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Darf man Bilder, die man im Netz findet, im Portfolio verwenden? Oder vielleicht besser: Unter welchen Bedingungen darf man das?
Ich formuliere zwei Antworten:
1. Die ganz korrekte Antwort
Sie dürfen Bilder dann nutzen, wenn die Nutzungsrechte das erlauben. Bei Google können Sie in der Bildersuche einen entsprechenden Filter festlegen. Ihr Portfolio, das Sie für die Schule schreiben, ist nicht kommerziell – sobald Sie Bilder aber beschneiden oder anders verändern wollen, müssen Sie die oberste Version verwenden.
Auf jeden Fall geben Sie in der Bildlegende oder im Text an, woher Sie das Bild haben und wer es gemacht hat. Nutzungsrecht bedeutet nicht, dass Sie als Urheberin oder Urheber des Bildes auftreten dürfen oder diese ignorieren könnten.
2. Die praktische Antwort
Wenn ich einen Screenshot einbette, wie ich das oben gemacht habe (beim Mac mit CMD-Shift-4), dann weiß ich nicht, ob ich die Rechte daran wirklich habe. Man sieht darauf Bilder, deren Rechteinhaber unter Umständen diese Nutzung nicht erlaubt haben. Das ist nur ein Beispiel für viele Zweifelsfälle, die auftreten.
Deshalb schildere ich hier noch mein persönliches (Philippe Wampfler) Vorgehen: Ich verwende Bilder, die ich im Netz finde, wenn möglich so, dass ich sie über die URL einfüge und auf die Quelle verlinke und verweise. Auch die Urheberinnen oder Urheber der Bilder nenne ich. Um Nutzungsrechte kümmere ich mich aber nicht – ich unterstelle allen Menschen, die Bilder im Netz veröffentlichen, dass sie davon ausgehen, die Bilder könnten verlinkt oder eingebettet werden. Juristisch ist das nicht korrekt, ich muss damit rechnen, abgemahnt zu werden oder Schadenersatz-Forderungen begleichen zu müssen. Dieses Risiko nehme ich in Kauf, weil meine Arbeit immer im Zusammenhang mit der Schule steht und ich denke, dass wenige Menschen bereit sind, einen Lehrer zu verklagen, weil er ein Bild im Unterricht verwendet hat.
Damit Sie mich richtig verstehen: Juristisch bin ich damit ein schlechtes Vorbild. Ich sage Ihnen das aber auch deshalb, weil ich der Meinung bin, dass Urheber- und Nutzungsrechte nicht an die Möglichkeit des Netzes, Daten verlustfrei zu kopieren, angepasst sind.