Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/63309

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Aidshilfe Schweiz (AHS) hat eine Informationsbroschüre herausgegeben, die für junge Homosexuelle bestimmt ist und die auch an Schulen verteilt werden soll. An dieser Broschüre scheint mir einiges sehr fragwürdig.</p><p>Es wird nicht nur ganz unverhüllt für Homosexualität geworben (durch suggestive Fotos usw.). Auf Seite 13 der Broschüre wird gar ungeschützter Oralsex propagiert.</p><p>Das Bundesamt für Gesundheit unterstützt die AHS mit 4 Millionen Franken pro Jahr (zwei Drittel des AHS-Budgets). Wie ist es möglich, dass das Bundesamt so indirekt eine Broschüre mitfinanziert, die Leben gefährdet, weil sie gefährliche Sexualpraktiken propagiert?</p><p>Ich fordere den Bundesrat auf, die nötigen Massnahmen einzuleiten, damit das Bundesamt für Gesundheit bei Kampagnen und Publikationen der AHS ein stärkeres Mitspracherecht erhält, sodass ähnliche Zwischenfälle in Zukunft vermieden werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Coming-out-Broschüre "Selbstverständlich" wurde von Pink Cross und der Aidshilfe Schweiz erarbeitet und im Februar 2005 herausgegeben. Die Broschüre ist professionell gemacht und vermag die Zielgruppe, junge gleichgeschlechtlich empfindende Männer ab 16 Jahren, dank Inhalt und Aufmachung gut zu erreichen. Sie soll gemäss Konzept der Herausgeber über Beratungsstellen, Selbsthilfeorganisationen und Gruppen verteilt werden. Die Broschüre ist nicht für die Verteilung in den Schulen konzipiert worden.</p><p>Die beiden herausgebenden Organisationen haben die Broschüre mit eigenen Mitteln erarbeitet und finanziert. Bundesstellen waren weder in die Erarbeitung noch in die Beurteilung des Produktes einbezogen und haben keine finanziellen Beiträge geleistet.</p><p>Nur die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitfinanzierten Publikationen von privaten Organisationen werden vor dem Druck dem BAG vorgelegt.</p>  Antwort des Bundesrates.