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Der (Gemeine) Rotfussröhrling (auch „Rotfüsschen“, Xerocomellus chrysenteron) ist ein Pilz aus der Gattung der Rotfussröhrlinge. Bis vor wenigen Jahren wurde er in der Gattung Filzröhrlinge (Xerocomus) geführt, die aber aktuell aufgrund molekularbiologischer Merkmale auf den Verwandtschaftskreis der Ziegenlippe beschränkt wird. Er kann in zahlreichen Variationen auftreten. Meist ist sein Hut felderig-rissig. Seine Farbe reicht oft von gelb-blau bis olivbräunlich und rötlich. Die Röhren sind gelblich und verfärben sich bei Druck schmutziggrün bis blau. Der Stiel ist schlank und auf gelblichem Grund mit rötlichen Flöckchen besetzt.
Für den Pilzsammler sind überwiegend nur jüngere Exemplare von Interesse, da ältere oft madig und auch von Schimmelpilzen angegriffen sind. Aber auch schon jungen Exemplare werden häufig von dem weit verbreiteten, giftigen Goldschimmel (Hypomyces chrysospermus, Anamorphe: Apiocrea chrysosperma) befallen. Dies zeigt sich anfangs durch eine fleckige, oft in ringförmigen Zonen erscheinende weissliche Verfärbung der ansonsten gelben Röhrenmündungen. Anschließend befällt der Goldschimmel auch andere Teile des Fruchtkörpers, erkennbar an den weisslichen Verfärbungen der betroffenen Stellen. Im Endstadium überzieht den Pilz ein goldgelber Schimmel. Die befallenen Rotfussröhrlinge werden schnell matschig und sind schon allein aus diesem Grund für den Verzehr ungeeignet.
Dem Rotfussröhrling ähneln die nah verwandten Arten Xerocomellus cisalpinus (Starkblauender Rotfussröhrling), X. porosporus (Falscher Rotfussröhrling), X. communis (Eichen-Filzröhrling) und X. pruinatus (Herbst-Rotfussröhrling), die ebenfalls essbar sind. Robuste Exemplare werden mitunter mit dem Schönfussröhrling verwechselt, der allerdings genetzten Stiel hat und bitter schmeckt.