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Aggrey Mahanjana ist in der südafrikanischen Agrarbranche eine angesehene Persönlichkeit. Seit über 25 Jahren befasst er sich insbesondere mit der ländlichen und landwirtschaftlichen Entwicklung. Er arbeitet als Managing Director der National Emergent Red Meat Producers' Organisation (Nerpo), führt selbst einen Betrieb und ist Präsident der African Farmers Association of South Africa (Afasa), einer Organisation von kleinen und mittleren Farmern in Südafrika. An der SBV-Versammlung sprach er auch als Vertreter der Worlds Farmer's Organisation (WFO).
Ressourcen optimal nutzen
Während die Welt immer mehr Nahrungsmittel produzieren müsse, um die steigende Bevölkerung zu ernähren, beinträchtigten der Klimawandel und extreme Wetterereignisse die Landwirtschaft überall in der Welt, erklärte Aggrey Mahanjana vor den Bauernverbands-Delegierten. Daher ist es seiner Ansicht nach besonders wichtig, dass alle Länder ihre Ressourcen optimal nutzen.
"In Südafrika herrscht dieses Jahr eine aussergewöhnliche Trockenheit – wie ich gehört habe ist dies in der Schweiz ebenso", sagte Mahanjana. Speziell Teile der Welt, die bereits Probleme mit der Ernährungssicherheit hätten, seien von solchen Ereignissen markant betroffen.
Zusammenarbeit zwischen Farmern, Forschung und Marktakteuren
Mahanjana ist der Meinung, dass Familienbetriebe Schlüsselrollen dabei spielen, nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zu entwickeln, die ihre Familien, Gemeinden und die Märkte mit guten Lebensmitteln versorgen können. "Familienbetriebe interagieren täglich mit ihrer Umgebung, weshalb ihnen diese bedeutende Rolle zukommt", so der Südafrikaner. Weil die Familien einen sehr starken Bezug zur Natur hätten und dafür schauen würden, das Land für nachkommende Generationen fruchtbar zu bewahren, seien sie auch für die Erhaltung der Umwelt und die Biodiversität äusserst wichtig.
Mahanjana rief zur Zusammenarbeit zwischen Farmern, Forschung und Marktakteuren auf. "Niemand weiss besser als die Bauern, was von der Forschung benötigt wird", sagte der AFASA-Präsident. "Alle Stakeholder müssen sich prioritär dafür einsetzen, dass die Familienbetriebe in der ganzen Welt Ernährungssicherheit in einer nachhaltigen Weise garantieren können und damit der Armut und dem Hunger auf dem Land ein Ende setzen können."