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Erstmals seit 50 Jahren ist im Rhein in Basel wieder ein Lachs gefangen worden. Ein Fischer zog den Fisch am Basler Rheinufer aus dem Wasser.
Der Lachs war am Oberrhein seit den 1950er-Jahren ausgestorben. Nach der Chemiekatastrophe von 1986 bei Sandoz in Schweizerhalle, Kanton Basellandschaft, starteten aber die Rheinanliegerstaaten das Wiederansiedungsprojekt "Lachs 2000". Der Lachs wurde damit zum Symbol der ökologischen Wiederherstellung des grössten Stroms Westeuropas.
Das Programm sah vor, Wanderungshindernisse für den Lachs im Rhein zu beseitigen. 1995 wurden beim Stau von Iffezheim (D), rund 40 Kilometer nördlich von Strassburg, erstmals wieder ausgewachsene Tiere gefangen.
Einen Lachsfang bei Basel gemeldet hatten die Behörden indes schon 1999 einmal. Das in Birsfelden bei Basel gefangene Tier erwies sich dann aber als Seeforelle.
Im 19. Jahrhundert war der Lachs im Rhein noch so häufig, dass er als "Brotfisch" für die Armen diente. Kraftwerksbau und Gewässerverschmutzung führten später zu seinem Aussterben.