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Bislang hatte die Covid-19-Pandemie sehr begrenzte Auswirkungen auf das vermietete Portfolio, und der Auslastungsgrad blieb sehr hoch.
Jedoch ist es sehr schwierig, alle Szenarien einzuschätzen, weil wir nicht wissen, wie sich die Pandemie entwickeln wird und wie sich die vielen wirtschaftlichen Akteure und Regierungen im Verlauf dieser beispiellosen Situation verhalten werden. Wir hoffen auf eine rasche Erholung; angesichts des rapiden Rückgangs der Frachtvolumina könnte sie allerdings mehrere Jahre dauern. Wir können nicht ausschliessen, dass die weitere Entwicklung zu zusätzlichen Rückgängen führt, halten dies aber nicht für das wahrscheinlichste Szenario.
Aus diesem Grund haben wir einige Risiken identifiziert, die Auswirkungen auf unser Portfolio und die zugrunde liegende Strategie haben könnten. Erstens könnten niedrigere Transportvolumina trotz Initiativen zum Umstieg auf die Schiene unsere Pipeline beeinträchtigen, wenn neue Investitionen verschoben oder sogar gestrichen werden; bei manchen auslaufenden Verträgen könnte die Neuvermarktung mehr Zeit in Anspruch nehmen und ein gewisser Druck auf Mietpreise oder Vertragsdauer bei Verlängerungen zu spüren sein; zudem könnte ein Engpass bei Wartungswerkstätten die Verfügbarkeit von Güterwagen verringern. Zuletzt werden einige Hersteller nach der Auslieferung von Bestellungen aus den Jahren 2018 und 2019 ihre Produktionskapazitäten in den nächsten Monaten reduzieren; in unserem mittleren Szenario wird diese Reduktion für begrenzte Zeit zu einem Missverhältnis zwischen Marktbedarf und Verfügbarkeit führen.
Auf der positiven Seite ist zu bedenken, dass Frachttransporte nicht gestoppt wurden und weiterhin gut funktionieren, selbst über Grenzen hinweg und trotz verringerter Volumina. Zudem könnte die Covid-19-Situation früher als erwartet enden, so dass die Fundamentaldaten bis 2022 wieder den Stand wie vor der Pandemie erreichen würden — bis dahin halten Experten eine Rückkehr der Volumina auf Vorkrisen-Niveaus für möglich. Wir sind überzeugt, dass unsere Positionierung und unsere sehr moderne Flotte ein Asset für den Markt darstellen und dass die Nachfrage widerstandsfähig bleiben wird. Ebenfalls sind wir überzeugt, dass sich unser Flotten-Betreiber, der mit Abstand grösste in Europa, nach Kräften um den Erhalt unserer Flotte bemühen wird.
Wir befinden uns in engem und ständigem Kontakt mit unserem Partner und Betreiber. Zusammen bewerten wir kontinuierlich die möglichen Folgen der sich entwickelnden Situation und sind bereit, rasch zu reagieren.