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Der Lizenzvertrag, der noch der behördlichen Genehmigung bedarf, umfasst mehrere Phasen. In der ersten wird GE den Bau einer ingenieurtechnischen Testeinheit finanzieren, um die Systemeffizienz zu prüfen. Diese Phase dürfte drei Jahre dauern. Bei Erfolg wird in einer zweiten Phase eine Pilotkaskade gebaut, eine kleine Anreicherungsanlage, um Betriebserfahrungen zu sammeln und die Auslegung zu optimieren. Erfüllt die Kaskade die von der Silex-Technologie erwarteten Effizienz- und Zuverlässigkeitskriterien, wird GE den Bau und Betrieb einer kommerziellen Silex-Anreichungsanlage an die Hand nehmen. Zusätzlich zur Übernahme der Kosten für den Bau und Betrieb der Testeinheit sowie der Pilotkaskade wird GE der Silex die folgenden Lizenzzahlungen entrichten: USD 5 Mio. nach Vorliegen der provisorischen Genehmigung der amerikanischen Behörden, USD 15 Mio. nach Erhalt der endgültigen Genehmigung, die in einigen Monaten erwartet wird, USD 15 Mio. beim erfolgreichen Abschluss der ingenieurtechnischen Prüfung und USD 20 Mio. bei Erfolg des Pilotkaskadenprogramms. Schliesslich wird GE der Silex während der ganzen Betriebsdauer einer kommerziellen Anreicherungsanlage eine Lizenzgebühr zahlen. Sie liegt je nach erreichter Effizienz zwischen 7% und 12% des Ertrags.
Die Silex-Technologie ist die weltweit einzige noch weiter verfolgte kommerzielle Urananreicherungstechnik, die mit Anregung durch Laserlicht arbeitet. Sie ist um Grössenordnungen energieeffizienter als die Gasdiffusion und kommt mit weniger kritischen mechanischen Teilen aus als die Zentrifugentechnik. Silex begann 1990 mit der Entwicklung ihrer Laseranreicherung. 1994 gelang ihr der Nachweis der Machbarkeit für Uran. Anfangs 1996 schloss sie ein Entwicklungsabkommen mit der amerikanischen Anreicherungsfirma Usec ab. Diese verzichtete jedoch 2003 auf eine Weiterführung.
Quelle
P.B. nach Silex, Medienmitteilung, 22. Mai, und GE, Medienmitteilung, 23. Mai 2006