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Das Einzugsgebiet des Orontes-Flusses, der den Westen Syriens von Süden nach Norden durchquert, gehört zu den Regionen, die am stärksten von dem Konflikt betroffen sind, der das Land seit 2011 erschüttert. Die öffentliche Wasserinfrastrukturen und -netze sind für die territoriale Kontrolle zentral. Aufgrund der strategischen Bedeutung des Flussbeckens kam es zu massiven Zerstörungen und Bevölkerungsbewegungen. Zwei Drittel der vier Millionen Einwohnerinnen und Einwohner dieser Region mussten in den vergangenen drei Jahren fliehen. Die Sanierung der Infrastruktur und das Wassermanagement werden nicht nur die Not der betroffenen Bevölkerung lindern, sondern auch bei einem künftigen Versöhnungsprozess eine entscheidende Rolle spielen. Ohne eine funktionierende Infrastruktur ist an eine Rückkehr der Vertriebenen nicht zu denken.
Der Bericht «Syria: The impact of the conflict on population displacement, water and agriculture in the Orontes river basin», der von syrischen Fachleuten vor Ort erstellt und von der DEZA und dem IHEID koordiniert wurde, legt eine detaillierte Erhebung der vertriebenen Bevölkerungsgruppen, des Trinkwasserzugangs sowie des Zustandes der häuslichen und landwirtschaftlichen Wasserinfrastruktur in der Region vor. Der Bericht ist Teil des von der Schweiz mitinitiierten Wasserdiplomatie-Projekts «Blue Peace», welches vom Gedanken ausgeht, dass Völker, die das Wasser gemeinsam bewirtschaften, in Frieden miteinander leben.