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Medium Helena: Lenormandkarten
Foto: © vetre / shutterstock / #406962475
Die verschiedenen Lebensthemen können immer wieder mal für Unsicherheiten sorgen, aber auch manche Alltagssituationen stellen sich als wahre Herausforderung dar. So tun wir uns manchmal schwer eine wichtige Entscheidung zu treffen, fühlen uns ein wenig überfordert oder vielleicht auch mit unseren Problemen allein gelassen und einsam. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass viele Menschen nach einer passenden Hilfestellung im Aussen suchen. Die Möglichkeiten sind hier ganz vielfältig. So kann beispielsweise Kartenlegen mit Lenormandkarten Licht ins Dunkel bringen. Die Aussagen der Wahrsagekarten können in schwierigen Situationen als Lebenshilfe oder Wegweiser dienlich sein.
Rund um Madame Lenormand
Madame Lenormand, mit vollständigem Namen Marie-Anne Adélaïde Lenormand, war eine französische Kartenlegerin und Wahrsagerin, die auch als Namensgeberin der Lenormandkarten gilt. Schon während ihres Aufenthalts in einer Klosterschule, wo sie erzogen wurde, begann sie sich mit dem Wahrsagen zu beschäftigen. Einige ihrer Voraussagen brachten ihr irgendwann dann einen Verweis von der Schule ein.
So scheint es nicht weiter verwunderlich, dass sie sich aufgrund ihrer Erfahrungen schon sehr früh von ihrer heimatlichen Umgebung löste und nach Paris ging. Etwa mit Mitte 20 gründete sie mit der Wahrsagerin Madame Gilbert ein "Bureau für Wahrsagerei". Dank ihrem Ruf, dass sie über herausragende Hellsicht verfüge, gelangte sie zu stetig steigender Berühmtheit. So nahmen im Laufe der Zeit Menschen aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten ihre Dienste in Anspruch.
Es heisst, dass Madame Lenormand während ihrer aktiven Zeit als Wahrsagerin mit den Kartendecks von Jean-François Alliette, kurz Etteilla, arbeitete. So liesse sich vielleicht eine gewisse Ähnlichkeit mit seinen Tarotkarten beim "Grossen Lenormand" erklären, die etwa 2 Jahre nach ihrem Tod auf den Markt gebracht worden. Einige Jahre später erschien dann noch das "Petit Lenormand", dass Annahmen zufolge auf dem Spiel "Das Spiel der Hoffnung" basieren soll.
Lenormandkarten und Legesysteme
Die Lenormand Karten gelten neben dem klassischen Tarot als die beliebtesten Wahrsagekarten. Hauptsächlich kommt hier das "Petit Lenormand" mit 36 Karten zum Einsatz. Ihre Aufmachung im biedermeierlichen Stil ist ein Spiegelbild der Lebensphilosophie, wie sie im Frühen 19. Jahrhundert zu finden war. Die Karten sind nicht nur mit verschiedenen Bildsymbolen, sondern auch mit Abbildungen der üblichen Spielkarten im Kleinformat versehen.
Das Kartendeck ist in Personenkarten und Sachkarten aufgeteilt, die alle mit einer Nummer versehen sind. Einige Karten können sowohl für Personen wie auch Sachen stehen, Situationen können ebenfalls für die Sachkarten dargestellt werden. Obgleich, oder vielleicht genau wegen der klaren und einfachen Bildersprache können die Lenormandkarten mittels der verschiedenen Kombinationen, wichtige Erkenntnisse und tiefe Einblicke zu den verschiedenen Themen des Lebens in ihrer Deutung ermöglichen.
Bei der Nutzung der Lenormandkarten können ganz unterschiedliche Legesysteme zum Einsatz kommen, in Abhängigkeit der jeweiligen Fragestellung und des vorher definierten Ziels des Ratsuchenden. Manchmal können sich aus dem ursprünglichen Ansatz mittels der Karten neue wichtige Faktoren offenbaren.
Das Leben neu entdecken
Ein Blick in die Lenormandkarten kann durchaus hilfreich sein, um sich und sein Leben aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, denn oftmals steckt man selbst zu tief in einer Situation, um Perspektiven oder Alternativen zu erkennen. Zudem kann eine neue Sichtweise auch helfen, wichtige Impulse oder Denkanstösse zu erhalten, die bei der Entscheidungsfindung unterstützen. So kann das Kartenlegen ganz unterschiedliche Hilfestellung bieten.
Die Aussagen der Lenormand Karten sind als Prognose oder Tendenz von Ereignissen im Hinblick auf eine Entwicklung in der Zukunft zu sehen. Genauso können sie natürlich auch die persönliche Weiterentwicklung offenbaren. Unabhängig von der Ausrichtung sind sie jedoch niemals eine feststehende Aussage für den Ratsuchenden, denn durch die eigenen Entscheidungen und Taten wird das letztendliche Ergebnis beeinflusst. Die Karten können weder eine Entscheidung noch den Weg abnehmen, aber in gewissen Situationen als Lebenshilfe oder auch Wegweiser dienlich sein.Rechtliche Hinweise