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Als Bus bezeichne ich (in Anlehnung an den englischen Sprachgebrauch und an die Technologie) eigentlich einen verzweigten Kanal in einem Mechanismus, und davon abgeleitet, den Mechanismus, dessen Funktionsweise auf den Flüssen in den Kanälen beruht.

Anschaulich (und zur Illustration der Begriffsweite in der Umgangssprache):
Der Bus verbindet mehrere Stationen (Anschlussstellen) und ermöglicht den Transport von Objekten zwischen verschiedenen Anschlüssen auf dem gleichen Weg.
Anschaulich
Auf einem Bus (zb Schiene) können verschiedene Bustransporter (zb Züge) an verschiedene Orte fahren. Auf einer Rolltreppe im Warenhaus können Menschen zwischen verschiedenen Etagen fahren, ohne dass sie einen Wagen (Transporter) besteigen.
Anschaulich
Wenn ich vom Bus spreche, meine ich oft auch die Organisation, also nicht nur die Leitung und die Fahrzeuge, sondern den ganzen Betrieb. Als Betrieb muss der Bus so organisiert sein, dass er verschiedene Transporte zwischen verschiedenen Orten ermöglicht.

Trolley-Bus und Daten-Bus

Bei der Strassenbahn sind die transportierten Objekte Menschen, die wissen, wo sie hin wollen oder wo sie aussteigen müssen. Bei der Briefpost sind die transportierten Objekte Briefe, die nicht wissen, wo sie hin wollen. Sie sind aber mit einer Adresse angeschrieben und der Briefträger kann lesen. Im Computer sind die transportierten Objekte Signale. Die Signale wissen nicht, wo sie hin müssen und sie sind nicht angeschrieben und im Computer gibt es keinen Briefträger.
Im Computer ist der Bus eigentlich die Verkabelung der einzelnen Komponeneten und der Peripheriegeräte. Dann aber bezeichne ich mit Bus eben auch die Organisation des Signalflusses auf dieser Verkabelung. Die Signale - etwa ein Signal von der Tastatur zum Prozessor - gelangen an den richtigen Ort, weil davor mit anderen Signalen die Weichen im Bus richtig gestellt werden.
Anschaulich
Ueber die Tastatur wird beispielsweise "4", "+", "5" eingegeben. Wenn der Computer gerade als Rechenmaschine fungiert, wird die Eingabe als Addition interpretiert, während ein Computer in einem Textbearbeitungszustand einfach eine Zeichenfolge speichern würde. Ob der Computer das eine oder das andere macht, ist durch vorgängige Eingaben bestimmt. Das Additionsprogamm schreibt die 4 und die 5 je in ein Register und nimmt das "+"-Zeichen als Operator, der ein Programm aufruft, das die Inhalte der beiden Register addiert und das Resultat in Form eines Signals auf dem Bus zum Bildschirm schickt.
Im Bus fliessen dabei allerhand Signale von einem Ort zum andern. Ein Signal etwa, das die 4 repräsentiert, verändert den Zustand eines Registers. Das Signal muss auf dem Bus also an einen bestimmten "Ort" fliessen, oder eben einen bestimmten Bus nehmen. Das Signal, das das "+" repräsentiert, muss ein Programm aufrufen, das dann die Inhalte der Register verrechnet. Da die Signale weder steuern noch entscheiden, muss jeweils der Bus zur Zeit des Signalflusses entsprechend eingestellt sein.
Damit ein bestimmtes Signal an einen bestimmten Ort fliesst, kann man etwa eine Lochkarte verwenden, die am entsprechenden Ort ein Loch hat , und so den Bus durchfahren lässt. Indem die Lochkarte sekundär lesbar gemacht wird, kann man die Lochkarte als Adresse des Signalortes oder der Busanschlussstelle lesen.
Man kann analog der Unterscheidung zwischen Daten und Programmen auch einen Datenbus und einen Adress(und Steuerungs)bus unterscheiden.