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In Kanada zogen die Drive-in-theatres früher viele Besucher an. Sich bequem im Auto sitzend einen Film anzuschauen, war „in“. In Penticton galt in den 50-er Jahren das Pines Drive-in-theatre in Sachen Abendunterhaltung als „the place to be“.
Heute ist im Okanagan Valley nur noch ein Drive-in im Betrieb. Es befindet sich in Enderby und wurde 1996 eröffnet. Seine Leinwand stammt von einem geschlossenen Drive-in in Alberta. Sie misst 15 Meter auf 36 Meter und ist damit eine der grössten in Nordamerika.
Dieses Drive-in ist von Mai bis September offen und bietet Platz für 250 Autos. Dazu ist für Wohnwagen eine beschränkte Anzahl von Plätzen vorhanden. Essen darf mitgebracht werden, der Konsum von Alkohol ist verboten. Der Eintritt ($11 für Erwachsene, $7 für Kinder) muss bar bezahlt werden.
Kein Drive-in, sondern ein „Walk-in“ war das Kino, das unser damaliger Nachbar Urs 1993 in den Centovalli einrichtete. Dabei spannte er in den von ihm gebauten Rahmen eine Leinwand, die früher am Filmfestival von Locarno zum Einsatz gekommen war.
Auf dem Programm stand Werner Herzogs Film von 1982 „Fitzcarraldo“. Ein Generator lieferte für die Projektion die nötige Elektrizität.
Unvergesslich, wie da, umgeben von Centovalli-Hügeln, der Hauptdarsteller Klaus Kinsky als Fitzcarraldo im peruanischen Urwald ein Dampfschiff über einen Hügel transportieren liess, in der Hoffnung, mit der Gummiproduktion reich zu werden.