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Soziale Arbeit und Geschlecht
Eine Erörterung der Geschlechterverhältnisse und -debatten in der Profession der Sozialen Arbeit sowie deren Erklärung anhand aktueller Geschlechtertheorien
Diese Bachelorthesis befasst sich mit den Geschlechterdifferenzen und -debatten in der Profession der Sozialen Arbeit und geht dabei folgender Frage nach: «Inwiefern prägen naturalistische und konstruktivistische Geschlechterdiskurse die Profession der Sozialen Arbeit?» Um die Fragestellung zu beantworten, wird geklärt, ob in der Sozialen Arbeit geschlechtstypische Verhältnisse bestehen und wie sie sich gegebenenfalls manifestieren. Dazu werden der Professionalisierungsschub der Sozialen Arbeit während der deutschen Frauenbewegungen untersucht, die aktuellen geschlechtstypischen Verhältnisse in der Profession skizziert, und aktuelle Geschlechterdebatten sowie drei professionstheoretische Konzeptionen von Geschlecht in der Sozialen Arbeit erörtert. Anschliessend werden die naturalistische und die konstruktivistische Theorieposition ausgeführt und Bezüge zu den herrschenden Geschlechterverhältnissen in der Profession hergestellt. Als Ergebnis dieser Arbeit geht hervor, dass beide Geschlechtertheorien die Profession prägen. Naturalistische Theorien helfen dabei zu verstehen, woher die weibliche Konnotation der Sozialen Arbeit kommt und welchen Einfluss naturalistische Geschlechterbilder bis heute auf die Profession haben. Konstruktivistische Theorien hingegen erhellen die eigene Verstrickung der Sozialen Arbeit in der Reproduktion von geschlechtstypischen Verhältnissen und können als Chance verstanden werden, um konstruierte Geschlechterbilder durch deren Dekonstruktion zu durchbrechen und neue Diskurse zu schaffen.