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Haushalte (Anzahl und Grössenstruktur)
Mehr Einpersonenhaushalte im Jahr 2016
Im Kanton Thurgau gab es Ende 2016 rund 116‘100 Privathaushalte. Dies sind 2‘100 Haushalte oder 1,9 % mehr als im Vorjahr. Am meisten nahmen Einpersonenhaushalte zu. Fast die Hälfte des Wachstums (46 %) ist auf die Zunahme der Alleinlebenden zurückzuführen.
Einpersonenhaushalte waren vor allem bis zur Jahrtausendwende auf dem Vormarsch gewesen. Danach hat sich ihr Wachstum abgeschwächt. Aufgrund der kräftigen Zunahme im Jahr 2016 gab es Ebde 2016 knapp 30 % mehr Singlehaushalte als 2000. Seit dem Jahr 2000 haben sich vor allem Zweipersonenhaushalte stark entwickelt. Zwischen 2000 und 2016 haben sie um 41 % zugelegt. Dreipersonenhaushalte sind ebenfalls zahlreicher geworden, ihr Wachstum fiel aber etwas gemässigter aus (+29 %).
Grosse Haushalte mit fünf Personen oder mehr werden hingegen immer seltener. Ihre Zahl ist von rund 8'400 im Jahr 2000 auf 7'700 Haushalte im Jahr 2016 gesunken (-8 %).
Grosse Gemeinden mit vielen Singlehaushalten
Überdurchschnittlich viele Einpersonenhaushalte gibt es im Kanton Thurgau in Städten sowie in Gemeinden am Ober- und Untersee. In Kreuzlingen wohnt in vier von zehn Haushalten nur eine Person. Damit weist Kreuzlingen einen fast doppelt so hohen Anteil an Einpersonenhaushalten auf wie die Gemeinden Dozwil, Wuppenau und Stettfurt, wo in etwa 20 % der Haushalte nur eine Person wohnt.
Fünfköpfige und grössere Haushalte werden im Kanton immer seltener. Am häufigsten gibt es sie aber noch in den Gemeinden Schönholzerswilen und Dozwil. Während kantonsweit in 7 % der Haushalte mehr als vier Personen wohnen, sind in diesen beiden Gemeinden 14 % der Haushalte fünfköpfig oder grösser.
In jedem zehnten Haushalt wohnen ältere Menschen allein
Von den insgesamt 116'100 Privathaushalten lebte in 12'500 Haushalten eine ältere Person von 65 Jahren oder älter allein. Dies sind 300 Haushalte mehr als noch im Jahr 2015.
Gemessen an allen Haushalten wohnt in jedem zehnten Haushalt ein Rentner oder eine Rentnerin allein, gemessen an den Einpersonenhaushalten ist es jeder dritte. Junge Menschen unter 25 Jahren wohnen selten alleine (1'300 Haushalte).
Viele Haushalte haben Platz zum Wohnen
Jeder zweite Thurgauer Haushalt bewohnt 4 bis 5 Zimmer. Dabei kann es sich um ein Einfamilienhaus oder um eine Wohnung im Mehrfamilienhaus handeln. Eine Wohneinheit mit 4 Zimmern wird am häufigsten von einer oder zwei Personen bewohnt: In rund 42 % der 4-Zimmerwohnungen leben zwei Personen, in 23 % wohnt eine Person.
Ein vierköpfiger Haushalt lebt wiederum oft in einer Wohneinheit mit 5 oder mehr Zimmern (66 % der 4-Personen-Haushalte). Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es aber auch Haushalte, die in ausgesprochenen bescheidenen Platzverhältnissen wohnen. In 4 % aller 4-Personen-Hausehalte teilen sich die Bewohner nur je eine 3-Zimmerwohnung.
Publikation, Daten und weitere Informationen
Publikation zum Thema
Weitere Resultate können der Statistischen Mitteilung Nr. 4/2016 entnommen werden.
Haushalte, Familien und Wohnen im Kanton Thurgau
Tabellen
Ebene Kanton, Bezirke und Gemeinden
Privathaushalte nach Haushaltsgrösse und durchschnittl. Haushaltsgrösse, 2012-2016
Datenquelle: Bundesamt für Statistik, STATPOP
Ebene Kanton
Privathaushalte nach Haushaltsgrösse, 1970-2016
Datenquelle: Bundesamt für Statistik, STATPOP (ab 2010), Eidg. Volkszählungen (1970-2000)
Ebene Kanton, gepoolte Daten 2010/2012
Privathaushalte nach Anzahl Personen und Zimmerzahl, 2010/2012
Privathaushalte nach Zimmerzahl, 2010/2012
Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Strukturerhebungen
Thematische Karten
Mit dem Thurgauer Themenatlas werden statistische Daten in Form von Karten visualisiert.
Vordefinierte Karten öffnen
- Anzahl Haushalte
- Anteil Einpersonenhaushalte
- Anteil Haushalte mit fünf Personen oder mehr
- Durchschnittliche Haushaltsgrösse
Erhebungen und Begriffe
Die Daten zu den Privathaushalten stammen einerseits aus der registergestützten Erhebung des Bundesamtes für Statistik (STATPOP) und andererseits aus der Strukturerhebung - einer Stichprobenerhebung. Aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden können sich aus diesen beiden Quellen unterschiedliche Zahlen ergeben. STATPOP ist die Referenzquelle für die Anzahl und die Grösse der Haushalte, während die Strukturerhebung eine Typologisierung der Haushalte unter Berücksichtigung der familiären Beziehungen oder Wohnverhältnisse erlaubt.
Ergebnisse aus Stichproben sind mit gewissen Unschärfen behaftet. Wie gross der Unschärfebereich ist, wird durch das Vertrauensintervall angezeigt. Dieses gibt den Bereich an, in dem sich der wahre Wert für die Gesamtbevölkerung mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit befindet. Indem Stichproben aus mehreren Jahren zusammengelegt ("gepoolt") werden, kann der Unschärfebereich verkleinert werden. Zudem ermöglicht das Zusammenlegen von Stichproben, abhängig von der Fragestellung, Auswertungen für kleinere Gruppen oder Regionen (Ebene Gemeinden) zu erstellen.
Die hier präsentierten Ergebnisse "Privathaushalte nach Zimmerzahl" stammen aus den gepoolten Daten der Jahre 2010, 2011 und 2012. Sie sind als Mittelwert dieser Jahre zu interpretieren.
Weitere Informationen zu den einzelnen Erhebungen finden Sie auf der Seite Bevölkerung (Erhebungen).
Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im Glossar.