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von Jakob Obrecht
Turm und Schildmauer der weitläufigen Anlage der Ruine Hohensax wurden 2008 konserviert. Die vorgängig am aufgehenden Mauerwerk durchgeführte Bauuntersuchung zeigte, dass der vermutlich im frühen 13. Jh. erbaute Megalithturm kurz vor dem Jahr 1315 teilweise abbrannte und anschliessend wieder repariert wurde. Abgerissen und anschliessend vollständig neu aufgebaut wurden dabei das 2. Obergeschoss, das Dach und die Zugangslaube zum Hocheingang. Bei diesem Umbau erhielt der Turm auf der Nordostseite des 2. Obergeschosses neu eine zweite Laube.
Das Baudatum der an den Turm anstossenden Schildmauer liess sich nicht bestimmen. Es gibt aber Anhaltspunkte dafür, dass diese mehr als zwei Meter dicke Schutzwand im Zuge einer Neugestaltung der Anlage nach dem ersten Brand des Turmes gebaut worden ist. Die zehn auf der Aussenseite der Schildmauer erhaltenen Balkenlöcher waren vermutlich die Träger einer hölzernen Wehrlaube, die ursprünglich bis zum Turm weiterlief.
Archäologische Grabungen in der Zone hinter der Schildmauer würden nicht nur mithelfen, den Grundriss der Anlage zu ergänzen, sondern viele neue Informationen zur Baugeschichte und zum Alltagsleben der Bewohner dieser 1446 in den Wirren des Alten Zürichkriegs von den Appenzellern zerstörten Burganlage liefern.
, Jakob : Die Bauuntersuchung an Turm und Schildmauer der Ruine Hohensax, Sennwald SG, 2008
Mittelalter – Moyen Age – Medioevo – Temp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 14. Jahrgang 2009, Heft 4, 135 - 160.