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Wenn Sie häufig an eitrigen Mandelentzündungen leiden, können Sie eine Mandelentfernung in Betracht ziehen. Typische Symptome sind Halsschmerzen, Mundgeruch, Schluckstörungen, Mittelohrentzündungen oder Atemnot wegen der vergrösserten Mandeln.
Vor dem vierten und nach dem fünfzehnten Lebensjahr wird die Operation seltener durchgeführt: Bei Kleinkindern sind die Mandeln wichtig für den Aufbau des Immunsystems, Jugendliche und Erwachsene vertragen den Eingriff schlechter.
Die Häufigkeit der Mandeloperationen hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen, insbesondere die vorsorgliche Mandeloperation wird mittlerweile nicht mehr durchgeführt.
Folgende Kriterien gelten als Indikationen für eine Mandelentfernung:
- Mehr als vier bestätigte bakterielle Mandelentzündungen jährlich.
- Schwere Komplikationen wie beispielsweise Blutvergiftung oder Abszess.
- Einseitige, verdächtige Veränderungen und Geschwüre.
- Massive Vergrösserung der Mandeln mit Atemnot oder Schlafstörungen.
- Chronische Entzündungen, falls die entsprechenden Beschwerden (Halsweh, Mundgeruch) sich unter der Behandlung nicht verbessern.