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Begriffe wie KONJUNKTION, DISJUNKTION, NEGATION, IDENTITÄT, EXISTENZ, ALLE, FOLGERUNG, NOTWENDIGKEIT, MÖGLICHKEIT, KONTINGENZ, ESSENTIALITÄT, TEIL, ABHÄNGIGKEIT, FUNDIERUNG, TATSACHE, ZAHL und STRUKTUR zählen zu den essenziellen Bestandteilen philosophischer Theorien, Definitionen und Analysen und sind als solche von besonderer Bedeutung für die Philosophie. Im Anschluss an Husserl, lässt sich die Familie, denen die oben genannten Begriffe zugehören, als die der formalen Begriffe bezeichnen. Eine Standardannahme unter Philosophen die in der Tradition der analytischen Philosophie arbeiten, ist, dass formale Begriffe präzise und damit frei von jeglicher Unbestimmtheit sind.
Lay summary
Die Annahme, dass formale Begriffe präzise sind, wird üblicherweise für selbstverständlich gehalten oder schlicht als wahr vorausgesetzt. Es gibt jedoch einige wenige Philosophen, die dafür argumentieren, dass einzelne formale Begriffe unbestimmt sind und aus diesem Grund diese Annahme ablehnen. Darüber hinaus wurde in der neueren Literatur zur metaphysischen Unbestimmtheit dafür argumentiert, dass es Fälle gibt, in denen es unbestimmt ist, ob ein Gegenstand existiert oder ob zwei Gegenstände identisch sind, oder in denen es unbestimmt ist, ob ein Gegenstand ein Teil eines anderen Gegenstandes ist. Die entsprechenden Argumente stellen die Annahme, dass formale Begriffe präzise und frei von Unbestimmtheit sind zusätzlich in Frage.
Das Projekt ist die erste allgemeine systematische Untersuchung der Frage ob formale Begriffe unbestimmt sein können. Diese Frage ist für die analytische Philosophie von grundlegender Bedeutung, da eine positive Antwort ihre methodologischen Grundlagen in Frage stellt. Ziel des Projektes ist es, bestehende Argumente gegen die Annahme, dass formale Begriffe präzise sind auszuwerten und neuartige Argumente für diese Annahme zu entwickeln und kritisch zu prüfen.