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Rabble-GrandSlam-Reise
nach New York 2005
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Last updated:
29.04.2008
Sie war 18 Jahre alt, als sie in Wimbledon 2001
zusammen mit Leos Friedl und bei den Australian Open 2002 mit Kevin Ullyett ihre
ersten beiden Grand Slam-Titel im Mixed Doppel gewann. In diesem Jahr, als 22-jährige,
konnte sie ihre Titelsammlung dank den Erfolgen in Paris mit Fabrice Santoro und
hier bei den US Open mit Mahesh Bhupathi komplettieren.
Die zwischenzeitliche harte Durststrecke ist überwunden. Und dank dem Gewinn
des Hopman Cups (der inoffiziellen Mixed-Weltmeisterschaft) in Perth zu Beginn
dieses Jahres zusammen mit Dominik Hrbaty für das slowakische Team hat sie in
der gemischten Konkurrenz alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.
Ich habe da ja so meine Theorie, warum Daniela speziell im Mixed Doppel so stark
ist. Neben ihr legen sich die Herren der Schöpfung halt einfach noch ein
bisschen mehr ins Zeug sonst. ;-)
Daniela möchte nicht mehr in der Mixed
Konkurrenz antreten und sich nun auf ihre Einzelkarriere konzentrieren, in der
es ebenfalls wieder sehr gut läuft. Sie steht auf Position 21 der Weltrangliste
und die Zeit wird zeigen, wie weit es nach oben gehen kann. Ich denke, dass sie
von ihrem Tennis her, wenn überhaupt, nicht weit von ihrer Verfassung entfernt
ist, mit der sie die Karrierehöchstplatzierung von Rang 5 erreicht hatte.
Wenn alles klappt, sollte im Hintergrund
eigentlich Musik abgespielt werden. Das dauert vielleicht etwas, weil die Datei
>1MB ist. Aber nur zu, schaltet die Lautsprecher ein. Vielleicht müsst Ihr
noch 1x Aktualisieren klicken beim Browser, dann sollte es funktionieren.
Es
war die Neuauflage der ersten Runde der US Open 2004. Man durfte einen
deutlicheren Sieg von Daniela erwarten als beim 11:9 im Tie-Break des
dritten Satzes beim 1:6 7:6 7:6-Sieg vor Jahresfrist.
Vor
dem Beginn der Day Session war die 22-jährige Slowakin bereits auf Court
11 beim Einspielen (Bild 1). Sie tat dies zusammen mit Ana Ivanovic und
ihr Spiel wirkte dabei ziemlich stark.
Das
Match gegen die 24-jährige Französin war kein Spaziergang, aber
Hantuchová hatte alles unter Kontrolle. Jedoch unterliefen ihr zu viele
unerzwungene Fehler. Ob Vorhand oder Rückhand, longline oder cross, viele
Bälle gingen ins Seitenaus oder waren zu lang.
Das
ist bis zu einem gewissen Punkt auch mit der Spielweise von Camille Pin zu
begründen. Die 103. der Weltrangliste spielte ihre Bälle mit einer guten
Länge, jedoch mit wenig Druck. Und das mag eine Spielerin wie Daniela
Hantuchová überhaupt nicht. Speziell zu Beginn des zweiten Satzes traf
die 22-jährige den Ball oft zu spät, um Druck aufbauen zu können und
die Bälle flogen deshalb ins Aus.
Auch bei den Returns zeigte Daniela ungewohnte Schwächen. Pin hatte
keinen druckvollen Aufschlag, legte aber etwas Kick in hinein. Damit
bekundete Hantuchová Mühe.
Die
Favoritin bot eine sehr engagierte Leistung und trat äusserst motiviert
auf. Ich hatte sie noch nie zuvor zwischen den Punkten so herumtänzeln
und sich bewegen gesehen wie heute.
Daniela
Hantuchová musste ihrer Gegnerin im gesamten Match nicht eine einzige
Breakchance zugestehen. Die besten Punkte erspielte sie sich, wenn sie den
Weg ans Netz suchte. Ihrerseits erzielte sie aus vier Breakchancen vier
Breaks.
Im zweiten Satz lieferte Camille Pin unter anderem dank Doppelfehlern gütige
Mithilfe zum leichten Sieg Daniela Hantuchovás.
Was
mich persönlich sehr freut, ist, dass Daniela in letzter Zeit begonnen
hat, Stoppbälle in ihr Spiel einzubauen. Gerade im Powertennis der Damen
finde ich mehr Spielwitz sehr wichtig. Vor allem, weil Daniela mit ihren
Schlägen so viel Druck erzeugen kann, ist es eine sehr effektive Waffe,
die hinter die Grundlinie zurückgedrängte Gegnerin mit einem Stoppball
auszuspielen. In der Partie gegen Pin gewann Daniela von ihren drei
Stoppballversuchen mit der Rückhand zweimal den Punkt. Hinzu kommt ein
gewonnener Volley-Stopp.
Wenn sie den Stoppball auch noch auf der Vorhandseite spielen könnte, das
wäre wundervoll... Das ist wohl etwas, dass man sich zu Weihnachten für
die nächste Saison wünschen kann. ;-)
Das
Kritisieren der Linienrichterentscheidungen gefiel mir nicht. Daniela tat
dies zu Beginn der Partie einige Male. Sie musste wohl erst zu ihrem Spiel
finden, bevor sie dies unterliess. In ihrem ersten Aufschlagspiel
unterlief der 181 grossen Slowakin beim Service übrigens auch ein
Fussfehler, was bei ihr nur sehr selten geschieht.
Im
Einzel konnte die 31-jährige Japanerin nicht ganz an die Leistungen der
beiden Vorjahre anknüpfen und fiel in der Weltrangliste etwas zurück.
Die
Partie gegen die 21-jährige Alona Bondarenko aus der Ukraine war sehr umkämpft.
Diese hat meiner Meinung nach keine schöne Technik. Auf der Vorhand steht
sie zum Bespiel viel zu offen zum Ball.
Schliesslich
konnte sich Ai Sugiyama durchsetzen. Im Einzel erreichte sie anschliessend
dank einem knappen Sieg über Pastikova die dritte Runde, in der sie klar
an ihrer ehemaligen Doppelpartnerin und späteren Turniersiegerin Kim
Clijsters (4) scheiterte.
Just
cruisin' war in der zweiten Runde angesagt. Ohne viel Risiko eingehen zu müssen,
war Daniela in allen Bereichen stärker als Salerni. Ihre druckvollen
Grundlinienschläge reichten bereits aus, um das Match zu dominieren. Ihre
argentinische Gegnerin konnte im Gegensatz zu Pin nicht dagegenhalten und
Daniela somit auch nicht zu Fehlern zwingen.
Spielte
Daniela druckvoll genug, erzielte sie den Winner. Wenn nicht, dann
unterlief Salerni der Fehler. Das nennt man gemein hin, in der "Wohlfühlzone"
spielen zu können.
Im letzten Game der Partie spielte Daniela sogar einen Rückhand-Slice.
Ich habe diese Schlagwahl noch nie zuvor bei ihr gesehen, wenn sie nicht
absolut in Bedrängnis gewesen wäre.
Einzig
im ersten Aufschlagspiel unterlief der Slowakin ein Doppelfehler. Zu
Beginn des Matches war es auch noch relativ windig auf dem Platz. Danach
gab es keine Doppelfehler mehr von der in Monte Carlo wohnhaften Hantuchová.
Hingegen servierte sie fünf Asse. Je eines davon zum Gewinn des ersten
sowie des zweiten Satzes! Das zeigt ihre Stärke.
Nur acht unerzwungene Fehler bei der 22-jährigen sind selten. Meistens
unterlaufen ihr mehr Fehler als Gewinnschläge. Das war in diesem Match
dank 14 Winnern aber nicht der Fall.
In
diesem Spiel gab es nur eine Entscheidung, die Daniela kritisiert hatte.
Ich glaube schon fast, sie tut dies, um sich selber wieder zu motivieren.
Beim Stand von 0:0 und 15:15 zu Beginn des zweiten Satzes sah sie einen
Ball hinter der Grundlinie und hörte kurz auf zu spielen. Weder der
Linienrichter noch der Schiedsrichter aber gaben den Ball aber Aus, was
meiner Meinung nach die richtige Entscheidung war. Hantuchová musste also
weiterspielen und verlor den Punkt. Aber nach diesem Punkt schlug sie
einige Winner, ballte ihre Faust und gewann das Game.
Wie
schon in der ersten Runde war Daniela sehr motiviert und fokussiert. Für
meinen Geschmack schon fast zu sehr, da es heute gegen die 129. der
Weltrangliste wirklich fast wie von alleine lief.
Hantuchová
streute in diesem Match keinen einzigen Stoppball ein. Das war aber
erstens auch nicht nötig und zweitens sollte man vorsichtig sein, dies
gegen eine Argentinierin zu tun. Der auf Sandplätzen aufgewachsenen 22-jährigen
Qualifikantin wäre diese Spielweise wohl eher entgegengekommen als die
harten Grundlinienschläge.
Seit
Mai diesen Jahres spielt Daniela Doppel zusammen mit Ai Sugiyama. Die
Japanerin ist 31-fache Turniersiegerin im Damen Doppel, davon dreifache
Grand Slam-Siegerin. Sie gewann die Titel bei den US Open 2000 (mit
Halard-Decugis), den French Open 2003 sowie in Wimbledon 2003 (jeweils mit
Clijsters). Ausserdem gewann Sugiyama mit Mahesh Bhupathi ebenfalls
bereits im Mixed Doppel bei den US Open, nämlich 1999.
Gleich
bei ihrem ersten Turnier in Berlin erreichten Sugiyama/Hantuchová das
Halbfinale. In Birmingham konnten die beiden zusammen ihren ersten
Doppeltitel feiern. Für Daniela war es der Fünfte in ihrer Karriere.
Gegen
die mit einer Wild Card gestarteten US-amerikanischen Juniorinnen King/Glatch
hatte die an Nummer 5 gesetzte japanisch-slowakische Kombination zu Beginn
einige Mühe. Doch man muss herausheben, dass die beiden Spielerinnen mit
Jahrgang 1989 eine überraschend starke Leistung zeigten.
Bereits
im Einzel machten King/Glatch auf sich aufmerksam. Nach überstandener
Qualifikation bezwang Vania King Klara
Koukalova, ehe sie an Nathalie Dechy scheiterte. Alexa Glatch setzte sich
in der ersten Runde gegen Yuliana Fedak durch, unterlag danach gegen
Jelena Jankovic (17). In der Juniorenkonkurrenz scheiterte Glatch erst im
Finale an der topgesetzten Victoria Azarenka.
Bei den Juniorinnen spielte sich das Doppel King/Glatch ebenfalls bis ins
Finale, in dem sie mit 5:7 6:7 an Frankova/Kleybanova scheiterten.
Im
ersten Satz war Daniela unzufrieden mit ihrem Spiel. Ihr unterliefen zu
viele Fehler bei den Grundlinienschlägen. Am Netz vorne hingegen konnte
sie einige schöne Punkte erzielen. Da King/Glatch nicht ans Netz vorrückten,
hatte Daniela die Möglichkeit, in die Crossbälle hineinzugehen und den
Punkt abzuvollieren.
Mit
Mahesh Bhupathi hat sich Daniela mit einem erfahrenen Doppelpartner
zusammen getan, der je vier Grand Slam-Titel im Herren Doppel sowie im
Mixed Doppel gewonnen hat. Beim letzten Grand Slam-Turnier in Wimbledon
hatte er sich zusammen mit Mary Pierce den Titel geholt.
Ich
weiss nicht, was im ersten Satz mit Daniela los war. Es schien, als seien
ihre Gedanken irgendwo, nur nicht bei diesem Tennismatch. Leider musste
sie als einzige Ihren Aufschlag abgeben, was zum Verlust des ersten Satzes
führte.
Aber
zu Beginn des zweiten Satzes begann das Spiel zu drehen. Der 31-jährige
Inder Bhupathi hielt sein Aufschlagspiel trotz einigen Problemen zur 1:0-Führung.
In diesem Game returnierte Simon Aspelin zweimal longline in Richtung
Hantuchová. Der erste Return war ein erfolgreicher Passierball, da
Danielas Reaktion sehr langsam ausgefallen war. Sie hätte diesen Ball
erreichen müssen. Aber das kam einem Weckruf gleich. Denn beim nächsten
Passierversuch des Schweden war sie zur Stelle, um den Volley zu spielen.
Dann
schafften es Hantuchová/Bhupathi den Aufschlag Aspelins zu durchbrechen
und Daniela war nun voll im Match drin. Das zeigte sich auch in ihrem nächsten
Aufschlagspiel. Auf der linken Seite ging sie ein Rückhand-Grundlinienduell
gegen Aspelin ein und gewann dieses!
Nach
dem Satzausgleich für Daniela und Mahesh ging es in den
Super-Set-Tie-Break, denn in der diesjährigen Mixed Konkurrenz der US
Open wurde der dritte Satz nicht ausgespielt. Der Super-Set-Tie-Break ist
ein Tie-Break auf 10 anstelle von 7 Punkten.
Aspelin
verlor zum Auftakt seinen Aufschlag zum 0:1. Insgesamt musste der Schwede
im Super-Set-Tie-Break vier seiner fünf Aufschläge abgeben! Dann gab
Bhupathi leider seine beiden Aufschläge ab zum 1:2. Speziell der zweite
verlorene Punkt war unglücklich, da ein Netzroller auf die Seite von
Hantuchová/Bhupathi fiel. Daniela kam zwar an den Ball, verschlug die
einfache Rückhand aber ins Netz.
Beim
Stand von 1:4 versuchten Hantuchová/Bhupathi nach dem Aufschlag von
Daniela die Seiten zu wechseln. Das ging aber völlig in die Hosen und
somit lagen sie 1:5 im Rückstand. Ich befürchtete schon, dass ich wieder
eine Erstrundenniederlage im Mixed Doppel miterleben müsste, wie bereits
bei den Australian Open. Dafür
ist Daniela doch eine so starke Mixed-Spielerin...
Glücklicherweise
konnten Daniela und Mahesh eine Aufholjagd zum 5:5 starten und bei 8:9
dann einen Matchball abwehren. Bei 10:9 besassen sie ihrerseits den ersten
Matchball. Der Punkt zum Matchgewinn war einfach grossartig! Die
Olympiasiegerin im Damen Doppel, Tiantian Sun, konnte einen Smash spielen.
Doch Bhupathi stand hinten an der Grundlinie an der richtigen Stelle und
spielte den Ball mit einem "Gegen-Smash" zurück zum
Punktgewinn!
Nach diesem wundervollen Punktgewinn brachten Daniela und Mahesh das
Strahlen kaum mehr aus ihrem Gesicht, wie auf den Bildern 2 und 3 zu sehen
ist.
Es
war nun also die Zeit gekommen, ein Ticket Upgrade für die Night Session
vom Freitag vorzunehmen. Für die Partien Hantuchová-Williams und
Federer-Santoro habe ich mich Courtside bis in die achte Reihe gekauft.
Schliesslich war es DAS grosse Match.
Mit
einer Head-to-Head-Bilanz von 0:7 ging Daniela als Aussenseiterin in die
Begegnung. Bereits zwei Monate zuvor war sie in der dritten Runde von
Wimbledon an der späteren Turniersiegerin Venus Williams gescheitert. Mit
5:7 3:6 zeigte die in Poprad geborene Slowakin damals aber eine starke
Leistung.
Daniela
startete nervös in die Partie und musste sich gleich im ersten Game ihren
Aufschlag abnehmen lassen. So langsam schien sich das aber Spiel
auszugleichen. Bei 1:3 gab es ein umkämpftes Aufschlagspiel Hantuchovás,
welches sie aber zum 2:3 halten konnte. Im nächsten Game folgte ein
katastrophales Aufschlagspiel von Venus, die darin drei Doppelfehler
servierte und zum 3:3 abgeben musste.
Leider
folgte bei 3:3 nun ein Knacks in Danielas Spiel. Sie begann wohl über
ihre möglichen Chancen nachzudenken. Nachdem ihr zuvor das Break zum
Ausgleich gelungen war, kassierte sie nun postwendend das Re-Break. Noch
dazu mit einem verzweifelten Stoppballversuch, der ihr völlig missriet.
Gerade der Stoppball, den ich für eine so kluge Variante halte und den
sie meiner Meinung nach mehr spielen sollte... ;-(
Der
Faden bei der 22-jährigen Hantuchová war nun völlig gerissen und vom
3:3 an gewann die 25-jährige Wimbledon-Siegerin Williams sechs Games in
Folge bis zum 3:6 0:3 aus Danielas Sicht. Bei einer solch' aussichtlosen
Situation darf man dann schon auch mal einen härteren Zwischenruf
einlegen, in einem Stadion voller Venus-Fans, habe ich mir überlegt. ;-)
Es stand 3:6 0:2 40:15 bei Aufschlag Venus Williams als ich "Stop
thinking, just play, Daniela" auf den Court rief. Den nächsten Punkt
gewann Venus mit einem Ass und es ging geradewegs zum Seitenwechsel. Dort
setzte sich Daniela auf den Stuhl und bedeckte während des ganzen
Unterbruchs hindurch ihr Gesicht mit einem Handtuch. Das hatte ich bei ihr
noch nie zuvor gesehen...
Nach
diesem 0:3-Rückstand konnte Daniela zumindest ihre restlichen drei
Servicegames noch durchbringen und das Match endete mit 3:6 3:6 und nicht
mit einem totalen Fiasko im zweiten Satz.
Das
Hauptproblem von Daniela war ihr Aufschlag. Da lag ein zu grosser Druck
auf ihr und deshalb kamen die ersten Aufschläge nicht. Die zweiten
Aufschläge hingegen empfand ich als stark. Es unterliefen ihr zwar einige
Doppelfehler, doch Daniela musste aufgrund der Returnstärke von Venus
einfach ein gewisses Risiko eingehen.
Positiv
war, dass Daniela einige schöne Winner erzielen konnte. Insbesondere
zeigte sie sehr gefühlvolle Lobbälle.
Eine von Danielas Schwächen trat aber vor allem bei Williams' Angriffsbällen
zum Vorschein. Daniela hatte jeweils nur eine einzige Chance für einen
Passierball, wenn Venus ans Netz kam. Denn Danielas Beinarbeit ist zu
langsam, um nachdem sie durch den Angriffsball aus dem Platz gedrängt
wurde, noch einmal zurückkommen zu können. Somit musste sie beim ersten
Passierball immer volles Risiko eingehen und der US-Amerikanerin genügte
es, denn Ball lediglich ins Feld zurück zu vollieren.
Im
ersten Match nach ihrer Niederlage gegen Venus Williams lief es tags
darauf für Daniela and der Seite von Ai Sugiyama zu Beginn nicht sehr
gut. Ich kann aber nicht sagen, wie sie gespielt hat, da ich mir unbedingt
erst den Sieg von James Blake über
Rafael Nadal ansehen wollte.
Deshalb
kam ich erst zum Stand von 2:6 2:1 zum Match und sah, wie Daniela gerade
einige Fehler beging und ihren Service zum 2:3 abgeben musste. Ab diesem
Zeitpunkt können wir nun aber mit Zählen beginnen, da Daniela und Ai auf
"meine" Seite kamen. Sie waren zwar motiviert, aber irgendwie
lief das Spiel einfach noch nicht nach ihren Vorstellungen.
Bei
2:3 im zweiten Satz kam es nun zum Wendepunkt in der Partie. Alina Jidkova
führte bei eigenem Aufschlag mit 40:0, trotzdem konnten Hantuchová/Sugiyama
dieses wichtige Game noch zu ihren Gunsten entscheiden. Danach sicherten
sie sich die nächsten vier Games in Folge zum Satzausgleich.
Der
dritte Satz hatte gewisse Ähnlichkeiten mit dem Zweiten. Hantuchová/Sugiyama
lagen mit 1:3 zurück und Alina Jidkova (auf Bild 4) führte bei eigenem
Aufschlag mit 40:15. Doch die 28-jährige Russin konnte das Game zusammen
mit ihrer 32-jährigen US-amerikansichen Doppelpartnerin wieder nicht
durchbringen. Daniela und Ai schafften in diesem Game, das oft über
Einstand ging, das wichtige Break zum 2:3. Danach lief das Match wie von
alleine für die 22-jährige Slowakin und die 31-jährige Japanerin.
Augefallen
ist mir während dieser Woche, wie abgeklärt Daniela im Doppel auftritt.
An den Australian Open war ich
etwas irritiert, weil sie sich im Doppel zusammen mit Martina Navratilova
in gewissen Situationen etwas wenig eingebracht hatte.
Die Teams hier mit Ai Sugiyama und Mahesh Bhupati harmonierten sehr gut.
Ich fand es schon fast etwas beängstigend, wie cool sie in gewissen
Situationen bei der taktischen Absprache vor den Punkten wirkte. Aber das
macht natürlich auch das im Verlaufe der Saison angestiegene
Selbstvertrauen aus. Der Erfolg gibt Ihr recht. Und wenn man erfolgreich
ist, lässt es sich auch einfacher Lachen, wie Bild 5 zeigt.
Es
war eine Freude, dieses Match miterleben zu dürfen! Das war beste Werbung
für Mixed Doppel, was ich hier erlebt habe.
Mit
den erfahrenen Lisa Raymond und Jonas Bjorkman trafen Daniela und Mahesh
auf eine dreifache Grand Slam-Siegerin im Damen Doppel sowie einen
achtfachen Grand Slam-Sieger im Herren Doppel.
Im
ersten Satz spielte Daniela sehr gut und Mahesh spielte fantastisch. Vor
allem in diesem ersten Satz erkannte man die exzellenten Doppel-Qualitäten
von Jonas Bjorkman. Der Schwede durchschaute oft Danielas Absichten am
Netz und sicherte sich den Punktgewinn.
Dank zwei Breaks gegen die 32-jährige Raymond entschieden Hantuchová/Bhupathi
den ersten Satz klar zu ihren Gunsten.
Im
zweiten Satz spielte Mahesh dann sehr gut und Daniela spielte fantastisch,
selbst wenn sie ihren Aufschlag zweimal abgeben musste.
Der Satz begann mit einem Break gegen den 33-jährigen Bjorkman. Danach
verpassten es Daniela und Mahesh aber zweimal, Raymond den Aufschlag
abzunehmen. Bei 4:3 kassierte Daniela ein Break. Kurz darauf schafften sie
bei 5:5 aber endlich das erste Break gegen Lisa Raymond im zweiten Satz.
Während
dieses 5:5 löste ich eine richtige "Pro-Mahesh"-Welle aus im
Publikum. ;-) Es war Vorteil Bhupati bei Service Raymond und der Inder
konnte einmal mehr die Chance nicht verwerten, nachdem Daniela zuvor auf
der Einstand-Seite gepunktet hatte. Deshalb rief ich bei der nächsten Möglichkeit
ein "This is it, Mahesh" zu ihm auf die andere Seite hinüber.
Mittlerweile waren nun viele Inder auf dem Platz eingetroffen, die zuvor
die Niederlage Sania Mirzas
auf dem Center Court gegen Maria Sharapova mitverfolgt hatten. Und die
stiegen nun sofort mit ein und unterstützten den 31-jährigen in der
Folge lautstark.
Die
Ausgangslage war nun sehr komfortabel für das slowakisch-indische Doppel,
denn sie besassen drei Chancen zum Gewinn dieses Matches. Erstens Danielas
Aufschlagspiel bei 6:5, zweitens den Tie-Break im zweiten Satz, drittens
den Super-Set-Tie-Break im dritten Satz. Dank dem 7:3-Sieg im Tie-Break
des zweiten Satzes nutzen sie ihre zweite Chance zum Sieg.
Daniela
zeigte in diesem Match extrem starke Grundlinienschläge. Auch am Netz
spielte sie sehr stark, konnte die Volleys aber oft nicht endgültig
versenken. Speziell die hohen Bälle auf der Rückhand nicht. Aber das ist
ohnehin der vielleicht schwerste Schlag, den es im Tennis gibt.
Besonders stark von Mahesh Bhupathi war, dass er Lisa Raymond, welche die
schwächste Akteurin auf dem Platz war, Ass um Ass reingehauen hat.
Dieses
Match war ein sehr schöner Abschluss auf eine erfolgreiche Woche von
Daniela Hantuchová. Als ich sie anfangs des Jahres in Australien
sah, war sie im Begriff, auf den richtigen Weg zurück zu kehren. Zur Zeit
beschreitet sie diesen "richtigen Weg" und ihre Fortschritte
sind offensichtlich. Zum Beispiel unterlaufen ihr nicht mehr diese
einfachen Rückhandfehler bei denen sie jeweils nicht schön in die Knie
geht.
Und
nach dieser Leistung hielt ich es durchaus für möglich, dass der Gewinn
des Mixed Doppel-Titel bei diesen US Open zu schaffen ist.
Damen Doppel 3. Runde: Ai
Sugiyama/Daniela Hantuchová (5) - Jie Zheng/Zi Yan 3:6 6:3 5:7
Das erste Match nach meiner Abreise und gleich
eine unglückliche Niederlage...
Mixed Doppel Viertelfinale:
Daniela Hantuchová/Mahesh Bhupathi - Ai Sugiyama/Kevin Ullyett (5)
7:5 6:2
Mixed Doppel Halbfinale:
Daniela Hantuchová/Mahesh Bhupathi - Corina Morariu/Mike Bryan (6)
7:6 7:5
Mixed Doppel Finale: Daniela
Hantuchová/Mahesh Bhupathi - Katarina Srebotnik/Nenad Zimonjic 6:4
6:2
Das schwierigste Match war das erste gegen Sun/Aspelin,
als Hantuchová/Bhupathi im Super-Set-Tie-Break einen Matchball abwehren
mussten. Danach gleichen die Resultate einer einzigen Erfolgsstory.
Mit diesem US Open-Titelgewinn hat Daniela sämtliche
Grand Slam-Turniere in der Mixed Doppel-Konkurrenz gewonnen. Dies ist um so
beeindruckender, weil im Doppel die Erfahrung eine sehr wichtige Rolle spielt.
Um dies aufzuzeigen, hier das Alter ihrer Gegner/innen auf dem Weg zum Sieg: Sun
23 Jahre, Raymond 32, Sugiyama 31, Morariu 27, Srebotnik 24, Aspelin 31,
Bjorkman 33, Ullyett 33, Bryan 27, Zimonjic 29.
Und Daniela Hantuchová kann sich im Alter von nur 22 Jahren bereits vierfache
Grand Slam-Siegerin im Mixed Doppel nennen. Mein Kompliment!
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