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Nicht nur die Erforschung der weiblichen Genitalien ist interessant, sondern auch die der weiblichen Lust – und sie offenbart teilweise Unerwartetes.
Studien haben beispielsweise ergeben, dass Frauen in festen Beziehungen das Interesse an Sex schneller verlieren als ihre männlichen Partner, bei denen die Libido mehr oder weniger konstant bleibt. Diese Erkenntnis war bereits bekannt, wurde jedoch zunächst darauf zurückgeführt, dass Frauen einen schwächeren Sex Drive hätten – immer dieser Freud! Die neuen Ergebnisse zeigen jedoch ein differenzierteres Bild, wie der amerikanische Autor Daniel Bergner in seinem Buch "What Do Women Want" beschreibt: Frauen in festen Beziehungen verlieren nicht grundsätzlich das Interesse an Sex. Sie haben bloss weniger Lust auf Routine-Sex und ihren angestammten Partner; an einem neuen Mann wären sie durchaus sexuell interessiert. Anders gesagt: Frauen sind gelangweilt von monotonem Sex (auch wenn er mit einer geliebten Person stattfindet) und brauchen Abwechslung!
Weitere Studien haben ergeben, dass Frauen in der Zeit rund um ihren Eisprung mehr Parfum verwenden und Schmuck tragen, sexuell aktiver sind, weniger verhüten und auch offener für Sex mit anderen Männern als ihrem Partner sind. Ausserdem finden sie in dieser Zeit einen anderen Typ Mann attraktiv als sonst. Während der fruchtbaren Tage bevorzugen sie einen sehr männlichen Mann, zu anderen Zeiten eher weichere Typen. Bei einem kurzen Sexualkontakt sind Frauen offensichtlich andere Eigenschaften wichtig als bei einem Langzeitpartner. Ein Macho für spontanen Sex und ein Softie, um die Nachkommen aufzuziehen? Macht Sinn, aber das ist für viele Frauen politisch und moralisch so unkorrekt, dass es sich kaum eine eingesteht.
Also, schweigen sie lieber – und verweigern den Sex. O je!
NF