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Haus „Zum Mühlebach“, Zeughausstrasse 73
Zeughausstrasse 73
8400 Winterthur
Das zweigeschossige Wohnhaus mit flachem Walmdach wurde 1820 erstellt. Seit 1864 ist auf der südöstlichen Stirnseite ein eingeschossiger Anbau angefügt. Die repräsentative Nordwestfassade mit dem Mittelrisaliten, der im Obergeschoss gekuppelte Rundbogenfenster aufweist und dem flachen Giebeldreieck mit Korbbogenfenster gibt dem Haus sein klassizistisches Gepräge.
Das alte, herrschaftliche Zweifamilienhaus „Zum Mühlebach“ stammt aus dem Jahre 1820. Es war eines der ersten Privathäuser südlich ausserhalb der Altstadt (zuvor standen hier nur Gewerbebetriebe, vornehmlich Mühlen). Erbaut wurde es durch den Architekten H. U. Liechti. Der Hausname bekam es durch den Eulachkanal, der die Vögelimühle in unmittelbarer Nachbarschaft angetrieben hatte. 1852 kam das Haus in den Besitz von J.J. Spiller und 1842 wurde das Gebäude mit einem Anbau vergrössert. Die Stadt erwarb die klassizistische Villa 1939 von den Erben des Johann Jakob Spiller, alt Gerichtspräsident, zum Preise von Fr. 70‘000.00 inklusive 2‘159 m2 Land an der Zeughausstrasse. Der Kauf wurde damals mit der Verbreiterung der Zeughausstrasse und zur Arrondierung des städtischen Grundbesitzes (Kasernenareal) begründet.
Während rund 25 Jahren diente das Erdgeschoss als Offiziersunterkunft, während die 3-Zimmerwohnung im 1. Stock privat belegt war. 1983 wurde die Liegenschaft komplett saniert und im Erdgeschoss Büros der städtischen Verwaltung (zuletzt Forstamt) eingerichtet. Diese wurden mit dem Bezug des Superblocks 2015 frei. Das Haus, das als kommunales Inventarobjekt eingestuft ist, wurde in den Innenräumen wiederum saniert. Es entstanden zwei stilvolle Wohneinheiten in unmittelbarer Altstadtnähe. Die Erdgeschosswohnung besitzt einen lauschigen Gartenanteil, während diejenigen im Obergeschoss eine wunderschöne, von der Zeughausstrasse abgewandte grosse Terrasse zugeteilt ist. Für die Sanierungsarbeiten war Walser Zumbrunn Wäckerli Architektur GmbH zuständig.