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Johann Sebastian Bach: Wer weiss, wie nahe mir mein Ende? BWV 27
Ein Toter wird unter Klagen aus der Stadt getragen. Rabbi Jesus von Nazareth sieht das Elend, tritt hinzu und heisst den Verstorbenen aufzustehen. Der richtet sich auf und beginnt zu sprechen. Diese Geschichte erzählt Lukas in seinem Evangelium (Luk. 7, 11-17). In der lutherischen Kirche Sachsens bildet sie die Evangeliums-Lesung zum 16. Sonntag nach Trinitatis. Von J.S. Bach sind vier Sonntagskantaten bekannt, die sich auf diese Geschichte beziehen. Die vorliegende wurde am 24. September 1724 erstmals aufgeführt.
Joseph Haydn: Missa in tempore belli in C – Paukenmesse (Messe in Kriegszeiten)
Der 1. Koalitionskrieg der europäischen Monarchien gegen das revolutionäre Frankreich hat Österreich in den Kriegszustand versetzt. Doch das kulturelle Leben ging seinen gewohnten Gang. Fürst Nikolaus II. Esterhazy, der Enkel des ersten Dienstherren von Haydn, verpflichtete den nun berühmten Komponisten, jährlich eine Messe zum Namenstag der Fürstin zu schreiben. So entstanden zwischen 1796 und 1802 die sechs grossen Messen. Eine der ersten war die vorliegende „Missa in tempore belli – Messe in Kriegszeiten“.