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Nachhaltiger Anbau
Nachhaltiger Anbau meint die Bewirtschaftung und Nutzung von Landfläche auf eine Weise und in einem Mass, dass die biologische Vielfalt, Produktivität und Vitalität des Bodens, der Pflanzen und der Tiere erhalten blieben.
Ein nachhaltiger Anbau geht im Einklang mit der Natur einher. Das Konzept des nachhaltigen Anbaus basiert auf dem Konzept der Permakultur, welches die beiden Australischen Wissenschaftler Dr. Bill Mollison und David Holmgren in den 70er Jahren entwickelten. Der Begriff Permakultur ist eine Verknüpfung der Wörter permanent und agriculture. Der Denkansatz geht von einem Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen als zeitlich unbegrenztes funktionierendes System aus. Mit einem nachhaltigen Anbau soll die Nahrungsversorgung der Menschen langfristig besser sichergestellt werden als mit den vorherrschenden industriell-konventionellen Anbaumethoden.
Die industrielle Anbaumethode ist verantwortlich für Bodenerosion, Wasserverschmutzung und die Zerrstörung natürlicher Lebensräume von Pflanzen und Wildtiere. 70 Prozent der Entwaldung lässt sich auf die Ausdehnung landwirtschaftlicher Flächen zurückführen. Zudem hat die exzessive Landwirtschaft einen hohen Wasserverbrauch, wodurch ganze Landstriche zerstört werden. Wie beispielsweise in Spanien. Im trockenen Andalusien zapfen Bauern illegal Grundwasser an, um den zweitgrössten Erdbeeranbau der Welt zu bewässern. 40 Prozent des Landes droht zu verwüsten. Der Einsatz von chemischen Düngern und Pflanzenschutzmittel, das übermässige Pflügen und der Anbau der immer gleichen Frucht (Monokulturen) belasten und laugen die Böden aus.
Bei einem nachhaltigen Anbau geht es nun darum, ohne den exzessiven Einsatz von chemischen Düngemitteln, Pestiziden, Fungiziden hohe Erträge zu erzielen. Die Fruchtbarkeit des Bodens wird durch organische Dünger, Kompost, Gründüngung und eine vielseitige Fruchtfolge gefördert. Ökologische Verfahren zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung erfolgen über Pflanzenpräparate wie Brennesseljauche oder Algenextrakte oder über das bewusste Einbringen von Viren und Lebewesen (wie zum Beispiel der Asiatische Marienkäfer), welche die Population bestimmter Schädlinge dezimieren. Vorbeugend gegen Krankheiten und Schädlingen werden zudem bevorzugt robuste Sorten angepflanzt.
Quelle: wikipedia.org, Text: Lea Schwer
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