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Captain Jean-Luc Picard und die Besatzung der Enterprise entdecken etwas, das sie zuerst für eine bisher unentdeckte Welt halten, mit einer Zivilisation, die sich noch von den Auswirkungen eines globalen Nuklearkriegs erholt. Eine erstaunliche Botschaft aus dem Sternenflottenkommando warnt, dass mehr hinter diesem Planeten steckt, als auf den ersten Blick zu erkennen ist, und schnell wird Picard klar, dass die Geheimnisse dieser Welt mit Jahrhunderten geheim gehaltener menschlicher Geschichte in Verbindung steht...
Der Dartpfeil traf die Zielscheibe und blieb im Zentrum stecken, genau über den beiden anderen. Ein durchdringender elektronischer Piepton erklang und tat jedem in der näheren Umgebung kund, dass jemand ins Schwarze getroffen hatte. Schon wieder.
"Damit musst du jetzt aber langsam wieder aufhören", sagte T'Ryssa Chen, als Taurik von der weissen Wurflinie zurücktrat, an der die Spieler sich positionierten, wenn sie an der Reihe waren. "Mit der Voodoozauberei oder was du da sonst machst!"
Lieutenant Rennan Konya erhob sich von seinem Platz neben Chen. "Genau!", sagte er. "Oder Sie werfen mit geschlossenen Augen. Langsam wird's lächerlich."
Taurik wandte der Dartscheibe den Rücken zu, die im hintersten Winkel des Happy Bottom Riding Club an der Wand hing, und kam zum Tisch zurück. "So wie ich es verstanden habe, geht es bei diesem Spiel darum, die richtigen Felder je dreimal zu treffen. Da mir das mit den Zahlen 15 bis 20 bereits gelungen war, blieb nur noch der Mittelpunkt übrig - das Schwarze, um Lieutenant Konyas Bezeichnung zu verwenden. In Anbetracht der Regeln, die vor Spielbeginn erläutert wurden, gab es keine Alternative dazu."
Konya versuchte nicht einmal, sich das Lachen zu verbeissen, und Chen konnte nur den Kopf schütteln. Auch an den umliegenden Tischen trug Tauriks Erklärung zur allgemeinen Heiterkeit bei.
Lieutenant Dina Elfiki prostete Taurik zu. "Gut gekontert, Commander!"
"Ermuntere ihn nicht noch", sagte Chen und warf der Wissenschaftsoffizierin der Enterprise einen tadelnden Blick zu. Dann wandte sie sich an Elfikis Begleiter, Gary Weinrib. "Lassen Sie ihr da keine freie Hand! Lenken Sie Ihr Date gefälligst ab, Weinrib."
Der Steuer-Offizier der Gamma-Schicht tat so, als würde er vor ihr salutieren. "Aye, aye, Lieutenant!"
"Lass das lieber", sagte Elfiki und rollte mit den Augen. "Sonst dreht sie nur noch mehr auf."
Chen musterte Weinrib mit gespieltem Misstrauen. "Warten Sie mal. Hat Ihre Schicht nicht längst angefangen?"
"Vier Stunden habe ich noch." Weinrib hielt sein Glas in die Höhe. "Und das ist bloss Altairwasser."
"So mag es vielleicht aussehen!"
Wenn es nicht zu Abweichungen vom Dienstplan kam, füllte sich die Schiffsmesse normalerweise mit gut gelaunten Offizieren, sobald die Alpha-Schicht zu Ende war. Beinahe jeder Platz an der Bar und ausnahmslos alle Tische waren besetzt. Crewmitglieder entspannten sich auf den Sofas, die vor den grossen Fenstern positioniert waren, oder standen mit ihren Drinks in der Hand mitten im Raum, da, wo sie eben gerade ein freies Plätzchen hatten ergattern können. Der Happy Bottom Riding Club (William Riker, der ehemalige Erste Offizier, hatte die Messe so getauft, ehe er die Enterprise verlassen hatte, um das Kommando der USSTitan zu übernehmen) war zu einem der Orte geworden, an denen Chen ihre freie Zeit am liebsten verbrachte. Die Atmosphäre war immer fröhlich. Hier gelang es ihr und ihren Kameraden, ihre anspruchsvollen Pflichten eine Weile lang zu vergessen, und sie hatte Gelegenheit, Freunde wie Dina Elfiki zu sehen, deren Aufgaben sie zumeist auf der Brücke oder in einem der Wissenschaftslabore der Enterprise festhielten. Dasselbe galt für Taurik, der zumeist irgendwo in den Tiefen des Maschinenraums, in einer der zahllosen Jefferies-Röhren oder einem der engeren Wartungsschächte schuftete, die sich durch das gewaltige Raumschiff zogen.
Chen grinste Elfiki und Weinrib freundlich an, überliess sie ihrem Gespräch und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder Taurik zu. Als der Vulkanier sich zu ihr an den Tisch gesetzt hatte, winkte sie zur Dartscheibe hinüber. Konya war dort damit beschäftigt, ein neues Spiel vorzubereiten.
"Du lässt mich ziemlich schlecht dastehen", sagte sie. "Wie kommt's, dass du noch nie Darts gespielt hast?"
Taurik griff nach seinem Glas, das, wie Chen wusste, Mineralwasser in Raumtemperatur enthielt. "Vor dem heutigen Abend war es nicht erforderlich, sich damit auszukennen", erwiderte er. Er nahm einen Schluck und fügte hinzu: "Es ist ein recht unkompliziertes Spiel. Die Hand-Auge-Koordination ist natürlich entscheidend, ausserdem ein Mindestmass an Muskelkraft im Arm, um mit dem Dartpfeil das gewünschte Feld zu treffen."
"Moment mal", sagte Konya, der sich auf seinen Stuhl fallen liess. Drei Dartpfeile hielt er noch in der Hand. "Soll das heissen, dass Sie jedes Mal genau vorhersagen können, wo Ihr Pfeil die Scheibe treffen wird?"
Taurik hob die rechte Augenbraue. "Das habe ich nicht gesagt, Lieutenant." Er nahm noch einen Schluck Wasser. "Bei näherer Überlegung muss ich allerdings zugeben, dass meine Bemerkungen so interpretiert werden könnten."
"Also habe ich Sie richtig verstanden?", fragte Konya.
"Ja."...