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Wie entstehen Schmerzen
Medizinisch sind Schmerzen mit tatsächlicher oder potentieller Gewebeverletzung verbunden, üben also eine wichtige Warnfunktion aus. Auslöser für Schmerzen können äussere Einflüsse wie Hitze oder Kälte sein, aber auch Entzündungen oder Störungen im Nervensystem. Im Körper vorhandene Nervenfasern nehmen Schmerzen mittels spezieller Sensoren wahr und leiten sie weiter ans Gehirn.
Dabei müssen Schmerzen nicht notwendigerweise eine körperliche Ursache haben: Schmerzen können chronifizieren und weiterbestehen, obwohl die Ursache nicht mehr vorhanden ist. Auch seelische Belastungen können als Schmerz wahrgenommen werden.
Wichtig: Schmerzen werden von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Und Menschen in schlechter psychischer Verfassung nehmen Schmerzen tendenziell auch stärker wahr als Menschen, die positiver gestimmt sind.
Was ist «Dysmenorrhoe»
Dysmenorrhoe (Regelschmerzen) treten bei vielen Frauen auf. Unterschieden werden kann in primäre Dysmenorrhoe und sekundäre Dysmenorrhoe:
Primäre Dysmenorrhoe ist schmerzhaft, hat aber meist keine körperlichen Ursachen, sondern wird durch körpereigene Schmerzbotenstoffe (Prostaglandine) ausgelöst. Während der Menstruation zieht sich die Gebärmuttermuskulatur zusammen und stösst die Schleimhaut ab. Durch das Zusammenziehen entstehen Schmerzen. Die primäre Dysmenorrhoe tritt mit der Menstruationsblutung auf.
Sekundäre Dysmenorrhoe sind Regelschmerzen, die durch organische Veränderungen oder Erkrankungen in bzw. an der Gebärmutter ausgelöst werden, wie z.B. durch Zysten, Myome (gutartige Muskeltumore) oder Endometriose (Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter). Die Regelblutung wird dadurch häufig als länger oder schwerer wahrgenommen als sonst. Auch als Fremdkörper wahrgenommene Verhütungsmittel wie die Spirale können eine sekundäre Dysmenorrhoe auslösen.
Was kann gegen Dysmenorrhoe gemacht werden
Neben Bewegung und Sport hilft Wärme (Bäder, Wärmflasche, Saunagänge), die verkrampfte Muskulatur zu entspannen. Eine hohe Zufuhr von Magnesium (z.B. in Nüssen oder Bananen) kann ebenfalls helfen, da Magnesium Krämpfen vorbeugt.
Häufig werden auch Schmerzmittel (nicht-steroidale Antirheumatika, NSAR) zur effektiven Symptomlinderung eingenommen. Diese gibt es in vielen Darreichungsformen und mit verschiedenen Wirkstoffen. Wichtig ist hier, dass vorher durch einen Gynäkologen ausgeschlossen wurde, dass die starken Regelschmerzen nicht von anderen Grunderkrankungen herrühren. Auch sollten Schmerzmittel auf keinen Fall selbständig über einen längeren Zeitraum dauerhaft eingenommen werden, wenn nicht eine ärztliche Empfehlung dafür vorliegt.