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Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegen einen Erreger und keine Krankheit. Kinder sind davon häufiger betroffen als Erwachsene. Krankheiten sind beim Kind für seine Entwicklung und für den Aufbau des Immunsystems notwendig. Dem Kind soll Zeit gelassen werden, um die Krankheit vollständig durchzumachen. Es gilt die Selbstheilungskräfte zu stärken, jedoch nicht die Symptome zu unterdrücken. Fieber ist wichtig für die Wiederherstellung der Balance im Organismus. Bis zu einer Körpertemperatur von 38,5 Grad können Sie die erhöhte Temperatur ruhig ein bis zwei Tage „wirken" lassen. Sollte das Fieber die 38,5-Grad-Marke übersteigen, ist es wichtig, das Kind gut zu beobachten. Je nachdem kann ein entsprechendes homöopathisches Mittel zur Linderung und Regulation der Symptome beitragen. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten. Messen Sie die Temperatur Ihres Kindes zwei- bis dreimal pro Tag.
Ein fieberndes Kind braucht mehr Flüssigkeit als gewöhnlich, weil es über die Haut Wärme und Flüssigkeit abgibt. Es muss also viel zu trinken bekommen. Dabei sind kleine, häufig verabreichte Mengen grundsätzlich besser, wenn notwendig auch löffelweise. Nebst Wasser eignen sich Kräuterteemischungen aus Thymian, Linden- und Kamillenblüten, eventuell verdünnter Saft. Wenn Ihr Kind ausreichende Mengen Flüssigkeit zu sich nimmt, ist es nicht weiter schlimm, wenn es ein paar Tage nichts Richtiges isst. Die Bettwäsche und die Handtücher sollten häufig gewechselt werden. Ganz wichtig: Lüften Sie regelmässig für fünf Minuten durch – das Kind sollte sich in dieser Zeit in einem anderen Raum aufhalten. Auch zusätzliche Fürsorge fördert den Genesungsprozess. Kranke Kinder sind häufig müde und gereizt. Sie schlafen viel, und wenn sie wach sind, haben Sie gerne ihre Eltern um sich. Sie können ihren Eltern wehleidig und zimperlich erscheinen. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Sie Ihr Kind dann ein wenig verwöhnen. Lesen Sie ihm vor, spielen Sie mit ihm und bleiben Sie bei ihm.
Wann zum Arzt?
Sofort wenn:
- Sich der Allgemeinzustand des Kindes verschlechtert, das Kind nur noch mit Mühe atmet oder verwirrt und reizbar ist
- Es einen steifen Nacken hat
- Es über 38 Grad Fieber hat und noch jünger als 3 Monate ist > 40 Grad Fieber allgemein
- Es nicht antwortet oder kaum zu wecken ist
- Es eine gräuliche Gesichtshaut hat
- Bei trockenen Schleimhäuten und reduziertem Trinken
Innerhalb von 24 Stunden wenn:
- Das Fieber länger als 5 Tage besteht
- Das Kind zusätzlich Ohren- oder Halsschmerzen hat