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Der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) knickt im Streit mit der Regierung Saudiarabiens um die Überwachung des Blackberry-Datenverkehrs offenbar ein. Wie die Nachrichtenagentur 'Reuters' unter Berufung auf einen Vertreter der saudischen Regierung berichtet, werde RIM zusammen mit den nationalen Mobilfunkbetreibern die Installation von drei Servern im Land testen, und damit den Behörden "in gewissem Umfang" zu den Daten der Nutzer geben. Der kanadische Hersteller wollte zu den Berichten keine Stellung nehmen. Noch vor wenigen Tagen aber erklärte das Unternehmen, dass man einzelnen Ländern keine Sonderrechte für den Zugang zu Kundendaten gewähren werde.
Allein in Saudiarabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es mehr als eine Million Blackberry-Nutzer. Zudem gilt die Region als wichtiger Wachstumsmarkt für RIM. Das Zugeständnis an die saudische Regierung dürfte allerdings weitere Regierungen auf den Plan rufen, die ebenfalls Zugriff auf die verschlüsselte Datenübertragung zwischen Blackberry-Handy und -Server haben wollen. So haben etwa die Vereinigten Arabischen Emirate angekündigt, den Blackberry-Datenverkehr ab 11. Oktober zu sperren. Weitere Länder wie Ägypten, Bahrain, Kuwait, Indien und Indonesien haben ebenfalls Bedenken über die verschlüsselte Kommunikation via Blackberry angemeldet. (bt)