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Danse butoh
Butoh, die Rebellion des Körpers. Ein Tanz aus Japan
- 1922 ist der 21-jährige Maler Tomoyoshi Murayama in Berlin. Er begegnet Mary Wigman, kehrt ein Jahr später nach Tokyo zurück und gründet die Gruppe MAVO, mit der Idee des "Reinen Tanzes". Gleichzeitig gibt Baku Ishi in Europa umjubelte Gastspiele dieses "neuen Tanzes". Kazuo Ohno wird 1933 sein Schüler.
- Butoh : Ein Tanztheater, das die starren Regeln der euro-amerikanischen Vorläufer verwirft und wieder anknüpft an die irrationalen und spirituellen Traditionen des eigenen klassischen Theaters. Ein Theater der Leidenschaft, das seinen religiösen Ursprung wiederfinden will, wie Artaud es dreissig Jahre früher gefordert hatte. Ein Theater der Improvisation, das die persönliche Erlebniswelt des Tänzers in den Mittelpunkt stellt, ihn aber als Medium seiner Innenwelt und nicht als Darsteller seines Alltags begreift. Ein "armes Theater" im Sinne von Grotowski. Ein dionysisches Theater der Nacktheit, der Erotik und Sexualität. Ein magisches Theater im Geist schamanischer Riten und shintoistischer Volksfeste. Ein traditionnelles Theater, das die altjapanische Verbindung von Tanz, Musik und Maske wiederherstellt und sich des buddistischen Totentanzes aus dem bäuerlichen Japan erinnert. Und zugleich ein zeitgenössisches Theater des Widerstandes gegen die Vereinnahmung durch eine formierte macht- und konsumorientierte Gesellschaft.
Tradition und Rebellion haben sich im Butoh verbunden.
Kazuo Ohno, japanischer Tänzer und Choregraph, 1906 geboren.
" By the Dead Sea"
"Ich habe meine verstorbenen Eltern friedlich am Ufer eines Sees im Mittel-Hokkaido sitzen sehen. Der Shikotsusee ruhte tief und still in seinem Krater, und der Berg Torumae trug ein Rauchfahne, um den Wolken zu antworten. In meinen stillen Gedanken habe ich die Gestalten meines Vaters und meiner Mutter erkannt, und ich fühlte mich unendlich beruhigt.»
"La Argentina"
(Antonia Mercé, spanische Tänzerin aus Buenos Aires, "La Argentina" genannt. 1936 in Paris gestorben.) Sie hat ihn während fünfzig Jahren in Gedanken verfolgt, bis zur Kreation von "Admiring the Argentina", im Jahre 1977.
Kazuo Ohno zu "La Argentina" :
"Ich schulde allen Meschen Dank, die mich zu diesem Glück geleitet haben. Dem Maler Natsuyuki Nakanishi, der mit seinem Bild die Tür zu so vielen Begegnungen mit der Argentina geöffnet hat ; meiner verstorbenen Mutter, die der Ursprung meines Tanzes ist und mir stets jede Hilfe gibt ; meinem verstorbenen Freund Yoshi Monden. Der mich als Student zur Vorstellung der Argentina ins kaiserliche Theater mitgenommen und mir die Chance gegeben hat, ihr zum ersten Mal zu begegnen. Ich möchte all diesen Menschen, den toten und lebenden, sagen, dass ich alle meine Freude und all mein Glück mit ihnen teile."
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Soirée offerte par LES MUST DE CARTIER.