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Die Pianistin Yukiko Sugawara stammt aus dem japanischen Sapporo, wo sie zunächst von Michiko Endo unterrichtet wurde. Später studierte sie bei Aiko Iguchi am Toho Music College in Tokio und zog dann nach Deutschland, um ihre Ausbildung bei Hans-Erich Riebensahm in Berlin und bei Aloys Kontarsky in Köln abzuschliessen. Die zeitgenössische Musik bildete von Anfang an einen Schwerpunkt in ihrer künstlerischen Arbeit, wobei sie sich dem Œuvre von Helmut Lachenmann und Mark Andre besonders umfassend widmet. Regelmässig tritt Yukiko Sugawara bei den führenden Festivals für Neue Musik auf, darunter die Donaueschinger Musiktage, das Festival d’Automne in Paris, der Warschauer Herbst, das Huddersfield Contemporary Music Festival, die Biennale Berlin und die Berliner Festwochen, der Stuttgarter Éclat, das Holland Festival und Ars Musica in Brüssel. Als Solistin arbeitete sie mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Sylvain Cambreling, Peter Eötvös, Peter Hirsch, Peter Rundel, Lothar Zagrosek und Hans Zender zusammen. Nicht zuletzt spielt sie regelmässig Kammermusik, so etwa mit der Geigerin Tomoko Kiba, der Pianistin Tomoko Hemmi und der Sopranistin Yuko Kakuta. Ausserdem ist Yukiko Sugawara eine engagierte Pädagogin: Sie lehrte an den Hochschulen in Saarbrücken und Trossingen, an der Chicago Northwestern University und am Goethe-Institut New York und gab Sommerkurse in Krakau, Zaragoza, Aldeburgh, Strasbourg und Darmstadt. Zahlreiche CDs, die für Labels wie Wergo, col legno und Kairos entstanden, dokumentieren ihre künstlerische Arbeit; für ihre Einspielung von Lachenmanns Serynade erhielt sie 2001 den «Preis der deutschen Schallplattenkritik». Bereits 1972 wurde ihr der Kranichsteiner Musikpreis verliehen.
August 2019