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|Schlussbild Bildweg Zürcher Sagen|

Daniel Ambühl,
"Zürcher Sagen", 1998
Im Schlussbild sind die sieben Stationen des Bildwegs zusammengefasst. Wir erkennen die Silhouette des Grossmünsters, darunter eine Parkbank, auf welcher zwei Menschen sitzen, ein Baum, dahinter der Turm des Fraumünsters, eine Brücke und in der Mitte des Bildes eine menschliche Figur, vielleicht ein Kind, das mit erhobenen Armen zu einer Taube zeigt, die auffliegt.
Wir erinnern uns: Die beiden Türme des Grossmünsters wurden gebildet aus den Linien von Felix und Regula, den beiden Einsiedlern in der Lichtung, Kaiser Karl und der Glocke am Haus "Zum Loch", dem Wagen mit der Leiche der verstorbenen Königin, dem Wald, der Kanzel, auf welcher Zwingli predigte. Am Ort der Parkbank fand man auf den Einzelbildern des Bildwegs die Zuschauer der Hinrichtung, Kaiser Karl als Jäger, die Kröte auf den Eiern, Hildegard und Berta, die zum Gebet gefalteten Hände. Der Baum entstand aus dem Körper des Scharfrichters, dem hingeknieten Pferd des Jägers, der Schlange, dem leidenden Kaiser Karl, dem Hirschen. Und das Kind: Es besitzt Linien des Richtblocks, des Hirsches, des Schlangenkopfs, des grünen Seils und des Gesichtes des Menschen.
In der Art und Weise, wie in diesem Schlussbild die Einzelgeschichten zusammengefasst sind, verdeutlicht sich ein Begriff der Verbindung und des Zusammenhangs. Verbindung und Zusammenhang meinten nicht, Gleiches mit Gleichem zu gesellen. Gleiches ist mit Gleichem und Ähnliches mit Ähnlichem schon verbunden durch die Ähnlichkeit und Gleichheit. Verbindung meint vielmehr, dass Widersprüchliches in einen Bezug kommt. Zusammenhang meint, dass Unterschiedenes versöhnt ist.