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Angesichts der Gefährdung der Elfenbeinmöwe ist es besonders wichtig, sie genau zu beobachten und Populationsdynamik und Ortsverschiebungen zu untersuchen. Ein Grea-Projekt, an dem Adrian Aebischer beteiligt ist, tut dies seit 2003, indem Vögel beringt und besendert werden. Dies habe bereits einige interessante Erkenntnisse gebracht, so der Freiburger Vogelspezialist. So habe man herausgefunden, welch riesige Strecken die Vögel für die Futtersuche zurücklegen. Beim Brüten lösen sich Männchen und Weibchen ab, so dass jeweils eines auf Futtersuche kann. Zwei bis drei Tage sind sie dafür unterwegs und legen in dieser Zeit bis über 400 Kilometer zurück.
Die Brutgebiete befinden sich im äussersten Nordosten Kanadas, im Norden Grönlands und Spitzbergens und auf den nördlichsten russischen Inseln. Nach der Brutzeit im Sommer bleiben die Elfenbeinmöwen am Rand des Packeises und wandern mit ihm mit. Den Winter verbringen sie so zwischen Grönland und Kanada sowie in der Beringstrasse zwischen Russland und Alaska.
Dank des Senderprojektes habe man zudem bisher unbekannte Kolonien entdeckt, sagt Aebischer. Der Gesamtbestand der Art wird auf zwischen 10 000 und 25 000 Paare geschätzt. In Grönland wurden erst kürzlich die bisher grössten Kolonien entdeckt; hingegen nahm der Bestand im arktischen Kanada innerhalb von 20 Jahren um 80 Prozent ab.
Diesen Sommer werden die Forscher weitere Elfenbeinmöwen mit Satellitensendern versehen. Zwei davon wird man ab August auf der Internetseite des Museums verfolgen können. cs