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37 Prozent der befragten Kapitalgeber gaben an, sie rechneten bei einem "harten" Brexit mit weniger Erträgen aus ihren Private-Equity-Investitionen in Europa, wie der Auftraggeber der Studie, Coller Capital, diese Woche berichtete. Nur sechs Prozent erwarten positive Folgen eines Austritts Großbritanniens ohne spezielle Vereinbarungen mit der EU, was die Erträge aus ihren Investitionen in Private-Equity-Fonds betrifft.
Coller Capital fragt zweimal im Jahr große Investoren wie Versicherungsgesellschaften und Pensionsfonds aus der ganzen Welt, die in Unternehmensbeteiligungsfonds (Private Equity) investieren. 74 Prozent von ihnen glauben, dass Großbritannien unter einem radikalen Abschied aus der EU leiden würde, und 64 Prozent glauben, dass er auch der EU schaden werde.
Viele Großanleger mischen ihren Portfolien riskante Private-Equity-Beteiligungen bei, um die niedrigen Renditen aus Staatsanleihen und anderen sicheren Anlagen wenigstens zum Teil wettzumachen. Mehr als drei Viertel von ihnen traut den Private-Equity-Gesellschaften der Umfrage zufolge auch in den nächsten drei bis fünf Jahren Renditen von elf Prozent und mehr zu, jeder Fünfte sogar 16 Prozent.
Dagegen kommen aggressive Hedgefonds bei ihnen zunehmend aus der Mode. 39 Prozent wollen weniger oder gar kein Geld mehr in diese Form von Fonds investieren, nur 13 Prozent wollen dort neu einsteigen oder mehr Geld dafür ausgeben. Coller-Capital-Manager Philipp Patschkowski sieht den Grund dafür vor allem in der Enttäuschung darüber, dass sie ihre Renditeversprechen nicht einhalten können: "Es hat sich gezeigt, dass viele Hedgefonds bei kleineren Börsenkorrekturen keine Absicherung nach unten bieten. Trotzdem sind die Gebühren hoch. Dies ist ein Grund, weshalb große Investoren Geld aus Hedgefonds abgezogen haben."
(Reuters)