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Aspartam (E 951) findet man mittlerweile in weltweit über 10’000 Produkten. Und wieder einmal haben der Chemiegigant Monsanto und seine Tochterfirma Kelco dabei ihre Finger im Spiel. Deren Patent ist inzwischen allerdings abgelaufen, sodass auch andere Hersteller Aspartam in Ihre Produkte einbauen können. Aspartam finden Sie unter folgenden Decknamen: Amino-Sweet, NutraSweet, Canderel, Equal, Sanecta oder einfach unter der Nummer E 951.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stellt fest, dass Aspartam und seine Abbauprodukte für den Menschen unbedenklich sind. Man habe sämtliche vorliegenden Forschungsergebnisse für Risikobewertung (BfR) Ähnliches mit: Die von vielen beunruhigten Verbrauchern immer wieder angesprochenen unerwünschten Wirkungen (die Verbraucher nennen z.B. Hirntumore oder Epilepsie – das sind keine ‘unerwünschten Wirkungen, sondern schwere Krankheiten) von Aspartam konnten nach eingehender Prüfung nicht bestätigt werden.
Aspartam löst verfrühte Pubertät aus
Am 15. Juli 2015 erschien im American Journal of Clinical Nutrition ein Artikel zu einer Studie, die unter der Leitung von Noel Mueller vom Columbia University Medical Center in New York durchgeführt worden war. Es ist mittlerweile ein Fakt, dass die Regelblutung bei Mädchen immer früher eintritt. Doch je früher ein Mädchen in die Pubertät kommt, so die Wissenschaftler, desto grösser das Risiko für verschiedene chronische Erkrankungen. Die Forscher hatten die Vermutung, dass bestimmte Softdrinks der Auslöser für eine verfrühte Pubertät sein könnten, und begleiteten deshalb knapp 2.400 Mädchen über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg. Sie fanden unter anderem heraus, dass Getränke, die Aspartam enthalten, deutlich mit einem verfrühten Einsetzen der Pubertät korrelierten.
Aspartam-Krankheiten
Dr. H. J. Roberts ist der wohl herausragendste Experte, wenn es um Aspartam geht. Der Internist und international anerkannte Wissenschaftler, der viele Auszeichnungen erhielt und im Jahr 2013 verstarb, war unter anderem Direktor des PalmBeach Institute for Medical Research. Er untersuchte die gesunheitlichen Risiken von Aspartam über Jahrzehnte hinweg, wertete tausende von Patientendaten aus und kämpfte bis zu seinem Tod um eine Neubewertung dieser Substanz. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel (www.rense.com/general70/duut.htm) und Bücher zu diesem Thema.
Die Liste der von Roberts aufgeführten Beschwerden ist lang. Sie umfasst Sehstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Symptome, die der Multiplen Sklerose ähneln, Muskelschwäche, plötzliche und unerklärliche Schmerzen, Sprachstörungen, Zittern, Schlafstörungen, Depressionen, Herz-Rhythmus-Störungen, Kurzatmigkeit, Bluthochdruck, Störungen im Hormonhaushalt, Gelenkschmerzen, Infektanfälligkeit – und jede Menge epileptische Anfälle.
Menschen, bei denen Multiple Sklerose diagnostiziert worden war, wurden symptomfrei, nachdem sie den Verzehr von Aspartam eingestellt hatten. Einige erhielten sogar ihre Sehfunktion und das Hörvermögen zurück.
Aspartam kann für Diabetiker sehr gefährlich werden. Einen kranken Augenhintergrund (Retinopathie) bekommen Diabetiker von Aspartam und nicht von Diabetes. Forscher der englischen York University entdeckten jetzt, dass Darmbakterien offenbar in der Lage sind, Aspartam aufzuspalten, was sich auf die Gesundheit alles andere als förderlich auswirken soll. In der Studie nutzte man die Daten von fast 3000 Erwachsenen aus der sogenannten NHANES III-Studie (Third National Health and Nutrition Survey).
“Unsere Studie zeigt, dass übergewichtige Menschen, die künstliche Süssstoffe – insbesondere Aspartam – zu sich nehmen, Probleme mit dem Glukosestoffwechsel haben (Insulinresistenz), und zwar schlimmere als jene, die keine Süssstoffe bzw. ganz normalen Zucker oder Fructose verwenden.” – Professor Jennifer Kuk, Übergewichtsforscherin an der School of Kinesiology and Health Science.
“Wir stellten fest, dass die darmflorabedingte Aufspaltung nicht bei Saccharin oder natürlichen Zuckerformen stattfindet” – Professor Jennifer Kuk, Übergewichtsforscherin an der School of Kinesiology and Health Science.
Aspartam zerfällt im Magen in die Aminosäuren Phenylalanin (50%) und Asparaginsäure (40%) sowie einen Methyl-Ester (10%), der sich schnell in reines Methanol verwandelt. Die Tatsache, dass Phenylalanin auch in Substanzen wie Dopamin, Norepinephrin und Epinephrin abgebaut wird, die auf die Blutgefässe wirken, muss bei Menschen mit Herz-Rhythmus-Störungen oder Bluthochdruck unbedingt berücksichtigt werden, so Dr. Roberts.
Phenylketonurie
Phenylketonurie (PKU) ist eine der häufigsten angeborenen Stoffwechselstörungen. Etwa eines von 8’000 Neugeborenen ist davon betroffen. Diese Menschen können Phenylalanin nicht abbauen, was zu schweren geistigen Entwicklungsstörungen und Epilepsie führt. Deshalb müssen Lebensmittel mit Aspartam mit dem Hinweis “enthält eine Phenylalaninquelle” deklariert sein.
Wer sagt, dass Aspartam Krebs fördert?
Die amerikanische Gesundheitsbehördere (FDA) selbst: Im US-Kongressbericht vom 08.01.1985 ist nachzulsesen, dass der damalige FDA Toxikologe Dr. Adrian Gross dem Kongress mitteilte, dass mindestens eine der Studien über Aspartam an Labortieren beweist, Krebs zu verursachen.
Im Jahr 2010 machte eine italienische Studie von Soffritti et al. Furore, die im American Journal of Industrial Medicine veröffentlicht wurde Die Forscher hatten Ratten und Mäusen hohe Dosen von Aspartam gegeben. Weil die Tiere daraufhin Leberzellenkarziome und Lungenkrebs entwickelten, vermuteten die Forscher, dass auch Menschen ein erhöhtes Krebsrisiko durch Aspartam haben. Diese Studie war nicht die erste ihrer Art. Bereits 2006 hatten Forscher gezeigt, dass sich durch Aspartam Krebsarten wie z.B. Leukämie entwickelten. Eine erneute Studie aus dem Jahr 2007 bestätigt diese Ergebnisse aus dem Jahr zuvor.
Die meisten Laborexperimente, so Soffritti, untersuchten lediglich die ersten zwei Drittel der Lebensspanne der Tiere, wohingegen seine Untersuchungen die gesamte Lebenszeit umfassen: “Weil 80 Prozent aller Krebsfälle beim Menschen nach dem 55. Lebensjahr diagnostiziert werden, ist es enorm wichtig, die Auswirkungen einer Substanz bei Labortieren im letzten Drittel ihrer Lebensspanne zu untersuchen.”
Die Wissenschaftler Asli Ucar und Serkan Yilmaz veröffentlichten 2014 in der Zeitschrift Cytotechnology alle verfügbaren Tier- und Humanstudien zu Aspartam. Sie kommen zu folgendem Ergebnis: Aspartam hat insgesamt ein moderates genotoxisches (erbgutveränderndes) Potenzial. Bei Ratten zeigten sich signifikant mehr Fälle von Gehirntumoren, Prostata-, Nieren-, Harnleiter-, und Brustkrebs, Leukämie und Tumore an peripheren Nerven. Bei Menschen war die Krebshäufigkeit zwar geringer als bei Ratten, aber immer noch signifikant, und zeigte sich beispielsweise in Gehirntumoren, Non-Hodgkin-Lymphomen, Leukämie und Harnwegstumoren.
Wissenschaftler aus Saudi-Arabien und Ägypten untersuchten ebenfalls die Wirkung von Aspartam und Saccharin bei Ratten. Diese Studien zeigten besorgniserregende Veränderungen – unter anderem ein erhöhtes Risiko für Leberkrebs. Der Artikel erschien im Juni 2015 im International Journal of Immunopathology & Pharmacology.
Medientrubel gab es auch um die im Oktober 2012 im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Ergebnisse von Schernhammer et al. Die Forscher der Harvard Medical School in Boston hätten die Langzeitdaten von rund 77’000 Frauen und 48’000 Männern untersucht. Sie kamen zu dem Schluss, dass der jahrelange Verzehr von Aspartam tatsächlich das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen erhöhen könnte.