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Gemeinde erbt von kriminellem GemeindeschreiberSchreiben Sie einen Kommentar
Während seiner Tätigkeit bei der Gemeinde Basadingen-Schlattingen hat der ehemalige Gemeindeschreiber Gelder veruntreut. Weil die Gemeinde Verdacht schöpfte, liess sie eine Treuhandfirma die Buchhaltung prüfen. Der Verdacht bestätigte sich, wie die «Thurgauer Zeitung» schreibt. Der Gemeindeschreiber hatte unter anderem mit Geld der Gemeindeverwaltung seine eigenen Steuern bezahlt und Guthaben von Steuerzahlern, die ausbleibende Rückerstattungen oder Vergütungszinsen übersahen abgezwackt. Insgesamt entstand ein Schaden von 250‘000 Franken.
Im März 2004 wurde der Gemeindeschreiber zu 18 Monaten bedingt wegen mehrfacher Veruntreuung und mehrfacher Urkundenfälschung. Anwesend war der Verurteilte nicht, er meldete sich krankheitshalber ab. Der Gemeindeschreiber habe aus Geldgier und Geldnot gehandelt so der Staatsanwalt. Dies bestätigt sich dadurch, dass das veruntreute Geld für Spekulationen an der Börse, Ferien und ein Motorboot genutzt wurde. Jährlich zahlte der Verurteilte der Gemeinde einen Betrag von 9‘600 Franken. Komplett abzahlen konnte er seine Schulden jedoch nicht.
Im Alter von 41 Jahren verstarb der ehemalige Gemeindeschreiber. Daraufhin wurde vom Bezirksgericht Bischofszell ein Konkursverfahren eingeleitet. Unter der Konkursmasse war ein Haus, welches der Gemeinde Basadingen-Schlattingen als Teil der Rückzahlung gutgeheissen wurde. Dennoch bleibt sie auf einem Schuldenberg von über 270‘000 Franken sitzen. Der ehemalige Gemeindeschreiber hatte der Gemeinde Basadingen-Schlattingen nach seinem Tod knapp 500‘000 Franken geschuldet.