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Badminton-Spielerinnen dürfen weiterhin in Shorts spielen. Eine neue Kleiderordnung, die vorsah, dass Spielerinnen ab Stufe Grand-Prix fliegende Röcke oder Kleider tragen müssen, hat der Badminton-Weltverband (BWF) nach Protesten zurückgezogen. Das berichtet die BBC.
Die verbandsinterne Arbeitsgruppe «Women in Badminton» hatte empfohlen, die Kleiderordnung für Frauen und Männer zu revidieren und die Kleiderhersteller in diese Revision mit einzubeziehen. Gegen das Shorts-Verbot war auch die unabhängige Vereinigung der Badminton Spielerinnen und Spieler (Badminton Players Federation). Es beschneide die persönliche Freiheit der Spielerinnen, sagte Präsident Kaveh Mehrabi.
Empfohlen hatte die neue Kleiderordnung die Marketingagentur «Octagon», um den Sport attraktiver zu machen. Sie hätte Anfang Juni in Kraft treten sollen. Es sei sexistisch, Frauen die Kleidung vorzuschreiben, Männern aber nicht, sagte die schottische Spielerin Imogen Bankier. Wer Frauen in Röcken sehe wolle, müsse nicht zum Badminton gehen. Liliyana Natsir aus Indonesien, zweimalige Weltmeisterin im gemischten Doppel, sagte, ein Rock behindere ihr Spiel. Die Inderin Jwala Gutta, die immer kurze Röcke trägt und unter den Spielerinnen als Glamour Girl gilt, sagte, die Spielerinnen sollten nicht gezwungen werden, kurze Röcke zu tragen. Stattdessen sollten die Kleiderhersteller attraktivere Dresses entwerfen.
Grosser Widerstand gegen die neue Kleiderordnung kam aus konservativen Ländern wie beispielsweise Indien und Pakistan, wo Badminton sehr populär ist. Spielerinnen aus diesen Ländern hätten laut der neuen Kleiderordnung unter dem Rock Shorts tragen dürfen.
Breite der Bikini-Höschen vorgeschrieben
Der Badminton-Weltverband ist nicht der erste Sportverband, der mit leicht bekleideten Frauen mehr Aufmerksamkeit sucht. Die offizielle Kleidervorschrift für Frauen beim Beachvolleyball verlangt, dass die Bikini-Höschen an der Seite nur maximal sieben Zentimeter breit sein dürfen.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Herausgeberin und Redaktorin der Zeitschrift «FrauenSicht»