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Bahntal
Rückblick
Die Rodungsarbeiten beim Portal Bahntal erfolgten im Februar 2011. Anschliessend wurde die Liegenschaft «Zeus» im Bahntal abgebrochen. Ein Jahr später erstellte das ASTRA die rund 240 Meter lange und bis zu 10 Meter hohe Schutzwand entlang der SBB-Bahnlinie. Diese erhöht die Sicherheit gegenüber den Bahnanlagen und ermöglicht einen uneingeschränkten Bahnbetrieb während der Bauzeit. Gleichzeitig wurde der Charlottenfelstunnel der Deutschen Bahn (welcher vom Galgenbucktunnel in einem Abstand von lediglich 6 Metern unterquert wird) im Kreuzungsbereich auf rund 70 Metern mit über 200 Felsankern verstärkt.
Im September 2014 startete der Vortrieb der Sondierstollen. Zuerst wurden die ersten sechs Meter des gesamten oberen Teils des Tunnelquerschnitts (Kalotte) ausgebrochen. Anschliessend begann der Vortrieb der zwei parallel verlaufenden, 126 Meter langen Sondierstollen. Letztere dienten dazu, den Unterquerungsbereich des bestehenden Bahntunnels der DB zu erkunden und zu sichern. Diese Arbeiten wurden Mitte 2015 abgeschlossen.
Nach der Verkehrsumstellung Ende 2014 begannen im Frühjahr 2015 die Spezialtiefbauarbeiten entlang der SBB-Bahnstrecke. Dort entstanden sowohl die Stützmauern als auch die Baugrube für das nördliche Widerlager der Schaffhauserbrücke. Im Januar 2015 wurde auf der Südseite unterhalb des Schlosses Charlottenfels aus Sicherheitsgründen kurzfristige Felssicherungsarbeiten erforderlich und Ende 2015 erfolgte die Verlegung der Entwässerungsleitungen unter dem SBB-Damm hindurch bis zum Rötikanal respektive dem Rhein.
Im Bahntal entstanden die beiden neuen, markanten Brückenbauten. 2016 wurde die erste Hälfte der Charlottenfelsbrücke betoniert. Die Erstellung der zweiten Hälfte ist seit Sommer 2018 abgeschlossen. Die Brücke führt jetzt an die ebenfalls im Sommer 2018 fertiggestellte Brücke Schaffhauserstrasse, welche parallel zum Bahntrassee der SBB über den Knoten Bahntal verläuft. Die unterhalb des Schloss Charlottenfels eingehobene Fussgänger-Stahlbrücke, welche Teil des neuen Gehweges vom Knoten Bahntal zum Knoten Scheidegg ist, wird dem Langsamverkehr ab Ende 2019 – nach Abschluss des Projektes Galgenbucktunnel – zur Verfügung stehen.
Aktuelle Arbeiten im Anschluss Bahntal
Die aktuelle Verkehrsphase 5 stellt die letzte provisorische Verkehrsführung dar. Sie bleibt bis zum Abschluss des Projektes unverändert. Die Bauarbeiten zur Erstellung der Fussgänger- und Fahrradwege sind die letzten markanten baulichen Massnahmen. Die ebenfalls bereits erstellten Rampen, welche die Fahrbahnen von und zu den Brücken führen, komplettieren den späteren Anschluss an das bestehende Strassennetz. Somit hat das Bahntal nun die Form, die es auch nach der Eröffnung der Tunnelanlage haben wird. Mit den laufenden Arbeiten zur Komplettierung der Markierungen, der Signalisierung und der Beleuchtung finden derzeit die letzten Ausrüstungsarbeiten statt.
Ausblick
Mit dem Ende aller grossen baulichen Arbeiten und den letzten Markierungs- und Signalisierungsmassnahmen steht der das Ende der Arbeiten am Knoten Bahntal bevor. Damit steht auch dieser Bereich für die unterschiedlichen Tests bereit, welche vor der Verkehrsfreigabe der Tunnelanlage durchgeführt werden müssen.
Blick über die neue Rampe und die Brücke Schaffhauserstrasse