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Auf der drittgrössten kanarischen Insel Gran Canaria, die 210 Kilometer westlich von Marokko im Atlantischen Ozean liegt, ist am Samstag (10. August) aus noch unbekannten Gründen ein Feuer ausgebrochen. Wie der Notfalldienst der Kanarenregion mitteilt, wüten die Flammen vor allem in den Gemeinden Tejeda, Artenara und Gáladar, die sich in den Bergen der Insel befinden.
Dutzende Menschen mussten vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden. Durch die Flammen wurden schätzungsweise bereits 900 Hektar Wald zerstört. Um den Brand zu löschen, sind die Feuerwehrleute mit Flugzeugen und Helikoptern im Einsatz. Die gewaltigen Rauchbalken waren von der Nachbarsinsel Teneriffa, die rund 200 Kilometer westlich von Gran Canaria liegt, zu sehen.
Fuerteventura beteiligt sich an der Löschung
Bereits 250'000 Liter Wasser wurden aus der Luft abgeworfen und tagsüber waren 600 Feuerwehrleute mit der Löschung beschäftigt. Nun hat das Cabildo Fuerteventura (Regierungs-, Verwaltungs- und Repräsentationsorgan der Nachbarsinsel) Gran Canaria Hilfe angeboten. So wurde ein Fahrzeug mit einem 10'000-Liter-Tank, ein weiteres Fahrzeug mit Beleuchtungsmaterial, zwei Geländefahrzeuge mit 7000 Litern Wasser und 500 Liter Schaum per Fähre nach Gran Canaria entsandt, um die Flammen einzudämmen. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, weil Windböen von 40 bis 70 Kilometer pro Stunde über die Insel wehen und das Feuer so weiter entfachen.
Die Regierung fordert Einheimische und Touristen auf, die Anweisungen der Behörden zu befolgen. Dazu stehen die offiziellen Kommunikationskanäle des Notfall- und Sicherheitskoordinierungszentrums der kanarischen Inseln auf den Sozialen Medien wie Twitter zur Verfügung.