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"Es gab zuletzt keine Katalysatoren, die bedeutenden Einfluss auf die Märkte hatten. Dies in Kombination mit saisonal bedingt niedrigen Handelsvolumina führte in den wichtigsten Anlageklassen zu einer verhaltenen Performance und Volatilität. Eine erwähnenswerte Entwicklung war im August unter anderem ein Kursanstieg im Energiesektor als Reaktion auf Gerüchte über ein bevorstehendes Einfrieren der Ölproduktion. Unterdessen kletterten US-Aktien Mitte des Monats auf Rekordstände, und die Rally bei Unternehmensanleihen dauerte an. Die meisten Märkte liessen sich von den im August veröffentlichten Daten und Meldungen jedoch kaum beeindrucken",erklärt Anthony Lawler, Fondsmanager bei GAM.
Event-Driven-Fonds performten gut, systematische Strategien nicht
Hedgefonds verbuchten leicht positive Ergebnisse, der HFRX Global Hedge Fund Index legte zum Beispiel im Monatsverlauf um 0,2 Prozent zu. Lawler erklärt: "Der massgebliche Hedgefonds-Index erzielte ein leichtes Plus und setzte damit seinen Aufwärtstrend im sechsten Monat in Folge fort. Die Indizes für die einzelnen Strategien entwickelten sich hingegen uneinheitlich. Hauptnutzniesser der zurzeit stabilen Verhältnisse an den Märkten waren die Event-Driven-Strategien, während der HFRX Macro/CTA Index besonders schlecht abschnitt, da mehrere Trends ins Stocken kamen oder sich sogar umkehrten." Im Berichtsmonat fiel der HFRX Macro/CTA Index um ein Prozent. Anthony Lawler bemerkt dazu: "Die systematischen Strategien verzeichneten negative Ergebnisse auf Grund moderater Gegenbewegungen bei Positionen, die von vielen Marktteilnehmern gehalten wurden. Dabei handelte es sich insbesondere um Anleihen, deren Renditen wieder etwas anstiegen, um den Devisenmarkt, wo der US-Dollar stärker tendierte, und um die Rohstoffmärkte, an denen die Rohölpreise anzogen und Edelmetalle billiger wurden."
Der HFRX Event Driven Index stieg im August um 1,3 Prozent. "Die Event-Driven-Strategien konnten erneut zulegen. Sie profitierten von anhaltend günstigen Bedingungen an den Aktien- und Kreditmärkten. Der ergebnisgetriebenen Trades erholten sich bei Aktien und ausfallgefährdeten Anleihen deutlich. Im vergangenen Jahr und im Januar 2016 hatten sie wegen überlaufener Positionen noch erheblich unter Druck gestanden."
Im September ist mit mehr Bewegung zu rechnen
Die geringen Handelsvolumina und die verhaltene Volatilität, die den August gekennzeichnet hatten, setzten sich Anfang September fort. Lawler ist jedoch der Ansicht, dass Katalysatoren und Wachstumserwartungen nun stärker in den Fokus der Märkte rücken werden. "Nach den traditionell ruhigen Sommermonaten erhöhen die Anleger das Risiko in ihren Portfolios und blicken nach vorn auf Katalysatoren wie die regelmässig veröffentlichten Konjunkturdaten, diverse Notenbanksitzungen, die im September stattfinden, und die bevorstehenden Wahlen in Europa und den USA."