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Was die Thurgauer Erdbeeren mit Chile zu tun haben. Und wieso bei Yogurtlandia in St. Gallen die „Königin der Beeren“ nicht aus Marokko kommt.
Bei uns waren die kleinen, aromatischen Walderdbeeren schon lange beliebt. Der grosse Nachteil ist aber, dass sie sehr klein sind. Im Jahr 1712 brachte der französische Marineoffizier Fraisier die „Fragaria chiloensis“ nach Europa. Die Früchte waren viel saftiger, grösser und fleischiger. Die Frucht wächst natürlicherweise auf dem ganzen amerikanischen Kontinent, von Alaska bis Feuerland. In Holland wurde sie 1766 mit der „Fragaria virginiana“ gekreuzt. So entstand unsere heutige Gartenerdbeere. Die Thurgauer Erdbeeren sind also wie die Kartoffeln, Tomaten, der Mais und viele weitere Nahrungsmittel eine erfolgreiche Ansiedlung aus der „neuen Welt“.
Erdbeeren schmecken reif und frisch geerntet am besten. Aus diesem Grund importieren wir bei Yogurtlandia St. Gallen keine Erdbeeren aus Marokko. Und auch weil wir es ein bisschen unsinnig finden, eine Frucht zu importieren die tausende von Kilometern herangekarrt werden muss. Und dann erst noch wenig bis gar keinen Geschmack hat, weil sie halbreif geerntet wird.
Zum Schluss einige Fakten zur „Königin der Beeren“:
- im Französischen ist die Erdbeere nach ihrem Importeur benannt, „la fraise“
- sie enthält mehr abwehrstärkendes Vitamin C als Orangen, 200 g Erdbeeren enthalten 126 mg Vitamin C, das ist mehr als der Tagesbedarf
- sie ist reich an Folsäure, In 200 g Erdbeeren sind 82 mg Folsäure enthalten, das entspricht 25% der Tagesempfehlung
- Ernährungsexperten setzen Erdbeeren wegen ihres hohen Folsäure- und Eisen-Gehaltes gegen Blutarmut ein