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Der Ursprung des Schlosses in seiner ältesten Form ist ungewiss. Das jetzige Gebäude stammt vermutlich aus dem Jahre 1342, als das Castello vom Mailänder Machthaber Luchino Visconti erobert und ausgebaut wurde. Zwischen 1439 und 1466 wurde es von der Familie Rusca bewohnt, die bedeutende Festungsanlagen errichtete, die nicht nur das Schloss, sondern auch den Hafen schützen sollten und bis ans untere Ende der heutigen Via Franchino Rusca reichten. Nach dem Sieg der Eidgenossen im Jahre 1532 wurde die Burg zum grossen Teil geschleift. Von den fünf Türmen ist nur einer übriggeblieben.
Das Castello, ein bemerkenswerter Bau im Renaissancestil, wurde von Edoardo Berta (1923) restauriert. Es gelang ihm, den strengen Anblick des Turms und der wehrhaften Zinnen mit der Anmut der Fensterreihen und der Loggien zu einer perfekten Harmonie zu verschmelzen. Der Hof weist ein Portikum, eine kleine Loggia und den Treppenaufgang zu den Räumlichkeiten auf. Ein Fresko lombardischer Schule beim Eingang stellt die Madonna mit Heiligen dar. Ein Mitglied der Familie Rusca, unter dem Schutz von Beatrice Casati, der Ehefrau von Franchino Rusca, ist in kniender Haltung zu erkennen. Die Figur eines Landvogts auf der rechten Seite ist im 17. Jahrhundert beigefügt worden. Die Wände und Decken der Säle sind zum grossen Teil mit den Wappen der Vogte verziert, angefangen mit dem Berner Sebastian von Stein. Die zahlreichen Kassettendecken tragen gotische Dekorelemente. Häufig Graffiti mit den Wappen der Rusca und der Landvogte , bemerkenswerte Kapitelle und Inschriften der Landvogte zu entdecken.
Das Castello nimmt heute das Städtische und das Archaologische Museum auf.
Oeffnungszeiten (von 7. April bis Ende Oktober 2019):
Dienstag - Sonntag: 10.00 - 12.00 / 14.00 - 17.00 Uhr
Montag geschlossen