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In dem Mitarbeiter-Mail zeigte sich Cook empört über den Vorwurf der New York Times. Diese hat am Donnerstag gemäss SDA über schlechte Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern in China geschrieben. Unter anderem seien frühere Apple-Manager zitiert worden, die anonym andeuteten, dass der Konzern um des Profits willen auch mal ein Auge zudrücke. Tim Cooks Reaktion hierauf wurde im Apple-Blog «9to5Mac» abgedruckt, wo er wetterte: «Jede Behauptung, dass uns dies egal sei, ist nachweislich falsch und beleidigend für uns». Solche Vorwürfe stünden im Widerspruch zu den Grundwerten von Apple: «So sind wir nicht.»
Die New York Times hat unter anderem über Opfer von zwei Explosionen bei Apples Zulieferern berichtet. Bei den Explosionen im vergangenen Jahr wurden gemäss SDA vier Arbeiter getötet und 77 verletzt. Beim Polieren von Aluminium-Gehäusen der Tablet- Computer war Metallstaub detoniert. Apple hatte daraufhin betont, nach den Explosionen seien die Sicherheitsvorkehrungen verbessert worden. Nun will Cook für bessere Arbeitsbedingungen sorgen und veröffentlichte erstmals eine Liste seiner 156 Zulieferer. Ausserdem trat der Konzern der Organisation Fair Labor Association (FLA) bei, die unabhängige Inspektionen in Betrieben durchführt. Doch die Kritik an Apple ist nichts Neues. Schon in den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Kritik an den Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern gegeben. Dies vor allem nach einer Selbstmordserie beim grossen chinesischen Auftragsfertiger Foxconn, wie die SDA schreibt.
Was Tim Cook mit seiner Aussage «So sind wir nicht» genau gemeint hat? Dass der Konzern nicht wie andere Grossunternehmen um des Profits willen auch mal ein Auge zudrückt? Jedenfalls beliefern die meisten Zulieferer von Apple in China auch andere Hersteller wie Dell, Hewlett-Packard, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba und andere.