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Zwischen Apologie und Ablehnung: Schweizer Spanien-Wahrnehmung vom späten Franco-Regime bis zur Demokratisierung
Die durch den Kalten Krieg erlangte Salonfähigkeit der spanischen Diktatur wurde auch im Ausland immer stärker hinterfragt. Auch in der Schweiz, die im Laufe des Kalten Krieges ihre Beziehungen zu einem nicht mehr so umstrittenen Land konsolidiert hatte, begannen sich regimekritische Gruppen zu kristallisieren. Linke Kreise gründeten bereits 1961 das "Schweizerische Komitee für politische Amnestie in Spanien". Ab 1968 gesellten sich Elemente der Neuen Linken dem antifranquistischen Protest hinzu. Selbst in der Berichterstattung im Schweizer Radio und Fernsehen lässt sich ein Engagement gegen die Repression in Spanien feststellen. Die Beurteilung des Regimes war indes keineswegs einstimmig. Bürgerliche und rechtskonservative Blätter machten keinen Hehl aus ihrer Bewunderung für General Franco. Sein Tod im November 1975 und Juan Carlos‘ Inthronisation stellen eine Zäsur dar, die eine Phase der Hoffnung auf eine untraumatische Demokratisierung und Europäisierung des Landes einleitet.
Mit Moisés Prieto Lopez (Autor) und Christian Koller
Montag, 1. Februar 2016, 19.00 Uhr
Schweizerisches Sozialarchiv, Medienraum
> Veranstaltungsflyer herunterladen (PDF, 158 KB)
Der Eintritt ist frei.
Moisés Prieto: Zwischen Apologie und Ablehnung.
Schweizer Spanien-Wahrnehmung vom späten Franco-Regime bis zur Demokratisierung (1969–1982).
Zürcher Beiträge zur Geschichtswissenschaft, Band 6, 2015. 490 S.