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Die Langläuferin Nadine Fähndrich muss beim Sprint-Weltcup in Drammen eine bittere Pille schlucken. Der Luzernerin bleibt in Norwegen der Finaleinzug wegen einer Disqualifikation verwehrt.
Nadine Fähndrich wurde für ihren Effort beim traditionellen Anlass durch die Innenstadt von Drammen nicht belohnt. Auf der langen, leicht ansteigenden Zielgeraden kämpfte sich die 22-Jährige im zweiten Halbfinal von Position fünf noch an die Spitze vor. Im Ziel wartete allerdings nicht ein Gratulant, sondern ein Funktionär, der mit einer mitleidsvollen Geste die Disqualifikation aussprach. Fähndrich hatte zu Beginn des Laufes im klassischen Stil überhastet die Spur gewechselt. Die Schweizerin bog zu knapp vor Tiril Udnes Weng ein, die Norwegerin kam zu Fall. Der Ausschluss war korrekt - nicht so wie bei Laurien van der Graaff vor einem Jahr an den Weltmeisterschaften in Lahti.
Somit verpasste Fähndrich den zweiten Finaleinzug im Sprint in ihrer noch jungen Karriere. Die Premiere war ihr vor einem Jahr in Quebec gelungen. In diesem Winter kommt Fähndrich auf bislang vier Halbfinal-Teilnahmen im Sprint. Die Olympia-Zehnte Van der Graaff schied bereits in den Viertelfinals aus.
Als Siegerin liess sich Maiken Caspersen Falla feiern. Die Norwegerin setzte sich gegen Olympiasiegerin Stina Nilsson aus Schweden durch und dürfte auch die kleine Kristallkugel für den Disziplinen-Weltcup gewinnen. Mit Jessica Diggins aus den USA stand ein weiterer prominenter Name auf dem Podest.
Klaebo souverän
Im Rennen der Männer setzte sich erwartungsgemäss der Olympiasieger durch. Der Norweger Johannes Hösflot Klaebo liess seinem Landsmann Eirik Brandsdal und dem Russen Alexander Bolschunow keine Chance. Der dreifache Olympiasieger Klaebo steht nun bei sechs Siegen aus neun Sprints in dieser Saison. Der Sieg im Gesamtweltcup wird ihm kaum zu nehmen sein, obwohl er die Tour de Ski ausliess.
Die Schweizer Männer kamen beim City-Sprint nicht auf Touren. Jovian Hediger, Erwan Käser und Roman Schaad scheiterten am Cut der Top 30.