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Hurra, wir kapitulieren!
Die Schweiz wird besonders von den USA wegen ihrer Schwarzgeld-Konti massiv unter Druck gesetzt. Aber kein Mensch, weder Regierung noch Presse, redet von Gebilden, die mit Segen der amerikanischen Regierung in weit grösserem Stile betrieben werden. Verständlicherweise wird das Thema von der amerikanischen Regierung totgeschwiegen.
Der amerikanische Bundesstaat Delaware ist als bevorzugte Steueroase weltweit bekannt. Auf die nicht einmal 900‘000 Einwohner kommen, nach dem neuesten Stand, 695‘000 registrierte Unternehmen. Darunter sind mehr als die Hälfte der Firmen, die an der Wall Street in New York gehandelt werden.
Das britische „Tax Justice Network“ bezeichnet Delaware als „den undurchsichtigsten und heimlichtuerischsten Finanzplatz der Welt“. Und das noch vor Luxemburg, Grossbritannien, den Cayman-Inseln und der unter Trommelfeuer der Obama-Regierung stehenden Schweiz.
Die US-Regierung verlangt nun von der Schweiz einen vollständigen Kniefall. Bedenkenswert: Der Vizepräsident der Obama-Regierung, Joseph Biden, war von 1973 bis 2009 Senator für seinen Heimatstaat Delaware. Wen wundert es, dass er sich in all den Jahrzehnten nicht ein einziges Mal über mangelnde Transparenz am ominösen Finanzplatz Dover, der Hauptstadt von Delaware, beschwert hat?
Delaware arbeitet im Einklang mit den US-Gesetzen. Ausserhalb der USA akzeptiert dieselbe Regierung jedoch keine ähnlichen Regelungen. Wird die Schweiz bald auf ihre Rechte als souveräner Staat pochen und die Schweizer Gesetze verteidigen? Oder profiliert sich unsere Regierung als Pudel der USA, ganz nach dem Motto: „Stell Dir vor der Finanzplatz Schweiz wird zerstört und die Regierung hilft mit!“