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Gebot 11:
Âtman sei der leitende Engel
Âtman bedeutet ‚die Seele, das Selbst‘. Wenn wir von Âtman geleitet werden, gestaltet sich unsere Lebensaktivität in optimaler Weise. Âtman ist der König. Jeder von uns ist der König – der König seiner Lebensaktivität. Nur wenn der König auf dem Thron sitzt, folgen die Minister, Generäle, das Kabinett und der königliche Mitarbeiterstab der vorgesehenen Ordnung und arbeiten für das Königreich. Falls der König nicht auf seinem Thron sitzt, hören die anderen nicht auf den Rat des Ministers. Der Thron ist der richtige Platz für den König. Er kann nicht auf einem niedrigeren Platz sitzen. Jede Seele ist ein Gottessohn und deshalb der König. Buddhi ist der Minister der Seele. Er ist auch der Berater. Seinen Rat gibt er in Übereinstimmung mit dem Gesetz. Er ist der königliche Priester, der den regierenden König führt. Das Denken der Seele ist der königliche Manager, der das Königreich nach den Anweisungen des Königs lenkt. Der König selbst empfängt den Rat des königlichen Priesters und Ministers. Die Seele ist der König. Buddhi, das Licht der Seele, ist der Ratgeber, Priester und Minister. Das Denkvermögen ist der General und Manager. Ihm sind die Sinne untergeordnet. Der Körper stellt die Arbeiter, das königliche Personal dar.
Dies ist die Organisation des Königs. Wenn die Seele ihren Wohnsitz im Denken einrichtet, ist es so, als würde sich der König auf die Ebene des Managers herabstufen. Er verliert seine Qualität des Seins und wird nur noch zu einem Handelnden. Die Qualität der Seele ist das Sein. Sie hat eine Organisation, die nach ihrem Willen arbeitet, und durch diese Organisation macht sie ihre Erfahrungen. Wenn die Seele jedoch im Denken wohnt, bedeutet dies, dass sie sich in ihrem Gewahrsein unterhalb von Buddhi eingeordnet hat. Dann bleibt Buddhi ungehört und das Denken dominiert. So wird die Seele zum Wünsche erfüllenden Tier. Wenn die Seele noch weiter herabsteigt, sind wir davon überzeugt, dass wir nur unser Körper sind. Körper, Sinne, Denken und Buddhi bilden die Organisation der Seele. Wir sollten die Seele bleiben und Aktivität ermöglichen. Doch wenn wir unseren ursprünglichen Status verlassen und herabsteigen, entschwindet das Wissen und Unwissenheit herrscht vor.
Die Seele – der Kopf der Organisation
Soul is the head of the organisation, called man. Soul is the descendent of the Super Soul. It is eternal. Its light is buddhi, which is the un-flickering light. Mind, senses and body are mutable and therefore light flickers there. Staying as soul in an association with buddhi, mind, senses and body should be utilised to fulfil the purposes of the soul.
If the master sits at the workers’ place, if he drinks and dances and engages in gambling, the workers no more see the master as their master. They try to use him for their programs. Instead of soul utilising the body, the body conditions the soul and tries to fulfil its needs, likewise the senses and mind. It is therefore necessary for the soul to preside over its organisation and not to get mixed with it. The soul can be friendly with its organisation. The friendliness cannot be mistaken by the organisation to disobey the soul. If the soul departs the entire organisation collapses. It is also true with organisations, which are held intact by true leaders who carry the quality of the soul. When they disappear the organisation collapses, unless someone in the meanwhile attains the quality of the soul.
The seat of the soul is in the pulsation. When the soul takes the seat of the pulsation the organisation lives. When the soul departs the organisation collapses. The students should therefore learn to sit on the throne of pulsation. As per needs, the soul can function through mind, senses and body. But when the work is done the soul needs to come back and take seat on the throne of pulsation. The king should have the habit of sitting on the throne to conduct the kingdom. If he forgets the throne, someone from the organisation will usurp it. When the throne is usurped the king has no place to sit and to rule. It is therefore necessary that the king always takes to the throne and rules.
The Pulsating Principle
„Wie kann man auf dem Thron sitzen?”, ist die Frage. Wie oben bereits dargelegt, stellt das pulsierende Prinzip den Thron dar. Wir sollten uns unbedingt mit ihm verbinden. Wenn wir uns regelmäßig mit dem Pulsierungsprinzip in uns verbinden, erkennen wir, dass wir im Grunde ein pulsierendes Wesen sind und als solches auch dann existieren, wenn das Denken, die Sinne und der Körper abwesend sind. Dann erkennen wir, dass wir nicht unbedingt beim Denken, den Sinnen und beim Körper bleiben müssen, sondern uns beim Pulsierungsprinzip festmachen können. Das Denken, die Sinne und der Körper ruhen, wenn sich die Seele mit dem Pulsierungsprinzip vereint hat. Zwischen zwei Handlungen oder zwei Gesprächen kann sich die Seele mit dem Pulsierungsprinzip verbinden. Während wir uns ausruhen, wäre es für uns sehr gut, wenn wir uns dabei mit dem pulsierenden Prinzip verbinden. Dieses Prinzip wird auch die ewige Musik der Seele oder der Gesang der Seele genannt. Wenn wir uns mehr und mehr mit ihm vereinen, können wir zurückgezogen von Denken, Sinnen und Körper leben. Solange sich die Seele mit dem Denken, den Sinnen und dem Körper verbindet, ist sie immer ein Handelnder. Wenn sie bei der Pulsierung bleibt, erreicht sie den Status des Seins und beschäftigt sich mit dem Gesang des Lebens. Es ist der zweisilbige Gesang SOHAM.
Die Pulsierung ist eine zentripetale und zentrifugale Aktivität. Zu dieser zweifachen Tätigkeit gehört der Doppelklang SOHAM. Wenn wir in tiefer Verbundenheit mit der Pulsierung bleiben, hören wir den Doppelklang SOHAM. Soham ist Saha Aham und bedeutet Das Bin Ich. Somit erinnert uns das pulsierende Prinzip durch diesen Gesang an unseren ursprünglichen Seinszustand. Wir sollten uns in diesen Zustand begeben: in unserer Meditation, in unserer Freizeit, auf Reisen, in ruhigen Momenten, vor dem Einschlafen und eine Zeitlang nach dem Aufwachen. Wir sollten versuchen, so oft und regelmäßig wie möglich in diesem Seinszustand zu sein.
Je nachdem, wie intensiv wir durch regelmäßige Übung mit der Pulsierung verbunden sind, können wir weit in den tiefgründigeren Aspekt der Pulsierung eintauchen, der als subtile Pulsierung bezeichnet wird. Wenn wir sie erreichen, ’sitzen‘ wir auf der Pulsierung. Dies ist bereits ein Einweihungsstadium, in dem wir losgelöst vom Körper und von der Objektivität sind. Wenn wir die subtile Pulsierung weiterverfolgen, die denselben Gesang laut ertönen lässt, werden wir in unserem Bewusstsein weiter nach oben geführt, so dass wir uns im Âjnâ-Zentrum niederlassen können. Dann wissen wir, dass wir die Seele sind, der Gottessohn, der Meister unter den Menschen. Von dort regieren wir unsere Organisation und auch die Mitmenschen, die sich um uns sammeln. Es ist eine Regentschaft in Freundlichkeit und Liebe, in der die verborgene Macht enthalten ist.
Sanat Kumâra möchte, dass jeder von uns als Seele lebt und den Bereich des Buddhi, des Denkens, der Sinne, des Körpers und die Umgebung beherrscht. Die entsprechende Übung ist die Verbindung mit Soham. Das führt uns zum Erkennen, dass wir OM sind. OM ist ein anderer Name für Ich Bin.
… wird fortgesetzt