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In den Niederlanden hatten sich am Montag sieben Monate nach der Parlamentswahl vier Parteien unter Ministerpräsident Mark Rutte auf eine neue Regierung geeinigt. Dijsselbloems Sozialdemokraten gehören der Koalition nicht mehr an. Ab dem 23. Oktober dürfte die neue Regierung dann wohl ihre Arbeit aufnehmen. "Ich bin dann meinen Job los", sagte Dijsselbloem weiter.
Bisher war es üblich, dass die Eurogruppe von einem Finanzminister geführt wird. Doch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte schon im März nicht ausgeschlossen, dass Dijsselbloem auch ohne Ministeramt Eurogruppenchef bleibt.
Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire sagte in Luxemburg, Dijsselbloem sei "ein sehr guter Präsident" der Eurogruppe. Dass der Niederländer wie geplant bis Anfang kommenden Jahres im Amt bleibe, sei "die praktischste und vernünftigste Option".
Wahl am 4. Dezember
Der 51-jährige Dijsselbloem ist seit Januar 2013 Präsident der Eurogruppe, in der die 19 Staaten der Währungsunion vertreten sind. 2015 war er von seinen Ministerkollegen für eine zweite Amtszeit bis zum 13. Januar kommenden Jahres gewählt worden.
Ein Nachfolger soll beim Eurogruppen-Treffen am 4. Dezember in Brüssel gewählt werden. Die Kandidaturen könnten bis zwei Wochen vorher eingereicht werden. "In der Eurogruppen-Sitzung im Jänner werden wir hoffentlich einen neuen Vorsitzenden haben", so Dijsselbloem.
Wer alles Interesse an diesem Amt hat, ist noch nicht bekannt. Das "Handelsblatt" hatte Anfang September berichtet, Le Maire kandidiere für den Posten. Einen klaren Favoriten gibt es bisher aber nicht
(AWP)