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Was war das unheimliche Geräusch aus dem Polarmeer?
- Dienstag, 29. März 2016, 16:34 Uhr
Jedes Jahr im Winter hört man die merkwürdigen pulsierenden Töne – in regelmässigen Intervallen von exakt 3,1 Sekunden. Es ist sogar das häufigste Geräusch, das Forscher im antarktischen Ozean aufgenommen haben. Und dennoch dauerte es über 50 Jahre, bis sie heraus fanden, woher die Klänge kamen.
Woher bloss kam dieses mysteriöse Geräusch?
Als es vor rund 50 Jahren erstmals von U-Booten im südlichen Ozean aufgenommen wurde, dachte man, es seien die Ortungssignale anderer U-Boote oder deren geheime Botschaften. Aber die Theorie hatte einen Haken: Das Geräusch wurde besonders häufig in der Antarktis, südlich des 60. Breitengrades registriert – Kriegsfahrzeuge sind hier aber verboten.
Waren es also Fische? Auch diese Theorie konnte nie bestätigt werden. Dafür hatte das Geräusch bald einen Spitznamen: «Bio Duck», weil es sich anhört wie das Quaken einer Ente.
Erst 2013 fand ein Forscherteam heraus, dass der pulsierende Bio-Duck-Sound von Zwergwalen stammt. Die Fachleute hatten an zwei Exemplaren der Spezies kleine Unterwasser-Mikrophone angebracht, die den Wasserschall in elektrische Spannung verwandeln.
So konnten sie nachweisen, dass die Zwergwale die Töne immer nahe an der Wasseroberfläche produzierten, kurz bevor sie zu einem Nahrungsgang abtauchten. Aus welchem Grund? Das ist weiterhin unklar.
Weitere Rätsel warten
Die Unterwasser-Klangexperten haben schon das nächste Klangrätsel auf dem Tisch. «Es ist ein extrem langes Geräusch und sehr laut» – so beschreibt die Meeresbiologin Ilse van Opzeeland den extrem tiefen, fast unheimlichen Ton.
Opzeeland vermutet, dass ein Eisberg zu hören ist, der sich auf dem Boden verschiebt. Aber Beweise haben sie und ihre Kollegen noch nicht gefunden.
Antarktische Ozean-Akustiker
Mit hochempfindlichen Mikrophonen zeichnen sie Unterwasserklänge im südlichen Polarmeer auf. Alle zwei Jahre werden die Geräte eingesammelt. Die Forscher isolieren die aufgezeichneten Geräusche, zerlegen sie in ihre Frequenzen und analysieren dann ihre Schallquellen. Damit wollen sie mehr über das Verhalten der Tiere des Polarmeeres erfahren.
Sendungsbeitrag zu diesem Artikel
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PALAOA- Der mysteriöse Klang des Meeres
Aus Einstein vom 31.3.2016
Mit Hilfe von hochsensiblen Mikrofonen horchen Wissenschaftler ins antarktische Meer. Was sie hören ist nicht die unendliche Stille, sondern ein ohrenbetäubender Dschungel aus geheimnisvollen Geräuschen. Die Meeresforscher sind dabei, den Klang des Meeres zu entschlüsseln. Dabei begegnen sie mitunter dem lautesten permanenten Geräusch der Erde: dem Chor der Blauwale.