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Das Hochplateau der Halbinsel Krim ist von westeuropäischen Fotograf/innen und Journalist/innen noch weitgehend unerschlossen. Es ist eine faszinierende Landschaft mit einer tragischen Vergangenheit. Unter Stalin wurden die widerspensigen Krim-Tataren nach Zentralasien verfrachtet. Nach 1990 vergangenen Jahren sind einige von ihnen zurückgekehrt.
Alban Kakulya bekam die Chance, für Zoi Environment Network, einer NGO, die Landschaft und die Rückkehr von versprengten tatarischen Familien in Reportagen festzuhalten. Daraus entstand ein Bildband, und die Prints werden in der Galerie Imaginaid in Genf präsentiert.
Nach der politischen Wende in der Sowjetunion begannen Tataren ihre frühere Heimat wieder zu besiedeln. Sie versuchten die Häuser ihrer Familien, längst im Besitz von reichen Sowjets, zurückzugewinnen. Gleichzeitig entwickelte sich entlang der Küsten die Immobilienspekulation rasant. Langsam bauten die Tataren mit einfachen Wohnhäuser Strukturen auf. Die kleinen Häuser, die nichts anderes sind als Steinmonumente zur Abgrenzung ihrer Territorien, werden niemals bewohnt sein.
Diese Entdeckungen kann man als Fotograf nur im Rahmen eines umfassenden projekts ergründen. Das Zoi Environment Network mit dem Schwerpunkt der Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft der Krim hat mit der langfristig angelegten Arbeit des Schweizer Fotografen, der mehrere Reportagen über Zentralasien und Grönland vorlegen konnte, eine hervorragende Wahl getroffen.