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Auf dem Grund eines zugefrorenen antarktischen Sees bildet eine dünne Schicht von Cyanobakterienmatten kleine Sauerstoffoasen, wie eine internationale Forschungsgruppe vermeldet. Dies ist die erste moderne Nachahmung in einer Umgebung, die der Erde vor 2.5 Milliarden Jahren ähnelt, bevor Sauerstoff in der Atmosphäre angereichert worden war. Die Entdeckung der Forschungsgruppe wurde vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift Geology veröffentlicht.
Die antarktische Sommersaison 2015-16 hat für die neuseeländische Station Scott Base mit den ersten Flügen von Christchurch in die Antarktis begonnen.
In den letzten 30.000 Jahren war der Antarktische Ozean zeitweilig stärker durchmischt als bisher angenommen. So standen Kleinstalgen erhebliche Mengen an Nährstoffen zur Verfügung, die ihrerseits zur Speicherung des Treibhausgases CO2 während der letzten Kaltzeit (Glazial) beigetragen haben. Diese neuen Erkenntnisse stellen Forscher des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications vor.
Die Strömungsgeschwindigkeiten des nördlichen Antarktischen Zirkumpolarstromes waren im Bereich der Drake Passage während der letzten Eiszeit um bis zu 40% gegenüber der heutigen Warmzeit reduziert. Das ist ein Ergebnis einer Studie von Dr. Frank Lamy vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und Kollegen, die Anfang Oktober 2015 im Fachjournal «Proceedings of the Natural Academy of Sciences of the United States of America» erschienen ist.
Forscher des Alfred-Wegener-Instituts konnten gemeinsam mit internationalen Kollegen erstmals Verteilung und Verhalten von jungem Krill unter dem winterlichen Meereis der Antarktis beobachten. Um den Lebenszyklus dieser ökologisch sehr bedeutenden Art zu entschlüsseln, waren 51 Wissenschaftler und Techniker, sowie 44 Besatzungsmitglieder 63 Tage mit dem Forschungseisbrecher Polarstern im Weddellmeer unterwegs.
Vor zehn Jahren befürchteten Wissenschaftler, dass die Leistung des Südlichen Ozeans erschöpft sein könnte, atmosphärisches Kohlendioxid aufzunehmen. Die Analyse neuerer Beobachtungen aber zeigt, dass diese Senke in den letzten Jahren wiedererstarkt ist.
Die antarktischen Gewässer sind nicht eine öde Wüste, sondern strotzen vor Leben. Immer wieder werden neue, bislang unbekannte Tierarten gefunden. Teilweise bizarre Formen erstaunen immer wieder die Forscher. Auch die nicht sehr bekannten Asselspinnen scheinen in einer grösseren Vielfalt vorzukommen, als bisher angenommen. Wahrscheinlich haben die achtbeinigen Wassertiere sogar von der Antarktis aus die Weltmeere besiedelt, berichten Meeresbiologen im Magazin "Royal Society Open Science". Bisher dachte man, dass die vielen Arten der Asselspinnen nur ins antarktische Meer eingewandert sind, statt sich dort zu entwickeln.
Einem internationalen Forscherteam unter der Leitung einer neuseeländischen Wissenschaftlerin gelang es, einen mehre Jahrhunderte langen Datensatz über den Zustand der antarktischen Ross Schelfeises zu erstellen. Sie untersuchten dazu eine exotische Form von Meereis, das Plättchen-Eis. Der erste Datensatz dieser Art zeigt, dass im vergangenen Jahrhundert dieses wichtige Eisschelf weitgehend stabil war, ganz im Gegensatz zu Schelfeisen in anderen Teilen der Antarktis.
Das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und das Institut für Kartographie der Technischen Universität Dresden stellten Mitte August 2015 ihre gemeinsame 3D-Karte des Antarktischen Kontinents und des umgebenden Südpolarmeers bei der 27. Internationalen Kartografen Konferenz in Rio de Janeiro vor.
Eine Untersuchung zu den Gründen von den dichten Meereisbedingungen während Shackletons «Endurance»-Expedition wurde just zu dem Zeitpunkt veröffentlicht, als das als Grund identifizierte El Niño-Phänomen wieder für neue rekordverdächtige Meereismengen in der Antarktis sorgt.
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