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access_time veröffentlicht 06.12.2018
Fragen Ihre Patient(inn)en schon danach?
Prof. Dr. med. Reto Krapf
Praxisrelevant
Fragen Ihre Patient(inn)en schon danach?
06.12.2018
In der Appendix sollen abnorm gefaltete sogenannte Alpha-Synuclein-Eiweisse vorkommen, wie sie auch im Gehirn von Menschen mit Morbus Parkinson gefunden werden. Diese Blinddarm-Synucleine können in vitro auch als Initiatoren weiterer Synuclein-Aggregate dienen. Ist da etwas dran für die Pathogenese des Morbus Parkinson?
Laut Schwedischen Epidemiologen (1,6 Millionen Menschen, insgesamt eindrückliche 91 Millionen Patientenjahre) ist eine Appendektomie (Jahre/Dekaden zurückliegend) mit einer Risikoreduktion von etwa einem Fünftel, einen Morbus Parkinson zu entwickeln, assoziiert [1]. Natürlich: Wieder eine Assoziation, kein Beweis, der auch nicht durch die enorme Popularisierung der Resultate via Laienmedien erbracht wird. Vorerst wollen wir uns daran erinnern, dass es eine etwas störende Statistik in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit gibt, dass eine epidemiologische Assoziation auch einer (typischerweise später entdeckten) kausalen Beziehung entspricht: Die Hürde liegt bei einer Risikoveränderung von etwa einem Faktor 4 [2]!
Verfasst am 06.11.2018