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Diese viertägige Velotour führt durch wunderbare Juralandschaften und ermöglicht es in ganz besonderem Mass, die tektonische Beschaffenheit des Juragebirges kennen zu lernen und seinen geologischen Aufbau zu „er-fahren“.
Geologisch wird zwischen Faltenjura und Tafeljura unterschieden. Der Faltenjura setzt sich aus dem Kettenjura und dem Plateaujura zusammen. Der Kettenjura weist eine starke Faltung mit relativ hohen Hügelzügen auf. Zwischen diesen Höhen befinden sich im südlichen Teil Flusstäler, welche die einzelnen Juraketten von einander trennen. Im eher nördlichen (französischen) Teil legen sich jedoch Plateaus zwischen die (nicht mehr sehr hohen) Hügelzüge. Diese leicht gewellten Plateaus senken sich in nördlicher Richtung (Richtung Doubs bei Besançon) ab.
Auf dieser Radtour ist das allmähliche Sich-Absenken der Plateaus sehr schön feststellbar: Von einem Plateau zum nächsten bestehen markante (meist bewaldete) Stufen - Absätze, die uns längere Abfahrten erlauben. Solche Absätze befinden sich z.B. zwischen Fournets-Luisans und Orchamps-Vennes, zwischen Le Belue und Landresse, zwischen Orsans und Aïssey.
Gerade das zuletzt genannte Beispiel zeigt, dass die Absätze nicht nur Hänge bilden müssen, sondern auch von Bächen ausgespült sein können. So hat z.B. der Bach L'Audeux den Abhang zwischen zwei Plateaus (Orsans und Aïssey) zu einem wunderbaren Flusstal umgeformt. In diesem Tal von Grâce-Dieu lässt sich ein Wasserfall erkunden, und mitten im Tal erhebt sich eine Klosteranlage - was häufig auf landschaftliche Besonderheiten schliessen lässt.
Ähnlich ausgestaltete Flusstäler durchfahren wir auch zwischen Plaimbois-Vennes und Pierrefontaine-les-Varans (Tal der Reverotte), zwischen Val de Cusance und dem Plateau von Sancey (Tal des Baches Les Alloz) und zwischen Belvoir und Villars-sous-Dampjoux (Tal der Barbèche). Der lange Aufstieg aus dem Cusancin-Tal aufs höher gelegene Plateau ist überaus leicht und weist eine kaum merkliche Steigung auf.
Anders sieht es am 1. und 4. Tag aus. Hier befinden wir uns im Kettenjura, was bedeutet, dass die Steigungen länger und steiler sind. Immer wieder gelangen wir ins Flusstal des Doubs und steigen danach an den Flanken seiner Höhenzüge hoch, so z.B. am 1. Tag auf die Höhe von Les Cerneux (1000 m ü. M.) und am 4. Tag hinauf auf den Col de Montvoie (860 m ü. M.). Dafür sind an diesen Tagen die Strecken kürzer bemessen, und wir werden mit weiten, wunderbaren Ausblicken belohnt.
Die fettgedruckten Ortschaften in der folgenden Tagesrouten-Beschreibung sind Ortschaften mit Hotels.
1.Tag (ca. 45 km): La Chaux-de-Fonds - Crêt-du-Locle - Les Brenets - Villers-le-Lac - Les Majors - Les Fins - Les Fournets - Le Luisans - Orchamps-Vennes
Kartenausschnitt
2. Tag (ca. 70 km): Orchamps-Vennes - Loray - Plaimbois-Vennes - Pierrefontaine-les-Varans - Landresse - Courtetain-Salans - Orsans - Glamondans - Champlive - Laissey - Douvot - Baume-les-Dames
3. Tag (ca. 55 km): Baume-les-Dames - La Lavaine - Pont-les-Moulins - Guillon-les-Bains - Cusance - Val de Cusance - Voitre - Sancey-le-Long - Belvoir - Vernois-lès-Belvoir - Villars-sous-Dampjoux - Dampjoux - Bief - St-Hippolyte
4. Tag (ca. 40 km): St-Hippolyte - Soulce-Cernay - Vaufrey - Glère - Montancy - Col de Montvoie - Villars - Courgenay