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Möstelerzunft Baar
Paragraph eins der Statuten legt fest: "Die Mösteler-Zunft Baar bezweckt, ihre Mitglieder in der Vertilgung des Apfelmostes auszubilden, damit dieses, das Volk zugrunde richtende Volksgesüff, baldmöglichst verschwinde und keinen weiteren Schaden mehr anrichte".
Noch heute pflegt der reine Männerclub, es sind zur Zeit dreissig Mitglieder, diesen Paragraphen, und dies leidenschaftlich. Jedes Jahr wird an der Generalversammlung auf die herbstliche Apfelernte angestossen, denn “die Zunft kann erst aufgelöst werden, wenn kein Apfelmost mehr erhältlich ist und die Mitgliederzahlt unter null sinkt”. So wollen es die Statuten, aufgeschrieben am Schmutzigen Donnerstag vor über fünfzig Jahren, gezeichnet von Präsident Staublinger, besser bekannt als Fuhrhalter Staub sel.
Schwerpunkt im Zunftsjahr ist jeweils die Fasnacht. Die Mösteler Zunft betreibt in der Schrinerhalle ihre Fasi-Beiz. Ebenso nimmt die Zunft am Umzug teil, um das berühmt-berüchtigte "Satirische Mostblatt", unter die Leute zu bringen. Das Mostblatt hat bereits Kult-Status in Baar und ist schon über zwanzig Mal erschienen. Neben mehreren Anlässe, die vorallem zur Pflege der Kameradschaft dienen, betreibt die Zunft alljährlich an der Kilbi eine Bar. Höhepunkt im Zunftsjahr neben der Generalversammlung ist das “Zunftsreisli”, welches jedes Jahr an einem Wochenende stattfindet.