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Unsere Hypothese ist, dass stabile Kohlenstoff- und Stickstoffisotopenprofile eine Moordegradierung durch Drainage, Klimawandel oder Landnutzungswandel anzeigen. Aerobe Zersetzung führt zu einer 13C Anreicherung im Tiefenprofil des Bodens, wohingegen anaerobe Zersetzung zu einer Abnahme von 13C mit einer Anreicherung von rekalzitranten Material oder keiner Veränderung im Tiefenprofil auf Grund von geringen Zersetzungsraten führt (Alewell et al., 2011). Wir haben Proben aus zehn Mooren entlang eines Transektes von 200km nördliches des Polarkreises bis zum Schwarzwald, Süddeutschland entnommen und diese auf stabile Isotope (δ13C und δ15N) sowie C und N Gehalt analysiert. Im beantragten Projekt werden wir, die C Verluste von degradierten Mooren mit der sogenannten Aschemethode (Leifeld et al., 2011) quantifizieren. Zusätzlich werden ausgewählte Proben mit 14C datiert um das Alter des Torfes sowie die C Verluste über die 14C Datierung zu bestimmen. Quantifizierung von C Verlusten mit diesen Methoden wird zeigen, ob Landnutzungswandel/-intensivierung den C Verlust verstärkt oder abschwächt. Des Weiteren werden Proben mit der Infrarotmethode (Leifeld et al., 2012) analysiert um die Sensibilität von C Verlusten auf die Qualität der organische Substanz zu untersuchen. Vergleiche von stabilen Isotopen, Aschegehalt, Infrarotdaten und 14C Messungen werden zeigen, ob stabile Isotopenprofile zur Identifizierung von Moordegradierung geeignet sind.
Alewell, C. et al. (2011) Stable carbon isotopes as indicators for environmental change in palsa peats. Biogeosciences 8, 1769-1778.
Leifeld, J. et al. (2011) Organic matter losses from temperate ombrotrophic peatlands: an evaluation of the ash residue method. Plant and Soil 341, 349-361.
Leifeld, J. et al. (2012) Sensitivity of peatland carbon loss to organic matter quality. Geophysical Research Letters 39.