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Die Sprinterin Laurien van der Graaff stösst beim Weltcup in Lahti bis in den Final vor - nach ihren zwei Siegen in Lenzerheide und Seefeld sowie Platz 4 in Dresden zum vierten Mal in dieser Saison.
Der Wettkampf fand in der von Laurien van der Graaff bevorzugten Skating-Technik statt. Die Bündnerin klassierte sich auf der WM-Strecke von 2017 im 6. Rang. Gegen die hochklassige Konkurrentinnen ist auch diese Leistung hoch einzuschätzen, zumal die Schweizerin den zweiten Halbfinal bestreiten musste und somit vor dem Finale eine kürzere Pause hatte.
Eine Woche nach Ende der Olympischen Spiele in Pyeongchang war die Elite lückenlos vertreten. In den Viertel- und Halbfinals hatte sich die Bündnerin jeweils als Zweite für die nächste Runde qualifiziert und war nicht auf die Lucky-Loser-Wertung angewiesen.
Die Olympia-Zweite Maiken Caspersen Falla aus Norwegen bestätigte ihren WM-Sieg. Sie hielt mit ihrem 15. Weltcupsieg als Einzelläuferin die Olympiasiegerin Stina Nilsson aus Schweden in Schach. Dritte wurde die Prolog-Schnellste Hanna Falk aus Schweden.
Nadine Fähndrich stiess zum dritten Mal in dieser Saison in die Halbfinals vor. Die Luzernerin lief in der Vorschlussrunde in der Serie von Van der Graaff. Sie bog unmittelbar hinter ihrer Teamkollegin in die Abfahrt ein, wurde aber noch auf Position 5 durchgereicht. Der 9. Rang ist gleichwohl ihr bestes Sprint-Ergebnis in diesem Winter.
Bei den Herren bestätigete Pellegrino seinen WM-Titel aus dem Vorjahr. Der Favorit und dreifache Olympiasieger Klaebo verhielt sich im Final überraschend passiv und war in der Endphase prompt nicht optimal positioniert. Auf der Zielgeraden kam er dem Italiener nicht näher und liess sich sogar noch vom Russen Gleb Retiwych in den 3. Rang verdrängen.
Der Italiener wandelte womöglich seinen Ärger in positive Energie um. Im Halbfinal brach unmittelbar nach dem Start sein Stock. Der Betreuer reichte Pellegrino einen zweiten linken statt einen rechten. Ein Einschlaufen war somit nicht möglich und der Wechsel musste ein zweites Mal vollzogen werden. Im Zielraum - Zweiter hinter Klaebo - fand er keine netten Worten für seinen Betreuerstab. Nach dem Sieg lagen sich aber alle wieder in den Armen.
Jovian Hediger und Roman Schaad qualifizierten sich für die Viertelfinals. Beiden gelang der Vorstoss ins Halbfinale aber nicht. Roman Furger (43.), Gianluca Cologna (45.) und Erwan Käser (54.) verpassten die K.o.-Runden.
Foto: NordicFocus