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Bolt (2008)
Bolt: Ein Hund für alle Fälle
Bolt (2008) Bolt: Ein Hund für alle Fälle
Oder: The Six-Million-Dollar-Dog
Bolt (Stimme von John Travolta) ist kein normaler Hund. Er kann wahnsinnig schnell rennen, hat ein Supergebell, und von seinem Intellekt fangen wir gar nicht erst an. Er und seine Menschenfreundin Penny (Stimme von Miley Cyrus) jagen die Bösewichter in schöner Regelmässigkeit, um den von Dr. Calico (Stimme von Malcolm McDowell) entführten Vater von Penny zu befreien. Und den Schergen des Bösen geben sie in spektakulärer Weise immer wieder eins aufs Dach.
Was Bolt nicht weiss, ist, dass sein aufregendes Leben von diversen TV-Kameras gefilmt wird und er der Star einer Fernsehshow ist. Inmitten von Spezialeffekten und Actionsequenzen wird dem Hund vorgegaukelt, dass er ein Superheld ist. Dass der Kleine sogar in den Drehpausen mit der "bösen" Katze streitet, passt das wie die Faust aufs Auge.
Eines Tages entkommt Bolt seinen Bewachern, flieht vom Set und fällt in eine Kartonschachtel. Er wird darin nach New York transportiert, und da Penny in der letzten Folge der Serie entführt wurde, vermutet der Hund natürlich Dr. Calico hinter dem Komplott und macht sich auf die Suche nach seiner Freundin. Nur langsam stellt er fest, dass er anscheinend doch keine tollen Superkräfte hat und findet in der zynischen Katze Mittens (Stimme von Susie Essmann) und dem riesigen Fan und Hamster Rhino in einer Kugel Verbündete für den langen und beschwerlichen Weg von New York nach Hollywood.
Was als einfacher Weg nach Hause beginnt, wird für den Fernsehhund eine Reise des Lernens. Endlich darf er Hund sein, Bällen hinterher springen und bei fahrendem Zug dem Kopf aus dem Fenster halten. Hat Bolt Penny bereits vergessen?
Film-Rating
Wenn Disney in den letzten Jahren unter ihrem eigenen Logo abendfüllende Zeichentrickfilme produzierten, kamen dabei Werke wie Chicken Little oder der etwas gar gewöhnungsbedürftige Meet the Robinsons heraus. Nun nimmt die Company mit Bolt einen neuen Anlauf, und für einmal scheinen die Macher die Kurve gekriegt zu haben.
Stimmlich unterstützt von John Travolta und dem aufkommenden Jungstar Miley Cyrus wird eine flotte und glatte Geschichte geboten, die nicht nur sauber animiert wurde, sondern auch von den Charakteren und deren Sprüchen her durchaus zu gefallen weiss. Vor allem natürlich der Hamster in der Kugel ist zum Schiessen. Und auch die Tauben, die immer wieder auftauchen, treffen mit ihrer Art und Weise genau ins Schwarze.
Gegen die Nebenfiguren, bei denen auch die Katze "Mittens" schön punkten kann, ist Bolt selber ein bisschen brav geraten. Klar, wenn am Anfang die Geschichte im Tierheim anfängt und der junge Hund herzig rumtollt, wird sich kaum einer ein "Jööh" verkneifen können. Danach hätte der titelgebende Charakter durchaus ein paar Ecken und Kanten haben dürfen, anstatt sich halt einfach über die nicht mehr vorhandenen Superkräfte zu nerven und seine recht US-typische Lektion zu lernen.
Die Story braucht ein bisschen, bis sie in die Gänge kommt, und es dauert dann auch etwa 40 Minuten, bis der herrliche Hamster seinen Auftritt hat. Davon abgesehen bietet Bolt sehr schöne und farbenfrohe Unterhaltung, die glücklicherweise den Kids gefallen und den Grossen nicht verleiden wird. Die bekannten Sprecher, unter denen sich auch Wrestling-Legende "Macho Man" Randy Savage befindet, tun ihr Übriges, um den Film zu einem richtig guten Trickfilm zu machen.
Fazit: Bolt spielt flott mit in der Spitzengruppe der Disney-Animationsfilme. Er ist flott, unterhält sehr gut und hat mit dem Hamster "Rhino" einen richtig coolen Charakter im Cast, der schon alleine fast das Eintrittsgeld wert ist.
Übrigens läuft Bolt in den Staaten in der 3-D-Fassung. Ob das auch in den wenigen Schweizer Kinos mit technischer Möglichkeit dazu in Frage kommt, dürfte sich ab Januar 2009 beantworten.
OutNow.CH:
05.01.2009 / muri
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