Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03647.jsonl.gz/2537

Band III der chronologisch aufgebauten Edition umfasst verschiedene kleinere theologische, autobiographische und pädagogische Schriften, die Lavater nach Berufseintritt 1769 als zweiter Pfarrer am Zürcher Waisenhaus verfasste. Lavater befand sich in einer geistigen Umbruchsituation. Im aufklärerischen Streben nach Vollkommenheit und Glückseligkeit des Menschen wurden ihm zunehmend die Bibel und Christus wichtig. Die neugewonnenen Auffassungen versuchte er durch seine Schriften zur Diskussion zu stellen; so erstmals mit dem Traktat «Drey Fragen von den Gaben des Heiligen Geistes».
Die Briefe von Herrn Moses an Mendelssohn und Joh. Casp. Lavater dokumentieren die als «Bekehrungsstreit» bekannt gewordene Kontroverse Lavaters mit dem Berliner Philosophen. Durch die in dieser Edition erstmals publizierten Korrespondenzen kann sie differenzierter als bisher verstanden werden. Die erbauliche Schrift «Nachdenken über mich selbst» stellt eine Vorstufe von Lavaters berühmt gewordenem «Geheimen Tagebuch» dar. Schliesslich enthält der Band zwei pädagogische Schriften: «Einige Briefe über das Basedowsche Elementarwerk» von Isaak Iselin und Joh. Casp. Lavater waren Teil von Lavaters Werbe- und Geldsammlungskampagne für den Aufklärer und Philanthropen Johann Bernhard Basedow. Mit dem «Christlichen Handbüchlein für Kinder» lieferte Lavater einen frühen Beitrag zur Kinder- und Jugendliteratur.
Details
Seitenanzahl: 560
Format 12.5 x 21 cm
Buch, Leinengebunden
ISBN: 978-3-85823-961-7
Erscheinungsdatum 01.05.2002
«Die hervorragend edierte und kommentierte Neuausgabe seiner ausgewählten Werke zeigt, dass Lavater ein vielseitiger und faszinierender Intellektueller von europäischer Ausstrahlung war.» Manfred Papst, Bücher am Sonntag, 28. August 2011
«Text und Kommentar zeigen einmal mehr und eindrücklich das geistige Netzwerk, in das Lavater und seine Schriften einzuordnen sind.» Germanistik, 2011-Band 52-Heft 1-2