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Zu alt zum Arbeiten, zu jung zum Sterben, gerade richtig zum Reisen. ...........................................................................Too old to work, too young to die, just right to travel.
Heute reisten wir
von Ovalle nach Viña del Mar (299 km).
Heute war ein sonniger Tag mit blauem Himmel. Die Strasse führte meistens am Pazifik entlang (siehe Bild). Kurz bevor wir unser Ziel erreichten, wollten wir einkaufen gehen. Der Supermarkt, der auf Google Maps eingezeichnet war, existierte nicht. Wir
haben aber ein grosses Einkaufszentrum mit einem Supermarkt gefunden, in dem wir alles kaufen konnten, was wir brauchten.
Heute reisten wir
von Caldera nach Ovalle (505 km). Heute waren viele Dinge anders, als die letzten Tage. Erstens war der Himmel bedeckt. Zweitens war die Temperatur nie über 20 ℃. Drittens sehen wir immer mehr Vegetation, je südlicher wir reisen. Es scheint, dass das Klima jetzt anders ist. Wir sind jetzt im
Herbst in der südlichen Hemisphäre. Wir hoffen, dass wir den südlichsten Punkt unserer Reise noch vor dem Ausbruch des Winters erreichen. Heute haben wir die erste grössere Stadt in Chile durchquert. Sie heisst La Serena und ist zusammengebaut
mit Coquimbo. Ein Teil dieser Stadt zeigt das angehängte Foto. Es scheint eine religiöse Stadt zu sein. Die Kirche steht auf dem besten Platz der Stadt und das riesengrosse Kreuz auf dem anderen Hügel.
Heute reisten wir von Antofagasta nach Calera (508 km). Wir fuhren den ganzen Tag durch die Wüste. Zufälligerweise fanden wir die Skulptur «Mano del desierto» nur einige Kilometer ausserhalb von Antofagasta an der Ruta 5 (siehe Bild). Ich sah viele Bilder von dieser Skulptur, wusste aber nicht wo sie steht. Wir hatten Glück, dass wir sie von der Strasse aus gesehen haben. Die Strasse scheint sehr gefährlich zu sein. Wir sahen fast alle 100 Meter einen Gedenkaltar für jemanden, der hier tödlich verunglückte. Und wir sahen viele Autowracks neben der Strasse liegen. Wir erreichten unser Ziel aber ohne Probleme. Wir fanden in Caldera einen schönen Supermarkt. Weil wir seit einigen Wochen keinen mehr gesehen haben, kamen wir in einen richtigen Kaufrausch. Und wir fanden hier einen grossen, gut ausgerüsteten und gut gewarteten Campingplatz. Wir fühlten uns ein wenig wie in den USA. Wir packten zum ersten Mal seit den USA unseren Grill aus und grillten uns Burger für das Abendessen. Es war sehr lecker.
Heute reisten wir von San Pedro de Atacama nach Antofagasta (338 km). Die Fahrt ging zuerst durch bergige und später durch wüstenartige Landschaften. In der Wüste war es dunstig. Ich erinnerte mich, dass diese Gegend eine Geschichte hat. Von 1879 bis 1884 spielte sich hier der Salpeterkrieg ab. Das Land gehörte damals zu Bolivien. Es gab hier grosse Salpetervorkommen, die von chilenischen Firmen abgebaut wurden. Eines Tages erhöhten die Bolivianer die Preise für den Salpeterabbau, entgegen einem bestehenden Vertrag mit Chile. Die Chilenen wollten diese Preiserhöhung nicht akzeptieren und eröffneten einen Krieg. Am Ende verloren die Bolivianer das Land mit all den wertvollen Mineralien. Heute gibt es hier die grösste Kupfermine der Welt und viele anderen Minen, die Chile einen hohen Gewinn einbringen. Und Bolivien verlor den Zugang zum Meer. Bolivien zahlte einen sehr hohen Preis für seine Gier. Auch heute noch trauert Bolivien dem Meerzugang nach. Evo Morales reichte vor einigen Jahren eine Klage beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag ein. Er wollte den Meerzugang zurück haben. Das Gericht entschied aber gegen Bolivien. Das Bild ist vom Campingplatz aus gemacht, welcher in Süden von Antofagasta liegt. Wir sind wieder am Pazifik. In der Ferne kann man die ersten Häuser von Antofagasta erkennen.
Heute blieben wir in San Pedro de Atacama. Wir mussten schon um 4 Uhr aufstehen, weil wir an einer Tour zu den Geysiren von El Tatio teilnahmen. Man muss diese Geysire im Morgengrauen sehen. Das Geysirfeld von El Tatio
ist das drittgrösste auf der Welt. Das grösste ist im Yellowstone Nationalpark in den USA. Das zweitgrösste befindet sich in Russland. Diese Geysire stossen aber giftige Dämpfe aus, was das besichtigen schwierig macht. In El Tatio gibt
es zirka 150 Geysire auf einer Höhe von 4200 Metern, welche heisses Wasser mit 86 °C oder Wasserdampf ausstossen (siehe Bild). Einige Geysire spritzen das Wasser bis 2 Meter hoch und die Wasserdampfsäulen ragen 20 Meter in die Höhe.
Es ist schön und interessant diese Geysire zu sehen. Am Mittag waren wir bereits zurück in San Pedro. Damit hatten wir nochmals einen ruhigen Nachmittag und konnten einige Arbeiten verrichten.
Heute blieben wir in San Pedro de Atacama. Wir mussten um 6 Uhr aufstehen, weil wir an einer Tour teilnahmen. Es gibt einen See in der Nähe, an dem man Flamingos sehen kann. Katharina wollte diese Flamigos sehen. Wir waren als erste Gruppe am See und haben viele Flamingos beobachten können. Später flogen die Flamingos auf die andere Seite des Sees, so dass sie für spätere Gruppen kaum sichtbar waren. Dann fuhren wir auf das Hochplateau, auf eine Höhe von 4100 Metern. Hier gibt es schöne Seen vor Vulkanen (siehe Bild). Und wir haben hier viele Vinkunias, eine wilde Art von Lamas, gesehen. Um 14.30 Uhr waren wir wieder zurück in San Pedro. So konnten wir es am Nachmittag ruhig nehmen und einige Besorgungen erledigen.
Heute reisten wir von Humahuaca in Argentinien nach San Pedro de Atacama in Chile (479 km). Die ersten 68 km von Humahuaca nach Purmamarca waren sehr schön. Auf beiden Seiten der Strasse gibt es schöne Berge
in verschiedenen Farben und Formen. Der Höhepunkt war in Purmamarca. Hier gibt es einen wunderbaren, farbenfrohen Berg (siehe Bild). Von hier an fuhren wir auf dem Jamapass. Dieser ist 411 km lang und steigt bis auf eine Höhe von 4800 Metern. Unser
Ziel war es, auf der Passhöhe zu übernachten. Aber wir kamen sehr schnell voran und waren bereits um 16 Uhr dort. Hier ist auch die Grenze zu Chile. Deshalb entschieden wir uns, weiter nach San Pedro de Atacama zu reisen. Die Grenzformalitäten
waren ziemlich einfach. Ausser, dass die Chilenen wollten, dass wir den ganzen Stauraum ausräumen und alles sehr genau kontrollierten. Aber sie konnten nichts finden, was sie beanstanden konnten. Nach San Pedro de Atacama ware es nochmals 190 km. Die
Fahrt über den Pass war wunderbar. Es war das beste Wetter, die Strasse war in sehr gutem Zustand und wir sahen 5 Salzseen und viele schöne Berge. Wir erreichten San Pedro de Atacama um 20 Uhr beim letzten Tageslicht.
Heute reisten wir von Tupiza in Bolivien nach Humahuaca in Argentinien (251 km). Zuerst reisten wir durch bergiges Land entlang des Rio Grande (siehe Bild). Einige Kilometer später wurde das Land flach. Hier mussten
wir die Grenze überqueren. Weil sehr viele Leute von Bolivien nach Argentinien reisten, benötigten wir für die Zollformalitäten ca. eine Stunde. Die administrativen Dinge funktionierten aber problemlos. Und wir verloren eine weitere Stunde,
wegen dem Zeitunterschied zwischen Bolivien und Argentinien. Dann fuhren wir für einen grossen Teil des Weges wieder durch flaches Land. Aber dann wurde es wieder gebirgig. Die Berge hatten rote Farben und es hatte wieder viele Kakteen. Das erinnerte
mich schon wieder an Arizona!
Heute, nach einer zweiten sicheren Nacht vor der Militärkaserne, reisten wir von Uyuni nach Tupiza. Eigentlich wollten wir von Uyuni direkt nach Chile fahren. Aber die einzige Strasse ist nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahrbar. Deshalb müssen wir einen Umweg über den Norden von Argentinien fahren. Die Fahrt nach Tupiza führte durch bergige Landschaften. Die Felsen haben verschiedene Farben, was darauf hindeutet, dass verschiedene Mineralien im Boden zu finden sind. Wir sahen auch einige aktive und verlassene Minen. Das Bild zeigt, wie man hier die Strassengebühr eintreibt. Die Leute sperren die Strasse mit einem Seil. So muss man anhalten und zur blauen Hütte gehen, um zu bezahlen. Dann kann man weiterfahren. Heute mussten wir wieder 10 km auf ungeteerten Strassen fahren. Auch die Strasse auf dem Bild, war nicht perfekt.
Wir hatten eine gute und sichere Nacht vor der Militärkaserne. Das Armeemusikspiel weckte uns um 7.30 Uhr. Heute nahmen wir an einer Tour auf den Salar de Uyuni (Uyuni Salzsee) teil. Das ist der grösste Salzsee
der Welt. Er ist 110 x 120 km gross. Die Salzschicht auf dem See ist ca. 2 Meter dick. Wir fuhren mit einen Geländewagen etwas auf den See hinaus und machten den ganzen Tag verschiedenste Fotos. Bevor wir auf den Salzsee fuhren, haben wir noch den
Zugsfriedhof besucht, welcher sich etwas ausserhalb von Uyuni befindet. Es gibt eine Zugsverbindung an die chilenische Küste. Es gibt Personenzüge, aber meistens wird Borax nach Chile gebracht. Die ausrangierten Lokomotiven und Wagen werden einfach
auf dem Friedhof abgestellt und verrotten hier. Das Bild zeigt, wie auf den Salzsee Salz abgebaut wird.
Heute reisten wir von Sucre nach Uyuni (361 km). Der Plan für heute war, nach Potosi zu fahren und dort zu übernachten. Aber das Hotel, das wir vorgesehen hatten, hatte keine freien Zimmer. Wir hatten auch Informationen über zwei Parkplätze, auf denen Wohnmobile parkieren können. Wir konnten diese Parkplätze aber nicht finden. Potosi liegt an einem Hang. Alle Strassen sind steil und eng. Es war nicht einfach hier mit unserem Wohnmobil umherzufahren. Wir entschieden deshalb weiter nach Uyuni zu fahren. Potosi ist ein interessanter Ort. Hier betrieben die Spanier die grösste Silbermine in Südamerika. Viel vom Reichtum der Spanier, kam von hier. Auch heute noch findet man in den Minen Silber und andere Metalle. Die Spanier betrieben hier auch eine Münzanstalt. Diese wollte ich besichigen, was leider durch unsere schnelle Abreise verunmöglicht wurde. Nach Uyuni waren es noch weitere 200 km. Wir fuhren durch schöne Landschaften und sahen tausende Lamas. Wir erreichten Uyuni beim Einnachten. Das Hotel, in dem wir übernachten wollte war zu teuer für uns. Wir campieren deshalb auf der Strasse vor einer Militärkaserne. Die Wache der Kaserne hat uns das erlaubt. Es gab auch noch andere Wohnmobile in dieser Strasse. Wir hoffen, die Armee wacht über uns und wir werden eine sichere Nacht verbringen. Das Bild zeigt Potosi und den Berg, aus dem all das Silber kam.
Heute hatten wir einen gemütlichen Tag in Sucre. Wir besichtigten die Altstadt. Sucre ist die zweite Hauptstadt von Bolivien. Das Bundesgericht ist hier. Sucre wird auch die «Weisse Stadt» genannt. Fast alle Gebäude in der Stadt sind weiss. Um 17 Uhr fing es an zu regnen. Wir gingen deshalb zu einem frühen Nachtessen. Nach dem Nachtessen gab es keinen Regen mehr und wir kamen trocken zum Campingplatz zurück. Das Bild wurde auf dem Rückweg zum Campingplatz gemacht. Es gibt immer noch dunkle Wolken über Sucre. Später hat es darum wieder geregnet.
Heute reisten wir von Cochabamba nach Sucre (342 km). Die Strasse führte auf dem ganzen Weg durch hüglige Landschaften. Manchmal sah es aus wie in Arizona (USA) mit roten Felsen und Kakteen. Das Wetter war schön und sonnig. In Cochabamba war die Temperatur 22 °C. Auf dem Weg kletterte sie auf 38 °C. Als wir in Sucre ankamen, war die Temperatur wieder auf 25 °C gesunken. Sucre liegt auf 2800 Metern. Am Abend wegte ein Sturm über Sucre mit starkem Regen, Donner und Blitzen. Als wir nach dem Abendessen in der Stadt zum Campingplatz zurück gingen, wurden wir klatschnass. Dann gingen alle Lichter aus. Es dauerte etwa eine Stunde bis die Elektrizität wieder funktionierte. Das Bild zeigt eine Landschaft, durch die wir heute fuhren.
Heute reisten wir von La Paz nach Cochabamba (379 km). Zuerst mussten wir vom Campingplatz auf 3300 Metern steil aufwärts auf das Hochplateau auf mehr als 4000 Meter steigen. Dann mussten wir einen grossen Markt durchqueren, der sich auf beiden Seiten der Strasse ausdehnte (siehe Bild). Der Verkehr war hier sehr langsam. Nachher hatten wir eine langweilige Fahrt auf dem Hochplateau für mehr als 200 Kilometer. Nachher führte die Strasse in die Berge. Nun war die Fahrt etwas interessanter. Kurz bevor wir Cochabamba erreichten, mussten wir durch eine Barrikade fahren. Die Protestierer hatten grosse Steine und kleine Feuer auf der Strasse plaziert. Ich weiss nicht für oder gegen was protestiert wurde. Der amtierende Präsident Evo Morales wurde durch solche Barrikaden bekannt. Jetzt will er die Verfassung ändern, damit er eine vierte Amtszeit als Präsident haben kann. Es wurde eine Abstimmung abgehalten, bei der das Volk gegen die Änderung der Verfassung war. Aber Evo Morales will die Verfassung trotzdem ändern. Das könnte der Grund für die Barrikade sein.
Heute besichtigten wir La Paz zusammen mit Gerd, einem Deutschen, der seit 37 Jahren in dieser Stadt lebt. Der Campingplatz liegt im niedrigsten Stadtteil von La Paz (3300 Meter). Hier ist es wärmer, als in den höher gelegenen Stadtteilen. Deshalb leben hier die reicheren Leute. Wir fuhren mit einem Taxi zur nächsten Station der Hochseilbahn. Heute verbinden einige Linien dieser Hochseilbahn die verschiedenen Teile der Stadt. Wir fuhren zum höchstgelegenen Stadteil, der über 4000 Metern liegt. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt. Dann fuhren wir ins Zentrum der Stadt. Übrigens wurde diese Hochseilbahn von einer österreichischen Firma und die Kabinen von einer Schweizerfirma gebaut. In Europa werden solche Bahnen in den Bergen, vor allem zum Skifahren gebraucht. Es ist aber eine gute Idee, solche Hochseilbahnen in Städten zu verwenden, um die Leute von den immer verstopften Strassen wegzubringen. Im Zentrum der Stadt haben wir das Regierungs- und das Parlamentsgebäude und viele andere Orte besichtigt. Gerd konnte uns die Geschichte von La Paz und Bolivien und die Politik im Lande sehr gut erklären. Wir lernten heute sehr viel über La Paz und Bolivien.
Heute blieben wir auf den Campingplatz und verbrachten einen gemütlichen Tag. Wir organisierten eine Besichtigungstour durch La Paz für morgen und planten unsere Reise durch Bolivien. Das angehängte Bild entstand gestern als wir durch La Paz fuhren. Manchmal stoppte der Verkehr und ich war in der Lage einige Fotos zu machen. Das Bild zeigt, welche traditionelle Keidung die Frauen hier tragen.
Heute reisten wir von Puno in Peru nach La Paz in Bolivien (286 km). Zuerst mussten wir die Grenzformalitäten an der Grenze zwischen Peru und Bolivien überstehen. Alles ging sehr einfach. Wir benötigten keine halbe Stunde dafür. Dann hielten wir in Copacabana. Wir benötigten bolivianisches Geld. Wir fanden einen Geldautomaten und konnten das Geld beschaffen. Dann mussten wir etwas essen, da wir Puno ohne Frühstück verlassen haben. Wir wollten früh am Zoll sein und wussten nicht, wie lange die Formalitäten benötigen. Zudem verloren wir eine Stunde Zeit wegen dem Zeitunterschied zwischen Peru und Bolivien. Dann mussten wir ein Fähre über einen Arm des Titicacasees nehmen (siehe Bild). Später erhielt ich die erste Busse auf unserer Panamericana-Reise. Ich fuhr 100 km/h anstatt 80 km/h. Ich bin bis jetzt immer so schnell auf Autostrassen gefahren. Es scheint, dass die bolivianische Polizei strenger kontrolliert. Dann mussten wir durch La Paz fahren. Die Strassen sind sehr verstopft und von allen Seiten wird hineingedrängelt. Wir kamen ohne Probleme hindurch. Aber wir brauchten viel mehr Zeit als geplant. Als wir unser Ziel erreichten war es bereits dunkel. Wir sind hier auf dem Campingplatz des Hotels Oberland. Dieses wurde von einem Schweizer gebaut und geführt. Erst letztes Jahr hat er es an jemanden aus Bolivien verkauft. Hier haben wir einige andere Reisende getroffen und mit ihnen zusammen ein gutes Schweizer-Nachtessen gehabt.
Nach einer sicheren und ruhigen Nacht gingen wir heute die Uros-Inseln besuchen. Das Wohnmobil liessen wir im sicheren Campingplatz und nahmen ein Taxi nach Puno (13 km). Hier buchten wir eine Tour zu den schwimmenden Inseln des Uros-Volkes. Das Boot brauchte etwa eine halbe Stunde, um die schwimmenden Inseln zu erreichen. Dieser Ort ist einmalig. Erstens ist der Titicacasee der grösste Süsswassersee in Südamerika. Zweitens ist der Titicacasee der höchtgelegene schiffbare See der Welt. Er liegt auf 3810 Metern. Drittens sind das die schwimmenden Inseln der Uros. Diese mussten vor langer Zeit vor Eindringlingen fliehen. Sie versteckten sich im Schilf des Titicacasees. Der See ist hier seicht und nur zwischen 2 und 10 Meter tief. Später begannen sie aus dem Schilf Inseln, Häuser und Boote zu bauen. Die Uros leben auf diesen Inseln vom Fischfang und der Vogeljagd. Heute sind die Touristen die wichtigste Einnahmequelle. Heute haben die Uros auch moderne Sachen wie Toiletten, Duschen, Fernseher und produzieren Elektrizität mit Sonnenkollektoren. Ich glaube mich zu erinnern, dass die Uros für Thor Heyerdal die Ra II aus Schilf gebaut haben, mit der er über den Atlantik gefahren ist. Die Uros bauen immer noch solche Boote und benutzen sie heute, um Touristen zwischen den Inseln zu transportieren. Wir machten auch so eine Bootfahrt mit.
Heute reisten wir von Arequipa nach Puno (323 km). Wir fuhren durch schöne Landschaften. Das Wetter war sehr wechselhaft. Wir hatten Sonne, Regen und auch Hagel. Als wir in Puno ankamen, hörte es auf zu regnen und ein Regenbogen entstand über der Stadt und dem Titicacasee (siehe Bild). Die Stadt sieht sehr sauber, aber arm aus. Wir wurden gewarnt, weil verschiedene Wohnmobile in dieser Stadt ausgeraubt wurden. Deshalb hielten wir in der Stadt nicht an. Wir parken auf einem Campingplatz 13 km ausserhalb von Puno in der Nähe des Titicacasees. Auch auf diesem Campingplatz wurde letztes Jahr ein Wohnmobil ausgeraubt. Ich hoffe, wir werden eine sichere Nacht verbringen!
Heute reisten wir von Chivay nach Arequipa (209 km). Wir kamen nach Chivay, weil es im Colcatal liegt. Hier gibt es einen Ort, an dem man Kondore in der Nähe fliegen sehen kann. Um das zu sehen, mussten wir früh aufstehen und ohne Frühstück and diesen Ort fahren (50 km). Wir haben gelesen, dass die Kondore zwischen 8 und 10 Uhr fliegen. Ich denke, das ist weil die Aufwinde zu dieser Zeit am stärksten sind. Kondore lieben es in den Aufwinden zu segeln und bewegen dabei ihre Flügel kaum. Wir waren von 9 bis 11 Uhr an diesem Ort und sahen viele Kondore fliegen. Es war ein wunderschönes Erlebnis. Dann reisten wir nach Arequipa. Zuerst mussten wir wieder auf 4900 Meter hochfahren und nachher wieder auf 2300 Meter hinunter. Wir erreichten Arequipa ziemlich früh und waren deshalb in der Lage heute noch das Stadtzentrum zu besichtigen. Das Bild zeigt einen Kondor in unserer Nähe fliegen.
Heute reisten wir von Espinar nach Chivay (268 km). Wir meinten wir müssten zuerst nach Areqipa fahren und von dort nach Chivay. Aber auf dem Weg fanden wir heraus, dass wir direkt nach Chivay fahren können. Weil wir gestern die richtige Strasse nicht finden konnten, fragten wir einige Leute. Schlussendlich mussten wir 2 Kilometer auf der schlechten Strasse fahren. Dann war die Strasse wieder perfekt. Zuerst fuhren wir auf dem Hochplateau, dann stiegen wir auf 4680 Meter hinauf und nachher hinunter nach Chivay auf 3630 Metern. Auf dem Weg hatten wir sehr schlechtes Wetter. Es hagelte, so dass die Strassen wie verschneit aussahen. Gegen Abend war das Wetter wieder gut. Das Bild zeigt die Landschaft bevor es nach Chivay hinunter ging.
Heute haben wir nach einer Woche Aufenthalt Cusco verlassen und reisten in die Richtung von Arequipa. Die Distanz nach Arequip ist zu weit für eine Tagesreise, deshalb übernachteten wir in Espinar (249 km). Die Fahrt ging für lange Zeit entlang eines Flusses in einem Tal. Dann reisten wir auf einen Hochplateau auf ca. 4000 Metern. Wir waren sehr früh in Espinar. Deshalb entschieden wir uns weiter zu fahren. Nach etwas 50 km standen wir vor einer sehr schlechten Strasse. Diese wollten wir nicht fahren und entschieden uns nach Espinar zurück zu kehren. Wir werden morgen nach der guten Strasse nach Arequipa suchen. Unsere Landkarten scheinen nicht mit der Wirklichkeit übereinzustimmen. Das führte zum entstandenen Problem. Das Bild zeigt die Laguna Langui, an welcher wir auf dem Hochplateau vorbeifuhren.
Heute haben wir den Tag auf dem Campingplatz verbracht. Wir mussten die Erlebnisse der letzten Tage verdauen und die nächsten Tage planen. Zudem haben wir unser Wohnmobil für die Weiterreise bereit gemacht. Am Abend gingen wir zu einem Aussichtspunkt, um das Angehen der Lichter in der Stadt zu beobachten und eine Reihe von Fotos zu machen. Das hier gezeigte Bild ist das beste dieser Reihe. Dann gingen wir zum Nachtessen in die Stadt hinunter.
Heute nahmen wir an einer geführten Tour zum Regenbogenberg teil. Als jemand, der sein ganzes Leben mit Farben zu tun hatte, wollte ich diesen Berg unbedingt sehen. Dafür mussten wir um 3.30 Uhr aufstehen. Der Treffpunkt war um 4.45 Uhr unten in der Stadt. Zuerst fuhren wir mit einem Kleinbus 1.5 Stunden. Hier wurde uns ein Frühstück serviert. Dann fuhren wir nochmals 1.5 Stunden bergauf bis auf eine Höhe von 4600 Metern. Von hier aus mussten wir auf den Winikunkaberg, der 5036 Meter hoch ist, wandern. Ich war das erste Mal in meinem Leben auf so einer Höhe. Es war nicht einfach auf den Berg zu wandern, weil das Atmen derart schwierig war. Manchmal konnte ich nur drei Schritte machen, bevor ich wieder eine Atempause benötigte. Aber schlussendlich stand ich auf dem Berg. Katharina schaffte es auch. Sie ritt auf einem Pferd einen Teil des Weges. Die Pferde dürfen aber nicht ganz nach oben gehen, deshalb musste sie den obersten Teil selber unter die Füsse nehmen. Als wir oben waren, war der Himmel mit Wolken bedeckt. Ich wartete bis die Sonne herauskam und die Farben zu leuchten begannen. Das war nur für 5 Sekunden der Fall. Aber ich denke, ich habe das gute Bild geschossen!
Heute sind wir in Cusco geblieben. Wir wollten einen gemütlichen Tag verbringen. Aber wir mussten auch unsere Wäsche machen. Weil die Waschmöglichkeit im Campingplatz sehr bescheiden ist, haben wir entschieden, die Wäsche zu einer Wäscherei in der Stadt zu bringen. Wir gingen sehr früh in die Stadt hinunter und brachten die Wäsche in die Wäscherei. Dann hatten wir unser Frühstück. Danach gingen wir einige Dinge einkaufen. Um zirka 14 Uhr haben wir gesehen, dass es eine Stadtbesichtigung gibt. Wir entscheiden diese mitzumachen und fuhren in einem oben offenen Bus in der Stadt herum. Etwas ausserhalb der Stadt besuchten wir ein Dorf, dessen Einwohner sich für die Nachkommen der Inkas halten. Ein alter Mann mache eine Kokablätterzeremonie mit uns. Die Zeremonie soll unsere Seelen reinigen und unsere Wünsche Wirklichkeit werden lassen. Das Bild zeigt den alten Man während der Zeremonie. Er hat das Kokagebräu nicht getrunken, sondern es für die Götter auf den Boden geleert. Ich hoffe, die Zeremonie hat eine gute Auswirkung für uns.
Heute besuchten wir Machu Picchu. Da wir in Agua Caliente übernachteten, mussten wir nicht früh aufstehen. Wir waren um 9 Uhr für den Bus nach Machu Picchu vorgesehen. Von 9.30 Uhr bis zum Mittag besichtigten wir mit einer Gruppe und einem Führer die Ruinenstätte. Danach blieben Katharina und ich noch zirka 2 Stunden alleine in Machu Picchu. Es ist ein sehr eindrücklicher Ort. Mit den Bergen rundherum entsteht eine majestätische Wirkung. Wir lernten hier wieder sehr viel über die Inkas. Dann nahmen wir den Bus nach Aqua Caliente hinunter. Hier mussten wir sehr viel Zeit vertreiben bis zur Zugsabfahrt um 20.20 Uhr. Wir gingen Kaffee trinken, Katharina ging zum Coiffeur, wir wanderten durch die Stadt, besuchten den Markt, hatten unser Nachtessen und dann war es Zeit für den Bahnhof. Der Zug brachte und zurück nach Ollantantambo. Hier stiegen wir in einen Bus um, der und nach Cusco brachte. Hier nahmen wir ein Taxi zum Campingplatz. Wir kamen um Mitternacht hier an. Es war ein schöner und interessanter Tag. Das Wetter war nicht perfekt. Es hatte keinen blauen Himmel, aber es war trotzdem ganz OK.
Heute starteten wir zu einer zweitägigen Tour nach Machu Picchu. Gestern in Moray mussten wir ein Eintrittsbillet kaufen, das sehr teuer war und die Besichtigung von vier Ausgrabungsorten beinhaltet. Gestern Abend
reklamierte ich bei unserem Touragenten. Da hatte er die Idee, unsere Reise nach Machu Picchu, die wir für übermorgen geplant haben, mit der Besichtigung von zwei Inka- runinenstätten zu kombinieren. Der Preis für diese Erweiterung war
sehr günstig. Deshalb besichtigten wir heute die Ruinenstätten von Pisaq und Ollantaytambo. Diese Besichtigungen waren sehr interessant. Am Abend nahmen wir den Zug von Ollantaytambo nach Agua Caliente. Hier übernachten wir in einem Hotelzimmer.
Das Bild zeigt einen Teil der Inkaruinenstätte von Pisaq.
Heute beteiligten wir uns an einer Tour nach Moray und nach Maras. Ich habe Bilder von Moray gesehen und wollte diesen Ort sehen. Ich war neugierig zu erfahren, für was diese kreisförmigen Terrassen den Inkas dienten. Die Erklärung war, dass diese Terrassen ein Laboratorium der Inkas war, um die beste Höhe und Form für den Anbau von Mais und Kartoffeln zu finden. Danach besichtigten wir die Salinen von Maras. Hier kommt ein kleines Rinnsal mit warmem und salzhaltigem Wasser aus dem Berg. Dieses Wasser wird zu mehr als 3000 Becken geleitet. Das Wasser verdunstet hier und das Salz kann geerntet werden. Die Saline gehört zu zwei Dörfern. Die Familien aus diesen Dörfern sind die Besitzer dieser Becken. Damit kann jede Familie Salz für den Eigengebrauch und für den Verkauf gewinnen. Man hat das schon vor der Inkazeit so gemacht. Damals wurde das Salz für Tauschgeschäfte verwendet. Zur Zeit ist Regenzeit, in der man kein Salz gewinnen kann, weil der Regen die Becken dauernd füllt, das Wasser somit nicht verdunstet und somit kein Salz kristalisieren kann.
Heute besichtigten wir Cusco. Heute ist Karneval in Cusco. Man feiert Karneval in dem man andere Personen nass macht oder sie mit Schaum aus der Sprühdose bekleckert. Natürlich bekam ich auch etwas Schaum
ab. Ich musste in die Nähe des Geschehens gehen, um Fotos zu machen (siehe Bild). Am Abend hatten wir Meerschweinchen zum Nachtessen. Wir wussten, dass man diese hier serviert und wollten sie versuchen. Man instruierte uns im Restaurant, dass man die
Meerschweinchen von Hand isst. Ich fühlte mich ein wenig wie ein Kannibale. Das Meerschweinchen war nicht schlecht. Es schmeckt etwa so wie Hühnchen. Wir hatten es nun einmal und werden nie mehr wieder Meerschweinchen essen. Es ist nicht viel Fleisch
an einem solchen Tier.
Heute blieben wir in Cusco. Ich musste unser Geld zählen und Rechnung bezahlen. Am Abend gingen wir in die Stadt hinunter, um einzukaufen und Abend zu essen. Das Bild zeigt das Zentrum der Altstadt von Cusco, die Plaza de Armas (Waffenplatz). Wir benötigen zirka 20 Minuten, um vom Campingplatz zur Plaza de Armas zu gelangen.
Heute reisten wir von Abancay to Cusco (192 km). Wir hatten eine gute Nacht in Abancay. Wegen der Wettersituation entschieden wir uns, heute nach Cusco zu fahren. Wir hatten aber nur für eine Stunde Regen. Dann
war das Wetter den ganzen Tag über gut. Die Fahrt war sehr interessant. Von 2600 Meter kletterte die Strasse auf 4000 Meter hoch und führte wieder auf 2000 Meter hinunter. Dann stieg sie wieder auf 3800 Meter hinauf. Die Landschaft war sehr wild,
wie das Bild es zeigt. In Cusco sind wir auf einem Campingplatz auf einem Hügel oberhalb der Stadt. Von hier haben wir eine schöne Sicht über die Stadt.
Neueste Kommentare
20.01 | 23:20
Hallo Mario,
Danke für deinen Kommentar. Ich denke oft an die Zeit mit dir in Lima. Uns geht es gut. Wir wohnen wieder in St. Gallen und können wegen Corona seit einem Jahr nicht mehr reisen. Bis bald
19.01 | 23:43
Hallo Erwin, wie geht es Dir und Katharina, ich hoffe gut. Bin nach langer Zeit in Deine Webseite gegangen und hier habt wirklich eine schöne Zeit als "Nomaden" verbracht. Wir bleiben in Kontakt.
26.09 | 11:47
Danke, dass euch unsere Band TEARS FOR BEERS am St.Gallerfest 2018 gefallen hat und wir es auf eure Homepage geschafft haben.
12.05 | 17:39
Danke für deine immer interessanten Berichte. Ich wünsche gutes Gelingen und einen starken Durchhaltewillen. En Gruess