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Johann Ludwig Krebs (1713–1780) wurde in der Nähe von Weimar geboren. Den ersten Musikunterricht erhielt er von seinem Vater, der seit 1710 Kantor und Organist in Weimar war. Im Juli 1726 wurde Johann Ludwig Schüler an der Thomasschule in Leipzig, wo er neun Jahre lang Freund, Privatschüler und Notenkopist von Johann Sebastian Bach war.
Krebs wirkte als Musiker an verschiedenen Orten, 1756 wurde er Organist am Hofe Friedrichs III. von Altenburg, wo er in den Genuss einer prächtigen Trost-Orgel gelangte. Diese Stelle hatte er bis zu seinem Tod am Neujahrstag 1780 inne.
„Er war nicht nur ein sehr guter Orgelspieler, sondern auch ein fruchtbarer Componist für Orgel, Clavier und Kirchenmusik. Zur Bezeichnung seiner Vortrefflichkeit sagten zu seiner Zeit die witzigen Kunstliebhaber: es sey in einem Bach nur ein Krebs gefangen worden.“ (J. N. Forkel, Bachbiograph, 1802) [de.wikipedia.org/wiki/Johann_Ludwig_Krebs]
Orgelwerke von Johann Ludwig Krebs
- 9 grössere Präludien, Toccaten und Fugen
- 37 kürzere Präludien, Fantasien, Fugen und Trios
- 35 grössere Choralvorspiele
- Der erste Teil der „Clavier-Übung“ umfasst 13 meist dreiteilige Choralpartiten.
Die übrigen Werke der vierteiligen „Clavier-Übung“ können auf dem Cembalo oder auf der Orgel ausgeführt werden: Im zweiten Teil erschien die Suite in C, der dritte Teil enthält 6 Sonatinen, der vierte Teil 6 kürzere Suiten.
Einige Orgelwerke von Johann Ludwig Krebs erinnern stark an Kompositionen seines Lehrers Johann Sebastian Bach. Vor allem in den Choralbearbeitungen finden sich viele Stücke von hoher Originalität.
Suite in C, zweiter Teil der „Clavier-Übung“. Der grosse Umfang dieser Suite lässt vermuten, dass sie zu einem festlichen Anlass komponiert wurde.
Kleine Präludien und Fugen, Johann Sebastian Bach zugeschrieben, möglicherweise von Ludwig Krebs oder seinem Vater Johann Tobias Krebs.
Choralvorspiele
Aufnahmen: Ref. Kirche Rothrist 2013