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Klassische Abenteuergeschichte
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Wer kennt nicht Romane wie „In 80 Tagen um die Welt“ oder „20.000 Meilen unter den Meeren“? Klassiker der Weltliteratur, von manchen fälschlicherweise als Kinderliteratur verkannt. „Die Jangada“ ist ein weitgehend (auch mir bisher) unbekannter Roman Vernes, dessen deutsche Übersetzung aus dem Jahre 1882 für diese Ausgabe überarb... Wer kennt nicht Romane wie „In 80 Tagen um die Welt“ oder „20.000 Meilen unter den Meeren“? Klassiker der Weltliteratur, von manchen fälschlicherweise als Kinderliteratur verkannt. „Die Jangada“ ist ein weitgehend (auch mir bisher) unbekannter Roman Vernes, dessen deutsche Übersetzung aus dem Jahre 1882 für diese Ausgabe überarbeitet und dem Originaltext dadurch angenähert wurde. Das Ergebnis ist, typisch für die „Andere Bibliothek“, ein optischer, haptischer und einfach ein Lesegenuss, der sowohl Freunde klassischer Reiseberichte als auch mehr naturwissenschaftlich-technisch interessierte begeistern kann. Ich habe die Reise der „Jangada“, den Amazonas hinab, lesend mitgemacht und bin dabei regelrecht in der Geschichte versunken. Schön dass dieses literarische Juwel wiederentdeckt wurde: Danke „Andere Bibliothek“!
Die Jangada
800 Meilen auf dem Amazonas
Beschreibung
Auf einem fantastischen Floss den Amazonas hinunter
Joam Garral ist Plantagenbesitzer und wird zum Kapitän der Jangada, seines aufwendig konstruierten Flosses, auf dem Platz für sein ganzes Gut mitsamt Kirche und Werkstätten ist.
Vor einem Vierteljahrhundert aus Brasilien geflohen, wo er als mutmasslicher Diamantenräuber irrtümlich zum Tode verurteilt worden ist, macht er sich in Begleitung seiner Familie auf die Reise von Peru am Oberlauf des Amazonas nach Belém in Brasilien an dessen Meeresmündung, um den Heiratswunsch seiner Tochter zu ermöglichen und sich selbst in Manaus vor Gericht zu rehabilitieren.
Ein schweigsamer und unheimlicher Passagier auf seinem Floss ist im Besitz eines Schriftstücks, das seine Unschuld beweisen könnte – doch im Tausch dafür fordert er die Hand von Garrals Tochter. Es ist ein chiffriertes Dokument, das – im Sinne Edgar Allan Poes – kryptologisch zu entziffern wäre, und womit der Roman einsetzt, ist der Schlüssel.
Die Jangada wäre jedoch kein Roman von Jules Verne’scher Qualität, wäre das packende Abenteuer auf Leben und Tod nicht verbunden mit der Erkundung der tropischen Natur und der Wunder des südamerikanischen Stroms, die die Flussfahrer auf 800 Meilen auf dem Amazonas begleiten.
„Jules Verne ist für Abenteuergeschichten bekannt, dafür wird er geschätzt, vielfach gelesen, gerne verfilmt und in der Literaturwissenschaft eher abgetan. Die „Jangada“ wurde jedoch seltsamerweise nur einmal ins Deutsche übersetzt, das war 1882, und seitdem nie wieder aufgelegt. Christian Döring, Programmleiter der Reihe „Die Andere Bibliothek“, stiess, passenderweise in der Bordbibliothek eines Passagierschiffes auf dem Amazonas auf eine französische Ausgabe und beschloss, diesen Band in seiner Reihe herauszugeben.
„Die Jangada“ … ist ein herrlicher Mantel- und Degen-Roman, in dem so schöne Sätze wie „So stirb, Elender!“ fallen können, ohne fehl am Platze zu sein.“
Geboren 1828 in Nantes. Er studierte Jura, schrieb aber bereits Theaterstücke und Erzählungen. Sein erster Erfolgsroman "Fünf Wochen im Ballon" erschien 1863. Seine grossen Romane waren von Anfang an Bestseller. Als neuer Mythenmeister und Klassiker ist er der Begründer der modernen Science-fiction-Literatur. Jules Verne starb 1905 in Amiens.