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Das Podest
- 1. Lewis Hamilton (GBR, Mercedes)
- 2. Max Verstappen (NED, Red Bull)
- 3. Valtteri Bottas (FIN, Mercedes)
Der GP von Ungarn entwickelt sich zum Lieblingsrennen von Lewis Hamilton. Der Brite feierte seinen 86. GP-Erfolg mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Zum 3. Mal in Folge konnte er sich in Mogyorod durchsetzen, zum 8. Mal insgesamt. Damit stellte er den Rekord von Michael Schumacher (8 Siege in Magny-Cours) ein.
Der Rennverlauf
Bei wechselhaften Verhältnissen auf dem Circuit in der Nähe von Budapest ging schon vor dem Start die Post ab. Max Verstappen war beim Aufwärmen in einer Kurve zu schnell unterwegs und beschädigte beim Zusammenprall mit der Bande sein Auto. Die Ingenieure machten den Red-Bull-Boliden allerdings gerade noch rechtzeitig wieder flott.
Die Schwierigkeiten hemmten den Niederländer nicht. Er verzeichnete einen Start nach Mass und legte auf der abtrocknenden Strecke einen frühen Boxenstopp ein. Die Belohnung war am Ende Platz 2 im Mercedes-Sandwich.
Valtteri Bottas vergab eine bessere Klassierung beim Start. Der Finne fuhr zu früh los und bremste noch einmal ab, was zwar seit diesem Jahr reglementskonform ist, jedoch viel Zeit kostete. Zwischenzeitlich fiel er auf Platz 7 zurück, kämpfte sich aber wieder heran und holte doch noch seinen 3. Podestplatz im 3. Rennen. Der Finne verlor indes die WM-Führung an seinen Teamkollegen Hamilton.
Das Team Racing Point konnte die Aufwärtstendenz mit den Plätzen 4 (Lance Stroll) und 7 (Sergio Perez) bestätigen. Sebastian Vettel (6.) stach seinen Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc aus, der die Punkte als 11. verpasste.
Nachträgliche Zeitstrafe für Magnussen
Kevin Magnussen rutschte wegen einer nachträglichen 10-Sekunden-Zeitstrafe von Rang 9 auf Platz 10 ab. Die Rennkommissare sahen am Sonntag nach einer Untersuchung als erwiesen an, dass der Haas-Pilot von seinem Team während der Fahrt in die Startaufstellung unerlaubte Anweisungen per Funk erhalten und daraufhin noch einmal zum Reifenwechsel an die Box gefahren war. Durch dieses Manöver konnte er das Rennen im Gegensatz zu seinen Konkurrenten mit Trockenreifen in Angriff nehmen.
Schlechtes Wochenende für Alfa Romeo
Die Alfa-Romeo-Fahrer verpassten die Punkte zum zweiten Mal in Folge. Kimi Räikkönen arbeitete sich zwischenzeitlich auf Rang 12 vor, fiel dann aber wieder zurück und beendete das Rennen auf Platz 16. Zu allem Unheil musste er eine Zeitstrafe hinnehmen, weil er seine Startposition nicht ordnungsgemäss eingenommen hatte. Antonio Giovinazzi kam nicht auf Touren und wurde 17.
Racing Point: Annäherung mit Vettel?
Racing Point (ab 2021 Aston Martin) heizt die Spekulationen um ein mögliches Engagement von Sebastian Vettel in der kommenden Saison an. «Es ist schön zu hören, dass ein viermaliger Weltmeister Interesse hat», sagte Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer vor dem GP von Ungarn am RTL-Mikrofon und fügte auf Nachfrage an: «Wie könnte man nicht interessiert sein an einem viermaligen Weltmeister?» Vettels auslaufender Vertrag bei Ferrari wird Ende dieser Saison nicht verlängert. Seither wird über die Zukunft des Deutschen in der Formel 1 spekuliert.
So geht es weiter
Die ersten drei Rennen nach dem Corona-Lockdown sind absolviert. Weiter geht es in zwei Wochen in Silverstone. Der Formel-1-Tross wird wie bereits in Österreich zwei Grand Prix auf der gleichen Strecke bestreiten.