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Dakar - Eigentlich ist Regen in der Sahelzone im Westen Afrikas sehr willkommen. In diesen Tagen fällt er aber so heftig, dass er Zerstörung und Leid bringt.
Fast 100 Menschen sind bislang ums Leben gekommen, Tausende Häuser wurden von den Wassermassen zerstört. Auch Ackerland wurde fortgeschwemmt. Die Lebensmittelkrise in der Region könnte sich dadurch weiter verschärfen, erklärten Hilfsorganisationen am Dienstag.
Im vergangenen Jahr hatte ein Dürre in den Gebieten südlich der Sahara dafür gesorgt, dass die Nahrungsmittelvorräte aufgebraucht sind.
Die Region ist für die Oktober-Ernte auf Regen angewiesen. Zu heftige Niederschläge sind aber kontraproduktiv: "Der Regen muss zeitlich und räumlich gut verteilt sein", sagte Naouar Labidi von UNO-Welternährungsprogramm (WFP).
Am vergangenen Wochenende trat der Niger wegen des starken Regens über die Ufer. Er zerstörte Gemüse- und Reisfelder. Rund 5000 Menschen im Gebiet der Hauptstadt Niamey mussten nach Angaben der UNO vor den Fluten fliehen. Weitere 20'000 seien von den Fluten bedroht, wenn der Regen anhalte.
In der Hauptstadt von Sierra Leone, Freetown, löste der Regen einen Erdrutsch aus. 16 Menschen seien dabei ums Leben gekommen, teilte die Polizei mit.
Im Norden Kameruns grassiert die Cholera, die vor allem durch schmutziges Wasser verbreitet wird. Mehr als 150 Menschen seien an der Krankheit in den vergangene zwei Monaten schon gestorben, sagte ein Vertreterin der Gesundheitsbehörden. Durch den heftigen Regen, Überschwemmungen und überlaufende Latrinen werde die Krankheit schnell verbreitet.
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Niamey
SDA-ATS