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Albert Reidy wurde am 7. August 1918 als Sohn von Johann und Marie Reidy-Waeber in Lanthen bei Schmitten geboren. Er durfte auf dem väterlichen Bauernhof eine glückliche Jugend verbringen. Nach der Primarschule in Schmitten besuchte er die Sekundarschule in Tafers.
Es folgte das Studium am Lehrerseminar in Altenryf. Mit Begeisterung spielte Albert auf der Orgel in Altenryf. Nach Abschluss des Lehrerseminars im Sommer 1939 musste er in der Rekrutenschule und im anschliessenden Aktivdienst wichtige Jahre dem Dienst am Vaterland opfern.
1945 durfte er das Studium an der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg mit dem Sekundarlehrerdiplom abschliessen. Zu dieser Zeit bestanden im Sensebezirk nur die beiden Sekundarschulen Tafers und Düdingen. Da keine Stelle frei war, verpflichtete man Albert für zwei Jahre an der Primarschule Wünnewil. Diese Arbeit erfüllte ihn mit grosser Befriedigung.
Am 21. Februar 1946 schloss er mit Marie-Elisabeth Lehmann aus Schmitten den Bund fürs Leben. In der glücklichen Ehe wurden ihm zwei Söhne und eine Tochter geschenkt.
1947 wurde er an die Sekundarschule Tafers berufen. Die ersten Jahre waren äusserst hart: Bernhard Rappo und Albert unterrichteten in zwei schlecht isolierten, im Winter ungenügend geheizten Zimmern die Schüler von drei Klassen. Die Zusammenarbeit mit geschätzten Kollegen, die Freude an der Arbeit und vor allem der enge Kontakt mit den Schülern schenkten aber tiefe Erfüllung.
In den Sommerferien verbrachte Albert mit seiner Familie jeweils einige Wochen in den Bergen oder an einem See. Er benützte die Ferien aber auch zum Besuch von schweizerischen Fortbildungskursen. So durfte er u. a. den Fähigkeitsausweis eines Berufsberaters erlangen.
Albert stellte sich auch in den Dienst der Öffentlichkeit, etwa als Mitglied des Pfarreirates, des Cäcilienvereins, des Vinzenzvereins, der Missionsgruppe, als Sekretär-Kassier der Sekundarschulen des Sensebezirks usw.
Albert Reidy galt als gewissenhafter, kompetenter Lehrer, der aufgrund seiner natürlichen Autorität und Ausstrahlung von den Schülern geachtet und liebevoll «Papa Reidy» genannt wurde. Sein unermüdlicher Einsatz und sein didaktisches Geschick fanden Anerkennung anlässlich seiner Demission als Sekundarlehrer im Jahr 1983. Nun begann für Albert eine ruhige Zeit. Er konnte sich vermehrt der Familie, der lieben Gemahlin Marie-Elisabeth, den Kindern und den vier Grosskindern widmen.
Im Sommer 2005 zog seine Gattin nach einem Spitalaufenthalt ins Pflegeheim des Sensebezirk, und anfangs 2007 folgte Albert nach. Hier durfte er mit Marie-Elisabeth angenehme Tage verbringen. Mit der Zeit liessen seine Kräfte jedoch immer mehr nach. Und nach dem Tod seiner Gattin im September des vergangenen Jahres wurde sein Lebenswille geschwächt. Nach kurzer Krankheit ist er am 16. Januar im Alter von 90 Jahren friedlich von uns gegangen. Eing.