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Braunwaldbahn (Linthal)
|Kürzel||BrB|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1907-08-06|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1907 eröffnete und von Anfang an elektrifizierte (Drehstrom; ab 1966 Gleichstrom) BrB war eine reine Aktiengesellschaft ohne Anleihen. Initianten waren Private, die das Glarner Maiensäss Braunwald als Höhenkurort etablieren wollten. Schon 1897 wurde in Braunwald ein Lungensanatorium eingeweiht, mit der Betriebsaufnahme der BrB 1907 folgte unter anderem das «Grand Hotel Braunwald». Verantwortlich für den Bau der BrB war die Firma Von Roll AG Bern. Die Bahn verkehrte nur von zirka April bis Oktober. Der Ganzjahresbetrieb wurde erst 1928 eingeführt. Die BrB bot ausschliesslich Sitzplätze an und hatte eine II. und III. Klasse.
Die Betriebsergebnisse der BrB präsentierten sich überwiegend solid und lagen selbst in der Kriegszeit ab 1914 immer im positiven Bereich. In den meisten Jahren konnte sie eine Dividende ausschütten, die jedoch die Marke von 4 Prozent des Aktienkapitalwerts nur 1908 überschritt. Mit dem Kriegsbeginn 1914 erlitt die BrB einen empfindlichen Rückschlag. Der Verkehrsertrag halbierte sich auf knapp 19'000 Franken, doch stiegen die Erlöse danach wieder an und erreichten 1920 mit über 45'000 Franken den bislang höchsten Wert. Mit ähnlicher Dynamik nahmen jedoch ebenfalls die Betriebskosten zu. Dennoch war die Lage der BrB nie alarmierend. Passivsaldi musste sie keine ausweisen. Die schwebenden Schulden waren mit 18'500 Franken 1920 akzeptabel.
Die Baukosten der zweischienigen, überwiegend auf Dämmen und in Einschnitten errichteten BrB waren mit 388'700 Franken pro Bahnkilometer überraschend tief, da in beträchtlichem Mass aufwändige Kunstbauten (140 Meter Tunnels, 219 Meter Brücken) zu erstellen waren. Der grösste Kostenanteil fiel denn auch auf den Unterbau, der 44 Prozent des Gesamtaufwands ausmachte.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.