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Damit Sie eine Betreuungsentschädigung erhalten, wird eine schwere gesundheitliche Beeinträchtigung Ihres minderjährigen Kindes (unter 18 Jahre alt) vorausgesetzt. Eine schwere gesundheitliche Beeinträchtigung liegt vor, wenn alle nachfolgenden Kriterien erfüllt sind:
- Einschneidende Veränderung des körperlichen oder psychischen Zustands
- Verlauf oder Ausgang der Veränderung sind schwer absehbar, oder es muss mit bleibender oder zunehmender Beeinträchtigung oder dem Tod gerechnet werden
- Verstärkter Bedarf an Betreuung durch die Eltern
- Mindestens ein Elternteil muss die Erwerbstätigkeit für die Betreuung des Kindes unterbrechen
Eine Behinderung oder ein Geburtsgebrechen an sich gilt nicht als schwere gesundheitliche Beeinträchtigung im Sinne des Gesetzes. Deshalb besteht kein Anspruch auf die Betreuungsentschädigung, wenn der Gesundheitszustand des beeinträchtigten Kindes stabil ist. Eltern beeinträchtigter Kinder können deshalb nur Anspruch auf die Betreuungsentschädigung haben, wenn es dem Kind akut schlechter geht, d.h., wenn die zuvor erwähnten Kriterien erfüllt sind.
Leichte Erkrankungen oder Unfallfolgen sowie mittelschwere Beeinträchtigungen können Spitalaufenthalte oder regelmässige Arztbesuche erforderlich machen und den Alltag erschweren. In diesen Fällen (z.B. Knochenbrüchen, Diabetes, Lungenentzündungen) kann jedoch mit einem positiven Ausgang oder mit einer kontrollierbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung gerechnet werden und es besteht daher kein Anspruch auf den Betreuungsurlaub.