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16.02.2021
Berührendes Werk über die Ewigkeit, nachdenkenswerte Betrachtung zum Gericht Gottes.
Das Buch „Die Ewigkeit im Herzen“ von dem Autor John Bevere ist bereits in der zweiten Auflage im September 2008 im Adullam Verlag erschienen. Ergänzend zu dem Buch gibt es vom gleichen Autor das Arbeits- und Tagebuch, das mir in der ersten Auflage vom Dezember 2011 vorliegt und ebenfalls im Adullam Verlag erschienen ist.
Inhaltlich setzt sich der Autor mit der Thematik der Ewigkeit und des Gerichts Gottes auseinander. Nach einer Einleitung und einem einführenden Kapitel zum Begriff Ewigkeit folgt eine Allegorie über das Königreich Affabel, das hier stellvertretend für das Reich Gottes steht. In der Allegorie wird die Geschichte von fünf Endelitern erzählt, die für verschiedene menschliche Charaktere stehen. Es sind der Geschäftsmann „Unabhängig“, der Bauunternehmer und Grundstücksmakler „Verführt“, die Schulassistentin „Zaghaft“, der Bürgermeister von Endel „Selbstsüchtig“ und die Restaurantbesitzerin „Liebe“. Beim Lesen der Allegorie folgt der Leser/die Leserin fünf Jahre ihres Lebens, der sog. Prüfungszeit, sowie dem Tag des Gerichts von König Jalyn. In neun weiteren Kapiteln führt der Autor den Leser/die Leserin durch seine Argumentation und Betrachtung des Gericht Gottes und der Ewigkeit. Hierbei beschreibt er aus seiner Sicht zum Beispiel den Ort der Toten oder auch den Himmel. Er erläutert, was das Fundament für das Leben in Ewigkeit oder auch der Richterstuhl Christi für ihn bedeutet. Den Abschluss bilden drei Kapitel, die sich inhaltlich mit den Vorstellungen Gottes für die Menschheit, das Leben in der Gemeinde und dem persönlichen Einfluss auseinandersetzen.
Dieses Buch stellt die Wichtigkeit heraus, was das Leben jetzt für das Leben in der Ewigkeit bedeutet. Anhand der Lebensweise und des Gerichtsurteils der fünf Endelitern aus der Allegorie leitet John Bevere diese enorme Bedeutung ab. Sehr schlicht und einfach ist das Leben der heutigen Menschheit anhand dieser Beispiele erkennbar. Der Autor betont, dass das Lesen des Buches und die Bearbeitung der Fragen im Arbeitsbuch ein Probelauf für das Gericht Christi sein kann. Auch wenn ich mich an diesem Begriff etwas störe, hebt er doch die Bedeutung des Inhalts hervor. Ein weiterer Punkt, den John Bevere häufig anspricht, ist die Gerechtigkeit. Auch wenn er in späteren Kapiteln deutlich macht, dass es ihm nicht um die Werksgerechtigkeit geht, empfand ich es als eine Gradwanderung, die er begeht. Man muss schon mit der Diskussion vertraut sein und ich hätte mir hier eine klarere Unterscheidung gewünscht. Hierzu gibt es im Kapitel „Der Richterstuhl Christi“ ein leicht verständliches Rechenbeispiel, aus dem für mich besonders deutlich geworden ist, dass wir als Menschen nichts aus uns selbst heraus schaffen können und wirklich auf die Gnade Gottes angewiesen sind.
Gelungen finde ich die Klärung von Begriffen, wie Ewigkeit, Hölle und Himmel, hier beschreibt der Autor sehr gut und belegt diese Betrachtungen auch anhand von Bibelstellen. Auch das Kapitel „Das Fundament“, in dem es u.a. um die Ehrfurcht vor Gott geht, hat mich sehr angesprochen. Sehr fundiert erläutert und belegt der Autor hier seine Argumentation.
Ein letzter Kritikpunkt, der eher zu der Herangehensweise gehört, ist, dass in der Einleitung ein Hinweis fehlt, wie man mit den beiden Büchern zusammenarbeitet. Sollte man für das bessere Verständnis zunächst das Hauptbuch komplett lesen, bevor man zum Arbeitsbuch übergeht, oder sollte man die beiden Bücher parallel lesen?
Zusammenfassend ist es für mich schon ein Buch, dass man gelesen haben sollte. Das Thema Ewigkeit ist nichts, was man als gläubiger Mensch „ewig“ aufschieben sollte.