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In der heute durchgeführten Abstimmung im Komitee 1 der CITES wurde die nötige Zweidrittelsmehrheit verfehlt, um dem Antrag der Koalition für den Afrikanischen Elefanten zum Durchbruch zu verhelfen.
Die Koalition für den Afrikanischen Elefanten forderte, dass alle Elefantenpopulationen Afrikas einheitlich unter CITES-Anhang I gelistet werden, also den strengstmöglichen internationalen Schutzstatus erhalten. 62 Länder stimmten für diesen Antrag, 12 enthielten sich der Stimme und 44 Länder stimmten dagegen, darunter die EU, deren Block 28 Länder umfasst, und die Schweiz.
«Es sieht also leider nicht gut aus für Afrikas Elefanten», sagt Vera Weber, die als Präsidentin der Fondation Franz Weber in Johannesburg, Südafrika vor Ort ist. «Das endgültige Verdikt ist dies aber noch nicht. Dieses fällt morgen, wenn das Plenum abstimmt.» Bis dahin bleibt also noch etwas Zeit, um beispielsweise hinter den Kulissen die EU umzustimmen zu einer Stimmfreigabe oder Stimmenthaltung.
Würde sich die EU morgen im Plenum mit ihren 28 Stimmen enthalten, wäre das Blatt zugunsten der Elefanten gewendet. «Wir geben nicht auf bis zur Schlussabstimmung», gibt sich Vera Weber kämpferisch. «Trotz des traurigen und zynischen vorläufigen Verdikts der EU behalten wir die Hoffnung für die Elefanten aufrecht bis zum Schluss.»
Beachten Sie auch die ausführlichere Version dieser Mitteilung (auf Englisch).