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Urrezepte
Die ersten Rezepte für den Bûche de Noël werden heute auf die Mitte des 19. Jahrhunderts datiert. Zu Beginn der Laufbahn des Weihnachtsscheits, wie das Dessert auf Deutsch heisst, war die Füllung der Wahl eine mastige Crème. Das Gebäck konnte also getrost als schwere Kost beschrieben werden. Da der Bûche aber in der Regel am Ende des Festtagsmahls serviert wird, ist die
Rezeptur immer wieder angepasst worden. Mittlerweile gibt es unzählige Variationen. Von schwerer Buttercrème bis hin zu leichtem Frischkäse – für jedes Magenvolumen ist etwas dabei.
Streit um den Scheit
Lyon oder Paris? Eine Frage, die sich Touristen nur selten stellen. Dafür ist sie umso relevanter, wenn es um den Ursprung des Bûche de Noëls geht. Das älteste erhaltene Rezept soll in den 1830-ern der Feder eines Konditor-Lehrlings aus dem Pariser Stadtteil Saint-Germain-des-Près entsprungen sein. Die Lyoner beziehen sich auf ein Rezeptbuch von 1884, das einem Chocolatier aus der Stadt an der Rhone die Erfindung zuschreibt. Bis heute kann dieser Streit nicht abschliessend beigelegt werden.