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Oft spielen Tiere eine wichtige Rolle im Leben eines Menschen. Ihr positiver Einfluss kann in vielen Bereichen gemessen werden, so auch in Bezug auf die physische Gesundheit. Forschungsstudien zufolge gehen Menschen mit Haustieren seltener zum Arzt, bleiben weniger krank zu Hause, haben ein gesünderes Herz und neigen zu weniger Allergien und Asthma.
Den positiven Effekt zeigt u.a. eine Untersuchung, die an 240 Paaren durchgeführt wurde. Die Hälfte der Probanden hatten einen Hund bzw. eine Katze als Unterstützer. Alle Testpersonen mussten sich einer Stresssituation (Kopfrechnen unter Zeitdruck) aussetzen. Die Testpersonen mit tierischer Unterstützung wiesen schon zu Beginn des Experiments eine niedrigere Herzfrequenz und niedrigere Blutdruckwerte auf als die anderen Probanden und zeigten auch während der Stresssituation eine geringe Abweichung der Werte. Zudem normalisierten sich Herzfrequenz und Blutdruckwerte bei den Menschen mit Hund/Katze schneller als bei den anderen Teilnehmern. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass ein Hund oder eine Katze Stress und somit das Risiko für Herzerkrankungen senkt.
Der gesunde Einfluss auf ältere Menschen
Der positive Einfluss von Tieren auf das Herz-Kreislauf-System ist in allen Altersgruppen zu beobachten, ganz besonders bei älteren Menschen. Alte Menschen, die noch mobil sind, werden insbesondere von Hunden «auf Trab» gehalten wodurch sie von regelmässiger körperlicher Bewegung auf den Spaziergängen mit dem Vierbeiner profitieren. Dies wurde untermauert durch eine Studie, die den Zusammenhang zwischen Tierhaltung, Spazierverhalten und Auswirkung auf die Gesundheit feststellte. Ältere Menschen, die häufiger mit ihrem Vierbeiner spazieren gingen als andere, waren Nutzniesser der positiven Folgen auf die Gesundheit wie zb. der verbesserten Leistungsfähigkeit und der Fähigkeit, schneller gehen zu können. Dabei war (laut Studienergebnis) nicht die Länge der Spaziergänge der ausschlagende Faktor auf die Gesundheit, sondern die Gemeinsamkeit mit dem Hund.
Der positive Aspekt auf die Gesundheit der Kinder
Tiere spielen auch in Bezug auf die körperliche Gesundheit von Kindern eine grosse Rolle. Eine Forschung zeigt, dass Kinder, die in Familien mit Heimtieren aufwuchsen, u.a. im Allgemeinen einen besseren Gesundheitszustand aufwiesen, körperlich aktiver waren sowie weniger Verhaltens- und Lernprobleme aufzeigten. In seiner Abhandlung «Companion Animals and Child/Adolescent Development: A Systematic Review of the Evidence» («Heimtiere und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen: Eine systematische Überprüfung der Evidenz») fasste das Forscherteam zusammen, dass ein Heimtier für Kinder auf vielen Ebenen förderlich ist. Es wird den Tieren zugestanden, «das Potenzial (zu) haben, die Entwicklung gesunder Kinder und Jugendlicher zu fördern und dazu beizutragen.»
Mit oder ohne Studien – Tiere sind gut für uns
Der Vollständigkeitshalber, möchten wir darauf hinweisen, dass manche Wissenschaftler der Meinung sind, dass die Mensch-Tier-Beziehung und ihr positiver Effekt auf die menschliche Gesundheit (besonders bei Kindern) noch nicht hinreichend bewiesen ist und noch mehr Forschung benötigt.
In der Zwischenzeit hat jeder Haustier-Halter selber die Möglichkeit herauszufinden, wie positiv sich ein Tier auf einen selber, die Kinder und die ganze Familie auswirken kann.