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Das eindrückliche, dreitürmige Stadttor aus dem 16. Jahrhundert erfährt eine Restaurierung. Im Fokus steht dabei das Mauerwerk aus bossierten Kalksteinquadern mit seinem markanten Fugenbild, das aufgrund seiner unterschiedlichen Beschaffenheit differenzierte Restaurierungsmassnahmen erfordert.
Das Baseltor bildet als Festungsbau zusammen mit dem St.-Ursen-Turm eine grossartige Architekturgruppe. Nach dem Schwabenkrieg 1502–1506 erbaute Werkmeister Hans Gibelin an Stelle des alten «Eichtors» von 1312 das wehrhafte Baseltor. Dieses besteht aus einem viereckigen, fünfstöckigen Torturm unter einem Walmdach und feldseitig den beiden Rundtürmen aus zyklopischen Buckelquadern, die mit einem Kegeldach gedeckt sind. In den Jahren 1535–1536 erneuerte Conrad Gibelin die Zinnenkränze. Auf der feldseitigen Galerie steht die Statue des Soldatenheiligen Urs, die 1739 der Bildhauer Johann Georg Rachuel fertigte (frühere Brunnenfigur vor der alten St. Ursenkirche). 1775 wurden die Dachstühle repariert und Dach des Mittelturms über die Brustwehr hinabgezogen. 1919–1920 wurde nach dem Plan des Architekten Ernst Fröhlicher die seitliche Fussgängerpassage gebaut und damit der Zugang zur ehemaligen Wächterstube zerstört. Im Turminnern besteht seit 1966 das Vereinslokal des Unteroffizierverbandes.
Die Fassade weist Schäden an den Kalksteinen sowie an den Mörtelfugen auf. Ziel der aktuellen Fassadenrestaurierung ist es, die Bausubstanz zu reinigen, zu konservieren und die schadhaften Stellen zu reparieren. Die vorhandenen unterschiedlichen Mörtel erfordert differenzierte Massnahmen. Vor Ort erfahren Sie mehr über den aktuellen Stand der Restaurierung, den materialtechnischen Umgang und die Erkenntnisse, die bei den Untersuchungen gewonnen wurden.