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Die Erkrankung Apnoe im Schlaf gehört zu dem Oberbegriff obstruktives Schlafapnoe Syndrom (OSAS) und wird durch Atemaussetzer (Apnoen) während des Schlafs verursacht. Es kommt daraufhin zu einer Weckreaktion des Organismus auf die zeitlich bedingte Unterversorgung der Organe mit Sauerstoff.
Die Betroffenen können selten nachts durchschlafen und sind über den Tag hinweg Müde und abgeschlagen. Es kommt zusätzlich zu ausgeprägten Kopfschmerzen, Nachlassen der Konzentration, Impotenz und vermehrter Harndrang in der Nacht.
Bei Verdacht auf eine Apnoe im Schlaf sollte immer eine internistische Abklärung durchgeführt werden. Durch konservative Massnahmen können die Symptome des Schlafapnoesyndroms wieder verschwinden. Falls diese Schritte nicht zum gewünschten Erfolg führen kommt die Untersuchung in einem Schlaflabor auf die Patienten zu.
Folgende konservative Massnahmen empfehlen wir bei der leichten Ausprägung der OSAS:
Schlafzyklus
Ein fester Schlafrhythmus mit ausreichender Schlafzeit in einen dunklen Raum mit angenehmer Temperatur sollte eingehalten werden. Eine Rückenlage sollte vermieden werden, damit die Zunge nicht zurückfallen und die Luftzufuhr einengen kann. Vor dem Zubettgehen sollte auf Speisen und Getränke verzichtet werden.
Gewichtsabnahme
Eine Gewichtsreduktion ist bei übergewichtigen Patienten dringend anzuraten. Der Body-Mass-Index (BMI) steht in einem direkten Verhältnis zum OSAS.
Internistische Parameter
Schon das gezielte Einstellen des Zuckerstoffwechsels, des Blutdrucks und des Herzrhythmus verschaffen Abhilfe bei einer OSAS.
Konservative Massnahmen führen bei der leichten Form der OSAS sehr oft zur Linderung der Symptome. Für Betroffene mit mittelschwerem OSAS sind die nasale Ventilationstherapie (CPAP) und eine Protrusionsschienen für den Unterkiefer, die Standardbehandlung.
In schweren Fällen der Schlafapnoe ist die apparative Therapie sehr oft notwendig. Das CPAP-Beatmungsgerät gibt den Atemwegen ein leichter Überdruck und hält damit die Zugänge offen. Heutzutage gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Beatmungsgeräte und verschiedene Masken auf dem Markt.
Eine operative Therapie wird nötig um anatomische Verhältnisse zu korrigieren, wie z.B. die Korrektur des Kiefers oder der Nasenscheidewand, Polypenentfernung oder Entfernung der Gaumenmandeln. Ein MKG-Chirurg ist für die operativen Korrekturen am Kiefer spezialisiert.