Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03357.jsonl.gz/441

Am 5. Mai 2012 werde ich am QUANTICA-Kongress einen Vortrag mit dem Titel Quantenphysikalische Erkenntnistheorie und akausaler Bewusstseinszustand halten. Hier das Abstract:
Der radioaktive Zerfall und der so genannte Messakt der Quantenphysik sind akausal. Im willentlich in Ort und Zeit festgelegten Messakt geschieht der so genannte Quantensprung: die kausale mathematische Wellenfunktion, die alle potentiell möglichen Messungsresultate beschreibt, bricht zusammen. Welche spezifische Situation im einzelnen Fall Realität wird, ist aber willkürlich. Verschiedene Messungen ergeben verschiedene Resultate. Es gibt also, im Gegensatz zur Newtonschen Physik, kein kausales mathematisches Gesetz, das die Situation eindeutig beschreibt. Daher ist die Einzelmessung akausal, ursachelos, das heisst sozusagen eine „Wirkung“ ohne „Ursache“. Gemäss Wolfgang Pauli entspricht sie derart einem „Schöpfungsakt“.
Für eine radioaktive Substanz existiert ebenfalls kein kausales mathematisches Gesetz, das deren Zerfall beschreibt. Ort und Zeit des Zerfalls eines spezifischen radioaktiven Atoms sind unbestimmt, der Zerfall somit akausal und die physikalische Beobachtung desselben unmöglich. Wir wissen nur, nach welcher Zeit die Hälfte der Atome zerfallen ist, die Halbwertszeit.
In einem veränderten Bewusstseinszustand, dem von mir so genannten, zum willensbetonten Logos-Bewusstsein komplementären Eros-Bewusstsein, wird die Akausalität in den Akt der Beobachtung selbst aufgenommen. Ort und Zeit der Beobachtung werden offen gelassen. In diesem Akt der „inneren Messung“ werden daher das Bewusstsein und sein „Messinstrument“ selbst akausal. In einem tief introvertierten Zustand erlebt das Bewusstsein in der Halbtrance, dass sich Symptome körperlicher, psychosomatischer und gewisser psychischer Krankheiten in Symbole, in spontan auftauchende innere Bilder aus dem Bauchhirn (Michael Gershon) transformieren. Das spontane, akausale Auftauchen dieser Bilder bedeutet ebenfalls einen Schöpfungsakt. Die Erfahrung zeigt daher, dass diese inneren Bilder der von mir so genannten Symptom-Symbol-Transformation aufbauend und heilend wirken.
Der oben angetönte theoretische Teil wird mit Beispielen aus der Praxis ergänzt weerden.
Dr. Remo F. Roth, Zürich