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Der Begriff Frühe Musik definiert die Musik des Mittelalters, der Barockzeit sowie der Renaissance. Sie bildete die Grundlage für die Entwicklung der klassischen Musik. Nicht zu dieser Kategorie wird die Musik der Antike gerechnet.
Musik des Mittelalters
Die Musik beginnt ab dem 9. Jahrhundert nach Christus. Zu dieser Zeit gab es allerdings noch keine Notenschrift. Erhalten sind jedoch Aufzeichnungen der römisch katholischen Kirche. Zu dieser Musikrichtung gehört der gregorianische Choral. Ein Kirchengesang des Mittelalters, der spirituellen und meditativen Charakter hatte. Die weltliche Musik in dieser Zeit wurde hauptsächlich von Spielmännern und Gauklern verbreitet. Darüber gibt es aber keine Aufzeichnungen. Die Instrumente, die damals benutzt wurden, waren Dudelsäcke, Flöten, Drehleiern und verschiedene Arten von Schlaginstrumenten.
Der Minnesang
Unter diesem Begriff verbirgt sich die gesungene Liebeslyrik, die im 12. und 13. Jahrhundert vom westdeutschen Adel gepflegt und auch schriftlich überliefert wurde. Niedergeschrieben wurden die Texte und Lieder in einem Liederhandbuch und später im sogenannten Codex Manesse. Sie ist die größte schriftliche Aufzeichnung des Minnesangs.
Zu den bedeutendsten Minnesängern gehören Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach, Ulrich von Liechtenstein, der Tannhäuser und der Mönch von Salzburg. Der Minnesang erlebte seine Hochphase vor allem während der Ritterzeit.