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Im krisengeschüttelten Portugal finden sich noch reichlich Freiräume für Zwiste abseits der Krise. Zwischen Teilen der geistigen Elite tobt etwa ein Grabenkrieg um eine Reform der portugiesischen Rechtschreibung, die seit über zwanzig Jahren geplant war, aber erst in jüngerer Zeit auf breiter Front in den Alltag einzog.
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Fischer, Thomas
Das Kabinett billigte konkret einen Vorschlag zur Annahme des «zweiten modifizierenden Protokolls zum Abkommen über die Orthographie der portugiesischen Sprache», auf das sich 2004 die Mitglieder der Gemeinschaft portugiesischsprachiger Länder (Comunidade dos Países de Língua Portuguesa - CPLP, dazu gehören Portugal, Brasilien, fünf afrikanische Länder und Osttimor) geeinigt hatten. Das Kabinett veranschlagte eine Übergangsfrist von sechs Jahren für die Einführung der neuen Regeln, an denen sich in Portugal seit über 20 Jahren die Geister scheiden. Das Abkommen über die Rechtschreibung, von Kritikern als Anschlag auf die portugiesische Sprache gebrandmarkt, war schon 1990 unterzeichnet worden […].
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