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Die Swiss Internet User Group hat eine Umfrage bei den Schweizer Providern lanciert, um Klarheit zu erhalten welche Internetangebote gesperrt werden und auf welchen Grundlagen solche Entscheide basieren. In einer Zwischenbilanz stellt die SIUG fest, dass vornehmlich die grossen Provider solche Sperrungen vornehmen und dass die kleineren dadurch ebenfalls betroffen sind.
Offenbar hat SIUG von einigen Providern auf ihre Anfrage keine Antwort erhalten. Genannt ist unter anderem Sunrise, die gegenüber dem PCtip angegeben hatte, sie würde ihren Usern die Liste mit gesperrten Seiten auf Anfrage zur Verfügung stellen. Sunrise erklärte, die Antwort schriftlich geliefert zu haben.
Zudem hat SIUG festgestellt, dass die gesperrten Sites bei IP-Plus zum Teil wieder erreichbar sind, weil sie gezügelt wurden. Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie problematisch das sein kann. Die NZZ verweist in ihrer heutigen Ausgabe auf eine Nazi-Website, die namentlich genannt wird. Auf Anfrage gab die zuständige Redaktion an, dass die Site unter Anderem deswegen namentlich erwähnt wurde, weil sie ja sowieso gesperrt sei. Aber genau diese Site dient SIUG in ihrer aktuellen Pressemitteilung als Beispiel, dass gesperrte Sites nach kurzer Zeit wieder erreichbar sein können.
Auf Anfrage erklärte Felix Rauch von SIUG, dass es wenig sinnvoll sei, überhaupt Seiten zu sperren. Die Zielgruppe dieser Sites sei sowieso immer schnell informiert, wie man die gesperrten Internetauftritte trotzdem erreichen kann.