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Zürich (awp) - Der Solarindustriezulieferer Meyer Burger strebt zunächst keine komplette Übernahme der ostdeutschen Roth & Rau (R&R) an. "Wir wollen in einem ersten Schritt so schnell wie möglich eine Beteiligung von über 50% erreichen. Eine solche einfache Mehrheit reicht aus, um die operative Kontrolle auszuüben und R&R in unseren Zahlen zu konsolidieren", sagte Meyer-Burger-CEO Peter Pauli am Donnerstag gegenüber AWP.
Einen höhere Beteiligung an der deutschen Konkurrenz ist aus Sicht des Konzernchefs erstrebenswert, eine vollständige Beherrschung der Gesellschaft - also 75% plus eine Stimme - hat jedoch nicht die oberste Priorität. Die 50-Prozent-Schwelle bezeichnete der Konzernchef Chef der Meyer Burger Gruppe aber als "wichtigen Meilenstein". "Nur wenn die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen und es wirtschaftlich vertretbar erscheint, werden wir weitere in diesem Zusammenhang notwendige Aktionen einleiten", so Pauli.
Eine Erhöhung des gegenwärtigen Angebots von 22 EUR je Roth & Rau-Aktie schliesst Pauli aus. "Es gibt keinerlei Grund, den Preis anzupassen." Die Offerte sei umsichtig geprüft und eine Due Diligence vorgenommen worden. Der Wert des Angebotspreises, der 40% über dem zum Stichtag errechneten durchschnittlichen Börsenkurs liege, bezeichnete Pauli als "äusserst attraktives Angebot". Nur weil einige Finanzinvestoren Meyer Burger bedrängen, werde das Angebot nicht erhöht.
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