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Der Meerfenchel (Crithmum maritimum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Crithmum innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Ihre Nutzung ist seit der Antike bekannt. Sie ähnelt wildem Fenchel, daher stammt der Trivialname Meerfenchel; weitere deutschsprachige Trivialnamen sind Seefenchel oder Bazillenkraut. Sie gedeiht an felsigen Küsten im Einflussbereich der Gischt.
Der Meerfenchel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimetern erreicht. Die Stängel des Meerfenchels haben die gleiche Farbe wie die Blüten und sind am Grund verholzt.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind ein- bis zweifach gefiedert, sukkulent, bis zu 7 Zentimeter lang und blaugrün gefärbt.
Der Meerfenchel kann passend zu seinem Standort nah am Meer Kontakt mit salzhaltigem Spritzwasser gut tolerieren.
Verwendung:
Die medizinische wie kulinarische Nutzbarkeit des Meerfenchels ist mindestens seit der Antike bekannt. Der Meerfenchel wurde insbesondere von Seeleuten zur Verpflegung mitgeführt. Er eignete sich aufgrund seiner Häufigkeit in Küstennähe und der aus dem hohen Vitamin-C-Gehalt resultierenden vorbeugenden Wirkung gegen Skorbut.
Die zusätzliche Essbarkeit macht Meerfenchel noch lohnender, zu pflanzen.
Die Blätter des Meerfenchels werden gelegentlich zu Salat verarbeitet oder als Gewürz verwendet.
Der unscheinbar wirkende Meerfenchel, in Mallorqui fonoll marí genannt, ist noch immer eine aromatische Beilage zur mallorquinischen Küche. Nach dem Abpflücken wird er gewaschen und in Essig eingelegt. Mariniert ist der Meerfenchel gebräuchliche Zutat zu typischen Reisgerichten wie dem arròs brut oder zu pa amb oli (Brot mit Olivenöl und Tomaten). Aber auch als eingelegtes Sauergemüse ist fonoll marí sehr beliebt und stellt eine Alternative zu mallorquinischen Kapern dar.
Der Meerfenchel hat einen besonderen Stellenwert im italienischen Südapulien, dem Salent. Der finocchio marino (oder critimi) wird in Essigwasser gekocht und mit Knoblauch und Pfefferminze in Olivenöl eingelegt. Er wird als Vorspeise oder in Salaten gereicht.
Auf den griechischen Ägäisinseln, dient es als Beigabe zu Salaten und anderen mediterranen Vorspeisen. Das Kraut mit der recht exotischen Note wird hier in Salz-/Essigwasser eingelegt und wegen seines markanten Geschmacks eher sparsam dosiert. Man kann es frisch zubereiten, indem man es kurz kocht, oder auch einlegen und auf diese Weise haltbar machen.
Eigenschaft: Blattschmuckpflanze / Medizinal-Pflanze / Nutzpflanze / Küchenkraut
Aussaat:
Keimt unregelmässig. Wenn nach 4 Wochen die Keimung nicht erfolgt, müssen die Samen einer Kühlperiode von 2–4 Wochen ausgesetzt werden. Lichtkeimer: Samen nur auf feuchte Aussaaterde streuen und leicht andrücken. Bis zur Keimung feucht halten, nicht nass.
Pflege:
Kann in Gärten angebaut werden sofern ausreichende Trockenheit besteht und es kein stehendes Wasser gibt. Bedingt frosthart und muss speziell im Freiland im Winter besonders geschützt werden. Benötigt einen sonnigen bis vollsonnigen Standort.
Quellen u.a. Wikipedia