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Warum ein Curlingstein curlt
Den Curl eines Curlingsteins zu beschreiben ist nicht einfach. Viele Physiker haben sich schon den Kopf darüber zerbrochen und man ist sich bis heute noch nicht hundertprozentig sicher, ob die Theorien stimmen.
Doch welche physikalischen Gesetze stecken dahinter?
Nehmen wir an, dass ein Trinkglas den Stein ersetzen soll und eine glatte Tischplatte das Eis. Schieben wir das Glas an und schicken es mit einem Drall im Uhrzeigersinn auf den Weg. Das Glas bewegt sich mit der mitgegebenen Uhrzeigerbewegung nach vorne. Der Weg, den das Glas beschreibt, geht aber nach links, das heisst entgegen dem mitgegebenen Drall.
Nun könnte man annehmen, dass sich ein Curlingstein auf dem Eis grundsätzlich gleich verhält. Dies ist aber nicht der Fall. Der Curl eines Curlingsteins auf Eis verläuft genau umgekehrt.
curling is fun
Die Reibung auf dem Eis ist eine schwierige und schwer zu erklärende Sache, denn das Eis ändert seine Struktur laufend wegen Temperaturschwankungen, Feuchtigkeitsänderungen und Schmutzpartikeln.
Nach physikalischen Studien soll eine durch den Druck des 20 kg schweren Steins und die Drehreibung verursachte, hauchdünne Wasserschicht auf dem Eis für den Curl des Steines verantwortlich sein. Diese Schicht kehrt die Reibungskräfte auf den Stein um.
Das Glas auf dem Tisch hat eine "trockene Reibung" - der Curlingstein hingegen eine "feuchte" Reibung. Bei der trockenen Reibung wirkt die grösste Kraft auf die Vorderseite des Laufringes. Bei der feuchten Reibung wird die Reibung auf der Vorderseite durch die Wasserschicht vermindert, sodass die Reibung auf der hinteren Seite des Laufringes grösser ist.
Die Stärke des Curlens hängt auch davon ab, mit wie viel Handle und mit welcher Geschwindigkeit der Stein gespielt wird. Bei viel Handle curlt der Stein kaum, bei wenig Handle sehr. Je schneller der Stein gespielt wird, desto weniger curlt der Stein.