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Nur Tombolas, die von Vereinen zur Aufbesserung der Vereinskasse durchgeführt werden, sind legal. Dies hat das Bundesgericht entschieden. Es ging um eine Lottoveranstaltung, die 2006 in einem Thurgauer Hotel abgehalten worden war. Als Mindesteinsatz mussten sechs Lottokarten für insgesamt 50 Franken gekauft werden. Zu gewinnen waren Sachpreise und Gutscheine. Zwei Polizisten in Zivil liessen die Veranstaltung auffliegen.
Der Veranstalter wurde erstinstanzlich wegen Widerhandlung gegen das Lotteriegesetz zu 2000 Franken Busse verurteilt. Er gelangte ans Thurgauer Obergericht. Dieses sprach ihn frei. Begründung: Es sei auch Privatpersonen erlaubt, Tombolas durchzuführen, sofern als Gewinn kein Geld, sondern nur Sachpreise ausgehändigt würden.
Das Bundesgericht teilte diese Auslegung nicht und hiess die Beschwerde der Thurgauer Staatsanwaltschaft gut. Ziel des Lotteriegesetzes sei es, Auswüchse zu bekämpfen. Nur «harmlose» gelegentliche Tombolas von Vereinen zur Finanzierung des Vereinszwecks sind erlaubt. Allenfalls zulässig sind auch Lottoveranstaltungen bei Familien- oder Betriebsfesten, etwa zur Finanzierung eines Geschenks.
Bundesgericht, Urteil vom 9. Februar 2009 (6B_690/2008)