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Da das Schwarze Meer jetzt von Russland kontrolliert wird und die ukrainischen Häfen von Schiffen der russischen Marine blockiert werden, ist es unmöglich, einen großen Teil des Getreides aus dem Land zu bringen, so Nieuwsuur. Russland wäre nur dann bereit, die Blockade aufzuheben, wenn die Sanktionen gelockert würden.
RTL Nieuwsblad schreibt, dass schätzungsweise 25 Millionen Tonnen Getreide die kriegsgebeutelte Ukraine wegen der russischen Blockade nicht verlassen können und daher zu verderben drohen. Russische Kriegsschiffe blockieren laut RTL die Ausfuhr von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Produkten aus der Ukraine.
NATO-Medien alle im Chor: „Russland blockiert die Getreideexporte über das Schwarze Meer und droht mit Nahrungsmittelengpässen auf dem Weltmarkt.“
Das ist Blödsinn
In einem Gespräch mit dem Chef der Afrikanischen Union, Macky Sall, sagte der russische Präsident Putin nebenbei, es sei „Unsinn“, dass Russland keine Getreideexporte aus den Häfen zulassen würde.
Der amerikanische Journalist Patrick Lancaster ist in Cherson, einer ukrainischen Hafenstadt an der Mündung des Dnjepr ins Schwarze Meer. Die Stadt wurde kürzlich von der russischen Armee befreit.
Im Hafen von Cherson liegen zahlreiche Schiffe vor Anker. Lancaster sprach mit dem Kapitän der Ferahnaz, einem der Schiffe, die nicht auslaufen können. Zur gleichen Zeit verteilte die russische Armee humanitäre Hilfe an die Besatzung.
Der Kapitän teilte Lancaster mit, dass er von den Russen grünes Licht zum Verlassen des Hafens erhalten habe und dass sie ihm eine sichere Überfahrt garantieren. Allerdings muss das Schiff auch Odessa passieren, eine Stadt, die der Ukraine gehört. Vor der Küste der Stadt befinden sich ukrainische Minen.
Das von Russland kontrollierte Gebiet ist frei von Minen und kann vom Schiffsverkehr genutzt werden. Die ukrainischen Behörden konnten dem Kapitän keine sichere Überfahrt garantieren. Aus diesem Grund liegen die Schiffe noch immer in Cherson vor Anker. Lancaster sagte, dass die ukrainischen Behörden keine Genehmigung erteilen.
Viele Besatzungsmitglieder sind inzwischen von der russischen Armee evakuiert worden, da die Schiffe bereits seit drei Monaten im Hafen liegen.