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Hinter jedem Produkt stehen Menschen
Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.
Die Produzentenorganisation Guaya`b in Guatemala
Die Gemeinde zeichnet sich durch eine relativ niedrige Alphabetisierungsrate von nur 60% aus. Nur 19% der Bevölkerung sind ökonomisch aktiv. Viele junge Personen gelangen auf illegalem Weg nach Mexiko um dort bei der Kaffeeernte zu arbeiten und das verdiente Geld nach Hause zu schicken.
Stabilität und Erhöhung des EinkommensDurch die von GUAYA'B generierten Umsätze konnte mehr Stabilität in die Gemeinde gebracht werden. Neben der Erhöhung der Einkommen, die die Befriedigung der Basisbedürfnisse gewährleistet, konnte ein Teil der Gewinne in die Gemeinde reinvestiert werden. Durch die FAIRTRADE-Prämie wurden die Gemeindedemitglieder außerdem bei Darlehensvergaben und der Bezahlung von Arzt- und Begräbniskosten unterstützt. Mitglieder der Gemeinde werden von GUAYA'B zusätzlich durch niedrige Zinsen auf Darlehen vor skrupellosen lokalen Kreditgebern geschützt. Die Frauen der Gemeinde werden in den Bereichen Ernährung und "Business Training" speziell geschult.
Umwelt und nachhaltige ProduktionsweiseDie Gemeinde entschied sich außerdem dafür in Projekte für ökologische Nachhaltigkeit zu investieren. Auf diese Weise gelang es unter anderem die Abfallproduktion zu verringern und die Produktivität zu erhöhen. Es war zudem möglich technische Unterstützung in der organischen Produktionsweise zu finanzieren. Dadurch konnte unter anderem die Qualität der Kaffee- und Honigproduktion gesteigert werden. Am Rande von Jacaltenango wurde außerdem der Bau einer Mühle ermöglicht, die es vielen Produzenten ermöglicht, schneller und billiger als in der Vergangenheit zu produzieren.
Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.
Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.
Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.
Rechte stärken, Lebensalltag verbessern
Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.
Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.
Prämie und politische Teilhabe
Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.
Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.
Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.