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WC Sakarya
Historische Premiere für Simon Marquart
Der Winterthurer hat das letzte Weltcuprennen in dieser Saison in Sakarya gewonnen. Dank dieses Erfolgs wird der 25-Jährige zum ersten Schweizer in der BMX-Geschichte, der den Gesamtweltcup für sich entscheiden kann.
Es ist vollbracht. Simon Marquart hat am Sonntag Schweizer BMX-Geschichte geschrieben und sich erstmals die Weltcup-Gesamtwertung gesichert. Der 25-jährige Zürcher war am Vortag von seinem Rivalen, dem Kolumbianer Carlos Ramirez Yepes, beim Kampf um die Gesamtwertung unter Druck gesetzt worden. Doch am Sonntag zeigte er, dass er dem Druck gewachsen ist. Tatsächlich lag Marquart vor dem letzten Weltcup-Rennen in Sakarya 35 Punkte hinter Ramirez Yepes zurück. Weil der Kolumbianer im Halbfinale ausschied, hatte Marquart es in den eigenen Händen, im Final alles klarzumachen. Der Schweizer meisterte diese Aufgabe mit Bravour und holte sich den Sieg.
«Ich hatte es bis zu Beginn dieser Saison ja nie in einen Final geschafft. Nun habe ich drei Rennen gewonnen, und jetzt kommt noch die Gesamtwertung hinzu – es ist einfach ein unglaubliches Gefühl», sagte Marquart, der Ramirez Yepes schliesslich um 65 Punkte hinter sich liess. Cédric Butti beschloss die hervorragend verlaufene Saison als Vierter ebenfalls mit einem Spitzenplatz. Der Thurgauer, eigentlich noch in der U23-Kategorie startberechtigt und dort auch Europameister geworden, beendete den Elite-Gesamtweltcup als Fünfter. Renaud Blanc schaffte es am Sonntag ebenfalls in den Final; der Genfer wurde Achter.
In der Frauen-Elite erlebte Zoé Claessens am Sonntag einen durchwachsenen Tag. Die Waadtländerin schied im Halbfinal aus und erreichte den achten Platz in der Gesamtwertung. In der U23-Altersklasse beendete Thalya Burford ihre Saison mit einem Platz auf dem Treppchen. Die 18-jährige Genferin hatte sich bereits vor diesem Rennwochenende den Titel in der Gesamtwertung gesichert. Eine weitere Finalistin am Sonntag war Nadine Aeberhard, die Siebte wurde. In der U23-Klasse der Herren realisierte Noah Breschan mit Rang 7 das beste Schweizer Ergebnis.
«Wir haben an den vier Weltcuprennen in der Türkei viele starke Darbietungen von Schweizer Athletinnen und Athleten gesehen», sagte David Graf, der seit Anfang Oktober als Nationaltrainer amtet. «Wir haben sehr viel Potenzial, das ist sehr erfreulich.»