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Die Marke Puch
Die berühmten Puch-Werke waren ein österreichischer Fahrzeughersteller für Fahrräder, Motoren, Autos und Motorräder. Der Hauptsitz des Unternehmens war die Stadt Graz. Heute werden Puch-Fahrräder beispielsweise von der französichen Cycleurope hergestellt. Für Wartung, Reparatur und Verkauf von Ersatzteilen der älteren Fahrzeuge steht heute das Nachfolgeunternehmen Magna Steyr. Das ursprüngliche Unternehmen wurde als AG & Co KG geführt.
Die Geschichte der Puch Werke
Johann Puch gründete 1899 in Graz eine Produktionsstätte für Fahrräder und Schlittschuhe. Im Süden von Graz, im Bezirk Puntigam, entstand sein Einser-Werk, in dem ab 1901 Motoren und ab dem Jahr 1904 sogar Autos gebaut wurden. Nach dem Tod des Firmengründers im Juli 1914 konnte sich das Unternehmen nur noch kurze Zeit selbst behaupten und wurde schliesslich 1928 von der Österreichischen Daimler-Motoren AG übernommen. Hieraus entstand die Austro-Daimler-Puchwerke AG, die sich nur bis 1934 hielt. Durch Fusionierung mit der Steyr-Werke AG wurde die Steyr-Daimler-Puch AG gegründet. Die Produktion lief auf vollen Touren, wobei neben Fahrrädern auch Pkw, Lkw, Traktoren, Geländefahrzeuge und Motorräder produziert wurden. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte im Zweier-Werk auch die Herstellung des bekannten Geländewagens Haflinger, Pinzgauer und Puch G. 1987 wurde die Fahrradproduktion in Graz eingestellt. Eine weitere umfassende Stilllegung erfolgte ab 1990. So wurde beispielsweise die Fahrrad- und Motorradsparte an Piaggio verkauft. Die Bus-Produktion wurde an die schwedische Volvo-Gruppe veräussert, Traktoen hingegen an den amerikanischen Case-Konzern. Der restliche Betrieb wurde 1998 von der Magna Holding AG übernommen. Das Unternehmen als Magna Steyr stellte fortan Luxusfahrzeuge für den amerikanischen und deutschen Markt her. In den historischen Werkshallen wird heute das Puch-Museum geführt. Ab März 2011 übernahm die Fahrradsparte die französische Cycleurope Gruppe.
Die Mofa von Puch
Die Puch Mofa MV 50 wurde umgangssprachlich auch Schwarze Sau genannt und war die erste Mofa von Puch. 1969 wurde das Nachfolgemodell, die Maxi vorgestellt, die die erste Fliehkraftkupplung besass und somit für den Automatikbetrieb diente. Mit der Supermaxi wurde ein weiteres Modell mit KAT vorgestellt. Zahlreiche weitere erfolgreiche Modelle, wie zum Beispiel die Tigra, Condor, Cobra, Velux x30, Sport und Monza bereicherten den Mofa-Sektor.