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Hudson Hawk (1991)
Hudson Hawk - Der Meisterdieb
Hudson Hawk (1991) Hudson Hawk - Der Meisterdieb
Oder: ...or would you rather be a Pig?
Da kommt er gerade wieder aus dem Gefängnis und will ein ehrenwertes Leben beginnen, da steckt Eddie "Hudson Hawk" Hawkins (Bruce Willis) schon wieder mitten im Schlamassel drin. Er ist ein Meisterdieb, der mit seinem Kumpel Tommy Five-Tone (Danny Aiello, der grad in Lucky Number Slevin eine klitzekleine Rolle spielt) die waghalsigsten und scheinbar unmöglichsten Jobs erledigt. Und genau deshalb wird ihm die Tasse Capucchino versagt und Hawk ist wieder im Geschäft.
Die Mayflowers, Minerva (Sandra Bernhard) und Gatte Darwin (Richard E. Grant), sind ein verrücktes, durchgedrehtes, aber stinkreiches Ehepaar, das sich nichts anderes als Ziel gesetzt hat, als die "Goldmaschine" von Da Vinci zu besitzen. Mit diesem Gerät ist die Herstellung von Gold kein Problem mehr. Nur dumm, dass die Einzelteile davon in den verschiedensten Museen der Welt in Werken des Künstlers versteckt sind. Und wer soll die jetzt klauen? Genau. Unser Hudson Hawk.
Während das erste Stück noch locker swingend entwendet werden kann (das Gaunertrio plant ihre Einbrüche zeitlich abgestimmt auf Song-Klassiker von zb. Frank Sinatra und braucht somit keine Uhr...), werden die nächsten Beutezüge schwieriger. Zumal eine Schönheit im Dienst der Kirche, Schwester Anna Baragli (Andie MacDowell), mitmischt und unserem Meisterdieb gewaltig den Kopf verdreht. Zudem hat das CIA eine eigene Kampftruppe ins Rennen geschickt. Unter der Führung von George Kaplan (James Coburn) versuchen die etwas tumben Leute, die erklaute Beute immer wieder in ihren eigenen Besitz zu bringen.
Als Hawk herausfindet, dass sein Kumpel Five-Tone auch noch in die eigenen Taschen zu arbeiten scheint, wird unserem Capucchino-Fan das Ganze zu blöd. Er tüftelt sich einen Plan aus, wie er alle Parteien gegeneinander ausspielen kann. Doch diesen Plan in die Tatsache um zu setzen ist schwieriger als angenommen. Vor allem wenn man nicht weiss, wem man denn jetzt wirklich trauen kann.
DVD-Rating
Nach Die Hard und Die Hard 2 war Bruce Willis endgültig zum Action-Star aufgestiegen. Doch bevor er endgültig in dieser Schublade verschwinden wollte, musste ein Genrewechsel her. Dabei bediente man sich einer eigens geschriebenen Geschichte über einen Meisterdieb, der mit viel Slapstick, Humor und Witz durch ein Abenteuer führen sollte, das vielversprechend klan. Leider ging Hudson Hawk an den Kinokassen total unter und wurde zum Mega-Flop. Erstaunlicherweise hat sich der Film aber nach der Veröffentlichung auf Video und DVD zum einträchtigen Produkt entwickelt.
Vor den hervorragend in Szenen gesetzten Raubzügen der Oceans Twelve zeigten Bruce Willis und Danny Aiello, wie man in die Museen einsteigt, dabei locker ein cooles Liedchen pfeift und dann den Sicherheitsmännern den Gar ausmacht. Die Szene mit dem Song "Swinging on a Star" (im Original von Bing Crosby gesungen) ist grandios, genial und der Song geht nicht mehr aus dem Ohr.
Die Geschichte ist natürlich ganz auf die Hauptakteure zugeschnitten. Lockere Sprüche, schöne Action, wundervolle Drehorte und eine herzig unschuldige Andie MacDowell, die durch Green Card eh grad in aller Munde war. Ein super aufgelegter Bruce Willis, ein Cameo von Frank Stallone und ein CSI-Ermittler (David Caruso) in einer Nebenrolle. Wenn die unsägliche Sandra Bernhard nicht gewesen wäre, der Film hätte von mir Traumnoten gekriegt.
Ja, s'ist Geschmacksache. Defintiv. Gepflegtes Geblödel ist nicht jedermanns Sache. Die Tatsache, dass bei Hudson Hawk aber so vieles derart überspitzt dargestellt wird, die einzelnen Szenen wirklich lustig sind, die Figuren so strunzdoof (jeder der CIA-Truppe trägt einen Namen eines Schokoriegels...) dargestellt werden und es trotzdem einen Heidenspass macht, mag schon sehr subjektiv sein. Trotzdem, ich bleib dabei, Hudson Hawk ist einer der Filme, die immer wieder ohne Probleme im TV oder auf DVD angeguckt werden können. Man grinst sich jedes Mal einen ab.
Vor kurzer Zeit ist eine Jubiläums-Edition des Films in den DVD-Handel gekommen, die als Extras einige viel versprechende Features und neue Szenen hat. Auf der vorliegenden Disk ist das leider nicht der Fall. Ausser einem mehr oder minder gelungenen Audiokommentar hats nur noch Texttafeln mit den Filmographien der Stars und den DVD-Trailer drauf. Dolby Surround wird beim Ton geboten und die Bilder sind klar und sauber. Ausserdem gibts jede Menge Untertitel zum auswählen.
OutNow.CH:
02.02.2007 / muri
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