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Viele Absichten und Versprechungen sind in Pjöngjang gemacht worden. Doch noch ist unklar, wie und wann der Abbau des Atomreaktors von Yongbyon vonstatten gehen soll. Unklar ist ebenfalls, ob Nordkorea sein Atomprogramm vollständig offenlegt.
Immerhin: Die Verteidigungsminister Nord- und Südkoreas haben eine Erklärung unterzeichnet, um die militärischen Spannungen abzubauen. Dies betrifft unter anderem die Situation an der innerkoreanischen Grenze.
Angekündigt wurde auch viel Symbolisches – wie etwa die Bewerbung beider Koreas für das Jahr 2032 oder der Besuch des nordkoreanischen Machthabers Kim in der Hauptstadt Südkoreas, Seoul.
Ein Zeichen an Trump
Mit der Zusage des Abbaus von Yongbyon und dem Beizug von internationalen Atominspektoren will Kim womöglich ein Zeichen an die USA senden und zeigen, dass es ihm mit der Denuklearisierung ernst ist. Jedoch verlangt Nordkorea im Hinblick auf atomare Abrüstung von den USA, das sie ebenfalls «entsprechende Massnahmen» einleiten – ohne diese genau zu nennen.
Auch gab es auch schon früher Zusagen Nordkoreas und Vereinbarungen, von denen man dachte, die Lage entspanne sich – doch Pjöngjang baute sein Atomprogramm trotzdem weiter aus.
Diesmal gibt es zwar weitergehende Versprechungen als früher. Doch bevor man tatsächlich konkrete Fortschritte sieht, ist Skepsis angesagt.
Martin Aldrovandi
Nordostasien-Korrespondent, SRF
Martin Aldrovandi ist seit 2016 Korrespondent für Radio SRF in Nordostasien mit Sitz in Schanghai. Zuvor hatte er mehrere Jahre lang als freier Journalist aus dem chinesischsprachigen Raum berichtet.