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Der US-Finanzminister fordert eine schnelle Übergangslösung für die Spitze des Internationalen Währungsfonds. Der IWF brauche gerade jetzt einen handlungsfähigen geschäftsführenden Direktor.
Nach der Verhaftung von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn werden immer mehr Stimmen laut, die eine Übergangslösung für die Führung des Internationalen Währungsfonds fordern. Strauss Kahn sei "offensichtlich nicht in der Lage", den IWF zu lenken, äusserte sich etwa US-Finanzminister Timothy Geithner.
"Es ist wichtig, dass der Verwaltungsrat formell jemanden für eine Übergangszeit einsetzt, der als geschäftsführender Direktor agieren kann", zitiert ihn das "Wall Street Journal“.
Er sei aber zuversichtlich, dass der IWF den gegenwärtigen Herausforderungen gewachsen sei und seine Rolle in der Finanzwelt spielen werde. "Da passiert gerade eine Menge in der Welt und da möchte man, dass der Währungsfonds hilfreich ist", so Geithner. "Ich bin aber überzeugt, dass er dazu in der Lage sein wird."
Der IWF hatte zuvor Strauss-Kahns Stellvertreter, John Lipsky, mit der Führung der Geschäfte beauftragt. Strauss-Kahn ist wegen sechs verschiedener Straftaten angeklagt: Die schwerwiegendste ist sexueller Missbrauch in einem besonders schweren Fall. Hier ist er gleich in zwei Fällen angeklagt. Dafür drohen ihm 25 Jahre Haft. Er soll am Samstag ein Zimmermädchen in einem New Yorker Hotel überfallen und bedrängt haben.
Spekuliert wird bereits über die Nachfolge Strauss-Kahns an der Spitze des Internationalen Währungsfonds. Zu den Namen, die genannt werden, gehören etwa Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde und der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück.
(laf/tno/awp)