Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03606.jsonl.gz/663

Das Grundstück am Bodensee bot eine wunderbare Ausgangslage für die Umsetzung des familieneigenen Hauses. In enger Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft und vielen interessanten Gesprächen entwickelten wir die Idee für dieses Projekt: ein scheinbar leichtes Seehaus auf einem massiven Sockel.
Die Absicht war es, das bestehende Grundstück möglichst unverändert zu belassen. Das Haus wurde so geplant, dass sich der Betonsockel mit auskragender Veranda sanft auf die Erde stellt. Der auf dem Sockel errichtete Holzbau sollte möglichst filigran und elegant in Erscheinung treten. Dafür ist unter anderem das dünne Wellblechdach mit der darunteliegenden sichtbaren Holzkonstruktion verantwortlich. Die Form des Gebäudes richtet sich nach der leicht trapezförmigen Parzelle, was sich in einem konischen Grundriss ausdrückt. Im Aussenraum sind klare Freiräume definiert, die sowohl zum See, wie auch gegen Süden grosszügig sind. Die segelartigen auskragenden Vordächer auf den kurzen Fassadenseiten bilden die gedeckten Aussenräume.
Die Transparenz der Nord- und Südfassade berücksichtigt den See-Bezug aber auch die Südausrichtung des Hauses und verbindet diese Räume. Das Atrium des Hauses liegt im Zentrum und ist entscheidend für das Projekt, da dieser Raum zwischen den verschiedenen Situationen vermittelt; innen sowie aussen; und einen Orientierungs- und Ankerpunkt darstellt. Diese Mitte ist nicht nur das räumliche, sondern auch das gelebte Zentrum und wird über ein im Obergeschoss zur Terrasse orientiertes Fenster belichtet. So findet die Choreografie des Projekts, mit Periskop zur Uferlandschaft und zum See, ihren Abschluss.
Bauherrschaft
privat
Architektur und Projektleitung
Jung Berger Architekten
Mitarbeit
David Jung, Markus Berger, Stefanie Brunnenmeister
Planungsbeginn
2016
Baubeginn
2017
Fertigstellung
2018