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Die Vorstellung über 15 km (44.) hatte auch Dario Cologna ziemlich die Sprache verschlagen. Zeitweise sei er nur noch «spaziert», so schlecht habe er sich körperlich gefühlt, stellte der bald 36-jährige Bündner ernüchtert fest. So will der vierfache Goldgewinner nicht von Olympia abtreten, das seine Karriere so sehr geprägt hat. In der Staffel zeigte er sich bereits deutlich verbessert, am Samstag (07.00 Uhr Schweizer Zeit) möchte er nun mit einem respektablen Auftritt abtreten.
Die 50 km, ein eigentlicher Mythos unter den Langläufern, brachten Cologna in der Vergangenheit oft Drama, selten aber Glück. Nur eine seiner insgesamt sieben Olympia- und WM-Medaillen holte der Münstertaler auf der längsten Distanz. 2013 im Val di Fiemme war es, als er Silber gewann. Bei Olympia stürzte er sowohl in Vancouver als auch in Sotschi in aussichtsreicher Situation.
Und doch gehörte Cologna in der Vergangenheit gerade über 50 km immer zu den «Leuten». An den letzten fünf Weltmeisterschaften seit 2013 klassierte er sich immer in den Top Ten, letztes Jahr als Neunter. Ein ähnliches Resultat müsste am Samstag als Erfolg gewertet werden. Zu erwarten ist bei den herrschenden Extrem-Verhältnissen mit rund minus 20 Grad, einer sehr harten Strecke und stumpfem Schnee ein brutal selektionierendes Ausscheidungsrennen. Ob Dario Cologna seine Olympia-Dernière geniessen kann, ist unter diesen Umständen alles andere als sicher.