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Die Marke Black Death ist insofern einzigartig, da sie absolut geheimnisvoll ist. Die Idee, eine Spirituose als „schwarzen Tod“ zu bezeichnen, stammt aus dem Island des frühen 20. Jahrhunderts, wo der Nationalschnaps Brennivín erstmals unter diesem Namen dargeboten wurde. 1987 war das offizielle Gründungsjahr der Marke, die auf ihren Vodka-, Rum-, Tequila-, Gin-, Bourbon- und Bierflaschen einen grinsenden Totenschädel mit Zylinderhut abbildet. Werbung brauchte man nicht, denn der Name war ein sogenannter Selbstläufer. Black Death erreichte schnell Kultstatus und war in den 90er Jahren in 60 Ländern präsent. Vielen war die Anspielung auf die vernichtende Pest-Epidemie im Mittelalter jedoch ein Dorn im Auge. In den USA kristisierte man die „irreführende Werbung“ und verbot kurzerhand den Verkauf der Spirituosen; wenige Monate später wurde diese Entscheidung nach einer erfolgreichen Klage des Händlers wieder aufgehoben. Black Death wurde inzwischen hundertfach kopiert, sodass heutzutage niemand mehr so genau weiss, wer die Spirituosen überhaupt herstellt, und wo. Die Produzenten selbst hielten sich stets im Verborgenen – eine geschickte Marketing-Strategie?
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