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Wein aus Portugal
Lange Zeit war Portugal nur für Portwein, Madeira sowie für rustikale Rotweine bekannt. Doch dies ändert sich zunehmend. Portugiesische Weine sind in vielerlei Hinsicht einzigartig. Obwohl internationale Rebsorten auch hier fleissig kultiviert werden, sind es vor allem die autochthonen Sorten - etwa 250 sind es an der Zahl -, die für grosse Aufmerksamkeit sorgen. Die populärsten unter ihnen sind Tinta Roriz (Tempranillo), Touriga Nacional, Touriga Franca, Alicante Bouschet, Castelão und Trincadeira. Bei den weissen Rebsorten stechen Arinto, Fernão Pires, Alvarinho und Verdelho heraus.
Die Gesamtrebfläche von über 190'000 Hektar teilt sich auf 14 übergeordnete Weinregionen auf, die grosse klimatische Unterschiede hervorbringen. Hohes Ansehen geniessen u.a. die Erzeugnisse aus den Regionen Vinho Verde (im kühlen, atlantisch geprägten Nordwesten), Douro, Dão, Bairrada, Alentejo (im heissen Südosten) sowie die Insel Madeira.
Auf
den Weingütern (Quintas) sind traditionelle
Herstellungsverfahren vorherrschend. Ebenso wie in Spanien,
begann der Weinbau in Portugal mit der Ankunft der Phönizier, und wurde von den
Griechen und Römern weiterentwickelt. Im Mittelalter wurde der portugiesische
Wein bis nach England exportiert.
Ein wichtiges Datum in der Weinbaugeschichte Portugals ist die Aufrufung der Douro-Region als erste offizielle Weinregion Europas im Jahr 1754. Heute gehört das Gebiet zum UNESCO Weltkulturerbe, was die Bedeutung der anderen Weinbaugebiete oftmals in den Schatten stellt.
Auch in Portugal werden verschiedenste Qualitäten erzeugt. An der Spitze stehen die DOC-/DOP-Weine, von denen es insgesamt 31 gibt. Weine, die den strengen Anforderungen nicht gerecht werden, werden mit dem Kürzel IGP oder VR versehen und als «Vinho Regional» bezeichnet. Daneben gibt es, wie überall auch, die einfacheren Landweine und Tafelweine.