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Die Nord-Bretagne ist eine Gegend die ihr Gesicht schnell wechseln kann - manchmal rau, abstossend, furchteinflössend und dann wieder ganz lieblich. Segeltechnisch ist es immer noch dasselbe: trockenfallende Häfen, starke Strömung usw.
Mit den Häfen L'Aber Wrac'h und Camaret-sur-Mer besuchte ich zwei Häfen die wir auch auf unserer Atlantikrundreise 2013/14 mit PATONJA angelaufen sind. Es kommen so viele Erinnerungen auf. Mir selber gefällt die Natur gut und die Leute sind nicht abgehoben, obwohl es viele Regionen gibt in denen die Immobilienpreise gut und gerne das Oberengadiner Niveau haben. Die Pariser treiben die Preise auf diese Höhe wie mir erklärt wird.
Was den Einheimischen hier auch wichtig ist - und das haben sie mir mehrmals gesagt - ist dass sie Bretonen sind und keine Franzosen. Die Bretonen sind ein keltisches Volk, das sich in der Bretagne niederliess.
Im 6. Jahrhundert kam der Volksstamm Britto (Breton auf Lateinisch) aus Grossbritannien. Jene abwandernden Britto kamen teils als Flüchtlinge vor Angelsachsen und irischen Plünderern, teils im Zuge gezielter Ansiedlung von der britannischen Insel. Sie haben sich mit den Einheimischen gemischt und gehören jetzt zu den nationalen Minderheiten in Frankreich. Die Mehrzahl gehört der römisch-katholischen Kirche an.
Seit dem 16. Jahrhundert gehört die Bretagne zu Frankreich. Sie war von Anfang an zweisprachig: Die mit dem Französischen verwandte Oïl-Sprache Gallo wird im Osten und die bretonische Sprache als keltische Sprache im Westen der Region heute noch gesprochen. Beide Sprachen gelten jedoch als bedroht.