Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/188483

<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat aufzuzeigen, welche Personalpolitik er in Bezug auf die Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit von Angestellten des Bundes nach einer schweren Krankheit, z. B. Krebs, verfolgt.</p><p>Insbesondere wissen möchte ich, ob die Personalpolitik des Bundes bei der Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit ein Teilzeitpensum, erleichterte Arbeitsbedingungen oder eine flexiblere Zeiteinteilung erlaubt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit dem Ziel, die Gesundheit der betroffenen Mitarbeitenden zu erhalten und erkrankte und verunfallte Personen möglichst rasch und nachhaltig in den Arbeitsprozess zu reintegrieren, setzt die Bundesverwaltung mit dem Betrieblichen Case Management Bund auf die Früherkennung, Frühintervention sowie auf das Case Management, das durch die Personal- und Sozialberatung der Bundesverwaltung (PSB) durchgeführt wird.</p><p>Die Vorgesetzten arbeiten dabei eng mit den HR-Fachpersonen zusammen und werden je nach Komplexität der Situation durch Fachstellen wie die PSB und den Ärztlichen Dienst der Bundesverwaltung unterstützt.</p><p>Während der ersten zwei Jahre der Arbeitsverhinderung werden alle für die Reintegration sinnvollen und zumutbaren Möglichkeiten ausgeschöpft, um die betroffene Person wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern (Art. 11a Abs. 1 der Bundespersonalverordnung, BPV). Im Weiteren werden Anpassungen des Arbeitsplatzes oder des Arbeitsverhältnisses (z. B. in Bezug auf das Aufgabengebiet oder den Beschäftigungsgrad) geprüft.</p><p>Ist die Leistungsfähigkeit der angestellten Person infolge gesundheitlicher Probleme eingeschränkt und ist sie nicht in der Lage, die Aufgaben gemäss Arbeitsvertrag in der verlangten Zeit zu erfüllen, kann (bei unverändertem Lohn) ein höherer Beschäftigungsgrad resp. bei gleichbleibendem Beschäftigungsgrad ein tieferer Lohn vereinbart werden (Art. 38a BPV). Der Arbeitgeber ist gehalten, eine solche Vertragsänderung regelmässig zu überprüfen. Sobald die angestellte Person die für die Erfüllung der Aufgaben erforderliche Leistungsfähigkeit wieder erreicht hat, ist die Vertragsänderung rückgängig zu machen.</p>  Antwort des Bundesrates.