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Der US-Brite Angus Deaton gewinnt den Nobelpreis für Wirtschaft 2015. Für jeden Gewinner bedeutet die Ehrung einen grundlegenden Einschnitt im Leben – auch für ihn. Plötzlich ist seine Meinung mit einem Schlag gefragt wie nie zuvor.
Konsumentenentscheidungen zentral
Deatons Forschungsinteressen sind Gesundheits- und Entwicklungsökonomie sowie die Befragung und das mikroökonomische Verhalten von Haushalten. «Um eine Wirtschaftspolitik zu entwerfen, die das Wohlergehen fördert und Armut reduziert, müssen wir zuerst die individuellen Konsumentscheidungen verstehen», lobte das Komitee die Arbeit des 69-jährige Deaton, «mehr als jeder andere hat Angus Deaton dieses Verständnis verbessert.»
Wieder die USA
Die Mehrheit der bisherigen Preisträger stammt aus den USA - besonders stark vertreten sind die Ökonomen von der Universität Chicago, die bisher zehn Titulare zählt.
Andere amerikanische Universitäten sind ebenfalls sehr stark vertreten: Mit Deatons Sieg 2015 kann Princeton nun auch auf fünf Preisträger zählen und zieht so mit der Columbia University gleich.
Angus Deaton stammt ursprünglich aus Schottland und hat sowohl den britischen wie auch den amerikanischen Pass. Seit 1983 forscht und lehrt er an der Princeton University in den USA.
Das Ereignis kann man auf Youtube als Live-Stream direkt aus Schwedens Hauptstadt Stockholm mitverfolgen.