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Brennelementwechsel
Einmal im Jahr wird die Anlage für den Brennelementwechsel abgestellt. Das Entladen der Brennelemente, das Umplatzieren der im Reaktor verbleibenden Elemente und das Einladen der neuen Elemente erfordert etwa zwei bis drei Wochen. Während der gesamten Stillstandsdauer erfolgen Inspektionen und Instandhaltungsarbeiten in allen Bereichen des Kraftwerks. Die aus dem Reaktordruckbehälter entladenen Brennelemente werden zunächst ins Kompaktlagergestell des Brennelementlagerbeckens gestellt. Es stehen über 600 Standplätze zur Verfügung, in denen neben Brennelementen auch Instrumentierungslanzen, Steuerelemente und Werkzeuge aufbewahrt werden. Im Kompaktlager klingen Strahlung und Nachzerfallswärme ab, ehe die Brennelemente in speziellen Transportbehältern ins Brennelementlagergebäude überführt werden. Über ein an das Brennelementlagerbecken angeschlossenes Kühlsystem wird die Nachzerfallswärme abgeführt. Die Zwischenlagerung der Brennelemente im Kompaktlager kann mehrere Jahre dauern.
Im sichelförmigen Ringraum zwischen Reaktorgebäudeaussenwand und Stahlbehälter sind das Ladebecken, der Hubschacht, das Not- und Nachkühlsystem, das Lager für neue Brennelemente sowie die Abgasverzögerungsstrecke geschützt untergebracht. Im Ladebecken werden die Transportbehälter mit den abgebrannten Brennelementen beladen. Zu diesem Zweck werden die Brennelemente vom Brennelementlagerbecken über eine Transfereinrichtung fernbedient in das Ladebecken geschleust. Der Transportbehälter wird über den Hubschacht in den Ringraum ein- und ausgeführt.