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Chronische Stressbelastung im Rahmen eines Burnout-Prozesses führt zunächst in der Anfangsphase zu einem erhöhten Engagement für zu erreichende Ziele sowie zu einer erhöhten Arbeitsanstrengung, beruflicher Erfolg wird zunehmend überbewertet. Damit verbunden ist eine zunehmende Erschöpfung sowie eine Frustration aufgrund fehlender Erholungszeiten. Nicht Erreichen der Ziele bei ausbleibender Wertschätzung werden als persönliche Niederlagen erlebt. Die beiden Merkmale (erhöhtes Engagement und Erschöpfung) sind erste Warnsymptome. In der Folge kommt es über die Frustration zu einem Nachlassen des Engagements für die Arbeit, aber auch für andere Inhalte. Es können schon bald Schlafstörungen auftreten, die dann im weiteren Verlauf zur Ausbildung einer Depression führen können. Gleichzeitig kann auch eine erhöhte Reizbarkeit mit aggressiven Verhaltensweisen auftreten.
Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Reduktion der kognitiven Leistungsfähigkeit – Motivation und Kreativität lassen nach. Es tritt eine allgemeine Verflachung des emotionalen, sozialen und geistigen Lebens ein.
Am Ende des Prozesses steht Verzweiflung, oftmals kommt es zur Ausbildung einer schweren Depression. Es können aber auch Erschöpfungszustände gepaart mit Schmerzen, schweren Schlafstörungen sowie psychosomatische Beschwerden mit Störungen des Hormon und Immunhaushalts auftreten. Auch körperliche Erkrankungen wie kardio-vaskuläre, muskuloskeletale, kutane und allergische Erkrankungen, wie auch Diabetes mellitus Typ II und Hyperlipdämie werden mit Burnout in Zusammenhang gebracht. Die der Entwicklung dieser Symptome zugrunde liegenden neurobiologischen Mechanismen und Zusammenhänge sind jedoch bisher nur wenig aufgeklärt.