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Creative Commons
Creative Commons (abgekürzt CC; englisch für schöpferisches Gemeingut, Kreativallmende) ist eine gemeinnützige Organisation, die 2001 in den USA gegründet wurde. Sie veröffentlicht verschiedene Standard-Lizenzverträge, mit denen ein Autor der Öffentlichkeit auf einfache Weise Nutzungsrechte an seinen Werken einräumen kann. Diese Lizenzen sind nicht auf einen einzelnen Werkstyp zugeschnitten, sondern für beliebige Werke anwendbar, die unter das Urheberrecht fallen, zum Beispiel Texte, Bilder, Musikstücke, Videoclips usw. Auf diese Weise entstehen Freie Inhalte.
Entgegen einem häufigen Missverständnis ist Creative Commons nicht der Name einer einzigen Lizenz. Die verschiedenen Lizenzen von Creative Commons weisen vielmehr große Unterschiede auf. Einige CC-Lizenzen schränken die Nutzung relativ stark ein, andere wiederum sorgen dafür, dass auf das Urheberrecht so weit wie möglich verzichtet wird. Veröffentlicht jemand beispielsweise ein Werk unter der Lizenz CC-BY-SA, dann erlaubt er die Nutzung durch andere Menschen unter der Bedingung, dass der Urheber sowie die betreffende Lizenz angegeben werden. Darüber hinaus darf der Nutzer das Werk unter der Bedingung verändern, dass er das bearbeitete Werk unter derselben Lizenz veröffentlicht. Das ist die Lizenz, die Wikipedia verwendet.
Die Rechtemodule
|Name des Moduls||Kurzerklärung|
|by – Namensnennung (englisch: Attribution)||Der Name des Urhebers muss genannt werden.|
|nc – Nicht kommerziell (Non-Commercial)||Das Werk darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.|
|nd – Keine Bearbeitung (No Derivatives)||Das Werk darf nicht verändert werden.|
|sa – Weitergabe unter gleichen Bedingungen (Share Alike)||Das Werk muss nach Veränderungen unter der gleichen Lizenz weitergegeben werden.|
Die aktuellen Lizenzen
Die CC-Lizenzen angeordnet nach ihrer Offenheit: von der Gemeinfreiheit („Public domain“) bis zu „Alle Rechte vorbehalten“ („All rights reserved“). Dunkelgrün sind die „Approved for Free Cultural Works“-Lizenzen, die beiden grünen Bereiche markieren die Lizenzen die kompatibel mit der „Remix-Kultur“ sind.
Durch die Kombination der oben genannten Rechtemodule kann die Wirkung der Freigabe eines Werkes nach den Wünschen des Urhebers abgestuft erfolgen. Je nachdem, was freigegeben werden soll, werden die entsprechenden Rechtemodule gewählt und ist am Ende die konkrete Lizenz ausgestaltet. Beispielsweise könnte ein Urheber etwas dagegen haben, dass sein Buch auf Basis der CC-Lizenz von einem fremden Verlag verkauft wird, ohne dass er am Erlös beteiligt wird. Dann kann er sich durch Wahl des Rechtemoduls NC die kommerzielle Nutzung seines Werks vorbehalten. Da sich die Rechtemodule ND für „Keine Bearbeitung“ und SA für „Weitergabe [von Bearbeitungen] nur unter gleichen Bedingungen“ logisch ausschließen, sowie zudem das Rechtemodul BY für „Namensnennung“ bei allen diesen Lizenzen verpflichtend ist, ergeben sich aus den oben genannten vier Rechtemodulen genau sechs in sich abgeschlossen formulierte konkrete Lizenzen, die sogenannten „Kernlizenzen“ (englisch „core licenses“). Aus den möglichen und empfohlenen Lizenzen (CC-SA ist ausgelaufen[10]) entsprechen mit den Modulen CC-BY und CC-BY-SA zwei (drei mit der „Un-Lizenz“ CC0) der Definition für freie Lizenzen und sind auf der Lizenzwahlseite von Creative Commons entsprechend gekennzeichnet.