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Vorgeschichte
Der Besitzerin ist aufgefallen, dass die Hündin grössere Mengen an Scheidenausfluss aufweist. Ausserdem scheint das Tier mehr Wasser als normal zu trinken, ist sonst aber munter und zeigt Appetit
Der Besitzerin ist aufgefallen, dass die Hündin grössere Mengen an Scheidenausfluss aufweist. Ausserdem scheint das Tier mehr Wasser als normal zu trinken, ist sonst aber munter und zeigt Appetit
Der Vaginalausfluss erscheint zähflüssig, gräulich-rot und riecht übel. Der Untersuch verläuft sonst unauffällig, ein Röntgenbild bestätigt aber die Befürchtung, dass die Hündin an einer Gebärmuttervereiterung leidet: Die beiden Gebärmutterhörner erscheinen im Röntgenbild stark vergrössert, weil sie grosse Mengen an Eiter enthalten. Ein kurzer Ultraschall bestätigt die Diagnose.
In dieser Situation scheint nur ein chirurgisches Vorgehen erfolgsversprechend. Der schlechte Geruch des Ausflusses weist darauf hin, dass die Gebärmutter bakteriell infiziert ist und den Körper dadurch stark belastet.
Unter Vollnarkose wird die Gebärmutter samt Eierstöcken entfernt; dabei wird ersichtlich, dass sich im rechten Eierstock eine grosse Zyste gebildet hat. Da die Operationswunde beim Durchtrennen des Gebärmutterkörpers potentiell mit Bakterien kontaminiert wurde, wird ein spezielles Nahtmaterial eingesetzt und der Hund antibiotisch versorgt, um einem Infekt der Operationswunde und der Bauchhöhle vorzubeugen.
Ela erholt sich gut von ihrer Operation, 10 Tage später werden die Nähte gezogen.
Gebärmuttervereiterungen sind beim Hund ein relativ häufiges Problem - man schätzt, dass etwa 20% der unkastrierten Hündinnen daran erkranken. Wird das Problem nicht rechtzeitig erkannt, kann das Problem durchaus lebensbedrohlich werden.
In gewissen Fällen (offener Muttermund, gutes Allgemeinbefinden des Hundes, Unmöglichkeit eines chirurgischen Vorgehens aufgrund anderer Probleme der Hündin, finanzielle Einschränkungen der Besitzer) kann ein Therapieversuch mit Antibiotika und einem Medikament, welches die Gebärmutterkontraktion fördert, versucht werden. Es besteht aber das Risiko, dass Bakterien im Uterus überleben und so das Problem nicht gelöst wird.
Bei Ela hat möglicherweise die Zyste am rechten Eierstock durch eine unkontrollierte, unnatürliche Hormonbildung zur Entwickel der Gebärmuttervereiterung beigetragen.