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UHC Riehen – Fricktal Stein 7:7 (4:3)
Der erste Prüfstein war Fricktal Stein, ein Gegner, der auf Grund einiger technisch begabter Spielerinnen als stärker eingeschätzt wurde; eine Niederlage war abzusehen, zumal die Riehenerinnen ferienbedingt arg dezimiert waren; gleich vier Stammspielerinnen (Hubler, Junker, Martig, Rothenhäusler) konnten nicht mittun. Doch die sieben Feldspielerinnen und Melanie Ott im Tor wollten den Fricktalerinnen diese Punkte nicht kampflos schenken. Schon nach wenigen Sekunden hatte Noemi Kern die erste Chance für die Platzdamen, sie verstrich jedoch ungenutzt. Nach fünf Minuten fasste Vanessa Moser eine Zwei-Minuten-Strafe wegen einem zu geringen Abstand bei einem gegnerischen Freistoss. Nach lediglich sieben Sekunden hatten die Steinerinnen diese Überzahlsituation ausgenutzt und denn Ball im Riehener Gehäuse unter gebracht. Dies entsprach freilich nicht dem Spielverlauf, die Riehenerinnen konnten sich mehrere gute Chancen erarbeiten und liessen nur sehr wenige Schüsse aufs eigene Tor zu. In der 12. Minute endlich konnte Felicitas Manger aus dem Gewühl heraus den Ausgleichstreffer erzielen. Nur zwei Minuten später konnte Iris Zünti einen herrlich vorgetragenen Konter zum erstmaligen Führungstreffer abschliessen und nur Sekunden später schoss Felicitas Manger ihr zweites persönliches Tor und sorgte damit für die Anpassung des Resultats an den entstandenen Eindruck. In der Folge erzielten die Riehenerinnen ein Tor, die Aargauerinnen jedoch deren zwei; es ging mit 4:3 in die Pause. Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Stein gewann das Bully, die Spielerin in Ballbesitz spielte einen missglückten Pass, der via Torpfosten zu Noemi Kern gelangte, die nur um wenige Zentimeter das Tor verfehlte. Die selbe Spielerin sorgte mit dem 5:3 dafür, dass der stürmische Riehener Auftakt in die zweite Hälfte dennoch Früchte trug. Doch die Steinerinnen waren nicht aus dem Konzept gebracht. Dem 5:4 folgte eine ungeschickte Aktion von Katharina Ott, die den Riehenerinnen die zweite Strafe (wegen Stossens) und den 5:5-Ausgleich eintrug. Hanna Meier beantwortete den Ausgleich im Gegenzug mit dem neuerlichen Führungstreffer. Doch die Gastgeberinnen waren nun verunsichert: Allzu oft klappten die Zuspiele nicht mehr, Missverständnisse häuften sich, und die Gegnerinnen nutzten dies gnadenlos aus. So stand es in der 28. Minute plötzlich 6:7, Riehen war völlig von der Rolle und nahm gleich nach dem siebten Gegentreffer das Time-Out. Diese dreissig Sekunden Auszeit brachte sie zurück ins Spiel. Fricktal Stein verlor den Faden, welchen die Gastgeberinnen aufnahmen und weiter sponnen. Immer wieder liessen sich die Gäste zu dummen Fouls vor dem eigenen Tor hinreissen, Mal für Mal brannte es lichterloh vor der Torhüterin. Noemi Kern scheiterte in einem ersten Freistossversuch am Lattenkreuz, eine Minute später brachte sie den Ball dann doch noch unter; per Freistoss. Sekunden danach fasste Stein eine Strafe, welche jedoch ungenutzt verstrich. Den Riehenerinnen ging langsam die Puste aus. Dennoch suchten sie den entscheidenden Schlag, das achte Tor, welches ihnen den Sieg bringen könnte. Die letzte Minute war längst angebrochen. Nach einem Riehener Lattenschuss fehlte Felicitas Manger entweder die Kraft oder das Glück, um den Ball ins Tor zu schieben. Der Ball gelangte auf einen fremden Stock und der Konterschuss der Steinerinnen landete ebenso an der Torumrandung wie derjenige der Einheimischen. Es war dies die letzte Aktion dieses heiss umkämpften und stets fair geführten Spiels, welches keinen Sieger hervor gebracht hatte.
UHC Riehen – UHC Basel United 8:2 (4:0)
In den zweiten vierzig Minuten des Tages empfingen die Spielerinnen (nach einer langen Wartezeit) die Debütantinnen von Basel United. Nach einem Jahr meisterschaftslosem Training wagte sich das neu formierte Team der Baslerinnen nun den Schritt aufs Kleinfeld. Dem entsprechend waren die Riehenerinnen zu favorisieren. Doch in der Anfangsphase deutete nichts auf eine grössere Routine oder eine sonstige Überlegenheit der Landbaslerinnen hin: Die erste Chance gehörte Basel United; die geschlagene Melanie Ott sah den Schuss von der Torumrandung abgewehrt. Danach schlug die Unerfahrenheit dennoch zu, eine äusserst unnötige Strafe bot den Riehenerinnen die Gelegenheit, in Führung zu gehen, welche von Felicitas Manger prompt genutzt wurde. Drei Minuten später schaffte Hanna Meier das zweite Tor und in der fünfzehnten Minute war es dann Sabine Stein, die einen Pfostenschuss von Hanna Meier in die Maschen hämmerte. Hanna Meier war nach einem Freistoss für das Pausenresultat von 4:0 besorgt; ein Resultat, das für die Riehenerinnen zu wenig war. In der zweiten Halbzeit verlegten sich die Riehenerinnen vorwiegend darauf, den Shutout von Melanie Ott zu verteidigen und mit Konterangriffen weitere offensive Akzente zu setzen. Dies gelang zehn Minuten lang perfekt, Vanessa Moser, Felicitas Manger und Iris Zünti erhöhten um drei weitere Tore und entschieden das Spiel somit definitiv. Doch diese Entscheidung tat der Konzentration nicht gut; eine Minute später war es um das zu-Null-Spiel geschehen, der Basler Captain sorgte mit einem Sonntagsschuss aus ca. acht Metern für das ersten Tor für die Städterinnen. Noemi Kern sorgte für den Riehener Schlusspunkt mit schön heraus gespielten 8:1. Doch der endgültige Schlusspunkt gehörte Basel United. Mit dem viel umjubelten 8:2 gelang den Baslerinnen ein schöner Spielschluss zum Auftakt. Die Riehenerinnen belegen dank diesen Erfolgen den dritten Platz, einen Punkt hinter den magistral aufspielenden Powermäusen aus Brugg, welche als Meisterschaftsfavorit ins Rennen gehen und den Mümliswilerinnen, welche ebenfalls eine effiziente Spielweise an den Tag legen, heute jedoch gegen zwei eher schwächere Gegnerinnen anzutreten hatten. Mit dieser Ausgangslage und dem Wissen darum, dass zwar der Heimvorteil nun aufgebraucht ist, man jedoch noch auf vier Trümpfe in den Riehener Reihen zurück greifen kann, kann man sich in dieser Saison noch auf viele erfolgreiche Spiele freuen.
Eine Bemerkung am Rande: Basel United bestätigte die gute Leistung im zweiten Spiel gegen Brugg. Sie boten den Powermäusen fünfzehn Minuten lang Paroli, konnten gar eine 1:0-Führung ausgleichen und mussten sich erst in der zweiten Halbzeit dem hohen Tempo der Aargauerinnen beugen. Für Riehen sicher ein Vorteil, in dieser frühen Phase der Meisterschaft gegen Basel gespielt zu haben, denn die Mannschaft hat noch grosses Potential für Fortschritte.
UHC Riehen:
Melanie Ott (Tor)
Hanna Meier (2 Tore/0 Assists im ersten Spiel | 2 Tore/2 Assists im zweiten Spiel)
Vanessa Moser (0/0/2′-Strafe | 1/0)
Katharina Ott (0/1/2′-Strafe | 0/1)
Noemi Kern (2/0 | 1/1)
Iris Zünti (1/0 | 1/0)
Felicitas Manger (2/1 | 2/1)
Sabine Stein (0/1 | 1/0)