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Alexander Pereira ist besorgt, dass mit ihm auch millionenschwere Sponsoren das Zürcher Opernhaus verlassen könnten. Ohne zusätzliche Subventionen gerate sein designierter Nachfolger Andreas Homoki "in ein Dilemma" sagte er der Zeitung "Der Sonntag".
Obwohl der gebürtige Österreicher erst in anderthalb Jahren Zürich Richtung Salzburg verlässt, spürt er schon jetzt einen Rückgang der Spendierfreude. Sponsoren "wollen sich nicht nur für ein Jahr engagieren. Und jetzt sagen einige: 'Sie sind ja 2012 weg!'", vertraute er dem "Sonntag" an.
Sorge bereitet ihm überdies, dass Homoki an einem Theater - der Komischen Oper Berlin - arbeite, das nur 15 Prozent seines Budgets selber erwirtschafte, während es im Opernhaus 40 Prozent sind. Dass Homoki jährlich 10 bis 12 Millionen Franken von Sponsoren auftreiben könnte, traut ihm Pereira nicht zu.
An jeder Verwaltungsratssitzung warne er das Gremium: "Wenn ihr nicht einen Weg findet, dass Homoki mehr Geld bekommt, dann gebt ihr ihm Voraussetzungen, die unfair sind". Das Opernhaus erhält derzeit 75 Millionen Franken Subventionen.
Halbe Million Jahreslohn
Pereira bekommt nach eigenen Angaben immer noch denselben Lohn wie 1991. Dazu kommen 5,4 Prozent Provision der Sponsoreneinnahmen, also über eine halbe Million. Letztes Jahr habe er aber auf 70'000 Franken verzichtet wegen des schlechten Ergebnisses.
Als Intendant der Salzburger Festspiele erhält er "etwas mehr" als 250'000 Euro. Diese Lohneinbusse werde ihn nötigen, sein Hobby, die Pferdezucht, etwas zu reduzieren.
Als Ziel hat er sich für Salzburg gesetzt, auf Wiederaufnahmen zu verzichten und dafür zu sorgen, dass "jedes Jahr jede Produktion neu sein muss".
Für seine letzte Zürcher Saison kündigt Pereira unter anderem Cecilia Bartoli, Anna Netrebko, Rolando Villazón, Placido Domingo sowie Dirigent Zubin Mehta und Regisseur Peter Stein an.
SDA-ATS