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Adipositas reduziert Therapieerfolg bei rheumatoider Arthritis
Ein Spin-off der Studie NORD-STAR (Nordic Rheumatic Disease Strategy Trials And Registries) zeigt, dass Menschen mit Adipositas bei früher rheumatoider Arthritis schlechter auf eine Therapie ansprechen (1).
Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) bietet verschiedene therapeutische Möglichkeiten. Allerdings reagieren die Patienten unterschiedlich auf die Therapie und nicht alle erreichen eine klinische Remission.
Ob auch eine Adipositas negative Auswirkungen auf die Chance einer Remission hat, wird aktuell diskutiert – und ist derzeit noch umstritten. So gibt es dafür zwar mehrere deutliche Hinweise (2). Eine kürzlich veröffentlichte Beobachtungsstudie hat jedoch gezeigt, dass Adipositas nicht mit einem verminderten Ansprechen auf konventionelle synthetische DMARDs verbunden ist (3).
Studie zu Adipositas und Therapieerfolg am EULAR
Genau das untersuchte Dr. Violetta Dubovyk, Mitglied der Cristina Maglio Group an der Universität Göteborg, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Stoffwechsel und Entzündung bei rheumatischen Erkrankungen befasst. Ihre Studienergebnisse präsentierte sie anlässlich des EULAR-Jahreskongress 2023.
Die Forscher hatten analysiert, wie Adipositas das Ansprechen auf verschiedene Therapien bei früher RA beeinflusst.
Dazu teilten sie 393 Teilnehmer randomisiert in vier Therapiegruppen ein: Methotrexat plus Prednisolon, Certolizumab, Abatacept oder Tocilizumab. Vor Beginn der Studie und nach 24 Wochen wurden die Krankheitsaktivität anhand verschiedener Scores (Disease Activity Score 28 [DAS28]-CRP, CDAI [Clinical Disease Activity Index]) ermittelt und Blutproben entnommen. Von den Teilnehmern hatten insgesamt 19% (n = 75) Adipositas (BMI ≥ 30 kg/m2). Vor Beginn der Therapie zeigten sich keine Unterschiede in Bezug auf Krankheitsaktivität oder Entzündungsparameter zwischen Teilnehmern mit und ohne Adipositas.
Adipöse erreichen seltener eine Remission
Nach 24 Wochen wiesen die Patienten mit Adipositas höhere Krankheitsaktivitätsindizes und Entzündungsparameter im Vergleich zu Patienten mit niedrigerem BMI auf. Zudem erreichten sie seltener eine niedrige Krankheitsaktivität (DAS28-CRP ≥ 3,2), eine Remission (DAS28-CRP ≥ 2,6) oder eine CDAI-Remission.
Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Patienten mit Adipositas unabhängig von der gewählten Therapie nach 24 Wochen eine höhere Krankheitsaktivität aufwiesen und eine geringere Chance hatten, eine Remission zu erreichen.