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Das Securitas Swiss Fed Cup Team qualifizierte sich mit einem 3:1-Sieg gegen Kanada für das Fed-Cup-Finale, das Mitte April in Budapest stattfinden wird. Leylah Annie Fernandez (WTA 185) sorgte mit einem 6:2, 7:6 (3)-Sieg gegen Belinda Bencic (WTA 5) im ersten Spiel des Tages für eine Überraschung, doch Jil Teichmann (WTA 68) sicherte dann mit einem 6:3, 6:4-Sieg über Gabriela Dabrowski (WTA 448) den endgültigen Schweizer Erfolg. Sehr zur Freude des Publikums in der Swiss Tennis Arena.
«Ladies and gentlemen, wir fahren nach Budapest!» Mit diesen Worten beendete Jil Teichmann nach ihrem Zwei-Satz-Sieg über Gabriela Dabrowski ihre Dankesrede an die Zuschauer. Der dritte und entscheidende Punkt bedeutet für das Securitas Swiss Fed Cup Team auch das Ticket für das neue Fed-Cup-Finalturnier, das vom 14. – 19. April in Budapest statt finden wird.
Mit ihrem heutigen Sieg bleibt Jil Teichmann im Fed Cup weiterhin ungeschlagen. Dies, nachdem sie gestern bereits gegen Leylah Annie Fernandez einen Punkt für die Schweiz geholt hatte. «Ich wusste, dass ich nervös sein werde. Aber ich spüre diese Spannung gerne», sagte Jil Teichmann nach dem Match. «Ich musste mich einfach erst an das Spiel meiner Gegnerin – einer Doppelspezialistin – gewöhnen.» Ihre zwei Punkte, die sie dieses Wochenende für die Schweiz geholt hatte, wollte sie sich aber nicht alleine gutschreiben lasssen. «Wir sine ein Team. Ich habe vor allem auch wegen der Unterstützung der ganzen Mannschaft gewonnen.»
Die erste Chance, den Siegespunkt für die Schweiz zu holen, hatte heute Samstag Belinda Bencic gegen Leylah Annie Fernandez. Die junge Kanadierin zeigte eine grossartige Leistung. Nach ihrer gestrigen Niederlage gegen Jil Teichmann muss sie sich die Worte ihres Captains gut angehört haben. Heidi El Tabakh lobte gestern die Leistung ihres Schützlings, bedauerte jedoch, dass sie in den wichtigen Punkten nicht aggressiv genug gespielt hatte. Die French-Open-Juniorensiegerin von 2019 reagierte heute promt und hat bei ihrem allerersten Match gegen eine Top-Ten-Spielerin die Initiative ergriffen. «Ich hatte nichts zu verlieren und sagte mir, dass ich diese Karte voll ausspielen muss. Es hat perfekt funktioniert. Ich bin wirklich glücklich über den Sieg», sagte die vielversprechende Spielerin ecuadorianischer und philippinischer Herkunft nach dem grössten Erfolg ihrer jungen Karriere. Belinda Bencic die Leistung ihrer Gegnerin nur anerkennen: «Ich habe zwar nicht mein bestes Tennis gespielt, aber Leylah hat wirklich auf einem ausgezeichneten Niveau gespielt. Sie hat verdient gewonnen.»
Teamcaptain Heinz Günthardt strich die Gesamtqualität der Schweizer Tennisnationalmannschaft hervor: «Wenn eine Spielerin nicht in Bestform ist, ist eine andere da, um einzuspringen. Das ist ein entscheidender Punkt. Das haben wir dieses Wochenende auch bei Kanada gesehen. Sie hatten aufgrund verletzungsbedingter Ausfällen keine Alternativen mehr hatten.» Mit der Qualifikation für das Finalturnier ist der Hunger geweckt. «Dieser Sieg ist nur ein Schritt. Unser Ziel war und ist es, den Fed-Cup zu gewinnen. Deshalb fahren wir im April nach Budapest», schloss der stolze Teamcaptain.