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Die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Bangladesch sind gut, wenn auch nicht eng, und konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Entwicklungszusammenarbeit. Die Schweiz engagiert sich in Bangladesch für Armutsreduktion, lokale Gouvernanz und Katastrophenvorsorge, insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Bangladesch
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die beiden Länder unterhalten seit 1972 diplomatische Beziehungen. Die bilateralen Beziehungen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Bereiche Entwicklungszusammenarbeit, Wirtschaftsaufbau und Handelsbeziehungen.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Seit Mitte der 1990er-Jahre intensiviert sich der wirtschaftliche Austausch. Verschiedene Wirtschaftsabkommen, darunter ein 2002 abgeschlossenes bilaterales Investitionsförderungs- und Investitionsschutzabkommen, unterstützen diese Entwicklung. Der florierende Textil- und Chemiesektor in Bangladesch ist für Schweizer Investoren von besonderem Interesse.
Die Schweizer Exporte nach Bangladesch beliefen sich 2018 auf 133,6 Millionen Franken und betrafen hauptsächlich Maschinen, chemische Komponenten und pharmazeutische Produkte. Die Schweizer Importe aus Bangladesch, namentlich Textilien und Bekleidung, beliefen sich 2018 auf 18,7 Millionen Franken.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kulturschaffende aus Bangladesch können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Die Schweizer Kooperationsstrategie 2018–2021 für Bangladesch zielt darauf ab, die wirtschafts- und fiskalpolitische Gouvernanz zu unterstützen und zu verbessern sowie zum verantwortungsvollen Handeln und zu nachhaltigen Lösungen im Migrationsbereich beizutragen. Die Katastrophenvorsorge (Disaster Risk Reduction, DRR) ist ebenfalls Teil der Programme und Projekte der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in Bangladesch, da das Land regelmässig von Überschwemmungen, Wirbelstürmen und Dürren heimgesucht wird.
Seit Ende August 2017 leistet die Humanitäre Hilfe des Bundes Nothilfe für die Flüchtlinge aus Myanmar in Bangladesch.
Schweizerinnen und Schweizer in Bangladesch
Ende 2018 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 79 Schweizerinnen und Schweizer in Bangladesch, darunter 47 Personen mit Doppelbürgerschaft.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Seit der Unabhängigkeit Bangladeschs 1971 und der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1972 waren die bilateralen Beziehungen stark durch die Entwicklungszusammenarbeit geprägt. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit ist seit der Unterzeichnung eines Abkommens zur technischen Zusammenarbeit 1976 in Bangladesch tätig und eröffnete 1981 in Dhaka ein Koordinationsbüro.
2005 eröffnete die Schweiz in der Hauptstadt Dhaka eine Botschaft.