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Damit werden die russischen Athleten voraussichtlich nicht an den EM in Amsterdam und den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen.
Nachweislich saubere Athleten sollen sich aber um einen Einzelstart – eventuell unter olympischer Flagge – bewerben können. Über diesen Kompromiss wollen IAAF und das Internationale Olympische Komitee am kommenden Dienstag an einem Treffen in Lausanne beraten. Allerdings dürften nicht viele Athletinnen und Athleten von diesem Fenster Gebrauch machen können. Denn sie müssen nachweisen, dass sie nicht in Verbindung mit dem russischen System standen.
Coe sprach nach dem einstimmigen Entscheid der 24 Council-Mitglieder von einer “machtvollen Botschaft”. Der russische Sportminister Witali Mutko erklärte bereits im Vorfeld, er habe diesen Entscheid erwartet und kündigte an, darauf zu reagieren. “Die Träume vieler unserer Sportler sind wegen des falschen Verhaltens einzelner Athleten, Trainer und Experten zerstört worden”, sagte er.
IAAF-Präsident Sebastian Coe sagte: “Es gab Fortschritte in Russland in der Doping-Bekämpfung, aber nicht genügend”. Der Brite betonte, dass die Politik in diesem Fall keine Rolle gespielt habe. Das russische Anti-Doping-System sei frühestens in 18 bis 24 Monaten wieder regelkonform. Diese Einschätzung machte der Norweger Rune Andersen, der Chef der IAAF-Taskforce zur Beobachtung der russischen Reformfortschritte, der sich zusammen mit Coe den Fragen der Medien stellte.
Der Entscheid der Council-Mitglieder fiel auf Grundlage und Empfehlung einer von der IAAF eingesetzten Taskforce, die die Reformfortschritte in Russland seit Januar überwacht hat. Der völlige Ausschluss eines Verbandes ist laut Regel 45 im Ethik-Code der IAAF bei gravierenden Verstössen gegen Anti-Doping-Regularien zulässig.
Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte am 9. November 2015 einen 323-seitigen Bericht vorgelegt, der ein Schreckensbild der Doping-Praktiken in der russischen Leichtathletik zeichnet. Am 13. November suspendierte die IAAF den russischen Verband.
(SDA)