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Das EWN war vor zwölf Jahren vom Kantonsparlament ermächtigt worden, sich am Akteinkapital der Bündner Repartner Produktions AG zu beteiligen. Dabei wurde die Beteiligung auf maximal 5 Prozent respektive 50 Millionen Franken beschränkt.
Die heutige Fünf-Prozent-Beteiligung des EWN an Repartner hat aber nur einen finanziellen Wert von rund 10 Millionen Franken. Der Landrat entschied deswegen, dass das EWN neu den Restbetrag für weitere Beteiligungen einsetzen darf, sowohl an der Repartner Produktions AG wie auch an anderen Stromproduzenten. Voraussetzung ist, dass mit der Beteiligung eine anteilige Stromlieferung zugesichert wird.
Das EWN brauche mehr Flexibilität, um seinen Versorgungsauftrag wahrnehmen zu können, sagte der Sprecher der SVP. Der FDP-Sprecher begrüsste, dass bei den Beteiligungen erneuerbare Energien im Vordergrund stehen sollen.
Ein Antrag, der die neuen Beteiligungen des EWN auf erneuerbaren und inländischen Strom beschränken wollte, wurde von der Parlamentsmehrheit aber mit 41 zu 10 Stimmen bei 4 Enthaltungen abgelehnt. Diese Vorgabe sei zu einschränkend, hiess es von Seiten der SVP, Mitte und FDP sowie eines Teils der GLP.
Anders sah es die Fraktion Grüne-SP. Die Produktion von erneuerbarem Strom dürfe nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, sagte ihr Sprecher.
Mit 38 zu 15 Stimmen bei 2 Enthaltungen scheiterte ein Antrag der GLP. Dieser wollte, dass das EWN nach Möglichkeit sich auch an lokalen Stromproduktionsanlagen beteiligen solle.