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Erst wenn man genau nachdenkt, fällt einem auf, wie viele Personennamen in den täglichen Sprachgebrauch eingegangen sind. Meistens benutzt man Wörter, ohne nach ihrer Herkunft zu fragen.
Manche kennt man ja, etwa den Marquis Donatien-Alphonse-François de Sade (Sadismus) oder den Entdecker Amerigo Vespucci (Amerika). Aber kennen Sie Oscar Price? Vermutlich nicht. Sein Vorname ist jedoch weltbekannt: Nach ihm wurde die wichtigste und renommierteste Auszeichnung der Filmbranche benannt. Waffenfabrikant Samuel Colt hat durch den nach ihm benannten sechsschüssigen Revolver das Klischee vom Wilden Westen mitgeprägt. Der britische Geometer Sir George Everest durfte es noch erleben, dass der höchste Berg der Erde seinen Namen erhielt. Obwohl der amerikanische Friedensrichter Charles Lynch selber wahrscheinlich nie einen Menschen zum Tode verurteilt hat, führte seine strenge Rechtsprechung zum Begriff Lynchen. Den eher zweifelhaften Ruhm, einer Krankheit den Namen gegeben zu haben, erlangten Herren wie Alois Alzheimer und James P. Parkinson. Die Naturwissenschaftler Anders Celsius, André Ampère und Alessandro Volta leben in physikalischen Masseinheiten weiter. Die Fata Morgana (Blog vom 28. April 2016) hat ihren Namen von Morgan le Fay, der Fee aus der Artus-Sage.
Tamar Lewinsky hat in ihrem Buch Geflügelte Namen (jetzt bei buchplanet.ch) eine grosse Auswahl von „Eponymen“ (Bezeichnungen, die auf einen Personennamen zurückgehen) zusammengetragen.