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Drei Viertel aller Männer mit einem Herzleiden haben auch mit erektiler Dysfunktion zu kämpfen. Von den Patienten, die einen implantierten Defibrillator tragen, plagen sich 57 Prozent mit einer gestörten Erektion. Angesichts solch hoher Zahlen hat eine dänische Arbeitsgruppe untersucht, ob den Betroffenen auch mit nichtpharmakologischen Mitteln geholfen werden kann.
154 Männer, im Mittel knapp 62 Jahre alt, waren an der Studie beteiligt. 75 von ihnen wurden der Interventionsgruppe zugelost und durchliefen ein zwölfwöchiges Programm zur Rehabilitation der Sexualfunktion. Es bestand aus einem körperlichen Intervalltraining dreimal wöchentlich eine Stunde mit Radfahren, Kraft- und Dehnübungen, gezielten, dreimal täglichen, zehnsekündigen Kontraktionsübungen für die Beckenbodenmuskulatur sowie aus einer psychologischen Beratung, in der die individuellen Probleme der Patienten zur Sprache kamen. 79 Patienten wurden nur gegen ihr Herzleiden behandelt und bekamen keine spezielle Sexualrehabilitation.
Signifikante Verbesserungen gab es bereits nach vier Monaten bei der Erektions- und Orgasmus-Funktion, nach sechs Monaten auch bei der Libido und der Zufriedenheit mit dem Sexualverkehr. Körperliches Training kann zwar den Sex verbessern, betonen die Autoren, dennoch seien keine Wunder zu erwarten.