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Marthas Musikinstrumente
Deconet «ex Castelberg»-Violine
Die Komponistin Martha von Castelberg war auch eine passionierte Geigerin. Im Jahr 1917 erwarb sie bei Giuseppe Fiorini eine Violine des ursprünglich elsässischen Geigenbauers Michele Deconet (1713–1799). Diese wurde in den 1750er Jahren (als typisch italienische Violine) in Venedig erbaut, wo sich Michele Deconet nach seinen Wanderjahren niederliess.
Seit 2020 verleiht die Martha von Castelberg-Stiftung das wertvolle Instrument in Kooperation mit der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker an junge Musiker*innen. Um auf ihre frühere Besitzerin hinzuweisen, bekam das Instrument von Michele Deconet den Namenszusatz «ex-Castelberg».
Blüthner-Flügel
Kurz nachdem die junge Familie von Castelberg das eigene Haus an der Rieslingstrasse am Zürichberg bezogen hatten, erwarb Martha von Castelberg 1928 einen Flügel aus der Pianofortefabrik Blüthner in Leipzig. Das schöne Instrument aus Mahagoni-Holz kam in einem Runderker im grossen Salon im Parterre der Villa zu stehen.
Hier improvisierte Martha täglich, hier arbeitete sie an ihren Kompositionen. Da wurde auch über viele Jahre die Kammermusik gepflegt und Quartett gespielt: Die erste Geige spielte Martha (auf ihrer Deconet), der Schauspieler Ernst Ginsberg die zweite, Margarethe Mottier-Jelinek spielte an der Bratsche und Sohn Carlo am Cello.
Die Musik und der Blüthner-Flügel prägten den zentralen Raum des Hauses.
Guidos Geige: 7/8-Kindergeige
Im Nachlass der Familie von Castelberg befindet sich eine schöne 7/8-Kindergeige aus Mittenwald in Bayern. Die Stadt an der Isar wurde auch auf Grund der hervorragenden Holzqualität der langsam wachsenden Bäume in der Region zu einem wichtigen Zentrum für den Geigenbau. Mit dem im 19. Jahrhundert erbauten Instrument lernte Marthas Sohn Guido das Violinspiel, auch die Enkelin und heutige Stiftungsrätin Brida von Castelberg übte damit.