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Wirtschaft
2020 jährt sich der Geburtstag des ersten Postautos im Neuenburger Jura zum 100. Mal, wie Postauto schreibt.
Aus diesem Anlass richteten PostAuto und die Gemeinde La Brévine eine originelle Haltestelle ein, die gemeinsam mit der Haute Ecole-Arc d’Ingénierie in Neuenburg und der Monte Tamaro SA im Tessin entwickelt wurde. Die Einweihung dieser Haltestelle findet am 16. September 2020 in La Brévine statt.Vor genau 100 Jahren, am 16. September 1920, nahm das Postauto seinen Betrieb im Kanton Neuenburg auf.
Die Bewohner des Neuenburger Juras konnten fortan auf einer der vier ersten PostAuto-Linien zwischen Le Locle, La Brévine und dem Val-de-Travers fahren. In der Nachkriegszeit wurden viele Armeefahrzeuge zu Postautos umgebaut, was das Ende der Postkutschen definitiv einläutete.
Während die zwölf Kilometer lange Reise von La Brévine nach Couvet mit der Postkutsche noch rund 1 Stunde und 40 Minuten dauerte, benötigte das Postauto für diese Strecke nun etwas mehr als eine Stunde (1 Stunde und 4 Minuten). Sieben Postautofahrer standen vom ersten Tag an im Einsatz, vier von ihnen waren gleichzeitig auch Mechaniker.
Um die Fahrplanzeiten einzuhalten, wurden fünf Postautos und zwei in Reserve benötigt.Dank den motorisierten Postautos profitierte die lokale Bevölkerung von schnelleren und bequemeren Verbindungen. In den Jahren von 1920 bis 1930 wurden neue Postautolinien eingeführt: 1923 die Verbindung von Fleurier nach La Brévine, 1926 von Les Ponts-de-Martel nach Peseux und 1927 von La Chaux-de-Fonds nach Les Planchettes.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Postauto im Kanton Neuenburg einen grossen Aufschwung. 1967 beförderten die Postautos jährlich bereits 210 000 Passagiere.
Wo keine Eisenbahnen verkehrten, wurde mit dem Postauto ein neues öffentliches Verkehrsnetz geschaffen.Heute, 100 Jahre nach dem Einsatz des ersten Postautos, transportieren die gelben Postautos im Kanton Neuenburg jährlich fast zwei Millionen Fahrgäste. Sie bedienen auf 16 Postautolinien 280 Haltestellen (einschliesslich kantonsübergreifender Linien) und verkehren auf einem 250 Kilometer langen Netz im Kanton Neuenburg.Unzählige Mitarbeitende haben im Kanton Neuenburg in den letzten 100 Jahren PostAuto-Geschichte geschrieben, indem sie dafür sorgten, dass im Sommer und Winter die abgelegenen Täler bedient und die Jurahöhen mit den tiefer gelegenen Kantonsteilen verbunden werden.
Gegenwärtig arbeiten im Kanton Neuenburg 75 Fahrerinnen und Fahrer für PostAuto.Anlässlich dieses Jubiläums testet PostAuto mit seinen Partnern - der Gemeinde La Brévine, der Haute Ecole-Arc d’Ingénierie in Neuenburg, Pro Infirmis und der Monte Tamaro SA - ein Pilotprojekt für ein Buswartehäuschen in La Brévine. Dabei handelt es sich um eine vom Monte Tamaro wiederverwendete und in den Farben von PostAuto aufgefrischte Seilbahnkabine.
An der Gestaltung waren Studenten der HE-Arc d’Ingénierie beteiligt. Dieses Wartehäuschen steht an der Haltestelle «bif.
Chobert», wo die Schülerinnen und Schüler aus den umliegenden Siedlungen zu den wichtigsten Nutzern gehören. Die Haltestelle werde ihnen Schutz vor tiefen Wintertemperaturen und garstigem Wetter bieten.
Mit diesem Pilotversuch möchte PostAuto zusammen mit seinen Partnern die Möglichkeit prüfen, ob man in anderen abgelegenen Regionen allenfalls weitere nicht mehr benötigte Kabinen aufstellen könnte.Am 16. September 2020 feiert PostAuto gemeinsam mit seinen Partnern, den Weilern der Gemeinde La Brévine und weiteren am Jubiläum beteiligten Orten 100 Jahre Postauto im Kanton Neuenburg. Aus diesem Anlass werde die erste Wartekabine getestet, zudem schildert eine Ausstellung die Geschichte des Postautos in der Region..
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