Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/234996

<h2>SubmittedText<h2><p>- Hat der Bundesrat Kenntnis genommen des öffentlichen Briefs von 78 Tamedia-Journalistinnen, die strukturellen Sexismus im Unternehmen benennen und dokumentieren?</p><p>- Wird der Bundesrat handeln?</p><p>- Macht er sich Überlegungen, in der Medienförderung auch ethische und Diversity-Aspekte zu beachten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat über die Medien Kenntnis vom offenen Brief der Tamedia-Journalistinnen erhalten. Er verurteilt prinzipiell alle Formen von Diskriminierung, Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz. Die Berücksichtigung von ethischen und Diversity-Kriterien ist aber weder im Radio- und Fernsehgesetz noch im Postgesetz bei der Medienförderung vorgesehen. Aus Sicht des Bundesrates würden sich solche Kriterien auch nicht eignen. Ihre Überprüfung wäre wegen der hohen Komplexität und Sensibilität des Themas kaum möglich. Der Umgang mit Gleichstellungsfragen und Sexismus ist primär eine Frage der Unternehmenskultur. Die Regelung solcher Aspekte ist Gegenstand von arbeitsrechtlichen Massnahmen. Diese können zum Beispiel im Rahmen eines Gesamtarbeitsvertrages geregelt werden.</p>