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Frauen mit Kinderwunsch haben oft Angst, nach dem Sex zur Toilette zu gehen. Werden dann nicht die Spermien aus der Vagina herausgespült, bevor sie eine Chance hatten, durch den Gebärmutterhals in Richtung Eizelle zu schwimmen? Die Sorge ist unbegründet. Eine einzige Ejakulation beinhaltet zwischen 20 und 400 Millionen Spermien. Sofort nach der Ejakulation beginnen die schnellsten Spermien schon ihre Reise zum Gebärmutterhals, während der fruchtbaren Tage unterstützt vom Zervixschleim. Wenn direkt nach dem Sex bzw. beim Aufstehen viel Flüssigkeit aus der Scheide läuft, ist das kein Problem: Dieser Teil der Samenflüssigkeit hätte es ohnehin nicht durch den Gebärmutterhals geschafft.
Der WC-Gang nach dem Sex hat also keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung.
Und: Nach dem Sex liegen zu bleiben, am besten noch mit einem Kissen unter dem Po, steigert auch nicht die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden. Jedenfalls gibt es keinerlei wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass Frauen schneller oder häufiger schwanger werden, wenn das Sperma länger im Körper verbleibt.
Als Vorbeugung gegen eine Blasenentzündung ist die Entleerung der Harnblase auf dem WC allemal zu empfehlen, weil beim vaginalen Geschlechtsverkehr Bakterien durch die Bewegungen des Mannes aus dem unteren Scheidenbereich in die Harnröhre der Frau gestossen werden.