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Nur ein Bewerber für die zwei übrigen BWA-Konzessionen. Die Lizenz wird voraussichtlich im März vergeben.
Das in Köln ansässige Telekommunikationsunternehmen Inquam Broadband GmbH hat sich um eine BWA-Lizenz in der Schweiz beworben. BWA (Broadband Wireless Access) steht für Breitband-Übertragungstechnologien wie WiMAX (Worldwide Interoperability For Microwave Access). Mit dieser Technologie ist eine theoretische Reichweite von 50 Kilometern bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von 70 bis 100 Mbit/s möglich.
Im November 2005 hatte das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) im Auftrag der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) drei Konzessionen ausgeschrieben
, in der Annahme, dass es mindestens zwei Interessenten geben würde. Es ging aber nur eine Bewerbung ein.
Nachdem Swisscom Mobile eine "grosse" Konzession (2 x 21 MHz) erworben hatte, sind nun noch eine zweite grosse und eine kleine (2 x 17.5 MHz) erhältlich. Um welche Konzession sich Inquam Broadband beworben hat, konnte Bakom-Sprecher Bernhard Bürki noch nicht sagen: "Die Frist ist am vergangenen Freitag um 5 Uhr abgelaufen. Wir müssen die Unterlagen noch prüfen." Erfüllt das deutsche Unternehmen die Voraussetzungen für die Konzessionserteiltung, könnte die neue Lizenz bereits im März vergeben werden.
Kürzere Laufzeit der Lizenz
Inquam wird für eine kleine oder eine grosse Konzession 4,85 respektive 5,8 Millionen Franken bezahlen. Der Preis ist niedriger, weil die Laufzeit der Lizenz kürzer ist, da sie erst ab März erteilt wird. Swisscom Mobile durfte bereits im August 2006 starten. Beide Lizenzen sind bis Ende 2016 gültig.
Gegenüber inside-it.ch wollte Inquam noch keine Angaben zur Strategie in der Schweiz machen. Man wolle zuerst warten, bis die Bewerbungsunterlagen geprüft worden seien, hiess es aus Köln. Das Unternehmen ist ein Jointventure des WiMAX-Entwicklers NextWave Wireless mit Finanzinvestoren wie Omnia Holdings Limited.
Die voraussichtlich einzige, übrig gebliebene freie BWA-Lizenz könnte "zu einem späteren Zeitpunkt" auf Gesuch hin für eine regionale Nutzung vergeben werden, schreibt das Bakom. (Maurizio Minetti)