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Am Mittwoch um 15.41 Uhr verschüttete eine riesige Lawine auf der schwarzen Bellecombes-Piste eine Schülergruppe aus Lyon. Ein 14-Jähriger kam in den Schneemassen ums Leben, eine 16-jährige Schülerin starb im Spital. Drittes Todesopfer war ein Skifahrer aus der Ukraine, der nicht zu der Schulgruppe gehörte.
Bei dem Unglück in der Wintersportstation Les Deux Alpes südöstlich von Grenoble wurden fünf Schüler bis zum Abend vermisst, konnten aber schliesslich unversehrt geborgen werden.
Jetzt hat die Polizei den schwer verletzten Lehrer unter Arrest gestellt. Sie ermittelte wegen fahrlässiger Tötung gegen den Mann. Das sei nötig, damit der Mann formell verhört werden könne, sagte Staatsanwalt Jean-Yves Coquillat. Es gehe darum, seinen psychischen Zustand abzuklären zum Zeitpunkt des verhängnisvollen Entscheides und seine Fähigkeiten, eine Schülergruppe zu führen.
Die Piste war schon seit Beginn der Skisaison mit einem Warnschild und einem Seil abgesperrt, allerdings weil es bisher zu wenig Schnee hatte. Am gestrigen Nachmittag hatten zahlreiche Skifahrer die Piste im Neuschnee befahren. Grundsätzlich sei das Fahren neben der Piste auch nicht verboten, sagte Coquillat. (bih)Publiziert am 14.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016