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Zu den unplanmässigen Zugstopps kam es bereits am vergangenen 23. und 24. November. Gemäss einer damaligen Mitteilung der SBB hatte an jenem Donnerstag ein stecken gebliebener Zug im morgendlichen Berufsverkehr zu grossen Verspätungen auf der Strecke Genf - Lausanne geführt.
Die Schweizer "Eisenbahn-Revue" machte nun publik, dass es sich um Störungen des Zugsicherungssystems ETCS handelte. Nach dem Zwischenfall vom Donnerstagmorgen habe die SBB entschieden, den Einsatz des mit ETCS-Geräten von Siemens ausgestatteten Rollmaterialtyps zwischen Nyon und Gland zu stoppen, was zum Ausfall der halbstündigen RegioExpress-Verbindungen geführt habe. Ersatzweise hätten gewisse Interregio-Züge in Rolle, Gland und Allaman angehalten.
Noch im Verlaufe des Tages hatte sich gemäss dem Bericht der Eisenbahn-Revue herausgestellt, dass das Einschalten einer Sendeantenne in Gleisnähe die Störungen ausgelöst habe. Diese Antenne sei daraufhin wieder abgeschaltet worden. Anschliessend seien keine Störungen mehr aufgetreten.
Ein SBB-Sprecher bestätigte auf Anfrage, dass die Störung an den beiden Tagen in unregelmässigen Abständen Zwangsbremsungen an rund einem Dutzend RegioExpress-Zügen auslöste. Die betroffenen Züge hätten eine Verspätung von 10 bis 20 Minuten erhalten.
Als Ursache konnte eine Antenne von Swisscom Broadcast eruiert werden, wie die Swisscom auf Anfrage bekannt gab. Die Antenne sei ausser Betrieb genommen worden. Über diesen Antennenstandort sei der Hochseefunk gelaufen, der nun über andere Antennen geführt werde, sagte eine Swisscom-Sprecherin. Es seien keine weiteren solchen Fälle bekannt.
Gemäss dem SBB-Sprecher hat die Zugsicherung funktioniert: Die Züge seien sofort angehalten worden, als die Kommunikation zwischen den Systemkomponenten an den Gleisen und im Zug gestört worden seien. Als Folge der Störung seien rund 25 Züge vorzeitig gewendet worden.
(SDA)