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Die rund 30-köpfige Wirtschaftsdelegation unter der Leitung von Bundesrat Pascal Couchepin ist am Mittwoch (22.11.) in Argentinien angekommen. Die Ankunft wurde von der Ankündigung eines Generalstreiks überschattet.Dieser Inhalt wurde am 22. November 2000 - 15:18 publiziert
Von Donnerstagmittag bis Freitagnacht soll die Arbeit im krisengeplagten Argentinien niedergelegt werden. Grund für den Unmut sind einschneidende Sparmassnahmen, welche die Regierung ankündigte.
Exorbitante Verschuldung
Das Land weist eine Aussenverschuldung von rund 150 Mrd. Dollar auf, nachdem der Staat unter dem ehemaligen Präsidenten Carlos Menem lange Zeit weit über den Verhältnissen Argentiniens gewirtschaftet hatte. Die Regierung von Präsident Fernando de la Rùa hat nun die Aufgabe, bis nächstes Jahr 16 Mrd. Dollar (über 28 Mrd. Franken) aufzutreiben. Derzeit wird der Internationale Währungsfonds (IWF) um ein Hilfspaket ersucht.
Grosses Potenzial
Trotz dieser Probleme schreiben die Schweizer Wirtschaftsvertreter dem argentinischen Markt mit seinen 37 Mio. Einwohnern ein grosses Potenzial zu. Als weiteren Lichtblick schätzen sie das Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf ein, das dieses Jahr 8'000 Dollar wieder übersteigt.
Die starke Staatsverschuldung sowie die letztjährige Rezession mit einem BIP-Rückgang von über 3 Prozent dürften das Land dennoch nachhaltig beeinträchtigen. Das Wachstum wird dieses Jahr weniger als 1 Prozent betragen.
Bundesrat Couchepin plädiert vor diesem Hintergrund beim Treffen mit Präsident de la Rùa für eine Liberalisierung des bilateralen Handels.
swissinfo und Agenturen
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