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- Der Alternative Nobelpreis ehrt in diesem Jahr unermüdliche Kämpfer gegen Korruption, Totalitarismus und die Dürre in Afrika.
- Die Preisträger kommen aus Guatemala, Niger, Australien sowie erstmals aus Saudi-Arabien.
- «In einer Zeit alarmierender Umweltzerstörung und des Versagens politischer Führung zeigen unsere Preisträger einen Weg in eine andere Zukunft», erklärte Preisstifter Ole von Uexküll.
Den Ehrenpreis erhalten die Juristen Thelma Aldana und Ivan Velásquez, weil sie in Guatemala gegen Korruption vorgehen. Velásquez leitet die Internationale Kommission gegen Straflosigkeit der Vereinten Nationen (Cicig). Aldana war bis zum Frühjahr Generalstaatsanwältin in dem zentralamerikanischen Land und stiess zusammen mit Velásquez Ermittlungen gegen den inzwischen inhaftierten Präsidenten Otto Perez Molina an.
Velásquez sagte: «Dieser Preis kommt zu einem besonders dramatischen Zeitpunkt im Kampf gegen Straflosigkeit und Korruption». Guatemala verweigert ihm derzeit die Einreise, nachdem er Mitte August eine Aufhebung der Immunität von Präsident Jimmy Morales gefordert hatte. Dies aufgrund eines Strafverfahrens wegen illegaler Wahlkampffinanzierung.
«Waldmacher» gegen die Wüste
Die mit je rund 96'000 Euro dotierten Geldpreise gehen an den Bauern Yacouba Sawadogo aus Burkina Faso und den Australier Tony Rinaudo, die Wege aufzeigen, wie Bauern in der Sahelzone gegen die zunehmende Ausdehnung der Wüste vorgehen können. Sawadogo gelte als «der Mann, der die Wüste aufhielt», erklärte die Stiftung.
Der Agrarwissenschaftler Rinaudo gelte als «Waldmacher», weil er eine Methode entwickelte, aus im Wüstensand verborgenen Wurzelsystemen Bäume heranzuziehen. Damit bekämpfe er nicht nur die Wüstenbildung, sondern auch den Hunger.
Im Gefängnis für die Menschenrechte
Zum ersten Mal werden mit dem Preis zudem Menschenrechtskämpfer aus Saudi-Arabien ausgezeichnet: Abdullah al-Hamid, Mohammed Fahad al-Kahtani, Walid Abu al-Chair bekommen ihn, weil sie friedlich das autoritäre System ihres Landes herausfordern. Sie setzen sich für eine Gewaltenteilung und die Abschaffung männlicher Vormundschaft ein, die den Frauen grundlegende Rechte nimmt. Alle drei sitzen im Gefängnis.
Die Alternativen Nobelpreise heisst offiziell «Right Livelihood Award» und wird seit 1980 an Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden vergeben. Der Preis wird durch Spenden finanziert. Laut Eigenbeschreibung ist der Preis explizit nicht einer für die politische, ökonomische oder wissenschaftliche Elite, sondern einer für Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen. Der Nominierungsprozess ist offen und jeder kann sich daran beteiligen.