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|Initiation, menschliche und solare Einweihung, Seite 122 ff. (engl.)|

beleben; der Zweck ist die Vermischung aller Naturkräfte, so dass die
Wechselwirkung der Energien zwischen den beiden Systemen beschleunigt wird. Auf
diese Weise können die Pläne des solaren Logos, soweit sie von den beiden (zwei)
planetarischen Logoi ausgearbeitet sind, zur Vollendung kommen. Der Eingeweihte
ist nun befugt, sich, wenn auch nur in geringerem Mass, mit solarer Energie zu
befassen. Er wird nicht nur zu den Ratssitzungen seiner eigenen Hierarchie
zugelassen, sondern er darf auch zugegen sein, wenn Abgesandte von anderen
planetarischen Systemen mit dem «Herrn der Welt» und [123] den zwei grossen «
Abteilungsvorstehern» Konferenzen abhalten.

Fünfte Einweihung.
Bei der fünften Einweihung gewährt ihm die Schau einen noch weiteren Ausblick. Ein drittes planetarisches System wird gesehen, das mit den beiden anderen Systemen eines jener Kraftdreiecke bildet, die zur Vollendung der solaren Evolution nötig sind. Wie alle Manifestationen durch Zweiheit und Dreiheit fortschreiten, so auch diese, um schliesslich zur Synthese zu kommen. Diese Systeme sind nichts anderes als Kraftzentren im Körper seines solaren Logos; sie wirken zunächst als gesonderte Einzelwesen, die ihr eigenes unabhängiges Leben leben, dann durch das Wechselspiel von Kraft als Zweiheit in zwei Systemen, einander helfend, antreibend und ergänzend. Sie werden darin endlich ein solares Dreieck und senden Kraft von Punkt zu Punkt, von Zentrum zu Zentrum, bis die Energien miteinander verschmolzen sind und «Die Drei» einheitlich zusammenwirken.
Wenn der Adept der fünften Einweihung in Übereinstimmung mit den Plänen der drei in Frage kommenden Logoi arbeiten kann, weil seine Fähigkeit zur Zusammenarbeit immer grösser wird, dann wird er, wenn die Zeit erfüllet ist, reif für die sechste Einweihung, die ihn in die noch höheren Konklaven führt. Dort wirkt er nun auch an den solaren und nicht nur an den planetarischen Zielen mit.
Sechste Einweihung.
Bei der sechsten Einweihung wird ihm die herrlichste aller Visionen zuteil. Er sieht das solare System als Einheit und es wird ihm ein kurzer Einblick vergönnt, der seinem erstaunten Verständnis die grundlegende Absicht, den Ur-Sinn des solaren Logos, enthüllt. Zum ersten Mal sieht er all die Pläne als ein Ganzes mit allen ineinanderlaufenden Verzweigungen.
Siebente Einweihung.
Bei der siebenten Einweihung dringt seine Schau über den solaren Grenzring hinaus. Er sieht, was er theoretisch schon lange wusste: dass unser solarer Logos Bestandteil der Pläne und Ziele einer noch grösseren «Existenz» ist; dass das solare System nur eines der vielen Kraftzentren ist, durch welches eine kosmische [124] Wesenheit sich ausdrückt, die weit grösser ist, als unser solarer Logos. Hinter all diesen Visionen liegt ein grosser Zweck: die Enthüllung der Wesens-Einheit und die Offenbarung jener inneren Verwandtschaft, die, wenn sie einmal erkannt ist, den Eingeweihten immer mehr auf den Weg des sich selbst verleugnenden Dienens bringt. Er wird schliesslich einer von denjenigen, die für die allem zugrunde liegende Harmonie und Einheit wirken.
Bei der Einweihungszeremonie werden dem Einzuweihenden die Augen geöffnet, auf dass er sehe und erkenne; dieser Vorgang geht in drei Phasen vor sich, die aber Teile ein und desselben Vorgangs sind:
Drei Phasen:
1. Die Vergangenheit tut sich vor ihm auf und er sieht sich selbst in vielen Rollen, die er alle spielte, um durch das allmähliche Heranbringen von Kräften und Fähigkeiten für seine Gruppe und mit ihr nützlich sein zu können. Er sieht und identifiziert sich - der jeweiligen Einweihung entsprechend - mit:
a. sich selbst in vielen früheren Leben,
b. seiner Gruppe in früheren Leben,
c. seinem Ego-Strahl, der seit vielen Zeitläufen niederströmt,
d. seinem planetarischen Logos, der in der Vergangenheit wirkte durch viele Evolutionen und Reiche hindurch in dem grossen System.
Dies geschieht so lange, bis er sich mit der Vergangenheit des einen Lebens identifiziert hat, das durch alle planetarischen Systeme geht und durch alle Evolutionen des solaren Systems. Der Eingeweihte fasst den Entschluss, das Karma abzuleisten und er erkennt (indem er die Ursachen vergangener Dinge einsieht), wie er dies zu vollbringen hat.
2. Die Gegenwart. Dem Eingeweihten wird die besondere Aufgabe enthüllt, die er während des kleineren Zyklus, in dem er jetzt steht, auszuführen hat. Damit ist gesagt, dass er nicht nur das sieht, was ihn in irgendeinem seiner Leben angeht, sondern dass er um den jeweiligen Teil des Planes [125] weiss (der möglicherweise mehrere seiner kleinen Zyklen, die «Lebenszeit» genannt werden, umfasst), - den der planetarische Logos erfüllt sehen möchte. Dann darf vom Eingeweihten gesagt werden, dass er seine Aufgabe kennt und sie meisterhaft beherrscht. Er kann in klarer Erkenntnis und in Beantwortung der Fragen «Warum» «Wie» - «Wann»? an seine Aufgabe gehen.
3. Die Zukunft. Zu seiner Befestigung wird dann dem Eingeweihten ein Bild der über alle Beschreibung erhabenen Vollendung und Glorie vor Augen geführt. Er sieht für einen kurzen Augenblick die Glorie, die da sein wird; er sieht jenen Weg der strahlenden Schönheit, die immer leuchtender wird bis zum Tag der Vollkommenheit.
In den ersten Stadien sieht er die Herrlichkeit seiner vervollkommneten Ego-Gruppe, dann den Glanz, der aus jenem Strahl bricht, der an seinem Herzen den vervollkommneten Menschen einer besonderen Farbe und Art trägt. Noch später erhält er einen Einblick in die Vollkommenheit jener grossen Wesenheit, die sein eigener planetarischer Logos ist und schliesslich und endlich wird ihm die Vollkommenheit aller Schönheit und der Glanz geoffenbart, der die anderen Strahlen des Lichts einschliesst - die Sonne, die da leuchtet in ihrer Kraft, der solare Logos am Ziel der Vollendung.
Kapitel XIII
Die «Stäbe der Einweihung»
Es gibt [126] vier verschiedene Stäbe der Einweihung, nämlich:
1. Die kosmischen Stäbe, die von einem kosmischen Logos bei der Einweihung eines solaren Logos und der drei grösseren planetarischen Logoi verwendet werden.
2. Die Stäbe der Systeme, die von dem solaren Logos bei der Einweihung eines planetarischen Logos verwendet werden. - Mit der kosmischen Einweihung können wir uns nicht befassen. Sie hat Erkenntniserweiterungen im Gefolge, die weit über die Fassungskraft der höchsten Eingeweihten unseres solaren Systems hinausreichen. Mit der systemgemässen Einweihung haben wir uns nur andeutungsweise zu beschäftigen. Sie geht auf einem so erhabenen Niveau vor sich, dass das Denkvermögen des Durchschnittsmenschen sie jetzt noch nicht begreifen kann. Der Mensch erkennt diese Einweihung nur an ihren Wirkungen im planetarischen System, soweit diese Wirkungen ihn selbst betreffen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn das System, in dem er ein mikroskopisch kleines Teilchen ist, dasjenige Zentrum im Körper des Logos ist, das gerade stimuliert wird. Dann findet die Einweihung seines eigenen planetarischen Logos statt und so erfährt der Mensch als Zellenkörperchen (er sowohl wie auch alle anderen Menschen) eine gesteigerte Belebung.
3. Die planetarischen Stäbe, die vom planetarischen Logos verwendet werden und zwar bei der dritten, vierten und fünften Einweihung sowie auch bei den zwei höchsten. Bei der planetarischen Einweihung wird der «Stab der Kraft» vom solaren Logos geführt und ist mit der reinen elektrischen Kraft des Sirius geladen. Unser Logos erhielt ihn während des zweiten Schöpfungsabschnittes aus der Hand jener grossen Wesenheit, die das Oberhaupt der «Herren des Karma» ist. Diese Wesenheit ist der Siegelbewahrer des Gesetzes während der Manifestation. Er ist es auch, der im solaren System die grössere Bruderschaft des Sirius vertritt, deren [127] Logen als okkulte Hierarchie auf den verschiedenen Planeten wirken. Und er ist es, der unter Assistenz des solaren Logos denen, die Einweihungen vornehmen, Kraft verleiht, indem er ihnen das geheime Wort gibt, das sie fähig macht, die reine elektrische Kraft heranzuziehen, mit der ihre Stäbe zur Ausübung ihres Amtes geladen werden müssen. Er vermittelt ihnen auch das besondere Geheimnis des jeweiligen planetarischen Systems.
4. Hierarchische Stäbe, die von einer okkulten Hierarchie für geringere Einweihungen verwendet werden. Ausserdem finden sie Verwendung bei den zwei ersten manasischen Einweihungen durch den Bodhisattva.
Als der Mensch im lemurischen Zeitalter sich individualisierte, war es die Auswirkung dieses Stabes (der Einweihung) auf den Logos unserer Erdenkette, der bestimmte Zentren seines Körpers und die dazu gehörigen Gruppen in Bewegung versetzte. Durch diesen Akt wurde de facto das Erwachen des Lebens zu intelligentem Wirken auf der mentalen Ebene eingeleitet. Auf der physischen und auf der astralen Ebene lebte der Tiermensch schon bewusst, aber durch die Belebung mit dem elektrischen Stab erwachte dieser Tiermensch zum Bewusstwerden auf der mentalen Ebene. Auf diese Weise nun wurden die drei Körper einander gleichgeschaltet und der Denker begann in ihnen zu wirken.
Alle Stäbe der Einweihung rufen ganz bestimmte Effekte hervor:
a. die Anfachung latenten Feuers bis zum Lodern;
b. die Zusammenziehung der Feuer durch okkultes Wirken, das jedes Feuer in den Bereich des anderen bringt;
c. eine verstärkte Vibrations-Tätigkeit gewisser Zentren sowohl im Menschen wie im «Himmlischen Menschen» als auch im solaren Logos;
d. die Ausdehnung aller Körper, vornehmlich des Kausalkörpers;
e. die Entfachung des Kundalini-Feuers (des Feuers am unteren Ende der Wirbelsäule) und die Weiterleitung dieses Feuers nach oben.
Diese Feuer und das manasische werden durch die Stäbe über [128] bestimmte Wege - oder Dreiecke - geleitet; die Stäbe werden dabei in besonderer Weise bewegt. Es hat einen ganz bestimmten okkulten Grund, der auf den Gesetzen der Elektrizität beruht, dass jeder Einzuweihende, der dem Initiator vorgestellt wird, von zwei Meistern begleitet wird; diese stehen zu beiden Seiten des Einzuweihenden; die drei bilden zusammen ein Dreieck und dieses macht das Werk möglich. Die Kraft des Stabes ist eine zweifache und seine Macht ungeheuerlich. Auf sich gestellt und allein könnte der Einzuweihende die Voltstärke des Stabes ohne Schaden nicht ertragen. Aber durch die Dreieck-Transmission ist er gesichert. Wir müssen uns hier erinnern: Zwei Meister stehen Pate, wenn der Bewerber zur Einweihung kommt und sie vertreten die beiden Polaritäten des elektrischen Alls. Ein Teil ihrer Funktion besteht darin, dem Bewerber zur Seite zu stehen, wenn er vor den grossen Herrn kommt.
Wenn die Stäbe von den Händen des Initiators gehalten werden in seiner Machtstellung, zu den festgesetzten Zeiten, dann wirken sie als Übermittler von elektrischer Kraft von sehr hohen, ja, in der Tat von so hohen Graden, dass der «Flammende Diamant» bei der sechsten und siebenten Einweihung Kraft vermittelt, die über den Logos von ausserhalb des Systems kommt. Der Stab, der diese Kraft verleiht, ist der einzige grössere Stab, der auf unserem Planeten benutzt wird; aber innerhalb des Systems gibt es ausserdem noch mehrere solcher Kraftstäbe. Man kann, wenn man so sagen will, sie in drei Grade einteilen.
Ein Einweihungsstab wird für die ersten beiden Einweihungen benutzt und wird von dem grossen Herrn geführt. Er ist magnetisiert durch die Auflegung des «Flammenden Diamanten». Diese Magnetisierung wird für jeden neuen Weltlehrer wiederholt. Es ist eine grossartige Zeremonie, die da stattfindet, wenn ein neuer Weltlehrer sein Amt antritt und dabei seinen Stab der Kraft erhält; es ist derselbe Stab, der seit der Gründung unserer planetarischen Hierarchie verwendet wird. Er hält ihn hin zum Herrn der Welt, der ihn mit seinem eigenen krafterfüllten Stab berührt [129] und so eine neue Aufladung seiner elektrischen Kapazität bewirkt.
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|Last updated Saturday, February 14, 1998 © 1998 Netnews Association. All rights reserved.|