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Der Frauenverein Riehen entstand 1878 aus dem Zusammenschluss des ‹Hülfsvereins› und des ‹Armenvereins›.
Sowohl der 1872 gegründete Riehener Hülfsverein als auch der ungefähr gleich alte Armenverein waren von engagierten Riehener Frauen mit dem Ziel initiiert worden, bedürftige Mitmenschen zu unterstützen. 1878 kam es zum Zusammenschluss der beiden Vereine als Frauenverein der reformierten Kirchgemeinde. Obwohl es Vereine von und für Frauen waren, hatten zuerst verschiedene Pfarrer das Vereinspräsidium inne. Erst 1946 übernahm die erste Frau das Amt als Präsidentin. Aufgrund seiner Nähe zur evangelisch-reformierten Kirche nannte sich der Verein zwischen 1977 und 1994 ‹Reformierter Frauenverein Riehen›.
Der Frauenverein Riehen organisiert für seine Mitglieder kulturelle und gesellige Anlässe wie Konzerte, Wanderungen und eine jährliche Vereinsreise. Er betreibt eine Brockenstube und ein Nähatelier, organisiert Kleiderbörsen, Kurse und Führungen. Bis heute bietet er Frauen Möglichkeiten des sozialen Engagements als Freiwilligenarbeit. Damit unterstützt er gemeinnützige Organisationen – auch in finanzieller Hinsicht. Der Frauenverein Riehen versteht sich als Teil des sozialen Netzes von Riehen und pflegt den Kontakt mit den zuständigen Behörden und verwandten Institutionen.
Autorin / Autor: Nils Widmer | Zuletzt aktualisiert am 8.1.2023
Schubert-Vischer, Aletta: 100 Jahre Reformierter Frauenverein. In: Jahrbuch z’Rieche 1978. S. 67–76.
Seiler, Lukrezia: Ganz Frau. In: Jahrbuch z’Rieche 2009. S. 108–119.