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Die Teams legen ihre Geschäftsberichte vor. Der "Iceman" kassiert wohl hohe Punkteprämien. Erhält Hülkenberg kein Gehalt?
Kimi Räikkönen begann seine Formel-1-Karriere 2001 bei Sauber
Von Felix Götz
München - Am Freitag kommt die Stunde der Wahrheit.
Die Rennställe müssen vor dem Grossen Preis von Belgien in Spa ihre Geschäftsberichte für das Vorjahr vorlegen.
Die Öffentlichkeit erfährt also, wie es um die Finanzen der einzelnen Teams bestellt ist.
Einige haben dabei nichts zu befürchten, bei anderen sieht es angeblich schlecht aus.
70 Millionen Euro Schulden?
Einem Bericht der "SportWoche" zufolge soll Lotus dazugehören. Demnach soll das Team aus Enstone rund 70 Millionen Euro Schulden haben.
Kurioserweise verschärfen offenbar die sportlichen Erfolge in der laufenden Saison die finanzielle Situation.
Der Grund: Kimi Räikkönen soll neben seinem Festgehalt von sechs Millionen Euro extrem hohe Punkteprämien erhalten.
Da der "Iceman" bereits 116 Zähler auf der Habenseite hat, kommt da einiges zusammen.
Teures Technologie-Zentrum
Auch bei McLaren sind die Kassen anscheinend leer - hauptsächlich aus zwei Gründen.
Erstens leisten sich die Briten das teuerste Technologie-Zentrum der "Königsklasse" und zweitens aufgrund der hohen Gehälter von Lewis Hamilton und Jenson Button.
Beide zusammen sollen pro Jahr mindestens 30 Millionen Euro verdienen.
Kein Gehalt für Hülkenberg?
Nicht viel besser sieht es wohl bei Force India aus, wo Teamchef Vijay Mallya schon mit seiner Fluglinie "Kingfisher" in wirtschaftliche Turbulenzen geraten war.
Es gibt sogar Gerüchte, wonach Nico Hülkenberg und Paul di Resta in diesem Jahr noch keinen Lohn bekommen hätten.
Bei den meisten anderen Rennställen sieht es finanziell offenbar ordentlich oder sogar ganz gut aus.
Ferrari und Mercedes haben einen Automobilhersteller im Rücken und stehen deshalb auf sicheren Beinen. Red Bull und Toro Rosso werden von Red-Bull-Firmenboss Dietrich Mateschitz getragen.
Maldonado bringt Geld
Und Williams deckt sein Budget anscheinend zu grossen Teilen schon alleine wegen der Sponsorenzahlungen, die Pastor Maldonado mitbringt.
Der staatliche venezolanische Erdölkonzern Petroleos de Venezuela soll pro Saison rund 38 Millionen Euro zahlen.
Sauber hat vergleichsweise zwar wenig Geld, gilt aber als seriös und dürfte deshalb auf gesunden Beinen stehen.
Wie es finanziell um Caterham, HRT und Marussia steht, wird sich derweil erst am Freitag zeigen.
SPORT1