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Ein Myzetom (Maduramykose) ist eine chronische Weichteilinfektion, die in den trockenen Regionen der Tropen und Subtropen (z.B. in der Sahelzone) häufig vorkommt und durch Pilze oder pilzartige Bakterien entsteht.
Die Bezeichnung Maduramykose leitet sich von der indischen Provinz Madura ab, aus der die Erstbeschreibung des Myzetoms stammt. Mögliche Ursachen für ein Myzetom sind kleine Verletzungen der Haut oder Holzsplitter, durch welche die Erreger zum Beispiel beim Barfusslaufen in den Körper eindringen. Daher treten Myzetome vor allem im Bereich der Füsse auf (sog. Madurafuss). Die Knie, der Rücken oder die Hände sind dagegen seltener betroffen. Je nachdem, welcher Erreger die Infektion auslöst, entsteht eine der beiden folgenden Myzetom-Formen:
Nach der Infektion mit den Myzetom-Erregern dauert es etwa eine Woche bis mehrere Monate, bis die ersten Symptome auftreten: Dann entwickeln sich an der Eintrittstelle der Erreger schmerzlose Knötchen (Granulome) und massive Schwellungen. Es entstehen eitrige Erregerkolonien, aus denen sich von selbst oder unter Druckeinwirkung körniges Material entleeren kann. Die Krankheitserreger können sich unter Umständen bis in die Knochen ausbreiten, was den betroffenen Körperteil mit der Zeit zerstört.
Ein Myzetom lässt sich in der Regel durch Medikamente erfolgreich behandeln: Hierbei kommen auf den jeweiligen Erreger abgestimmte Mittel zum Einsatz: Antibiotika gegen Bakterien und Antimykotika gegen Pilze. Diese Therapie dauert mehrere Monate bis mehrere Jahre. Bei einem Eumyzetom erfolgen zusätzlich operative Massnahmen; beim Aktinomyzetom ist ein chirurgischer Eingriff nur vereinzelt (in fortgeschrittenem Stadium) nötig. In manchen Fällen kann bei einer Maduramykose eine Amputation des betroffenen Körperteils notwendig sein.
Ein Myzetom (Maduramykose) ist eine chronische, durch Pilze oder Bakterien hervorgerufene Weichteilinfektion. Die erste Beschreibung der vor allem in den Tropen vorkommenden Erkrankung stammt aus der indischen Provinz Madura und führte zu der Bezeichnung Maduramykose (Mykose = Pilzerkrankung). Da das Myzetom meistens (in ca. 70% der Fälle) am Fuss auftritt, bezeichnet man es auch als Madurafuss.
Das Myzetom tritt je nach Erreger in zwei Formen auf:
Das Myzetom (Maduramykose) ist weltweit verbreitet – begrenzt auf tropische und subtropische Gebiete. Dabei zeigt die Häufigkeit der beiden Myzetom-Formen geographische Unterschiede: Während Myzetome in Afrika und Südasien überwiegend als Eumyzetome auftreten, sind in Mexiko fast ausschliesslich Aktinomyzetome zu finden.
Ein Myzetom (Maduramykose) hat seine Ursachen in Infektionen mit verschiedenen Erregern, die durch Holzsplitter oder kleine, bereits bestehende Verletzungen der Haut in den Körper eindringen, zum Beispiel beim Barfusslaufen. Da Myzetome überwiegend (in ca. 70% der Fälle) am Fuss auftreten, spricht man auch vom Madurafuss.
Für ein Myzetom (Maduramykose) kommen als Ursachen verschiedene Erreger infrage: Pilze oder pilzartige Bakterien. Je nachdem, welcher Erreger die Weichteilinfektion verursacht, entsteht ein echtes Myzetom oder ein Aktinomyzet
Weltweit sind Pilze nur für etwa 40 Prozent aller Fälle von Maduramykose verantwortlich. In Afrika und in Südasien treten jedoch überwiegend Eumyzetome auf: So haben zum Beispiel im Sudan 70 Prozent der Myzetome ihre Ursachen in einer Infektion mit Madurella mycetomatis
Bakterien sind weltweit für mehr als die Hälfte (ca. 60%) aller Fälle von Maduramykose verantwortlich. In Mexiko, wo das Myzetom fast immer als Aktinomyzetom auftritt, haben 86 Prozent dieser Fälle ihre Ursachen in einer Infektion mit Nocardia brasiliensis.
Bei einem Myzetom (Maduramykose) treten die ersten Symptome etwa eine Woche bis mehrere Monate nach der Infektion mit dem ursächlichen Erreger auf. Die ersten Anzeichen für ein Myzetom zeigen sich die an der Stelle, an der die Erreger in den Körper eingedrungen sind. Typischerweise bilden sich schmerzlose Knötchen (Granulome) und massive Schwellungen: Der Begriff Myzetom bezeichnet die langsam wachsenden Granulationsgeschwulste. Es entstehen eitrige Erregerkolonien, die über Fistelgänge körniges Material (sog. Drusen) nach aussen entleeren können (von selbst oder unter einwirkendem Druck). Die Krankheitserreger breiten sich unter Umständen bis in die Knochen aus, was den betroffenen Körperteil mit der Zeit zerstört. Besonders häufig treten Myzetome im Fussbereich auf (sog. Madurafuss). Die Knie, der Rücken oder die Hände sind dagegen seltener von der Infektion betroffen.
Je nachdem, ob das Myzetom durch Pilze (echtes Myzetom bzw. Eumyzetom) oder durch Bakterien (Aktinomyzetom) entstanden ist, unterscheiden sich die auftretenden Symptome:
Bei einem Myzetom (Maduramykose) kommen zur Diagnose verschiedene Verfahren zum Einsatz. Die Verdachtsdiagnose ergibt sich aus den vorliegenden Symptomen: Typischerweise bilden sich beim Myzetom schmerzlose Knötchen (Granulome) und massive Schwellungen; aus den eitrigen Erregerkolonien (Drusen) kann sich – von selbst oder unter Druckeinwirkung – körniges Material nach aussen entleeren.
Ob Pilze oder Bakterien das Myzetom verursacht haben, kann der Arzt bei der Diagnose unter dem Mikroskop erkennen: Hierzu ist aus den eitrigen Erregerkolonien gewonnenes Material nötig, das die Krankheitserreger enthält. Typisch für eine durch Pilze verursachte Maduramykose (= echtes Myzetom bzw. Eumyzetom) ist ein kennzeichnender Eiter mit fadenartigen, etwa ein Millimeter grossen weissen bis gelblichen Körnchen.
Ergibt die mikroskopische Untersuchung ein echtes Myzetom, ist es vor allem für die richtige Wahl der Therapiemittel wichtig, bei der Diagnose den verantwortlichen Pilz durch eine Pilzkultur aus dem Sekret genauer zu bestimmen. Der Grund: Einige Erreger sind äusserst widerstandsfähig (resistent) gegen gängige Medikamente.
Ein Myzetom (Maduramykose) macht in der Regel eine mehrere Monate bis mehrere Jahre dauernde Therapie durch Medikamente nötig, die auf den jeweiligen Erreger abgestimmt sind: Liegt ein durch Pilze verursachtes echtes Myzetom (sog. Eumyzetom) vor, kommen zur Behandlung Antipilzmittel, sogenannte Antimykotika, zum Einsatz. Allerdings sind einige Pilze äusserst widerstandsfähig (resistent) gegenüber den gängigen Antipilzmitteln. Daher ist es zur Wahl der richtigen Medikamente wichtig, die Resistenz der nachgewiesenen Erreger des Myzetoms vor Beginn der Therapie zu überprüfen. Neben der medikamentösen Therapie ist es ausserdem ratsam, vom Myzetom betroffene Gewebebereiche chirurgisch zu entfernen. Bei einer ausgedehnten Infektion ist in manchen Fällen eine Amputation für eine erfolgreiche Behandlung unvermeidbar.
Gegen ein durch Bakterien verursachtes Myzetom (sog. Aktinomyzetom) ist eine medikamentöse Therapie mit Antibiotika wirksam. Eine Operation erfolgt zusätzlich nur, wenn eine durch Bakterien bedingte Maduramykose weit fortgeschritten ist.
Ein Myzetom (Maduramykose) nimmt unbehandelt einen chronischen Verlauf: Im Allgemeinen heilt es nicht von selbst ab. Um das Fortschreiten der Weichteilinfektion zu stoppen, ist es erforderlich, sie durch gegen den jeweiligen Erreger wirksame Medikamente zu behandeln – meist mehrere Monate lang.
Bei einer durch Pilze verursachten Maduramykose (sog. echtes Myzetom bzw. Eumyzetom) sind im weiteren Verlauf nicht selten Amputationen der betroffenen Körperteile notwendig.
Einem Myzetom (Maduramykose) können Sie durch einfache Massnahmen vorbeugen. Die in den Tropen und Subtropen verbreitete Erkrankung entsteht infolge kleiner Hautverletzungen, durch welche die Erreger in den Körper eindringen. Daher ist es bei Aufenthalten in den entsprechenden Gebieten wichtig, dass Sie kleine Wunden direkt desinfizieren. Da das Myzetom vor allem im Fussbereich (sog. Madurafuss) als Folge von Infektionen beim Laufen mit nackten Füssen entsteht, ist es ausserdem ratsam, in diesen Gebieten Schuhe zu tragen.