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Die Cure d'Attalens ist das erste der von Emile Obrist erworbenen Prestige-Weingütern im Waadtland.
Der Weinbau in den Rebbergen der Cure d'Attalens wurde erstmals im 12. Jahrhundert in den Geschichtsbüchern erwähnt, als die Gutsherren (Seigneurs) von Blonay der Kirche in Attalens ein Weingut in Corsier als Schenkung überliessen. So begann die bewegte Zeit der Cure d'Attalens: Das Weingut wurde von Attalens der Kirchgemeinde Vevey übergeben, diese überliess es während der Berner Eroberung der Waadt (1536) den Bernern, die es wiederum dem Staat Freiburg abtraten. Die Cure d'Attalens ging zurück an Kirchgemeinde Attalens und wurde während den politischen Wirren von 1849 dem Freiburger Staatsrat überlassen. Das Weingut wurde in der Folge erneut mehrfach weitergereicht, bis es das Weinhaus Obrist & Cie in Vevey am 2. Mai 1896 erwarb.
Aktuell umfasst das Weingut rund 15 ha Rebland an einem Stück in der Ursprungsregion Chardonne. Diese Rebterrassen sind vorwiegend mit Chasselas bepflanzt: dieser Parade-Rebsorte der heimischen Weinberge, aus welcher der seit Jahrzehnten bekannte, terroirtypische Weisswein, der Cure d'Attalens Grand Cru, entsteht. Eine Rebparzelle dient ausschliesslich dem Anbau von roten Rebsorten: Es sind dies heute Gamay, Galotta, Regent und Merlot, die traditionell vinifiziert und als wunderbare Assemblage Cure d'Attalens Rouge Grand Cru auf den Markt gelangt.
Vor fünf Jahren (2011) wurde eine Parzelle von 3'000 m2 mit Viognier bestockt. Diese in den nördlichen Côtes du Rhône für ihre fantastischen Weine bekannte weisse Rebsorte, entfaltet hier ihr wunderbares Potential, insbesondere dank einer optimalen Sonnenbestrahlung der Weinberge der Cure d'Attalens. Der Viognier enthüllt komplexe Aromen von Pfirsich, Aprikose und delikate Veilchen- und Akaziendüfte. Am Gaumen präsentiert er sich konzentriert und von schönster Weichheit.
Die Reben der Cure d'Attalens werden an Drahtrahmen auf Terrassen angepflanzt. Vier emeritierte Winzer, Corinne Buttet sowie Jean-Marc Favez, Yves Neyroud und Gianni Bernasconi, sogenannte vignerons-tâcherons (Auftragswinzer), betreuen die Reben der Cure d'Attalens. Sie unterliegen regelmässigen Qualitätskontrollen am Weinberg durch die Confrérie des Vignerons de Vevey (Organisator der Fête des Vignerons in Vevey, das vier- bis fünfmal pro Jahrhundert stattfindet).
Die Obrist-Winzer werden regelmässig an den Fêtes des Vignerons in Vevey mit Höchstnoten ausgezeichnet. Der Weinkönig des letzten Fête des Vignerons 1999, ist Raymond Favez, früherer Winzer der Cure d'Attalens.