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Als Student des konsekutiven Masterstudiengangs Sekundarstufe I hat der Autor für seine Masterarbeit Aktionsforschung im eigenen Geschichtsunterricht durchgeführt mit dem Ziel, das Verständnis seiner Schüler für das historische Fach zu untersuchen und ihr Geschichtsbewusstsein zu schärfen. Den theoretischen Hintergrund seiner Arbeit bilden die Aktionsforschungsmethodik, die Conceptual-Change-Forschung, fachdidaktische Forschung zum Geschichtsbewusstsein sowie fachwissenschaftliche Texte zum Inhalt der untersuchten Unterrichtssequenz – Wilhelm Tell und die Apfelschusslegende. Für seine Studie hat Christopher Weikert die Alltagsvorstellungen seiner 19 Schüler:innen zu Wilhelm Tell und ihr Geschichtsbewusstsein mit offenen und geschlossenen Fragen sowie anhand einer Zeichnung erhoben. In zwei Doppellektionen liess er die Klasse schriftliche Quellen analysieren und behandelte die Faktengeschichte, die Historiographie und die Rezeptionsgeschichte, um den Schüler:innen einen multiperspektivischen Blick auf die Figur des Nationalhelden zu ermöglichen. Als Abschluss der Unterrichtssequenz liess er die Klasse eine schriftliche Lernertragsreflexion durchführen. Die Auswertung dieser verschiedenen Daten erfolgte auf Klassenebene sowie anhand beispielhafter Lernprozessanalysen von drei Schüler:innen mit unterschiedlichem Leistungsniveau. Die Auswertung zeigt, dass es der Unterrichtssequenz gelungen ist, eine konzeptionelle Veränderung herbeizuführen und das historische Bewusstsein der Schüler zu schärfen, was die Bedeutung der Quellenarbeit für die Förderung des kritischen Denkens deutlich macht.