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Dendroaspis jamesoni kaimosae
Jamesons Mamba (Traill, 1843)
Unsere Jamesons Mambas besitzt folgende Angaben und Mengen von Schuppen.
Anzahl Dorsalia Weibchen = 17, Männchen = 15; Ventralia Weibchen = 220, Männchen = 214; Subcaudalia Weibchen = 112, Männchen = 108; Subralabialia Weibchen = 7, Männchen = 8; Infralabialia Weibchen = 8, Männchen = 9; Praeocularia Weibchen & Männchen = je 3; Postocularia Weibchen & Männchen = je 4; Rostral Weibchen & Männchen = je 1. (Quelle, eigene Tiere)
Die Grundfärbung variiert zwischen gelblich und grasgrün. Der Halsbereich, die Schläfen und die Bauchseite sind zitronengelb. Die Körperoberseite besitzt hellere und dunklere Zonen in unregelmässigen Abständen, die schräg nach hinten verlaufende Querstreifen bilden. Die Schuppen sind ähnlich wie bei Viridis schwarz umranden. Bei der Kaimosae ist das Schwanzende schwarz mit einer weissen Spitze.
Länge: bis 220 cm.
Lebensraum
Diese, hauptsächlich tagaktive Mamba, lebt in West- und Zentralafrika sowie in Teilen Ostafrikas, in feuchtwarmen Vegetationszonen. Sie gehört zu den Schlangen, die fast durch das Geäst fliegen kann. Sie sind extrem schnell und flink, auf Bäumen sowie auch auf dem Boden.
Die Nahrung besteht aus Vögeln und Kleinsäuger. Sicher werden auch kleine Echsen auf dem Speiseplan stehen.
Leider werden immer wieder Dendroaspis jamesoni kaimosae Importiert. Leider? Im Gegensatz zu Dendroaspis angusticeps und viridis überleben die jamesoni kaimosae leider nur selten. Oft sterben sie nach wenigen Wochen in der Gefangenschaft. Die Sterberate von Importierten Tieren liegt nach meinen Erfahrungen bei über 90%. Da sie sehr Stressempfindlich sind sterben sie meist an Parasiten und Bakterien die überhand nehmen. Auch Behandlungen mit Antibiotika nützen meist nichts. Auch irgendwelche Wundermittel wie Käse oder sonstiges ist nur Quatsch von irgendwelchen Händlern die nur ihre Tiere verkaufen wollen.
Also wer das Glück hat und ein päärchen der kaimosae besitzt, sollte alles daran setzten um Nachwuchs zu erhalten, damit man keine kaimosae mehr Importieren muss.
Haltung und Zucht
Mambas brauchen ein geräumiges Regenwaldterrarium, dessen Bodengrund aus Walderde bestehen soll. Starke Kletteräste und ein Wasserbecken dürfen nicht fehlen. Sie ist Baumbewohnend. Die Luftfeuchtigkeit sollte 60 bis 90% betragen. Bei einer Beleuchtung von 10 - 12 Stunden und einer Tagestemperatur von 25 bis 28° C, die nachts auf 18 bis 20° sinken kann, fühlt sie sich sehr wohl. Sie trinkt hauptsächlich die Wassertropfen von ihrem Körper oder den Blättern nach dem Besprühen.
Nach der Paarung, die bei kaimosae übrigens im Januar ist, dauert es ca. 80 - 95 Tage, bis die Eier gelegt werden, und nochmals 80 - 94 Tage bis die Jungen Schlüpfen.
Alle Mamba Arten sind dankbare Terrarienpfleglinge, die sich an den Pfleger gewöhnen. Sie ist jedoch eine der schnellsten und gefährlichsten Giftschlangen und muss daher mit grösster Vorsicht gepflegt werden, den zahm wird eine Schlange nie.
Eigentlich ist eine Paarweise- oder Gruppenhaltung bei Mambas kein Problem. Selbst Futterneid gibt es sozusagen nie. Doch weil es bei der jamesoni kaimosae noch so selten Tiere gibt die sich gut halten lassen, versuche ich das Risiko eines Unfalls so klein wie möglich zu Halten und setzte sie im Januar nur für ca. einen Monat zusammen und danach wieder einzeln.
Die ersten Nachzuchten sind geboren ( Europaweit die ersten? )
Heute am 21. August 2006, genau nach 88 Tagen ist das erste Junge geschlüpft und hat sogleich das Ei verlassen.
Ende Januar und anfangs Februar war die Paarung der beiden. Am 25.05.06 wurden neben 2 Wachseier noch 4 befruchtete Eier abgelegt. Man bedenke, unser Päärchen ist im Jahr 2002 geboren, haben also im Alter von 4 Jahren den ersten Nachwuchs. Leider ist während der Inkubation ein Ei braun geworden. Doch genau nach 88 Tagen ist das erste Junge geboren. Es ist 14,7 gramm schwer und 48 cm lang. Ohne einmal sich zu Häuten oder zu fressen ist es nach anderthalb Monaten gestorben. Beim regelmässigem Sprühen hat sie immer schön Wasser getrunken, doch auf die Häutung haben wir vergebens gewartet. Traurige Grüsse, Roger
Zweiter Versuch
Zwischen dem 15. und 18.04.2007 wurden 3 Wachseier verstreut im Terrarium abgelegt. Am 19.04.2007 konnte ich 5 Eier in der Schlupfbox finden. Ein Ei wird vermutlich ein Wachsei sein, ist erheblich kleiner jedoch schön weiss. Zur Zeit sind sie im Inkubator bei 27,5 und 28,5° C. Leider ist ein Ei nach dem anderen Verschimmelt. Beim Aufschneiden stellten Wir fest dass sie nicht befruchtet waren.
Auch im Jahr 2008 gibt es keine Nachzuchten, sehr schade. Das Weibchen hat zuerst 3 Wachseier Gelegt um dann zwei Wochen später 6 unbefruchtete Eier zu Legen.
https://www.youtube.com/watch?v=7cjxafg7pvk
Giftwirkung und Symptome, die bei einem Vollbiss eintreten können:
Neurologische Gifteffekte
- Hirnnervenausfälle (Ptosis, Ophthalmoplegie, Dysarthrie, Dysphagie)
- Lähmungen der Extremitäten- und der Atemmuskulatur
- Muskelfaszikulationen
- Muskelspasmen
Sonstige Symptome
- Schwitzen
- Erbrechen
- Tachykardie
- arterielle Hypotension
- Schock
- epigastrische krampfartige Schmerzen
Erste Hilfe
- Notarzt-Krankenwagen anrufen und Ruhe bewahren.
- Haustüre aufschliessen, Schmuck wie Ringe abziehen.
- Kompressionsbinde anlegen. Als eine der wenigen Ausnahmen ist bei Mambabissen eine arterielle Stauung gerechtfertigt. Rasch einsetzende und schnell progrediente neurologische Gifteffekte können innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Eine arterielle Stauung ist jedoch nicht ungefährlich.
Therapie
- Endotracheale Intubation und künstliche Beatmung
Antivenin
- Polyvalent Antivenom (SAIMR)
Wirksamkeit des Antivenin
Beachte die Angaben des Herstellers.
Antiveningabe innerhalb der ersten 50 Minuten tritt eine unmittelbare Besserung der Lähmungserscheinungen ein.
Auch eine Besserung der Schocksymptomatik kann unmittelbar festgestellt werden.
In der Regel sind die ersten 6 bis 8 Stunden kritisch.