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Vererbungslehre Johann Mendel Teil 1
Die Uniformitätsregel
Um seine Erbgesetze wissenschaftlich untersuchen und belegen zu können, züchtete Mendel erst reinerbige Erbsen mit roten und weissen Blüten. Diese homozygoten Erbsen waren das Ausgangsmaterial für seine Experimente (P-Generation). Er kreuzte diese Erbsenpflanzen miteinander doch die Blüten der daraus resultierenden Pflanzen waren nicht rosa (was auf eine intermediäre Vererbung hingedeutet hätte), sondern wiesen nur rote Blüten auf, da dieses Merkmal dominant vererbt wird.
Die Gesetze/ Regeln die Mendel aus seinen Studien ableiten konnte, lassen sich auch auf die Vererbung von Genmerkmalen bei Tieren übertragen. Bei der folgenden Betrachtung gehen wir von Streifenhörnchen aus, die reinerbig sind (naturfarbene und weisse).
Zur Veranschaulichung sind die dominanten Merkmale (z.B. naturfarbene Streifenhörnchen = BB für braun) im folgenden Schema durch schwarze Hörnchen- Silhouetten und die rezessiven (z.B. weisse Streifenhörnchen = xx für Leuzismus= keine Farbe) durch helle symbolisiert.
Ebenso könnten die schwarzen, bzw. weissen Silhouetten aber auch für andere dominant und rezessiv vererbte Merkmale stehen. (z.B. Gendefekte)
Bei einer Verpaarung (Kreuzung) eines reinerbigen, naturfarbenen Streifenhörnchen Männchens, mit einem reinerbigen, weissen Streifenhörnchen Weibchen, verschmilzt ein Allel des Vaters (B) mit einem Allel der Mutter (x) zu einem neuen Allelen- Paar (Bx). Bei dieser dominant- rezessiven Vererbung gleichen alle Nachkommen (F1-Generation) im Aussehen (Phänotyp) nur einem Elternteil, da sich nur das dominante Gen (B) durchsetzt. Die Merkmale des rezessiven Gens (x) kommen demzufolge nicht zur Ausprägung, sind aber im Erbgut (Genotyp) vorhanden.