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Die Sophie und Karl Binding Stiftung wurde durch das Ehepaar Binding 1963 mit Sitz in Basel gegründet.
Dr. iur. Karl Binding (1911-1994) wurde in Frankfurt am Main geboren und stammt aus der gleichnamigen traditionsreichen Brauereifamilie. Während des zweiten Weltkrieges zog er in die Schweiz und leistete militärischen Hilfsdienst, besass die Familie doch seit 1876 in Zürich das Schweizer Bürgerrecht. 1951 heiratete Karl Binding die ebenfalls aus Frankfurt am Main stammende, jung verwitwete Sophie von Opel-Hübscher (1902-1989), welche die Familie Binding seit ihrer Jugend kannte. Ihr erster Ehemann war Hans von Opel gewesen, ein Enkel des Gründers der Opel Autowerke, der seit dem Verkauf der Autowerke an General Motors 1929 in der Schweiz in Liestal wohnte. Nach seinem frühen Tod hinterliess er seiner Gattin ein Vermögen, das später die Grundlage der Sophie und Karl Binding Stiftung bilden sollte.
Karl Binding war mitbeteiligt an der Leitung der Hansa Aktiengesellschaft, die Hans von Opel zusammen mit dem Financier Salomon Meyer als Finanzierungsgesellschaft für Automobilhandelsfirmen gegründet hatte und die sich im Laufe der Zeit zu einer bedeutenden Beteiligungs- und Finanzgesellschaft entwickelt hatte.
Das Ehepaar Binding führte ein eher zurückgezogenes Leben und suchte nicht das Rampenlicht der Öffentlichkeit. Es liebte die Natur, die Jagd und die Berge. 1955 zogen sie nach Schaan im Fürstentum Liechtenstein, wo sie eine neue Heimat fanden. Mit ihrer 1963 gegründeten Stiftung wollten sie weniger eigene Interessen und Ziele verfolgen, sondern im Andenken an das, was sie der Schweiz zu verdanken hatten, einen Beitrag an verschiedene soziale, kulturelle und andere gemeinnützige Projekte leisten.