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Schon im alten Ägypten wurden Pflanzen zu Heilzwecken verwendet. Die ältesten Auf-zeichnungen dazu stammen aus dem 16. Jh. v.Chr. Es handelt sich dabei um Nutzpflanzen, welche Inhaltsstoffe enthalten, die zur Heilung oder Linderung von Krankheiten innerlich oder äusserlich angewendet werden. Manche Heilpflanzen sind auch Giftpflanzen. Paracelsus (1493 - 1541) bemerkte: "Alle Dinge sind Gift und nichts ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist."
Viele solcher Pflanzen gedeihen in unseren Gärten. Wir schauen uns jene Heilpflanzen genauer an, welche man selbst als Aufguss (Tee), als Tinktur oder als Salbe bei kleineren Verletzungen oder Unpässlichkeiten verwenden kann. Früher war es in einem bäuerlichen Haushalt üblich, Heilpflanzen in der Hausapotheke vorrätig zu haben.
Geschichte: Wie bereits anfangs erwähnt, erkannten schon die alten Ägypter die Heilwirkung gewisser Pflanzen. Auch die Griechen Aristoteles (384 - 322 v.Chr.) und Dioskurides (1. Jh.) beschrieben medizinische Pflanzenanwendungen.
Während des Mittelalters wurde der Zusammenhang
von Nahrung und Arznei für die Gesundheit der Bevölkerung erkannt. Karl
der Grosse (747 - 814) erliess mit der Landgüterverordnung (um 812) den
Anbau und die Anwendung von Heilpflanzen, zuerst vor allem in den
Klöstern. Die Äbtissin Hildegard von Bingen (1098 - 1179) war in der
Erweiterung des Wissens in der Heilkunde eine wichtige Wegbereiterin.
1543 veröffentlichte Leonhard Fuchs das New Kreüterbuch, eines der wichtigsten Kräuterbücher in deutscher Sprache.
Der Schweizer "Kräuterpfarrer" Johann Künzle (1857 - 1945) beschrieb in mehreren Büchern die Anfänge der modernen Phytotherapie.
Heilpflanzen in der Hausapotheke: Das Wissen unserer Vorfahren um den Einsatz von Pflanzen als Heilmittel für Körper, Geist und Seele hat sich durch die Weitergabe während Generationen hindurch bewahrt. Viele Gartenpflanzen, Wildblumen oder sogar das "lästige" Unkraut besitzen wertvolle heilende Wirkstoffe, die z.B. bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Insektenstichen oder kleineren Verletzungen eingesetzt werden können. Gefragt ist nur das Wissen, welche Inhaltsstoffe bei welcher Unpässlichkeit und in welcher Form helfen. Treu nach dem Motto: "Gegen manches Leiden ist ein Kraut gewachsen."
Für die innerliche Anwendung werden Auszüge (Tees) zubereitet, und für die äusserliche Anwendung werden Tinkturen oder Salben hergestellt.
In Kursen oder mittels einschlägiger Literatur kann man eintauchen in die Welt der Heilpflanzen aus dem eigenen Garten und sich dabei selbst etwas Gutes tun.
Der "Heilpflanzen"-Weg ist eröffnet
In der aktuellen Gartensaison schauen wir uns die
Heilpflanzen an, welche man in der Hausapotheke selbst bei
Unpässlichkeiten anwenden kann. Diese Naturheilmittel werden seit
Jahrhunderten eingesetzt und das Wissen von Generation zu Generation
weitergegeben. Genannt sei ein Beispiel: Lindenblütentee bei
Erkältungskrankheiten. Da gibt es noch viele mehr ... kommen Sie vorbei
und entdecken Sie diese Wunderkräuter!
Im Garten Nr. 8 wurde der Kräutergarten von
Wahlafrid Strabo, Abt auf der Insel Reichenau im 9 Jh., in Miniaturform
nachgebildet. Strabo pflanzte und studierte 24 Heilpflanzen in seinem
Klostergarten und beschrieb diese in Versform im "De cultura horturum", kurz Hortulus genannt. Abt Strabo gilt auch als wichtiger Wegbereiter der heutigen Gartenkultur. Die Beschreibung und Verwendung dieser 24 Pflanzen finden Sie in der Rubrik "Angebote" zum Herunterladen.
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Heimatschutz Ausgabe 1-2020: Artikel "Eine Reise zum Schpaalt hinne"
In diesem Artikel wird auch der Gartenpfad erwähnt. Siehe Rubrik "Medien"
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Der Gartenpfad nimmt am GRENZENLOSEN GARTEN-RENDEVOUS teil. Wir freuen uns auf Besucher von nah und fern!