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Der Hünemauch war ein berüchtigter Dieb von Klingnau. Zuletzt fing man ihn und türmte ihn in dem festen Teile des Zurzacher Rathauses ein, welchen man das Heichel- (Heinrich) und Gäuchelnhaus hieß. Dieser Name deutete an, dass man darin jeden pfiffigen Schelmen, der sich als Narr (Heichel) anstellt, gescheit machen könne. Als er sich hier nicht mehr befreien konnte, erhenkte er sich. Man begrub ihn anfangs am gewöhnlichen Waldrain. Er kam aber von dort alle Nacht in den Ort herunter, und erregte einen solchen Lärmen, dass niemand mehr schlafen konnte. Also grub man ihn da wieder aus und verscharrte ihn weiter am Berg droben, auch warf man einige Fuder Steine darauf, damit er ja nicht wieder auferstehe. Dieser Waldplatz heißt seitdem ebenfalls Hünemauch.
E. L. Rochholz, Schweizer Sagen aus dem Aargau, Band 2, Aarau 1856
Eingelesen von der Mutabor Märchenstiftung auf www.maerchen.ch.