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Erneut gaben die meisten Abgeordneten der beiden Parlamentskammern sowie Vertreter der Regionen weisse Stimmzettel ab (412), weil sich die politischen Lager in den Verhandlungen auf keinen gemeinsamen Kandidaten geeinigt hatten. Ab Donnerstag (11.00 Uhr) reicht nun die absolute Mehrheit zum Sieg.
Die Parteien waren am Mittwoch weit von einem Konsens entfernt. Die Fronten schienen verhärtet: Unter anderem lehnt der Mitte-Links-Block alle drei bislang präsentierten Kandidaten der Mitte-Rechts-Parteien ab. Die drei rechten Parteien gaben erstmals unterschiedliche Empfehlungen an ihre Wahlmänner und -frauen ab.
Die meisten Stimmen (125) bekam Amtsinhaber Sergio Mattarella, obwohl dieser eine zweite Legislaturperiode bislang klar ausschliesst. Viele Politiker wünschen sich einen Verbleib des Sizilianers im Amt, um die Regierung von Ministerpräsident Draghi nicht zu gefährden.
Der Zusammenhalt der Vielparteienregierung steht immer mehr auf dem Spiel: Am Mittwoch warnte Enrico Letta von den Sozialdemokraten seine Koalitionspartner bei Lega und Forza Italia davor, zusammen mit den postfaschistischen Fratelli d'Italia eine Kampfabstimmung zu provozieren. Das sei «absurd und unverständlich» und würde dazu führen, «dass alles zusammenbricht», schrieb Letta bei Twitter.