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Die hellblau- weisse Smolny Kathedrale in Sankt Petersburg ist ein eindrucksvoller Barockbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Ursprünglich sollte hier ein Kloster entstehen, das als Alterssitz für Kaiserin Elisabeth Petrowna (Tochter von Peter dem Grossen) gedacht war. Der Architekt Francesco Bartolomeo Rastrellis (1700 - 1771, ein russischer Architekt italienischen Ursprungs), der auch andere berühmte Barockbauten in Petersburg realisiert hatte, wurde mit dem Bau beauftragt. Er konnte das Werk nicht vollenden. Nach dem Tod Elisabeths enthob ihn Katharina II. im Jahre 1763 aller Pflichten als Hauptarchitekt Petersburgs. Katharina II. missfiel der Barock Stil.
Die nach dem Staatsstreich gegen ihren Mann Peter III. an die Macht gekommene Imperatorin Katharina II. gründete 1764 im noch nicht vollendeten Kloster das "Smolny Institut für adelige junge Mädchen", und 1765 das "Alexandra Institut für bürgerliche Mädchen". Das waren die ersten Lehranstalten für Frauen in Russland. Später benutzte man die Klostergebäude als Lazarett und als Witwenheim für wohlhabende Menschen.
Der russische Baumeister Wassilij Stassow vollendete die Anlage in den Jahren 1832-1835. Er baute Turmkirchen, schuf die Innenausstattung der Kathedrale und die Umzäunung. Die Kathedrale wurde am Tag der Heiligen Maria Magdalena, dem 22. Juli 1835 vom Petersburger Metropoliten geweiht.
Im Jahre 1922 wurden in der Smolny Kathedrale alle Wertgegenstände der Kirche konfisziert, ein Jahr später war die Kathedrale geschlossen. In der sowjetischen Zeit diente die Smolny Kathedrale als Lagerhaus für Getreide, Obst und Gemüse, nachher lagerte man dort Bühnenbilder.
Im Jahr 1971 wurde die Kathedrale dem Museum der Geschichte der Stadt übergeben. Sie wurde renoviert und restauriert und als der staatliche Konzert- und Ausstellungssaal "Smolny Kathedrale" eingerichtet.
Das Innere der Smolny Kathedrale verblüfft durch seine absolute Schlichtheit, nicht die kleinste Spur von Schmuck und Stuck.