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Im zweiten Teil der 12. Ausgabe des Instituional Survey von Lusenti Partners mit Stichdatum 31.12.2008 werden die wichtigsten Folgen der Finanzkrise von 2007 und 2008 auf kurze, mittlere und lange Sicht aufgezeigt, d.h. für eine Periode zwischen 1 und 10 Jahren, wobei in einem ersten Schritt die Ursachen analysiert werden. Für den Fragebogen wurde eine einheitliche Methode verwendet: Sämtliche Antwortmöglichkeiten für eine Frage befinden sich auf einer 11-stufigen Skala von 0 bis 10, wobei 0 dem tiefsten Wert, und 10 dem höchsten Wert entspricht.
Was die Ursachen der Krise anbelangt, sind die Umfrageteilnehmer insgesamt sehr kritisch; der tiefste Wert liegt bei 5.5 (Ungleichgewichte beim Kapitalfluss), der höchste Wert bei 9.3 (Übernahme exzessiver Risiken durch die Banken); das sind gemäss Lusenti äusserst hohe Werte. Die Analyse nach Themenbereichen zeigt auf, dass die Antwortmöglichkeiten in der Gruppe Makroökonomisches Umfeld weniger streng beurteilt werden als diejenigen des Mikroökonomischen Umfeldes (Finanzsektor). Das bedeutet, dass die Ursachen der Finanzkrise in den Augen der Pensionskassenverantwortlichen eindeutig in diesem Sektor zu suchen sind.
Die Teilnehmer zweifeln stark daran, dass kurzfristige Massnahmen zur Optimierung der Anlagemodalitäten ein wirksames oder geeignetes Mittel als Reaktion auf die Krise sind. Am positivsten – aber keinesfalls enthusiastisch – beurteilt werden die Massnahmen im Themenbereich der taktischen Verwaltung, d.h. Einführung oder Ausweitung von Massnahmen der taktischen Verwaltung (Wert 5.2) bzw. Einführung oder Ausweitung von Absicherungsmassnahmen (Aktien, Währungen, Zinsen) (4.8).
Die Antworten der Teilnehmer lassen darauf schliessen, dass sie Leistungskürzungen insgesamt sehr zurückhaltend beurteilen. Sie ziehen es vor, auf der Finanzierungsseite einzugreifen, insbesondere durch einen ausserordentlichen Arbeitgeberbeitrag, oder bei der Verzinsung, durch eine Reduzierung des Zinssatzes. Gemäss den Praktikern der Pensionskassen ist das Potenzial für nachteilige Auswirkungen auf das finanzielle Gleichgewicht beim grossen Themenbereich Finanz- und Anlagemärkte mit einem Wert von 7.9 für ungenügende Rendite der Anlagen und einem Wert von jeweils 7.0 für anhaltende Ungleichgewichte an den Finanzmärkten und den Abbau des Vorsorgekapitals am höchsten. Danach folgt auf Rang 2 das Makroökonomische Umfeld, und auf Rang 3 die Rolle des Staates.