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Tie Guan Yin wurde im 18. Jahrhundert zur einem berühmten Teesorte entwickelt. Um diesen Tee gibt es verschiedene Legende. Der Teebaum wurde in einem Dorf Nanyan in Anxi 安溪 (meine Urheimat), Fujian entdeckt. In diesem Dorf lebte ursprünglich nur Wang-Clan. Während der Kulturrevolution wurden unzählige Teebäume zerstört und vernichtet.
Ein klassischer Tie Guang Yin muss von Tie Guang Yin stammen. Heutzutage kümmert sich niemand mehr darum. Viele Tees werden einfach als Tie Guang Yin verkauft.
Die Tasse sollte eine schöne goldene orangen Farbe aufweisen – das bedeutet einen langen Fermentations- und Röstungsprozess. Die Blätter können sich gut in der Tasse entfalten und sind vollständig – nicht bruchig. Die Brüche der Blätter bedeuten unsorgfältige Arbeit und schlechte Röstung.
Der beste von diesem Tee ist, die balsamierende Wirkung auf dem Gaumen und im Rachen. Die typischen Düfte ist leicht blumig wie Orchiden und honig süsslich. Der Aufguss sieht leicht ölig.
Die trockene Blätter sehen Sichel und halb kugelich aus. Farbe braun.
Moderner Tie Guang Yin hat eine oilv Farbe und oft Kugelform.
Der beste Tie Guang Yin aus China sollte aus Nanyan, Fujian kommen. Der beste aus Formosa sollte aus Muzha 木柵, bei Taipei. Wichtig bei diesem Tee ist zu klären, von wo der stammt und ist es von einem originalen Ti Guan Yin Baum?
Muzha 木柵
Opa hat zwei Dynastie erlebt. Er lebte zwischen 1910 und 1999, in der japanischen und chinesischen Herrschaft. Er wurde in einer Grundbesitzer Familie als den einzigen Sohn hineingeboren, während Japan Taiwan herrscht. Er war reich und hatte 9 Kindern. Meins Oma kannte er als Spielkamaradin. Sie war sieben, als sie von ihrer Familie abgegeben wurde. Sie wußten als Kinder schon, dass sie eines Tages Mann und Frau werden. Er wurde zu einem guten Geschäftismann ausgebildet.
Nach der Machtübernahme der jungen chinesischen Republik wurde mein Opa plötzlich Anaphabet. Er verstand kein Chinesisch. Er konnte mit der neuen herrschenden Klasse nicht umgehen. Es war eine neue Zeit mit neuen Sitten und neuen Hoffnungen , die nicht für Menschen, die noch an der alten Ordnung hängen, reserviert waren. Mein Opa war eben so einer. Die Familie wurde schnell verarmt. Als Kind sah ich den Auf und Ab innerhalb der eigenen Familie auf einer rasch verändernden und unterdruckten Insel. Oma schimpfte oft, während Opa seinen Tee trank. Er trank am liebsten einen Oolong namens Tie Guan Yin. Eine braune Fabe und einen verbrannten Geschmackt! Ich hielt möglichst Distanz zu seinem Tee und seiner Geschichte. Tie Guan Yin ist ein Tee, der mit Opa, der immer allein vor chinesisch sprechenem Fernseher saß und Tee trank, zusammen meine Erinnerung prägt.
Heute fand man so einen Tie Guan Yin nicht mehr. Er ist inzwischen ein Grüntee-artiges Getränk geworden. Die neue Zeit mit einem neuen Geschmack verändert viele Dinge, die gut und schlecht waren. Aber der Tee, der einst der schwarze Drache war, ist heute??? Zu jung gepflückte Blätter,der schnell bitter werdende Geschmack und die Magen anregende Eigenschaft sind Charaktere heutiges Tie Guan Yin. Ich finde den Geschmack des Opas nicht mehr.
Heute bekam ich einen Paket aus Taiwan. Ein Teebauer wurde extra beauftragt. Der schwarze Drache ist wieder da. Und der Geruch meines Opas kommt wieder von der Ferne und füllt meinen Raum.
Muzha Zhengcong Tie Guanyin