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Automobilität muss im Gegensatz zu Wärme zu einem grossen Teil als Wahlbedarf angesehen werden (Freizeit-, Besuchs- und Einkaufsverkehr). Es ist deshalb unverständlich, dass lediglich in Variante 2 der Energiestrategie 2050 Treibstoffe als Lenkungsmassnahme besteuert werden, mit höchstens 29 Rappen pro Liter. Treibstoffsteuern müssen sowohl Einnahmen für den Bund generieren als auch einen Lenkungseffekt haben. Beides kann nur durch eine relativ hohe Steuer erreicht werden. Diese ist so hoch anzusetzen, dass der Treibstoffpreis knapp unter den Preis der Nachbarländer zu liegen kommt. Dann wäre es vielleicht auch möglich, den Aufschlag der Autobahnvignette oder gar die kantonalen Motorfahrzeugsteuern zu reduzieren. Aber eine solche Lösung ist von einer BDP-Bundesrätin wohl nicht zu erwarten. Weil die Automobilität pro Kopf in den CVP/BDP beherrschten Bergkantonen höher ist als in den Städten und Agglomerationen und der Autotourismus in den Bergkantonen eine hohe Bedeutung hat, ist der Benzinpreis für den Bundesrat tabu. Man merkt die Absicht und ist verstimmt (Goethe).