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Bei Therese Johaug wurde gemäss einer Meldung des norwegischen Verbandes das anabole Steroid Clostebol nachgewiesen.
Grund für die positive Probe ist nach Angaben des Verbandes eine Sonnencreme, die Johaug zur Behandlung eines Sonnenbrands auf der Lippe erhalten habe. Mannschaftsarzt Fredrik S. Bendiksen habe die Creme (Trofodermin) Ende August in einer Apotheke gekauft und sie Johaug am 4. September gegeben, teilten die Norweger weiter mit. Am 16. September war die Staffel-Olympiasiegerin von Vancouver 2010 dann getestet worden.
«Unfair und völlig unverdient»
«Ich bin am Boden zerstört. Es ist eine für mich schwierige und unwirkliche Situation. Ich finde das unfair und völlig unverdient, obwohl ich mir natürlich meiner Verantwortung als Sportler bewusst bin, welche Medizin ich benutze», sagte Johaug.
Der norwegische Verband will zunächst keine Strafmassnahmen ergreifen. Man wolle Johaug und Bendiksen, der umgehend seinen Rücktritt als Teamarzt angekündigt hat, nach der Offenlegung schützen. Thorbjørn Skogstad, Chef des norwegischen Langlauf-Komitees, berief die Führung ein, um weitere Schritte zu beraten. Man werde sich auch mit der NADA Norwegens unterhalten, was nun zu tun sei.
Die siebenfache Weltmeisterin gewann in der letzten Saison 17 Rennen und egalisierte damit die Bestmarke von Marit Björgen. 2010 wurde Johaug zudem mit der Frauenstaffel Olympiasiegerin in Vancouver.
Wieder ein prominenter Name
Bereits im Juli 2016 hatte ein Vorfall mit einem Norweger in der Hauptrolle für Aufsehen gesorgt. Damals war mit Martin Johnsrud Sundby ebenfalls ein Langlaufstar positiv auf Salbutamol, ein in Sportlerkreisen weit verbreitetes Asthma-Medikament, getestet worden.
Sendebezug: Radio SRF 1, 13.10.16, 12:00 Uhr