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Bei bradykarden Herzrhythmusstörungen unterscheidet man zum einen Erkrankungen des natürlichen Taktgebers des Herzens – des Sinusknotens – zum anderen Störungen der Erregungsüberleitung vom Vorhof auf die Hauptkammern – das heisst Erkrankungen des AV-Knotens.
In beiden Fällen wird der Herzschlag zu langsam, oder es entstehen längere Pausen.
Beim Patienten zeigt sich dies in Form von Schwindel, Leistungsdefizit, Schwarzwerden vor den Augen oder plötzlicher Bewusstlosigkeit.
Ist der Sinusknoten als primäres Zentrum der Erregungsbildung defekt, wird das Herz nur noch mit einer geringen Frequenz stimuliert.
Ist der kompakte AV-Knoten als zentrale Überleitungsstelle defekt- ein sogenannter «AV-Block» - wird die Erregung zeitweise langsamer oder gar nicht mehr von den Vorhöfen auf die Kammern übergeleitet.
Beim Ausfall des Sinusknotens kann der AV-Knoten als zweites, sekundäres Erregungszentrum einspringen, allerdings nur mit Frequenzen von 40 bis 50 Schlägen pro Minute.