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Als die Samnauner Bevölkerung im Lauf des 19. Jh. ihre rätoromanische Sprache aufgab und zum Deutschen überging, übernahm sie den Dialekt ihrer östlichen Nachbarn im österreichischen Bundesland Tirol. Bis 1921 gab es keine ganzjährig begehbare Verbindung in die Schweiz; daher pflegten die Samnauner vor allem intensive Kontakte mit der Tiroler Bevölkerung. Mit der Eröffnung einer ganzjährig befahrbaren Strasse in die Schweiz änderten sich die Rahmenbedingungen: Der Kontakt mit Deutschschweizern – und somit auch mit alemannischen Dialekten – nahm zu. Im Projekt wird untersucht, wie sich die Sprachsituation in Samnaun angesichts dieser Veränderungen präsentiert. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich der Kontakt der bairischsprachigen Samnauner mit den alemannischsprachigen Deutschschweizern auswirkt und welche Palette an Sprachformen (Dialekt/e, Standardsprache, Zwischenformen zwischen Dialekt und Standarddeutsch) die Samnauner heute zur Verfügung haben. Die Antworten auf diese Fragen sollen mittels Neuerhebungen vor Ort gefunden werden.