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ein aus InDesign 2.0.2 exportiertes PDF enthält einen Form XObject -- im original Layout eine CMYK-Anzeige im Illustrator 10 Format die ohne eingebettetes ICC-Profil gespeichert wurde. Diese Anzeige enthält nur Vektor-Objekte. Ich probiere nachzuvollziehen wie die Farbe dieses Objektes eine unbeabsichtigte CMYK zu CMYK Konvertierung erlitten hat. Aus der Hinterlegung mit 6c 40m 140y 1k wurde eine mit 4,7c 60m 96,1y 0,4k. Graustufen Objekte werden aus 4 Farben zusammengesetzt. Leider habe ich dafür nur das original InDesign-Dokument zu Verfügung und das fehlerhafte PDF :-/ Deshalb ein paar Allgemeine Fragen zu Form XObject die mir vielleicht weiter helfen könnten.
Sind Form XObjekte in sich so geschlossen dass diese keine Farbkonvertierung unterzogen werden können?
Werden Form XObjekte zwangsläufig zerlegt falls eine Farbkonvertierung vorgenommen wurde? (Vermutlich in beide Fälle nicht, da PitStop ohne weiteres es erlaubt eines solches Objekt in RGB umzuwandeln.)
Würde eine Farbkonvertierung beim Export aus InDesign mit aktiviertem Farbmanagement erfolgen?
Kann ein Distiller RIP sich an einem CMYK Form XObject so stören, dass es ihn eine Farbkonvertierung unterzieht und dabei das Form XObject beibehält?
ein Forms XObject ist ein PDF-Konstrukt, welches gewissermassen ein PDF im PDF darstellt. Ausschlaggebend ist hier, dass das Form XObject autark ist, d.h. seine eigenen Resourcen wie Fonts, Farbräume und Bilddaten mitbringt. Auf diese Weise ist u.a. eine totale Abschottung der im Form XObject definierten Seiteninhalte gegenüber dem "umgebenden" PDF gewährleistet.
Technisch gesehen spricht nichts dagegen, die Resourcen oder die eigentlichen Seiteninhalte eines Form XObjects zu verändern auch ohne dieses "aufzulösen". Letzteres würde sogar die Gefahr in sich bergen, dass redundante Resourcen entstehen, die zu einem Überschreiben der Original-Resourcen führen könnte. So z.B. wenn im umgebenden PDF und im Form XObject jeweils eine gleichnamige Schrift Verwendung findet, welche aber nur namentlich nicht aber inhaltlich identisch sind.
Aufgrund gewisser Beschränkungen innerhalb der PDFLib in Adobe Acrobat ist es Enfocus PitStop nicht möglich, manuellen Zugriff auf die Bestandteile eines Form XObjects zuzulassen. Bei Anwendung eines ändernden Prüfprofils oder einer Aktionsliste ist jedoch, wie Sie selbst festgestellt haben, sehr wohl eine Änderung/Korrektur möglich.
Eine Farbraumkonvertierung könnte bei Einsatz des nativen PDF-Exports aus Adobe InDesign durchaus auch innerhalb platzierter EPS- oder PDF-Dateien erfolgen (ganz im Gegensatz zur PostScript-Ausgabe).
Da ein Form XObject ein PDF-Konstrukt ist, gibt es im eigentlichen Sinne innerhalb der aus dem PDF generierten PostScript-Datei keine Form XObjects. PostScript bietet zwar das Gegenstück dazu (bzw. lieferte die Vorlage dafür) in Form sog. PostScript Level 2 "Forms", diese finden aber meines Wissens bei der Ausgabe einer PDF-Datei aus Adobe Programmen keine Anwendung. Somit werden im PDF enthaltene Form XObjects bei der PostScript-Ausgabe "verflacht" und ein "linearer" Seitenbeschreibungscode generiert. Auf alle Fälle wird sich ein Acrobat Distiller niemals an den Farbraumdefinitionen eines ursprünglich im PDF enthaltenen Form XObjects stören und es auch nicht farblich konvertieren (zumindest solange Sie mit der Distiller-Konfiguration "Farbe nicht ändern" arbeiten).
Die Ursache für die Farbraumtransformation ist also an anderer Stelle zu suchen.