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Muskelkrafttests sind Tests, bei denen eine Person manuell Widerstand auf eine Muskelgruppe der getesteten Person gibt und diese entsprechend versucht dagegen zu halten.
Worüber geben diese Tests KEINE verlässliche Auskunft?
- muskuläre Dysbalancen
- ob ein Muskel "arbeitet" oder nicht
- ob du Unverträglichkeiten hast oder nicht oder ob dich etwas "schwach" macht (dies ist esoterisches Gelaber)
- qantitativ wie stark die getestete Bewegung oder Muskelgruppe ist
- ob eine manuelle Behandlung erfolgreich war oder nicht
- ob man verletzungsanfällig ist oder nicht
Wo Muskelkrafttests SINN machen:
- um nach passiven Flexibilitätstests weiterführend zu testen ob eine gewisse Bewegung oder ein gewisser Gelenkswinkel grundsätzlich leicht isometrisch belastbar ist
- ob in einem bestimmtem Bewegungsumfang Schmerzen auftreten oder nicht wenn man aktiv muskulär arbeitet und man so rote Flaggen entdecken kann
- um einzuschränken, welche Muskelgruppe oder Bewegung problematisch ist in einem spezifischen Szenario
Welche Parameter die Tests negativ, wie positiv beinflussen können:
- Erwartungshaltung und Bias der getesteten Person
- Erwartungshaltung und Bias der testenden Person
- was der getesteten Person darüber erzählt wird
- Schlaf, Trainingsstatus, Stress etc. der getesteten Person
u.v.m
Die Tests sind quantitativ und qualitativ sehr unzuverlässig und daher nur für die obengenannnten Szenarios sinnvoll, und um mit anderen Tests das Bild etwas abzurunden. Nicht mehr und nicht weniger. Sie sind weder spezifisch genug noch verlässlich. Hier mehr hineinzuinterpretieren ist ähnlich sinnvoll wie Hüftschiefstände mit blossen Auge oder per Hand zu "diagnostizieren", ISG Blockaden zu ertasten oder "Wirbel" durch Manipulation zu richten.
Im Bild zu sehen ist CoSaH Kunde Kevin bei einem manuellen Test für die Schulter in Flexion.
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