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Aus Protest gegen die Zensur, die das Regime um den greisen algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika ausübt, versammelten sich Ende Februar rund 100 Journalisten aus staatlichen und privaten Medien auf der «Place de la liberté de la presse» in Algier.
Die Medienschaffenden werfen den algerischen Behörden vor, nicht frei über die Protestbewegung gegen die fünfte Amtszeit von Bouteflika berichten zu können, teilt die Medien- und Kommunikationsgewerkschaft Syndicom mit.
Seit bekannt ist, dass der schwerkranke, im Rollstuhl sitzende Bouteflika nochmals für das Präsidentenamt am 18. April kandidieren will, gehen Hunderttausende Menschen in Algerien friedlich auf die Strasse.
Die Polizei verhaftete 15 Journalisten, darunter auch drei Auslandskorrespondenten.
Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen belegt Algerien Platz 136 von 180 Ländern.
Derweil lässt sich Bouteflika, der kaum noch sprechen kann, in Genf behandeln, was bezeichnend für die Gesundheitsversorgung in Algerien sei, schreibt Syndicom.