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Schmetterlingsraupen verpuppen sich nicht
Frage:
Seit 25 Jahren nehme ich alle Rüebli-Raupen (Schwalbenschwanz) vom Garten nach Hause, füttere und pflege sie, bis sie sich verpuppen und entlasse sie dann wieder in die Natur. Ich lernte in den vergangenen Jahren einige Parasiten kennen. Nun habe ich aber eine bis jetzt einmalige Erfahrung gemacht: Meine acht schönen Raupen, die ich in Pflege hatte, sind alle unfähig, sich zu verpuppen, obwohl sie gross und gesund aussehen. Eine Raupe wurde sogar schwarz. Kann es sein, dass sie es in den letzten Wochen auf meinem Balkon zu heiss hatten?
Frage gestellt am 22. Juli 2016
Antwort:
Vermutlich hatten es die Raupen tatsächlich zu warm. Es ist empfehlenswert, ein Minimum-Maximum-Thermometer aufzuhängen, um die Temperaturspitzen zu messen. 40 °C sind eine grosse Herausforderung für die Raupen. Wichtig ist, dass die Raupen genügend Feuchtigkeit bekommen. Damit sie ein feuchtes Klima haben, kann man den Behälter von Zeit zu Zeit vorsichtig einnebeln. Achtung: Das Futter darf keinesfalls nass werden, weil die Raupen dies schlecht vertragen und weil dies Schimmelpilze fördern könnte. Tipp: Äste besprühen oder feuchte Tücher in der Nähe aufhängen. Auf diese Weise kann die Luft in der Umgebung mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Ebenso wichtig ist eine gute Durchlüftung des Raupenkastens. Abhilfe könnte auch eine andere Futterpflanze schaffen oder ein Standort im Freien, welcher der Sonneneinstrahlung weniger ausgesetzt ist.
Bild: Yannick Chittaro