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Art. 125, 276 ff., 285 ZGB: Zumutbarkeit der (Wieder-)aufnahme und/oder Ausdehnung der Erwerbstätigkeit im Zusammenhang mit Kinderbetreuung.
Im Sinne einer Richtlinie ist dem hauptbetreuenden Elternteil ab der obligatorischen Beschulung des jüngsten Kindes eine Erwerbstätigkeit im Umfang von 50%, ab dessen Eintritt in die Sekundarstufe I eine solche von 80% sowie ab dessen Vollendung des 16. Lebensjahres ein Vollzeiterwerb zuzumuten. Daneben sind nach gerichtlichem Ermessen weitere Entlastungsmöglichkeiten durch freiwillige (vor-)schulische oder ausserschulische Drittbetreuung zu berücksichtigen. Die Richtlinien für die Zumutbarkeit der Aufnahme/Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit im Zusammenhang mit Kinderbetreuung gelten sowohl für den Betreuungs- wie auch für den (nach-)ehelichen Unterhalt.