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Früher in Häggenschwil
Interview mit Emil Buchegger
Sah es früher in Häggenschwil schöner aus als heute?
Für mich sah es als Dorf früher schöner aus. Einfach viel kleiner und überschaubarer, man kannte jeden.
War es immer friedlich im Dorf?
Es war in der Regel friedlich, doch manchmal gab es auch Konflikte.
Gab es viele Bauernhöfe?
Ja, es gab viele Baurenhöfe, es war ein richtiges Bauerndorf. Unser Hof war mitten im Dorf, doch das störte damals niemanden.
Gab es auch schon Vereine?
Ja, es gab schon die Musikgesellschaft, den Männerchor, den Schützenverein und später kam noch der Turnverein dazu. In vielen Vereinen durften damals nur Männer mit dabei sein, erst später konnten auch die Frauen Mitglied werden.
Wo und was spielte man früher?
Wir trafen uns oft auf der Strasse mitten im Dorf. Dort spielten wir dann viele Spiele wie Völkerball usw.
Ging man oft in die umliegenden Dörfer?
Nein, das kannte man damals nicht. Wenn, dann ging man höchstens mal mit der Mutter zu Verwandten auf Besuch.
Vermisst du etwas von früher?
Eigentlich nicht, heute ist es viel besse,r weil alles viel moderner ist.
Waren die Lehrer sehr streng?
Ja, die Lehrer waren sehr streng.
Waren viele Kinder in einer Klasse?
Es waren drei Klassen in einem Zimmer. Etwa 30 Kinder waren in einem Zimmer mit einem Lehrer.
Konntet ihr damals schon Fremdsprachen lernen?
In der Unterstufe und Mittelstufe lernten wir noch keine Fremdsprachen, aber in der Oberstufe hatten wir Französisch.
Gab es schon Hausaufgaben?
In der ersten und zweiten Klasse gab es noch keine, aber nachher schon.
Du kennst die Zeit von früher und heute. In welcher würdest du lieber geboren werden, wenn du das jetzt aussuchen könntest?
Oh, das ist schwierig. Aber ich denke, ich würde es so wählen, wie ich es bis jetzt erlebt habe. Ich hatte ein schönes Leben.
Vielen Dank für das Interview.
Für das Redaktionsteam: Sina