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Das Bundesgericht verneinte die Frage und folgte damit der zu dieser Frage einheitlichen Lehrmeinung (Hinweise in E. 2.3.2). Zur Begründung führte es an, dass die Voraussetzungen für eine analoge Anwendung von Art. 195 SchKG nicht erfüllt seien, da keine Gesetzeslücke vorliege. Dies aus zwei Gründen:
- Die ZPO sehe zwar keine ausdrückliche Regel zur Frage der Widerrufbarkeit von Organisationsmängelentscheiden vor. Allerdings gelte im Zivilprozess der allgemeine Grundsatz, wonach Summarentscheide den ordentlichen Entscheiden hinsichtlich Rechtskraft gleichgestellt seien. Da Auflösungsentscheide gestützt auf Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR zu denjenigen Summarverfahren gehören würden, die nicht in einem ordentlichen Verfahren zu prosequieren seien und in denen das Gericht hinsichtlich der Rechtsanwendung volle Kognition besitze, würden sie mit Ablauf der Rechtsmittelfrist formell rechtskräftig und könnten einzig nach den Regeln der Revision (Art. 328 ff. ZPO) nachträglich abgeändert werden (E. 2.5.2).
- Zudem sei, so das Bundesgericht mit Hinweis auf die Botschaft zur Revision des Obligationenrechts (GmbH-Recht), davon auszugehen, dass der Gesetzgeber eine nachträgliche Widerrufbarkeit von Auflösungsentscheiden stillschweigend ausgeschlossen habe, da die zwangsweise Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs gerade auch dann zur Anwendung gelangen solle, wenn die Gesellschaft nicht überschuldet sei (E. 2.5.3).