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Escholzmatt LU - Der im August 2009 verstorbene Autor Hugo Loetscher hat seine 10'000 Bände umfassende Privatbibliothek seiner Heimatgemeinde Escholzmatt vermacht.
Loetscher lebte nie in Escholzmatt, dem Dorf, aus dem sein Vater nach Zürich ausgewandert war. 2004 wurden die Bande zwischen dem Entlebucher Dorf und dem städtischen Weltbürger indes enger: Escholzmatt verlieh dem Autor die Ehrenbürgerschaft.
Wenige Monate vor seinem Tod bot Loetscher Escholzmatt seine Bücher zur Schenkung an. Die Gemeinde sagte zu, ohne sich des Umfangs der Sammlung richtig bewusst zu sein. Sie klärt nun mit Fachleuten ab, wie sie den Nachlass verwalten und zugänglich machen soll.
Zur Zeit lagern die 10'000 Bände in 267 Kisten verpackt in der Zivilschutzanlage, wie Gemeindeschreiber Hans Erni am Freitag eine Meldung der "Neuen Luzerner Zeitung" bestätigte.
Loetscher galt als Kosmopolit, kosmopolitisch ist auch seine Büchersammlung, wie eine von ihm verfasste Zusammenstellung zeigt.
Gemäss dieser gehören zur Sammlung etwa eine "ziemlich umfassende" deutsche, französische und portugiesische Bibliothek.
"Recht gut" bis "ziemlich repräsentativ" vertreten sind ferner die Literaturen Italiens, Englands und Spaniens. Weitere Schwerpunkte bilden die USA und Lateinamerika, bei Lateinamerika vor allem die Entdeckungsgeschichte und die Geschichte und Soziologie Brasiliens.
Gesammelt hat Loetscher aber auch Bücher zu weiteren europäischen und lateinamerikanischen Ländern, zu Asien, zur Antike und zur Fotografie, deren Geschichte "ziemlich vollständig" vertreten sei.
SDA-ATS