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Nationalteam Strasse
Michael Albasini übernimmt das Strassennationalteam
Fliegender Seitenwechsel: Michael Albasini, an der WM in Imola noch als Athlet im Einsatz, löst im Januar 2021 seinen Vater Marcello bei Swiss Cycling als Nationalcoach ab.
Auf Albasini folgt… Albasini. Am Sonntag, anlässlich des Strassenrennens an der WM in Imola, trägt Michael Albasini letztmals das Trikot mit dem weissen Kreuz auf dem Rücken, per Ende der laufenden Saison tritt er vom Spitzensport zurück. Anfang 2021 wird der im Dezember 40-jährig werdende Thurgauer die Verantwortung für das Strassennationalteam übernehmen – und damit die Nachfolge seines Vaters Marcello Albasini antreten, welcher Swiss Cycling im Rahmen einer Übergangsphase in reduziertem Pensum erhalten bleibt. «Für mich ist das eine schöne Herausforderung zum richtigen Zeitpunkt. Ich freue mich darauf, mein in über 20 Radsportsaisons gesammeltes Wissen weitergeben zu können», hält Michael Albasini fest.
«Für mich ist das eine schöne Herausforderung zum richtigen Zeitpunkt.»
Michael Albasini hat in seiner Karriere 30 Rennen gewonnen, darunter drei Etappen im Rahmen der Tour de Suisse, deren sieben an der Tour de Romandie sowie diverse Etappenrennen wie die Katalonien-Rundfahrt, die Österreich-Rundfahrt und die Tour des Fjords. Fabian Cancellara ausgeklammert, ist Albasini der erfolgreichste Schweizer Strassenfahrer der letzten 15 Jahre; er hat – Nachwuchskategorien inklusive – die Schweiz an 18 Weltmeisterschaften vertreten. «Seine immense Erfahrung, sein weitreichendes Netzwerk und seine Sozialkompetenz sind für uns von höchster Relevanz», hält Leistungssportchef Beat Müller fest. Michael Albasini, der vor seinem Einstieg in den Profiradsport das Lehrerpatent erworben hatte, wird die Ausbildung zum Berufstrainer parallel zu seiner Arbeit als Nationalcoach fortsetzen.
Marcello Albasini (63) wird seinem Sohn mit Rat, Tat und partiell mit Präsenz zur Seite stehen. Unter anderem ist vorgesehen, dass das Duo Albasini/Albasini an der Tour de Romandie und an der Tour de Suisse gemeinsam die Auswahl des Nationalteams betreuen wird. Zudem wird Marcello Albasini 2021 einzelne Einsätze von Rubens Bertogliati übernehmen. Der Tessiner, seit 2019 als Assistent von Marcello Albasini tätig, schliesst im nächsten Jahr sein berufsbegleitendes Studium ab und wird die Funktion daher in reduziertem Pensum ausüben. Vorgesehen ist, dass er ab 2022 wieder im gewohnten Umfang wirken wird.
Leistungssportchef Müller spricht angesichts dieser Konstellation von einem Glücksfall: «Für uns ist es sehr wertvoll, dass der Knowhow-Transfer auf diese Weise vollzogen werden kann.» Ähnlich klingt es bei Michael Albasini: «Die Vater-Sohn-Geschichte ist sicherlich speziell, aber für mich nichts Aussergewöhnliches, weil wir uns seit langer Zeit im gleichen Business bewegen und immer wieder auch beruflich miteinander zu tun hatten. Es ist jedoch unbestritten ein grosser Vorteil, ihn in der Übergangsphase an meiner Seite zu haben und von seiner Erfahrung profitieren zu dürfen.»