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Die Infrastruktur sei auch durch gezielte Angriffe der Kriegsparteien schwer beschädigt. Allein in Syrien gehe schätzungsweise 60 Prozent des geförderten Wassers wegen defekter Leitungen verloren. Die aus ihrer Heimat vertriebenen Millionen an Bürgerkriegsflüchtlingen würden das Problem noch einmal erheblich vergrössern. «Wenn nicht bald etwas passiert, droht ein Zusammenbruch (des Wasser-Systems)», meinte der Schweizer bei der Vorlage eines Berichts weiter.
Schon ohne die verheerenden Einflüsse von Krieg und jüngsten Dürren hätten viele Staaten damit zu kämpfen, ihre wachsende Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. In vielen Fällen werde Ab- und Brauchwasser völlig ungenügend entsorgt und so zur Gesundheitsgefahr für die ohnehin gesundheitlich geschwächte Bevölkerung.
Bisher habe vor allem der Einsatz des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes Schlimmeres verhindert. Dank Notreparaturen von Leitungen und anderer Infrastruktur seien 9,5 Millionen Menschen mit Wasser versorgt worden, hiess es. 600'000 Menschen hätten Wasser durch Tanklastwagen oder in Flaschen bekommen.