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Wahrscheinlich sei nicht sorgfältig genug gearbeitet worden, vermutet Jürgen Fingerle von der Bürgerinitiative Südbadische Flughafenanrainer. Anders könne er sich nicht erklären, wieso der EuroAirport in seinem letztjährigen Umweltbericht zu anderen, beziehungsweise tieferen Werten bei den Luftschadstoffen gekommen sei, als die französische Luftfahrtbehörde.
Die Südbadische Bürgerinitiative ist eine von fünf Anrainerorganisationen aus dem Dreiländereck, die sich gegen die Flugverkehrsbelastung in der Region wehrt. Normalerweise kämpfen diese Organisationen gegen den Fluglärm. Jetzt geht es um Luftschadstoffe.
Unterschiedliche Messmethoden sind schuld
Tiefere Schadstoffwerte - kann das sein? Tatsächlich gäbe es Diskrepanzen bei den Messwerten, sagt die Sprecherin des EuroAirports Vivienne Gaskell. Grund dafür seien unterschiedliche Mess- und Berechnungsmethoden, die die unabhängige Firma ATMO Grand Est verwendet habe. Vorwürfe, damit habe man die Schadstoffbelastung beschönigt, weist Gaskell vehement zurück. ATMO Grand Est sei eine im Elsass anerkannte und für die Luftüberwachung zuständige Firma.
Trotzdem nimmt man die Kritik der Anrainerorganisationen ernst, sagt Gaskell. Zurzeit arbeite man daran, die Messmethoden anzupassen, damit es künftig zu keinen unterschiedlichen Resultaten mehr komme.