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Steigende Preise im Dezember – Mittlere Jahresteuerung 2011 von -0,9 Prozent
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise erhöhte sich im Dezember 2011 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Sein Stand beträgt 97,7 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Vor allem die erneut eingetretenen Preissteigerungen für Erdöl und Erdölprodukte führten zu einem Anstieg des Importpreisindexes um 0,5 Prozent, während sich der Produzentenpreisindex für die im Inland hergestellten Güter um 0,2 Prozent erhöhte. Innert Jahresfrist war ein Preisrückgang von 2,3 Prozent festzustellen.
Über das gesamte Jahr 2011 betrachtet ergab sich ein gegenüber 2010 um 0,9 Prozent tieferes Preisniveau, wobei die Preise der inländischen Produzenten (-1,1%) stärker sanken als die Importpreise (-0,5%). Nach einer Phase mit leichten Preissteigerungen bis im April 2011, sind ab Mai bis November zum Teil deutliche Preisrückgänge festzustellen. Erst der Dezember 2011 wies wieder einen Preisanstieg auf. In der Gesamtbilanz des Jahres 2011 verzeichneten viele Produkte tiefere Preise als im Vorjahr (insbesondere chemische und pharmazeutische Produkte, Computer, elektrische Ausrüstungen und Maschinen). In die Gegenrichtung wirkten vor allem Preiserhöhungen bei Erdöl- und Metallprodukten sowie beim Gas.
Im Dezember Anstieg der Inlandpreise …
Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex erhöhte sich im Dezember 2011 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Sein Stand beträgt 97,8 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 2,2 Prozent tiefer. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.
Preiserhöhungen gegenüber dem Vormonat registrierte man neben Mineralölprodukten auch für Rohmilch, Schlachtrinder, Produkte der Bauschreinerei und des Innenausbaus und Stahl.
Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie stiegen die Preise beim Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent, während die Exportpreise nur leicht um 0,1 Prozent zunahmen. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 0,3 Prozent tiefer, während der Rückgang bei den Exportpreisen mit 4,0 Prozent wesentlich stärker ausfiel.
… und der Importpreise
Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Importpreisindex zeigte im Dezember 2011 einen Anstieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Sein Stand liegt bei 97,4 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Im Vergleich zum Vorjahr lag das Preisniveau um 2,6 Prozent tiefer. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.
Höhere Preise gegenüber dem Vormonat zeigten insbesondere Erdöl (roh) und Erdölprodukte (Treibstoff, Heizöl, Reinbitumen). Preissteigerungen verzeichneten auch Erdgas, pflanzliche und tierische Öle und Fette, Textilien, Leder, Lederwaren und Schuhe. Dasselbe gilt für Armierungsstahl, Kupfer und daraus hergestellte Produkte sowie Kabel und elektrisches Installationsmaterial. Preisrückgänge beobachtete man demgegenüber für Zitrusfrüchte, Edelstahl, Stahlrohre, verarbeiteten Stahl sowie Aluminium und daraus hergestellte Produkte.
(BFS, 16.01.2012)