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Bundespräsident Pascal Couchepin hat an der Weltpolitik-Konferenz im französischen Evian am Genfersee den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew getroffen. Im Zentrum der Gespräche standen die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Die Anfrage Moskaus, die russischen Interessen in Georgien zu vertreten, sei "ein Zeichen von Russlands Vertrauen in die Schweiz. Wir sind froh, dass unsere guten Dienste anerkannt werden", sagte Couchepin am Schweizer Fernsehen.
Die russischen Diplomaten blieben in der Botschaft in Tiflis, so Couchepin weiter. Auf dem Haus werde aber die Schweizer Fahne gehisst. Im Unterschied zum Iran, wo die Schweiz die Interessen der USA vertritt, würden also die russischen Diplomaten die praktische Arbeit selber leisten, sagte Couchepin.
Die Schweiz hatte sich am letzten Freitag bereit erklärt, die diplomatischen Interessen Russlands in Georgien zu vertreten. Inzwischen hat auch Georgien sein Einverständnis gegeben.
Im Zuge des bewaffneten Konflikts vom August 2008 in Georgien hatten die beiden Nachbarländer ihre diplomatischen Beziehungen
abgebrochen.