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Ein Saxophon verstummt
Er war bereits als junger Musiker gefragt. Schon als vierzehnjähriger jammte er mit Ike Turners Band. Muddy Waters lud ihn ein, in seiner Band in Chicago mitzuspielen, nachdem er ihn bei einem Gig gehört hatte. Dort teilte er sich den Platz am Saxophon mit A.C. Reeds, der mit ihm zusammen zu den bekanntesten Tenorsaxophonisten in der damaligen Blues- und Jazzwelt gehörte. Ab 1972 war er Bandleader in Howlin’ Wolfs Band The Wolf Gang und schrieb die Hälfte der Songs des 1973 erschienenen Albums The Backdoor Wolf.
Nach Wolfs Tod 1976 übernahm er die Band und ihren Auftrittsort. Der ehemalige «1815 Club, Home Of The Blues» hiess inzwischen «Alex Club» und steckte zusammen mit dem Blues in einer Krise. Nun hiess das Lokal «Eddie’s Place». Nach einem tollen Start ging es jedoch mit dem Club bergab, zumal Shaw mit seiner Band die meiste Zeit auf Tour war und er sich nicht richtig darum kümmern konnte, wie er später in einem Interview zugab. 1980 gab er auf, um es zehn n Jahre später erneut zu versuchen, diesmal wurde der Club «New 1815 Club» genannt und lief unter der Leitung LeRoy Edwards, eines Cousins, besser.
Ende der Siebzigerjahre startete er eine Solokarriere und spielte als Solist in den Living Chicago Blues Anthologies mit uns spielte mehrere eigene Alben ein. Auf den London Howlin’ Wolf Sessions ist er in Jams mit Eric Clapton, Bill Wyman und Ringo Starr zu hören.
2013 erhielt er einen Blues Music Award in der Katgorie «Instrumentalist – Horn» und wurde in die Blues Hall Of Fame aufgenommen. Am 29. Januar 2018 starb er in Chicago.