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Durchschnitt der Nitrat-Konzentration der Messstellen des NAQUA Netzwerkes, die sich in den folgenden Zonen der Hauptbodennutzung befinden: „Ackerbau“, „übrige ganzjährige Landwirtschaft“ und „Siedlung und Verkehr“ (ohne Gewichtung mit der Wassermenge).
Der grösste Teil des Trinkwassers wird in der Schweiz aus dem Grundwasser bezogen. Nitrat ist mengenmässig der wichtigste Schadstoff im Grundwasser und ist ausserdem ein Leitstoff für andere problematische Schadstoffe wie Pflanzenschutzmittel. Erhöhte Nitratgehalte in den Gewässern sind hauptsächlich die Folge von nicht-standortgerechtem Einsatz von stickstoffhaltigen Düngern. Zuviel Nitrat im Wasser kann die menschliche Gesundheit gefährden und in nährstoffarmen Gebieten wie z. B. Mooren das ökologische Gleichgewicht beeinträchtigen. Der in der Gewässerschutzverordnung (GSchV) festgelegte Grenzwert für Nitrat in Grundwasser und Fliessgewässern, die der Trinkwassernutzung dienen, beträgt 25 Milligramm pro Liter.
Bei Quervergleichen gilt es, verschiedene Elemente zu berücksichtigen.
- Je nach Kanton variiert die Zahl der Messstellen. Die Werte der flächenmässig kleinen Kantone basieren auf einer limitierten Anzahl Messungen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass nicht in allen Kantonen Messstellen für alle berücksichtigten Bodennutzungskategorieren (Ackerbau, übrige ganzjährige Landwirtschaft und Siedlung & Verkehr) existieren.
- Die Bodennutzungskategorien werden in Abhängigkeit der Nutzung, die am meisten Fläche in der Zone, in der sich die Messstelle befindet, beansprucht, definiert. Trotzdem kann der Nitratgehalt im Grundwasser von Bodennutzungsarten beeinflusst werden, die sehr kleine Flächen besetzen. Die Messstellenwerte repräsentieren also nicht zu 100% jene Bodennutzungsart, die widerspiegelt werden soll.
- Bei der Interpretation dieser kantonalen Mittelwerte muss im Auge behalten werden, dass das Grundwasser eines Kantons nicht homogen ist, sondern aus unterschiedlich grossen Grundwasservorkommen besteht, die nicht direkt miteinander verbunden sind. Der kantonale Mittelwert wird anhand einiger Stichproben auf dem gesamten Kantonsgebiet festgelegt. Ausserdem ist zu beachten, dass die Einzugsgebiete der Grundwasservorkommen über die Kantonsgrenzen hinausgehen können.
Gute Wasserqualität ist eine grundlegende Ressource für das Wohlbefinden heutiger und zukünftiger Generationen. Während global gesehen die Verschmutzung der Gewässer immer noch ein gravierendes Problem darstellt, ist der Gewässerschutz in der Schweiz dank Kläranlagen und Vorschriften in der Landwirtschaft weit fortgeschritten. Gewisse Schadstoffe sind allerdings problematisch, beispielsweise das Nitrat; oder die Mikroverunreinigungen, die in herkömmlichen Abwasserreinigungen nicht eliminiert werden. Die Abwasserentsorgung erfordert ausserdem viel Energie sowie technischen und finanziellen Aufwand.