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Too big is to fail
Es gab einmal den Kleinstaat Schweiz, der über
– eine kampfstarke, autonome Armee
– eine autonome, grosse Fluggesellschaft
– ein grosses Finanzzentrum
verfügte. Heute ist von dieser Grösse nichts mehr übriggeblieben. Wie konnte es so weit kommen?
Zuerst wurde, angeführt durch die USA, Mitte der 90er Jahren des letzten Jahrhunderts der Stolz der Schweizer Bevölkerung auf die eigene Kraft durch die Geschehnisse um die nachrichtenlosen Vermögen aus dem Zweiten Weltkrieg zertrümmert. Dass den amerikanischen Gegnern des Schweizer Finanzzentrum diese Achillesferse geboten wurde, war selbstverschuldet. Seit Jahrzehnten hätte dieses gravierende Problem durch Entschädigungen bewältigt werden müssen.
Ab Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts folgte durch das VBS initiiert die Demontage der Schweizer Armee, die bis anhin nicht unter US-Kontrolle stand, mitder Bezeichnung des Reformprojektes Armee XXI. Interessanterweise war dies auch der Name eines US-Reformprojektes. Am Werk waren schweizerische Berufsoffiziere, die an der amerikanischen Generalstabsschule in Fort Leavenworth, Kansas, ausgebildet worden waren. Systematisch wurden die Strukturen der Armee – zu diesen gehörten die Netzwerke zwischen der Armee und demschweizerischen Föderalismus – zertrümmert. Waffenplätze, Flugplätze, Festungen und Kasernen wurden verkitscht. Waffen wie Kampfpanzer, Kampfflugzeuge, Artillerie und Fliegerabwehrgeschütze wurden verschrottet. Von einer damals kampfstarken Armee ist heute nur noch eine Ruine übriggeblieben.
Bald danach folgte der Absturz einer Swissair-Maschine beim kanadischen Halifax. Der Absturz wurde benützt,um die Swissair zu zerschlagen und sie durch eine Minigesellschaft mit der Bezeichnung Swiss, die heute der deutschen Lufthansa gehört, zu ersetzen. Bei dieser Demontage wirkten Finanzkreise mit, deren Interessen offenbar nicht der Schweiz galten.
Nun ist nach einem durch amerikanische Medien und Finanzkreisen angeführt, die Schweizer Grossbank Credit Suisse zum Absturz geführt worden. Bloomberg und Financial Time dürften an den Gerüchten, die zumZerfall der Aktien der Credit Suisse führten, mitgewirkt haben. Die Credit Suisse wird durch die zweite schweizerische Grossbank, die UBS, einvernahmt und liquidiert. Damit wird eine Megabank gebildet, die die Verwundbarkeit des Finanzplatzes Schweiz um ein Mehrfaches erhöhen wird. Sehr bald dürften US-geführte Angriffe gegen die Megabank erfolgen.
Die Schweiz dürfte nach dem Ende des Kalten Kriegs aus der Sicht der USA zu unabhängig und zu gross gewesen sein. Die USA konnten diesen Kleinstaat nicht wie andere europäische Staaten kontrollieren und manipulieren. Diese Selbständigkeit ist nun beseitigt. Schrittweise wird der Kleinstaat zu einem Swiss-Monaco umgemodelt, der little, nice and without influence wird. Aussenpolitisch soll die Schweiz für die Welt vorderhand als neutral gelten. Für irgendwelche politischen Deals der USA mit Staaten der Dritten Welt wird diese Neutralität noch dienlich sein. Das Ziel war: too big is to fail! Dieses Ziel ist erreicht.