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Was die Fussball-Europameisterschaft im zweiten Quartal noch knapp verpasste, schafften die Olympischen Sommerspiele in Brasilien im dritten Quartal: Das Sportereignis führt die Rangliste der gewichtigsten Themen der letzten drei Monate an. Auf den Rängen 2 bis 4 folgen dahinter gleich drei Politikthemen aus dem Ausland (Präsidentschaftswahl USA 2016, Politik Türkei / Putschversuch, Bürgerkrieg in Syrien), wobei die Türkei im Vergleich zum Vorquartal am deutlichsten an Resonanz zulegte. Der Brexit, das Top-Kommunikationsereignis der Monate April bis Juni, ist der grösste Absteiger auf der Rangliste und belegt nur noch Platz 19. Deutlich an medialer Bedeutung eingebüsst hat auch und erneut die Flüchtlingskrise: Die Thematik belegt im 3. Quartal nur noch Rang 9.
Von den Inlandthemen erhielten nicht nur die Abstimmungsvorlagen vom 25. September 2016 viel öffentliche Aufmerksamkeit, sondern auch laufende politische Debatten wie jene zur Umsetzung der SVP-Masseneinwanderungsinitiative (Rang 7), zur Schweizer Asylpolitik (Rang 6) und zur Finanzierung des Schweizer Gesundheitssystems bzw. zum Anstieg der Krankenkassenprämien (Rang 12). Mit dem Attentat von Nizza (Rang 8), dem Erdbeben in Italien (Rang 11), dem eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac (Rang 18) sowie dem Absturz eines Schweizer Armee-Jets im Sustengebiet (Rang 20) schafften es im dritten Quartal insgesamt vier neue Themen auf die Rangliste der 20 gewichtigsten Medienereignisse. Wirtschaftsthemen befinden sich mit Ausnahme der Initiative «für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft» keine in den Top 20.
Die nachfolgenden Darstellungen zeigen pro Sprachregion, welche Medien im dritten Quartal 2016 bei welchen Themen einen besonderen Schwerpunkt setzten. Für die Analyse berücksichtigt wurden die Kommunikationsereignisse der Ränge 1 bis 15.
Obwohl die Olympischen Spiele bei allen analysierten Deutschschweizer Titeln im dritten Quartal 2016 sehr umfassend thematisiert wurden, setzte der Blick bei diesem Ereignis im Vergleich einen klaren Schwerpunkt: Das Top-Thema des Quartals wurde von der Boulevardzeitung ebenso wie das zweite Sportereignis unter den 15 gewichtigsten Themen, die Fussball-Europameisterschaft, noch stärker bewirtschaftet als von den anderen Medien. Insgesamt bestätigt sich für die Deutschschweizer Medienagenda der Befund des Vorquartals: Themen aus dem Ausland werden von den analysierten Titeln der Abonnementspresse und des öffentlichen Rundfunks stärker bewirtschaftet als von den Gratis- und Boulevardmedien.
Le Temps, die analysierte Abonnementszeitung der Suisse romande, zeigte sich im dritten Quartal des Jahres stark verantwortlich für einen Grossteil der Berichterstattung über die gewichtigsten innenpolitischen Themen: Sowohl die Abstimmungsvorlagen zum neuen Nachrichtendienstgesetz und zur AHVplus-Initiative als auch die Schweizer Asylpolitik, die Integrationsdebatte und die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative wurden verhältnismässig stark thematisiert.