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Die Europäische Arbeitsgemeinschaft
«Mut zur Ethik»

Der Kongress
1998
befasste sich mit der "Bonum commune - Ethik in Gesellschaft und Politik". Je
reichhaltiger und tragfähiger das Bonum commune ist, desto besser kann sich
das Individuum in der Gemeinschaft entfalten. Bonum commune sichert das
Überleben
der Art und lässt den Einzelnen sich voll entfalten. Und vice versa: je
besser
jeder Einzelne zum gemeinsamen Wohl beiträgt, desto sicherer wird der
Rückhalt
für alle und desto eher können Armut und Not gelindert oder behoben
werden.
Die Europäische Arbeitsgemeinschaft «Mut zur
Ethik»
will mit ihren Veranstaltungen und Kongressen zur Festigung eines ethischen
Konsenses beitragen, der auf den naturrechtlich geltenden christlichen
Grundwerten
und der freiheitlichen demokratischen Grundordnung beruht.
Der Arbeitsgemeinschaft gehören
30 Organisationen aus neun europäischen Ländern und den USA
an.
Die ersten drei Kongresse «Mut zur Ethik» befassten
sich mit den Grundlagen einer allgemeinen Ethik
(1993)
, mit dem Schutz der Familie und der heranwachsenden Jugend
(1994)
sowie mit der Erziehung zur Demokratie
(1995)
.
1996
stand der
Kongress unter dem Thema "Aufgaben der Gesellschaft zur Sicherung der
Demokratie".
Sein Ziel war es, die Anforderungen, die an das Gemeinwesen mit seinen
Institutionen,
an die Wirtschaft, an Vereine, Verbände, Parteien und Kirchen, an Politik
und Staat für den Schutz und die Weiterentwicklung einer freiheitlichen
Demokratie gestellt sind, in Erinnerung zu rufen. Ein entsprechender
Thesenkatalog
wurde am Ende des Kongresses verabschiedet.
Auch 1996 trugen in interdisziplinärer Zusammenarbeit
Wissenschaftler
und Experten aus den Bereichen Ethik, Recht, Politik, Geschichte, Wirtschaft,
Theologie, Psychologie, Pädagogik, Medizin und Medien in Referaten und
Expertenrunden ihre Erkenntnisse und Erfahrungen zusammen.
Die Würde des Menschen war Thema des V. Kongresses «Mut
zur Ethik»
1997
. Ihre
naturrechtlichen, philosophisch-anthropologischen und humanwissenschaftlichen
Grundlagen wurden hier thematisiert, Ursachen der ihr geltenden Angriffe
(Auflösung
der herkömmlichen Ehe und Familie, Bildungsabbau, Angriffe auf die
Unantastbarkeit
des Lebens) untersucht.
Die Würde des Menschen zu wahren ist eine der entscheidenden
Aufgaben an der Schwelle zum kommenden Millenium.
Wie kann das Samenkorn der Menschlichkeit gelegt werden, damit in
der Zukunft tragfähige Humanität daraus wird? Wie wird die
aufwachsende
Generation befähigt, als Erwachsene Leben und Zusammenleben für alle
erträglich zu gestalten und die Würde des Menschen zu leben? Wie kann
Menschlichkeit, die sich immer an Mitmenschlichkeit misst, herangebildet werden?
Wie wird diese Qualität in der Gesellschaft verankert? Welche Quellen sind
dafür da? Welche Bedeutung hat dabei eine föderative und
subsidiäre
Demokratie, die Humanität in sich zum Wohle aller verankert und
schützt?
Was hat Europa aus seiner Tradition des Christentums und der Aufklärung,
des Naturrechts, der Demokratie und seiner Verfassungen an
Lösungsvorschlägen
beizutragen, auf die jetzt auch nach der Jahrhundertschwelle nicht verzichtet
werden kann?
Mit diesen Fragen setzten sich die Teilnehmer des Kongresses
1999
"Das Samenkorn der Menschlichkeit legen - Beiträge für das neue
Jahrtausend"
auseinander.
Alle bisherigen Themen im Überblick:
1993 Ja zur Ethik - Nein zum Nihilismus
1994 Schutz der Familie und der heranwachsenden Jugend
1995 Ethik in der Erziehung - Erziehung zur Demokratie
1996 Aufgaben der Gesellschaft zur Sicherung der Demokratie
1997 Die Würde des Menschen
1998 Bonum Commune - Ethik in Gesellschaft und Politik
1999 Das Samenkorn der Menschlichkeit legen - Beiträge zum Jahr 2000
2000 Gemeinsam in die Zukunft - aber in Freiheit und Würde
2001 Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit und Völkerrecht versus Krieg
2002 Humanität am Scheideweg
2003 Gebt dem Frieden eine Chance
2004 Die Menschen stärken - Demokratie, Werte, Erziehung und Dialog leben
2005 Was braucht es für mehr Frieden auf der Welt?
2006 Grundlagen legen für eine humanere Zukunft
2007 Völker und Kulturen: Einander achten, einander beistehen und voneinander lernen
2008 Eine menschliche Spur suchen und finden
2009 Volkssouveränität oder Imperialismus - Was ist wahre Demokratie?
2010 Direkte Demokratie - ein ehrlicher Weg statt «Social Engineering»
Nach jedem Kongreß erscheint eine
Zusammenfassung
der Vorträge, Podien und Expertengespräche sowie des
Schlußplenums
und der verabschiedeten Thesen.
© Copyright: Europäische
Arbeitsgemeinschaft "Mut zur Ethik" 1993 - 2010
letzte Aktualisierung:
17. 08. 2010 14:51