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Britta Gelpke (25. Januar 1927 – 28. Juli 2019) wuchs nach einem Umzug aus dem Walliser Saas im Zürcher unterland auf. Durch Ihren Vater Ludwig Gelpke der neben seinem Tagesberuf als Arzt die Malerei verfolgte, setzte sie sich schon früh ihr Berufsziel fest, Malerin zu werden. Um ein finanzielles Standbein zu haben und um die Bitte der Eltern zu erfüllen, absolvierte sie eine Lehre als Rahmenmacherin und Vergolderin bevor sie sich Anfangs zwanzig vollkommen der Malerei zu widmen begann. 1948 begann sie, wohl durch die Kontakte des Vaters, einen halbjährigen Aufenthalt in Oschwand als Schülerin von Cuno Amiet. Die beiden standen noch viele Jahre in Kontakt, so schickte ihr Amiet auch Postkarten und bedankte sich für Rahmen die Britta hin und wieder für ihn angefertigte.
Sie arbeitete und lebte vor allem in Basel wo sie einige Ausstellungen hatte und einige Bilder verkaufen konnte, jedoch reichten die Einkünfte nicht um allein von der Malerei zu Leben, weshalb sie ihre Arbeit als Rahmenmacherin und Vergolderin weiterhin ausführte. Ihre Zeiten bei Amiet scheinen sie sehr geprägt zu haben, rückblickend schreibt Britta zu ihrer Malerei: „Ich liebe die einfachen Farben Grün, Blau, Lila, Rot, Gelb. Und ich versuche mit einfachem Farbklang eine ganze Landschaft, eine Figur, eine Stimmung herzustellen...“ Eine künstlerische Position die sie mit Amiet teilte.
Mit Arthur Bolliger lernte sie 1962 ihren zukünftigen Ehemann kennen mit dem Sie eine Familie gründete, wobei Sie weiterhin die Malerei verfolgte. In den 1980er Jahren gibt sie die Malerei doch erschöpft auf. Der erträumte Erfolg und die Anerkennung für ihr künstlerisches Schaffen bleiben ihr Zeit ihres Lebens verwehrt. Ein Jahr nach ihrem Tod im August 2018 wird hier Britta Gelpke doch ein Plattform gegeben um ihr Lebenswerk, ihre Malerei und ihre Beziehung zu Cuno Amiet zu würdigen.