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Die größte Breite,
[* 17] zwischen
KapGlossa und Konstantinopel,
[* 18] beträgt 825 km. Die europäische Türkei ist fast gänzlich von Gebirgen eingenommen; größere
Ebenen sind nur diejenigen der Maritza, Macedoniens und der Westküste Albaniens, von denen die beiden letztern durch Versumpfung
und Fieber an reicherer Produktion behindert werden. Doch würden die Gebirgsländer bei dem günstigen
Klima (s. Balkanhalbinsel) eine ansehnliche Produktion entfalten können, wenn sie nicht durch schlechte Verwaltung und die
ungenügenden Verkehrsmittel niedergehalten würden.
Das Land, besonders der östl. Teil, ist für den Verkehr nicht ungünstig gestaltet, da die großen Flußthäler die Gebirge
erschließen und bequeme Pässe die einzelnen Thalsenken verbinden. Die östl.
Küsten sind zudem reich an trefflichen Häfen. So besitzt Konstantinopel einen der besten Häfen der Welt, der außerdem durch
seine ausgezeichnete Lage zu einem Welthandelsplatz ersten Ranges befähigt ist. Saloniki
[* 19] bildet den Ausfuhrplatz des durch
das Thal
[* 20] des Vardar aufgeschlossenen Macedonien und seiner Hinterländer. Dagegen steht die KüsteAlbaniens
(s. d.) ebenso wie seine Gebirge an Aufgeschlossenheit weit zurück. Der natürliche Schwerpunkt
[* 21] der europ. Türkei liegt daher
in dem reicher gegliederten Osten.