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Säulengiessgefäss aus Zinn
Giessgefäss aus Zinn mit zwei Ausgüssen, Zuger Wappen, Pinienzapfenknauf und gewundenen Säulen. Die Mittelpartie ist zurückgesetzt, so dass der Oberbau durch zwei in barocker Art gewundene Säulchen optisch gestützt werden muss. Die Verbindung zwischen Wasserbehälter und Ausgusshahnen ist dekorativ aufwändig als eine Art Pyramide mit je einem bekrönenden vollplastischen Meerweibchen gestaltet. Das von Rocaille-Ornamenten gerahmte und gekrönte Zuger Wappen am giebelartig gestalteten Deckel ist ein Hinweis auf die Herkunft des Giessgefässes. Der abnehmbare Deckel endet in einem Pinienzapfenknauf, der als hoffnungsvolles Symbol des Lebens gedeutet werden kann. Die Meistermarke «I L K» des Zinngiessers Joachim Leonz Keiser (30.08.1728–26.04.1809) befindet sich auf der Rückseite des Deckels. Ebenso ist das Objekt mit dem Beschauzeichen von Zug versehen.
Das Gefäss gehört zum Wasserbecken (Inv.-Nr. 2337) dazu. Das Giessgefäss stammt aus dem alten Stadtspital (heute Burgbachschulhaus) an der St.-Oswalds-Gasse in Zug. Ein Giessgefäss dient zum Waschen der Hände mit Wasser vor oder nach dem Essen. Solche Gefässe waren in einem Stubenbuffet oder einem schmalen Schrank (Gänterli) untergebracht und oftmals mit einem zugehörigen Hand- oder Ablaufbecken versehen.