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Der Schauspieler bleibt im Verborgenen
Michael Caine, der seit gemeinsamen Dreharbeiten eng mit Sean Connery befreundet ist, sorgte 2013 für Schlagzeilen um den «James Bond»-Star. «Er ist nicht mehr Herr seiner Sinne. Man muss sich ernste Sorgen machen», wurde Caine in der «Bild am Sonntag“ zitiert. Kurz darauf dementierte der Brite seine Aussage gegenüber der britischen Zeitung «Daily Record». «Das ist absolut absurd. Diese Alzheimer-Geschichte ist Schwachsinn», so der 87-Jährige. «Ich habe in Deutschland ein paar Interviews für meinen neuen Film gegeben. Irgendjemand scheint meine Worte verdreht zu haben», mutmasste der Hollywood-Star weiter.
Wie es dem Ex-007-Darsteller derzeit wirklich geht, ist leider nicht bekannt. Es gab schon jahrelang kein Foto mehr von ihm. Jedenfalls feierte Sean Connery kürzlich seinen 90. Geburtstag und ist einer aktuellen Umfrage zufolge immer noch «Der beste James Bond aller Zeiten». Der Brite spielte den allerersten Agenten mit der Lizenz zum Töten und wurde über Nacht berühmt. Nach fünf Folgen schmiss der damals 32-Jährige hin. Der Grund: Sean wurde überall als «Mr. Bond» angesprochen und von Paparazzi bis aufs Klo verfolgt. Connery überwarf sich auch mit den Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman. Das tat seinem Erfolg jedoch keinen Abbruch. Noch mit 59 wurde Sean vom «People Magazine» zum «Sexiest Man Alive“ gekürt, zehn Jahre später gar zum «Sexiest Man of the Century».
Brillant war Connery auch als Mönch 1986 in Bernd Eichingers Bestseller-Verfilmung «Der Name der Rose». Steven Spielberg wollte ihn im dritten «Indiana Jones»-Film unbedingt als Vater von Harrison Ford. Zu Lebzeiten eine Legende, vor 20 Jahren von der Queen zum Knight Bachelor geadelt – diesen Erfolg konnte Thomas Sean Connery in Jugendjahren wohl kaum erahnen.
Als Sohn eines Fernfahrers und einer Putzfrau wuchs er in ärmlichen Verhältnissen in Edinburgh auf. Vor seiner Film-Karriere jobbte Connery als Milchmann, Bademeister, Pferdekutscher oder Sargpolierer. Als Bodybuilder bekam der Schönling erste Angebote als Aktmodell, wurde 1953 sogar Dritter bei der Wahl zum Mr. Universum. Und kam, als man für das Musical «South Pacific» nach Athleten suchte, schliesslich zur Bühne – und zu ersten Filmen. Dann machte der Mut der «Bond»-Produzenten, einen kaum bekannten Darsteller zum 007 zu küren, Sean Connery zum Weltstar. Auch wenn Ian Fleming, der Autor der 007-Romane, ihn witzigerweise für eine Fehlbesetzung hielt.