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An der Gemeindeversammlung vom Freitag, 29. November 2013 werden die Stimmberechtigten über eine Beteiligung am Aktienkapital der Kraftwerke Färmelbach AG befinden können.
Bei einem Aufwand von 6,1 Millionen Franken schliesst der Voranschlag 2014 mit einem Aufwandüberschuss von 416 000 Franken ab. Das Budget basiert auf einer unveränderten Steueranlage von 1.84 und Bruttoinvestitionen von 5,4 Millionen Franken. Das Defizit ist insbesondere auf die negative Entwicklung des Finanz- und Lastenausgleiches sowie auf einen höheren Abschreibungsaufwand wegen den grossen Investitionen zurückzuführen. Der Aufwandüberschuss kann über das vorhandene Eigenkapital von 2,4 Millionen Franken finanziert werden.
Die bestehenden Abwasserfaulräume im Färmetal entsprechen nicht mehr den heutigen Vorschriften. Weil der Kanton eine ganzheitliche Sanierung verlangt, wurde das Färmeltal zum öffentlichen Sanierungsgebiet erklärt. Im Vorfeld der Gemeindeversammlung vom 20. August 2006 wurde die Idee eingebracht, interessante Synergien zu nutzen und im Graben der neuen Kanalisationsleitung gleichzeitig auch eine Druckleitung zur Stromerzeugung zu verlegen. Im Jahr 2009 hat die Gemeinde das Baugesuch für die verlangte Abwasserleitung aus dem Färmeltal beim Regierungsstatthalteramt eingereicht. Zeitgleich hat die BKW Energie AG beim Amt für Wasser und Abfall das Gesuch für die Konzession und den Bau eines Wasserkraftwerks zur Nutzung des Färmel- und Albristbachs eingegeben.
Es wird erwartet, dass der Regierungsrat demnächst über die Konzessions- und Baubewilligung des Wasserkraftwerks befinden wird. Die Anlage mit einer Leistung von rund zwei Megawatt (MW) und einer Stromproduktion von rund neun Gigawattstunden (GWh) pro Jahr, wird einen wichtigen Beitrag zur Versorgung des Obersimmentals mit erneuerbarer Energie leisten. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 18,5 Millionen Franken. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich zwei Jahre. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung, sich mit 900 000 Franken am Aktienkapital der noch neu zu gründenden Kraftwerke Färmelbach AG zu beteiligen. Damit das Kanalisationsneubauprojekt Färmel realisiert werden kann, muss der bereits im Jahr 2006 bewilligte Kredit um 860 000 Franken auf 1 100 000 Franken erhöht werden.
Insgesamt gehörte Fritz Perren vierzehn Jahre dem Gemeinderat an, davon sechs Jahre als Gemeinde- und Gemeinderatspräsident. Fritz Perren ist infolge Amtszeitbeschränkung nicht wieder wählbar. Deshalb muss ein neuer Präsident gewählt werden. Von den übrigen acht Sitzen im Gemeinderat müssen vier Sitze neu bestellt werden. Albin Buchs kann wieder gewählt werden. Infolge Amtszeitbeschränkung scheiden Ende Jahr der Vizepräsident Arnold Matti und Bruno Hählen sowie wie auch Petra Krebs, die demissioniert hat, aus dem Gemeinderat aus.
In der Rechnungsprüfungskommission müssen Marc Mathis und Andreas Ziörjen für eine zweite Amtsperiode bestätigt werden. In der Schulkommission müssen vier Sitze neu bestellt werden. Sylvia Gobeli, Matthias Kuhnen und Pia Perren stellen sich für eine Wiederwahl zur Verfügung. Infolge Demission scheiden Barbara Lempen und Ulrich Stucki aus der Schulkommission aus.
Erstellt am: 22.10.2013