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Bei den Wirbeltieren finden sich Ganglien sowohl im Gehirn
[* 4] und Rückenmark als auch sonst noch in vielen Körperteilen
vor; doch bezeichnet man bei ihnen gewöhnlich nur die selbständigen Ganglien als solche (im engern Sinn), schließt also die Anhäufungen
von Ganglienzellen im Gehirn oder Rückenmark aus. Solche einzelne Ganglien sind je eins an jedem von dem Rückenmark ausgehenden
Nerv (Spinalganglien) vorhanden, ferner einige im Kopf, z. B. das Ganglion ciliare der Augenhöhle etc.
Besonders reich ist an ihnen der Sympathikus (s. d.). Die Ganglien sind als die wirksamen Formelemente
der nervösen Zentralorgane aufzufassen, aus den Lebensvorgängen in diesen Zellen resultieren nicht allein die Automatie u.
der Reflex, sondern auch die eigentliche Seelenthätigkeit, die Vorstellung. Diese Erkenntnis verdanken
wir weniger dem direkten physiologischen Experiment, dem an den so zarten Gebilden bisher jeder Angriffspunkt fehlte, als
vielmehr der Beobachtung, daß überall da, wo wir auf Automatie, Reflex und Vorstellung stoßen, auch Ganglienzellen angetroffen
werden.