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Grundsätzlich gilt: Wer über eine gymnasiale Matura (an einer Kantonsschule, Gymnasium erlangt) verfügt, hat Zugang zu allen Hochschultypen (FH, PH, Uni, ETH). Das Maturazeugnis wird vom jeweiligen Kanton (die Gymnasien, Kantonsschulen unterstehen den Kantonen) ausgestellt und ist eidgenössisch anerkannt.
Für ein Studium an einer Fachhochschule wird nebst der gymnasialen Matura in der Regel zusätzlich Arbeitserfahrung verlangt.
Eine Berufsmaturität oder Fachmaturität berechtigt an einer Fachhochschule zu studieren. Der Zugang zu einer PH (Pädagogische Hochschule) ist mit einer Berufsmaturität und einer Aufnahmeprüfung möglich. Weitere Zulassungen sind möglich, variieren aber in Abhängigkeit des Studiengebietes.
Ein Studiengang besteht aus Modulen (= Vorlesungen, Proseminare, Seminare etc.).
Für Module werden Kreditpunkte gemäss dem ECTS-System (European Credit Transfer System) vergeben, wenn ein Leistungsnachweis erbracht wird. Leistungsnachweise bestehen aus Prüfungen, Referaten, Praktika und schriftlichen Arbeiten.
1 Kreditpunkt (KP) entspricht etwa 30 Stunden Arbeit. Pro Jahr können 60 Kreditpunkte (das entspricht etwa 1800 h Arbeit fürs Studium) erworben werden, so dass ein Bachelorstudium sich aus 180 Kreditpunkten zusammensetzt.
Mehr über den Aufbau eines Studienganges hier
Weil der zeitliche Aufwand (Präsenzpflicht plus Lernen daheim) für ein Studium gross ist, bleibt nur wenig Zeit für berufliche Tätigkeiten (Studentenjob, höchstens 20–30%).
Ein Studium an der ETH bringt meist den grössten zeitlichen Aufwand mit sich, weil die Stundenpläne straffer sind, der Stoff abstrakter ist und meist in Übungslektionen gelernt wird, den Stoff anzuwenden. Zudem ist ein grosser Teil des Studiums wissenschaftlich/empirisch ausgerichtet. Dies setzt voraus, dass die Grundlagenfächer Mathematik, Physik und Chemie beherrscht werden müssen. Wem dies während des Gymnasiums nicht gelungen ist, muss mit zeitlichem Mehraufwand die Lücken während des Studiums schliessen.
Die Studiengebühren belaufen sich meist gegen CHF 750.– pro Semester. Falls man nicht mehr bei den Eltern wohnen kann/will, gibt es die Möglichkeit in einer WG (Wohngemeinschaften) ein Zimmer zu mieten oder eine eigene Wohnung zu mieten. Dadurch steigen die Lebenshaltungskosten (Miete, Essen etc.). Mit einem Studentenjob kann man sich etwas Geld dazu verdienen.
Weiter hat man die Möglichkeit, beim Wohnkanton Stipendien zu beantragen. Es gibt auch Stiftungen, die Studenten finanziell mit Darlehen unterstützen.