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Platz 5: Der Game Boy überlebte alle Konkurrenten
Der Erfolg des Game Boy ließ die Konkurrenz vor Neid erstarren. Vor allem Sega kam ins Schwitzen, schließlich hatten die Japaner gerade erst das Mega Drive (in den USA Genesis genannt) als Konkurrenten für das alternde NES veröffentlicht und versuchte, es mit einem kostenintensiven Marketing-Rundumschlag an das amerikanische Publikum zu bringen. Dass Nintendo den eigenen guten Namen mit einem zweiten Standbein festigte, ging Sega erheblich gegen den Strich.
Aus der Not heraus entwickelte Sega auf Grundlage seiner 8-Bit-Konsole Master System den tragbaren Game Gear, der in vielen Belangen mehr draufhatte als Nintendos Handheld, vor allem durch den Farbbildschirm. Aber er war auch teurer und fraß viel mehr Batterieleistung. Während der Game Boy 12 bis 15 Stunden mit vier AA-Batterien auskam, verschlang der Game Gear sechs davon in dreieinhalb bis fünf Stunden!
Zudem litten Segas Game Gear und der Atary Lynx an derselben Krankheit: Lizenznehmerarmut. Nintendos Erfolg band so viele Softwarestudios an den Game Boy, dass Sega und Atari mehr als die Hälfte der erhältlichen Spiele für ihre Handhelds selbst produzieren mussten. Die Situation entspannte sich auf Segas Seite zwar, als das Mega Drive an Fahrt aufnahm und zumindest ein paar der gewonnen Lizenznehmer sich bereit erklärten, Umsetzungen für den Game Gear anzufertigen. Aber auch das half nur wenig.
Während der Game Boy 1996 dank Pokémon und des Game Boy Pocket einen zweiten Frühling erlebte, stellte Sega die Unterstützung des Game Gear ein. Auch spätere Konkurrenten wie das Neo Geo Pocket oder der Bandai Wonderswan konnten dem Game Boy nicht das Wasser reichen.