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Lobao, der bereits zwischen Januar 2008 und März 2010 in der Regierung des damaligen Präsidenten, Luiz Inacio Lula da Silva, Energieminister war, stellte den Journalisten die Pläne für das Jahr 2011 in den Bereichen Energie-, Erdöl und Bergbau vor.
Der Energieminister kündigte an, dass die Regierung bis Ende Jahr den Bau vier neuer Kernkraftwerkseinheiten bewilligen wolle. Da es sich um Grossprojekte handle, müsse zuvor der Conselho Nacional de Política Energética (CNPE) zustimmen. «Wir werden uns mit dem CNPE treffen, um dies zu diskutieren», erklärte Lobao. «Die Standortregionen sind bekannt. Wir hoffen, mit den Projekten vorwärts zu kommen.» Lobao fügte hinzu, dass die Leistung der neuen Kraftwerke noch nicht festgelegt sei und daher auch keine Schätzungen vorlägen, wie hoch die Investitionen für die Neubauten seien.
Standorte im Nordosten und Südosten vorgesehen
Die genauen Standorte seien noch nicht bestimmt, doch sollen je zwei Einheiten im Nordosten und im Südosten gebaut werden, sagte Lobao weiter. Im August 2010 hatten die staatliche brasilianische Energieversorgerin Eletronuclear und die Empresa de Pesquisa Energética (EPE) – Teil des Ministeriums für Bergbau und Energie – beschlossen, Vorstudien für die Auswahl künftiger Kernkraftwerksstandorte durchzuführen. Die damalige Regierung hatte 2007 einen Nationalen Energieplan der EPE genehmigt, der den Bau von vier Kernkraftwerkseinheiten mit einer Leistung von je 1000 MW bis 2030 in diesen Regionen vorsieht.
Derzeit stehen am Standort Angra zwei Kernkraftwerksblöcke in Betrieb. Der Atomstromanteil des Landes beträgt 3%. Die Finanzierung der geplanten Fertigstellung von Angra-3 ist gesichert.
Quelle
M.A. nach brasilianischem Ministerium für Bergbau und Energie, Medienmitteilung, 7. Januar 2011