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Seit 1994 ist der Alpenschutz-Artikel in der Verfassung verankert. Der Auftrag der mit diesem Abstimmungsresultat verbunden ist, steht diametral zur geplanten 2. Autobahnröhre durch den Gotthard. Der Bund hat zudem seit 2009 auf 2.75 Mrd. Franken LSVA-Einnahmen verzichtet. Die LSVA wurde eingeführt, um einen finanziellen Anreiz für die Verlagerung der Transporte von der Strasse auf die Schiene zu schaffen.
Studien belegen, dass sich durch eine 2. Gotthardröhre der Lastwagenverkehr verdoppeln würde (statt Brenner-Route) und dass somit die Wirtschaftlichkeit der NEAT völlig in Frage gestellt würde. Es liegen pfannenfertige Lösungen vor, wie die unbestrittenermassen nötige Sanierung des bestehenden Tunnels 3 Mrd. Franken billiger zu haben wäre und die geforderte Sicherheit im Tunnel wäre erst noch früher da. Alle diese Fakten sind bekannt, aber es scheint bei diesem gigantischen Projekt offenbar nicht nur um die Sanierung des Tunnels, sondern vor allem um die Sanierung der Bau- und Lastwagenlobby zu gehen. Verlierer wären auch unsere Umwelt und unsere Gesundheit, speziell in Uri und im Tessin.
Deshalb stimme ich am 28. Februar Nein zur Änderung des Strassentransitverkehrs im Alpengebiet (STVG) (Sanierung Gotthard‑Strassentunnel).