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Wo die «Pestizidhöllen» liegen, war bis jetzt nicht bekannt. Die Umweltbehörden wollten das geheim halten. Erst auf Druck eines Gesuches gemäss Öffentlichkeitsrecht gab das Amt die Daten nun frei, wie die beiden Zeitungen gemäss Keystone-SDA schreiben. Das Amt betont, dass es sich um Grundwasser- und nicht um Trinkwassermessungen handelt. In aller Regel ist das Grundwasser
aber Basis für das Trinkwasser.
Die Daten förderten Brisantes zutage: Erstens erstrecken sich die verseuchten Gebiete über das gesamte Mittelland. Zweitens wurden die Gemeinden ungenügend informiert. So zeigt die Tabelle, dass die Werte des Chlorothalonil-Metaboliten R471811 in der Luzerner Gemeinde Fischbach den Grenzwert um das 12-Fache überschreitet.
Die Messungen wurden durch das Wasserforschungsinstitut Eawag ausgewertet. Die Forscher hielten in ihrer Analyse fest, dass die Messwerte dieses Stoffes besonders besorgniserregend seien, weil er sich nur langsam abbaue und seine Gesundheitsgefährdung kaum erforscht sei. Die Gemeindebehörden erfuhren jedoch nie von den verheerenden Messwerten, wie der für das Trinkwasser zuständige Gemeinderat von Fischbach, Ivo Häfliger, sagte.
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