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Autor von und Schauspieler in Presque
Alexandre Jollien, geboren in Savièse, erlitt bei seiner Geburt eine Nabelschnurverwicklung, die zu einer zerebralen Lähmung führte. Er lebte bis zum zwanzigsten Lebensjahr in einer Spezialeinrichtung in Siders und absolvierte dann an der Universität Freiburg ein geisteswissenschaftliches Studium, das er 2004 abschloss. Nach seinem Master in Philosophie studierte er in Dublin Altgriechisch. In der Zwischenzeit erschien sein erstes Buch, Éloge de la faiblesse, das ein Publikumserfolg war und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Der dreifache Familienvater hat bis heute ein Dutzend Bücher veröffentlicht, darunter Le métier d'homme, La construction de soi : Un usage de la philosophie, Le philosophe nu, Vivre sans pourquoi : Itinéraire spirituel d'un philosophe en Corée (alle bei Seuil erschienen) und La sagesse espiègle (bei Gallimard). Mehrere seiner Schriften wurden für die Bühne adaptiert. 2007 schrieb Alexandre Jollien zusammen mit Bernard Campan am Drehbuch zu La face cachée, einem feinfühligen psychologischen Drama. Nun begleitet er den Filmemacher ans FFFH, um Presque vorzustellen, eine Dramödie, die sie gemeinsam geschrieben und inszeniert haben und in der die beiden engen Freunde auch die Hauptrollen spielen.
- Sa 18.09.21
- 20:30
- Lido 1 Biel
- F/d
- Podium
Weitere Vorführungen:
- Sa 18.09.21
- 20:30
- Rex 1 Biel
- F/d
- So 19.09.21
- 09:45
- Lido 1 Biel
- F/d
Presque von Bernard Campan & Alexandre Jollien
Louis leitet in Lausanne ein Bestattungsunternehmen. Der 58-Jährige ist ein eingefleischter Junggeselle, der in seinem Beruf aufgeht und nicht daran denkt, sich je zur Ruhe zu setzen. Igor ist 40, ein kluger Kopf mit einem cerebral gelähmten Körper. Um seine Miete bezahlen zu können, liefert er auf einem Dreirad Bio-Gemüse aus. Die restliche Zeit verbringt er mit seinen Büchern und seinen Freunden Sokrates, Nietzsche und Spinoza. Durch einen Zufall, wie es ihn nur im wahren Leben gibt, kreuzen sich die Wege der beiden. Aus einer Laune heraus beschliesst Louis, Igor in seinem Leichenwagen mitzunehmen, um den toten Körper der alten Madeleine an den Rand der Cevennen zu bringen. Auf dieser Reise voller Begegnungen helfen sie sich gegenseitig dabei, sich vom Blick der anderen zu befreien und das eigene Leben so zu lieben, wie es ist.
|Genre:||Dramödie|
|Dauer:||92 Min.|
|Rubrik:||Podium, Clin d’œil au cinéma suisse|
|Sprachen:||Französische Originalversion mit deutschen Untertiteln|
Mit Bernard Campan, Alexandre Jollien, Tiphaine Daviot, Julie-Anne Roth.
Das Podiumsgespräch vom Samstag, 18.09.2021 im Kino Rex 1 wird live im Kino Lido 1 übertragen.
Frankreich, Schweiz.
JMH Distributions.
«Grande Première».
In Anwesenheit von
Alexandre Jollien
Autor von und Schauspieler in Presque
Bernard Campan
Regisseur von und Schauspieler in Presque
Bernard Campan wurde in Agen geboren und liess sich in Paris am «Cours Simon» zum Schauspieler ausbilden. 1982 trat er dem Ensemble von Le Petit Théâtre de Bouvard bei, einer Sketchsendung, die von Antenne 2 ausgestrahlt wurde. Er lernte dort Didier Bourdon und Pascal Légitimus kennen, mit denen er sieben Jahre später das Comedy-Trio «Les Inconnus» gründete. Zwischen 1990 und 1993 feierten Bernard Campan und seine beiden Mitstreiter sowohl im Fernsehen als auch auf der Bühne Erfolge. 1995 schrieben und drehten die drei einen ersten Langspielfilm, Les trois frères, der ein Kassenschlager war und mit dem César für den Besten Erstlingsfilm ausgezeichnet wurde. Nachdem «Les Inconnus» 2001 mit Les rois mages einen weiteren Film gedreht hatten, trennten sie sich und verfolgten je eigene Karrieren. Anfang der Nullerjahre wechselte Bernard Campan das Genre und glänzte fortan in dramatischen Rollen, etwa in Filmen wie Se souvenir des belles choses und L'homme de sa vie von Zabou Breitman, der Trilogie Le Coeur des hommes von Marc Esposito, Combien tu m'aimes von Bertrand Blier und Le dernier pour la route von Philippe Godeau. 2013 kam er wieder mit seinen Kollegen von «Les Inconnus» zusammen und drehte mit ihnen Les trois frères: le retour. Bernard Campan präsentiert am FFFH die Dramödie Presque, die er mit seinem langjährigen Freund, dem Schweizer Philosophen Alexandre Jollien, geschrieben und gedreht hat. Die beiden spielen im Film auch die Hauptrollen.