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Lieben Sie Hunde eigentlich?
Ich respektiere sie. Viele Leute lieben Hunde, aber sie respektieren sie nicht. Was ich für Hunde empfinde, geht über den Begriff der Liebe hinaus.
Woher haben Sie Ihr Wissen?
Ich bin in Mexiko auf dem Land aufgewachsen. Wir haben für die reichen Farmer das Vieh zusammengetrieben, dabei halfen unsere acht Hunde. Ich habe zugeschaut, wie sie sich verhalten, kommunizieren und spielen. Durch Beobachten kann man von den Tieren lernen. Genauso wie Jane Goodall die Gorillas beobachtete. Ich bin die Jane Goodall der Hunde.
Ihre Methoden werden von Tierschützern als grob kritisiert.
Ich quäle oder misshandle keinen Hund. Jedes Tier braucht je nach Situation eine andere Herangehensweise. Meine Arbeit mit aggressiven Hunden hat mich bekannt gemacht. Viele dieser Tiere standen kurz davor, eingeschläfert zu werden, weil ihnen keiner mehr gewachsen war. Solche Hunde brauchen härtere Methoden. Damit rette ich ihnen das Leben.
Wie oft wurden Sie von Hunden gebissen?
Viermal. Es waren Hunde, die bereits vorher zugebissen hatten. Das Problem ist, dass Besitzer oft zu lange warten, um sich Hilfe zu holen.
Was können wir von Hunden lernen?
Ein Hund folgt nur jemandem, den er respektiert. Wir Menschen hingegen lassen uns von Leuten mit Geld und Status beeindrucken. Einem Hund ist das völlig egal.
Was machen Hundebesitzer am häufigsten falsch?
Einen Hund zu vermenschlichen. Das überfordert ihn. Es braucht drei Dinge, um einen Hund glücklich zu machen: Bewegung, Disziplin und Zuneigung – und zwar in dieser Reihenfolge.
Lassen Sie einen Hund im Bett schlafen?
Ja, sicher. Mein Tipp: Den Hund nicht zuerst aufs Bett lassen. Sonst entscheidet nämlich der Hund, wo er liegen will, und das Bett wird zu seinem Territorium. Das kann bei Paaren zu Komplikationen im Liebesleben führen (lacht).