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In Itohan’s Kindheit, die sie in einer Kleinstadt in Nigeria verbrachte, ging alles um die Angst, eines Tages kein Wasser mehr zu haben. Wasser hatte Einfluss auf die allgemeine Gesundheit. Wer kein Wasser hatte, konnte nicht zur Schule gehen. Später arbeitete sie für eine Organisation namens Springboard, gegründet von einem kanthari Absolventen aus dem Jahr 2012. Er bildet Jugendliche im organischen Landbau aus. Dort lernte sie die Angst vor dem Wassermangel unter den Landwirten aus erster Hand kennen. Daraus entstand ihre Initiative “Omitide” (Wasser ist gekommen), ein Programm, in dem Kleinbauern in Wasser-Management für eine wasserarme Zukunft vorbereitet werden.
Die Angst vor Wassermangel
Anfang der neunziger Jahre wurde ich eingeschult. Ich erinnere mich, dass wir damals noch in einer Mietwohnung im Bundesstaat Ogun, im Südwesten Nigerias lebten. Unsere Stadt heißt Abeokuta, was “Unter dem Felsen” bedeutet. Der Name weist schon darauf hin, dass alles hier auf Felsformationen gebaut wurde. Die Straßen machten diesem Namen alle Ehre, denn sie waren äußerst holprig und kaum für Fahrzeuge zu gebrauchen. Meine Familie hatte das Privileg, an die staatliche Wasserversorgung angeschlossen zu sein. Das Wasser, das durch einen Metallhahn in unseren Hof floss, war trinkbar und wurde monatlich abgerechnet. Täglich standen viele Frauen und Kinder um unseren Wasserhahn Schlange. Manchmal stritten sie sogar um Wasserbehälter. Für alle Fälle gab es ein Wasserbecken, in dem das überflüssige Wasser aufbewahrt wurde. Immer wenn ich von der Schule nach Hause kam, freute ich mich schon auf das kühle Geplantsche. Wir Kinder füllten große Schüsseln mit Wasser und badeten unter der heißen Sonne, nicht ahnend, dass wir uns so etwas bald nicht mehr leisten konnten.
Frühe Erfahrungen mit Wasserarmut
Denn eines Tages, brach die Wasserversorgung plötzlich ohne Vorankündigung ab. Man nannte uns auch keinen Grund. Da der Boden so felsig war, konnten wir uns nicht mit dem Graben eines Brunnens selbst behelfen. Stattdessen mussten wir nun bei jedem Regenguss mit Eimern und Schüsseln nach draußen laufen, um den jetzt kostbaren Schatz aufzufangen. Und wieder stritt man sich, jetzt aber um jeden Tropfen. Die wenigen, die einen Brunnen besaßen, mussten ihn vor den Nachbarn verschließen. In der Trockenzeit waren die Wasserstände in den Brunnen so niedrig, dass es verschlammte. Dann mussten wir Alaun hinzufügen, eine chemische Verbindung, die den Schmutz am Boden absetzte. Manchmal wurden wir richtig krank, fast jeder hatte Durchfall.
Bildung und Wasser: Eine schwierige Balance
Wasserzugang in verschiedenen Wohnorten
Neue Perspektiven durch die Begegnung mit Springboard
Die Gründung von 'Omitide': Ein Schritt in Richtung Veränderung
Haben Sie die kanthari TALKS verpasst?
Kein Problem, Sie können diese nachschauen über: https://www.kantharitalks.org/