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Die Entscheidung fiel im 8. Game des dritten Satzes. Nach zwei abgewehrten Breakbällen setzte Stan Wawrinka bei Dimitrovs 3. Chance zum Servicedurchbruch einen Ball neben die Linie, womit der Bulgare 5:3 in Front ging. Wenig später nutzte Dimitrov seinen 1. Matchball zum 3. Sieg im 5. Direktduell.
Klare Steigerung
Im Unterschied zum Turnier von Monte Carlo, wo er gegen denselben Gegner nur 3 Games holte, hätte Wawrinka das Match durchaus gewinnen können. Der Waadtländer führte im 1. Umgang mit Break (das er umgehend hergab) und schaffte auch im 2. Satz einen Servicedurchbruch (den er halten konnte).
Und auch im Entscheidungssatz kam Wawrinka als erster zu Breakchancen, er vergab aber zwei Möglichkeiten leichtfertig. Danach liess er bei seinem 1. Service stark nach und öffnete damit dem Bulgaren die Tür zu den Viertelfinals.
Mehr Punkte gewonnen, Match verloren
95:90 gewonnene Punkte, 30:20 Winner, 7:4 Asse - die Statistik hätte für Wawrinka gesprochen. Den Unterschied machte die Effizienz bei den Breakbällen aus. Der Romand nutzte nur 2 von 12 Gelegenheiten, Dimitrov 2 von 5.
Negativspirale
Nicht zum ersten Mal liess die Weltnummer 9 aus der Westschweiz in den entscheidenden Phasen nach. Wawrinka scheint es derzeit massiv am Selbstvertrauen zu fehlen. Inwiefern dies mit den Turbulenzen in seinem Privatleben zusammenhängt, ist schwierig einzuschätzen.
Seit seinem Indoor-Turniersieg in Rotterdam Mitte Februar hat Wawrinka nur 4 Partien gewonnen (gegen die Nummern 42, 56, 68 und 121 der Welt), aber 5 Matches verloren. Bei den Masters-Turnieren von Indian Wells, Key Biscayne, Monte Carlo und Madrid schied er jeweils früh aus.
Dimitrov nun gegen Nadal
Der Bulgare trifft seinerseits im Viertelfinal auf Rafael Nadal. Der Spanier fertigte den Italiener Simone Bolelli mit 6:2, 6:2 ab.
Sendebezug: Radio SRF 1, 7.5.15, Abendbulletin, 18:45 Uhr