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Immer mehr Kantone greifen das Thema Armut in eigenen statistischen Berichten auf. Eine vom nationalen Armutsmonitoring in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass diese sich aufgrund der methodischen Unterschiede jedoch nicht für einen Armutsvergleich zwischen den Kantonen eignen. Die Studie bildet einen wichtigen Grundlagenbeitrag für den ersten Bericht des nationalen Armutsmonitorings, der 2025 erscheinen wird. Das nationale Armutsmonitoring verfolgt das Ziel, Bund, Kantonen und Gemeinden steuerungsrelevantes Wissen zur Prävention und Bekämpfung von Armut zu vermitteln. Dabei sollen auch kantonale Vergleiche und die dabei bestehenden Herausforderungen in den Blick genommen werden.
21 Kantone mit einem Bericht
Die Studie zeigt: Die Sozial- und Armutsberichterstattung der Kantone hat sich in den vergangenen 20 Jahren ausgeweitet. Während in den 2000er-Jahren nur wenige Kantone über eine entsprechende Berichterstattung verfügten, die zudem meist nur die kantonalen Sozialleistungen beleuchtete, haben inzwischen 21 Kantone mindestens einmal einen Sozial- oder Armutsbericht oder eine ähnliche Publikation zum Thema Sozialleistungen erstellt. Mit Ausnahme von Appenzell Innerrhoden, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen und Uri haben alle Kantone einen Bericht veröffentlicht. Die Frequenz der Berichterstattung ist hingegen unterschiedlich.
Die Studie widerspiegelt den Stand der kantonalen Berichterstattung im März 2023.