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Laut "Financial Times" ist das Konsortium um US-Milliardär Dan Friedkin bereit, 750 Millionen Euro inklusive Schulden für die "Roma" zu zahlen. Doch wem gehören die anderen führenden Fussball-Clubs in Europa? Eine Übersicht:
England
- Manchester City:
Der von Pep Guardiola trainierte Erstligist gehört komplett der City Football Group (CFG), die mehrheitlich im Besitz der Abu Dhabi United Group von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan ist. Der chinesische Medien- und Unterhaltungs-Konzern CMC Inc hält zwölf Prozent. Der US-Finanzinvestor Silver Lake zahlte im November für seinen Anteil von gut zehn Prozent 500 Millionen Dollar und machte die CFG mit einer Bewertung von 4,8 Milliarden Dollar zum wertvollsten Fussballkonzern der Welt. Die Holding ist auch an New York City aus der Major Soccer League (MSL) in den USA sowie an Klubs in Australien, Japan, China, Spanien, Indien und Uruguay beteiligt.
- Manchester United:
Der englische Rekordmeister gehört mehrheitlich der US-Familie Glazer, die 2005 für ihren Anteil eine Milliarde Dollar zahlte. Manchester United, mit 20 Titeln erfolgreichster Klub der Premier League, ist seit 2012 an der New Yorker Börse gelistet und wird dort heute mit rund 3,25 Milliarden Dollar bewertet.
- FC Liverpool:
Der unangefochtene Spitzenreiter der Premier League mit dem ehemaligen Dortmunder Trainer Jürgen Klopp gehört seit 2010 dem US-Konzern Fenway Sports Group. Der Eigentümer des Baseball-Teams Boston Red Sox zahlte damals rund 300 Millionen Pfund (etwa 350 Millionen Euro). Nach Schätzungen der Unternehmensberatung KPMG ist Liverpool heute mehr als zwei Milliarden Euro wert.
- Arsenal London:
2018 entschied der amerikanische Milliardär Stan Kroenke den Machtkampf um die Kontrolle über den 133 Jahre alten Fussballclub für sich. Er übernahm den 30-prozentigen Anteil seines russischen Miteigentümers Alisher Usmanov für eine nicht genannte Summe. Den restlichen Minderheitsaktionären des Clubs, bei dem der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil unter Vertrag steht, unterbreitete er ein Kaufangebot. Gemessen daran ist der Verein umgerechnet rund zwei Milliarden Euro wert.
- FC Chelsea:
Der heutige Tabellenvierte gehört seit 2003 dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch, der umgerechnet rund 165 Millionen Euro zahlte. Heute ist der Londoner Klub laut KPMG rund 2,2 Milliarden Euro wert.
Deutschland
- FC Bayern München:
Der deutsche Rekordmeister gehört zu 75 Prozent dem gleichnamigen Stammverein FC Bayern München e.V., jeweils 8,33 Prozent halten Adidas, Audi und die Allianz. Beim Einstieg des Versicherers vor fünf Jahren war der Klub mit 1,3 Milliarden Euro bewertet worden, heute liegt der Wert Schätzungen zufolge bei mehr als dem Doppelten.
- Borussia Dortmund:
Der Erzrivale der Bayern war 1999 Deutschlands erster börsennotierter Fussballclub. Die zu rund 60 Prozent breit gestreuten Aktien gelten als Fanartikel. Ihren Ausgabepreis haben sie nie wieder erreicht. 14,78 Prozent werden vom Spezialchemie-Konzern Evonik gehalten, 9,35 Prozent von Unternehmer Bernd Geske, 5,53 Prozent vom Verein Borussia Dortmund, 5,43 Prozent vom Versicherer Signal Iduna und fünf Prozent vom Sportausrüster Puma.
Italien
- Juventus Turin:
Der börsennotierte Rekordmeister mit Stürmerstar Cristiano Ronaldo wird von der Fiat-Gründerfamilie Agnelli kontrolliert. An der Mailänder Börse wird Juve mit rund 1,65 Milliarden Euro bewertet.
- Inter Mailand:
Der Traditionsklub wurde 2016 mehrheitlich von dem chinesischen Elektronikhändler Suning Commerce erworben. Dieser blätterte für seinen 70-prozentigen Anteil 270 Millionen Euro hin. Bisher ist er mit einem von KMPG geschätzten momentanen Firmenwert von rund 700 Millionen Euro die Nummer zwei im italienischen Fussball.
- AC Mailand:
Der US-Hedgefonds Elliott übernahm 2018 das Ruder bei dem krisengeschüttelten Fussballverein. Mit einer Finanzspritze über 50 Millionen Euro griff die Investmentfirma dem Verein, der früher Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi gehörte, unter die Arme. Die UEFA hatte den Verein, der in der Tabelle nur im Mittelfeld rangiert, zuvor wegen Verstössen gegen das "Financial Fairplay" vom Europapokal ausgeschlossen.
Spanien
- Real Madrid / FC Barcelona:
Die beiden führenden spanischen Fussballclubs sind anders als viele europäische Rivalen keine Kapitalgesellschaft, sondern gehören ihren Vereinsmitgliedern. Aufgrund ihrer Beliebtheit erzielen sie regelmässig die höchsten Umsätze in europäischen Vereinsfussball. Der Wert von Real wird von KPMG mit 3,2 Milliarden Euro veranschlagt, der von Barca mit 2,7 Milliarden.
Frankreich
- Paris St. Germain:
70 Prozent des Fussballvereins gehören seit 2011 der Investorengruppe Qatar Sports Investments (QSI), hinter der Thronerbe Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani steht. Katar fördert die unangefochtene Nummer eins in Frankreich vor allem über millionenschweres Sponsoring. 30 Prozent werden seit 2012 vom US-Finanzinvestor Colony Capital gehalten, der damals nur 30 Millionen Euro zahlte. Heute wird der Wert von PSG dank Stars wie Neymar und Kylian Mbappe auf rund 1,3 Milliarden Euro geschätzt.
(Reuters)