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Sie stand als Produzentin hinter Projekten wie The Terminator (1985), Aliens (1986) oder Armageddon (1998), hat dafür mit namhaften Regisseuren wie James Cameron, Brian De Palma, Michael Bay und Ang Lee gearbeitet. Gale Anne Hurd ist hat einst wenig beachtete Genres wie Horror und Science Fiction mit Blockbustern in breiten Kreisen beliebt gemacht, selbst wenn sie sich im Gespräch mit Filmbulletin nicht mit diesen Lorbeeren schmücken will.
Filmbulletin: Frau Hurd, Sie haben vor allem innerhalb von Genres produziert, die man klassischerweise nicht mit «Frauenkino» in Verbindung bringen würde (auch wenn es das nicht gibt). Hatte das einen Einfluss auf Ihre Karriere?
Gale Anne Hurd: Auch im Science-Fiction-, Fantasy- und Horrorfilm rechnet man mit einem weiblichen Publikumsanteil von 40 oder 50 Prozent. Mich haben diese Genres genauso angezogen – da spielt es keine Rolle, ob man Filme macht oder sich Filme ansieht.
Mit Sarah Connor in The Terminator und Ellen Ripley in Aliens waren Sie bei der Kreation der zwei wohl wichtigsten weiblichen Actionheldinnen involviert. Wie haben die beiden Figuren Ihrer Meinung nach das Kino beeinflusst?
Ellen Ripley, gespielt von der grossartigen Sigourney Weaver, ist ja das erste Mal in Ridley Scotts Film Alien (1979) aufgetreten, allerdings noch als Teil eines Ensemble-Cast, aber als jene Figur, die den Kampf mit dem Alien als Einzige gewinnt. In Aliens, den ich dann mitproduzierte, stand sie im Mittelpunkt der Geschichte – das Publikum erlebte den Film aus ihrer Perspektive. Nicht nur haben die Zuschauer*innen eine weibliche Hauptfigur und Horror- und Science-Fiction-Heldin damals begrüsst, Sigourney Weaver war auch als Beste Hauptdarstellerin bei den Oscars nominiert. Sarah Connor, die ja von der sehr talentierten Linda Hamilton gespielt wurde, ist zu Beginn eine «Everywoman», eine ganz normale Kellnerin in einem Coffee Shop – und wie viele Andere kann sie sich zu Beginn des Films nicht einmal vorstellen, dass ihr Leben so wichtig ist. Dann wird ihr Überleben zur Bedingung für die gesamte Menschheit, und sie muss lernen, diese Aufgabe auf sich zu nehmen. Ich denke, dass Aliens, The Terminator, aber genauso etwa Carrie Fishers Prinzessin Leia in Star Wars dabei geholfen haben, Frauen nicht mehr nur als Opfer oder Verzierung, als Schmuck der männlichen Figuren, zu sehen.
Das gesamte Interview gibt es in der Nr. 4/21 nachzulesen.
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