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Diese Verehrung führte jedoch noch zu seinen Lebzeiten zu einer Katastrophe. Als er nämlich nach langen Jahren in Europa nach Brasilien zurückkehrte, wollten ihm ein Dutzend Wissenschaftler vor dem Hafen von Rio de Janeiro eine Freude machen und flogen ihm in einem Flugboot entgegen. Doch dann stürzte das Flugboot in der Nähe seines Schiffes ab. Das ganze Empfangskomitee fand dabei den Tod.
Alberto Santos Dumont lebte während vieler Jahre in Paris und entwickelte dort Fluggeräte. Er versuchte sich erst an einem Hubschrauber, kam dort aber nicht weiter. Darauf wandte er sich den Starrflügel-Flugzeugen zu. Und heute vor 114 Jahren gelang ihm in Anwesenheit einer Kommission ein Motorflug von 50 Metern, womit er die ausgelobten 3500 Francs Preisgeld für sich beanspruchen konnte. Wenig später flog er sogar 220 Meter weit und strich weitere 1500 Francs Preisgeld ein. Mit Leidenschaft entwickelte er weitere Flugzeuge, bis er vier Jahre später plötzlich erkrankte und an die Mittelmeerküste zog. Dort widmete er sich der Astronomie.
Weil er aber einen eigenartigen Akzent hatte und über viele Teleskope verfügte, hielt ihn der französische Geheimdienst für einen deutschen Spion, der die französischen Schiffsbewegungen ausspioniere. Aus Ärger über die Hausdurchsuchung verbrannte er sämtliche Aufzeichnungen, weshalb heute nur wenige Konstruktionen überliefert sind.
Als er – zurück in Brasilien – eines Tages Flugzeuge auf dem Weg zu militärischen Einsätzen beobachtete, erhängte er sich in seinem Badezimmer. Die Ambivalenz von Erfindungen ist das Dilemma und das Drama so manchen Forschers. So war es wohl auch bei Dumont. Denn am Anfang sowohl des zivilen Passagierflugzeugs als auch militärischer Kampfjets standen seine ersten 50 Meter.