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Kühe geben nur dann eine konstante Milchmenge, wenn sie einmal jährlich kalben. In den konventionellen und in vielen Öko-Betrieben werden die Kälber meist am ersten oder zweiten Lebenstag von ihren Müttern getrennt. Die natürliche soziale Bindung zwischen Mutterkuh und Kalb wird bei dieser Haltungsform nicht berücksichtigt. Die frühe Trennung von der Mutterkuh hat sich als nachteilig für die Kälber erwiesen.
Artgerechte Haltung
Eine alternative, artgerechte Haltung ist die mutter- und ammengebundene Kälberaufzucht. Dabei haben die Kälber über einen Zeitraum von mehreren Monaten Kontakt zu ihren Müttern oder zu Ammenkühen, die mehrere Kälber säugen. Untersuchungen zufolge geht es den Kälbern damit besser. Sie sind gesünder und zeigen keine Verhaltensstörungen. Über die Muttermilch nehmen sie Immunstoffe auf, die sie weniger anfällig für Krankheiten machen. Außerdem wachsen die Kälber schneller. Nach etwa vier bis fünf Monaten werden die Kälber von der Milch entwöhnt.
Auch die Landwirte profitieren von dieser Haltungsform, denn der Arbeitsaufwand ist geringer und das bei gleichbleibender Milchleistung. Weitere Informationen erhalten Sie in diesem Merkbatt (kostenloser PDF-Download).
Die Gruppe für biologisch-dynamische Rindviehzucht in der Schweiz, deren Mitglied Herman ist, hat diese Broschüre in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinsitut für biologischen Landbau FibL erstellt.