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Brasilien: Beginn der Urananreicherung in industriellem Massstab
Die von der CNEN erteilte Betriebsbewilligung für die Urananreicherungsanlage Resende ist auf ein Jahr beschränkt. Die INB kann eine Verlängerung beantragen, bis die CNEN eine unbefristete Genehmigung gewährt.
Die Anlage Resende - rund 150 km westlich von Rio de Janeiro gelegen - nahm Anfang Mai 2006 den Betrieb auf. Sie benutzt die landeseigene Ultrazentrifugen-Technologie und verfügt derzeit über zwei Zentrifugenkaskaden. Es ist vorgesehen, sie bis 2012 auf zehn zu erweitern. Die INB geht davon aus, ab diesem Zeitpunkt den Uranbedarf der Kernkraftwerkseinheit Angra-1 (PWR, 626 MW) vollständig und denjenigen von Angra-2 (PWR, 1275 MW) zu 20% decken zu können. «Je mehr Uran wir anreichern, desto wirtschaftlicher wird die Anlage für unser Land», erklärte Roberto Bahia Rocha von der INB. Die Zentrifugen in Resende können nach Regierungsangaben den Uran-235-Gehalt von natürlichem Uran auf eine Konzentration von 5% anreichern.
Grosse Uranreserven und Bau neuer Einheiten
Brasiliens abbauwürdige Uranreserven werden im Jahrbuch «Uranium 2007: Resources, Production and Demand» (Red Book) der Kernenergieagentur NEA der OECD mit rund 157'000 t angegeben. Das sind laut NEA die neuntgrössten Reserven weltweit.
Der staatliche brasilianische Energieversorger Eletronuclear hatte im September 2008 der Regierung einen nationalen Energieplan vorgelegt. Er deckt den Zeitraum bis 2030 ab. Darin vorgesehen ist der Bau von Kernkraftwerkseinheiten mit einer Gesamtleistung von 4000 MW.