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Die Stichprobenmethode hat gegenüber der flächenscharfen Abgrenzung der Nutzungen im Luftbild den Vorteil, dass sie wirtschaftlicher ist und schneller zu brauchbaren Resultaten führt. Ihr Nachteil besteht allerdings darin, dass die erzielten Ergebnisse für kleine Räume und kleinflächige Nutzungen relativ ungenau sind.
Der Fehler einer Punktstichprobenerhebung ist im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig, nämlich von der Häufigkeit einer bestimmten Nutzungsart einerseits und von deren Form, Grösse und Verteilung andererseits:
- Der Schätzfehler ist umso kleiner, je häufiger ein Stichprobenpunkt auf ein Merkmal - in unserem Falle auf eine Bodennutzungsart - trifft. Höhere Genauigkeit erfordert demnach grössere Erhebungsräume, eine kleinere Zahl der erhobenen Merkmale (Zusammenfassung der Kategorien) oder ein dichteres Stichprobennetz.
- Der Stichprobenfehler ist umso kleiner, je grösser die zusammenhängende Fläche der erhobenen Bodennutzungsart im Verhältnis zu jener Fläche ist, die durch einen Stichprobenpunkt repräsentiert wird (z.B. bei Wäldern, Seen usw.). Umgekehrt sinkt die Genauigkeit bei stark streuenden, kleinflächigen und linearen Nutzungen (z.B. Einfamilienhäuser, Verkehrswege, Fliessgewässer).
Die Kenntnis dieser Sachverhalte ist für die Beurteilung der Ergebnisse unerlässlich. Grössenordnungen für den Schätzfehler nach Binomialformel und für ein Vertrauensintervall von 95% können der Fehlertabelle entnommen werden. Bei 100 Punkten z.B. beträgt der Stichprobenfehler +/- 20%, bei 1000 Stichprobenpunkte noch +/- 6,2%.