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Seit 1998 besteht das Frauenhaus in Gheorgheni/Rumänien. Es bietet auf 2 Etagen in 12 Räumen Platz für 30 Frauen mit ihren Kindern. Im Moment leben dort 8 Frauen und insgesamt 14 Kinder. Zu ihnen zählt auch die 38 jährige Rozalia, die mit ihren Sprösslingen Oana Maria, Denisa Georgiana und Ricardo, im März 2014, Zuflucht im Frauenhaus fand.
Rozalia hatte eine schwere Kindheit. Sie wuchs in vielen verschiedenen Kinderheimen auf. Früh fand sie einen Mann, den sie dann auch heiratete. Aus der Ehe resultieren ihre drei Kinder. Rozalia war verliebt, träumte von einer besseren Zukunft für sich selbst und ihre Kinder. Sie wünschte sich, ihren Kindern eine schönere Kindheit bieten zu können, als sie sie je hatte. Doch schnell stellte sich heraus, dass ihr Ehemann ein aggressiver Schlägertyp ist. Er fand keine Arbeit, ertränkte seinen Frust im Alkohol, wurde daraufhin handgreiflich gegenüber seiner Familie. Rozalia hoffte, dass dies nur eine Phase sei, die sich bald wieder legen würde. Sie versuchte mit kleineren Gelegenheitsarbeiten etwas Geld zu verdienen, um ihre Kinder versorgen zu können. Aber ihr Mann strich das hart erarbeitete Geld ein, um sich neuen Alkohol besorgen zu können. Als seine Handgreiflichkeiten schlimmer wurden, schnappte sich Rozalia eines Nachts ihre Kinder und flüchtete in das Frauenhaus.