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Gleisübergänge an Segmentgrenzen
Für alle trennbar gebauten Anlagen, egal ob Module oder Segment-Anlagen, stellt sich die Problematik der Trennung und, wohl noch viel mehr, der Wieder-Zusammenführung der einzelnen Module/Segmente und der darauf verlegten Gleise.
Das Thema dieses Eintrags ist nicht die Konstruktion des Grundrahmens und wie Rahmenelemente einer Segmentanlage wieder zusammengefügt werden können, sondern das problemlose Zusammenfügen der darauf liegenden Gleise nach einer Trennung der Segmente.
Während Module normalerweise einer strengen Norm der Übergänge folgen, sprich die Gleise müssen präzise und zehntelmillimeter genau nach standartisierten Vorgaben platziert werden, damit sich beim Zusammenfügen der Module ein nahtloser Übergang ergibt, ist das bei Segmenten (die keiner Norm gehorchen) nicht der Fall. So können Module immer wieder mit anderen Modulen zusammengestellt und betrieben werden, was für Segmente so nicht gilt.
Die Methode, die ich verwende, möchte ich hier kurz darstellen. Ich betone, dass dieses Vorgehen für eine Anlage gedacht ist, die nicht andauernd auseinander genommen und wieder zusammen gebaut werden soll. Es ist also für Modulanlagen, die für Ausstellungen konzipiert sind, ausserhalb der verdeckten Bereiche nicht geeignet, da im sichtbaren Bereich eine gewisse Nacharbeit nach dem Wieder-Zusammensetzen notwendig ist, um Schwellen und Schotterbett wieder in Ordnung zu bringen.
Ich darf aber sagen, dass sie für trennbare Segment-Anlagen definitiv funktioniert - das konnte ich während unseres Umzugs vor zwei Jahren feststellen. Die Anlage läuft ja wieder!
Es ist zusätzlich anzumerken, dass diese Technik nur dort angewendet werden kann, wo an der Segmentgrenze keine Isolierschienenverbinder benötigt werden. Ich kann diese Methode auch nur für Peco Code55-Gleise empfehlen, da ich sie mit keinem anderen Gleismaterial getestet habe.
Ich zeige das Vorgehen anhand der nun folgenden Bilder.
Als erstes wird das Schwellenband der Peco-Gleise auf der Seite, wo die Gleise den Übergang bilden werden, soweit entfernt, dass ein Schienenverbinder auf der freigelegten Schiene Platz findet, ohne dass er über das Schienenende herausragt. Das wird vor dem Verlegen der Gleise gemacht.
Dann werden die Gleise verlegt, ohne sie die letzten ein, zwei Zentimeter fest zu kleben oder zu schrauben (sie sollten ganz leicht beweglich sein). Das Aufstecken der Schienenverbinder kann auch auf dem bereits verlegten Gleis erfolgen (sofern das Gleis des angrenzenden Segments noch nicht verlegt ist), ist dann aber eventuell etwas fummelig. Die Bilder unten zeigen das Prinzip (anklicken für eine grössere Version):
Entfernen des Schwellenbands:
Aufstecken der Schienenverbinder:
Zurückschieben der Schienenverbinder, bis sie nicht mehr über das Gleisende herausragen:
Verlegen und Zusammensetzen der Segmente/Gleise. Mit einer Zange werden die Schienenverbinder von einem Gleis aufs andere geschoben, bis sie mittig sitzen:
Das geschieht auch für die zweite Schiene:
Fertiger Übergang an einer Segment-grenze im Untergund:
Für alle Gleisübergänge im Untergrund ist die Sache damit erledigt. Die zwei Schienen eines Gleises werden vom Schienenverbinder perfekt zusammengeführt und passen exakt zusammen. Sie können immer wieder getrennt (Schienenverbinder zurückziehen, trennen) und wieder zusammengefügt werden (Zusammenführen der Segmente, Schienenverbinder wieder vorschieben), ohne dass der Gleisübergang leidet oder ein unsauberer Übergang entsteht.
Einzige Voraussetzung: man kommt mit einer kleiner Zange hin, um die Schienenverbinder zu verschieben. Das sollte aber bei der offenen Rahmenbauweise und guter Planung möglich sein.
Das Zusammenfügen der Gleise nach einer Trennung der Segmente funktioniert allerdings dann nicht oder ist zumindest extrem schwierig, wenn an der Segmentgrenze Isolierverbinder verwendet wurden. Diese nach einer Trennung wieder zusammenzufügen, ist fast unmöglich. Deshalb sollten Trennungen der Schiene jeweils vor oder nach einer Segmentgrenze erfolgen.
Unten zwei Beispiele dieses Prinzips, welches ich auch für meine Schattenbahnhöfe angewendet habe, die zum Teil über Segmentgrenzen gehen:
Das gleiche Prinzip funktioniert genauso im sichtbaren Bereich, auch in Kurven. Hier muss aber ein klein bisschen Mehrarbeit verrichtet werden, da die Gleise eingeschottert sind.
Beim Aufbau und Zusammenfügen der Segmente und der Gleise ändert sich nichts. Ich fülle allerdings nach dem Zusammenfügen der Segmente/Gleise, aber vor dem Schottern, die Gleiszwischenräume, wo das Schwellenband entfernt wurde, mit Dummy-Schwellen. Dies aus optischen Gründen, da sonst Schwellen fehlen. Die Schwellenstücke schneide ich mir aus Peco-Schwellenbändern zu. Man kann dafür auch die von Peco angebotenen Unterlege-Schwellen verwenden, allerdings fällt dann das Verschieben der Schienenverbinder etwas schwerer. Die Bilder unten zeigen das Prinzip:
Zugeschnittene Schwellenstücke:
Auf der linken Seite schon eingefügt (gleiches mit Aussenschwellen machen):
Im sichtbaren Bereich muss der Schotter beim Auseinandernehmen der Segmente natürlich durch Aufsprühen von Wasser gelöst werden. Die Segmente können dann getrennt werden.
Zum Wiederzusammenfügen der Segmente/Gleise sollten neue Schienenverbinder verwendet werden, damit die Kontakte gut sind. Das Stück am Segmentübergang wird dann mit neuen Schwellenstücken versehen und wieder eingeschottert. Damit ist auch im sichtbaren Bereich ein perfekter Gleisübergang gesichert.
Die Bilder unten zeigen Segmentübergänge meiner Anlage im sichtbaren Bereich nach dem Wieder-Zusammensetzen. Die Züge rollen problemlos darüber (erstes Bild: noch ohne Schwellen und Schotter; zweites Bild: es fehlen noch die äusseren Teile der Schwellen und das finish der Schotterung):