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Hinter dem von George Baker in England trainierten Sieger belegten der aus Deutschland angereiste Hout Bay und die englische Stute Torochica die nächsten Ränge.
Nach dem Aufschnellen der Türen der Startboxen stürmte der ziemlich weit aussen gestartete Wargrave sogleich an die Spitze. Begleitet von der Stute Torochica führte der Hengst das Feld auch noch durch die Gegenseite und den Schlussbogen. Angesichts der milden Temperaturen und der dadurch weichen und kräftezehrenden Schneebahn fragten sich die Zuschauer, ob der eben erst vierjährig gewordene Hengst die angeschlagene Pace würde durchziehen können. Tatsächlich galoppierte er auf der Zielgeraden nicht mehr so flüssig, seine Schritte wurden kürzer, doch den Gegnern ging es nicht besser und so brachte Wargrave den Sieg mit eineinhalb Längen Vorsprung sicher nach Hause.
Hout Bay, der vom aus Kasachstan stammenden deutschen Champion Bauyrzhan Murzabayev geritten wurde, konnte als Einziger in der Endphase Boden gutmachen und wurde dafür mit Platz 2 belohnt. Hinter Torochica und Dolphin Vista, die wie der Sieger aus einem englischen Stall kommen, belegte der von Miro Weiss in Urdorf trainierte Samurai als bestes Schweizer Pferd den 5. Rang.
In den Fussstapfen des Vaters
Siegreiter Dennis Schiergen ist ein Sohn des deutschen Top-Trainers Peter Schiergen, der 1996 im Grossen Preis von St. Moritz als Jockey und 2005 als Trainer triumphiert hatte (dieses Jahr gewann sein Schützling Iron Duke vor den stärker eingeschätzten Zock und Hakam die Sprintprüfung). Sohn Dennis lebt seit einigen Jahren in der Schweiz, wo er letztes Jahr Champion der Flachjockeys wurde. «Seit ich 2015 mit dem von meinem Vater trainierten Marunas den zweiten Platz belegt hatte, war es mein Ziel, den Grossen Preis von St. Moritz zu gewinnen», meinte der 25-jährige, der unter der Woche im Raum Zürich einem Bürojob nachgeht. Zum Ritt mit Wargrave kam er, weil er vor einem Jahr bereits ein anderes Pferd des gleichen Besitzers geritten hatte.
Von Gunten zurück auf dem Thron
Das Skikjöring-Rennen wurde eine sichere Beute des Gespanns mit Zugpferd Zambeso und Skifahrer Adrian von Gunten an den Leinen. Da das Duo bereits das Rennen des zweiten Sonntags für sich entschieden hatte, wurde Adrian von Gunten als überlegener Sieger der Gesamtwertung der Credit Suisse Skikjöring Trophy zum «König des Engadins» ausgerufen. Keine neue Erfahrung für Adrian von Gunten, denn der Optiker aus Burgdorf hatte den Titel dank der legendären Stute Mombasa bereits in den Jahren 2012, 2013 und 2016 getragen.
Apollo San überlegener Trab-Sieger
Im Grand Prix BMW, dem Hauptereignis der Traber, standen im Vorfeld die Sieger der Vorsonntage, Ugo de Tortière und Vladimir de Ginai, in der Favoritenrolle. Doch Ugo de Tortière trat aus gesundheitlichen Gründen erst gar nicht an und Vladimir de Ginai liess nach anfänglicher Führung stark nach und war bereits auf der Gegenseite geschlagen. So schlug die Stunde von Apollo San, der mit seinem Besitzertrainer Daniel Grüter im Sulky der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance liess. Doch eine grosse Überraschung war dies nicht, hatte der zehnjährige Wallach in St. Moritz doch schon mehrfach seine Eignung für die Rennen auf Schnee gezeigt.