Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03166.jsonl.gz/2624

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Golf - Mit der beeindruckendsten Leistung eines Golfprofis seit vielen Jahren gewinnt der Nordire Rory McIlroy das 111. US Open in Bethesda. Er hängt die gesamte Konkurrenz um acht und mehr Schläge ab.
Noch vor gut zwei Monaten hatte der hochbegabte 22-Jährige Rätsel aufgegeben. Am US Masters in Augusta hatte er den ersten Major-Titel seiner Karriere nach 63 von 72 Löchern in Reichweite. Dann erlebte er auf drei aufeinanderfolgenden Löchern ein Desaster und fiel mit einer 80er-Runde in den 15. Rang zurück.
Das Versäumte hat McIlroy nun nachgeholt. Er startete mit dem unglaublichen Vorsprung von acht Schlägen zur Schlussrunde. Als wäre es selbstverständlich, setzte er sein nahezu fehlerloses Spiel unter dem hohen eigenen und fremden Erwartungsdruck fort. Er liess die "Verfolger" - meistens war es sein südkoreanischer Mitspieler Y.E. Yang, der Sieger der US PGA Championship 2009 - zu keinem Zeitpunkt näher als auf acht Schläge herankommen. Zweiter wurde schliesslich ebenfalls ein aufstrebender Youngster: der 23-jährige Australier Jason Day. McIlroy seinerseits ist mit 22 Jahren und einem Monat der jüngste US-Open-Champion seit dem legendären amerikanischen Amateur Bobby Jones im Jahr 1923.
Mit dem Total von 268 Schlägen sowie der Marke von 16 unter Par stellte McIlroy US-Open-Rekorde auf. Im Vorfeld hatten die Experten eine solche Vorstellung auf dem anspruchsvollen und mit 6920 Metern überlangen Par-71-Kurs für unmöglich gehalten. McIlroy liess sich in den vier Runden nur gerade drei Bogeys und ein Doppelbogey zuschulden kommen, spielte andererseits aber 19 Birdies und einen Eagle (2 unter Par) heraus.
Die Qualität des Spiels von Rory McIlroy lässt sich nur mit jener von Tiger Woods in dessen besten Zeiten vergleichen. Vor elf Jahren gewann Woods das US Open in Pebble Beach mit dem heute noch gültigen Rekordvorsprung von 15 Schlägen.
Vom favorisierten Spitzentrio der Weltrangliste schlug sich Lee Westwood als Dritter klar am besten. Der Deutsche Martin Kaymer wurde 39., der englische Weltranglisten-Erste Luke Donald 45.
Nach dem Erfolg des Engländers Tony Jacklin 1970 waren die Europäer am US Open 40 Jahre lang sieglos geblieben. Jetzt stellen sie zweimal nacheinander den Champion. denn vor einem Jahr siegte ebenfalls ein Nordire - Graeme McDowell.
SDA-ATS