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Erste avantgardistische Jahre
1925–1929
1925 spürt Giacometti, dass ihn die Arbeit an der figürlich abbildungshaften Gestaltung nicht weiterführt, und so wendet er sich dem Studium der avantgardistischen Skulptur zu: Er macht die Bekanntschaft mit Ossip Zadkine, Constantin Brancusi und Jacques Lipchitz, der ihn in dieser Periode am meisten beeinflusst.
Im Februar 1925 kommt Giacomettis Bruder Diego zu ihm nach Paris. Auf Einladung seines Lehrers Bourdelle stellt Giacometti im Salon des Tuileries zwei Werke aus. Giacometti beschäftigt sich mit der postkubistischen Skulptur und interessiert sich für die Kulturen Mexikos und Afrikas.
Ab dem 1. Dezember 1926 mietet er ein Atelier in der Rue Hippolyte Maindron 46, das er sein ganzes Leben behalten wird.
Nahezu magische Präsenz erreicht Giacometti in der von menschenförmigen Löffeln angeregten Femme cuillère (1926/27), der ersten seiner bannend frontalen, kultbildartigen grossen Frauen.
Im Sommer 1927 entsteht eine wichtige Serie mit Skulpturen vom Kopf seines Vaters aus unterschiedlichen Materialien: Ton, Gips, Granit und Marmor. 1928 entsteht Tête qui regarde, die erste einer Serie von flachen Plastiken, die Plaques (Plattenskulpturen) genannt werden.
Ab 1929 vertieft Giacometti seine Freundschaft mit André Masson und wird in den Kreis der surrealistischen Dissidenten eingeführt.