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Von 1870 bis vor den 1. Weltkrieg gab es Arbeit (auch) für die Handstickmaschinen. Wohl schwankte das Arbeitsangebot immer wieder und zwang Maschinen zum Stillstand. Die Krise nach dem 1. Weltkrieg machte die Handstickmaschinen überflüssig. Im Dorf wurden die meisten ausgemerzt.
Mitte der Dreissigerjahre gab es gemäss Monteurverzeichnis noch drei Maschinen. Wann die letzte abgebrochen wurde, ist nicht bekannt.
Im Sommer 1987 will es der Zufall, dass in der Wiesental-Gartenwirtschaft zwei Männer -sie kennen sich nicht- am selben Tisch Platz nehmen. Da erzählt der eine - Jakob Lüchinger- von seiner Zeit als Handmaschinensticker in den Sechsziger- und Siebzigerjahren. Damals erlebte die Handstickmaschine noch einmal eine Blüte mit mehrfarbigen Stickereien (Taschentücher, Werbe-Motive).
Sein Gegenüber -Ernst Nüesch- erfährt hier Erlebtes, was er bisher nur aus Büchern gewusst hat. Sein erstes "Stickerei-Buch" war das Protokoll der Genossenschaftsferggerei Balgach (1905), das er im Estrich des Elternhauses gefunden hatte.
Die beiden Männer sind sich bald einig: Aus ortsgeschichtlichen Gründen und als Beschäftigung für einen nach der letzten Blüte arbeitslosen Rentner muss wieder eine Handstickmaschine ins Dorf Balgach!
Während sich Jakob Lüchinger nach einer geeigneten Maschine umsieht, klärt Ernst Nüesch die Standortfrage ab. Bei den Gemeindebehörden stösst er auf Interesse für das Projekt.