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«Ich weiß nur eine Sache übers Leben. Wenn du lang genug lebst, fängst du an, Dinge zu verlieren. Alles wird dir weggenommen: Zuerst verlierst du deine Jugend, dann deine Eltern, dann verlierst du deine Freunde, und am Ende verlierst du dich selbst.»
Mit diesen Zeilen beginnt die Erzählung, und sie begleiten uns bis zum Schluss, bis alles verloren scheint. Wir folgen dem Protagonisten Scott in nicht linearen Zeitsprüngen durch sein Leben. Die ganze Geschichte weist autobiographische Züge auf.
Von der ersten Begegnung mit seiner grossen Liebe Sarah bis hin zur Scheidung, von Selbstmordversuchen bis zur Geburt des ersten Kindes, von Bibelverbrennungen bis zum Campieren auf einem Wallmartparkplatz: Jede noch so schräge oder tragische Episode wird in so lockerem Ton erzählt, dass man nie genau weiss, ob man nun lachen oder weinen soll.
Der Roman spielt in einer östlichen Kleinstadt Amerikas und spiegelt jedes Klischee. Antriebslos wie Treibholz driften Scott, der gelangweilte Lehrer mit Alkoholproblemen und Sarah, die gestresste Krankenschwester, auseinander. Und Scott verliert jeden Halt.
Die lockere, ungefilterte Sprache von Scott McClanahan wird wunderbar von Clemens Setz ins Deutsche übersetzt.
Dshamilja Walde