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Winston Churchill hat mit seinem unbeugsamen Widerstand gegen Hitlerdeutschland im Sommer 1940 Europa vor dem Untergang bewahrt. Der Sieg Grossbritanniens in der Battle of Britain, der Luftschlacht um England, war von entscheidender Bedeutung für die spätere Rückeroberung Westeuropas durch die Alliierten. Er war somit ein Staatsmann, dessen Leben geschichtsprägend war. Grossbritannien, Europa und speziell auch die Schweiz haben Churchill viel zu verdanken. Und insofern ist auch klar, weshalb die Schweiz und namentlich die Bevölkerung von Stadt und Kanton Zürich Churchill im September 1946 einen triumphalen Empfang bereiteten.
Auch 50 Jahre nach seinem Tod ist Churchill sehr präsent in Presse, in der Forschung aber auch im Bewusstsein zahlreicher interessierter Zeitgenossen. Oft geben Interviewpartner an, sie würden gerne mit dem britischen Kriegspremier zu Abend essen, wenn dies möglich wäre. Der Mann mit der omnipräsenten Havanna-Zigarre und seinem V-for-Victory-Markenzeichen scheint zeitlos geworden zu sein.
Winston Spencer Churchill (1874-1965) ist, wie man auf Englisch sagt, «larger than life». Er war während 60 Jahren Mitglied des Unterhauses im Parlament, diente während 25 Jahren als Minister in acht verschiedenen Ministerien und war zweimal Premierminister (1940-45 und 1951-55). Daneben verfasste er mehr Bücher als William Shakespeare und Charles Dickens zusammen. Für sein historisches Lebenswerk bekam Churchill den Literatur-Nobelpreis. Als Zeitvertreib malte er überdies mehr als 600 Ölbilder.
Die Beschäftigung mit dem unglaublich schlagfertigen und auch etwas schrulligen Briten ist im Übrigen nicht nur spannend sondern auch unterhaltsam: In Hunderten von Anekdoten lebt sein messerscharfer Humor, mit dem er Freund und Feind eindeckte, bis heute weiter.