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Was ist ein T-1/T-2 Dokument?
„Ein T-1/T-2 bietet die Möglichkeit Güter unverzollt durch mehrere Staaten zu befördern“
Das Gemeinsame Versandverfahren ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Beförderung von unverzollten Waren durch mehrere Staaten. Dazu ist im Land, in dem das Versandverfahren eröffnet wird, eine Bürgschaft zu leisten, die nach Erledigung des Verfahrens wieder freigegeben wird.
Das Regelverfahren wird elektronisch abgewickelt (bekannt unter dem Begriff NCTS - Neues Computerisiertes Transitsystem).
Als Zolldokument gilt das so genannte Versandbegleitdokument, welches bei der Eröffnung des Verfahrens vom System erstellt und von Ihnen ausgedruckt werden muss. Dieses Dokument muss der Sendung beiliegen. Auf dem Dokument ist auch ersichtlich, ob es sich um Waren des freien EU-Verkehrs (so genannte T 2 Waren) oder um andere Waren handelt (T 1 Waren). Es muss also geklärt werden, welchen Status die zu transportierende Ware hat und ob es sich dabei um Gemeinschaftsware oder um Nichtgemeinschaftsware handelt.
Des weiteren muss geklärt werden, ob die Gemeinschaftsware durch ein nicht EU Land (z.B. Schweiz) transportiert werden soll, dann benötigt man ein T2. Wenn man beispielsweise Nichtgemeinschaftsware hat, dann braucht man ein T1. Die Ware bleibt somit unter zollamtlicher Überwachung.
Das Versandverfahren ist an eine Transitfrist gebunden, innerhalb welcher die Waren der von Ihnen bestimmten Zollstelle vorgeführt werden müssen.
Die Identität der Waren wird mittels einer präzisen Warenbeschreibung (Warenart, Menge, Artikel-/Seriennummer, etc.) oder mit einem Zollverschluss (eine Art Plombe wie Zollblei, Tyden Seal, etc.) sichergestellt.
Wenn nicht bei Eintritt der Zollware in die EU eine Verzollung im ersten Zollamt (Grenzzollamt, Flughafen, Seefrachthafen) erfolgt, begleitet das T1-Papier die Importware bis zur endgültigen Zollabfertigung am Empfangsort.
Ein T1-Papier hat europaweit eine maximale Frist von 8 Tagen. Innerhalb dieses Zeitraumes muss das Zollpapier bei einem Zollamt gestellt werden, wo es dann durch die Verzollung der Ware erledigt wird.
Gemeinschaftsware:
Über Waren und Güter im Status der Gemeinschaftsware darf der entsprechende
Wirtschaftsbeteiligte unabhängig von den Zollbehörden grundsätzlich frei verfügen.
Um als Gemeinschaftsware klassifiziert zu werden, muss ein Gut eine von zwei
Bedingungen erfüllen:
Beispiele für Gemeinschaftsware:
Ein komplett in Deutschland hergestelltes Fahrrad oder ein in Spanien geborener Hund gilt als Gemeinschaftsware.
Gemeinschaftswaren, die das Zollgebiet der Gemeinschaft verlassen, verlieren beim Grenzübertritt ihren Status als Gemeinschaftsware und werden somit im weiteren als Nichtgemeinschaftsware betrachtet.
Nichtgemeinschaftsware:
Nichtgemeinschaftsware unterliegt der zollamtlichen Überwachung. Der
Wirtschaftsbeteiligte darf darüber nicht oder nur in dem von der Zollverwaltung
zugelassenen Umfang verfügen.
Nichtgemeinschaftswaren sind alle Waren, die nicht den Kriterien der
Gemeinschaftsware entsprechen.
Beispiele für Nichtgemeinschaftswaren:
Waren, die nicht im Zollgebiet der Gemeinschaft gewonnen oder hergestellt wurden oder im Zollgebiet der Gemeinschaft unter Verwendung von Nichtgemeinschaftswaren gewonnen wurden.
Waren aus Drittländern, die in ein Zollverfahren mit wirtschaftlicher Bedeutung, das keine Erhebung von Abgaben beinhaltet, überführt worden sind. Das wären zum Beispiel die aktive Veredelung, das Zolllagerverfahren oder die vorübergehende Verwendung.
Der Status der Nichtgemeinschaftsware ist in Artikel 4, Nr. 8 des Zollkodex geregelt.
Benötigte Angaben
Im Versandschein müssen folgende Daten angegeben werden (oben angefangen):
Des Weiteren muss bei der Durchfahrt durch ein Nicht-EU-Land (z. B. Schweiz) ein Grenzübergang eingetragen werden.
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Kontakt
Auch die Zollämter oder die Oberzolldirektion stehen für Auskünfte gerne zur Verfügung.