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Nach den turbulenten Corona-Jahren verlief 2022 eigentlich wieder „normal“. Da 2021 bis in den Oktober gespielt wurde, begannen die Vorbereitungen auf die Saison auch letztes Jahr wieder nach einer nur kurzen Verschnaufpause.
Ob dies die Ursache dafür war, dass sich der Trainingseifer im Tackle sowohl in der NLA also v.a. auch bei den U19 in Grenzen hielt, kann offen bleiben. Beim Flag dagegen durften wir eine unglaubliche Dynamik feststellen. In manchen Trainings waren über 40 Spielerinnen und Spieler auf dem Platz. Wir waren also gespannt, ob sich die alte Weisheit, wonach erfolgreiche Saisons in der Off- und Preseason gemacht würden, bewahrheiten sollten.
Leider war dies der Fall. Im Tackle startete das Team mit einer nicht unerwarteten Niederlage gegen die Grizzlies und ging dann gegen den Aufsteiger Thun mit einer äusserst schwachen Leistung diskussionslos unter. Nach einer weiteren Niederlage gelang dann wenigstens ein Sieg gegen die Renegades, die dann später auch die zweiten Punkte lieferten. Sämtliche anderen Spiele gingen verloren, wenn auch später in der Saison immer knapper. Konnten wir vor einem Jahr festhalten, dass wir uns den Top-3 angenähert hätten, war 2022 mit Rang 6 ein herber Rückschritt. Dies war sicher zumindest mit eine Folge der halt auch während der Saison oft lauen Trainingspräsenz. Die U19 gab ein ähnliches Bild ab. Mit ohnehin wenig Spielern gestartet, litten nicht nur die Trainings, sondern auch die Spiele unter kurzfristigen Absagen, was sogar in einem Forfait wegen zu wenig Spielern gipfelte. Die U16 agierten wesentlich erfolgreicher und erreichten die Playoffs, wo der spätere Meister aus Chur dann die Endstation bedeutete. Auch hier war die Spielerdecke ausserordentlich dünn. Wir müssen deshalb alles daran setzen, wieder mehr Junioren in allen Kategorien für unseren Sport begeistern zu können. Die Tackle Ladies konnten leider wiederum an keiner Meisterschaft teilnehmen. Sie werden jedoch im Dezember an einem Einladungsturnier in Malmö teilnehmen und auf diese Weise wenigstens in der Halle Ernstkämpfe bestreiten können.
Wesentlich erfolgreicher schlugen sich unsere Flag-Teams. Den absoluten Glanzpunkt setzte unser neu geschaffenes Damenteam, das nach einer tollen Regular-Season am Finaltag in die Endausmarchung einzog und dort die favorisierten Serienmeisterinnen aus Zürich klar schlug ! Aber auch die Herren waren erfolgreich. In der NLA wurde nur infolge eines in der letzten Sekunde des Halbfinals erhaltenen Touchdowns der Finaleinzug verpasst und das Team Black erreichte die Semifinals.
Bei den Gamedays konnten wir den Level halten. Bei den NLA-Heimspielen sorgte ein DJ für Atmosphäre und dank einer von Invasion Veranstaltungstechnik zur Verfügung gestellten Anlage waren auch die Speaker wesentlich besser verständlich. Mit der Hüpfburg, von Carosserie Waibel gratis zur Verfügung gestellt, konnten wir auch für die Kleinsten eine Attraktion bieten.
Herzlichen Dank allen Beteiligten vom Gameday Management, vom Eventteam, vom Fanshop und vom Stream-Team. Euer Einsatz ist für die Warriors ist grossartig und wird ausserordentlich geschätzt !
Ende Saison gaben die langjährigen Tackle-Coaches Memo Daruich Camacho und Fabian „Russell“ Wagner ihren Rücktritt. Beiden gebührt grosser Dank für ihren Einsatz, den beide sowohl auf Stufe U19 also auch NLA leisteten. Mit Christian Bolt hat sich ein Wunschkandi- dat für das Amt des Headcoaches NLA zur Verfügung gestellt und der Rückkehrer Justin Fisch übernimmt den OC. Ich bin dankbar dafür, dass zwei „Eigengewächse“ diesen Schritt wagen und bin zuversichtlich, dass es ihnen auch gelingt, neue Wege einzuschlagen. Sehr schwierig gestaltete sich die Suche nach einem Headcoach der U19. Der Sportchef führte X Gespräche und erst eine öffentliche Ausschreibung führte zum Erfolg. Jetzt müssen nur die Jungs noch mitziehen und ihre Ernsthaftigkeit im Training erhöhen.
Ich bedanke mich bei allen Coaches und Teammanagern ganz herzlich für ihre riesige Arbeit und die Zeit, die sie für den Verein investieren. Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich in diesem Masse ehrenamtlich engagiert.
Der Vorstand tagte dieses Jahr 11 mal, glücklicherweise wieder vermehrt physisch. Ich bedanke mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen für die wie immer tolle Zusammenarbeit. Ohne sie würde die Maschine Warriors nicht so geölt laufen. Rechnungswesen, Administration, Koordination der medizinischen Unterstützung, Platzorganisation, Reisedisposition, Organisation und Betreuung der Imports, Akquisition und Betreuung der Sponsoren, Medienarbeit, Entwicklung von Visionen und Massnahmen zur Weiterentwicklung des Vereins – alles klappt bei den Warriors grösstenteils pannenfrei. Und gerade weil das so ist, wird die enorme Arbeit leider kaum bemerkt und als selbstverständlich hingenommen. Umso grösser sei der Dank und der Respekt dafür an dieser Stelle.
Carina Denz (Finanzen) und Bettina Boldi (Aktuariat) werden den Vorstand auf Ende Vereinsjahr verlassen. Ihnen danke ich ganz besonders für die in den letzten Jahren geleisteten Stunden. Mit grosser Freude können wir feststellen, dass mit Joshua Hitz und Michelle Goti zwei Aktive sich für diese beiden Funktionen zur Verfügung stellen.
Finanziell schlossen wir das Jahr mit einem leicht geringeren Verlust ab, als dies budgetiert war. Aufgrund unserer gesunden finanziellen Situation konnten wir uns diesen Verlust, der vornehmlich durch Investitionen ins Coaching begründet war, leisten. Es war bereits vor einem Jahr absehbar, dass dies nicht beliebig wiederholt werden kann.
Und jetzt: die Vorbereitungen für 2023 sind angelaufen, die Temperatur in der Organisation beginnt schon wieder zu steigen. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und eine auch sportlich wieder befriedigendere Saison 2023 !
We are strong– we are tough – we are Warriors !
Diether Kuhn Präsident