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Um die zentralen Fragestellungen zur Leistungsfähigkeit und Praxistauglichkeit von Tunnelabsorbersystemen sowie zur Eignung der angewandten Planungsinstrumente zu beantworten, ist ein Pilotprojekt mit Flächenabsorbern geplant. Die dem Versuch zugrunde gelegten energetischen Modellierungen werden mit Hilfe von Messergebnissen verifiziert. Am Versuchsaufbau werden die realen Entzugsleistungen gemessen sowie die Umgebungsbedingungen messtechnisch überwacht. Neben dem Einfluss geothermischer Faktoren auf die Wärmeleistung (z. B. thermischer Widerstand des Hinterfüllmaterials und der Absorberleitungen, Isolationseffekt durch Abdichtung usw.) sollen auch baupraktische Details (z. B. Befestigung der Absorberleitungen auf der Abdichtung) untersucht werden.
Das Versuchskonzept sieht vor, in geologisch gleichen Verhältnissen drei Testfelder in einem Abstand von mind. 4 m zueinander einzurichten und über ein Jahr hinweg zu beobachten. In den Testfeldern 1 und 2 wird ein zweischaliger Tunnelausbau mit Abdichtung hergestellt, wobei in einem Fall die Absorberleitungen vor der Abdichtung und im anderen Fall hinter der Abdichtung platziert werden, um einen Isolationseffekt zu erzeugen. Die Versuchsfelder 1 und 2 entsprechen dem Ausbau bei einem Tunnelneubau und sind geeignet für verschiedene Nutzungen (Heizen/Kühlen). Das Versuchsfeld 3 wird aufbauend aus den Erfahrungen von Versuchsfeld 1 und 2 so angepasst, dass es der Situation bei der Nachrüstung von bestehenden Tunneln entspricht.
Anhand der Messergebnisse werden die Simulationstechniken geeicht sowie relevante Parameter und Kenngrössen (z. B. Widerstandsbeiwert des Absorbers) definiert, so dass zukünftig eine solide Planungsgrundlage zur Verfügung steht. Des Weiteren werden Hinweise zur baupraktischen Umsetzung und zur betrieblichen Integration der Tunnelabsorbersysteme gegeben.