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Luther hebt in der Schrift "Von den guten Werken" (1520) im ersten Abschnitt "Vom ersten guten Werk nach dem ersten Gebot" zweierlei hervor:
1. Ohne Glauben sind alle Werke nutzlos.
Erstens muss man wissen, dass es keine guten Werke gibt außer denen, die Gott selbst geboten hat, so wie es auch keine Sünde gibt außer der, die Gott verboten hat.
Zweitens: Das erste, höchste und alleredelste gute Werk ist der Glaube an Christus.
Es ist eben kein Glaube, kein gutes Gewissen Gott gegenüber vorhanden. Darum fehlt den Werken der Kopf, und alles Leben und gutes Handeln nützt nichts.
…nun siehst du, weshalb ich den Glauben so hoch erhebe, alle Werke ihm einverleibe und alles andere verwerfe, was nicht daraus fließt.
2. Aus dem Glauben fliessen gute Werke.
(D)ie Werke sind nicht ihretwegen, sondern des Glaubens wegen angenehm, der auf gleiche Weise und ohne jeden Unterschied in allen und jeglichen Werken anwesend ist, wirkt und lebt…
Da kennt er (der Glaubende) keinen Unterschied in den Werken, tut das Große, Lange, Viele so gern wie das Kleine, Kurze, Wenige und umgekehrt und all das mit fröhlichem, friedlichem, sicherem Herzen – als freier Mensch.
(Er tut es) nicht um Verdienste und Werke anzusammeln, sondern weil es ihm eine Lust ist, Gott auf diese Weise zu gefallen.
Auf der Seite "Die Glaubensstimme" ist der Text ganz online verfügbar.