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Wir durften uns beim Aktionstag Mikronährstoffräuber beteiligen und nehmen das zum Anlass, nochmals auf den Inhalt ein zu gehen.
Die Frage war: Gehören Medikamente wie Antibabypille, Cholesterinsenker, Säureblocker oder Diabetesmedikamente zu Ihrem Alltag? Und haben Sie gewusst, dass die Einnahme von Medikamenten über einen längeren Zeitraum Ihren Mikronährstoffhaushalt beeinflussen kann?
Wir gehen in diesem und den nächsten Ratgebern vertieft auf die einzelnen Themen ein und beginnen mit der
Antibabypille
Im Fachjargon wird die «Pille» als orales Kontrazeptiva bezeichnet. Sie ist weltweit das beliebteste Verhütungsmittel, weil sie einfach, in der Regel unkompliziert und meist gut verträglich ist. Ihre Einnahme kann aber auch unerwünschte Wirkungen haben.
- Eine unerwünschte Wirkung ist ein erhöhtes Thromboserisiko. Es ist am höchsten im ersten Anwendungsjahr und in den ersten 3 Einnahmemonaten und! nach einem Pillenunterbruch von mehr als 4 Wochen; nebenbei ist dieses beobachtete Risiko während einer Schwangerschaft um ein vielfaches höher!).
- Weitere unerwünschte Wirkungen, die sich in leichten Symptomen wie Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen und oder Gewichtszunahme äussern, können mit einer Senkung von Mikronährstoffen im Blut erklärt werden.
Dabei spielen folgende Vitamine eine Schlüsselrolle: Die meisten B-Vitamine: B2, B6, B12, Vitamin C und E und ganz wichtig Folsäure. Bei den Mineralstoffen sind es hauptsächlich das Magnesium, Selen und Zink. Die Minderversorgung dieser Vital-Stoffe kommt über den gleichen Stoffwechselweg bei der Aufnahme, dem Umbau und der Ausscheidung der Hormone mit den oben genannten Vitaminen und Mineralstoffe zustande.
Die Folsäure wird deshalb hervorgehoben, weil ein Mangel speziell in der Frühschwangerschaft zu fatalen Folgen für das entstehende Kind führt (Spina bifida). Während der Pilleneinnahme wird weniger Folsäure aufgenommen, die Verwertung ist schlechter und die Ausscheidung ist zudem erhöht. Wir brauchen alle Folsäure für das Zellwachstum (speziell zum Aufbau der DNA, unserer Erbinformation). Zusammen mit den B-Vitaminen senkt sie den Homocystein-Spiegel (ein Risikofaktor für Unfruchtbarkeit und kardiovaskuläre Erkrankungen).
Die B-Vitamine, speziell Vitamin B6 (Pyridoxin), sind unsere «Manager» des Eiweiss-Stoffwechsels. Sie steuern weiterhin über 100 enzymatische Reaktionen in unserem Stoffwechsel. Ein Mangel führt u.a. zu einer Minderproduktion von Serotonin unserem «Glückshormon», und kann sich mit Reizbarkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen äussern. Die oben angesprochene Entgiftung des Homocystein ist schlechter. Die Nervenzellen brauchen als Schutz eine sogenannte Myelinscheide, deren Produktion das Vorhandensein von Pyridoxin und Folsäure erfordert.
Mineralstoffe:
- Magnesium ist für das Funktionieren von rund 300 Enzymen notwendig, die u.a. zur Energiegewinnung, für die Nervenfunktion, zur Muskelkontraktion, um einen stabilen Blutzucker-Spiegel zu gewährleisten und nicht zuletzt einen Schutz vor schädlichem Stress bedeuten.
- Zink und Selen sind wichtig für einen normalen Insulinspiegel, für ein funktionierendes Immunsystem, eine gute Wundheilung und für eine gesunde Haut.
- Die Vitamine C und E sind Antioxidantien die einander ergänzen und unterstützen.
Es ist immer besser sich diese Vitalstoffe über eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung ein zu verleiben! Wir empfehlen daher bei der Pilleneinnahme lediglich einen Zusatz von einem Multivitamin- Mineralstoff-Präparat von 2-3-mal in der Woche. Damit können beide (Frau und Mann) einem Mangel vorbeugen. Bei einem Kinderwunsch macht es Sinn 2-3 Monate vorgängig die einzunehmende Menge deutlich zu erhöhen und täglich morgens und mittags je 1 Kapsel des im Beratungsgespräch eruierten Präparates zu nehmen.
Holen Sie in Ihrer teilnehmenden Apotheke den ausführlichen Patientenratgeber Mikronährstoff-Räuber: Antibabypille und lassen Sie sich beraten z.B. in der
Vinzenz Apotheke
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