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<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Warum schneiden Schweizer Hochschulen - trotz der Vorgaben in der BFI-Botschaft - bezüglich Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung so schlecht ab?</p><p>2. Was können sie von jenen Hochschulen lernen, die das University Impact Ranking 2019 anführen?</p><p>3. Was können sie bezüglich Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung voneinander lernen, sollen sie das konkret tun, und wie kann der Bund diesen Austausch fördern?</p><p>4. Was tut der Bundesrat konkret, um die Erreichung der in der BFI-Botschaft verankerten Ziele bezüglich Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen zu unterstützen?</p><p>5. Welche weiteren konkreten Massnahmen sieht er als notwendig und zielführend an?</p><p>6. Welche Rolle können und sollen die Kantone bei der Entwicklung von Massnahmen zur Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung an den Hochschulen spielen?</p><p>7. Mit welchen konkreten Zielen und Massnahmen plant der Bundesrat die Ausrichtung der Hochschulbildung, -forschung und -innovation auf die Erreichung der Ziele der Agenda 2030 in der nächsten Förderperiode zu verstärken?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./2. Die Teilnahme am University Impact Ranking 2019 zur Messung des Beitrags zur nachhaltigen Entwicklung der Hochschulen ist freiwillig. Methodisch stützt sich das Ranking zu einem grossen Teil auf Selbsteinschätzungen. Es erfasst nicht alle von der Uno definierten Sustainable Development Goals (SDG). So wurden bisher nur 11 der 17 SDG berücksichtigt. Die Schweizer Hochschulen leisten einen bedeutenden Beitrag zu den SDG der Uno, bei der Ausbildung künftiger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Entscheidungsträger und -trägerinnen sowie bei der Generierung von Wissen und dessen Transfer in die Gesellschaft. Auch engagieren sie sich mit Partnern aus dem globalen Süden an der Entwicklung grenzüberschreitender Lösungen.</p><p>An der ETH Zürich ist das Thema Nachhaltigkeit auf strategischer Ebene verankert. Es umfasst die Kernbereiche Forschung, Lehre, Campus und den Dialog mit der Gesellschaft und ist mit der Critical Thinking Initiative in allen Fachbereichen präsent. An der EPFL befassen sich 191 von 350 Labors mit mindestens einem der SDG. Die kantonalen Universitäten haben nachhaltige Entwicklung in ihren Gesamtstrategien verankert, führen interdisziplinäre Fachstellen, die die Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre fördern (vgl. z. B. die Universitäten Basel und Lausanne). Nachhaltige Entwicklung ist ebenso an den Fachhochschulen ein wichtiges Thema in Lehre und Forschung sowie über Initiativen und Projekte (z. B. die Awards der Berner Fachhochschule für Studierendenprojekte). Sie ist an den pädagogischen Hochschulen in der Lehre und in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit präsent und in den sprachregionalen Lehrplänen für die obligatorische Schule integriert. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gehört in der Schweiz zum öffentlichen Bildungsauftrag.</p><p>3. Austausch und gegenseitiges Lernen sind im Bereich der nachhaltigen Entwicklung von hoher Bedeutung. Bereits in der BFI-Periode 2013-2016 hat der Bund deshalb zusammen mit den Kantonen über das Instrument der projektgebundenen Beiträge das Kooperationsprogramm der Hochschulen "Nachhaltige Entwicklung und Hochschulen" mitfinanziert. Aktuell unterstützt er zusammen mit den Kantonen das Nachfolgeprojekt "U Change - Studentische Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung" (2017-2020), dessen Weiterführung von Swissuniversities für 2021 bis 2024 beantragt wurde. Vernetzung und gegenseitiges Lernen sind dabei zentral und werden z. B. am jährlichen Sustainable University Day mit internationalen Experten und Expertinnen gefördert.</p><p>4.-7. Die nachhaltige Entwicklung und deren Förderung durch den Bund ist ein Verfassungsauftrag (Art. 2, 54 und 73 BV). Der Bund hat mit der Verabschiedung seiner Strategie Nachhaltige Entwicklung 2016-2019 die hohe Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung klar hervorgehoben und die Verfolgung der SDG in den Sektoralpolitiken definiert. Für sämtliche BFI-Bereiche wurden die entsprechenden Ziele und Massnahmen in der BFI-Botschaft 2017-2020 festgehalten. </p><p>Nachhaltige Entwicklung soll auch in der BFI-Botschaft 2021-2024 ein transversales Thema bilden. Betreffend Hochschulbereich hat Swissuniversities das Thema der nachhaltigen Entwicklung in der strategischen Planung 2021-2024 hervorgehoben. Die Hochschulen wollen in den nächsten Jahren prüfen, wie ihre Vorbildfunktion und Führungsrolle noch weiter gestärkt werden kann. Mit Blick auf die Agenda 2030 hat Swissuniversities bei Bund und Kantonen projektgebundene Beiträge beantragt zu den Themen Entwicklung und Zusammenarbeit, Diversität, Inklusion und Chancengleichheit sowie Studierendenprojekte zur nachhaltigen Entwicklung. Der Bund unterstützt die Hochschulen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben nicht nur über die projektgebundenen Beiträge, sondern auch über eine solide Grundfinanzierung. Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt ebenfalls Projekte und Programme zur nachhaltigen Entwicklung. Für die Exzellenz im Bereich nachhaltige Entwicklung ist auch die Möglichkeit zur Teilnahme an internationalen Projekten von Bedeutung. Nicht zuletzt prüft auch die Akkreditierung nach HFKG, ob die Hochschulen über ein Qualitätssicherungssystem verfügen, das Gewähr dafür bietet, dass die Aufgaben im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung erfüllt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.