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«Wie gehen wir mit Denkmälern um, die wir als störend empfinden?» Der Vorschlag von Stephan Hochleithner und Rony Emmenegger wurde von der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) ausgezeichnet. Gratulation!
Auf dem Grimselpass steht eine Statue, die an die Arbeiter erinnern soll, welche im frühen 20. Jahrhundert die Wasserkraftwerke Oberhasli erbaut haben. Rony Emmenegger und Stephan Hochleithner kritisieren den ausschliesslichen Fokus des Denkmals auf die menschliche Leistung. Es verdecke dadurch «die ökologischen Kosten und Folgen, welche die Gewinnung von Wasserkraft insbesondere für Fische, Wasserorganismen und Flüsse […] hat».
Sie schlagen vor, das Denkmal um die Figur eines sterbenden Fisches zu ergänzen, der in Neonfarben leuchtet und wortwörtlich unter den (Pressluft)Hammer kommt. Die Kritik an der Ausbeutung der Natur solle aber nicht auf die Arbeiter zurückfallen, die selbst unter kapitalistischen Produktionsprozessen gelitten hätten. Deshalb solle der Fisch nur nachts neonfarben beleuchtet werden und der Sockel tagsüber weiterhin dem Arbeiter gehören.
Die Aktion «Mal Denken!» ist ein digitales Vermittlungsprojekt der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW).