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Was ist ankylosierende Spondylitis?
In der Medizin wurden Erkrankungen gerne nach ihrem Erstbeschreiber benannt. So wurde auch die durch eine Autoimmunerkrankung vermittelte Entzündung der Wirbelsäule bisher nach dem russischen Neurologen und Psychiater Wladimir Bechterew als Morbus (lateinisch: "Krankheit") Bechterew benannt. Die medizinisch-wissenschaftliche Bezeichnung lautet jedoch "ankylosierende Spondylitis".
Die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew), zählt zu den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind keineswegs ausschliesslich "Gelenkbeschwerden bei älteren Menschen". Im Gegenteil: bei jungen und alten Menschen sowie Männern und Frauen können entzündlich-rheumatische Erkrankungen auftreten, und diese können verschiedene Regionen des Bewegungsapparates und andere Organsysteme wie Haut, Augen und den Darm befallen.
Die ersten Zeichen der ankylosierenden Spondylitis machen sich zumeist in jüngeren Jahren, zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr, bemerkbar. An der ankylosierenden Spondylitis erkranken Männer etwa dreimal häufiger als Frauen.