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Systematik
|Ordnung||Phasmatodea|
|Familie||Heteropterygidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Heteropteryx|
|Art||Heteropteryx dilatata|
Beschreibung
Die Dschungelnymphe, auch Malaiische Riesengespenstschrecke genannt, gehört zu den schwersten Schrecken. Ein Weibchen kann nämlich bis zu 100 g wiegen. Wie bei fast allen Gespenstschreckenarten gibt es auch hier einen Geschlechtsdimorphismus. Die Weibchen sind größer als die Männchen. Sie können bis zu 17 cm lang werden und haben einen massiven Körper. Sie sind grün, manchmal gelb und haben nur rudimentäre Flügel. Ihre Hinterflügel sind rosa und werden in der Ruhestellung von den Vorderflügeln verdeckt. Die Weibchen haben außerdem einen gut sichtbaren Eilegeappart am Ende ihres Hinterleibs. Was die Männchen betrifft, so können sie bis zu 12 cm lang werden und sehen aus wie Zweige. Sie haben einen schlankeren Körper und sind braun gefärbt. Sie haben gut entwickelte Flügel, die ihren gesamten Körper bedecken. Sowohl Männchen als auch Weibchen haben Stacheln auf ihrem Körper und Krallen an den Enden der Beine.
Biologie
Die Dschungelnymphe ist nachtaktiv. Tagsüber bleibt sie im Laub völlig unbeweglich, was ihr eine gute Tarnung ermöglicht. Die Männchen können dank ihrer gut entwickelten Flügel fliegen, was bei den Weibchen nicht der Fall ist. Bei Gefahr können Männchen und Weibchen ein Geräusch erzeugen, indem sie ihre Flügel aneinander reiben. Sie können auch eine einschüchternde Haltung einnehmen, um sich zu verteidigen: Sie heben ihre Hinterbeine an und spreizen sie, um sie bei einem Angriff um einen möglichen Räuber schließen zu können. Die Krallen an den Enden der Beine dienen dazu, den Räuber zu durchbohren. Sie ermöglichen es der Schrecke auch, sich an Ästen festzuhalten. Eine weitere Verteidigungsmöglichkeit, die vor allem von den Jungtieren genutzt wird, besteht darin, sich fallen zu lassen und sich tot zu stellen.
Sie ernährt sich von den Blättern verschiedener Pflanzen: Guavenbäume, Mangobäume, Brombeeren, …
Die Dschungelnymphe kann sich geschlechtlich und durch Jungfernzeugung (Parthenogenese) vermehren, wenn nicht genügend Männchen zur Verfügung stehen. Die Männchen werden in der Regel auf dem Rücken der Weibchen transportiert. Etwa zwei Wochen nach der Häutung zum erwachsenen Tier (Imaginalhäutung) können sich die Männchen erstmals paaren. Die Weibchen legen ihre ersten Eier einen Monat nach der Imaginalhäutung. Sie legen sie mit Hilfe ihres Ovipositors einzeln in den Boden. Im Laufe ihres Lebens können sie bis zu 150 Eier legen. Nach einer Inkubationszeit von 7 bis 18 Monaten schlüpfen die Jungtiere. Sie sind graubraun und es ist bereits möglich, Männchen von Weibchen zu unterscheiden. Die Männchen haben einen weißen Fleck, während der Ovipositor der Weibchen bereits sichtbar ist. Sie bilden Schlafplätze, wo sie sich zum Schlafen an der Futterpflanze aneinander klammern. Nach etwa einem Jahr und 5 Häutungen bei den Männchen / 6 Häutungen bei den Weibchen sind sie ausgewachsen. Diese Art bringt gelegentlich Gynander (Tiere, deren eine Körperhälfte weiblich ist, während dem die andere männlich ist) und zweigeschlechtliche Tiere hervor.
Lebensraum
Die Dschungelnymphe stammt ursprünglich aus dem malaiischen Archipel. Man kann sie in Malaysia, Thailand, Indonesien, Singapur, Borneo und Sarawak antreffen.
Sie lebt in tropischen Regenwäldern.
Bedrohung
Diese Art gilt als „nicht gefährdet“. Ihr Lebensraum schrumpft jedoch rapide, was sie gefährden könnte.