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Der heute im Ständerat angenommene Gegenvorschlag sieht im Wesentlichen eine Berichterstattungspflicht für Unternehmen vor. Das stellt zur heutigen Situation kaum eine Verschärfung der Unternehmensverantwortung dar.
Das Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und den USA war lange Zeit umstritten und die Ratifizierung durch den US-Kongress verzögerte sich unter anderem wegen dem mangelhaften Schutz der Gewerkschafts- und Arbeitsrechte in Kolumbien. Daher willigte Kolumbien ein, einen Aktionsplan für Arbeitsrechte (PAL, Plan de Acción Laboral) auszuarbeiten, der am 7. April 2011 unterzeichnet wurde. Zum 3. Jahrestag des Inkrafttretens des PAL zogen die kolumbianischen Gewerkschaftsverbände eine kritische Bilanz.
Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kolumbien sowie Peru wurde im Dezember 2012 vom Europäischen Parlament ratifiziert und trat am 1. August 2013 provisorisch in Kraft. Dieses Handelsabkommen verursachte tiefgründige Debatten über die Menschenrechtsituation, ungenügende Sozial- und Umweltstandards, die fortdauernde Gewalt in mehreren Regionen Kolumbiens und die möglichen negativen Folgen des Abkommens auf die kolumbianische Wirtschaft selbst.
Von Stephan Suhner Das EFTA - Freihandelsabkommen tritt per 1. Juli 2011 für die Schweiz und Kolumbien in Kraft, nachdem es von beiden Ländern ratifiziert worden ist. Norwegen, der wichtigste EFTA - Partner der Schweiz, hat das Abkommen u.a. wegen Bedenken über die...
Seit über vierzig Jahren prägt ein bewaffneter Konflikt das Geschehen in Kolumbien. Die Wirtschaft profitiert oft von diesem Geschehen. Die internationalen Unternehmen spielen eine wichtige Rolle im Land. Ihr Einfluss sollte im Bemühen um einen Friedensprozess genutzt werden. Die ask befürwortet verbindliche Normen im Menschenrechtsbereich und setzt sich dafür ein, dass die Unternehmen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen. Sie leistet Öffentlichkeitsarbeit, stellt Hintergrundrecherchen an und sucht mit den Schweizer Firmen in Kolumbien den Dialog.