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Die Schenkler-Winkler Holding, über welche die Erbenfamilie ihre Anteile an Sika hält, klagt gegen drei Verwaltungsräte des Baustoffherstellers. Die Verantwortlichkeitsklage richtet sich gegen Monika Ribar, Christoph Tobler und Ulrich Suter.
Andreas Durisch, der Sprecher der Schenkler-Winkler Holding (SWH), bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung». Über Klagen gegen weitere Mitglieder des Verwaltungsrates werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, hiess es dazu weiter.
Die Klagen wurden damit begründet, dass der Verwaltungsrat unverhältnismässig viel Geld ausgebe, um gegen den eigenen Ankeraktionär vorzugehen. Der Sika-Verwaltungsrat führe eine Kampagne gegen den Verkauf des Aktionpakets des SWH.
Der Kampf gegen den Verkauf der heute von der SWH gehaltenen Kontrollmehrheit hat das Unternehmen bisher 5,7 Millionen Franken gekostet, wurde an der Generalversammlung im April ausgeführt. Die Abwehrkampagne des Verwaltungsrates würde ohne Rücksicht auf die Interessen der Sika und ihrer Aktionäre geführt, begründet der SWH die Verantwortlichkeitsklage. Es würden Methoden angewandt, die gegen die Statuten und das Gesetz verstossen würden. In einem ersten Schritt wird der Friedensrichter nun versuchen müssen, den Streit zu schlichten.
Die Erbenfamilie Burkard hatte im Dezember bekannt gegeben, ihr Aktienpaket an Sika, das bei einem Kapitalanteil von 16% rund 52% der Stimmenanteile umfasst, zu verkaufen. Der französische Konzern Saint-Gobain ist bereit, dafür 2,75 Mrd CHF zu zahlen, was gegenüber dem Börsenwert von Sika einem happigen Aufpreis entspricht.
Gegen die Verkaufspläne wehren sich der Sika-Verwaltungsrat und das Sika-Management sowie Minderheitsaktionäre. Entschieden werden dürfte der Konflikt schliesslich auf dem juristischen Parkett – mittlerweile sind mehrere verschiedene Klagen hängig.