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Agroscope hat die Verdaulichkeit der organischen Substanz in vivo und in vitro verglichen. In Grünfutter-, Grassilage-, Heuund Maissilageproben (n = 20 pro Futter) wurde von 1976 bis 2014 die In-vivo-Verdaulichkeit der organischen Substanz (vOS) bestimmt. Im Jahr 2017 wurde in diesen Proben auch die vOS In-vitro mit einer von Ankom (Ankom Technology Corp., Fairport, NY, USA) entwickelten Methode ermittelt. Der Vergleich der beiden Methoden ergab beim Grünfutter ein Bestimmtheitsmass (R2) von 0,660, bei der Grassilage von 0,929 und beim Heu von 0,863. Bei der Maissilage lag das Bestimmtheitsmass bei 0,413. Das Bestimmtheitsmass aller Proben beträgt 0,723. Ohne die Proben, die vor 1990 untersucht wurden erhöht sich R2 auf 0,730. Die Unterschiede zwischen der in vitro und der in vivo vOS lagen bei –2,5 bis –3,0 %-Punkten bei Heu, Grünfutter und Maissilage bzw. bei +4,0 %-Punkten bei Grassilage. Die In-vitro-Methode bietet eine gute Möglichkeit, die Verdaulichkeit der organischen Substanz von Grünfutter und Raufutterkonserven zu schätzen. Mit dieser Methode können zudem kostengünstig Datenbanken zur Entwicklung von vOS-Schätzmodellen durch Nahinfrarotspektroskopie erstellt werden.
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Verdaulichkeit der organischen Substanz: Vergleich von In-vivo- und In-vitro-Bestimmungen