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Müller unterstützt eine Online-Petition der Gesellschaft für Exilforschung, in der die Bundesrepublik aufgefordert wird, das Haus zu erwerben und zu einem Erinnerungs- und Begegnungsort auszubauen.
“Mit Sorge und Beunruhigung verfolgen wir die Berichte über den bevorstehenden Verkauf und wahrscheinlichen Abriss von Thomas Manns Villa im kalifornischen Los Angeles, erbaut von dem Berliner Architekten Julius Ralph Davidson”, heisst es in dem am Sonntag veröffentlichten Schreiben. Der Ort sei von kulturhistorischer Bedeutung, “ein Ort des Widerstands gegen den Nationalsozialismus”.
Die Familie Mann hatte nach der Emigration aus Nazi-Deutschland im Haus am San Remo Drive von 1942 an gelebt. Literaturnobelpreisträger Thomas Mann schrieb in Pacific Palisades an seinem Alterswerk “Doktor Faustus”. Auch seine berühmten Radioansprachen unter dem Titel “Deutsche Hörer!” habe er hier verfasst.
“Das Haus war zentral für den Austausch der in Kalifornien lebenden deutschen Intellektuellen, Künstlerinnen und Künstler”, heisst es in dem Schreiben, das an Kanzlerin Angela Merkel, Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Aussenminister Frank-Walter Steinmeier gerichtet ist.
(SDA)