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Mehrmals am Tag erinnert uns der Körper daran, aufs Klo zu gehen. Jetzt steht endlich fest, was diesen Harndrang erst möglich macht: ein Gen mit dem eigenartigen Namen PIEZO2 («Nature»). Es hilft verschiedenen Körperzellen dabei, zu fühlen, wann die Blase entleert werden muss. Urin entsteht, wenn die Nieren Abfallstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Blut in die Blase befördern.
Diese füllt sich wie ein Ballon und dehnt sich allmählich aus, wodurch die Blasenmuskulatur angespannt wird. Das Dehnen und Quetschen der Blasenzellen führt zur Aktivierung bestimmter Proteine, die einen Nervenreiz auslösen. Der Bauplan dieser Proteine steckt im PIEZO2-Gen. Patienten, bei denen das Gen defekt ist, haben Schwierigkeiten, eine gefüllte Blase wahrzunehmen. Das Gen PIEZO2 hilft somit verschiedenen Körperzellen dabei, zu fühlen, wann die Blase entleert werden muss.