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<b>Herkunft: </b>Bursa-Roller, benannt nach der gleichnamigen Stadt, stammen aus der Marmara-Region in der Türkei und zählen zu den ältesten Rollerrassen. Ihre Entstehung geht ins 14. Jahrhundert zurück. In der Schweiz sind sie seit Anfang 90er-Jahre heimisch.<br><b>Aussehen: </b>Bursa sind gut mittelgrosse, gestreckt, leicht aufrecht stehende Tauben, welche die Schwingen über dem Schwanz tragen. Sie kommen nur glattköpfig und glattfüssig in den Farben schwarz Weissschlag-Weisschwanz. Das hiesst, der Körper ist Schwarz, 6-8 Handschwingen sowie Schwanz, Decke und Kiel sind weiss.<br><b>Eigenschaften: </b> Bursa Roller werden im Heimatland in Stichen von mehreren Tauben (mind. acht bis 20 oder mehr) geflogen, wobei ein lockerer Trupp gewünscht wird. Der schnelle Flug ist „gewürzt“ mit bis zu 30 Metern tiefen Rollvorgängen und Sturzflügen, wobei die Tauben immer wieder zum Stich zurückkehren. Trotzdem sind sie ausdauernde Flieger, die in grosse Höhen aufsteigen können. Je nach Linie sind die Flugeigenschaften leicht anders. Bursa sind eher scheue Tauben mit gutem Orientierungssinn, die ihre Jungen gut aufziehen.
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<b>Herkunft: </b>Aus den Midlands von England. Verschiedene Tümmler, unter anderen auch der Orientalische-Roller, standen bei seiner Geburt Pate.<br><b>Aussehen: </b>Der Birmingham-Roller ist eine reine Leistungstaube und hat wie viele andere Flugsporttauben auch, keinen Rassestandard. Er ist mittelgross, kräftig gebaut, kompakt und kommt in allen Farb- und Zeichnungsvarianten vor. Seltener treffen wir bestrümpfte an. Kopfschmuck trägt er nicht. <br><b>Eigenschaften: </b>Der Birmingham-Roller ist ein Rückwärtsabroller erster Güte. Bei ihm sind alle sonstigen Figuren und Schnörkel unerwünscht. Nur das sehr schnelle, nicht zählbare, senkrechte Rückwärtsabrollen wird gewertet. Spitzentiere können über mehrere Meter tief abrollen, den Rollvorgang exakt abbrechen und den Kameraden mit raschen Fügelschlägen nach fliegen. Obschon der Birmingham-Roller zu den beliebtesten und zeitweilig einer der meist gezüchteten Rollerrassen in Westeuropa zählt, ist seine Rollqualität nach wie vor sehr unterschiedlich und Spitzentiere selten. Birmingham-Roller sind zutrauliche und gelehrige Tauben, die sehr gut züchten. Eignet sich sowohl für den Dach- wie Gartenschlag. Beliebt ist sien Einsatz auch auf dem Flugkasten.
<b>Herkunft: </b>Rumänien<br><b>Aussehen: </b>Noch nicht überall durchgezüchtet ist der Galatzer, aber dem Birmingham-Roller nicht unähnlich. Einzig ist er eher gedrungener im Körperbau und hat einen feinen, würfelartigen Kopf, was ihm ein apartes Aussehen verleiht.<br><b>Eigenschaften: </b>Galatzer haben einen schnelleren Flug als beispielsweise der Birmingham-Roller. Kann aber genau so schnell rückwärts Abrollen wie dieser. Zudem zeigen Galatzer auch das Mühledrehen und die Schraube. Er gilt als ausdauernder Fieger und bliebt ab Heimatschlag ohne weiteres über eine Stunde in der Luft. In seiner Heimat werden gewisse Linien vor allem zur Ausübung des Hochflugsportes eingesetzt. Deshalb lohnt es sich, sich vor dem Kauf zu informieren aus was für einer Zuchtrichtung die zu kaufende Tiere stammen. Wenn immer möglich, empfiehlt es sich, die Tiere vorfliegen zu lassen.Da in der Schweiz immer nur vereinzelte Züchter sich mit dieser Rasse befassten, fehlen allgemein gültige Angaben zum Wesen des Galatzer-Rollers. Ist eher etwas scheuer und kann auch im Fliegen durch externe Einflüsse ungewohnt reagieren (lang fliegen oder sehr hoch aufsteigen etc.) Trotz des kürzeren Schnabels ziehen Galatzer ihre Jungen problemlos selber auf.
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<b>Herkunft: </b>Vorderer Orient, sowie persisch-indischer Raum<br><b>Aussehen: </b>Durch die sogenannte Amselstellung (Flügel werden unter dem Schwanz getragen) sticht der Orientalische-Roller auch Laien sofort ins Auge. Dies ist vielleicht mit ein Grund, dass der Orientalische-Roller eine gute Verbreitung gefunden hat. Er wird einfarbig in fast allen Taubenfarben gezüchtet, auch sprenklig und vielfarben.<br><b>Eigenschaften: </b>Der Orientalische-Roller gehört zu den vielseitigsten Rollern überhaupt und wird deshalb von seinen Züchtern gerne als König der Roller bezeichnet. Er beherrscht den Rückwärtssalto ebenso wie das Abrollen, das Mühledrehen oder axiale Drehungen. Spiralen fliegen kann er und entwischt manchmal dem Züchterauge in höchste Höhen hinauf. Was trotz dem mangelnden Erkennen der Figuren nicht negativ gewertet werden darf. Augen auf beim Kauf von Orientalische-Roller! Er ist nicht nur bei Kunstflugtauben-Liebhabern beliebt, sondern hat auch eine starke Verbreitung unter den Liebhabern für die Schönheits-Wettbewerbe. Da diese Stämme oft mit anderen Rassen „veredelt“ wurden, taugen sie fürs Fliegen kaum mehr was. Ein seriöser Flugtaubenzüchter fliegt bei entsprechender Anmeldung und Jahreszeit seine Schützlinge aber gerne vor, so dass man sich über den Leistungsstand orientieren kann. Bei regelmässiger Beschäftigung wird der Oreientalische-Roller rasch zutraulich und sorgt für genügend Nachwuchs. Da der Orientalische-Roller über keine Bürzeldrüse verfügt, wird sein Gefieder schneller nass und kann seine Flugleistungen beeinträchtigen.
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<b>Herkunft: </b>In der Stadt Sisak/Kroatien und Umgebung im 19. Jahrhundert erzüchtet worden.<br><b>Aussehen: </b>Tief gestelte, lebhafte mittelgrosse Taube mit aparter Rundhaube und ansprechender Zeichnung. Kommt einfarbig in weiss, schwarz, dun, blau mit schwarzen Binden, rot und gelb vor. Geganselt in schwarz, dun, silber, blau, rot und gelb vor. Bei Geganselten ist die Rundhaube, der Hals, das Schultergefieder und der Schwanz farbig. Die übrigen Partien sind weiss.<br><b>Eigenschaften: </b>Schon allein durch die Zeichnung gibt ein Trupp geganselter Sisaker ein herrliches Flugbild ab! Nach der europäischen Flugroller-Union wird der Sisaker-Roller in der Kategorie der Rolltümmler geführt. Das heisst, dass eine Figurenvielfalt von Doppelüberschlägen, Abrollen schnell oder langsam, Mehrfachmühle, Schraube oder die Kombination von zwei Figuren (Bsp. Einfachüberschlag mit Mühle) erwünscht ist. Da die Sisaker auch ausgestellt werden können, ist beim Kauf darauf zu achten, dass sie von einem Züchter erworben werden, der sie auch entsprechend fliegt. Leider liegen uns über Flugzeiten und –höhen sowie weiteren Eigenschaften wenig Informationen vor. Bisher ist nur ein Züchter in der Schweiz, der sich diesem Juwel angenommen hat. Hoffen wir, dass sie ebenfalls an Verbreitung gewinnen! Über Verhalten im Schlag und die Aufzucht ist nichts Nachteiliges bekannt.
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<b>Herkunft: </b>Bakina-Purzler kommen aus der Region um Baku im Kaukasus (Aserbeidschan). Sie kamen durch Russlanddeutsche nach Deutschland und von da Anfang dieses Jahrhunderts in die Schweiz,.<br><b>Aussehen: </b>Bakina sind mittelgrosse Tauben. Sie kommen glattköpfig oder mit Rundhaube vor. Auch Spitzkappige sind anzutreffen. Bakina sind immer glattfüssig. Bakina existieren in vielen Farbenschlägen. Besonders attraktiv sind Farbschwänze mit oder ohne Nackenfleck.<br><b>Eigenschaften: </b>Bakina sind fleissige Purzler, die für diese Rassengruppe sehr ausdauernd fliegen. Flugzeiten von einer bis drei Stunden sind nichts Ungewöhnliches. Die Überschläge erfolgen auf gleicher Höhe, wobei häufig mehrere Überschläge aufeinander folgen. Bakina werden in kleineren Stichen geflogen. Dabei fliegen sie im lockeren Trupp zusammen. Bakina-Purzler sind eifrige Eltern und sorgen für reichlich Nachwuchs. Sowohl die Haltung als auch das Training sind problemlos, womit sie auch für das FK-Fliegen geeignet sind.
<b>Herkunft: </b>Deutschland, insbesondere die Oberlausitz und angrezende Gebiete. Gehört zu den ältesten Taubenrassen Deutschlands.<br><b>Aussehen: </b>Knapp mittelgrosse, relativ kompakte Figur. Leicht abfallende Haltung mit der typischen Elsterzeichnung. Kommt in den Farben Schwarz, Blau, Rot und Gelb vor. Ursprünglich waren der Elsterpurzler und der Lausitzer Purzler eine Rasse. Auf Grund der Trennung Deutschlands haben sich diese Rassen unterschiedlich entwickelt. 1. Versuche nach der Wiedervereinigung, diese Rasse auch wieder als Einheit zu führen, scheiterten nicht zu letzt aus der Sicht der Flugtaubensportler zum guten Glück. Der Lausitzer hat sich nämlich die relativ guten Flugeigenschaften gegenüber seinem Vetter erhalten!<br><b>Eigenschaften: </b>Sein Name verrät sofort, welcher Flugtaubengruppe er zu zuordnen ist. Purzeltauben über-schlagen sich rückwärts. Diese Einfach- seltener Doppelüberschläge gilt es als Zuchtziel zu erhalten bzw. weiter zu fördern. Purzler sind zwar die Urform der Rollertauben, deswegen aber nicht als schlechte Roller anzusehen, sondern als eigenständige, reizvolle Flugtaubenrasse. Die besonders in unserer hektischen Zeit wegen ihrer idealen Flugzeit von bis zu 40 Minuten (zum Teil auch länger) echte Chancen auf eine breitere Zuchtbasis hat und unter Freunden die das Hobby ab Flugkasten betreiben zunehmend an Beliegtheit gewinnt. Nicht zu vergessen ist das herrliche Flugbild, das bedingt durch die Elsterzeichnung ein Stich Lausitzer Purzler abgibt! Lebhafte Taube, die recht zutraulich wird, wenn man sich regelmässig mit ihr abgibt.
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<b>Herkunft: </b>Siebenbürgen (Rumänien)<br><b>Aussehen: </b>Gedrungene, waagrecht und nicht zu hoch stehende Taube mit eher kleinem Kopf. Dieser wird durch eine Schnabelnelke und einer Rundhaube verziert und verleiht dieser Rasse ein apartes Aussehen. Die Siebenbürger gehören zu den wenigen Rassen, mit welchen sowohl Flugsport wie auch Schönheitskonkurrenzen bestritten werden können. Anerkannt sind sie in einfarbig weiss, schwarz, dun, rot und gelb und gescheckt in schwarz, dun, rot und gelb. <br><b>Eigenschaften: </b>Die Siebenbürger gehören zu den Purzeltauben und überschlagen sich oft einmal rückwärts. Es gibt auch Tiere, die sich gerne öfter überschlagen, d.h. einen drei- oder vierfach Überschlag vorzeigen. Dies ist nicht sehr wünschenswert, da wir ja bei dieser Rasse einen Purzler vor uns haben und nicht einen Roller daraus machen wollen. Pro Überschlag erhält das einzelne Tier einen Punkt. Die Flugzeit variert recht stark, beträgt im Mittel 20 - 30 Minuten, kann aber gerade bei sommerlichen Temperaturen nur wenige Minuten betragen. Gerade dadurch ist aber diese Rasse besonders für Leute geeignet, die zwar ein flugakrobatisches Feuerwerk sehen möchten, aber nicht Zeit haben stundenlang in den Himmel zu starren. Siebenbürger werden sowohl ab Heimatschlag wie auch ab Flugkasten erfolgreich geflogen. Lebhafte Taube, die aber auch zutraulich wird, wenn man sich regelmässig mit ihr abgibt.
<b>Herkunft: </b>Ursprünglich aus der Schwarzmeerregion. Sind auch in der Türkei und in weiten Teilen der ehemaligen UdSSR stark verbreitet.<br><b>Aussehen: </b>Es ist gibt sehr viele Familien/Gruppierungen unter den Klatschtümmlern (Asiatische, Usbekische, Takla, Mardin etc.) und dementsprechend breit ist die Palette an Farben, Zeichnungen, Formen und Strukturen. Klatschtümmler sind meistens gedrungen im Typ, in der Regel sind ihre Füsse bestrümpft bis belatscht und einige von ihnen tragen eine Schnabelnelke oder Haube. Manche sogar beides (Doppelkuppige).<br><b>Eigenschaften: </b> Wie der Name sagt, klatschen diese Tauben im Flug laut mit ihren Flügel. Dazwischen überschlagen sie sich blitzschnell nach rückwärts und verlieren dabei nicht an Höhe, sondern steigen dabei höher. So unterschiedlich die verschiedenen Stämme im Aussehen sind, so unterschiedlich werden die Tauben in den Flugeigenschaften gefördert. Fliegen einzelne Teams in Kreisen und vollführen die Figuren wie oben beschrieben, steigen andere vom Boden weg im Wechselspiel von Klatschen und Überschlagen gerade auf. Dieses sogenannte \"Kerzen ziehen\" oder \"Pfahlbauen\" wird mit unterschiedlichen Traningsmethoden wie Soloflug oder der Zuhilfenahme von Locktauben (Dropper) zusätzlich gefördert. Eine Rassengruppe die immer neue Juwelen zu uns nach Westeuropa bringt. Soweit bekannt, sorgen auch die kurzschnäbligen Vertreter unter diesen Rassen für genügend Nachzucht.
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<b>Herkunft: </b>Dunek werden vor allem in der West-Türkei, Griechenland, Kosovo und Serbien gezüchtet, von wo sie auch stammen. Sie wurden um die 80er-Jahre des vorigen Jahrhunderts von Gastarbeitern nach Mitteleuropa mitgebracht. Aufgrund ihres grossen Verbreitungsgebietes existieren bei den Dunek verschiedene Stämme, was sich auch im Flugverhalten äussert. In der Schweiz ist diese Rasse relativ häufig und wird vielfach von Leuten aus ihrem Herkunftsgebiet gezüchtet. <br><b>Aussehen: </b>Dunek sind gut mittelgrosse, längliche Tauben mit waagrechter Haltung und einem langen Schnabel. Der Schwanz besteht meistens aus 14 Schwanzfedern. Sie sind glattköpfig und in der Regel glattfüssig. Dunek kommen in fast allen Farben und verschiedenen Zeichnungsvariationen vor. Häufig sind Weissköpfe mit weissen Schwingen und weissem Schwanz. <br><b>Eigenschaften: </b>Duneks gehören zu den Drehsturzfliegern. Nach dem Start steigen sie steil auf und warten auf das Zeichen des Züchters. Erscheint dies, so stürzen sie sich je nach Zuchtstamm in einem Winkel von 45 bis 90 Grad der Erde zu, drehen sich mehr oder weniger eng um die eigene Körperachse und haben dabei die Flügel weit ausgebreitet. Einige Zuchtstämme stürzen Kopf voran, andere kommen in flachen Drehungen und mit waagrechtem Körper nach unten. Die Drehungen sollen aber immer möglichst schnell erfolgen. Gemäss Reglement wird die Drehgeschwindigkeit, die Art der Figuren sowie deren Länge bewertet. Durch das grosse Herkunftsgebiet existieren bei den Dunek je nach Zuchtstamm ganz unterschiedliche Arten von Drehungen. Dunek werden in der Regel einzeln mit Begleittaube (z.B. Mövchen) geflogen. Man kann sie auch in Dreiertrupps starten, wobei aber die Gefahr besteht, dass sich die Tauben gegenseitig irritieren und so ihr Flugspiel nicht voll zur Geltung kommt. Dunek können mehrmals pro Tag aufgelassen werden. Dunek sind zutrauliche und intelligente Tauben mit gutem Brutverhalten. Für die Haltung ist ein ebenerdiger Gartenschlag mit einer davor liegenden Landefläche am besten geeignet. Auch für das Fliegen ab Flugkasten sind Dunek gut geeignet. Erfahrung in der Flugtaubenzucht helfen beim Training der Dunek.
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<b>Herkunft: </b>Das Herkunftsgebiet der Mazedonischen Drehtauben liegt – wie der Name schon sagt – in Mazedonien. Aber auch in den benachbarten Ländern und im gesamten Balkan werden diese Drehsturzflieger häufig gezüchtet. In der Schweiz kommen Mazedonische Drehtauben relativ häufig vor und werden vielfach von Leuten aus ihrem Herkunftsgebiet gezüchtet.<br><b>Aussehen: </b>Mazedonische Drehtauben sind gut mittelgrosse, längliche Tauben. Der Schwanz besteht aus 12 bis 16 Schwanzfedern und wird leicht fächerartig getragen. Mazedonische Drehtauben sind glattköpfig und in der Regel bestrümpft. Sie kommen in fast allen Farben und verschiedenen Zeichnungsvariationen vor, wobei Schecken besonders häufig sind. <br><b>Eigenschaften: </b>Mazedonische Drehtauben werden in ihrem Herkunftsgebiet einzeln mit Begleittaube gestartet. Die Begleittaube soll die Mazedonische Drehtaube nach oben in ausreichende Höhe ziehen. Dabei reicht bereits doppelte Kirchturmhöhe für einen guten Sturz aus. Dort warten sie auf das Zeichen des Züchters. Sobald der Züchter den Dropper setzt (z.B. durch Öffnen der Schlagtüre und Herausstürmen der restlichen Tauben), stürzt die fliegende Taube der Erde entgegen. Dabei dreht sie sich möglichst schnell mit eng angelegten Schwingen um die eigene Körperachse. Bei einem Wettflug werden die Drehgeschwindigkeit, die Art der Figuren sowie deren Länge bewertet. Bei engdrehenden Dunek (wie die Mazedonischen Drehtauben auch genannt werden) ist ein steiler Sturzwinkel ideal. Damit die Tauben ihr ganzes Können zeigen, müssen sie aus der richtigen Position gedroppt werden. Durch das Droppen können die Flugzeiten kurz gehalten und die Tauben mehrmals täglich gestartet werden. Mazedonische Drehtauben sind zahm werdende und intelligente Tauben mit gutem Brutverhalten. Für die Haltung ist ein ebenerdiger Gartenschlag mit einer davor liegenden Landefläche am besten geeignet. Auch für das Fliegen ab Flugkasten sind sie gut geeignet. Allerdings ist fürs Training Erfahrung in der Flugtaubenzucht von Vorteil.
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<b>Herkunft: </b>Kelebek stammen aus der Türkei und zählen dort zu den bekanntesten Taubenrassen. In den 1970er-Jahren kamen sie durch türkische Gastarbeiter nach Deutschland und von da Mitte 1980er-Jahre in die Schweiz. Seither existieren in der Schweiz mehrere Zuchten.<br><b>Aussehen: </b>Die Kelebek sind mittelgrosse Tauben mit aufrechter Körperhaltung. Sie sind glattköpfig und bestrümpft. Der breit getragene Schwanz besteht aus 14-16 Schwanzfedern. Die Flügel liegen auf dem Schwanz auf. Kelebek kommen hauptsächlich in den Farben schwarz, blau, rot und gelb vor. Als Zeichnungsvarianten trifft man unter anderem Geelsterte, Gemönchte, Rieselköpfe, Farbköpfe und Einfarbige an. Sehr attraktiv sind die Schwarzen mit farbigem Schwanz und Kehlfleck (Bärtchen).<br><b>Eigenschaften: </b>Kelebek bedeutet Schmetterling, was ungefähr ihren charakteristischen Flugstil umschreibt. Das Flugspiel ist in jeder Flugphase sehr vielfältig. Mit schnellen Flügelschlägen gewinnen sie in kurzer Zeit an Höhe, wobei sie bis in unsichtbare Höhen aufsteigen können. Im Flug wechseln sie sehr häufig die Richtung, beschleunigen und schalten kurze Drehsturzeinlagen dazwischen. Ebenfalls werden häufig axiale Drehungen im Geradeausflug gezeigt. Als Soloflieger fliegen sie auch im lockeren Schwarm für sich und bilden keine geschlossene Gruppe. Dies ist ein Grund, dass diese Rasse in der Regel in grösseren Flugstichen geflogen wird (nach Reglement sind das fünf Tauben). Aber auch einzeln können sie gestartet werden. Droppt man Kelebek (Anlocken mit flatternden Tauben), stürzen sie mit offenen Schwingen kopfüber dem Boden zu. Dabei ergibt sich eine unbeschreibliche Vielfalt an weiten und engen, unterschiedlich schnell ausgeführten Spiralen, Drehungen und Figuren, die die Tauben – aus allen Richtungen herkommend – vollführen. Durch das ständige Auf und Ab ist der Flugstil des Kelebek sehr Kräfte zehrend. Flugzeiten von ca. 10 bis 15 Minuten sind ideal, auch wenn Kelebek durchaus länger fliegen können, was allerdings auf Kosten der Vielfalt geht. Kelebek sind vom Wesen ruhige und sehr zahme Tauben, die gut züchten. Sie sind relativ anspruchslos und pflegeleicht und somit für Anfänger geeignet. Am besten werden sie von einem ebenerdigen Gartenschlag aus geflogen, wo sie sich gerne vor dem Schlag auf dem Boden aufhalten und dort auch starten und landen können. Auch auf den Flugkasten können sie problemlos eingewöhnt werden.
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<b>Herkunft: </b>Wuta (griechisch für Sturz, Stürzer) kommen ursprünglich aus Griechenland. In den 1980er Jahren wurden sie durch Gastarbeiter aus ihrer Heimat nach Mitteleuropa gebracht und fanden dort ihre Anhänger unter den Flugtaubenzüchtern.<br><b>Aussehen: </b>Wuta sind langgezogene Tauben in der Grösse einer Brieftaube. Sie weisen einen langen Schnabel und relativ lange Beine auf. Die Füsse und der Kopf sind glatt. Wuta kommen hauptsächlich in blau mit schwarzen Flügelbinden vor. Häufig sind noch einige weisse Federn vorhanden. Seltener sind Wuta in rot, schwarz oder weiss anzutreffen. <br><b>Eigenschaften: </b>Die Wutas sind reine Sturzflugtauben, die geradlinig abstürzen sollen, wobei ein leichtes Schwenken toleriert wird. Einige Zuchtstämme neigen allerdings zu einem spiralförmigen Sturzflug. Wie allen Sturz- und Drehtauben eigen, steigen Wuta mit raumgreifenden Flügelschlägen schnell auf. Auf das Zeichen zum Absturz legen sie die Schwingen an und stürzen idealerweise ohne Unterbrechung bis vor den Schlag. Dabei ist ein deutliches Rauschen zu vernehmen. Wuta können mehrmals täglich gestartet werden, da die Flugzeit normalerweise maximal 15 Minuten beträgt. Wuta sind lebhafte, aber zutrauliche und gelehrige Tauben, die sich nicht besonders gerne anfassen lassen. In der Zucht sind sie problemlos. Für die Haltung ist ein ebenerdiger Gartenschlag mit einer davor liegenden Landefläche am besten geeignet. Wuta können auch ohne weiteres ab Flugkasten geflogen werden. Da sich Wuta leichter führen und trainieren lassen als Wammen, können sie für Anfänger empfohlen werden.
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<b>Herkunft: </b>Wammentauben sind eine sehr alte Rassengruppe, die im nahen Osten beheimatet ist. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in der Süd- und Osttürkei, Syrien und dem Libanon, aber auch im Iran und Irak, Israel, Ägypten und auf Zypern sind sie anzutreffen. Wie so viele Flugtaubenrassen wurden sie durch Gastarbeiter nach Mitteleuropa gebracht und haben auch in der Schweiz einige Liebhaber gefunden. <b>Aussehen: </b>Bei der Gruppe der Wammentauben existieren verschiedene Rassen. Gemeinsam ist allen eine stark ausgeprägte Kehlwamme. Als Flugtypen werden hauptsächlich Adana Wammen aus der Südtürkei gehalten, aber auch Syrische und Beiruter Wammentauben werden ab und zu auf Flugschlägen angetroffen. Für die Basraer- und Syrischen Wammentauben existieren Standards. Diese Ausstellungslinien taugen aber nicht (mehr) für den Flugtaubensport. Das Erscheinungsbild lässt im ersten Moment nicht auf eine exzellente Flugtaube schliessen. Wammentauben übertreffen in der Grösse Brieftauben. Sie stehen waagrecht und haben einen relativ langen Hals. Der typische, trapezförmige Kopf ist ein weiteres Merkmal. Es werden verschiedene Farben- und Zeichnungsschläge gezüchtet. Am häufigsten sind die Blauen (mit Binden oder gehämmert) mit weisser Stirnschnippe, Halsflecken und Schwingen. In dieser Zeichnungsvariante trifft man auch Schwarze und dominant Rote an. Ausserdem existieren Weisse, Silberfarbige und Schecken.<br><b>Eigenschaften: </b>Die Wammen sind reine Sturzflugtauben, die in der Regel in Zweier- oder Dreierstichen aufgelassen und ca. 10 bis 15 Minuten geflogen werden. Immer wieder verblüffen sie mit ihrem Steigvermögen. Sind sie auf der gewünschten Höhe, gibt der Halter das Zeichen (flatternde Tauben. Pfeife, Tuch, etc.) zum Absturz. In einem fast 90°-Winkel stürzen die Wammen mit angelegten Schwingen in atemberaubendem Tempo der Erde zu. Knapp über dem Boden wird der rasante Flug mit paar kräftigen Flügelschlägen abgefangen. Einige Linien beschleunigen den Sturzflug noch durch Flügelschläge. Gefordert wird ein möglichst senkrechter Sturzflug ohne Unterbrechung. Wammen können ohne weiteres mehrmals täglich aufgelassen werden. Die Wammentauben sind lebhafte Tauben, die äusserst zutraulich werden und sehr intelligent und lernfähig sind. Die Zucht ist recht einfach, da sie zuchtfreudig sind und ihren Nachwuchs zuverlässig aufziehen. Da sie aber etwas eigensinnig sind und beim Training einiges an Geduld und Fingerspitzengefühl erfordern, ist im Umgang mit Wammen Erfahrung mit Flugtauben vorteilhaft. Gehalten werden sie am besten in einem ebenerdigen Gartenschlag mit einer davor liegenden Landefläche. Wammen können auch ab Flugkasten geflogen werden.
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