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Wie uns erst später bekannt wurde, verstarb am 17. Juni 2002 der englisch-amerikanische Historiker Anthony Sutton. Der Europäer hat in den vergangenen Jahren mehrmals auf das Werk von Sutton hingewiesen. (Bes. Andreas Bracher, «Schädel und Knochen an der Wall Street», Jg. 3, Nr. 6 – 8. April – Juni 1999 und «Ein Interview mit Anthony Sutton», Jg. 4, Nr. 11, September 2000.) Sutton erforschte mit einer unbeugsamen Hartnäckigkeit verdeckte und verschwiegene Linien der
Einflussnahme privater amerikanischer Zirkel auf die Weltpolitik des zwanzigsten Jahrhunderts. Besonders bedeutsam erscheinen seine Bücher über die Verbindungen von Wall-Street- Kreisen zum Aufstieg der Bolschewiki in Russland und der Nationalsozialisten in Deutschland, wie auch seine erstmaligen Enthüllungen über die Geheimloge Skull & Bones. Seine akademische Karriere ist über diesen Enthüllungen zerstört worden, Sutton wurde bekämpft und totgeschwiegen. Seine po- litischen Affiliationen fand Sutton in späteren Jahren am ehesten bei der amerikanischen Rechten, aber die Bedeutung seiner Erkenntnisse reicht weit über diese Beziehung hinaus. Eine zukünftige, wirklichkeitsgemäßere Geschichtsschreibung des zwanzigsten Jahrhunderts wird ihm ihren Tribut abzuleisten haben. Wir zitieren einen Teil aus dem Internet-Nachruf von Kris Milligan (www.trineday.com), einem Freund und Bewunderer Suttons.
Andreas Bracher, Hamburg
Weiterlesen: (PDF: Anthony Sutton – ein Nachruf)