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Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, nimmt das Pitta (Hitze) in der Umgebung zu. Da der Körper die natürliche Tendenz hat, Ausgleich zu schaffen, reduziert er sein inneres Agni (Feuer). Dies führt zu einer Drosselung der Wärmeproduktion, einer Absenkung des Stoffwechsels und zu einer Reduzierung der Verdauungskraft. Sie kennen es sicher aus eigener Erfahrung: bei Hitze fällt jegliche Aktivität schwerer, und der Appetit ist eher gering. Geben Sie dieser natürlichen Tendenz nach und passen Sie die Ernährung und die Aktivität den äusseren Umständen an.
Essen Sie nur wenig und leicht, wenn Sie wenig bis kein Hunger und Appetit haben. Ihr Körper soll nicht zusätzlich mit schwer Verdaulichem, wie Frittiertes, fettiges Fleisch und sahnigen Süssigkeiten belastet werden. Essen Sie viele reife, süsse, saftige Früchte, meiden Sie die Sauren, Melonen nur alleine geniessen. Lauwarmes Gemüse, gekochte Gemüse- und Gurkensalate und zarte, grüne, bittere Salatblätter mit ein bisschen Zitrone und Olivenöl angemacht sind herrlich zu dieser Jahreszeit, und wunderbare Begleiter beispielsweise zu einem leichten Ziegenkäse oder Fisch. Wenn Sie Fleisch essen, so beschränken Sie sich auf einmal wöchentlichen Verzehr leichter Fleischsorten wie Hühnchen und Pute. Rotes- und Schweinefleisch ist stark erhitzend und schwer verdaulich. Versuchen Sie auch mal aus Linsen, Bohnen, Couscous, Quinoa, Basmatireis, Roter Reis oder Kartoffeln einen vollwertigen Salat zuzubereiten mit vielen frischen Kräutern. Süsse, bittere und astringierende Nahrungsmittel sind Pitta/Hitze senkend. Meiden Sie alle scharfen, sehr salzigen und sauren Gewürze und Nahrungsmittel. Konsumieren Sie vor allem die Gewürze mit Anfangsbuchstaben K, wie Kurkuma, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel und Kümmel. Machen Sie es ausnahmsweise wie die Bevölkerung in den mediterranen Ländern; essen Sie die Hauptmahlzeit abends, wenn es kühler wird, ihr Appetit gesteigert ist und ihre Verdauung wieder besser arbeitet.
Auch wenn Sie das Verlangen nach Eisgekühltem haben, tun sie sich damit keinen Dienst. Im Gegenteil. Der Körper braucht zusätzlich Energie das Gekühlte auf Körpertemperatur zu wärmen. Die Verdauung wird behindert und es werden dadurch Giftstoffe im Körper erzeugt. Falls es doch nicht ohne geht; Glacé und eisgekühlte Getränke nur mind. 1 Std. vor oder nach einer Mahlzeit alleinig konsumieren.
Getränke dürfen kühl sein. Auch ein heisser Pfefferminztee ist durch den Schwitzeffekt kühlend. Alkohol ist zu reduzieren oder zu meiden. Jedenfalls sollte er nicht unter praller Sonne genossen werden. Generell ist Alkohol erhitzend. Insbesondere Whisky, Rum, Brandy, Grappa, Schnäpse usw. und Rotwein. Gönnen Sie sich einen nicht zu sauren, kühlen Weisswein oder ein Bier an heissen Tagen. Alkoholfreies Bier ist wegen seiner bitteren und astringierenden Komponente sogar kühlend und daher zu empfehlen. Zimmerwarmes Mineralwasser, Lassi, Kokosmilch und mit Wasser verdünnte süsse Fruchtsäfte sind die Getränke der Wahl an Hitzetagen. Auch ein langsam getrunkenes Smoothie mit bitteren oder süssen Komponenten zum Frühstück ist ideal, wenn dazu nichts mehr gegessen wird. Wenn Sie viel schwitzen, sollten Sie mindestens einen Liter mehr Flüssigkeit als sonst aufnehmen.
Kokos-, Oliven- und Sonnenblumenöl beruhigt und kühlt die Sonnen verwöhnte Haut. Einfach wenig davon noch in der Dusche auf die nasse Haut einmassieren. So sind Sie weniger ölig und das Öl kann mit dem Wasser emulgieren und gut einziehen. Falls Sie sich einen Sonnenbrand eingefangen haben, ist die allerbeste Massnahme öfters Aloe Vera aufzutragen (wächst in vielen südlichen Ländern), wenn möglich frisch. Kühles Joghurt, Quark oder Gurkenscheiben aufgetragen, können auch helfen.
Tragen Sie Kleider aus Baumwolle oder kühlender Seide. Die besten Kleiderfarben bei heisser Witterung sind weiss, grau, blau, purpur und grün. Meiden Sie rot, orange, dunkelgelb und schwarz, die Hitze absorbieren und zurückhalten und Pitta verstärken. Dasselbe gilt auch für die Farbwahl ihrer Bettwäsche.