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Getreide mit Hülle schrumpft Körperfülle
Eigentlich wollten die dänischen Wissenschaftler um Dr. Henrik Munch Roager nachweisen, dass sich Vollkornprodukte günstig auf die Zusammensetzung der Darmbakterien und die Insulinsensitivität auswirken. Hierzu haben sie 50 adipöse Erwachsene mit hohem metabolischem Risiko in eine randomisierte Cross-over-Studie eingeschlossen.
Etwa die Hälfte der Probanden nahm über einen Zeitraum von acht Wochen alle Getreideprodukte als Vollkornvariante zu sich. Nach einer mindestens sechswöchigen Auswaschphase assen die Probanden über weitere acht Wochen ausschliesslich verarbeitete Getreideprodukte. Die andere Hälfte der Studienteilnehmer durchlief die Interventionen in der umgekehrten Reihenfolge.
Das Gewicht nahm signifikant ab
Anders als erwartet veränderte sich durch die Vollkorn-Diät weder das Darm-Mikrobiom der Probanden noch besserten sich verschiedene Parameter des Glukose- und Lipidmetabolismus. Auch die gastrointestinale und die Leberfunktion sowie der Blutdruck blieben unbeeinflusst. Allerdings nahmen die übergewichtigen Probanden weniger Energie auf und dementsprechend signifikant an Gewicht ab.
Zudem wirkte sich die Ernährungsumstellung günstig auf die Serumkonzentration des C-reaktiven Proteins sowie verschiedener proinflammatorischer Zytokine aus. Die Abnahme von Interleukin-6 korrelierte dabei mit dem Vollkornkonsum, insbesondere mit der Aufnahme von Roggen.
Vollkornprodukte halten einfach länger satt
Das Fazit der Autoren: Vollkornprodukte sättigen besser als verarbeitetes Getreide und fördern die Gewichtsreduktion. Auch die bei übergewichtigen Personen häufig nachweisbare subklinische systemische Dauer-Inflammation wird durch die Ernährungsumstellung verringert. Grund hierfür ist vermutlich die gesundheitsfördernde Wirkung phytochemischer Substanzen, insbesondere der Inhaltsstoffe des Roggenkorns.
Roager HM et al. Gut 2017; online first.