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Das Verhältnis zwischen Klang, Farbe und Raum in der Musiktheorie ist Thema und Ausgangspunkt des Forschungsprojekts «Sound Colour Space» zugleich. Thema, weil im Rahmen des Projekts Erkenntnisse unter anderem über die Tonsysteme von Robert Fludd, René Descartes und Isaac Newton erarbeitet wurden. Ausgangspunkt, weil die historischen musiktheoretischen Diagramme der genannten Wissenschaftler Anregung für interaktive und klangliche Experimente darstellen. Die Ergebnisse dieser theoretischen und künstlerischen Auseinandersetzung mit Diagrammen stellen die Wissensexponate des virtuellen Museums dar. Im virtuellen Museum soll keine Geschichte erzählt werden. Vielmehr haben die einzelnen Wissensexponate eine unterschiedliche Gestalt und treten verschieden miteinander in Verbindung. Auf diese Weise hat das virtuelle Museum selbst eine diagrammatische Struktur.
Der gleichnamige Beitrag auf der Schlusskonferenz thematisiert Diagramme als Untersuchungsgegenstand und Vermittlungsform im Projekt «Sound Colour Space». Anhand der Arbeitsweisen der Projektmitarbeitenden und der daraus resultierenden diagrammatischen Artefakte werden die individuellen Wissensexponate und das ihnen zugrunde liegende Vermittlungsmodell charakterisiert. Unter den verschiedenen Typen von Diagrammen finden sich auch solche, die zur Verständigung über die Projektidee oder als Prototypen zur Überprüfung inhaltlicher Aussagen entstanden sind. Vom Datenmodell, über Analysetools zu Erklärungsmodellen – es ist zu zeigen, welche Funktion Diagramme in der wissenschaftlichen, künstlerischen und konzeptionellen Projektarbeit eingenommen haben.
In diesem Set sind beispielhafte Diagramme zusammengetragen und thematisch gruppiert.