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Kleinhersteller, die in der Europäischen Union (EU) weniger als 10'000 PW pro Jahr neu zulassen, und Nischenhersteller, die zwischen 10'000 und 300'000 PW pro Jahr neu zulassen, können in der EU ein Spezialziel beantragen. Dieses muss von der Europäischen Kommission genehmigt werden. Die Schweizer Regelung sieht vor, die Klein- und Nischenherstellerziele für Gross- und Kleinimporteure zu berücksichtigen. Im Zuge der Umstellung des CO2-Vollzugs auf das WLTP-Messverfahren werden auch die Zielwerte von Herstellern von Personenwagenmarken, die von der Europäischen Kommission über eine angepasste Zielvorgabe (Ausnahmeregelung nach Art. 10, Verordnung (EU) 2019/631) verfügen, angepasst. Die Zielvorgabe wird dabei für den Vollzug in der Schweiz auf WLTP-Niveau umgerechnet, sofern die Europäische Kommission bis zum 31.12.2020 keine WLTP-basierten Zielwerte publiziert. Folgende Umrechnungsfaktoren werden für die Umrechnung der Sonderziele verwendet (Art. 28 Abs. 2 und 2bis):
Kleinherstellziele: 1.09
Nischenherstellerziele: 1.24
Will ein Grossimporteur, welcher Marken von Klein- und Nischenherstellern führt, für diese Marken in einem Referenzjahr die jeweiligen Spezialziele geltend machen, so muss er dies dem BFE vor dem erstmaligen Inverkehrsetzen eines beliebigen PW in diesem Jahr mitteilen. Massgebend für die Abrechnungsart separater Neuwagenflotten, als Grossimporteur über die Flotte oder als Kleinimporteur nach Einzelfahrzeugen, ist nebst dem Importeurstatus die Gesamtanzahl immatrikulierter Neuwagen des Importeurs, unabhängig von der Anzahl in den einzelnen Neuwagenflotten. Die Abrechnungsart für jede Neuwagenflotte ist damit für den Grossimporteur in jedem Fall dieselbe.