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Wie stark ist ihr Schmerz?
Die Schmerzskala als Instrument in der Medizin. Immer wieder fragen die Ärzte ihre Patienten, wie gross denn der Schmerz sei auf einer Skala von 1 bis 10.
Zum Beispiel bei Rückenschmerzen oder bei einem verknacksten Fuss.
Hmm.. naja, es tut schon ein bisschen weh… nein eher ein bisschen mehr, also sagen wir mal 4.
Doch wie kann ein Arzt nun diesen Schmerz einschätzen? Wie stark ist denn 4 und was ist die Differenz zu 5?
Die Schmerzmessung ist in der Praxis noch immer ein äusserst ungenaues Instrument, obwohl es eine genaue Definition dem Schmerz gibt. Doch leider wenden es die Ärzte kaum an.
Hier die Definition der Schmerzskala.
0: Schmerzfrei
1: Sehr geringer schmerz: kaum bemerkbar
2: Geringer Schmerz: ein wenig lästig, vielleicht zeitweise etwas stärker werdend
3: Bemerkbarer Schmerz: Schmerz, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht, mit dem sich jedoch gut leben lässt und an den man sich gewöhnt
4: Mittlerer Schmerz: ist der Patient abgelenkt, kann er ihn für einige Zeit ignorieren, aber er ist immer bemerkbar
5: Mittelstarker Schmerz: Betroffene können ihn höchstens für einige Minuten ignorieren und müssen sich aktiv anstrengen, wenn sie konzentriert arbeiten oder an sozialen Aktivitäten teilhaben wollen
6: Mittelstarker Schmerz: stört den Patienten bei allen normalen Alltagshandlungen; es fällt schwer, sich zu konzentrieren
7: Starker Schmerz: dominiert die Wahrnehmungen; soziale Kontakte und die Ausführung von normalen Alltagsaktivitäten sind signifikant beeinträchtigt; auch der Schlaf ist gestört.
8: Intensiver Schmerz: körperliche Aktivitäten werden ernsthaft eingeschränkt; Gespräche sind nur unter großen Mühen möglich (entspricht etwa dem Schmerz bei einer natürlichen Geburt)
9: Unerträglicher Schmerz: Konversation unmöglich, der Patient schreit oder stöhnt
10: Unbeschreiblicher Schmerz: der Patient kann nicht aufstehen und ist möglicherweise im Delirium
Kontrollfrage an den Arzt zur Schmerzmessung
Fragen Sie Ihren Arzt mal nach dem Unterschied zwischen dem Schmerz auf der Skala bei 4 und bei 5. Sie werden überrascht sein. Die Medizin ist eine äusserst ungenaue Wissenschaft. Dabei wäre es so wichtig dass alle vom selben sprechen.