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Er erreichte am Samstag den Bahnhof Bohumin im Osten des Landes, wie die staatliche Eisenbahngesellschaft Ceske Drahy (CD) mitteilte. An Bord waren zunächst nur etwas mehr als ein Dutzend Frauen und Kinder. Begründet wurde die geringe Zahl mit dem Informationschaos und den Verkehrsproblemen an der ukrainisch-polnischen Grenze.
Eine Frau berichtete von langen Warteschlangen: «Meine Tochter steht schon den zweiten Tag an der Grenze, ohne nach Polen durchkommen zu können.» Eine andere sprach von einer «humanitären Katastrophe».
Ein zweiter Zug der tschechischen Eisenbahn blieb vorerst in der Grenzstadt Przemysl im äussersten Südosten Polens, um weitere Menschen aufnehmen zu können.
Auf dem Hinweg aus Tschechien waren Hilfsgüter wie 700 Decken sowie Mitarbeiter des Roten Kreuzes befördert worden. Hinter der Aktion steht die Initiative «Zeleznice pomaha» (Eisenbahn hilft).
Das Innenministerium in Prag hat bereits rund tausend kostenlose Unterbringungsangebote für Flüchtlinge aus der Ukraine erhalten. Die Solidarität ist gross. Viele Menschen fühlen sich an den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die damalige Tschechoslowakei im August 1968 erinnert.