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Die Ergebnisse sind in den beiden nachfolgenden Tabellen zu finden:
Ausgangslage
Die Strukturerhebung liefert wichtige Informationen zur Bevölkerung und insbesondere zur Arbeitssituation. Dank einer jährlichen Stichprobenerhebung bei mindestens 200 000 Personen in der Schweiz lässt sich die Erwerbsbeteiligung für Gruppen von 15 000 Einwohnerinnen und Einwohner zuverlässig schätzen.
Durch die Kombination der Erhebungen mehrerer Jahre (Pooling der Daten von drei bzw. fünf Jahren) ist mit den Standardmethoden auch eine Schätzung für Gruppen von 5000 bzw. 3000 Personen möglich.
Die Schweiz zählte 2016 nahezu 2300 Gemeinden. Davon hatten 83% weniger als 5000 Einwohnerinnen und Einwohner. Diese verkörpern 34% der Gesamtbevölkerung der Schweiz. 70% der Gemeinden hatten weniger als 3000 Einwohnerinnen und Einwohner (21% der Bevölkerung). Dabei stellt sich die Frage, ob verlässliche Schätzungen auf einer noch tieferen Ebene möglich wären, indem statistische Modelle und für die Gesamtbevölkerung verfügbare Daten verwendet werden.
Ziele
Das BFS verfolgt das Ziel, verlässliche Schätzungen auch für Gemeinden zu publizieren, deren jährliche Stichprobengrösse bei der Anwendung von Standardmethoden nicht ausreichend ist.
Mit Kleingebietsschätzungen (Small Area Estimation, SAE) sollen die Grenzen der Standardmethoden anhand verschiedener Techniken, die auf der Modellierung und der Verwendung von zusätzlichen Informationen zur Bevölkerung basieren, ausgeweitet werden.
Das BFS hat die auf dem Gebiet dieser Methoden international anerkannte Forscherin Prof. Isabel Molina der Universität Carlos III in Madrid beauftragt zu analysieren, ob es möglich ist, die Erwerbsbeteiligung auf Ebene der Gemeinden zuverlässig zu schätzen. Ihre auf der Strukturerhebung von 2012 und den AHV-Daten von 2011 basierenden Arbeiten haben gezeigt, dass sich die jährliche Erwerbsbeteiligung und ihre Genauigkeit (design-MSE) für Gemeinden mit Stichproben von mindestens 100 Personen zuverlässig schätzen lassen. Damit ist die Mindestgrösse für die Stichproben deutlich kleiner als bei den Standardmethoden.
Vorgehen
Angesichts der vielversprechenden Ergebnisse, die auf Basis der Strukturerhebung 2012 sowie der AHV-Daten von 2011 mit den SAE-Methoden erzielt werden konnten, hat das BFS in einem weiteren Schritt die Möglichkeiten untersucht, diese Resultate mit einem Pooling der Daten von mehreren Jahren zu kombinieren. Die Schätzungen haben sich auf die durchschnittliche Zielpopulation der Strukturerhebung bezogen, einmal der drei Jahre von 2012 bis 2014 und einmal der fünf Jahre von 2012 bis 2016. Es ging hauptsächlich darum, für eine grössere Anzahl Gemeinden zuverlässige Schätzungen zu erstellen als es mit jährlichen Auswertungen möglich ist. Die minimale Stichprobengrösse von 100 Personen gilt beim Pooling grundsätzlich ebenfalls.
Ergebnisse
Den Erkenntnissen von Prof. Molina folgend hat das BFS entschieden, für die Strukturerhebung lediglich Schätzungen für Gemeinden mit einer Stichprobe von mindestens 100 Personen zu veröffentlichen. Die ersten Resultate basierten auf einem Pooling der Strukturerhebungsdaten der drei Jahre von 2012 bis 2014, sodass die Stichproben vergrössert und somit Ergebnisse für möglichst viele Gemeinden publiziert werden konnten. Während mit den Standardmethoden für den Zeitraum des Poolings der Strukturerhebung von 2012 bis 2014 lediglich 20% der Gemeinden abgebildet werden können, verdreifacht sich diese Zahl mit den neuen Methoden, d.h. es liegen Ergebnisse von bis zu 60% der Gemeinden vor. Ende 2014 entsprach dies 94% der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren.
Das BFS hat die Resultate aus dem Pooling der Strukturerhebung über drei Jahre von 2012 bis 2014 überprüft mit einem Pooling über fünf Jahre von 2012 bis 2016. Es lässt sich festhalten, dass für eine grössere Anzahl Gemeinden Ergebnisse publiziert werden können und diese insgesamt stabiler sind. Mit einem Pooling über fünf Jahre können Schätzungen für bis zu 76% der Gemeinden gemacht werden. Ende 2016 entsprach dies 98% der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren.
|Gemeinden||Pooling von 2012 bis 2014||Pooling von 2012 bis 2016||Anzahl||Anteil||Anzahl||Anteil|
|Total der Gemeinden||2351||100%||2287||100%||Nicht publizierbare Resultate||924||39%||540||24%|
|Publizierbare Resultate||1427||61%||1747||76%|
Die Ergebnisse der Kleingebietsschätzungen mit dem 5-Jahres-Pooling 2012 bis 2016 können darüber hinaus auf der folgenden interaktiven Karte abgerufen werden:
Einschränkungen
Bei der Interpretation der Ergebnisse ist grundsätzlich Vorsicht geboten, da es sich um Schätzungen für die durchschnittliche Population der Strukturerhebungen von 2012 bis 2014 resp. von 2012 bis 2016 handelt.
Ausblick
Mit Blick auf die Zukunft gilt es, die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Anwendung der Kleingebietsschätzungen in die laufende Produktion der Strukturerhebung zu überführen. Ein Pooling der Strukturerhebungsdaten über fünf Jahre mit einer Publikation der Schätzungen alle fünf Jahre könnte ein vielversprechender Ansatz sein.
Dokumentation
Auskunft
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