Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03351.jsonl.gz/2413

Regatta: Etliche Podestplätze zum Saisonauftakt
Üblicherweise kehren Schweizer Kanuten nur vereinzelt mit Medaillen von internationalen Regatten zurück. Nicht so letztes Wochenende: Ganze fünf Podestplätze setzte es für die erfolgreiche Juniorenmannschaft ab. Darunter eine seltene Silbermedaille im Viererkajak. Im Juniorenfeld mussten sich Luca Lauper, Raphael Muff, Sven Hirzel (alle Kanuclub Rapperswil-Jona) und Maurus Züllig (Kanuclub Romanshorn) am Sonntag nur einem stark zusammengesetzten italienischen Boot geschlagen geben. Sie verloren über die olympische Distanz der 500 Meter 3,53 Sekunden.
Knapper zu und her ging es im Einer der Junioren über 500 Meter. Hier paddelte Luca Lauper zur Bronzemedaille, 1,72 Sekunden hinter dem um ein Jahr älteren siegreichen Achille Spadacini. Raphael Muff kam in diesem Rennen auf Rang 8. Der 17-jährige Lauper hatte schon tags zuvor über 1000 Meter eine Bronzemedaille eingeheimst, nachdem er im Vorlauf und Halbfinal dominierte.
Lauper ist nicht der Einzige des erfolgreichen Vierers, der auch im Einer Medaillen holte. Auch Jugendfahrer Sven Hirzel reichte es zu Rang 3. Er hat über die im Einer olympischen 1000 Meter nur aufgrund einer halben Sekunde den Sieg verpasst. Über 500 Meter wollte sich der 16-Jährige dann gegen die älteren Juniorenfahrer messen. Und blieb in der U-18-Kategorie im Halbfinale hängen.
Hirzels Absenz in der Jugendkategorie wusste Wildwasserabfahrer Aaron Schmitter auszunutzen. Der Nidwaldner holte Silber mit 0,89 Sekunden Rückstand. Auch über 200 Meter landete Schmitter auf dem 2. Rang, über diese Sprintdistanz fehlten lediglich 26 Hundertstel zum Sieg.
Nicht zu einer Medaille, aber doch einem starken Rennen reichte es der schnellsten Schweizer Juniorin. Dina Hänni vom Kanuclub Rapperswil-Jona (KCRJ) stiess über 500 Meter ins Finale vor und paddelte dort auf den 8. Rang.
Knapp das A-Finale verpasst hat Elitefahrerin Franziska Widmer (KCRJ). Ihr fehlten in ihrem Lauf 39 Hundertstelsekunden. Dabei stellte sie in ihrem ersten Rennen seit einem Jahr mit 1:59.58 eine Zeit auf, die in einem anderen Halbfinale für ein Weiterkommen gereicht hätte. Ein B-Finale wurde nicht ausgetragen. Diese kleinen Finalrennen für alle, die es nicht unter die besten Neun schaffen, wurden nur bei Rennen im Herrenkajak ausgetragen. Der 19-jährige Donat Donhauser (KCRJ) qualifizierte sich in einem seiner ersten internationalen Einsätze als Elitefahrer für ein solches B-Finale über 200 Meter. Dort rangierte er sich auf Rang 13.
Text: Fabio Wyss
Bild: Raphael Muff