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Inwil liegt an einer erhöhten Lage am Rande des Reusstals. Inmitten des Dorfes erhebt sich die unter eidgenössischem Denkmalschutz stehende Pfarrkirche St. Peter und Paul. Die Kirche bildet mit den umgebenden Häusern den Dorfkern. Die städtebauliche Grundidee des Projekts orientiert sich an den charakteristischen Bauten im Dorfkern von der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die stattlichen meist mehrgeschossigen Baukörper basieren auf einer kompakten Grundfläche und sind grösstenteils mehrseitig orientiert. Klar strukturierte, symmetrische Fassaden verleihen den Häusern einen repräsentativen Charakter. Die Dachlandschaft wird geprägt von symmetrisch angeordneten Dachlukarnen und mittigen Quergiebeln was mehrheitlich ein zentrales, kreuzförmiges Firstmuster erkennen lässt. Das projektierte Gebäude hat eine quadratische Grundform und ist dem Streusiedlungscharakter der Umgebung entsprechend frei platziert. Mit genug grossem Abstand zur Kirche fügt sich das Haus in eine vorhandene Mitte der bestehenden Baustruktur im Nordwesten ein und füllt eine ortsbauliche Lücke. Mit leicht eingeknickten Ecken schmiegt sich der Bau an den mäandrierenden Bachlauf im Norden und Westen. Die mit dem Neubau entstehende Verdichtung vermag den Dorfkern zu stärken und die repräsentative und identitätsstiftende Rolle der Pfarreikirche im Dorfbild wird bewahrt.
Bauart: Neubau
Nutzung: Wohnen, Pfarreiräume
Standort: Dorfkern, Inwil
Projektwettbewerb: 2016, 2. Rang
Bauherrschaft: Katholische Kirchgemeinde Inwil