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Welche Organe können bei Colitis ulcerosa zusätzlich betroffen sein?
Neben den bereits erwähnten Symptomen können die Patienten auch unter sogenannten extraintestinalen Begleiterkrankungen leiden, also Veränderungen, die sich ausserhalb des Darms abspielen. Dazu zählen Entzündungen der Gelenke, der Wirbelsäule, der Haut oder der Augen.
Durch die Colitis ulcerosa selbst, sowie durch eine unerwünschte längere Behandlung der Erkrankung mit Steroiden, kann es zu einer Verminderung der Knochendichte kommen, die im leichten Fall als Osteopenie (Abnahme der Knochenmasse) und im schwereren Fall als Osteoporose (Knochenerweichung) bezeichnet wird. Osteoporose führt erst dann zu Symptomen, wenn es bereits zu Knochenbrüchen oder Wirbelkörpereinbrüchen gekommen ist. Deshalb sind die diagnostische und medikamentöse Vorsorge wichtig.
Typisch und besonders schmerzhaft sind Hautveränderungen wie das Erythema nodosum und das seltenere, aber schwer beeinträchtigende Pyoderma gangraenosum. Bei der seltenen primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) kommt es zu entzündlichen Veränderungen in den kleinen Gallenwegen. Die Mehrheit der Patienten mit PSC ist ohne Symptome. Meist fallen diese Patienten durch Erhöhung bestimmter Leberwerte auf. Erst bei fortgeschrittener Erkrankung kann es zu Müdigkeit, Juckreiz, Fieber, Schüttelfrost und Nachtschweiss kommen. Das Vorliegen einer PSC bedarf engmaschiger Kontrollen. Patienten mit PSC haben zudem ein deutlich erhöhtes Risiko zur Entwicklung eines Dickdarmkarzinoms.