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1. Blühender
Zweig der Feld
rüster (Ulmus campestris).
2. Blüte. [* 2]
3. Durchschnitt derselben.
4. Vorjähriger Trieb mit Fruchtbüscheln.
5. Vergrößerte Frucht im Durchschnitt.
6. Trieb mit Laubknospen.
7. Blühende Triebspitze der Flatterrüster (U. laevis).
8. Einzelne Blüte.
9. Stempel.
10. Vorjähriger Trieb mit Fruchtbüscheln.
11. Trieb mit Blüten- und Laubknospen. ¶
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offizinelle innere Ulmenrinde wurde als adstringierendes Mittel benutzt. Die Rüstern verdienen Anbau und Pflege in den Wäldern,
der aber nur lohnend ist, wo frische Standorte und guter Boden zur Verfügung stehen. Sie machen größere Ansprüche als selbst
die Eichen. In reinen Beständen läßt sich die
Rüster nicht erziehen; als Mischholz im Hochwald, als Oberholz
im Mittelwald ist sie dagegen wohl geeignet, den Waldertrag zu heben. Sie schlägt lebhaft vom Stock aus, treibt auch Wurzelbrut
und ist deshalb auch im Niederwald wohl verwendbar.
Zur Aussaat sammelt man den
Rüstersamen Anfang Juni, wo er die Reife erlangt hat, und säet ihn sofort
auf tief umgegrabenes, glatt geharktes Land im Saatkamp aus (pro Ar etwa 1,5 kg). Der Same wird nicht mit Erde bedeckt, sondern
nur schwach übersiebt und stark angegossen. Freisaaten im Wald empfehlen sich nicht. Will man die in Laubholzverjüngungsschläge
oder Mittelwaldschläge einbringen, so verpflanzt man sie im 3.-5. Jahr aus dem Saatkamp; sie verträgt
das Verpflanzen bis zur Heisterstärke leicht.
Auch durch Absenker (Ableger) läßt sie sich leicht verjüngen, ein Verfahren, welches besonders in Holland angewendet wird. Man biegt die einjährigen Stockausschläge (im Herbst) vorsichtig nieder, legt sie in Rinnen von etwa 0,25 m Tiefe, füllt die Rinnen unten mit Komposterde, oben mit dem ausgehobenen Boden zu und tritt sie fest an. Die Zweigspitzen läßt man 1,3 m hoch frei hervorstehen und richtet sie möglichst gerade in die Höhe. Schon im darauf folgenden Herbst können die Absenker, welche sich bis dahin gut bewurzelt haben, vom Mutterstamm getrennt und verpflanzt werden. Gewöhnlich werden sie hierbei gestummelt (über dem Wurzelknoten schräg abgeschnitten), damit sie einen geraden und schlanken Stamm treiben.