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Deutsche Steuerermittler haben nach Informationen des «Spiegel» die Villa des Künstlers Georg Baselitz am Ammersee in Bayern durchsucht. Der 75-jährige soll möglicherweise kurz zuvor von der Aktion erfahren haben und befand sich auf dem Weg nach Italien, als die Ermittler eintrafen. Diese stellten dem Bericht zufolge kistenweise Unterlagen sicher.
Baselitz' Name soll in Unterlagen zu Kunden der Schweizer Grossbank UBS aufgetaucht sein, die Nordrhein-Westfalens Landesregierung im vergangenen Sommer angekauft hatte, heisst es weiter. Im Gegensatz zu FC-Bayern-München-Präsident Uli Hoeness soll Baselitz keine Selbstanzeige erstattet haben.
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Auf Anfrage liess Baselitz laut «Spiegel» über seinen Sekretär ausrichten, dass er keine Steuern in Millionenhöhe hinterzogen habe, auch einen Haftbefehl habe es nicht gegeben. Die Ermittlungen habe er aber nicht dementiert und auch nicht, dass er eine Steuerschuld inzwischen beglichen habe, so das Magazin.
Der hochgehandelte Maler und Bildhauer wohnt in einer Villa, die er sich von den Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron am Ufer des Ammersees errichten liess. Noch im Januar hatte sich Baselitz' in einem Gespräch mit dem «Spiegel» darüber empört, dass «trotz der ganzen Steuern», die die Künstler zahlten, «angeblich kein Geld da ist in diesem Land für die Kunst».
(tno/chb)