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„Das Leben ein Traum“ zeigt einen Lebensablauf, der von der Kindheit bis ins Alter und zum Tode führt. Im Vordergrund liegen drei spielende Kinder in der Wiese. Ein kleiner Bach, der mit einer Brücke überspannt ist, trennt sie von einer Gruppe Frauen, die im Gespräch unter Bäumen stehen. In der Bildmitte hat sich eine bunt durchmischte Gesellschaft zusammengefunden. Verfolgt man die Gruppe nach rechts, erkennt man den Wandel zu einer Trauergemeinde und im Hintergrund den Friedhof. Über den Baumkronen sind die Symbole von zwei Pfauen und einem harfenspielenden Engel gemalt und bringen das Bild in den Zusammenhang des Traumes. Mit diesem Bild erhoffte sich Ernst Kreidolf den grossen Erfolg, der aber nicht eintraf. Im Entstehungsjahr starb die Schwester des Künstlers, was einen Nervenzusammenbruch bei ihm auslöste. Nach der Genesung in den Bergen entschied sich Kreidolf Kinderbücher zu illustrieren und entfernte sich somit von der Kunst, wobei dieses Werk ein Abschiedszeichen von ihm an die Aussenwelt zu sein schien.