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Ein niederländisch-schweizerisches Forschungsteam hat in einer Studie gezeigt, dass Lernen in Gruppen mit gewissenhaften Mitstudierenden einen grösseren Erfolg bei Prüfungen verspricht. Demgegenüber hätten risikobereite Kommilitonen einen eher negativen Effekt, wie die Universität Zürich in einer Mitteilung schrieb.
Die Forschenden mit Ulf Zölitz von der Uni Zürich begleiteten Erstsemestrige an einer niederländischen Business School. Sie wollten herausfinden, wie sich das Selbstvertrauen, die emotionale Stabilität, die Risikobereitschaft und Gewissenhaftigkeit von Studierenden auf den Lernerfolg ihrer Kommilitonen auswirkt.
Dazu erhoben sie zu Beginn des ersten Semesters diese vier Charaktereigenschaften von über 4000 Studierenden und teilten sie danach zufällig in Übungsgruppen ein. Die Studienteilnehmer lernten danach gemeinsam über mehrere Monate in etwa 12-köpfigen Gruppen.
Positiver Effekt hielt lange an
Die Resultate einer abgelegten Klausur zeigten: «Wer zufällig in eine Gruppe mit gewissenhafteren Mitstudierenden eingeteilt wurde, schnitt in der Klausur am Ende besser ab», sagte Zölitz. Wer mit risikobereiteren Mitstudierenden lernte, zeigte hingegen schlechtere Leistungen. Die anderen zwei erhobenen Persönlichkeitsmerkmale wirkten sich nicht auf die Prüfungsergebnisse aus, wie aus der im «Journal of Political Economy» veröffentlichten Studie hervorgeht.
Wieso die untersuchten Persönlichkeitsmerkmale einen Einfluss auf die Kommilitonen hatte, lasse sich mit den Daten nicht eruieren, so die Forschenden. Das Überraschende jedoch: Der positive Effekt hielt auch noch in späteren Kursen an, nachdem die Übungsgruppen bereits wieder aufgelöst waren.