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Ursula Bleisch-Imhof
* 2.12.1942 Bern, ∞ 1978 →Hanspeter Bleisch, Figurentheaterspieler.
1963 schloss B. das Lehrerseminar in Bern, 1974 die Kunstgewerbeschule Zürich jeweils mit Diplom als Primarlehrerin respektive Werklehrerin ab. Beschäftigung mit Malerei und Ausstellungen. Später Ergänzung ihrer Ausbildung durch privaten Schauspiel- und Stimmbildungsunterricht. Berufliche Tätigkeit unter anderem an der Schweizerschule in Lima (Peru) und am Lehrerseminar in Wohlen. Leitung zahlreicher Kurse – zum Teil in der Lehrerfortbildung – für Zeichnen, Malen und dreidimensionales Gestalten. 1975 lernte sie Hanspeter B. kennen und trat dessen Puppentheaterbühne bei. 1977 Erarbeitung erster Repertoirestücke: "Bahnhof Requiem" (zusammen mit dem Autor des Spiels →Jürg Hebeisen) und des Kinderstücks "Hänsel und Gretel". Seit 1978 haben beide gemeinsam über zwei Dutzend Spiele für Kinder und Erwachsene inszeniert und aufgeführt. Ausgedehnte Tourneen sowie Festivalauftritte im In- und Ausland, Publikationen und Ausstellungen. Eine Retrospektive im Gewerbemuseum Winterthur 1996 zeigte die künstlerische Kraft und konstruktive Fantasie im Figuren- und Bühnenbau, die sie – zusammen mit ihrem darstellerischen Talent – zu einer der heute bekanntesten Schweizer Figurentheaterbühnen werden liessen. In unregelmässigen Abständen initiieren und realisieren sie grössere Produktionen unter dem Namen Puppentheater oder Theatergruppe Bleisch & Co. Eine besondere Herausforderung war 1992 die Tournee mit dem Circus Monti.
Autorin: Elke Krafka
Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:
Krafka, Elke: Ursula Bleisch-Imhof, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 218.