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Vom 23. bis 27. März 2015 wurde die Schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) durch die European co-operation for Accreditation (EA) auf Herz und Nieren geprüft. Das EA-Team, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von acht europäischen Akkreditierungsstellen, überprüfte die Tätigkeit der SAS an ihrem Standort in Bern und begleitete Begutachtungsteams der SAS an elf Begutachtungen von Konformitätsbewertungsstellen (KBS) in der ganzen Schweiz. Die SAS erhielt für ihre sechste internationale Evaluation insgesamt ein gutes Zeugnis.
Die SAS begutachtet und akkreditiert KBS aufgrund internationaler Normen sowie technischer Vorgaben. Die Akkreditierung hat die weltweite Stärkung des Vertrauens in die Kompetenz und Dienstleistungen der akkreditierten KBS zum Ziel.
Als nationale Akkreditierungsstelle und Mitglied der EA unterzieht sich die SAS regelmässig einer „Peer Evaluation" bzw. einer „Beurteilung unter Gleichrangigen" - vor dieser aktuellen Beurteilung zuletzt Ende 2010. Diese Beurteilung erfolgt auf der Grundlage fundierter und transparenter Bewertungskriterien und -verfahren und hat einen bindenden Charakter für den sogenannten „Signatory-Status" im Rahmen von Multilateralen Abkommen (Multilateral Agreement, MLA und Multilateral Recognition Arrangements, MRA) der EA, der International Laboratory Accreditation Cooperation (ILAC) sowie des International Accreditation Forum (IAF).
Dabei wird überprüft, ob die nationale Akkreditierungsstelle die Anforderungen der internationalen Norm EN ISO/IEC 17011
„Konformitätsbewertung - Allgemeine Anforderungen an Akkreditierungsstellen, die Konformitätsbewertungsstellen akkreditieren" und der verbindlichen Dokumente der EA, der ILAC und des IAF erfüllt und im eigenen Akkreditierungssystem anwendet. Konkret betrifft dies beispielsweise Anforderungen an das Managementsystem, an die personellen Ressourcen und deren Fachkompetenz, an den mandatsbezogenen Einsatz von externen Begutachtern, an die Durchführung von Begutachtungen und zur zugehörigen Berichterstattung, an die vollständige Abdeckung der Normelemente und technischen Geltungsbereiche sowie an die Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit dem Akkreditierungsverfahren der nationalen Akkreditierungsstelle.
Diesen Evaluationsprozess hat die SAS nun wiederum erfolgreich in der Praxis durchlaufen. Das Evaluationsteam der EA wird in seinem Bericht dem Multilateral Agreement Committee (MAC) der EA einen positiven Antrag für die erneute Unterzeichnung der multilateralen Vereinbarungen im Bereich Kalibrieren, Prüfen, medizinische Untersuchungen, Zertifizierung von Produkten, Personen und Managementsystemen sowie Inspektion stellen können. Dies vorbehältlich des Nachweises der vollständigen Behebung aller festgestellten Abweichungen und der termingerechten Umsetzung der Korrekturmassnahmen in die Praxis.
Mit der damit möglichen erneuten Unterzeichnung der erwähnten MLA und MRA wird die gegenseitige Anerkennung nationaler Akkreditierungssysteme und der daraus resultierenden Dienstleistungen im Bereich der Konformitätsbewertung sichergestellt. Die Berichte und Zertifikate akkreditierter KBS werden weltweit anerkannt und das Vertrauen in die Qualität der entsprechenden Produkte und Dienstleistungen dadurch gefördert. Die MLA und MRA im Rahmen der EA, der ILAC und des IAF tragen damit wesentlich zum Abbau technischer Handelshemmnisse bei. Dies erfordert jedoch uniforme und nachvollziehbare Vorgehensweisen in den jeweiligen nationalen Akkreditierungssystemen sowie eine periodische Bestätigung durch unabhängige und unparteiische Dritte im Rahmen von Peer Evaluationen.
(Bern, 09.10.2015)