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Kombiniertes Erwärmungssystem
Will man ganzjährig warmes Brauchwasser ohne zusätzlichen Stromkonsum, aber energieeffizient und umweltfreundlich bereitstellen, wird dazu ein sogenanntes bivalentes System benötigt. Konkret meint dies, die Heizungsanlage mit Sonnenkollektoren oder einem Wärmepumpenboiler zu ergänzen. So reicht eine 5 bis 6 m2 grosse thermische Solaranlage auf dem Hausdach aus, mehr als die Hälfte des Warmwasserbedarfs eines Einfamilienhauses abzudecken. Technisch wird der Warmwasserspeicher so in das Haustechniksystem eingebunden, dass das Warmwassersystem – je nach Bedarf – solarthermisch, elektrisch oder über die Heizungsanlage betrieben werden kann. Bei der Kombination von Solaranlagen mit einer Wärmepumpenheizung ist auf die Hydraulik besonders zu achten: Die Wärmeübertragungsstutzen für den solaren Wärmekreislauf sind im untersten Bereich des Speichers anzubringen, weil hier der stärkste Energieinput erforderlich ist. Der Wärmeeintrag durch die Wärmepumpe soll jeweils in den oberen Wasserschichten erfolgen. Dadurch wird Letztere jeweils nur dann eingeschaltet, wenn die Sonne zu wenig Wärme geliefert hat.
Und der Boilerersatz?
Eine Alternative zur thermischen Solaranlage ist der Wärmepumpenboiler. Dieser ergänzt die Heizungsanlage und erzeugt Wärme aus der Umgebungsluft. In gewissen Fällen kann dafür die warme Abluft im Heizungskeller genutzt werden, was die Energieeffizienz des WP-Boilers erhöht.
Ein Knackpunkt für die Brauchwasseraufbereitung ist der hohe Wärmebedarf: Aus hygienischen Gründen muss das Brauchwasser mindestens kurzzeitig auf ein Temperaturniveau von 60 °C erwärmt werden, damit die Legionellenbildung verhindert werden kann. Die meisten Boileraggregaten verfügen über ein eingebautes Steuerungsprogramm mit Legionellenschaltung. Ist der Boiler unabhängig der Heizungsanlage zu ersetzen, empfehlen Fachleute ein bivalentes Erwärmungssystem. Bei einer Installation von Sonnenkollektoren sind allfällige Vorleistungen in Betracht zu ziehen, wie etwa eine Vergrösserung des Warmwasserspeichers: Dieser sollte 50 % bis 75 % grösser sein als der alte Elektroboiler.