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Dass die expansiven geldpolitischen Sondermassnahmen der vergangenen Jahre die Ungleichheit insgesamt erhöht haben könnten, erscheine "zumindest sehr zweifelhaft", heisst es in dem Bericht. Es gebe "keine starken Anzeichen" für eine deutliche Umverteilung zwischen den Jahren 2010 und 2014. Dies könne ein Indiz dafür sein, dass die bis 2014 durchgeführten geldpolitischen Sondermassnahmen im Euroraum keine starken Umverteilungswirkungen hatten.
Einige Kritiker werfen den Notenbankern vor, mit ihrer lockeren Geldpolitik die Ungleichheit zu vergrössern. Ein wesentliches Argument dafür ist, dass die Niedrigzinsen und die milliardenschweren Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) die Vermögenspreise - beispielsweise am Aktienmarkt - in die Höhe treiben und dadurch denjenigen besonders nützen, die viel besitzen.
Diese Sichtweise lasse aber andere wichtige Effekte ausser Betracht, argumentieren die Ökonomen der Bundesbank. So habe die Geldpolitik unter anderem auch Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung sowie die Beschäftigung und damit auf die Einkommensverteilung. "Geldpolitische Massnahmen, die das Arbeitslosigkeitsrisiko senken, haben daher ein grosses Potential, Verteilungsungleichheit zu senken." Anders als Veränderungen der Vermögenspreise seien diese Effekte aber erst mit einiger Verzögerung messbar./tos/jsl/fbr
(AWP)