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und den
Vanil Noir trägt. Beide Thalgehänge bestehen aus dünnbankigen Neocomkalken, die an manchen
Stellen durch die auflösende
Wirkung von fliessendem
Wasser, Regen und
Schnee zu grossen Karrenfeldern umgewandelt worden sind. An andern
Stellen finden
sich grosse Massen von Sturzschutt. Die unterirdisch tätige Erosion hat zahlreiche tiefe Höhlungen und Spalten
geschaffen, die zum Teil zugänglich sind. Saftige Alpweiden finden sich nur in der Thalsohle und auf einigen zwischen die
Felskämme eingeschalteten Terrassen. Die höheren Abschnitte des Vallon des Morteys werden von Gemsen, dem Schneehasen,
Schneehuhn und Auerhuhn belebt.
Hütten und Alpweiden von Les Morteys, Les Marindes, La
Case,
La Joux ès
Marroz und Oussannaz. Da das Thal völlig waldlos ist, muss das Brennholz von Maultieren oder auch von den Sennen selbst
von sehr weit her zu den Alphütten getragen werden. Reiche und bemerkenswerte Flora.
(Kt. Freiburg,
Bez. Veveyse).
Ungestümer
Wildbach; entspringt am
Niremont in 1390 m, durchfliesst die grossen Waldungen
von
Joux, La Pontaz, Les Purys und Les
Devins, sowie den n. Teil des Dorfes
Semsales und mündet nach 5 km langem
Lauf 1 km w.
von diesem Dorf in 822 m von links in die
Broye. Mittleres Gefälle im Oberlauf 12%, im Gesamtlauf 9%. Die Wasserkraft der
Mortivue, die das Dorf
Semsales schon zu wiederholten Malen schwer heimgesucht hat, wird bis heute von
der Industrie noch nicht ausgebeutet.
738 m. Schönes Landgut mit
Meierhof und Nebengebäuden sowie
einer sehr malerisch gelegenen kleinen
Kapelle, 1
km sö.
Pierrafortscha und 6 km sö. vom Bahnhof Freiburg.
18 kathol.
Ew. französischer und deutscher Zunge.
Kirchgemeinde
Marly.
Wiesen-, Acker- und Obstbau, Viehzucht.
(Valledi) (Kt. Graubünden,
Bez. Moesa).
2600-670 m. Kleines rechtsseitiges Nebenthal zum Calancathal; steigt vom Ponciono di
Claro
nach SO. ab und mündet bei
Buseno in den untern Abschnitt des Hauptthales ein. 5 km lang.
Eng und zum grossen Teil bewaldet.
Grosse Pfarrkirche mit schönem altem Glockenturm. Geräumiges Schulhaus. Ackerbau und Viehzucht. Grosse
Käserei. Hand- und Maschinenstickerei. Farbentuchdruckerei. Stark besuchte Viehmärkte. In der Nähe ein schöner
Wasserfall.
Die Pfarrkirche ist sehr alten
Ursprunges und gehörte zusammen mit dem Dorf zum Stift in Konstanz, das beide seiner
HerrschaftTannegg zuteilte. Diese war von der Mitte des 13. bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts an die
Grafen von
Toggenburg verpfändet und wurde erst 1409 vom Stift wieder ausgelöst.
Als die
GrafschaftToggenburg 1468 an das Kloster St. Gallen
verkauft wurde, beanspruchte Abt
Ulrich auch das mitten in den toggenburgischen
Landen gelegene Gebiet von Mosnang als sein Eigentum. Nach langen Unterhandlungen kam dann 1487 ein Vergleich
zustande, wonach die hohe Gerichtsbarkeit über das Dorf dem Abt von St. Gallen,
die niedere Gerichtsbarkeit dagegen dem
Bischof von Konstanz
zufiel. 1692 wurde Mosnang zusammen mit der Vogtei
Tannegg an das Kloster
Fischingen verkauft, dem es bis 1798 gehörte. In
Mosnang wird alljährlich noch
¶
mehr
an drei aufeinander folgenden Freitagen im Oktober eine sog. Freitagsprozession veranstaltet, die vom Pfarrer Stössel 1565 als
Sühn- und Busszeremonie für die damals das Land verheerende Pest angeordnet worden ist. Das Dorf war zur Zeit der Reformation
fast ganz zur neuen Lehre übergetreten, musste aber mit der Wiederherstellung der Oberhoheit des KlostersSt. Gallen
über das Toggenburg zum alten Glauben zurückkehren. Die Kirche ist zu Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut und vergrössert
worden und hat vor kurzem auch eine neue Orgel erhalten; ihre Decke ist mit schönen Fresken von Mesmer geschmückt. 1831-1861
versammelte sich in Mosnang jeweilen die Landsgemeinde des Bezirkes Alt Toggenburg. Heimat des berühmten
Architekten und Dichters Georg Müller und seines als Staatsmann bekannten Bruders J. S. Müller. Der gleichen Familie haben
schon mehrere Nationalräte angehört. 854: Masinang.