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Aus diesem
Grund haben die
Diskant- und Altpartien jener Zeit auch nur einen sehr mäßigen
Umfang nach der
Höhe und dafür
einen desto größern nach der Tiefe. Der Normalumfang der wirklichen Altstimme reicht von a beim tiefen
Alt
(Kontraalt) von f oder e
bis e'', f'' (ausnahmsweise auch höher).
Historisch ist die Altpartie die von den
Komponisten zuletzt
eingeführte, da der normalen Männerstimme, welche den
Cantus firmus
(Tenor) vortrug, zuerst eine höhere gegenübergestellt
wurde, welche den
NamenDiscantus erhielt, danach beiden als Grundlage
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mehr
(harmonische Stütze, Basis) eine dritte, tiefere (der Baß) untergelegt und endlich als Kontratenor die vierte zwischen Tenor
und Diskant eingeschoben ward.
Rudolf, Landschafts- und Architekturmaler, meist als Aquarellist thätig, geb. zu Wien
[* 4] als Sohn des in
demselben Fach sowie als Lithograph rühmlich bekannten Jakob Alt (1789-1872), besuchte die Akademie der bildenden Künste in
Wien. Fußwanderungen durch die Gebiete der österreichischen Alpenwelt und Norditaliens weckten in ihm
die Liebe zum landschaftlichen Fach, und die Eindrücke seiner Pilgerfahrten gab sein Pinsel in zahlreichen Aquarellen auf die
treueste und glücklichste Weise wieder.
Rudolf, Aquarellmaler, geb. zu Wien als Sohn des Malers
Jakob A. (gest. 1872), trat schon mit 14 Jahren in die dortige Akademie, half seinem Vater im
Kolorieren geätzter oder auf Stein gezeichneter Ansichten und malte selbständig in Wasserfarben. Mit 16 Jahren machte er
mit seinem Vater durch Tirol und Oberitalien eine Reise, welche die lebhaftesten Eindrücke in ihm zurückließ
und ihn zu fernern größern Wanderungen bewog, auf denen er 1833 zuerst Verona und Venedig erblickte.
Die daraus entnommenen Aquarellbilder zogen ihm anderweitige Aufträge zu, so daß er 1835 seine erste Reise nach Rom und
Neapel machen konnte, wo ihm die Bauwerke wie die landschaftliche Umgebung zu zahlreichen Aquarellen
die Motive boten, aber auch seine Lust zu Reisen noch steigerten. Sie erstreckten sich 1840 namentlich auf Dalmatien, dessen
malerische Städte die Glanzpunkte seiner Studien wurden. Nachdem er 1852 auch eine Donaureise gemacht und für den Österreichischen
Lloyd in Triest eine Reihe von Donauansichten gemalt hatte, ging er auf mehrere Jahre nach
Böhmen und
malte als Aquarelle viele dortige Schlösser.
Unter seinen dann folgenden Reisen ist besonders die nach der Krim (1863) wichtig für ihn geworden, dagegen war die Ausbeute
einer Reise nach Sicilien (1867) nur gering, indem ihn die Cholera von dort vertrieb. Die Frucht aller
dieser Wanderungen war eine Fülle von Aquarellen, in denen er Landschaften, Städteansichten und Bauwerke von außen wie
von innen mit einer solchen Meisterschaft darstellt, daß er hierin unübertroffen dasteht, aber auch die Grenzen der Aquarellmalerei
nicht überschreitet.
Was ihn vor allem auszeichnet, sind das reine Naturgefühl und die Gewissenhaftigkeit, mit der er jedes
Einzelne wiedergibt ohne eine Spur von Konventionellem und ohne Haschen nach auffallenden Effekten. Dabei verbindet er mit
einer wunderbaren Schärfe des Auges die größte Sicherheit und Gewandtheit der Hand, die ihn für die Zeichnung und malerische
Ausführung der Bauwerke fast noch geschickter machen als für das Landschaftliche. Und ebenso vollendet
sind sein wahres, harmonisches Kolorit und seine lebensvolle Figurenstaffage.
Aus der großen Zahl seiner Aquarelle, die massenweise in die Hände der dadurch reich gewordenen Kunsthändler und in Privatbesitz
kamen, nennen wir als einige der bedeutendsten: Klosterhof von Monreale, Küste bei Neapel, Hafen von Palermo,
Titusbogen in Rom, Tempel der Vesta, Campo Vaccino, Brunnen in Nürnberg, Dürrenstein, das alte und das neue Wien, die Dome
zu Orvieto und zu Mailand und das Innere der Marcuskirche in Venedig. Zu seinen wenigen, im ganzen künstlerisch unbedeutenden
Ölbildern gehören: die Stephanskirche in Wien (1832) und die Aussicht auf die Giardini pubblici in
Venedig (1834, beide im Belvedere zu Wien), Straße in Innsbruck u. a. Er ist Mitglied der Akademie in Wien.
(ital. alto und contralto; frz. haute-contre),
vom lat. altus, d. i. hoch, hieß ursprünglich, nämlich vor Einführung des Soprans, die höhere, über den Tenor hinausgehende
Männerstimme, auch Falsetto (s. Falsett) genannt, bedeutet aber jetzt umgekehrt
die tiefere Stimme bei Frauen und Knaben. Der Alt ist nach dieser modernen Bezeichnung die zweite der vier Hauptklassen der
menschlichen Stimme und kommt, wie jede der drei übrigen, in verschiedenen Abstufungen vor.
Man unterscheidet hauptsächlich einen tiefern und höhern Alt. Der Umfang des erstern reicht ungefähr vom
kleinen f bis zum zweigestrichenen f (s. Eingestrichen), während die Grenzen
[* 12] des letztern um einen bis zwei Töne höher zu
setzen sind. Dem Umfange nach fällt der höhere Alt mit dem Mezzosopran zusammen, und beide Stimmen werden oft miteinander verwechselt,
sind aber durch die natürliche Struktur der Stimme, das Registerverhältnis, leicht zu unterscheiden.
Der Alt besteht aus zwei Registern (s. Stimme), deren Scheide ungefähr beim eingestrichenen h, beim Knabenalt meist einige
Stufen tiefer liegt. - In der Tonsatzlehre, vorzugsweise im vierstimmigen Satze, nennt man Alt die zweite Oberstimme. In der
Instrumentalmusik werden die Instrumente, die die zweite Oberstimme vertreten, durch das vorgesetzte «Alt»
bezeichnet, z. B. Altviole, Altposaune u. s. w. Altschlüssel oder Altzeichen heißt die dem Umfange des Alt entsprechende Anwendung
des C-Schlüssels auf der dritten Linie des Notensystems.