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Rösti war von Anfang an als Favorit im Rennen um Maurers Sitz gehandelt worden. Sein Konkurrent, der ehemalige Zürcher Nationalrat Hans-Ueli Vogt, erhielt 98 Stimmen. Weitere 14 Stimmen gingen an verschiedene Personen.
Mit Ausnahme der Grünen hatten alle Bundeshausfraktionen das von der SVP vorgeschlagene Zweierticket mit Rösti und Vogt unterstützt, wie Nationalratspräsident Martin Candinas vor der Wahl bekanntgegeben hatte.
Die Grünen hatten am Dienstag nach den Hearings mit Rösti und Vogt vor allem die inhaltliche Distanz zu den SVP-Kandidaten betont. Beide SVP-Kandidaten stellten ein Risiko für die Umwelt, das Klima und den Schutz der Grundrechte dar.
Der 55-jährige Rösti wuchs in einer Bergbauernfamilie in Kandersteg im Berner Oberland auf. Er liess sich zum Ingenieur Agronom ausbilden und erwarb den Doktortitel an der ETH Zürich. Regierungsluft schnupperte er von 2003 bis 2006 als Generalsekretär der bernischen Volkswirtschaftsdirektion.
Der SVP blieb Rösti treu - auch als Parteifreunde austraten und die BDP gründeten. 2010 kandidierte er erfolglos für einen Berner Regierungsratssitz. Ein Jahr später schaffte er den Sprung in den Nationalrat, dem bis zu seiner Wahl angehörte. 2015 scheiterte er mit seiner Kandidatur für den Ständerat.
2016 übernahm Rösti das Präsidium der SVP Schweiz. Unter seiner Führung musste die Partei bei den Wahlen 2019 eine empfindliche Niederlage einstecken. Rösti selber wurde damals mit dem besten Resultat aller Berner Nationalratsmitglieder wiedergewählt. Ein Jahr später trat er als SVP-Präsident zurück.
Die Vereinigte Bundesversammlung entscheidet am Mittwoch auch über die Nachfolge der ebenfalls zurücktretenden SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Die SP-Fraktion schlägt die Ständerätinnen Eva Herzog (BS) und Elisabeth Baume-Schneider (JU) vor.
(sda)