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||Das mündliche Testament als Nottestament ist nahezu ohne praktische Bedeutung. Nur wenn der Erblasser infolge ausserordentlicher Umstände wie nahe Todesgefahr verhindert ist, sich einer anderen Errichtungsform zu bedienen, ist er befugt, eine mündliche letztwillige Verfügung zu errichten.

Zu diesen Zweck hat der Erblasser seinen letzten Willen vor zwei Zeugen zu erklären und diese zu beauftragen, seiner Verfügung die nötige Beurkundung zu verschaffen. Die mündliche Verfügung ist anschliessend entweder bei einer Gerichtsbehörde zu Protokoll zu geben oder umgehend von einem der Zeugen unter Angabe von Ort und Datum niederzuschreiben, von beiden Zeugen zu unterzeichnen und mit der Erklärung, dass der Erblasser verfügungsfähig war und unter entsprechend besonderen Umständen seinen letzten Willen mitgeteilt habe, unverzüglich bei einer Gerichtsbehörde zu deponieren.
Das mündliche Testament ist überdies nur vorübergehend gültig. Das Gesetz schreibt vor, dass der Erblasser sich später einer anderen Verfügungsform zu bedienen hat, sofern er dazu in der Lage ist, und die mündliche Verfügung 14 Tage von diesem Zeitpunkt an gerechnet, die Gültigkeit verliert.