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Zum bevorstehenden Pessach-Fest bietet die Konferenz der Europäischen Rabbiner besondere Unterstützung für jüdische Geflüchtete aus der Ukraine an. In Polen stelle man die Ressourcen bereit, um am Freitag mehr als 1.500 Gläubigen an über 15 Orten die Teilnahme an einem sogenannten Seder-Abend zu ermöglichen, teilte die Organisation am Montag in München mit. Im Mittelpunkt von Pessach steht ein zeremonielles Abendessen, bei dem der Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten gedacht wird.
Viele jüdische Flüchtlinge seien inzwischen in Moldau, Polen und Rumänien, aber auch Deutschland und andernorts untergebracht und würden von der Europäischen Rabbinerkonferenz betreut, hiess es. Ferner habe man aus den Mitteln einer Privatstiftung einen Sonderfonds von 3 Millionen US-Dollar (2,8 Millionen Euro) eingerichtet, um die humanitäre Hilfe für jüdische Kriegsvertriebene wirksam zu unterstützen. Dabei gehe es um die Aufnahme und Integration in lokalen religiösen Gemeinden.
In Polen koordiniert Oberrabbiner Michael Schudrich die Hilfsmassnahmen. In Moldau unterstützt die Europäische Rabbinerkonferenz die Ausrichtung zweier Seder-Abende für rund 1.000 jüdische Geflohene. Entsprechende Initiativen gibt es in Rumänien und Ungarn. In der ungarischen Hauptstadt Budapest half die Organisation laut Mitteilung seit Kriegsbeginn bei der Bereitstellung koscherer Lebensmittel.
Die Europäische Rabbinerkonferenz vertritt nach eigenen Angaben rund 1.000 Rabbiner von Dublin bis Wladiwostok und damit die grössten jüdischen Gemeinden Europas. Ihr Präsident ist seit 2011 der Oberrabbiner von Moskau, Pinchas Goldschmidt.
KNA/bju/sky