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Der Bergbau hat eine lange Tradition im Val Schons sowie im Val Ferrera. In diesem Gebiet wurden in historischer Zeit an 24 Orten verschiedene Erze gewonnen. Damit stellte die Gegend zusammen mit dem Silberberg (in der Region Davos) die wichtigste Bergbauregion des Kantons Graubünden dar.
Früher wie heute
Die erste urkundliche Erwähnung über den Erzabbau stammt aus dem Jahre 1605. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Menschen schon viel früher die Erzvorkommen nutzten. Die Namen der Ortschaften Inner- und Ausserferrera sind die wohl ältesten Zeugen des Bergbaus. Ferrera stammt vom lateinischen Wort «ferrum» (Eisen) und der romanische Name von Innerferrera Calantagil ist vermutlich von«cuniculus» (Erzgrube) abgeleitet.
Diese hier lagernden Rohstoffe haben den Talschaften jahrhundertelang zu einem gewissen Wohlstand verholfen. Die Geschichte des Wirtschaftszweiges Bergbau gerät jedoch in Vergessenheit. Heute ist die Gegend vor allem wegen dem grün schimmernden Andeerer Granit bekannt. Eigentlich ist dies ein sogenannter Serizitgneis und besteht
aus Quarz, Feldspat und feinschuppigem Glimmer. Er wird unter anderem für massive Arbeiten in Bad und Küche oder im Garten und für Brunnen verwendet.