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Mädchen und Jugendliche mit Blutungsstörung – nicht nur Hormone als Therapieoption
Mädchen und Jugendliche mit zu starker oder zu langer Blutung sind im Alltag, in der Schule und im Beruf oft benachteiligt. Eine Dauer der Periodenblutung von 7 und mehr Tagen oder eine Blutungsintensität, welche einen stündlichen Wechsel von Binden / Tampons erfordert sollten ernst genommen und näher abgeklärt werden. Idealerweise führen die betroffenen drei Monate lang ein Menstruationstagebuch, welches auch über zahlreiche Apps verfügbar ist. Neben hormonellen Störungen können auch Schilddrüsenprobleme oder das komplexe PCO Syndrom als Ursache vorliegen. Die körperliche Untersuchung erfolgt über eine ärztliche Beurteilung des aktuellen Stands der Pubertätsentwicklung und eine Ultraschalluntersuchung über die Bauchdecke um die Gebärmutter und die Eierstöcke zu beurteilen. Zudem wird eine venöse Blutabnahme empfohlen um einen Eisenmangel und eine Blutarmut zu erkennen. Je nach Art des Problems werden auch weitergehende Hormonanalysen empfohlen. In sehr seltenen Fällen liegen auch Gerinnungsstörungen vor, welche spezialisiert weiter abgeklärt und behandelt werden sollten. Behandelt werden kann eine zu starke Monatsblutung nach Ausschluss ernster Ursachen wie folgt:
Nicht hormonelle Behandlungsoptionen sind nicht steroidale entzündungshemmende Substanzen (NSAR), welche in Kombination mit Tranexamsäure, einem Medikament mit Wirkung auf die Blutgerinnung, eingesetzt werden.
Hormonelle Behandlungsverfahren umfassen die Antibabypille in Form einer alleinigen Gestagentherapie oder in Form einer kombinierten Pille mit Gestagen und Östrogen. Eine geringdosierte Hormonspirale stellt ebenso eine wirksame Therapieoption dar.