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Ein Bergbach im Justistal ist jedes Jahr bei Schneeschmelze über die Ufer getreten und hat angrenzendes Land mit Schutt und Geröll übersät.
Nach dem Einbau der «Schauberger-Flügel» ist das Wasser nie wieder über die Ufer getreten. Flussabwärts wird alle fünf Jahre Kies und Geröll entnommen und für den Unterhalt der Strassen auf der Alp und anderes verwendet.
Durch den minimalen Eingriff ergaben sich folgende Vorzüge:
- Niedrige Kosten für Uferschutz. Mehrere Tonnen Steine konnten eingespart werden.
- Geschiebeablagerungen werden dahin gespült, wo sie leicht entnommen werden können.
- Eine natürliche Harmonisierung des Gewässers.
Das Geschiebe wird in der Flussmitte durch die Bildung eines Kolks fortgetragen und das Flussbett bleibt frei. Das Wasser erreicht durch diese Verwirbelung Quellwasserqualität und kühlt sich ab bis zum Anomaliepunkt (4°C), an dem es die grösste Dichte hat. Dadurch wird das Wasser kräftiger und vermag auch grössere Steine davonzutragen.