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Mit der Ratifikation des UNESCO-Übereinkommens zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes am 16. Oktober 2008 hat sich die Schweiz verpflichtet, ein Inventar des immateriellen Kulturerbes in der Schweiz zu erarbeiten, zu führen und periodisch zu aktualisieren.
Die «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz» entstand im Rahmen der Umsetzung dieses UNESCO-Übereinkommens. Die Liste wird in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der kantonalen Kulturstellen geführt.
Die Liste ist in Form einer umfassenden Dokumentation des immateriellen Kulturerbes der Schweiz in Wort, Bild und Ton auf www.lebendige-traditionen.ch zugänglich. Sie umfasst derzeit 199 Traditionen, die unter der Leitung des Bundesamtes für Kultur von Fachleuten, Vertretern der kantonalen Kulturstellen und der Schweizerischen UNESCO-Kommission aufgrund von Vorschlägen der Kantone ausgewählt wurden.
Die «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz» bildet die Grundlage und Voraussetzung für Nominierungen von lebendigen Traditionen für die UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes. Das Nominierungsverfahren wird sich nach dem bewährten Vorbild im Bereich des Weltkulturerbes ausrichten.
Das Bundesamt für Kultur sieht verschiedene Massnahmen vor, um die Liste bekannt zu machen und die Traditionen lebendig zu halten. Bereits realisiert sind eine Erhöhung der Fördermittel für Organisationen kulturell tätiger Laien sowie die Möglichkeit der Unterstützung von Veranstaltungen im Bereich der Laien- und Volkskultur. Geplant ist eine Zusammenarbeit mit dem Freilichtmuseum und Kurszentrum Ballenberg zum Thema Handwerk sowie mit Schweiz Tourismus zum Thema der kulturell nachhaltigen Angebotsgestaltung.
Mit der Ratifikation des UNESCO-Übereinkommens zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes am 16. Oktober 2008 hat sich die Schweiz verpflichtet, ein Inventar des immateriellen Kulturerbes in der Schweiz zu erarbeiten, zu führen und periodisch zu aktualisieren.
Mit dem Beitritt zum UNESCO-Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes verpflichtete sich die Schweiz, ein Inventar des immateriellen Kulturerbes in der Schweiz zu erarbeiten ─ und dieses periodisch zu aktualisieren.
Eine erste Fassung des Inventars wurde 2012 unter dem Titel «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz» publiziert. Diese Liste ist erstmals im Jahr 2017 aktualisiert worden. Im Rahmen dieser Aktualisierung wurde die Liste von 165 Einträgen auf 199 erweitert. Bei der Erweiterung der Liste um 34 Einträge liegt der Schwerpunkt auf lebendigen Traditionen in Städten.
Wie bei der ersten Inventarisierung arbeiteten bei der Aktualisierung der Liste Bund und Kantone zusammen. Der Bund koordinierte das Gesamtvorhaben mit fachlicher Unterstützung der Hochschule Luzern. Die Kantone identifizierten ihre lebendigen Traditionen und machten knapp 90 Vorschläge für die nationale Liste. Dabei griffen die Kantone auch Vorschläge aus der Bevölkerung auf. Eine Steuergruppe diskutierte diese Vorschläge und traf eine Auswahl. Der Steuergruppe gehören Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Kantone, der Städte, der Schweizerischen UNESCO-Kommission, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia sowie wissenschaftliche Fachpersonen an.
Gegenwärtig bereiten Fachpersonen im Auftrag der kantonalen Kulturstellen die Dokumentationen zu den lebendigen Traditionen auf der Liste vor. Im Frühjahr 2018 wird die aktualisierte Liste als Web-Inventar mit umfassender Dokumentation veröffentlicht.
Dokumente
Eingaben der Kantone (PDF, 287 kB, 31.05.2011)Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz
Finalisierte Auswahl für die Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz (PDF, 149 kB, 05.04.2012)von der Projektsteuerungsgruppe verabschiedet am 5. September 2011
Links
Letzte Änderung 01.03.2021