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Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden, Note: 2,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Sozialwissenschaften, Medien und Sport), Veranstaltung: Seminar: Unterricht beobachten, rekontruieren und initiieren, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit beschäftigt sich mit Walter Herzogs Analyse der pädagogischen Situation der allgemeinen Didaktik Ende des 19. Jahrhunderts. In seinem Werk "Zeitgemässe Erziehung" kritisiert er die beschränkte didaktische Sicht auf den Unterricht: In der Diskrepanz zwischen dem Anspruch, Theorie des Unterrichts zu sein, und der Tatsache, den Unterricht auf kontrollierbare Lehrerhandlungen reduziert zu haben, liegt ein wesentlicher Grund, weshalb sich die Didaktik zurzeit in einer Krise befindet.
In den folgenden Kapiteln dieser Ausarbeitung wird spezifisch Herzogs Kritik der Vernachlässigung des Sozialen im Unterricht analysiert. Die zentrale Frage, die dabei aus dieser Thematik hervorgeht, ist, ob sich eine reduktionsfreie Didaktik praktisch im Alltag etablieren kann, oder ob die Didaktik hierbei an ihre Grenzen stösst.
Zur Erarbeitung dieser Fragestellung bedarf es zunächst einer kurzen Einführung auf die Betrachtungsweise allgemeiner Didaktik von Unterricht, gefolgt von W. Herzogs Kritik an ebendieser. Daraufhin folgt Herzogs handlungstheoretische Analyse des pädagogischen Modells, welche gleichzeitig sein Verständnis von Unterricht als Interaktionssystem, basierend auf N. Luhmanns systemischen Verständnis von Kommunikation, deutlich macht.
Im nächsten Schritt findet eine Anwendung von Herzogs Kritik an einem didaktischen Modell statt. Hierfür bietet sich P. Heimanns lerntheoretische Didaktik an, die als eine Planungstheorie von Unterricht möglichst viele Einflussfaktoren des Ablaufs von Unterricht betrachtet. Zunächst wird die Theorie in ihren Grundzügen dargelegt, um sie dann aus Herzogs Perspektive kritisch z