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Facts & Figures
Energieverbrauch Schweizer Hotellerie
Gemäss eigenen Auswertungen der erweiterten Energieverbrauchstatistik der Industrie und des Dienstleistungssektors (1999-2001) entsprach der Energieverbrauch der Hotellerie fürs Jahr 2001 in etwa 8.2% des Gesamtenergieverbrauchs des Dienstleistungssektors von 145'946 TJ oder 1.4% des Schweizer Gesamtenergieverbrauchs von 861'780 TJ (TJ = Tera Joule). Das Schweizer Durchschnittshotel verbraucht pro Jahr rund 600 MWh Energie und emittiert dabei 93 t CO2.
Energiekosten, die aus dem Verbrauch resultieren
Das durchschnittliche Schweizer Hotel gibt rund 3% seines Totalumsatzes, d.h. rund 50'000 CHF für Energierohstoffe aus. Die Kosten für Rückstellungen und Unterhalt der technischen Anlagen, die häufig in engem Zusammenhang mit der Energienutzung stehen, können durchschnittlich nochmals gut 3% des Umsatzes betragen. In der Summe resultieren daher durchschnittlich rund 100'000 CHF pro Jahr für den Energiebedarf. Dabei sind die Kosten für Investitionen noch nicht berücksichtigt.
Höchstwerte zeigen Sparpotenzial auf
Im Vergleich der schweizerischen Dienstleistungsbranchen fällt der spezifische Energieverbrauch pro Beschäftigten und Jahr im Gastgewerbe mit 24 MWh am höchsten aus. Der spezifische End-Energieverbrauch pro Beschäftigten lag im Gastgewerbe damit weit höher als der Durchschnittswert für die Dienstleistungsbranchen von 17 MWh. Die Energiekennzahlen für das durchschnittliche Schweizer Hotel (Energiekennzahl Wärme 236 kWh/m2/a und Strom 124 kWh/m2/a) liegen rund 20% (Wärme) respektive 45% (Strom) über dem SIA Kennwert für bestehende Bauten, was auf ein bedeutendes Energiesparpotenzial des Schweizer Hotelparks hinweist.
Energiekennwerte erklärt
Wie wird ein energetisch effizienter Betrieb definiert?
Energie-Effizienz bedeutet allgemein das Verhältnis von Energieaufwand zu Energiedienstleistung. Der Energieverbrauch in einem Gebäude verteilt sich auf einzelne Energieträger. Für die Hotellerie ist dies hauptsächlich Elektrizität, Heizöl, Gas und Fernwärme. Eine Aussage über die effiziente Verwendung machen Energie-Verbrauchskennwerte wie z.B. der jährliche Heizölverbrauch pro beheizte Fläche oder kWh/m2,a oder MJ/ m2,a.
Was den Produktionsenergieverbrauch betrifft, also der Energieverbrauch ohne Verwendung für Raumwärme und Warmwasser wie Allgemeinstrom, Kochgas etc., so werden Energiekennwerte bezüglich beheizter Fläche, Umsatz oder Dienstleistungen errechnet und mit entsprechenden Standardwerten verglichen.