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Damit können die Rinderzüchter nahtlos an die 2010 und 2011 erzielten Erfolge anknüpfen, als die Exportzahlen gegenüber 2009 mehr als verdoppelt wurden. Nach Angaben der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) wurden 2012 fast 10% aller Zuchttiere aus dem Herdbuchkuhbestand exportiert.
Türkei und Algerien 2012 wichtigste Absatzmärkte
Wichtigster Auslandsmarkt war auch 2012 die Türkei mit rund 10'000 Rindern und einem Exportanteil von 27%. Dahinter folgte Algerien mit 8'500 Zuchtkalbinnen. Dies entspricht einem Anteil von 22,9%. Italien nahm 6'700 Zuchtrinder (17,9%) ab. Wichtige neue Märkte waren laut ZAR Kasachstan mit 2'500 Zuchtrindern (6,6%) sowie Usbekistan mit 1'100 Tieren (3,0%). Die Rinder wurden in 32 Länder ausgeführt.
Zuchttiere und dessen Export sind für die österreichischen Rinderzüchter mittlerweile ein wichtiges Einkommensstandbein. 2012 wurde neben den Milch- und Fleischeinnahmen eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 65 Mio. Euro (78 Mio. CHF) erwirtschaftet. In den letzten zehn Jahren wurden insgesamt rund 224'000 Zuchttiere ins Ausland vermarktet. Innerhalb dieses Zeitraumes lag Italien mit 67'000 vermarkteten Tieren klar an der Spitze.
Aufgrund der bestehenden Restriktionen für die Ausfuhr von Zuchtrindern nach Russland und Algerien wegen des in Österreich aufgetretenen Schmallenberg-Virus warnte die ZAR allerdings davor, die Erwartungen für das aktuelle Jahr zu hoch zu stecken.
Netzwerk leistet Unterstützung
Laut ZAR ist das Zusammenspiel zwischen den Amtstierärzten, dem Gesundheitsministerium, dem Landwirtschaftsministerium und der Wirtschaftskammer die Basis für den Aufbau und den Erhalt verschiedener Absatzmärkte im Zuchtrinderbereich. Dieses Netzwerk leiste eine wesentliche Unterstützung der Zuchtverbände bei ihren umfangreichen Bemühungen für den Zuchtviehexport, was letztlich den Bauern zugute komme.
Die Zuchtverbände und Rassenarbeitsgemeinschaften mit der Exportmarke Rinderzucht Austria hätten allein im Vorjahr 21 Messeauftritte organisiert, so die ZAR. Parallel dazu seien sieben exportbegleitende Marketingmassnahmen in den Ländern Albanien, Polen, Moldawien, Kosovo, Ukraine, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina durchgeführt worden. Zudem habe die Branche die internationale Zusammenarbeit im Rahmen mehrjähriger Projekte in den Ländern Serbien, Algerien, Türkei, Russland und Marokko erfolgreich gestartet beziehungsweise fortgeführt.
Zuchtfortschritt legt stark zu
Die österreichischen Zuchtverbände bauen nach Angaben des ZAR schon seit einigen Jahren stark auf die Fitness- und Gesundheitsmerkmale ihrer Tiere. „Österreich war nicht nur das erste Land, das weltweit einen Zuchtwert für Nutzungsdauer ausgewiesen hat. Auch bei der Gesundheit der Rinder sind wir in Mitteleuropa tonangebend“, erklärte ZAR-Obmann Anton Wagner.
Die Einführung der genomischen Selektion sorge für einen stark zunehmenden Zuchtfortschritt, der auch im Ausland wahrgenommen werde. Zusätzlich hätten die verlässlichen und international anerkannten Abstammungs- und Leistungsdaten zur starken Nachfrage beigetragen. ZAR-Geschäftsführer Franz Sturmlechner sieht daher in der Mitgliedschaft bei einem Zuchtverband und dem Landeskontrollverband nicht nur einen Mehrwert für das Management und die Tiergesundheit, sondern auch für die Einkommen in den bäuerlichen Betrieben.