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Abstehende Ohren zählen zu den häufigsten Fehlbildungen im Kindesalter. Im Gegensatz zum fernen Osten, wo man sie oft als Zeichen von Klugheit und Wohlstand betrachtet, werden abstehende Ohren in der westlichen Welt eher als belustigend empfunden. Entsprechend werden die betroffenen Kinder oft von ihren Mitschülern mit Bezeichnungen wie "Jumbo"- oder "Segelohren" gehänselt. Daraus resultierende Scham- und Minderwertigkeitsgefühle können die Entwicklung des Selbstbewusstseins eines Kindes beeinträchtigen und lassen sich durch eine einfache Operation meist beseitigen. Auch im Erwachsenenalter können abstehende Ohren optisch als störend empfunden werden und die betroffene Person belasten, so dass auch dann eine Operation Abhilfe schaffen kann. Jedes Ohr ist individuell unterschiedlich geformt, ähnlich einem Fingerabdruck. Obwohl eine grosse Bandbreite normaler Ohrformen existiert, gibt es Idealmasse für die Form und Grösse des Ohres sowie seine Stellung zum Kopf, an denen sich die operative Korrektur orientiert. Die Ursache abstehender Ohren liegt in einer Fehlentwicklung der Ohrknorpel.
Hierunter versteht man allgemein die operative Behandlung einer Ohrfehlbildung mit dem Ziel die Ohrform zu korrigieren (Otoplastik) oder ein vom Kopf abstehendes Ohr anzulegen (Otopexie). Meist beinhaltet eine Ohranlegeplastik sowohl eine Korrektur der Ohrform als auch der Ohrstellung, weshalb die Begriffe Otoplastik und Otopexie häufig synonym verwendet werden. Fehlbildungen der Ohrform können bereits ab dem 3. Lebensjahr korrigiert werden, da in diesem Alter das Ohrwachstum bereits zu 85% abgeschlossen ist.