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Osteoporose
Die Osteoporose zählt zu den häufigsten Knochenkrankheiten und ist gekennzeichnet durch einen Knochenabbau. Der Knochenschwund betrifft vor allem Frauen nach der Menopause. Aber auch Männer können in höherem Alter eine Osteoporose entwickeln. Durch den Knochenabbau werden die Knochen anfälliger für Frakturen. In der Wirbelsäule kann es dadurch zu einem Zusammensinken der Wirbelkörper kommen. Dies kann wiederum zu Formveränderungen der Wirbelsäule und infolge dessen zu einer Verringerung der Körpergrösse führen.
Die Knochen werden ein Leben lang ständig erneuert. Der fortlaufende Abbau und Neubau der Knochen wird über Hormone gesteuert. Etwa ab dem 40. Lebensjahr führt die Hormonumstellung im Alter zu einem vermehrten Abbau der Knochen, bei Frauen ausgeprägter als bei Männern. Dies führt dazu, dass etwa jede dritte Frau und jeder fünfte Mann im Alter von 65 Jahren an einer Osteoporose leidet. Neben der altersbedingten Osteoporose können Vitamin-D-Mangel, Kalzium-Mangel oder eine langjährige medikamentöse Therapie zum Beispiel mit Kortison eine Osteoporose verursachen.
Eine Osteoporose entwickelt sich langsam über Jahre hinweg und verursacht lange Zeit überhaupt keine Beschwerden. Durch den Knochenabbau werden die Knochen porös, instabil und frakturanfällig. Oft ist deshalb ein Knochenbruch das erste Symptom einer Osteoporose. Typischerweise bricht der Knochen dabei eben schon bei nur geringfügiger Gewalteinwirkung oder sogar spontan. Die Osteoporose betrifft das gesamte Skelett. Besonders häufig treten Brüche am Oberschenkelhals bei leichten Stürzen auf. Auch die Wirbelsäule ist häufig betroffen. Hier kommt es zu Verformungen der Wirbelsäule mit Rundrücken, Buckelbildung und Rückenschmerzen.
Diagnostiziert wird eine Osteoporose mit speziellen Röntgenaufnahmen, bei welcher die Dichte des Knoches gemessen wird.
Zur Behandlung der Osteoporose werden verschiedene Medikamente eingesetzt, welche den Knochenaufbau fördern oder den Knochenabbau verlangsamen. Zu den Mitteln, die den Knochenaufbau fördern gehören Vitamin-D und Kalzium. Bisphosphonate sind eine Gruppe von Medikamenten, die den Knochenabbau verlangsamen.
Einer Osteoporose vorbeugen kann man mit einer gesunden Ernährung, die genügend Kalzium und Vitamin-D enthält. Regelmässige und ausreichende Bewegung wirkt zudem stimulierend auf den Knochenaufbau. Je früher man mit vorbeugenden Massnahmen beginnt, desto besser. Je mehr Knochensubstanz man in jungen Jahren aufbaut, desto kleiner das Risiko, später an einer Osteoporose zu erkranken.