Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03655.jsonl.gz/1248

Die Personen, welche unter ärztlich angeordneter Quarantäne stehen, weil
sie Symptome des COVID-19 aufweisen, ohne jedoch im Sinn der
Krankenversicherung arbeitsunfähig zu sein, oder weil sie unter einem Dach mit
einer Person leben, die insbesondere unter Symptomen einer akuten
Atemwegserkrankung leidet [den
Letztgenannten wird dringend empfohlen, bei ihrem Hausarzt ein Arztzeugnis zu
verlangen; eine mündliche Stellungnahme der Hotline genügt unserer Ansicht nach
nicht], haben Anspruch auf eine Entschädigung, sofern sie obligatorisch bei
der AHV versichert sind und einer Erwerbstätigkeit nachgehen.
Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens aber, sobald
zehn Taggelder ausgerichtet wurden. Wenn nach 10 Tagen keine Symptome
aufgetreten sind, gilt die Person nämlich als gesund und kann ihre
Erwerbstätigkeit wieder aufnehmen.
Die Entschädigung wird dem Anspruchsberechtigten ausbezahlt und läuft
nicht über den Arbeitgeber. Die anspruchsberechtigte Person muss bei der
AHV-Kasse ein Gesuch stellen. Für die Arbeitnehmer der Mitgliederunternehmen
des WBV handelt es sich um die Kasse Consimo.
Die Entschädigung beträgt 80 % des durchschnittlichen
Bruttoerwerbseinkommens, höchstens aber CHF 196.— pro Tag. Diese Entschädigung
ist nicht den Soziallasten unterstellt, unabhängig davon, ob sie dem
Arbeitnehmer oder dem Arbeitgeber ausbezahlt wird.
Achtung : Die Unternehmen, welche diese Entschädigung vor der Auszahlung
vorschiessen, dürfen sie nicht im Voraus in den Gesamtlohn integrieren.
Andernfalls müssten sie anschliessend Korrekturen vornehmen, zumindest die Beiträge
des Arbeitnehmers zurückzahlen.