Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03457.jsonl.gz/594

Patienten mit Epilepsie sind im Vergleich zu Gesunden seltener sportlich aktiv, obwohl im Allgemeinen von einer Abnahme der Anfallshäufigkeit während moderater sportlicher Aktivität auszugehen ist. Eine Anfallsprovokation durch Sport ist selten. Im Tiermodell konnten über Beeinflussung von Neurotransmitter-Systemen und inhibitorischen Neuronen einschliesslich Hochregulation neurotropher Faktoren positive Effekte auf die Epileptogenese und Anfallsbereitschaft gezeigt werden. Zusätzlich werden psychiatrische Komorbiditäten wie Depressionen und Angststörungen positiv beeinflusst. Andererseits muss das Verletzungsrisiko in Abhängigkeit von der Sportart und der individuellen Anfallsfrequenz berücksichtigt werden. Ein antikonvulsiver Effekt von Sport konnte beim Menschen noch nicht hinreichend nachgewiesen werden.