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Wir freuen uns sehr, Ihnen die Ergebnisse der ersten Lohnumfrage für NPO-Mitarbeitende in der Schweiz vorzustellen.
1. Lohnumfrage unter NPO-Mitarbeitenden zeigt interessante Resultate
Kampahire hat im Herbst 2016 eine grosse, anonyme Lohnumfrage bei Non-Profit-Organisationen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz durchgeführt. Bei der nicht repräsentativen Umfrage haben 915 UmfrageteilnehmerInnen von insgesamt 1414 sämtliche Fragen beantwortet.
Ohne besondere Bemerkung beziehen sich alle Lohnangaben auf den monatlichen Bruttolohn für ein 100%-Pensum mit 13 Monatslöhnen pro Jahr.
Eine teilweise Übersetzung des Berichtes zur Lohnumfrage ist in Arbeit und wird ca. am 10. November publiziert.
Höherer Medianlohn als in der Privatwirtschaft
Die Hälfte der Umfrageteilnehmer haben angegeben, dass sie einen Bruttolohn zwischen 6098 und 8700 CHF pro Monat verdienen. Der Medianlohn der Umfrageteilnehmer beträgt 7308 CHF und liegt damit über dem Medianlohn von 6189 Franken der Schweizer Privatwirtschaft. Die an der Umfrage teilnehmenden Universitäts- und Fachhhochschulabsolventen verdienen durchschnittlich jedoch 2000 Franken weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in der Schweizer Privatwirtschaft.
Gemäss Umfrage steigen die Löhne tendenziell mit zunehmender Grösse der Organisation und im Vergleich zur öffentlichen Hand bezahlen die NGOs signifikant tiefere Löhne.
Ungefähr ein Viertel der Umfrageteilnehmer sind nicht zufrieden mit ihrem Lohn und ein Fünftel erachten das geltende Lohnsystem als ungerecht.
Deutliche Defizite bei Lohntransparenz und Lohngleichheit
Die Einschätzung der Lohntransparenz beeinflusst die Einschätzung der Lohngleichheit. Bei transparenten Löhnen werden Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen nur von einer kleinen Minderheit (4%) bejaht. Bei nicht transparenten Löhnen sind hingegen ein Drittel der Frauen der Ansicht, dass in ihrer Organisation keine Lohngleichheit herrsche. Eine Auswertung der in der Umfrage deklarierten Löhne zeigt, dass es den teilnehmenden Frauen nicht besser als ihren Kolleginnen in der restlichen Arbeitswelt ergeht: Frauen haben im Vergleich zu Männern ca. 10% tiefere Löhne angegeben. Noch grösser sind die Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Kaderangestellten. Die in der Umfrage festgestellten Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen sind siginifikant.
Sinnstiftende Tätigkeiten und Weiterentwicklungsmöglichkeiten rechtfertigen für die Hälfte der Umfrageteilnehmer einen tieferen Lohn. Alle weiteren Argumente wie flexible Arbeitszeiten, Möglichkeit für Homeoffice oder Zugehörigkeit zu einer angesehenen Organisation werden von der Mehrheit als Rechtfertigung für einen tieferen Lohn abgelehnt.
Über 80% der Umfrageteilnehmer erhalten 13 Monatslöhne im Jahr.
Zwei Drittel der PraktikantInnen haben einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss und ungefähr ein Drittel der PraktikantInnen sind mit ihrem Lohn nicht zufrieden.
Zufallsstichprobe
Die Kampahire-Umfrage beruht auf einer Zufallsstichprobe, ist also rein wissenschaftlich nicht repräsentativ.
Es ist uns zum Beispiel aufgefallen, dass auffallend viele Führungskräfte teilgenommen haben, was natürlich den Medianlohn nach oben schiebt.
Die Themen Lohngleichheit und Lohntransparenz sind wohl das heisseste Eisen in dieser Auswertung. Die Analyse zeigt, dass da wo weniger oder keine Lohntransparenz herrscht, gefühlt oder real auch weniger Lohngleichheit besteht.
Wir denken, da ist es wichtig, dass NPOs bei den eigenen MitarbeiterInnen klären, ob das ein wichtiges Thema ist, die Untersuchung gibt ja aufgrund der Anonymität keine Auskunft darüber, bei welchen Organisationen das Thema Lohntransparenz und -Gleichheit nicht zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden gelöst ist.
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