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Passito - eine Spielerei oder ein weiterer Beweis der Geschwister Follador, dass Prosecco (neue Sprachregelung: Glera) eine Traube ist, die zu weit mehr taugt als den billigen, mit Zucker aufgepeppten Schäumern, zu denen sie grösstenteils verarbietet wird. Die Trauben für diesen Passito werden früh gelesen, unter dem Hausdach in Holzregale gelegt und dort während sieben (!) Monaten an der Luft getrocknet. Einmal zu Rosinen geschrumpft, werden sie gequetscht, gepresst und der honigsüsse Most beginnt leicht zu gären. Dank dem hohen Zuckergehalt ist der Gärprozess langsam, setzt mal aus, beginnt von Neuem und steht dann ganz still, denn bei steigendem Alkoholgehalt und in Anwesenheit von extrem viel Restzucker hört die Hefe auf zu arbeiten. Nach etwa fünf Jahren in grossen Glasflaschen (50 bis 80 Liter) wird der betörend duftende und exotisch nach trockenen Südfrüchten schmeckende Wein in kleine Flaschen gefüllt.