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Fusstypen
Sollten Sie sich gefragt haben, ob Sie einen normalen und gesunden Fuss haben, will ich es gleich vorwegnehmen: Den normalen, durchschnittlichen Fusstyp gibt es nicht. Die Natur hat viele Formvarianten geschaffen.
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Die Füsse tragen den Menschen
Die Suche nach dem Begriff des Normalen lässt verschiedene Normen erkennen, beispielsweise der Idealvorstellung von Gesundheit oder der funktionalen Tüchtigkeit und Belastbarkeit eines Fusses. Eine Untersuchung an der Universitätspoliklinik Balgrist in Zürich hat ergeben, dass rund die Hälfte subjektiv beschwerdenfreier und objektiv funktionstüchtiger Füsse Anzeichen von Normabweichungen aufweisen (Prof. Dr. med. H. Zollinger-Kies, MOT 3/00, S. 96).
Um das Beste an Komfort und Passgenauigkeit eines Schuhes zu
erhalten, müssen Sie zuerst Ihren Fusstypen kennen,
unabhängig von Krankhaften Veränderungen oder
Beschwerden an den Füssen.
Unterteilt werden die Fusstypen nach Formgestalt und benannt werden sie nach regionalen Begriffen. Der Angelsächsische Fuss ist schmal und lang. Der germanische Fuss ist Sichelförmig und im Rückfuss schmäler als im Vorfuss. Beim romanischen Typus ist im Vergleich zum germanischen eine gerade Achse zu sehen und der Fuss ist eher etwas molliger. Der baltische Fusstyp ist Grosszehenbetont und besitzt einen breiten Rückfuss.
Die Form der Zehengestalt wird eingeteilt in
- römisch (oder: quadratisch) 36%
- griechisch 20%
- ägyptisch 44%
Bei der römischen Zehenform sind mindestens die ersten drei Zehen gleich lang, der Fuss erhält dadurch eine quadratische, stumpfe Form. Hier ist eine breite, sportliche Leistenspitzenform passend.
Die griechische Zehengestalt hat eine dominante zweite Zehe. Hier ist eine langgezogene Schuhform die richtige. Bei der ägyptischen Fussform dominiert die Grosszehe. Am besten wird hier eine Naturform passen.
Auch wenn man die Formtypen nicht unbesehen nach regionaler Abstammung einteilen kann, eignet sich diese Unterteilung zur Klassifizierung der unterschiedlichen Fussvarianten. Eine Variante kommt selten in Reinform vor, meistens haben wir es mit Mischformen zu tun.
Neben den natürlichen Formvarianten sind auch krankhafte Formen oder Formdefekte bei der Wahl der Schuhform und des Schuhtypes von Bedeutung. Eine Schuhform muss die Fussform adaptieren, ansonsten erhält man eine schlechte Passform. Ein häufiger Irrtum geschiet bei Schuhen in "Naturform" (Grosszehenform), da dieses Schuherscheinungsbild Fussgesundheit verspricht. Diese Form ist für den gesunden germanischen Fusstyp geschaffen, beispielsweise aber für einen schmerzhaften Hallux valgus oder bei Zehenfehlstellungen meistens ungeeignet (siehe Abb oben).
Fusstypen