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Abkommen über Handelserleichterungen (TFA) der Welthandelsorganisation (WTO) tritt in Kraft. Die nötigen 110 Mitgliedsstaaten haben es ratifiziert. Das als Meilenstein geltende Abkommen dürfte die globalen Exporte um 1000 Milliarden Dollar jährlich anschieben.
WTO-Generaldirektor Roberto Azevedo präsentiert die zwei letzten Ratifikationen am Mittwoch in Genf. Der Durchbruch für das Abkommen wurde vor vier Jahren an der Ministerkonferenz in Bali erzielt. Es ist das erste multilaterale Handelsabkommen seit der Schaffung der WTO Mitte der 90er-Jahre. Laut der WTO dürfte es zu jährlich 1000 Milliarden Dollar zusätzlichen Exporten führen.
Bis 2023 dürfte das Abkommen 2,7 Prozentpunkte pro Jahr zum weltweiten Exportwachstum beitragen. Das soll das weltweite Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozentpunkte antreiben. 2015 gab die WTO zudem Schätzungen mit weiteren ökonomischen Prognosemodellen bekannt, die gar zusätzliche Exporte zwischen 1100 und 1300 Milliarden Dollar jährlich prognostizieren.
Das Abkommen betrifft die Landwirtschaft, die Entwicklungshilfe und die Handelserleichterungen durch den Abbau von Bürokratie beim Zoll. Vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) profitierten davon, sagte der Schweizer WTO-Botschafter Didier Chambovey der Nachrichtenagentur SDA.
Entwicklungsländer sollen bei der Umsetzung des Abkommens unterstützt werden, sagte Chambovey. «Dieses Abkommen könnte als Inspiration für weitere aktuelle Initiativen dienen», die derzeit in der WTO diskutiert würden, sagte er, insbesondere im Bereich der Dienstleistungen und Investitionen.
(sda)