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Das Übertragungsnetz ist ein wichtiger Pfeiler der Energiestrategie 2050 und wird regelmässig optimiert. Der vom Bundesamt für Energie (BFE) erarbeitete Szenariorahmen Schweiz (SZR CH) dient als Grundlage für die Planung der Schweizer Hoch- und Höchstspannungsnetze 2030/2040. Vom 24. November 2021 bis zum 10. März 2022 lief die Vernehmlassung zum SZR CH. Swissgrid begrüsst die verbindliche Planungsgrundlage, sieht jedoch Anpassungsbedarf.
Eine zentrale gesetzliche Aufgabe von Swissgrid ist die stetige Weiterentwicklung des Schweizer Übertragungsnetzes und die Koordination mit anderen Netzbetreibern. Das Übertragungsnetz ist ein wichtiger Pfeiler der Energiestrategie 2050 und wird regelmässig optimiert. Mit der Energiewende steigen die Anforderungen an diese Infrastruktur stetig an.
Für die Planung der Schweizer Hoch- und Höchstspannungsnetze 2030/2040 hat das Bundesamt für Energie (BFE) den Szenariorahmen Schweiz (SZR CH) entworfen. Er berücksichtigt die energie- und klimapolitischen Ziele des Bundes, die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten und die Entwicklung im internationalen Umfeld. In drei Szenarien beschreibt der SZR CH eine Bandbreite an möglichen Entwicklungen bis 2030 und 2040. Alle drei Szenarien basieren auf den Energieperspektiven 2050+ und dem vom Bundesrat definierten Netto-Null-Treibhausgas-Emissionsziel bis 2050.
Der Bundesrat hat den SZR CH vom 24. November bis zum 10. März 2022 in die Vernehmlassung gegeben. Grundsätzlich begrüsst Swissgrid die verbindliche Planungsgrundlage, die der Bundesrat mit dem genehmigten SZR CH schaffen wird. Sie fordert jedoch bei den Parametern Verbrauch und Photovoltaik eine grössere Differenzierung und sieht vereinzelt Anpassungsbedarf:
- Höherer Stromverbrauch: Die Entwicklung des Stromverbrauchs ist höher einzuschätzen. Das Szenario mit dem aktuell grössten Stromverbrauch sollte von einem noch höheren Wert ausgehen, damit sich die drei Szenarien genügend unterscheiden.
- Mehr Photovoltaik: Der Photovoltaikausbau ist schwer abzuschätzen. Etliche Szenarien halten einen rascheren PV-Zubau für möglich als im SZR CH prognostiziert. Das Szenario mit dem grössten PV-Zubau sollte daher von einem noch höheren Wert ausgehen, um die potenziellen Auswirkungen auf das Übertragungsnetz zu berücksichtigen.
- Stromabkommen: Die Schweiz braucht ein Stromabkommen mit der EU. Nur so können die Grenzkapazitäten vollständig genutzt werden.
- Prozess: Bund und Kantone sollten ihre Energiestrategien regelmässig abstimmen und der SZR CH und der Regionalisierungsprozess müssen stärker aneinandergekoppelt werden. Die neunmonatige Frist für die Erstellung des «Strategischen Netzes» sollte erst zu laufen beginnen, wenn der Regionalisierungsprozess abgeschlossen ist.
- Beschleunigung: Bewilligungsverfahren für Netzprojekte müssen beschleunigt werden, damit der Anschluss neuer Kraftwerke, Speicher und Verbraucher gelingt.
Nach Konsolidierung aller eingegangenen Stellungnahmen wird der SZR CH durch den Bundesrat freigegeben. Danach beginnt Swissgrid mit der Aktualisierung ihrer langfristgen Netzplanung, dem sogenannten «Strategischen Netz».