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Er war 1977, gemäss Titel seiner ersten EP mit einer Sicherheitsnadel ins Herz gesteckt, als kleiner Songwriter mit wild angeschlagener Akustikgitarre vorne mit dabei in der Londoner Punkszene: Patrik Fitzgerald, geboren 1956 in Stratford, der neben John Cooper Clarke einzige «Punkpoet» und bockig-sensible Aussenseiter wie Daniel Treacy von TV Personalities. Dass er früh den Ausverkauf der Bewegung sah («Make it Safe»), von Gewalt, Verlust und Verrat unter Freunden sang und auch sonst keine Illusionen hatte, nahmen ihm die «echten» Punks und erst recht die Skinheads übel; als Support von The Jam, Sham 69 oder The Clash wurde er ausgelacht, bespuckt oder – an einem Rock-Against-Racism-Festival – mit Dartpfeilen beworfen.
Später konnte Fitzgerald nicht begreifen, warum die Musik fröhlicher und glanzvoller wurde, obwohl England mit Margaret «Iron Lady» Thatcher ins Elend schlitterte; seine eigenen Songs wurden derweil immer ungemütlicher, bissiger und dunkler. Nachdem Fitzgerald zeitweise in Frankreich und Neuseeland lebte und als Sozialarbeiter jobbte, ist er seit 2011 zurück in London und hat soeben mit «Subliminal Alienation» ein Album veröffentlicht, das nahtlos an seine Meisterwerke wie «Grubby Stories» von 1979 oder «Gifts and Telegrams» (1982) anschliesst.
Diesen Januar spielt Patrik Fitzgerald erstmals auf Schweizer Bühnen, und das ist eine kleine Sensation und die Chance auch für jüngere Menschen mit Jamie-T- oder The-Streets-Vorlieben, einen wunderbaren Pessimisten mit Herz und Scharfsinn zu entdecken. Nicht nur Billy Bragg verehrt ihn.
Patrik Fitzgerald spielt am 18. Januar 2013 in der Berner «Dampfzentrale», am 23. Januar 2013 in der Zürcher «Zukunft» und am 25. Januar 2013 im «Le Bourg» in Lausanne.