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Unter UNO-Schirmherrschaft suchen die politischen Führer der griechischen und türkischen Zyprer nach Wegen, die Teilung der Insel zu überwinden. Am Montag haben in Genf neue Gespräche begonnen.
Der Präsident der Republik Zypern, Nikos Anastasiades, und der türkisch-zyprische Präsident der nicht anerkannten Republik im Norden der Insel, Mustafa Akinci, kamen am Montagmorgen in Genf mit dem UNO-Sondergesandten Espen Barth Eide zusammen.
Das zyprische Fernsehen (RIK) zeigte Bilder vom Treffen. Zypern ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention 1974 geteilt.
Die Inselrepublik ist seit 2004 EU-Mitglied. Das EU-Recht gilt aber nur im griechisch-zyprischen Süden. Der türkisch-zyprische Norden wird nur von Ankara anerkannt.
Bis Mittwoch wollen Anastasiades und Akinci im Beisein des Norwegen Eide miteinander verhandeln. Sollte es Fortschritte bei diesen Gesprächen geben, ist für Donnerstag eine Fünf-Parteien-Konferenz unter Beteiligung der Garantiemächte Zyperns - das sind Griechenland, die Türkei und die frühere Kolonialmacht Grossbritannien - vorgesehen.
Kommt Erdogan am Donnerstag?
Teilnehmen am Treffen vom Donnerstag soll auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Dies hatte der türkische Aussenminister Mevlut Cavusoglu Ende Dezember angekündigt. Allerdings erwartet die Türkei, dass die Regierungschefs Griechenlands und Grossbritanniens, Alexis Tsipras und Theresa May, ebenfalls nach Genf kommen.
Angestrebt wird ein föderaler Staat aus zwei politisch gleichberechtigten Bundesstaaten- einem türkisch-zyprischen im Norden und einem griechisch-zyprischen im Süden. Beide Volksgruppen müssen einer Verhandlungslösung in getrennten Volksabstimmungen später zustimmen. (sda/dpa)