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Von der OGS auf die heutige Bezeichnungsweise der Strassen zurechtgemachter alter Name der heutigen Grünhaldenstrasse bis ca. 1900. Vor 1900 gab es in Seebach keine offiziellen Strassennamen, schriftlich überliefert ist die Bezeichnung «Strasse zur Burg». Es wäre noch in den Gemeinderatsprotokollen im Stadtarchiv Zürich von 1868 aufwärts nachzuschauen, ob es dazu weitere Hinweise gibt. Im Buch «Unser Seebach» wurde die Strasse als «Strasse zur Burg» zitiert und zwar aus dem «Anzeiger der Antiquarischen Gesellschaft Zürich» von 1868. Allein schon diese um 1868 benützte Bezeichnung deutet an, dass der Volksmund in der Gegend eine Burg wähnte.
Das Entdeckungsjahr 1868 ist nicht zufällig, denn es war das Jahr, als der stark verhürstete Wald auf dem Bühl teilweise gerodet wurde und da stiess man offenbar auf die völlig überwucherten Überreste des Grabhügels und der Tuffstein-Mauern. Kurz zuvor wurde für den Bau des Bahndammes die Kosakengrube ausgehoben. Von der Logik her ist sicher, dass die Strasse ihren Namen kaum aus Anlass der Wiederentdeckung eines Mauerrestes bekommen hat, sondern vielmehr weil der Weg früher an den Steinmauern vorbei führte. Daraus wiederum kann geschlossen werden, dass man sich im Dorfe über eine Burg auf dem Bühl offenbar bewusst oder zumindest gewesen war.
Dass dies keine grösseren Wellen warf und nie urkundlich wurde, liegt wohl an der Bescheidenheit der Überreste. Wenn aber der Volksmund von einer Burg spricht, dann könnte es früher einmal so etwas wie eine Art Burg, vermutlich aber eher eine römische Baute gewesen sein, im Sinne einer kleinen Wache zur Sicherung der Römerstrasse in Zeiten, als es immer wieder zu Alemannüberfällen kam. Auch der Umstand, dass es auf diesem Hügel eine Strasse gab, muss einen tieferen Grund gehabt haben. Vielleicht wurde sie benützt, um die alten Bollensteine abzutransportieren, denn Bollensteine waren in Seebach mangels geeigneter Flüsse selten. Alte Seebacher bestätigten der OGS, dass ihre Väter noch von einer solchen Strasse oder einer alten Burgmauer sprachen. Dazu gehörte auch Dr iur. Ernst Hirzel (Bimbo), leider ohne sich an weitere Details zu erinnern. Er hat einfach mal davon gehört, wie er sagte. Dass dies kein Irrtum war, davon war er überzeugt und hat das der OGS ausdrücklich bestätigt.
Quellen: - «Unser Seebach» 1983, 11 - Ernst Hirzel