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Rauchende Schwangere sorgen bewusst dafür, dass ihre Schwangerschaft zu einer eindeutigen Risikoschwangerschaft wird.
Bei Raucherinnen und ihren Kindern ist
das Risiko einer Fehlgeburt erhöht,
das Risiko einer Frühgeburt doppelt so hoch,
das Risiko einer Totgeburt doppelt bis dreifach so hoch,
das Risiko einer Thrombose in der Schwangerschaft oder später im Wochenbett doppelt so hoch,
das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS) dreifach erhöht.
Die Neugeborenen kommen im Durchschnitt mit einem niedrigeren Geburtsgewicht (200 bis 300 g leichter), geringerer Körperlänge (15 mm kürzer) und kleinerem Kopfumfang (8 mm weniger) zur Welt. Wenn das Herz Ihres Babys zu schnell schlägt, sind das ebenfalls schlechte Voraussetzungen für die ersten Lebenswochen. Es gibt inzwischen Untersuchungen, die zeigen, dass Kinder von starken Raucherinnen doppelt so häufig mit Herzfehlern oder Gesichtsspalten (z.B. Lippen-, Kiefer-Gaumenspalten) zur Welt kommen; das Risiko einer Hand- oder Fussfehlbildung (z.B. Klumpfüsse), Anomalien des Magen-Darm-Trakts, Fehlbildungen des Schädels und der Augen ist um ca. 25% erhöht. Eine Spaltbildung der Bauchwand, bei der Teile von Magen und Darm vorfallen (Gastroschisis), ist um 50% häufiger. Eine ausführliche Übersicht gibt es in Human Reproduction Update (2011; doi: 10.1093/humupd/dmr022).
Alle Veränderungen sind eine direkte Folge der Schädigung des Mutterkuchens, der bei Raucherinnen deutlich kleiner ist und Gefässverkalkungen zeigt, aber auch der teratogenen Wirkung von Schadstoffen im Zigarettenrauch.
Neugeborene von Frauen, die bis zur Geburt geraucht haben, zeigen darüber hinaus regelrechte „Entzugserscheinungen“ mit Unruhe und Schreien. Und auch für die spätere Gesundheit des Kindes kann Rauchen während der Schwangerschaft negative Folgen haben, wie z.B. ein erhöhtes Infektionsrisiko (v.a. Mittelohrentzündungen) im ersten Lebensjahr, Wachstumsstörungen, Lernschwächen und ein erhöhtes Risiko für Blutkrebs, Atemwegserkrankungen wie Bronchial-Asthma und Allergien.
Auch das "Dampfen" mit E-Zigaretten ist für das Ungeborene keinesfalls unschädlich.