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Arthrose bei älterem PferdPatient:
schweres Warmblut, 23 Jahre alt, Wallach, seit 15 Jahren bei der jetzigen Besitzerin, Vorgeschichte unbekannt
Lebensbedingungen:
Der Wallach steht mit einer siebenjährigen Stute zusammen in einem kleinen privaten Offenstall. Die Bodenbedingungen sind gut, der Stall trocken und sauber. Der Wallach verbringt sein Rentendasein in dem Offenstall, er wird nur noch selten geritten. Er ist ganzjährig unbeschlagen.
Er bekommt ausschließlich Rauhfutter und hat einen Mineralleckstein zur Verfügung.
Anamnese:
In letzter Zeit ist der Besitzerin morgens eine Lahmheit des Pferdes und eine leichte Anschwellung vor allem der beiden vorderen Beine in der Höhe des Kronengelenks aufgefallen.
Nach etwas Bewegung und im Laufe des Vormittags verschwanden diese Symptome.
Das Pferd zeigt normale Vitalwerte und ist weder Unter- noch Übergewichtig.
Therapie:
Instruktionen für die Besitzerin: Bewegung durch lange Spaziergänge oder Mitnahme als Handpferd bei Ausritten. Beim Reiten ausreichend lange Schrittphasen zu Beginn, keine abrupten Wendungen, Volten oder plötzliches Durchparieren.
Biochemische Funktionsmittel nach Dr. Schüßler: Natrium phosphoricum D6, Calcium fluoratum D6 und Natrium chloratum D6 jeweils 3 x täglich 3 Tabletten.
Als Zusatzfuttermittel: Grünlippmuschelextrakt und Teufelskralle. Umstellung auf hochwertiges Mineralfutter.
Verlauf:
Nach zwei Wochen Behandlung bemerkte die Besitzerin eine deutliche Besserung. Eine Lahmheit lag nicht mehr vor, eine leichte Schwellung war morgens allerdings noch zu sehen.
Eine weitere Woche später war das Pferd symptomfrei. Auch berichtete die Besitzerin, das Pferd hätte viel mehr "Schwung", sogar im Gelände auf längeren Strecken unter dem Reiter.
Die Schüßler-Salze wurden daraufhin abgesetzt. Die Zusatzfuttermittel sollten weiterhin gegeben werden.
Nach ca. drei Monaten meldete sich die Besitzerin mit einem Rückfall. Das Pferd lahmt wieder leicht. Nach eingehendem Gespräch stellte ich fest, dass die Besitzerin die Gabe der Zusatzfuttermittel, nachdem diese aufgebraucht waren, eingestellt hatte. Sie war davon ausgegangen, dass sie diese nur füttern sollte, bis sie aufgebraucht sind.
Nachdem die Fütterung mit Grünlippmuschelextrakt und Teufelskralle wieder aufgenommen wurde, besserte sich der Zustand des Pferdes auch wieder merklich bis hin zur Beschwerdefreiheit.
Die Aussichten sind gut, die Symptome der Arthrose mithilfe der Zusatzfuttermittel und der ausreichenden Bewegung soweit einzudämmen, dass ein beschwerdefreies Leben für den Wallach für seine letzten Jahre möglich ist.
Romy Drescher
Tierpsychologin/IK und Tierheilpraktikerin i.A.
Augustusburger Str. 126
09514 Lengefeld
www.haustier-verhaltenstherapie.de
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