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Zürich, 02.06.2017
Der Ausstieg der USA aus dem Weltklimaabkommen hat am Freitag die Ölpreise belastet. Anleger fürchten ein Fortbestehen des weltweiten Überangebots und ein mögliches Aufweichen der Opec-Produktionsgrenzen.
Die USA könnten nun ihre Bohraktivitäten ausweiten und es bestehe die Gefahr, dass die Länder, die den Opec-Deal unterzeichnet hätten, von ihren Zusagen abrückten, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda.
Die richtungsweisende Öl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,3 Prozent auf 49,96 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI gab 1,4 Prozent auf 47,66 Dollar nach. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die USA das Abkommen verlassen und alle Zahlungen für den Kampf gegen den Klimawandel an andere Länder einstellen werden.
Die USA ist einer der grössten Ölförderer der Welt und auf Augenhöhe mit Saudi-Arabien und Russland. Das Land ist nicht Mitglied in der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), die vor einer Woche mit anderen Ölförder-Ländern eine Verlängerung der Produktionsgrenzen um neun Monate beschlossen hatte. Der Ölboom in den USA gilt als Hauptgrund für das Überangebot des Rohstoffs in den vergangenen Jahren.