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Bei der intravesikalen (im Inneren der Blase wirkenden) Stimulation handelt es sich um eine direkte elektrische Reizung des Blasenmuskels. Für die Behandlung wird ein elektrisches Feld aufgebaut, für das ein positiver und ein negativer Pol angelegt werden. Der negative Pol befindet sich auf der Bauchdecke, dort werden mit einem Kontaktgel Elektroden auf der Haut befestigt. Der positive Pol ist auf der Spitze eines dünnen, in die Blase eingelegten Spezialkatheters angebracht.
Die Blase wird zunächst mit der definierten Menge einer Kochsalzlösung gefüllt. Während der Behandlung wird die Muskulatur in der Blasenwand in einem elektrischen Feld trainiert. Die Stimulation selbst wird als ein Kribbeln wahrgenommen und ist nicht schmerzhaft. Die einzelne Behandlung dauert 20 min, in der Regel ist für eine nachhaltige Wirkung jedoch ein Behandlungszyklus von 12 bis 15 Sitzungen in einem Zeitraum von 6 bis 8 Wochen notwendig.
Die Methode der intravesikalen Stimulation wird schon seit vielen Jahren erfolgreich bei erschwerter und unvollständiger Blasenentleerung auf Grund eines schwachen Blasenmuskels angewendet.
Die Trainingstherapie des Blasenmuskels unterstützt sehr wirksam die Regeneration der Blasenfunktion. Die Stimulation schärft die Wahrnehmung der Blasenfüllung und des Harndrang, so dass die Entleerung leichter möglich ist. Der im elektrischen Feld trainierte Muskel kann einen höheren Druck zu Entleerung aufbringen und so die Blase wieder vollständig entleeren.