Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03528.jsonl.gz/1625

Guido Cotter (SP) hatte der Regierung elf Fragen rund um den Fluglärm gestellt. Wie Volkswirtschaftsdirektor Daniel Wyler (SVP) ausführte, habe die Verwaltung für die Beantwortung des Vorstosses 47 Stunden aufwenden müssen.
Doch Cotter, der die Interpellation eingereicht hatte, weil sich einige Menschen an ihn gewandt hätten, war mit den Antworten ganz und gar nicht zufrieden, sondern «sehr enttäuscht», wie er sagte. Er hätte sich vom Regierungsrat mögliche Massnahmen erhofft, wie das Problem behoben werden könnte.
Der Regierungsrat aber nehme die Anliegen jener nicht ernst, die vom Fluglärm betroffen seien. Es scheine, als seien ihm nur wirtschaftliche Interessen wichtig. Doch: «Auch die Ruhe ist ein Standortvorteil», sagte Cotter.
Er vermisse ein Engagement für weniger Fluglärm. Die bisherigen Flugzeiten seien nicht alternativlos, wie der Regierungsrat meine. Sie müssten zeitlich eingeschränkt werden, etwa durch Flugpausen.
Man dürfe auch das Gefahrenpotenzial des Flugplatzes Kägiswil nicht unterschätzen, sagte Cotter mit Verweis auf den Absturz des Tiger-Kampfjets im Gebiet Melchsee-Frutt vom Mittwoch. Seit 1979 habe es im Umfeld des Flugplatzes mehrere Abstürze und Vorfälle mit insgesamt 15 Toten und 7 Verletzten gegeben.
Volkswirtschaftsdirektor Wyler (SVP) konterte, der Regierungsrat sei nicht der Meinung, dass es keine Möglichkeit für Verbesserung gebe. Doch die behauptete Zunahme des Fluglärms sei nicht belegt. Eine Messung würde den Kanton 370'000 Franken kosten.
Belegt sei hingegen, dass die Anzahl der bewilligten Flugbewegungen in Alpnach und Kägiswil unterschritten würde um 13 und 19 Prozent. Im Kontakt mit den Flugplatzbetreibern werde die Reduktion des Fluglärms jeweils thematisiert. Der Regierungsrat habe aber keinen Spielraum, die Betriebszeiten einzuschränken.