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Die Schweizerische Sortenliste für Kartoffeln hat empfehlenden Charakter. Sie wird von der Arbeitsgruppe «Sortenfragen / Pflanzgut» der swisspatat herausgegeben, welche die Interessen der Kartoffelbranche vertritt. Für die Beurteilung der Sorten sind die eidgenössischen Forschungsanstalten Agroscope Changins-Wädenswil ACW und Reckenholz-Tänikon ART zuständig. Diese Liste wird jährlich überarbeitet. Es werden unter Berücksichtigung der sortenspezifischen Anbaueignung, der Marktbedürfnisse, der Präferenzen der Konsumentenschaft sowie der Kartoffel-Verarbeitungsbetriebe Sorten eingeschrieben beziehungsweise gestrichen. Veränderungen in der sortentypischen Krankheitsanfälligkeit, die von Jahr zu Jahr auftreten können, werden so berücksichtigt. In die Liste wurden die drei Sorten Annabelle, Pirol und Mustang eingetragen. Annabelle, eine frühreife Sorte überzeugte mit guter Speisequalität (A-B) und attraktiver äusserer Knollenbeschaffenheit. Ihre Pflanzen waren mittel anfällig gegenüber PVY. PVYNTN-Infektionen bewirken auf ihren Knollen gut sichtbare Ringnekrosen. Ihre Knollen lagern sich schlecht. Die mittelfrüh abreifende Sorte Pirol sowie die mittelspät abreifende, rotschalige Sorte Mustang eigneten sich auch nach mehrmonatiger Lagerung sehr gut für die Herstellung von Pommes-Chips. Im Knollenertrag ist die Sorte Mustang Pirol überlegen. Beide Sorten sind aufgrund des hohen Stärkegehaltes von der Ernte bis zur Verarbeitung empfindlich auf Schlagbeschädigungen und entsprechend vorsichtig zu behandeln.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.