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ein Zitat aus dem Buch von Dr. John Lee "Natürliches Progesteron- ein bemerkenswertes Hormon" von Seite 100:
Viele Fakten beweisen also, daß Östradiol und Östron auf das Brustgewebe krebserregend wirken. Progesteron und Östriol aber, die beiden wichtigsten Hormone während der Schwangerschaft, schützen vor Brustkrebs.
Daß zuviel Östrogene Brustkrebs bewirken, ist Standard-Wissen. Progesteron ist aber der Gegenspieler der Östrogene und wirkt deshalb dem Brustkrebs entgegen. Als große Ausnahme unter den Östrogenen ist Östriol das einzige Östrogen, das nicht eine östrogentypische Wirkung hat, sondern eine Progesteron-artige Wirkung hat. Deshalb schützt auch dieses vor Brustkrebs.
Ich kann nur jedem empfehlen, das Buch von Dr. Lee zu lesen. Es ist ein medizinisches Fachbuch und stellt die Unterschiede zwischen den körpereigenen und künstlichen Hormonen ebenso heraus, wie die Unterschiede der Gegenspiegel Östrogene und Progesteron/Östriol auf der anderen Seite. Ein besseres und fundierteres Buch zu diesem Thema kenne ich nicht.
Bekräftigt wird diese Ansicht u.a. von der letztes Jahr an Brustkrebs verstorbenen Molekularbiologin Elisabeth Rieping, die durch Untersuchungen festgestellt hat, dass durch die übliche Methode die Milch trächtiger Kühe (bis 6 Wochen vor der Geburt) zu melken, grosse Mengen an Progesteron in der Milch enthalten sein können. Sie kam zu dem Ergebnis, dass progesteronhaltige Nahrung, also auch Milchernährung, dem Wachstum von Tumoren förderlich ist.
PS: Ich kann mich nur folgender Aussage anschließen.
Hormonsubstitution
In der einzigen placebokontrollierten prospektiven Studie (WHI Study) war eine statistisch signifikante Zunahme der Inzidenz von Mamma-Ca nur bei kombiniert kontinuierlicher oraler HRT mit gleichzeitiger Gabe von Estrogen und Progestagen gemessen worden. Bei Verordnung von konjugierten Estrogenen allein, waren deutlich weniger invasive Mammakarzinome aufgetreten. Diese Daten deuten darauf, dass eine Substitution mit Estradiol allein keinen oder jedenfalls einen erheblich geringeren Effekt auf das Proliferationsverhalten des Mamma- und Ductusepithels hat. Man kann jedoch davon ausgehen, dass Frauen mit einer genetich manifesten (SNPs) geringeren Estradiol-Detoxifikation, pathologischem D-Ring-Metabolismus, erhöhter Aromatasefunktion und Überexpression von Estradiolrezeptor a auf Estrogene empfindlicher und mit verstärkter Proliferation reagieren. Vor diesem Hintergrund und gestützt auf zahlreiche neuere Studien ist der Wechsel auf eine transdermale Substitution mit deutlich geringeren Tagesmengen von Estradiol (in Form von Gel oder Pflaster bzw. Inlay) vorzuziehen. Die Verordnung von nativem Progesteron und Progestagenen sollte wegen der unklaren Datenlage minimiert bzw. auf minimale Mengen pro Zeiteinheit reduziert werden. http://www.bioaging.de/datenbank/mamma.htm
Und muss daran erinnern, dass die ganze HRT für Jahrzehnte trotz vereinzelter auf das Krebsrisiko hinweisende Studien immer wieder gehypt wurde.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11
Geändert von nicht der papa (01.07.10 um 15:50 Uhr)
im von dir eingestellten Zitat ist anfangs davon die Rede, dass es ohne „Progestagene“ zu deutlich weniger Mammakarzinomen kam. Unter „Progestagene“ versteht man die von der Pharmaindustrie hergestellten künstlichen Gestagene, die sich vom natürlichen Progesteron in der chemischen Struktur unterscheiden. Genau diese „Progestagene“ sind bekanntermaßen – so ist im Buch von Dr. Lee zu lesen - kontraindiziert bei Malignomen von Brust- und Genitalorganen – im Gegensatz zum natürlichen Progesteron, das vor Brustkrebs schützt. Das ist also nichts Neues, und hat nichts mit dem Progesteron zu tun.
Am Ende des Zitates wird das begründete Abraten dieser Progestagene bei Mamma-Ca „wegen unklarer Datenlage“ auch auf das „native Progesteron“ übertragen. Der Autor, der diesen Artikel geschrieben hat, kennt meines Erachtens schlicht und einfach nicht die Wirkung und Ungefährlichkeit des natürlichen Progesterons, dann wüsste er, dass die Datenlage nicht so unklar ist, wie er meint und bräuchte nicht Progesteron und die Progestagene in eine Schublade stecken. Da sind Welten zwischen diesen beiden Substanzen!
Im verlinkten Artikel vom Deutschlandfunk handelt es sich um einen aus dem Englischen übersetzten und zusammengefassten Artikel, der eine Studie mit Mäusen zum Inhalt hat, die unter einem Gendefekt leiden, der Brustkrebs begünstigt. Um es vorweg zu nehmen, ich finde diesen Artikel äußerst schwammig, vielleicht sogar auch die Studie selber, und um die Fragen zu prüfen, die sich mir beim Lesen gestellt haben, müsste man den Originalartikel in voller Länge studieren. Erst dann ließen sich (vielleicht) genauere Aussagen machen.
In der fettgedruckten Einleitung wird ein Zusammenhang hergestellt zwischen dem Anstieg von Brustkrebserkrankungen unter Hormonersatz-Therapie und der gefundenen Ursache. Im eigentlichen Text wird das Wort ‚Hormonersatztherapie’ dann nicht mehr gebraucht. Haben die Mäuse nun eine Hormonersatztherapie erhalten, und wenn ja, welche? Oder keine? Strukturveränderte Gestagene können Brustkrebs verursachen! Haben die Mäuse sie nun bekommen, oder nicht? Wenn ja, dann liegt es nicht am Progesteron, dass es zu Brustkrebs kam, sondern an den „Progestagenen“, die an den Progesteron-Rezeptor gebunden haben.
Es heißt in dem Text, dass die Tiere unter Blockierung des Progesteron-Rezeptors „lange Zeit“ gesund blieben, und dann? Sind sie trotzdem noch an Brustkrebs erkrankt? Gab es eine Kontrollgruppe von Mäusen unter normalen Bedingungen, ohne die Blockierung des Rezeptors? Wenn ja, wie sehen die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen aus? Das ist die Frage nach der Signifikanz der Rezeptor-Blockierung. Eine zweite wichtige ungeklärte Frage!
Im Artikel ist von einer Zellteilungsbegünstigenden Wirkung von Progesteron die Rede. Vielleicht stimmt das - ich kenne mich da zu wenig aus und weiß da nicht Bescheid, aber normalerweise hat das natürliche Progesteron die Eigenschaft gutartige Tumore (Myome) zum Schrumpfen und Verschwinden zu bringen, und nicht ihr Wachstum anzuheizen.
Ich hatte vor einigen Jahren mit Dr. Gerz, dem Übersetzer des Buches von Dr. Lee, ein Gespräch bezüglich der Myomschrumpfenden Wirkung von Progesteron. Er hat gesagt, dass er mit natürlichem Progesteron jedes Myom zum Schrumpfen und Verschwinden bringt, egal wie groß es sei (und es gibt mehr als kindskopfgroße!) – das sei alles nur eine Frage der Höhe der Progesteron-Dosierung. Das steht im Widerspruch zu der Aussage des Artikels! In der Praxis schrumpfen Tumore unter Natürlichem Progesteron, und wachsen nicht!
Im Artikel wird die Zellteilungsbegünstigenden Wirkung von Progesteron als begünstigender Faktor für die Krebsentstehung angeführt. Ein begünstigender Faktor ist aber noch nicht die Ursache für die Krebsentstehung. Man darf nicht vergessen, dass Krebs nicht durch eine bloße Zellteilung, sondern durch mutagene Veränderungen der Zellen entstehen! Warum kam es bei den Mäusen zu den Mutationen? Natürliches Progesteron hat keine mutagene Wirkung! Es ist eine physiogloische Substanz mit physiologischen Funktionen! Was ist also die eigentliche Ursache?
Ich will nicht ganz ausschließen, dass sich das natürliche Progesteron bei vereinzelten Gendefekten ungünstig auswirken kann, obwohl ich das ehrlichgesagt kaum für möglich halte. Aber das betrifft dann – wenn überhaupt - wirklich nur die von diesem Gendefekt betroffenen Frauen, und nicht die Gesamtheit aller Frauen. Wenn, dann geht es hier allein um die speziellen Wirkungen von Progesteron bei einem Gendefekt und nicht um eine grundsätzlich schädliche Wirkung des Natürlichen Progesterons an sich!
Ich selbst habe auch einen Gendefekt, der Brustkrebs begünstigt (COMT-Deaktivierung), aber bei diesem Gendefekt besteht der Schutz vor Brustkrebs genau in der Therapie mit Natürlichem Progesteron!
Das Studienergebnis ist insgesamt so schwammig, dass ich es unter den genannten Anfragen bislang noch für völlig unrelevant halte.
der Gendefekt wurde per Blutuntersuchung in einem darauf spezialisierten Labor festgestellt.
Bezüglich der unterschiedlichen Progesteron-Tests bin ich kein Fachmann, aber Elisabeth Buchner meint in ihrem Buch, daß nur der Speichel-Hormontest Aussagekraft hat.
LG
Gini
Man braucht ehrlich gesagt gar keinen Test, die Symptome sind sowas von eindeutig!..und ein Mal einen Hormontest machen, bringt wenig..man sollte 3 Zyklen hintereinander ein Hormonstatus machen lassen, und nicht mal das kann einem sagen, was dem Körper im nächsten Zyklus fehlen wird.
Das Beste man beobachtet seine Symptome und Beschwerden. Die Schilddrüsenwerte kann man aber bestimmen lassen, die schwanken nicht so wie die Östradiol - und Progesteronwerte.
Und wegen Krebs, man muss auch mit köperidetischen Hormonen aufpassen. Deswegen auch hier lautet die Divise: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
und aus Progesteron bildet der Körper u.a. Östradiol.
Das mit den Gestagenen habe ich auch schon so gelesen, sie sind quasi gefährlicher im Hinblick auf Krebs als die Oestrogene. Aber.. da würde ich das nat. Progesteron nicht einschliessen. Vorausgesetzt eben, man nimmt es in der Dosierung, die dem Körper fehlt (Buchtipp: Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen von E. Buchner). Und da würde ich halt mit minimalen Mengen anfagen, zB Progestogel enthält ja nur 1% zB. Beim Progesteron ist wie schon geschrieben, das Problem, dass es sich in Oestrogene umwandeln kann, wenn eine bestimmte Dosis überschritten wurde. Utrogest mag angezeigt sein für eine bestimmte Zeit, aber langfristig denke ich auch, da wäre man überdosiert.
Und dass nach dieser langen Zeit der Körper erst einmal klar reagiert, u.U. auch die Schilddrüse, ist verständlich (s. auch oben erwähntes Buch). Ich persönlich würde jetzt nicht zu schnell zu viel ausprobieren, der Körper braucht wohl v.a. auch Zeit, um sich wieder um zu gewöhnen.
Dies meine bescheidene Meinung (nach 11/2 Jahren Lektüre zum Thema Hormone, ich habe übrigens selber die Mirena wegen Endometriose und wäre extrem froh, ich würde sie so gut vertragen......)
LG, Sally
PS: Yamswurzel-Crème habe ich auch schon probiert, wär wohl einen Versuch wert, ich hätte hier sogar noch ein Töpfchen, da es bei mir zu viel war zusätzlich zur Mirena (Achtung auch, nicht überdosieren) und mein Versuch ganze 2 Tage dauerte
Geändert von sally (05.07.10 um 17:42 Uhr)
Grund: PS:
ja genau, das ist auch sehr wichtig..dem Körper Zeit geben um sich an die Hormone zu gewöhnen. Und immer zuerst mit einem Hormonpräparat anfangen und dann das nächste..viele Frauen fangen mit mehreren Hormonpräparaten an. Das kann für den Körper too much sein..
Übrigens: ich nehme seit 2 Zyklen das Utrogest durch. Nehme eine Kapsel abens ein. Mir geht es viel besser damit (bis jetzt)...
Wie ich schon erwähnt hatte, habe Zyklen bei denen es mir sehr gut geht, dann habe ich ein Zyklus wo es mir vor der Regel gar nicht gut geht..deswegen habe ich gedacht ich probiere es aus, mein FA meinte auch ich könnte das Utrogest durchnehmen..mal sehen wir es mir nach ein paar Zyklen geht.