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|zum Stück

Man muss nur wissen, man hat niemals ein Zuhause
und dass man niemals ein Zuhause haben wird.
Und dass man, wenn man einmal sagt, ich geh nach Hause,
sich höchstwahrscheinlich in der Ausdrucksweise irrt. (aus dem Lied: Weder noch)
Wien 1938. Lola Blau, eine junge, jüdische Schauspielerin freut sich auf ihr erstes Engagement am Linzer Landestheater. Der Einmarsch Hitlers zerstört ihre Pläne. Sie flieht über die Schweiz, wo sie vergeblich auf ihren Freund Leo wartet, in die USA. In Amerika wird Lola Blau ein viel umjubelter Star. Auftritte in Nachtclubs und Alkohol führen sie jedoch an den Rand der Verzweiflung. Erinnerungen an Leo werden wach. Nach Ende des Krieges kehrt sie nach Wien zurück. Ihre Heimat liegt in Trümmern, ihre Träume auch.
Die Inszenierung belässt das Stück in der Kriegszeit, rückt aber das persönliche Empfinden der Protagonistin in den Vordergrund. im Zentrum stehen die stimmungsvollen Theaterlieder, in denen Lola Blau ihr persönliches Schicksal, die Wirren der Zeit und ewig Menschliches reflektiert.
Georg Kreisler, der berühmte, erst kürzlich verstorbene, österreichische Komponist, Sänger, Kabarettist und Schriftsteller hat mit seinem schwarzen, tiefsinnigen, poetischen Humor und Sprachwitz das musikalische deutschsprachige Kabarett stark geprägt.