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Der Kalender bestimmt den Takt im Appenzeller Leben - bis heute.
Ab Mitte Mai sind Sennen in ihrer traditionellen Tracht mit den Tieren auf dem langen Marsch in die Berge. Fast immer angeführt wird der Alpaufzug von einem Knaben in Sennentracht. Hinter ihm zottelt ein "Schuppel" Appenzeller Ziegen, weiss und ohne Hörner. Auf Trab hält diese ein Mädchen in der Kindertracht - gefolgt vom Senn in der Festtagstracht mit gelben Lederkniehosen, roter Tuchweste, einem mit Blumen und Bändern verzierten, schwarzen Hut, beschlagenen Hosenträgern, weissen Kniesocken und Sennenschmuck. Auf der linken Schulter trägt er einen reich verzierten Fahreimer. Begleitet wird er von den drei schönsten Kühen, die unüberhörbar die sechs bis neun Kilo schweren Senntumschellen mit verzierten Riemen hin und her schwenken. Vier Sennen marschieren vor dem Rest der Viehhabe, die Pferdewagen mit den Alpgerätschaften bilden zusammen mit dem Bauern und dem Appenzeller Bläss den Schluss des Zuges.