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Die Schweizer Unternehmen greifen im Allgemeinen nicht auf Korruption zurück, um sich Märkte im Ausland zu sichern. Das ergab eine Studie der NGO Transparency international. Von insgesamt 22 Ländern, die 75% des Welthandels ausmachen, befindet sich die Schweiz auf Platz 3, in der Spitzengruppe der am wenigsten korrupten Exportländer, direkt hinter Kanada und Belgien, aber noch vor Deutschland, Japan und dem Vereinigten Königreich.
Laut dem Corruption Perceptions Index (CPI), der von Transparency international entwickelt wurde, neigen die Unternehmen in Russland am ehesten dazu, Schmiergelder ans Ausland zu zahlen. Anschliessend folgen die Unternehmen in China, Mexiko, Indien und Brasilien. Transparency international beunruhigt dieser Trend, der sich bei den aufstrebenden Wirtschaftsmächten abzeichnet und dort "gängige Praxis" sei.
"Einige Unternehmen in den grossen Exportländern greifen weiterhin auf Korruption zurück, um neue Märkte im Ausland zu erschliessen", beklagte die Vorsitzende von Transparency international, Huguette Labelle, in einer Pressemitteilung. "Die Ungerechtigkeit, die durch Korruption entsteht, zeigt, wie wichtig es für die Regierungen ist, ihre Anstrengungen um die Anwendung der bestehenden Gesetze und Regeln zu verdoppeln", fügte sie hinzu. Sie fordert die Exportländer auf, sich zur Bekämpfung der Korruption an die Vorschriften der OECD zu halten.
Am stärksten betroffen sind der Erhebung zufolge die Branchen Baugewerbe und Immobilien sowie Erdöl und Erdgas. Die "saubersten" Branchen sind Informatik, Fischerei und der Banken- und Finanzsektor.
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