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Stellungnahme der SFL-Klubs zu den Reformvorschlägen der UEFA
Im Rahmen der ausserordentlichen Generalversammlung diskutierten die 20 Klubs der Swiss Football League (SFL) über die aktuellen Reformvorschläge für die UEFA-Klubwettbewerbe ab 2024. Die SFL und ihre Mitglieder lehnen die Vorschläge unisono ab. Das derzeit diskutierte, von der UEFA vorgeschlagene und von der Europäischen Club-Vereinigung (ECA) unterstützte Konzept, hätte nicht akzeptable Auswirkungen auf die SFL sowie ihre Klubs und darf daher in dieser Form nicht umgesetzt werden.
Die Klubs der SFL sind der festen Überzeugung, dass die sportliche Leistung in den nationalen Meisterschaften das einzige Kriterium für die Qualifikation zu internationalen Klubwettbewerben wie die heutige UEFA Champions League und die UEFA Europa League sein darf. Weiter dürfen allfällige Veränderung in diesen Wettbewerben den Spielplan der nationalen Meisterschaften nicht gefährden. Die SFL-Klubs sprechen sich klar gegen die Einführung von zusätzlichen Spieltagen im Vergleich zur aktuellen Situation aus.
Im Gegenzug fordern die Klubs der SFL die Einführung eines gerechteren Modells für die Verteilung der Erlöse und eine substanzielle Erhöhung der solidarischen Verteilung innerhalb der UEFA-Klubwettbewerbe, um einen ausgewogenen Wettbewerb in der nationalen Meisterschaft sicherzustellen.
«Die nationalen Meisterschaften und hunderte Klubs in den höchsten europäischen Ligen sind das starke Rückgrat des professionellen Fussballs», sagt Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League. «Für jeden dieser Klubs muss der Traum von der Teilnahme an den UEFA-Klubwettbewerben und die damit verbundene Aussicht auf Partien gegen die grossen Traditionsklubs dieses Kontinents weiterleben. Stirbt dieser Traum, stirbt auch ein wichtiges Element des Klubfussballs und des Fantums. FC Basel 1893 gegen FC Liverpool, BSC Young Boys gegen Juventus Turin, der FC Zürich gegen AC Milan oder der FC Thun gegen Arsenal. Diese Sternstunden sind es, die den europäischen Klubfussball für uns und alle Schweizer Fussballfans so einzigartig machen und ewig in Erinnerung bleiben. Wir wollen, dass das auch künftig möglich ist und möglich bleibt.»