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Philosophie des Taiji
In der daoistischen Philosophie versinnbildlicht der Begriff Tai-Ji die Erschaffung des Kosmos. Es ist gleichsam das Resultat der Verschmelzung von Himmel und Erde, wie sie im Prinzip von Yin und Yang vollzogen wird.
Im Taijiquan wird zwischen fünf Herkünften oder Stilrichtungen unterschieden: Jede der fünf Richtungen wurde von einer Familie geprägt und sie bilden zusammen das Gesamtsystem. Von jeder Hauptform lassen sich Unterformen ableiten. Diese Verwandtschaft erleichtert das Erlernen verschiedener Stile.
Der Chen-Stil (Lao-Jia)
Ginge es um die längste Tradition, so muss an erster Stelle der Chen-Stil genannt werden. Auffallend daran sind die sehr fliessenden Übergänge zwischen langsamen, weichen Bewegungen und explosiven, schnellen Einsätzen.
Der Yang-Stil (Da-Jia)
Er gehört zu den bekanntesten Stilarten und erfreut sich einer grossen Verbreitung. Der Yang-Stil wurde von Meister Yang Lu-Chan aus dem Chen-Stil entwickelt. Harmonische, weich fliessende Bewegungen zeichnen diesen Stil aus.
Der (alte) Wustil (Hao-Stil)
Dieser Stil zeichnet sich durch kurze elegante Schritte und schnelle Bewegungen mit abwechselnd öffnenden und schliessenden Armen aus.
Der Sun-Stil (Uo-Bu-Jia)
Aus einer Mischung von Elementen aus Boxkampfkünsten wurde vom Meister Sun Lu-Tang ein neuer Stil mit raschen Wechseln von Vor- und Zurück-Bewegungen geschaffen.
Der (neue) Wu-Stil (Zhong-Jia)
Dieser Stil weist die gleichen Charakteristika wie der Yang-Stil auf: harmonische, weiche Bewegungen und sanfte Übergänge.