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»Er spielte das Buch triumphierend gegen Dummheit und Roheit aus, verherrlichte es sinnlich vor den Augen des verständnislos glotz...
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Beschreibung
»Er spielte das Buch triumphierend gegen Dummheit und Roheit aus, verherrlichte es sinnlich vor den Augen des verständnislos glotzenden Feindes []«. In dem Verleger und Herausgeber Hans von Weber sah Thomas Mann eine Art Seelenverwandten, wenn es um die Liebe zu Büchern ging. Nicht irgendwelche Bücher allerdings, sondern prachtvoll illustrierte, bibliophile Ausgaben von Klassikern der Literaturgeschichte waren das Markenzeichen des Hyperion-Verlages, den Hans von Weber 1906 gegründet hatte. Mann äußerte sich mehrfach lobend über die Editionen (ein Beispiel ist der Essay Peter Schlemihl, 1910); hier wendet er sich direkt an den Sohn des Verstorbenen, Wolfgang von Weber. Verfasst in den ersten Junitagen des Jahres 1924, wurde der Text in einem Gedächtnisheft der kulturkritischen Zeitschrift Der Zwiebelfisch abgedruckt, deren langjähriger Herausgeber Hans von Weber gewesen war. Autorentext Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.