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Foto: © Archiv für Kunst und Geschichte Berlin
Meister Eckehart
Geboren um 1260 in Hochheim bei Gotha, gestorben zwischen 1327 und 1328 in Köln oder Avignon. Die Beschaulichkeit seines Lebens im Dienst seines Ordens und der Lehre wurde kurz vor seinem Tod durch die Anklage der Gotteslästerung erschüttert. In Avignon verteidigte sich Johannes Eckehart persönlich vor dem Papst, erlebte es jedoch nicht mehr, daß dieser 28 Sätze aus seinen Schriften verurteilte. In ihnen hatte er etwa behauptet, daß »die Welt von Ewigkeit her gewesen ist«, oder: »Gott liebt die Seelen, nicht das äußere Werk.« Eckehart wurde um 1260 in Hochheim bei Gotha aus ritterlichem Geschlecht geboren und trat in Erfurt sehr jung den Dominikanern bei. Seine Predigten machten ihn berühmt. Er leitete verschiedene Klöster und war Professor an der Sorbonne (daher der Zusatz ›Meister‹, der für ›magister‹ steht). Mit seinen auf deutsch geschriebenen Traktaten und Predigten gilt der Mystiker als einer der Begründer der deutschen Prosa.