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Geschichte
In Schlieren wurde die Täufergemeinde 1873 mit der Übersiedelung der Leimsiederei Glättli heimisch. In ihrem neuen Wohnhaus richtete die Familie einen Saal ein, wo jeden dritten Sonntag im Monat Versammlung gehalten wurde.
1877 übernahm Heinrich Geistlich den Fabrikationsbetrieb. Er war in Strassburg durch Samuel Heinrich Fröhlich zur Gemeinschaft der Täufer gekommen. Dieser - eigentlich ein reformierter Pfarrer - hatte sich von der Kindertaufe abgewendet und war aus verschiedenen Kantonen ausgewiesen worden; Neutäufer wurden noch Mitte des 19. Jahrhunderts verfolgt. Viele flüchteten nach Amerika, wo sie ihren Glauben leben konnten. Es gibt denn auch heute in den USA und in Südamerika zahlreiche Täufergemeinden, wie sie auch in Europa (Schweiz, Deutschland, Frankreich, Österreich, Ungarn, Rumänien) verbreitet sind.
1900 baute Sohn Eduard Geistlich die Limmatau, da der alte Saal zu klein geworden war.
1914 liess Karoline Geistlich das Versammlungshaus Bethel erstellen, wie es sich heute noch präsentiert.Die Geschichte der Menschen, die in diesen über 130 Jahren bei uns in Schlieren christliche Gemeinde in Freud und Leid gelebt haben, kann hier nicht aufgezeichnet werden, da es den Rahmen sprengen würde. Wir sind aber mit Freude daran, diese Geschichte mit Gottes Hilfe fortzuschreiben.