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Polymedikation, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder verminderte körperliche Aktivität... Viele Menschen ab 65 sind von einer bedingten Mangelernährung betroffen, die aufgrund unterschiedlicher Faktoren hervorgerufen wird. Jüngsten Studien zufolge sind 5% der über 65-Jährigen und 10% der über 80-Jährigen, die Zuhause leben, von Unterernährung betroffen. In Heimen schwankt dieser Anteil zwischen 20 und 50%. Kommen diese Personen in ein Krankenhaus, steigt der Anteil weiter.
- Sind Sie oder Personen in Ihrem Umfeld davon betroffen?
- Wissen Sie, was Sie dagegen tun können? Hier finden Sie einige Antworten.
Haben Sie Ihren Appetit verloren?
Wenn Sie älter als 75 Jahre sind, können sich Ihr Geschmacks- und Geruchssinn verändern. Lebensmittel schmecken plötzlich anders oder nicht mehr so wie früher. Im fortgeschrittenen Alter nimmt die Anzahl der Geschmacksknospen im Mund um mehr als ein Drittel ab, was die Wahrnehmung des Geschmacks beeinträchtigt. Auch Medikamente können dazu führen, dass Sie anders schmecken oder Ihren Appetit verlieren. Die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund von Herzproblemen oder Bluthochdruck beispielsweise beeinträchtigt die Geschmacksknospen und damit die Wahrnehmung des Geschmacks am stärksten.
Versuchen Sie daher, Ihre Gerichte mit Gewürzen, Kräutern oder Zitronensaft zu verfeinern. Wenn das nicht ausreicht, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Haben Sie keinen Durst mehr?
Haben Sie das Gefühl, dass Sie je länger je weniger das Bedürfnis nach Wasser haben? Dann warten Sie nicht, bis Sie Durst verspüren, um Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wenn nicht anders und ausdrücklich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt verordnet, trinken Sie viel Flüssigkeit wie Wasser, Tee oder Brühe. Versuchen Sie, den ganzen Tag über Flüssigkeit zu sich zu nehmen und nicht nur zu den Mahlzeiten. Sie können sich z. B. eine fettarme Suppe als Snack gönnen oder ein ganzes Glas Wasser trinken, wenn Sie eine Tablette einnehmen.
Vermuten Sie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit?
Vielleicht haben Sie bemerkt, dass bestimmte Nahrungsmittel plötzlich aufliegen und schwer verdaulich sind. Das liegt vor allem daran, dass sich die Funktionen Magen und Darm verlangsamen und die Ausscheidungsorgane, wie die Leber, nicht mehr so gut arbeiten können, wie sie sollten. Manche Menschen entwickeln beispielsweise eine Laktoseintoleranz und leiden nach dem Verzehr von milchhaltigen Lebensmitteln unter Blähungen oder Durchfall. Wenn Sie merken, dass bestimmte Nahrungsmittel für Sie unverdaulich werden, streichen Sie sie für einige Wochen aus Ihrer Ernährung. Suchen Sie bei Unsicherheiten auf jeden Fall das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Fällt es Ihnen schwerer, die Nahrungsmittel zu kauen?
Wenn Sie eine Zahnprothese tragen, kann es sein, dass sie nicht richtig sitzt, Ihr Zahnfleisch schmerzt oder Sie Schluckbeschwerden haben. In diesem Fall kann Ihnen eine Zahnärztin oder ein HNO-Spezialist möglicherweise helfen. In der Zwischenzeit kann es sinnvoll sein, weichere und einfacher zu kauende Nahrungsmittel zu essen.
Haben Sie einen «Knoten» im Bauch?
Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen. Psychisch schwierige Situation können Appetitlosigkeit hervorrufen. Trauer, Misshandlung, soziale Isolation, Krankenhausaufenthalte oder Heimeinweisung… die Gründe für psychischen Probleme sind vielfältig. Suchen Sie das Gespräch und lassen Sie sich von Gesundheits- und Ernährungsfachleuten begleiten. Sie hören Ihnen zu und können Ihnen helfen, die Probleme anzugehen und zu einer genussvollen Ernährung zurückzufinden.
Bewertungen der Community
Il faut dire qu'en milieu hospitalier, la nourriture manque un peu de saveur, ces chiffres ne m'étonnent donc pas vraiment. J'avais perdu le goût lorsque j'ai attrapé le coronavirus, cela doit être une vraie souffrance de vivre au quotidien sans pouvoir déguster ses repas. Mes amitiés, Françoise F.
Chère Madame Favre, merci beaucoup pour votre commentaire. C'est en effet très handicapant de perdre le goût et l'odorat. Dans ces cas-là, il est important de consulter votre médecin traitant afin d'y remédier. Cordialement, Joanna Lisa du Team Quartier+