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Am Samstag hat die neue Weltcup-Saison begonnen: Trotz Millionenpublikum und TV-Übertragung können nur wenige Fahrer wirklich von ihrem Sport leben.
Sowohl den Anfang wie das Ende machen die Damen. Am 25. Oktober beginnt die Weltcup-Saison der Alpinen mit einem Riesenslalom der Ladys im österreichischen Sölden, ein halbes Jahr später, am 22. März 2015, werden sie zum grossen Finale in Méribel (F) starten. Dazwischen liegen die Weltmeisterschaften vom 2. bis 15. Februar im US-amerikanischen Beaver Creek – und etliche Möglichkeiten, mit den Preisgeldern der Veranstalter ganz schön Kasse zu machen.
An den Lauberhorn-Rennen in Wengen etwa sind in der Abfahrt, im Slalom und in der Superkombination je 100'000 Franken zu holen, aufgeteilt unter den ersten zehn Rängen. Die bestbezahlten Rennen des Internationalen Skiverbandes (FIS) sind jene in Kitzbühel: Den Siegern von Hahnenkamm-Abfahrt und -Slalom winken je 70'000 Euro, den Zweitplatzierten 33'000, den Dritten immer noch 16'000 Euro. Insgesamt verteilen die Veranstalter im Tirol für die vier Disziplinen Super-G, Kombination, Abfahrt und Slalom nicht weniger als 590'000 Euro.
Lara Gut: 303'000 Franken an Preisgeldern
Das sieht zwar nach einer Menge Geld aus, doch die Wettkampfprämien der Veranstalter sind nur ein bescheidener Teil dessen, was ein Top-Fahrer unter den Alpinen verdienen kann. Die beste Schweizerin Lara Gut beispielsweise, welche die letzte Saison gemäss FIS-Rangliste mit gesamthaft 303'000 Franken Preisgeldern und damit hinter der Österreicherin Anna Fenninger (327'000 Franken) mit der zweithöchsten Summe beendete, konnte mit diesem Betrag nur einen Bruchteil ihrer jährlichen Fixkosten begleichen.
Das vom «Unternehmen Gut» beschäftigte Team mit Vater, Mutter, Bruder, Servicemann, Osteopathin und Fitnesstrainer verschlingt gemäss übereinstimmenden Schätzungen etwa eine halbe Million Franken. Den grössten Anteil ihres auf über 1 Million Franken geschätzten Jahreseinkommens erwirtschaftet die Tessinerin und Vorzeige-Athletin mit dem Werbespot auf ihrem Kopf: Ragusa. Aber auch der Helm und die Brille (neu Shred) steuern etwas bei, die Skimarke (Rossignol) sogar eine beträchtliche Summe. Auch die Softwarefirma Abacus gehört zu Guts Sponsoren.
60 Prozent vom Kopfsponsor
Cornel Züger vom Sportvermarkter Infront, der auch Lara Gut unter Vertrag hat, geht von folgender Aufteilung der Einkünfte aus: 60 Prozent vom Kopfsponsor, 30 Prozent von den Ausrüstern und 10 Prozent von den Wettfahrtprämien. Und Giusep Fry, GFC-Geschäftsführer in Chur, bestätigt: «Das Einkommen der drei, vier absoluten Top-Athleten übersteigt die Millionengrenze.» Der grosse Rest aber, der kommt einfach über die Runden oder legt drauf.
Erfahren Sie in der oben stehenden Bildergalerie mehr über die Schweizer Austragungsorte von Weltcup-Rennen.
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