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Was viele nicht wissen: Gründer Steve Jobs verliess Apple 1985 nach einem Streit mit CEO John Sculley, den er selbst von Pepsi abgeworben hatte. Mit 10 Millionen Dollar kaufte Jobs Pixar frei und wurde später, als Pixar an die Börse ging, dadurch Milliardär.
Apple hingegen lief es nicht ganz so goldig. 1997 musste ausgerechnet Bill Gates mit einer 150-Millionen-Dollar-Spritze eingreifen, damit das Unternehmen nicht Konkurs ging. Gates tat dies nicht aus Freundlichkeit – ihm sass das amerikanische Kartellrecht im Genick. Mit der Stärkung der Konkurrenz konnte er einen Gerichtsprozess abwenden.
Bill Gates besass bis zu 18,2 Millionen Apple-Aktien, die er 2003 für unter 50 Cents pro Stück verhökerte. Heute hätte Gates' ehemaliges Aktienpaket einen Wert von über 2 Milliarden.
Die Sage geht, dass die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin kaum einen gemeinsamen Nenner finden konnten, als sie sich in Stanford kennenlernten. Zum Glück (für Google) änderte sich dies. Ebenfalls weniger bekannt ist, dass ein Dritter Grossteile des ersten Codes der Suchmaschine erstellte: Scott Hassan. Doch er verliess die beiden noch vor der eigentlichen Gründung der Firma.
Als Erstes trug die Suchmaschine den Namen «BackRub». Zum Glück setzte sich das nicht durch. «BackRub das mal» tönt einfach falsch.
Als 1996 die erste Version von Google online ging, beanspruchte der Dienst die Hälfte der gesamten Bandbreite der Universität Stanford.
Zur selben Zeit experimentierte ein gewisser Robin Li mit einer ähnlichen Technik an einer Suchmaschine. Seine Patente gingen sogar früher ein als die von Page und Brin. Li gründete später Baidu – die führende Suchmaschine in China.
1999 offerierten Brin und Page ihre Firma dem Konkurrenten Exite. Der geforderte Kaufpreis betrug eine Million Dollar. Obwohl sich die beiden auf 750'000 Dollar runterhandeln liessen, entschloss sich Exite-CEO George Bell gegen den Kauf.
Wie Brin und Page studierte auch der Neuenburger Computerwissenschaftler Daniel Borel in Stanford. Als er zurück in die Schweiz zog, gründete er in der Scheune seiner Eltern zusammen mit Stanford-Kollegen Logitech – mit dem Ziel, in Zukunft Software zu produzieren. Doch es kam anders.
In einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag» erzählte Borel, wie es zum Erfolg mit Computermäusen kam: «Wir erhielten all die Verträge mit den Computerbauern, weil wir wussten, wie man Software für eine Maus schreibt. Die Japaner oder die amerikanischen Tastatur-Hersteller hatten keine Ahnung davon.»
Wie auch Apple hatte Logitech ein paar schwierige Jahre zu verdauen, als der Gründer, in diesem Fall Borel, sich aus der Firma zurückzog. Heute steht das Schweizer Unternehmen erneut hervorragend da. Der Aktienkurs hat sich seit März 2020 (33 Dollar) fast verdreifacht (90 Dollar – Stand: 20.1.2021).
Die Geschichte von Microsoft begann bereits in der Mittelschule mit den beiden Jugendfreunden Bill Gates und Paul Allen:
Bill Gates war in Sachen Mathematik und Naturwissenschaften derart begabt, dass er phasenweise vom Unterricht freigestellt wurde. Diese Zeit nutzte er, um Programmieren zu lernen. Das war in den 70er-Jahren. Heimcomputer gab es noch nicht – Zeit an Computern musste teuer gemietet werden. Deshalb nutzten die Kinder Programmierfehler in einem gemieteten System aus, um so an Gratiszeit zu kommen. Sie flogen auf und wurden vom Vermieter für einen Sommer gesperrt.
Doch das Blatt wendete sich. Gates und seine Freunde gründeten ihr erstes Unternehmen und boten an, die Fehler im System zu finden und offen zu legen.
In der Schule sprachen sich die Künste der Kinder herum und Bill Gates und seinem besten Freund Kent Evans wurde angeboten, ein neues Stundenplan-System zu entwickeln. Evans verstarb wenig später bei einem Kletterunfall in den Bergen – Gates erzählte später, dies sei sein traurigster Tag im Leben gewesen. Um den Stundenplan doch noch fertig zu stellen, sprang Paul Allen in die Bresche.
Später gründeten die beiden die Firma Micro-Soft – den Bindestrich liessen sie bereits früh wieder fallen. Den Durchbruch schafften sie, als sie 86-DOS übernahmen und dessen Entwickler einstellten. Damit war MS-DOS entstanden – das führende Betriebssystem für IBM-kompatible Computer in den 80er-Jahren.
Nintendo startete als Yamauchi Nintendo – 1889 selbstverständlich noch nicht als Spielkonsolenhersteller, sondern als Spielkartenhersteller. Doch auch im Spielkartenbereich war die Firma schnell erfolgreich und erarbeitete sich die Marktvorherrschaft in Japan.
Weil Gründer Fusajirō Yamauchi keine männlichen Nachfahren hatte, adoptierte er seinen Schwiegersohn Sekiryo Kaneda, der daraufhin den Namen Yamauchi annahm.
Auch Sekiryo hatte keine männlichen Nachkommen und deshalb adoptierte auch er seinen Schwiegersohn: Shikanojo Inaba, der nun Shikanojo Yamauchi hiess, wurde nie Präsident von Nintendo – dafür hatte er aber einen männlichen Nachkommen: den legendären Hiroshi Yamauchi.
Unter Hiroshi wurde Nintendo zuerst zu einem Mischkonzern (Stundenhotels, Food, Taxi, Spielzeuge) und danach zu einem Unterhaltungselektronik-Giganten. 1963 wurde der Name Yamauchi fallen gelassen.
Als Hiroshi 1966 die Spielzeugfabrik besuchte, fiel ihm eine Konstruktion des Mitarbeiters Gunpai Yokoi auf – eine Art Verlängerungsarm. Yamauchi wies Yokoi an, ein ähnliches Spielzeug für den Weihnachtsverkauf zu entwickeln. Yokois Konstruktion wurde unter dem Namen «Ultrahand» ein Hit mit über einer Million verkauften Einheiten. Yokoi wurde vom Förderband-Techniker zum Produkteentwickler befördert. Ihm verdanken wir das Design der Steuerkreuze, die Game&Watch-Spiele und auch den Game Boy.
Heute wird Nintendo von Shuntaro Furukawa geführt. Es ist erst der sechste Präsident von Nintendo seit der Gründung und der dritte Nicht-Yamauchi.
Ein ganzes Jahr lang studierte Gründer Martin Eberhard an einem Konzept für ein Elektroauto. Dann suchte er Geldgeber. Laut eigenen Angaben benötigte er für die erste Finanzierungsrunde nur gerade sechs Wochen. Ein gewisser Elon Musk investierte 6,5 von ursprünglich 7,5 Millionen Dollar und wurde Verwaltungsratspräsident. Auch bei späteren Investitionsrunden war der durch Pay-Pal reich gewordene Musk am spendabelsten.
Doch schnell kam es zwischen Eberhard und Musk zu Reibereien, über welche beide per Gerichtsbeschluss nicht reden dürfen. Musk hielt sich nicht daran und bezeichnete Eberhard in einem Interview als «den schwierigsten Mensch, mit dem ich je zusammengearbeitet habe».
Eberhard zog später weiter zu Volkswagen, Musk ist heute der reichste Mensch der Welt und darf sich, ebenfalls per Gerichtsbeschluss – auch Mitbegründer von Tesla nennen.