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Die europäische dunkle Biene Apis mellifera mellifera war lange Zeit die einzige in unseren Breiten natürlich vorkommende, heimische Biene. Von Südfrankreich aus breitete sie sich am Ende der letzten Eiszeit entlang der Alpennordseite bis in den Ural und nach Norden hin auf die Britischen Inseln und Skandinavien aus. Heute ist sie vom Aussterben bedroht - natürliche Vorkommen der reinen dunklen Biene gibt es in unseren Breiten nicht mehr. Lediglich in abgelegenen Gegenden Skandinaviens haben sich einige Bestände gehalten.
Wie kam es dazu?
Seit den 50er Jahren etwa wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Carnica-Biene bei Imkern immer beliebter, da sie zu diesem Zeitpunkt züchterisch bereits stark bearbeitet war und auf bestimmte Merkmale hin selektiert wurde. Durch die massenhafte Verwendung der Carnica-Biene, die sich bis dahin auf natürlichem Wege in unseren Breiten nicht gegen die dunkle europäische Biene durchsetzen konnte, weil sie weniger gut an unser Klima angepasst war, kam es zu starken Vermischungen mit der dunklen Biene, so dass durch die genetische Vermischung die dunkle Biene in Europa nahezu ausgelöscht wurde. Viele der heute als "Mellifera" bezeichneten Bienen entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als Hybride.
Warum die dunkle europäische Biene?
In Zeiten von Bienesterben und Rückgang von Biodiversität kann die dunkle europoäische Biene ein kleines Puzzleteil zu Lösung sein: neuere Forschungsergebnisse legen nahe, dass der Rückgang von Biodiversität in unserer heimischen Flora auch mit dem Rückgang der dunklen Biene zusammenhängt, da diese ein anderes Sammelverhalten und damit auch Bestäubungsverhalten hat, als die mittlerweile verwendeten Bienen. Ausserdem ist die europäische Biene besser an unser Klima angepasst: sie kommt hervorragend mit kalten und verregneten Sommern zurrecht und übersteht auch die härtesten Winter. Im Frühjahr fliegt sie bereits bei niedrigen Temperaturen, im Sommer trotz sie auch leichten Regengüssen. Sie fliegt weiter als beispielsweise die Buckfast und Carnica. Die dunkle Europäische Biene haushaltet auch besser mit ihren Vorräten und ist eine herausragende Pollensammlerin. All diese Eigenschaften machen sie heute wieder interessant für die Imkerei.
Was wir leisten
An einem ausgesuchten, naturnahen Standort im Thurgau wollen wir die reine dunkle europäische Biene wieder ansiedeln und vermehren. Da eine genetisch reine Vermehrung auf natürlichem Wege bei uns nicht mehr ohne weiteres möglich ist, wollen wir über künstliche Besamung eine heimische "Ostschweizer" dunkle Biene züchten und diese für die Imkerei wieder interessant machen. Dazu müssen wir als Ausgangsbasis unserer Arbeit genetisch "reine" dunkle Bienen beschaffen, diese Völker aufbauen und dann im nächsten Schritt mit der Zuchtarbeit beginnen, um einen Beitrag zum Erhalt dieser wertvollen Bienenrasse zu leisten.
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Mit deinem Beitrag unterstützt Du gezielt unser Projekt zum Erhalt der dunklen europäischen Biene. Dein Patenbeitrag berechtigt Dich für ein Jahr (12 Monate seit Abschluss) zur kostenfreien Teilnahme an speziellen Projekttagen und Projektveranstaltungen: so kannst Du Dir vor Ort ansehen, wie Dein Projektbeitrag verwendet wurde. Du erhältst regelmässig Informationen zum Projektverlauf. Bitte beachte, dass die "Aussenveranstaltungen" unter Umständen auf Grund schlechter Wetterprognosen abgesagt oder verschoben werden können. Du erhälst eine persönliche Patenurkunde und wirst auf Wunsch auf der Internetseite unseres Vereins namentlich erwähnt.
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