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Flexible Technologie
Die Asterisk Bedeutung/Asterisk Definition leitet sich aus dem englischen Wort für die Sternchen-Taste auf der Telefontastatur ab. Es handelt sich um eine kostenlose Open-Source Programmiersprache/Framework (Programmier-Baukasten) für moderne Telefonanlagen. Als “Asterisk PBX” wird eine komplett fertig programmierte Telefonanlage auf Basis des Asterisk-Frameworks bezeichnet.
Die Asterisk Zukunft wird mit zahlreichen Schnittstellen gestaltet, welche die Verbindung zu verschiedensten Telefon-Technologien zulassen. Am häufigsten verwendet werden chan_dahdi und chan_sip. chan_dahdi ist ein Treiber für ISDN- und Analoge (FXO/FXS) Schnittstellenkarten. chan_sip ist der Treiber, welcher die Verbindung zu VoIP-Providern (Asterisk SIP Trunk Configuration, Asterisk SIP Configuration) über das so genannte SIP-Protokoll ermöglicht. Die gleichen Treiber können auch genutzt werden, um interne Telefone (ISDN, Analog und SIP) mit dem System zu verbinden. Es werden sogar zahlreiche unterschiedliche ISDN-Protokolle von der ganzen Welt unterstützt. Der ISDN-Standard ist nämlich nicht weltweit einheitlich geregelt, so dass man eine ISDN-Karte in den USA anders ansteuern muss, als hier in Europa.
Es gibt noch zahlreiche weitere Treiber, z.B. zur Verbindung von Handys via Bluetooth und deren anschliessende Nutzung als Telefonleitung.
Mit all diesen Schnittstellen-Treibern ist Asterisk extrem flexibel. Es gibt in dem Sinn auch keine Mengenbegrenzung. Die einzige Grenze stellt die Server-Hardware dar, auf welcher der Asterisk läuft. Möchte man mehrere hundert Telefone anschliessen, sollte man die CPU-Performance und den RAM-Speicher im Blick behalten. Auch können nicht unbegrenzt viele Schnittstellen-Karten eingebaut werden. Das Motherboard hat hier in der Regel Platz für 4-6 Karten. Stattdessen können Sie aber auch auf so genannte ISDN-VoIP-Wandler zurückgreifen. Diese bieten ISDN-Ports für die Telefonleitung an und werden am anderen Ende über einen Netzwerkanschluss und via SIP mit dem Asterisk verbunden.
Sie sehen, dass die Asterisk Zukunft Ihnen eine perfekte Hybrid-Telefonanlage liefert. Es gibt eigentlich nichts, was nicht möglich wäre. Damit eignet sich Asterisk perfekt, um in Zukunft eine Brücke zwischen konventioneller Technologie und moderner VoIP-Telefonie zu schlagen.
Es gibt für Asterisk sogar ein SS7-Modul. Das SS7-Protokoll nutzen Telefongesellschaften weltweit, um Telefonate zwischen ihren Netzen zu vermitteln. Das SS7-Netz ist also sozusagen das Internet für öffentliche Telefonanrufe. Somit wären Sie theoretisch in der Lage, mit einem Asterisk-System sogar eine kleine Telefongesellschaft aufzubauen.
Die PBX (Telefonanlage)
Die Idee von Asterisk ist es, daraus auf schnellste Art und Weise eine Telefonanlage bauen zu können. Asterisk an sich ist leider noch keine Telefonanlage. Aber es ist ein Baukasten mit einer riesen Fülle an Modulen und Code-Komponenten. Mit diesen kann ein Programmierer dann eine vollwertige Telefonanlage aufbauen.
Dazu gehört unter Anderem: Die Integration des externen Telefonanschlusses, die Integration der internen VoIP-Telefone, der Aufbau eines Wählplans (welches Telefon klingelt wann?), die Konfiguration eines Voicemail-System zum Aufzeichnen von Anrufbeantworter-Nachrichten und der Anschluss von Fax-Geräten.
Beim Fax-Gerät wird die Lücke zur konventionellen Telefonie geschlossen mit einem so genannten Analog-VoIP-Gateway (ATA-Box). Damit machen Sie ein analoges Fax-Gerät VoIP-fähig.
Bei der externen Anbindung könnte noch eine ISDN-Karte zum Einsatz kommen. So können Sie intern über VoIP telefonieren, sind nach aussen aber noch in der alten Telefonie-Welt unterwegs. Allerdings bricht dieser Teil immer mehr weg wg. der ALL IP Strategie der Telefongesellschaften, welche eine Abschaltung des ISDN-Netzes in den nächsten Jahres beschlossen haben.
Die Asterisk Community
Besonders schön an der Asterisk Zukunft ist, dass es eine extrem grosse Community von mehreren tausend Programmierern gibt, welche das Projekt unterstützen und weiterentwickeln. Bei einem Open-Source-Projekt wie Asterisk ist dies die Lebensgrundlage.
Welches Telefonie-Problem Sie auch lösen müssen, welche exotische Telefonie-Funktion Sie auch umsetzen möchten, Sie werden in der Asterisk Community extrem schnell Hilfe finden.
Dadurch, dass Asterisk ein globales Projekt in ca. 175 Ländern weltweit ist, gibt es auch überall Asterisk-Programmierer, welche Sie engagieren können, um Ihr Projekt zu unterstützen. Dies ist auch ein Grund, warum selbst grosse Telefongesellschaften zumindest für einen Teil ihrer Telefonie-Server auf Asterisk setzen.
Mit der AstriCon gibt es zusätzlich noch eine jährlich statt findende Entwickler-Konferenz in Orlando (USA) für Asterisk-Entwickler.
Was ist ein Asterisk-System und warum ist es eine zuverlässige Basis für die Zukunft?
Server Hardware Auswahl
Cloud-Lösung
Die mittlerweile am meisten verbreitete Form ist ein virtueller Server in einem Rechenzentrum. Dort wird die Asterisk Zukunft dann in Form einer Virtual PBX betrieben. Auch die VoIP-One Telefonanlagen werden in fast allen Fällen als Virtual-PBX ausgeliefert. Sie haben extrem tiefe Anfangskosten, da Sie keine eigene Hardware anschaffen müssen.
Ausserdem ist Ihr System extrem skalierbar (Asterisk Skalierbarkeit). Die Systeme laufen auf Hochleistungsrechnern mit gigantischen CPUs, RAM und Speicherlösungen. Wächst Ihr Unternehmen, kann mit ein paar Klicks auch die Performance Ihrer Telefonanlage erhöht werden.
An das Rechenzentrum müssen allerdings sehr hohe Anforderungen gestellt werden. Suchen Sie sich einen Partner mit höchster Verfügbarkeit (Wenn die Telefonie nur 1 Std. ausfällt, tut dies den meisten Unternehmen bereits weh). Sie sollten ausserdem darauf achten, dass der Anbieter geographisch in Ihrer Nähe ist (z.B. Zürich) und dass er mehrere sehr gute “Peering-Partner” hat. Die Peering-Partner sind sozusagen die Internet-Provider in einem Rechenzentrum.
Die Internet-Leitungen des Rechenzentrum-Partners müssen extrem tiefe Latenzzeiten haben, damit Sie immer eine hohe Sprachqualität haben.
Möchten Sie Ihren Asterisk auch in Zukunft noch lokal in Ihrem Büro auf einem Hardware-Server laufen lassen, dann muss man noch ein wenig bei der Grösse unterscheiden.
Industrie Appliances
Für Unternehmen mit einer Asterisk Zukunft bis ca. 50 Mitarbeiter gibt es sehr gute Industrie-Appliances, welche für den Einsatzzweck eines 24/7 Betriebes optimiert wurden. Dabei empfehlen wir Ihnen, darauf zu achten, dass in dem Gerät möglichst keine Mechanik mehr vorhanden ist, damit Ihr Asterisk VoIP Server besonders gut gegen Ausfälle geschützt ist. Verwenden Sie z.B. eine SSD an Stelle einer Festplatte. Die SSD muss in jedem Fall auch für einen 24/7 Betrieb ausgelegt sein.
Verwenden Sie keine Consumer-Komponenten, welche nur für max. 8 Std. Betrieb am Tag gedacht sind. Achten Sie darauf, dass das Netzteil extern ist. Das Netzteil ist meist das erste, was nach einigen Jahren kaputt geht. Dann werden Sie es sehr schnell auswechseln wollen, ohne gross Geräte aufschrauben zu müssen. All diese Faktoren berücksichtigen wir auf unserer Hardware-PBX “VoIP-One PBX Mini”.
High-End 19″-Server
Eine Asterisk Zukunft mit mehr als 50 Mitarbeitern müssen Sie aus Performance-Gründen auf einen richtigen 19″-Server zurückgreifen. Dabei empfehlen wir Ihnen, mehrere Festplatten oder noch besser SSDs in einem RAID-Verbund zusammenzuschliessen. So funktioniert Ihr System auch dann noch, wenn mal eine Festplatte/SSD ausfällt. Gleiches gilt für die Netzteile. Sie sollten in jedem Fall ein redundantes Netzteil verwenden.
Setzen Sie auf einen Hersteller, der sich besonders viele Gedanken gemacht hat, damit man bei einem Defekt sehr schnell an die verschiedenen Hardware-Komponenten kommt. Wir sind in diesem Fall grosser Fan der HP DL380 Serie. Die Geräte waren bei uns immer extrem zuverlässig und sind sehr gut für die laufende Wartung ausgelegt.
Asterisk-Umgebung
Betriebssystem
Asterisk wurde entwickelt für Linux und andere UNIX-Derivate. Das hat den Vorteil, dass in der Regel keine Lizenzgebühren für das Betriebssystem anfallen. Sie sollten also in jedem Fall fit sein im Umgang mit Linux oder eine hohe Lernbereitschaft mitbringen, sich in dieses komplexe Thema einzuarbeiten.Linux gibt es in verschiedenen so genannten Distributionen. Jede Distribution bringt andere Tools und eine andere Management-Methoden für das Betriebssystem mit sich.
Wir empfehlen in erster Linie Debian Linux. Es ist eine der ältesten Linux-Distributionen, wird von einer riesigen Community gepflegt und ist extrem robust. Echte Bugs sind eine absolute Seltenheit bei Debian. Ausserdem gibt es eigentlich jede freie Linux-Software als vorgefertigtes Debian-Paket zur Installation. Debian ist Upgrade-fähig und kann immer auf dem neuesten Stand gehalten werden.
An zweiter Stelle für Ihre Asterisk Zukunft steht bei uns CentOS. Dies ist eine freie Variante des Redhat Linux und nahezu vollständig kompatibel dazu. Es können eigentlich alle Redhat-Software-Pakete auch auf CentOS installiert werden. Der Vorteil von CentOS ist, dass es extrem lange Release-Zyklen hat. Diese haben eine Laufzeit von ca. 10 Jahren.
Das bedeutet, dass 10 Jahre lang keine Software-Update durchgeführt werden müssen und dies ist speziell für den kommerziellen Einsatz interessant. Man kann sich auf die Entwicklung eigener Software konzentrieren und muss nicht alle paar Monate viel Arbeit dafür aufwenden, seine Software an Software-Updates der zugrunde liegenden Server-Software anzupassen.
Nicht empfehlen für Ihre Asterisk Zukunft tun wir aufgrund unserer Erfahrungen Ubuntu. Ubuntu ist vor allem im Desktop-Bereich extrem verbreitet. Es basiert grundsätzlich auf Debian, ist aber wesentlich schneller bei der Implementierung neuer Software. Diese übermässige Schnelligkeit hat in einem Umfeld von hochzuverlässigen Servern aber den Nachteil, dass der Anwender häufig als Betatester genutzt wird.
Die Software ist meist noch gar nicht ausgereift. Für eine Telefonanlage ist das Gift. Hier muss man sich auf die Zuverlässigkeit verlassen können. Die heutigen Features von Asterisk sind bereits so umfangreich, dass man auf neuere Versionen ruhig auch ein paar Monate warten kann und dafür dann eine solide Funktionalität erwarten kann.
Entwicklungsumgebung
Da die Konfiguration und Programmierung des Asterisk Servers über einfache Text-Dateien durchgeführt werden, ist der Einsatz der geläufigen konsolenbasierten Text-Editoren nano, emacs oder vim vollkommen ausreichend für die Programmierung. Wünschen Sie sich mehr Komfort in der Umgebung Ihres Desktop-Betriebssystems, können Sie auch einen umfangreiches GUI wie z.B. Eclipse einsetzen. Beim Einsatz von Eclipse müssen Sie sich lediglich Gedanken machen, wie Sie die Dateien zwischen Server und Desktop synchronisieren. Für die Bearbeitung der Datenbank können Sie ganz klassisch auf phpMyAdmin zurückgreifen.
Telefonie Hardware
Folgende Telefonie-Hardware steht Ihnen für Ihre Asterisk Zukunft zur Verfügung…
VoIP-Analog-Gateways
Die so genannten ATA-Boxen bieten Ihnen 1 oder mehrere analoge Telefonanschlüsse, an welche Sie alte Analog-Geräte anschliessen können. Auf der anderen Seite meldet das Gerät Sie über das Netzwerk via VoIP am Asterisk-Server an. Die häufigsten Einsatzzwecke sind Faxgeräte, Türsprechanlagen und Lift-Telefone.
VoIP-ISDN-Gateways
Ein ISDN-Gateway hat auf der einen Seite 1 oder mehrere ISDN-Ports. Auf der anderen Seite ist ein Netzwerk-Anschluss. Die Box wandelt die ISDN-Signale in VoIP-Signale um und umgekehrt. So können Sie Ihren Asterisk-Server mit dem ISDN-Netz verbinden oder aber auch ISDN-Telefone VoIP-fähig macht. Dieser zweite Einsatzzweck ist in der Praxis allerdings kaum anzutreffen. Es ist günstiger grad ein richtiges VoIP-Telefon zu kaufen und dann auch direkt von allen neuen VoIP-Features zu profitieren.
VoIP-GSM-Gateways
Möchten Sie Geld sparen bei Anrufen ins Mobilfunknetz, so gibt es wie bei Analog und ISDN auch für GSM-Mobilfunk Gateways. Auf der einen Seiten werden die SIM-Karten Ihres Anbieters eingeschoben und das Gerät verbindet sich über die GSM-Antennen mit dem Provider.
Auf der anderen Seite besitzen auch diese Boxen einen Netzwerk-Anschluss und verbindet sich via VoIP mit dem Asterisk. Der Nachteil von einem VoIP GSM Gateway für Asterisk ist, dass Sie nicht die originale Anrufer-Nummer im Display Ihres Handys sehen, sondern Sie sehen immer nur die GSM-Nummer der SIM-Karten, die Sie ins Gateway geschoben haben. Das macht die Anwendung insgesamt weniger attraktiv.
Schnittstellenkarten
Alle 3 bislang genannten Gateway-Arten (Analog, ISDN und GSM) gibt es auch in Form von Schnittstellenkarten. Dabei werden die Karten direkt in Ihren Asterisk-Server eingebaut und der Asterisk greift direkt auf die Karten zu, über einen extra Treiber. Schnittstellenkarten haben stark an Bedeutung verloren. In der Anfangszeit wurde sehr viel über Schnittstellenkarten realisiert.
Mittlerweile sind die Gateways aber so gut und robust geworden, dass sie keine Nachteile mehr gegenüber den Schnittstellenkarten haben. Ganz im Gegenteil. Bei einer Schnittstellenkarte muss ich immer Sorge haben, wenn ich meinen Server wechsel, ob die Schnittstellenkarte auch in der neuen Server-Hardware noch läuft. Mit Gateways bin ich zudem viel flexibler. Ich kann x-beliebig viele Gateways anschliessen. Schnittstellenkarten waren auf einige wenige pro Server begrenzt.
Türsprechanlagen
Türsprechanlagen waren in der Vergangenheit wahnsinnig komplizierte Konstrukte an elektrischer Installation. Sie benutzten besonders bei komplizierteren Anwendung einen speziellen Bus, über den alle Klingeln usw. miteinander verbunden wurden. Mittlerweile zieht auch in diesem Bereich die IP-Welt ein.
Es gibt speziell für den gehobenen Bereich, wo auch Videokameras in der Gegensprechanlage integriert sein soll eigene Lösungen, welche komplett auf dem offenen SIP-Protokoll basieren und so via VoIP an Ihre Asterisk Zukunft angeschlossen werden können. Inkl. Video! Denn Asterisk beherrscht von Haus aus auch Video-Telefonie.
Audio-Steuersystem
Vom Hersteller Snom gibt es eine Hardware, welche Telefon und Verstärker in einem Gerät vereinen und es somit ermöglicht, Beschallungssysteme für Durchsagen anzuschliessen auf Büroetagen, in Empfangsbereichen, in Einkaufszentren, auf Flughäfen oder Wartesälen, in Kirchen oder Moscheen, in Hotels oder Krankenhäusern. Das Gerät kann sowohl via SIP VoIP-Telefonie angesteuert werden, als auch via Multicast.
Relais-Steuerung und mehr
Es gibt mittlerweile sogar elektrische Relais für Ihre Asterisk Zukunft, welche direkt über SIP angesteuert werden. So können Sie z.B. mit einem Anruf die Schranke vom Parkplatz öffnen oder Gruppen-Anrufe zusätzlich auf einer externen Glocke oder einem Drehlicht signalisieren.
Eines dieser Geräte, das wir gefunden haben, ist das RTD112Y IP-Netzwerk-Relais SIP PoE der Firma Elcom. Wir gehen davon aus, dass es weitere exotische Geräte für ganz spezielle Anwendungsbereiche gibt. Aber die wichtigsten haben wir Ihnen hier vorgestellt.
Arten von Telefonen
VoIP-Tischtelefone
Am häufigsten gestalten unsere Kunden ihre Asterisk Zukunft mit VoIP-Tischtelefonen. Wir achten dabei natürlich bei der Auswahl unserer Geräte, dass diese extrem businesstauglich, hochwertig verarbeitet, bedienerfreundlich und langlebig sind. Äusserlich werden Sie kaum einen Unterschied zu ihrem bisherigen ISDN-Telefon feststellen.
Das einzige was auffällt ist, dass immer mehr Geräte mit schönen Farbdisplays auf den Markt kommen. Die Direktwahltasten sind immer häufiger über das Display oder über zusätzliche LCD-Displays zu beschriften. Kleine Zettelchen von Hand geschrieben gehören damit der Vergangenheit an.
Die neuesten Gerräte verfügen sogar über Touchscreens und es kommen erste Telefone auf den Markt mit eingebautet Videokamera, um auch direkt Videokonferenzen am Telefon machen zu können. Schauen Sie in unserem Webshop vorbei, um einen Überblick über aktuelle VoIP-Telefone zu erhalten.
DECT-Funktelefone mit VoIP-Anschluss
Am zweit häufigsten werden DECT-Funktelefone via SIP und die dazugehörigen SIP-Basisstationen am Asterisk angemeldet. Viele fragen sich, warum man nicht direkt über das WLAN telefoniert, wenn man doch schon auf VoIP umsteigt. DECT darf aus rechtlichen Gründen z.B. wesentlich stärkere Funksignale senden und man hat so besseren Empfang und eine bessere Sprachqualität.
Ausserdem ist der so genannte Handover sehr ausgereift. Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass wenn Sie von einer Funkzelle in eine andere laufen, ihr Gespräche unterbrechungsfrei beibehalten wird. Lesen Sie über die genauen Hintergründe bitte diesen Artikel auf unserer Webseite.
PC mit Softphone
Ebenfalls sehr häufig anzutreffen sind so genannte Softphones. Diese werden auf Ihrem PC/Mac installiert und simulieren ein echtes Telefon. Sie telefonieren dabei über Headset und können direkt am Bildschirm wählen. Sie können auch Video-Telefonate führen, da heute fast jeder neue Computer und Laptop mit integrierter Videokamera ausgeliefert wird.
Ein Softphone hat den Vorteil, dass Ihr Schreibtisch mehr Platz frei hat und dass Sie Ihr Softphone auch direkt mit Drittsoftware verknüpfen können. So können Sie beispielsweise auf jeder x-beliebigen Webseite einen Anruf durch einen einfachen Klick auf die Rufnummer starten.
Smartphone (4G/LTE/WLAN)
Eine besonders praktische Art der Telefonie ist der Einsatz eines bestehenden Smartphones. Auf diesem kann eine so genannte Softphone-App wie Bria installiert werden und schon machen Sie aus Ihrem Smartphone ein VoIP-Telefon, welches in Ihre Asterisk Zukunft integriert werden kann. Es gilt aber zu beachten, dass dieser Einsatzbereich eher als Ergänzung zu betrachten ist, wenn Sie z.B. eine Geschäftsreise in ein Hotel haben und ohne Roamingkosten mit Ihren Kollegen telefonieren möchten. Bei Telefonie über WLAN ist jederzeit mit Unterbrüchen der Sprachübertragung zu rechnen. Lesen Sie dazu bitte diesen Artikel von uns. WLAN ist im Standard leider einfach nicht dafür ausgelegt, dass darüber realtime-Anwendungen wie Telefonie abgewickelt werden.
Damit Sie richtig über WLAN telefonieren können, wären so genannte VoWLAN-Netze erforderlich, welche ca. 5-6 mal so viel kosten, wie ein normales WLAN. Lesen Sie dazu auch diesen Artikel von uns. Wir forschen in diesem Bereich laufend für Sie weiter und testen aktuell z.B. neue so genannte Sprachcodecs, die die digitalisierte Sprache für WLAN-Netze optimieren.
Was bereits heute sehr gut funktioniert ist die VoIP-Telefonie über das 4G-/LTE-Netz. Und das kommende 5G-Netz wird diesen Anwendungszweck noch weiter verbessern.
Was noch besonders viel Spass macht ist, dass Sie im Smartphone bereits eine eingebaute Kamera haben. Sie erhalten somit direkt auch ein Video-Telefon in Kombination mit Ihrem Asterisk. Die Video-Telefonie muss allerdings von Ihrem Provider unterstützt werden. VoIP-One unterstützt standardmässig Video-Telefonie über SIP.
WLAN-Telefon
Die letzte Telefon-Art sind so genannte WLAN-Telefone, welche ausschliesslich über WLAN in die Welt Ihrer Asterisk Zukunft eingebunden werden. VoIP-Funktelefone sind wahnsinnig selten. Wir haben vielleicht 2-3 Modell am Markt gefunden und diese sehen bereits jetzt in die Jahre gekommen aus. Da ist der Einsatz eines Smartphones als WLAN-Telefon wohl der gebräuchlichste Weg.
Was aber durchaus häufiger vorkommt sind Tischtelefone mit WLAN-Schnittstelle. Diese ist entweder direkt in das Gerät eingebaut, wie bei den neuesten Yealink-Telefonen oder aber kann über einen WLAN-USB-Stick nachgerüstet werden wie bei fast allen aktuellen Telefonen vom Hersteller Snom.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang unsere Hinweise aus dem vorigen Absatz zu Smartphones und WLAN. WLAN und VoIP passen eigentlich sehr schlecht zusammen. Es gibt Produkte vom Netzwerk-Hersteller aruba (HP-Tochter) und Cisco-Meraki, welche auf VoIP-Optimierte Produkte anbieten. Diese müssen noch entsprechen aufwändig konfiguriert werden.
Asterisk und die Zukunft der Telefonie
Probleme der traditionellen Telefonie
Das Problem der traditionellen Telefonie war, dass enorme finanzielle Mittel nötig waren, um in den Markt einsteigen zu können. Um konventionelle Telefonanlagen herzustellen waren grosse Fabriken und Massen an Ingenieuren notwendig. Sämtlich Telefonanlagen-Logik wurde in elektronischen Chips und Hardware-Platinen abgebildet.
Jeder Hersteller entwickelte seine eigenen Protokolle, mit denen die Telefone mit der Telefonanlage kommunizierten. Es war nicht möglich ein Telefon von Hersteller A an einer Telefonanlage von Hersteller B zu betreiben. Es gab nur sehr wenige Hersteller und diese hatten freie Hand bei der Preisgestaltung ihrer Telefonanlagen-Produkte.
Telefonanlagen kosteten bereits für kleine Firmen mit vielleicht 20 Mitarbeitern schnell einmal $ 50’000. Kein Vergleich zu heutigen Asterisk-Systemen. Auch der ganzen Preisgestaltung um das gesamte Telefonanlagen-Umfeld herum waren die Kunden schutzlos ausgeliefert. War die Telefonanlage beispielsweise nach wenigen Jahren kaputt oder das Unternehmen ist so weit gewachsen, dass es eine grössere Telefonanlage brauchte, passten die bestehenden Telefone natürlich nicht mehr zum neuen Modell. Es musst direkt alles ausgewechselt und neu gekauft werden.
Auch umgekehrt: Gab es ein neues Telefon am Markt mit neuen Funktionen, konnte dies natürlich nicht mehr an die bestehende Telefonanlage angeschlossen werden. Es musste wieder die gesamte System-Landschaft ausgetauscht werden.
Gleich hat es sich mit Ersatzteilen verhalten. Diese waren nicht nur teuer, nein, nach wenigen Jahren waren sie überhaupt nicht mehr verfügbar und so hiess es erneut: Bitte die gesamte Systemlandschaft austauschen. Es gibt keine Ersatzteile mehr.
Paradigmenwechsel
Disruptive Technologie
Asterisk hat dieses unfaire Ungleichgewicht zwischen Kunden und Telefonanlagen-Herstellern grundlegend auf den Kopf gestellt. Mit Asterisk war es plötzlich hunderten und tausenden IT-Unternehmen auf der ganzen Welt möglich, eigene Telefonanlagen-Produkte für deren Kunden zu entwickeln.
Die Konkurrenz stieg und die Preise sanken um ein vielfaches.
Open Source
Kommt hinzu, dass die Asterisk Zukunft grundlegend auf Open-Source-Technologien basiert. Es setzt zentral auf das offene SIP-Protokoll, mit welchem sich die VoIP-Telefone mit dem Asterisk verbinden. Aus war das Spiel von “neue Telefonanlage kaufen, weil es ein neues VoIP-Telefon am Markt gibt”. Auch können Kunden mit ihren Telefonen jederzeit zu einem anderen VoIP-Anbieter wechseln, falls sie mit dem alten Anbieter nicht mehr zufrieden sind. Die gebräuchlisten Telefone von Snom, Mitel und Yealink werden eigentlich von allen Anbietern unterstützt.
Die Innovation wurde extrem beschleunigt. Dadurch, dass 1000de Programmierer sich an der Weiterentwicklung von Asterisk beteiligen, kamen innerhalb kürzester Zeit die neuesten Technologien, wie z.B. WebRTC oder sehr neue Sprachcodecs wie OPUS hinzu. Video-Telefonie wurde ebenfalls innerhalb kürzester Zeit implementiert und so geht es immer weiter.
Asterisk ist nach unserem Wissensstand der Haupttreiber für den schnellen Umstieg von ISDN auf VoIP auf der ganzen Welt. Selbst grosse Telefonanbieter setzen teilweise oder ganz auf Asterisk für ihre Systeme.
Wechsel auf Software-Systeme verschlafen
Diese riesen Revolution haben die alten Giganten nicht kommen sehen. Am Anfang haben Sie die Asterisk Zukunft sogar extrem belächelt und überhaupt nicht ernst genommen. Diese Giganten, die Asterisk belächelt haben, mussten sich nur wenige Jahre später mit ehemaligen Konkurrenten zusammenschliessen, um überleben zu können. Einige sind sogar bereits ganz vom Markt verschwunden, wie der ehemalige Riese Nortel, welcher bereits 1895 in Kanada gegründet wurde.
Auch von anderen ehemaligen Riesen sieht man immer weniger Produkte am Markt.
Das Versprechen der Open-Source-Telefonie
Das Haupt-Versprechen der Open-Source-Telefonie mit Asterisk ist, dass es kein Aufdoktrinieren von Telefonie-Hardware und -Software mehr gibt. Sie investieren extrem Zukunftssicher und erhalten Gerätschaften, welche kompatibel zu verschiedensten Herstellern sind.
Sie erhalten auch Zugriff auf grosse Mengen an Entwicklern, die Ihnen bei der Wartung Ihres Systems behilflich sein können. Kommen Sie mit einem Lieferanten nicht mehr zurecht, finden Sie sicher eine Alternative. Das war in der Vergangenheit nicht zwingend der Fall.
Ausdrücklich warnen möchten wir vor dem erneuten Versuch von Monopolen, wie sie aktuell wieder aufkommen und im kompletten Gegensatz zu einer Asterisk Zukunft stehen. Ein konkretes Beispiel ist das Produkt Microsoft Teams. Um dieses nutzen zu können, geben Sie all die Vorteile der SIP-Telefonie wieder auf, bei der sämtliche Telefone mit verschiedenen Telefonanlagen kompatibel sind.
Microsoft Teams braucht Microsoft Teams Telefone. Sie lassen sich wieder in ein Gefängnis von nur einem einzigen Hersteller sperren. Gerade Microsoft hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie gerne mal über Nacht ihre Strategie komplett ändern und bestehende Produkt von heute auf morgen wertlos werden.
Natürlich sind die Features verlockend. Aber wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie zumindest ähnlich starke Funktionen mit Open-Source-Produkten in Kombination mit innovativen Produkten kleinerer Hersteller realisieren können.
Sprachverarbeitung
Mit Ihrer Asterisk Zukunft erhalten Sie verschiedenste so genannte Channels und verschiedenste Codecs. Ein Channel ist jeweils für eine andere Telefon-Technologie zuständig. Z.B. gibt es einen Channel für Analog&ISDN, einen Channel für Mobiltelefone und einen Channel für SIP-VoIP-Kanäle.
Hinzu kommen bei VoIP eine ganze Reihe an Codecs. Ein Codec legt fest, auf welche Art und Weise ein Sprachdatenstrom digitalisiert wird. In wie grosse Datenpakete wird der Datenstrom unterteilt und wie stark wird die Sprache komprimiert? Dafür ist der Codec notwendig. Asterisk unterstützt z.B. “GSM” für Schmallbandverbindungen bei schlechten Internetverbindungen, “Asterisk alaw Codec” für die vom ISDN-Protokoll bekannte Qualität und “G.722” für HD-Telefonie mit extrem hoher Sprachqualität.
All diese Channels und Codecs kann Asterisk vollständig miteinander mixen. Jede Kombination von Asterisk Codecs und Asterisk Channels ist möglich. So können z.B. Konferenzräume mit Mitarbeitern aufgebaut werden, welche sich auf unterschiedlichste Art und Weise einwählen.
Spracherkennung
Die Asterisk Zukunft hat mehrere Möglichkeiten, um gesprochene Sprache in Text zu verwandeln (Speech-to-Text). Zum einen hat es ein bereits eingebautes Tool, um diese Aufgabe zu übernehmen. Zum Anderen kann man auch die mächtige Spracherkennungs-Software von Google einbinden, welche auf Android-Telefonen zur Spracherkennung genutzt wird. Dies ist möglich mit der Google Voice Recongnition API.
Ist das nicht fantastisch? Sie können in Ihrer Business-Telefonanlage von der schnellen Entwicklung in diesem Bereich aus der Mobilkommunikation und dessen laufender Verbesserung profitieren.
Es gibt im wesentlichen 2 Einsatzzwecke für Spracherkennung:
- IVR-Sprachmenüs können statt über Tasten (Drücken Sie die 1 für Support) direkt über Sprache bedient werden.
- Voicemails können nicht mehr nur als Sprachdatei an den Empfänger per E-Mail gesendet werden, sondern die aufgezeichnete Nachricht kann vorher noch in Text übersetzt werden und so können Sie die Voicemail-Nachricht auch direkt lesen, wenn die Umstände für ein Abhören einmal ungünstig sind.
HD-Voice
Wie bereits im Abschnitt Sprachverarbeitung erwähnt, unterstützt Asterisk mit dem offenen G.722 Codec auch HD-Telefonie. Auch der OPUS-Codec, welcher ein ganz frischer, neuer Teil der Asterisk Zukunft ist, soll HD-Telefonie ermöglichen. Bei einem HD-Telefonat haben Sie das Gefühl, Ihr Gesprächspartner steht direkt neben Ihnen. Ausserdem wird das Buchstabieren von Namen mittels Namensalphabet (Anton, Berta, Cäsar) meist überflüssig, weil die Telefonverbindung nicht mehr grosse Teile der gesprochenen Sprache “verschluckt”.
Eine Einschränkung gibt es. HD-Telefonie ist in der Regel nur innerhalb der Firma möglich. Da das öffentliche Telefonnetz mit ISDN- und Analog-Telefonen noch keine HD-Telefonie kannte, wird spätestens beim Übergang ins öffentliche Telefonnetz wieder in einen konventionellen Codec (G.711) übersetzt.
Die Herausforderung von Video-Konferenzen
Einfache Video-Telefonate mit 2 Teilnehmern unterstützt Ihre Asterisk Zukunft von Haus aus. Eine Herausforderung ist es, einen Video-Konferenzraum mit mehr als 2 Teilnehmern aufzubauen. Dabei müssen die Videosignale von allen Anrufern aufgezeichnet werden, zu einem Signal mit allen Videos nebeneinander zusammengemixt werden und dann z.B. über eine spezielle Webseite wieder ausgegeben werden.
Dies erfordert einiges an Programmieraufwand.
Wi-Fi
Wir sehen in der Wi-Fi- oder auch WLAN-Telefonie eine grosse Zukunft. Die Idee, dass jeder Mitarbeiter einfach sein eigenes Smartphone zücken kann, um Firmengespräche zu führen, ist einfach charmant. Dafür muss sich die WLAN-Technologie und die VoIP-Codecs noch weiterentwickeln.
Es gibt wie gesagt bereits Lösungen von z.B. aruba (eine HP-Tochter), welche WLAN-Netze inkl. VoIP-Support unterstützt. Die Preise sind aber für ein normales KMU einfach noch zu hoch. Wir hoffen, dass sich die Systeme weiter verbreiten und die Preise fallen werden.
Bei den VoIP-Codecs ist der OPUS-Codec ganz neu. Wir haben ihn gerade diese Woche in unserem Asterisk-System integriert. Der OPUS-Codec soll ich auch an geringe Bandbreiten anpassen und gewisse Zeitverzögerungen und Aussetzer ausgleichen. Wir werden das jetzt im Alltag testen und wünschen uns sehr, dass er eine grosse Verbesserung bringt.
Wi-MAX
Wi-MAX ist eine dem WLAN ähnliche Technologie, welche besonders hohe Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung über weite Strecken erreicht. Dabei wird es zum Einen eingesetzt, um 2 Fix-Stationen über den Luftweg miteinander zu verbinden. Zum Anderen darf es offiziell als 4G-Technologie bezeichnen.
Ab ca. 2005 haben ICT-Unternehmen weltweit damit begonnen teilweise Wi-MAX-Netze aufzubauen. Nur kurze Zeit später, im Jahr 2006, kam LTE auf den Markt und verdrängte die Wi-MAX-Technologie, welche heute praktisch keine Bedeutung mehr hat.
Unified Messaging
Unified Messaging bezeichnet eine Technologie, bei der verschiedenste Kommunikationskanäle (Sprache, SMS, E-Mail, Fax, Voicemail, Chat) in einem System in eine einheitliche Form gebracht werden. Die meisten Dinge kann Asterisk von Haus aus.
Beispielsweise werden Sprachnachrichten vom Anrufbeantworter als Sprachdatei per E-Mail an den jeweiligen Empfänger gesendet. Das gleiche gilt für Fax-Nachrichten, welche in ein PDF umgewandelt und per E-Mail gesendet werden.
Ein SMS-Gateway kann programmiert werden, wenn ein Mobiltelefon an den Asterisk angeschlossen wird.
Für Instant Messaging / Chat gibt es zum einen eine direkte XMPP-Integration. Dem Standard-Protokoll für Instant-Messaging. Darüber lassen sich direkt vom Asterisk Nachrichten versenden. Darüber hinaus kann man über die APIs z.B. von Slack auch den Benutzer-Status eines Mitarbeiters mit seinem Telefon-Status abgleichen. Ist ein Mitarbeiter im Telefon besetzt, wird dann neben seinem Benutzernamen automatisch ebenfalls “besetzt” angezeigt.
Peering
Es ist möglich, mehrere Asterisk-Systeme miteinander zusammenzuschliessen (zu peeren). Dafür stehen entweder so genannte SIP-Trunks oder aber IAX-Verbindungen zur Verfügung. Die Technologie stammt eher noch aus den Zeiten, in denen in jeder Filliale einer Firma eine eigene Telefonanlage stand. Heute hat sich die Technik aber eher dahin entwickelt, dass ein zentraler Asterisk zentrale in einem professionellen, hochverfügbaren Rechenzentrum steht und alle Telefone in den Fillialen verbinden sich direkt via SIP mit dem zentralen Asterisk-Server.
E.164
Die E.164 Richtlinie legt international die Formatierung der Rufnummern fest. Es wird z.B. die Landesvorwahl für jedes Land festgelegt (+41 Schweiz, +43 Österreich, +49 Deutschland, …)
Im Zusammenhang mit Ihrer Asterisk Zukunft und VoIP gibt es hier gelegentlich einiges an Handarbeit zu erledigen. Besonders, wenn VoIP-Telefonanschlüsse aus mehreren Ländern integriert werden sollen. Dann kommen Anrufe bei jedem Provider immer so an, wie ein lokaler Anruf im jeweiligen Land. Also ohne Landesvorwahl.
Dann muss man im Asterisk einige Progammierzeilen hinzufügen, welche z.B. definieren, dass die Telefonanlage in der Schweiz steht und dass bei Anrufen beim Österreichischen VoIP-Provider ein +43 vorweg gestellt bekommen usw.
ENUM
ENUM ist eine eigentlich wahnsinnig interessante Technologie aus den Anfangszeiten von VoIP und direkt in Asterisk integriert. Ziel dieser Technologie war es, Telefongesellschaften komplett überflüssig zu machen und jedes VoIP-Telefongespräch direkt über das Internet zwischen den zwei Teilnehmern aufzubauen.
Dafür musste man sich mit einer Festnetznummer in einem zentralen Register eintragen. Dort war dann hinterlegt, unter welcher IP-Adresse meine Festnetznummer via VoIP erreichbar ist.
Leider hat sich die Technologie nie so richtig durchgesetzt und das hat in unseren Augen im wesentlichen 2 Gründe:
- Der Aufbau ist für den normalen Anwender viel zu kompliziert. Wenn Sie kein IT-Spezialist sind, haben Sie in der Regel keine Ahnung, wie Ihre IP-Adresse lautet, was Sie tun müssen, damit diese immer erreichbar ist und wie Sie all die Informationen auf dem zentralen Register eintragen.
- Im konventionellen öffentlichen Telefonnetz werden die Sprachverbindungen zwischen den einzelnen Telefongesellschaften QoS-Optimiert übertragen und es ist immer die höchste Sprachqualität garantiert. Bei einer ENUM-Verbindung geht die Sprachverbindung irgendeine x-beliebige Route über das Internet, welche Sie absolut nicht kontrollieren können. Aus dem Grund ist eigentlich immer mit wechselnder Sprachqualität zu rechnen.
Damit ist ENUM nicht mehr wirklich ein erwähnenswerter Teil der Asterisk Zukunft.
E164.org
E164.org war ein solches, sehr bekanntes zentrales Register für ENUM-Verbindungen, welches sehr offen war und wir meinen, dass es sogar gratis war. Seit 2013 ist der Service nicht mehr erreichbar, was untermauert, dass sich die Technologie nicht durchsetzen konnte.
DUNDi
DUNDi ist ein von Digium herausgebrachtes Protokoll, welches ähnlich funktioniert, wie ENUM. Es ist also ebenfalls dafür gedacht, dass sich VoIP-Teilnehmer direkt untereinander verbinden, ohne das eine Telefongesellschaft involviert ist.
Im Gegensatz zu ENUM benötigt DUNDi keinen zentralen Server. Das Netzwerk baut sich selbständig zwischen den Teilnehmern auf.
Wir schätzen die Bedeutung als sehr gering ein. Aus den gleichen Gründen, wegen denen ENUM gescheitert ist.
Asterisk und dessen zukünftige Herausforderungen
Zu viel Veränderung, zu wenig Standards
Zu viel Veränderung und zu wenig Standards können ein allgemeines Problem von Open-Source-Projekten sein. Asterisk muss man hier aber ein Lob ausstellen. Die Entwicklungen wurden immer unter der Beobachtung vom Erfinder Digium beobachtet und freigegeben.
Besonders das zentralste Element, der SIP-Stack für die VoIP-Telefonie hat sich immer durch eine extreme Nähe zu den RFC-Standards gezeigt. In den letzten 15 Jahren ist uns im Rahmen der “Asterisk SIP Provider Configuration” nicht ein SIP-Provider und nicht ein SIP-Telefon untergekommen, welches wir nicht mit dem Asterisk verbinden konnten. Das ist so überhaupt nicht üblich.
Kürzlich wurde Digium vom kanadischen Unternehmen Sangoma aufgekauft. Wir können nur hoffen, dass die Asterisk Zukunft auf Basis ihrer bestehenden Werte aus der Vergangenheit des Projekts weitergeführt wird und nicht durch Kommerzialisierung und durch einseitige Ausrichtung auf eigene Interessen zerstört wird.
VoIP Spam
Hätten sich Technologien wie DUNDi und ENUM durchgesetzt, wäre durchaus eine Gefahr von absolutem VoIP-Spam als Teil einer Asterisk Zukunft gegeben. Hätten die Werbe-Callcenter kein Geld mehr für die Anrufe zahlen müssen, wären diese bestimmt unendlich ausgeufert.
Da heute aber nach wie vor für jeden Anruf ein gewisser Betrag bezahlt werden muss, halten sich die Werbeanrufe in Grenzen. Ganz im Gegenteil. Nutzen Sie ein System wie die VoIP-One PBX, welche direkt an ein Online-Telefonbuch angebunden ist, sehen Sie meist schon im Display, dass ein Callcenter anruft. Sofern die Nummer bekannt ist und als Callcenter im Telefonbuch eingetragen wurde.
Angst, Ungewissheit und Bedenken
Bei all seinen Möglichkeiten, mag manch einer sich vor unüberblickbaren Entwicklungskosten fürchten. Wir empfehlen Ihnen auf ein fertiges Business-Telefonanlagen-Produkt wie die VoIP-One PBX zu setzen, welche auf Asterisk (VoIP PBX Asterisk) basiert, all seine Vorteile nutzen kann. Fast sämtliche Business-Anwendungen sind aber bereits fertig programmiert.
Sie können Telefonanschlüsse, Durchwahlen, Sprachmenüs, Voicemails, Queues, Ringrufe, Statistiken (Asterisk Call Histoy/Asterisk Call Log), Telefone und vieles mehr über eine benutzerfreundliche, grafische Oberfläche (Asterisk PBX GUI) bedienen. Mit der Asterisk Konfiguration, wie z.B. den “Asterisk VoIP Einstellungen SIP” an sich haben Sie nichts mehr zu tun.
Hohe Wartungskosten?
Die Wartungskosten sinken in der Regel dramatisch. Kein Techniker muss mehr vor Ort kommen, wenn es ein Problem gibt. Fehler können via Fernwartung sowohl auf der Telefonanlage, als auch auf den Telefonen analysiert werden. Sie machen sich auch nicht mehr so abhängig, wie in der Vergangenheit. Die Community rund um Asterisk hält weltweit tausende Spezialisten bereit und Sie werden sicher schnell Ersatz finden, wenn Sie mit Ihrem aktuellen Anbieter nicht mehr zufrieden sind.
Flaschenhals Entwicklung
Es gibt in der Asterisk Zukunft keinen Flaschenhals bei der Entwicklung. Das Projekt wird von derart vielen Entwicklern weltweit unterstützt, dass neue Technologien sogar extrem schnell implementiert werden.
Regulatorische Kämpfe
Sinnvolle Rahmenbedingungen und Regulationen
Im Zuge der Einführung der VoIP-Technologie gab es zahlreiche Anforderungen von den Gesetzgebern. Die einen Länder haben die Entwicklung von VoIP geradezu gefördert. Die anderen Länder blockieren die Technologie bis heute, weil sie Angst um den Verlust ihrer enormen Einnahmen aus dem alten, konventionellen Telekommunikationsgeschäft haben. Dagegen kann auch eine Asterisk Zukunft nichts ändern.
Eine Anforderung, die es in nahezu jeden Land gibt ist, dass geregelt werden muss, wie Notrufe abgesetzt werden. In der Schweiz gibt es dazu z.B. einen zentralen Server, auf dem jede VoIP-Rufnummer abgespeichert wird. Zusätzlich hat jeder VoIP-Provider eine Datenbank, in der zu jeder Rufnummer jedes Kunden gespeichert wird, in welchem Postleitzahlenbereich die Rufnummer betrieben wird.
Sollte der Kunde das Telefon an einem anderen Ort betreiben, als er angegeben hat, trägt er selbst das Risiko, dass ein Notruf nicht an die richtige Notruf-Stelle zugestellt wird. Der Anfangs erwähnte zentrale Server bietet eine zusätzliche Sicherheit für die Notrufstellen. Geht ein Notruf von einer Rufnummer ein, die in dem VoIP-Register steht, so erscheint im Display der Notrufstelle ein Warnhinweis, dass es sich um einen VoIP-Anruf handelt. Es wird dann nochmals nachgefragt, ob die Adresse korrekt ist.
Blockieren als negatives Mittel zur Kontrolle
Dann gibt es Länder, in denen VoIP, Skype und WhatsApp-Calls einfach komplett blockiert werden. Dies sind in erster Linie Länder aus dem mittleren Osten und China. Meist kann man die Sperren mittels VPN umgehen und sich mit seinem System der Asterisk Zukunft verbinden. Ist VPN auch blockiert, hat man ein Problem.
Unsinnige Regulationen zum Schutz der eigenen Cash-Cow
Und nicht zuletzt erwähnen möchten wir eine sehr spezielle Situation in Österreich. Ein Land, mitten in Westeuropa, welches auch im Jahr 2019 noch mit allen Mitteln versucht seinen zum grossen Teil (ca. 29%) staatlichen Telekomkonzern “A1 Telekom Austria” mit € 4,4 Mrd. zu schützen. Dabei ist man besonders erfinderisch gewesen. Man behauptet ganz einfach, dass Notrufe nur dann sicher zugestellt werden können, wenn Internet-Anschluss und Telefonprovider aus einer Hand kommen. Die Telefonnummer muss fix an die IP-Adresse des Internet-Anschlusses gebunden sein.
So funktionieren die modernen VoIP-Telefonprovider aber in aller Regel nicht mehr. VoIP-Provider haben in der Regel nichts mehr mit dem konventionellen Geschäft der DSL-Anschlüsse zu tun. Sie konzentrieren sich auf die Entwicklung hochwertiger Telefonie-Produkte.
Meist im Zusammenspiel mit der Asterisk Zukunft. Eine eigene DSL-Infrastruktur ist eine finanzielle Eintrittsbarriere, die kaum ein VoIP-Provider stemmen kann. Und genau darauf scheint man in der Regierung zu bauen. Und deswegen hat bis heute kaum ein Unternehmen einen modernen VoIP-Anschluss in Österreich. Auf jeden Fall haben die Kunden so gut wie keine Auswahl.
Auch Österreich hätte, so wie die meisten anderen Länder, eine Datenbank zulassen können, in der gespeichert wird, welche Rufnummer an welche Notrufstelle geroutet werden soll. Aber man will ganz offensichtlich nicht auf sein $ Mrd. verzichten.
Quality of Service
Jedes Computer-Netzwerk, in welches neu VoIP-Telefonie integriert wird, muss mittels QoS (Quality of Service) Mechanismen “VoIP-Ready” gemacht werden. Dazu gehört zum Einen, dass ihre Sprachdaten immer vor allen anderen Daten wie Internet-Videos bevorzugt werden. Sonst kommt es zu Sprachaussetzern.
Auch muss jeder Asterisk Port zuverlässig erreichbar sein. Im Wesentlichen werden diese Arbeiten auf Ihrer Firewall/Ihrem Router durchgeführt. Diese sind auch zentraler Bestandteil Ihrer Asterisk Zukunft.
Wir haben in den vergangenen 15 Jahren Erfahrungen mit dutzenden von Herstellern und Modellen gesammelt. Wird Ihre Firewall durch einen IT-Partner betreut, so arbeiten wir mit diesem zusammen und unterstützen ihn bei der richtigen Konfiguration der QoS-Parameter. So wird auch Ihr Netzwerk in kürzester Zeit “VoIP-Ready“.
Komplexität
Das, was in einem komplett fertig gebauten Asterisk-System für den Business-Einsatz unter der Haube alles abläuft ist in der Tat wahnsinnig komplex und kann nur von einem absoluten Profi bedient werden.
Mit diesem komplexen Code kommen Sie aber gar nie in Berührung, wenn Sie auf ein fertiges System, wie die VoIP-One PBX setzen. Alle Komplexität wurde in einer einfach zu bedienenden Benutzeroberfläche für den Endbenutzer aufbereitet. Mehrere 100 Zeilen Asterisk-Code werden so mit wenigen Mausklicks generiert, ohne dass Sie etwas davon mitbekommen.
Asterisk und dessen zukünftigen Chancen
Massgeschneiderte private Telekommunikations-Netzwerke
Dank des Open-Source-Codes kann alles mit einem Asterisk angestellt werden, was man sich nur vorstellen kann. Gerade auch grosse und komplexe Callcenter können komplizierte Prozesse abbilden, wo sie in der Vergangenheit limitiert waren. Konventionelle Telefonanlagen hatten eine beschränkten Funktionsumfang und Sie mussten nehmen, was vom Hersteller kam.
Im Rahmen einer Asterisk Zukunft können Sie die verrücktesten Dinge bauen. Bei der VoIP-One PBX, unserem fertigen Business-Produkt, haben Sie neben all den umfangreichen, fertigen Business-Funktionen auch die Möglichkeit, eigenen Asterisk-Code hinzuzufügen.
Sie bekommen mit der VoIP-One PBX also ein umfangreiches Standardprodukt, ohne auf die Vorteile einer Asterisk Zukunft verzichten zu müssen.
Kleine Eintrittsbarriere
Die Anforderungen an die Hardware sind wahnsinnig gering. Es gibt Systeme, welche auf einem “Rapsberry Pi” Mini-Computer laufen und Ihnen eine Asterisk Zukunft bereits für $90 erlauben. Ein Programmierer kann so mit geringstem Einsatz erste Erfahrungen mit dem System sammeln und das Projekt dann immer weiter wachsen lassen.
Gehostete/virtuelle Lösungen mit einer ähnlichen Komplexität wie Firmenwebseiten
Erinnern Sie sich an die Zeiten, bei denen Sie nur, um einen neuen Mitarbeiter-Namen im Telefon einzutragen, extra Ihren Telefonanlagen-Lieferanten anrufen mussten? Dieser musste sich mit dem Auto auf den Weg zu Ihnen machen, holte seinen Laptop mit einer nicht-öffentlichen Software heraus?
Für die Bedienung der Software brauchte man ein halbes Ingenieur-Studium. Dann wurde der Laptop mit einem speziellen Kabel an die Telefonanlage angeschlossen und auf magische Art und Weise wurde der Mitarbeiter-Name auf der Telefonanlage geändert.
Anschliessend kam eine Rechnung über CHF 500 für An-/Abreise und hochkomplizierter Programmierung.
Heute erhalten Sie fast alle VoIP-Telefonanlagen und auch Ihre Asterisk Zukunft in Form einer Cloud-Lösung (VoIP-One Virtual PBX) zum monatlichen Abo Preis. Das spart schon einmal einige CHF 1’000 bei der Anschaffung. Anschliessend erhalten Sie die Zugangsdaten zu einem schönen Webinterface, welches ähnlich einfach bedienbar ist, wie eine Webseite. Wenn Sie einmal nicht weiterwissen, haben Sie ein leicht verständliches Handbuch zur Hand oder Sie rufen den technischen Support an, welcher Ihnen direkt per Fernwartung helfen kann.
- Keine Reisekosten mehr
- Keine hohen Anschaffungskosten mehr
- Keine hochkomplexe, geheime Management-Software mehr
Korrekte Implementierung von Kommunikations-Technologien
Bei der Implementierung unserer Software haben wir besonders auf die Zukunftsfähigkeit geachtet. Dabei haben wir wichtige Grundprinzipien der Programmierung angewendet, was dazu geführt hat, dass unsere Software auch nach 15 Jahren noch extrem gut zu warten und weiterzuentwickeln ist.
- Eine relationale Datenbank speichert in einer objektorientierten Struktur sämtliche Daten des Systems. Dank der Objektorientierung ist sie jederzeit erweiterbar.
- Wir setzen auf eine der verbreitetsten Programmiersprachen für Webtechnologien, PHP in Kombination mit einem so genannten MVC-Framework, welches extrem viele vorgefertigte Funktionen mitliefert und für eine extrem saubere Struktur des Codes sorgt.
- Wir wenden durchgehen die Programmier-Prinzipien “DRY” (Don’t repeat yourself) und “KISS” (Keep it simple and stupid) an.
- Der Code wird in einem Versionierungssystem gespeichert, mit welchem wir mehrere Software-Versionen parallel entwickeln und pflegen können, sowie zu alten Versionsständen zurückspringen können. Auch das Entwickeln von Bugfixes/Patches wird so extrem einfach.
*Asterisk and it’s symbols are registered trademarks by Digium, a Sangoma Company.
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