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An der Ostküste der USA haben die Behörden den Notstand ausgerufen. Der Hurrikan «Florence» ist in North Carolina mit Windgeschwindigkeiten um 140 km/h auf Land getroffen; Meteorologen befürchten eine Sturmflut von bis zu vier Metern Höhe.
Währenddessen fliehen die Menschen auf den Philippinen – auf der anderen Seite der Erdkugel – vor dem Supertaifun «Mangkhut» aus den Küstengebieten. Der bisher stärkste Taifuin des Jahres wird laut den Wettervorhersagen mit bis zu 255 km/h über den Inselstaat hinwegfegen.
Was in Amerika Hurrikan heisst und in Asien Taifun, ist im Grunde dasselbe: ein tropischer Wirbelsturm. Wenn sie Windgeschwindigkeiten von mindestens 119 km/h erreichen, nennen die Meteorologen diese Stürme tropische Orkane.
Diese riesigen Sturmtiefs, die einen Durchmesser von mehreren hundert Kilometern aufweisen, entstehen ausschliesslich über offenen Meeresflächen in warmen Zonen, wo die Sonne das Meerwasser auf mehr als 27 Grad aufheizt und feuchtwarme Luft zum Aufsteigen bringt. Zudem spielt die durch die Erdrotation hervorgerufene Corioliskraft eine Rolle; sie versetzt die aufsteigende Luft in eine Drehbewegung.
Die stärksten tropischen Wirbelstürme entwickeln Windgeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h. Wie sie genannt werden, hängt von der Region ab, in der sie auftreten. Nicht zu diesen Orkanen zählt hingegen der Tornado – dabei handelt es sich um ein viel kleineres Wetterphänomen.
Tropische Stürme sind Wirbelstürme mit Windgeschwindigkeiten von 63 km/h bis 118 km/h. Übertreffen sie diese Geschwindigkeit – handelt es sich also um Orkane der Stufe 12 –, werden sie als Tropische Wirbelstürme eingestuft. Diese teilt man in fünf Kategorien ein:
Oft werden die Wirbelstürme im südwestlichen Pazifik östlich von Australien ebenfalls als Zyklone bezeichnet.
Tornados (von Spanisch «tornar» = sich drehen) sind sogenannte Grosstromben oder Windhosen bzw. Wasserhosen. Sie sind mit nur hundert bis tausend Metern Durchmesser bedeutend kleiner als tropische Wirbelwinde, deren Durchmesser hunderte von Kilometern aufweisen kann. Tornados können allerdings ebenfalls sehr hohe Windgeschwindigkeiten entwickeln – die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit lag bei beinahe 500 km/h. Tornados entstehen im Übrigen nicht durch warme, sondern durch kalte Luft.
Die meisten und stärksten Tornados werden in den USA und dann in Kanada verzeichnet. Ausserhalb von Nordamerika sind Tornados meistens deutlich schwächer.
(dhr)