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Am Mittwoch, 13. September, geht die National League in die neue Saison. Zum Auftakt empfängt Fribourg-Gottéron Lausanne. Alles, was du zur Eishockeysaison wissen musst, haben wir hier zusammengetragen:
Das sind die neuen Regeln
In der vergangenen Saison sorgte besonders eine Regel für viele Diskussionen: die visuelle Torhüterbehinderung. Deshalb haben sich die Klubverantwortlichen im Sommer getroffen und beschlossen, die Interpretation laut dem internationalen Regelwerk anzuwenden. Diese besagt, dass sich der angreifende Spieler in einer «signifikanten Position im Torraum befinden muss», damit es sich um eine Torhüterbehinderung handelt.
Natürlich gibt es auch hier wieder Interpretationsspielraum. Um wenigstens ein bisschen Klarheit zu schaffen, wird der Torraum neu im 2D-Format statt wie bisher im 3D-Format beurteilt. Das heisst konkret: Der angreifende Spieler muss sich mit mindestens einem Schlittschuh im Torraum befinden, damit überhaupt eine visuelle Torhüterbehinderung möglich ist.
Eine weitere Regelanpassung betrifft die «grosse Strafe». Diese kann nach einem Video Review auch ganz annulliert werden. Bisher resultierte mindestens eine 2-Minutenstrafe.
Die dritte Regelanpassung besagt, dass neu mit 5 gegen 5 Feldspielern weitergespielt wird, wenn pro Team je ein Spieler gleichzeitig eine Strafe erhalten hat. Bisher wurde in einem solchen Fall mit je 4 Spielern weitergespielt.
Jetzt geht es ohne Helm aufs Eis
Der Einlauf der Spieler vor der Partie erfolgt neu ohne Helm. So erkennt man die Protagonisten besser. Die Helme werden vor der Spielerbank auf der Bande bereitgelegt, die Spieler holen diese nach dem Aufstellen auf der blauen Linie.
Play-In statt Pre-Playoff
Der Modus für die letzten beiden Playoff-Tickets ist geändert worden. Die Teams, die nach der Regular Season auf den Rängen 7 bis 10 klassiert sind, absolvieren neu das Play-In.
Das Team auf Rang 7 spielt gegen jenes auf Rang 8. Der Sieger ist für die Playoffs qualifiziert. Das Team auf Rang 9 spielt gegen jenes auf Rang 10, dort trifft der Sieger auf den Verlierer der Paarung 7 gegen 8. Der Gewinner dieser Partie steht ebenfalls in den Playoffs.
Diese Play-In-Partien werden in einem Hin- und Rückspiel ausgetragen. Eine Verlängerung gibt es nur im zweiten Spiel, sollte das Gesamtscore aus den zwei Spielen unentschieden sein.
Weiter gibt es in den Play-In-Serien ein Powerbreak pro Drittel. Was nach viel Dynamik und Action tönt, ist im Grunde genommen einfach eine 45-sekündige Werbepause.
Neue Aufstiegsbedingungen für die Swiss-League-Clubs
Will ein Club aus der Swiss League in die National League aufsteigen, müssen die Bestimmungen bezüglich Infrastruktur, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit erfüllt sein.
In Bezug auf die Wirtschaftlichkeit heisst das, dass der Club bereits Ende Oktober – zum Zeitpunkt der Gesuchsstellung – eine gesunde Bilanz mit genügend Eigenkapital und ausreichend Liquidität ausweisen muss.
Neuer Spielplan in der National League
Pro Club gibt es nur noch ein Sonntagabendspiel pro Saison. Bei diesen Spielen bist du auf TV24 im Free-TV dabei, der Sender zeigt alle Sonntagsmatches live und exklusiv. Die Highlights aller weiteren Spieltage sind jeweils um 22 Uhr zuerst auf TV24 im Free-TV zu sehen.
Ausgewählte Playoff-Partien und auch die komplette Finalserie wird ebenfalls im Free-TV auf den Sendern TV24 und 3+ live übertragen. Die beiden Sender gehören zu CH Media, der auch die Today-Portale angehören. Das hat den Vorteil, dass du die Highlight-Clips anschliessend auch hier online sehen kannst.
Die neuen Ausländer in der National League
Auf diese Saison hin laufen 28 ausländische Spieler zum ersten Mal für National-League-Clubs auf:
Kurz vor Saisonstart hat zum Beispiel der SC Bern noch den Stürmer Joona Luoto (25) verpflichtet. Der Finne kam vergangene Saison immerhin auf sieben NHL-Einsätze für die Columbus Blue Jackets und mehrere Spiele in der AHL für die Cleveland Monsters.
Doch der Reihe nach. Der amtierende Meister Genf-Servette reagierte nach den Abgängen von Henrik Tömmernes und Linus Omark. Mit Theodor Lennström (28) haben die Genfer einen neuen schwedischen Verteidiger der Extraklasse, der über einen sehr guten Schuss verfügt. Gespannt sein darf man auch auf den Finnen Sakari Manninen (31), der zuletzt im Farmteam von Las Vegas spielte.
Der EHC Biel hat zwei neue Ausländer verpflichtet: den Finnen Ville Pokka (29) und seinen Landsmann Aleksi Heponiemi (24). Das Augenmerk dürfte hier insbesondere auf Heponiemi liegen, der Center war 2017 der Zweitrundendraft, konnte sich aber in der NHL nicht richtig durchsetzen. Wegen einer Verletzung fällt er jedoch lange aus.
Die ZSC Lions haben so richtig auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Der Lette Rudolfs Balcers (26) spielte in der AHL und der NHL. Ebenfalls AHL-Erfahrung sammelte der Schwede Jesper Frödén (28). Und der Kanadier Derek Grant (33) hat für mehrere NHL-Teams die Schlittschuhe geschnürt.
Kristian Näkyvä (32) ist der neue Finne beim HC Davos. Dass er Qualitäten hat, bewies er vergangene Saison bei Örebrö mit 36 Scorerpunkten in 52 Spielen.
Zwei Schweden spielen neu für den EV Zug: Lukas Bengtsson (29) hat eine gute Übersicht im Spielaufbau, Andreas Wingerli (25) ist als Stürmer erstaunlich sicher in der Defensive.
Lediglich einen neuen Ausländer hat Fribourg geholt. Der Schwede Andreas Borgman (28) ist dafür bekannt, dass er den Puck auch in besonders brenzligen Situationen behaupten kann, er hat eine überragende Physis und einen gefährlichen Schuss.
Richtig gross eingekauft hat auch der SC Bern. Nebst dem bereits erwähnten Joona Luoto sind gleich fünf weitere Ausländer zu den Bernern gekommen: Die Schweden Adam Reideborn (31) und Patrik Nemeth (31), der Finne Julius Honka (27), der Tscheche Martin Frk (29) und der Kanadier Corban Knight (32).
Zwei neue Ausländer gibt es beim EHC Kloten. Eine Wundertüte ist Tyler Morley (31). Der Kanadier spielte bereits in Österreich, Finnland, Schweden und Deutschland. Als sehr torgefährlich gilt der andere Neuzugang, der Finne Niko Ojamäki (28).
Von Schweden kommt der Kanadier Joey LaLeggia (31) zum HC Lugano, der als Verteidiger für Jönköping auch schon einige Tore geschossen hat. Ebenfalls aus Kanada kommt Michael Joly (28). Und dieser Mann hat es in sich: In der Saison 2021/2022 kam er in der finnischen Liga auf 50 Scorerpunkte in 58 Spielen, vergangene Saison waren es sogar 64 Punkte in 60 Partien.
Lausanne verzeichnet zwei Neuzugänge aus dem Ausland: der Schwede Lawrence Pilut (27) und der Finne Antti Suomela (29). Mit dem Kanadier Laurent Dauphin (28) und dem Schweden Jakob Lilja (30) hat Ambri-Piotta zwei neue Optionen im Sturm.
Drei Neue gibt es bei den SCL Tigers. Als ausgezeichneter Verteidiger gilt der Finne Juuso Riikola (29), technisch stark ist der US-Amerikaner Anthony Louis und ebenfalls aus den USA kommt Sean Malone (28).
Damit bleiben noch die Rapperswil-Jona Lakers und der HC Ajoie. Diese beiden Mannschaften haben zwar ebenfalls neue Ausländer verpflichtet, allerdings nur von Ligakonkurrenten.
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(rr)