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Die Autorin analysiert die Verfahrenswirklichkeit anhand des IPbpR, des Rechts und der Verfahrenspraxis der ECCC im völkerstrafprozessualen Kontext und ihre künftige Bedeutung. Das Völkerstrafprozessrecht am hybriden Rote-Khmer-Tribunal Kambodschas beruht, anders als angloamerikanisch geprägte Ad-hoc Tribunale, auf dem kontinentaleuropäischen Recht.
Die Autorin analysiert die Strafverfahrenswirklichkeit vor dem Rote-Khmer-Tribunal (ECCC) und ihre Bedeutung für zukünftige Völkerstrafprozesse. Sie betrachtet dabei auch zentrale Verfahrensrechte des IPbpR und die Verfahrenspraxis internationaler Tribunale (JStGH, RStGH und IStGH). Zuvor wurde das Völkerstrafprozessrecht für Wissenschaft, Praxis und Ausbildung kaum analysiert. Der Schwerpunkt lag meist auf dem Prozessrecht vor den großen Tribunalen. Dabei ist das hybride Gericht zur Verfolgung der Verbrechen der Roten Khmer in Kambodscha neben dem IStGH im Gegensatz zu den angloamerikanisch geprägten Ad-hoc Tribunalen eines der ersten durch das kontinentaleuropäische Rechtssystem geprägten Gerichte. Hierdurch kann es neue Impulse für den internationalen Strafprozess geben.
Autorentext
Madeleine Arens studierte Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg i. Brsg. Sie war am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht und Praktikantin/Referendarin beim JStGH, ECCC und im Auswärtigen Amt. In einer internationalen Großkanzlei arbeitet Frau Arens als Rechtsanwältin für Immobilien- und Kapitalmarktrecht in Frankfurt a. M.