Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03505.jsonl.gz/1732

Beim Laufen lernen, Toben auf dem Spiel- oder Pausenplatz in der Schule: Im Kindesalter ist ein blauer Fleck (Hämatom) oder ein Bluterguss an Armen oder Beinen kaum vermeidbar.
Wie ein Bluterguss entsteht
Wenn eine Vene, Arterie oder ein Kapillargefäss durch einen Stoss verletzt wird, fliesst Blut in die Umgebung des Gefässes. Wenn sich das ausgetretene Blut direkt unter der Haut befindet, sehen wir dies als blauen Fleck oder Bluterguss. Zunächst rötlich-blau, verfärbt sich ein solcher von grünlich-gelb bis hin zu braun, um dann allmählich zu verblassen. Die Heilung kann Tage oder manchmal sogar Wochen dauern, je nachdem, wie stark der Schlag war, der das Hämatom verursacht hat. Die meisten kleinen blauen Flecken verschwinden nach 14 Tagen von alleine, denn dann ist der ursprünglich rote Blutfarbstoff vollständig vom Körper abgebaut.
Blaue Flecken behandeln?
Manche Eltern greifen bei blauen Flecken schnell zu Heparin- oder homöopathischen Salben, um den Bluterguss verschwinden zu lassen. Einige Kinderärzte raten jedoch von Heparinsalben ab, denn sie können auf empfindlicher Kinderhaut Hautreizungen oder sogar allergische Reaktionen hervorrufen. Besser ist es, die betroffene Stelle sofort hochzulagern, damit nicht noch mehr Blut in die Verletzung laufen kann. Auch kühlen mit einem kalten, feuchten Waschlappen oder einer in ein Tuch eingeschlagenen Kühlkompresse. Mittels der Kälte ziehen sich die Blutgefässe zusammen und die Blutung wird gestoppt.
Ist der Bluterguss allerdings sehr gross, schmerzhaft und überwärmt, sollten Sie einen Arzt zurate ziehen. In seltenen Fällen ist eine Operation nötig, um das Hämatom auszuräumen, weil es sich verkapseln oder Abszesse bilden kann.
Auch wenn Ihr Kind plötzlich auffällig viele blaue Flecken am Körper aufweist oder sich neue Hämatome bilden, die nicht auf traumatische Ereignisse zurückzuführen sind, sollten Sie umgehend Ihren Kinderarzt aufsuchen.
Als eine seltene, aber schwere Komplikation bei Prellungen kann das Muskelkompressionssyndrom – auch Kompartmentsyndrom genannt – auftreten. Durch den Bluterguss kommt es zu einer lang anhaltenden Drucksteigerung im Muskel, die Blutgefässe und Nerven werden dabei zusammengedrückt. Die Folgen sind eine unzureichende Durchblutung und Ausfälle in der Nerven- und Muskelfunktion.
Quelle: www.dgk.de