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Dies entspreche dem Fahrplan des Gesetzes von 1991 zur Erforschung der Entsorgung radioaktiver Abfälle (der "Loi Battaille"), erklärte der französische Energieminister Patrick Devedjian anlässlich der Präsentation des erstmals in Frankreich vorliegenden Inventars radioaktiver Abfälle. Erarbeitet worden ist es von der Agence nationale pour la gestion des déchets radioactifs (Andra), dem französischen Pendant zur Nagra.
Das Gesetz von 1991 stipuliert eine 15-jährige Forschungs- und Entwicklungsperiode. Keine Angaben machte Devedjian darüber, ob sich in dieser Zeit bereits eine Lösung für die Lagerung der radioaktiven Abfälle ergeben hat, oder ob sich die Regierung mehr Zeit zum Nachdenken über neuste Studien einräumen wird. Eine Lösung müsse gefunden werden, man könne sie aber nicht erzwingen, sagte Devedjian.
Das Inventar der Andra umfasst alle radioaktiven Abfälle und verwertbaren Materialien, die sich auf dem Territorium Frankreichs befinden. Inbegriffen sind Abfälle aus den Kernkraftwerken, den Spitälern, der Industrie und der Forschung. Im weiteren erklärte Devedjian, von der Regierung werde ein Weissbuch erarbeitet, das es im zweiten Semester 2005 dem Parlament und den von Lagerstandorten betroffenen Regionen ermöglichen soll, sich abzustimmen. Das Andra-Inventar sei in diesem Zusammenhang ein wichtiger Beitrag für die im Jahr 2006 vorgesehene öffentliche Debatte.
Quelle
H.K nach Pressekonferenz der Andra, 22. November 2004