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Diese Rezension erschien zuerst im Missy Magazine 4/18.
Molli ist zehn Jahre alt und kann ziemlich gut Dinge erfinden: So hat sie sich zum Beispiel eine elektrische Zahnbürste aus einem Handmixer gebaut. Sie wohnt mit ihrer Mutter, ihrem Babybruder und dessen nervigem Vater in einem Haus am Waldrand. Mit der neuen Familiensituation ist sie nicht sehr glücklich. Umso besser, dass sie jederzeit zu ihrer mutigen Freundin Gro hinüber kann. Bei einem ihrer Streifzüge durch den Birkenwald entdecken die beiden einen Briefkasten und treffen dabei auf die schrullige Borgny, die die falsch adressierten und nicht zustellbaren Briefe archiviert, die mysteriöserweise dort landen. So kommt Molli an hunderte Postkarten von ihrem leiblichen Vater, die sie nie erreicht haben und realisiert, dass ihre Mutter nicht immer ehrlich zu ihr war. Mit der Hoffnung, die Geborgenheit und Aufmerksamkeit zu finden, die sie zuhause vermisst, macht sie sich auf eine riskante Suche nach ihm.
Mit diesem Buch ist der Norwegerin Ingunn Thon ein zugleich schräges, unterhaltsames und berührendes Debüt gelungen. „Mollis Sommer voller Geheimnisse“ ist eine superspannende Sommerlektüre über eine intensive Freundinnenschaft, die auf die Probe gestellt wird, und eine abenteuerliche Identitätsreise vor dem Hintergrund einer herausfordernden Familiengeschichte.