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Wawrinka konnte im Final, der zweimal wegen Regen unterbrochen werden musste, gegen Mahut nie an sein starkes Tennis aus den vorangegangenen Runden am Turnier in den Niederlanden anknüpfen.
Sein französisches Gegenüber erwies sich jedoch auch als starker Gegner. Das Auftreten Mahuts entsprach nicht wirklich seiner Weltranglistenposition 240. Nach der besten Klassierung (40) im Jahr 2008 warfen den heute 31-Jährigen immer wieder Verletzungen zurück. Der Titel in 's-Hertogenbosch ist für den Franzosen der 1. Tuniersieg seiner Karriere überhaupt.
Doppelfehler entscheidet 1. Satz
Nachdem Wawrinka zuvor 3 Breakchancen ungenutzt hatte verstreichen lassen, schenkte er den 1. Satz auf ärgerliche Art und Weise her: Beim Stand von 3:4 war der Weltnummer 10 bei Breakball gegen sich ein Doppelfehler unterlaufen, sodass Mahut in der Folge zum Satzgewinn aufschlagen konnte. Diese Chance liess sich der Franzose nicht nehmen und entschied den 1. Umgang schliesslich in 47 Minuten mit 6:3 für sich. In diesem landeten von Wawrinkas 1. Aufschlägen gerade mal 41 Prozent im Feld.
Mahuts langes Warten auf einen Titel
Wawrinka gelang auch der Start in den 2. Satz überhaupt nicht nach Wunsch: Bereits sein 2. Aufschlagspiel musste der Lausanner nach 2 erneuten Doppelfehlern abgeben und konnte in der Folge nicht mehr entscheidend reagieren. Mahut brachte den 2. Umgang und damit seinen 1. Titel auf der ATP Tour in 13 Profijahren ohne grössere Probleme ins Trockene. Die Noch-Weltnummer 240 ist der schlechtklassierteste Sieger eines Turniers seit März 2008. Damals setzte sich der Japaner Kei Nishikori (ATP 244) in Delray Beach durch.
«Ich kann es kaum glauben, dass ich endlich einen Titel gewonnen habe», jubelte der Franzose, der in der Weltrangliste dank diesem Turniersieg einen Sprung von Position 240 auf 127 machen wird. Und auch Wawrinka gestand: «Mahut hat diesen Titel redlich verdient.»