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An den Downhill-Weltmeisterschaften in Val di Sole gewinnt Myriam Nicole den Weltmeistertitel in überzeugender Manier. Camille Balanche holt mit Bronze die sechste Medaille für die Schweiz. Emilie Siegenthaler wird bei ihren letzten Weltmeisterschaften Zehnte. Im Rennen der Juniorinnen belegt die Schweizerin Delia Da Mocogno Platz fünf.
Bei ihren letzten Weltmeisterschaften belegt Emilie Siegenthaler den zehnten Rang. Sie absolviert die äusserst harte Abfahrt acht Sekunden schneller als im Qualifikationslauf und ist damit zufrieden. «Ich hatte eigentlich einen guten Lauf, hatte nur im schwierigsten Abschnitt etwas Mühe, bin mit meinem Rennen aber ziemlich zufrieden. Und wenn Camille noch einen guten Lauf runterbringt, ist Tag perfekt», sagt Siegenthaler, die bereits elf Mal in Val di Sole am Start war und nun für ihre Freundin mitfiebert.
Es ist die Französin Marine Cabirou, die auf der harten Strecke von Commezzadura in Val di Sole eine Spitzenzeit runterbringt. Sie verweist die bislang Führende Tahnee Seagrave um über fast fünf Sekunden auf Position zwei. Da vermag auch die nachfolgende Monika Hrastnik (SLO) nicht anknüpfen.
Camille Balanche zog sich bei einem Trainingssturz am selben Morgen eine Zerrung an der rechten Wade zu. Doch das hält die Schweizerin nicht davon ab, im Finallauf zur Titelverteidigung anzutreten. Als zweitletzte Fahrerin geht die Romande auf die Strecke, fährt sauber und gewohnt stark, liegt zwischenzeitlich auf Rang drei, holt in den schwierigen Abschnitten wieder auf und kommt als Zweitschnellste ins Ziel – eine Medaille hat sie nun auf sicher.
Nun geht Top-Favoritin Myriam Nicole auf die Strecke, hier wo die Französin einst ihr erstes Weltcup-Rennen gewann. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass sie hier ihren zweiten Weltmeistertitel holen will. Sie baut von Zwischenzeit zu Zwischenzeit ihr Vorsprung aus, fährt stellenweise am Limit und sichert sich damit den Weltmeistertitel. Die Bronzemedaille geht so an Camille Balanche.
«Phu, das Rennen war super hart, und ich wusste auch nicht was nach meinem Sturz drin liegt. Ich wollte trotzdem das Beste herausholen, und hatte sogar Spass im Rennen, selbst wenn es ein, zwei Mal haarig wurde. Mit meiner Bronzemedaille bin ich sehr zufrieden»
Vom Zeitfahr- aufs Donwhill-Bike
Egal ob Cross Country, Strasse oder Zeitfahren, die Schweizerin Delia Da Mocogno fühlt sich auf jedem Rad zuhause. Nun meldet die 17-Jährige auch im Downhill ihre Ambitionen an. An den Downhill-Weltmeisterschaften in Val di Sole fährt Da Mocogno ihr erst viertes Abfahrtsrennen, belegt in der Qualifikation Platz sieben und steigert sich im Hauptrennen auf den tollen fünften Rang.
«Eigentlich hatte ich nicht geplant Downhill zu fahren, doch das hat sich dann irgendwie ergeben. Wenn mir also jemand anfangs Saison gesagt hätte, dass ich die Downhill-WM fahren würde, hätte ich das wohl nicht ernst genommen. Das Rennen selbst war super cool, die Strecke einfach der Hammer», freut sich die Newcomerin über ihr erster WM-Einsatz.
Die Goldmedaille geht an die Bulgarin Izabela Yankova, Silber und Bronze an Kine Haugom aus Norwegen und Gracey Hemstreet aus Kanada.