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Somalia, Äthiopien und Kenia gehören zu den Ländern, die am stärksten von der Dürre betroffen sind.
Es sind nun die letzten 5 aufeinanderfolgenden Saisons mit wenig oder gar keinem Niederschlag in der Region am Horn von Afrika. Diese Dürre, die extremste seit über 40 Jahren, wird von den Einheimischen als die "noch nie gesehene" bezeichnet - so stark ist das Klimaphänomen. Somalia, Äthiopien und Kenia stehen vor einer grossen Krise, und Millionen von Menschen in der Region sind bereits vertrieben worden.
Die Knappheit bestimmter Ressourcen ist häufig eine Quelle von Konflikten. Wenn es sich um etwas so Lebensnotwendiges wie Wasser handelt, stellt dies eine Herausforderung für die gesamte Region dar. Die Unterernährungsraten sind bereits hoch und werden wahrscheinlich noch weiter steigen, wenn die internationale Gemeinschaft nicht schnell handelt und sich mit den Betroffenen solidarisiert. Die Aussicht auf eine grosse Hungersnot scheint immer sicherer zu werden.
UNHCR ist seit Jahren in der Region aktiv. Aufgrund des Krieges in Somalia, der jüngsten Krise in Äthiopien und der Situation im Sudan und Südsudan ist die UN-Organisation in der Region bereits gut etabliert. Sie unterstützt die vertriebenen Bevölkerungsgruppen unter anderem mit Unterkünften, lebensnotwendigen Materialien wie Kochutensilien, Matratzen oder auch Hygieneartikeln. Sie hilft bei der Errichtung von Brunnen und mobilisiert in Abstimmung mit anderen Organisationen wie dem WFP Nahrungsmittelhilfe.
Die verschiedenen Programme zur Unterstützung der Vertriebenen am Horn von Afrika gehören zu den am stärksten unterfinanzierten Programmen von UNHCR. Bis zum 23. August 2022 wurden nur 34% der Mittel aufgebracht, die für die Versorgung der Vertriebenen in der Region benötigt werden. UNHCR und seine Partner benötigen dringend die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, um eine weitere Verschlechterung der Lage zu verhindern. Ihre Hilfe ist heute wertvoller denn je.