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Zwischen Gerenholz und Oberer Bergstrasse, dem Weiler Beichlen und dem Bauernhof Chliweid dehnte sich einst der Beichlensee aus. Er lag also im Gebiet des heutigen Fussballplatzes und der Schiessanlage Beichlen. 1938 führte der Naturforscher Walter Höhn-Ochsner im Beichlenried mehrere Moorbohrungen aus. Dabei konnte er nachweisen, dass der Beichlensee während der letzten Eiszeit, vor rund 10‘000 Jahren, auf wasserundurchlässigem Boden zwischen Grundmoränen entstand. Das stehende Gewässer, so stellte er weiter fest, muss ursprünglich rund 480 Meter lang, etwa 260 Meter breit und sicher bis 7,4 Meter tief gewesen sein.1
Die älteste Abbildung des Beichlensees findet sich auf einer Landkarte des oberen Zürichsees, welche Hans Conrad Gyger (1599–1674) im Jahre 1635 gezeichnet hat.2 Aus der Tristelmatte floss der 1448 erwähnte «benckli bach» in den Beichlensee; der Sennweidbach, der Oberlauf des Reidbachs, bildete den Abfluss.3
Der Beichlensee auf der Karte von Hans Conrad Gyger, 1634.
Gemäss einem Plan des Lehenhofs Beichlen, den Jakob Schäppi im Jahre 1729 gezeichnet hat, war der Beichlensee damals noch rund 135 Meter lang und 75 Meter breit.4 Der See war bereits am Verlanden. Rundum erstreckte sich ein Ried, in dem seit 1738 Turben gegraben wurden.5 1749 schrieb Hans Jakob Leu im dritten Band seines Helvetischen Lexikons zum Stichwort Beichlen: «Ein Bauren-Hof auf dem Berg in der Pfarr und Landvogtey Waedenschweil, darbey ein kleiner See.» Auf der Karte des Kantons Zürich, die Heinrich Keller im Jahre 1813 herausgegeben hat, ist der Beichlensee noch eingezeichnet. In den Neuausgaben von 1828 und 1831 ist er indessen nicht mehr vermerkt. Er muss also zwischen 1810 und 1828 verschwunden sein. In den Exkursionskarten des Verschönerungsvereins Wädenswil aus den Jahren 1900 und 1903 ist das Beichlenried eingezeichnet. Dieses wurde im Zeichen der Anbauschlacht während des Zweiten Weltkrieges in den Jahren 1943 bis 1945 melioriert.
Peter Ziegler
Anhang
1 Walter Höhn. Allgemeiner Anzeiger vom Zürichsee, 19. Oktober 1977.
2 Aufbewahrt in der Zentralbibliothek Zürich. Neue Zürcher Zeitung, 17. Juli 2012.