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Regensummen wie noch nie
In den vergangenen Tagen öffnete der Himmel über Honschu, der Hauptinsel Japans, regelrecht alle Schleusen. Die Flüsse wuchsen zu breiten Strömen an und setzten Dörfer und ganze Städte unter Wasser. Millionen Menschen wurden evakuiert, für viele kam leider jede Hilfe zu spät. Sie wurden von Erdrutschen oder den Wassermassen überrascht. Besonders betroffen waren die Regionen um Hiroschima und Kyoto. In Kochi gab es laut Angaben des Japanischen Wetterdienst einen neuen Regenrekord.
Innerhalb von nur drei Stunden fiel dort mehr als 260 Millimeter Regen.
Zum Vergleich: die durchschnittliche Monatsniederschlagsumme - im Juli - für Engelberg beträgt 211 Millimeter.
Zu Wochenbeginn hat der Regen nachgelassen. Auf Grund der aufgeweichten, durchnässten Böden besteht aber weiterhin die Gefahr von Murgängen.
Taifun Maria
Die Entwicklung von einem tropischen Sturm zu einem Taifun setzt bestimmte Faktoren voraus.
- Dazu zählt einmal die Oberflächentemperatur des Meeres, sie muss mehr als 26.5 °C betragen.
- Das System entsteht in einem gewissen Abstand vom Äquator (mindestens 5 Grad Nord oder Süd).
- Die Windrichtungsänderung mit der Höhe und die Änderung der Windgeschwindkeit müssen klein sein.
- Erreicht der Bodenwind eine Geschwindigkeit von über 118 km/h, wird der Sturm als Taifun klassifiziert.
Im asiatischen Teil des Pazifik herrschen aktuell all diese Bedingungen vor.
Laut Berechnungen des Japanischen Wetterdienstes führt die Zugbahn von «Maria» knapp an Taiwan vorbei. Am 12. Juli könnte der Wirbel, wahrscheinlich abgeschwächt, das chinesische Festland erreichen.