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Rasse: Siam
Herkunft/Geschichte:
Die Vorfahren der Siamkatzen stammen aus Thailand (früher Siam benannt), deshalb nennt man sie auch Siamesen. In alten Schriften hatten Siamkatzen eine wichtige religiöse, spirituelle Rolle im Buddhismus: Verstarb ein Mitglied der Königs- oder Adelsfamilie, nahm eine auserwählte Katze die Seele des Verstorbenen auf. Die Katze verbrachte den Rest ihres Lebens im Tempel, da man ihr spirituelle Kräfte nachsagte und als Reinkarnation des Verstorbenen verehrt wurde. Es wurde strengstens kontrolliert, dass keine Katze das Land verliess.
Erst als 1884 das thailändische Königshaus dem englischen Generalkonsul ein Siam Pärchen schenkte, schafften sie es nach Europa. Bedingt durch falsche Haltung und Klimaanpassungsproblemen starben diese leider schnell. Um die Siamkatze widerstandsfähiger zu machen, wurde sie mit der Hauskatze gekreuzt. 1927 wurde sie von der CFA als Rassenkatze anerkannt.
Charakter:
Siamkatzen haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten, sie lieben die gegenseitige Körperpflege, sowie gemeinsame Fang –und Jagdspiele. Sie sollten deshalb nicht als Einzelkatze gehalten werden.
Man zählt sie auch zu den Hundskatzen (Katzen die ähnliche Wesenszüge aufweisen wie Hunde).
Sie gehen eine enge Bindung zum Besitzer ein und sind ihm ein Leben lang treu. Sie weichen ihrem Besitzer kaum von der Seite. Lassen sich auch nach einer kurzen Angewöhnung gerne an der Leine spazieren führen.
Trotz ihrer Eigenwilligkeit sind sie sehr verschmust, hochsensibel, menschenbezogen, gutmütig und gehören zu den kommunikativsten Katzen (auch als sehr lautstark bekannt). Sie sind hochintelligent und äusserst lernwillig. Besonders in Gesellschaft anderer Katzen ist ihr Spieltrieb bis ins hohe Alter vorhanden.
Körperbau & Fellpflege:
Siamesen sind sehr schlanke, anmutige und muskulöse Kurzhaarkatzen von mittlerer Grösse. Das Merkmal schlechthin sind die durchweg blauen Augen (mandelförmig weit, auseinander liegend und leicht schrägstehend) und ihr helles Fell (sehr weich, kurz und umso jünger das Tier umso heller das Fell, dunkelt im Alter immer mehr). Idealerweise bilden das Gesicht und die grossen Ohren ein gleichschenkliges Dreieck mit einer langen geraden Nase. Eine vollständige Ausfärbung der Points ist in der Regel mit ca. 12 Monaten abgeschlossen. Das Fell weist nahezu keine Unterwolle auf. Ansonsten ist das Fell sehr weich und kurz. Siamesen gibt es in ca. 100 verschiedenen Färbungen. Die vier klassischen sind:
• Seal-Point (Fell: beige bis cremeweiss/ Pointfarbe: tiefes Sealbraun
• Blue-Point(Fell: eisfarbenes Weiss, helles grau/ Pointfarbe: schiefergrau
• Lilac-Point (Fell: eisgrau/ Pointfarbe: grau mit rosa stich
• Chocolate-Point ( Fell: elfenbeinfarben/ Pointfabe: Chocoladenbraun
Ansprüche an den Halter:
Man sollte sehr viel Zeit für seine Siamkatze haben, da sie wirklich sehr menschenbezogen sind: sobald man zu Hause ankommt, wird man umworben. Hat man keine Zeit, wird um ihre Aufmerksamkeit oft lautstark geworben. Die Fellpflege ist nicht aufwändig, da die Siam Katze kein Unterfell hat, verliert sie kaum Haare.