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Damit hat sie nun 4,8 Milliarden Dollar an die Anleger in die "Lieferketten-Finanzierungs"-Fonds zurückbezahlt, die Ende Februar noch mit rund 10 Milliarden Dollar bewertet waren.
Im Zeitraum zwischen dem 1. März und dem 9. April habe die CS rund 2,0 Milliarden Dollar aus den Forderungen eingenommen, teilte die Grossbank am Dienstag mit. Daraus ergebe sich ein aktueller Bestand an liquiden Mitteln in den Supply Chain Finance Funds in der Höhe von 2,3 Milliarden Dollar. Einschliesslich der bereits ausgeschütteten Mittel von 3,1 Milliarden entspreche das mehr als der Hälfte des gesamten verwalteten Vermögens der vier Fonds zum Zeitpunkt der Aussetzung aller Zeichnungen und Rücknahmen.
Credit Suisse Asset Management arbeite weiterhin an der Festlegung und Umsetzung von Massnahmen, um Rückzahlungen sicherzustellen. Es bestehe jedoch "eindeutig ein hohes Mass an Unsicherheit" über die Beträge, die letztendlich an die Fondsanleger ausgeschüttet werden könnten, räumt die Grossbank ein.
Die Bank werde "zu gegebener Zeit" weitere Informationen über die Fortschritte bei diesen Fällen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werde man bei Bedarf geeignete rechtliche Schritte in Betracht ziehen, um die Interessen der Fondsanleger zu wahren. "Wir beabsichtigen, bis Ende April 2021 über die weiteren Fortschritte in dieser Angelegenheit zu informieren", so die CS weiter.
GSG Alliance und Bluestone Resources mit grossen Ausständen
Die Greensill-Fonds der Credit Suisse vermelden alleine für drei grosse Schuldner Forderungen von rund 2,3 Milliarden Dollar. Die grössten Ausstände hat das Stahlkonglomerat GSG Alliance des Industriellen Sanjeev Gupta mit rund 1,2 Milliarden Dollar.
Neben der Stahlgruppe Guptas hat auch das US-Kohleunternehmen Bluestone Resources Ausstände von rund 690 Millionen Dollar bei den mit Greensill erstellten "Lieferketten-Finanzierungsfonds", wie einem Schreiben an die Fondsinvestoren vom Dienstag zu entnehmen ist. Die Ausstände des US-Bauunternehmens Katerra belaufen sich auf 440 Millionen Dollar.
Die CS-"Lieferketten-Finanzierungs-Fonds" investierten in Forderungen von Zulieferern an Unternehmen: Statt auf die Bezahlung durch das Unternehmen zu warten, verkauften Lieferanten die Forderung mit einem Abschlag an Greensill Capital. Die inzwischen insolvente Greensill bündelte solche Forderungen und brachte sie in die "Supply-Chain-Finance"-Fonds ein.
(AWP)