Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/882

|Fläche||4,471 km2|
|Geografische Lage||Südwesttansania, östlich des Tanganjikasees. Das Zentrum in Sitalike liegt 40 km südlich der Stadt Mpanda.|
|Anfahrt||Charterflüge von Dar oder Arusha. Eine anstrengende aber spektakuläre Tagesfahrt von Mbeya (550 km), bzw. Kigoma (390 km) nur in der Trockenzeit. Mpanda kann man per Bahn von Dar über Tabora erreichen und von dort aus mit einem öffentlichen Verkehrsmittel nach Sitalike weiterfahren, wo Safaris gebucht werden können. Wenn Sie über den Landweg reisen, sollten Sie genügend Zeit für die An- und Abreise einplanen.|
Isoliert, ungezähmt und selten besucht liegt Katavi mitten in der Wildnis und bietet einigen furchtlosen Seelen, die sich hierher wagen, einen aufregenden Einblick in ein Afrika, wie es vor einem Jahrhundert existiert haben muss. Tansanias drittgrößter Nationalpark liegt im abgelegenen Südwesten des Landes an einem abgeschnittenen Arm des Grabenbruchs in der seichten, brütenden Weite des Rukwasees.
Während der Regenzeit sind die üppigen, sumpfigen Seegebiete Katavi und Chada ein Paradies für eine Unzahl an Wasservögeln, und außerdem befindet sich hier Tansanias größte Konzentration an Flusspferden und Krokodilen. Erst während der Trockenzeit, wenn das Flutwasser zurückgeht, kommt das wahre Gesicht Katavis zum Vorschein. Der Katuma-Fluss, jetzt nur mehr ein flaches, schlammiges Rinnsal, bietet weit und breit die einzige Wasserquelle und die Auen auf beiden Seiten versorgen eine kaum vorstellbare Anzahl an Wildtieren. Schätzungsweise 4.000 Elefanten können sich in der Gegend aufhalten, und außerdem mehrere Herden mit je 1.000 Büffeln und mehr, während die zahllosen Giraffen, Zebras, Impalas und Riedböcke eine leichte Beute für die Löwenrudel und Tüpfelhyänen darstellen, deren Territorien auf den Auen aufeinanderstoßen.
Die spektakulärste Sicht unter Katavis Wildtieren bieten die Flusspferde. Gegen Ende der Trockenzeit können zusammen bis zu 200 Tieren in jeder Wasseransammlung gesichtet werden, die tief genug ist. Und je mehr Flusspferde sich an einem Ort versammeln, desto intensiver ist die Rivalität unter den Bullen - gewalttätige Territorialkämpfe sind an der Tagesordnung, nach denen der unterlegene Bulle sich bis zum nächsten Kampf ins offene Gelände zurückzieht.