Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03502.jsonl.gz/1988

Blog
Portwein
Portwein kommt ursprünglich aus Portugal, aus der Region Alto Duoro. Kurz wird er auch als „Port“ bezeichnet, dies ist der Hafenstadt Porto zu verdanken. Wichtig bei der Produktion sind vor allem die Lagerung, die Reifung und die verschiedenen Stile.
Ursprung des Portwein
Bereits im 13. Jahrhundert gab es den Vorgänger des Portweins, den sogenannten „Vinho de Lamego“, der im Douro-Tal hergestellt wurde. Im Jahr 1373 kam es zu einem Handelsabkommen zwischen England und Portugal, wodurch die Engländer zu Vinho de Lamego kamen und Portugal durfte vor der britischen Küste Kabeljau fangen.
Der Portwein erlebte über die Jahre hinweg etliche Aufschwünge und auch ein paar Tiefen. Mittlerweile gibt es aber Qualitätsvorschriften, an die es sich zu halten gilt und dazu wurden die Rebsorten noch in 3 Kategorien aufgeteilt. Ausserdem gibt es noch ein Punktesystem für die Weinberge, welches die Faktoren Klima, Boden, Meereshöhe, Hangneigung, Ertragsmenge und Alter der Rebstöcke behandelt.
Die Produktion
Ein richtiger Portwein kommt aus Portugal, der Name Portwein ist durch ein Handelsabkommen geschützt und muss daher einige Kriterien erfüllen, um als solcher bezeichnet werden zu dürfen.
Das Portwein-Institut setzt Kriterien fest und diejenigen, die diese Kriterien erfüllen, bekommen das Qualitätssiegel. Eine Voraussetzung ist zum Beispiel die Herkunft der Trauben, dabei dürfen die Trauben nur einer begrenzten Region entstammen.
Die 3 Gebiete sind:
- Baixo Corgo
- Clima Corgo
- Douro Superior
Es sind 30 verschiedene Rebsorten für die Herstellung von Portwein erlaubt, allerdings gibt es auch hier Unterschiede. Es wird eingeteilt in „toleriert“ „erlaubt“ und „empfohlen“. Nach der Auslese der Trauben, welche per Hand geerntet werden, werden die Trauben gepresst und der Most zur Gärung gebracht. Der wichtigste Vorgang, der den Portwein auch zu einem „Portwein“ und nicht zu einem normalen Wein macht, ist das „Fortifizieren“ zu Deutsch „aufspritzen“ des gärenden Mosts mit Ethylalkohol. Die Gärung wird durch Zugabe von einem Weindestillat mit einem Alkoholwert von 77 Volumenprozent gestoppt. Die Süsse des Portweins wird durch dieses Stoppen erreicht. Je später der Stopp, desto weniger Weinbrand wird zugefügt. Als Endprodukt hat Portwein einen Alkoholgehalt von 18 bis 22 Volumenprozent. Die Reifung muss mindestens 2 Jahre dauern, wobei manche Portweine auch sehr viel länger reifen, manche sogar 30 Jahre lang und länger. Ausserdem gibt es bei der Reifung zwei unterschiedliche Stile. Den Ruby-Stil und den Tawny-Stil. Der Ruby-Typ beschreibt die Portweine, welche ausschliesslich in Flaschen gereift werden und aus roten Trauben bestehen. Der Tawny-Typ hingegen beschreibt die Reifung in Fässern.
Bekannte Marken
Zu den bekanntesten Herstellern gehören: Ferreira, Ramos Pinto, Quinta de Vesuvio, Kopke und Sandeman.