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Gewaltprävention in der Offenen Jugendarbeit
eine qualitative Untersuchung in den Zürcher Gemeinschaftszentren
Seit 2018 ist das Thema Jugendgewalt in der Stadt Zürich vermehrt in den medialen Fokus gelangt. Präventive Massnahmen wie die Offene Jugendarbeit werden von Politik und Verwaltung gefordert. Im Rahmen des Projekts Surplus sind die Zürcher Gemeinschaftszentren daran beteiligt, mögliche Massnahmen zu erarbeiteten. Der Offenen Jugendarbeit wird einerseits grosses Potential in der Bearbeitung von Gewalt beigemessen. Anderseits wird Prävention im Rahmen der Fachwissenschaft kritisiert und als Instrument hegemonialer Interessen beurteilt, welches auf die Verhinderung von Abweichung zielt und den sozialpädagogischen Zielsetzungen wie Emanzipation und Partizipation widerspreche. Vor diesem Hintergrund wird im Rahmen einer qualitativen Forschung untersucht, welche Wissensbezüge und Handlungsstrategien die Jugendarbeitenden der Zürcher Gemeinschaftszentren in Bezug auf Gewaltprävention haben. Dazu wurden drei Gruppendiskussionen durchgeführt. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Jugendarbeitenden sehr unterschiedliche Konzepte von Prävention verfolgen. Aufbauend auf den Ergebnissen und Erkenntnissen der Arbeit wird eine Präventionsperspektive vorgeschlagen, welche sowohl die sozialen Bedingungen, über die die Entstehung von Gewalt ins Zentrum rückt, als auch Ziele wie Selbstbestimmung und Emanzipation verfolgt. Die Integration der Kritik an Prävention und Präventionskonzepten ist dabei ein wichtiger Teil, um die Selbstreflexion im Rahmen der Gewaltprävention zu stärken.