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Frühgeborene Kinder sind auf der Neonatologie vielen stressvollen Geräuschen ausgesetzt, die Mutter-Kind Bindung ist zu früh unterbrochen sowie die kindliche (Gehirn-) Entwicklung gefährdet. Daher untersuchen wir in verschiedenen Forschungsvorhaben die Wirkung von Musiktherapie auf die neurologische Entwicklung der Kind, das Wohlbefinden der Eltern und die Eltern-Kind-Bindung.
So konnten wir z.B. in einer randomisiert kontrollierten Studie mit Hilfe von Magnetresonanztomographie (MRT) -Untersuchungen die positive Wirkung von Kreativer Musiktherapie auf die Gehirnentwicklung aufzeigen.
Frühgeborene Kinder, die während Ihrer Hospitalisierung auf der Neonatologie Kreative Musiktherapie erhalten hatten, hatten am erwarteten Geburtstermin besser ausgebildete Hirnfunktionen, insbesondere eine bessere thalamo-kortikale Konnektivität in präfrontalen, motorischen und temporalen Gehirnregionen. Dies sind Gehirnareale, die später für die Kognition, die Steuerung von Verhalten, Emotionen, Gefühlskontrolle und die motorische Entwicklung wichtig sind.
Die Entwicklung der Kinder wird in Zusammenarbeit mit dem NGN-Research-Center noch weiter bis ins Schulalter erhoben. Zudem untersuchen wir in einem Cochrane Review die übergeordnete Effektivität von Musik auf Frühgeborene und ihre Eltern sowie in Kooperation mit dem Biomedical Optics Research Laboratory den direkten Einfluss von Kreativer Musiktherapie auf die Gehirnströme von Eltern und Kind.