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DER PONTONIERSPORT
Was ist unter einem Pontonierfahrer zu verstehen? Das französische Wort „Ponton“ findet seinen Ursprung im lateinischen Wort „ponto“ zu „pons“: Brücke (laut Duden). Ein Ponton ist einem breiten, flachen Kahn ähnlich, offener oder geschlossener Hohlkörper zum Bau von (behelfsmässigen) Brücken oder ähnlichen (ebenfalls laut Duden). Heute verwenden die Pontoniere für ihre Wasserfahrten sogenannte Übersetzboote oder Weidlinge. Ein Weidling ist ein kleineres Schiff aus Holz oder Kunststoff, hinten und vorne im Spitz auslaufend. Es ist schmaler und handlicher als das Übersetzboot.
Das Wasserfahren wird heute als Sport betrieben, wobei jeweils zwei Wettkämpfer einen Fahrtrupp bilden. Steuermann und Vorderfahrer sind ein Team, welches das Schiff (Übersetzboot oder Weidling) auf optimale Weise auf dem Wasser fortbewegt und an den richtigen Ort hinführt. Dabei wird nicht nur Kraft gefordert, sondern auch Geschicklichkeit und genaue Kenntnisse des Wassers, die nur durch jahrelanges Üben erworben werden können.
So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass vielfach der Vater mit seinem Sohn im gleichen Schiff steht. Ungestüme jugendliche Kraft und abgeklärte Erfahrung ergänzen sich so auf ideale Weise. Der Pontoniersport kann während Jahrzehnten ausgeübt werden, und auch mit vierzig Jahren gehört man noch nicht zum alten Eisen. Jung und Alt bilden zusammen die Grundlage für die sprichwörtliche Pontonierkameradschaft.