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Woher kommt das Kürzel „CH“?
Um zu verstehen, was die Helvetische Konföderation mit der modernen Schweiz zu tun hat, muss man weit in die Geschichte des Landes zurückblicken. Genauer gesagt beginnt die Geschichte hier vor etwas mehr als 2000 Jahren.
Geschichte der Schweiz
In diesem Zeitraum besiedelten verschiedene keltische Stämme das Gebiet zwischen Bodensee und Genfer See, darunter auch die Helvetier aus dem Juragebirge. Im 1. Jahrhundert nach Christus eroberte Julius Cäsar das Gebiet.
Die Helvetier sollten für ihn die Rheingrenze gegen die Germanen bewachen, was zunächst gelang. In den darauffolgenden 1000 Jahren stand die heutige Schweiz unter der Herrschaft verschiedener Stämme und Adelsgeschlechter. Ab dem 11. Jahrhundert gehörte das Gebiet zum Heiligen Römischen Reich. Mitte des 13. Jahrhunderts übernahm König Rudolf I. von Habsburg die Herrschaft. Durch seine Steuerpolitik zog der König den Unmut der Schweizer auf sich. Erster Widerstand regte sich.
Aus dem Widerstand bildete sich nach dem Tod des Königs die sogenannte Alte Eidgenossenschaft. Sie stellte einen lockeren Staatenverbund dar und überdauerte bis ins 18. Jahrhundert. Bis heute gilt sie als eines der zentralen Elemente der schweizerisch-nationalen Identitätsbildung. Nach der Legende schlossen Vertreter der drei Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese im Kanton Schwyz mit einem Eid ein Bündnis, in dem sie beschlossen, sich keinen fremden Machthabern mehr zu unterwerfen.
Das Bündnis mündete schließlich in einem Aufstand, in dem sich die Schweizer von der Herrschaft der Habsburger befreien konnten. Auch wenn sich um die genauen Umstände des Bündnisses viele Geschichten ranken, belegt eine auf 1291 datierte Urkunde die Gründung der Eidgenossenschaft. Die Urkunde trägt den lateinischen Namen „Confoederatio Helvetica“.
Die Verwendung
Die Geschichte der Eidgenossenschaft ist also der Grund, weshalb wir das Kürzel „CH“ auf Kraftfahrzeugen und in Internetadressen finden. Da die Schweiz deutsche, französische, italienische und rätoromanische Sprach- und Kulturgebiete umfasst, hat man sich für eine internationale Kennzeichnung mit ihrem lateinischen Namen entschieden. Auf diese Weise wird keine der vier Amtssprachen gegenüber den anderen bevorzugt. Denn der heute gebräuchliche Name „Schweiz“ ist auf den deutschsprachigen Kanton „Schwyz“ zurückzuführen.
Außerdem tauchte im 17. Jahrhundert erstmals in der Geschichte der Schweiz die Frauenfigur Helvetia auf. Sie soll die schweizerischen Kantone versinnbildlichen und stellt eine Identifikationsfigur der Eidgenossenschaft dar. Ihr Abbild ist bis heute auf Münzen zu finden. Ebenso wird der lateinische Name „Helvetia“ auf Münzen und Briefmarken verwendet, weil dort der Platz nicht für die Bezeichnung in allen vier Amtssprachen ausreicht.
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