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Zusammen mit lokalen kolumbianischen NGO begleitet ask! seit 2006 Gemeinschaften im Einflussbereich der Kohleminen von Glencore in Umsiedlungsprozessen und bei der Einforderung ihrer Rechte und lobbyiert gegenüber dem Konzern.
Von Stephan Suhner
Glencore betreibt in Kolumbien Kohleminen im Tagebau. Der dazu nötige Landbedarf schränkt den Lebensraum der lokalen Gemeinschaften und ihre Subsistenzmöglichkeiten massiv ein: Der Zugang zu Flüssen und Wasservorkommen, zu Wäldern, Fischfang- und Jagdgebieten und auch zu Weideland geht verloren.
Unzureichende Umsiedlung
Gemeinschaften müssen der Mine weichen und werden durch unfreiwillige Umsiedlungen zwangsurbanisiert. Vor allem ältere Personen finden sich in den neuen Siedlungen ohne genügend Land nicht zurecht. Die Verhandlungsprozesse führen zu Spaltungen in den Gemeinschaften; die Kultur und soziale Netzwerke gehen verloren. Die Häuser und die neue Siedlungsstruktur entsprechen nicht den lokalen Gewohnheiten, die Entschädigungszahlungen sind bescheiden. Der Mangel an formellen Jobs, verbunden mit höheren Kosten für Dienstleistungen wie Strom und Wasser, führen zur Verarmung der Bewohnerinnen und Bewohner. Von Produzentinnen und Produzenten werden sie zu Subventionsempfängerinnen und Konsumierenden.
Stetige Verbesserungen
Durch die Begleitarbeit erreichten wir eine Stärkung der Verhandlungsmacht der Gemeinschaften. Dank unserem Lobbying begann Glencore, seine Umsiedlungspolitik langsam zu verbessern. Der Umsiedlungsplan wird in langwierigen partizipativen Verhandlungen erarbeitet, heutige Häuser und Einkommen generierende Projekte entsprechen etwas mehr den lokalen Gewohnheiten. Ausserdem hat Glencore begonnen, Folgeabschätzungen bezüglich der Menschrechte durchzuführen und einen Klagemechanismus für die Gemeinschaften einzurichten.