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Die Wasserwerte im Detail:
Der pH-Wert gibt den Säuregrad des Teichwassers an. Dieser kann einen Wert zwischen 1 und 14 annehmen.
Extrem saures Wasser hat den pH-Wert von 1, extrem basisches Wasser den pH-Wert 14. Neutrales Wasser ist weder sauer noch basisch und hat den Wert pH 7.
Es gibt keinen absolut korrekten pH-Wert für alle Teichfische, obwohl im Idealfall der Wert zwischen 7 und 8 liegen sollte. Das Wichtigste ist, dass der pH-Wert nicht zu grossen Schwankungen unterliegt, da dies bei den Fischen Stress verursacht.
(1° PH-Änderung ist 100-fache Veränderung!)
Verändert sich der pH-Wert schrittweise, d.h. nicht mehr als 0,5 Grad pro Tag, so können Koi sogar im Wasser mit einem pH-Wert zwischen 5 und 10 überleben.
Da sich der pH-Wert z.B. durch Auffüllen mit Leitungswasser oder durch Regenwasser verändern kann, sollte regelmässig getestet werden, welchen pH-Wert das Teichwasser hat.
Bei einer starken Belüftung steigt der pH-Wert, da CO2 (Kohlenstoffdioxid) aus dem Wasser getrieben wird. CO2 entsteht bei der Atmung von Pflanzen und Fischen (Algen) und bei den biologischen Umsatzprozessen von Bakterien. Da Pflanzen nachts viel CO2 abgeben, ist der pH-Wert morgens am niedrigsten und abends immer am höchsten. Dies ist kein Grund, die Belüftung zu reduzieren! Unsere Koi brauchen viel Sauerstoff!
Der KH-Wert, auch Gesamtkaligehalt oder Karbonathärte genannt, ist ein Mass für die Pufferkapazität des Teichwassers.
Pufferkapazität bedeutet, wie gut der Teich Änderungen des pH-Wertes widerstehen kann.
Teiche haben die Tendenz, nach gewisser Zeit zu übersäuern. Dieses Absinken des pH-Wertes ist auf das Ausscheiden organischer Säuren seitens der Fische (Urin), sowie das Freisetzen saurer Substanzen von den nützlichen Bakterien im Teich und im Filter zurückzuführen.
Die Pufferwirkung des Teiches wirkt diesen Veränderungen entgegen, indem sie diese Säuren aufnimmt und auf diese Weise dem natürlichen Absinken des pH-Wertes entgegenwirkt. Teiche mit übermässigem Algenwachstum können starken pH-Schwankungen, von einem Tag zum anderen, unterliegen. Diese lassen sich vermeiden, wenn der KH-Wert ausreichend hoch ist. Der KH-Wert sollte regelmässig überprüft werden, da die Pufferkapazität nach einer gewissen Zeit zur Neige geht. Der KH-Wert sollte zu jeder Zeit mindestens 4° dH betragen, besser ist jedoch ein KHWert zwischen 6° und 8° dH.
Die Wasserhärte (GH) ist ein Mass für die Gesamtsumme der im Wasser gelösten Mineralien (Kalzium und Magnesium).
In Abhängigkeit der Menge der gelösten Mineralien kann das Wasser entweder „weich" oder „hart" sein. Je höher der Mineraliengehalt, desto härter ist das Wasser.
Die Wasserhärte spielt eine wichtige Rolle für die biologischen Prozesse im Gartenteich. Ist das Wasser zu weich, können diese biologischen Prozesse nicht ausreichend funktionieren und der Teich beginnt zu stagnieren. Da die Mineralien von den Teichlebewesen verbraucht werden und somit der Härtegrad des Wassers absinkt, sollte dieser Wert regelmässig überprüft werden.
Eine Wasserhärte von 8° dH ist ideal. Bei diesem Werten wird auch die Technik geschont, da diese wenig verkalkt.
Ammonium wird von den Fischen als Abfallprodukt ausgeschieden (75% über die Kiemen und nur 25% über den Urin).
Ammonium ist relativ ungiftig; giftig wird es, wenn es in Ammoniak (natürlicher Prozess) umgewandelt wird.
Jegliches im Teichwasser vorhandenes Ammoniak stellt eine ernsthafte Gesundheitsbedrohung für die Fische dar. Es ist extrem giftig für die Fische und wird von den nützlichen Bakterien im Filter in weniger giftiges Nitrit umgewandelt. In Teichen, die nicht ausreichend Filterbakterien enthalten, um mit den Ausscheidungsprodukten der Fische fertig zu werden, kann sich leicht giftiges Ammoniak ansammeln. Diese Situation kann z.B. in neuen Teichen entstehen, beim Einsetzen neuer Fische oder infolge einer versehentlichen Falschdosierung von Medikamenten.
Der Ammoniakwert im Teich sollte zu jeder Zeit 0 mg/l betragen. Liegt der Ammoniakwert bei 0,2 mg/l, sollte ein Filterstarter zugefügt werden, gleichzeitig sollte für eine zusätzliche Belüftung (Luftpumpe) gesorgt werden. Liegt der gemessene Wert oberhalb von 0,2 mg/l, muss das Wasser ausgetauscht werden. Bei Werten zwischen 0,5-1,0 mg/l sollte 25 % des Wassers getauscht werden, bei höheren Werten 50 % bis 75 % des Teichwassers. Ist Ammoniak im Teich vorhanden, sollten auch der Sauerstoffgehalt, pH-Wert und der Nitritgehalt überprüft werden.
Nitrit entsteht, wenn die nützlichen Bakterien (im Filter und im Teich) die schädlichen Ausscheidungsprodukte der Fische zersetzen.
Nitrosomonas- Bakterien wandeln Ammoniak in Nitrit um. Nitrit ist weniger giftig als Ammoniak, dennoch ist es äusserst schädlich für die Gesundheit der Fische.
Ein Fischteich sollte möglichst kein Nitrit enthalten. Der Nitritgehalt sollte nicht höher als 0,1 mg/l liegen. Ab 2 mg/l ist das Hämoglobin nicht mehr in der Lage, Sauerstoff zu binden und die Fische sterben an Sauerstoffmangel. Liegt der Nitritwert zwischen
0,2 – 0,5 mg/l sollten Filterbakterien dem Filter/Teich zugefügt, und für eine zusätzliche Belüftung (Luftpumpe) gesorgt werden. Liegt der gemessene Wert über 0,5 mg/l, sollte der Teich mit 50 % Frischwasser aufgefüllt werden.
Wenn Nitrit im Teich nachweisbar ist, sollte die Wasserqualität generell überprüft werden, insbesondere der Sauerstoffgehalt, der pH-Wert und der Ammoniakgehalt. Nach dem geltenden Tierschutzgesetz ist eine "fischgerechte" Wasserqualität Voraussetzung für die Fischhaltung.
Phosphate sind die Hauptnährstoffe der Algen. Der Grenzwert für Phosphat liegt bei 0,03 mg/l.
Schon beim geringsten Anstieg kann ein übermässiges Algenwachstum ausgelöst werden.
Phosphate werden durch Fischfutter (jedes Fischfutter enthält einen bestimmten Phosphatanteil) eingetragen oder kommen durch phosphatbelastetes Füllwasser in den Teich. Leitungswasser hat in vielen Fällen einen sehr hohen Phosphatgehalt (bis 0,02 mg/l). Wenn man sich über den Phosphatgehalt des Leitungswassers nicht sicher ist, genügt ein Anruf beim Trinkwasserversorger, um die aktuellen Analysenwerte des Trinkwassers telefonisch oder per Fax übermittelt zu bekommen. Wie Nitrat kann auch Phosphat durch Oberflächenwasser einlaufen. Auch verschiedene Gesteine, die beim Bau des Teiches verwendet wurden, können Phosphate an das Wasser abgeben. Die Phosphate werden von den Algen in ihre Biomasse eingelagert. Daher kann es vorkommen, dass man trotz übermässigem Algenwachstum keine Phosphate im Wasser nachweisen kann. Die Problematik besteht darin, dass die Algen das eingelagerte Phosphat beim Absterben wieder freisetzen und somit ein erneutes Algenwachstum auslösen können. Phosphate können kaum auf natürlichem Wege entfernt werden. Fast immer werden spezielle Produkte benötigt, um den Phosphatgehalt zu senken. Phosphate, und somit Algen, sind die häufigsten Probleme, die wir in künstlich angelegten Gewässern vorfinden.
Die Leitfähigkeit eines Wassers kann als das Mass des Salzgehaltes angesehen werden.
Ionenarme Wässer besitzen eine sehr geringe Leitfähigkeit, während z. B. Meerwasser eine sehr hohe Leitfähigkeit aufweist.
Eine gängige Dimension für die Leitfähigkeit des Wassers ist µS/cm. Süsswasser wie auch Teichwasser sollte eine Leitfähigkeit zwischen 300 und 1200 µS/cm aufweisen. Hat es eine geringere Leitfähigkeit, kann es als ionenarm bezeichnet werden und wird bereits bei geringsten Beeinflussungen z. B. mit einer drastischen Veränderung des pH-Wertes reagieren. Besitzt das Wasser einen Leitfähigkeitswert von über 1.200 µS/cm, so hat es bereits den Bereich eines Süsswassers verlassen.