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Laaksonen am US Open souverän in der 2. Runde
Henri Laaksonen qualifiziert sich am US Open in New York souverän für die 2. Runde. Der Schaffhauser schlägt den Australier John Millman 7:6 (8:6), 7:6 (7:2), 6:1.
Kein Roger Federer. Kein Stan Wawrinka. Und auch kein Dominic Stricker. Als einziger Schweizer Tennisspieler vertritt Henri Laaksonen in Flushing Meadows die Schweizer Farben - bislang mit Erfolg. Nach seinen drei Siegen in der Qualifikation bezwang der 29-Jährige zum Auftakt ins Hauptturnier auch John Millman, immerhin die Nummer 43 der Welt. Der Australier aus Brisbane feierte 2018 am US Open mit dem Sieg gegen Roger Federer und dem Einzug in die Viertelfinals seinen grössten Erfolg.
Der 29-jährige Laaksonen bot auf einem Aussenplatz gegen den 87 Plätze besser klassierten Millman eine starke Leistung. In den hart umkämpften Sätzen 1 und 2 entschied der Schweizer die wichtigen Punkte für sich. Im dritten Durchgang zog er schnell auf 4:0 davon und verwertete nach gut zweieinhalb Stunden seinen ersten Matchball. «Ich habe sehr solid gespielt, im dritten Satz sogar sehr gut.» Die drei zuvor gespielten Partien hätten ihm sehr geholfen. Die Bedingungen seien sehr schnell.
Mit seinem neuerlichen Einzug in die 2. Runde in New York nach 2019 überraschte sich Laaksonen selber. «Dass ich mich für das Hauptfeld qualifiziere, habe ich nicht erwartet.» Verletzungen hatten ihn sowohl Anfang Juni am French Open in Paris, wo er mit dem Einzug in die 3. Runde sein bislang bestes Grand-Slam-Ergebnis erzielt hatte, als auch Mitte Juli im schwedischen Bastad gestoppt. Gut zwei Wochen musste Laaksonen danach jeweils pausieren. Mit Interclub-Partien in der Schweiz holte er sich die nötige Matchpraxis für New York, wo er bereits zehn Tage vor Beginn der Qualifikation eintraf.
Wieder auf Kurs
Laaksonen scheint sein Nomadenleben wieder mehr zu geniessen. Sein Auto sei sein Zuhause, sagte der in Finnland geborene Schaffhauser mit dem ihm eigenen trockenen Humor. Nach einem aufgrund der Coronavirus-Pandemie auch finanziell schwierigen letzten Jahr hat er sich wieder gefangen. Dank dem Sieg gegen Millman verdiente Laaksonen in diesem Jahr bereits rund 400'000 Dollar Preisgeld. «Die drei Qualifikationen für ein Grand-Slam-Hauptfeld haben sehr viel geholfen.»
Dass Laaksonen, derzeit nur die Nummer 130 im Ranking, deutlich bessere Spieler schlagen kann, bewies er gegen Millman. Neben seinem teilweise fragilen Körper hat ihm bislang vor allem die Konstanz und gelegentlich das nötige Selbstbewusstsein gefehlt, um sich in der Weltrangliste in höheren Gefilden zu etablieren. Tritt er so auf wie am Montag, als er unter anderem 16 Asse schlug, dann muss für ihn in New York noch lange nicht Schluss sein. In der 2. Runde trifft er am Mittwoch auf Cristian Garin (ATP 19), der den Slowaken Norbert Gombos (ATP 111) in vier Sätzen besiegte. Der Chilene erreichte zwar am French Open und in Wimbledon die Achtelfinals, kam in der nordamerikanischen Hartplatz-Saison aber noch nicht auf Touren.