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Accessoires-Kette Claire’s soll vor dem Aus stehen
Berichten zufolge hat die kriselnde US-Schmuckkette Claire’s Insolvenz anmelden müssen.
Sie ist bekannt für neonfarbenen Plastikschmuck, Glitzer-Make-up, Handyhüllen im Einhorn-Look, Haarbänder und verspiegelte Sonnenbrillen: Jetzt soll die Teenie-Kette Claire’s vor der Pleite stehen. Das Unternehmen, das auch Filialen in der Schweiz betreibt, habe einen Schuldenberg in der Höhe von 2 Milliarden US-Dollar (1,9 Milliarden Franken) angehäuft, schreibt das Nachrichtenportal Bloomberg.
Insidern zufolge soll in den nächsten Wochen Insolvenz angemeldet werden. Ausserdem soll die Firma vom Besitzer Apollo Global Management LLC in die Hände von zwei Investoren übergehen, namentlich Elliott Capital Management und Monarch Alternative Capital. Zwei weitere Investoren seien involviert, schreibt Bloomberg. Apollo hatte Claire’s im Jahr 2007 für 3,1 Milliarden Dollar von der Gründerfamilie Schaefer übernommen.
Anschluss zu Onlinehändlern verpasst
Weder die Sprecher von Apollo noch von Claire’s äusserten sich auf Anfrage zu den Berichten. Auch ist nicht klar, ob Schweizer Filialen betroffen sind. Da Claire’s aber einige Geschäfte in Nordamerika und Europa direkt betreibt, also nicht als Franchise, könnte dies der Fall sein.
Angaben des Unternehmens zufolge ist Claire’s in 47 Ländern mit 2638 Läden vertreten, die direkt betrieben werden (Stand Oktober 2017). Darunter auch Geschäfte in der Schweiz. Hinzu kommen 929 Konzessionsgeschäfte, also rechtlich eigenständige Läden, davon ebenfalls einige in der Schweiz, und 653 Franchise-Filialen. Letztere befinden sich besonders im Nahen Osten, in Zentral- und Südostasien sowie Mittel- und Südamerika.
Börsengang zurückgezogen
Claire’s hatte zuletzt mit ausbleibender Laufkundschaft zu kämpfen sowie dem Trend zum Onlineshopping. Das Unternehmen betreibt zwar einen Onlineshop, hat aber den Anschluss an andere Anbieter von Accessoires im Netz verpasst.
Apollo hatte nach dem Kauf von Claire’s auf eine rasante Ausweitung des Filialnetzes gesetzt. Zwischen 2010 und 2013 kamen rund 350 Geschäfte hinzu. Eigentlich wollte Apollo Claire’s im Jahr 2013 an die Börse bringen. Die Pläne wurden aber im letzten Jahr zurückgezogen. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 13.03.2018, 11:55 Uhr
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