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RHEMA
Rhema wurde als privates Projekt von zwei Schwestern gegründet. Sie erfuhren, dass ein nahegelegenes kleines Waisenhaus schliessen musste und die Kinder nun kein Zuhause mehr hatten. So entschlossen sie sich, die Kinder bei sich aufzunehmen und ein eigenes Waisenhaus ins Leben zu rufen. Die Gründerinnen hatten selbst keine einfache Kindheit erlebt. Deshalb wussten sie, wie wichtig es für ein Kind ist, in den jungen Lebensjahren einen festen Halt zu haben. Als GOA von dem Projekt hörte, beschloss die Organisation, diese Initiative zu unterstützen.
Kinder
Anzahl
Ca. 20-30 Mädchen und Knaben, 5-18 Jahre alt
Schule
Die Primarschüler besuchen die Kiambaa Primary School, die in einem zwanzig minütigen Fussmarsch zu erreichen ist, während die Jugendlichen teilweise an die GOA-Sekundarschule, teilweise an andere Sekundarschulen gehen.
Leitung & Betreuung
Im Rhema arbeiten 2 Personen: Peris, welche das Waisenhaus mitgegründet hat, arbeitet beruflich als Primarlehrerin. Sie macht alles Organisatorische was mit dem Waisenhaus Rhema zu tun hat und schaut immer wieder einmal im Waisenhaus vorbei. Sie ist verwitwet und selbst Mutter von drei erwachsenen Kindern. Vor Ort sorgt sich eine Mitarbeiterin um das Wohl der Kinder und ist verantwortlich fürs Kochen, Waschen und die Kinderbetreuung. Da das Waisenhaus als privates Projekt von Peris‘ Familie entstand, helfen Verwandte von ihr immer noch regelmässig mit und besuchen die Kinder häufig.
Lage & Klima
Ort
Ndinda, Nyandarua County
Klima und Lage
Rhema befindet sich in einer ländlichen Gegend im Hochland Zentralkenias auf 2500 m.ü.M. Wegen der erhöhten Lage ist es oft kalt und regnerisch, was die Region aber sehr fruchtbar macht. Die Landschaft erinnert nicht zuletzt wegen den vielen Kühen und grünen Hügeln ein wenig an die Schweiz.
Geschichte
Rhema ist eines der kleinsten GOA-Waisenhäuser und wurde im April 2007 aus einer Notsituation heraus von den Schwestern Peris und Ann Mucheru gegründet. Die Geschwister stammen nicht aus einer reichen Familie, doch Ann schaffte dank einer guten Ausbildung trotzdem den Arbeitseinstieg bei der Polizei und erlangte später eine Stelle bei der UNO. In ihrem beruflichen Alltag hatte sie oft mit Strassenkindern und deren schweren Schicksalsschlägen zu tun. Deshalb sagte sie sich schon lange, dass sie solchen Kindern einmal helfen wollte, wenn sich eine Gelegenheit ergäbe.
Als Peris und Ann von der Schliessung eines Waisenprojekts hörten, nahmen sie kurzentschlossen die 12 Kinder bei sich zu Hause auf und starteten ihr eigenes Projekt. Auch die meisten Kinder, die später dazukamen, stammen von anderen Waisenhäusern und Institutionen, die keine Kapazität mehr für sie hatten. GOA wurde ein Jahr später auf das Projekt aufmerksam, da nur einige Kilometer entfernt Tumaini, ein Waisenhaus von GOA, liegt. Im Jahr 2008 entstand eine Zusammenarbeit, da es für Peris und Ann sehr schwierig war, mit allen Kindern über die Runden zu kommen. Das Waisenhaus gehört bis heute aber nicht offiziell zu GOA, da es ein Privatprojekt ist und wird daher auch nur begrenzt von GOA mitfinanziert. Es ist nicht immer ganz einfach, als Organisation Projekte von Privaten zu unterstützen, da oft unterschiedliche Ansichten der Projektführung bestehen. Deshalb wird auch im Fall des Waisenhauses Rhema in der kommenden Zeit im gegenseitigen Gespräch geklärt, wie die zukünftige Zusammenarbeit aussehen soll.
Eindrücke
Tauche ein in die Welt des Waisenhauses Rhema