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Mit zunehmendem Alter kann die Hirnleistung abnehmen. Laut Angaben der Schweizerischen Alzheimervereinigung wird geschätzt, dass in der Schweiz ungefähr 8% der Menschen über 65 Jahren an einer Demenz erkrankt sind. Bei den über 90-jährigen sind es bereits 30%. Aufgrund der demographischen Veränderungen und der Zunahme der älteren Bevölkerung wird auch die Häufigkeit von Demenz in den nächsten Jahren stark ansteigen.
Mild cognitive impairment (MCI)
Von einem mild cognitive impairment oder MCI (dt.: leichte kognitive Beeinträchtigung) spricht man, wenn die Hirnleistung relativ zum Alter reduziert ist, aber die Kriterien für eine leichte Demenz noch nicht erfüllt sind. Die Alltagsaktivitäten sind bei MCI Patienten noch nicht eingeschränkt, es liegen jedoch objektive kognitive Beeinträchtigungen vor. Die kognitiven Beeinträchtigungen müssen sich nicht zwingend in Form von Gedächtnisstörungen äussern, es können auch Defizite in der Sprache, der räumlichen Orientierung oder im Geruchssinn auftreten.
Demenz
Als Demenz bezeichnet man eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die durch Leistungseinschränkungen in verschiedenen Hirnarealen gekennzeichnet ist. Häufig betroffene Bereiche sind das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit, die Sprache und die Exekutivfunktionen (Planen und Durchführen von Handlungen, Impulskontrolle, Entscheidungen). Zudem sind die betroffenen Personen in ihren Alltagsaktivitäten eingeschränkt und je nach Schweregrad der Erkrankung deshalb pflegebedürftig. Es gibt verschiedene Arten von Demenz. Am häufigsten sind die Demenz vom Alzheimertypus und die vaskuläre Demenz.
Demenz-Screening
Die Demenzabklärung erfordert eine multimodale Ansatzweise und beinhaltet nebst neurokognitiven Tests und einer eingehenden Untersuchung auch Laboranalysen und bildgebende Verfahren zur Abbildung der Gehirnstrukturen (z.B. mittels MRI oder PET). Diese Abklärung erfolgt meist in einer Memory Klinik. Vor dieser umfassenden Abklärung findet häufig ein sogenanntes Demenz-Screening statt. Ein Demenz-Screening kann im Test- und Diagnosezentrum der Klinik für Geriatrie am UniversitätsSpital Zürich durchgeführt werden.
Prävention und Therapie
Eine Therapie zur Heilung der Demenz gibt es bis heute leider nicht. Nebst der medikamentösen Therapie werden häufig auch erfolgreiche, nicht-medikamentöse Strategien zur Erhaltung und Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit empfohlen. So zum Beispiel regelmässige körperliche Aktivität, Musiktherapie oder Gedächtnistraining. Zwar kann man sich nicht vor einer Demenzerkrankung schützen, es gibt jedoch verschiedenen Massnahmen, welche das Risiko an Demenz zu erkranken massgeblich reduzieren. Dazu gehören regelmässige sportliche Aktivitäten, eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Fisch und das Pflegen von sozialen Kontakten.
Zurzeit läuft am ZAM zum Thema MCI und Demenz die Move for your Mind Pilot-Studie.