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Der Lebensweg von Joseph Conus begann am 14. Juni 1921 in Medewil bei Alterswil. Er entstammt einer grossen Familie mit neun Kindern. Seine Eltern waren Eugen und Christine geb. Fasel und bewirtschafteten ein schönes Bauerngut. Schon früh wurden die Buben und Mädchen angeleitet, nach Kräften auf dem Hofe mitzuarbeiten. Joseph liebte die Arbeit in Feld und Stall, deshalb blieb er nach der Schulentlassung im Elternhaus, einmal als Karrer, dann wieder als Küher.
Nach dem Tode seiner Eltern verliess Joseph den Hof und suchte anderswo passende Arbeit. Leider machten sich mit der Zeit gesundheitliche Probleme bemerkbar, er musste eine leichtere Beschäftigung suchen, die fand er in der geschützten Werkstatt von Plaffeien. Mit Peter Haymoz war er dort mehrere Jahre zufrieden und glücklich. Ein neues Heim fand er mit seinem Bruder Alois auf der Höhe.
Joseph liebte Werbefahrten, Lottos, Jassrunden, Altersnachmittage und war ein fleissiger Kirchgänger. Überhaupt war Joseph ein geselliger Mann, er liebte den Kontakt zu den Mitmenschen, pflegte eine gute Nachbarschaft in seinem Umkreis. Oftmals sah man ihn auf einem Spaziergang im Kleeholz, wo er sich bestens auskannte.
Immer mehr machte ihm die Gesundheit Sorgen, das Atmen fiel ihm schwer, das Herz verlor an Kraft und Energie. Mehrmals musste er ins Krankenhaus, er fand Linderung, nicht aber Heilung. Anfang des Jahres musste er das Autofahren aufgeben, eine harte Entscheidung, denn jetzt war Joseph weitgehend abgeschnitten, denn der Weg ins Dorf, weit und beschwerlich, war nicht mehr möglich. Zum Glück hatte er Verwandte, besonders Otto und Alice Fasel, die ihm beistanden. Am Sonntag, dem 12. Juli, machte er einen unglücklichen Sturz, und nach kurzem Aufenthalt im Spital durfte er sein Leben am 16. Juli in die Hände Gottes legen. Eing.