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L'ombra di Caravaggio
Regie: Michele Placido
Darst.: Riccardo Scamarcio, Louis Garrel, Isabelle Huppert, Micaela Ramazzotti, Tedua, Vinico Marchioni, Lolita Chammah, Moni Ovadia, Brenno Placido, Lorenzo Lavia u.a.
Italien 1609. Der Maler Michelangelo Merisi, besser bekannt als Caravaggio, flieht von Rom nach Neapel. Da er im Streit einen Konkurrenten erschlagen haben soll, hat ihn ein Gericht des Papstes zum Tod verurteilt. Unter dem Schutz der mächtigen Marchesa Costanza Colonna wartet Caravaggio auf die Gnade des Papstes. Dieser beauftragt einen als «L’ombra» bekannten Inquisitor mit Ermittlungen gegen den «verfluchten» Künstler. Mehr als das Tötungsdelikt interessiert den Papst indes, was sich hinter Caravaggios Werken verbirgt, die zahlreiche Kirchen und Kathedralen schmücken. Denn es geht das Gerücht um, dass die Menschen, die dem Maler Modell stehen, ein nicht gerade christliches Leben führen. «L’ombra» soll Caravaggio davon überzeugen, seiner Kunst abzuschwören, um sein Leben zu retten. Zuvor spürt der Inquisitor aber Bekannte des Malers auf. Zu ihnen gehören der Kunstmäzen und Sammler Kardinal Del Monte, der akademische Maler Giovanni Baglione, Caravaggios erbittertster Rivale, und die schöne Prostituierte Lena, in die sich Caravaggio verliebt hat und die er in vielen seiner Gemälde als Jungfrau Maria verewigte. Der italienische Regisseur und Schauspieler Michele Placido – als Kardinal Del Monte in einer Nebenrolle zu sehen – hat sein raffiniert mit kriminalistischen Elementen angereichertes opulentes Historiendrama prominent besetzt: Louis Garrel ist «L’ombra», Isabelle Huppert die Marchesa Costanza Colonna und der in Italien sehr bekannte Schauspieler Riccardo Scamarcio verkörpert den berühmten Barockmaler. Das Publikum in Italien, Frankreich und der Westschweiz, wo der Film bereits gelaufen ist, war begeistert. Vittoria Scarpa schreibt auf cineuropa.org: «‹Ich suche nach der Wahrheit›, darauf beharrte Caravaggio stets, und es scheint, dass Michele Placido das auch mit seinem Film anstrebt. ‹L’ombra di Caravaggio› ist sehr präzis in Bezug auf Drehorte und Kostüme, zeigt die schmutzigen Strassen, staubigen Kleider sowie die historischen Möbel und Gegenstände. Es fliessen Blut und Schweiss, die fleischliche, menschliche Seite von Caravaggios Gemälden manifestiert sich perfekt auf der Leinwand. Die grösste Stärke des Films aber ist, wie Aspekte der Realität in die Werke des Malers einfliessen, wie Dieb:innen, Vagabund:innen und Prostituierte auf den Leinwänden des Künstlers wie auf einer Bühne erscheinen und von ihm in ewige Kunstwerke verwandelt werden.»