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Ein heute 34-jähriger Mann hat in der Stadt Luzern systematisch Fahrräder geklaut und sie danach verhökert. Mit dem Erlös finanzierte er seinen Drogenkonsum. Ihn zu therapieren hat deshalb für das Kriminalgericht oberste Priorität.
Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Mann verurteilt, der in der Stadt Luzern insgesamt 80 Velos gestohlen hat. Zwischen 2012 und 2014 klaute er die Fahrräder, die insgesamt einen Wert von mindestens 96’000 Franken hatten.
Mit einem Schneidewerkzeug schnitt er jeweils die Schlösser auf. Die gestohlenen Fahrräder verkaufte er anschliessend in diversen Lokalen. Wer die Hehlerware entgegennahm, konnte die Polizei nicht ermitteln. Der Mann gab von sich aus zu, rund 10’000 dafür bekommen zu haben. Er brauchte die Einnahmen, um so seinen Drogenkonsum finanzieren zu können.
Als die Polizei ihm Mitte 2014 auf die Schliche kam, setzte der Mann sich ins Ausland ab. Er wurde international zur Fahndung ausgeschrieben. Es vergingen drei Jahre, bis er 2017 am Grenzübergang in Chiasso festgenommen werden konnte.
Vollumfänglich geständig
Nach einem Tag U-Haft legte er in einer Befragung durch die Polizei ein umfangreiches Geständnis ab und begab sich sogleich in eine Klinik. Er beschloss, vorzeitig die Therapie anzutreten, von der er wusste, dass das Gericht sie ohnehin anordnen würde.
Das Kriminalgericht ordnete denn auch eine stationäre Therapie an, wie aus dem rechtskräftigen Urteil hervorgeht. Zeigt diese Erfolg, muss der mehrfach vorbestrafte 32-Jährige die Freiheitsstrafe von 22 Monaten nicht absitzen, zu welcher er verurteilt wurde. So oder so bezahlen muss er allerdings eine Busse von 500 Franken.
Einer der Velobesitzerin schuldet er zudem 800 Franken Schadensersatz, weitere 800 Franken machen die Gerichtskosten aus.