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HINWEIS: Exportspezialität (Nur für den Vertrieb im Ausland zugelassen)!
Antiparasitikum für Rinder
ATCvet: QP54AB52
ZusammensetzungMoxidectinum 5 mg, Triclabendazolum 200 mg,
Antioxid.: Butylhydroxytoluolum
Excip. ad solut. pro 1 ml
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenMoxidectin ist ein Endektozid, das gegen viele Parasiten wirkt. Es ist ein makrozyklisches Lakton der zweiten Generation aus der Milbemycin-Familie. Sein Wirkungsmechanismus besteht im Wesentlichen in der Beeinflussung der neuromuskulären Übertragung der GABA (Gamma-Aminobuttersäure)-gesteuerten oder der Glutamat-gesteuerten Chloridkanäle. Moxidectin stimuliert die Freisetzung von GABA und verstärkt seine Bindung an die postsynaptischen Rezeptoren und bindet an die Glutamat-gesteuerten Chloridkanäle. Dadurch öffnen sich die Chloridkanäle an der postsynaptischen Verbindung, die Chloridionen strömen ein und induzieren einen irreversiblen Stillstand. Dies führt zur schlaffen Paralyse und schliesslich zum Tod der dem Arzneimittel ausgesetzten Parasiten.
Triclabendazol ist ein Flukizid und gehört der Klasse der Benzimidazol-Anthelminthika an. Der Wirkungsmechanismus sowie die pharmakodynamischen Interaktionen zwischen Leberegeln und den diversen Metaboliten von Triclabendazol sind noch nicht aufgeklärt.
PharmakokinetikMoxidectin verteilt sich in allen Körpergeweben, aber aufgrund seiner Lipophilie reichert es sich überwiegend im Fettgewebe an. Moxidectin unterliegt einer Biotransformation durch Hydroxylierung. Es wird überwiegend über die Fäzes ausgeschieden. Die wesentlichen pharmakokinetischen Parameter von Moxidectin nach Verabreichung der Endformulierung als Pour-on sind: AUClast 50,9 ± 10,9 ng*Tag*ml-1, Cmax 4,7 ± 1,9 ng*ml-1, Tmax 8,7 ± 6,4 Tage, MRT (mittlere Verweildauer) 10,7 ± 2,4 Tage.
Der Hauptanteil von Triclabendazol als Lösung zum Eingeben wird bei Ratten, Schafen, Ziegen und Kaninchen entweder unverändert oder über biliäre Ausscheidungsprodukte innerhalb von 6 - 10 Tagen über die Fäzes ausgeschieden. Die Ausscheidung über den Urin ist minimal. Sulfon-, Sulfoxid-, Keton- und 4-Hydroxy-Triclabendazol-Derivate sind die Hauptmetaboliten, die im Blutplasma nachgewiesen wurden. Kinetische Plasmastudien zu Sulfoxid- und Sulfon-Derivaten nach peroraler Gabe bei verschiedenen Species zeigten ein Überwiegen von Sulfoxid bei Kaninchen, Schafen und Menschen und von Sulfon bei Pferden, Hunden und Rindern.
Die wesentlichen pharmakokinetischen Parameter des wirksamen Metaboliten Triclabendazol-Sulfoxid nach Verabreichung der kombinierten Endformulierung sind: AUClast 26,9 ± 6,7 µg*Tag*ml-1, Cmax 2,9 ± 1,0 µg*ml-1, Tmax 3,3 ± 0,8 Tage, MRT 9,7 ± 2,6 Tage. Die wesentlichen pharmakokinetischen Parameter des wirksamen Metaboliten Triclabendazol-Sulfon nach Verabreichung der kombinierten Endformulierung sind: AUClast 110,2 ± 28,8 µg*Tag*ml-1, Cmax 7,8 ± 2,9 µg*ml-1, Tmax 12,9 ± 8,6 Tage, MRT 13 ± 2,6 Tage.
IndikationenAusschliesslich zur Behandlung von Mischinfektionen mit Moxidectin- bzw. Triclabendazol-empfindlichen Nematoden und Leberegeln.
Unmittelbar auf Fell und Haut entlang der Wirbelsäule des Tieres vom Widerrist bis zum Schwanzansatz auftragen.
Nur auf saubere, gesunde Haut auftragen.
Für eine korrekte Dosierung sollte das Körpergewicht so genau wie möglich bestimmt werden. Wenn Tiere in Gruppen und nicht einzeln behandelt werden, sollten sie entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und behandelt werden, um eine zu geringe Dosierung oder eine Überdosierung zu vermeiden. Bei Regenfällen vor oder nach der Behandlung bleibt die volle Wirksamkeit der Cydectin Triclamox Rind Pour-On-Lösung erhalten.
ÜberdosierungIn einem Verträglichkeitsversuch wurden jeweils 4 Tiere einem 3- und 5-fachen der empfohlenen Dosis ausgesetzt. Es wurden keine Anzeichen einer Überdosierung beobachtet. Anzeichen einer Überdosierung wären in Übereinstimmung mit der Wirkungsweise von Moxidectin vorübergehend vermehrter Speichelfluss, Depression, Schläfrigkeit und Ataxie. Die Symptome klingen in der Regel innerhalb von 24 - 48 Stunden vollständig ab.
Es gibt kein spezifisches Gegenmittel.
Anwendungseinschränkungen
KontraindikationenNicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei laktierenden Tieren oder trächtigen Tieren, deren Milch für den Konsum vorgesehen ist.
VorsichtsmassnahmenBesondere Sorgfalt sollte auf die Vermeidung nachfolgend aufgeführter Vorgehensweisen verwendet werden, da sie das Risiko der Entwicklung von Resistenzen erhöhen und schliesslich zu einem Therapieversagen beitragen können:
Bei klinischen Fällen mit Verdacht auf Resistenzen gegen Anthelminthika sollten geeignete weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden (z.B. Bestimmung der reduzierten Eizahl im Kot). Wenn die Testergebnisse den Verdacht auf Resistenz gegen ein bestimmtes Anthelminthikum erhärten, sollte ein Anthelminthikum einer anderen Substanzklasse mit einem unterschiedlichen Wirkmechanismus angewendet werden.
Im Jahr 2010 wurde in Europa über keine Moxidectin Resistenzen berichtet. Hingegen gibt es Berichte über Resistenzen gegenüber anderen makrozyklischen Laktonen, namentlich in einigen europäischen Ländern gegen Cooperia oncophora. In der südlichen Hemisphäre sind auch Resistenzen gegen Moxidectin bekannt.
Resistenzen von gewissen Stämmen von Cooperia spp. gegenüber anderen makrozyklischen Laktonen können auf Moxidectin übertragen werden.
Über eine Resistenz von Fasciola hepatica gegen Triclabendazol bei Rindern wurde in einigen europäischen Ländern berichtet. Falls Rinder auf derselben Weide grasen wie Schafe, können resistente F. hepatica, welche vom Schaf stammen auf Rinder übertragen werden. Daher sollte die Anwendung des Tierarzneimittels unter Berücksichtigung lokaler epidemiologischer Informationen (regional, pro Hof) über die Empfindlichkeiten der Parasiten, die lokale Anwendung des Tierarzneimittels in der Vergangenheit und Empfehlungen, unter welchen Bedingungen das Tierarzneimittel angewendet werden kann, erfolgen, um weitere Resistenzselektionen gegen Antiparasitika einzuschränken.
Dieses Tierarzneimittel ist unschädlich bei der Anwendung bei tragenden und laktierenden Tieren und Zuchttieren.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei TierenDieses Tierarzneimittel wurde speziell als Pour-on-Lösung zum Übergiessen für Rinder entwickelt. Es darf nicht auf andere Weise oder bei anderen Tierarten verabreicht werden.
Alle Tiere aus derselben Gruppe sollten behandelt werden.
Um mögliche Sekundärreaktionen infolge Absterbens von Hypoderma-Larven im Oesophagus oder Rückenmark des Tieres zu vermeiden, wird empfohlen, Cydectin Triclamox Pour-on-Lösung nach Beendigung der Flugphase und bevor die Larven ihren Endsitz erreichen, zu verabreichen.
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
Keine bekannt.
Milch: Nicht bei Rindern anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr oder für industrielle Zwecke vorgesehen ist, auch nicht bei trächtigen Tieren, die für die Milchproduktion vorgesehen sind.
WechselwirkungenKeine bekannt.
Sonstige Hinweise
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender
LagerungshinweiseVor Licht geschützt und unter 25° C lagern. Nicht einfrieren.
Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 24 Monate
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 6 Monate
Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "Exp" bezeichneten Datum verwendet werden.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Moxidectin ist giftig für Fische und andere im Wasser lebende Organismen. Leere Flaschen und Arzneimittelreste müssen unschädlich beseitigt werden.
PackungenNur für den Vertrieb im Ausland bestimmt.
Exportspezialität: Vertrieb in der Schweiz nicht zugelassen!
Informationsstand: 10/2011
Dieser Text ist behördlich genehmigt.