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Erkältungskrankheiten oder Infektionen im Mund,-Nasen.-Rachen-und Ohrbereich können Auswirkungen auf die Sprachentwicklung haben. Eine verstopfte Nase schränkt die Nasenatmung ein und die Kinder sind gezwungen durch den Mund zu atmen. Dadurch kann die Luft nicht ausreichend befeuchtet, gereinigt und erwärmt werden, was längerfristig zu Infektionen der Atemwege führen kann. Zusätzlich bewirkt das Atmen durch den Mund ein Ungleichgewicht der Lippen- Zungen- und Gesichtsmuskulatur, was wiederum die Aussprache beeinflussen oder gar eine Zahn- oder Kieferfehlstellung zur Folge haben kann.
Durch wiederholte Mittelohrentzündungen wird das Mittelohr mangelhaft belüftet. Das kann unter Umständen die Hörfunktion einschränken. Die Kinder können dadurch Laute, Buchstaben oder Wörter nicht richtig verstehen, bzw. nicht unterscheiden und sprechen sie folglich falsch aus.
Das Saugen am Nuggi trägt für viele Kinder zur Beruhigung bei. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind den Nuggi nur zum Entspannen oder Trösten im Mund hat. Wichtig ist zudem, dass die Kinder den Nuggi während dem Sprechen nicht im Mund haben. Experten raten, dass sich Kinder nach dem 3. Lebensjahr vom Nuggi trennen sollten. Langes und intensives Nuckeln kann zu Zahn- und Kieferfehlstellungen (offener Biss) oder gar Aussprachestörungen führen. Der Nuggi kann ausserdem den Mund austrocknen und verhindert somit den natürlichen Kariesschutz. Tipps zum Abgewöhnen des Nuggis finden sie unter folgendem Link: (z.B. www.swissmom.ch)
Für den Erwerb einer Zweitsprache ist es wichtig, dass Kinder ihre Muttersprache gut beherrschen. Sprechen sie also zuhause mit dem Kind in ihrer Muttersprache. Bei mehreren Sprachen innerhalb der Familie macht es Sinn, dass jedes Elternteil konsequent mit dem Kind in seiner Sprache spricht. Es ist aber von Vorteil, wenn ihr Kind bereits schon vor Kindergarteneintritt mit der deutschen Sprache in Kontakt kommt, in dem es beispielsweise auf dem Spielplatz oder in einer Spielgruppe mit deutschsprechenden Kindern spielt.
Mit 4 Jahren hat ein Kind in der Regel alle Laute erworben mit Ausnahme von s, z, sch und r. Auch kommt es vor, dass Zischlaute interdental gebildet werden (lispeln). Spätestens bei Schuleintritt sollten aber alle Laute korrekt gebildet werden, da dies relevant für das Lesen und Schreiben ist. Falsch ausgesprochene Laute können folglich nicht richtig gelesen oder geschrieben werden.
Die Kosten für die logopädische Therapie im Vorschulbereich (Kinder, welche den Kindergarten noch nicht besuchen) werden vom Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen übernommen.
Logopädische Therapien oder Abklärungen von schulpflichtigen Kindern werden durch die Schule/Schulgemeinde finanziert.
Von Homepage: www.logopaedie-basel.ch übernommen:
Eine logopädische Abklärung ist angezeigt, wenn Sie durch die Sprachentwicklung Ihres Kindes verunsichert sind. Beispielsweise, wenn Ihr Kind
Eine logopädische Abklärung schafft Klarheit, ob eine Beratung oder Therapie nötig ist.
Es ist wichtig spracherwerbsauffällige Kinder möglichst früh abzuklären. Wenn Ihr Kind mit zwei Jahren noch nicht spricht (Link zum Spracherwerb) oder wenn Ihnen an seiner Stimme oder am Redefluss etwas auffällt, kontaktieren Sie die Logopädin Ihrer Wohngemeinde. Sie wird Ihnen weitere Auskünfte geben.
Bei häufiger Heiserkeit ist es wichtig einige Aspekte zur Stimmhygiene zu beachten. Vermeiden Sie lautes Sprechen, Schreien oder Singen. Räuspern, Husten oder Flüstern schaden der Stimme. Halten Sie stattdessen die Stimmlippen feucht, indem Sie genug trinken oder bei Erkältungen Hustenbonbons lutschen. Hält die Heiserkeit länger als 3 – 4 Wochen an, empfiehlt es sich, einen Hals-Nasen-Ohrenarzt zu konsultieren.
Wenn Ihr Kind mit zwei Jahren noch sehr wenig spricht, müssen Sie aufmerksam werden. Normalerweise sprechen Kinder in diesem Alter mindestens 50 Wörter (Link zum Spracherwerb). Sie verstehen und verwenden Gesten und Mimik (z. B. zeigen auf etwas) und beginnen sich für Bilder zu interessieren. Wenn Sie bezüglich der Sprachentwicklung Ihres Kindes Unsicherheiten oder Fragen haben, wenden Sie sich an die Logopädin Ihrer Wohngemeinde oder an den Kinderarzt.
Für die Nahrungsaufnahme werden die gleichen Muskeln und Nerven wie für das Sprechen benötigt. Mit dem Saugen an der Brust oder an der Flasche und später durch das Kauen werden die Bewegungsmuster für die Lautbildung geübt. Sie können Ihr Kind dabei unterstützen, indem Sie ihm auch härtere Sachen zu essen geben, die es richtig kauen muss, z. B. Brotrinde oder Karotten. Durch das Kauen werden die Muskeln im Mundbereich trainiert und die Voraussetzungen für die korrekte Lautbildung verbessert.
Viele Kinder durchlaufen in ihrer Sprachentwicklung eine Phase, in der sie unflüssig sprechen, meistens mit 3 – 4 Jahren. Sie denken schneller als sie sprechen können und verhaspeln sich. Dieses Entwicklungsstottern ist kein Grund zur Sorge und geht vorüber. Sollte es länger als 6 Monate andauern oder falls die Symptome sich verstärken (ev. Link zu Sprachstörungen), empfehlen wir eine logopädische Abklärung. Auch wenn Sie merken, dass das Kind unter dem Stottern zu leiden beginnt, sollte es abgeklärt werden.
Bei dieser Frage geht es um «echtes» Stottern, nicht um das meistens vorübergehende Entwicklungsstottern. Als Eltern eines stotternden Kindes ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind die Angst vor dem Stottern nehmen. Strahlen Sie Ruhe aus, lassen Sie Ihrem Kind Zeit zum Sprechen. Sprechen Sie nicht für Ihr Kind weiter, wenn es stottert. Sprechen Sie über das Stottern und tabuisieren Sie es nicht. Wichtiger als wie das Kind spricht, ist, dass es überhaupt spricht und was es Ihnen sagen möchte. Wenn Sie Unsicherheiten oder Fragen haben, sprechen Sie mit der Logopädin Ihrer Wohngemeinde.
Alle Kinder sprechen während der Sprachentwicklung teilweise fehlerhaft. Wichtig ist, dass das Kind Freude am Sprechen hat und dass es sich verstanden fühlt. Als Eltern können Sie Ihr Kind hilfreich unterstützen, indem Sie fehlerhafte Wörter (z. B. «lot» statt rot) korrekt wiederholen (z. B. «ja genau, rot»). Vermeiden Sie Ermahnungen oder Aufforderungen zum Nachsprechen.