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Naturschutzgebiet Drumlinlandschaft: Verzaubert von Wasserjungfern
Nachdem Sie Wetzikon hinter sich gelassen haben, erkennen Sie langgestreckte, bewaldete Kuppen – die Drumlins. Der Ausdruck stammt aus dem Keltischen und bedeutet «langgestreckter Hügel». Diese Drumlins wurden gegen Ende der Eiszeit geformt: Abschmelzende und später wieder vordringende Gletscherzungen haben den liegen gebliebenen Moränenschutt in walähnlichen Stromlinienformen modelliert. Nach der Eisschmelze konnten sich in den feuchten Mulden Moore entwickeln. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Torf abgebaut - zur Nutzung als Brennmaterial. Dadurch wurden die meterdicken Hochmoore zerstört; zurück blieb ein vielfältiges Mosaik aus Übergangs- und Flachmooren, Gräben und Tümpeln. Im Laufe des letzten Jahrhunderts gerieten auch diese wertvollen Lebensräume durch Pflug, Gülle und geplante Verkehrsprojekte in Gefahr.
Wichtige Torfstiche
Das Überleben einiger Libellenarten, wie beispielsweise der Grossen Moosjungfer, hängt vom Bestehen ehemaliger Torfstiche oder alter Gräben ab. Diese werden in Abstimmung mit der Moorregeneration so unterhalten, dass sie einerseits nicht einwachsen und andererseits nicht entwässernd wirken: Denn das wäre schädlich für die Moorvegetation. Nach mehreren Häutungen steigen die Libellenlarven aus dem Wasser, befreien sich aus der Larvenhaut - und wir werden Zeuge ihrer Flugkünste. So zum Beispiel am Mostbach, wo anfangs Juni die Männchen der Blauflügel-Prachtlibelle beim Revierkampf zu beobachten sind.
Karte: 1:25'000, Blatt 1112 Stäfa.