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Über den Zeitrahmen wollte er sich nicht äussern. "Qualität geht vor Zeit." So müssten bestimmte Mindestverpflichtungen erfüllt sein, wie etwa Tatas Problem mit britischen Pensionsverpflichtungen. Auch wenn Tata dafür eine Lösung gefunden habe, müsse diese von Thyssenkrupp erst geprüft werden. Natürlich wäre ihm "schneller lieber", so der Finanzvorstand. Ob es noch in diesem Geschäftjahr, das bis 30. September läuft, eine Einigung geben wird, wollte Kerkhoff "weder bestätigen noch dementieren".
Thyssenkrupp prüft mehrere Optionen zur Lösung seines Stahlproblems. Angesichts der anhaltenden Überkapazitäten hält der Konzern eine Konsolidierung für erforderlich. Die Gewerkschaft sträubt sich jedoch gegen einen Zusammenschluss mit Tata Steel und hat dies immer wieder deutlich gemacht. Sie fürchtet Werksschliessungen und Arbeitsplatzverluste. Kerkhoff glaubt dabei an einen "konstruktiven Dialog" mit den Arbeitnehmervertretern.
Zuletzt waren auch Spekulationen über andere Möglichkeiten aufgetaucht. So berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass der Dax -Konzern als Alternative zur Stahlhochzeit eine radikale Aufspaltung erwäge. Dabei könnte Thyssenkrupp das europäische Stahlgeschäft behalten und die meisten anderen Aktivitäten abspalten. Der Finanzvorstand wollte sich dazu nicht äussern./nas/fbr
(AWP)