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An der Gemeindeversammlung vom 27. Juni 2019 stimmten die Gemeindeversammlungen Riggisberg und Rümligen der Fortführung der Fusionsabklärungen zu. Unterdessen veränderte sich die finanzielle Situation für Rümligen. Aufgrund eines hohen Lottogewinns einer Person in Rümligen fliessen der Gemeinde 8.9 Mio. Franken Sondersteuereinnahmen im Jahr 2020 zu. Für Rümligen, mit einem Jahresbudget von rund 1,7 Mio. Franken (Riggisberg: 19 Mio. Franken) und einem Eigenkapital per Ende 2018 von rund 0.8 Mio. Franken, steigt somit das finanzielle Polster auf rund 9.6 Mio. Franken.
Die Fusionsabklärungen zwischen den zwei Gemeinden wurden jedoch nicht aus finanziellen Überlegungen heraus aufgenommen. Die Vorteile einer Fusion liegen für Rümligen hauptsächlich bei der Besetzung politischer Ämter, bei der Suche nach geeignetem Kaderpersonal und der Sicherstellung der Stellvertretungen in der Gemeindeverwaltung sowie dem Erhalt des Schulhauses. Die Hauptprobleme der Gemeinde Rümligen werden durch den Geldsegen somit nicht gelöst.
Trotzdem löst diese Sondereinnahme in der Bevölkerung viele Begehrlichkeiten aus und die Fusion wird somit umstritten. Viele Votanten befürchten, dass Riggisberg bei einer Fusion Rümligens Infrastruktur vernachlässigen.
Schlussendlich überwiegt die Zustimmung zur Fusion mit 99 Ja-, 85 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen.
In Riggisberg sind 140 Stimmberechtigte anwesend und genehmigen die Fusion mit 130 Ja- gegenüber 2 Nein-Stimmen.