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Die Haupt-Weinsorte ist der Merlot, welcher nach den vernichtenden Plagen (Reblaus und falscher Mehltau) gegen Ende des 19.Jahrhunderts aus Frankreich eingeführt und mit einigem Erfolg angepflanzt wurde.
Der Merlot stellt über 80 % der Ernte, der Rest wird abgedeckt von Pinot Noir, Bondola, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Clinton, Nostrano americano, Syrah, Chardonnay, Chasselas, Kerner, Pinot Blanc, Pinot Grigio, Riesling-Sylvaner, Sauvignon Blanc, Sémillon und anderen, alten Sorten. In den Tälern und alten Rebbergen trifft man noch häufig die Pergola als Erziehungssystem; sie wird aber mehr und mehr vom System Guyot verdrängt.
Die Bodenbeschaffenheit ist hauptsächlich kristallin mit Gneis und Granit, leicht und sandig; der pH-Wert liegt eher im sauren Bereich (pH 5,5 - 6,5). Im Mendrisiotto, im südlichsten Teil des Tessins, hingegen ist der Boden alkalisch mit hohem Kalkgehalt.
Viele kleine Rebberg-Besitzer pflegen ihre Reben in der Freizeit. Sie vinifizieren ihren Wein nicht selber, sondern verkaufen die Trauben an die Kooperativen (z.B. Cantina Giubiasco oder Cantina Sociale Mendrisio), oder sie verkaufen direkt an einen Wein-Händler. Seit Beginn der 80-er Jahre haben einige innovative Weinbauern begonnen ihren Wein selber zu vinifizieren. Sie haben somit eine neue Welle des Tessiner Merlot begründet und mit einigem Erfolg die Weinszene im Tessin frisch belebt und ebenso die Qualität entscheidend gesteigert.