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Der "Hirt" auf dem Zentralberg des Steinheimer Kraters.
Vom Zentralberg aus lässt sich rundherum der Kraterwall überblicken.
Impaktkrater
Der Steinheimer Krater
Der Steinheimerkrater (auch Steinheimer Becken) ist in vielen Dingen dem Rieskrater verwandt. Er liegt gut 40 km von diesem entfernt in südwestlicher Richtung. Im Gegensatz zum Rieskrater misst er "nur" vier Kilometer im Durchmesser, ist aber ebenso gut, wenn nicht besser erhalten als der Rieskrater. Auch der Steinheimerkrater war lange Zeit ein See, der den Krater mit Sedimentgestein auffüllte. Diese Sedimente sind im Laufer der Jahrmillionen erodiert und haben nach und nach den gut erhaltenen Krater freigegeben, der zudem einen markanten Zentralberg aufweist. Der "Hirt" liegt auf der Spitze des Zentralbergs und ist die "Haube" aus den Resten dieses Sedimentgesteins.
Der Steinheimer Krater ist ebenso alt wie der Rieskrater. Heute wird davon ausgegangen, dass er durch einen kleineren Begleiter des grösseren Ries-Asteroiden mit rund 200 Metern Durchmesser geschlagen wurde. Es hätte sich da also um einen Doppelasteroiden gehandelt, der von Südwesten her in die Erdatmosphäre eingedrungen ist. Wie es bei solchen Impakten üblich ist, schlagen zuerst die kleineren Teile ein, die grösseren fliegen wegen ihrer grösseren potenziellen Energie weiter. Das Gleiche passiert, wenn ein Meteoroid zerplatzt und in einem Streufeld niedergeht. In der Richtung, wo der Meteoroid herkommt wird man zuerst die kleineren Stücke am "unteren" Ende des Streufeldes finden, die grösseren Fragmente befinden sich auch der gegenüberliegenden Seite des Streufeldes.
Aus dem Steinheimer Krater stammen die wunderbaren weissen Strahlenkegel (Shattercones) aus weissem Jurakalk, die ein eindeutiges Indiz für einen Meteoritenimpakt sind. Vom Meteoriten selber ist bei der freiwerdenden Impaktenergie beim Aufschlag kaum mehr etwas übrig geblieben.
Detail des wunderbaren Strahlenkegel-Blocks im kleinen aber feinen örtlichen Museum