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Therapeutische Stosswellen und ihre Wirkung auf den Bewegungs-Apparat
Stosswellen sind mechanisch-akustische Druckimpulse, die durch einen plötzlichen Anstieg im Umgebungsdruck eines Mediums auf seinen Maximaldruck erzeugt werden. Stosswellen im Alltag können durch einem lauten Knall oder durch ein Flugzeug, das die Schallmauer durchbricht, entstehen.
Es wurde festgestellt, dass Stosswellen durch die Haut und elastisches Gewebe wie Fett und Muskeln dringen – ohne diese zu verletzen. Eine Meta-Analyse von Schmitz et al. hat die Bedeutung der extrakorporalen Stosswellentherapie als effektive, sichere und nicht invasive Behandlungsoption für Patienten mit Muskel-Skelett-Erkrankungen hervorgehoben. Es ist klinisch erweisen, dass Stosswellen, die auf verletztes Gewebe einwirken, Stoffwechselreaktionen anregen, wie z. B.:
- Reduktion des Schmerzempfindens in den Nervenfasern
- Verbesserung der Blutzirkulation in den umliegenden Weichteilen
- Aktivierung der Stammzellen, die den Heilungsprozess auslösen.
Eine Stosswellentherapie hilft daher bei orthopädischen Erkrankungen wie Kalkschultern, Tennisarm, Fersenschmerz und vielen anderen Beschwerden am Bewegungsapparat.
Die extrakorporale Stosswellentherapie umfasst weder Medikamente noch Injektionen. Erwähnenswert ist auch der Punkt, dass die Stosswellentherapie durchaus eine Alternative zu invasiveren Therapien, wie etwa Kortison-Injektionen oder orthopädische Eingriffe, sein kann. Ebenso ist sie eine wirksame Option zur Schmerzbehandlung mittels Medikamente mit potenziell schweren Nebenwirkungen.