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Mandate
Im Auftrag der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) arbeitet die Genossenschaft seit dem 1. Januar 2017 als Schweizer Fachagentur für ICT und Bildung.
Sie verwaltet zudem das Vermögen der Milton Ray Hartmann-Stiftung und betreut deren Förderzweck im Dienst der Schweizer Bildung.
Die Genossenschaft wird im Lauf des Jahres 2021 rückwirkend auf den 1. Januar 2021 in eine öffentlich-rechtliche Institution überführt. Die EDK und das SBFI werden gemeinsam die Trägerschaft der Fachagentur bilden.
Verwaltungsrat
Dem Verwaltungsrat obliegt die strategische Leitung sowie die Aufsicht und Kontrolle der Genossenschaft.
- Monika Knill, Präsidentin
Regierungsrätin des Kantons Thurgau, Departement für Erziehung und Kultur
- Therese Steffen Gerber, Vizepräsidentin
Vertreterin des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)
- Christian Amsler
Vertreter der Milton Ray Hartmann-Stiftung
- Susanne Hardmeier
Vertreterin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK)
Geschichte und Vermächtnis
Milton Ray Hartmann gründete am 14. Juni 1921 die gemeinnützige Genossenschaft «Schweizer Schul- und Volkskino» (SSVK). Er hatte das Potenzial des damals neuen Mediums Film erkannt. Mit Kofferkinoapparaten machte er es den Schulen schweizweit zugänglich – eine Pionierleistung in der Erschliessung neuer Technologien für die Bildung.
Rasche technische Neuerungen haben die Genossenschaft immer wieder an ihre finanziellen Grenzen gedrängt. Dem 35-Millmeter-Format folgten 1923 kurz aufeinander die neuen Formate in 16 und 9,5 Millimetern, 1932 die Filmbreite von 8 Millimetern und 1965 schliesslich das Super-8-Format. Parallel zu diesem Wettlauf der analogen Technologien keimte das digitale Zeitalter. 1958 bauten Jack Kilby und Robert Noice unabhängig voneinander die ersten integrierten Schaltkreise.
Im gleichen Jahr schuf Milton Ray Hartmann die «Stiftung zur Förderung des Kultur-, Dokumentar- und Unterrichtsfilms». Damit wollte er seiner inzwischen bald 40-jährigen Genossenschaft und ähnlichen gemeinnützigen Organisationen im öffentlichen Interesse eine dauerhafte Finanzierung sichern. Diesen Zweck hat die Stiftung im Zug des technologischen und gesellschaftlichen Wandels aufrechterhalten und laufend den veränderten Bedingungen angepasst. Heute unterstützt die Stiftung innovative Digitalisierungsprojekte in Schule und Unterricht.
Parallel dazu hat sich die ursprüngliche Genossenschaft zur heutigen Fachagentur Educa gewandelt. Sie unterstützt das Bildungssystem bei der Qualitätsentwicklung im digitalen Bildungsraum Schweiz. Unverändert ist die ausgeprägte Bereitschaft, Vertrautes zu hinterfragen und Unbekanntes zu wagen. Mut zum Ungewissen, Vorstellungskraft und Gestaltungswille sind Grundvoraussetzungen dafür. Ihnen sind alle Mitarbeitenden von Educa verpflichtet.