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Der US-Videodienst Netflix ist in der Schweiz gestartet
. In der Nacht zum Dienstag hatte das Unternehmen sein Angebot bereits in Deutschland lanciert. Monatsabos sind in der Schweiz ab 11.90 Franken erhältlich.
Netflix bietet einen Videostreaming-Dienst an, bei dem Filme und Serien für eine monatliche Abogebühr direkt aus dem Internet abgespielt werden. In den USA ist Netflix der Platzhirsch in diesem Geschäft, unter anderem wegen selbst produzierter Serien wie "Orange is the New Black" oder "House of Cards".
Netflix startet in der aktuellen Expansionsrunde in Europa auch in Österreich, Frankreich, Belgien und Luxemburg.
Empfehlungen für den gläsernen Zuschauer
Das Geschäftsmodell von Netflix basiert darauf, seine Kunden ausserordentlich gut zu kennen. Ausgewertet wird unter anderem, welche Serien und Filme eine Nutzer mag, ob von manchen mehrere Folgen am Stück schaut - und bei anderen vielleicht sofort aussteigt.
Auf Basis solcher Informationen bekommt jeder Kunde personalisierte Empfehlungen. Zugleich richtet sich Netflix daran beim Einkauf neuer Inhalte.
Netflix startete 1997 als eine Versand-Videothek. Zwei Jahre später fing die Firma an, einen Empfehlungs-Algorithmus zu entwickeln. Grund waren Verluste:
Die Nutzer wollten immer nur die neusten Filme sehen, die dann nach wenigen Wochen in den Regalen verstaubten.
Mit den Empfehlungen sei nach wenigen Monaten die Wende gelungen, sagt Produktchef Neil Hunt. Der Algorithmus wurde seitdem immer weiter verfeinert, insbesondere nach dem Einstieg ins Video-Streaming aus dem Internet im Jahr 2007.