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Als Aleksandr Vinogradov Kind war, konnte er auf seine Grossmutter als Verbündete zählen. Bei ihr konnte er sich als Frau kleiden und seine Wünsche, seine Identitäten erforschen, in einer traditionnellerSovietfamilie verboten war. Heute in eine Epoche in der Menschen, deren gelebte Sexualität nicht dem heteronormativen Dogma entspricht und heute strafrechtlich verfolgt werden, taucht Aleksandr in seine auf alte Videokassetten gebannten Kindheitserinnerungen ab und kehrt in die geheime Welt der Freiheit und Zärtlichkeit zurück, die er mit seiner Grossmutter teilte. Er beginnt eine schillernde Drag-Queen-Transformation, in der er seine eigene Rolle spielt: eine Person auf der Suche nach ihrer Identität. In seiner Performance, ein zwischen Realität und Fantasy schwebendes Konstrukt, konfrontiert Aleksandr sich mit seiner Vorstellung von Sexualität und Geschlecht und seiner Vergangenheit. Under the Dress ist eine Form von Selbstporträt, das die Erinnerungen des Filmemachers mit seiner Gegenwart in einem erstickenden politischen Kontext verbindet. Eine Inszenierungsübung, die eine Nähe zu Werner Schroeter aufweist, und eine hochmoderne Form der Einforderung des legitimen Rechts auf jede Art von sexueller Identität.