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Vor knapp 100 Jahren wurde Oskar Kokoschka (1886 Pöchlarn – 1980 Montreux) als Professor an die Dresdner Akademie der Künste berufen, wo er es sich zur Aufgabe machte, die Lehre zu erneuern. Sein Aufenthalt im sogenannten Florenz an der Elbe dauerte mit einigen Unterbrechungen von 1916 bis 1923. In dieser Zeit knüpfte Kokoschka enge Kontakte mit dem Kreis der Expressionisten und malte zahlreiche Porträts. Angeregt durch die künstlerische Dynamik, die in dieser Stadt herrschte, erprobte er mit grossem kreativem Elan verschiedene Techniken – eine schöpferische Phase, die ihm half, die Ereignisse des Ersten Weltkriegs zu verarbeiten und sich von seinen Verletzungen zu erholen. « Ich konnte mir in Dresden damals wirklich alles erlauben », schrieb er in seiner Autobiographie.