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Die Forscher haben endlich eine lange gesuchte Kolonie von Kaiserpinguinen in diesem abgelegenen Bereich gefunden. Die Kolonie ist jedoch durch einen Gletscherabbruch in zwei Teile gespalten worden. Ferner hat eine Zählung der 6'000 Küken in den 2 Teilkolonien ergeben, dass es wahrscheinlich mehr Erwachsene auf diesem Teil des gefrorenen Kontinents gibt, als bisher angenommen. Die französische Forschergruppe haben die watschelnden, flugunfähigen Vögel auf dem winterlichen Meereis in der Nähe des Mertz-Gletschers entdeckt, als sie auf dem Weg zur Dumont d'Urville-Station waren. Dort war vor einigen Jahren der Dokumentarfilm «Die Reise der Pinguine» gedreht worden.
Eine Population besteht aus rund 2'000 Küken, die andere aus etwa 4'000. Da Kaiserpinguine nur ein Junges haben, haben die Wissenschaftler errechnet, dass wahrscheinlich mehr als 8'500 Brutpaare in der Gegend seien, mehr als bisher angenommen. Seit 1999 haben französische Wissenschaftler angenommen, dass eine grosse Kaiserpinguinkolonie im Bereich des Mertz-Gletschers zu finden sein sollte. Bis anhin hatten sie jedoch keinen Erfolg. Im Jahr 2009, hatte dann eine britische Studie aufgrund von Aufnahmen aus dem All einen möglichen Aufenthaltsort der Kolonie ausgemacht. Jedoch brach im darauffolgenden Jahr ein riesiges Stück des Gletschers (rund 80 Kilometer lang und 40 Kilometer breit) und veränderte die Landschaft dramatisch.
Die Forscher glauben, dass die zwei Gruppen von Pinguinen zu derselben Kolonie gehört haben, die 2009 entdeckt und durch den Gletscherabbruch 2010 separiert wurde. Sie vermuten, dass die Pinguine versuchen, sich auf für sie idealen Gebieten wieder anzusiedeln. Das französische Polarinstitut IPEV hatte darauf seine geplante Wintersaison-Reise in die Antarktis auf dem französischen Eisbrecher «Astrolabe» entsprechend abgeändert, so dass die beiden Forscher André Ancel und Yvon Le Maho nach diesen Kaiserpinguinpopulationen Ausschau halten konnten. Sie fanden die beiden Gruppen am 1. und 2 November 2012.
Schlechte Nachricht - Eine weitere Kolonie von Kaiserpinguinen in der Ostantarktis, im Gebiet der Terre Adélie, ist durch die Klimaerwärmung und den dadurch hervorgerufenen Schwund des Meereises in Bedrängnis geraten.Wissenschaftler haben mittels eines mathematischen Modells errechnet, dass diese Kolonie bis 2100 von derzeit 3'000 Brutpaare auf 575 schrumpfen könnte, wie sie in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift «Global Change Biology» schrieben.Das schmelzende Meereis ist wahrscheinlich auch der Schuldige für den Verlust einer anderen Kaiserpinguinkolonie auf Emperor Island mit 150 Brutpaaren, die von 1948, dem Jahr ihrer Entdeckung, bis heute komplett verschwunden ist.
Quelle: www.msnbc.msn.com
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