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<h2>SubmittedText<h2><p>In meiner Frage 20.5562 wollte ich wissen, wie sicher die Kommunikation in der Bundesverwaltung ist - vor allem mit Mobilgeräten. Die Antworten des Bundesrates haben mich ehrlich gesagt sehr überrascht, denn sie sind voller Widersprüche und bringen zahlreiche Probleme auf den Tisch, an die ich gar nicht gedacht hatte. Nun möchte ich gerne besser verstehen, wie die Sachlage wirklich ist: </p><p>1. Warum wurde für die Bundesverwaltung noch nie die Frage nach der Sicherheit der mobilen Geräte und der unterschiedlichen Plattformen (Huawei, Android, IPhone, etc.)  gestellt, sondern nur für das EJPD? </p><p>2. Woher weiss die Verwaltung, dass alle Systeme etwa gleich sicher sind, wenn das noch nie geprüft wurde? </p><p>3. Wenn alle Systeme etwa gleich sicher sind, warum wird dann immer wieder argumentiert, dass nur Apple Geräte eingesetzt werden können - aus Sicherheitsgründen? Wie viele Geräte werden pro Jahr beschafft, wieviel kostet diese Beschaffung jährlich und wie viel würde es kosten, wenn andere, alternative Geräte beschafft werden könnten? </p><p>4. Welche Handies sind in der Bundesverwaltung im Einsatz? Gibt es dazu Zahlen? Wissen wir, wieviele Geräte von Apple, Huawei und anderen Anbietern genutzt werden? Wie sieht die Verteilung aus?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat misst der sicheren mobilen Kommunikation eine grosse Bedeutung zu. Die IKT Stellen des Bundes sorgen für einen sicheren, wirtschaftlichen und benutzerfreundlichen Einsatz der mobilen Geräte.</p><p>Zu den Fragen im Einzelnen:</p><p>Frage 1:</p><p>Die Bundesverwaltung prüft selbstverständlich die Sicherheit der von ihr eingesetzten Informatik- und Kommunikationsmittel vor und während ihres Einsatzes nach den entsprechenden Vorgaben (Weisungen des Bundesrates vom 16. Januar 2019 über die IKT-Sicherheit in der Bundesverwaltung). Die Bundesverwaltung setzt heute nur Geräte mit dem Betriebssystem iOS ein. Das EJPD hat zusätzlich die Sicherheit für ein spezielles Anwendungsgebiet geprüft, bei dem Kantonsmitarbeitenden über deren Mobilfunkgeräte Zugriff auf Fachanwendungen des EJPD u.a. im Bereich der Polizei und Migration gewährt werden sollte.</p><p>Frage 2:</p><p>Die Bundesverwaltung prüft ständig das Gefahrenpotential insbesondere der bei ihr eingesetzten Technologien. Die operative Sicherheit ist im Bereich der Kommunikationsmittel durch das Computer Security Incident Response Team des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation sichergestellt. Das Service Management des Informatiksteuerungsorgans des Bundes (ISB) verfolgt die Entwicklung der am meisten verbreiteten Betriebssysteme iOS und Android und die Angebote der verschiedenen Hardware-Hersteller. Es nimmt zudem die Einschätzungen des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit auf.</p><p>Frage 3:</p><p>Ein von der Bundesverwaltung genutztes Mobilfunksystem muss in die gesamte Bundesinformatik integriert sein. Die Umsysteme müssen betrieben, gewartet und ständig aktualisiert werden. Weiter ist der Benutzersupport zu gewährleisten. Wenn mehrere Betriebssysteme unterstützt werden sollen, fallen die Kosten dafür mehrfach an. Deshalb hat die Bundesverwaltung bisher nur Mobilfunkgeräte eines Betriebssystems im Einsatz. Das ISB überprüft bis Mitte 2021, ob es für die Bundesverwaltung wirtschaftlich sein könnte, ein zweites Betriebssystem zu integrieren und zu unterstützen. 2018 betrugen die Ausgaben für Mobilfunkgeräte CHF 3.3 Mio. (3'607 Stk.), 2019 infolge grösserer Einführungsprojekte CHF 6.9 Mio. (7'662 Stk.). Aussagen über geschätzte Gesamtkosten (Beschaffung der Geräte und Dienstleistungen, Umsysteme, Betrieb, Wartung, Support, etc.) im Falle einer Unterstützung eines zweiten Betriebssystems sind erst nach der erwähnten Prüfung möglich. </p><p>Frage 4:</p><p>In der Bundesverwaltung sind heute nur Geräte mit dem Betriebssystem iOS im Einsatz. Es sind rund 20'000 Geräte. Sie werden zur Erhöhung der Sicherheit in einem so genannten Mobile Device Management System verwaltet.Für Gespräche bis zur Klassifikationsstufe GEHEIM verfügen ausgewählte Stellen zudem über speziell gesicherte Mobiltelefone. Aus Sicherheitsgründen wird über Details (Betriebssystem, Verschlüsselung usw.) nicht öffentlich berichtet.</p>  Antwort des Bundesrates.