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Vor bereits mehreren Jahrtausenden haben die indianischen Kulturen in Amerika die Tabakpflanze für sich entdeckt. Seit 1496 ist die Pflanze auch in Europa bekannt dank Christoph Columbus.
Zu dieser Zeit wurde Tabak vor allem als Zier- und Heilpflanze sowie zum Vertreiben von Mücken geschätzt. Das Rauchen von Tabak war in Europa damals verpönt – es galt als barbarisches Teufelswerk.
Erst Jahrhunderte später setzte sich das Rauchen und Schnupfen von Tabak und somit auch der Tabakanbau in Europa durch. Dazu trugen angesehene Mediziner bei, die von einer berauschenden Wirkung berichteten. Jean Nicot (1530–1600), französischer Gesandter am portugiesischen Hof, war es, der als Erster diese Wirkung beschrieb. Ihm zu Ehren erhielt die Tabakpflanze den botanischen Namen „Nicotiana tabacum“.
Viele Mediziner waren der Überzeugung, mit der Tabakpflanze in den Besitz einer allheilenden Wunderpflanze gekommen zu sein: Sie sollte Krankheiten, wie beispielsweise die Pest, beseitigen sowie vor ihnen schützen. So empfahl der Arzt William Barkley im Londoner Pestjahr 1614: „Mässig angewendet gibt es in der ganzen Welt kein dem Tabak vergleichbares Medikament.“ Bis ins 18. Jahrhundert hinein wurde Tabak in verschiedenen Kräuter- und Haushaltsbüchern als Hausmittel gegen Krankheiten, Läuse und andere Schädlinge erwähnt.
Geschätzt wurden bald auch die beobachteten Wirkungen auf Geist und Psyche, wie Zunahme der Konzentration, Aktivierung der Lebenskräfte und Erfrischung der Sinne. Diese Effekte führten dazu, dass Tabak in der Metropole London zur Kultdroge aufstieg und als Genussmittel in der breiten Bevölkerung seinen Eroberungszug fortsetzte.
Immer wieder wurden Verbote (Prohibition), strikte Kontrollen und drastische Strafen, bis zur Todesstrafe, für Handel und Genuss ausgesprochen – jedoch ohne Erfolg.
Die unterschiedlichsten Versuche, staatliche Monopole auf den Tabakhandel zu installieren oder den Tabakgebrauch und -anbau ganz zu verbieten, scheiterten. Schließlich kamen die Inhaber der Staatsgewalt auf die Idee, den Tabakhandel und -konsum vollständig zu legalisieren und in Form einer Tabaksteuer an dem zunehmend gefragten Genussmittel mitzuverdienen. Die Bedeutung als Wirtschafts- und Handelsgut wuchs rasant, und das Rauchen wurde als normaler Bestandteil des Lebens akzeptiert. Mit der industriellen Massenfertigung der Zigarette gelang dem Tabak endgültig der Durchbruch.
Der Gebrauch von Tabak stellt ein reales Gesundheitsrisiko dar. Daher sind wir der Meinung, dass Tabakprodukte in angemessener Weise reguliert werden sollten. Weiterhin befürworten wir eine ausgewogene Tabakregulierung und wollen dazu aktiv beitragen. Wir möchten die regulierenden Institutionen mit Empfehlungen bei der Einführung und Umsetzung von wirksamen und pragmatischen Regelungen unterstützen.
Der Trend zeigt, dass auch zukünftig Raucher Tabakprodukte konsumieren werden. Wir sind der Ansicht, dass wir als verantwortungsbewusstes Unternehmen mit Informationen, Ideen und praktischen Schritten dazu beitragen können, den regulierenden Institutionen beim Anpacken der Kernfragen im Zusammenhang mit unserem Produkt zu helfen. Dazu zählen wir die Themenbereiche Jugendschutz, illegaler Handel, Produktinformationen, Produktsicherheit, Passivrauch und die Entwicklung von potentiell weniger schädlichen Produkten.
Eine wirksame Tabakregulierung setzt die Zusammenarbeit von regulierenden Institutionen und Industrie voraus. Wir sind davon überzeugt mit unserer umfangreichen Erfahrung und Sachkenntnis dazu beitragen zu können. Als Hersteller von Tabakprodukten sind wir wie keine andere Organisation einbezogen und kennen ihr Design, die Herstellung, den Vertrieb und den Verkauf. Wir haben langjährige Beziehungen zum Einzelhandel, zum Zollwesen und zum Gastgewerbe, und sind eine zuverlässige Steuereinnahmequelle für Regierungen.
Wir haben auch mehr mit Organisationen im Bereich der Tabakprävention gemeinsam, als manche ihrer Mitglieder vielleicht zugeben mögen. Eine wirksame und systematische Tabakregulierung ist in unserem Interesse. Ihr Fehlen führt zu illegalem Zigarettenhandel, und dieser schadet unserer Industrie, erhöht die Wahrscheinlichkeit des vermehrten Zugangs von Minderjährigen und von Billigprodukten, mangelhafter Verarbeitung und niedrigeren Produktstandards.
Tabak ist ein legales Produkt und British American Tobacco Switzerland ist ein Teil der rechtmässigen Tabakindustrie in der Schweiz. Unser Erachtens sollten wir unsere Ansichten, wie andere interessierte Parteien auch, bei den regulierenden Institutionen gleichermassen verfechten dürfen. Als solche möchten wir Gehör finden und zur Konsensfindung beitragen. Wir engagieren uns für eine offene Zusammenarbeit mit den regulierenden Institutionen auf Bundes- und Kantonsebene, den multilateralen Organisationen wie der WHO und anderen Stakeholdern. Wir möchten mit unserem Engagement, unseren Geschäftsleitlinien und Prinzipien der unternehmerischen Verantwortung unsere Stakeholder überzeugen.