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In dem Prozess wird der Angeklagten Ghislaine Maxwell vorgeworfen, als Helferin eine zentrale Rolle beim Aufbau eines Rings zum sexuellen Missbrauch von Minderjährigen gespielt zu haben.
Die 59-Jährige ist in sechs Punkten angeklagt, unter anderem wegen Menschenhandels mit Minderjährigen zu Missbrauchszwecken. Ihr drohen im Fall einer Verurteilung in allen Punkten laut CNN 70 Jahre Haft. Maxwell hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und während des Prozesses auf eine Aussage verzichtet. Es ist weiter unklar, ob es noch vor Weihnachten zu einer Entscheidung kommt.
Die Verteidigung hatte den Fall von Beginn an als juristische Abrechnung mit ihrer Mandantin dargestellt, da die Staatsanwaltschaft Epstein selbst nicht mehr belangen konnte. Der 66-Jährige war während der Vorbereitung auf den Missbrauchsprozess gegen ihn im August 2019 bewusstlos in seiner Gefängniszelle gefunden und im Krankenhaus für tot erklärt worden. Ein Obduktionsbericht stellte Suizid fest.
Der ursprünglich auf sechs Wochen angesetzte Prozess gegen Maxwell könnte deutlich früher zu Ende gehen. Nach nur drei Wochen und zwölf Verhandlungstagen mit Zeugenaussagen waren am Montag sechs Stunden lang die Schlussplädoyers präsentiert worden. Danach begann die Geschworenenjury für wenige Minuten mit ihrer Beratung. Diese wurde am Dienstag einen kompletten Sitzungstag lang fortgesetzt. Die Jury liess sich laut CNN unter anderem Vernehmungsprotokolle von drei der Klägerinnen vorlegen.
Zunächst hatten US-Medien berichtet, dass die Geschworenen bis Mittwoch Zeit für ihre Gespräche hätten, um noch vor der Weihnachtspause eine Entscheidung zu treffen. Am Dienstag sagte aber Richterin Alison Nathan, dass auch eine Fortsetzung am Donnerstag möglich sei.