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Carlotta StockerLuzern 1921 – 1972 Volketswil
Malerin und Zeichnerin. Illustration und Wandbild. Tätig im Tessin und in Zürich
Zu Recht wird Carlotta Stocker zu den faszinierendsten Persönlichkeiten in der Schweizer Kunstszene der 1960er Jahre gezählt. Ihre ausserordentliche Begabung, Zielstrebigkeit und Arbeitsdisziplin, ihre Egozentrik, Vitalität und Spontaneität, aber auch die sprühende Lebensfreude sicherten der Malerin schon früh nicht nur künstlerischen, sondern auch gesellschaftlichen Erfolg. Zu Beginn ihrer Laufbahn stand sie unter dem Einfluss von Alexandre Blanchet, ihrem Lehrer in Genf, dessen Schaffen sich durch klare Formgebung, betonte Plastizität und eine auf Rot- und Brauntönen basierende Farbgebung auszeichnet. Schon bald folgte Stocker ihren Leitbildern Matisse und Picasso und entwickelte dabei konsequent eine eigene Ausdrucksweise. Die Bilder erscheinen nun als flächige, leicht abstrahierte Kompositionen, wobei sich Farben, Flächen und Linien immer mehr emanzipieren. Besondere Beachtung verdient eine Reihe von ungegenständlichen Hauptwerken, in denen einzelne Farbzonen in verdichteter Ordnung gegenständliche Motive ersetzen, die Flächenstruktur akzentuieren und Spannung erzeugen.