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MIT ETWAS GLÜCK ZUM BEYONCÉ-KONZERT
Tickets gewinnen im Wettbewerb: Pepsi verlost 10 mal 2 Eintritte für das ausverkaufte Beyoncé-Konzert vom 17. Mai 2013 im Hallenstadion Zürich.
Beyoncé Knowles-Carter (31) ist der Inbegriff eines Megastars. Die Popsängerin aus Texas hat bis heute rund 75 Millionen Tonträger verkauft und gehört laut dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin «Forbes» zu den 20 einflussreichsten Frauen der Welt. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Die Amerikanerin hat sehr hart an ihrer Karriere gearbeitet.
Aufgewachsen in einer texanischen Vorstadt, wusste Klein Beyoncé schon früh, dass sie hoch hinaus will. Als andere noch mit Puppen spielten, gründete sie mit drei Schulfreundinnen ihre erste Band. Im Alter von 14 Jahren hatte sie bereits 30 Talentwettbewerbe gewonnen. Ihre Schwester Solange, ebenfalls Sängerin, sagte der Zeitschrift «GQ»: «Ich kann mich erinnern, wie sie in ihrem Zimmer geprobt hat. Sie hat eine Stelle eines Songs immer wieder geübt, so lange, bis es perfekt klang.»
Beyoncés harte Arbeit wurde 1996 belohnt. Als Destiny’s Child unterschrieb sie gemeinsam mit Kelly Rowland, LeToya Luckett und LaTavia Roberson ihren ersten Plattenvertrag. Schon bald feierte die Band Welterfolge. Vater Matthew Knowles managte die vier jungen Frauen, Mutter Tina entwarf die Bühnenoutfits. Das Quartett landete einen Hit nach dem anderen, bis im Jahr 2000 die Krise kam. Luckett und Roberson beschuldigten Beyoncés Vater, sich an der Bandkasse vergriffen zu haben, und wurden rausgeworfen. Nach einigen personellen Querelen machten Destiny’s Child als Trio weiter. Neu mit Michelle Williams als dritter Sängerin. Der Erfolg blieb zwar bestehen, doch aus den Streitigkeiten waren Gelüste für Soloprojekte entstanden. Diese wurden Anfang 2002 umgesetzt und die Band vorläufig auf Eis gelegt.
Beyoncé versuchte sich unter anderem als Schauspielerin in «Austin Powers» und «Dreamgirls» und landete mit «Crazy in Love» ihren ersten Solohit. 2002 traf sie ihre grosse Liebe, den Rapper Jay-Z alias Shawn Carter. In einem Interview gestand sie später, nie mit einem anderen Mann als Shawn zusammen gewesen zu sein. Die beiden sind seit 2008 verheiratet und haben seit Januar 2012 eine Tochter namens Blue Ivy.
Miss Perfect hat ein kleines Imageproblem
Der kleine Lockenkopf ist für den Superstar das Wichtigste im Leben. Es soll Blue Ivy an nichts mangeln. Und in Anbetracht dessen, dass Beyoncé gemeinsam mit ihrem Mann Jay-Z rund 78 Millionen Franken pro Jahr verdient, scheint Mangel keine primäre Gefahr zu sein. Zumindest im materiellen Sinn. Spricht man über die Vorbildfunktion der Mutter, könnte man allerdings diskutieren. Jahrelang war Beyoncé der Inbegriff der Miss Perfect. Das ging so weit, dass selbst der amerikanische Präsident Obama von ihr schwärmte: «Beyoncé könnte kein besseres Vorbild für meine Mädchen sein.»
Doch das Image der gradlinigen Texanerin beginnt zu bröckeln. In den jüngsten Schlagzeilen wurde Beyoncé dafür kritisiert, dass sie mit ihrem Ehemann den Hochzeitstag in Kuba gefeiert hatte, wo noch immer ein Einreiseverbot für US-Bürger herrscht. Die Republikaner stiegen auf die Barrikaden. Für viel Furore sorgte auch die sogenannte Lip-sync-Affäre um die Amtsvereidigung von Präsident Obama. Dort hatte sie die amerikanische Nationalhymne gesungen. Allerdings nicht live, sondern Playback. Das halbe Land diskutierte danach über Beyoncés Auftritt, und die Kritik wurde immer lauter. Das liess die Sängerin nicht auf sich sitzen und konterte selbstbewusst: Sie schwieg zehn Tage zu den Vorwürfen und eröffnete dann die Pressekonferenz zum Superbowl 2013, dem Final der amerikanischen Football-Saison, mit einem spontanen Ständchen. Danach fragte sie die verblüfften Journalisten keck: «Noch Fragen?».
Am Superbowl selbst, dem grössten Sportereignis der Welt, bescherte sie den Amerikanern dann ein Hitgewitter und holte sogar ihre Ex-Destiny’s-Child-Kolleginnen zurück auf die Bühne. Auf ihren Auftritt folgte der grösste Stromausfall der Superbowl-Geschichte. Der stolze Ehemann Jay-Z twitterte: «Lichter aus! Noch Fragen?». Am nächsten Tag wurde Beyoncé von den Medien wegen ihrer entgleisten Gesichtszüge verrissen. Unzählige Fotomontagen im Internet präsentierten sie mit gestähltem Körper und verbissenem Mund. Ihre Managerin versuchte, die Bilder zu verbieten. Vergeblich.
Ärger mit Tierschützer ‒ wegen neuer Turnschuhe
Kurz darauf zog Beyoncé die Ressentiments von Tierschützern auf sich, als sie ein Foto ihrer neusten Turnschuhe veröffentlichte, die aus verschiedenen Tierledern angefertigt worden waren. Bei Skandalnudeln wie Rihanna oder Lindsey Lohan hätte man bei diesen Geschichten nur ein müdes Lächeln übrig gehabt. Doch bei Beyoncé, der Miss Perfect, dem Vorbild für Obamas Töchter, muten solche Skandälchen seltsam an. Doch die 31-Jährige lässt sich nicht unterkriegen, produzierte für den amerikanischen TV-Sender HBO eine Dokumentation über ihr Leben, in der sie intime Details aus ihrem Privatleben preisgab und sogar über eine Fehlgeburt sprach. Regie führte übrigens — wie könnte es anders sein— Beyoncé. Vor der Erstausstrahlung im Februar erklärte die Sängerin, wieso sie diesen Film gemacht hatte: Ihre Geschichte sei nie richtig erzählt worden, niemand wisse wirklich, wer sie sei. Das wolle sie ändern.
Trotz Skandälchen und viel Eigeninszenierung, Beyoncé ist erwachsen geworden. Das zeigt auch der Titel ihres neuen Songs «Grown Woman». Bald soll Blue Ivy ein Geschwisterchen erhalten. Doch erst einmal muss Beyoncé ein wenig arbeiten. Ihre Welttournee dauert noch bis August und umfasst insgesamt 40 Konzerte. Dabei macht die Popkönigin auch halt im ausverkauften Zürcher Hallenstadion.
Autor: Silja Kornacher