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Zunft zum Weggen
1336 schuf Ritter Rudolf Brun die Zunftverfassung und gründete die Constaffel und die 13 Zünfte. An vierter Stelle hiess es im «1. Geschworenen Brief»: «Pfister und Müller suln haben ein Zunft und ein Paner». Die heutige Weggenzunft wurde geboren.
Die Zünfte waren in ihren frühen Jahren politisch, militärisch und wirtschaftlich von Bedeutung. Aus ihren Reihen wurden Zunftmeister und Ratsmitglieder gewählt. Die Zünfter besassen also aktives und passives Wahlrecht. Militärisch stellten sie die Wehrpflichtigen, leisteten Wachdienste, zogen unter ihrem Banner ins Feld oder verteidigten einen zugewiesenen Abschnitt der Stadtmauer. Daneben regelte und überwachte die Zunft ihr Handwerk, ähnlich wie ein heutiger Berufverbandes. Die Zunft übernahm Aufgaben, die vorher der Rat erfüllte. Der religiöse Gedanke spielte vor und nach der Reformation eine wesentliche Rolle. An der Prozession zum Grossmünster mussten die Müller zwei und die Pfister (lat. Pistor: Bäcker) drei Kerzen vorantragen.