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Peru
Peru liegt knapp südlich des Äquators an der Pazifikküste Südamerikas. Die Fläche des Landes ist mit 1’285’220 Quadratkilometern beinahe vier mal so gross wie Fläche Deutschlands oder mehr als 40 mal so gross wie die der Schweiz. Die Grenze ganz im Süden zu Chile liegt direkt an der Pazifikküste. Weiter verläuft die Grenze zu Bolivien durch den Titicacasee, den höchstgelegenen schiffbaren See der Erde. Östlich grenzt das Land an Brasilien, nördlich an Ecuador und Kolumbien.
In Peru entsprigt der längste Fluss Südamerikas und der zweitlängste der Erde – der Amazonas. Misst man die Länge des Amazonas bis zu seiner Entferntesten Quelle, hoch in den Anden, erreicht er unglaubliche 6`437km. Mit 30 – 40 m durchschnittlicher Tiefe bietet der Amazonas genügend Platz, dass ihn selbst Hochseeschiffe befahren können, normalerweise bis ins brasilianische Manaus, bei Hochwasser gar bis nach Iquitos in Peru.
Klimaregionen
Das Land wird durch drei völlig unterschiedliche Klimaregionen aufgeteilt:
- Regenwald (Selva)
- Küste (Costa)
- Anden (Sierra)
Bevölkerungsstruktur
Die meisten Peruaner sind Indions oder Mestizen. Die kleine spanischstämmige Oberschicht hat in Wirtschaft und Gesellschaft nach wie vor eine starke Stellung. In den nördlichen Städten leben auch einige Chinesen und Japaner. Die Indios in den Anden, früher weitgehend isoliert, sind durch Medien und ihre Verwandten in den Städten zunehmend über die Vorgänge in der Hauptstadt Lima informiert. Dies schuf ein Gegengewicht zur sinkenden Bedeutung ihrer Sprachen in Ketschua und Aimarà gegenüber dem Spanischen. Weitere 250`000 Indios leben im östlichen Tiefland. Sie sind zusammen mit den Afrikanern (Nachkommen von Plantagensklaven) vor allem in den Städten starker Diskriminierung ausgesetzt.
Die Grossfamilie ist eine starke Kraft. Sie gehörte zur Tradition der Indios und wurde auch durch die katholische Kirche weiter gestärkt. Durch die wirtschaftlichen Probleme in den letzten Jahren wuchs ihre Bedeutung als soziales Sicherungssystem.
In Peru leben knapp 30 Mio. Einwohner. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt in den Gebirgsregionen.
Population in den Städten:
Lima (ca. 8 Mio. Einwohner), Trujillo (2.2 Mio.), Chiclayo (1.1 Mio.), Arequipa (1.1 Mio.), Callao (750.000), Piura (340.000), Iquitos (400.000), Cuzco (300.000), Huancayo (300.000).