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Rudolf Maeglin
24. Dezember 1892 – 2. April 1971
Der Sohn eines Basler Weinhändlers und einer Mutter aus begüterter Familie wuchs in privilegierten Verhältnissen auf. Nach einem 1918 mit Staatsexamen abgeschlossenen Medizinstudium arbeitete er zunächst als Assistenzarzt im Kantonsspital Genf. Aber schon 1919 entschied er sich für eine Laufbahn als Künstler. Im Anschluss an eine Reise nach Italien lebte er von 1922 bis 1927 in Paris, wo er die Akademien Grande Chaumière und Colarossi besuchte. Während dieser Zeit unternahm er auch Studienreisen nach Spanien und den Balearen bevor er 1927 nach Basel zurückkehrte. Bis 1936 arbeitete Maeglin als Handlanger oder Hilfsarbeiter auf dem Bau und in Fabriken. Dies inspirierte ihn massgeblich zu den Motiven seiner Kunst. 1933 war er Gründungsmitglied der Gruppe 33 an deren wichtigsten Ausstellungen er teilnahm. Ab 1936 lebte er als freier Maler und Grafiker, wobei er sich vor allem dem Holzschnitt widmete. Später trat er der Vereinigung «Xylon» bei. 1966 bis 68 realisierte er für den Basler Kunstkredit drei Glasfenster für das Treppenhaus des Kantonalen Arbeitsamtes in Basel. Sein Werk wurde von der Kunsthalle Basel 1970 in einer Doppelausstellung mit Paul Camenisch und vom Kunsthaus Zug 2012 mit einer grossen Einzelausstellung gewürdigt. Die thematische Beschränkung machte ihn zu einem Aussenseiter. Innerhalb der Gruppe 33 wurde seine Bedeutung erst spät erkannt. Seine Bilder, welche die Veränderung Basels zeigen, sind wichtige Zeugnisse der jüngeren Baugeschichte der Stadt.