Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/235379

<h2>SubmittedText<h2><p>Es scheint wissenschaftlich unbestritten zu sein, dass PCR-Resultate mit höherem Ct-Wert eher kein infektiöses Virus nachweisen. Es wäre daher angezeigt, einen Cut-off zu definieren und Werte ab bspw. 25-30 als negatives bzw. nicht quarantäne-relevantes Ergebnis zu werten.</p><p>- Ist der Bundesrat bereit, die Ct-Werte der positiv Getesteten bekanntzugeben und einen Cut-off zu definieren, ab welchen ein Test als irrelevant positiv gilt und folglich keine Quarantäne bedingt?</p><p>- Falls nicht, wieso?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Ct-Werte der getesteten Personen werden im Meldesystem nicht an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) übermittelt und können daher nicht zur Verfügung gestellt werden. Einen analytischen Cut-off für molekulare Analysenergebnisse zu definieren, liegt in der Verantwortung der Labore. Zudem wird für handelsübliche Kits von den Herstellern ein Cut-off angegeben. Zusätzlich zu einem positiven PCR-Resultat entscheidet die Anamnese (Symptomatologie und Kontakte der Patientin oder des Patienten), ob ein Übertragungsrisiko bestehen könnte. Diese wird durch eine Fachperson eingeschätzt. Es gibt derzeit keine eindeutigen Kriterien (z. B. einen bestimmten Ct-Wert der PCR), um sicher abschätzen zu können, ob jemand ansteckend ist. Das BAG diskutiert diese Fragestellung regelmässig mit Fachexpertinnen und -experten. Die Einschätzung ist immer die gleiche: Angesichts der Vielfalt der in der Schweiz verwendeten Extraktions- und PCR-Systeme ist es nicht möglich, Ct-Grenzwerte zu definieren, die für alle Systeme und alle Labors verwendet werden können. </p>