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Die japanische Regierung und der Gemeindepräsident von Iitate wollen am Ende März unbedingt die Sperrzone von Iitate aufheben, obwohl das Risiko der hohen Strahlenbelastung nach wie vor gross ist und unter den Einwohnern Unsicherheit herrscht.
Der privaten Webzeitung „Volksstimme“ zufolge fand am 12. Februar ein von der Gemeinde und Tokyo organisiertes Einwohnertreffen in Iidate statt, zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Medienschaffenden mussten draussen bleiben und auf die Stimmen aus Lautsprecher lauschen. Dabei kündigte der Gemeindepräsident von Iitate an, dass er sich künftig mehr um die Zurückgekehrten kümmern will. Das heisst, diejenige, die weiterhin in einem anderen Ort wohnen wollen, bekommen immer weniger Unterstützung.
Die Rückkehrer erhalten zum Beispiel als Umzugskosten maximal 200’000 Yen (ca. 180 Franken) und 500’000 Yen für den Bau eines eigenen Gemüsegartens.
An diesem Treffen teilnahmen vorwiegend die Einwohner, die bereit sind, nach Iidate zurückzukehren. Sie können seit letztem Juli längerfristig zu Hause bleiben, um das Haus zu reinigen und um für den Neuanfang vorzubereiten. Sie äusserten sich beim Treffen deshalb eher Sorgen um die Kriminalitätsprävention, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten oder Müllabfuhr als Angst vor Strahlung. Doch wurden auch Bedenken gegen Trinkwasser oder nicht dekontaminierten Hügel hinter dem Haus zum Ausdruck gebracht.
Im Dorf sind heute unzählige flexible Behälter auf einer grossen Fläche aufeinandergestapelt. Jeder Behälter enthält radioaktiv verseuchte Erde. Die japanische Regierung weiss nicht, wann sie vollständig aus der Gemeinde ausgetragen werden können. Die Strahlendosis der Gemeinde bewegen sich zwischen 0.145 und 2.195 µSv/h (Stand 22. Feb. 2017). https://www.f-map.biz/radiMap_iitate/index