Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/1463

Migräne, der Halbseiten-Kopfschmerz - wie Akupunktur helfen kann
Es ist ein Pochen, Hämmern und Ziehen, eine quälende Attacke, die Stunden und manchmal auch Tage andauern kann, verbunden mit Übelkeit, Erbrechen oder Sehstörungen.Weiterlesen
Es ist ein Pochen, Hämmern und Ziehen, eine quälende Attacke, die Stunden und manchmal auch Tage andauern kann, verbunden mit Übelkeit, Erbrechen oder Sehstörungen.Weiterlesen
Vermutlich kann den ekeligen Migräne-Kopfschmerz nur jemand nachvollziehen, der ihn selbst schon einmal erlebt hat. Es ist ein regelrechter «Knock out», ein regelmässiger «Time out», der durch bestimmte äussere und innere Reize provoziert wird. Oftmals manifestiert sich Migräne als Halbseiten-Kopfschmerz.
Forscher haben festgestellt, dass Migräne auf eine Störung des Gleichgewichtszustandes von bestimmten Schmerzzentren im Gehirn zurückzuführen ist. Diskutiert werden hier eine angeborene Überempfindlichkeit des Nervensystems und eine gewisse Stressanfälligkeit. Auch lassen vererbte Faktoren die Betroffenen in besonders empfindlicher Weise reagieren.
Es gibt sogenannte Trigger, die eine Migräne-Attacke begünstigen. Hormone spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle – immerhin haben Frauen dreimal häufiger Migräne als Männer. Die Anfälle treten meist während der Menstruation auf. Neben starken Veränderungen des Luftdrucks, Wind (Föhn), Hitze oder plötzlich einsetzender Kälte zählen auch Stress oder Änderung der Schlafgewohnheiten zu den Auslösern. Flüssigkeitsmangel, Alkohol (besonders Rotwein) und Nahrungsmittel wie Käse und (Kuh-)Milchprodukte, ein Übermass an Zucker und der Konsum von Fertigprodukten können ebenfalls Migräne triggern.
Nach Auffassung der TCM liegt die Ursache von Migräne in einer Blockade der Lebensenergie (Qi), die eigentlich im harmonischen Zustand durch die Leitbahnen des Körpers – man spricht hier von Meridianen - fliessen sollte. Gerät dieser Fluss ins Stocken, treten entsprechende Symptome auf. Mit Hilfe der Akupunktur werden bestimmte Meridiane über Nadeln stimuliert. Welche Meridiane und welche Akupunkturpunkte bei Migräne gewählt werden, ist unterschiedlich. Zuerst machen wir Therapeuten uns ein genaues Bild der Erkrankung und beleuchten, welche Energiebahnen von der Blockade betroffen sind. Häufig sind es der Leber- und Gallenblasen-Meridian. Durch die Stimulation mit den Nadeln wird der Körper in einen harmonischen Zustand versetzt, gestaute Energie wird wieder zum Fliessen gebracht, die Beschwerden lassen allmählich nach. Die TCM spricht hier vom inneren Gleichgewicht zwischen Yin und Yang als oberstes Ziel.
- Versuchen Sie, möglichst immer zur gleichen Zeit schlafen zu gehen. Verbannen Sie Fernseher und Handy aus dem Schlafzimmer.
- Beugen Sie Flüssigkeitsmangel vor, indem Sie immer eine Wasserflasche bei sich haben und regelmässig davon trinken.
- Führen Sie ein Migräne-Tagebuch. Dokumentieren Sie darin, wann die Schmerzen auftreten und was Sie vorher gegessen und getrunken haben. So kommen Sie den Speisen auf die Spur, die Ihnen nicht guttun. Diese sollten Sie konsequent reduzieren oder ganz weglassen.
- Da Stress einer der häufigsten Trigger überhaupt ist, ist es wichtig, sich damit zu beschäftigen. Entspannungsmethoden wie Meditation und Yoga helfen Ihnen, zur Ruhe zu kommen. Am besten planen Sie dafür feste Zeiten in der Woche ein. Auch moderater Sport an der frischen Luft hilft. Machen Sie Nordic Walking im Wald oder eine Radtour über die Felder.
- Magnesium unterstützt dabei, Ihre Muskeln und Nerven zu entspannen. Nehmen Sie über einen Zeitraum von 1-2 Monaten täglich ein Supplement.
Viele Patienten nehmen über lange Zeiträume wiederholt schmerzstillende Medikamente mit starken Nebenwirkungen ein. Diese können manchmal selbst Ursache für Kopfschmerzen sein. Hier liegt die Chance einer begleitenden Akupunktur-Therapie. Wenn Migräne Attacken weniger häufig oder in ihrer Schmerzintensität reduziert auftreten, müssen Sie auch weniger Arzneimittel einnehmen. Vereinbaren Sie doch einen Termin in unserer Praxis. Wir schauen uns ihr Thema gemeinsam an. Gerne sind wir für Sie da.