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Bergführer gestern, heute und morgen
Die Bergführer in den Alpen haben einen nicht zu unterschätzenden Verdienstanteil an der Förderung von Touristik und Fremdenverkehr gehabt.
Die Bergführer in den Alpen haben einen nicht zu unterschätzenden Verdienstanteil an der Förderung von Touristik und Fremdenverkehr gehabt.
Dass sich die weitverbreitete Gilde der Bergführer sich nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ zusehends vermehrte, zugleich familiären, nicht nur einzelpersönlichen Charakter aufwies, ergibt sich bei Durchsicht der Führerlisten. So finden wir in Klosterser Führerverzeichnissen ab 1864 bis circa 1943 5 Allemann, 6 Brosi, 8 Guler, 2 Jann, 8 Jegen, 2 Roffler, 2 Schneider, 4 Grass. Im Sommer 1864 wurde in Klosters ein Führer-Corps gegründet, möglicherweise bestehend aus der Leitung durch Landammann Florian Brosi, Jann Gort, Christian Jegen, Leonhard Jeuch, Anton Schlegel, Peter Hofmann und dem Förster Christian Hitz. Zeitgleich wurde ein Führer-Reglement, 1867 ein Verzeichnis der Führertaxen, eingeführt. Ferner wurde im Sommer 1865 im Silvretta-Gebiet eine Clubhütte, Silvretta benannt, errichtet, 18 Fuss ins Geviert, mit Kalkmauern eingewandet und mit Schindeln gedeckt. Sie hatte Lagerraum für 18 bis 20 Personen und kostete rund 600 Franken.
Vor den ersten grossen Bauten von Pensionen und Hotels in Klosters, diente die Clubhütte 1869 als Jugendherberge für Sommerfrischler einem englischen Ehepaar mehrere Tage als Unterschlupf (gemäss Bündner Monatsblatt 1870). Im ersten Verzeichnis der Führertaxen 1865 ist vermerkt, dass zwölf Bergspitzen im Gebiet von keinem Bergschuh betreten wurden.
Nun folgten Jahre eines Wett-Erstbesteigens der umliegenden 3000er. Um dem Leser eine Übersicht und willkommene Notizen zu bieten, schalte ich unten eine bezügliche Auflistung über die Silvrettagruppe. 1865; Piz Buin, Silvrettahorn, Signalhorn, 1866: Verstanclahorn und Gross Lizner, 1868: Klein Buin und Plattenhörner, 1869: Piz Fliana, Grosses Seehorn, 1870: Dreiländerspitz. Im Führercorps 1867 stechen zwei Führer als Allroundführer hervor, Christian Jann und Christian Jegen, die rege für grosse Hochgebirgsreisen in den Ötztaler- und Ortlergruppe, im Bernina- und Gotthardgebiet verpflichtet wurden.
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Den bedeutenden Anteil des Klosterser Führer-Corps von 1864 bei der Erschliessung unser reichen alpinen Gebirge, der Silvretta, will ich kurz streifen, (aus der Schrift von Walter Senn, «Natur und Volk im Prättigau, 1875): «Klosters ist nämlich eine Touristenstation par excellence und hat, wie schon bemerkt, an der Silvretta eine vortrefflich eingerichtete Clubhütte gebaut, deren Geschichte Herr Forstinspektor Coaz s.Z. in der ‹Alpenpost› veröffentlichte; es hat auch ein sehr tüchtiges, wohlorganisiertes Führercorps, das unter der Leitung Herrn Landammann Brosi’s steht und lässt sich überhaupt keine Opfer zur Hebung des Fremdenverkehrs reuen.»
Lesen Sie den ganzen Artikel am Freitag, 10 März, in der Klosterser Zeitung