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Hydrologie: Der Seyon entspringt einer Karstquelle bei Villier. Er ist der Nachfolger des Ruz Chasseran, welcher 500 m weiter oben im karstigen Untergrund versickert. Die Quelle des Seyon liegt auf einer Höhe von 829 m.ü.M., jene des Ruz Chasseran auf 1300 m.ü.M. in der Combe Biosse. Der Seyon ist ohne den Quellbach 14.3 km lang und mit dem Ruz Chasseran sind etwas mehr als 20 km. Er mündet bei Neuenburg in den Neuenburgersee, hat ein Einzugsgebiet von 114.9 km² und bei der Mündung eine Wasserführung von etwa 2.71 m³ pro Sekunde.
Etymologie: Gemäss Jaccard vielleicht gleiche Deutung wie Sion
Flussnamentyp: *sedo-
Geologie: Der Seyon verliert im Val de Ruz an mehreren Stellen Wasser durch Versickerung, dieses sammelt sich in einem unterirdischen Lauf und tritt bei Serrières wieder zutage, wo es ebenfalls in den Neuenburgersee mündet. Dieser Nebenfluss trägt den Namen la Serrière. Es liegt auf der Hand, dass die heutige Wasserführung des Seyon niemals in der Lage gewesen ist, die 100 bis 200 m hohe Schlucht auszuwaschen. Im Seyon muss früher erheblich mehr Wasser geflossen sein.
Flussgeschichte: Da der Seyon oft Hochwasser führte und Schäden in der Stadt anrichtete, baute man von 1839 bis 1844 unter dem Schlosshügel einen Tunnel und leitete das Wasser des Seyons direkt in den See. Zuvor floss dieser noch weiter parallel dem See entlang und mündete erst danach in einem grossen Schwemmkegell in den See. Später hat man einen weiteren Abschnitt des Flusses eingedolt, um Platz für Industriebauten zu gewinnen. Im Jahr 1579 gab es eine besonders heftige Überschwemmung, bei der alle Brücken und das Rathaus zerstört wurden.