Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03385.jsonl.gz/1290

Klaus Schwab, der Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, ist wieder einmal Opfer von Falschbehauptungen geworden. Ende Mai – also pünktlich zur diesjährigen Ausgabe des WEFs – wurde auf Facebook ein Bild geteilt, auf dem Schwab und sein vermeintlicher Vater gezeigt werden. Behauptet wird dabei, dass sein Vater ein Konzentrationslager betrieb.
Dieses Bild reiht sich ein in eine lange Liste weiterer Behauptungen über Schwab. So wird vielfach die Unwahrheit verbreitet, Klaus Schwab stamme von der Familie Rothschild ab.
Die Verbreitung des Bildes begann am 24. Mai 2022 mit dem Beitrag des Users Pacmanpill auf dem Reddit-Forum r/conspiracy – danach folgte eine Lawine von Tweets, Facebook-Posts und Blogartikeln.
Wer der Mann auf dem Foto ist, ist nicht vollständig geklärt. Mehrere Online-Foren und Datenbanken identifizieren den Mann als Walter Dybilasz, ein Generalmajor der deutschen Wehrmacht. In einem Beitrag aus dem Jahr 2012 teilte ein Internet-User weitere Bilder, sie sollen originale Abzüge der Fotografien sein. Eines dieser Bilder wurde für das Sharepic über Klaus Schwab verwendet. Die Quellen sind am Ende des Artikels verlinkt.
Klar ist jedoch, dass es sich beim Bild eindeutig nicht um Klaus Schwabs Vater handelt. Der WEF-Gründer kam in Deutschland zur Welt und ist Sohn des Schweizers Eugen Wilhelm Schwab, der später eine Karriere als Industrieller machte. Ein Foto eines brasilianischen Einwanderungsdokuments zeigt, wie Eugen Wilhelm Schwab im Jahr 1957 aussah.
Die Familie wurde von der Gestapo, dem Spitzeldienst der Nazis, überwacht. Klaus Schwabs Mutter wurde laut der «Aargauer Zeitung» gar einmal vorgeladen, wegen folgenden «Vergehens»: Sie sprach mit ihren Kindern Schweizerdeutsch. Eugen Schwabs Einstellung zum Hitler-Regime gilt zwar als nicht restlos geklärt. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass die Nazi-Behauptung der Wahrheit entspricht.
Es handelt sich um eine Falschmeldung.
(pit)
Im Wallis ist in der ersten Jagdwoche auf den Wolf bereits knapp ein Drittel der geplanten Abschüsse erfolgt. Wildhüter und Jäger erlegten seit dem 1. Dezember zehn Wölfe. Sieben Rudel, etwas über 30 Raubtiere, will der Bergkanton insgesamt beseitigen. Allein seit Donnerstag wurden fünf Tiere erlegt.