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Die Geschlechtswerkzeuge sind nicht, wie bei
den übrigen Echinodermen, in der Fünfzahl vorhanden, sondern bilden einen oder
zwei Büschel verästelter Schläuche, die sich in der Nähe des Mundes nach außen öffnen. Die Synaptiden
sind Zwitter. Die Entwickelung verläuft vielfach mit bedeutender Metamorphose; die Larven heißen Auricularia. In einzelnen
Fällen existieren bei den Weibchen besondere Bruträume, auch bleiben die Jungen wohl noch eine Zeitlang der Mutter angeheftet.
- Die Holothurioideen leben auf dem Meeresboden in der Nähe der Küste oder in größerer Tiefe und bohren sich in
den Sand ein oder kriechen auf den Algen,
[* 7] Korallen
[* 8] etc. umher.
IhreNahrung besteht aus kleinen Organismen; Cucumaria (s. beifolgende Tafel) schiebt die Tentakeln einen nach dem andern in
den Mund und leckt die daran befindlichen Tierchen ab, während die meisten Holothurioideen sich
den Darm mit Sand anfüllen und denselben nach Verdauung der in ihm enthaltenen Nahrung durch den After wieder entfernen. Beunruhigt,
ziehen sie alle erst die Tentakeln ein, spritzen dann alles in den Wasserlungen enthaltene Wasser in starkem Strahl aus und
kontrahieren sich bei weiterm Reiz so stark, daß sie den ganzen Darm nebst einem großen Teil der Eingeweide
[* 9] durch den After ausstoßen. (Der Darm soll wieder ersetzt werden können.) Die Synaptiden zerbrechen sich sogar in einzelne
Ringe und sind darum nur schwer unverletzt zu erhalten. - Fossile Holothurioideen sind bisher mit Sicherheit nicht aufgefunden
worden; man beschreibt aus den SolnhofenerSchiefernAbdrücke von ganzen Synapten und auch sonst noch Kalkkörperchen. - Die
Holothurioideen zerfallen in zwei Gruppen: die Fußlosen (Molpadidae und Synaptidae) und die Gefüßten (Aspidochirotae, Dendrochirotae
und Rhopalodinidae).
Unter den erstern ist bemerkenswert die Synapte(Synapta inhaerens Eschsch.,
[* 2]
Fig.
2); von den letztern werden mehrere Arten als Trepang (s. d.) als Eßware in den Handel gebracht. In denGattungen Holothuria und Stichopus hält sich ein sonderbarer Fisch, Fierasfer, auf, welcher sich zum Wohnort gewöhnlich die
Wasserlungen auswählt, er gelangt in diese mit dem Schwanz voran durch den After und hält dann aus dem
Hinterende der Holothurie heraus Umschau nach seiner Nahrung, die aus kleinen Krebsen besteht. Häufig sitzen in
[* 2]
^[Abb.: Fig. 1. Kalkkörperchen von Holothurien.
Fig. 2. Vorderende
von Synapta inhaerens (vergrößert).]
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mehr
einer Holothurie ein halbes Dutzend dieser lästigen Gäste, deren sich der geplagte Wirt nicht erwehren kann.