Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03388.jsonl.gz/792

Bundesrätin Sommaruga nahm in Paris am Ministertreffen der Internationalen Energieagentur (IEA) teil. Dabei ging es um die Versorgungssicherheit und die Reduktion der Abhängigkeit vom russischen Gas.
Bundesrätin Sommaruga nahm in Paris am Ministertreffen der Internationalen Energieagentur (IEA) teil. Dabei ging es um die Versorgungssicherheit und die Reduktion der Abhängigkeit vom russischen Gas.
Die Ministerinnen und Minister erörterten bei ihren Gesprächen, welche Auswirkungen der Krieg auf die Energieversorgung hat. Die IEA hat mit ihren Arbeiten aufgezeigt, wie die Abhängigkeit von russischem Öl innerhalb von vier Monaten um einen Drittel reduziert und ein lang anhaltender Anstieg des Ölpreises abgefedert werden kann. Bis Ende Jahr will die IEA zudem die Abhängigkeit Europas von russischem Gas um zwei Drittel vermindern. Der Anfang März vorgelegte 10-Punkte-Plan sieht dazu vor, deutlich mehr Flüssiggas zu beschaffen, den Energieverbrauch in Gebäuden durch Heizungsersatz und Sanierungen zu mindern sowie die Wind- und Solarkraft beschleunigt auszubauen.
Um ihre Solidarität mit der Ukraine auszudrücken, hatten die Ministerinnen und Minister auch den ukrainischen Vize-Energieminister Yaroslav Demchenkov an das IEA-Treffen eingeladen.
Pflichtlager und kontinentaleuropäisches Stromnetz
Anfang März hat die IEA 60 Millionen Fass Öl aus Pflichtlagern der Mitgliedländer freigegeben. Auch die Schweiz hat sich daran beteiligt. Über den Verband der europäischen Stromnetzbetreiber hat die Schweiz zudem zusammen mit anderen Ländern die Vernetzung der Ukraine und Moldawien mit dem kontinentaleuropäischen Stromnetz unterstützt. Dies trägt zur Stabilisierung des ukrainischen Stromnetzes bei. Diese Synchronisierung läuft seit dem 16. März.
Die IEA
Die IEA wurde 1974 als Reaktion auf die Ölkrise zur Sicherung der Energieversorgung gegründet. Heute gilt die IEA als führende Denkfabrik für die Energiewende sowie die Dekarbonisierung. Sie arbeitet zudem eng mit zehn Schwellenländern zusammen, die zu den grössten Energieverbrauchern gehören. Die Schweiz ist seit Beginn Mitglied der IEA.