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Das Nationale Filmregister gilt in den USA als wichtigste Ruhmeshalle: Sie enthält nur 625 US-Filme, die als kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam eingestuft werden. Ob ein Werk es dorthin schafft, hängt laut Forschern der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois vor allem davon ab, wie oft es in anderen Filmen zitiert wird.
Das Forscherteam entwickelte für seine Analyse Skalen mit subjektiven und objektiven Kriterien, um den Erfolg eines Films zu messen. Zu den subjektiven Faktoren gehören Bewertungen von Kritikern, Preise und öffentliche Meinung. Zu den objektiven Kriterien zählen Zitate in anderen Filmen und der Kassenerfolg. In die Analyse flossen mehr als 15‘400 US-Filme ein, die in der Datenbank Internet Movie Database, Link öffnet in einem neuen Fenster gelistet sind. Das Resultat: Bei vielzitierten Filmen ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass sie auch in das Nationale Register aufgenommen wurden.
Zitate mehren den Ruhm
Einige Beispiele? Die Böse Hexe des Ostens und andere Elemente aus «Der Zauberer von Oz» sind in «Wild at Heart» von 1990 verarbeitet. In «Fight Club» von 1999 brüllt Tyler Durdon einem verängstigten Verkäufer das Zitat «Run, Forrest, run» aus «Forrest Gump» hinterher. Immer wieder zitiert und parodiert wurden auch die berühmte Duschszene aus Alfred Hitchcocks Thriller «Psycho, Link öffnet in einem neuen Fenster» oder der aufgewirbelten Rock von Marylin Monroe in «Das verflixte 7. Jahr, Link öffnet in einem neuen Fenster» .
Für die Forscher sorgt ihr Analyseraster für Objektivität – und sie glauben, ihre Studie zeige, dass nicht Kritiker festlegten, welche Filme wichtig seien. Sondern Filmemacher der Gegenwart und Zukunft, die sich aus Respekt gegenseitig zitieren. Ob sich das auf andere Filmnationen als die USA übertragen lässt, beantwortet die Studie freilich nicht.
Das Thema im Radio
Der Beitrag zu den Filmanalysen der US-Forscher war am 20.1. gegen 12 Uhr bei «Kultur kompakt» auf Radio SRF 2 Kultur zu hören.