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Die Doppelrolle zwischen Lernbegleitung und Verantwortung für Ziele und Assessment sinnvoll gestalten
Lehrpersonen müssen Lernende bei ihren Lernprozessen begleiten, denn Lernen können Studierende nur selber. Gleichzeitig müssen Lehrpersonen aber die Ziele eines Lernszenarios bzw. einer Lehrveranstaltung definieren, die Zielerreichung durch die Studierenden überprüfen und eine zielführende Gestaltung des Lernszenarios bzw. der Lehrveranstaltung für alle Studierenden sicherstellen.
Das wirft immer wieder Schwierigkeiten auf: wie können wir diesen sehr unterschiedlichen Aufgaben und damit Rollen gerecht werden?
Tipps
Versuchen Sie nicht, beides gleichzeitig zu sein. Sagen Sie den Studierenden (am besten vorab), wann Sie welche Rolle einnehmen, und begründen Sie es ihnen.
Seien Sie in den erforderlichen Situationen der „Kapitän“, der klare Vorgaben macht:
- definieren Sie die learning outcomes der Lehrveranstaltung und gewichten Sie sie
- bestimmen Sie die Prüfungsform und –inhalte und geben Sie diese vorab bekannt
- setzen Sie durch, dass die Methodik umgesetzt wird, die für das Alignment erforderlich ist
- sorgen Sie dafür, dass alle Studierenden sinnvoll lernen können (und nicht einzelne die Mehrheit stören)
Seien Sie so oft wie möglich der Coach, der die Studierenden fördert:
- geben Sie den Studierenden möglichst häufig konstruktives Feedback („Was ist gut?“ „Was kann wie besser werden?“)
- beziehen Sie die Studierenden in die variablen Teile des Lernszenarios bzw. der Lehrveranstaltung ein
- fragen Sie die Studierenden nach ihren Bedürfnissen und Lernstrategien, Interessen und Vorschlägen
- übergeben Sie den Studierenden möglichst viel Verantwortung für die Gestaltung ihres Lernens
Literatur:
Frey, Dieter und Schmalzried, Lisa (2013): Philosophie der Führung. Gute Führung lernen von Kant, Aristoteles, Popper & Co. Berlin/Heidelberg: Springer.