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Naturschutzgebiet Overesses
Die friedliche Stimmung in dieser ehemaligen Kiesgrube in Villarepos zieht viele Tierarten an. Die Gebüsche werden von zahlreichen Vögeln genutzt und das Reh oder sogar das Hermelin können in den umliegenden Wiesen gesichtet werden. Für die Amphibien ist das Feuchtgebiet sehr wichtig. Jeden Frühling pflanzen sich die Gelbbauchunke, der Bergmolch, der Fadenmolch, die Kreuzkröte, die harmlose Ringelnatter und weitere Arten darin fort.
Ein seltener Auenwald
Im Osten des Schutzgebietes wird der Boden durch das einfliessende Wasser des Baches, der durch das Gebiet führt, sehr nass. Der lockere und wassergesättigte Boden hat das Wachstum von vielen Schwarzerlen begünstigt, die für diesen Standort typisch sind. Die Schwarzerlenbruchwälder sind in der Schweiz selten, beherbergen aber eine aussergewöhnliche biologische Vielfalt
Eine notwendige Revitalisierung
Die trockeneren Stellen des übrigen Schutzgebietes sind von mehreren, unterschiedlich grossen Wasserflächen durchsetzt. Diese werden jedoch durch das Ausbreiten der Wasservegetation und den Sedimentablagerungen bedroht, die fortlaufend zu dessen Auffüllen führen. Ohne Massnahmen würden diese kleinen Teiche verschwinden und mit ihnen der Lebensraum von Arten, die sich darin fortpflanzen.
Seit dem Herbst 2016 wurden umfassende Aufwertungsmassnahmen ausgeführt. Es wurden die bestehenden Wasserflächen aufgewertet und neue Teiche angelegt, die temporär mit Wasser gefüllt werden können, was ihren Unterhalt erleichtert. Die Verbuschung bedrohte auch den Schwarzerlenbruchwald, der aufgelichtet wurde, um der Verbuschung entgegen zu wirken. Die Revitalisierungsmassnahmen können als erfolgreich bewertet werden; mehrere seltene Arten sind zurückgekommen, wie der Pirol, der Waldwasserläufer und die Gelbbauchunke!
Ehemalige Kiesgrube mit dauernden und temporären Wasserflächen, Grosssegenried, Hecken, Wildblumenwiesen und Erlenbruchwäldern (nasser Waldstandort). Fortpflanzungsgebiet für Amphibien und Lebensraum von verschiedenen Vögeln, Säugetieren und der harmlosen Ringelnatter.
Um die Amphibien zu schützen, danken wir Ihnen, wenn Sie keine Fische in diese Teiche aussetzen. Es ist nämlich verboten, jegliche Fischarten oder andere Tiere in die Natur auszusetzen.
Im Sommer 2017 wurde das Schützgebiet mit einer Flugdrohne gefilmt in Bezug eine Zeitungsartikel von La Liberté.