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- 1. Anfang
- 2. Video
- 3. Die Wirbelsäulenform
- 4. I Einfluss auf die Wirbelsäulenform - das Kreuzbein
- 5. II Einfluss auf die Wirbelsäulenform - das Sitzen
- 6. I Muskulatur - Funktion und Aufbau
- 7. II Muskulatur - Anpassung an Veränderungen der Muskellänge
- 8. III Muskulatur - Hüftbeugemuskel (M. iliopsoas)
- 9. Zusammenfassung
- 10. Video zum Zweiten
- 11. Analyse der Kernaussagen
I Muskulatur - Funktion und Aufbau
Die Muskulatur ist das Fleisch des Körpers. Dieses wunderbare Organ ermöglicht dem Menschen Haltung und Bewegung. Ohne die Muskulatur ist man nichts.
Eine der Haupteigenschaften der Muskulatur ist ihr Spannungsvermögen. Nur wenn die Muskeln eine solche haben – man spricht von Tonus – können sie ihre Funktionen – die des Haltens und Bewegens – erfüllen.
Auf dem nächsten Bild kann man die Bestandteile eines Muskels sehen.
Innerhalb einer Muskelzelle/Muskelfasern befinden sich Myofibrillen, die aus der Kontraktionseinheit – dem Sarkomer – bestehen, welche innerhalb einer Myofibrille in Serie angeordnet sind. Ein Sarkomer enthält zwei Proteinstrukturen – Aktin- und Myosinfilamente, die sich gegeneinander verschieben können und so den Muskel kürzer machen.
Eine Muskelverkürzung ist also immer die Folge eines aktiven Verschiebevorganges dieser kontraktilen Filamente. Dieser findet auch statt, wenn sich ein Muskel “passiv” verkürzt, d.h. wenn sich der Abstand der Fixierungsstellen des Muskels annähern. Der Muskel “legt sich nicht in Falten”.
Der Körper ist so organisiert, dass es immer Muskeln gibt, die sich auf der einen Seite eines Gelenkes verkürzen und gleichzeitig auf der anderern Seite verlängern müssen. Sonst wäre eine Bewegung nicht möglich.
Das klassische Beispiel kennt man vom Oberarm, an welchem sich bei der Beugung im Ellbogengelenk der Beugemuskel (Bizeps) verkürzt und sich dabei der Streckmuskel (Trizeps) verlängern muss.
Muskeln die sich bei einer Bewegung zusammenziehen nennt man Agonisten, solche der Gegenseite, die die Bewegung freigeben, Antagonisten.
Komplexer sind die Verhältnisse, wenn man das Verhalten mehrerer Muskeln untersucht, die ein oder mehr Gelenke überbrücken. Dies soll am Beispiel der gekrümmten Sitzhaltung gezeigt werden (nach Brügger):
- alle verkürzten Muskel sind blau eingezeichnet,
- alle verlängerten Muskeln rot.
Wir merken uns
- dass sich Muskeln bei jeder Längenänderung der neuen Länge anpassen
- dass es immer mindestens ein Muskelpaar gibt, welches sich antagonistisch verhält
- das dies aber nicht zwangsläufig mit einem Längenverlust einhergeht
- dass die Längenanpassung in den Muskelfasereinheiten, den Sarkomeren, stattfindet