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(franz., spr. kupóng, von couper, schneiden; Zinskoupon,
Zinsleisten, Zinsschein, am besten mit Hebeschein zu übersetzen), Name der den Staats- und andern öffentlichen Papieren, Pfandbriefen,
Prioritäten, Aktien etc. auf eine Reihe von Jahren behufs der Erhebung von Zinsen und Dividenden (bei Aktien)
beigegebenen gedruckten Quittungen, welche zu der auf den einzelnen angegebenen Verfallzeit vom Kouponbogen (Zinsbogen) abgeschnitten
und von bezeichneten Kassen gegen bar Geld eingelöst werden.
Gewöhnlich enthält der Zinsbogen am Ende oder an der Spitze den sogen. Talon (Ferse), gegen dessen Rückgabe, wenn die daran
befindlichen Koupons aufgebraucht sind, ein neuer Zinsbogen ausgehändigt wird. Dient der letzte Koupon zu
diesem Zweck, so heißt derselbe Stichkoupon. Der Koupon ist Inhaberpapier, das aus seinem Besitz abgeleitete Forderungsrecht verjährt
bei deutschen Staatspapieren gewöhnlich nach vier Jahren. Infolgedessen kann der als Zahlmittel verwendet werden, was leicht
dann geschieht, wenn es an Geldsurrogaten und Anstalten zur Erleichterung der Zahlung und Versendung von
Geld (Posteinzahlung) gebricht. Verkehrt ist es, Dividendenscheine, welche auf keinen bestimmten Betrag lauten, in dieser
Art zu verwenden. Fällige Zinskoupons von börsengängigen Papieren bilden an den größern Börsen einen Handelsgegenstand
mit selbständiger Preisnotierung.