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Das Christkönigsfest ist recht jung: Es wurde erstmals in der römisch-katholischen Kirche anlässlich des Heiligen Jahres 1925 zur 1600-Jahr-Feier des Konzils von Nicäa 325 von Papst Pius XI. mit seiner Enzyklika Quas Primas vom 11. Dezember 1925 eingesetzt, wenige Jahre nach dem Untergang von Königs- und Kaiserreichen mit dem Ende des 1. Weltkriegs, etwa in Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland. Das Fest wurde zunächst am letzten Sonntag im Oktober gefeiert.
Seit der Liturgiereform des II. Vatikanums feiert man das Fest am letzten Sonntag im Kirchenjahr, Ende November.
Das Fest ist mit der Passion Christi verknüpft: „Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm: Du sagst es“ (Lk 23,3 EU). Jesus beansprucht die Königsherrschaft vor Pilatus, ist aber bereit, eine Dornenkrone statt einer Herrscherkrone aufzusetzen: „Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Heil dir, König der Juden!“ Das Dienen steht im Zentrum, nicht das Herrschen. Ein anderer König wird da ins Zentrum gestellt: Nicht Macht, Geltungssucht und Herrschaft sind die Schlüsselworte, sondern Dienen, Sich Hintanstellen, Füreinander dasein.
Das Fest drückt heute noch aus:
• Der erhöhte Herr und König Jesus Christus ist Zielpunkt unserer irdischen Wanderschaft der Kirche und ihrer Glieder. Einmal werden wir in der Vollendung bei ihm wohnen und Gott schauen von Angesicht zu Angesicht.
• Sein Königreich der Wahrheit und des Lebens,, der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens ist zwar nicht von dieser Welt, aber es bricht hier und jetzt schon an, wo Menschen sich von Gottes Liebe ergreifen und in den Dienst nehmen lassen.