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Wofür brauchen auch Institutionen im Gesundheits- und Sozialwesen eine Strategie?
Eine Strategie beschreibt die Mittel und Wege, die eine Institution wählt, um ihre Ziele zu erreichen. Sie zeigt, wie das Unternehmen im Wettbewerb erfolgreich sein will. Die Strategie ist zudem hilfreich um allen Mitarbeitenden aufzuzeigen, was sie tun und was sie unterlassen sollen - aber nur, wenn die Strategie klar formuliert ist und nachdrücklich umgesetzt wird.
In Zeiten von knappen staatlichen Mitteln, ungenügenden EBITDA-Margen und der Gefahr von leeren Betten müssen sich auch Institutionen im Gesundheits- und Sozialwesen mittel- und langfristig positionieren.
Strategie soll helfen, Ziele zu erreichen
Die Strategie ist ein Schritt in einem übergreifenden Managementprozess. In diesem Rahmen müssen die Vision und die Mission eines Unternehmens und die Anforderungen, die Eigentümer oder Geschäftsleitung sowie andere Stakeholder an das Unternehmen richten, in konkrete Massnahmen überführt werden.
Der Prozess der Strategieentwicklung und Überführung in strategische Projekte soll letztlich dazu dienen, dass die Unternehmensziele erreicht werden. Die Eigentümer wollen gegebenenfalls ihr Kapital ausreichend verzinst haben. Die Bewohner/Klienten/Patienten wollen Dienstleistungen haben, wie es ihren Erwartungen entspricht. Die Mitarbeitenden wollen motiviert sein und Sinn und Zufriedenheit bei ihrer Arbeit erfahren.
Strategien machen Vorgaben und Ziele der Geschäftsleitung verständlich
Die Strategie ist ein wesentliches Bindeglied zwischen den generellen Vorgaben für das Unternehmen und den für die künftige Positionierung festgelegten Stakeholder-Anforderungen sowie den einzelnen Aktivitäten, um diese Vorgaben zu erfüllen. Die Strategie beschreibt die grundsätzliche Marschrichtung oder gibt die Leitplanken vor, die sagen, wie die Vorgaben erreicht werden sollen.
Die Strategie gibt damit die Richtung und die Prioritäten vor, die für alle Führungskräfte und Mitarbeitende relevant sind. Deshalb muss die Strategie für alle im Unternehmen möglichst verständlich sein. Denn sie erklärt, warum Geschäftsleitung und Mitarbeitende bestimmte Massnahmen und Aktionen durchführen müssen.
Strategien als Annahmen, wie Wettbewerbsvorteile erreicht werden
Die Strategie und die daraus abgeleiteten (strategischen) Projekte sollen dazu beitragen, dass sich die Institution im Wettbewerb mit anderen Unternehmen behauptet und erfolgreich ist. Voraussetzung ist
- Es werden die richtigen strategischen Aktivitäten ausgewählt und
- diese unterstützen sich gegenseitig.
Doch niemand kann im vornherein sicherstellen, dass diese Voraussetzungen erfüllt werden. Es werden also Annahmen getroffen darüber, welche strategischen Aktivitäten letztlich im Wettbewerb mit anderen Unternehmen zum Erfolg führen.
Phasen des Strategie-Prozesses
Der Strategie-Prozess einer Unternehmung umfasst folgende vier Phasen:
- Analyse (Umwelt-, Unternehmensanalyse)
- Entwicklung (Vision, Werte, Strategien)
- Umsetzung (Massnahmenplan, Anpassung Strukturen, Prozesse)
- Controlling (Strategisches Controlling)
Wir setzen bei der Strategie-Entwicklung für unsere Kunden auch eine Online-Umfrage ein, welche eine Einschätzung der aktuellen Situation der Institution sowie die möglichen strategischen Handlungsfelder schnell und transparent aufzeigt.
Erfolgsfaktoren
Zusammenfassend sollten folgende Faktoren für einen erfolgreichen Strategieprozess beachtet werden:
- Berücksichtigung aller strategierelevanten Perspektiven
- Prägnante Analysen und kreativer Entwicklungsprozess
- Konzentration auf die Stärken und Lösung der grössten Schwächen
- Klare, verbindliche Formulierung der Strategie
- Teamwork VR und GL; Kommunikation der Strategie auf allen Hierarchieebenen
- Berücksichtigung der Unternehmenskultur und der Change-Aspekte
- Sicherung der Umsetzung durch Einbindung der Strategie in den periodischen Planungs- und Controllingprozess