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Seit der Abstimmung über die Konzernverantwortungsinitiative 2020, die von der Bevölkerung angenommen wurde aber am Ständemehr scheiterte, wurden in Europa immer mehr Gesetze eingeführt, damit Konzerne wie Glencore in Zukunft dafür geradestehen müssen, wenn sie Flüsse vergiften oder ganze Landstriche zerstören. Auch die EU hat nun ein Gesetz vorgelegt. Verena Zemp (Landrätin Grüne Nidwalden) vom Lokalkomitee kommentiert: «Bundesrätin Keller-Sutter versprach damals im Abstimmungskampf «international abgestimmt» vorgehen zu wollen. Deshalb nehmen wir sie jetzt beim Wort: Die Schweiz darf nicht das einzige Land ohne Konzernverantwortung in Europa sein!»
Ein Schweizer Konzernverantwortungsgesetz ist dringend nötig: Immer wieder kommen neue Fälle ans Licht, bei denen Konzerne mit Sitz in der Schweiz Menschenrechte verletzen oder die Umwelt zerstören: So zum Beispiel der russisch-schweizerische Rohstoffkonzern Solway mit Sitz in Zug, der den grössten See Guatemalas mit giftigen Abfällen verseucht und so die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung zerstört oder der dubiose Zuger Konzern IMR Holding AG, der mitten im geschützten Regenwald von Borneo von einer Kohlemine profitierte, obwohl die konzerneigenen Erhebungen zeigen, dass auf dem Gebiet vom Aussterben bedrohte Tierarten leben.