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Der Evangelische Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon
Vorgeschichte
Nachdem die Einwohner im Gebiet der heutigen politischen Gemeinden Münchwilen und Eschlikon zuvor praktisch seit der Reformation im Rahmen eines Simultanverhältnisses Teil der paritätischen Kirchgemeinde Sirnach gewesen waren, kam 1927 erstmals der Gedanke auf, eine eigene Kirchgemeinde zu gründen. Anlass dazu war ein Geldbetrag, den ein Einwohner von Münchwilen im Hinblick auf den Bau einer eigenen evangelischen Kirche in Aussicht gestellt hatte. Allerdings bestand dafür ein Zeitrahmen und als sich die Idee innerhalb der gesetzten Frist nicht verwirklichen liess, wurde das Geld anderweitig verwendet und die Angelegenheit kam vorerst zum Stillstand.
Entscheid für den Kirchen-Neubau
Aufgrund eines im Jahre 1933 gefassten Beschlusses des betroffenen katholischen Bevölkerungsteils, das mit den Protestanten bestehende Simultanverhältnis sei aufzulösen, wurde in Münchwilen, Oberhofen und St. Margarethen die Meinung vertreten, dass es nun an der Zeit sei, die Frage des Baus einer eigenen Kirche nochmals ernsthaft zu prüfen. Auf den 30. Januar 1934 wurden die Stimmberechtigten aus der evangelischen Bevölkerung zu einer Versammlung in den Saal des damaligen Gasthofs Engel in Münchwilen eingeladen. Die Versammlungsteilnehmer beschlossen einstimmig, von nun an für die Gründung einer eigenen, selbständigen Kirchgemeinde einzustehen.
Die neue Kirchgemeinde entsteht
Nach in verschiedener Hinsicht schwierigen und aufwändigen Verhandlungen beschloss der Regierungsrat des Kantons Thurgau am 12. Mai 1935, eine aus den reformierten Einwohnern der Ortsgemeinden Münchwilen, Oberhofen, St. Margarethen, Eschlikon und Wallenwil bestehende neue Kirchgemeinde zu ermöglichen. Diese entstand unter der heute noch gültigen Bezeichnung «Evangelische Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon» und umfasste zur Zeit ihrer Gründung insgesamt etwa 1'900 Seelen.
Wahl der Kirchenvorsteherschaft
Die konstituierende Kirchgemeinde-Versammlung fand am 8. Juli 1935 – wiederum im Gasthof Engel, Münchwilen – statt. Es wurden neun Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft gewählt. Willy Hubmann, Münchwilen stellte sich als Interimspräsident zur Verfügung. Am 2. Mai 1936 wurde Ernst Müller, Bezirksrat, St. Margarethen zum ersten regulären Präsidenten der Kirchgemeinde gewählt.
Bau der Kirchen und Einweihung
Nach vorgenommener Gründung der Kirchgemeinde ging es dann ziemlich rasch vorwärts. So wurde beschlossen, nicht nur in Münchwilen eine eigene Kirche zu bauen, sondern auch eine in Eschlikon. Dabei scheint Vieles beinahe parallel gelaufen zu sein, denn am 14. März 1937 konnte die evangelische Kirche in Eschlikon eingeweiht werden und am 21. März 1937, also nur eine Woche später, diejenige in Münchwilen.
Ausführliche Entstehungsgeschichte
Falls Sie mehr über die Entstehung unserer Kirchgemeinde und den Bau der beiden Kirchen wissen möchten, verweisen wir auf die von Hans Greuter, Oberhofen verfasste Denkschrift aus dem Jahr 1938, der auch die vorstehenden Angaben entnommen wurden. Die Schrift ist in ihrer Originalversion vorhanden und kann unter bestimmten Voraussetzungen an Interessierte ausgeliehen werden.