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Die weiße Rebsorte (auch Gelbe Orangetraube) wurde um das Jahr 1840 von Johann Philipp Bronner (1792-1864) aus Wildreben bei Speyer am Rhein selektioniert. Sie findet Erwähnung im Lexikon der Rebsorten, welches 1854 von Herrn Babo, dem ersten Direktor der Klosterneuburger Weinbauschule verfasst wurde. Während der K. u. K. Zeit war Marburg ein wichtiges Weinbauzentrum. Der damalige Direktor an der Marburger Weinbauschule, Hermann Goethe, schrieb nach Beendigung der Reblauskatastrophe ein neues Lexikon und hier wird die Orangetraube noch als Tafeltraube (Speisetraube) mit der Bezeichnung „vielleicht auch als Keltertraube geeignet“ angeführt. Die kleinen Beeren sind bei Vollreife honigsüß. Abgesehen von unserem Weingarten in Wien-Mauer wird sie in kleinen Mengen im Burgenland und um Klosterneuburg kultiviert. Zählt aber laut EU zu den Qualitätsweintrauben. Weiters wurde die Sorte als Partner für die Neuzüchtung Goldburger (Orangetraube x Welschriesling, gezüchtet 1922 durch Herrn Dr. Zweigelt) verwendet Farbe: Helles goldgelb mit grünen Reflexen. Stilistik: Intensive Steinobstfrucht, milde Würze, feinrassige Säure, angenhme Fruchtsüße, eleganter animierender Abgang.