Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03626.jsonl.gz/669

Selektionsmechanismen/Reproduktion sozialer Ungleichheit/Bildungsmobilität im Hochschulwesen
|Datum:||15. Dezember 2021|
|Zeit:||16.15 Uhr bis 17.45 Uhr|
|Ort:||per Zoom|
Inwieweit spielen Habitus und Reflexivität beim Übertritt von der Sekundarstufe II in die Tertiärstufe eine Rolle? Mit der Einführung der Fachhochschulen wurde eine binäre Struktur geschaffen: Es wird ein universitärer und ein nicht-universitärer Bereich differenziert. Die gymnasiale Maturität ist seither sozial stärker geschlossen und Personen aus sozial tieferen Schichten werden in die Berufsbildung, die ihnen weniger aufwendig und riskant erscheint, «abgelenkt». Es gibt jedoch Maturandinnen und Maturanden, die sich für ein Fachhochschulstudium entscheiden, obschon sie sich prüfungsfrei an einer Universität einschreiben könnten. Wie entscheiden sich angehende Studierende für den Hochschultyp? Haben sie eine Wahl oder handelt es sich um eine «non-decision», zumal der Entscheidungsraum a priori eingeschränkt ist? Wie funktionieren Selektionsmechanismen? Um Fragen nach Selektionsmechanismen, sozialer Ungleichheit und Bildungsmobilität zu untersuchen, enthalten sowohl der Ansatz von Bourdieu als auch die Économie des Conventions spannende Aspekte. Durch Einbezug beider Ansätze wird das Spannungsfeld von Habitus und reflexiver Wahl sichtbar und analysierbar.