Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03244.jsonl.gz/369

Du und ich wissen, dass alles, was wir besitzen, Gott gehört. Er ist der Eigentümer. Wir sind nur die Verwalter aller materiellen Schätze, die er uns gegeben hat.
Aber es gibt noch einen wichtigen Faktor, den es in Bezug auf unsere materiellen Schätze zu beachten gilt: Sie sind für uns eine Bewährungsprobe. Gott stellt unsere Herzen auf die Probe, indem er uns ein gewisses Maß an Ressourcen zur Verfügung stellt und dann sieht, was wir damit machen. Er beobachtet unsere Haltung ihm gegenüber und unsere Einstellung zu materiellen Dingen.
Wir können das gut an der Geschichte von Hiskia erkennen. Hiskia war einer der guten Könige von Juda. Als er von einer fremden Armee belagert wurde, schenkte Gott ihm Erfolg und ließ ihn aufblühen. Er „hatte sehr viel Reichtum und Ehre“ (2. Chronik 32,27). Und dann lesen wir in der Bibel:
„So war es auch bei den Gesandten der Obersten von Babel, die zu ihm gesandt hatten, um nach dem Wunderzeichen zu fragen, das im Land geschehen war. Da ließ Gott ihn allein, um ihn zu prüfen, damit er alles erkannte, was in seinem Herzen war.“ (2. Chronik 32,31, eigene Hervorhebung)
Während er diesen nie da gewesenen Reichtum erlebte, wurde Hiskia so krank, dass er beinahe starb. Aber der Herr hörte sein Gebet, heilte ihn und ließ Hiskia ein unglaubliches und auf der ganzen Welt erkennbares Wunder erleben: Durch Hiskias Entscheidung ging der Schatten auf der Sonnenuhr um zehn Schritte zurück. Die Babylonier, die führenden Astronomen dieser Zeit, erfuhren, dass dieses Wunder mit Hiskia zu tun hatte und dass er geheilt worden war. Also schickten sie Botschafter zu ihm, um mehr über dieses übernatürliche Ereignis herauszufinden.
Was für eine Chance! Hiskia hätte sagen können: „Ich wurde von dem einzig wahren Gott geheilt! Er ist derjenige, der den Schatten rückwärts gehen ließ. Der Herr hat all das Gute bewirkt, das ihr in meinem Leben sehen könnt.“ Doch Hiskia erwähnte Gott ihnen gegenüber nicht einmal. Er sagte nur: „Schaut, wie viel Gold ich habe! Schaut, wie großartig ich bin!“ Er hat den Test leider nicht bestanden.
Wenn Gott dich und mich mit materiellen Dingen beschenkt, ist das immer auch eine Bewährungsprobe. Wie sieht deine Haltung aus? Bleibt Gott der Mittelpunkt deines Lebens? Erzählst du anderen von ihm? Sagst du, dass dein Besitz von Gott kommt und dass du all das nur seiner Gnade verdankst? Gott hat nichts dagegen, dass du genug und sogar mehr als genug materielle Schätze hast, so dass du anderen helfen kannst. Aber er möchte der Mittelpunkt deines Lebens bleiben. In Sprüche 15,6 heißt es: „Im Haus des Gerechten ist ein reicher Schatz.“ Gott möchte, dass wir lernen, weise und treue Verwalter der Schätze zu sein, die er uns schenkt.
Natürlich geht es im Leben nicht darum, materielle Schätze anzuhäufen. Es gibt einen viel wertvolleren Schatz als das. Der zweite Schatz im Haus des Gerechten ist sein geistlicher Schatz. Gott möchte, dass du und ich sein Wort und seine geistlichen Gaben und Möglichkeiten treu verwalten.
Ich möchte dich ermutigen, ein guter Verwalter der Schätze zu sein, die Gott dir gegeben hat, unabhängig davon ob sie materiell sind oder geistlich. Dann wirst du ein fruchtbringendes Leben führen, den Herrn ehren und all seine Segnungen genießen können.
In Ihm verbunden,
Bayless Conley
Aus: Monatsbrief Juni, 2019