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In Italien setzte sich um 1600 neben dem bestehenden “stile antico” in Tradition franko-flaemischer Vokalpolyphonie ein neuer Kompositionsstil durch, der auch als “stile moderno” bezeichnet wurde. Der Ausdruck menschlicher Gefühle - „Affekte“ (affetti), wie man sie im 17. Jahrhundert nannte - wurde in der Vokalmusik zunehmend wichtiger und wirkte sich bald und in hohem Mass auf die Instrumantalmusik aus.
Es etablierte sich ein konzertierender, harmonisch kühner und Affekt-geladener Stil, der den Musikern grosse Virtuosität und improvisatorische Verzierungskunst abverlangte.
In unserem italienischen Programm affetti musicali stellen wir die beiden Stile gegenüber und lassen die „musikalischen Gefühle“ erklingen.
Werke von:
Giovanni Gabrieli, Ludovico Grossi da Viadana, Giovanni Paolo Cima, Giovanni Picchi, Dario Castello, Alessandro Piccinini.