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Dass der von ihm beherrschte Telekom-Riese Altice in der Corona-Krise mit einem blauen Auge davongekommen ist, verdankt Patrick Drahi der US-Tochter. Dort läuft das Geschäft gut. Dagegen hat der Wahlwalliser in den letzten zwei Jahren die Aktivitäten in Frankreich radikal um-gekrempelt. Beim Telekom-Anbieter SFR und im Medienpool BFMTV/RMC blieb kein Stein auf dem anderen, der Personalbestand wurde drastisch gekürzt.
Mit dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der Wochenzeitschrift «L’Express» und der Ausgliederung der Tageszeitung «Libération» in eine Stiftung hat sich Altice aus dem Printmediengeschäft verabschiedet. Um freie Hand zu haben, möchte Drahi Altice nächstes Jahr von der Börse nehmen. Er bietet 2,5 Milliarden Euro für die restlichen 51 Prozent der Aktien, die ihm noch fehlen. Der 57-jährige Franko-Israeli bereitet seine Nachfolge vor und hat seine beiden Söhne und die beiden Töchter im Familienunternehmen platziert.
(Stand: November 2020)