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Bei dem beträchtlichen Waldbestand ist die Holzindustrie von einiger Wichtigkeit. Ein grosses
Holz- und Baugeschäft in
St. Stephan
und
Zweisimmen beschäftigt im Sommer bis gegen 120 Arbeiter. Von gewisser Bedeutung ist der Fremdenverkehr, dessen Mittelpunkte
Zweisimmen und das durch seine Heilquellen bekannteLenk bilden, das zugleich als alpines Standquartier
aufgesucht wird. Klubhütten finden sich zwei, die eine am
Weisshorn für die Besteigung des
Wildstrubel und die andere im
Hintergrund des
Iffigenthales für die Besteigung des
Wildhorns.
(Kt. St. Gallen,
Bez. Ober
Toggenburg und Werdenberg).
1200-443 m. 12 km langer Bach; entspringt dem am Fuss des Gulmenwaldes gelegenen kleinen
Schönenbodensee, umzieht den die Ruine der
Wildenburg tragenden Felskopf und vereinigt sich mit einem am Fuss
der Felswände des
Schafberges entspringenden zweiten Quellarm, um von da an ein enges Thal zu durchfliessen, dessen Nordhang
die Strasse aus dem
Toggenburg über
Wildhaus ins st. gallische
Rheinthal folgt und in welchem zwei
Sägen liegen. Südl.
Gams
quert die
Simme das
Rheinthal, geht dann unter der Eisenbahnbrücke durch und mündet unterhalb
Hag von
links in den
Werdenberger Binnenkanal. Das Einzugsgebiet misst 36,3 km2. Aeusserste Hochwasser etwa 70 m3 in der Sekunde.
Zwischen
Schutzgonten und
Tiefenbrunnen ist die Simmi durch 26 Thalsperren und andere Arbeiten verbaut worden. Für sämtliche
Verbauungen an der Simmi und dem
Felsbach, ihrem beträchtlichsten Zufluss, hat man etwa 950000 Fr. ausgegeben.
französ.
Simplon und italien.
Sempione (Kt. Wallis,
Bez. Brig).
1480 m. Gem. und Pfarrdorf an der Simplonstrasse. Am rechten
Ufer des
Krummbaches (oder der
Diveria) und an der S.-Flanke des Simplonpasses. 8 km s. der Passhöhe und 15 km
sö.
Brig. Mitten auf grünem Wiesenplan am Fuss eines Ausläufers des
Fletschhorns (4001 m) gelegen. Postbureau, Telegraph;
Postwagenverbindung mit
Brig einerseits und
Iselle andrerseits. Gemeinde, mit dem
WeilerGsteig oder
Algaby und dem Simplonhospiz: 66
Häuser, 357 kathol.
Ew. deutscher Zunge; Dorf: 52
Häuser, 278 Ew. Jedermann spricht hier die drei Sprachen deutsch, französisch
und italienisch.
Zwei Gasthöfe. Viehzucht und Käsehandel. Fremdenverkehr. Sommerfrische. Standquartier für zahlreiche
Touren und Exkursionen
(Monte Leone,
Laquinhorn,
Weissmies,
Zwischbergenpass etc.).
Eigene Pfarrei seit 1267, deren Kollatur zuerst den
Herren von Aosta
und dann denjenigen von Ornavasso zustand. Ferner waren hier an der S.-Flanke des
Simplon auch noch die
Grafen von
Mörel begütert, die ihren Besitz 1257 zum Teil an die de
Castello abtraten, von denen er später durch Erbschaft
an die Blandrate aus
Visp überging. Das Meieramt stand den Edlen von Simpeln zu, die in diesem Dorf einen festenTurm,
den sog. Lombardenturm, bewohnten. Dieser kam 1545 in Privatbesitz und diente später als Sitz der Gemeindebehörden. Der
vor wenigen Jahren eingestürzte Bau ist seither durch ein neues Gemeindehaus in modernem Stil ersetzt worden. Seit dem 13. Jahrhundert
bestand im Dorfe Simpeln vor der Kirche eine Zollstätte für die den Berg passierenden
Güter. 1235:
Simplon.
(Kt. Wallis,
Bez. Brig),
2010 m. Bedeutender Alpenpass mit Kunststrasse und
Hospiz, zwischen den Massiven des
Monte Leone und
des
Fletschhorns. Er verbindet Brig
im
WalliserRhonethal mit der italienischen Stadt Domodossola in der Provinz Novara. Seine Entstehung
verdankt der Passeinschnitt des Simplon dem eigenartigen tektonischen Bau jenes Abschnittes der Walliseralpen.
Das Vorhandensein von dynamometamorphen Juraschiefern und Triasdolomiten rings um die im
Hübschhorn in die
Höhe steigende
Gneisfalte des
Monte Leone hat eine beträchtliche Erniedrigung des Gebirges zur
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