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Die Werbung spreche nicht zielgerichtet Kinder an, bei den Spielern der Fussballnationalmannschaft handle es sich nicht um Idole, die vorrangig Kinder ansprächen, und die Produkte seien nicht kindertypisch, sondern für jedermann, teilte der Werberat am Dienstag mit.
Foodwatch und die DDG hatten Ende Juni einen sofortigen Stopp der Kampagne gefordert und dies mit einem Verstoss gegen Verhaltensregeln für Lebensmittelwerbung begründet. Bei der Kampagne “Hol Dir das Team auf 24 Sammeldosen” sind die Gesichter der Fussballnationalspieler auf Cola-Dosen abgebildet.
Foodwatch und die DDG sahen darin “eine direkte Aufforderung zum Kauf oder Konsum an Kinder”. Sie warfen dem Getränkekonzern zudem vor, das besondere Vertrauen auszunutzen, das Kinder “Personen wie den deutschen Fussballnationalspielern entgegenbringen”. Ausserdem erschwere die Werbekampagne das “Erlernen einer ausgewogenen, gesunden Ernährung”.
Foodwatch und die DDG kündigten am Dienstag Einspruch gegen die Entscheidung des Werberats an. Das Urteil lasse nur einen Schluss zu, kritisierte Oliver Huizinga von Foodwatch: “Der Werberat schützt nicht die Kinder vor Junkfood-Marketing, sondern das Geschäftsmodell der Junkfood-Industrie.”
Foodwatch, die DDG sowie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hatten den Deutschen Fussballbund vor der EM aufgefordert, Werbeverträge mit Coca-Cola, Ferrero und McDonald’s zu kündigen. In seiner Satzung verpflichte sich der Fussballbund zur Förderung gesunder Ernährung.
(SDA)