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Das Attentat auf Kennedy heute vor 56 Jahren war ein Ereignis, das die Menschen weltweit erschütterte. Der Tod des charismatischen Präsidenten, der den Menschen weit über die USA hinaus Zuversicht und Vertrauen vermitteln konnte, war ein Schock, der um den Globus ging. In den USA weinte der Fernsehmoderator, Kirchenglocken läuteten, die Menschen verliessen ihre Arbeitsstelle, um am Fernsehen die Nachrichten zu sehen. Das Boston Symphony Orchestra änderte während des Konzertes das Programm und spielte den Trauermarsch aus Beethovens 3. Sinfonie. Alle Theatervorstellungen am Broadway wurden abgesagt, abends erloschen die Reklamelichter am Times Square in New York.
Winston Churchill sprach von einem unermesslichen Verlust, und der venezolanische Präsident musste wegen eines Weinkrampfs eine Pressekonferenz abbrechen. In Brasilien und Chile wurde eine mehrtägige Staatstrauer ausgerufen, und in West-Berlin, wo Kennedy wenige Monate zuvor bekannt hatte «Ich bin ein Berliner!», strömten 250'000 Menschen zu einer Kundgebung zusammen, bei der Willy Brandt sagte: «Eine Flamme ist erloschen für alle Menschen, die auf einen gerechten Frieden und auf ein besseres Leben hoffen. Die Welt ist an diesem Abend sehr viel ärmer geworden.»
Der zweifellos bedeutende Mann wurde später noch zusätzlich mystifiziert. So sprach zum Beispiel seine Witwe von Camelot, dem ebenfalls mythischen Schloss des König Arthus und seiner Tafelrunde, wenn sie das Leben und Regieren ihres Mannes beschrieb.
Wo waren Sie, als Kennedy erschossen wurde? Ich bin überzeugt, dass nun ganz viele Geschichten und Erinnerungen wach werden, die am Mittagstisch oder beim Abendessen erzählt werden.