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In Samedan ist am Montag ein seit Mitte Februar 2019 Vermisster tot aufgefunden worden. Der Mann war in einer Eisgrotte von einer Lawine überrascht worden.
Der 42-jährige Ungar war Mitte Februar 2019 mit einem Gleitschirm vom Corvatsch in die Val Roseg geflogen. Dies mit der Absicht, dort in einer Eisgrotte zu übernachten. Am Tag nach dem Flug wurde er als vermisst gemeldet. Bei einem Suchflug der Rega konnte festgestellt werden, dass durch einen Eisabbruch der Gletscherzunge des Vadret da Roseg eine Lawine ausgelöst worden war und diese die Eisgrotte verschüttet hatte. Alpinpolizisten der Kantonspolizei Graubünden nahmen an der vermuteten Unglücksstelle laufend Beurteilungen vor, ob eine Suche des dort Vermissten möglich sei. Bei einer neuerlichen Suchaktion konnte der Vermisste am Montag gemeinsam mit drei Rettern der SAC Sektion Bernina und der Rega geborgen werden.
Ungar wollte in Eisgrotte biwakieren
Der Ungar wollte in einer der Eisgrotten im Talkessel am Fusse des Vadret da Roseg biwakieren und anschliessend nach Pontresina laufen. Er hatte noch Bilder von seiner Landung sowie aus einer Grotte gesandt. Tags darauf wurde er als vermisst gemeldet. Gleichentags stellte eine Rega-Crew zusammen mit Rettern bei einem Suchflug einen Lawinenniedergang fest. Dieser hatte sich durch einen Eisabbruch von der Gletscherzunge des Vadret da Roseg ausgelöst und war auf die Eisgrotten niedergegangen. Die Eisgrotten wurden grössenteils verschüttet und gefüllt. Vier Retter der SAC-Sektion Bernina, darunter eine Hundeführerin, hatten nach dem Lawinenniedergang vor Ort begeben. Aufgrund der Gefahr für die Rettungskräfte mussten die Sucharbeiten aber eingestellt werden.
(Bild: Kantonspolizei Graubünden, 7.8.2019)