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Ar 201.250
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Ar 201.250
(1977) 1981-1990
0.2 m
Die Gesellschaft Schweiz-DDR wurde 1976 gegründet. Gründungspräsidentin war die Journalistin Klara Obermüller, welche die Gesellschaft bis 1981 führte. Als weitere Präsidenten des Vereins fungierten der reformierte Pfarrer Matthias Thurneysen (1981 bis 1988) und der Pädagoge François Maffli (1988 bis 1990). In der DDR existierte für denselben Zeitraum als Pendant die Freundschaftsgesellschaft DDR-Schweiz, welche der Liga für Völkerfreundschaft der DDR unterstellt war.
Anders als andere schweizerische Solidaritätsgruppen mit realsozialistischen Staaten stellte die Gesellschaft Schweiz-DDR nicht die Solidarität ins Zentrum, sondern den kulturellen Austausch zwischen Ost und West. Die Gesellschaft verstand ihre Arbeit deshalb auch als Beitrag zur Friedensförderung. Die Haupttätigkeiten des Vereins bestanden im Organisieren von Reisen in die DDR und von Veranstaltungen in der Schweiz mit Exponentinnen und Exponenten der DDR (Musiker/innen, Schriftsteller/innen, Politiker/innen und Wissenschaftler/innen). Vor allem in der Zeit von Thurneysens Präsidentschaft fand auch ein Austausch zwischen kirchlichen Exponenten beider Staaten statt.
Die Gesellschaft wurde 1990 nach der Wiedervereinigung der DDR mit der Bundesrepublik Deutschland aufgelöst.
Die Unterlagen der Gesellschaft Schweiz-DDR gelangten im Dezember 2011 in das Schweizerische Sozialarchiv. Die Übergabe wurde durch C. Steck betreut.
Der Bestand umfasst Akten der beiden Präsidenten Matthias Thurneysen und François Maffli (Korrespondenz, Protokolle, Vereinsbulletin sowie vereinzelte Unterlagen zu Veranstaltungen, Sektionsaktivitäten und zu Reisen in die DDR). Ein bedeutender Anteil der Akten besteht aus der Korrespondenz zwischen dem jeweiligen Präsidenten und verschiedenen Instanzen der Liga für Völkerfreundschaft der DDR.
Aus der Zeit von 1976 bis 1981 sind einzig die Statuten des Vereins von 1977 sowie ein Tätigkeitsbericht der Sektion Basel von 1979/1980 überliefert.
Kassiert wurden Doppelexemplare sowie Artikel aus bereits in den Beständen des Sozialarchivs vorhandenen Zeitungen.
Neuzugänge werden nicht erwartet.
Die vorhandenen Dokumente sind im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs frei zugänglich. Es gelten die ordentlichen Benutzungs-bestimmungen des Schweizerischen Sozialarchivs.
Bearbeitung im Januar 2012 durch M. Geissbühler