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Biographical Data
Hans Werro stammte aus einer alten Patrizierfamilie Freiburgs und war laut älterer Genealogien ein Sohn Willi Werros. 1507 mietete der Glaser das Eckhaus am oberen Stalden und kaufte 1510/11 gemeinsam mit seiner Frau Margarethe ein Haus in der Reichengasse. 1507 bis zu seinem Tod (vor dem 9.10.) 1517 sass er als Vertreter des Burgquartiers im Grossen Rat.
Hans Werro gehörte neben Rudolf Räschi zu den vom Rat am häufigsten beschäftigten Glasern bzw. Glasmalern. Seit 1506 lieferte er der Obrigkeit Fenster und Wappen für ein Gehalt von über 500 Pfund. Seine Witwe erhielt noch nach seinem Tod die Beträge für gelieferte Fenster. Es ist anzunehmen, dass zu den zahlreichen Schenkfenstern auch die zugehörigen, doch meist unerwähnt gebliebenen Wappenscheiben durch den stets als Glaser betitelten Meister gefertigt wurden. Doch nur in einem Fall lässt sich eine Freiburger Standesscheibe mit seinem Namen verbinden, denn in der Pfarrkirche Barberêche hat sich die Wappenstiftung der Freiburger Obrigkeit für das von Hans Werro 1508 gelieferte Fenster erhalten. Diese wäre damit auch die erste nachweislich von einem Stadtfreiburger gefertigte Standesscheibe, die sich erhalten hat. Auch die Wappenscheibe des Schultheissen Franz von Arsent in der gleichen Kirche dürfte etwa gleichzeitig bei demselben Meister geschaffen worden sein. Anhand dieser beiden Scheiben werden Hans Werro weitere Arbeiten zugeschrieben: u.a. eine Standesscheibe im Musée Ariana Genf, zwei Stadtscheiben Payernes im Museum Payerne und eine Muttergottesscheibe im Schweizerischen Nationalmuseum.
Hans Werros Glasgemälde stehen stilistisch in der Nachfolge des Berner Glasmalers Urs Werder. Der Meister war aber sicher auch mit dem Formenschatz des Berner Glasmalers Hans Funk vertraut, der um 1505/06 den Standesscheibenzyklus für das Freiburger Rathaus ausgeführt hatte (zerstört).