Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03642.jsonl.gz/2213

Piet Klocke liest, spricht und schweigt über Dinge, die sich ihm fliehend anbieten. Worte kommen zögerlich, outen sich oft als hormonell-überschätzt. Bezüge sind seriös geplant, werden aber auch einbezogen. Der Versuch einer ordentlichen Lesung, unter Berücksichtigung seiner beiden letzten Buchveröffentlichungen, auf das der Meister selbst gespannt sein darf.
Der Abend gestaltet sich frei nach Hugo Ball: «Blödsinn ist, wenn das Kind keinen Kopf hat. Blödsinn ist aller Jammer der Welt. Blödsinn ist die Enttäuschung der Seele, die Quintessenz der Melancholie. Blödsinn ist überhaupt ein Blödsinn!»
Piet Klocke, der «Metaphysiker der deutschen Spasskultur» (FAZ), wurde in Bremen geboren, wuchs im Ruhrgebiet auf und arbeitet als Musiker, Kabarettist, Autor und Schauspieler. Nach dem Abitur zog er nach Amsterdam, spielte zwei Jahre in diversen Funk- und Soulbands als Gitarrist, gründete das avantgardistische Musiktheaters «Kamikaze Orkester». Gleichzeitig begann Piet Klocke mit einer Film- und Fernsehmusiktätigkeit (Komposition und Produktion). Klocke sagt selbst: «Ich sehe mich in der Tradition eines Werner Fink, Heinz Erhardt, Karl Valentin und Jürgen von Manger. Alltagsbeobachtungen, Sprach- und Mutterwitz, der Irrsinn des Seins. Motto: Wer bin ich oder wo könnte ich sonst noch sein?»