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Man unterscheidet bei der Cerebral-Parese verschiedene Schweregrade: eine leichte Form, eine mittlere und eine sehr schwere Form. Ich habe eine schwere Form.
Ich möchte euch gerne auf meine Behinderung sensibilisieren und diese deshalb in eigenen Worten erklären.
Ich sitze zwar im Rollstuhl, bin geistig aber voll anwesend.
Ich habe eine Cerebral-Parese, das heisst: Die Software im Kopf funktioniert perfekt aber die Infos von der Software an die Hardware (Arme, Hände, Beine und Füsse) können nicht richtig übermittelt werden. Ich bin aber absolut klar im Kopf und ihr könnt ganz normal mit mir reden, wie mit jedem anderen Fussgänger.
Ich kann meine Gliedmassen (Arme, Hände, Beine und Füsse) nicht richtig und gezielt einsetzen. Ich kann nicht gehen und habe eine Sprechstörung. Ich verstehe alles, da aber auch meine Mundmotorik von der Cerebral-Parese betroffen ist, ist meine Aussprache ungenau und das Sprechen fällt mir schwerer. Folgende Tätigkeiten kann ich nicht selbständig ausführen: Essen, Trinken, Bekleiden, WC und zu Bett gehen. Ich habe zum Glück bis jetzt keine Medikamente, die ich regelmässig nehmen muss. Ich bin immer auf eine Person angewiesen, welche mir Hilfestellungen leistet. Zu rund 95% brauche ich die Hilfe einer anderen Person. Manchmal ist das kein Zuckerschlecken!
Die Leute trauen sich oft nicht jemanden im Rollstuhl anzusprechen. Die Leute meinen, wenn jemand im Rollstuhl ist und dazu noch eine Sprechstörung hat sei er dumm. Das finde ich sehr schade!...
Ich möchte die Leute drauf aufmerksam machen, dass meine Behinderung nicht ansteckend ist und dass ich auch ein Mensch bin wie jeder andere, aber halt auf eine Maschine angewiesen bin.
Ich zeige mich gerne und habe auch ein aktives Leben. Ich bin ein sehr unternehmungslustiger Mensch!