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01. Apr 2020
Wie das Kopfkino die Vorstellungskraft von neunjährigen Schülerinnen und Schülern befeuert, zeigt die Arbeit in der Klasse von Emilia Boeschoten im Schulhaus Manuel.
«Heute gibt es Kopfkino!», eröffne ich den Sitzkreis in der dritten Klasse von Emilia Boeschoten. Einige Kinder schmunzeln, sie kennen das Kopfkino bereits von ihrer Lehrerin. Ich darf in dieser Doppellektion mit ihrer Klasse an widersprüchlichen Wortverbindungen arbeiten. «Schliesst nun die Augen,
und stellt euch einen Zwerg vor. Wie ist er gekleidet? Was trägt er auf dem Kopf? Wartet, bis ihr ein genaues Bild habt, und hebt dann die Hand.» Ich warte auf die Handzeichen und fordere die Kinder auf, die Kopfbedeckung
des Zwergs zu wechseln und ihm dann etwas in die Hand zu geben. Ein Knabe beginnt zu lachen, wahrscheinlich trägt sein Zwerg etwas Besonderes auf dem Kopf. «Ich habe ihm einen Pfannendeckel aufgesetzt», erzählt der Knabe dann in der Auswerterunde. Die Kinder berichten von Hüten und Kappen und von Besen und Lampen in der Hand. «Ich habe meinem Zwerg eine schwarze
Pelzmütze angezogen, und ich konnte ihn ganz klein machen», sagt ein anderer Knabe und zeigt es mit Daumen und Zeigefinger. Nun wollen alle Kinder zeigen, wie klein ihre Zwerge sind.