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10. Jahrhundert
CÄSARISCHE VERSUCHUNG
Die Chronik des 10. Jahrhunderts nach Christi Geburt mit den berühmten und wichtigen Persönlichkeiten, den grossen Köpfen des 10. Jahrhunderts, die in den hundert Jahren zwischen 900 und 999 lebten und wirkten. Zu ihnen zählen etwa Otto I. der Grosse und Leif Eriksson. Berühmte Frauen des 10. Jahrhunderts waren z. B. Roswitha von Gandersheim und Theophanu.
Das 10. Jahrhundert zählt zum europäischen Frühmittelalter und ist das Zeitalter der Ottonen, das mit der Thronbesteigung des Liudolfingers Heinrich I. 919 eingeläutet wird. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts wird das christliche Europa von mehreren Invasionen ungarischer Reiter heimgesucht, bis Otto I. sie 955 auf dem Lechfeld bei Augsburg endgültig besiegen kann und damit seine Macht festigt. Im Jahr 962 wird er zum Kaiser erhoben und gibt der Epoche seinen Namen. Ottos grosser militärischer Sieg gilt als Geburtsstunde der Deutschen und seine Kaiserkrönung gilt nach Vorentwicklungen im 9. Jahrhundert als endgültige Geburt des Heiligen Römischen Reichs, das in einem längeren Prozess aus dem Ostfrankenreich hervorgeht. Es wird bis 1806 Bestand haben.
Von Skandinavien aus sind die Normannen bzw. Wikinger auf Beutezug. Anfang des 10. Jahrhunderts sieht der Norweger Gunnbjörn Úlfsson einige Inseln vor Grönland und damit als erster Europäer Nordamerika, ohne dort zu landen. 985 gründet Erik der Rote auf Grönland die erste skandinavische Siedlung.
Im neu gegründeten Kalifat von Córdoba liegt mit Córdoba eine der grössten Städte der Welt dieser Zeit.
Am Ende des Jahrhunderts sitzt mit Gregor V. in Rom zum ersten Mal ein „deutscher“ Papst auf dem Stuhl Petri.
Im Osten Europas stemmt sich das Byzantinische Reich gegen Araber und Islam, der sich in Nordafrika, Vorderasien und bis in das heutige Spanien ausgebreitet hat.