Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03354.jsonl.gz/3227

Entsprechend der Zahl und Füllung ihrer Blutgefäße, ist ihre Farbe bald rein weiß, bald rötlichgrau,
bald dunkel kirschrot. Sie kommen gewöhnlich als isolierte und umschriebene Geschwülste vor, am häufigsten unter der Haut,
[* 4] zwischen den Muskeln,
[* 5] in manchen Drüsen, im Gehirn
[* 6] und an den Knochen.
[* 7] Die Fleischgewächse bilden den Übergang von den gutartigen
zu den bösartigen Geschwülsten. Sie wachsen bald sehr rasch und erreichen eine kolossale Größe (über
Mannskopfgröße), bald sehr langsam und bleiben selbst jahrelang stationär.
Entfernt man ein Fleischgewächs auf operativem Weg, so kehrt die Geschwulst bisweilen nach Monaten oder selbst erst nach Jahren in der
Narbe und deren Umgebung wieder oder erscheint in mehr oder weniger zahlreichen Geschwülsten in entfernten
Organen. Bei wiederholten Operationen hat man beobachtet, daß die nachfolgende Geschwulst immer zellenreicher und bösartiger
sich zeigte als die vorhergehende. Manche Fleischgewächse geben in Bezug auf Bösartigkeit den Krebsen nichts nach; in der
Laiensprache werden die Fleischgewächse überhaupt als Krebs
[* 8] (s. d.) bezeichnet.