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Wenn man, wie ich, 25 Jahre als Marathonläufer verbringt, dann stellt man sich irgendwann die Frage, ob man unter Masochismus leidet. Es heißt ja auch, das Schönste am Marathon sei das Nachlassen des Schmerzes. Ein wenig Masochismus gibt es wohl in jedem.
Wenn alle, die Angst vor dem Klimawandel haben, etwas dagegen tun wollten, könnten sie es.
Man darf seine Zimmertemperatur beliebig weit absenken (in Mietshäusern gibt es für innenliegende Wohnungen vielleicht eine Begrenzung). Man darf den Kühlschrank verschrotten. Man darf nur noch kalt duschen und hauptsächlich Rohkost essen. Man darf alles Geld, das man nicht zum Überleben braucht, in eine Wärmepumpe und Solaranlagen investieren.
Auch das Klimapaket der Bundesregierung verbietet nichts davon. Wenn zu mindestens die 41% der Bevölkerung, die Angst vor dem Klimawandel haben, ihren CO2-Ausstoss um 80% reduzieren, sollten die deutschen Klimaziele in greifbare Nähe gelangen.
Wenn Deutschland den Vorreiter macht und die Welt dann folgt, warum sollte es dann nicht auch innerhalb Deutschlands funktionieren? 41% machen den Vorreiter und die anderen folgen.
Aber nein, so geht es nicht. Wir wollen, dass die Bundesregierung uns so mit der CO2-Steuer quält, dass wir laut aufschreien und sofort die Wärmepumpe bestellen und uns schon darauf freuen, wie der Schmerz nachlässt, wenn sie geliefert wird.