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Die Wissenschaftler aus dem hohen Norden untersuchten 1031 Männer zwischen 46 und 65 Jahren auf den Spiegel verschiedener Antioxidantien im Blut. Zwölf Jahre lang begleiteten die Forscher ihre Studienteilnehmer. In diesem Zeitraum traten in der Probandengruppe 67 Schlaganfälle auf. Als die Forscher um Dr. Jouni Karppi die Blutwerte für verschiedene Antioxidantien in Beziehung zur Schlaganfallrate setzten, zeigte sich: Signifikante Unterschiede gab es nur beim Lycopinspiegel.
Nachdem die Forscher Schlaganfallrisiken wie Alter, BMI, Blutdruck, Rauchen, LDL-Wert und Diabetes in ihre Berechnungen einbezogen hatten, ergab sich ein klares Bild: Die Männer mit dem höchsten Lycopinwerten hatten eine 55 Prozent niedrigere Schlaganfallrate als diejenigen mit den niedrigsten Werten.
Ein Mangel der in der Zeitschrift «Neurology» veröffentlichten Studie ist die geringe Zahl der Schlaganfälle, was das Ergebnis verzerrt haben könnte.
Lycopin ist in Tomaten enthalten (3.9 bis 5,6 Milligramm pro 100 Gramm Frucht). Wesentlich konzentrierter ist der Pflanzenstoff in verarbeiteten Tomatenprodukten wie Dosentomaten (10 Milligramm pro 100 Gramm) und Tomatenmark (62 Milligramm pro 100 Gramm) oder Tomatensaft (10 Milligramm pro 100 Gramm).
Da Lycopin am besten zusammen mit Fett oder Öl vom Körper aufgenommen werden kann, sind z.B. in Olivenöl gekochte Tomatenprodukte oder -saucen besonders gesund. Auch Wassermelonen enthalten Lycopin. Den höchsten Gehalt hat die vor allem in Vietnam verwendete Gac-Frucht mit über 2000 Milligramm pro Kilo.