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Texaid spüre einen Rückgang von 5 bis 15 Prozent beim Verkauf von gebrauchten Kleidern, sagt Mediensprecherin Lilly Sulzbacher. Dies vor allem in der Ukraine, in Russland, aber auch in afrikanischen Ländern – «dort vor allem wegen der Ebola-Epidemie».
Texaid ist Marktleader und sammelt und verkauft Kleider im Auftrag von Schweizer Hilfswerken. Um die gespendete Second-Hand-Ware loszuwerden, versuche man nun, neue Märkte zu erschliessen, so Sulzbacher weiter.
«Diese sind hauptsächlich in Osteuropa; neu kam zum Beispiel auch Griechenland dazu.» Die noch tragbaren Stücke werden dort, in wirtschaftlich schwächeren Ländern, zu einem für die Leute erschwinglichen Preis verkauft, sagt die Texaid-Sprecherin. Sie werden also nicht verschenkt, wie viele Menschen annehmen – obwohl Texaid für Hilfswerke wie etwa die Caritas sammelt.
Texaid-Kleider gratis abzugeben ist zu teuer
Sulzbacher erklärt das so: «In Krisenregionen versuchen Hilfswerke Kleider ortsnah zu kaufen.» Das sei wesentlich günstiger, als die von Texaid in der Schweiz sortierten Kleidungsstücke gratis abzugeben. «Dafür müssten die Hilfswerke jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag aufwerfen.» Texaid beschäftige 160 Mitarbeiter, die nach hierzulande üblichen Tarifen entlöhnt würden, sagt Sulzbacher.
Die Firma sammelt also im Auftrag von Hilfswerken Kleider, verkauft sie auf Secondhand-Märkten und gibt die Erlöse den Hilfswerken weiter. Im letzten Jahr waren das rund 6 Millionen Franken – das entspricht 90 Prozent des Firmengewinns.