Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03114.jsonl.gz/3896

| Armenische Väter - Wider die Irrlehren (De Deo)

Drittes Buch: Widerlegung der Religion der griechischen Weisen.
13.
Die sinnlich gerichteten Stoiker hinwieder faßten die sichtbare Welt ins Auge und hielten alles für einen Körper; und als Gott betrachteten sie die sichtbare Welt. Sie sind die Sektierer unter den Philosophen; selbst vermochten sie zur Erfassung des Geistigen sich nicht zu erheben, und auch von den andern wollten sie nicht lernen, daß es eine Macht gibt, welche das Sichtbare bewegt, und den Beweger muß man für Gott halten und nicht die bewegten Dinge.
Manche von ihnen meinen wohl, daß die Natur der Welt aus dem Wesen des Feuers stamme, weil sie die Sonne für das Bewunderungswürdigere halten und die Natur des Feuers für das Kräftigste betrachten.
[S. 144] Da sie auch am Verstand bei ihrer Erwägung erkannten, daß sie durch den Verstand alles zu unterscheiden vermöchten, haben sie daher den Verstand für Gott gehalten, gleich als wäre er die Seele des Himmels und der Erde und alles dessen, was in ihnen ist und als wären die Lichtkörper seine Augen. Diese sind, gemäß ihrer unwürdigen Torheit, nicht wert, daß man eine Antwort gibt.
Und den Körper halten sie auch, wie die anderen, für vergänglich, und die Seelen seien einer Wanderung von Leib zu Leib unterworfen. Das können aber weder sie nachweisen noch die andern, welche bedeutender waren als sie. Alle bringen sie nämlich nur Fabeleien vor, und wenn auch einige zur Wahrheit gelangt sind, blieben sie doch nicht beharrlich in der Wahrheit.