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Honig-Analyse
Blütenhonig aus Cham 2022
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Gemäss den durchgeführten Untersuchungen handelt es sich um einen Mischhonig aus Blüten- und ein wenig Honigtautracht.
Gemäss Lebensmittelrecht ist eine Bezeichnung als Blütenhonig zulässig.
Wie sich der Nektaranteil des Honigs zusammensetzt kann in etwa der Pollenanalyse entnommen werden: In einer ersten Auszählung erreicht die überrepräsentiere Edelkastanie einen Anteil von 35% und das überrepräsentierte Vergissmeinnicht einen Anteil von 11%. Bei einer zweiten Auszählung werden die Edelkastanie und das Vergissmeinnicht nicht mehr berücksichtigt. Der Pollen des Vergissmeinnichts gehört zu den kleinsten Pollen unserer Flora und ist daher extrem überrepräsentiert. Der Nektaranteil dieser Pflanze ist deshalb viel geringer, als man aufgrund der Pollenprozente erwarten könnte. Bei der Edelkastanie liegen die Nektarien auf den männlichen, Pollen produzierenden Kätzchen, so dass einerseits übermässig viel Pollen mit dem Nektar aufgenommen wird. Andrerseits vermute ich, dass der Edelkastanienpollen noch von der letzjährigen Tracht stammt, die in den Waben eingelagert war (der Kastanienpollen maskiert nur).
Nach dieser Korrektur erreicht Raps mit einem Anteil von 86% den Rang des Leitpollens. Sensorisch ist der Raps an der pflanzlichen, kohlartigen Note erkennbar. Die Fruchtigkeit und die etwas pikante Note müsste von einem Anteil Blatthonig stammen.
Detaillierte Analyse:Blütenhonig aus Cham, Probe 1, ohne Siegel (Probeneingang: 9.6.2022, unsere Proben-Nr.: 9522)