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Viele jenische Familien waren sesshaft und betrieben ihr mobiles Gewerbe von ihrem Wohnort aus.
Biographien
So einzigartig die Lebensgeschichten von Jenischen, Roma, Sinti und Manusch sind, gemeinsam ist ihnen, dass sie alle mehr oder weniger stark gekennzeichnet sind durch Ablehnung, Ausgrenzung und selbst Verfolgung durch den Staat und die Gesellschaft.
Jean-Marie M. und seine Familie, die ins Elternhaus seiner Frau einzog, als die Kinder eingeschult wurden, blieben Aussenseiter im Walliser Dorf. Clemente Graff und Uschi Waser durften nicht bei ihrer Familie aufwachsen. Mit dem Leben der Fahrenden wurden sie nicht mehr gleichermassen vertraut. Doch das schmälerte ihr Engagement für die Jenischen nicht. Die Eltern versteckten Maria Mehr im Wald, damit man ihnen das Kind nicht wegnahm. Mit ihrem Mann gründete sie 1985 das «Zigeunerkulturzentrum», um das Kulturgut der Fahrenden zu bewahren. Einer, der zur Stärkung des Selbstbewusstseins auch der schweizerischen Jenischen beitrug, war der Österreicher Romed Mungenast.