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Robin Cuche führte nach der ersten Zwischenzeit auf der Abfahrtspiste von Espot. Er zeigte im oberen Teil eine sehr starke Leistung, bevor er im unteren Teil seinen wertvollen Vorsprung auf den Weltmeister Markus Salcher verlor. Bei der Ankunft im Ziel trennen den Neuenburger nur 8 Hundertstel von seinem ersten Weltmeistertitel überhaupt. Der Frust über die verpasste Goldmedaille ist deshalb erst grösser als die Freude über Silber.
«Gerade ist es noch etwas schwierig die 8 Hundertstel zu verdauen, die mich von der Goldmedaille trennen, aber es geht weiter und ich bereite mich schon auf den Riesenslalom von morgen vor. Die Freude über Silber kommt dann sicher später», sagt Robin Cuche. Nach drei langen Renntagen mit einem Abfahrtstraining vor dem heutigen Rennen blieb wenig Zeit, um auf die bisherigen Erfolge zurückzublicken.
Der Walliser Théo Gmür klassierte sich in der Abfahrt mit 1.45 Sekunden Rückstand auf Rang 5. Für die beiden Westschweizer, sowie für Thomas Pfyl steht morgen Donnerstag der Riesenslalom auf dem Programm, bevor die WM für die Para-Skifahrer am Samstag mit dem Slalom endet. Für Thomas Pfyl wird dies das allerletzte WM-Rennen sein.
24.01.2023: Robin Cuches zweite WM-Medaille glänzt silbern
Robin Cuche ist erneut Vize-Weltmeister. Im spanischen Espot holt der Neuenburger in der Alpinen Kombination nach einer guten Ausgangslage im 1. Lauf Silber. Bei der Langlauf-WM in Östersund verpasst Luca Tavasci die Halbfinals im Sprint.
Nach der Silbermedaille im Super-G steigt der 24-jährige Robin Cuche in der Alpinen Kombination in Espot erneut auf das Podest. Der Neuenburger klassierte sich nach dem ersten Lauf mit 60 Hundertstel Vorsprung an der Spitze. Im Slalom war der Franzose Arthur Bauchet jedoch nicht aufzuhalten. Dieser wurde mit fünf Sekunden Vorsprung Weltmeister. «Die Freude ist gross. Ich wusste, dass ich im Slalom keine Chance gegen Arthur Bauchet haben werde, deshalb bin ich mit der Silbermedaille heute sehr zufrieden», sagt Robin Cuche.
In der Alpinen Kombination gewann Robin Cuche in Tarvisio 2017 bereits WM-Silber. Dies war bis zur Weltmeisterschaft in Spanien seine einzige Medaille an einem Grossanlass. An den Paralympics in Peking 2022 holte er zwei Diplome. Nachdem der Neuenburger vor dieser Saison neu klassifiziert wurde und nun in der Wettkampfklasse 9-1 mit etwas mehr Zeitbonus startet, schafft er bei jedem Weltcup den Sprung auf das Podest. Nach den vier Weltcupsiegen in Veysonnaz Mitte Januar setzt der Neffe von Didier Cuche seine Erfolgsserie in Espot fort.
Der Speed-Spezialist freut sich auch auf die Abfahrt morgen Mittwoch: «Ich warte seit dem Start dieser WM ungeduldig auf die Abfahrt. Es ist meine Hauptdisziplin und ich hoffe natürlich eine Medaille zu holen.» Auch Théo Gmür ist am Mittwoch bei der Abfahrt am Start. Der Walliser hatte auf die Alpine Kombination verzichtet.
Für den Schwyzer Thomas Pfyl war ein Podestplatz mit vier Sekunden Rückstand auf Robin Cuche im 1. Lauf und nach einer schwierigen Fahrt im 2. Lauf ausser Reichweite. Er klassiert sich auf Rang 12. «Ich bin enttäuscht. Ich habe mir natürlich im Slalom mehr erhofft als im Super-G, aber es war von Beginn an schwierig, den Steilhang habe ich nicht gut gemeistert», erklärt Thomas Pfyl. Er will die Zeit bis zum Slalom am Wochenende noch nutzen, um «mit einem besseren Gefühl am Start zu stehen und nochmals Vollgas zu geben». Thomas Pfyl bestreitet dann sein letztes WM-Rennen.
Enttäuschendes Resultat im Langlauf-Sprint
Nachdem Luca Tavasci am Sonntag an der WM im schwedischen Östersund sein karrierebestes Resultat über die lange Distanz klassisch erzielt hatte, lief es im Sprint Skating nicht ganz nach Plan Nachdem sich der Engadiner die Halbfinals zum Ziel gesetzt hatte, war er mit Rang 17 und einer Zielzeit von 2:39.92 enttäuscht: «Mit dem Rennen bin ich nicht so zufrieden. Die Bedingungen waren hart, die Piste eisig und die Distanz war einfach zu kurz für mich.» Sein Ziel an künftigen Grossanlässen bleibt weiterhin den Halbfinaleinzug im Sprint erstmals zu schaffen.
Foto: Gabriel Monnet
23.01.2023: Robin Cuche gewinnt WM-Silber
Geglückter WM-Start im spanischen Espot, sowie im schwedischen Östersund. Bei den Alpinen holt Robin Cuche Silber im Super-G, Théo Gmür klassiert sich auf Rang vier und Thomas Pfyl auf Rang 15. Im Langlauf erzielt Luca Tavasci über die lange Distanz sein karrierebestes Ergebnis.
Der Super-G der Alpinen in Espot musste wegen heftiger Windböen mehrmals verschoben werden. Am Montag ist der Start endlich geglückt. Für Robin Cuche ist es ein Glückstag: Der Neuenburger holt im Super-G erstmals die Silbermedaille. «Es ist schön, die WM mit einer Medaille zu beginnen, aber es ist auch etwas frustrierend, die Goldmedaille um zwanzig Hundertstel zu verpassen», sagt Robin Cuche. Der neue österreichische Weltmeister Markus Salcher war um zwei Zehntel schneller.
Die letzte WM-Medaille holte Robin Cuche 2017 in der Alpinen Kombination in Tarvisio, wo er auf Rang zwei fuhr. So ist Robin Cuches Ziel für Dienstag auch klar: «Ich möchte in der Alpinen Kombi wieder auf das Podest steigen. Ich sehe, dass ich im Super-G vorne dabei bin, und im Slalom werde ich dann alles geben.»
Anders erging es seinem Teamkollegen Théo Gmür, der mit Rang 4 das Podest verpasst. «Ich habe nicht ganz zeigen können, was ich wollte. Jetzt versuche ich nach vorne zu schauen. Mit der Abfahrt und dem Riesenslalom habe ich zwei Ziele vor mir», so der mehrfache Paralympics-Sieger.
Auch der Schwyzer Thomas Pfyl ist mit seiner Platzierung nicht ganz zufrieden. «Ich hatte bei der Einfahrt in den Steilhang und beim viertletzten Tor Zeit verloren. Grundsätzlich hatte ich aber auch gute Abschnitte. Im Super-G waren die Erwartungen auch nicht ganz so hoch», meint Thomas Pfyl. In der Alpinen Kombination und im Slalom erwartet sich der Doppel-Vizeweltmeister von 2019 dann etwas mehr.
Luca Tavascis karrierebestes Resultat über die lange Distanz
Luca Tavasci erzielte am Sonntag an der Langlauf WM im schwedischen Östersund sein karrierebestes Resultat über 18 Kilometer klassisch. Er klassierte sich auf einer anspruchsvollen, hügeligen Strecke mit einer Zielzeit von 54:48.8 auf Rang 7 und zeigte sich sichtlich erfreut nach seinem ersten WM-Rennen. «Ich schaue vor allem auf den Zeitabstand zum Podest und dieser wird immer geringer. Es sind keine zwei Minuten auf den Drittplatzierten.» Im Vergleich zu seinen bisherigen Weltcupresultaten und den Paralympics in Peking hat sich der Bündner auf der langen Distanz nochmals verbessert.