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Es gebe keine Alternative zur EU-Integration - behaupten manche Befürworter des EU-Beitrittes. Ein
Schachpiel kann - obwohl es eine begrenzte Anzahl strikter Regeln und nur 64 Felder aufweist, auf mehrere
Millionen Arten mit zwei Zügen eröffnet werden - und da sollte die gesellschaftliche Entwicklung, die nur
äusserst selten durch soziale Gesetze erklärt werden kann und die (in Europa) von Hunderten von Millionen
Menschen in ihrem oft chaotischen Zusammenleben gebildet wird, auf einen einzigen Weg verwiesen sein?
Obwohl es unwahrscheinlich sein muss, dass es zur EU-Integration keine Alternative gibt, möchten wir uns in
dieser Nummer bemühen, einige der mehreren Dutzend möglichen Alternativen aufzuzeigen. Dabei kann es
nicht darum gehen, eine dieser Alternativen als allein erstrebenswert zu deklarieren. Der Leser kann das
vielfältige Angebot als Baukasten benutzen, um sich seine Alternative selber zusammenzusetzen. Die
Wichtigkeit von Alternativen sollte zudem nicht überschätzt werden. Auch ohne die EU muss jedermann mit
vielen Menschen zusammenleben, die die eigenen Wertvorstellungen, Interessen und Ansichten nicht teilen. Die
Gesellschaft ist ein Produkt des daraus resultierenden Gewoges von Machtverhältnissen. Sich zu fragen, wohin
man eigentlich möchte, bleibt jedoch wert- und reizvoll.