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Balanciert mit Steißbein Imagination
Wir spüren unser Steißbein im Alltag kaum, darum mag dich überraschen, wie wichtig es für die funktionale Bewegung ist: Das Steißbein bildet eine Ecke des Beckenbodens und besteht aus vier Wirbelresten, die mit dem unteren Ende des Kreuzbeins verbunden sind. Diese Wirbelreste sind sozusagen unser im Laufe der Evolution verkümmerter Schwanz.
Einige Tiere setzen den Schwanz als ihr drittes Bein ein, um ihr Gleichgewicht zu halten. Andere setzen ihn ein, um den Schwerpunkt weiter nach unten zu verlagern, wenn sie zum Beispiel auf einem Ast sitzen. Eine Reihe von Primaten nutzen ihren Schwanz, um sich auf einem Baum von Ast zu Ast zu schwingen. In diesem Fall hat der Schwanz Greifeigenschaften wie eine Hand. (Raub-) katzen, Wölfe oder Füchse benötigen ihren Schwanz, um bei höchster Geschwindigkeit ihr Gleichgewicht halten zu können.
Im Beitragsbild siehst du einen Fuchs in einer Rechtskurve (aus Sicht des Fuchses). Bei der gezeigten scharfen Rechtskurve streckt sich der Schwanz des scheuen Waldbewohners und zeigt nach rechts, wodurch sich der Schwerpunkt in die Mitte der Kurve verlagert und der Fuchs leichter seine Richtung verlagern kann:
Auch wir Menschen können unser Steißbein gezielt einsetzen, um mehr Gleichgewicht und Stabilität zu erlangen: Imaginiere im Gehen, wie du dein Steißbein auf dem Boden hinter dir her schleppst, oder stelle dir im Stehen vor, du bist ein Dreibein. Außer deinen Beinen reicht auch das Steißbein bis zum Boden. Belaste jedes Bein gedanklich mit gleich viel Gewicht und erfahre ihre balancierende Unterstützung. Viel Spaß macht es auch, den Körper gedanklich abwechselnd vom Steißbein oder vom Scheitel des Kopfes aus in Bewegung zu setzen. Oder übe eine gleichzeitige Bewegungsauslösung durch das Steißbein und den Kopf, damit sich die Wirbelsäule einheiltich bewegt, zum Beispiel um mühelos aufzustehen und dich hinzusetzen. Lasse deine Wirbelsäule kraftvolle Bewegungen im Raum erzeugen, ohne dass sich deine Beine bewegen, ohne dass sie sich dabei anstrengen müssen.
Welches Bild bevorzugst du? Schreibe es uns in den Kommentar zum Post, wir freuen uns auf deine Antwort und wünschen dir viel Spaß beim Training!
Dein
Team Franklin-Methode®
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Dieser Beitrag ist geschrieben nach dem Buch: Eric Franklin. Dynamic Alignment through imagery. Human Kinetics, USA, 2012. Solltest du das Buch lesen wollen, kannst du es dir bei den internationalen Vertriebspartnern der Franklin-Methode® besorgen: https://franklin-methode.ch/franklin-methode-produkte
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