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Wenn die schwedischen Royals im Sommer in die Ferien reisen, dann in der Regel gemeinsam. So war es heuer in St. Tropez der Fall. Nur Prinzessin Madeleine und Chris O'Neill fehlten wegen des Umzugs nach London. Wenige Wochen zuvor kam die ganze Familie auf der königlichen Sommerresidenz auf Öland zusammen.
Eine solche Familienidylle scheint beim südlichen Nachbarn undenkbar. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich Kronprinzessin Mary, 43, und ihre Schwägerin, Prinzessin Marie, 39, nicht besonders gut verstehen. Gemeinsame Auftritte in der Öffentlichkeit sind Mangelware und finden nur dann statt, wenn es sich vermutlich nicht vermeiden lässt - wie beispielsweise bei der Eröffnung des Parlaments in Kopenhagen.
Der Medientermin zum sommerlichen Familienfoto gehörte dieses Jahr wohl nicht dazu. Marie und ihr Gatte, Prinz Joachim, fehlten. Sie kamen einen Tag später auf Schloss Gravenstein, als Mary und ihr Mann, Kronprinz Frederik, bereits wieder abgereist waren. Dabei liebt es Königin Margrethe, die ganze Familie um sich zu haben.
Ein Grund für die gegenseitige Antipathie ist offiziell nicht bekannt. Gemunkelt wird, dass ihre Charaktere zu verschieden sein - im Gegensatz zu ihrem Äusseren. Sie könnten sich ähnlicher nicht sein: braune Augen, dunkelbraunes Haar, gleiche Statur. Zudem heissen beide nicht nur fast gleich, sondern wählten auch beinahe eine identische Ausbildung im Bereich Wirtschaft - Marie studierte an der Universität Genf, Mary in Australien. Später arbeitete die Französin unter anderem in der Marketing- und PR-Abteilung für Estée Lauder, die Tasmanierin für eine international tätige Werbeagentur, für Microsoft und andere Firmen. In ihrer Rolle als Prinzessin respektive Kronprinzessin engagieren sich beide für Kinder. Und beide sind sie die Frau an der Seite eines Royals, mit einem grossen Unterschied: Mary wird Dänemarks nächste Königin, Marie bleibt «normale» Prinzessin.
Ist der Hierarchie-Unterschied ein weiterer Grund für die unausgesprochene Rivalität zwischen Mary und Marie? Und ein Grund dafür, dass Marie lange Zeit vorgeworfen wurde, sie kopiere Marys Stil? Royalen Insidern zufolge soll sich die Kronprinzessin daran stören, dass sich ihre Schwägerin ähnlich kleide wie sie.
Marys Faible für Mode und Liebe für teure Labels wurden ihr auch schon zum Verhängnis. Sie galt zuweilen als Luxusprinzessin. Marie hingegen «ist sehr herzlich und kann toll mit Kindern umgehen», sagt ein dänischer Royal-Experte zur Zeitschrift «Gala». Die Französin werde vom Volk deshalb sehr geschätzt. Doch die Australierin konnte inzwischen wieder Sympathiepunkte gewinnen - auch weil sie sich hie und da in Kleidern von der Stange zeigte.
Mary vs. Marie: Die beiden werden vermutlich nie beste Freundinnen, werden aber wohl oder übel miteinander auskommen müssen. In Zukunft, wenn Mary einmal den Thron besteigt, wäre ein weniger angespanntes Verhältnis zwischen ihnen zumindest wichtiger denn je.