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Massentourismus in den Hütten
Ich möchte auf die Hüttenumfrage zurückkommen, die 2010 durchgeführt worden ist (vgl. «Die Alpen» 2/2012). Die Fragebogen wurden an die Hütten gesandt und von Leuten ausgefüllt, die in den Hütten sind. Nicht befragt wurden all jene, die nicht mehr in die Hütten gehen, so wie ich. Meine Gründe dafür sind: die Preise, die Luxushotellerie, die nichts mehr mit einer Hütte zu tun hat, die A-la-carte-Menüs, dass man reservieren muss, wie in einem Hotel. Es ist noch nicht so lange her, dass man immer Platz fand in den Hütten, auch wenn man auf einem Tisch schlafen musste. Was soll man zu den Millionen sagen, die in die Renovation und Vergrösserung der Hütten gesteckt werden, die teilweise grossen Kirchenschiffen gleichen. Mittlerweile unterliegen die Hütten den Regeln des Massentourismus, reinem Konsumverhalten, der Charme geht flöten. Ich fühle mich freier, mehr als Bergsteigerin, näher an dieser Fluchtmöglichkeit vom Alltag, welche die Berge bieten, wenn ich im Zelt an einem wilden Ort übernachte, ohne in einem dieser Berghotels ein A-la-carte-Menü zu essen. Ich finde, wenn man wissen will, was die Menschen von einer Berghütte erwarten, hätte man auch diejenigen fragen müssen, die nicht mehr in Hütten gehen. Ich bin überzeugt, sie sind zahlreicher, als man denken würde.