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»Das Schreiben fordert mich jeden Tag aufs Neue heraus, denn es verlangt: dass ich vorwärtsschaue und neue Projekte in Angriff nehme, dass ich um mich schaue und mit offenen Augen durch den Tag gehe, aber auch, dass ich rückwärts schaue und in Erinnerungen wühle.
So war es schon immer. Ich brauchte ein Ziel, um mich zu entfalten und den Glauben, dass ich mein Ziel erreiche. Meinen Traum vom Schreiben zu realisieren bedeutete, einen sehr langen und sehr schwierigen Weg allein zu unternehmen. Doch ich würde diesen Weg immer wieder gehen. Ich schulde ihm mein Glück.«
Margrit Schriber wurde 1939 als Tochter eines Wunderheilers in Luzern geboren. Sie arbeitete als Bankangestellte, Werbegrafikerin und Fotomodell. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Zofingen und in der französischen Dordogne. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Aargauer Literaturpreis für ihr Gesamtwerk. Zuletzt bei Nagel & Kimche erschienen: »Die Vielgeliebte meines Mannes« (Roman, 2020).