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In vielen Artikeln, die man in der letzten Zeit über den Konflikt zwischen Damien Piller und der Migros in Zürich lesen konnte, heisst es: «Es gilt die Unschuldsvermutung.» Aber dem scheint nicht wirklich so. Man könnte meinen, Zürich habe sein Urteil schon gefällt: Der Präsident der Migros Neuenburg-Freiburg ist schuldig und muss so schnell wie möglich weg. Anstatt die Experten und die Justiz ihre Arbeit machen zu lassen und die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten, setzt sich der Migros-Genossenschaftsbund dafür ein, dass Damien Piller so schnell wie möglich entlassen wird, selbst wenn man dabei gleich die ganze Verwaltung der Migros Neuenburg-Freiburg mit in den Abgrund reisst. Man fragt sich, was Herr Piller getan hat, um eine solche Behandlung zu verdienen. Den Standpunkt der Westschweizer in Zürich verteidigt? Die falsche Kandidatin als Präsidentin des Genossenschaftsbunds unterstützt? Oder einen Romand als neuen Generaldirektor positioniert? All dies könnte natürlich erklären, warum der Migros-Genossenschaftsbund es so eilig zu haben scheint, Piller zu verurteilen, bevor unabhängige Institutionen ihn entlasten könnten.