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Zu Beginn dieses Jahres, zwischen Januar und April, wurde ein bedeutender Anstieg der Helikopterbewegungen - An- und Abflüge vom Flughafen Genf - festgestellt. Nahezu 70% dieser Flüge starten in Richtung der französischen Alpen, südlich des Genfer Seebeckens. Diese Entwicklung löste bei der Bevölkerung der überflogenen Gebiete entsprechende Reaktionen aus.
Die Situation wurde in den Sommermonaten anhand von detaillierten Studien genau untersucht. In der Folge wurden konkrete Massnahmen getroffen, um die negativen Auswirkungen der Helikopterflüge zu begrenzen.
Eine wichtige Massnahme besteht in der Einführung eines vorgängigen Bewilligungsverfahrens für An- und Abflüge von Helikoptern am Genfer Flughafen an den Wochenenden während der Wintersaison. Um zu verhindern, dass eine bestimmte Region eine zu grosse Anzahl von Helikopterflügen über sich ergehen lassen muss, wurden die Kapazitäten sowohl für die An- als auch für die Abflugsrouten entsprechend begrenzt.
Diese Massnahme wird von einer verstärkten Kontrolle der Flugwege begleitet. Um diese zu vereinfachen, wurden entsprechende technische Massnahmen eingeführt. Bei einer Verletzung der Verfahren bemüht sich der Internationale Flughafen Genf, die Piloten direkt vor Ort zu interpellieren, um die Situation abzuklären.
Im Weiteren wurde die Überflughöhe der Meldepunkte in Flughafennähe (von spezifischen Ausnahmen abgesehen) von 3'000 Fuss über Meer (rund 500 m über Grund) auf 3'500 Fuss über Meer (rund 650 m über Grund) angehoben.
Der GVA intensiviert im Weiteren den Dialog mit den wichtigsten Helikoptergesellschaften, die vom Flughafen Genf aus tätig sind, mit dem Ziel, diese für das Problem der Helikopterflüge über der Genfer Agglomeration und die erforderliche Einschränkung der negativen Auswirkungen zu sensibilisieren. In diesem Rahmen haben die Vertreter des GVA am Briefing der Piloten dieser Gesellschaften vor der Wintersaison teilgenommen.
In diesen Zusammenhang muss in Erinnerung gerufen werden, dass sich die Kontrollzone des Flughafens in südlicher Richtung bis zum Quai de Cologny erstreckt. In diesem Umkreis gelten vorgegebene Flugwege, die vorbehaltlich gegenteiliger Anweisungen der schweizerischen Flugsicherungsdienste eingehalten werden müssen. Ausserhalb dieses Umkreises bewegen sich die Piloten in einem Luftraum, in dem es keine festgelegten Flugwege zu berücksichtigen gilt. Hier gilt für die stark besiedelten Agglomerationen jedoch eine Mindest-Überflughöhe von 300 m über Grund.
Mit diesem Massnahmenkatalog strebt der GVA eine Beschränkung der negativen Auswirkungen der Helikopterbewegungen für die Bevölkerung an. Diese Massnahmen sind für die Helikopterbetreiber zwingend, ermöglichen ihnen jedoch eine Fortführung ihrer Aktivitäten. Die Umsetzung der Massnahmen wird während der gesamten Wintersaison sorgfältig überwacht.