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Heute zwinge ich mich, vier Stunden an einer Animation zu zeichnen. Der Anfang ist schwer. Bereits nach sechs Bildern überfallen mich die Zweifel. Sie hocken auf meinen Schultern, kitzeln mein Gesicht, hüpfen durch meine Haare und hinterlassen überall winzige blutige Bisswunden wie von Läusen. "Was willst du überhaupt damit?
Zeichengrundlagen
Scheitern [das]: ein erstrebenswerter Zustand.
Abzeichnen [das]: Abschälen einer Knoblauchzehe, bis sich der Kern offenbart.
Anschliessendes Weiterverarbeiten zu einer leckeren Spaghettisauce.
"Muss ein Bild schön sein?", frage ich das Zeichnen.
Es lächelt einwenig.
"Nicht, solange es wahr ist."
Gestern fühlte sich das Zeichnen sinnlos an. "Was ist los?", fragte ich.
Es drehte sich zu mir um, warf mir einen intensiven Blick zu und sagte: "Du sagst mir immer, was du schon weisst. Wann hörst du mir zu?"
Ich setzte mich hin und lauschte.
Ein Strich auf einem Blatt Papier.
"Das ist nur ein Strich."
"Das ist ein Strich. Das genügt."
Das Nur trottete missmutig davon.
Das Hier und Jetzt. Ich setze oben mit der Feder an. Ziehe ausatmend einen Strich bis ganz nach unten. Das Kratzen der Feder auf Papier fällt mir erst beim elften Strich auf. Mein verspannter Kiefer beim dreizehnten. Immer und immer wieder beginne ich von Neuem. Die Zeichnung ist nicht wichtig. Das ist ein Abfallprodukt.