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Fachgebiet
Allgemeine Sprachwissenschaft
Sprachwissenschaft begreift die menschliche Sprache als Grundlage des Denkens und Erkennens, somit als Grundbedingung der menschlichen Existenz und der Kultur. Konsequenterweise ist Sprache an sich – in Gegenwart und Vergangenheit – Gegenstand der Sprachwissenschaft. Zu den wichtigsten Aufgaben dieser Fachrichtung gehört es, den grammatikalischen Aufbau von Sprachen aus den verschiedenen Gegenden der Welt zu analysieren. Das Interesse ist weniger auf eine einzelne Sprache gerichtet als auf die übergeordneten abstrakten Strukturen. Da die Vielfalt menschlicher Sprachformen in Folge der Globalisierung stark rückläufig ist, hat die Allgemeine Sprachwissenschaft auch die wichtige Aufgabe, vom Aussterben bedrohte Sprachen für die Nachwelt zu dokumentieren. Zur Erreichung dieser Ziele setzt die Allgemeine Sprachwissenschaft ihre eigenen analytischen Methoden ein. Des Weiteren bedient sie sich empirischer Verfahrensweisen sozialwissenschaftlicher Prägung, dazu gehören qualitative und quantitative Erhebungen und Auswertungen sowie computerbasierte Methoden der Dokumentation und Analyse. Das Fach hat eine ausgeprägt interdisziplinäre Komponente.
Studium
Die Linguistik untersucht das Phänomen Sprache im weitesten Sinn. Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben dieser Fachrichtung, den grammatikalischen Aufbau von Sprachen aus den verschiedenen Gegenden der Welt zu analysieren. Dazu ist die vertiefte Beschäftigung mit diversen Sprachen unerlässlich. Das Interesse ist weniger auf eine einzelne Sprache gerichtet als auf die übergeordneten abstrakten Strukturen und die dazu notwendigen Beschreibungs- und Untersuchungsmethoden. Da die Vielfalt menschlicher Sprachformen in Folge der Globalisierung stark rückläufig ist, hat die Allgemeine Sprachwissenschaft auch die wichtige Aufgabe, vom Aussterben bedrohte Sprachen für die Nachwelt zu dokumentieren.
Mehrsprachigkeitsforschung
Mehrsprachigkeitsforschung ist ein stark interdisziplinär ausgerichtetes Masterstudienprogramm, das in der Schweiz nur an der Universität Freiburg angeboten wird. Es vertieft die theoretischen Konzepte der mehrsprachigen Kompetenz sowie ihre Funktionsweise, ihren Aufbau in gesteuerten (meist schulischen) und ungesteuerten Vermittlungskontexten und ihre Einbettung im historischen, sozialen und politischen Umfeld.
«Meine Schwerpunkte sind die transhimalajische Sprachfamilie sowie die elamische Sprache, welche vor ungefähr 4000 Jahren im heutigen Südiran gesprochen wurde.»Mehr dazu
Anforderungen
Wer ein Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft ins Auge fasst, sollte ein vertieftes Interesse an der genauen Analyse des Aufbaus, der Herkunft und des Gebrauchs verschiedener Sprachen haben. Zudem braucht es Freude am Vergleichen, Schlussfolgern, Lesen und Schreiben von Texten und mündlichen Vermitteln von erarbeiteten Inhalten.
Wer Linguistik studiert, sollte gerne viel Zeit mit Lesen von Texten (teilweise auch sehr alter Quellen) verbringen. Auch die Produktion von Texten (z. B. Seminararbeiten, Bachelorarbeit) nimmt in diesem Studium viel Raum ein. Ein grosser Teil der gesamten zu investierenden Zeit (manchmal fast die Hälfte) wird zu Hause oder in der Bibliothek gearbeitet. Hier werden die Texte für die Seminare gelesen sowie Referate und Arbeiten geschrieben. Selbständigkeit und Motivation sind deshalb wichtige Voraussetzungen für ein Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft.
Sprachen
Für das Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft werden manchmal Lateinkenntnisse (in Ausnahmen auch Griechischkenntnisse) vorausgesetzt.
Die aktuellen Informationen diesbezüglich sind auf den Webseiten der Universitäten zu finden.
Forschungsthemen
Während sich die Allgemeine Sprachwissenschaft traditionell auf das Studium menschlicher Sprachen beschränkt, haben allgemeine Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler in letzter Zeit, insbesondere an der Universität Zürich, ihr Interessensgebiete auf die Kommunikationssysteme anderer Spezies ausgedehnt. Diese Forschung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Verhaltens- und Evolutionsbiologie.
In der französischsprachigen Schweiz hat die Forschung ihre Wurzeln in der Tradition der kognitiven Wissenschaften. Sie setzt ihren Fokus auf die formale Grammatik in ihren unterschiedlichen Formen sowie auf den Sprachgebrauch z.B. Dialektologie und den Spracherwerb.
Zulassung, Anmeldung und Studienbeginn
Informationen zur Zulassung an die verschiedenen Hochschulen sowie zur Anmeldung und dem Studienbeginn finden Sie unter Zulassung, Anmeldung, Studienbeginn.
Studiengänge
Universität Basel UNIBAS
Universität Lausanne UNIL
Universität Neuenburg UNINE
Interdisziplinäre Studiengänge
Universität Freiburg UNIFR
Universität Genf UNIGE
Universität Neuenburg UNINE
Tätigkeitsfelder
Ein Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft führt nicht in einen bestimmten Beruf. Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler können ihr Fachwissen am direktesten in der Forschung und Lehre des eigenen Faches anwenden. Daneben sind sie in den klassischen Arbeitsbereichen der Geisteswissenschaften tätig: in Medien, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Kulturorganisationen, Erwachsenenbildung oder Öffentlichkeitsarbeit.
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Allgemeine Sprachwissenschaft, Angewandte Linguistik, Computerlinguistik, Indogermanistik: Berufsmöglichkeiten
Informationen zu den Arbeitsmöglichkeiten, den verschiedenen Laufbahnen, zum Arbeitsmarkt und zu den einzelnen Berufstätigkeiten mit Porträts
Weiterbildung
Weiterbildungen lohnen sich dann, wenn sie gezielt eingesetzt werden. Im Idealfall werden sie berufsbegleitend – im dazu passenden Arbeitsgebiet – absolviert. Mögliche Weiterbildungen sind:
- Archiv-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft, MAS, Universität Lausanne UNIL / Universität Bern UNIBE
- Corporate Communication Management, MAS, Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
- Fachjournalismus, CAS, MAZ - Die Schweizer Journalistenschule
- Kulturmanagement, MAS-DAS-CAS, Universität Basel UNIBAS