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Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft hat sich nach sechs starken Quartalen abgeschwächt. Im ersten Quartal 2011 stieg das Bruttoinlandprodukt noch um 0,3%, Ökonomen hatten im Schnitt 0,7% erwartet.
Das Wachstum von 0,3% ist das kleinste seit dem zweiten Quartal 2009, als die Rezession nach der Finanzkrise endete. Nach Zunahmen um 0,8% in den beiden vorhergehenden Quartalen verlor die Wachstumsdynamik an Schwung, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) weiter mitteilte.
Verglichen mit dem Vorjahresquartal liegt das BIP aber immer noch um 2,4% höher. Dies ist im langjährigen Vergleich und auch gegenüber anderen europäischen Ländern ein stolzer Wert. Ökonomen verwiesen zudem darauf, dass die Produktion deutlich unter der Nachfrage gelegen habe und in erheblichem Masse Lager abgebaut worden seien. Ohne diesen Effekt wäre das BIP markant stärker gewachsen.
Abgenommen haben allerdings die Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen. Nach einem starken vierten Quartal 2010 schrumpften diese Ausgaben im ersten Quartal 2011 um 2,7%. Gebremst wurden insbesondere der Fahrzeugbau und die Software-Branche. Demgegenüber legten die Bauinvestitionen bei spürbar steigenden Preisen um 2,7% zu. Wegen der Einwanderung boomt vor allem der Wohnbau.
Der private Konsum verlief flau. Er nahm wie im Vorquartal um 0,2% zu. Gar rückläufig war der Konsum von Nahrungsmitteln und Kleidung. Der Staatskonsum reduzierte sich um 0,3%. Demgegenüber litten die Exporte entgegen der Befürchtungen mengenmässig weiterhin kaum unter den Wechselkursen. Im ersten Quartal stiegen die Warenausfuhren um 3,1%. Allerdings sanken die Exportpreise gleichzeitig um 1,4%.