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Energie, Fakten und Trends
Montag, 9. Oktober 2006 | 13:15 Uhr
Montag, 9. Oktober 2006 | 13:15 Uhr
Referent
Organisation
Ulrik Stridbaek stellte in einem World Energy Outlook die anstehenden Herausforderungen vor. Die Hauptfragen sind: gibt es genug Energie und welches ist die Wirkung von erneuerbaren Energien? Auslöser sind steigende Nachfrage, fehlende Investitionen und Raffineriekapazitäten sowie politische Spannungen. Der Transportsektor ist der grösste Erdölverbraucher. Die IEA rechnet mit einer Verdoppelung des Welterdölverbrauchs bis ins Jahr 2030. Es ist im Auge zu behalten, dass gesteigerte Nachfrage nach Öl auch den Gaspreis erhöhen wird. Auf der Angebotsseite kommt heute ein Drittel des Erdöls aus den MENA-Ländern (Länder des Nahen Ostens und Nordafrika), dieser Anteil wird sich bei sinkender Produktion in den OECD-Ländern bis 2030 auf fast die Hälfte erhöhen. 2030 werden die OECD-Länder zwei Drittel ihres Erdölimports aus den MENA-Ländern beziehen. Bis 2030 werden die OECD Länder ihre Erdgasimporte von 200 bcm im Jahre 2003 auf 500 bcm erhöhen. Hauptlieferanten sind Russland, Iran und Katar. Schiffe bringen verflüssigtes Gas nach Nordamerika, es wird vermehrt zur Elektrizitätsproduktion verwendet. Bis 2030 ist mehr als die Hälfte der stromproduzierenden Kapazität zu ersetzen. Die zweite wichtige Herausforderung ist der Ausstoss von CO2. Im Jahre 2020 werden die Schwellenländer den Westen überholen, bis 2030 wird der Ausstoss von CO2 um 5 Prozent wachsen. Der G8 Gipfel von Gleneagles hat die IEA mit einem „World Alternative Scenario“ beauftragt. Zu analysieren sind Biotreibstoffe, erneuerbare Energien, Verbrauchssenkung generell sowie Senkung bei Erdöl und Erdgas um 10 Prozent, Atomenergie sowie der Ersatz von Kohle durch Erdgas, Effektivitätssteigerung in der Energie-Reduktion generell und das Thema Investitionen. Die Entwicklungsländer haben in die „richtigen“ Energieträger zu investieren. Die Ziele des Kyoto-Protokolls bleiben nicht erreichbar. Auch wenn rigorose Energiepolitik, technologischer Fortschritt, Energieträger wie Biomasse, stabilisierter CO2-Ausstoss und langsameres Nachfragewachstum zur Zielerreichung beitragen.
Ulrik Stridbaek has worked as a Senior Policy Advisor, Electricity Markets at the IEA since April 2004 focusing on policy issues in market reform, investments and nuclear power. Most recent publication is the IEA book on Lessons from Liberalised Electricity Markets from December 2005.
Previously he worked for 6 years at the Danish Transmission System Operator, Eltra. Main areas of work were the opening of the Danish electricity market, integration of western Denmark into the power exchange Nord Pool, market surveillance, implementation of a market for ancillary services, and development of a market for renewables certificates. He has also experience with development economics and from the trade delegation at the Royal Danish Embassy in Warsaw.
Ulrik Stridbaek holds an MSc in Economics from Universtity of Aarhus, Denmark, and Universidad de Barcelona, Spain.
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