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Kantonale Besonderheiten
Waadtländer Ergänzungsleistungen für Familien und für die Überbrückungsrente
Die Waadtländer Ergänzungsleistungen für Familien und für die Überbrückungsrente sind so angelegt, dass sie einerseits den Familien, die all ihren Ausgaben nicht in annehmbarer Weise nachkommen können, eine Unterstützung gewähren, sowie andrerseits den Personen, die in den zwei Jahren, die ihrem Anspruch auf eine AHV-Rente vorangehen, nicht mehr auf Arbeitslosenentschädigungen Anspruch haben.
Diese Leistungen sind nur anwendbar, wenn Sie im Kanton Waadt arbeiten. Der Bezug der Beiträge wird von unserer Kasse vorgenommen, währen die Gewährung der Leistungen von der Waadtländer kantonalen Ausgleichskasse durchgeführt wird.
Ergänzungsleistungen für Familien
Die Ergänzungsleistungen für Familien bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung für Familien (monatlich bezahlt), die Vergütung der gehörig nachgewiesenen Hütekosten sowie die Vergütung der Gesundheitskosten, die vom Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV anerkannt sind. Um darauf Anspruch zu haben, müssen Sie die folgenden Bedingungen erfüllen:
- Ihren Wohnsitz seit mindestens drei Jahren im Kanton Waadt haben;
- über eine gültige oder in Erneuerung befindliche Aufenthaltsbewilligung verfügen;
- mit weniger als 16 Jahre alten Kindern im gemeinsamen Haushalt leben;
- einer Familie angehören, deren anerkannte Ausgaben höher sind als das massgebende Einkommen nach den Normen des Gesetzes.
Ergänzungsleistungen der Überbrückungsrente
Die Ergänzungsleistungen der Überbrückungsrente ermöglichen Ihnen, wenn Sie nicht mehr Anspruch auf Arbeitslosenentschädigungen haben, das AHV-Rentenalter zu erreichen, ohne auf die Sozialhilfe oder auf eine vorgezogene Pensionierung zurückzugreifen. Sie bestehen aus einer jährlichen Finanzleistung und aus der Vergütung der gehörig nachgewiesenen Krankheitskosten. Um darauf Anspruch zu haben, müssen Sie die folgenden Bedingungen erfüllen:
- Ihren Wohnsitz seit mindestens drei Jahren im Kanton Waadt haben;
- das Altere erreicht haben, das den Anspruch auf eine vorgezogene AHV-Rente eröffnet, das heisst 62 Jahre für die Frauen und 63 Jahre für die Männer;
- die Arbeitslosenentschädigungen ausgeschöpft haben oder keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigungen besitzen;
- die Bedingungen für die Gewährung des Eingliederungseinkommens erfüllen, mit Ausnahme der Vermögensnormen, die zu den Ergänzungsleistungen der AHV/IV gehören;
- keinen Anspruch auf eine vorgezogene AHV-Rente geltend gemacht haben.
Sie haben keinen Anspruch auf diese Leistungen, wenn Sie AHV-Ergänzungsleistungen beanspruchen können, indem Sie Ihre AHV- und BVG-Rente vorgezogen haben.
Beitragssatz
Im Bereich der Ergänzungsleistungen für Familien und für die Überbrückungsrente beträgt der Beitragssatz für die Unternehmen 0,12% der AHV-beitragspflichtigen Löhne (0,06% zulasten des Arbeitgebers und 0,06% zulasten des Arbeitnehmers). Für die Selbständigerwerbenden beträgt der Einheitssatz des Beitrags 0,06% des massgebenden AHV-Einkommens.