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Wie die Agentur für bemannte Raumfahrt mitteilte, soll der Mondlander «Lanyue» (den Mond umarmen) heissen. Die chinesische Zeitung «China Daily» schrieb dazu am Montag, dass der Name aus einem Gedicht des früheren Präsidenten und Vorsitzenden der kommunistischen Partei Chinas, Mao Tsetung, aus dem Jahr 1965 stammte.
Das Raumschiff, das das Gefährt und die Crew zum Mond bringen soll, heisse «Mengzhou» (Traumschiff), teilte die Behörde am Samstag weiter mit. China will bis 2030 seine erste bemannte Landung auf dem Erdtrabanten vollbringen.
Den Plänen zufolge sollen zwei Trägerraketen vom Typ «Langer Marsch 10» die Besatzung sowie das Raumschiff zum einen und den Mondlander zum anderen ins All befördern. Raumschiff und Sonde sollen schliesslich im Mondorbit aneinander andocken und die Astronauten danach in den Lander übersiedeln.
Raumfahrzeug in Vorentwicklungsphase
Rakete, Raumschiff und Sonde befänden sich im Moment in einer Vorentwicklungsphase, wie die Raumfahrtagentur mitteilte. «Lanyue» soll den Angaben nach aus einem Antriebsmodul und einem Mondmodul bestehen und damit ein Gewicht von 26 Tonnen auf die Waage bringen. Das Gefährt könne zwei Astronauten und ein 200 Kilogramm schweres Fahrzeug transportieren.
«Mengzhou» bestehe ebenfalls aus zwei Teilen, einem zur Unterbringung der Astronauten und einem für Antrieb und Energieversorgung. China plant mit der «Chang'e-6»-Mission in diesem Frühling ausserdem eine unbemannte Mission zum Mond, um Bodenproben zu nehmen.
Der Mond ist nach Jahrzehnten wieder in den Fokus der internationalen Raumfahrt gerückt und auch wegen den technisch höchst anspruchsvollen Missionen zu einem prestigeträchtigen Ziel mehrerer konkurrierender Staaten geworden. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will bis 2026 wieder Astronauten auf den Mond bringen.