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Bei dieser Operation wird mit Hilfe eines runden Klammernahtgeräts eine Schleimhautmanschette aus dem Enddarm ausgestanzt. Die nach Dr. Longo benannte Methode dient zur Behandlung von prolabierenden Hämorrhoiden und dem Vorfall von Analschleimhaut (Analprolaps).
Beiden Hämorrhoiden unterscheidet man vier Schweregrade, die von leichterVergrösserung bis zum ständigen Vorfall (Prolaps) der Hämorrhoiden führen.Unter Hämorrhoidektomie versteht man die klassische operative Entfernungder prolabierenden Hämorrhoiden. Die Stapler-Mukosektomie (Ausstanzungvon Schleimhaut) ist eine weniger invasive Methode zur Behandlung vonHämorrhoiden resp. dem Analprolaps.
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Welche Voraussetzungenmüssen erfüllt sein
Hämorrhoiden im Schweregrad 1-2 werden meist konservativ oderinterventionell behandelt. Bei zunehmendem Prolaps von Hämorrhoiden resp.Analschleimhaut ist die operative Behandlung effizienter und zeigt auch bessereResultate. Hämorrhoiden 3. und 4. Grades lassen sich in der Regel nur operativentfernen. Als Methoden bieten sich die Hämorrhoidektomie und dieStapler-Methode an. Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die Methode nachLongo.
Der Zustand des betroffenen Patienten muss derart sein, dasseine Lumbalanästhesie oder auch eine Vollnarkose möglich ist. BlutverdünnendeMedikament müssen eine genügend lange Zeit vor der Operation gestoppt werden.
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Was passiert vor der Operation
Für die Stapler-Methode treten die Patienten meist am selbenTag ins Spital ein. Mit einem kleinen Bluttest kann man sich vergewissern, dasskeine Blutgerinnungsstörung vorliegt. Ein bis zwei Stunden vor der Operationwird ein kleiner Einlauf verabreicht, um den Enddarm zu reinigen. EineDarmspülung wie vor einer Darmspiegelung ist nicht nötig.
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Was wird bei der Operation genau gemacht
Die Longo-Methode besteht aus einem neuen Konzept, indem nicht die Hämorrhoiden selbst operiert werden, sondern die Enddarm-Schleimhaut darüber ausgeschnitten wird. Die Operation wird mit einem runden Klammernahtgerät, dem sog. Stapler durchgeführt. Mit diesem Gerät wird die Schleimhaut oberhalb der Hämorrhoiden ausgestanzt und die entstandene Wundemit Klammern gleich wieder verschlossen werden. Dadurch werden die vorgefallenen Hämorrhoiden zurückgezogen und im Analkanal fixiert. Zudem wird die Blutzufuhr gedrosselt, was die Hämorrhoiden kleiner werden lässt und die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Entstehung verringert.
Der Eingriff kann in einer Teilnarkose (Lumbalanästhesie) durchgeführt werden undverursacht in der Regel wenig bis gar keine Schmerzen, da nicht im sensiblen Analkanal, sondern im unempfindlichen Enddarm operiert wird.
Bei Vorhandensein von Marisken (anale Hautlappen) oder äusseren Hämorrhoiden kannes gelegentlich notwendig sein, dass diese zusätzlich entfernt werden müssen.
Neuste Erkenntnisse haben ergeben, dass die Hämorrhoiden 4. Grades oft besser durcheine konventionelle Hämorrhoidektomie als durch die Stapler-Methode behandeltwerden. Nicht selten wird auch eine Kombination der Stapler-Methode mit einer 1-2-Zipfel-Hämorrhoidektomie durchgeführt.
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Was passiert nach der Operation
Mitder Stapler-Methode ist ein Spitalaufenthalt von lediglich 2-3 Tagen verbunden.Nach der Operation kann es postoperativ unter anderem zu Blutungen und lokalenInfektionen kommen. Falls auch Marisken entfernt werden mussten wird der Patientüber die Nachsorge und Pflege der kleinen Wunden instruiert.
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Wie muss man sich zu Hause verhalten
Patienten sind nach dieser Operation in ihrer Sitzfähigkeit in der Regel nichteingeschränkt. Da bei der Stapler-Methode im nicht sensiblen Bereich desEnddarms operiert wird haben die Patienten kaum Beschwerden. Bei gleichzeitigentfernten Marisken sieht die Nachbehandlung ähnlich aus wie nach der klassischenHämorrhoidektomie.
Patientinnen und Patienten, die analen Geschlechtsverkehr haben, werden darauf aufmerksamgemacht, dass man während einem Monat nach der Operation davon absehen sollte.Auch später kann sich nach Gebrauch eines Klammernahtgeräts ganz selten eineTitanklammer aus der Enddarmwand lösen und eine gewisse Verletzungsgefahr für den männlichen Partner darstellen.
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Wie sieht derLangzeitverlauf aus
Nach der Stapler-Methode kann man davon ausgehen, dass die lästigen Beschwerden wie Blut- und Schleimabgang, sowie Stuhlschmieren undJuckreiz behoben sind. Gelegentlich können Restbeschwerden bestehen bleiben, die aber durch anale Hygiene und allenfalls durch die Einnahme eines Stuhlregulierenden Mittels (z.B. Mucilar® Pulver) verbessert werden können.
Nach einer korrekt durchgeführten Operation kann man über Jahre mit einem guten Erfolg rechnen. Nach 6-8 Jahren ist es möglich, dass sich die Hämorrhoiden oder ein gewisser Schleimhautprolaps wieder nachbilden.
Als Prophylaxe wird folgendes Verhalten empfohlen: Stuhlregulierende Massnahmen durch ballaststoffreiche Ernährung, Steigerung der Flüssigkeitszufuhr, gegebenenfalls die Verwendung von Quellmitteln zur Stuhlregulierung, eine sorgfältige Analhygiene und regelmässige körperliche Aktivität.