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Im Kinder 1,2,3 geht es mit den Spielzeugklassikern in die nächste Runde. Der heutige Klassiker ist vor allem ein Mädchen-Klassiker. Wir schauen uns die Erfindung der Puppe an, warum diese sich bis heute in den Kinderzimmern behaupten konnte und wie sie sich im Lauf der Zeit weiterentwickelt hat.
Puppen gehören wohl zu den ältesten Spielzeugen überhaupt. Schon in ganz früher Zeit, spielten Kinder mit Puppen, die man damals aber noch nicht als solche erkannt hätte. Es waren mehr Figuren aus allen Materialien hergestellt, welche die Natur bot, also Holz, Steine, Gräser, getrockneter Mist, Heu, Stroh, etc.
In vielen Kulturen und Religionen der Welt, hatten diese Puppenfiguren einen spirituelle und magische Bedeutung und wurden für Zeremonien und Rituale benutzt und galten nicht als Spielzeug. Auch heute noch wissen wir z. B. von afrikanischen Stämmen, die den „Vodoo- Zauber“ anwenden, wo eben solche menschenähnlichen Puppen benutzt werden.
Laut Wikipedia ist eine Puppe „eine figürliche Nachbildung eines Menschen oder menschenähnlichen Wesens.“ Dieses Aussehen bekamen Puppen aber erst viel später, als die Menschen andere Materialien zur Verfügung hatten, als nur diese aus der Natur. Aus der Zeit des späten Mittelalters bis in die Neuzeit bestanden Puppen vorwiegend aus Ton, Terrakotta, Alabaster sowie Wachs. In China stellten die Puppen auch Gottheiten dar und waren vorwiegend aus Bronze hergestellt und ebenfalls nicht als Spielzeug bekannt.
Die gewerbliche Herstellung von Puppen begann im 15. Jahrhundert. Vor allem in Deutschland entstanden einige Puppenhersteller, welche im Laufe der Zeit auch Zubehör für Puppen herstellten wie Kleider, Möbel und andere Accessoires. Im Jahre 1896 kam die allererste Puppe aus dem Material „Celluloid“ auf den Markt. Dies ist das ursprüngliche Material solcher Puppen wie wir sie heute kennen. Es war bruchsicher, abwaschbar, hygienisch und farbecht. Dieses Material gab den Puppen sozusagen die Hautfarbe. Diese erste Celluloid-Puppe wurde von der Firma „Schildkröt-Puppen“ hergestellt. Diese Firma wurde im Jahre 1873 gegründet und ist einer der seltenen Hersteller, die bis heute durchegehend Puppen produzieren. Jede Puppe trägt als Markenzeichen irgendwo eine kleine Schildkröte.
Neben der Herstellung von Spiel-Puppen entsatnd der Zweig zur Herstellung von Künstler- und Sammlerpuppen. Diese bestehen häufig aus Porzellan und werden von Hand aufwändig bemalt (Gesicht, Hände, etc.)
Puppen heute: Nach und nach bekamen Puppen auch Körper aus Stoff und Stopfmaterial,mit Armen und Beinen aus Kunststoff, damit die Puppen beweglicher wurden. Es gibt aber auch Puppen ganz aus Stoff, diese eignen sich sehr gut für die ganz Kleinen. Mit dem Vormarsch von batteribetriebenen Geräten kam auch die Puppe mit gewissen Funktionen auf den Markt. Puppen werden bis heute immer lebensechter und menschengleich gestaltet. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt…
Warum spielen fast alle Mädchen und einige Jungs so gerne mit Puppen?
Es liegt im menschlichen Verhaltensrepertoire, dass wir jemanden bemuttern/beschützen möchten. Was eignet sich da also besser, als ein Spielzeug, das aussieht wie ein menschliches Baby…
Kinder lieben es, Alltagssituationen nachzuspielen und können auf diese Weise auch gewisse Situationen verarbeiten. Zudem regt es die Kinder zum Rollenspiel an. Im Rollenspiel können sie sich sehr viele soziale Kompetenzen aneignen und ihre Fantasie ausleben. Gerade darum finde ich persönlich so schade, dass die heutigen Puppen so vieles „können“. Sie sprechen, weinen, machen Pipi, essen, trinken und manche können sogar krabbeln oder gehen. Dies alles nimmt den Kindern sehr viel Spielraum weg für ihre eigene Fantasie und ihre eigenen Ideen.
Nun wünschen wir euch weiterhin viel Spass beim „Bäbele“ (Puppen spielen)!
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Team Protected Child
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