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Gaius Julius Caesar hat wie kaum ein anderer das Bild der Germanen geprägt. Als junger aufstrebender Politiker kommt er während seiner Zeit als Statthalter in den nördlichen Provinzen des römischen Reiches erstmals in Kontakt mit den germanischen Stämmen. Diese dienen ihm vor allem als willkommener Grund, Interventionen im angrenzenden Gallien zu unternehmen, nicht zuletzt um zu Ruhm, Macht und Reichtum zu kommen. Der Auseinandersetzung mit den Leuten aus dem hohen Norden widmet er auch mehrere Passagen in seinen berühmten Erinnerungen an den Gallischen Krieg. Dort führt er auch den Rhein als Grenze zwischen den Völkern ein: links die Gallier, rechts die Germanen. Dass man es sich so einfach nicht machen kann, erklärt der Historiker Arnulf Krause. Dennoch bieten die auf ganz praktische Weise - nämlich im kriegerischen Interesse - gewonnenen Erkenntnisse Caesars wertvolle Hinweise über die Lebensrealität der Germanen.
Portrait
Arnulf Krause ist promovierter Germanist und Skandinavist, erfolgreicher Sachbuchautor und Experte für germanische Heldensagen und die Dichtung der Edda. Er lehrt als Honorarprofessor am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn.