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Ein Arbeitsvertrag gilt dann als abgeschlossen, wenn der Arbeitgeber Arbeit auf Zeit entgegennimmt, deren Leistung nach den Umständen nur gegen Lohn zu erwarten ist.
Gleichwohl können die Parteien ausdrücklich oder stillschweigend eine unentgeltliche Beschäftigung vereinbaren (Art. 1 Abs. 2 OR) mit der Folge, dass ihr Rechtsverhältnis nicht den Regeln des Arbeitsvertrags untersteht.
Im vorliegenden Fall hat die Klägerin ihre dermatologischen Aktivitäten in eine Gemeinschaft mit anderen unbezahlten Ärzten und beabsichtigte, die Zusammenarbeit nicht bald wieder zu beenden. Die Betriebsorgane konnten daher in gutem Glauben davon ausgehen, die Klägerin sei mit einer unentgeltlichen Beschäftigung einverstanden, konnte sie doch auf diese Weise ihre Fachkenntnisse vertiefen.
(Quelle: OR/BGer)