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Kollaps: Blut- oder Sauerstoffmangel im Gehirn führt zur Ohnmacht
Ein Kollaps, eine Ohnmacht oder Synkope dauert nur ein paar Sekunden und ist selten lebensgefährlich.
Eine Ohnmacht (Synkope) ist eine kurz anhaltende Bewusstseinsstörung, die durch einen vorübergehenden Blut- und Sauerstoffmangel im Gehirn verursacht wird. Dauert die Ohnmacht länger als eine Minute, so handelt es sich um einen Notfall und es muss umgehend ein Arzt gerufen werden; eine längere Bewusstlosigkeit kann lebensgefährlich sein oder lebenslange Schäden hinterlassen.
Ursachen
Herz
Synkopen können als Folge einer Herzerkrankung auftreten, wie z. B. Herzklappenfehler , Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen . Das Herz schlägt zu schnell, zu unregelmässig oder zu langsam; in all diesen Fällen kommt es vorübergehend zu einer eingeschränkten Blutzufuhr zum Gehirn. Vor allem bei älteren Menschen treten mitunter Pausen, sogenannte "Aussetzer" ein.
Kreislauf
Am häufigsten handelt es sich um eine so genannte vasovagale Synkope, d. h. es kommt durch eine Überreaktion des Nervensystems zu einem plötzlichen Blutdruck- und Pulsabfall bei ansonsten meist gesunden Menschen, häufig ausgelöst durch Angst , Schmerz oder psychischen Stress.
Daneben kann ein Bewusstseinsverlust durch ein plötzliches Aufstehen aus einer liegenden Position oder bei längerem Stehen ausgelöst werden (orthostatische Synkope). Hiervon betroffen sind häufig sehr schlanke oder auch grosse Menschen, die häufiger einen niedrigen Blutdruck haben. Der Druck reicht dann nicht mehr aus, um das Gehirn ausreichend mit Blut zu versorgen. Unter dieser Form der Synkope leiden häufig auch Diabetiker.
Gehirn
Verengungen der Gefässe auf dem Weg zum oder im Gehirn können ebenso zu einer verminderten Blutversorgung führen. Auch eine Veränderung der Halsschlagader, meist durch Verkalkung (Arteriosklerose ), kann insbesondere bei Kopfdrehung eine Synkope auslösen.
Folgende Erkrankungen können ebenfalls Synkopen auslösen:
wenn keine sponanten Lebenszeichen >> Alarmieren (Tel 144) oder
jemanden beauftragen
Helfen nach (A) CAB-Schema
Herz-Lungenwiederbelebung - Schema
A Airway (Atemwege): Ansprechen,
Anfassen, Alarmieren (Notruf, Rettungsdienst), Atmungskontrolle und Atemwege
freilegen
wenn keine spontanen Lebenszeichen weiter zu C
C Circulation (Herz-Kreislauf) - Herzdruckmassage
solange bis Rettungskräfte übernehmen.
D
Defibrillation - externe Wiederbelebung mit einem Defibrillator
wenn kein Defibrillator
vorhanden, C wiederholen bis Rettungsdienst
oder Arzt kommt > >
Wichtig:
Die Herz-Lungen-Wiederbelebung darf erst gestoppt werden, wenn ein Arzt
oder Rettungssanitäter dies bestätigt oder der Betroffene wieder
vollkommen selbständig atmet. Den Betroffenen nie allein oder aus den
Augen lassen und die Wiederbelebungsmassnahme sofort wieder einsetzen,
falls erneut keine selbstständige Atmung mehr feststellbar ist.
So verhalten Sie sich richtig bei einem Herzstillstand
Beauftragen Sie jemanden, den Rettungsdienst anzufordern.
Sanitäts-Notrufnummer 144 (gültig in allen Kantonen)
Beginnen
Sie sofort mit Herz-Lungen-Wiederbelebungs-massnahmen (Cardio-pulmonale
Reanimation, CPR), falls Sie die entsprechende Technik erlernt haben,
oder:
Benutzen Sie den Defibrillator, sofern ein solches Gerät verfügbar ist.
Weitere Massnahmen
Die Weiterbehandlung richtet sich nach den Ursachen. Eine zugrunde liegende Krankheit, die die Bewusstlosigkeit ausgelöst hat, muss behandelt werden.
Vorbeugemassnahmen (Präventionsmassnahmen)
Kollaps: Viel Bewegung stärkt das Kreislaufsystem
Bei harmloseren Erscheinungsformen beschränken sich die therapeutischen Massnahmen häufig auf eine "Patientenschulung". Dazu gehören z.B.:
Vermeidung von Situationen, die eine Ohnmacht auslösen können.
Bewusstmachung von Warnsignalen, die einer Ohnmacht vorausgehen (z.B. Unterzuckerungssignale etc.).
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Üben von Gegenmassnahmen (z.B. Überkreuzen oder Anspannen der Beine)
Anders ist die Situation bei Risikopatienten. Es sind dies z.B. Patienten, die als Ursache für Synkopen eine Herzerkrankung aufweisen, die sich während eines Ohnmachtsanfalls verletzt haben (z.B. bei einem Epileptiker) oder Patienten, die bestimmten Berufsgruppen zugerechnet werden, wie z.B. Fahrzeugführer, Berufsmenschen, die mit Maschinen arbeiten etc.. Hier müssen präventive und therapeutische Massnahmen individuell zwischen Arzt und Patient (sowie evtl. dem Arbeitgeber) besprochen werden.