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Kurz vor dem Ende der Wechselfrist in der NBA kommt es zu einem weiteren «Blockbuster-Deal». Kevin Durant, zweifacher NBA-Sieger mit den Golden State Warriors, wechselt von den Brooklyn Nets zu den Phoenix Suns.
Mit Durant wird auch T.J. Warren nach Phoenix wechseln. Im Gegenzug schicken die Suns Mikal Bridges, Jae Crowder und Cam Johnson nach New York. Die Nets erhalten zudem vier zukünftige Erstrunden-Draft-Picks der Suns und im Jahr 2028 die Möglichkeit, die Auswahlrechte zu tauschen.
Nachdem zuvor schon Point Guard Kyrie Irving die Nets in Richtung Dallas verlassen hatte, verliert die Franchise, welche vor der Saison noch als Titel-Kandidat gehandelt wurde, nun seinen zweiten Superstar. Doch mit dem 26-jährigen Mikal Bridges erhält das Team aus Brooklyn im Gegenzug immerhin einen sehr vielversprechenden Spieler.
Bridges spielt aktuell die beste Saison seiner Karriere und könnte mit Ben Simmons in Brooklyn das neue Duo der Zukunft bilden. Solange diese beiden die besten Spieler des Teams sind, wird dieses mit dem Kampf um den Titel nichts zu tun haben. Deshalb setzen die Nets erneut auf einen Neuaufbau des Teams. Dennoch sieht es in dieser Saison mit der Qualifikation für die Playoffs in der Eastern Conference aktuell gut aus. Das Team steht zurzeit auf dem fünften Rang und dürfte sich selbst mit einer Niederlagen-Serie noch berechtigte Hoffnungen machen, zumindest am Play-in-Turnier für die Playoffs teilnehmen zu können.
Mit der Verpflichtung von Kevin Durant dürfte jedes Team automatisch zu einem Titel-Kandidaten aufsteigen. Doch die Suns waren auch schon ohne «KD» einer der Top-Favoriten im Rennen um die Meisterschaft.
Kevin Durant is on his way to the Valley of the Sun pic.twitter.com/IegCUWEQuF— Adrian Wojnarowski (@wojespn) February 9, 2023
Mit Chris Paul, Devin Booker und Deandre Ayton hatten die Suns bereits drei Top-Spieler in ihrem Kader. Die Suns standen nicht zuletzt aufgrund der starken Leistungen dieser drei 2021 bereits in den NBA-Finals. Dort scheiterte man allerdings an Giannis Antetokounmpo und den Milwaukee Bucks.
Mit dem ehemaligen MVP bekommt Phoenix jetzt einen Spieler dazu, der weiss, wie man einen Titel gewinnen kann. Genau dieser Spieler schien den Suns in den entscheidenden Spielen der letzten Jahre gefehlt zu haben. Denn so gut ein Chris Paul oder Devin Booker auch sein mögen, sie konnten beide noch keinen Titel gewinnen.
Wann Durant allerdings sein erstes Spiel im Dress seines neuen Teams bestreiten kann, ist aktuell noch ungewiss. Der Superstar laboriert noch an einer Knieverletzung, wodurch er auch für das All-Star-Game am 19. Februar ausfallen wird.
Sein ehemaliger Coach bei den Brooklyn Nets Jacque Vaughn äusserte sich vor dem Wechsel Durants allerdings positiv über dessen Gesundheitszustand. Die letzten Untersuchungen seien «sehr gut» verlaufen, ein genaues Datum der Rückkehr könne man allerdings noch nicht absehen.
Kyrie Irving und Kevin Durant sind nicht die einzigen beiden Superstars, die kurz vor dem Ende der Wechselfrist heute Abend um 21.00 Uhr noch den Arbeitgeber wechselten. Auch die Los Angeles Lakers sorgten für einen hochkarätigen Tausch.
Das Team von LeBron James verstärkt sich in einem Deal, in welchen drei Teams involviert sind, mit D'Angelo Russell, Malik Beasley und Jarred Vanderbilt. Russell kehrt dabei an seine alte Wirkungsstätte zurück, der Point Guard wurde 2015 von den Lakers an zweiter Stelle im Draft ausgewählt.
Die Lakers geben dafür Russell Westbrook, Juan Toscano-Anderson und Damian Jones an die Utah Jazz ab. Zusätzlich erhalten die Jazz auch noch ein zusätzliches Auswahlrecht in der ersten Runde des Drafts 2027.
Dass Westbrook allerdings jemals für die Utah Jazz aufläuft, gilt als unwahrscheinlich. Der MVP von 2017 und der Klub könnten sich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung einigen, wodurch Westbrook wieder frei verfügbar wäre. Laut dem NBA-Experten Chris Haynes wären dann unter anderem die Los Angeles Clippers und die Chicago Bulls an einer Verpflichtung des Spielmachers interessiert.
Das dritte Team im Bunde der Transfersaga sind die Minnesota Timberwolves. Diese verlieren mit Russell zwar ihren Point Guard, erhalten allerdings mit Mike Conley aus Utah einen ebenbürtigen Ersatz. Ausserdem erhalten die Timberwolves Nickeil Alexander-Walker und drei Zweitrunden-Draft-Picks von 2024 bis 2026 von den Utah Jazz.
In der NBA kann es manchmal sehr schnell gehen – auch wenn es darum geht, Spieler zu tauschen. Dies durfte nun auch Josh Hart erfahren. Hart war gerade dabei, sich für das Spiel der Portland Trail Blazers gegen die Golden State Warriors aufzuwärmen, als er herausfand, dass er zu den New York Knicks getradet wird.
Seine Mitspieler und er versammelten sich um das Handy eines Teambetreuers und konnten ihren eigenen Augen kaum trauen, als sie von der Nachricht des Wechsels lasen. Portlands Superstar Damian Lillard nahm Hart daraufhin sofort in die Arme, um ihn zu verabschieden.
Blazers finding out Josh Hart got traded— NBACentral (@TheNBACentral) February 9, 2023
(h/t @ajw_sports) pic.twitter.com/0vKibBCzVq
Josh Hart wird seine Karriere nun in New York fortführen. Im Gegenzug erhalten die Trail Blazers von den Knicks mit unter anderem Cam Reddish und einem Erstrunden Draft-Pick einen mehr als ordentlichen Gegenwert als Ersatz. Zumal Josh Harts Vertrag am Ende der Saison ausläuft und er eine einseitige Option auf eine Verlängerung des Vertrags besitzt.