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Obwohl der Begriff Hip-Hop in der Regel als Synonym für Rap-Musik verwendet wird, steckt dahinter weit mehr als nur die Musikrichtung, basslastige Beats und Sprechgesang. Die komplexe Hip-Hop-Kultur basiert auf vier Säulen: MC-ing, DJ-ing, Graffiti und Breakdance.
MC-ing
MC-ing (oder Rapping) ist das wohl populärste Standbein der Hip-Hop-Kultur. In seinen Anfängen wurde es als Poesie in Form von rhythmischem Sprechgesang verstanden, in denen Themen verarbeitet und angesprochen wurden, die die Menschen beschäftigten. Da sich die Hip-Hop-Kultur vor allem in sozialen Brennpunkten großer Beliebtheit erfreute, galt diese künstlerische Form des Ausdrucks als Problembewältigung und -verarbeitung. Die wichtigsten Aspekte des MC-ing sind demzufolge die Originalität und der Inhalt.
DJ-ing
Das DJ-ing ist das erste Element der Hip-Hop-Kultur, aus dem sich die weiteren drei Elemente entwickelt haben. Der Begriff umfasst verschiedene Techniken des Plattenauflegens. Die Turntables – also Plattenspieler – werden hierbei als Instrument verwendet, indem bestehende Musik durch Techniken wie Scratching und Breaks verändert wird und somit ein neuer Track entsteht. Werden zwei Turntables gleichzeitig verwendet, können verschiedene Musikstücke in- und miteinander vermischt werden – diesen Vorgang nennt man Remixing.
Breakdancing
Die Entstehung der Beats und Rhythmen, die den Charakter der Hip-Hop-Kultur prägen, ebneten den Weg für eine neue Form des körperlichen Ausdrucks: das Breakdancing. Der in der südlichen Bronx, New York entstandene Tanzstil ermöglichte den jugendlichen Anhängern der neuen Bewegung, ihre aufgestaute Energie und Wut in Breakdance-Battles ausdrücken, indem verschiedene Performer oder auch Gruppen gegeneinander antreten. Viele Elemente des Breakdancing stammen aus dem Kampfsport und Martial-Arts-Filmen. In der Regel gibt es beim Breakdance keine Choreographie, da der Fokus auf Improvisation liegt. Energie, Bewegung, Athletik und Kreativität sind die Basis dieser Tanzform.
Graffiti
Während das Breakdancing beziehungsweise B-Boying die Kultur des Hip-Hop mit körperlicher Bewegung ausdrückt, repräsentiert Graffiti, insbesondere Writing, die Kunst- und Kulturbewegung visuell. Besonders in den Anfängen der Bewegung war Graffiti sehr eng mit Hip-Hop verbunden. Trotz dieser starken Verbindung ist diese Kunstform nicht erst im Zuge der Bewegung entstanden. In den 1970er-Jahren wurden die Sprayer, die hauptsächlich Sprühdosen verwendeten und Schriftzüge, Zeichen und Bilder im privaten und öffentlichen Raum anfertigten, von den Behörden und der Öffentlichkeit stark verurteilt. Viele Einrichtungen sahen diese Kunstform als Vandalismus, und versuchten mit teilweise radikalen Maßnahmen, jegliche Form von Graffiti zu unterbinden. Heute ist Graffiti als Kunstform anerkannt, es entstehen jedoch immer noch immense Schäden durch illegale Sprayaktionen.