Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03607.jsonl.gz/603

Die 21-jährige Ostschweizerin gewann im Halbfinal 6:2, 3:6, 7:6 (7:3) gegen die Weltnummer 6 Jelina Switolina und trifft im Final am Samstag auf die Australian-Open-Finalistin Petra Kvitova aus Tschechien. Nach Aryna Sabalenka und Simona Halep bezwang Bencic, die mindestens in die Top 30 zurückkehrt, die dritte Top-Ten-Spielerin in drei Tagen - und das jedes Mal in drei Sätzen.
Unter den Augen von Roger Federer, der nächste Woche im arabischen Emirat beim ATP-Turnier im Einsatz steht, zeigte sich Bencic erneut nervenstark. Nach dem klar gewonnenen Startsatz führte sie auch im zweiten Durchgang mit einem Break 1:0, ehe Switolina der Schweizerin erstmals den Aufschlag abnahm und in der Folge besser ins Spiel kam.
Ein Break zum 3:5 brachte der Ukrainerin den Satzausgleich. Im entscheidenden dritten Satz war bis 3:3 alles ausgeglichen, ehe erneut Switolina zuschlagen konnte. Ab Spielmitte kam Bencic kaum noch zu Chancen beim Return. Mit dem Rücken zur Wand nahm sie der Osteuropäerin aber zum 5:5 gleich zu null den Aufschlag ab. Anschliessend konnte die in Wollerau im Kanton Schwyz wohnhafte Schweizerin bei 6:5 die ersten drei Chancen auf den Sieg nicht nützen.
Im Tiebreak lag Bencic jedoch vom ersten Punkt an in Führung. Nach knapp zwei Stunden verwertete sie ihren vierten Matchball zum nächsten Prestige-Sieg. Sie unterstrich damit ihre glänzende Verfassung am Anfang dieser Saison, wie sich auch Roger Federer live vor Ort überzeugen konnte. Der Basler spielt nächste Woche das ATP-Turnier in Dubai und gewann Anfang Jahr mit Bencic den Hopman Cup.
«Ich weiss zwar nicht, wie ich es geschafft habe», wunderte sich Bencic. «Aber ich bin immer fokussiert geblieben. Ich konnte kaum noch atmen, aber ich spielte fast schon automatisch.» Beim ersten Matchball habe sie eine grosse Chance vergeben, weil sie zu viel wollte. «Aber ich habe das richtige gemacht. Die Instinkte führen dich dann zum Ziel.»
Diese Instinkte funktionieren bei Bencic nach dem guten Saisonstart wieder hervorragend. Ihre Bilanz 2019 steht mittlerweile bei 13:3 Siegen. Zudem gewann sie Anfang Jahr mit Federer den Hopman Cup. Der Sieg gegen Switolina ist besonders hoch einzuschätzen. Der letztjährige Masters-Champion hatte in Dubai in den letzten zwei Jahren gewonnen und dabei 13 Siege in Folge gefeiert.
Verbessern könnte Bencic allerdings ihre Finalbilanz. 5 von 7 - und die letzten drei - hat die Schweizerin verloren. Einfach wird es am Samstag gegen Petra Kvitova nicht. Die Linkshänderin hat in drei Partien noch nie einen Satz gegen die Schweizerin verloren.