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Bigelow Aerospace ist spezialisiert auf bewohnbare Module für den Eisatz im Weltraum, die aus einer flexiblen Aussenhaut bestehen, zusammengefaltet gestartet werden können und sich erst durch Aufblasen zur vollen Grösse entfalten. 2016 starteten sie mit der achten SpaceX Versorgungsmission ein erstes kleines Demonstrationsmodul, das BEAM (Bigelow Expandable Activity Module). Nach dem Ankoppeln an die ISS wurde es zur vollen Grösse aufgeblasen, die hier in Zeitraffer zu sehen:
Die Fragen, die mit der Demonstration untersucht werden sollten, sind:
- Funktioniert das Aufblasen im All?
- Ist das Modul dicht?
- Ist die Innentemperatur so wie erwartet und insbesondere geeignet für eine Besatzung?
- Wie verhält sich die Aussenhaut bei Beschuss mit Mikrometeoriten und im harschen UV Licht der Sonne?
Insgesamt 13 mal betraten — oder beschwebten? — Crewmitglieder der ISS das Modul seitdem.
Eigentlich war geplant, nach einer zweijährigen Testphase das Modul abzukoppelt udn gezielt zum Absturz und zum Verglühen beim Wiedereintritt in die Atmospäre zu bringen.
Jetzt haben NASA und Bigelow bekannt gegeben, dass die Mission möglicherweise auf mindestens drei Jahre mit der Option auf mehr verlängert werden könnte. Das Modul hat sich als wertvolle Abstellkammer für Lieferungen von und zur Erde herausgestellt, und könnte auch Experimente in sogenannten Racks – standardisierte Regale – aufnehmen. Ausserdem würden NASA und Bigelow mehr Erfahrungen über aufblasbare Module gewinnen.
Bigelow ist auch im Gespräch, für die NASA und für SpaceX Habitate und Labors zu liefern, die bei künftigen Missionen in den Mondorbit und zum Mars zum Einsatz kommen könnten.
Quellen:
http://www.spacedaily.com/reports/NASA_May_Extend_BEAMs_Time_on_the_International_Space_Station_999.html
Bild: Bigelow Aerospace, via NASA, https://www.nasa.gov/content/bigelow-expandable-activity-module