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Wie die SoZ berichtete, wirkt der Skandal wie ein Brandbeschleuniger bei den CS-Mitarbeitern. "Schon vor den Skandal machten Abgänge von der Credit Suisse Schlagzeilen", schrieb das Blatt. Zuletzt aber hätten sich diese nochmals beschleunigt. So wird ein Topmanager einer ausländischen Privatbank mit den Worten zitiert, dass es in jüngster Vergangenheit einen bemerkenswerten Anstieg bei Bewerbungen von CS-Mitarbeitern gegeben habe.
Gegenüber AWP erklärte ein Sprecher der Grossbank auf Anfrage: "Wir können keine erhöhte Zahl von Abgängen feststellen."
Die NZZaS berichtete unter Verweis auf das Verwaltungsrats-Umfeld der CS, dass es es zwischen den beiden Kontrahenten nicht nur um einen persönlichen Streit gegangen sei. Khan habe den Verwaltungsrat auf Probleme aufmerksam gemacht, welche die Führungsstruktur der Bank betreffen. "Im Zentrum steht die Machtfülle von Thiam", schrieb das Blatt. Khan habe diese hinterfragt und eine Aufwertung der von ihm geführten internationalen Vermögensverwaltung verlangt, erfuhr die NZZaS von Insidern.
Das CS-Geschäftsleitungsmitglied Lara Warner hat allerdings gegenüber der Zeitung bestritten, dass ein Machtkampf zu Khans Abgang geführt habe: "Als Chief Risk Officer kann ich bestätigen, dass Herr Thiam den Einflussbereich der Division International Wealth Management in keiner Weise eingeschränkt hat. Die Wachstums- und Ertragsentwicklung hätte einen solchen Schritt nicht gerechtfertigt."
hr/
(AWP)