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Die Abwahl des Zürcher Justizdirektors, Martin Graf (Grüne, Jurist), zugunsten der Newcomerin Silvia Steiner (CVP, Juristin), dürfte für Graf nicht zuletzt deshalb ein unangenehmes Erlebnis sein, da er im Jahr 2013 noch im Streit die katholische Kirche als "geschützte Werkstatt" titulierte (was die Presse genüsslich zitierte). Mit der Abwahl dadurch, dass er von der gezielt katholische Wählerinnen und Wähler ansprechenden CVP bzw. deren Kampfkandidatin Silvia Steiner ausgebootet wurde, hat er nun eine deutliche Quittung dafür erhalten.
Mit dem Fall "Carlos" hat die Abwahl, anders als Graf es Medienberichten zufolge parteiintern darzustellen versucht habe, hingegen sicher nichts zu tun. Es ist die Strafe für das schlechte Beispiel, das Graf als Justizvorsteher, von dem mehr noch als von anderen Regierungsräten Korrektheit verlangt werden darf, mit seinen unbedachten Äusserungen her gab.
Die Affären Geri Müller (Grüne Aargau) und Jolanda Spiess-Hegglin (Grüne Zug) sodann dürften die Wählerinnen und Wähler im Kanton Zürich während des Wahlkampfs von jedem Graf-Plakat sozusagen mitangelächelt haben. Ihr Lächeln war wohl kaum geeignet, Grafs in diversen Kreisen wegen des Werkstattvergleichs bereits angeschlagene Reputation aufzupolieren.