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Während 20 Jahren, von 1970 bis 1990, war François Gross Chefredaktor der Freiburger Tageszeitung «La Liberté». Er hat in dieser Zeit wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Zeitung von der «Bevormundung der katholischen Kirche und der konservativen Partei, der Vorläuferin der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP), losgelöst hat», wie die Redaktion auf ihrer Internetseite festhält. «Er hat die tiefschürfenden Veränderungen, die der Kanton Freiburg zu dieser Zeit erlebt hat, begleitet», führt sie weiter aus.
François Gross, der 1931 in Lausanne geboren wurde, das Kollegium St. Michael in Freiburg besuchte und seine Studien mit einem Lizenziat in den politischen Wissenschaften an der Universität Lausanne abschloss, begann seine journalistische Karriere als Praktikant im Jahr 1953 bei der «Gazette de Lausanne». 1965 wurde er Chefredaktor der Tagesschau des Westschweizer Fernsehens. Nach seiner Karriere als Chefredaktor der «La Liberté» leitete er bis 1996 «Radio suissse internationale».
Im vergangenen Jahr erhielt er den «Lifetime Achievement Award» der Stiftung Reinhardt von Graffenried für sein Lebenswerk. Gewürdigt wurde er vor allem auch für seine Offenheit und seinen Mut. SRG-Generaldirektor Roger de Weck bezeichnete ihn als einen der besten Kolumnisten der französischen Sprache, «der die ‹Liberté› zu einer Qualitätszeitung gemacht hat». az/Bild awi/a