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Der Weg an die OL-Weltspitze ist mit einem grossen Trainingsaufwand verbunden, den ich neben dem Studium absolviere. Zeit für einen Nebenjob bleibt keine übrig! Deshalb habe ich mich entschlossen einen Gönnerclub zu gründen, um einen Teil der anfallenden Kosten für den Spitzensport abdecken zu können und dadurch auch meine Eltern finanziell ein bisschen zu entlasten.
Ich werde über die Sprint- und Mitteldistanz starten, sowie mit dem Staffelteam um eine gute Platzierung kämpfen. Ich freue mich auf jedes Daumen drücken von zu Hause und danke Euch jetzt schon für Eure Unterstützung! Nach den Weltmeisterschaften werden wir direkt nach Schweden weiterreisen und an den drei Weltcupläufen, die innerhalb des schwedischen 5-Tage-OL's (O-Ringen) stattfinden, teilnehmen. Wie viel Energie nach der WM noch übrig bleibt, werden wir dann sehen. Aber der O-Ringen im Fjällgelände rund um Sälen wird bestimmt so oder so ein weiteres Sommerhighlight!
Als erstes stand der Sprint auf dem Programm: Am Montag Morgen fand die Qualifikation statt, die mich vor keine grösseren Probleme stellte und ich mich mit einem guten Lauf für den Final vom Nachmittag qualifizieren konnte. Ich fühlte mich technisch und physisch gut gerüstet für die erste EM-Entscheidung, wusste jedoch, dass mich im Final neben den Posten im bekannten Stadt- und Parkgelände auch noch einige Posten in den unbekannten Sanddünen direkt am Meer erwarten würden... Und nach einem schlechten Einstieg und einigen Unsicherheiten bei den Posten im Freilichtsmuseum wurden mir dann genau diese Dünenposten gegen Ende des Wettkampfes zum Verhängnis. Ich verlor zu einem Posten über eine halbe Minunte. Das ist natürlich zu viel, aber auch sonst hätte es nicht für den angestrebten Top 10 Platz gereicht... Ich war nicht mit 100%iger Entschlossenheit unterwegs und verlor dadurch immer wieder Zeit. So landete ich auf dem 27. Rang, eine grosse Enttäuschung und ein Tag zum abhaken...
Schon am nächsten Tag hatte ich eine weitere Chance in der Langdistanz-Qualifikation: Aber beinahe hätte ich wegen zwei grösseren Suchaktionen im Mittelteil des Laufes den Final verpasst: 16. Rang (...und 17 Läuferinnen aus einem Heat kommen jeweils weiter), das war knapp! Zum Glück fing es am nächsten Tag im Final wieder bei Null an! Da ich wegen meiner knappen Final-Qualifikation sehr früh ins Rennen starten musste, sah ich auch fast keine anderen Läuferinnen im Wald und manchmal fühlte ich mich in den knie- bis hüfttiefen Sumpfüberquerungen fast etwas einsam. Aber es war ein riesiges Abenteuer und volle Konzentration war gefordert! Ich kam diesmal ohne grossen Fehler durch, aber kleinere Richtungsfehler summierten sich trotzdem. Ich war jedoch zufrieden mit meinem 15. Rang!
Nach einem wohlverdienten Ruhetag mit einem Footing zum Strand, einer Hafenschifffahrt und allgemeiner Erholung freute ich mich sehr auf die Mitteldistanz. In der Qualifikation lief es mir sehr gut und ich spürte, dass ich das Gelände nun immer besser im Griff hatte. Ich wollte im Final den Einstieg in den Wettkampf wieder gut erwischen und mit einer für mich üblichen Zeitinvestition gelang mir das auch sehr gut. Ab Posten 4 fühlte ich mich so richtig wohl und lief danach sehr kontrolliert und zielstrebig. Der grösste Zeitverlust verglichen mit der Bestzeit betrug ab Posten 4 bis ins Ziel 23 Sekunden zu Posten 12. Ich wurde dafür mit dem 9. Rang belohnt und für ein Diplomplatz fehlten nur gerade 10 Sekunden. Schade, aber ich war trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung und auch ein bisschen stolz, dass ich den angestrebten Top 10 Platz in diesem schwierigen Gelände schaffte!
Nach der Heimreise aus Schweden hängte ich gerade noch drei weitere Trainingstage an, wechselte jedoch die OL-Schuhe mit den schnellen Bahnschuhen aus. Zusammen mit dem LATV Erstfeld, wo mein Freund Sämi mitwirkt, absolvierte ich schöne Trainings rund um Herisau und zwei harte Einheiten auf der Bahn. Am Pfingstmontag steht nämlich der alljährliche 5000m-Test an und da ist es sicher gut, vorher ein paar Trainings auf der Bahn absolviert zu haben. Für eine Topzeit wird meine kurzfristige Vorbereitung sicher nicht reichen, aber eine Zeit unter 18 Minuten wäre gut.
Zuerst kamen im Ziel etwas Zweifel auf und ich fragte mich warum ich nicht auf Touren kam. Doch nach meiner erst seit ein paar Wochen auf guten Bahnen verlaufenden Saisonvorbereitung ist diese Leistung wohl etwas besser verständlich. Für eine ganz gute Testlauf-Serie bis am Schluss reichte die Form noch nicht, aber ich konnte mich trotzdem klar für die Europameisterschaften in Lettland (24.Mai - 1. Juni) und den Weltcup in Norwegen (20./21.Juni) selektionieren. Nun habe ich noch gute fünf Wochen Zeit um das Training zu intensivieren und an der Form zu feilen, um richtig bereit zu sein, wenn es mit den internationalen Wettkämpfen los geht!
Unser Trainierteam bot uns sehr abwechslungsreiche und technisch herausfordernde Trainings an und so ging die Woche extrem schnell vorbei. Mir machte es richtig Spass durch diese schönen tschechischen Wälder, Städte und Pärke zu laufen und so reiste mit einem guten Gefühl und einer grossen Vorfreude auf den Sommer zurück nach Hause! ...Und dank dem Intensivkurs Tschechisch mit Caroline Cejka kann ich nun immerhin schon von 1-10 zählen, einige Postenobjekte auf tschechisch benennen und jemandem sagen, dass er oder sie schöne Augen hat! :-) Ich hoffe jedoch, dass ich das Vokubular noch etwas erweitern kann, obwohl das noch ziemlich schwierig werden könnte!
Sportler mussen sich jeden Tag von sachen die anderen Leuten normal sind, zurück halten. Sie sind immer auf einer Diät und essen nur spezielle Nahrungsmittel. Und immer trainieren sie, nie können sie eine Woche frei nehmen, um sich zu erholen. Aber was ist die Motivation für einen Sportler so etwas zu machen? Wieso wollen sie Sport zu ihrer Kariere machen? Der grösste Grund dafür ist dass sie Sport lieben und dass sie dafür talentiert sind, denn nicht jeder kann gut Sport machen. Als ein weiterer Grund dient die Möglichkeit berühmt zu werden. Viele Sportler die wir heute kennen sie berühmter als die meisten Schauspieler oder Musiker.
Aber wie kann man ein guter Sportler sein oder sogar auf die Olympische Spiele gehen? Nun, um so etwas zu schaffen musst ihr zuerst rausfinden welche Sportart für euch ist. Vergisst nicht, dass auch die Wintersportarten auf den Olympischen Spielen teilnehmen. Um es am besten raus zu kriegen solltet ih es ausprobieren, viel gucken und denken wird euch nicht dabei helfen. Um eine Entscheidung zu treffen musst ihr auf das Feld rausgehen und spielen, oder ins Wasser steigen. Als solche werdet ihr aber keine Zeit für and6 haben, aber ihr werdet sicher Sport viel mehr geniessen. Und denkt daran, dass es nie zu spät ist, manche Sportarten kann man bis 70 oder 80 Jahre spielen, alles liegt blos an eurer Willenskraft und Gesundheit.
Wenn es dann funkt und ihr eure Lieblingssportart auswählt könnt ihr weiter gehen. Als nächstes solltet ihr trainieren, nimmt euch ein Ziel vor und kämpft für das selben. Ihr solltet wissen dass einmal aufhören bedeuten kann, dass ihr in der Zukunft auch solche Probleme haben werdet und dass ihr nie euer Ziehl erreichen werdet. Viele Sportler trainieren jeden Tag von 2 bis 8 Stunden. Wenn ihr dann fit seid und glaubt dass ihr gut genug seid um sich mit anderen zu messen, solltet ihr euch einen Trainer suchen und auch versuchen Geld von Sponsoren zu kriegen. Ihr solltet wissen dass euer Trainer wie ein Agent sein wird, er wird euch Motivation geben und euch ermutigen. Seine Aufgabe ist es euch in die Welt des Profisports zu bringen.
Falls ihr Sport als Hobby treibt und es auf eine Höhere Ebene bringen wollt, solltet ihr auf keinen Fall ihren Job aufgeben. Niemand weiss, vielleicht werdet ihr euch nach 3 Monaten verletzen und nicht mehr in der Möglichkeit sein Sport zu treiben. Also keine Risiken eingehen, nur euer Herz befolgen und sicher spielen. Viele wie Lea Müller haben es klein versucht, auf kurzen Strecken und in kleinen Wettbewerben und es erst später gross gemacht. Falls ihr es nicht wisst, Lea Müller ist eine erfolgreiche Olympische Orientierungsläuferin. Orientierungslauf ist sehr interessant, ihr solltet es unbedingt versuchen.
Wenn ihr dann einen Trainer habt und euch selbst in eine gute Form gebracht habt, solltet ihr versuchen in Wettbewerben teil zu nehmen. Es wird Zeit brauchen bis ihr so wirklich gut seid und eines Tages wenn ihr euch sicher seid, dass ihr ein guter Olympier sein könnt solltet ihr euch bewerben um euer Land auf den Olympischen Spielen zu vertreten.
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