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Gründung
Bereits 1947 wurde ein Verein zur Gründung eines technischen Museums der Schweiz ins Leben gerufen. Dafür wurden historisch interessante Objekte zusammengetragen, hauptsächlich aus den Beständen der Industrieunternehmen der Stadt Winterthur und des Schweizer Maschinenbaus im «Goldenen Dreieck» Winterthur-Zürich-Baden.
Organisation als Stiftung
Unter der Bezeichnung TECHNORAMA DER SCHWEIZ wurde am 26. Juni 1969 eine Stiftung gegründet, deren Zweckbestimmung eine Einrichtung vorsah, die «vorab als Bildungsstätte dient, indem [sie] Wissenschaft und Technik in lebendiger Schau zur Darstellung bringt (…)». Dieser Zweck sollte in Form einer musealen Ausstellung verwirklicht werden, die wiederum einer breiten Öffentlichkeit den direkten und experimentellen Umgang mit diesen Themen ermöglichen sollte.
Erste Ausstellung
Nach dem Vorbild von konventionellen technischen Museen präsentierte das Technorama 1982 eine Ausstellung mit allerlei industriellen Artefakten, angefangen bei Dampfmaschinen über Werkstoffprüfgeräten bis hin zu Musikdosen. Die Sammlung wurde mit Texttafeln und einem audiovisuellen «Überbau» ergänzt. Damit brachte es das Technorama zu einiger Berühmtheit, etwa mit dem Spitlight, dem grössten Diaprojektor der Welt.
Phänomena
1984 fand in Zürich die naturwissenschaftliche Ausstellung Phänomena statt. Die Schau, die den didaktischen Grundsätzen des deutschen Pädagogen Hugo Kükelhaus verpflichtet war, präsentierte rund 200 Naturphänomene und Experimente zu Themen wie Wasser, Mechanik, Akustik, Licht und Farbe; viele davon in Form von sinnlichen hands-on Exponaten.
Die erfolgreiche Ausstellung wurde später in Südafrika, in den Niederlanden, in Deutschland und nochmals in Zürich gezeigt und zog mehr als 5,4 Millionen Besucherinnen und Besucher an.
Drohender Konkurs
Aber selbst dieses 18-Meter-lange Ungetüm des Tessiner Tüftlers und Flugzeugingenieurs Gianni Andreoli konnte nicht verhindern, dass sich immer weniger Besucher für veraltete Anlagen und Maschinen interessierten und schliesslich fast ganz wegblieben. 1985 drohte dem Technorama der Konkurs.
Neues Leitbild
Von der Phänomena begeistert war auch der damalige Direktor des Technorama Remo Besio (1940 -2016). Im Juni 1990 wurde ein neues Leitbild verabschiedet, das einerseits auf den Grundsätzen von Hugo Kükelhaus aufbaute, andererseits die Idee hinter den angelsächsischen Science Centern aufgriff, namentlich des Exploratorium in San Francisco. Inspiriert von Frank Oppenheimer (USA), Richard Gregory, Steven Pizzey (beide UK) und auf der Basis der umfassenden Sammlung von Fachberichten und Evaluationen der amerikanischen Association of Science and Technology Centers ASTC sollte das Technorama sukzessive zu einem interaktiven Wissenschaftsmuseum umgewandelt werden.
Umwandlung in ein Science Center
Die planmässige Umwandlung von einem technischen Museum in ein Science Center konnte 2000 erfolgreich abgeschlossen werden. Im November 2013 wurde die Namensänderung von «Stiftung Technorama der Schweiz, Wissenschaft und Technik in lebendiger Schau» in «Swiss Science Center Technorama» öffentlich beurkundet. Seitdem präsentiert sich das Technorama als eine vielfältige und stimmungsvolle Experimentierausstellung, die zum spielerischen Lernen anregt.
Eingliederung Jugendlabor
Diese Neuorientierung führte nicht nur zu erfreulichen Steigerung der Besucherzahlen, sondern auch zu einem sprunghaften Anstieg und Anteil von Jugendlichen und Kindern ab der Vorschulstufe. Das Jugendlabor, welches der Kanton Zürich 1982 in Ergänzung zum musealen Technorama eingerichtet und betrieben hatte, wurde 2003 dem Technorama organisatorisch angegliedert.
Ausbau der Labore
In einem weiteren Ausbauschritt wurde dieses Jugendlabor 2012 umgebaut und die darin stattfindenden Angebote stark erweitert. Neu befinden sich im Swiss Science Center sieben Labore – je zwei Biologie-, Chemie- und Physiklabore, ergänzt um ein Atelier mit Werkbänken für mehr konstruktiv ausgerichtete Workshops. Mit jährlich 70‘000 Schülerinnen und Schüler, welche das Technorama im Rahmen einer Klassenfahrt besuchen, ist es der grösste ausserschulische Lernort der Schweiz. Mit seinen Angeboten in den Ausstellungen und den Laboren prägt es die Art und Weise mit, wie Naturwissenschaften in der Schweiz wahrgenommen, gelernt und vermittelt werden.