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Februar 2019
«Lahens nimmt ihre Aufgabe spürbar ernst. Die Intention, erzählend auf den Boden der eigenen Kultur zu kommen, verleiht dem Roman diesen unvergleichlichen Charakter.»
(Daniel Fuchs, Saiten)
Inhalt
Eben noch tanzt sie mit ihrer Mutter zu einem mitreissenden Ragtimestück durchs Wohnzimmer, dann durchdringt sie plötzlich der Rhythmus der Voodootrommeln, bis der Vater sie wütend ohrfeigt: Alice Bienaimé ist die wohlbehütete Tochter einer haitianischen Familie, die sich seit der Sklavenbefreiung 1804 von Generation zu Generation zum Mittelstand hochgearbeitet hat, als Vorbild immer die Kultur und den Gott der Weissen vor Augen.
Auch Alice soll dank einer guten Bildung und vielleicht durch eine Heirat mit einem Weissen sozial weiter aufsteigen. Aber die Zeiten ändern sich auch: Nicht mehr alle sind bereit, die eigenen kulturellen Wurzeln zu verleugnen. Obwohl die Regierung Strafen androht, lebt die Kultur der afrikanischen Ahnen, die als Sklaven nach Haiti kamen, im Verborgenen weiter. Auch Alice kann und will sich diesem Einfluss nicht entziehen.
Die Autorin
Yanick Lahens, geboren 1953 in Port-au-Prince, ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen Haitis. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft an der Pariser Sorbonne war sie Dozentin für Literatur an der École Normale Supérieure in Port-au-Prince. Sie publiziert für Radio und Printmedien und engagiert sich in sozialen Projekten insbesondere für die junge Generation ihres Landes.
Die Übersetzerin
Jutta Himmelreich studierte Romanistik, Amerikanistik und Ethnologie in Frankfurt, Tucson, Arizona und Paris. Sie ist seit 1985 als Übersetzerin und Dolmetscherin in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Farsi tätig.
Angaben zum Buch
Hinweis:
Die Buchclub-Mitglieder entschieden sich für dieses Buch. Die Abstimmung erfolgte beim Buchclub-Treffen im Oktober 2018.