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Auf Grund meiner Erfahrungen mit Journalismus und Internationaler Zusammenarbeit, die zu einer grundlegenden Reflexion und (Selbst-)Kritik geführt haben, habe ich 2019 das Kollektiv Pacha gegründet – eine Plattform, die sich bewusst für eine alternative Art von Publikationen einsetzt. Damit möchte ich versuchen, von der neokolonialen und eurozentrischen Grundhaltung wegzukommen, die gerade im Journalismus oft vorherrscht. Abgesehen davon, dass dadurch nur ein sehr beschränkter Teil der Wirklichkeit in Betracht gezogen wird, werden bei journalistischen, aber auch bei akademischen Publikationen über Thematiken des Globalen Südens oft Recherchemethoden angewandt, welche das Wissen und die Erfahrungen von Menschen extrahieren, ohne dass diese einen Nutzen davon haben oder in angemessener Weise darüber informiert werden, wie und wozu die Informationen verwendet werden, die sie preisgeben – und welche Konsequenzen dies allenfalls für sie haben könnte.