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Zita wurde am 27. April 1934 als jüngstes von vier Kindern der Familie Rutz geboren. Zita durfte eine sehr schöne Kindheit auf der «Schwantlen», einem kleinen Bauernhof, oberhalb von Wattwil, verbringen. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen auf, hatte aber nie das Gefühl, benachteiligt zu sein, denn sie schätzte sich sehr glücklich, ganz liebe Eltern und Geschwister zu haben. Einzig der lange Schulweg, den sie jeweils zwei Mal täglich zu bewältigen hatte, empfand sie als mühsam.
Abgesehen von diesem langen Schulweg besuchte Zita die Schule aber sehr gerne und sie war auch eine gute Schülerin. Ihr Lieblingsfach war Zeichnen. Nach der Schulzeit entschied sich Zita für eine Lehre als Damenschneiderin, wo ihr ihre kreative Seite gute Dienste erwies. Nach erfolgreichem Abschluss nahm Zita eine Anstellung in Luzern an. Hier lernte Zita ihre Arbeitskollegin Lina Wehrli kennen. Lina lud Zita in ihr Elternhaus nach Einsiedeln ein. Bei diesem Besuch lernte Zita Linas Bruder Karl kennen.
Später ergab sich für Zita die Möglichkeit eines Sprachaufenthalts in Genf. Diesen brach sie allerdings schon nach kurzer Zeit wieder ab, weil ihr zukünftiger Ehemann, Karl Wehrli, sie zu sehr vermisste.
Zurück in der Deutschschweiz heirateten Zita und Karl. Die Ehe blieb lange zehn Jahre kinderlos. Dies belastete Zita sehr. Doch dann erfüllte sich ihr grösster Wunsch und Markus und Irène kamen zur Welt. Zita war den beiden eine liebevolle und fürsorgliche Mutter, die ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Zita war das Herz der Familie Wehrli. Sie war es auch, die mit ihren Kindern Ausflüge plante und sie stets darin unterstützte, ihr Leben aktiv zu gestalten.
Als ihre Kinder schon etwas grös-
ser waren, leistete Zita viele Jahre ehrenamtliche Einsätze in der Cafeteria des Altersheims Gerbe. Und als ihre Kinder ihre eigenen Familien gründeten, war sie ein wundervolles Grossmami für ihre drei Enkel Nicole, Lukas und Noah. Auch hier war sie immer gerne bereit zu unterstützen, sofern Hilfe benötigt wurde.
Als ihr Ehemann Karl erkrankte, pflegte Zita ihn zu Hause. Leider verstarb Karl im Dezember 2008. Dadurch liess sich Zita aber nicht entmutigen, sondern gestaltete den neuen Lebensabschnitt aktiv, indem sie sich dazu entschied, eine kleinere Wohnung zu beziehen und gemütlich für sich einzurichten. Zu diesem neuen Lebensabschnitt gehörte aber auch, dass sie sich einen Kreis von guten Freundinnen aufbauen konnte, mit denen sie viele vergnügliche Stunden verbringen durfte. Oft wurden in diesem Rahmen auch Ausflüge unternommen.
Grosse Freude bereitete Zita stets die Musik. So war sie lange Jahre ein aktives Mitglied im Kirchenchor Cäcilia sowie im Kirchenchor Trachslau. Im Chor von Trachslau war sie bis zum heutigen Tag dabei; vor kurzem durfte sie gar ihr 20-Jahr-Jubiläum feiern.
Etwas vom Schönsten und Wichtigsten für Zita war es stets, nach draussen zu gehen und ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen. Davon liess sie sich auch von schlechtem Wetter nicht abbringen. Auf ihren täglichen Runden durfte Zita immer wieder liebe Bekannte treffen, mit denen sie gerne einen kurzen Schwatz hielt oder sich auf einen Kaffee verabredete.
Unglücklicherweise erlitt Zita kurz vor ihrem 80. Geburtstag einen Bandscheibenvorfall, der ihr sehr starke Schmerzen bereitete. Aufgrund dieser Schmerzen war ein Aufenthalt im Spital Einsiedeln unumgänglich. Leider kam es dort zu einer Lungenentzündung, welche eine Verlegung auf die Intensivstation des Triemlispitals Zürich erforderlich machte. Trotz der sehr guten Pflege und Betreuung wurde Zita zunehmend schwächer. Am Freitag, 16. Mai, schlief sie friedlich ein.
Liebes Mami und Grossmami, wir danken dir für alles! Dein herzensgutes Wesen und deine Liebe werden wir immer in unseren Herzen tragen. Deine liebevolle Art, verbunden mit viel Energie, Wärme und einer guten Prise Humor, wird uns sehr fehlen.
Deine Kinder und Grosskinder