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Hallo
Ich habe seit etwa 2-3 Jahren eine freiwillige Beistandsschaft. Dies wurde so vom betreuten Wohnen, wo ich lebe, gewünscht. Grund war, dass ich zu dieser Zeit noch keine 25 Jahre alt war und noch keine Erstausbildung hatte. Über die Beistandsschaft sollte erreicht werden, dass meine Eltern mir meine Erstausbildung finanzieren, ohne dass ich Kontakt zu diesen habe.
Die Beistandsschaft hat den Auftrag, mein Vermögen zu verwalten.
Zudem war ich in der Zeit Sozialhilfebezüger. Also gehen die Rechnungen der Krankenkasse an die Beistandsschaft, die die Rechnungen über das Sozialmant bezahlt.
Nun ist es aber so, dass ich in Vergangenheit schon 2x ein Pfändungsschreiben erhalten habe, wegen nicht bezahlten Rechnungen, die die Beiständin hätte bezahlen sollen. Und auch jetzt liegt wieder ein Schreiben vom Gericht vor, wegen einer nicht bezahlten Rechnung.
Zudem habe ich auch schon mal ganze 6 Monate auf Geld von der IV gewartet (welches ja auch über die Beistandsschaft läuft).
Ich habe mehr Ärger mit Beiständin als ohne. Aber Das Friedensgericht hat das Gesuch abgelehnt, die Beistandschaft wieder zu erlassen.
Wie kann ich mich gegen die Beistandsschaft wehren?
Danke
Mondschein
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Was stand denn auf diesen nicht bezahlten Rechnungen für eine Adresse darauf? Die Adresse der Beiständin?
Es kann ja sein, dass noch nicht alle Unternehmen informiert sind, dass die Rechnungen an die Adresse Ihrer Beiständing geschickt werden sollten. Sind Sie sicher, dass Sie alle Rechnungen, welche an Sie und nicht an die Beiständin adressiert waren rechtzeitig an die Beiständin geschickt wurden?
Waren diese Rechnungen für Verträge oder Bestellungen, welche Sie gemacht haben oder welche von der Beiständin gemacht wurden?
Es könnte auch sein, dass die Beiständin die Rechnungen zwar erhalten hat, aber diese nicht bezahlen konnte, weil kein Geld mehr da war. Wenn über Bestellungen mehr Geld ausgegeben wurde als über Einnahmen (z.B. Unterhaltszahlungen der Eltern, IV-Renten, Ergänzungsleistungen zur IV, Sozialhilfe, etc.) hereinkommen, kann der Fall eintreten, dass mangels Geld eine fällige Rechnung nicht bezahlt werden kann.
Was steht denn genau in dem Schreiben vom Friedensrichter drinnen? Steht dort nicht drinnen, bei welchem Gericht Sie eine Klage einreichen müssten, wenn Sie mit der Meinung des Friedensrichters nicht zufrieden sind?
Welche Art von Beistandschaft besteht denn? Was steht denn in dem Schreiben drinnen, mit dem Beistandschaft ursprünglich eingerichtet wurde drinnen welche Aufgaben der Beistand hat und welche Entscheidungen Sie nicht oder Sie nur mit Zustimmung der Beiständin treffen können?
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Es geht um Krankenkassenrechnungen, die das Sozialamt so oder so bezahlt. Aber die Beistandsschaft schafft es nicht, die Rechnungen rechtzeitig zu bezahlen.
Ich kriege jeweils nur die Mahnungen beziehungsweise das Pfändungsschreiben, nicht aber die Rechnungen. Die gehen direkt an sie. Und kriege ich doch mal Rechnungen, bringe ich sie ihr persönlich innert 1-2 Tage vorbei, da ich bloss 5 min zu Fuss dahin habe.
Und auch wenn es so wäre, dass ich zu viel bestelle, dann könnte sie mir ja immerhin sagen, dass nicht genügend Geld da ist, damit ich ne Ratenzahlung oder ähnlich beantragen könnte. Aber wie gesagt, um solche Rechnungen geht es nicht. Denn diese Rechnungen bezahle ich selbst von dem Geld, das ich jeden Monat bekomme. Und da gibts auch keine Probleme!
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@Mondschein
Aus eigener Erfahrung, empfehle ich Ihnen mit dem Sozialamt zu reden, dass diese die Krankenkasse sowie die Miete direkt bezahlen.
Als ich auf meine Rente wartete, war ich auch beim Soz.Amt, nach einigen Mahnungen von Ärzten, weil sich das Amt zu viel Zeit liess, die teils doch recht hohen Beträge für Selbstbehalt zu bezahlen und weil öfters mal vergessen wurde, den Auszahlungsknopf zu drücken, was den Vermieter ärgerte, bat ich darum, dass sie die beiden Posten direkt mit den Empfängern abrechneten und meine Ärzte bat ich darum, die Rechnungen direkt ans Soz.Amt zu schicken.
Danach klappte es interessanterweise immer.
Dies sollte doch auch möglich sein, wenn ein Beistand involviert ist. Versuchen Sie es einmal, zwar war meine Beraterin damals etwas motzig, aber nach mehrfachem Wiederholen des Wunsches kamen sie dem nach.
An Ihrer Stelle würde ich es versuchen, es nimmt einem eine Last von den Schultern, denn Miete, Krankenkasse und Ärzte sind das Wichtigste was bezahlt werden muss.
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Hallo
Ich habe mehr Ärger mit Beiständin als ohne. Aber Das Friedensgericht hat das Gesuch abgelehnt, die Beistandschaft wieder zu erlassen.
Wie kann ich mich gegen die Beistandsschaft wehren?
Du kannst dich gegen die Beistandschaft -jetzige Beiständin- wehren in dem du bei der zuständigen KESB von deiner Wohngemeide (Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde) die seit dem 1.1.2013 zuständig für deine Verbeiständung ist einen Antrag stellst auf eine neue Beiständin oder einen neuen Beistand.
Ich empfehle dir mit der Pro Infirmis Kontakt aufzunehmen und dich dort beraten zu lassen.
Diese Gemeinnützige Organisation ist evtl. bereit die Beistandschaft zu übernehmen und dich schrittweise aus dieser Verbeiständung hinaus zu begleiten.
Snoopy44
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Hallo Moonschein
Ich kann Snoopy nur beipflichten, das würde ich auch so tun.
Auf der Gemeinde/Sozialamt diese Vorkommnisse dokumentiert hinterlegen.
Versuchen den bestehenden Beistand so "auszuboten" dass die Gemeinde/Sozalamt diese oder die möglichen Rechnungen bezahlt.
Sich schnellstmöglichst mit den gleichen (obig erwähnten Dokumenten) beim KESB melden
Und das immer schriftlich dokumentiert oder belegt.
Wenn diese Dokumente dann über alles zeigen, dass Ihnen so massive Probleme entstehen die vom Beistandsverhalten herrühren, wäre ein Wechsel des Beistands sicherlich möglich. Ein durch diese Probleme ein "Verlassen" des Beistandes zu erwirken dürfte ein sep. Thema sein. Sie müssten hier die zwei Dinge trennen.
1. Sie haben mit dem Beistand Probleme die müssen gelöst werden oder der Beistand muss gewechselt werden.
2. Es muss abgeklärt werden ob die Beistandverfügung in Ihrem Fall ausser Kraft gesetzt werden kann oder nicht
Diese zwei Punkte haben wohl einen Kausalzusammenhang, aber nicht für den Entscheid vom zuständigen Amt. Da wird das sep. Angeschaut und sep. Entschieden