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Während meines Besuchs in einem Kinderheim in Kathmandu wurde mir schlagartig die wahre Bedeutung von Bewusstsein klar.
Aarus, ein begeisterter 11-jähriger Junge und Vollwaise, der bereits 9 Jahre in diesem Heim lebte, öffnete mir die Augen. Sein Strahlen und sein stolzer Gang, als er mir die Errungenschaften des Heims zeigte – einen Backofen, der den Kindern die Kunst des Brotbackens näherbringt, und einen neuen Basketballkorb, der lebhaft genutzt wurde – berührten mich zutiefst.
Besonders aufgeregt führte Aarus mich in die Schlafsäle, die mich an meine Militärzeit erinnerten. Ein grosser Saal, gefüllt mit Kajütenbetten und kleinen Spinden, etwa 50 cm breit und 1 m hoch.
Nein, es gab keine zusätzlichen Schränke für weitere Kleidung. Das war alles. Am Ende des Flurs waren die Nasszellen. Aarus zerrte mich hinein, um mir die bescheidenen Wandduschen zu zeigen.
Als er den Wasserhahn aufdrehte und der dünne Strahl spritzte, leuchteten seine Augen vor Stolz und Freude. Das plätschernde Wasser aus der Dusche war so kalt, dass es selbst mich als passionierten Eisbader beeindruckte. In diesem Moment wurde mir klar, wie oft ich mich doch schon verwöhnt, teils verweichlicht und undankbar verhalten habe.
Als jemand, der im goldenen Zeitalter der westlichen Industrieländer geboren wurde, erkannte ich, dass ich meine Privilegien auf gewisse Weise mehr schätzen sollte. Inmitten von Kajütenbetten und schlichten Wandduschen fand ich nicht nur Bewusstsein, sondern auch Dankbarkeit.