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Auf der Vorderseite eines Atlantiktiefs verfrachteten südliche Höhenwinde Mineralstaub aus dem nördlichen Afrika bis zu den Alpen. Der zum grossen Teil aus der Sahara stammende Staub wurde mit der Föhnströmung auch in die unteren Luftschichten der Alpennordseite gemischt. Die Atmosphärenchemiker vom Paul Scherrer Institut (PSI) detektierten Saharastaub auf dem Jungfraujoch und auch Messungen der Meteoschweiz registrierten Saharastaub in den unteren 5 km der Atmosphäre. Der Höhepunkt der Konzentration wurde in den frühen Morgenstunden vom Donnerstag (22.0514) gemessen. Andere Messstationen in der Schweiz zeigten ebenfalls eine deutlich erhöhte Feinstaubkonzentration (PM10). Der Feinstaub beinhaltet aber nicht nur Saharastaub, sondern nebst fossilen Emissionen auch Pollen und Staub vom Boden, welche vom stürmischen Föhn aufgewirbelt wurden. Die erhöhte Staubkonzentration sorgte dafür, dass die Sicht zum Teil erheblich beeinträchtigt wurde.