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Im Halbfinal setzte sich Djokovic, mit neun Siegen der Rekordchampion in Melbourne, letztlich sicher 7:5, 6:1, 6:2 gegen den überraschenden Amerikaner Tommy Paul (ATP 35) durch. Zuvor hatte Tsitsipas in etwas mehr als drei Stunden 7:6 (7:2), 6:4, 6:7 (6:8), 6:3 gegen den Russen Karen Chatschanow (ATP 20) gewonnen.
Djokovic leistete sich gegen Paul, der seinen ersten Grand-Slam-Halbfinal bestritt, nur eine kurze Schwächephase. Der Serbe führte im ersten Satz bereits 5:1, als er den 25-jährigen Aussenseiter noch einmal herankommen liess. Er schien in dem Moment auch mit seinem dick eingebundenen Oberschenkel physisch angeschlagen, zerstreute in den folgenden beiden Sätzen die Zweifel aber gleich wieder.
Für Tsitsipas ist es der zweite Grand-Slam-Final, für Djokovic der dreiunddreissigste. Seinen ersten hatte der Grieche 2021 am French Open gegen Djokovic nach 2:0-Satzführung verloren. In diesem Jahr haben beide noch kein Spiel verloren, in den Direktvergleichen führt der Serbe aber sehr klar mit 10:2 Siegen. Auch hat er in Melbourne noch keinen Halbfinal oder Final verloren.
Einmal mehr steht am Sonntag viel auf dem Spiel. Wie im Final des US Open, als Carlos Alcaraz gegen Casper Ruud siegte, geht es um die Nummer 1 im ATP-Ranking, das der verletzte Spanier an Tsitsipas oder Djokovic abgeben wird. Für den Serben wäre es eine Rückkehr, für Tsitsipas eine Premiere. Und dann würde Djokovic mit dem 22. Grand-Slam-Titel auch mit dem Rekordmann Rafael Nadal gleichziehen.
Mit 24 Jahren und 170 Tagen ist Tsitsipas der jüngste Finalist am Australian Open seit Andy Murray vor zwölf Jahren, Djokovic mit 35 Jahren und 252 Tagen der fünftälteste Grand-Slam-Finalist der Profi-Ära.
(sda)