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Palladium
ZENTRALE BEGRIFFE
Worauf richtet sich der Fokus der inneren Aufmerksamkeit?
Palladium ist einzig an der Wirkung interessiert, die er nach aussen hat. Er will gefallen, eine gepflegte Fassade zeigen, liebenswürdig erscheinen, Zustimmung und Beifall der anderen erlangen. Er möchte wie ein Gott angebetet und gehuldigt werden.
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Die Themenliste umfasst eine inhaltlich gruppierte Sammlung von Original Prüfungssymptomen
Wie zeigt sich das Leiden des Patienten? (Sekundäre Psora)
Wie kompensiert er sein Leiden? (Egotrophie, Egolyse, Alterolyse)
Wie lautet die eigentliche Hypothese „nach Masi“? (Primäre Psora)
Hier finden Sie spannende Interpretationen von einzelnen Themen oder Symptomen
1. Will flattiert werden
Fühlt sich am besten in Gesellschaft und möchte geschmeichelt werden. He 1.18
Vergisst alle Schmerzen in Gesellschaft, es geht ihr jedoch schlechter am nächsten Tag; misst der Meinung anderer grosses Gewicht bei; mag, wenn man ihr schmeichelt. Cl 1.10
Cl 16.13
2. Hält sich für vernachlässigt; verletzter Stolz. He 1.8
3. Beeinflussbarkeit, die Meinung anderer Leute
Sie legen grossen Wert auf die Meinung anderer Leute, und messen dem, was andere denken, grosse Bedeutung bei, daher sind sie in Gesellschaft sehr erregbar und ihre Beschwerden sind am nächsten Tag schlimmer. He 1.5
Alles, was man sagt oder tut, verdirbt ihr die Stimmung, sie zittert, ihr Gesichtsausdruck verändert sich, ebenso ihre Augen, als würde sie verrückt werden. He 1.11
Vergisst alle Schmerzen in Gesellschaft, es geht ihr jedoch schlechter am nächsten Tag; misst der Meinung anderer grosses Gewicht bei; mag, wenn man ihr schmeichelt. Cl 1.10
Die Symptome werden durch geistige Erregung, verletzten Stolz und fehlende Zustimmung, Anerkennung durch andere ausgelöst oder verschlimmert. Cl 24.4
4. Sie versucht so liebenswürdig als möglich zu erscheinen, ist aber dickköpfig. He 1.14
5. Gesellschaft
Sie legen grossen Wert auf die Meinung anderer Leute, und messen dem, was andere denken, grosse Bedeutung bei, daher sind sie in Gesellschaft sehr erregbar und ihre Beschwerden sind am nächsten Tag schlimmer. He 1.5
Geistige Erregung, vor allem Gesellschaft, aber auch Gehen, verschlimmern ihre Beschwerden im rechten Ovar und in der Leiste; es geht ihr vor allem schlechter am Tag nach einem Musikabend oder nach einer Party. He 1.16
Schlimmer durch erregte Gespräche oder Bewegung. Cl 1.12
Fühlt sich am besten in Gesellschaft und möchte geschmeichelt werden. He 1.18
Cl 1.10, 16.13
6. Am nächsten Tag
Sie legen grossen Wert auf die Meinung anderer Leute, und messen dem, was andere denken, grosse Bedeutung bei, daher sind sie in Gesellschaft sehr erregbar und ihre Beschwerden sind am nächsten Tag schlimmer. He 1.5
Geistige Erregung, vor allem Gesellschaft, aber auch Gehen, verschlimmern ihre Beschwerden im rechten Ovar und in der Leiste; es geht ihr vor allem schlechter am Tag nach einem Musikabend oder nach einer Party. He 1.16
Vergisst alle Schmerzen in Gesellschaft, es geht ihr jedoch schlechter am nächsten Tag; misst der Meinung anderer grosses Gewicht bei; mag, wenn man ihr schmeichelt. Cl 1.10
7. Grösser gewachsen
Beim Gehen scheint es ihm als sei er viel grösser gewachsen; das Gefühl kehrt wiederholt zurück. Das Symptom kehrte später weder im Niederliegen noch im Gehen wieder. A 123
Wenn er abends durch die Strassen geht, scheint es ihm, er sei grösser geworden. He 1.3
8. Zeit erscheint länger
Die Zeit erscheint ihm länger, als ob sie mehr enthielte; wenn er auf die Uhr schaut, ist viel weniger Zeit vergangen als er erwartete. He 1.2
Die Zeit erscheint ihm länger, so oft er auf die Uhr schaut, ist weniger Zeit vergangen als er erwartete. A 2
9. Träume von Häusern
Für nahezu eine Woche hatte er jede Nacht dieselbe Art von Traum, an den er sich jeweils am Morgen erinnerte; von Häusern, Gebäuden, in denen er war oder neben denen er stand, oft als ob er an einem Fenster stehe, Treppen hinauf- und hinuntergehe, durch verschiedene Wohnungen, usw. A 152
He 37.5, Cl 26.5
10. Kirche
Sass drei Stunden in der Kirche, abends, eine langweilige Predigt hörend und stumpfsinnigen Zeremonien folgend, was ihr einen Schmerz im Rücken verursachte, aber keine Kopfschmerzen. Diese hätten zu einer anderen Zeit nicht verfehlt zu kommen. A 91
Abends ging sie zur Kirche und ging rasch nach Hause, als die Menses wiederkamen, wie sie es oft getan hatte nach Anstrengung; es war der siebte Tag seit sie angefangen hatten, und seit sechsunddreissig Stunden war nichts mehr zu sehen gewesen. Das Erscheinen des Menstruationsflusses kann dem Medikament zugeschrieben werden, da er von unterschiedlichem Charakter ist zu dem, welcher üblicherweise nach Anstrengung erscheint, es ist mehr wie klares Blut (zweiter Tag). Die Menses halten an, aber weniger reichlich und wässrig (vierter Tag). A 75
11. Fremdsprache
Extreme Ermüdung abends; fühlt sich geistig kaputt; ist abgeneigt, eine Fremdsprache zu sprechen, die er sonst fliessend spricht; es ist ihm eine zu grosse Anstrengung; er ist dessen überdrüssig. He 1.1
Obwohl er abends üblicherweise müde ist, fühlt er sich geistig völlig kaputt; er ist sehr unbeholfen beim Englischsprechen, es ist eine zu grosse Schwierigkeit, er ist dessen müde. A 6
12. Anstrengung
Abneigung irgendeine Anstrengung zu unternehmen; muss sich hinlegen. Cl 24.2
Schläfrig und faul abends; die Schläfrigkeit und Ermüdung kommt später am Abend wieder; er ist sehr erschöpft, unaufgelegt zum Arbeiten; er legt sich hin und schläft wenn er nur kann A 148
A 75, 122
13. Erschöpfung
Schläfrig und faul abends; die Schläfrigkeit und Ermüdung kommt später am Abend wieder; er ist sehr erschöpft, unaufgelegt zum Arbeiten; er legt sich hin und schläft wenn er nur kann. A 148
Ist so müde, dass er beim Eintritt ins Zimmer schwankt. Cl 2.1
He 1.1, A 6, 121, 150
14. Ungewöhnlich schläfrig abends, während einer Wagenfahrt und Patientenbesuchen, nicht nach dem Heimkommen. A 149
15. Bedrückende Neuigkeiten machen all ihre Symptome schlimmer. He 1.15
16. Wundheitsgefühl im Abdomen nach den Menses, mit Angst und Befürchtung, etwas Schreckliches werde geschehen. Cl 16.3
17. Fühlt sich schwer, müde in den Gliedern, träge und unentschlossen, am Morgen. A 121
18. Reizbar abends; und ungeduldig, von Kopfschmerzen, könnte "den Leuten die Köpfe abschlagen" He 1.9
19. Reizbar, heftig
Das Kind war reizbar. A 3
Abends schlecht gelaunt. A 4
Sehr dazu geneigt, kräftige und heftige Ausdrücke zu verwenden. He 1.12, A 1
He 1.10, 13, A 4, 5
20. Sehr unverschämt; macht ein Gesicht wie ein Wilder. He 1.10
21. Kann nichts ertragen
Sie ist in einer üblen Laune; fühlt sich, als ob sie nichts ertragen oder sich mit etwas abfinden könnte, ohne dass irgendetwas passiert war. Das Kind ist das einzige, mit dem sie nicht ungeduldig ist. A 5
22. Ungeduld
Kopfschmerzen verursachen Reizbarkeit und Ungeduld. Cl 2.7
Sie ist in einer üblen Laune; fühlt sich, als ob sie nichts ertragen oder sich mit etwas abfinden könnte, ohne dass irgendetwas passiert war. Das Kind ist das einzige, mit dem sie nicht ungeduldig ist. A 5
Während der Nacht Schmerz im Rücken und in die Hüften hinüber, vielleicht weil das Kind ruhelos war. Sie war deshalb ängstlich, aber nicht ungeduldig. A 92
He 1.9
23. Kind
Sie ist in einer üblen Laune; fühlt sich, als ob sie nichts ertragen oder sich mit etwas abfinden könnte, ohne dass irgendetwas passiert war. Das Kind ist das einzige, mit dem sie nicht ungeduldig ist. A 5
Sogleich nach dem Aufstehen, zwischen 6 und 7 Uhr früh, heftigste, scharfe, messerähnliche Schmerzen im unteren Teil des Abdomens; sie hatte selten etwas Ähnliches gehabt. Es war so schlimm, dass sie ihr Kind nicht halten konnte, es ging aber vorbei nach dem Stuhlgang. Zwei leichte Anfälle nach dem Frühstück, mit Stuhldrang; trotzdem ging nichts ab ausser Wind. A 52
Während der Nacht Schmerz im Rücken und in die Hüften hinüber, vielleicht weil das Kind ruhelos war. Sie war deshalb ängstlich, aber nicht ungeduldig. A 92
24. Sie hatte einen "verträumten" Kopfschmerz, mehr im oberen und hinteren Teil des Kopfs, und verschieden von den Kopfschmerzen, die sie die letzten paar Tage hatte. A 24
25. Daran denken bessert
Ein flatterndes Gefühl in der Region "cautiousness" rechts, etwas zwischen Stechen und Drücken, vergeht wenn man die Stelle berührt oder die Aufmerksamkeit darauf richtet. A 18
26. Berührung
Während der Trituration und gleich danach wird ein Druck verspürt auf der rechten Seite der Stirn, entlang der Haargrenze, ein Fleck in der Grösse einer Fingerspitze, eine halbe bis eine Stunde anhaltend; es ist ein Gefühl von einem kühlen oder leicht brennenden Druck und ist völlig neu. A 17
A 18
27. Schwanken, schaukeln, hin und her
Beim Mittagessen Schmerz im Scheitel, ein heftiger Druck, verursacht Taubheit, wie von grosser Hitze oder Kälte. Zwischen 14 und 15 Uhr wurde der Schmerz heftig, sie musste sich hinlegen. Sie hatte das Gefühl, als ob ihr Kopf hin und her geschwungen würde, von hinten nach vorne, nicht von Seite zu Seite. Schlief eine Stunde, danach war der Kopfschmerz besser. A 23
Leichtes Völlegefühl in der Stirn und ein Gefühl, als würde das Gehirn geschüttelt; dies hielt sechsunddreissig Stunden an, es war aber nicht unangenehm. A 15
Gefühl, als würde der Kopf von hinten nach vorne geschaukelt; als würde das Gehirn geschüttelt. Cl 2.2
Schmerzhafte Benommenheit im Kopf, mit stechendem Hin- und Herzucken in der linken Seite des Kopfes. Cl 2.4
28. Gewicht
Dumpfes Gefühl in der Stirn, als liege ein Gewicht im Gehirn; jedes Ausatmen wird von einem Gefühl begleitet, als würde diese Last vom Hinterkopf zur Stirn gestossen; die Empfindung nimmt den zentralen Teil des Gehirns ein, die Schläfen sind davon frei. Cl 2.3
Schwere, wie ein Gewicht im Becken. Cl 16.8
Schmerz im rechten Ovar; Harndrang, aber spärlicher Abgang, sowie Gefühl eines Gewichtes und von Abwärtsdrängen im Becken; Uterusprolaps; vergisst alle Schmerzen in Gesellschaft, es geht ihr jedoch schlechter am nächsten Tag; misst der Meinung anderer grosses Gewicht bei; mag, dass man ihr schmeichelt. Cl 16.13
Cl 16.14, A 16
29. Bartwuchs
Backenbart wächst deutlich langsamer. Cl 6.6
Er denkt, er stelle eine deutliche Verlangsamung im Wachstum seines Bartes fest. A 37
30. Gefühl als seien die oberen Schneidezähne verlängert und als würden sie hervorstehen und an der Unterlippe unangenehm stören. Cl 7.1
31. Fremdkörper
Ein eigentümlicher Schmerz im Hals beim Schlucken, als ob etwas in der Gegend des Zungenbeins hängen würde, als ob Brotkrümel dort stecken würden; der Schmerz verschwindet einige Minuten, kehrt dann plötzlich wieder, während die Muskeln des Halses in einem passiven Zustand sind, eine unangenehme, kitzelnde Empfindung, als ob eine Granne im Hals steckengeblieben wäre. A 41
Seit ein paar Tagen und vor allem heute feststellbar, ist eine Empfindlichkeit des oberen linken Schneidezahns, und ein Gefühl als wäre er ein toter Fremdkörper. A 38
Cl 7.2, 9.2, 3, 5
32. Eingeweide
Ist zeitweise geplagt von Symptomen eines Bandwurms. Palladium scheint darauf eine spezielle Wirkung zu haben. Gefühl als ob das Abdomen vergrössert wäre, sogleich. Heftige Stiche in der linken Seite, in der Gegend des Hüftknochens, aber mehr inwendig; in Abständen ein eigenartiger Schmerz, als ob Luftblasen sich gewaltsam aufwärts durch die Eingeweide pressen würden. Die Stiche und dieses eigenartige Gefühl in den Eingeweiden kehrten wieder und dehnten sich auf die rechte Seite aus.
Nach elf Uhr vormittags vorübergehender Schmerz im unteren Teil der Eingeweide, rechts, als ob die Hoden gedrückt würden. Ungefähr eine Stunde später, nach einer Mahlzeit, kamen die oben erwähnten Stiche wieder, waren aber von kürzerer Dauer. Sie kamen mehrmals wieder, zuerst auf der linken Seite, dann weniger stark auf der rechten. Häufige, aber einzelne Stiche, oder genauer gesagt Bisse, als ob ein Tier nach der Innenseite schnappen und kleine Bissen davon wegreissen würde. Blähung und Ausdehnung des Abdomens. Gefühl als ob die Gedärme gewürgt und in verschiedene Richtungen verdreht würden, mehr im oberen als im unteren Teil. Häufiger Blähungsabgang. Schmerzhafte Stiche in der linken Seite, gefolgt von Schneiden, mehr rechts als links, meist unerträglich, ein paar Minuten anhaltend; kehrt nach einem kurzen Abstand wieder und hält länger an (erster Tag). Stiche im Abdomen (zweiter Tag). Unangenehmes Gefühl in den Gedärmen, schmerzhaft bei Druck, Gefühl als ob von den inneren Organen entleert (dritter Tag). Der Prüfer hatte danach über ein Jahr lang keine weiteren Symptome von Bandwurm. A 53
Scharfe Schmerzen wie Messerstiche, tief unten im Abdomen; besser nach Stuhl. Cl 12.13
Gefühl in der Leiste, als würde etwas zerreissen. Cl 12.15
Cl 12.5-7
33. Erektionen jeden Morgen, aber keine abends und nachts, keine von Erregung. A 73
34. Flohbisse
Krabbeln wie von Flöhen und Jucken, an verschiedenen Stellen des Körpers, am Rücken, an den Armen, am Bauch, den Oberschenkeln und Knöcheln. A 143
Um sieben Uhr früh Krabbeln über den ganzen Rücken und die Oberschenkel, wie von Flöhen, begleitet von Jucken; verschwindet beim Kratzen, aber kommt sogleich an einer daneben liegenden Stelle wieder. Nach sechsunddreissig Stunden wurde es sehr störend, hielt während der ganzen Prüfung an und auch noch zwei Tage nach Absetzen des Mittels. An einem Tag wurden kleine Erhöhungen hier und dort beobachtet wie Nesselfieber, rot, auf einer Basis, die weisser war als die Haut. A 144
A 117, 139
35. Gehen
Geistige Erregung, vor allem Gesellschaft, aber auch Gehen verschlimmern ihre Beschwerden im rechten Ovar und in der Leiste; es geht ihr vor allem schlechter am Tag nach einem Musikabend oder nach einer Party. He 1.16
Schlimmer durch erregte Gespräche oder Bewegung. Cl 1.12
Stiche in der rechten Brust, in der Region der Brustwarze, erstrecken sich tief nach innen; schlimmer von einem tiefen Atemzug, verschwinden beim Gehen im Freien. A 81
Flüchtige Stiche an der inneren Seite des Schlüsselbeins, beim Betreten des Zimmers nach Gehen im Freien. A 82
A 114
36. Gefühl als ob er ein steifes Genick bekommen würde, vor allem auf beiden Seiten, in der Höhe des ersten Brustwirbels; unmittelbar danach im unteren Teil des Schulterblatts, und in derselben Erhebung der Wirbelsäule ein drückender Schmerz, als ob ein stumpfer Gegenstand langsam gegen die Wirbelsäule gedrückt würde. Dies wird gefolgt von einer Wiederholung der Steifheit im Genick. A 86
37. Nachmittags ein dumpf drückender Rückenschmerz, wie von zu langem steif aufgerichtet Sitzen. A 90
38. Zerschlagen
Während ungefähr einer Stunde nachmittags Wehtun durch die Glieder, wie zerschlagen, mit einem Gefühl, als ob die Menses eintreten wollten; beide Symptome wurden abends weniger, ohne jedoch ganz zu verschwinden. Die Menses kamen nicht. A 93
Wie geschlagen in den Muskeln beider Arme und Schultern zu den Ellbogen. A 94
Starker Schmerz tief in der linken Hand, brennend und bohrend, wie zerschmettert; es weckt ihn auf. A 107
39. Beim Stillsitzen, anhaltendes schmerzloses Zucken, welches die Finger krümmt, vor allem den Zeigefinger, bis zwölf Uhr. A 108
40. Die folgenden Tage hatte sie ein Gefühl, als ob die Gelenkköpfe der Oberschenkelknochen ausgedehnt oder aus ihren Gelenkpfannen gepresst würden, vor allem auf der linken Seite; sie bemerkte es nicht während des Gehens, aber wenn sie nach unten presste wie zum Stuhlgang. A 114
41. Jucken am ganzen Körper, wenn unbekleidet, abends. A 145
Wenn Palladium an seinem Zustand leidet, wird er sich darüber beklagen, wie beeinflussbar er ist Th 3. Für jeden kleinen Alltagskram nimmt er Rat und Hilfe in Anspruch, und er kann zu keiner eigenen Entscheidung kommen. Er glaubt, mit den Schwierigkeiten des täglichen Lebens allein nicht zurecht zu kommen, er fühlt sich von Problemen über Gebühr erschöpft Th 12, 13, 21.
Im Bemühen um äussere Wirkung stellt dieser Mensch seine Schmerzen und Probleme wahrscheinlich sehr blumig und drastisch dar Th 28-32.
Ein anderer Leidenspunkt entsteht dort, wo er das Gefühl hat, nicht genug Anerkennung zu bekommen. Er sehnt sich nach bühnenreifen Auftritten, nach Beifall und Geliebtwerden, weshalb er sich gerne in Gesellschaften aufhält Th 5. Am Tag danach allerdings verfällt er in äusserst trübe Stimmungen, er fühlt sich erschöpft und leer Th 6.
Sehr leicht hat er auch das Gefühl, vernachlässigt und in seinem Stolz verletzt zu sein Th 2. Da er selbst angebetet und verehrt werden möchte, langweilt er sich vor allem in der Kirche Th 10.
Egotrophie
In der Vollkommenheitsvorstellung von Palladium begegnet uns ein Popanz, ein aufgeblasener Mensch, der sich grösser fühlt als er offensichtlich ist Th 7. Dahinter verbirgt sich eine innere Leere, ein Mangel an Persönlichkeit. In der Anamnese fallen uns möglicherweise seine oberflächlichen Antworten auf, oder die Tatsache, dass er immer wieder abschweift – von den Problemen weg, hin zu Berichten über die vielen Komplimente, die er da oder dort bekommen habe. Er kann sich auch unverschämt benehmen, da er sich seiner Wirkung sehr sicher ist – er macht ein Gesicht wie ein Wilder Th 20.
In der Kompensation seines Verlust-Erlebens ist er bemüht, liebenswürdig zu sein Th 4, auf diese Art kommt er zu der gewünschten Anerkennung und kann die fehlende Verbindung mit anderen Menschen ausgleichen. Er passt sich dem Mainstream an, er weiss, wie man sich im rechten Moment richtig darstellt. Kleider könnten ein ebenso wichtiges Gesprächsthema sein wie Schmuck, Schminke, Schönheitsoperationen usw.
Denkbar ist auch, dass er sich besonders gerne mit Kindern abgibt Th 23, weil er sich durch seine liebenwürdige Art deren Bewunderung und Anerkennung holen kann.
Eine weitere Kompensationsmöglichkeit besteht darin, dass Palladium sich die Entwicklung innerer Werte gross auf die Fahnen schreibt. Er wird sich dabei so augenfällig in Sack und Asche hüllen, sich so offensichtlich um eine Anhängerschaft bemühen, dass die maskierte Egotrophie zu erkennen ist.
Egolyse
Wenn Palladium vor der Aufgabe resigniert, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, flüchtet er sich in tiefe Erschöpfung Th 12, 13. Alles ist ihm zu anstrengend, er ist der Dinge überdrüssig, mag sich nicht mehr unterhalten, nicht mehr ausgehen, sich nicht mehr pflegen oder sich um andere bemühen.
Alterolyse
Eine gereizte, heftige Wesensart zeigt sich bei Palladium dann, wenn er das Gefühl hat, dass die anderen ihm nie die Anerkennung zollen, die er eigentlich verdient hätte. Sein verletzter Stolz erhebt sich trotzig, er fühlt sich so zornig, dass er den Leuten die Köpfe abschlagen könnte Th 18.
Welche „Conditio humana“ lehnt er ab? Wo wünscht er sich Vollkommenheit?
Um bei anderen Menschen Ansehen und Prestige zu gewinnen, müssen wir Werte vorweisen, über die ein gesellschaftlicher Konsens besteht.
Dabei kann es sich um innere Qualitäten handeln wie Intelligenz, charakterliche Integrität, Sozialkompetenz, usw. Oder es geht um äussere Werte wie Jugendlichkeit, Schönheit oder Reichtum.
Palladium will sich nicht um die Entwicklung einer inneren Persönlichkeit bemühen. Er will keine geistig-seelischen Werte erarbeiten. Vielmehr ist er an Image und blendendem Auftreten interessiert. Er will geschmeichelt und flattiert werden Th 1. Das Wort flattieren kommt von frz. flatter, lat. flaccus und bedeutet schlaff machen, besänftigen, liebkosen. Palladium glaubt also, aufgrund seines gefälligen, liebenswürdigen Auftretens Glück und Wohlbefinden erreichen zu können Th 4. Er hält die Persona, das nach aussen Präsentierte, für entscheidend. Schein ist ihm wichtiger als Sein.
Wo erlebt er deshalb ein Nichtgenügen, einen Verlust?
Da er seine ganze Aufmerksamkeit auf Äusserliches richtet, verliert Palladium die Qualitäten der inneren Persönlichkeit. Er wird extrem beeinflussbar Th 3. Das einzige, was ihn interessiert, ist die Meinung der anderen Menschen zu seiner Person.
Er kann mit niemandem in einen vertieften Kontakt treten. Das erlebt er vor allem am "Tag danach" – z.B. nach einer gesellschaftlichen Veranstaltung – als Katerstimmung. Niemand ist mehr hier, der ihn flattiert oder ihm den Applaus spendet, nach dem er strebt Th 5, 6. Auf sexueller Ebene führt seine Beziehungslosigkeit bis zur Impotenz Th 33.
Weil er so sehr nach aussen gerichtet ist, verliert er auch die innere Synchronizität mit den Dingen. Das korrekte Zeitgefühl kommt ihm abhanden, die Zeit scheint lang und unausgefüllt Th 8. Er ist vor allem am Morgen unentschlossen Th 17 – da er kein inneres Ziel hat, findet er auch aussen nichts, auf das er sein Interesse richten könnte.
Was empfindet er infolge der Ablehnung als Bedrohung oder als Strafe?
Den Ereignissen, die von aussen auf ihn zukommen, hat Palladium keine innere Persönlichkeitsstruktur entgegen zu setzen. Er befürchtet deshalb, dass er nichts aushalten, nichts erdulden könne Th 21.
Er fürchtet, dass etwas Schreckliches passieren könnte Th 16, bedrückende Neuigkeiten machen alle seine Symptome schlimmer Th 15. Eine Frau wird bereits ängstlich, wenn ihr Kind ruhelos ist Th 23.
Wie könnte sich ein bewusster Umgang mit der Grundproblematik darstellen?
Wenn Palladium es schafft, auch innere Werte zu gewichten, wird er anfangen, herrschende Wertvorstellungen zu hinterfragen. Er wird sich bewusst, dass oberflächlicher Beifall allein nicht nachhaltig glücklich macht und kann sich deshalb um echte Beziehungen bemühen. Er akzeptiert die Anstrengung, die es braucht, um eine innere Persönlichkeit zu entwickeln.
Sein für äusseres Wirken geübtes Auge käme anderen zu gute z.B. in Dekorationsberufen oder in der Imageberatung.
Palladium träumt von Häusern, Gebäuden, in denen er war, oder neben denen er stand, oft als ob er an einem Fenster stehe, Treppen hinauf- und hinuntergehe, durch verschiedene Wohnungen Th 9. Die Art der Schilderung lässt einen annehmen, dass es sich um leere Räume handelt, in denen er umhergeht oder durch deren Fenster er sieht. Diese Vorstellung spiegelt die innere Leere von Palladium. Man kann darin sogar eine Parallele zur Substanz erkennen, welche porös und durchlässig ist wie ein Haus mit leeren Räumen.
Die Empfindungen als ob er ein steifes Genick bekommen würde, und als ob ein stumpfer Gegenstand langsam gegen die Wirbelsäule gedrückt würde Th 36, oder Rückenschmerz wie von zu langem steif aufgerichtet Sitzen Th 37, rufen die Idee von einem Menschen hervor, der im Korsett oder mit steifem weissem Kragen dasitzt. Ein Bild äusserer Korrektheit und "contenance". Der Schein soll gewahrt werden, auf Biegen und Brechen.
Auch das Gefühl, als ob die Gelenkköpfe der Oberschenkelknochen ausgedehnt oder aus ihren Gelenkpfannen gepresst würden Th 40, zeigt die Probleme, welche die aufrechte Haltung ihm bereitet – wohl weil ihm dazu die innere Stärke fehlt.
Rückenschmerzen treten in verschiedenen Situationen auf: Z.B. in der Kirche, wo er eine langweilige Predigt hört und stumpfsinnigen Zeremonien folgt Th 10. Die Aufmerksamkeit der Mitmenschen ist auf den Pfarrer bzw. auf Gott gerichtet, was für Palladium dem Verlust an eigenem Ansehen gleich kommt.
Eine Frau bekommt Rückenschmerzen, weil ihr Kind ruhelos war Th 23: Ein anderer Mensch fordert ihre Aufmerksamkeit und Zuwendung. Auch die ungewöhnliche Schläfrigkeit auf dem Weg zu Patientenbesuchen Th 14 lässt sich mit dem Desinteresse von Palladium am anderen Menschen erklären.
Palladium will keine Fremdsprache sprechen, die ihm sonst liegt Th 11 – hier spiegelt sich seine Ablehnung, für die Anerkennung von anderen Menschen etwas zu leisten. Er möchte um seiner selbst willen bewundert werden, ohne sich anstrengen zu müssen.
Beim Stillsitzen, anhaltendes schmerzloses Zucken, welches die Finger krümmt, vor allem den Zeigefinger Th 39. Das Krümmen des Zeigefingers fordert die anderen auf herzukommen, herzuschauen und – im Fall von Palladium – Anerkennung zu spenden.
Wenn er unbekleidet ist, juckt es ihn am ganzen Körper Th 41. Ohne Kleidung, mit der er seiner Persona Ansehen, Image und Anerkennung verleiht, fühlt er sich wie von Flöhen befallen Th 34, d.h. beschämt und erniedrigt.
In den Eingeweiden Th 32 von Palladium wird ein schmerzhaftes Durcheinander empfunden: Gefühl, als hätten sich die Därme verwickelt und als seien sie in verschiedene Richtungen verdreht. Schmerzen, als würden Luftbläschen gewaltsam durch die Därme gedrückt, was ihm vorkommt, als würde ein Tier von innen kleine Stücke schnappen und abbeissen. Die verdrehten Därme illustrieren seine Ablehnung, eine innere Entwicklung – z.B. durch das Umsetzen von Substanz – zu vollziehen. Stattdessen fühlt er sich auch hier von einem parasitären Tier bedroht und aufgefressen. Er hat folglich das Gefühl, als ob er von den inneren Organen entleert sei.
Der Backenbart wächst deutlich langsamer Th 29. Dieses Körpersymptom unterstreicht die fehlenden inneren Qualitäten von Palladium. Der Bart ist Symbol von Virilität, Mut und Weisheit. Die grosse Bedeutung, welche der Bart für Ansehen und Ehre haben kann, zeigt sich z.B. darin, dass es eine schwere Beleidigung darstellte, den Bart eines Feindes abzuschneiden. Derjenige, der diesem Akt zum Opfer fiel, versteckte sich bis der Bart nachgewachsen war, um nicht der Lächerlichkeit preisgegeben zu sein. DDS
Spezielle Empfindungen zeigen sich bei Palladium im Kopf: Er hat einen "verträumten" Kopfschmerz Th 24. Synonyme zu verträumt sind: duselig, versunken, unaufmerksam, zerstreut. Die fehlende innere Substanz kann sich bei Palladium als eine gewisse "Hohlköpfigkeit" zeigen.
Es ist ihm, als würde das Gehirn geschüttelt, es war ihm aber nicht unangenehm. Oder ein Gefühl, als ob der Kopf von hinten nach vorne geschwungen würde Th 27.
Interessant ist, dass er das Schütteln nicht als unangenehm empfindet. Man könnte sich vorstellen, dass Palladium seinen inneren Bildern zuschaut wie in einem Kaleidoskop – durch Schütteln entstehen immer neue entzückende Muster, denen aber Sinn und tiefere Bedeutung abgehen.
Wenn das Schütteln mit Druck und Schmerzen verbunden ist, leidet er hingegen an seiner Ablehnung, Eindrücke zu durchdenken, sein Gehirn überhaupt zu gebrauchen.
Auch hat er das Gefühl eines Gewichts, das vom Hinterkopf zur Stirn gestossen wird Th 28. Es scheint, als wolle sich die gedankliche Energie in der Stirn konzentrieren und verdichten.
Palladium ist reizbar und ungeduldig von Kopfschmerzen und könnte den Leuten die Köpfe abschlagen Th 18. Ein schönes Bild dafür, dass er die Menschen in seinem Umfeld etwas verkürzen möchte, um sie hernach zu überragen Th 7. Mit der Enthauptung nimmt er ihnen zudem die Denkfähigkeit, welcher er bei sich selber so wenig Bedeutung zumisst.
Im Wunsch nach Anerkennung und Beifall wird Palladium oft mit Platinum verglichen. Dieses hat zwar auch den Anspruch, wie der liebe Gott angebetet zu werden, es geht ihm aber um göttliches Wissen, um Allmacht und höchste Transzendenz. Die rein aufs Äussere gerichtete Gefallsucht von Palladium lässt sich damit kaum vergleichen. RMM
Bovista lehnt ebenfalls die Entwicklung innerer Strukturen ab. Sein Anliegen richtet sich aber auf die Fülle des Seins, die er als amorphe Masse unselektiert aufnehmen möchte. Er möchte wie Palladium die Anregung der Gesellschaft geniessen, leidet aber dort, wo durch den Kontakt seine innere Persönlichkeit herausgefordert wird. Interessant ist, dass sich auch die beiden Substanzen in ihrer schwammartigen Struktur vergleichen lassen. RMM
ZUR SUBSTANZ
Palladium. Benannt nach dem kurz vorher entdeckten Planetoiden Pallas.
ANMERKUNGEN
Anfang des 19. Jahrhunderts wuchs das Interesse der Chemiker an Platin. So begannen einige mit der Untersuchung der Rückstände von in Königswasser gelösten Platinerzen. Innerhalb nur eines Jahres wurden auf diese Weise vier Platinmetalle entdeckt: Osmium, Iridium, Rhodium und Palladium. Der Engländer William Wollaston fand bei derartigen Versuchen im Jahre 1803 neben Rhodium auch Palladium. Es gehört zu den seltenen Platinmetallen, denn sein Anteil an der Bildung der Erdkruste liegt bei nur 0,0000001 Gewichtsprozent! In der Natur kommt es gediegen als Begleiter von Platin und Gold vor. Palladium ist ausserdem in einigen Nickel- und Kupfererzen vorhanden. Die Hauptfundorte sind Russland, Kanada und Südafrika.
Palladium ist verformbar und bei Hitze schmiedbar. Es handelt sich um ein silbrig-weisses, stark reflektierendes Metall, das an der Luft sehr beständig ist. Es ist das unedelste Platinmetall und im Vergleich zu den anderen reaktionsfreudig. Bereits in kompakter Form wird es von Salpetersäure angegriffen. Bemerkenswert ist seine Eigenschaft der Wasserstoffabsorption: Es kann mehr als das 1000-fache seines eigenen Volumens an Wasserstoffgas aufnehmen. Ohne allen Widerstand kann Wasserstoff durch erhitztes Palladiumblech diffundieren, wodurch man es von anderen Gasen abtrennen kann.
Jährlich werden zwischen 25 und 100 Tonnen weltweit gefördert. Palladium bildet sehr leicht Legierungen und wird als Silber-Palladium-Metall in der Zahntechnik eingesetzt. Hauptsächlich wird es wegen seines Verhaltens gegenüber Wasserstoff in sogenannten Hydrierungskatalysatoren verwendet. www.uniterra.de
QUELLEN
Überarbeitung im Rahmen der Arzneimittelstudiengruppe Lörrach, Mai 2003
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DDS
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|Allen T.F., The Encyclopedia of pure Materia Medica, New Delhi 1988, Band 10|
Hering Constantin, The Guiding Symptoms of our Materia Medica, New Delhi 1989, Band 8
Der Neue Clarke, Bielefeld 1990, Band 7
Studer Susanne, Ostermünchner Esther, Revidierte Materia Medica Homoeopathica, Band 1, HIZ, Hägglingen 2002
Chevalier/Gheerbrandt, Dictionnaire des Symboles, Laffont, Paris 1982
Esther Ostermünchner