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Der US-Spielzeugkonzern Hasbro unternimmt Meldungen zufolge einen weiteren Versuch, den Barbie-Hersteller Mattel zu übernehmen.
Hasbro sei auf den Rivalen zugegangen und habe einen Kauf angeboten, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Unklar blieb allerdings, welchen Standpunkt Mattel einnimmt, und ob die Fusion zustande kommt. Beide Firmen lehnten Stellungnahmen ab. Über den geplanten Zusammenschluss hatte zuerst das «Wall Street Journal» berichtet.
Hasbro und Mattel haben immer wieder über eine Fusion verhandelt, etwa in den Jahren 1996 und 2015. Ein Konzern, in dem bekannte Marken wie Monopoly oder My Little Pony (Hasbro) sowie Fisher-Price oder Hot Wheels (Mattel) aufgehen würden, könnte bei Verhandlungen mit Filmstudios bessere Konditionen durchsetzen.
Beide Unternehmen hadern mit der Konkurrenz aus dem Internet und dem Trend, dass viele Kinder traditionelle Spielzeuge in der Ecke liegen lassen und elektronischen Medien den Vorzug geben. Diese Entwicklung trug auch zur Pleite des Spielwarenfachhändlers Toys'R'Us im September bei, die wiederum bei Mattel zu einem Umsatzrückgang führte.
Die Mattel-Aktie hat in diesem Jahr 47 Prozent ihres Wertes eingebüsst, so dass der Konzern mit rund 4.8 Milliarden Dollar bewertet wird. Das macht Mattel zu einem Übernahmekandidaten. Dagegen ist die Hasbro-Aktie in diesem Jahr um 18 Prozent gestiegen. Der Marktwert liegt bei elf Milliarden Dollar.
Investoren reagierten auf die Nachricht einer potenziellen Fusion am Freitag begeistert. Im nachbörslichen Handel legten Mattel-Papiere um 24 Prozent zu, während es für Hasbro um 3.3 Prozent nach oben ging. (viw/sda/reu/dpa)