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Wir sind soeben in Santiago de los Caballeros eingetroffen, der Zigarrenhauptstadt der Dominikanischen Republik. Bevor es weiter geht zur Pool-Party, nütze ich eine freie halbe Stunde, um einige Impressionen von unserem heutigen Besuch in der Tabacalera de Garcia zu übermitteln.
Die Tabacalera de Garcia ist die grösste Zigarrenmanufaktur weltweit und hat einen Jahresoutput von rund 40 Millionen Handmade-Zigarren. Dazu kommt eine Machine-made-Abteilung und eine Kistenfabrik, die wir ebenfalls besichtigt haben. Für die Produktion der Handmade-Zigarren sind 900 Zigarrenroller beschäftigt, die täglich in einer achtstündigen Schicht arbeiten.
Die Manufaktur produziert eine Vielzahl von Marken, unter anderem Vega Fina und die amerikanischen Versionen von Romeo y Julieta und Montecristo. Dazu kann hier im Prinzip jedermann Eigenmarken rollen lassen. In der Kistenfabrik habe ich zum Beispiel einige Kisten entdeckt, die zur Marke Laura Chavin gehören dürften.
Eigentümerin der Tabacalera de Garcia ist Altadis bzw. der Mutterkonzern Imperial Tobacco – und damit jene Firma, die auch einen 50 Prozent Anteil an Habanos SA hält. Die hier produzierten «kubanischen» Marken stellen für Habanos SA deshalb ein geringeres Problem dar als jene US-Marken, die nicht im eigenen Konzern sind, beispielsweise Cohiba.
Ich Vergleich zu meinem ersten Besuch vor drei Jahren hat sich nicht allzuviel verändert. In einem Schritt wurde der Produktionsprozess modernisiert: Die Zigarren werden nicht mehr per Hand gepresst, sondern mit hydraulischen Maschinen.