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Voraussage von Sonnenfinsternissen
Schon im Altertum wurden zur Vorausbestimmung von Sonnenfinsternissen neben der Saros auch Methoden angewandt, welche sich auf die Theorien von Sonne und Mond und auf geometrische Betrachtungen stützten. Ptolemäus widmete dieser Aufgabe speziell sein "Almagest". Er untersuchte die Bedingungen, unter welchen Finsternisse eintreten können, konstruierte Tafeln und wandte geometrische Methoden an.
Jedoch gelang es erst Johann Kepler mit seiner "Projektionsmethode", die in den "Tabulae rudolphinae" (Ulm, 1627) beschrieben wird, ein befriedigendes Verfahren zu finden, welches allerdings später, z.B. von John Flamsteed in seiner "Doctrine of the sphere" (London, 1680) noch wesentlich verbessert wurde.
Voraussage auf grafischem Weg
Die Berechnung einer Sonnenfinsternis für einen bestimmten Ort erfolgte mit Hilfe astronomischer Tafeln, aus welchen die Positionen und Bewegungen von Sonne und Mond ermittelt werden konnten. Der zeitliche Verlauf und die Grösse einer Finsternis für einen bestimmten Ort auf der Erde wurden dann grafisch bestimmt.
Tobias Mayer entwickelte ein umständliches Verfahren, das aber lange sehr beliebt war und sehr genaue Resultate lieferte. Sein Verfahren entsprach im Wesentlichen dem Verfahren von Johann Kepler.
Zur Voraussage der Sonnenfinsternis vom 25. Juli 1748 verwendete Moritz Lowitz die Sonnen- und Mondtafeln Eulers und entwarf zwei Tafeln, die er ihm widmete. In einer begleitenden Schrift erklärte er alle Details seiner Konstruktion.