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Der historische Weiler Winkel
Der Weiler Winkel in der Horwerbucht wird geprägt vom Bauernhaus Dormen, dem Zollhaus, der Kapelle und dem Seehotel. Das der Gemeinde gehörende Strandbad Winkel und die vor Anker liegenden Boote gehören aber ebenso zum heutigen Bild. Das Gebiet um den Weiler Winkel ist nicht nur begehrter Wohnort sondern auch Ausgangspunkt für einen Spaziergang oder eine Wanderung über oder um die Horwer Halbinsel.
Die Seeleute von Winkel waren zuständig für den Personen- und Güterverkehr zwischen Luzern und Unterwald. 1798 stationierten französische Truppen im Winkel, um die Nidwaldner zu bezwingen. Einhundert Jahre später entzog die bessere Strassenerschliessung, die Brünigstrasse sowie die Dampfschiffgesellschaft dem jahrhundertealten Wirtschaftzeig die Grundlage. Die Entwicklung des Dörfleins Winkel mit etwa zehn Häusern, dem Wirtshaus und der Kapelle trat hinter der Dorfbildung im Zentrum und in Ennethorw zurück.
Die denkmalgeschützte Dreikönigskapelle ist seit dreieinhalb Jahrhunderten ein prägender Bestandteil des Ortsteils Winkel. Sie wurde 1648, auf dem historischen Weg nach Nidwalden, gebaut. Nach einer umfassenden Sanierung wurde sie 2010 wieder eingeweiht.
Das heutige Seehotel Sternen ersetzte 1986 das alte Gasthaus gleichen Namens. 1643 wurde das Tavernenrecht «mit dem Schilde zum Sternen» erteilt.
Markantestes Gebäude im Weiler Winkel ist wohl das historische Zollhaus. Für deren Erhalt setzte sich eine Genossenschaft ein – das Gebäude wurde vor dem Abriss gerettet und saniert. Heute dient es als Wohnhaus.