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Chronik der Offiziersgesellschaft Uri
Als Informationsquelle zum Text dient das Buch "Chronik - 150 Jahre OG Uri", das zum Jubiläumsanlass im Jahr 1994 von Dr. Hans Muheim verfasst wurde. Wer Interesse am ganzen Werk hat, kann ein Exemplar beim Vorstand bestellen.
Der Anfang der OG Uri ist in Zug zu suchen. Zu jener Zeit leisteten Urner und Zuger Milizen mit je einer Kompanie gemeinsam Dienst im Bataillon Karl von Sury. So wurde am 10. März 1844 in Zug der Offiziersverein Zug/Uri gegründet. Anlässlich einer vorberatenden Sitzung war in der Zeitung "Freier Schweizer" unter anderem zu lesen: "Offiziere beider Kantone versammelten sich zahlreich und gründeten einen Offiziersverein, dessen Aufgabe die bessere und innigere Verbrüderung, so wie die Belehrung und Ausbildung in militärischen Kenntnissen, sein wird. Das Mittagsmahl ward durch Eintracht, Frohsinn und Heiterkeit gewürzt und durch passende Trinksprüche und chönen Männergesang belebt."
In diesem Zentralverein sind lediglich drei gemeinsame Anlässe in Form von Versammlungen aktenkundig. Den Akten der OG Zug kann entnommen werden, dass Zug allein eine rege Tätigkeit entfaltet hatte, was man von den Urnern nicht sagen konnte. Wann genau der Zentralverein aufgelöst wurde, lässt sich nicht feststellen. Von 1852 existiert mit 29 Mitgliedern das älteste Verzeichnis der Urner Offiziere.
Um die Jahrhundertwende fiel der 1833 gegründeten Schweizerischen Offiziersgesellschaft auf, dass in Uri zwar eine OG bestand, von dieser jedoch nichts oder nicht viel zu vernehmen war. So beauftragte die Delegiertenversammlung der SOG im Jahr 1902 ihr Zentralkomitee, mit den Kameraden von Uri in Kontakt zu treten. Diese Aktion trug Früchte: Am 19. Juni 1902 fand in Altdorf eine Offiziersversammlung statt, welche die Rekonstruktion der OG Uri beschloss. Das Präsidium übernahm der damalige Kommandant des Urner Bataillons 87, Major Caspar Huber aus Altdorf. 1903 schloss sich die OG als Sektion Uri der SOG an; sie sollte alle in Uri wohnhaften oder einer Urner Truppe zugeteilten Offiziere jeder Altersklasse umfassen. Der Jahresbeitrag von 3 Franken wurde nach Neujahr von allen Offizieren eingezogen, die den Beitritt nicht vorher abgelehnt hatten.
Einige Rosinen und Meilensteine der nachfolgenden Geschichte:
- In den Jahren nach 1903 gehörten im militärischen Sinne durchgeführte Skikurse zu den Hauptaktivitäten der OG Uri.
- An der GV 1911 wurden zwei Untergruppen (Oberland und Unterland) gebildet, damit man wegen den geografischen Schwierigkeiten die Marschübungen, Rekognoszierungen etc. separat durchführen konnte.
- Während des Esrten Weltkriegs fanden die Aktivitäten nur reduziert statt.
- 1920 gaben die Erfahrungen der Aktivdienstzeit an der Winterversammlung in Andermatt Anlass zu einer Diskussion über Organisation und Ausbildung der Armee. Zwei Themen standen im Vordergrund: Die Qualität und Besoldung des Instruktionscorps und die Ausbildung der Offiziere aller Grade.
- Auch in den Jahren des Zweiten Weltkriegs waren die Aktivitäten sehr reduziert. Selbst das 100-Jahr-Jubiläum (1944) wurde nicht speziell begangen.
- An der Generalversammlung 1950 wurde der bisher höchste Urner Offizier, Oberstkorpskommandant Dr. jur. Franz Nager von Realp, wohnhaft in Zürich Höngg, zum Ehrenpräsidenten der OG Uri ernannt.
- Die Zahl von 200 Mitgliedern wurde 1968 erreicht.
- 1988 wurde das seither regelmässig erscheinende OG Bulletin lanciert.
- Am 7. Mai 1994 feierte die OG Uri ihr 150-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsanlass mit Festakt und Ball.
- Im Jahr 2013 zählte die Offiziersgesellschaft Uri 258 Mitglieder.