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Die Wechseljahre einer Frau sind der Zeitraum vor und nach der letzten Regelblutung. Damit beschreibt diese Phase im Grunde genommen den Übergang von der fruchtbaren in die unfruchtbare Phase einer Frau. Vor dem Eintritt der Wechseljahre können Frauen Kinder bekommen, während dies nach dieser Phase nicht mehr möglich ist. Bei den meisten Frauen beginnt das Klimakterium in einem Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Der Eisprung bleibt öfters aus und die Eierstöcke produzieren nach und nach weniger Geschlechtshormone, womit die Fruchtbarkeit abnimmt. Ein auffälliges Symptom ist deshalb eine unregelmässige Monatsblutung. Zu Beginn sind die Abstände oft kürzer, nach und nach werden sie dann länger und enden schliesslich ganz. Die letzte Blutung wird Menopause genannt und Frauen sind zu diesem Zeitpunkt im Schnitt 51 Jahre alt. Die Schwankungen sind dabei jedoch gross, weshalb die Menopause bei vielen wesentlich früher oder später ist. Das Klimakterium beschreibt aber nicht ausschliesslich den Zeitpunkt der Menopause, sondern die Jahre davor und danach, da die hormonelle Umstellung einige Jahre dauert.
Bei den Wechseljahren einer Frau handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine ganz normale und natürliche Phase des Lebens. Wie eingangs erklärt, verändert sich dabei der Hormonspiegel, was insbesondere die Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron betrifft. Diese hormonelle Umstellung kann für den Körper jedoch eine Belastung sein, sodass sich vielfältige und oft unangenehme Symptome zeigen. Welche Symptome das sind, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.
1. Zyklusveränderungen und unregelmässige Blutungen
Wie im obigen Abschnitt beschrieben, führen die hormonellen Veränderungen oft zu einer unregelmässigen Blutung. Wenn die Periode bislang recht regelmässig war und sich nun die Abstände der einzelnen Blutungen verändern, weist dies auf den Beginn des Klimakteriums hin.
2. Hitzewallungen und Schweissausbrüche
Eines der häufigsten Symptome sind Hitzewallungen und Schweissausbrüche. Das bedeutet, dass sich eine Art plötzlicher Hitzewelle ausbreitet, die einige Minuten anhält und danach oft in ein Frösteln übergeht. Insbesondere nachts können solche Schweissausbrüche auftreten. Neben diesen plötzlichen Hitzewallungen bemerken auch viele Frauen, dass sie in dieser Lebensphase generell vermehrt schwitzen. Nach dem Klimakterium nehmen diese Symptome von selbst wieder ab.
3. Schlafstörungen
Auch Ein- und Durchschlafprobleme treten öfters auf. Dies kann die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen und macht deshalb ebenso vielen Frauen zu schaffen. Schlafprobleme können jedoch noch zahlreiche weitere Ursachen haben, weshalb diese bei längerer Dauer immer im Einzelfall abgeklärt werden sollten.
4. Trockene Scheide
Die hormonelle Veränderung führt bei manchen Frauen zu einer Trockenheit der Scheide, da die Schleimhäute im Genitalbereich dünner werden. Damit werden sie gleichzeitig trockener und zugleich anfälliger für Infektionen oder Verletzungen. Die Scheide wird beim Geschlechtsverkehr nicht mehr so feucht wie früher, was nicht selten Schmerzen verursacht. Des Weiteren leiden manche Frauen unter Blasenschwäche oder Harnwegsinfektionen. Sollten Sie bei sich eine Blasenschwäche oder ähnliche Beschwerden festgestellt haben, so ist ein Arztbesuch zur genauen Ursachenklärung ratsam.
5. Gewichtszunahme
Darüber hinaus stellen viele Frauen eine Gewichtszunahme fest. Diese ist jedoch nicht grundlegend auf das Klimakterium zurückzuführen, da auch Männer in diesem Zeitraum zunehmen. Wissenschaftliche Studien haben herausgefunden, dass wir mit zunehmendem Alter weniger Kalorien verbrauchen. Der Grundumsatz wird also geringer, was bei gleichbleibender Ernährungs- und Lebensweise somit automatisch zu einer Gewichtszunahme führt. Mit vermehrter Bewegung wirken Sie diesem Effekt jedoch entgegen.
Da es sich beim Klimakterium nicht um eine Krankheit handelt, ist eine Behandlung hier nicht zwingend notwendig. Manche Frauen leiden jedoch stark unter den oben beschriebenen Symptomen, sodass eine gezielte Behandlung Abhilfe schaffen kann.
Infrage kommt hier beispielsweise eine Hormontherapie, bei der die Frau künstliche Hormone wie Östrogen einnimmt. Die Dosierung des Östrogens wird dann langsam herabgesetzt, sodass die Behandlung immer nur über einen bestimmten Zeitraum vorgenommen wird. Hormonpräparate gibt es dabei in verschiedenen Anwendungsformen. Dazu zählen Tabletten, Gele, Pflaster oder Nasensprays. Allerdings bringt eine Hormontherapie mit künstlichem Östrogen in der Regel Nebenwirkungen mit sich, weshalb die Auswahl und Dosierung mit dem Arzt genau abzuklären ist.
Zudem hilft ein gesunder Lebensstil dabei, Symptome wie Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen zu mildern. Nicht selten bringt diese Zeit auch weitere Veränderungen im eigenen Leben mit sich. Bei vielen ist es die Zeit, in der die Kinder ausziehen und der Alltag eine neue Struktur bekommt. Viele Frauen müssen sich deshalb erst in der neuen Lebensphase zurechtfinden.
Die Ausprägung der Symptome rund um die Menopause ist bei Frauen sehr unterschiedlich. Wenn Sie stark unter Wechseljahrsbeschwerden leiden, sollten Sie einen Arzt zurate ziehen, um mögliche Behandlungsoptionen wie eine Hormontherapie abzuwägen. Darüber hinaus sollten bei auftretenden Beschwerden andere Erkrankungen als Ursache ausgeschlossen werden. Der richtige Ansprechpartner ist in diesem Fall der Gynäkologe. Auf local.ch finden Sie eine grosse Auswahl von Gynäkologen direkt in Ihrer Nähe.
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Bei den meisten Frauen beginnen die Wechseljahre im Alter von 40 bis 45 Jahren, wobei diese Angaben grossen Schwankungen unterliegen. Die letzte Monatsblutung findet im Durchschnitt im Alter von 51 Jahren statt. In der Regel dauern die Wechseljahre von Beginn bis zum Abschluss einige Jahre, wobei sich auch die Dauer von Frau zu Frau deutlich unterscheidet.
Die Wechseljahre können Sie beim Auftreten der oben genannten Symptome wie einer unregelmässigen Blutung oder Hitzewallungen und anderen Beschwerden erkennen. Ausserdem kann auch der Gynäkologe mittels einer Hormonuntersuchung den Eintritt des Klimakteriums feststellen. Diese Untersuchung wird jedoch nur in seltenen Fällen vollzogen, beispielsweise dann, wenn die Menopause bereits vor dem 40. Lebensjahr einsetzt.
Die Ausprägung der Symptome ist bei allen Frauen sehr unterschiedlich. Rund zwei Drittel aller Frauen kommen problemlos durch die Wechseljahre und haben kaum Beschwerden. Bei einem Drittel sind die Symptome jedoch stark ausgeprägt, sodass diese unter den Beschwerden leiden und dadurch die Lebensqualität gemindert wird. In diesen Fällen können Hormontherapien und andere Behandlungsoptionen in Erwägung gezogen werden.
Zum Arzt gehen sollten Sie, wenn Sie stark unter den Beschwerden leiden. Auch wenn Sie einer möglichen Hormontherapie mit künstlichem Östrogen abgeneigt sind, empfiehlt sich das Gespräch mit dem Arzt. Manche Symptome wie Schlafstörungen, Trockenheit der Schleimhäute oder unregelmässige Blutungen können auch andere Ursachen wie bestimmte Erkrankungen haben und sollten deshalb ärztlich abgeklärt werden.
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