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Im Manipulationsskandal um den französischen Meister Montpellier HB sind Nikola Karabatic und weitere Spieler am Dienstag vor dem Untersuchungsrichter erschienen.
Karabatic fuhr gemeinsam mit seinem Bruder Luka im Auto vor. Zuvor waren bereits der Serbe Mladen Bojinovic und der Franzose Samuel Honrubia von der Justiz in Montpellier empfangen worden.
Prozessbeobachter erwarten nach den Verhören eine Entscheidung darüber, ob ein Strafverfahren gegen den früheren Welthandballer und seine Mitstreiter, darunter sein Bruder, eingeleitet wird. Im schlimmsten Fall droht dem Ex-Kieler ein Haftbefehl.
Am Montagabend waren mit Mickael Robin, Vid Kavticnik und Hmam Wissem die drei ersten Spieler auf freien Fuss gesetzt worden.
Karabatic und Co. wird vorgeworfen, am 12. Mai im Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson Rennes mit Wetten auf einen Halbzeitrückstand viel Geld kassiert zu haben. Statt eines durchschnittlichen Einsatzes von 5000 Euro sollen an jenem Tag insgesamt 80.000 Euro auf das Spiel gesetzt und damit Gewinne von rund 200.000 Euro gemacht worden sein.
Der zweimalige Olympiasieger Karabatic, der in besagtem Spiel verletzungsbedingt gefehlt hatte, soll dabei 1500 Euro durch seine Freundin eingesetzt haben.
Wie jetzt aus Polizeikreisen durchsickerte, waren den polizeilichen Vernehmungen gezielte Abhöraktionen der Telefonate der Spieler vorausgegangen. Die Spieler seien "sicher gewesen, das Spiel zu verlieren". Auch von "dickem Geld" war die Rede.