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| Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)

26. Vortrag.
18.
Schließlich nun setzt er auseinander, wie das geschieht, wovon er spricht, und was es heißt, seinen Leib essen und sein Blut trinken. „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.“ Das heißt also jene Speise essen und jenen Trank trinken, in Christus bleiben und ihn bleibend in sich haben. Und folglich, wer nicht in Christus bleibt und in welchem Christus nicht bleibt, der ißt ohne Zweifel weder sein Fleisch [geistig], noch trinkt er sein Blut [obwohl er fleischlich und sichtbar das Sakrament des Leibes und Blutes Christi mit den Zähnen berührt], sondern er ißt und trinkt sich das Sakrament einer so großen [S. 451] Sache zum Gerichte, [weil er als ein Unreiner sich herausgenommen hat, zu den Sakramenten Christi hinzutreten, welche nur die Reinen würdig empfangen, von denen es heißt: „Selig die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott anschauen“1.].
1: Matth. 5, 8. ― In diesem Kapitel stimmen die Ausgaben mit den Manuskripten nicht überein. Letztere haben nicht, was hier in eckigen Klammern steht, wohl aber findet es sich bei Beda und Alkuin. Die eingeklammerten Worte sind ursprünglich wohl nichts anderes als Randbemerkungen gewesen.