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Lateinamerika ist der Kontinent der Machos, so das gängige Klischee. Doch nirgendwo sonst dringen Frauen erfolgreicher in vermeintliche Männerdomänen vor als in den 19 Ländern des lateinamerikanischen Kontinents. Bevor mit Margaret Thatcher 1979 erstmals in Europa eine Frau Premierminister wurde, war Argentinien bereits zwei Jahre lang von einer Frau regiert worden. Ebenso ist davor wie danach die Liste von Frauen, die herausragend am politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben Lateinamerikas teilnehmen, länger als in anderen Gegenden der Welt.
Vierzig imposante Beispiele dafür versammeln Eva Karnofsky und Barbara Potthast in ihrem Buch. Lebendig und kurzweilig porträtieren sie Frauen, die Staaten und Parteien führen wie Michelle Bachelet oder María del Rosario Green; die Menschenrechtsbewegungen gründeten wie Azucena Villaflor; die die Wirtschaft ihres Landes massgeblich prägen wie Ernestina Herrera und, nicht zuletzt, die Künstlerinnen von Weltrang wurden wie Frida Kahlo, Isabel Allende oder Shakira.