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Angst ist nicht nur eine emotionale Erfahrung, sondern hat auch eine spürbare Wirkung auf unseren Körper. Wenn wir uns ängstlich fühlen, setzt unser Körper eine komplexe Reaktion in Gang, die oft als “Kampf-oder-Flucht-Reaktion” bezeichnet wird.
Die Kampf-oder-Flucht-Reaktion beinhaltet die Freisetzung von Hormonen wie Adrenalin und Noradrenalin, die eine Vielzahl von körperlichen Veränderungen bewirken:
Erhöhte Herzfrequenz: Das Herz schlägt schneller, um mehr Blut und Sauerstoff zu den Muskeln zu transportieren und die Leistungsfähigkeit zu steigern.
Weitstellung der Pupillen: Die Pupillen werden grösser, um mehr Licht in die Augen zu lassen und die Wahrnehmung zu verbessern.
Beschleunigte Atmung: Die Atmung wird schneller, um den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, um die Energie für den Kampf oder die Flucht bereitzustellen.
Muskelspannungen: Die Muskeln spannen sich an, um eine erhöhte körperliche Leistungsfähigkeit zu ermöglichen.
Erhöhter Blutzuckerspiegel: Der Blutzuckerspiegel steigt an, um den Körper mit zusätzlicher Energie zu versorgen.
Im modernen Leben sind die meisten Situationen, in denen wir uns ängstlich fühlen, keine unmittelbaren Bedrohungen für unser Überleben. Die Überaktivität der Kampf-oder-Flucht-Reaktion kann jedoch zu starkem Stress, Unbehagen und Einschränkungen im täglichen Leben führen. Daher ist es wichtig, Strategien zu erlernen, um mit der Angst umzugehen und die Kampf-oder-Flucht-Reaktion zu kontrollieren, wenn sie nicht angemessen ist.
Angst kann zu einer erhöten Herzfrequenz und einem erhöhten Blutdruck führen. Beides Dinge, welche auf Dauer nicht gesund sind.
Angst kann das Verdauungssystem beeinflussen und zu Symptomen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung führen. Der Körper reduziert diese Funktionen, damit er genügend Energie für die Kampf- oder Fluchtreaktion hat.
Bei Angst können sich die Atemmuster verändern. Manche Menschen neigen dazu, flach und schnell zu atmen (Hyperventilation), was zu Schwindelgefühlen, Benommenheit oder Taubheit in den Extremitäten führen kann.
Ängstliche Gedanken und innere Unruhe können zu Schlafstörungen führen. Menschen mit Angststörungen leiden häufig unter Einschlafproblemen, Durchschlafstörungen oder Albträumen, was zu Müdigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit führen kann.
Langfristige Angst kann das Immunsystem beeinträchtigen und die Anfälligkeit für Infektionen und Krankheiten erhöhen. Dies liegt daran, dass chronischer Stress und erhöhte Cortisolspiegel das Immunsystem schwächen können.