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Nicht einmal zwei Wochen ist es her, seit Gemili an der Leichtathletik-EM in Zürich den bisher grössten Erfolg seiner noch jungen Sprinter-Karriere feiern durfte. Der Europameister über 200 m wird im Letzigrund über 100 m an den Start gehen und sich dort mit internationalen Topstars wie Nesta Carter oder Tyson Gay messen.
Innert Monaten zum Weltklasse-Sprinter
Der 20-jährige Brite hat einen steilen Aufstieg hinter sich. Ähnlich wie der Schweizer Kariem Hussein kam Gemili erst relativ spät zur Leichtathletik, nachdem er in seiner Jugend Fussball gespielt hatte. Als Nachwuchsspieler bei Chelsea war er allerdings ungleich erfolgreicher als sein Schweizer Pendant. Gemili hatte gar die Möglichkeit einen Profivertrag zu unterschreiben und als Aussenverteidiger einmal in der höchsten englischen Liga zu spielen.
Wegen der Unvereinbarkeit mit einem Uni-Studium entschied sich der Sohn eines Marokkaners und einer Iranerin aber dagegen. Anfang 2012 begann Gemili mit dem Training als Leichtathlet. Nur ein paar Monate später wurde er bereits Juniorenweltmeister über 100 m. Bei den Olympischen Spielen in London schaffte er es bis ins 100-m-Halbfinal. Und in Zürich setzte er sich dann die Europameister-Krone auf.
Von Bolt inspiriert
Er habe schon früh gewusst, dass er ziemlich schnell laufen könne, habe aber immer nur Fussball in seinem Kopf gehabt, sagt Gemili. «Als ich mir dann Videos von Usain Bolt angeschaut habe, war ich sehr beeindruckt. Und dachte, dass sei vielleicht etwas für mich», so der Brite.
Gegen Usain Bolt wird Gemili bei «Weltklasse Zürich» zwar nicht antreten können, der Jamaikaner hat seine Saison frühzeitig beendet. Sollte es mit Gemilis Sprintkarriere aber so erfolgreich weitergehen, dürfte es schon bald zum Rencontre mit dem sechsfachen Olympiasieger kommen.
Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 27.8.2014, 17:45 Uhr