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In Serbien gibt es etwa eine halbe Million Roma. Sie werden ausgegrenzt und leben an der Armutsgrenze. Ihre Unterkünfte sind oft behelfsmässig, verfügen kaum über Wasser und Strom und die Zufahrtsstrassen sind oft unbefahrbar.
Um die Lebensbedingungen in den Roma-Siedlungen zu verbessern, unterstützt die DEZA seit 2008 ein Projekt, das die Bewohnerinnen und Bewohner an der Renovation ihrer Siedlungen beteiligt. Sie sind in die Entscheidungsprozesse eingebunden und können ihre eigenen Bedürfnisse einbringen. Das Projekt ermöglicht auch einen besseren Zugang zu Schulbildung für Romakinder und berufliche Bildung für Erwachsene, und es unterstützt die Roma bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Das seit Beginn sehr erfolgreiche Projekt wurde vom World Habitat Award 2014–2015 ausgewählt. Unter 200 Bewerbungen schaffte es den Sprung unter die zehn Finalisten.
Zwei Projekte pro Jahr ausgezeichnet
Der «World Habitat Award» verleiht jedes Jahr zwei Preise im Betrag von rund 15‘000 CHF an Projekte, welche praktische und innovative Lösungen für die Wohnungsprobleme auf der Welt aufzeigen. Die Projekte müssen auf Obdachlose oder ausgegrenzte Personen ausgerichtet sein und die Selbstbestimmung dieser benachteiligten Gemeinschaften fördern. Die «Building and Social Housing Foundation»(Stiftung für sozialen Wohnungsbau) schuf diesen Preis im Jahr 1985 zur Unterstützung des von der UNO ausgerufenen Internationalen Tages der Beschaffung von Unterkünften für Obdachlose.
Einer der wichtigsten bilateralen Geldgeber
Die Schweiz hat seit 1991 rund 300 Millionen CHF für die Entwicklungszusammenarbeit in Serbien eingesetzt. Damit gehört sie zu den wichtigsten bilateralen Gebern. Ihr Kooperationsprogramm hat bereits zu wichtigen und greifbaren Ergebnissen geführt. In Zusammenarbeit mit der serbischen Regierung, dem öffentlichen und privaten Sektor und lokalen NGO unterstützt die Schweiz den Übergang Serbiens zur Demokratie. Benachteiligte Bevölkerungsgruppen, Gleichstellung der Geschlechter und gute Regierungsführung sind die drei Hauptthemen.