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Medien
Ex-Verlagsleiter Hans Steinacker gestorben
23.08.2021
Witten (IDEA) – Der Publizist und ehemalige Leiter des Brendow Verlages, Hans Steinacker (Witten), ist am 15. August im Alter von 89 Jahren gestorben.
Unter seiner Leitung (1981–1994) expandierte das Unternehmen in Moers stark. So nahm er den englischen Bestseller-Autor Adrian Plass („Tagebuch eines frommen Chaoten“) ins Programm. In dem Verlag erschienen auch die weltberühmten Narnia-Chroniken des englischen Schriftstellers Clive Staples Lewis (1898–1963).
Steinacker war unter anderem Vorstandsmitglied der Inklings-Gesellschaft für Literatur und Ästhetik, die sich mit den Werken von Lewis, John R.R. Tolkien (1892–1973) und Gilbert Keith Chesterton (1874–1936) befasste.
1997 erhielt Steinacker den Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur. In der Begründung hieß es, der Publizist habe in vielen Veröffentlichungen stets geradlinig, aber auch ökumenisch ausgerichtet das protestantische Bekenntnis in Wort und Bild umgesetzt, ohne einem „unbelehrbaren Eiferertum“ zu erliegen.
2002 erschien seine Autobiografie „Meine Bibel. Eine Liebesgeschichte“ (Hänssler Verlag). Steinackers Lebensmotto lautete „Lieber barfuß als ohne Bücher“, das er in seinem 2006 veröffentlichten Taschenbuch „Vom Glück des Lesens“ (Brendow Verlag) erläuterte.
2012 wurde er mit dem Goldenen Kronenkreuz der Diakonie geehrt. Er erhielt die Auszeichnung für sein ehrenamtliches Engagement im Evangelischen Seniorenwerk.
Der gelernte Kaufmann war von 1964 bis 1969 Geschäftsführer des CVJM-Westbundes und danach Leiter des Aussaat-Verlages in Wuppertal.
In der Traueranzeige seiner Familie heißt es: „Der Glaube an Jesus Christus hat seinem Leben Sinn und Freude gegeben.“ Steinacker hinterlässt seine Ehefrau Heide und zwei erwachsene Kinder.
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