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Das Medizinaltechnik-Unternehmen Sulzer Medica schlägt in Zusammenhang mit dem Vergleichs-Vorschlag für schadhafte Hüftgelenke die Ausgabe von American Depository Receipts (ADRs) zu 5,10 Dollar vor.Dieser Inhalt wurde am 27. August 2001 - 13:22 publiziert
"Die 5,10 Dollar sind im Settlement drin", bestätigt Sulzer Medica-Sprecherin Béatrice Tschanz einen entsprechenden Bericht der britischen Finanzzeitung "Financial Times". Dafür ist allerdings die Zustimmung der Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung notwendig.
Die Sprecherin bestätigt auch, dass die Gesellschaft den von schadhaften Hüft- und Knie-Implantaten betroffenen Patienten neu Aktien von bis zu einem Drittel des Aktienkapitals anbieten könnte. "Wir rechnen mit einem Verwässerungs-Effekt von bis zu 30% pro Aktie", so Tschanz.
Wegen des Berichts in der "Financial Times" brachen am Montag (27.08.) an der Börse die Aktien ein. Der Kurs stürzte am Morgen unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Franken auf den Tages-Tiefstkurs von 99 Franken. Bei Handelsschluss lag er mit 100,50 Franken zwar hauchdünn darüber, aber 19,50 Franken oder 16,25% tiefer als letzten Freitag.
Mitte August hatte Sulzer Medica den Vergleichs-Vorschlag vorgelegt und die Gesamtkosten auf 780 Mio. Dollar veranschlagt. Neben Barmitteln will die Gesellschaft den Betroffenen aktienähnliche Produkte von 180 Mio. Dollar anbieten.
Bei den aktienähnlichen Produkten will Medica darauf achten, dass eine Gewinn-Verwässerung vermieden und keine Stimmrechte abgetreten werden müssten. Damals hiess es weiter, dass die Aktionäre im Herbst 2001 über die Schaffung von bewilligtem Kapital befinden sollen.
Weiter sagt die Sprecherin, dass eine US-Bundesrichterin am Dienstag den Vergleichsvorschlag beurteilen könnte. "Wir erwarten einen Entscheid oder ein drittes Public Hearing."
swissinfo und Agenturen
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