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<h2>SubmittedText<h2><p>Bundesrätin Widmer-Schlumpf kündigte in ihrer Antwort vom 19. Dezember auf die Frage 11.5546 zur Freude all derjenigen, denen der nationale Zusammenhalt am Herzen liegt, an, die Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung stärken zu wollen!</p><p>Die Ironie des Schicksals wollte es jedoch, dass tags darauf die guten Absichten an der Wand einer unveränderbaren Gleichgültigkeit zerschellt sind, einer Gleichgültigkeit, die mittlerweile geradezu in die Kultur der Bundesverwaltung eingeschrieben ist. Sie zeigte sich in Form eines E-Mails mit dem Titel "What if? Well prepared for an emergency Christmas is coming. Those who wish to avoid the crush in the shops will perhaps go on the Internet for a virtual shopping tour as an e-Father Christmas" (Result of the Phishing Action in the FDFA). Das Mail wurde erneut von den Informatikdiensten an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mindestens eines Departementes versendet (Kurt Hänni, Informatik-Sicherheitsbeauftragter des EDA). Schön, dieses E-Mail. Aber es wäre angebracht und darüber hinaus einfach gewesen, es nicht nur ins Englische - das, nebenbei erwähnt, nicht offizielle Amtssprache ist -, sondern auch ins Italienische zu übersetzen. Aber nein, wie immer werden die Informationen nur auf Deutsch, Französisch und Englisch verbreitet!</p><p>Deshalb frage ich den Bundesrat:</p><p>1. Wie viele der 120 IT-Verantwortlichen sind italienischer und wie viele französischer Muttersprache?</p><p>2. Ist der verhältnismässig kleine Aufwand von etwa einer halben Stunde für die italienische Fassung eines E-Mails, das sich an sämtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen richtet und das darüber hinaus das heikle Thema der Informatiksicherheit betrifft, denn zu viel verlangt?</p><p>3. Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass er die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Mehrsprachigkeit in einer Bundesverwaltung, die sich gegen dieses Anliegen sträubt, unterschätzt hat?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Betreffend die Fragen zur Informatiksicherheit innerhalb der Bundesverwaltung steht das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation in direktem Kontakt mit 246 Personen - Integrationsmanager und -managerinnen, Stellvertreter und -vertreterinnen sowie Sicherheitsverantwortliche der Verwaltungseinheiten. Von diesen 246 Personen haben 27 Französisch und 2 Italienisch als Korrespondenzsprache angegeben. Aus der bereits über Jahre dauernden Zusammenarbeit wurde in der Vergangenheit bei diesen beiden Partnern italienischer Muttersprache die deutsche Sprache als Korrespondenzsprache verwendet. Die Bundesverwaltung ist bemüht, sämtliche allgemeinen Informationen in deutscher, französischer und italienischer Sprache zu versenden sowie den Anteil französisch- und italienischsprachiger Mitarbeitende gemäss den vom Bundesrat verabschiedeten Sollwerten zu erhöhen.</p><p>2. Diese interne Mitteilung wurde an alle Mitarbeitenden des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA) weltweit versandt und war Teil eines EDA-internen Projektes, welches zum Ziel hatte, die EDA-Mitarbeitenden in Bezug auf Phishing-Mails zu sensibilisieren. Aufgrund der Komplexität dieser einmaligen Aktion und deren Zielgruppe, die aus rund 47 Prozent im Ausland tätigem Lokalpersonal des EDA bestand, wurde im konkreten Fall der englischen Sprache der Vorzug gegeben. Allgemeine interne Mitteilungen im Rahmen der Informatiksicherheit werden vom EDA weiterhin grundsätzlich in jeweils fünf Sprachen - den drei Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch sowie Englisch und Spanisch - verschickt.</p><p>3. Der Bundesrat beschloss 2010 bei der Umsetzung der Sprachenverordnung eine Aufstockung der italienischen Sprachdienste, um das systematischere Erscheinen der Publikationen der Bundesverwaltung in italienischer Sprache sicherzustellen. Damit wurde die Ungleichbehandlung des Italienischen gegenüber den anderen Amtssprachen im Bereich der Publikationen beseitigt. Zusammenfassend zeigen die getroffenen Massnahmen, dass die Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung auf gutem Weg ist. Diesbezüglich kann auf die vom Bundesrat verabschiedeten neuen Sollwerte (7 Prozent Italienischsprachige, 22 Prozent Französischsprachige, 1 Prozent Romanischsprachige) und die steigende Teilnahme an Italienischkursen durch das Bundespersonal hingewiesen werden.</p>  Antwort des Bundesrates.