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Inhalt - Viehwirtschaft
Viehwirtschaft
Dieser Bereich enthält Angaben zu den Tierbeständen und zur tierischen Produktion. Die Daten stammen u.a. von den landwirtschaftlichen Betriebszählungen und den landwirtschaftlichen Strukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS), diversen landwirtschaftlichen Organisationen sowie Erhebungen und Auswertungen von Agristat.
Die Bestandesdaten in diesem Kapitel stammen vom Bundesamt für Statistik (BFS) und unterliegen derselben Definition des Landwirtschaftsbetriebes wie die Angaben zu den Betriebsstrukturen und den Flächenzahlen in den beiden vorangehenden Kapiteln. Dabei übernimmt das BFS seit dem Jahr 2009 die Daten des Rindviehbestandes von der Tierverkehrsdatenbank (TVD). Dabei werden ebenfalls nur jene Tiere der Rindergattung berücksichtigt, welche auf Landwirtschaftsbetrieben stehen. Die Vorverlegung des Stichtages vom Mai (bis 2014) in den Januar (ab 2015) erschwert bei gewissen Tiergattungen ab 2015 den Vergleich mit den Vorjahreszahlen. Insbesondere Pferde, Schafe und Ziegen bringen ihre Jungen zu einem grossen Teil im Winter oder Frühling zur Welt. Deshalb liegen die Bestände des Jahres 2015 zum Teil deutlich tiefer als im Vorjahr. Dabei muss jedoch keine effektive Bestandesabnahme vorliegen. Ein aussagekräftiger Vergleich der Tierbestände mit den Vorjahreszahlen wird insbesondere bei den Schafen und den Ziegen erst mit den Resultaten des Jahres 2016 wieder möglich sein.
Mit der Tierhaltung werden pflanzliche Futtermittel zu hochwertigen Nahrungsmitteln wie Milch, Fleisch und Eier veredelt. Dabei wird ins-besondere auch Raufutter von nicht ackerfähigen Lagen wie z.B. den Sömmerungsweiden sinnvoll verwertet. An erster Stelle steht dabei das Rindvieh, dessen Bestand im Jahr 2015 insgesamt 1 554 319 Tiere zählte. Der Kuhbestand lag bei 701 152 Kühen, darunter 117 895 «andere Kühe», welche grösstenteils Mutter- und Ammenkühe sind. Anzahlmässig in der gleichen Grössenordnung wie der Rindviehbestand bewegt sich der Schweinebestand. Dieser wurde Ende der Achtziger- und in den Neunzigerjahren von rund 2,2 Millionen Tieren auf rund 1,5 Millionen Tiere zu Beginn dieses Jahrhunderts abgebaut. 2015 wurden in den Landwirtschaftsbetrieben 1 495 737 Schweine gezählt. Bei den Schweinen führt der bekannte Schweinezyklus zu Veränderungen des Bestandes in einem Intervall von etwa vier bis fünf Jahren.
In den letzten Jahren wurde der Geflügelbestand vergrössert. Dies gilt insbesondere für das Mastgeflügel, welches mittlerweile rund zwei Drittel des Geflügelbestandes ausmacht. Die Ursache dafür liegt vor allem in der langsamen aber kontinuierlichen Veränderung der Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung.
Auch wenn es von aussen betrachtet nicht danach aussehen mag: Schafe, Pferde und Ziegen sind wesentlich weniger zahlreich als Rinder, Schweine und Geflügel. Insbesondere Schweine und Geflügel verbringen aus diversen Gründen mehr Zeit in den Ställen als die Raufutterverzehrer, welche auf vielen Betrieben einen Teil der Zeit auf der Weide verbringen und deshalb leichter wahrgenommen werden. Hier gibt es somit eine Diskrepanz zwischen der optischen Wahrnehmung und den statistischen Bestandesdaten.