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Sprintweltmeisterschaften in PAU (Franklreich)
Kleine Enttäuschung für Melanie Mathys
Reto Schläppi
An den Sprintweltmeisterschaften im französischen Pau musste die Solothurnerin Melanie Mathys im Sprintfinal vom Samstag eine kleine Enttäuschung einstecken. Sie wurde nur Achte und erreichte damit ihr schlechtestes Resultat in dieser Saison und verpasste ihren angestrebten Podestplatz klar.
Bereits die Qualifikationsläufe liefen für Mathys eher harzig. Zum ersten Mal in diesem Jahr konnte sie sich nicht direkt für den Final qualifizieren, sondern musste über den zweiten Qualifikationslauf gehen. Bereits vor einem Jahr beim Weltcupfinale in Pau hatte Melanie Mathys keine optimale Qualifikation. Mit einer frühen Startnummer stellte sie dann aber im Sprintfinal eine klare Bestzeit auf, die von keiner Konkurrentin mehr unterboten werden konnte und gewann den Gesamtweltcup 2016.
Melanie Mathys konnte die letztjährige Topleistung beim Finallauf am Samstag aber nicht mehr abrufen; viele kleine Fehler auf der sehr anspruchsvollen künstlichen Wildwasserstrecke summierten sich und führten zum achten Schlussrang. Trotz dieses Rückschlags kann die Solothurnerin mit ihrer Saison mehr als zufrieden sein. EM-Bronzemedaille, Gesamtweltcupsieg und zweifache U23-Weltmeisterin sollten Trost genug für den achten Rang in Pau sein.
Eine sehr gute Leistung zeigte der Sempacher Fabio Gretener. Mit einer klugen Taktik, konnte er sich für das Finalrennen der besten Zwölf in der Kategorie Kanadier Einer qualifizieren. Da Gretener nicht damit rechnete, sich als einer der schnellsten Fünf, direkt für den Final qualifizieren zu können, setzte er alles auf den zweiten Qualifikationslauf. Beim zweiten Qualilauf zeigte der Sempacher einen fast fehlerfreien Lauf und konnte diesen sogar gewinnen. Leider unterliefen auch ihm im Final zu viele Fehler und er landete auf dem elften Schlussrang. Er erreichte aber sein bestes Resultat an einem internationalen Grossanlass und zeigte, dass er sich in der Weltspitze etabliert hat und an der Heim-Weltmeisterschaft 2018 auf der Muota mit ihm zu rechnen sein wird.
Der dritte WM-Teilnehmer, der Solothurner Nico Meier scheiterte bereits in der Qualifikation und verpasste die Finalteilnahme.
Zum ersten Mal nach langer Zeit wurde in Pau wieder einmal eine gemeinsame Weltmeisterschaft Slalom und Wildwasserabfahrt durchgeführt. Die Synergien (beide Anlässe finden auf den selben Strecken statt, Infrastruktur, Zuschauer, etc.), gaben den Organisatoren recht und den Athleten und Zuschauern wurden spannende und spektakuläre Wettkämpfe vor einer tollen Kulisse in beiden Disziplinen geboten. Noch vor zwanzig Jahren waren gemeinsame Weltmeisterschaften der beiden Disziplinen üblich, danach gerieten sie etwas in Vergessenheit und es wurden separate Anlässe organisiert. Die Weltmeisterschaften in Pau haben beweisen, dass Anlässe bei denen Kanuslalom und Wildwasser-Sprint zusammen ausgetragen werden, auch in Zukunft Sinn machen.