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Bei den Gemeindewahlen von 2016 schaffte Claudio Rugo den Einzug in den Freiburger Generalrat. Seither hat der Vertreter der Künstlerpartei auch bei anderen Wahlen sein Glück versucht: 2016 kandidierte er für den Freiburger Staatsrat. Und als es im März 2018 um den Ersatz von Staatsrätin Marie Garnier ging, trat der Jazzmusiker erneut an – wieder erfolglos. Auch seine Versuche, im Generalrat einen Kommissionssitz zu ergattern, scheitern regelmässig: Die Parteien mit Fraktionsgrösse lassen ihn jeweils abblitzen. Bei seinem Einzug in den Rat konnte er sich mit keiner Partei auf eine Zusammenarbeit einigen.
Der 53-Jährige kandidiert, um auf ein Thema aufmerksam zu machen, das ihm am Herzen liegt: Er fordert einen veganen Tag pro Woche in allen öffentlichen und halböffentlichen Kantinen. Auf den ersten Blick erscheine das Anliegen unbedeutend, sagt Rugo den FN. «Es mag wie ein harmloses Thema erscheinen, aber wenn man es genauer betrachtet, betrifft es mehrere Bereiche.» Wer sich gesund ernähre, lasse die Krankenkassenkosten nicht weiter ansteigen. Zudem sei der Fleischverzicht gut für das Klima, und die Kinder in Kindertagesstätten lernten, dass eine fleischlose Ernährung gesund und lecker sei.
Rugo ist im September 2018 mit seinem Postulat, das einen vegetarischen Tag auf Gemeindeebene forderte, im Generalrat gescheitert. Er hat mit seinen Vorstössen nur selten Erfolg. Immer wieder lehnt das Stadtparlament seine Anliegen jedoch nicht wegen inhaltlicher Differenzen ab, sondern weil es sich gegen den oft unsachlichen, auf die Person spielenden Stil von Claudio Rugo wehrt.
Rugo betont, dass er als Erster gefordert hatte, dass die lebenslange Rente für Freiburger Gemeinderatsmitglieder abgeschafft werden soll. Der Generalrat lehnte seinen Vorstoss ab, später reichten bürgerliche Parteien einen neuen Vorstoss dazu ein.
Claudio Rugo kandidiert auch für den Nationalrat; er ist alleine auf seiner Liste.