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Syys
Review
Grosse Produktivität im Hause October Falls: Im Mai erst ist die Full-Length «A Fall of an Epoch» erschienen, ein halbes Jahr später wird «Syys» nachgereicht. Darauf ist extrahiert, was dem Jahresvorgänger bereits eine grossartige Stimmung und viel Dynamik verliehen hatte: «Syys» ist eine reine Akustikscheibe. Dabei betritt «Syys» denselben Stimmungsraum wie etwa Ulvers «Kveldssanger» oder Vàlis «Forlatt»: Die akustischen Gitarrenarrangements, begleitet von Piano, Cello und Flöte, zeichnen ein Bild von Herbstwäldern, von Abschied, von Trauer. Ebenfalls mit von der Partie ist eine sich ziemlich nervig aufdrängende Eule (nichts gegen Eulen! Nur hätte man diese wirklich sparsamer einsetzen dürfen. Sie ertönt in jedem Track, fast schon so, als sollte sie die Perkussion ersetzen; ein gewagtes Experiment, das dem Hörer viel Geduld abverlangt). Die Melodien sind lieblich und bittersüss gehalten, was zum einen eine gewisse Tiefe vermissen lässt, zum anderen transportieren sie trotz ihrer Angrenzung zum Kitsch eine tiefe Traurigkeit.
«Syys» ist in seiner Gesamtheit ein melancholisches und handwerklich gekonnt gearbeitetes Werk, das der Hörerschaft von Vàli oder Empyrium gefallen dürfte.