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Im NHL-Spiel zwischen den Washington Capitals und den New York Rangers kam es zu einer Schlägerei zwischen den Teams. Besonders die Auseinandersetzung zwischen Tom Wilson und Artemi Panarin sorgte für Aufregung.
Tom Wilson ist kein Unbekannter in der Abteilung für die Sicherheit der NHL-Spieler. Bereits fünfmal wurde der Stürmer der Washington Capitals gesperrt. Seit September 2017 verpasste er 30 Partien aufgrund von Sperren. Nun dürften weitere dazukommen.
Im Spiel gegen die New York Rangers überschritt der 27-Jährige nämlich erneut eine Linie, wie der Coach der Rangers, David Quinn, nach dem Spiel sagte: «Wir haben es alle gesehen. Er hat null Respekt vor dem Spiel. Wilson hätte einen der Stars der Liga ernsthaft verletzen können.» Damit meint Quinn Artemi Panarin. Der Russe musste die Partie mit einer Verletzung in der unteren Körpergegend verlassen und kehrte nicht aufs Eis zurück.
Auch Panarins Mitspieler Mika Zibanejad war ausser sich ob der Aktion des Wiederholungstäters: «Wilson sollte mehr Respekt vor dem Sport und den Spielern haben. Es ist schrecklich. Ich weiss nicht, warum ich überrascht bin.» Doch was war überhaupt passiert?
Im zweiten Drittel tauchte Rangers-Stürmer Pavel Buchnevich vor dem Tor der Capitals auf. Im Kampf um den Puck fiel Buchnevich aufs Eis, woraufhin Wilson ihm einen Schlag auf den Hinterkopf verpasste. Es entstand eine Rauferei zwischen mehreren Spielern der beiden Teams. Panarin sprang Wilson auf den Rücken, um diesen daran zu hindern, weitere Schläge gegen Buchnevich auszuteilen.
Dann folgte die von Rangers-Coach Quinn und Mika Zibanejad angesprochene Szene. Wilson entledigte Panarin seines Helms und zog diesen an seinen Haaren zu Boden. Der 29-jährige Russe schlug hart auf dem Eis auf, wurde vom Gegner aber weiter mit Schlägen eingedeckt. Beim Versuch aufzustehen, schmiss Wilson Panarin erneut auf die Spielfläche.
Die Konsequenzen der Auseinandersetzung zwischen den beiden war eine Zweiminutenstrafe für Artemi Panarin wegen übertriebener Härte und zweimal zwei Minuten sowie eine Zehnminutenstrafe für Tom Wilson. Dennoch konnte Wilson nach Absitzen der Strafe weiterspielen und sich sogar noch in die Torschützenliste eintragen. Im dritten Drittel traf er zum 6:3-Endstand ins leere Tor. Das Opfer musste nach der Attacke zusehen, wie sein Team die 3:2-Führung noch aus der Hand gab.
Es war nicht die erste unsaubere Aktion des 29-Jährigen in dieser Saison. Wilson ist bekannt für Sperren, Bussen und gefährliches Spiel. Im März wurde er für einen Bandencheck gegen Brandon Carlo von den Boston Bruins sieben Spiele gesperrt. Trotzdem verteidigt ihn sein Trainer Peter Laviolette: «Ich glaube, es war nur physisches Spiel. Das passiert oft.»
Noch ist nicht bekannt, wie die Liga über die Vorfälle entscheiden wird. Doch Tom Wilson dürfte einer längeren Sperre kaum ausweichen können. Auch weil es scheint, als hätte der Stürmer kaum aus seiner Vergangenheit gelernt oder seine Spielweise verändert.