Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03564.jsonl.gz/763

In Spanien sind nur noch zwei regionale Kartenbilder, das kastilische und das
katalanische Bild, von Bedeutung.
Gemeinsame Merkmale der spanischen Bilder sind die lateinischen Farben. Die vier Farben sind auch anhand der Unterbrechungen in der Rahmenlinie erkennbar.
|Münzen||Keine Unterbrüche|
|Becher||Ein Unterbruch|
|Schwerter||Zwei Unterbrüche|
|Stäbe||Drei Unterbrüche|
Das kastilische Bild zeigt die spanische Variante des lateinischen Farbsystems.
Es exisitiert als Spiel mit 40 (1 bis 7, Sota 10, Caballo 11, Rey 12) sowie als Spiel
mit 48 Karten (1 bis 9, Sota 10, Caballo 11, Rey 12).
Die Münzen zeigen Köpfe, die Schwerter auf den Zahlenkarten wirken eher wie Dolche als wie ausgewachsene Schwerter. Die Becher sehen aus wie Kelche mit Deckel.
Das Spiel mit 48 Karten enthält oft noch 2 Zusatzkarten sogenannte Comodin.
Das sind entweder Joker oder Karten mit Herstellerangaben.
Das katalanische Bild wird vor allem im Nordosten Spaniens gespielt.
Die Hauptmerkmale wie Anzahl, Werte, Zusatzkarten und Rahmenlinien sind gleich
wie beim kastilischen Bild.
Auffällig sind die Reiter. Sie sind im Verhältnis zu ihren Pferden relativ gross dargestellt, so dass es aussieht, als würden sie auf Ponys reiten. Die Münzen weisen keine Köpfe auf, die Schwert-Karten zeigen richtige Schwerter, die Becher haben keine Deckel und die Keulen auf den Stab-Karten sind eher grob.
Das Cadiz-Bild existiert nur noch in Lateinamerika.