Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03644.jsonl.gz/807

Die Kasua leben in der Westprovinz in Papua-Neuguinea. In ihrer Sprache gibt es kein Wort für die Farbe Purpur. Viele andere Farben sind bekannt: schwarz, rot, weiss, gelb, grün, und blau, aber nicht die königliche Farbe Purpur.
An neun Stellen im Neuen Testament wird erwähnt, dass die Leute Jesus einen purpurnen Mantel anzogen. Die Übersetzer wollten immer das Wort für „rot“ (keyalo) verwenden, aber einer von ihnen, Tommy, war nicht einverstanden, weil das historisch nicht genau war noch dem Königtum von Jesus entsprach.
Etwas vom Wichtigsten beim Übersetzen ist, dass sich die Übersetzer an die historischen Tatsachen halten. Wenn sie dies nicht tun, wie können dann die Leser darauf vertrauen, dass das, was sie lesen, wahr ist? Die Leser würden beginnen, auch andere Stellen in Frage zu stellen. Deshalb war Tommy nicht bereit, das Wort Purpur abzuändern. Das Team schob das Problem vorerst auf die Seite und hoffte, dass sie später eine inspirierende Idee hätten.
Gott enttäuschte sie nicht. Es sollte jedoch einige Jahre dauern!
Eines Tages war Tommy mit ein paar Männern in der Nähe ihres Dorfes unterwegs. Sie sahen einen Baum, an dessen Stamm knollenartige Früchte wuchsen. Deren Farbe war “das schönste Purpurrot, das ich jemals gesehen hatte”, erklärte Tommy. “Wie heisst dieser Baum?”, fragte er die Männer. “Das ist der Okani-Baum”, antworteten sie.
Wieder an der Arbeit fragte Tommy die Übersetzer: “Könnte man für Purpur nicht sagen ‚die Farbe der Frucht des Okani-Baums‘?” — “Ja, genau! Diese Farbe kennen wir!” sagten sie begeistert. Denn wenn ein Kasua diese Beschreibung hört, ist für ihn ganz klar, welche Farbe gemeint ist, nur Okani-Früchte haben diese Farbe. So können nun auch die Kasua Jesus im purpurnen Mantel als den König sehen, der er ist.
Seit November 2017 haben die Kasua das ganze Neue Testament!
Quelle: The PNG Experience