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Ofev Kapseln 150mg 60 Stück
3399.40 Fr.
Was ist Ofev und wann wird es angewendet?
Ofev enthält den Wirkstoff Nintedanib. Es wird bei Erwachsenen zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) angewendet und soll das Fortschreiten dieser Erkrankung verlangsamen.
Bei der IPF kommt es mit der Zeit zu einer Verdickung, Versteifung und Vernarbung des Lungengewebes. Durch die Vernarbung kann nicht mehr genug Sauerstoff aus der Lunge in den Blutkreislauf transportiert werden und es kommt zu Atemproblemen. Ofev hilft, die Vernarbung und Versteifung der Lunge zu reduzieren.
Wann darf Ofev nicht eingenommen werden?
Ofev darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Nintedanib, Erdnüsse oder Soja oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie schwanger sind.
Wann ist bei der Einnahme von Ofev Vorsicht geboten?
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, bevor Sie Ofev einnehmen:
- Wenn Sie eine Lebererkrankung haben oder hatten.
- Wenn Sie Blutungsstörungen haben oder hatten.
- Wenn Sie blutverdünnende Arzneimittel anwenden um Blutgerinnsel zu verhindern.
- wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder hatten (z.B. Herzinfarkt)
- Wenn Sie kürzlich eine Operation hatten oder sich einer Operation unterziehen müssen. Nintedanib kann die Wundheilung beeinflussen. Unter Umständen wird die Behandlung mit Ofev unterbrochen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, wann die Behandlung mit Ofev wieder fortgesetzt werden kann.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin sofort, wenn während der Einnahme dieses Arzneimittels folgendes auftritt:
- Wenn Sie Durchfall bekommen. Es ist sehr wichtig, den Durchfall bereits bei den ersten Anzeichen zu behandeln.
- Wenn Sie unter Erbrechen oder Übelkeit leiden.
- Wenn Sie starke Schmerzen in der Magengegend, Fieber oder Schüttelfrost haben, oder unter Übelkeit, Erbrechen, Blähungen oder Unterleibsschmerzen leiden. Dies könnten Anzeichen eines Darmdurchbruchs («gastrointestinale Perforation») sein.
- Wenn Sie Schmerzen, Schwellungen, eine Rötung oder ein Wärmegefühl in einem Arm oder Bein haben. Dies könnten Symptome eines Blutgerinnsels (Thrombose) in einer Ihrer Venen sein.
- Wenn ein Druckgefühl oder Schmerzen im Brustkorb (typischerweise auf der linken Körperseite), Schmerzen in Nacken, Kiefer, Schulter oder Arm, beschleunigter Herzschlag, Kurzatmigkeit, Übelkeit oder Erbrechen auftreten. Dies könnten Symptome eines Herzinfarkts sein.
- Wenn Sie eine starke Blutung haben.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Ofev kann mit bestimmten anderen Arzneimitteln Wechselwirkungen haben.
Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Ofev, verstärken und so das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen:
- Arzneimittel gegen Pilzinfektionen.
- Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen mit dem Wirkstoff Erythromycin.
Die folgenden Arzneimittel können die Wirksamkeit von Ofev vermindern:
- Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose mit dem Wirkstoff Rifampicin,
- Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie,
- Arzneimittel mit Johanniskraut, pflanzliche Präparate gegen Depressionen.
Wenn Sie Raucher sind, sollten Sie das Rauchen während der Behandlung unterlassen, da dies die Wirksamkeit von Ofev verringern kann.
Aufgrund der Nebenwirkungen kann Ofev die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Sie sollten keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich schlecht fühlen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Darf Ofev während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Während der Schwangerschaft dürfen Sie Ofev nicht einnehmen, da dieses Arzneimittel das ungeborene Kind schädigen kann. Vor Beginn der Behandlung müssen Sie einen Schwangerschaftstest machen, um sicher zu sein, dass Sie nicht schwanger sind.
Frauen müssen während der Behandlung mit Ofev sowie mindestens drei Monaten nach Einnahme der letzten Kapsel eine verlässliche Verhütungsmethode anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt resp. Ärztin, welche Verhütungsmethode für Sie geeignet ist. Falls Sie während der Behandlung mit Ofev schwanger werden, informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ärztin. Er/sie wird entscheiden, ob Sie die Behandlung fortführen sollen.
Während der Behandlung mit Ofev dürfen Sie nicht stillen, da ein Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden kann.
Wie verwenden Sie Ofev?
Nehmen Sie Ofev immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. bei Ihrer Ärztin oder Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis beträgt eine Kapsel Ofev à 150 mg zweimal täglich mit dem Essen in einem Abstand von ungefähr 12 Stunden jeweils zur selben Tageszeit ein, beispielsweise eine Kapsel am Morgen und eine Kapsel am Abend.
Nehmen Sie die Kapseln mit einem Glas Wasser ein und schlucken Sie diese im Ganzen (sie dürfen nicht zerkaut oder zerdrückt werden).
Beenden Sie die Behandlung nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin. Es ist wichtig, dass Sie das Arzneimittel so lange einnehmen, wie es Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verordnet hat.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Wenn Sie eine grössere Menge von Ofev eingenommen haben, als Sie sollten
Benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Wenn Sie die Einnahme von Ofev vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Dosis am nächsten geplanten Einnahmezeitpunkt in der Dosierung wie von Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin empfohlen.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Die Anwendung und Sicherheit von Ofev bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bisher nicht geprüft worden. Kinder und Jugendliche sollten Ofev daher nicht einnehmen.
Welche Nebenwirkungen kann Ofev haben?
Die häufigsten Nebenwirkungen von Ofev sind Durchfall, Übelkeit, Schmerzen im Unterleib, erhöhte Leberenzymwerte im Blut, Erbrechen, Appetitverlust, Gewichtsverlust, Kopfschmerzen, Blutungen.
Gelegentlich können auch Bluthochdruck (Hypertonie), Gelbsucht, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder eine niedrige Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) auftreten.
Der Durchfall kann zu einem Flüssigkeitsverlust und zu einem Verlust von für Ihren Körper wichtigen Salzen (Elektrolyten, wie Natrium oder Kalium) führen. Trinken Sie bei den ersten Anzeichen von Durchfall viel Flüssigkeit und benachrichtigen Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Nehmen Sie baldmöglichst ein Arzneimittel gegen Durchfall, beispielsweise eines mit dem Wirkstoff Loperamid, ein.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Ofev muss bei Raumtemperatur (15-25 °C) gelagert werden und muss in der Originalverpackung um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen, und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Ofev enthalten?
1 Weichkapsel Ofev 100 mg enthält als Wirkstoff 100 mg Nintedanib als Nintedanib-Esilat und Hilfsstoffe.
1 Weichkapsel Ofev 150 mg enthält als Wirkstoff 150 mg Nintedanib als Nintedanib-Esilat und Hilfsstoffe.
Zulassungsnummer
65330 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Ofev? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Ofev 100 mg: Packungen zu 60 Kapseln.
Ofev 150 mg: Packungen zu 60 Kapseln.
Zulassungsinhaberin
Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Basel.
Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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