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Da die nötigen gesetzlichen Grundlagen noch fehlen, kann die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) die virtuelle Entbündelung nicht anordnen. Die ComCom musste deshalb ein entsprechendes Gesuch von Sunrise abweisen, obwohl der virtuelle Zugang zum Teilnehmeranschluss den Wettbewerb beleben könnte.
Im Februar 2018 hat Sunrise ein Gesuch um regulierten Zugang zur «virtuell entbündelten Anschlussleitung» (Virtual Unbundled Local Access; VULA) eingereicht. VULA ist eine Alternative zur physischen Entbündelung und ähnelt einem Bitstream-Angebot. Mit VULA kann auch auf einer hybriden Anschlussleitung (bestehend aus Glasfaser und Kupferkabel) eine durchgängige, breitbandige Datenverbindung von der Ortszentrale bis zur Kundschaft bereitgestellt werden.
Die ComCom hat dieses Gesuch von Sunrise nun abgewiesen, da im heutigen Fernmeldegesetz (FMG) keine ausreichende gesetzliche Grundlage für die Einführung der virtuellen Entbündelung besteht und in der Schweiz nur Kupferkabel reguliert sind .
Die bestehenden Instrumente für die Zugangsregulierung im FMG sind aus Sicht der ComCom jedoch nicht mehr zeitgemäss, um den Wettbewerb etwa bei hybriden Anschlüssen, die aus Glasfaser und Kupferkabel bestehen, sicherzustellen. Deshalb empfiehlt die ComCom dem Parlament, im Rahmen der laufenden FMG-Revision die Möglichkeit des technologieneutralen und virtuellen Zugangs zum Teilnehmeranschluss zum Anschlussnetz einer marktbeherrschenden Betreiberin einzuführen.