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Von Carina Abderhalden
Meditative Yoga-Musik vor dem Schlafengehen ist gut für die Herzgesundheit, sie steigert die Anpassungsfähigkeit des Herzens auf Veränderungen, reduziert Ängste und fördert positive Gefühle. Bei Popmusik mit regelmässigen Beats ist das Ergebnis grad umgekehrt.
«Wir setzen in unserem Krankenhaus Musiktherapie ein und unsere Studie zeigt, dass Yoga-Musik einen günstigen Einfluss auf die Herzfrequenzvariabilität vor dem Schlaf hat. Ausserdem reduziert sie das Angstniveau und die Teilnehmer fühlen sich positiver», berichtet Dr. Naresh Sen aus Jaipur in Indien, der einer indischen Forschergruppe angehört und dies auf dem Europäischen Kardiologiekongress in München präsentierte.
Einfluss von Yogamusik, Popmusik sowie von keinerlei Musik
Die indische Studie untersuchte den Einfluss von Yogamusik, Popmusik mit regelmässigen Beats sowie von keinerlei Musik vor dem Schlafengehen. Bei jeder Sitzung wurde die Herzfrequenzvariabilität fünf Minuten lang vor dem Beginn der Musik oder der Stille gemessen, zehn Minuten lang während dessen sowie fünf Minuten lang nach Beendigung der Musik oder Stille.
Zusätzlich wurde das Ausmass der Angst vor und nach der Sitzung mit der Goldberg Anxiety Scale gemessen, und mit einer speziellen Skala wurde nach jeder Sitzung das Ausmass positiver Gefühle erfasst. 149 gesunde Menschen im Alter von durchschnittlich 26 Jahren nahmen daran teil.
Angstniveau verringert sich signifikant
Die Herzfrequenzvariabilität stieg in der Gruppe mit Yoga-Musik, reduzierte sich in der Popmusik-Gruppe und blieb in der Gruppe ohne Musik konstant. Das Angstniveau verringerte sich signifikant in der Yoga-Musik-Gruppe, erhöhte sich signifikant in der Popmusik-Gruppe und erhöhte sich in der Gruppe ohne Musik. Die Teilnehmer fühlten sich bedeutend positiver nach der Yogamusik als nach der Popmusik. Fazit: Sich Yoga-Musik vor dem Schlafengehen anzuhören, ist eine preiswerte und leicht zugängliche Therapie, die keinerlei Schaden anrichten kann.