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Die Regierung gibt grünes Licht für die Korrektion des Strassenanschlusses «Miralago Süd» am Lago di Poschiavo. Zudem genehmigt sie die Erweiterung eines Frühwarnsystems im Val S-charl.
Die Regierung genehmigt ein Projekt zur Korrektion der Berninastrasse beim Anschluss «Miralago Süd» am Lago di Poschiavo, wie sie am Donnerstag mitteilte. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 3,6 Millionen Franken. Der Strassenanschluss entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Er ist zu schmal, was bei hohem Verkehrsaufkommen oder winterlichen Verhältnissen zu Problemen führt. Zudem ist der nicht frostsichere Strassenoberbau in einem schlechten Zustand.
Im Rahmen des Projekts soll der Anschluss «Miralago Süd» auf rund 250 Metern normgerecht ausgebaut werden. Verbunden ist das Projekt zudem mit dem Bau einer neuen Linksabbiegespur und einer Verbreiterung der Brücke «Miralago Süd». Die Brücke führt abzweigend von der Kantonsstrasse über den Poschiavino und gehört der Gemeinde Brusio. Daher fallen die Kosten in der Höhe von 800 000 Franken für die Verbreiterung der Brücke zu Lasten der Gemeinde. Die Brücke dient als Zufahrt zu der von der Gemeinde betriebenen Deponie «Motta di Miralago», welche künftig im Rahmen eines Gemeindeprojekts erweitert werden soll.
Frühwarnsystem im Val S-charl wird erweitert
Die Regierung genehmigt das Projekt «Frühwarnsystem Val S-charl» der Gemeinde Scuol und spricht zudem einen Kantonsbeitrag von maximal rund 232 000 Franken für dessen Realisierung. Im Rahmen des Projekts soll das bestehende Frühwarnsystem zum Schutz vor Murgängen erweitert werden, um insbesondere das Risiko für die Strassenbenutzenden (Motorfahrzeuge und Langsamverkehr) zu minimieren. Das Val S-charl ist seit jeher von Murgängen betroffen. Insbesondere 2015 und 2017 haben Murgangereignisse die Erschliessungsstrasse zwischen Scuol und S-charl über eine Strecke von rund vier Kilometer teilweise vollständig verschüttet. Das daraufhin im Sommer 2019 installierte Frühwarnsystem besteht im Wesentlichen aus einer Meteowarnung und zwei Strassenbarrieren beidseitig des Gefahrenbereichs, die manuell geschlossen werden müssen.
Mit dem vorliegenden Projekt soll nun insbesondere eine Automatisierung der Barrieren erreicht werden, welche im Alarmfall den gefährdeten Strassenabschnitt für die Verkehrsbenutzer sperren. Zusätzlich sollen innerhalb des Gefahrenbereichs mittels Sicherheitsinseln und Warnleuchten Personen gewarnt und sichere Fluchtorte geschaffen werden. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 305 000 Franken.
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