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Der Begriff Topografie
Topografie heisst eigentlich «Ortsbeschreibung». In der Geografie benutzt man den Begriff oft auch im Sinne von Darstellung der Orografie, also des Reliefs mit seinen Höhenstrukturen und den darauf liegenden Gewässern.
Die topografische Karte dient der genauen Abbildung der Geländeformen – eben der Topografie – und anderer sichtbarer Details der Erdoberfläche. Das Gelände wird auf den Karten meist durch Höhenlinien dargestellt und ergänzt mit markanten Höhenpunkten wie Gipfel, Sättel sowie den Gewässern. Solche Karten beinhalten auch Strassen, Bahnlinien, grössere Gebäude, die Umrisse von Ortschaften und andere Sachverhalte wie Grenzen, Wasser- oder Stromleitungen.
Der Grossraum
Der Raum um das Rheinknie von Basel nimmt in Europa eine bemerkenswerte Stellung ein. Seine Lage auf der Nahtstelle zwischen den Rumpfgebirgen Mittel- und Westeuropas und den südlich sich anschliessenden jungen tertiären Faltengebirgen des Juras und der Alpen verhilft ihm zu einem vielfältigen Reichtum an Landschaftstypen.
Als weite Senke zieht sich der zwischen dem Schwarzwald im Osten und den Vogesen im Westen eingesunkene Rheingraben von Basel rund 300 Kilometer nordwärts bis über Frankfurt hinaus und bildet die im Mittel 30 Kilometer breite und meist unter 200 Meter Meereshöhe liegende Oberrheinische Tiefebene. Diese wird südlich von Basel durch den Faltenzug des Kettenjuras quer abgeschlossen. Sie findet jedoch über das Hügelland des Sundgaus eine Fortsetzung in der bis zum Rhône-Delta reichenden Saône-Rhône-Senke.
Die grössten Höhen der Vogesen (Grand Ballon 1424 m) sowie der Schwarzwald mit Belchen (1414 m) und Feldberg (1493 m) finden sich jeweils in der Nähe des Rheingrabens und stossen in steilem Abfall gegen diesen. Die Höhen beider Gebirge nehmen mit der zunehmenden Entfernung vom Rheingraben immer mehr ab. Die Räume sind Teile von grossen Schichtstufenlandschaften. Die Vogesen gehen gegen Westen in das Schichtstufenland des Pariser Beckens über. Diese Schichtstufenlandschaft kann mit einem TellerstapelStapel von unterschiedlich grossen Tellern verglichen werden, bei dem die Teller die unterschiedlichen Schichten darstellen und gegen aussen zu Stufen bilden. Paris würde im Zentrum dieses Stapels liegen. Die Schichtstufe der Champagne ist ein typisches Beispiel für einen solchen Tellerrand. Ziemlich ähnlich verläuft das Südwestdeutsche Stufenland. Der Schwarzwald ist der höchste und westlichste Teil. Die Schwäbischen Alb bildet hier eine typische Schichtstufe.
Welches sind räumlich bestimmende und prägende Elemente?
Der Faltenjura verläuft von Südwesten nach Nordosten und besteht aus kleineren und grösseren Hügelzügen beziehungsweise Ketten wie Passwang oder Belchenfluh, die stellenweise von Quertälern (Klusen) durchbrochen werden. Die Quellgebiete liegen in Mulden, welche als Pässe ins Mittelland führen. Karst
formen wie Dolinen, Höhlen oder Karstquellen kommen verbreitet vor. Nach Norden folgt die Überschiebungszone
mit ihrer eigenen Landschaftsform und komplizierten geologischen Strukturen. Markante Einzelberge meist mit Steilabfall (Fluh) treten stark in Erscheinung.
Die Hügellandschaften des Tafeljuras und des Dinkelberges bestehen aus Tafelhochflächen, in welche Sohlenkerbtäler eingeschnitten sind. Am Rande bestehen oft charakteristische kleinräumige Schichtstufen. Die abwechslungsreiche Hügellandschaft des Tafeljuras besitzt vielfältige landwirtschaftliche Flächen mit Ackerbau, Wiesland, Reb- und Obstbau, sowie Wäldern und Dörfern. Je nach Lage hat sich im Tafeljura ein besonderer Dorftyp entwickelt: Taldörfer (Bubendorf
), Taltrichterdörfer (Reigoldswil
) sowie Plateaudörfer (Rünenberg
). Einzelhöfe haben ebenfalls die Landschaft geprägt.
Das Hochrheintal mit seinen Seitentälern von Birs, Ergolz und Wiese besteht aus Schotterflächen mit Rinnen, Kanten und Wellen. Im Oberrheingraben sind die unterschiedlichen Niederterrassenflächen
typsch.
Der Sundgau inklusive Birsigtal/Leimental und das Markgräfler Hügelland sind Hügelländer mit einem Muldentalrelief. Sie bestehen aus einer leicht gewellten Tal- und Beckenlandschaft.
HPM