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Es tönt wie ein Alptraum: Kinder spielen täglich auf einem Spielplatz ihrer Grundschule oder lernen in der Bibliothek lesen und schreiben – und dann werden dort radioaktive Werte entdeckt, die sehr viel höher sind als die Normalwerte. Sind die Kinder nun in Gefahr? Waren sie der Radioaktivität stark ausgesetzt? Kann man überhaupt was dagegen tun?
Für viele Familien im US-Bundesstaat Missouri ist dies kein Alptraum, sondern bittere Realität. Die «Jana Elementary School» im Städtchen Florissant befindet sich nämlich im Überschwemmungsgebiet eines Bachs, der durch radioaktive Abfälle aus dem Zweiten Weltkrieg verseucht worden war.
Höhe der Werte geben zu denken
Die Abfälle waren im Rahmen der Herstellung der Atombomben, die dann in den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki niedergingen, entstanden und darauf in der Nähe des internationalen Flughafens von St. Louis, Missouris Hauptstadt, deponiert worden – direkt neben dem Bach.
Die Folge: Radioaktive Stoffe, die auf dem Spielplatz des Kindergartens gefunden wurden, waren mehr als 22 Mal höher als die erwarteten Werte und mehr als zwölfmal höher als die erwarteten Werte im Boden bei den Basketballplätzen der Schule. Dies geht aus einem offiziellen Bericht der Behörden von Missouri hervor, über den am Montagabend diverse US-Medien berichtet haben.
Behörden befürchten Schicksalsschläge
Proben aus der Bibliothek, der Küche, dem Belüftungssystem und den Oberflächen der Klassenzimmer fielen ebenfalls positiv aus – so konnten radioaktive Stoffe wie Blei-210, Polonium und Radium nachgewiesen werden, wie im Bericht steht.
Pikant: Erste Tests fanden bereits im Jahr 2018 statt – rund um die «Jana Elementary». Innerhalb der Gebäude oder unmittelbar auf dem Boden der Schule hingegen wurde nicht getestet. Dies könnte sich bei hunderten von Primarschülern nun rächen: Tödliche Krankheiten wie Leukämie, Knochenkrebs oder Lungenkrebs seien nun reelle Szenarien, die in ihren Leben einst eintreten könnten, wie die Gesundheitsbehörden befürchten.