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Nach dem Ende der seit über zwei Jahren andauernden Rezession in Italien klagt die italienische Notenbank wegen schwacher Signale des Wirtschaftsaufschwungs im südeuropäischen Krisenland. Bis Ende dieses Jahres rechnet die Banca d'Italia mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von lediglich 0,75 Prozent.
In einer Rede in Rom zeigte sich Notenbankchef Ignazio Visco am Samstag wegen der Arbeitslosigkeit in Italien besorgt. Die Arbeitslosenquote könnte im laufenden Jahr auf über 13 Prozent steigen. Das das ist doppelt so hoch als vor Beginn der Krise. Die Beschäftigungsrate sei gegenüber 2007 von 61 Prozent auf 43 Prozent gefallen. «Vor allem die Jugendlichen haben einen hohen Preis für die Rezession gezahlt», betonte der Notenbankchef.
Unternehmen brauchen Kredite
Visco appellierte an Banken und Finanzwelt, die reale Wirtschaft zu unterstützen und Unternehmen Kredite zu gewähren. Die Banken sollten wieder das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Visco schloss nicht aus, dass sich die Banca d'Italia an einer Bad Bank beteiligen könnte, die Italiens Grossbanken gründen wollen, um einen Grossteil ihrer faulen Kredite vor dem Stresstest der Europäischen Zentralbank auszugliedern.
An der Bad Bank wollen sich unter anderem die Banken UniCredit und Intesa Sanpaolo beteiligen. In der Rezession können viele Firmen ihre Darlehen nicht bedienen. Das wiederum führt zu einem Anstieg von faulen Krediten.
(sda/me)