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Wenn eine breite und deshalb vergleichsweise oberflächliche Erfassung von Komfort-, Gesundheits- und Leistungsaspekten mittels Befragung Problembereiche eines Gebäudes aufdeckt, so sollte bezüglich dieser Bereiche genauer geklärt werden, was die Nutzenden genau angesprochen haben, als sie ihr Urteil abgegeben haben. Ist das aufgedeckte Problem eines, welches das ganze Gebäude während des gesamten Jahres betrifft oder hat es eine örtlich und/ oder zeitlich beschränkte Gültigkeit? (nur morgens, im Winter?; nur im 5. Stock?). Oder sind die geschilderten Probleme mit dem Gebäude allenfalls ein Ausdruck für Unzufriedenheiten in ganz anderen Bereichen? (Führung, soziales Arbeitsumfeld etc.). Die Probleme in gebäudebezogenen Bereichen lassen sich nach genauerer Befragung der Nutzenden (z.B. Interviews) bzw. Beobachtungen im Gebäude (Manipulationen, klimabeeinflussende Geräte) auch mithilfe von problemspezifischen, aussagekräftigen Messungen und anschliessenden Vergleichen mit empfohlenen Werten näher untersuchen. Solche Messungen sind zum einen vor allem deshalb sinnvoll, weil damit abgeklärt werden kann, ob das Problem dort liegt, wo die Nutzenden es vermuten, oder ob eine Wahrnehmungstäuschung vorliegt und somit das Problem mittels Massnahmen in anderen Bereichen behoben werden muss (beispielsweise begünstigen hohe Temperaturen die irrtümliche Wahrnehmung von schlechter Luft und verschmutzte Luft wird gelegentlich fälschlicherweise als zu trocken und Kältestrahlung oft als Zugluft wahrgenommen). Zum anderen sind Messungen auch deshalb unabdingbar, weil damit weitgehend fehlerfrei festgestellt werden kann, ob eine durch menschliche Sinnesorgane nicht oder kaum wahrnehmbare Gesundheitsgefährdung vorliegt oder nicht (beispielsweise erhöhtes Krebsrisiko durch Formaldeyd in der Raumluft).