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ereits Anfang des 16. Jahrhunderts wurde in Andermatt ein Rathaus erwähnt. Der Kern des heutigen Rathauses stammt aber aus dem Jahr 1767, als nach dem Dorfbrand von 1766 der zerstörte Vorgängerbau ersetzt werden musste. Das äussere Erscheinungsbild des Steinhauses mit westlich angefügtem Treppenhaus geht im Wesentlichen auf den Umbau von 1909-10 unter der Leitung des Andermatter Architekten Georges Meyer (vgl. 10) zurück. Das Erdgeschoss, ursprünglich als Sust und Lager genutzt, wurde zu Laden und Lager des EWU (Elekt-rizitätswerk Ursern). Eine Gebäudeecke erhielt ein markantes neues Türmchen mit Spitzhelm vorgesetzt und die Fensterläden wurden grün-schwarz bemalt. 1975 erfolgte eine Fassadenrenovation und 1995 wurde das Innere renoviert sowie ein neuer Dachstuhl eingebaut. Das Rathaus ist Sitz der Korporation Ursern. Eine geschnitzte Wappendecke von 1931 zeigt im Ratssaal die Familienwappen der Ursner Bürger.
Das Rathaus ist wie die Pfarrkirche Zeuge der Entwicklung Andermatts zum Hauptort des Urserntals. Mit der Abtrennung Realps (1882) und Hospentals (1886) von der Mutterpfarrei löste sich die kirchliche Einheit auf, und mit der neuen Kantonsverfassung wurde Ursern 1888 in die drei Gemeinden Andermatt, Realp und Hospental aufgeteilt. 1897 wurde Andermatt schliesslich in Einwohner-, Kirch- und Bürgergemeinde gegliedert.
Baujahr: 1767, 1909-10 Umbau, 1995 Renovation
Architektur: Georges Meyer, Andermatt (Umbau)
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Rathaus
AdresseGotthardstrasse 74, 6490 Andermatt
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz