Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/1679

Tipps fürs Toilettentraining
Irgendwann wird jedes Kind sauber. Als Eltern können Sie ihr Kind jedoch sanft beim Sauberwerden unterstützen und es zur Selbständigkeit ermuntern.
Bevor Kinder die Toilette nutzen, sollten Sie sicher sein, dass die Kleinen gefahrlos sitzen können - ohne die verbreitete Angst, in die Toilette zu fallen. Oft hilft ein interessantes Töpfchen oder "Häfi", eine Kinder-WC-Brille, ein Tritt vor dem WC. Machen Sie Ihr Kind zunächst mit einem Töpfchen oder einem Toilettenaufsatz vertraut und erklären Sie ihm, wofür man diese Dinge benutzt. Dabei kann es hilfreich sein, das Töpfchen mit der Erwachsenentoilette in Verbindung zu bringen, damit das Kind seinen Zweck versteht.
Setzen Sie Ihr Kind dann regelmässig bekleidet aufs Töpfchen oder die Toilette, zum Beispiel wenn Sie selbst die Toilette benutzen oder sich im Bad aufhalten. Wenn sich Ihr Kind dabei wohlfühlt, können Sie es ohne Windel aufs Töpfchen setzen. Drängen Sie das Kind aber nicht, gleich ins Töpfchen zu machen. Wenn das Interesse des Kindes am Töpfchen wächst, ziehen sie ihm für kurze Zeit die Hose und die Windel aus und ermutigen Sie es dabei, das Töpfchen nach eigenem Belieben zu benutzen. Erinnern Sie es ruhig regelmässig daran, sich aufs Töpfchen oder die Toilette zu setzen. Denken Sie daran, dass das Töpfchen gut erreichbar ist, wenn Sie mit dem Training beginnen.
Am besten beginnt man mit dem Toilettentraining, wenn das Kind von sich aus Signale setzt, z.B. wenn das Kind mitzuteilen beginnt, dass es in die Windel gemacht hat. Manchmal deuten Kinder auf den Bauch oder die volle Windel. Manche Kinder sehen dabei sehr konzentriert oder geistesabwesend aus, ziehen sich in eine Ecke zurück oder "drücken" mit rotem Kopf. Setzen Sie Ihr Kind einfach dann auf das Töpfchen - oder immer wieder. Aber zwingen Sie das Kind nicht zu langen erfolglosen Sitzungen. Das beschleunigt den Reifeprozess in keiner Weise.
Wenn der Gang zum Töpfchen erfolgreich war, ist es wichtig, das Kind zu loben. Aber übertreiben Sie nicht! Der produktive Häfeli-Hock Ihres Kindes sollte nicht immer zum Grossereignis hochgespielt und von einem Publikum kommentiert und entsprechend honoriert werden. So würde es Ihrem Kind nur schwerer fallen, irgendwann allein auf die Toilette zu gehen. Bei kleinen Pannen in der Anfangszeit sollten Sie lieber schweigen als Enttäuschung zu zeigen oder gar zu schimpfen.
Achten Sie auf praktische Kleidung, die Ihr Kind im Fall eines Missgeschicks selbst ausziehen kann. Höschenwindeln oder Trainingsunterhosen können in der ersten Phase sehr hilfreich sein. Kleidung mit Knöpfen, Gürteln und anderen Verschlüssen, Bodys und Latzhosen erschweren das An- und Ausziehen und sollten deshalb während des Toilettentrainings weggelassen werden. Jogginghosen und Leggings sind ideale Toilettentrainingskleidung.
Unterwegs sein mit einem Kind, das gerade in der Phase des Toilettentrainings ist, kann ganz schön aufregend werden. Müssen Sie doch immer ganz rasch reagieren, wenn Ihr Kind Ihnen ein Bedürfnis zu verstehen gibt - und wissen, wo sich das nächste WC befindet. Zur Not sollte da auch einmal der Strassenrand oder die Gosse herhalten können - bei Hunden findet ja auch niemand etwas dabei! Für den Stuhlgang sollten Sie ein Plastiksäckchen zur Entsorgung in der Tasche haben.
Im swissmom-Forum
Letzte Aktualisierung : 05.2016, BH