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Von Krieg und Frieden - Der Vorverkauf läuft
Samstag, 15. April 2023, 19.30
Sonntag, 16. April 2023, 17.00
Französische Kirche Bern
Bitte benutzen Sie den Vorverkauf.
In den vergangenen Jahrhunderten haben sich Komponist*innen immer wieder künstlerisch mit den in unserer Geschichte allgegenwärtigen Kriegen auseinandergesetzt. Mal sind es erschütternde Schilderungen des Elends einer vom Krieg versehrten Welt, mal utopische Visionen und Beschwörungen einer friedlichen Koexistenz.
Heinrich Ignaz Franz von Biber schuf mit seiner programmatischen Orchestersuite Battalia ein eindrucksvolles musikalisches Schlachtengemälde mitten in den Wirren des kriegerischen 17. Jahrhunderts. Lili Boulangers erschütternde Ausdeutung eines Soldatenbegräbnisses aus dem Jahr 1912 scheint dahingegen die Schrecken des Ersten Weltkriegs prophetisch vorwegzunehmen, ebenso wie die düsteren Songs from a Shropshire Lad, die der Brite George Butterworth im selben Jahr schuf, ehe er im Alter von 31 Jahren im Krieg fiel.
Im Zentrum des Programms steht Benjamin Brittens Cantata misericordium, die der überzeugte Pazifist 1963 für das hundertjährige Jubiläum des Roten Kreuzes schuf. In dieser farbenprächtigen Kantate schildert Britten die biblische Legende des barmherzigen Samariters. Das Werk schliesst mit der Aufforderung, sich dessen Handeln zum Vorbild zu nehmen. Noch direkter artikuliert der US-Avantgarde-Komponist Frederic Rzewski den Aufruf zur Kriegsverweigerung in seiner vielgestaltigen und vielsprachigen Ode to the deserter aus dem Jahr 2013.