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Die hohen Ölpreise sind nach wie vor einem knappen Angebot bei gleichzeitig steigender Nachfrage geschuldet. Das Angebot kann derzeit nur durch die OPEC-Allianz erhöht werden.
Die Organisation erdölexportierender Länder will ihre Förderung im November um lediglich 400'000 Fass pro Tag anheben. Es bestehen jedoch auch Bedenken, ob die OPEC-Gruppe momentan überhaupt in der Lage ist, die Förderung weiter auszudehnen. Vor der Corona-Krise existierte mit der US-Schieferölindustrie eine «zweite Macht», welche im Wettbewerb zur OPEC-Allianz stand. Aktuell nimmt die Förderung aufgrund der hohen Ölpreise zwar langsam zu. Die Wachstumsrate ist allerdings zu gering, um in absehbarer Zeit eine Wettbewerbssituation zu schaffen, welche die OPEC unter Druck setzen könnte. Für das kommende Jahr wird mit einer weiter steigenden Ölnachfrage gerechnet. Allein dieser Umstand sorgt für zusätzlichen Preisauftrieb. Hinzu kommt der zusätzliche Ölbedarf aus Sektoren, die sich bisher mit Gas versorgten. Es wird damit gerechnet, dass dieser Bedarf noch weiter ansteigen dürfte. Aufgrund eines US-Feiertags (Columbus Day) werden die wöchentlichen US-Bestandsdaten (API / DOE) erst einen Tag später veröffentlicht.