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Pandemien, also die rasche Übertragung von Infektionskrankheiten auf eine große Zahl von Menschen, sind eine wachsende Bedrohung für die moderne Menschheit. Durch Globalisierung und immer schnelleren Personen- bzw. Warenverkehr können bisher unbekannte oder mutierte Virusstämme schnell über den Globus verbreitet werden. Schon vor der Zeit der Globalisierung forderte die Spanische Grippe während ihres Ausbruchs vor 100 Jahren etwa 50 Millionen Menschenleben. Obwohl die neueren Grippepandemien von 1957, 1968, 1977 und 2009 milder ausfielen, zeigen sie doch das große pandemische Potenzial der Viren. Allein die saisonale Grippe führt weltweit zu 290.000 bis 650.000 Todesfällen – jedes Jahr. Andere Viren, wie Ebola, Zika oder das neuartige Coronavirus haben ebenfalls das Potenzial, weltweit verheerende Pandemien auslösen zu können.
Impfungen sind die beste Prävention gegen Epidemien und Pandemien. Die derzeitigen Grippeimpfstoffe sind jedoch nur vergleichsweise kurz wirksam: Das Virus verändert seine Oberfläche häufig und so schnell, dass die derzeitigen Methoden der Impfstoffentwicklung einfach zu langsam sind. Wenn die Impfstoffe zur Verteilung bereit sind – etwa 6 Monate nach der Identifizierung des neuen Stammes – können sich die Viren bereits deutlich verändert haben.