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«Wir haben viele Ausländer im Zug»
Am Morgen des 10. Oktobers war ein Expresszug, der vom grossen Bahnhof Namba in Osaka in Richtung Internationaler Flughafen Kansai fuhr, bis auf den letzten Platz gefüllt. Das ist für diese Strecke nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich jedoch war jedoch die Ansage des Zugführers.
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«Heute ist eine grosse Anzahl an ausländischen Passagieren in den Zug eingestiegen. Weil dies zu einem grossen Chaos führt, möchten wir uns bei den japanischen Passagieren für die Unannehmlichkeiten entschuldigen», ertönte es durch den Lautsprecher im Zug, wie die Mainichi Shimbun berichtete. Er sagte dies in höflichstem Japanisch, doch der Inhalt der Aussage irritierte.
Der Bahnbetreiber reagiert
Eine Japanerin, die zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Zug war, wollte es genauer wissen. Bei der Ankunft im Flughafen Kansai fragte sie das Bahnhofspersonal, ob eine solche Lautsprecheransage den offiziellen Vorgaben entspräche.
Bahnbetreiber Nankai Electric Railway leitete daraufhin eine Untersuchung ein und entschuldigte sich in einer offiziellen Pressemitteilung für das Verhalten des Zugführers. Der Zugführer habe sich damit auf keine Weise diskriminierend gegen Ausländer äussern wollen. Die Firma betonte weiter, dass sie nicht akzeptiere, dass zwischen japanischen und ausländischen Passagieren unterschieden werde. Jeder Passagier sei ein wichtiger Kunde.
Die Erklärung des Zugführers
Der Zugführer selber bestätigte seine Aussage, erklärte aber, dass er nur auf Spannungen im Zug reagiert habe. Demnach habe er gehört, wie ein japanischer Passagiere sich lautstark über die vielen störenden Ausländer im Zug beschwerte. Um weitere Schwierigkeiten zu verhindern, habe er die Durchsage getätigt.
Laut Nankai Electric Railway sei es so, dass in diesem Zug zwangsläufig viele Passagiere mit Gepäck einsteigen und dadurch viel Platz einnehmen würden. Dass Passagiere, die nicht zum Flughafen unterwegs seien, Mühe damit hätten, komme vor. Dies führe zu Spannunngen. Die Durchsage des Zugführers sei dennoch etwas bisher Einmaliges, das nicht wieder vorkommen dürfe.
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