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Seit bald 900 Jahren blickt unser Gotteshaus vom Burgstollen aus über das Dorf und seit 1985 steht es unter Bundesschutz. Die Kirche wurde erstmals in einer Urkunde von 1212 erwähnt: Freiherr Kuno von Brienz schenkte der Benediktinerabtei Engelberg den Kirchensatz von Brienz. Das Kloster erhielt damit das Recht, die Priesterstelle zu besetzen und das Kirchengut zu verwalten und zu nutzen. Das Kloster Engelberg betreute bis zur Reformation 1528 mit Leutpriestern die Gläubigen.
Auf dem Burgstollen waren noch anfangs des 19. Jahrhunderts westlich der Kirche Mauerreste der einstigen „Freiherrenburg“ zu sehen. Vermutet wird, dass die Freiherren von Opelingen/Brienz (Vorahnen von Kuno von Brienz) 1140 anstelle einer Kirche aus Holz ein steinernes Gotteshaus erbauten. Diese romanische Kirche war nur 19 m lang, deren Längsmauern sind noch heute Teil der Kirche.
1428 kauften die Brienzer vom Kloster Engelberg den Kirchenzehnten, den das Dorf dem Kloster entrichten musste, für 250 Pfund zurück. Die Regierung von Bern setzte 1528 die Reformation durch und übernahm anstelle Engelbergs und des Bischofs von Konstanz die kirchliche Oberaufsicht.