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Gesamtüberblick über die Handelsbeziehungen der Schweiz im Dienstleistungsbereich
Die Schweiz verfolgt ihre Aussenwirtschaftspolitik im Dienstleistungsbereich über die multilaterale, die europäische sowie über die plurilaterale oder bilaterale Ebene mit Drittländern. Dies entspricht den allgemeinen internationalen Handelsbeziehungen der Schweiz.
Auf der multilateralen Ebene werden die Handelsbeziehungen hauptsächlich über internationale Abkommen im Rahmen der Welthandelsorganisation (World Trade Organization - WTO) geregelt. So werden im Dienstleistungsbereich die Rechte und Pflichten im Hinblick auf den Marktzugang und die Inländerbehandlung über das WTO-Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (General Agreement on Trade in Services - GATS) festgelegt. In der Regulierung des internationalen Handels mit Dienstleistungen sind auch andere internationale Organisationen tätig, wobei sich diese insbesondere mit spezifischen Dienstleistungsbranchen befassen.
Was ist eine Dienstleistung?
Der Sektor der Dienstleistungen umfasst u.a. freie Berufe (Ärzte, Anwälte und andere Rechtsdienstleistungen, Architekten, Ingenieure), Unternehmungsdienstleistungen wie Marketing, Werbung oder Beratung, Post und Telekommunikation, Handel und Maklerdienste, Finanzdienstleistungen (Banken, Versicherungen, Börsen und Wertschriften), Tourismus (Hotels, Restaurants, Fremdenführer), Verkehr, audiovisuelle Dienstleistungen und Kulturdienstleistungen, Gesundheit, Bildung, Bau, Energie und Umwelt sowie andere Aktivitäten, die nicht zum Bereich der Produktion oder Transformation in Industrie, Landwirtschaft und Bergbau gehören.
Da der Begriff der Dienstleistung sehr verschiedene Tätigkeiten abdeckt, kann er schwerlich in einer einheitlichen Definition gefasst werden. Individuelle Dienstleister, Grosskonzerne sowie der grösste Teil der kleinen und mittleren Unternehmungen (KMU) prägen die vielfältige Welt der Dienstleistungen.
Bedeutung der Dienstleistungen für die Schweizer Wirtschaft
Im Bereich der Dienstleistungen sind in Europa und weltweit die grösste Dynamik und das stärkste Wirtschaftswachstum zu verzeichnen.
Auch für die Schweiz ist der Dienstleistungssektor ein zentraler Wirtschaftsfaktor: Drei von vier Unternehmen in der Schweiz sind im Dienstleistungssektor tätig, und vier von fünf neu gegründeten Unternehmen sind Dienstleistungsunternehmen.
Der Dienstleistungssektor trägt in der Schweiz mit deutlich mehr als 70 % zur Bruttowertschöpfung bei. Am bedeutendsten sind dabei Finanzdienstleistungen von Banken und Versicherungen, gefolgt von Dienstleistungen des Gross- und Detailhandels. Sieben von zehn Erwerbstätigen arbeiten in der Schweiz im tertiären Sektor und acht von zehn neu geschaffenen Stellen gehen auf das Konto des Dienstleistungssektors.
Die Handelspolitik der Schweiz im Dienstleistungssektor
Die Schweiz verfügt im internationalen Vergleich über einen der offensten Dienstleistungsmärkte. Die Dichte der in der Schweiz niedergelassenen ausländischen Unternehmen ist eine der höchsten weltweit. Die Handelspolitik der Schweiz (und Liechtenstein) wird alle vier Jahre von der Welthandelsorganisation (WTO) überprüft. Die letzte Überprüfung wurde im April 2013 abgeschlossen. Untenstehend finden Sie einen Auszug zum Dienstleistungssektor (Kapitel 4.4) des diesbezüglichen Berichtes des WTO-Sekretariats. Er beinhaltet folgende Unterkapitel: 4.4.1 Bank-, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, 4.4.2 Telekommunikationsdienstleistungen, 4.4.3 Transportdienstleistungen, 4.4.1 Andere Dienstleistungen: <ip-pii> Postdienstleistungen, <ip-pii> Vertriebsdienstleistungen und <ip-pii> Tourismusdienstleistungen. Im Weiteren finden Sie unten einen Auszug zum Dienstleistungssektor der Berichte des WTO-Sekretariates aus den Jahren 2013, 2008 und 2004.