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St. Cosmas und Damian, frühromanische Anlage mit spätgotischem Turm.
Die alte Pfarrkirche ist eine frühromanische nach Osten gerichtete Anlage mit rechteckigem Schiff und halbrunden, gewölbten Apsis. Die Nordseite ist wie in den meisten Bündner Kirchen fensterlos. Apsis und Satteldach ist mit Steinplatten gedeckt. Der spätromanische Turm, nicht im Verbund mit dem Schiff, wurde erst Ende des 14. Jahrhunderts erbaut. 1450 kamen Glockengeschoss mit Zeltdach dazu. Die Kirche ist dem heiligen Cosmas und Damian, Zwillingsbrüder stammend aus Kleinasien, geweiht.
Wie kam das abgelegene Mon zu diesen Kirchenpatronen? Funde aus der Römerzeit im 1. Jahrhundert nach Christus wie Keramik, Fibel oberhalb des Dorfes lassen den Schluss zu, dass vor dem Öffnen des Weges durch die Schlucht des Crap Ses der Passverkehr von Tiefencastel über Mon-Del-Salouf sich nach Savognin hinzog. So mögen Soldaten, Kaufleute und Pilger die Kunde von den frühchristlichen Zeugen hierher gebracht haben. Eine noch näher liegende Quelle für den Kult von Cosmas und Damian war mit Sicherheit das Klosters Pfäfers, das bereits im 9. Jahrhundert Reliquien der beiden heiligen Ärzte besass. Sichere Urkunden zu Mon finden sich erst 1281 in einem bischöflichen Einkünfterodel.