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Zur Zeit des Baus der Kapelle im Jahre 1795 durch die Ortseinwohnerschaft gehörte Full zur Herrschaft und zum Kirchspiel Leuggern. Bei der Aufteilung der 1804 entstandenen Grossgemeinde im Kirchspiel kam Full 1816 zur Gemeinde Oberleibstadt. Die selbständige Gemeinde Full-Reuenthal besteht erst seit 1832, bis 1902 aber noch ohne den Ortsteil Jüppen, der Leuggern zugehörig war.
Am 13. September 1795 wurde die Kapelle durch den Leuggermer Pfarrer Delévieleuse mit bischöflicher Erlaubnis zu Ehren des hl. Johannes Nepomuk, dessen Verehrung im 18. Jahrhundert grosse Verbreitung fand, eingeweiht. Der hl. Johannes Nepomuk ist Patron der Flösser, Müller, Schiffer und Brücken, der Beichtväter und Priester; er wird vor allem gegen Verleumdungen angerufen. Vorn an der Scheitelwand der Kapelle hängt ein Bild des Kapellenpatrons vor einem aufgemalten Kuppelbaldachin, dessen Vorhänge von zwei Engeln bei seitegehoben werden. In der Kapelle hängt ein Bild der 14 Nothelfer, das mit dem Baujahr datiert ist. Der vorhandene Kreuzweg stammt wohl aus der Zeit um 1900.
Die Fuller Einwohner haben die Kapelle vor 217 Jahren auf eigene Kosten gebaut und in der Folge unterhalten. Erst 1947 sorgte die Kirchgemeinde Leuggern dafür, dass ein Kapellenverein gegründet wurde, der die Kapelle als Eigentum von der Einwohnergemeinde übernahm. Die letzte grössere Renovation, vor allem aussen, führte der Kapellenverein 1995 aus. Nun stehen weitere dringende Renovationsarbeiten an. In der Dokumentation der Baugeschichte (PDF-Datei) können die verschiedenen, in der Vergangenheit durchgeführten Renovationsschritte nachgelesen werden.