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Wieso gibt es so selten schwarz-weiss gefleckte Pintabians?
Die schwarze Grundfarbe eines Pintabians (die „Grundfarbe“ ist die zweite Farbe neben weiss) basiert auf zwei verschiedenen Genen. Eines ist häufig und dominant, das andere selten und rezessiv.
Um schwarz als Grundfarbe zu erhalten, muss das Fohlen das dominante Gen von mindestens einem Elternteil erhalten und das seltenere rezessive Gen von beiden.
Was ist ein Pintabian?
Ursprung: USA
Hauptzuchtgebiet: Nordamerika
Verbreitung: Nordamerika, Europa
Stockmaß: ca 150 cm
Farben: Tobiano-Schecken
Haupteinsatzgebiet: Reit- und Showpferd
Der Pintabian ist entgegen der Meinung vieler keine Farbrasse, sondern eine eigens anerkannte Pferderasse. Die Vollblutaraber mit geschecktem Fell müssen 99 % Araberanteil im Blut nachweisen. Diese Rasse zählt mit ca. 300 registrierten Pferden zu den seltenen Rassen.
Exterieur
Durch den hohen Araberanteil im Blut bleibt die frappierende Ähnlichkeit zum Vollblutaraber bestehen und wirkt im Zusammenspiel mit der bunten Farbmischung und der Eleganz eines Vollblutarabers oftmals sehr exotisch. Der Kopf ist (wie beim Araber auch) klein und trocken mit geradem oder konkavem Profil (Hechtkopf oder auch „Araberknick“ genannt), einer breiten Stirn, großen Augen und sichelförmigen Ohren. Auch ist der Pintabian ein Pferd von quadratischem Format mit einem schön gebogenen Hals, kurzem Rücken und einem hohen Schweifansatz. Erstrebenswert ist ein 50/50 Anteil bei der Farbgebung, die aus einer dunklen Grundfarbe und der Scheckung mit weiss besteht. Die Gliedmassen sind meistens weiss.
Interieur
In ihrem Charakter unterscheiden sich die Pintabians nicht von ihren einfarbigen Rassevätern. Nicht umsonst zählen Araber zu einer der beliebtesten Pferderassen weltweit, gelten sie doch als intelligent, sehr menschenbezogen, ausdauernd, leistungsbereit und vielseitig. Gerade durch diese Vielseitigkeit eignen sich Pintabians nicht nur zu Showzwecken oder als Freizeitpferd, sondern es finden sich immer mehr Pintabians in den Reihen der Westernreitpferde wieder.
Wie ist der Pintabian entstanden?
Ein reinrassiger Vollblutaraber mit klassischen Zuchtlinien wird niemals geschecktes Fell aufweisen. Aber um den Traum vom gescheckten, reinrassigen Araber wahr zu machen, wurde vor sieben Zuchtgenerationen ein Tobiano mit einem Vollblutaraber gekreuzt. Zuchtexperten waren sich darüber im Klaren, dass das Tobianogen dominant gegenüber anderen Genen ist und dass es demnach möglich sei, gescheckte Araber mit eben diesem Muster zu züchten. So entstand ein reinrassiger Zuchtstamm aus tobiano-gemusterten Pferden mit über 99 % Araberanteil im Blut.
So funktioniert’s:
½ Araber = 50% Vollblutaraberanteil
¾ Araber = 75% Vollblutaraberanteil
7/8 Araber = 87,5 % Vollblutaraberanteil
15/16 Araber = 93,75% Vollblutaraberanteil
31/32 Araber = 96,875% Vollblutaraberanteil
63/64 Araber = 98,4375% Vollblutaraberanteil
127/128 Araber = 99,21875% Vollblutaraberanteil (Pintabian!)
Aber was bedeutet eigentlich der Bruch 127/128?
Bei einem ½ Araber ist normalerweise ein Elternteil ein Vollblutaraber und einer nicht. Ein ¾ Araber hat 3 Vollblutaraber Grosseltern und einer nicht. (3 von 4 Pferden in der zweiten Generation sind Vollblutaraber).
Ähnlich verhält es sich bei einem Pintabian: von den 128 Vorfahren in der 7. Generation sind 127 Vollblutaraber und einer nicht. Dieser eine war es übrigens, der dem Pintabian sein geschecktes Fell verliehen hat..