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Inhalt
Hochwasserschutz Plessur
Um den Hochwasserschutz im Siedlungsgebiet von Chur weiterhin gewährleisten zu können, setzen die städtischen Tiefbaudienste aktuell und auch im Winter 2024/25 entsprechende Massnahmen entlang der Plessur um.
Bevor die Plessur in den Rhein mündet, fliesst sie in einem künstlich angelegten, befestigten Kanal durch die Stadt. Aufgrund von kiesigem und sandigem Material, das durch das Wasser mitgespült wird, besteht eine anhaltende Erosion der Flusssohle. Um dieser Erosion entgegenzuwirken, wurden zahlreiche Schwellen im Flussbett eingebaut. Diese Schwellen dienen als eine Art künstliche "Treppenstufen". Sie stabilisieren das Flussbett, verhindern die Unterspülung der seitlichen Wuhrmauern aus Natursteinen und Beton und gewährleisten dadurch deren Stabilität.
Neue Blockrampe im Rheinquartier
Seit Baubeginn im Herbst 2023 wurde unterhalb des Schinterbrügglis im Rheinquartier die erste Hälfte der neuen Blockrampe errichtet. Dazu musste ein Wasserhaltungskanal erstellt werden, durch welchen das gesamte Plessurwasser im Baustellenbereich umgeleitet wird. Durch diese Umleitung des Flusswassers wird sichergestellt, dass die Bauarbeiten der neuen Blockrampe in der Trockenbauweise erfolgen kann. Mit dem Bau der Blockrampe anstatt der Sanierung der bestehenden Schwellen, können zum einen die angrenzenden Wuhrbauten vor Unterspülung geschützt und zum andern die Fischwanderung wiederhergestellt werden. Die Fertigstellung der zweiten Hälfte der Blockrampe ist bis Ende März 2024 geplant.
Im Bereich der Schelmenbrücke wurden seit Baubeginn etwa 100 Meter Wuhrmauer und zwei bestehende Schwellen saniert. Die für diese Jahreszeit aussergewöhnlich hohen Wasserabflüsse stellen die Bauunternehmung vor grosse Herausforderungen. Vor Beginn der Arbeiten wurden lokale Wasserhaltungen eingerichtet, um Abflüsse zwischen 4 und 5 m3/s zu bewältigen. Die Sicherung eines etwa 3 Meter langen Abschnitts der Wuhrmauer mit Ankern steht noch aus.
Der Bau der Blockrampe auf Höhe der Austrasse ist für den Winter 2024/25 vorgesehen. Ebenfalls in diesem Zeitraum ist die Instandsetzung der Wuhrmauer auf Höhe Myrthenweg vorgesehen.