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Am 9. und 10. September streikten die Piloten von British Airways aufgrund gescheiterter Lohnverhandlungen zwischen der Pilotengewerkschaft Balpa und der Fluggesellschaft. Bereits am 27. September sollten die Flugzeuge ein weiteres Mal auf dem Boden bleiben. Der Streik wurde jedoch wieder abgesagt, wie Balpa mitteilte. Es sei nun an der Zeit für eine Phase des Nachdenkens, bevor die Situation weiter eskaliere und der Streik der Fluggesellschaft irreparable Schäden zufüge.
British Airways hatte zuvor bereits begonnen, die Flüge am geplanten Streiktag zu stornieren – direkt vor dem 14-tägigen Fenster in dem keine Entschädigung an die Passagiere bezahlt werden muss, wenn die Reise abgesagt wird. Nun ist die Airline bemüht, möglichst viele Flüge wieder in den Zeitplan des 27. September aufzunehmen. Mit ihren Kunden steht die Fluggesellschaft für den Informationsaustausch in Kontakt.
An den beiden vergangenen Streiktagen waren rund 200'000 Kunden und 1'700 Flüge betroffen und es entstand ein finanzieller Schaden von etwa 40 Millionen Pfund (48 Millionen Franken). Die Gewerkschaft erhofft sich, dass British Airways sein Angebot von 11,5 Prozent Lohnerhöhung über drei Jahre für die Piloten ändert. Schliesslich hätten diese in wirtschaftlich schlechten Zeiten für ihren Arbeitgeber geringe Lohnerhöhungen in Kauf genommen.
Kommt es noch immer nicht zu einer Einigung, droht Balpa weitere Streikdaten anzuordnen. British Airways betont, dass das Angebot von 11,5 Prozent «fair und grosszügig» sei. Sie wurde bereits von den beiden Gewerkschaft «Unite» und «GMB» angenommen, zu dessen Mitgliedern die British Airways-Kabinenbesatzung, das Bodenpersonal und die Ingenieure gehören.