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Die Band She Wants Revenge wurde 2005 von Justin Warfield und Adam Bravin in San Fernando Valley (Kalifornien) zum Leben erweckt. Gleich mit ihrem ersten Album “She Wants Revenge“ entzückten sie die Musikpresse und die stetig steigende Zahl der Fans. Schnell wurden sie mit den 80er Heroen wie Joy Division oder The Cure in Verbindung gebracht. 2006 folgten Auftritte als Supporting Act für Depeche Mode und Placebo.
Am 29.07.2006 erlebte ich die Band im Zürcher Mascotte, sie überzeugten mich nicht mit einer mitreisenden Show, aber die Intensität und ihr musikalisches Handwerk waren schon sehr beeindruckend. Für mich gehört die Band damals zusammen mit Editors, Bloc Party oder Bravery zu den Bands der Nu Wave (Bands die von dem New Wave der 80er Jahre beeinflusst wurden) Generation.
2007 veröffentlichten She Wants Revenge ihr zweites Album “This Is Forever“, das sich nahtlos an das Debüt Album anfügte. Nach zwei veröffentlichten EPs (nur digital) hatte die Band 2009 mit den Aufnahmen zu ihrem dritten Album begonnen. Es ist am 23. Mai 2011 mit dem Titel “Valleyheart“ erschienen.
Der erste Song heisst “Take The World“, etwas ungewohnt ist der schleppende Beat, aber die feinen Gitarrenspielereien, die leicht näselnde Stimme von Justin und die Strings mag ich. “Kiss Me“ setzt ein Ausrufezeichen: Er klingt optimistisch, popig und zeigt mir ein bisher verborgenes Gesicht von She Wants Revenge. Mit “Up In Flames“ wird es wieder etwas melancholischer, gut gefällt mir dabei die „schwere“ Schlagzeug / Bass Kombination und der Gitarrenpart in der Bridge klingt speziell.
Mit einem hübschen Gitarren-Arpeggio unterstützt von einer wummernden Bassline beginnt “Must Be The One“. Musikalisch versprüht der rassige Song Zuversicht und Hoffung. “Not Just A Girl“ ist eher eine ruhigere Angelegenheit, der Refrain klingt geschliffen, trotz einer traurigen Attitüde kann ich mir durch aus Radio-Airplay für den Song vorstellen. Bei “Reasons“ erkenne ich zum ersten Mal auf dem neuen Album, den She Wants Revenge Sound von den zwei Vorgängern Alben, nach 2 Minuten 30 hat das Stück seinen Höhepunkt: Die Verschmelzung von Drum, Bass und Gesang ist ein Höhepunkt auf dem Album.
Beim “Holiday Song“ kommt nochmals die musikalische Tristess der Band zum Tragen, der gute produzierte Song mit einer traurigschönen Gitarrenmelodie und ausgereiften Klavierakkorden berührt bestimmte nicht nur mein schwarzes Herz. Zum Abschluss gibt es mit “Maybe She’s Right“ nochmals eine Zusammenfassung vom neuen Album, einfache Gitarrenlicks, ergänzende Synti-Strings, druckvolle Bass-Lines und die einzigartige Stimme von Justin Warfield.
Klar ist “Valleyheart“ anders wie die ersten zwei Alben. Die Band hat sich weiter entwickelt, die Musik ist offener und zuversichtlicher geworden, vielleicht auch kommerzieller. Für mich ist es kein Album mit dem Wow Effekt, aber immer noch solides Handwerk und unverkennbar She Wants Revenge.
Tracklist:
1. Take The World
2. Kiss Me
3. Up In Flames
4. Must Be The One
5. Not Just A Girl
6. Reasons
7. Little Star
8. Suck It Up
9. Holiday Song
10. Maybe She’s Right
Bandmitglieder:
Justin Warfield – Gesang, Gitarre und Programmierung
Adam Bravin – Bass, Keyboards, Sounds und Töne
Thomas Froggatt – Gitarre
Scott Ellis – Schlagzeug
Gründungsjahr:
2005