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Rückblickend war 2012 in mancherlei Hinsicht eine spezielle Kampagne. Sie war gekennzeichnet durch gute Zuckerrübenerträge jedoch unterdurchschnittlicher Qualität. Zusammen mit den Biorüben wurden gesamthaft 1,69 Mio. Tonnen Rüben (Vorjahr 1,85 Mio.) verarbeitet, was einem Durchschnittsertrag von 85 Tonnen je Hektare (2011: 92t/ha) entspricht.
Demgegenüber blieben die Zuckergehalte mit 16,9% (2011: 17,9%) unter den Erwartungen. Der erhoffte Zuckergehaltszuwachs blieb wegen den fehlenden, sonnigen Herbsttagen aus. Ungünstig waren die Witterungsverhältnisse auch in Bezug auf die Erntearbeiten und gegen das Kampagneende hin die winterlichen Verhältnisse, welche die geplanten Lieferungen beeinträchtigen. Gefordert waren nicht nur die Mitarbeiter in den Werken zusammen mit den Ernte- und Transportunternehmungen, sondern auch alle Rübenpflanzer.
Die Zuckerfabriken in Aarberg und Frauenfeld, die 1997 fusioniert haben, decken den Schweizer Bedarf fast vollständig ab. Sie produzieren pro Jahr rund 250'000 Tonnen Zucker. Einer der ganzen grossen Abnehmer ist Red Bull. Das österreichische Unternehmen, welches in Widnau SG eines seiner zwei Werke (das andere ist auf der anderen Seite des Rheins in Vorarlberg) betreibt, kauft der ZAF rund ein Viertel der Zuckerproduktion ab.
Schweizer Zucker wird seit hundert Jahren in grossem Stil hergestellt. Früher wurde Zucker ausschliesslich aus dem im Süden beheimateten Zuckerrohr produziert. Dann entdeckte ein deutscher Chemiker den Zucker in der hiesigen Runkelrübe. Das machte den Weg frei für die Züchtung der Zuckerrübe.