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Grundwasserhochstand Juli 21
Grundwasserhochstand vom 17.07.21
Im Juli 2021 kam es zu einem Hochstand des Grundwasserspiegels in der Gemeinde Heimberg. Mehrere Liegenschaften hatten mit aufsteigendem Grundwasser zu kämpfen. Durch undichte Gebäude, Leitungen und Schächte drangen grosse Mengen an Grundwasser in das Kanalisationssystem, welches durch die gleichzeitig anfallenden, starken Niederschläge zeitweise überlastet war.
Es handelt sich dabei um ein natürliches Phänomen, welches sich in gewissen Abständen wiederholt. Die Ebene der Gemeinde Heimberg war früher Schwemmland der Aare und besteht hauptsächliche aus Kiesböden. Diese kiesigen Böden sind wasserdurchlässig und der Grundwasserspiegel steht schon in "normalen Jahren" lediglich 1-3 m (grüner und oranger Bereich) unter der Terrainoberfläche an.
Durch die grosse Wasserdurchlässigkeit reagiert der Grundwasserspiegel sehr schnell, i.R. innerhalb von 24 Std. auf einen erhöhten Abfluss der Aare. Ein normaler Sommerabfluss der Aare liegt bei der Regiebrücke in Thun normal bei 240 m³/s.
Während dem Hochwasserereignis 2021 lag der Aareabfluss jedoch über einen längeren Zeitraum bei 400 – max. 505 m³/s (100 jähriges Hochwasser). Dementsprechend stieg auch der Grundwasserspiegel fast auf den Rekordwert vom Hochwasser 1999 an.
Die Schwankungen des Grundwasserspiegels lassen sich beim Referenzpegel G201 Heimberg des kantonalen Amts für Wasser und Abfall online beobachten. Dieses befindet sich an der Blümlisalp-strasse, beim Fussballplatz der Oberen Au. Die dort ablesbaren Schwankungen des Grundwasserspiegels zeigen das generelle Verhalten des Grundwasserspiegels in Heimberg an, wobei dieser nicht wie z.B. ein Seespiegel horizontal ist, sondern Gefälle (+/- parallel zur Aare) in Richtung Bern aufweist