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Der Ausmass der Wasserverschmutzung beim AKW Fukushima I wird immer schlimmer. Tepco stellte fest, dass die Probe aus dem Brunnen, der sich zwischen dem Block 2 und dem Hafendamm befindet, mit Cäsium stark verseucht ist: Die Konzentration von Cäsium 134 lag bei 11’000 Bq/l und jene von Cäsium 137 bei 22’000 Bq/l. Das Grundwasser war am 9. Juli aus dem Brunnen genommen worden. Die Messwerte vom 8. Juli waren jeweils 9’000 Bq/l und 18’000 Bq/l, seit dem 5. Juli sind die Werte rund 90-Fach gestiegen.
Als Grund nennt Tepco die stark verseuchte Erde um den Brunnen, die sich jetzt ins Wasser gemischt haben soll. Wie beim Lecken des radioaktiven Tritiums sei das Wasser kurz nach dem Atomunfall von 2011 aus den Gebäuden ausgelaufen und blieb im Untergrund zurück, so Tepco. Ins Meer sei das kontaminierte Wasser nicht gelangt.
Die nationale Nuklearaufsichtsbehörde (NRA) sieht es allerdings anders. Sie wies am 10. Juli einen dringlichen Verdacht auf, dass hoch verseuchtes Wasser in den Untergrund aussickert und sich schliesslich im Ozean ausbreitet haben kann.
Mehr innere Strahlenbelastung bei AKW-Arbeitern
Nach Medienberichten sind schätzungsweise 2’000 AKW-Arbeiter mit der radioaktive Strahlung stärker belastet als den gefährlichen Grenzwert von 100 mSv. Liegt die Belastung der Schilddrüse höher, erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken. Im Dezember 2012 war es 178 Menschen.
Damals hat Tepco 522 ihre Mitarbeiter untersucht. Der höchste Messwert betrug 11’800 mSv. Danach erweiterte Tepco die Zielgruppe der Untersuchung und bewertete die gemessenen Werte neu. Das Resultat: bei 1’973 Arbeiter war der Messwerte höher als die kritische Dosis. Zum Teil wurde der Messwert über 1’000 mSv nach oben korrigiert.