Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03315.jsonl.gz/647

Die Infektiöse Agalaktie befällt Euter, Gelenke oder Augen von Schafen und Ziegen. Damit verbundene ist eine geringere Milchleistung, die wirtschaftlichen Schaden zur Folge hat. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
Die Infektiöse Agalaktie ist eine Mykoplasmose von Schafen und Ziegen. Sie befällt Euter, Gelenke oder Augen.
Typisch für die Krankheit ist ein deutlicher Milchrückgang als Folge einer Euterentzündung. Die Lymphknoten der Euter sind mehr oder weniger stark geschwollen. Zusätzlich können die Gelenke, v.a. der Beine, geschwollen sein. Sie fühlen sich warm an und die Tiere zeigen zum Teil Lahmheit. Seltener sind die Augen betroffen: Die Bindehaut ist gerötet und das Auge wird trüb.
Ansteckung und Verbreitung
Erreger sind Bakterien der Arten Mycoplasma agalactiae, Mycoplasma mycoides, Mycoplasma capricolum und Mycoplasma putrefaciens.
Eine Übertragung geschieht hauptsächlich beim Melken. Die Milch und weitere Ausscheidungen (Augenflüssigkeit, Lochialsekret) enthalten den Erreger. Ansteckungen durch direkten Tierkontakt sind möglich, aber selten.
Auch erkrankte Tiere ohne Symptome scheiden den Erreger aus. Sie stellen die grösste Gefahr für die Einschleppung in gesunde Bestände dar.
Die Krankheit ist in den Pyrenäen (Südfrankreich), in Italien, auf dem Balkan und in Nordafrika verbreitet. Die Schweiz ist frei von der Krankheit. Einen Überblick über die Seuchenlage in der Schweiz bietet die Datenbank Tierseuchenfälle Schweiz.
Was tun?
- Speziell darauf achten, die Krankheit nicht durch zugekaufte Tiere in einen Bestand einzuschleppen.
Impfstoffe gegen die Krankheit existieren, sind aber in der Schweiz nicht zugelassen.
Die Infektiöse Agalaktie ist eine auszurottende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt oder der Bestandestierärztin melden.
Weitere Informationen
Links
Gesetzgebung
Letzte Änderung 05.07.2017