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Die katholische Kirche in Kerzers wurde am 18. Januar 1975 von Bischof Pierre Mamie geweiht. Sie trägt den Namen Bruder-Klaus-Kirche. Ihr Patronatsfest ist am 25. September, dem Festtag des Hl. Niklaus von Flüe.
Seit der Reformation, die 1530 in Kerzers vollzogen wurde, hat dem Dorf eine eigene katholische Kirche gefehlt. Es sollten über 400 Jahre vergehen, bis in Kerzers erneut ein katholisches Gotteshaus errichtet werden konnte. Pfarrer Moritz Boschung, ab 1965 Pfarrer von Murten, setzte sich zum Ziel, in Kerzers „als Vorposten von Murten“ eine eigene Kirche zu errichten. Damit sollte nicht zuletzt der beschwerliche Gang zum Gottesdienst in Murten vermieden werden können. Gern hätte er die erste heilige Messe in der reformierten, vormals katholischen Kirche Kerzers feiern wollen, was jedoch nicht gestattet wurde. Deshalb bemühte er sich um andere Lokalitäten, und der erste Gottesdienst fand Ende Oktober 1965 im Singsaal des Primarschulhauses statt. Ab Januar 1966 durfte die katholische Gemeinschaft ihren sonntäglichen Gottesdienst im Kinosaal und ab Weihnachten 1968 im Gemeindesaal des alten Schulhauses feiern.
Gleichzeitig bemühte sich Pfarrer Moritz Boschung darum, Land für eine Kirche zu kaufen. 1966 konnte das heutige Grundstück an der Oelegasse vom Bistum gekauft und in Raten der Pfarrei weiterverkauft werden. Bis 1973 sollte es dauern, als die Pfarrei Wünnewil-Flamatt ihre Notkirche zum Verkauf anbot, die 1964 für die Expo in Lausanne gebaut wurde. Gerhard Baechler war inzwischen Pfarrer in Murten. In Fronarbeit konnte diese Kirche während eineinhalb Jahren von vielen Menschen aus Kerzers und Umgebung in ökumenischer Zusammenarbeit aufgebaut werden. Sie dient der Pfarrei Murten bis heute als Gottesdienst- und Versammlungsort in Kerzers.
Im kleinen Kirchturm hängt eine Glocke aus dem Jahre 1933, die von der Pfarrei Schmitten zum Neubau gestiftet wurde.
Die Statue des Kirchenpatrons Bruder Klaus wurde 1977 angeschafft.
Im Rahmen einer Neugestaltung des Altarraums konnte 2006 der neue Altar von Weihbischof Pierre Farine geweiht werden.