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Der Nutri-Score hilft Verbrauchern, zuckerhaltige Lebensmittel zu erkennen und trägt so zu einer gesünderen Ernährung bei. Wissenschaftler der Universität Göttingen berichteten nach einer Studie im Fachblatt „PLOS One“, dass die freiwillige Produktkennzeichnung in Deutschland irreführenden Angaben zu Zucker entgegenwirkt. Der Nutri-Score hilft Verbrauchern, Aussagen von Unternehmen zu entlarven, dass ihre Produkte „keinen zusätzlichen Zucker“ enthalten.
Der Gesamtwert wird auf einer fünfstufigen Skala des Nutri-Score Wertes angezeigt: von „A“ bis zu einem dunkelgrünen Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes „C“ bis zu einem roten „E“ für die ungünstigste. Diese Auswertung zeigt die Menge an Zucker, Fett, Salz, Ballaststoffen, Eiweiß oder Obst- und Gemüseanteil pro 100 Gramm eines Lebensmittels.
Den Studienteilnehmern wurden online drei verschiedene einzelhandelsähnliche Produkte gezeigt – ein Haferdrink, ein Schoko-Granola und ein verzehrfertiger Cappuccino. Jede davon wurde anders mit dem Nutri-Score oder der Zuckergehaltsmeldung des Unternehmens bedruckt. Die Teilnehmer bewerteten diese Produkte dann nach Angaben der Unternehmen mit reduziertem Zuckergehalt als gesünder, als sie tatsächlich waren. Bei den Nutri-Score Produkten war dies nicht der Fall.
Die Autoren fordern Einschränkungen irreführender Zuckerangaben und die obligatorische Verwendung des Nutri-Scores durch Unternehmen, wenn sie ohnehin Angaben zum Zuckergehalt machen.
Bildquellen
- Nutri-Score: blv admin