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Die Vorgeschichte: Im Jahr 2014 entscheidet das Thurgauer Kantonsparlament, den Französischunterricht auf der Primarstufe abzuschaffen. Die Regierung hatte sich vergeblich dagegen gewehrt und präsentierte im April 2016 die Umsetzung: Kein Französisch auf der Primarschule, dafür mehr Lektionen auf der Oberstufe. Damit sollen die Schülerinnen und Schüler nach der Oberstufe die gleichen Fähigkeiten haben wie mit Französisch in der Primarschule.
Die Reaktionen: Vor allem Westschweizer Kantone reagierten heftig auf den Entscheid. Sie argumentierten mit dem nationalen Zusammenhalt, der gefährdet sei. Der Bundesrat drohte mit einem Sprachengesetz, das den Kantonen den Sprachenunterricht vorschreiben soll.
Die neue Debatte: Die Reaktionen sowie die Umsetzungspläne der Regierung könnten die Kantonsräte für die Parlamentsabstimmung im Frühjahr beeinflussen. Seit dem Entscheid im Jahr 2014 fanden zudem Kantonsratswahlen statt, rund ein Viertel der Kantonsräte waren damals noch nicht dabei.