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Wie war die Uhr nach Australien gekommen?
Das ist ihr Geheimnis und wird es auch bleiben, aber eines ist sicher: Sie hatte schon lange versucht, an den Ort ihrer Geburt zurückzukehren. Nur sie wusste, wo es war, denn es gab nichts, was darauf hindeutete. Keine Markierungen, kein Datum, kein Name, nichts.
Sie hätte noch lange in der Schublade eines Händlers in Sydney liegen können, wenn Antoine Simonin nicht vorbeigekommen wäre. Er erinnert sich, dass er sehr gezögert hatte, sie zu kaufen. Natürlich machte sie Musik, aber es gab keine Hinweise auf ihre Herkunft und in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts gab es keine Möglichkeit,v on so weit her, Nachforschungen anzustellen, da das Internet nicht so popular war.
Er ließ sich von seiner inneren Stimme leiten und kaufte die Uhr. Hatte er wahrgenommen, was sich hinter der Musik verbarg?
Inzwischen ging die Reise weiter und Neuseeland war der nächste Schritt. Die Uhr fand ihren Platz in seiner Badetasche, ein Beweis dafür, dass er ihr nicht unbedingt viel Bedeutung gab!
Zurück in der Schweiz begann er mit seinen Nachforschungen und wie immer musste der Zufall mitspielen. Die Uhr hatte einen Hauch von La Vallée de Joux, und so wandte er sich an seinen Freund Daniel Aubert. Das war der Beginn vieler Entdeckungen.
Diese Musikuhren waren tatsächlich im Vallée de Joux entwickelt worden und wurden später an bekannte Marken verkauft. Sie würden also ohne Spuren ihres Schöpfers bleiben, da dies zu einer Zeit geschah, als La Vallée de Joux noch nicht den Ruhm hatte, den es heute in der Welt der Uhrmacherei genießt.
Daniel Aubert hat diese musikalische Uhr mit Wecker in Marcel Piguets "Histoire de l'horlogerie à La Vallée de Joux", einem Buch, das von Editions-Simonin herausgegeben wurde, vorgestellt und illustriert. Außerdem beschreibt Alfred Chapuis in seinem Buch "L'histoire de la boîte à musique et de la musique mécanique" auf sechs Seiten das Abenteuer der Erfinder der Musikuhren aus dem Vallée de Joux. Der erste hieß Antoine Favre und ist dafür bekannt, dass er Glockenspiele ohne Klangkörper und Hammer herstellte.
Heute ist es offensichtlich, dass diese außergewöhnliche Uhr, von der ersten $Generation - ohne Klangkörper und Hammer - ihren Platz in einem Museum oder bei einem Liebhaber schöner Uhren finden würde.
War dies die Botschaft, die Antoine Simonin in Sydney durch dieses Stück, das nur durch seine Musik auffiel, ins Ohr geflüstert wurde?
Josiane Simonin
Verkauft.
Bibliografie :
Marcel Piguet - Histoire de l’horlogerie à La Vallée de Joux - No 7807
Alfred Chapuis - Histoire de la boîte à musique et de la musique mécanique - No 6357
Alfred Chapuis - The History of the Musical Box and of Mechanical Music - No 1271