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Was sind deine Lieblingssongs? Ich weiß es nicht, aber ich wollte einer meiner Lieblingssongs für ein Brass Quintett covern. Und genau das habe ich gemacht. Ich habe mich für «Lean On» von Major Lazer in Zusammenarbeit mit DJ Snake und der dänischen Sängerin MØ entschieden, weil er einen eingängigen Rhythmus hat, der sich unter anderem für eine Brass Quintett-Version eignet. Ausserdem liebe ich ihn einfach.
Für die Produktion habe ich Logic Pro verwendet, um den Song zu bearbeiten und zu schneiden. Aufgrund technischer Probleme mit meinen Instrumenten habe ich mich dazu entschieden, bestimmte Töne in MIDI-Dateien umzuwandeln und sie mit einem AKAI MIDI-Keyboard (AKAI MPK Mini) aufzunehmen. Die verwendeten Instrumente für dieses Cover sind zwei Trompeten, zwei Posaunen, ein Sousaphone und Schlagzeug.
Es war eine spannende Herausforderung, die Melodie und die verschiedenen Schichten des Originalsongs auf die begrenzte Anzahl von Instrumenten zu übertragen. Ich habe versucht, die Essenz des Songs beizubehalten und gleichzeitig ein simples Brass Cover für Kleinformationen erstellen.
Aber nun genug von meiner Seite. Am besten ihr hört euch das Cover selbst an :). Viel Spass!
(bas)
Selbstkritik
Obwohl ich die Töne zuerst aufgenommen habe und in MIDI konvertiert habe, gibt es Stellen im Cover die ich selber als „zu künstlich“ bezeichnen würde. Ich müsste meine Brass Skills um einiges erweitern um eine authentische Klangqualität zu erzielen. Auch wenn das MIDI-Keyboard eine praktische Lösung war, würde ich in Zukunft gerne wieder meine echten Instrumente verwenden, um den Klang natürlicher und nuancierter zu gestalten. Bei der Aufnahme mit dem MIDI-Keyboard musste ich mich besonders auf die Ausdrucksstärke und das Timing konzentrieren, um sicherzustellen, dass die gespielten Töne den gewünschten Klang erzeugen. Was mir ebenfalls zum Verhängnis wurde war die Dynamik. – Klar man kann diese künstlich anpassen, aber die Artikulation der Schläge bleibt dennoch unverändert. Des Weiteren hätte ich mehr Zeit in die Feinabstimmung der Mischung investieren können, um sicherzustellen, dass alle Instrumente gut ausbalanciert sind und ihre jeweiligen Rollen im Arrangement optimal zur Geltung kommen. Bei gewissen Stellen erkennt man wo der Ton geschnitten wird. Ein sorgfältigeres Mixing würde sicherstellen, dass die einzelnen Instrumente klarer definiert sind und die Klangqualität insgesamt verbessert wird.
Ursprünglich hatte ich geplant, ein Video zu erstellen, das zeigt, wie ich zwischen den verschiedenen Instrumenten wechsle. Doch während des Aufnahmeprozesses habe ich die immense Arbeit, die damit verbunden ist, stark unterschätzt. Leider musste ich feststellen, dass es zeitlich einfach nicht mehr möglich war, das Video zu realisieren.
Weiter habe ich viel Zeit im Adobe Audition investiert, um herauszufinden, dass Logic Pro eine viel besser geeignete Software ist.
Learnings
Das Arbeiten mit Logic Pro war eine wahre Offenbarung für mich. Ich entdeckte die Vielfalt der Funktionen und Werkzeuge, die dieses professionelle Musikproduktionsprogramm bietet. Von der präzisen Bearbeitung der Audiospuren bis hin zur nahtlosen Integration von MIDI-Instrumenten eröffnete mir Logic Pro eine Welt voller kreativer Möglichkeiten.
Die Aufnahme von Brass-Instrumenten stellte mich vor ganz besondere Herausforderungen. Das Einfangen des authentischen und dynamischen Klangs dieser Instrumente erforderte Präzision und Fingerspitzengefühl. Ich lernte, wie wichtig es ist, die Aufnahmesituation optimal zu gestalten, um unerwünschte Nebengeräusche zu minimieren und eine klare Klangqualität zu erreichen. Zudem erkannte ich die Bedeutung einer sorgfältigen Mikrofonplatzierung, um den individuellen Charakter jedes Instruments bestmöglich einzufangen. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die Feinheiten der Instrumente zu verstehen und die richtigen Aufnahmetechniken einzusetzen, um den bestmöglichen Klang zu erzielen.
Nebst den Technischen Problemen musste ich feststellen, dass ich auf gewissen Instrumenten zu wenig Erfahrung habe um mich einer Aufnahme zu stellen. Bei den Aufnahmen stimmte die Tonlage überhaupt nicht und so habe ich mich entschieden diverse Tonleitern als MIDI Dateien zu speichern und via MIDI Keyboard zu spielen.