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Im Falle einer alternierenden Obhut, und falls das Einkommen und die Aufwendungen gleich hoch sind, kann auf einen Unterhalt für das Kind verzichtet werden. Falls ein Elternteil ein höheres Einkommen als der andere hat, muss ein Unterhaltsbeitrag vorgesehen werden. Übertrieben gesagt, ist es nicht gerecht, wenn das Kind bei der Mutter nur Pasta ohne Sauce isst und beim Vater Kaviar serviert bekommt.
Falls die Obhut einem Elternteil zugeteilt wird, muss der andere Elternteil finanziell zum Unterhalt des Kindes beitragen (etwa 15% des Netto-Einkommens für ein Kind, 25% für 2 Kinder und 30% für 3 Kinder).
Die gesetzliche Grundlage für die Unterhaltspflicht findet sich unter Artikel 276 Abs. 1 ZGB. Wenn die Eltern unverheiratet sind, besteht eine gleichartige Unterhaltspflicht. Sie ist in den Artikeln 276 bis 295 des Zivilgesetzbuches vorgesehen.
Als Eltern wissen Sie besser als alle anderen, wieviel ein Kind kostet und wie hoch die angemessenen finanziellen Beiträge, die vereinbart werden können, sein sollten. Dabei tragen Sie Ihrer Situation, den Bedürfnissen der Kinder und Ihrem jeweiligen Einkommen Rechnung.
Sie sollten als Eltern selbst in der Lage sein, zusammen eine Vereinbarung über die angemessenen finanziellen Beiträge für die Kinder zu treffen. Sie können diese auf der Basis des zu erstellenden Budgets festlegen.
Wenn Sie sich über die Unterhaltsbeiträge nicht einigen können, so können Sie entscheiden, dass die Festsetzung vom Richter vorgenommen werden sollte. Falls Sie beschliessen, Ihre Konvention und das Scheidungsbegehren mit onlinescheidung.ch zu erstellen, so ist auch die Alternative der Festsetzung durch den Richter in den angebotenen Wahlmöglichkeiten enthalten.
In jedem Fall prüft der Richter, ob die betreffenden Vereinbarungen dem Kindeswohl entsprechen. Er kann frei entscheiden, ob Ihre Abmachung dem Kindeswohl entspricht.
Falls sich die Eltern nicht einigen können bezüglich dem Unterhalt, können Sie dies dem Gericht überlassen (der Fragebogen sieht diese Möglichkeit vor). Das Gericht wird die Berechnungsmethode nach Lebenshaltungskosten anwenden.
Die Unterhaltspflicht der Eltern dauert von der Geburt bis zur Mündigkeit des Kindes, (Art. 277 Abs. 1 ZGB), d.h. bis zum 18. Lebensjahr.
Der Unterhalt unmündiger Kinderist unabhängig von einem eventuell existierendem, persönlichem Verhältnis zum unterhaltspflichtigen Elternteil. Somit kann auch ein Unterhalt vorgesehen werden, wenn das Kind und der unterhaltspflichtige Elternteil kaum oder keine Beziehung pflegen. Dieses Prinzip findet seine Grenzen im Rahmen des Rechtsmissbrauches. Das Verbot des Rechtsmissbrauches wird nur in einigen Ausnahmen und mit einer gewissen Zurückhaltung angewendet, insbesondere wenn der Rechtsmissbrauch nicht dem Berechtigten (Kind) zuzurechnen ist, sondern einem Dritten, wie zum Beispiel der Mutter, welche Inhaberin der elterlichen Sorge ist (BGE 5A_532/2015).
Die Unterhaltspflicht kann über das Erreichen des Mündigkeitsalters hinaus verlängert werden, wenn das Kind ernsthaft und regelmässig einer Ausbildung folgt (Art. 277 Abs. 2 ZGB, mehr dazu…). Wenn Sie sich entschliessen, den Service von onlinescheidung.ch zur Erstellung Ihrer Scheidungskonvention und Ihres Scheidungsbegehrens zu nutzen, so geben wir Ihnen folgende Wahlmöglichkeiten: Entscheiden Sie sich, ob die Unterhaltsbeiträge bei Mündigkeit eingestellt werden oder weiterhin überwiesen werden sollen für den Fall, dass das Kind eine noch andauernde Ausbildung verfolgt, längstens jedoch bis zum 25. Lebensjahr.
Ausnahmsweise, falls der obhutsberechtigte Elternteil etwas bessere finanzielle Ressourcen hat als der andere Elternteil, kann auf eine Unterhaltszahlung an das Kind verzichtet werden (BGE 5A_874/2014).
Es ist klar, dass der Unterhalt für eine sehr junges Kind (bis zu 6 Jahren) tiefer ist als der Unterhalt für ein Kind von 12 Jahren, welcher wiederum tiefer ist als für ein Kind von 15 Jahren. Daher ist es notwendig, dass der Unterhalt altersgemäss angepasst wird. Falls das Kind jung ist, sieht man grundsätzlich eine Indexierung der Beträge vor (besonders wenn der unterhaltspflichtige Elternteil mit einem steigenden Einkommen rechnen kann). Der Fragebogen sieht eine solche Möglichkeit vor.