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Geburt
Entstehung des Kindsverhältnisses
Aufgrund der Geburt entsteht von Gesetzes wegen das Kindsverhältnis zur Mutter sowie zu deren Ehemann. Die Vaterschaftsvermutung gilt auch noch während 300 Tagen nach Auflösung der Ehe durch Tod des Vaters. Ist der Ehemann jedoch nicht der leibliche Vater, muss die Vermutung der Vaterschaft gerichtlich (Bezirksgericht) angefochten werden. Die Vormundschaftsbehörde hilft Ihnen weiter. Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, ist der Vater verpflichtet das Kind zu anerkennen. Hinsichtlich Verwandtschaft und Erbberechtigung besteht kein Unterschied zwischen dem "ehelichen" und dem "ausserehelichen" Kind
Familienname des Kinde
Kinder miteinander verheirateter Eltern führen den gemeinsamen Familiennamen der Eltern. Sind sie nicht miteinander verheiratet, so erhält das Kind den Namen der Mutter, und zwar stets denjenigen, den die Mutter im Zeitpunkt der Geburt des Kindes trägt. Falls die Mutter infolge früherer Eheschliessungen einen Doppelnamen trägt, erhält das Kind nur den ersten Namen. Ausländische Staatsangehörige haben die Möglichkeit, ihren Namen dem Heimatrecht zu unterstellen.
Vornamen des Kindes
Sind die Eltern miteinander verheiratet, so bestimmen sie gemeinsam die Vornamen des Kindes, ansonsten steht die Namensgebung nur der Mutter zu. Die Vornamen sind dem Zivilstandsamt mit der Geburtsanzeige mitzuteilen. Die Eltern können ihrem Kind grundsätzlich einen beliebigen Vornamen geben, sofern dieser nicht die Interessen des Kindes offensichtlich verletzt. Auf der Homepage www.firstname.ch können Sie Vornamen und deren Bedeutung suchen
Bürgerrecht des Kindes
Sind die Eltern miteinander verheiratet und ist der Vater Schweizer Bürger, so erhält das Kind das Kantons- und Gemeindebürgerrecht des Vaters, ist nur die Mutter Schweizer Bürgerin, dasjenige der Mutter, sofern sie das Schweizer Bürgerrecht nicht durch Heirat erworben hat. Sind jedoch die Eltern nicht miteinander verheiratet oder steht fest, dass das Kind nicht vom Ehemann stammt, so erhält das Kind nach Artikel 271 ZGB das Kantons- und Gemeindebürgerrecht der Schweizer Kindsmutter.
Elterliche Sorge
Die Kinder stehen, solange sie unmündig sind, unter der elterlichen Sorge. Während der Ehe üben die Eltern diese gemeinsam aus. Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, so steht die elterliche Sorge der Mutter zu. Ist nun diese noch unmündig oder entmündigt, so überträgt die Vormundschaftsbehörde die elterliche Sorge dem Vater oder bestellt dem Kind einen Vormund, je nachdem, was das Wohl des Kindes erfordert. Auf ein entsprechendes Gesuch der nicht verheirateten Eltern, kann die Vormundschaftsbehörde die elterliche Sorge auf beide Elternteile übertragen, sofern dies mit dem Kindeswohl vereinbar ist.
Geburtsurkunde
Geburtsurkunden können beim zuständigen Zivilstandsamt des Geburtsortes werden. Bestellung Geburtsurkunde