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Vögel und Schmetterlinge „flattern“ dem Klimawandel hinterher, dies stellt der Informationsdienst Wissenschaft in seiner aktuellen Medienmitteilung fest. Die Temperaturen haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten in Europa schneller erhöht als beide Tiergruppen sich anpassen konnten. Sie sind langsamer nach Norden gewandert als es ihre klimatischen Erfordernisse für nötig erscheinen lassen. Im statistischen Mittel liegen Vögel 212 und Schmetterlinge 135 Kilometer gegenüber der Temperaturerhöhung und der Verschiebung ihrer Lebensräume nordwärts zurück.
Der Klimawandel führt zu einer deutlichen Verschiebung der Lebensräume und kann Lebensgemeinschaften aus verschiedenen Tier- und Pflanzengruppen auseinander reissen. „Unsere Ergebnisse weisen nicht nur darauf hin, dass Vögel und Schmetterlinge nicht schnell genug dem Klimawandel hinterher ziehen können. Sie zeigen auch, dass die Lücke zwischen beiden Gruppen grösser wird“, betont Chris van Swaay von der Niederländischen Schmetterlingsstiftung. Da viele Vogelarten bei ihrer Ernährung auf Raupen bestimmter Schmetterlingsarten angewiesen sind, könnte die Verzögerung im Klimadrift verheerende Folgen haben.
Diese Ergebnisse sind aus Sicht der Wissenschaftler alarmierend: Vögel und Schmetterlinge zählen zu den am meisten verbreiteten und mobilsten Tiergruppen.
Bild: Chris van Swaay / Butterfly Climate Risk Atlas 2008