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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00427 V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiber Weber Urteil vom 3 0. Oktober 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Die 1961 geborene X.___, welche über keinen Berufsabschluss verfügt, meldete sich am 1 0. Juli 2017 (Eingangsdatum, Urk. 8/9) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle tätigte daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen und verneinte n ach durchgeführtem Vorbescheidverfahre n ( Urk. 8/27) ein en Leistungsanspruch mit Verfügung vom 3 0. Januar 2018 ( Urk. 8/29). 1.2 Am 3. Januar 2020 (Eingangsdatum, Urk. 8/30) meldete sich die Versicherte er neut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an ( Urk. 8/30/6). Mit Schreiben vom 2 1. Januar 2020 wurde sie darauf hingewiesen, sie müsse glaub haft machen, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung in anspruchsrelevanter Weise verändert hätten. Ferner wurde sie auf gefordert, bis zum 2 8. Februar 2020 aktuelle Beweismittel einzureichen, andern falls auf ihr Gesuch nicht eingetreten werde ( Urk. 8/31). Nachdem die Versicherte diese Frist ungenutzt hatte verstreichen lassen, stellte ihr die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1 0. März 2020 in Aussicht, auf das neue Leistungsbegehren nicht einzutreten ( Urk. 8/35). Die Versicherte liess daraufhin einen Bericht der sie behandelnden Psychologi nnen auflegen ( Urk. 8/36). Mit Verfügung vom 2 6. Mai 2020 trat die IV-Stelle auf das neue Leistungsbegehren nicht ein ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 2 4. Juni 2020 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung vom 2 6. Mai 2020 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auf das Leistungsgesuch einzutreten. Ferner sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen ( Urk. 1). Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1 9. August 2020 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7), wovon der Beschwerdeführerin am 2 5. August 2020 Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) muss mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invali ditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ein tretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mit hin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2). Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neu anmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.2 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durch aus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid fest, anhand des im Vorbescheidverfahren aufgelegten Bericht s sei eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung nicht glaubhaft gemacht worden ( Urk. 2). 2.2 Die Beschwerdeführerin legte dar, ihr würde es seit Erlass der letzten Verfügung im Jahr 2018 nicht bessergehen. Sie sei in regelmässiger ambulanter Behandlung, wobei der Aufbau einer Tagesstruktur bislang noch nicht habe erreicht werden können. Trotz Behandlungen gehe es ihr viereinhalb Jahre nach dem Tod ihres Sohnes nicht gut genug, um eine Arbeitstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt auf- oder an einem Programm teilzunehmen. Die Beschwerdegegnerin habe ihren Ent scheid gefällt, ohne eine ärztliche Beurteilung einzuholen ( Urk. 1). 3. 3.1 Die leistungsabweisende Verfügung vom 3 0. Januar 2018 ( Urk. 8/29) beruhte auf folgender Aktenlage: 3.1.1 Am 1 3. Januar 2016 ( Urk. 8/23/1-11) berichteten die Ärzte der Klinik Y.___, die Beschwerdeführerin sei am 2 9. Dezember 2015 auf der Akutstation für Krisenintervention aufgenommen worden, nachdem sie vom Suizid einer ihrer Söhne im Rahmen eines psychiatrischen Klinikaufenthalts vernommen habe. In Zusammenschau von Anamnese und klinischer Beschwerdesymptomatik sei von einem depressiv-suizidalen Syndrom im Rahmen einer Anpassungsstörung aus zugehen. Die vorbestehende Medikation – bei der Beschwerdeführerin seien wiederkehrende depressive Störungen bekannt – sei ergänzt worden, was in der Folge zu einer wesentlichen Verbesserung der Allgemeinsymptomatik geführt habe. Bei Austritt nach erfolgter Krisenintervention am 1 1. Januar 2016 hätten keine Hinweise für eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden ( Urk. 8/23/3). 3.1.2 Gemäss Bericht vom 2 9. Februar 2016 ( Urk. 8/23/12-20) erfolgte auf Zuweisung der Behandlerin, Dr. Z.___, vom 3. b is zum 1 9. Februar 2016 eine zweite Hospitalisierung der Beschwerdeführerin in der Klinik Y.___. Die Ärzte führten aus, die Beschwerdeführerin habe angegeben, sie weine fast den ganzen Tag, habe eine depressive Stimmung und könne an nichts Anderes als an ihren verstorbenen Sohn denken. Gleichzeitig habe sie grosse Angst, dass sich auch der noch mit ihr zusammenlebende 18-jährige Sohn das Leben nehmen könnte. Dieser gehe seit einem halben Jahr nicht mehr zur Schule, habe alle Kontakte abgebrochen und wünsche sich den Weltuntergang. Aus psychiatrischer Sicht diagnostizierten die Ärzte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Alkohol sowie Sedativa und Hypnotika ( Urk. 8/23/12). 3.1.3 Zu Händen der Beschwerdegegnerin wiederholten die Fachpersonen der Klinik Y.___ am 1. November 2017 ( Urk. 8/21) die vor stehend genannten Diagnosen (E. 3.1.2) und berichteten, bei der Beschwerdeführerin habe bei Aus tritt am 1 9. Februar 2016 eine ängstlich-depressive Restsymptomatik mit leichten Einschlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Schreckhaftigkeit, Zukunftsängsten, verminderter Hoffnung, Nervosität, sowie Angst vor Menschenmengen und dem Alleinsein, sowie dem Gefühl von psychischer Er krankung und Belastung bestanden. Hinsichtlich Arbeitsunfähigkeit führten sie aus, diese sei durch den Nachbehandler zu beurteilen. Im Austrittszeitpunkt habe aufgrund der unvollständig remittierten Symptomatik weiterhin eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % bestanden ( Urk. 8/21/8). 3.1. 4 Die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. Z.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Bericht vom 2 3. August 2017 schliesslich folgende Diagnosen ( Urk. 8/18/1): - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (F33.1) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak (F17.2), Abhängigkeits syndrom - Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F10.20), gegenwärtig abstinent - Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom (F13.2) - Diabetes mellitus, Typ 2 (E11.90) - Hyperlipidämie Dr. Z.___ hielt fest, die Beschwerdeführerin weise keine schweren psychopathologischen Symptome wie Störungen des Bewusstseins oder der Orientierung auf. Ihr formal es und inhaltliches Denken sei ungestört. Indes zeige sie leichte Aufmerksamkeits-, Auffassungs- und Konzentrationsstörungen sowie leichte mnestische Störungen. Formalgedanklich sei ein Gedankenkreisen um den Suizid des Sohnes und die Sorge um den jüngsten Sohn festzustellen gewesen, wobei sie sprunghaft gewirkt habe. Demgegenüber hätten sich keine inhaltlichen Denkstörungen, keine Ich-Störungen und keine Sinnestäuschungen gezeigt. Im Affekt habe die Beschwerdeführerin interessenlos, affektlabil gewirkt, wobei die Schwingungsfähigkeit reduziert gewesen sei. Ferner sei eine Antriebsminderung festzustellen gewesen. Demgegenüber sei der Nachtschlaf unter Medikation als gut zu bezeichnen und keine Suizidalität oder Fremdgefährdung festzustellen gewesen. Im psychotherapeutischen Setting stünden die Bearbeitung der schweren Erlebnisse aus der Vergangenheit der Beschwerdeführerin (Gewalt des Ex-Ehemannes, Suizid des Sohnes, konflikthafte frühkindliche Entwicklung), die Entwicklung neuer Abwehrstrategien und die Stabilisierung ihres mangelnden Selbstvertrauens im Vordergrund. Ziel der integrativen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung sei die Stabilisierung des depressiven Zustandsbildes sowie auch die Stärkung der Persönlichkeit in schwierigen konflikthaften Situationen, weshalb bis auf Weiteres eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung nötig sei. Aufgrund der beschriebenen Symptome sei die Beschwerdeführerin nich t arbeitsfähig. Die Erkrankung weise dabei einen chronischen Verlauf auf, wobei mithilfe der bisherigen Therapien nur eine Teilremission der Symptomatik habe erzielt werden können. Mit einer Besserung sei in Zukunft - selbst bei Anwendung konstanter therapeutischer Massnahmen - kaum zu rechnen ( Urk. 8/18/2). 3.1.5 Gestützt auf diese Aktenlage sowie die Beurteilung durch Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), wonach von einer Anpassungsstörung aufgrund psychosozialer Faktoren auszugehen sei (Stellungnahme vom 2 0. November 2017, Urk. 8/26/5), verneinte die Beschwerdegegnerin einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden und infolgedessen auch einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin (Verfügung vom 3 0. Januar 2018, Urk. 8/29). 3.2 Zur Glaubhaftmachung einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes respektive einer Änderung der tatsächlichen Verhältnisse legte die Beschwerde führerin einen Bericht vom 1 8. März 2020 der sie behandelnden Psychologinnen der Klinik Y.___ auf ( Urk. 8/36). Lic. phil. B.___ und MSc C.___ hielten darin fest, die Beschwerde führerin befinde sich seit Januar 2020 in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Derzeit sei von einer mittel- bis schwergradige n depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F32. 1-2) und einer verlängerten Trauerreaktion nach dem Suizid ihr es Sohnes im Dezember 2016 [rec te 2015, Urk. 8/9/3] auszu gehen. Zwecks Etablierung einer geregelten Tagesstruktur werde versuchsweise ein niederschwelliges Angebot aufgegleist, wobei eine Prognose über deren Auf rechterhaltung nicht gemacht werden könne. Sodann notierten sie, dass von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. 4. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe, ohne eine ärztliche Beurteilung einzuholen, die angefochtene Verfügung erlassen, kann sie hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. So spielt i m Verfahren der Neuanmeldung nach Art. 87 Abs. 3 IVV der Untersuchungsgrundsatz ( Art. 43 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung [IVG] und Art. 2 ATSG) insoweit nicht, als die versicherte Person in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweis führungslast trifft ( statt vieler Urteil des Bundesgerichts 8C_207/2019 vom 3. Juli 2019 E. 3.1, vgl. auch E. 1.1 ). Mithin war es Sache der Beschwerdeführerin, ärzt liche Berichte aufzulegen, welche eine Veränderung ihres Gesundheitszustandes hätten als glaubhaft erscheinen lassen. Solche sind indes nicht aktenkundig. Der von der Beschwerdeführerin im Rahmen der Neuanmeldung eingereichte Bericht vom 1 8. März 2020 (E. 3. 2 ) ist von den sie behandelnden Psychologinnen erstell t und damit – mangels fachärztlicher Beurteilung – zum Vornherein nicht geeignet, eine Veränderung der gesundheit lichen Situation glaubhaft darzutun. Es kommt hinzu, dass ein psychopathologischer Befund gänzlich fehlt und Angaben zum Krankheitsverlauf nicht namhaft gemacht wurden, weshalb sich die Frage, ob eine Veränderung vorliegen könnte, gar nicht beantworten lässt. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass eine neu hinzugetretene Diagnose per se nicht genügt, um eine erhebliche Verschlechterung glaubhaft zu machen, da damit über das quantitative Element einer relevanten, die Arbeitsfähigkeit schmälernde Veränderung des Gesundheitszustandes nicht zwingend etwas ausgesagt wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_244/2016 vom 2 1. Juni 2016 E. 3.5). Damit ist es der Beschwerdeführerin nicht gelungen, eine rechtserhebliche Veränderung glaubhaft zu machen. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass verglichen mit der letztmaligen Beurteilung eine erhebliche gesundheitliche Verschlechterung nicht glaubhaft dargelegt wurde. Die Beschwerdegegnerin ist daher zu Recht auf die Neuanmel dung der Beschwerdeführerin nicht eingetreten. Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. 6.1 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos und die Partei bedürftig ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). 6.2 Die Beschwerdeführerin bezieht Sozialhilfe (Urk. 5 und 6). Mit Blick darauf ist sie im vor liegenden Verfahren bezogen auf den massgebenden Zeitpunkt als prozes sual bedürftig zu qualifizieren. Da auch die weitere Anspruchsvoraussetzung der fehlende n Aussichtslosigkeit als erfüllt zu erachten ist, ist der Beschwerdeführerin in Bewilligung ihres Gesuchs vom 2 4. Juni 2020 (Urk. 1) die unentgeltliche Prozessführung zu gewäh ren. 6.3 Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1 bis IVG), sind auf Fr. 5 00.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge Ge wäh rung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Beschwerdeführerin ist darauf hinzuweisen, dass sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial ver siche rungsgericht, GSVGer). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 5 00.-- werden der Beschwerdeführer in auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber VogelWeber

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00427 V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiber Weber Urteil vom 3 0. Oktober 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Die 1961 geborene X.___, welche über keinen Berufsabschluss verfügt, meldete sich am 1 0. Juli 2017 (Eingangsdatum, Urk. 8/9) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle tätigte daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen und verneinte n ach durchgeführtem Vorbescheidverfahre n ( Urk. 8/27) ein en Leistungsanspruch mit Verfügung vom 3 0. Januar 2018 ( Urk. 8/29). 1.2 Am 3. Januar 2020 (Eingangsdatum, Urk. 8/30) meldete sich die Versicherte er neut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an ( Urk. 8/30/6). Mit Schreiben vom 2 1. Januar 2020 wurde sie darauf hingewiesen, sie müsse glaub haft machen, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung in anspruchsrelevanter Weise verändert hätten. Ferner wurde sie auf gefordert, bis zum 2 8. Februar 2020 aktuelle Beweismittel einzureichen, andern falls auf ihr Gesuch nicht eingetreten werde ( Urk. 8/31). Nachdem die Versicherte diese Frist ungenutzt hatte verstreichen lassen, stellte ihr die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1 0. März 2020 in Aussicht, auf das neue Leistungsbegehren nicht einzutreten ( Urk. 8/35). Die Versicherte liess daraufhin einen Bericht der sie behandelnden Psychologi nnen auflegen ( Urk. 8/36). Mit Verfügung vom 2 6. Mai 2020 trat die IV-Stelle auf das neue Leistungsbegehren nicht ein ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 2 4. Juni 2020 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung vom 2 6. Mai 2020 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auf das Leistungsgesuch einzutreten. Ferner sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen ( Urk. 1). Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1 9. August 2020 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7), wovon der Beschwerdeführerin am 2 5. August 2020 Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) muss mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invali ditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ein tretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mit hin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2). Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neu anmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.2 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durch aus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid fest, anhand des im Vorbescheidverfahren aufgelegten Bericht s sei eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung nicht glaubhaft gemacht worden ( Urk. 2). 2.2 Die Beschwerdeführerin legte dar, ihr würde es seit Erlass der letzten Verfügung im Jahr 2018 nicht bessergehen. Sie sei in regelmässiger ambulanter Behandlung, wobei der Aufbau einer Tagesstruktur bislang noch nicht habe erreicht werden können. Trotz Behandlungen gehe es ihr viereinhalb Jahre nach dem Tod ihres Sohnes nicht gut genug, um eine Arbeitstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt auf- oder an einem Programm teilzunehmen. Die Beschwerdegegnerin habe ihren Ent scheid gefällt, ohne eine ärztliche Beurteilung einzuholen ( Urk. 1). 3. 3.1 Die leistungsabweisende Verfügung vom 3 0. Januar 2018 ( Urk. 8/29) beruhte auf folgender Aktenlage: 3.1.1 Am 1 3. Januar 2016 ( Urk. 8/23/1-11) berichteten die Ärzte der Klinik Y.___, die Beschwerdeführerin sei am 2 9. Dezember 2015 auf der Akutstation für Krisenintervention aufgenommen worden, nachdem sie vom Suizid einer ihrer Söhne im Rahmen eines psychiatrischen Klinikaufenthalts vernommen habe. In Zusammenschau von Anamnese und klinischer Beschwerdesymptomatik sei von einem depressiv-suizidalen Syndrom im Rahmen einer Anpassungsstörung aus zugehen. Die vorbestehende Medikation – bei der Beschwerdeführerin seien wiederkehrende depressive Störungen bekannt – sei ergänzt worden, was in der Folge zu einer wesentlichen Verbesserung der Allgemeinsymptomatik geführt habe. Bei Austritt nach erfolgter Krisenintervention am 1 1. Januar 2016 hätten keine Hinweise für eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden ( Urk. 8/23/3). 3.1.2 Gemäss Bericht vom 2 9. Februar 2016 ( Urk. 8/23/12-20) erfolgte auf Zuweisung der Behandlerin, Dr. Z.___, vom 3. b is zum 1 9. Februar 2016 eine zweite Hospitalisierung der Beschwerdeführerin in der Klinik Y.___. Die Ärzte führten aus, die Beschwerdeführerin habe angegeben, sie weine fast den ganzen Tag, habe eine depressive Stimmung und könne an nichts Anderes als an ihren verstorbenen Sohn denken. Gleichzeitig habe sie grosse Angst, dass sich auch der noch mit ihr zusammenlebende 18-jährige Sohn das Leben nehmen könnte. Dieser gehe seit einem halben Jahr nicht mehr zur Schule, habe alle Kontakte abgebrochen und wünsche sich den Weltuntergang. Aus psychiatrischer Sicht diagnostizierten die Ärzte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Alkohol sowie Sedativa und Hypnotika ( Urk. 8/23/12). 3.1.3 Zu Händen der Beschwerdegegnerin wiederholten die Fachpersonen der Klinik Y.___ am 1. November 2017 ( Urk. 8/21) die vor stehend genannten Diagnosen (E. 3.1.2) und berichteten, bei der Beschwerdeführerin habe bei Aus tritt am 1 9. Februar 2016 eine ängstlich-depressive Restsymptomatik mit leichten Einschlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Schreckhaftigkeit, Zukunftsängsten, verminderter Hoffnung, Nervosität, sowie Angst vor Menschenmengen und dem Alleinsein, sowie dem Gefühl von psychischer Er krankung und Belastung bestanden. Hinsichtlich Arbeitsunfähigkeit führten sie aus, diese sei durch den Nachbehandler zu beurteilen. Im Austrittszeitpunkt habe aufgrund der unvollständig remittierten Symptomatik weiterhin eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % bestanden ( Urk. 8/21/8). 3.1. 4 Die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. Z.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Bericht vom 2 3. August 2017 schliesslich folgende Diagnosen ( Urk. 8/18/1): - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (F33.1) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak (F17.2), Abhängigkeits syndrom - Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F10.20), gegenwärtig abstinent - Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom (F13.2) - Diabetes mellitus, Typ 2 (E11.90) - Hyperlipidämie Dr. Z.___ hielt fest, die Beschwerdeführerin weise keine schweren psychopathologischen Symptome wie Störungen des Bewusstseins oder der Orientierung auf. Ihr formal es und inhaltliches Denken sei ungestört. Indes zeige sie leichte Aufmerksamkeits-, Auffassungs- und Konzentrationsstörungen sowie leichte mnestische Störungen. Formalgedanklich sei ein Gedankenkreisen um den Suizid des Sohnes und die Sorge um den jüngsten Sohn festzustellen gewesen, wobei sie sprunghaft gewirkt habe. Demgegenüber hätten sich keine inhaltlichen Denkstörungen, keine Ich-Störungen und keine Sinnestäuschungen gezeigt. Im Affekt habe die Beschwerdeführerin interessenlos, affektlabil gewirkt, wobei die Schwingungsfähigkeit reduziert gewesen sei. Ferner sei eine Antriebsminderung festzustellen gewesen. Demgegenüber sei der Nachtschlaf unter Medikation als gut zu bezeichnen und keine Suizidalität oder Fremdgefährdung festzustellen gewesen. Im psychotherapeutischen Setting stünden die Bearbeitung der schweren Erlebnisse aus der Vergangenheit der Beschwerdeführerin (Gewalt des Ex-Ehemannes, Suizid des Sohnes, konflikthafte frühkindliche Entwicklung), die Entwicklung neuer Abwehrstrategien und die Stabilisierung ihres mangelnden Selbstvertrauens im Vordergrund. Ziel der integrativen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung sei die Stabilisierung des depressiven Zustandsbildes sowie auch die Stärkung der Persönlichkeit in schwierigen konflikthaften Situationen, weshalb bis auf Weiteres eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung nötig sei. Aufgrund der beschriebenen Symptome sei die Beschwerdeführerin nich t arbeitsfähig. Die Erkrankung weise dabei einen chronischen Verlauf auf, wobei mithilfe der bisherigen Therapien nur eine Teilremission der Symptomatik habe erzielt werden können. Mit einer Besserung sei in Zukunft - selbst bei Anwendung konstanter therapeutischer Massnahmen - kaum zu rechnen ( Urk. 8/18/2). 3.1.5 Gestützt auf diese Aktenlage sowie die Beurteilung durch Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), wonach von einer Anpassungsstörung aufgrund psychosozialer Faktoren auszugehen sei (Stellungnahme vom 2 0. November 2017, Urk. 8/26/5), verneinte die Beschwerdegegnerin einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden und infolgedessen auch einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin (Verfügung vom 3 0. Januar 2018, Urk. 8/29). 3.2 Zur Glaubhaftmachung einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes respektive einer Änderung der tatsächlichen Verhältnisse legte die Beschwerde führerin einen Bericht vom 1 8. März 2020 der sie behandelnden Psychologinnen der Klinik Y.___ auf ( Urk. 8/36). Lic. phil. B.___ und MSc C.___ hielten darin fest, die Beschwerde führerin befinde sich seit Januar 2020 in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Derzeit sei von einer mittel- bis schwergradige n depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F32. 1-2) und einer verlängerten Trauerreaktion nach dem Suizid ihr es Sohnes im Dezember 2016 [rec te 2015, Urk. 8/9/3] auszu gehen. Zwecks Etablierung einer geregelten Tagesstruktur werde versuchsweise ein niederschwelliges Angebot aufgegleist, wobei eine Prognose über deren Auf rechterhaltung nicht gemacht werden könne. Sodann notierten sie, dass von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. 4. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe, ohne eine ärztliche Beurteilung einzuholen, die angefochtene Verfügung erlassen, kann sie hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. So spielt i m Verfahren der Neuanmeldung nach Art. 87 Abs. 3 IVV der Untersuchungsgrundsatz ( Art. 43 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung [IVG] und Art. 2 ATSG) insoweit nicht, als die versicherte Person in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweis führungslast trifft ( statt vieler Urteil des Bundesgerichts 8C_207/2019 vom 3. Juli 2019 E. 3.1, vgl. auch E. 1.1 ). Mithin war es Sache der Beschwerdeführerin, ärzt liche Berichte aufzulegen, welche eine Veränderung ihres Gesundheitszustandes hätten als glaubhaft erscheinen lassen. Solche sind indes nicht aktenkundig. Der von der Beschwerdeführerin im Rahmen der Neuanmeldung eingereichte Bericht vom 1 8. März 2020 (E. 3. 2 ) ist von den sie behandelnden Psychologinnen erstell t und damit – mangels fachärztlicher Beurteilung – zum Vornherein nicht geeignet, eine Veränderung der gesundheit lichen Situation glaubhaft darzutun. Es kommt hinzu, dass ein psychopathologischer Befund gänzlich fehlt und Angaben zum Krankheitsverlauf nicht namhaft gemacht wurden, weshalb sich die Frage, ob eine Veränderung vorliegen könnte, gar nicht beantworten lässt. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass eine neu hinzugetretene Diagnose per se nicht genügt, um eine erhebliche Verschlechterung glaubhaft zu machen, da damit über das quantitative Element einer relevanten, die Arbeitsfähigkeit schmälernde Veränderung des Gesundheitszustandes nicht zwingend etwas ausgesagt wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_244/2016 vom 2 1. Juni 2016 E. 3.5). Damit ist es der Beschwerdeführerin nicht gelungen, eine rechtserhebliche Veränderung glaubhaft zu machen. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass verglichen mit der letztmaligen Beurteilung eine erhebliche gesundheitliche Verschlechterung nicht glaubhaft dargelegt wurde. Die Beschwerdegegnerin ist daher zu Recht auf die Neuanmel dung der Beschwerdeführerin nicht eingetreten. Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6. 6.1 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos und die Partei bedürftig ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). 6.2 Die Beschwerdeführerin bezieht Sozialhilfe (Urk. 5 und 6). Mit Blick darauf ist sie im vor liegenden Verfahren bezogen auf den massgebenden Zeitpunkt als prozes sual bedürftig zu qualifizieren. Da auch die weitere Anspruchsvoraussetzung der fehlende n Aussichtslosigkeit als erfüllt zu erachten ist, ist der Beschwerdeführerin in Bewilligung ihres Gesuchs vom 2 4. Juni 2020 (Urk. 1) die unentgeltliche Prozessführung zu gewäh ren. 6.3 Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1 bis IVG), sind auf Fr. 5 00.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge Ge wäh rung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Beschwerdeführerin ist darauf hinzuweisen, dass sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial ver siche rungsgericht, GSVGer). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 5 00.-- werden der Beschwerdeführer in auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber VogelWeber

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2020.00427 V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiber Weber Urteil vom 3 0. Oktober 2020

IV.2020.00427

IV.2020.00427

IV.2020.00427 V. Kammer

V. Kammer

Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiber Weber

Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiber Weber

Urteil vom 3 0. Oktober 2020

Urteil vom 3 0. Oktober 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Die 1961 geborene X.___, welche über keinen Berufsabschluss verfügt, meldete sich am 1 0. Juli 2017 (Eingangsdatum, Urk. 8/9) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle tätigte daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen und verneinte n ach durchgeführtem Vorbescheidverfahre n ( Urk. 8/27) ein en Leistungsanspruch mit Verfügung vom 3 0. Januar 2018 ( Urk. 8/29).

1.1 Die 1961 geborene X.___, welche über keinen Berufsabschluss verfügt, meldete sich am 1 0. Juli 2017 (Eingangsdatum, Urk. 8/9) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle tätigte daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen und verneinte n ach durchgeführtem Vorbescheidverfahre n ( Urk. 8/27) ein en Leistungsanspruch mit Verfügung vom 3 0. Januar 2018 ( Urk. 8/29). 1.2 Am 3. Januar 2020 (Eingangsdatum, Urk. 8/30) meldete sich die Versicherte er neut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an ( Urk. 8/30/6). Mit Schreiben vom 2 1. Januar 2020 wurde sie darauf hingewiesen, sie müsse glaub haft machen, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung in anspruchsrelevanter Weise verändert hätten. Ferner wurde sie auf gefordert, bis zum 2 8. Februar 2020 aktuelle Beweismittel einzureichen, andern falls auf ihr Gesuch nicht eingetreten werde ( Urk. 8/31). Nachdem die Versicherte diese Frist ungenutzt hatte verstreichen lassen, stellte ihr die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1 0. März 2020 in Aussicht, auf das neue Leistungsbegehren nicht einzutreten ( Urk. 8/35). Die Versicherte liess daraufhin einen Bericht der sie behandelnden Psychologi nnen auflegen ( Urk. 8/36). Mit Verfügung vom 2 6. Mai 2020 trat die IV-Stelle auf das neue Leistungsbegehren nicht ein ( Urk. 2).

1.2 Am 3. Januar 2020 (Eingangsdatum, Urk. 8/30) meldete sich die Versicherte er neut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an ( Urk. 8/30/6). Mit Schreiben vom 2 1. Januar 2020 wurde sie darauf hingewiesen, sie müsse glaub haft machen, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung in anspruchsrelevanter Weise verändert hätten. Ferner wurde sie auf gefordert, bis zum 2 8. Februar 2020 aktuelle Beweismittel einzureichen, andern falls auf ihr Gesuch nicht eingetreten werde ( Urk. 8/31). Nachdem die Versicherte diese Frist ungenutzt hatte verstreichen lassen, stellte ihr die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1 0. März 2020 in Aussicht, auf das neue Leistungsbegehren nicht einzutreten ( Urk. 8/35). Die Versicherte liess daraufhin einen Bericht der sie behandelnden Psychologi nnen auflegen ( Urk. 8/36). Mit Verfügung vom 2 6. Mai 2020 trat die IV-Stelle auf das neue Leistungsbegehren nicht ein ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob X.___ am 2 4. Juni 2020 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung vom 2 6. Mai 2020 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auf das Leistungsgesuch einzutreten. Ferner sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen ( Urk. 1). Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1 9. August 2020 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7), wovon der Beschwerdeführerin am 2 5. August 2020 Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 9).

2. Dagegen erhob X.___ am 2 4. Juni 2020 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung vom 2 6. Mai 2020 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auf das Leistungsgesuch einzutreten. Ferner sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen ( Urk. 1). Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1 9. August 2020 auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7), wovon der Beschwerdeführerin am 2 5. August 2020 Kenntnis gegeben wurde ( Urk. 9). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) muss mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invali ditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ein tretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mit hin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1).

1.1 Gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) muss mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invali ditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ein tretensvoraussetzung des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mit hin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2).

Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2). Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neu anmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen).

Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neu anmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen). 1.2 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durch aus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2).

1.2 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durch aus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid fest, anhand des im Vorbescheidverfahren aufgelegten Bericht s sei eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung nicht glaubhaft gemacht worden ( Urk. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid fest, anhand des im Vorbescheidverfahren aufgelegten Bericht s sei eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung nicht glaubhaft gemacht worden ( Urk. 2). 2.2 Die Beschwerdeführerin legte dar, ihr würde es seit Erlass der letzten Verfügung im Jahr 2018 nicht bessergehen. Sie sei in regelmässiger ambulanter Behandlung, wobei der Aufbau einer Tagesstruktur bislang noch nicht habe erreicht werden können. Trotz Behandlungen gehe es ihr viereinhalb Jahre nach dem Tod ihres Sohnes nicht gut genug, um eine Arbeitstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt auf- oder an einem Programm teilzunehmen. Die Beschwerdegegnerin habe ihren Ent scheid gefällt, ohne eine ärztliche Beurteilung einzuholen ( Urk. 1).

2.2 Die Beschwerdeführerin legte dar, ihr würde es seit Erlass der letzten Verfügung im Jahr 2018 nicht bessergehen. Sie sei in regelmässiger ambulanter Behandlung, wobei der Aufbau einer Tagesstruktur bislang noch nicht habe erreicht werden können. Trotz Behandlungen gehe es ihr viereinhalb Jahre nach dem Tod ihres Sohnes nicht gut genug, um eine Arbeitstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt auf- oder an einem Programm teilzunehmen. Die Beschwerdegegnerin habe ihren Ent scheid gefällt, ohne eine ärztliche Beurteilung einzuholen ( Urk. 1). 3.

3. 3.1 Die leistungsabweisende Verfügung vom 3 0. Januar 2018 ( Urk. 8/29) beruhte auf folgender Aktenlage:

3.1 Die leistungsabweisende Verfügung vom 3 0. Januar 2018 ( Urk. 8/29) beruhte auf folgender Aktenlage: 3.1.1 Am 1 3. Januar 2016 ( Urk. 8/23/1-11) berichteten die Ärzte der Klinik Y.___, die Beschwerdeführerin sei am 2 9. Dezember 2015 auf der Akutstation für Krisenintervention aufgenommen worden, nachdem sie vom Suizid einer ihrer Söhne im Rahmen eines psychiatrischen Klinikaufenthalts vernommen habe. In Zusammenschau von Anamnese und klinischer Beschwerdesymptomatik sei von einem depressiv-suizidalen Syndrom im Rahmen einer Anpassungsstörung aus zugehen. Die vorbestehende Medikation – bei der Beschwerdeführerin seien wiederkehrende depressive Störungen bekannt – sei ergänzt worden, was in der Folge zu einer wesentlichen Verbesserung der Allgemeinsymptomatik geführt habe. Bei Austritt nach erfolgter Krisenintervention am 1 1. Januar 2016 hätten keine Hinweise für eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden ( Urk. 8/23/3).

3.1.1 Am 1 3. Januar 2016 ( Urk. 8/23/1-11) berichteten die Ärzte der Klinik Y.___, die Beschwerdeführerin sei am 2 9. Dezember 2015 auf der Akutstation für Krisenintervention aufgenommen worden, nachdem sie vom Suizid einer ihrer Söhne im Rahmen eines psychiatrischen Klinikaufenthalts vernommen habe. In Zusammenschau von Anamnese und klinischer Beschwerdesymptomatik sei von einem depressiv-suizidalen Syndrom im Rahmen einer Anpassungsstörung aus zugehen. Die vorbestehende Medikation – bei der Beschwerdeführerin seien wiederkehrende depressive Störungen bekannt – sei ergänzt worden, was in der Folge zu einer wesentlichen Verbesserung der Allgemeinsymptomatik geführt habe. Bei Austritt nach erfolgter Krisenintervention am 1 1. Januar 2016 hätten keine Hinweise für eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden ( Urk. 8/23/3). 3.1.2 Gemäss Bericht vom 2 9. Februar 2016 ( Urk. 8/23/12-20) erfolgte auf Zuweisung der Behandlerin, Dr. Z.___, vom 3. b is zum 1 9. Februar 2016 eine zweite Hospitalisierung der Beschwerdeführerin in der Klinik Y.___. Die Ärzte führten aus, die Beschwerdeführerin habe angegeben, sie weine fast den ganzen Tag, habe eine depressive Stimmung und könne an nichts Anderes als an ihren verstorbenen Sohn denken. Gleichzeitig habe sie grosse Angst, dass sich auch der noch mit ihr zusammenlebende 18-jährige Sohn das Leben nehmen könnte. Dieser gehe seit einem halben Jahr nicht mehr zur Schule, habe alle Kontakte abgebrochen und wünsche sich den Weltuntergang. Aus psychiatrischer Sicht diagnostizierten die Ärzte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Alkohol sowie Sedativa und Hypnotika ( Urk. 8/23/12).

3.1.2 Gemäss Bericht vom 2 9. Februar 2016 ( Urk. 8/23/12-20) erfolgte auf Zuweisung der Behandlerin, Dr. Z.___, vom 3. b is zum 1 9. Februar 2016 eine zweite Hospitalisierung der Beschwerdeführerin in der Klinik Y.___. Die Ärzte führten aus, die Beschwerdeführerin habe angegeben, sie weine fast den ganzen Tag, habe eine depressive Stimmung und könne an nichts Anderes als an ihren verstorbenen Sohn denken. Gleichzeitig habe sie grosse Angst, dass sich auch der noch mit ihr zusammenlebende 18-jährige Sohn das Leben nehmen könnte. Dieser gehe seit einem halben Jahr nicht mehr zur Schule, habe alle Kontakte abgebrochen und wünsche sich den Weltuntergang. Aus psychiatrischer Sicht diagnostizierten die Ärzte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Alkohol sowie Sedativa und Hypnotika ( Urk. 8/23/12). 3.1.3 Zu Händen der Beschwerdegegnerin wiederholten die Fachpersonen der Klinik Y.___ am 1. November 2017 ( Urk. 8/21) die vor stehend genannten Diagnosen (E. 3.1.2) und berichteten, bei der Beschwerdeführerin habe bei Aus tritt am 1 9. Februar 2016 eine ängstlich-depressive Restsymptomatik mit leichten Einschlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Schreckhaftigkeit, Zukunftsängsten, verminderter Hoffnung, Nervosität, sowie Angst vor Menschenmengen und dem Alleinsein, sowie dem Gefühl von psychischer Er krankung und Belastung bestanden. Hinsichtlich Arbeitsunfähigkeit führten sie aus, diese sei durch den Nachbehandler zu beurteilen. Im Austrittszeitpunkt habe aufgrund der unvollständig remittierten Symptomatik weiterhin eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % bestanden ( Urk. 8/21/8).

3.1.3 Zu Händen der Beschwerdegegnerin wiederholten die Fachpersonen der Klinik Y.___ am 1. November 2017 ( Urk. 8/21) die vor stehend genannten Diagnosen (E. 3.1.2) und berichteten, bei der Beschwerdeführerin habe bei Aus tritt am 1 9. Februar 2016 eine ängstlich-depressive Restsymptomatik mit leichten Einschlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Schreckhaftigkeit, Zukunftsängsten, verminderter Hoffnung, Nervosität, sowie Angst vor Menschenmengen und dem Alleinsein, sowie dem Gefühl von psychischer Er krankung und Belastung bestanden. Hinsichtlich Arbeitsunfähigkeit führten sie aus, diese sei durch den Nachbehandler zu beurteilen. Im Austrittszeitpunkt habe aufgrund der unvollständig remittierten Symptomatik weiterhin eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % bestanden ( Urk. 8/21/8). 3.1. 4 Die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. Z.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Bericht vom 2 3. August 2017 schliesslich folgende Diagnosen ( Urk. 8/18/1):

3.1. 4 Die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. Z.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Bericht vom 2 3. August 2017 schliesslich folgende Diagnosen ( Urk. 8/18/1): - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (F33.1)

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (F33.1) - Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak (F17.2), Abhängigkeits syndrom

Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak (F17.2), Abhängigkeits syndrom - Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F10.20), gegenwärtig abstinent

Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F10.20), gegenwärtig abstinent - Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom (F13.2)

Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom (F13.2) - Diabetes mellitus, Typ 2 (E11.90)

Diabetes mellitus, Typ 2 (E11.90) - Hyperlipidämie

Hyperlipidämie Dr. Z.___ hielt fest, die Beschwerdeführerin weise keine schweren psychopathologischen Symptome wie Störungen des Bewusstseins oder der Orientierung auf. Ihr formal es und inhaltliches Denken sei ungestört. Indes zeige sie leichte Aufmerksamkeits-, Auffassungs- und Konzentrationsstörungen sowie leichte mnestische Störungen. Formalgedanklich sei ein Gedankenkreisen um den Suizid des Sohnes und die Sorge um den jüngsten Sohn festzustellen gewesen, wobei sie sprunghaft gewirkt habe. Demgegenüber hätten sich keine inhaltlichen Denkstörungen, keine Ich-Störungen und keine Sinnestäuschungen gezeigt. Im Affekt habe die Beschwerdeführerin interessenlos, affektlabil gewirkt, wobei die Schwingungsfähigkeit reduziert gewesen sei. Ferner sei eine Antriebsminderung festzustellen gewesen. Demgegenüber sei der Nachtschlaf unter Medikation als gut zu bezeichnen und keine Suizidalität oder Fremdgefährdung festzustellen gewesen. Im psychotherapeutischen Setting stünden die Bearbeitung der schweren Erlebnisse aus der Vergangenheit der Beschwerdeführerin (Gewalt des Ex-Ehemannes, Suizid des Sohnes, konflikthafte frühkindliche Entwicklung), die Entwicklung neuer Abwehrstrategien und die Stabilisierung ihres mangelnden Selbstvertrauens im Vordergrund. Ziel der integrativen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung sei die Stabilisierung des depressiven Zustandsbildes sowie auch die Stärkung der Persönlichkeit in schwierigen konflikthaften Situationen, weshalb bis auf Weiteres eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung nötig sei. Aufgrund der beschriebenen Symptome sei die Beschwerdeführerin nich t arbeitsfähig. Die Erkrankung weise dabei einen chronischen Verlauf auf, wobei mithilfe der bisherigen Therapien nur eine Teilremission der Symptomatik habe erzielt werden können. Mit einer Besserung sei in Zukunft - selbst bei Anwendung konstanter therapeutischer Massnahmen - kaum zu rechnen ( Urk. 8/18/2).

Dr. Z.___ hielt fest, die Beschwerdeführerin weise keine schweren psychopathologischen Symptome wie Störungen des Bewusstseins oder der Orientierung auf. Ihr formal es und inhaltliches Denken sei ungestört. Indes zeige sie leichte Aufmerksamkeits-, Auffassungs- und Konzentrationsstörungen sowie leichte mnestische Störungen. Formalgedanklich sei ein Gedankenkreisen um den Suizid des Sohnes und die Sorge um den jüngsten Sohn festzustellen gewesen, wobei sie sprunghaft gewirkt habe. Demgegenüber hätten sich keine inhaltlichen Denkstörungen, keine Ich-Störungen und keine Sinnestäuschungen gezeigt. Im Affekt habe die Beschwerdeführerin interessenlos, affektlabil gewirkt, wobei die Schwingungsfähigkeit reduziert gewesen sei. Ferner sei eine Antriebsminderung festzustellen gewesen. Demgegenüber sei der Nachtschlaf unter Medikation als gut zu bezeichnen und keine Suizidalität oder Fremdgefährdung festzustellen gewesen. Im psychotherapeutischen Setting stünden die Bearbeitung der schweren Erlebnisse aus der Vergangenheit der Beschwerdeführerin (Gewalt des Ex-Ehemannes, Suizid des Sohnes, konflikthafte frühkindliche Entwicklung), die Entwicklung neuer Abwehrstrategien und die Stabilisierung ihres mangelnden Selbstvertrauens im Vordergrund. Ziel der integrativen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung sei die Stabilisierung des depressiven Zustandsbildes sowie auch die Stärkung der Persönlichkeit in schwierigen konflikthaften Situationen, weshalb bis auf Weiteres eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung nötig sei. Aufgrund der beschriebenen Symptome sei die Beschwerdeführerin nich t arbeitsfähig. Die Erkrankung weise dabei einen chronischen Verlauf auf, wobei mithilfe der bisherigen Therapien nur eine Teilremission der Symptomatik habe erzielt werden können. Mit einer Besserung sei in Zukunft - selbst bei Anwendung konstanter therapeutischer Massnahmen - kaum zu rechnen ( Urk. 8/18/2). 3.1.5 Gestützt auf diese Aktenlage sowie die Beurteilung durch Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), wonach von einer Anpassungsstörung aufgrund psychosozialer Faktoren auszugehen sei (Stellungnahme vom 2 0. November 2017, Urk. 8/26/5), verneinte die Beschwerdegegnerin einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden und infolgedessen auch einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin (Verfügung vom 3 0. Januar 2018, Urk. 8/29).

3.1.5 Gestützt auf diese Aktenlage sowie die Beurteilung durch Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), wonach von einer Anpassungsstörung aufgrund psychosozialer Faktoren auszugehen sei (Stellungnahme vom 2 0. November 2017, Urk. 8/26/5), verneinte die Beschwerdegegnerin einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden und infolgedessen auch einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin (Verfügung vom 3 0. Januar 2018, Urk. 8/29). 3.2 Zur Glaubhaftmachung einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes respektive einer Änderung der tatsächlichen Verhältnisse legte die Beschwerde führerin einen Bericht vom 1 8. März 2020 der sie behandelnden Psychologinnen der Klinik Y.___ auf ( Urk. 8/36).

3.2 Zur Glaubhaftmachung einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes respektive einer Änderung der tatsächlichen Verhältnisse legte die Beschwerde führerin einen Bericht vom 1 8. März 2020 der sie behandelnden Psychologinnen der Klinik Y.___ auf ( Urk. 8/36). Lic. phil. B.___ und MSc C.___ hielten darin fest, die Beschwerde führerin befinde sich seit Januar 2020 in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Derzeit sei von einer mittel- bis schwergradige n depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F32. 1-2) und einer verlängerten Trauerreaktion nach dem Suizid ihr es Sohnes im Dezember 2016 [rec te 2015, Urk. 8/9/3] auszu gehen. Zwecks Etablierung einer geregelten Tagesstruktur werde versuchsweise ein niederschwelliges Angebot aufgegleist, wobei eine Prognose über deren Auf rechterhaltung nicht gemacht werden könne. Sodann notierten sie, dass von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei.

Lic. phil. B.___ und MSc C.___ hielten darin fest, die Beschwerde führerin befinde sich seit Januar 2020 in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Derzeit sei von einer mittel- bis schwergradige n depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F32. 1-2) und einer verlängerten Trauerreaktion nach dem Suizid ihr es Sohnes im Dezember 2016 [rec te 2015, Urk. 8/9/3] auszu gehen. Zwecks Etablierung einer geregelten Tagesstruktur werde versuchsweise ein niederschwelliges Angebot aufgegleist, wobei eine Prognose über deren Auf rechterhaltung nicht gemacht werden könne. Sodann notierten sie, dass von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. 4. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe, ohne eine ärztliche Beurteilung einzuholen, die angefochtene Verfügung erlassen, kann sie hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. So spielt i m Verfahren der Neuanmeldung nach Art. 87 Abs. 3 IVV der Untersuchungsgrundsatz ( Art. 43 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung [IVG] und Art. 2 ATSG) insoweit nicht, als die versicherte Person in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweis führungslast trifft ( statt vieler Urteil des Bundesgerichts 8C_207/2019 vom 3. Juli 2019 E. 3.1, vgl. auch E. 1.1 ). Mithin war es Sache der Beschwerdeführerin, ärzt liche Berichte aufzulegen, welche eine Veränderung ihres Gesundheitszustandes hätten als glaubhaft erscheinen lassen.

4. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe, ohne eine ärztliche Beurteilung einzuholen, die angefochtene Verfügung erlassen, kann sie hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. So spielt i m Verfahren der Neuanmeldung nach Art. 87 Abs. 3 IVV der Untersuchungsgrundsatz ( Art. 43 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung [IVG] und Art. 2 ATSG) insoweit nicht, als die versicherte Person in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweis führungslast trifft ( statt vieler Urteil des Bundesgerichts 8C_207/2019 vom 3. Juli 2019 E. 3.1, vgl. auch E. 1.1 ). Mithin war es Sache der Beschwerdeführerin, ärzt liche Berichte aufzulegen, welche eine Veränderung ihres Gesundheitszustandes hätten als glaubhaft erscheinen lassen. Solche sind indes nicht aktenkundig. Der von der Beschwerdeführerin im Rahmen der Neuanmeldung eingereichte Bericht vom 1 8. März 2020 (E. 3. 2 ) ist von den sie behandelnden Psychologinnen erstell t und damit – mangels fachärztlicher Beurteilung – zum Vornherein nicht geeignet, eine Veränderung der gesundheit lichen Situation glaubhaft darzutun. Es kommt hinzu, dass ein psychopathologischer Befund gänzlich fehlt und Angaben zum Krankheitsverlauf nicht namhaft gemacht wurden, weshalb sich die Frage, ob eine Veränderung vorliegen könnte, gar nicht beantworten lässt. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass eine neu hinzugetretene Diagnose per se nicht genügt, um eine erhebliche Verschlechterung glaubhaft zu machen, da damit über das quantitative Element einer relevanten, die Arbeitsfähigkeit schmälernde Veränderung des Gesundheitszustandes nicht zwingend etwas ausgesagt wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_244/2016 vom 2 1. Juni 2016 E. 3.5).

Solche sind indes nicht aktenkundig. Der von der Beschwerdeführerin im Rahmen der Neuanmeldung eingereichte Bericht vom 1 8. März 2020 (E. 3. 2 ) ist von den sie behandelnden Psychologinnen erstell t und damit – mangels fachärztlicher Beurteilung – zum Vornherein nicht geeignet, eine Veränderung der gesundheit lichen Situation glaubhaft darzutun. Es kommt hinzu, dass ein psychopathologischer Befund gänzlich fehlt und Angaben zum Krankheitsverlauf nicht namhaft gemacht wurden, weshalb sich die Frage, ob eine Veränderung vorliegen könnte, gar nicht beantworten lässt. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass eine neu hinzugetretene Diagnose per se nicht genügt, um eine erhebliche Verschlechterung glaubhaft zu machen, da damit über das quantitative Element einer relevanten, die Arbeitsfähigkeit schmälernde Veränderung des Gesundheitszustandes nicht zwingend etwas ausgesagt wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_244/2016 vom 2 1. Juni 2016 E. 3.5). Damit ist es der Beschwerdeführerin nicht gelungen, eine rechtserhebliche Veränderung glaubhaft zu machen.

Damit ist es der Beschwerdeführerin nicht gelungen, eine rechtserhebliche Veränderung glaubhaft zu machen. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass verglichen mit der letztmaligen Beurteilung eine erhebliche gesundheitliche Verschlechterung nicht glaubhaft dargelegt wurde. Die Beschwerdegegnerin ist daher zu Recht auf die Neuanmel dung der Beschwerdeführerin nicht eingetreten. Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass verglichen mit der letztmaligen Beurteilung eine erhebliche gesundheitliche Verschlechterung nicht glaubhaft dargelegt wurde. Die Beschwerdegegnerin ist daher zu Recht auf die Neuanmel dung der Beschwerdeführerin nicht eingetreten. Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 6.

6. 6.1 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos und die Partei bedürftig ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).

6.1 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos und die Partei bedürftig ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). 6.2 Die Beschwerdeführerin bezieht Sozialhilfe (Urk. 5 und 6). Mit Blick darauf ist sie im vor liegenden Verfahren bezogen auf den massgebenden Zeitpunkt als prozes sual bedürftig zu qualifizieren. Da auch die weitere Anspruchsvoraussetzung der fehlende n Aussichtslosigkeit als erfüllt zu erachten ist, ist der Beschwerdeführerin in Bewilligung ihres Gesuchs vom 2 4. Juni 2020 (Urk. 1) die unentgeltliche Prozessführung zu gewäh ren.

6.2 Die Beschwerdeführerin bezieht Sozialhilfe (Urk. 5 und 6). Mit Blick darauf ist sie im vor liegenden Verfahren bezogen auf den massgebenden Zeitpunkt als prozes sual bedürftig zu qualifizieren. Da auch die weitere Anspruchsvoraussetzung der fehlende n Aussichtslosigkeit als erfüllt zu erachten ist, ist der Beschwerdeführerin in Bewilligung ihres Gesuchs vom 2 4. Juni 2020 (Urk. 1) die unentgeltliche Prozessführung zu gewäh ren. 6.3 Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1 bis IVG), sind auf Fr. 5 00.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge Ge wäh rung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Beschwerdeführerin ist darauf hinzuweisen, dass sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial ver siche rungsgericht, GSVGer).

6.3 Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1 bis IVG), sind auf Fr. 5 00.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge Ge wäh rung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Beschwerdeführerin ist darauf hinzuweisen, dass sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial ver siche rungsgericht, GSVGer). Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 5 00.-- werden der Beschwerdeführer in auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 5 00.-- werden der Beschwerdeführer in auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

VogelWeber