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Torball eine Herausforderung
Stellen Sie sich vor, Sie knien mit verbundenen Augen am Boden und ein Ball kommt mit über neunzig Kilometer pro Stunde auf Sie zu. Nur ein feines Klingeln im Ball lässt Sie erahnen, wo sich der Ball befindet. Eine wirklich wahnsinnige Situation, werden Sie sagen. Wahrscheinlich haben Sie sogar Recht.
Trotzdem setzen sich zahlreiche Torballspielerinnen und Torballspieler freiwillig dieser Aufgabe aus. Drei Spielerinnen oder Spieler pro Mannschaft versuchen mit verbundenen Augen, den Ball daran zu hindern, in das sieben Meter breite und 1.30 Meter hohe Tor zu gelangen. Damit dies überhaupt möglich ist, müssen einige Grundregeln eingehalten werden.
Auf jeder Spielfeldseite befinden sich drei Matten, die allerdings nicht als weiche Unterlage dienen, sondern vielmehr als Orientierungshilfe verwendet werden.
In der Mitte sind drei mit Glocken versehene Seile quer über das Spielfeld gespannt, unter denen der Ball durch muss. Aufsetzer und "Kanonenschüsse" sind zwei Möglichkeiten, die gegnerische Abwehr zu überwinden.
Bei Regelverstössen (wenn zum Beispiel der Ball ein Seil berührt) muss der fehlbare Spieler das Feld verlassen. Der nächste Angriff muss mit nur zwei Spielern abgewehrt werden. Beim dritten Regelverstoss darf nur noch ein abwehrender Spieler auf dem Feld bleiben.
Um diese Sportart auszuüben sind Athletik, Reaktion, ein gutes Gespür für Taktik und natürlich eine gute Orientierung gefordert. Aber auch ein gutes Zusammenspiel im Team ist wichtig, denn Torball wird wie schon gesagt in Teams gespielt, wohlgemerkt ohne dass man die eigenen Mannschaftsmitglieder sehen kann, ein "blindes" Verständnis (so merkwürdiges es klingt) ist also Voraussetzung.
Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.