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Filmduos gibt es seit den Anfangstagen des Kinos. Ein Genre für sich sind die sogenannten Buddy-Movies, ein Subgenre der Actionkomödie, bei denen sich zwei in der Regel charakterlich möglichst unterschiedliche Hauptdarsteller gegenseitig beharken, dabei am Ende aber doch an einem Strang ziehen. Warum das Internet meint, diese Duos hätten grundsätzlich gleichgeschlechtlich zu sein, erschliesst sich dem geneigten Filmfan nicht ganz. Was ist etwa mit "Bird on a Wire" mit Mel Gibson und Goldie Hawn? Oder mit "Kopfüber in die Nacht" mit Jeff Goldblum und Michelle Pfeiffer? Und dann ist da noch die Kombination Frau und Armreif. Äh, wie bitte? Ja, genau das ist die etwas schräge Grundidee von "Forspoken". Das unter der Ägide von Square Enix bei Luminous Productions entwickelte Game firmiert unter dem Label "Fantasy-Action-Rollenspiel mit Adventure-Elementen". Das kann so ziemlich alles und nichts heissen, weshalb wir es uns bei einem Preview-Event in Hamburg mal näher angeschaut haben.
Eine Armberge namens Reif
Genau genommen möchte Mister Armreif - der im Weiteren sinnigerweise einfach "Reif" gerufen wird - lieber "Armberge" genannt werden, was bei der Trägerin, der jungen New Yorkerin Frey, auf komplettes Unverständnis stösst. Das ist auch nachvollziehbar, schliesslich wurde sie urplötzlich aus ihrer ungeliebten Heimatstadt in die Fantasy-Welt Athia teleportiert. Der Armreif, sorry, die Armberge hat sich dort unlösbar um ihren rechten Arm geschlungen und übernimmt die undankbare Aufgabe, Frey auf ihre neue Umgebung einzustimmen. Sie wurde nämlich von einer dunklen Macht korrumpiert, die schlicht "der Bruch" genannt wird und einen Grossteil des menschlichen wie auch des tierischen Personals in Ungeheuer verwandelt hat. Die einst gütigen Herrscherinnen des Landes haben sich in fiese Magierinnen, die sogenannten Tantas, verwandelt, die all jenen nachstellen, die noch nicht zur dunklen Seite übergelaufen sind. Zur Handlung nur noch so viel: Der Titel "Forspoken" heisst auf Deutsch so viel wie "geweissagt". Das lässt vermuten, dass Frey nicht ganz zufällig auserwählt wurde und die Geschichte hier noch mehr in die Tiefe gehen wird.
Zunächst sind es tatsächlich primär die Wortscharmützel zwischen Frey und Reif, die der Geschichte Schwung verleihen. Die Synchro macht da einen guten Job, auch wenn die deutschsprachige Version der New Yorker Schnodderschnauze stellenweise etwas bemüht lässig herüberkommt und für dezente Fremdschämmomente sorgt. Reden Jugendliche heute so? Geschenkt! Dafür geht es in den ersten, klassischerweise als Tutorial angelegten Begegnungen mit den monströsen Bewohnern von Athia gleich ordentlich zur Sache. So bekommen wir es mit einem gigantischen (wie die meisten anderen Gegner, die wir noch treffen werden), recht zählebigen Drachen zu tun. Dabei sammeln wir erste Eindrücke vom Kampf- und Parkour-System, auf die wir gleich noch näher eingehen werden.