Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03628.jsonl.gz/1326

Auf dem Riederenhof leben ein Haufen Hühner, Duzend Kühe und eine Handvoll Schafe. Ich habe sogar eine kleine Fee gesehen. Sie entpuppt sich als verkleidete Tochter des Ehepaars Fankhausers, die den Hof betreiben. Fankhausers halten sich an bio-dynamische Richtlinien: ihre Kühe tragen Hörnen und die Hühner werden nach dem Zweinutzungsprinzip gehalten. Das bringt mit sich, dass die männlichen Küken nach dem Schlüpfen nicht getötet werden wie sonst üblich, sondern 90 Tage leben und als Pouletfleisch auf den Markt kommen. Gespritzt wird nicht, nur dynamisiert: so nennt Demeter die Dünnung des Bodens mit eigenen Präparaten. So wird beispielsweise ein Kuhhorn mit Kuhmist gefüllt und in der Erde vergraben. 14 Monate später wird der Kuhmist aus dem Horn geschabt, mit Wasser verrührt und als Düngemittel eingesetzt. Hokuspokus könnte man denken. Doch das Ergebnis ist wissenschaftlich erforscht: Der seit 1978 laufende Langzeitversuch DOK des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) zeigt eindrücklich: durch den Einsatz von biologisch-dynamischen Präparaten wird der Boden lebendiger.