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Mammografie: Erfolg der regelmässigen Untersuchung ab 50
Burlington. Ein in Norwegen praktiziertes Mammografie-Screening, bei dem jede Frau ab 50 alle zwei Jahre zur Mammografie auffordert wird, scheint der jährlichen Risikoabklärung, wie sie in den USA durchgeführt wird, ebenbürtig.
Forscher aus Norwegen sowie aus dem US-Staat Vermont verglichen die Zahlen der in der Mammografie entdeckten Tumore. Es zeigte sich, dass in beiden Vorsorgeprogrammen etwa gleich viele Brusttumore gefunden wurden.
Die Zahl der Frauen, die wegen eines verdächtigen Befundes nochmals zur Mammografie bestellt wurden, war in Vermont jedoch dreimal so hoch. Dies wahrscheinlich, weil die Frauen in Vermont nur im Verdachtsfall zur Mammografie geschickt werden und dann jeweils zur Sicherung der Diagnose noch eine zweite Untersuchung erfolgt.
Nicht nur Mammografien gehören zur Krebsvorsorge
In Vermont wurden auch sogenannte Intervalltumore* häufiger gefunden als in Norwegen. Dies, obwohl im US-Staat die Intervalle zwischen den Mammografien halb so lang sind. Die Intervalltumore in Vermont waren häufiger in einem Frühstadium der Erkrankung - was die Heilungschancen bei Brustkrebs erhöht - aber auch öfter zur Entfernung ungefährlicher Tumore verleitet. * Intervalltumore sind Tumore, die zwischen den Mammografie-Intervallen, meist von den Frauen selbst, entdeckt werden.
Fazit: Es scheint, dass Mammografien in Abstand von 2 Jahren bei allen Frauen ab 50 oder im jährlichen Abstand bei Risikofrauen, etwa den gleich grossen Erfolg erzielen.
In der Schweiz werden im Rahmen von kantonalen Früherkennungsprogrammen bei Frauen ab 50 zweijährlich die Kosten für die Mammografie übernommen.