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Bleiben wir noch einen Moment im «Dalbeloch». Wenn wir das «Kneippbecken» hinter uns lassen und den rauschenden Teicharm überqueren, dann kommen wir zum «Maja Sacher Platz». Der Namensgeberin verdanken wir das moderne Gebäude, das wir hier von hinten sehen: Das Museum für Gegenwartskunst, das von der Mäzenin gestiftet wurde. Hier stand früher eine Papierfabrik. Maja Sacher, geborene Maja Hoffmann-Stehlin, lebte von 1896 bis 1989. In erster Ehe war sie mit Emanuel Hoffmann, dem Sohn von Fritz Hoffmann-La Roche verheiratet, der 1898 das Pharmaunternehmen Hoffmann-La Roche gegründet hatte.
Maja Sacher hatte eine künstlerische Ader: Sie absolvierte eine Ausbildung als Bildhauerin und war Zeit ihres Lebens eine grosszügige Förderin und Geldgeberin der schönen Künste. Ihr Engagement wurde noch intensiviert, als sie 1934 den Dirigenten Paul Sacher (1906-1999) heiratete, bekannt als Gründer des Basler Kammerorchesters, der «Schola Cantorum Basiliensis» und natürlich der nach ihm benannten Stiftung, die den Nachlass von Komponisten wie Igor Strawinsky und Anton Webern betreut.
Aber wieder zurück zum Museum: Dank der finanziellen Unterstützung von Maja Sacher konnte in Zusammenarbeit mit der Christoph Merian-Stiftung 1980 in einer ehemaligen Industrieliegenschaft das Museum für Gegenwartskunst in Basel eröffnet und der Emanuel Hoffmann-Stiftung ein passender Rahmen gegeben werden. Es wurde 1980 als erstes Museum in Europa eröffnet, das ausschliesslich dem zeitgenössischen Kunstschaffen gewidmet ist, und wird durch die Öffentliche Kunstsammlung Basel betrieben.
Das Museum für Gegenwartskunst zeigt Werke zeitgenössischer Kunst aus den Beständen des Kunstmuseums Basel und der Emanuel Hoffmann-Stiftung. Neben wechselnden Sammlungspräsentationen, die stets in einen Dialog mit den aktuellen Ausstellungen treten, finden im Museum für Gegenwartskunst regelmässig Vorträge und Diskussionen zu Themen aktueller Kunst statt, sowie Werkbetrachtungen und Führungen. Dieses Museum ist ein Ort der Auseinandersetzung, ein Laboratorium für eine vielfältige zeitgenössische Kunstproduktion und –praxis.
Seit 2003 werden übrigens alle nicht ausgestellten Werke der Emanuel Hoffmann-Stiftung im «Schaulager» aufbewahrt, einem beim Dreispitz am Stadtrand gelegenen, vom Museum aus gut erreichbaren Bau der Architekten Herzog & de Meuron..
Webseite Museum für Gegenwartskunst: