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Erster Doppelsieg in der Geschichte von Emil Frey Racing
Auch am zweiten Rennwochenende der International GT Open präsentierte sich Emil Frey Racing von seiner starken Seite. Nach einem soliden Rennen am Samstag auf dem Hockenheimring holten sich die beiden Lamborghini Huracán GT3 EVO am Sonntagmorgen die ersten zwei Startpositionen.
In den beiden freien Trainingseinheiten am Freitag arbeitete das Team an dem idealen Set-up für die kommenden Tage, nachdem man bei den Testfahrten davor nur Regeneinstellungen fahren konnte. Mit den Platzierungen 7 und 9 sowie 5 und 10 platzierte man sich im vorderen Mittelfeld.
Rennen 1: Samstag, 25. Mai 2019, 70 Minuten
Mit einer kurzen Zeitverzögerung startete das erste Qualifying des Wochenendes bei strahlendem Sonnenschein am Samstagmittag. Die insgesamt 24 Teilnehmer schenkten sich nichts und die ersten 16 Autos fuhren teils innerhalb einer Sekunde. In einer schweren 30-minütigen Session, die kurz vor Ende aufgrund eines Unfalls kurz gestoppt wurde, qualifizierten sich die Emil Frey Racing Lamborghini auf den Plätz 7 mit Mikael Grenier im Nummer 14 und Albert Costa Balboa im Schwesterauto mit der Nummer 63 auf dem achten Rang.
Beide Lamborghini-Piloten erwischten einen guten Start und während Costa Balboa auf den ersten Rennmetern zwei Positionen gut machen konnte, ordnete er sich nach der ersten Runde wieder auf Platz acht ein. Nach einem Unfall in der Spitzkehre wurde in Runde zwei das Safety-Car auf die Strecke geschickt und brachte das Feld wieder zusammen. In Runde 4 hiess es wieder «Go,Go,Go». Nachdem Costa Balboa in Runde 8 an dem McLaren von Kodric vorbeiging, fuhren die Emil Frey Racing Autos im Formationsflug auf den Plätzen sechs und sieben. Insgesamt lieferten sich zu dem Zeitpunkt vier Autos einen engen Kampf um die sechste Position, die sich Costa Balboa in der 10. Runde in Turn 6 von seinem Teamkollegen Grenier holte.
Grenier kam in Runde 14 an die Box und nach der obligatorischen 15-Sekunden Zeitstrafe aufgrund des Rennsieges von Paul Ricard ordnete sich Norbert Siedler an Position 13 wieder ein. Costa Balboa kam als einer der letzten an die Box und übergab die Nummer 63 an Teamkollege Giacomo Altoé, der auf Platz 11 wieder in das Renngeschehen eingriff.
Sowohl Siedler (nach Runde 25 auf Platz 8) als auch der erst 18-Jährige Altoé machten stetig Fortschritte. In Runde 27 schnappte sich Altoé in einem beherzten Überholmanöver in der Sachskurve die vierte Position des #59 McLaren von Chaves (zweiter Platz in PRO). Zum Rennende hin lieferte sich Siedler einen rundenlangen Kampf mit dem Aston Martin von Turner um die siebte Position. In Runde 29 erwischte er den besseren Ausgang aus der Spitzkehre und konnte auf dem Weg zu Kurve 7 aussen an dem Aston Martin vorbeiziehen.
Zum Rennende hin übte Altoé Druck auf den #20 Mercedes von Pierburg und konnte diesen in den letzten Kurven überholen – allerdings erhielt er eine Drei-Sekunden-Strafe und rutschte somit von Platz drei auf Platz fünf (3 in PRO) zurück. Siedler kam als Gesamtsiebter und vierter in der PRO-Wertung über die Ziellinie.
Rennen 2: Sonntag, 26. Mai 2019, 60 Minuten
Sowohl Norbert Siedler (#14) als auch Giacomo Altoé (#63) setzten gleich in ihrer ersten schnellen Runde im Qualifying die absolute Bestzeit. In der neunten Runde legte Siedler noch einmal die perfekte Runde hin und sicherte sich die Pole Position. Altoé machte den Jubel perfekt und holte sich mit gerade mal 0,005 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen die zweite Position – Double-Pole für Emil Frey Racing für das zweite Rennen des Wochenendes.
Am Start konnten beide Lamborghini Piloten ihre Position halten und Siedler hatte schon bald einen Vorsprung von knapp drei Sekunden. Altoé hatte in der Anfangsphase Druck vom näherkommenden #96 Aston Martin von Platz drei, konnte aber die Performance steigern und ebenso einen Abstand herausfahren.
Siedler kam als erster der beiden Emil Frey Racing Boliden in Runde 17 an die Box, Altoé übergab die Nummer 63 an Albert Costa Balboa in Runde 18.
Nach den Boxenstopps behauptete die Nummer 14 die Führung und Costa Balboa war auf den dritten Platz hinter den Aston Martin zurückgefallen, nachdem man an der Box die obligatorischen Fünf-Sekunden absitzen musste. Doch in der 24. Runde in der Anfahrt zur Mercedes-Tribüne, konnte der Spanier am Aston Martin vorbeiziehen und nahm den zweiten Platz wieder ein.
Im Formationsflug überquerten die Lamborghini Huracán GT3 EVO Nummer 14 und 63 die Ziellinie und sicherten sich mit einem Vorsprung von knapp zehn Sekunden den ersten Doppelsieg in der Geschichte von Emil Frey Racing. Nach dem tollen Erfolg führt das Schweizer Team wieder die Team- und Fahrerwertung an.
Die nächsten zwei Rennen finden bereits in einer Woche statt, dann gastiert die International GT Open Series am 8. und 9. Juni 2019 in Spa-Francorchamps (Belgien).
pd
Lorenz Frey-Hilti, Team Principal Emil Frey Racing:
«Die Performance im Qualifying konnten wir am Sonntag deutlich verbessern. Wir verstehen natürlich den für uns neuen Lamborghini auch mit jeder Runde immer besser. Wenn wir freie Fahrt gehabt haben, dann waren wir deutlich stärker, aber im Verkehr waren gerade die McLaren, Aston Martin und Mercedes einiges schneller. Im Zeittraining am Sonntag hatten wir auch ein bisschen Glück mit der Doppel-Pole, da zwei Konkurrenten die Runden nicht fertig gefahren sind oder konnten, sonst wären wir eher realistisch auf den Plätzen 3 und 4 gewesen. Ansonsten war das Ergebnis natürlich sehr gut und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dennoch mussten wir in dem Rennen am Samstag hart kämpfen und waren immer am Limit unterwegs. Am Sonntag passte unsere Rennpace besser und wir konnten das Rennen kontrollieren. Es ist grossartig, den ersten Doppelsieg erzielt zu haben. Es war eine starke Team- und Fahrerleistung.»
FAHRERSTIMMEN LAMBORGHINI #14
Norbert Siedler: «Es freut mich natürlich sehr, dass ich die erste Pole Position für Emil Frey Racing mit dem neuen Lamborghini Huracán GT3 EVO holen konnte. Die Performance im Zeittraining hat sich stark verbessert, denn wir haben sehr viel am Set-up und an verschiedenen Einstellungen gearbeitet. Dennoch hatten wir auf den Geraden mit der aktuellen BoP-Einstufung keine Chance gegen unsere Gegner. Überholen war sehr schwierig und den Aston Martin, zum Beispiel, konnte ich mir nur auf der Geraden holen, da ich den Ausgang aus der Spitzkehre viel besser erwischte. Ich hätte nicht gedacht, dass wir am Sonntag vorne wegfahren können. Ich hatte einen sehr guten Start, konnte sogleich einen Abstand herausfahren und diesen halten. Grosser Dank an das ganze Team für eine grossartige Leistung über das gesamte Wochenende hin.»
Mikael Grenier (CAN): «Ich denke, wir hätten im Qualifying am Samstag besser sein können, aber die rote Flagge kam zum falschen Zeitpunkt mit unserem Reifenmanagement. Die Pole Position am Sonntag war ganz stark. Wir mussten an diesem Wochenende an unserer Rennpace arbeiten. Trotz der 15-Sekunde Extrazeit am Boxenstopp, hatten wir ein ordentliches Rennen am Samstag und waren nur knapp zwölf Sekunden hinter dem zweiten Platz. Es ist grossartig, dass ich bei meinem ersten Rennwochenende hier am Hockenheimring am Sonntag ganz oben auf dem Podium stehen konnte. Insgesamt war es mit Platz eins und zwei eine ganz starke Teamleistung.»
FAHRERSTIMMEN LAMBORGHINI #63
Albert Costa Balboa (ESP): «Ich hatte eine tolle erste Runde, aber dann wurde ich von zwei anderen Fahrzeugen berührt und verlor die Positionen wieder. Ich fuhr dann hinter Mikael (Grenier) und gab alles. Ein Auto vor uns verlor Öl und ich bekam das auf die Windschutzscheibe, ein weiteres Auto fuhr vor mir ins Gras und ich bekam den Dreck ebenso auf die Scheibe. Meine Sicht war sehr eingeschränkt und für vier oder fünf Runden konnte ich mich nur an den Curbs orientieren um auf der Strecke zu bleiben. Daher war ich einfach nicht schnell genug. Am Sonntag lief es deutlich besser und ich konnte die Performance des Lamborghini mit schnellen Rundenzeiten voll ausschöpfen.»
Giacomo Altoé (ITA): «Ich mag die Strecke hier in Hockenheim sehr und es hat vor allem Spass gemacht, da das Feld so eng zusammen war, das ist gut für die Meisterschaft. Im Qualifying waren die Zeiten so eng bei einander. Wir kämpften ein bisschen mit unserer Performance wegen der BoP, wir sind immer am Limit gefahren, aber das ist Teil des Motorsports und wir müssen damit umgehen. Ich hatte einige tolle Zweikämpfe im Rennen am Samstag, aber wir wollten kein unnötiges Risiko eingehen. Der Doppelsieg und ein erneutes Podium für uns am Sonntag war ein toller Abschluss zu meinem ersten Wochenende hier am Hockenheimring.»