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Ein Buch bestehend aus gefalteten (Doppel-)Blättern, welche am Falz zusammengenäht wurden. Frühe Codices wurden aus Papyrus (Schreibblatt aus Pflanzenfasern) gefertigt, seit der Spätantike wurde aus der Haut von Rindern, Schafen oder Ziegen gewonnenes Pergament dafür verwendet. Im Spätmittelalter kam als weiteres Material Papier in Gebrauch. Neben dem aus Blättern bzw. Blattlagen gebundenen Buchblock gehört zum Codex ein Einband, dessen Deckel im Mittelalter meist aus Holzbrettern bestehen. Zur vorherrschenden Buchform der Kulturen des Mittelmeerraums wurde der Codex im 4. Jahrhundert, als er die bis dahin bevorzugte Form der Buchrolle ablöste.
Übrigens: Dieser buchgeschichtlich bedeutende Medienwandel steht in engem Zusammenhang mit der Anerkennung des Christentums, das schon früh Bücher in Codexform verwendet hatte.