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Havanna - In den Entwicklungsländern ist der Bedarf an Impfstoff gegen das Schweinegrippe-Virus nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei weitem nicht zu decken.
Im Falle einer Seuche würden "Milliarden von Impfdosen" fehlen, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan am Montag (Ortszeit) bei einem Besuch in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Die WHO will demnach im November damit beginnen, Impfstoffe an mehr als 100 Entwicklungsländer zu liefern, darunter auch Kuba.
Die WHO hatte bereits vor zwei Wochen davor gewarnt, dass mit den bislang von Pharmakonzernen und Industrieländern zur Verfügung gestellten Chargen nur rund zwei Prozent der Bevölkerung in den Entwicklungsländern geimpft werden können.
Seit dem erstmaligen Auftreten des Virus A (H1N1) starben bislang mindestens 5000 Menschen in 195 Ländern an der Schweinegrippe.
Auch in den USA werden nach Behördenangaben 45 bis 55 Millionen Impfdosen weniger zur Verfügung stehen als ursprünglich geplant. Wie der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID), Anthony Fauci, sagte, rechnen die Behörden mit 140 bis 150 Millionen Impfdosen bis Ende 2009.
Ursprünglich hatte die US-Regierung 195 Millionen Impfdosen bestellt. Nach Angaben von Fauci gehen die Gesundheitsbehörden mittlerweile aber ohnehin davon aus, dass sich nur die Hälfte der US-Bürger impfen lassen will.
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