Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/61940

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die schweizerische Adoptionspraxis der letzten zehn Jahre vorzulegen.</p><p>Beantwortet werden sollen insbesondere folgende Fragen:</p><p>- Welche Bedeutung misst der Bundesrat der Adoption zu?</p><p>- Welche Rolle spielt die Adoption in der Familienpolitik des Bundes?</p><p>- Soll - gemäss Bundesrat - die Zentralstelle des Bundes als öffentlicher Dienst prioritär die Interessen des Kindes oder die der Eltern wahrnehmen?</p><p>- In der Schweiz gibt es 26 kantonale Zentralbehörden. Wie garantiert der Bundesrat eine Gleichbehandlung der Eltern bezüglich der Abklärungen, der Rahmenbedingungen (Höchstalter der Gesuchstellenden; Einzeladoptionen; gesundheitliche Schwächen der Gesuchstellenden, HIV; Höchstalter der aufzunehmenden Kinder usw.) und der Wartezeit bis zum Erhalt einer Pflegeplatzbewilligung?</p><p>- Welche Kriterien gelten für die Fähigkeit des Paares zur Adoption?</p><p>- Auf welchen fachlichen Grundlagen beruhen diese Abklärungskriterien?</p><p>- Hält es der Bundesrat nicht auch für opportun, das Adoptionsverfahren zu vereinfachen und administrativ zu erleichtern sowie effizienter (maximal sechs Monate Bearbeitungsfrist) und transparenter zu gestalten?</p><p>- Welche Bedingungen sind zu erfüllen, um ein Kind adoptieren zu können (rechtsvergleichende Studie Schweiz/andere europäische Länder)?</p><p>- Verfügt der Bund über genaue Statistiken, was die internationale Adoption betrifft?</p><p>- Wie erklärt der Bundesrat, dass die Zentralstellen des Bundes und der Kantone gegenüber den Vermittlungsstellen die konkrete Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern als unerlässlich bezeichnen, obwohl diese Tätigkeiten im BG-HAÜ nicht vorgesehen sind?</p><p>- Wie erklärt sich der Bundesrat, dass in gewissen Kantonen Adoptionen z. B. aus Marokko oder über das Reisebüro En Route aus der Ukraine zugelassen werden, in anderen Kantonen jedoch nicht?</p><p>- Wie viele offizielle Adoptionsverfahren sind in der Schweiz hängig, wie viele wurden durchgeführt (Statistik der letzten zehn Jahre, im Speziellen auch Vergleich vor/nach der Einführung des Haager Abkommens)?</p><p>- Aus welchen Ländern stammen die adoptierten Kinder?</p><p>- Wie viele Einreisebewilligungen erteilte der Bund in den letzten zehn Jahren?</p><p>- Wie viele Verfahren laufen schätzungsweise inoffiziell (nicht über vom Bund bzw. den Kantonen zugelassene Vermittlungsstellen)?</p><p>- Wie werden die Bedingungen zur Freigabe eines Kindes und das Verfahren im Heimatland kontrolliert, speziell wenn es sich um einen Nichtvertragsstaat des Haager Abkommens handelt?</p><p>- Wie attraktiv sind Adoptionen, die durch staatlich beaufsichtigte Vermittlungsstellen getätigt werden, gegenüber Privatadoptionen?</p><p>- Wie garantiert der Bundesrat, dass zu adoptierende Kinder nicht aufgrund von Kinderhandel in die Schweiz gelangen?</p><p>- Warum werden Privatadoptionen nicht verboten, obwohl man weiss, dass sie häufig durch illegale Machenschaften und kommerzielle Transaktionen zustande kommen?</p><p>- Wer überprüft die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben im Adoptionsbereich?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.