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1. Die erste «Grande Boucle»
Am 3. Juli 2004 feiert der damals 23-jährige Fabian Cancellara seinen ersten Auftritt an der Tour de France. Ein Auftritt, welcher in Erinnerung bleibt: Der Berner triumphiert im Prolog vor Dominator Lance Armstrong und sagt: «Eines Tages will ich zur Tour kommen, um sie zu gewinnen.»
2. Paris-Roubaix? Check!
Im Alter von 25 Jahren gewinnt Cancellara sein erstes sogenanntes «Monument des Radsports»: Von Paris nach Roubaix kann dem Schweizer keiner das Wasser reichen. Über seinen Premierensieg in der «Hölle des Nordens» sagt er: «Wer hier allein ankommt, gehört zu den grossen Siegern.»
3. Die Weltmeister-Premiere
Im September 2006 sichert sich der Berner in Salzburg seinen ersten WM-Titel im Einzelzeitfahren. Drei weitere sollen später noch folgen. «Ich bin einfach losgefahren. Alles andere lief wie von selbst», beschreibt Cancellara seinen Triumph in Österreich.
4. Die «Primavera» geht an Cancellara
«In Zukunft wird man davon sprechen, wie ich hier gewonnen habe», gibt sich Cancellara selbstbewusst. Er meint damit die beeindruckende Demontage seiner Gegner beim Klassiker Mailand - Sanremo. 1800 Meter vor dem Ziel lässt er die verbliebenen Sprinter hinter sich und rast zum Sieg.
5. Die ersten Olympia-Medaillen
«Spartacus» räumt an den Olympischen Spielen in Peking 2008 gross ab. Die Bronzemedaille im Strassenrennen, welche nach der Dopingüberführung des Italieners Davide Rebellin zu einer silbernen wird, überbietet er 4 Tage später gar noch: Gold im Zeitfahren. Es ist ein Sieg mit Ansage: «Jedes andere Ergebnis wäre eine Niederlage gewesen», so Cancellara.
6. Ein Berner Sieger in Bern
Der bedeutendste Rundfahrten-Triumph gelingt Cancellara ausgerechnet in seinem «Wohnzimmer»: Als Gesamtsieger der Tour de Suisse 2009 fährt der eigentliche Klassikerjäger und Zeitfahrer in Bern ein. Ein emotionaler Sieg für ihn: «Ich habe ein Ziel verwirklichen können, das ich vor Beginn der Rundfahrt nicht für möglich gehalten hatte.»
7. Osterfest in Flandern
Am Ostersonntag 2010 feiert Cancellara seinen ersten Gewinn der Flandern-Rundfahrt. Er lässt Lokalmatador Tom Boonen hinter sich und schwärmt über den Erfolg: «Die Art und Weise, wie ich die Flandern-Rundfahrt für mich entschieden habe, stufe ich klar höher ein als Peking.»
8. Das Klassikerdoppel 2013
Eine Woche, nachdem er mit Lockerheit seinen Flandern-Triumph von 2010 wiederholen konnte, holt sich Cancellara beim «Monument» Paris-Roubaix zum zweiten Mal das Klassikerdouble. Der Berner spricht von seinem «längsten Kampf», am Ende habe der Kopf über die Beine triumphiert.
9. Das siebte «Monument»
2014 krönt sich Cancellara mit dem 3. Triumph zu einem der Rekordsieger in Flandern. «Natürlich hatte ich diesen Rekord im Hinterkopf», gesteht der Schweizer nach dem Rennen. Damit entscheidet er zugleich sein 7. und letztes Radsport-Monument für sich.
10. Das Beste kommt zum Schluss
Vor dem letzten ganz grossen Rennen in seiner beispiellosen Karriere sind sich die Experten uneinig: Ist der 35-jährige Routinier noch einmal in der Lage, seine Klasse auszuspielen? Er kann, und wie! Mit 47 Sekunden Vorsprung straft Cancellara alle Kritiker Lügen und setzt sich vor den Favoriten Tom Dumoulin und Chris Froome durch. Das perfekte Ende einer grossartigen Laufbahn.
Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 18:15 Uhr, 11.9.2016