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Vis-à-vis des Bahnhofs, in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und weiteren Einkaufsmöglichkeiten, soll ein neues Einkaufszentrum gebaut werden. Abschätzungen zur Marktbedeutung einer solchen Bebauung und dem grundsätzlichen Kaufkraftpotenzial ergaben, dass es sich beim dadurch erzeugten Verkehr nur beschränkt um Neuverkehr handelt. Stattdessen wird vorwiegend eine Zielverlagerung im Stadtgebiet stattfinden. Das Bauvorhaben hat somit Einfluss auf das Verkehrsgeschehen der gesamten Innenstadt.
Um die verkehrliche Machbarkeit zu eruieren, empfahlen wir die Ermittlung der Verkehrsdaten aufgrund des Verkehrsmodells Singen. Dieses wurde von Rapp vor rund 5 Jahren erstellt. Auf Grund maßgeblicher Veränderungen am Verkehrsnetz in den letzten Jahren sowie überarbeiteter Planungen zur innerörtlichen Verkehrsführung nahm die Stadt Singen das Projekt zum Anlass, das Verkehrsmodell zu aktualisieren und auf neue Prognosehorizonte fortzuschreiben. Basierend auf umfassenden Zähldaten führten wir eine Neukalibration durch und schätzten die Verkehrsnachfrage für den neuen Prognosehorizont ab.
Die Stadt Singen plant, den Bahnhofsvorplatz neu zu gestalten. Sowohl für das neue Einkaufszentrum als auch den Bahnhofsvorplatz ist die verkehrliche Machbarkeit nachzuweisen. Aufgrund ihrer geographischen Nähe und um Synergien zu nutzen wurde eine Mikrosimulation durchgeführt, mit welcher der Nachweis der verkehrlichen Machbarkeit für beide Bauvorhaben erbracht werden konnte.