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Der Formel-1-GP von Belgien findet nicht am geplanten 30. August statt, wie der Veranstalter am Donnerstag bestätigt hat. Die Ankündigung erfolgte am Tag nach der Entscheidung der belgischen Regierung, Massenveranstaltungen bis zum 31. August zu verbieten.
«Alle möglichen Szenarien werden derzeit untersucht, aber niemand kann heute sagen, wie die Situation in vier Monaten sein wird», erklärte General Managerin Vanessa Maes. «Die Gesundheit der Belgier und der Zuschauer, die nach Spa kommen, hat weiterhin höchste Priorität», fügte Maes hinzu.
Saisonstart in Österreich für Stäuble ein «plausibles Szenario»
Im Zug der jüngsten Corona-Lockerungen in Österreich, die auch auf den Sport Auswirkungen haben, ist es für SRF-Formel-1-Kommentator Michael Stäuble denkbar, dass die Saison am 5. Juli in Spiegelberg beginnt. «Natürlich ohne Zuschauer», wie Stäuble betont.
Nachdem die österreichische Regierung am Mittwoch ein Rennen nicht ausgeschlossen hat, sprach nun auch Red Bull-Teamchef Christian Horner in einem Interview mit Sky von solchen Plänen. Stäuble führt aus: « Der Red-Bull-Ring in Spielberg gehört Dietrich Mateschitz, dem Red-Bull-Gründer und Rennstallbesitzer. Es wäre für ihn eine riesige PR-Chance, dieses Rennen durchzuführen.» Finanziell habe Österreich deshalb bessere Möglichkeiten als etwa der GP in Silverstone, der für den 19. Juli vorgesehen wäre.
Geisterrennen als Option?
Ob ein GP in Spa ohne Zuschauer eine valable Lösung ist, scheint fraglich zu sein. Der Ticketverkauf wurde jedenfalls am Mittwochunterbrochen. Für die drei Veranstaltungstage waren bereits mehr als 165'000 Tickets verkauft worden, davon 65'000 für den Tag des Rennens. Zuschauer können von einer Verschiebung für das nächste Jahr oder einer Rückerstattung profitieren.