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Maturitätsprofile
Am Realgymnasium werden das altsprachliche und das neusprachliche Profil angeboten. In jedem Profil lässt sich durch die Wahl eines Schwerpunktfachs eine Sprache besonders vertiefen. Folgende Kombinationen von Schwerpunktfach und dritter Sprache sind möglich:
Altsprachliches Profil
Neusprachliches Profil
Das Realgymnasium bietet sowohl im alt- als auch im neusprachlichen Profil die Möglichkeit, einen zweisprachigen Lehrgang mit Immersionsunterricht zu durchlaufen. Schülerinnen und Schüler dieses Lehrgangs können neben der Eidgenössischen Matur als zweite Abschlussprüfung auch das International Baccalaureate ablegen, welches von vielen ausländischen Hochschulen anerkannt ist.
1. Maturitätsfächer
Maturitätsfächer sind sieben Grundlagenfächer, ein Schwerpunktfach und ein Ergänzungsfach.
Grundlagenfächer sind:
Als Schwerpunktfach können gewählt werden:
Griechisch und Spanisch werden nur als Schwerpunktfach angeboten. Eine Sprache, die als Grundlagenfach belegt wird, kann nicht gleichzeitig als Schwerpunktfach gewählt werden.
Das Ergänzungsfach ist aus den folgenden Fächern auszuwählen:
Im letzten Schuljahr werden sieben Maturitätsfächer unterrichtet. Dabei müssen die Schülerinnen und Schüler zwei Fächer als Präferenzfächer auswählen. Die Wahl muss aus den folgenden sechs Grundlagenfächern erfolgen:
Der Unterricht in den vier nicht gewählten Grundlagenfächern wird am Ende der 5. Klasse abgeschlossen. Die Kombinationen Geschichte/Geografie und Chemie/Physik sind nicht möglich.
Die Einführung in Wirtschaft und Recht findet als eigenständiges Fach im ersten Semester der 5. Klasse mit 2 Wochenstunden (1 Jahresstunde) statt; der Unterricht erfolgt mit Schwerpunkt im betriebswirtschaftlichen Bereich.
In Geschichte /Staatskunde werden im 2. Semester des 10. Schuljahres Themen mit Schwerpunkt im rechtskundlichen Bereich, in Geografie im 10. Schuljahr solche mit Schwerpunkt im volkswirtschaftlichen Bereich behandelt.
2. Maturitätsarbeit
Schülerinnen und Schüler müssen eine grössere, eigenständige schriftliche oder schriftlich kommentierte Arbeit erstellen und mündlich präsentieren.
Die Wahl des Faches, in dem die Maturitätsarbeit geschrieben werden soll, ist frei. Die Anforderungen für die Maturitätsarbeit werden in einem hausinternen Reglement festgehalten.
Die Arbeit muss im 1. Semester der 6. Klasse ausgeführt werden. Den Schülerinnen und Schülern wird in Fortsetzung des Sammelhalbtags der 5. Klasse jede Woche an einem unterrichtsfreien halben Tag Zeit für die Erstellung der Maturitätsarbeit gegeben.
3. Weiterer obligatorischer Unterricht
Neben den neun Maturitätsfächern (siehe 2.) finden am Realgymnasium folgende obligatorische Fächer statt:
4. Fakultativfächer
Der Fakultativbereich umfasst verschiedene Sprachen (Italienisch, weitere Sprachen wie Russisch, Spanisch etc.), Religion, Informatik, Psychologie, Kurse im bildnerisch gestaltenden und im musikalischen Bereich, Kurse in Sport und Tanz und wechselnde Angebote (z.B. aktuelle Weltpolitik, innenpolitische Fragen, Astronomie usw.).
Zeitpunkt der Wahlentscheide
Das MAR gibt Schülerinnen und Schülern mehrere Möglichkeiten, ihre Fächerkombination und die Gestaltung ihrer Maturitätsprüfung mitzubestimmen. Die Wahlentscheide müssen aber jeweils auf einen festgelegten Zeitpunkt hin getroffen werden.
1. Maturitätsprofil
Die Wahl des Maturitätsprofils erfolgt auf Beginn der 3. Klasse.
2. Musisches Maturitätsfach
Die Wahl des musischen Maturitätsfachs erfolgt auf Beginn der 3. Klasse.
3. Schwerpunktfach
Werden Spanisch oder Griechisch als Schwerpunktfach gewählt, muss die Wahl auf Beginn der 3. Klasse erfolgen.
Latein, Englisch und Italienisch werden auf Beginn der 5. Klasse als Schwerpunktfach gewählt.
4. Präferenzfach
Das Präferenzfach wird auf Beginn der 6. Klasse gewählt. Ein Präferenzfach kann gleichzeitig nicht auch Ergänzungsfach sein.
5. Ergänzungsfach
Das Ergänzungsfach wird auf Beginn der 6. Klasse gewählt. Ein Ergänzungsfach kann gleichzeitig nicht auch Präferenzfach sein.
Besondere Unterrichtsformen
Es bestehen - neben dem normalen Unterricht im Klassenverband - verschiedene besondere Unterrichtsformen, die die Schülerinnen und Schüler dazu erziehen, sich selbst Ziele für ihr Lernen zu setzen und ihre Lernfortschritte selbstständig zu dokumentieren und zu reflektieren.
1. Halbklassen
Beim Halbklassenunterricht wird die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, damit die Schülerinnen und Schüler vermehrt gefördert werden können und ein Eingehen auf ihre Bedürfnisse leichter möglich ist. Schülerinnen und Schüler haben bessere Möglichkeiten, sich mündlich am Unterricht zu beteiligen, was besonders beim Sprachunterricht von grosser Bedeutung ist.
2. Praktikum
In den naturwissenschaftlichen Fächern und in Geografie werden Übungen als Erweiterung und zur Ergänzung des Normalunterrichts (sog. Praktika) durchgeführt. Die beschränkte Anzahl Laborplätze und die nötige intensive Betreuung der Schülerinnen und Schüler bedingen während den Praktika die Aufteilung der Klassen in Halbklassen.
3. Sammelhalbtag
In der 5. Klasse ist ein halber Wochentag unterrichtsfrei. Am Sammelhalbtag sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, selbstständig über längere Zeit an Projekten zu arbeiten. Der Sammelhalbtag dient damit der Förderung der Konzentration und der Vorbereitung auf die Hochschule.
Es sind jeweils drei Fächer, die für die Aufgabenstellung am Sammelhalbtag zuständig sind: Im 1. Semester der 5. Klasse Deutsch, Mathematik und das Schwerpunktfach; im 2. Semester der 5. Klasse Französisch, Geschichte und das Schwerpunktfach.
4. RG-Woche
Zweimal pro Schuljahr wird der normale Stundenplan für eine Woche, die RG-Woche, aufgehoben. Diese Woche dient dem Projektunterricht zu verschiedensten Themen, zum Teil extern, zum Teil klassenübergreifend, in vielfältiger Form. In neu zusammengestellten Klassen wird meist eine Projektwoche unter Leitung der Klassenlehrerin/ des Klassenlehrers durchgeführt, um die soziale Zusammenarbeit zu fördern.
In der 4. Klasse findet im Rahmen der RG-Woche die Medienwoche statt: Kleine Gruppen arbeiten unter der Leitung von Journalistinnen, Journalisten und weiteren Medienschaffenden.
Im Weiteren sind externe Arbeitswochen und ein Sozialeinsatz in die RG-Wochen integriert.
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