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Zucker und Bulimie
Frauen, die Bulimie praktizieren, essen während ihrer Attacken häufig Süßigkeiten,Weißmehl, Fett. Die übliche Interpretation dieses Verhaltens ist, dass sie das tun, weil sie sich diese Lebensmittel während der sogenannten"normalen"Mahlzeiten nicht erlauben. Dieses Buch vertritt eine ganz andere Hypothese. Heißhungerattacken auf raffinierte Kohlenhydrate (was nicht bedeuten muss, dass diese auch süß schmecken) entstehen nach neuesten Forschungsergebnissen durch einen Mangel des Botenstoffes Serotonin im Gehirn. Der Konsum von Zucker und Weißmehl hilft in akuten Situationen den Serotoninhaushalt zu stabilisieren und zwar auch dann, wenn die Lebensmittel anschließend wieder erbrochen werden. Obwohl Zucker und Weißmehl zwar schnell und kurzfristig helfen können, verschlimmern sie langfristig das Problem des niedrigen Serotoninspiegels und wirken zudem suchtauslösend. Richtige Ernährung, besonders während der"normalen"Mahlzeiten, kann den Serotoninspiegel stabilisieren und folglich dazu beitragen, aus Bulimie und Binge Eating auszusteigen.