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||Würdigung des künstlerischen Schaffens

In den sechziger Jahren sagt Fahrner über seine Arbeit, sie sei ein Bekenntnis zur Politik, Literatur und Moral. Zudem war der Wille zur Veränderung intoleranter Strukturen ein Teil eines Engagements.
Mit der daraus resultierenden, meist gegenständlichen Malerei stellte er sich dem abstrakten Trend entgegen und setzte sich soweit mit der Maltechnik auseinander, wie es die Inhalte erforderten. So schuf er sowohl kreativ aggressive als auch liebevolle und akribische Gemälde. Gängige Bildmotive malte er in mittelalterlicher Manier, wobei die von ihm veränderte Ikonografie bewusst irritieren soll.
Fahrner spürte den sich abzeichnenden gesellschaftlichen Wandel bereits sehr früh und setzte diesen in eigenständige Bildinhalte um, wobei er die traditionellen Rollen kühn austauschte und damit zu einer erweiterten Sicht beitrug.
Mit seinen Happenings und Kulturzentren leistete Fahrner teilweise Pionierarbeit und machte sich, fast etwas trotzig, von der Gunst des Kunsthandels unabhängiger, was allerdings nicht immer verstanden wurde, wie der Konflikt mit der Justiz und bissige Presseartikel belegen.
Seine Enttäuschung über mangelnde Anerkennung und sein Anspruch auf Solidarität zwischen Künstlern setzt er immer wieder in Aktionismus um.
Die abstrakten Kompositionen, Aktbilder, Zeichnungen und Reiseimpressionen sind eine späte Versöhnung mit sich selbst.
Er bezeichnete sich zuletzt als Emotionalist und sagte über sich, er male l'art pour l'art, was ihn nicht hinderte, rege am öffentlichen Leben teilzunehmen.
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