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Die Parlamentarische Initiative Addor verlangt, dass in der Armee keine muslimische Seelsorge angeboten wird. Im Militärgesetz soll verankert werden, dass nur christliche Seelsorger zugelassen werden. Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund SIG und die Plattform der Liberalen Juden der Schweiz PLJS sehen damit die Glaubens- und Wahlfreiheit in der Seelsorge von gläubigen Armeeangehörigen verletzt und lehnen die Initiative ab.
Die am 29. September 2017 von Jean-Luc Addor (SVP) eingereichte Parlamentarische Initiative verlangt eine Änderung des Militärgesetzes bezüglich der Armeeseelsorger. Es soll festgeschrieben werden, dass nur christliche Seelsorger in der Schweizer Armee zugelassen werden.
Jeder Angehörige der Armee sollte das Recht haben in Zeiten einer persönlichen Krise einen Vertreter seiner Religion konsultieren zu können. Selbstverständlich stehen die christlichen Seelsorger, wie dies Addor ausführt, allen Armeeangehörigen unabhängig ihrer Religion oder Konfession zur Verfügung. Für einen gläubigen Menschen ist es jedoch wichtig, sich mit einem Geistlichen seiner eigenen Religion bzw. Konfession austauschen zu können, um von diesem Ratschlag und Trost zu erhalten. Und dies besonders in Zeiten grosser Not.
Derzeit gibt es in der Schweizer Armee nur christliche Seelsorger. Trotzdem gilt es im Einklang mit der in der Verfassung festgeschriebenen Glaubensfreiheit, einer gesetzlich festgeschriebenen Verhinderung von Seelsorgern anderen Religionen entschieden entgegenzutreten. Jeder Schweizer ist vor dem Gesetz gleich. Dies soll auch vor dem Militärgesetz weiterhin so bleiben. Und jeder Angehörige der Armee sollte das Recht und die Möglichkeit haben, sich an einen Seelsorger seiner Religion wenden zu können.