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Den Zukauf von Household hatte sich HSBC einst 15,5 Milliarden Dollar kosten lassen. Das zuvor vor allem in Europa und Asien aktive Geldhaus wollte damit in den USA Fuss fassen. Bis zur Finanzkrise sprudelten auch noch die Gewinne der Tochter, die nach der Übernahme in HSBC Finance umbenannt wurde. Doch in der Krise musste HSBC wie viele andere Grossbanken Milliarden abschreiben. Zudem handelten sich die Briten mit dem Zukauf den nun abgeschlossenen Rechtsstreit ein. Die Einigung wird das Ergebnis im zweiten Quartal den Angaben zufolge mit knapp 600 Millionen Dollar vor Steuern belasten.
Der Vergleich ist der bislang teuerste für eine Bank, der aus einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs entsteht. Für Investoren ist es oft sehr schwierig nachzuweisen, dass Aktienkurseinbrüche wirklich auf falsche Angaben des Managements zurückzuführen sind. Im konkreten Fall hatte das bereits 2009 eine Jury-Gericht in Chicago bejaht.
Seitdem ging es um die Höhe der Entschädigung, die ein Gericht 2013 auf fast 2,5 Milliarden Dollar festlegte. Dagegen legte HSBC wiederum erfolgreich Berufung ein, wobei das zuständige Gericht wiederum das Urteil der Jury infrage stellte. Es erklärte, dass die Investoren nicht zweifelsfrei hätten darlegen können, dass nicht auch andere Gründe für einen früheren Einbruch des Household-Aktienkurses verantwortlich waren. Nun hätte erneut eine Verhandlung vor einer Jury stattfinden sollen. Doch kurz vor dem Beginn verkündeten die Parteien den Vergleich. HSBC hatte sein Gesamtrisiko in dem Fall auf 3,6 Milliarden Dollar beziffert./enl/stw/stb
(AWP)