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An diesen einen Tag im Dezember 1980 erinnert sich Konrad noch sehr genau. Plötzlich schoss ein starker Schmerz in sein linkes Bein. Der 17-jährige Konrad, bisher kerngesund, konnte sein Bein nicht mehr belasten. Die stechenden Schmerzen raubten ihm fast den Verstand. Erst nach etlichen Untersuchungen im Spital war die Diagnose klar. Der junge Mann hatte Knochenhautkrebs im linken Oberschenkel. «Der Arzt sagte mir: Entweder sofortige Amputation oder Sie leben noch etwa ein halbes Jahr», erinnert sich Konrad.
Das war ein harter Schlag für ihn. Er hatte seine Lehre frisch begonnen und war in der Freizeit passionierter Berggänger und OL-Läufer. Er freute sich auf die RS und hatte die Absicht, später ins Berufsmilitär einzutreten. Sein erster Gedanke nach der Diagnose war aber: «Wie soll ich so später einmal eine Frau finden?»
Konrad hat Mühe seine Behinderung zu akzeptieren – auch heute noch. «Selbst engen Freunden zeige ich mich nicht ohne Prothese. Krücken benutze ich möglichst nur zu Hause, wenn mich niemand sieht.» Konrad lebt seit 54 Jahren in seinem Elternhaus und seit 15 Jahren gemeinsam mit seiner grossen Liebe Christine. «Mein Glück ist die Beziehung mit Christine und dass ich trotz Handicap hier in meinem Elternhaus leben kann.»