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- Der 42-jährigen Vincent Lambert, der seit fast 11 Jahren in Frankreich im Wachkoma lag, ist nun gestorben.
- Sein Fall löste eine grosse Diskussion um das Thema Sterbehilfe aus.
- Die Eltern des Verunfallten wollten an seinem Leben festhalten, während seine Frau ihn sterben lassen wollte.
- Nach einem Rechtsstreit entschied Ende Juni der Kassationshof in Paris, dass die Mediziner die Versorgung des Patienten absetzen können.
Mehrere Familienmitglieder haben nun seinen Tod gegenüber der Agentur AFP bestätigt. Seine Versorgung wurde letzte Woche eingestellt. Vincent Lambert war 2008 bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg zu Arbeit schwer verletzt worden. Seither war er querschnittgelähmt und lag im Wachkoma.
Da keine Patientenverfügung vorhanden war, kam es zu einem dramatischen juristischen Tauziehen zwischen den Eltern und der Ehefrau des Patienten. Die katholischen Eltern wollten den Tod ihres Sohnes mit allen Mitteln verhindern und klagten. Sie scheiterten in Frankreich immer wieder vor Gericht und auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Lamberts Ehefrau setzte sich dafür ein, dass ihr Mann sterben konnte.
Fall deckte Schwäche im System auf
Das Familiendrama der Lamberts und der jahrelange Rechtsstreit haben die Schwächen der französischen Gesetzgebung in einem solchen Fall offengelegt. Passive Sterbehilfe ist seit 2005 erlaubt. Seit 2016 gibt es auch die Möglichkeit, unheilbar Kranken über Medikamente indirekt Sterbehilfe zu leisten. Aber es ist nicht klar, wer einen solchen Entscheid treffen kann, wenn sich die Familie nicht einig ist.