Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03312.jsonl.gz/1256

Allergien können sich auf verschiedene Arten äussern, zum Beispiel durch Reaktionen der Augen, der Nase, der Lungen oder der Haut. Ist die Nase betroffen, so spricht man von Nasenschleimhautentzündung, bei den Augen von einer Bindehautentzündung und bei den Lungen von Asthma.
Eine allergische Nasenschleimhautentzündung, zum Beispiel ein „Heuschnupfen“, äussert sich oft durch Niesen, eine verstopfte und juckende Nase. Anzeichen einer Bindehautentzündung sind ein gerötetes, tränendes und juckendes Auge. Personen, die an Asthma leiden, haben manchmal nur einen leichten Husten. Es gibt aber auch schwerere Formen, die mit grosser Atemnot einhergehen.
Allergien sind Überempfindlichkeitsreaktionen auf bestimmte Elemente, die sogenannten Allergene. Man unterscheidet zwei Arten von Allergenen: solche, die saisonale Reaktionen hervorrufen, und solche, die ganzjährig Beschwerden verursachen.
Saisonale Allergien werden durch Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern ausgelöst, während ganzjährige Allergien auf Staubmilben, Schimmelpilze und Tierhaare zurückgehen.
Saisonale und durch eine einmalige Berührung mit einem Tier hervorgerufene Nasenschleimhaut- und Bindehautentzündungen äussern sich oft „explosiver“ mit Niesanfällen und einer laufenden Nase, während ganzjährige Allergien vor allem mit einer verstopften Nase einhergehen.
Die wirksamste Behandlung besteht natürlich darin, das verantwortliche Allergen wenn möglich zu meiden. Bei einer Allergie gegen Tiere sollte man dem betreffenden Tier wenn möglich aus dem Weg gehen, bei einer Allergie gegen Staubmilben die Berührung mit Staub reduzieren. Detaillierte Ratschläge finden Sie auf der Website des Allergiezentrums Schweiz www.aha.ch.
Zur Linderung der Beschwerden einer Nasenschleimhaut- bzw. Bindehautentzündung empfehlen sich drei verschiedene medikamentöse Behandlungen: Tropfen für die Augen und Spray für die Nase. Manchmal ist auch die orale Einnahme einer antiallergischen Tablette notwendig. Diese Medikamente können unabhängig voneinander oder bei heftigen allergischen Reaktionen auch gleichzeitig eingenommen werden.
In bestimmten Fällen kann der Arzt auch eine Desensibilisierung vorschlagen, d. h. eine Behandlung mit dem Ziel der Heilung des Allergiepatienten. Diese Behandlung erstreckt sich über mehrere Jahre und kann bei Allergien gegen Pollen, Staubmilben oder Insektengift (Bienen, Wespen) eingesetzt werden.
Besondere Vorsicht ist bei heftigen allergischen Reaktionen geboten, vor allem, wenn sie mit Atembeschwerden einhergehen. Asthma kann sich anfangs nur durch einen einfachen Husten oder eine leichte Kurzatmigkeit bemerkbar machen, bevor sich die Symptome bis hin zu Atemnot verschlimmern.