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25 (2022)
Ort: Zürich
Wettbewerbsbeitrag: Kiosk
Projekttext
In seiner Ausformulierung und Setzung sucht der Kiosk den Kontrast zum Musikpavillon. Während der Bau von Meillard durch seine einfache Typologie – ein Dach – keine oder jede Nutzung haben kann, ist der Kioskneubau in Typologie, Nutzung und Erscheinung diametral anders. Der Kiosk ist als Ergänzung zum Pavillon zu verstehen. Die Gebäude sind als symbiotisches Paar mit wechselseitigem Nutzen miteinander verbunden.
Die Idee des begehbaren Kiosks entspringt atmosphärisch dem Projekt „Garten des Poeten“ von Ernst Cramer für die Gartenausstellung G59. Vier Pyramiden und ein kegelförmiger Hügel beschrieben die Intervention an der ersten schweizerischen Gartenbau-Ausstellung in Zürich. Der Kioskneubau nimmt Bezug auf das Projekt, ist in seiner Ausformulierung und Geometrie aber weniger radikal als sein Archetyp. Sowohl auf der Ebene des Parks als begehbare Landschaft, als auch auf der Ebene des Gebäudes in Form einer Plastik im Park oszilliert der Kiosk in seiner Erscheinung zwischen Gebäude und abstrakter Form.
Der Erdhügel erweitert den Grünraum und ermöglicht eine grössere Nutzungsvielfalt für den Park. Durch die Begehbarkeit kann die Grasfläche als Treff- und Sitzplatz in Beschlag genommen werden. Einzig die 25mm starke Stahlplatte, als äusserste Schicht des Gebäudes, kann nicht betreten werden. Im städtischen Raum ist der Kioskbau auf eine feine Linie in Parabelform reduziert, die sich geometrisch frei in eine bestehende Lücke des Baumrasters legt. Alle Bäume im Raster können erhalten bleiben.
Die Ausgabe des Kiosks orientiert sich zum Zentrum des Parks hin, die Neben- und Sanitärräume zum Strassenraum. Im Innern führt die Ausrichtung des Ausgabefensters zu einer Ausdrehung der Grundrissstruktur zur äusseren Parabelform. Eine mittlere Schicht, die als Vor- und Erschliessungszone dient, trennt das Ausgabebuffet von der Nutzschicht, in der alle sanitären Anlagen und das Marktbüro Platz finden. Die innen beplankte Holzständerkonstruktion ermöglicht eine einfache und schlanke Fassade. Im geschlossenen Zustand gewinnt die Parabel an Abstraktion und schütz sich selbst. Gewalzte Stahlplatten mit simplen aufklappbaren Öffnungen definieren die Erscheinung im offenen Zustand.
Der Hügel als gewinnendes Element im Park, lässt die über die Jahre in ihrer Ausformulierung immer härter gewordene Stadthausanlage wieder ein Stück grüner werden.