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Die vom Gemsberg bis rückwärtig zum kleinen Trillengässlein reichende Liegenschaft ist aus verschiedenen Bauteilen zusammengewachsen, deren älteste auf das Spätmittelalter zurückgehen und bis in das 19./20. Jahrhundert immer wieder umgebaut wurden. Im 13. Jahrhundert existierten zwei getrennte Liegenschaften: Die linke, zum Spalenberg hin, gehörte ursprünglich einem Clemens von Bochs (Buochs?) und wurde 1292 von Johann von Rixheim bewohnt. Dieser stiftete das Haus zum Unterhalt eines Altares an das Leonhardskloster und behielt ein lebenslanges Wohnrecht. 1299 wurde der Keller unter dem Haus sowie eine steinerne Kammer darüber ("camera lapidea desuper") eigens erwähnt und um 1407 erstreckte sich die Liegenschaft bis zu dem heutigen Trillengässlein. Um1500 wurde das Haus mit dem rechts benachbarten Anwesen, das ebenfalls seit dem späten 13. Jahrhundert im Eigentum des Leonhardsklosters überliefert ist und Zum Grünen Helm genannt wurde, vereinigt. Im 16. Und 17. Jahrhundert sind abgesehen von dem Wohnhaus ein Garten (seit 1500), eine Stallung (seit 1537) sowie eine Scheune (erbaut 1640) überliefert. 1745 erwarb Franz von Speyr, „Schaffner verschiedener adeliger Herrschaften“, das Haus und stiftete es zu einem Fideikommiss, das heisst zu einem unveräusserlichen Familienbesitz. Für die Reparatur des Hauses wendere er 1'000 Pfund auf. Nach seinem Tod 1762 waren das Anwesen oder zumindest Teile von ihm zweiteilig vermietet. 1829 bezog der auf mittelalterliche Kunst spezialisierte Sammler und Kunsthändler Johann Heinrich von Speyr das Haus und richtete eine Art Museum ein, die gegen Entgelt öffentlich zu besichtigen war.
1858 verkauften die Erben unter Zustimmung aller Beteiligten das Haus an den Maler Samuel Baur. Baur liess durch den Baumeister Jakob Kaltenmeyer 1859 – 1861 grössere Umbauten vornehmen, die vor allem den Flügel über der Einfahrt, den alten rechts daran anstossenden (Süd-)Flügel sowie die Werkstatt am Trillengässlein betrafen. Ferner wurde der Nordflügel um ein Geschoss aufgestockt und mit einem flachen, an das Hauptdach angeschleppte Dach bedeckt. 1896 übertrug Baur den Besitz an seinen Sohn Franz Baur, der als Dekorationsmaler an der Ausschmückung des Rathauses wesentlich beteiligt war. Nach dem Neubau des grossen Nachbarhauses an der Schnabelgasse (Nr. 2) wurde der daran anstossende Fassadenvorbau des Hauses zum Grünen Helm 1902 durch einen kleinen, im Grundriss dreieckigen Zwickel erweitert, um die Baulinie zu begradigen. 1916 wurde der Südflügel grundlegend umgebaut. Er erhielt einen neuen Strasseneingang, ein neues Treppenhaus und in den Obergeschossen gänzlich neue Hoffassaden. 1954 wurden im Hauptgebäude durch Vergrösserung der Aborte Badezimmer eingerichtet.
Zusammenfassung der Baugeschichte nach den Quellen
KdmBS 8, Martin Möhle, 6. Oktober 2011