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Unwetter im Rückblick
Großes Ostseehochwasser
Fluten hinterlassen Schäden
Beschädigte Küstenabschnitte, überspülte Straßen und vollgelaufene Keller. Das schwerste Ostseehochwasser seit 15 Jahren hat Spuren hinterlassen. Am heftigsten traf es die Inseln Usedom und Rügen.
Mit Wasserständen von rund 1,80 Meter über Normal rollten die Hochwasserwellen in der Nacht zum Donnerstag an die deutsche Ostseeküste und richteten dort insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern Schäden an. Bei Zempin auf Usedom schwemmten die Fluten größere Stücke des Strandes und der Steilküste weg. Sie zerstörten Wege, Treppenaufgänge sowie einen Strandkiosk. Auf Rügen blieben die bekannten Kreidefelsen zwar verschont, dafür trug das Meer Teile der Dünen ab.
Die Orte an der Küste von Eckernförde über Rostock bis nach Stralsund kamen vergleichsweise glimpflich davon. Fast überall wurden jedoch Straßen überschwemmt. Die Feuerwehr sicherte Gebäude vor dem deutlich höher als üblich auflaufenden Wasser, einige Keller liefen aber dennoch voll. In Lübeck blieb das Holstentor gerade noch von einem Wassereinbruch verschont, insgesamt gab es dort nur unwesentlich mehr Schäden als bei einem durchschnittlichen Hochwasser.
Verantwortlich für das außergewöhnliche Hochwasser war Tief AXEL, das über Südskandinavien und die Ostsee nach Osteuropa gezogen war. Es drückte das Wasser zunächst von der deutschen Ostseeküste weg, mit im Verlauf auf Nord drehendem Wind dann aber die Wassermassen genau auf die Küste zu. Aufgrund dieses sogenannten Badewanneneffekts durfte man das Hochwasser daher eigentlich auch nicht als Sturmflut bezeichnen.