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Stan Wawrinka verpasst den Final beim French Open. Der Titelverteidiger scheitert im Halbfinal mit 4:6, 2:6, 6:4, 2:6 an Andy Murray. Dieser spielt am Sonntag das Final von Roland Garros gegen Novak Djokovic.
Der Brite Andy Murray war zu stark für den Schweizer. Nur nach dem Gewinn des dritten Satzes liess Stan Wawrinka seine Fans nochmals hoffen. Doch der vierte Satz ging wieder klar an die Weltnummer 2. In vier Sätzen 6:4, 6:2, 4:6 und 6:2 gewinnt Murray gegen den Titelverteidiger.
Es war nicht der Tag von Stan Wawrinka. Auf dem Court Philippe Chatrier, wo er im letzten Jahr Novak Djokovic im Final deklassiert hatte, konnte er nicht mit Murray mithalten. Der Schotte spielte zwei Sätze lang überragend, agierte offensiv und mit unheimlicher Präzision. Zudem verteidigte er so stark, dass Wawrinka immer einen oder zwei Schläge mehr benötigte als im bisherigen Turnierverlauf, um einen Punkt zu gewinnen.
Im ersten Satz fehlte es Wawrinka aber auch an der nötigen Effizienz. Der Waadtländer liess Breakbälle zum 2:0 und 5:5 ungenutzt. Murray, der vor dem French Open in Rom triumphiert hatte, agierte mit dem Satzvorsprung im Rücken mit grossem Selbstvertrauen. Erst im dritten Umgang landeten auch Bälle wieder mal neben der Linie. Wawrinka liess nie locker, versuchte sich, trotz einer hohen Fehlerquote immer wieder zu motivieren. Der Lohn war der etwas glückhafte Gewinn des dritten Satzes.
Bei allem Kampfgeist war Wawrinka an diesem sehr kalten Freitagnachmittag nicht gut genug, um sich gegen Murray durchzusetzen. Der Weltranglisten-Zweite war vor allem bei eigenem Service kaum in Bedrängnis zu bringen. Nur im allerletzten Game des dritten Satzes zog er eine Schwächephase ein, die Wawrinka auch prompt zu seinem ersten und einzigen Break der Partie nutzte. Wenige Minuten später lag er aber dann aber im vierten Umgang mit 0:2 zurück. Nach zwei Stunden und 35 Minuten war die Partie verloren.
Wawrinka verpasste in seinem sechsten Grand-Slam-Halbfinal den dritten Finaleinzug. Zuvor hatte er in Genf und Paris zehn Siege in Serie gefeiert. Sein Titel in Roland Garros wird nun entweder Murray, der erstmals beim French Open ins Endspiel vorstiess, oder Novak Djokovic erben.
Die Weltnummer 1 Novak Djokovic gibt sich im Halbfinal des French Open keine Blösse. Der aufstrebende Österreicher Dominic Thiem kann dem Serben nur im dritten Satz ein wenig gefährlich werden, als er mit 3:0 führte. Der «Djoker» findet aber wieder zu seinem Spiel und gewinnt am Ende mit 6:2, 6:1 und 6:4.
Damit zieht Novak Djokovic zum dritten Mal in Folge ins Final des Grand-Slam-Turnier in Paris ein und es fehlt ihm noch ein Sieg für den Karriere-Slam. Für den aktuell besten Tennisspieler der Welt wird es der 20. Grand-Slam-Final sein. (jwe)