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Das Regenwetter in London verhalf Kariem Hussein (LC Zürich) im Gegensatz zu seinem EM-Gold 2014 im Zürcher Letzigrund nicht zum Exploit. Der Thurgauer erreichte an den Weltmeisterschaften in London im Final über 400 m Hürden den 8. Rang.
Der 28-jährige Schweizer war als Aussenseiter ins Rennen gestiegen und konnte diese Rolle nicht abstreifen. Seine sieben Gegner sind in diesem Jahr alle schon schneller gelaufen und auch im Final im Olympiastadion war das so. Mit 50,07 Sekunden resultierte eine Zeit, die auch trotz misslicher Bedingungen nicht seinen Vorstellungen entsprach.
Auf Bahn 9 geriet der Thurgauer nach und nach ins Hintertreffen und konnte auch auf der Zielgeraden nichts mehr korrigieren. „Ich wollte bei 200 m das Rennen nochmals lancieren. Aber ich habe den Moment zum Agieren verpasst, ich kam nicht in den Flow“, schilderte Hussein seine Eindrücke. „Ich hatte hier eine Chance, konnte sie aber nicht packen.“ Der Schweizer war mit seiner Einteilung glücklich gewesen. Bahn 9 offerierte ihm die Möglichkeit, sich einzig auf seinen Lauf und nicht auf die Gegner zu konzentrieren. Gleichwohl hielt er seinen Lauf nicht wie gewünscht im Fokus.
Ein Norweger vor einem Türken
An der Spitze ereignete sich Bemerkenswertes. Zwei Europäer, also Konkurrenten von Hussein an den Europameisterschaften in Berlin 2018, hielten den Amerikaner Kerron Clement in Schach, der sein drittes WM-Gold nach 2007 und 2009 anpeilte. Der Amerikaner war vergangenen Sommer im dritten Anlauf zum ersten Mal Olympiasieger geworden. In London schloss er aber nie zu Schnellstarter Carsten Warholm auf. Der Norweger zog in 48,35 Sekunden durch und hielt auch den für die Türkei startenden Kubaner Yasmani Copello auf Distanz.
Der angehende Arzt Hussein, der seine Saisonbestzeit von 48,79 Sekunden vor gut einem Monat bei seinem Sieg an der Athletissima in Lausanne schaffte, lieferte im Olympiastadion im Queen Elizabeth Park im Nordosten Londons drei Läufe von unterschiedlicher Qualität ab. Nur mit viel Dusel hatte der EM-Dritte von Amsterdam 2016 im Vorlauf das vorzeitige Aus verhindert. Als schwächster der 24 Athleten qualifizierte sich Hussein in für ihn mehr als bescheidenen 50,12 Sekunden für den Halbfinal – und dies auch nur, weil mehrere direkte Konkurrenten disqualifiziert worden waren. In den Halbfinals schaffte der Athlet von Trainer Flavio Zberg aber eine Wende, die ihm nur wenige zugetraut hatten. Jetzt im Final ging es auf der Achterbahn wieder abwärts.
Täglich live im Schweizer Fernsehen
Das Schweizer Fernsehen (SRF, RTS und RSI) berichtet täglich live von den Weltmeisterschaften in London. Mit rund 50 Stunden Live-Leichtathletik kommen die Fans in den Genuss eines so umfassenden WM-Services wie noch nie.
Swiss Athletics wird nebst den Newsmeldungen auf der Verbands-Website auch auf Facebook und Twitter ausführlich über das Schweizer WM-Team berichten. Fotos des Schweizer Teams gibt es auf der Website von athletix.ch.
(SDA/fre)