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Im Oberthurgau planen die Elektrizitätswerke des Kantons Thurgau (EKT) ein Geothermie-Kraftwerk. Auf einer Tiefe von vier Kilometern soll heisses Wasser gefördert werden. Damit sollen 4000 Haushaltungen mit Wärme versorgt werden; ebenfalls ist geplant, das heisse Wasser in einem Generator zu Elektrizität für 2200 Haushaltungen zu machen.
In diesem Herbst wollten die EKT mit Seismik-Fahrzeugen den Untergrund untersuchen und so den besten Standort für ein Geothermie-Kraftwerk evaluieren. Daraus wird nichts. Erst wollen die EKT abwarten, wie das neue Gesetz über die Nutzung des Untergrundes ausformuliert wird. Derzeit wird die Botschaft ausgearbeitet, bestätigt die Thurgauer Baudirektorin Carmen Haag. Der Haken am Gesetz: Um die umstrittene Fracking-Methode zu verhinden, soll das Verpressen von Flüssigkeiten in den Untergrund verboten werden. Genau dies ist aber nötig, um im tiefen Untergrund das Gestein zugänglich zu machen. Nun sucht Jolanda Eichenberger, CEO der EKT, das Gespräch mit der Thurgauer Regierung und den Politikern des Kantons.
Voraussichtlich werden sich die Seismik-Messungen um ein Jahr verzögern – was bedeutet, dass Messungen erst im Herbst/Winter 2015/16 möglich sind. Für die Umsetzung des Thurgauer Geothermie-Projekts wird mit rund fünf Jahren gerechnet. Es kostet rund 100 Millionen Franken.