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Zurzeit treten in Lateinamerika gehäuft Krankheitsfälle auf, die auf das Zika-Virus zurückzuführen sind. Der wichtigste Überträger dieses Virus, die Gelbfierbermücke (Aedes aegypti), ist in dieser Region stark verbreitet.
In 60 bis 80 % der Fälle verläuft eine Infektion mit dem Zika-Virus symptomlos. In den übrigen 20 bis 40 % der Fälle können mittelschwere Symptome wie leichtes Fieber, Hautausschlag mit roten Punkten, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten. Manchmal kommt es zu einer nicht eitrigen Bindehautentzündung und seltener zu Erbrechen. Seit Oktober 2015 haben mehrere Länder in Mittel- und Südamerika, mehrere Inseln in der Karibik, aber auch im Südpazifik gemeldet, dass sich die Zika-Infektionsfälle vervielfacht haben (eine aktualisierte Liste ist auf der Website der PAHO verfügbar, siehe rechte Spalte). In einigen Regionen von Brasilien, sowie in Französische Polynesien, wo schon früher Infektionen mit dem Zika-Virus aufgetreten sind, wurde eine Zunahme der Fälle von Mikrozephalie und anderen Missbildungen des Schädels und des Gehirns bei Neugeborenen festgestellt. In diese 2 Länder, sowie in Kolumbien, Venezuela, Surinam und El Salvador wurden neurologische (Guillain-Barré-Syndrom) und immunologische Komplikationen bei den infizierten Personen gemeldet. Der kausale Zusammenhang zwischen diesen klinischen Manifestationen und dem Zika-Virus konnte bisher - trotz zunehmender Anzahl der Indizien - noch nicht wissenschaftlich belegt werden.
Am 1. Februar 2016 hat die WHO deklariert, dass die in 2015 in Brasilien und in 2014 in Französisch-Polynesien gemeldeten Fälle eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" repräsentieren (auf Englisch „Public Health Emergency of International Concern", PHEIC). Die von der WHO ergänzten Empfehlungen finden sich in der rechten Spalte (auf Englisch).
Empfehlungen für Reisen in die betroffenen Länder
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