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Das Singing Steel Cello Ensemble, das Bollwerk '88 mit einer Art von musikalischem Ritual zum Sonnenuntergang eröffnen wird, ist in seinen Ursprüngen eine Schöpfung des amerikanischen Malers, Bildhauers, Poeten und Musikers. Robert Rutman, der vor ungefähr 15 Jahren das sogenannte «Stahlcello» entwickelte, von seiner Form hereher eine Skulptur als ein Musikinstrument. Ein segelähnliches Metallblatt hängt an einem Rahmen, dahinter lange Stahlstäbe. Diese Stahlstäbe sind es, die mittels Geigen- und Cellobögen zum Klingen, Surren, Summen, Quitschen und Singen gebracht werden. Die Klänge, die die drei Musiker diesen erstaunlichen Gebilden entlocken, versetzen uns in eine fast meditative Stimmung. Uralt und Gegenwart hin zur Zukunft.
Das Dröhnen eines Bombengeschwaders, ein Vulkanausbruch, das Singen der Walfische, das Dröhnen gigantischer Maschinen wechselt mit zarter Sphärenmusik, mit Klängen, die an die Gebetsgesänge tibetanischer Mönche erinnern. Der ganze Raum füllt sich mit faszinierenden Klangwelten - die Zeit scheint stillzustehen.