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In der Übersicht
In besonderer Weise einschneidend und bis in die Gegenwart prägend wirkten die Konfessionalisierungsprozesse der Frühen Neuzeit, welche neue Bekenntnisgruppen hervorbrachten. Die Veränderungen waren verbunden mit der Ausbildung geographisch abgegrenzter Lebensräume, die sich auch kulturell und sozial voneinander unterschieden. Sie werden herkömmlich als Reformation und katholische Reform bezeichnet und unter dem Begriff „Konfessionalisierung“ zusammengefasst. In der Vorlesung geht es darum, mehrere Aspekte der Veränderungen zu rekonstruieren und sie theologie- wie sozialgeschichtlich einzuordnen. Deutungstraditionen werden auf dem Stand der aktuellen, u.a. vom Reformationsjubiläum 2017 bestimmten Stand vorgestellt und im Blick auf ihre theologische Relevanz analysiert.