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Eigentlich ist es die Geschichte dreier Harlekines. Gemalt hat sie Pablo Picasso über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Als er damit endlich fertig war, wurden die Werke bereits ungeduldig von Kunsthändlern erwartet. Denn Picasso malte sie nicht mehr im Stil des Kubismus - also eckig - sondern wieder ziemlich realitätsnah.
Kaum aber waren die Harlekines fertiggestellt, kauften zwei Basler Privatsammlern je einen. Ein Gemälde landete im Besitz von Karl Im Obersteg, der andere bei Rudolf Staechelin. Der dritte verschwand im Privatbesitz eines Pariser Kunstsammlers. «Der dritte Harlekin ist etwas weniger bedeutend, weil er nicht ganz vollendet ist», sagt Josef Helfenstein, Direktor des Kunstmuseums Basel.
Die Ausstellung «Picasso, Chagall, Jawlensky»
Im Kunstmuseum Basel sind aktuell nicht nur Bilder von Picasso, sondern vor allem auch russischer Künstler zu sehen. Etwa die weltberühmten Judenbildnisse Marc Chagalls, 30 Gemälde von Aexej von Jawlensky sowie sieben eindringliche Gemälde Chaïm Soutines. Ebenfalls zu sehen ist ein Werk der Muse und Künstlerin Kiki de Montparnasse. Diese sowie weitere Werke der Sammlung Im Obersteg werden in der Ausstellung situativ mit Werken des Kunstmuseums ergänzt.
Jahrzehntelang befanden sich also zwei der drei Harlekins in nächster Nähe zueinander in Basel. Doch dann musste die Familie Im Obersteg ihren wegen Geldmangel Ende der 1960er Jahre verkaufen. Seither hing er bei irgendeiner Privatperson irgendwo auf der Welt.
Anders erging es dem zweiten Harlekin, jenem im Besitz der Familie Staechelin. Zwar sahen sich auch die Staechelins gezwungen, das Gemälde zu verkaufen. Doch weil sich die Basler Bevölkerung - vom FCB bis hin zu Kunstfreunden - vehement dafür einsetzte, dass dieser Harlekin in Basel blieb, kaufte ihn der Kanton der Familie Staechelin schliesslich ab.
Picasso - der damals noch lebte - war so gerührt, dass er dem Kunstmuseum gleich noch ein paar weitere Werke schenkte. Diese Gemälde sind der Grundstock der kleinen, aber bedeutenden Picasso-Sammlung des Basler Kunstmuseums.
Nach langen Verhandlungen mit dem Privatbesitzer des Harlekins, der früher der Familie Im Obersteg gehörte, sind nun zwei Harlekins nach fast 100 Jahren wieder nebeneinander zu sehen.