Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03424.jsonl.gz/1608

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist bei Frauen die weitaus häufigste Krebserkrankung - und die Zahl der Erkrankungen steigt kontinuierlich an. Weltweit sterben jedes Jahr über 700'000 Frauen an Brustkrebs, und schätzungsweise 8 bis 9% aller Frauen erkrankt an dieser Krebsart. Die höchste Brustkrebsrate wird bei den 40-50-Jährigen und bei den 60-70-Jährigen diagnostiziert.
Unter Brustkrebs versteht man einen bösartigen Tumor in der Brust. In ca. 80% der Fälle handelt es sich dabei um ein ductales Karzinom (siehe Ursachen). Der Anteil der Patientinnen, die fünf Jahre nach Diagnosestellung noch leben variiert je nach Land von bis zu 80% in den USA bis unter 50% in manchen osteuropäischen Ländern. Die Unterschiede erklären sich zum Teil darin, dass in verschiedenen Ländern verschiedene diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügbar sind.
Beim Mann kommt diese Krebsart sehr selten vor.
Die weibliche Brustdrüse (Mamma) besteht aus Drüsengewebe, Fett und Bindegewebe. Die sogenannten Drüsenläppchen (Lobuli) des Drüsengewebes produzieren die Muttermilch und münden in kleine Kanäle (Ductus). Die Kanäle führen gebündelt zur Brustwarze.
Die eigentliche Ursache für die Entstehung von Brustkrebs ist bis heute nicht bekannt.
Beim Mann scheinen Veränderungen bestimmter Gene eine Rolle zu spielen.
In den meisten Fällen (70%) ist ein harter, nichtschmerzender Knoten in der Brust oder in der Achselhöhle (Axilla) zu ertasten.
Weitere Symptome sind:
Zur Diagnose von Brustkrebs werden verschiedenen Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Nach Bestätigung der Diagnose folgen weitere Untersuchungen zum Ausschluss von Tochtergeschwülsten (Metastasen):
Die Art der Behandlung richtet sich nach der Grösse des Tumors, nach eventuellen Tochtertumoren (Metastasen, z.B. in den Lymphknoten, Achselhöhlen oder in anderen Organen) und nach dem Stadium des Krankheitsverlaufs. Oft ist eine kombinierte Behandlung nötig, z.B. vor oder nach einer Operation kann eine Chemotherapie oder eine Bestrahlungsbehandlung erfolgen, um den Krebs zu verkleinern.
Bei Brustkrebs muss die vollständige Entfernung des Tumors angestrebt werden. Heute muss nur noch in Ausnahmefällen die ganze Brust entfernt werden. Meist kann brusterhaltend operiert werden. Es aber sicherlich bis ins gesunde Gewebe hinein operiert werden. Oft ist es notwendig angrenzende Lymphknoten (in der Achsel) mit zu entfernen. Die Entscheidung liegt beim behandelnden Arzt und Chirurgen.
Für die medikamentöse Behandlung können in Frage kommen:
Die Strahlentherapie gilt als drittes Standbein in der Krebsbehandlung. Die Strahlentherapie wird lokal angewendet. Das heisst, dass sie im Gegensatz zur Chemotherapie nur im Bereich des Bestrahlungsfeldes und nicht im ganzen Körper wirkt. Oft werden auch Chemotherapie, Operation und Strahlentherapie kombiniert.
Eine Krebserkrankung kann die Patientin in eine tiefe seelische Krise führen. Sie sollten sich deshalb nicht scheuen, eine unterstützende Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.
In den ersten 3 Jahren sollten alle 3 Monate und danach halbjährlich Nachsorgeuntersuchungen durchgeführt werden. Nach 5 Jahren ohne Rückfall sind auch längere Abstände ausreichend.
Die Kontrollen umfassen:
Bei Verdacht auf einen Rückfall, werden allenfalls weitere Untersuchungen notwendig. Die Selbstuntersuchung der Brust sollte unbedingt erlernt und regelmässig durchgeführt werden.
Diese Website verwendet Cookies – nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung am Ende der Seite. Klicken Sie auf „Ich stimme zu“, um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Website besuchen zu können.