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Marie Thérèse Gobet umriss die Zielsetzung der Initiative: “Bei dieser parlamentarischen Initiative geht es um viel. Es geht um das angeschlagene Vertrauen in die zweite Säule. 1985 ist das Obligatorium der beruflichen Vorsorge eingeführt worden. Bereits fünfzehn Jahre später begann das Vertrauen in die zweite Säule unserer sozialen Sicherheit zu bröckeln. Skandale um exzessive Gewinnentnahmen vonseiten der im BVG-Geschäft tätigen Versicherungsgesellschaften – Sie kennen das Stichwort Rentenklau – führen immer wieder zu Verunsicherung und Protesten. Versicherungsgesellschaften, die jährlich rund eine halbe Milliarde Franken in die eigene Tasche fliessen lassen, und ein Bundesrat, der gleichzeitig zu Leistungskürzungen aufruft – diesen Widerspruch tolerieren die Versicherten nicht mehr. Ihr Nein an der Urne zu einer weiteren Senkung des BVG-Umwandlungssatzes ist ein deutliches Zeichen dafür. Das Vertrauen in die zweite Säule ist angeschlagen.”
Thérèse Kaelin vertrat die Kommissionsmehrheit, welche die Ablehnung empfahl: “L’initiative vise pour l’essentiel à obliger – j’insiste sur le terme "obliger" – les institutions de prévoyance à être elles-mêmes directement propriétaires de l’entier des actifs destinés à financer les prestations d’assurance ou à couvrir la totalité des avoirs de sortie des assurés. La réassurance demeurerait admise pour couvrir les risques de décès, d’incapacité de travail, d’invalidité et ceux liés au grand âge, dans la mesure nécessaire selon les critères actuariels appliqués par les experts en prévoyance professionnelle en fonction de la taille de l’institution de prévoyance. En examinant cette initiative, on se rend compte qu’on mélange deux problèmes. Le premier des deux est celui de la confiance qu’on peut placer dans une assurance qui prend à sa charge les risques et à laquelle on demande en retour de répartir le bénéfice résultant des investissements. C’est le problème de la "legal quote".
Auch Jürg Stahl verwies auf die Bedeutung der Vollversicherungslösung, welche mit der Initiative verunmöglicht würde: “Die Mehrheit der Kommission ist überzeugt, dass wir eigentlich diesen Weg der gemeinsamen Kommissionsinitiative gehen und eben nicht eine Vermischung machen sollten, wie das jetzt die Initianten eigentlich machen. Die Mehrheit der Kommission ist der Auffassung, dass es in der beruflichen Vorsorge vor allem für die KMU weiterhin eine Vollversicherungslösung braucht. Heute bestehen hier 123’000 Versicherungsverträge mit rund 1,15 Millionen Versicherten, und ich glaube, hier darf man im Namen der Mehrheit der Kommission schon sagen, dass der Druck von diesen Unternehmen mit Unterstützung des Gewerbeverbands oder anderer Organisationen sicher höher werden würde, wenn diese 123’000 Unternehmen mit über einer Million Versicherter so unzufrieden wären. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Unzufriedenheit so gross ist, dass sie das alles einfach schlucken, aber diese Vollversicherungslösung ist für manche KMU ein Vorteil; das wurde eingehend diskutiert. Ich glaube, hier kann man nicht von einer Vernachlässigung sprechen. Die Verwaltung schätzt diese Garantiekosten auf rund 0,5 bis 0,6 Prozent des Deckungskapitals, und das ist ein nicht zu unterschätzender Betrag.” Die Initiative wurde mit 110 gegen 52 Stimmen abgelehnt.