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Unter Erkrankungen der Makula versteht man Krankheiten, welche die Netzhautmitte, und damit auch die Stelle des schärfsten Sehens betreffen.
Unter Erkrankungen der Makula versteht man Krankheiten, welche die Netzhautmitte, und damit auch die Stelle des schärfsten Sehens betreffen.
Erkrankungen der Makula können zu fortschreitenden Sehstörungen bis zum Verlust der Lesefähigkeit führen. Langfristig werden auch das Fernsehen, Autofahren, Handarbeiten, Erkennen von Gesichtern und die Erkennung von Dingen, die man fixieren möchte, schwieriger. Das äussere Gesichtsfeld ist aber selten betroffen. Somit besteht keine eigentliche Erblindungsgefahr. Zu den Erkrankungen in diesem Zusammenhang zählen die altersabhängige Makula-Degeneration, das Makulaödem bei Diabetes mellitus und nach Gefässverschlüssen an der Netzhaut (Thrombose), die spontane Bildung eines Loches in der Netzhaut-Mitte (Makulaforamen), die spontane Narbenbildung (epiretinale Gliose oder Fibroplasie), beide meist infolge einer eigentlich natürlich vorkommenden Glaskörper-Abhebung, und medikamententoxische Effekte fallen in die Gruppe dieser Erkrankungen.
Die häufigste und bekannteste Ursache für Veränderungen der Makula ist das Alter, mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Erkrankungen an der Makula deutlich an, insbesondere für die altersbedingte Makuladegeneration, die häufigste behandelbare Veränderung der Netzhautmitte. Andere Erkrankungen der Makula, die ebenfalls zu einer Abnahme der Sehkraft und zum Verzerrtsehen führen, sind vielfältig. Im Alter können sich Narben auf der Netzhaut oder Löcher im Bereich des Sehzentrums entwickeln. Zudem kann im Rahmen aller Gefässerkrankungen Flüssigkeit aus den Gefässen in das Gewebe gelangen und zu einer Schwellung der Netzhautmitte (Makulaödem) führen, zum Beispiel nach Verschlüssen der Netzhautgefässe oder bei Diabetes mellitus. Selten sind rheumato-logische oder sonstige Entzündungskrankheiten, vorangehende Augenoperationen, Medikamente oder Erbleiden der Grund einer Makulaerkrankung. Eine frühzeitige Diagnose erlaubt in vielen Fällen und je nach Befund eine medikamentöse Therapie oder Operation.
Eine Makula-Erkrankung entwickelt sich meist langsam und schmerzlos, kann aber in einigen Fällen mit einer relativ raschen Sehverschlechterung einhergehen.
Hinweise auf eine Makula-Erkrankung sind:
Die Therapiemöglichkeiten der Makula-Erkrankungen sind vielfältig:
Je nach Ursache der Netzhautschwellung und Risiko weiterer Verschlechterung kann primär versucht werden, die Erkrankung mit Augentropfen zu behandeln. Meist sind die Erfolgsaussichten aber so schlecht, dass durch Einspritzen eines Medikamentes in den Glaskörperraum eine vorübergehende Abdichtung der undichten Gefässe und damit eine Abschwellung versucht oder eine Entzündung unterdrückt werden. Eine langfristige Lösung kann eine Lasertherapie zur Verödung der Gefässe und Verminderung des Sauerstoffbedarfs der Netzhaut sein. Diese darf aber nicht genau in der Mitte erfolgen, da sonst eine Narbe einen definitiven Sehverlust bewirken würde. Deshalb ist auch der Laser in der Grosszahl der Fälle keine Option, sodass immer wieder Medikamente in den Glaskörper eingegeben werden müssen.
Bei einer Narbenbildung auf der Netzhaut oder einem Loch in der Netzhaut im Sehzentrum kann abhängig vom Befund oft eine operative Versorgung mit Narbenentfernung eine Stabilisation des Netzhautzentrums erreichen, langfristig in vielen Fällen sogar eine gewisse Sehverbesserung.
Sind allgemeinen Grunderkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, rheumatische und infektiöse Erkrankungen für ein Maklaödem verantwortlich, müssen diese behandelt werden, und vielfach ist ein gemeinsames Vorgehen mit dem Hausarzt als Koordinator sinnvoll.
Der Erfolg für die Erholung der Sehschärfe lässt sich oft nicht vorhersagen. In den meisten Fällen können wir die Makula-Erkrankung bessern, die Grunderkrankung, die sie verursacht hat, häufig jedoch nicht beeinflussen. Deshalb können wir oft die Sehfunktion stabilisieren, aber nicht auf Dauer so weit verbessern, dass das Sehen wie vor der Erkrankung ist.
Einleitend sei gesagt, dass alle Massnahmen und Eingriffe an der Makula sehr sicher und Komplikationen selten sind. Die meisten Probleme und Komplikationen sind darüber hinaus behandelbar und haben eine gute Prognose. Schwerwiegende Komplikationen mit möglicherweise bleibenden Schäden durch eine schwere Blutung oder Infektion sind glücklicherweise extrem selten (bei Injektionen ins Auge 1/3000, bei Netzhautoperationen 1/1000).
Trotzdem wird eine Therapie nur dann empfohlen, wenn wir das Risiko einer Verschlechterung bzw. eines Verlustes der Sehfunktion ohne Operation als erheblich höher einschätzen als mit Operation.
Die Abklärung und Behandlung einer Makulaerkrankung erfolgt bei uns auf ärztliche Zuweisung, am besten durch Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt, der mit uns zusammen auch die Nachbetreuung übernimmt. Nachdem ein Überweisungsschreiben bei uns vorliegt, bieten wir die Patienten für eine ambulante Untersuchung in unsere Sprechstunde auf.