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Über diese Krankheit
Um was es geht
Nur knapp jede 500. Tumorerkrankung ist ein Krebs von Knochen, Gelenken oder Knorpel. Zusammen mit den Weichteiltumoren zählen die Knochentumore zu den sogenannten Sarkomen. Diese gehören neben den Karzinomen (z.B. Brust-, Prostata-, Lungen- oder Darmkrebs) und den hämatologischen Tumoren, die das Blut und das Lymphsystem betreffen (Leukämien und Lymphome) zu den drei grossen Gruppen von Krebserkrankungen. Die Erstbehandlung erfolgt in spezialisierten Sarkomzentren, welche meist Universitätsspitäler sind.
Arten
Das Osteosarkom und das Ewing-Sarkom befallen einen Knochen, in jungem Alter häufiger Röhrenknochen wie das Oberarmbein, den Oberschenkelknochen oder das Schienbein. Das Chondrokarzinom befällt das Gelenk. Das häufigste der insgesamt seltenen Tumorerkrankungen ist das Osteosarkom, gefolgt vom Chondrokarzinom und dem Ewing-Sarkom. Es sind weitere noch seltenere Formen bekannt, wobei die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei unter eins zu einer Million pro Jahr liegt. Genaue Ursachen von Knochenkrebs sind unklar, die Entstehung kann aber durch erbliche Faktoren begünstigt werden.
Symptome und Folgen
Oft wird Knochenkrebs durch eine schmerzhafte Schwellung oder durch langdauernde nicht erklärbare Schmerzen an der betroffenen Stelle erkannt – bei Jugendlichen insbesondere an einer Extremität wie Bein oder Arm. Zudem können Beschwerden im Bereich des Beckens oder der Wirbelsäule auftreten. Auch die Beweglichkeit eines Gelenks kann eingeschränkt sein. Ist die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten, kann der Tumor den Knochen zerstören und es kommt zu Knochenbrüchen.
Was wir für Sie tun
Untersuchung und Diagnose
Um die Diagnose Knochenkrebs stellen zu können, sind zumeist eine Computertomographie (CT), gegebenenfalls eine PET-CT (Kombination aus Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und CT in einem Gerät) und eine Magnetresonanztomographie (MRI) notwendig. Da Sarkome sehr selten vorkommen, muss die Situation zunächst im Rahmen des sogenannten Sarkomboards mit unterschiedlichen Fachrichtungen besprochen werden. Das passende Behandlungskonzept wird anschliessend durch Sarkom-Spezialistinnen und -Spezialisten aus Chirurgie, Radioonkologie, Pathologie und Onkologie festgelegt.
Behandlung
Hat sich der Knochenkrebs noch nicht im Körper ausgebreitet, besteht die Chance auf Heilung. In der Regel wird zunächst eine Gewebeprobe entnommen. Anschliessend wird der Tumor chirurgisch entfernt. Die Operation erfolgt in einem zertifizierten Zentrumsspital wie dem Universitätsspital Zürich. In seltenen Fällen ist es möglich, dass anschliessend eine Strahlen- oder Chemotherapie vorgenommen werden muss. Hat der Krebs bereits gestreut und es sind Ableger im Körper, sogenannte Metastasen, vorhanden, wird auch wohnortsnah ein individuelles Behandlungskonzept besprochen.