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In Gedenken an Walter Fürst alias Billy 1932–2019
7 zufällige Aphorismen laden
Als erstes musst du lernen, deinen Gedanken die Schuhe zu putzen.
Aphorismen nennt man die Gedanken der Zähne.
Aphorismen sind Gedanken, die man den Autoren missgönnt.
Aphorismen sind heiratsfähige Gedanken.
Auf der ersten Stufe des Denkens lernst du den Begriff Treppe vergessen.
Begriffe sind der Ort, wo man tote Gedanken entsorgt.
Buchmessen sind der Marsch der Gedanken und Gefühle zur Guillotine.
Das Denken der meisten ist zu früh am Ziel und zu spät am Anfang.
Das Denken in Sätzen hat einen ruhmreichen Vorfahren: den Jäger.
Das Drama der Philosophie: Gedanken sind erbärmliche Schauspieler.
Das Gute und das Böse verabreden sich in unsern Gedanken.
Das Hauptproblem des Denkers ist die Verschuldung seiner Gedanken.
Das Nichts ist der gefrässigste Teil unseres Denkens und der bei weitem erfolgreichste.
Das Teuerste am Denken ist der Transport einer Idee.
Das wichtigste Glied der Nahrungskette ist vermutlich das Denken.
Denken ist dasselbe wie ein Gang übers Meer.
Denken ist die gerechte Strafe für Leute ohne Ideen.
Denken ist die Umschreibung für den freien Fall in ein Gesetz.
Denken ist ein Gang durch die offene Welt.
Denken ist ein Gefecht mit der Chronologie.
Denken ist eine Expedition ins Reich unserer Sinne.
Denken ist Einsicht ins Intimleben der Grösse.
Denken ist mehrspurig und vielfüssig.
Denken lernt der Mensch immer als Letztes.
Denken nennt man die Erziehung der Vernunft durch den Verstand.
Denken wird hergestellt, wo es am billigsten ist.
Denken: das Gesellschaftsspiel für Singles.
Der Aphorismus: die letzte Blüte des Gedankens.
Der beste Ort, um französisch denken zu lernen, ist eine gut ausgestattete Küche.
Der beste Zeuge der Auferstehung ist unser Denken.
Der Fromme benutzt seine Augen zum Nachdenken über die Ohren.
Der Himmel - das sind die ersten Gedanken. Die Hölle - das sind die Gedanken danach.
Der Mensch in der Menge sollte immer ein bisschen an Descartes denken.
Der Missbrauch von Wörtern und Gedanken ist eines der ältesten Menschenrechte.
Der schlimmste Feind des Denkens ist das vergossene Blut.
Der Sinn unseres Sprechens verliert sich in der Zukunft unseres Denkens.
Der Tod des Denkens war uns noch nie eine Schlagzeile wert.
Descartes hat das Denken populär gemacht, indem er es sein liess.
Die Demokratie ist ein Karren, der uns das Denken in Schritten erspart.
Die Erziehung hat uns die Beziehung zum Denken gründlich verdorben.
Die gescheiterten Gedanken haben eine neue Welt gegründet: das Kino.
Die grosse Sorge des Politikers ist das Verhalten seiner Gedanken während der Nacht.
Die gute Regierung regelt das Denken mit Handzeichen.
Die Haltestellen des Augenblicks nennt man Gedanken.
Die Heimat ist die Mutter aller Gedanken, die nicht selber trinken können.
Die Landerechte für meine Gedanken überlasse ich Gott.
Die Sprache ist das Erdreich des Denkens.
Die Stille ist der Ort, wo man neue Gedanken gegen alte umtauschen kann.
Ein Gespenst geht um im Abendland: die Meinung, Denken sei logisch.
Erlöse uns von den bösen Folgen des richtigen Denkens.
Es gibt Sprachen, die Appetit machen und Sprachen, in denen das Denken verhungert.
Es ist eine hochentwickelte Form des Irrtums, in Zahlen zu denken.
Essen gehen kann man mit allerlei Leuten - Denken gehen mit den wenigsten.
Freundliche Gedanken bestellt man beim Alkohol.
Gedanken sind die bequemen Brüder des Willens.
Gedanken sind die Hausmusik der Wildnis.
Gedanken sind die Kinder des Alters.
Gedanken sind nur erträglich in der kleinsten Potenz.
Gedanken sind Wahrnehmungen in einer Art Fremdsprache.
Gedanken, die studiert haben, nennt man Sorgen.
Gelehrte verarbeiten Materie zu Stoff und nähen daraus unser Denken.
Gesundheit ist der Zustand, in dem wir anders denken als unsre Regierung.
Gott hat uns rechnen gelernt, damit wir nicht zu klar denken.
Grosse Namen beweisen, wie klein wir in Wirklichkeit denken.
Gute Gedanken laufen in Scharen im Land herum - sie suchen den Ausgang.
Gute Gedanken sind wie die Früchte der Erde: man muss sie schälen.
Ich fürchte, meine Gedanken haben mir schriftlich gekündigt.
Im Reich der Gedanken regieren die Floskeln.
Immer mehr schlechte Gedanken verbringen ihren Urlaub im Ausland.
In der Demokratie ist das Denken fakultativ.
Klare Gedanken hat nur der Kastrat.
Komm, wir setzen uns in den Schatten unsrer Gedanken.
Kultur ist das Werk jener, die reich genug sind, um nicht selber denken zu müssen.
Mein Denken hat einen Vertrag mit dem Nichts und mein Gefühl einen Pakt mit dem Alles.
Meine Gedanken haben die gleiche Frisur wie die Wirklichkeit.
Meine Gedanken haben erst mit fünfzig lesen gelernt.
Mit dem Gedankengut der Gegenwart könnte auch ein Gaul politisieren.
Mit der Wirklichkeit am Tisch sitzen - das nenne ich Denken.
Mittags kann man über die Welt nachdenken - dann ist sie am Essen.
Nach Nietzsche lässt sich nur noch denken, was nicht mehr ganz stimmt.
Nichts hindert das Denken so sehr wie eine Idee.
Pädagogen und Hunde denken bei jeder Handbewegung ans Füttern.
Patrioten denken erst nach der Vorziffer Null.
Philosophen denken immerfort ans Datum ihrer Wiedergeburt.
Philosophen denken sich zu jeder Karawane eine ideologische Wüste.
Philosophen schaut man nicht in die Augen, sondern ins Denken.
Philosophie nennt man den Umgang mit Gedanken, die es nie hätte geben dürfen.
Phrasen sind eine prima Gelegenheit, rückwärts zu denken.
Seit wir die Philosophie vergessen haben, können wir pausenlos denken.
Tapferkeit ist die Kunst, Gedanken als Waffe zu brauchen.
Über Fehler braucht man nicht nachzudenken - das besorgen die andern.
Über jedem Gedanken schwebt ein Koloss: das tausendmal besser Gesagte.
Unser Wissen endet dort, wo die Kreislaufprobleme unserer Gedanken beginnen.
Wahrheit: das ist der Triumph des Gedankens über eine Idee.
Wenn der Chef zu denken beginnt, gibt es jedesmal ein Sechstagerennen.
Wenn ich euch zuhöre, danke ich Gott für mein fleissiges Denken.
Wenn korrekte Leute korrekt denken, denken sie nur noch an Fehler.
Wenn meine Gedanken nach Hause kommen, sind sie schon wieder an der falschen Adresse.
Wenn nur richtig ist, was sich beweisen lässt, ist alles falsch, was wir denken.
Wenn Psychologen spazieren gehn, denken alle Hunde ans Gleiche.
Wer Gedanken in Zahlen ausdrücken kann, hat die Menschheit begriffen.
Wer hat je einen singenden Denker gesehen oder einen denkenden Sänger?
Wer weiss, was à point ist, weiss alles über das Denken.
Wer weiss, was Elemente sind, kann das Denken im Prinzip vergessen.
Zum Glück gibt es Klassiker, sonst müssten wir über frühere Zeiten nochmals nachdenken.
Zusammenhänge werden nicht beim Denken und Sprechen gemacht, sondern in der Fabrik.
Die Philosophie ist eine schlechte Mutter: sie füttert uns mit Gedanken, die im Käfig geboren sind.
Vorn anfangen und am Ende aufhören - das ist das Einzige, was das Denken nie ganz geschafft hat.
Zwischen einer edlen Nase und einem edlen Gedanken ist kaum zu vermitteln.
Zu viele Gedanken begnügen sich mit ihrer Geburtsurkunde.
Zu langes Nachdenken ist das Wahrzeichen der Idiotie.
Wer schwermütig wird, hat gegen seine Gedanken verloren.
Wer nach Gedanken sucht, findet sich selber.
Wer keine Gedanken hat, muss es büssen durch eine Idee.
Wenn Gedanken Hochzeit machen, muss der Mensch draussen warten.
Wenn das Blut sich Gedanken macht, hat der Arzt ein Problem.
Was deinen Gedanken fehlt, kannst du im Leben nachschlagen.
Von unseren Gedanken erlösen kann uns nur der Begriff.
Vom totalen Ja zum totalen Nein genügt der Hauch eines Gedankens.
Sobald das Denken Recht bekommt, beginnt es zu regieren.
Schriftsteller lobt man für die Darstellung unsrer Gedanken.
Schleicher sind Leute, die dem langsamen Denken des Staats gewachsen sind.
Politiker wissen, wie man überlebt, ohne mehr als zweimal zu denken.
Politiker denken bei jedem Abgrund an die kommenden Wahlen.
Öl und Stahl sind die Produkte, die der Regierung das Denken ersparen.
Nichts kann so erniedrigen wie Gedanken - und nichts so aufrichten wie eine Idee.
Nichts ist schöner, als mit Begriffen allein zu sein, die aufgehört haben zu denken.
Nicht auszudenken, was geschehen wäre, hätte Hamlet eine Gewerkschaft gegründet.
Mir imponieren die dicken Bäcker und die fetten Köche: sie haben, was uns Denkenden fehlt.
Meinen Gedanken haben mich schon wieder besiegt.
Mein Denken verpflegt sich zu oft auswärts.
Klare Gedanken sind so fruchtbar wie die Goldbarren im Safe.
Intelligente Leute sind hyper - sie denken über ihr Können hinaus.
Insekten fliegen so, wie wir denken.
Im Reich der Gedanken gibt es keine einzige Treppe.
Ich wundere mich über den schlechten Wirkungsgrad eurer Gedanken.
Ich träume von einem Denken, das selbstständig arbeitet und den Ertrag selber bewirtschaftet.
Ich mag es nicht, wenn man keine Gedanken hat und doch davon redet.
Ich liebe Philosophen, die uns erzählen, wie sie denken.
Ich fürchte, meine Gefühle sind interessanter als meine Gedanken.
Ich frage mich, ob unser Wunschdenken nicht ein Kriegsgefangener ist.
Heimat nennt man eine Landschaft, die keinen Platz hat für neue Gedanken.
Gott gab uns die Welt - den Rest müssen wir denken.
Gefährlich wird das Denken erst, wenn das Publikum mitdenkt.
Gedanken zerstört man, indem man sie anwendet.
Gedanken sind sekundär. Primär ist der Denker.
Gedanken sind die grossen Feinde der Hauptstrassen.
Gedanken sind das Liquide aller Beziehungen.
Gedanken haben keinen Sitzplatz für Methodiker.
Gedanken haben die gleichen Gewohnheiten wie der Mistkäfer.
Gebt den Dummen ein Messer, und wir werden wissen, was die Klugen tatsächlich denken.
Für den Denkenden ist die Sprache jeden Tag anders und neu.
Es ist leichter, Gedanken zu haben als Gedanken zu unterdrücken.
Es gibt nur einen wirklichen Irrtum: gleich wie alle andern zu denken.
Es gibt keine Autorität, die flink genug denken kann.
Es gibt eine Art zusammenfassendes Denken - man nennt es Ende.
Es besteht kein Zweifel, dass das Denken nicht allen gelingt.
Erkennen heisst warten, bis das Denken sich nicht mehr bewegt.
Einsame Frauen denken wie Generäle ohne Armee.
Ein Barbar ist ein Mensch, der ausspricht, was wir nicht denken.
Dumme Menschen denken wie Scheinwerfer im Lichtermeer.
Du nennst es Wirklichkeit. Doch es ist nur die Abwesenheit eines Gedankens.
Die Vernichtung des Denkens durch Waren nennt man den Markt.
Die Verfassung hat vergessen, dass Gedanken nicht frei sind, sondern der Mehrheit gehören.
Die unterste Stufe des Schweigens ist der Beginn des Denkens.
Die Stätte des Undenkens nennt der Volksmund Gemüt.
Die Religion hat mir die Wörter gestohlen, mit denen ich denken gelernt habe.
Die Mutter des klassischen Denkens: Langeweile.
Die kleinste Einheit des Denkens und Schaffens ist der Schritt.
Die Grossen denken verflucht richtig - die Kleinen verdammt gut.
Die Gedanken verdächtigen uns, mit dem Schlaf zu taktieren.
Die Empfehlung des Tages: theoretisch denken - praktisch träumen.
Die Dummen sind uns willkommen - sie führen uns zur Quelle des Denkens zurück.
Die Dinge, die ich suche, sind unsichtbar. Ich muss sie mir denken.
Die Demokratie hasst ihre Darsteller. Sie möchte, dass wir alle wie Könige denken.
Die besten Gedanken sind tot, bevor sie das Ende der Nerven erreichen.
Descartes lässt das Denken anfangen, wo es aufhören sollte.
Der Unterschied zwischen Subjekt und Objekt hat uns tausend Jahre des Nachdenkens gekostet.
Der Umgang mit Leuten verflacht die Gedanken - der Umgang mit Dingen macht uns gebirgig.
Der schwachsinnige Bruder des Denkens: der Kommentar.
Der Plural ist die Form aller Gedanken, die keine Heimat mehr haben.
Der Leib nimmt sich der Gedanken an, die zu schwer sind für unser Gefühl.
Der Kreuzweg der Gedanken: die Erkenntnis.
Der König der Gedanken: das Spiel.
Der Irrtum ist nötig - er bestimmt die Länge, Breite und Höhe unseres Denkens.
Der grösste Frust, den man sich denken kann, ist die Halbierung eines Vergnügens.
Der denkende Mensch weiss nie, wessen Landsmann er ist.
Der beste Kritiker des klassischen Denkens: das Abfuhrwesen.
Der Begriff: der religiöse Partner des Denkens.
Der Aphoristiker sagt uns, wo die Gedanken daheim sind.
Der Aphoristiker kann durch keine Gasse gehen, ohne über die Welt nachzudenken.
Denken schliesst nicht - Denken öffnet.
Denken nennt man die Retourkutsche der Stille.
Denken nennt man die Kunst, sich selber zu testen.
Denken ist Erinnerung ans Warenlager der Zeit.
Denken ist eine subtile Art des Freiheitsentzugs.
Denken ist eine Bewegungsform, die den Verkehr reduziert.
Denken ist ein Zwiegespräch mit den Nöten der Zukunft.
Denken ist ein Aufstand gegen die inneren Umstände.
Denken ist ein Dialog mit der Wirklichkeit.
Denken ist die spirituelle Version der Fronarbeit.
Denken ist die ewige Flucht aus dem Durchschnitt.
Denken ist der Versuch, sich Gott rücklings zu nähern.
Denken ist der lockere Umgang mit der Verspätung.
Denken ist das Bedürfnis nach mehr Luft.
Denken braucht Zeit - Rätsel sind langsam.
Den unvernünftigsten Gedanken hat man verwirklicht: wem nichts mehr einfällt, für den ist gesorgt.
Das Wichtigste beim Denken sind die Abzweigungen vor dem Ende.
Das Werkzeug zur Ausrottung des Denkens: Stabilität.
Das Verhältnis zwischen Denker und Objekt lässt uns an die Niederlagen der grossen Helden denken.
Das Niemandsland zwischen Denken und Sprechen: das Schweigen.
Das Meer und der Berg: die zwei Freunde des denkenden Menschen.
Das Grab aller grossen Gedanken: die Öffentlichkeit.
Das Fernsehen hat es geschafft: die Grossmäuler denken nach über ihr Werkzeug.
Das Enttäuschende an den guten Gedanken: der Trend.
Das Denken hat ein Problem: es lässt sich damit nicht siegen.
Das beste Getränk, das du dir denken kannst, ist das Wasser von damals.
Das Basisdenken ist der Realismus der Missglückten.
Brauchbare Gedanken bestellt man beim Bauch.
Bevor der Deutsche zu denken beginnt, verfasst er einen Prolog.
Begriffe denken ohne uns.
Auch Gedanken können gedankenlos sein.
Aphoristiker sind Gedankenfischer.
Aphorismen sind wie Muscheln: halte sie an dein Ohr und höre dich denken.
Am liebsten sind mir Gedanken, die mehr wissen als ich.
Am besten lässt man seine Gedanken mal laufen - Hundebesitzer wissen, was ich meine.
Als Gott den Bahnhof sah, verstand er, was wir Menschen uns denken.
Als Denkender wird man Kleriker: man muss sich vor der Eminenz der Tatsache verbeugen.
Alles darfst du sagen, alles denken, alles meinen – aber bitte nicht öffentlich.
Auch ich halte Andacht – aber nie ohne meine Gedanken.
Der beste Freund meiner Gedanken ist das schlechte Gedächtnis.
Die meisten Gedanken würden sehr gerne steckbrieflich gesucht werden.
Gedanken entstehen, wenn die Gefühle pausieren.
Gedanken haben ein liederliches Verhältnis zur eigenen Zukunft.
Gedanken muss man sinnvoll beschäftigen und pünktlich bezahlen.
Gedanken ohne festen Wohnsitz nennt man Ideen.
Gedanken rächen sich, indem sie das Gedächtnis vergessen.
Gedanken sind Berufspendler.
Gedanken und Pferde können wundervoll traben – doch was ein Ziel ist, werden sie niemals verstehen.
Geduld macht aus Waren Gedanken.
Hoch über unserem Denken steht ein Mahnmal: das Geld.
Ich bin mit meinen Gedanken aufgewachsen, und die sind alle schon tot.
Ideen reifen im Ofen – Gedanken am Fenster.
In der Gedankenwelt gibt es auffallend viele Raubvögel.
In euerm Denken entwickelt sich die Ordnung zur Seuche.
Jedes Glas ist halbvoll mit den Mängeln unseres Denkens.
Kaum auszudenken, was geschehen würde, wenn die Welt gut wäre und der Mensch frei von Fehlern.
Klassiker liest man, um langsamer denken zu lernen.
Mach eine Kopie deiner Gedanken und übergib sie der Hand!
Man kann falsch lesen, falsch schreiben, falsch reden – aber niemals falsch denken.
Psychologen verstehen wunderbar gut, was wir nicht denken.
Wo es keine Fahrzeuge mehr hat, sind die Gedanken am Ziel.
Hoch zu Ross geht das nicht: denken.
Mutmassungen sind Gedanken über die Tapferkeit unserer Fehler.
Nichtdenker fragen sich dauernd, was die Leute sich denken.
Nie war das Denken so schwierig wie jetzt, da alle einander verstehen.
Nur der Verrückte traut sich, Gedanken zu haben, die noch nicht populär sind.
Nur zwei Dinge lassen sich weder denken noch sagen: das erste und das letzte.
O mein Gott! sagen wir, und denken: du Narr!
Sattheit ist der beste Grund, nachzudenken über sich selber.
Wer sagt unseren Zähnen, dass Kauen eine Bewegung ist, die Gedanken vernichtet?
Der Traum ist der Lückenbüsser in der Welt der Gedanken.
Ungeniessbarer als deutsches Essen sind die Gedanken danach.
Wie albern: noch während er handelt, scheint der Mensch der Tat zu gedenken.
Der Appetit der positiven Gedanken wird schwer überschätzt.
Selber denken und selber tun: das ist das irdische Pendant zur Hölle.
Denken ist eine Fingerübung – Gefühle benutzen die Kapazitäten der Hand.
Gedanken verschanzen sich am liebsten hinter witzigen Wörtern.
Höflichkeit ist die Gabe, niemals zu denken, dass die Leute nichts denken.
Hüte dich vor dem empirischen Denken – Gedanken sind ein Etwas, das fliesst.
Links denken und rechts denken kann nur der Mann am Steuer.
Ohne die Gedankenschmuggler hätten wir die Steinzeit nicht überlebt.
Vor der Tür des Denkers sitzen seine Gefühle und denken an sein schmutziges Hemd.
Wenn das Denken ansteckend wäre, hätten wir viel zu viel Ärzte.
Wenn Denken epidemisch wird, kapituliert sogar die Regierung.
Wer die Hand am Drücker hat, darf wählen zwischen handeln und denken.
Wer in der Kapitale spazieren geht, lernt alles über die Ohnmacht des unabhängigen Denkens.
Wer klar denken möchte, muss die Probleme seiner Sorgen vergessen.
Wer sich denkend bewegt, wird nie verstehen, was Ordnung bedeutet.
Wer zum Teufel hat eure Gedanken so unglaublich gut synchronisiert?
Wir machen was falsch: von einem Gedanken erwarten wir, dass er angenehm klingt.
Gedanken lieben es, während ihrer Entstehung zu mogeln.
Wenn die Wahrheit dich beim Denken erwischt, ist es zu spät für die Beichte.
Aphorismen sind Sätze, die uns das Denken schwerer machen als möglich.
Bevor wir uns in den Kampf ums Dasein stürzen, wollen wir der Opfer des Fortschritts gedenken.
Das Hauptproblem des Denkers ist die Zeit der Fütterung seiner Gedanken.
Das selbstständige Denken war noch nie die Tugend der Mehrheit.
Denken ist das Experiment, das zu selten an der Ehrlichkeit scheitert.
Denken ist der verräterische Umgang mit der Tradition.
Denken ist die Hausaufgabe für alle, denen es daheim nicht gefällt.
Der Aphorismus verrät uns, was wir insgeheim denken.
Der Sinn ist die Zone, wo Gedanken erlaubt sind, aber nicht nötig.
Die Intelligenz hat niemals begriffen, dass es ratsam ist, beim Denken zu schweigen.
Die Presse vervielfältigt die Gedanken unserer Zeit, und der Aphoristiker vereinfältigt die Zeit unsrer Gedanken.
Dummheit ist das Talent, das Denken so zu verlangsamen, bis es allen gefällt.
Gedanken hat man nicht, weil man sie gern hat, sondern weil man sie loswerden will.
Gedanken sind Auskünfte über den Zustand deiner Gesundheit.
Gefühle wechseln zu selten die Socken - Gedanken zu oft.
In der Faulzone des Denkens ist die Welt noch perfekt.
Man sollte an die Wahrheit nicht bloss denken – man muss gegen sie spielen.
Versucht es mal anders: lasst die Dummen was denken, und die Klugen sollen’s begreifen.
Was nicht gegen das Gesetz des letzten Gedankens verstösst, ist bis auf weiteres gültig.
Wenn der Dumme spazieren geht, lässt er seine Gedanken zu Hause.
Wir nennen es Denken. In Wahrheit ist es dasselbe wie Ebbe und Flut.
Begriffe sind Gedanken, denen die Wurzel wegoperiert wurde.
Das Exemplarische lässt sich weder denken noch tun, sondern bloss anschauen.
Das Hässlichste, was ich mir denken kann, ist ein rassenreiner Gedanke.
Das können Begriffe am besten: Gedanken ersäufen.
Das Überwirkliche steckt in jedem präzisen Gedanken.
Der Mensch ist sich gewohnt, von der Mitte an nur noch ans Ende zu denken.
Euern Gedanken empfehle ich dringend den Gang zur Intensivstation.
Raubtiere denken nie anders als professionell.
Seine Gedanken waren vollauf beschäftigt, Tag und Nacht Wache zu stehen.
Staatsmänner denken ähnlich wie wir – schade!
Wer geistreich sein möchte, muss den Wohnsitz seiner Gedanken vergessen.
Aphorismen haben eine Vorliebe für vorletzte Gedanken.
Beamte schreiben die Kapitel, die nur liest, wer zu müde ist, um zu denken.
Das Virus, das die besten Gedanken ermordet: das virus publicus.
Den grauen Zellen verdanken wir die Polychromie unseres Denkens.
Die kleine Zeit der grossen Gedanken: das Präsens.
Gute Gedanken steuern den Schatten und lenken das Licht.
Nachdenken heisst, die Expertise der Seele abwarten.
Respektiert bitte die Gedanken, die die armen Leute verlieren.
Wenn es menschlicher Wärme begegnet, erlischt das Feuer des Denkens.
Wer das Denken der Hand überlässt, greift selten daneben.
Wer von uns hat schon eine Ahnung von der Geologie seiner Gedanken?
Aphoristiker sind die Meister des leichten Gedankens zum schweren Begriff.
Auch im Reich der Gedanken gab es eine Champions League. Und wir zahlen noch heute dafür.
Denken ist der Umgang mit all dem, was Gott schon gesagt hat.
Denken ist die billigste Art der Schädlingsbekämpfung.
Denken ist die Fähigkeit, Linien zu ziehen, wo man Flächen erwartet.
Denken ist die Fähigkeit, mit der Distanz zu paktieren.
Denken ist ein leicht chaotisches, aber waches und kühnes Schreiten im Dschungel der Innerlichkeit.
Denken ist ein Zwang ohne Not und ein Drang ohne Begründung.
Denken ist eine Fallbewegung – wer denkt, stürzt vom Schatten ins Licht oder vom Licht in den Schatten.
Denken ist eine Möglichkeit, sich der Menschheit zu nähern, ohne gesehen zu werden.
Denken ist Männersache - denn Gedanken sind von oben bis unten, hinten und vorn und ringsherum auffallend weiblich.
Denken kann jeder. Mit Gedanken musizieren kann nur das Genie.
Denken lernt der Mensch nicht in der Philosophie, sondern im Zwiegespräch mit seinem Charakter.
Denken lernt man nicht während der Schule – sondern gegen die Schule.
Denken muss nicht exakt sein – es muss bloss stimmen.
Denken: das ist der ewige Ärger über die Effizienz der Erfahrung.
Denkende marschieren ausnahmslos in der Richtung, wo sie kein Stau und kein Verkehrslärm behindert: auseinander.
Der Aphorismus packt die Gedanken am Kragen und gibt ihnen Arbeit.
Der geheime Zweck aller Gedanken ist weder das Wort noch die Tat, sondern die Teilnahme.
Der grösste aller Gedankendiebe ist die Liebe.
Die meisten Denker wissen zu viel und kennen zu wenig; kein Denkender hat je behauptet, sich selber zu kennen.
Ein Stehplatz im Mondschein, und das Spiel der Gedanken beginnt.
Es ist unmöglich, im freien Fall nicht an den Boden zu denken.
Gedanken machen es möglich, mit der Schwerkraft zu spielen.
Gedanken siedeln sich an, wo noch keiner gewohnt hat.
Im Denken ist immer ein Platz frei – doch es ist niemals der erste und häufig der letzte.
In der Adoleszenz lässt sich alles denken – aber auch alles vergessen.
Kluge Leute lassen uns sagen, was sie selber nicht denken.
Logisches Denken? Das ist ein Herumfummeln im Zahlenmuseum.
Nirgendwo gibt es so viel Zank und Streit, Tod und Vernichtung wie in der Welt der Gedanken.
Tröstet euch: einer von drei Gedanken kommt nachts immer wieder zurück.
Was ich selber nicht tun darf, soll kein anderer tun dürfen – doch er soll ebenso oft daran denken.
Wenn meine Gedanken zur Wahl gehen könnten, würden sie mich vom Stimmzettel streichen.
Wenn wir unsere Gedanken ernst nehmen würden, müssten alle Hochschulen schliessen.
Wer eine Tracht Prügel in eine Tracht Denken umsetzt, steht auf dem Gipfel der Lernfähigkeit.
Am liebsten sind mir Gedanken, die nicht schwerer sind als mein Kopf.
Denkende sollten ganz genau lesen, was man besser nicht schreibt.
Die besten Gedanken sind entweder überdosiert oder unterernährt.
Die Deutschen denken schneller als andere Völker - was machen die bloss mit ihrem Vorsprung am Ziel?
Die Gedanken des Meisters sind herrlich. Denn tragen muss sie der Diener.
Die häufigste Art, sich falsch zu entscheiden: denken.
Die meisten Leute sind nur tätig, um weniger denken zu müssen.
Die Natur ist so grossartig, weil sie uns zwingt, kleiner zu denken.
Die Welt ist voller Gedanken, die noch niemandem gehören.
Eine Stunde lang an die Ewigkeit denken - wer das aushält, hat das Zeug zum Genie.
Es gibt Gedanken, die man nur stehend begreift.
Es gibt im Denken einen Privatweg: den Weg zum Glauben zurück.
Es gibt keinen Gedanken, der nicht schwerer ist als man glaubt oder so leicht wie man meint.
Fantasien sind Gedanken, die schneller sind als unser Verstand.
Fisch und Vogel sind die Begleiter der Leute, die lieber rudern als denken.
Für jeden starken Gedanken muss irgendein Schwachkopf die Strafe absitzen.
Gedanken machen die Welt nicht besser, sondern bloss älter.
Gedanken machen uns stärker; stärker einsturzgefährdet.
Gedanken sind ewig am Kuppeln, Bremsen und Gas geben; denn im Hirn gibt es jede Menge Gegenverkehr.
Gedanken, die zum Feind desertiert sind, bilden den Hauptharst der Philosophie.
In Begriffen denken, ist lieblos. Das erklärt den Hass des Philosophen auf die Philosophie.
Mit Gedanken spielen ist heikel - man weiss nie, wer gewinnt.
Opposition: das ist die Stellung, die uns das Denken mit dem Zeigefinger erleichtert.
Sattheit hat einen klugen Rhythmus: einmal pennen, zweimal gähnen und dreimal denken.
Das grösste wissenschaftliche Rätsel ist die Gedankenlosigkeit der Leute im Dienst.
Dem kritischen Denken fehlt das Geld. Nicht erst seit heute, sondern schon immer.
Den Reichsgedanken hat Deutschland vergessen; den Reichsadler noch nicht.
Den Unterschied zwischen Denken und Glauben kennen wir alle – doch haben wir ihn wirklich verstanden?
Denken heisst: vergessen was war; erinnern was ist.
Denken ist das beste Mittel, sich der Wahrheit zu nähern, ohne gesehen zu werden.
Denken ist das Element, das einen guten Ruf hat; aber nur, wenn es schweigt.
Denken ist der Entschluss, den Notausgang bei sich selber zu suchen.
Denken ist der respektvolle Umgang mit den eigenen Mängeln.
Denken ist ein Dialog mit den Gesetzen der Schwerkraft.
Denken ist eine Fallbewegung - freut euch nicht zu früh auf die Landung!
Denken ist eine Tätigkeit, die meldepflichtig sein sollte.
Denken ist schwierig, ja irgendwie göttlich. Tu es trotzdem!
Denken kann jeder – mit Gedanken musizieren kann nur das Genie.
Denken lernt man unterwegs; nicht unter Leuten.
Denken macht schwatzhaft. Ein denkender Mann ist halb schon ein Weib.
Denken sollte man in der Nennform – Ideen lassen sich nicht konjugieren.
Denken und Tod sind sich ähnlich. Deshalb ist Mathematik besonders riskant, ja geradezu lebensgefährlich.
Denken: das ist der Spass am Ernstfall Philosophie.
Denkende haben ein Mitbringsel: sich selber.
Denkende marschieren alle gleich: gleich auseinander.
Der Denker lehrt uns, gewisse Dinge nicht zu denken und ungewisse Dinge nicht zu vergessen.
Die Gedanken der Zukunft sind die Landplage von heute.
Die Kehrseite grosser Gedanken: das Begleitpersonal.
Die Kunst ist das Eldorado für Leute, die es nicht geschafft haben, wie alle andern zu denken.
Gedanken zwingt man zur Reife, indem man sie vom Dienst suspendiert.
Schlechte Gedanken laufen zu schnell. Wahrheit ist langsam.
Gedanken haben kein Altersproblem. Aber Ideen.
Gedanken misst man in Metern – in Metern über sich selber.
Gedanken müssen nicht exakt sein – es genügt, wenn sie pünktlich erscheinen.
Gedanken sind das Drehmoment der Philosophie.
Gedanken sind frisch, wenn sie zappeln; wenn es klappert, sind sie hinüber.
Gedanken sind nie ohne Schulden; wer arm ist, macht besser eine Bogen darum.
Gedanken sind wie Kinder – sie stürzen immer im dümmsten Moment.
Gedanken und Rosen haben dasselbe Problem: wie hält man sie frisch?
Gefühl ist Privatbesitz - Gedanken sind Leihgaben.
Gefühle lassen sich simulieren. Gedanken simulieren sich selber.
Gute Gedanken haben einen Geburtsfehler: sie sind schwerer als wir. Und darum weniger schnell.
Hunde denken wie ein Mensch, der gerne was denkt.
Ich frage mich, warum Gott das Denken so oft der Konkurrenz überlässt.
Ideen hassen Wände und Treppen. Gedanken auch; doch sie wissen, wo der Notausgang ist.
Sowie die Gedanken mal frei sind, fällt ihnen nichts Besseres ein, als zur Presse zu rennen.
Alte Gedanken sind selten geworden - fast alle Einfälle sterben schon während der Kindheit.
Das Gute an schlechten Gedanken: ihr Reissverschluss ist defekt.
Das Motto der Leute, die lieber dumm sind als tätig: «Ich werde darüber nachdenken...»
Idee nennt man einen Gedanken, der geboren wurde, um vor aller Augen zu sterben.
In einer Welt voller Menschen ist es purer Wahnsinn, bis ans Ende zu denken.
Kleine Gedanken denken an Publizität - grössere an die Kinder der Enkel.
Den Reichsgedanken sollten wir lassen, wo er mehr Sinn macht: im Himmel.
Es ist falsch, Gedanken niederzuschreiben. Gedanken schreiben sich selber.
Gedanken haben eigenartige Sitten: sie paaren sich mit der Majorität.
Gedanken macht sich jeder Trottel - auch wenn er nicht Deutsch kann.
Gruppentherapie nennt man den organisierten Gedankenaustausch zwischen höchstens zwölf Kaltluftballons.
Im Reich der Gedanken ist der Grand Seigneur von der Bühne verschwunden.
Meine Gedanken haben zu viel Verständnis für die Themen des Jenseits.
Negative Gefühle sind technisch besser als positive Gedanken.
Politikern empfehle ich, öfter mal an die Zeit nach der Ernte zu denken.
Wer junge Leute beim Denken beobachtet, tut sich schwer in der Sache.
Gott
Mensch
Welt
Leute
Lüge
Wahrheit
Gedanken
Zeit
Seele
Geld
Philosophie
Idee
Demokratie
Leben
Tod
Wirklichkeit
Kirche
Staat
Wörter
Aphorismen
Arbeit
Politik
Ende
Zukunft
Probleme
Kunst
Sinn
Geist
Glück
Moral
Angst