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Dabei fand der Walliser harte Worte gegen die ermittelnde Kammer der Kommission: “Die Unterstellungen und Anschuldigungen, die von der untersuchenden Kammer der Ethikkommission gegen mich erhoben wurden, machen mich fassungslos”, schrieb er.
Im fraglichen Fall wird die von Blatter genehmigte Zahlung von zwei Millionen Franken an den inzwischen ebenfalls suspendierten UEFA-Präsidenten Michel Platini für geleistete Beratermandate zwischen 1998 und 2002 beurteilt. “Sie war rechtens, weil sie auf einem mündlichen Vertrag basierte”, so Blatter im Brief. “Diese Zahlung durchlief den gesamten administrativen Prozess, dessen Korrektheit von allen zuständigen Instanzen der FIFA bestätigt wurde – inklusive Kongress.”
Noch einmal bekräftigte Blatter gegenüber den Verbänden, deren Präsidenten ihn am 29. Mai 2015 beim FIFA-Kongress in Zürich mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt hatten, wie sehr ihn die Vorgehensweise der Ethikkommission stört. “Die Art und Weise wie die Untersuchungskammer der Ethikkommission über das laufende Verfahren kommuniziert, die Höchststrafe gefordert und die öffentliche Vorverurteilung verstärkt hat, weisen eine tendenziöse und gefährliche Dimension auf. Dieser Prozess erinnert mich an die Inquisition.”
Am Donnerstag nun wird diese Botschaft Blatters abgeschwächt. Er darf vor der Kommission aussagen und “vor der rechtsprechenden Kammer meine Sichtweise darlegen.” Er werde für sein Recht kämpfen, so Blatter. Schon vor wenigen Tagen hatte er im Interview mit der Sportinformation Si gesagt: “Die Ethikkommission muss beweisen, dass ich mich unethisch verhalten haben. Und was nicht wahr ist, kann man nicht beweisen.”
(SI)