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Der Studenbergliwald bedeckt die Kuppe der Hochterrasse Haldi. Die Besonderheit des Areals liegt in der moderaten Höhenlage von 1150 m ü.M., der Schnittstelle zwischen ganzjährig und temporär genutzten Siedlungsplätzen. In der Regel wurden/werden hier nicht mehr benötigte Bauten eingeebnet oder überbaut. Im Studenbergliwald hat jedoch der rasch nachwachsende Wald die Ruinen bewahrt.
Schriftquellen zur Besiedlung von Haldi finden sich seit dem 15. Jahrhundert. Mit der Abkurung der Pfarrei Schattdorf von der Urner Urpfarrei Bürglen 1537 musste eine Gemeindegrenze festgelegt werden: Sie zieht sich quer durch den Studenbergliwald und wurde mit einer Mauer zementiert – ein in Uri außergewöhnliches Prozedere.
Der Fokus der Dokumentation lag in zwei typähnlichen Siedlungsplätzen auf der Bürgler Seite, jeweils bestehend aus einem großen, hangseits eingetieften Geviert und einem an einen Felsblock angelehnten Kleinbau. Unmittelbar nach dem Ausräumen der ersten großen Ruine ergab sich ein klarer Befund: Es handelt sich um einen neuzeitlichen Großviehstall, erkennbar an einem Plattenbelag mit abgesetztem Mittelgang. Der Kleinbau besitzt hingegen gemauerte Wandnischen und ist somit als (temporärer) Wohnbau identifiziert. Nun stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang der kleinen Bautengruppe und dem Grund der Aufgabe dieses günstig gelegenen Siedlungsplatzes im ausgehenden 18. Jahrhundert …
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Dokumentation: Dr. Marion Sauter und Brigitte Andres (Wüstungsforschung Berner Oberland), unterstützt von Romano Agola, dem Zivilschutz Uri und der SWR Geomatik AG, Altdorf