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Romane
Basel, 4052
|Edward Bulwer Lytton Nacht und Morgen I.|
Wer die Werke von Wilkie Collins schätzt, mit dem Bulwer-Lytton ebenso wie mit Dickens befreundet war, wird auch an der Wiederentdeckung dieses Romans aus der viktorianischen Ära ungetrübtes Vergnügen haben. Zur äußeren Handlung nur soviel: Zum Herrensohn erzogen, steht der fünfzehnjährige Philip Beaufort nach dem jähen Tod seines Vaters vor dem Nichts. Denn die heimliche Eheschließung seiner Eltern kann nicht nachgewiesen werden, die Zeugen sind tot oder verschollen, die Heiratsurkunde ist unauffindbar. Somit seines Erbes beraubt, mit dem Makel der angeblich unehelichen Geburt behaftet, versucht Philip, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Als auch die geliebte Mutter stirbt und sein jüngerer Bruder Sidney infolge einer Intrige spurlos verschwindet, wendet sich Philip seinem einzigen Vertrauten, dem ältlichen, jovialen William Gawtrey zu, mit dem er nun einige Jahre durch Europa zieht.. .Schon bis hierhin ist es ausgeschlossen, das ganze komplizierte Ineinanderspielen der Figuren, die Spannung die Fülle der trefflich charakterisierten Nebenfiguren, den leisen, grimmigen Humor, mit dem die Spießer gezeichnet und die Oberflächlichkeit der Wohlhabenden verdammt werden, in wenigen Zeilen zu beschreiben. Erst recht würde dieser Versuch im folgenden Verlauf der Handlung scheitern. – Denn der geneigte Leser darf bei der Lektüre des zweiten Bandes auf erstaunliche Verwicklungen gefaßt sein.