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Markus Mann ist es zu verdanken, dass diese geniale Initiative hin zu einem sauberen und nachhaltigen Energieprojekt zustande kam. Die Familie Mann besitzt seit 1972 eine Wohnung in Anzère. Das Problem all dieser Wohnungen, die Mitte der 60er Jahre gebaut wurden, ist das gleiche: Die Ölheizungen sind veraltet und müssen ersetzt werden. Der Gedanke, wieder auf umweltschädliche und nicht erneuerbare fossile Energieträger zurückzugreifen, war für den Pionier der sauberen Energie unvorstellbar. Markus Mann setzte daher seine Energie, sein Wissen und finanzielle Mittel ein, um dieses Projekt zu verwirklichen.
Der erste Schritt bestand darin, alle Hausbesitzer in Anzère zu informieren und dann zu vereinen. Auch die Immobilienagenturen von Anzère leisteten in dieser Hinsicht ganze Arbeit. Insgesamt sind rund 600 Hausbesitzer an diesem Projekt für saubere Energie beteiligt.
Im Juni 2012 wurde die Gesellschaft Chauffage Bois-Energie Anzère, CBA SA gegründet, um die Umsetzung des Projekts voranzutreiben. Das Kraftwerk wird im Ort Moère zwischen der Route de Bonnefille und der Route Arbaz-Anzère errichtet. Der Ort befindet sich 700 m vom zentralen Platz entfernt. Das Grundstück wird von der Bürgerschaft von Ayent für eine Dauer von 50 Jahren gemietet.
Mehrere Subventionen finanzieren dieses zu seiner Zeit so visionäre Projekt.
- Kommunale, kantonale und eidgenössische Subventionen.
- Subvention der Stiftung Klimarappen: Fr. 130.- pro eingesparte Tonne CO2 (ca. Fr. 830'000.-).
- Kommunale Subvention für die Förderung erneuerbarer Energien, Fr. 15'000.- pro Gebäude (Begünstigte = Miteigentümergemeinschaften).
- Kantonale Subvention: 35% der Netto-Anschlusskosten pro Liegenschaft (Begünstigte = Miteigentümergemeinschaften).
Um das Verständnis der Funktionsweise zu vereinfachen: "Stellen wir ein Feuer unter ein mit Wasser gefülltes Rohr, das Wasser wird sich erhitzen. Dann zirkulieren wir das heiße Wasser unterirdisch von Gebäude zu Gebäude, bevor es wieder in das Kraftwerk zurückfließt, um es erneut zu erhitzen. Das Feuer steht für das Holzkraftwerk, das Rohr für das Rohrleitungsnetz, das die Wärme leitet. Das ist die einfache Erklärung des Prinzips der Wärmeerzeugung und des Wärmetransports" ( www.chauffageboisanzere.ch).
Die Idee ist also sehr einfach: Optimierung einer einzigen Heiznutzung durch die Versorgung mehrerer Nutznießer, durch einen einzigen Versorgungskanal mit lokalem und erneuerbarem Brennstoff (das Holz stammt aus den Walliser Wäldern und wird von der Firma Valpellets in Uvrier zu kleinen Stäbchen verarbeitet) und durch einen einzigen Service für Wartung und Instandhaltung.
Das Kraftwerk beherbergt zwei Kessel von je 3.15 M, d.h. eine Gesamtleistung von 6.5 MW, um die Wärme durch die Verbrennung der Holzpellets zu erzeugen. Zwei große Silos mit einem Fassungsvermögen von 200.000 Litern werden mit diesen Pellets gefüllt, die dann vom Silo automatisch über eine Förderschnecke in den Kessel geleitet werden. Das Kraftwerk funktioniert autonom, genauso wie ein Ölkessel.
Heute sind an dieses schöne Projekt angeschlossen:
- mehr als 27 Wohnhäuser
- plus 19 Chalets
- die Gondelbahn Télé Anzère
- Anzère Spa & Wellnes
Sie können auch einige ältere Nachrichten finden, um die Nutzung und vor allem den großen Erfolg besser zu verstehen HIER