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Shuangcheng Nestlé, eine Tocher des Schweizer Lebensmittelmulits, soll über zehn Jahren lang Milchbauern in China betrogen haben. Nun will Nestlé zusammen mit den lokalen Behörden den Vorwürfen nachge
Eine Tochter des Lebensmittelherstellers Nestlé soll jahrelang Milchbauern in China betrogen haben. Der Konzern gehe gemeinsam mit den örtlichen Behörden entsprechenden Vorwürfen nach, sagte eine Sprecherin von Nestlé China am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.
Den Vorwürfen zufolge zahlte Shuangcheng Nestlé mindestens zehn Jahre lang weniger als den Milch-Standardpreis und manipulierte zudem das Gewicht der abgelieferten Milch. «Nestlé betrügt Bauern nicht. Wir nehmen die Bericht sehr ernst», sagte die Sprecherin. Das Unternehmen toleriere solche Praktiken nicht und werde daher Massnahmen ergreifen, sobald Ergebnisse der Untersuchung vorliegen.
Shuangcheng liegt in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang. Es gibt dort mehr als 20'000 Milchbauern, die täglich 1200 Tonnen Milch produzieren. Nach Angaben von Bauern erlaubten ihnen die örtlichen Behörden nicht, Milch an andere Abnehmer als Nestlé zu verkaufen. Das Unternehmen ist demnach einer der wichtigsten Steuerzahler der Stadt.
(rcv/sda)