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Ein abrupter Klimawandel oder Klimasprung beschreibt den rapiden Klimawandel zu einem neuen Klimazustand. Dieser hat gravierende Auswirkungen auf unsere Lebensräume, weil Ökosysteme sich den neuen Bedingungen in kurzer Zeit anpassen müssen. Ein solcher liegt vor, wenn er schnell und unerwartet geschieht. Der letzte abrupte Klimawandel war in der Jüngeren Dryaszeit (Knud Jessen) zu beobachten. Diese können innerhalb von Jahrzehnten oder auch Jahren vorkommen.
Der Betrieb von Geräten und Maschinen, die Stromerzeugung sowie industrielle Prozesse verursachen Wärme. Zu oft verpufft diese Abwärme ungenutzt in die Umwelt. Bei einer Fernwärmeheizung wird diese Abwärme genutzt, um Gebäude zu beheizen, diese Wärmerückgewinnung trägt einen wesentlichen Beitrag zur Schadstoffreduzierung bei.
Additionalität bezieht sich auf die Fähigkeit eines Projekts oder einer Massnahme, zusätzliche Treibhausgasemissionen zu vermeiden, die ohne das Projekt oder die Massnahme nicht reduziert worden wären. In Bezug auf Emissionsreduktionsprojekte bedeutet dies, dass das Projekt tatsächlich zusätzliche Emissionen vermeidet, die nicht durch andere Faktoren wie gesetzliche Vorschriften oder normale Geschäftspraktiken reduziert worden wären. In Bezug auf den Klimaschutz hat Additionalität eine große Bedeutung, da sie sicherstellt, dass Emissionsreduktionsprojekte tatsächlich zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen und nicht nur eine "Business as usual" sind. Zertifizierungsstandards wie das Clean Development Mechanism (CDM) der UNFCCC und der Verified Carbon Standard (VERRA, VCS) haben Regeln und Verfahren entwickelt, um zu gewährleisten, dass Projekte die Anforderungen an die Additionalität erfüllen.
Ein flüssiger Brennstoff, welcher aus organischen oder brennbaren Ölen hergestellt wird. Die Basis bilden landwirtschaftlichen Produkten wie Getreide, Raps, Zuckerrohr oder Holz hergestellt werden. Sie werden als Alternative zu fossilen Brennstoffen wie Benzin oder Diesel verwendet, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Agrarbrennstoffe können in Form von Biodiesel, Biokraftstoffe für Flugzeuge oder Biogas produziert werden.
AFOLU steht für "Agriculture, Forestry and Other Land Use". Der Sektor AFOLU (Landwirtschaft, Forstwirtschaft und andere Landnutzung) ist für fast einen Viertel aller vom Menschen verursachten CO2-Emissione verantwortlich. AFOLU-Aktivitäten, wie z.B. Landnutzungsänderungen, Waldrodung, Landbewirtschaftung und Viehzucht, sind ein wichtiger Treiber des menschgemachten Klimawandels und können sowohl Treibhausgasemissionen freisetzen als auch als Senken fungieren. Zur Reduzierung der Klimawirkungen von AFOLU-Aktivitäten werden Massnahmen zur Förderung nachhaltiger Landnutzung und nachhaltiger Landbewirtschaftung implementiert, die sowohl den Klimaschutz als auch die wirtschaftliche Entwicklung und den Schutz der Biodiversität fördern. Folgende Massnahmen können implementiert werden: Nachhaltige Landnutzung: Eine nachhaltige Landnutzung, die die Biodiversität und die landwirtschaftlichen Ressourcen erhält, kann helfen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Forstwirtschaft: Die Forstwirtschaft spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Kohlenstoffkreislaufs und der Verminderung der Treibhausgasemissionen. Massnahmen wie das Aufforsten und die Wiederaufforstung, sowie die Erhaltung von natürlichen Wäldern können dazu beitragen. Landbewirtschaftung: Die Veränderung der landwirtschaftlichen Praktiken, wie z.B. den Einsatz von nachhaltigen Methoden zur Bodenbewirtschaftung und zur Viehzucht, kann zu einer Verminderung der Treibhausgasemissionen beitragen. Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch die Umstellung auf regenerative Landwirtschaft und den Einsatz von Biokraftstoffen, können dazu beitragen, die Gesamtemissionen zu reduzieren.
Beinhaltet die Gruppe von Ländern, die im Anhang B des Kyoto-Protokolls aufgeführt sind und die sich über ein Ziel ihrer Treibhausgasemissionen geeinigt haben. Das Kyoto-Protokoll, ein internationales Abkommen (Dezember 1997) hat das Ziel, den Klimawandel durch Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu bekämpfen. Dabei war das Ziel die CO2-Emissionen bis 2012 den CO2-Ausstoss um 5,2% gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Die Annex B-Staaten umfassen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums, die USA, Kanada, Russland und andere entwickelte Länder.
Sämtliche Annex-I-Staaten welche im Annex I (Anhang I) aufgelistet sind, haben sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 5,1% unter das Niveau von 1990 zu drücken. Annex-I-Staaten wird auch als Synonym für die Industrieländer gebraucht und umfasst alle OECD-Länder (ausser Südkorea und Mexiko) sowie die osteuropäischen Länder (ausser den Balkan Staaten).
Umfasst die Gruppe von Ländern, welche im Annex II (Anhang 2) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderung aufgeführt sind und umfassen alle OECD-Staaten des Jahres 1990. Von Annex-II-Staaten wird erwartet, dass sie finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um Entwicklungsländer bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu unterstützen.
Das Grönländische Eisschild und das Antarktische Eisschild sind die zwei verbleibenden Eisschilde auf der Erde. 70% der weltweiten Süsswasservorräte befinden sich in der Antarktis. Bei einem kompletten Abschmelzen der Antarktis würde der Meeresspiegel um 56 Meter ansteigen.
Bezeichnet als vom Menschen verursacht bzw. produziert. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit Umwelt- und Klimawissenschaften verwendet, um Veränderungen oder Auswirkungen zu beschreiben, die auf menschliches Handeln zurückzuführen sind, im Gegensatz zu natürlichen Ursachen.
Ein regionales Entwicklungsprogramm (Area Development Program, ADP) ist ein Programm, das in einem spezifischen Gebiet stattfindet und umgesetzt wird. In der Regel handelt es sich um eine koordinierte Zusammenarbeit von Regierungsbehörden, Privatunternehmen und Gemeinnützigen Organisationen, um die wirtschaftlichen, sozialen und infrastrukturellen Bedürfnisse eines Gebietes zu verbessern.
Als arides Gebiet wird ein Gebiet mit geringem Niederschlag bezeichnet, gering bedeutet in dem Zusammenhang weniger als 250 mm Niederschlag pro Jahr.
Der Bedrohungsmultiplikator (threat multiplier) verschärft die negativen Auswirkungen anderer Faktoren. Negative Folgenden der Erderwärmung wie Lebensmittelknappheit und Naturkatastrophen sind Bedrohungsmultiplikatoren und können zu enormem Konfliktpotential führen.
Bioenergie bezieht sich auf Energie, die aus organischen Materialien gewonnen wird, die von Pflanzen und Tieren stammen. Diese Materialien können Biomasse, Abfall oder sogar Abwasser sein. Bioenergie kann in verschiedenen Formen vorliegen, wie zum Beispiel Wärme, Strom und Treibstoff. Eine der häufigsten Formen der Bioenergie ist die Verwendung von Biomasse, wie zum Beispiel Holz, Pflanzen und organischen Abfällen, um Wärme und Strom zu erzeugen. Dies kann entweder durch Verbrennung oder Fermentation erfolgen. Biokraftstoffe, wie zum Beispiel Ethanol und Biodiesel, werden aus Pflanzenölen und -Resten hergestellt und können als Treibstoff für Autos verwendet werden. Bioenergie wird oft als umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen betrachtet, da sie CO2-neutral ist, da die Pflanzen, aus denen sie stammt, CO2 während ihres Wachstums aufnehmen. Es gibt jedoch auch Kritik an der Bioenergie, insbesondere bei der Verwendung von Lebensmittelpflanzen als Biokraftstoffe, da dies zu einer Verknappung von Lebensmitteln und zu höheren Preisen führen kann. Es gibt auch spezielle Formen von Bioenergie, wie Algenenergie, die durch die Verwendung von Algen gewonnen wird, und die Biogasproduktion, die durch die Vergärung von organischen Abfällen und Abwasser erfolgt.
Der Begriff bezeichnet organische, nicht fossile biogene Stoffe, welche zur Energiegewinnung genutzt werden können, wie zum Beispiel Holz und Rapsöl.
Bioenergie bezieht sich auf Energie, die aus organischen Materialien gewonnen wird, die von Pflanzen und Tieren stammen. Diese Materialien können Biomasse, Abfall oder sogar Abwasser sein. Bioenergie kann in verschiedenen Formen vorliegen, wie zum Beispiel Wärme, Strom und Treibstoff. Eine der häufigsten Formen der Bioenergie ist die Verwendung von Biomasse, wie zum Beispiel Holz, Pflanzen und organischen Abfällen, um Wärme und Strom zu erzeugen. Dies kann entweder durch Verbrennung oder Fermentation erfolgen. Biokraftstoffe, wie zum Beispiel Ethanol und Biodiesel, werden aus Pflanzenölen und -Resten hergestellt und können als Treibstoff für Autos verwendet werden. Bioenergie wird oft als umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen betrachtet, da sie CO2-neutral ist, da die Pflanzen, aus denen sie stammt, CO2 während ihres Wachstums aufnehmen. Es gibt jedoch auch Kritik an der Bioenergie, insbesondere bei der Verwendung von Lebensmittelpflanzen als Biokraftstoffe, da dies zu einer Verknappung von Lebensmitteln und zu höheren Preisen führen kann. Es gibt auch spezielle Formen von Bioenergie, wie Algenenergie, die durch die Verwendung von Algen gewonnen wird, und die Biogasproduktion, die durch die Vergärung von organischen Abfällen und Abwasser erfolgt.
Der Blaue Engel ist ein Umweltlabel für umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Das Label ist das Umweltzeichen der Bundesregierung zum Schutz von Mensch und Umwelt.
Als Bodentemperatur wird die Temperatur nahe der Oberfläche bezeichnet und wird innerhalb der obersten 10 cm gemessen.
Eine Brennstoffzelle erzeugt aus einer kontrollierten elektrochemischen Reaktion zwischen Wasserstoff oder einem anderen Treibstoff und Sauerstoff Strom. Anstelle von schädlichen Emissionen verbleibt am Ende nur unschädlicher Wasserdampf. Nach jahrelanger Forschung bringt Toyota 2015 ein Brennstoffzellenauto auf den Markt. Bei der Technologie wird mithilfe von Wasserstoff Strom an Bord erzeugt. Brennstoffzellen werden in vielen Anwendungen eingesetzt, z.B. in der Raumfahrt, in stationären und mobilen Anwendungen, in der Wohnungs- und Gebäudetechnik und in der Automobilindustrie. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr effizient sind und fast keine Emissionen aufweisen. Ein Nachteil von Brennstoffzellen ist, dass sie noch nicht in der Massenproduktion hergestellt werden können und deshalb teurer sind als andere Energiequellen. Es gibt verschiedene Arten von Brennstoffzellen, wie zum Beispiel PEM (Proton Exchange Membran)-Brennstoffzellen, SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) und MCFC (Molten Carbonate Fuel Cell). Jede hat ihre eigenen Anwendungen und Vorteile.
Die Abkürzung BAFU steht für Bundesamt für Umwelt. Das BAFU ist seit 1. Januar 2006 die Umweltschutzfachstelle des Bundes und gehört zum Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).
CDM Gold Standard bezeichnet eine besonders hohe Qualität an CO2-Reduktions-Projekten in Entwicklungsländern. Hierbei spielen nicht nur ökologische, sondern auch soziale Kriterien eine wichtige Rolle um für eine nachhaltige Entwicklung zu sorgen.
Das Carbon Disclosure Project (CDP) wurde in 2000 als Non-Profit-Organisation in London gegründet. Das Ziel von CDP ist es, Unternehmen und die öffentliche Hand dazu anzuhalten, Umweltdaten zu veröffentlichen, die Veröffentlichung beinhaltet klimaschädliche Treibhausgasemissionen sowie den Wasserbrauch. Die Umfrage geschieht mittels einem jährlich standardisierten Fragebogen. Mittlerweile nehmen über 800 institutionelle Anleger an der jährlichen Umfrage teil.
Certified Emission Reductions oder zertifizierte Emissionsreduktionsgutschriften. Certified Emission Reductions (CERs) sind Zertifikate, die im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls vergeben werden. Das Kyoto-Protokoll ist ein internationales Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. CERs dienen als Beweis für eine erfolgreiche Reduzierung von Treibhausgasemissionen in Entwicklungsländern und können von Industrieländern als Teil ihrer Verpflichtungen zur Reduzierung von Emissionen gekauft werden. Die CERs bieten eine flexible Möglichkeit für Industrieländer, ihre Emissionsziele zu erreichen, indem sie in Emissionsreduzierungsprojekte (Klimaschutzprojekte) in Entwicklungsländern investieren, anstatt die Emissionen direkt in ihren eigenen Ländern zu reduzieren. Das Ziel von CERs ist es, den Transfer von Technologie und finanziellen Mitteln von Industrieländern zu Entwicklungsländern zu fördern, um die Emissionsreduzierung und den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu unterstützen. Allerdings gibt es auch Kritik an CERs, insbesondere hinsichtlich ihrer Effektivität und Transparenz, und es wird argumentiert, dass sie nicht ausreichen, um das Ziel des Kyoto-Protokolls zur Begrenzung der globalen Erwärmung zu erreichen.
Ein Corporate Carbon Footprint ist eine Messung der Gesamtemissionen von Treibhausgasen, die von einem Unternehmen oder einer Organisation verursacht werden, einschliesslich direkter Emissionen aus Brennstoffverbrennung und indirekter Emissionen aus der Nutzung von Strom, Wärme und Materialien. Es bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus eines Produkts oder einer Dienstleistung, von der Herstellung über den Transport und die Verwendung bis hin zur Entsorgung. Der Corporate Carbon Footprint dient Unternehmen als Instrument zur Überwachung und Reduzierung ihrer Umweltauswirkungen und zur Erfüllung ihrer Verantwortung für den Klimaschutz.
Das CO2-Budget bezieht sich auf die begrenzte Menge an Kohlendioxidemissionen, die in die Atmosphäre abgegeben werden kann, um eine gefährliche Erderwärmung zu vermeiden. Dieses Budget wird auf der Grundlage der Gesamtmenge der Emissionen bestimmt, die in die Atmosphäre freigesetzt werden kann, ohne das Ziel des Pariser Abkommens zu gefährden, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und die Bemühungen zur Begrenzung des Anstiegs auf 1,5 Grad Celsius zu erreichen. Das CO2-Budget wird auf der Grundlage der Gesamtmenge der erzeugten Emissionen und der verbleibenden Emissionsmenge berechnet, die freigesetzt werden kann, um den Temperaturgrenzwert einzuhalten. Das Budget wird laufend aktualisiert. Das genaue Datum, an dem das CO2-Budget erreicht wird, ist ungewiss, da es von einer Vielzahl von Faktoren abhängt, wie beispielsweise den politischen Entscheidungen zur Reduzierung der Emissionen, der weltweiten Energie- und Wirtschaftsentwicklung und den technologischen Fortschritten bei erneuerbaren Energien und Emissionsreduzierung. Einige Studien prognostizieren, dass das CO2-Budget in den kommenden Jahrzehnten erreicht werden könnte, wenn der weltweite CO2-Ausstoß weiterhin ungebremst ansteigt.
CO2 Senke oder Kohlenstoffsenke sind Ökosysteme welche CO2 dauerhaft aufnehmen bzw. speichern wie beispielsweise Moore, Böden, Wälder und Meere. Generell jedes Ökosystem welches mehr CO2 aufnimmt als abgibt, wird als CO2-Senke bezeichnet. Der südliche Ozean macht gerade einmal einen Viertel der gesamten Meeresfläche aus, aber absorbiert 40% des von den Weltmeeren absorbierten menschengemachten CO2-Ausstoss. Wälder sind die zweitgrösste CO2 Senke auf unserem Planeten.
CO2-Zertifikate sind eine Mengeneinheit an Emissionen, welche kompensiert werden. Ein CO2-Zertifikate entspricht einer Tonne CO2. Ein CO2-Zertifikat ist ein Dokument und bescheinigt, dass eine bestimmte Menge an Treibhausgasemissionen vermieden oder reduziert wurde. Es ist Teil eines Emissionshandelssystems, bei dem Unternehmen eine begrenzte Menge an Emissionen ausstossen dürfen und Überschüsse auf dem Markt gegen andere Emissionsrechte oder Zertifikate getauscht werden können. Durch den Handel mit Zertifikaten wird ein ökonomischer Anreiz zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen geschaffen. Ein CO2-Zertifikat kann auch als Beweis für eine klimaneutrale Geschäftspraktik verwendet werden.
CO2-Äquivalent (CO2-eq) ist eine Masseinheit, die verwendet wird, um die Auswirkungen verschiedener Treibhausgase auf den Klimawandel zu vergleichen. Da verschiedene Treibhausgase unterschiedliche Wärme- und Klimaauswirkungen haben, werden sie in CO2-Äquivalente umgerechnet, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Ein CO2-Äquivalent ist eine Menge eines Treibhausgases, die die gleiche Wärmeauswirkung wie eine bestimmte Menge von CO2 hat. Die Verwendung von CO2-Äquivalenten ermöglicht es, die Gesamtemissionen verschiedener Treibhausgase zu quantifizieren und zu vergleichen.Die wichtigsten Treibhausgase sowie deren CO2- Äquivalent umfassen: Treibhausgas: CO2-Äquivalent: Kohlendioxid (CO2) 1 Methan (CH4) 25 Lachgas/Disticksoffmonoxid (N20) 298 Hydrofluorcarbonat (HFC-23) 14800 Schwefelhexafluorid (SF6) 22800.
CO2-Neutralität bedeutet, dass die Menge an Kohlendioxid (CO2), die ein bestimmtes Produkt, eine Firma oder eine bestimmte Aktivität emittiert, durch andere Aktivitäten ausgeglichen wird. Dieser Prozess wird als Kohlenstoffneutralität bzw. CO2-neutral bezeichnet. Beispiele für CO2-neutrale Aktivitäten sind beispielsweise die Finanzierung von erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne, das Schützen von Wäldern und Aufforstungsprojekte oder die Förderung von energieeffizienten Technologien. Ein CO2-Ausstoss an Ort A wird durch Finanzierung eines Klimaschutzprojektes an Ort B ausgeglichen.
CO2-Äquivalent (CO2-eq) ist eine Masseinheit, die verwendet wird, um die Auswirkungen verschiedener Treibhausgase auf den Klimawandel zu vergleichen. Da verschiedene Treibhausgase unterschiedliche Wärme- und Klimaauswirkungen haben, werden sie in CO2-Äquivalente umgerechnet, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Ein CO2-Äquivalent ist eine Menge eines Treibhausgases, die die gleiche Wärmeauswirkung wie eine bestimmte Menge von CO2 hat. Die Verwendung von CO2-Äquivalenten ermöglicht es, die Gesamtemissionen verschiedener Treibhausgase zu quantifizieren und zu vergleichen.Die wichtigsten Treibhausgase sowie deren CO2- Äquivalent umfassen: Treibhausgas: CO2-Äquivalent: Kohlendioxid (CO2) 1 Methan (CH4) 25 Lachgas/Disticksoffmonoxid (N20) 298 Hydrofluorcarbonat (HFC-23) 14800 Schwefelhexafluorid (SF6) 22800.
CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) ist ein globales Abkommen im Rahmen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), das auf den Ausgleich von CO2-Emissionen aus dem internationalen Luftverkehr abzielt. Es handelt sich um einen marktbasierten Ansatz, bei dem die Fluggesellschaften Emissionsgutschriften erwerben können, um Emissionen auszugleichen, die eine festgelegte Basislinie überschreiten. Das Abkommen trat 2021 in Kraft und läuft bis 2035, mit dem Ziel, ab 2020 ein CO2-neutrales Wachstum im internationalen Luftverkehr zu erreichen.
Corporate Social Responsibility bzw. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung wird auch als Unternehmerische Sozialverantwortung bezeichnet und umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung. Sie steht für verantwortliches Handeln von Unternehmen und bezieht ökologisch relevante Aspekte, Beziehungen zu Mitarbeitern und Lieferanten sowie Interessengruppen (Stakeholder) mit ein. Es ist ein freiwilliger Beitrag von Unternehmen, welche über die Einhaltung gesetzlicher Forderungen (Compliance) hinausgeht. Seit 2020 hat sich der Begriff ESG etabliert.
Die Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) ist eine Rechtsvorschrift der Europäischen Union (EU), die darauf abzielt, die Transparenz und Rechenschaftspflicht grosser Unternehmen in Bezug auf ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern. Die Richtlinie zielt darauf ab, die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen zu verbessern, indem sie diese zur Offenlegung von Informationen über Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) wie Treibhausgasemissionen, Menschenrechte sowie Bestechung und Korruption verpflichtet. Die CSRD ist Teil der umfassenderen Bemühungen der EU, nachhaltige Geschäftspraktiken zu fördern und den Übergang zu einer CO2-armen, kreislauforientierten Wirtschaft zu unterstützen.
Carbon Accounting bezeichnet das systematische Erfassen von CO2- und anderen Treibhausgasen. Unternehmen, die öffentliche Hand und Organisationen erstellen damit eine Treibhausgasbilanz (CO2-Bilanz). Carbon Accounting ist meistens ein Teil des Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements.
Carbon Capture and Storage (CCS) ist eine Technologie, bei der CO2 aus industriellen Prozessen oder Kraftwerken gefangen und dann sicher in unterirdischen Lagerstätten oder unter dem Meeresboden gespeichert wird, um seine Freisetzung in die Atmosphäre zu verhindern. Dies soll helfen, den Ausstoss von Treibhausgasen zu reduzieren und den Klimawandel zu bekämpfen.
Carbon Market Watch ist eine gemeinnützige Organisation, die sich auf die Überwachung und Durchsetzung von Massnahmen im Bereich der Emissionsminderung und des Handels mit Treibhausgasemissionen (Carbon Markets) konzentriert. Sie arbeitet eng mit Regierungen, Unternehmen und anderen Interessengruppen zusammen, um sicherzustellen, dass der Handel mit Treibhausgasemissionen wirksam und gerecht ist und die Emissionen tatsächlich reduziert werden. Sie hat auch eine Plattform und Ressourcen für die Öffentlichkeit und die Zivilgesellschaft, um sich über die Entwicklungen im Bereich des Carbon-Markets zu informieren und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Carbon Market Watch ist ein unabhängiger Think-Tank und eine NGO, die sich für eine effektive und gerechte Regulierung des Carbon-Markets einsetzt.
Der Clean Development Mechanism (Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung) ist einer von drei flexiblen Mechanismen zur Reduzierung von Treibhausgasen und hat seinen Ursprung im Kyoto-Protokoll. Das Hauptziel beim CDM besteht darin, Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel und zu einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen. Die in Projekten eingesparten CO2-Emissionen in Entwicklungsländern werden anschliessend den Industrieländern gutgeschrieben.
Ein Corporate Carbon Footprint ist eine Messung der Gesamtemissionen von Treibhausgasen, die von einem Unternehmen oder einer Organisation verursacht werden, einschliesslich direkter Emissionen aus Brennstoffverbrennung und indirekter Emissionen aus der Nutzung von Strom, Wärme und Materialien. Es bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus eines Produkts oder einer Dienstleistung, von der Herstellung über den Transport und die Verwendung bis hin zur Entsorgung. Der Corporate Carbon Footprint dient Unternehmen als Instrument zur Überwachung und Reduzierung ihrer Umweltauswirkungen und zur Erfüllung ihrer Verantwortung für den Klimaschutz.
Ist ein Teil der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen zur Lösung von sozialen Problemen im direkten und lokalen Umfeld eines Unternehmens.
Domestic Material Consumption (DMC) ist ein Mass für den Einsatz von Rohstoffen in einem Land, unabhängig von ihrer Herkunft. Es gibt die Menge an Rohstoffen an, die innerhalb der Grenzen eines Landes verbraucht werden, einschliesslich derjenigen, die importiert und exportiert werden. DMC wird oft verwendet, um die Rohstoffabhängigkeit eines Landes zu messen und zu bewerten. Eine hohe DMC kann ein Indikator für eine hohe Rohstoffintensität in der Wirtschaft sein und zeigen, dass ein Land auf den Import von Rohstoffen angewiesen ist. Eine niedrige DMC kann ein Indikator für eine effizientere Verwendung von Ressourcen sein und zeigen, dass ein Land in der Lage ist, seine eigenen Bedürfnisse aus eigener Produktion zu decken.
Das 1,5-Grad-Ziel bezieht sich auf das Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius über den vorindustriellen Niveaus bis zum Ende des Jahrhunderts zu begrenzen. Dieses Ziel wurde im Rahmen des Pariser Klimaabkommens von 2015 vereinbart, bei dem sich die Mitgliedstaaten verpflichteten, Massnahmen zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf "deutlich unter 2 Grad Celsius" und ein Bestreben auf "1,5 Grad Celsius" zu ergreifen. Dieses Ziel ist von entscheidender Bedeutung, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels, wie Überschwemmungen, Dürren, Stürme und den Verlust von Artenvielfalt, zu minimieren. Ein Anstieg der globalen Temperatur um 1,5 Grad Celsius kann zu einer irreversiblen Änderung des Klimas führen, einschliesslich einer Verschiebung der globalen Meeresströmungen und einem Anstieg des Meeresspiegels. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, dass Regierungen, Unternehmen und Individuen umfassende Massnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ergreifen.
Dekarbonisierung (engl: decarbonisation) bezeichnet den Prozess einer CO2 armen Wirtschaft. Dekarbonisierung bezieht sich auf den Prozess, CO2-Emissionen und andere Treibhausgase in der Atmosphäre zu reduzieren, um den Klimawandel zu bekämpfen. Es geht darum, den Einsatz von fossilen Brennstoffen zu verringern und erneuerbare Energiequellen zu fördern, um eine nachhaltige und emissionsarme Wirtschaft zu schaffen. Dekarbonisierung umfasst Massnahmen wie Energieeffizienz, Elektrifizierung, Abbau von Kohlekraftwerken, Einführung von emissionsfreien Technologien und Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen.
Der Deutsche Strommix gibt an, aus welchen Primärenergieträgern die Elektrizität hergestellt wird. Der Anteil der erneuerbaren Energien lag 2021 bei 54%. Der nicht erneuerbare Anteil besteht aus: Braunkohle, Steinkohle, Kernkraft und Erdgas, erneuerbare Energien beinhaltet: Wasser, Wind, Biomasse und Fotovoltaik.
Freisetzung von Treibhausgasen aus Leitungen oder Druckanlagen durch falsche Handhabung oder Lecke.
Die European Energy Exchange (EEX) ist mit weltweit über 600 Handelsteilnehmern der führende Marktplatz für Energie und energienahe Produkte in Kontinentaleuropa. Der Hauptsitz der EEX AG befindet sich in Leipzig. Neben Strom und Erdgas werden auch CO2-Emissionsrechte, Grünstrom und Kohle gehandelt.
Die europäische Umweltnorm EMAS prüft den ökologischen Fussabdruck einer Unternehmung, mit dazu gehören auch die Folgen von Krediten und Versicherungsleistungen. Die Umweltnorm EMAS basiert auf ISO 14001, enthält aber zusätzliche Anforderungen zu einzelnen Punkten. Insbesonders werden bei der Prüfung zusätzliche indirekte Umweltaspekte mit einbezogen.
ESG steht für Environmental, Social, and Governance und bezieht sich auf die drei Hauptbereiche, die für die Bewertung von Unternehmen und ihre Nachhaltigkeit relevant sind. Environmental (Umwelt): bezieht sich auf die Auswirkungen eines Unternehmens auf die Umwelt, einschliesslich Emissionen, Abfallmanagement und Nachhaltigkeit. Social (Sozial): bezieht sich auf die Auswirkungen eines Unternehmens auf die Gesellschaft, einschließlich Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und soziale Verantwortung. Governance (Governance): bezieht sich auf die Art und Weise, wie ein Unternehmen geführt wird, einschliesslich Integrität, Transparenz und Verantwortlichkeit. ESG-Indizes und -Bewertungen dienen Investoren dazu, die Nachhaltigkeit von Unternehmen zu beurteilen und ihre Investitionsentscheidungen zu treffen. Ein hoher ESG-Score kann ein Indikator für eine bessere finanzielle Leistung und ein nachhaltigeres Geschäftsmodell sein.
Der EU-Emissionshandel ist der erste grenzüberschreitende und weltweit grösste Emissionsrechtehandel und ist ein Instrument der EU-Klimapolitik mit dem Ziel, Treibhausgasemissionen unter geringstmöglichen volkswirtschaftlichen Kosten zu senken. Hier wird eine Emissionsminderung erzwungen, wobei es allerdings dem Markt überlassen wird, auf welche Weise eine Reduzierung stattfindet bzw. erzielt wird. Er trat 2005 in Kraft und umfasst einen Teil der Verursacher, dies sind folgende Industriebranchen: Eisen- und Stahlverhüttung, Kokereien, Raffinerien und Cracker, Zement und Kalkhersteller, Glas, Keramik und Ziegelindustrie sowie die Papier- und Zelluloseproduktion. Diese Industrien sind für 45% des EU CO2-Ausstosses verantwortlich. Das System beruht darauf, dass die erfassten Unternehmen für jede Tonne emittiertes CO2 ein handelbares Zertifikat kaufen müssen und es nur eine begrenzte Menge an neuen Zertifikaten pro Jahr gibt, überschüssige Zertifikate können am Markt verkauft werden, so werden CO2-Einsparmassnahmen belohnt, während Firmen mit hohem und steigendem CO2-Ausstoss am Markt Papiere zukaufen müssen. Das System funktioniert somit nach dem Prinzip cap&trade – beschränken und handeln. Dadurch soll ein Anreiz geschaffen werden, den schädlichen CO2 Ausstoss zu senken. Seit 2012 ist auch der Luftverkehr miteinbezogen.
Der EU-Emissionshandel ist der erste grenzüberschreitende und weltweit grösste Emissionsrechtehandel und ist ein Instrument der EU-Klimapolitik mit dem Ziel, Treibhausgasemissionen unter geringstmöglichen volkswirtschaftlichen Kosten zu senken. Hier wird eine Emissionsminderung erzwungen, wobei es allerdings dem Markt überlassen wird, auf welche Weise eine Reduzierung stattfindet bzw. erzielt wird. Er trat 2005 in Kraft und umfasst einen Teil der Verursacher, dies sind folgende Industriebranchen: Eisen- und Stahlverhüttung, Kokereien, Raffinerien und Cracker, Zement und Kalkhersteller, Glas, Keramik und Ziegelindustrie sowie die Papier- und Zelluloseproduktion. Diese Industrien sind für 45% des EU CO2-Ausstosses verantwortlich. Das System beruht darauf, dass die erfassten Unternehmen für jede Tonne emittiertes CO2 ein handelbares Zertifikat kaufen müssen und es nur eine begrenzte Menge an neuen Zertifikaten pro Jahr gibt, überschüssige Zertifikate können am Markt verkauft werden, so werden CO2-Einsparmassnahmen belohnt, während Firmen mit hohem und steigendem CO2-Ausstoss am Markt Papiere zukaufen müssen. Das System funktioniert somit nach dem Prinzip cap&trade – beschränken und handeln. Dadurch soll ein Anreiz geschaffen werden, den schädlichen CO2 Ausstoss zu senken. Seit 2012 ist auch der Luftverkehr miteinbezogen.
Der Earth Overshoot Day ist ein symbolischer Tag, der das Datum markiert, an dem die Nachfrage der Menschheit nach ökologischen Ressourcen und Dienstleistungen in einem bestimmten Jahr das übersteigt, was die Erde in diesem Jahr regenerieren kann. Mit anderen Worten, es ist der Tag, an dem das Ressourcenbudget für das Jahr vollständig aufgebraucht ist. Der Earth Overshoot Day wird berechnet, indem man die Biokapazität des Planeten (die Menge an Ressourcen, die die Erde jedes Jahr erzeugt) durch den ökologischen Fussabdruck der Menschheit (die Menge an Ressourcen, die jedes Jahr verbraucht wird) dividiert und das Ergebnis mit 365 multipliziert. Das Datum des Earth Overshoot Day verschiebt sich jedes Jahr nach vorne, wenn der ökologische Fussabdruck wächst, und wird derzeit auf Anfang August geschätzt. Das Konzept des Earth Overshoot Day zielt darauf ab, das Bewusstsein für die ökologischen Auswirkungen menschlicher Konsummuster zu schärfen und Einzelpersonen und Regierungen zu ermutigen, Massnahmen zu ergreifen, um den ökologischen Fussabdruck zu verringern und eine nachhaltigere Zukunft anzustreben.
El Niño ist ein alle 2-7 Jahre auftretendes Klimamuster, das durch die Erwärmung des Oberflächenwassers des Pazifischen Ozeans, insbesondere in der Nähe des Äquators, gekennzeichnet ist. Diese Erwärmung führt zu Veränderungen in den Meeresströmungen und Wettermustern auf der ganzen Welt. El Niño kann in einigen Gebieten zu starken Regenfällen und Überschwemmungen führen, während er in anderen Gebieten Trockenheit und Waldbrände verursacht. Er kann auch erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Landwirtschaft und Fischerei haben und Naturkatastrophen verursachen. El Niño ist die warme Phase der El-Niño-Südlichen Oszillation (ENSO), das Gegenstück ist La Niña.
Gilt als Sammelbegriff für das Auftreten und Vorhandensein von künstlichen elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern. Als Elektrosmog-Quellen gelten: Fahrleitungen von Eisenbahnen, Hochspannungsleitungen (Freileitungen), Mobilfunk- und Rundfunkantennen sowie Transformatorenstationen.
Ein Emissionsfaktor ist ein numerischer Wert, der angibt, wie viel Treibhausgas (z.B. CO2) aus einer bestimmten Quelle wie zum Beispiel einem Kraftwerk, einem Produktionsprozess oder einem Verkehrsmittel freigesetzt wird. Dieser Wert kann in Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr oder pro Einheit Energie (z.B. pro kWh) angegeben werden. Emissionsfaktoren werden verwendet, um die Emissionen von verschiedenen Quellen zu quantifizieren und zu vergleichen, und sind ein wichtiger Bestandteil der Berichterstattung im Rahmen des Greenhouse Gas Protocols.
Der Emissionshandel, auch bekannt als "cap-and-trade", ist ein marktorientierter Ansatz zur Kontrolle der Umweltverschmutzung, bei dem ein Grenzwert oder eine "Obergrenze" für die Menge bestimmter Schadstoffe festgelegt wird, die emittiert werden dürfen, und bei dem Unternehmen dann Genehmigungen, so genannte "Zertifikate", für die Emission dieser Schadstoffe kaufen und verkaufen können. Ziel des Emissionshandels ist es, die Gesamtverschmutzung zu verringern und gleichzeitig den Unternehmen einen wirtschaftlichen Anreiz zu geben, ihre Emissionen zu reduzieren. Der Emissionshandel ist eine der gebräuchlichsten Methoden zur Einführung eines CO2-Preises und wird als Strategie zur Eindämmung des Klimawandels eingesetzt. Das bekannteste Beispiel für den Emissionshandel ist das Emissionshandelssystem der Europäischen Union (EU ETS). Die Idee wurde bereits 1968 von John Harkness Dales entwickelt.
Ein Energieausweis gibt Auskunft darüber, wieviel Energie beim Einsatz von einem Gerät verbraucht wird. Energieausweise werden in der Automobilindustrie und bei Elektrogeräten eingesetzt.
Ist jede Art von Energie, die sich aus natürlichen Prozessen selber erneuert. Erneuerbare Energien sind Energiequellen, die nachhaltig und unerschöpflich sind, wie Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie.
FCKW oder Fluorchlorkohlenwasserstoffe gehören zu den langlebigsten Treibhausgasen und führen zum globalen Treibhausgaseffekt. Der erste FCKW-freie Kühlschrank wurde 1992 hergestellt. Seit 2000 werden Haushalts- und Gewerbekühlschränke mit einem Kältemittel produziert, das Gemisch besteht aus Propan und Butan und verstärkt den Treibhauseffekt nicht, ist allerdings brennbar.
Das Label des Forest Stewardship Council (FSC) ist eine Zertifizierung für Produkte, die aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen. Es ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich für eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Wälder weltweit einsetzt. Produkte mit dem FSC-Siegel garantieren, dass das zur Herstellung des Produkts verwendete Material aus gut bewirtschafteten Wäldern stammt, die strenge Umwelt- und Sozialstandards erfüllen.
Fairtrade-Siegel sind international anerkannte Siegel und zeichnen Produkte aus fairem Handel aus. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer gerechten Entlöhnung und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen für Feldarbeiter und Bauern in Entwicklungsländern.
Unmittelbare negative Folgen von steigenden Meeresspiegel sind: Überschwemmungen von Küstenstädten und -gebieten Verlust von Küstensiedlungen und Land Veränderungen im Ökosystem und Verlust von Habitaten und Arten Versalzung von Böden und Trinkwasser Erhöhung des Risikos von Sturmfluten und Tsunamis Beeinträchtigung der Fischerei und landwirtschaftlichen Produktion Veränderungen des Meeresströmungen und Klimaphänomene 8 der 10 grössten Städte liegen in niedrigen Küstenregionen Wissenschaftler der Forschungsorganisation (Climate Central) haben errechnet, dass eine Erderwärmung von 4 Grad Celsius demzufolge weltweit bis zu 500 Millionen Menschen gefährdet. Asien wäre davon am meisten betroffen.
Das Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) ist ein international anerkanntes Rahmenwerk, das Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt, ihre Treibhausgasemissionen zu erfassen, zu verstehen und zu reduzieren. Es bietet eine Methode zur Erfassung und Berichterstattung von Emissionen aus verschiedenen Quellen, einschliesslich der Bereiche Energie, Prozesse, Lieferketten und Produkte. Das GHG Protocol wird von der Weltbank und der Welt-Naturschutzunion (WWF) gemeinsam verwaltet und ist ein wichtiger Standard für die Berichterstattung von Unternehmen und Regierungen im Bereich Klimawandel. Mittlerweile ist das GHG Protocol zu einem weltweiten Standard in Sachen CO2- und Treibhausgasemissionsberechnung geworden. Das GHG Protocol unterteilt Treibhausgasemissionen in 3 Emissionsbereiche; Scope 1, Scope 2 and Scope 3.
Global Compact ist ein weltweiter Pakt, welcher zwischen Unternehmen und der UNO geschlossen wird, um die Thematik Globalisierung ökologischer und sozialer zu gestalten. Die Initiative für den Pakt wurde am WEF in Davos 1999 von Kofi Annan angeboten, operativ wurde das Bündnis im Juli mit Sitz in New York in 2000 gestartet, bis heute haben sich über 20000 Teilnehmer in über 170 Länder dem Pakt angeschlossen. Unternehmen, die den Pakt unterschreiben, sollen Menschenrechte respektieren und diese fördern, Zwangs- und Kinderarbeit ausschliessen, jede Art von Diskriminierung ausschliessen, Umweltbewusstsein fördern, gegen jede Art von Korruption eintreten, die Entwicklung von umweltfreundlichen Technologien fördern sowie die Rechte der Beschäftigten, sich gewerkschaftlich zu organisieren, anzuerkennen.
Die globale Mitteltemperatur wird weltweit durch tausende Messstationen ermittelt. Die globale Temperaturkurve zeigt starke Schwankungen, 2015 zählte global zu den wärmsten Jahren, gefolgt von den Jahren 2014, 2013, 2010, 2015, 2016 und 2018.
Der Golfstrom ist eine kräftige Meeresströmung, welche warmes Wasser vom Golf von Mexiko nach Nordosten in Richtung Europa transportiert. Diese Strömung hat einen starken Einfluss auf das Klima in Europa und Nordamerika, weil dieser für mildere Temperaturen und höhere Niederschlagsmengen sorgt. Der Golfstrom wird von den Winden und den Gezeiten angetrieben wobei sich die Stärke und Route im Laufe der Zeit ändern können. Ein Rückgang des Golfstroms könnte dazu führen, dass Europa kälter und trockener wird.
Graue Energie bezieht sich auf die Energie, die bei der Produktion von Waren und Dienstleistungen verbraucht wird, mit Ausnahme der Energie, die für den Betrieb des Endprodukts verwendet wird. Die graue Energie berücksichtigt den gesamten Energieeinsatz, einschliesslich der Energie, die für die Gewinnung von Rohstoffen, die Herstellung und den Transport von Produkten und den Bau von Infrastrukturen verwendet wird. Diese Energie wird bei der Bewertung des Gesamtenergieverbrauchs eines Produkts häufig übersehen, da sie im Produkt selbst enthalten ist und nicht direkt vom Endverbraucher verbraucht wird. Die graue Energie ist ein wichtiger Faktor bei Lebenszyklusanalysen und Nachhaltigkeitsbewertungen, da sie ein vollständigeres Bild des Gesamtenergieverbrauchs eines Produkts vermittelt. Durch die Berücksichtigung der grauen Energie ist es möglich, Möglichkeiten zur Verringerung des Energieverbrauchs und der Emissionen während des gesamten Produktlebenszyklus zu ermitteln.
Der Europäische Green Deal ist ein Plan der Europäischen Kommission, um die Wirtschaft der Europäischen Union nachhaltig zu gestalten, indem Klima- und Umweltherausforderungen in Chancen umgewandelt werden, ohne dass jemand zurückbleibt. Er zielt darauf ab, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen, indem in saubere Energie investiert, die Energieeffizienz erhöht, die biologische Vielfalt geschützt und nachhaltiges Wachstum gefördert wird. Der Plan enthält eine Reihe von Vorschlägen, wie z. B. die Senkung der Treibhausgasemissionen um 55 % bis 2030, das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien auf mindestens 32 % zu erhöhen, und einen Plan zur Wiederherstellung von mindestens 30 % der Land- und Meeresflächen der EU. Der Plan enthält auch Vorschläge zur Verbesserung der Luft- und Wasserqualität, zur Verringerung der Abfallmenge und zur Förderung eines nachhaltigen Verbrauchs und einer nachhaltigen Produktion.
Der Human Development Index (HDI) oder auf deutsch Index für menschliche Entwicklung ist ein Wohlstandsindikator für Staaten und wird von den Vereinten Nationen berechnet.
Als Hypoxie wird der Mangel an Sauerstoff bezeichnet.
Die Internationale Organisation für Normung oder kurz ISO ist eine internationale Vereinigung von Normierungsorganisationen (Deutschland: DIN – Deutsches Institut für Normierung & CH: SNV Schweizerische Normen-Vereinigung) und erarbeitet internale Normen. International wird die Abkürzung ISO verwendet. Heute sind 166 Länder in der ISO vertreten, jedes Mitglied vertritt 1 Land. Die Umweltmanagementnorm ISO 14001 legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest. Weitere Umweltnormen in der ISO Familie sind: 14040 ff (Ökobilanz), 14062 (Entwicklung und Umwelt), 14020 (Umweltkennzeichnung), 14031 und 14032 (Umweltleistungsbewertung) sowie 19011 (Audit).
IPCC steht für Intergovernmental Panel on Climate Change, das IPCC wurde 1988 durch die Weltorganisation für Meterologie sowie das Umweltprogramm der Vereinten Nationen gegründet. Die Hauptaufgaben des IPCC ist die Bereitstellung von Informationen in folgenden Punkten: über den anthropogenen (menschengemachten) Klimawandel, über die Risiken und Folgen des Klimawandels, über Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel und Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels.
Die Internationale Organisation für Normung oder kurz ISO ist eine internationale Vereinigung von Normierungsorganisationen (Deutschland: DIN – Deutsches Institut für Normierung & CH: SNV Schweizerische Normen-Vereinigung) und erarbeitet internale Normen. International wird die Abkürzung ISO verwendet. Heute sind 166 Länder in der ISO vertreten, jedes Mitglied vertritt 1 Land. Die Umweltmanagementnorm ISO 14001 legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest. Weitere Umweltnormen in der ISO Familie sind: 14040 ff (Ökobilanz), 14062 (Entwicklung und Umwelt), 14020 (Umweltkennzeichnung), 14031 und 14032 (Umweltleistungsbewertung) sowie 19011 (Audit).
IUCN ist eine Abkürzung und steht für International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (Weltnaturschutzunion) und wurde als Nichtregierungsorganisation in Frankreich gegründet, der Sitz befindet sich in Gland in der Schweiz. IUCN setzt sich für den Schutz der Natur in Schutzgebieten ein, es finden alle vier Jahre Konferenzen statt. Die Mitgliederanzahl beträgt 1241 (staatliche Mitglieder, Regierungsorganisationen, nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen), IUCN unterhält Niederlassungen in 62 Ländern.
Joint Implementation (JI, Gemeinschaftsreduktion) ist ein aus dem Kyoto Protokoll vorgesehener flexibler Mechanismus zur Reduktion von Schadstoffemissionen. Die daraus entstehende Emissionsminderung wird ausschliesslich dem Investorenland gutgeschrieben. Die Grundidee besteht darin, dass es keine Rolle spielt, wo Emissionen gemindert werden, Hauptsache Emissionen werden gemindert. JI ermöglicht somit ein Transfer von Emissionsreduktionsrechten von einem zu einem anderen Staat.
Klima bezieht sich auf den durchschnittlichen Zustand des Wetters einer Region über mindestens 30 Jahre. Es beschreibt die Temperaturen, Niederschläge, Winde und andere meteorologischen Bedingungen, die in einer bestimmten Region über einen längeren Zeitraum vorherrschen. Das Klima einer Region wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, einschliesslich der geografischen Lage, der Höhenlage, der Nähe zum Meer und der Präsenz von Gebirgen. Klimaänderungen beziehen sich auf langfristige Veränderungen im Klima, die durch den Einfluss des Menschen auf die Atmosphäre verursacht werden, hauptsächlich durch den Anstieg der Treibhausgase.
Die 16 bekannten Klimakipppunkte, die von Wissenschaftlern identifiziert wurden, sind: Abschmelzung des arktischen Permafrostbodens Abschmelzung von Gletschern und Eisschilden die Zerstörung der Wälder Ozeanversauerung die Verschiebung von Regenmuster die Veränderung der Ozeanströmungen die Veränderung der Wolkendecke die Veränderung der Ozonschicht die Veränderung der Vegetation die Veränderung des Wasserzyklus die Veränderung des Bodens die Veränderung der Meereisbedeckung die Veränderung der Meereisbedeckung in der Arktis die Veränderung der Meereisbedeckung in der Antarktis die Veränderung der Meereisbedeckung in Grönland die Veränderung der Meereisbedeckung in anderen Teilen der Welt Es ist wichtig zu beachten, dass diese Kipppunkte untereinander in Beziehung stehen und die Auswirkungen eines Kipppunkts oft die Auswirkungen anderer Kipppunkte verstärken können. Um diese Kipppunkte zu vermeiden oder zu minimieren, ist es wichtig, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren und Anpassungsmassnahmen zu unterstützen.
Unter Klimakompensation versteht man den Ausgleich von Treibhausgasemissionen aus einem Produkt oder einer Tätigkeit. Dies kann durch die Verringerung von Emissionen oder den Ausgleich von Emissionen durch Investitionen in klimafreundliche Projekte erreicht werden. Die Idee hinter der Klimakompensation ist, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch Massnahmen auszugleichen, die die gleiche Menge an Emissionen an anderer Stelle reduzieren. Dies kann durch Massnahmen wie das Pflanzen von Bäumen, Investitionen in erneuerbare Energien oder die Unterstützung von Technologien zur Kohlenstoffabscheidung und -Speicherung geschehen. Ziel der Klimakompensation ist es, den CO2-Fussabdruck einer Person, eines Unternehmens oder einer Veranstaltung zu neutralisieren und dazu beizutragen, die Gesamtauswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt zu verringern.
Ein Klimaschutzprojekt spart Treibhausgase ein, indem z.B. fossile Energieträger durch erneuerbare Energieträger substituiert werden. Dies geschieht, wenn z.B. ein Kohlekraftwerk zur Stromerzeugung durch ein en Windkraftpark ersetzt wird. Der Mechanismus hat seinen Ursprung aus dem Kyoto-Protokoll zur Reduktion von Treibhausgasen und ist ein Instrument für effektive Klimakompensation. Die gängigsten Klimaschutzprojekte sind dauerhafte CO2-Senken, welche durch Aufforstung erreicht werden oder Projekte in erneuerbaren Energien (Windkraftanlagen, Solaranlagen, Wasserkraftprojekte).
Das Klimasystem setzt sich aus verschiedenen Untersystemen zusammen, welche miteinander in einer Wechselwirkung stehen. Das Klimasystem besteht aus fünf Hauptkomponenten: der Atmosphäre, der Hydrosphäre (Ozeane, Flüsse, Seen), der Kryosphäre (Eis und Schnee), der Biosphäre (auf dem Land und im Ozean) sowie der Pedosphäre und Lithosphäre (Böden und festes Gestein). Das Klimasystem verändert sich von Zeit zu Zeit. Dies kann durch äussere Ursachen (Vulkanausbruch) oder die eigene, innere Dynamik erfolgen.
Die Klimatologie ist eine Wissenschaft folgender Fachgebiete: Meterologie, Geographie, Geologie, Ozeanographie und Physik. Sie erforscht die Gesetzesmässigkeit des Klimas.
Die Kohlendioxid-Konzentration bezieht sich auf die Menge des in der Atmosphäre vorhandenen Kohlendioxids. Kohlendioxid ist ein Treibhausgas, das durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung, die Abholzung von Wäldern und industrielle Prozesse in die Atmosphäre freigesetzt wird. Der Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre ist eine der Hauptursachen für den Klimawandel, da es die Sonnenwärme zurückhält und zu einem Anstieg der globalen Temperaturen führt. Die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre hat sich seit der industriellen Revolution drastisch erhöht und ist heute auf einem Niveau, das seit Millionen von Jahren nicht mehr erreicht wurde. Die Verringerung der Kohlendioxidkonzentration ist ein entscheidender Aspekt bei der Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels. Die Kohlendioxid-Konzentration wird in ppm (parts per million) gemessen.
CO2-Äquivalent (CO2-eq) ist eine Masseinheit, die verwendet wird, um die Auswirkungen verschiedener Treibhausgase auf den Klimawandel zu vergleichen. Da verschiedene Treibhausgase unterschiedliche Wärme- und Klimaauswirkungen haben, werden sie in CO2-Äquivalente umgerechnet, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Ein CO2-Äquivalent ist eine Menge eines Treibhausgases, die die gleiche Wärmeauswirkung wie eine bestimmte Menge von CO2 hat. Die Verwendung von CO2-Äquivalenten ermöglicht es, die Gesamtemissionen verschiedener Treibhausgase zu quantifizieren und zu vergleichen.Die wichtigsten Treibhausgase sowie deren CO2- Äquivalent umfassen: Treibhausgas: CO2-Äquivalent: Kohlendioxid (CO2) 1 Methan (CH4) 25 Lachgas/Disticksoffmonoxid (N20) 298 Hydrofluorcarbonat (HFC-23) 14800 Schwefelhexafluorid (SF6) 22800.
Verschiedene Unternehmen betätigen sich als Dienstleister auf dem freiwilligen Markt und bieten die Neutralisierung von Produkten, Prozessen, Dienstleistungen, Unternehmen und Events an. Produkte, Prozesse oder Unternehmen, deren Emissionen vollständig kompensiert sind, werden als klimafreundlich oder klimaneutral bezeichnet. In Europa sind vor allem Unternehmen die Nachfragetreiber von Kompensationen, welche entweder den CO2-Fussabdruck des gesamten Unternehmens, einzelner Produkte oder Prozesse wie Dienstreisen oder Fuhrparks ausgleichen.
Protokoll von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen Das Kyoto-Protokoll legte 1997 erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen in Industrieländern fest und wurde bis 2011 von 191 Staaten sowie der Europäischen Union ratifiziert. Der Vertrag sieht eine jährliche Reduktion des Treibhausgas-Ausstosses der Industrieländer von 5,2 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 vor (erste Verpflichtungsperiode: 2008-2012). Die Vereinigten Staaten von Amerika haben das Protokoll abgelehnt, im Dezember 2011 kündigte Kanada den Ausstieg an bzw. kündigte das Kyoto-Protokoll. In der Schlussfassung sieht das Kyoto-Protokoll (2002) mehrere flexible Mechanismen vor, diese beinhalten: Emissionsrechtehandel (Emissions Trading) Joint Implementation (JI) Clean Development Mechanism (CDM)
Lachgas bzw. Distickstoffoxid (N2O) gehört mit Kohlendioxid (CO2), FCKW und Methan (CH4) zu den langlebigsten und schädlichsten Treibhausgasen.
Eine Lebenszyklusanalyse (Ökobilanz, Life Cycle Assessment / LCA) ist eine Analyse sämtlicher Umwelteinwirkungen eines Produktes während des gesamten Lebensweges (von der Wiege bis zur Bahre „from cradle to grave“). Dies kann in Form einer Einzelanalyse oder einer Gegenüberstellung von mehreren Produkten sein.
Übermässige Lichtquellen können negative Einflüsse auf die nächtliche Landschaft, den Menschen sowie die Artenvielfalt haben. Künstliches Licht beeinträchtigt nicht nur die natürliche Landschaft, sondern kann auch das Leben vieler Pflanzen und Tierarten erheblich stören. Künstliches Licht in der Umwelt wird von der Bevölkerung als neue Umweltverschmutzung wahrgenommen.
LED ist die Abkürzung für Light Emitting Diode oder kurz Leuchtdiode. Diese Lichtquelle zeichnet sich durch den geringen Stromverbrauch aus. Zudem halten die kleinen Leuchten sehr lang.
Methan (CH4) ist das zweitwichtigste von Menschen verursachte Treibhausgas und hat einen 25 Mal so hohen Treibhauswirkungsgrad wie CO2, somit entspricht 1 Tonne Methan 25 Tonnen CO2. Wichtigste Quelle von Methan ist die Viehzucht, insbesondere die Rinderzucht, weitere Quellen sind der Nassreisanbau sowie Mülldeponien und die Verbrennung von Biomasse.
Mitigation heisst übersetzt Herabsetzen, Begrenzen und ist ein Fachbegriff zur Senkung bzw. Treibhausgasemissionsverminderung. Mitigation bezieht sich auf Massnahmen, die darauf abzielen, die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren oder zu verhindern. Es umfasst Massnahmen zur Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen, die den Klimawandel verursachen, sowie Massnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels, die bereits stattfinden oder in der Zukunft erwartet werden. Ein Beispiel für eine Massnahme zur Reduzierung von Emissionen ist die Förderung von erneuerbaren Energien wie Solarenergie und Windenergie anstelle von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Öl. Ein Beispiel für eine Massnahme zur Anpassung an den Klimawandel ist die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Infrastruktur und Gemeinden gegenüber Extremwetterereignissen wie Überschwemmungen und Dürren.
Ein Nachhaltigkeitsbericht (Sustainability Report) ist ein offizielles Dokument, in dem ein Unternehmen oder eine Organisation ihre Leistungen in den Bereichen Umwelt, soziale Verantwortung und wirtschaftliche Leistung aufzeigt und erklärt. Nachhaltigkeitsberichte dienen dazu, die Öffentlichkeit und die Stakeholder über die Bemühungen des Unternehmens, nachhaltig zu wirtschaften, zu informieren und zu Transparenz zu beitragen. Nachhaltigkeitsberichte umfassen oft Informationen über den Energieverbrauch, den CO2-Ausstoss, den Umgang mit Abfällen und Ressourcen, die soziale Verantwortung und den Einsatz von Menschenrechten sowie die wirtschaftliche Leistung. Nachhaltigkeitsberichte sind ein wichtiger Aspekt für das Reputationsmanagement eines Unternehmens und tragen dazu bei, dessen Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft zu belegen.
Nationale Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) sind Klimazusagen, die Länder im Rahmen des Pariser Abkommens gemacht haben, um ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen. Die NDCs werden von den Ländern freiwillig eingereicht, und jedes NDC beschreibt die Ziele und Massnahmen des Landes zur Reduzierung der Emissionen und zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. Diese Verpflichtungen werden alle fünf Jahre überprüft und aktualisiert, um sicherzustellen, dass die Länder auf dem richtigen Weg sind, ihre Ziele zu erreichen und den globalen Temperaturanstieg deutlich unter 2 Grad Celsius zu halten.
Netto-Null bezieht sich auf die Menge an Treibhausgasemissionen, die ausgeglichen werden, indem gleichzeitig Emissionen vermieden oder reduziert und Treibhausgase entfernt werden. "Netto null" oder "net zero" bedeutet in kurz Klimaneutralität. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit dem Klimaschutz verwendet und bezieht sich auf das Ziel, die Netto-Emissionen von Treibhausgasen bis zum Ende des Jahrhunderts auf null zu reduzieren. Dies bedeutet, dass alle Emissionen, die aus menschlichen Aktivitäten stammen, durch Emissionsreduktionen und -vermeidungen sowie durch die Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre ausgeglichen werden müssen. Dies kann durch Massnahmen wie die Erhöhung der Energieeffizienz, den Ausbau erneuerbarer Energien, die Verringerung der Landnutzungsveränderungen, die Aufforstung und die Entwicklung von Technologien zur Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre erreicht werden. Netto Null Emissionen sind auch ein wichtiges Ziel des Paris Abkommen, das besagt das die Weltgemeinschaft die Anstrengungen unternehmen soll, um die Erderwärmung auf "deutlich unter 2 Grad Celsius" im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen und sich "anstrengen, die Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius" zu begrenzen.
"Nicht-Anhang-B-Länder" bezieht sich auf Länder, die nicht in Anhang B des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) aufgeführt sind. Bei den Anhang-B-Ländern handelt es sich um Industrienationen, die sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls, einer rechtsverbindlichen Vereinbarung des UNFCCC, zur Verringerung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet haben. Nicht-Anhang-B-Länder, die oft als "Entwicklungsländer" bezeichnet werden, haben im Rahmen des Kyoto-Protokolls keine rechtsverbindlichen Emissionsreduktionsziele.
Der Ozean bedeckt ca. 70% der Erdoberfläche und gehört zu den sich eher langsam ändernden Subsystemen des Klimasystems, weitere Subsysteme sind die Atmosphäre, die Biosphäre, der Boden und die Kryopsphäre (Eis und Schnee).
Programme for the endorsement of forest certification schemes ist ein international anerkanntes Label und steht für ökologisch, umweltfreundliche und sozialverträglich Waldnutzung.
Das Pariser Abkommen ist eine internationale Vereinbarung, die im Dezember 2015 auf der 21. Konferenz der Vereinten Nationen für Klimaänderungen (COP 21) in Paris unterzeichnet wurde. Das Abkommen hat das Ziel, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius und möglicherweise sogar auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Das Abkommen fordert die Staaten auf, ihre Beiträge zur Verringerung der Treibhausgasemissionen (NDCs) regelmässig zu überarbeiten und zu verbessern, um einen ambitionierten Klimaschutz sicherzustellen. Es fordert auch die Unterstützung für Entwicklungsländer, um den Übergang zu einer nachhaltigen Entwicklung zu ermöglichen und die Anpassung an den Klimawandel zu erleichtern. Das Abkommen trat am 4. November 2016 in Kraft und wurde bis heute von fast allen Ländern ratifiziert.
Permafrost bildet sich in Gebieten, in denen die Temperatur über Jahre unter 0 Grad Celsius liegt. Die vom Permafrost eingenomme Fläche beträgt auf der nördlichen Halbkugel etwa 24% der Landfläche oder ca. 23 Millionen km2.
Reducing Emissions from Deforastation and Forest Degradation (Verringerung der Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung). Dahinter verbirgt sich ein Finanzierungsmechanismus im Rahmen von Klimakompensation wobei Industriestaaten Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern unterstützen. Kernpunkt eines solchen Klimaschutzprojektes ist es, die Zerstörung und schädigende Nutzung von Wäldern zu stoppen und darauf zu verzichten.
Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) sind eine Reihe von 17 globalen Zielen und 169 spezifischen Vorgaben, die 2015 von den Vereinten Nationen als Teil der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet wurden. Die SDGs sollen die Armut beenden, den Planeten schützen und sicherstellen, dass alle Menschen bis 2030 in Frieden und Wohlstand leben. Die 17 SDGs sind: Keine Armut Kein Hunger Gute Gesundheit und Wohlbefinden Gute Bildung Gleichberechtigung der Geschlechter Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen Erschwingliche und saubere Energie Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum Industrie, Innovation und Infrastruktur Verringerte Ungleichheiten Nachhaltige Städte und Gemeinden Verantwortungsbewusster Konsum und Produktion Klimapolitik Leben unter Wasser Leben an Land Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen Partnerschaften für die Ziele Die SDGs sollen universell, integriert und transformativ sein, d. h. sie gelten für alle Länder, sind miteinander verknüpft und erfordern grundlegende Veränderungen in der Funktionsweise der Gesellschaften. Die SDGs sollen durch die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, dem Privatsektor, der Zivilgesellschaft und Einzelpersonen sowie durch Partnerschaften auf nationaler, regionaler und globaler Ebene erreicht werden.
Der Schweizer Strommix stellt dar, aus welchen Energieträgern die bereitgestellte Energie stammt. Die tragende Säule des Schweizer Strommix ist mit über 55% die Wasserkraft, gefolgt von Uran (38%) und erneuerbaren Energien mit knapp 4%. Die über 500 Wasserkraftzentralen mit rund 160 Speicherseen und rund 1000 kleineren Wasserkraftwerken erzeugen pro Jahr 34 TWh Strom, dies entspricht knapp 60% des in der Schweiz produzierten Stroms. Aus ökologischer Sicht ist der aktuelle Schweizer Strommix äusserst CO2-arm und gilt als faktisch klimaneutral.
SBTi steht für Science Based Targets initiative, eine Zusammenarbeit zwischen dem Global Compact der Vereinten Nationen, dem World Resources Institute (WRI), dem World Wide Fund for Nature (WWF) und dem CDP (früher bekannt als Carbon Disclosure Project). Die Initiative unterstützt Unternehmen dabei, wissenschaftlich fundierte Ziele für die Verringerung ihrer Treibhausgasemissionen festzulegen, die mit dem Ziel übereinstimmen, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und die Bemühungen zur Begrenzung der Erwärmung auf 1,5°C fortzusetzen. Durch die Festlegung wissenschaftlich fundierter Ziele können Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels und dem Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft spielen.
Scope 1 CO2-Emissionen beziehen sich auf Emissionen, die durch die Aktivitäten eines Unternehmens direkt in die Atmosphäre abgegeben werden. Diese Emissionen stammen aus Quellen, die dem Unternehmen gehören oder von ihm kontrolliert werden, wie z. B. die Verbrennung von Kraftstoff in Fahrzeugen und Gebäuden. Stationäre Verbrennung: Direkten Emissionen, welche beim Betrieb im Geschäftsjahr entstanden sind. (z.B. Heizungsanlagen oder während Produktion) Mobile Verbrennung: Direkte Emissionen, die bei der Verbrennung von Treibstoffen in Firmenfahrzeugen entstehen Flüchtige Gase: Direkte Emissionen flüchtiger Gase (z.B. Kältemittelleckagen bei Klimaanlagen)
Scope 1, 2 und 3 beziehen sich auf die drei Kategorien von Treibhausgasemissionen, die in der Rechnungslegung und Berichterstattung von Unternehmen und Organisationen verwendet werden. Scope 1: Direkte Emissionen aus Quellen, die der Organisation gehören oder von ihr kontrolliert werden, z. B. Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Heizkesseln, Fahrzeugen und anderen Geräten. Scope 2: Indirekte Emissionen aus der Erzeugung von Strom, Heizung und Kühlung, die von der Organisation verbraucht werden. Scope 3: Alle anderen indirekten Emissionen, die nicht in Scope 2 enthalten sind, z. B. Emissionen aus der Produktion von eingekauften Waren und Dienstleistungen, dem Pendeln der Mitarbeiter und der Abfallentsorgung. Organisationen konzentrieren sich oft auf die Reduzierung ihrer Scope-1- und Scope-2-Emissionen, da diese direkt unter ihrer Kontrolle stehen, während die Scope-3-Emissionen schwieriger zu reduzieren sind, aber dennoch berücksichtigt und überwacht werden müssen. Ein umfassender Ansatz zur Emissionsberichterstattung und -Reduzierung berücksichtigt Emissionen aus allen drei Bereichen, um den gesamten CO2-Fussabdruck einer Organisation genau widerzuspiegeln.
Scope-3-Emissionen beziehen sich auf alle indirekten Emissionen aus Quellen, die sich nicht im Besitz oder unter der Kontrolle eines Unternehmens befinden, aber aus dessen Aktivitäten resultieren. Dazu gehören Emissionen aus vor- und nachgelagerten Lieferketten, Pendelverkehr und Geschäftsreisen von Mitarbeitern sowie die Entsorgung von Abfall und Produkten am Ende ihrer Lebensdauer. Unternehmen können ihre Scope-3-Emissionen reduzieren, indem sie ihr Lieferkettenmanagement verbessern, nachhaltigen Transport fördern und Abfall reduzieren.
Bezeichnet das Bereitstellen von Geld, Dienstleistungen oder Sachleistungen durch Unternehmen zwecks Förderung der Sozial Arbeit. Social Sponsoring beruht auf dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung. Der Sponsor erwartet eine Gegenleistung, z.B. durch Imageförderung.
Stakeholder bezeichnet eine Gruppe oder Person, welche ein legitimes/berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses/Projektes hat oder davon betroffen ist.
Die Stratosphäre ist das zweite „Stockwerk“ der Erdatmosphäre und befindet sich in etwas 12km Höhe bis ca. 50km Höhe. Die Stratosphäre folgt der Torposhäre. Von 50-80km Höhe befindet sich die Mesosphäre, die Thermosphäre bezeichnet die Höhe von 80-400km ab 400km Höhe wird als Exosphäre bezeichnet.
THG-Emissionen steht für Treibhausgasemissionen und sind Gase, welche Wärme in der Atmosphäre speichern und so zur globalen Erwärmung beitragen. Zu den wichtigsten Treibhausgasemissionen zählen Methan (CH4), Lachgas (N2O) sowie die fluorierten Treibhausgase (F-Gase): wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW), und Schwefelhexafluorid (SF6). Emissionen werden jeweils in CO2-Äquivalenten (CO2-eq) angegeben.
Der Treibhauseffekt ist ein natürliches Phänomen, das auftritt, wenn bestimmte Gase in der Erdatmosphäre die Wärme der Sonne einfangen, wodurch die Temperatur des Planeten ansteigt. Dieser Erwärmungseffekt ist wichtig für das Leben auf der Erde, da er den Planeten warm genug hält, um flüssiges Wasser zu halten und Leben zu ermöglichen. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe und andere menschliche Aktivitäten haben jedoch große Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre freigesetzt, wodurch sich der Treibhauseffekt verstärkt und die Erwärmung des Planeten beschleunigt hat. Dieser Prozess wird als globale Erwärmung bezeichnet und hat erhebliche Auswirkungen auf das Klima und die Ökosysteme der Erde. Die Verringerung der Treibhausgasemissionen und die Verlangsamung der globalen Erwärmung ist eine entscheidende Herausforderung für die heutige Gesellschaft.
Das relative Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, GWP) oder CO2-Äquivalent gibt an, wie viel eine festgelegte Menge eines Treibhausgases zum Treibhauseffekt beiträgt. Dieser Wert beschreibt die mittlere Erwärmungswirkung über einen bestimmten Zeitraum; oft werden 100 Jahre betrachtet. Als Vergleichswert dient dabei Kohlendioxid, wobei die Abkürzung CO2-eq (für equivalent) lautet. Mit diesem Konzept können bei bekannten Emissionsmengen die unterschiedlichen Beiträge einzelner Treibhausgase verglichen werden. Im Kyoto-Protokoll werden Emissionsmengen mit Hilfe der CO2-Äquivalente der einzelnen Gase bewertet und gewichtet.
Am 12. Dezember 2015 wurde das Klimaabkommen beschlossen, welches die Begrenzung der globalen Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad C, möglichst 1,5 Grad C im Vergleich zu vorindustirellen Levels vorsieht. Das Abkommen gilt ab dem nächsten Jahrzehnt. Ende 2020 läuft das Kyoto-Protokoll aus.
UNFCCC ist die Abkürzung für United Nations Framework Convention on Climate Change oder auch die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. Ziel dieses 1992 geschlossenen Vertrages ist die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre. 1997 wurde von der UNFCCC das Kyoto-Protokoll verabschiedet, welches von über 190 Teilnehmerstaaten ratifiziert wurde.
Global Compact ist ein weltweiter Pakt, welcher zwischen Unternehmen und der UNO geschlossen wird, um die Thematik Globalisierung ökologischer und sozialer zu gestalten. Die Initiative für den Pakt wurde am WEF in Davos 1999 von Kofi Annan angeboten, operativ wurde das Bündnis im Juli mit Sitz in New York in 2000 gestartet, bis heute haben sich über 20000 Teilnehmer in über 170 Länder dem Pakt angeschlossen. Unternehmen, die den Pakt unterschreiben, sollen Menschenrechte respektieren und diese fördern, Zwangs- und Kinderarbeit ausschliessen, jede Art von Diskriminierung ausschliessen, Umweltbewusstsein fördern, gegen jede Art von Korruption eintreten, die Entwicklung von umweltfreundlichen Technologien fördern sowie die Rechte der Beschäftigten, sich gewerkschaftlich zu organisieren, anzuerkennen.
UN-Hochkomissariat für Flüchtlinge, der internationaleFlüchtlingsschutzstehthierimZentrum der Arbeit von UNHCR.
Unter urbaner Landwirtschaft versteht man die Nutzung von Flächen innerhalb einer Stadt für landwirtschaftliche Zwecke. Flächen können auch Hausdächer, Balkone oder Vorgärten sein.
VERRA / VCS ist der weltweite grösste Standard im Markt für freiwillige CO2-Kompensation und wird heut von VERRA geführt. VERRA steht für "Verified Carbon Standard" (VCS) und ist ein internationaler Standard für die Zertifizierung von Emissionsreduktionsprojekten, der die Reduktion von Treibhausgasemissionen quantifiziert und verifiziert. Der Standard bezieht sich auf Projekte, die in der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Energieerzeugung, der industriellen Produktion und anderen Sektoren durchgeführt werden. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Dritte und die erfolgreich zertifizierten Projekte erhalten "VERRA-Zertifikate" die dann an Emissionsrechtehandelsmärkte verkauft werden können. Das Ziel ist es, Unternehmen und Regierungen dabei zu unterstützen, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren und gleichzeitig Investitionen in nachhaltige Projekte zu fördern.
Verified Emission Reductions (VERs) sind Zertifikate, die als Beweis für erfolgreich reduzierte Treibhausgasemissionen dienen. Sie werden oft im Rahmen von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern oder Schwellenländern erzeugt und können von Unternehmen oder Regierungen gekauft werden, um ihre eigenen Emissionsziele zu erfüllen oder ihr Engagement für den Klimaschutz zu demonstrieren. VERs sind ähnlich wie Certified Emission Reductions (CERs), aber es gibt einige wichtige Unterschiede in Bezug auf Überwachung und Verifizierung. Während CERs im Rahmen des Kyoto-Protokolls vergeben werden, gibt es keine einheitliche Regulierung für VERs und sie werden oft von privaten Standard-Einrichtungen wie der Climate, Community & Biodiversity Standards (CCBS) oder der Voluntary Carbon Standard (VERRA, VCS) verifiziert. Das Ziel von VERs ist es, die Emissionsreduzierung in Schwellenländern oder Entwicklungsländern zu fördern und Unternehmen und Regierungen bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele zu unterstützen.
Ein sinkender pH-Wert im Meerwasser deutet auf eine zunehmende Versauerung der Meere. Dies wird verursacht durch die Aufnahme der Meere von Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre. Es ist neben der globalen Erderwärmung die Hauptfolge der menschlich verursachten Emissionen von Kohlendioxid (CO2). Die Versauerung der Weltmeere und Ozeane beeinträchtigt Lebewesen wie Fische, Korallen, Plankton und Muscheln.
Der Well-to-Tank (WTT)-Faktor bezieht sich auf die gesamten Treibhausgasemissionen, die mit der Gewinnung, der Verarbeitung, dem Transport und der Lagerung eines Kraftstoffs von der Quelle (Bohrloch oder Bergwerk) bis zum Verwendungsort (Gastank oder Kraftstofftank) verbunden sind. Der WTT-Faktor berücksichtigt alle Emissionen, die während des gesamten Lebenszyklus eines Kraftstoffs entstehen, von der Gewinnung der Rohstoffe bis zur Auslieferung des Endprodukts an den Verbraucher. Dazu gehören Emissionen aus der Gewinnung und Verarbeitung von Rohöl, der Raffination von Erdölprodukten und dem Transport des Kraftstoffs zu den Einzelhandelsgeschäften. Der WTT-Faktor wird verwendet, um den Kohlenstoff-Fußabdruck verschiedener Arten von Kraftstoffen zu bewerten und die mit verschiedenen Kraftstoffquellen und Produktionsmethoden verbundenen Emissionen zu vergleichen.
Der Weltklimabericht ist ein sehr detaillierter Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC und wird alle 5 bis 7 Jahre verfasst. Der Bericht ist gegliedert in Teilband 1 (Grundlage des Klimawandels und künftige Entwicklung des Klimasystems), Teilband 2 analysiert die Auswirkungen der menschlich verursachten Erderwärmung und Teilband 3 behandelt die Themen und Massnahmen und Technologien, welche den Klimawandel abbremsen. Der Bericht wird von der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) erstellt, einer internationalen Organisation, die sich mit dem Klimawandel befasst. Der Bericht enthält Informationen zu den Treibhausgasemissionen, den Klimaänderungen, den Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft sowie möglichen Anpassungs- und Mitigationsmassnahmen. Der Bericht dient Regierungen, Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit als wichtige Informationsquelle und Grundlage für politische Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel.
Wetter und Klima werden oft als Synonym betrachtet. Das Wetter beschreibt den Zustand der Atmosphäre (Regen, Sonnenschein, Kälte und Hitze sowie Wind), dies meist in Bezug auf einen Ort und über einen kurzen Zeitraum bis hin zu mehreren Tagen. Das Klima bezieht sich auf einen längeren Zeitraum, z.B. bis 30 Jahre.
Das Netzwerk Weltverband der Gesellschaft für die Vereinten Nationen (WFUNA) besteht aus über hunderttausend Menschen, welche durch Gesellschaften der Vereinten Nationen in über 100 Ländern verbunden sind. Das Netzwerk ermöglicht es seinen Mitgliedern, sich grenzüberschreitend über dringende, globale Probleme und Herausforderungen auszutauschen. Es werden Themen wie die Durchsetzung des Völkerrechts, Menschenrechte, Ausbreitung der Demokratie sowie Gleichberechtigung diskutiert. Im Fokus steht die Stärkung der Vereinten Nationen. Das Netzwerk ist als Verband organisiert und arbeitet eng mit anderen UN-Organisationen zusammen.
Das World Resources Institute (WRI) ist eine unabhängige, gemeinnützige globale Forschungsorganisation, die sich für eine nachhaltige Zukunft für alle einsetzt. Es wurde 1982 gegründet und hat seinen Sitz in Washington, D.C., mit Büros auf der ganzen Welt. Die Aufgabe des WRI besteht darin, die Gesellschaften dazu zu bewegen, so zu leben, dass die Umwelt der Erde und ihre Fähigkeit, die Bedürfnisse und Wünsche heutiger und künftiger Generationen zu erfüllen, geschützt werden. Das WRI betreibt Forschung, Politikanalyse und technische Unterstützung zu einem breiten Spektrum von Umwelt- und Entwicklungsthemen mit den Schwerpunkten Klima, Energie, Ernährung, Wälder, Wasser, nachhaltige Städte und Ozeane. Das WRI arbeitet mit Regierungen, dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft zusammen, um Strategien und Praktiken zu entwickeln und umzusetzen, die eine nachhaltige Entwicklung fördern und globale Herausforderungen wie Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Armut angehen. Die Organisation stellt auch technisches Fachwissen und datengestützte Analysen zur Verfügung, um die Entscheidungsfindung zu unterstützen und Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu verfolgen. Es gilt als eine der angesehensten und einflussreichsten Organisationen auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung.
Als Zwischeneiszeiten werden die Wärmeperioden zwischen den Eiszeiten bezeichnet. Die derzeitige Zwischeneiszeit (letzte Zwischeneiszeit) wird als Würmeiszeit bezeichnet.
Der pH-Wert ist ein Mass für den sauren oder basischen Charakter von Wasser oder einer Lösung. Reines Wasser hat einen pH-Wert von 7 (neutral). Saures Wasser hat einen pH-Wert von unter 7 und als basisch wird ein pH-Wert von über 7 bezeichnet. Zitronensaft hat einen pH-Wert von 2,4 (sauer), reines Wasser einen Wert von 7 (neutral) und Bleichmittel einen pH-Wert von über 12 (alkalisch).
Die Abkürzung ppm ist eine Konzentrationsangabe und steht für „parts per million“ (Teil pro Million). 2015 lag die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre bei etwa 400 ppm oder bei etwa 400 Teilen CO2 pro Million Luftteilchen.