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Fernsehstudio
Adresse
8052 Zürich
ZH
Architektur
Das im Inventar der Denkmalpflege Stadt Zürich eingetragene Fernsehstudio besticht durch seine gläserne Eleganz und durch seine formale Reduktion. Es stellt ein wichtiges Beispiel für die Elementbauweise der Ernst Göhner AG dar. Gleichzeitig zeugt es vom technischen Fortschritt und von der Relevanz der Medien in den 1960er-Jahren.
Chronologie
Das Fernsehstudio Zürich Leutschenbach der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR in Zürich-Seebach wurde zwischen 1965 und 1973 realisiert. Der Systembau entstand unter der Ernst Göhner AG nach Plänen des Architekten René Schneider. Seither wurde er im Innern mehrfach umgenutzt. In den 1990er-Jahren bereicherten neue Studios das Areal, so unter anderem das Bühnenhaus, das nun einem Ersatzneubau von Durisch Nolli weichen muss. Dieser soll bis 2024 fertiggestellt sein. 2019 wurde bereits ein Sendegebäude mit Tiefgarage von der Penzel Valier AG eingeweiht.
Lage
Das Fernsehstudio befindet sich auf dem Leutschenbach-Areal am nordöstlichen Stadtrand von Zürich-Seebach und bildet mit anderen SRF-Gebäuden ein Ensemble. Erschlossen wird es von der Fernsehstrasse, die im Norden in die Leutschenbachstrasse sticht. Im Norden liegt sich auch der bereits zu Opfikon gehörende Glattpark. Die stark frequentierte Glattparkstrasse mit der Glatttalbahn tangiert das Areal im Osten. Der Standort zeichnet sich durch ein durchmischtes Quartier mit Wohn-, Geschäfts- und Industriebauten aus.
Beschreibung
Das Fernsehstudio Zürich Leutschenbach ist in Nord-Süd-Richtung gesetzt und ragt als imposantes Hochhaus aus west-, süd- und ostseitig vorgelagerten Bauten empor. Die Fassade ist gerastert und die Fenster werden horizontal von grauen quadratischen Metallfeldern begrenzt, die das Licht und die meteorologische Lage spiegeln. Die beiden obersten Reihen sind in einem hochrechteckigen Format ausgebildet. Die transparent anmutenden Fensterfronten werden an den Schmalseiten von schlanken, geschlossenen Baukörpern gefasst. Der südliche Trakt ist seitlich eingezogen und hebt sich durch die dunkelbraue Materialisierung in Stahl zusätzlich von der kompakten Kubatur des Hochhauses ab. Die nach Norden gerichtete Front ist mit schwarzgrauen, oxidierten Stahlplatten eingekleidet. Ein vertikal auskragendes Element mit einer geschossübergreifenden roten Linie lockert diese Fassade auf. An beiden Schmalseiten sind ausserdem die auf rotem Hintergrund platzierten Logos «SRF» respektive «SRG SSR» angebracht. Auf dem Flachdach mit einem Sendebereich für SRF Meteo thront eine gigantische Antenne.
Literatur