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Agnieszka Otwinowska-Kasztelanic (Universität Warschau)
Projektleitung
Wortschatzlernen in einer Zweit- oder Fremdsprache kann auf ganz verschiedene Arten erfolgen. In unserem Projekt wollen wir besser verstehen, wie LernerInnen durch den Einsatz digitaler Hilfsmittel beiläufig oder auch absichtlich Wörter lernen. Unser Projekt deckt mehrere Sprachkombinationen ab und wird in zwei Ländern parallel durchgeführt, in Polen und in der Schweiz. In Polen untersuchen wir Lernende, die polnisch einsprachig sind und Englisch als Zweitsprache (L2) lernen.
Organisatorische, didaktische und individuelle Faktoren
Im Kanton Wallis kümmert sich ein "Bureau des échanges linguistiques" seit über drei Jahrzehnten um den Austausch zwischen den beiden Kantonsteilen sowie über den Kanton hinaus (Bureau des Echanges Linguistiques (vs.ch)). Daneben gibt es auch Austauschaktivitäten, die auf Familien-, Klassen- oder Schulebene in Eigeninitiative veranstaltet werden.
Das „Inventar des zweisprachigen Unterrichts“ gibt erstmals seit der Jahrtausendwende einen Überblick über das zweisprachige Unterrichtsangebot in der Schweiz, d.h. über alle zweisprachigen Schweizer Lehrgänge der Volksschule und der Sekundarstufe II, die gegenwärtig (im Schuljahr 2021/2022) aktiv sind. Das Inventar wurde vom Institut universitaire de formation des enseignant·e·s der Université de Genève erstellt und aus Mitteln des Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit...
Projektleitung
Zu Beginn der Schulpflicht sind die Kinder 5 Jahre alt und es wird erwartet, dass sie die mündlichen Grundlagen der Schulsprache (Französisch) beherrschen. In gewissen Quartieren sprechen jedoch 80% der Kinder der 1. Klasse (gemäss HarmoS) zu Hause eine andere Sprache und zwischen 60 und 70% verstehen kein Französisch. Der Erwerbsprozess phonologischer Repräsentationen (d.h. der Sprachlaute) des Französischen durch sog.
Digitale Übersetzungsprogramme und Wörterbücher sind aus der Sprachverwendung kaum mehr wegzudenken. DeepL, Leo und Co. werden von ihren Nutzern rege und für unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Die Rolle dieser Tools im Fremdsprachenunterricht ist indes umstritten: Einerseits wird ihnen ein pädagogischer Wert zugestanden, andererseits wird in Zweifel gezogen, ob sie das Sprachenlernen längerfristig und nachhaltig unterstützen können.
Wortschatz ist Grundlage für die rezeptive und produktive Sprachverwendung. In einflussreichen Spracherwerbstheorien und didaktischen Ansätzen steht der Wortschatz nicht im Gegensatz zur Grammatik, sondern ist zentraler und integrierter Bestandteil von Lernergrammatiken. Aufbau und Konsolidierung von Wortschatz sind daher ein wichtiger Aspekt des Fremdsprachenunterrichts, dem durch die Digitalisierung neue Umsetzungsmöglichkeiten geboten werden.
Projektleitung
Supervision: Prof. Dr. Thomas Studer
Werden Lernende nach ihren Erwartungen an den Fremdsprachenunterricht gefragt, so antworten sie zumeist, dass sie sprechen lernen möchten. Trotz dieses hohen Stellenwertes des Sprechens zeigen verschiedene Studien zu den Fremdsprachkompetenzen der Schweizer Schüler/innen, dass viele besonders im Sprechen Mühe haben, die Lernziele zu erreichen. Befragungen von Lehrpersonen wiederum haben ergeben, dass viele sich besonders bei der Beurteilung der mündlichen Fertigkeiten unsicher fühlen....
SWIKO ist ein mehrsprachiges Lernerkorpus, das den Spracherwerb von Lernenden nach korpuslinguistischen Grundsätzen beschreibt. Es handelt sich um ein Dachprojekt, das in der Forschungsperiode 2016-2019 entwickelt wurde, in der Periode 2021-2024 weiterentwickelt wird und Daten aus anderen Projekten des Kompetenzzentrums aufnehmen kann. Zugänglich ist SWIKO zur Zeit über eine Anfrage beim Institut für Mehrsprachigkeit.
Weiterentwicklung und Anwendungen des Schweizer Lernerkorpus SWIKO
Parallel zur starken Präsenz gebrauchsbasierter Ansätze in Sprachbeschreibung und Spracherwerbsforschung hat sich korpuslinguistische Forschung in den letzten Jahren intensiviert und diversifiziert. Das gilt sowohl für die korpusbasierte und korpusorientierte Spracherwerbsforschung als auch für die angewandte Forschung in pädagogischen Kontexten. Forschungslücken und -desiderata gibt es allerdings nach wie vor.
Projektleitung
Team
Didaktische Zusammenarbeit: Berufsbildungszentren des Kantons Freiburg (CD-CFP)
Ziel des Projekts DiCoi ist es, einerseits didaktisches Material auf der Basis von Aufnahmen authentischer Gespräche (Korpus gesprochener Sprache) zu erstellen und anderseits die Entwicklung von Interaktionsfähigkeiten longitudinal (über 2 Jahre hinweg) auf der Basis von Aufnahmen freier Interaktionen zu beschreiben.
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