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Um den Arbeitsmarkt in der Schweiz im Gleichgewicht zu halten und jede Form von Lohndumping zu verhindern, hat das Parlament eine Reihe von flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr beschlossen. Diese Massnahmen wurden ab dem 1. April 2006 weiter verstärkt.
Diesbezüglich ist anzumerken, dass sowohl die erleichterte Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) von Gesamtarbeitsverträgen (GAV) als auch die Einführung von Mindestlöhnen in Normalarbeitsverträgen nur dann möglich sind, wenn es zuvor im betreffenden Wirtschaftszweig zu wiederholten und missbräuchlichen Lohnunterbietungen gekommen ist.
Es ist Aufgabe einer tripartiten Kommission, des so genannten Aufsichtsrats für den Arbeitsmarkt (Conseil de surveillance du marché de l'emploi, CSME), die Entwicklung auf dem Genfer Arbeitsmarkt zu überwachen und zu prüfen, ob im Bereich der Lohnzahlungen wiederholte Missbräuche aufgetreten sind. .
In den Branchen, die einen Gesamtarbeitsvertrag aufweisen, kann der CSME im Einvernehmen mit den betreffenden Sozialpartnern die erleichterte AVE des Gesamtarbeitsvertrages beantragen oder gegebenenfalls den Erlass von Normalarbeitsverträgen mit verbindlichen Mindestlöhnen vorschlagen .
Um den CSME bei der Überwachung der Entwicklung des Arbeitsmarktes zu unterstützen, wurde eine „technische“ Beobachtungsstelle eingerichtet. Letztere setzt sich aus bereits bestehenden Einrichtungen zusammen, nämlich dem kantonalen Amt für Statistik, das den Vorsitz führt, dem Laboratorium für angewandte Wirtschaft der Universität Genf und dem k antonalen Amt für Gewerbeaufsicht und Arbeitsbeziehungen OCIRT .
Es wurden folgende flankierende Massnahmen getroffen :