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“Champions” Carter v. Tiger, 2008
120 x 120 x 8 com, Fotografie und Malerei auf Holz
Was sehe ich?
Ich sehe zwei Männer, die einen Boxkampf austragen. Der eine liegt rechts unten auf dem Boden, über ihm schwebt noch immer die Faust, die ihn gerade zu Boden gestreckt hat. Sein Gegner steht links im Bild und ist noch immer im Schwung des Schlages gefangen. Über oder durch sie hindruch erscheint gross die Zahl 8. Es ist fast schon eine Schlaufe der Unendlichkeit. Der Kampf und die Schläge, sie kommen und gehen, einer trifft, der andere fällt um. Dann steht der andere wieder auf, schlägt zurück, immer wieder auf und ab, wie in einem ewigen Kreislauf. Die Farben sind in Hellgrau und Silber gehalten, Perlmutt schimmert durch.
Kunstwerk im Kontext
Der menschliche Körper, die Ästhetik seiner Bewegungen, die Muskeln, Haut und Oberfläche waren schon immer die wichtigsten Grundlagen der Kunst. Man denke an die Kunst der Griechen und Römer und ihre Faszination für die Schönheit und die Proportionen des menschlichen Körpers. Bucher fängt in seinem Bild einen ganz speziellen Augenblick ein, der in die Geschichte des Boxkampfes eingegangen ist: Dick Tiger schlägt Rubin „Hurricane“ Carter, Mai 1965 im Madison Square Garden in New York.