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Genau wie ein kosteneffizientes Gesundheitswesen wollen alle einen “guten” Arzt. Ein Versuch, dieses “gut” zu definieren und Reaktionen zu provozieren:
Der gute Arzt für Patienten
Der gute Arzt für den Hipster diagnostiziert dasselbe wie Dr. Google. Oder Dr. House.
Der gute Arzt für den älteren Herrn erinnert ihn, dass er die blaue Pille nicht vergessen darf.
Die gute Ärztin für die traditionsbewusste Dame weiss sogar fast so viel wie die männlichen Kollegen.
Der gute Heiler gibt nichts was Nebenwirkungen hat. Ob es Wirkungen hat ist sekundär.
Der gute Schulmediziner behandelt jede Krankheit, auch wenn sie mit einem Patienten zur Konsultation erscheint.
Der gute Arzt für “Kollegen”
Der gute Arzt für einen Kollegen teilt dessen Meinung.
Der gute Arzt für enthusiastische Studenten ist ein Schamane. Füllfeder und graue Haare steigern, Computer reduzieren seine Zauberkraft.
Der einzig wirklich gute Arzt lächelt im Spiegel zurück.
Der gute Arzt kritisiert seine Kollegen nie. Und im Patientengespräch auch nur, wenn er den Umsatz oder Anerkennung braucht.
Der gute Arzt im Gesundheitswesen
Der gute Arzt für die Krankenkasse ist pensioniert, praktiziert ohne Honorar weiter und ist selber frei von Krankheitskosten.
Der gute Arzt in der Spitalbewertung ist fast so wichtig wie das Essen.
Der gute Arzt für einen Gesundheitspolitiker lässt sich je nach Bedarf aus dem Hut zaubern oder er verschwindet darin.
Der gute Arzt für einen Journalisten arbeitet gratis und ruht nie. Ausser er sei das Opfer übermenschlicher Anforderungen. Dann darf er gelegentlich ruhen, aber trotzdem nichts verdienen.