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Heute läuft auf SF1 um 20:05 Uhr der Dokumentarfilm über den Mann, der bei LGT Kundendaten klaute und sie den deutschen Behörden verkaufte.
Der Streifen «Heinrich Kieber – Datendieb» von Sebastian Frommelt (links im Bild) und Sigvard Wohlwend (rechts im Bild) charakterisiert Heinrich Kieber als einen eitlen und arroganten Vielredner, der nach verschiedenen Versicherungsbetrügereien und einem fingierten Wohnungskauf 700'000 Franken auf dem Konto hatte.
Angesichts des Bilds, das der Film von Kieber zeichnet, fragt man sich, wie ein solcher Mann auch nur in die Nähe von sensiblen Daten gelassen werden konnte. Oder anders formuliert: Die liechtensteinische Fürstenbank hätte diesen Mann nie einstellen dürfen.
Kieber erpresste mit Erfolg das Staatsoberhaupt von Liechtenstein, Hans-Adam II., und als Jugendlicher riss er mit dem Mofa über die Alpen nach Spanien aus, um die Heimat seiner Mutter zu erkunden, die ihn in ein Kinderheim gegeben hatte.
Im Film berichtet Kiebers Onkel, wie er auf die Nachricht seines Neffen reagiert habe, dass die LGT ihn mit der Digitalisierung seiner Kundenakten beauftragt habe: «So blöd können doch nicht einmal die sein, ausgerechnet dich einzustellen.»
Die beiden Filmemacher haben viele ehemalige Freunde und Kollegen befragt, nur die Hauptperson war für das Duo nicht zu sprechen. Auch Staatsanwälte und ein ehemaliger Anwalt von Kieber standen Red’ und Antwort. Sie erhielten zudem Unterstützung von der Kulturstiftung des Fürstentums.
Mehr zur heutigen Ausstrahlung finden Sie unter diesem Link.