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Nadal ist die erste Nummer 1 der Welt seit 1992, die bei einem Grand-Slam-Turnier gegen einen Spieler ausserhalb der Top 100 verlor. Damals verlor Jim Courier in der dritten Wimbledon-Runde gegen den Russen Andrej Olchowski.
Kyrgios hatte sich durch seinen Sieg am Challenger-Turnier in Nottingham eine Wild Card für Wimbledon gesichert.
Der Australier schlug in knapp drei Stunden 37 Asse. Nadal hatte darauf keine Antwort, agierte über weite Strecken zu passiv und beging auch ungewohnt viele Fehler. Der zweifache Champion (2008, 2010) hat auf dem heiligen Rasen nun seit 2011 nie mehr die Viertelfinals erreicht.
Der Spanier hatte bereits in seinen ersten drei Partien den ersten Satz verloren, danach aber jeweils mehr oder weniger souverän gewonnen. Eine Weile sah es diesmal ähnlich aus. Kyrgios holte sich den ersten Satz im Tiebreak, musste aber den zweiten nach dem einzigen Aufschlagdurchbruch Nadals 5:7 abgeben. Der erwartete Einbruch Kyrgios kam aber nicht. Er gewann den dritten Satz erneut im Tiebreak, ehe ihm zum 4:2 im vierten Durchgang der entscheidende Schlag gelang.
Kyrgios ist mit 19 Jahren der jüngste Viertelfinalist in Wimbledon, seit Landsmann Bernard Tomic dieses Kunststück 2011 18-jährig gelang. Lange feiern kann er nicht: Bereits am Mittwoch spielt er gegen den Kanadier Milos Raonic (ATP 9). Etwas freuen dürften sich auch Roger Federer und Stan Wawrinka. Der Sieger ihres Direktduells kann nun im Halbfinal nicht mehr auf Nadal treffen. (si/syl)