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Neosporose verursacht bei Rindern Aborte und Kälberverluste. Bei Kälbern sind nach der Geburt Koordinationsstörungen oder Lähmungen möglich.
Verursacht wird die Krankheit durch den Parasit Neospora caninum, dessen Hauptwirte vor allem Rinder und Hunde sind. Der Mensch ist davon nicht betroffen. Gemäss der Semesterarbeit eines Studenten der HAFL, ist «Neosporose» bei Landwirten und bei Hundehaltern wenig bekannt.
Übertragung und Ansteckung
Der wichtigste Übertragungsmodus verläuft bei Rind und Hund vom trächtigen Muttertier auf die Nachkommen. Der Parasit kann dabei über längere Zeit unerkannt in einem Bestand vorkommen, bevor Aborte auftreten. Die Ansteckung erfolgt durch die Aufnahme von infiziertem Futter oder Wasser. Hunde können sich durch Fressen von infiziertem, rohem Fleisch oder der Nachgeburt eines infizierten Rindes anstecken. Kot von infizierten Hunden auf Wiesen und Weiden kann wiederum das Futter der Rinder kontaminieren und diese dadurch anstecken.
Diagnose
Neosporose kann bei Aborten durch einen Erregernachweis aus Nachgeburts- und Fötusmaterial diagnostiziert werden. Da die Krankheit unter den meldepflichtigen Seuchen einzustufen ist, wird der Fall beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) gemeldet. Ansonsten werden jedoch keine systematischen Untersuchungen vorgenommen und es sind keine weiteren Massnahmen vorgesehen.
Bekämpfung
Hundekot auf Wiesen und Weiden muss entfernt werden. Der Kontakt von Hunden mit Nachgeburten sowie das Verfüttern von rohem Fleisch oder Schlachtabfällen sollte unbedingt vermieden werden. Auch die Verwendung von nachweislich infizierten Rindern zur Zucht ist soweit als möglich einzuschränken.