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Buddhismus statt Terrorismus: Der portugiesische Schauspieler Heitor Lourenço ist in Paris kurz vor dem Abflug aus dem Flugzeug entfernt worden. Seine Meditation hatte Mitreisende in Aufruhr versetzt.
Diese Ferien dürften Heitor Lourenço noch lange in Erinnerung bleiben: Der Schauspieler aus Lissabon hatte gerade einige Tage in der französischen Hauptstadt verbracht, als er am Dienstag bereit zum Abheben am Airport Orly im Flugzeug sass. Während er wartete, meditierte der 47-jährige Buddhist und rezitieret tibetische Verse von seinem Smartphone. Dazu habe er eine Stoppuhr verwendet, sagte Lourenço gemäss dem Journal Caras.
Das kam einem Paar an Bord des Transavia-Fluges äusserst verdächtig vor. «Sie dachten offenbar, ich würde Koranverse rezitieren», sagte der Portugiese dem TV-Kanal SIC. Er sei dann von zwei Polizisten des Pariser Flughafens abgeführt und zur Befragung gebracht worden. «Als ich meine Füsse auf die Treppe des Flugzeugs setzte, schauten mich alle Passagiere an», sagte Lourenço noch immer etwas ungläubig.
Während sechs Stunden wurde er festgehalten. Die Polizei liess ihn wissen, er sei als Terrorverdächtiger gemeldet worden, weil er angeblich Koranverse und Wörter wie «Tod» und «Bombe» zitiert habe. Während der Befragung hätten die Polizisten Videos im Internet von ihm gefunden, die bewiesen, dass er als Theater- und TV-Schauspieler tätig ist. Zudem hätten sie sein Wikipedia-Profil konsultiert, worin er als Buddhist bezeichnet wird. Nach seiner Entlassung wurde ihm garantiert, dass der Fall abgeschlossen sei.
Auf Twitter sorgte der Zwischenfall für Belustigung (kad):