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Was Soda mit dem Solvay-Biwak zu tun hat
Die Solvay-Hütte zierte das Titelblatt der September-Nummer der Zeitschrift «Die Alpen». Wenige Tage nach Erscheinen des Hefts meldete uns die Solvay (Schweiz) AG, dass sie ihr 100-Jahr-Jubiläum in Bad Zurzach feiere. Dass Hütte und Firma den gleichen Namen tragen, ist kein Zufall und liegt an Ernest Solvay. Der belgische Chemiker hatte 1863 mit seinem Bruder den Solvay-Konzern gegründet. Er produzierte Soda (Natriumcarbonat) mit einem neuartigen Verfahren, mit dem sie bald den Weltmarkt eroberten. 1922 übernahm Solvay die Schweizerische Sodafabrik, die 1914 in Zurzach gegründet worden war.
Ernest Solvay war nicht nur Industrieller, sondern auch Philanthrop und Mäzen. Er unterstützte vielfältige Sozial- und Bildungsprojekte.
Eine weitere Leidenschaft des Belgiers waren die Berge. Das Matterhorn faszinierte ihn besonders. Die Geschichte der Erstbesteigung 1865 schlug ihn in ihren Bann, heisst es in der Firmenchronik der Solvay AG. Als er 1904 angefragt wurde, ob er eine Schutzhütte am Matterhorn finanzieren würde, sagt er sofort zu. 15 000 bis 20 000 Franken war er bereit auszugeben. Der Bau der Hütte zog sich dann allerdings lange hin. Zuerst wollte die Bürgergemeinde Zermatt den Bauplatz nicht hergeben, dann verzögerten schlechtes Wetter und der Kriegsausbruch ein rasches Vorankommen. 1915 wurde das Werk schliesslich doch noch vollendet. Wegen des schlechten Wetters wurde die Hütte aber erst zwei Jahre später eingeweiht, im August 1917. Ernest Solvay konnte an der schlichten Feier nicht teilnehmen. Er durfte nicht aus dem besetzten Belgien ausreisen.
Das Solvay-Biwak ist übrigens die einzige SAC-Hütte, die dem Zentralverband gehört. Alle übrigen Hütten gehören den Sektionen.