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1. Klasse Harmonie: Avern, Saül Gómez Soler, Dauer ca. 13:00
Avern entstand 2016 als Kompositionsauftrag anlässlich des 350jährigen Bestehens der kleinen Kirche Sant Esteve in der spanischen Stadt Ontinyent. Das Werk besteht aus fünf Teilen, die sich auf die Einsiedler-Klause und den Hügel beziehen, auf dem die Kirche errichtet wurde. Die Titel der Sätze lauten: Der Berg und die Umgebung von Avern, Die Tür zur Hölle, Gebet in der Eremitage, Der Sturm und Das Fest. Bei der vorliegenden Fassung handelt es sich um die Neu-Instrumentierung der ursprünglichen Fassung für Sinfonieorchester.
2. Klasse Harmonie: MESOZOICUM, Armin Kofler, Dauer ca. 12:00
Das Mesozoikum, zu deutsch Erdmittelalter, war die Blütezeit der Dinosaurier. Auch heute noch beeindrucken diese außergewöhnlichen und vielseitigen Lebewesen jung und alt. In jedem der vier Sätze des Werkes wird ein außergewöhnlicher Vertreter davon beschrieben. Grex Brachiosaurum („Die Brachiosaurier-Herde“) Wir befinden uns inmitten einer Herde riesiger Brachiosaurier. Auch wenn diese tonnenschweren Pflanzenfresser nicht die hellsten Köpfe waren, beeindrucken sie durch ihre schiere Größe, wenn sie gemächlich unter dumpfem Stampfen vorbeiziehen, um langsam in der Ferne zu verschwinden. Der Satz führt außerdem gleich zu Beginn das Leitmotiv ein, das uns während des gesamten Werks begleitet. Saltatio Compsognathorum („Der Tanz der Compsognathus“) In diesem lebhaften Satz begegnen wir Compsognathus, eine der kleinsten bekannten Dinosaurier Art. Am Anfang des Satzes huscht ein einzelner Vertreter dieser quirligen Kerle durch die Urwälder, doch nach und nach gesellen sich weitere Artgenossen hinzu, bis sich schließlich ein ganzes Rudel zusammengefunden hat, das sogleich auch wieder im Gebüsch verschwindet. Volatus Pteranodontis („Der Flug des Pteranodon“) Im Anbetracht der damaligen Fauna war wohl der Luftraum einer der wenigen Orte, an dem es verhältnismäßig ruhig zuging. In diesem Satz begleiten wir Pteranodon, einem Vertreter der Flugsaurier, wie er elegant und majestätisch die Thermik nutzt, um über endlose Wildnis, Gewässer und Wüsten zu gleiten. Introitus Regis („Auftritt des Königs“) Natürlich darf der König der Schreckensechsen nicht fehlen. Dieser Satz ist dem wohl bekanntesten Vertreter der Raubsaurier gewidmet, dem Tyrannosaurus Rex. Seine bedrohliche Präsenz spürt man schon zu Beginn des Satzes und es dauert nicht lange, bis er aus dem Gebüsch hervorbricht und unaufhaltsam seine Jagd beginnt...
3. Klasse Harmonie: Faces of Proudness, Andreas Ludwig Schulte, Dauer ca 8:30
Stolz ist eine Emotion, die sich auf unterschiedlichste Weise zeigen kann. Stolz kann leise und im Stillen – ja fast im Verborgenen empfunden werden. Manchmal ist diese Empfindung aber auch so stark, dass man buchstäblich „vor Stolz platzen“ könnte. Andreas Ludwig Schulte hat die verschiedenen Gesichter des Stolzes und die damit verbundenen positiven Gefühle in diesem Werk musikalisch zum Ausdruck gebracht.
4. Klasse Harmonie: Tellus, Andrea Mastroeni, Dauer ca. 7:00
Einst bereitete sich ein kleines Dorf mit grosser Freude vor um das jährliche Frühlingsfest zu feiern. Alles ist bereit für den grossen Anlass, aber in der Nacht vor den Festlichkeiten zerstört ein grosses Erdbeben das Dorf und lässt die Einwohner hilflos im Chaos zurück. Das erste Licht es neuen Tages legt das Ausmass des durch das Erdbeben verursachten Schadens offen. Dank der Kraft und dem Willen der Einwohner des Dorfes und der Nachbarschaft, die sofort ihre Hilfe anbieten, wird das Fest, das um einige Tage verschoben wird, trotzdem stattfinden; und es wird sogar noch schöner durch die Anwesenheit von vielen neuen Freunden.
Höchstklasse Brass Band: Vita Destructa, Todd Smith, Dauer ca. 16:30
Vita Destructa erhielt seinen Titel vom zerstörerischen Erdbeben, das im Februar 2011 Christchurch, Neuseeland traf. Die Umgebung von Christchurch wurde schwer beschädigt, 185 Menschen verloren ihr Leben und viele mehr wurden schwer verletzt. Das Stück beschreibt die Ereignisse des Erdbebens in gewaltigen Gegensätzen von originaler Musik und mehreren Transkriptionen der Hymne Abide with Me. Die Musik verkörpert auf erzählerische Weise die Erfahrungen des Lebens inmitten einer Naturkatastrophe und zeigt die Fähigkeit der Menschen sich von solchen Ereignissen zu erholen.
1. Klasse Brass Band: Blackout, Thomas Dosss, Dauer ca. 10:30
Blackout ist eine Auftrags- bzw. Projekt-Arbeit des oberösterreichischen Landesmusikschulwerkes für die Oberöstereischische Jugend-Brassband. Das Stück beschreibt geschäftiges Treiben, Hektik, Rücksichtslosigkeit und Masslosigkeit in einer Grossstadt. Aktienkurse, Bankgeschäfte, Internet, Konsum und materieller Wahn treiben die Menschen bis an den Rand ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit. Ein plötzlicher Blackout unterbricht jäh die Hektik: Auf einmal steht alles still... Ein klagender Blues ertönt und illustriert das Erstaunen und die Hilflosigkeit der Menschen. Nach und nach können alle Systeme wieder hochgefahren werden. Der eingearbeitete Choral Os Justi von Anton Bruckner symbolisiert das Aufeinanderprallen dieser „New Age“-Generation und religiösem Eifer. Schlussendlich ist alles wieder beim Alten...
2. Klasse Brass Band: EYE OF THE STORM Steven Ponsford, Dauer ca: 10:40
EYE OF THE STORM (Auge im Sturm) wurde für die FEG Brass Band Sulgen geschrieben und ihr gewidmet. Die Musik ist in weiten Passagen turbulent, heftige Winde heulen und die Wellen krachen ringsumher, doch die Ruhe des Mittelteils, mit der sentimentalen Anbetungshymne von Martin Pepper «Auge im Sturm», gibt Schutz und Zuflucht. Weitere stürmische Momente folgen, die Musik jedoch schreitet mit Zuversicht voran zum Ausklang, wo sich der Sturm auflöst und das majestätische Hauptthema wieder zu hören ist.
3. Klasse Brass Band: Themed, Andreas Waldner, Dauer ca. 8:10
«Themed», zu Deutsch «nach dem Motto», basiert thematisch auf einem kurzen Lied mit dem Titel «Bravo, Bravo, Bravissimo», das die Mitglieder der Stadtmusikkapelle Wilten (Innsbruck) als ihr Motto bezeichnen und das nach Konzerten und diversen Feierlichkeiten im gemeinsamen Kreis gesungen wird. Beide Teile dieses Liedes, eine simple von oben nach unten geführte Tonleiter sowie eine darauf folgende melodische Zerlegung, werden an verschiedenen Orten des Werks in Fragmenten zitiert bzw. rhythmisch verzerrt verarbeitet.