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- Im Sudan haben Opposition und Armee eine Vereinbarung unterschrieben.
- Sie sieht vor, dass bald eine Übergangsregierung eingesetzt wird und die Macht vom Militär an die Zivilgesellschaft übergeben wird.
- Es soll auch ein Übergangsparlament geben und in drei Jahren sollen freie Wahlen folgen.
Bei der Unterzeichnung waren auch zahlreiche ranghohe Politiker-Delegationen aus den Nachbarländern anwesend. Unmittelbar danach gab es in der Hauptstadt Khartum und anderen grossen Städten des Landes Jubelfeiern.
Die Studentin Alas Salah, eine Ikone der Protestbewegung, erklärte: «Ich denke, das ist heute der erste Schritt in Richtung einer echten, zivilen Regierung. Heute ist der Augenblick, in dem das sudanesische Volk die Früchte seiner Revolution ernten kann, von der es träumte und für die viele starben.». Bekannt ist sie, seit sie im weissen traditionellen Gewand von einem Autodach eine flammende Rede hielt.
Heute ist der Augenblick, in dem das sudanesische Volk die Früchte seiner Revolution ernten kann
Nachbarländer halfen
Der Unterzeichnung der abschliessenden Erklärung vorausgegangen waren wochenlange Verhandlungen zwischen Armee und Demokratiebefürwortern. Massgeblichen Anteil an den Verhandlungen hatten auch das Nachbarland Äthiopien und die Afrikanische Union (AU).
Im April hatte das Militär den längjährigen Herrscher Sudans, Omar al-Baschir, gestürzt. Darauf kam es zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Soldaten und Oppositionellen.