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Belgien im 18. Jahrhundert
Belgien im 18. Jahrhundert
BELGIEN UNTER DER HERRSCHAFT DER SPANISCHEN NIEDERLANDE (1522 BIS 1714)
BELGIEN UNTER DER HERRSCHAFT DER ÖSTERREICHISCHEN NIEDERLANDE (1714 BIS 1795)
BELGIEN UNTER DER HERRSCHAFT DER ERSTEN FRANZÖSISCHEN REPUBLIK (1795 BIS 1804)
1706 bis 1714 wurden im Spanischen Erbfolgekrieg weite Teile des Landes durch die Briten und die Vereinigten Niederlande besetzt. Durch die Friedensschlüsse von Utrecht und Rastatt (1713 und 1714) fielen die südlichen Niederlande an Österreich und hiessen fortan Österreichische Niederlande. Diese waren ein nahezu selbstständiger Staat, der nur durch Personalunion mit den österreichischen Landen verbunden war. In Reaktion auf die Reformpolitik Kaiser Josephs II. nach 1780, die die Autonomie des Landes einschränkten, wurde im Jahr 1790, während der Brabanter Revolution, die Unabhängigkeit der „Vereinigten Belgischen Staaten“ proklamiert. Zwar konnten die Österreicher ihre Herrschaft im selben Jahr wiederherstellen, aber 1794 wurde das Land von Frankreich besetzt und im Frieden von Campo Formio 1797 formell von Österreich an Frankreich abgetreten.