Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03259.jsonl.gz/2417

Am 12.11.19 war Herr Dr. Shalati von der örtlichen Schule als Kinderarzt eingeladen, um zum Thema "Hepatitis in allen Formen" einen Vortrag zu halten und auf die Wichtigkeit von Impfungen hinzuweisen.
Mehr Infos zu Hepatitis bekommen Sie bei und in der Praxis. Ihr Dr. Shalati
Hier einige Hintergrundinfos zu Hepatitis:
Hepatitis-Viren A, B, C, D und E
Die sogenannte virale Hepatitis ist eine durch einen Virus verursachte Entzündung der Leber. Es gibt fünf verschiedene Hepatitis-Viren, die als Hepatitis A, B, C, D und E bezeichnet werden. Alle fünf Hepatitis-Viren verursachen kurzfristige oder akute Infektionen, von denen sich die meisten Betroffenen aber nach kurzer Zeit erholen. Auch eine akute Infektion kann mit geringen Symptomen – oder gar ohne Symptome – auftreten. Manchmal äussert sie sich aber durch Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und Augen), dunklen Urin, extreme Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen.
Bei den Hepatitis-B-, -C- und -D-Viren kann sich die Entzündung in der Leber zu einer chronischen Hepatitis entwickeln und damit zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Leberzirrhose (Vernarbung der Leber), Leberversagen und Leberkrebs führen. Bei etwa 400 Millionen Menschen weltweit führen Hepatitis B und C zu chronischen Erkrankungen. Sie sind damit die häufigste Ursache von Leberzirrhose und -krebs. Jährlich sterben 1,5 Millionen Menschen an einer Hepatitis-Infektion.
In den Industrieländern fordert Hepatitis C mehr Tote als HIV. In der Schweiz sind etwa 1,5 Prozent der Bevölkerung chronisch mit einer viralen Hepatitis C und/oder B infiziert.
Hepatitis A und E werden durch die Einnahme von Lebensmitteln oder Wasser verursacht, die mit virushaltigen Fäkalien verunreinigt sind, oder durch den direkten Kontakt mit infizierten Personen. Hepatitis B, C und D werden über infiziertes Blut oder andere Körperflüssigkeiten übertragen. Häufige Übertragungswege sind der Nadeltausch intravenös konsumierender Drogenabhängiger und die Transfusion von Blut oder Blutprodukten. Hepatitis B kann bei der Geburt leicht von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Die Impfung des Neugeborenen kann die Infektion aber verhindern. Hepatitis B wird auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.
Wie alle Viren können auch die Hepatitis-Viren nur in Zellen überleben und sich vermehren. Im Falle der Hepatitis-Viren sind dies vorwiegend die Leberzellen. Die Viren schädigen die betroffene Leberzelle in der Regel nicht unmittelbar. Um aber das in die Zelle eingedrungene Virus zu zerstören, muss die ganze Leberzelle zerstört werden. Dies geschieht über die Immunabwehr. Setzt diese früh und wirksam ein, werden alle infizierten Zellen – und damit auch die Viren – zerstört. Die Infektion heilt aus. Falls die Immunabwehr, wie es bei den Hepatitis-Viren B und C vorkommen kann, nicht früh einsetzt, kann die Infektion in der Leber über viele Jahre anhalten, chronisch werden und zur Vernarbung Prävention
Hepatitis-Infektionen können durch sichere Lebensmittel und sauberes Wasser, Impfungen, die Kontrolle von Blutspenden und die Bereitstellung von sterilem Spritzbesteck sowie die Überwachung der Infektion (Hepatitis B und C) verhindert werden. Allerdings reichen Prävention und die Sensibilisierungsanstrengungen bei weitem nicht aus. Denn viele Menschen wissen gar nicht, dass sie den Virus in sich tragen, weil sie keine oder kaum Symptome haben.
Gegen Hepatitis A und B schützt eine Impfung allerdings nicht für C, D und E
Mehr Infos zu Hepatitis bekommen Sie in unserer Praxis.
Ihr Dr. Shalati