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Die Aufnahme vom Raumschiff APOLLO VI aus, welche die Erde als Kugel im dunklen Weltraum deutlich erkennen lässt. ist berühmt und aufregend zugleich. Aufregend wohl deshalb, weil es dem Erlebnis gleichkommt, das der Mensch empfindet, wenn er sich zum ersten Mal bewusst im Spiegel betrachtet. Des Überblicks wegen ist das Interesse an Luft- und Satellitenbildern ständig im Steigen. Man erwartet, Dinge zu sehen, welche die Zusammenhänge besser verdeutlichen und damit das Verständnis f&u«umlr unsere Umwelt besser ermöglichen. Luftbilder werden normalerweise aus einem bemannten Flugzeug oder Raumschiff mit einer Kamera auf einen lichtempfindlichen Film «fotografiert». Satellitenbilder hingegen werden aus höheren Distanzen (200 bis 36000 km) von der Erdoberfläche gewonnen: Mit sehr unterschiedlichen Sensorsystemen wird die von der Erdoberfläche reflektierte und emitierte Strahlung registriert, in elektrische Signale umgewandelt und drahtlos zu einer Bodenempfangsstation übermittelt. Hier wird die übermittelte Information synchron zum Abtastsystem wieder bildmässig rekonstruiert und zur weiteren Interpretation dem Betrachter überlassen. Bezüglich des Überblicks sind Satellitenbilder normalen Luftbildern überlegen. Auch dadurch, dass man Satelliten nahezu kontinuierlich «abfragen» kann, sind solche Datenquellen für systematische Untersuchungen sehr gut geeignet. Für Wetterforschung und -vorhersage verwendet man schon seit 1960 Bilder aus dem Weltraum routinemässig. Nach den Erfahrungen mit den Satelliten der TIROS- und NIMBUS-Reihe werden heute für den täglichen Wetterdienst Bilder von NOAA und METEOSAT herangezogen. Ziel der Satellitenbildforschung ist die Entwicklung und der Einsatz eines operationellen Überwachungssystems, das es uns erlaubt, die Güter unserer Erde zu erfassen, haushälterisch einzusetzen und vor unkontrollierbarem Schaden zu bewahren.