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(Zug, 22.6.2021, aktualisiert: 10.7.2021) Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat heute den Covid-19 Impfstoff von Pfizer/BioNTech für 12 bis 15-Jährige generell empfohlen. Dies obwohl in den vergangenen Wochen etliche schwerere Nebenwirkungen des Impfstoffes bekannt geworden sind. Der Vorstand der Vereinigung katholischer Ärzte der Schweiz und die Lebensschutzorganisation HLI-Schweiz lehnen die Impfung von gesunden Personen im fortpflanzungsfähigen Alter und insbesondere von Kindern und Jugendlichen zum jetzigen Zeitpunkt ab.
Zur Funktionsweise des mRNA-Impfstoffes
mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 liefern dem Körper der Geimpften den Bauplan für die Produktion des Spike-Proteins des SARS-Cov-2-Virus. Damit wird eine Immunantwort stimuliert. Wenn eine geimpfte Person später mit SARS-CoV-2 in Kontakt kommt, erkennt das Immunsystem die Oberflächenstruktur des Spike-Proteins, kann das Virus bekämpfen und eliminieren. Gegen SARS-CoV-2 gerichtete neutralisierende Antikörper zirkulieren im Körper und verhindern zusammen mit anderen Faktoren des Immunsystem das Eindringen des Virus in die Zellen. Auf diese Weise wird die Person vor einer Erkrankung geschützt.
Bei Geimpften ist das Spike-Protein zeitweise im Blutkreislauf
Ein Forscherteam um A.F. Ogata von der Harvard Universität in Boston (USA) hat das SARS-CoV-2-Protein im Blutplasma von Geimpften nachgewiesen. Das wurde bisher in keiner Impfstudie beschrieben. Die Messungen wurden von Dezember 2020 bis März 2021 bei 13 Mitarbeitern im Gesundheitswesen durchgeführt. Sie waren 18 Jahre und älter und hatten keine bekannte Vorgeschichte einer SARS-CoV-2-Infektion (Clin Infect Dis 30. Mai 2021).
Ein anderes Forscherteam hat herausgefunden, dass bereits minimale Mengen des SARS-CoV-2 Spike-Proteins eine Zellfusion verursachen können (iScience 8. Feb. 2021).Bei Mäusen wurde nachgewiesen, dass das S1-Protein von SARS-CoV-2 die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Es wurde durch das Blut im ganzen Gehirn verteilt, insbesondere auch im Riechkolben, dem Bulbus olfactorius nachgewiesen, aber auch in der Lunge, Leber, Nieren und Milz (Nat Neurosci 24 (2021) 368-378).
In einer vertraulichen Studie von Pfizer wurde der radioaktiv markierte Impfstoff bei Ratten intramuskulär verabreicht. Er wurde in der Leber, Milz, Nebennieren und in den Eierstöcken gefunden. Die höchste Konzentration in diesen Geweben war 8 bis 48 Stunden nach der Verabreichung. Die Frage stellt sich nun, ob der Umstand, dass bei den Geimpften das Spike-Protein und auch die Nanopartikel zeitweise im Blutkreislauf zirkulieren sowie sich in Organen verteilen, für die verschiedenen schweren Nebenwirkungen verantwortlich sind, welche bei Geimpften auftreten (swissmedic.ch).
Heftige Menstruation
Mitte Mai berichtete das Online-Portal www.apotheke-adhoc.de, dass in den sozialen Medien geimpfte Frauen über Krämpfe, heftige Blutungen und weitere Veränderungen bei der Menstruation klagen. 20min veröffentlichte am 7. Juni 2021 mehrere Fallbeispiele. Für die eindeutige Zuordnung dieses Phänomens auf die Impfung fehlen noch wissenschaftliche Studien.
Myocarditis bei jungen Männern
Mediziner aus Israel und auch aus den USA berichten, dass insbesondere bei jungen Männern nach der Impfung Herzmuskelentzündungen auftraten (Vaccine 39 (2021) 3790-3793; Pediatrics (2021) e2021052478). In Israel wird hauptsächlich der Pfizer/BioNTech-Impfstoff angewendet.
Risiko einer schweren Erkrankung bei 65-Jährigen und Älteren ist 46 mal höher als bei Teenagern bis 17
Inzwischen zeigt sich, dass die Nebenwirkungen der Impfung umso stärker sind, je jünger die Geimpften sind. Bei 1100 Kindern zwischen 12-15 Jahren gab es 2,4% schwere lokale und systemische Nebenwirkungen. Seltenere schwere Nebenwirkungen können nur mit Studien mit weit höherer Teilnehmerzahl ermittelt werden. Jedenfalls ist das Risiko durch die Impfung in dieser Altersgruppe viel höher als jenes, an Covid-19 schwer zu erkanken.
Laut des US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben gesunde Kinder unter 18 Jahren eine 99,998%ige Genesungsrate von Covid-19 ohne jegliche Behandlung. Die Hospitalisationsrate der Kinder unter 18 Jahren ist um Faktor 20 kleiner als in der übrigen Bevölkerung. Sie lag in den USA während der dritten Infektionswelle bei ca. 1,5-2 auf 100’000 in der Population der 12-17-Jährigen.[1] Bei 65+ lag die Hospitalisationsrate im selben Zeitraum bei 70 auf 100’000. Der Nutzen der Impfung bei Kindern steht somit in keinem Verhältnis zu dessen Risiko.
Die Ständige Impfkommission STIKO, die in Deutschland von 25 Fachgesellschaften unterstützt wird, erklärte am 11. Juni 2021: „Der Einsatz von Comirnaty (Pfizer/BioNTech) bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen, ist aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz möglich.“ Hingegen empfiehlt die STIKO die Impfung bei Vorerkrankungen aufgrund eines anzunehmenden erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung. Der Präsident der STIKO kritisierte das Drängen der Politik auf COVID-Impfung für Kinder. An der Diskussion sei praktisch nichts evidenzbasiert gewesen.[2]
Aufgrund dieser Informationen lehnen der Vorstand der Vereinigung katholischer Ärzte der Schweiz (VKAS) und HLI-Schweiz die Impfung von Kindern und Jugendlichen sowie von Personen im reproduktionsfähigen Alter ohne Vorerkrankungen bzw. Risikofaktoren ab. Insbesondere ist es äusserst bedenklich, dass das BAG nun 12 bis 15-Jährige den bereits bekannten Nebenwirkungen aussetzt, obwohl schon der Swissmedic-Zulassungsentscheid von anfangs Juni nicht nachvollziehbar ist. Ganz besonders problematisch ist die Tatsache, dass zwei Bundesräte zuvor schon durch ihre Äusserungen vorschnell in diese Richtung Druck ausgeübt haben. Zum jetzigen Zeitpunkt ist völlig offen, welche Konsequenzen die bisher gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse für langfristige Nebenwirkungen der Impfung haben werden.
Ausführlicheres Dokument mit Links zu den Quellen: www.human-life.ch/covid-19-impfung-jugendliche.pdf
KONTAKT:
Human Life International (HLI) Schweiz, Postfach 1307, 6301 Zug,
041 710 28 48, <email-pii>
Vereinigung katholischer Ärzte der Schweiz (VKAS), Frau Dr. Rahel Gürber, 043 818 53 83
[2] Ärztezeitung vom 20. Juni: STIKO-Chef Mertens kritisiert Drängen auf COVID-Impfung für Kinder. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/STIKO-Chef-Mertens-kritisiert-Draengen-auf-COVID-Impfung-fuer-Kinder-420672.html
Weitere Belege:
Robert Koch Institut (RKI)/Ständige Impfkommission (STIKO) vom 10.6.2021: „Wie das Epidemiologische Bulletin 23/2021 ausführt, empfiehlt die STIKO bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen aufgrund eines anzunehmenden erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer). Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen, ist aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz möglich.“
WHO vom 22.6.2021: „Children and adolescents tend to have milder disease compared to adults, so unless they are part of a group at higher risk of severe COVID-19, it is less urgent to vaccinate them than older people, those with chronic health conditions and health workers. More evidence is needed on the use of the different COVID-19 vaccines in children to be able to make general recommendations on vaccinating children against COVID-19. WHO’s Strategic Advisory Group of Experts (SAGE) has concluded that the Pfizer/BionTech vaccine is suitable for use by people aged 12 years and above. Children aged between 12 and 15 who are at high risk may be offered this vaccine alongside other priority groups for vaccination. Vaccine trials for children are ongoing and WHO will update its recommendations when the evidence or epidemiological situation warrants a change in policy.“ https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/covid-19-vaccines/advice
Wingeier B. et al., Sollen wir Kinder und Jugendliche gegen COVID-19 impfen? Prim Hosp Care Allg Inn Med 21 (2021) 223-225.