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Der Tierschutz beider Basel wird täglich mit dem Problem der unerwünschten und verwilderten Katzen konfrontiert. In der Nordwestschweiz leben zahlreiche verwilderte Katzenkolonien in den Siedlungsgebieten, insbesondere in Schrebergärten, Fabrikarealen, bei Restaurants und in Einfamilienhausquartieren. Dort können sich die Tiere unkontrolliert vermehren, denn eine Kätzin ist mit 6 Monaten geschlechtsreif und kann zweimal im Jahr drei bis sechs Junge zur Welt bringen.
Durch ungenügende Lebensbedingungen wird das Abwandern der grundsätzlich ortstreuen Katzen, vor allem der Jungtiere, ausgelöst. Die freilebenden Katzen sind sehr scheu dem Menschen gegenüber und verhalten sich als sogenannte "verwilderte Hauskatzen" wie Wildtiere. Sie leben selbständig und sind nicht auf die Hilfe von Menschen angewiesen.
Tierfreundinnen und Tierfreunde nehmen sich oft verwilderten Katzen an und versorgen die Tiere mit gutem Futter. Die so verbesserten Lebensbedingungen begünstigen die Vermehrung der Katzen und führen zu einem raschen Wachstum der Kolonie, weshalb sich Krankheiten und Seuchen ungehindert ausbreiten können. Dies ist also nur eine wirkliche Hilfe für die Tiere, wenn gleichzeitig die geschlechtsreifen Katzen kastriert werden. Auf diese Weise können in bestehenden Kolonien stabile Verhältnisse geschaffen werden.
Die immer wieder praktizierte Platzierung von verwilderten Katzen bei Menschen ist nicht sinnvoll, denn in den meisten Fällen verlieren die Tiere ihre Angst vor dem Menschen nie und können sich nicht an ein Leben in "Gefangenschaft" gewöhnen.
Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen kann bei Jungtieren die Angewöhnung an den Menschen erfolgreich verlaufen, besonders bei Katzenwelpen bis zur 7. Lebenswoche.
Wenn Tierfreunde verwilderte Katzen betreuen und Unterstützung benötigen, dann hilft der Tierschutz beider Basel, indem er Katzenfallen zur Verfügung stellt und sich - falls notwendig - an den Kastrationskosten beteiligt.
Wir sind auf Ihre Spende angewiesen, damit möglichst viele Tiere kastriert werden können. Bitte helfen Sie uns dabei.
Eingefangene Katzen werden anästhesiert und auf Leukose (hochgradig ansteckende Viruserkrankung mit meist tödlichem Verlauf) getestet. Um die Ausbreitung von Seuchen und damit verbundenem Tierleid zu verhindern, müssen unheilbar kranke oder leukosepositive Katzen vom Tierarzt euthanasiert werden.
Gesunde Tiere werden kastriert, mit einer Kerbe im Ohr markiert und wieder in ihrem Revier freigelassen. Durch solche Massnahmen wird freilebenden Katzen eine gute Lebensqualität ermöglicht.
Wenn Sie verwilderte Katzen betreuen und Hilfe benötigen, rufen Sie uns unter der Nummer 0900 78 78 20 (ab Festnetz 2 Min. gratis, danach CHF 1.90/Min.) an. Sie werden kompetent beraten und das weitere Vorgehen wird besprochen.
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Last Update: 15. September 2017
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