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Mit dem 11. Mai 1967 als Geburtstag ist Gary Orr einen Tag jünger als Jarmo Sandelin und somit der jüngste Spieler, der heuer erstmals in Bad Ragaz mittun kann - und tatsächlich auch dabei ist.
Es ist noch nicht so lange her, dass der Schotte aus Helensburgh, dem 40 Kilometer nordwestlich von Glasgow gelegenen Küstenstädtchen, seine besten Zeiten auf der PGA European Tour erlebte. Im Jahr 2000 siegte er zunächst im Februar am Portugal-Open in Portimão, einen Schlag vor dem ebenfalls in Bad Ragaz abschlagenden Ryder-Cup-Spieler Phillip Price aus Wales. Im August desselben Jahres doppelte Orr am noch besser besetzten British Masters in Newcastle nach. Diesmal distanzierte er den Schweden Per-Ulrik Johansson, einen weiteren Spieler mit Meriten aus dem Ryder Cup, um zwei Schläge. 2000 war Orrs mit Abstand bestes Jahr; in der europäischen Jahreswertung belegte er den 10. Platz.
In Bad Ragaz erlebt Gary Orr die Feuertaufe bei den Ü50-Golfern. Er hätte schon ab dem 21. Juni am Turnier in finnischen Linna starten können, jetzt wird er aber in der Schweiz den Einstand geben.
Die Karriere hätte besser verlaufen können, wenn Gary Orr von sporadisch wiederkehrenden Rückenproblemen verschont worden wäre. Bei den Senioren strebt er den Erfolg mit aller Macht ab. Er spielt grundsätzlich auf dem europäischen Circuit, aber er liebäugelt daneben mit dem nicht einfach zu vollziehenden Wechsel auf die lukrative Tour in den USA, zu den sogenannten PGA Tour Champions. Vielleicht kann der Schotte für sich schon in dieser Woche den Startschuss zu einer erfreulichen zweiten Karriere abfeuern.