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Es gab eine Zeit, in der viele Deutsche zu Milliardären und Billionären wurden. Allerdings unfreiwillig. Die Rede ist von der Hyperinflation während der Weimarer Republik. Deutschland geriet damals in den Strudel der dramatischsten Geldentwertung, die das Land je erleben sollte. Im Juni 1923 kostete etwa ein Liter Milch 1.440 Reichsmark und ein Dollar entsprach 100.000 Reichsmark. Anfang Dezember 1923 kostete ein Liter Milch 360 Milliarden Reichsmark und ein Dollar entsprach 4,21 Billionen Reichsmark.
Um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, brachte die Regierung immer mehr Geld in Umlauf, für das es keine materiellen Gegenwerte mehr gab. Wer seinen Lohn nicht gleich nach Erhalt ausgab, konnte sich Tage, manchmal Stunden später, kaum noch etwas kaufen. Irgendwann war Geld schließlich so wertlos, dass es als Heizmaterial benutzt wurde.
Nachdem die alte Währung abgeschafft wurde, waren Sparer enteignet. Saniert waren dagegen die Schuldner. Größter Profiteur war der Staat, dessen gesamte Kriegsschulden nach der Währungsreform von 154 Milliarden Mark auf gerade einmal 15,4 Pfennige schrumpften.
Was die Wenigsten wissen: Die Inflation im damaligen Deutschland lief nicht über ein Jahr, sondern über neun Jahre. Acht Jahre lang reifte die Inflation heran, und binnen nur eines einzigen Jahres folgte der Zusammenbruch. Während die Details den