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Die in Hingkong ansässige Airline Cathay Pacific unternimmt drastische Sparmassnahmen, damit sie die Krise überstehen kann. Laut einem Bericht der «South China Morning Post» streicht das Unternehmen 6000 Arbeitsplätze, 5000 davon voraussichtlich in Hongkong. Auch wenn diese Zahl hoch erscheint, sind es dennoch weniger Jobverluste als ursprünglich geplant. 8000 Stellen hätten gestrichen werden sollen. Die Fluggesellschaft schliesst nicht aus, weitere Entlassungen vorzunehmen. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen weltweit 33'000 Menschen. Die Entlassung betrifft also rund 18 Prozent der Gesamtbelegschaft.
Ausserdem lassen verschiedene Quellen gegenüber der Zeitung verlauten, dass die Marke Cathay Dragon aufgelöst wird. «Es ist unnötig, die beiden Marken angesichts der katastrophalen finanziellen Situation beizubehalten, aber Cathay wird das Fliegen zu Zielen auf dem Festland nicht aufgeben», sagte eine Quelle gegenüber der Zeitung. Somit wird die Airline ihre wichtige Rolle als regionales Luftverkehrskreuz beibehalten.
Die asiatische Fluggesellschaft plant, so viele Cathay-Dragon-Piloten wie möglich zu behalten, um diese in Zukunft auf Flügen der Dachmarke Cathay Pacific einzusetzen. Im Vergleich mit anderen Airlines fällt die Entlassungswelle bei Cathay geringer aus. Singapore Airlines entlässt rund 20 Prozent der Belegschaft, bei Quantas werden 30 Prozent der Stellen aufgelöst.
Cathay Pacific betreibt insgesamt 132 Passagierflugzeuge mit welchen wichtige Langstreckendestinationen aber auch asiatische Städte angeflogen werden. Unter der Marke Cathay Dragon werden 48 Flugzeuge betrieben, die vorwiegend chinesische Metropolen und regionale Ziele bedienen. Die erwartete Umstrukturierung stützt sich auf Annahmen, wie schnell sich der Luftverkehr von der Pandemie erholen wird. Das Unternehmen ist überzeugt, dass ein Impfstoff erheblich dazu beitragen würde. Im ersten Halbjahr 2020 verlor Cathay Pacific umgerechnet 1,15 Milliarden Schweizer Franken. Monatlich verliert die Airline rund 23 Millionen Schweizer Franken. Die Regierung hat der Airline im Juni ein Rettungspaket von 3 Milliarden Franken gesprochen angeboten, im Gegenzug nehmen zwei Beobachter Einsitz im Vorstand und überprüfen die Investitionen.
Die Airline rechnet, dass sie im kommenden Jahr mit weniger als 50 Prozent der Kapazitäten im Vergleich zum Vorkrisenniveau operieren wird. Bis zur Normalität ist es ein langer Weg, die Fluggesellschaft rechnet nicht vor 2024 damit.