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Jahre alt ist Friedrich August von Hayeks Werk «The Road to Serfdom» dieses Jahr geworden. Sein Verkaufsschlager hat an Aktualität nichts eingebüsst. Nicht weil die heutige Situation im Westen jener der frühen 1940er Jahre ähnlich wäre, sondern weil «Der Weg zur Knechtschaft» ein Buch über den Einfluss gesellschaftspolitischer Ideen auf unser Zusammenleben ist. Hayek argumentiert darin, dass die Umsetzung der Ideen des Sozialismus zwangsläufig in einen totalitären Kollektivismus mündet, in dem für individuelle Freiheitsrechte sowie persönliche Ansichten, Vorlieben und Sonderbarkeiten kein Raum ist.
Wird in Abwesenheit privaten Eigentums an den Produktionsmitteln der Einsatz der gesamten Ressourcen einer Gesellschaft zentral geplant, kann das nicht demokratisch erfolgen. In die Tat gesetzt werden die Pläne stattdessen von skrupellosen Vertretern der dominanten Gruppe der Gesellschaft. Sie haben keine moralischen Bedenken und sind willens, ihre Ziele vor denen aller anderen mit Mitteln zu verfolgen, die selbst die meisten Sozialisten ablehnen, so Hayek. Sozialistische Ideen haben seiner Ansicht nach ungewollt durch ihr Werben für die Planwirtschaft auch das Feld für den deutschen Nationalsozialismus und den italienischen Faschismus bereitet.
Hayek warnte in «The Road to Serfdom» nicht vor Eingriffen in den Marktprozess, sondern vor den katastrophalen Folgen einer Abschaffung des wettbewerblichen Marktes durch die Umsetzung sozialistischer Ideen, die sich damals allseits grosser Beliebtheit erfreuten. Das ist heute nicht mehr der Fall: Ausserhalb der wenigen übrig gebliebenen offiziell sozialistisch oder kommunistisch organisierten Länder befürwortet jeweils glücklicherweise nur eine kleine Minderheit die vollständige Abschaffung von privatem Eigentum. Damit das so bleibt, sollte Hayeks Warnung weiterhin gehört werden, nicht nur im Jubiläumsjahr.