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Geheim! 01.11.2009 00:22

d.a. Nach und nach freigegebene Dokumente zeigen immer wieder auf, wie die politischen Fäden abseits jeglicher Demokratie unter vollständiger Geheimhaltung gesponnen werden:
Auch bezüglich des Euros werden so den Bürgern bislang vorenthaltene Fakten bekannt:
Helga Zepp-LaRouche hatte recht: Der Euro war die Bedingung für die Wiedervereinigung!
Dokumente des britischen Außenamts, die am 11. September 09 freigegeben wurden, bestätigen das, was Helga Zepp-LaRouche bereits 1999 in ihrem Buch ›Die verpaßte Chance von 1989-90‹ schlüssig darlegte: die britische Premierministerin Thatcher und der französische Präsident Mitterrand hatten nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 darauf beharrt, daß Deutschland als Vorbedingung für die Wiedervereinigung 1990 im Rahmen der europäischen Integration seine Souveränität aufgeben müsse. Die Süddeutsche Zeitung vom am 5. 9. 09 berichtete jetzt (!) auf der Grundlage von Vorabkopien aus dem Zeitraum von April 1989 bis November 1990, daß die europäische Einheitswährung der ›Preis‹ gewesen sei, den Mitterrand vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl für die Wiedervereinigung gefordert und erhalten habe. Genau mit diesem geopolitischen Druck wurde Deutschland gezwungen, unter den selbstmörderischen Maastricht-Kriterien und der Einführung des Euros seine produktive Wirtschaft abzubauen. Helga Zepp-LaRouche und ihre Mitstreiter hatten damals das Konzept der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklung des ›Produktiven Dreiecks Paris-Berlin-Wien‹ vorgelegt, das mit Infrastrukturkorridoren als Motor für den Aufbau Osteuropas und Rußlands dienen sollte. Stattdessen wurde eine brutale IWF-Schocktherapie durchgesetzt und diejenigen, die andere Konzepte vertraten, wie Karsten Rohwedder und Alfed Herrhausen, fielen Terroristen zum Opfer. Gewöhnlich bleiben diplomatische Dokumente 30 Jahre lang geheim, doch das britische Außenministerium beschloß, die etwa 500 Seiten schon nach 20 Jahren zu veröffentlichen. In der Financial Times hieß es dazu am 10.9., dies sei ein »Versuch Großbritanniens, die Dinge ins rechte Licht zu rücken und zu zeigen, daß seine Diplomaten der Wiedervereinigung schon sehr früh positiv gegenüberstanden, trotz Frau Thatchers persönlicher Bedenken.« Allerdings sind diese Enthüllungen alles andere als ›neu‹ und kommen jetzt nur im Gefolge von Rissen im britischen Establishment an die Öffentlichkeit. Thatchers Ausbrüche charakterisieren die Gesamtstrategie der britischen Empirefraktion gegenüber Europa. Robert Cooper, heute Assistent des EU-Außenministers Javier Solana, beschrieb es damals so, daß Deutschland durch EU und NATO eingedämmt werden sollte, so daß ganz Europa auf eine Art des ›neuen liberalen Imperialismus‹ eingeschworen werden konnte. Stellvertretend dafür steht Tony Blairs berüchtigte Rede in Chicago von 1999, als er das ›Ende des Westfälischen Systems‹ und mit dem Krieg gegen Jugoslawien den Großangriff auf der Prinzip der nationalen Souveränität ankündigte. Heute beteiligen sich nicht nur Deutschland, sondern auch viele neutrale europäische Länder an militärischen kolonialen Abenteuern, wobei Afghanistan als Modellprojekt dient. Diese Enthüllungen, die nun auch in den offiziellen Medien berichtet werden dürfen, sollten es ermöglichen, das ungeliebte imperiale Projekt des Euros endlich loszuwerden, ehe es ganz zu spät ist. Und nur ein neues Kreditsystem für langfristigen Aufbau zwischen souveränen Nationen, das die Projekte der Eurasischen Landbrücke verwirklicht, kann die tragfähige Grundlage einer langfristigen Friedensordnung bilden! 1
Die Nixon-Médici-Connection - Von Benjamin Beutler
»Geheimes Protokoll« veröffentlicht: Die USA warben für den Chile-Putsch 1973. Die Dokumente, die am 16. 8. 09 in den USA veröffentlicht wurden, haben es in sich. Demnach waren die USA unter Präsident Richard Nixon (1969–1974) nicht nur direkt am Putsch gegen den chilenischen Präsidenten Salvador Allende am 11. September 1973 beteiligt. Sie warben zudem offenbar bei anderen lateinamerikanischen Staaten, mindestens jedoch bei der brasilianischen Militärjunta, um Unterstützung hierfür. Dies geht aus einem »geheimen Gesprächsprotokoll« hervor, das nun zur Veröffentlichung freigegeben und von dem an der George-Washington-Universität ansässigen »Nationalen Sicherheitsarchiv« vorgestellt wurde.
Demnach fand am 9. Dezember 1971 im Weißen Haus ein Treffen zwischen Nixon und Brasiliens Juntachef Emilio Médici statt. Inhalt des Gesprächs war die Diskussion von Möglichkeiten, nicht nur Allende, sondern auch andere als »kommunistisch« eingeschätzte Staaten, wie etwa die Regierung Fidel Castros auf Kuba, zu stürzen oder zu destabilisieren. »Wir müssen alles tun, um neue Allendes und Fidels zu verhindern, und versuchen, diese Trends umzukehren«, so Nixon. Auf die Frage, ob Brasilien die chilenischen Militärs in der Lage sähe, einen Staatsstreich gegen die Regierung Allende durchzuführen, antwortete Médici: Er habe den Eindruck, daß sie es wären. Der General fügte hinzu, daß man »bereits Austauschprogramme mit den chilenischen Militärs« unterhalte. Auch über andere Länder sprachen die beiden Staatschefs. Médici fragte Nixon, ob Brasilien die Exilkubaner unterstützen sollte. Diese besäßen Kräfte, »um das Castro-Regime zu stürzen«. Nixon antwortete darauf, alles sei möglich, solange nicht bekannt würde, daß »wir unsere Hände im Spiel haben«. Es gebe »eine Menge Sachen, die Brasilien als südamerikanisches Land machen kann, die USA aber nicht«. Einigkeit wurde darüber erzielt, daß »es für Brasilien und die Vereinigten Staaten sehr wichtig ist, in diesem Feld eine sehr enge Zusammenarbeit zu erreichen«, so die schriftliche Zusammenfassung des Meetings. »Wenn Geld nötig ist oder andere diskrete Hilfe, dann sind wir in der Lage, diese zugänglich zu machen«, bot Nixon an. Abseits regulärer diplomatischer Kanäle wurde eine direkte, »geheime« Kontaktaufnahme vereinbart. Auf US-Seite wurde Außen- und Sicherheitsberater Henry Kissinger beauftragt, auf der Gegenseite Brasiliens Außenminister Gibson Barbosa. Zwei Jahre später, am 11. September 1973, putschte das chilenische Militär. Der 1970 demokratisch gewählte Volksfront-Präsident wurde bei dem vom US-Geheimdienst CIA unterstützten Staatsstreich getötet *. Die Dokumente öffnen die Tür zu einer neuen unerzählten Geschichte zu den Bemühungen, Allende zu stürzen«, urteilte Peter Kornbluh, Direktor des »Nationalen Sicherheitsarchivs«. »Sogar gemessen daran, was wir schon über die ausgedehnten Kontakte zwischen den USA und lateinamerikanischen Alliierten während des Kalten Krieges wissen, enthüllen sie ein höheres Kooperationsniveau als bisher bekannt war«, kommentierte Michael Shifter, Vizepräsident des Washingtoner Lateinamerika-Forschungsinstituts Inter-American- Dialogue. 2
1 http://www.bueso.de/news/helga-zepp-larouche-hatte-recht-euro-war-bedingung-fur-wiedervereinigung 14 September 2009
2 Quelle: http://www.jungewelt.de/2009/08-19/039.php
* politonline d.a. Letzterer in diesem Artikel zitierter Fakt entspricht nicht den in der Zwischenzeit bekannt gewordenen wahren Umständen. Der ehemalige Leibarzt von Allende machte öffentlich, dass Allende die Möglichkeit eingeräumt worden war, das Land zu verlassen, was dieser ablehnte und sich daraufhin, entmachtet, das Leben nahm.