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Und von einem angeblichen Bruder wissen sie gar nichts. Jeanne respektiert jedoch den letzten Willen ihrer Mutter und reist in den Libanon, um die beiden aufzuspüren und ihnen die Briefe auszuhändigen. Dort trifft sie auf eine Mauer des Schweigens, bis ein ehemaliger Gefängniswärter das Foto von Nawal erkennt. Jeanne kommt der schockierenden Vergangenheit ihrer Mutter auf die Spur, die sie am Ende zu ihrem Vater und ihrem Bruder führt.
Der Hintergrund: Das Drama basiert auf Wajdi Mouawads gleichnamigem, gefeiertem Stück von 2003. Der frankokanadische Autor mit libanesischen Wurzeln wurde dafür mit dem Molière-Preis als bester französischsprachiger Autor ausgezeichnet. Die Verfilmung erhielt 2011 eine Oscar-Nomination für den besten ausländischen Film.
Der bleibende Satz: «Die Kindheit ist wie ein Messer im Hals. Sie lässt sich nicht abstreifen.»
Das Fazit: Das Schicksal der jungen Nawal geht unter die Haut. Trotz Krieg, Hilflosigkeit und schier Unerträglichem steht am Ende die tröstliche Botschaft: Liebe verzeiht alles.
Bewertung: * * * * *
Länge: 133 Min.
Regie: Denis Villeneuve
Kinostart: 21. 4.