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Der Leiter der Web-Search-Abteilung von Microsoft, Christopher Payne, soll laut US-amerikanischen Medienberichten das Unternehmen verlassen haben. Die Nachrichtenagentur 'Reuters' berichtet unter Berufung auf interne Quellen, Payne verlasse den Softwaregiganten, um ein eigenes Technologieunternehmen in Seattle zu gründen. Microsoft wollte die Berichte nicht kommentieren.
Payne ist als Corporate Vice President Windows Live Search für den stark umkämpften Web-Search-Markt verantwortlich. Vor Microsofts "Live"-Offensive war Payne Vice President von MSN.com. Der 38-Jährige wechselte 2001 wieder zu Microsoft, nachdem er drei Jahre bei Amazon.com tätig gewesen war. Davor war er acht Jahre lang bei Microsoft unter anderem für die Entwicklung von Access zuständig. Er soll Microsoft nach seiner Rückkehr davon überzeugt haben, auf eigene Suchtechnologie statt auf Yahoo zu setzen.
Zu Recht konstatiert 'Reuters', dass – falls die Meldung keine Ente ist – Microsoft zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt einen wichtigen Mann verliere. Google ist immer noch unangefochtener Leader im Web-Search-Bereich und Microsoft versucht derzeit gerade, den mickrigen Marktanteil von 10 Prozent zu steigern. Rob Enderle vom gleichnamigen Marktforschungsunternehmen sagte gegenüber 'Bloomberg', Microsofts Search-Business könne bei einem Weggang von Payne "nicht viel schlechter werden." Wenn Microsoft den "Falschen" an seine Stelle setzen wird, werde es wehtun, aber "wenn du schon ganz unten bist und noch tiefer fällst – wem wird das auffallen?", fragt sich Enderle. (mim)