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Die Mundspalte ist klein, die runde Zunge weit vorstreckbar; Zähne
[* 4] fehlen gänzlich, das äußere Ohr
[* 5] ist sehr klein. Die
mit der einen Spitze in der Haut befestigten Schuppen können seitlich hin- und hergeschoben und der Länge nach auf- und niedergelegt
werden und gewähren, wenn sich das Tier kugelt, hinlänglichen Schutz gegen feindliche Angriffe. Zwischen den Schuppen und an den
freien Stellen des Körpers stehen einzelne Haare.
[* 6] Die Schuppentiere finden sich in Mittelafrika und Südasien
in Steppen und Waldgegenden, sie sind langsame, friedliche Tiere, welche ungesellig in selbstgegrabenen Höhlen wohnen und nur
des Nachts ihrer Nahrung nachgehen; letztere besteht vorzüglich in Ameisen, in deren Haufen sie die klebrige Zunge hineinstrecken,
so daß die Ameisen daran hängen bleiben.
Sie gehen nur auf den Hinterfüßen, machen bisweilen ungeschickte Sprünge, vermögen aber Bäume zu erklettern.
IhreSinne sind sehr schwach entwickelt, die Stimme scheint ihnen ganz zu fehlen. Über ihre Fortpflanzung ist nichts Sicheres
bekannt. Die Eingebornen benutzen die Schuppen zum Ausschmücken von Geräten, als Zaubermittel und Talismane; den Chinesen
dienen sie als Heilmittel. Das Fleisch ist eßbar. Das langschwänzige S. (M. longicaudataShaw) wird 1,3
m lang, wovon 80 cm auf den Schwanz kommen, und ist am Widerrist 15 cm hoch.