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Kevyn Orr nahm im März die Funktion des Krisen-Managers in Detroit an, was ihn in dieser Zeit zum «meistgehassten Mann» der Stadt im Bundesstaat Michigan machte. Am Donnerstag dann der Höhepunkt: Orr veranlasste, dass die Stadt unter Gläubigerschutz gestellt wird. Detroit muss die eigenen Schulden nicht bedienen, bis Pläne zur Sanierung der Finanzen von einem Gericht genehmigt sind.
Der 54-jährige Absolvent der Michigan Law School begann seine Karriere als Prozessanwalt in einer Anwaltskanzlei in Miami, Florida. Seit 2001 ist er bei der in Washington angesiedelten Anwaltskanzlei Jones Day tätig – als Partner spielte er schon beim Bankrott von Chrysler in 2009 eine wichtige Rolle: Orr überzeugte ein Gericht davon, ein Viertel der Handelsniederlassungen zu schliessen. Während diese Massnahme Tausende von Angestellten den Job kostete, verdiente Orr mit dem Mandat angeblich merh als 1 Million Dollar.
Vier Jahre später tritt Orr erneut als Konkursverwalter in Detroit ins Rampenlicht – als Staatsdiener bezieht er allerdings ein bescheideneres Gehalt: Laut «Financial Times» wird er als Finanzvorsteher der Stadt mit jährlich 275'000 Dollar entschädigt.
(ama/vst)