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Temelin-Ausbau: tschechischer Präsident unterstützt Areva
Laut der tschechischen Nachrichtenagentur (CTK) erklärte Zeman anlässlich eines Besuchs in Südböhmen, dass er ein neues Bietverfahren für den Ausbau des Kernkraftwerks Temelin befürworte. Im Oktober 2012 hatte das Elektrizitätsversorgungsunternehmen Skupina CEZ a.s. die Offerte der Areva zum Bau zweier weiterer Einheiten am Standort Temelin abgelehnt, da es weder den gesetzlichen Anforderungen des öffentlichen Beschaffungswesens entspreche noch nicht alle erforderlichen Kriterien erfülle. Seither ist ein juristischer Streit im Gang. Bis dieser geschlichtet ist, darf die CEZ laut eines Urteils des tschechischen Amts für den Schutz des Wirtschaftswettbewerbs (UOHS) keinen Vertrag zum Bau der Kernkraftwerkseinheiten Temelin-3 und -4 abschliessen. Die EU-Kommission untersucht den Fall ebenfalls. Die beiden verbleibenden Offerten stammen von der Westinghouse Electric Company LLC zusammen mit der Westinghouse Electric Company Czech Republic s.r.o. sowie einem russisch-tschechisches Konsortium aus der JSC Atomstroiexport, der Skoda JS a.s. und der JSC OKB Gidropress.
«Ich unterstütze sowohl den Ausbau von Temelin wie auch ein vernünftiges Wettbewerbsumfeld», betonte Zeman und fügte bei, dass die Zulassung der Areva zum Bietverfahren die Qualität und den Preis für den Bau der zwei Einheiten verbessern würde. Die Areva sei ein «bedeutender Spieler auf dem internationalen Markt», erklärte Zeman. Er räumte allerdings ein, dass das vom Unternehmen vorgelegte Angebot keine präzisen Angaben zu Preis und Zeitplan enthalten habe.
Zeman möchte, dass das laufende Bieterverfahren ohne Ergebnis zu Ende geht und eine Neulancierung erfolgt. Dies würde einen Verzug von nur wenigen Monaten nach sich ziehen, ist er sich sicher.