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Das griechische Wort „mysterion“ (Geheimnis) wurde auf lateinisch durch zwei Ausdrücke wiedergegeben: durch „mysterium“ und „sacramentum“. In der späteren Deutung drückt der Begriff „sacramentum“ mehr das sichtbare Zeichen der verborgenen Heilswirklichkeit aus, die mit dem Begriff „mysterium“ bezeichnet wird. In diesem Sinn ist Christus selbst das Heilsmysterium.
Die sieben Sakramente sind die Zeichen und Werkzeuge, durch die der Heilige Geist die Gnade Christi in der Kirche verbreitet. Die Kirche enthält und vermittelt die unsichtbare Gnade, die sie bezeichnet. In diesem analogen Sinn wird sie auch als „Sakrament“ genannt; die Kirche ist das Werkzeug Christi.
Die Sakramente sind von Christus eingesetzte und der Kirche anvertraute wirksame Zeichen der Gnade, durch die uns das göttliche Leben gespendet wird. Die sichtbaren Riten, unter denen die Sakramente gefeiert werden, bezeichnen und bewirken die Gnaden, die jedem Sakrament zu eigen sind. In Gläubigen, die sie mit der erforderlichen inneren Haltung empfangen, bringen sie Frucht.
Der Heilige Geist bereitet die Gläubigen auf die Sakramente vor. Er tut dies durch das Wort Gottes und durch den Glauben, der mit aufgeschlossenen Herzen das Wort annimmt. Die Sakramente stärken so den Glauben und bringen ihn zum Ausdruck.
(Quelle: Katechismus der kath. Kirche)