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1940er
1940)
(Es sind überhaupt keine Protokolle vorhanden, während fast Jahrzehnten wurde der schlechte Besuch der Versammlungen immer wieder erwähnt)
1941)
Am 1. Februar taucht erstmals «Anwesend 10 Genossen und 3 Genossinnen» auf.
Am 31. Juli ist die SP nicht begeistert am 1. August überhaupt eine Feier zu machen.
Am 13. Dezember wird in der SP diskutiert ob die Wahl des Bundesrates durch das Volk und die Erhöhung von 7 auf 9 Mitglieder, die SP Brienz möchte vermehrt wieder in die Opposition gehen.
Die Gemeinde verkauft das «Du Lac» an Rohner.
1942-1943)
Am 14. Februar wird im Jahresbericht vermerkt, dass das letzte Jahr nicht ein sehr aktives Jahr war (Dies lässt sich auch von diesem und vom nächsten Jahr sagen, denn vom Jahr 1943 liegt nur gerade ein Protokoll vor)
1944)
Auch in Brienz spaltet sich die Partei der Arbeit (PdA) von der SP ab.
1945)
Am 17. Februar weist der Präsident Miescher an der HV auf das 6. Kriegsjahr hin, die abgebauten Grundlöhne vor dem Kriege, die verschärfte Rationierung, die zunehmende Teuerung und den langen Militärdienst (Dies ist das erste und einzige Mal, wo in den Protokollen überhaupt etwas vom 2. Weltkrieg steht. Ab und zu ist in früheren Protokollen als Abwesenheitsgrund Militärdienst aufgeführt).
An der Amtsrichterwahl in Interlaken erhält Genosse Würgler 1908 Stimmen, Notar Richard Eggler von der FDP 1202 Stimmen, womit Würgler gewählt ist. In Brienz erhält Würgler aber nur gerade 47 Stimmen.
Genosse Stücklin weist darauf hin, dass man in der Zusammenarbeit mit der PdA grösste Vorsicht walten lasse.
Der Zustand der Flüchtlinge wird durch den Präsidenten als ein sehr trauriger geschildert, er fordert zur Kleidersammlung auf.
Am 8. März wählt der Gemeinderat jemanden aus der SP in die Wirtschafts-, Verkehr- und Industriekommission, ohne einen Vorschlag der SP abzuwarten. Darauf hin verzichtet die SP auf eine Beteiligung in die Kommission.
Am 28. März wird Abegglen Paul beauftragt mit Tobler Ernst zu reden, damit dieser eventuell in die SP eintritt.
Die SP lanciert eine Initiative zur Abschaffung der Strassentelle. Diese Initiative wird an der Gemeindeversammlung gutgeheissen. Unter der Führung von Hans Bühlmann (FDP) wird gegen diesen Beschluss eine Beschwerde eingereicht, welche auch gutgeheissen wird. Mit der PdA macht die SP eine neue Initiative.
Am 23. Juni liegt ein Schreiben der kantonalen Polizeidirektion, wegen der Säuberungsaktion gegenüber NSDAP-Anhängern vor. Beweismittel müssen bis am 30. Juni 1945 abgegeben sein.
Am 22. September wird Dellenbach Fritz in der SP aufgenommen. Der Dienstältester Mitglied der SP Brienz an der Jubiläumsfeier 1995.
Die Neugründung der Arbeiterunion wird diskutiert.
Die Lancierung der Zeitung «Oberland» im Amtsbezirk Interlaken wird diskutiert.
1933-1945 hat als zentrales Thema immer wieder die Mitgliederwerbung.
1946)
Am 17. Januar wird die Gründung der Arbeiterunion beschlossen mit Stücklin als Präsident.
Am 3. Februar ist die Gründungsversammlung der Arbeiterunion.
Am 28. April wird Tobler Ernst in die SP aufgenommen.
An der Hauptversammlung: Der Mitgliederbestand hat um 20% zugenommen. Der Jahresabschluss ist finanziell schlechter, da Zuwendungen an die Frauengruppe.
Am 22. Juli schreibt Tobler Ernst einen Leserbrief für eine linksufrige Brienzerseestrasse.
Am 30. Oktober wird über den Fliegerschiessplatz Axalp diskutiert (Lärm!)
Für Brienz kandidiert an den Grossratswahlen Wilhelm Miescher. Er wird nicht gewählt, Gegenüber den vorangehenden Grossratswahlen hat sich in Brienz die Stimmenzahl für die SP verdoppelt.
Gemeindewahlen in Brienz: Die FDP und die BGB (heutige SVP) machen eine gemeinsame Liste und erhalten 54,7% der Stimmen und damit 9 von 10 Sitzen im Gemeinderat. Die SP mit einem Stimmenanteil von 33,3% erhält 1 von 10 Sitzen (Majorz). Die SP macht darauf hin eine Beschwerde beim Regierungsstatthalter (8. Januar 1947), da im Gemeindegesetz eine angemessene Vertretung der Minderheiten gewährt wird. Die BGB und die FDP vertreten die Ansicht, dass die Arbeiterunion gar kein Recht hat an den Wahlen teilzunehmen, da sie keine politische Organisation ist.
Am 15. Dezember wünscht die SP die Einführung des Proporzes bei den Gemeindewahlen.
1947)
Am 24. Januar spricht der Regierungsstatthalter der Arbeiterunion ein zweites Mandat zu, erklärt aber die Wahlen als nicht gültig, und neue Gemeindewahlen müssen stattfinden.
Der Monatsbeitrag beträgt immer noch 80 Rappen
Am 17. April teilt in einem Schreiben an den Gemeinderat die SP mit, dass sie für den Proporz an den Gemeindewahlen ist, aber gegen die Einführung eines grossen Gemenderats. Vom Gemeinderat wird dazu eine Studienkommission eingesetzt.
An den Nationalratswahlen erzielt die SP im Amtsbezirk die absolute Mehrheit.
Die AHV wird angenommen.
Am 27. Dezember wird die Proporzinitiative der Sozialdemokraten abgelehnt. (103 Ja/174 Nein), ebenfalls die Einführung eines grossen Gemeinderats.
1948)
Die Zeitung «Oberland» existiert (Tageszeitung der Sozialdemokraten im Oberland). Sie wird in den Protokollen mehrere Male erwähnt. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass mehr Werbung und Unterstützung für die Zeitung gemacht werden sollte.
Es findet eine Aussprache über den Bau einer linksufrigen Brienzerseestrasse mit der kantonalen Baudirektion statt.
An den Gemeindewahlen erhalten die zusammen kandidierenden BGB und FDP 54% der Stimmen und damit 8 von 10 Sitzen im Gemeinderat. Die Arbeiterschaft mit 45% Stimmenanteil 2 Vertreter.
Nach dem Tod eines Vertreters der FDP ist eine Ersatzwahl notwendig, an der neben einem FDP-Vertreter auch ein Arbeitsvertreter teilnimmt und sogar siegt. Die entsprechenden Beschwerden führen bis vor das Bundesgericht mit dem Urteil vom 19. August 1950.
1949)
Am 6. Februar löst Miescher nach vielen Jahren Stücklin (eine wichtige Person der SP Brienz und ein hervorragender Referent) als Parteipräsident ab.
Die Marke (Mitgliederbeitrag) wird neu für Fr. 1.- verkauft und nicht mehr für Fr 0.80.- (wie seit der Gründung), da neu am Kanton Fr 0.60.- pro Marke abgegeben werden muss.
Am 8. Juni streiken die Arbeiterinnen bei Otto Rohner mit 9 Entlassungen.
Am 19. Oktober kandidiert für die Arbeiterunion Michel Albert für die Ersatzwahl in den Gemeinderat.
Am 11. Dezember wird Michel Albert nicht gewählt, dafür der Vertreter der FDP. Dagegen wird eine Beschwerde eingereicht.