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Der Einbruch der Ölpreise wird nach Einschätzung von Moody’s Investors Service nicht dafür ausreichen, das globale Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Zur Begründung verweist die Ratingagentur darauf, dass die wichtigsten Volkswirtschaften vor Arbeitslosigkeit, politischen Unsicherheiten und sinkenden Einnahmen aus Ölexporten stehen.
Während die USA und Indien von niedrigeren Ölpreisen profitieren werden, stehen einige Netto-Ölimporteure innerhalb der Gruppe der 20 grössten Industrie- und Schwellenländer, darunter China und Japan, vor Herausforderungen, die ihre Einsparungen bei Öl aufzehren werden, erklärte Moody’s am Mittwoch in einem Bericht.
Die Ratingagentur beliess ihren Wirtschaftsausblick für die G20-Staaten für die Jahre 2015 und 2016 unverändert bei jeweils unter drei Prozent. Die gesunkenen Energiepreise dürften zudem das Wachstum der Netto-Ölexporteure, insbesondere in Russland und Saudi-Arabien, dämpfen, hiess es weiter.
Gegenwind aus dem Euroraum
Die niedrigeren Ölpreise «werden das globale Wachstum nicht signifikant stärken, da Gegenwind aus dem Euroraum, China, Brasilien und Japan die wirtschaftliche Aktivität bremsen werden», schrieben die Moody’s-Analysten um Marie Diron in dem Bericht.
Die Prognose von Moody’s basiert auf einem durchschnittlichen Preis von 55 Dollar je Barrel Brent-Öl in diesem und 65 Dollar im Jahr 2016.