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Das Wichtigste in Kürze
- Nordmazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev sagte am Abend, die EU-Spitze habe einen guten Vorschlag zur Beilegung dieses Streits gemacht.
Varhelyi und der portugiesische Aussenminister Augusto Santos Silva waren aus Sofia in die nordmazedonische Hauptstadt Skopje weitergereist. «Wir haben guten Willen, wir sind vorsichtig und wir haben Verständnis für unsere Nachbarn, wir haben aber unsere klaren mazedonischen Identitätspositionen, die wir nicht verhandeln und für die Brüssel Verständnis gezeigt hat.»
Bei dem Streit zwischen Sofia und Skopje geht es um die teils gemeinsame Geschichte, wobei Bulgarien einen «Diebstahl von Geschichte» seitens Nordmazedonien beklagt. Zudem weigert sich Bulgarien, die mazedonische Sprache als eigenständig anzuerkennen, da Sofia sie für einen bulgarischen Dialekt hält. Ausserdem besteht Bulgarien darauf, dass der neue Name «Republik Nordmazedonien» in vollen Länge benutzt werden sollte, weil Nordmazedonien ein Teil des geografischen Gebiets Mazedonien sei, der zu Bulgarien gehöre.
Bulgarien hat derzeit keine reguläre Regierung. Das Land steht vor einer neuen Parlamentswahl am 11. Juli. Diese Umstände erschweren die Bemühungen um eine Lösung zwischen Sofia und Skopje zusätzlich. Die frühere bürgerlich-nationalistische bulgarische Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow hatte wegen des Streits mit Skopje im November 2020 den Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien blockiert.