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Poker Varianten
Wenn die Rede von Poker ist, dann meinen die Leute in der Regel die bekannteste Poker Variante 'Texas Holdem',
denn diese wird im Fernsehen am meisten ausgestrahlt wird. Dabei gibt es aber viele unterschiedliche Varianten. Sie lassen
sich eigentlich in drei Kategorien unterteilen: Hold’em, Draw und Stud. Die Unterschiede dieser
drei Kategorien liegen vor allem in der Art, wie die Spieler die ausgeteilten Karten erhalten.
Im weiteren ist es so, dass die verschiedenen Pokerarten mit unterschiedlichen Limits gespielt
werden können. So gibt es Varianten, wo jederzeit alles gesetzt werden kann oder aber nur ein
definiertes Maximum. Nachfolgend gibt es einen Überblick darüber zu finden:
Texas Hold'em
Bei der bekanntesten Poker Variante Texas Hold'em (siehe auch die
Poker Regeln
dazu) erhält jeder Spieler zwei verdeckte Hand-Karten
(werden Pocket Cards oder Hole Cards genannt). Während der Spielrunde werden maximal fünf Gemeinschaftskarten
(Community Cards genannt) in der Mitte des Tisches aufgedeckt. Zusammen mit seinen zwei Karten muss
der Spieler seine Hand bilden, wobei dazu nur die fünf besten Karten zählen.
Bei Texas Hold'em Poker gibt es drei Arten von Limits:
- No limit: Es gibt nur ein Minimum für ein Bet bzw. ein Raise aber kein Maximum.
- Pot limit: Es darf nur höchstens so viel gesetzt werden, wie sich zurzeit im Pot befindet.
- Split limit: In den ersten beiden Einsatzrunden darf maximal bis zum Lower limit, ab der dritten Einsatzrunde bis zum Higher
limit gesetzt werden. Beträgt das Small Blind 5$ und das Big Blind 10$, so beträgt das Lower limit 10$ und das Higher limit 20$.
In jeder Einsatzrunde darf der Einsatz höchstens drei Mal gesteigert werden, d.h. ein Spieler eröffnet die Runde mit einem Einsatz (Bet),
dieser kann nun erhöht (Raise), weiter gesteigert (Reraise) und die Einsatzrunde mit einer letzten Steigerung (Cap) abgeschlossen werden.
Sind nur noch zwei Spieler im Spiel, so darf solange erhöht werden, bis ein Spieler entweder gleichzieht (call) oder aufgibt (fold).
Bei No limit und Pot limit ist die Anzahl der Erhöhungen pro Einsatzrunde nicht begrenzt.
Omaha Hold'em
Bei dieser vor allem in Europa beliebten Poker Variante, welche auch Omaha High genannt wird, erhält jeder Spieler vier Hand-Karten.
Davon darf er aber nur zwei für seine zählende Hand verwenden. Gleich wie bei Texas Hold’em kommen fünf Gemeinschaftskarten auf
den Tisch. Der Spieler kann davon aber nur drei zur Bildung seiner Hand verwenden. D.h. es muss die beste Kombination aus den zwei
Pocket und den drei Community Cards gebildet werden.
Bei Omaha werden meistens folgende Limits gespielt:
- No limit: Es gibt nur ein Minimum für ein Bet bzw. ein Raise aber kein Maximum.
- Pot limit: Es darf nur höchstens so viel gesetzt werden, wie sich zurzeit im Pot befindet.
Omaha High / Low
Omaha High Low (Hi-Lo) basiert auf Omaha Holdem, allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass es zwei Gewinnerhände gibt.
Sowohl die beste Hand, wie auch die schlechteste Hand gewinnen und teilen sich den Pot. Ist eher eine unbedeutende Variante.
Seven Card Stud
Bevor Texas Hold'em seinen Siegeszug als beliebteste Pokervariante antrat, war dies Seven Card Stud.
Zu Beginn muss jeder Spieler einen Grundeinsatz (Ante) bezahlen und anschliessend erhält jeder Spieler
zwei verdeckte und eine offene Karte. Durch Setzrunden unterbrochen, gibt es dann für jeden Spieler weitere
drei offene Karten. Und zum Schluss wird dann nochmals jedem Spieler eine verdeckte Karte zugeteilt. Beim Showdown
zählen dann jeweils die fünf besten Karten jedes Spielers. Seven Card Stud wird mit einer fixen Limite gespielt.
Five Card Stud
Eine selten gespielte Variante ist Five Card Stud und dem Seven Card Stud ähnlich. Allerdings erhalten die Spieler
nach dem Setzen des Grundeinsatzes nur eine verdeckte und eine offene Karte. Wiederum durch Setzrunden unterbrochen,
erhalten die verbleibenden Spieler noch dreimal eine offene Karte. Den Showdown gewinnt der Spieler mit der besten
Hand (alle 5 Karten zählen).
Razz
Razz ist dasselbe Spiel wie Seven Card Stud, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Es gewinnt nicht
die beste Hand, sondern die schlechteste. Das Ass gilt als niedrigste Karte. Im weiteren gibt es keine
Strassen oder Flushs. Bei Razz ist A2345 daher das bestmögliche Blatt. Wer also bei den anderen Varianten immer
verliert, ist vielleicht der geborene Razz Spieler.
Five Card Draw
Bei dieser Variante muss jeder Spieler einen Grundeinsatz zahlen (Ante). Anschliessend erhält jeder Spieler 5
verdeckte Karten. Es folgt die erste Wettrunde, wo der Spieler auch folden kann. Anschliessend können Karten
getauscht werden (keine bis alle). Nun folgt eine weitere Setzrunde und es kommt zum Showdown. Früher war diese
Variante weit verbreitet. Meistens wird in den alten Western Five Card Draw Poker gespielt.
HORSE
Für Spieler, welche Abwechslung lieben, ist die Poker Variante HORSE wie geschaffen. Es handelt sich hierbei
nämlich um nichts anderes als:
H Holdem
O Omaha
R Razz
S Seven Card Stud
E Eight or better (Seven Card Stud Hi-Lo)
Bei einem HORSE Spiel werden die einzelnen Pokervarianten in einem Intervall gespielt. Grundsätzlich wird mit Limit
gespielt. Die Limits bleiben während der jeweiligen Runden immer gleich. Erst wenn alle Varianten durch sind, werden
die Blinds erhöht.