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Die Schweiz verliert das Viertelfinale gegen Deutschland mit 0:3
von Fabio Baranzini / Swiss Faustball
Die Weltmeisterinnen aus Deutschland sind zu stark für das Schweizer Frauen Nationalteam. Die Schweizerinnen verlieren das WM-Viertelfinale in Linz gegen unsere nördlichen Nachbarn mit 0:3.
Dank dem diskussionslosen 3:0-Sieg heute Morgen zum Auftakt der Double Elimination gegen Italien haben sich die Schweizerinnen für das Viertelfinalduell mit Weltmeister Deutschland qualifiziert. Der Sieger dieser Partie sichert sich die direkte Halbfinalqualifikation, während der Verlierer via Hoffnungsrunde um einen Platz unter den letzten Vier kämpfen muss.
Deutschland, das an dieser WM bislang noch keinen Satz verloren hatte und noch nicht richtig gefordert worden war, startete als Favorit in die Partie gegen die Schweiz. Doch die Schweizerinnen, die mit Tanja Bognar am Service, Celina Traxler als Hauptangreiferin, Natalie Berchtold am Zuspiel und dem Duo Rahel Hess und Tina Ferrat in der Defensive aufliefen, erwischten den besseren Start und lagen stets leicht in Führung. Bei 10:9 und 11:10 erspielten sie sich gar zwei Satzbälle, konnten diese aber nicht nutzen. Und so waren es am Ende die Deutschen, die sich den ersten Satz mit 15:14 in Extremis sichern konnten, während die kämpferisch einwandfreie Leistung der Schweizerinnen nicht belohnt wurde.
Offener Schlagabtausch im zweiten Satz
Von diesem Satzverlust liess sich das Team von Anton Lässer und Benjamin Marti-Suter jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Die Schweizerinnen legten mit 3:0 vor. Wie bereits im ersten Satz war es immer wieder Tanja Bognar, die mit dem Service viel Druck erzeugen konnte und die Deutschen damit ein ums andere Mal in Schwierigkeiten brachte. Dennoch kämpften sich die Weltmeisterinnen wieder zurück und es entwickelte sich auch im zweiten Satz ein offener Schlagabtausch, wobei sich kein Team absetzen konnte. Doch ausgerechnet bei 9:9 gelangen den Deutschen zwei Punkte in Folge zum 11:9-Satzgewinn.
Können die Schweizerinnen auf diesen erneut sehr knappen Satzverlust reagieren? «Nein» lautete die Antwort auf diese Frage. Die Schweizerinnen, die im Verlauf des dritten Satzes die gesamte Mannschaft ausgewechselt hatten, konnten mit den Deutschen nicht mehr mithalten. Diese zogen schnell auf 5:1 davon und gewannen wenig später den dritten Satz mit 11:5. «Wir haben im Verlauf des dritten Satzes bewusst die gesamte Mannschaft ausgewechselt, um einerseits Kräfte zu sparen für die wichtigen Partien morgen, und um andererseits allen Spielerinnen Wettkampfpraxis auf allerhöchstem Niveau zu ermöglichen», so Anton Lässer. «In den ersten beiden Sätzen haben wir mit der Stammformation gespielt, um zu sehen, wo wir im Vergleich zum Titelfavoriten stehen. Wir haben lange und gut mitgehalten, wobei Tanja Bognar am Service überragend war. Leider konnten wir die sich bietenden Chancen nicht nutzen und haben es daher nicht geschafft, einen Satz zu gewinnen.»
Die Schweizerinnen werden die heutige Partie nun in Ruhe analysieren und die nötigen Schlüsse für den morgigen Tag daraus ziehen. Aufgrund dessen, dass man mit der Niederlage gegen Deutschland die direkte Halbfinal-Qualifikation verpasst hat, steht morgen als erstes das Kräftemessen mit Argentinien auf dem Programm. Bei einem Sieg wartet das Halbfinal-Duell gegen die Gastgeberinnen aus Österreich, die sich heute etwas überraschend gegen Brasilien mit 3:1 durchsetzen konnten.
Spielpläne, Resultate und Livestreams gibt es auf der Webseite des Veranstalters.
Bild: Manfred Pilik