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«Das Tagebuch der Anne Frank zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung», sagte Kuratorin Nicole Staremberg der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Im Tagebuch berichtete das Mädchen von den 735 Tagen, die sie in einem Versteck in Amsterdam verbrachte, um der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. Die Untergetauchten wurden jedoch entdeckt und im August 1944 deportiert. Nur der Vater von Anne Frank, Otto Frank, überlebte das Konzentrationslager Auschwitz und zog später nach Basel.
In der Ausstellung, die am Freitag eröffnet wird, sind zahlreiche Dokumente und Fotografien sowie persönliche Gegenstände der Familie zu sehen. Während Anne Franks Tante und beide Grossmütter 1929 mit ihrer Familie nach Basel emigrierten, floh Otto Frank 1933 nach Amsterdam. Später folgten ihm seine Frau und seine Töchter. Die Ausstellung stellt die beiden Lebensrealitäten nebeneinander: Basel und Amsterdam.
Projektion zeigt den Schrecken
1940 musste sich die Familie Frank in Amsterdam verstecken. Sie lebten in ständiger Angst, entdeckt zu werden. Eine Projektion in der Ausstellung erinnert an das Leben im Untergrund und die Bombenangriffe.
Während dieser Zeit hört Anne Frank im Radio einen niederländischen Exilminister, der erklärt, wie wichtig persönliche Aufzeichnungen sind, um das erlittene Leid zu dokumentieren. «Daraufhin schrieb sie Teile ihres Tagebuchs zu einem Roman um. Sie hat den Wunsch, Schriftstellerin oder Journalistin zu werden», sagte Staremberg. Der letzte Ausstellungsraum geht auf den weltweiten Erfolg des Buches ein, das nach ihrem Tod veröffentlicht wurde.
Die Ausstellung «Anne Frank und die Schweiz» läuft bis am 29. September im Schloss Prangins.