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1.
Daß aber die Seelen nicht von einem Leibe in den andern übergehen, sondern fortdauern, sogar den S. 203besonderen Charakter des Körpers, zu dem sie gehörten, unverändert bewahren und sich der Werke erinnern, die sie hier vollbracht haben und schon nicht mehr tun können, das hat der Herr auf das deutlichste in jener Erzählung von dem Reichen und von Lazarus gelehrt, der im Schoße Abrahams ausruhte1 . Dort sagt er, daß der Reiche den Lazarus nach dem Tode erkannte und ähnlich auch den Abraham, und daß jeder von ihnen an seinem Orte verbleibe und jener bat, daß ihm Lazarus zu Hilfe geschickt werde, dem er nicht einmal von den Brosamen seines Tisches mitgeteilt hatte. Und aus der Antwort Abrahams ersehen wir, daß jener nicht nur über sich, sondern auch über den Reichen Bescheid wußte, und daß er befahl, dem Moses und den Propheten zu gehorchen, um nicht an jenen Ort der Strafe zu kommen, und die Botschaft desjenigen anzunehmen, der von den Toten auferstehen würde. Hierdurch ist deutlich erklärt worden, daß die Seelen nicht von Körper zu Körper übergehen, sondern fortdauern, die menschliche Gestalt beibehalten, um erkannt zu werden, und sich an die irdischen Dinge erinnern; daß ferner dem Abraham die Lehrgabe innewohnt, und daß auch schon vor dem Gerichte jede Menschenart den ihr gebührenden Wohnplatz erhält.
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Lk. 16,19 ff. ↩