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Moral - Das gute Gewissen der kapitalistischen Klassengesellschaft
Diskussionsabend über Moral. Moral. Das hat meine Oma wenn sie Geld spendet für hungernde Kinder in Afrika. Moral und Kampfgeist haben gute Soldaten. Moral hat auch die Geschichte, die uns über etwas belehren will: „Die Moral von der Geschicht...“ Gewalt, Terror, Ignoranz, Egoismus. Die Welt ist schlecht, weil wir nicht alle moralisch genug sind, moralisch „verkommen“ sind. Und es wird immer schlimmer- denken viele. Es gibt nun Jemanden der behauptet unsere Welt sei zu moralisch. Oder besser: nicht die Welt, sondern nur unser Denken. Das moralische Denken sei das grösste Hindernis für eine objektive Beurteilung der Gesellschaft, der es entspringt, und der eigenen und fremden Interessen, die sie erzwingt. Georg Wellbrock von Radio CORAX sprach mit dem Dozenten, der heute Abend in Leipzig einen Vortrag zu eben diesem Thema halten wird, genauer in der Moritzbastei. Der 1934 geborene Amerikaner Bernhard Gert's definiert Moral wiefolgt: Sie regelt nur das Verhalten, das anderen Menschen betrifft und nicht die Aktionen, die ausschliesslich die eigene Person betreffen. Moral ist darauf ausgerichtet, Schaden und Übel zu reduzieren, hat aber nicht das Ziel, das Wohlergehen zu maximieren oder den Reichtum zu mehren. Die Moral enthält alles, was allgemein als die moralischen Regeln, Ideale und Tugenden betrachtet wird. Sie ist ein öffentliches System, über das sich alle rationalen Personen bewusst sind und sie als Richtschnur für das eigene Verhalten akzeptieren. Sie ist ausserdem ein informelles System, da es keine moralischen Autoritäten gibt sowie kein Entscheidungsverfahren, das auf alle moralischen Fragen eine eindeutige Antwort liefert. So. Das hört sich doch erstmal ziemlich offen an für alles was möglich ist. Moral ist also nicht vorgeschrieben sondern konstituiert sich. Moral will stets nur das Beste.