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In Frankreich müssen die rund 80 nationalen Sportverbände bis 2020 die Frauenanteile in ihren Führungsgremien auf 25 bis 50 Prozent erhöhen. Eine entsprechende Quotenregelung schlägt die Regierung im Gleichstellungsgesetz vor, das zurzeit in der politischen Beratung ist.
Die Frauenquote soll abhängig sein vom Anteil der lizenzierten Sportlerinnen im betreffenden Verband. Dieser Anteil liegt nach Angaben des Sportministeriums landesweit zurzeit bei durchschnittlich 37 Prozent. Wenn er in einem nationalen Verband höher als 25 Prozent ist, muss dieser im Jahr 2020 im Führungsgremium einen Frauenanteil von 50 Prozent haben. Ein Verband mit weniger lizenzierten Sportlerinnen muss bis 2020 im Führungsgremium einen Frauenanteil von mindestens 25 Prozent erreichen.
Wenn Verbände diese Quote bis 2020 nicht erfüllen, hat dies Auswirkungen auf ihre staatliche Lizenz. Damit kann der Staat Verbänden unter anderem die Finanzierung kürzen oder ganz streichen. Im vergangenen Jahr förderte Frankreich die nationalen Sportverbände mit insgesamt 85,5 Millionen Euro (103 Millionen Franken).
Mit einem Entzug der staatlichen Lizenz dürften Verbände zudem nicht mehr an internationalen Wettkämpfen teilnehmen und auch keine nationalen Wettbewerbe mehr durchführen.
Die angedrohten Strafen seien sehr hart, sagte die französische Frauenministerin Najat Vallaud-Belkacem in einem Interview mit «Le Monde». Sie seien aber gerechtfertigt, weil es darum gehe, etwas zu verändern. Zurzeit am höchsten ist der Frauenanteil in den Leitungsgremien des Gymnastik-, Eis-, Reit- und Schwimmsports. Am tiefsten ist er im Fussball und Rugby.
Mit dem Gleichstellungsgesetz will die französische Regierung auch die bereits geltende Quotenregelung für Wahllisten von Parteien verschärfen.
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