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Ganz harmonisch lief die Zusammenarbeit zwischen der Baukommission und dem Architekten und Kantonsbaumeister Robert Ammann nicht ab: Im September 1889 hoffte man in Menziken, dass der Turm noch im Herbst vollendet werden und das Geläut abgeholt werden könne. Doch die Pläne vom Büro Ammann liessen auf sich warten, und die Baukommission beklagte sich über die «saumselige Art, mit der auch unbedeutende Risse von Ammann geliefert werden». Sie erwog deshalb, die Pläne anderweitig zu vergeben. Ein Blick in die Hochbauakten des Aargauer Staatsarchivs, wie uns Erwin Sommerhalder vermittelt, gibt Aufschlüsse über die Gründe für die Warterei: «Man habe vielfach im Kanton herum die Auffassung gehabt, dass dem Kantonsbaumeister, namentlich von Seiten der Gemeinden, die verschiedenartigsten Aufträge erteilt werden können, die er dann in seiner Eigenschaft als gut bezahlter Staatsbeamter ausführen müsste, währenddem er derartige Aufträge mit Recht als private Aufträge angesehen habe. Dies sei namentlich beim Kirchenbau Menziken der Fall gewesen». Vielleicht war das die schmähliche Quittung für den Entschluss der Menziker Behörden, Ammans Kirchenbauplan seinerzeit «namentlich in bezug auf den Kostenpunkt als empfehlenswert zu halten». Wie auch immer treffen wir in Menziken den recht seltenen Fall an, dass ein Kirchenbau durch den Kantonsbaumeister erstellt werden sollte und nicht durch einen spezialisierten Architekten, der sich, wenn auch vielleicht gegen einen etwas höheren Preis, mit mehr Hingabe und Zeit dem attraktiven Bauauftrag hätte widmen können. Und wie die Menziker Akten angeben, war die Situation am Ende nicht so verfahren wie befürchtet: Nach einer insgesamt betrachtet kurzen Bauzeit und der Bauvollendung 1890 wurde Ammann selbstverständlich zur Einweihung seiner Kirche eingeladen.