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Der 1970 in den USA geborene Pianist Nicholas Angelich studierte am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris bei Aldo Ciccolini, Yvonne Loriod, Michel Béroff und Marie-Françoise Bucquet. Weiters nahm er an Meisterkursen bei Leon Fleisher, Dmitri Bashkirov und Maria João Pires teil und gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe.
2003 debütierte er beim New York Philharmonic unter Kurt Masur. Darauf wurde er von Vladimir Jurowski zur Eröffnung der Spielzeit 2007/08 des Russischen Nationalorchesters eingeladen. Nicholas Angelich ist ein gerngesehener Gast bei führenden Orchestern wie dem Orchestre National de France, dem Orchestre de Paris, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem SWR Symphonieorchester, dem Schwedischen Radiosinfonieorchester, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem London Symphony Orchestra, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem St. Petersburg Philharmonic Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe. Er arbeitet mit Dirigenten wie David Afkham, Myung-Whun Chung, Valery Gergiev, Daniel Harding, Paavo Järvi, Yannick Nézet-Séguin, Roger Norrington, Gianandrea Noseda, Christian Zacharias und Jaap van Zweden zusammen. Nicholas Angelich gibt weltweit Klavierabende und gastiert regelmäßig beim Verbier Festival und dem Progetto Martha Argerich in Lugano. Im Juli 2009 debütierte er bei den BBC Proms mit dem Scottish Chamber Orchestra und Yannick Nézet-Séguin.
Sein Repertoire erstreckt sich von Werken der Klassik und Romantik, darunter alle Klaviersonaten Beethovens und Liszts Années de pèlerinage, bis zu Kompositionen des 20. Jahrhunderts, u. a. von Rachmaninow, Prokofjew, Schostakowitsch, Bartók, Ravel, Messiaen, Stockhausen und Boulez. Er führt aber auch Werke zeitgenössischer Komponisten auf, Pierre Henry widmete ihm etwa sein Concerto sans orchestre.
Als hochgeschätzter Kammermusiker konzertiert Nicholas Angelich mit Künstlern wie Martha Argerich, Gil Shaham, Yo-Yo Ma, Gautier und Renaud Capuçon, Maxim Vengerov, Akiko Suwanai, Dmitry Sitkovetsky, Joshua Bell, Gérard Caussé, Daniel Müller-Schott, Jian Wang und Paul Meyer sowie mit dem Quatuor Ysaÿe, dem Pražák Quartet, dem Pavel Haas Quartet, dem Quatuor Modigliani und dem Quatuor Ébène.
Nicholas Angelichs umfangreiche Diskografie umfasst u. a. Solowerke von Beethoven, Liszt, Rachmaninow und Ravel. Er nahm außerdem zahlreiche Werke von Johannes Brahms auf, darunter die Klaviertrios mit Renaud und Gautier Capuçon, die Sonaten für Violine und Klavier mit Renaud Capuçon sowie die Klavierkonzerte mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt und Paavo Järvi, mit dem er ebenfalls Beethovens Tripelkonzert gemeinsam mit Gil Shaham und Anne Gastinel veröffentlichte. Seine jüngste Aufnahme, Beethovens 4. und 5. Klavierkonzert, mit dem Insula orchestra und Laurence Equilbey erschien im September 2018.