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Aktualisiert: 9. Mai
Dein Hund schleift eine oder mehrere Pfoten beim Laufen - ist das normal?
In diesem Blog erfährst Du, woher das Pfoten-/Krallenscheifen kommen kann und wie du deinem Hund helfen kannst:
Wie äussert sich das Pfotenschleifen?
Beim Laufen kommt es immer mal wieder vor, dass du die Krallen deines Hundes auf dem Boden schleifen hörst. Dies kann nur mit einer Pfote oder auch mit mehreren Pfoten sein. In der Regel sind es die Hinterpfoten, es kann aber auch bei den Vorderpfoten vorkommen. Du kannst es auch sehr gut an den Nägeln deines Hundes sehen, denn sie sind deutlich kürzer oder es fängt sogar an zu bluten. Dann spätestens solltest du unbedingt etwas tun!
Oft sind es ältere Hunde, die mit dem Pfotenschleifen beginnen und du denkst vielleicht, das ist, weil er alt ist und nicht mehr so mag, aber Achtung: Sollte es längerfristig, vermehrt oder mehrmals bei jedem Spaziergang vorkommen, solltest du es von einem Tierarzt abklären lassen.
Was sind mögliche Ursachen für das Pfotenschleifen?
Die Ursachen für das Schleifen der Pfoten sind in der Regel Erkrankungen des Bewegungsapparates, meist kommt es durch:
Neurologische Störungen, bedingt durch Krankheiten des Rückenmarks, wie z. B. Cauda-Equina-Syndrom, Bandscheibenvorfall, degenerative Myelopathie etc. Durch die Kompression des Rückenmarks wird die Nervenweiterleitung beeinträchtigt und eine Folge davon kann sein, dass der Hund die Pfote(n) nicht mehr richtig heben kann.
Schmerzen
Unfälle und Verletzungen im Rückenbereich können auch ein Auslöser sein
Was kannst du tun?
Beobachte deinen Hund beim Spazieren und finde beim Geräusch des Krallenschleifens heraus, welche Pfote ist es und wie oft es vorkommt
Sieh dir die Nägel genau an: Sind sie unterschiedlich lang oder stark abgewetzt?
Lasse von einem Tierarzt abklären, was die Ursache dafür ist
Ziehe deinem Hund einen Pfotenschutz/-hilfe (z. B. Pfotenschutzschuhe in div. Grössen erhältlich) an, damit sich die Krallen nicht blutig laufen
Laufe vermehrt nur auf dem Rasen und im Wald
Lass dir Hilfsmittel und Übungen zur Nervenstimulation von einer Hundephysiotherapeutin zeigen
Wie hilft die Physiotherapie Deinem Hund?
Mit bestimmten Übungen und Massagetechniken können die Nerven stimuliert und angeregt werden. Je nach Diagnose des Tierarztes wird mit unterschiedlichen Mitteln gearbeitet:
- Thermotherapie
- Massage inkl. Pfotenmassage
- Reflexinduziertes Training (RIT)
- MOBI (Musterorientierte Bewegungsintension)
- Elektrotherapie
- Gangschulung
- Schwimmtherapie, UWL etc.
Gerne zeige ich Dir einfache Übungen für zu Hause, die Du täglich mit Deinem Hund machen kannst. Auch kann ich dir verschiedene Hilfsmittel vorstellen, damit sich die Krallen nicht zu stark ablaufen und die du ausprobieren könntest.
Melde Dich am besten bei mir, wenn Du Fragen hast oder an einer Therapie interessiert bist.