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Untertitel: Reglement des Grossen Rates
Neu muss nun die Einberufung nur acht Tage vor Sessionsbeginn erfolgen. Dies könnte zu Absagen von Sessionen führen, falls nicht genügend Gegenstände diskussionsreif sind. Die SP-Fraktion wehrte sich gegen diese Verkürzung. Sie befürchtete, dass so nicht genügend Zeit für das Studium der Dossiers bleibt. Ihr Antrag wurde aber mit 64 zu 30 Stimmen abgelehnt.
Abgeblitzt sind auch die SP-Grossräte Martin Tschopp und René Fürst mit ihrem Anliegen. Sie wollten, dass über eingereichte Resolutionen in der Regel erst am folgenden Tag diskutiert und abgestimmt wird. Die Fraktionen sollten genügend Zeit haben, um über die Resolution zu beraten. Falls am gleichen Tag abgestimmt werden müsse, sollte den Fraktionen noch genügend Zeit eingeräumt werden, um sich mit dem Anliegen zu befassen.
Das Büro des Grossen Rates war aber anderer Ansicht. Über die eingereichten Resolutionen sollte noch am gleichen Tag diskutiert und abgestimmt werden. «Damit die Resolution nicht verwässert wird», begründete Rudolf Vonlanthen, erster Vizepräsident des Grossen Rates, die Meinung des Büros. Nur in Ausnahme- fällen soll eine Verschiebung auf den andern Tag möglich sein. Mit 80 zu 15 Stimmen (16 Enthaltungen) wurde die Mini-Revision des Reglementes auch verabschiedet.