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25.09.2023, 12:40 Uhr
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Laut dem irischen Landwirtschaftsministerium sollen zum Wohle des Klimas etwa 200 000 Kühe getötet werden. Die 18 000 Milchbauern im Land fühlen sich überrollt.
«Es sollte bilaterale Gespräche geben, um einen Plan zu erstellen, der die ganze Branche mit ins Boot holt», sagte Pat McCormack, Präsident des Verbands der irischen Milchlieferanten. «Die Regierung muss Engagement zeigen und ein Budget vorlegen, um das zu finanzieren.»
Dass etwas geschehen muss, ist klar. Erst vor kurzem hatte die Umweltbehörde EPA mitgeteilt, das Land werde seine Klimaziele voraussichtlich deutlich verfehlen. Eines dieser Ziele besagt, dass allein die Emissionen des Agrarsektors bis 2030 um 4 bis 20 Prozent sinken sollten. Insgesamt will Irland die Emissionen des Landes um 30 Prozent im Vergleich zu 2005 senken.
Agrarminister Charlie McConalogue hatte bereits anklingen lassen, ein freiwilliges Klimaprogramm zur Verringerung des Milchviehbestands zu erwägen. Mittlerweile veröffentlichte die Zeitung «Irish Independent» das interne Papier des Landwirtschaftsministeriums. Darin ist die Rede davon, dass «Kernmassnahmen«, die bisher zur Verringerung der Emissionen in der Landwirtschaft festgelegt wurden, in Kombination mit der «Verlagerung» von Viehbeständen einen Weg zur Einhaltung der Klimaziele bieten könnten. Konkret: «Ungefähr 65 000 Milchkühe pro Jahr müssten in den kommenden drei Jahren aus dem Markt genommen werden.»
Die Regierung sei fest entschlossen, den Landwirten «freiwillige, finanziell attraktive Optionen zu bieten, zu denen auch die Diversifizierung gehört», sagt eine Sprecherin des Agrarministeriums. Von 3000 Euro je Kuh und jährlich 200 Millionen Euro bis 2025 ist im «Independent» die Rede.
Irland ist nicht das einzige Land, das über seinen Kuhbestand diskutiert. Kürzlich schrieb der französische Rechnungshof, dass die stark subventionierte Rinderhaltung für 11,8 Prozent des Treibhausgasausstosses in Frankreich verantwortlich sei, vergleichbar mit den Emissionen der Wohngebäude. Um den Klima-Verpflichtungen nachzukommen, müsse der Viehbestand zwangsläufig deutlich kleiner werden.