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Aus dem Praxisalltag Teil 7: Gürtelrose
Heute schreibe ich von einer Patientin, die mit einseitigen starken Rückenschmerzen zu mir in die Praxis kam.
Die Anamnese war unauffällig und es gab keinen eindeutigen Grund für Ihre Beschwerden.
Ich startete die Behandlung, und deckte ihren Rücken auf, das Tuch stecke ich meist an der Unterhose fest damit diese nicht ölig werden.
Bevor ich jeweils das Körperareal anfange zu massieren, verteile ich das Öl auf der Haut. Als ich dies machen wollte, sah ich die Bläschen. Von der Wirbelsäule aus bishin zum Rippenbogen an der Flanke. Da war klar-die Dame hat Gürtelrose!
Die Behandlung konnte ich somit nicht durchführen, stattdessen gab ich der Dame die wichtigsten Informationen und riet ihr, mit ihrem Hausarzt Kontakt aufzunehmen. Sie war dankbar und meldete sich einige Tage später, und es bestätigte sich der Verdacht.Die Behandlung der akuten Gürtelrose mit den entsprechenden Hautveränderungen besteht in erster Linie in der Gabe von sogenannten Virostatika, also Arzneimitteln, die das Virus hemmen. Eine Behandlung sollte möglichst innerhalb der ersten Tage bei Auftreten der Bläschen und Beschwerden erfolgen.
Der Herpes zoster hat trotz des gemeinsamen «Vornamens» Herpes nichts mit dem Lippenherpes zu tun. Der Zoster wird durch die in Nervenknoten (Ganglien) überlebenden Viren der Windpocken ausgelöst. Die Bläschen sind die einzige Gemeinsamkeit beider Herpes-Erkrankungen.
SYMPTOME
Normalerweise verhalten sich die Viren in den Nervenenden ruhig – das Immunsystem sorgt dafür, dass die Viren sich nicht vermehren und ausbreiten können. Ist Ihre Körperabwehr aber geschwächt, weil Sie z. B. Stress haben, starke Medikamente (z. B. Immunsuppressiva) nehmen müssen, an einer chronischen Erkrankung leiden, Krebs oder eine Immunschwäche wie AIDS haben, können die Viren wieder aktiv werden und eine Gürtelrose auslösen. Die Nervenenden entzünden sich und Sie verspüren starke Schmerzen. Entlang der Nervenbahnen wandern die Viren weiter in die Haut: Es bilden sich am Anfang kleine rote Flecken, die sich später in flüssigkeitsgefüllte Bläschen verwandeln. Die Flüssigkeit in diesen Bläschen ist hoch ansteckend. Die Ausbreitung der Bläschen erfolgt gürtelförmig, also nur begrenzt auf ein Hautgebiet.Ein Zoster kann Sie in jedem Alter treffen. Die Gürtelrose plagt die Betroffenen am häufigsten am Rumpf; sie vermag jedoch auch an allen anderen Körperstellen auszubrechen: am Hals, im Innenohr oder Auge. Gefürchtet, aber selten ist der Befall von Binde- und Hornhaut des Auges, was unter Umständen sogar zu einer Erblindung führen kann.