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Japan überdenkt Energiestrategie
Der Atomstromanteil liegt in Japan bei knapp 30%. Die bisherige Energiestrategie des Landes ging davon aus, dass dieser Anteil bis 2030 auf über 50% ansteigt und der Anteil der erneuerbaren Energien rund 20% erreicht. Nach dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi müssten diese Vorgaben von Grund auf neu diskutiert werden, erklärte Kan am 11. Mai 2011 an einer Medienkonferenz. Bisher bildeten die Kernenergie und die fossilen Energien die zwei Säulen der japanischen Energieversorgung. Nach dem Fukushima-Unfall und im Hinblick auf den Klimawandel glaube er nun, dass zwei zusätzliche Säulen von entscheidender Bedeutung für Japan seien. Eine davon bestehe aus den erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind und Biomasse, die zu den Hauptenergiequellen hinzukommen sollen. Als zweite zusätzliche Säule schlägt Kan Energiesparen vor. «Wir müssen uns hier mehr anstrengen als bisher», forderte Kan.
Bezüglich Kernenergie erklärte Kan, das wichtigste sei, die Sicherheit zu gewährleisten. Vertiefte Kontrollen seien nötig, um die Sicherheit weiter zu verbessern. Er kündigte die Schaffung eines Ausschusses an, der «unabhängig, offen und vollständig» die Ursachen des Reaktorunfalls in Fukushima-Daiichi untersuchen werde. Der neue Ausschuss werde von der Kernenergiebehörde unabhängig sein. Seine Erkenntnisse würden veröffentlicht und nicht nur technische Aspekte behandeln, sondern auch bestehende Systeme und institutionelle Fragen beleuchten.