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In der konventionellen Zuchtschweinehaltung kommen zur Brunstsynchronisation Hormonpräparate zum Einsatz. Wie der Tierschutzbund Zürich kürzlich aufgedeckt hat, wird der Rohstoff für das Hormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) in Südamerika offenbar aus dem Blut von trächtigen Stuten gewonnen, die unter höchst tierquälerischen Bedingungen gehalten werden.
Die Richtlinien von Bio Suisse schliessen den Hormoneinsatz zur Brunstsynchronisation bei Schweinen oder zum Embryotransfer bei Rindern aus. Erlaubt ist hingegen die Behandlung kranker Tiere mit Hormonen. Bio Suisse prüft nun auf den 1. Januar 2016 ein vollständiges Verbot der betroffenen Hormonpräparate. Vom Verbot betroffen wären die Produkte PG 600 und Folligon.
Bio Suisse ruft die Tierhalter dazu auf, ab sofort und bis auf Weiteres ihre Tierärzte anzuweisen, die zwei Hormonpräparate nicht mehr einzusetzen. Nebst alternativen Behandlungsmöglichkeiten und verstärkter Selektion der Tiere stehen auch synthetische Präparate zur Verfügung. spu/rs