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Für die Studie haben Forschende der Universität Basel die Daten von knapp 1,2 Millionen Patientinnen und Patienten aus 102 Schweizer Spitälern ausgewertet, hiess es in einer Medienmitteilung der Universität vom Montag. Dies mit dem Ziel, den Zusammenhang zwischen der Bettenauslastung und der 14-Tage-Sterblichkeitsrate in Spitälern zu untersuchen.
Kritisch wurde es demnach, wenn ein gewisser Schwellenwert an belegten Betten erreicht wurde. Wo diese Schwelle lag, war von Spital zu Spital verschieden. Bei den untersuchten Spitälern lag dieser Schwellenwert zwischen 42,1 Prozent und 95,9 Prozent.
Spitalgrösse entscheidend
Entscheidend für diesen Unterschied sei die Grösse des Spitals. Grundsätzlich gelte: je höher die durchschnittliche Bettenauslastung eines Spitals, desto höher der Schwellenwert. Die kritische Auslastung lag bei kleinen Spitälern bei rund 60 Prozent, während sie in grossen Spitälern bei 90 Prozent lag. Bei einer niederen durchschnittlichen Auslastung kann es zu stärkeren Schwankungen kommen.
«Zum Beispiel kann es vorkommen, dass ein Spital im Schnitt 120 Betten belegt hat und an einem Tag des Jahres 200 Betten belegt sind – das ist enorm», erklärte Studienleiter Michael Simon auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Diese stark schwankenden Auslastungen führen dazu, dass der Schwellenwert niedriger ist und damit schneller erreicht wird.
Abhilfe durch Konzentration
Das Personal sei dabei der Flaschenhals, hiess es. Die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte sowie des Pflegepersonals bleibe relativ beständig, egal wie viele Patientinnen und Patienten im Spital sind. Zudem können bei hoher Auslastung bestimmte Behandlungen nicht mehr oder erst mit Verzögerung durchgeführt werden.
Das Problem kann laut Simon angegangen werden, indem die Schwankungen in der Auslastung verringert werden. Die Lösungen sieht er auf politischer Ebene: «Eine Bündelung der Kliniken oder eine engere Zusammenarbeit zwischen den Kliniken führt zu weniger Schwankungen und reduziert damit das Risiko», sagte Simon.