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Verwaltungsgericht lehnt Antrag ab
Im Jahre 1994 wird die Frau arbeitslos und entscheidet sich für ein Theologiestudium, das durchschnittlich sechs Jahre dauert. Nach fünf Jahren Studium bittet die Studentin im Januar 1999 um Sozialhilfe. Der Antrag wird geprüft und sie erhält während drei Monaten finanzielle Hilfe, um ihren Unterhalt zu decken. Im Mai jedoch sistiert die Gemeinde ihre Zahlungen. Die Sozialkommission begründet den Entscheid damit, dass die Frau ihren Unterhalt selber bestreiten könnte, wenn sie arbeiten würde. In der Folge wird ihr eine 50%-Anstellung in einem Beschäftigungsprogramm angeboten, die sie jedoch ablehnt mit der Begründung, dass sie sich auf ihr Studium konzentrieren möchte. Sie reicht Rekurs ein.
Die Sozialkommission sieht aber keine ernsthaften Gründe, die sie vom Arbeiten abhalten könnten, zumal das Studium dadurch nicht behindert wird. Sie will aber lieber zuerst ihr Studium beenden und dann eine Arbeit suchen. Schliesslich landet der Fall beim Verwaltungsgericht, das sich mit der Situation der Studentin auseinander setzt. Auch das Verwaltungsgericht ist der Meinung, dass sie die angebotene Stelle hätte annehmen sollen und somit ganz auf die Sozialhilfe hätte verzichten können. Dazu kommt noch, dass es sich beim Studium um eine Zweitausbildung handelt, die aus ökonomischen Gesichtspunkten nicht notwendig sei. Der Verzicht auf die Stelle wird als Unwille zur Kooperation interpretiert.
Ausserdem ist gemäss Verwaltungsgericht nur subventionsberechtigt, wessen Erstausbildung den eigenen Unterhalt nicht zu decken vermag oder wer sich durch die Weiterbildung grössere Chancen auf dem Arbeitsmarkt ausrechnen kann. Persönliche Vorlieben hingegen sind kein genügender Grund, damit eine zweite Ausbildung von der Gemeinde finanziell unterstützt wird. Vor allem, wenn es sich um eine mehrjährige Ausbildung handelt und keine wirtschaftlichen Gründe vorliegen. Aufgrund dieser Fakten kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass dem Rekurs nicht Rechnung zu tragen und der Antrag daher abzulehnen sei.