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Ziel des Managements sei die Fortführung des Geschäftsbetriebs im Rahmen einer bereits eingeleiteten Restrukturierung, erklärte Escada. "Wir werden versuchen, sehr schnell Klarheit zu schaffen über die Zukunftsoptionen, die das Unternehmen als wesentliche Gesellschaft der Escada Gruppe bei realistischer Betrachtung hat", erklärte der Insolvenzverwalter. Zudem will das Unternehmen "unverzüglich" Verhandlungen über eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die betroffenen 180 Mitarbeiter in der Zentrale und in acht Geschäften in Deutschland aufnehmen.
Insolvenzverwalter Gerloff wird bereits zum zweiten Mal bei Escada tätig. Die Marke hatte bereits 2009 eine Insolvenz erlebt, bei der Gerloff ebenfalls bestellt worden war. Damals wurde das Unternehmen an die indische Unternehmerin Megha Mittal verkauft, die es im Herbst vergangenen Jahres an den US-Finanzinvestor Regent abgab. Damals hatte Regent-Chef Michael Reinstein angekündigt, das Geschäft "zu neuen Höhen zu führen".
Die Luxus-Damenmode-Marke hatte bereits in den vergangenen Jahren unter Umsatzrückgängen gelitten. Diese seien durch die Folgen der Corona-Pandemie noch einmal deutlich verstärkt worden, erklärte das Unternehmen. Aktuelle Geschäftszahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht mehr. Die letzten bekannten Angaben stammen aus dem Jahr 2017. Damals schrieb das Unternehmen tiefrote Zahlen.
Escada gehörte in den 1990er-Jahren zu den weltweit grössten Marken für luxuriöse Damenmode und machte Umsätze in Milliardenhöhe. Supermodels wie Claudia Schiffer, Linda Evangelista, Cindy Crawford und Naomi Campbell präsentierten die Kollektionen./ruc/DP/jha
(AWP)