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Im Gesellschaftsrecht gilt ein sog. nummerus clausus: Es gibt nur die im Gesetz genannten Gesellschaftsarten. Zu den Personengesellschaften zählen dabei diejenigen, die gemeinschaftlich durch natürliche Personen (Gesellschafter) geführt werden, ohne dass eine eigenständige Rechtspersönlichkeit bzw. juristische Person entsteht. Das Schweizer Recht kennt die einfache Gesellschaft, die Kollektivgesellschaft und die Kommanditgesellschaft. Bei der Einfachen Gesellschaft handelt es sich um eine vertragsmäßige Bindung von zwei oder mehreren Personen für das Erreichen von einem gemeinsamen Ziel und Zweck. Sie hat keine Rechtspersönlichkeit und unterscheidet sich vor allem von Handelsgesellschaften dadurch, dass es sich hier um kein kaufmännisches Unternehmen handelt und auch nicht unter eigenem Unternehmensnamen auftritt. Die einfache Gesellschaft eignet sich deshalb insbesondere für einmalige Geschäfte. Die Kollektivgesellschaft handelt es sich um eine Partnerschaft zum Betrieb eines kaufmännisch geführten Gewerbes. Gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft haften die Partner mit ihrem persönlichen Vermögen, wobei die Haftung zweistufig ist. Wenn nicht genügend Gesellschaftskapital vorhanden ist, haften beide Partner persönlich, subsidiär, uneingeschränkt und solidarisch. Der wesentlichste Unterschied zur Kommanditgesellschaft liegt in der Tatsache, dass mindestens einer der Gesellschafter (Kommanditär) nur im Umfang einer zuvor definierten Summe haftet (Kommanditsumme), während die andere Gattung Gesellschafter (Komplementäre) mit ihrem gesamten persönlichen Vermögen für die Verbindlichkeiten der Unternehmung haften.
Wie es die Bezeichnung suggeriert steht bei den Personengesellschaften die Person der Gesellschafter im Vordergrund. Entscheidungen müssen im Grundsatz gemeinsam getroffen werden, wohingegen von Aussen kaum Einfluss genommen werden kann.