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Zwei Gründe für die chronische Obstipation
Die Therapie der chronischen Obstipation hängt davon ab, ob eine Stuhlentleerungsstörung besteht oder ein verlangsamter Transit. Mit Spezialverfahren wie (MR-)Defäkografie, Analmanometrie, Ballonexpulsionstest und Transitzeitmessung lässt sich dies klären.
Nur etwa 10–15 Prozent der Patienten mit chronischer Verstopfung weisen eine Slow-Transit-Obstipation mit enterischer Neuropathie auf. Bei ca. 60 Prozent der Patienten ist der Transit normal. Etwa 30 Prozent leiden unter einem obstruktiven Defäkationssyndrom.
Diese Formen überlappen sich auch miteinander sowie mit dem Reizdarmsyndrom, welches sich oft nur durch eine höhere Schmerzintensität unterscheidet.
Typisch für eine Transitstörung ist eine niedrige Stuhlfrequenz
Die Anamnese erlaubt schon eine gewisse Zuordnung, betont Prof. Dr. Christian Pehl, Krankenhaus Vilsbiburg. Typisch für eine Transitstörung ist vor allem die niedrige Stuhlfrequenz von weniger als drei Stühlen pro Woche. Mehr für eine Entleerungsstörung spricht, wenn der Patient ein subjektives Gefühl der unvollständigen Entleerung oder Obstruktion angibt oder der Defäkation manchmal mit manuellen Manövern nachhelfen muss.