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Diese Nachricht dürfte beim Personal für Ärger sorgen. Erst am 20. Januar hatte der Google-Mutterkonzern Alphabet angekündigt, weltweit 12’000 Stellen abbauen zu wollen. Davon sind auch 250 der 5’000 Mitarbeitenden am Standort Zürich betroffen.
Die schwierige Entscheidung sei getroffen worden, «um sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden und ihre Rollen mit den höchsten Unternehmensprioritäten einhergehen», hat der Konzern im Januar die Entlassungen von rund 6 Prozent der weltweiten Belegschaft begründet. In London kam es Anfang April zu Streiks wegen dieses Stellenabbaus.
Viele Angestellte schlossen sich nach dem angedrohten Stellenabbau einem offenen Protestbrief an den Google-Chef Sundar Pichai an.
Ob das diesen gross gekratzt hat, ist nicht bekannt. Bekannt geworden ist hingegen, wie der Konzernchef entlöhnt wird. Gemäss einer Mitteilung an die Börsenaufsicht erhielt Picchai im vergangenen Jahr eine Gesamtvergütung von 226 Millionen US-Dollar, die hauptsächlich aus Aktienzuteilungen besteht.
Dieses Gehalt soll mehr als dem achthundertfachen des Durchschnittslohns der Mitarbeitenden entsprechen, die von den Stellenstreichungen betroffen sind.
Die Offenlegung des Lohns passt auch wie die Faust aufs Auge zu weiteren Sparplänen des Unternehmens.
Wie der US-Sender CNBC am Freitag berichtete, legt Google aus Kostengründen den Bau eines riesigen neuen Firmengeländes im Silicon Valley auf Eis. Die Bauarbeiten für den Google-Campus Downtown West in der kalifornischen Stadt San Jose hätten Ende des Jahres beginnen sollen. Die Vorarbeiten seien nun aber gestoppt. Auch 20 andere Immobilienprojekte mit einem Wert von fast 10 Milliarden Dollar stehen zur Debatte, bis man beim Konzern finanziell wieder etwas klarer sieht. Die neuen Quartalszahlen sollen in der kommenden Woche veröffentlicht werden. 2022 machte Alphabet einen Umsatz von etwa 260 Milliarden Dollar, der Gewinn lag bei etwa 60 Milliarden Dollar.
Das Vermögen von Sundar Pichai wird auf mehr als eine Milliarde Dollar geschätzt.
Dieser machte einen Bachelor in Metallurgie am Indian Institute of Technology in Kharagpur. Dann folgte ein Master in Werkstoffwissenschaften an der renommierten amerikanischen Stanford University und ein MBA an der Wharton School an der Universität von Pennsylvania.
Eigentlich wollte der Inder danach eine akademische Laufbahn einschlagen, entschied sich jedoch anders und heuerte im Produktmanagement der Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey & Company an, bevor er 2004 zu Google wechselte. Dort war er zunächst für die Software-Produkte Google Chrome, Google Chrome OS und Google Drive verantwortlich. Später leitete er die Entwicklung verschiedener Produkte wie Gmail und Google Maps.
Nachdem Ende 2019 die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page bekannt machten, dass sie sich aus dem operativen Geschäft der Alphabet Inc. zurückziehen, wurde dem 50-jährigen Pichai die Gesamtverantwortung der Google LLC sowie zusätzlich von dessen Dachgesellschaft Alphabet Inc. übertragen.