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Christian Levrat ist ein Schwergewicht unter der Bundeshauskuppel. Der 48-jährige Greyerzer war von 2003 bis 2012 SP-Nationalrat und seit März 2012 als Nachfolger von Alain Berset Ständerat für den Kanton Freiburg. In einem Jahr will Levrat wieder für die kleine Kammer kandidieren. Die Versammlung der SP des Greyerzbezirks hat ihn gestern für eine erneute Kandidatur nominiert.
Levrats Kandidatur wurde von seinem Schwager vorgestellt, dem SP-Grossrat Pierre Mauron. «Christian Levrat ist einer der einflussreichsten Politiker in Bern», so Mauron. Er plädierte für eine weitere Freiburger Vertretung mit einem linken und einem bürgerlichen, einem französisch- und einem deutschsprachigen Ständerat. «Das Gleichgewicht ist aber fragil», sagte Mauron. Er erinnerte daran, dass Levrat bei den Wahlen 2015 mit zwei Reden zur Bekanntgabe der Resultate gefahren ist: die Rede des Siegers in der linken und die des Verlierers in der rechten Brusttasche.
Christian Levrat präzisierte, dass er erst eine vollständige Legislatur im Ständerat verbracht habe und nun eine zweite solche wolle. «2015 bis 2019 war eine verlorene Legislatur», sagte er. Ganz verloren sei sie wegen der bürgerlichen Mehrheit im Bundesrat und im Nationalrat gewesen, aber auch der Ständerat habe kaum Fortschritte gemacht. Er verspüre deshalb einen gewissen Nachholbedarf, wie er erklärte.
Levrat betonte aber, dass die Freiburger Vertretung im Parlament die Interessen des Kantons gut vertreten habe, etwa bei Agroscope oder dem Finanzausgleich. «Wir traten fast immer geeint auf. Das ist bei anderen Kantonen sehr rar.»
Als Herausforderung für die nächste Legislatur sieht Levrat den Finanzausgleich, die Landwirtschaftspolitik und die Raumplanung.