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Pfarrkirche St. Eusebius (Kirchstrasse 23)
Die heutige Pfarrkirche wurde in den Jahren 1807 bis 1812 erbaut und am 4. Oktober 1812 durch den Bischof von Lausanne eingeweiht. Die drei Altarbilder und die Rundbilder über den Seitenaltären stammen von Franz Xaver Hecht aus Willisau (1757-1835). Mit grosser Wahrscheinlichkeit war Niklaus Purtschert (1750-1815) der Verfasser des Baurisses.
Von 1961 bis 1968 fand die letzte grosse Aussenrenovation der Kirche statt. Neben der Verstärkung des Turmes mit dem neuen Turmhelm wurde auch die Taufkapelle auf der Westseite der Kirche angebaut. Der Altar, der Tabernakel, der Taufstein sowie ein farbenfrohes Fenster dieser Kapelle sind Werke des Künstlers Peter Travaglini aus Büren an der Aare.
Bei der umfassenden Innenrenovation zwischen 1973 und 1975 wurde der Innenraum der erneuerten Liturgie angepasst. Die neue Orgel umfasst 43 Register in 4 Werken und wurde von der Firma Orgelbau Genf AG erstellt.
Die Eusebiuskirche befindet sich seit 1941 im kantonalen Verzeichnis der schutzwürdigen Bauten.
St. Josefs-Kapelle (Tunnelstrasse 12)
Die St. Josefs-Kapelle wurde 1994/95 dank der grosszügigen Spende der verstorbenen Geschwister Maria, Robert und Walter Luterbacher und weiterer Gönner errichtet. Das Testament der Geschwister Luterbacher sah ursprünglich vor, dass auf dem Grundstück an der Tunnelstrasse nur eine zweite Kirche mit den dazugehörigen Gebäulichkeiten erstellt werden darf. Diese Zweckbestimmung konnte so abgeändert werden, dass nur noch eine Kapelle gebaut werden musste. Ein Teil des Grundstückes konnte im Baurecht einer Genossenschaft für die Realisierung von Seniorenwohnungen übergegeben werden. Gleichzeitig mit den Seniorenwohnungen wurde dann die mit diesem Gebäude verbundene Kapelle errichtet.
Einem Beschluss der damaligen Kirchgemeinde zufolge, dürfen für diese Kapelle keine Steuergelder der Kirchgemeinde verwendet werden. Der Unterhalt und Betrieb wird daher einzig mit den Einnahmen aus dem Baurechtszins bestritten.
Die drei schönen Glasgemälde der Kapelle wurden vom Grenchner Künstler Peter Wullimann gestaltet.
In der Kapelle findet jeweils am 1. und 3. Dienstag eines Monates ein Gottesdienst statt (ausser in den Sommerferien).
Allerheiligenkapelle (Chappeli) (Allerheiligenstrasse 214)
Die heutige Kapelle wurde 1683 fertig gestellt. Die drei reich verzierten Barockaltäre stammen aus dem Jahr 1700. 1754 wurde die alte Seitenkapelle saniert und mit einem neuen Altar ausgestattet.
1864 wurde im Zusammenhang mit einer Deckenrestaurierung das Bild einer Madonna von Hans Holbein dem Jüngeren aus dem Jahr 1522 entdeckt. Heute befindet sich das in der Kunstgeschichte als „Solothurner Madonna“ bekannte Gemälde im Kunstmuseum Solothurn.
Von 1882 bis 1902 wurde die Kapelle von den Christkatholiken benutzt.
Dank der grossen Mithilfe der Bevölkerung konnte im Jahre 2000 die seit langem notwendige Innen- und Aussenrenovation durchgeführt werden. Das „Chappeli“ steht nun wieder in seiner vollen Pracht hoch über Grenchen und ist von Mai bis Oktober jeden Samstag von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr für Besucher geöffnet.
Viel Interessantes über die Geschichte der Kapelle kann im neuen Schweizerischen Kunstführer GSK Nr. 716 „Die Kapelle Allerheiligen in Grenchen“ nachgelesen werden. Dieser Kunstführer ist zum Preis von Fr. 7.- erhältlich:
- in der Kapelle Allerheiligen (während den Öffnungszeiten)
- in der Verwaltung der röm.-kath. Kirchgemeinde, Rob. Luterbacher-Strasse 3, Grenchen
St. Niklaus-Kapelle (Staadstrasse 227)
Die Staader Kapelle wurde im Jahre 1715 „dank dem Eifer der Staader und eines Johann Gast“ (Inschrift über dem Portal) fertig gestellt. Der kleine gotische Flügelaltar mit dem barocken Antependium wurde aller Wahrscheinlichkeit nach im Jahre 1522 vom Berner Peter Kallenberg für die Bartholomäuskapelle in Solothurn geschaffen. Später wurde der Altar in der Kirche von Biberist aufgestellt und kam 1713 in die Kapelle Staad.
1980 wurde die bestehende Kapelle erweitert. Der alte Teil bildet neu den Chor der Kapelle. Architekt Hans Dietziker hat die schwierige Aufgabe, die Erweiterung mit dem alten, historischen Teil in Einklang zu bringen, in bester Weise gelöst.
Die beliebte Hochzeitskapelle bietet 80 Gottesdienstbesuchern Platz. Sie ist täglich geöffnet.
Pfarreizentrum Eusebiushof (Schulstrasse 1)
Im Jahre 1976 konnte das lang ersehnte Pfarreizentrum auf dem Grundstück des früheren „Eusebiushofes“ errichtet werden. Der Eusebiushof ist heute aus dem Leben der Pfarrei und der Stadt nicht mehr wegzudenken. In seinen Räumen finden die verschiedensten religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen statt.
Pfarrhaus (Lindenstrasse 16)
Das Pfarrhaus wurde im Jahr 1806 errichtet und war früher das Kaplanenhaus. Heute beherbergt dieses Gebäude neben Wohnräumen auch das Pfarreisekretariat und die Büros der KatechetInnen.