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Wohn- und Geschäftshaus
Adresse
2502 Biel
BE
Architektur
Gianpeter Gaudy und Alfred Gfeller haben an der Nidaugasse 14 einen herausragenden wie eigenwilligen Vertreter der Nachkriegsmoderne geschaffen. Das Wohn- und Geschäftshaus zeigt eine raffinierte Gliederung und eine elegante Materialisierung und erscheint auch nach fünfzig Jahren zeitgemäss und modern.
Chronologie
Das Wohn- und Geschäftshaus Nidaugasse 14 ist in den Jahren 1959/60 nach einem Entwurf der Architekten Gianpeter Gaudy und Alfred Gfeller entstanden. Nebst Miet- und Eigentumswohnungen haben diverse Unternehmen ihre Geschäftsräume in der Liegenschaft.
Lage
Das Gebäude liegt südlich der Bieler Altstadt und besetzt das westliche Ende der Marktgasse, einer Einkaufsmeile. Das Stadtviertel weist ein annähernd orthogonales Strassenraster mit einer seit dem 19. Jahrhundert entstandenen Blockrandbebauung auf. Das Wohn- und Geschäftshaus von 1959/60 schliesst mit der Längsseite zur Unionsgasse im Süden einen Block ab, der im Westen von der Adam-Friedrich-Molz-Gasse und im Osten von der Nidaugasse gesäumt wird. Hier grenzt auch die Marktgasse an. Die umliegenden Strassen und Gassen sind hauptsächlich Fussgängern vorbehalten.
Beschreibung
Die Liegenschaft besitzt sieben Geschosse. Das Erdgeschoss mit Ladenlokalen ist verglast und mit einem auskragenden, umlaufenden Vordach von den Obergeschossen abgesetzt. Im ersten Obergeschoss befinden sich Gewerbeflächen. Der Abschluss durch umlaufende Bandfenster wird hier durch gleichmässig gesetzte, vertikale Bronzeelemente gegliedert. In den Wohngeschossen darüber entfaltet sich dagegen ein rhythmisches Wechselspiel: Die Hauptgeschosse sind durch ein übereck geführtes, plastisch hervortretendes Betonraster in versetzter Anordnung gegliedert. In einer zweiten Schicht folgt eine Ausfachung mit Marmorplatten und raumhohen Fensterelementen mit filigraner Bronzefassung. Die Fenster sind in einem geschossweisen Wechsel teilweise ebenfalls übereck geführt. An der langen Südfassade treten Balkons aus der Fassadenebene hervor, auch sie sind im Wechsel platziert. Die Stirnseiten der Balkone sind geschlossen ausgebildet, die Seiten mit bronzenen Staketengeländern versehen. Das oberste Geschoss ist als zurückgesetztes Attikageschoss ausgebildet. Ein bronzenes Brüstungsgeländer und ein fliegendes Dachgesims nehmen die Flucht der Fassade auf und schaffen einen filigranen Raumabschluss. Das Gesims suggeriert auch ein Flachdach, tatsächlich aber ist der längliche Baukörper mit einem flachen Walmdach gedeckt. Die Hofseite ist schlicht verputzt, besonderes Augenmerk besitzt hier das sich an der Fassade abzeichnende Treppenhaus.
Literatur