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Durch die jüngsten Zukäufe der deutschen Reimann-Familie unter ihrer Investmentholding JAB entstehe ein "sehr starker Wettbewerber", sagte der für das Segment zuständige Nestlé-Manager Patrice Bula am Dienstag auf einem Seminar für Investoren. "Das ist ein grosser Kampf, der stattfinden wird." Die Milliardärs-Familie Reimann hat für knapp 14 Milliarden Dollar in den USA den Kaffeekapselproduzenten Keurig übernommen und damit einen neuen Kaffeeriesen geschmiedet. Zur JAB gehören bereits Marken wie Jacobs, Senseo und Tassimo. Erst kürzlich hatte die Familie zudem die Übernahme der US-Fastfoodkette Krispy Kreme Doughnuts für 1,35 Milliarden Dollar angekündigt.
Nestlé antwortet auf den Vorstoss der Konkurrenz zum einen mit einer Repositionierung von Nescafé in einigen Märkten. Ziel sei, jüngere Kunden anzusprechen. Zudem erhofft sich das Unternehmen bei der Marke Nespresso stärkeres Wachstum in dem für die Schweizer schwierigen US-Markt. Nestlé habe dort im Kaffeegeschäft bislang nicht gut Fuss fassen können, sagte Bula. "Aber das könnte sich ändern, das wollen wir erreichen." In den USA kommt Keurig Nestlé zufolge im Kapselmarkt auf einen Anteil von 79 Prozent, während Nespresso auf 6 Prozent kommt.
(Reuters)