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Natur findet man beinahe überall. So auch in der Stadt. Dass Tiere dorthin ziehen, oder zumindest in die Nähe, hat meist ein Grund. Wissenschaftler haben nun ein weiteres mögliches Argument gefunden.
Die meisten denken, dass sich Tiere nicht in die Städte wagen. Das ist jedoch weit gefehlt. Zahlreiche Tauben, Insekten, ja sogar Füchse können in der Stadt angetroffen werden. Man muss nur die Augen offen halten. Der Übergang von der Natur zu der Stadt ist sogar teilweise sehr verschwommen. Das Leben in der Stadt und am Rand bringt den Tieren Nachteile, wie zum Beispiel der Verkehrslärm, der sie stören kann, aber auch Vorteile, wie beispielsweise das einfach erreichbare Nahrungsangebot.
In einer kürzlich erschienen Studie haben Wissenschaftler der Pariser Universität ein weiteres, mögliches, positives Argument aufgezeigt. Sie haben festgestellt, dass einige Vogelarten näher an der Stadt leben als andere. Die Vögel nisteten meist weniger als 100 Meter von den nächstgelegenen Häusern. Sie kamen zu dem Schluss, dass es sich um einen Schutzmechanismus vor dem parasitierenden Kuckuck handeln könnte. Dieser lebt nämlich im Schnitt mehr als 200 Meter vom nächsten bewohnten Haus entfernt. Der Kuckuck verhalte sich ängstlicher gegenüber den Menschen, wie auch seine Fluchtdistanz von 30 Metern zeigt. Andere Vögel fliehen erst bei einer menschlichen Annährung von sieben Metern, so die Forscher.
Die Studie des Chinarohrsängers lieferte ähnliche Ergebnisse. Dabei wurde auch festgestellt, dass die Parasitierung mit dem Abstand des Nests zum nächsten Haus zunimmt.