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Hochverarbeitete Produkte sollen Veganern als Fleischersatz, Käsealternative, Pastavariante und Eier-Option dienen. Ein reichhaltiges Lebensmittelsortiment ist durch Verwendung pflanzlicher Eiweisse entstanden. "Im Fokus stehen hier die Hülsenfrüchte, nämlich Linse, Erbse, Bohne und Kichererbse", berichtete die Ernährungswissenschaftlerin Christiane Schäfer aus Schwarzenbek beim Online-Allergietag des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB). Weitere Lebensmittel wie Nüsse und Ölsaaten, z.B. Cashew oder Sesam, Lupine, Soja und verschiedene Proteinisolate bergen aus allergologischer Sicht ein erhebliches Gefahrenpotenzial. Selbst Obst wie Kiwi, Apfel oder Pfirsich und Gemüse wie Erbsen, Sellerie und Avocados könnten Anaphylaxien als schwerste Form von allergischen Reaktionen auslösen.
"Zwei Drittel der gemeldeten Lebensmittel-Anaphylaxien werden durch pflanzliche Proteine ausgelöst, die in der veganen Ernährung einen hohen Stellenwert haben", sagte Schäfer. Zudem werden bei der Herstellung veganer Produkte oft Proteine aus verschiedenen pflanzlichen Nahrungsmitteln gemischt. Das könne auch bei Allergikern, die sich mit ihrer Lebensmittelallergie eigentlich gut auskennen, zu Problemen führen, wenn es etwa in der Kantine ein veganes "Geschnetzeltes" gebe, das dann kritische Proteine enthalte. Für Pollenallergiker können vegane Produkte mit Bestandteilen von Soja, Mandel, Lupine oder eben Erbse ein Problem werden, da sie Kreuzallergien gegen diese entwickeln können.