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Rigorose Massnahmen der Norditaliener sind richtig
Maurizio Folini arbeitet im Oberengadin als Helikopterpilot und wohnt in der Nähe von Sondrio. Dass Norditalien so strenge Massnahmen in Bezug auf das Coronavirus umsetzt, findet er grundsätzlich gut. Er hofft, dass die Grenzen nicht geschlossen werden. Bringen würde das sowieso nichts.
Maurizio Folini arbeitet im Oberengadin als Helikopterpilot und wohnt in der Nähe von Sondrio. Dass Norditalien so strenge Massnahmen in Bezug auf das Coronavirus umsetzt, findet er grundsätzlich gut. Er hofft, dass die Grenzen nicht geschlossen werden. Bringen würde das sowieso nichts.
Maurizio Folini befindet sich derzeit im Tessin. Der Bergführer und Helikopterpilot bei Heli Bernina wohnt in der Nähe von Sondrio und pendelt für seine Arbeit über die Grenze Südbündens. Das Coronavirus beschäftigt Folini, er wundert sich aber über das panische Verhalten von Teilen der Bevölkerung. Er ist überzeugt: «Das Virus verbreitet sich sehr schnell, aber die Mortalität ist tiefer als bei einem normalen Virus.»
Maurizio Folini, Sie pendeln zwischen ihrem Wohnort in Norditalien und dem Oberengadin. Wie wirkt sich das Coronavirus auf ihr Grenzgängertum aus?
Als Grenzgänger merken meine Frau und ich momentan nichts. Klar ist das Coronavirus ein Thema, auch bei uns in der Familie. Aber wir verhalten uns so wie immer, ganz normal.
Die Behörden der Region Lombardei gehen rigoros gehen die Verbreitung des Coronavirus vor. Wie beurteilen Sie dieses Verhalten?
Die Massnahmen der Behörden sind richtig. Das sind internationale Massnahmen, die eingehalten werden müssen, um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das Virus breitet sich sehr schnell aus, und in grossen Menschenmengen ist die Ansteckungsgefahr natürlich grösser. Obwohl die Mortalität weniger gross ist als bei einer normalen Grippe, wäre es verheerend, wenn sich das Virus schnell ausbreiten würde. Die Gesundheitsversorgung würde bei einer grossen Anzahl von Erkrankten nämlich kollabieren. Das soll verhindert werden.
Inwiefern bekommen Sie diese Massnahmen der Behörden zu spüren?
Öffentliche Anlässe dürfen nun nicht durchgeführt werden. Für mich als Skitourentrainer heisst das, dass Wettkämpfe ins Wasser fallen. Auch Kletterhallen sind zum Beispiel geschlossen. Hier frage ich mich schon, ob die diese Bestimmungen etwas übertrieben sind.
Auch gibt es Leute, die sich derzeit riesige Vorräte an Lebensmitteln anschaffen. Das ist schlicht nicht nötig. Die Versorgung mit Lebensmitteln und auch Medikamenten ist gewährleistet. Ich weiss nicht, ob es falsche Informationen sind oder Ignoranz, die zu solchem Verhalten führen.
Haben Sie Angst, dass die Grenze geschlossen wird?
Nein. Ich hoffe nicht, dass sie geschlossen wird. Das würde sowieso nichts nützen. Ich bin überzeugt, dass sich das Coronavirus schon in ganz Europa verbreitet hat.
Wie gehen Sie persönlich mit der Verbreitung des Coronavirus um?
Ich mache mir zwar Gedanken darüber, aber Panik ist meiner Meinung nach fehl am Platz. Ich habe manchmal den Eindruck, die Menschen reagieren übertrieben. Das Coronavirus verbreitet sich sehr schnell, aber die Mortalität ist kleiner als bei einer normalen Grippe. Die Toten in der Lombardei und in Norditalien sind nicht wegen, sondern mit dem Virus gestorben. Sie waren gesundheitlich bereits sehr stark angeschlagen, als sie vom Coronavirus infiziert wurden. Sie wären vermutlich auch wegen einer normalen Grippe gestorben – leider. (sz)
Im Kt. Tessin hat man zu…
Im Kt. Tessin hat man zu lange gewartet, die Reaktion ist zu spät gekommen. Maurizio Folini ist ein sehr guter Pilot und Bergführer. Er sollte aber etwas mehr über seiner Region (Lombardei) informiert sein. Die Spitäler sind schon jetzt überlastet und die Situation ist sehr kritisch. Man hat diese Pandemie untergeschätzt und jetzt ist es zu spät. Wir sollten sofort reagieren und strengere Massnahmen einsetzten, nicht schlafen!!! China hat richtig reagiert und die Ergebnisse sind ganz positiv.
An salüt a tücc e an particular a tüc i Pusciavin. Geni