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Entwicklung des Stellenangebots ab 1950
Die dargestellten Jahres-Indices zeigen die langfristige Entwicklung des Stellenangebots respektive des Personalbedarfs der Schweizer Wirtschaft. Das Auf und Ab in den langen Indexreihen folgt über den gesamten Zeitraum eng dem Konjunkturverlauf. Im Grossen und Ganzen verläuft die Entwicklung des Stellenangebots spiegelbildlich zur Entwicklung der Arbeitslosenzahlen. Die Index-Entwicklung zeigt, dass sich das Stellenangebot in den letzten Jahren – auch in einer sehr langfristigen Betrachtung – auf einem sehr hohen Niveau bewegt hat, wie es zuletzt um 1990 erreicht worden ist. Die Hochkonjunktur ums Jahr 2001 war dagegen – ungeachtet eines starken Wirtschaftswachstums – durch einen im langjährigen Vergleich schwach ausgeprägten Personalbedarf der Wirtschaft gekennzeichnet, wie die tiefen Indexwerte anzeigen (dazu detaillierter Sacchi, 2014: 15).
Auffallend ist im Weiteren auch, dass sich die Index-Entwicklung für die ganze Schweiz seit 1980 nahezu perfekt mit derjenigen nur für die deutschsprachige Schweiz deckt. Seit etwa 2008 haben sich die Differenzen zwar minim vergrössert, was Ausdruck einer leicht kräftigeren Entwicklung des Stellenangebots in der Romandie ist. Die über die letzten Jahrzehnte gesehen alles in allem sehr geringfügigen Unterschiede legen aber den Schluss nahe, dass der deutlich weiter in die Vergangenheit reichende Indikator für die deutschsprachige Schweiz auch die gesamtschweizerische Stellenmarkt-Entwicklung seit 1950 in sehr guter Näherung abbildet.
Der kombinierte Print-Online-Index des Stellenangebots wird in Zukunft jährlich fortgeschrieben und kann nebenstehend in Form eines Excel-Files heruntergeladen werden. Die langen Indexreihen werden jährlich jeweils etwa Ende März mit den aktuellen Zahlen fürs laufende Jahr ergänzt.
Methode und Datenbasis
Die kombinierten Indices bilden die Entwicklung der Zahl der publizierten Stelleninserate in der deutschsprachigen Schweiz (ab 1950) sowie in der ganzen Schweiz (ab 1980) im Jahresrhythmus jeweils im März ab. Die Indices erfassen die in der Presse, auf Firmen-Webseiten sowie auf Online-Stellenportalen publizierten Stelleninserate auf der Basis von repräsentativen Stichproben. Das Aufkommen des Internet ab der zweiten Hälfte der neunziger Jahre war mit einer starken Mengenausweitung verbunden, die auch bei konstantem Stellenangebot unter anderem wegen vermehrter Mehrfach-Inserierungen offener Stellen zu einer beträchtlichen Erhöhung des Inseratevolumens geführt hat. Der verzerrende Effekt dieser Mengenausweitung ist in den dargestellten Messreihen korrigiert worden; die dabei verwendeten Methoden sind in einem SMM-Workingpaper beschrieben (Sacchi, 2014). Mit den bereinigten Messreihen stehen so erstmals langfristig vergleichbare Indikatoren des Stellenangebots respektive des Personalbedarfs der Wirtschaft in der Schweiz zur Verfügung.