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Der Vorwurf lautete auf versuchte Vergewaltigung: Nun will die Staatsanwaltschaft New York die Klage gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn zurückziehen.
Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat beantragt, dass einige oder alle Anklagepunkte gegen den ehemaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn fallen gelassen werden. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Eine Hotelangestellte hatte den 62-Jährigen der Vergewaltigung beschuldigt.
Auch der Anwalt der Klägerin, Kenneth Thompson, sagte, dass die Anklage gegen Strauss-Kahn fallengelassen worden sei. Thompson sagte nach einem Treffen mit seiner Mandantin bei Staatsanwalt Cyrus Vance, dieser habe der Frau das Recht auf Gerechtigkeit in einem Vergewaltigungsfall verweigert. Vance hatte die Hotelangestellte Nafissatou Diallo zusammen mit ihrem Anwalt vorgeladen.
Strauss-Kahn wurde für Dienstag zu einer weiteren Anhörung in dem Justizdrama vor Gericht erwartet. Bei diesem Termin dürfte Richter Michael Obus dem Gesuch des Anklägers Vance nachkommen und das Verfahren offiziell einstellen.
Nicht für unschuldig befunden
Die Entscheidung bedeute nicht, dass Strauss-Kahn für unschuldig befunden wurde, erläuterten Experten vor dem Rückzug der Ankläger in US-Medien. Vielmehr sehe die Staatsanwaltschaft angesichts von Widersprüchen und Lügen in den Aussagen des angeblichen Opfers wenig Chancen, einen Prozess gegen den Franzosen zu gewinnen.
Der ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) war von einem New Yorker Zimmermädchen der sexuellen Gewalt beschuldigt worden. Er habe versucht, sie am 14. Mai in seiner Hotelsuite zu vergewaltigen und sie zu Oralsex gezwungen.
Inzwischen hat die Frau aus Westafrika eine Zivilklage gegen Strauss-Kahn angestrengt und fordert eine finanzielle Entschädigung.
(tno/sda)