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Auf der Suche nach dem Paradies
Geschichten und Bilder aus Genua
Eine intensive und mehrjährige Auseinandersetzung mit seinem Ursprung brachte Fredi Buchli (*1956) über Avers nach Genua, wo er sich mit Fragen über das Gute Leben, die Vergänglichkeit, das Sterben und das Jenseits beschäftigte. Das Ergebnis zeigt er in der Stadtgalerie Baliere Frauenfeld.
In seiner letzten Ausstellung in der Baliere mit dem Titel «Dem Himmel ein wenig näher» im Jahre 2016 präsentierte der in Frauenfeld wohnhafte Fredi Buchli Werke, in denen er seinen Ursprung behandelte. Die Spuren seiner Vorfahren führten ihn nach Avers, Graubünden, wo er geografische, geschichtliche, geologische und kulturelle Komponenten untersuchte. Seine Recherche fasste der Künstler als Bericht zusammen und visualisierte sie in vielfältigen Werken. Anfänglich figurative Skizzen münden im Verlauf des Arbeitsprozesses in abstrakten Atmosphärenbildern.
Resultierend daraus entstanden neue Fragestellungen, die ihn zu einem darauf aufbauenden künstlerischen Vorhaben drängten, das sich mit dem Gegensatz des Ursprungs beschäftigt: Was ist Vergänglichkeit? Was ist Sterben? Was ist im Jenseits? Dabei schwingen zwangsläufig Fragen zur Gegenwart mit, insbesondere: Was ist ein gutes Leben? Von Avers, der höchstgelegenen Siedlung Europas und einst zu den Auswanderungstälern gehörend, lockte es ihn zur nächst gelegenen Ortschaft am Meer, in die Hafenstadt Genua, von wo aus viele Menschen auswanderten. Während zwei Aufenthalten dort hat Fredi Buchli persönliche Antworten auf diese Fragen zu Bildern transformiert. Die Annäherungen an seine Vorstellungen vom Guten Leben, von der Vergänglichkeit, vom Sterben und vom Jenseits zeigen filigrane Zeichnungen von Kirchenräumen, grossflächige abstrakte Pastellbilder (Atmosphärenräume), Monotypien in Aquarell, eine schriftliche Dokumentation mit einer Sammlung genuesischer Geschichten, in denen Fredi Buchli humorvoll, authentisch und unterhaltsam die Gespräche und Begegnungen in Genua beschreibt.
Fredi Buchli ist in Chur geboren und aufgewachsen. Er machte Ausbildungen als Maurer, Bauzeichner, Weinküfer und in Sozialer Arbeit. Seit 1986 lebt er in Frauenfeld. Er absolvierte den künstlerischen Vorkurs und besuchte diverse Weiterbildungskurse an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und St. Gallen (Zeichnen und Malen, figürliches Zeichnen, konstruktives Zeichnen, plastisches Gestalten) und organisiert selber Zeichenkurse. Fredi Buchlis Werke waren in diversen Gruppen- und Einzelausstellungen ausgestellt.
[Text: Carole Isler, 2020]
Vernissage:
28.02.2020, 19:00 Uhr
Sonderveranstaltung
08. März, 15 Uhr
Lesung einiger Texte und Führung durch die Ausstellung durch den Künstler
Finissage
22. März ab 15 Uhr
Ausstellung:
Dauer: 29.02.2020 - 22.03.2020
Öffnungszeiten:
Mi 17 – 20 Uhr
Sa 12 – 17 Uhr
So 12 – 17 Uhr
Kontakt:
www.fredibuchli.ch
<email-pii>
Download:
DOLCE VITA.pdf