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Régional Saignelégier-Glovelier
|Kürzel||RSG|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1904-05-21|
|Mutiert||Ab 1944-01-01 Chemins de fer du Jura|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1904 eröffnete RSG war eine Aktiengesellschaft und stellte zusammen mit der bereits 1892 in Betrieb gegangenen Saignelégier–La-Chaux-de-Fonds-Bahn (SC) die durchgehende Verbindung Glovelier–La Chaux-de-Fonds her. Allerdings wurde die SC in Schmalspur, die RSG in Normalspur erstellt. Zur Überwindung der verschiedenen Spurweiten kamen auf der SC-Strecke ab 1915 Rollschemel zum Einsatz. Lange vorher, nämlich 1906, geriet jedoch die RSG in Zwangsliquidation und ging 1908 zum Preis von 0.82 Mio. Franken an eine neue Gesellschaft über. Die Baukosten hatten sich auf knapp 3 Mio. Franken beziffert. Die Differenz zum Kaufpreis wurde abgeschrieben (in der Datenbank als Handänderungsverlust erfasst). Zwar äusserte sich die Statistik nicht näher dazu, aber angesichts der Zahlen ist anzunehmen, dass die Aktionäre ihr Kapital grösstenteils verloren haben und die (Anleihe-) Gläubiger mit neu ausgegebenen Aktien entschädigt wurden.
Die Statistik wies für die RSG bis 1910 ein Zweiklassensystem aus, danach nur noch eine Einheitsklasse. Die Einnahmen aus dem Güter- und Personenverkehr hielten sich bis 1917 etwa die Waage, danach hob sich der Warentransport jedoch deutlich ab. Auch nach 1920 blieb der Güterverkehr das klar dominierende Geschäftsfeld. Die finanzielle Situation der RSG blieb aber trotz der fast schuldenfreien Neukonstituierung im Jahr 1908 anhaltend prekär. Die Betriebsergebnisse lagen bis 1918 mehrmals, von 1918 bis 1944 praktisch nur noch im negativen Bereich. Wer die Verluste trug, ging aus der Statistik nicht hervor. 1944 wurde die RSG zusammen mit der SC durch Fusion Bestandteil der neu gegründeten Chemins de fer du Jura (CJ).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: