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Von Glücksspielsucht spricht man, wenn das Glücksspielverhalten von den Betroffenen selber nicht mehr kontrolliert werden kann. Das Spielen ("Zocken") wird zum alles beherrschenden Drang, zum Lebensmittelpunkt. Die Gedanken kreisen unablässig um das Glücksspiel: die nächste Spielgelegenheit, den nächsten möglichen (grossen) Gewinn, das Beschaffen von Geld für das weitere Spiel, das Vertuschen der erlittenen Verluste etc.
Das exzessive (pathologische) Glücksspiel gilt im medizinischen Sinn als Krankheit. Entsprechend gibt es medizinische Kriterien, die für die Diagnose "Glücksspielsucht" (Abhängigkeitserkrankung) erfüllt sein müssen. Die Diagnosestellung erfolgt ausschliesslich durch ärztliche Fachpersonen.
Das Suchtverhalten entwickelt sich prozesshaft, ähnlich der Suchtentwicklung bei psychoaktiven Substanzen (Alkohol, Tabak, illegale Drogen). Dieser Prozess umfasst typischerweise folgende Phasen: gelegentliches Spielen am Anfang, häufiges Spielen mit unrealistischen Erwartungen und sinkendem Genuss, problematisches Spielverhalten mit zunehmendem Stress bis hin zum exzessiven, pathologischen Spielen (Glücksspielsucht).
In aller Regel lassen sich bei Betroffenen schon früh Signale wahrnehmen, die Anzeichen einer künftigen Glücksspielsucht sein können.
Das frühzeitige Wahrnehmen von Signalen z.B. durch Bezugspersonen von Betroffenen (Familienangehörige, Kollegen und Kolleginnen, Vorgesetzte) bietet die Chance, entsprechend rechtzeitig Unterstützung und Hilfe zu holen. Folgendes sind typische Früherkennungsmerkmale: Die betroffene Person