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Die durch ihr Tagebuch bekannt gewordene Anne Frank und ihre Familie, die sich vor den Nationalsozialisten in einer Wohnung in Amsterdam versteckt hatten, sind laut einer neuen Studie möglicherweise nicht verraten, sondern durch Zufall entdeckt worden.
Wie das Anne-Frank-Museum in Amsterdam mitteilte, hatten die Polizisten, die das Versteck 1944 entdeckten, wegen Betrugs mit Lebensmittelmarken und illegaler Beschäftigung ermittelt. Ein Verrat sei dennoch nicht ausgeschlossen. Man wolle nur Anlass zu weiteren Nachforschungen geben.
Die deutsche Familie Frank war vor den Nazis in die Niederlande geflohen. Ab Juli 1942 lebten die Franks zusammen mit anderen Untergetauchten in einem Versteck im Hinterhaus einer Amsterdamer Wohnung, bis sie im August 1944 entdeckt und deportiert wurden. Anne Franks Vater veröffentlichte später das Tagebuch seiner Tochter, das sie in dem Versteck an der Prinsengracht schrieb.
Anne Frank starb Anfang 1945 im Alter von 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus. Das in 67 Sprachen übersetzte «Tagebuch der Anne Frank» zählt mit 30 Millionen verkauften Exemplaren zu den meistgelesenen Büchern weltweit.