Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03225.jsonl.gz/2319

Wettermessgeräte
Erhalten Sie im Ratgeber viele hilfreiche Tipps rund um den Kauf und Einsatz von Wetterstationen, Thermometern, Hygrometern und Barometern.
Jetzt Tekkie-Wissen teilen
Wettermessgeräte
umfassen die verschiedensten Techniken, um einerseits Wetterprognosen
abzugeben und andererseits die Temperaturen im Innen- und
Aussenbereich zu messen und darzustellen. Für Prognosen sind
naturgemäss mehr Daten erforderlich, weshalb diese Geräte meist per
Funk mit einer grösseren Messstation kommunizieren oder eine Reihe von
separaten Sensoren mitbringen. Andere Geräte sind nur zur Kontrolle
des Ist-Zustandes konzipiert.
Wetterstationen
Als Wetterstation wird ein Gerät bezeichnet, das verschiedene Daten bestimmt und gleichzeitig anzeigt. Viele Wetterstationen verfügen über Aussensensoren, um Aussentemperatur und Windgeschwindigkeit zu messen und anzuzeigen, einige Geräte kommunizieren mit grösseren Wetterstationen, um Wettervorhersagen machen zu können. Manche Wetterstationen schicken ihre Daten direkt aufs Smartphone, andere geben Warnungen aus, wenn gewisse Messwerte über- oder unterschritten werden. Die Spannweite der angezeigten Informationen bei Wetterstationen ist sehr gross, um den gewünschten Informationsbedarf zu decken.
Thermometer
Thermometer messen die Temperatur im Innen- oder Aussenbereich. Der Messbereich gibt an, zwischen welchen Temperaturen sie eingesetzt werden können. Es gibt analoge und digitale Thermometer. Der Vorteil analoger Geräte ist, dass diese zumeist ohne Stromversorgung auskommen, allerdings bieten sie in der Regel auch keine Zusatzfunktionen wie die Anzeige der Uhrzeit oder die Speicherung der Höchst- und Tiefstwerte.
Hygrometer
Hygrometer ermitteln in Innenräumen die Luftfeuchtigkeit. Da die Luftfeuchtigkeit in Relation mit der Temperatur steht, messen diese immer auch die Raumtemperatur. Manche digitalen Hygrometer geben Lüftungsempfehlungen ab oder warnen bei Schimmelgefahr, analoge Hygrometer zeigen in der Regel an, ob sich die Luftfeuchtigkeit im Idealbereich befindet, oder ob Massnahmen ergriffen werden sollten, diese zu erhöhen oder zu vermindern.
Barometer
Barometer werden benutzt, um den Luftdruck zu messen. Durch den Zusammenhang zwischen steigendem Luftdruck und schönem Wetter können Barometer eine grobe Wettertendenz vorhersagen. Es gibt allerdings Schlechtwetter-Phänomene, die sich ebenfalls mit erhöhtem Luftdruck ankündigen. Ein Barometer ist daher kein sehr verlässliches Prognose-Werkzeug. Luftdruck wird in hPa (Hektopascal) angegeben, der übliche Messbereich liegt zwischen 960 bis 1060 hPa.
Windmesser
Bei Windmessern handelt es sich um mobile Geräte, die mit Flügelrädern oder Schalen die Windgeschwindigkeit messen. Manche Geräte werden auf das Smartphone gesteckt, andere verfügen über eine eigene Anzeige. Im Outdoor-Bereich, beispielsweise beim Segeln, Drachen-Fliegen oder Ballon-Fahren ist die Kenntnis der aktuellen Windgeschwindigkeit oft sicherheitsrelevant und ein Windmesser deshalb notwendiges Zubehör.
Bodenfeuchtigkeitsmesser
Bodenfeuchtigkeitsmesser werden dazu eingesetzt, Topfpflanzen mit der richtigen Menge Wasser zu versorgen. Diese Geräte zeigen an, wann es wieder Zeit zum Giessen ist und verhindern so Vertrocknen oder Übergiessen der Pflanzen. Manche Messgeräte bestimmen auch Lichtverhältnisse sowie den pH-Wert der Blumenerde, um schönes Wachstum zu realisieren.
Regenmesser
Mit Regenmessern wird die gefallene Niederschlagsmenge bestimmt. Ein Gefäss sammelt den gefallenen Regen und berechnet daraus die Niederschlagsmenge pro m². Bei einfacheren Geräten wird der Wert direkt am Gefäss abgelesen, komfortablere Regenmesser geben die gemessenen Daten per Funk weiter, damit die Werte auch im Trockenen ablesbar sind.
Ausstattungsmöglichkeiten von Wetterstationen
- relative Luftfeuchtigkeit
- Funk-Uhr (DCF77)
- Windmessung (Windrichtung, Windgeschwindigkeit)
- Blitzsensor (Entfernung und Anzahl)
- UV-Sensor
- Frost-Warnung
- Mondphase
- Gefühlte Temperatur (Windchill)
Technische Ausstattung
- Anbindung an Smart Home-Systeme
- Kompatibilität mit
vorhandenem Smartphone
- Zusatz-Sensoren
erhältlich
- Spannungsversorgung
Wie finde ich den richtigen Platz für
die Basisstation meiner Wetterstation im Haus?
Die Basisstation soll durchschnittliche Raumwerte erfassen und gut einsehbar sein. Ein Standort mit direkter Sonneneinstrahlung oder in der Nähe von Heizquellen ist dementsprechend nicht zu empfehlen. Viele Sensoren übertragen ihre Daten per Funk: Kontrollieren Sie vor der Montage der Basisstation, ob sich der Wunsch-Standort nicht in einem Funkloch befindet, oder zu weit von den Aussensensoren entfernt ist.
Wohin gehören die Aussensensoren zur Temperaturmessung?
Die Aussen-Temperaturmessung sollte in mindestens 2 m Höhe ohne Sonneneinstrahlung stattfinden. Die Nordseite des Hauses bietet sich an, allerdings nur, wenn die Wände gedämmt sind und Abstand zu den Fenstern gewahrt wird. Die Wärmeabstrahlung von Wand und Fenster verfälscht sonst das Ergebnis. Ein Gartenschuppen oder ein Baum sind ebenfalls geeignet, wenn die Übertragungsreichweite nicht überschritten wird.
Wo platziere ich den Regenmesser?
Der Regenmesser liefert die besten Ergebnisse, wenn er freistehend etwa 1 m über dem Boden montiert wird. Windschatten oder Überdachungen von Häusern / Bäumen werden die Messergebnisse verfälschen, hier sollte man einen gewissen Abstand einhalten. Empfehlenswert ist die Montage zwischen kleineren Büschen, die die Regenmessung nicht irritieren.
Wo montiere ich den Windmesser meiner Wetterstation?
Der Windsensor oder auch Anemometer soll Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Windböen erfassen und an die im Haus befindliche Basisstation übertragen. Um diese Daten erfassen zu können, muss der Windmesser richtig positioniert sein. Beste Ergebnisse verspricht ein 10 m hoher, freistehender Mast, dessen Aufstellung allerdings bei Privathaushalten eher unmöglich ist. Ein guter Kompromiss ist die Aufstellung an der Wetterseite des Hauses (in unseren Breiten meist Westen) in möglichst grosser Höhe, ohne Hindernisse in der Richtung, aus der der Wind kommen sollte. Gegen eine Montage auf dem Dach sprechen oft Bauauflagen und die erhöhte Blitzgefahr.
Das Angebot an Wettermessgeräten ist so gross wie das Informationsbedürfnis seiner Nutzer. Grundsätzlich beginnt die Auswahl des richtigen Gerätes immer bei Ihnen und Ihrem Bedarf und damit mit der Frage nach Ihren Anforderungen. Komplexe Wetterstationen sind das richtige für Hobby-Meteorologen und bieten oft auch die Möglichkeit einer Wetteraufzeichnung am PC (PC Wetterstation), sind aber vielleicht zu viel des Guten, wenn es Sie nur interessiert, ob Sie auf der Terrasse frühstücken können. Eines ist allerdings gewiss: Ob Sie nur wissen möchten, ob sich Ihr Raum-Klima im Komfortbereich befindet, oder ob es mal wieder Zeit zum Lüften ist, oder ob Sie genaue Wetter-Vorhersagen für die nächsten Tage benötigen. Durch das umfangreiche Sortiment wird jeder das Wettermessgerät finden, das seinen Bedürfnissen entspricht.