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Kyoto Sehenswürdigkeiten Top 10
Kyoto gehört zu den bedeutendsten Städten Japans. Im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu gelegen und knapp 400 km von Tokyo entfernt, war Kyoto lange Zeit Sitz des kaiserlichen Hofes Japans und ist heute der Verwaltungssitz der Präfektur Kyoto.
Aufgrund der geografischen Lage - Kyoto liegt in einem nur nach Süden offenen Talkessel - ist Kyoto durch die umliegenden Berge vor Taifunen und Überschwemmungen weitestgehend geschützt. Durch diese geschützte Lage sind die Sehenswürdigkeiten der Stadt in sehr gutem Zustand erhalten und bieten eine breit gefächerte Auswahl an interessanten und sehenswerten Plätzen und Örtlichkeiten.
1. Kinkakuji Tempel
Diese im Nordwesten von Kyoto gelegene Tempelanlage ist in ihrem Grundzügen seit der Mitte des 14. Jahrhunderts unverändert. Namensgebend für die gesamte Tempelanlage ist der so genannte „goldene Pavillon“, eine Reliquienhalle, deren obere Stockwerke mit Blattgold überzogen ist.
Ende des 14. Jahrhunderts wurde der Kyoto Kinkakuji Tempel Japan im Zuge einer wirtschaftlich und kriegerisch stabilen Lage vom ehemaligen Shogun Ashikaga Yoshimitsu erbaut. Ursprünglich als Altersruhesitz gedacht, wurde die Anlage jedoch nach dem Tod von Ashikaga Yoshimitsu von seinem Sohn an die Rinzai-Sekte übereignet und bot den buddhistischen Lehren dieser Sekte eine beeindruckend konstruierte Heimat. Die Tempelanlage vereinte dabei unterschiedliche japanische Baustile und chinesische Elemente. Der Goldene Pavillon Kyoto bildet das spirituelle Zentrum dieser Anlage. Dank der Plattierung aus Gold strahlt der Pavillon im direkten Sonnenschein und spiegelt sich glänzend im davor gelegenen See. Dennoch ist die Tempelanlage in die natürliche Umgebung eingebettet und entsprechen somit der buddhistischen Leere und stellen eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Natur dar.
Genau diese Wirkung wird auch heute noch beabsichtigt und der Kinkakuji Tempel wird auch heutzutage noch von buddhistischen Mönchen betreut, welche diesen Anziehungspunkt nutzen um die buddhistischen Lehren an interessierte Personen weiter zu geben. Bedeutung und geschichtlicher Hintergrund des Buddhismus können anhand der Tempelanlage und der Informationen am eigenen Leib erlebt werden.
Auch wenn die Tempelanlage des Kinkakuji seit dem 14. Jahrhundert besteht, so ist diese dennoch nicht ohne Beschädigungen davon gekommen. Erst 1950 kam es zu einer bedeutenden Katastrophe, als der Goldene Pavillon einem Brandstifter zum Opfer fiel. Dieser wurde jedoch nach den Originalplänen und mit den passenden Materialien wieder aufgebaut.
2. Kiyomizudera Tempel
Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist der Kyoto Kiyomizudera Tempel Japan. Dieser im Osten der Stadt gelegene Tempel hat eine Geschichte, die bis ins Jahr 798 zurück reicht, die jetzigen Gebäude des Tempels gehen allerdings erst auf das Jahr 1633 zurück. Seinen Namen leitet der buddhistische Tempel von dem innerhalb der Tempelanlage fließenden Wasserfall ab, da die Worte kiyoi mizu wörtlich übersetzt „Reines Wasser“ bedeuten.
Die Haupthalle des Tempels umfasst eine weite Terrasse, welche auf einer hölzernen Balkenkonstruktion direkt über einem steilen Berghang errichtet wurde. Einer Tradition aus der Edo-Zeit zufolge, können Menschen, die von dieser Terrasse aus herunter springen mit der Erfüllung all ihrer Wünsche rechnen. Aufgrund der üppigen und dichten Vegetation unterhalb des Tempels und der relativ geringen Höhe von „nur“ 13 Metern überlebten der größte Teil der Springer diese Prozedur. Heutzutage ist diese Art von Sprüngen jedoch verboten und man sollte die Terrasse dafür nutzen, einen weitläufigen Blick über Kyoto und die umliegenden Berge zu werfen.
Doch der Kiyomizudera Tempel beherbergt mehr als nur die Haupthalle und die Außenterrasse. Mehrere Shinto-Schreine befinden sich im Inneren der Tempelanlage. Besonders der Jishu-jinja, ein Schrein, der dem Gott der Liebe gewidmet ist, stellt eine Besonderheit da. Auf seinem Gelände befinden sich zwei so genannte „Liebessteine“, die im Abstand von 18 Metern voneinander stehen. Wer blind den Weg von einem zum anderen Stein findet soll sich der Legende nach bald darauf verlieben.
Doch auch dem Wasserfall innerhalb des Tempels werden besondere Kräfte nachgesagt. Das Wasser fällt aus drei einzelnen Kanälen in ein breites Becken, wo es von den Besuchern aufgefangen und getrunken werden kann. Angeblich besitzt dieses Wasser heilende Kräfte.
3. Fushimi Inari Taisha Schrein
Der Kyoto Fushimi Inari Taisha Schrein Japan ist dem Kami Inari gewidmet und ist der Hauptschrein von ca. einem Drittel aller Inari-Schreine in Japan. Somit zählt der Schrein zu den ältesten und bekanntesten Shinto-Schreinen der Stadt Kyoto.
Dabei ist nicht nur die Tempelanlage beeindruckend, sondern auch die Geschichte hinter dieser Anlage. Dank einer ausreichenden Erklärung und Veranschaulichung vor Ort bekommt man einen schnellen und gründlichen Einblick in die buddhistische Tradition und die Historie dieses Ortes.
Besonders an diesem Schrein sind vor allem die Alleen von Torii auf dem Gelände. Torii sind große, rot bemalte Tore, die als Spenden an den Tempel gegeben wurden. Diese werden hintereinander aufgestellt und bilden so lange und gewundene Gänge von mehr als 1000 dieser Torii am Stück. Der Tempel der Roten Tore ist in Japan vor allem für diese Torii bekannt und berühmt. Dabei werden diese Tore nicht nur von Unternehmen gespendet, sondern auch viele Familien und Privatleute nutzen diese Tradition reichlich und freigiebig und sorgen somit für einen beständig anhaltenden Nachschub an roten Toren für den Tempelbezirk.
4. Nijo Burg
Die Kyoto Nijo Burg Japan wurde im Jahre 1626 von Tokugawa Ieyasu erbaut. Die Burganlage umfasst mehr als 275000 Quadratmeter, wovon gerade mal 8000 Quadratmeter mit Gebäuden bebaut wurde. Umfasst von zwei konzentrischen Verteidigungsringen wurde die Burganlage im Flachland von Kyoto errichtet. Die Verteidigungsringe waren jeweils mit einer Mauer und einem Burggraben gesichert, so dass diese Burg zu den wehrhaftesten Anlagen ihrer Zeit gehörte.
Zentraler Bau in der Mitte der Burg ist der Ninomaru Palast. Dieser Palast war Wohnsitz des jeweiligen Herrschers und beherbergte neben den Wohnräumen auch Büros und weitere Amtsstuben. Die größte Besonderheit an diesem Palast ist jedoch der so genannte „Nachtigallen-Boden“ Der Bodenbelag in den intimeren Bereichen des Palastes war so angelegt, dass er wie Vogelstimmen zwitscherte, wenn man darauf ging. Mit dieser Form der frühen Alarmanlage sollten Meuchelmörder und Angreifer schneller entdeckt und unschädlich gemacht werden können.
Neben weiteren Gebäuden umfasst die Nijo Burg allerdings vor allem große und hervorragend gestaltete Gartenflächen. Der Ninomaru Garten umfasst nicht nur große Haine an japanischen Pflaumen und Kirschbäumen, sondern auch einen eigenen See mit malerisch verteilten kleinen Inseln und Steinen.
Der neueste Teil der Tempelanlage ist der 1965 angelegte Seiryu-en Garten, welcher im nördlichen Teil der Burganlage angelegt wurde. Dieser Garten dient vor allem dem Empfang von Staatsgästen und als Austragungsstätte öffentlicher Veranstaltungen.
Auch wenn große Teile der Burganlage im Laufe der Jahre Bränden und anderen Katastrophen zum Opfer fielen, so wurde die Anlage doch stets wieder in Stand gesetzt und bietet einen umfassenden Einblick in die japanische Kultur und Bautradition.
5. Kyoto Kaiserpalast
Bis zum Umzug des Kaisersitzes nach Tokyo war der Kaiserpalast in Kyoto der Wohnsitz der kaiserlichen Familie. Der Kaiserpalast umfasst dabei mehrere Gebäude und bildet eine ummauerte Einheit im Herzen der Stadt. Der Palast selber wird immer noch vom kaiserlichen Hofamt verwaltet. Die Parks und Grünflächen des Kaiserpalastes stehen Besuchern rund um die Uhr zur Verfügung. Das Palastgebäude selber wird jedoch nur für zwei Wochen im Jahr geöffnet und kann in dieser Zeit von der Öffentlichkeit besucht werden. Nach Voranmeldung ist es jedoch möglich auch außerhalb dieses knappen Zeitrahmens den Palast zu besichtigen.
Auch wenn der Kyoto Kaiserpalast Japan mehrere Gebäude umfasst, so ist das Hauptgebäude doch das imposanteste Gebäude dieses Komplexes. Es enthält nicht nur die Gemächer des Kaisers und seiner Familie, sondern auch Bibliotheken, Empfangshallen und weitere Residenzen für hochrangige Beamte und Aristokraten. Besonders hervor zu heben ist dabei die Halle der Staatszeremonien, in welcher traditionell alle großen Zeremonien stattfanden, unter anderem auch die Krönung des jeweiligen Kaisers.
6. Gion Viertel
Das Gion Viertel Kyoto kann man praktisch als Altstadtbereich bezeichnen. Im Gegensatz zum sonst so modernen Stadtbild dominieren in diesem Viertel noch die alten und traditionell gebauten Gebäude vergangener Zeiten. Gepflasterte Straßen und alte Holzhäuser sorgen für eine einzigartige Atmosphäre. Das Gion Viertel wird ebenso oft als Geisha Viertel bezeichnet. In diesem Vergnügungsviertel kann man noch viele dieser traditionellen Geisha sehen. Dank der vielen Teehäuser kann man problemlos einen ganzen Tag in diesem Viertel verbringen und den Menschen in ihrer Betriebsamkeit zuschauen. Die harmonische Hintergrundkulisse und die klassisch gekleideten Geishas bieten die Möglichkeit in eine andere Zeit einzutauchen.
Der Beruf der Geisha ist vom Aussterben betroffen. In ganz Japan soll es nur noch knapp 1000 Geishas geben, alleine 300 davon im Gion Viertel in Kyoto. Somit hat man nur hier die seltene Gelegenheit einer Geisha zu begegnen und diese immer seltener werdende Berufsgruppe bei der Arbeit zu beobachten. Gerade nach Geschäftsschluss am Abend und in der hereinbrechenden Nacht bietet das Gion Viertel den größten Unterhaltungswert. Kleine Restaurants, Teehäuser und diskret versteckte Vergnügungsstätten sorgen für eine reichhaltige Auswahl an abendlicher Unterhaltung in traditioneller Atmosphäre.
7. Ginkakuji Tempel
Im Nordosten von Kyoto gelegen findet man den Ginkakuji Tempel. Diese Tempelanlage stammt ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert und wurde im Jahre 1482 von Shogun Ashikaga Yoshimasa, dem Enkel Yoshimitsus, ursprünglich als Ruhesitz nach Vorbild des Kinkakuji Tempels gebaut. Nach dessen Tod ging die Tempelanlage in den Besitz der Rinzai-Schule über, die der buddhistischen Tradition entsprechend die Tempelanlage nutzten.
Trotz einiger Brände und Naturkatastrophen haben auf dem Tempelgelände zwei Gebäude die Zeit überdauert und stehen seit mehr als 500 Jahren an diesem Ort. Zum einen ist das Ginkaku selber, der auch silberner Pavillon genannt wird und zum anderen das Togu-do. Der Name Silberner Pavillon ist dabei jedoch irreführend. Nichts silbernes ist an dem Gebäude zu entdecken, so dass man heute davon ausgeht, dass mit dieser Bezeichnung vor allem eine Abgrenzung zum goldenen Pavillon hergestellt werden sollte.
Im Togu-do befindet sich einer der ältesten und am besten erhaltenen Zimmer für Teezeremonien, der bereits seit mehreren Hundert Jahren als Vorbild für ähnlich gestaltete Räume dient.
Beachtenswert sind im Kyoto Ginkakuji Tempel Japan vor allem die Gartenanlagen. Mit hohem künstlerischem Geschick wurde hier die Natur so angepasst, dass die Gebäude ein Teil von ihr zu sein scheinen. Doch auch mit Kontrasten wurde nicht gespart. Die helle Mondschauplattform bietet einen direkten Kontrast zu dem dunkel gehaltenen silbernen Pavillon und sorgt für eine gelungene Gartenkomposition.
8. Arashiyama Viertel
Arashiyama ist ein Vorortbezirk von Kyoto. Dieses Viertel ist vor allem für seine großen und weitläufigen Tempelanlagen bekannt. Besonders ist dabei der Matsuo Schrein zu nennen, der zu den ältesten Schreinen in Kyoto gehört und bereits im Jahr 700 gegründet wurde. Doch auch der Kyoto Tenryuji Tempel Japan ist stets einen Besuch wert. Er gilt als der erste der großen Zen-Tempel in Japan. Neben den beeindruckenden Tempelanlagen aus dem 14. Jahrhundert ist vor allem die Gartenanlage einen Besuch wert. Die Landschaftliche Architektur wurde seit dem 14. Jahrhundert bewahrt, so dass der Garten heute immer noch so aussieht, wie vor mehr als 600 Jahren. Dabei liegt das Viertel selber praktisch inmitten eines Waldgebietes, so dass der direkte Kontakt zur Natur zu den Besonderheiten dieses Viertels zählen muss. Gerade zur Zeit der Kirschblüte oder im Herbst, wenn die Blätter sich bunt färben ist Arashiyama einen Besuch wert. Der Anblick von der berühmten Mondbrücke auf die in Blüte stehenden Kirschbäume verzaubert den Betrachter immer wieder aufs Neue und lädt zum Verweilen ein. Ansonsten finden sich neben den verschiedenen Tempelanlagen vor allem kleinere Läden und Restaurants, welche den Aufenthalt im Arashiyama Viertel abrunden können.
Besonderheiten finden sich im Arashiyama Viertel zur Genüge. Auf einem kleinen Berg in der Nähe der Saga-Arashiyama Bahnstation findet sich ein großer Affenpark Dort leben gut gesichert mehr als 170 Affen und können vom Besucher betrachtet werden. Da diese Tiere jedoch wild sind, ist ein Betreten des Geländes selber nicht gestattet. Stattdessen ist jedoch eine Fütterungsstation eingerichtet worden, wo die Begegnungen von Mensch und Tier in gesichertem Rahmen stattfinden können.
9. Higashiyama Viertel
Das Kyoto Higashiyama Viertel Japan ist eines der kleinsten Viertel der Stadt. Nicht allein aufgrund der Größe, sondern die Einwohnerzahlen gehen stetig zurück. Gerade das Verhältnis von jungen zu alten Einwohnern ist in diesem Viertel deutlich auf der Seite der älteren Bewohner gelagert.
Jedoch bietet dieses Viertel mehr als nur alte Bewohner. Das Viertel enthält viele Orte und Sehenswürdigkeiten, die mit der so genannten Higashiyama-Kultur des 15. Jahrhunderts in Verbindung stehen. Diese Kultur war die Blütezeit japanischen Kunstschaffens und ist die Basis vieler noch heute ausgeübter Künstlerischer Stile und Ausrichtungen.
Einen Besuch wert ist vor allem das Nationalmuseum Kyoto. Dieses Museum wurde 1897 gegründet und gehört damit zu den ältesten Kunstmuseen Japans. Die mehr als 12000 Exponate umfassen sowohl kaiserliche, als auch religiöse Werke und zeigen einen breiten Querschnitt durch die verschiedenen Stile und Epochen der japanischen Geschichte.
10. Sanjusangendo Tempel
In der Nähe des Bahnhofs der Stadt findet man den Kyoto Sanjusangendo Tempel Japan. Diese Tempelanlage aus dem Jahr 1164 gehört zu einer der vielen buddhistischen Schulen Japans. Der Name Sanjusangendo („33 Nischen“) ist irreführend, da dies nicht der offizielle Name des Tempels ist. Doch aufgrund der 33 Nischen in der Halle des Tempels bürgerte sich der Name immer mehr ein. Die Haupthalle des Tempels ist heutzutage der längste Holzbau in Japan.
Doch dieser Tempel hat neben der eigenen Architektur noch einiges mehr zu bieten. Auf den Seiten der großen Kannon-Statue finden sich 1001 weitere Statuen, die sich alle in Details unterscheiden. Mit genügend Zeit kann man die feinen Arbeiten aus dem 13. und 14. Jahrhundert betrachten und die Kunstfertigkeit der Schöpfer bewundern.
Berühmt ist der Tempel jedoch ebenfalls für seine sportliche Tradition. Im Frühsommer jeden Jahres wurden auf der Veranda des Tempels Wettkämpfe im Bogenschießen abgehalten. Diese Tradition aus dem 16. Jahrhundert wird zwar heutzutage nicht mehr auf der Terrasse des Tempels fortgeführt um die Bausubstanz nicht zu gefährden, aber der Wettkampf findet weiterhin in modifizierter Form im Tempelbezirk statt. Die traditionellen Wettkämpfe der früheren Zeit umfassten oftmals eine enorme Anzahl an abgefeuerten Pfeilen, so dass in einem Wettkampf mehr als 10000 Pfeile verschossen werden konnten. Das dieser Umfang bei heutigen Wettkämpfen nicht mehr erreicht wird ist verständlich.