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Wie du die Dornfortsätze deiner Wirbelsäule befreist
Unsere Wirbelsäule setzt auf Heimlichkeit. Von ihr sind nur die Dornfortsätze am Rücken sicht- und tastbar, alle anderen Bereiche bleiben unseren Händen und Augen verborgen. Und um die Dornfortsätze geht es in diesem Post. Du erfährst, welche Funktion die Dornfortsätze haben und wie du sie mit Bildern befreien kannst:
Die Dornfortsätze bilden eine Linie, die den Rücken in zwei gleiche Hälften unterteilt. Sicher hast du sie bereits gefühlt? Wenn du langsam mit dem Zeigefinger an deiner oder an der Wirbelsäule eines Partners hinunterfährst, spürst du die Dornfortsätze: sie fühlen sich an wie kleine, hintereinander gereihte Knöpfe.
Zahlreiche Muskeln und Bänder setzen an den Dornfortsätzen an. Die Muskeln bilden einen Hebel, der wichtig für das Strecken und Beugen der Wirbelsäule ist. Ebenso die Bänder, die entweder zwischen den Dornfortsätzen verlaufen oder ihre Spitzen bedecken. Außerdem schützen die Dornfortsätze im Bereich der Brustwirbelsäule das Rückenmark, indem sie eine übertriebene Streckung der Wirbelsäule nach hinten verhindern. Für diesen Zweck sind sie ähnlichen den Ziegeln eines Hausdaches nach schräg unten gerichtet.
Manchmal sind die Dornfortsätze schmerzempfindlich. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben, zum Beispiel, dass sie im Bereich der Lendenwirbelsäule zu eng zusammenstehen (kissing spine disease oder Morbus Baastrup). Hier wollen wir uns aber nicht auf die Pathologie konzentrieren, sondern darauf, wie du den Fortsätzen entlang der Wirbelsäule wieder zu einem besseren Wohlbefinden verhilfst.
Du kannst die Dornfortsätze zum Beispiel lösen, indem du sie als kleine Fähnchen oder Bänder visualisierst und dir vorstellst, wie der Wind von vorn nach hinten durch deinen Körper bläst und diese Fähnchen aufbläht. Beobachte die im Wind flatternden Fahnen. Stelle dir vor, wie alle Fahnen übereinander in einer Linie ausgerichtet sind.
Oder nimm einen einzelnen Dornfortsatz in den Blick und stelle ihn dir als Elefantenrüssel vor. Lasse das Bild wirken, bis ein geschmeidiges Bewegungsgefühl im hinteren Bereich deiner Wirbelsäule entsteht. Alternativ kannst du dir den Dornfortsatz auch als Drachenschnur vorstellen – wähle das Bild, das bei dir am besten wirkt und bei dir ein Gefühl der Entspannung in der Wirbelsäule auslöst.
Sicher hast du mit den Fingern schon die Tasten eines Klaviers gedrückt? Oder ein Xylophon erklingen lassen? Genauso kannst du gedanklich jeden Dornfortsatz deiner Wirbelsäule sanft berühren, nach unten stupsen und wieder loslassen. Entweder mit dem Zeigefinger oder mit einem Schlägel. Jeder Wirbel hat seinen eigenen Ton. Höre das Wirbelsäulen-Piano und spüre, wie deine Wirbel vibrieren.
Wir wünschen dir viel Spaß!
Welche der drei Übungen für befreite Dornfortsätze ist dein Favorit? Schreib uns, wir sind gespannt und schicken dir viele liebe Grüße.
Dein Team Franklin-Methode
aus: Franklin, Eric N. Frei bewegen (German Edition). Riva-Verlag, 2020, Kindle-Version.
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