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Siedlungsfläche
Der natürlich gewachsene Boden ist eine Lebensgrundlage und eine beschränkte Ressource. Besonders in einem Land wie der Schweiz, in dem die nutzbaren Böden knapp sind, ist ein haushälterischer Umgang mit dem Boden unerlässlich. Mit einer Ausdehnung der Siedlungsfläche geht nicht nur fruchtbarer Boden verloren, es wird zudem auch die Artenvielfalt gefährdet. Auch die Schönheit der Landschaft, die einen grossen Einfluss auf unser körperliches und seelisches Wohlbefinden hat, wird durch intensive Bautätigkeit und deren belastende Auswirkungen vermindert.
Zwischen 1979/85 und 2004/2009 hat sich die Siedlungsfläche um 585 km2 oder 24% ausgedehnt. Die wichtigsten Gründe für den starken Siedlungszuwachs sind
- die wachsende Bevölkerung - wobei die Bevölkerung im untersuchten Zeitraum lediglich um 17% zugenommen hat
- die erhöhte individuelle Mobilität, für die immer mehr Strassen benötigt werden
- das Bedürfnis nach mehr Wohnraum, das nicht zuletzt auf den steigenden Wohlstand zurückzuführen ist.
Besonders hoch ist der Bodenverbrauch im schweizerischen Mittelland, in dem der Siedlungsanteil doppelt so stark zugenommen hat wie im Landesdurchschnitt.Die Siedlungsfläche pro Einwohner und Einwohnerin hat in den untersuchten 25 Jahren gesamthaft um 5.1% zugenommen und liegt heute bei 407 m2. Insbesondere für das Wohnen wird immer mehr Fläche pro Person in Anspruch genommen.
Die Arealstatistik des Bundesamtes für Statistik erhebt die Bodenbedeckung und Bodennutzung in der Schweiz mit Luftbildern des Bundesamtes für Landestopographie. Dank der drei Arealstatistiken 1979/85, 1992/97 und 2004/2007 können erstmals statistisch gesicherte und räumlich differenzierte Aussagen zum Nutzungswandel im ganzen Land gemacht werden. Die Resultate der Arealstatistik ermöglichen es, das Ausmass der menschlichen Eingriffe und natürlichen Prozesse, welche unseren Lebensraum verändern, zahlenmässig zu dokumentieren. Als Bezugsgrösse wird die Summe der mittleren jährlichen Wohnbevölkerung der Gemeinden zum Zeitpunkt der Luftaufnahmen verwendet. Als Siedlungsflächen werden alle Areale und Anlagen bezeichnet, die dem Wohnen, dem Verkehr, der Produktion (ohne Land- und Forstwirtschaft), dem Handel und den Dienstleistungen, der Ver- und Entsorgung sowie der Erholung dienen. Zu den Besonderen Siedlungsflächen werden die Ver- und Entsorgungsanlagen (Energie, Abwasserreinigung, Kehricht usw.), Abbauflächen, Deponien, Baustellen, Bau- und Siedlungsbrachen gezählt sowie Gebäude auf solchen Flächen.
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