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Leserbrief im Wochenblatt vom 22. Mai 2020
Am 12. Februar 2020 kommunizierten die SBB, dass sich die Realisierung des Doppelspurausbaus im Laufental zwischen Grellingen und Duggingen um zwei Jahre verzögert. Der Doppelspurbetrieb wird somit frühestens Ende 2025 aufgenommen. Dies ist sehr bedauerlich, da in der Landratsvorlage zur Vorfinanzierung ursprünglich von einer Inbetriebnahme auf den Fahrplanwechsel 2021 ausgegangen wurde, später wurde eine Inbetriebnahme auf Ende 2023 in Aussicht gestellt. Mit dem Doppelspurausbau Laufental soll unter anderem ein zweiter Schnellzug pro Stunde eingeführt werden können, um die durchgehende Verbindung von Basel und Laufen in die Westschweiz wiederherzustellen.
Mit der erneuten Verzögerung der Aufnahme des Doppelspurbetriebs rückt ein weiterer Punkt in den Fokus. Neben dem Doppelspurausbau Laufental sind die S-Bahn Haltestelle Öpfelsee und das Wendegleis Aesch weitere Projekte, die dem Doppelspurausbau geographisch sehr nahe liegen und vom Bund finanziert werden. Mit dem Wendegleis Aesch würde der S-Bahn Viertelstundentakt Aesch-Basel endlich Realität.
Gemäss Ausführungen der kantonalen Verwaltung kann mit einer Realisierung des Wendegleises Aesch im Jahr 2028 gerechnet werden. In einem überparteilich getragenen Vorstoss habe ich letzte Woche den Regierungsrat dazu aufgefordert, dass er sich als Kompensation für die verspätete Realisierung des Doppelspurausbaus für eine schnellere Realisierung der S-Bahn Haltestelle Öpfelsee und des Wendegleises Aesch einsetzt. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass wir noch vor 2028 jede Viertelstunde eine S-Bahn-Verbindung nach Basel haben.
Jan Kirchmayr, Landrat SP