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Die Organe im kleinen Becken (Blase, Gebärmutter, Darm) werden durch Bindegewebe und den Beckenboden in ihrer Position gehalten. Ein Absinken der Organe durch nachlassendes Bindegewebe oder einen schwächer werdenden Beckenboden kann mit Beschwerden verbunden sein: Druck- und Fremdkörpergefühl in der Scheide, Schmerzen im Becken oder bei der Ausübung der Sexualität sowie auch Inkontinenz. Das Absinken von Blase, Scheide, Gebärmutter und Darm kann verschiedene Ursachen haben:
Eine Senkung von Organen im Becken kann aber muss nicht unbedingt Beschwerden hervorrufen. Die Entscheidung für eine Therapie oder auch eine Operation orientiert sich massgeblich an den Beschwerden.
Die Behandlung von Senkungsbeschwerden erfolgt zunächst immer konservativ, so mit Hilfe:
Bereitet eine Senkung Beschwerden und führen konservative Massnahmen nicht zu einer Linderung, so kann eine operative Korrektur der Organsenkung im Becken erwogen werden. Dabei stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Welche Operation für welche Patientin in Betracht kommt, ist abhängig vom Alter, dem Schweregrad der Senkung, der Beschaffenheit des Bindegewebes, den aktuellen Lebensumständen und individuellen Bedürfnissen der Patientin abhängig. Es gibt grundsätzlich zwei Operationsverfahren:
Dabei wird das weiche, lockere Bindegewebe unter der Blase bzw. dem Darm gerafft, so können die Organe angehoben werden. Eine abgesenkte Gebärmutter kann mit Hilfe eines Fadens neu aufgehängt und fixiert werden. Nach der Operation gilt es, sich je nach Eingriff für ca. 8-12 Wochen zu schonen und vor allem nicht zu schwer heben, damit das OP-Ergebnis nicht gefährdet ist.
Die Netze stützen den Beckenboden und damit die vom Beckenboden gehaltenen Organe: Blasen, Gebärmutter und Darm. Den Einsatz synthetischer Netze empfehlen Fachgesellschaften dann, wenn angenommen wird, dass mit der Operationsmethode mit Eigengewebe keine nachhaltig guten Resultate erzielt werden können. Dies ist der Fall bei: Wiederholtem Absinken des Beckenbodens nach einer bereits zuvor erfolgten Straffung des Eigengewebes oder wenn das Bindegewebe zu weich oder die Patientin stark übergewichtig ist.
Netze sind Fremdkörper und bergen ein gewisses Risiko für Komplikationen. Andererseits sind heutzutage modernere Netze auf dem Markt, die weitmaschiger gearbeitet sind als die Netze der ersten Generationen, und daher zu einer weit geringeren Komplikationsrate führen, wenn sie von einem erfahrenen Operateur eingesetzt werden.
Die Da Vinci Operation, die eine Weiterentwicklung der minimalinvasiven Schlüssellochtechnik darstellt, bietet dem Operateur durch exzellente 3D-Sicht und -3-D-Bewegungsfreiheit der Instrumente des Operationsroboters die Möglichkeit komplexe Eingriffe aussergewöhnlich präzise, komplikationsarm und schonend durchzuführen.