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Eine mögliche Entwicklung der Sprachgeschichte für die deutsch-romanische Schweiz zeigt folgendes Diagramm:
Es geht davon aus, dass nach dem Abzug der Römer um 400 immer noch 90% der Bevölkerung keltisch gesprochen hat. Dies ist natürlich nur eine Schätzung. Sie beruht darauf, dass während der römischen Besetzung nur wenig Germanen zugewandert sind.
Hier ist die Lage der Schweiz anders als die in Deutschland, wo die germanischen Stämme vom sowieso nie römisch besetzten Norden schon im 3. Jahrhundert bis in den Süden gewandert sind.
Die Einwanderung der Alemannen in die Schweiz setzte erst im 6. und 7. Jahrhundert in grössern Zahlen ein. Es konnten auch nicht viele einwandern, da die Schweiz zu römischer Zeit schon dicht bevölkert war. Es gab schlicht gar keinen Platz.
Die meisten Germanen zogen ins Wallis (wo man sie nun Walser nannte) und in andere noch nicht besiedelte Bergregionen.
Im Graubünden war die germanische Einwanderung und offenbar auch der Einfluss der germanischen Kultur derart gering, dass sich aus dem Vulgärlateinischen eine eigene Sprache, namentlich das Rätoromanische bildete!