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«Ich will sie in die Wüste führen und zu ihrem Herzen sprechen.» (Hosea 2,14)
Ich habe zwei Monate in dieser Wüste verbracht, und Gott hat wirklich zu meinem Herzen gesprochen! Zunächst hatte ich die Erwartung, dass er mir sagen würde, wo er mich in der Zukunft sieht. Ich dachte, er würde mir klar zeigen, wo ich ihm dienen soll und ob meine Berufung in diesem Land liegt.
Bald musste ich erkennen, dass er mit mir über andere Dinge sprechen wollte, die ihm in diesem Moment wichtiger waren. Ich erkannte, dass mein Glaube hauptsächlich in meinem Kopf und nicht in meinem Herzen existiert. Ich zweifelte zum Beispiel an der Liebe Gottes und fragte ihn, ob er jemals von mir enttäuscht gewesen sei.
Er antwortete erstaunlich: Am selben Tag hörten unsere Praktikanten ein Anbetungslied mit dem Text «Es gibt keine Enttäuschung in deinen Augen, es gibt keine Scham, es gibt nur Stolz.» Als ich diese Worte hörte, war ich wirklich berührt und spürte einen tiefen Frieden in meinem Herzen – Wow! Neben dieser Erfahrung lernte ich erneut, dass ich durch Gnade und nicht durch meine Werke gerettet bin.
Das wurde mir klar, als ich mit den Menschen dort in Kontakt kam, die an die Erlösung durch ihre guten Taten glauben.
Es war sehr traurig für mich zu sehen, wie sie ihre Gebete mit einem Zähler zählen. Welch ein Privileg, den Gott zu kennen, der sich für uns hingegeben hat und der uns nie enttäuscht! Lasst uns beten, dass es mehr Mitarbeiter im Land gibt, die diesen wunderbaren Vater bekannt machen!
Autorin: Aline