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GAGs ermöglichen Vorhersagemethode
Bei Glykosaminoglykanen handelt es sich um Zuckerverbindungen aus der extrazellulären Matrix der Zellen im Bindegewebe. Sie haben bei Krebszellen eine andere Struktur als in gesunden Zellen und können in Blut und Urin nachgewiesen werden.
Die Forschenden verglichen 2’064 Blut- und Urinproben von gesunden und an Krebs erkrankten Probanden und entwickelten anhand der Ergebnisse den neuen Krebs-Tests.
Krebs-Test auf die Probe gestellt bei Menschen und Mäusen
Nur basierend auf Blutproben hatte der Test eine Sensitivität von 41,6 Prozent für Krebs im Anfangsstadium, bei Urinproben eine Sensitivität von 62,3 Prozent. Wurden beide Muster kombiniert, lag die Sensitivität bei 61,4 Prozent. So wurden zirka sechs von zehn Erkrankten durch den Urintest korrekt identifiziert, bei vier von zehn schlug der Test falsch positiv aus. Die Ergebnisse wurden später mit Blutproben einer niederländischen Blutbank und per Mausmodell abgeglichen.
Teil der Vorsorgeuntersuchung?
Da sich mit der Untersuchung der GAGs bereits frühzeitig aussagekräftige Informationen über das Krebsstadium und die Verortung gewinnen lassen, halten die Autoren diesen Krebs-Test für eine einfache und kostengünstige Alternative, um auch im Rahmen der Vorsorge grosse Massen zu testen.
Zuerst muss der Test sich aber noch in Real-World-Populationen bestätigen. Das bedeutet umfangreiche prospektive Studien. Zudem bedeutet die falsch-positiv-Rate eine grosse Gruppe an Personen, die möglicherweise falsch diagnostiziert werden. Dazu gehören insbesondere jene mit metabolischem Syndrom oder entzündlichen Erkrankungen, welche sich auch auf den GAG-Wert auswirken. Dadurch ist der Krebs-Test noch nicht für die reguläre Anwendung geeignet.