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Kalzium liegt in Milch in komplexer, leicht absorbierbarer Form vor. Hinzu kommt der begünstigende Effekt von Laktose, Milchsäure, Peptiden und Vitamin D auf die Kalzium-Absorption. Auch einige Gemüsearten wie Broccoli oder Grünkohl enthalten beachtliche Mengen an Kalzium, die vom Körper jedoch wegen anderen hemmenden Inhaltsstoffen nur in geringem Masse genutzt werden können. Zur Bedarfsdeckung der empfohlenen 1000 mg pro Tag für Erwachsene und 1200 mg für Jugendliche können auch einige Mineralwässer einen Anteil beitragen. In den westlichen Ländern sind Milch und Milchprodukte jedoch die Hauptquellen für Kalzium.
Der menschliche Körper besteht aus 750-1100 g Kalzium bei Frauen und 900-1300 g bei Männern. Davon befinden sich ca. 99% im Skelett und den Zähnen. Mit 30-35 Jahren hat der Mensch die höchstmögliche Knochenmasse (Peak Bone Mass) erreicht. Diese sollte mit Hilfe ausgewogener und kalziumreicher Ernährung erreicht und so gut wie möglich erhalten werden.
Obwohl beim Krankheitsverlauf der Osteoporose Ernährung nur eine kleinere Rolle spielt, kann eine Kalzium- und Vitamin D-reiche Diät positive Auswirkungen haben und den nachfolgenden Knochenabbau möglicherweise verlangsamen. Die Bedeutung von Kalzium im Knochenstoffwechsel und der Prävention von Osteoporose sind bekannt. Kalzium hat aber noch weitere Aufgaben im Stoffwechsel. Es spielt eine wichtige Rolle als Faktor der Blutgerinnung bzw. bei der neuromuskulären Erregbarkeit und ist im Enzym- und Hormonstoffwechsel essenziell.
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