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Die Häuserreihen rund um das Verenamünster bilden den mittelalterlichen Kern des Marktfleckens Zurzach. Im Jahre 881 wurde das Kloster und das Dorf Zurzach von Kaiser Karl III. seiner Gemahlin Richardis verliehen. Nach ihrem Tod erbte das Kloster Reichenau den Flecken. 1294 brannten die Klostergebäude ab. Rund um das Münster wurden Chorhöfe erstellt, die bis zur Aufhebung des Stifts 1876 den Chorherren als Wohnungen dienten.
Auch der Mauritiushof war ein solcher Chorhof. Seine älteste Erwähnung finden wir im Anniversar (Jahrzeitbuch) des Stifts Zurzach von 1378, wo ein N(ikolaus) von Ravensburg als Inhaber und Erneuerer des Pfrundhauses genannt wird. Um 1407 wurde das bisher zweigeschossige Gebäude um einen Stock erweitert. Chorherr Christoph S. von Ulm (+1605) liess 1563 einen Saal anbauen, der nach einem späteren Besitzer, Cantor Raymund C. Pappus v. Tratzberg (+1755), „Pappiserhof“ genannt wird.
Im April 2004 verkaufte die Katholische Kirchgemeinde Zurzach den Mauritiushof der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden. Seither betreibt die Stiftung im Parterre die Galerie «Mauritiushof» und zeigt im 1. und 2. Stock das künstlerische Lebenswerk des Basler Malers Pieter van de Cuylen (1909 – 1990). Das Gebäude kann auch für die Durchführung von öffentlichen und privaten Anlässen genutzt werden. Hinter dem Gebäude befindet sich ein schöner Garten mit Sicht zum Kurpark und zum Bäderbezirk.