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Wasser-Programm
Dank der Wasser-Programme der DEZA haben zwischen 2006 und 2010 mehr als 2 Millionen Menschen, überwiegend in ländlichen Gebieten, einen besseren Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen erhalten. Der Zugang zu Wasser für Bewässerungszwecke wurde für rund 150‘000 Menschen verbessert.
Wirkungsbericht: Schweizer Entwicklungszusammenarbeit im Wassersektor
Klimawandel
Die DEZA nimmt nicht nur an internationalen Verhandlungen über den Klimawandel teil, sondern unterstützt auch konkrete Aktivitäten vor Ort. So fördert sie neue Techniken zur Backsteinherstellung, die bis zu 50% weniger CO2-Emissionen verursachen. Ein energieeffizienter Backsteinofen, der in Indien erfolgreich getestet wurde, wird heute auf drei Kontinenten vertrieben. In Vietnam können mit dieser Technik 150‘000 Tonnen CO2 eingespart werden, was 75‘000 Flügen zwischen Europa und Hanoi entspricht.
Beschreibung eines ähnlichen Projekts in Südafrika
Bankkrediten
Der Zugang zu Bankkrediten ist vielen kleinen Unternehmen aus Entwicklungsländern verwehrt, weil sie den Anforderungen der oft schwachen Finanzinstitutionen nicht genügen. Das SECO finanziert den Aufbau von Beratungszentren, die Firmen bei der Ausarbeitung ihrer Businesspläne unterstützen. Komplementär werden die lokalen Banken gestärkt. In Indonesien konnten durch ein solches Projekt zur Verbesserung des Zugangs zu Krediten 12‘000 Arbeitsplätze geschaffen werden.
Weitere Informationen
Grundsätze und strategische Ziele
Die Schweiz verfügt über langjährige Erfahrung, Länder und ihre Bevölkerungen wirksam zu unterstützen, die Entwicklungs- und Transitionsprobleme sowie humanitäre Notlagen zu bewältigen. Sie tut dies aus:
- Solidarität – weil kein Land Armut und globale Herausforderungen allein bewältigen kann.
- wohlverstandenem Eigeninteresse – weil Sicherheit, Wohlstand und Lebensqualität der international stark vernetzten Schweiz von den weltweiten politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklungen abhängen. Das Engagement gegen die Armut im Ausland ist auch ein Engagement für mehr Sicherheit und Lebensqualität in der Schweiz.
Fünf Ziele
Das Engagement der Schweiz ist auf fünf Ziele ausgerichtet:

Zwei Pfeiler
Die Internationale Zusammenarbeit der Schweiz baut weiterhin auf zwei Pfeilern auf:

Das Parlament hat im Februar 2011 beschlossen, die Mittel der öffentlichen Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,5% des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. Damit positioniert sich die Schweiz im Mittelfeld der OECD-Geber. Entsprechend sind für die vier Rahmenkredite ein Verpflichtungsvolumen über vier Jahre von insgesamt CHF 11,35 Milliarden vorgesehen. Die Aufwendungen belaufen sich auf rund 3% der Ausgaben des Bundes (2010).
|Rahmenkredite (RK) 2013–2016 in Mio. CHF||Mittel||%|
|RK Humanitäre Hilfe und Schweizerisches Korps für humanitäre Hilfe (DEZA)||2'025||17,8%|
|RK zur Weiterführung der technischen Zusammenarbeit und Finanzhilfe zugunsten von Entwicklungsländern (DEZA)||6'920||61,0%|
|Bilaterale Zusammenarbeit||4'152|
|Multilaterale Zusammenarbeit||2'768|
|RK zur Weiterführung der wirtschafts- und handelspolitischen Massnahmen im Rahmen der EZA (SECO)||1'280||11,3%|
|RK zur Weiterführung der Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas und der GUS||1'125||9,9%|
|DEZA||750|
|SECO||375|
|Total Verpflichtungen||11'350||100%|
Die Schweiz konzentriert sich auf Themen, in denen sie ausgewiesene Erfahrung und Stärken aufweist. Sie orientiert sich an der Bedürfnislage von Ländern und Regionen, dem Wirkungspotenzial, der ausreichenden Offenheit der Partnerstaaten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sowie am wohlverstandenen Eigeninteresse der Schweiz..
Wirksamkeit
Die Mittel werden effizient und wirksam eingesetzt. Dazu gehören möglichst tiefe administrative Kosten sowie interne und externe Kontrollen u. a. auch, um Risiken wie Korruption zu minimieren. Jährlich werden bis zu 0,4% der eingesetzten Mittel für die Evaluation von Relevanz und Wirksamkeit der Programme aufgewendet. Wirkungsberichte geben der Politik und der Öffentlichkeit regelmässig Rechenschaft über die erreichten Resultate.
Weiterführende Informationen und Dokumente
- Jahresbericht DEZA / SECO 2010 (inkl. Statistikbroschüre)
Download (PDF, 5825 KB) : [de] [en] [fr]
Bestellen
- "Millionen für Tunesien nur bei Asyl-Kooperation?": Interview mit dem Deza-Chef Martin Dahinden
Der Deza-Chef über den Plan des Bundesrates, Entwicklungshilfe und Migration zu verknüpfen.
Download (PDF, 103 KB) : [de]
- Fragen und Antworten zur Entwicklungspolitik
Download (PDF, 345 KB) : [de] [en] [fr] [it] [es]
- Wirksamkeit
Die DEZA muss die Wirksamkeit ihrer Aktivitäten kritisch und systematisch evaluieren, damit ihre Fel...
- Globalprogramme