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Ein weiteres Projekt, das Covid-19-Wiederaufbauprojekt in Cox’s Bazar läuft noch bis Ende Mai 2022. Während des Besuchs vor Ort konnte ich mich von dem unglaublichen Nutzen und der Wirkung der CCT- (Conditional Cash Transfer) und UCCT- (Unconditional Cash Transfer) Projektaktivitäten in den Aufnahmegemeinden und der Covid-Impfregistrierungs- und Sensibilisierungskampagne überzeugen. Solidar evaluiert regelmäßig die Ergebnisse und Auswirkungen seiner Projekte und Aktivitäten, daher wurde eine Bewertung mittels einer quantitativen Umfrage bei einer repräsentativen Stichprobe von Begünstigten durchgeführt, die von den Modalitäten der Geldtransferhilfe profitieren. Im August und Anfang September 2021 wurden die Ergebnisse erneut mit dem Projektteam und den Vertretern der Begünstigten im Rahmen von Gruppendiskussionen und Feldbeobachtungen bewertet.
Brandbekämpfungsprojekt mit GUK
In allen 34 Lagern in Cox’s Bazar besteht ein hohes Brandrisiko, da die Unterkünfte aus Baumaterialien wie Bambus, Plastik und Planen bestehen, Gasflaschen zum Kochen verwendet werden und das Kochen im Freien historisch bedingt ist. Erst im Januar 2022 wüteten im Lager zwei verheerende Brände, die Hunderte von Unterkünften zerstört hatten. Daher konzentriert sich das Solidar-Brandschutzprojekt auf aktive und passive Brandschutzstrategien. Das Projekt erreicht 200 von Bränden betroffene Haushalte, indem es lebenswichtige Hilfe leistet, Kapazitäten für die Rohingya-Bevölkerung und die örtlichen Feuerwehren, Freiwillige und Notfallhelfer/Stakeholder aufbaut, die in den meisten Fällen auf Notrufbasis arbeiten. Das Projekt zielt auch darauf ab, das Bewusstsein und die Fähigkeit der Gemeinschaft zur Vorbeugung und Bewältigung künftiger Vorfälle zu verbessern. Im Rahmen des Projekts werden die Kapazitäten von 50 Freiwilligen vor Ort ausgebaut, die breite Bevölkerung (mindestens 1700 Haushalte) über grundlegende Brandschutzmaßnahmen aufgeklärt, Frühwarnsysteme gestärkt, Brandschutzmaßnahmen (Lehmverputz um Kochstellen für 1700 Haushalte) eingeführt und 1700 Haushalte mit Feuerlöschern und anderen Materialien ausgestattet.
Viel wurde bereits unternommen, aber die 920’000 Menschen stecken dort fest – also müssen wir einen Weg finden, ihnen Schutz, Hoffnung und bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen.
Diese Projekte konnten von uns umgesetzt werden, weil unter anderem die Deza – die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit – finanziell mitwirkt.