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Studienauftrag Mehrfamilienhaus Stäfa, 2015
Die charakteristischen Wesensmerkmale „Zugehörigkeit zur Kernzone“ und „räumliche Identität der Bergstrasse“, sind uns für die vorliegende Entwurfsaufgabe von Wichtigkeit. Entsprechend wird das Volumen des Ersatzneubaus im Strassenraum mit der nötigen Präsenz ausformuliert.
Weiter gilt es auch die unmittelbare Nähe zur Zentrumszone und das aussenräumliche Umfeld der zahlreichen Siedlungsbauten aus den 1960er-Jahren zu beachten. Insofern wird das zu bebauende Grundstück in dieser Zonenschnittstelle als Spannungsfeld zweier unterschiedlicher Bauzonen verstanden.
Mit der gewählten Form des Gebäudetypus als Winkelbau, kann ideal auf die städtebaulichen Anforderungen und Projektvorgaben reagiert werden. Durch die Setzung des Winkelvolumens werden auf dem Grundstück zwei klare Aussenräume gebildet. Der obere kleinere Aussenraum wird an topografisch höchster Stelle rückwertig und nordöstlich situiert, als ebener Zugang zum Haus genutzt. Der zweite grosszügigere Aussenraum, welcher durch das Winkelvolumen räumlich gefasst wird, ist von parkartigem Charakter.
Die Einführung eines Hochparterres macht hinsichtlich Kernzonentypologie und Nähe zum Strassenraum bzw. der vorgesehenen Wohnnutzung im EG Sinn. Um sämtliche Wohnungen mit einem einzigen Treppenhaus zu erschliessen, wird aufgrund der Topografie im Bereich des Treppenhauses eine Splitlevel-Erschliessung gewählt.
Dadurch kann für das gewachsene und das neue Terrain die maximale Gebäudehöhe ausnahmslos eingehalten werden. Die Splitlevellösung trägt zudem dazu bei, dass das gegliederte Volumen zusätzlich volumetrisch verfeinert wird und dadurch nicht mächtig erscheint.
Pro Geschoss werden 4 Wohnungen angeboten. Davon weisen die 2 Wohnungen die sich zu den Winkelköpfen hin entwickeln, eine eher klassische Typologie und Wohnform auf. Die Kleinwohnungen an den Winkelecken sind als atelierartige Wohnform konzipiert. Sämtliche 4 Wohnungen weisen mindestens 3 Ausrichtungen bzw. Aussenraumbezüge auf.