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Pelen sind beliebt für Schmuckstücke jeder Art. Elegante Perlenketten, schlichte Perlohrstecker, auffällige Perlen-Anhänger oder auch Ringe werden dank Perlen wunderschön in Szene gesetzt Weil Perle nicht gleich Perle ist, widmen wir ihnen diesen Einblick.
Perlen werden aus Muscheln oder Meeresschnecken gewonnen. Sie entstehen, wenn ein Fremdkörper in eine Muschel oder Schnecke eindringt und dieser anschliessend mit mehreren Schichten Perlmutt überzogen wird. Dieser Prozess dauert mehrere Monate oder auch Jahre. Der irisierende Perlglanz wird in der Fachsprache "Lüster" genannt.
Weil natürliche Perlen rar sind, begannen die Menschen in verschiedenen Teilen der Welt, Perlen zu züchten.
NATUR-PERLEN UND CONCH-PERLEN
Sogenannte Natur-Perlen entstehen ohne menschliches Eingreifen in Muscheln oder Schnecken und sind sehr selten. Die Natur-Perlen sind kernlos und oftmals barock, das heisst nicht rund.
Eine besondere Rarität bei den Natur-Perlen ist die Conch-Perle. Diese entsteht auf natürliche Weise in karibischen Conch-Muscheln, die kein Perlmut erzeugt, sondern eine kalziumartige Verdickung um einen eingedrungenen Fremdkörper bildet. So gesehen ist eine Conch-Perle eigentlich keine Perle im herkömmlichen Sinn. Dennoch sind sie sehr begehrt.
Conch-Perlen können nicht gezüchtet werden. Die bisher gefundenen Exemplare waren zwischen drei und zwölf Millimeter gross und wiesen Farbnuancen von weiss über beige, lachs, rosa bis hin zu rötlich-braun auf. Auch faszinierenden Flammenstrukturen sind möglich.
SÜDSEE-PERLE – die Königin der Perlen
Die Südsee-Perle ist die grösste, seltenste und damit auch die kostbarste Perlenart. Deshalb wird sie auch als Königin der Perlen bezeichnet.
Es gibt zwei verschiedene Arten von Muscheln, die Südsee-Perlen produzieren. Die einen sind hell, die anderen dunkel. Die helle Art erzeugt Perlen im Farbenspektrum von silberweiss bis zu dunklem Gold, einschliesslich rosa, crème, champagner, gelb, grün und blau. Die dunkle Art zeigt eine noch reichere Palette an Farben von pechschwarz über pfauengrün zu grün, blau, braun, rot, gelb und in seltenen Fällen silber und weiss.
Es dauert zwei bis drei Jahre, bis sich um ein winziges, eingeimpftes Gewebestück eine neun bis siebzehn Millimeter grosse Südsee-Perle in kräftiger Farbe gebildet hat.
Südsee-Perlen entstehen hauptsächlich in Australien, Indonesien, auf den Philipinen, Cook- und Fiji Inseln sowie in Französisch-Polynesien. Nur die Perlen aus Französisch-Polynesien dürfen Tahiti-Perlen genannt werden.
AKOYA-PERLE
Akoya-Perlen sind Salzwasser-Zuchtperlen. Sie sind bekannt und beliebt wegen ihrem faszinierenden Glanz und ihrer oftmals perfekt runden Form. Barocke Akoya-Perlen haben oftmals eine dickere Beschichtung und daher einen noch intensiveren Glanz.
Wie bei der Südseeperle, entstehen Akoya-Perlen durch einimpfen eines winzigen Stücks Mantelgewebes in die Wirtsmuschel. Eine Akoya-Muschel kann gleichzeitig bis zu drei Perlen produzieren und benötigt dafür weniger lange, als die Südsee-Muschel. Die Akoya-Perlen weisen ein natürliches Farbenspektrum von crème, gelblich oder grünlich auf. Durch die Nachbehandlung werden auch weisse, silberne und rosafarbene Töne erreicht.
Ursprünglich stammen die Akoya-Perlen aus Japan, wo auch heute noch die hochwertigsten Akoya-Perlen gezüchtet werden. China stieg vor rund dreissig Jahren in die Akoya-Perlenzucht ein und gehört heute ebenfalls zu einem etablierten Herkunftsland für diese Salzwasser-Zuchtperle.
SÜSSWASSER-ZUCHTPERLE
Süsswasser-Zuchtperlen gibt es in vielen verschiedenen Farben, Formen und Grössen. Die meisten heutigen Süsswasserzuchtperlen entstehen nicht durch einen eingepflanzten Kern. Vielmehr werden kleine Schnitte in den Mantel der Perlenschale gemacht, um diese sich in einem ersten Schritt ein Perlsack bildet. Während drei bis sieben Jahren entsteht aus jedem Perlsack eine vier bis fünf Millimeter grosse Süsswasser-Perle. In seltenen Fällen können die Perlen auch bis zu acht oder zehn Millimeter Durchmesser erreichen.
Die meisten Süsswasser-Zuchtperlen stammen aus den Gewässern Chinas.
KESHI-PERLE
Keshi-Perlen entstehen auf natürliche Weise als Nebenprodukt der Zucht-Austern, in dem die Muschel einen zufällig eingedrungenen Fremdkörper mit Perlmutt ummantelt. Keshi-Perlen gibt es in mannigfaltigen Formen und Farben. Nur die wenigsten sind rund. Sie erreichen einen Durchmesser von vier bis acht, maximal zehn Millimeter. Da Keshi-Perlen auf natürliche Art entstehen, ist auch diese Perlenart selten und wird von Liebhabern weltweit geschätzt.
MABE-PERLE
Mabe-Perlen sind zusammengesetzte Zuchtperlen oder sogenannte Zuchtperlen-Dubletten. Ein kuppelförmiger Kern mit flachem Boden wird direkt auf die Innenseite der Muschelschale geklebt. Die Auster beschichtet diesen Kern mit Perlmutt und bildet so einen Perlmuttdom.
Perlen beurteilen
Perlen werden nach verschiedenen Kriterien bewertet, welche auch den Preis bestimmen. Wichtig sind beispielsweise die Grösse und Form, die Farbe und der Lüster, die Oberflächenqualität und Stärke des Perlmutts sowie der Typ und die Verbreitung der Perle. Am Tageslicht betrachtet, kann man die Perlen am besten beurteilen.
Im Goldschmiedeatelier E Luda zeigen wir Ihnen gerne unser Sortiment an Perlenschmuck. Dazu gehören Perlencolliers, Perlenohrhänger und -Ohrstecker sowie elegante Anhänger. Rufen Sie uns an, um einen Termin zu vereinbaren oder kommen Sie spontan während den Öffnungszeiten vorbei. Wir freuen uns über Ihren Besuch.