Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/1354

"Ein dynamisches Fintech-System hat nicht nur die Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzsektors zu stärken, sondern auch die nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen", sagte Leuthard am Montag am "Private Sector Forum" am Rande UNO-Generalversammlung in New York.
Als Beispiel führte die Bundespräsidentin die Schaffung einer Fintech-Lizenz an, die die Schweiz zur Zeit entwickelt. Die Lizenz würde die regulatorischen Anforderungen für Institutionen, die nur im Einlagengeschäft tätig sind, verglichen mit traditionellen Banken reduzieren.
Im Forum wurden Wege besprochen zur Finanzierung der von der UNO vor zwei Jahren beschlossenen Agenda 2030 zur nachhaltigen Entwicklung. Sie soll global zu wirtschaftlichem Wohlstand und sozialen Verbesserungen führen. Um die nötigen Anreize und Rahmenbedingungen dazu zu schaffen, müssen laut Leuthard massive Investitionen in Infrastruktur, innovative Technologien und intelligente Konzepte getätigt werden.
RIESIGE FINANZIERUNGSLÜCKE
Die Finanzierungslücke wird auf 5 bis 7 Mrd USD pro Jahr geschätzt. Diese Zahlen gehen weit über das hinaus, was einzelne Staaten und die offizielle Entwicklungshilfe abdecken können. Der Privatwirtschaft und dem Finanzsystem komme daher eine entscheidende Rolle zu, sagte Leuthard.
"Immer mehr Unternehmen sehen die nachhaltigen Entwicklungsziele als einen umfassenden Katalog von Geschäftsmöglichkeiten", sagte Leuthard. Diese Unternehmen und ihre Kunden wollten ihren Beitrag zur Erreichung der Ziele leisten. Investoren wollten heute oft Gewissheit haben, dass ihre Ersparnisse in grüne, nachhaltige Produkte investiert werden.
Leuthard forderte Pensionskassen und Banken auf, den Kunden solche Möglichkeiten zu bieten. In der Schweiz sind laut der Bundespräsidentin im Jahr 2015 bereits 10 Mrd USD in die nachhaltige Entwicklung investiert worden.
(AWP)