Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/59432

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Mystery Park in Interlaken, der insbesondere von der Swisscom, den SBB und dem Bund gesponsert wird, ist ein sehr fragwürdiges Projekt, das, entgegen den Behauptungen seines Urhebers, uns nicht in Traumwelten verführt, sondern versucht, verworrene Thesen über Ausserirdische als glaubwürdig erscheinen zu lassen. Einige Leute sehen diesen Erlebnispark sogar als Unternehmen zur Verleugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse.</p><p>Warum unterstützt die öffentliche Hand in einer Zeit, in der Kultursubventionen infrage gestellt sind, diesen privaten Erlebnispark, der schon genug Sponsorengelder bekommt?</p><p>Ist sich der Bundesrat bewusst, dass die Unterstützung eines solchen Unternehmens dem Image der Schweiz in der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft schadet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie der Bundesrat bereits in der Antwort zur einfachen Anfrage Neirynck 03.1118 ausführte, betrifft die Zusammenarbeit zwischen SBB AG und Mystery Park den Freizeitverkehr als Teil des Fernverkehrs (Werbeflächen, RailAway-Angebot, Kombi-Ticket). Bei der Swisscom geht es um die Lieferung von Sachleistungen. In beiden Fällen sind keine öffentlichen Mittel geflossen. Swisscom und SBB AG sind spezialgesetzliche Aktiengesellschaften. Entscheide über das Sponsoringengagement liegen in der Kompetenz der Unternehmen. Der Bund leistet kein Sponsoring zugunsten des Mystery Parks.</p><p>Der Vorteil des Engagements von SBB und Swisscom besteht in der Möglichkeit, Synergien für die Kerngeschäfte zu nutzen. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass etwa 35 Prozent der Besucher mit dem öffentlichen Verkehr anreisen und so auch zur besseren Auslastung des SBB-Fernverkehrs beitragen. Die Swisscom kann neueste Technologien auf dem Gebiet der Telekommunikation in der Live-Anwendung den Kunden näher bringen.</p><p>Die Sinnhaftigkeit dieser Einrichtung steht aber letztlich in den Sternen geschrieben und dieselbigen zu hinterfragen masst sich der Bundesrat nicht an.</p>