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Filmkritik: Damals, als ich noch gezeichnet war17. Internationales Festival für Animationsfilm Fantoche 2019
Die 11-jährige Wardi lebt im Flüchtlingslager Bourj el-Barajneh bei Beirut, wo sich seit der Vertreibung aus dem 1948 gegründeten Staat Israel palästinensische Flüchtlinge ihre eigene Flüchtlingsstadt aufgebaut haben. Wardi ist gut in der Schule und möchte später Ärztin werden; ihre ältere Schwester wählt einen anderen Ausweg aus dem Flüchtlingslager, indem sie einen Mann in Schweden heiraten wird, obwohl sie eigentlich einen jungen Mann aus dem Flüchtlingslager liebt.
Eines Tages gibt Wardis Urgrossvater Sidi ihr einen Schlüssel, auf den sie zukünftig gut aufpassen soll. Wardi weiss, dass es sich dabei um den Schlüssel seines alten Hauses in Galliläa handelt, das er damals als Kind verlassen musste. Der Schlüssel symbolisierte stets seine Hoffnung, irgendwann doch noch in die Heimat zurückkehren zu können. Weil Wardi Sidi helfen und ihm seine Hoffnung zurückgeben will, beginnt sie Fragen über die Vergangenheit zu stellen. In der Folge berichten ihr verschiedene Verwandte von ihren Erinnerungen an die Zeit seit der Vertreibung. Sie erzählen von Flucht, dem Aufbau einer neuen Heimat, den Ängsten und Hoffnungen verschiedener Generationen.