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Zeitsprung
Gegenstände aus knapp 2000 Jahren erzählen Geschichte.
Diaspora: Münzen von ca. 70 n.d.Z. sind Zeugnisse der Entstehung der jüdischen Diaspora – und Darstellungen aus der Sicht der Römer.
Erste Basler Gemeinde: Die erste jüdische Gemeinde in Basel aus dem 13. und 14. Jahrhundert hinterliess Grabsteine, die Einblicke in die Familienverhältnisse bieten – sowie Urkunden, die von ihren nachbarschaftlichen Verhältnissen mit den nichtjüdischen Baslern zeugen.
Emanzipation: Im Jahre 1866 gelang es Juden schliesslich, die bürgerliche und rechtliche Gleichstellung und 1874 die Glaubens- und Gewissensfreiheit gesetzlich zu verankern.
Zionismus: In Basel fand 1897 der Erste Zionistenkongress unter der Leitung von Theodor Herzl statt. Seine Vision «In Basel habe ich den Judenstaat gegründet» hat schliesslich 1948 zur Gründung des Staates Israel geführt. Das Museum bewahrt Eintrittskarten, Programmhefte sowie eine Postkarte Theodor Herzls an seine Tochter Trude sowie weitere Objekte von den zehn in Basel abgehaltenen Zionistenkongressen.
Gegenwart: Mit einer stetig wachsenden Gegenwartssammlung richtet das Museum den Fokus auch auf zeitgenössisches jüdisches Leben.
Schriftstück
Weil die Juden seit dem Mittelalter durch Zunftordnungen von jeglichem Handwerk ausgeschlossen waren, litten sie unter beachtlichen Einschränkungen. Ausser dem Arztberuf konnten sie lediglich dem Liegenschaftshandel, Geldgeschäft, Vieh-, Hausier- und Textilhandel nachgehen.
Dieses Schriftstück zeigt den Briefkopf von Adolf Weil, traditioneller Viehändler in Thun um 1900. Sein Vater, Isaak Weil, hatte im Zuge der rechtlichen Gleichstellung 1871 das Schweizer Bürgerrecht erhalten.
Theodor Herzl (1860-1904)
Die berühmte Ansichtskarte nach einer Fotografie von Ephraim Moses Lilien (1874-1925) zeigt Theodor Herzl auf einem Balkon des Hotels «Drei Könige» in Basel um 1902.