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Beide sind weltweit erfolgreiche Kinderkonzert-Klassiker: Sergej Prokofieffs Musikmärchen «Peter und der Wolf» sowie «Der Karneval der Tiere» von Camille Saint- Saëns, den er – wohl mit einem Augenzwinkern ‒ als «Grande fantaisie zoologique» bezeichnete. Ist damit das Wesentliche gesagt? Mitnichten. Denn es stellt sich die Frage, warum Erwachsene an der Geschichte vom mutigen Peter und dem bösen Wolf ebenso viel Freude haben wie Kinder. Vermutlich hat das mit Prokofieffs genialer Musik zu tun. Zudem wäre zu bedenken, dass Saint-Saëns seinen «Karneval» für ein Hauskonzert komponiert hat – also zur Unterhaltung von Erwachsenen.
Und diese konnten sich vor Lachen offenbar kaum noch halten, sodass es der Komponist plötzlich mit der Angst zu tun bekam und eine Veröffentlichung seines charmanten Werks strikte verbot, weil er fürchtete, dass man sonst seine ernsten Werke nicht mehr ernst nehmen würde. Und in gewisser Weise sollte er ja auch recht bekommen: An schierer Popularität bei Jung und Alt kann es kein anderes von Saint-Saëns’ Werken mit dem «Karneval der Tiere» aufnehmen.