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Die Formel 1 steht vor einem grossen Einschnitt: Mit dem Ende der Saison 2020 läuft der bestehende Grundlagenvertrag aus. Weitgehende Veränderungen sollen den Sport wieder attraktiver machen.
Als am weitesten fortgeschrittene Variante nennen die Verantwortlichen das sogenannte «Reverse Grid». Die Idee: Anstelle eines Qualifyings wird am Samstag ein Rennen in der umgekehrten Reihenfolge der WM-Rangliste gefahren. So wird die Startreihenfolge für das richtige Rennen am Sonntag ermittelt.
Das Prinzip des «Reverse Grid» wird bereits in Nachwuchsrennserien wie der Formel 2 eingesetzt, wo die bestplatzierten 8 Fahrer des Hauptrennens im anschliessenden Sprintrennen in umgekehrter Reihenfolge starten.
Nur auf ausgewählten Strecken
In der Formel 1 soll diese Variante nur auf Strecken zur Anwendung kommen, wo überholen gut möglich ist. So würde wohl bei den Grand Prix von Monaco, Singapur oder Ungarn weiterhin das klassische Qualifying durchgeführt werden.
Das wäre spannend und unterhaltsam.
Begeistert von der Idee zeigt sich SRF-Kommentator Michael Stäuble: «Ein Rennen an einem Samstag mit den beiden Williams vorne und den beiden Mercedes hinten wäre richtig schön anzuschauen. Das wäre spannend und unterhaltsam.»
Alfa-Romeo-Teammanager Beat Zehnder meint: «Es wäre einen Versuch wert. Man braucht aber die Zustimmung aller Teams. Eine Stimme dagegen und man würde es nicht einführen. Aber momentan sieht es gut aus. Das ‹Reverse Grid› würden wir auf Strecken durchführen, wo man heute eher langweilige Rennen hat.»
Testphase ab 2020
Sollten alle Teams dem Vorschlag zustimmen, würden im nächsten Jahr erste Tests durchgeführt werden. Wenn sich diese erfolgreich gestalten, soll das «Reverse Grid» auf die Saison 2021 definitiv eingeführt werden.
Sendebezug: Radio SRF 3, Bulletin von 08:00 Uhr, 11.10.2019