Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03533.jsonl.gz/770

| Belebung Fortifikation Hauenstein |
Merkwürdiges tut sich am 29. Juni 2014 in der Stellung am Spitzenflüeli. Fundert Jahre nach der Grenzbesetzung 1914-18 beziehen wieder voll ausgerüstete Wehrmänner den damals angelegten Schützengraben der Fortifikation Hauenstein.
Unser Obmann hat alle verfügbaren Leute zusammengerufen, um den wieder freigelegten und sanierten Schützengraben im Stil von 1914 zu beleben. Als Hauptmann geht er hier durch den Graben und überprüft, ob alle so tun wie sie sollten beim beziehen des Abschnitts.
Zum Kader der Kompagnie gehört auch der Korporal, der hier (rechts im Bild), gerade die Gewehre 1896/11 und 1911 seiner Mannschaft des Bataillons 115 überprüft, bevor sie in die Stellung marschiert und die ihnen zugewiesenen Abschnitte bezieht.
Der Grabenabschnitt weist zwei betonierte Unterstände auf. Im einen lässt der Hauptmann einen einfachen Kommandoposten einrichten. Eine Ordonnanz hat am Kartentisch Platz genommen, um das Feldtelefon (Jahrgang 1913, und noch funktionstüchtig) zu hüten.
Der zweite Unterstand wird vom Santitäter der Truppe bezogen. Er richtet einen Posten ein, an dem Erste Hilfe geleistet werden kann. Man erkannte übrigens schon damals, dass es sehr schwer ist, in engen und gewundenen Schützengräben mit Tragbahren zu hantieren.
Zwei Abschnitte weiter oben, nahe des Gipfels, ist eine Telefonnische für den Beobachter eingerichtet. Von hier aus, kann der Kommandounterstand im Tal über Bewegungen im Vorfeld der Verteidungslinie unterrichtet werden.
Vor dem Kommandounterstand verzehren die Luzerner Füsiliere ihre Zwischenverpflegung. Uniformen und Ausrüstung entsprechen der Eidgenössischen Ordonnanz 1898, wie sie im Jahr 1914 in der Schweizer Armee ausgegeben und getragen wurden.
Um die Einsatzbereitschaft der Truppe zu üben, hat der Hauptmann sie zu einem Übungsalarm auf dem Schützenauftritt des Grabens zur Abwehr in Stellung gehen lassen. Für den Kriegsfall war damals vorgesehen, alle Bäume vor der Stellung zu fällen zum Schussfeld zu schaffen.
>>Infoseite zum Projekt Spitzenflüeli 1914
zurück