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Dürmüller, Niklaus. Klassifizierung psychotroper Substanzen nach deren Wirkung auf das Corticale und Hippocampale Wach-EEG der Ratte. 1986, PhD Thesis, University of Basel, Faculty of Medicine.

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Available under License CC BY-NC (Attribution-NonCommercial).
3651Kb
Official URL: http://edoc.unibas.ch/diss/DissB_688
Abstract
Vorversuche erwiesen die Stabilität der EEG-Aktivität unter den gewählten Versuchsbedingungen. Placeboeffekte der Injektion wurden keine gefunden.
Meprobamat, Diazepam und Phenobarbital zeigten vorwiegend ähnliche Effekte auf das EEG, nämlich eine Zunahme der Energie in den raschen Frequenzen im Cortex und Hippocampus. Feinere Unterschiede zwischen diesen drei Tranquillizer-Sedativa waren erkennbar.
Die beiden Antidepressiva Maprotilin und Zimelidin, relativ selektive Hemmer der neuronalen Aufnahme von Noradrenalin, resp. Serotonin, hatten praktisch keine gemeinsame Wirkungen auf das EEG. Maprotilin veränderte vorwiegend die mittleren Frequenzbereiche im Cortex, während Zimelidin vorwiegend die Aktivität im Hippocampus beeinflusste. Ein Wirkungsmuster, das als typisch für Antidepressiva gelten könnte, wurde bei der vorliegenden EEG Analyse an der Ratte nicht identifiziert.
Die drei Neuroleptica Chlorpromazin, Haloperidol und Sulpirid unterschieden sich sehr deutlich in ihrer Beeinflussung des EEG. Chlorpromazin bewirkte eine deutliche Zunahme der Energie im langsamen Frequenzbereich des Cortex, und zeigte somit auffallende Aehnlichkeit mit Scopolamin und physiologischen Schlaf. Beim Chlorpromazin scheint sich ganz überwiegend die antimuskarinische Wirkungskomponente im EEG bemerkbar zu machen. Haloperidol senkte den Energiegehalt der schnellen Frequenzbereiche im Cortex; die auffallenden Unterschiede zum Chlorpromazineffekt wird am ehesten durch irrelevante antimuskarinische Aktivitat erklärt. Sulpirid verursachte in der untersuchten und tolerierten Dosen keine signifikante EEG Veränderungen.
Die bekannte, "schlafähnliche" Veränderung des EEG durch Scopolamin wurde bestätigt. trotzdem diese Substanz an der Ratte nicht sedativ wirkt.
Amphetamin verursachte nur bescheidene Veränderungen im EEG, nämlich eine Abnahme der Energie in höheren Frequenzbändern und einer Amplitudenzunahme des hippocampalen Theta-Rhythmus. Der bescheidene Effekt wird dadurch erklärt, dass die Tiere artifiziell an einem Vigilanzverlust gehindert waren.
Die Wirkungen der untersuchten Substanzen auf das EEG werden auf den Hintergrund ihres hauptsächlichen Wirkungsmechanismus (soweit bekannt) diskutiert. Es scheint, dass mit den zwei gewählten Ableitstellen nur Anxiolytica-Sedativa und antimuskarinisch wirksame Pharmaka als Klassen eindeutig identifizierbar sind.
|Advisors:||Haefely , Willy|
|Committee Members:||-, -|
|Faculties and Departments:||03 Faculty of Medicine|
|Item Type:||Thesis|
|Thesis no:||688|
|Bibsysno:||Link to catalogue|
|Number of Pages:||III, 122 S.|
|Language:||English|
|Identification Number:|
|Last Modified:||30 Jun 2016 10:57|
|Deposited On:||12 Jun 2015 12:07|
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