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Die auf die bestehenden und die zu erwartenden Kapazitätsengpässe gestützten Ausbaubegehren bei den Nationalstrassen und der Bahninfrastruktur sind die Quittung für das ungehinderte Mobilitätswachstum in der Schweiz. Dieses wird verursacht durch die wegen der Personenfreizügigkeit übergrosse Zuwanderung, die zu tiefen Mobilitätskosten und den hohen Wohlstand in der Schweiz. Sollen jetzt die geplanten Tarif-, Gebühren- und Steuererhöhungen dazu dienen, dieses Mobilitätswachstum via Kapazitätsausbau der Verkehrsanlagen noch anzukurbeln? Sind das dadurch unterstützte quantitative Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) und die ungehinderte Mobilität für alle die wichtigsten Ziele der Verkehrspolitik? Sind die Sonntagsreden vom Energiesparen, Umweltschutz und vom Stabilisieren des Flächenverbrauchs bereits wieder vergessen? Wäre es nicht gescheiter, mit der Erhöhung der Mobilitätskosten primär den Betrieb und den Unterhalt der bestehenden Verkehrsinfrastruktur zu garantieren und den allfälligen Überschuss in die allgemeine Bundeskasse zu lenken statt mit neuen Verkehrskapazitäten neue Zuwanderungsströme auszulösen? Das Schweizer Mittelland soll nicht zu einem Hongkong vom Genfer- bis zum Bodensee verkommen. Dem rein quantitativen Wachstum von Bevölkerung und Wirtschaft muss ein Ende gesetzt werden. Nur mit einem qualitativen Wachstum und einer gerechteren Einkommensverteilung kann das BIP pro Kopf für die meisten Leute in der Schweiz gesteigert und die Lebensqualität erhalten werden.