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Die Firma Adienne Srl. in der Lombardei - eine Tochter des Schweizer Pharma-Unternehmens Adienne Pharma & Biotech - solle den Impfstoff herstellen. Der Handelskammer zufolge wurde eine entsprechende Vereinbarung mit dem staatlichen russischen Direktinvestitionsfonds RDIF geschlossen, der an der Sputnik-Entwicklung beteiligt ist - die erste mit einem europäischen Partner.
Den Angaben zufolge könnten bis Ende des Jahres in Norditalien zehn Millionen Dosen produziert werden. Die italienische Botschaft in Moskau sei in die Verhandlungen eingebunden gewesen. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa zitierte den Präsidenten der Handelskammer, Vincenzo Trani, mit der Aussage, dass die Produktion nicht gleichbedeutend mit der Verteilung des Impfstoffs im Land sei. Italien wende sich nicht von der EU ab. Auch andere europäische Firmen würden sich in diese Richtung bewegen.
Bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA läuft die Prüfung über die Zulassung des russischen Impfstoffs noch. Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte nach einem Ansa-Bericht am Wochenende gesagt, er sei «offen für den russischen Sputnik-Impfstoff», wenn die Kontrollen der zuständigen Agenturen ein positives Ergebnis brächten.