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Wenn die Nieren versagen
Die Nieren sind lebenswichtige Organe, deren Funktion darin besteht, das Blut zu filtern, um es von Giftstoffen zu säubern, die sich im Körper ansammeln. Ausserdem produzieren die Nieren die Hormone, die für starke Knochen und ein gesundes Blut sorgen. Versagen die Nieren, kommt es zu einer geringeren Harnbildung, was dazu führt, dass sich im Körper Abfallprodukte ansammeln.
Welche Behandlung gilt es anzuwenden
Bei einer Niereninsuffizienz, sprich dem fortschreitenden und irreversiblen Verlust der Nierenfunktion, führt kein Weg an einer Transplantation vorbei. Allerdings sind nicht alle Patienten für eine Transplantation geeignet und es gibt Wartelisten zu beachten. Alternativ bietet die Dialyse die Möglichkeit, die lebenswichtigen Funktionen der geschädigten Nieren zu ersetzen. Für weitere Informationen: www.nierenstiftung.ch
Hämodialyse und Peritonealdialyse
In Abhängigkeit des Lebensstils des Patienten und seiner Bedürfnisse können zwei verschiedene Nierenersatzverfahren zur Anwendung gebracht werden.
Bei der Hämodialyse wird das Blut mithilfe eines Dialysegeräts gefiltert, das in der Lage ist, die Giftstoffe und Flüssigkeiten zu entfernen, die die Nieren nicht mehr in der Lage sind zu beseitigen. Für die Behandlung muss sich der Patient mehrmals die Woche ins Krankenhaus oder in ein Dialysezentrum begeben. Bevor die Hämodialyse durchgeführt werden kann, muss ein Gefässzugang gelegt werden, über den das zu reinigende Blut entnommen wird (arteriovenöse Fistel). Dieser Eingriff wird von einem Gefässchirurgen vorgenommen und in Zusammenarbeit mit dem Angiologen und behandelnden Nephrologen vorbereitet. Der Gefässzugang wird, wenn möglich, mindestens zwei Monate vor dem vermutlichen Beginn der Hämodialyse angelegt.
Es wird auch die Möglichkeit der Heimdialyse oder der Limited-Care-Dialyse angeboten.
Bei der Peritonealdialyse wird das Blut innerhalb des Körpers gefiltert. Zu diesem Zweck wird die Bauchhöhle mit einer speziellen Reinigungslösung gefüllt. Diese Form der Dialyse kann zu Hause durchgeführt werden, allerdings ist dafür vor Beginn der Behandlung ein kleiner chirurgischer Eingriff zur Vorbereitung notwendig (Anbringung des Peritonealdialysekatheters in der Bauchhöhle).