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Beim Lymphödem handelt es sich um meist unsymmetrisch auftretende, proteinreiche Wassereinlagerung im Gewebe. Das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung.
Welche Ursachen gibt es?
Lymphödeme treten auf, wenn die Lymphgefässe geschädigt sind oder der Transport der Lymphflüssigkeit mechanisch behindert wird.
Daraus ergeben sich zwei Arten von Lymphödemen:
- das primäre, mit fehlendem oder verminderten Lymphabfluss und
- das sekundäre Lymphödem, welches durch mechanische Abflussbehinderung auftritt.
Die primäre Form ist angeboren, das sekundäre Lymphödem dagegen erworben (durch Folgen einer Operation, Infektion oder bösartigen Erkrankungen).
Welche Symptome haben die betroffenen Patienten?
Es liegt eine unsymmetrische Schwellung einer bestimmten Körperregion vor. Lymphödeme können an allen Körperregionen, nicht nur an den Extremitäten auftreten.
Unbehandelt schreitet die Schwellung voran, es kommt zur Weichteilinfektion, dem Erysipel oder auch als „Rotlauf“ bekannt und damit zur weiteren Schädigung der Lymphbahnen. Das Finalstadium ist die Elephanthiasis.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Nach einer genauen Untersuchung und Behandlung der Primärerkrankung beim sekundären Lymphödem ist die Komplexe Physikalische Entstauung (Komplexbehandlung) die wichtigste Massnahme. Diese besteht aus einer professionellen manuellen Lymphdrainage, der anschliessenden Kompression und der intensiven Hautpflege. Ergänzt wird diese Behandlung durch Bewegungstraining.
Selten erwähnte operative Methoden haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht und sind demzufolge in der internationalen Fachliteratur kontrovers diskutiert.
Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, ist die Therapie kontinuierlich erforderlich.