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«Das Superfood aus dem Ozean ist nicht nur super gesund, mit ihm lassen sich auch die globalen Ernährungs- und Umweltprobleme lösen.» Das sagt der junge irische Meeresbiologe Paul O’Connor. Mit seinem Start-up «This is Seaweed» forscht er nach Möglichkeiten, das würzige Meeresgemüse auf die Teller zu bringen.
Die Liebe zum Meer entdeckte Paul O’Connor in den langen Sommerferien seiner Kindheit, in denen er an der irischen Atlantikküste schnorcheln lernte. Später arbeitete er als Tauchlehrer in Indonesien, Malaysia, Honduras und Belize. In der ersten Woche seines Studiums der Meereswissenschaften an der Universität Galway kostete er auf einer Strandexkursion «pepper dulse», eine Rotalgenart. «Ich hatte schon vorher Algen gegessen, aber das änderte alles. Es ist irre, wenn man einen starken Geschmack wie Trüffel mag. Und es schmeckt tatsächlich nach Pfeffer. Warum müssen wir Pfeffer importieren, wenn wir das selbst im Ozean haben?»
«Warum müssen wir Pfeffer importieren, wenn wir das selbst im Ozean haben?»
«Oft wissen die Leute nicht, wie sie mit Algen kochen können.»
Gesund für den Körper und den Planeten
Algen regulieren den Metabolismus, reinigen das Blut, beruhigen die Verdauung, erhöhen den Dopaminspiegel, stärken das Immunsystem. Sie sind super gesund für uns und auch für den Planeten. «Sieht man die Zerstörung der Landschaft, könnte man wütend werden», meint O’Connor. «Meine Landschaft ist unter Wasser, und ich würde sagen: Algen sind das umweltfreundlichste Protein, das es auf der Welt gibt.» Sie sind leicht erneuerbar, können das ganze Jahr über und in jeder marinen Umwelt geerntet werden. Um sie anzubauen, müssen keine Wälder abgeholzt werden, es braucht kein Land, kein Süsswasser, kein Dünger, keine Pestizide. Wasserqualität, Nährstoffgehalt, Temperatur und das Fehlen von Industrie machen die Westküste von Irland nach Paul O’Connor zum weltweit besten Gewässer für Algenwachstum. «Der Mensch braucht täglich 0,75 Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht. Wenn wir auch nur zwei Prozent des Ozeans mit Meeresalgen anbauen, hätten wir genügend Protein, um den ganzen Planeten zu ernähren.»
GASTROFACTS KOOPERATION
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