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Bei der Akupunktur werden Nadeln verschiedener Grösse und Qualität (Gold, Silber, Edelstahl usw.) in ausgewählte Akupunkturpunkte gesetzt. Der Hautstich selber ist kaum spürbar. In einer gewissen Tiefe trifft man mit der Nadelspitze auf den Akupunkturpunkt. Dabei wird eine Nadelreaktion ausgelöst, die sich als Ameisenkribbeln, angenehme Taubheit oder eine Empfindung des Anschwellens äussert und sich wie ein Faden entlang der Meridiane ausbreiten kann. Man sagt, dass mit dem Auslösen dieser Empfindung das Qi erreicht wird. Die Punkte, die während der Akupunktur genadelt werden, haben jeweils für den Punkt typische Funktionen. So kann ein Punkt zum Beispiel helfen, Wind aus dem Körper abzuleiten und den Fluss in den Meridianen zu fördern. Ein anderer Punkt, ist besser geeignet, Feuchtigkeit aus dem Körper zu vertreiben oder Qi-Blockaden zu lösen. Je nach dem vorliegenden Krankheitsbild, sucht sich der chinesische Arzt eine Punkte-Kombination aus, die geeignet ist, das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen. Üblicherweise wird zyklusweise behandelt und vor dem nächsten Zyklus eine 2- bis 3-wöchige Pause eingeschaltet. Die Heilung im Sinne der Regulierung der betroffenen Organsysteme kann je nach Krankheit sehr rasch eintreten (Daiker I, Kirschbaum B 2002).