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Von der britischen BBC bis zur somalischen Nachrichtenplattform Wararka berichten zahlreiche Zeitungen und Websites am Freitag über den Vorfall in der Zürcher Luxus-Boutique.
Dort ist US-Talkmasterin Oprah Winfrey (59) nämlich nach eigenen Angaben ein Opfer von Rassismus geworden. Wie die Moderatorin in zwei TV-Interviews schilderte, wurde sie kürzlich in einem edlen Laden in Zürich nicht nach Wunsch bedient.
Sie habe sich eine Handtasche näher ansehen wollen, doch die Verkäuferin habe sich geweigert, diese aus dem Regal zu holen. «Die Frau sagte: 'Nein, diese Tasche ist zu teuer, ich zeige Ihnen eine andere'», sagte Winfrey in der Talkshow von US-Moderator Larry King.
Winfrey, deren Vermögen auf umgerechnet mehr als zwei Milliarden Franken geschätzt wird, habe zwei Mal nachgefragt, die gewünschte Tasche aber nicht bekommen. Daraufhin habe sie den Laden ohne zu protestieren verlassen. «Ich hätte auch einen Aufstand machen und meine schwarze Kreditkarte auf den Tisch knallen können», sagte die 59-Jährige im Interview mit «Entertainment Tonight» des TV-Senders CBS. Darauf habe sie aber verzichtet.
Oprah Winfrey wollte keinen Aufstand machen
Eigentlich habe sie Lust auf einen «Pretty Woman-Moment» gehabt, sagte sie in Anspielung auf eine Szene in dem Film mit Julia Roberts. «Ich wollte zurückgehen, alles kaufen und sagen 'Grosser Fehler'», verriet sie bei Larry King. Aber dann habe sie daran gedacht, dass die Verkäuferin Provision bekomme und es nicht getan. Die dunkelhäutige Moderatorin war im Juli anlässlich der Hochzeit von Tina Turner in die Schweiz gereist.
Boutique-Besitzerin bittet Winfrey um Entschuldigung
Boutiquen-Besitzerin Trudie Götz entschuldigte sich derweil bei Oprah Winfrey. «Mir tut dieser Zwischenfall aufrichtig leid», so Trudie Götz gegenüber SRF. «Das kann nur ein Kommunikationsproblem und ein Missverständnis sein.» Sie könne sich die Geschichte so, wie sie Oprah Winfrey darstellt, absolut nicht vorstellen.