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Die Stimmbevölkerung hat den Bildungsartikel mit 86 Prozent Ja-Stimmen in die Verfassung geschrieben. Trotzdem verstösst der Kanton Thurgau mit seinem Verzicht auf Frühfranzösisch gegen die verfassungsmässig vorgeschriebene Harmonisierung des Schulwesens. „Damit ist für die SP eine rote Linie überschritten“, so Aebischer. In der mehrsprachigen Schweiz ist der Sprachunterricht für das Verständnis der Sprachregionen unverzichtbar, wie die SP letzte Woche an einer Medienkonferenz dargelegt hat.
Als Reaktion auf die Streichung des Französischen strebt die SP mit Vorstössen in der Herbstsession eine Änderung des Sprachengesetzes an. Das Erlernen einer zweiten Landessprache in der Primarschule muss vorgeschrieben sein. Das bedingt jedoch, dass die Kantone die Lehrerinnen und Lehrer unterstützen und ihnen die notwendigen Mittel für einen qualitativ hochstehenden Französischunterricht zur Verfügung stellen.