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Vor 25 Jahren ereignete sich im französisch-italienischen Mont-Blanc-Tunnel ein Inferno, bei dem 39 Menschen starben. Der gut elf Kilometer lange Tunnel, eine der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Verbindungen, führt vom französischen Departement Haute-Savoie (Hochsavoyen) ins italienische Aosta-Tal. Nach der Katastrophe wurde der Tunnel drei Jahre lang gesperrt.
Untersuchungen ergaben, dass der Fahrer eines belgischen Lastwagens vermutlich mitten im Tunnel einen Zigarettenstummel weggeworfen hatte. Dieser hat dann den Luftfilter des LKW entzündet. Der Fahrer hielt den Wagen an. Anschliessend ereignete sich eine Explosion. Die Ladung des Lastwagens, in Styropor verpackte Margarinebecher und Mehl, geriet in Brand. Das Feuer, angefacht durch die Windverhältnisse in der Röhre, breitete sich sofort aus. Fünf mit Kunststoff und Margarine beladene LKW, die sich in der Nähe befanden, gerieten ebenfalls in Brand. Die giftige Rauchgaswolke zischte mit einer Geschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde durch den Tunnel. Der Feuerwehr war es unmöglich, an die Brandherde vorzudringen. Unter den Opfern befanden sich LKW-Fahrer sowie Insassen von Privatfahrzeugen. Einige starben in Brandschutzräumen, deren Belüftung einem Feuer dieses Ausmasses nicht gewachsen waren. Wer zu Fuss flüchten wollte, starb durch giftige Rauchgase. Der Mont-Blanc-Tunnel verbindet das französische Chamonix mit dem italienischen Entrèves (Courmayeur). Das Unglück ereignete sich am 25. März 1999.