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Simbabwes Ex-Machthaber Robert Mugabe ist gestorben. Seine Familie bestätigt seinen Tod gegenüber der BBC. Der 95-Jährige starb nach längerer ärztlicher Behandlung in Singapur. Berichten zufolge wurden die lebenserhaltenden Massnahmen eingestellt.
Mugabe war im November 2017 durch einen Militärputsch von der Macht verdrängt worden. Der Putsch beendete seine drei Jahrzehnte währende Herrschaft.
Mugabe war ein früherer Guerillachef, der nach dem Ende der Herrschaft der weissen Minderheit 1980 die Macht übernahm. Er machte westliche Sanktionen für wirtschaftliche Probleme Simbabwes verantwortlich.
Wachsende Unzufriedenheit über die Regierung des Landes führte zu einer militärischen Intervention, einem Amtsenthebungsverfahren und grossen Strassendemonstrationen. 2017 wurde der Langzeitherrscher nach 37 Jahren an der Macht gestürzt. Er hatte das südafrikanische Land mit harter Hand regiert.
Simbabwes Bildungsministerin Fadzayi Mahere twitterte: «Ruhe in Frieden, Robert Mugabe.»
Simbabwe mit seinen etwa 15 Millionen Einwohnern gehört einem UNO-Index zufolge zu den ärmsten Staaten der Welt. Mugabe hat während seiner Regentschaft die frühere Kornkammer des südlichen Afrikas heruntergewirtschaftet.
Die ehemalige britische Kolonie ist mit 391'000 km2 etwas grösser als Deutschland und hat etwa 15 Millionen Einwohner. Drei bis vier Millionen Einwohner haben das Land jedoch in den letzten Jahren aufgrund der Krise verlassen.
Zudem ist das Bevölkerungswachstum im Gefolge der AIDS-Epidemie stark zurückgegangen – Simbabwe ist eines der am stärksten von AIDS gebeutelten Länder der Welt. Fast jeder siebte Erwachsene ist von der Krankheit betroffen.
Die Wirtschaft des einst reichen Landes befindet sich seit den Neunzigerjahren im Niedergang; von 1998 bis 2008 schrumpfte sie um die Hälfte. Hauptgrund dafür ist die chaotisch durchgeführte Landreform, in deren Verlauf etwa 4000 weisse Farmer enteignet wurden.
Die schwarzen Kleinbauern, an die das Land verteilt wurde, hatten oft nicht die notwendigen Kenntnisse und produzierten nur für den Eigenbedarf. Aus der Kornkammer wurde ein Importeur von Nahrungsmitteln. (mlu/dhr/sda)