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Name und Wappen Hünenberg
Aus HüPedia
Der Name Hünenberg
Hünenberg ist ein typisch hochmittelalterlicher Burgname, der auf die Umgebung und die Siedlung übertragen wurde.[1] Er ist zusammengesetzt aus dem mittelalterlichen hiune m. 'Hunne, Hüne, Riese' (ahd. Hûn, Hûni m. 'Hunne, Ungar') und dem Grundwort Berg m. 'Anhöhe, Erhebung', das in der Burgnamengebung mit Burg identisch und austauschbar ist. Die Personenbezeichnung am Anfang des Ortsnamen dürfte im "kriegerischem Sinn" zu verstehen sein: Burg, die von Hünen, einem Riesen, bewohnt wird.
Eine andere Theorie besagt, dass der Name von einer Adelsfamilie stamme, der Sippe des Immo, deren Vater Hunolf (Hun-Wolf) hiess. Die Sippe liess sich bei Immensee nieder («See der Immo»).[2] In den ältesten Schriften schreibt man Hünenberg noch ohne ü.[3] Erst ab etwa 1270 kommt das ü vor. im 14. Jahrhundert kam zum Huno oder Huna noch die Endung -en. Und ab 1366 erhielt Húnnenberg zeitweise zwei n. Nachmittelalterlich trat vereinzelt auch Heunenberg auf.
Bis 1410 findet man den Namen Hünenberg nur im Zusammenhang mit den Edlen von Hünenberg, also dem Adelsgeschlecht. Erst danach wird mit dem Wort aus die Umgebung und schliesslich das heutige Gemeindegebiet bezeichnet.
Weitere Ortschaften mit dem Namen Hünenberg
Hügel/Berge Berg mit dem Namen Hünenberg
Das Wappen von Hünenberg
Das Wappen von Hünenberg zeigt zwei silberne Einhörner mit roter Zunge, die sich voneinander abwenden. Sie stehen auf einem grünen Dreiberg vor blauem Hintergrund.
Das Wappen stammt von den Rittern von Hünenberg und tauchte bereits um das Jahr 1300 in einigen Siegeln der Hünenberger Rittern auf. Das Wappen wurde nach dem Ende ihrer Herrschaft – als das Rittergeschlecht laut dem Wappenbuch des Kantons Zug «verarmt und zerstreut» war – übernommen. Dies erfolgte in den Jahren 1414 bis 1416. Damals kauften einige Hünenberger Bauern die Gegenden «Burgstall» und «Twing» und schafften so die «freie Gemeinde Hünenberg».
Das Hünenberger Wappen ziert auch in der Chamer Kirche St. Jakob. Dort sowohl den Haupt- als auch den Nebenaltar. Ausserdem ist das Wappen auch am Orgelprospekt aus dem Jahr 1812 angebracht. Damit wird die Zusammengehörigkeit der beiden Pfarreien Cham und Hünenberg ausgedrückt.[6]
Die Einhörner[7]
In früher Zeit haben die Menschen tatsächlich an das Einhorn geglaubt. Es kommt in Büchern bereits seit rund 2500 Jahren vor. Beschrieben wurde das Sagentier zumeist als elegantes, friedliches Tier. Das Horn dient dem Tier als Waffe. Man glaubte ausserdem, dass darin Zauberkräfte stecken. Im Mittelalter waren solche Hörner deshalb sehr gesucht, was das Einhorn zu einer beliebten Jagdbeute machte. Ein solches Tier zu erlegen, war jedoch gemäss diversen Überlieferungen kaum möglich. Das scheue Wesen versteckte sich stets gut im Wald und liess sich nur von Jungfrauen fangen und zähmen.
Einhörner sind Symbole für Keuschheit und Unbesiegbarkeit. Eigenschaften also, mit denen sich die Adligen gerne schmückten. Auf dem Gemeindewappen von Hünenberg sind gleich zwei dieser weissen prächtigen Fabeltiere vor blauem Hintergrund abgebildet. Sie stehen mit dem Rücken zueinander und schauen – mit gesenktem Blick und Horn – voneinander weg. Manche Ausführungen sowie das offizielle Wappen, zeigen die Einhörner auf einem grünen Dreiberg. In älteren Ausführungen fehlt dieser teilweise.
Einhörner zieren die Wappen zahlreicher Schweizer Gemeinden, unter anderem von Ballwil LU, Reussegg AG, Buhwil TG, Cuarnens VD, Ebnat SG oder Dübendorf ZH. Sehr ähnlich dem Hünenberger Wappen ist jenes der Gemeinde Mettmenstetten ZH. Es zeigt ebenfalls zwei Einhornrümpfe, die mit dem Rücken zueinanderstehen. Allerdings sind die Tiere schwarz auf weissem Hintergrund. Der Grund für die Ähnlichkeit liegt vermutlich darin, dass die Ritter von Hünenberg von 1346 bis 1398 in Obermettmenstetten die Vogtei innehatten.
Quellen
- ortsnamen.ch, abgerufen 20.1.2020
- Quelle unbekannt
- ortsnamen.ch, abgerufen 20.1.2020
- Wiki, https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BCnenberg
- Das ehemalige Kloster Kappel im Kanton Zuerich dessen Stiftung und Geschichte, Heinrich Escher, Band 3 S 45,
- ZugerZeitung: Zuger Wappen 4/11, 16.5.2017
- ZugerZeitung: Zuger Wappen 4/11, 16.5.2017