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Eine kleine Rundreise zu den Leuchtürmen Nordamerikas
Faszination Leuchttürme
Wann und wo der erste Leuchtturm erbaut wurde, ist heute nicht mehr nachzuvollziehen, denn die Geschichte der Leuchttürme kann nicht mehr genau zurückverfolgt werden. Allerdings gab im östlichen Mittelmeer schon vor über 2000 Jahren Leuchtfeuer und Leuchttürme, um auch in schwierigen Wetterverhältnissen den sicheren Weg in den Hafen zu finden.
Überlieferungen von antiken Leuchttürmen die um ca. 300 v. Chr. entstanden sprechen vom Koloss von Rhodos und vom Leuchtturm in Alexandria. Ob der Koloss wirklich als Leuchtfeuer diente ist nicht sicher, der ägyptische Leuchtturm wurde hingegen erst 1303 in einem Erdbeben zerstört.
Leuchttürme wurden bei der Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents unabdingbar, war die See doch häufig rau und der Seeweg die einigste Transportroute für die so wichtigen Güter für die „Neue Welt“.
Peggy‘s Point Leuchtturm, Novo Scotia, Kanada
Der Peggy‘s Point Leuchtturm in Peggy‘s Cove ist wohl der meist fotografierte Leuchtturms Kanadas. Sein Ruhm erstreckt sich über die kanadische Grenze und verdankt seine Bekanntheit auch der Tatsache, dass er 1992 auf der kanadischen 25 Cent Münze abgebildet war. Er markiert die östliche Einfahrt in die St.-Margareten-Bucht. Umgangssprachlich hat sich auch der Name Peggy‘s Cove Leuchtturm eingebürgert nach dem gleichnamigen Dorf. Der weisse 15 Meter hohe Turm besitzt eine achteckige rote Metallkanzel. Der jetzige Leuchtturm ersetzte die 1868 gebauten hölzernen Turm im Jahr 1915. Während des Zweiten Weltkriegs diente der Leuchtturm von Peggy‘s Cove den kanadischen Streitkräften als Radiostation.
Lobster Cove Head Leuchtturm, Neufundland, Kanada
Der Lobster Cove Head Leuchturm befindet sich im Gros Morne Nationalpark an der Westküste Neufundlands in Kanada und markiert die nördliche Seite der Boone Bucht. Bis Ende der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts wurde in dieser Gegend ein Leuchtfeuer von den Fischern betrieben. Die umliegenden Siedlungen spendeten pro Kopf ein ca. einen halben Liter Öl pro Woche, damit der die Fischer die Leuchtfeuer in ihren Häusern unterhalten konnten. 1898 war es dann soweit, der neue eiserne, weiss gestrichene Leuchtturm wurde in Betrieb genommen. Der eiserne Turm wurde mit dem Haus des Leuchtturmswächters verbunden, die Kerosinlampe sendete alle 2.5 Sekunden ein Signal aus. 1969 wurde der Leuchtturm automatisiert und der letzte Leuchtturmswächter wurde 1970 pensioniert. Das Gebäude gehört heute dem Nationalpark Gros Morne.
Cape Spear Leuchtturm, Saint John‘s, Neufundland, Kanada
Nur wenige Kilometer südöstlich von Saint John‘s, am östlichsten Punkt des nordamerikanischen Kontinents, steht Neufundlands zweitältester Leuchtturm. Erbaut wurde er 1835 und ein Jahr später in Betrieb genommen. Der Leuchtturm ist ein quadratisches Gebäude mit einem Turm in der Mitte. 1878 wurde ein Nebelhorn installiert. Cape Spear gewann an zusätzlicher Bedeutung während des Zweiten Weltkrieges. Ein Bunker, den man besichtigen kann erzählt von dieser Zeit. Beindruckend an Cape Spear, ist neben dem Leuchtturm, der heute den Status der „National Historic Site“ trägt, die Aussicht – bei schönem wie bei stürmigen Wetter
West Quoddy Head Leuchtturm, Maine, USA
Der West Quoddy Head Leuchtturms ist der einzigste rot-weiss gestreifte Leuchtturm in den USA. Er befindet sich im Quoddy State Park an der östlichsten Stelle des des US amerikanischen Festlandes. Der erste Leuchtturm wurde bereits 1808 errichtet auf Anordnung von President Thomas Jefferson. Der heutige 15 Meter hoheTurm wurde 1857 errichtet und 1858 in Betrieb genommen.