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Géroudet verlor nach einer 6:2-Führung zusehends den Faden und kassierte gut zwei Minuten vor Ende des Gefechts drei Treffer in Folge, die das Out der 29-jährigen Linkshänderin in der Runde der besten 64 bedeuteten.
Für Géroudet ist das Ausscheiden bei ihrer zweiten Olympia-Teilnahme eine bittere Pille. Sie hatte weiter als vor vier Jahren in London kommen wollen. In England hatte sie die Achtelfinals erreicht. Géroudet hatte zudem bereits vor ihrem Start in Rio de Janeiro verkündet, nach den Spielen zurückzutreten. Ihre Bezwingerin erreichte bei bislang fünf WM-Teilnehmerin nicht mal annähernd die Top 16.
Emese Szasz aus Ungarn gewann die Goldmedaille. Die 33-Jährige gewann den Final gegen die italienische Weltmeisterin Rossella Fiamingo aus Italien mit 15:13, nachdem sie zeitweise mit vier Punkten zurückgelegen hatte.
Géroudet wischte sich nach dem Scheitern immer wieder die Tränen aus dem Gesicht. “Ich verzeichnete im letzten Drittel des Gefechts ein unerklärliches Blackout. Alle Treffer des Gefechts kamen von mir, auch jene, welche die Gegnerin erzielte”, sagte sie.
Dabei hätte Géroudet einen Startrunden-Sieg der im April tragisch verunglückten Estelle Balet widmen wollen. Balet war zweifache Freeride-Weltmeisterin. Sie wurde bei Dreharbeiten zu einem Film von einer Lawine verschüttet. Balet stammte wie Géroudet aus dem Unterwallis.
Géroudet weiter: “Unterschätzt habe ich die Brasilianerin nicht, obschon ich mich gedanklich schon auch mit den Sechzehntelfinals befasst hatte.” Dort wäre sie auf die gesetzte Weltranglisten-Zweite Sarra Besbes getroffen. Gegen die Tunesierin hätte sich Géroudet auf Grund von Trainingsgefechten in der Vorbereitung in Paris eine Siegchance von 50 Prozent ausgerechnet.
(SDA)