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Frances kennt keinen Stillstand. Sie ist (fast) immer in Bewegung. Sie tanzt, sie läuft durch die Strassen von New York. Ihre wechselnden Adressen strukturieren den Film. Hinter der Bewegung allerdings verbirgt sich Stillstand – Frances ist siebenundzwanzig Jahre alt und noch auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Auf die Frage nach ihrem Beruf antwortet sie einmal, «I’m a dancer, I guess». Schwingt da mit, dass sie sich ihrer prekären Situation bewusst ist? Ihr Engagement bei einer Tanzkompanie etwa ist zeitlich befristet. Und nachdem sie in der zweiten Szene des Films auf den Vorschlag ihres Freundes, bei ihm einzuziehen, erwidert hat, sie könne nicht (was er interpretiert als: sie wolle nicht), wird sie kurz darauf von Sophie, ihrer besten Freundin seit Collegezeiten, mit der Mitteilung überrascht, die gemeinsame Wohnung aufkündigen zu wollen. Sophies gut verdienender Freund Patch möchte nämlich, dass sie nach Tribeca zieht – einem Stadtteil, in dem Frances sich definitiv keine Wohnung leisten kann.
Während die beiden Freundinnen sich immer mehr entfremden, muss sich Frances darüber hinaus mit zeitweiliger Arbeits- und Wohnungslosigkeit herumschlagen. Schliesslich findet sie sich an ihrem alten College für wenig kreative Hilfsarbeiten wieder. Aber Frances lässt sich nicht unterkriegen, sie bewahrt ihren Optimismus. Findet sie einen Scheck mit einer Steuerrückzahlung in ihrer Post, feiert sie das sogleich, indem sie einen Freund zum Essen einlädt; erzählen ihr Bekannte bei einem Abendessen, dass sie gerade in Paris waren, erklärt sie am Ende des Abends, dass sie das kommende Wochenende dort verbringen werde, habe sie doch eine Freundin in der Stadt, und darauf bieten ihr die neuen Bekannten grosszügig ihr Appartement an. Die Paris-Einlage ist eine der komischsten Sequenzen des Films: Dort angekommen, kann Frances ihrer Freundin bloss Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, sie selber verbringt die Tage alleine in Cafés und mit Spaziergängen oder schlafend im Bett. Am Montag früh ist sie bereits wieder in New York, schliesslich hat sie dort einen Termin mit der Leiterin der Tanzkompanie, vielleicht springt dabei doch endlich der erhoffte Job heraus.
Früher hatten viele im Alter von siebenundzwanzig schon Familie, aber diese Zeiten haben sich geändert. Damit steht Frances nicht alleine da: Als der Freund, bei dem sie zeitweilig mit eingezogen ist, ihr vorschlägt, einen Filmnachmittag einzulegen, erwidert sie, sie habe das Gefühl, an diesem Tag noch gar nichts geschafft zu haben. Er dagegen spricht davon, ein Ei gegessen und im Internet eine seltene Ray-Ban-Sonnenbrille erworben zu haben, sein Tag sei also durchaus gut gelaufen – eben awesome.
Im bisherigen Werk von Noah Baumbach hat Frances viele ähnlich orientierungslose Gleichgesinnte. Der New Yorker Filmemacher (Jahrgang 1969) ist Chronist einer Generation, die ihre eigene Jugend nur zu gerne verlängern würde. Sein Debüt Kicking and Screaming erzählte 1995 von einer Gruppe von vier Freunden, die das College gerade beendet haben, aber diesen Schutzraum am liebsten nie verlassen würden. Protagonist des Nachfolgefilms Mr. Jealousy ist ein einunddreissigjähriger Autor und Dozent, dessen Eifersucht ihn dazu führt, mit einer geliehenen Identität an der Gruppentherapie eines Schriftstellers teilzunehmen, der einmal der Freund seiner jetzigen Freundin gewesen war: Was hatte sie damals an ihm gefunden? Hegt er noch Gefühle für sie? Und erwidert sie diese möglicherweise? Parallel dazu entstand noch der in nur sechs Tagen gedrehte Highball, der sich um drei Paare dreht, und für dessen Veröffentlichung auf Video Baumbach mit den Pseudonymen Ernie Fusco (Regie) beziehungsweise Jesse Carter (Drehbuch) zeichnete.
Sein Durchbruch gelang Baumbach 2005 mit The Squid and the Whale, der bei der Premiere beim Festival von Sundance gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet wurde und ihm eine Oscar-Nominierung für das beste Originaldrehbuch einbrachte. Die Geschichte eines Ehepaares, das sich scheiden und die beiden halbwüchsigen Söhne künftig zwischen zwei Wohnungen pendeln lässt, ist autobiografisch – als er vierzehn Jahre alt war, hatten sich Baumbachs Eltern scheiden lassen, er und sein jüngerer Bruder machten dasselbe durch wie die Kinder im Film. 2007 inszenierte er Margot at the Wedding mit prominenter Besetzung (Nicole Kidman, Jennifer Jason Leigh, Jack Black und John Turturro). Der kommerzielle Misserfolg des Films in den USA dürfte mit der nur bedingt sympathischen Protagonistin zu tun haben, einer Schriftstellerin, die ihr Gift auch im Kreise der Familie verspritzt, zumal gegenüber ihrer Schwester, deren bevorstehende Hochzeit mit einem brotlosen Künstler sie aufs Schärfste missbilligt und hintertreibt. Die Schwester verkörperte Jennifer Jason Leigh, die seit 2005 mit Baumbach verheiratet ist. Im Nachfolgefilm Greenberg, der seine Weltpremiere 2010 im Wettbewerb der Berlinale hatte, spielt sie eine Nebenrolle und ist zudem für die Story mitverantwortlich. In dem in Los Angeles angesiedelten Film brilliert Ben Stiller als vierzigjähriger New Yorker, der nach einem Psychiatrieaufenthalt das Haus seines Bruders in Los Angeles hüten soll, dort mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird (in der er als Musiker hätte berühmt werden können), aber auch mit der Präsenz einer eigensinnigen jungen Frau, der siebenundzwanzigjährigen Assistentin seines Bruders. Mit der Rolle dieser Florence beginnt Baumbachs Zusammenarbeit mit der Schauspielerin Greta Gerwig, die zuvor mit Mumblecore-Filmen (einem Subgenre des amerikanischen Independent-Kinos: Low-Budget-Produktionen, die mit meist nichtprofessionellen Darstellern den Alltag von College-Abgängern und jungen Erwachsenen schildern) bekannt geworden war. Bei Frances Ha ist sie bereits seine Koautorin, mittlerweile ist die Partnerschaft, wie der amerikanischen Presse zu entnehmen ist, nicht nur beruflich.
Mit Greta Gerwig kommt eine neue Leichtigkeit und Offenheit in die Filme von Baumbach. Sie verkörpert Figuren, die keine Probleme damit haben, sich zu entblössen, auch sich lächerlich zu machen, und denen es dabei gleichzeitig gelingt, die Sympathien des Zuschauers auf ihre Seite zu ziehen. In Greenberg gilt das vor allem für die missglückenden Sexversuche zwischen Florence und der Titelfigur, von bad sex spricht sie später gegenüber einer Freundin, awkward ist wohl die treffendste Beschreibung dafür. In Frances Ha drückt sich die Verbundenheit mit ihrer Freundin Sophie auch in kleinen Balgereien aus; als sie das später mit einer neuen Bekannten probiert, reagiert die verständlicherweise konsterniert. «Dieser spasshafte Kampf zwischen Frances und Sophie ist wie der Kampf zwischen Peter Falk und John Cassavetes in Elaine Mays Mikey and Nicky. Im Kino hat man oft den Eindruck, bei Schlägereien werde die ganze Zeit nur zugeschlagen – pausenlos. Ich dagegen zeige lieber, dass physisches Verhalten ganz anders ist, als es normalerweise im Film gezeigt wird. Im Kino rennen Menschen hinter Zügen her, erreichen sie und schwingen sich auf die Plattform, zudem können die Leute auch ausdauernd laufen. Gerade deshalb liebe ich das Stolpern und Hinfallen.» Gerwigs Komik ist eben auch sehr körperlich, zwischen awkward, direkt und elegant, die Tanzszenen des Film sind ein beredtes Beispiel dafür.
«Als ich aufwuchs, wollte ich professionelle Tänzerin werden. Ich liebe Tanz, ich machte viel Ballett, aber – wie bei vielen anderen Mädchen auch – wenn dein Körper dafür nicht geschaffen ist, ist das eine ziemlich schmerzhafte Übung. Ich habe das auch noch im College gemacht, auch viel modernen Tanz. Heute mache ich es nur noch zum Vergnügen. Ich kenne viele Tänzer, ich sehe auch gerne Tanz im Film, es gibt ja heute leider kaum noch Musicals. Als Schauspieler gibt dir der Tanz jedenfalls Disziplin und Kontrolle über deinen Körper. Alles, was dich als Kind veranlasst, dich auf etwas zu fokussieren, ist hilfreich.»
Ihr Tanztalent konnte Greta Gerwig schon in Whit Stillmans Damsels in Distress von 2011 unter Beweis stellen. «Als ich für den Film vorsprach, habe ich eine Tap-dance-Nummer absolviert. Der Film hat mir so viel Spass gemacht, dass ich das unbedingt noch einmal machen wollte. Ich mochte es bereits sehr, als sie in Whit Stillmans The Last Days of Disco in der U-Bahn tanzen. Ich verstehe nicht, dass es im Kino nicht mehr solcher Szenen gibt.»
Baumbach, Stillman, Wes Anderson und Woody Allen: Zwischen diesen New Yorker Regisseuren gibt es einige Gemeinsamkeiten. Baumbach zeichnete als Koautor für The Life Aquatic with Steve Zissou und den Stop-Motion-Film Fantastic Mr. Fox von Anderson verantwortlich, Anderson war Koproduzent von The Squid and the Whale; den Darsteller Chris Eigeman kann man sowohl in frühen Filmen von Baumbach wie von Stillman sehen. Und natürlich ist es Woody Allen, der den Weg für diese Art von Filmen über mehr oder weniger liebenswürdige New Yorker Neurotiker geebnet hat, Filme zudem, in denen die Stadt selbst eine zentrale Rolle spielt. «Auch weil er in Schwarzweiss gedreht ist, beschwört Frances Ha natürlich Woody Allens Manhattan herauf. Nachdem ich Greenberg in Los Angeles gedreht hatte, war es interessant, nach New York zurückzukehren. Das war eine bewusste Entscheidung. Ich habe lange dort gelebt und die Stadt jetzt mit neuen Augen gesehen, dabei spielte auch eine Rolle, dass die Figuren jünger waren, als ich es jetzt bin. Das sind auch keine Apartments, in denen ich je gelebt habe.
Das Interesse an der Topografie der Stadt verbindet Baumbach auch mit einem Filmemacher, der ganz andere Filme macht als er. Nicht wenig überrascht war ich, auf der DVD von Brian De Palmas Blow Out (erschienen beim verdienstvollen amerikanischen Criterion-Label) ein einstündiges Gespräch der beiden Filmemacher zu finden, in dem Baumbach eher die Rolle des bewundernden Fans als die des Regiekollegen einnimmt. «Ich liebe Brians Filme. Die Filme, die ich schätze, müssen nicht unbedingt einen direkten Einfluss auf meine eigenen Filme haben. Ich liebe auch die Filme von Hitchcock, Fritz Lang und David Cronenberg. Die haben vielleicht nicht direkt meine Arbeit beeinflusst, aber sie haben mein Leben beeinflusst. Brian ist auch ein guter Freund geworden, nachdem wir in einem Gespräch während des New York Film Festivals Ausschnitte aus unseren Filmen präsentiert hatten. Da gab es diesen Clip aus Carlito’s Way, wo der Protagonist die Tänzerinnen hinter dem Fenster sieht und dann auf das Dach steigt – eine wunderbare Sequenz, von der Brian erzählte, dass sie nicht weit von seiner Wohnung entfernt gedreht wurde und er selber diese Tänzerinnen gesehen hat. Das ist einerseits ein Genre-Film, aber auch einer, der davon erzählt, was es bedeutet, in New York zu leben. So ähnlich arbeite ich auch, da fliesst vieles aus der Stadt ein, etwa die Erinnerung an eine bestimmte Strasse in Brooklyn. Ich wuchs in Brooklyn auf und hatte die Phantasie, in Manhattan zu leben.»
Authentizität ist wichtig für die Darstellung der Stadt, aber Greta Gerwig räumt auf Nachfrage ein, dass man sich schon bestimmte Freiheiten genommen habe. «Ich laufe einmal nachts auf der Suche nach einem Geldautomaten durch die Strassen, das haben wir in der Lower East Side gedreht, da passiert es oft, dass die Geldautomaten defekt sind. Allerdings haben wir, weil wir etwas ganz Spezielles wollten, eine andere U-Bahn-Station benutzt. Wir wollten, dass in einer Szene die U-Bahn über der Erde fährt, das gibt es in Manhattan aber nicht. Es ist übrigens auch schwer, in Manhattan in der U-Bahn zu drehen, weil sie so überfüllt ist – also haben wir das in Brooklyn gedreht.»
Die Magie, die New York in Frances Ha entfaltet, hat nicht nur mit der Schwarzweissfotografie zu tun, sondern auch mit der Musik – mit den zahlreichen Stücken, die Georges Delerue für die Filme von François Truffaut geschrieben hat. «Die Story und die Figur der Frances waren so zeitgemäss, dass ich mich dafür interessierte, wie sich eine mehr klassisch ausgerichte Drehmethode und Musik anfühlten. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das gegenläufig sei, vielmehr eine passende Ergänzung. Das kommt auch aus der Figur von Frances, sie verkörpert so eine Lebensfreude. Der Film sollte das würdigen. Die Soundtracks der Truffaut-Filme hatte ich alle zu Hause, die Filme habe ich mir aber nicht noch einmal angesehen. Ich wollte nicht, dass es wie direkte Zitate klingt, deshalb habe ich zweimal darüber nachgedacht und mir dann den Film mit anderen angesehen – es funktionierte, die Musik funktionierte auch in diesem anderen Kontext. Daraufhin habe ich mich um die Rechte gekümmert.»
Baumbachs Wertschätzung des französischen Kinos, nicht nur der Nouvelle Vague, ist offensichtlich. In einem früheren Film wäre die Hauptfigur bei einem Parisbesuch bestimmt in der Cinémathèque Française oder zumindest in einem Film der Nouvelle Vague gelandet; Baumbachs und Leighs gemeinsamer Sohn trägt den Vornamen Rohmer Emmanuel; der Protagonist von Mr. Jealousy wählt (im Alter von fünfzehn Jahren) Jean Renoirs La règle du jeu als date movie aus. Renoirs ebenso scharfsinnig wie zugeneigter Blick auf seine Figuren findet sich ähnlich auch bei Baumbach. Diese zu lieben, fällt allerdings nicht leicht, seien es nun die Nichtstuer aus Kicking and Screaming, sei es der eifersüchtige Autor aus Mr. Jealousy, der von sich selbst bis zur Arroganz überzeugte Vater in The Squid and the Whale, die verbittert-intrigante Schriftstellerin aus Margot at the Wedding oder der vierzigjährige Greenberg, der einer verpassten Karriere als Rockmusiker nachtrauert und seine Energie an die Formulierung von Beschwerdebriefen verschwendet.
Baumbachs Eltern waren, wie viele seiner Protagonisten, Autoren: der Universitätsprofessor, Schriftsteller und Filmkritiker Jonathan Baumbach und Georgia Brown, die langjährige Filmkritikerin der «Village Voice». Das dürfte sein Gespür für ausgefeilte Dialoge erklären (er veröffentlichte in den neunziger Jahren auch einige Texte im «New Yorker»), aber auch eine gewisse Hassliebe gegenüber den Produzenten von Fiktion, die ihre literarischen Phantasien öfters mit der Wirklichkeit verwechseln.
Wenn in Frances Ha die leiblichen Eltern von Greta Gerwig die Eltern ihrer Figur verkörpern, öffnet das natürlich auch der Phantasie des Zuschauers Raum: Wie viel Greta Gerwig steckt in Frances? Ein Missverständnis, das auch dadurch befördert wird, dass Gerwig ihre Karriere in Mumblecore-Filmen, die etwas Hingeworfenes haben, begonnen hat. «Als ich für Greenberg vorsprach, kannte ich Noah noch nicht. Da musste ich tatsächlich fünfmal vorsprechen, bis sie mir glaubten, dass ich wirklich eine Schauspielerin bin, die ihre Sätze auch noch wiederholen kann.»
«Greta ist ganz anders als Frances, in offensichtlicher Hinsicht. Aber sie hat einmal geäussert, dass Frances immer in ihr drin gewesen sei. Vielleicht kann man das mit den Figuren vergleichen, die Woody Allen in seinen Filmen verkörpert. Das ist eine komische Figur, der er sich verbunden fühlt, aber eben nicht er selber», sagt Baumbach. Und Greta Gerwig selber präzisiert: «Als Schauspielerin liebe ich es, etwas darzustellen, was weit weg ist von mir. Aber als Autorin hatte ich den Eindruck, dass Frances immer in mir war, auch wenn ich nicht Frances bin. Es gibt auch autobiografische Details aus meinem Leben und dem von Mickey Sumner, die die Sophie verkörpert – aber auch vieles, was wir uns ausgedacht haben. Ich war immer interessiert am Aufeinandertreffen von dem, was in dir drin ist, und dem, was nicht Teil von dir ist. Das ist ungefähr so wie dein Unbewusstes, das man dir nicht erlaubt darzustellen. Es ist anders, weil ich als Koautorin dieses Films nicht nur meine Figur geschrieben habe, sondern alle anderen Figuren auch.»
Sicher ist, dass Baumbachs Inszenierung, die gerade in francis ha so mühelos aussieht, das Resultat exaktester Planung ist. «Keiner der anderen Schauspieler hat je ein komplettes Drehbuch zu sehen bekommen, so konnten sie sich ganz auf den Moment konzentrieren, in dem sie gerade waren.» (Baumbach) «Wir haben bei diesem Film von jeder Einstellung vierzig Takes gedreht – und meistens hat Noah davon den acht- oder neununddreissigsten benutzt. (Greta Gerwig)
Bisher war Noah Baumbach eher ein Geheimtip, etwas für Fans – immerhin hat sich eine britische Indie-Band «Noah and the Whale» genannt. Mit Frances Ha ist Baumbach sich treu geblieben und hat gleichzeitig eine neue Qualität in sein Werk gebracht. Seine nächsten Arbeiten dürften auf ein gesteigertes Interesse stossen. Untätig ist er jedenfalls nicht, im Frühjahr hat er in New York mit den Dreharbeiten zu seinem «Untitled Public School Project» begonnen, wiederum mit Greta Gerwig als Koautorin und Hauptdarstellerin; die Dreharbeiten für «While We’re Young», eine Geschichte um drei Paare verschiedenen Alters mit Ben Stiller, stehen für den Herbst auf dem Programm; darüber hinaus entwickelt er, erneut gemeinsam mit Gerwig, unter dem vorläufigen Titel «Squirrels to the Nuts» ein Konzept für einen Animationsfilm für Dreamworks, in dessen Mittelpunkt ein Hund steht. Das dürfte ihm nicht ganz unvertraut sein, denn neben Fantastic Mr. Fox war er, durch Vermittlung von Ben Stiller (der dem neurotischen Löwen Alex seine Stimme lieh), als Autor an Madagascar 3:
Europe’s Most Wanted beteiligt, ebenfalls eine Dreamworks-Produktion.