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Nachdem ich vom 6. - 10. Juli 2016 die Schweiz an den Europameisterschaften 2016 in Amsterdam als Schlussläufer der 4x400m Staffel vertreten durfte und mit dem Team die schnellste Zeit seit 10 Jahren laufen durfte, standen exakt 6 Tage nach der Rückkehr aus Amsterdam die Schweizer Meisterschaften in Genf auf dem Programm. Trotz Müdigkeit stellte sich die komplette 4x400m Staffel von Amsterdam diesmal als Gegner im 400m Rennen der Aktiven. Ich wusste, dass ich über eine gute Form verfüge, jedoch meine Konkurrenz in diesem Jahr so stark wie noch nie zuvor ist. So wusste ich, dass für mich jede Medaille sowie auch der vierte Platz auf dem Wettkampfblatt stehen könnte. Souverän konnte ich mich als Vorlaufsieger am Samstag für das Finale vom Sonntag qualifizieren. Das Finale ist dann sehr kurz erklärt. Ein von Müdigkeit geprägtes Finale brachte mir nicht mehr die gewünschte zeitliche Verbesserung im Vergleich zum Vorlauf ein. Trotzdem konnte ich in einer respektablen Zeit von 47.40s die Silbermedaille ergattern. Leider musste ich meinen Titel aus den Vorjahren einem Staffelkollegen überlassen.
Ich wagte an den Schweizer Meisterschaften in Genf ein Experiment indem ich am Sonntag nicht nur den 400m Final lief, sondern mich auch über 200m der Konkurrenz stellte. Umso überraschender war mein lockerer Finaleinzug über 200m und kurz nach dem 400m Finale die überraschende Bronzemedaille mit neuer persönlicher Bestleistung von 21.58s über die 200m.
Nach diesem happigen Wettkampfblock stand ein wenig Regeneration auf dem Programm, bevor ich die zweite Saisonhälfte mit "just for fun" Wettkämpfen in angriff nahm. So versuchte ich mich zum Beispiel im Weitsprung (6.73m) oder auch vermehrt über die Unterdistanzen (100m und 200m). Ich konnte über 100m in 11.04s (-2.3ms GW) und mit 21.29s (+0.4ms RW) neue persönliche Bestleistungen erzielen, was mich optimistisch für einen meiner letzten 400m Läufe dieser Saison in Lausanne stimmte.
Im Rahmen des Athletissima Lausanne hatte ich gestern die Gelegenheit im Vorprogramm gegen die Schweizer Konkurrenz noch einmal bei besten Bedingungen meine Schnelligkeit in einen 400m umzusetzen. Schlussendlich gelang dies nicht ganz. Obwohl ich das Rennen engagiert lancierte, fehlte mir ein wenig die Frische auf den letzten Metern. Schlussendlich konnte ich mit meiner 4. besten Zeit der Karriere (47.18s) die Ziellinie überqueren und meine CH-Konkurrenz klar distanzieren. Leider blieb mir auch in diesem Rennen eine Zeit unter 47 Sekunden verwehrt. Dies muss und ist mein Anspruch. Trotz meiner konstantesten Saison der Karriere fehlt noch der nächste Schritt zu den 46er Zeiten. Die Grundlage mit einer Verbesserung der Sprintleistungen (100m+200m) wurde gelegt. Nun hoffe ich dies in meinem letzten Rennen der Saison im Rahmen der Team-Schweizer Meisterschaften vom 4. September 2016 in Délemont umzusetzen.
Zuerst stehen aber am kommenden Samstag die Staffel Schweizer Meisterschaften in Basel auf dem Programm. Ich werde dort in der 4x100m sowie in der 4x400m Staffel der LG Bern am Start sein.
In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen Fans für den Support in dieser Saison 2016.