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Den Erwerb einer Saisonkarte für die städtischen Badeanstalten sollte Huwyler bald bitter bereuen. Schuld daran war das Wetter. Denn nur bei schlechtem Wetter war es in so einer Anstalt überhaupt auszuhalten. Kaum schien die Sonne, rottete und pulkte sich dort ein Bevölkerungsquerschnitt zusammen, dessen Anblick sich nicht einmal durch den Verzehr eines der feilgebotenen Glaces versüssen liess. Wegen der Sparmassnahmen, die unter anderem ergriffen worden waren, um genau solche Querulanten wie Huwyler zum Umzug in Randgemeinden zu bewegen, blieben die Bäder immer häufiger schon bei zweifelhaftem Wetter geschlossen. So konnte sich Huwyler seine Saisonkarte bereits im Juli sonstwohin stecken.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.