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Nuklearmedizin
Mit der Anschaffung einer 2-Kopf-Gamma-Kamera erweiterte das GZO Spital Wetzikon im Sommer 2013 das Spektrum der bildgebenden Diagnostik.
Während die Radiologie Veränderungen der Organe sichtbar macht, können nuklearmedizinische Untersuchungen die Funktionen einzelner Organe abbilden. Erreicht wird dies durch in den Stoffwechsel eingeschleuste radioaktiv markierte Substanzen.
Geschichte
Dem Ungar Georg von Hevesy (1885 - 1966) gelang es, nachzuweisen, dass der lebende Organismus nicht zwischen verschiedenen Isotopen eines chemischen Elements unterscheiden kann. Somit war es möglich, mit in den Körper eingebrachten radioaktiven Isotopen normale wie auch pathologische Funktionen im lebenden Körper darzustellen. Dies war die Grundlage der Funktionsdiagnostik in der Medizin, der Nuklearmedizin.
Untersuchungsbereiche
Folgende Aufgaben fallen in die Domäne der nuklearmedizinischen Diagnostik:
- Darstellung des Knochenstoffwechsels
- Erkennen von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels
- Unterscheidung von hormonaktiven und -inaktiven Schilddrüsenknoten
- Lungenembolie-Abklärung, wenn eine Computertomografie nicht möglich ist
- Seitengetrennte Nierenfunktionsuntersuchung
- Parkinson-Abklärung durch Untersuchung des Dopamin-Transporters im Gehirn
- Auffinden von Adenomen (gutartigen Geschwulsten) an der Nebenschilddrüse
- Fokussuche bei Entzündungen (durch PET weitgehend ersetzt)
- präoperative Diagnostik zur Darstellung der Wächter-Lymphknoten, insbesondere bei Brusttumoren und Melanomen
Am GZO Spital Wetzikon können all diese Untersuchungen angeboten werden.
Strahlenbelastung
Abhängig von dem zu untersuchenden Organabschnitt liegt die Strahlenbelastung einer Untersuchung zwischen denen einer Röntgen-Thorax-Untersuchung (z. B. Schilddrüsenabklärungen) und einer CT-Untersuchung des Abdomens (Myokard- oder Knochenszintigrafie). Ausgeschieden werden die radioaktiv markierten Substanzen in der Regel über die Nieren oder seltener über die Gallenwege.