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Weil ein Wolf im Kanton Uri zuviel Nutztiere getötet oder verletzt hat wurde er Ende Juli 2016 legal erlegt, zuvor wurde er aber schon angeschossen. Dies ergab eine Untersuchung der Universität Bern.
Das «Laboratoire de Biologie de la Conservation de l’Université de Lausanne» hat den erlegten Wolf daraufhin einer DNA-Analyse unterzogen. Es konnte bestätigt werden, dass es sich beim getöteten Tier um einen männlichen Wolf italienischer Abstammung mit der Bezeichnung M68 handelt. Dem erlegten Tier konnten zudem die Schafrisse vom Frühjahr/Sommer 2016 im Kanton Uri und in den umliegenden Kantonen nachgewiesen werden.
Der Kadaver des toten Wolfs wurde anschliessend – wie vom «Konzept Wolf Schweiz» vorgesehen – dem «Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI) der Universität Bern» für weitere Untersuchungen übergeben. Dieser Untersuchungsbericht liegt nun vor: Aufgrund des Gebisszustands und der Beurteilung der Knochenwachstumszonen auf den Röntgenbildern kann davon ausgegangen werden, dass der erlegte Wolf zwischen einem und zwei Jahre alt war. Das Tier wog 30,8 Kilogramm, war gut bemuskelt und in einem guten Nährzustand. Die Röntgenuntersuchung hat zwei Schussverletzungen unterschiedlichen Alters nachgewiesen. Die jüngere Verletzung erfolgte am 28. Juli 2016 durch den legalen Abschuss. Die zweite, ältere Schussverletzung befand sich am linken Unterarm, war mindestens sieben Wochen alt und bereits in Abheilung. Es muss also davon ausgegangen werden, dass Ende Mai/Anfang Juni 2016 illegal auf den Wolf geschossen wurde – wo genau, ist aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse nicht klar. Infolge des grossen Aktionsradius der Wölfe kommen neben dem Kanton Uri auch die umliegenden Gebiete infrage, berichtet der Kanton Uri in seiner Medienmitteilung.