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Unter dem Begriff ‚Netzinfrastruktur’ können im weiteren Sinne physische Einrichtungen und die darauf aufbauenden Dienstleistungen, wie z.B. Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, verstanden werden. Letztere sind dadurch gekennzeichnet, dass für die Leistungserstellung alle Marktteilnehmer auf beschränkt vorhandene Infrastrukturbauten angewiesen sind. Deren Kapazitäten sind nicht beliebig verfügbar und unterliegen meist einem natürlichen Monopol.
Unterschieden wird zwischen nationalen, regionalen und lokalen Netzinfrastrukturen.
Die nationalen Netzinfrastrukturen stellen die landesweit flächendeckende Versorgung mit grundlegenden Gütern sicher. Sie umfassen das Nationalstrassennetz, das Schienennetz (ohne Strassenbahnen und rein touristische Bahnen), die Infrastrukturen der zivilen Luftfahrt, die Kraftwerke und Hochspannungsleitungen, das Hochdruck-Gasleitungsnetz sowie alle terrestischen Telekommunikations- und Rundfunknetze. Sie stehen entweder ganz oder zu wesentlichen Teilen in der Zuständigkeit bzw. unter der Kontrolle des Bundes.
Die regionalen und lokalen Netzinfrastrukturen liegen massgeblich in der Verantwortung der Kantone und der Gemeinden. Sie umfassen Anlagen und Dienstleistungen der Wasserversorgung, der Abwasser- und Abfallentsorgung, die Verteilnetze für Strom und Gas, das untergeordnete Strassennetz, die städtischen Verkehrsnetze sowie die Regionalflugplätze. In den Zuständigkeitsbereich der Gemeinden fallen üblicherweise die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung, die kommunalen Strassen sowie die lokalen Verteilnetze für Strom und Gas. Diese Netze können unter dem Begriff ‚kommunale Netzinfrastrukturen’ zusammengefasst werden.
Unter dem Begriff „Bewirtschaftung der kommunalen Netzinfrastrukturen“ werden in diesem Bericht alle Tätigkeiten für den Betrieb, die Instandhaltung und Optimierung der vorhandenen kommunalen Infrastrukturen verstanden. Üblicherweise umfasst die Bewirtschaftung Tätigkeiten auf einer operativen-technischen Ebene.
„Management der kommunalen Netzinfrastrukturen“ umfasst alle Massnahmen, Projekte und Prozesse, die sicherstellen, dass die Bewirtschaftung sowie die Erweiterung und Erneuerung der kommunalen Netzinfrastrukturen mit optimalem Ressourceneinsatz und minimierten Risiken langfristig erfüllt werden kann. Diese Managementaufgaben unterscheiden sich auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene und umfassen sowohl langfristige Planungen, organisatorische Fragestellungen, wie auch das Festlegen und Durchsetzung von allgemein gültigen Rahmenbedingungen.