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Die Uno-Vollversammlung hat mit grosser Mehrheit Israel für die jüngste Gewalt im Gazastreifen verurteilt. Von 193 Ländern stimmten am Mittwoch 120 für eine entsprechende von arabischen Staaten gestützte Resolution.
Acht Länder stimmten dagegen. Zudem gab es 45 Enthaltungen. Uno-Generalsekretär Antonio Guterres wurde zudem aufgefordert, Empfehlungen für einen «internationalen Schutzmechanismus» für die besetzten palästinensischen Gebiete zu erarbeiten.
Die USA scheiterten zugleich mit einem Antrag, mit dem die radikalislamische Hamas für die Gewalt verurteilt werden sollte. Für eine Annahme wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig gewesen. In dem Text wird auch der Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet verurteilt. Die Hamas, die das Palästinensergebiet kontrolliert, wird dabei aber nicht namentlich genannt.
Der Entscheid wurde in einer Krisensitzung der Uno-Generalversammlung getroffen, die ursprünglich von arabischen Staaten beantragt worden war.
Die Resolution ähnelt nach Angaben von Diplomaten jener, die am 1. Juni im Uno-Sicherheitsrat am Veto der USA gescheitert war. Eine von Washington eingebrachte Resolution, die der radikalislamischen Hamas die Schuld für die jüngsten Auseinandersetzungen mit Israel zugewiesen hatte, scheiterte ebenfalls im Sicherheitsrat. (sda/afp/reu)