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Die Abegg-Stiftung in Riggisberg stellt in einer kleinen Sonderpräsentation ein Kostüm von Kurfürst August von Sachsen (1526–1586) aus. Das dreiteilige Ensemble wurde der Abegg-Stiftung zur Untersuchung und Restaurierung übergeben.
Die Farben Gelb und Schwarz, die sich im Kostüm finden, sind die Hausfarben des Herzogtums Sachsen. Das Fürstenkostüm besteht aus einer kurzärmligen Jacke, einer Unterjacke – auch Wams genannt – sowie einer kurzen, bauschigen Hose. Laut der Abegg-Stiftung sind Schnitt und Machart des Kostüms Beispiele für die deutsche Variante der ansonsten spanisch dominierten Fürstenmode der 1560er- bis 1570er-Jahre. Das Kostüm gehört zu den wenigen Prunkkleidern der Spätrenaissance, die noch praktisch vollständig erhalten sind.
Die Erforschung und die Restaurierung des Kleids waren laut der Abegg-Stiftung delikat und sehr zeitaufwendig. Durch frühere Restaurierungen, hohe Lichtbelastung während fast hundert Jahren Ausstellung sowie Auslagerungen und Transporte im Zweiten Weltkrieg hat das Kostüm stark gelitten. Die Fachfrauen der Abegg-Stiftung haben rund fünf Jahre gebraucht, um das Gewand zu sichern und sein Erscheinungsbild zu verbessern. Das dreiteilige Kostüm gehört der Rüstkammer in Dresden. Bevor es dorthin zurückgebracht wird, kann es während einiger Wochen in Riggisberg bestaunt werden.