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Die Länder der Europäischen Union haben bisher 4 Millionen Impfstoffe gegen Covid-19 an arme Länder gespendet. Das sind weniger als 3 Prozent der 160 Millionen Impfstoffe, die zur Eindämmung der Pandemie gespendet würden. Dies geht aus Dokumenten der EU hervor. Dies sind hauptsächlich Dosen von AstraZeneca.
Die Europäische Union hat sich verpflichtet, schutzbedürftigen Menschen auf der ganzen Welt bei der Impfung zu helfen, aber bisher wurden die meisten von ihnen gekauft, um ihrer eigenen Bevölkerung zu helfen. Insgesamt haben die Länder der Union inzwischen rund 500 Millionen Dosen von den verschiedenen Apothekern erhalten. Das sind genug Impfstoffe, um 70 Prozent aller Erwachsenen vollständig zu impfen. Außerhalb der EU ist dieser Prozentsatz viel niedriger. Südafrika konnte bisher 7% der Bevölkerung einmal impfen und Nigeria konnte nur 1% impfen.
Brüssel hat zuvor gesagt, dass bis Ende dieses Jahres mindestens 100 Millionen Impfstoffe hätten gespendet werden sollen. Die 4 Millionen Dosen, die bisher ihren Weg in ärmere Länder gefunden haben, sind hauptsächlich in alte Kolonien gegangen. Zum Beispiel haben die Niederlande rund 250.000 AstraZeneca-Impfstoffe nach Suriname geschickt. Irgendwann werden es 500.000 bis 750.000 sein.
Die Weltgesundheitsorganisation (who) hat die westlichen Länder aufgefordert, ihre Impfstoffe über das Internationale Covax-Programm mit ärmeren Ländern zu teilen, aber trotz des Beharrens der Europäischen Kommission, die Spenden zu beschleunigen, kommen die Dinge immer noch nicht voran. Die gespendeten Impfstoffe sind AstraZeneca-Impfstoffe und in geringerem Maße Janssen. In vielen EU-Ländern wird mit diesen Impfstoffen aufgrund des Risikos seltener, aber gefährlicher Nebenwirkungen nur sehr wenig angewendet.
Die Spenden der Europäischen Union sind denen der Vereinigten Staaten sehr ähnlich. Sie schickten im letzten Monat über 15 Millionen Impfstoffe in Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die USA haben versprochen, insgesamt 80 Millionen Impfstoffe zu verschenken, größtenteils über Covax.
EU-Dokumente zeigen, dass Deutschland plant, ab August 33 Millionen Impfstoffe zu spenden, von denen 30 Millionen von der Marke AstraZeneca stammen. Frankreich hat versprochen, 60 Millionen Impfstoffe zu spenden, hauptsächlich an Covax. Bisher hat dieses Land 800.000 Dosen gespendet, hauptsächlich an ehemalige Kolonien wie Senegal, Mauretanien und Burkina Faso. Laut einem Sprecher des französischen Finanzministeriums wurden Covax inzwischen fast 5 Millionen AstraZeneca-Impfstoffe verabreicht. Am Ende des Sommers werden Impfstoffe von Janssen und Pfizer hinzugefügt.