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Altstetten ist seit der Eingemeindung auf den 1.Januar 1934 ein Quartier der Stadt Zürich und steht auf uraltem Kulturboden. Die Gegend war schon in der Frühzeit besiedelt. Handfeste Beweise brachten Funde aus c. 700 und 450 vor Christus. Für den Ort, der an der römischen Verbindungsstrasse Turicum-Aquae lag, sind drei römische Siedlungen nachgewiesen. Zu Beginn des 5.Jahrhunderts fand die römische Herrschaft durch das Eindringen der Alemannen ein Ende. Ihnen haben wir den Namen Altstettens zu verdanken. Er wurde abgeleitet von „Altstetin“, was bedeutet „bei den alten Stitten“, „bei den alten Mauern“ womit die römischen Ruinen gemeint sind. Mehrere Male wurde Altstetten von Privaten gekauft und verkauft, bis 1432 die Stadt Zürich in den Besitz der Gemeinde kam. Dies lieb bis zum Umsturz 1798. Für die Gemeinde von grösster Bedeutung war die Inbetriebnahme der Spanisch-Brötlibahn im Jahre 1847. Sprunghaft schnellten die Preise des Bodens in die Höhe und der Übergang von Bauerndorf zum Industrievorort war eingeläutet. Der Anstieg der Wohnbevölkerung war beträchtlich. Zuwanderer suchten die Nähe der Stadt mit ihren Arbeitsmöglichkeiten in Fabriken und Dienstleistungsbetrieben.
Wie vielerorts war das 20.Jahrhundert auch für unser Quartier das Jahrhundert der Entwicklung und Veränderung. Durch viele Baugenossenschaften und die Stadt Zürich wurden grosse Siedlungen mit hunderten von Wohnungen erstellt. Das Wachstum des Quartiers zeigt sich am deutlichsten in der Anzahl der Schulhäuser. Genügten bis in die Dreissigerjahre drei, so sind es heute zehn. Viele städtische Verwaltungsbetriebe wie Kläranlage, Wasser- und Gasversorgung und die VBZ haben ihre Zentrale auf Altstetter Boden. Ein eindeutig städtisches Gepräge hat das Dorfzentrum mit dem Lindenplatz mit Hotel und Saalgebäude, zahlreiche Läden, Postamt, Banken und Kreisbüro 9. Die ganze Entwicklung verwandelte glücklicherweise das Quartiert Altstetten nicht in eine unförmige, gleichförmige Vorstadt. Eine doch weitgehend freie Überbauung in den neuen Quartierteilen, in der erfreulicherweise auch Gärten nicht mangeln, erhalten Altstetten ein individuelles Gesicht. Die Wiedereröffnung von zwei Dorfbächen brachte einen bescheidenen Blick zurück auf früher.