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TCS MyMed
Autore: Mediscope
Endometriose bedeutet das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausserhalb der Gebärmutter. Diese verschleppten Zellen finden sich am häufigsten im Beckenbereich, in den Eierstöcken, in der Nähe der Gebärmutter und seltener auch in benachbarten Organen wie dem Darm oder der Blase. Vereinzelt wurden auch Endometriome in andern Organen gefunden z.B. in der Lunge, im Herz oder der Harnblase.
Diese verschleppten Schleimhautzellen machen die gleichen zyklischen, monatlichen Veränderungen durch wie in der Gebärmutter selbst. Der Unterschied ist, dass wie bei der Monatsblutung das Blut nicht nach aussen fliessen kann, sondern sich im Innern ansammelt.
Man nimmt an, dass ca. 20% der Frauen im gebärfähigen Alter an Endometriose leiden, die genaue Zahl ist jedoch nicht bekannt. Nur in wenigen Ausnahmefällen tritt die Endometriose nach den Wechseljahren auf. Die Krankheit ist eine der häufigsten Ursachen für Kinderlosigkeit.
Die Ursachen der Endometriose sind bis heute ungeklärt, obwohl die Krankheit schon 1861 von einem Arzt beschrieben wurde.
Es gibt verschiedene Theorien zur Entstehung der Endometriose: Zur Diskussion stehen der Rückfluss des Menstruationsblutes durch die Eileiter in den Bauchraum (retrograde Menstruation), erbliche Veranlagung, Fehlfunktionen des Immunsystems, die lokale Verschleppung der Schleimhaut bei Operationen an der Gebärmutter sowie die Ausbreitung der Endometriumzellen über Blut- und Lymphbahnen.
Eine andere Theorie besagt, dass sich ganz normale Zellen in endometriales Zellgewebe umwandeln (Metaplasie, Zellumwandlung). Was diese Umwandlung bewirkt, ist nicht bekannt. Vermutet wird eine Störung bereits im weiblichen Embyo.
Auch Umwelteinflüsse können einen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit haben. Man geht davon aus, dass es sich bei der Entstehung von Endometriose insgesamt um ein multifaktorelles Geschehen handelt.
Beschwerden, die auf eine Endometriose hindeuten können, sind unter anderem:
Weitere Beschwerden können durch die Endometriome verursachte Verwachsungen und Narben an anderen Organen enstehen.
Unsere Gesellschaft ist leider immer noch nur all zu leicht bereit, solche Beschwerden auf psychische Zustände der Frau zu schieben. In Wirklichkeit steckt aber eine im Laufe der Zeit zunehmende organische Erkrankung dahinter, die erst nach der Menopause wieder abnimmt.
Hochrechnungen haben ergeben, dass eine normal menstruierende Frau insgesamt während ca. 5 Jahren ihres Lebens unter solchen Schmerzen leidet.
Weil die Beschwerden der Endometriose sehr diffus sind, braucht es oft mehrere Untersuchungsanläufe, um die Diagnose sicher zu stellen. Bis dahin vergehen häufig viele Jahre.
Die Behandlung richtet sich nach dem Ort des Herdes, der Intensität der Beschwerden und der Frage, ob ein Kinderwunsch besteht oder nicht. Häufig empfiehlt der Arzt eine Kombination verschiedener Behandlungsformen.
Je nach Schwergrad der Beschwerden können verschiedene Hormone eingesetzt werden.
Vor einer operativen Massnahme wird meistens eine medikamentöse Therapie durchgeführt. Aber auch ein chirurgischer Eingriff schliesst eine medikamentöse Therapie nicht aus. Oft wird kombiniert behandelt.
Laparoskopie /Bauchspiegelung: Dieser relativ kleine Eingriff wird primär zur Diagnosesicherung gemacht. Gleichzeitig kann der Arzt kleinere Endomertrioseherde entfernen. Dies geschieht durch Wärme- oder Laserstrahlen.
Durch die Einnahme einer sich in der Schleimhaut festsetzenden Substanz vor der Operation können während der Laparoksopie mit Hilfe von blauem Licht auch noch so winzige Zellen aufgespürt und entfernt werden.
Laparotomie /Eröffnung der Bauchdecke: Diese Methode wird nur bei grösseren Endometrioseherden und bei Verwachsungen angewendet.
Eventuell muss bei Kinderwunsch eine künstliche Befruchtung (in vitro Fertilisation) erfolgen.
Nebst den klassischen medikamentösen und/oder chirurgischen Therapieformen kommen auch zahlreiche alternative Heilmethoden zur Anwendung. Die Wirksamkeit wird als sehr individuell angegeben. Im folgenden finden sie ein paar Methoden:
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