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Andy Rihs starb am Mittwochabend nach schwerer Krankheit in Frankreich. Das berichtet das französische Onlineportal TopVelo. Rihs litt seit mehreren Monaten unter Leukämie.
Rihs war bekannt als Chef des Hörgeräteherstellers Phonak aus Stäfa ZH, als passionierter Velofahrer, als Sponsor des Profiradteams Phonak, als Gründer der Velomarke BMC oder als Mäzen des Fussballclubs BSC Young Boys.
Rihs hatte 1966 zusammen mit einem befreundeten Techniker die konkursite Hörgeräte-Firma seines Vaters übernommen. Etwas später stiess Bruder Hansueli dazu. Die drei verwandelten Phonak in den nächsten Jahrzehnten zu einem der grössten Hörgerätefirmen der Welt.
Andy Rihs führte das Unternehmen lange Zeit als oberster Firmenchef und zugleich als Verwaltungsratspräsident. Seit 2007 befinden sich Phonak und andere Kernmarken unter dem Dach der Sonova Holding AG, die mehr als zwei Milliarden Franken Umsatz pro Jahr macht.
Zuletzt besass Rihs noch 3,2 Prozent an Sonova, er hatte die Beteiligung in den letzten Jahren kontinuierlich reduziert. Das frei gewordene Geld steckte er in neue Projekte. So finanzierte er das Velodrome in Grenchen. Das Schweizer Fussballgeschäft mischten Andy Rihs und sein Bruder auf, als sie um die Jahrhundertwende Besitzer des neuen Stade de Suisse in Bern und des Fussballklubs BSC Young Boys wurden. Der Club steht heuer vor dem ersten Gewinn der Schweizer Meisterschaft seit 1986.
(cash/AWP)