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Depression ist die häufigste Diagnose bei stationären Psychiatrie-Patienten. Diese sind heute zwar weniger lang hospitalisiert, aber viele von ihnen treten nach der Entlassung häufiger wieder in eine Anstalt ein.
Gemäss einer Studie des Gesundheitsobservatoriums ist die Zahl der stationär behandelten Patienten zwischen 2000 und 2006 mit rund 50'000 stabil geblieben. Dagegen hat die Zahl von psychiatrischen Behandlungen um 9,3% auf rund 77'000 zugenommen.
Diese Zunahme führen Experten darauf zurück, dass Patientinnen und Patienten vermehrt zwischen ambulanten und stationären Angeboten wechseln. Dies ermögliche Behandlungen, die besser auf die spezifischen Bedürfnisse einzelner Patientinnen und Patienten zugeschnitten sind.
Es brauche spezifische Angebote, um "Drehtürpsychiatrie" zu verhindern. Wenn Patientinnen und Patienten zu früh entlassen würden, um kurz darauf wieder in eine psychiatrische Einrichtung einzutreten, könne dies zu längeren und schwierigeren Krankheitsverläufen führen als nötig.
Die häufigste in der stationären Psychiatrie behandelte Erkrankung ist nach wie vor die Depression (21% aller Diagnosen), gefolgt von Problemen aufgrund von Alkoholmissbrauch (16%), Schizophrenie (9%) und Problemen aufgrund anderer Substanzen wie Cannabis, Schlafmittel oder Kokain (9%).