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Günter Wamser ist einer der letzten großen Abenteurer unserer Zeit. Sein Traum: die Durchquerung des amerikanischen Doppelkontinents von Feuerland nach Alaska auf dem Pferderücken. 11 Jahre war er auf seinem Ritt durch Süd- und Mittelamerika bereits unterwegs. Doch 20.000 Kilometer waren dem Weltenbummler nicht genug.
Im August 2007 startete er erneut ins Abenteuer. Seine Reise führte ihn und Partnerin Sonja Endlweber durch die wunderbar wilde Bergwelt der Rocky Mountains. Sie waren unterwegs mit vier Mustangs, den legendären Wildpferden Amerikas.
Entlang des 5.000 Kilometer langen Continental Divide Trails (CDT), dem schwierigsten der acht Weitwanderwege der Vereinigten Staaten, ritten die beiden Abenteurer quer durch die Rocky Mountains von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze.
Sie durchquerten Wüsten und farbenprächtige Canyons in New Mexico. In Colorado waren sie in luftigen Höhen auf über 3.000 Metern unterwegs. In Wyoming ritten sie über windgepeitschte Ebenen und durch seenreiche Granitberge und erreichten schließlich die zerklüftete Bergwelt Montanas. Drei Nationalparks – Rocky Mountain Nationalpark, Yellowstone Nationalpark und Glacier Nationalpark – lagen auf ihrem Weg. Wochenlang waren die beiden Reiter in der Wildnis unterwegs, ohne auch nur eine Strasse überqueren zu müssen. Wie einst die ersten Siedler zogen sie mit ihren Reit- und Packpferden auf historischen Wegen durchs Gebirge, vorbei an Geisterstädten und alten Bergbauminen. Der Santa Fe Trail, Oregon Trail, Mormonen Trail und auch der legendäre Pony Express kreuzten ihren Weg. Geschlafen wurde im Zelt, gekocht am Lagerfeuer, gewaschen im Fluss.