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Die Erklärung der Menschenrechte – eine Religion ohne Gott?
Datum:
13.12.18
Zeit:18:15
Ort:PHTG, P 201
Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die «Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.» In der Präambel steht geschrieben: «Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräusserlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet, […] da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person […].»
«Glauben» wird in der Regel in Verbindung mit einer Religion verwendet. Man «glaubt» an einen Gott usw. Aber «Gott» kommt in der Erklärung nicht vor, ausser in Art. 18, wo Menschen bei der Ausübung von Gottesdiensten nicht behindert werden dürfen. Der Bibelwissenschaftler und skeptische Pädagoge Prof. Dr. Dr. Oskar Dangl, Leiter des Kompetenzzentrums für Menschenrechtspädagogik an der KPH Wien und Lehrbeauftragter an der Universität Wien, geht in seinem Vortrag der Begründung der Menschenrechte nach. Ebenso beschäftigt er sich mit der Frage, ob denn die Erklärung der Menschenrechte eine Religion ohne Gott ist.