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Der unterste Teil des Skigebiets Savognin ist oft nicht mehr als ein schmales, weisses Band auf der Wiese. Bis im Jahr 1978 konnte man dort häufig gar nicht fahren, erinnert sich der ehemalige Bergbahn-Direktor Leo Jeker: «Der Föhn hat den Schnee schnell schmelzen lassen. Die Skifahrer konnten nicht mehr ins Tal fahren und mussten abends lange anstehen, um die Bahn hinunter ins Dorf zu benutzen.»
Um das zu ändern reiste Jeker mit seinem Team Ende der 1970er-Jahre immer wieder nach Nordamerika und Skandinavien, wo die ersten Schneekanonen aufkamen. 1978 wurde dann in Savognin die Kunstschnee-Anlage in Betrieb genommen. Vier beschneite Pistenkilometer – in Europa gab es nichts Vergleichbares.
Der Kunstschnee war eine Sensation. Medien und Bergbahnbetreiber aus der ganzen Welt fuhren nach Savognin um sich das anzusehen. So auch die Sendung «Karussell» des Schweizer Fernsehens.
Daraufhin sprangen immer mehr Skigebiet auf diesen Zug auf. Keine Freude daran hatten die Umweltorganisationen. In den Kantonen Graubünden und Bern versuchten sie, Schneekanonen mit einer Initiative zu verbieten. Beide Initiativen wurden abgelehnt.
SRF 1, Regionaljournal, 06:32 Uhr