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Was gehört in eine Anordnung im Todesfall?
Sie sind frei, was Sie anordnen. Sie müssen nur eine Vertrauensperson benennen und bevollmächtigen, die Ihre Anordnungen möglichst nahe an Ihren Vorstellungen auszuführt. Sie sollten ihr aber ausdrücklich einen Entscheidungsspielraum einräumen, weil sich die Umstände nachträglich ändern können. Das gehört mindestens in eine Anordnung für den Todesfall:
- Angaben zu Ihnen, mindestens Vor- und Nachname, Geburtsdatum, AHV-Nummer und Adresse
- Angaben zu Ihrer Vertrauensperson
- Datum der Anordnung und Unterschrift
Diese Themen können Sie beispielsweise regeln, die Aufzählung ist nicht abschliessend:
- Wer ist Ihre Vertrauensperson, die Ihre Anordnungen umsetzen soll?
- Wer soll nach Ihrem Tod so rasch als möglich benachrichtigt werden?
- Wie und wo wollen Sie bestattet werden?
- Wie stellen Sie sich Ihre Trauerfeier vor – und wen wollen Sie einladen?
- Wo bewahren Sie andere wichtige Dokumente oder Unterlagen auf?
- Wo sind Ihre Vermögenswerte: Konten und Wertschriften, auch 3. Säule, sowie Versicherungen?
Stecken Sie die Anordnung in einen Umschlag, verschliessen Sie ihn, beschriften Sie ihn («Ich, Fritz Muster, hinterlege in diesem Umschlag Anweisungen, die für den Fall meines Todes, eines schweren Unfalls oder einer schweren Krankheit wichtig sind. Dieser Umschlag soll in den aufgeführten Fällen an Peter Beispiel, Mustergasse 99, 9999 Musterhausen, +41 12 345 67 89, <email-pii>, verschlossen übergeben werden.») und bewahren Sie ihn zu Hause auf.
Was ist eine Anordnung im Todesfall nicht?
Die Anordnung im Todesfall ist kein Erbvertrag, keine Patientenverfügung, kein Testament und kein Vorsorgeauftrag. Mit dem Erbvertrag oder Testament gestalten Sie Ihren Nachlass abweichend von der gesetzlichen Erbreihenfolge. Mit der Patientenverfügung erlauben oder schliessen Sie bestimmte medizinische Massnahmen aus, wenn Sie sich krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr mitteilen können. Mit dem Vorsorgeauftrag beauftragen Sie jemanden, Ihre Personen- oder Vermögenssorge zu übernehmen und Sie in Rechtsfragen zu vertreten, falls Sie Ihre Urteilsfähigkeit verlieren. Diese Dokumente müssen, im Gegensatz zur Anordnung im Todesfall, besondere Formvorschriften erfüllen.
Gut zu wissen: Zwischen der Anordnung im Todesfall und Patientenverfügung kann es zu Überschneidungen kommen, weil die Verfügung beispielsweise auch Wünsche zum Begräbnis enthalten kann.