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Guinevere besteht aus dem umgebauten Versuchsreaktor Venus und einem Teilchenbeschleuniger mit Target, die nun erfolgreich verbunden worden sind. Beim Umbau erhielt der Venus einen schnellen Bleikern in subkritischer Anordnung.
Entstanden ist ein Demonstrationsreaktor reduzierter Leistung, mit dem die Machbarkeit des sicheren Betriebs beschleunigergetriebener Systeme mit Flüssigbleikühlung demonstriert werden soll. Guinevere unterstützt dabei das Myrrha-Projekt (Multipurpose Hybrid Research Reactor for High-tech Applications). Der Bau des Myrrha wird voraussichtlich 2015 beginnen und bis Ende 2023 abgeschlossen sein.
Laut Peter Baeten, Direktor des Institute for Advanced Nuclear Systems, ermöglicht die Entwicklung beschleunigergetriebener Systeme die Transmutation langlebiger radioaktiver Abfälle. Transmutation führt zu einer Verringerung der Menge und Radiotoxizität von Abfällen und verringert die Zeit für die unterirdische Lagerung von mehreren 100'000 Jahren auf weniger als 1000 Jahre. Transmutation sei bereits im Labor nachgewiesen worden, erklärte das SCK-CEN.
Die Projektkosten beliefen sich laut SCK-CEN auf EUR 960 Mio. (CHF 1,16 Mrd.). Die Hälfte davon trug das SCK-CEN, 20% die Europäische Kommission, und 30% stellten das französische Centre national de la recherche scientifique (CNRS), das französische Commissariat à l'Energie Atomique et aux Energies Alternatives (CEA) und andere Investoren zur Verfügung.
Quelle
M.A. nach SCK-CEN, Medienmitteilung, 12. Januar 2012