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Im Katalog 1969 (Abb. oben und links) wurde eine weitere Corgi-Neuerung vorgestellt: Die Golden Jacks, die „goldenen Wagenheber“, wurden eingeführt. Wegen der bereits ein Jahr später erfolgten Einführung der Whizzwheels war dieser Technik jedoch leider keine grosse Zukunft beschieden (siehe dazu auch Corgi-Terminologie).
Die angekündigten Modelle des Ferrari 206 Dino Sport und des Pontiac Firebird erschienen nie mit den goldenen Wagenhebern; diese Fahrzeuge hatten ab Erscheinen Whizzwheels.

Nur ein Modell mit diesen Golden Jacks hatte ich in den späten 1960er Jahren in meiner Sammlung, den hier vorgestellten Chevrolet Camaro.
Etwa gleichzeitig mit dem Kauf dieses Modells fand ich ein passendes Set mit 12 Ersatzrädern (links), das ich als – heute seltenes – Sammlerstück (und für den „Notfall“) ebenfalls gekauft habe.
Den Chevrolet Camaro brachte General Motors als etwas späte Antwort auf den rund drei Jahre vorher erschienenen Ford Mustang auf den Markt – damit war die bis heute anhaltende → „Battle of the Pony Cars“ eröffnet. Es gab verschiedene Motorisierungen; das „350“ in der Modellbezeichnung steht für den Motor mit 350 cubic inch Hubraum (ca. 5,7 Liter; in den USA nennt man so etwas noch → small block engine). Dies war die → kleinere Motorisierung der ersten Camaro-Generation in der „SS“-Ausführung (Super Sport). Optisch waren die SS-Modelle u. a. an den Zierstreifen um Motorhaube und vordere Kotflügel mit der SS-Beschriftung erkennbar; das Corgi-Modell hat in seiner Farbe und Dekoration also ein direktes Vorbild.
In Anzeigen in den 60er Jahren wurde in der Camaro-Werbung immer wieder auf die Verwandtschaft von Camaro und Corvette hingewiesen, wobei der Camaro klar nicht als Sportwagen, sondern als sportlicher Viersitzer positioniert wurde („Corvette is a sports car. Camaro is a sporty car.“).

Der Camaro erschien im August 1968; er war eines der ersten Modelle, die in den damals neuen window boxes in den Verkauf kamen. Die hier gezeigte Schachtel meines Modells ist etwas speziell und eine seltene Variante: Die Nummer ist auf der Vorderseite aufgedruckt, was bei diesen Schachteln standardmässig nicht vorkam, und auch der Aufdruck des Mechanikers entsprach nicht der Standardversion für No. 338.

Die „Goldenen Wagenheber“ gab es an allen vier Rädern. Nach Umklappen des entsprechenden Hebels („Wagenhebers“) kann das Rad abgezogen werden. Wie unten gezeigt, verleiht der Wagenheber dem Auto einen festen Stand.

Ausser den Golden Jacks bot dieses Modell noch einige Ausstattungsdetails, die den Spielwert erhöhten: Die Türen liessen sich öffnen, die Sitze konnte man umklappen. Ein nettes Detail war der silberne Schaltknüppel auf der Mittelkonsole.

Die waagerecht laufenden Scheinwerferabdeckungen (ganz links: Ausschnitt aus einer Anzeige für den Camaro aus dem Jahr 1967) werden im Modell über kleine Schieber unter der Stossstange betätigt.
Den Camaro findet man letztmalig im Katalog 1970. Bis zum Produktionsende 1971 wurden von diesem im Massstab 1:47 gehaltenen Modell 443 000 Exemplare verkauft.
Literatur/Links:
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Erste Veröffentlichung am 20. Dezember 2023, letzte Bearbeitung am 20. Dezember 2023.
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