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Eine Familiensaga, die sich vom Ersten Weltkrieg in der Alten bis zur jüngsten Gegenwart in der Neuen Welt erstreckt.
Für Ilana, die in jungen Jahren in das Gelobte Land Amerika ausgewandert ist, ist Osteuropa Erinnerung. Mythen, Legenden, Märchen liegen dort auf der gleichen Ebene wie der Alltag. Man kann nicht immer sicher wissen, ob ein Lebewesen ein Tier ist oder ein Mensch. Vor einer Haustür eines verwüsteten Dorfs stehen zwei abgehauene Füsse ordentlich nebeneinander wie ein Paar Schuhe.
In der Neuen Welt passt Ilanas Tochter Sashie sich an und nennt sich Shirley. Was ihre verhasste Mutter als Wirklichkeit erlebt, erscheint ihr, die eine «Lady» sein will, im Traum. Die Frau der zweiten Generation lebt an Mann und Kindern vorbei ein Leben, das keins ist.
Leben kommt dann in Sashies Tochter Mara wieder zum Durchbruch. Wenn sie es fertigbringt, in inzestuöser Eifersucht Chloe, die Geliebte ihres Bruders, in Brand zu stecken, denkt man an das vergiftete Brautgewand der Medea.
Das Kind Nomie gehört zur Generation der Gothic-Kids mit Ringen in der Lippe, unter denen sich Nomie zu Hause fühlt wie in einem dunklen Wald. Der süsse Rauch, in dem die Kinder des Asphaltdschungels in ihren Himmel entschweben, kommt von einem Kraut, das Ilana in ihrer Heimat als Heilmittel gedient hat.