Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03185.jsonl.gz/803

Dr. Donald Sullins von der Catholic University of America, Washington D.C., zeigt darin auf: Viele Frauen, die abtreiben, entscheiden sich weder frei, noch werden sie durch die Abtreibung befreit. Er untersuchte die Daten aus der laufenden Langzeitstudie «Add Health» von fast 4000 Frauen. Die Daten von «Add Health» gehören zu den repräsentativsten über die US-Bevölkerung.
Der Entscheidungsprozess, der zu einer Abtreibung führt, ist vielschichtig. Eine Schwangerschaft betrifft nicht nur die Mutter, sondern auch den Kindsvater und je nach Situation der Schwangeren auch andere Personen, wie Eltern, Arbeitgeber und Ärzte. Diese lehnen oft das ungeborene Kind ab. Die SHMK kennt das aus ihrer täglichen Beratungstätigkeit.
Sullins stellt fest, dass eine von fünf Frauen, die abtreiben, das Kind gar nicht abtreiben will. Bei Befragungen durch Abtreibungsanbieter gibt sogar über ein Drittel der abtreibungswilligen Frauen an, dass sie sich dem Wunsch ihres Partners oder ihrer Eltern fügen.
Sullins hält fest, dass unter den 28-jährigen Frauen, die abgetrieben haben, das Risiko, an Depressionen oder Angststörungen zu erkranken sowie durch Suizid gefährdet zu werden, bei jenen, die gegen ihren Willen dazu gedrängt wurden, um 69 % höher liegt als bei Frauen, die ein gewolltes Kind geboren haben. Bei Frauen, die bei einer ungewollten Schwangerschaft abgetrieben haben, ist das Risiko für diese Erkrankungen im Vergleich mit Frauen, die ein ursprünglich ungewolltes Kind geboren haben, immer noch um 18 % erhöht.
In der Schweiz treiben jährlich über 10’000 Frauen ab. Gemäss Sullins Grössenordnung würden also rund 2000 Frauen ein gewolltes Kind abtreiben. Mit ihrem Wirken stärkt und ermutigt die SHMK die Frauen, sich gegen das lebensfeindliche Umfeld durchzusetzen und Ja zum Kind zu sagen. Das bewahrt sie auch vor den psychischen Folgen einer Abtreibung.
* Medicina 2019, 55(11), 741; https://doi.org/10.3390/medicina55110741