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Kupferstich, Jüngerer Stadtkalender von Zug 1751
Im oberen Abschnitt thront die Immakulata/Immaculata, welche vom Dreieck der Dreifaltigkeit überstrahlt und von den in Zug am meisten verehrten Heiligen umgeben wird. An den Seiten des eingezogenen Rundgibels sitzen die Allegorien Glaube und Hoffnung. In dessen Kartuschen halten zwei Löwen das Zuger Wappen. Auf dem Gesims steht die Inschrift «Die Herren des Inneren Raths Löbl[icher] Statt Zug.», die auf die sechzehn Wappen von Ammann, Stabführer, Statthalter, Ratsherren, Gross- und Unterweibel anspielt. Die Wappen der Herren sind auf zwei drapierten Tüchern angebracht und aufgeklebt. Dazwischen ist der Almanach abgebildet. Die Stadtansicht im unteren Bildteil wird von einer oben volutenförmigen Kartusche eingerahmt und von Neptun und Ceres (oder Abundantia) flankiert. Darunter stehen die Wappen der sechs städtischen Vogteien. Der abgebildete Stadtplan orientiert sich am Merian-Plan, zeichnet sich aber durch grössere Genauigkeit und bessere Berücksichtigung der individuellen Bauformen aus. Der Kalender befindet sich in einem Goldrahmen, hinter Glas.
1675 erschien erstmals ein Stadtkalender von Zug, welcher «Älterer Kalender», «Älterer Stadtkalender» oder wegen seiner Form auch «Langer Kalender» genannt wird. Dieser wurde 1714 zum letzten Mal gedruckt. Den Entwurf für den «Jüngeren Kalender» präsentierte der Zuger Johannes Brandenberg (20.05.1661–26.09.1729) im Jahr 1719. 1723 wurde dieser dann zum ersten Mal von Franz Leonz Schell (09.10.1664–1730) für das Jahr 1724 gedruckt. Dies wurde bis mindestens 1787 beibehalten.