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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2012.01208 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Gerichtsschreiberin Minder Urteil vom 21. Mai 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1958 und seit 1979 Hausfrau, meldete sich bereits in den Jahren 2006 und 2007 wegen Knie-, Rücken-, Fuss- und Schulterschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7 /2, Urk. 7 /29), wo bei die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, jeweils nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7 /22-23, Urk. 7 /34-35) die Abwei sung der Leistungsbegehren verfügte (Verfügung vom 1 1. April 2007, Urk. 7 /26; Verfügung vom 6. März 2008, Urk. 7 /37). 1.2 Am 2 6. März 2012 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf “ Arthrose, Knie probleme, Kopfprobleme, Schwindelanfal l, Hörprobleme, neu Zuckerkrank heit, Rückenschmerzen “ erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungs bezug an ( Urk. 7 /44). Die IV-Stelle holte in der Folge einen Auszug aus dem in dividuellen Konto der Versicherten ( Urk. 7 /48) sowie mehrere Arztberichte ( Urk. 7 /49 - 50) ein. Mit Eingabe vom 2 7. August 2012 ( Urk. 7 /51) reichte die Versicherte weitere B ericht e von Dr. med. Y.___, Spezialarzt FMH für Neurolo gie, nach ( Urk. 7 /52). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7 /55), in dessen Verlauf erneut Berichte von Dr. Y.___ eingereicht wurden ( Urk. 7 /56-57), verfügte die IV-Stelle am 2. November 2012 ( Urk. 2) die Abweisung des Leistungsbegehrens (Invalidenrente). 2. Gegen die Verfügung vom 2. November 2012 ( Urk. 2) erhob die Versicherte am 1 9. November 2012 Beschwerde und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuhe ben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen ( Urk. 1). Der Be schwerdeschrift legte sie zudem diverse Berichte von Dr. Y.___ bei ( Urk. 3/1-3). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2013 ( Urk. 6) beantrage die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 9. Januar 2013 ( Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Bei Versicherten mit vollendetem 2 0. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) ist sinngemäss anwendbar: Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Fol gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind bar ist ( Art. 8 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). 1.2 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Aus prägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Inten sität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkran kun gen ; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein aus gewiese ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, thera peu tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit"); ein unbefriedigendes Behand lungsergebnis trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und ge schei terte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigen an stren gung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kri te rien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3 ff. ). In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Ausei nandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die besondere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen (E. 9.1.3, E. 9.2.1). Ins besondere erkannte das Bundesgericht, dass sich die unklaren Beschwerden hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei hand elt es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti vierbarkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung wird für Ansprüche auf Sozi alversicherungsleistungen seit jeher vorausgesetzt und ha t im Rahmen der 5. IV-Re vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Von einer unbegründeten Schlechterstellung beziehungsweise einer Dis kriminierung der betroffenen Versicherten in verfassungsmässigem Sinne bezie hungsweise nach Massgabe der EMRK k a nn daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_142/2013 vom 20. November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in fine und E. 5.7). Die im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha rakters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 E. 4), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende), Chro nic Fatigue Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen Bewe gungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktions fälle (BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer Hypersomnie (BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet. 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich in ihrer Verfügung vom 2. November 2012 auf den Standpunkt, dass die bei der Beschwerdeführer in gestellten Diagnosen zu den ätiologisch- pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlagen gehör t en. Es lägen keine objektivierbaren Befunde vor, die aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeits unfähigkeit begründeten ( Urk. 2). 2.2 Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde vor, es gehe ihr aufgrund der Schmerzen gesundheitlich sehr schlecht. Sie sei weder arbeitsfähig noch in der Lage, den Haushalt zu besorgen. Sie benötige die Hilfe ihrer Familie. Auch fehle das Geld, um die Medikamente zu bezahlen ( Urk. 1). 3. 3.1 Am 2 3. Dezember 20 11 ( Urk. 7 /49/5-1 5 ) berichtete Dr. med. Z.___, Assistenzarzt des A.___, zuhanden Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, über die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 1 6. bis 2 3. Dezember 201 1. Er nannte folgende Hauptdiagnosen: - Neu-diagnostizierter Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose Dezember 2011) - Metabolisches Syndrom (Erstdiagnose Dezember 2011; Arterielle Hyper tonie, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2) - Symptomatischer komplizierter nitritpositiver Harnwegsinfekt bei Dia betes mellitus Typ 2 - Myogelose Nacken links - Anamnestisch Kniearthrose beidseits Dr. Z.___ berichtete, dass die initiale Selbstzuweisung wegen Kopf- und links s ei tigen Thoraxschmerzen, teils ausgehend vom linken Nacken mit Ausstrahlung in den linken Arm sowie auch längerbestehender Hyperästhesie und teils auch Gefühlslosigkeit der Fussballen beidseits erfolgt sei. Er schrieb diese schliesslich einer Myogelose des link s seitigen Nackens zu, weil die Symptomatik auf Druck hin auslösbar war und unter Physiotherapie mit Massage besserte. Die als er höht aufgefallenen Blutzuckerwerte führten erstmals auch zur Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 2. Dr. Z.___ erwähnte diesbezüglich, dass nach Abklärun gen und Visitationen der Patientin durch die Ernährungs- und Diabetesberatung aktuell die Einstellung mit oralen Antidiabetika einer Insulintherapie vorgezo gen worden sei, wobei im Falle insuffizienter Einstellung des Blutzuckers die Zugabe eines bedtime -Insulins zu diskutieren wäre. Die Blutzuckerselbstmes sung sei problemlos erlernt worden ( Urk. 7/49/6). Zur Arbeitsfähigkeit äusserte er sich nicht. Im (undatierten) Bericht ( Urk. 7/50/1-4) zuhanden der IV-Stelle führte Dr. Z.___ als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Diabetes mellitus Typ 2 Erstdiagnose Dezember 2011 mit klinischen Zeichen von Endorganschä den und ein metabolisches Syndrom an. Alle Fragen zur bisherigen Tätigkeit, möglichen Eingliederungsmassnahmen und Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit beantwortete er mit “unklar“ oder einem Fragezeichen ( Ziff. 1.6-1.10). 3.2 Dr. B.___ berichtete am 1 1. April 2012 ( Urk. 7 /49/1-4) zuhanden der Be schwer degegnerin, dass er die Beschwerdeführerin seit zwei Jahren nicht mehr gesehen habe. Sie beziehe nur regelmässig ihre Medikamente und sei auf grund eines neu diagnostizierten Diabetes mellitus im A.___ ge wesen. 3.3 Am 2 9. Mai 2012 nannte Dr. Y.___ zuhanden der Beschwerdeführerin ( Urk. 7 /52 /4-7 ) folgende Hauptd iagnosen (S. 5+6 ): - Zervikovertebral -Syndrom - Spannungstyp-Kopfschmerzen seit April 2005 täglich - Systematisierter Schwindel seit April 2005 täglich, Dauer 2-3 Minuten - vegetative und psychologische Begleit s ymptome - orthostatische Komponente - V.a. vertebro-basiläre Durchblutungsstörung - Tinnitus beidseits als Begleitsymptom - Berührung des externen Gehörgangs beidseits nicht toleriert - Vielzahl von Begleitsymptomen - depressive Verstimmung - Unsystematisierter Schwindel seit April 2005 täglich - Elektroenzephalogra ph ie (EEG) Juni 2008 normal - Deutliches sensibles Carpaltunnelsyndrom (CTS) beidseits August 2008, rechts betont - digitu s I beidseits, digitu s III rechts deutlich verzögert zwischen Hand gelenk und digitu s I - digitu s II beidseits, digitu s III links mittelgradig verlangsamt - motorisch: distale motorische Latenzzeit rechts leicht verzögert, links oberste Norm ohne Verlangsamung - CTS beidseits: Hyposensibilität digitu s II und III beidseits palmar und dor sal November 2008 - sämtliche Phalangen II und III betroffen - Nervus ulnaris : Elektroneurographie (ENG) beidseits September 2008: Ul narisneuropathie über rechte m Handgelenk sowie über Su lcus beid seits: - fehlende Reizantwort über Sulcus beidseits - deutliche Verlangsamung de r sensibel- antid ro men Nervengeschwin digkeit (NLG) zwischen Handgelenk und Kleinfinger rechts - Normalwerte über der Loge-de- Guyon beidseits - Thorakovertebral -Syndrom (Schmerzen interscapulär ) - R öntgen der Brustwirbelsäule (BWS) Juni 2008: leichte links-konvexe Skoliose kranial - initiale Osteochondrose - Lumbovertebral syndrom, korrelierend zum Röntgenbefund - R öntgen der Lendenwirbelsäule (LWS) Juni 2008: leichte rechts-kon vexe Skoliose - Beckentiefstand rechts 10 mm - ungünstige Statik: steiler Kreuzbeinbasiswinkel, Lot aus Lendenwir belkörper (LWK) 3: 16 mm vor ventraler Sacrum -Kante, 26 mm vor Sacrum -Mitte - Spondylolisthesis L5/S1: 7 mm breite Spalten interartikulär beidseits - erhebliche Osteochondrose L5/S1 - Spondylosen: distale BWS, LWS - Normalbefund: Hüftgelenk beidseits, Iliosacralgelenk (ISG) beidseits - LWS November 2008: ischiocrurale Muskulatur beidseits deutlich ver kürzt - deutlicher Hohlrücken lumbal - Schulterschmerzen beidseits Juli 2008 - Schmerzen der Kniegelenke / Patella beidseits: Chondropathia patellae ? - Akupunktur September 2008 (3 Sitzungen) - Polyneuropathie der unteren Extremitäten Oktober 2008 - motorisch: Nervus peroneus profundus rechts (leicht) - sensibel: Nervus suralis beidseits (mässig) - Areflexie der oberen und unteren Extremitäten beidseits November 2008, Vibrationssinn intakt - ungerichtetes Schwanken beim Blindstrichgang - Krampi : Sohle beidseits, Schmerzen über Fussrücken und Aussenknöchel beidseits - erster und zweiter Zeh beidseits (Grosszehe in Plantarflexion, Krampi ) - V.a. Fibrome des Gesichts (Wange beidseits, links Kinn) - Schmerzbedingte Insomnie, Ein- und Durchschlafstörung - Depressive Verstimmung, schmerzbedingt, reaktiv Weiter listete Dr. Y.___ diverse Nebendiagnosen auf (S. 6). Er berichtete zudem, dass die Beschwerdeführerin meist zu Hause im Bett liege und Schmerzen habe. Wenn sie aufstehe, sei alles blockiert. Nach rund 20 minütigem Sitzen habe sie ebenfalls Schmerzen. Da sie keine Kraft habe, könne sie nicht einmal eine Fla sche Mineralwasser öffnen. 3.4 Dr. Y.___ teilte am 1 4. Oktober 2012 ( Urk. 7 /56/1-4, Urk. 7 /57) unter Beilage seines Berichtes vom 2 9. Mai 2012 ( Urk. 7 /56/5-8, siehe E. 3.3 vorstehend) zu handen der Beschwerdegegnerin seine erhobenen Befunde mit. Zudem berich tete er, dass die Prognose ungünstig sei. Der Verlauf sei protrahiert und chro nische Schmerzen würden das Geschehen dominieren ( Urk. 7 /57 Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin schätze, dass sie maximal zweieinhalb Stunden täglich arbeitsfähig sei ( Ziff. 1.6). Sie sei zu 100 % arbeitsunfähig ( Ziff. 1.7). Nach Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin, welche objektivierbar sei, bestehe ein chronischer Schmerz und eine Depression ( Ziff. 1.11). 3.5 Am 2. November 2012 nahm pract. med. C.___, Facharzt für Arbeitsme dizin, vom Regional en Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerde gegnerin Stel lung zu den Berichten des Dr. Y.___ ( Urk. 7 /58/ 2- 3). Er führte aus, dass als funktionelle Einschränkung im Wesentlichen auf den Schmerz verwiesen werde und weitere Angaben zu funktionellen Einschränkungen fehlen würden. Das reine Schmerzgeschehen geh öre zu den ätiologisch- pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Den Akten seien keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, die aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründen könnten. Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen würden nicht vorliegen. 4. 4.1 In Würdigung de r medizinischen Akten und in Übereinstimmung mit pract. med. C.___ vom RAD ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin hauptsächlich an einem Schmerzgeschehen leidet, das sich einer objektiven und fachärztlich schlüssigen Beurteilung entzieht. Solches lässt sich auch dem Bericht von Dr. Y.___ vom 1 4. Oktober 2012 ( Urk. 7 /57/1-4, siehe auch Urk. 7 /56/5-8 ) entnehmen, indem dieser zwar zahlreiche Haupt- und auch Nebendiagnosen stellt, aber bei den konkreten Fragen der IV-Stelle zu den gesundheitlichen Einschränkungen nur chronische Schmerzen und eine Depres sion erwähnt und betreffend Tätigkeit beziehungsweise Arbeitsfähigkeit ledig lich die – objektivierbare – Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin be zie hungsweise die Einschätzung ihres Sohnes aufführt ( Ziff. 1.6-1.11). Weiter blieben auch die Thoraxschmerzen, aufgrund welcher sich die Beschwerdefüh rerin ins A.___ begab, für den damaligen Arzt nicht hinrei chend erklär- und objektivierbar (vgl. E. 3.1 vorstehend). Die von Dr. Y.___ zur Diagnose erhobenen unklaren Beschwerdebilder wie etwa Spannungstyp-Kopf schmerzen, systematisierter und unsystematisierter Schwindel, Schulterschmer zen, Schmerzen der Kniegelenke und Fusskrämpfe beruhen auf den subjektiven Schmer zangaben der Beschwerdeführerin, sind nicht messbar und folglich kaum zu überprüfen, sodass es solchen Störungen an der nötigen Objektivierbarkeit fehlt, damit sie eine invalidisierende Wirkung entfalten können. Allein aufgrund der Grundlage eines pathogenetisch -ätiologisch unklaren syndromalen Besch w erdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage lässt sich daher die Vermutung, die versicherte Person sei arbeits fähig beziehungsweise es sei ihr möglich, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen und es liege keine invalidisierende Beeinträchtigung vor, in der Regel nicht widerlegen. Die Rechtsprechung hat deshalb die Voraussetzungen umschrieben, unter denen sich eine Arbeitsunfähigkeit dennoch nachweisen läss t (sogenannte „Foerster-Kriterien“, siehe BGE 139 V 547 E. 9.1; sowie auch E. 1.1 und 1.2 vorstehend ). Den medizinischen Akten zufolge liegt keine mitwirkende, psychisch ausge wiesene Komorbiditiät von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer vor. Die von Dr. Y.___ diagnostizierte schmerzbedingte und reaktive depressive Verstimmung erfüllt rechtsprechungsgemäss diese Anforderung nicht ( Urk. 7 /56/6 ). Ebenso liegen keine Anhaltspunkte vor, um das Vorhandensein der anderen qualifizierten Kriterien zu bejahen (siehe E. 1. 2 vorstehend ). So liegt weder eine chronisch e körperliche Begleiterkrankung noch ein mehrjähri ger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission vor. Diabetes mellitus beziehungsweise Hyperglykämie, Adipositas und arterielle Hypertonie genügen jedenfalls gemäss bundesgericht licher Rechtsprechung ( vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_624/2007 E. 2.3.1 vom 1 9. Oktober 2007) dafür nicht. Sie werden auch von Dr. Y.___ deshalb folgerichtig nur unter den Nebendiagnosen aufgeführt ( Urk. 7/52/7). Auch von einem ausgewiesenen sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens kann nicht die Rede sein, da sich die Beschwerdeführerin nach wie vor von ihrer Schwiegertochter pflegen lässt (vgl. Urk. 7 /56/8). Ebenfalls zu verneinen ist ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewäl tigung (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit") ; vielmehr ist ein sekundärer in Form vermehrter Zuwendung seitens der Familie nicht auszu schliessen. Ebenso nicht gegeben ist ein unbefriedigendes Behandlungsergebnis trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Reha bilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person, wie in den Akten überhaupt Hinweise auf ein psychiatrisch/psychotherapeutisches Behandlungskonzept gänzlich fehlen. Vor diesem Hintergrund ist offenkundig, dass die Kriterien, die ein Abweichen von der Ü berwindbarkeitsvermutung erlauben, nicht erfüllt sind. 4.2 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass auf die Beurteilung des pract. med. C.___ vom RAD abzustellen ist. Die Beschwerdeführerin leidet an einem reinen Schmerzgeschehen, das als solches zu den ätiologisch-pathogene tisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage gehört. Aus versicherungsmedizinischer Sicht ist die Beschwerde führerin nach dem Gesagten in ihrem Aufgabenbereich nicht eingeschränkt. Der medizinische Sachverhalt ist in dem Sinne als erstellt zu betrachten. Von wei t eren medizinischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d ). So wurden die organischen Befunde vollständig erho ben und es ist nicht ersichtlich, welche abweichenden Resultate eine weitere interdisziplinäre Begutachtung ergeben könnte. Demnach erweist sich die an gefochtene Verfügung vom 2. November 2012 als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 5. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens ( Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerde führerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubMinder

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2012.01208 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Gerichtsschreiberin Minder Urteil vom 21. Mai 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1958 und seit 1979 Hausfrau, meldete sich bereits in den Jahren 2006 und 2007 wegen Knie-, Rücken-, Fuss- und Schulterschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7 /2, Urk. 7 /29), wo bei die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, jeweils nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7 /22-23, Urk. 7 /34-35) die Abwei sung der Leistungsbegehren verfügte (Verfügung vom 1 1. April 2007, Urk. 7 /26; Verfügung vom 6. März 2008, Urk. 7 /37). 1.2 Am 2 6. März 2012 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf “ Arthrose, Knie probleme, Kopfprobleme, Schwindelanfal l, Hörprobleme, neu Zuckerkrank heit, Rückenschmerzen “ erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungs bezug an ( Urk. 7 /44). Die IV-Stelle holte in der Folge einen Auszug aus dem in dividuellen Konto der Versicherten ( Urk. 7 /48) sowie mehrere Arztberichte ( Urk. 7 /49 - 50) ein. Mit Eingabe vom 2 7. August 2012 ( Urk. 7 /51) reichte die Versicherte weitere B ericht e von Dr. med. Y.___, Spezialarzt FMH für Neurolo gie, nach ( Urk. 7 /52). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7 /55), in dessen Verlauf erneut Berichte von Dr. Y.___ eingereicht wurden ( Urk. 7 /56-57), verfügte die IV-Stelle am 2. November 2012 ( Urk. 2) die Abweisung des Leistungsbegehrens (Invalidenrente). 2. Gegen die Verfügung vom 2. November 2012 ( Urk. 2) erhob die Versicherte am 1 9. November 2012 Beschwerde und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuhe ben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen ( Urk. 1). Der Be schwerdeschrift legte sie zudem diverse Berichte von Dr. Y.___ bei ( Urk. 3/1-3). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2013 ( Urk. 6) beantrage die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 9. Januar 2013 ( Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Bei Versicherten mit vollendetem 2 0. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) ist sinngemäss anwendbar: Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Fol gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind bar ist ( Art. 8 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). 1.2 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Aus prägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Inten sität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkran kun gen ; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein aus gewiese ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, thera peu tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit"); ein unbefriedigendes Behand lungsergebnis trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und ge schei terte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigen an stren gung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kri te rien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3 ff. ). In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Ausei nandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die besondere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen (E. 9.1.3, E. 9.2.1). Ins besondere erkannte das Bundesgericht, dass sich die unklaren Beschwerden hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei hand elt es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti vierbarkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung wird für Ansprüche auf Sozi alversicherungsleistungen seit jeher vorausgesetzt und ha t im Rahmen der 5. IV-Re vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Von einer unbegründeten Schlechterstellung beziehungsweise einer Dis kriminierung der betroffenen Versicherten in verfassungsmässigem Sinne bezie hungsweise nach Massgabe der EMRK k a nn daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_142/2013 vom 20. November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in fine und E. 5.7). Die im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha rakters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 E. 4), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende), Chro nic Fatigue Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen Bewe gungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktions fälle (BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer Hypersomnie (BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet. 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich in ihrer Verfügung vom 2. November 2012 auf den Standpunkt, dass die bei der Beschwerdeführer in gestellten Diagnosen zu den ätiologisch- pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlagen gehör t en. Es lägen keine objektivierbaren Befunde vor, die aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeits unfähigkeit begründeten ( Urk. 2). 2.2 Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde vor, es gehe ihr aufgrund der Schmerzen gesundheitlich sehr schlecht. Sie sei weder arbeitsfähig noch in der Lage, den Haushalt zu besorgen. Sie benötige die Hilfe ihrer Familie. Auch fehle das Geld, um die Medikamente zu bezahlen ( Urk. 1). 3. 3.1 Am 2 3. Dezember 20 11 ( Urk. 7 /49/5-1 5 ) berichtete Dr. med. Z.___, Assistenzarzt des A.___, zuhanden Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, über die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 1 6. bis 2 3. Dezember 201 1. Er nannte folgende Hauptdiagnosen: - Neu-diagnostizierter Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose Dezember 2011) - Metabolisches Syndrom (Erstdiagnose Dezember 2011; Arterielle Hyper tonie, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2) - Symptomatischer komplizierter nitritpositiver Harnwegsinfekt bei Dia betes mellitus Typ 2 - Myogelose Nacken links - Anamnestisch Kniearthrose beidseits Dr. Z.___ berichtete, dass die initiale Selbstzuweisung wegen Kopf- und links s ei tigen Thoraxschmerzen, teils ausgehend vom linken Nacken mit Ausstrahlung in den linken Arm sowie auch längerbestehender Hyperästhesie und teils auch Gefühlslosigkeit der Fussballen beidseits erfolgt sei. Er schrieb diese schliesslich einer Myogelose des link s seitigen Nackens zu, weil die Symptomatik auf Druck hin auslösbar war und unter Physiotherapie mit Massage besserte. Die als er höht aufgefallenen Blutzuckerwerte führten erstmals auch zur Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 2. Dr. Z.___ erwähnte diesbezüglich, dass nach Abklärun gen und Visitationen der Patientin durch die Ernährungs- und Diabetesberatung aktuell die Einstellung mit oralen Antidiabetika einer Insulintherapie vorgezo gen worden sei, wobei im Falle insuffizienter Einstellung des Blutzuckers die Zugabe eines bedtime -Insulins zu diskutieren wäre. Die Blutzuckerselbstmes sung sei problemlos erlernt worden ( Urk. 7/49/6). Zur Arbeitsfähigkeit äusserte er sich nicht. Im (undatierten) Bericht ( Urk. 7/50/1-4) zuhanden der IV-Stelle führte Dr. Z.___ als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Diabetes mellitus Typ 2 Erstdiagnose Dezember 2011 mit klinischen Zeichen von Endorganschä den und ein metabolisches Syndrom an. Alle Fragen zur bisherigen Tätigkeit, möglichen Eingliederungsmassnahmen und Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit beantwortete er mit “unklar“ oder einem Fragezeichen ( Ziff. 1.6-1.10). 3.2 Dr. B.___ berichtete am 1 1. April 2012 ( Urk. 7 /49/1-4) zuhanden der Be schwer degegnerin, dass er die Beschwerdeführerin seit zwei Jahren nicht mehr gesehen habe. Sie beziehe nur regelmässig ihre Medikamente und sei auf grund eines neu diagnostizierten Diabetes mellitus im A.___ ge wesen. 3.3 Am 2 9. Mai 2012 nannte Dr. Y.___ zuhanden der Beschwerdeführerin ( Urk. 7 /52 /4-7 ) folgende Hauptd iagnosen (S. 5+6 ): - Zervikovertebral -Syndrom - Spannungstyp-Kopfschmerzen seit April 2005 täglich - Systematisierter Schwindel seit April 2005 täglich, Dauer 2-3 Minuten - vegetative und psychologische Begleit s ymptome - orthostatische Komponente - V.a. vertebro-basiläre Durchblutungsstörung - Tinnitus beidseits als Begleitsymptom - Berührung des externen Gehörgangs beidseits nicht toleriert - Vielzahl von Begleitsymptomen - depressive Verstimmung - Unsystematisierter Schwindel seit April 2005 täglich - Elektroenzephalogra ph ie (EEG) Juni 2008 normal - Deutliches sensibles Carpaltunnelsyndrom (CTS) beidseits August 2008, rechts betont - digitu s I beidseits, digitu s III rechts deutlich verzögert zwischen Hand gelenk und digitu s I - digitu s II beidseits, digitu s III links mittelgradig verlangsamt - motorisch: distale motorische Latenzzeit rechts leicht verzögert, links oberste Norm ohne Verlangsamung - CTS beidseits: Hyposensibilität digitu s II und III beidseits palmar und dor sal November 2008 - sämtliche Phalangen II und III betroffen - Nervus ulnaris : Elektroneurographie (ENG) beidseits September 2008: Ul narisneuropathie über rechte m Handgelenk sowie über Su lcus beid seits: - fehlende Reizantwort über Sulcus beidseits - deutliche Verlangsamung de r sensibel- antid ro men Nervengeschwin digkeit (NLG) zwischen Handgelenk und Kleinfinger rechts - Normalwerte über der Loge-de- Guyon beidseits - Thorakovertebral -Syndrom (Schmerzen interscapulär ) - R öntgen der Brustwirbelsäule (BWS) Juni 2008: leichte links-konvexe Skoliose kranial - initiale Osteochondrose - Lumbovertebral syndrom, korrelierend zum Röntgenbefund - R öntgen der Lendenwirbelsäule (LWS) Juni 2008: leichte rechts-kon vexe Skoliose - Beckentiefstand rechts 10 mm - ungünstige Statik: steiler Kreuzbeinbasiswinkel, Lot aus Lendenwir belkörper (LWK) 3: 16 mm vor ventraler Sacrum -Kante, 26 mm vor Sacrum -Mitte - Spondylolisthesis L5/S1: 7 mm breite Spalten interartikulär beidseits - erhebliche Osteochondrose L5/S1 - Spondylosen: distale BWS, LWS - Normalbefund: Hüftgelenk beidseits, Iliosacralgelenk (ISG) beidseits - LWS November 2008: ischiocrurale Muskulatur beidseits deutlich ver kürzt - deutlicher Hohlrücken lumbal - Schulterschmerzen beidseits Juli 2008 - Schmerzen der Kniegelenke / Patella beidseits: Chondropathia patellae ? - Akupunktur September 2008 (3 Sitzungen) - Polyneuropathie der unteren Extremitäten Oktober 2008 - motorisch: Nervus peroneus profundus rechts (leicht) - sensibel: Nervus suralis beidseits (mässig) - Areflexie der oberen und unteren Extremitäten beidseits November 2008, Vibrationssinn intakt - ungerichtetes Schwanken beim Blindstrichgang - Krampi : Sohle beidseits, Schmerzen über Fussrücken und Aussenknöchel beidseits - erster und zweiter Zeh beidseits (Grosszehe in Plantarflexion, Krampi ) - V.a. Fibrome des Gesichts (Wange beidseits, links Kinn) - Schmerzbedingte Insomnie, Ein- und Durchschlafstörung - Depressive Verstimmung, schmerzbedingt, reaktiv Weiter listete Dr. Y.___ diverse Nebendiagnosen auf (S. 6). Er berichtete zudem, dass die Beschwerdeführerin meist zu Hause im Bett liege und Schmerzen habe. Wenn sie aufstehe, sei alles blockiert. Nach rund 20 minütigem Sitzen habe sie ebenfalls Schmerzen. Da sie keine Kraft habe, könne sie nicht einmal eine Fla sche Mineralwasser öffnen. 3.4 Dr. Y.___ teilte am 1 4. Oktober 2012 ( Urk. 7 /56/1-4, Urk. 7 /57) unter Beilage seines Berichtes vom 2 9. Mai 2012 ( Urk. 7 /56/5-8, siehe E. 3.3 vorstehend) zu handen der Beschwerdegegnerin seine erhobenen Befunde mit. Zudem berich tete er, dass die Prognose ungünstig sei. Der Verlauf sei protrahiert und chro nische Schmerzen würden das Geschehen dominieren ( Urk. 7 /57 Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin schätze, dass sie maximal zweieinhalb Stunden täglich arbeitsfähig sei ( Ziff. 1.6). Sie sei zu 100 % arbeitsunfähig ( Ziff. 1.7). Nach Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin, welche objektivierbar sei, bestehe ein chronischer Schmerz und eine Depression ( Ziff. 1.11). 3.5 Am 2. November 2012 nahm pract. med. C.___, Facharzt für Arbeitsme dizin, vom Regional en Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerde gegnerin Stel lung zu den Berichten des Dr. Y.___ ( Urk. 7 /58/ 2- 3). Er führte aus, dass als funktionelle Einschränkung im Wesentlichen auf den Schmerz verwiesen werde und weitere Angaben zu funktionellen Einschränkungen fehlen würden. Das reine Schmerzgeschehen geh öre zu den ätiologisch- pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Den Akten seien keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, die aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründen könnten. Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen würden nicht vorliegen. 4. 4.1 In Würdigung de r medizinischen Akten und in Übereinstimmung mit pract. med. C.___ vom RAD ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin hauptsächlich an einem Schmerzgeschehen leidet, das sich einer objektiven und fachärztlich schlüssigen Beurteilung entzieht. Solches lässt sich auch dem Bericht von Dr. Y.___ vom 1 4. Oktober 2012 ( Urk. 7 /57/1-4, siehe auch Urk. 7 /56/5-8 ) entnehmen, indem dieser zwar zahlreiche Haupt- und auch Nebendiagnosen stellt, aber bei den konkreten Fragen der IV-Stelle zu den gesundheitlichen Einschränkungen nur chronische Schmerzen und eine Depres sion erwähnt und betreffend Tätigkeit beziehungsweise Arbeitsfähigkeit ledig lich die – objektivierbare – Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin be zie hungsweise die Einschätzung ihres Sohnes aufführt ( Ziff. 1.6-1.11). Weiter blieben auch die Thoraxschmerzen, aufgrund welcher sich die Beschwerdefüh rerin ins A.___ begab, für den damaligen Arzt nicht hinrei chend erklär- und objektivierbar (vgl. E. 3.1 vorstehend). Die von Dr. Y.___ zur Diagnose erhobenen unklaren Beschwerdebilder wie etwa Spannungstyp-Kopf schmerzen, systematisierter und unsystematisierter Schwindel, Schulterschmer zen, Schmerzen der Kniegelenke und Fusskrämpfe beruhen auf den subjektiven Schmer zangaben der Beschwerdeführerin, sind nicht messbar und folglich kaum zu überprüfen, sodass es solchen Störungen an der nötigen Objektivierbarkeit fehlt, damit sie eine invalidisierende Wirkung entfalten können. Allein aufgrund der Grundlage eines pathogenetisch -ätiologisch unklaren syndromalen Besch w erdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage lässt sich daher die Vermutung, die versicherte Person sei arbeits fähig beziehungsweise es sei ihr möglich, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen und es liege keine invalidisierende Beeinträchtigung vor, in der Regel nicht widerlegen. Die Rechtsprechung hat deshalb die Voraussetzungen umschrieben, unter denen sich eine Arbeitsunfähigkeit dennoch nachweisen läss t (sogenannte „Foerster-Kriterien“, siehe BGE 139 V 547 E. 9.1; sowie auch E. 1.1 und 1.2 vorstehend ). Den medizinischen Akten zufolge liegt keine mitwirkende, psychisch ausge wiesene Komorbiditiät von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer vor. Die von Dr. Y.___ diagnostizierte schmerzbedingte und reaktive depressive Verstimmung erfüllt rechtsprechungsgemäss diese Anforderung nicht ( Urk. 7 /56/6 ). Ebenso liegen keine Anhaltspunkte vor, um das Vorhandensein der anderen qualifizierten Kriterien zu bejahen (siehe E. 1. 2 vorstehend ). So liegt weder eine chronisch e körperliche Begleiterkrankung noch ein mehrjähri ger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission vor. Diabetes mellitus beziehungsweise Hyperglykämie, Adipositas und arterielle Hypertonie genügen jedenfalls gemäss bundesgericht licher Rechtsprechung ( vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_624/2007 E. 2.3.1 vom 1 9. Oktober 2007) dafür nicht. Sie werden auch von Dr. Y.___ deshalb folgerichtig nur unter den Nebendiagnosen aufgeführt ( Urk. 7/52/7). Auch von einem ausgewiesenen sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens kann nicht die Rede sein, da sich die Beschwerdeführerin nach wie vor von ihrer Schwiegertochter pflegen lässt (vgl. Urk. 7 /56/8). Ebenfalls zu verneinen ist ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewäl tigung (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit") ; vielmehr ist ein sekundärer in Form vermehrter Zuwendung seitens der Familie nicht auszu schliessen. Ebenso nicht gegeben ist ein unbefriedigendes Behandlungsergebnis trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Reha bilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person, wie in den Akten überhaupt Hinweise auf ein psychiatrisch/psychotherapeutisches Behandlungskonzept gänzlich fehlen. Vor diesem Hintergrund ist offenkundig, dass die Kriterien, die ein Abweichen von der Ü berwindbarkeitsvermutung erlauben, nicht erfüllt sind. 4.2 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass auf die Beurteilung des pract. med. C.___ vom RAD abzustellen ist. Die Beschwerdeführerin leidet an einem reinen Schmerzgeschehen, das als solches zu den ätiologisch-pathogene tisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage gehört. Aus versicherungsmedizinischer Sicht ist die Beschwerde führerin nach dem Gesagten in ihrem Aufgabenbereich nicht eingeschränkt. Der medizinische Sachverhalt ist in dem Sinne als erstellt zu betrachten. Von wei t eren medizinischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d ). So wurden die organischen Befunde vollständig erho ben und es ist nicht ersichtlich, welche abweichenden Resultate eine weitere interdisziplinäre Begutachtung ergeben könnte. Demnach erweist sich die an gefochtene Verfügung vom 2. November 2012 als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 5. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens ( Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerde führerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubMinder

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2012.01208 IV.2012.01208

IV.2012.01208 III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtsschreiberin Minder

Urteil vom 21. Mai 2014

Urteil vom 21. Mai 2014 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1958 und seit 1979 Hausfrau, meldete sich bereits in den Jahren 2006 und 2007 wegen Knie-, Rücken-, Fuss- und Schulterschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7 /2, Urk. 7 /29), wo bei die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, jeweils nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7 /22-23, Urk. 7 /34-35) die Abwei sung der Leistungsbegehren verfügte (Verfügung vom 1 1. April 2007, Urk. 7 /26; Verfügung vom 6. März 2008, Urk. 7 /37).

1.1 X.___, geboren 1958 und seit 1979 Hausfrau, meldete sich bereits in den Jahren 2006 und 2007 wegen Knie-, Rücken-, Fuss- und Schulterschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 7 /2, Urk. 7 /29), wo bei die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, jeweils nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7 /22-23, Urk. 7 /34-35) die Abwei sung der Leistungsbegehren verfügte (Verfügung vom 1 1. April 2007, Urk. 7 /26; Verfügung vom 6. März 2008, Urk. 7 /37). 1.2 Am 2 6. März 2012 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf “ Arthrose, Knie probleme, Kopfprobleme, Schwindelanfal l, Hörprobleme, neu Zuckerkrank heit, Rückenschmerzen “ erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungs bezug an ( Urk. 7 /44). Die IV-Stelle holte in der Folge einen Auszug aus dem in dividuellen Konto der Versicherten ( Urk. 7 /48) sowie mehrere Arztberichte ( Urk. 7 /49 - 50) ein. Mit Eingabe vom 2 7. August 2012 ( Urk. 7 /51) reichte die Versicherte weitere B ericht e von Dr. med. Y.___, Spezialarzt FMH für Neurolo gie, nach ( Urk. 7 /52). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7 /55), in dessen Verlauf erneut Berichte von Dr. Y.___ eingereicht wurden ( Urk. 7 /56-57), verfügte die IV-Stelle am 2. November 2012 ( Urk. 2) die Abweisung des Leistungsbegehrens (Invalidenrente).

1.2 Am 2 6. März 2012 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf “ Arthrose, Knie probleme, Kopfprobleme, Schwindelanfal l, Hörprobleme, neu Zuckerkrank heit, Rückenschmerzen “ erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungs bezug an ( Urk. 7 /44). Die IV-Stelle holte in der Folge einen Auszug aus dem in dividuellen Konto der Versicherten ( Urk. 7 /48) sowie mehrere Arztberichte ( Urk. 7 /49 50) ein. Mit Eingabe vom 2 7. August 2012 ( Urk. 7 /51) reichte die Versicherte weitere B ericht e von Dr. med. Y.___, Spezialarzt FMH für Neurolo gie, nach ( Urk. 7 /52). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Urk. 7 /55), in dessen Verlauf erneut Berichte von Dr. Y.___ eingereicht wurden ( Urk. 7 /56-57), verfügte die IV-Stelle am 2. November 2012 ( Urk. 2) die Abweisung des Leistungsbegehrens (Invalidenrente). 2. Gegen die Verfügung vom 2. November 2012 ( Urk. 2) erhob die Versicherte am 1 9. November 2012 Beschwerde und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuhe ben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen ( Urk. 1). Der Be schwerdeschrift legte sie zudem diverse Berichte von Dr. Y.___ bei ( Urk. 3/1-3). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2013 ( Urk. 6) beantrage die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 9. Januar 2013 ( Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde.

2. Gegen die Verfügung vom 2. November 2012 ( Urk. 2) erhob die Versicherte am 1 9. November 2012 Beschwerde und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuhe ben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen ( Urk. 1). Der Be schwerdeschrift legte sie zudem diverse Berichte von Dr. Y.___ bei ( Urk. 3/1-3). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2013 ( Urk. 6) beantrage die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 9. Januar 2013 ( Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Bei Versicherten mit vollendetem 2 0. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) ist sinngemäss anwendbar: Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Fol gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind bar ist ( Art. 8 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG).

1.1 Bei Versicherten mit vollendetem 2 0. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) ist sinngemäss anwendbar: Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Fol gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind bar ist ( Art. 8 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). 1.2 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Aus prägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Inten sität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkran kun gen ; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein aus gewiese ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, thera peu tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit"); ein unbefriedigendes Behand lungsergebnis trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und ge schei terte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigen an stren gung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kri te rien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3 ff. ).

1.2 Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Aus prägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Inten sität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkran kun gen ; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein aus gewiese ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, thera peu tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit"); ein unbefriedigendes Behand lungsergebnis trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und ge schei terte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigen an stren gung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kri te rien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3 ff. ). In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Ausei nandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die besondere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen (E. 9.1.3, E. 9.2.1). Ins besondere erkannte das Bundesgericht, dass sich die unklaren Beschwerden hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei hand elt es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti vierbarkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung wird für Ansprüche auf Sozi alversicherungsleistungen seit jeher vorausgesetzt und ha t im Rahmen der 5. IV-Re vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Von einer unbegründeten Schlechterstellung beziehungsweise einer Dis kriminierung der betroffenen Versicherten in verfassungsmässigem Sinne bezie hungsweise nach Massgabe der EMRK k a nn daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_142/2013 vom 20. November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in fine und E. 5.7).

In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Ausei nandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die besondere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen (E. 9.1.3, E. 9.2.1). Ins besondere erkannte das Bundesgericht, dass sich die unklaren Beschwerden hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei hand elt es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti vierbarkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung wird für Ansprüche auf Sozi alversicherungsleistungen seit jeher vorausgesetzt und ha t im Rahmen der 5. IV-Re vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Von einer unbegründeten Schlechterstellung beziehungsweise einer Dis kriminierung der betroffenen Versicherten in verfassungsmässigem Sinne bezie hungsweise nach Massgabe der EMRK k a nn daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_142/2013 vom 20. November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in fine und E. 5.7). Die im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha rakters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 E. 4), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende), Chro nic Fatigue Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen Bewe gungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktions fälle (BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer Hypersomnie (BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet.

Die im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha rakters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 E. 4), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende), Chro nic Fatigue Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen Bewe gungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktions fälle (BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer Hypersomnie (BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet. 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich in ihrer Verfügung vom 2. November 2012 auf den Standpunkt, dass die bei der Beschwerdeführer in gestellten Diagnosen zu den ätiologisch- pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlagen gehör t en. Es lägen keine objektivierbaren Befunde vor, die aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeits unfähigkeit begründeten ( Urk. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich in ihrer Verfügung vom 2. November 2012 auf den Standpunkt, dass die bei der Beschwerdeführer in gestellten Diagnosen zu den ätiologisch- pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlagen gehör t en. Es lägen keine objektivierbaren Befunde vor, die aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeits unfähigkeit begründeten ( Urk. 2). 2.2 Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde vor, es gehe ihr aufgrund der Schmerzen gesundheitlich sehr schlecht. Sie sei weder arbeitsfähig noch in der Lage, den Haushalt zu besorgen. Sie benötige die Hilfe ihrer Familie. Auch fehle das Geld, um die Medikamente zu bezahlen ( Urk. 1).

2.2 Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde vor, es gehe ihr aufgrund der Schmerzen gesundheitlich sehr schlecht. Sie sei weder arbeitsfähig noch in der Lage, den Haushalt zu besorgen. Sie benötige die Hilfe ihrer Familie. Auch fehle das Geld, um die Medikamente zu bezahlen ( Urk. 1). 3.

3. 3.1 Am 2 3. Dezember 20 11 ( Urk. 7 /49/5-1 5 ) berichtete Dr. med. Z.___, Assistenzarzt des A.___, zuhanden Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, über die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 1 6. bis 2 3. Dezember 201 1. Er nannte folgende Hauptdiagnosen:

3.1 Am 2 3. Dezember 20 11 ( Urk. 7 /49/5-1 5 ) berichtete Dr. med. Z.___, Assistenzarzt des A.___, zuhanden Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, über die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 1 6. bis 2 3. Dezember 201 1. Er nannte folgende Hauptdiagnosen: - Neu-diagnostizierter Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose Dezember 2011)

Neu-diagnostizierter Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose Dezember 2011) - Metabolisches Syndrom (Erstdiagnose Dezember 2011; Arterielle Hyper tonie, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2)

Metabolisches Syndrom (Erstdiagnose Dezember 2011; Arterielle Hyper tonie, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2) - Symptomatischer komplizierter nitritpositiver Harnwegsinfekt bei Dia betes mellitus Typ 2

Symptomatischer komplizierter nitritpositiver Harnwegsinfekt bei Dia betes mellitus Typ 2 - Myogelose Nacken links

Myogelose Nacken links - Anamnestisch Kniearthrose beidseits

Anamnestisch Kniearthrose beidseits Dr. Z.___ berichtete, dass die initiale Selbstzuweisung wegen Kopf- und links s ei tigen Thoraxschmerzen, teils ausgehend vom linken Nacken mit Ausstrahlung in den linken Arm sowie auch längerbestehender Hyperästhesie und teils auch Gefühlslosigkeit der Fussballen beidseits erfolgt sei. Er schrieb diese schliesslich einer Myogelose des link s seitigen Nackens zu, weil die Symptomatik auf Druck hin auslösbar war und unter Physiotherapie mit Massage besserte. Die als er höht aufgefallenen Blutzuckerwerte führten erstmals auch zur Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 2. Dr. Z.___ erwähnte diesbezüglich, dass nach Abklärun gen und Visitationen der Patientin durch die Ernährungs- und Diabetesberatung aktuell die Einstellung mit oralen Antidiabetika einer Insulintherapie vorgezo gen worden sei, wobei im Falle insuffizienter Einstellung des Blutzuckers die Zugabe eines bedtime -Insulins zu diskutieren wäre. Die Blutzuckerselbstmes sung sei problemlos erlernt worden ( Urk. 7/49/6). Zur Arbeitsfähigkeit äusserte er sich nicht.

Dr. Z.___ berichtete, dass die initiale Selbstzuweisung wegen Kopf- und links s ei tigen Thoraxschmerzen, teils ausgehend vom linken Nacken mit Ausstrahlung in den linken Arm sowie auch längerbestehender Hyperästhesie und teils auch Gefühlslosigkeit der Fussballen beidseits erfolgt sei. Er schrieb diese schliesslich einer Myogelose des link s seitigen Nackens zu, weil die Symptomatik auf Druck hin auslösbar war und unter Physiotherapie mit Massage besserte. Die als er höht aufgefallenen Blutzuckerwerte führten erstmals auch zur Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 2. Dr. Z.___ erwähnte diesbezüglich, dass nach Abklärun gen und Visitationen der Patientin durch die Ernährungs- und Diabetesberatung aktuell die Einstellung mit oralen Antidiabetika einer Insulintherapie vorgezo gen worden sei, wobei im Falle insuffizienter Einstellung des Blutzuckers die Zugabe eines bedtime -Insulins zu diskutieren wäre. Die Blutzuckerselbstmes sung sei problemlos erlernt worden ( Urk. 7/49/6). Zur Arbeitsfähigkeit äusserte er sich nicht. Im (undatierten) Bericht ( Urk. 7/50/1-4) zuhanden der IV-Stelle führte Dr. Z.___ als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Diabetes mellitus Typ 2 Erstdiagnose Dezember 2011 mit klinischen Zeichen von Endorganschä den und ein metabolisches Syndrom an. Alle Fragen zur bisherigen Tätigkeit, möglichen Eingliederungsmassnahmen und Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit beantwortete er mit “unklar“ oder einem Fragezeichen ( Ziff. 1.6-1.10).

Im (undatierten) Bericht ( Urk. 7/50/1-4) zuhanden der IV-Stelle führte Dr. Z.___ als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Diabetes mellitus Typ 2 Erstdiagnose Dezember 2011 mit klinischen Zeichen von Endorganschä den und ein metabolisches Syndrom an. Alle Fragen zur bisherigen Tätigkeit, möglichen Eingliederungsmassnahmen und Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit beantwortete er mit “unklar“ oder einem Fragezeichen ( Ziff. 1.6-1.10). 3.2 Dr. B.___ berichtete am 1 1. April 2012 ( Urk. 7 /49/1-4) zuhanden der Be schwer degegnerin, dass er die Beschwerdeführerin seit zwei Jahren nicht mehr gesehen habe. Sie beziehe nur regelmässig ihre Medikamente und sei auf grund eines neu diagnostizierten Diabetes mellitus im A.___ ge wesen.

3.2 Dr. B.___ berichtete am 1 1. April 2012 ( Urk. 7 /49/1-4) zuhanden der Be schwer degegnerin, dass er die Beschwerdeführerin seit zwei Jahren nicht mehr gesehen habe. Sie beziehe nur regelmässig ihre Medikamente und sei auf grund eines neu diagnostizierten Diabetes mellitus im A.___ ge wesen. 3.3 Am 2 9. Mai 2012 nannte Dr. Y.___ zuhanden der Beschwerdeführerin ( Urk. 7 /52 /4-7 ) folgende Hauptd iagnosen (S. 5+6 ):

3.3 Am 2 9. Mai 2012 nannte Dr. Y.___ zuhanden der Beschwerdeführerin ( Urk. 7 /52 /4-7 ) folgende Hauptd iagnosen (S. 5+6 ): - Zervikovertebral -Syndrom

Zervikovertebral -Syndrom - Spannungstyp-Kopfschmerzen seit April 2005 täglich

Spannungstyp-Kopfschmerzen seit April 2005 täglich - Systematisierter Schwindel seit April 2005 täglich, Dauer 2-3 Minuten

Systematisierter Schwindel seit April 2005 täglich, Dauer 2-3 Minuten - vegetative und psychologische Begleit s ymptome

vegetative und psychologische Begleit s ymptome - orthostatische Komponente

orthostatische Komponente - V.a. vertebro-basiläre Durchblutungsstörung

V.a. vertebro-basiläre Durchblutungsstörung - Tinnitus beidseits als Begleitsymptom

Tinnitus beidseits als Begleitsymptom - Berührung des externen Gehörgangs beidseits nicht toleriert

Berührung des externen Gehörgangs beidseits nicht toleriert - Vielzahl von Begleitsymptomen

Vielzahl von Begleitsymptomen - depressive Verstimmung

depressive Verstimmung - Unsystematisierter Schwindel seit April 2005 täglich

Unsystematisierter Schwindel seit April 2005 täglich - Elektroenzephalogra ph ie (EEG) Juni 2008 normal

Elektroenzephalogra ph ie (EEG) Juni 2008 normal - Deutliches sensibles Carpaltunnelsyndrom (CTS) beidseits August 2008, rechts betont

Deutliches sensibles Carpaltunnelsyndrom (CTS) beidseits August 2008, rechts betont - digitu s I beidseits, digitu s III rechts deutlich verzögert zwischen Hand gelenk und digitu s I

digitu s I beidseits, digitu s III rechts deutlich verzögert zwischen Hand gelenk und digitu s I - digitu s II beidseits, digitu s III links mittelgradig verlangsamt

digitu s II beidseits, digitu s III links mittelgradig verlangsamt - motorisch: distale motorische Latenzzeit rechts leicht verzögert, links oberste Norm ohne Verlangsamung

motorisch: distale motorische Latenzzeit rechts leicht verzögert, links oberste Norm ohne Verlangsamung - CTS beidseits: Hyposensibilität digitu s II und III beidseits palmar und dor sal November 2008

CTS beidseits: Hyposensibilität digitu s II und III beidseits palmar und dor sal November 2008 - sämtliche Phalangen II und III betroffen

sämtliche Phalangen II und III betroffen - Nervus ulnaris : Elektroneurographie (ENG) beidseits September 2008: Ul narisneuropathie über rechte m Handgelenk sowie über Su lcus beid seits:

Nervus ulnaris : Elektroneurographie (ENG) beidseits September 2008: Ul narisneuropathie über rechte m Handgelenk sowie über Su lcus beid seits: - fehlende Reizantwort über Sulcus beidseits

fehlende Reizantwort über Sulcus beidseits - deutliche Verlangsamung de r sensibel- antid ro men Nervengeschwin digkeit (NLG) zwischen Handgelenk und Kleinfinger rechts

deutliche Verlangsamung de r sensibel- antid ro men Nervengeschwin digkeit (NLG) zwischen Handgelenk und Kleinfinger rechts - Normalwerte über der Loge-de- Guyon beidseits

Normalwerte über der Loge-de- Guyon beidseits - Thorakovertebral -Syndrom (Schmerzen interscapulär )

Thorakovertebral -Syndrom (Schmerzen interscapulär ) - R öntgen der Brustwirbelsäule (BWS) Juni 2008: leichte links-konvexe Skoliose kranial

R öntgen der Brustwirbelsäule (BWS) Juni 2008: leichte links-konvexe Skoliose kranial - initiale Osteochondrose

initiale Osteochondrose - Lumbovertebral syndrom, korrelierend zum Röntgenbefund

Lumbovertebral syndrom, korrelierend zum Röntgenbefund - R öntgen der Lendenwirbelsäule (LWS) Juni 2008: leichte rechts-kon vexe Skoliose

R öntgen der Lendenwirbelsäule (LWS) Juni 2008: leichte rechts-kon vexe Skoliose - Beckentiefstand rechts 10 mm

Beckentiefstand rechts 10 mm - ungünstige Statik: steiler Kreuzbeinbasiswinkel, Lot aus Lendenwir belkörper (LWK) 3: 16 mm vor ventraler Sacrum -Kante, 26 mm vor Sacrum -Mitte

ungünstige Statik: steiler Kreuzbeinbasiswinkel, Lot aus Lendenwir belkörper (LWK) 3: 16 mm vor ventraler Sacrum -Kante, 26 mm vor Sacrum -Mitte - Spondylolisthesis L5/S1: 7 mm breite Spalten interartikulär beidseits

Spondylolisthesis L5/S1: 7 mm breite Spalten interartikulär beidseits - erhebliche Osteochondrose L5/S1

erhebliche Osteochondrose L5/S1 - Spondylosen: distale BWS, LWS

Spondylosen: distale BWS, LWS - Normalbefund: Hüftgelenk beidseits, Iliosacralgelenk (ISG) beidseits

Normalbefund: Hüftgelenk beidseits, Iliosacralgelenk (ISG) beidseits - LWS November 2008: ischiocrurale Muskulatur beidseits deutlich ver kürzt

LWS November 2008: ischiocrurale Muskulatur beidseits deutlich ver kürzt - deutlicher Hohlrücken lumbal

deutlicher Hohlrücken lumbal - Schulterschmerzen beidseits Juli 2008

Schulterschmerzen beidseits Juli 2008 - Schmerzen der Kniegelenke / Patella beidseits: Chondropathia patellae ?

Schmerzen der Kniegelenke / Patella beidseits: Chondropathia patellae ? - Akupunktur September 2008 (3 Sitzungen)

Akupunktur September 2008 (3 Sitzungen) - Polyneuropathie der unteren Extremitäten Oktober 2008

Polyneuropathie der unteren Extremitäten Oktober 2008 - motorisch: Nervus peroneus profundus rechts (leicht)

motorisch: Nervus peroneus profundus rechts (leicht) - sensibel: Nervus suralis beidseits (mässig)

sensibel: Nervus suralis beidseits (mässig) - Areflexie der oberen und unteren Extremitäten beidseits November 2008, Vibrationssinn intakt

Areflexie der oberen und unteren Extremitäten beidseits November 2008, Vibrationssinn intakt - ungerichtetes Schwanken beim Blindstrichgang

ungerichtetes Schwanken beim Blindstrichgang - Krampi : Sohle beidseits, Schmerzen über Fussrücken und Aussenknöchel beidseits

Krampi : Sohle beidseits, Schmerzen über Fussrücken und Aussenknöchel beidseits - erster und zweiter Zeh beidseits (Grosszehe in Plantarflexion, Krampi )

erster und zweiter Zeh beidseits (Grosszehe in Plantarflexion, Krampi ) - V.a. Fibrome des Gesichts (Wange beidseits, links Kinn)

V.a. Fibrome des Gesichts (Wange beidseits, links Kinn) - Schmerzbedingte Insomnie, Ein- und Durchschlafstörung

Schmerzbedingte Insomnie, Ein- und Durchschlafstörung - Depressive Verstimmung, schmerzbedingt, reaktiv

Depressive Verstimmung, schmerzbedingt, reaktiv Weiter listete Dr. Y.___ diverse Nebendiagnosen auf (S. 6). Er berichtete zudem, dass die Beschwerdeführerin meist zu Hause im Bett liege und Schmerzen habe. Wenn sie aufstehe, sei alles blockiert. Nach rund 20 minütigem Sitzen habe sie ebenfalls Schmerzen. Da sie keine Kraft habe, könne sie nicht einmal eine Fla sche Mineralwasser öffnen.

Weiter listete Dr. Y.___ diverse Nebendiagnosen auf (S. 6). Er berichtete zudem, dass die Beschwerdeführerin meist zu Hause im Bett liege und Schmerzen habe. Wenn sie aufstehe, sei alles blockiert. Nach rund 20 minütigem Sitzen habe sie ebenfalls Schmerzen. Da sie keine Kraft habe, könne sie nicht einmal eine Fla sche Mineralwasser öffnen. 3.4 Dr. Y.___ teilte am 1 4. Oktober 2012 ( Urk. 7 /56/1-4, Urk. 7 /57) unter Beilage seines Berichtes vom 2 9. Mai 2012 ( Urk. 7 /56/5-8, siehe E. 3.3 vorstehend) zu handen der Beschwerdegegnerin seine erhobenen Befunde mit. Zudem berich tete er, dass die Prognose ungünstig sei. Der Verlauf sei protrahiert und chro nische Schmerzen würden das Geschehen dominieren ( Urk. 7 /57 Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin schätze, dass sie maximal zweieinhalb Stunden täglich arbeitsfähig sei ( Ziff. 1.6). Sie sei zu 100 % arbeitsunfähig ( Ziff. 1.7). Nach Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin, welche objektivierbar sei, bestehe ein chronischer Schmerz und eine Depression ( Ziff. 1.11).

3.4 Dr. Y.___ teilte am 1 4. Oktober 2012 ( Urk. 7 /56/1-4, Urk. 7 /57) unter Beilage seines Berichtes vom 2 9. Mai 2012 ( Urk. 7 /56/5-8, siehe E. 3.3 vorstehend) zu handen der Beschwerdegegnerin seine erhobenen Befunde mit. Zudem berich tete er, dass die Prognose ungünstig sei. Der Verlauf sei protrahiert und chro nische Schmerzen würden das Geschehen dominieren ( Urk. 7 /57 Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin schätze, dass sie maximal zweieinhalb Stunden täglich arbeitsfähig sei ( Ziff. 1.6). Sie sei zu 100 % arbeitsunfähig ( Ziff. 1.7). Nach Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin, welche objektivierbar sei, bestehe ein chronischer Schmerz und eine Depression ( Ziff. 1.11). 3.5 Am 2. November 2012 nahm pract. med. C.___, Facharzt für Arbeitsme dizin, vom Regional en Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerde gegnerin Stel lung zu den Berichten des Dr. Y.___ ( Urk. 7 /58/ 2- 3). Er führte aus, dass als funktionelle Einschränkung im Wesentlichen auf den Schmerz verwiesen werde und weitere Angaben zu funktionellen Einschränkungen fehlen würden. Das reine Schmerzgeschehen geh öre zu den ätiologisch- pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Den Akten seien keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, die aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründen könnten. Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen würden nicht vorliegen.

3.5 Am 2. November 2012 nahm pract. med. C.___, Facharzt für Arbeitsme dizin, vom Regional en Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerde gegnerin Stel lung zu den Berichten des Dr. Y.___ ( Urk. 7 /58/ 2- 3). Er führte aus, dass als funktionelle Einschränkung im Wesentlichen auf den Schmerz verwiesen werde und weitere Angaben zu funktionellen Einschränkungen fehlen würden. Das reine Schmerzgeschehen geh öre zu den ätiologisch- pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Den Akten seien keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, die aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründen könnten. Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen würden nicht vorliegen. 4.

4. 4.1 In Würdigung de r medizinischen Akten und in Übereinstimmung mit pract. med. C.___ vom RAD ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin hauptsächlich an einem Schmerzgeschehen leidet, das sich einer objektiven und fachärztlich schlüssigen Beurteilung entzieht. Solches lässt sich auch dem Bericht von Dr. Y.___ vom 1 4. Oktober 2012 ( Urk. 7 /57/1-4, siehe auch Urk. 7 /56/5-8 ) entnehmen, indem dieser zwar zahlreiche Haupt- und auch Nebendiagnosen stellt, aber bei den konkreten Fragen der IV-Stelle zu den gesundheitlichen Einschränkungen nur chronische Schmerzen und eine Depres sion erwähnt und betreffend Tätigkeit beziehungsweise Arbeitsfähigkeit ledig lich die – objektivierbare – Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin be zie hungsweise die Einschätzung ihres Sohnes aufführt ( Ziff. 1.6-1.11). Weiter blieben auch die Thoraxschmerzen, aufgrund welcher sich die Beschwerdefüh rerin ins A.___ begab, für den damaligen Arzt nicht hinrei chend erklär- und objektivierbar (vgl. E. 3.1 vorstehend). Die von Dr. Y.___ zur Diagnose erhobenen unklaren Beschwerdebilder wie etwa Spannungstyp-Kopf schmerzen, systematisierter und unsystematisierter Schwindel, Schulterschmer zen, Schmerzen der Kniegelenke und Fusskrämpfe beruhen auf den subjektiven Schmer zangaben der Beschwerdeführerin, sind nicht messbar und folglich kaum zu überprüfen, sodass es solchen Störungen an der nötigen Objektivierbarkeit fehlt, damit sie eine invalidisierende Wirkung entfalten können. Allein aufgrund der Grundlage eines pathogenetisch -ätiologisch unklaren syndromalen Besch w erdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage lässt sich daher die Vermutung, die versicherte Person sei arbeits fähig beziehungsweise es sei ihr möglich, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen und es liege keine invalidisierende Beeinträchtigung vor, in der Regel nicht widerlegen. Die Rechtsprechung hat deshalb die Voraussetzungen umschrieben, unter denen sich eine Arbeitsunfähigkeit dennoch nachweisen läss t (sogenannte „Foerster-Kriterien“, siehe BGE 139 V 547 E. 9.1; sowie auch E. 1.1 und 1.2 vorstehend ).

4.1 In Würdigung de r medizinischen Akten und in Übereinstimmung mit pract. med. C.___ vom RAD ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin hauptsächlich an einem Schmerzgeschehen leidet, das sich einer objektiven und fachärztlich schlüssigen Beurteilung entzieht. Solches lässt sich auch dem Bericht von Dr. Y.___ vom 1 4. Oktober 2012 ( Urk. 7 /57/1-4, siehe auch Urk. 7 /56/5-8 ) entnehmen, indem dieser zwar zahlreiche Haupt- und auch Nebendiagnosen stellt, aber bei den konkreten Fragen der IV-Stelle zu den gesundheitlichen Einschränkungen nur chronische Schmerzen und eine Depres sion erwähnt und betreffend Tätigkeit beziehungsweise Arbeitsfähigkeit ledig lich die – objektivierbare – Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin be zie hungsweise die Einschätzung ihres Sohnes aufführt ( Ziff. 1.6-1.11). Weiter blieben auch die Thoraxschmerzen, aufgrund welcher sich die Beschwerdefüh rerin ins A.___ begab, für den damaligen Arzt nicht hinrei chend erklär- und objektivierbar (vgl. E. 3.1 vorstehend). Die von Dr. Y.___ zur Diagnose erhobenen unklaren Beschwerdebilder wie etwa Spannungstyp-Kopf schmerzen, systematisierter und unsystematisierter Schwindel, Schulterschmer zen, Schmerzen der Kniegelenke und Fusskrämpfe beruhen auf den subjektiven Schmer zangaben der Beschwerdeführerin, sind nicht messbar und folglich kaum zu überprüfen, sodass es solchen Störungen an der nötigen Objektivierbarkeit fehlt, damit sie eine invalidisierende Wirkung entfalten können. Allein aufgrund der Grundlage eines pathogenetisch -ätiologisch unklaren syndromalen Besch w erdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage lässt sich daher die Vermutung, die versicherte Person sei arbeits fähig beziehungsweise es sei ihr möglich, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen und es liege keine invalidisierende Beeinträchtigung vor, in der Regel nicht widerlegen. Die Rechtsprechung hat deshalb die Voraussetzungen umschrieben, unter denen sich eine Arbeitsunfähigkeit dennoch nachweisen läss t (sogenannte „Foerster-Kriterien“, siehe BGE 139 V 547 E. 9.1; sowie auch E. 1.1 und 1.2 vorstehend ). Den medizinischen Akten zufolge liegt keine mitwirkende, psychisch ausge wiesene Komorbiditiät von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer vor. Die von Dr. Y.___ diagnostizierte schmerzbedingte und reaktive depressive Verstimmung erfüllt rechtsprechungsgemäss diese Anforderung nicht ( Urk. 7 /56/6 ). Ebenso liegen keine Anhaltspunkte vor, um das Vorhandensein der anderen qualifizierten Kriterien zu bejahen (siehe E. 1. 2 vorstehend ). So liegt weder eine chronisch e körperliche Begleiterkrankung noch ein mehrjähri ger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission vor. Diabetes mellitus beziehungsweise Hyperglykämie, Adipositas und arterielle Hypertonie genügen jedenfalls gemäss bundesgericht licher Rechtsprechung ( vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_624/2007 E. 2.3.1 vom 1 9. Oktober 2007) dafür nicht. Sie werden auch von Dr. Y.___ deshalb folgerichtig nur unter den Nebendiagnosen aufgeführt ( Urk. 7/52/7). Auch von einem ausgewiesenen sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens kann nicht die Rede sein, da sich die Beschwerdeführerin nach wie vor von ihrer Schwiegertochter pflegen lässt (vgl. Urk. 7 /56/8). Ebenfalls zu verneinen ist ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewäl tigung (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit") ; vielmehr ist ein sekundärer in Form vermehrter Zuwendung seitens der Familie nicht auszu schliessen. Ebenso nicht gegeben ist ein unbefriedigendes Behandlungsergebnis trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Reha bilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person, wie in den Akten überhaupt Hinweise auf ein psychiatrisch/psychotherapeutisches Behandlungskonzept gänzlich fehlen. Vor diesem Hintergrund ist offenkundig, dass die Kriterien, die ein Abweichen von der Ü berwindbarkeitsvermutung erlauben, nicht erfüllt sind.

Den medizinischen Akten zufolge liegt keine mitwirkende, psychisch ausge wiesene Komorbiditiät von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer vor. Die von Dr. Y.___ diagnostizierte schmerzbedingte und reaktive depressive Verstimmung erfüllt rechtsprechungsgemäss diese Anforderung nicht ( Urk. 7 /56/6 ). Ebenso liegen keine Anhaltspunkte vor, um das Vorhandensein der anderen qualifizierten Kriterien zu bejahen (siehe E. 1. 2 vorstehend ). So liegt weder eine chronisch e körperliche Begleiterkrankung noch ein mehrjähri ger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission vor. Diabetes mellitus beziehungsweise Hyperglykämie, Adipositas und arterielle Hypertonie genügen jedenfalls gemäss bundesgericht licher Rechtsprechung ( vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_624/2007 E. 2.3.1 vom 1 9. Oktober 2007) dafür nicht. Sie werden auch von Dr. Y.___ deshalb folgerichtig nur unter den Nebendiagnosen aufgeführt ( Urk. 7/52/7). Auch von einem ausgewiesenen sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens kann nicht die Rede sein, da sich die Beschwerdeführerin nach wie vor von ihrer Schwiegertochter pflegen lässt (vgl. Urk. 7 /56/8). Ebenfalls zu verneinen ist ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewäl tigung (primärer Krankheitsgewinn; „ Flucht in die Krankheit") ; vielmehr ist ein sekundärer in Form vermehrter Zuwendung seitens der Familie nicht auszu schliessen. Ebenso nicht gegeben ist ein unbefriedigendes Behandlungsergebnis trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Reha bilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person, wie in den Akten überhaupt Hinweise auf ein psychiatrisch/psychotherapeutisches Behandlungskonzept gänzlich fehlen. Vor diesem Hintergrund ist offenkundig, dass die Kriterien, die ein Abweichen von der Ü berwindbarkeitsvermutung erlauben, nicht erfüllt sind. 4.2 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass auf die Beurteilung des pract. med. C.___ vom RAD abzustellen ist. Die Beschwerdeführerin leidet an einem reinen Schmerzgeschehen, das als solches zu den ätiologisch-pathogene tisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage gehört. Aus versicherungsmedizinischer Sicht ist die Beschwerde führerin nach dem Gesagten in ihrem Aufgabenbereich nicht eingeschränkt. Der medizinische Sachverhalt ist in dem Sinne als erstellt zu betrachten. Von wei t eren medizinischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d ). So wurden die organischen Befunde vollständig erho ben und es ist nicht ersichtlich, welche abweichenden Resultate eine weitere interdisziplinäre Begutachtung ergeben könnte. Demnach erweist sich die an gefochtene Verfügung vom 2. November 2012 als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.2 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass auf die Beurteilung des pract. med. C.___ vom RAD abzustellen ist. Die Beschwerdeführerin leidet an einem reinen Schmerzgeschehen, das als solches zu den ätiologisch-pathogene tisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage gehört. Aus versicherungsmedizinischer Sicht ist die Beschwerde führerin nach dem Gesagten in ihrem Aufgabenbereich nicht eingeschränkt. Der medizinische Sachverhalt ist in dem Sinne als erstellt zu betrachten. Von wei t eren medizinischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d ). So wurden die organischen Befunde vollständig erho ben und es ist nicht ersichtlich, welche abweichenden Resultate eine weitere interdisziplinäre Begutachtung ergeben könnte. Demnach erweist sich die an gefochtene Verfügung vom 2. November 2012 als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 5. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens ( Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerde führerin aufzuerlegen.

5. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens ( Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerde führerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubMinder