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Wenn Vernachlässigung vernachlässigt wird
Die möglichen Auswirkungen von Vernachlässigung auf die Entwicklung betroffener Kinder und Empfehlungen für Professionelle der Sozialen Arbeit unter Beachtung des Risiko- und Schutzfaktorenkonzepts
Diese Bachelorthesis beschäftigt sich vertieft mit der Kindesvernachlässigung, wobei folgende Frage beantwortet wird: «Welche Auswirkungen kann Vernachlässigung auf die Entwicklung betroffener Kinder haben und welche Empfehlungen können unter Beachtung des Risiko- und Schutzfaktorenkonzepts für Professionelle der Sozialen Arbeit formuliert werden?»
Um diese Frage beantworten zu können, wird die Kindesvernachlässigung mit der gelingenden Entwicklung von Kindern in Verbindung gebracht, wobei die Bindungstheorie nach Bowlby, die Stadien der kognitiven Entwicklung nach Piaget, die Stufen der psychosozialen Entwicklung nach Erikson und weiter auch die Grundbedürfnisse von Kindern nach Brazelton und Greenspan sowie der Umgang mit Belastungen in der Kindheit als Grundlagen beigezogen wurden. Die Ausführungen zum Risiko- und Schutzfaktorenkonzept dienen als Ausgangspunkt für die anschliessende Formulierung von Empfehlungen im Umgang mit betroffenen Kindern. Als Ergebnis dieser Bachelorthesis geht hervor, dass eine Kindesvernachlässigung grundlegend eine Nichtbefriedigung kindlicher Grundbedürfnisse darstellt, wodurch betroffene Kinder über weniger Möglichkeiten zur Bewältigung der Entwicklung verfügen. Eine Vernachlässigung wirkt sich auf die kognitive und psychosoziale Entwicklung von Kindern aus, beeinflusst somit das Lösen von Entwicklungsaufgaben und beeinträchtigt den Aufbau einer sicheren Bindung zu Bezugspersonen. Für Professionelle der Sozialen Arbeit, welche mit vernachlässigten Kindern arbeiten, ist es empfehlenswert, genaustens über Vernachlässigung, kindliche Grundbedürfnisse und Entwicklungsbeeinträchtigungen Bescheid zu wissen. Weiter kann durch die Förderung von Resilienzfaktoren bestenfalls präventiv Einfluss genommen werden.