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Rainer Werner Fassbinder, BRD 1971; 89' D
Mit Hans Hirschmüller, Irm Hermann, Hanna Schygulla, Andrea Schober, Gusti Kreissl, Klaus Löwitsch, Karl Scheydt, Ingrid Caven, Kurt Raab, Heide Simon
Die schlichten Geschichte über den sensiblen Gemüsehändler Hans, der an den Verhältnissen und an der Gefühlskälte seines Umfelds zerbricht
Das Leben von Hans Erp ist eine Achterbahn: Eigentlich wollte er Mechaniker werden. Doch seine Mutter zwingt ihn aufs Gymnasium, bis er vor ihrer falschen Fürsorge in die Fremde flieht. Zurück im Deutschland des Wirtschaftswunders, stolpert er auf der eingeschlagenen Beamtenkarriere als Polizist über eine flüchtige Liebesbeziehung zu einer Prostituierten. Hans rappelt sich aber wieder auf. Er zieht mit einem Obstkarren durch die Hinterhöfe Münchens und bietet mit sonorer Stimme Früchte feil. Das Geschäft läuft – nur will seine grosse Liebe (Ingrid Caven) keinen Obsthändler heiraten. So vermählt er sich schliesslich mit Irmgard und lebt zunächst ein scheinbar glückliches bürgerliches Leben …
Erstmals erreichte Fassbinder mit seiner schlichten Geschichte über den sensiblen Hans, der an den Verhältnissen und an der Gefühlskälte seines Umfelds zerbricht, ein breites Publikum. Die dargestellten unausweichlichen Enttäuschungen, die dramatisierten Emotionen sind universell zeitlos und berühren bis heute. Die Inspirationsquelle Douglas Sirk ist auch in diesem im Alltag der Fünfzigerjahre geerdeten Melodrama deutlich spürbar. Fassbinder soll sein Drehbuch gar Douglas Sirk vorgelegt haben, der in den Siebzigerjahren im Tessin lebte.
Film