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Diltiazem und Metoprolol beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für Bradykardie, Reizleitungsstörungen und Hypotension
Mechanismus
Beide Substanzen wirken auf die kardiale Erregungsüberleitung, sodass es zu additiven Effekten kommen kann. Zudem kann es unter Diltiazem zu einer erhöhten Exposition gegenüber Propranolol und Metoprolol kommen.
Effekt
Bei der Kombination von Metoprolol oder Propranolol mit Diltiazem kommt es zur gegenseitigen Verstärkung der kardiovaskulären Effekte. Beide verlangsamen die AV-Überleitungszeit, können negativ inotrop wirken und senken den Blutdruck. Das Risiko für eine verstärkte Hypotension, Bradykardie, Reizleitungsstörungen (u.a. AV-Blockierungen) und evtl. Herzinsuffizienz erhöht sich. In einer pharmakokinetischen Studie wurden unter Diltiazem erhöhte AUC-Werte und verlängerte Eliminations-Halbwertszeiten für Propranolol und Metoprolol beobachtet [Tateishi T, 1989].
Empfehlung
Falls die Kombination erforderlich ist, ist ein sorgfältiges und engmaschiges Monitoring der kardialen Funktion und des Blutdrucks durchzuführen. Dies gilt insbesondere bei Patienten mit einer Prädisposition für eine Herzinsuffizienz, Reizleitungsstörungen und Aortenstenose. Eine Dosisanpassung von Metoprolol bzw. Propanolol kann erforderlich sein. Von der Kombination aus Diltiazem mit einem intravenös applizierten Betablocker wird abgeraten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018