Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03371.jsonl.gz/1937

Positive Auswirkungen des CBD’s bei Tieren
Genau wie beim Menschen kann sich CBD auch bei Tieren positiv auf die Gesundheit auswirken. Wie alle Säugetiere besitzen sie ein körpereigenes Endocannabinoidsystem. Dieses besteht hauptsächlich aus den zwei Rezeptoren CB1 und CB2. Sie sind zuständig für die Ausschüttung und den Transport lebenswichtiger Botenstoffe. Das CBD koppelt an diese Rezeptoren an. Dadurch werden Herzfrequenz und Blutdruck gesenkt.
CBD kann bei Tieren mit Stress, Panikattacken oder Angstzuständen – zum Beispiel aufgrund Trennungsangst oder früherer Misshandlung, eingesetzt werden. Zusätzlich dazu kann es entkrampfend, entzündungshemmend und beruhigend wirken und bei chronischen Schmerzen helfen.
Das Immunsystem kann durch die Einnahme von CBD gestärkt werden. Hunde- und Katzenhalter verabreichen ihren Tieren auch CBD gegen Krampfanfälle (z.B. bei Parkinson oder Epilepsie), Asthma oder Arthrose. Wie beim Menschen soll Cannabidiol auch bei Tieren zur Eindämmung von Krebszellen helfen.
CBD beim Pferd: ein Erfahrungsbericht
Barbara S. aus Saas Grund (wir haben sie in einem früheren Blog-Eintrag vorgestellt) ist die Besitzerin von Wanadoo, einer 19-jährigen Württemberger Stute.
„Wanadoo wurde zum Dressurpferd ausgebildet. Mit 15 Jahren wurde bei ihr eine Hufrollenentzündung diagnostiziert, die konventionell behandelt wurde. Im Alter von 17 ging sie dann jedoch immer mal wieder lahm und entwickelte eine für sie untypische Lustlosigkeit an der Arbeit. Röntgenuntersuchungen zeigten Knochenveränderungen an der Wirbelsäule und so kam sie dann mit 18 Jahren als “Rentnerin“ zu mir auf die Weide.“
ZUYA: Welche Beschwerden / Symptome zeigt Wanadoo?
Barbara: Wanadoo hatte verschiedene Symptome. Ihre Gelenke machten ihr sichtlich Schmerzen. Das Hufe auskratzen wurde jeweils zum aufwändigen Prozedere. Auch wirkte sie lust- und teilnahmslos. Wanadoo ist eine sehr sensible Stute. Ihre Gesichtsnerven sind sehr empfindlich, da ihre Mutter ein ähnliches Verhalten zeigt, könnte das erblich bedingt sein. Das Aufzäumen gestaltete sich schwierig. Des Weiteren litt sie unter Pseudo Narkolepsie. Weil sie sich zum Schlafen nicht mehr hinlegen konnte, schlief sie mehrmals täglich im Stehen ein und knickte weg. Manchmal fiel sie auch hin.
Z: Was verabreichst du ihr gegen die Beschwerden?
B: Als Wanadoo zu mir kam, habe ich das Futter angepasst. Sie erhält nur Heu und Gras. Im Winter zusätzlich etwas Müesli und Leinsamenöl. Ausserdem habe ich ihr die Hufeisen abgenommen. Zusätzlich erhält sie seit einigen Monaten täglich ein selbstgebackenes Zuya-Blüten-Leckerli.
Z: Wie verarbeitest du die ZUYA-Blüten zu den Leckerlis für Wanadoo?
B: Mit dem Rezept bin ich noch etwas am Experimentieren. Die Konsistenz der Leckerlis ist noch nicht ganz perfekt. Man muss darauf achten, dass sie trocken genug werden, damit sie nicht schimmeln und gleichzeitig nicht auseinanderbröseln.
Aktuell nehme ich 2 grosse Tassen Müesli, koche das mit Wasser zu einem Brei. Diesen nehme ich vom Herd, füge etwas Leinsamenöl, 1 TL Backpulver und 15 -20g Zuya-Blüten hinzu und verrühre alles zu einem Teig. Dann streiche ich die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Die Masse reicht ungefähr für ein halbes Blech. Ich ritze die Oberfläche in 20-30 Quadrate und backe das Ganze bei 155°C ca. eine Stunde.
Z: Wie viele Leckerlis verabreichst du ihr?
B: Ich gebe Wanadoo jeden Tag ein Leckerli.
Z: Welche Veränderungen konntest du bei Wanadoo seit der Einnahme der CBD-Leckerli feststellen?
B: Was ganz genau auf das CBD zurück zu führen ist, kann ich nicht eindeutig sagen. Seit der Einnahme der Zuya-Blüten-Leckerli sind einige der oben genannten Symptome ganz verschwunden, andere kommen weniger zum Vorschein. So leidet Wanadoo nicht mehr an Pseudo-Narkolepsie. Sie legt sich zum Schlafen wieder hin. Sie geht auch nicht mehr lahm, obwohl ich sie wieder regelmässig reite und das Hufe auskratzen geht inzwischen ganz einfach. Ihr Gesamtzustand hat sich meiner Meinung nach ebenfalls verbessert. Was noch nicht ganz verschwunden ist, sind die nervösen Zuckungen im Gesicht, wenn sie berührt wird.
Z: Hast du vorher bereits andere Therapien ausprobiert?
B: Ich selbst nicht. Die Vorbesitzer von Wanadoo haben verschiedene Therapien versucht: von Spezialbeschlag, über Nahrungsergänzungsmittel bis zu Osteopathie war meines Wissens alles dabei. Wie oben erwähnt wurde die Hufrollenentzündung vom Tierarzt konventionell behandelt.
Da ich selbst CBD nehme und schon einiges über seine Wirkung gelesen habe, habe ich gedacht, dass ich es auch bei meinem Pferd damit versuchen könnte.
Z: Vielen Dank Barbara, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast.
CBD-Tropfen für Tiere – eine weitere Anwendungsform
Wie wir gesehen haben, verarbeitet Barbara die CBD-Blüten zu Leckerlis für ihre Stute. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dem Tier das CBD in Form von Tropfen zu verabreichen.
„Bei den Tieren sollte auf das Körpergewicht, den Charakter, das Alter und auch auf die Rasse geachtet werden, damit eine Dosierung vernünftig formuliert werden kann. Ausserdem ist zu beachten, dass die Physiologie der Säugetiere sehr ähnlich wie unsere ist, vor allem bei Hunden, Katzen und Pferden.“
Erklärt Dr. Maria D’Angelo, welche in ihrer Praxis in Zürich auch tierische Patienten behandelt.
„Die Tropfen sollten sublingual verabreicht werden oder wenn das Tier es nicht zulässt, mit einer Spritze (ohne Nadel natürlich) mit etwas Sirup oder sonstiger Flüssigkeit in den Rachen gespritzt werden. So mache ich es fast bei jedem/er ‚Patient/In‘.“
Für kleinere Tiere (Hunde und Katzen) reicht in der Regel die Verabreichung von ein bis zwei mal täglich 1 Tropfen. Das CBD wird über die Mundschleimhaut und später über den Magen aufgenommen. Es Dauert ca. eine Woche, bis die Wirkung eintritt. Wichtig ist, dass das Tier beobachtet wird. Falls keine Wirkung erkennbar ist, kann die Dosis sukzessive erhöht werden.
Wie bei den meisten natürlichen Produkten ist es auch beim CBD so, dass oft etwas experimentiert werden muss, bis die richtige Dosierung herausgefunden wird. Aber wie die Erfahrungsberichte zeigen, lohnt es sich auf jedenfall dran zu bleiben.
Anmerkung: Eine medizinische Wirkung von CBD ist aufgrund der bisherigen Forschung nicht genügend nachgewiesen, weshalb keine ausreichende Grundlage zur Abgabe von medizinischen Heilversprechen besteht. Aus diesem Grund geben auch wir keine medizinischen Heilversprechen ab. Trotzdem vermuten zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Cannabisprodukten und vielen positiven Wirkungen, die jedoch noch genauer erforscht werden müssen.