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Der Kobboi hat endlich eine passende Antwort-Postkarte gefunden.
Zurzeit öffnet der Kobboi den Briefkasten mehrmals täglich, obwohl er genau weiss, dass die Post nur einmal am Tag zugestellt wird.
Der Kobboi hat endlich eine passende Antwort-Postkarte gefunden.
Zurzeit öffnet der Kobboi den Briefkasten mehrmals täglich, obwohl er genau weiss, dass die Post nur einmal am Tag zugestellt wird.
Ich fühlte mich wohl in meiner neuen Routine. Die langen Spaziergänge mit Bello, die regelmässigen Besuche des Hafen-Cafés, die Ausfahrten mit dem Boot zum Leuchtturm, – wenn der Nordwind sie zulassen sollte – und die Arbeit am Katalog. Ich begann, mich mit der Insel und ihren Bewohnern zu verbinden, sie waren mein neues Zuhause geworden.
Und auch wenn ich unbewusst auf einen weiteren Schicksalsschlag zu warten schien, verspürte ich diese neuen, kurzen Momente des Glücks.
Text: Susan Brandy
Die Albträume wurden weniger. Wenn mich trotzdem einer mit rasendem Herzen aus dem Schlaf schreckte, blieb ich lange im Dunkeln sitzen und hörte dem Hund zu, der in seinen Träumen oft leise winselte.
Meine Gedanken wurden klarer, doch die Flecken auf meinem Gedächtnis waren geblieben. Genauso wie der Sog, der von den Tagebüchern des Alten ausging, die in der Kiste im Atelier lagen.
Text: Susan Brandy
Joven kann es sich nicht erklären, aber im Moment scheint alles gut zu sein.
Vermutlich tanzen zurzeit alle Volanter*innen zufrieden durch ihr Leben.
Bello begleitete mich auf meinen Streifzügen über die Insel und auf dem Ozean. Ich gewöhnte ihn an das Boot und nahm ihn mit, wenn ich zum Leuchtturm fuhr.
Bei der Frau des Bücherladens bestellte ich zwei Hunde-Ratgeber und versuchte mein Bestes mit dem Tier, was mir zu gelingen schien. Wenn ich die Bilder des Alten katalogisierte oder meine Notizen schrieb, lag er mir zu Füssen und döste.
Er freundete sich mit Lola und den zwei anderen Schafen an. Doch wenn ich ihn nicht im Auge hatte, jagte er sie mit freudigem Gebell aus dem Stall und trieb sie auf der Weide vor sich hin.
Text: Susan Brandy
Ich war ihm zum ersten Mal kurz nach seiner Geburt begegnet, als er noch ein hilfloser Welpe war. Bello war der schwächelnde Zweite, den die Hündin des Schafbauern im Sommer geboren hatte.
Früher hatte ich mir oft einen Hund gewünscht, mich aber stets vor der Verantwortung gescheut. Als mich der Schafbauer jedoch vor wenigen Wochen fragte, ob ich das Tier aufnehmen möchte, sagte ich ohne zu zögern ja und richtete dem Hund einen Schlafplatz vor dem Kamin ein. Im Sommer würde er draussen bei den Schafen bleiben.
Text: Susan Brandy