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Kalamundurai ist grösser als Vellimalai, auch der Markt. Saratha, die Campusleiterin, kauft das Gemüse nur in Kalamundurai ein, weil es schöner und besser sein soll. Wir glauben ihr das und folgen ihr. Mit dem Schulbus sind wir, Sabrina, Stephane, Saratha, eines der Mädchen aus dem Hostel und ich nach Kalamundurai aufgebrochen. Auf dem Weg sind uns bereits viele Menschen begegnet, die ebenfalls nach Kalamundurai unterwegs waren.
Saratha fragt uns jeden Tag, was wir essen möchten und hat für Samstag Fleisch vorgeschlagen, Mutton (Schaf) oder Chicken. Wir haben uns für Chicken entschieden. Auf die Frage, ob die Mädchen auch Chicken essen, hat Saratha wild abgewunken und gesagt: „nein, nein, das brauchen die nicht“. Als ich ihr aber angeboten habe, Chicken für alle zu kaufen, war sie dann doch einverstanden.
Die Einkaufsliste war: Chicken, Gemüse für eine Woche, speziellen Reis (vermutlich nur für die Gäste) und einiges Material, das Elsbeth uns aufgetragen hatte
In Kalamundurai waren viele Leute und der Markt war etwa 3- bis 4-mal so gross wie der in Vellimalai. Zuerst haben wir einen Chickenstand agesteuert, weil die am längsten brauchen für die Vorbereitungen. Ein ganzes und ein halbes Huhn hingen an einem Hacken. Saratha verlangte, dass ein Stück geschnitten wurde, damit sie die Grösse bestimmen konnte. Dann hat sie die Bestellung aufgegeben.
Als nächstes war ein Wasserkessel auf der Liste. Es wurden Eisenkessel verkauft aber der Boden war bereits repariert. Wir haben reklamiert und verlangt, dass Wasser in den Kübel geschüttet wird und er hat nicht geronnen. Trotzdem haben wir den Besitzer vertröstet, dass wir „maybe“ auf dem Rückweg nochmals vorbei kommen. Wir fanden aber Plastikkübel, die uns besser passten und nur einen Bruchteil des Eisenkübels kosteten.
Dann war Gemüse an der Reihe. Saratha steuerte einen bestimmten Gemüsehändler an, bei dem sie jede Woche für das Hostel einkauft. Sie ist sehr wählerisch bei der Auswahl und legt nur die besten Stücke auf die Waage. Anschliessenden wird die Waagschale in eine Tasche geleert, das nächste Gemüse gewählt und ebenfalls in die Tasche. Am Schluss waren 2 Taschen voll und ich hatte die Übersicht verloren. Der Gemüsehändler hat alles in einen Quittungsblock geschrieben und ausgerechnet. Für sage und schreibe 252 Indiesche Rupien haben wir Gemüse für eine Woche für 35 bis 40 Personen eingekauft. Das sind ganze Fr. 5.50.
Bevor wir die geschnittenen Hünerstücke abgeholt haben, wurde noch Rasiermesser und Rasierschaum für mich, Bangels (Armreifen) und Schönheitspunkte für die Mädchen im Hostel, Plastikkübel für die Küche und für Füssewaschen und Putzmittel für Elsbeth eingekauft. Dann die Chickenstücke, 5 kg, für 600 Rupien (13.00 Fr.) abgeholt und ab ging es nach Hause.
Saratha hat Mittagessen gekocht und eine Stunde nach unserer Rückkehr haben wir wunderbares Essen mit Chicken.
E guete
Sepp Scacchi
1.11.09
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