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Mit ARA-Abläufen belastete Gewässerstrecken im Kanton Luzern in km (nach Abwasser-Anteil)
Heute werden im Kanton Luzern rund 160 km Gewässerstrecken (Seen und Fliessgewässer) durch die Einleitung von gereinigtem Abwasser aus Kläranlagen belastet. Der Abwasseranteil ist in den meisten Gewässern relativ gering (unter 10 %). Trotzdem sind rund 16 km Fliessgewässer mit einem Abwasseranteil von über 10 % und einige hundert Meter gar mit einem Abwasseranteil von über 50 % belastet (Abwasseranteil bei Niedrigwasser Q347). Durch die Aufhebung der ARA Winon konnte die Wyna 2008 vom eingeleiteten Abwasser befreit werden. Da sich der grösste Teil der entlasteten Gewässerstrecke im Kanton Aargau befindet, hatte dies aber nur einen geringen Einfluss auf die Länge der belasteten Gewässerstrecken im Kanton Luzern. Das gereinigte Abwasser der ARA Oberseetal wird seit 2012 direkt in die Reuss eingeleitet. Dadurch konnte der sehr stark belastete frühere Vorfluter (Winkelbach) von der Abwassereinleitung befreit werden. Allerdings betraf dies nur eine relativ kurze Gewässerstrecke. 2014 wurde zudem die ARA Ballwil ausser Betrieb genommen und Ballwil an die ARA Oberseetal angeschlossen. Damit konnte der Gerligenbach und der Rotbach komplett von der Einleitung von gereinigtem Abwasser befreit werden. Dies entspricht rund 6 km Fliessgewässer. In den nächsten Jahren ist geplant, weitere kleinere Kläranlagen an kleinen Bächen zu schliessen und deren Einzugsgebiete an grössere Anlagen anzuschliessen. Dadurch wird die mit Abwasser belastete Gewässerstrecke im Kanton deutlich abnehmen. Dies gilt insbesondere für Gewässer mit hohem Abwasseranteil.
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