Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03322.jsonl.gz/1572

Mutter- und Ammenkühe
Mutterkühe spielen eine eher ungeordnete Rolle. Die Mutterkuhhaltung ist die Urform und die weltweit verbreiteste Art der Fleischproduktion. In der Schweiz nimmt die Mutterkuhhaltung mit einem Anteil von ca. 10 Prozent einen eher kleinen Stellenwert ein. Das Kalb bleibt nach der Geburt bei seiner Mutter und ernährt sich zu Beginn hauptsächlich von Muttermilch. Den Sommer verbringen Kuh und Kalb zum grössten Teil auf der Weide, viele Mutterkühe werden gealpt. In den letzten Jahren konnte festgestellt werden, dass auf St.Galler Alpen die Mutterkühe mit ihren Kälbern zugunsten der Rinder zugenommen haben.
Schafe, Lämmer
Die Sömmerung von Schafen hat auf Schweizer Alpen lange Tradition. Über 50 Prozent der in der Schweiz gehaltenen Schafe verbringen den Sommer auf Alpweiden. Sie werden vorwiegend extensiv auf Grenzflächen von hohem ökologischen Wert gehalten.
Schafmilch weist einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweiss und Fett auf. Sie ist leichter verdaulich als Kuhmilch und wird vor allem von Allergikern geschätzt.
Ziegen
Ziegen sind wie Schafe soziallebende Tiere, die sich gerne in Gruppen aufhalten. Die Rangordnung kommt an attraktiven Stellen, wie etwa dem Futterplatz, besonders zum Ausdruck. In Grossherden auf der Alp bilden sich Untergruppen, die aus sich näher kennenden Tieren bestehen. Böcke sondern sich ab.
Die Ziegenmilch enthält im Vergleich zur Kuhmilch weniger Kasein. Sie ist jedoch reicher an Albuminen (Protein), die leichter zu verdauen sind als das Kasein.
Pferde, Fohlen, Maulesel, Esel
Auf St.Galler Alpen haben Pferde, Fohlen, Maulesel und Esel anzahlmässig eine geringe Bedeutung. Auf manchen Alpen werden sie auch heute noch als Zugtier eingesetzt.
Alpschweine
Das Schwein ist ein aktives und neugieriges Tier. Es braucht genügend Wühl- und Kaumaterial und dazu die Möglichkeit sich abzukühlen und kratzen zu können. Auf der Alp besonders wichtig sind Sonnenschutz, genügend Wasser und neben der Schotte auch Raufutter.
Heute verzichten viele Älpler auf Alpschweine, weil sie nicht mehr den gewünschten Erlös erbringen.
Hund
Hunde sind treue Begleiter auf den Alpen. Je nach Rasse lassen sie sich unterschiedlich einsetzen. Appenzeller Sennenhunde sind beispielsweise besonders für Kühe geeignet. Sie treiben mit ihrem Bellen die Tiere vorwärts, die nicht zügig voran gehen möchten. Bei den Schafen setzt sich der Border Collie immer mehr durch. Typischerweise hält er seine Herde praktisch ohne Laute zusammen.