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Bei dieser religiösen Zeremonie teilt der Monarch den Gottheiten mit, dass er am Nachmittag den Würdenträgern aus dem In- und Ausland den Antritt seiner Regentschaft verkünden werde. Naruhito hatte sein Amt offiziell am 1. Mai nach Abdankung seines Vaters übernommen.
Bei der religiösen Zeremonie am Morgen wurde der Monarch von Hofbeamten begleitet, die zwei der Throninsignien trugen: ein Schwert sowie Krummjuwelen, die das Kaiserhaus der Sage nach von der Sonnengöttin Amaterasu Omikami erhalten habe. Den Mythen zufolge sind Japans Kaiser unmittelbare Nachfahren der Göttin. Niemand, selbst der Kaiser nicht, darf dabei einen Blick auf die Throninsignien werfen, die sich in Schutzhüllen befinden. Ihr Inhalt ist dazu zu heilig.
Am Nachmittag (Ortszeit) vollzieht Kaiser Naruhito dann im Beisein von rund 2000 Würdenträgern aus aller Welt eine prachtvolle Zeremonie zu seiner Thronbesteigung. Bei dem 30 Minuten dauernden festlichen Akt namens “Sokuirei Seiden no gi” (Zeremonie zur Inthronisierung des Kaisers) im Palast werden unter anderem der britische Kronprinz Charles erwartet. Eine ursprünglich im Anschluss geplante Parade des Kaiserpaares in einem offenen Wagen durch die Hauptstadt wurde aus Rücksicht auf die Opfer einer kürzlichen Taifun-Katastrophe auf den 10. November verschoben.