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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.00163 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fehr Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 7. Mai 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte Lutherstrasse 36, 8004 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1956, zuletzt von 9. Januar 2001 bis 30. November 2003 (letzter effektiver Arbeitstag: 30. November 2003) als Lagermitarbeiter angestellt gewesen, meldete sich erstmals am 16. September 2003 bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Einspracheentscheid vom 18. April 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 44 % ab 1. Mai 2003 eine Viertelsrente und bei Vorliegen eines Härtefalls eine halbe Rente vom 1. Mai bis 31. Dezember 2003 zu (Urk. 7/49). Diese Rentenzusprache wurde vom Gericht mit Urteil vom 4. Septem ber 2007 im Prozess Nr. IV.2006.00459 bestätigt (Urk. 7/77). 1.2 Im Zuge eines am 28. Dezember 2007 (Urk. 7/78) eingeleiteten Revisions verfahrens erhöhte die IV-Stelle die Rente gestützt auf ihre medizinischen Abklä rungen und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 19. März 2009 ab Dezember 2007 auf eine Dreiviertelsrente (Urk. 7/105). 1.3 Am 19. August 2009 leitete die IV-Stelle erneut ein amtliches Revisions verfah ren ein (Urk. 7/109), in dessen Verlauf sie beim Y.___ das interdisziplinäre Gutachten vom 28. Dezember 2010 (Urk. 7/125) einholte. Gestützt darauf kündigte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 19. Oktober 2011 die Herabsetzung der Rente auf eine Viertelsrente an (Urk. 7/134). Nachdem der Versicherte hiergegen am 14. November 2011 Ein wände erhoben hatte (Urk. 7/136; Ergänzungen vom 16. Januar 2012, Urk. 7/139, und 22. Oktober 2012, Urk. 7/154), gab die IV-Stelle beim Y.___ erneut eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag (Gutachten vom 24. Febru ar 2014, Urk. 7/173). Nach einem stationären Aufenthalt des Versicher ten in einer psychiatrischen Klinik holte die IV-Stelle beim Y.___ das psychiatrische Gutachten vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) ein. Dazu nahm der Versicherte am 4. und 8. Januar 2016 Stellung (Urk. 7/219-220). Mit Vor bescheid vom 10. August 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht (Urk. 7/235). Dagegen erhob dieser am 13. September 2016 Einwände (Urk. 7/239), worauf die IV-Stelle am 5. Januar 2017 die Renteneinstellung verfügte (Urk. 7/253 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 5. Februar 2017 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung und die Weiter ausrichtung der Dreiviertelsrente. Im Eventualantrag ersuchte er um Ausric h tung einer Viertelsrente (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 15. März 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 4. April 2017 ersuchte das Gericht das Y.___ um eine ergänzende Stellungnahme (Urk. 8), welche am 9. Mai 2017 erstattet wurde (Urk. 11). Der Beschwerdeführer nahm dazu am 6. Oktober 2017 Stellung (Urk. 17), wohingegen die Beschwerde geg nerin auf eine Stellungnahme sowohl zur Eingabe des Y.___ als auch zu der jenigen des Beschwerdeführers verzichtete (vgl. Urk. 15 und Urk. 22). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben ( Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1 1. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heits zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspra cheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9 C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2. 1 mit Hin weisen). 1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung damit (Urk. 2), dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes vorliege und dem Beschwerde-führer seit Dezember 2013 angepasste Tätigkeiten zu 100 % zumutbar seien (S. 2 oben). 2.2 Der Beschwerdeführer wandte dagegen im Wesentlichen ein (Urk. 1), bezüglich der rheumatologischen Befunde liege keine Verbesserung vor, sondern die Gut achter des Y.___ hätten den gleichen Sachverhalt anders beurteilt als die Vor gutachter (S. 10 Ziff. 11). Die psychiatrischen und neuropsychologischen Abklärungen bewiesen eine seit der Zusprache der Dreiviertelsrente bestehende depressive Störung (S. 14 Ziff. 13). Anhand der somatischen und psycho pathologischen Befunde sei erwiesen, dass keine Zustandsverbesserung eingetreten sei. Die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Zustandes sei im Rahmen der Revision unbeachtlich, weshalb der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente weiterhin ausgewiesen sei (S. 15 Ziff. 14). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde führers seit der Zusprache der Dreiviertelsrente am 19. März 2009 derart ver bessert hat, so dass kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente besteht. Damals ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem 18. April 2006 ergeben habe, und nahm die Verschlechterung des Gesundheitsschadens allein aufgrund der psychiatrischen Beschwerden an (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2). 3. 3.1 Der frühere Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ergibt sich aus den folgenden ärztlichen Beurteilungen: 3.2 3.2.1 Die Gutachter der Z.___ stellten im Gutachten vom 6. Juni 2005 folgende Diagnosen (Urk. 7/31 S. 22 Ziff.4): - chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts mit/bei: - breitbasiger mediolateral rechtsseitiger Diskusprotrusion L4/5 mit wahrscheinlich Behinderung des Abgangs der Nervenwurzel L5 intra spinal, Discopathie L3/4 - intermittierendem lumboradikulären Reiz- und sensiblem Ausfalls-syn drom L5 rechts und L3/4 links - rechtskonvexer Skoliose und muskulärer Dysbalance mit/bei: - Beinlängendifferenz 1 Zentimeter rechts gegenüber links mit Beckenschiefstand rechts - Symptomausweitung und Selbstlimitierung - Differenzialdiagnose: anhaltende somatoforme Schmerzstörung - chronisches Cervicobrachialsyndrom links - ohne fassbare Strukturpathologie Aufgrund der klinischen Untersuchung, der vorhandenen Strukturpathologie im Bereich der Lendenwirbelsäule mit Discopathie und der nun vorliegenden Deko nditionierung, aber auch aufgrund der somatoformen Schmerzausweitung erachteten die Gutachter eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten als maximales Pensum. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines therapeutischen Belastungsaufbaus habe nicht erreicht werden können (Urk. 7/31 S. 22 Ziff. 5). Das Aufbringen des Willens für das postulierte 50%ige Restpensum entspreche daher auch dem, was vom Beschwerdeführer im Sinne der Schadenminderungspflicht als Einsatz bei der Überwindung seines Leidens beziehungsweise seiner wirtschaftlichen Situation gefordert werden könne (Urk. 7/31 S. 23 unten). 3.2.2 In der ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (Urk. 7/36) führten die Gutachter aus, auch ohne Berücksichtigung der im Gutachten vom 6. Juni 2005 aufgeführten Symptomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbst limi tation beziehungsweise einer ebenfalls im Gutachten aufgeführten differen tialdiagnostisch nebst den degenerativen Veränderungen möglichen anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und der Dekonditionierung sei eine höhere Arbeitsfähigkeit in qualitativer und quantitativer Hinsicht nicht gegeben. 3.3 Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Bericht vom 14. Februar 2008 (Urk. 7/81) bei den bekannten somatischen Diag nosen rezidivierende depressive Episoden mit somatischen Symptomen, mittel gradig, bestehend seit 2006 (Ziff. 2.1 S. 1). Der Beschwerdeführer sei psy chomotorisch etwas verlangsamt, bewege sich mit Vorsicht (auch ausserhalb der Praxis) und sitze verkrampft. Er spreche wenig spontan und beklage sich über starke Schmerzen, die ein normales Leben verunmöglichten. Eine Gedächt nis schwäche habe anhand der klinischen Prüfung nicht bestätigt werden können und sei als subjektive Störung zu interpretieren. Bei der Prüfung der Aufmerk samkeit und Konzentration mache der Beschwerdeführer wiederholte Fehler in der Mitte der Subtraktion (100 minus 7 usw.), was für eine mittlere Störung spreche. Das formale Denken sei eingeengt auf Schmerzen. Es seien keine inhalt liche Störung, keine Zwangssymptome oder Phobien und keine Sinnes täuschungen beziehungsweise Wahnsymptome zu beobachten. Die Grundstim mung sei mässig depressiv, der Beschwerdeführer erlebe die invalidisierenden Schmer zen als Kränkung. Früher sei er sportlich sehr aktiv (Fussballspieler und Jungend trainer) gewesen, habe aber das Interesse dafür verloren und schaue sogar im Fernsehen nur selten Spiele. Er habe Durchschlafstörungen, der Appetit sei eher schlecht, er müsse sich zum Essen zwingen (Ziff. 4.5 S. 2). Seit Dezember 2004 habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, seit Januar 2007 bestehe eine solche von 65 % (Ziff. 3 S. 2). 3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Kar dio logie, diagnostizierte im Bricht über die kardiologische Abklärung vom 24. Juni 2008 (Urk. 7/117/5) Folgendes (S. 1): - koronare Herzkrankheit - akuter inferoposteriorer Myokardinfarkt mit erfolgreicher Strepto ki nase-Lyse März 2008 - elektive Koronarangiographie April 2008 - Hypercholesterinämie - Status nach Nikotinabusus, seit März 2008 sistiert - dilatative Aortopathie - leichtgradig dilatierte Aortenwurzel (43 mm) und Aorta ascendens (41 mm) Drei Monate nach erlittenem Myokardinfarkt als Erstmanifestation einer koro naren Herzkrankheit weise der Beschwerdeführer ein exzellentes Verlaufs resul tat auf. Weder im Ruhe-EKG noch echokardiographisch könnten Residuen des stattgehabten Myokardinfarktes nachgewiesen werden. Bei den seit dem Ereig nis wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen handle es sich um funktionelle Beschwerden mit begleitenden Hyperventila tions symptomen. Als Zufallsbefund habe eine leichtgradige Dilatation der Aortenwurzel wie auch der Aorta ascendens nachgewiesen werden können. 4. 4.1 Der aktuelle Gesundheitszustand stellt sich folgendermassen dar: 4.2 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/112/5) eine chronische Lumboischialgie bei Diskushernie L5, eine koronare Herzkrankheit mit Status nach inferio pos te riorem Myokardinfarkt am 1. März 2008 sowie einen Verdacht auf PAVK rechts. Nach dem Myokardinfarkt habe sich der Beschwerdeführer nur schleppend erholt. Aufgrund der chronischen Lumboischialgie habe er wiederholt die Rheu matologin aufgesucht und habe regelmässig Physiotherapie erhalten. Diesbe züglich sei der Zustand unverändert mit starker Einschränkung der Mobilität, insbesondere langes Stehen, Gehen oder Sitzen sei nicht möglich. Bezüglich der kardiopulmonalen Situation sei er kompensiert, jedoch körperlich wenig belast bar. Aufgrund der rheumatologischen und kardiologischen Situation bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit. 4.3 Dr. med. D.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabili tation, stellte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/113) folgende Diag no sen (Ziff. 1.1 S. 2): - chronisches lumboradikuläres Reizsyndrom mit sensiblem Ausfall L5 und S1 rechts bei bilateraler Discushernie L4/5 mit geringer L5-Nerven wurzel kom pression beidseits, Retrolisthesis LWK4 und Sacralisation LWK5, mediane Protrusionen L3/4 und L4/5 - chronisches Cervicovertebralsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule - koronare Herzkrankheit, Status nach inferoposteriorem Myocardinfarkt - dilatative Aortopathie - chronische Periarthropathia humeroscapularis polytendinotica beidseits, links betont - arterielle Hypertonie Die Lumbalgien/Lumboischialgien seien chronifiziert bei recht fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen der distalen/lumbalen Segmente mit persistie ren den Dysästhesien in beiden Beinen, vor allem rechts, wobei der Beschwer deführer weder rückenbelastende Arbeiten noch solche mit längerem Stehen oder Gehen ausüben könne. Seit dem Herzinfarkt sei seine körperliche und auch geistige Belastbarkeit limitiert, dabei bleibe eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 20 bis 30 % pro Tag (S. 6). 4.4 Dr. A.___ wiederholte im Bericht vom 27. Oktober 2009 (Urk. 7/114) die im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3) gestellte psychiatrische Diagnose (Ziff. 1.1 S. 2). Der psychopathologische Befund entspricht demjenigen im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3). Bis Juni 2008 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 65 % bestanden, seit Juli 2008 bestehe eine solche von 70 % (Ziff. 1.6 S. 3). 4.5 Nach der kardiologischen Abklärung vom 25. August 2009 berichtete Dr. B.___ (Urk. 7/116/2-3 = Urk. 7/117/2), gegenüber der Voruntersuchung von Juni 2008 bei damals als Zufallsbefund festgestellter dilatativer Aortopathie könne echo kardiographisch erfreulicherweise keine zwischenzeitliche Progression derselben nachgewiesen werden. Die anamnestische Schilderung der gelegentlich beklag ten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen seien sehr gut mit einer muskuloskelettalen Genese vereinbar. 4.6 4.6.1 Am 28. Dezember 2010 erstatteten Dr. med. E.___, Facharzt für Allge meine Medizin, Dr. med. F.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, und Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psy cho therapie, das polydisziplinäre Gutachten des Y.___ (Urk. 7/125). 4.6.2 Die Gutachter des Y.___ stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 6.1 S. 39) - chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei: - diskreter Fehlhaltung - Status nach Morbus Scheuermann - medio-bilateraler Diskushernie LWK4/5 mit geringer L5-Nerven wurzel kompression beidseits, geringer Retrolisthesis von LWK4 auf LWK5 - Hinweisen auf früher durchgemachte Wurzelschädigungen L5 und S1 rechts im EMG vom 20. Dezember 2007, jedoch ohne Hinweise für eine frische Läsion - aktuell ohne radikuläre Symptomatik - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie folgende verkürzt dargestellten Diagnosen (Ziff. 6.2 S. 40): - chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom - rezidivierendes cervicocephales Schmerzsyndrom - anamnestisch Gonarthralgie links - leichte depressive Episode (F32.0) - Agoraphobie (F40.00) - koronare Eingefässerkrankung - dilatative Aortopathie 4.6.3 Die klinische internistische Untersuchung sei altersentsprechend normal, ohne Hinweise für eine Links- oder Rechtsherzinsuffizienz oder für eine Lungener krankung. Anamnestisch bestehe eine stabile beziehungsweise asymptomatische koronare Herzkrankheit bei erhaltender linksventrikulärer Pumpfunktion; die kar diovaskulären Risikofaktoren seien unter der aktuellen medikamentösen Behandlung gut eingestellt. Die vom Hausarzt vermutete periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie ein vermuteter Diabetes mellitus Typ 2 habe nicht bestätigt werden können. Somit lasse sich aus internistischer Sicht keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S. 44). 4.6.4 Bei der rheumatologischen Untersuchung imponierten beim Beschwerdeführer eine erhebliche Selbstlimitation und zahlreiche Inkonsistenzen. Die demon strierten Beschwerden seien deutlich variabel und im beklagten Ausmass nicht plausibel. Die aktuellen Bildgebungen von Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbel säule (BWS) und Lendenwirbelsäule (LWS) ergäben zwar multisegmentale dege ne rative Veränderungen, diese seien gesamthaft jedoch nicht über das alters entsprechende Mass hinausgehend und erklärten das Ausmass der beklag ten Schmerzen nicht. Es bestehe aber eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulen stabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schonverhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt habe. Be züglich der beklagten belastungsabhängigen Knieschmerzen links hätten in der klinischen und radiologischen Untersuchung keine entsprechenden Pathologien objektiviert werden können. Auch habe keine Schultergelenkspathologie objek tiviert werden können, der Beschwerdeführer habe auch keine Schulter gelenks beschwerden beklagt habe. Aktuell bestehe aus rheumatologischer Sicht eine reduzierte Belastbarkeit der LWS, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesundheitsschaden imponiere. Aufgrund der aktuellen Arbeitsplatzanamnese mit hälftig leichten und hälftig mittelschweren körperlichen Tätigkeiten bestehe für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (S. 45 f.). 4.6.5 Aus psychiatrischer Sicht handle es sich diagnostisch um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Die dafür erforderlichen ICD-10-Kriterien seien beim Beschwerdeführer durchaus erfüllt. In der Schmerzschilderung wirke er leidend, die Schmerzen ständen im Hauptfokus seiner Aufmerksamkeit, er ver suche die Schmerzen aktiv zu lindern, allerdings ohne bleibenden Erfolg. Auch die stationären Aufenthalte hätten bisher keine ausreichende Besserung ge bracht. Der Beschwerdeführer sei fest davon überzeugt, körperlich krank zu sein, einen psychischen Auslöser für die Schmerzen sehe er nicht. Im Verlauf der Jahre sei es zu einer deutlichen Symptomausweitung gekommen. Neben den Schmerzen gebe der Beschwerdeführer agoraphobische Ängste mit Schweissaus bruch, Herzrasen und Atemproblemen an. Die Angststörung stelle allerdings aufgrund ihrer Ausprägung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dar. Weiter klage der Beschwerdeführer über eine seit circa 4-5 Jahren bestehende depressive Symptomatik, die allerdings nur leichtgradig ausgeprägt sei. Hin weise für eine Aggravation seien während des Untersuchungsgespräches nicht festzustellen. Unter Berücksichtigung der Förster-Kriterien könne eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit postuliert werden (S. 45 f.). 4.6.6 Zusammenfassend bestehe aus rheumatologischer Sicht für die bisherige Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine solche von 100 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine zumutbare Rest arbeitsfähigkeit von 70 %. Aus internistischer Sicht bestehe eine uneinge schränkte Arbeitsfähigkeit (S. 46). In einer dem Leiden optimal angepassten, körperlich leichten Tätigkeit bestehe aus interdisziplinärer Sicht eine Restar beitsfähigkeit von 70 % (S. 47). 4.6.7 Am 21. März 2011 führten Dr. med. H.___, Chefarzt des Y.___, und Dr. E.___ ergänzend aus (Urk. 7/127), die Zusprache der Dreiviertelsrente ab Dezember 2007 habe auf einem Bericht des damals behandelnden Psychiaters, Dr. A.___, beruht, der aufgrund der gestellten Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung mittelgradiger Ausprägung (F33.11) von einer Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit von 65 bzw. 70 % ausgegangen sei. Aus psychia tri scher Sicht liege derzeit nur noch eine leichte depressive Episode vor (F32.0). Dafür spreche unter anderem die fehlende antidepressive Medikation und die nur noch selten stattfindenden therapeutischen Gespräche. Es sei somit von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen. 4.7 Im Bericht des I.___, wo sich der Beschwerde füh rer vom 21. Mai bis 16. Juli 2012 in tagesklinischer Rehabilitationsbe hand lung befand, wurde im Bericht vom 18. Oktober 2012 (Urk. 7/153 = Urk. 3/2) neben den bekannten somatischen Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) genannt (S. 1). Den psychopathologischen Befund beschrieben die Behandler folgender massen: «äusserlich gepflegt, altersentsprechend, bewusstseinsklar und allseits orientiert; in der emotionellen Kontaktaufnahme abwartend, distanziert, sach lich, aktiv im Spontanverhalten; Stimmung deutlich depressiv-resigniert, affek tiv unkontrolliert, im Gesprächsverlauf verbal mitteilungsaktiv, schildert sein Symptomerleben und -verhalten in Zusammenhang mit den Schmerzen. Kogni-tiv in Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis verlang-samt bzw. deutlich eingeschränkt, deutliche Vergesslichkeit, Denken formal beweglich, inhaltlich problemzentriert. Keine AP für psychotische Erlebnis weisen (Wahn, Wahrnehmungs- oder Ich-störungen). Anamnestisch deutlichere Suizid gedanken/-wünsche, keine SV, keine konkreten Ausführungspläne, aktuell keine akute Suizidalität.» (S. 3 Mitte). Der Beschwerdeführer sei leicht gebessert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten). 4.8 4.8.1 Am 24. Februar 2014 erstatteten med. pract. J.___, Fachärztin für Chirurgie, Dr. med. K.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. L.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa rates, Dr. med. M.___, Facharzt für Neurologie, Dr. sc. hum. Dipl. Psych. N.___ und Dr. med. O.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe rapie, ein weiteres polydisziplinäres Gutachten des Y.___ (Urk. 7/173). 4.8.2 Die - hier verkürzt dargestellten - Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits fähig keit lauten folgendermassen (S. 69): - chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei: - MRI-nachgewiesener zirkulärer Diskusprotrusion auf Höhe L4/5 Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden (ver kürzt dargestellt) genannt (S. 69): - stattgehabter Morbus Scheuermann in der Adoleszenz mit verbliebenen Schmorlschen Knötchen im Bereich der Deckplatte BWK6 - Beinlängenverkürzung um 1 cm zu Ungunsten des rechten Beines mit konsekutivem Beckenschiefstand rechts - chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom - depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0) - koronare Eingefässerkrankung - dilatative Aortopathie 4.8.3 Im Rahmen der chirurgisch-allgemeinmedizinischen Untersuchung könne in Anbetracht der schon früher beschriebenen Diskrepanzen und der aktuell fest gestellten zahlreichen Inkonsistenzen von einer uneingeschränkten kardiopul monalen Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Aus chirurgisch-allgemein me di zinischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begrün den, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch in einer dem Alter und dem Habitus angepassten Verweistätigkeit (S. 72 f.). 4.8.4 Bei der orthopädischen Untersuchung habe sich eine augenfällige Diskrepanz zwischen den beschriebenen Beschwerden, dem Bewegungsmuster und den Befunden der klinischen Untersuchung gezeigt. Aufgrund der klinischen und radio logischen Befunde bestehe auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet eine Einschränkung hinsichtlich der Lendenwirbelsäule. Schwere körperliche Arbei ten, insbesondere das Heben von Lasten, Arbeiten in Zwangshaltungen, häu figes Bücken sowie rein stehende Tätigkeiten mit Rotationsbewegungen seien nicht mehr zumutbar. In der bisherigen Tätigkeit als Lagermitarbeiter sei der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsfähig. Eine behinderungsangepasste, wech selbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten in Zwangshaltungen, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten über die Horizontale hinaus und ohne repetitive, stereotype Bewegungsabläufe sei bezogen auf ein volles Schichtpensum nach wie vor zu 100 % möglich. 4.8.5 Bei der neurologischen Untersuchung hätten sich - bis auf eine Hypästhesie im Oberschenkelbereich ventral, lateral und dorsolateral und im Unterschenkel rechts lateral sowie eine Hypästhesie bis Analgesie rechter Fuss an der Aussenkante und Grosszehe rechts - keine weiteren fokal neurologischen Defizite ergeben. Während der Untersuchung seien ein Aggravationsverhalten und eine Selbst limitierung deutlich geworden. Die im Rahmen der Abklärung durchgeführte native multiplanare MRI der HWS, BWS und LWS hätten bis auf eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung, Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits keine weiteren patho logischen Auffälligkeiten ergeben. Im Hinblick auf die berichteten HWS-Ver spannungen und -Schmerzen mit Ausstrahlung bis zum Kopf okzipital beidseits fänden sich in der Untersuchung keine Auffälligkeiten. Im Hinblick auf die LWS-Schmerzen hätten bis auf die oben beschriebene Sensibilitätsstörung im Bereich der rechten unteren Extremität keine weiteren fokal neurologischen Defizite festgestellt werden können. Insbesondere sei der Zehen- und Hacken-gang ohne Probleme durchführbar gewesen. Auf neurologischem Fachgebiet bestehe durch die eingeschränkte Belastbarkeit der LWS eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In einer behinderungs ange passten, wechselbelastenden, leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne Arbeiten in Zwangshaltungen und ohne repetitive stereotype Bewegungsabläufe bestehe aus neurologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 73 f.). 4.8.6 Bei der neuropsychologischen Untersuchung lasse die Zusammenstellung der Befunde auf ein Aggravationsverhalten schliessen. Daher könnten die Ergebnisse der Leistungstests nicht inhaltlich ausgewertet werden und lieferten wegen mangelnder Mitarbeit keine verwertbaren neuropsychologischen Befunde. Unter diesen Umständen bestehe andererseits auch das Risiko, dass tatsächliche und spezifische kognitive Defizite differenzialdiagnostisch nicht festgestellt werden könnten (S. 74). 4.8.7 Bei der psychiatrischen Exploration seien die Kriterien für eine depressive Störung mit leichter Episode erfüllt. Dazu gehörten die depressive Stimmung, die Interesselosigkeit, die Schlafstörungen und der reduzierte Antrieb. Die Krite rien für eine mittelgradige depressive Episode seien nicht ganz erfüllt, da die Gesamtzahl von mindestens 6-7 Symptomen nicht vorlägen. Es bestehe einzig ein sozialer Rückzug, welcher im Rahmen der depressiven Störung auftrete. Eine schwerwiegende psychische Störung bestehe nicht, Konflikte seien nicht eruier bar. Der Beschwerdeführer gebe an, keine sonstigen Ängste oder Panikattacken zu haben. Das Einkaufen sei möglich, es bestünden auch keine Ängste in Menschenmassen oder in freien Räumen. Das Liftfahren sei in Begleitung mög lich, hier gebe es eine gute Besserungstendenz. Der Beschwerdeführer sehe sich durch die Schmerzempfindungen stark beeinträchtigt. Es falle auf, dass die Stimmung und auch die Libido vom Schmerzempfinden abhängig seien. Auch die Konzentration sei abhängig vom Schmerzempfinden. Im Labor habe das Efexor nicht im therapeutischen Bereich gelegen. Somit sei die Medika men-teneinnahme fraglich beziehungsweise nicht wirksam genug. Eine somatoforme Schmerzstörung sei nicht mehr nachweisbar. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. 4.8.8 Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter nicht mehr arbeitsfähig. Für eine dem Leiden optimal ange passte, wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei er zu 100 % arbeitsfähig. 4.9 Die Ärzte der P.___, in welcher der Beschwerdeführer vom 9. Januar bis 26. Februar 2015 hospitalisiert war, diagnostizierten im Bericht vom 2. März 2015 (Urk. 7/185) eine rezidivierende de pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (S. 2; vgl. auch Kurzaus trittsbericht vom 26. Februar 2015, Urk. 3/5 S. 1). Der Beschwerdeführer sei allseits orientiert mit depressiver Stimmung. Formalgedanklich sei er auf das Thema Schmerzen eingeschränkt. Die Merkfähigkeit und das Gedächtnis seien beeinträchtigt. Es gebe keine Hinweise auf inhaltliche Denkstörungen, keine Ängste, keine Zwänge, keine Sinnestäuschungen und keine Ich-Störungen. Der Antrieb sei deutlich reduziert, der Appetit regelrecht. Der Schlaf sei mit Unter brüchen nicht erholsam. Es träten intermittierende passive Suizidgedanken auf, es bestünden keine Hinweise auf Fremdgefährdung. Während der Dauer des Aufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 4). 4.10 Im Bericht vom 28. August 2015 des I.___ (Urk. 7/207 = Urk. 3/3), wo sich der Beschwerdeführer vom 26. Mai bis 17. Juli 2015 erneut in tagesklinischer Rehabilitationsbehandlung befand, wurden aus dem psychiatrischen Fachbereich eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) diagnostiziert (S. 1). Der psychopathologische Befund entspricht wortwörtlich demjenigen im Bericht vom 18. Oktober 2012 (E. 4.7). Der Beschwerdeführer sei stabilisiert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten). 4.11 Dr. med. D.___ diagnostizierte im Bericht vom 1. September 2015 (Urk. 7/211) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine koronare Herzkrankheit bei Status nach inferiorem Myokardinfarkt, eine dila tative Aortopathie, ein chronisches lumbospondylogenes und rezidivierendes lumboradikuläres Reizsyndrom L5 rechts bei Diskushernie L5/S1 sowie ein chronisches Thorakovertebralsyndrom bei Diskushernie BWK8/9. In einer leidens angepassten Tätigkeit ohne Heben und Tragen schwerer Lasten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 30 %. 4.12 Im psychiatrischen Verlaufsgutachten des Y.___ vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) stellte Dr. O.___ keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits fähigkeit (S. 11). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) an (S. 11). Im Vergleich zur letzten Begutachtung zeige der Beschwerdeführer bezüglich der depressiven Störung keine wesentliche Änderung. Weiterhin sei von einer leichten depressiven Episode auszugehen. Es falle auf, dass der Beschwerde führer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angebe. Trotz der ambulanten psychiatrischen und tagesklinischen Behandlungsmassnahmen berichte er, dass er keine Besserung der gesundheitlichen Situation bemerkt habe. Es bestehe hier eine Diskrepanz zwischen der subjektiv geschilderten Inten sität und der Vagheit der Beschwerden zu den objektiv wahrgenommenen psychopathologischen Befunden. Eine Aggravationstendenz der geschilderten Beschwerden sei deutlich ersichtlich. Der psychopharmakologische Medikamen tenspiegel zeige, dass von einer Compliance bezüglich Medikamenteneinnahme ausgegangen werden könne, wobei die Dosierung des einen Medikaments noch angepasst werden müsste. Aufgrund der geschilderten Schmerzsymptomatik sei von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak to ren auszugehen, welche keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Ein sozialer Rückzug bestehe nicht und eine stärkere psychiatrische Komorbidität auch nicht (S. 10 f). 4.13 Am 5. Januar 2016 berichteten die Ärzte des I.___ (Urk. 7/221/1-3= Urk. 3/4/1-3) über die weiteren neuropsychologischen Abklä rungen und beschrieben die im Juni 2012 (S. 1), Juli und Dezember 2015 (S. 2 f. ) vorgelegenen Resultate. 4.14 Nachdem der Beschwerdeführer vom 22. September bis 12. Oktober 2016 in der Q.___ hospitalisiert gewesen war, stellten die Ärzte im vorläufigen Austrittsbericht vom 11. Oktober 2016 folgende – hier verkürzt dargestellte – Diag nosen (Urk. 7/246 = Urk. 3/6, S. 1 f.): - Schmerzexazerbation mit Schmerzausstrahlung in den linken lateralen Ober schenkel - chronischer Schulter-/Armschmerz links - Kopfschmerz- und Schwindelsymptomatik unklarer Genese - koronare Herzerkrankung - arterielle Hypertonie - Somatisierungsstörung - Depression Aufgrund der multifokalen Schmerzsymptomatik sei der Rehabilitationsprozess lang sam verlaufen. Daneben habe eine Muskelverspannung paravertebral über die ganze Wirbelsäule bestanden (S. 2). Unter Lyrica gegen neuropathische Schmer zen und Wassertherapie habe sich eine leichte Verbesserung der Schmer zen gezeigt und die Gehstrecke habe verlängert werden können. Der Be schwerdeführer sei in stabilem Allgemeinzustand und gebesserter Mobilität sowie gebesserter Schmerzsymptomatik entlassen werden (S. 3). 4.15 Am 9. Mai 2017 nahm Dr. K.___ des Y.___ zu vom Gericht gestellten Fragen zu den Gutachten des Y.___ Stellung (Urk. 11). Anlässlich der ersten Begutachtung (vgl. E. 4.6) seien die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.40) aus näher dargelegten Gründen nicht ausreichend erfüllt gewesen, sondern es hätte stattdessen eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gemäss F45.41 diagnostiziert werden müssen (S. 2). Im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8) habe keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr vor ge legen. Die damals gestellten Diagnosen seien ohne Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit. Die zum ersten Mal durchgeführte neuropsychologische Untersuchung habe auf ein Aggravationsverhalten des Beschwerdeführers schliessen lassen, weshalb die Ergebnisse inhaltlich nicht hätten ausgewertet werden können. Auch die Beobachtungen im Verhalten des Beschwerdeführers hätten eine klare Diskrepanz und Inkonsistenzen belegt (S. 3). Auch im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 (E. 4.12) seien nur Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeits fähigkeit gestellt worden. Die neuropsychologische Untersuchung habe erneut auf ein Aggravationsverhalten schliessen lassen. Im Vergleich zur psychia trischen Begutachtung im polydisziplinären Gutachten vom 24. Februar 2014 habe sich die depressive Störung betreffend keine wesentliche Änderung erge ben. Im Vergleich falle auf, dass der Beschwerdeführer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angegeben habe (S. 4). 5. 5.1 Gestützt auf das Gutachten der Z.___ (E. 3.2) wurde dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab Mai 2003 eine Viertelsrente zugesprochen. Das Gericht erachtete das Gutachten der Z.___ im Urteil vom 4. September 2007 als beweistauglich und ging mit den Gutachtern davon aus, dass allein schon aus rheumatologischer Sicht - ohne Berücksichtigung der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung - bloss eine 50%ige Arbeits fähig keit für leichte Tätigkeiten bestehe (Urk. 7/77 E. 4.4). Anlässlich der erstmaligen Rentenrevision ging die Beschwerdegegnerin auf-grund der eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht trotz des stattgehabten Herzinfarktes nichts Wesentliches geändert, sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers jedoch in psy chiatrischer Hinsicht derart verschlechtert hatte, dass ihm in behinderungs-angepasster Tätigkeit nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 35 % zumutbar war (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2 f.). Als aktuellen Revisionstatbestand, der nunmehr zur angefochtenen Rentenauf hebung (Urk. 2) führte, nahm die Beschwerdegegnerin eine Verbesserung des Gesundheitszustandes in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht an. 5.2 Der Beschwerdeführer erlitt im März 2008 einen Myokardinfarkt. Der behan delnde Herzspezialist (E. 3.4) beschrieb drei Monate nach dem Infarkt ein exzellentes Verlaufsresultat ohne echokardiographischen Nachweis von Residuen. Die wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen ord ne te er funktionellen Beschwerden mit begleitenden Hyperventilationssymp to men zu. Die Beschwerdegegnerin ging damit im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenrevision, welche mit Verfügung vom 19. März 2009 (Urk. 7/105) ihren Abschluss fand, zu Recht davon aus, dass sich aufgrund des Herzinfarktes in somatischer Hinsicht keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Änderung erge ben hatte. 5.3 Die Gutachten der Z.___ (E. 3.2) und des Y.___ (E. 4.6 und E. 4.8) stimmen dahingehend überein, als dass in allen Gutachten ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts als die Arbeitsfähigkeit einschrän kende wesentliche Diagnose genannt wurde (E. 3.2.1, E. 4.6.2 und E. 4.8.2). Die Gutachter der Z.___ beschrieben eine breitbasige mediolaterale rechtsseitige Diskusprotrusion L4/5 und eine weitere Discopathie L3/4. Klinisch bestanden beidseits segmentale Sensibilitätsstörungen, die durchaus den Inner vationsgebieten der betroffenen Segmente entsprechen konnten, andere objek tivierbare neurologische Defizite konnten nicht nachgewiesen werden (Urk. 7/31 S. 23). Die Gutachter des Y.___ beschrieben multisegmentale degenerative Ver än derungen und eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schon verhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt haben (E. 4.6.4). Die bildge ben den Abklärungen ergaben eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 und Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 je ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits (E. 4.8.5). Die Y.___-Gutachter gingen wie die Gutachter der Z.___ davon aus, dass eine reduzierte Belastbarkeit der Len denwirbelsäule vorliege, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesund heitsschaden imponiere (E. 4.6.5 und E. 4.8.4). Die Gutachter des Y.___ attestierten dem Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht in behinderungsangepasster Tätigkeit im Unterschied zu den Gutachtern der Z.___ eine vollständige Arbeitsfähigkeit und wiesen darauf hin, dass laut den Gutachtern der Z.___ eine Steigerung der 50%igen Arbeitsfähigkeit bisher nicht möglich gewesen sei, ohne dass diese die geringe Leistungsbereitschaft und Selbstlimitierung des Beschwerdeführers er wähnt hätten. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden, hielten doch die Gutachter der Z.___ in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (E. 3.2.2) fest, dass auch ohne Berücksichtigung der Symp tomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbstlimitation und der Dekonditionierung eine höhere Arbeitsfähigkeit als die von ihnen attestierte nicht gegeben sei. Selbst wenn dem so wäre, liegt keine Verbesserung des Gesundheitszustandes vor, sondern lediglich eine andere Beurteilung des gleich gebliebenen Sachverhalts, was im Übrigen von den Y.___-Gutachtern auch be stätigt wurde (vgl. etwa Urk. 7/173 S. 77) und unbeachtlich ist. 6. 6.1 Im Zeitpunkt der Rentenerhöhung im März 2009 litt der Beschwerdeführer laut Bericht von Dr. A.___ in psychiatrischer Hinsicht an rezidivierenden mittel gradigen depressiven Episoden mit somatischen Symptomen (E. 3.3). Die Be schwer degegnerin erachtete die psychischen Beschwerden im Zeitpunkt der Renten auf hebung gestützt auf die Y.___ -Gutachten (E. 4.6.5, E. 4.8.7 und E. 4.12 ) als der art gebessert, dass sie die Arbeitsfähigkeit nicht mehr einschränken. Laut den Gutachten des Y.___ hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht seit März 2009 stetig verbessert: So wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 in psychiatrischer Hinsicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % (E. 4.6.5), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine vollständige Arbeitsfähigkeit (E. 4.8.7) und im Gutachten vom 20. Oktober 2015 ebenfalls eine vollständige Arbeitsfähigkeit postuliert, unter dem Hinweis, dass sich der Gesundheitszustand seit der letzten Begut achtung verbessert habe (E. 4.12). Diagnostisch wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.6.2), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0), welche sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.8.2), und im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41), welche sich beide nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten (E. 4.12), erhoben. Auf entsprechende Nachfrage des Gerichts hin (vgl. Urk. 8) führte Dr. K.___ des Y.___ aus, aufgrund der diagnostischen Kriterien hätte im Gutachten vom 28. Dezember 2010 statt eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) diagnostiziert werden müssen (E. 4.15). Die Frage indessen, weshalb im Gutachten vom 24. Februar 2014 die somatoforme Schmerzstörung als remit tiert erachtet wurde, aber die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung nicht erwähnt wurde, obwohl sich die geklagten Schmerzen nicht objektivieren beziehungsweise nicht im angegebenen Ausmass erklären liessen, sodann aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 eine chronische Schmerzstörung mit soma tischen und psychischen Faktoren wieder diagnostiziert wurde, blieb unbeant wortet. Unbeantwortet blieb auch die Frage, welches Verhalten sich anlässlich der Begutachtung vom 20. Oktober 2015 gegenüber den Vorgutachten verän-dert hat, so dass nunmehr von einem aggravatorischen Verhalten auszugehen war. 6.2 Laut Dr. G.___ des Y.___ (E. 4.6.5) muss, um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizieren, ein emotionaler Konflikt oder eine psy cho soziale Belastungssituation in zeitlichem Zusammenhang mit dem Auftre-ten der Schmerzsymptomatik gegeben sein, die schwerwiegend genug sein sollte, um als entscheidender ursächlicher Faktor gelten zu können. Als schmerz aus lösende Belastungssituation sah er die Zerstörung des Eigenheimes in Bosnien durch den Krieg im Jahre 1995 und den Tod des Vaters im gleichen Jahr (Urk. 7/125 S. 36). Dr. O.___ (E. 4.8.7) begründete die Remission der somatoformen Schmerz störung damit (Urk. 7/173 S. 68), dass die Kriterien für die Diagnose nicht erfüllt seien. Es fehle der mit den Schmerzen gekoppelte emotionale und entscheidende innere Konflikt. Die Schmerzzustände hätten einen psychogenen Ursprung, die im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten seien. Weshalb der von Dr. G.___ angeführte Verlust des Eigenheims und der Tod des Vaters als schmerzauslösendes Element nicht (mehr) herangezogen werden kann, erklärt Dr. O.___ ebenso wenig wie den Umstand, weshalb er - angesichts dessen, dass schon bei der ursprünglichen Rentenzusprache eine Symptom aus weitung bekannt war - davon ausging, die Schmerzen seien im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten. Wäre von Dr. G.___, was gemäss Dr. K.___ (E. 4.15) richtig gewesen wäre, anstelle einer somatoformen Schmerzstörung eine chronische Schmerzstörung diagnostiziert worden, fragt es sich, weshalb Dr. O.___ angesichts der im Gut achten vom 24. Februar 2014 erwähnten Schmerzzustände eine chronische Schmerzstörung nicht nannte, dagegen aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 unter Hinweis auf die geschildete Schmerzsymptomatik, die er als seit jeher vorhanden betrachtete, die Diagnose aufführte. Auch kann keine Erklä rung dafür gefunden werden, weshalb Dr. O.___ bei ähnlichen neuropsychologischen Ergebnissen wie im Vorgutachten eine Aggravationstendenz erst im Gutachten vom 20. Oktober 2015 in seine Beurteilung hat einfliessen lassen. Schliesslich erachtete Dr. O.___ im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8.7) die Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode als nicht ganz erfüllt, was für den medizinischen Laien so viel bedeutet, wie wenn die leichte Episode an der Grenze zur mittelgradigen liegt. Daher erscheint die von den behandelnden Ärzten des I.___ (E. 4.7) diagnostizierte mittel gradige Depression nicht abwegig, zumal diese entgegen der Ansicht von Dr. O.___ mit einem ausführlichen Befund untermauert wurde. Dass der Beschwerdeführer - wie von Dr. O.___ im Gutachten vom 20. Oktober 2015 behauptet (Urk. 7/214 S. 12) - während des Aufenthalts in der P.___ keine antidepressive Medikation erhalten haben soll, ist aktenwidrig, wurde ihm doch ab 20. Januar 2015 Venlafaxin abgegeben (vgl. Urk. 7/221/5). 6.3 Angesichts der widersprüchlichen psychiatrischen Beurteilungen der Fachärzte des Y.___ erweisen sich ihre Einschätzungen nicht als geeignet, eine Verbesse rung des psychischen Leidens des Beschwerdeführers auszuweisen. 7. Nachdem eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation weder in soma tischer noch psychiatrischer Hinsicht ausgewiesen ist und keine Hinweise be stehen, dass sich die erwerblichen Verhältnisse wesentlich verändert haben, besteht kein Grund zur revisionsweisen Aufhebung der bisherigen Rente. Dem entsprechend ist die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) in Gutheissung der Beschwerde ersatzlos aufzuheben. 8. 8.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuer legen. 8.2 Dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht eine Pro zess entschädigung zu, die beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 3’000.-- (inklusive Baraus lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwer degegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) aufgehoben. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 900.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 3 ’ 000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Christine Fleisch unter Beilage einer Kopie von Urk. 15 - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.00163 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fehr Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 7. Mai 2018 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte Lutherstrasse 36, 8004 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1956, zuletzt von 9. Januar 2001 bis 30. November 2003 (letzter effektiver Arbeitstag: 30. November 2003) als Lagermitarbeiter angestellt gewesen, meldete sich erstmals am 16. September 2003 bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Einspracheentscheid vom 18. April 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 44 % ab 1. Mai 2003 eine Viertelsrente und bei Vorliegen eines Härtefalls eine halbe Rente vom 1. Mai bis 31. Dezember 2003 zu (Urk. 7/49). Diese Rentenzusprache wurde vom Gericht mit Urteil vom 4. Septem ber 2007 im Prozess Nr. IV.2006.00459 bestätigt (Urk. 7/77). 1.2 Im Zuge eines am 28. Dezember 2007 (Urk. 7/78) eingeleiteten Revisions verfahrens erhöhte die IV-Stelle die Rente gestützt auf ihre medizinischen Abklä rungen und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 19. März 2009 ab Dezember 2007 auf eine Dreiviertelsrente (Urk. 7/105). 1.3 Am 19. August 2009 leitete die IV-Stelle erneut ein amtliches Revisions verfah ren ein (Urk. 7/109), in dessen Verlauf sie beim Y.___ das interdisziplinäre Gutachten vom 28. Dezember 2010 (Urk. 7/125) einholte. Gestützt darauf kündigte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 19. Oktober 2011 die Herabsetzung der Rente auf eine Viertelsrente an (Urk. 7/134). Nachdem der Versicherte hiergegen am 14. November 2011 Ein wände erhoben hatte (Urk. 7/136; Ergänzungen vom 16. Januar 2012, Urk. 7/139, und 22. Oktober 2012, Urk. 7/154), gab die IV-Stelle beim Y.___ erneut eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag (Gutachten vom 24. Febru ar 2014, Urk. 7/173). Nach einem stationären Aufenthalt des Versicher ten in einer psychiatrischen Klinik holte die IV-Stelle beim Y.___ das psychiatrische Gutachten vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) ein. Dazu nahm der Versicherte am 4. und 8. Januar 2016 Stellung (Urk. 7/219-220). Mit Vor bescheid vom 10. August 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht (Urk. 7/235). Dagegen erhob dieser am 13. September 2016 Einwände (Urk. 7/239), worauf die IV-Stelle am 5. Januar 2017 die Renteneinstellung verfügte (Urk. 7/253 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 5. Februar 2017 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung und die Weiter ausrichtung der Dreiviertelsrente. Im Eventualantrag ersuchte er um Ausric h tung einer Viertelsrente (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 15. März 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 4. April 2017 ersuchte das Gericht das Y.___ um eine ergänzende Stellungnahme (Urk. 8), welche am 9. Mai 2017 erstattet wurde (Urk. 11). Der Beschwerdeführer nahm dazu am 6. Oktober 2017 Stellung (Urk. 17), wohingegen die Beschwerde geg nerin auf eine Stellungnahme sowohl zur Eingabe des Y.___ als auch zu der jenigen des Beschwerdeführers verzichtete (vgl. Urk. 15 und Urk. 22). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben ( Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1 1. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heits zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspra cheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9 C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2. 1 mit Hin weisen). 1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung damit (Urk. 2), dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes vorliege und dem Beschwerde-führer seit Dezember 2013 angepasste Tätigkeiten zu 100 % zumutbar seien (S. 2 oben). 2.2 Der Beschwerdeführer wandte dagegen im Wesentlichen ein (Urk. 1), bezüglich der rheumatologischen Befunde liege keine Verbesserung vor, sondern die Gut achter des Y.___ hätten den gleichen Sachverhalt anders beurteilt als die Vor gutachter (S. 10 Ziff. 11). Die psychiatrischen und neuropsychologischen Abklärungen bewiesen eine seit der Zusprache der Dreiviertelsrente bestehende depressive Störung (S. 14 Ziff. 13). Anhand der somatischen und psycho pathologischen Befunde sei erwiesen, dass keine Zustandsverbesserung eingetreten sei. Die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Zustandes sei im Rahmen der Revision unbeachtlich, weshalb der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente weiterhin ausgewiesen sei (S. 15 Ziff. 14). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde führers seit der Zusprache der Dreiviertelsrente am 19. März 2009 derart ver bessert hat, so dass kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente besteht. Damals ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem 18. April 2006 ergeben habe, und nahm die Verschlechterung des Gesundheitsschadens allein aufgrund der psychiatrischen Beschwerden an (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2). 3. 3.1 Der frühere Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ergibt sich aus den folgenden ärztlichen Beurteilungen: 3.2 3.2.1 Die Gutachter der Z.___ stellten im Gutachten vom 6. Juni 2005 folgende Diagnosen (Urk. 7/31 S. 22 Ziff.4): - chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts mit/bei: - breitbasiger mediolateral rechtsseitiger Diskusprotrusion L4/5 mit wahrscheinlich Behinderung des Abgangs der Nervenwurzel L5 intra spinal, Discopathie L3/4 - intermittierendem lumboradikulären Reiz- und sensiblem Ausfalls-syn drom L5 rechts und L3/4 links - rechtskonvexer Skoliose und muskulärer Dysbalance mit/bei: - Beinlängendifferenz 1 Zentimeter rechts gegenüber links mit Beckenschiefstand rechts - Symptomausweitung und Selbstlimitierung - Differenzialdiagnose: anhaltende somatoforme Schmerzstörung - chronisches Cervicobrachialsyndrom links - ohne fassbare Strukturpathologie Aufgrund der klinischen Untersuchung, der vorhandenen Strukturpathologie im Bereich der Lendenwirbelsäule mit Discopathie und der nun vorliegenden Deko nditionierung, aber auch aufgrund der somatoformen Schmerzausweitung erachteten die Gutachter eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten als maximales Pensum. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines therapeutischen Belastungsaufbaus habe nicht erreicht werden können (Urk. 7/31 S. 22 Ziff. 5). Das Aufbringen des Willens für das postulierte 50%ige Restpensum entspreche daher auch dem, was vom Beschwerdeführer im Sinne der Schadenminderungspflicht als Einsatz bei der Überwindung seines Leidens beziehungsweise seiner wirtschaftlichen Situation gefordert werden könne (Urk. 7/31 S. 23 unten). 3.2.2 In der ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (Urk. 7/36) führten die Gutachter aus, auch ohne Berücksichtigung der im Gutachten vom 6. Juni 2005 aufgeführten Symptomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbst limi tation beziehungsweise einer ebenfalls im Gutachten aufgeführten differen tialdiagnostisch nebst den degenerativen Veränderungen möglichen anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und der Dekonditionierung sei eine höhere Arbeitsfähigkeit in qualitativer und quantitativer Hinsicht nicht gegeben. 3.3 Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Bericht vom 14. Februar 2008 (Urk. 7/81) bei den bekannten somatischen Diag nosen rezidivierende depressive Episoden mit somatischen Symptomen, mittel gradig, bestehend seit 2006 (Ziff. 2.1 S. 1). Der Beschwerdeführer sei psy chomotorisch etwas verlangsamt, bewege sich mit Vorsicht (auch ausserhalb der Praxis) und sitze verkrampft. Er spreche wenig spontan und beklage sich über starke Schmerzen, die ein normales Leben verunmöglichten. Eine Gedächt nis schwäche habe anhand der klinischen Prüfung nicht bestätigt werden können und sei als subjektive Störung zu interpretieren. Bei der Prüfung der Aufmerk samkeit und Konzentration mache der Beschwerdeführer wiederholte Fehler in der Mitte der Subtraktion (100 minus 7 usw.), was für eine mittlere Störung spreche. Das formale Denken sei eingeengt auf Schmerzen. Es seien keine inhalt liche Störung, keine Zwangssymptome oder Phobien und keine Sinnes täuschungen beziehungsweise Wahnsymptome zu beobachten. Die Grundstim mung sei mässig depressiv, der Beschwerdeführer erlebe die invalidisierenden Schmer zen als Kränkung. Früher sei er sportlich sehr aktiv (Fussballspieler und Jungend trainer) gewesen, habe aber das Interesse dafür verloren und schaue sogar im Fernsehen nur selten Spiele. Er habe Durchschlafstörungen, der Appetit sei eher schlecht, er müsse sich zum Essen zwingen (Ziff. 4.5 S. 2). Seit Dezember 2004 habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, seit Januar 2007 bestehe eine solche von 65 % (Ziff. 3 S. 2). 3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Kar dio logie, diagnostizierte im Bricht über die kardiologische Abklärung vom 24. Juni 2008 (Urk. 7/117/5) Folgendes (S. 1): - koronare Herzkrankheit - akuter inferoposteriorer Myokardinfarkt mit erfolgreicher Strepto ki nase-Lyse März 2008 - elektive Koronarangiographie April 2008 - Hypercholesterinämie - Status nach Nikotinabusus, seit März 2008 sistiert - dilatative Aortopathie - leichtgradig dilatierte Aortenwurzel (43 mm) und Aorta ascendens (41 mm) Drei Monate nach erlittenem Myokardinfarkt als Erstmanifestation einer koro naren Herzkrankheit weise der Beschwerdeführer ein exzellentes Verlaufs resul tat auf. Weder im Ruhe-EKG noch echokardiographisch könnten Residuen des stattgehabten Myokardinfarktes nachgewiesen werden. Bei den seit dem Ereig nis wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen handle es sich um funktionelle Beschwerden mit begleitenden Hyperventila tions symptomen. Als Zufallsbefund habe eine leichtgradige Dilatation der Aortenwurzel wie auch der Aorta ascendens nachgewiesen werden können. 4. 4.1 Der aktuelle Gesundheitszustand stellt sich folgendermassen dar: 4.2 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/112/5) eine chronische Lumboischialgie bei Diskushernie L5, eine koronare Herzkrankheit mit Status nach inferio pos te riorem Myokardinfarkt am 1. März 2008 sowie einen Verdacht auf PAVK rechts. Nach dem Myokardinfarkt habe sich der Beschwerdeführer nur schleppend erholt. Aufgrund der chronischen Lumboischialgie habe er wiederholt die Rheu matologin aufgesucht und habe regelmässig Physiotherapie erhalten. Diesbe züglich sei der Zustand unverändert mit starker Einschränkung der Mobilität, insbesondere langes Stehen, Gehen oder Sitzen sei nicht möglich. Bezüglich der kardiopulmonalen Situation sei er kompensiert, jedoch körperlich wenig belast bar. Aufgrund der rheumatologischen und kardiologischen Situation bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit. 4.3 Dr. med. D.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabili tation, stellte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/113) folgende Diag no sen (Ziff. 1.1 S. 2): - chronisches lumboradikuläres Reizsyndrom mit sensiblem Ausfall L5 und S1 rechts bei bilateraler Discushernie L4/5 mit geringer L5-Nerven wurzel kom pression beidseits, Retrolisthesis LWK4 und Sacralisation LWK5, mediane Protrusionen L3/4 und L4/5 - chronisches Cervicovertebralsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule - koronare Herzkrankheit, Status nach inferoposteriorem Myocardinfarkt - dilatative Aortopathie - chronische Periarthropathia humeroscapularis polytendinotica beidseits, links betont - arterielle Hypertonie Die Lumbalgien/Lumboischialgien seien chronifiziert bei recht fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen der distalen/lumbalen Segmente mit persistie ren den Dysästhesien in beiden Beinen, vor allem rechts, wobei der Beschwer deführer weder rückenbelastende Arbeiten noch solche mit längerem Stehen oder Gehen ausüben könne. Seit dem Herzinfarkt sei seine körperliche und auch geistige Belastbarkeit limitiert, dabei bleibe eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 20 bis 30 % pro Tag (S. 6). 4.4 Dr. A.___ wiederholte im Bericht vom 27. Oktober 2009 (Urk. 7/114) die im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3) gestellte psychiatrische Diagnose (Ziff. 1.1 S. 2). Der psychopathologische Befund entspricht demjenigen im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3). Bis Juni 2008 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 65 % bestanden, seit Juli 2008 bestehe eine solche von 70 % (Ziff. 1.6 S. 3). 4.5 Nach der kardiologischen Abklärung vom 25. August 2009 berichtete Dr. B.___ (Urk. 7/116/2-3 = Urk. 7/117/2), gegenüber der Voruntersuchung von Juni 2008 bei damals als Zufallsbefund festgestellter dilatativer Aortopathie könne echo kardiographisch erfreulicherweise keine zwischenzeitliche Progression derselben nachgewiesen werden. Die anamnestische Schilderung der gelegentlich beklag ten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen seien sehr gut mit einer muskuloskelettalen Genese vereinbar. 4.6 4.6.1 Am 28. Dezember 2010 erstatteten Dr. med. E.___, Facharzt für Allge meine Medizin, Dr. med. F.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, und Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psy cho therapie, das polydisziplinäre Gutachten des Y.___ (Urk. 7/125). 4.6.2 Die Gutachter des Y.___ stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 6.1 S. 39) - chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei: - diskreter Fehlhaltung - Status nach Morbus Scheuermann - medio-bilateraler Diskushernie LWK4/5 mit geringer L5-Nerven wurzel kompression beidseits, geringer Retrolisthesis von LWK4 auf LWK5 - Hinweisen auf früher durchgemachte Wurzelschädigungen L5 und S1 rechts im EMG vom 20. Dezember 2007, jedoch ohne Hinweise für eine frische Läsion - aktuell ohne radikuläre Symptomatik - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie folgende verkürzt dargestellten Diagnosen (Ziff. 6.2 S. 40): - chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom - rezidivierendes cervicocephales Schmerzsyndrom - anamnestisch Gonarthralgie links - leichte depressive Episode (F32.0) - Agoraphobie (F40.00) - koronare Eingefässerkrankung - dilatative Aortopathie 4.6.3 Die klinische internistische Untersuchung sei altersentsprechend normal, ohne Hinweise für eine Links- oder Rechtsherzinsuffizienz oder für eine Lungener krankung. Anamnestisch bestehe eine stabile beziehungsweise asymptomatische koronare Herzkrankheit bei erhaltender linksventrikulärer Pumpfunktion; die kar diovaskulären Risikofaktoren seien unter der aktuellen medikamentösen Behandlung gut eingestellt. Die vom Hausarzt vermutete periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie ein vermuteter Diabetes mellitus Typ 2 habe nicht bestätigt werden können. Somit lasse sich aus internistischer Sicht keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S. 44). 4.6.4 Bei der rheumatologischen Untersuchung imponierten beim Beschwerdeführer eine erhebliche Selbstlimitation und zahlreiche Inkonsistenzen. Die demon strierten Beschwerden seien deutlich variabel und im beklagten Ausmass nicht plausibel. Die aktuellen Bildgebungen von Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbel säule (BWS) und Lendenwirbelsäule (LWS) ergäben zwar multisegmentale dege ne rative Veränderungen, diese seien gesamthaft jedoch nicht über das alters entsprechende Mass hinausgehend und erklärten das Ausmass der beklag ten Schmerzen nicht. Es bestehe aber eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulen stabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schonverhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt habe. Be züglich der beklagten belastungsabhängigen Knieschmerzen links hätten in der klinischen und radiologischen Untersuchung keine entsprechenden Pathologien objektiviert werden können. Auch habe keine Schultergelenkspathologie objek tiviert werden können, der Beschwerdeführer habe auch keine Schulter gelenks beschwerden beklagt habe. Aktuell bestehe aus rheumatologischer Sicht eine reduzierte Belastbarkeit der LWS, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesundheitsschaden imponiere. Aufgrund der aktuellen Arbeitsplatzanamnese mit hälftig leichten und hälftig mittelschweren körperlichen Tätigkeiten bestehe für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (S. 45 f.). 4.6.5 Aus psychiatrischer Sicht handle es sich diagnostisch um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Die dafür erforderlichen ICD-10-Kriterien seien beim Beschwerdeführer durchaus erfüllt. In der Schmerzschilderung wirke er leidend, die Schmerzen ständen im Hauptfokus seiner Aufmerksamkeit, er ver suche die Schmerzen aktiv zu lindern, allerdings ohne bleibenden Erfolg. Auch die stationären Aufenthalte hätten bisher keine ausreichende Besserung ge bracht. Der Beschwerdeführer sei fest davon überzeugt, körperlich krank zu sein, einen psychischen Auslöser für die Schmerzen sehe er nicht. Im Verlauf der Jahre sei es zu einer deutlichen Symptomausweitung gekommen. Neben den Schmerzen gebe der Beschwerdeführer agoraphobische Ängste mit Schweissaus bruch, Herzrasen und Atemproblemen an. Die Angststörung stelle allerdings aufgrund ihrer Ausprägung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dar. Weiter klage der Beschwerdeführer über eine seit circa 4-5 Jahren bestehende depressive Symptomatik, die allerdings nur leichtgradig ausgeprägt sei. Hin weise für eine Aggravation seien während des Untersuchungsgespräches nicht festzustellen. Unter Berücksichtigung der Förster-Kriterien könne eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit postuliert werden (S. 45 f.). 4.6.6 Zusammenfassend bestehe aus rheumatologischer Sicht für die bisherige Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine solche von 100 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine zumutbare Rest arbeitsfähigkeit von 70 %. Aus internistischer Sicht bestehe eine uneinge schränkte Arbeitsfähigkeit (S. 46). In einer dem Leiden optimal angepassten, körperlich leichten Tätigkeit bestehe aus interdisziplinärer Sicht eine Restar beitsfähigkeit von 70 % (S. 47). 4.6.7 Am 21. März 2011 führten Dr. med. H.___, Chefarzt des Y.___, und Dr. E.___ ergänzend aus (Urk. 7/127), die Zusprache der Dreiviertelsrente ab Dezember 2007 habe auf einem Bericht des damals behandelnden Psychiaters, Dr. A.___, beruht, der aufgrund der gestellten Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung mittelgradiger Ausprägung (F33.11) von einer Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit von 65 bzw. 70 % ausgegangen sei. Aus psychia tri scher Sicht liege derzeit nur noch eine leichte depressive Episode vor (F32.0). Dafür spreche unter anderem die fehlende antidepressive Medikation und die nur noch selten stattfindenden therapeutischen Gespräche. Es sei somit von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen. 4.7 Im Bericht des I.___, wo sich der Beschwerde füh rer vom 21. Mai bis 16. Juli 2012 in tagesklinischer Rehabilitationsbe hand lung befand, wurde im Bericht vom 18. Oktober 2012 (Urk. 7/153 = Urk. 3/2) neben den bekannten somatischen Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) genannt (S. 1). Den psychopathologischen Befund beschrieben die Behandler folgender massen: «äusserlich gepflegt, altersentsprechend, bewusstseinsklar und allseits orientiert; in der emotionellen Kontaktaufnahme abwartend, distanziert, sach lich, aktiv im Spontanverhalten; Stimmung deutlich depressiv-resigniert, affek tiv unkontrolliert, im Gesprächsverlauf verbal mitteilungsaktiv, schildert sein Symptomerleben und -verhalten in Zusammenhang mit den Schmerzen. Kogni-tiv in Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis verlang-samt bzw. deutlich eingeschränkt, deutliche Vergesslichkeit, Denken formal beweglich, inhaltlich problemzentriert. Keine AP für psychotische Erlebnis weisen (Wahn, Wahrnehmungs- oder Ich-störungen). Anamnestisch deutlichere Suizid gedanken/-wünsche, keine SV, keine konkreten Ausführungspläne, aktuell keine akute Suizidalität.» (S. 3 Mitte). Der Beschwerdeführer sei leicht gebessert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten). 4.8 4.8.1 Am 24. Februar 2014 erstatteten med. pract. J.___, Fachärztin für Chirurgie, Dr. med. K.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. L.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa rates, Dr. med. M.___, Facharzt für Neurologie, Dr. sc. hum. Dipl. Psych. N.___ und Dr. med. O.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe rapie, ein weiteres polydisziplinäres Gutachten des Y.___ (Urk. 7/173). 4.8.2 Die - hier verkürzt dargestellten - Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits fähig keit lauten folgendermassen (S. 69): - chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei: - MRI-nachgewiesener zirkulärer Diskusprotrusion auf Höhe L4/5 Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden (ver kürzt dargestellt) genannt (S. 69): - stattgehabter Morbus Scheuermann in der Adoleszenz mit verbliebenen Schmorlschen Knötchen im Bereich der Deckplatte BWK6 - Beinlängenverkürzung um 1 cm zu Ungunsten des rechten Beines mit konsekutivem Beckenschiefstand rechts - chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom - depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0) - koronare Eingefässerkrankung - dilatative Aortopathie 4.8.3 Im Rahmen der chirurgisch-allgemeinmedizinischen Untersuchung könne in Anbetracht der schon früher beschriebenen Diskrepanzen und der aktuell fest gestellten zahlreichen Inkonsistenzen von einer uneingeschränkten kardiopul monalen Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Aus chirurgisch-allgemein me di zinischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begrün den, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch in einer dem Alter und dem Habitus angepassten Verweistätigkeit (S. 72 f.). 4.8.4 Bei der orthopädischen Untersuchung habe sich eine augenfällige Diskrepanz zwischen den beschriebenen Beschwerden, dem Bewegungsmuster und den Befunden der klinischen Untersuchung gezeigt. Aufgrund der klinischen und radio logischen Befunde bestehe auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet eine Einschränkung hinsichtlich der Lendenwirbelsäule. Schwere körperliche Arbei ten, insbesondere das Heben von Lasten, Arbeiten in Zwangshaltungen, häu figes Bücken sowie rein stehende Tätigkeiten mit Rotationsbewegungen seien nicht mehr zumutbar. In der bisherigen Tätigkeit als Lagermitarbeiter sei der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsfähig. Eine behinderungsangepasste, wech selbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten in Zwangshaltungen, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten über die Horizontale hinaus und ohne repetitive, stereotype Bewegungsabläufe sei bezogen auf ein volles Schichtpensum nach wie vor zu 100 % möglich. 4.8.5 Bei der neurologischen Untersuchung hätten sich - bis auf eine Hypästhesie im Oberschenkelbereich ventral, lateral und dorsolateral und im Unterschenkel rechts lateral sowie eine Hypästhesie bis Analgesie rechter Fuss an der Aussenkante und Grosszehe rechts - keine weiteren fokal neurologischen Defizite ergeben. Während der Untersuchung seien ein Aggravationsverhalten und eine Selbst limitierung deutlich geworden. Die im Rahmen der Abklärung durchgeführte native multiplanare MRI der HWS, BWS und LWS hätten bis auf eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung, Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits keine weiteren patho logischen Auffälligkeiten ergeben. Im Hinblick auf die berichteten HWS-Ver spannungen und -Schmerzen mit Ausstrahlung bis zum Kopf okzipital beidseits fänden sich in der Untersuchung keine Auffälligkeiten. Im Hinblick auf die LWS-Schmerzen hätten bis auf die oben beschriebene Sensibilitätsstörung im Bereich der rechten unteren Extremität keine weiteren fokal neurologischen Defizite festgestellt werden können. Insbesondere sei der Zehen- und Hacken-gang ohne Probleme durchführbar gewesen. Auf neurologischem Fachgebiet bestehe durch die eingeschränkte Belastbarkeit der LWS eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In einer behinderungs ange passten, wechselbelastenden, leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne Arbeiten in Zwangshaltungen und ohne repetitive stereotype Bewegungsabläufe bestehe aus neurologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 73 f.). 4.8.6 Bei der neuropsychologischen Untersuchung lasse die Zusammenstellung der Befunde auf ein Aggravationsverhalten schliessen. Daher könnten die Ergebnisse der Leistungstests nicht inhaltlich ausgewertet werden und lieferten wegen mangelnder Mitarbeit keine verwertbaren neuropsychologischen Befunde. Unter diesen Umständen bestehe andererseits auch das Risiko, dass tatsächliche und spezifische kognitive Defizite differenzialdiagnostisch nicht festgestellt werden könnten (S. 74). 4.8.7 Bei der psychiatrischen Exploration seien die Kriterien für eine depressive Störung mit leichter Episode erfüllt. Dazu gehörten die depressive Stimmung, die Interesselosigkeit, die Schlafstörungen und der reduzierte Antrieb. Die Krite rien für eine mittelgradige depressive Episode seien nicht ganz erfüllt, da die Gesamtzahl von mindestens 6-7 Symptomen nicht vorlägen. Es bestehe einzig ein sozialer Rückzug, welcher im Rahmen der depressiven Störung auftrete. Eine schwerwiegende psychische Störung bestehe nicht, Konflikte seien nicht eruier bar. Der Beschwerdeführer gebe an, keine sonstigen Ängste oder Panikattacken zu haben. Das Einkaufen sei möglich, es bestünden auch keine Ängste in Menschenmassen oder in freien Räumen. Das Liftfahren sei in Begleitung mög lich, hier gebe es eine gute Besserungstendenz. Der Beschwerdeführer sehe sich durch die Schmerzempfindungen stark beeinträchtigt. Es falle auf, dass die Stimmung und auch die Libido vom Schmerzempfinden abhängig seien. Auch die Konzentration sei abhängig vom Schmerzempfinden. Im Labor habe das Efexor nicht im therapeutischen Bereich gelegen. Somit sei die Medika men-teneinnahme fraglich beziehungsweise nicht wirksam genug. Eine somatoforme Schmerzstörung sei nicht mehr nachweisbar. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. 4.8.8 Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter nicht mehr arbeitsfähig. Für eine dem Leiden optimal ange passte, wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei er zu 100 % arbeitsfähig. 4.9 Die Ärzte der P.___, in welcher der Beschwerdeführer vom 9. Januar bis 26. Februar 2015 hospitalisiert war, diagnostizierten im Bericht vom 2. März 2015 (Urk. 7/185) eine rezidivierende de pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (S. 2; vgl. auch Kurzaus trittsbericht vom 26. Februar 2015, Urk. 3/5 S. 1). Der Beschwerdeführer sei allseits orientiert mit depressiver Stimmung. Formalgedanklich sei er auf das Thema Schmerzen eingeschränkt. Die Merkfähigkeit und das Gedächtnis seien beeinträchtigt. Es gebe keine Hinweise auf inhaltliche Denkstörungen, keine Ängste, keine Zwänge, keine Sinnestäuschungen und keine Ich-Störungen. Der Antrieb sei deutlich reduziert, der Appetit regelrecht. Der Schlaf sei mit Unter brüchen nicht erholsam. Es träten intermittierende passive Suizidgedanken auf, es bestünden keine Hinweise auf Fremdgefährdung. Während der Dauer des Aufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 4). 4.10 Im Bericht vom 28. August 2015 des I.___ (Urk. 7/207 = Urk. 3/3), wo sich der Beschwerdeführer vom 26. Mai bis 17. Juli 2015 erneut in tagesklinischer Rehabilitationsbehandlung befand, wurden aus dem psychiatrischen Fachbereich eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) diagnostiziert (S. 1). Der psychopathologische Befund entspricht wortwörtlich demjenigen im Bericht vom 18. Oktober 2012 (E. 4.7). Der Beschwerdeführer sei stabilisiert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten). 4.11 Dr. med. D.___ diagnostizierte im Bericht vom 1. September 2015 (Urk. 7/211) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine koronare Herzkrankheit bei Status nach inferiorem Myokardinfarkt, eine dila tative Aortopathie, ein chronisches lumbospondylogenes und rezidivierendes lumboradikuläres Reizsyndrom L5 rechts bei Diskushernie L5/S1 sowie ein chronisches Thorakovertebralsyndrom bei Diskushernie BWK8/9. In einer leidens angepassten Tätigkeit ohne Heben und Tragen schwerer Lasten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 30 %. 4.12 Im psychiatrischen Verlaufsgutachten des Y.___ vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) stellte Dr. O.___ keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits fähigkeit (S. 11). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) an (S. 11). Im Vergleich zur letzten Begutachtung zeige der Beschwerdeführer bezüglich der depressiven Störung keine wesentliche Änderung. Weiterhin sei von einer leichten depressiven Episode auszugehen. Es falle auf, dass der Beschwerde führer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angebe. Trotz der ambulanten psychiatrischen und tagesklinischen Behandlungsmassnahmen berichte er, dass er keine Besserung der gesundheitlichen Situation bemerkt habe. Es bestehe hier eine Diskrepanz zwischen der subjektiv geschilderten Inten sität und der Vagheit der Beschwerden zu den objektiv wahrgenommenen psychopathologischen Befunden. Eine Aggravationstendenz der geschilderten Beschwerden sei deutlich ersichtlich. Der psychopharmakologische Medikamen tenspiegel zeige, dass von einer Compliance bezüglich Medikamenteneinnahme ausgegangen werden könne, wobei die Dosierung des einen Medikaments noch angepasst werden müsste. Aufgrund der geschilderten Schmerzsymptomatik sei von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak to ren auszugehen, welche keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Ein sozialer Rückzug bestehe nicht und eine stärkere psychiatrische Komorbidität auch nicht (S. 10 f). 4.13 Am 5. Januar 2016 berichteten die Ärzte des I.___ (Urk. 7/221/1-3= Urk. 3/4/1-3) über die weiteren neuropsychologischen Abklä rungen und beschrieben die im Juni 2012 (S. 1), Juli und Dezember 2015 (S. 2 f. ) vorgelegenen Resultate. 4.14 Nachdem der Beschwerdeführer vom 22. September bis 12. Oktober 2016 in der Q.___ hospitalisiert gewesen war, stellten die Ärzte im vorläufigen Austrittsbericht vom 11. Oktober 2016 folgende – hier verkürzt dargestellte – Diag nosen (Urk. 7/246 = Urk. 3/6, S. 1 f.): - Schmerzexazerbation mit Schmerzausstrahlung in den linken lateralen Ober schenkel - chronischer Schulter-/Armschmerz links - Kopfschmerz- und Schwindelsymptomatik unklarer Genese - koronare Herzerkrankung - arterielle Hypertonie - Somatisierungsstörung - Depression Aufgrund der multifokalen Schmerzsymptomatik sei der Rehabilitationsprozess lang sam verlaufen. Daneben habe eine Muskelverspannung paravertebral über die ganze Wirbelsäule bestanden (S. 2). Unter Lyrica gegen neuropathische Schmer zen und Wassertherapie habe sich eine leichte Verbesserung der Schmer zen gezeigt und die Gehstrecke habe verlängert werden können. Der Be schwerdeführer sei in stabilem Allgemeinzustand und gebesserter Mobilität sowie gebesserter Schmerzsymptomatik entlassen werden (S. 3). 4.15 Am 9. Mai 2017 nahm Dr. K.___ des Y.___ zu vom Gericht gestellten Fragen zu den Gutachten des Y.___ Stellung (Urk. 11). Anlässlich der ersten Begutachtung (vgl. E. 4.6) seien die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.40) aus näher dargelegten Gründen nicht ausreichend erfüllt gewesen, sondern es hätte stattdessen eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gemäss F45.41 diagnostiziert werden müssen (S. 2). Im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8) habe keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr vor ge legen. Die damals gestellten Diagnosen seien ohne Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit. Die zum ersten Mal durchgeführte neuropsychologische Untersuchung habe auf ein Aggravationsverhalten des Beschwerdeführers schliessen lassen, weshalb die Ergebnisse inhaltlich nicht hätten ausgewertet werden können. Auch die Beobachtungen im Verhalten des Beschwerdeführers hätten eine klare Diskrepanz und Inkonsistenzen belegt (S. 3). Auch im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 (E. 4.12) seien nur Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeits fähigkeit gestellt worden. Die neuropsychologische Untersuchung habe erneut auf ein Aggravationsverhalten schliessen lassen. Im Vergleich zur psychia trischen Begutachtung im polydisziplinären Gutachten vom 24. Februar 2014 habe sich die depressive Störung betreffend keine wesentliche Änderung erge ben. Im Vergleich falle auf, dass der Beschwerdeführer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angegeben habe (S. 4). 5. 5.1 Gestützt auf das Gutachten der Z.___ (E. 3.2) wurde dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab Mai 2003 eine Viertelsrente zugesprochen. Das Gericht erachtete das Gutachten der Z.___ im Urteil vom 4. September 2007 als beweistauglich und ging mit den Gutachtern davon aus, dass allein schon aus rheumatologischer Sicht - ohne Berücksichtigung der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung - bloss eine 50%ige Arbeits fähig keit für leichte Tätigkeiten bestehe (Urk. 7/77 E. 4.4). Anlässlich der erstmaligen Rentenrevision ging die Beschwerdegegnerin auf-grund der eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht trotz des stattgehabten Herzinfarktes nichts Wesentliches geändert, sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers jedoch in psy chiatrischer Hinsicht derart verschlechtert hatte, dass ihm in behinderungs-angepasster Tätigkeit nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 35 % zumutbar war (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2 f.). Als aktuellen Revisionstatbestand, der nunmehr zur angefochtenen Rentenauf hebung (Urk. 2) führte, nahm die Beschwerdegegnerin eine Verbesserung des Gesundheitszustandes in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht an. 5.2 Der Beschwerdeführer erlitt im März 2008 einen Myokardinfarkt. Der behan delnde Herzspezialist (E. 3.4) beschrieb drei Monate nach dem Infarkt ein exzellentes Verlaufsresultat ohne echokardiographischen Nachweis von Residuen. Die wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen ord ne te er funktionellen Beschwerden mit begleitenden Hyperventilationssymp to men zu. Die Beschwerdegegnerin ging damit im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenrevision, welche mit Verfügung vom 19. März 2009 (Urk. 7/105) ihren Abschluss fand, zu Recht davon aus, dass sich aufgrund des Herzinfarktes in somatischer Hinsicht keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Änderung erge ben hatte. 5.3 Die Gutachten der Z.___ (E. 3.2) und des Y.___ (E. 4.6 und E. 4.8) stimmen dahingehend überein, als dass in allen Gutachten ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts als die Arbeitsfähigkeit einschrän kende wesentliche Diagnose genannt wurde (E. 3.2.1, E. 4.6.2 und E. 4.8.2). Die Gutachter der Z.___ beschrieben eine breitbasige mediolaterale rechtsseitige Diskusprotrusion L4/5 und eine weitere Discopathie L3/4. Klinisch bestanden beidseits segmentale Sensibilitätsstörungen, die durchaus den Inner vationsgebieten der betroffenen Segmente entsprechen konnten, andere objek tivierbare neurologische Defizite konnten nicht nachgewiesen werden (Urk. 7/31 S. 23). Die Gutachter des Y.___ beschrieben multisegmentale degenerative Ver än derungen und eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schon verhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt haben (E. 4.6.4). Die bildge ben den Abklärungen ergaben eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 und Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 je ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits (E. 4.8.5). Die Y.___-Gutachter gingen wie die Gutachter der Z.___ davon aus, dass eine reduzierte Belastbarkeit der Len denwirbelsäule vorliege, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesund heitsschaden imponiere (E. 4.6.5 und E. 4.8.4). Die Gutachter des Y.___ attestierten dem Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht in behinderungsangepasster Tätigkeit im Unterschied zu den Gutachtern der Z.___ eine vollständige Arbeitsfähigkeit und wiesen darauf hin, dass laut den Gutachtern der Z.___ eine Steigerung der 50%igen Arbeitsfähigkeit bisher nicht möglich gewesen sei, ohne dass diese die geringe Leistungsbereitschaft und Selbstlimitierung des Beschwerdeführers er wähnt hätten. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden, hielten doch die Gutachter der Z.___ in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (E. 3.2.2) fest, dass auch ohne Berücksichtigung der Symp tomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbstlimitation und der Dekonditionierung eine höhere Arbeitsfähigkeit als die von ihnen attestierte nicht gegeben sei. Selbst wenn dem so wäre, liegt keine Verbesserung des Gesundheitszustandes vor, sondern lediglich eine andere Beurteilung des gleich gebliebenen Sachverhalts, was im Übrigen von den Y.___-Gutachtern auch be stätigt wurde (vgl. etwa Urk. 7/173 S. 77) und unbeachtlich ist. 6. 6.1 Im Zeitpunkt der Rentenerhöhung im März 2009 litt der Beschwerdeführer laut Bericht von Dr. A.___ in psychiatrischer Hinsicht an rezidivierenden mittel gradigen depressiven Episoden mit somatischen Symptomen (E. 3.3). Die Be schwer degegnerin erachtete die psychischen Beschwerden im Zeitpunkt der Renten auf hebung gestützt auf die Y.___ -Gutachten (E. 4.6.5, E. 4.8.7 und E. 4.12 ) als der art gebessert, dass sie die Arbeitsfähigkeit nicht mehr einschränken. Laut den Gutachten des Y.___ hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht seit März 2009 stetig verbessert: So wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 in psychiatrischer Hinsicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % (E. 4.6.5), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine vollständige Arbeitsfähigkeit (E. 4.8.7) und im Gutachten vom 20. Oktober 2015 ebenfalls eine vollständige Arbeitsfähigkeit postuliert, unter dem Hinweis, dass sich der Gesundheitszustand seit der letzten Begut achtung verbessert habe (E. 4.12). Diagnostisch wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.6.2), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0), welche sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.8.2), und im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41), welche sich beide nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten (E. 4.12), erhoben. Auf entsprechende Nachfrage des Gerichts hin (vgl. Urk. 8) führte Dr. K.___ des Y.___ aus, aufgrund der diagnostischen Kriterien hätte im Gutachten vom 28. Dezember 2010 statt eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) diagnostiziert werden müssen (E. 4.15). Die Frage indessen, weshalb im Gutachten vom 24. Februar 2014 die somatoforme Schmerzstörung als remit tiert erachtet wurde, aber die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung nicht erwähnt wurde, obwohl sich die geklagten Schmerzen nicht objektivieren beziehungsweise nicht im angegebenen Ausmass erklären liessen, sodann aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 eine chronische Schmerzstörung mit soma tischen und psychischen Faktoren wieder diagnostiziert wurde, blieb unbeant wortet. Unbeantwortet blieb auch die Frage, welches Verhalten sich anlässlich der Begutachtung vom 20. Oktober 2015 gegenüber den Vorgutachten verän-dert hat, so dass nunmehr von einem aggravatorischen Verhalten auszugehen war. 6.2 Laut Dr. G.___ des Y.___ (E. 4.6.5) muss, um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizieren, ein emotionaler Konflikt oder eine psy cho soziale Belastungssituation in zeitlichem Zusammenhang mit dem Auftre-ten der Schmerzsymptomatik gegeben sein, die schwerwiegend genug sein sollte, um als entscheidender ursächlicher Faktor gelten zu können. Als schmerz aus lösende Belastungssituation sah er die Zerstörung des Eigenheimes in Bosnien durch den Krieg im Jahre 1995 und den Tod des Vaters im gleichen Jahr (Urk. 7/125 S. 36). Dr. O.___ (E. 4.8.7) begründete die Remission der somatoformen Schmerz störung damit (Urk. 7/173 S. 68), dass die Kriterien für die Diagnose nicht erfüllt seien. Es fehle der mit den Schmerzen gekoppelte emotionale und entscheidende innere Konflikt. Die Schmerzzustände hätten einen psychogenen Ursprung, die im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten seien. Weshalb der von Dr. G.___ angeführte Verlust des Eigenheims und der Tod des Vaters als schmerzauslösendes Element nicht (mehr) herangezogen werden kann, erklärt Dr. O.___ ebenso wenig wie den Umstand, weshalb er - angesichts dessen, dass schon bei der ursprünglichen Rentenzusprache eine Symptom aus weitung bekannt war - davon ausging, die Schmerzen seien im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten. Wäre von Dr. G.___, was gemäss Dr. K.___ (E. 4.15) richtig gewesen wäre, anstelle einer somatoformen Schmerzstörung eine chronische Schmerzstörung diagnostiziert worden, fragt es sich, weshalb Dr. O.___ angesichts der im Gut achten vom 24. Februar 2014 erwähnten Schmerzzustände eine chronische Schmerzstörung nicht nannte, dagegen aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 unter Hinweis auf die geschildete Schmerzsymptomatik, die er als seit jeher vorhanden betrachtete, die Diagnose aufführte. Auch kann keine Erklä rung dafür gefunden werden, weshalb Dr. O.___ bei ähnlichen neuropsychologischen Ergebnissen wie im Vorgutachten eine Aggravationstendenz erst im Gutachten vom 20. Oktober 2015 in seine Beurteilung hat einfliessen lassen. Schliesslich erachtete Dr. O.___ im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8.7) die Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode als nicht ganz erfüllt, was für den medizinischen Laien so viel bedeutet, wie wenn die leichte Episode an der Grenze zur mittelgradigen liegt. Daher erscheint die von den behandelnden Ärzten des I.___ (E. 4.7) diagnostizierte mittel gradige Depression nicht abwegig, zumal diese entgegen der Ansicht von Dr. O.___ mit einem ausführlichen Befund untermauert wurde. Dass der Beschwerdeführer - wie von Dr. O.___ im Gutachten vom 20. Oktober 2015 behauptet (Urk. 7/214 S. 12) - während des Aufenthalts in der P.___ keine antidepressive Medikation erhalten haben soll, ist aktenwidrig, wurde ihm doch ab 20. Januar 2015 Venlafaxin abgegeben (vgl. Urk. 7/221/5). 6.3 Angesichts der widersprüchlichen psychiatrischen Beurteilungen der Fachärzte des Y.___ erweisen sich ihre Einschätzungen nicht als geeignet, eine Verbesse rung des psychischen Leidens des Beschwerdeführers auszuweisen. 7. Nachdem eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation weder in soma tischer noch psychiatrischer Hinsicht ausgewiesen ist und keine Hinweise be stehen, dass sich die erwerblichen Verhältnisse wesentlich verändert haben, besteht kein Grund zur revisionsweisen Aufhebung der bisherigen Rente. Dem entsprechend ist die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) in Gutheissung der Beschwerde ersatzlos aufzuheben. 8. 8.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuer legen. 8.2 Dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht eine Pro zess entschädigung zu, die beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 3’000.-- (inklusive Baraus lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwer degegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) aufgehoben. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 900.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 3 ’ 000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Christine Fleisch unter Beilage einer Kopie von Urk. 15 - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2017.00163

IV.2017.00163 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Fehr Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Urteil vom 7. Mai 2018

Urteil vom 7. Mai 2018 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch

vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte

Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte Lutherstrasse 36, 8004 Zürich

Lutherstrasse 36, 8004 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1956, zuletzt von 9. Januar 2001 bis 30. November 2003 (letzter effektiver Arbeitstag: 30. November 2003) als Lagermitarbeiter angestellt gewesen, meldete sich erstmals am 16. September 2003 bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Einspracheentscheid vom 18. April 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 44 % ab 1. Mai 2003 eine Viertelsrente und bei Vorliegen eines Härtefalls eine halbe Rente vom 1. Mai bis 31. Dezember 2003 zu (Urk. 7/49). Diese Rentenzusprache wurde vom Gericht mit Urteil vom 4. Septem ber 2007 im Prozess Nr. IV.2006.00459 bestätigt (Urk. 7/77).

1.1 X.___, geboren 1956, zuletzt von 9. Januar 2001 bis 30. November 2003 (letzter effektiver Arbeitstag: 30. November 2003) als Lagermitarbeiter angestellt gewesen, meldete sich erstmals am 16. September 2003 bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Einspracheentscheid vom 18. April 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 44 % ab 1. Mai 2003 eine Viertelsrente und bei Vorliegen eines Härtefalls eine halbe Rente vom 1. Mai bis 31. Dezember 2003 zu (Urk. 7/49). Diese Rentenzusprache wurde vom Gericht mit Urteil vom 4. Septem ber 2007 im Prozess Nr. IV.2006.00459 bestätigt (Urk. 7/77). 1.2 Im Zuge eines am 28. Dezember 2007 (Urk. 7/78) eingeleiteten Revisions verfahrens erhöhte die IV-Stelle die Rente gestützt auf ihre medizinischen Abklä rungen und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 19. März 2009 ab Dezember 2007 auf eine Dreiviertelsrente (Urk. 7/105).

1.2 Im Zuge eines am 28. Dezember 2007 (Urk. 7/78) eingeleiteten Revisions verfahrens erhöhte die IV-Stelle die Rente gestützt auf ihre medizinischen Abklä rungen und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 19. März 2009 ab Dezember 2007 auf eine Dreiviertelsrente (Urk. 7/105). 1.3 Am 19. August 2009 leitete die IV-Stelle erneut ein amtliches Revisions verfah ren ein (Urk. 7/109), in dessen Verlauf sie beim Y.___ das interdisziplinäre Gutachten vom 28. Dezember 2010 (Urk. 7/125) einholte. Gestützt darauf kündigte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 19. Oktober 2011 die Herabsetzung der Rente auf eine Viertelsrente an (Urk. 7/134). Nachdem der Versicherte hiergegen am 14. November 2011 Ein wände erhoben hatte (Urk. 7/136; Ergänzungen vom 16. Januar 2012, Urk. 7/139, und 22. Oktober 2012, Urk. 7/154), gab die IV-Stelle beim Y.___ erneut eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag (Gutachten vom 24. Febru ar 2014, Urk. 7/173). Nach einem stationären Aufenthalt des Versicher ten in einer psychiatrischen Klinik holte die IV-Stelle beim Y.___ das psychiatrische Gutachten vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) ein. Dazu nahm der Versicherte am 4. und 8. Januar 2016 Stellung (Urk. 7/219-220). Mit Vor bescheid vom 10. August 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht (Urk. 7/235). Dagegen erhob dieser am 13. September 2016 Einwände (Urk. 7/239), worauf die IV-Stelle am 5. Januar 2017 die Renteneinstellung verfügte (Urk. 7/253 = Urk. 2).

1.3 Am 19. August 2009 leitete die IV-Stelle erneut ein amtliches Revisions verfah ren ein (Urk. 7/109), in dessen Verlauf sie beim Y.___ das interdisziplinäre Gutachten vom 28. Dezember 2010 (Urk. 7/125) einholte. Gestützt darauf kündigte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 19. Oktober 2011 die Herabsetzung der Rente auf eine Viertelsrente an (Urk. 7/134). Nachdem der Versicherte hiergegen am 14. November 2011 Ein wände erhoben hatte (Urk. 7/136; Ergänzungen vom 16. Januar 2012, Urk. 7/139, und 22. Oktober 2012, Urk. 7/154), gab die IV-Stelle beim Y.___ erneut eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag (Gutachten vom 24. Febru ar 2014, Urk. 7/173). Nach einem stationären Aufenthalt des Versicher ten in einer psychiatrischen Klinik holte die IV-Stelle beim Y.___ das psychiatrische Gutachten vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) ein. Dazu nahm der Versicherte am 4. und 8. Januar 2016 Stellung (Urk. 7/219-220). Mit Vor bescheid vom 10. August 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht (Urk. 7/235). Dagegen erhob dieser am 13. September 2016 Einwände (Urk. 7/239), worauf die IV-Stelle am 5. Januar 2017 die Renteneinstellung verfügte (Urk. 7/253 = Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 5. Februar 2017 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung und die Weiter ausrichtung der Dreiviertelsrente. Im Eventualantrag ersuchte er um Ausric h tung einer Viertelsrente (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 15. März 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 4. April 2017 ersuchte das Gericht das Y.___ um eine ergänzende Stellungnahme (Urk. 8), welche am 9. Mai 2017 erstattet wurde (Urk. 11). Der Beschwerdeführer nahm dazu am 6. Oktober 2017 Stellung (Urk. 17), wohingegen die Beschwerde geg nerin auf eine Stellungnahme sowohl zur Eingabe des Y.___ als auch zu der jenigen des Beschwerdeführers verzichtete (vgl. Urk. 15 und Urk. 22).

2. Gegen die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 5. Februar 2017 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung und die Weiter ausrichtung der Dreiviertelsrente. Im Eventualantrag ersuchte er um Ausric h tung einer Viertelsrente (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 15. März 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 4. April 2017 ersuchte das Gericht das Y.___ um eine ergänzende Stellungnahme (Urk. 8), welche am 9. Mai 2017 erstattet wurde (Urk. 11). Der Beschwerdeführer nahm dazu am 6. Oktober 2017 Stellung (Urk. 17), wohingegen die Beschwerde geg nerin auf eine Stellungnahme sowohl zur Eingabe des Y.___ als auch zu der jenigen des Beschwerdeführers verzichtete (vgl. Urk. 15 und Urk. 22). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben ( Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1 1. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heits zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspra cheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9 C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2. 1 mit Hin weisen).

1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben ( Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1 1. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund heits zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspra cheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9 C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2. 1 mit Hin weisen). 1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

1.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung damit (Urk. 2), dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes vorliege und dem Beschwerde-führer seit Dezember 2013 angepasste Tätigkeiten zu 100 % zumutbar seien (S. 2 oben).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung damit (Urk. 2), dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes vorliege und dem Beschwerde-führer seit Dezember 2013 angepasste Tätigkeiten zu 100 % zumutbar seien (S. 2 oben). 2.2 Der Beschwerdeführer wandte dagegen im Wesentlichen ein (Urk. 1), bezüglich der rheumatologischen Befunde liege keine Verbesserung vor, sondern die Gut achter des Y.___ hätten den gleichen Sachverhalt anders beurteilt als die Vor gutachter (S. 10 Ziff. 11). Die psychiatrischen und neuropsychologischen Abklärungen bewiesen eine seit der Zusprache der Dreiviertelsrente bestehende depressive Störung (S. 14 Ziff. 13). Anhand der somatischen und psycho pathologischen Befunde sei erwiesen, dass keine Zustandsverbesserung eingetreten sei. Die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Zustandes sei im Rahmen der Revision unbeachtlich, weshalb der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente weiterhin ausgewiesen sei (S. 15 Ziff. 14).

2.2 Der Beschwerdeführer wandte dagegen im Wesentlichen ein (Urk. 1), bezüglich der rheumatologischen Befunde liege keine Verbesserung vor, sondern die Gut achter des Y.___ hätten den gleichen Sachverhalt anders beurteilt als die Vor gutachter (S. 10 Ziff. 11). Die psychiatrischen und neuropsychologischen Abklärungen bewiesen eine seit der Zusprache der Dreiviertelsrente bestehende depressive Störung (S. 14 Ziff. 13). Anhand der somatischen und psycho pathologischen Befunde sei erwiesen, dass keine Zustandsverbesserung eingetreten sei. Die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Zustandes sei im Rahmen der Revision unbeachtlich, weshalb der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente weiterhin ausgewiesen sei (S. 15 Ziff. 14). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde führers seit der Zusprache der Dreiviertelsrente am 19. März 2009 derart ver bessert hat, so dass kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente besteht. Damals ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem 18. April 2006 ergeben habe, und nahm die Verschlechterung des Gesundheitsschadens allein aufgrund der psychiatrischen Beschwerden an (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2).

2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde führers seit der Zusprache der Dreiviertelsrente am 19. März 2009 derart ver bessert hat, so dass kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente besteht. Damals ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem 18. April 2006 ergeben habe, und nahm die Verschlechterung des Gesundheitsschadens allein aufgrund der psychiatrischen Beschwerden an (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2). 3.

3. 3.1 Der frühere Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ergibt sich aus den folgenden ärztlichen Beurteilungen:

3.1 Der frühere Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ergibt sich aus den folgenden ärztlichen Beurteilungen: 3.2

3.2 3.2.1 Die Gutachter der Z.___ stellten im Gutachten vom 6. Juni 2005 folgende Diagnosen (Urk. 7/31 S. 22 Ziff.4):

3.2.1 Die Gutachter der Z.___ stellten im Gutachten vom 6. Juni 2005 folgende Diagnosen (Urk. 7/31 S. 22 Ziff.4): - chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts mit/bei:

chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts mit/bei: - breitbasiger mediolateral rechtsseitiger Diskusprotrusion L4/5 mit wahrscheinlich Behinderung des Abgangs der Nervenwurzel L5 intra spinal, Discopathie L3/4

breitbasiger mediolateral rechtsseitiger Diskusprotrusion L4/5 mit wahrscheinlich Behinderung des Abgangs der Nervenwurzel L5 intra spinal, Discopathie L3/4 - intermittierendem lumboradikulären Reiz- und sensiblem Ausfalls-syn drom L5 rechts und L3/4 links

intermittierendem lumboradikulären Reiz- und sensiblem Ausfalls-syn drom L5 rechts und L3/4 links - rechtskonvexer Skoliose und muskulärer Dysbalance mit/bei:

rechtskonvexer Skoliose und muskulärer Dysbalance mit/bei: - Beinlängendifferenz 1 Zentimeter rechts gegenüber links mit Beckenschiefstand rechts

Beinlängendifferenz 1 Zentimeter rechts gegenüber links mit Beckenschiefstand rechts - Symptomausweitung und Selbstlimitierung

Symptomausweitung und Selbstlimitierung - Differenzialdiagnose: anhaltende somatoforme Schmerzstörung

Differenzialdiagnose: anhaltende somatoforme Schmerzstörung - chronisches Cervicobrachialsyndrom links

chronisches Cervicobrachialsyndrom links - ohne fassbare Strukturpathologie

ohne fassbare Strukturpathologie Aufgrund der klinischen Untersuchung, der vorhandenen Strukturpathologie im Bereich der Lendenwirbelsäule mit Discopathie und der nun vorliegenden Deko nditionierung, aber auch aufgrund der somatoformen Schmerzausweitung erachteten die Gutachter eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten als maximales Pensum. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines therapeutischen Belastungsaufbaus habe nicht erreicht werden können (Urk. 7/31 S. 22 Ziff. 5). Das Aufbringen des Willens für das postulierte 50%ige Restpensum entspreche daher auch dem, was vom Beschwerdeführer im Sinne der Schadenminderungspflicht als Einsatz bei der Überwindung seines Leidens beziehungsweise seiner wirtschaftlichen Situation gefordert werden könne (Urk. 7/31 S. 23 unten).

Aufgrund der klinischen Untersuchung, der vorhandenen Strukturpathologie im Bereich der Lendenwirbelsäule mit Discopathie und der nun vorliegenden Deko nditionierung, aber auch aufgrund der somatoformen Schmerzausweitung erachteten die Gutachter eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten als maximales Pensum. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines therapeutischen Belastungsaufbaus habe nicht erreicht werden können (Urk. 7/31 S. 22 Ziff. 5). Das Aufbringen des Willens für das postulierte 50%ige Restpensum entspreche daher auch dem, was vom Beschwerdeführer im Sinne der Schadenminderungspflicht als Einsatz bei der Überwindung seines Leidens beziehungsweise seiner wirtschaftlichen Situation gefordert werden könne (Urk. 7/31 S. 23 unten). 3.2.2 In der ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (Urk. 7/36) führten die Gutachter aus, auch ohne Berücksichtigung der im Gutachten vom 6. Juni 2005 aufgeführten Symptomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbst limi tation beziehungsweise einer ebenfalls im Gutachten aufgeführten differen tialdiagnostisch nebst den degenerativen Veränderungen möglichen anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und der Dekonditionierung sei eine höhere Arbeitsfähigkeit in qualitativer und quantitativer Hinsicht nicht gegeben.

3.2.2 In der ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (Urk. 7/36) führten die Gutachter aus, auch ohne Berücksichtigung der im Gutachten vom 6. Juni 2005 aufgeführten Symptomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbst limi tation beziehungsweise einer ebenfalls im Gutachten aufgeführten differen tialdiagnostisch nebst den degenerativen Veränderungen möglichen anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und der Dekonditionierung sei eine höhere Arbeitsfähigkeit in qualitativer und quantitativer Hinsicht nicht gegeben. 3.3 Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Bericht vom 14. Februar 2008 (Urk. 7/81) bei den bekannten somatischen Diag nosen rezidivierende depressive Episoden mit somatischen Symptomen, mittel gradig, bestehend seit 2006 (Ziff. 2.1 S. 1). Der Beschwerdeführer sei psy chomotorisch etwas verlangsamt, bewege sich mit Vorsicht (auch ausserhalb der Praxis) und sitze verkrampft. Er spreche wenig spontan und beklage sich über starke Schmerzen, die ein normales Leben verunmöglichten. Eine Gedächt nis schwäche habe anhand der klinischen Prüfung nicht bestätigt werden können und sei als subjektive Störung zu interpretieren. Bei der Prüfung der Aufmerk samkeit und Konzentration mache der Beschwerdeführer wiederholte Fehler in der Mitte der Subtraktion (100 minus 7 usw.), was für eine mittlere Störung spreche. Das formale Denken sei eingeengt auf Schmerzen. Es seien keine inhalt liche Störung, keine Zwangssymptome oder Phobien und keine Sinnes täuschungen beziehungsweise Wahnsymptome zu beobachten. Die Grundstim mung sei mässig depressiv, der Beschwerdeführer erlebe die invalidisierenden Schmer zen als Kränkung. Früher sei er sportlich sehr aktiv (Fussballspieler und Jungend trainer) gewesen, habe aber das Interesse dafür verloren und schaue sogar im Fernsehen nur selten Spiele. Er habe Durchschlafstörungen, der Appetit sei eher schlecht, er müsse sich zum Essen zwingen (Ziff. 4.5 S. 2). Seit Dezember 2004 habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, seit Januar 2007 bestehe eine solche von 65 % (Ziff. 3 S. 2).

3.3 Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Bericht vom 14. Februar 2008 (Urk. 7/81) bei den bekannten somatischen Diag nosen rezidivierende depressive Episoden mit somatischen Symptomen, mittel gradig, bestehend seit 2006 (Ziff. 2.1 S. 1). Der Beschwerdeführer sei psy chomotorisch etwas verlangsamt, bewege sich mit Vorsicht (auch ausserhalb der Praxis) und sitze verkrampft. Er spreche wenig spontan und beklage sich über starke Schmerzen, die ein normales Leben verunmöglichten. Eine Gedächt nis schwäche habe anhand der klinischen Prüfung nicht bestätigt werden können und sei als subjektive Störung zu interpretieren. Bei der Prüfung der Aufmerk samkeit und Konzentration mache der Beschwerdeführer wiederholte Fehler in der Mitte der Subtraktion (100 minus 7 usw.), was für eine mittlere Störung spreche. Das formale Denken sei eingeengt auf Schmerzen. Es seien keine inhalt liche Störung, keine Zwangssymptome oder Phobien und keine Sinnes täuschungen beziehungsweise Wahnsymptome zu beobachten. Die Grundstim mung sei mässig depressiv, der Beschwerdeführer erlebe die invalidisierenden Schmer zen als Kränkung. Früher sei er sportlich sehr aktiv (Fussballspieler und Jungend trainer) gewesen, habe aber das Interesse dafür verloren und schaue sogar im Fernsehen nur selten Spiele. Er habe Durchschlafstörungen, der Appetit sei eher schlecht, er müsse sich zum Essen zwingen (Ziff. 4.5 S. 2). Seit Dezember 2004 habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, seit Januar 2007 bestehe eine solche von 65 % (Ziff. 3 S. 2). 3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Kar dio logie, diagnostizierte im Bricht über die kardiologische Abklärung vom 24. Juni 2008 (Urk. 7/117/5) Folgendes (S. 1):

3.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Kar dio logie, diagnostizierte im Bricht über die kardiologische Abklärung vom 24. Juni 2008 (Urk. 7/117/5) Folgendes (S. 1): - koronare Herzkrankheit

koronare Herzkrankheit - akuter inferoposteriorer Myokardinfarkt mit erfolgreicher Strepto ki nase-Lyse März 2008

akuter inferoposteriorer Myokardinfarkt mit erfolgreicher Strepto ki nase-Lyse März 2008 - elektive Koronarangiographie April 2008

elektive Koronarangiographie April 2008 - Hypercholesterinämie

Hypercholesterinämie - Status nach Nikotinabusus, seit März 2008 sistiert

Status nach Nikotinabusus, seit März 2008 sistiert - dilatative Aortopathie

dilatative Aortopathie - leichtgradig dilatierte Aortenwurzel (43 mm) und Aorta ascendens (41 mm)

leichtgradig dilatierte Aortenwurzel (43 mm) und Aorta ascendens (41 mm) Drei Monate nach erlittenem Myokardinfarkt als Erstmanifestation einer koro naren Herzkrankheit weise der Beschwerdeführer ein exzellentes Verlaufs resul tat auf. Weder im Ruhe-EKG noch echokardiographisch könnten Residuen des stattgehabten Myokardinfarktes nachgewiesen werden. Bei den seit dem Ereig nis wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen handle es sich um funktionelle Beschwerden mit begleitenden Hyperventila tions symptomen. Als Zufallsbefund habe eine leichtgradige Dilatation der Aortenwurzel wie auch der Aorta ascendens nachgewiesen werden können.

Drei Monate nach erlittenem Myokardinfarkt als Erstmanifestation einer koro naren Herzkrankheit weise der Beschwerdeführer ein exzellentes Verlaufs resul tat auf. Weder im Ruhe-EKG noch echokardiographisch könnten Residuen des stattgehabten Myokardinfarktes nachgewiesen werden. Bei den seit dem Ereig nis wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen handle es sich um funktionelle Beschwerden mit begleitenden Hyperventila tions symptomen. Als Zufallsbefund habe eine leichtgradige Dilatation der Aortenwurzel wie auch der Aorta ascendens nachgewiesen werden können. 4.

4. 4.1 Der aktuelle Gesundheitszustand stellt sich folgendermassen dar:

4.1 Der aktuelle Gesundheitszustand stellt sich folgendermassen dar: 4.2 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/112/5) eine chronische Lumboischialgie bei Diskushernie L5, eine koronare Herzkrankheit mit Status nach inferio pos te riorem Myokardinfarkt am 1. März 2008 sowie einen Verdacht auf PAVK rechts. Nach dem Myokardinfarkt habe sich der Beschwerdeführer nur schleppend erholt. Aufgrund der chronischen Lumboischialgie habe er wiederholt die Rheu matologin aufgesucht und habe regelmässig Physiotherapie erhalten. Diesbe züglich sei der Zustand unverändert mit starker Einschränkung der Mobilität, insbesondere langes Stehen, Gehen oder Sitzen sei nicht möglich. Bezüglich der kardiopulmonalen Situation sei er kompensiert, jedoch körperlich wenig belast bar. Aufgrund der rheumatologischen und kardiologischen Situation bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit.

4.2 Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/112/5) eine chronische Lumboischialgie bei Diskushernie L5, eine koronare Herzkrankheit mit Status nach inferio pos te riorem Myokardinfarkt am 1. März 2008 sowie einen Verdacht auf PAVK rechts. Nach dem Myokardinfarkt habe sich der Beschwerdeführer nur schleppend erholt. Aufgrund der chronischen Lumboischialgie habe er wiederholt die Rheu matologin aufgesucht und habe regelmässig Physiotherapie erhalten. Diesbe züglich sei der Zustand unverändert mit starker Einschränkung der Mobilität, insbesondere langes Stehen, Gehen oder Sitzen sei nicht möglich. Bezüglich der kardiopulmonalen Situation sei er kompensiert, jedoch körperlich wenig belast bar. Aufgrund der rheumatologischen und kardiologischen Situation bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit. 4.3 Dr. med. D.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabili tation, stellte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/113) folgende Diag no sen (Ziff. 1.1 S. 2):

4.3 Dr. med. D.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabili tation, stellte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/113) folgende Diag no sen (Ziff. 1.1 S. 2): - chronisches lumboradikuläres Reizsyndrom mit sensiblem Ausfall L5 und S1 rechts bei bilateraler Discushernie L4/5 mit geringer L5-Nerven wurzel kom pression beidseits, Retrolisthesis LWK4 und Sacralisation LWK5, mediane Protrusionen L3/4 und L4/5

chronisches lumboradikuläres Reizsyndrom mit sensiblem Ausfall L5 und S1 rechts bei bilateraler Discushernie L4/5 mit geringer L5-Nerven wurzel kom pression beidseits, Retrolisthesis LWK4 und Sacralisation LWK5, mediane Protrusionen L3/4 und L4/5 - chronisches Cervicovertebralsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule

chronisches Cervicovertebralsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule - koronare Herzkrankheit, Status nach inferoposteriorem Myocardinfarkt

koronare Herzkrankheit, Status nach inferoposteriorem Myocardinfarkt - dilatative Aortopathie

dilatative Aortopathie - chronische Periarthropathia humeroscapularis polytendinotica beidseits, links betont

chronische Periarthropathia humeroscapularis polytendinotica beidseits, links betont - arterielle Hypertonie

arterielle Hypertonie Die Lumbalgien/Lumboischialgien seien chronifiziert bei recht fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen der distalen/lumbalen Segmente mit persistie ren den Dysästhesien in beiden Beinen, vor allem rechts, wobei der Beschwer deführer weder rückenbelastende Arbeiten noch solche mit längerem Stehen oder Gehen ausüben könne. Seit dem Herzinfarkt sei seine körperliche und auch geistige Belastbarkeit limitiert, dabei bleibe eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 20 bis 30 % pro Tag (S. 6).

Die Lumbalgien/Lumboischialgien seien chronifiziert bei recht fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen der distalen/lumbalen Segmente mit persistie ren den Dysästhesien in beiden Beinen, vor allem rechts, wobei der Beschwer deführer weder rückenbelastende Arbeiten noch solche mit längerem Stehen oder Gehen ausüben könne. Seit dem Herzinfarkt sei seine körperliche und auch geistige Belastbarkeit limitiert, dabei bleibe eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 20 bis 30 % pro Tag (S. 6). 4.4 Dr. A.___ wiederholte im Bericht vom 27. Oktober 2009 (Urk. 7/114) die im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3) gestellte psychiatrische Diagnose (Ziff. 1.1 S. 2). Der psychopathologische Befund entspricht demjenigen im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3). Bis Juni 2008 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 65 % bestanden, seit Juli 2008 bestehe eine solche von 70 % (Ziff. 1.6 S. 3).

4.4 Dr. A.___ wiederholte im Bericht vom 27. Oktober 2009 (Urk. 7/114) die im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3) gestellte psychiatrische Diagnose (Ziff. 1.1 S. 2). Der psychopathologische Befund entspricht demjenigen im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3). Bis Juni 2008 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 65 % bestanden, seit Juli 2008 bestehe eine solche von 70 % (Ziff. 1.6 S. 3). 4.5 Nach der kardiologischen Abklärung vom 25. August 2009 berichtete Dr. B.___ (Urk. 7/116/2-3 = Urk. 7/117/2), gegenüber der Voruntersuchung von Juni 2008 bei damals als Zufallsbefund festgestellter dilatativer Aortopathie könne echo kardiographisch erfreulicherweise keine zwischenzeitliche Progression derselben nachgewiesen werden. Die anamnestische Schilderung der gelegentlich beklag ten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen seien sehr gut mit einer muskuloskelettalen Genese vereinbar.

4.5 Nach der kardiologischen Abklärung vom 25. August 2009 berichtete Dr. B.___ (Urk. 7/116/2-3 = Urk. 7/117/2), gegenüber der Voruntersuchung von Juni 2008 bei damals als Zufallsbefund festgestellter dilatativer Aortopathie könne echo kardiographisch erfreulicherweise keine zwischenzeitliche Progression derselben nachgewiesen werden. Die anamnestische Schilderung der gelegentlich beklag ten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen seien sehr gut mit einer muskuloskelettalen Genese vereinbar. 4.6

4.6 4.6.1 Am 28. Dezember 2010 erstatteten Dr. med. E.___, Facharzt für Allge meine Medizin, Dr. med. F.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, und Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psy cho therapie, das polydisziplinäre Gutachten des Y.___ (Urk. 7/125).

4.6.1 Am 28. Dezember 2010 erstatteten Dr. med. E.___, Facharzt für Allge meine Medizin, Dr. med. F.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, und Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psy cho therapie, das polydisziplinäre Gutachten des Y.___ (Urk. 7/125). 4.6.2 Die Gutachter des Y.___ stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 6.1 S. 39)

4.6.2 Die Gutachter des Y.___ stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 6.1 S. 39) - chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei:

chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei: - diskreter Fehlhaltung

diskreter Fehlhaltung - Status nach Morbus Scheuermann

Status nach Morbus Scheuermann - medio-bilateraler Diskushernie LWK4/5 mit geringer L5-Nerven wurzel kompression beidseits, geringer Retrolisthesis von LWK4 auf LWK5

medio-bilateraler Diskushernie LWK4/5 mit geringer L5-Nerven wurzel kompression beidseits, geringer Retrolisthesis von LWK4 auf LWK5 - Hinweisen auf früher durchgemachte Wurzelschädigungen L5 und S1 rechts im EMG vom 20. Dezember 2007, jedoch ohne Hinweise für eine frische Läsion

Hinweisen auf früher durchgemachte Wurzelschädigungen L5 und S1 rechts im EMG vom 20. Dezember 2007, jedoch ohne Hinweise für eine frische Läsion - aktuell ohne radikuläre Symptomatik

aktuell ohne radikuläre Symptomatik - anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4)

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie folgende verkürzt dargestellten Diagnosen (Ziff. 6.2 S. 40):

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie folgende verkürzt dargestellten Diagnosen (Ziff. 6.2 S. 40): - chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom

chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom - rezidivierendes cervicocephales Schmerzsyndrom

rezidivierendes cervicocephales Schmerzsyndrom - anamnestisch Gonarthralgie links

anamnestisch Gonarthralgie links - leichte depressive Episode (F32.0)

leichte depressive Episode (F32.0) - Agoraphobie (F40.00)

Agoraphobie (F40.00) - koronare Eingefässerkrankung

koronare Eingefässerkrankung - dilatative Aortopathie

dilatative Aortopathie 4.6.3 Die klinische internistische Untersuchung sei altersentsprechend normal, ohne Hinweise für eine Links- oder Rechtsherzinsuffizienz oder für eine Lungener krankung. Anamnestisch bestehe eine stabile beziehungsweise asymptomatische koronare Herzkrankheit bei erhaltender linksventrikulärer Pumpfunktion; die kar diovaskulären Risikofaktoren seien unter der aktuellen medikamentösen Behandlung gut eingestellt. Die vom Hausarzt vermutete periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie ein vermuteter Diabetes mellitus Typ 2 habe nicht bestätigt werden können. Somit lasse sich aus internistischer Sicht keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S. 44).

4.6.3 Die klinische internistische Untersuchung sei altersentsprechend normal, ohne Hinweise für eine Links- oder Rechtsherzinsuffizienz oder für eine Lungener krankung. Anamnestisch bestehe eine stabile beziehungsweise asymptomatische koronare Herzkrankheit bei erhaltender linksventrikulärer Pumpfunktion; die kar diovaskulären Risikofaktoren seien unter der aktuellen medikamentösen Behandlung gut eingestellt. Die vom Hausarzt vermutete periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie ein vermuteter Diabetes mellitus Typ 2 habe nicht bestätigt werden können. Somit lasse sich aus internistischer Sicht keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S. 44). 4.6.4 Bei der rheumatologischen Untersuchung imponierten beim Beschwerdeführer eine erhebliche Selbstlimitation und zahlreiche Inkonsistenzen. Die demon strierten Beschwerden seien deutlich variabel und im beklagten Ausmass nicht plausibel. Die aktuellen Bildgebungen von Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbel säule (BWS) und Lendenwirbelsäule (LWS) ergäben zwar multisegmentale dege ne rative Veränderungen, diese seien gesamthaft jedoch nicht über das alters entsprechende Mass hinausgehend und erklärten das Ausmass der beklag ten Schmerzen nicht. Es bestehe aber eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulen stabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schonverhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt habe. Be züglich der beklagten belastungsabhängigen Knieschmerzen links hätten in der klinischen und radiologischen Untersuchung keine entsprechenden Pathologien objektiviert werden können. Auch habe keine Schultergelenkspathologie objek tiviert werden können, der Beschwerdeführer habe auch keine Schulter gelenks beschwerden beklagt habe. Aktuell bestehe aus rheumatologischer Sicht eine reduzierte Belastbarkeit der LWS, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesundheitsschaden imponiere. Aufgrund der aktuellen Arbeitsplatzanamnese mit hälftig leichten und hälftig mittelschweren körperlichen Tätigkeiten bestehe für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (S. 45 f.).

4.6.4 Bei der rheumatologischen Untersuchung imponierten beim Beschwerdeführer eine erhebliche Selbstlimitation und zahlreiche Inkonsistenzen. Die demon strierten Beschwerden seien deutlich variabel und im beklagten Ausmass nicht plausibel. Die aktuellen Bildgebungen von Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbel säule (BWS) und Lendenwirbelsäule (LWS) ergäben zwar multisegmentale dege ne rative Veränderungen, diese seien gesamthaft jedoch nicht über das alters entsprechende Mass hinausgehend und erklärten das Ausmass der beklag ten Schmerzen nicht. Es bestehe aber eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulen stabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schonverhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt habe. Be züglich der beklagten belastungsabhängigen Knieschmerzen links hätten in der klinischen und radiologischen Untersuchung keine entsprechenden Pathologien objektiviert werden können. Auch habe keine Schultergelenkspathologie objek tiviert werden können, der Beschwerdeführer habe auch keine Schulter gelenks beschwerden beklagt habe. Aktuell bestehe aus rheumatologischer Sicht eine reduzierte Belastbarkeit der LWS, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesundheitsschaden imponiere. Aufgrund der aktuellen Arbeitsplatzanamnese mit hälftig leichten und hälftig mittelschweren körperlichen Tätigkeiten bestehe für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (S. 45 f.). 4.6.5 Aus psychiatrischer Sicht handle es sich diagnostisch um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Die dafür erforderlichen ICD-10-Kriterien seien beim Beschwerdeführer durchaus erfüllt. In der Schmerzschilderung wirke er leidend, die Schmerzen ständen im Hauptfokus seiner Aufmerksamkeit, er ver suche die Schmerzen aktiv zu lindern, allerdings ohne bleibenden Erfolg. Auch die stationären Aufenthalte hätten bisher keine ausreichende Besserung ge bracht. Der Beschwerdeführer sei fest davon überzeugt, körperlich krank zu sein, einen psychischen Auslöser für die Schmerzen sehe er nicht. Im Verlauf der Jahre sei es zu einer deutlichen Symptomausweitung gekommen. Neben den Schmerzen gebe der Beschwerdeführer agoraphobische Ängste mit Schweissaus bruch, Herzrasen und Atemproblemen an. Die Angststörung stelle allerdings aufgrund ihrer Ausprägung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dar. Weiter klage der Beschwerdeführer über eine seit circa 4-5 Jahren bestehende depressive Symptomatik, die allerdings nur leichtgradig ausgeprägt sei. Hin weise für eine Aggravation seien während des Untersuchungsgespräches nicht festzustellen. Unter Berücksichtigung der Förster-Kriterien könne eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit postuliert werden (S. 45 f.).

4.6.5 Aus psychiatrischer Sicht handle es sich diagnostisch um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Die dafür erforderlichen ICD-10-Kriterien seien beim Beschwerdeführer durchaus erfüllt. In der Schmerzschilderung wirke er leidend, die Schmerzen ständen im Hauptfokus seiner Aufmerksamkeit, er ver suche die Schmerzen aktiv zu lindern, allerdings ohne bleibenden Erfolg. Auch die stationären Aufenthalte hätten bisher keine ausreichende Besserung ge bracht. Der Beschwerdeführer sei fest davon überzeugt, körperlich krank zu sein, einen psychischen Auslöser für die Schmerzen sehe er nicht. Im Verlauf der Jahre sei es zu einer deutlichen Symptomausweitung gekommen. Neben den Schmerzen gebe der Beschwerdeführer agoraphobische Ängste mit Schweissaus bruch, Herzrasen und Atemproblemen an. Die Angststörung stelle allerdings aufgrund ihrer Ausprägung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dar. Weiter klage der Beschwerdeführer über eine seit circa 4-5 Jahren bestehende depressive Symptomatik, die allerdings nur leichtgradig ausgeprägt sei. Hin weise für eine Aggravation seien während des Untersuchungsgespräches nicht festzustellen. Unter Berücksichtigung der Förster-Kriterien könne eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit postuliert werden (S. 45 f.). 4.6.6 Zusammenfassend bestehe aus rheumatologischer Sicht für die bisherige Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine solche von 100 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine zumutbare Rest arbeitsfähigkeit von 70 %. Aus internistischer Sicht bestehe eine uneinge schränkte Arbeitsfähigkeit (S. 46). In einer dem Leiden optimal angepassten, körperlich leichten Tätigkeit bestehe aus interdisziplinärer Sicht eine Restar beitsfähigkeit von 70 % (S. 47).

4.6.6 Zusammenfassend bestehe aus rheumatologischer Sicht für die bisherige Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine solche von 100 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine zumutbare Rest arbeitsfähigkeit von 70 %. Aus internistischer Sicht bestehe eine uneinge schränkte Arbeitsfähigkeit (S. 46). In einer dem Leiden optimal angepassten, körperlich leichten Tätigkeit bestehe aus interdisziplinärer Sicht eine Restar beitsfähigkeit von 70 % (S. 47). 4.6.7 Am 21. März 2011 führten Dr. med. H.___, Chefarzt des Y.___, und Dr. E.___ ergänzend aus (Urk. 7/127), die Zusprache der Dreiviertelsrente ab Dezember 2007 habe auf einem Bericht des damals behandelnden Psychiaters, Dr. A.___, beruht, der aufgrund der gestellten Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung mittelgradiger Ausprägung (F33.11) von einer Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit von 65 bzw. 70 % ausgegangen sei. Aus psychia tri scher Sicht liege derzeit nur noch eine leichte depressive Episode vor (F32.0). Dafür spreche unter anderem die fehlende antidepressive Medikation und die nur noch selten stattfindenden therapeutischen Gespräche. Es sei somit von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen.

4.6.7 Am 21. März 2011 führten Dr. med. H.___, Chefarzt des Y.___, und Dr. E.___ ergänzend aus (Urk. 7/127), die Zusprache der Dreiviertelsrente ab Dezember 2007 habe auf einem Bericht des damals behandelnden Psychiaters, Dr. A.___, beruht, der aufgrund der gestellten Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung mittelgradiger Ausprägung (F33.11) von einer Einschrän kung der Arbeitsfähigkeit von 65 bzw. 70 % ausgegangen sei. Aus psychia tri scher Sicht liege derzeit nur noch eine leichte depressive Episode vor (F32.0). Dafür spreche unter anderem die fehlende antidepressive Medikation und die nur noch selten stattfindenden therapeutischen Gespräche. Es sei somit von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen. 4.7 Im Bericht des I.___, wo sich der Beschwerde füh rer vom 21. Mai bis 16. Juli 2012 in tagesklinischer Rehabilitationsbe hand lung befand, wurde im Bericht vom 18. Oktober 2012 (Urk. 7/153 = Urk. 3/2) neben den bekannten somatischen Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) genannt (S. 1). Den psychopathologischen Befund beschrieben die Behandler folgender massen: «äusserlich gepflegt, altersentsprechend, bewusstseinsklar und allseits orientiert; in der emotionellen Kontaktaufnahme abwartend, distanziert, sach lich, aktiv im Spontanverhalten; Stimmung deutlich depressiv-resigniert, affek tiv unkontrolliert, im Gesprächsverlauf verbal mitteilungsaktiv, schildert sein Symptomerleben und -verhalten in Zusammenhang mit den Schmerzen. Kogni-tiv in Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis verlang-samt bzw. deutlich eingeschränkt, deutliche Vergesslichkeit, Denken formal beweglich, inhaltlich problemzentriert. Keine AP für psychotische Erlebnis weisen (Wahn, Wahrnehmungs- oder Ich-störungen). Anamnestisch deutlichere Suizid gedanken/-wünsche, keine SV, keine konkreten Ausführungspläne, aktuell keine akute Suizidalität.» (S. 3 Mitte). Der Beschwerdeführer sei leicht gebessert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten).

4.7 Im Bericht des I.___, wo sich der Beschwerde füh rer vom 21. Mai bis 16. Juli 2012 in tagesklinischer Rehabilitationsbe hand lung befand, wurde im Bericht vom 18. Oktober 2012 (Urk. 7/153 = Urk. 3/2) neben den bekannten somatischen Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) genannt (S. 1). Den psychopathologischen Befund beschrieben die Behandler folgender massen: «äusserlich gepflegt, altersentsprechend, bewusstseinsklar und allseits orientiert; in der emotionellen Kontaktaufnahme abwartend, distanziert, sach lich, aktiv im Spontanverhalten; Stimmung deutlich depressiv-resigniert, affek tiv unkontrolliert, im Gesprächsverlauf verbal mitteilungsaktiv, schildert sein Symptomerleben und -verhalten in Zusammenhang mit den Schmerzen. Kogni-tiv in Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis verlang-samt bzw. deutlich eingeschränkt, deutliche Vergesslichkeit, Denken formal beweglich, inhaltlich problemzentriert. Keine AP für psychotische Erlebnis weisen (Wahn, Wahrnehmungs- oder Ich-störungen). Anamnestisch deutlichere Suizid gedanken/-wünsche, keine SV, keine konkreten Ausführungspläne, aktuell keine akute Suizidalität.» (S. 3 Mitte). Der Beschwerdeführer sei leicht gebessert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten). 4.8

4.8 4.8.1 Am 24. Februar 2014 erstatteten med. pract. J.___, Fachärztin für Chirurgie, Dr. med. K.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. L.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa rates, Dr. med. M.___, Facharzt für Neurologie, Dr. sc. hum. Dipl. Psych. N.___ und Dr. med. O.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe rapie, ein weiteres polydisziplinäres Gutachten des Y.___ (Urk. 7/173).

4.8.1 Am 24. Februar 2014 erstatteten med. pract. J.___, Fachärztin für Chirurgie, Dr. med. K.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. L.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa rates, Dr. med. M.___, Facharzt für Neurologie, Dr. sc. hum. Dipl. Psych. N.___ und Dr. med. O.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe rapie, ein weiteres polydisziplinäres Gutachten des Y.___ (Urk. 7/173). 4.8.2 Die - hier verkürzt dargestellten - Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits fähig keit lauten folgendermassen (S. 69):

4.8.2 Die - hier verkürzt dargestellten - Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits fähig keit lauten folgendermassen (S. 69): - chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei:

chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei: - MRI-nachgewiesener zirkulärer Diskusprotrusion auf Höhe L4/5

MRI-nachgewiesener zirkulärer Diskusprotrusion auf Höhe L4/5 Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden (ver kürzt dargestellt) genannt (S. 69):

Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden (ver kürzt dargestellt) genannt (S. 69): - stattgehabter Morbus Scheuermann in der Adoleszenz mit verbliebenen Schmorlschen Knötchen im Bereich der Deckplatte BWK6

stattgehabter Morbus Scheuermann in der Adoleszenz mit verbliebenen Schmorlschen Knötchen im Bereich der Deckplatte BWK6 - Beinlängenverkürzung um 1 cm zu Ungunsten des rechten Beines mit konsekutivem Beckenschiefstand rechts

Beinlängenverkürzung um 1 cm zu Ungunsten des rechten Beines mit konsekutivem Beckenschiefstand rechts - chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom

chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom - depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0)

depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0) - koronare Eingefässerkrankung

koronare Eingefässerkrankung - dilatative Aortopathie

dilatative Aortopathie 4.8.3 Im Rahmen der chirurgisch-allgemeinmedizinischen Untersuchung könne in Anbetracht der schon früher beschriebenen Diskrepanzen und der aktuell fest gestellten zahlreichen Inkonsistenzen von einer uneingeschränkten kardiopul monalen Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Aus chirurgisch-allgemein me di zinischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begrün den, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch in einer dem Alter und dem Habitus angepassten Verweistätigkeit (S. 72 f.).

4.8.3 Im Rahmen der chirurgisch-allgemeinmedizinischen Untersuchung könne in Anbetracht der schon früher beschriebenen Diskrepanzen und der aktuell fest gestellten zahlreichen Inkonsistenzen von einer uneingeschränkten kardiopul monalen Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Aus chirurgisch-allgemein me di zinischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begrün den, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch in einer dem Alter und dem Habitus angepassten Verweistätigkeit (S. 72 f.). 4.8.4 Bei der orthopädischen Untersuchung habe sich eine augenfällige Diskrepanz zwischen den beschriebenen Beschwerden, dem Bewegungsmuster und den Befunden der klinischen Untersuchung gezeigt. Aufgrund der klinischen und radio logischen Befunde bestehe auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet eine Einschränkung hinsichtlich der Lendenwirbelsäule. Schwere körperliche Arbei ten, insbesondere das Heben von Lasten, Arbeiten in Zwangshaltungen, häu figes Bücken sowie rein stehende Tätigkeiten mit Rotationsbewegungen seien nicht mehr zumutbar. In der bisherigen Tätigkeit als Lagermitarbeiter sei der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsfähig. Eine behinderungsangepasste, wech selbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten in Zwangshaltungen, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten über die Horizontale hinaus und ohne repetitive, stereotype Bewegungsabläufe sei bezogen auf ein volles Schichtpensum nach wie vor zu 100 % möglich.

4.8.4 Bei der orthopädischen Untersuchung habe sich eine augenfällige Diskrepanz zwischen den beschriebenen Beschwerden, dem Bewegungsmuster und den Befunden der klinischen Untersuchung gezeigt. Aufgrund der klinischen und radio logischen Befunde bestehe auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet eine Einschränkung hinsichtlich der Lendenwirbelsäule. Schwere körperliche Arbei ten, insbesondere das Heben von Lasten, Arbeiten in Zwangshaltungen, häu figes Bücken sowie rein stehende Tätigkeiten mit Rotationsbewegungen seien nicht mehr zumutbar. In der bisherigen Tätigkeit als Lagermitarbeiter sei der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsfähig. Eine behinderungsangepasste, wech selbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten in Zwangshaltungen, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten über die Horizontale hinaus und ohne repetitive, stereotype Bewegungsabläufe sei bezogen auf ein volles Schichtpensum nach wie vor zu 100 % möglich. 4.8.5 Bei der neurologischen Untersuchung hätten sich - bis auf eine Hypästhesie im Oberschenkelbereich ventral, lateral und dorsolateral und im Unterschenkel rechts lateral sowie eine Hypästhesie bis Analgesie rechter Fuss an der Aussenkante und Grosszehe rechts - keine weiteren fokal neurologischen Defizite ergeben. Während der Untersuchung seien ein Aggravationsverhalten und eine Selbst limitierung deutlich geworden.

4.8.5 Bei der neurologischen Untersuchung hätten sich - bis auf eine Hypästhesie im Oberschenkelbereich ventral, lateral und dorsolateral und im Unterschenkel rechts lateral sowie eine Hypästhesie bis Analgesie rechter Fuss an der Aussenkante und Grosszehe rechts - keine weiteren fokal neurologischen Defizite ergeben. Während der Untersuchung seien ein Aggravationsverhalten und eine Selbst limitierung deutlich geworden. Die im Rahmen der Abklärung durchgeführte native multiplanare MRI der HWS, BWS und LWS hätten bis auf eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung, Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits keine weiteren patho logischen Auffälligkeiten ergeben. Im Hinblick auf die berichteten HWS-Ver spannungen und -Schmerzen mit Ausstrahlung bis zum Kopf okzipital beidseits fänden sich in der Untersuchung keine Auffälligkeiten. Im Hinblick auf die LWS-Schmerzen hätten bis auf die oben beschriebene Sensibilitätsstörung im Bereich der rechten unteren Extremität keine weiteren fokal neurologischen Defizite festgestellt werden können. Insbesondere sei der Zehen- und Hacken-gang ohne Probleme durchführbar gewesen.

Die im Rahmen der Abklärung durchgeführte native multiplanare MRI der HWS, BWS und LWS hätten bis auf eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung, Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits keine weiteren patho logischen Auffälligkeiten ergeben. Im Hinblick auf die berichteten HWS-Ver spannungen und -Schmerzen mit Ausstrahlung bis zum Kopf okzipital beidseits fänden sich in der Untersuchung keine Auffälligkeiten. Im Hinblick auf die LWS-Schmerzen hätten bis auf die oben beschriebene Sensibilitätsstörung im Bereich der rechten unteren Extremität keine weiteren fokal neurologischen Defizite festgestellt werden können. Insbesondere sei der Zehen- und Hacken-gang ohne Probleme durchführbar gewesen. Auf neurologischem Fachgebiet bestehe durch die eingeschränkte Belastbarkeit der LWS eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In einer behinderungs ange passten, wechselbelastenden, leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne Arbeiten in Zwangshaltungen und ohne repetitive stereotype Bewegungsabläufe bestehe aus neurologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 73 f.).

Auf neurologischem Fachgebiet bestehe durch die eingeschränkte Belastbarkeit der LWS eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In einer behinderungs ange passten, wechselbelastenden, leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne Arbeiten in Zwangshaltungen und ohne repetitive stereotype Bewegungsabläufe bestehe aus neurologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 73 f.). 4.8.6 Bei der neuropsychologischen Untersuchung lasse die Zusammenstellung der Befunde auf ein Aggravationsverhalten schliessen. Daher könnten die Ergebnisse der Leistungstests nicht inhaltlich ausgewertet werden und lieferten wegen mangelnder Mitarbeit keine verwertbaren neuropsychologischen Befunde. Unter diesen Umständen bestehe andererseits auch das Risiko, dass tatsächliche und spezifische kognitive Defizite differenzialdiagnostisch nicht festgestellt werden könnten (S. 74).

4.8.6 Bei der neuropsychologischen Untersuchung lasse die Zusammenstellung der Befunde auf ein Aggravationsverhalten schliessen. Daher könnten die Ergebnisse der Leistungstests nicht inhaltlich ausgewertet werden und lieferten wegen mangelnder Mitarbeit keine verwertbaren neuropsychologischen Befunde. Unter diesen Umständen bestehe andererseits auch das Risiko, dass tatsächliche und spezifische kognitive Defizite differenzialdiagnostisch nicht festgestellt werden könnten (S. 74). 4.8.7 Bei der psychiatrischen Exploration seien die Kriterien für eine depressive Störung mit leichter Episode erfüllt. Dazu gehörten die depressive Stimmung, die Interesselosigkeit, die Schlafstörungen und der reduzierte Antrieb. Die Krite rien für eine mittelgradige depressive Episode seien nicht ganz erfüllt, da die Gesamtzahl von mindestens 6-7 Symptomen nicht vorlägen. Es bestehe einzig ein sozialer Rückzug, welcher im Rahmen der depressiven Störung auftrete. Eine schwerwiegende psychische Störung bestehe nicht, Konflikte seien nicht eruier bar. Der Beschwerdeführer gebe an, keine sonstigen Ängste oder Panikattacken zu haben. Das Einkaufen sei möglich, es bestünden auch keine Ängste in Menschenmassen oder in freien Räumen. Das Liftfahren sei in Begleitung mög lich, hier gebe es eine gute Besserungstendenz. Der Beschwerdeführer sehe sich durch die Schmerzempfindungen stark beeinträchtigt. Es falle auf, dass die Stimmung und auch die Libido vom Schmerzempfinden abhängig seien. Auch die Konzentration sei abhängig vom Schmerzempfinden. Im Labor habe das Efexor nicht im therapeutischen Bereich gelegen. Somit sei die Medika men-teneinnahme fraglich beziehungsweise nicht wirksam genug. Eine somatoforme Schmerzstörung sei nicht mehr nachweisbar.

4.8.7 Bei der psychiatrischen Exploration seien die Kriterien für eine depressive Störung mit leichter Episode erfüllt. Dazu gehörten die depressive Stimmung, die Interesselosigkeit, die Schlafstörungen und der reduzierte Antrieb. Die Krite rien für eine mittelgradige depressive Episode seien nicht ganz erfüllt, da die Gesamtzahl von mindestens 6-7 Symptomen nicht vorlägen. Es bestehe einzig ein sozialer Rückzug, welcher im Rahmen der depressiven Störung auftrete. Eine schwerwiegende psychische Störung bestehe nicht, Konflikte seien nicht eruier bar. Der Beschwerdeführer gebe an, keine sonstigen Ängste oder Panikattacken zu haben. Das Einkaufen sei möglich, es bestünden auch keine Ängste in Menschenmassen oder in freien Räumen. Das Liftfahren sei in Begleitung mög lich, hier gebe es eine gute Besserungstendenz. Der Beschwerdeführer sehe sich durch die Schmerzempfindungen stark beeinträchtigt. Es falle auf, dass die Stimmung und auch die Libido vom Schmerzempfinden abhängig seien. Auch die Konzentration sei abhängig vom Schmerzempfinden. Im Labor habe das Efexor nicht im therapeutischen Bereich gelegen. Somit sei die Medika men-teneinnahme fraglich beziehungsweise nicht wirksam genug. Eine somatoforme Schmerzstörung sei nicht mehr nachweisbar. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.

Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. 4.8.8 Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter nicht mehr arbeitsfähig. Für eine dem Leiden optimal ange passte, wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei er zu 100 % arbeitsfähig.

4.8.8 Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter nicht mehr arbeitsfähig. Für eine dem Leiden optimal ange passte, wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei er zu 100 % arbeitsfähig. 4.9 Die Ärzte der P.___, in welcher der Beschwerdeführer vom 9. Januar bis 26. Februar 2015 hospitalisiert war, diagnostizierten im Bericht vom 2. März 2015 (Urk. 7/185) eine rezidivierende de pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (S. 2; vgl. auch Kurzaus trittsbericht vom 26. Februar 2015, Urk. 3/5 S. 1). Der Beschwerdeführer sei allseits orientiert mit depressiver Stimmung. Formalgedanklich sei er auf das Thema Schmerzen eingeschränkt. Die Merkfähigkeit und das Gedächtnis seien beeinträchtigt. Es gebe keine Hinweise auf inhaltliche Denkstörungen, keine Ängste, keine Zwänge, keine Sinnestäuschungen und keine Ich-Störungen. Der Antrieb sei deutlich reduziert, der Appetit regelrecht. Der Schlaf sei mit Unter brüchen nicht erholsam. Es träten intermittierende passive Suizidgedanken auf, es bestünden keine Hinweise auf Fremdgefährdung. Während der Dauer des Aufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 4).

4.9 Die Ärzte der P.___, in welcher der Beschwerdeführer vom 9. Januar bis 26. Februar 2015 hospitalisiert war, diagnostizierten im Bericht vom 2. März 2015 (Urk. 7/185) eine rezidivierende de pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (S. 2; vgl. auch Kurzaus trittsbericht vom 26. Februar 2015, Urk. 3/5 S. 1). Der Beschwerdeführer sei allseits orientiert mit depressiver Stimmung. Formalgedanklich sei er auf das Thema Schmerzen eingeschränkt. Die Merkfähigkeit und das Gedächtnis seien beeinträchtigt. Es gebe keine Hinweise auf inhaltliche Denkstörungen, keine Ängste, keine Zwänge, keine Sinnestäuschungen und keine Ich-Störungen. Der Antrieb sei deutlich reduziert, der Appetit regelrecht. Der Schlaf sei mit Unter brüchen nicht erholsam. Es träten intermittierende passive Suizidgedanken auf, es bestünden keine Hinweise auf Fremdgefährdung. Während der Dauer des Aufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 4). 4.10 Im Bericht vom 28. August 2015 des I.___ (Urk. 7/207 = Urk. 3/3), wo sich der Beschwerdeführer vom 26. Mai bis 17. Juli 2015 erneut in tagesklinischer Rehabilitationsbehandlung befand, wurden aus dem psychiatrischen Fachbereich eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) diagnostiziert (S. 1). Der psychopathologische Befund entspricht wortwörtlich demjenigen im Bericht vom 18. Oktober 2012 (E. 4.7). Der Beschwerdeführer sei stabilisiert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten).

4.10 Im Bericht vom 28. August 2015 des I.___ (Urk. 7/207 = Urk. 3/3), wo sich der Beschwerdeführer vom 26. Mai bis 17. Juli 2015 erneut in tagesklinischer Rehabilitationsbehandlung befand, wurden aus dem psychiatrischen Fachbereich eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) diagnostiziert (S. 1). Der psychopathologische Befund entspricht wortwörtlich demjenigen im Bericht vom 18. Oktober 2012 (E. 4.7). Der Beschwerdeführer sei stabilisiert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten). 4.11 Dr. med. D.___ diagnostizierte im Bericht vom 1. September 2015 (Urk. 7/211) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine koronare Herzkrankheit bei Status nach inferiorem Myokardinfarkt, eine dila tative Aortopathie, ein chronisches lumbospondylogenes und rezidivierendes lumboradikuläres Reizsyndrom L5 rechts bei Diskushernie L5/S1 sowie ein chronisches Thorakovertebralsyndrom bei Diskushernie BWK8/9. In einer leidens angepassten Tätigkeit ohne Heben und Tragen schwerer Lasten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 30 %.

4.11 Dr. med. D.___ diagnostizierte im Bericht vom 1. September 2015 (Urk. 7/211) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine koronare Herzkrankheit bei Status nach inferiorem Myokardinfarkt, eine dila tative Aortopathie, ein chronisches lumbospondylogenes und rezidivierendes lumboradikuläres Reizsyndrom L5 rechts bei Diskushernie L5/S1 sowie ein chronisches Thorakovertebralsyndrom bei Diskushernie BWK8/9. In einer leidens angepassten Tätigkeit ohne Heben und Tragen schwerer Lasten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 30 %. 4.12 Im psychiatrischen Verlaufsgutachten des Y.___ vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) stellte Dr. O.___ keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits fähigkeit (S. 11). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) an (S. 11).

4.12 Im psychiatrischen Verlaufsgutachten des Y.___ vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) stellte Dr. O.___ keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits fähigkeit (S. 11). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) an (S. 11). Im Vergleich zur letzten Begutachtung zeige der Beschwerdeführer bezüglich der depressiven Störung keine wesentliche Änderung. Weiterhin sei von einer leichten depressiven Episode auszugehen. Es falle auf, dass der Beschwerde führer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angebe. Trotz der ambulanten psychiatrischen und tagesklinischen Behandlungsmassnahmen berichte er, dass er keine Besserung der gesundheitlichen Situation bemerkt habe. Es bestehe hier eine Diskrepanz zwischen der subjektiv geschilderten Inten sität und der Vagheit der Beschwerden zu den objektiv wahrgenommenen psychopathologischen Befunden. Eine Aggravationstendenz der geschilderten Beschwerden sei deutlich ersichtlich. Der psychopharmakologische Medikamen tenspiegel zeige, dass von einer Compliance bezüglich Medikamenteneinnahme ausgegangen werden könne, wobei die Dosierung des einen Medikaments noch angepasst werden müsste. Aufgrund der geschilderten Schmerzsymptomatik sei von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak to ren auszugehen, welche keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Ein sozialer Rückzug bestehe nicht und eine stärkere psychiatrische Komorbidität auch nicht (S. 10 f).

Im Vergleich zur letzten Begutachtung zeige der Beschwerdeführer bezüglich der depressiven Störung keine wesentliche Änderung. Weiterhin sei von einer leichten depressiven Episode auszugehen. Es falle auf, dass der Beschwerde führer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angebe. Trotz der ambulanten psychiatrischen und tagesklinischen Behandlungsmassnahmen berichte er, dass er keine Besserung der gesundheitlichen Situation bemerkt habe. Es bestehe hier eine Diskrepanz zwischen der subjektiv geschilderten Inten sität und der Vagheit der Beschwerden zu den objektiv wahrgenommenen psychopathologischen Befunden. Eine Aggravationstendenz der geschilderten Beschwerden sei deutlich ersichtlich. Der psychopharmakologische Medikamen tenspiegel zeige, dass von einer Compliance bezüglich Medikamenteneinnahme ausgegangen werden könne, wobei die Dosierung des einen Medikaments noch angepasst werden müsste. Aufgrund der geschilderten Schmerzsymptomatik sei von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak to ren auszugehen, welche keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Ein sozialer Rückzug bestehe nicht und eine stärkere psychiatrische Komorbidität auch nicht (S. 10 f). 4.13 Am 5. Januar 2016 berichteten die Ärzte des I.___ (Urk. 7/221/1-3= Urk. 3/4/1-3) über die weiteren neuropsychologischen Abklä rungen und beschrieben die im Juni 2012 (S. 1), Juli und Dezember 2015 (S. 2 f. ) vorgelegenen Resultate.

4.13 Am 5. Januar 2016 berichteten die Ärzte des I.___ (Urk. 7/221/1-3= Urk. 3/4/1-3) über die weiteren neuropsychologischen Abklä rungen und beschrieben die im Juni 2012 (S. 1), Juli und Dezember 2015 (S. 2 f. ) vorgelegenen Resultate. 4.14 Nachdem der Beschwerdeführer vom 22. September bis 12. Oktober 2016 in der Q.___ hospitalisiert gewesen war, stellten die Ärzte im vorläufigen Austrittsbericht vom 11. Oktober 2016 folgende – hier verkürzt dargestellte – Diag nosen (Urk. 7/246 = Urk. 3/6, S. 1 f.):

4.14 Nachdem der Beschwerdeführer vom 22. September bis 12. Oktober 2016 in der Q.___ hospitalisiert gewesen war, stellten die Ärzte im vorläufigen Austrittsbericht vom 11. Oktober 2016 folgende – hier verkürzt dargestellte – Diag nosen (Urk. 7/246 = Urk. 3/6, S. 1 f.): - Schmerzexazerbation mit Schmerzausstrahlung in den linken lateralen Ober schenkel

Schmerzexazerbation mit Schmerzausstrahlung in den linken lateralen Ober schenkel - chronischer Schulter-/Armschmerz links

chronischer Schulter-/Armschmerz links - Kopfschmerz- und Schwindelsymptomatik unklarer Genese

Kopfschmerz- und Schwindelsymptomatik unklarer Genese - koronare Herzerkrankung

koronare Herzerkrankung - arterielle Hypertonie

arterielle Hypertonie - Somatisierungsstörung

Somatisierungsstörung - Depression

Depression Aufgrund der multifokalen Schmerzsymptomatik sei der Rehabilitationsprozess lang sam verlaufen. Daneben habe eine Muskelverspannung paravertebral über die ganze Wirbelsäule bestanden (S. 2). Unter Lyrica gegen neuropathische Schmer zen und Wassertherapie habe sich eine leichte Verbesserung der Schmer zen gezeigt und die Gehstrecke habe verlängert werden können. Der Be schwerdeführer sei in stabilem Allgemeinzustand und gebesserter Mobilität sowie gebesserter Schmerzsymptomatik entlassen werden (S. 3).

Aufgrund der multifokalen Schmerzsymptomatik sei der Rehabilitationsprozess lang sam verlaufen. Daneben habe eine Muskelverspannung paravertebral über die ganze Wirbelsäule bestanden (S. 2). Unter Lyrica gegen neuropathische Schmer zen und Wassertherapie habe sich eine leichte Verbesserung der Schmer zen gezeigt und die Gehstrecke habe verlängert werden können. Der Be schwerdeführer sei in stabilem Allgemeinzustand und gebesserter Mobilität sowie gebesserter Schmerzsymptomatik entlassen werden (S. 3). 4.15 Am 9. Mai 2017 nahm Dr. K.___ des Y.___ zu vom Gericht gestellten Fragen zu den Gutachten des Y.___ Stellung (Urk. 11). Anlässlich der ersten Begutachtung (vgl. E. 4.6) seien die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.40) aus näher dargelegten Gründen nicht ausreichend erfüllt gewesen, sondern es hätte stattdessen eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gemäss F45.41 diagnostiziert werden müssen (S. 2). Im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8) habe keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr vor ge legen. Die damals gestellten Diagnosen seien ohne Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit. Die zum ersten Mal durchgeführte neuropsychologische Untersuchung habe auf ein Aggravationsverhalten des Beschwerdeführers schliessen lassen, weshalb die Ergebnisse inhaltlich nicht hätten ausgewertet werden können. Auch die Beobachtungen im Verhalten des Beschwerdeführers hätten eine klare Diskrepanz und Inkonsistenzen belegt (S. 3). Auch im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 (E. 4.12) seien nur Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeits fähigkeit gestellt worden. Die neuropsychologische Untersuchung habe erneut auf ein Aggravationsverhalten schliessen lassen. Im Vergleich zur psychia trischen Begutachtung im polydisziplinären Gutachten vom 24. Februar 2014 habe sich die depressive Störung betreffend keine wesentliche Änderung erge ben. Im Vergleich falle auf, dass der Beschwerdeführer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angegeben habe (S. 4).

4.15 Am 9. Mai 2017 nahm Dr. K.___ des Y.___ zu vom Gericht gestellten Fragen zu den Gutachten des Y.___ Stellung (Urk. 11). Anlässlich der ersten Begutachtung (vgl. E. 4.6) seien die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.40) aus näher dargelegten Gründen nicht ausreichend erfüllt gewesen, sondern es hätte stattdessen eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gemäss F45.41 diagnostiziert werden müssen (S. 2). Im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8) habe keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr vor ge legen. Die damals gestellten Diagnosen seien ohne Auswirkung auf die Arbeits fähigkeit. Die zum ersten Mal durchgeführte neuropsychologische Untersuchung habe auf ein Aggravationsverhalten des Beschwerdeführers schliessen lassen, weshalb die Ergebnisse inhaltlich nicht hätten ausgewertet werden können. Auch die Beobachtungen im Verhalten des Beschwerdeführers hätten eine klare Diskrepanz und Inkonsistenzen belegt (S. 3). Auch im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 (E. 4.12) seien nur Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeits fähigkeit gestellt worden. Die neuropsychologische Untersuchung habe erneut auf ein Aggravationsverhalten schliessen lassen. Im Vergleich zur psychia trischen Begutachtung im polydisziplinären Gutachten vom 24. Februar 2014 habe sich die depressive Störung betreffend keine wesentliche Änderung erge ben. Im Vergleich falle auf, dass der Beschwerdeführer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angegeben habe (S. 4). 5.

5.1 Gestützt auf das Gutachten der Z.___ (E. 3.2) wurde dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab Mai 2003 eine Viertelsrente zugesprochen. Das Gericht erachtete das Gutachten der Z.___ im Urteil vom 4. September 2007 als beweistauglich und ging mit den Gutachtern davon aus, dass allein schon aus rheumatologischer Sicht - ohne Berücksichtigung der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung - bloss eine 50%ige Arbeits fähig keit für leichte Tätigkeiten bestehe (Urk. 7/77 E. 4.4).

5.1 Gestützt auf das Gutachten der Z.___ (E. 3.2) wurde dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab Mai 2003 eine Viertelsrente zugesprochen. Das Gericht erachtete das Gutachten der Z.___ im Urteil vom 4. September 2007 als beweistauglich und ging mit den Gutachtern davon aus, dass allein schon aus rheumatologischer Sicht - ohne Berücksichtigung der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung - bloss eine 50%ige Arbeits fähig keit für leichte Tätigkeiten bestehe (Urk. 7/77 E. 4.4). Anlässlich der erstmaligen Rentenrevision ging die Beschwerdegegnerin auf-grund der eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht trotz des stattgehabten Herzinfarktes nichts Wesentliches geändert, sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers jedoch in psy chiatrischer Hinsicht derart verschlechtert hatte, dass ihm in behinderungs-angepasster Tätigkeit nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 35 % zumutbar war (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2 f.).

Anlässlich der erstmaligen Rentenrevision ging die Beschwerdegegnerin auf-grund der eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht trotz des stattgehabten Herzinfarktes nichts Wesentliches geändert, sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers jedoch in psy chiatrischer Hinsicht derart verschlechtert hatte, dass ihm in behinderungs-angepasster Tätigkeit nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 35 % zumutbar war (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2 f.). Als aktuellen Revisionstatbestand, der nunmehr zur angefochtenen Rentenauf hebung (Urk. 2) führte, nahm die Beschwerdegegnerin eine Verbesserung des Gesundheitszustandes in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht an.

Als aktuellen Revisionstatbestand, der nunmehr zur angefochtenen Rentenauf hebung (Urk. 2) führte, nahm die Beschwerdegegnerin eine Verbesserung des Gesundheitszustandes in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht an. 5.2 Der Beschwerdeführer erlitt im März 2008 einen Myokardinfarkt. Der behan delnde Herzspezialist (E. 3.4) beschrieb drei Monate nach dem Infarkt ein exzellentes Verlaufsresultat ohne echokardiographischen Nachweis von Residuen. Die wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen ord ne te er funktionellen Beschwerden mit begleitenden Hyperventilationssymp to men zu. Die Beschwerdegegnerin ging damit im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenrevision, welche mit Verfügung vom 19. März 2009 (Urk. 7/105) ihren Abschluss fand, zu Recht davon aus, dass sich aufgrund des Herzinfarktes in somatischer Hinsicht keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Änderung erge ben hatte.

5.2 Der Beschwerdeführer erlitt im März 2008 einen Myokardinfarkt. Der behan delnde Herzspezialist (E. 3.4) beschrieb drei Monate nach dem Infarkt ein exzellentes Verlaufsresultat ohne echokardiographischen Nachweis von Residuen. Die wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen ord ne te er funktionellen Beschwerden mit begleitenden Hyperventilationssymp to men zu. Die Beschwerdegegnerin ging damit im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenrevision, welche mit Verfügung vom 19. März 2009 (Urk. 7/105) ihren Abschluss fand, zu Recht davon aus, dass sich aufgrund des Herzinfarktes in somatischer Hinsicht keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Änderung erge ben hatte. 5.3 Die Gutachten der Z.___ (E. 3.2) und des Y.___ (E. 4.6 und E. 4.8) stimmen dahingehend überein, als dass in allen Gutachten ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts als die Arbeitsfähigkeit einschrän kende wesentliche Diagnose genannt wurde (E. 3.2.1, E. 4.6.2 und E. 4.8.2). Die Gutachter der Z.___ beschrieben eine breitbasige mediolaterale rechtsseitige Diskusprotrusion L4/5 und eine weitere Discopathie L3/4. Klinisch bestanden beidseits segmentale Sensibilitätsstörungen, die durchaus den Inner vationsgebieten der betroffenen Segmente entsprechen konnten, andere objek tivierbare neurologische Defizite konnten nicht nachgewiesen werden (Urk. 7/31 S. 23). Die Gutachter des Y.___ beschrieben multisegmentale degenerative Ver än derungen und eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schon verhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt haben (E. 4.6.4). Die bildge ben den Abklärungen ergaben eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 und Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 je ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits (E. 4.8.5). Die Y.___-Gutachter gingen wie die Gutachter der Z.___ davon aus, dass eine reduzierte Belastbarkeit der Len denwirbelsäule vorliege, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesund heitsschaden imponiere (E. 4.6.5 und E. 4.8.4).

5.3 Die Gutachten der Z.___ (E. 3.2) und des Y.___ (E. 4.6 und E. 4.8) stimmen dahingehend überein, als dass in allen Gutachten ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts als die Arbeitsfähigkeit einschrän kende wesentliche Diagnose genannt wurde (E. 3.2.1, E. 4.6.2 und E. 4.8.2). Die Gutachter der Z.___ beschrieben eine breitbasige mediolaterale rechtsseitige Diskusprotrusion L4/5 und eine weitere Discopathie L3/4. Klinisch bestanden beidseits segmentale Sensibilitätsstörungen, die durchaus den Inner vationsgebieten der betroffenen Segmente entsprechen konnten, andere objek tivierbare neurologische Defizite konnten nicht nachgewiesen werden (Urk. 7/31 S. 23). Die Gutachter des Y.___ beschrieben multisegmentale degenerative Ver än derungen und eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schon verhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt haben (E. 4.6.4). Die bildge ben den Abklärungen ergaben eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 und Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 je ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits (E. 4.8.5). Die Y.___-Gutachter gingen wie die Gutachter der Z.___ davon aus, dass eine reduzierte Belastbarkeit der Len denwirbelsäule vorliege, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesund heitsschaden imponiere (E. 4.6.5 und E. 4.8.4). Die Gutachter des Y.___ attestierten dem Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht in behinderungsangepasster Tätigkeit im Unterschied zu den Gutachtern der Z.___ eine vollständige Arbeitsfähigkeit und wiesen darauf hin, dass laut den Gutachtern der Z.___ eine Steigerung der 50%igen Arbeitsfähigkeit bisher nicht möglich gewesen sei, ohne dass diese die geringe Leistungsbereitschaft und Selbstlimitierung des Beschwerdeführers er wähnt hätten. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden, hielten doch die Gutachter der Z.___ in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (E. 3.2.2) fest, dass auch ohne Berücksichtigung der Symp tomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbstlimitation und der Dekonditionierung eine höhere Arbeitsfähigkeit als die von ihnen attestierte nicht gegeben sei. Selbst wenn dem so wäre, liegt keine Verbesserung des Gesundheitszustandes vor, sondern lediglich eine andere Beurteilung des gleich gebliebenen Sachverhalts, was im Übrigen von den Y.___-Gutachtern auch be stätigt wurde (vgl. etwa Urk. 7/173 S. 77) und unbeachtlich ist.

Die Gutachter des Y.___ attestierten dem Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht in behinderungsangepasster Tätigkeit im Unterschied zu den Gutachtern der Z.___ eine vollständige Arbeitsfähigkeit und wiesen darauf hin, dass laut den Gutachtern der Z.___ eine Steigerung der 50%igen Arbeitsfähigkeit bisher nicht möglich gewesen sei, ohne dass diese die geringe Leistungsbereitschaft und Selbstlimitierung des Beschwerdeführers er wähnt hätten. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden, hielten doch die Gutachter der Z.___ in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (E. 3.2.2) fest, dass auch ohne Berücksichtigung der Symp tomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbstlimitation und der Dekonditionierung eine höhere Arbeitsfähigkeit als die von ihnen attestierte nicht gegeben sei. Selbst wenn dem so wäre, liegt keine Verbesserung des Gesundheitszustandes vor, sondern lediglich eine andere Beurteilung des gleich gebliebenen Sachverhalts, was im Übrigen von den Y.___-Gutachtern auch be stätigt wurde (vgl. etwa Urk. 7/173 S. 77) und unbeachtlich ist. 6.

6. 6.1 Im Zeitpunkt der Rentenerhöhung im März 2009 litt der Beschwerdeführer laut Bericht von Dr. A.___ in psychiatrischer Hinsicht an rezidivierenden mittel gradigen depressiven Episoden mit somatischen Symptomen (E. 3.3). Die Be schwer degegnerin erachtete die psychischen Beschwerden im Zeitpunkt der Renten auf hebung gestützt auf die Y.___ -Gutachten (E. 4.6.5, E. 4.8.7 und E. 4.12 ) als der art gebessert, dass sie die Arbeitsfähigkeit nicht mehr einschränken.

6.1 Im Zeitpunkt der Rentenerhöhung im März 2009 litt der Beschwerdeführer laut Bericht von Dr. A.___ in psychiatrischer Hinsicht an rezidivierenden mittel gradigen depressiven Episoden mit somatischen Symptomen (E. 3.3). Die Be schwer degegnerin erachtete die psychischen Beschwerden im Zeitpunkt der Renten auf hebung gestützt auf die Y.___ -Gutachten (E. 4.6.5, E. 4.8.7 und E. 4.12 ) als der art gebessert, dass sie die Arbeitsfähigkeit nicht mehr einschränken. Laut den Gutachten des Y.___ hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht seit März 2009 stetig verbessert: So wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 in psychiatrischer Hinsicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % (E. 4.6.5), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine vollständige Arbeitsfähigkeit (E. 4.8.7) und im Gutachten vom 20. Oktober 2015 ebenfalls eine vollständige Arbeitsfähigkeit postuliert, unter dem Hinweis, dass sich der Gesundheitszustand seit der letzten Begut achtung verbessert habe (E. 4.12). Diagnostisch wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.6.2), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0), welche sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.8.2), und im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41), welche sich beide nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten (E. 4.12), erhoben.

Laut den Gutachten des Y.___ hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht seit März 2009 stetig verbessert: So wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 in psychiatrischer Hinsicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % (E. 4.6.5), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine vollständige Arbeitsfähigkeit (E. 4.8.7) und im Gutachten vom 20. Oktober 2015 ebenfalls eine vollständige Arbeitsfähigkeit postuliert, unter dem Hinweis, dass sich der Gesundheitszustand seit der letzten Begut achtung verbessert habe (E. 4.12). Diagnostisch wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.6.2), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0), welche sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.8.2), und im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41), welche sich beide nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten (E. 4.12), erhoben. Auf entsprechende Nachfrage des Gerichts hin (vgl. Urk. 8) führte Dr. K.___ des Y.___ aus, aufgrund der diagnostischen Kriterien hätte im Gutachten vom 28. Dezember 2010 statt eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) diagnostiziert werden müssen (E. 4.15). Die Frage indessen, weshalb im Gutachten vom 24. Februar 2014 die somatoforme Schmerzstörung als remit tiert erachtet wurde, aber die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung nicht erwähnt wurde, obwohl sich die geklagten Schmerzen nicht objektivieren beziehungsweise nicht im angegebenen Ausmass erklären liessen, sodann aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 eine chronische Schmerzstörung mit soma tischen und psychischen Faktoren wieder diagnostiziert wurde, blieb unbeant wortet. Unbeantwortet blieb auch die Frage, welches Verhalten sich anlässlich der Begutachtung vom 20. Oktober 2015 gegenüber den Vorgutachten verän-dert hat, so dass nunmehr von einem aggravatorischen Verhalten auszugehen war.

Auf entsprechende Nachfrage des Gerichts hin (vgl. Urk. 8) führte Dr. K.___ des Y.___ aus, aufgrund der diagnostischen Kriterien hätte im Gutachten vom 28. Dezember 2010 statt eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) diagnostiziert werden müssen (E. 4.15). Die Frage indessen, weshalb im Gutachten vom 24. Februar 2014 die somatoforme Schmerzstörung als remit tiert erachtet wurde, aber die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung nicht erwähnt wurde, obwohl sich die geklagten Schmerzen nicht objektivieren beziehungsweise nicht im angegebenen Ausmass erklären liessen, sodann aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 eine chronische Schmerzstörung mit soma tischen und psychischen Faktoren wieder diagnostiziert wurde, blieb unbeant wortet. Unbeantwortet blieb auch die Frage, welches Verhalten sich anlässlich der Begutachtung vom 20. Oktober 2015 gegenüber den Vorgutachten verän-dert hat, so dass nunmehr von einem aggravatorischen Verhalten auszugehen war. 6.2 Laut Dr. G.___ des Y.___ (E. 4.6.5) muss, um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizieren, ein emotionaler Konflikt oder eine psy cho soziale Belastungssituation in zeitlichem Zusammenhang mit dem Auftre-ten der Schmerzsymptomatik gegeben sein, die schwerwiegend genug sein sollte, um als entscheidender ursächlicher Faktor gelten zu können. Als schmerz aus lösende Belastungssituation sah er die Zerstörung des Eigenheimes in Bosnien durch den Krieg im Jahre 1995 und den Tod des Vaters im gleichen Jahr (Urk. 7/125 S. 36).

6.2 Laut Dr. G.___ des Y.___ (E. 4.6.5) muss, um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizieren, ein emotionaler Konflikt oder eine psy cho soziale Belastungssituation in zeitlichem Zusammenhang mit dem Auftre-ten der Schmerzsymptomatik gegeben sein, die schwerwiegend genug sein sollte, um als entscheidender ursächlicher Faktor gelten zu können. Als schmerz aus lösende Belastungssituation sah er die Zerstörung des Eigenheimes in Bosnien durch den Krieg im Jahre 1995 und den Tod des Vaters im gleichen Jahr (Urk. 7/125 S. 36). Dr. O.___ (E. 4.8.7) begründete die Remission der somatoformen Schmerz störung damit (Urk. 7/173 S. 68), dass die Kriterien für die Diagnose nicht erfüllt seien. Es fehle der mit den Schmerzen gekoppelte emotionale und entscheidende innere Konflikt. Die Schmerzzustände hätten einen psychogenen Ursprung, die im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten seien. Weshalb der von Dr. G.___ angeführte Verlust des Eigenheims und der Tod des Vaters als schmerzauslösendes Element nicht (mehr) herangezogen werden kann, erklärt Dr. O.___ ebenso wenig wie den Umstand, weshalb er - angesichts dessen, dass schon bei der ursprünglichen Rentenzusprache eine Symptom aus weitung bekannt war - davon ausging, die Schmerzen seien im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten.

Dr. O.___ (E. 4.8.7) begründete die Remission der somatoformen Schmerz störung damit (Urk. 7/173 S. 68), dass die Kriterien für die Diagnose nicht erfüllt seien. Es fehle der mit den Schmerzen gekoppelte emotionale und entscheidende innere Konflikt. Die Schmerzzustände hätten einen psychogenen Ursprung, die im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten seien. Weshalb der von Dr. G.___ angeführte Verlust des Eigenheims und der Tod des Vaters als schmerzauslösendes Element nicht (mehr) herangezogen werden kann, erklärt Dr. O.___ ebenso wenig wie den Umstand, weshalb er - angesichts dessen, dass schon bei der ursprünglichen Rentenzusprache eine Symptom aus weitung bekannt war - davon ausging, die Schmerzen seien im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten. Wäre von Dr. G.___, was gemäss Dr. K.___ (E. 4.15) richtig gewesen wäre, anstelle einer somatoformen Schmerzstörung eine chronische Schmerzstörung diagnostiziert worden, fragt es sich, weshalb Dr. O.___ angesichts der im Gut achten vom 24. Februar 2014 erwähnten Schmerzzustände eine chronische Schmerzstörung nicht nannte, dagegen aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 unter Hinweis auf die geschildete Schmerzsymptomatik, die er als seit jeher vorhanden betrachtete, die Diagnose aufführte. Auch kann keine Erklä rung dafür gefunden werden, weshalb Dr. O.___ bei ähnlichen neuropsychologischen Ergebnissen wie im Vorgutachten eine Aggravationstendenz erst im Gutachten vom 20. Oktober 2015 in seine Beurteilung hat einfliessen lassen.

Wäre von Dr. G.___, was gemäss Dr. K.___ (E. 4.15) richtig gewesen wäre, anstelle einer somatoformen Schmerzstörung eine chronische Schmerzstörung diagnostiziert worden, fragt es sich, weshalb Dr. O.___ angesichts der im Gut achten vom 24. Februar 2014 erwähnten Schmerzzustände eine chronische Schmerzstörung nicht nannte, dagegen aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 unter Hinweis auf die geschildete Schmerzsymptomatik, die er als seit jeher vorhanden betrachtete, die Diagnose aufführte. Auch kann keine Erklä rung dafür gefunden werden, weshalb Dr. O.___ bei ähnlichen neuropsychologischen Ergebnissen wie im Vorgutachten eine Aggravationstendenz erst im Gutachten vom 20. Oktober 2015 in seine Beurteilung hat einfliessen lassen. Schliesslich erachtete Dr. O.___ im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8.7) die Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode als nicht ganz erfüllt, was für den medizinischen Laien so viel bedeutet, wie wenn die leichte Episode an der Grenze zur mittelgradigen liegt. Daher erscheint die von den behandelnden Ärzten des I.___ (E. 4.7) diagnostizierte mittel gradige Depression nicht abwegig, zumal diese entgegen der Ansicht von Dr. O.___ mit einem ausführlichen Befund untermauert wurde. Dass der Beschwerdeführer - wie von Dr. O.___ im Gutachten vom 20. Oktober 2015 behauptet (Urk. 7/214 S. 12) - während des Aufenthalts in der P.___ keine antidepressive Medikation erhalten haben soll, ist aktenwidrig, wurde ihm doch ab 20. Januar 2015 Venlafaxin abgegeben (vgl. Urk. 7/221/5).

Schliesslich erachtete Dr. O.___ im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8.7) die Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode als nicht ganz erfüllt, was für den medizinischen Laien so viel bedeutet, wie wenn die leichte Episode an der Grenze zur mittelgradigen liegt. Daher erscheint die von den behandelnden Ärzten des I.___ (E. 4.7) diagnostizierte mittel gradige Depression nicht abwegig, zumal diese entgegen der Ansicht von Dr. O.___ mit einem ausführlichen Befund untermauert wurde. Dass der Beschwerdeführer - wie von Dr. O.___ im Gutachten vom 20. Oktober 2015 behauptet (Urk. 7/214 S. 12) - während des Aufenthalts in der P.___ keine antidepressive Medikation erhalten haben soll, ist aktenwidrig, wurde ihm doch ab 20. Januar 2015 Venlafaxin abgegeben (vgl. Urk. 7/221/5). 6.3 Angesichts der widersprüchlichen psychiatrischen Beurteilungen der Fachärzte des Y.___ erweisen sich ihre Einschätzungen nicht als geeignet, eine Verbesse rung des psychischen Leidens des Beschwerdeführers auszuweisen.

6.3 Angesichts der widersprüchlichen psychiatrischen Beurteilungen der Fachärzte des Y.___ erweisen sich ihre Einschätzungen nicht als geeignet, eine Verbesse rung des psychischen Leidens des Beschwerdeführers auszuweisen. 7. Nachdem eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation weder in soma tischer noch psychiatrischer Hinsicht ausgewiesen ist und keine Hinweise be stehen, dass sich die erwerblichen Verhältnisse wesentlich verändert haben, besteht kein Grund zur revisionsweisen Aufhebung der bisherigen Rente. Dem entsprechend ist die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) in Gutheissung der Beschwerde ersatzlos aufzuheben.

7. Nachdem eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation weder in soma tischer noch psychiatrischer Hinsicht ausgewiesen ist und keine Hinweise be stehen, dass sich die erwerblichen Verhältnisse wesentlich verändert haben, besteht kein Grund zur revisionsweisen Aufhebung der bisherigen Rente. Dem entsprechend ist die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) in Gutheissung der Beschwerde ersatzlos aufzuheben. 8.

8. 8.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuer legen.

8.1 Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuer legen. 8.2 Dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht eine Pro zess entschädigung zu, die beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 3’000.-- (inklusive Baraus lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwer degegnerin aufzuerlegen ist.

8.2 Dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht eine Pro zess entschädigung zu, die beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 3’000.-- (inklusive Baraus lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwer degegnerin aufzuerlegen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) aufgehoben.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) aufgehoben. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 900.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 900.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 3 ’ 000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schädigung von Fr. 3 ’ 000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Christine Fleisch unter Beilage einer Kopie von Urk. 15

Rechtsanwältin Christine Fleisch unter Beilage einer Kopie von Urk. 15 - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannTiefenbacher