Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03578.jsonl.gz/849

Während ein Teil der Metal-Gemeinde droht, in den kommerziell verseuchten Sümpfen des Metal-Rap oder aufgewärmter Stoner-Rock-Clichés zu versinken, gibt es bei manchen Musikern die Tendenz, das ganze Metal-Regelwerk erstmal zu verbrennen, an die Wurzeln gehend den ganzen Laden von da her neu zu erfinden, ohne sich um die einzelnen Schubladen des Genres zu kümmern die Musik zu spielen, die sie machen wollen.
Nicht von ungefähr haben solche Musiker meist bereits eine Geschichte, und dass sich so manche Band dieses Geistes auf dem amerikanischen Relapse-Label findet, wird wohl auch kein Zufall sein, in der Gesellschaft von, um einige zu nennen, Neurosis, Unsane, Today Is The Day, Brutal Truth, Dillinger Escape Plan …
Mastodon entstand, als die Musiker der Power-Rhythm-Section aus Drummer Brann Dailor und Bassisten Bill Kelliher ’99 Today Is The Day verliessen, um für kurze Zeit in Rochester, N.Y., ihre frühere Band Lethargy wieder aufleben zu lassen.
Neue Perspektiven suchend, zogen die beiden Anfang 2000 nach Atlanta, Georgia, wo sie auf Social Infestation Bassisten Troy Sanders und Gitarristen Brent Hines stiessen. Die Chemie, die sich unter den Vieren entwickelte, schlug schon im Juni in einem Demo nieder, und bald resultierten intensives Touren, lokale Supports für Leute wie Queens Of The Stone Age, Morbid Angel oder Cannibal Corpse – und ein Vertrag mit Relapse.
Nach dem letztjährigen Debut «Lifesblood», und Touren mit EyeHateGod, Keelhaul etc., erscheint zur Zeit ihr erstes volles Album «Remission», welches nichts anderes zum Zweck zu haben scheint, als die Erde mit riffendem Rock zu erschüttern.
Als ’98 die Stoner-Metal-Legende Sleep auseinanderbrach, zog sich Gitarrist Matt Pike für eine Weile zurück, spielte Gitarre, und studierte an einer Metalband herum, welche noch schwerer und aggressiver daherkommen sollte als sein vorheriges Projekt.
Nachdem er mit verschiedenen Leuten gejammt hatte, traf er auf den Powerhouse-Drummer Des Kensel, und als sich sein langjähriger Gitarristen-Freund George Rice den Bass umhängte, war das Line-Up zusammen, mit welchem er als High On Fire ansetzte, «Power zurück ins Power-Trio» zu bringen.
Das ’99 aufgenommene Debut «The Art Of Self Defense» erschien 2000 auf Man’s Ruin, und verschaffte der Band auf Anhieb die Aufmerksamkeit der Presse weltweit, die trotz der offensichtlichen Reminiszenzen an Bands wie Black Sabbath in erster Linie die Originalität des Trios hervorhob.
Intensives Touren folgte, und als 2001 Man’s Ruin einging, nahmen High On Fire das Angebot von Relapse an, ihr zweites Album «Surrounded By Thieves» zu produzieren, während Tee Pee Records ihren Erstling wiederveröffentlichte.
Speed-Metal, Doom, Grindcore, Hard Rock, Heavy Metal, vergiss die Schubladen: Felle über Trommeln und Metallbecken, Saiten und Stimmbänder, daraus wird ein Metal-Abend geschmiedet.