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Aroma
Das Aroma wird dem Basisliquid hinzugefügt um den fast geschmacklosen Dampf des Basisliquids mit Geschmack zu versehen. Dabei werden Aromen aus der Lebensmittelindustrie verwendet. Wichtig ist, dass diese Aromen weder Öle noch Zucker enthalten, da dies die Heizwendel des Verdampfers beschädigen kann. In den meisten Fällen wird dem Basisliquid nicht nur ein Aroma hinzugegeben, sondern eine Mischung von mehreren Aromen. Die verwendete Dosierung liegt meistens zwischen 1 - 7 %. Da PG ein guter Geschmacksträger ist (der aber weniger Dampf erzeugt), ist die Dosierung hier eher geringer als in fertigen Liquids mit einem hohen Anteil an VG (mehr Dampf aber weniger Geschmack). Aromen sollten niemals pur gedampft werden!
Basisliquid
Unter Basisliquid versteht man ein Liquid, welches noch nicht mit Aromen versehen wurde. Dieses kann dann durch Hinzufügen von Aromen zum Selber mischen von Liquids verwendet werden.
Ist im Basisliquid auch Nikotin enthalten spricht man von einer Nikotinbasis, die oftmals auch in der Stärke angegeben wird: Eine Nikotinbasis mit 9 mg Nikotin wird daher auch 9er-Basis genannt. Ein Basisliquid ohne Nikotin wird als 0er-Basis bezeichnet.
Liquid
Die Flüssigkeit, die in E-Zigaretten im Verdampfer zu Dampf umgewandelt wird, wird Liquid genannt. Das Liquid gibt es in mehreren hundert Geschmacksrichtungen und verschiedenen Nikotinstärken. In der Regel bestehen die Liquids aus drei bis fünf verschiedenen Inhaltsstoffen.
Hauptzutaten sind Propylenglycol (PG), Vegetable Glycerin (VG) und Aromastoffe aus der Lebensmittelindustrie. Bei den Aromastoffen ist zu beachten, dass diese kein Öl und kein Zucker beinhalten dürfen, da hierdurch der Verdampfer beschädigt werden könnte. Alle diese Stoffe sind seit Jahren erforscht und als Zusatzstoffe in der Lebensmittelindustrie zugelassen. Propylenglycol (PG) ist dort als E 1520, Vegetable Glycerin (VG) als E 422 bekannt und bezeichnet.
Teilweise wird dem Liquid noch Wasser zugesetzt und wenn gewünscht Nikotin. Das Wasser hat den Zweck, das Liquid dünnflüssiger zu machen, denn Vegetable Glycerin (VG) ist ziemlich dickflüssig - besonders bei kälteren Temperaturen und der Docht könnte Probleme bekommen, genug Liquid zur Wicklung zu transportieren.
Das PG und VG im Liquid sind für die Entstehung des Dampfes und den Transport des Geschmacks zuständig: Propylenglycol ist ein guter Geschmacksträger und sorgt für einen eher kratzigen, nicht so dichten Dampf, während Vegetable Glycerin einen weichen und dichten Dampf produziert, jedoch den Geschmack nicht so gut transportiert. Bei einer Mischung, die viel VG enthält, muss also für den gleichen Geschmack mehr Aroma hinzugefügt werden.
Für die verschiedenen Mischungsverhältnisse haben sich im Laufe der Zeit Namen etabliert, die das Mischungsverhältnis der Liquidbasis in PG Anteil / VG Anteil / Wasser Anteil wiedergeben. Die wichtigsten sind die Traditionelle Base (55/35/10), Fifty Fifty Base (50/50/0), Velvet Base (0/80/20) und Dripper Base (30/70/0). Die Velvet Base wird vor allem von Dampfern verwendet, die eine Überempfindlichkeit / Allergie gegen Propylenglycol (PG) haben - was aber nur sehr selten vorkommt. Im Prinzip muss jeder Dampfer für sich die bevorzugte Zusammensetzung finden, da die Bedürfnisse unterschiedlich sind.
Optional wird dem Liquid noch Nikotin zugesetzt (angegeben in Milligramm je Milliliter Liquid). Raucher, die aufs Dampfen umsteigen, sollten es mit folgenden Stärken probieren: Starke Raucher etwa 15 - 20 mg Nikotin, normale Raucher etwa 10 - 15 mg Nikotin und leichte Raucher etwa 5 - 10 mg Nikotin (grundsätzliche Empfehlungen für Startersets mit einem Widerstand größer als 1.0 Ohm). Am Anfang sollte man nicht zu wenig Nikotin nehmen, um nicht wieder aufs Rauchen umzusteigen. Während beim Rauchen das Nikotin nahezu ohne zeitliche Verzögerung im Kopf ankommt, dauert dieser Vorgang beim Dampfen etwa 10 Minuten. Dadurch neigen Dampfer eher dazu in kürzeren Abständen einen Zug aus der E-Zigarette zu nehmen um den Nikotinpegel konstant zu halten. Nikotin hat bei Rauchern eine Halbwertszeit von etwa 30 - 60 Minuten, das heißt, in dieser Zeit ist die Hälfte des Nikotins vom Körper abgebaut. Für die nächste Halbierung des Nikotinspiegels benötigt es dann wieder 30 - 60 Minuten, usw. Somit ist die Reduzierung des Nikotins nach einigen Wochen für Dampfer erheblich einfach als für Raucher, da durch den verzögerten Wirkungseintritt das Belohnungszentrum im Gehirn nicht so stark stimuliert wird. Gegenüber früheren Aussagen ist mittlerweile bekannt, dass Nikotin alleine lange nicht so schädlich ist, wie früher angenommen: Es bleibt ein Gift (Nervengift - zumindest in sehr hohen Dosierungen), allerdings hat ein Raucher mit seiner Tabakzigarette ganz andere Probleme - nämlich etwa 4000 Verbrennungsprodukte, von denen etwa 100 Krebs auslösen können - als das Nikotin.
Oftmals wird von Dampfern die Liquid selber mischen diskutiert, ob ein Liquid reifen sollte / muss. Mittlerweile hat sich die Meinung durchgesetzt, dass ein Liquid nicht reifen muss. Der angenommene Reifungsprozess basiert einfach auf dem Grundsatz der Entropie, das heißt, die Bestandteile im Liquid streben danach sich vollständig durchzumischen. Wird ein Liquid nach dem Mischen gut im Behältnis geschüttelt oder gerührt, sollte dies einen fast gleichen Effekt haben. Unbestritten ist, dass ein Liquid unter Lufteinwirkung und Lichteinwirkung seine Farbe verändern kann. Dabei ist die Veränderung stärker, wenn mehr Nikotin im Liquid vorhanden ist.
Für eine längere Haltbarkeit sollte Liquid kühl, dunkel und trocken aufbewahrt werden.
Vegetable Glycerin
Vegetable Glycerin (pflanzliches Glycerin) ist einer der Hauptbestandteile der meisten Liquids. Bei Dampfern hat sich als Bezeichnung die
Abkürzung VG durchgesetzt. Vegetable Glycerin ist bei Zimmertemperatur leicht dickflüssig, klar und farblos, hat fast keinerlei Geruch aber einen leicht süßlichen Geschmack. Es ist Grundbaustein aller Fette und hat eine feuchtigkeitsspendende Wirkung. VG ist seit Langem als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E 422 zugelassen und wird vor allem als Vieh-Futterzusatz, für Kosmetikprodukte, aber auch in Lebensmittelindustrie verwendet.
VG erzeugt einen dichten und weichen Dampf, der den Geschmack der Aromen im Liquid nicht ganz so gut wie Propylenglycol transportieren kann. Daher ist die Dosierung des Aromas in VG-lastigen Liquids meistens höher als bei PG-lastigen Liquids.
Propylenglycol
Propylenglycol ist ein Lösungsmittel mit antimikrobieller Wirksamkeit und einer der Hauptbestandteile der meisten Liquids. Es hat zudem eine hygroskopische Wirkung. Bei Dampfern hat sich als Bezeichnung die Abkürzung PG durchgesetzt. Propylenglycol ist bei Zimmertemperatur flüssig, klar und farblos und hat fast keinerlei Geruch. PG ist seit Langem als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E 1520 zugelassen und wird vor allem in Cremes, Salben, als Vieh-Futterzusatz, aber auch in Tabakzigaretten und als Trägerstoff für Inhalatoren verwendet.
PG erzeugt einen leicht kratzigen Dampf, der den Geschmack der Aromen im Liquid gut transportieren kann. In seltenen Fällen kann ein Mensch auf PG empfindlich reagieren, in diesem Fällen wird dann das PG gegen Vegetable Glycerin (VG) ausgetauscht. Vegetable Glycerin (VG) erzeugt einen dichteren und weicheren Dampf, welcher das Aroma aber nicht ganz so gut transportiert. Daher ist die Dosierung des Aromas in VG-lastigen Liquids meistens höher.
Propylenglycol wird auch zur Erzeugung von künstlichem Nebel in Diskotheken und auf Konzerten eingesetzt, allerdings handelt es sich dabei um das nicht so reine technische Propylenglycol. Im Liquid für Dampfer wird ausschließlich das reine, medizinische Propylenglycol verwendet.
Velvet Base
Als Velvet Base bezeichnet der Dampfer ein Basisliquid (mit und ohne Nikotin) mit einem Mischungsverhältnis von 0 % Propylenglycol (PG), 80 % Vegetable Glycerin (VG) und 20 % Wasser. Diese Basis ist perfekt für Tröpfelverdampfer geeignet und transportiert dabei den Geschmack der hinzugefügten Aromen nicht so gut, erzeugt jedoch dichtere Dampfwolken. Einfache Verdampfer können bei mehreren schnellen Zügen hintereinander mit dieser Basis eventuell Probleme mit dem Liquidnachfluss bekommen und dadurch kokeln. Die Velvet Base wird vor allem von Dampfern verwendet, die eine Überempfindlichkeit / Allergie gegen Propylenglycol haben und oder sehr dichte Dampfwolken bevorzugen.
Dripper Base
Als Dripper Base bezeichnet der Dampfer ein Basisliquid (mit und ohne Nikotin) mit einem Mischungsverhältnis von 30 % Propylenglycol (PG), 70 % Vegetable Glycerin (VG) und 0 % Wasser. Diese Basis ist für "größere" Verdampfer geeignet und transportiert dabei den Geschmack der hinzugefügten Aromen nicht so gut, erzeugt jedoch dichte Dampfwolken. Einfache Verdampfer können bei mehreren schnellen Zügen hintereinander mit dieser Basis eventuell Probleme mit dem Liquidnachfluss bekommen und dadurch kokeln.
Ohm und Volt
Viele Fragen sich, welchen Verdampfer mit wieviel Ohm soll ich kaufen?
Hier haben wir Ihnen eine Tabelle eingestellt, die genau diese Frage beantwortet. Wir wollen gar nicht zu technisch werden, sondern lediglich Anhaltspunkte geben.
Ein Beispiel:
Sie haben einen EVOD 2 mit 1,8 Ohm Widerstand, dann ist die Ideale Voltzahl zwischen 3,0 und 3,75 Volt, also ein ganz normaler standart eGo-Akku.
Bei einem AeroTank Mega mit 2,5 Ohm Verdampferkopf liegt die Spanne schon bei bis zu 4,50 Volt. Da sollten Sie schon einen regelbaren Akku benutzen um richtig Dampf zu bekommen.
Mittlerweile sind ja DualCoil Köpfe fast Standard, bei DualCoil Köpfen können Sie in etwa 0,2 - 0,3 Volt dazu rechnen. Also einen AeroTank mini mit 1,5 Ohm, können Sie problemlos auch mit 3,8 Volt dampfen.
Wir hoffen, dass Ihnen die Tabelle einen Anhaltspunkt gibt, welchen Verdampferköpfe Sie kaufen sollten. Natürlich ist ausprobieren erlaubt ;-)
Zugtechnick
Backendampfen
Als Backendampfen wird die Dampftechnik bezeichnet, die nahezu jedem Raucher von Tabakzigaretten bekannt sein dürfte. Der Dampf wird in den Mund gezogen, dort gesammelt und dann in die Lunge inhaliert. Im Englischen wird diese Technik auch Mouth To Lung (Abkürzung MTL) genannt. Backendampfen hat also nichts mit dem "Paffen" bei normalen Tabakzigaretten zu tun!
Beim Backendampfen kann sich der Geschmack des Liquids besonders gut entfalten: Ist der Dampf im Mund und wird durch Öffnen des Mundes in die Lungen inhaliert, reichert er sich mit Sauerstoff an und wir empfinden den Geschmack beim Ausatmen als besonders intensiv. Eine ähnliche Technik wird auch von Weintestern verwendet, die den Wein im Mund mit Sauerstoff anreichern um besser den Geschmack zu erleben. Ohne zugesetzten Sauerstoff kann sich Geschmack also weniger entfalten.
Lungendampfen
Beim Lungendampfen wird - anders als beim Backendampfen der Dampf direkt in die Lunge inhaliert. Der Dampf wird also nicht erst im Mund gesammelt. Durch das erheblich größere Lungenvolumen wird mehr Dampf inhaliert, wodurch auch größere Dampfwolken entstehen und mehr Nikotin aufgenommen wird. Im Gegensatz zum Backendampfen entsteht nicht ganz so viel Geschmack, da die zusätzliche Beimengung von Sauerstoff beim Inhalieren fehlt.
Direct Lung
Direct Lung ist die englische Umschreibung für das Lungendampfen: Der Dampf wird also direkt in die Lunge inhaliert und nicht vorher im Mund gesammelt.