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"Bis zur Erstellung von Brünigstrasse und Achereggbrücke bei Standsstad Mitte-Ende des 19.Jahrhunderts waren die Landverbindungen zwischen Horw und Unterwalden schlecht ausgebaut. Der Verkehr spielte sich deshalb vorwiegend auf dem See ab und wurde von den drei Fähren in Stansstad, Alpnach und Winkel ermöglicht.
Das Fahr in Winkel war im 15. Jahrhundert ein Lehen der Propstei des Stiftes zu Luzern und blieb es auch noch nach dem Generalauskauf von 1479 (in welchem dieses Gotteshaus alte grundherrliche Rechte an die Stadt abtrat). Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts taucht in den Ratsprotokollen die Luzerner Obrigkeit als Lehenherr des Fahrs auf, während der Propst aber weiterhin einen bescheidenen Zins bezieht.
Schon im 16. Jahrhundert gab es vier Fahrrechte, die an Liegenschaften in Winkel gebunden waren und von den Inhabern trotz der Lehenherrlichkeit des Rates wie Privatbesitz verkauft, verpachtet und hypothekarisch belastet werden konnten. Das Recht der Fehren bestand darin, den kommerziellen Schiffsverkehr ab dem Winkler Gestade alleine bestreiten zu können, ein Monopol, das lediglich durch die Rückfuhrrechte der Stansstader und Alpnacher Schiffer eingeschränkt wurde. Verbunden mit diesem Privileg war aber die Pflicht, die Passagiere jederzeit, sofern es die Witterung erlaubte, zu den von der Obrigkeit festgesetzten Tarifen überzufahren.
"Am 9. September 1798 erfolgte der Angriff der Franzosen über See her gegen Nidwalden, von Luzern und Obwalden. Im Winkel und dem See entlang, im Spissen und Kastanienbaum wimmelte es vollständig von Franzosen.
Im Spissen, Kirsiten gegenüber, waren 2 Luzernerkanonen aufgestellt; in Winkel hatte man alle Fahrzeuge in Requisition gesetzt und viele Holzflösse machen lassen, um darauf gegen Krisiten und Stansstad bombardieren zu können. Am 9. September sah man auf dem See 9 Flottillen, zusammen 30 - 33 Schiffe nebst den Holzflössen. Am frühesten Morgen begann der Kampf, spann sich bis zum Abend fort und endete mit der gänzlichen Niederlage der Nidwaldner."
Aus Raphael Reinhard, S. 122 (zitiert im Buch Horw, Die Geschichte einer Gemeinde zwischen See, Berg und Stadt, 1986)
Im 18. Jahrhundert wurde in der Winkler Bucht Sandstein abgebaut. Vom See her ist die Schneise im Wald noch heute gut sichtbar. Der Staat Luzern kaufte damals für 200 Gulden das Gelände, um den Sandstein abzubauen, über den See zu transportieren und damit ein neues Gebäude des Spitals in Luzern zu bauen.
In der frühen Neuzeit bis 1821 existierte beim Steinbruch in Winkel eine Einsiedelei, die Waldbruderhütte. Interessantes dazu steht im Buch Horw, Die Gemeinde zwischen See, Berg und Stadt, Seite 176 (siehe nachfolgend pdf zum Download).