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Februar/März 2020
Diese Webseite ist Teil der Beschreibung meiner Reise durch das Baa Atoll. Neben Kamadhoo habe ich die folgenden Inseln besucht: Fehendhoo, Fulhadhoo, Goidhoo, Thulhaadhoo, Maalhos, Dharavandhoo und Dhonfanu. Am Ende der Webseite findet sich der Link zur nächsten Insel.
Mit der lokalen Fähre reiste ich von Maalhos nach Kamadhoo.
Eine einsame Insel auf dem Weg von Maalhos nach Kamadhoo.
Die Insel
Schon von weitem ist am Hafen von Kamadhoo ein die Palmen weit überragender Turm zu sehen, der zur Zeit meines Aufenthaltes im Bau war. Es ist wohl das deplatzierteste Gebäude auf den gesamten Malediven. Ich fragte mich, wie dieses Gebäude vom Inselrat bewilligt werden konnte. Später habe ich erfahren, dass die Inselbewohner dieses Gebäude nicht wollten, aber der Besitzer hatte gute Beziehungen zur Regierung in Male, die den Bau gegen den Willen der Inselbevölkerung erlaubte.
Das Gebäude gehört einem Geschäftsmann, dessen Hauptgeschäft das Betreiben von Öltanks auf den Inseln des Landes ist. Der Turm soll dereinst Zimmer für Familie und Freunde des Besitzers anbieten, wenn sie Kamadhoo besuchen und als Gästehaus dienen.
Dieses hässliche Gebäude am Hafen von Kamadhoo wurde gegen den Willen der Inselbewohner von Male aus bewilligt.
Dieser Geschäftsmann will in den Tourismus diversifizieren und war daher auch Besitzer des Gästehauses ‚Tropical Biosphere Hotel‘, in dem ich wohnte. Leider war das keine gute Wahl, denn die Angestellten des Hotels waren keine Einheimische und wussten nichts über die Insel. Das Gästehaus hatte schon lange keine Gäste mehr gesehen, denn das Wasser aus dem Wasserhahn floss tagelang braun und die Luft roch im Zimmer nach Schimmelbefall. Auch das Internet hatte immer wieder längere Aussetzer.
Kamadhoo ist eine kleine Insel, die nur etwa 500 Meter lang ist und etwa 300 Einwohner hat. Die eine Hälfte der Insel ist vom Dorf besetzt, während auf der südlichen Hälfte die Palmen wachsen. Auch der grosse Bikinistrand befindet sich in dieser Hälfte.
Nur wenige Touristen kamen nach Kamadhoo und einige Gästehäuser, auch das grosse Kamadhoo Inn, waren geschlossen. Neben mir war noch eine Gruppe Russinnen und Russen auf der Insel, die im Odi Guesthouse übernachteten und Yoga praktizierten.
Ein Fischreiher am Bikinistrand
… und bei Sonnenuntergang
Vom Bikinistrand lassen sich tolle Sonnenuntergänge beobachten.
Schnorcheln
Das grosse Schnorchelrevier befindet sich gleich ausserhalb des Bikinistrandes im Süden und Südwesten der Insel. Neben vielen anderen Fischarten sorgten der am Riff lebende Napoleon-Lippfisch, die Gelbflossen-Straßenkehrer und die Adlerrochen für ein eindrückliches Schnorchelerlebnis. Manchmal war die Sicht sehr eingeschränkt. Daher sind die Fotos teils von einer weniger guten Qualität. Am besten war die Sicht nach der Ebbe bei steigendem Wasserstand. Teils herrschte eine recht starke Strömung, aber nie ins offene Meer hinaus.
Ein Pfauenaugenbarsch (engl. Peacock rock cod)
Vier Gelbsattel-Meerbarben, auch Goldsattel-Meerbarben genannt (engl. Goldsaddle goatfish)
Gemeine Wimpelfische (engl. Longfin bannerfish)
Diesem Napoleon-Lippfisch (engl. Humphead wrasse oder Napoleon wrasse) bin ich fast jeden Tag begegnet. Diese Fische können bis zu 2.3 Meter lang werden und sind die bei weitem grösste Lippfisch-Art.
Ein Punktierter-Falterfisch (engl. Speckled butterflyfish oder Citron butterflyfish)
Ein Gelbkopf-Falterfisch (engl. Yellowhead butterflyfish)
Ein Gelber Masken-Pinzettfisch (engl. Yellow longnose butterflyfish)
Ein Grossaugen-Strassenkehrer (engl. Humpnose big-eye bream)
Ein Gepunkteter Igelfisch (engl. Spot-fin porcupinefish)
Ein Schrift-Feilenfisch (engl. Scribbled leatherjacket filefish oder Scrawled filefish)
Ein Bennetts Falterfisch (engl. Bluelashed butterflyfish)
Ein Buckel-Nasendoktor (engl. Humpback unicornfish)
Ein Langnasen-Papageifisch (engl. Candelamoa parrotfish oder Longnose parrotfish)
Ein Zweifarbenbanner-Lippfisch (engl. Blackeye thicklip wrasse)
Forster’s Korallenwächter (engl. Freckled hawkfish)
Ein Orangestreifen-Drückerfisch (engl. Orange-lined triggerfish)
Halsband-Falterfische (engl. Redtail butterflyfish)
Eine Blauflossen-Makrele (engl. Bluefin trevally)
Ein Indischer Doppelsattel-Falterfisch (engl. Black-wedged butterflyfish)
Langnasen-Doktorfische (engl. Spotted unicornfish)
Diese Grossmaulmakrelen (engl. Indian mackerel) habe ich immer in Schwärmen angetroffen.
Mit ihrem weit geöffneten Maul nehmen sie Plankton zu sich. Dieses Schauspiel konnte ich auch 2011 auf der Insel Mana in Fiji beobachten.
Ein Blaukopf-Kaiserfisch (engl. Blueface angelfish)
Ein Zweifarben-Papageifisch (engl. Bicolor parrotfish)
Ein Halfterfisch (engl. Moorish idol)
Mit einer Länge von bis zu 60 cm ist der Gelbflossen-Strassenkehrer (engl. Orange-spotted emperor) einer der grössten Fische im Riff.
Riesen-Korallenwächter (engl. Stocky Hawkfish oder Marbled Hawkfish)
Ein Schachbrett-Junker (engl. Checkerboard wrasse)
Zwei Indische Korallen-Kaninchenfische (engl. Blue-spotted spinefoot oder Coral rabbitfish)
Ein Indischer Rotfeuerfisch (engl. Common lionfish), einer der giftigsten Fische
Ein Honigwaben-Zackenbarsch (engl. Honeycomb grouper)
Ein Indischer Rippen-Falterfisch (engl. Melon butterflyfish)
Kamadhoo hat mit seinem grosszügigen Bikini-Strand, den Sonnenuntergängen und einem interessanten Schnorchelgebiet viel zu bieten.
Mit der lokalen Fähre reiste ich weiter nach Dharavandhoo, meiner letzten Destination auf dieser Malediven-Reise.