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Evozierte Potentiale und ENMG.
Elektroenzephalographie (EEG)
Die klassische elektrophysiologische Untersuchung in der Neuropsychiatrie ist die Elektroenzephalogaphie (EEG). Dabei werden die Schwankungen der Spannungsdifferenzen („Hirnströme“) zwischen insgesamt 19 über dem Kopf verteilten Elektroden gemessen:
Es können dabei Verlangsamungen oder epilepsietypische Potentiale nachgewiesen und lokalisiert werden.
Visuell Evozierte Potentiale (VEP)
Durch die Messung der EEG-Veränderungen als Reaktion auf eine sensorische Wahrnehmung können sogenannte ‘Evozierte Potentiale‘ (EPs) abgeleitet werden. Bei den visuell evozierten Potentialen wird die kortikale Antwort auf visuelle Reize gemessen:
Es lassen sich dadurch Aussagen über die Funktion des visuellen Systems machen.
Akustisch Evozierte Potentiale (AEP)
Bei den akustisch evozierten Potentialen wird die Reaktion des auditorischen Systems gemessen. Es können v.a. Aussagen über die Schädigungen im Bereich des Hirnstamms gemacht werden.
Motorisch und sensibel Evozierte Potentiale (MEP und SEP)
Bei den motorisch und den sensibel evozierten Potentialen werden die Bahnen vom Kortex zu den Muskeln bzw. von Extremitäten zum Kortex gemessen. Verzögerungen lassen Aussagen über Schädigungen dieser langen Bahnen zu.
Elektroneuromyographie (ENMG)
Bei der Elektroneurographie (ENG) wird die Leitgeschwindigkeit der peripheren Nerven, bei der Elektromyographie (EMG) die elektrische Aktivität von Muskeln gemessen::
Beide Untersuchungen können die neuropsychiatrische Abklärung ergänzen, v.a. wenn klinisch eine Unsicherheit besteht, ob die Beschwerden zentral (Hirn) oder peripher (Rückenmark, periphere Nerven, Muskeln) bedingt sind.
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Alle diese Untersuchungen werden über die Grundversicherung abgerechnet. Es entstehen keine Kosten, die selber bezahlt werden müssen. Bei Fragen können Sie uns gerne anrufen oder schreiben Sie uns eine Mail.