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Tutzing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Starnberg und liegt am Westufer des Starnberger Sees.
Der Starnberger See (bis 1962: Würmsee) ist ein See in Bayern, 25 Kilometer südwestlich von München. Der See ist nach dem Bodensee, der Müritz, dem Chiemsee und dem Schweriner See der fünftgrößte See Deutschlands, aufgrund seiner großen Durchschnittstiefe jedoch der zweit-wasserreichste. Das Gebiet des Sees ist ein gemeindefreies Gebiet im Landkreis Starnberg. Der See ist Eigentum des Freistaates Bayern, für dessen Verwaltung die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen zuständig ist.
Über Bayern hinaus bekannt geworden ist der See auch durch den skandalumwitterten Tod König Ludwigs II. 1886 durch Ertrinken. An dieses Ereignis erinnern noch heute eine Votivkapelle und ein Holzkreuz im See nahe der Sterbestelle in Berg.
Straßenverkehr: Starnberg liegt an der Bundesstraße 2, die zwischen München und Starnberg durch eine Autobahn ersetzt wurde (Übergang in die B 2 am Ende der Starnberger Bundesautobahn 952, die von der Bundesautobahn 95 München–Garmisch-Partenkirchen abzweigt). Da der gesamte Autoverkehr an das Westufer des Sees und in den Landkreis Weilheim–Schongau durch Starnberg läuft, ist das Verkehrsaufkommen durch die Stadt entsprechend hoch. Die Situation auf der Hauptverkehrsstraße wird dadurch verschärft, dass auch fast der gesamte innerstarnberger Verkehr auf die Bundesstraße fixiert ist und Alternativrouten im Ort durch Verkehrsberuhigung oder andere Maßnahmen entweder verbaut oder unattraktiv gemacht werden. Ein Straßentunnel unter dem Ortszentrum wird seit den 1980er Jahren diskutiert. Der Stadtrat hat die Verwaltung im Juli 2014 beauftragt, Konzepte für eine Umfahrungsstraße vorzulegen. Bahnverkehr: 1854 eröffneten die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen eine Bahnstrecke von München nach Starnberg, die 1865 nach Tutzing und Weilheim verlängert wurde. Die Bahnstrecke wurde gebaut, um den Ausflugsverkehr aus München und zu den Dampfschiffen auf dem See zu fördern. Sie verläuft deshalb zwischen Stadt und See, um ein einfaches Umsteigen von der Bahn auf die Schiffe zu ermöglichen. Allerdings wurde die Stadt dadurch urban vom Wasser abgeschnitten. Zum Bauzeitpunkt war der sumpfige Uferbereich in Staatsbesitz und konnte deshalb nach Trockenlegung ohne teure Übernahme von bereits vergebenen Grundstücken bebaut werden. Die städtebaulichen Auswirkungen dieser Entscheidung wurden erst Jahrzehnte später deutlich.
Seit 1972 ist Starnberg an das Netz der S-Bahn München angeschlossen. Neben dem viergleisigen Bahnhof Starnberg von 1854, der direkt am Seeufer liegt, existiert seit dem 10. Juni 2001 der neue Haltepunkt Starnberg Nord. Beide Stationen werden im 20-Minuten-Takt durch die Linie S6 von Tutzing nach München Ost bedient, die in der Hauptverkehrszeit weiter nach Zorneding fährt. In der Hauptverkehrszeit halten zudem stündlich Regionalbahnen von München Hauptbahnhof über Tutzing nach Kochel am alten Bahnhof Starnberg.
Busverkehr: In Starnberg verkehren folgende Regionalbuslinien im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV).
Folgende Gemeinden haben Anteil am Seeufer (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden):
HaushälterinStarnberg (Norden, Landkreis Starnberg)
HaushälterinBerg (Nordosten, Landkreis Starnberg) mit den Ortsteilen Kempfenhausen, Berg, Leoni
HaushälterinMünsing (Südosten, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) mit den Ortsteilen Ammerland, Ambach, Degerndorf, Holzhausen, Pischetsried, Sankt Heinrich, Schechen, Weipertshausen und Wimpasing
HaushälterinSeeshaupt (Süden, Landkreis Weilheim-Schongau) und der Ortsteil Seeseiten
HaushälterinBernried (Südwesten, Landkreis Weilheim-Schongau)
HaushälterinTutzing (Westen, Landkreis Starnberg) und der Ortsteil Unterzeismering
HaushälterinFeldafing (Nordwesten, Landkreis Starnberg) und der Ortsteil Garatshausen
HaushälterinPöcking (Nordwesten, Landkreis Starnberg) mit den Ortsteilen Possenhofen und Niederpöcking
Vor dem westlichen Ufer, südlich von Possenhofen liegt eine kleine Insel, die Roseninsel.