Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/63514

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert:</p><p>- mit der EDK zusammen gesamtschweizerische Vorgaben zu prüfen, welche die Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler einer jeweiligen Austauschdestination gewähren, unabhängig von ihrem "Entsendekanton" bzw. ihrer "Entsendeschule". Für die Ausarbeitung dieser Normen sind die EDK sowie der Schweizerische Dachverband zur Förderung von Jugendaustausch (Intermundo) zu beauftragen;</p><p>- mit der EDK zusammen, im Rahmen ihrer Tätigkeiten auch den reziproken Schülerinnen- und Schüleraustausch mit dem Ausland zu fördern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass ein Austauschjahr für Schülerinnen und Schüler in vielerlei Hinsicht positiv ist, insbesondere auch dann, wenn es in einem anderen Sprach- und Kulturraum stattfindet. Die Förderung der Austausche sind deshalb zu unterstützen.</p><p>Im Bereich des Austausches sind etliche Organisationen tätig. Erwähnt seien hier insbesondere die ch-Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit (vor allem nationaler und internationaler schulischer Austausch) sowie der im Postulat aufgeführte Dachverband Intermundo (schulischer und ausserschulischer Austausch). Mit beiden pflegen der Bund und die EDK intensive Kontakte: Die ch-Stiftung ist über ein gemeinsames Mandat verschiedener interessierter Bundesstellen und der EDK als "Nationale Agentur für den nationalen und internationalen Austausch von Lehrenden und Lernenden" bezeichnet und nimmt in diesem Zusammenhang Informations-, Koordinations- sowie Beratungs- und Vermittlungsfunktionen wahr. Intermundo betreut auf Mandatsbasis die Beteiligung der Schweiz am EU-Programm "Jugend für Europa", dessen Schwerpunkte klar im ausserschulischen Bereich liegen. Erwähnt sei hier im Übrigen auch, dass vom Bund über die Beteiligung an den EU-Bildungsprogrammen verschiedene Austauschaktivitäten gefördert werden (Erasmus und Comenius).</p><p>Die Postulantin bemängelt, dass in den Schulen Einschränkungen verschiedenster Art die Austauschaktivitäten zunehmend behindern und dass damit die Gleichbehandlung der Interessierten nicht mehr sichergestellt sei. Der Bund hat keine Kompetenz, gesamtschweizerische "Vorgaben" zu machen bzw. zu prüfen. Hingegen wird er im Rahmen seiner Zuständigkeiten und Möglichkeiten zusammen mit der EDK auf die weitere Förderung der Austauschmöglichkeiten hinwirken. Einen eigenen, sofortigen und direkten Handlungsbedarf, der über das Bestehende hinausgeht, sieht er derzeit nicht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.