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Die Schweizer Delegation in Pyeongchang hat ihre nächste Silbermedaille. Der Skicrosser Marc Bischofberger sichert sich in einem spektakulären Wettkampf hinter dem Kanadier Brady Leman Platz 2.
Bischofberger krönte mit Silber die starke Leistung der Mannschaft von Cheftrainer Ralph Pfäffli, die mit grossen Ambitionen nach Südkorea gereist war. Armin Niederer, der im Halbfinal unter anderen an Bischofberger scheiterte, holte als Sieger des kleinen Finals Platz 5, Alex Fiva und Jonas Lenherr schieden in den Viertelfinals aus - auch sie mussten in ihren Runs jeweils gegen einen Teamkollegen antreten.
Am Ende stach der Trumpf Bischofberger. Dem im Kanton St. Gallen wohnhaften Appenzeller war der ganz grosse Durchbruch im Weltcup erst in dieser Saison gelungen. Zwei seiner drei Weltcupsiege holte er kurz vor Weihnachten in Innichen, als Weltcup-Führender reiste er nach Südkorea. Um sich voll auf die Olympia-Saison zu konzentrieren, liess sich Bischofberger vor knapp einem Jahr von seiner Stelle als Polymechaniker freistellen.
Bischofbergers Plan ging auf - auch am Tag X. Im Final lag er nach dem Start sogar in Führung, zur Wiederholung des Triumphs von Mike Schmid von 2010 reichte es aber nicht ganz. Leman überholte den Schweizer noch vor Rennhälfte und verteidigte seine Führung auch auf den letzten drei Kickern souverän. Er holte das erste Skicross-Edelmetall für die Kanadier, nachdem er vor vier Jahren in Sotschi im Final als Vierter noch leer ausgegangen war. Bronze sicherte sich der Russe Sergej Ridsik, der wie Lemans Teamkollege Kevin Drury gestürzt war.
Der Wettkampf im Phoenix Snow Park in Bokwang wurde von mehreren schlimmen Stürzen überschattet. In den Achtelfinals kamen sowohl der Franzose Terence Tchiknavorian wie auch der Österreicher Christoph Wahrstötter und der Kanadier Chris Delbosco brutal zu Fall und mussten vom Rettungsschlitten abtransportiert werden. Tchiknavorian und Delbosco verloren bei Sprüngen in der Luft die Kontrolle und knallten heftig in den Schnee, wobei sich der Franzose das Schienbein brach. Auch Fiva stürzte in seinem Viertelfinal, blieb aber unverletzt.
SDA-ATS