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Leopold Museum: Einigung bei Vergleichsverhandlungen - BILD
Vergleich zu Werken von Anton Romako aus Sammlung Eisler
Wien (ots) - Die Leopold Museum-Privatstiftung und ein Vertreter der Rechtsnachfolger nach Ing. Moric Eisler präsentierten heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Leopold Museum die Einigung bei den Vergleichsverhandlungen zu Werken des österreichischen Künstlers Anton Romako (1832-1889).
Bei den Bildern handelt es sich um die beiden Gemälde "Schloss Greillenstein" (Leopold Museum,Inv. 736) und "Gräfin Kuefstein an der Staffelei" (Leopold Museum, Inv. 737). Für die Rechtsnachfolger nach Ing. Moric Eisler war Rechtsanwalt Dr. Filip Marco eigens aus Tschechien, der Heimat der Rechtsnachfolger angereist.
Einen positiven Abschluss bei den Verhandlungen im Fall Eisler kann die Leopold Museum-Privatstiftung vermelden: Nach intensiven Bemühungen konnte eine Einigung mit den Rechtsnachfolgern nach Ing. Moric Eisler erzielt werden. Die Leopold Museum-Privatstiftung verpflichtete sich dabei freiwillig zu einer Zahlung an die Rechtsnachfolger. Das Leopold Museum freut sich über diese weitere Einigung. Der Vorstand der Stiftung und der Vertreter der Rechtsnachfolger sprechen unisono von einer "fairen und gerechten Lösung".
Ing. Moric Eisler (geb. 1889, verstorben 1971) war Bauunternehmer, Designer und Kunstsammler in Brünn/Brno. Während der Zeit der nationalsozialistischen Besetzung der Tschechoslowakei wurde die Kunstsammlung Eislers von der Gestapo beschlagnahmt. Die beiden Gemälde kamen in der Folge in den Wiener Kunsthandel. "Schloss Greillenstein" kam in den Besitz eines Linzer Arztes. In den späten 1980er Jahren kaufte Dr. Rudolf Leopold das Bild von der Kunsthandlung Giese & Schweiger in Wien.
"Gräfin Kuefstein an der Staffelei" erwarb Rudolf Leopold in den frühen 1950er-Jahren vom Kunsthändler Wolfgang Gurlitt. Beide Werke brachte Rudolf Leopold 1994 in die Leopold Museum-Privatstiftung ein. Nachdem die Werke zweifelsfrei Eigentum der Leopold Museum-Privatstiftung sind, sie aber Moric Eisler entzogen und nicht rückgestellt wurden, war es dem Leopold Museum ein wichtiges Anliegen, eine gemeinsame Lösung mit den Rechtsnachfolgern nach Moric Eisler zu finden.
Unseren Verhandlungspartnern ist zu danken, dass sie bereit waren, ihrerseits zu dieser fairen und gerechten Lösung beizutragen.Die Werke werden künftig der Öffentlichkeit zugänglich sein und mit einem Begleittext versehen, der an die bewegende Geschichte der Bilder und das Schicksal Moric Eislers erinnert.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/1974
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/573/aom