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Die Autoren stützen sich dabei auf die Definition der Nachhaltigkeit im Brundtland-Bericht von 1987 der Uno-Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, wonach «eine nachhaltige Entwicklung die Bedürfnisse der heutigen Generation decken kann, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen».
Der Bericht begründet seine Aussage mit dem Hinweis auf den fast CO2-freien Kernbrennstoffkreislauf sowie auf den Umstand, dass aus heutiger Sicht keine anderen Anwendungen für Natururan absehbar sind. Zudem werden die nuklearen Abfälle in Tiefenlagern auf geringstem Raum entsorgt, so dass sich künftige Generationen nicht mehr damit beschäftigen müssen. Die Endlagerkosten sind im Strompreis inbegriffen und werden daher von derjenigen Generation getragen, die den Nuklearstrom nutzt.
Bei den heutigen Uranpreisen und beim heutigen Verbrauch reichen die weltweit abbauwürdigen Uranreserven rund 50 Jahre, rechnen die Autoren vor. Falls sich künftig der Preis für Natur-Uran verdoppelt, steigen die abbauwürdigen Reserven auf mehrere hundert Jahre an, und die Anreize für die Suche nach neuen Lagerstätten werden grösser. Da die Brennstoff kosten bei der Kernenergie im Vergleich zu den Kapitalkosten gering sind, würde eine künftige Preisverdoppelung beim Natururan im Fall von Schweden den Strompreis nur um 5% erhöhen. Verdoppeln sich dagegen die Preise für Erdgas, würde der Strompreis aus Gaskraftwerken um 60% steigen. Und der Strom aus grossen Kohlekraftwerken würde um 30% teurer, wenn sich die Preise für Kohle verdoppelten.
Schliesslich weist der Bericht darauf hin, dass in den kommenden 30 bis 40 Jahren neue Reaktorsysteme wie die Schnellen Reaktoren und die Beschleuniger-gestützten Kernreaktoren marktreif werden könnten. Diese Systeme nutzen den Kernbrennstoff fünfzigmal effizienter als die heutigen Kernkraftwerke, so dass auch weitere Preissteigerungen beim Natururan die Stromkosten kaum wesentlich beeinflussen dürften. Zudem kann abgebrannter Kernbrennstoff in Beschleunigergestützten Kernreaktoren für die Stromproduktion rezykliert und die Halbwertszeit der schliesslich übrigbleibenden nuklearen Abfälle deutlich reduziert werden.
Trotz der heutigen Unsicherheiten bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einiger dieser künftigen Reaktortypen steht für die Autoren des Berichts ausser Zweifel, dass dank des Innovationspotenzials der Kerntechnik die Uranreserven eine gesteigerte Stromproduktion aus Kernenergie während Tausenden von Jahren ermöglichen. Der Bericht «Uranium - a sustainable energy source» kann von der Website heruntergeladen werden.
Quelle
M.S. nach Bericht Analysis Group KSU, Januar 2005