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Star Wars: The Clone Wars - Season 1 (2008)
Star Wars: The Clone Wars - Season 1 (2008)
Oder: Long hard Road of a Jedi
Nachdem Obi-Wan Kenobi auf Geonosis die Fabrik gefunden hatte, mit der Count Dooku (Corey Burton) seine neue Druidenarmee baut, entfesselte sich der als Klon-Krieg bezeichnete Konflikt, der die Galaxie für lange Zeit ins Chaos stürzte. Die Separatisten hatten nämlich nicht nur viele Welten um sich geschart, sondern mit General Grievous (Matthew Wood) sowie der diabolischen Asajj Ventress (Nika Futterman) auch zwei brutale Schurken an ihrer Seite, die alles daran setzten, die Jedis auszuschalten und die Herrschaft über die Galaxie zu erlangen.
Die Jedis kämpfen Seite an Seite der Klonkrieger, welche seit ihrem ersten Einsatz viel dazugelernt haben und auch Inspiration bei den Jedis suchen, die sich unermüdlich für den Frieden und den Schutz der Zivilisten einsetzen. Die Separatisten hingegen haben nicht nur unzählige Kampfdroiden an ihrer Seite, sondern haben auch eine neue Superwaffe entwickelt, welche sich gnadenlos durch die Reihen der Republik metzelt. General Anakin Skywalker (Matt Lanter) sowie sein Mentor Obi-Wan Kenobi (James Arnold Taylor) ziehen los, um mehr über dieses Monster zu erfahren. Eine Mission, bei der sie gegen eine Übermacht antreten und viele gefährliche Situationen überleben müssen.
DVD-Rating
Star Wars hat über die Jahre eines bewiesen: Selbst wenn die Filme nicht immer gleich gut angekommen sind, bieten sie grossartige Plattformen für Abenteuer, Erlebnisse und Charaktere, die erlebt und erkundet werden können. Die Klonkriege selber wurden in Episode 4 von Obi-Wan Kenobi kurz erwähnt, in Episode 2 eingeleitet und in Episode 3 abgeschlossen. Deshalb hat George Lucas beschlossen, diesen riesigen Konflikt, der eine ganze Galaxie sowie viele Charaktere geprägt hat, in einer TV-Serie aufzurollen.
Nachdem die Serie mit dem Kinofilm The Clone Wars eingeleitet wurde, geht es in 20-Minuten-Episoden voran, welche jeweils einzelne Abenteuer erzählen oder in Gruppen eine grössere Schlacht behandeln. Dabei werden nicht nur viele fantasievolle Welten präsentiert, sondern auch bislang nur im Hintergrund tätige Jedis, böse Gegenspieler und natürlich viele gross angelegte Schlachten. Die gelungen animierten Figuren sind sehr detailliert gestaltet und grossartig gesprochen. Besonders in der zweiten Hälfte der Staffel, wo einzelne Schlachten über mehrere Episoden erzählt werden, kommt es unter den Charakteren zudem öfters zu stillen Momenten, welche neben dem Chaos zu sehr guten Dialogen führen. Bei Figuren wie Jar Jar Binks und C-3PO bleibt hingegen jede zusätzliche Minute unnötig, denn sie nagen arg an den Nerven.
Leider hat das Ganze auch ein Manko: The Clone Wars will das etablierte Universum erweitern, vertiefen und den Fans ermöglichen, die Figuren besser kennenzulernen und auch mehr zu mögen. Doch selbst wenn vieles schön animiert und liebevoll ausgearbeitet ist: Neben der spektakulären Action bleiben die wirklich guten Momente auf der Strecke - auch wegen der kurzen Spielzeit. Es dominieren Hauruck-Action, sinnloser sowie unnötiger Materialverschleiss und taktisch unmöglich umgesetzte Missionen. Schade, denn anstatt so viele und teilweise arg gesuchte Schlachten abzufackeln, hätten die Macher dazwischen besser eine langsamere Episode eingeschoben, die wirklich mit den Figuren arbeitet, anstatt diese einfach durch Druiden metzeln zu lassen.
Fazit: Clone Wars Season 1 setzt nahtlos an den Kinofilm an und entführt den Zuschauer in Zwanzig-Minuten-Blöcken an die Front im Krieg gegen die Separatisten. Dabei bieten sie nicht nur sehr schön ausgeführte Animationen, sondern nehmen sich ab der zweiten Hälfte auch mehr Zeit, die Geschichten zu erzählen. Doch letztendlich bleibt es noch eine Kinderserie, welche zwar sehr kurzweilig und auch amüsant ist, aber letztendlich die Spielzeit zuwenig nutzt, um wirklich mehr zu bieten als viele Schlachten, die wenig miteinander gemein haben. Bleibt zu hoffen, dass Season 2 weniger Kawumm ist und sich mehr auf die Figuren einlässt - das würde der Serie gut tun.
Die DVD bietet die Serie in sehr guter Qualität, welche auch in Sachen Ton überzeugt. Das Bonusmaterial setzt sich primär aus kurzen Beiträgen zu jeder Episode zusammen, welche nicht nur Hintergrundinformationen bieten, sondern auch viele Insider, Referenzen und Hinweise auf Details, welche sonst nicht aufgefallen wären. Sehr amüsant, besonders wenn die Macher auf die eigenen Fehler hinweisen.
OutNow.CH:
03.03.2011 / db
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