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«Was in Panama passiert, bleibt in Panama»: Die Hoffnung derjenigen, die an der Gründung von 214 000 Briefkastengesellschaften in Mittelamerika beteiligt waren, erfüllt sich nicht. Im Gegenteil hat sich die Genfer Staatsanwaltschaft nun dazu entschieden, im Fall «Panama Papers» wegen Steuerhinterziehung und Verschleierung von Finanzgeschäften zu ermitteln.
«Wir haben uns dazu entschieden, gewisse Verfahren einzuleiten», meinte der Genfer Generalstaatsanwalt Olivier Jornot im Anschluss an die Medienkonferenz zur Jahresbilanz der Genfer Justizbehörden vom Donnerstag gegenüber der Zeitung «Le Temps».
Damit bestätigte Jornot die Recherchen eines weltweiten Journalistennetzwerkes zu den 214 000 Briefkastengesellschaften, die in Panama über die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca gegründet wurden. Beteiligt waren dabei in über 1200 Fällen auch Banken und Anwaltskanzleien aus der Schweiz und im Speziellen auch aus der Rhonestadt Genf.
Die Genfer Staatsanwaltschaft rund um Olivier Jornot dürfte in den nächsten Tagen damit beschäftigt sein, den Sachverhalt genauer zu ermitteln: Es gilt herauszufinden, wie viel Geld am Genfer Fiskus vorbei in Panama versteckt wurde und welche Geldgeber, Banken und Anwaltskanzleien aus Genf an den Firmengründungen beteiligt waren.