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Von Marcel Krebs Text und Fotos (Fachauszüge aus Wikipedia und FILA)
24.2.07-Weinfelden. Die Schweizer-
Meisterschaften 2007 im Grecoringen, wurden ausgezeichnet durch eine hervorragenden Organisation, einem guten Wettkampfplatz (Halle) und einer phänomenalen Wettkampfstimmung. Wer die Wettkämpfe einen Tag lang verfolgte, der verliess am Schluss die Halle mit einem tollen Gefühl, einen spannenden und aussergewöhnlichen Tag mit herrlichem Ringersport erlebt zu haben. Die diesjährigen Meisterschaften im Greco wurden ergänzt durch die Frauenkategorien, die offen ausgeschrieben waren und der viele Wettkämpferinnen aus Deutschland und Oesterreich zum Start nach Weinfelden folgten.
Ein kleine Einführung in den Ringersport
Ringen ist ein Kampfsport mit Ganzkörpereinsatz ohne weitere Hilfsmittel. Bei den Olympischen Spielen der Antike gehörte der Ringkampf (Pale) zu den Disziplinen des Fünfkampfs, war aber auch eine Einzeldisziplin. Seit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit, 1986, gehört Ringen fest zum olympischen Programm. Ringen ist also olympisch und gehört zu den Edelsportarten. Seit den Spielen 2004, wo erstmals Frauen zugelassen wurden, ist die Ringerbewegung stark gewachsen. In der Frauenkategorie ist die Stilart allerdings nicht Greco sondern Freistil.
Die beiden Stilarten
Freistil
Der gesamte Körper, vom Kopf bis zu den Füssen, gilt als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.
Griechisch-Römisch - (kurz auch Greco)
Nur der Körper oberhalb der Gürtellinie gilt als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.
Unterschieden werden heute die Kämpfer und Kämpferinnen in den verschiedenen Gewichtsklassen. In der Antike war dies noch nicht so. Derjenige, der den Gegner zuerst dreimal auf den Boden warf, war Sieger. Im Gegensatz zu heute gab es keinen Bodenkampf.
Regeln
Die Regeln zielen darauf hin, den Gegner aus dem Stand in die Bodenlage und mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen. Dabei kommen als Techniken Würfe, Schleudern und Hebel zum Einsatz. Schläge, Tritte, Stösste und Würgen sind verboten. Die Kampfleitung und die Wertung der Griffkombinationen übernimmt der Kampfrichter oder ein Kampfgericht aus drei Wertungsrichtern. Sieger ist, wer am Ende der Kampfzeit die meisten Punkte gesammelt hat oder vorher seinen Konkurrenten auf beide Schultern gebracht hat.
Die FILA führte 2005 ein neues Reglement ein. Es wird international und in Turnierkämpfen in 3 Kampfrunden, in Mannschaftskämpfen in 5 Kampfrunden zu je 2 Minuten Nettokampfzeit erungen. Sieger ist, wer als Erster 2 der drei Kampfrunden gewonnen hat. Der Schultersieg beendet weiter den Kampf.
Derzeit gelten für die Männer folgende Gewichtsklassen: 55kg, 60kg, 74kg,84kg,96kg und 120kg.
Ringen ist auch ein begehrter Mannschaftssport
Ringen wird auch als Mannschaftssport ausgetragen, hier tregen jeweils zwei Teams gegeneinander an. Dabei stellt jedes Team für eine Gewichtsklasse einen, in den Gewichtsklassen 66kg und 74kg und 84 kge zwei Ringer. Dieser ringt gegen den entsprechenden Gegner. Für das Gesamtergebnis werden die einzelnen gewonnenen Runden addiert. Dabei bleibt die Ausnahme wieder; der Schultersieg, die technische Überlegenheit, Aufgabe und Disqualifiktation eines Ringers. Diese werden im Gesamtergebnis mit 4:0 gewertet.