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Mit dem Werktitel «Arzt – Patienten – Krankenschwester» verweist der Thuner Künstler Fritz Bütikofer bereits auf das Dargestellte im Wandgemälde. Während auf der linken Seite ein stehender Mann zu erkennen ist, dessen fokussierter Blick auf den liegenden Patienten gerichtet ist, befindet sich zu dessen Rechten eine kniende Krankenschwester. Auch sie ist dem Patienten zugewandt und scheint ihm gerade eine Medizin zu verabreichen. Mit teils kantigen, weissen und sich überlappenden Strichen malt Fritz Bütikofer die Umrisse der Figuren auf farbigen und klar eingegrenzten Flächen. Das Werk zeugt von Bütikofers eigenständiger Auseinandersetzung mit dem Konstruktivismus seit den 1950er-Jahren. Nach einer längeren Phase von vorwiegend abstrakten Bildern, werden in den 1960er-Jahren die Sinnbezüge wieder augenfälliger. Das Interesse des Künstlers liegt dabei in der Visualisierung von inneren und äusseren Eindrücken. 1965 wird das neue Spital Thun offiziell eingeweiht. Bütikofers Entwurf für ein Wandbild wird ein Jahr später im Rahmen eines Kunst-und-Bau-Wettbewerbs in Auftrag gegeben. Da sich das Gemälde in einem Untersuchungsraum befindet ist es für die Öffentlichkeit jedoch nicht mehr zugänglich.
Katrin Sperry
In der Mitte liegt ein Patient.
Es sind erdige Farben,
passend zum Krank-sein.
Links steht ein Arzt.
Kalte Blau-Töne
in eckiger Form
unter-streichen sein Wissen.
Rechts kniet eine Kranken-schwester.
Sie ist von warmem Gelb und Orange umhüllt.
Die runde Form schenkt Geborgen-heit.
Das Wand-bild ist im Spital.
Nur Patienten im Untersuchungs-Raum sehen es.
Sara Smidt