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Kranker Jungwolf erlegt
Die Wildhut hat in der Bündner Herrschaft einen jungen Wolf erlegen müssen. Das Tier hatte deutliche Krankheitssymptome gezeigt. Untersuchungen ergaben eine Hirnentzündung als Auslöser.
Ein Jungwolf wurde Anfang Juli in der Bündner Herrschaft wegen Krankheit erlegt. Das Tier war apathisch, zeigte keinerlei Scheu und reagierte nicht auf Zurufe. Der Jungwolf drehte sich fortwährend im Kreis, wobei sein Gang eine Verletzung am rechten Hinterlauf sichtbar machte. Des Weiteren hatte das Tier ein aufgeschwollenes Gesicht und die Augen oft geschlossen, was auf eine hohe Lichtempfindlichkeit hinwies, ein weiteres Symptom für eine Erkrankung. So beschreibt das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) die Symptome.
Das Tier wurde an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern gebracht. Bei der Untersuchung des toten Tieres konnte das Staupe-Virus nicht nachgewiesen werden. Auch Tollwut konnte aufgrund der negativen Testergebnisse ausgeschlossen werden, wie das AJF weiter schreibt. Das Tier hatte aber eine deutlich feststellbare Hirnentzündung.
Ursache der Krankheit unbekannt
Die Ursachen der Hirnerkrankung sind bisher nicht bekannt, es werden weitere Abklärungen durchgeführt. Festgestellt wurde im Weiteren ein Befall mit Herzwürmern (Dirofilarien). Es ist das erste Mal, dass in der Schweiz bei einem Wolf dieser Befund nachgewiesen wurde. Die noch laufende genetische Untersuchung kann eventuell Auskunft darüber geben, ob der Jungwolf aus dem Calanda- oder dem Morobbia-Rudel stammt.
Dieser Fall zeige, wie wichtig es ist, dass Tiere mit abnormalem Verhalten umgehend der Wildhut gemeldet würden, schreibt das AJF abschliessend.