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31.08.23
Reinraumtücher werden als Hilfsmittel in Reinräumen eingesetzt, um eine optimale Reinigung zu gewährleisten. Dabei gibt es verschiedene Eigenschaften und Kriterien, die bei der Auswahl zu beachten sind.
Je nach Anwendungsbereich und Anforderungen des Reinraums, kommen unterschiedliche Reinraumtücher zum Einsatz. Da Reinräume möglichst partikelarm sein müssen, müssen die Reinraumtücher hohe Ansprüche erfüllen, damit diese selbst keine Kontaminationen verursachen.
Die Reinraumtücher können unter anderem nach folgenden Kriterien unterschieden werden:
Bei der Wahl zwischen vorgetränkten und trockenen Reinraumtüchern hängt es von der Anwendung ab. Vorgetränkte Tücher bieten den Vorteil, dass keine Desinfektionsmittel separat versprüht werden müssen, was eine Vermeidung von Sprühnebeln und damit verbundener Raumbelastung ermöglicht. Sowohl vorgetränkte als auch trockene Reinraumtücher sollten jedoch chemikalienbeständig sein, beispielsweise durch den Verzicht auf chemische Bindemittel bei der Herstellung. Gewebte und gestrickte Stoffe geben in der Regel weniger Partikel ab als Vlies.
Absorptionsfähigkeit ist wichtig, um Flüssigkeiten effektiv aufnehmen und verteilen zu können. Nebst der Saugfähigkeit, ist häufig auch die gleichmässige Abgabe von Flüssigkeiten erwünscht, wenn das Reinraumtuch getränkt wurde, wie zum Beispiel Desinfektions- oder Reinigungsmittel. Baumwolle ist zwar saugstark und ist unter Umständen hitzebeständig, gibt jedoch mehr Partikel ab als andere Materialien. Mikrofaser-Reinraumtücher aus Polyester oder einer Mischung aus Polyester und Nylon bieten eine geringe Partikelabgabe und hohe Saugfähigkeit. Zudem werden auch andere Materilien verwendet, wie etwa die Kombination aus Polyester und Zellulose. Diese eignet sich aufgrund der hohen Saugfähigkeit besonders für Nassreinigungen. Polyester-Zellulose gibt jedoch mehr Partikel ab als reines Polyester.
Doppellagige Reinraumtücher weisen in der Regel ebenfalls eine grössere Saugfähigkeit auf.
Unterschiedliche Abmessungen, wie etwa 10 cm x 10 cm, 23 cm x 23 cm oder 31 cm x 31 cm, stellen sicher, dass für jede Anwendung die nötige Grösse erhätlich ist. Mit dem Flächengewicht (g/m²) kann man sich ein Bild von der Dicke des Reinraumtuches machen. Ausserdem gibt es Reinraumtücher welche glatt sind und solche mit einer Struktur.
Die Weichheit der Reinraumtücher ist in bestimmten Anwendungen wichtig, um Oberflächen nicht zu beschädigen. Eine Auswahl an abriebfesten Tüchern steht zur Verfügung, die auch für raue Oberflächen geeignet sind.
Kaltgeschnittene Reinraumtücher haben eine offene Schnittkante, wodurch Partikel aus dem Tuch entweichen können. Um dies zu minimieren, gibt es lasergeschnittene, hitzegeschnittene oder ultraschallversiegelte Reinraumtücher, wobei letztere die grösste Reduktion der Partikelabgabe erreichen kann.
Je nachdem, wie viele Partikel in einem Reinraum zulässig sind, gibt es unterschiedliche Reinraumklassen. Die grösste Sauberkeit haben Reinräume der Klasse GMP A/B. Diese Klasse wird beispielsweise in der Herstellung von Arzneimitteln benötigt, wo sterile Reinigungstücher verwendet werden.
Bei “hands-free” produzierten Tüchern, sind keine Menschen direkt bei der Herstellung beteiligt, damit das Kontaminationsrisiko weiter reduziert wird. Oft werden die Reinraumtücher auch in Reinräumen vorgewaschen.
Antistatische Reinigungstücher sind besonders in Bereichen mit empfindlicher Elektronik wichtig, um elektrostatische Entladungen zu minimieren.
Von den «CELOS Wiper»-Tüchern gibt es zurzeit über zehn verschiedene Ausführungen. Um das richtige Tuch zu finden, kann neben den obenbeschriebenen Kriterien, die folgende Übersicht helfen:
Bei der Auswahl von Reinraumtüchern ist es ratsam, sich fachkundig beraten zu lassen. Der Onlineshop von der abovo AG bietet eine Vielzahl von Produkten zu diesem Thema an. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung um weitere Fragen zu beantworten und Sie bei der Auswahl zu unterstützen.