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Die Nummer 1 im Welt-Tennis, Roger Federer, kann auch in diesem Jahr das French Open nicht gewinnen. Im Halbfinal scheiterte er am Spanier Rafael Nadal.Dieser Inhalt wurde am 06. Juni 2005 - 09:10 publiziert
Federer verlor den Halbfinal im Sandplatz-Turnier von Roland Garros in Paris gegen Nadal 6-3, 4-6, 6-4, 6-3.
Roger Federer muss weiter auf die Komplettierung seiner Grand-Slam-Titelsammlung warten. Der Schweizer verlor am Freitag das Halbfinal des French Open in Paris mit 3:6, 6:4, 4:6, 3:6 gegen den Spanier Rafael Nadal, der am Sonntag im Endspiel des Sandplatz-Turniers in Roland Garros auf Mariano Puerta trifft. Roger Federer hat bis auf die French Open alle Grand Slams, also die vier wichtigsten Turniere des Jahres, gewonnen.
Damit steht Nadal bei seinem French-Open-Debüt sogleich im Final. Der Spanier, der die Sandturniere schon vor dem Major in Paris dominiert hatte, kam zum 24. Sieg in Serie.
Federer dagegen, der bis in den Halbfinal keinen Satz abgegeben hatte, muss sich damit trösten, in diesem Jahr mit der Halbfinal-Qualifikation immerhin sein bestes Resultat in Paris erzielt zu haben.
Im ersten Satz von der Rolle
Federer kämpfte sich nach dem desaströsen ersten Satz, in dem er viermal seinen Aufschlag abgeben musste, ins Spiel zurück und dominierte den zweiten Durchgang klar.
Als er durch das 4:6 im dritten Satz erneut in Rücklage geraten war, schien er wiederum ins Spiel zurückzufinden. Dank eines Breaks führte er 3:1, als plötzlich der Faden riss und Nadal fünf Games in Serie schaffte.
"Geschenk" im Schlusssatz
In der Schlussphase des Halbfinals unterliefen Federer fast unerklärlich viele Fehler mit seinem besten Schlag, der Vorhand.
Beim Rebreak zum 3:3 schlug er den Ball zweimal unbedrängt ins Netz und auch das letztlich entscheidende Break zum 3:5 "schenkte" er Nadal beim letzten Punkt mit einem unpräzisen Vorhand-Ball.
"Ich komme wieder"
"Ich bin zufrieden und enttäuscht gleichzeitig", sagte Federer nach seiner Niederlage. Klar sei es schade, dass er nicht gewonnen habe. "Aber ich komme zurück, das ist sicher", sagte Federer.
Nadal seinerseits zollte der Welt-Nummer 1 höflichen Respekt und meinte: "Es ist unglaublich für mich hier in Paris im Final zu sein und die Nummer 1 der Welt geschlagen zu haben." Doch er wisse, dass Federer immer noch der bessere, weil komplettere Tennisspieler sei.
Ungeliebter Sand
Für den 24-jährigen Federer ist Sand jener Untergrund, der ihm bisher die grössten Probleme bereitet hat. Das war auch in Paris wieder deutlich zu sehen.
Dass es doch geht, konnte er in Hamburg zeigen. Der Sieg in der Hansestadt wurde im Vorfeld von Paris als gelungene Generalprobe für einen Sieg an der Seine gewertet. Die Wirklichkeit zeigte nun ein anderes Bild.
Auch die Unterstützung durch den erfahrenen australischen Trainer Tony Roche brachte ihn zwar in den Halbfinal, nicht aber zum grossen Erfolg.
swissinfo und Agenturen
Fakten
Roger Federer unterliegt im Halbfinal des French Open in Paris dem Spanier Rafael Nadal in vier Sätzen 6-3, 4-6, 6-4, 6-3.
Der Basler musste gegen den Spanier in diesem Jahr die dritte Niederlage in 49 Matches hinnehmen.
In Kürze
Roland Garros ist das einzige Grand Slam-Turnier (die vier wichtigsten Turniere pro Jahr), das Roger Federer noch nie gewinnen konnte.
In den vorhergehenden Jahren schied der Basler drei Mal in der ersten Runde aus. Einmal im Viertelfinal und nun im Halbfinal.
In diesem Jahr gewann Federer die Turniere von Doha, Rotterdam, Dubai, Indian Wells, Miami und Hamburg.
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