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"Was meinst das "was nimmst du wahr?"
"Ich höre diese Begriffe zwar, sie sagen mir alle nicht viel."
"Ich habe keine Ahnung, was damit eigentlich gemeint ist..."
"Da blick ich einfach nicht durch..."
"Was? Ich und sensibel? Nie und nimmer! Quatsch! Was für eine Gefühlsduselei ist DAS denn?"
Das höre ich oft von Frauen und Männern! Siehst du auch nur Fragezeichen, wenn auf einmal Menschen anfangen von Achtsamkeit, Bewusstsein, Sensibilität, Wahrnehmen zu reden? Die Begriffe werden so häufig verwendet und doch - sie verwirren sehr, wenn sie anfangen, im eigenen Leben aufzutauchen. Was meint das Eine, was das Andere Wort. Was sind die Unterschiede, gibt es sie überhaupt?
Bahnhof!!
Dieser Artikel ist mein Versuch einer Übersicht, die dir hilft, etwas zu differenzieren. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Ich schreibe aufgrund meiner Erfahrung. Ich bin überzeugt, wenn du aufmerksam weiterliest, wirst du überrascht entdecken, dass du das eine oder andere in irgend einer Form schon immer selbstverständlich lebtest, ohne dessen bewusst zu sein...
Es geht um - Aspekte deiner Persönlichkeit!
Achtsamkeit
Achtsamkeit kannst du als Form der Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand verstehen, als spezielle Persönlichkeitseigenschaft sozusagen.
Achtsamkeit wird aber auch als Methode zur Verminderung von Leiden verstanden. Achtsamkeit unterscheiden wir klar von Konzentration.
Konzentration ist, wenn du dich aufmerksam auf ein bestimmtes Objekt oder einen Objektbereich wie etwa eine Schriftzeile einstellst, deinen Blick darauf fokussierst und deine ganze Aufmerksamkeit für diesen begrenzten Bereich deiner Wahrnehmung aufwendest. Beispiel: Lesen.
Bei „Achtsamkeit“ engst du den Fokus der Aufmerksamkeit nicht gezielt ein, sondern stellst ihn vielmehr weit. Das ist vergleichbar mit dem Weitwinkelobjektiv einer Kamera. Jeder Mensch kann seine individuelle Aufmerksamkeitseinstellung erreichen, die in einer umfassenden, klaren und hellwachen Offenheit für die gesamte Fülle der Wahrnehmung besteht.
Aufmerksamkeit
Du lenkst deine Aufmerksamkeit auf ein ganz bestimmtes Thema und beschäftigst dich damit. Das können zum Beispiel Eindrücke und Themen aus der Umwelt oder des eigenen Verhaltens und Handelns sein, aber auch Körper, Gedanken und Gefühle.
Je nach Intensität und Dauer der Aufmerksamkeit, sprechen wir über die Konzentration.
Stell dir einmal folgende Fragen:
- Was ist der erste Gedanke, wenn du morgens aufwachst? Streckst du dich erst wohlig im Bett oder bist du (gedanklich) schon im Büro?
- Wo ist deine Aufmerksamkeit beim Autofahren? Bist du beim Telefonieren oder beim Verkehr?
- An was denkst du, wenn du im Garten arbeitest? Denkst du darüber nach, was du pflanzen willst? Redest du mit deinen Pflanzen oder arbeitest du mechanisch und dir gehen ganz andere Dinge durch den Kopf? Wo ist die Aufmerksamkeit?
- Was betrachtest du gerade aufmerksam?
Du denkst und tust das Gleiche - dann bist du "bei der Sache" - und DAS ist eine Kunst. Bist du morgens gedanklich, also mit dem Kopf, im Büro und physisch im Bett - ja, stell dir DAS einmal vor!
Anwendung in meiner Polarity Praxis: Du lernst, wie du deine Aufmerksamkeit dir selber gegenüber förderst und stärken kannst. Mehr darüber hier.
Wahrnehmung
Wahrnehmen betrifft die Art und Weise, wie du Informationen und Reize aus der Umwelt und deinem Körperinnern gewinnst, verarbeitest und damit umgehst.
Das geschieht durch unbewusstes und manchmal durch bewusstes Filtern sowie das Zusammenführen von irgendwelchen aufgeschnappten Teil-Informationen zu subjektiv sinnvollen Gesamteindrücken. Diese werden laufend mit den eigenen gespeicherten Vorstellungen abgeglichen. Das geschieht automatisch, sehr schnell und - die ganze Zeit.
Inhalte und Qualitäten einer Wahrnehmung können manchmal (aber nicht immer) durch gezielte Steuerung der Aufmerksamkeit und durch Wahrnehmungsstrategien verändert werden. Die Gesamtheit all dieser Vorgänge ist die Sinneswahrnehmung bzw. Deine Sensorik.
Formen des Wahrnehmens
Grundsätzlich wird zwischen der Wahrnehmung der Aussenwelt sowie die Wahrnehmung des eigenen Körpers unterschieden: Körperlage und -bewegung im Raum sowie die Wahrnehmung von Organtätigkeiten, Gedanken und Gefühlen.
Die Wahrnehmung der Aussenwelt bezieht sich insbesondere auf die „fünf Sinne“ (Riechen, Sehen, Hören, Schmecken und Fühlen). Das Fühlen (Tastsinn) wiederum kann einerseits nach der Wahrnehmung von Berührung, Schmerz und Temperatur, andererseits aber auch in das aktive Erkennen (aktives Erkunden und begreifen) und das passive „berührt werden“ unterteilt werden.
Die Begriffe der Selbst- und Fremdwahrnehmung werden breit verwendet, wobei mit der Selbstwahrnehmung die Überzeugungen gemeint sind, die wir von uns selbst beziehungsweise unserem Empfinden und Verhalten haben. Die Fremdwahrnehmung bezeichnet dann diejenigen Eindrücke, die andere von uns gewinnen.
Wenn diese Wahrnehmungen nicht wenigstens ansatzweise deckungsgleich sind, kann es zu Problemen in der zwischenmenschlichen Kommunikation kommen.
Anwendung in meiner Polarity Praxis: Deine Wahrnehmungen haben viel Platz und werden im begleitenden Gespräch geklärt. Mehr dazu hier.
Sensibilität
Unter Sensibilität werden alle sensorischen „Leistungen“ eines Lebewesens verstanden, die nicht von Sinnesorganen wie Auge, Ohr, Riechschleimhaut oder Zunge erbracht werden, sondern von Sensoren wie freien Nervenendigungen, die in unterschiedlicher Dichte im Körper vorkommen.
Die Sensibilität wird in viszerale Sensibilität (Eingeweide) und somatische Sensibilität (körperlich bedingt) gegliedert, wobei innerhalb der somatischen Sensibilität das Fühlen über die Haut und eine vom Körperinnern kommende Wahrnehmung wie Knochen, Muskeln und Sehnen, unterschieden wird.
Anwendung in meiner Polarity Praxis: Ein Mensch IST für mich immer sensibel. Wir sprechen über deine Sensibilität, du erfährst und erlebst oder entdeckst deine Sensibilität in unserer Zusammenarbeit. Es hat sehr viel mit deinem Körper zu tun.
Bewusstsein
Bewusstsein ist im weitesten Sinne das Erleben mentaler Zustände und Prozesse. Eine allgemein gültige Definition des Begriffes ist schwierig. Die naturwissenschaftliche Forschung beschäftigt sich mit den definierbaren Eigenschaften bewussten Erlebens.
Das Wort „Bewusstsein“ wurde ursprünglich aus dem lateinischen conscientia geprägt. Das lateinische Wort bedeutete ursprünglich eher Gewissen und wurde in einem allgemeineren Sinn gebraucht. Der Begriff „Bewusstsein“ hat in unserem Sprachgebrauch eine sehr vielfältige Bedeutung, die sich teilweise mit den Bedeutungen von „Geist“ und „Seele“ überschneidet.
Im Gegensatz zu diesen Begriffen ist „Bewusstsein“ jedoch weniger von theologischen und dualistisch-metaphysischen Gedanken bestimmt, weswegen er auch in den Naturwissenschaften verwendet wird. Die Philosophie und Naturwissenschaft unterscheidet verschiedene Aspekte und Entwicklungsstufen. Wenn Sie sich dafür interessieren, findest du sehr viele Quellen dafür. Mache dir deine eigenen Gedanken.
Anwendung in meiner Polarity Praxis: Ich begleite Menschen auf ihrem Weg in die Gesundheit. Bewusstsein und Gesundheit sind das Resultat meiner Arbeit. Konkret umgesetzt meint dies: du lernst, in deinem Leben Unstimmigkeiten und Unausgeglichenheiten wahrzunehmen. Da du dir dieser "bewusst" bist, kannst du schneller darauf reagieren. Das hat sehr viel zu tun, dass du lernst, deine Körpersprache zu verstehen und sie verfolgen.
Empathie
Empathie bezeichnet deine Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie wird auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen gezählt, zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl. Die neuere Hirnforschung legt allerdings eine deutliche Unterscheidbarkeit des empathischen Vermögens vom Mitgefühl nahe.
Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung – je offener du für deine eigenen Emotionen bist, desto besser kannst du auch die Gefühle anderer interpretieren.
Empathie spielt in vielen Wissenschaften und Anwendungsbereichen eine fundamentale Rolle, von der Kriminalistik über die Politikwissenschaft, Psychotherapie, Psychologie, Physiologie, Physiotherapie, Pflegewissenschaft, Pädagogik, Philosophie, Sprachwissenschaft, Medizin und Psychiatrie bis hin zum Management oder auch Marketing.
Anwendung in meiner Polarity Praxis: Empathie ist die Grundlage meiner Arbeit. Grundsätzlich eine soziale Fähigkeit, die sehr stark mit Eigenverantwortung und Fremdverantwortung verbunden ist. Bist du in der Lage, für dich selbst zu sorgen, dann kannst du auf gute empathische Weise auch anderen Menschen helfen.
Alles klar?
Ich hoffe, du hast gerade etwas Klarheit und einen neuen "Durchblick" in das Kuddelmuddel dieser verschiedenen Begriffe erhalten. Wenn nicht, dann schreibe mir. Wenn ja, freut es mich sehr. Natürlich darfst du das mir auch schreiben...
Warst du überrascht, das zu lesen? War dir bewusst, dass diese Aspekte auch in dir da sind?
Das geht den meisten Menschen so und ich bin da, dich zu motivieren, diese Aspekte als Stärken anzusehen. Sie sind Teil deiner Lebenskraft und Persönlichkeit. In unserer heutigen Gesellschaft sind sie noch keineswegs anerkannt oder gar tabu. Sie können wie alles entweder sehr exzessiv oder gar nicht gelebt werden.
Es ist empfehlenswert, dass du dann an dir selbst arbeitest und dafür Unterstützung von Aussen holst. Körperarbeit, Energiearbeit - eine ganzheitliche komplementäre Methode wie du dies so umfassend in Polarity finden kannst und welche die obengenannten Aspekte fördert und stärkt...
Herzliche Grüsse
Gertrud Keller
Polarity Therapeutin
KomplementärTherapeutin eidg. Dipl.
...der Beginn eines neuen Gesundheitsbewusstseins.
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