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Eine neue Studie von Laura Bechtiger und Kolleginnen der Risiko und Resilienz Forschungsgruppe (PI: Lilly Shanahan) und der COCON-Studie (PI: Marlis Buchmann) wurde kürzlich im Journal of Research on Adolescence veröffentlicht. Diese Studie hebt das Jugendalter als wichtige Entwicklungsperiode von empathischen Emotionen und Intimität in Freundschaftsbeziehungen hervor.
Die Studie untersuchte, ob Mitgefühl und gegenseitige Selbstoffenbarung in Freundschaften vom mittleren Jugendalter bis ins junge Erwachsenenalter hinein wechselseitig zusammenhängen. Die bisherige Forschungsliteratur liefert starke theoretische Argumente um anzunehmen, dass sich im Jugendalter Mitgefühl (die Fähigkeit sich um andere zu sorgen), und intime Freundschaftsbeziehungen (z. B. durch häufige gegenseitige Selbstoffenbarung gekennzeichnet) gemeinsam entwickeln. Längsschnittliche empirische Studien, die diesen Zusammenhang untersuchten, gab es allerdings kaum, besonders vom mittleren Jugendalter ins frühe Erwachsenenalter hinein. Anhand drei Erhebungswellen der Jugendkohorte der COCON-Studie konnte die neue Studie zeigen, dass wechselseitige, aber sich mit der Zeit verändernde, Zusammenhänge von Mitgefühl und gegenseitiger Selbstoffenbarung in Freundschaften zwischen 15 und 21 Jahren bestehen. Genauer ist mehr Mitgefühl mit 15 Jahren signifikant mit häufigerer gegenseitiger Selbstoffenbarung mit 18 Jahren assoziiert, welche wiederum mit mehr Mitgefühl mit 21 Jahren zusammenhängt. Dies scheint besonders bei weiblichen Jugendlichen der Fall zu sein.
Referenz:
Bechtiger, L., Steinhoff, A., Buchmann, M., & Shanahan, L. (2021). Bidirectional associations between sympathy and self-disclosure in friendships from mid adolescence to early adulthood. Journal of Research on Adolescence. https://doi.org/10.1111/jora.12602