Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03283.jsonl.gz/402

Kleinlebewesen
Gewässer beherbergen eine speziell angepasste Pflanzen- und Tierwelt. Für die Charakterisierung des Gewässerzustands eignen sich neben den Fischen auch die von blossem Auge erkennbaren, wirbellosen Kleinlebewesen als gute Indikatoren (Makrozoobenthos). Dazu gehören Vertreter verschiedener Gruppen wie Krebse, Muscheln, Schnecken, Strudelwürmer, Egel, Insektenlarven, Käfer u. a. Diese in der Gewässersohle lebenden Organismen (Makrozoobenthos) haben zum Teil sehr unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum und reagieren oft empfindlich auf sich verschlechternde Umgebungsfaktoren wie Wasserqualität, Strukturgüte etc. Die regelmässige Untersuchung der tierischen Lebensgemeinschaften anhand der vom Bund empfohlenen Methodik nach Modul-Stufen-Konzept erlaubt es, den biologischen Zustand watbarer Gewässer zu bewerten und im Rahmen von Erfolgskontrollen die Auswirkungen von Revitalisierungen zu überprüfen. Der Qualitätsindex IBCH dient dabei als Grundlage. Bei diesem Standardverfahren geht man davon aus, dass in einem naturnahen, stofflich unbelasteten Gewässer mehr Insekten- als Nichtinsektenarten leben und auch die Biodiversität höher ist als bei anthropogen belasteten Gewässern.
Die Wiese und die mit Wiesewasser gespiesenen Nebengewässer in den Langen Erlen (Neuer Teich, Mühleteich, Otterbach, Weilmühleteich) sind seit vielen Jahren von guter bis sehr guter biologischer Qualität und reich an seltenen, bedrohten Tierarten. Dennoch lässt sich dieses Potenzial mit gezielten Revitalisierungen noch erhöhen, was andernorts die Wiederbesiedelung verbessern kann.
Aufgrund von chemischen Belastungen und der morphologischen Situation ist der biologische Zustand von Birsig, St. Alban Teich und Dorenbach seit Jahren mässig bis unbefriedigend.