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Hormoninaktives Hypophysenadenom
Was ist ein hormoninaktives Hypophysenadenom?
Hypophysenadenome sind meist langsam wachsende, gutartige Tumore der Hirnanhangsdrüse. Produziert der Tumor keinerlei Hormone, so wird er als hormoninaktiv bezeichnet.
Was für Beschwerden können durch ein hormoninaktives Hypophysenadenom entstehen?
Sehr oft werden diese Adenome zufällig im Rahmen einer bildgebenden Untersuchung (CT, MRI), welche wegen einer anderen Fragestellung durchgeführt wird, entdeckt. Sie verursachen dann noch keine Symptome.
Wenn die Adenome wachsen, können die in der Nachbarschaft liegenden Nerven (Augenmuskelnerven, Sehnerven) beeinträchtigt werden und es kann zu Augenmuskellähmungen mit Auftreten von Doppelbildern oder Gesichtsfeld-Ausfällen kommen.
Durch Verdrängung oder Druckschädigung der anderen in der Hypophyse befindlichen Zellen, kann es zu hormonellen Ausfallerscheinungen der Hirnanhangsdrüse, einer Hypophyseninsuffizienz kommen. Dies hat weitreichende Konsequenzen und kann sogar lebensbedrohlich sein. Die Ausdehnung mit Verdrängung anderer Hirnstrukturen kann zu Kopfschmerzen führen.
Was muss bei einem Hypophysenadenom abgeklärt werden?
Zunächst ist die genaue Erhebung von Symptomen und eine klinische Untersuchung angezeigt, da schon häufig dadurch Hinweise auf Folgen des Adenoms gefunden werden können.
Mittels einer Blutuntersuchung kann die Intaktheit der Hormonregelkreise, welche über die Hirnanhangsdrüse gesteuert werden, überprüft werden. Teilweise sind hierzu dynamische Funktionsprüfungen nötig.
Sehr wichtig ist auch eine augenärztliche Kontrolle mit Überprüfen der Gesichtsfelder, des Visus und der Augenbeweglichkeit.
Wie erfolgt die Therapie beim hormoninaktiven Hypophysenadenom?
Kleine, hormoninaktive Hypophysenadenome, welche keine Symptome oder hormonelle Ausfallserscheinungen verursachen, bedürfen keiner Behandlung. In diesem Fall werden radiologische und laborchemische Verlaufskontrollen durchgeführt, um ein Wachstum mittels MRI-Bildgebung und hormonelle Ausfallerscheinungen mittels Blutprobe zu erkennen.
Verursacht das Hypophysenadenom lokale Symptome und/oder treten hormonelle Ausfälle auf, ist die operative Entfernung angezeigt. Hormone, die ausgefallen sind, müssen ersetzt werden. Sehr grosse Adenome, welche nicht vollständig entfernt werden können, können zusätzlich bestrahlt werden.
Weil trotz erfolgreicher Operation jederzeit ein erneutes Wachstum möglich ist, müssen regelmässige Nachkontrollen mittels Bildgebung und Bluttests zur Überprüfung des Hormonhaushalts stattfinden.