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Dank dem Hilfsmittel weiterentwickelt
Das ist Janis. Er wurde mit der Diagnose Trisomie 21 (Down-Syndrom) geboren und hatte laut seinen Ärzten kaum Chancen seine Lautsprache zu entwickeln. Mit 13 Jahren besass er lediglich 27 Laute, mit denen er seine Welt und Bedürfnisse mitteilen konnte. Auf diese Weise konnte sich Janis nicht genüngend gut verständigen und sein Umfeld hatte ihn nicht verstanden. Dies mündete zwangsweise in eine Frustration und liess auffälliges Verhalten aufkommen. Daraufhin wechselte Janis in der Michaelschule zu einer UK-Fachfrau. Diese stellte Janis verschiedene Strategien der Unterstützten Kommunikation (UK) vor. Janis konnte weder lesen noch schreiben, doch Symbole und Bilder verstand er problemlos. Bei der Arbeit mit den Gebärden nach Anita Portmann wie auch den Symbolen aus dem Boardmaker-Programm zeigte sich Janis sehr interessiert. Mit der Zeit setzte Janis einfache Hilfsmittel wie den Step-by-Step und GoTalk ein, so dass er am Unterricht besser teilnehmen konnte. Janis entwickelte sich sehr schnell weiter, so dass der Symbol-Wortschatz auf diesen einfachen Geräten bald nicht mehr ausreichte. Auch seine Familie wünschte diese positive Entwicklung zu unterstützen und ihm eine noch bessere Kommunikation zu ermöglichen.
Daraufhin nahmen wir Kontakt mit einem Berater von Active Communication auf. In dem Beratungsgespräch wurde bald klar, dass ein dynamisches Kommunikationsgerät genau das richtige wäre, da es mit den Fähigkeiten des Benutzers mitwachsen kann und Zugang zu einem riesigen Wortschatz ermöglicht. Das Hilfsmittel wurde anschliessend bei der IV beantragt.
Dank den neuen kommunikativen Möglichkeiten, änderte sich auch schnell das Verhalten von Janis und seine freundliche Art kam wieder zum Vorschein. Heute kommuniziert Janis multimodal, d. h. er benutzt Laute, Gesten, Gebärden und vor allem sein Sprachcomputer DynaVox. So kann er sich heute verständlich machen, seine Bedürfnisse mitteilen, mit anderen Kontakt aufnehmen, im Unterricht mitmachen, erzählen, fragen, antworten, wünschen, schimpfen und aktiv am Geschehen teilnehmen.
Renate Bishop, Heilpädagogin an der Michaelschule