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Aufgrund der Notsituation musste HEKS in fast allen Projekt-Ländern Menschen unterstützen, die von der Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen besonders stark betroffen sind. Zum Beispiel in Bangladesch. Dort werden am Existenzminimum lebende Dalit- und Adivasi-Gemeinschaften unterstützt.
Die Regierung von Bangladesch erklärte den 26. März zum Lockdown und somit kam das Land zum absoluten Stillstand. Für die Dalits- und Adivasi-Gemeinschaften bedeuten diese wirtschaftlichen Folgen eine absolute Katastrophe.
Diese ethnischen Gemeinschaftsvölker leben von der Hand in den Mund, indem sie als Tagelöhner arbeiten. Da in dieser COVID-19-Pandemiesituation alles gestoppt wurde, wurde auch ihre Einkommensquelle unterbunden, was ihr Überleben stark gefährdet. Weil diese Menschen in sehr einfachen Verhältnissen leben, werden sie zudem verdächtigt, das Virus zu verbreiten. Zehntausende haben deswegen schon ihren Job verloren. Sie haben kein Einkommen mehr, um Essen zu kaufen. Hunger droht. HEKS hat schnell gehandelt und begonnen, Nahrungsmittel und Bargeld an die Bedürftigen zu verteilen. Aktuell profitieren rund 8500 Familien von dieser Nothilfe. Ein Ende der Krise ist noch nicht absehbar.
Verteilung von Lebensmitteln an die Adivasi-Gemeinschaft in Bangladesch.
Information, Nahrungsmittel und Bargeld
HEKS und seine vier Partnerorganisationen haben schnell interveniert: Die Adivasi und Dalit-Gemeinschaften im HEKS-Projektgebiet im Norden des Landes (Regionen Dinajpur, Rangpur und Nilphamari) wurden sofort über das Virus und die Hygienemassnahmen informiert. Es wurden Handzettel verteilt, Plakate aufgehängt, via Mikrofon in den Strassen informiert, das Krankenhauspersonal wurde instruiert und geschult und Plätze und Strassen desinfiziert. Weiter wurden Heygienepakete verteilt und Seifen, Waschpulver, Handdesinfektionsmittel, , Eimer, Becher und Hygienebeutel.
An die Dalit- und Adivasi Gemeinschaften sowie an die ärmsten und besonders vulnerablen wurden Nahrungsmittel und Bargeld verteilt. Unsere Partnerorganisationen verteilen Nothilfe-Pakete mit Reis, Hülsenfrüchten, Speiseöl, Kartoffeln und Salz für 10 Tage für jeden Haushalt.
Auch Agahtha Murmu aus Dinajpur hat Lebensmittel erhalten und ist froh darum: «Ich fühle mich jetzt einfach weniger gestresst, weil ich mit Nahrungsmitteln unterstützt wurde. Wir haben in der Zeit des Corona-Virus keine Unterstützung von der Regierung erhalten, obwohl wir gehört haben, dass die Regierung Unterstützung zugesagt hat. Wir gehören zu einer sehr armen Familie mit drei Kindern, und mein Mann ist das einzige Mitglied, das Geld verdient, und wir erfahren gerade sehr grosses Leid».
Helfen auch Sie mit, damit die ärmsten Menschen in Bangladesch sich vor dem Virus schützen können und während dieser Krise nicht hungern müssen. Vielen Dank!