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Geschichte der SSABDie SSAB - eine Stiftung mit einer rund 25-jährigen Geschichte (1993 - 2019)
Die Schweizerische Stiftung für audiovisuelle Bildungsangebote (SSAB) wurde am 27. Januar 1993 in Zürich gegründet. Voraus ging ab Mitte der Achtzigerjahre eine längere Phase der Zusammenarbeit verschiedener Bildungsinstitutionen mit dem deutschsprachigen öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehen (TV DRS) im Zentrum. Die Stiftung bezweckte die Produktion und den Vertrieb audiovisueller Bildungsangebote.
Die Geschichte der SSAB ist deshalb besonders interessant, weil sie den Übergang von einer noch analogen Produktion von Bildungsinhalten zu einem von der Digitalisierung geprägten Bildungswesen dokumentiert. Aus diesem Grund war das Schweizerische Bundesarchiv auch bereit, die Akten der SSAB aufzubewahren.
Die SSAB musste sich stets dem raschen Wandel anpassen. Die Aufhebung der SSAB als Stiftung im Jahr 2019 kann selber als Schlussstein ihrer eigenen digitalen Transformation betrachtet werden. Für die inzwischen ins Zentrum gerückten Netzwerkaktivitäten erwies sich die Rechtsform der Stiftung als wenig geeignet.
Wegen ihrem geringen Stiftungskapital musste die SSAB mit den kleinen Einkünften aus den Jahresbeiträgen ihrer Mitglieder auskommen. Sämtliche Organe arbeiteten ehrenamtlich, so auch die Geschäftsführung, die ohne Sekretariat einen erheblichen Aufwand zu bewältigen hatte.
Ziel der SSAB war es, die für das Bildungswesen zuständigen Behörden bei der Umsetzung der nationalen Digitalisierungsstrategien zu unterstützen.
Es lassen sich vier Phasen unterscheiden:
Erste Phase von 1993 - 2005
Zu Beginn ihrer Tätigkeit konzentrierte sich die SSAB auf die Initiierung, Produktion und Distribution von qualitativ hochstehenden Bildungsangeboten. Sämtliche Produkte sind im Schweizerischen Bundesarchiv einsehbar (DVDs und / oder Masterbänder). Die SSAB stellte die Produktion 2005 ein, da sich inzwischen der Markt für multimediale Bildungsangebote entwickelt hatte, und übergab den Vertrieb einzelner, weiterhin nachgefragter Produkte einem Mitglied im Netzwerk, der Relimedia in Zürich.
Sie finden alle Produkte mit einem Kurzbeschrieb im Registraturplan der SSAB-Akten im Schweizerischen Bundesarchiv.
Zweite Phase von 2006 - 2010/2012
Die SSAB förderte nun den Wissens- und Erfahrungsaustausch und die Diskussion neuster Trends im Bildungswesen über ihr Netzwerk. Sie organisierte in den Jahren 2007 - 2010 vier Tagungen unter dem Titel "Swiss Forum for Educational Media, SFEM". Diese Tagungen waren öffentlich und wurden über Tagungsgebühren finanziert.
In der Zwischenzeit entstanden ähnliche Tagungsangebote anderer Institutionen. Die SSAB suchte nach einer neuen Pionierrolle und organisierte in den Jahren 2010, 2011 und 2012 über mehrere Monate im Vorfeld ihrer Tagungen Internet-Diskussionen. Sie finden die Materialien und die Ergebnisberichte zu den Internet-Diskussionen hier.
Dritte Phase von 2012 - 2013
Die Finanzierung über Tagungsgebühren wurde immer schwieriger. Die SSAB setzte deshalb verstärkt auf die Vernetzung; die Tagung 2012 wurde gemeinsam mit anderen Institutionen im Rahmen der WORLDDIDAC Basel durchgeführt. Gleichzeitig wurde in dieser Phase der inhaltliche Teil im Anschluss an die statutarischen Geschäfte der Stiftungsratsversammlungen zu einer eigentlichen Tagung weiterentwickelt und erstmals im Jahr 2014 auf der SSAB-Homepage dokumentiert. Es war dies ein Vorläufermodell der in der vierten Phase neu gestalteten März-Tagungen. Hier.
Die ersten drei Phasen sind zusammen mit der Vorgeschichte in einer PowerPoint-Präsentation (deutschsprachig) anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums dokumentiert.
SSAB-PowerPoint_6_3_2014.pdf (17.5 MB)
SSAB-PowerPoint_6_3_2014.pptx (202 MB)
Vierte Phase von 2014 - 2019
Die SSAB richtete ihren Fokus nun voll auf strategische Fragen zur digitalen Transformation und deren Auswirkungen auf das Bildungswesen. Sie schuf hierfür mit ihren insgesamt fünf März-Tagungen ein neues, innovatives Format für den geschlossenen Kreis der SSAB-Mitglieder und für geladene Gäste. Nach Kurzinterventionen hochkarätiger Referierender wurden am Beispiel konkreter Bildungsinnovationen Strategien diskutiert. Stets ging es um die Frage, welches Wissen und Können wir in der digitalisierten Zukunft benötigen, wie wir es uns aneignen und ob und wie neuste Technologie, wie z.B. Virtual Reality, Augmented Reality, Lernrobotik, künstliche Intelligenz, Big Data und Learning Analytics, beim Lehren und Lernen genutzt werden könnten, und wie unser Gehirn am besten lernt. Die sehr kurz gehaltenen Stiftungsratsversammlungen fanden nun unmittelbar vor den März-Tagungen statt.
Die Tagungen konnten dank ehrenamtlicher Arbeit, grösseren finanziellen Beiträgen und kostenlosen Leistungen von Partnern aus dem Netzwerk durchgeführt werden (siehe Logos auf den Flyern der März-Tagungen).
Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums wurde die Geschichte der SSAB in einem Blog (französischsprachig) dokumentiert.
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