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„Tischtennis? Das ist doch keine Sportart, bei mir heisst das Ping-Pong“. So scherzen viele Leute, denen man erzählt, dass Tischtennis ein echter Sport ist, der von sehr vielen Menschen aktiv in einem Verein betrieben wird. In der Schweiz sind die Mannschaften von der Nationalliga A bis hin zur 5. Liga eingeteilt.
Tischtennis wird auch gerne „die schnellste Sportart der Welt“ genannt. Bei einem Schmetterball kann der kleine Ball beispielsweise eine Geschwindigkeit von bis zu 180 Kilometer pro Stunde erreichen. Die Sportart erfordert sehr gutes Timing, Präzision und gute Beinarbeit. Wer denkt, Tischtennis sei keine anstrengende Sportart, hat sich getäuscht. Durch das schnelle Abbremsen, den kraftaufwendenden Schlägen und dem enorm schnellen Tempo gerät man schnell ins Schwitzen. Während eines Satzes über 11 Punkte verbraucht der Körper eines Profispielers doppelt so viel Energie wie ein Athlet, der die 100 Meter in zehn Sekunden läuft. Tischtennis erwartet also eine intakte Kondition.
Der Unterschied
Ping-Pong und Tischtennis unterscheiden sich hauptsächlich in der Ausrüstung. Ein Ping-Pong Spieler ist meist nur mit einem Schläger, den er für wenig Geld in einem Geschäft gekauft hat, ausgerüstet. Der Tischtennisspieler hingegen stellt sich seinen Schläger nach eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten zusammen, trägt ein Sportoutfit und spielt auschliesslich in der Sporthalle. Als die Sportart Ende des 19. Jahrhunderts in England erfunden wurde, nannte man sie Ping-Pong. Schnell wurde die Sportart dann aber zu „Tischtennis“ umbenannt. Heute wird der Begriff „Ping-Pong“ fast ausschliesslich im Hobbyspielerbereich verwendet. In China, wo Tischtennis übrigens Nationalsport ist, nennt man die Sportart aber immer noch „Ping-Pong Ball“.
Ein Mannschaftssport?
Tischtennis ist, anders als die meisten vermuten, auch eine Mannschaftssportart. Die Teams bestehen aus je drei Spielern, die während einem Match alle gegeneinander antreten. Zusätzlich spielen jeweils zwei Spieler einer Mannschaft ein Doppel gegeneinander. Die Mannschaft, die mehr Siege eingefahren hat, ist der Sieger. Natürlich gibt es auch Einzelwettkämpfe, dies allerdings nur an Turnieren, wie zum Beispiel der Schweizermeisterschaft.
Ausrüstung ist nicht alles
Im Tischtennis gibt es viele Schlagvarianten, die auf präziser Technik beruhen. Der Ping-Pong Spieler achtet meist nicht auf Technik, er will den Ball nur auf die gegnerische Tischhälfte spielen. Ganz anders der Tischtennisspieler. Der Ball wird meist angeschnitten, um dem Gegenspieler den Rückschlag zu erschweren. Der wichtigste Schlag im Tischtennis ist der Topspin. Dabei wird dem Ball eine Vorwärtsrotation mitgegeben, so dass er auf dem Tisch schnell wegspringt. Meist wird mit ihm ein Angriff aufgebaut oder abgeschlossen. Sehr oft ist ein Ballwechsel im Tischtennis auf einem Unterschnittball aufgebaut. Dies ist ein Sicherheitsschlag, wobei es darum geht, dem Gegner keine Angriffschance zu ermöglichen.
Was braucht es dazu?
Tischtennis braucht keine grosse Ausrüstung. Tisch und Bälle sind immer vom jeweiligen Verein zu beziehen. Wichtig ist natürlich ein eigener Schläger. Vor dem Kauf sollte dies allerdings mit dem zuständigen Trainer abgesprochen werden. Ausserdem wäre eine kurze Sporthose und ein T-Shirt sicherlich nicht verkehrt um zu trainieren. Du weisst nicht, wo du einen Verein findest? Es gibt sehr viel mehr Tischtennisvereine als man denkt. Auf dem Internet ist schnell herausgefunden, wo es in der Nähe einen entsprechenden gibt. Tischtennis ist also eine relativ günstige Sportart, mit wenig Kostenaufwand für das Material und auch die Jahresbeiträge für den Verein und das Training sind meist sehr günstig. Eigentlich genug gute Gründe, um sich selbst mal im Extrem-Ping-Pong zu versuchen, oder?