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Bei der schweren Ammoniak-Explosion in der Düngemittelfabrik im US-Bundesstaat Texas sind nach Angaben der Polizei fünf bis 15 Menschen ums Leben gekommen. Ausserdem seien 160 Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.
Ein lokaler Fernsehsender hatte nach der Explosion in der Kleinstadt West unter Berufung auf einen Behördenvertreter zunächst von 60 bis 70 Todesopfern gesprochen. Die Ursache des Unglücks war unklar. Hinweise auf einen Anschlag gab es nicht.
Die Explosion geschah am Mittwochabend kurz vor 20.00 Uhr. Gewaltige Stichflammen schossen in den Himmel, wie auf Videobildern von Augenzeugen zu sehen ist.
80 Häuser dem Erdboden gleichgemacht
Nach Angaben des Stadtpräsidenten von West wurden beim Unglück bis zu 80 Häuser zerstört. In einem Umkreis von fünf Blocks um die Fabrik habe es schwere Schäden gegeben, sagte Tommy Muska dem Nachrichtensender CNN. Betroffen seien auch eine Schule und ein Altersheim.
Unter den eingestürzten Gebäuden könnten noch Menschen eingeschlossen sein. Am frühen Donnerstagmorgen durchkämmten Feuerwehrleute die zerstörten Gebäude.
Die Explosion soll noch im 75 Kilometer entfernten Waxahachie zu hören gewesen sein. Das Fabrikgebäude wurde vollständig zerstört, hiess es. Auf Fernsehbildern war eine riesige Rauchwolke zu sehen, Gebäude standen in Flammen. In der Fabrik war vor der Explosion ein Brand ausgebrochen, daher waren die Helfer bereits vor Ort.
Auf einem nahe der Fabrik gelegenen Sportplatz wurde ein Notfallzentrum eingerichtet. Krankenwagen, Helikopter, aber auch Autos und Lieferwagen brachten Verletzte in umliegende Kliniken.
Hälfte der Einwohner evakuiert
Da sich auf dem Gelände noch ein zweiter Tank befinde, seien die Bewohner von West aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen, berichtete CNN. Etwa die Hälfte der 2800 Einwohner der Stadt in Osttexas in der Nähe von Waco wurden evakuiert.
Auch die Helikopterpiloten seien angewiesen worden, wegen einer befürchteten zweiten Explosion eine Mindestflughöhe einzuhalten. Zudem wurde befürchtet, dass sich infolge des Feuers giftige Dämpfe ausbreiten könnten. Die Rettungsarbeiten wurden am Donnerstagmorgen von starkem Wind behindert.
SDA-ATS