Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03562.jsonl.gz/941

Zu Beginn unseres Jahrhunderts wurden der Jodelgesang, das Alphornblasen und
das Fahnenschwingen, ausser im Alpenraum, mit wenigen Ausnahmen vor allem in
den Städten gepflegt. Erst nach und nach verbreitete sich unser Brauchtum auch in
den ländlichen Gegenden dies- und jenseits des Juras. Die Gründungsjahre der
Jodlerklubs belegen dies eindeutig.
Geschichte des NWSJV
So wurden in der Stadt Basel 1907 das Jodlerdoppelquartett Basel, 1913 das
Jodler- Doppelquartett Kleinbasel, 1915 der Jodlerklub Edelweiss und die
Stadtjodler Basel gegründet, während 1910 der Jodlerklub Edelweiss Solothurn und
1912 der Jodlerklub Gäu Egerkingen aus der Taufe gehoben wurden.
Im Kanton Aargau entstand 1915 das Jodlerdoppelquartett Brugg, im Kanton Basel-
Land 1917 der Jodlerklub Pratteln und im Kanton Solothurn 1918 der Jodlerklub
Olten. Ihnen folgten im Jahre 1920 die Gründungen der Jodlerklubs Allschwil und
Alpenglühn Etziken. 1922 entstand aus einer Gruppe des Turnvereins das
Jodeldoppelquartett Edelweiss in Untersiggenthal.
Alle diese Gruppen dürfen jetzt auf ihr fast hundertjähriges Bestehen zurückblicken.
Weitere 27 Klubs unserer Region wurden zwischen 1921 und 1935, also vor oder
im gleichen Jahr wie der Verband gegründet.
Die GründerJodlergruppen, vor allem diejenigen in der Stadt, bestanden damals
mehrheitlich aus jungen Leuten aus den Bergkantonen, die aus existenziellen
Gründen in die Stadt oder Stadtnähe ausgewandert waren und in den Jodlerklubs
Anschluss suchten. Bezeichnenderweise sind es heute diese Stadt-Klubs, die am
meisten unter Nachwuchs-Sorgen zu leiden haben.
Der NWSJV, umfassend die Kantone Aargau, Basel-Land, Basel-Stadt und
Solothurn, wurde an der 2.Gründungsversammlung am 15. Dezember 1935 im
Restaurant zur Safran-Zunft in Basel als vierter Unterverband des Eidg.
Jodlerverbandes gegründet. An der 1.Gründungsversammlung am 24. Februar des
Vorjahres hatten die 37 Abgeordneten der damals bestehenden 19 Jodlergruppen,
(6 aus dem Kanton Aargau, je 5 aus Basel-Land und Basel-Stadt sowie 3 aus dem
Kanton Solothurn), einen Zusammenschluss noch abgelehnt, weil sie glaubten, als
dem EJV direkt angeschlossene Mitglieder Vorteile zu haben.