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Anleger haben mit dem präsentierten ETF die Möglichkeit, in einen Korb aus gegenwärtig 1.928 US-Wertpapieren zu investieren. Der ETF bietet aufgrund dieser Anzahl an Einzelwerten eine sehr hohe Diversifikation. Der Russell 2000 besteht aus den bis zu 2.000 kleinsten Unternehmen unter den 3.000 grössten Blue-Chip-Aktien der USA und damit aus US-Unternehmen mit geringer und mittlerer Kapitalisierung.
Informationen zum Referenzindex – Russell 2000 Index
Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex ist der Russell 2000 Index, der vom Indexanbieter FTSE Russell veröffentlicht und berechnet wird. Der Russell 2000 Index misst die Performance des Small-Cap-Segments des US-Aktienuniversums und ist ein den Streubesitz und die Marktkapitalisierung gewichtender Index.
Der Index enthält die Anteile der rund 2000 kleinsten Unternehmen, die an den US-Börsenplätzen gelistet sind. Mit dem Stichtag des 28. Februar 2023 lag die durchschnittliche Marktkapitalisierung bei 2,948 Milliarden US-Dollar, die höchste bei 10,439 Milliarden US-Dollar (mit solchen Marktkapitalsierungen würde man ohne Zweifel in Deutschland bereits im MDAX oder je nach Streubesitz auch im DAX lande können).
Der Index wurde am 01. Januar 1984 erstmals veröffentlicht und berechnet. Die Berechnung erfolgt in der Heimatwährung US-Dollar. Zum Zeitpunkt dieser Analyse befanden sich 1.928 Einzelwerte im Indexkorb. (Daten gemäss FTSE Russell Indices-Factsheet vom 28. Februar 2022)
Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio
Der ETF nutzt die vollständig physische Abbildungsmethode. Folglich besteht zwischen den Positionen des ETF-Portfolios und des Referenzindex eine geringe Abweichung.
Die grössten Positionen sind mit 0,34 Prozent Shockwave Medical, mit 0,34 Prozent Iridium Communications, mit 0,33 Prozent Emcor Group, mit 0,32 Prozent Saia, mit 0,31 Prozent Crocs, mit 0,31 Prozent Inspire Medical Systems, mit 0,31 Prozent Texas Roadhouse, mit 0,28 Prozent Kinsale Capital Group, mit 0,28 Prozent RBC Bearings und mit 0,27 Prozent Apellies Pharmaceuticals.
Diese Top 10 erreichen lediglich eine Gewichtung von 3,09 Prozent. Im vorliegenden Fall kann man folglich recht deutlich von einer mehr als ausreichenden Diversifikation sprechen – das Gesamtportfolio besteht insgesamt aus 1.941 Positionen, darunter 1.928 Einzeltitel und der Rest setzt sich aus Geldmarktinstrumenten, Barmitteln und Derivatepositionen zusammen. (Quelle: DWS vom 27. März 2023)
Sektoren-, Währungs-, und Länderallokation
Das ETF-Portfolio besteht zu 99,98 Prozent aus Aktien und zu 0,02 Prozent aus Cash- und Derivatebeständen.
Der höchstgewichtete Sektor ist der Bereich Industrieunternehmen mit 17,65 Prozent Anteil am Portfolio. Es folgen der Sektor Finanzdienstleister mit 16,59 Prozent, Gesundheitswesen mit 15,19 Prozent, Verbrauchsgüter mit 13,20 Prozent, Technologie mit 10,68 Prozent, Energie mit 6,80 Prozent, Immobilien mit 6,42 Prozent, Grundstoffe mit 4,32 Prozent, Versorgungsunternehmen mit 3,48 Prozent, Basiskonsumgüter mit 3,29 Prozent, Barmittel, Geldmarktinstrumente und Derivate mit 0,02 Prozent und Andere mit 2,36 Prozent.
Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen reinen US-Index, daher liegt der Länderanteil der USA bei 100 Prozent. Aufgrund der Länderaufteilung liegt auch der Anteil des US-Dollars bei 100,00 Prozent. (Quelle: DWS ETF-Factsheet vom 28. Februar 2023)
Xtrackers Russel 2000 ETF im Detail
Der ETF kann über die Xetra in Euro erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,30 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Die Fondswährung ist der US-Dollar, die Handelswährung via Xetra der Euro.
Der ETF nutzt die vollständig physische Replikationsmethode und erwirbt die Wertpapiere somit direkt. Der ETF wurde am 06. März 2015 aufgelegt und wies mit dem Stichtag des 27. März 2023 ein Fondsvermögen in Höhe von rund 971,80 Millionen Euro auf. (Quelle: DWS vom 27. März 2023)
Performance langfristig mehr als solide
Der Referenzindex gab wie der Gesamtmarkt in den letzten Jahren zweimal nach, so zum Beispiel im Jahr 2018 mit einem Minus von 12,81 Prozent. In 2019 ging es 26,00 Prozent aufwärts, in 2020 19,50 Prozent, in 2021 14,49 Prozent und in 2022 fiel der Index dann wieder um 20,76 Prozent zurück.
Zum Vergleich: Der ETF fiel in 2018 um 12,92 Prozent, stieg in 2019 um 25,83 Prozent, in 2020 um 19,41 Prozent, in 2021 um 14,26 Prozent und dann verlor er in 2022 20,79 Prozent.
In den ersten zwei Monaten des Jahres konnte der Index um 7,84 Prozent zulegen, der ETF erzielte den gleichen prozentualen Anstieg. Die jeweiligen Performancedifferenzen sind kaum zu bemängeln und halten sich deutlich im Rahmen. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und der ETF gemäss Xtrackers Factsheet mit dem Stand des 28. Februar 2022)
Expertenmeinung – baldige Zinspause und Zinssenkungen könnten dem Markt unter die Arme greifen
Eine Zinspause oder gar der Beginn von Zinssenkungen sind bereits seit ein paar Wochen in der Diskussion. Kommt es tatsächlich zu einer Zinspause oder gar Zinswende? Hat man die Inflation in den USA schon ausreichend gedrückt und unter Kontrolle gebracht? Ist tatsächlich Raum für die ersten Zinssenkungsschritte oder sind diese schliesslich nur bitter notwendig, um der US-Bankenwelt zusätzliche Stützräder zu verpassen
Fakt ist, dass die Federal Reserve in einem Tempo die Zinsen in den Himmel katapultiert hat und quasi den Sturm säte, den man nun wieder erntet. Seit März 2022 schraubte man in einem atemberaubenden Tempo die Zinsen von 0,00 bis 0,25 Prozent auf zuletzt 4,75 bis 5,00 Prozent hinauf – das also alles in nur einem Jahr. Das ist schon sportlich.
Am US-Anleihemarkt hatte dies katastrophale Folgen und damit auch für die Sicherheiten bei den Banken, die zum Beispiel auch massiv Assets in Anleihen parkten. Die sind nun erheblich im Kurs gesunken. Man braucht nun gar nicht das Fass Silicon Valley Bank aufmachen oder ähnliche Vorgänge der jüngsten Wochen, da reicht schon der gesunde Menschenverstand, dass das nicht lange gutgehen konnte. Man fragt sich in so einem Zusammenhang dann nur, warum sich dies bei der Fed keiner so ausmalen konnte? Eine Entwicklung, die an Tragik nicht zu überbieten ist.
Mittlerweile legt man die Zügel bei den Banken in Bezug auf die Kreditvergabe wieder sichtlich enger an. Von einer sukzessive verminderten Kreditvergabe ist wohl auszugehen, die somit auch weniger Investitionen bedeutet. Die Folgen sind recht einfach zu erklären und offensichtlich, die Volkswirtschaft USA dürfte damit nämlich Schritt für Schritt in eine Rezession abgleiten. Das es bald eng werden könnte mit einem positiven BIP-Aufschlag im Jahr 2023 konnte man zuletzt auch im Rahmen der FOMC-Pressekonferenz vernehmen.
Das begleitendende Fed-Projektionsmaterial spricht Bände. Die US-Notenbank selbst geht nur noch von einem BIP-Plus von 0,4 Prozent im laufenden Jahr aus. Diese recht schmalen 0,4 Prozent können durch weitere Sonderfälle, wie eine verringerte Kreditvergabe, höhere Risikovorsorge der Banken oder eine schlechtere Verbraucher- und Wirtschaftsstimmung dann auch schnell in einen BIP-Schrumpfkurs münden.
Können ab Sommer sinkende Zinsen das etwaig sinkende Schiff namens US-Volkswirtschaft wieder auf Kurs bringen helfen oder verstärkt eine Zinswende das Signal von Problemen und führt zu einer Vertrauenskrise? Nun, der Terminmarkt zumindest preist im Verlauf der beiden nächsten FOMC-Sitzungen gemäss des Fed-Watch-Tool der CME Group zumindest schon mal eine Zinspause ein.
Mit dem gegenwärtigen Stand wären erste Zinssenkungen zum September gut möglich. Die Zinssenkungen dürften keine Wunder vollbringen und nicht sofort zu einer neuen Hausse an den US-Börsen führen, doch sie würden zumindest wieder Kredite verbilligen und helfen, dem Markt wieder neues Leben einzuflössen. Bei den ganzen Unsicherheiten könnte es demnach nicht schaden, sich im US-Markt möglichst breit aufzustellen – der Russell 2000 wäre da eine Möglichkeit mit einer hohen Streuung in Bezug auf die Anzahl der Titel und Sektoren. Sicherlich wäre der vorliegende ETF auch dazu geeignet, diesen längerfristig zu halten und dadurch auch scheibchenweise zu besparen. (Quellen: Fed-Projektionsmaterial März 2023, sowie CME FedWatch Tool der CME Group)
Mögliches Setup
Eine vorerst abwartende Haltung wäre einzunehmen bis es zu einer weiteren Konsolidierung kommt, um dann eine Neupositionierung einzugehen. Ein Kauf wäre bei 230,00 Euro möglich, ein erstes Ziel könnte bei 290,00 Euro liegen. Die Position könnte zum Beispiel mit einem Stoploss von 215,00 Euro abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 4.00.
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