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Die Idee ist grossartig: Der Computer soll beim Organisieren des Klassenzimmers helfen. Ob Hausaufgaben, Bewertungen, Lernkontrollen oder Kommunikationshilfe, die Software soll es richten. In diesem Post erkläre ich die Funktionsweise von Google Classroom, was es kann und wofür es eingesetzt werden kann.
Wikipedia sagt folgendes:
Learning Management System (LMS) ist ein komplexes Softwaresystem, das der Bereitstellung von Lerninhalten und der Organisation von Lernvorgängen dient. Eine wichtige Aufgabe einer web-basierten Lernumgebung ist außerdem die Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrenden zu ermöglichen.
Quelle: Wikipedia
Unterdessen gibt es unter dem Begriff Learning Management System (LMS) hunderte von Produkten (hier eine Übersicht an LMS). Unter dem Begriff Classroom Management System versteht man ähnliche Systeme, die aber über einen geringeren Funktionsumfang verfügen. Zu diesen zählen auch die kostenlosen Angebote von Apple, Google und Microsoft.
Wir an der Freischi setzen auf Google Classroom. Da jeder Schüler über ein eigenes Chromebook verfügt (mehr dazu später), verwenden wir die ganze Produktpalette von Google, also auch Google Classroom. So funktioniert’s:
Google Classroom
Google Classroom ist in „Kursen“ organisiert. Für mich hat es sich bewährt, pro Fach, Klasse und Semester einen Kurs zu erstellen. Jedem Kurs kann man beliebige Schüler/-innen hinzufügen.
Kurse, Ankündigungen, Hausaufgaben & Diskussionen
Ein Kurs besteht aus einem Stream, der sämtliche Aktivitäten chronologisch auflistet. Man hat die Möglichkeit, folgendes im Kurs zu teilen:
- Ankündigungen: Eine Textinformation für alle Kursteilnehmer
- Hausaufgaben: Eine Aufgabe, die zu einem festgelegten Zeitpunkt abgegeben werden muss.
- Fragen: Eine Frage stellen, die im Classroom diskutiert werden kann.
Hausaufgaben
Hausaufgaben sind Aufträge, die den Kursteilnehmer zugewiesen werden können. Jeder Hausaufgaben können Dokumente hinzugefügt werden, welche die Kursteilnehmer entweder lesen können oder die für jeden Kursteilnehmer kopiert werden. Die Kursteilnehmer können beliebige Dokumente abgeben und direkt mit der Lehrperson kommunizieren. Nach dem Abgeben kann man die Aufgaben mit einer Punktzahl bewerten. Ich nutze diese Möglichkeit für ein Kurzfeedback (0: Nicht erledigt, 1: ungenügend, 2: genügend, 3: gut, 4: sehr gut).
Alle Arbeiten auf einen Blick
Kursteilnehmer und Kursleiter sehen in einer Zusammenfassung jederzeit, welche Aufgaben noch offen sind. Per E-Mail werden alle Teilnehmer über Kommentare und neue Aufgaben informiert.
Im Einsatz
Vorteile
- Die Medienkompetenz der Schüler/-innen wird gefördert
- Es ist eine organisatorische Hilfe im Umgang mit längerfristigen Aufgaben
- Einfache Kommunikation für Fachlehrpersonen mit verschiedenen Klassen
- Nahtlose Integration der ganzen Google Produktpalette
- Möglichkeit, die Eltern mit einzubeziehen
- Vermeidung eines Medienbruches bei digitalen Aufgaben
- Möglichkeit zur Individualisierung
- Mit jedem Gerät zugänglich
- Google entwickelt immer weiter, es kommen laufend neue Funktionen hinzu
- Für Schulen absolut kostenlos!
Nachteile
- Der Einsatz von G Suite for Education ist zwingend (lohnt sich aber!)
- Nur die Kursteilnehmer können Aufgaben als erledigt markieren, für die Administration von herkömmlichen Hausaufgaben ist die Software ungeeignet.
- Keine Erinnerungen vor Ablauf von Deadlines
Fazit
Ich arbeite nun seit zwei Jahren mit Google Classroom und würde nicht mehr darauf verzichten wollen. Für mich ist es ein Gewinn bezüglich effizienter Handhabung von Hausaufgaben und Vermittlung von Medienkompetenz: die Schüler/-innen nutzen ein Tool regelmässig zur Arbeit und lernen dessen Vorzüge, Nachteile und Eigenheiten kennen. Ob sie es gerne verwenden? Nun ja, es geht halt immer noch um Hausaufgaben!