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Fratel, das frankophone Netzwerk der Telekom-Regulatoren
FRATEL ist der Name des frankophonen Netzwerks für Fernmelderegulierung. Mitglied sind rund fünfzig europäische, afrikanische und asiatische Regulierungsbehörden. Ziel ist, ihre Zusammenarbeit und ihren Informationsaustausch zu verbessern. FRATEL leistet auch einen Beitrag zur Ausbildung und technischen Zusammenarbeit, vor allem für die Länder des frankophonen Afrikas. Die Schweiz, die bis Ende 2007 Vorsitzende dieses Netzwerks war, hat die letzte Vollversammlung vom 7. bis 9. November 2007 in Montreux durchgeführt.
Das BAKOM und FRATEL
Das BAKOM ist seit der Gründung von FRATEL 2002 Mitglied dieses Netzwerks. Es vertritt die Schweiz und nimmt aktiv an den zwei jährlichen Sitzungen teil. Der wichtigste Beitrag der Schweiz zu FRATEL ist die Weitergabe ihres Know-hows im Bereich der Regulierung des Fernmeldemarktes. Sie empfängt deshalb regelmässig Delegationen, die von der Erfahrung eines kleinen Landes profitieren möchten.
Das BAKOM ist von 2006 bis 2008 im tripartiten Koordinationsausschuss von FRATEL vertreten. Innerhalb dieses Ausschusses hatte die Schweiz 2006 den Vizevorsitz und übernahm 2007 nach Marokko den Vorsitz von FRATEL. 2008 wird sie wieder Vizevorsitzende sein und danach ihren Platz innerhalb dieser Troika räumen.
Aktivitäten und Struktur von FRATEL
FRATEL ist der Name des frankophonen Netzwerks für Fernmelderegulierung, dem über fünfzig Regulatoren oder andere Institutionen angehören, die auf nationaler Ebene für die Kontrolle des Fernmeldemarktes zuständig sind. Unterschiedlichste Länder wie Kanada, Belgien, Albanien, Marokko, Libanon, Togo oder Kambodscha gehören dazu, und alle verbindet die französische Sprache.
Entsprechend ihrer Charta und den jährlich festgelegten Aktionsplänen will FRATEL die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den beteiligten Regulierungsbehörden und -instanzen verbessern. Das Netzwerk trägt im Rahmen des Möglichen auch zu Initiativen im Bereich der Ausbildung und der technischen Zusammenarbeit bei, besonders für die Länder des frankophonen Afrikas.
Zudem untersucht FRATEL Fragen der Telekom-Regulierung, die für die Mitglieder von Interesse sein könnten. Zweimal jährlich werden thematische Sitzungen organisiert: Die erste ist in der Regel vor allem technischen Fragen gewidmet, die zweite befasst sich hingegen auch mit politischen Fragen. Jedes Mitglied wird durch seinen Leiter vertreten, im Allgemeinen den Präsidenten oder Direktor der nationalen Regulierungsbehörde.
FRATEL ist eine Non-Profit-Organisation ohne eigenes Budget. Das Netzwerk wird von einem Koordinierungsausschuss unterstützt, dem die Regulatoren dreier Länder angehören, die im Turnus zuerst den Vizevorsitz, dann den Vorsitz und anschliessend wieder den Vizevorsitz übernehmen. Diese Funktionen, die jeweils für ein Jahr übernommen werden, stehen allen Mitgliedern offen. Der Ausschuss wird vom französischen Regulator ARCEP unterstützt, der das ständige Sekretariat von FRATEL führt. Dieses hat den Auftrag, zwischen den Sitzungen allen Mitgliedern Aktivitäten vorzuschlagen und diese zu organisieren.