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Der Ostteil dieses alten Schlossparkes wird zur Zeit restauriert; die Arbeiten sollten 2023 abgeschlossen werden.
Klar, jetzt müssen Sie nur noch wissen, dass Louis Napoleon zusammen mit Charles Parquin von der Fremdenpension Wolfsberg den historischen Napoleonturm "Belvédère" bauen liess - auf dessen Nachfolger, dem heutigen Napoleonturm, 2018 das Ziel des damaligen Osterhasen-OL war !
So, jetzt wissen Sie über das Schloss und seine Bewohner Bescheid, jetzt lustwandeln wir in den königlichen Parkanlagen, wo Sie dann auf Postensuche gehen werden:
"Eng und heruntergekommen", sei der Arenenberg, meinte Hortense nach dem Kauf, "aber sehr schön gelegen"!
Damit meinte sie sicherlich die Aussicht von der Schlossterrasse, nicht nur bei Sonnenuntergang.
Ach ja, nicht vergessen: Nach dem OL machen Sie wie alle durchlauchten Herrschaften in Ermangelung eines königlichen Hofmalers ein Selfie auf der Terrassenmauer!
Die ehemalige Hauskapelle hatte Hortense zu einem Billardzimmer für ihren Sprössling umbauen lassen; als Ersatz liess sie 1932 diese Schlosskapelle errichten - nur zwei Jahre später wurde sie selbst nach ihrem Krebstod in dieser Kapelle aufgebahrt.
Die Abdankungsfeier mit 4'000 (!) Trauergästen fand dann in der Kirche Ermatingen statt, bevor der Leichnam nach Reuil bei ihrem ehemaligen Schloss Malmaison in Paris überführt wurde.
Im diesem Patriziergarten steht für viele Kategorien der Startposten.
Während der napoleonischen Zeit als "potager", als Hausgarten für die Küche genutzt, wurde er später zu einem mittelalterlichen "Patriziergarten" umgestaltet.
Schon vor der Zeit der napoleonischen Familie , als man den Arenenberg noch "Narrenberg" nannte, wurde hier Rebbau betrieben.
Hortense behielt den Weinbau bei. In diesem Weinkeller sollen 24 grosse Weinfässer mit 70'000 l edlen Inhalts gelagert haben. Das grösste dieser Fässer hatte ein Fassungsvermögen von 9'000 Litern, also 9 Kubikmetern!
Wenn man sich dann noch die tausenden von importierten Flaschen noch dazu vorstellt...
Diese zwei abgebildeten Flaschen sind solche importierten aus Bordeaux, die Louis Napoleon anlässlich seines Besuches 1865 mit einigen hundert anderen mitgenommen hatte und natürlich nicht auszutrinken vermochte.
Jaja, ich weiss schon, Sie würden jetzt gerne einen Posten neben diesem Weinregal anlaufen, im liebsten im Dunkeln - aber das kann ich Ihnen nicht versprechen!
In den letzten Jahren wurde die gesamte Anlage des Schlossparkes wieder möglichst in den ursprünglichen Zustand versetzt, dieses Herzstück mit dem Springbrunnen im Jahre 2008.
Halten Sie hier für eine kurze Verschnaufpasse inne und .Sie sich den schönen Ausblick über den Untersee zur Reichenau.
Louis Napoleon beschäftigte sich übrigens gerne mit Waffen und pröbelte an der Konstruktion von Kanonen, mit denen er immer wieder Probeschiessen auf die Reichenau veranstaltete. Dann schickte er jeweils einen Diener, um die Reichenauer zu warnen: "Attention, heute Nachmittag wird im Fall wieder geschossen!" - Zum Glück gab's damals noch nicht so viele Treibhäuser auf der Reichenau!
Dieses "Einsiedlerhäuschen" scheint keinen sakralen Bewohner beherbergt zu haben, wie man meinen könnte - es diente vielmehr als Gartenhäuschen.
Allenfalls hatten die Vorbesitzer und Kartäuser-Mönche aus Buxheim bei Memmingen hier ein kleines "Klösterle" errichtet.
Der Eiskeller - wie ihn viele Schlösser hatten - wurde im Winter mit Eis gefüllt. Dieses wurde zur Kühlung von Speisen oder Getränken verwendet, aber auch in Form von Eisblöcken für Vorgängerarten von "Kühlschränken".
Einen besonders eindrücklichen, frisch restaurierten und durchgehend geöffneten finden Sie auf Schloss Wolfsberg - der Besuch lohnt sich!
Wohl kaum ist Louis Napoleon jeweils durch diese Grotte heimlich in den Ausgang nach Konstanz entwischt, wie der Volksmund allzu romantisierend wissen will - vielmehr diente sie zur unterirdischen Entsorgung der Fäkalien der Schlossbewohner.
Also eine Latrinen-, nicht eine "On-y-va-à-la-fête!"-Grotte!
Der "Pavillon" war der Lieblings-Aufenthaltsort von Königin Hortense für Mussestunden und kleinere Gartenfeste. Der Blick gleitet über Ermatingen und Konstanz zu den Vorarlberger Alpen.
Scheinbar liebte Hortense den Sonnenuntergang hier zu bewundern - in der "verkehrten" Richtung, damit sie das Abendrot in den Bergen sieht.
(Sie wissen ja jetzt, woher Sie den Sonnenuntergang im Arenenberg betrachten müssen!)
Das Amt für Archäologie hat den Neubau dieses Pavillons mitverfolgt:
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Der Serpentinenweg "Avenue d'Ermatingen" war die ursprüngliche Zufahrt zum Schloss - wir Einheimischen sind uns solche noblen und fremdländischen Strassennamen nicht gewohnt und nennen ihn einfach "Zickzackweg".
1835 baute Louis Napoleon diese neue Brücke Richtung Ermatingen, wenn's stimmt sogar "eigenhändig". Na ja, etwas Hilfe wird er sich schon geholt haben...
So, aber am Osterhasen-OL müssen Sie für einmal nicht durch diesen Schlosspark lustwandeln, sondern "echli seckle"!