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Steuerbefreiung und Sondergesetze für die Fifa
Die Fifa und die WM-Sponsoren (Adidas, Coca-Cola, Budweiser...) weigern sich, ihre milliardenschweren Gewinne in Brasilien zu versteuern. Brasilien wird deshalb 680 Millionen US-Dollar an Einnahmen verlieren. Für Brasilien zeichnet sich damit bereits jetzt ein ähnliches Debakel wie für Südafrika bei der WM 2010 ab. Südafrika blieb auf einem Schuldenberg von fast 3 Mia. Dollar sitzen – während die Fifa 3 Mia. Dollar Gewinne einsackte.
Die Fifa setzt aber noch weiteres Sonderrecht durch: Zum Beispiel wurde in Brasilien 2003 ein Alkoholverbot in den Stadien eingeführt, um die Gewalt bei den Spielen einzudämmen. Die Fifa will davon nichts wissen. Fifa-Generalsekretär Valcke dazu: «Der Alkohol ist Teil der Fifa-WM. Darüber verhandeln wir nicht.» Denn die Fifa hat einen Sponsoringvertrag mit der Bier-Firma Budweiser.
Das „Fifa-Gesetz“ wurde am 28. März 2012 – mit der Freigabe des Alkoholausschanks in den Stadien – vom brasilianischen Abgeordnetenhaus verabschiedet. Ende Mai hat es auch den Senat passiert und ist somit in Kraft.
Alle Profiteure der WM sollen auf ihre Gewinne ganz normal Steuern bezahlen. Das gilt auch für die Fifa. Wir fordern die Fifa auf, die WM nicht nur auf den eigenen Profit auszurichten, sondern dafür zu sorgen, dass auch die brasilianische Bevölkerung vom milliardenschweren Mega-Event profitiert.