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Thomas Koechlin, Gewinner des vorolympischen Tests vor zwei Jahren in Tokios Wildwasserkanal, kam als Zwölfter weiter. Naemi Brändle schaffte es als 24. in die Halbfinals. In Halbfinal und Final entscheidet jeweils ein Lauf übers Weiterkommen und die Medaillen. Koechlin steht am Montag wieder im Einsatz; Brändle am Dienstag.
Die je zwei Qualifikationsläufe zeigten auf, dass bei beiden Schweizer Kanuten noch viel zu einem Coup fehlt. Koechlin riskierte im ersten Lauf mehr als im zweiten und legte mit dem vorsichtigeren Versuch (wegen 0 Strafsekunden) die bessere Zeit hin. Ihm fehlen fünf Sekunden, um für Medaillen in Frage zu kommen.
Naemi Brändle kam nur weiter, weil wegen des grösseren Starterfelds in der Kajak-Konkurrenz 24 Paddlerinnen (und nicht nur 15 wie beim Canadier) die Halbfinals erreichten. Der 19-jährigen Thurgauerin missriet die Qualifikation. Im ersten Lauf kippte sie, und nach ihrer perfekten Eskimorolle hatte sie zwei Tore verpasst (100 Strafsekunden) - letzter Platz nach dem 1. Lauf. Auch im zweiten Durchgang unterliefen Brändle Fehler (8 Strafsekunden), in der zweiten Hälfte des Kurses passierte sie von vier Toren hintereinander drei nicht korrekt. Zu den besten Kanutinnen fehlt Brändle mehr als eine halbe Minute - und nur dank 25 Hundertsteln schied sie nicht aus.
Die herausragende Leistung des ersten Tages gelang der Australierin Jessica Fox, die als einzige Frau unter der 100-Sekunden-Marke blieb, wobei vor allem die Leichtigkeit in ihrem Lauf beeindruckte. Bei den Männern bewältigte einzig der Slowake Matej Benus den Kurs schneller als Fox.