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Ja das gibts, leider gibt es für keine Erkrankung einen Test der 100% sicher ist.
Bei der Lungenembolie kann man im Blut die D-Dimere bestimmen. Dieser kann aber auch falsch positiv sein (man hat keine Lungenembolie, aber der Wert ist erhöht) oder falsch negativ sein (man hat eine Lungenembolie, der Test ist aber normal). Dies nennt man Sensitivität und Spezifität. Für Interessierte msdmanual
Wie bei allen Tests gilt er als gut, wenn er 95-99% der Fälle richtig angibt (50% richtig wäre würfeln!). Daher verwenden wir den D-Dimer Test eher zum Ausschliessen.
Wenn wir von der Geschichte sicher sind, dass es eine Lungenembolie ist (Bsp. Patient hat Atemnot, tiefe Sauerstoffsättigung und ein dickes Bein), dann verzichten wir auf den Test und machen gerade ein Computertomogramm. Die Vortestwahrscheinlichkeit ist zu gross, als dass man den Test macht. Wenn er negativ wäre, wäre das Risiko zu gross, dass man eine Lungenembolie verpasst....
Ist der Fall aber nicht so klar - der Patient hat z.Bsp. ein Stechen auf der Brust, das Bein ist nicht geschwollen und es besteht keine Atemnot und wir haben eine Operation vor 2 Wochen - kann man den Test machen und wenn er negativ ist, kann man eine Lungenembolie zu vielleicht 99% ausschliessen - ein Restrisiko bleibt aber (1%)
Hat der Patient ein Stechen auf der Brust, keine Operation gehabt und vor 1 Woche den Skistock in die schmerzende Stelle gerammt, dann macht man den Test eher nicht, weil es einen falsch positiven Wert geben kann. Hier kann ich schon mit der Geschichte sagen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass er eine Lungenembolie hat (unter 1%) und er einfach sein Rippchen gequetscht hat. Mit dem Test gewinne ich nichts mehr.