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Eine neue Studie zeigt, dass bei Patienten mit Migräne Nackenschmerzen üblicher waren als Übelkeit, welche als entscheidende Charaktereigenschaft von Migräne betrachtet wird.
Das Entdecken, dass Nackenschmerzen häufiger vorkommen bei Migräne als Nausea, schien eine Überraschung zu sein, denn in beinahe keinen Büchern wird dies erwähnt. Ausserdem komme es auch nicht in den „International Headache Classification II“ vor.
Als wir dieses Resultat das erste Mal an einem Meeting der American Academy of Neurology vorstellten, waren die Antworten der Spezialisten einheitlich: energisches Nicken und Zustimmung. Weil diese Erkenntnis etwas ist, was viele erfahrene Kopfschmerzspezialisten bereits bemerkt, jedoch nie davon berichtet haben.
Die prospektive Studie beinhaltete 113 Patienten mit Migräne, welche ihre Anzahl Attacken seit mindestens einem Monat von episodenhaft bis chronisch hatten. Die Patienten wurden eingeschätzt bezüglich der Intensität der Kopfschmerzen sowie der Präsenz von Nausea und Nackenschmerzen. Es wurden Daten von 2411 Kopfschmerztagen gesammelt, die 786 Tage beinhalteten in denen die Patienten Migräne hatten.
Unabhängig von der Intensität der Kopfschmerzen und der Zeit der Behandlung, wurde die Migräne häufiger begleitet von Nackenschmerzen, als von Nausea (P<0.0001). Die Prävalenz der Nackenschmerzen in Verbindung mit der Chronizität der Kopfschmerzen wechselte von episodenhaft bis zu chronischen täglichen Kopfschmerzen.
Laut Dr. Calhoun verknüpfen viele Ärzte die Anwesenheit von Nackenschmerzen mit dem Typ der Spannungskopfschmerzen. So wird vielen Patienten zu Therapien mit Muskelrelaxantien, Tranquillizern oder anderen Analgetika geraten.
Eine nicht beantwortete Frage ist laut Dr. Calhoun der Aspekt der zugrunde liegenden Pathophysiologie. „Der Nackenschmerz könnte möglicherweise ein Zeichen sein von zentraler Sensibilisierung und/oder ein Marker für Chronizität der Migräne, was jedoch zuerst noch erwiesen werden müsste.“
Randolph W. Evans, MD Houston, Texas sagte, dass diese Erkenntnisse möglicherweise vorherige Feststellungen wiederholen. Trotzdem können sie sehr hilfreich sein, um Migräne zu differenzieren von anderen Typen von Kopfschmerzen. Denn etwa die Hälfte der Personen, die an Migräne leidet nicht realisieren, dass sie Migräne haben.
Till Sprenger MD, San-Francisco hob hervor, dass die durch den Trigeminus, sowie C1 und C2 angeregten Areale zu Schmerzen führen können. Und vor allem, dass diese Neuronen während den Migräneschmerzen sensibilisiert sein können.
Dr. Evans, Dr. Calhoun und Dr. Sprenger sind sich darin einig, dass die Entdeckungen nicht eine wirkliche Überraschung seien. Trotzdem sei es wichtig, dass es passende ausgeführte Proben gebe, die bestätigen, dass Nackenschmerzen ein integriertes Symptom von Migräne darstellt.
Viele Kopfschmerzpatienten haben abbildende Untersuchungen typischerweise ein MRI durchführen lassen, bevor sie sich von einem Kopfschmerzspezialisten haben untersuchen lassen. Die meisten dieser bildgebenden Untersuchung seien in diesem Falle laut Dr. Sprenger unnötig.
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