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Bei mehr als 90 % aller bösartigen Geschwülste handelt es sich um solide Tumoren. Die häufigsten bösartigen Tumoren sind bei Männern Karzinome der Prostata, der Lunge, des Dickdarms und der Harnwege, bei Frauen sind es Karzinome der Brustdrüse, des Dickdarms, des Gebärmutterkörpers und des Magens. Bei beiden Geschlechtern sind Tumoren des Knochenmarks und der lymphatischen Organe relativ selten, maligne Lymphome machen ca. 3 % und Leukämien ca. 2 % aller bösartigen Tumoren aus.
Die Ursachen der meisten bösartigen Tumoren sind heute noch nicht ganz geklärt. Letztlich ist aber eine Krebskrankheit immer die Folge einer Mutation, d.h. einer Veränderung der Erbsubstanz in einer einzelnen Zelle.
Die Mutation kann vielfältige Ursachen haben: Einerseits kann sie genetisch bedingt (d.h. im weitesten Sinn vererbt) sein, was sich darin äussert, dass bestimmte Tumoren innerhalb einer Familie gehäuft vorkommen. Anderseits werden aber die meisten Mutationen, die zu bösartigen Tumoren führen, während des Lebens durch bestimmte Umwelteinflüsse erworben.
Am besten erforscht ist dabei das Rauchen (krebserregende Substanzen im Tabakrauch als Ursache von bösartigen Tumoren der Atemorgane). Wichtig sind ferner eine falsche Ernährung (Ursache für Krebs im Magen-Darm-Trakt), Infektionen (Hepatitis B-Infektion als Ursache für Leberkrebs, Infektion durch Helicobacter pylori als Ursache für bestimmte Lymphome des Magens, Infektionen mit Papillomaviren als Ursache für Gebärmutterhalskrebs) und ionisierende Strahlung (Radon, Röntgenstrahlen, Radioaktivität usw. als Ursache von Leukämien und anderen bösartigen Krankheiten).