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Bereits 2009 startete Caritas Schweiz ein Projekt zur Umsiedlung und Integration von insgesamt 120 Roma-Familien in der Gemeinde Giakova. Zum Projekt, das in drei Phasen erfolgt und derzeit in der Abschlussphase ist, gehört die Erstellung von insgesamt 116 Häusern, die Einführung eines Kindergartens sowie die Integration der Kinder aus der Gemeinschaft Ali Ibra in die Bildungsinstitutionen, weiter die berufliche Integration der Gemeinschaft durch Schaffung von Arbeitsplätzen, die Ausbildung von jungen Roma sowie die soziale Integration der Gemeinschaft dank Aktivitäten, Beratung und Information. Die Projektbereiche Bildung, soziale und berufliche Integration haben die Erwartungen übertroffen: Nicht nur werden derzeit im Kindergarten zwei Klassen mit rund 40 Kindern geführt, es werden kontinuierlich auch die älteren Kinder in die öffentlichen Primarschulen integriert: 2012 waren es bereits 180 Kinder (von 200 Kindern im Schulalter). Im Bereich berufliche Integration wurden 44 neue Festanstellungen geschaffen sowie 13 Berufsausbildungen vermittelt, die ein Zusatzeinkommen ermöglichen. Damit konnte die wirtschaftliche Situation vieler Familien und damit der Gemeinschaft als Ganzes substantiell verbessert werden.
Auf Vermittlung von Caritas Schweiz hin hat die Partnerorganisation Caritas Kosovo, welche die Projektaktivitäten im sozialen und wirtschaftlichen Bereich weiterführen wird, mit der Gemeinde Giakova einen Nutzungsvertrag für das Gemeinschaftszentrum unterzeichnet. Damit sind die Weiterführung des Zentrums sowie eine kontinuierliche Begleitung der Gemeinschaft für die kommenden Jahre gesichert. Caritas Kosovo ist für die Führung dieses Zentrums der Wunschpartner der Caritas Schweiz, weil sie seit Jahren ein vergleichbares Zentrum für 1‘200 Roma in der Gemeinde Dubrava führt. Dubrava hat in Kosovo Modellstatus.
Für die Bereiche Bildung sowie soziale und berufliche Integration spielt das Gemeinschaftszentrum in der Siedlung Ali Ibra eine zentrale Rolle. Das Zentrum verfügt über eine Grundfläche von etwa 200 m2 und beherbergt zwei Sitzungszimmer, zwei Kindergärten- und Schulräume, eine Küche, zwei Büroräume und Toiletten. Weiter auf dem Gelände befindet sich ein Gebäude, das als Lager für Brennholz genutzt wird. Jetzt schon ist im Gemeinschaftszentrum der Kindergarten untergebracht; auch Beratungen des Fürsorgedienstes, Information und soziale Aktivitäten werden im Gemeinschaftszentrum angeboten werden. Es werden Treffen verschiedener Arbeitsgruppen stattfinden, die sich aus den Vertretern der drei Minderheiten (Roma, Ashkali und Aegipt) und der lokalen Behörden zusammensetzten.
Neu wird das Zentrum zwei zusätzliche Schwerpunkte anbieten, die für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen von Ali Ibra und für die Gemeinschaft von zentraler Bedeutung sind: Caritas Kosovo wird einen umfangreichen Stützunterricht für Kinder und Jugendliche gewährleisten, welche die Schule besuchen oder in einer Ausbildung sind. Zusätzlich wird Caritas Kosovo die Gesundheitsberatung intensivieren sowie die Hauskrankenpflege mit zwei Fachpersonen ausbauen.
Das Gemeinschaftszentrum ist im Oktober 2014 umfassend renoviert werden. Mit dem vorliegenden Projekt will Caritas Schweiz den Unterhalt und den Betrieb des Zentrums in den nächsten drei Jahren unterstützen. Die Finanzierung des Zentrumsbetriebes wird kontinuierlich an Caritas Kosovo übergehen, welche mit der Gemeinde, dem Ministerium für Minderheiten und lokalen Trägern das Zentrum weiterführen wird.