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Jeder dritte Hitzetod ist auf menschengemachten Klimawandel zurückzuführen.
Zwischen 1991 und 2018 liess sich mehr als jeder dritte Hitzetod auf die menschengemachte Klimaerwärmung zurückzuführen. Das zeigt eine neue Studie, die dieses Jahr im Magazin «Nature Climate Change» veröffentlicht wurde. Koordiniert von der Universität Bern und der London School of Hygiene & Tropical Medicine stützt sie sich auf Daten aus 732 Städten und 43 Ländern. Das Team der Forschenden entwarf dabei jeweils Szenarien vergangener Wetterbedingungen mit und ohne menschlichen Einfluss. Auf diese Weise sollten die gesundheitlichen Auswirkungen, die durch den menschengemachten Klimawandel entstehen, klar von natürlichen Veränderungen getrennt werden. Dr. Ana Vicedo-Cabrera, Erstautorin der Studie und Forscherin an der Universität Bern, geht ausserdem davon aus, dass die Zahl der hitzebedingten Todesfälle in Zukunft weiterhin ansteigen wird. Vor allem dann, wenn wir nicht drastischere Massnahmen zur Senkung des Temperaturanstiegs ergreifen.
Hitzetode in der Schweiz
Im Jahr 2018 entwarf das National Centre for Climate Services (NCCS) verschiedene Szenarien, wie sich der Klimawandel in der Schweiz auswirken könnte. Trockenere Sommer, heftigere Niederschläge, schneearme Winter und: stärkere und häufigere Hitzewellen. Der Zeithorizont dieses Berichts ist das Jahr 2060. Laut der aktuellen Studie liegen die durch den menschengemachten Klimawandel bedingten Hitzetode in der Schweiz aber bereits jetzt bei dreissig Prozent. Auf konkrete, messbare Effekte müssen wir also nicht länger warten. Sie sind längst da. Am stärksten betroffen sind Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen in Mittel- und Südamerika und Südostasien, die in der Vergangenheit nur für einen geringen Teil der anthropogenen Emissionen verantwortlich waren.