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Was ist Obedience?
Bei Obedience handelt es sich um eine Hundesportart, welche Ihren Ursprung in England hat. Obedience bedeutet im Englischen dabei so viel wie der Gehorsam.
Dieser Hundesport heißt oftmals auch „Hohe Schule“, da ein eingespieltes Team zwischen Hund und Hundeführer notwendig ist. Dabei legt der Hund ein kontrolliertes Verhalten auf gezielte Zeichen des Hundeführers an den Tag.
Die Geschichte
Die Sportart hat ihren Ursprung in Großbritannien. In den Anfängen war Obedience eine Teilübung bei den „working trials“, mit denen die Briten die Hunde prüften. Diese wurde 1919 in Großbritannien für Deutsche Schäferhunde etabliert.
Es dauerte nicht lange, dann boten die Vereine den Hundehaltern die Option, nur in der Disziplin Obience anzutreten.
Erst Anfang der 50er Jahre bekam die Sportart für Hunde ein größeres Publikum. Auf der Hundeshow Crufts Obedience zeigten die Briten erstmals Prüfungen vor vielen Zuschauern.
In Deutschland fand der Hundesport erst später seine Anhänger. Zunächst gab es ein Pilotprojekt und am 01.07. 2002 veröffentlichte man die erste Prüfungsordnung. Inzwischen ist diese nicht mehr gültig, sondern wurde in Teilen überarbeitet.
Bestandteile
Die Prüfungen beinhalten überwiegend Übungen zum Gehorsam des Hundes. Das liegt bei dem Namen Obedience auch nahe. Zu diesen Übungen zählen dabei:
- Bei-Fuß-Gehen
- Apportieren
- Sitz
- Platz
- Steh aus der Bewegung
- Bleib-Übungen mit und ohne Sichtkontakt zwischen Hund und Hundeführer
- Abrufen
- Vorausschicken in eine Box (in der Regel aus Pylonen bestehend)
- rückwärts Fuß-Gehen
- das Herumschicken um Pylonen
- Apportieren über Hindernisse
- Geruchsidentifikation aus verschiedenen Hölzern.
Wichtiger Bestandteil der Prüfungen ist die Sozialverträglichkeit der Hunde anderen Hunden wie auch Menschen gegenüber.
Für welche Hunde ist Obedience geeignet
Generell ist Obedience wirklich für jeden Hund – egal welche Rasse – geeignet. Gleiches gilt dabei auch für den Hundeführer.
Teilnahme an Wettkämpfen
An Wettkämpfen in der Sportart Obedience dürfen alle Hunde teilnehmen, die eine BH abgelegt haben. Diese abgelegte Begleithundeprüfung ist nachzuweisen, genau wie die bestandene Sachkundeprüfung des Hundefühfrers. Der Besitzer muss in einem Rasseklub Mitglied sein (VDH-Mitgliedsverband). Als Voraussetzung für den Hund gilt, dass er zu identifizieren ist. Das geht per Chip oder Tätowierung.
Die Teilnahme an Wettkämpfen setzt voraus, dass ein ein Leistungsheft vorhanden ist.
Vorzulegen sind bei Wettkämpfen ferner:
- Der Impfpass des Hundes.
- Leistungsnachweis oder Lizenz.
- Nachweis der Mitgliedschaft des Hundeführers in einem VDH-Mitgliedsverband.
Wer an einer internationalen Obedience-Klasse oder an einer Europa- oder Weltmeisterschaft teilnehmen möchte, muss noch diese Voraussetzungen erfüllen: Der Hund muss mindestens 15 Monate alt und es ist notwendig, dass er in einem von der FCI anerkannten Zuchtbuch registriert ist oder in dessen Anhang-Register eingetragen ist.
Klassenunterteilung
Es gibt verschiedene Prüfungsordnungen für diese Hundesportart. Deshalb existieren verschiedene Klassifizierungen. Im DACH Raum sind das üblicherweise:
- Beginnerklasse
- 1. Klasse
- 2. Klasse
- 3. Klasse