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In den letzten vier Jahren fusionierten die sechs grössten Agrochemie-/Saatgutfirmen zu vier Agrochemie- und Saatgut-Multis, welche weltweit 60 % des zertifizierten Saatgutes umsetzen und von Bayer und Corteva dominiert werden. So ging aus der 130 Mia. $ – Fusion von Dow Chemical und DuPont 2015 die auf landwirtschaftliche Inputs ausgerichtete Corteva Agrisciences LLC hervor. 2016 erwarb Chemchina für 43 Mia. $ Syngenta und Bayer übernahm Monsanto für 63 Mia $, während einzelne Saatgutabteilungen von Bayer für sieben Mia. $ an BASF verkauft wurden.
Weitere Veränderungen in den letzten fünf Jahren betraf Dutzende von Übernahmen und Joint Ventures unter weiteren globalen Saatgutunternehmen, so u.a. Limagrain/Vilmorin-Mikado (Frankreich), DLF (Dänemark) und Longping Hightech (China). Damit hat China nun zwei Saatgutunternehmen unter den “Top Ten”. Longping ist mit der Übernahme der Mais-Division von Dow und geplanten weiteren Aufkäufen in Argentinien in Lateinamerika stark vertreten.
Der fortschreitende Verlust an Diversität bei den Nutzpflanzen, namentlich an lokal angepassten Landsorten, die Ausbreitung einer pestizid- und Düngemittel-intensiven Landwirtschaft und die enorme Abhängigkeit der produzierenden Landwirtschaft sind die eindeutige Folge dieser Entwicklung.