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1964: Zu Weihnachten werden die ersten Schweizer Bücherbons ausgegeben, von Celestino Piatti gestaltet. Sie sind zu 5, 10, 20 und 50 Franken erhältlich und unbegrenzt gültig. Verantwortlich ist die Schweizerische Werbestelle für das Buch SWB, eine Abteilung des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbands SBVV.
1965: Um den Buchhändlern einen Anreiz zum Verkauf zu geben, bezieht die verkaufende Buchhandlung Bücherbons mit 15 % Rabatt, die einlösende Buchhandlung verzichtet auf 15 %. Dieses Geschäftsmodell war bis zum 31.12.2019 in Kraft.
1969: Der Umsatz ist weit über 100’000 Franken gestiegen und beweist damit, dass der Schweizer Bücherbon einem Kundenbedürfnis entspricht.
1974: Per 1. August übernimmt die Schweizer Buchwerbung und Information (vormals SWB) die Administration der Bücherbons, Auslieferung und Einlösung erfolgen durch die Firma Addenda.
1976: Der Umsatz übersteigt erstmals eine Million Franken.
1984: Die Schweizer Buchwerbung und Information übernimmt die gesamte Bücherbon-Administration. Einführung des Mengenrabatts.
1985: Neugestaltung der Bons, erstmals mit EAN-Code.
1986: Aus Schweizer Buchwerbung und Information wird die Pro Libro AG, die 1989 liquidiert wird.
1987: Die Geltungsdauer der Schweizer Bücherbons wird auf 10 Jahre beschränkt.
1993: Der SBVV wird zur Dachorganisation von drei eigenständigen Branchenverbänden. Der Schweizer Bücherbon wird vom Buchhändler-Verband der deutschsprachigen Schweiz BVDS übernommen.
2002: Gründung der Genossenschaft Schweizer Bücherbon als unabhängige Gesellschaft mit Sitz in Neuhausen.
2009: Der Umsatz übersteigt elf Millionen Franken.
2010: Schweizer Bücherbons erscheinen in neuem Look. Die Genossenschaft hat 434 Mitglieder.
2011: Die Geschäftsstelle in Neuhausen wird aufgelöst. Die Gesellschaft Schweizer Bücherbon GSSB GmbH mit Sitz in Stans NW übernimmt neu die Verwaltung.
2012: Die Wiedereinführung der Buchpreisbindung wird per Volksabstimmung abgelehnt.
2015: Eine eigens für den Bücherbon entwickelte Software für nahezu alle administrativen Anforderungen wird in Betrieb genommen.
2018: An einer zweitägigen Klausurtagung erörtert der Verwaltungsrat wegen stetig sinkender Umsätze die Strategien für die Zukunft. Das daraus enstandene Projekt "Leseförderung" mittels Abgabe von Bücherbons durch Schulgemeinden, wird durch eine wissenschaftliche Studie der Hochschule St. Gallen evaluiert.
2019: Der "Elektronische Bücherbon" in Form einer Geschenkkarte geht in die Entwicklungs-Startphase.
2020: In einer Ausserordentlichen Urabstimmung 2019 beschliessen die Genossenschaftsmitglieder mit grosser Mehrheit den Wechsel auf ein neues Geschäftsmodell, das am 1. Januar in Kraft tritt. Bislang wurden bei Kauf und Einlösung der Bücherbons jeweils 15% abgezogen. Neu werden keine Rabatte mehr gewährt und die eingelösten Bücherbons werden zu 100% vergütet. Dies schafft Gleichbehandlung und Fairness zwischen grossen und kleinen Buchhandlungen.
Im November erfolgt die Einführung des "Elektronischen Bücherbons" in Form einer kreditkartengrossen Geschenkkarte, die stationär und online gekauft und eingelöst werden kann. Die bewährten Papierbons werden weiterhin angeboten.
Mitte März verordnet der Bundesrat wegen der grassierenden "Corona-Pandemie" die schweizweite Schliessung der Geschäfte, die nicht zur lebenswichtigen Versorgung gehören, was auch die Buchhandlungen betrifft. Die Genossenschaft Schweizer Bücherbon startet unverzüglich ein Soforthilfeprogramm, das eine finanzielle Unterstützung à fond perdu in Höhe von insgesamt 400'000 Franken sowie zinslose Kredite von 5'000 oder 10'000 Franken (max. 300'000 Fr.) auf Gesuch gewährt. Die Aktion ist sehr erfolgreich und wird von den betroffenen Buchhandlungen dankend in Anspruch genommen.