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(Les) (Kt. Genf,
Rechtes Ufer, Gem. Genf und
Le Petit Saconnex). 378 m. Nördl.
Vorstadt von Genf
am rechten
Ufer des
Sees. Besteht zum grössten Teil aus Mietshäusern, denen sich im N. einige zerstreute
Villen anreihen. Wird
von S.
nach N. von der langen Hauptverkehrsader der
Rue des Pâquis durchzogen. Elektrische Strassenbahnen
Genf-Versoix und
Genf-Mon
Repos. Haltestelle der Dampfboote und der Dampfschwalben
(Mouettes genevoises). 372
Häuser, 8978 reform.
und kathol. Ew. Kirchgemeinden Les Pâquis und
Notre Dame. Am Seeufer bildet der Quai des Pâquis mit dem ihn fortsetzenden
Quai du
Léman einen schattenreichen Spazierweg. Hafendamm, Jetée des Pâquis genannt, 375 m lang und von einem Leuchtturm
mit Drehfeuer abgeschlossen. Der Damm reicht nicht bis ganz ans Ufer heran, sondern lässt hier den kleinen
Schiffen einen überbrückten und vom Volk Le Golairon genannten Durchpass offen. Gegen
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die Mitte des Dammes eine Badanstalt. Am Quai stehen mehrere grosse Gasthöfe und ein im Sommer geöffneter Kursaal mit Theatersaal.
Reformierte Pfarrkirche, römisch-katholische Kapelle, evangelische und amerikanische Kapelle. Kleinkinder- und Primarschulen.
Reitschule. Zahlreiche industrielle Betriebe: Fabriken von Heizkörpern, Musikdosen, Zifferblättern, Unruhen, Strohhüten;
Bierbrauerei, Buchdruckerei.
Schiffsbauerei, Automobilschuppen, mechanische Werkstätten, Spenglereien und
Schlossereien, Niederlagen von Bau- und Brennholz. Ein vom Baron A. von Rothschild gegründeter und mit reichen Mitteln ausgestatteter
Augenspital, der mittellose Kranke ohne Rücksicht auf Glauben oder Nationalität unentgeltlich behandelt. Das Krankenhaus
Bertini ist ein privates Institut und nimmt Männer und Knaben jeden Glaubens und jeder Nationalität, die nicht an
einer ansteckenden Krankheit leiden und nicht operiert werden müssen, ebenfalls unentgeltlich auf.
Kinderkrippe. Pfahlbau aus der Steinzeit. Der Ort Les Pâquis (Pascua) wurde vom Herzog Karl III. von Savoyen 1508 der Stadt
Genf überlassen. Die Händel Genfs mit Savoyen erforderten zu Ende des 16. Jahrhunderts die Schaffung einer Flottille, deren
Befehlshaber den Titel eines «Amiral de tout navigage» führte und deren
Mannschaft sich später zu der sog. Société de la Navigation vereinigte. Diese Gesellschaft verlegte 1677 ihren Schiessplatz
vom Molard nach Les Pâquis und erbaute hier 1723 das jetzt noch stehende sog. Hôtel de la Navigation. 1856 vereinigte sich
die Gesellschaft mit der Société de l'Arquebuse. Bis zur Schleifung der Festungswerke (1849) war Les Pâquis
mit der Stadt durch eine 1825 erbaute Hängebrücke verbunden.