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Pfeiffersches Drüsenfieber
Das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose) ist eine Infektionskrankheit, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht wird. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch Müdigkeit, Fieber, Entzündung im Rachenraum und Lymphknotenschwellungen. In der Regel heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von 2-3 Wochen folgenlos ab. Gelegentlich verläuft die Krankheit aber auch länger, verbunden mit chronischer Müdigkeit und Leistungsverminderung.
Die Krankheit ist nach ihrem Entdecker, dem Kinderarzt Emil Pfeiffer, benannt. Das Pfeiffersche Drüsenfieber befällt vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Der Verursacher, das Epstein-Barr-Virus, ist weit verbreitet. Man geht davon aus, dass über 90% der Erwachsenen sich bis zum 30. Lebensjahr mit dem Epstein-Barr-Virus angesteckt haben. Die Ansteckung erfolgt vor allem über den Speichel sowie über Tröpfchen in der Atemluft beim Niessen oder Husten. Da die Übertragung der Viren oft von Mund zu Mund stattfindet, wird die Erkrankung auch Kusskrankheit genannt. Wer einmal angesteckt wurde, ist lebenslang gegen das Epstein-Barr-Virus immun.
Die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfieber sind ähnlich wie bei einer Grippe oder Erkältung. Die Krankheit wird daher häufig, vor allem im Kindesalter, mit einer Grippe verwechselt. Neben Fieber und Entzündungen im Halsbereich sind Müdigkeit und Lymphknotenschwellungen typische Beschwerden beim Pfeifferschen Drüsenfieber. Das Virus befällt Abwehrzellen, die B-Lymphozyten, was zu Schwellungen der Lymphorgane, wie Lymphknoten, Milz und Mandeln führen kann. Gelegentlich, insbesondere bei Erwachsenen, verläuft die Erkrankung chronisch über mehrere Monate mit ausgeprägter Müdigkeit und Leistungsabfall.
Diagnostiziert wird das Pfeiffersche Drüsenfieber aufgrund der Krankheitsgeschichte und der Beschwerden. Ein Nachweis von Antikörpern im Blut gegen das Epstein-Barr-Virus beweist die Infektion.
Die Therapie beim Pfeifferschen Drüsenfieber ist rein symptomatisch. Ruhe, Schonung und bei Bedarf fiebersenkende Mittel stehen im Vordergrund der Behandlung. Normalerweise heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von 2-3 Wochen ab. Die Müdigkeit kann manchmal noch etwas länger dauern. Gelegentlich dauert es aber auch mehrere Monate bis zur vollständigen Erholung.