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Das Wichtigste in Kürze
- Bei einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gibt es unterschiedliche Symptome.
- Dies können Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber oder Muskelschmerzen sein.
- Doch wie unterscheidet man zwischen Erkältung, Grippe und COVID-19?
Das neuartige Coronavirus verbreitet sich in der Schweiz weiterhin. Dies auch, weil es schwierig ist, zwischen einer Erkältung, einer Grippe oder dem Virus zu unterscheiden. Nicht alle haben dieselben Symptome. Und die Symptome können unterschiedlich stark sein.
Was ist das Coronavirus?
Das Coronavirus ist ein Virusstamm, welcher vor allem die Lunge angreift. Bei schwerem Verlauf endet die Infektion als mitunter tödliche Lungenentzündung. Es gibt verschiedene Coronaviren.
Das neue Coronavirus gehört zur selben Virusfamilie wie sechs weitere, bereits seit Jahren oder Jahrzehnten beim Menschen bekannte Coronaviren. Dazu gehören vier menschliche Coronaviren. Sie lösen seit jeher meist im Winterhalbjahr Schnupfen und eher milde Erkältungen aus.
Zu den Coronaviren zählen auch SARS und MERS. Dies sind schwere akute Atemwegserkrankungen mit einer hohen Sterblichkeitsrate von rund 10 beziehungsweise 35 Prozent.
Bei den Coronaviren handelt es sich um behüllte RNS-Viren. Das heisst: Sie haben eine Lipidhülle (einen Fettfilm), die sich durch Seife und Wasser oder durch Desinfektionsmittel auflösen lässt. Dadurch werden die Viren inaktiviert.
Das «SARS-CoV-2»-Virus wird vor allem durch die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen: Beim Niesen oder Husten gelangen die Viren von einem Menschen auf einen anderen. In den Tröpfchen können die Viren für kurze Zeit überleben. In der Regel braucht es aber direkten Kontakt mit einer infizierten Person, um sich anzustecken.
Anstecken kann sich jeder. Berner Forscher haben errechnet, dass jede infizierte Person zwischen 1,5 und vier weiteren Personen ansteckt. Damit liegt die Ansteckungsrate leicht über derjenigen der saisonalen Grippe.
Auch die Symptome ähneln am Anfang denjenigen der Grippe. Zu Beginn tritt oft ein allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit und Fieber auf. Es folgen meist Atemwegssymptome, typisch ist ein trockener Husten.
In schlimmen Verläufen endet die Erkrankung in einer Lungenentzündung. Aktuell gehen Forscher davon aus, dass die Sterblichkeitsrate bei 2019-nCoV zwischen eins und zwei Prozent liegt.
Was sind die Symptome?
Das Bundesamt für Gesundheit BAG informiert auf der Website über die Symptome. Nach der Inkubationszeit, also der Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch, ähneln die Symptome denen, einer normalen Erkältung oder Grippe. Dazu gehören unter anderem undefinierbares Unwohlsein, Müdigkeit und Fieber.
Die häufigsten Symptome gemäss BAG sind:
• Symptome einer akuten Atemwegserkrankung (Halsschmerzen, Husten (meist trocken), Kurzatmigkeit, Brustschmerzen)
• Fieber
• Plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns
Zudem sind folgende Symptome möglich:
• Kopfschmerzen
• Allgemeine Schwäche, Unwohlsein
• Muskelschmerzen
• Schnupfen
• Magen-Darm-Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen)
• Hautausschläge
Wenn man primär unter starkem Schnupfen und Halsschmerzen leidet, deuten diese Symptome auf eine gewöhnliche Erkältung hin.
Selbsttest
Hier finden Sie ein Formular für einen kurzen Selbsttest mit den nötigen Empfehlungen.
Wie ist der Krankheitsverlauf?
Gemäss BAG können Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen haben keine Symptome oder merken kaum, dass sie krank sind. Andere benötigen eine intensive Behandlung im Spital.
Es gibt Personen mit einer Ansteckung, die gar keine Symptome haben. Sie wissen dann nicht, dass sie angesteckt sind und können deshalb das neue Coronavirus unbemerkt an andere Personen weitergeben.
Eine grosse Mehrheit mit einer Ansteckung zeigt einen milden Krankheitsverlauf. Das heisst, sie haben Symptome, die mild bleiben. Einen milden Verlauf haben vor allem gesunde, unter 65-jährige Personen.
Bei einem schweren Verlauf sind die Symptome zunächst mild. Nach etwa fünf bis zehn Tagen verschlimmern sie sich. Es kommt zu Atemnot, und es kann sich eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln. In diesem Fall benötigt die erkrankte Person eine Behandlung im Spital, in vielen Fällen auch Sauerstoff.
Ein schwerer Verlauf kann in jedem Alter auftreten: Bei Kindern und Jugendlichen ist er sehr selten. Besonders gefährdete Personen haben hingegen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf.
Bei einem kritischen Verlauf verschlimmern sich die Atemwegs-Symptome derart, dass sie eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. Dann werden sie zur Unterstützung der Lungenfunktion maschinell beatmet.
Dank rechtzeitiger intensivmedizinischer Behandlung überleben mehr als die Hälfte der Erkrankten mit kritischem Verlauf. Sie sind nach wenigen Wochen wieder geheilt.
In der Regel dauert die Erkrankung eine bis vier Wochen. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass man nach der Genesung gegen eine erneute Ansteckung immun ist.
Wer zählt zur Risikogruppe?
Für folgende Personen ist das Virus besonders gefährlich. Denn vor allem bei ihnen kann die Erkrankung schwer verlaufen:
• Personen über 65 Jahren,
• Schwangere Frauen und
• Personen mit bestimmten Vorerkrankungen
Die Vorerkrankungen sind:
• Bluthochdruck
• Chronische Atemwegserkrankungen
• Diabetes
• Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Adipositas Grad III (morbid, BMI ≥ 40 kg/m2)
• Krebs
Welche Rolle spielen Kinder und Jugendliche?
Gemäss BAG ist bei Kindern und Jugendlichen das Risiko geringer, schwer an Covid-19 zu erkranken. Allerdings können sie sich anstecken und auch andere Personen anstecken. Studien weisen allerdings darauf hin, dass sich Kinder vor allem untereinander anstecken.
Gibt es einen Impfstoff?
Nein, aktuell existiert kein Impfstoff gegen das Virus. Durch die sich ausbreitende Epidemie sind allerdings viele verschiedene Institutionen und Unternehmen daran, einen Impfstoff zu entwickeln. Wie lange es dauert, bis ein wirksamer Impfstoff entwickelt wird, ist schwierig abzuschätzen. Es dürfte sich um Monate bis Jahre handeln.
Helfen Schutzmasken gegen das Coronavirus?
Das Tragen von einfachen Hygienemasken schützt nicht zuverlässig vor einer Ansteckung. Denn die Atemwegströpfchen können durch die Lücken seitlich an der Maske eindringen. Auch sind die Viren so klein, dass sie beim Einatmen durch die Maske hindurch in den Körper gelangen können.
Über den Sinn einer Maskenpflicht sind Länder und Experten dennoch unterschiedlicher Ansicht. Ist man bereits erkrankt, dann hilft eine Maske gegen die Weiterverbreitung der Infektion.