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Die Ärmsten der Welt zahlen relativ 313 Schweizer Franken für einen Bohneneintopf
Zürich, 16. Oktober 2017 – Die Kosten für eine Mahlzeit in den ärmsten Ländern der Welt können sich auf hunderte US-Dollar Kaufkraftäquivalent belaufen. Das ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung, die das World Food Programme und Mastercard durchgeführt haben. Laut der Studie zahlen Menschen in Entwicklungsländern für eine einfache Mahlzeit bis zu einem Tageslohn – und in Bürgerkriegsregionen oder Zeiten wirtschaftlichen Zusammenbruchs sogar noch mehr.*
Die Unterschiede gegenüber entwickelten Ländern sind bezeichnend, wie etwa das Beispiel des US-Bundestaates New York demonstriert, der als Grundlage für die Studie Counting the Beans: the True Cost of Food around the World verwendet wurde. Dort kostet eine einfache Mahlzeit wie ein Bohneneintopf in der Herstellung 1,20 US-Dollar (CHF 1,17), was 0,6 Prozent eines durchschnittlichen Tageseinkommens entspricht. Im Gegensatz dazu kostet eine Mahlzeit im Südsudan, dem Schlusslicht dieser Studie, im Verhältnis das 268-fache, was einem Betrag von 321,70 US-Dollar (CHF 313,43) gleichkommt. Die Plattform plateoffood.org zeigt, was eine Mahlzeit in einem Entwicklungsland im Verhältnis zu seinem durchschnittlichen, täglichen Einkommen in anderen Teilen der Welt kosten würde.
Die Studienergebnisse haben Mastercard einmal mehr darin bestärkt, die gemeinsam mit dem World Food Programme eingegangene globale Verpflichtung, 100 Millionen Mahlzeiten für bedürftige Menschen weltweit bereitzustellen, zu erreichen.
Folgende Länder und Gebiete erzielten in der Studie die schlechtesten Ergebnisse:
- SÜDSUDAN: Verglichen mit einem New Yorker Einkommen kostet eine Mahlzeit 321,70 Dollar – Wert in Schweizer Franken relativ zur Schweiz CHF 313,43.
155 Prozent des durchschnittlichen Tageseinkommens sind erforderlich, um eine einfache Mahlzeit zu kaufen.
- NIGERIA: Hier liegt der Preis für eine Mahlzeit im New Yorker Einkommensvergleich bei 200,32 Dollar – Wert in Schweizer Franken relativ zur Schweiz CHF 195,17.
121 Prozent des nigerianischen durchschnittlichen Tageseinkommens müssen damit für eine einfache Mahlzeit aufgewendet werden.
- DEIR EZZOR, SYRIEN: Der Preis für eine Mahlzeit beträgt hier 190,11 Dollar verglichen mit dem Bundestaat New York – Wert in Schweizer Franken relativ zur Schweiz CHF 185,22.
115 Prozent des syrischen durchschnittlichen Tageseinkommens sind für den Kauf einer einfachen Mahlzeit nötig.
- MALAWI: Eine Mahlzeit kostet hier gemessen an New York 94,43 Dollar – Wert in Schweizer Franken relativ zur Schweiz CHF 92.
Das macht 45 Prozent des durchschnittlichen Tageseinkommens in Malawi aus, um eine einfache Mahlzeit erstehen zu können.
- DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO: Der Preis für eine Mahlzeit liegt hier bei 82,10 Dollar gegenüber New York – Wert in Schweizer Franken relativ zur Schweiz CHF 80.
40 Prozent des kongolesischen durchschnittlichen Tageseinkommens sind für den Kauf einer einfachen Mahlzeit notwendig.
„Ohne Nahrung können wir nicht leben, lernen oder uns entwickeln”, sagt Ann Cairns, President International Markets, Mastercard. „Bei Mastercard setzen wir Technologie und Ressourcen gezielt dafür ein, Lebensbedingungen zu verbessern und den Kreislauf aus Armut zu durchbrechen. Unsere Verpflichtung, für 100 Millionen Mahlzeiten zu sorgen und unsere Partnerschaft mit dem WFP zu vertiefen, bringen uns einer Welt ohne Hunger einen Schritt näher.“
Jeden Tag hungern 815 Millionen Menschen. Die von Mastercard und dem WFP gemeinsam durchgeführte Studie hat einen direkten Zusammenhang zwischen nahrhaften Schulmahlzeiten, schulischen Leistungen und Produktivität im späteren Leben nachgewiesen. Kinder, die in Sri Lanka von einem zehnjährigen Projekt mit Schulmahlzeiten profitierten, haben in ihrem späteren Berufsleben fünf Prozent mehr verdient. Eine Kosten-Nutzen-Analyse ergab ferner, dass jeder Dollar, der in Schulmahlzeiten investiert wird, eine wirtschaftliche Rendite von drei bis zehn Dollar ergibt.
„Eltern stehen häufig vor einer bitteren Wahl“, so Cairns weiter. „Sollen sie ihre Kinder arbeiten lassen, um die Familie zu ernähren oder sie in die Schule schicken und die Familie hungern lassen? Durch die Förderung von Schulmahlzeiten ermöglichen wir Kindern, weiter zur Schule zu gehen, zu lernen und sich zu einem erfolgreichen Erwachsenen zu entwickeln. Dadurch können Familien, Gemeinschaften und letztlich ganze Volkswirtschaften mehr Wohlstand erlangen.“
„Gemeinsam haben wir bemerkenswerte Arbeit geleistet“, sagt David Beasley, Executive Director des WFP. Dank der Partnerschaft mit Mastercard konnten wir uns ein fundierteres Bild von den Ursachen verschaffen, die dem ständigen Kreislauf aus Armut und Hunger zugrunde liegen. Counting the Beans offenbart nicht nur die grausamen Ungleichheiten beim Zugang zu Lebensmitteln, sondern bietet auch wegweisende Lösungen, um einige der schlimmsten Auswirkungen von Konflikten, Katastrophen und zerrütteten Versorgungsketten zu lindern. Die Studie veranschaulicht, wie dringlich Partnerschaften wie unsere sind, damit der Hunger bis 2030 beendet werden kann.“
Mastercard und WFP möchten einige der wahren Gründe dafür aufzeigen, warum Länder oft in einem Teufelskreis der Armut landen. Zu diesen Gründen gehören Konflikte und fehlende Sicherheit, unvollständige Versorgungsketten und falsche Lagerung von Erntegut infolge mangelnder Technologie. Die Partnerschaft wiederum will durch ihre Programme, etwa die Bereitstellung kostenloser Schulmahlzeiten, einige der komplexen Herausforderungen von Armut und Hunger mindern und den Kreislauf des Hungers durchbrechen.