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Die Bestände der Pommernente sind sehr klein. Nur wenige Züchter*innen in der Schweiz und in Deutschland nehmen sich dieser attraktiven und wertvollen Ente an. Erstaunlich, denn diese alte Entenrasse hat viele Vorzüge.
Bis 1815 gehörte das Land Vorpommern, wo die Rasse hauptsächlich gezüchtet wurde, zu Schweden. Die Ente wurde darum früher auch als «Schwedenente» bezeichnet. Inzwischen ist die Rasse aber als Pommernente anerkannt. Sie wurde schon im 18. Jahrhundert aus verschiedenen, gleich gezeichneten schwarzen und grauen Entenrassen zusammengefasst. Seit jeher als gute Eierlegerin und für ihr feines Fleisch bekannt, wurde sie ab ca. 1920 auch in der Schweiz von Züchter*innen gepflegt und sehr geschätzt. Leider hat ihr Bestand inzwischen aber stark abgenommen; sowohl in ihrem Ursprungsgebiet als auch in der Schweiz gibt es nur noch wenige Züchter*innen, die sich um ihre Erhaltung kümmern. Dabei ist diese Ente nicht nur attraktiv, sondern auch ein interessantes und pflegeleichtes Nutztier.
Latzträger in zwei Farbschlägen
Als Landrassenente hat die Pommernente einen breiten, starken Körperbau und eine waagrechte Haltung. Ihr Hals ist nur mittellang und wenig gebogen. Trotzdem erscheint die Ente nicht plump, sondern hat eine eigene Eleganz, wozu auch ihre typische Zeichnung beiträgt. Die Tiere tragen den rassetypischen, weissen Brustlatz. Es gibt zwei offizielle Farbschläge: den tiefschwarzen Schlag mit dunklen bis schwarzen Beinen, sowie den grauen (im Fachjargon blauen) Schlag mit schiefergrauen bis rötlich gefleckten Beinen. Wie bei den meisten Enten lassen sich auch hier Männchen und Weibchen gut unterscheiden: Der Erpel hat einen helleren, olivgrünen Schnabel und eine Schwanzlocke, während der Schnabel des Weibchens eine dunklere, schiefergraue bis schwarz Färbung zeigt. Die «Bohne», die Schnabelspitze, ist bei beiden Geschlechtern schwarz.
Bis zu 100 Eier pro Jahr
Bei günstiger Witterung beginnt die Pommernente schon im März mit dem Eierlegen und kann es bis Anfang Juli auf gut 150 Eier bringen – eine beachtliche Legeleistung. Die Pommernente gilt als ausgezeichnete und zuverlässige Brüterin, und ihre Küken als äusserst robust. Sie wachsen schnell heran und befiedern sich rasch, nach nur 4-5 Monaten sind sie ausgewachsen. Das optimale Schlachtalter liegt bei 5-6 Monaten, auch weil zu diesem Zeitpunkt die Mauser das Rupfen der Tiere erleichtert. Pommernenten werden für ihr zartes Fleisch hochgeschätzt. Kenner schwärmen aber auch von den wohlschmeckenden Eiern, die ca. 70 Gramm auf die Waage bringen. Die raren Schnatterer haben aber noch einen ganz besonderen Vorzug: Sie halten ganze Gartenanlagen frei von Schnecken, denn sie sind unermüdlich im Aufstöbern der Kriechtiere. Die Haltung der Pommernente ist unkompliziert, ist sie doch an raues Klima gewöhnt. Auf jeden Fall jedoch benötigt sie ausreichend Platz und Zugang zu einer sauberen Schwimmmöglichkeit.
Bestandesentwicklung
- steigend
Nutzung
- Eier
- Fleisch
Zuchtziele
- Form & Zeichnung
- Gute Wirtschaftlichkeit (Eier und Fleisch)
Gewichte
Enten zwischen 2.3 – 2.7 kg
Erpeln ca. 3.0 kg
Der Züchterverein für ursprüngliches Nutzgeflügel koordiniert die Zucht der Pommernenten und ist als nationaler Rasseverein organisiert.
Züchterverein für ursprüngliches Nutzgeflügel (ZUN)
Präsident:
Tschuor Daniel
Via Alpettas 16
CH-7180 Disentis
mobil. 079 368 20 89
e.mail: <email-pii>
www.zun-schweiz.ch