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Heute ist "Lidong" (立冬) - das ist die Bezeichnung für den traditionellen chinesischen Winterbeginn, was es zu einem wichtigen Datum im antiken China machte. Die Ernte war an den meisten Orten im Reich eingebracht und das Bauernjahr somit beendet. Die Kaiser wurden gebadet, assen kein Fleisch und brachten Opfer dar.
Mit dem Beginn der Winterkälte wurden wärmende und stärkende Wintergerichte zubereitet, die man z.T. in ländlichen Gegenden auch heute noch an diesem Tag isst. Dazu gehören z.B. mit Lamm gefüllte Jiaozi oder Lammsuppe.
Die Sache mit den Jiaozi geht auf eine alte Legende zurück: Vor rund 2.000 Jahren (östl. Han-Dynastie) lebte Zhang Zhongjing, der berühmte Mediziner, der das „Shang Han Lun“ verfasst hat. Er wurde sehr verehrt, weil er die Bevölkerung vor einer Epidemie und Erfrierungen bewahrte. Das erreichte er der Legende nach mit folgender Speise:
Er machte eine Paste aus Lammfleisch, Chili und Kräutern, wickelte diese in einen Teig ein und kochte sie als Medizin. Diese ersten Jiaozi sahen aus wie Ohren, und so hört man noch heute: „Iss an Li Dong Jiaozi, damit deine Ohren nicht abfrieren“…
Die Moral dieser Geschichte: Es wird kalt, esst und trinkt wärmende Sachen!