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Adoboli-Fall: Rassismus-Vorwürfe gegen die UBS
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- Dienstag, 04. Dezember 2012 07:00
Da droht der Bank weiteres Ungemach: Jetzt wehrt sich ein Adoboli-Opfer gegen seine Kündigung. Er sei gefeuert worden, weil er schwarzer Hautfarbe sei.
Der ehemalige UBS-Managing-Director Ronald Greenidge (Bild), der die UBS wegen grobem Fehlverhalten im Fall des verurteilten Adoboli gefeuert hatte, verklagt seinen ehemaligen Arbeitgeber.
Der frühere Leiter des europäischen Cash Trading wirft der UBS Rassendiskriminerung vor und beruft sich auf Kündigungsschutz, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet.
Wurde «Mace Windu» unfair behandelt?
Greenidge, der seine Klage bereits im Juni eingereicht hatte, behauptet, die UBS habe ihn gegenüber anderen, am Skandal beteiligten Kollegen unfair behandelt. Er sei nachteiliger als seine «weissen Kollegen» behandelt worden.
Greenidge, in Grossbritannien geboren, arbeitete fast zwei Jahrzehnten bei der Bank und kassierte 286'000 Pfund pro Jahr, inklusive Bonus. Sein Spitzname unter ETF-Händler war «Mace Windu», ein «Star Wars»-Charakter.
Sündenbock-Theorie
Er sieht sich selber als Sündenbock, der unbegründet und unglaubwürdig als einziger in der Abteilung entlassen wurde. Er habe der UBS eine Liste mit weiteren Namen weitergeleitet, die für die Aufsicht von Skandalhändler Adoboli verantwortlich waren. Erfolglos, wie er nach eigenen Angaben behauptet. Seine Bedenken wurden abgeschmettert, heisst es weiter.
Die Bank bestreitet die Vorwürfe und verweist lediglich auf die fehlende Aufsichtspflicht im Fall Adoboli. Der Anwalt von Greenidge, Tim Spillane, wollte das laufende Verfahren gegenüber «Bloomberg» nicht weiter kommentieren.
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