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Paul Schreyer
Im Jahr 1904 formulierte Halford Mackinder, Geograf und Professor an der London School of Economics, erstmals seine Theorie des „Heartlands“, der Region in der Mitte des eurasischen Kontinents, dessen Kontrolle er als entscheidend für den Fortbestand des britischen Imperiums ansah (1).
Die Entwicklungen der Technik und Infrastruktur wie Straßen oder Eisenbahnen würden zu Lande immer bessere Verbindungen und Truppentransporte ermöglichen, sodass die Überlegenheit der die Meere beherrschenden britischen Seemacht schrumpfe. Selbst Seeblockaden könnten gegen eine im Zentrum von Europa und Asien entstehende Macht nichts ausrichten, weshalb es für die imperiale Strategie Großbritanniens vor allem wichtig sei, eine Annäherung von Deutschland und Russland zu verhindern. Denn, so brachte Mackinder seine Heartland-Theorie später auf den Punkt:
„Wer Osteuropa regiert, beherrscht das Heartland. Wer das Heartland regiert, beherrscht die Weltinsel. Wer die Weltinsel regiert, beherrscht die Welt.“
Dass Deutschland nach der Reichsgründung 1871 eine sehr dynamische Entwicklung ge….