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Frau Johanna Haidvogl-Werder ärgert sich über Personen, die sich um einen differenzierten Sprachgebrauch bemühen. Das seien Personen mit Problemen, mit einem Weiblichkeitsfimmel, voll von Eifersucht und voll von Leidenschaft, bei jeder Gelegenheit die Männer zu verteufeln.
Frau Haidvogl denkt allzu einfach, denn sie glaubt weiter, dass heute jede Frau dieselben Chancen hätte, . wenn sie nur wolle oder fähig sei. Sie weiss offenbar nicht, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern in vielen Lebensbereichen (z.B. Wirtschaft, Wissenschaft, Politik) trotz gleichem Bildungsniveau noch immer nicht erreicht ist.
Was den Ärger von Frau Haidvogl heraufbeschwor, war der Leserinbrief von Ulrike Pittner (21.1.), worin sie schreibt, dass im Vergleich zur spanischen Nationalhymne (bz 16.1. «Die Hymne, die keiner will») die Neufassung der Schweizer Landeshymne einen menschenfreundlichen Text aufweist (www.landeshymne2004.ch).
Dass Personen, die sich um eine geschlechtergerechte Sprache bemühen, nicht das Problem sind, zeigt sich im letzten Punkt: Frau Haidvogl hat diesen Text gar nicht gelesen. Es gibt dort nämlich keine «Verhunzung» mit «Innen», wie sie schreibt. Stattdessen finden wir eine Neufassung mit wenigen Veränderungen durch eine geschlechtergerechte Sprache, die zeitgemässer wirkt. Lasst uns diese neue Fassung an der Fussball EM singen. Die Melodie kennen wir schon.
Stefanie Stadler Elmer, Liestal