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AN/VRC-46
In den USA wurde das Kommunikationssystem VRC-12 / VRC-46 in der Mitte der Sechzigerjahre eingeführt, der Sendeempfänger RT-524A war für direkte Bedienung und der ähnlich dimensionierte RT-246 mit zehn Senderspeichern zum Einbau in Gerätebuchten von Panzern o.ä., mit Fernbedienung vorgesehen.
Ende der Sechzigerjahre wurden mit dem Kauf des amerikanischen Schützenpanzers M113 zwei aus U.S.-amerikanischer Produktion stammende VHF-Sprechfunkgeräte auch in der Schweiz eingeführt: das Tornistergerät PRC-77 SE-227 und das auf Fahrzeugen eingesetzte VRC-46 resp. SE-412.
Technische Daten
- Frequenzbereich: 30-52,95 und 53-75,95 MHz, 920 Kanäle mit einem Kanalabstand von 50 kHz
Stromversorgung
Dimensionen
- 391 x 171 x 334 mm, 23.15 kg
Zubehör
- Als Standardantenne wurde in der Schweiz meist die AT-912/VRC Rutenantenne mit dem automatischen Antennenabstimmgerät MX 2799/VRC eingesetzt.
- Alternativ konnte eine Groundplane Fernantenne FA-227/412 mit einem 2,45 m hohen Strahler auf einem 4 m hohen Steckmast errichtet werden. Das Fernantennenmaterial ist in einer 110 x 200 x 12m mm messenden und 9.1 kg schweren Segeltuchtasche verstaut.
- im Fahrzeugen war ein Bordverstärker eingebaut, der als Bordverständigungsanlage diente.
- an den Monitor-Kästchen im Fahrzeuig konnte jedes Besatzungsmitglied wählen, welches Programm (Empfänger A, B oder C oder Gegensprechverkehr) auf dem Kopfhörer zu hören war.
- mit dem Relaisschaltgerät C-2299/VRC konnten zwei Sendeempfänger zu einer Relaisstation zusammengeschaltet werden.
- an Endgeräten war der Einschluss eines Mikrotel MT H-189 oder der Lärmsprechgarnitur mit Kopfhörer, Kelhkopfmikrophon und Sende- / Empfangsumschalter vorgesehen.
- Zur Fernbedienung des SE-412, beispielsweise aus einem geschützten Unterstand heraus, dient die Fernbesprechungsausrüstung BFA SE-227/412. Das Ortsbetriebsgerät, welches mit dem SE-412 AUDIO-Eingang verbunden wird, und das Fernbetriebsgerät, werden mit einer üblichen zweiadrigen Feldtelephonleitung verbunden.
Bedienung
Das VHF-Sprechfunkgerät RT-524A deckt den militärischen VHF-Bereich in zwei Bändern (30 - 52,95 und 53 - 75,95 MHz) in 50 kHz Schritten ab, die Sendeleistung ist im FM - Telephoniebetrieb zwischen POWER LOW wird (1 - 3 W, Reichweite von ca. 5 km) und HIGH (ca. 35 W, Reichweite 20 - 30 km) umschaltbar.
Auf der Frontplatte des Sendeempfängers finden sich links oben eine Lampe CALL, die bei Ansprechen des Squelch einen eingehenden Funkspruch signalisiert, daneben liegt der Bandschalter und gleich darunter die Frequenzwahlschalter für die MHz und die kHz-Stellen, die Arbeitsfrequenz wird mechanisch digital in einem kleinen Fensterchen angezeigt.
In der linken unteren Frontplattenecke findet sich der SQUELCH - Schalter für die Rauschsperre: in der Betriebsart SQUELCH OLD wird der Empfänger durch ein eingehendes Signal lautgeschaltet, in Stellung NEW durch 150 Hz - Ton von einem andern Gerät aus der VRC-12 / PRC-77 - Familie, so dass diese Funktion nur zur Kommunikation mit Stationen aus der gleichen Gerätefamilie nutzbar ist. Gleich daneben liegt der Lautstärkregler.
Rechts neben der Kanal - Merktabelle finden sich der Skalenbeleuchtungs- und der Lautsprecherschalter, darunter der Hauptschalter, mit dem auch von niedriger auf volle Sendeleistung umgeschaltet wird.
Darunter in der Mitte der Frontplatte die Antschlüsse für Relaisbetrieb, das Mikrotel und die Anteuerung des automatischen Antennenabstimmgeräts.
Zur Rechten findet sich oben die Antennenbuchse und darunter der mit einer schlagfesten Lochblende geschützte Gerätelautsprecher.
Der Zusatzempfänger R-442/VRC besteht im wesentlichen aus einem identisch aufgebauten Empfangsteil mit ähnlich verteilten Bedienelementen auf der Frontplatte. Mit dem Zusatzempfänger können beispielsweise Funksprüche von vorgesetzter Ebene aufgefangen werden, während auf einer zweiten Frequenz Transceivebetrieb innerhalb einer Stationsgruppe läuft.
Als Zusatzausrüstung wurde auch in der Schweizer Armee zur Verständigung in Kettenfahrzeugen die Bord - Gegensprechanlage AM-1780/VRC eingesetzt. Um aus zwei RT-524 eine Relaisstation aufzubauen, gibt es ein Relaisschaltgerät C-2299/VRC.
Technisches Prinzip
Röhrenbestückung
Entwicklung
Das frequenzmodulierte VHF-Sprechfunkgerät war von der amerikanischen Avco Corporation entwickelt worden und wurde um 1963 bei der Truppe eingeführt. Mit der Beschaffung des amerikanischen Schützenpanzers M113, gelangte die Schweizer Armee in Besitz der ersten VRC-12 Funkstationen, mit denen die Kettenfahrzeuge standardmässig geliefert wurden. Es kam in der Folge in verschiedenen Fahrzeugen und auch als Feststation zum Einsatz: mit einer Einsatzspanne von 1963 - 2003 war das SE-412 eines der am längsten eingesetzten Funkgeräte in der Schweizer Armee.