Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/110311

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Mobiltelefonie ist heute Standard. Mobilfunkantennen aber sind vor Ort immer noch ein grosses Politikum.</p><p>1. Gibt es irgendeinen in- oder ausländischen Nachweis dafür, dass die Strahlung von Mobilfunkantennen im In- oder Ausland die Gesundheit von Menschen (inkl. Kindern) geschädigt hat?</p><p>2. Gibt es irgendeinen in- oder ausländischen Nachweis dafür, dass die Strahlung von Mobiltelefonen im In- oder Ausland die Gesundheit von Menschen (inkl. Kindern) geschädigt hat?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Einen wissenschaftlichen Nachweis für eine Schädigung von Menschen durch die Strahlung von Mobilfunkantennen oder Mobiltelefonen gibt es bisher nicht. Wissenschaftlich anerkannte Schädigungen können erst bei einer Strahlung auftreten, die stärker ist als heute zulässig.</p><p>Auf der anderen Seite trifft es zu, dass es Warnungen aus Forschung und Alltag gibt, die eine Beeinträchtigung der Gesundheit auch bei den heute vorkommenden Strahlungsstärken geltend machen. Es handelt sich dabei aber nicht um wissenschaftliche Nachweise, sondern nur um Hinweise auf eventuelle Risiken. Die Forschung ist derzeit damit beschäftigt, diese Hinweise zu überprüfen und einzuordnen.</p><p>Der Bundesrat stellt fest, dass aufgrund der heute vorliegenden wissenschaftlichen Fakten weder die WHO noch die EU oder andere wichtige Organisationen die international verbreiteten Grenzwerte, denen die schweizerischen Immissionsgrenzwerte entsprechen, in Zweifel ziehen.</p><p>Darüber hinaus legt der Bundesrat in jedem Fall grossen Wert auf die Vorsorge. Deshalb hat er auch für Orte, wo sich Menschen für längere Zeit aufhalten, noch strengere Anlagegrenzwerte als international üblich festgelegt. Bei jeder Einführung einer neuen Technologie gibt es ein gewisses Restrisiko. Angesichts der fehlenden wissenschaftlichen Beweise für die Schädlichkeit von Mobilfunkstrahlung unter den geltenden Schutzvorschriften einerseits und der offensichtlichen Vorteile der mobilen Kommunikation andererseits hält der Bundesrat dieses Restrisiko aber für vertretbar; dies insbesondere auch deshalb, weil er die Strahlung der Antennen bereits strenger begrenzt, als dies nach wissenschaftlichen Massstäben nötig wäre.</p>