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Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran hat sich vor laufenden Kameras gegen das Coronavirus impfen lassen. «Super (...), ich hab nichts gespürt», sagte der 40-Jährige am Montag im Krankenhaus von Melun in der Nähe von Paris.
Véran erhielt eigenen Angaben nach eine erste Injektion des Impfstoffs von Astrazeneca. Da er unter 50 Jahre alt sei und immer gesagt habe, dass er sich schützen lassen wolle, wenn er zur Zielgruppe gehöre, habe er die Einladung des Leiters der Einrichtung angenommen, um eine erste Injektion zu erhalten, sagte der ausgebildete Neurologe Véran im Anschluss.
In der vergangenen Woche hatte die oberste Gesundheitsbehörde des Landes empfohlen, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca vorzugsweise bei Erwachsenen im Alter unter 65 Jahren einzusetzen. «Die Empfehlung wird im Lichte zusätzlicher Daten, die in naher Zukunft zur Verfügung stehen werden, insbesondere für Personen im Alter von 65 Jahren und älter, erneut überprüft werden», hiess es. Der Impfstoff werde aktuell bei medizinischem Personal sowie Rettungs- und Pflegekräften unter 65 Jahre eingesetzt, erklärte Véran.
Die Impfkampagne war in Frankreich zunächst extrem schleppend gestartet – die Regierung stand Anfang Januar heftig in der Kritik. Schliesslich wurde die Zahl der Menschen, die sich impfen lassen können, erweitert. Ausserdem wurden Impfzentren gebaut. Mit Stand Sonntag haben in Frankreich knapp 1,9 Millionen Menschen eine erste Injektion einer Corona-Impfung erhalten, weitere gut 250'000 haben bereits beide Injektionen erhalten. (sda/dpa)