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Der Musiker Rick Parfitt ist im Alter von 68 Jahren verstorben. Eine Infektion nach einer Schulterverletzung habe ihm das Leben gekostet, schreibt «The Guardian».
Der Musiker war seit Donnerstagabend im Spital im spanischen Marbella wegen einer vorhergehenden Verletzung an der Schulter. Dort sei er heute Mittag verstorben, berichten sein Manager und seine Familie in einer Mitteilung. Parfitt hinterlässt seine Ehefrau Lyndsay, mit der er die Zwillinge Tommy und Lily hatte, sowie die bereits erwachsenen Kinder Rick Junior und Harry.
Er plante eine Solo-Karriere
Rick Parfitt habe sich momentan auf seine Solo-Karriere vorbereitet mit einem neuen Album und einer Autobiographie im nächsten Jahr. Von der Kult-Band Status Quo hatte er im vergangenen Oktober aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt bekannt gegeben.
Der Rocker hatte vor rund 20 Jahren seinen ersten Herzinfarkt erlebt, zwei weitere folgten in den Jahren darauf. 2016 überlebte er den vierten Herzinfarkt nach einem Konzert in der Türkei – nachdem er für Minuten praktisch tot gewesen sei, schreibt «Welt.de».
Über 100 Millionen verkaufte Platten
Status Quo verkaufte mit Hits wie «Rockin' All Over The World» und «In The Army Now» mehr als 100 Millionen Platten.
Geboren am 12. Oktober 1948 wuchs er in einer Sozialbausiedlung in Woking im Süden Londons auf und lernte mit elf Jahren Gitarre spielen, inspiriert vom «King of Skiffle» Lonnie Donegan. Seine Eltern unterstützten ihn zwar, aber glaubten nicht an den Erfolg.
Durchbruch in den 70er Jahren
1967 stieg Parfitt bei Status Quo ein. Nach den ersten psychedelischen Ausflügen wie »Pictures Of Matchstick Men« schaffte die Band den Durchbruch Anfang der 70er Jahre mit einer Reihe von eher ungeschliffenen, rockigen Hits wie »Paper Plane« oder »Caroline«.
Danach wichen Status Quo nur selten von ihrem Erfolgsrezept ab - eingängige Melodien, drei Akkorde - und verkauften damit über 120 Millionen Platten. Darüber machten sich nicht nur Kritiker lustig, sondern auch Bands - die Punk-Parodie »Heads Down No Nonsense Mindless Boogie« schaffte es 1978 sogar in die Hitparaden.
Aber Status Quo überstand Punk, tourte die Welt und füllte das Moskauer Olympiastadium 14 Mal in Folge. 1985 spielten sie »Rocking All Over The World« zum Auftakt von Bob Geldofs »Live Aid" und brachten im Londoner Wembley-Stadion 100'000 Menschen zum Toben. (kra/SDA)