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Homonym und das Peirce-Problem:
Auf Anregung von R. Jakobson, R. Barthes, E. Benveniste, A. Greimas, C. Lévi-Strauss und T.. Sebeok hat die International Association of Semiotic Studies im Jahre 1969 beschlossen, den Begriff Semiologie durch das nahezu synonym verwendete Wort Semiotik zu ersetzen.

Semiologie wurde 1916 Cours de linguistique générale eingeführt, der die Linguistik begründet hat - was sehr oft mit einer allgemeinen Theorie der Zeichensysteme und der Kommunikation verwechselt wird, wie sie ansatzweise von C. Morris vergelegt wurde, die mit der Semiologie kaum Verwandtschaft oder Ähnlichkeit hat.
M. Foucault unterschied Semiologie und Semiose zu unterscheiden. ↑ Semiologie bei Michel Foucault[Bearbeiten] In seiner erstmals 1966 auf französisch erschienenen Schrift Les mots et les choses grenzt Michel Foucault den Begriff der Semiologie von jenem der Hermeneutik ab. Während er diese als die „Gesamtheit der Kenntnisse und Techniken, die gestatten, die Zeichen sprechen zu lassen und ihren Sinn zu entdecken“[8] benennt, bezeichnet er die Semiologie als „die Gesamtheit der Erkenntnisse und Techniken, die gestatten zu unterscheiden, wo die Zeichen sind, zu definieren, was sie als Zeichen instituiert, ihre Verbindungen und die Gesetze ihrer Verkettung zu erkennen.“[8]
Anmerkung:
Ein ausgestreckter Zeigefinger zeigt mir eine Richtung, meinem Hund dagegen nicht, weil er auf den Finger statt in dessen Richtung schaut. Mein Hund erkennt aber, dass ich den Stecken, den ich wegwerfe, wiederhaben will, und vor allem, dass er ihn apportieren soll. Das Wegwerfen ist für ihn ein Zeichen, wie das Klingeln der Glocke von I. Pawlow (wodurch ein Zusammenhang zwischen Pragmatik und Behaviorismus hergestellt ist).
Ein Bild muss nicht als Verweis oder als Abbildung betrachtet werden. Es zeigt, was es zeigt. Als Reprasentamen ist eine Ansichtskarte, die einen Berg oder einen Sonnenuntergang zeigt, dasselbe wie der Berg oder der Sonnenuntergang: Beide mag mich an etws erinnern.
Literatur:
"Semiose ist jenes - für die Menschen typische - Phänomen, durch welches - so C. Peirce - ein Zeichen, sein Objekt und seine Interpretation in ein Wechselspiel treten. Semiotik ist die theoretische Reflexion über das, was Semiose ist" (Eco: 26).