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Umringt von seinen Hofleuten thront König Salomon als Urteilssprecher über die beiden um das Kind streitenden Frauen, die bittend vor ihm niederknien. Während das tote Kind zwischen den beiden Frauen am Boden liegt, befindet sich das lebende vor dem Soldaten, der dieses mit seinem Schwert auf Befehl des Königs zweiteilen will (1 Kg 3, 16–28). Die Figurengruppe umfasst eine Arkade mit vorgelegten weinroten Pfeilern und einem blauen Bogen. Diesem aufgesetzt ist ein Giebelaufsatz, vor dem die Rollwerkkartusche mit der Bildlegende angebracht ist. Den Scheibenfuss füllt die Stifterinschrift mit den beiden von einem Engel präsentierten, oval umkränzten Stifterwappen in ihrem Zentrum.
Salomon Martig deß / weltlichen grichts vnd / Magdalena Andrist s: h: fr. / Michel Andrist deß geistlichen / grichts, v: Eva Eschler s: h: fr: 1706 der König Salomon ein / weise vrtheil sprach / den zweÿ weibern über das le- / bend kind, so sÿ ihm bracht. / I. Reg. 3. Gebt diser das lebendig Kind [t]ödets ni[ch]t: Sie ist seine Můter.
Keine