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Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal äusserte sich einmal wie folgt: „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der politische Islam mindestens für die nächsten zwei Jahrhunderte die gefährlichste Sache der Welt ist.“ Auf die von einem Journalisten gestellte Frage „Warum?“ antwortete er: „Der Islamismus ist
ein totalitäres System, das sich auf den Islam in seiner rein salafistischen Ausrichtung und auf das Prinzip des totalen Krieges stützt. Für Muslime ist der Koran das klare Wort Allahs, es ist ewig gültig und im gesamten Universum verbindlich. Es ist dieser verrückte Anspruch, den die Islamisten wörtlich nehmen und der sie so gefährlich macht. Was kann man dem Wort Gottes entgegensetzen? Diejenigen, die es versucht haben, haben mit ihrem Leben dafür bezahlt. Ich sage mindestens zwei Jahrhunderte, weil das meiner Meinung nach die Mindestzeit ist, um zu hoffen, dass der Islam sich reformiert und die Muslime diese Reformen verinnerlichen. Die andere grosse Einschränkung ist, dass sich die muslimischen Länder in einem sehr archaischen Stadium der politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklung befinden und den Weg in die Moderne nicht aus eigener Kraft finden können. Welche Pädagogik kann ihnen dabei helfen?“
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