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Schweizer Universitätsrektoren fordern Geld für ausländische Studierende.
Es ist immer wieder erstaunlich zu lesen, wie Vertreter von Einzelinteressen Forderungen aufstellen, die aus volkswirtschaftlicher Sicht kaum Erfolg haben können.
Die Schweiz hat einen erheblichen Mangel an Fachkräften in vielen Bereichen. Wir importieren Aerzte, Ingenieure und so weiter in zunehmender Zahl: hochqualifizierte Berufsleute, die ihre Ausbildung und ihre Lehrjahre im Ausland erworben und durchlaufen haben.
Parallel dazu versuchen ausländische Studenten ihre Ausbildung und ihre Lehrjahre in jenem Land zu durchlaufen in dem sie dereinst arbeiten werden, nämlich der Schweiz. Selbstverständlich ist Ausbildung kostbar und verursacht Kosten. Trotzdem unverständlich ist die Idee, dass das Herkunftsland des Studierenden Teile dieser Kosten übernehmen soll. Nach dem Verursacherprinzip soll jene Volkswirtschaft die Bildungskosten übernehmen, die aus den Fachkräften auch einen hohen Ertrag erzielen wird.
Sollten unsere Politiker von Berlin einen Beitrag an die Kosten deutscher Studierender in Zürich fordern, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn im Gegenzug für jede deutsche Aerztin, die in der Schweiz arbeitet, eine halbe Million Euro in Rechnung gestellt werden. Korrekt wäre eine Verteilung der Zusatzkosten auf die Kantone; dies proportional zum Anteil an ausländischen Arbeitskräften.