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Der Rat des nationalen Koordinators
Rahmenstatut
Aufgabe und Stellung des nationalen Koordinators sind in den Bestimmungen der Schweizer Bischofskonferenz „Richtlinien für das Amt des nationalen Koordinators“ für das Gebiet der Schweizer Diözesen näher definiert.
In den „Richtlinien für das Amt des nationalen Koordinators“ (Teil „Praktisches“, Nr. 3) heisst es: „Dem nationalen Koordinator steht ein Rat zur Seite, dessen Mitglieder die Missionare und die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten und von ihnen gewählt werden.“
Voraussetzungen für die Bildung des Rates
des nationalen Koordinators
° Die Zahl der Missionare und der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betreffenden Sprachgruppe bestimmt die Zahl der Mitglieder des Rates des nationalen Koordinators.
° Die Organisation der Missionen in Pastoralzonen erlaubt die angemessene Vertretung der Missionare und der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rat des nationalen Koordinators.
° Insbesondere ist die Vertretung nach den Sprachregionen im Gebiet der Schweizer Bischofskonferenz zu regeln.
° Die Wahl des Vertreters der Pastoralzone erfolgt durch die Missionare und durch die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Missionen der Pastoralzone vollamtlich oder mindestens halbamtlich mit der missio canonica des zuständigen Bischofs beauftragt sind. Die Wahl erfolgt anlässlich einer Sitzung der Seelsorgerinnen und Seelsorger der Pastoralzone. Die Wahl erfolgt in allen Pastoralzonen gleichzeitig.
° Gewählt werden kann jeder Missionar, jede Mitarbeiterin oder jeder Mitarbeiter, die/der vollamtlich oder mindestens halbamtlich mit der missio canonica des zuständigen Bischofs im pastoralen Dienst einer Mission steht.
° Der/die Gewählte übernimmt mit der Wahl das Amt des/der Zonenkoordinators. Er/sie beruft die Sitzungen der Missionare und der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Missionen der betreffenden Zone ein und führt den Vorsitz an den Sitzungen.
° Er/sie ist besorgt, dass die Beschlüsse der Sitzungen ausgeführt werden. Er/sie fördert insbesondere auch die Zusammenarbeit unter den Missionaren und den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern der Ortskirchen, sowie mit den in den Zonen tätigen Ordensschwestern und Laien, die nicht in der Seelsorge tätig sind.
° Die Dauer des Mandats des/der Zonenkoordinators beträgt 5 Jahre, in denen er/sie auch die Zone im Rat des nationalen Koordinators vertritt. Die Mandatsdauer muss nicht identisch sein mit jener des nationalen Koordinators. Die Wiederwahl nach Ablauf des Mandats ist möglich.
° Der Rat des nationalen Koordinators ist das Beratungsgremium des nationalen Koordinators. Der nationale Koordinator lädt zu den Sitzungen ein und leitet sie; er ist um die Ausführung der Entscheidungen des Rates besorgt.
° Der Rat konstituiert sich selber und wählt einen Aktuar/eine Aktuarin, der/die für die Abfassung der Sitzungsprotokolle verantwortlich ist. Weitere Aufgaben können nach Beschluss des Rates an die einzelnen Mitglieder übertragen werden (z.B. Bildung von Studien- oder Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen oder Aufgaben).
° Der Rat setzt sich aus den gewählten Zonenkoordinatoren zusammen; er ist befugt, nach Notwendigkeit weitere Mitglieder in den Rat zu berufen (z.B. Vertretung der Ordensschwestern, der Laien usw.), deren Zahl allerdings die Zahl der Gewählten nicht überschreiten darf. Die berufenen Mitglieder haben innerhalb des Rates eine beratende Funktion.
° An den Sitzungen des Rates des nationalen Koordinators nimmt der Nationaldirektor für die Anderssprachigenseelsorge der Schweizer Bischofskonferenz von Amtes wegen teil.
Die Kompetenzen des Rates sind
° Die Vorbereitung von Anträgen zuhanden der Bischofskonferenz oder der Diözesanbischöfe, insbesondere bezüglich der Pastoral- und Personalplanung der betreffenden Missionen.
° Die Vorbereitung und Durchführung von nationalen Anlässen der betreffenden Missionen (z.B. Wallfahrten, Jahrestagungen, Jahresthemen unter Berücksichtigung von Entscheiden der Bischofskonferenz oder der Diözesanbischöfe).
° Die Durchführung von Kursen für die theologische, spirituelle und religiöse Weiterbildung der Priester.
° Die Organisation von Bildungsveranstaltungen für die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Ordensschwestern und die Laien.
° Die Förderung der Öffentlichkeitsarbeit durch die Missionen, insbesondere durch den Austausch von Erfahrungen und Ereignissen in den Missionen und in der Kirche in der Schweiz und im Herkunftsland.
Die Entscheide des Rates
° welche die Kompetenzen übergeordneter Stellen (Bischöfe, Ordinariate, kantonalkirchliche Organisation usw.) berühren, sind diesen Stellen als Anträge zu unterbreiten;
° welche die internen Angelegenheiten der Missionen, für welche der Rat zuständig ist, betreffen, sind nach vorhergehender Information des bischöflichen Delegierten für Migration in eigener Kompetenz durchzuführen;
° welche als Anregungen an die Missionen oder Pfarreien gerichtet sind, werden als Empfehlungen an die Adressaten gerichtet.
Für die finanziellen Aufwendungen des Rates (Entschädigung der Reisespesen und der Verpflegungskosten der Ratsmitglieder, Durchführung von Veranstaltungen usw.) ist migratio ein detailliertes Budget einzureichen; die Aufwendungen werden über das Budget des betreffenden nationalen Koordinators ausgerichtet.
Schlussbemerkungen
° Das Rahmenstatut will nicht alle Einzelheiten regeln, zumal die Situationen aufgrund der Strukturen, der Arbeitsweise, der Mentalität, der Grösse der Seelsorgegebiete usw. bei den verschiedenen Missionen unterschiedlich sind. Das Rahmenstatut dient deshalb nur als Basis für eine klarere Regelung der Stellung des Rates des nationalen Koordinators durch eigene Statuten, sofern dies nötig erscheint.
° Bedeutsamer ist: Der Rat des nationalen Koordinators und die Zonenräte bezwecken die bessere Koordination der Aufgaben, die engere Zusammenarbeit unter den Missionen und mit den Pfarreien sowie die leichtere Erfüllung des Seelsorgeauftrages innerhalb der Kirche in der Schweiz.
Dieses Rahmenstatut wurde von der Pastoralkommission von migratio an der Sitzung vom 22. Juni 2007 verabschiedet. Die Schweizer Bischofskonferenz hat sie an ihrer Sitzung vom 3. – 5. Dezember 2007 genehmigt und in Kraft gesetzt.
Luzern, 6. Dezember 2007