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Kommentar - Aargauer Zeitung
Die Schoepfungsgeschichte wird von ihnen woertlich genommen
Kommentar von Gian Luca Carigiet zum Artikel „Die Schoepfungsgeschichte wird von ihnen woertlich genommen“, erschienen in der Aargauer Zeitung vom Dienstag, 7. Januar 2003.
Wenn man den Artikel in der Aargauer Zeitung liest koennte man meinen, wir seien gemeingefaehrlich. So frage ich mich, was denn das Gefaehrliche an uns sein soll? Wir sind weder relgioese Eiferer noch sind wir militant, sondern wir stellen nur die Evolutionstheorie in Frage. Kann das denn gefaehrlich sein? Weshalb tun wir das? Weil es nach wie vor keinen einzigen stichhaltigen Beweis fuer Evolution gibt und weil die Faktenlage fuer die Evolutionisten nicht zum Besten bestellt ist. Ausserdem kann die Evolutionstheorie die Fragen, wie die Energie (die Materie), das Leben und das Bewusstsein (der Geist) entstanden sind, nicht beantworten. Das groesste Problem dieser Theorie ist aber, dass trotz intensiver Forschung in den letzten zwei Jahrhunderten nach wie vor kein Mechanismus bekannt ist, mit dem die Makroevolution (das Entstehen von neuer genetischer Information) befriedigend erklaert werden koennte.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, meinte der franzoesiche Naturalist Lamarck, dass durch den Gebrauch eines Organs ein Evolutionsfortschritt erzielt werden koenne. Als Beispiel nannte er den Hals der Giraffe, der durch staendiges Strecken immer laenger wuerde. Ein halbes Jahrhundert spaeter schlug Charles Darwin das System der natuerlichen Selektion vor, welches besagt, dass ganz geringe Veraenderungen der Konkurrenz zwischen den Organismen ausgesetzt sind. Diese Hypothese wird aber sehr stark kritisiert und zwar vor allem dort, wo sich voneinander abhaengige Teile entwickeln sollen. Ein halbes Jahrhundert spaeter widersprach der hollaendische Biologe de Vries vehement Darwins Theorie, denn nach ihm benoetigt es viel groessere Veraenderungen, die man „Mutationen“ nennt. Leider hat sich gezeigt, dass Mutationen nicht der grosse Druchbruch fuer die Evolutionstheorie sind, denn sie wirken fast immer zerstoerend, denn von tausend Mutationen ist nur gerade eine einzige brauchbar und fuer die Evolution nutzbar.
Schliesslich wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts die „moderne Synthese“ – der Neodarwinismus – vorgeschlagen, eine Kombination von Darwins natuerlicher Selektion, de Vries’ Mutationen und Studien der Populationsgenetik. Diese neue Theorie wurde auch deswegen notwendig, da viel staerkere Veraenderungen postuliert wurden als jene, die durch Mutationen ausgeloest werden. Das Problem ist, dass es grosse Luecken zwischen den Gruppen der Organismen gibt, die den postulierten evolutionaeren Stammbaum bilden. Auch zeigte es sich, dass der Ueberlebenswert von kleinen evolutionaeren Veraenderungen ungenuegend ist, um komplexe Systeme mit gegenseitig voneinander abhaengigen Teilen zu entwickeln. Um dies erklaeren zu koennen, wurde der Begriff „Hoffnungsvolles Monstrum“ gepraegt. Dieser soll fuer das ploetzliche Erscheinen von neuen Formen verantwortlich sein.
R. Dawkins, ein fuehrender Vertreter der Evolutionstheorie wurde gefragt, ob
er ein Beispiel fuer eine Veraenderung eines Organismus geben koenne, bei dem
Information hinzugefuegt wurde. Er war dazu nicht in der Lage (Keziah 1997).
L. Spetner meinte dazu, dass „die Unfaehigkeit, auch nur ein einziges
Beispiel einer Mutation zu nennen, die Information hinzufuegt, mehr bedeutet,
als nur fehlende Unterstuetzung der Theorie. Es ist ein Beweis gegen die Theorie“.
Wir stehen somit vor der Tatsache, dass nach zwei Jahrhunderten voller Mutmassungen
noch immer kein brauchbarer Mechanismus fuer Makro-Evolution gefunden worden
ist. Die Ausdauer der Evolutionisten ist zwar lobenswert, aber es scheint nun
doch langsam an der Zeit zu sein, sich ernsthaft nach anderen Alternativen ueber
den Ursprung umzusehen, zum Beispiel beim Konzept einer Schoepfung.
Gian Luca Carigiet, ProGenesis, 13. Januar 2003