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Tansania
Lange Haft für chinesische «Elfenbeinkönigin»
Eine als «Elfenbeinkönigin» bekannt gewordene Schmugglerin ist in Tansania zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.
China stoppt Handel mit Elfenbein Kambodscha
Eine Tonne Elfenbein aus Afrika beschlagnahmt Ware im Wert von 500'000 US-Dollar
Schlag gegen den Elfenbeinhandel
Neben der Haftstrafe muss die chinesische Staatsbürgerin eine Geldbusse von umgerechnet rund sechs Millionen Franken zahlen, wie ein Gericht in dem ostafrikanischen Staat am Dienstag befand.
Der Richter in der Wirtschaftsmetropole Daressalam erklärte, die Strafe solle Wilderern und Schmugglern als Abschreckung dienen. Die 69-jährige Chinesin führte laut dem Gericht eine kriminelle Vereinigung und war im Lauf der Jahre für den Schmuggel von mehr als 800 Elefantenstosszähnen nach Asien verantwortlich.
«Ein klares Zeichen gegen den Elfenbeinhandel»
Die Naturschutzorganisation WWF begrüsste den Entscheid: «Das Urteil setzt ein klares Zeichen: Der illegale Artenhandel ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verbrechen», erklärte die Organisation nach Veröffentlichung des Urteils. Statt Strippenziehern treffe es meistens nur kleine Fische. «Das ist diesmal anders. Wir hoffen auf eine abschreckende Wirkung.»
Wilderer töten in Afrika jährlich Tausende Elefanten. Sie verkaufen die Stosszähne vor allem nach Asien, wo Elfenbein trotz internationaler Handelsverbote als Luxusgut für Schmuck oder Schnitzereien beliebt ist. Vor der Kolonialzeit lebten in Afrika Schätzungen zufolge bis zu 10 Millionen Elefanten. Heute sollen es nur noch rund 415'000 sein.