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Wasser ist ein kostbares Gut und ist auch für die landwirtschaftliche Produktion unentbehrlich. Doch kann die Landwirtschaft auch einen negativen Einfluss auf das Wasser haben. Während die Wasserqualität schon längst ein Thema ist, steigt die Bedeutung von Themen wie Auswirkungen des Klimawandels und Wasserfussabdruck.
Der «Wasser-Fussabdruck» ist ein Mass dafür, wie viel Wasser für die Herstellung von Produkten und Dienstleistungen verwendet wird. Unterschieden wird zwischen grünem Wasser (z.B. Niederschläge für das Wachstum der Pflanzen), blauem Wasser (Wasserentnahmen, z.B. für die Bewässerung) sowie grauem Wasser (Menge um verschmutztes Wasser so weit zu verdünnen, dass allgemein gültige Standards eingehalten werden). 80% des Wasserfussabdruckes der Schweiz werden durch den Konsum landwirtschaftlicher Produkte verursacht, davon 16% in der Schweiz. Bei der Interpretation des Wasserfussabdruckes muss berücksichtigt werden, wie knapp Wasser in einem Herstellungsgebiet ist. Die Schweiz ist im weltweiten Vergleich ein wasserreiches Land. Traditionell werden in inneralpinen Trockentälern Wiesen bewässert. Weiter wird ein relevanter Teil der Flächen zur Produktion von Gemüse und Obst bewässert um die steigenden Anforderungen an die Qualität und Liefersicherheit erfüllen zu können. Modelle zum Einfluss des Klimawandels auf die Niederschläge in der Schweiz zeigen, dass in den Sommermonaten geringere Niederschläge zu erwarten sind. Der Bericht „Umgang mit lokaler Wasserknappheit in der Schweiz" zeigt auf, wie darauf reagiert werden soll.
Durch die landwirtschaftliche Produktion kann das Wasser mit Nitrat, Phosphat, Pflanzenschutz- und Tierarzneimitteln sowie bei Erosion mit Bodenpartikeln belastet werden. Das Bundesamt für Umwelt erfasst die Belastung des Grundwassers mit dem Monitoringprogramm NAQUA, diejenige der Oberflächengewässer mit NAWA. Die im Gewässerschutzrecht aufgeführten Vorschriften, die die Landwirtschaft einzuhalten hat, sind in den Modulen der Vollzugshilfe Umweltschutz in der Landwirtschaft konkretisiert. Im Landwirtschaftsrecht dienen v.a. die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Bestimmungen im Ökologischen Leistungsnachweis ÖLN und Fördermassnahmen wie Ökobeiträge, das Ressourcenprogramm und Gewässerschutzprojekte dem Schutz der Gewässer.
Weiterführende Informationen
Dokumentation
eco-naturkongress 31.3.17: Workshop Landwirtschaft und Wasserqualität
Rechtliche Grundlagen
Letzte Änderung 03.12.2019