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Lachgas
Lachgas ist bereits seit Jahrzehnten ein bewährtes Mittel zur Sedierung von Angstpatienten und jenen mit überdurchschnittlichem Würgereiz. Die Methode ist auch für Kinder geeignet, da das unsichtbare, geruchslose und leicht süsslich schmeckende Gas über eine Nasenklammer oder Silikonmaske zugeführt wird. Dabei sorgen moderne Anästhesiegeräte dafür, dass der Patient immer auch mit genügend Sauerstoff versorgt ist. Ein Pulsoximeter zeigt ständig die Sauerstoffsättigung im Blut und den Puls an.
Die Wirkung von Lachgas ist entspannend, beruhigend und schmerzhemmend. Der Patient bleibt bei Bewusstsein, erlebt aber eine Loslösung von der Realität, Leichtigkeit, Gleichgültigkeit und ein deutlich verringertes Angstempfinden. Es sind keine Nebenwirkungen oder Allergien von Lachgas bekannt.
Lachgas besteht aus einem sehr stabilen Molekül, das vom Körper sehr schnell aufgenommen werden kann. Es wird dabei nicht verstoffwechselt (verarbeitet) und wird innerhalb von kurzer Zeit durch das Ausatmen vollständig wieder abgegeben. Die Wirkung von Lachgas, dessen Konzentration bei Behandlungsbeginn schrittweise gesteigert wird, setzt bereits nach rund 4 bis 5 Minuten ein. Nachdem die Lachgaszufuhr beendet wurde, vergeht seine Wirkung innerhalb von 5 bis 10 Minuten vollständig. Der Patient kann ohne Einschränkungen, wie sie bei der Vollnarkose und selbst bei der örtlichen Betäubung auftreten, nach Hause gehen.