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„Aham Brahma Asmi“ ist ein Satz aus den Upanishaden, einer Sammlung alter indischer Texte, die die Grundlage der Vedanta-Philosophie bilden. Der Satz kann mit „Ich bin Brahman“ übersetzt werden und drückt die Idee aus, dass das individuelle Selbst und die ultimative Realität, bekannt als Brahman, ein und dasselbe sind.
Laut Vedanta ist die ultimative Realität Brahman, die unveränderliche, ewige und absolute Realität, die allen Phänomenen zugrunde liegt. Brahman ist die Quelle aller Schöpfung und das ultimative Ziel spirituellen Strebens. Es wird oft als form- und qualitätslos beschrieben und soll die ultimative Realität jenseits der Welt der Erscheinungen sein.
Das individuelle Selbst, bekannt als Jiva, wird oft als von Brahman getrennt angesehen. Es wird angenommen, dass der Jiva durch seine Individualität und seine Erfahrungen mit der Welt begrenzt ist. Laut Vedanta ist Jiva jedoch tatsächlich ein Ausdruck von Brahman und daher mit ihm identisch.
Der Ausdruck „Aham Brahma Asmi“ ist eine Aussage über diese Identität zwischen dem individuellen Selbst und Brahman. Es ist eine Erklärung der endgültigen Erkenntnis, dass der Jiva nicht von Brahman getrennt ist, sondern tatsächlich mit ihm identisch ist. In dieser Erkenntnis soll das individuelle Selbst vom Kreislauf der Wiedergeburt und den Leiden der Welt befreit sein.
Diese Idee wird in den Upanishaden erläutert, insbesondere in der berühmten Mandukya Upanishad, wo es heißt: „Brahman ist die ultimative Realität und das eigene Selbst“. In der Advaita Vedanta-Denkschule wird diese Idee von Adi Shankara weiter ausgebaut, wo er das Konzept von Maya oder Illusion erklärt, das dazu führt, dass Individuen eine falsche Trennung zwischen dem Selbst und der ultimativen Realität wahrnehmen. Laut Shankara ist die Erkenntnis, dass "Aham Brahma Asmi" der Schlüssel zur Befreiung von Maya und zur Erlangung von Moksha oder endgültiger Befreiung ist.
Zusammenfassend ist „Aham Brahma Asmi“ eine kraftvolle Aussage, die die Grundidee der Vedanta-Philosophie zum Ausdruck bringt: Die ultimative Realität von Brahman und das individuelle Selbst sind ein und dasselbe. Es ist eine Erklärung der endgültigen Erkenntnis, dass der Jiva nicht von Brahman getrennt ist, sondern tatsächlich mit ihm identisch ist. Diese Erkenntnis soll zur Befreiung vom Kreislauf der Wiedergeburt und den Leiden der Welt und schließlich zur Erlangung von Moksha führen.