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(07.10.2020) Die COVID-19-Pandemie sorgt weiter für eine ungewisse Zukunft der Schweizer Wirtschaft. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) korrigiert ihre Inflationsprognose für das Jahr 2020 nach oben (auf -0,6%) und entwirft verschiedene Szenarien für die kommenden Monate.
Der Anstieg des Erdölpreises hat die SNB dazu gebracht, ihre im Juni verkündete Prognose (-0,7%) zu korrigieren. Die Inflationsrate bleibt zwar negativ, dürfte aber mittelfristig ansteigen. Für 2021 rechnet die SNB nun mit einer Teuerung von 0,1%, während sie in ihrer Sommerprognose noch von -0,2% ausgegangen war. 2022 wird die Inflation voraussichtlich 0,2% betragen.
Diese bedingten Inflationsprognosen beruhen auf einem Szenario, in dem die Zentralbank in den kommenden drei Monaten einen negativen Leitzins von -0,75% beibehalten wird. Die pandemiebedingte Instabilität verhindert jedoch jede eindeutige Langzeitprognose.
In den meisten Ländern beträgt der Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) im zweiten Halbjahr im Jahresvergleich zwischen 10% und 20%. Die Lockerung der Beschränkungen im Zusammenhang mit der Epidemie hat eine Erholung der Weltwirtschaft ermöglicht. Dennoch wird das globale BIP in den kommenden Monaten voraussichtlich unter dem Vorkrisenniveau bleiben.
Dank der Erholung der Konjunktur und der Unterstützung durch den Bund dürfte das dritte Quartal in der Schweiz mit einem kräftigen BIP-Anstieg abschliessen. Folglich korrigiert die SNB ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2020 nach oben. Der Rückgang des BIP werde sich nunmehr auf -5% belaufen, im Gegensatz zu den im Juni prognostizierten -6%.
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Letzte Änderung 07.10.2020