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Nach fünf Niederlagen in Folge konnte Tafers-Freiburg beim 4:4 gegen Uni Basel am Samstag wieder einmal einen Teilerfolg verbuchen. Richtig freuen konnte sich die Union ob des Unentschiedens jedoch nicht. Man gewann zwar zwei Punkte, musste aber gleichzeitig dem direkten Konkurrenten Basel zwei Zähler zugestehen, womit dieser in der Tabelle nicht mehr einzuholen ist. Und weil auch Genf gegen Yverdon-les-Bains (2:6) punktete, liegen die Freiburger zwei Runden vor Qualifikationsende immer noch mit sechs Punkten Rückstand auf dem letzten Tabellenplatz.
Den Sieg verpasst
Tafers-Freiburg konnte am Samstag bis zum letzten Spiel auf einen Sieg hoffen; Benedikt Schaller verlor jedoch gegen Christian Kirchmayr mit 21:13, 19:21, 13:21. Im ersten Satz spielte der junge Schmittner ausgezeichnet, ging einen guten Rhythmus und machte zum richtigen Zeitpunkt die Punkte. Danach konnte Schaller das Tempo allerdings nicht mehr so hoch halten, wodurch sich sein Gegner besser in Szene setzen und das Spiel drehen konnte.
Allerdings hätte auch ein Sieg von Benedikt Schaller–und damit ein 5:3-Erfolg–wenig an der Situation der Union verändert. Einzig ein hoher Sieg (7:1 oder 8:0) hätte ihr im Kampf um den Ligaerhalt weitergeholfen. Dazu hätte Tafers-Freiburg allerdings in Bestbesetzung antreten müssen. Der Schotte Kieran Merrilees, der sein Einzel einmal mehr überlegen gewonnen hat, war indes die einzige ausländische Verstärkung. Ben Torrance, der am Sonntagmorgen mit dem schottischen Nationalteam an die Mannschafts-EM in Kazan (RUS) flog, wollte am Samstag keinen Abstecher in die Schweiz machen. Zudem verzichtete der Verein darauf, Matilda Petersen einzufliegen. Hätte die Schwedin in den Frauenspielen, wo die Union einmal mehr sieglos blieb, reüssieren können? «Angesichts der bisherigen Leistungen von Matilda glaube ich nicht, dass es etwas geändert hätte», sagt Olivier Andrey. «Marie Magnin hatte uns in der Vorrunde so oft ausgeholfen, dass wir entschieden haben, sie auch in den restlichen Begegnungen einzusetzen.»
Magnin dankte das in sie gesetzte Vertrauen mit einer guten Leistung. Die NLB-Spielerin und Tiffany Girona gewannen den ersten Satz mit 21:17. Magnin verletzte sich danach allerdings am Rücken, so dass die nächsten beiden Sätze mit 21:8, 21:5 an die Baslerinnen gingen. Für das Einzel musste die Freiburgerin anschliessend Forfait geben.
Union legt Protest ein
Dank Siegen in den anderen Doppeldisziplinen schaute für Tafers-Freiburg immerhin ein Unentschieden heraus. Insbesondere im ersten Männerdoppel und im Mixed zeigten die Freiburger starke Leistungen und bezwangen routinierte und renommierte Paare. Unter dem Strich blieb aber dennoch nur das ungenügende 4:4.
Noch besteht bei der Union die Hoffnung, dass sich das Resultat im Nachhinein noch zu ihren Gunsten verändern wird. «Das Reglement verlangt, dass sich der Gast mindestens vierzig Minuten vor dem angekündigten Spielbeginn in der Halle präsentiert», erklärt Andrey. «Basel kam allerdings erst eine Viertelstunde nach Spielbeginn in die Halle, weshalb wir nur unter Protest angetreten sind.» Die Chancen, dass der Verband den Freiburger Protest gutheissen und das 4:4 in einem 8:0-Forfait-Sieg umwandeln wird, sind allerdings gering. «Wir hatten schon einmal einen solchen Fall; damals kam Genf rund eine Stunde zu spät. Swiss Badminton lehnte unseren Protest seinerzeit ab.»
Das Ende naht
Das Hoffen auf den Forfaitsieg ist der letzte Strohhalm, der Tafers-Freiburg im Abstiegskampf noch bleibt. In den letzten beiden Meisterschaftsrunden muss die Union noch gegen Uzwil und St. Gallen-Appenzell antreten. Dem Titelverteidiger Uzwil fehlt nach seinem 6:2 bei Adliswil-Zürich nur noch ein Punkt zur Halbfinal-Qualifikation, und Leader St. Gallen-Appenzell wahrte am Wochenende seine Ungeschlagenheit mit einem 5:3-Erfolg in La Chaux-de-Fonds. Dass es den Freiburgern ausgerechnet gegen diese beiden Teams gelingen wird, ihren Sechs-Punkte-Rückstand auf den Strich noch aufzuholen, ist unwahrscheinlich. Vielmehr sieht es danach aus, als würde die Partie am 13. März gegen St. Gallen die–zumindest vorläufig–letzte NLA-Begegnung auf Freiburger Boden werden.
Telegramm
Tafers-Freiburg – Uni Basel 4:4 (10:10)
Männer. Einzel:Kieran Merrilees – Luka Petric 21:11, 21:17. Olivier Andrey – Ivan Rusev 14:21, 7:21. Benedikt Schaller – Christian Kirchmayr 21:13, 19:21, 13:21.Doppel:B. Schaller/Oliver Schaller – L. Petric/Remy Matthey de l’Etang 21:18, 21:14. O. Andrey/Roger Schmid – Marco Martucci/Ch. Kirchmayr 21:11, 14:21, 21:14.Frauen. Einzel:Marie Magnin – Michelle Schär 0:21, 0:21 w.o.Doppel:M. Magnin/Tiffany Girona – Marion Gruber/M. Schär 21:17, 8:21, 5:21.Mixed:T. Girona/ O. Schaller – Sanya Herzig/I. Rusev 21:18, 14:21, 21:8.
NLA. 12. Rangliste:1. St. Gallen-Appenzell 12/40. 2. Uzwil 12/30. 3. La Chaux-de-Fonds 12/24. 4. Yverdon 12/23. 5. Adliswil 12/22. 6. Uni Basel 12/21. 7. Genf 12/19. 8. Tafers-Freiburg 12/13.