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Die Anti-Kartell-Behörde (FAS) hat eine Ende 2019 eingeleitete Untersuchung gegen die russische Tochtergesellschaft beendet, wie eine Sprecherin des Schokoladenkonzerns am Mittwoch der Nachrichtenagentur AWP bestätigte.
Laut der Wettbewerbsbehörde seien keine Verstösse betreffend Qualitätsunterschieden zwischen den in Russland und Europa verkauften Produkten von Lindt & Sprüngli festgestellt worden. Daher würden keine Sanktionen gegen das Unternehmen ergriffen, liess sich FAS-Direktor Maxim Schaskolski von der Agentur Ria Novosti zitieren. Er sagte zudem, dass es zu Unterschieden in der Zusammensetzung von Schokolade kommen könne.
«Kakao ist Hauptbestandteil der meisten unserer Schokoladenprodukte», sagte die Sprecherin zu AWP und wies darauf hin, dass der Fettsäuregehalt der Kakaobohnen von einer Vielzahl natürlicher Faktoren in den Erzeugerländern abhängt, darunter klimatische und geografische Bedingungen. Alle Produkte, die Lindt & Sprüngli in die Russische Föderation liefere, seien identisch mit den Produkten, die im Rest Europas und der Welt verkauft würden, betonte das Unternehmen in einer Erklärung.
Russland ist ein wichtiger Entwicklungsmarkt für Schokoladenhersteller. Aufgrund der Covid-19-Pandemie verzeichnete die russische Tochtergesellschaft im Jahr 2020 indes einen organischen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent, nach einem Sprung von mehr als einem Viertel im Vorjahr.