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Klima - beste Reisezeit
Sri Lanka hat ein tropisches Sommerregenklima mit nahezu gleichbleibenden Temperaturen von 29
- 33 Grad. Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 70 - 90 %. Das feuchtschwüle Klima wird vor allem
durch den zeitweiligen Wind an den Küsten etwas angenehmer und erträglicher. Im Bergland
oberhalb 1000 m.ü. M sind die Temperaturen jeweils 5 - 8 Grad niedriger und somit während des
ganzen Jahres sehr angenehm. Das Klima in Sri Lanka wird von den Monsunwinden bestimmt. Im
Norden und Osten bringt der Wintermonsun von November bis Januar Regen. Für diese Region ist
die beste Reisezeit zwischen Mai und Oktober. Die Süd- und Westküste dagegen hat mehr Regen
in der Nachmonsunzeit von März bis Mai. Für diese Gebiete ist die ideale Reisezeit November bis
Mai. Die feuchtesten Monate auf der ganzen Insel sind die Monate Oktober und November.
Dauerniederschläge sind aber auch in der Regenzeit sehr selten.
Einreisebestimmungen
Schweizer Staatsbürgen benötigen einen gültigen, mind. 6 Monate über das Ausreisdatum hinaus
gültigen Reisepass und ein VISUM. Ab Januar 2012 muss vor der Abreise ein kostenpflichtiges
Visum beantragt werden. Dies gilt für alle Nationalitäten ausser Bürger von Singapur und den
Malediven. Das neue ETA-Visum für einen Aufenthalt von maximal 30 Tagen (Verlängerung möglich)
muss online auf www.eta.gov.lk <http://www.eta.gov.lk> beantragt werden und kostet USD 50
pro Person für ein Touristenvisum (double entry) bzw. USD 60 für ein Visum für Geschäftsreisen
(multiple entry). Die Bezahlung erfolgt online per Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express).
Geld
Die Landeswährung ist der SRI LANKA RUPIE (LKR), 1 Rupie = 100 Cents.
Es gibt Banknote (10, 20, 50, 100, 500) und Münzen (1, 2, 5 Rupie und 1, 2, 5, 10, 25 und 50
Cents)
Beim Einkauf ist es ratsam, mit kleiner en Noten zu bezahlen. In grösseren Orten kann an ATM
Automaten mit einer EC (Cirrus/Maestro) oder Postomatkarte Bargeld bezogen werden. Es ist
jedoch ratsam, immer genügend Bargeld bei sich zu haben, da Geldautomaten oft nicht
funktionieren. Die gebräuchlichsten Kreditkarten werden in grösseren Hotels oft akzeptiert.
Zeitverschiebung
Europäische Sommerzeit = + 3,5 Stunden
Europäische Winterzeit = + 4,5 Stunden
Elektrizität
230 V Wechselstrom. Für englische Steckdosen braucht es einen Adapter, diese sind entweder in
Hotels oder Geschäften erhältlich.
Gesundheit / Impfungen
Für Sri Lanka braucht es keine speziellen Impfungen. Wichtig ist, dass Ihre Polio-, Diphterie-,
Tetanus- und Hepatitis-Impfungen noch gültig sind. Eine Malaria-Prophylaxe ist empfehlenswert,
wenn Aufenthalte ausserhalb der dicht besiedelten Westküste oder des Hochlandes geplant sind.
Informieren Sie sich diesbezüglich bei Ihrem Arzt oder beim Tropeninstitut. Nach Sonnenuntergang
sind lange Kleidung und Mücken-Schutzmittel von Vorteil.
Essen und Trinken
Reis, Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte, Gemüse, Curries, tropische Früchte und zahlreiche
Teesorten: die Sri Lankesische Küche ist sehr reichhaltig, gesund und schmeckt ausgezeichnet.
Das Land ist berühmt geworden für seine Gewürze wie Zimt, Kardamom, Koriander und viele Arten
von Curries. Zum Frühstück gibt es Appas -Pfannkuchen aus Reismehl, Ei und Kokosmilch. Das
Hauptgericht am Mittag besteht aus Reis, der mit verschiedenen Schälchen Curries gereicht wird.
Achtung: Gegessen wird in Sri Lanka mit den Fingern der rechten Hand (die linke Hand gilt als
unrein). Ausländer erhalten oft Besteck.
Religion
Sri Lanka ist ein Land der religiösen Vielfalt. Die Bevölkerungsmehrheit, rund 69 %, der
Singhalesen bekennt sich überwiegend zum Theravada Buddhismus. Die Tamilen (15 %) sind
vorwiegend Hindus; die Moors, Nachfahren der Händler und Seefahrer aus dem vorderen Orient,
gehören dem Islam (8 %) an. Die Christen, Katholiken und Anglikaner, dagegen sind Nachfahren
der portugiesischen und niederländischen Kolonialisten. Der Buddhismus wird aber vom Staat
bevorzugt behandelt; so sieht die sri-lankische Verfassung vor, dass der Staat für den Schutz und
die Pflege des Buddhismus verantwortlich ist. In Sri Lanka gibt es somit ganz viele Feiertage -
denn die verschiedenen religiösen Gruppen respektieren gegenseitig die verschiedenen Feiertage.
Einwohner /Landessprachen
Sri Lanka hat rund 21 Mio Einwohner. 74 % sprechen Singhalesisch, 25 % Tamil und 1 % haben
Englisch als Muttersprache. Während die Singhalesen eine homogene Gruppe sind, haben die
Tamilen unterschiedliche Wurzeln. Die eine Hälfte gehört zu den Tamilen, deren Vorfahren vor fast
1000 Jahren auf die Insel kamen. Diese Gruppe lebt vorwiegend im Norden und entlang der
Ostküste. Die Indien-Tamilen, welche von den Briten für die Arbeit auf den Plantagen ins Land
geholt worden waren, leben vorwiegend Im Hochland Sri Lankas. Die Moors, Nachfahren der
arabischen Händler, welche seinerzeit im 8.Jahrhundert auf die Insel kamen - es sind heute rund
eine Million - sprechen ebenfalls Tamil. Weniger als 1 % der Bevölkerung sind sogenannte Burgher
und Nachfahren der europäischen Einwanderer , meist portugiesischer oder holländischer
Herkunft. Singhalesisch und Tamil sind die Nationalsprachen. Englisch ist weit verbreitete
Verkehrssprache.
Geschichte
Sri Lanka hat eine grosse und bewegte Vergangenheit. Bereits 5000 v. Chr. lebten steinzeitliche
Bewohner auf der Insel. Im 5 - 6. Jahrhundert wanderten Singhalesen aus Nordindien und
begannen in den Trockenzonen der Inseln im Norden und später im Südwesten die ersten
Bewässerungskulturen zu erstellen. Später entdecken auch Südinder in Sri Lanka eine neue
Heimat. 220 v. Chr. deklariert der König Devanapmya den Buddhismus zur Staatsreligion und um
137 v.Chr. werden die verschiedenen Regionen der Insel erstmals vereint. Ab dem 7. Jhd. lassen
sich muslimische Seefahrer und Händler aus dem vorderen Orient in Sri Lanka nieder. Die weitere
Geschichte ist geprägt von Machtkämpfen um die Vorherrschaft im Lande. Im 16. Jhd.
kolonialisieren die Portugiesen das Land und nennen es Ceilao. Dabei wird die westliche Küste
christianisiert. Einzig die Gegend um Kandy bleibt den Singhalesen erhalten. Ueber 50 ahre später
kommen die Holländer und beherrschen in der Folge die Küstengebiete.1796 übernimmt
schliesslich Grossbritannien die Macht an den Küstengebieten der Insel Ceylon. Dabei muss auch
der singhaleische König im Bergland abdanken und Ceylon wird ins britische Imperium integriert.
Bis 1948 ist Ceylon trotz des Widerstands der Bevölkerung eine britische Kolonie. Die Briten holen
Tamilen aus Südindien für die Arbeiten auf den grossen Plantagen. In dieser Zeit wurde Ceylon zu
einem Musterland in Asien für seine Entwicklung in Bezug auf Landwirtschaft und der Errichtung
eines Strassennetzes und Eisenbahnlinien. Auch im Schulwesen gab es eine enorme Entwicklung-
Ceylon hatte die höchste Alphabetisierungsrate im Vergleich zu andern Kolonien. Im Jahre 1948
wurde Ceylon unabhängig. 1972 wurde aus Ceylon Sri Lanka. Schon bald erkannten die
Singhalesen, dass die Tamilen die bessere Ausbildung hatten und überdurchschnittlich viele
Verwaltungsposten inne hatten. Die buddhistischen Singhalesen besannen sie auf ihren
Nationalstolz und wollten in der Folge die Spuren des Kolonialismus tilgen. Es beginnt ein
nationalistisch-religiöser Sprachenstreit zwischen den Singhalesen und den Tamilen. Die Tamilen
fühlen sich zusehends ausgegrenzt und beginnen von einem eigenen, unabhängigen Staat im
Norden der Insel zu träumen. Die Separatistenbewegung „Liberations Tigers of Tamil Eleam“
(LTTE) kämpft zwischen 1983 - 2009 für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden von Sri
Lanka. Im Mai 2009 wurde die LTTE-Führung getötet und seit 2010 regiert Präsident Rajapakse
das Land mit straffer Hand. Aber das Problem zwischen der dominierenden Singhalesen-Mehrheit
und der benachteiligten Tamilen-Minderheit ist nach wie vor ungelöst.
Drogen
In Sri Lanka ist genau wie im übrigen Asien der Besitz, Konsum und Handel von Drogen verboten.
Die Polizei des Landes kontrolliert in dieser Angelegenheit sehr gründlich. Drogendelikte werden
strengstens geahndet. Offiziell gibt es für Verstösse gegen die Drogengesetze auch noch die
Todesstrafe.