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Hitzeschäden
Synonym: Hitzeerkrankungen
Als Hitzeschäden oder Hitzeerkrankungen gelten in der Medizin Störungen der Gesundheit, die auftreten können, wenn die äussere Temperatur längere Zeit hoch ist. Schwitzen durch Sport oder andere körperliche Anstrengungen und Flüssigkeitsmangel begünstigt die Entstehung. Wenn dem Körper Flüssigkeit und Salze ausgehen, kann er nicht genug Schweiss zu seiner Kühlung bilden. Der Körper kann überhitzen, Krämpfe können sich bemerkbar machen, und der Kreislauf kann zusammenbrechen. Eine Ausnahme ist der Sonnenstich, hier waren Kopf und Nacken zu lange direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt.
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Symptome
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Die verschiedenen Hitzeschäden lassen sich an den unterschiedlichen Symptomen erkennen. Einige Krankheitsmerkmale können sich aber ähneln oder bei mehreren Formen auftreten. Details finden sich bei den einzelnen Erkankungen.
- Zur Hitzeerschöpfung kann es kommen, wenn der Körper viel Flüssigkeit und Salze (Elektrolyte) durch Schwitzen verliert und gleichzeitig zu wenig Nachschub erhält. Betroffen sind oft Badende, Wanderer, Sportler und in warmen, schlecht durchlüfteten Räumen Arbeitende. Sie sollten möglichst kühle Orte aufsuchen oder dorthin gebracht werden, sich ausruhen und geeignete Getränke zu sich nehmen (z.B. Mineralwasser, Elektrolytdrinks). Hitzeerschöpfung kann zum lebensbedrohlichen Hitzschlag führen.
- Beim Hitzekollaps erhält das Gehirn zu wenig Blut, sodass Betroffene das Bewusstsein verlieren. Grund ist, dass sich das Blut bei Überhitzung im Körper anders verteilt. Die Betroffenen verlieren das Bewusstsein; üblicherweise aber nur für kurze Zeit, denn im Liegen fliesst wieder mehr Blut ins Gehirn. Die Patienten sollten sich an kühlen Orten erholen und reichlich trinken, wenn sie bei Bewusstsein sind.
- Ein Hitzekrampf kann erscheinen, wenn der Körper bei Hitze viele Elektrolyte durch Schwitzen verloren hat. Das kann zu schmerzhaften Krämpfen in der Skelettmuskulatur wie den Armen und Beinen führen. Abhilfe schaffen geeignete Getränke (z.B. Elektrolytdrinks), Speisen (z.B. Bouillon) und Präparate mit wichtigen Salzen (z.B. Magnesium, Kalzium).
- Bei einem Sonnenstich hat lang anhaltende Sonnenstrahlung auf Kopf und Nacken die Hirnhaut gereizt. Zu den typischen Folgen zählen Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit. Der Kopf ist gerötet und heiss, der Körper aber normal warm. In der Regel erscheinen die Beschwerden zeitlich verzögert, also häufig spätnachmittags oder abends. Bei einem starken Sonnenstich sind auch Bewusstseinsverlust, Kreislaufzusammenbruch und Todesfall möglich. Wenn Hilfsmassnahmen (Ruhen an einem kühlen Ort, viel trinken, kühlen mit kalten Umschlägen oder Coolpacks) nicht schnell wirken, sich Beschwerden verstärken und der Betroffene das Bewusstsein verliert, sollte eine ärztliche Behandlung erfolgen.
- Ein Hitzschlag hat als Kennzeichen, dass die Körpertemperatur auf über 40 °C steigt. Der ganze Körper ist zumindest zu Beginn fiebrig-heiss, die Haut trocken. Der Puls ist beschleunigt, kann aber schwer zu fühlen sein, weil der Blutdruck sehr niedrig ist. Zudem kann es zu Krämpfen, Bewegungsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstseinstrübungen und Halluzinationen kommen. Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall, Anwesende sollten einen Notarzt rufen. Sie sollten Betroffene sofort aus der direkten Sonne bringen, an einen kühlen Ort verlagern und an Armen, Beinen, Nacken und Leiste möglichst gut kühlen. Wenn die Betroffenen ansprechbar sind und sich nicht erbrechen, sollten sie Flüssigkeit zu sich nehmen.
Sofort einen Notarzt rufen!
Bei sehr starken Beschwerden wie z.B. starkem Erbrechen, Krampfanfällen, Bewusstseinstrübungen, Bewusstlosigkeit und Koma sollte ein Notarzt kommen. Schwere Hitzeschäden können ernste, bleibende Schäden und im schlimmsten Fall den Tod nach sich ziehen.
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Vorbeugung
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Hitzeschäden lässt sich vorbeugen, indem man sich vor Überhitzung schützt, ausreichend trinkt, sich bei heissen Temperaturen körperlich nicht allzu viel zumutet und Kopf wie auch Nacken im direkten Sonnenschein bedeckt.