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Am 30. Juli sind die ersten 800kg Lebensmittel und dazu Hygiene-Kits verteilt worden.
Die Auswahl der Empfänger*innen erfolgte in Zusammenarbeit mit lokalen NGOs, die mit der Covid-19-Krise entstanden sind oder schon vorher im Nothilfe-Bereich arbeiteten.
Im August, September, Oktober, November Dezember, Januar und Februar 2021 werden weiterhin Essenspakete verteilt.
So ist das Projekt entstanden…
Boa Vista ist ein altes Quartier im Zentrum von Recife im Nordosten von Brasilien. Klaus Meyer betreibt hier in der Villa Ritinha seit einigen Jahren ein Kulturzentrum mit Ausstellungsräumen und Café. Mit der Corona-Pandemie ist alles anders. Das Café und die Villa sind geschlossen, es ist zu gefährlich. Im Juni hat Klaus damit angefangen zweimal pro Woche für ein paar hundert Leute aus der Nachbarschaft zu kochen (Bericht im Diario de Pernambuco). Jetzt – ab Ende Juli – sollen Essenspakete und Hygiene-Kits den Menschen beim Überstehen der Krise helfen. Boa Vista ist kein reiches Viertel. In normalen Zeiten verfügt ein durchschnittlicher Haushalt über ca. 700 Fr. im Monat. Nachdem jetzt viele Aktivitäten stillgelegt sind, gibt es auch kein Einkommen, Reserven sind meist keine da.
Ein Essenspaket beinhaltet 2kg Reis; 2kg Maismehl; 1kg Maniokmehl; 2 kg Bohnen; 1kg Zucker; 1 Liter Speiseöl; 1 Pack Spaghetti; Salz; Pulver für 5l Milch; Kaffee; 1x Kekse; 1x Margarine; 1x Marmelade. Es kostet umgerechnet ca. 10 SFr., wird ca. 40% unter dem Supermarktpreis geliefert.
Das Hygiene-Kit enthält Handseife, Abwaschmittel, Seifenpulver, Desinfektionsgel und Masken. Ein solches Kit kostet umgerechnet ca. 4 SFr. Hygiene ist angesichts der hohen Infektionsraten wichtig, die Leute würden sich das aber nicht leisten.