Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03432.jsonl.gz/2052

Art. 74 VUV
Nachuntersuchungen werden bei Personen durchgeführt, die in ihrer früheren beruflichen Tätigkeit mit von der Suva bezeichneten Stoffen in Kontakt kamen. Es sind das Stoffe, die auch nach vielen Jahren noch zu Erkrankungen führen können, vor allem Krebs erregende Arbeitsstoffe.
Wenn der Arbeitnehmende noch in dem Betrieb tätig ist, in welchem er seinerzeit exponiert war, erfolgt die Abwicklung der Nachuntersuchung über den Betrieb. Die Suva beauftragt den Arbeitgeber, die Nachuntersuchung vornehmen zu lassen. Dieser wird den Arbeitnehmenden darüber orientieren, ob weitere medizinische Anordnungen zu treffen sind oder wann die nächste Nachuntersuchung durchgeführt werden muss.
Wenn der Arbeitnehmende nicht mehr in dem Betrieb tätig ist, in welchem er seinerzeit exponiert war, erfolgt die Abwicklung der Nachuntersuchung in der Regel in direktem Kontakt zwischen ihm und der Suva.
Damit eine nahtlose Nachüberwachung der ehemals exponierten Arbeitnehmenden gewährleistet ist, sind die Arbeitgeber verpflichtet, der Suva, Austritte und Pensionierungen zu melden.
Der Arbeitnehmende wird grundsätzlich gleich wie bei den Eintritts- und Kontrolluntersuchungen entschädigt (409). Eine Lohnausfallentschädigung wird aber nur ausgerichtet, wenn eine tatsächliche Verdiensteinbusse ausgewiesen wird. Die Kosten der eigentlichen Nachuntersuchung - also z.B. das Arzthonorar und die Laborkosten - werden direkt von der Suva vergütet.