Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/81863

<h2>SubmittedText<h2><p>Wie stellt sich der Verkehrsminister zu den Folgen der Aufhebung des sogenannten "Paletten-Pools" (Austausch der Ladehilfsmittel-Tauschgeräte oder EUR-Palettentausch), insbesondere unter den Aspekten der Transportsicherheit, der Unfallverhütung und vor allem der Ökologie?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es handelt sich hier um ein Organisationssystem der Privatwirtschaft. Das Angebot und die Versorgung mit Mehrweg-Holzpaletten ist Gegenstand von Verträgen zwischen Verladern bzw. zwischen Verladern und Transporteuren. Dem Bund kommt hier keine aktive Rolle zu.</p><p>Gemäss Verladern und Transporteuren ist offenbar die Qualität der Tauschgeräte in den vergangenen Jahren erheblich gesunken. Verbunden damit war ein Anstieg der Kosten der Bewirtschaftung des Tauschsystems. Als Konsequenz hat u. a. die Astag bekanntgegeben, dass sie bzw. ihre Mitglieder per 31. Dezember aus dem bisherigen Paletten-Pool aussteigen werden.</p><p>Gemäss unseren Informationen sind die führenden Logistikverbände der Schweiz und bedeutende Transportunternehmen derzeit intensiv auf der Suche nach Nachfolgelösungen.</p><p>Der Bundesrat sieht derzeit keinen Handlungsbedarf. Die politischen Rahmenbedingungen für die Transportwirtschaft sind so gesetzt, dass Anreize zugunsten einer effizienten und zugleich ökologischen Lösung bestehen. Der Bundesrat geht davon aus, dass die Transport- und Logistikbranche zweckmässige Lösungen finden wird. Demzufolge werden keine negativen Folgen hinsichtlich Transportsicherheit, Unfallverhütung oder Ökologie (also z. B. mehr Leerfahrten) erwartet.</p>