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Rangun - Die Militärjunta von Birma lässt am 7. November erstmals seit 1990 beschränkte Wahlen zu. Die Opposition will in jedem 3. Wahlkreis einen Kandidaten aufstellen. Demokratie-Ikone Suu Kyi hat allerdings zum Wahlboykott aufgerufen.
Eine neue Oppositionsgruppe in Burma will bei den den ersten Wahlen seit 20 Jahren in diesem November mit mindestens 100 Kandidaten antreten. Das sagte der Vorsitzende der neuen Partei "Nationale Demokratische Front" (NDF), Khin Maung Swe, der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch in Rangun. "Wir rechnen mit den besten Ergebnissen in Rangun und Mandalay", sagte er. Insgesamt gibt es 330 Wahlkreise.
Die Partei wurde von früheren Weggefährten der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gegründet. Die Oppositionsführerin selbst kritisierte die Parteigründung und hat zum Boykott der Wahlen aufgerufen. Suu Kyi steht seit Jahren unter Hausarrest und wird frühestens nach den Wahlen freigelassen.
Die Militärjunta will am 7. November ein Parlament wählen lassen. Allerdings behält sie sich ein Viertel aller Sitze und die wichtigsten Positionen in der Regierung vor. Die letzten Wahlen 1990 gewann Suu Kyis "Nationalliga für Demokratie" (NLD).
Die Junta erkannte das Ergebnis aber nie an. Mit ihrem diesjährigen Wahlgesetz erzwang sie die Auflösung der Partei. Dem hätte die NLD nur entgehen können, wenn sie Suu Kyi ausgeschlossen hätte. Das verweigerte sie.
SDA-ATS