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Der Basler Grosse Rat hat sich im Mai 2021 für ein Verbot von Konversionstherapien in Basel-Stadt ausgesprochen und eine Motion an den Regierungsrat überwiesen. Er folgte damit Genf, wo das Parlament bereits im März 2021 die Regierung mit der Ausarbeitung einer solchen Vorlage beauftragt hatte.
Die Basler Parlamentarier Johannes Sieber (GLP) und Annina von Falkenstein (LDP) wollen nun jedoch Konversionstherapien in der ganzen Schweiz verbieten lassen. Zudem fordern sie für praktizierende Fachpersonen ein Berufsverbot. Auch allfällige Strafen bei Zuwiderhandlungen sollen geprüft werden. Der Entscheid über die Anträge soll im Herbst fallen. Bei einer Annahme wird der Basler Regierungsrat beauftragt, in Bern eine Standesinitiative einzureichen.
Kritiker machen geltend, beim vorgesehenen Verbot handle es sich um eine Beschränkung der Rechte Homosexueller, die aus freier Wahl für eine Konversionstherapie wünschen. Mit dem Verbot solcher Angebote müssten sie ins Ausland ausweichen.
(BZ)