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Die durch Stauracanthus und Drosophyllum (Kreuz-Stechginster und Taublatt) geprägte Gesellschaft der Alcornocales (Andalusien) ist offen, sonnig und sandig. Genau solche Stellen bevorzugen Wildbienen (z.B. Panurgus). Sie sind also mit-prägender Teil dieser Biozönosen.
Wildbienen (Apidae)
Zottelbiene (Panurgus spec.) mit Pollen-Bürste an Hinterschiene
Wildbienen sammeln grosse Pollenmengen. Sie sind solitär, und einige Arten graben Gänge in den Boden, in denen die Weibchen ihre Eier samt Proviant (Pollen und Nektar) einschliessen.
Panurgus: Seitlich liegend beim Pollensammeln; Begattung
Das glänzend-schwarze Panurgus-Weibchen sammelt Pollen in den Drosophyllum-Blüten in seitlicher Lage. Die Begattung erfolgt ebenfalls in den Drosophyllum-Blüten.
Hosenbiene (Dasypoda spec.)
Käfer als Pollenliebhaber
Käfer fressen gerne Pollen
Was will Usia spec.?
Usia spec.: Schweber (Bombyliidae) mit Saugrüssel an Drosophyllum
Usia ist ein geschickt-wendiger Schweber und offensichtlich ein Nektarsammler. Usia hält sich oft auf Drosophyllum-Blüten auf. Die Larven dieses Schwebers entwickeln sich als Parasiten - und gar nicht selten an Wildbienenlarven! Wartet Usia etwa auf die Gelegenheit, die eigenen Eier an Panurguseiern zu platzieren?
Opfer (Verlierer)
Fliegen: Hauptbeute von Drosophyllum
Drosophyllum fängt Fliegen. Kleinere und leichte Flieger wie Motten und Kleinschmetterlinge werden durch ihre Befreiungsversuche rasch ermüdet und sterben.
Motten und Schnaken: Dem Fangschleim nicht entronnen!
Sackträgermotte als "leichte" Beute
Gerettet
Glück gehabt: Ein Oelkäfer (Mylabris) befreit sich nach einigen Minuten
Käfer sind etwas bedächtiger. Ihre Deckflügel schützen die leicht verklebbaren Flugflügel.