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Als Erfinder des Würfelzuckers gilt der Schweizer Jacob Christoph Rad (1799–1871).
Er war Leiter einer Zuckerfabrik im Tschechischen Dačice und experimentierte mit verschiedenen Ideen und Prozessen und erfand dann eine Form und einen Prozess, mit dem man praktische kleine Zuckerstücke herstellen konnte.
Für die Herstellung baute Rad ein Model aus Blechstreifen, das einer heutigen Schale für Eiswürfel ähnelte und für das er 23.Januar.1843 ein Patent erhielt.
Der feuchte Zucker wurde in das Model gefüllt und getrocknet; anschließend konnte der Würfelzucker entnommen werden.
Hergestellt wurde Zucker vor der Erfindung in Form von Hutzucker. Das waren große Stücke Kristallzucker in Kegelform, die nach dem Erkalten der Zuckermasse steinhart waren. Solch ein Zuckerhut kam in Größen bis zu 1,50 m Höhe auf den Markt und war teuer. Wurde Zucker im Haushalt etwa für einen Kaffee oder Tee benötigt, waren aus diesem Kegel kleinere Stücke herauszulösen. Man bediente sich dazu eines Werkzeugs, das in Gestalt von Zuckerhammer, Zuckerhacke, Zuckerbrecher oder Zuckerzange angeboten wurde. Beim Zerkleinern der harten Masse traten immer wieder mal Verletzungen an den Händen auf. Rads Frau Juliane soll sich selbst verletzt haben, als sie Zuckerstückchen anfertigte und Sie deutete an, er solle sich endlich etwas einfallen lassen, was das Bearbeiten des Zuckers für Hausfrauen vereinfache.
Aus kleinen Bemerkungen und Ideen können Große Erfindungen entstehen.