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Hunderttausende VenezolanerInnen sind immer noch ohne Ausweispapiere oder Aufenthaltsgenehmigungen in Nachbarländern und haben daher keine Garantie, ihre Grundrechte wahrnehmen zu können.
Das UNHCR arbeitet mit den Regierungen der Nachbarländer zusammen, um ein umfassendes und koordiniertes Vorgehen angesichts der Bedürfnisse der Vertriebenen zu fördern und ihre Versorgung zu verbessern.
Das UNHCR ergänzt damit die Anstrengungen der Regierungen, Notunterkünfte für VenezolanerInnen bereitzustellen, die in Grenzstaaten und grösseren Städten ankommen.
Gleichzeitig setzt das UNHCR konkrete Massnahmen um, damit der Schutz der Vertriebenen und die Achtung ihrer Grundrechte gewährleistet sind.
Zusätzlich zur politischen und sozioökonomischen Krise leidet Venezuela unter einem Mangel an Nahrungsmitteln, Medikamenten und Grundleistungen, was zum grössten Exodus in der jüngeren Geschichte der Region geführt hat.
VenezolanerInnen, die meistens ohne Ausweispapiere in Drittstaaten ankommen, sind extrem anfällig für ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und sexuelle Ausbeutung, für Menschenhandel, Gewalt, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit.
Das UNHCR sorgt für eine Verbesserung der Aufnahme- und Unterstützungsbedingungen, um wichtige Grundbedürfnisse zu erfüllen, und bekämpft die Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit in den Gastländern. Es setzt sich zudem für eine Stärkung der sozioökonomischen Integration von Flüchtlingen ein, damit sie von den Gastgemeinschaften besser aufgenommen werden.
So hat das UNHCR beispielsweise seine Präsenz entlang der Grenzen verstärkt, um Risiken wie Menschenhandel und Ausbeutung zu begrenzen und Personen zu identifizieren, die Schutz und besondere Leistungen benötigen, wie unbegleitete Kinder und schwangere Frauen.
Das UNHCR bietet auch Rechtsberatung und Hilfe bei der Ankunft und verteilt in Grenzgebieten Trinkwasser und Hygienesets an Kinder und Frauen.
Bis heute hat das UNHCR in Boa Vista und Pacaraima 13 Behelfsunterkünfte eröffnet, in denen 6000 VenezolanerInnen untergebracht sind.
Es ist dringend notwendig, die humanitäre Hilfe zu intensivieren und die Unterstützung der sozioökonomischen Integration zu erhöhen, um damit die Anstrengungen der Gastländer zu stärken. Dank dieser Hilfe können sie weiterhin Flüchtlinge und MigrantInnen in einem sicheren und wohlwollenden Umfeld aufnehmen.
Das UNHCR benötigt 237,5 Millionen Franken für das Jahr 2020, um die dringendsten Bedürfnisse in den 16 betroffenen Gastländern zu decken.
Erst weniger als die Hälfte dieser Mittel konnte bis heute beschafft werden.
Hilfe ist lebenswichtig geworden.