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Burhan Doğançays Reise nach Jerusalem und Tel Aviv
Der 2013 verstorbene Künstler gehört zu den eigenständigsten Stimmen der Nachkriegsmoderne und erlangt zunehmend Aufmerksamkeit in Europa. Die Ausstellung, deren Grundlage eine grosszügige Schenkung bildet, präsentiert zwei Gemälde, eine Serie von sechs grossformatigen Collagen sowie über 50 Arbeiten aus der Werkgruppe WALLS OF ISRAEL. Diese Serie geht zurück auf das Jahr 1975 und die erste Reise Burhan Doğançays nach Jerusalem und Tel Aviv. Doğançays Werke verdeutlichen sowohl den politischen Kontext als auch die Stimmung, die zu diesem Zeitpunkt, zwei Jahre nach dem Jom-Kippur-Krieg, im Land herrschte: Tauben als Symbol des Friedens, Herzen und Davidsterne sowie der berühmte Anti-Kriegs-Slogan «Make Love, Not War!» wiederholen sich in den Bildern, die der Künstler auf diesen Reisen gesammelt hat.
Dokumentation aus 100 Ländern
In der ersten Serie, die aus seinen Reisen nach Jerusalem und Tel Aviv resultierte, zeigt sich bereits, was in der späteren Arbeit immer wieder auftauchen wird: Mauern, die dazu da sind, zu trennen, sind gleichzeitig Träger einer der Menschheit gemeinsamen Sprache. Doğançays Aufenthalt in Israel war für sein Werk von entscheidender Bedeutung. Er markiert den Beginn seiner systematischen fotografischen Annäherung an die Mauern dieser Welt. Diese Dokumentation, die er in über 100 Ländern fortsetzte, umfasste schliesslich mehr als 40’000 Fotografien. Diese bildeten die Grundlage für seinen umfassenden Werkzyklus WALLS OF THE WORLD, dessen Zeichnungen, Gemälde und Collagen ihn bis zu seinem Lebensende beschäftigten.