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Geht es nach den Willen der Brasilianer, sollen die Chinesen in das Eisenbahnnetz des südamerikanischen Landes investieren. Eine offizielle Delegation, der unter anderem der Transportminister César Borges und der Präsident der brasilianischen Entwicklungsbank (Bndes) angehören, befindet sich bereits in Peking, um Gespräche mit den Asiaten zu führen.
Das riesige Brasilien verfügt derzeit eher über ein spärliches Schienennetz. Um dies zu ändern wurde bereits 2012 ein spezielles Programm zum Ausbau des Eisenbahnverkehrs aufgelegt. Allerdings fehlte es bisher an Investoren, um dieses umzusetzen. Die mangelnde Infrastruktur des Landes bereitet indes dem Agrogeschäft, dem Handel und der Industrie schon seit Jahren Sorgen. Hohe Transportkosten beeinflussen ihre Wettbewerbsfähigkeit.
In dem Programm sind vor allem größere Routen vorgesehen, die den zentralen Westen Brasiliens mit der Küste sowie mit dem Nordosten verbinden. Im Gespräch sind dabei drei Strecken, die gemeinsam 3.078 Kilometer umfassen würden. Das entspricht der Länge vom spanischen Madrid bis nach Kiew in der Ukraine.
Geplant ist die Anbindung per Schiene derzeit von Lucas do Rio Verde im Bundesstaat Mato Grosso nach Campinorte im Bundesstaat Goiás (883 Kilometer), von Estrela D’Oeste im Bundesstaat von São Paulo nach Dourados im Bundesstaat Mato Grosso do Sul (659 Kilometer) und von Porto Nacional im nordöstlichen Bundesstaat Tocantins über Ouro Verde im Bundesstaat Goiás zurück nach Estrela D’Oeste (1.536 Kilometer).
Nach dem Programm zum Ausbau des brasilianischen Eisenbahnnetzes sollen umgerechnet etwa 33 Milliarden Euro in den Schienenverkehr investiert werden. Ob diese oder ein Teil dazu aus China kommen werden, ist noch offen. Wie Transportminister César Borges mitteilte, habe das asiatische Land jedoch bereits Interesse signalisiert.