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Seit 1960 bin ich auf dieser Welt und durfte schon soooo viele wunderbare Momente erleben.
Vielleicht willst Du etwas mehr über mich erfahren.
Meine Jugend, meine Familie, meine Hobbies oder mein Berufsleben.
Ich habe dazu hier ein paar Momente zusammen gefasst.
Für nähere Infos zu den einzelnen Bildern einfach auf das Bild klicken...
Für alle, die es interessiert:
Geboren wurde ich am Montag, 4. Januar 1960 um 21:25 Uhr in der Klinik Sanitas in Zürich. Ich wog 3'400 gr. und war 49 cm. gross. Meine Harre waren schwarz und meine Augen grau-blau. Nach fünf Wochen lächelte ich das erste Mal, nach 7 Monaten hatte ich meinen ersten Zahn (Schaufelzahn rechts), ab dem 9. Monat lief ich im Laufgitter herum und ab dem 10. Monat fing ich an zu sprechen ("Mami, Papi, bitti-bitti, nei-nei"...). Die ersten Monate verbrachte ich in Zürich Affoltern - dann zogen wir nach Sarnen und ab 1963 war unser Zuhause in Wetzikon. Bis 1972 wohnten wir zu sechst (!) in einer Drei-Einhalb-Zimmer-Wohnung an der Bachtelstrasse 4 im Zentrum und dann ab 1972 in einem grossen Einfamilienhaus an der Rebhale 8 in Kempten.
Ich wuchs auf mit meinen Geschwistern Monika (1957), Ursula (1958) und Josef-Beat / Joe B (1963). Da meine beiden Elternteile arbeiteten, wurden wir Kinder früh in den Haushalt eingebunden. So lernte ich bereits mit 9 Jahren Kochen ("Bratwurst mit Bratensauce und Teigwaren"). Um nicht immer das selbe essen zu müssen, lernten mich meine beiden Schwestern bald weitere Gerichte - so dass ich bald so richtig Freude am Kochen bekam - und das heute noch habe.
Gemeinsame Familienferien kannten wir nicht - auswärts essen war eine absolute Seltenheit. Im Sommer waren wir jeweils für drei Wochen im Pfarrei-Ferienlager im Tessin oder in Wiesenberg (NW). Und jede Herbstferien fuhren wir Kinder regelmässig mit Papi ins Engadin nach Ravaisch (Samnaun) für zwei Wochen zur Bauernfamilie Zegg. Papi genoss die Zeit mit uns - und Mami genoss die ruhige Zeit ohne uns. Und wir genossen die vielen Freiheiten. Auf der Rückfahrt fuhren wir jeweils am Hallenbad Turbental vorbei - und kamen sauber gewaschen zu Hause wieder an.
Meine Eltern waren streng - aber fair. Bis 18 Jahre musste ich mich strikte an die gegebenen Regeln halten - nachher durfte ich das machen, was ich wollte. Und das tat ich auch. Prägend für mein Leben war sicher am 10.12.1977 der plötzliche Verlust von René Mettler - einem meiner engen Freudne. Er starb in einer Lawine und lernte mich, dass jedes Leben sehr plötzlich enden kann. Auch meines. Mein Freundeskreis wurde grösser - und wann immer möglich verbrachte ich viel Zeit mit meinen Buddies. Wir fuhren in die Winterferien nach Lech (A) und im Sommer irgendwo ans Meer. 1977 war das die Camargue und 1978 war ich das erste Mal auf Mallorca - da war ich künftig bis heute über 40 mal...
Da ich den Winter liebte - nicht aber das Skifahren - organisierte ich jeden Januar einen "Mauz-Plausch". Da fuhren ca. 20 - 30 junge Leute mit der Bahn für ein Wochenende nach Bergün und führten da neben Schlittelrennen verschiedenste Wettkämpfe durch - einmal gar unter dem Titel "Olympic Snow Games". Diese Events waren so legendär, dass wir diese dann auch noch im Sommer durchführten (Tram-Marathon, Veloplausch Gotthard und viele mehr...).
1982 war ich beruflich ein Jahr in der Westschweiz in La Neuveville - und 1984 war ich für ein halbes Jahr in einem Sprachaufenthalt in New York an der Columbia University. Das waren prägende Erlebnisse - ich lernte in diesen beiden Regionen völlig neue Kulturen kennen - und schätzen.
Die Zeit in La Neuveville war für mich so toll, dass ich bei meinem Abschied in der Lokalzeitung ein Inserat schaltete - und alle zu einem Abschiedsapéro einlud...
Das Organisieren von Events hat mir immer viel Spass bereitet - vor allem auch, weil ich langweilige Anlässe hasste. So kam es auch, dass ich Dutzende von Anfragen erhielt, als Tafelmeister Hochzeiten zu koordinieren. Was ich meist auch gerne annahm.
Am 14.5.1986 lernte ich Michèle kennen, am 14.5.1987 machte ich ihr meinen Antrag und am 14.5.1988 heirateten wir...
Am 21.9.1990 kam unser Sohn Marcel auf die Welt und veränderte unser Leben von einem Tag auf den andern. Plötzlich hatte alles einen tieferen Sinn und eine langfristige Zukunft. Am 9.3.1993 ergänzte Marino unsere Familie und wir genossen unser Familienleben wo und wann immer wir konnten. Es machte mir unheimlich Spass, so viel Zeit wie möglich mit meinen Jungs zu verbringen. Oft waren wir Sonntags schon vor 8 Uhr am Unihockey- oder Fussballspielen. 2001 sind wir nach Grüningen an die Villbergstrasse gezogen und haben da ein wahres Paradies gefunden. Super-tolle Nachbarn, Natur pur und genügend Platz für alle. Ferien und auswärts essen waren kein Tabu - im Gegenteil - wir genossen unsere gemeinsamen Momente in nah und fern.
Meine Familie ist für mich das grösste Geschenk, was es für mich gibt. Ich liebe sie über alles.
Ja - mein grösstes Hobby ist Fussball. Schon als Schüler organisierte ich Turniere in Wetzikon zwischen Mannschaften der verschiedenen Schulhäuser. Meine Eltern legten jedoch grossen Wert darauf, dass ich genügend Energie für die Schule aufwende - so dass ich mit meinem Beitritt beim FC Wetzikon zuwarten musste. Doch als es soweit war - blühte ich richtig auf. Ich genoss dieses faszinierende Spiel, die Zeit mit meinen Freunden und die Wettkämpfe in nah und fern. Mit 17 Jahren konnte ich bereits in der ersten Mannschaft von Wetzikon mitspielen. Sportliche Höhepunkte waren dann jedoch meine zwei Jahre 2. Liga in Glarus und meine 6 Jahre in der Schweizer Eisenbahner-Fussballnationalmannschaft. Gesellschaftlich war dann jedoch mein Beitritt zum FC BP 1990 prägend. Obwohl ich da pro Jahr regelmässig zwischen 20 und 30 Tore schoss und fast jedes Jahr den Helsana-Kugelschreiber als Torschützenkönig gewann - ich habe mich nie wohler gefühlt auf und neben dem Spielfeld. Wir sind Freunde bis heute - und mit diesen war es in der Kabine vor und nach einem Spiel immer lustig - egal ob wir gerade eine hohe Niederlage kassiert oder knapp gewonnen hatten. Auch die Trainings-Donnerstage waren immer heilig. Seit 2012 haben wir uns aus der Meisterschaft zurück gezogen und heissen nun Freizeit Club Business Partner (FC BP) - führen aber immer noch unsere traditionellen alljährlichen Trainingslager in Höchst (A) und Playa de Palma (ES) durch. Auch wenn schon lange nicht mehr alle Fussball spielen können/dürfen. So war auch wohl mein letzter Einsatz an einem Turnier mit dem FC BP am 5.7.2019, welches wir gewannen. Seit da muss ich leider vorläufig aus gesundheitlichen Gründen (Knie/Hüfte) auf dieses faszinierende Spiel verzichten.
Bis mich irgend wann meine Enkel zum Duell auffordern...
Ich und Golf? Das war Jahrzehnte lang kein Thema. Dann wurde ich 2005 von Anthony Helbling (bei seinen Eltern wohnte ich im Hotel Schiff, Bollingen) spontan zu einem Golf-Turnier nach Ascona eingeladen. Ich spielte katastrophal - aber es faszinierte mich auf Anhieb. Das will ich auch können! So kaufte ich ein Set, nahm Stunden und verbesserte mein Handicap Jahr für Jahr. Ich nahm das Spiel sehr ernst, wollte jedes Turnier gewinnen und ging regelmässig zu meinem Pro Rogé, um meine Fehler auszubügeln. Sieben Jahre nachdem ich anfing war ich bereits auf Handicap 13.5. Am 1. Juni 2012 traf ich an einem MidAm-Turnier meinen Bruder Joe - gekleidet in historischem Outfit mit uralten Schlägern. "Was machst Du den da?" habe ich ihn gefragt. "Ich spiele heute eine genussvolle Runde Golf." war seine Antwort - und das nahm ich ihm voll ab. Da hat es bei mir Klick gemacht. Warum soll ich mich auf dem Golfplatz so ehrgeizig und zielorientiert wir im Berufsleben aufführen - das Leben ist doch ein Geschenk und die Freizeit da zum Geniessen. Sofort hat mich der Virus gepackt und ich habe mich eingedeckt mit 100-jährigen Golfschlägern, Wollsocken, Knickerbockerhosen, Hosenträgern, Fliegen und Schiebermützen. Nie war Golfspielen genussvoller als mit Hickory-Outfit.
Gerne unterstützte ich Joe auch beim Aufbau des Hickory-Golfspiels in der Schweiz. Er wurde Präsident des Hickory Golf Clubs und ich kümmerte mich bis April 2019 um alle Aufgaben rund um die Koordination aller Events, die Kommunikation und die Administration. 2017 gründeten wir den übergeordneten Schweizer Verband der Hickory Golfer wo ich das Präsidium übernahm. Da versuchen wir nun auf nationaler und internationaler Ebene diese Spielform zu fördern und länderübergreifend abzustimmen.
Wer reist nicht gerne? Mich faszinieren andere Kulturen, schöne Landschaften, feines Essen und Tapetenwechsel. Darum hat mich das Reisemittel Bahn und der Tourismus auch so stark angezogen. Ab 1991 konnte ich das Reisen auch beruflich kombinieren und konnte so in alle Kontinente reisen und war an fast allen Traumdestinationen dieser Welt. Doch das private Reises ist mit Abstand genussvoller. So sind Michèle und ich seit Jahren jeden Winter in einer warmen Destination und von Frühling bis Herbst fast jedes Wochenende irgend an einem oft verlängerten (Golf-)Weekend. Da schätzen wir die lokale Gastronomie, ein feines Glas Wein, schöne Golfplätze - und die gemeinsamen Momente zu zweit - oder mit Freunden. Wir sind uns bewusst, dass das irgend wann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so ausgiebig möglich sein könnte - darum geniessen wir es nun umso mehr.
Geniessen tun wir auch die vielen Möglichkeiten - mit guten Freunden ein paar gemeinsame Momente zu verbringen. Darum ist unser Terminkalender immer wunderbar voll...
Mit 15 Jahren machte ich verschiedene Schnupperlehren - vom Mechaniker über Förster zum Postangestellten. Es war mir alles zu langweilig und eintönig. Dann war ich bei den SBB und mir gefiel diese Vielfalt: Kundendienst und Ticketverkauf am Schalter, Güterverkehr, Gepäcktransport und alle betrieblichen Herausforderungen im Fahrdienst. Ich bewarb mich als Betriebsdisponent - und bestand die Prüfungen in Zürich Enge. Von über 300 Bewerbern war ich bei den dreissig Glücklichen. Meine drei Lehrjahre absolvierte ich in Illnau, Wald ZH und Pfäffikon SZ. Nach der Lehre war ich in Pfäffikon SZ tätig - aber auch als Ablöser auf verschiedenen Bahnhöfen in der Ostschweiz. Ein Jahr sogar am Bahnhof La Neuveville und dann einige Monate in Glarus. Dann hatte ich die Chance, als Stationsvorstand mit 24 Jahren den Bahnhof Bollingen zu übernehmen. Das war eine tolle Erfahrung. Wir waren nur zu dritt - aber ich war Chef... Wir konnten tolle Projekte realisieren - doch ich benötigte nach meinen Aufenthalten in der Welschschweiz und in Amerika kaum die deutsche Sprache. Das meldete ich der SBB Personalabteilung - und kurze Zeit später war ich an meinem neuen Arbeitsort: Zürich Flughafen. Wow. Das war meine Welt. Internationale Gäste - und kein Betriebsdienst mehr. Ich hatte tolle Vorgesetzte und konnte mich gut entwickeln. 1991 wurde ich verantwortlich für das Incoming Geschäft und das Swiss Travel System. Da hat mich der Tourismus-Virus befangen. Gleichzeitig spezialisierte ich mich als Fachlehrer Personenverkehr und Verkaufstrainer und konnte dabei wertvolle Seminare besuchen, von welchen ich sozial und methodisch noch heute profitiere. 1996 absolvierte ich das Eid. Diplom als Berufsbildner und war bis 2000 vollamtlich als Ausbildungsleiter Verkaufs- und Zugpersonal tätig.
In meiner Funktion bei den SBB als Verantwortlicher Swiss Travel System lernte ich viele touristische Keyplayers kennen, auch Edith Strub, die Direktorin von Zürich Tourismus. Bei einem Treffen im Frühjahr 2000 sagte ich ihr, dass ich mir gut vorstellen könnte, bei ihr zu arbeiten - am 1. August vom selben Jahr übernahm ich die Stelle als Vizedirektor und Marketingleiter bei Zürich Tourismus. Das war eine tolle Zeit. Mir gefiel das unternehmerische Schalten und Walten, die Verantwortung Leute einzustellen, Märkte aufzubauen und unser Team vorwärts zu bringen. Es gelang uns, Zürich vom Image als Bankenstadt wegzubringen und das überraschende, Lifestyle-Zürich in die Welt zu tragen. Ein Highlight war sicher meine Rolle an der EURO'08 als Verantwortlicher Marketing der Hostcity Zürich. Als Frank im Sommer 2010 seinen Job als Direktor kündigte - und mir der Präsident mitteilte, ich dürfe als Nachfolger kandidieren, aber es werde klar eine Frau bevorzugt - sah ich den Moment gekommen, nach etwas neuem Ausschau zu halten.
Bei einem unserer "Gourmet-Club-Events" am 4.7.2010 erfuhr ich per Zufall, dass eine neue Firma gegründet wird, um den öV Schweiz weltweit zu vermarkten. Das war genau mein Ding. So bewarb ich mich und wurde gewählt. Innert vier Monaten durfte ich eine neue Firma von Null aufbauen. Am 1.1.2011 starteten wir in Zürich mit 17 Mitarbeitenden als Swiss Travel System AG. Nach zwei Jahren Einleben und Optimieren konnten wir so richtig durchstarten. Wir haben es geschafft, alle Ziele laufend zu übertreffen. Den Umsatz von unserem Kernprodukt Swiss Travel Pass haben wir von 2011 bis 2018 mehr als verdoppelt: so fliessen durch dieses Produkt heute jährlich mehr als CHF. 70 Mio. mehr in den öV Schweiz als 2011. Mittlerweile sind wir bei gleichem Budget über 30 Mitarbeitende in sechs verschiedenen Ländern.
Basis für diesen Erfolg ist mein super-tolles Team. Mit diesem und mit unseren Partnern macht Arbeiten wirklich so richtig Spass.
Ich hoffe, das dauert noch lange an.....
Ja, das bin ich - und ich bin so dankbar, dass ich all das - und noch viel, viel mehr - erleben durfte.
Ich hatte einmal gelernt: DAS LEBEN BESTEHT AUS DEN MOMENTEN - AN DIE MAN SICH ERINNERT.