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Bärenplatz 2a
Chüechlihus
erbaut 1526
Im Chüechlihus, das seinen Namen von einer Kaffeewirtschaft im Erdgeschoss erhielt, befindet sich heute das wohl grösste Museum mit heimatkundlicher Sammlung in der Schweiz.
Es handelt sich um einen Bautyp, den man in der Region sonst nirgendwo findet. Einmalig ist auch, dass an einem Haus aus dem 16. Jahrhundert so viel originale Bausubstanz erhalten ist.
Die unteren zwei Geschosse sind im Ständerbau errichtet, allerdings sind die Schwellen aussergewöhnlich gross und die Eckverbindung, das sogenannte Schwellenschloss, entsprechend dreimal verzäpft. Häuser wurden bis ins 19. Jh. ohne Metallnägel gebaut; alle Teile sind miteinander vernutet und mit Holznägeln verschlossen, was ausserordentlich genaue Zimmermannsarbeit erfordert. Die beiden obersten Geschosse sind in Blockbau, der sich bei uns vor allem an frühen Speichern erhalten hat. Das Haus wirkt in seinem Erscheinungsbild gotisch, und tatsächlich wurden Baustile auf dem Land mit grosser Verspätung umgesetzt. So wurde im 16. Jh. hier noch mittelalterlich gebaut. Den Eindruck verstärken die aneinandergereihten kleinen Fenster im Obergeschoss und die grossen Blockkonsolen, welche das Dach mittragen. Ganz ungewöhnlich ist dieses steile Dach. Bis um 1700 wiesen die meisten Häuser viel flachere Dächer als heute auf; die Schindeln wurden mit Steinen beschwert, denn Nägel waren handgeschmiedet und entsprechend teuer. An diesem originalen Dach mussten die Schindeln angenagelt werden, damit sie nicht abrutschten und so war das Ganze eine teure Angelegenheit. Man nimmt an, dass das Chüechlihus als Handels- und Gewerbegebäude errichtet wurde. Zusammen mit der um sieben Jahre älteren Kramlaube, von der im Museum ein Modell zu sehen ist, und den beiden Tavernen Bären und Löwen bildete das Haus das wirtschaftliche Zentrum Langnaus und des Emmentals.
Im Laufe der Zeit wurde das Haus öfters umgebaut und verändert. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Fenster vergrössert, im Erdgeschoss barocke Konsolen unter die Laube und den Vorkrag gesetzt und die schönen gedrechselten Kellertreppengeländer angebracht.
1856 wurde an die Westseite ein Wohnhaus angebaut. Dazu wurde die Laube entfernt, die nun nur noch ostseitig zu sehen ist. Das kleine Haus ist in der Art der Biedermeierstöcke mit einem flachen Walmachdach versehen, dessen aussergewöhnlicher Dachstuhl im Museum für die Besucher sichtbar gemacht wurde.
Chüechlihus
built in 1526
The Museum «Chüechlihus» was constructed probably as a trading house. It is built in a style not found elsewhere in the region. The top half of the building has largely been preserved in its original state, while the two lower floors have been rebuilt and renovated several times.
Chüechlihus
construit en 1526
Le musée «Chüechlihus» a été érigée dans un style architectural qui ne se rencontre habituellement pas dans la région. Aux étages supérieurs en particulier, l’ancienne substance du bâtiment a été conservée telle qu’elle était à l’origine; les deux niveaux inférieurs ont été transformés à plusieurs reprises.
Chüechlihus
costruito del 1526
Il museo «Chüechlihus» per quel che riguarda il periodo di costruzione dell’edificio non si sa molto. L’anno fu probabilmente il 1526 e mostra un tipo di architettura che non è più stata notata nella Regione. Nel piano superiore è rimasto molto della costruzione originale mentre invece i due piani sottostanti sono stati spesso cambiati.