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fällt mit hohen, durchschluchteten Felsterrassen zur mittlern Stufe ab, die in 2100-2280 m liegt und viel flachem Boden
hat.
Die mittlere und unterste Stufe (Val Müschauns im engern Sinn) sind zusammen 2,7 km lang und weisen ein Gefälle von 440 m
oder 162‰ auf. Das Thälchen ist bis über 2000 m hinauf spärlich bewaldet. Seine Alpweiden gehören
der Gemeinde
Scanfs.
Die untere und mittlere Thalstufe liegen in Liasschiefern und -mergeln (Allgäuschiefern), die in den
Nachbarthälern
Val Trupchurn und
Val Casana zahlreiche Versteinerungen (besonders Ammoniten) enthalten; die oberste Stufe
weist neben diesen Schiefern noch Rauhwacke, Raiblerschichten und Hauptdolomit auf. In der Kette
Pizd'Esen-PizQuater Vals liegen über dem Hauptdolomit die Kössenerschichten (mit Korallen und Megalodonten), Liaskalke und -mergel
und endlich als
Schluss der Jurabildungen rote, grüngefleckte Schiefer mit roten Hornsteinen.
Diese letztern gehören der tithonischen Stufe an und enthalten Fossilien (Aptychen und in den Hornsteinen zahlreiche Radiolarien).
Auf der Alp Purchèr am Thalausgang ragt ein
Rücken von krystallinen Schiefern, Verrucano, sowie ältern
und mittlern Triasgliedern hervor. Vergl. Gümbel, W. v. Geolog. Mitteilungen über dieMineralquellenvonSt. Moritzund ihreNachbarschaft (in den Sitzungsberichten der math.-phys. Klasse der k. b. Akad. der
Wiss). München 1893.
(Kt. Graubünden,
Bez. Albula,
Kreis und Gem.
Alvaschein). 905 m.
Alte Kirche mit einem Wohnhaus, am Rand einer Terrasse
über dem rechten Ufer der
Albula und 1,3 km nw. der Station
Tiefenkastel der Albulabahn. Hier wird alljährlich am 2. November eine
Seelenmesse für die 1499 in der Schlacht an der
Calven gefallenen Männer aus dem Albulagebiet gelesen. Die Namen dieser
Krieger sind in einem alten Messbuch aufgezeichnet, das ein interessantes historisches Dokument bildet.
Der Name Müstail von monasterium herzuleiten. Im 10. Jahrhundert: Wapitines; im 11. Jahrhundert: Impedinis. Aelteste Kirche
im Albulagebiet; steht isoliert zwischen
Alvaschein und
Tiefenkastel rechts über der wilden
Schlucht der
Albula. Dem h. Peter
geweiht. Von hohen Felswänden und dunkeln
Wäldern umrahmt. Hier wurden bis zur Zeit der Reformation
die Toten von
Filisur und
Bergün beerdigt und die Ehen der beiden Töchter von Donat von
Vaz mit den
Grafen von
Toggenburg und
von
Werdenberg eingesegnet. Grabstätte von. Johann von
Vaz. Die Kirche stammt aus dem 9. Jahrhundert und war einst die Mutterkirche
der ganzen Gegend (das
Oberhalbstein eingeschlossen). Heute gehört sie zur Kirche von
Alvaschein. An Stelle
des Chores hat sie an der
O.-Seite drei halbrunde, nach Aussen vorspringende und mit Steinplatten gedeckte
Kapellen, die die
Altäre enthalten und mit Fresken aus dem 14.
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Jahrhundert geschmückt sind. Bogenfenster und -portal. Gegen N. sieht man noch einige Ueberreste eines längst zerstörten
Frauenklosters, das mit der Kirche durch einen gewölbten Gang und ein heute zugemauertes Portal verbunden war.