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"Dialogizität ist eine wesentliche immanente Struktureigenschaft des Philosophierens, aber erst der Polylog ist letztlich die Manifestation der dem philosophischen Denken inhärenten Tendenz zur Alterität. [.] Eine diagnostische Pointe der Untersuchung liegt in der so nüchternen wie (kultur-) politisch auf den ersten Blick beunruhigenden Beobachtung, dass der Polylog in seiner letzten, ihm wiederum eingeschriebenen Konsequenz nicht zur Erhaltung und Kultivierung von Pluralität und Diversität, Anerkennung der Differenz und Überwindung gleichmachender Hegemonien führt, sondern im Gegenteil in eine Nivellierung der Dispositive und Diskurse mündet, die die Alterität eliminiert, indem sie sie ,integriert' in Differenz- ,überwindendes', uni-formierendes Denken und damit das Philosophieren, ja das Denken selbst, zum Stillstand zu bringen droht."
Prof. Dr. Georg Mohr, Universität Bremen.
Claire Block ist Französin. Sie hat an der Sorbonne in Paris Philosophie studiert. Seit 10 Jahren lebt sie in Norddeutschland. Zurzeit unterrichtet sie im Fachbereich Frankoromanistik an der Universität Bremen.