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Als Medizinstudent magst du dich vielleicht fragen, warum du all die Details im Studium lernen musst, wie du ein Praktikum durchstehen oder eine Masterarbeit abschließen kannst. Als angehender Assistenzarzt möchtest du vielleicht wissen, wie du die Herausforderungen bewältigen wirst, und als praktizierender Arzt oder Kaderarzt im Krankenhaus fragst du dich vielleicht, ob du all die Verantwortungen übernehmen kannst.
Ich hatte das Privileg, im Jahr 2010 einen Europäischen Kongress in einer großen Einrichtung in Bern mit über 600 Teilnehmern von Anfang bis Ende zu organisieren. Wie war dies möglich? Es begann mit der Organisation kleiner Seminare für bis zu 60 Personen, dann folgten Kongresse mit 120 Teilnehmern und schließlich eine große Ausstellung im Zentrum einer Stadt. Ohne diesen schrittweisen Aufbau wäre die Organisation eines Kongresses mit über 600 Personen kaum möglich gewesen. Hinter all dem stand die Treue Gottes als Unterstützer und Förderer.
„Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielen treu.“ [1] Dies gilt im täglichen Leben. Hier sind einige mögliche Bereiche, in denen du dies erleben kannst:
- Beim Lernen all der Details im Studium.
- Während des Praktikums, wenn du die Anamnese erhebst, Untersuchungen durchführst, Beurteilungen formulierst und Prozeduren festlegst.
- Beim Verfassen einer Masterarbeit.
- Im Bestehen des ersten Jahres als Assistenzarzt.
- Beim Aufbau einer Praxis oder der Arbeit als Oberarzt und Kaderarzt im Krankenhaus.
- In allem beim Aufbau und der Vertiefung deiner Beziehung zu Gott.
In der aktuellen Zeit sind wir alle mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, sei es auf persönlicher Ebene – der Weg zum Arztberuf, der Beginn einer Ehe oder Familie, die aktive Teilnahme in einer christlichen Gemeinde – oder globaler Ebene – die Corona-Zeit, der Russland-Ukraine-Krieg, der Kampf von Israel gegen die Terrororganisation Hamas und der zunehmende Antisemitismus.
In diesen Zeiten ist es wichtig, immer wieder Prioritäten zu klären und sich zu fragen, für wen man lebt. Lebst du für dich selbst oder für Jesus Christus, unseren Herrn? Solche Zeiten schärfen oft auch unsere Berufungen und bringen die Frage mit sich, wo unser Platz im Reich Gottes ist. Es könnte darum gehen, eine radikale Bindung an Jesus zu leben und eine radikale Sendung zu haben. Wie Bonhoeffer sagte: „Gott führe uns freundlich durch diese Zeit; aber vor allem führe er uns zu sich.“ [2]
Dazu half mir gerade vor kurzem das folgende Lied auf Schweizerdeutsch bezüglich vollständiger Hingabe[3]:
Als Alternative das Lied, das im Rückblick die Güte und Treue Gottes besingt. Hier auf die Familie bezogen, beziehe es auch auf deine berufliche Vergangenheit[4]:
All dies beginnt im Kleinen. Wenn du dort treu bist, kannst du in immer Größeres wachsen. Egal, wo du hingelangst, es wird immer im Kleinen beginnen, und gleichzeitig ist es wichtig, in Demut zu bleiben und alles Gott hinzugeben. Beginne im Kleinen in allem, was du tust.
Hast du selbst Erfahrungen in diesem Sinne gemacht? Teile sie unten im Kommentar oder per E-Mail mit.
[1] Lukas 16.10 (Elberfelder Bibel 2006, © 2006 by SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Witten/Holzgerlingen).
[2] Dietrich Bonhoeffer; Widerstand und Ergebung, DBW Band 8, Seite 543.
[3] Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=tGm29VTlG-U&pp=ygUTbXlzIHVuZ2V0ZWlsdGUgaGVyeg%3D%3D [3.12.23]; Songstory: https://www.youtube.com/watch?v=3TaiYItdyN8&pp=ygUTbXlzIHVuZ2V0ZWlsdGUgaGVyeg%3D%3D [3.12.23].