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2018 global das viertwärmste Jahr
Das Jahr 2018 gilt global als das viertwärmste Jahr seit Messbeginn 1850. Es war um 0.6 °C wärmer als der Durchschnitt über die Normperiode 1961-1990. Dies geht aus einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervor.
Im Vergleich zum frühindustriellen Referenzwert (Mittel über Periode 1850-1900) ist das Jahr 2018 global etwa 1 °C wärmer. Damit erreicht es den vierten Rang hinter 2016, 2015 und 2017 – aber vor dem fünftplatzierten Jahr 2014. Dies geht aus einer Analyse der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervor, bei der fünf verschiedene Datensätze der globalen Temperatur miteinander verglichen wurden (https://public.wmo.int/en/media/press-release/wmo-confirms-past-4-years-were-warmest-record). Keines der 20 wärmsten Jahre ist länger als 22 Jahre her. Die WMO spricht deshalb von einem „klaren Zeichen für den anhaltenden langfristigen Klimawandel“.
Die Jahrestemperatur der Schweiz erwärmte sich seit 1864 etwa doppelt so stark wie im globalen Mittel. Hierzulande war 2018 sogar das wärmste Jahr seit Messbeginn. Das Jahr 2018 lag im Durchschnitt 2.3 °C über der Normperiode 1961-1990. Auch andere Regionen der Welt erlebten im vergangenen Jahr klimatisch aussergewöhnliche Ereignisse. So beschäftigte die sommerliche Hitze 2018, welche auch die Schweiz erfasste, praktisch ganz Mitteleuropa. Grossbritannien erlebte das sonnigste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Kalifornien erlebte die zerstörerischsten Waldbrände seiner Geschichte. Extreme Niederschläge, z.T. mit neuen nationalen Rekorden, ereigneten sich 2018 auf Hawaii, Brasilien, Iran, Marokko, Tunesien und Nigeria. Aussergewöhnliche Schneefälle verzeichneten Teile Russlands und Polen, und sogar Algerien während einer Kältewelle im Atlasgebirge. In Indien und Indonesien, sowie in Westafrika, kam es 2018 zu grossen Überschwemmungen. Die Hurrikansaison brachte in manchen amerikanischen Bundesstaaten neue Niederschlagsrekorde.
Im Zuge dieser Veränderungen gingen auch im Jahr 2018 die Gletscher in Grönland und das Meereis in der Arktis und Antarktis weiter zurück. Die Kohlendioxid-Konzentration blieb während des ganzen Jahres – also auch im Nordsommer, wenn die Vegetation am meisten Kohlendioxid aus der Atmosphäre zieht – über 400 ppm und steigt weiter an.
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