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Canada Day – das ist der Nationalfeiertag Kanadas, er erinnert an die Bildung Kanadas als Bundesstaat des britischen Commonwealth. Zunächst legte 1867 der British North America Act das sogenannte Dominion of Canada fest, dem die Provinzen Ontario, Québec, Nova Scotia und New Brunswick angehörten. Bereits 1879 wurde der 1. Juli offiziell zum Feiertag erklärt und Dominion Day genannt. Schliesslich wurde er am 27. Oktober 1982 in Canada Day geändert.
Zum Canada Day veranstalten Städte und Kommunen Feierlichkeiten im ganzen Land: Diese finden im Freien statt und umfassen Open Airs, Paraden, sportliche und künstlerische Darbietungen, Feuerwerke, Musikkonzerte und mehr. Zur Programmgestaltung für den Canada Day gibt es keine Vorgaben; alles wird den lokalen Veranstaltern überlassen und so ist jede Feier anders.
Wie der Zufall will verbrachten wir den diesjährigen Canada Day in Vancouver. Doch wie verbringt man einen solchen Tag? Genau wie andere Tage auch, so unser Résumé. Als Hilfe erhielten wir am Vorabend einen Programm-Flyer aufs Zimmer, der über Tagesprogramm und Uhrzeiten informierte. Dies gab Gelegenheit die eigenen Aktivitäten mit dem Canada Day abzustimmen. Was wir auch taten.
Wir besuchten am Vormittag das historische Gastown an der Water Street mit der weltweit ersten je gebauten Steam Clock (Dampfuhr). Heutzutage hat Gastown seinen eigenen Charme: Zusammen gewürfelt aus historischen und modernen Gebäuden, Souvenirläden und Kunstgalerien , Restaurants, Boutiquen und profanen Büros bietet es auch bei wiederholtem Hingehen immer neue Einblicke. Auffällig sind die Kugel-förmigen, mit Blumenkörben geschmückten Straßenlampen und das Kopfsteinpflaster der Strassen.
Anschliessend spazierten wir weiter in die Alexander Street, überquerten die Bahngeleise zum in der Nähe des Containerhafens gelegenen Crab Park und liefen später an der Waterfront zurück. Die Stichstrasse zum Heliport war seeseitig mit riesigen Blocksteinen belegt und vollkommen mit wilden Brombeeren bewachsen, ein individueller Beleg für das viele Grün das in Vancouver zu sehen ist.
Beim «Olympic Cauldron», dem ehemaligen Olympischen Feuer der Winterspiele 2010, verfolgten wir eine Weile lang die artistischen Einlagen der Strassenkünstler. Gefolgt von einer Stunde Fotografieren am «Vancouver Harbour Flight Centre», westlich vom Canada Place gelegen. Wir beobachteten den regen Flugbetrieb und verfolgten gespannt Starts und Landungen der Floatplanes. Kurz nach fünf Uhr schauten wir noch dem Auslaufen der «Radiance of the Seas» zu.
Für das Abendessen hatte ich einen Tisch im Drehrestaurant «Top of Vancouver» zuoberst auf dem unverkennbaren Harbour Center reserviert. Nirgendwo kann man eine so schöne 360 ° Sicht von Vancouver, einer der «lebenswertesten Städte der Welt», geniessen. Das Abenteuer beginnt mit einer 40 Sekunden dauernden Fahrt mit dem aussen liegenden, verglasten Aufzug. Der bringt die Besucher zum 168 Meter hoch gelegenen Restaurant oder zur darüber liegenden Panorama-Aussichtsplattform.
Hier geniesst man einen sagenhaften Rundblick auf das kosmopolitische Vancouver, auf die Cruise Liner Anlegestellen am Canada Place, den historischen Gastown Distrikt oder den geschäftigen Coal Harbour mit Flugzeugen, Booten und Yachten jeder Grösse. Weiter schweift der Blick zum weltberühmten Stanley Park, zum Burrard Inlet und dem Pazifischen Ozean und den majestätischen North Shore Mountains.
Schon am frühen Mittag war der grosse Platz beim Convention Center West, mit der zehn Meter hohen Chromstahl-Struktur des «Olympic Cauldron» im Zentrum, belebt und dicht gefüllt. Strassenartisten führten hier bei lauter Musik wechselweise ihre Kunststücke vor; während die anliegende Strasse mit Verpflegungsständen für die hungrigen und durstigen Zuschauer aufwartete.
Schwerpunkt der Unterhaltung war der Canada Place. Im Bereich der Anlegestellen für die Kreuzfahrtschiffen war eine riesige Waterfront Party angesagt. Das ganze Gelände war mit Getränkeständen, Tischen und Bänken zugestellt. Hier tummelten sich schon am frühen Nachmittag viele Besucher und das Bier floss in Strömen. Auf drei Bühnen spielten Live-Musiker und boten beste Unterhaltung.
Der Canada Place bot natürlich auch einen guten Blick auf das riesige Feuerwerk, das um 22:30 Uhr auf einem riesigen Ponton mitten im Burrard Inlet begann. Nicht wichtig für uns: In unserem Zimmer mit Hafenblick im 18. Stock war es bequem und genossen wir beste Sicht.