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Der Dalai Lama traf in Genf Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi. Er bedankte sich für die Gastfreundschaft in der Schweiz und zeigte sich beunruhigt über die Folgen der Klimaerwärmung für Tibet.
Die Klimaerwärmung stelle für Tibet eine viel grössere Gefahr dar als "die politische Bedrohung". Das Oberhaupt der Exiltibeter bat Simoneschi in einem Gespräch um Unterstützung in dieser Sache.
"Der Dalai Lama bat mich, dieses Thema bei Aussenministerin Micheline Calmy-Rey einzubringen, damit es bei den internationalen Diskussionen einbezogen wird", erklärte Simoneschi am Donnerstagmorgen nach dem Treffen mit dem religiösen Oberhaupt Tibets.
Nach Ansicht eines chinesischen Klimaexperten hat die Gletscherschmelze im Himalaya katastrophale Folgen für diese Region, wo die grossen Flüsse Asiens entspringen.
Der Dalai Lama bedankte sich bei der Bevölkerung und der Regierung der Schweiz für die Gastfreundschaft. Er erinnerte daran, dass die Schweiz für 4000 Tibeterinnen und Tibeter zu einem neuen Zuhause geworden sei, während er selber "seit 50 Jahren ohne Zuhause" sei. Es freue ihn, dass diese Tibeter in der Schweiz einen friedlichen Hafen gefunden hätten, sagte er.
Das Treffen mit dem Dalai Lama, seine herzliche Menschlichkeit habe sie tief berührt, sagte Simoneschi. "Er hat von Beginn weg meine Hand ergriffen. Ich bin tief bewegt."
swissinfo.ch und Agenturen