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Chor und Schiff der St.Leonhardskapelle vor dem Neubau um 1960.
St.Leonhardskapelle
Rufi, damals noch «Rufinum» wird 1178 als Besitz des Damenstifts Schänis in der Papsturkunde erwähnt. Seit 1438 ist Rufi eine der sechs Ortsgemeinden des Bezirks Gaster. Seit 1803 ist Rufi Teil der politischen Gemeinde Schänis und gehört auch kirchlich dazu.
Die St.Leonhardskapelle wird erstmals 1447 in einer Urkunde erwähnt. 1522 schliessen sich die Kirchgänger von Benken und Rufi zu einer Kapellgenossenschaft zusammen und bitten um einen Priester. Wie es in den Geschichtsbüchern heisst, predigt ab 1528 der «unruewige Pfaff» Michael Richinger von der Kanzel der St.Leonhardskapelle. Im Februar 1529 tobt an vielen Orten in Europa der Bildersturm und macht auch vor Rufi nicht halt. In der Folge geht die Leitung der St.Leonhardskapelle wieder an Schänis über. Am 3. Juli 1533 wird die durch den Bildersturm entweihte Kapelle wiederhergestellt, indem ein Altar zu Ehren der Heiligen Leonhard, Lucius, Placidus und Sigisbert geweiht wird.
In den folgenden Jahren wird die Kapelle viele Male renoviert. Unter anderem wird 1602 der Chor nach Osten hin verlängert, und ein Jahr später wird die Kapelle mit zahlreichen Gemälden verziert. 1789 wird Maseltrangen zur eigenständigen Pfarrei und baut eine eigene Kirche. Es löst sich damit aus dem Kapellverband mit Rufi. 1898/99 wird die Kapelle umfassend saniert. Unter anderem werden die Wände sowie der schiefe Boden begradigt. Durch die zahlreichen Renovationen und Ausbauten über die vielen Jahrhunderte hinweg, gleicht die St.Leonhardskapelle einem Flickwerk, die Bausubstanz hat gelitten. Sie wird 1964 schliesslich abgerissen und vom Architekten Hans Burkard neu gebaut. Der Neubau hebt sich durch seine spezielle rechteckige Form und die steilen Satteldächer von anderen Kapellen ab. 1965 erhält die Kapelle eine neue Orgel mit vier Registern.