Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03097.jsonl.gz/230

Die Kochsalzjodierung hat die durch Jodmangel bedingten Schäden in vielen Ländern zum Verschwinden gebracht. Damit ist sie eine der erfolgreichsten und gleichzeitig kostengünstigsten präventivmedizinischen Massnahmen, die je getroffen wurden. Sich ändernde Ernährungsgewohnheiten und der weltweite Handel mit Nahrungsmitteln erfordern jedoch eine dauernde Überwachung der Jodzufuhr.
Die Schilddrüse gibt täglich 80 Mikrogramm (Millionstelgramm) des lebenswichtigen Hormons Thyroxin ins Blut ab. Da Thyroxin zu 65 Prozent aus Jod besteht, muss die Drüse täglich 50 Mikrogramm Jod aufnehmen, damit die Hormonsynthese aufrechterhalten werden kann. Da ein Teil des Jods aus der Nahrung mit dem Urin gleich wieder ausgeschieden wird, sollte eine erwachsene Person täglich mindestens 100 Mikrogramm Jod zu sich nehmen. Vor gut 80 Jahren hat man allerdings erkannt, dass dieser Wert in vielen Gegenden der Welt nicht erreicht wird, weil die Böden oft arm an Jod sind. Bei Jodmangel produziert die Schilddrüse jedoch zu wenig Thyroxin, was zwei gravierende Folgen haben kann.