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Gestützt auf das 2016 abgeschlossene Friedensabkommen, entledigten sich rund 7000 FARC-Rebellen friedlich ihrer Waffen. Sie sind nicht mehr auf die Bewaffnung angewiesen, da sie ihre Ziele nun gewaltfrei und politisch im Parlament verfolgen können.
Die rund 7‘000 FARC-Rebellen haben ihre 7‘132 registrierten Waffen den Vereinten Nationen übergeben. Die Waffen sollen nun eingeschmolzen und zu Friedensskulpturen verarbeitet werden. FARC-Chef Rodrigo Londono und Kolumbiens Präsident Manuel Santos haben den Moment mit einer Zeremonie gefeiert. Die Übergabe der Waffen bezeichnete Santos als Ereignis, das die „Geschichte Kolumbiens“ verändere.
Die ehemaligen Guerilleros befinden sich nun in Friedenscamps, wo sie sich auf ein ziviles Leben vorbereiten. Zudem wird nun eine FARC-Partei gegründet, der in den ersten Jahren zehn von insgesamt 166 Sitzen im Kongress garantiert werden. FARC-Chef Londono sagte, dass die Waffen früher „eine Funktion erfüllt“ hätten, die FARC nun aber politische Entscheidungen treffen will und sie dazu keine Waffen mehr brauche.
Die Entwaffnung ist Teil des Friedensabkommens von 2016 für welches Santos im gleichen Jahr den Friedensnobelpreis erhielt. Mit der kleineren ELN-Guerilla konnte jedoch noch keine Einigung zu einem Waffenstillstand getroffen werden. Jedoch laufen seit Februar 2017 Friedensgespräche.
Es besteht die Gefahr, dass Paramilitärs und andere Banden die Kontrolle über den Drogenhandel in ehemals durch die FARC kontrollierten Gebiete übernehmen. Präsident Santos ist somit weiter unter Druck und es steht Kolumbien noch immer ein langer Weg zum Frieden bevor.
Quellen:
- Die Farc-Guerilla gibt alle Waffen ab (Neue Zürcher Zeitung, 27.06.2017)
- Entwaffnung der Farc-Rebellen in Kolumbien abgeschlossen (Welt, 27.06.2017)