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Der Strauch bleibt 30-40 Jahre ertragsfähig. Die jährliche Produktion wird auf 98,000 Ztr. angegeben.
Die Koka war eine heilige Pflanze der alten Peruaner, die bei keiner Festlichkeit und keinem Opfer fehlen durfte. Die Blätter
schmecken angenehm bitterlich-zusammenziehend und riechen fein ätherisch. Die Eingebornen kauen die getrockneten Blätter:
mit Asche oder Kalk vermischt, von morgens bis abends, und obwohl sie außerdem nur noch sehr wenig Maismehl
und Kartoffeln und äußerst selten Fleisch genießen, so sind sie durch die Wirkung der Kokablätter doch im stande, große
Anstrengungen mit Leichtigkeit zu überwinden. Diese vonTschudi, Pöppig u. a. bestätigten Thatsachen regten zu Versuchen an,
die Kokablätter auch in Europa
[* 11] zu verwerten; man hat aber nur negative Erfolge erzielt und glaubt, daß
die Wirkung überhaupt nicht an Europäern, sondern nur an den ohnehin schon an Strapazen und Hunger gewöhnten Indianern hervortrete.
Die Kokablätter enthalten Kokain (s. d.) C17H21NO4 und Kokagerbsäure.