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Gehörte dem Orden der Prämonstratenser Nonnen und erhielt 1330 vom
Bischof die kirchlichen Einkünfte von
Herdern geschenkt.
Zur Zeit der Reformation verarmte das Kloster und wurde von den Schwestern verlassen. 1531 zerstörte eine Feuersbrunst einen
grossen Teil der Gebäulichkeiten. Günstigere Zeiten gestatteten 1561 die Wiedereröffnung und Instandsetzung
des
Klosters und 1571 die Einweihung einer neuen Klosterkirche. 1848 aufgehoben und zur Korrektionsanstalt umgewandelt, die
neben Thurgauern auch noch andere Schweizer aufnimmt. Die Zahl der Insassen beträgt jetzt durchschnittlich etwa 60. Sie
werden mit landwirtschaftlichen Arbeiten und mit verschiedenen Handwerken beschäftigt. Das Hauptgebäude
bildet ein grosses Viereck, an dessen
N.-Seite die restaurierte Kirche mit schönem kleinem
Turm steht. Es ist nicht sicher,
ob die im Jahr 872 urkundlich erwähnte Siedelung Chachaberg mit unserem Kalchrain identisch ist.
steigt auf 2 km Länge von den Sustenhörnern
nach N. ab. Zu oberst der
Kalchthalfirn, weiter unten Alpweiden (Teil der Sustenalp).
Der Hauptsache nach in Gneisen und Serizit-
und Amphibolschiefern ausgewaschen. Am
Blauberg (rechtsseitiger Thalhang) findet sich eine der interessanten
Stellen, an denen
man die Einfaltung von Sedimenten (Malm) in die krystallinen Gesteine beobachten kann.
(Nœrdliche).So nennt man die lange, von Savoyen bis weit nach Vorarlberg hinein sich erstreckende
und SW.-NO. streichende Zone von gefalteten Sedimentgesteinen und Klippen, die den Aussenrand des Alpenkörpers gegen die
Zone der subalpinen Molasse hin bildet. Diese Kalkalpen bestehen aus einer grossen Anzahl von meist nach N. übergelegten
Eocän-, Kreide- und Jurafalten, die weder unter sich noch gegen die krystallinen Zentralmassive scharf abgegrenzt werden
können.
Die Zone der nördlichen Kalkalpen
bildet als Ganzes ein kompliziertes Netzwerk von Gebirgsketten und -stöcken, deren mannigfaltige Oberflächenformen durch
Faltung.
Brüche, Verwerfungen, Ueberschiebungen, Verwitterung und Erosion bedingt sind. Ueberblicken wir die Zentralmassive
und Kalkalpen gleichzeitig, «so beobachten wir, wie die
Berge aus verschiedenem Gestein aufgebaut sind,
hier aus helleren Kalkgesteinen, dort aus dunkleren Urgesteinen. Die
Berge aus Kalkstein erheben sich in klotzigen, oft festungsartigen
Massen, oder in wildgezackten, an Türmen und Breschen reichen
Gräten, während im Urgestein die Pyramidenform vorherrscht
...» (Herm. Walser). Besonders charakteristisch für diese Sedimentberge ist der Umstand, dass
ihre verschiedenen
Platten oder Schichten verschieden leicht verwittern und daher terrassenförmige Gehänge entstehen, an
denen grüne Rasenbänder mit steilen, kahlen und grauen Felsbändern oft vielfach mit einander abwechseln. (Vergl. darüber
besonders:
Heim, Albert. Einiges über die Verwitterungsformen derBerge. Zürich
1874).
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Aufgebaut sind die Kalkalpen aus einer Reihe von schlingenförmig übereinandergeschobenen Falten, die ein horizontales Ausmass
von bis zu 10 km haben können und dann als grossartige tektonische Vorgänge sich enthüllen. Besonders hervorragende Beispiele,
hierfür sind in der O.-Schweiz das Gebiet des Rätikon und die sog. Glarner Doppelfalte, in der W.-Schweiz
die Falten der Dent deMorcles-Dent du Midi, Diablerets, des Wildhorns, Wildstrubels u. a. Vergl. den Art. Alpen und die verschiedenen
Einzelartikel.
Die krystallinen Zentralmassive der Alpen werden auch auf der S.-Seite, d. h. der Innenseite des Gebirges, von einer ähnlichen
Sedimentzone, den südlichen Kalkalpen begleitet. Diese sind aber viel weniger mannigfach gefaltet, durch
die Eruptivmassen um Lugano gestört, durch Verwitterung stark reduziert und zum Teil unter die Poebene versenkt.