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Eine Kaltfront und ihre Darstellungsmöglichkeiten.
Endlich! Endlich pfeift uns der Wind wieder einmal um die Ohren! Aus einem umfangreichen Tiefdruckkomplex mit Kern über dem Nordmeer hat das Randtief Lolita eine aktive Kaltfront zur Schweiz gesteuert. Heute schauen wir uns ein paar Darstellungsmöglichkeiten an.
Ein Randtief ist ein Tiefdrucksystem, welches sich am Rand eines grossräumigen Tiefdruckkomplexes bewegt. In der obigen Animation ist schön dargestellt, wie am Rande des Tiefdruckkomplexes über dem Nordmeer starker Druckfall verzeichnet wird, bis sich im Bodenfeld ein abgeschlossenes Tiefdrucksystem gebildet hat. Dessen Name ist bekanntlich Lolita.
Die Kaltfront, welche Lolita heute Morgen gegen die Alpen gewuchtet hatte, war lehrbuchmässig. Die Radaranimation zeigt die aktive Kaltfront, wie sie sich an die Alpen legt.
Wie in der obigen Animation beschrieben, geht mit einer Kaltfront ein Druckanstieg einher, da die kältere Luftmasse eine grössere Dichte hat.
Mit der vorstossenden Kaltluft steigen die Windgeschwindigkeiten an der Luftmassengrenze (der Front eben) scharf an, und die Temperatur fällt ab. Des Weiteren kommt es an einer Front mit dem Druckanstieg zu einem sogenannten Windsprung, also einer Richtungsänderung des Windes.
Werfen wir doch einen Blick auf den zeitlichen Verlauf bei Buchs nähe Aarau:
Front in zwei Schritten:
Den Verlauf in der Vertikalen können wir sehr schön aufzeigen mit drei flugzeug-basierten Temperatur- und Windmessungen. Dabei wurde die erste Flugzeugmessung in Zürich um 08:40 UTC, also vor der Front gemessen. Die zweite Messung war um 09:55 UTC, also unmittelbar nach der Front. Die dritte Messung ist war um 13:54 UTC, also deutlich nach der Front.