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ACTARES, AktionärInnen für nachhaltiges Wirtschaften, wird an der Generalversammlung von Syngenta vom 19. April 2011 erneut Fragen stellen zum Vertrieb des hochgiftigen Herbizides Paraquat. Jedes Jahr gibt es in Schwellen- und Entwicklungsländern Hunderte von Vergiftungsfällen. In Pakistan wurde im Dezember 2010 ein Gewerkschaftsführer entlassen, kurz bevor er der Firmenleitung Verhandlungsvorschläge unterbreiten wollte.
ACTARES kritisiert erneut das sture Festhalten von Syngenta am hochgiftigen Herbizid Paraquat. Jedes Jahr werden aus Entwicklungsländern Hunderte von Vergiftungsfällen mit Paraquat gemeldet. Die Dunkelziffer beträgt ein Vielfaches davon. Häufig wird das Produkt ohne die vorgeschriebene Schutzkleidung ausgebracht. Paraquat darf nicht mehr an Anwender verkauft werden, die nicht in der Lage sind, die Anwendungsvorschriften zu lesen oder einzuhalten.
Trotz aller Ausbildungsanstrengungen konnte Syngenta noch nie garantieren, dass alle Kleinbauern das Produkt korrekt anwenden. Gleichwohl wird der Verkauf an kleine Anwender vor allem in Asien und Lateinamerika forciert. ACTARES fordert Syngenta auf, Ihre Verkaufsstrategie zu ändern und den Zugang zu diesem hoch gefährlichen Produkt einzuschränken.
Gemäss Angaben von Vigeo-Rating vom 14. Februar 2011 entliess Syngenta Pakistan im Dezember 2010 ohne Vorwarnung Imran Ali, den Generalsekretär der Vereinigung der Syngenta-Angestellten von Pakistan. Gemäss dieser Darstellung erfuhr er aus der Firmenzeitung von seiner Entlassung. Dies nachdem er sich geweigert hatte, ein leeres Dokument zu unterschreiben und von seiner Funktion als Vertreter der Angestellten zurückzutreten. Imran Ali stand zudem kurz davor, der Firma ein Dokument für einen Kollektivvertrag zu unterbreiten. Syngenta stellt die Ereignisse anders dar, indem sie die Entlassung mit bevorstehenden organisatorischen Änderungen begründet.
Falls die Meldung von Vigeo zutrifft, so widerspricht diese Handlungsweise diametral den Regeln der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen und ist unter keinem Titel tolerierbar. Sowohl der Code of Conduct von Syngenta, wie auch die Unterzeichnung des Global Compact der UNO durch Syngenta sollten solche Vorkommnisse verhindern. ACTARES verlangt von Syngenta eine Erklärung zu dem Vorfall.