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Intergeschlechtlichkeit im Feld der Sozialen Arbeit
Eine qualitative Forschung zum Wissensstand von Fachpersonen
Die vorliegende Bachelorarbeit geht der Forschungsfrage nach, wie viel Wissen die befragten Personen der Sozialen Arbeit über das Thema Intergeschlechtlichkeit haben. Im Vergleich zu unserem binären Geschlechterdenken lässt die Biologie eine grössere Geschlechtervielfalt zu: Inter*- Menschen. Aufgrund von pränatalen Geschlechtsentwicklungsstörungen weisen sie männliche und weibliche Geschlechtsanteile auf (Caroline Stern, 2010, S. 43). Seit einigen Jahren treten immer mehr Betroffene an die Öffentlichkeit und berichten von ihrem Leid durch kosmetisch-chirurgische Eingriffe, erfahrener Diskriminierung und vom Gefühl, keine Daseinsberechtigung zu haben (Kathrin Zehnder, 2010, S. 213-232). Aufgrund dieser Schilderungen und Quellen, wie dem Berufskodex für die Soziale Arbeit, lässt sich die Verantwortung der Profession Soziale Arbeit nicht negieren (AvenirSocial, 2010, S. 6-9). Mittels Kriterienraster wurden sieben Personen für Leitfadeninterviews ausgewählt. Die Datenauswertung erfolgte anhand des Verfahrens nach Claus Mühlefeld (1981; zit. in Siegfried Lamnek, 1995, S. 206-207). Die Ergebnisse zeigten keinen homogenen Wissensstand auf und das Wissen stammte aus unterschiedlichen Quellen. Damit die Soziale Arbeit ihren Beitrag zur Besserstellung von Inter*-Menschen leisten kann, muss ein Mindestmass an Wissen bei allen Fachpersonen erreicht werden. Möglichkeiten, um dies zu erreichen, wären Veränderungen in den Curricula der Hochschulen, Sensibilisierungen von berufstätigen Fachpersonen und die Einbettung der Geschlechtervielfalt in der täglichen Arbeit. Die Entwicklung steht jedoch in einer Abhängigkeit zur Entwicklung der allgemeinen «sex and gender»-Debatte.