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Was Macht oder Autorität legitimieren kann, ist eine Frage, welche Gesetzgeber, Philosophen, religiöse, soziale und politische Reformer nicht erst seit dem 18. Jahrhundert, sondern schon seit der Antike beschäftigt. Der Autor zeigt die geschichtliche Entwicklung der verschiedenen Legitimationskonzepte auf – Konzepte, die den Erwerb, und Konzepte, welche die Ausübung der Macht betreffen. Besonderes Augenmerk richtet der Verfasser – in Auseinandersetzung mit den totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts – auf das Verhältnis zwischen Legalität und Legitimität und auf den Missbrauch des positiven Rechts. Der Autor behandelt Legitimität als zweiseitige Beziehung, wobei die Pflichten der BürgerInnen davon abhängig zu machen sind, dass die Autorität ihrerseits ihren sozialen, politischen und auch elementaren moralischen Verpflichtungen nachkommt. Deswegen muss die Autorität die Freiheit des Individuums auf seine eigene Wahrheitssuche akzeptieren, was auch das Recht auf Ungehorsam einschliesst. Mit dem vorliegenden Buch vertritt der Verfasser einen Legitimitätstest in drei Hinsichten: (1) bezogen auf die Ziele und Wertvorstellungen, auf die eine Autorität gegründet wird, (2) bezogen auf die Mittel, Wege und Verfahren, die sie einsetzt, (3) bezogen auf die Resultate, welche erzielt werden. Eine Autorität erlangt Legitimität, wenn sie in allen diesen drei Bereichen einen hohen Stand erreicht.