber, Milbenfleckfieber oder Buschfieber genannt. Es handelt sich um eine akute Infektionskrankheit, die in Zentral-, Ost- und Südostasien sowie in Nordaustralien, Indien, Pakistan, Ozeanien und in den Hochlagen des Himalayas vorkommt.
Das Tsutsugamushi-Fieber gehört zu den sogenannten Rickettsiosen, einer Gruppe von Infektionskrankheiten, die durch Bakterien der Gattung Rickettsia verursacht werden. Überträger sind Tiere: Arthropoden (Gliederfüsser), zum Beispiel Milben, Zecken, Läuse oder Flöhe. Die bekannteste durch Rickettsien hervorgerufene Erkrankung ist das Fleckfieber. Andere zu den Rickettsiosen gehörende Erkrankungen sind das Q-Fieber, das Rocky Mountain spotted fever, das nordasiatische Zeckenbissfieber und das «Fievre boutonneuse».
Die Bezeichnung Rickettsiose geht auf den amerikanischen Pathologen Howard Taylor Ricketts zurück. Dieser entdeckte 1907 den Erreger des Rocky Mountain spotted fever: das nach ihm benannte Bakterium Rickettsia rickettsi.
Die Bezeichnung des Tsutsugamushi-Fiebers als «Scrub typhus», die vor allem im englischen Sprachraum weit verbreitet ist, dürfte auf das bevorzugte Vorkommen der infizierten Milben in niedrigem Gestrüpp (engl. Scrub = Gestrüpp) und auf die dem Fleckfieber (Typhus exanthematicus) sehr ähnliche Symptomatik zurückzuführen sein. Durch die zunehmende Abholzung der Wälder breitet sich das Tsutsugamushi-Fieber immer weiter aus.
Es existieren keine Angaben zur Häufigkeit des Tsutsugamushi-Fiebers. Reisende sollen jedoch nur selten betroffen sein.
Beim Tsutsugamushi-Fieber sind Bakterien die Ursachen. Es handelt sich um die Bakterien-Art Rickettsia tsutsugamushi, früher als Rickettsia orientalis bezeichnet. Rickettsien leben ausschliesslich im Inneren von tierischen oder menschlichen Zellen. Ihr bevorzugter Aufenthaltsort sind die Darmzellen von Milben, Zecken, Läusen und Flöhen. Es gibt insgesamt vier Gattungen von Rickettsien, die ihrerseits wieder in mehrere Gruppen unterteilt werden.
Gliederfüsser (Arthropoden), zum Beispiel Milben, Zecken, Läuse oder Flöhe, übertragen die Rickettsien durch einen Biss auf Warmblüter, zum Beispiel Nagetiere, Huftiere, Hunde – und auch den Menschen.
Die Übertragung des Tsutsugamushi-Fiebers ist an bestimmte, in Südostasien und Nordostaustralien vorkommende, Milben gebunden. Diese Milben leben in der freien Natur auf niedrig wachsenden Pflanzen, aber auch in Reisfeldern, wenige Zentimeter über dem Boden. Die Larven dieser Milben suchen bevorzugt kleine Nagetiere und Ratten, seltener Vögel für eine Blutmahlzeit auf. Sie können aber auch den Menschen befallen und den Erreger des Tsutsugamushi-Fiebers übertragen.
Die Inkubationszeit des Tsutsugamushi-Fiebers – also die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung – beträgt zwischen 7 und 30 Tagen.
Beim Tsutsugamushi-Fieber ist eines der ersten Symptome eine Papel (Knötchen) auf der Haut. Sie bildet sich bei etwa der Hälfte der Betroffenen und entsteht dort, wo eine Milbe zugebissen und die Bakterien übertragen hat. Die Papel entwickelt sich oft im weiteren Verlauf zu einem schmerzhaften Geschwür (Ulzeration) und ist mit schwarzem Schorf bedeckt.
Das Tsutsugamushi-Fieber beginnt plötzlich mit folgenden Symptomen:
Die Erkrankten fühlen sich sehr schlecht – oft sind sie verwirrt. Innerhalb weniger Tage entwickelt sich bei der Mehrzahl der am Tsutsugamushi-Fieber Erkrankten ein Hautausschlag mit etwa zwei bis vier Millimeter grossen, anfangs blass-rötlichen, später dunkel-bräunlichen Flecken. Der Ausschlag ist über den gesamten Körper, einschliesslich der Handflächen und Fusssohlen, verteilt. Die Krankheit dauert ohne Therapie gewöhnlich 14 bis 18 Tage.
In schweren Verläufen des Tsutsugamushi-Fiebers kann es zusätzlich zu einer Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder zu einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) kommen. Dann treten bei den Betroffenen starke Übelkeit, Halluzinationen, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit auf. Infolge der Myokarditis können massive Kreislaufprobleme mit Blutdruckabfall und Herzrasen mit teils tödlichem Ausgang entstehen. Bei Kindern ruft das Tsutsugamushi-Fieber häufig ildere Symptome hervor.
Besteht der Verdacht auf Tsutsugamushi-Fieber, stellt der Arzt die Diagnose anhand von Blutuntersuchungen. Die Befragung des Betroffenen beziehungsweise der Angehörigen nach Aufenthalten in Risikogebieten sowie nach Milbenbissen ist ebenfalls sehr wichtig.
Ein Tsutsugamushi-Fieber kann schwer verlaufen, die Therapie findet deshalb in der Regel im Spital statt. Die Erkrankten erhalten Antibiotika. Geeignet sind Tetrazykline und Chloramphenicol. Je früher die Behandlung erfolgt, desto schneller kommt es zu einer Besserung.
Im Allgemeinen genügt es, wenn die Erkrankten die Antibiotika oral, also als Tablette, einnehmen. Die intravenöse Gabe (in die Vene) ist nur bei schweren Krankheitsverläufen des Tsutsugamushi-Fiebers nötig. Bisherige Beobachtungen weisen daraufhin, dass eine einmal durchgemachte Erkrankung eine Immunität von etwa einem Jahr hinterlässt.
Bei frühzeitiger Behandlung nimmt das Tsutsugamushi-Fieber einen günstigen Verlauf mit guter Prognose. Erhält ein Erkrankter erst spät oder gar kein Antibiotikum, kann es zu Komplikationen, wie Lungenentzündung, Gehirnentzündung oder Herzmuskelentzündung kommen.
Die Angaben zur Sterblichkeit sind recht ungenau: Unbehandelt nimmt das Tsutsugamushi-Fieber in 1 bis 60 Prozent einen lebensbedrohlichen Verlauf. Unter Antibiotika-Therapie ist die Prognose aber sehr gut.
Massnahmen, die dem Tsutsugamushi-Fieber vorbeugen, zielen in erster Linie darauf ab, einen Milbenbiss zu vermeiden. Beim Aufenthalt in Risikogebieten empfiehlt es sich daher, schützende Kleidung zu tragen, zum Beispiel feste Schuhe, lange Hosen und Ärmel sowie eine Kopfbedeckung. Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Sie alle Körperteile nach Milbenlarven beziehungsweise Bisswunden absuchen. Insektenschutzmittel, die sich als Spray oder Creme auf die Haut aufgetragen lassen, bieten keinen ausreichenden Schutz. Ein wirksamer Impfstoff gegen das Tsutsugamushi-Fieber steht bisher nicht zur Verfügung.