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Ein literarisches Debüt mit einer klassischen Seele. Der Reichtum von Miguel Delibes und die Stärke von Cormac McCarthy verschmolzen mit einer eigenen Stimme.
Ein Junge, der aus dem Haus geflohen ist, hört zu und hockt in den Tiefen seines Versteckes, den Schreien der Männer, die ihn suchen. Wenn das Spiel vorbei ist, bleibt vor ihm eine unendliche und trockene Ebene, die er durchqueren muss, wenn er sich endgültig von dem entfernen will, was ihn zur Flucht gezwungen hat. Eines Nachts kreuzen seine Schritte die eines alten Ziegenhirten, und von diesem Moment an wird für beide nichts mehr so sein wie früher.
Die Intemperie erzählt die Geschichte eines Kindes, das durch ein von Dürre geplagtes und von Gewalt regiertes Land flieht. Eine geschlossene Welt, ohne Namen und Daten, in der die Moral durch das gleiche Erdloch, durch das das Wasser fliesst, entwichen ist. In diesem Szenario wird das Kind, das noch nicht ganz verwöhnt ist, die Möglichkeit haben, mit den schmerzhaften Grundlagen des Urteils zu beginnen oder im Gegenteil, die von ihm gestickte Gewalt für immer auszuüben.
Durch Archetypen wie das Kind, die Ziegenhirtin oder den Sheriff konstruiert Jesús Carrasco eine harte Geschichte, gespickt mit Momenten grosser Lyrik. Ein neuartiger, Wort für Wort geschnitzter Roman, bei dem das Vorhandensein einer rauen Natur die ganze Geschichte verwebt, bis sie mit der Handlung verwechselt wird und bei dem die Würde des Menschen zwischen den trockenen Rissen der Erde mit einer ungewöhnlichen Kraft spriesst.