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Wann ist ein Text ein Text? –
Sieben Kriterien
Was macht einen Text aus? Was muss er erfüllen, um bei den Leserinnen und Lesern anzukommen? Wie muss er daherkommen, dass er verstanden wird und eine – beabsichtigte – Wirkung auslöst? Von einem theoretischen Modell ausgehend möchte ich so anschaulich wie möglich erläutern, an welchen Leitlinien sich Schreibende orientieren können.
Von der Theorie in die Praxis
Sprachlich Bewanderte unter Ihnen vielleicht und Linguisten ziemlich sicher kennen die Herren Robert-Alain de Beaugrande (1946–2008) und Wolfgang Ulrich Dressler (*1939). Die beiden österreichischen Sprachwissenschaftler haben sich durch ihre 1981 aufgestellten sieben Kriterien der Textualität in ihrer Wissensgemeinde einen Namen gemacht. Textualitätskriterien? Schön und gut, sagen Sie sich jetzt womöglich, aber was hat das mit mir zu tun? Wieso soll mich das interessieren? Ich gebe zu, der Kriterienkatalog von de Beaugrande und Dressler ist sehr theoretisch. Aber er hat für alle schreibenden Menschen dieser Welt etwas Grundlegendes zum Thema: Er definiert Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Text als kommunikativ gilt. Mit anderen Worten: damit er bei seinen Leserinnen und Lesern ankommt und verstanden wird. Meine Herausforderung ist nun, Ihnen diese Kriterien so praktisch und konkret wie möglich zu erläutern.
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