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Corvina
Herkunft
Corvina Veronese, wie die Sorte mit vollem Namen heisst, ist eine aus der Talebene von Verona stammende auch heute noch fast ausschliesslich dort im Veneto beheimatete blaue Rebsorte. Sortenrein ausgebaut ist sie wenig erfolgreich, da sie nicht harmonisch genug ist. Sie ist aber die Hauptsorte für Valpolicella-Weine sowie Bardolino, Recioto und Amarone, wo sie häufig mit den Sorten Rondinella und Molinara verschnitten wird.
Verbreitung
Veneto und Lombardei im Norden Italiens.
Kleinste Mengen sind auch in der Schweiz bekannt.
Eigenschaften
In der Ampelographie wird der Habitus folgendermassen beschrieben:
Die Triebspitze ist offen. Sie ist leicht wollig behaart und leicht rosa gefleckt. Die gelblich-grünen Jungblätter sind schwach behaart.
Die mittelgrossen, Blätter sind fünflappig und deutlich gebuchtet. Die Stielbucht ist lyra-förmig ausgeprägt und die Enden überlappen. Das Blatt ist fein gezahnt.
Die leicht konusförmige Traube ist geschultert, gross und dichtbeerig. Die länglich-ovalen Beeren sind mittelgross und von pflaumenähnlich dunkelvioletter Farbe. Die Schale der Beere ist dick. Das Aroma der Beere leicht adstringierend.
Die Sorte reift ca. 30 Tage nach dem Gutedel und gilt somit als spätreifend.
Weintyp
Der aus ihr gekelterte Rotwein ist tiefrot gefärbt, leicht säuerlich und leicht tanninhaltig. Charakteristisch ist auch ihr Mandel-Bouquet.
Die Corvina ist geeignet für das Trocknen der Weintrauben mittels des Recioto-Verfahrens. Dabei werden die Trauben vier bis sechs Monate auf Gestellen in luftigen Hallen (Appassimento) oder auch auf Strohmatten getrocknet. Dabei entwickelt sich häufig eine durch die Botrytis hervorgerufene Edelfäule.
Synonyme
Corvina Gentile, Corvina Nera, Corvina Veronese, Corvinone, Cruina