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Kurz
Phase 7 ist der argentinische Versuch einer schwarzen Komödie in Post-Apokalyptischen Setting. In einem unter Quarantäne gestellten Wohnblock muss ein notorischer Nichtstuer seine hochschwangere Frau von seinen paranoiden Nachbaren beschützen.
Lang
Hauptberuflich ist Nicolás Goldbart als Editor für die fliessenden Schnitte in Filmen zuständig. In „Phase 7“ versuchte er sich erstmals als Regisseur und Drehbuchautor. Mit überschaubarem Erfolg.
Goldbart legt seine Einflüsse relativ selbstbewusst auf den Tisch: der Plot stammt aus „Rec“, der spärliche Synthie-Soundtrack könnt aus jedem x-beliebigen John Carpenter-Film stammen und der Erzählstil und die Charakterzeichnung der Hauptfiguren ist „Shaun of the Dead“ pur. Diese Referenzen tönen alle vielversprechend, doch leider weiss „Phase 7“ nicht worauf er seinen Fokus legen soll. Für eine schwarze Komödie zu lasch, für eine kritische Auseinandersetzung mit dem egomanischen Überlebensdrang zu plump, für einen Pandemie-Film null furchteinflössend.
Die 95 Minuten bieten zwar vereinzelte Lichtblicke, die ersten 15 Minuten unterhalten prächtig und ein triefend blutiger Headshot sorgt auch für einen einzelnen Gore-Höhepunkt, aber auf die ganze Filmdauer bezogen, zieht sich der Streifen unnötig in die Länge. Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auf und die Konklusion am Schluss ist bescheiden. „Phase 7“ gefällt im Ansatz und punktet mit seinem argentinischen Scharm, aber es fehlt an Energie und Originalität um sich von den unzähligen anderen Filmen aus Bio-Apokalyptischen-Subgerne abzuheben.