Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03280.jsonl.gz/2631

Meskalin ist eine natürlich vorkommende halluzinogene Substanz aus der Stoffklasse der Phenethylamine. Meskalinhaltige Kakteen werden in Lateinamerika seit Jahrtausenden für rituelle Zwecke verwendet. Meskalin wird in Lateinamerika traditionell von indigenen Schamanen in Ritualen verwendet.
Meskalin findet sich im mittelamerikanischen Peyote-Kaktus (Lophophora Williamsii) oder der südamerikanischen Kakteengattung Trichocereus (T. pachanoi, T. bridgesii, T. peruvianus). Auch weitere Kakteenarten wie beispielsweise der in der Andenregion heimische San-Pedro-Kaktus beinhalten Meskalin.
Der Meskalinrausch wird als psychedelisch-visionärer, ekstatischer, von Glücksgefühlen begleiteter Zustand beschrieben, von grosser Klarheit jedoch ohne die metallene Schärfe von LSD.
Vor dem Wirkungseintritt kann es oft zu Übelkeit und Erbrechen kommen.
Der Trip beginnt mit Hyperaktivität und innerer Unruhe, dann stellt sich eine veränderte, geschärfte Wahrnehmung und eine intensive visuelle Wirkung ein.
Im weiteren Verlauf kommt es zu einem sanften dahingleitenden Erlebnis. Es wird von Visionen und einer Euphorie von religiöser Tiefe berichtet, von der Verbundenheit mit etwas Uraltem, dem Gefühl einer visionären Erfahrung und der Veränderung des Ich-Empfindens sowie von Gefühlen der Ich-Auflösung.
Die Phase des Herunterkommens ist weicher als bei anderen Psychedelika.
Wirkungseintritt
Nach 45 Minuten bis 1.5 Stunden
Wirkdauer
8 - 14 Stunden
Nacheffekte
6 – 36 Stunden
Geschluckt
leicht: 50 - 200 mg
mittel: 200 - 400 mg
stark: 400 - 800 mg
Der Meskalingehalt kann sich von Pflanze zu Pflanze stark unterscheiden.
Erscheinungsformen
getrocknetes, zerkleinert Pflanzenmaterial, in Kapseln abgefüllt oder direkt zu einem Sud verarbeitet. Meskalin kommt auch als Extrakt und in synthetischer, kristalliner Form vor
Die pharmakologischen Wirkungen des Meskalins und der bittere Geschmack führen in der Anfangsphase des Trips häufig zu Übelkeit, teilweise zu Erbrechen und Durchfall. Bei Erbrechen kann sich die Konsument*in am Erbrochenen verschlucken(Erstickungsgefahr)!
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind: Erhöhung des Pulses und des Blutdrucks, Mundtrockenheit, Schwitzen, Pupillenvergrösserung, Orientierungslosigkeit, Verwirrung, Angstgefühle, Anstieg der Körpertemperatur.
Langzeitrisiken
Es bleibt fraglich, ob der Konsum von Meskalin eine latente (verborgene) psychische Störungen auslösen kann. Bei wiederholtem Gebrauch über kurze Zeit kann eine wenige Tage anhaltende Toleranz entstehen.
LSD-Analoga sind Substanzen, welche chemisch eine grosse Ähnlichkeit mit LSD besitzen und vergleichbar wirken können. Einige davon sind bereits länger bekannt (bspw. ALD52, ETH-LAD, AL-LAD, PRO-LAD etc.) und sind pharmakologisch wie auch psychopharmakologisch zumindest teilweise untersucht worden. Bei anderen handelt es sich um neuere «Kreationen» (bspw. die Derivate 1P-LSD,1B-LSD, 1cP-LSD, 1V-LSDetc.), zu denen nur wenige oder gar keine Daten vorliegen. Gewisse LSD-Analoga dürfen in einigen Ländern (noch) legal produziert, gehandelt und konsumiert werden, worin die Hauptursache für deren Verbreitung liegt.
Die meisten LSD-Analoga unterscheiden sich in ihrer Wirkung und/oder in ihrer Potenz naturgemäss von LSD (bspw. ETH-LAD, AL-LAD, LSZ etc.). Bei den sogenannten 1-acylierten LSD-Verbindungen (bspw. 1P-LSD, 1V-LSD, 1B-LSD,ALD-52 etc.) wird im Gegensatz dazu aufgrund von pharmakologischen Untersuchungen vermutet, dass sie sich im Körper in LSD umwandeln (sie funktionieren als sogenannte Prodrugs) und somit eine vergleichbare psychoaktive Wirkung wie LSD entfalten.
Bei Prodrugs von LSD und LSD-Analoga ist nicht abschliessend geklärt, ob diese, neben ihrer psychoaktiven Wirkung, noch weitere pharmakologische Effekte bewirken können. Wie potent diese Prodrugs im Vergleich zur daraus entstehenden Substanz sind (z.B.1P-LSD hin zu LSD), und in welchem Ausmass jeweils eine Verzögerung des Wirkungseintritts erfolgt, ist möglicherweise substanzabhängig und nicht zu verallgemeinern. Daher ist es wichtig, sich vorsichtig an die Dosis/Wirkung heranzutasten, um Überdosierungen zu vermeiden.
Wenn Du oder jemand anderes nach der Einnahme von Drogen oder Alkohol dringend Hilfe benötigt, rufe unter 144 einen Notarzt. Sag den Nothelfenden alles, was Du weisst.
Es könnte Leben retten.