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Das Projekt soll die Möglichkeiten für die Reduktion der Waldbrandgefahr im Alpenraum durch die Entwicklung eines gemeinsamen Warnsystems verbessern.
Das Feuerverhalten an einem beliebigen Ort ist das Ergebnis des komplexen Zusammenwirkens von Vegetation, Topographie, Wetterbedingungen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen. Die Analyse der Zusammenhänge zwischen der Häufigkeit und Verteilung von Waldbränden wird es möglich machen, die Waldbrandgefahr im Gebirgsraum modellhaft darzustellen. Eine über die Ländergrenzen harmonisierte Bewertung der Waldbrandgefahr wird eine einheitliche Interpretation der Gefährdungsstufen im Rahmen von Einsatzmaßnahmen und Notfallplänen ermöglichen.
Aufgrund der anhaltenden Diskussion um die drohende Klimaänderung werden Waldbrände als möglicher Störungseinfluss ein mehr an Bedeutung im Alpenraum gewinnen. Das Netzwerk der Partner soll es erlauben, an einer gemeinsamen Strategie zur Waldbrandbekämpfung unter Berücksichtigung der sich ändernden klimatischen Rahmenbedingungen zu arbeiten. Das modulare Projekt soll eine Koordination der vorhandenen Warnsysteme für Waldbrände über die nationalen Grenzen hinweg möglich machen.
Die Waldbrandsituation in den Alpen
Während der letzten Jahrzehnte hat die Häufigkeit der Waldbrände zugenommen: in den Gebirgswäldern sind nahezu 20.000ha jährlich betroffen, zusätzlich zu Bränden auf Nichtwaldflächen. Waldbrände treten in der alpinen Region besonders im Winter und Frühling auf, wobei aufgrund der angenommenen globalen Erderwärmung auch im Sommer mit einer stärkeren Häufigkeit zu rechnen ist. Schon jetzt beeinflussen die Waldbrände das Kulturerbe der Alpen massiv. Durch die Waldbrände wird die Vegetationszusammensetzung und Waldstruktur verändert; Feuer bewirkt einen Wandel der Landschaft und beeinflusst die Stoffkreisläufe nachhaltig. Durch die in Folge auftretende Bodenerosion kann sich auch die Gefahr von Massenbewegungen und die Fruchtbarkeit der Böden nachhaltig verschlechtern. Die Auswirkungen von Waldbränden auf die Biodiversität, auf die Sicherheit der Bevölkerung und auf die Wirtschaft im Alpenraum sind bedeutend und für eine nachhaltige Entwicklung oft hinderlich. Zukünftig könnten sich diese sozialen und ökonomischen Folgen deutlich verschlimmern, wenn sich die durch den Klimawandel verursachten steigenden Temperaturen, Dürreperioden und andere Wetterextreme noch weiter verstärken. Es ist auch anzunehmen, dass die Waldbrandfrequenz durch die rasant zunehmende Tourismusindustrie und die damit verbundene regionale Übernutzung sowie die im Gegenzug auf den Südhängen der Alpen stattfindende Entvölkerung zunehmen wird, was ein gemeinsames Handeln notwendig macht.
Die Ziele von ALP FFIRS
Das übergeordnete Gesamtziel von ALP FFIRS ist die Kontrolle und Reduktion der Waldbrandgefahr im alpinen Raum durch vorbeugende und die Gefahr abschwächende Maßnahmen. Das Projekt möchte eine innovative Plattform zur Unterstützung dieser Maßnahmen anbieten. Es soll in ALP FFIRS der Rahmen für ein gemeinsames Warnsystem für den Alpenraum unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Wetterbedingungen und Vegetationszusammensetzung entwickelt werden. Die Hauptaufgabe besteht in der Bereitstellung einer Entscheidungshilfe für die Behörden und Feuerwehren um die Waldbrandgefahr besser und genauer abschätzen zu können. Dazu werden tagesaktuelle Analysen der Waldbrandgefahr sowie entsprechende Vorhersagen erstellt und aufbereitet. Die Waldbrandgefahr wird dabei erstmals auf Basis eines einheitlichen Gefährdungsindex und damit vergleichbar für den gesamten Alpenraum dargestellt; Einsatzpläne und operationelle Verfahren zur Feuerbekämpfung können so abgestimmt werden.
Details zum Projekt
Projektdauer
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