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Weltgebetstag 2017 mit Liturgie von den Philippinen
«Bin ich ungerecht zu euch?»
Freitag, 3. März 2017, Zentrum St. Martin, Hochdorf
19.00 Uhr: Vorstellen des Landes
19.30 Uhr: Liturgie den Philippinen
„Gerechtigkeit – Ungerechtigkeit“ ist das Thema der philippinischen Frauen in der Liturgie-Feier zum Weltgebetstag am 3. März, 19 Uhr, im Zentrum St. Martin.
Jedes Jahr am ersten Freitag im März wird rund um den Erdball über ein bestimmtes Land informiert und für die Anliegen der Frauen dieses Landes gebetet. 2017 sind wir zu Gast auf den Philippinen und erfahren von typischen Frauenschicksalen deren Problemen in diesem Land.
Die Republik der Philippinen ist ein Inselstaat in Südostasien und liegt im Pazifik. Die Inselgruppe umfasst 7107 Inseln, wovon etwa 1000 Inseln bewohnt sind. Die drei Hauptinseln und geografischen Regionen sind Luzon, mit der Hauptstadt Manila, Visayas und Mindanao. Die Lage des Landes, auf dem Pazifischen Feuerring in der Nähe des Äquators, macht die Philippinen anfällig für Erdbeben und Taifune: 2013 erreichte der Taifun „Haiyan“ mit bis zu 315 km/h das Land und richtete grossen Schaden an; tausende Menschen starben.
Der Inselstaat hat seit dem Sturz des Diktators Ferdinand Marcos 1986, eine demokratische Regierung in Form einer konstitutionellen Republik mit einem präsidialen System. Seit Ende der 1980er Jahre setzen sich die Frauen immer mehr über die traditionellen Geschlechterrollen hinweg. Dennoch werden arbeitende Frauen nur anerkannt, wenn sie gleichzeitig ihre Pflichten im Haushalt und ihre Mutterrolle erfüllen können.
Auf den Philippinen leben mehr als 100 Millionen Menschen. Die Bevölkerung ist sehr jung. Rund 31% sind minderjährig. Zwischen 120 und 170 Sprachen werden im Land gesprochen. Die Regierung fördert den Gebrauch der nationalen philippinischen Sprache Tagalog. Englisch dient als offizielle Kommunikations- und Unterrichtssprache.
Viele junge Mädchen ziehen in die Stadt oder ins Ausland, wo sie als „Mädchen für Alles“ arbeiten, sieben Tage die Woche fast rund um die Uhr und oft missbraucht werden. Ein sehr grosses Problem ist der Sextourismus. Obwohl Prostitution verboten ist, kommen Männer aus Europa und suchen den brutalen Geschlechtsverkehr ohne Schutz für die Mädchen.
Nehmen wir uns Zeit, mit den philippinischen Frauen ihre Liturgie zu feiern am Freitag, 3. März, in Hochdorf oder am Dienstag, 7. März, in der Pfarrkirche Hohenrain. Mit der Kollekte werden Frauen-Projekte auf den Philippinen sowie laufende Projekte von früheren Weltgebetstags-Ländern unterstützt.
Kontakt:
Pia Schläfli, Hochdorf, Tel. 041 910 48 59