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Japan: Aus für Namie-Odaka
Die Tohoku EPCO plante bereits 1968 den Bau des Kernkraftwerks Namie-Odaka, das an der Küste der Stadtgemeinde Namie angrenzend an die Stadtgemeinde Minamisoma, also ungefähr 15 km nördlich des Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi, gebaut werden sollte. 2007 legte die Tohoku EPCO neue Pläne zum Bau eines Siedewasserreaktors mit einer elektrischen Leistung von 825 MW vor. Der Baubeginn war für 2017 vorgesehen, die Inbetriebnahme sollte 2023 erfolgen. Doch auch diese Pläne zieht die Tohoku EPCO jetzt zurück. Der Widerstand der Bevölkerung und die Zustände vor Ort hätten das Projekt «in eine sehr schwierige Lage» gebracht, begründet die Tohoku EPCO ihren Entscheid. So liess die Präfektur Fukushima Ende 2011 verlauten, dass sie in Zukunft auf die Nutzung der Kernenergie verzichten wolle. Auch die Gemeinderäte von Namie und Minamisoma haben sich gegen die Ausbaupläne der Tohoku EPCO ausgesprochen. Zudem liegt der geplante Standort für Namie-Odaka in der 20-km-Evakuationszone um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi.
Gemäss Tohoku EPCO war der Erwerb des Grundstückes noch nicht abgeschlossen. Die Tohoku EPCO wird im laufenden Finanzjahr, das am 31. März 2014 endet, eine einmalige Abschreibung von JPY 18 Mrd. (CHF 184 Mio.) für die Projektabwicklung verbuchen. Das Unternehmen besitzt drei Kernkraftwerkseinheiten am Standort Onagawa in der Präfektur Miyagi, die seit dem Erdbeben im März 2011 in kaltem Abschaltzustand sind. Auch der vierte Tohoku-Kernkraftwerksblock Higashidori-1 in der Präfektur Aomori, der zum Zeitpunkt des Erdbebens für periodische Sicherheitsüberprüfungen abgestellt war, konnte seither nicht wieder in Betrieb gehen.