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Kinder mit sprachlich-mündlichen oder sprachlich-schriftlichen Problemen können vom Kindergarten bis zum Ende der Primarschulzeit die Logopädie- oder Legasthenietherapie in Ennetbaden besuchen.
Bei Fragen und Problemen können die Erziehungsberichtigten direkt mit der Lehrperson für Logopädie- und Legasthenietherapie Kontakt aufnehmen oder sich bei der Klassenlehrperson melden.
Jüngere Kinder müssen bei der Stiftung Netz in Neuenhof angemeldet werden. Link Stiftung Netz
Jugendliche können noch bis zum vollendeten 18. Altersjahr logopädisch betreut werden, wenn sie in der Primarschulzeit schon Logopädie-, Legasthenietherapie hatten.
Das Kind bildet einzelne Sprachlaute nicht oder falsch. Es ersetzt die Laute im Wort durch andere oder stellt sie um. „En lote Sue./En rote Schue.“
Das Kind kennt nicht genügend altersgemässe Wörter oder es kann ihm bekannte Wörter nicht abrufen und umschreibt sie. „Es heisst … zum Trinke… es Glas!“
Das Kind stellt Wörter im Satz um oder verkürzt die Sätze. Auch kann es falsche Wortformen verwenden. „E Vogel ufs Baum floge.“
Obwohl das Kind normal hört, versteht es sprachliche Aufforderungen nicht, führt sie falsch oder unvollständig durch. „Hä…? Was…? Hm…, chaschs no einisch säge?“
Das Kind spricht so schnell, dass es die Wörter nicht rechtzeitig abrufen kann, es benutzt Füllwörter oder verhaspelt und wiederholt sich. Das Kind bleibt an einzelnen Lauten hängen und verkrampft sich, so dass Atmung und Sprechen blockiert werden. „S’MaMaMami ggggoht ggo poschte.“
Das Kind spricht monoton und leise, es betont den Inhalt nicht richtig.
Der Stimmklang des Kindes ist heiser. Es spricht gepresst, zu hoch oder zu tief. Das Kind spricht nasal, es entweicht unnötigerweise Luft durch die Nase.
Das Kind vermeidet den Blickkontakt oder das Sprechen. Es hält sich nicht an sprachlich kommunikative Regeln.
Das Kind hat Mühe mit der Lesefertigkeit oder es versteht nicht, was es gelesen hat.
Das Kind kann seine Gedanken nicht schriftlich wiedergeben und/oder die Rechtschreibung ist auffällig.
Im Kindergarten wird nach den Herbstferien die freiwillige Reihenuntersuchung durchgeführt, bei der die Logopädietherapeutin jedes Kind sprachlich-mündlich kurz erfasst.
In der ersten Klasse findet im 3. Quartal die Reihenuntersuchung zum Schriftspracherwerb statt, welche ebenfalls freiwillig ist. Die Eltern werden über die Untersuchungsresultate und allfällige Empfehlungen schriftlich informiert. Grössere Auffälligkeiten können in der logopädischen Erstabklärung umfassender getestet werden.
Die Abklärung, Beratung und Therapie werden vom Kanton bezahlt.