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Am 24. Oktober 2013 gab Hillary Clinton, die aktuelle Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, in einer Geheimrede vor Topbankern und Milliardären eine aufschlussreiche Antwort.
Vor lauter Wall Street-Bankern und in Anwesenheit des Goldman Sachs Vorstandschefs Lloyd Blankfein beantwortete Clinton folgende Frage eines Teilnehmers:
„Mike Bloomberg hatte dreißig Milliarden Gründe, sein Amt nicht zu übernehmen. Brauchen wir in Washington nicht einen gründlichen Wandel, damit es künftig mehr um Menschen geht, die nicht auf den Posten angewiesen sind?“
Clinton gab darauf eine aufschlussreiche Antwort:
„Das ist eine wirklich interessante Frage. Wissen Sie, ich würde es vorziehen, wenn mehr erfolgreiche Geschäftsleute für politische Ämter kandidierten. Es ist mir wirklich viel daran gelegen. Ich glaube, man muss keine dreißig Milliarden haben, aber man muss eine gewisse Freiheit haben. Und ein ehemaliges Mitglied des Senats hat einen denkwürdigen Ausspruch geprägt: ‘Man darf sich vielleicht anheuern, aber niemals kaufen lassen.’ Und ich halte es für wichtig, dass wir Leute mit solchen Erfahrungen haben.“
Clinton verteidigt mit ihrer Antwort ganz offen das aristokratische Prinzip, dass die Reichen die Macht ausüben sollten. Weil sie so wohlhabend sind, haben sie genug freie Zeit für eine politische Karriere. Und weil sie bereits so reich sind, sind sie angeblich auch gegenüber Bestechungsversuchen immun. Außerdem haben sie die notwendige „Geschäftserfahrung“, um über ein Sozialsystem zu bestimmen, von dem jene Gesellschaftsschicht profitiert, die sämtliche Profite aus Unternehmen und Finanzgeschäften mit Beschlag belegt. Ein Aristokrat des achtzehnten oder neunzehnten Jahrhunderts würde diesen Ansichten uneingeschränkt zustimmen.
Clinton gibt hier nur auf simple Weise den Standesdünkel von einem Robert Gascoyne-Cecil, dem dritten Marquis von Salisbury (1830-1903), wieder. Die Historikerin Barabara Tuchman fasste die Ansichten dieses einstigen britischen Außen- und Premierministers folgendermaßen zusammen: mehr....