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Lionel Messi hat mit etwas Verspätung auf die Kritik von Robert Lewandowski bezüglich Weltfussballer-Wahl reagiert – und zum Rundumschlag ausgeholt.
«Jeder kann sagen, was er will. Er natürlich auch. Ich teile seine Meinung aber nicht. Er kann sagen, was er will. Es interessiert mich nicht», sagt Messi in einem Interview mit dem argentinischen TV-Sender TyC Sports.
Messi hatte seine Stimme im Januar bei der FIFA-Weltfussballer-Wahl nicht Lewandowski gegeben und damit für Verwirrung beim Bayern-Stürmer gesorgt. «Es fällt mir schwer, dazu etwas zu sagen. Ich habe für Messi gestimmt, weil ich schätze, was er im Jahr 2021 und natürlich auch früher getan hat», sagte der Pole.
Beim Ballon d‘Or, der im November 2021 überraschend an Messi vergeben wurde, hatte der Argentinier noch für Lewandowski gestimmt. «Warum sich sein Standpunkt danach geändert hat, weiss ich nicht», sagte Lewandowski dem polnischen Magazin «Pilka Nozna» im Februar. Die Weltfussballer-Wahl gewann der Bayern-Stürmer dann auch ohne Messis Stimme.
Bei der Vergabe des Ballon d‘Or hatte der Argentinier noch gesagt, dass er es Lewandowski gönnen würde, wenn dieser den im Jahr 2020 nicht vergebenen Goldenen Ball der französischen Zeitschrift «France Football» nachträglich erhalte.
«Meine Worte kamen von Herzen, weil ich wirklich so fühlte. Ich sagte, dass er den Ballon d'Or 2020 verdient gehabt hätte, weil er aus meiner Sicht der Beste war. Aber im Jahr, in dem ich gewonnen habe, war er nicht der Beste. Aber er soll es sehen, wie er will», so Messi, der in seiner Karriere schon siebenmal mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet wurde und sechsmal die Weltfussballer-Wahl für sich entschied.
Benzema-Lob und Seitenhieb an Real
Bei der diesjährigen Wahl führt für Messi derweil kein Weg an Karim Benzema vorbei. Der Torjäger von Real Madrid hatte grossen Anteil am Gewinn der Champions League und der spanischen Meisterschaft. «Ich denke, dieses Jahr gibt es keine Zweifel. Benzema hatte ein spektakuläres Jahr», so Messi, der mit PSG im Achtelfinal gegen die Königlichen ausgeschieden war – durch drei Tore Benzemas im Rückspiel.
Nichtsdestotrotz kann sich die Barça-Legende einen kleinen Seitenhieb an die Madrilenen nicht verkneifen. «Real war nicht das beste Team in der Champions League, trotzdem haben sie alle geschlagen. Nicht immer gewinnt der Beste», meint Messi.
Der 34-Jährige äussert sich auch zu den PSG-Fans, die ihn und Teamkollege Neymar nach dem Aus in der Königsklasse gnadenlos ausgepfiffen und ausgebuht hatten. «Das war etwas Neues für mich, in Barcelona war mir das nie passiert. Eigentlich kenne ich nur das Gegenteil», sagt Messi. Den Ärger der Fans habe er aber verstehen können.
An seinem Wohlbefinden beim neuen Klub hätten die Buhrufe nichts geändert. Messi kommt in Paris immer besser zurecht. «Ich kenne den Verein, die Stadt, die Kollegen und fühle mich auch in der Garderobe viel wohler. Ich bin mir sicher, dass jetzt alles anders laufen wird.»