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Vielerorts ist es Tradition, dass die Frau nach der Hochzeit den Namen ihres Mannes trägt. Und so tat es auch Amal Alamuddin, 36: Sie heisst neuerdings Amal Clooney, nachdem sie Ende September George Clooney, 53, heiratete. So weit so gut? Nicht ganz.
E. Jean Carroll, Kolumnistin beim renommierten Magazin «Elle» schreibt gemäss «New York Daily News»: «Ich war sieben Mal verheiratet und ich habe nie den Namen meines Mannes übernommen.» Sie sei zwar eine radikale Feministin, aber: «Wo käme ich hin, Amal vorzuschreiben, was sie zu tun habe.» Carrolls Kollegin Natalie Matthews sieht das anders: «Ich bin etwas enttäuscht. Leider behalten immer weniger Frauen ihren Mädchennamen.» Eine Befürworterin, Caroline Schumacher aus New York, ist der Meinung: «Ob ich den Namen meines Mannes annehme, hat doch nichts mit Feminismus zu tun.»
Wer in der Schweiz heiratet, behält seinen eigenen Namen - sofern das Brautpaar nicht anmeldet, einen gemeinsamen Familiennamen zu tragen, jenen der Frau oder jenen des Mannes. Das Gesetz trat Januar 2013 in Kraft und soll die Gleichstellung der Ehegatten gewährleisten. Es ist also allein deren Entscheid, welcher Name künftig im Pass steht. Eine solche Debatte wie die oben geschilderte käme hier also gar nicht zustande. Oder etwa doch?