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Sierra Leone ist eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze und auch über die Hälfte aller Erwachsenen sind Analphabeten. Ausserdem ist die ausserordentlich hohe Jugendarbeitslosenquote ein grosses Problem. Das Land hat immer noch mit den Folgen des bis 2002 dauernden Bürgerkriegs zu kämpfen und wurde zudem erst 2015 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Ebola-frei erklärt.
Krieg und Epidemie standen einer erfolgreichen Entwicklung des kleinen Landes an der Westküste Afrikas lange Zeit im Weg. Der Entwicklungsrückstand, den Sierra Leone in unterschiedlichen Bereichen wie Bildung, Wirtschaft und Gesundheitssystem im Vergleich zu anderen Ländern aufweist, konnte während dem über ein Jahrzehnt lange dauernden Bürgerkrieg nicht verkleinert werden. Dazu kam 2014 der Ausbruch des Ebola-Virus, welcher bis Ende 2015 tausende von Todesopfern forderte. Die Folgen des Bürgerkriegs, sowie der Epidemie sind bis heute im ganzen Land schmerzhaft spürbar.
Zusammen mit „Vineyard Community Development Sierra Leone“, welche als Projektpartner vor Ort aktiv sind, unterstützt ora seit November 2015 zwei Projekte in Sierra Leone mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Vom Ansatz der kinderzentrierten Hilfe ausgehend, stehen auch hier die mit Patenschaften unterstützen Kinder im Mittelpunkt. Dabei profitiert aber immer auch ihr jeweiliges Umfeld von den Projekten, in die sie eingebettet sind. Im Rahmen der zwei Projekte werden Ausbildungs- und Einkommensmöglichkeiten für die Eltern der Patenkinder geschaffen. Die so erlernten Fähigkeiten und das erworbene Kapital helfen den Familien, sich langfristig selbst versorgen zu können. Somit wird nachhaltige Entwicklungshilfe geleistet.
In Makeni werden Familienmitglieder in einem gemeinsamen landwirtschaftlichen Anbauprojekt über das fachgerechte Umpflügen, Kultivieren und Düngen ausgebildet. Die einzelnen Arbeitsschritte des Ackerbaus, die sie im Projekt erlernen, können sie später in ihrem eigenen Umfeld anwenden und ihr Wissen weitergeben.
Im Rahmen des Projekts in Grafton erlernen Mütter und Väter von Patenkindern die Herstellung von Seife. Durch den anschliessenden Verkauf dieser Seifen kann ein Einkommen generiert werden, welches es den Familien ermöglicht auf Dauer unabhängig und selbstständig zu leben.