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The Sisters Brothers
Regie: Jacques Audiard
Darst.: John C. Reilly, Joaquin Phoenix, Jake Gyllenhaal, Riz Ahmed, Rebecca Root, Allison Tolman, Rutger Hauer, Carol Kane, David Gasman, Philip Rosch u.a.
Die Gebrüder Charlie und Eli Sisters sind Auftragskiller im Wilden Westen der 1850er-Jahre. Während für Charlie das Töten die normalste Sache der Welt ist, hegt sein älterer Bruder Eli bisweilen Zweifel am Sinn ihres Tuns; insgeheim träumt er von einem ruhigen Leben ohne Gewalt und Stress. Doch die Realität ist eine andere, denn derzeit sind sie für den geheimnisvollen Auftraggeber «Commodore» unterwegs. Für ihn sollen sie den diebischen Goldsucher Hermann Kermit Warm zur Strecke bringen. Doch dummerweise ist hinter diesem auch Detective John Morris her – der eigentlich mehr Interesse hat, die berüchtigten Sisters Brothers zu liquidieren, als sich um den Goldsucher zu kümmern. Als die vier schliesslich aufeinandertreffen, kommt es statt zu einem Massaker zu einer überraschenden Verbrüderung. «The Sisters Brothers» ist eine Adaption des gleichnamigen, 2011 erschienen Romans des kanadischen Autors Patrick deWitt; es ist der erste englischsprachige Film von Cannes-Gewinner Jacques Audiard («Dheepan»). Mit John C. Reilly und Joaquin Phoenix als Gebrüder Sisters, Jake Gyllenhaal als Detective Morris, «Blade-Runner»-Star Rutger Hauer als «Commodore» und dem pakistanisch-stämmigen Riz Ahmed («Four Lions») als Hermann Kermit Warm, wird Audiards fulminante Westernkomödie von einem Protagonistenquintett getragen, das es in sich hat und bei der Weltpremiere im vergangenen September am Filmfestival Venedig für Begeisterung sorgte. Andreas Borcholte schrieb auf spiegel-online.de: «Der Weg von den Wäldern Oregons übers babylonisch bebende San Francisco und den pazifischen Ozean hin zu diesem süssen Männer-Utopia, wo Macker-Mätzchen mal ruhen dürfen, ist blutig und entbehrungsreich (…), aber es gibt mindestens ebenso viele tiefsinnige Gespräche am Lagerfeuer wie brutales Geballer. Hier sind Kerle zu sehen, die einen neuen Zeitgeist spüren – und sich allmählich ihrer vom Vater beigeprügelten Gewaltlogik entledigen. Das alles erzählt Audiard mit grandiosen Landschaftsbildern und einem bisher ungeahnten Talent für Humor und Dialogwitz. (…) Und wer sich für die zarte Männerseelen in Siebzigerjahre-Western wie ‹Wild Rovers›, ‹Butch Cassidy & the Sundance Kid› oder ‹McCabe & Mrs. Miller› begeistern kann, findet auch hier sein Glück.»