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Amir Kapoor ist Sohn pakistanischer Einwanderer und aufstrebender Staranwalt in einer jüdischen Top-Kanzlei in New York. Er trägt 600-Dollar Hemden, wohnt in einem Loft an der Upper East Side von Manhattan – ein vollintegrierter Vorzeigeamerikaner, der den fremd klingenden Namen der Eltern, die muslimische Religion und alle weiteren Herkunftsspuren abgelegt hat – und zwar aus voller Überzeugung. Anders seine Frau Emily: Die weiße Amerikanerin ist Malerin und hat durch ihre Kunst die Schönheit und Weisheit in der islamischen Kultur für sich entdeckt. Spannend wirdʼs, als die beiden Jory, Amirs afro-amerikanische Anwaltskollegin, und ihren Mann Isaac, seines Zeichens erfolgreicher jüdisch-amerikanischer Kurator, zum Dinner einladen. Rassistische und religiöse Vorurteile brechen plötzlich zutage, die sozialen Sicherungen der westlichen Aufklärung brennen durch.
In seinem Debutstück, uraufgeführt 2012 in Chicago, diskutiert Ayad Akhtar anhand aufgeklärter Karrieristen im vermeintlich politisch korrekten Fahrwasser hochaktuelle, brennende Themen der US-amerikanischen Gesellschaft zwischen Patriot Act und Integration, alltäglichem Rassismus und Terrorismus. 2013 wurde „Geächtet“ mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet.
Eine Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen
Inszenierung: Bettina Bruinier
Mit: Christoph Kail, Karo Guthke, Aaron Frederik Defant, Karin Yoko Jochum, Helge Herwerth