Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03135.jsonl.gz/628

Warum sind Sie ständig so müde?
Wir alle sind von Zeit zu Zeit müde. Aber einige Menschen fühlen sich über eine längere Zeit hinweg erschöpft, selbst wenn sie sich ausreichend ausruhen. Extreme Müdigkeit (oder Erschöpfung) beschreibt einen physischen oder psychischen Zustand der Müdigkeit und Schwäche. Sie kann Ihr Energieniveau, Ihre Fähigkeit, alltägliche Dinge zu erledigen, und Ihre Stimmung beeinträchtigen.
Erschöpfung ist normalerweise keine ernsthafte Sache. Aber manchmal kann sie ein Anzeichen für ein medizinisches Problem sein, das Sie untersuchen lassen sollten. Erfahren Sie mehr über die möglichen Ursachen einer Erschöpfung.
Lebensstil als Ursache der Erschöpfung.
Erschöpfung kann eine Folge vieler normaler Verhaltensweisen oder Probleme sein, wie zum Beispiel:
- Schlechter Schlaf: Schlafmangel zehrt an Ihrem Körper und Sie fühlen sich matt und erschöpft.
- Zu viel Alkohol oder Koffein: Alkohol kann Sie zuerst einmal schläfrig machen, aber meist bewirkt er, dass Sie nachts aufwachen, was zu Erschöpfung führen kann. Koffein wird oft benutzt, um die Konzentration zu erhöhen, aber zu viel davon kann bewirken, dass Sie nicht richtig durchschlafen können. Versuchen Sie, Ihren Alkohol- und Koffeinkonsum am Abend vor dem Zubettgehen zu reduzieren.
- Medikamente: Gewisse Medikamente werden häufig mit Erschöpfung in Verbindung gebracht.
- Unausgewogene Ernährung: Eine mangelhafte Ernährung oder zu wenig Essen kann Sie träge machen. Lebensmittel mit hohem Nährwert können eine ausreichende Energiezufuhr liefern und so einer Erschöpfung vorbeugen.
Durch eine Änderung Ihrer Gewohnheiten können Sie wieder mehr Energie bekommen. Aber wenn dies nicht hilft, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Eventuell besteht ein Problem, das behandelt werden muss.
Befinden, das zu Erschöpfung führen kann
Erschöpfung wird mit vielen Gesundheitsproblemen oder Krankheiten assoziiert. Diese umfassen unter anderem:
- Chronisches Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, CFS): Menschen mit CFS leiden an extremer Erschöpfung, die auch nicht mit Bettruhe zu einer Besserung führt. Der Erschöpfungszustand kann so überwältigend sein, dass alltägliche Aktivitäten – wie sich anziehen oder duschen – nicht oder nur mit grösster Mühe möglich sind. Nebst der Erschöpfung verspüren diese Menschen auch Schwäche, Gelenk- und Muskelschmerzen, nicht erholsamen Schlaf und Konzentrationsschwierigkeiten.
- Schilddrüsenerkrankung: Die Schilddrüse produziert Hormone, die die Atmung, die Herzfrequenz, die Körpertemperatur, die Verdauung und weitere Körperfunktionen steuern. Wenn die Schilddrüse zu viel Schilddrüsenhormon produziert (Schilddrüsenüberfunktion), beschleunigen sich viele Körperfunktionen. Wenn die Schilddrüse nicht mehr genügend Schilddrüsenhormon produziert, können sich die Körperfunktionen verlangsamen (Schilddrüsenunterfunktion). Beide Fehlfunktionen können dazu führen, dass Sie sich müde und erschöpft fühlen.
- Depression: Wir alle fühlen uns manchmal unglücklich oder ängstlich, aber meist gehen diese Gefühle von selbst wieder weg. Eine Depression ist anders. Es handelt sich um eine ernsthafte Gemütsstörung, die zu einer ständigen Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit führen kann. Auch wenn Depressionssymptome bei jedem Menschen anders sind, erleben viele der Betroffenen Erschöpfung und Veränderungen in ihrem Schlafverhalten.
- Anämie: Rote Blutkörperchen haben eine wichtige Funktion: Sie transportieren Sauerstoff aus den Lungen in den ganzen Körper. Wenn Sie nicht über eine ausreichende Menge an gesunden roten Blutkörperchen verfügen, wird Ihr Körper nicht mit genügend sauerstoffreichem Blut versorgt. Dieses Problem heisst Anämie oder Blutarmut, und einige Anämie-Typen sind recht weit verbreitet. Anämie kann dazu führen, dass Sie sich ständig müde und schwach fühlen. Vielleicht fühlen Sie sich auch schwindlig und leiden an Atemnot.
- Schlafapnoe: Wenn Sie an Schlafapnoe leiden, atmen Sie im Schlaf auf abnormale Weise. Entweder setzt Ihre Atmung während Sekunden oder sogar Minuten aus oder Sie atmen immer wieder eine Weile lang nur ganz flach. Jedes Mal, wenn die normale Atmung unterbrochen wird, kommen Sie aus der Tiefschlafphase heraus und schlafen nur noch leicht. Die Folge davon ist eine mangelhafte Schlafqualität, Sie wachen erschöpft auf und fühlen sich den ganzen Tag müde.
- Diabetes: Glukose ist eine Energiequelle für die Zellen in Ihrem Körper. Wenn Sie an Diabetes erkrankt sind, befindet sich zu viel Glukose in Ihrem Blut (erhöhter Blutzucker) und es gelangt nicht ausreichend Glukose in Ihre Körperzellen, wo sie eigentlich benötigt wird. Diabetes kann zu Erschöpfung führen, wie auch zu vielen weiteren Symptomen wie grossem Durst oder Hunger oder häufigem Harnlösen.
- Herzinsuffizienz: Wenn Ihr Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut durch Ihren Körper zu pumpen, können Sie sich sehr müde fühlen. Selbst einfache Aktivitäten, wie gehen oder Treppen steigen, lassen Sie erschöpft fühlen und ausser Atem kommen. Dies geschieht, weil Ihre Muskeln, Ihre Arme und Ihre Beine nicht genügend mit Blut versorgt werden. Weitere Symptome einer Herzinsuffizienz sind Kurzatmigkeit, Anschwellen der Füsse, Fussgelenke, Beine und des Bauchs.
Hilfe holen
Wenn Sie sich seit ein paar Wochen erschöpft fühlen, sollten Sie darauf achten. Finden Sie sich nicht damit ab, sich ständig abgeschlagen und kraftlos zu fühlen. Sprechen Sie mit einer gesundheitlichen Fachperson. Gemeinsam können Sie herausfinden, was Ihre Erschöpfung verursacht, und die erforderliche Behandlung veranlassen. Wenn Sie dabei sind, ein Gesundheitsproblem, das Erschöpfung verursacht, zu behandeln, sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber, wie Sie wieder zum mehr Energie kommen können.
PP-PFE-CHE-0105-01 May 2018