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Grundsätze für die Finanzierung von innovativen afrikanischen Vorhaben
1. Als “Innovation” betrachtet farip jede neue Idee, sei sie technisch, organisatorisch, finanziell oder kommerziell, wie auch Innovationen zum kommerziellen Ausweiten eines funktionierenden Vorhabens. Vom erhofften Erfolg sollen hauptsächlich Leute auf dem Lande einen Nutzen ziehen können.
2. farip “unterstützt” keine afrikanischen Unternehmer und Unternehmerinnen, sondern “investiert” in die Ausweitung ihrer Kompetenzen und Kapazität. farip verhält sich ihnen gegenüber wie ein Investor, und nicht wie ein Hilfswerk. Allerdings muss beachtet werden, dass jede Investition der farip eindeutig dem öffentlichen Interesse der Steigerung des Einkommens auf dem Lande dient. Dabei wird farip mit UnternehmerInnen arbeiten, welche nur mit farips Engagement die Chance haben ihre Visionen im Kleinen mal auszuprobieren.
3. farip investiert nur in Ideen, welche noch nicht umgesetzt worden sind. Dabei kann es auch sein, dass eine Idee zwar schon funktioniert, aber noch nicht auf dem Lande demonstriert werden konnte. Daher ist es eine akzeptierte Innovation die Umsetzung der Idee auf ländliche Bedingungen anzupassen, und es dort zu versuchen. Oder auch, wenn eine Idee zwar nachweislich auf dem Lande funktioniert, aber noch nicht in einer Grössenordnung welche kommerziell tauglich wäre, dann ist ein Versuch der Ausweitung bis zur tauglichen Grösse auch eine akzeptable Innovation.
4. farip geht davon aus, dass bis zu 70% der Vorhaben, in welche farip investiert, fehlschlagen werden. Die Absicht dabei ist, dass farip auch für innovative Ideen offen bleibt, welche auf den ersten Blick vielleicht sehr riskant oder ungewöhnlich erscheinen. Der Grund für diese angestrebte hohe Misserfolgsrate ist der bewusste Versuch, die typischerweise sehr konservative Haltung vieler etablierter, auch “sozialer” Investoren, zu durchbrechen, welche fast immer nur in ausgiebig getestete Vorhaben investieren wollen. farip will somit die Brücke sein von interessanten und noch nicht erkundeten Ideen der AfrikanerInnen, zu verlässlichen Businessplänen für neue Start-ups, deren Zahlen auf konkreten Umsetzungspiloten beruhen.
5. Zu Beginn erkundet farip eine Idee mit deren Initiatoren, bis erkennbar wird, wie die Idee wohl umgesetzt werden müsste. Dann untersucht farip gründlich den Effekt, welchen der Erfolg so einer Idee auf die Armutsbekämpfung, auf die soziale Entwicklung, auf die Umwelt und auf die Einkommensförderung in ländlichen Gemeinschaften haben könnte. Erst jetzt entscheidet sich dann farip, erste Experimente zu finanzieren, welche die Idee konkret testen. Die Nützlichkeit eines Vorhabens wird dann ständig weiter im Austausch mit den afrikanischen Initiatoren untersucht.
6. farip hat eigene Methoden zur Hand um den Fortgang eines Vorhabens genau zu verfolgen, zB. mit Vertrauenspersonen vor Ort, kombiniert mit Telepräsenz über soziale Medien (va. Photographie über Whatsapp und Filme über Youtube), wie auch mit einfach zu übermittelnden Formaten für die angpassten Buchhaltungen der Vorhaben, welche erlauben in kurzen regelmässigen Abständen die finanzielle Lage jedes Vorhabens zu verfolgen, und sei es noch so abgelegen im ländlichen Raum.
Grundsätze für die Finanzierung von innovativen afrikanischen Vorhaben