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Sizilien ist mit knapp neun Prozent der gesamten Landfläche Italiens die grösste Region und mit 101.000 ha Rebfläche (Stand 2014) das grösste Weinbaugebiet des Landes.Bis Mitte der 1990er Jahre war die Insel im Ausland in erster Linie für den Süsswein Marsala bekannt. Ein Grossteil der übrigen Weinproduktion wurde als Fasswein in die bekannten Weinregionen Europas verkauft, wo er als Verschnittwein zur Aufbesserung bzw. Vermehrung der dortigen Produktion diente. Für lange Zeit wurden die Rotweine der Insel nicht nach ihrem Herkunftsort oder der Rebsorte benannt, sondern nach dem Hafen, von wo sie verschifft wurden (Marzamemi, Scoglitti, Riposto).Ein weiterer Teil der Produktion wurde ausserdem für die Destillation von Alkohol und die Herstellung von Traubenmost verwendet. Erst Ende der 1990er Jahre setzte eine Vermarktung sizilianischer Weine ein, die auch den Namen der Insel trugen.
Nachdem man zunächst auf den Anbau internationaler Rebsorten gesetzt hatte, um die internationalen Märkte zu erschliessen, entdeckten die Winzer heimische Rebsorten, vor allem den heute international bekannten Nero d’Avola wieder. Letzter gilt aktuell als die bedeutendste Rebsorte Siziliens und steht dort auf 18.000 Hektar Rebfläche (2013).