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Angeregt wurde der Einbau des Fensters durch Pfarrer Martin Keller. Er schreibt dazu: «Insbesondere aber durch den Einbau eines neuen Fensters auf der Südseite, angelegt im Goldenen Schnitt, wurde ein Akzent gesetzt, der nun das Erscheinungsbild der Kirche prägt. In den Massen nimmt das Fenster die Proportionen der Seitenfenster auf: doppelte Höhe, doppelte Breite. Zudem wird mit Doppelsteg und Laibung die Konstruktion der Seitenfenster weitergeführt. Dank des neuen Fensters gewinnt die grosse Südwand mehr Profil; zugleich wird mit der Durchlässigkeit der Wand auch eine Verbindung mit dem unmittelbar dahinter liegenden Friedhof geschaffen: Der Bereich des Lebens (Kirche) und der Bereich des Todes (Friedhof) gehören zusammen.»
Wer aus dem Fenster blickt, sieht allerdings nicht den Friedhof, sondern einen Baum, der bewusst an diesem Ort gepflanzt worden ist. So hat der Kirchenbesucher die Natur, die sich mit den Jahreszeiten verändert, im Blickfeld.
Die Holzdecke fällt zum Chorbereich hin ab und nimmt damit die äussere Dachform auf. Auf der gegenüberliegenden Seite, dort, wo sich die Empore befindet, wurde die Wand nachträglich mit Holz verkleidet, um die Akustik zu verbessern. Der untere Teil ist eine Faltwand, die bei Bedarf geöffnet werden kann.
Die hölzerne Empore ist seitlich von der Wand abgesetzt. Betreten wird sie über eine Metall-Wendeltreppe. Die Orgel wurde von der Firma Metzler&Söhne, Dietikon, erbaut und am 21. Oktober 1962 eingeweiht. Sie hat zwei Manuale und ein Pedal und umfasst 21 Register. Registratur und Traktur sind mechanisch.
die in Holz gestaltete Empore mit Wendeltreppe und die Orgel
Der Boden des Kirchensaals besteht aus roten Terracottaplatten.
Der Chorbereich ist um drei Stufen
erhöht, der Boden wurde mit einem hellen Naturstein ausgestaltet. Dort befinden
sich ein Abendmahlstisch, eine Kanzel aus Holz und ein schlichter Taufstein, die alle zur
Originalausstattung gehören.
der Chorbereich mit Kanzel, Abendmahlstisch, Wandteppich und dem 2001 zusätzlich eingefügten Fenster in der Chorwand, davor der schlichte Taufstein
der Wandteppich mit der Darstellung vom guten Hirten nach Johannes 10,27 der Künstlerin Regula Eichenberger
Das Bildmotiv ist der gute Hirte. Auffällig ist die Gestaltung des Wandteppichs: Er wirkt durch die zentrale (vertikale) Figur des Hirten, die über den Rand hinausragt, wie ein erweitertes Kreuz bzw. Triptychon, und weist damit formal stark auf eine fast katholisch wirkende Sakralität hin, die durch den wirkungsvollen Kontrast der Farbgebung von dunklen und Weiss-/Goldtönen noch verstärkt wird und geheimnisvoll wirkt. Der Hirte trägt ein Schaf auf dem Arm,
weitere Schafe stehen links und rechts von ihm. Am Teppichrand entlang läuft
eine Inschrift: «Meine Schafe hören meine
Stimme. Ich kenne sie und sie folgen mir.» (Joh 10,27).
Mittelteil des Wandteppichs mit einer Darstellung vom guten Hirten mit seinen Schafen
Ein breiter Gang verbindet den Kirchensaal mit den beiden Anbauten und dient gleichzeitig als Eingangsbereich. In den beiden Anbauten links und rechts des Haupteingangs befinden sich der Kirchgemeindesaal, Unterrichtszimmer, eine Teeküche und die Sanitäranlagen. Weitere Räume befinden sich im Untergeschoss.