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Bob-Olympiasieger Ekkehard Fasser gestorben
Die Schweiz verliert einen ihrer grössten Bobpiloten. Der gebürtige Glarner Ekkehard Fasser stirbt 68-jährig. Unter anderem gewann er Gold an den Olympischen Spielen in Calgary.
Der gebürtige Glarner, der im St. Gallischen Rieden wohnte, stirbt nach schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren, dies teilt die Familie mit.
Ekkehard Fasser zählt zu den erfolgreichsten Bobpiloten der Schweiz. 1983 wurde er Europameister und Weltmeister. In der Saison 1985/86 gewann er den Weltcup und 1988 holt er mit dem Viererbob sensationell Olympisches Gold in Calgary.
Vom Leichtathlet zum Bobsportler
Ekkehard Fasser begann seine sportliche Laufbahn als Leichtathlet. Im Hochsprung, Weitsprung und im Kugelstossen zeigte er beachtliche Resultate. Erst mit 26 Jahren startete er mit dem Bobsport, umso bemerkenswerter sind seine späteren Erfolge, die er als Pilot erreichte. Ekkehard Fasser zeigte ein natürliches Talent für den Eiskanal.
Der Krimi von Calgary
In Erinnerung bleibt der spektakuläre und emotionale Sieg an den Olympischen Spielen 1988 in Calgary. Der damals bereits 35-jährige Fasser und sein Team im Viererbob (Kurt Meier, Marcel Fässler und Werner Stocker) holten sich den Sieg nach einem vierteiligen Krimi.
Nach einem schlechten ersten Lauf, den Fasser auf Zwischenrang 7 beendete, schien Olympiagold bereits in weite Ferne gerückt, über eine halbe Sekunde betrug der Rückstand. Die Mannschaft der damaligen DDR wurde ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht und führte nach Lauf 1. Nach einem starken zweiten und einem hervorragenden dritten Lauf, in dem Fasser die schnellste Zeit herunterfuhr, war eine Olympiamedaille wieder in Reichweite. Dass es bis ganz nach vorne reichte, war einem miserablen Lauf der Ostdeutschen zu verdanken, die alleine in diesem Lauf beinahe eine Sekunde auf Fassers Laufzeit verloren, eine Ewigkeit im Bobsport. So kam es, dass der Schweizer Bob vor dem entscheidenden vierten Lauf mit 0,16 Sekunden Vorsprung führte. Zwar war Fasser und sein Team im letzten und entscheidenden Lauf wiederum um 0,09 Sekunden langsamer als das DDR-Team, doch dies reichte hauchdünn für die Olympische Goldmedaille. Fasser bewies Nerven aus Stahl.
Im selben Jahr, auf dem Höhepunkt seiner aktiven Sportlaufbahn, beendete er seine Karriere. Nun ist einer der Grössten im Bobsport von uns gegangen. Doch seine Siege, wie jener in Calgary, lebt in Erinnerung weiter.
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