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Saskia Holmkvist
Role Control, Video, 8min, 2008 / In Character, Video, 9min, 2008
Die Filme Role Control und In Character, beide aus dem Jahr 2008, ergänzen sich insofern als sie in reziproker Weise eine Erzählung entwickeln, die soziale Strategien und Rollenspiele untersucht. Die zwei Filme beginnen mit vier Typen von „Gesprächssituationen“ mit entgegengesetzten Zielen: ein Vorstellungsgespräch, eine Befragung, ein Therapiegespräch und eine diplomatische/politische Vermittlung. Während des Films entwickelt sich eine Meta-Erzählung, die sich mit methodischen Ähnlichkeiten, die in diesen unterschiedlichen Situationen vorkommen, beschäftigt, und zwar mit der intersubjektiven Position der Berufe, die auf die eine oder andere Weise mit dem Format des Interviews arbeiten
Die Drehbücher der Filme basieren auf Recherchen und Begegnungen mit Personen aus diesen Berufsfeldern. Während der Filme tauschen die SchauspielerInnen langsam ihre Rollen und verschieben das Gespräch über eine Grenze hinaus, so dass der Dialog seine Bedeutung verändert und die/der ZuschauerIn gezwungen ist, eine neue Interpretation für die Situation zu finden. Dadurch, dass es sich um die gleichen SchauspielerInnen handelt, geschieht dieser Wechsel auf sehr subtile Weise; man gleitet in völlig andere Szenarien, die jedoch ganz ähnliche Strukturen aufweisen.
Die Arbeiten werfen Fragen auf hinsichtlich der feinen Grenzlinie zwischen Rhetorik und Machtdemonstration in Gesprächen, die sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum besteht.
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