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Schneeflocken rieseln zu Boden. Es schneit und alles scheint in Watte gepackt. Doch auf dem Neuschnee macht jeder Schritt knirschende Geräusche. Woran liegt das?
Schnee besteht aus Eiskristallen. Das sind sechsstrahlige, symmetrische Sternchen. Von jedem Strahl gehen wieder kleine Äste ab, die sich weiter verästeln. Der Schnee, über den wir gehen, enthält unzählige von diesen Miniatur-Eisästchen. Sie zerbrechen, wenn wir auf sie treten.
Jedes Eiskristall-Ästchen ist zwar mikroskopisch klein, wenn aber Millionen davon brechen, entsteht das typisch knirschende Geräusch.
Je kälter, desto lauter
Wie leise oder laut der Schnee knirscht hängt vom Alter des Schnees und von der vorherrschenden Temperatur ab: Je wärmer es wird, desto beweglicher werden die Eiskristalle.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt können sie sich verbiegen ohne zu brechen. Ein Wasserfilm, der die Reibung verringert, liegt bei dieser Temperatur über den Kristallen. Die Folge: Es knirscht leiser.
Sinken die Temperaturen weiter, wird ab minus 7 Grad Celsius das Eis spröde. Bricht es, gibt es ein lautes Knirschen. Es gilt also: Je kälter es ist, desto lauter knirscht der Schnee.