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Weger starker Vierter im Sprint
Benjamin Weger kann es wieder: Nach einem völlig missratenen letzten Winter meldete sich der 31-jährige Oberwalliser dank einem fehlerlosen Schiessen und einer soliden Laufleistung in der absoluten Weltspitze zurück. Um nur gerade 6,5 Sekunden verpasste er seinen ersten Podestplatz seit neun Jahren, letztmals war er vor knapp zwei Jahren in Nove Mesto, ebenfalls in einem Sprint, in die Top 4 gelaufen.
Dem Podestplatz trauerte Weger keine Sekunde nach. "Ich habe definitiv mehr den vierten Platz gewonnen als einen zweiten oder dritten verloren", meinte er gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erleichtert - und "schon ein bisschen überrascht". "Ich hatte halt immer noch die letzte Saison im Hinterkopf. Ich habe gesehen, wie wenig es braucht, dass du nirgends mehr bist."
Vor allem ist das Spitzenresultat nach einer Auszeit eine Bestätigung der Arbeit mit dem neuen Nationaltrainer Alexander Wolf. "Es gibt Gewissheit, dass das Training im Sommer gepasst hat und man darauf aufbauen kann." Und er hat für das Verfolgungsrennen am Samstag eine optimale Ausgangslage für ein weiteres Spitzenresultat. "Ich freue mich, wieder einmal vor den meisten anderen zu starten. Ich will die positive Energie mitnehmen und es geniessen", sagte der Walliser lachend. "Ich weiss, wie es ist, wenns nicht läuft."
Zufrieden sein durfte auch Jeremy Finello, der trotz zwei Schiessfehlern auf den 23. Platz lief. Den Sieg holte sich der Norweger Tarjei Bö vor dem Deutschen Arnd Peiffer und seinem jüngeren Bruder und Weltcupleader Johannes Thingnes Bö, der als einziger der Top 6 eine Strafrunde laufen musste.
Nicht auf Touren kamen die Schweizer Frauen. Nur Aita (32.) und Elisa Gasparin (36.) holten beim Sieg der Schwedin Hanna Öberg Punkte. Selina Gasparin (64.), die im vergangenen März beim letzten Rennen vor der Corona-Pause in Kontiolahti in der Verfolgung den 2. Platz belegt hatte, verpasste mit vier Schiessfehlern sogar die Qualifikation für das Verfolgungsrennen der besten 60 vom Sonntag.