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Tommy Boy (1995)
Tommy Boy - Durch dick und dünn
Tommy Boy (1995) Tommy Boy - Durch dick und dünn
Oder: Dick und Doof in einer Person
Sieben Jahre hat Tommy Callahan Jr. (Chris Farley) auf der Universität zugebracht, bis er endlich den finalen Abschluss geschafft hat. Nun gehts heim zu Daddy (Brian Dennehy), um im Familienbetrieb Karriere zu machen. Ausserdem kriegt Tommy die Nachricht zu hören, dass sein Daddy eine neue Frau (Bo Derek) heiraten will und der Bub damit einen Stiefbruder (Rob Lowe) bekommen soll.
Als Vater Callahan allerdings bei der Hochzeitsfeier stirbt, wird Tommy ins kalte Wasser geworfen. Seine Stiefmutter will das Geschäft verscherbeln und alle Arbeiter auf die Strasse setzen. Tommy kan das natürlich nicht zulassen und erwirkt einen Aufschub. Dazu will er höchstpersönlich in den Aussendienst gehen und Ersatzteile an die Kunden verkaufen, die schon seinem Vater die Treue hielten. Begleitet wird er dabei vom eingebildeten Buchhalter Richard (David Spade), der Tommys Vater als Assistent zur Hand ging und sich über den dicken und ungeschickten Neuling mehr als nur lustig macht.
Was nun beginnt, ist ein Roadtrip der besonderen Art. Denn nicht nur haben Tommy und Richard keine Ahnung, wie sie die nötigen Geschäfte abschliessen sollen (sie müssen immer mehr improvisieren), sondern sie gehen sich auch je länger je mehr auf die Nerven. Eine Voraussetzung, die es praktisch unmöglich macht, die nötigen Deals unter Dach und Fach zu bringen. Geschweige denn, beim Platzhirschen Ray Zalinsky (Dan Aykroyd) vorzusprechen. Ausserdem gibts noch jede Menge Überraschungen von Zuhause, denn da spielt man nicht mit offenen Karten.
DVD-Rating
Wer schon einmal ältere Folgen von "Saturday Night Live" gesehen hat, der weiss, dass diese Comedyshow eine Talentschmiede für lustige Personen ist. Viele inzwischen bekannte Komiker haben sich ihre Sporen da abverdient und machen heute grosse Kohle. Chris Farley war einer der Jungstars von 1990 (neben Chris Rock oder Adam Sandler), die auf eine grosse Kinokarriere spekulierten. Leider sinds bei Chris Farley nur eine Handvoll Filme geworden. Der Mann starb 1997 an einer Überdosis Drogen.
Tommy Boy war der erste Film des dicken Komikers, in dem er eine Hauptrolle spielen durfte. Mit seinem Sketchpartner David Spade ging er auf eine aberwitzige Reise quer durchs Land und hatte dabei diverse Gelegenheiten, seine "physical Comedy" an den Mann zu bringen.
Das Zusammenspiel Farley/Spade klappt ausgezeichnet (die beiden Herren drehten später noch Black Sheep zusammen) und die Witze sind zwar dämlich und blöd, bieten aber einen recht anständigen Unterhaltungswert. Ausserdem ist es schön, Bo Derek mal wieder zu sehen, und Rob Lowe hat Gefallen daran gefunden, sich zum Deppen zu machen.
Fazit: Tommy Boy ist lustig, keine Frage. Nicht durchgehend, aber vielfach wird einfacher und glatter Witz geboten, der sich mit einer überraschend ansprechenden Story paart. Keine puren Blödeleien (die gibts aber auch), sondern eine nette US-Komödie, mit einem dicken Hauptdarsteller, dem keine Peinlichkeit zu, ähm, peinlich ist. Nicht schlecht!
Man merkt der DVD das Alter des Films an. Fast 15 Jahre gehen nicht spurlos am Material vorbei und wer nicht "remastert", der kriegt halt etwas geboten, das mit der Konkurrenz nicht so ganz mithalten kann. Soll heissen, das Bild ist zwar anständig geworden, hat aber dennoch mit einigen Unreinheiten zu kämpfen. Dafür ist der Ton besser geglückt, auch wenn der Film an sich keine grossen und teuren Boxen voraussetzt. Laut wird es nämlich kaum einmal.
OutNow.CH:
02.05.2009 / muri
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