Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03522.jsonl.gz/2936

Die Gespräche am Wochenende in Mexiko-Stadt hätten Fortschritte bei der gemeinsamen Formulierung einiger Vorschläge gebracht, hiess es am Dienstag in einer Erklärung des US-Handelsbeauftragen Robert Lighthizer, der kanadischen Aussenministerin Chrystia Freeland und dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo. Sie versuchten damit nicht zuletzt Zweifel daran auszuräumen, dass die USA weiter hinter dem Abkommen stehen. US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, die Vereinbarung aufzukündigen.
Die Verhandlungsführer bekräftigten das Ziel, ihre Unterredungen gegen Ende des Jahres abzuschliessen. Die dritte Gesprächsrunde sei vom 23. bis 27. September im kanadischen Ottawa geplant. Die erste fand in Washington statt. In welchen Themenbereichen Fortschritte erzielt wurden, blieb zunächst unklar. US-Vertreter Lighthizer fordert wie Trump tiefgreifende Veränderungen in dem Handelspakt: So müssten die Nachteile angesprochen werden, die die Abschaffung der meisten Zölle zwischen den drei Ländern für die US-Industrie gebracht habe.
Nach Ansicht von Nafta-Kritikern wurden Arbeitsplätze aus den USA nach Kanada und Mexiko verlagert, wo niedrigere Löhne gezahlt werden. Befürworter halten dem entgegen, dass durch das Freihandelsabkommen in den USA Jobs geschaffen wurden und die Probleme im produzierenden Gewerbe eher auf Konkurrenz aus China zurückzuführen sind.
(Reuters)