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Allgemeine Beschreibung
Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre liegt. Mit Hilfe von Jod produziert die Schilddrüse die lebenswichtigen Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Tetrajodthyronin (Thyroxin). Diese werden dann ins Blut abgegeben. Die Schilddrüsenhormone wirken auf den Stoffwechsel, den Kreislauf, die Entwicklung des Nervensystems und das Wachstum sowie das psychische Wohlbefinden. Produziert die Schilddrüse weniger Hormone, als der Körper braucht, liegt eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) vor. Eine Unterfunktion kann angeboren oder erworben sein. In den meisten Fällen in Deutschland tritt sie aber erst später im Leben auf, und zwar meist in Folge einer Schilddrüsenentzündung. Auch Jodmangel in der Ernährung kann in seltenen Fällen zu einer Unterfunktion führen, meist verbunden mit einer Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf / Struma). Die Schilddrüsenunterfunktion ist zwar nicht wirklich heilbar, aber es muss nur bei einem Teil der Betroffenen dauerhaft mit Medikamenten behandelt werden. Eine Therapie und Behandlung gehört in die Hände eines Heilpraktikers oder Arztes, wobei der Heilpraktiker den Patienten mit den Möglichkeiten der Naturheilkunde unterstützen kann und wird, wenn dies keine ausreichende Wirkung zeigt, den Patienten zum Arzt schicken.
Zu Beginn der Behandlung werden täglich zwei Akupunktursitzungen im Abstand von mindestens einer Stunde durchgeführt. Eine Akupunktursitzung dauert etwa 30 Minuten.
Symptomatik
Eine Schilddrüsenunterfunktion ist mitunter schwer zu erkennen. Man findet eine vermehrte Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen, Gewichtszunahme und erhöhte Blutfettwerte. Charakteristisch für eine Schilddrüsenunterfunktion ist ihr schleichender, lang anhaltender Verlauf. Sie verursacht vor allem zu Beginn nur geringe Beschwerden und wird daher nicht selten erst spät erkannt. Bei älteren Menschen machen sich meist nur einzelne Symptome, wie eine erhöhte Kälteempfindlichkeit sowie eine verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit bemerkbar, was vielfach mit normalen, altersbedingten Veränderungen verwechselt wird. Der Mangel an Schilddrüsenhormonen wirkt sich auf verschiedenste Körperorgane, auf das Nervensystem und auf die Psyche aus. Typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Antriebslosigkeit, Teilnahmslosigkeit, verlangsamte Reflexe, Gedächtnisschwäche, depressive Verstimmungen, Gewichtszunahme und erhöhte Blutfettwerte, Muskelschwäche, Muskelsteifigkeit und Schmerzen. Man findet eine kühle und blasse trockene Haut. Das Myxödem, welches bei der Hypothyreose auftritt, ist eine teigige Schwellung des Unterhautbindegewebes, vor allem an den Armen und Beinen und im Gesicht. Die Patienten wirken wie „aufgeschwemmt“. Man findet spröde, brüchige Haare, vermehrter Haarausfall und brüchige Nägel. Die Betroffenen zeigen eine heisere, tiefe Stimme und eine langsame, verwaschene Sprache. Auch eine chronische Verstopfung, eine unregelmäßige Monatsblutung bei Frauen, eine Verminderung des sexuellen Lustempfindens und der Potenz bei Männern, ein verlangsamter Herzschlag sowie ein erniedrigter oder manchmal auch erhöhter Blutdruck sind zu beobachten. Die Herzkranzgefäße können verkalken und es kann zu einer Herzmuskelschwäche oder einem Herzbeutelerguss kommen.
Krankheitsursachen
Die Ursache kann in einer Störung der Schilddrüse selbst liegen. Selten ist eine Hypothyreose angeboren, meist ist sie Folge einer späteren Entfernung der Schilddrüse oder der Zerstörung intakten Schilddrüsengewebes, zum Beispiel bei einer Entzündung. Ebenfalls zu einer Hypothyreose kann es kommen, wenn die zuständigen Regelzentren im Gehirn, der Hypothalamus und die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), nicht korrekt arbeiten und so durch eine mangelhafte Stimulation eine Unterfunktion der Schilddrüse bewirken. Im Erwachsenenalter ist eine chronische Schilddrüsenentzündung die häufigste Ursache für die Entwicklung einer Schilddrüsenunterfunktion. Bei der Entzündung der Schilddrüse liegt in der Regel eine Autoimmunerkrankung mit der Bezeichnung Hashimoto-Thyreoiditis zugrunde. Betroffen sind davon vor allem Frauen ab dem 40. bis 50. Lebensjahr. Der Körper sieht die eigene Schilddrüse dabei fälschlicherweise als fremdes Gewebe an und beginnt, Antikörper gegen sie zu produzieren. Durch die folgende chronische Entzündung wird Schilddrüsengewebe zerstört. Nach Wochen, meist sogar erst nach Jahren, entwickelt sich daraus schleichend eine Schilddrüsenunterfunktion mit anfangs nur geringen, harmlosen Beschwerden. Die Erkrankung verläuft chronisch und ist durch den schleichenden Verlauf oft nur schwer zu erkennen. Die Symptome können durch die Therapie mit Schilddrüsenhormonen oft behoben werden, es gibt auch Möglichkeiten der Behandlung in der Naturheilkunde.
Organotrope Therapie
Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.
Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.
Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.
Personotrope Therapie
Anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.
Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die in kommen.
Die homöopathische Behandlung:
In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.
Die phytotherapeutische Behandlung:
Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Akupunktur:
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre.
Wichtig: Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!
Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.
Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.