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Info von der OdA AM:
Am 25.02.2020 wurde in der Schweiz die erste Person positiv auf 2019-cCoV («Coronavirus») getestet. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) versucht nun, in Zusammenarbeit mit den Kantonen, die Übertragungskette zu unterbrechen, indem infizierte Personen isoliert werden und der Bevölkerung die grundlegenden Hygienemassnahmen in Erinnerung gerufen werden.
Wir geben Ihnen an dieser Stelle die Informationen weiter, die heute (26.02.2020) gelten:
Welche Symptome zeigen die Patienten?
- PatientInnen mit 2019-nCoV-Infektionen zeigen verschieden schwere Erkrankungsbilder. Diese reichen von leichten Erkältungssymptomen bis hin zu akuten respiratorischen Symptomen der unteren Atemwege (Husten, Atemnot, Ateminsuffizienz) und Fieber.
- Laut einer vom CCDC (Chinese Center of Disease Control and Prevention) neu publizierten Studie im Chinese Journal of Epidemiology verlaufen 80.9% der Fälle mild.
- Kinder scheinen nach aktueller Datenlage wenig gefährdet zu sein.
- Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.
- Die Sterblichkeitsrate ist unklar, sie dürfte aber etwas höher liegen als bei einer gewöhnlichen Grippe. Zurzeit gelten laut BAG und Gesundheitsdirektion Kanton Zürich nur Personen als potentielle Träger von 2019-nCoV, die Atemwegs-Symptome aufweisen und zusätzlich Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten oder aus einem der betroffene Gebiete kommen (Norditalien, China, Südkorea).
Wie steckt man sich an?
- Als Übertragungswege werden Tröpfchen und kontaminierte Oberflächen vermutet.
- Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht laut BAG, wenn man sich während mehr als 15 Minuten näher als 2 Meter bei einer infizierten Person aufhält.
- Der Coronavirus scheint auf Oberflächen etwa 3 Stunden zu überleben.
Welche Massnahmen muss ich in der Praxis treffen?
Es gelten die üblichen Hygienemassnahmen, die Sie bereits heute anwenden:
- Hände regelmässig waschen und desinfizieren.
Sollten Händedesinfektionsmittel wegen Lieferengpässen nicht erhältlich sein, reicht für die Bekämpfung des Corona-Virus das Händewaschen mit Seife. Seife zerstört die Oberfläche des Virus und macht ihn so unschädlich.
- Oberflächen regelmässig reinigen und desinfizieren.
- Husten und niessen in die Ellenbeuge, nicht in die Hand.
- Ein Mundschutz wird nur für erkrankte Personen empfohlen, nicht für Gesunde.
Wie verhalte ich mich im Verdachtsfall?
- Klären Sie, ob der Patient die betreffenden Symptome hat (Husten, Atemnot, Körpertemperatur mind. 38° Celsius)
- Wenn die Symptome vorhanden sind, klären Sie, ob der Patient Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte oder aus einem der betroffenen Gebiete kommt.
- Das BAG ergänzt diese Liste aufgrund der aktuellen Lage regelmässig. Konsultieren Sie regelmässig die Homepage des BAG.
Wenn Sie von einem Verdachtsfall ausgehen…
- verzichten Sie auf eine Behandlung
- nehmen Sie Abstand von mindestens 2 Metern und halten Sie sich nur kurz beim Patienten auf (weniger als 15 Minuten).
- wählen Sie den Notruf 144 und geben Sie an, dass Sie einen Corona-Verdachtsfall haben
- waschen und desinfizieren Sie die Hände
- reinigen und desinfizieren Sie die Liege
- lüften Sie die Praxis ausgiebig Wenn sich Patienten mit geklärtem Verdacht bei Ihnen melden, sollten Sie auf eine Behandlung verzichten.
Halten Sie sich auf den Laufenden!
- konsultieren Sie regelmässig die laufend aktualisierte Homepage des BAG.
In den Kantonen Zürich und Schaffhausen gelten Weisungen, die ergänzend zu den Weisungen des BAG in Kraft gesetzt wurden:
- Personen mit Verdacht auf eine Corona-Infektion dürfen sich nicht in eine Arztpraxis begeben.
- Eine Vorabklärung erfolgt telefonisch durch eine Ärztin.
- Betroffene Personen müssen durch den Rettungsdienst (kein Privattransport) in eines der dafür vorgesehenen und eingerichteten Spitäler gebracht werden.