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Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump haben die Demokraten im Repräsentantenhaus weitere Dokumente veröffentlicht. Sie sollen Trump in der Ukraine-Affäre weiter belasten.
Sie machten am Freitag WhatsApp-Nachrichten des ukrainischstämmigen US-Bürgers Lev Parnas öffentlich, einem Geschäftspartner von Trumps Privatanwalt Rudy Giuliani. Demnach stand Parnas in intensivem Austausch mit einem Berater des republikanischen Abgeordneten Devin Nunes, der im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses sitzt.
Die Botschaften stammen aus dem Zeitraum Februar bis Mai vergangenen Jahres. Sie sollen belegen, dass Nunes' Büro Kenntnis von den mutmasslichen Bestrebungen Trumps hatte, die Ukraine zu Ermittlungen gegen seinen demokratischen Rivalen Joe Biden zu drängen.
«Präsident Trump wusste genau, was vorging», hatte Parnas dem Sender MSNBC am Mittwoch gesagt. «Ich hätte nichts ohne die Zustimmung von Rudy Giuliani oder dem Präsidenten getan.» Trump sagte daraufhin, er kenne Parnas nicht. «Ich glaube nicht, dass ich jemals mit ihm gesprochen habe.»
Unter den nun veröffentlichten Materialien ist ein Foto, das einen Tisch zeigt, auf dem eine Sitzkarte mit Parnas Namen neben einer mit dem von Präsident Trump ist – Menschen sind darauf allerdings nicht zu sehen.
Ausserdem ist eine vom Präsidenten und von First Lady Melania Trump unterzeichnete Grusskarte an Parnas zu sehen, in der die beiden ihm für seine Freundschaft danken.
Ein weiteres Foto zeigt Trump und Parnas gemeinsam, Parnas reckt dabei den Daumen seiner linken Hand nach oben. Trump hatte am Donnerstag gesagt, es gebe von diversen Veranstaltungen etliche solcher Bilder von ihm mit anderen Leuten. Mehrere weitere Fotos zeigen Parnas gemeinsam mit Giuliani.
Unter den Materialien sind ausserdem zahlreiche Textnachrichten zwischen Parnas und Derek Harvey, einem Mitarbeiter von Devin Nunes, dem ranghöchsten Republikaner im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses. Demnach waren Parnas und Harvey zwischen Februar und Mai vergangenen Jahres in engem Kontakt und haben sich mehrfach zu Treffen oder Gesprächen verabredet. (sda/dpa)