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«Bulletproof» ist zum Beispiel ein Track, den man eher von den härteren Scheiben der Jungs her kennt, der als Opener aber sofort in die Ohren und die Beine geht. «We Came To Rock» weiss dank der Gitarren (Tom Naumann und Alex Scholpp) zu gefallen und macht umgehend Lust auf mehr. Mit dem Titelsong geht das Quartett den Weg, welchen man von den letzten Scheiben «Tequilla Sunrise» und «Santa Muerte» beschritten hat. Eine Nummer, bei der vermehrt der harte Rock und weniger der Metal im Mittelpunkt steht. «My Scars» klingt beinahe etwas Metallica-like, angelehnt an das "Schwarze Album" und beschreibt den "neueren" Weg sehr gut. Sinner standen für mich immer für diese Thin Lizzy angehauchten Lieder, welche sich eher dem Rock, denn dem Metal zuwandten.
Auch mit dem Bewusstsein, dass die Jungs mit «The Nature Of Evil» (1998), «The End Of Sanctuary» (2000) oder «There Will Be Execution» (2003) eher härtere Scheiben veröffentlichten und die Gefahr bestand, zu nahe bei "der anderen Mat Sinner Truppe" Primal Fear zu liegen, so waren es die rockigeren Momente, die Sinner für mich unsterblich machten. «Brotherhood» ist deshalb weit davon entfernt, ein schlechtes Album zu sein. Dazu ist eine Truppe wie Sinner gar nicht im Stande. Trotzdem musste ich mich zuerst ein bisschen in dieses "wiederbelebte Soundgewand" einfühlen. Selbst schuld, wenn man eine klare Vorstellung eines neues Albums mit sich herum trägt.
Tinu