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Die Neuenburger Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass rund 28'000 Stimmzettel der Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg bei internen Abstimmungen gefälscht worden seien. Dieser mutmassliche Betrug soll zum Scheitern des Vorschlags beigetragen haben, die Verwaltung der Genossenschaft zu entlassen. Laut Neuenburger Generalstaatsanwaltschaft wäre Piller ohne gefälschte Wahlzettel abgewählt worden.
Der Freiburger Regionalchef bestreitet jegliche Beteiligung. Damien Piller habe sich in keiner Weise an der Fälschung von Wahlzetteln beteiligt, teilte sein Anwalt Philippe Leuba gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag schriftlich mit. Mehr will er zu diesem Zeitpunkt nicht kommunizieren.
Die Fälschung wurde durch eine neuerliche Auszählung der Hochschule für Kriminalwissenschaften in Lausanne aufgedeckt. Die schriftliche Abstimmung war im vergangenen November durchgeführt worden. Nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses reichte der Genossenschaftsrat Anzeige wegen Fälschung und versuchten Betrugs ein.
Wegen Verdachts der Fälschung von Briefwahlzetteln bei der Abstimmung im November 2019 wird derzeit eine Untersuchung geführt. Die Polizei verhörte am Mittwoch mehrere Personen und beschlagnahmte Material.
(AWP)