Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03469.jsonl.gz/2101

Wolfgang (Kt. und Gem. Zug).
451 m. Gruppe von 4
Häusern mit Kirche, je 2,5 km w. der Station
Cham
der Linie
Zürich-Zug-Luzern und ö. der Station
Sins der Linie
Aarau-Lenzburg-Rotkreuz. Bildet eine stadtzugerische Exklave,
die grösstenteils von der Gemeinde
Hünenberg und zum kleinern Teil von der Gemeinde
Cham umschlossen ist. 23 kathol. Ew.
Kirchgemeinde Zug.
Der
Ursprung der Kirche
St. Wolfgang verliert sich ins Dunkel der
Sage. Diese berichtet, dass
auf dem
Platz, auf dem die Kirche steht, ein frommer
Pilger das
Bild des h.
Wolfgang an einer
Tanne aufgehängt habe und dass
dann in Folge der vielen durch Fürbitte dieses Heiligen bewirkten Wunder der Bau der Kirche veranlasst worden sei. Urkundlich
gewiss ist, dass die jetzige Kirche 1475 eingeweiht wurde. Ihr Baumeister war der gleiche Hans Felder
aus Oettingen (Württemberg), der auch
St. Oswald in Zug
und die Wasserkirche in Zürich
erbaute.
Die
Kapelle, damals im Besitz von Propst und Kapitel St. Felix und Regula in Zürich,
ging 1477 kaufsweise an die Stadt
Zug über, deren
katholische Kirchgenossen bis heute Eigentümer der Kirche und Inhaber der Kollatur verblieben sind.
Die 1868 restaurierte Kirche besass 10 wertvolle Chorstühle mit gotischen Verzierungen, die 1905 von der Kommission der
Gottfried Keller-Stiftung um den Preis von 20000 Fr. angekauft und dem schweizerischen Landesmuseum in Zürich
überwiesen worden
sind. Ein einst ebenfalls in dieser Kirche vorhandenes, 6 m hohes und aus Sandstein gemeisseltes gotisches
Sakramentshäuschen wurde 1849 nach Zug
übergeführt und schmückt nun die dortige St. Oswaldskirche. Gerade unterhalb
St. Wolfgang
liegt die sog.
Totenhalde, wo am der zugerische Ammann Joh. von Ospental mit 42 der Seinen im Kampfe
gegen die Oesterreicher fiel.