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Der Test einer Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-15 sei erfolgreich gewesen, berichteten laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap die nordkoreanischen Staatsmedien am Mittwoch. Nordkorea habe eine grosse historische Leistung erbracht, um "die staatliche Atomstreitmacht zu vervollständigen". Das Land habe damit sein "historisches Ziel" erreicht, eine Atommacht zu werden.
Nordkorea hatte am frühen Morgen (Ortszeit) seine Rakete mit der bisher grössten Reichweite getestet. Der neue Waffentest stiess international auf scharfe Kritik.
Ausländische Beobachter hatten allerdings bereits Zweifel am Erfolg des Raketentests geäussert. Nach Erkenntnissen des US-Verteidigungsministeriums stürzte die Rakete nach nur etwa eintausend Kilometern ins Meer und habe keine Gefahr für Nordamerika oder verbündete Nationen dargestellt.
Nach Angaben Japans flog sie 50 Minuten lang und landete nach etwa 1000 Kilometern in der sogenannten Ausschliesslichen Wirtschaftszone des Landes im Japanischen Meer. Das südkoreanische Militär teilte mit, die Rakete habe eine Höhe von 4500 Kilometern erreicht. US-Verteidigungsminister Jim Mattis zufolge handelte es sich um eine ballistische Interkontinentalrakete, die höher geflogen sei als frühere Raketen.
Im Juli hatte Nordkorea eine Interkontinentalraketen getestet, die theoretisch auch den US-Bundesstaat Alaska erreichen könnte - nicht aber den Rest der USA.
Unterdessen setzte der UNO-Sicherheitsrat eine Dringlichkeitssitzung an. Das Treffen sei auf Bitten der USA, Japans und Südkoreas für Mittwochnachmittag (Ortszeit) einberufen worden, hiess es von den Vereinten Nationen in New York.
(SDA)