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beginnt die Informationsseite zum Thema Photodynamische Therapie:
Was sie kann und was sie nicht kann!!!

Indikationen und Geschichte der Methode
Zuerst mal die Indikationen(Liste nicht abschliessend):
- Aktinische Keratosen
- Photoageing
- Photodamage und assoziierte aktinische Keratosen
- Bowen's disease
- Superfizielles Basalzellkarzinom (Basaliom)
- Superfizielles Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)
- Cutaneous T-cell Lymphom
- Kaposi's Sarkom
- Actinische Cheilitis
- Keratoakanthom
- Psoriasis vulgaris
- Humanes papillomavirus (plane Warzen)
- Molluscum contagiosum
- Alopecia areata
- Acne vulgaris
- Sebaceous gland hyperplasia
- Hidradenitis Suppurativa
Geschichtliches:
Die photodynamische Therapie ist an sich nichts Neues. So beschrieb Raab 1900, dass in Zellkulturen Zellen welche mit Akridinorange (einem Farbstoff) oder Licht behandelt wurden, die Zellen überlebten. Wurden hingegen die gleichen Zellkulturen mit dem selben Farbstoff und zusätzlich Licht gleichzeitig beleuchtet, so starben sie innerhalb von zwei Stunden ab.
1904 wurde von Von Tappeiner und Jodbauer der photodynamische Effekt erstmalig beschrieben. Dabei zeigten sie in einer Versuchanordnung mit Protozoen (Einzeller, Protozoon, [alt]griechisch πρωτόζωο[ν], protózoo[n], „das erste Tier“, von πρώτο, próto, „das erste“ und ζώο[ν], zóo[n], „das Tier, das Lebende“) oder Urtiere ist eine veraltete Bezeichnung für aufgrund ihrer heterotrophen (vereinzelt auch autotroph) Lebensweise und ihrer Mobilität als tierisch angesehene Einzeller, die keine Zellwand und im Gegensatz zu Bakterien einen Zellkern besitzen) einen Sauerstoff verbrauchenden im Prozess nach Anwendung von fluoreszierenden Anilinfarbstoffen und Licht. 1905 beschrieben Von Tappeiner und Jesionek ihre Erfahrungenen mit topisch aufgetragem 5% Eosin (roter Farbstoff). Das Eosin wurde als Fotosensibilisator mit einer künstlichen Lichtquelle zur erfolgreichen Behandlung von verschiedenen dermatologischen Krankheiten beim Menschen benutzt. Diese dermatologischen Erkrankungen beinhalteten neben dem weissen Hautkrebs auch Hauttuberkulose und die syphilitischen Condylomata lata. Es wurde damals postuliert, dass das Eosin in einer ähnlichen Weise wie das Akridinorange nach genügender Aufnahme in die Zellen zusammen mit Licht und Sauerstoff eine cytotoxische Reaktion innerhalb der Zellen provozierte. Dies waren die ersten Arbeiten über die PDT. Forscher begannen früh, Porphyrine als photosensibilisierende Substanzen zu prüfen.
1911 berichtete Hausman über seine Erfahrungen mit Hämatoporphyrin. 1913 wagte Meyer Betz einen Selbstversuch, in dem er sich Hämatoporphyrin spritzte und feststellte, dass diese Stellen zusammen mit Licht stark anschwollen und schmerzhaft waren. 1942 konnte Auler nachweisen, dass das Hämatoporphyrin sich signifikant mehr in den dermatologischen Tumorzellen als im umgebenden gesunden Gewebe anreicherte. Diese Tumoren fluoreszierten und wurden unter Licht nekrotisch.
1978 berichtete Dougherty über einen neuen Photosensibilisator, nämlich einer Mischung von verschiedenen Untereinheiten und chemischen Abkömmlingen von Hämatoporphyrin, welches systemisch appliziert zusammen mit Rotlicht zur Behandlung von weissem Hautkrebs angewendet wurde.
1990 kam dann der Durchbruch. Kennedy führte die Aminolävulin-Säure (ALA) als topisch applizierten Photosensibilisator in die Dermatologie ein. ALA ist ein sogenanntes Prodrug von Protoporphyrin IX (PpIX). ALA dringt durch die oberste Hautschicht ein und wird vermehrt durch lichtgeschädigte Zellen aufgemnommen. Einmal in den Zellen angekommen, wandelt sich ALA in den aktiven Wirkstoff PpIX um. PpIX absorbiert insbesonder blaues Licht und rotes Licht.
Aufgrund der topischen Anwendung wird PpIX schneller aus dem Körper eliminiert als systemisch angewendetes. ALA wird spezifisch in gewissen Zellen angereichert, so lichtgeschädigte Zellen, Hautkrebszellen und Talgdüsenzellen.
Seit der Einführung 1990 durch Kennedy machte nun die 5-ALA einen enormen Aufschwung durch. Gearbeitet wurde vor allem in den USA mit 5-ALA und in Europa mit dem Methylester von 5-ALA (Metvix®).
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