Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03338.jsonl.gz/128

Geschichte
DIE GESCHICHTE DES HAUS
«HIRSCHEN» IM ZEITRAFFER
1494
Das Gebäude, das heute Haus «Hirschen» heisst, war ursprünglich der Gasthof «Bären». Bis 1599 wird hier gewirtet, dann gibt der Wirt Ulrich Schmid auf, weil «sin husfrouw gar allt» ist. Das Haus wird daraufhin zu einem «Fryhuus».
Das Wirtspatent wird unter Hans Greder d.J. wieder aktiviert. Dieser hängt das Wirtshausschild wieder an seinen Platz.
1636
1671—1742
Das Wirtshaus wechselt mehrfach den Besitzer, scheint jedoch keinen goldenen Boden gehabt zu haben: Alle Wirte gehen Konkurs.
Dem neuen Wirt, Karl Joseph Krutter, wird von der Solothurner Obrigkeit «freygestellt», für das «Tavernenzeichen» anstatt des «zimmlich verschreyten Berens vor das künftig eintweders einen ‹Wilden Mann› oder ‹Hirschen› zu erwöhlen.» — Da sich am Haus bereits Hirschgeweihe befinden, wird das Wirtshaus in «Hirschen» umbenannt.
1742
1771
Die «Würtschaft zuem ‹Hirschen›, item die derzue gehörige Scheür» vom Wirt und Grossmetzger Ludwig Burcki verkauft: Der neue Besitzer ist Berufskollege Urs Joseph Frölicher.
In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Wert des «Hirschen» dank verschiedenen Sanierungen und Umbauten verdoppelt. Das Gebäude ist nun im Besitz von Jacob Joseph Graf.
1790
1850
Kauft Samuel Furrer aus Lüterkofen den
«Hirschen» der Erben Graf ab.
Nach weiteren Besitzerwechseln kauft der Gemeinnützige Frauenverein den «Hirschen» — nach intensivem rechnen, schreiben von Unterstützungsgesuchen und Beratungen mit Architekten. Der Kaufentscheid fällt einstimmig an einer ausserordentlichen Generalversammlung des Vereins. Der «Hirschen» wird daraufhin zu einem alkoholfreien Gasthaus.
1919
1965
Die Gaststube wird zum Selbstbedienungs-Restaurant umgebaut.
Der Hotelbetrieb wirft bereits seit längerem keine
Rendite mehr ab, worauf das Hotel «Hirschen»
geschlossen wird. Das Haus bleibt im Besitz des
Gemeinnützigen Frauenvereins.
1977
1980
Aus wirtschaftlichen Gründen muss nun auch das
alkoholfreie Restaurant geschlossen werden.
Erneut wird gerechnet, verhandelt und geplant.
Nach einer Bedürfnisabklärung in enger Zusammenarbeit
mit dem damaligen Stadtpräsidenten Fritz
Schneider und der Fürsorgerin Hedwig Sperisen,
werden der 3. und 4. Stock umgebaut und
das CP-Zentrum eingerichtet. Die Einwohnergemeinde
verpflichtet sich finanziell, verlangt
im Gegenzug vom Frauenverein die Durchführung
von Seniorentreffpunkten im Haus «Hirschen».
Nebst den bereits bestehenden Gemeinschaftsräumen
und dem Blumenladen werden nun noch
eine 3-Zimmer-Wohnung sowie eine Praxis eingebaut.
Der «Hirschen» wird dadurch zum Wohn- und
Geschäftshaus.
1994—2001
2006
Der Mittagstisch wird eröffnet. Dieser bietet Schul- und Kindergartenkindern aus Solothurn jeweils am Montag, Dienstag und Freitag von 11.30 bis 13.30 Uhr eine warme Mahlzeit unter Betreuung einer Fachperson.
Seit mittlerweile 100 Jahren ist das Haus «Hirschen» nun im Besitz des SGF Sektion Solothurn. Und Dank dem vielseitigen Aktivitätenprogramm und der weitherum bekannten Fundgrube so lebendig wie seine Geschichte.