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Geboren 1949 und aufgewachsen am Bodensee, studierte Hanspeter Thür an der Universität Basel Rechtswissenschaften und war Präsident der Studierendenschaft der Universität. Nach dem Studium zog Thür nach Aarau. Nach einer Tätigkeit als Redaktor bei der Tageszeitung «Tages-Anzeiger» arbeitete er als selbstständiger Anwalt, unter anderem für den Aargauer Mieterverband. Zunächst bei den Progressiven Organisationen Schweiz (POCH) politisierend, gehörte Thür 1983 zu den Gründern der «Grünen Aargau», für die er ab 1985 im Grossen Rat wirkte. 1987 wurde Thür in den Nationalrat gewählt, dem er bis 1999 angehörte. 1990 war er Mitglied der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) EMD, die die Vorgänge rund um die massenhafte Überwachung («Fichierung») durch den Staatsschutz und um die geheime Widerstandsorganisation «P-26» im Militärdepartement untersuchte. 1991 bis 1994 leitete Thür die Fraktion der Grünen im Bundeshaus, 1995 bis 1997 war er Präsident der Grünen Partei Schweiz. 2001 trat Thür das Amt des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten an – eine Woche vor den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York. Nach seiner Pensionierung 2015 wurde Thür in den Aarauer Stadtrat gewählt, wo er das Ressort Hochbau und Raumplanung leitet. Thür ist Koordinator des entstehenden Kulturzentrums Alte Reithalle in der Aarauer Altstadt und bekleidet weitere kulturpolitische Ämter.