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Im Jahr 2014 horchte die Kunstwelt auf: In Tolouse wurde auf einem privaten Estrich ein Ölgemälde gefunden – 144 Zentimeter hoch und 175 Zentimeter breit –, das vielleicht vom italienischen Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio – kurz Caravaggio – gefertigt wurde. Das Bild «Judith und Holofernes» stand mindestens 100 Jahre auf dem französischen Dachboden, ehe es zur Klärung der Herkunftsfrage dem Kunstexperten Eric Turquin übergeben wurde. Seither wurde gewerweisst und untersucht, unter anderem mithilfe von Infrarot- und Röntgenaufnahmen. Trotz aller Bemühungen ist bis heute nicht abschliessend erörtert, ob es sich um ein Original handelt oder nicht. Es steht unter anderem die Vermutung im Raum, der Fund sei eine Kopie des flämischen Malers Louis Finson. Dass Caravaggio seine Gemälde nie signierte, erschwert den Nachweis zusätzlich. «Judith und Holofernes» wäre erst das 66. Gemälde des Künstlers. Im Juni 2019 wird das Ölgemälde versteigert. Schätzungen zufolge dürfte es für bis zu 171 Millionen US-Dollar den Besitzer wechseln.