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Nicolas Brancucci, geboren 1982 in Basel, ist Zellbiologe und Parasitologe. Er studierte und promovierte am Swiss TPH und an der Universität Basel, wo er die epigenetischen Mechanismen untersuchte, die die antigene Variation des Malaria-Parasiten Plasmodium falciparum kontrollieren. Anschliessend forschte er als Postdoc in Boston (Harvard T. H. Chan School of Public Health) und Glasgow (Wellcome Centre for Integrative Parasitology), wo er sich auf den Prozess der Entstehung des Malaria-Übertragungsstadiums konzentrierte.
Brancuccis Forschung befasst sich mit der Art und Weise, wie der Parasit und Malariaerreger P. falciparum seine nähere Umgebung innerhalb des menschlichen Wirts wahrnimmt und seinen Entwicklungszyklus daran anpasst. Inzwischen ist klar, dass der Parasit seine Genregulation eng an äussere Einflüsse koppelt; beispielsweise indem er die Konzentration von Wirtsmolekülen überwacht. Mit der Professur von Brancucci soll ein Forschungsprogramm entwickelt werden, das die molekularen Mechanismen solcher Wirt-Parasit-Interaktionen entschlüsselt. Das Swiss TPH ist ein assoziiertes Institut der Universität Basel.