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weico hat am 15.01.2012 - 11:27 folgendes geschrieben:
Bullish hat am 15.01.2012 - 00:58 folgendes geschrieben:
- PIIGS brauchen weder einen Kapitalmarkt noch einen Rettungsschirm, um sich weiterhin zu finanzieren!! Läuft easy über die TARGET2 Salden. (@weico - PIIGS tun so ziemlich das, was Stadermann in der Fesselung des Midas mit "Projektemacherei" bezeichnete)
..wie sich solche "Projektmacherei" dann ausgewirkt hat (..Gelderosionsprozess usw. ) .. und deren Folgen ist ja bekannt und hat Stadermann schön im Buch beschrieben.
Bullish hat am 15.01.2012 - 00:58 folgendes geschrieben:
- PIIGS brauchen weder einen Kapitalmarkt noch einen Rettungsschirm, um sich weiterhin zu finanzieren!! Läuft easy über die TARGET2 Salden. (@weico - PIIGS tun so ziemlich das, was Stadermann in der Fesselung des Midas mit "Projektemacherei" bezeichnete)
- PIIGS brauchen weder einen Kapitalmarkt noch einen Rettungsschirm, um sich weiterhin zu finanzieren!! Läuft easy über die TARGET2 Salden. (@weico - PIIGS tun so ziemlich das, was Stadermann in der Fesselung des Midas mit "Projektemacherei" bezeichnete)
..wie sich solche "Projektmacherei" dann ausgewirkt hat (..Gelderosionsprozess usw. ) .. und deren Folgen ist ja bekannt und hat Stadermann schön im Buch beschrieben.
Ja, die Hyperinfla.
Vereinfacht gesagt funktioniert der Mechano so: Italo kauft neues Haus auf Kredit, mit diesem Kredit wird das Haus bezahlt und der Empfänger des Geldes transferiert alles Geld sofort auf eine ausländische Bank (zB in DE). Die Italo-Geschäftsbank muss sich dafür bei der Italo-Notenbank refinanzieren und die Italo-Notenbank steht dafür via TARGET Mechanismus bei der Bundesbank in der Kreide, die sich aber wiederum selber einer Forderung der DE-Geschäftsbank (Empfängerbank des Fluchtgeldes) gegenüber sieht.
Normalerweise würden nun die Renditen in Italien dermassen steigen, dass es für die DE-Geschäftsbank reizvoll wäre, den verbrieften ursprünglichen Kredit aus dem Hauskauf am Markt zu kaufen, womit sie ihre Forderung gegenüber der Bundesbank einlösen und jene ihre Forderung gegenüber der Italo-Notenbank einlösen könnte, was die TARGET Salden am Ende konstant hielte.
Weil die Privaten in Italien dies nicht mehr können, werden wir bald "Projekte" in der Euroland-Peripherie sehen (Euro-Grid und Solarstromanlagen??), die zu einem Mega-Boom führen werden. Wait and see, der Kater folgt dann rasch (siehe Prof Sinn Video).
aprecio hat am 15.01.2012 - 22:43 folgendes geschrieben:
Bullish hat am 15.01.2012 - 00:58 folgendes geschrieben:
Ich kann jedem nur empfehlen, 2 Stunden zu opfern und sich Prof. Sinn anzuhören:
http://mediathek.cesifo-group.de/iptv/player/macros/cesifo/mediathek?con...
extrem interessant! 2 stunden die im fluge vergehen.
was ich nicht verstanden habe, wie es gemeint ist: wenn die banken dieses überschüssige geld bei der bundesbank "lagern" (weshalb ja die bundesbank nun schuldnerin ist), warum sagt er, dass dieses geld metaphorisch geschreddert wird? der selbe betrag wird doch irgendwann wieder abgeholt oder nicht?
und wenn er sagt, dass D nicht die eigene notenpresse anwerfen muss momentan weil sie in geld der südeuropäischen länder schwimmt, warum sollte es eines tages ein problem sein den drucker anzuwerfen? wären das dann die angesprochene sozialisierung der schulden (durch die notenpresse kredite)? die wirtschaft in D würde dann ins stocken kommen, sagt er - warum denn? die finanziellen mittel wären doch gedruckt?
danke für das video und falls antworten kommen, nochmals besten dank!
Ich kann jedem nur empfehlen, 2 Stunden zu opfern und sich Prof. Sinn anzuhören:
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Ich kann jedem nur empfehlen, 2 Stunden zu opfern und sich Prof. Sinn anzuhören:
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extrem interessant! 2 stunden die im fluge vergehen.
was ich nicht verstanden habe, wie es gemeint ist: wenn die banken dieses überschüssige geld bei der bundesbank "lagern" (weshalb ja die bundesbank nun schuldnerin ist), warum sagt er, dass dieses geld metaphorisch geschreddert wird? der selbe betrag wird doch irgendwann wieder abgeholt oder nicht?
und wenn er sagt, dass D nicht die eigene notenpresse anwerfen muss momentan weil sie in geld der südeuropäischen länder schwimmt, warum sollte es eines tages ein problem sein den drucker anzuwerfen? wären das dann die angesprochene sozialisierung der schulden (durch die notenpresse kredite)? die wirtschaft in D würde dann ins stocken kommen, sagt er - warum denn? die finanziellen mittel wären doch gedruckt?
danke für das video und falls antworten kommen, nochmals besten dank!
Geschreddert ist von mir aus gesehen ein falscher Begriff. Ich denke, Sinn will damit sagen, dass dieses Geld nicht "im Umlauf" sei. Für die Geschäftsbanken ist es in den meisten Fällen sowieso egal, ob sie Guthaben bei der Notenbank haben oder sie ihre Anlagen mit Repo-Geschäften refinanzieren müssen, denn wenn es sichere und interessante Anlagemöglichkeiten gibt, können diese auch zur Refinanzierung eingesetzt werden.
Anwurf der "Notenpresse" ist immer ein Problem, denn natürlich geht es um Kredite (siehe Mechano oben in Antwort an @weico, die die italienische Notenpresse beschreibt). "Notenpresse" ist ein irreführender Begriff, stell Dir eher vor, Deine Frau sammelt Forderungen gegen Dich an (zB Du willst den Müllsack nicht runterbringen und nun "habe Deine Frau von Dir deshalb 100 CHF zugute - 100 CHF die Du gar nicht hast). Könnte nun Deine Frau mit dieser Forderung gegen Dich in der Migros einkaufen, dann wärest Du es gewesen, der quasi die Notenpresse angeworfen hätte. Die TARGET Salden sind dann die sich aufbauenden Forderungen der Migros gegen Dich und was die nach einigen Jahren wert sind, kannst Du selber abschätzen (Beispiel ist nicht eine saubere Analogie, zeigt aber die Richtung).
Prof Sinn zeigt schön, dass wenn die Finanzdisziplin politisch nicht durchgesetzt werden kann, dass eben in Euroland alle Schleusen Richtung Weimar geöffnet werden könnten. Also Befürchtungen, wie sie auch @weico äussert: Zerstörung der Währung.
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ich habe heute eine weitere sendung mit h.-w. sinn geschaut, wo seine erkenntnisse noch in eine diskussion einfliessen http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/431319
meine meinung ist, dass er unmögliches erwartet. der euro muss ja beibehalten werden. die GIIPS sollen günstiger und D teuerer werden, d.h. ja die löhne sollen sinken bzw. steigen, was ja auch verständlich ist angesichts der exportleistung deutschlands. wieviele tomaten sollen geliefert werden um damit einen mercedes zu kaufen, oder zu welchem preis? ne, das wird um die ecke in gewächshäuser produziert. off- oder on-shore anlagen von spanischen gamesa ingenieuren? hah, da lacht sich siemens ins fäustchen, machen wir selbst. seat? kaufen und beliefern wir. die renten sichern wir uns und kaufen uns noch ferienorte dazu für mich ein schwieriges thema ohne weiteres know-how.
es spielt einerseits der markt, wo selbstverständlich das beste produkt zum besten preis gekauft wird. gibt es im eu raum irgendein land, welches es mit D aufnehmen und ähnliches produzieren kann? ist natürlich ein witz. spanien ist mittlerweile wieder ein auswanderungsland. gastarbeiter verreisen wieder in die ursprungsländer! man möchte sich auf eisenbahn-ingenieurswesen, telekommunikation und aeronautische industrie konzentrieren. das wachstum in diesen bereichen findet aber nicht in spanien statt. europaweit sollte so einiges umgelagert werden, sonst macht diese währungsunion nur für D sinn. also muss andererseits die politik doch eine wichtige rolle übernehmen.
was würde passieren, wenn D nicht mehr in die GIIPS exportiert (oder nicht mehr darf)? wäre doch das erste, was ein lieferant machen würde wenn er einen schlechten zahler hat.
mich würde deshalb auch interessieren wie das von den GIIPS-banken gedruckte geld den weg nach D findet.
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Die UBS scheint sich sehr sicher zu sein...
«Am 20. März [2012] ist Griechenland bankrott»
Der Bankrott Griechenlands ist nicht mehr abzuwenden, sagt UBS-Ökonom Daniel Kalt im cash-Interview. Er zeigt auch auf, wie die Eurozone in fünf Jahren aussehen könnte.
cash: Die Aussagen mehren sich, dass Griechenland bald Pleite geht. Wann ist es soweit?
Daniel Kalt: Am 20. März 2012 ist Griechenland bankrott. Dieses Datum können Sie sich in Ihrer Agenda rot markieren.
Habe ich gemacht. Und warum sind Sie so sicher? Am 20. März werden 14,4 Milliarden Euro griechische Staatsanleihen zur Rückzahlung fällig. Wenn das Land bis dann die Verhandlungen über das nächste 130 Milliarden Euro Rettungspaket nicht abschliessen kann oder die letzte Woche vorerst gescheiterten Verhandlungen mit den Banken über eine 'freiwillige' Schuldenrestrukturierung nicht zu Ende gebracht werden können, wird Griechenland nicht über die Mittel verfügen, die fälligen Anleihen zurück zu bezahlen. Dann ist die Staatspleite Tatsache. Wir sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das so kommt.
Wird Griechenland wieder zur Drachme zurückkehren?
Nicht zwingend. Griechenland wird dann durch einen echten Umschuldungsprozess gehen müssen, bei dem die wichtigsten Gläubigergruppen sich über die Modalitäten eines Schuldenschnitts einigen müssen. Dieser Sanierungsprozess kann durchaus - und wird wohl auch mit Vorteil - innerhalb des Euros durchgeführt.
Was bedeutet eine Griechen-Pleite für die Aktienmärkte und den Franken im speziellen?
Es könnte kurzfristig durchaus zu Ausschlägen an den Märkten und zu Absetzbewegungen in die sicheren Häfen kommen.
http://www.cash.ch/news/front/am_20_maerz_ist_griechenland_bankrott-1124...
aprecio hat am 17.01.2012 - 01:01 folgendes geschrieben:
1.)was würde passieren, wenn D nicht mehr in die GIIPS exportiert (oder nicht mehr darf)? wäre doch das erste, was ein lieferant machen würde wenn er einen schlechten zahler hat.
2.)
mich würde deshalb auch interessieren wie das von den GIIPS-banken gedruckte geld den weg nach D findet.
1.)
2.)
1.) Der Lieferant bekommt ja das Geld... frisch gedruckt... für die DE-Exporteuere ist das super.
2.) Banküberweisung. GR-Bank an die DE-Bank:
GR-Bank schuldet dann der GR-Notenbank, GR-Notenbank der DE-Bundesbank und DE-Bundesbank der DE-Bank.
Das ist für alle super. Griechen bekommen Produkte für selbst gedrucktes Geld, DE-Exporteure erhalten Geld durch Verkauf und DE-Bank erhält Zinsen für die Einlagen bei der DE-Bundesbank.
bscyb hat am 19.01.2012 - 08:22 folgendes geschrieben:
Wird Griechenland wieder zur Drachme zurückkehren?
Nicht zwingend. Griechenland wird dann durch einen echten Umschuldungsprozess gehen müssen, bei dem die wichtigsten Gläubigergruppen sich über die Modalitäten eines Schuldenschnitts einigen müssen.
Nicht zwingend. Griechenland wird dann durch einen echten Umschuldungsprozess gehen müssen, bei dem die wichtigsten Gläubigergruppen sich über die Modalitäten eines Schuldenschnitts einigen müssen.
Wieso sollten die Griechen zur Drachme zurück, die gleich jede Kaufkraft verlieren würde? Sie können ja Euros drucken, deren Kaufkraft von den Deutschen erarbeitet wird.
Was immer auch die Griechen machen, es wäre ein Entgegenkommen der Griechen. Damit sie sich bewegen, muss ihnen schon einiges angeboten werden, z.B. Erlass der Schulden oder sowas.
Bullish hat am 19.01.2012 - 20:58 folgendes geschrieben
Da bin ich mit Dir einverstanden, sehe das auch nicht ein, freiwillig werden sie das nicht tun.
War nur das zitierte Interview vom UBS-Menschen, das ist seine Meinung...der ist sich ja auch sehr sicher, dass Griechenland am 20.3.2012 Konkurs gehen wird.
Ich sehe das nicht so sicher, das Spiel dauert noch und alle machen ein Pokerface
Am Schluss könnte es einen noch grösseren Schuldenschnitt geben und das Problem nochmals nach hinten schieben. LTRO-Geld der EZB ist ja nun genug da, auch die von Dir geposteten Grafiken der deutschen BB zeigen das schön. Geldschwemme in Europa....
Aber das Problem wird nicht gelöst. Es gibt ja einige Studien, die zeigen, dass Griechenland nicht mal mit 80-100% Schuldenschnitt über die Runden kommt in den nächsten Jahren, also gleich wieder in Verzug geraten wird und nicht mehr im Euro-Raum bleiben dürfte gemäss Konvergenzkriterien...
Der Kommentar von Zyndicate wurde ignoriert. Um die Kommentare von Zyndicate wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Der griechische Finanzminister hat einen Vorstoss zur stärkeren Kontrolle seiner Finanzpolitik kritisiert. Der Streit überschattet den EU-Gipfel vom Montag, der offiziell vor allem der Wachstumsförderung gewidmet ist.
René Höltschi, Brüssel
Offiziell steht das Thema Griechenland am informellen Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU an diesem Montag in Brüssel gar nicht auf der Tagesordnung. Dennoch wird der Gipfel von den Problemen in und mit Griechenland überschattet. Zum einen waren die Verhandlungen zwischen Athen und den privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt, der die Voraussetzung für ein zweites öffentliches Hilfspaket ist, am Sonntag noch immer nicht ganz abgeschlossen (vgl. Artikel Seite 19). Zum andern zeigt eine Debatte über eine stärkere Überwachung Griechenlands im Rahmen des zweiten Programms, wie blank die Nerven inzwischen liegen. In Kreisen der EU wurde am Wochenende bestätigt, dass es Überwachungsvorschläge gebe. Doch die Debatte sei in einem sehr frühen Stadium, und man könne nur im Konsens mit Athen vorangehen.
Laut Medienberichten stammen die Vorschläge von Deutschland. Andere Euro-Staaten haben sich hierzu noch nicht geäussert. Hintergrund sind die anhaltenden Schwierigkeiten Griechenlands, die mit der Troika (EU-Kommission, EZB, IMF) vereinbarten Sanierungsziele des ersten Hilfsprogramms umzusetzen. Abhilfe leisten sollen zwei Vorschläge: Erstens könnte die Euro-Gruppe (Finanzminister der Euro-Zone) eine Art externen «Haushaltskommissar» bestimmen, der bestimmte Kontroll- und Entscheidungsbefugnisse bei der Überwachung der griechischen Finanzpolitik hätte – bis hin zu einem Veto gegen Haushaltsbeschlüsse, die nicht mit den vereinbarten Budgetzielen im Einklang stehen. Zweitens könnte im griechischen Recht der Vorrang des Schuldendienstes bei der Verwendung der Staatseinnahmen festgeschrieben werden. Dies würde bedeuten, dass Athen im Falle einer Suspendierung der Hilfskredite wegen Nichterfüllung von Auflagen nicht gleich mit einem Default drohen könnte, sondern zunächst andere Ausgaben kürzen müsste. Doch der griechische Finanzminister Venizelos konterte in einer empörten Stellungnahme, wer eine Nation vor das Dilemma «wirtschaftlicher Beistand oder nationale Würde» stelle, ignoriere historische Lehren. Auch ein Sprecher der EU-Kommission äusserte sich skeptisch: Die Exekutivaufgaben müssten in der Verantwortung der griechischen Regierung bleiben.
Ob der Vorstoss am EU-Gipfel zur Sprache kommt, bleibt abzuwarten. Zu dessen offiziellen Themen gehört hingegen die Billigung des Vertrags über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), auf den sich die Finanzminister letzte Woche geeinigt haben (NZZ 25. 1. 12). Der ESM soll am 1. Juli an den Start gehen und als permanenter Euro-Rettungsschirm schrittweise das derzeitige Provisorium, die Europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF), ablösen. Bis jetzt gilt, dass die kombinierte Kreditvergabekapazität beider Instrumente zu keiner Zeit 500 Mrd. € überschreiten darf. Doch der Druck auf eine zumindest temporäre Erhöhung steigt, nicht zuletzt seitens des Internationalen Währungsfonds (IMF). Zusätzliche Munition verschafft den Befürwortern die Erwartung, dass der Umfang des zweiten Griechenland-Programms der Europäer und des IMF wohl etwas über den ursprünglich vorgesehenen 130 Mrd. € liegen wird. Doch angesichts des deutschen Widerstands gegen eine rasche Aufstockung erwarten Diplomaten für den heutigen Montag noch kaum eine Entscheidung, zumal für den März ohnehin eine Überprüfung vorgesehen ist.
Zuversichtlich sind die Beobachter hingegen, dass der Fiskalpakt politisch unter Dach gebracht werden kann. Dieser Vertrag zwischen den Euro-Staaten und bis zu neun der übrigen EU-Mitglieder soll die Finanzdisziplin vor allem im Euro-Raum stärken, unter anderem durch nationale Schuldenbremsen und verschärfte Defizitverfahren. Die noch offengebliebenen Fragen, darunter diejenige nach der Teilnahme von Nicht-Euro-Staaten an den Euro-Gipfeln, gelten als lösbar.
Wenig Konkretes erwartet wird für das offizielle Hauptthema, die Förderung von Wachstum und Beschäftigung. Zwar stellen die hohe Arbeitslosigkeit vor allem unter Jugendlichen und die drohende Rezession die EU vor grosse Probleme, und die von zahlreichen Mitgliedstaaten eingeleitete Austeritätspolitik zur Konsolidierung ihrer Haushalte bremst das Wachstum vorübergehend zusätzlich, was in einem Teufelskreis den Schuldenabbau erschwert.
Doch an der Sanierung führt kein Weg vorbei; für Konjunkturprogramme wie in der Krise von 2008/09 fehlt auf nationaler und auf europäischer Ebene das Geld, und die Kompetenzen für jene Strukturreformen, die Wachstum und Beschäftigung zwar nicht über Nacht, aber dafür nachhaltig fördern, liegen vor allem auf nationaler Ebene. Auf EU-Ebene ist deshalb die Idee ins Zentrum gerückt, Mittel aus der EU-Kohäsionspolitik verstärkt in die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und die KMU-Förderung umzuleiten. Laut EU-Kommission sind von den 347 Mrd. €, die in der Finanzperiode 2007–13 für die Kohäsionspolitik zur Verfügung stehen, 82 Mrd. € noch nicht für konkrete Projekte verplant. Allerdings ist auch dieses Geld bereits den einzelnen Ländern zugeordnet, und eine Umwidmung würde neue Beschlüsse erfordern.
Quelle: www.nzz.ch
Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!
Frankreich halbiert Prognose
Frankreichs Wirtschaft hat ein ernstes Problem: Das Wachstum fehlt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der EU steuert auf eine Rezession zu, nachdem Paris wiederholt den Ausblick herunterschraubt. Neue Belastungen für die Bürger erwartet Premierminister Fillon deshalb aber nicht.
Frankreich befindet sich in einem Wahljahr und die Regierung bekommt ernsthafte Probleme - von Seiten der Wirtschaft. Die französische Regierung revidiert erneut ihre Prognose für das BIP-Wachstum Im laufenden Jahr werde es wahrscheinlich nur 0,5 Prozent betragen und nicht wie zuletzt erwartet 1,0 Prozent, sagte Premierminister François Fillon. Die Revision berücksichtige die jüngste Verschlechterung der Wirtschaftslage.
Nach Angaben von Fillon macht die Revision derzeit allerdings keine neuen Belastungen für die Bevölkerung notwendig. Der Haushalt für das laufende Jahr sei vorsichtig erstellt worden und biete Puffer, sagte der Premierminister. Frankreich hat laut Regierungsangaben das Defizit im vergangenen Jahr stärker zurückgefahren als erwartet. Bis Jahresende wird zudem mit Einnahmen in Höhe von rund 500 Mio. Euro aus der am Sonntagabend angekündigten Finanztransaktionssteuer gerechnet.
Mit der neuerlichen Korrektur war bereits gerechnet worden. Mitte vergangenen Jahres hatte Frankreich für 2012 noch ein Wachstum der heimischen Wirtschaft von 2,3 Prozent prognostiziert.
Die schwache Konjunktur gefährdet vor allem die Sparziele Frankreichs. Das Land hat sich verpflichtet, sein Staatsdefizit bis 2013 auf 3,0 Prozent zurückzufahren. Im vergangenen Jahr betrug es noch rund 5,4 Prozent. Laut dem Maastricht-Vertrag der EU darf das Haushaltsdefizit eines Mitgliedstaats eigentlich nicht mehr als 3,0 Prozent des BIP ausmachen. Unter anderem wegen der hohen Staatsschulden hatte Mitte Januar die Ratingagentur Standard & Poor's Frankreich die Bestbewertung «AAA» entzogen.
Quelle: www.n-tv.de
Mit einem drastischen Sparprogramm versucht die britische Regierung, das durch die Finanzkrise hervorgerufene große Haushaltsdefizit abzubauen. Diese Politik hat einen negativen Effekt für die Wirtschaft. Experten prognostizieren für 2012 ein Abgleiten des Vereinigten Königreichs in einen anhaltenden Abschwung.
Die britische Wirtschaft wird nach Einschätzung eines führenden Wirtschaftsforschungsinstituts im laufenden Jahr in einen anhaltenden Abschwung geraten. Das National Institute of Economic and Social Research (NIESR) fordert in seinem Ausblick für 2012 die konservativ-liberale Regierung von Premierminister David Cameron auf, kurzzeitig die Steuern zu senken oder die Ausgaben zu erhöhen.
Nach den Berechnungen der Konjunkturexperten wird die Wirtschaftsleistung im Vereinigten Königreich im Gesamtjahr um 0,1 Prozent zurückgehen. Das Office for Budget Responsibility, das die Regierung in London berät, rechnet mit einem stärkeren Rückgang um 0,7 Prozent.
Die NIESR-Prognose unterstellt für das erste Halbjahr eine Kombination aus trübem Geschäftsklima, strengen Kreditstandards, steigender Arbeitslosigkeit, hohen Lebenshaltungskosten und einer anhaltenden Krise in Europa. Hintergrund ist der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal um 0,2 Prozent. Setzt sich dieser Trend im ersten Quartal des neuen Jahres fort, würde Großbritannien in eine technische Rezession abgleiten. Die britischen Unternehmen leiden unter einer strengen Sparpolitik und schwacher Nachfrage.
"Eine zeitlich begrenzte Lockerung der Ausgabendisziplin könnte die britische Wirtschaft in Schwung versetzen", schrieben die Konjunkturforscher in ihrem Ausblick. Das NIESR ist das zweite große Institut, dass Schatzkanzler George Osborne dazu auffordert, die Steuern kurzfristig zu senken. Osborne hat bisher jede Verwässerung seines harten Sparkurses zurückgewiesen. Er setzt auf die Bank of England (BoE) und ihre ultralockere Geldpolitik zur Stimulierung der Wirtschaft.
Für den Fall, dass sich die Schuldenkrise in Europa beruhigt, rechnen die Konjunkturexperten mit einer Rückkehr des Wachstums in der zweiten Jahreshälfte. Nach diesem positiven Szenario könnte das BIP 2013 um 2,3 Prozent zulegen. Daneben erwartet das NIESR eine Teuerungsrate von 2,2 Prozent im laufenden und von 1,4 Prozent im kommenden Jahr. Im Dezember fiel die Jahresteuerung nach den offiziellen Daten auf 4,2 Prozent, nachdem sie im November noch bei 4,8 Prozent gelegen hatte.
Der Kommentar von weico wurde ignoriert. Um die Kommentare von weico wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
weico
Der Kommentar von Karat1 wurde ignoriert. Um die Kommentare von Karat1 wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Nachdem nun auch das griechische Parlament dem unausweichlichen Sparpaket der EU zugestimmt hat, kann nun der EURO wieder nach Griechenland fliessen. Wohl wissend, dass die EU davon keinen Cent mehr sehen wird. Ganz im Gegenteil, es werden wohl noch weitere Gelder nach Athen fliessen müssen. Ist schon verrückt, wie die griechischen Politiker Versprechen abgeben von denen sie eigentlich genau wissen, dass sie diese niemals einhalten können. Aber noch verrückter ist, dass dies die Darlehensgeber ebenso genau wissen.
Karat
www.mama-elizza.com/
www.haller-stiftung.ch
www.waisenkinder.jimdo.com
www.lotusforlaos.weebly.com
Der Euro – in seiner jetzigen Form – ist eine der größten Fehlleistungen seit Ende des Zweiten Weltkrieges, so der ZDF-Hauptstadtkorrespondent.
http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2012/02/07/und-taeglich-gruesst-das-murmel...
Der Kommentar von Elias wurde ignoriert. Um die Kommentare von Elias wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Während die Regierungen jeden Cent zusammenkratzen, haben die Menschen in Deutschland erstmals mehr als 10 Billionen Euro Vermögen angehäuft. Das ist so viel wie die Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder.
http://www.cash.ch/news/topnews/deutsche_besitzen_10_billionen_euro_verm...
----
Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/im-gespraech-oe...
P.S:
Im Forum "verschwinden" wiedermal unzählige Beiträge,die dem Herrn MF wohl nicht genehm sind...:
Goggle sei dank, findet man ja die zensierten (..."verschwundenen) wieder.. wie z.B.:
http://www.google.ch/search?q=fabian%27s+site%3Acash.ch&ie=utf-8&oe=utf-...
oder
http://www.google.ch/search?q=Heisst+Du+eigentlich+wirklich+so+site%3Aca...
und viele mehr........
P.S: einfach nur noch absolut PEINLICH, wenn man solche "Zensurmeisterei" wirklich nötig hat.... :bored: :mrgreen:
Der Kommentar von alchimist wurde ignoriert. Um die Kommentare von alchimist wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Da die EZB den Markt mit 500 Mia gefluttet hat, konnte sich auch Italien wieder refinanzieren.
In 3 Jahren müssen die Kredite wieder zurückbezahlt werden :yahoo::yahoo::yahoo:
Lösung den Problems: 1500 Mia ausgeben, dieses Spiel kann man endlos machen
Der Kommentar von Rowdy wurde ignoriert. Um die Kommentare von Rowdy wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
dieses blödsinnige griechenland- gezetere. da heisst und tönt es, das paket steht. 2 zeilen weiter unten heisst es wieder. es löst nicht alle probleme. dann wird wieder aufgezählt was noch alles gemacht werden muss bevor es dann wieder abgesegnet werden kann. das ist doch alles lachhaft. wenn ich bedenke, dass wir in unserer einfamilienhaus- überbauung mit 17 familien nicht mal in der lage waren uns zu einigen, wie und ob oder wieso der grosszüge sandkasten überdacht werden soll, sehe ich keinen sinn im "griechischen salat".
Was oder wer muss gerettet werden?
Hier noch ein aktueller und interessanter Beitrag.
http://www.boersensignale.de/eurorettung.html
Portugal stürzt ab..
http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,al87f9efn1vslfby~cm.asp
und ihre ehemalige Kolonie steigt auf....
http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,qqj6n1s9e9wlcmep~cm.asp
So schnell kann's eben gehen....
P.S....und solche Absturzkandidaten sind im EU-Klub ja noch mehrere vorhanden.... :mamba: :bomb:
Seit dem Jahr 1800 gab es weltweit 227 Staatsinsolvenzen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,813253,00.html
Der Kommentar von MarcusFabian wurde ignoriert. Um die Kommentare von MarcusFabian wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Für den Bestseller-Autor («The Black Swan»), Uni-Professor und ex-Optionenhändler Nassim Taleb sind die europäischen Krisen-Sorgen übertrieben. Denn Europäer sollten auch mal auf die USA - oder die Schweiz schauen.
Und Taleb wundert sich nicht zum ersten Mal über die Zustände auf dem Alten Kontinent. "Man könnte wirklich meinen, Europa kollabiert. Die europäische Krise existiert in den Medien, aber nicht im Alltag", sagte Taleb in einer Fragerunde nach seiner Rede. "Ich glaube nicht, dass Europa ein Problem darstellt, gerade auch darum, weil alle so paranoid sind", rief er ins erstaunte Publikum. http://www.cash.ch/news/topnews/nassim_taleb_in_europa_herrscht_paranoia...
Dieser Meinung bin ich schon lange. Unglaublich, was hier im Cash Forum in den letzten Jahren alles gepostet wurde.
Europas Banken können sich laut einem Insider künftig nicht mehr auf grosszügige Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) verlassen http://www.cash.ch/news/topnews/ezb_will_keine_neue_geldspritze_aufziehe...
Die Geschäfte laufen schlecht. Erst nagte die Finanzkrise an den Gewinnen, dann die Schuldenkrise. Allein durch den mit Griechenland ausgehandelten Schuldenschnitt muss die Branche auf 100 Milliarden Euro verzichten. Hinzu kommen schärfere Regulierungen in vielen Ländern, vielfach auch höhere Steuern. Gleichzeitig müssen die Banken mehr Eigenkapital haben, um besser gegen neue Krisen gewappnet zu sein. Sie stehen außerdem vor einer gigantischen Refinanzierungswelle und müssen in diesem Jahr Hunderte Milliarden an Schulden zurückzahlen. http://www.cash.ch/news/topnews/wofuer_die_banken_das_viele_ezbgeld_brau...
Elias hat am 03.03.2012 - 11:25 folgendes geschrieben:
Allein durch den mit Griechenland ausgehandelten Schuldenschnitt muss die Branche auf 100 Milliarden Euro verzichten.
Allein durch den mit Griechenland ausgehandelten Schuldenschnitt muss die Branche auf 100 Milliarden Euro verzichten.
Aha!?
Und das bei Investitionen europäischer Banken in griechischen Staatsanleihen in Höhe von €5 Mrd. ???
MarcusFabian hat am 03.03.2012 - 16:25 folgendes geschrieben:
Elias hat am 03.03.2012 - 11:25 folgendes geschrieben:
Allein durch den mit Griechenland ausgehandelten Schuldenschnitt muss die Branche auf 100 Milliarden Euro verzichten.
Aha!?
Und das bei Investitionen europäischer Banken in griechischen Staatsanleihen in Höhe von €5 Mrd. ???
Wieder mal kein Link zu diesen 5 Mia. Allein die Commerzbank hatte vor dem ersten Abschreiber 2,9 Mia in den Büchern. Da werden die 100 Mia für die gesamte Branche in etwa stimmen.
Schuldenschnitt Griechenland trifft Commerzbank hart
Ihre Griechenland-Anleihen von im Nennwert 2,9 Milliarden Euro sind derzeit auf 1,4 Milliarden Euro abgeschrieben. Das ist eine Wertkorrektur um 52 Prozent. Verständigt hat man sich aber nun auf eine Umschuldung, die bei den privaten Gläubigern eine Abschreibung von bis zu 74 Prozent erfordern können. Damit muss die Commerzbank nun wohl weitere rund 0,7 Milliarden Euro abschreiben. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schuldenschnitt-griechenland-triff...
Troika rechnet mit drittem Hilfspaket für Griechenland
Die Milliarden aus dem zweiten Rettungspaket sind noch nicht mal in Griechenland angekommen, da halten die internationalen Kontrolleure bereits eine dritte Zahlung für nötig. Nach SPIEGEL-Informationen geht die sogenannte Troika davon aus, dass weitere 50 Milliarden Euro nötig werden könnten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,819087,00.html
darum eben auch:
Moody's stuft Griechenland auf niedrigste Note herab
Moody's sieht Griechenland nun am Beginn eines Zahlungsausfalls. Die Rating-Agentur hat die Kreditwürdigkeit des hoch verschuldeten südeuropäischen Landes auf die niedrigste Note gesenkt
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,819011,00.html
..und bald heisst es dann .................... :bomb: .. :bomb:
Elias hat am 03.03.2012 - 23:26 folgendes geschrieben:
Wieder mal kein Link zu diesen 5 Mia. Allein die Commerzbank hatte vor dem ersten Abschreiber 2,9 Mia in den Büchern. Da werden die 100 Mia für die gesamte Branche in etwa stimmen.
Schuldenschnitt Griechenland trifft Commerzbank hart
Stimmt, Elias. Du hast Recht. Der Punkt geht an Dich.
Die griechische Nationalbank ist ja auch eine Bank. Die EZB ebenso. Und andere "Banken in öffentlicher Hand."
So gesehen lautet die Zahl 107 Mrd.
Interessant wäre meiner Meinung nach eine Aufteilung nach:
* Griechische Banken vs. Nicht-griechische Banken* Privat verantwortliche Banken vs. Staatliche Banken bzw. Zentralbanken wie die EZB.
Was wir nicht wissen - das findet man nicht einmal auf der Webseite der BIS - ist, in wie weit die Banken die Gunst der letzten Monate und Jahre genutzt haben, um ihre griechischen Staatsanleihen der EZB aufs Auge zu drücken.
Einer, der sich sehr viel Mühe gegeben hat, das zusammenzustellen ist der egghats blog. Aber dessen Daten sind schon 8 Monate alt und auch er gibt zu, dass es schwierig ist, die Daten zu finden.
Eine unkontrollierte Pleite Griechenlands würde nach Schätzungen des Welt-Bankenverbandes IIF mehr als eine Billion Euro kosten.
Der Europäischen Zentralbank (EZB) drohten beträchtliche Verluste: Sie sei allein mit 177 Milliarden Euro in Griechenland engagiert - das sei mehr als das Doppelte ihrer Kapitalbasis.
Eine Billion Schaden bei insgesamt 350 Mrd. Schulden?
Quelle: http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/02/38056/
Da dürften dann wohl die Ausstehenden CDS mit eingerechnet sein?
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