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Die Ruine Rudenz liegt auf einem Hügel oberhalb der Brünigstrasse. Die höchsten erhaltenen Mauern sind noch gut 4 Meter hoch. Die Wandstärke beträgt am Wandfuss gut 1,80 Meter.
Es handelte sich dabei um eine einfache Turmburg auf einem kleinen Geländevorsprung am Hang östlich über dem Dorf. Bergseitig wurde die Anlage vielleicht durch einen Graben geschützt, ansonsten sind keine weiteren Befestigungselemente erkennbar. Die Mauern sind aus teilweise recht grossen Steinblöcken regelmässig geschichtet und weisen bearbeitete Ecksteine auf. Der Turm muss ursprünglich über einen Hocheingang zugänglich gewesen sein.
Der Turm von Rudenz wurde vermutlich um 1200 erbaut. Zuerst war er Sitz der Rudenz, die aus dem Haslital stammten. Die Rudenz bauten ihre Herrschaft in Obwalden aus und knüpften Beziehungen zum Urner Adel, zu den Freiherren von Attinghausen. In den Jahren von 1361 bis 1366 verkauften die Rudenz ihren Besitz und zogen nach Uri. Der Turm war dann noch bis ins 16. Jahrhundert bewohnt.
Wann die Burg aufgegeben wurde, ist nicht überliefert. Offenbar wurde sie in späteren Jahrhunderten als Steinbruch ausgebeutet. Bereits um 1850 wurden auf dem Burghügel Ausgrabungen gemacht, bei denen Pfeil- und Lanzenspitzen sowie Steigbügel zum Vorschein kamen. Ähnliche Funde wurden gemacht, als 1887 hinter der Burg das Trassee der Brünigbahn angelegt wurde.