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Chemikalien-Ansprechperson
Aufgaben
Jeder Betrieb, der mit gefährlichen Chemikalien umgeht, hat die Verpflichtung, eine Chemikalien-Ansprechperson zu bezeichnen, welche in Fragen der Chemikaliengesetzgebung und deren Anwendung die Funktion der Kontaktpersonen gegenüber den Behörden wahrnimmt.
Von dieser Person wird kein Ausbildungsnachweis gefordert. Weil sie über die nötigen organisatorischen und betrieblichen Kompetenzen verfügen muss, kommen für die Funktion in der Regel Personen in Frage, welche, je nach Art der der chemikalienrechtlich relevanten Tätigkeiten des Betriebes, auch verwandte Aufgaben als Qualitätsmanager, Produktverantwortliche, Gefahrgutbeauftragte, Sicherheitsbeauftragte oder Betriebsleiter innehaben.
Mitteilungspflicht
Folgende Betriebe, welche besonders relevante Tätigkeiten im Bereich der Chemikaliengesetzgebung wahrnehmen, sind verpflichtet, der kantonalen Fachstelle ihre Chemikalien-Ansprechperson unaufgefordert mitzuteilen:
- Hersteller und Importeure von Chemikalien zur Abgabe (Ersteller von Sicherheitsdatenblättern)
- Detailhändler, die Chemikalien der Gruppe 2 oder Selbstverteidigungprodukte abgeben
- Grosshändler, welche Chemikalien der Gruppe 1 abgeben
- Betreiber von Gemeinschaftsbädern
- Schädlingsbekämpfer, die mit Begasungsmitteln arbeiten oder andere Bekämpfungen im Auftrag Dritter durchführen
- Anwender von Holzschutzmitteln in Wohnbauten (Dachstöcken)
Alle übrigen Betriebe haben die Chemikalien-Ansprechperson auf Anfrage bekannt zu geben.