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Hauptstadt : Bamako
Einwohnerzahl: 19 Millionen
49 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze
Lebenserwartung: 59 Jahre
Interventionsbereich :Ernährungssouveränität, Gleichstellung der Geschlechter, Konfliktprävention, Umwelt
Unterstützte Bevölkerung: XXXX Personen
HDI: Rang 184 von 191 Ländern
Alphabetisierungsrate: 35 %
Mali ist von den Folgen der globalen Erwärmung besonders betroffen. Das Ackerland wird knapp, die Niederschläge werden immer unregelmässiger, die Wüste gewinnt an Boden und die Dürreperioden werden länger. Diese Auswirkungen sind umso gravierender, da der Zugang zu Wasser fehlt und die Kenntnisse über gute landwirtschaftliche und ökologische Praktiken zur Eindämmung der Wüstenbildung gering sind.
Die Bevölkerung setzt sich aus vielen ethnischen Gruppen zusammen, die unterschiedliche Bräuche und Sprachen haben. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in ländlichen und wenig entwickelten Regionen, mit einer relativ geringen Bevölkerungsdichte in den Dürregebieten im Osten.
Mit seiner überwiegend ländlichen Wirtschaft ist Mali eines der ärmsten Länder der Welt (Rang 184 des HDI). Das Wirtschaftswachstum des Landes lag im Jahr 2018 bei rund 5 %. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung (75 %) lebt von der Landwirtschaft. Nach Schätzungen der FAO verfügt das Land über 41.201 Hektar landwirtschaftlich nutzbare Fläche. Die Armutsquote der Bevölkerung ist besonders hoch und liegt nach Angaben der Weltbank in den ländlichen Gebieten des Landes bei 90 %.
Mali war früher eine französische Kolonie und erlangte 1960 die Unabhängigkeit. Seitdem leidet das Land unter immer wieder aufflammenden Konflikten und unter einer chronisch instabilen Lage auf seinem Territorium. Das Jahr 2019 war geprägt von zahlreichen Anschlägen und mehreren Massakern an der Zivilbevölkerung. Während sich das von Unsicherheit geplagte Gebiet bisher auf den Norden des Landes beschränkte, dehnt es sich immer mehr auf das Zentrum des Landes aus, das bisher verschont blieb. In dieser angespannten Situation wurde Ibrahim Boubacar Keïta für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.
Die chronische Unsicherheit und die besonderen Umwelt- und Klimabedingungen stellen grosse Probleme für die Entwicklung dieses Landes dar, dessen Wirtschaft vor allem auf der Landwirtschaft beruht.
Angesichts dieser Situation hat sich Secodev entschieden, im Bereich der Ernährungssouveränität im Landkreis Bandiagara im Dogonland zu intervenieren. Die Organisation unterstützt daher die Schaffung von Strukturen in der Landwirtschaft und hat in der Vergangenheit den Bau eines Stauwerks und dessen Verwaltung gefördert, um den Zugang zu Wasser zu verbessern. Es geht im Weiteren auch darum, gute agrarökologische Praktiken und Techniken
anzuwenden und weiterzugeben, um die Entwicklung zu fördern. Der Anbau von Nutzpflanzen und Gemüse wird unterstützt, um die Ernährungssicherheit der bäuerlichen Bevölkerung zu gewährleisten. Gleichzeitig wird das Erlernen neuer Produktions- und Vermarktungstechniken für Sorten vorgeschlagen, die an die besonderen Bedingungen des Dogonlandes angepasst sind, wie beispielsweise Schalotten.