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Die Kolkraben sind zwar weltweit nicht bedroht und kommen in den Wäldern des Flachlandes bis zu den Voralpen vor. Trotzdem sind sie nicht sehr zahlreich. Ein paar wenige sind in der Umgebung von Oberheimen zu Hause. Sie fallen durch ihre klangvollen Rufe, wie „kruk“ oder „korrk“ in tiefer Tonlage, auf. Nur deswegen fallen sie zwischen ihren kleineren Verwandten, den Krähen auf.
Ein Kolkrabenpaar baut sein rundes Nest, und da sie Standvögel sind, bleiben sie ihrem Revier treu und benützen dasselbe Nest immer wieder. Das Brutpaar lebt monogam und bleibt ein Leben lang zusammen. Das Weibchen brütet, das Männchen sucht Nahrung. Die Jungen werden gemeinsam aufgezogen. Sind die Jungen erwachsen, schliessen sie sich mit Altersgenossen zu grösseren Gruppen zusammen und streunen umher.
Kolkraben könnten schwaches Jungwild töten, tun dies aber nicht. Trotzdem galten sie aus diesem Grund lange als Schädlinge und wurden fast bis zu ihrer Ausrottung, bejagd. Heute weiss man, dass Kolkraben neben Getreide, Beeren, Früchten und Mäusen auch Aas fressen und damit einen wichtigen Gesundheitsauftrag in der Natur erfüllen.
Von Menschen aufgezogene Kolkraben werden überaus anhänglich. Man kann sie dank ihrer Lernfähigkeit gut erziehen und ihnen Freiflug gewähren. Sie sind sogar bereit, ihren Pfleger zu verteidigen. Darin liegt wohl der Grund, dass die kleine Hexe einen Kolkraben als Haustier und Gefährten hat. Ein Hoch auf Abraxas und seine Familie.