Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/252215

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Bereich der elektrischen Schaltanlagen soll das klimaschädliche SF6-Gas gemäss einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Branche, wenn nach dem Stand der Technik möglich durch alternative Technologien ersetzt und sonst ein Entweichen vermieden werden (vgl. 22.3785).</p><p>- Betrifft diese Vereinbarung auch Windenergie-Anlagen?</p><p>- Wie gross sind SF6 Emissionen in anderen Einsatzgebieten (z.B. Schallschutzfenster)?</p><p>- Mit welchen Massnahmen senkt respektive unterbindet der Bundesrat diese Emissionen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Verwendung von SF6 ist in der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) geregelt. Für Anlagen, die mehr als ein Kilogramm SF6 enthalten, besteht eine Meldepflicht. Die Vorgaben der ChemRRV gelten für alle Anlagen und Verwendungen, einschliesslich Windenergieanlagen. Da die erwähnte Branchenvereinbarung zur Erfüllung der Meldepflicht abgeschlossen wurde, sind auch Windenenergieanlagen darin eingeschlossen. Die SF6-Emissionen im Jahr 2020 betrugen gemäss Treibhausgasinventar der Schweiz 140 000 Tonnen CO2-Äquivalente. Das entspricht weniger als einem halben Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz. Die Emissionen aus SF6-befüllten Schallschutzfenstern waren in den letzten Jahren stark rückläufig. Sie betrugen im Jahr 2020 noch 26 000 Tonnen C02-Äquivalente. Seit 2003 werden keine SF6-haltigen Schallschutzfenster hergestellt und verbaut. Es handelt sich hierbei somit um Restemissionen, die künftig weiter zurückgehen werden. SF6-Emissionen konnten unter anderem im Rahmen der Branchenvereinbarung gegenüber früher deutlich reduziert werden. So durch die spezifische Schulung des Personals sowie gezielte Massnahmen bei der Herstellung, Wartung und Entsorgung von SF6 in elektrischen Anlagen.</p>