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Abstract: „Mich führt alles in mich selbst zurück.“ – Figuren der Rückkehr in Die Lehrlinge zu Sais von Novalis
Im Märchen von Hyazinth und Rosenblütchen in den Lehrlingen zu Sais reist Hyazinth von seiner Heimat fort, um das Geheimnis der Natur zu entdecken. Auf seiner Suche gelangt er zum Heiligtum der Göttin zu Sais, der Isis. Indem er ihren Schleier lüftet, gelangt er zur Einsicht in das Mysterium. Diese Naturerkenntnis impliziert jedoch eine Selbsterkenntnis. Hyazinth begegnet sich selbst, sein Weggehen ist zugleich ein Heimkehren. Diese Bewegung des Aus-sich-hinaus-Gehens und In-sich-zurück-Kehrens legt die These nahe, dass die Naturerkenntnis, wie sie Novalis auffasst, die Opposition von Subjekt und Objekt oder von Ich und Natur transzendiert. In der Metaphorik der Reise als Erkenntnisprozess entpuppt sich das Neue als das bereits Bekannte. Diese Figur entspricht nun genau Freuds Begriff des Unheimlichen, womit sich die Frage stellt, ob das Lüften des Schleiers der Isis auch als unheimlich bezeichnet werden kann.