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Über Vanille - teurer als Silber und ein Kalorienkiller
Echte Vanille hat einen sehr speziellen Geschmack und ein einzigartiges Aroma. Keine andere Pflanze bildet Früchte aus, die so stark duften und vor allem auch schmecken. Der Grund hierfür ist das in der Vanille enthaltene und hoch komplexe ätherische Öl. Es besteht aus einer Kombination aus mehreren Hundert Verbindungen und sorgt für einen süssen aber keineswegs zuckrigen Geschmack. Ein wenig erinnert dieser an Karamell, Butter oder Blüten. Dieser Blogartikel beschreibt, woher die Vanille stammt, warum sie so teuer ist und welche Vorteile sie mit sich bringt.
Die Herkunft von Vanille
Die natürliche Vanille entsteht in Schoten unterschiedlicher Orchideenarten der Gattung mit dem Namen Vanilla. Insgesamt gibt es weltweit 110 verschiedene Ausführungen, wobei für die landwirtschaftliche Herstellung in erster Linie die Art Vanilla planifolia verwendet wird. Diese Pflanze hat ihren Ursprung in Mexiko sowie Mittelamerika. So nutzten schon die Azteken die Vanille, um ihre Kakao-Getränke zu würzen und den teilweise recht bitteren Geschmack etwas abzurunden. Erst im 19. Jahrhundert fand die Orchidee dann ihren Weg durch die Kolonialisierung in unterschiedliche tropische Gebiete und wurde von nun auch in einem grösseren Stil angebaut.
Einer der wichtigsten Produktionsorte war damals eine französische Insel mit dem Namen La Réunion, die in früheren Zeiten Île Bourbon genannt wurde. Sie gab der heutigen Pflanze ihren Namen. Auch als im Jahr 1874 das künstliche Vanillin auf den Markt kam, blieb die natürliche Bourbon-Vanille gefragt. Heutzutage ist sie nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt.
Wieso ist Vanille so teuer?
Der durchaus beachtliche Preis der Vanille ergibt sich in erster Linie durch den aufwendigen und arbeitsintensiven Anbau. Ausser in dem Ursprungsgebiet müssen alle Blüten per Hand bestäubt werden. Nur in Mexiko gibt es eine Biene, die diese Arbeit übernimmt. Hinzu kommt, dass es nur ein sehr geringes Zeitfenster von einem Tag für die Bestäubung gibt. Schaffen die Arbeiter dies nicht in dieser Zeit, gibt es in dem Jahr keine Vanille-Ernte. Sollte die Bestäubung allerdings gelingen, können die Schoten sechs bis neun Montage nach der Blütezeit geerntet werden. Sie werden grün gepflückt und dann zumeist an ein auf die Verarbeitung spezialisiertes Unternehmen verkauft.
Die Mitarbeiter sortieren die Schoten per Hand, blanchieren und dämpfen sie und lassen sie dann einige Zeit trocknen. Nun erfolgt ein zweiter Arbeitsgang, in dem sie erst fermentiert und dann noch einmal getrocknet werden. Auf diese Weise können aus sechs Kilogramm grüner Schoten rund ein Kilogramm Vanillestangen gewonnen werden. Sie haben eine schwarz-braune Farbe und glänzen leicht. Für ein Kilogramm Vanillestangen müssen stolze 600 Blüten bestäubt werden.
Welche Vorteile bringt Vanille mit sich?
Der leckere Geruch der Vanille macht alle Süssigkeiten uninteressant. Dadurch kann das Gewürz unter anderem auch beim Abnehmen helfen. Es kann zum Aromatisieren von Gerichten verwendet werden oder wird auf ein Taschentuch beziehungsweise direkt auf die Haut gegeben. Dadurch ist schon bald die Sehnsucht nach Süssigkeiten verschwinden. Denn Vanille hat unter anderem auch eine appetitzügelnde Wirkung. Um diese zu nutzen, wird ganz einfach eine Schote längs aufgeschnitten. Dann kann das Vanillemark herausgeschabt und mit grünem Tee vermengt werden. Auch Letzterer hat viele positive Wirkungen auf die Gesundheit. Dadurch ist das gemischte Getränk sehr wertvoll und sollte regelmässig getrunken werden.
Vanille ist ein echter Kalorienkiller. Wer das Gewürz regelmässig zu sich nimmt oder auch einfach nur riecht, hat deutlich weniger Lust auf Süsses. Zudem eignet es sich auch bestens als Bestandteil diverser Gerichte aus der kalten oder warmen Küche. So kann zum Beispiel Fleisch- oder Fischspeisen eine spezielle Note verliehen werden. In Mexiko wird schon sehr viele Jahrzehnte mit dem wertvollen Gewürz experimentiert. Vanille passt zudem auch gut zu Tomaten, Zwiebel, Spinat, Früchtekompotts und Spargel.
Fazit:
Vanille ist eigentlich viel zu schade, um es lediglich für die Produktion von Süssspeisen wie Eis zu verschwenden. Nicht ohne Grund wird es auch Königin der Gewürze genannt. Vanille ist nicht nur lecker, sondern auch ein sehr effektiver indirekter Kalorienkiller. Denn wer die Pflanze riecht, hat weniger Appetit und die Lust auf Süssigkeiten verfliegt. Vanille ist das zweitteuerste Gewürz der Welt, nur Safran ist noch teurer. Das liegt in erster Linie an der arbeitsaufwendigen Gewinnung. Die Blüten können nur an einem einzigen Tag bestäubt werden, was nur per Hand möglich ist. Das natürliche Vanillearoma, welches aus den Vanilleschoten gewonnen wird, hat einen Kilopreis von rund CHF 1'500 und ist somit teurer als Silber, wobei das synthetische Vanillin bereits für CHF 15.00 - 20.00 pro Kilogramm erhältlich ist. Kein Wunder also, setzen viele Produzenten auf synthetisches Vanille-Aroma!
Vanille kann unter anderem auch ein Bestandteil diverser kalter und warmer Gerichte und Getränke sein. In Kombination mit Hibiskus ist der Hibille Likör ein Paradebeispiel für die Verwendung von frischer und natürlicher Vanille in der Getränkeproduktion. Der Hibille Likör wird nur aus natürlichen Zutaten in der Schweiz hergestellt und eignet sich hervorragend als Aperitif oder Basis für erfrischende Cocktails. Für die Produktion von Hibille wird frische Vanille verwendet, was den einmaligen Geschmack vom Hibille Likör ausmacht.