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Eine Saison mit Hochs und Tiefs
Alpin-Snowboarderin Flurina Baetschi hat eine ereignisreiche Saison hinter sich. An der Junioren-Weltmeisterschaft holte sie zusammen mit Nicola Meisser Silber im Team-Wettbewerb.
Alpin-Snowboarderin Flurina Baetschi hat eine ereignisreiche Saison hinter sich. An der Junioren-Weltmeisterschaft holte sie zusammen mit Nicola Meisser Silber im Team-Wettbewerb.
DZ: Flurina Baetschi, wie sind Sie mit der abgelaufenen Saison zufrieden?
Flurina Baetschi: Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Ziel war, in der Europacup-Gesamtwertung einen Platz unter den besten Drei zu belegen, am Ende reichte es zu Rang vier. Zuerst war ich deswegen etwas enttäuscht. Aber ich konnte ein FIS-Rennen gewinnen, und ich holte vier Europacup-Podestplätze, zwei Medaillen an der Universiade sowie Team-Silber an der Junioren-Weltmeisterschaft. Deshalb bin ich trotzdem zufrieden.
Was blieb Ihnen besonders gut in Erinnerung?
Vor allem die ersten Weltcup-Finals, die ich erreichen konnte, als ich am Weltcup Bad Gastein 11. wurde. Das Ganze ist noch eine grosse Stufe höher als der Europacup. Das Fernsehen war dabei, das war schon noch cool. Weitere Höhepunkte waren aber sicher auch die bereits erwähnten Medaillen an der Universiade sowie Junioren-Weltmeisterschaft. Dass ich Silber mit Clubkollege Nicola Meisser (beide SC Rinerhorn) im Team-Wettbewerb holen konnte – dies als Nummer 25 der Stärkeliste, kam völlig unerwartet und ist daher umso schöner.
Inwiefern gab es auch Enttäuschungen?
Diese gab es an der Junioren-WM, denn ich verpasste im Riesenslalom das Podest als Vierte nur knapp. Zudem fuhr ich in der Slalom-Qualifikation die schnellste Zeit und schied dann in der ersten K.o.-Runde aus. Und wie schon erwähnt erreichte ich im Gesamt-Europacup ebenfalls «nur» den vierten Platz.
Wie haben Sie die Junioren-WM im bulgarischen Bansko erlebt?
Das Ganze war wirklich eine tolle Sache. Ich war zuvor noch nie in Bulgarien, und Bansko war ein kleines, schönes Örtchen ohne Schnee. Nach längerer Bergfahrt fand sich dann aber weit oben ein perfektes Wettkampfgelände. Und natürlich gingen wir auch ein wenig shoppen, denn Bansko verfügte über diverse Souvenir-Shops.
Wie ist es für Sie, mit ihrer Schwester Laila im Team unterwegs zu sein?
Ich finde es sehr schön, mit ihr zusammen zu reisen und Wettkämpfe sowie Trainings zu bestreiten. Wir haben es gut miteinander, sind aber unterwegs keine Zimmergenossinnen. Wenn wir dann jeweils von Wettkämpfen nach Hause kommen, können wir zusammen Erinnerungen austauschen.
Aktuell absolvieren Sie die Sport-Rekrutenschule in Magglingen. Wie sieht Ihr Alltag dort aus?
Wir haben täglich um 6.55 Uhr Antrittsverlesen. Die ersten drei Wochen absolvierten wir die militärische Ausbildung – inklusive Zugschule und Marsch mit Biwak im Freien. Seit der vierten Woche besteht unser Alltag vor allem aus Trainingseinheiten – Kraft und Ausdauer – sowie bis Woche acht noch mit Schulungsmodulen zu den verschiedensten Themen.
Inwiefern nützt Ihnen das Training in Magglingen?
Ich finde es extrem cool, dass ich mich fast ausschliesslich dem Training widmen und dementsprechend profi-tieren kann. Zudem verfügen wir in Magglingen über eine perfekte Infrastruktur. Somit ist es die optimale Vorbereitung bis wir wieder auf den Schnee gehen.
Wie geht es für Sie in diesem Sommer nun weiter?
Da die Rekrutenschule 18 Wochen dauert, werde ich noch bis Mitte August in Magglingen weilen. Danach stehen schon bald die ersten Trainings auf dem Gletscher an. Zudem starte ich ein Wirtschaftsstudium an der Fernuni Schweiz.
Inwiefern haben Sie sich schon Ziele für den nächsten Winter gesteckt?
Mein wichtigstes Ziel ist es, in der nächsten Saison den Gesamt-Europacup zu gewinnen und so den Aufstieg ins nationale A-Kader zu schaffen. Zudem hätte ich damit in der übernächsten Saison einen Weltcup-Startplatz auf sicher. Weiter hoffe ich aber auch, im nächsten Winter wieder das eine oder andere Weltcup-Rennen bestreiten zu können – vor allem jenes in Davos am 23. Dezember – und erneut in die Finals zu fahren.