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LID. Die Milchverarbeitungsunternehmen suchen nach Möglichkeiten, die enorm hohen Milcheinlieferungen der Regulierverarbeitung (Butter/Magermilchpulver) zuzuführen, heisst es in einer Mitteilung der Branchenorganisation Schweizer Milchpulver (BSM) vom 18. Juli. In der zweiten Juniwoche habe sich die Lage derart zugespitzt, dass die Oberzolldirektion einer Firma kurzfristig den Veredelungsverkehr für Magermilchpulver habe freigeben müssen. Ein entsprechendes Gesuch für die Freigabe des Veredelungsverkehrs für Buttermilch bis Ende August sei zur Zeit in Bearbeitung. Die Exportbeihilfen des Bundes genügten bei weitem nicht, um die Differenz zwischen dem Inlandpreis und dem Exporterlös auszugleichen. Weil die Mittel des Preisstützungsfonds der Milchproduzenten nicht mehr ausreichten, hätten der Interventionspreis gesenkt und Selbsthilfemassnahmen der Milchpulverhersteller beschlossen werden müssen, erklärte die BSM. Unter anderem seien die Preise für Einschränkungsmilch gesenkt worden. Um die Vorgaben der Produktionsdrosselung in den Käsereien bis Ende Oktober ohne eine übermässige Belastung des Veredlungsverkehrs erfüllen zu können, solle in den kommenden Wochen eine verbesserte Absprache und allenfalls eine Neuverhandlung des Lieferrhythmus‘ zwischen den Käsereien und den Milchabnehmern erfolgen.
Mediendienst Nr. 2576 vom 25. Juli 2002