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Die Neuheit aus dem Hause Mind The Move (Fantasy Pub, Otremare) kommt nicht mehr als kleines, handliches „Oho!“-Spiel, sondern in einer grossen Schachtel daher, bleibt aber „oho!“. Ein nicht ganz anspruchloses, taktisches Spiel mit feinen Mechanismen, welche wunderbar miteinander kombiniert sind. Der Zufall hält sich in Grenzen,
wer den Überblick bewahrt und sein Geld gut umsetzt, der wird sich nur bei der dauernd wechselnden Spielreihenfolge die Haare raufen.
Il Principe spielt während der Renaissance in Nord-Italien. Jeder schlüpft in die Rolle eines reichen Familienoberhaupts und versucht in verschiedenen Städten Gebäude zu bauen, um so Machtmarker in die angrenzenden Gebiete zu setzen. Um jedoch solche Gebäude zu bauen, sollte man auch einflussreich sein, zB. in einer Hauptrolle als Bischof, Lord, Bankier oder in einer Unterrolle als Prediger, Ritter oder Kaufmann. Diese Rollen geben zusätzlich Siegpunkte, Machtmarker oder Geld, usw.
Il Principe durchläuft mehrmals vier Phasen:
1. Phase: Geld und Gebäudekarten (GK) aufnehmen, davon zwei in den Auktion-Pool geben.
2. Phase: Auktion: Die Gebäudekarten (GK) des Auktion-Pools werden nach Farben sortiert ersteigert. Wer nun noch genug Geld hat, darf auch noch eine Stadt bauen. (Bauen bedeutet: genügend GK in erwünschter Farbe vor sich auslegen, passende Städtekarte bezahlen, Siegpunkte garnieren und Machtmarker in die Provinzen setzen.)
3. Phase: Hier können nun auch die Spieler Städte bauen, welche Nichts ersteigern konnten, oder sie können weitere Gebäudekarten aus der Hand vor sich auslegen, um ihre Rollen neu zu stärken.
4. Phase: meine Lieblingsphase, denn da hat die Claudia schön in die Schnitz geguckt.
Jeder gibt seine Rollenkarten ab. Wer nun die Mehrheit einer oder mehrerer Gebäudekarten vor sich liegen hat, bekommt die dazupassende Rolle und muss die Hälfte seiner Karten wieder umdrehen. Dies führt dazu, dass es oft schwierig ist, die Mehrheit einer Farbe zu halten.
Das Spiel endet, wenn a) die Gebäudekarten oder b) die Städtekarten ausgegangen sind. Und jetzt kommt nach dem sonst so flüssig laufeneden Spiel eine grössere Schlusswertung. Es gibt für X Mehrheiten, Sets und Kombinationen Siegpunkte. Auf diese Weise hat man während dem Spielen noch nicht den vollen Überblick, wer das Spiel gewinnen wird, denn die verschiedenen Endwertungen können das Spiel noch zum Kippen bringen.
.rik
|kaufen||Il Principe von Emanuele Ornella (Mind the Move), für 2-5 Spieler, ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 60-90 Min - SFr 43.00|