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Ortsnamen
Die Entstehung des Ortsnamens
1139 kaufte Konrad der I. von Biberegg, Bischof von Chur, die Länder zwischen Zuoz und Silvaplana und damit einen grossen Teil des Oberengadins. Der Bischof liess seine Zehnten durch zwei Familien aus Pontresina und Zuoz eintreiben. Dazu liess er in Celerina im Hang über dem Bach Schlattain einen Keller anlegen. Dort lagerte er Fleisch, das anfiel, später auch Fisch. Die Gegend um diesen Keller hiess damals wie heute "Surossa" - weil das Fleisch, das als Zehnten eingetrieben wurde und nach Chur transportiert werden musste, dort entknocht wurde (von "ossa": Knochen).
Unter dieser Sammelstelle bildete sich im Nordosthang des Deltas das Dorf, das "Celler"; (von "Cellarium": Keller) genannt wurde. So entstand schliesslich der Name Celerina. Die romanische Übersetzung "Schlarigna" stammt aus dem Wort "Schler", das im Rätoromanischen "Keller" bedeutet.
Weitere Namen und deren Bedeutung
Die Kelten gaben Flüssen und Bächen gerne Namen, die mit einer bestimmten Eigenschaft in Zusammenhang standen. Der Fluss Schlattain beispielsweise floss des Öfteren grau. Deshalb nannten sie ihn "der Graue", was so viel wie "Schlattain" heisst. Der Fluss Inn heisst auf Romanisch "Ent" - ein Wort, das aus dem Keltischen stammt und mit "der Grüne" oder "grün" übersetzt werden kann. Die Bezeichnung stimmt auch, denn der Inn ist grösstenteils während des Jahres grün. Dann ist da noch der Fluss Flaz: Dieser Fluss entspringt den Gletschern. "Flaz" heisst denn auch "der Weisse". Alle drei Flüsse liegen unter anderem auf Celeriner Boden.