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Die stattliche Villa im Zentrum von Langenthal wurde um 1870 erbaut. Mehrere An- und Umbauten liessen das heute denkmalgeschützte Gebäudeensemble entstehen. Die Transformation in eine neue Nutzung als Hotel-, Restaurations- und Seminarbetrieb wurde mit sensiblen Eingriffen realisiert. An jedem Ort, in jedem Zimmer zeugen Details von der Geschichte und treten in Dialog mit der schlichten zeitgenössischen Möblierung.
Um 1870 liess der Kaufmann Samuel Gottlieb Stettler das Haus als 2-stöckige Villa in klassizistischem Stil erbauen. (Baumeister war der Grossvater des später berühmt werdenden Hector Egger, Samuel Rudolf Hector Egger.)
Im Hochparterre war das Manufakturwarengeschäft eingerichtet und der obere Stock diente als Wohnbereich. Die alten Pläne zeigen auf, dass mit Stoffen gearbeitet und gehandelt wurde.
1889 wurde die Villa um das angebaute Remisen- und Magazingebäude erweitert. Der niedrige Längstrakt diente als Magazin und beinhaltete Stallungen. Der um einen Stock erhöhte Quertrakt enthielt Remisen und im ersten Stock Knechtenstuben.
1931 erfolgte ein grosser Um- und Neubau durch die Erbengemeinschaft von Samuel G. Stettler. Die Villa wurde um einen Stock erhöht und erhielt ein allseitig ausgebautes Mansart-Walmdach. Gleichzeitig wurde der frühere nordostseitige Laubenvorbau durch einen massiven Anbau ersetzt und die Villa erhielt dadurch ein eher neobarockes Erscheinungsbild. 1971 wurde v.a. im Inneren der Villa vieles umgebaut und erneuert.
Während vieler Jahre wurden das Hochparterre und ein Teil des Anbaus vermietet. Lange war die Agentur der Patria-Versicherung Mieter, später, bis zum letzten Umbau das Architektur-Büro Blum&Grossenbacher, welches auch den sorgfältigen Umbau in das Hotel-Restaurant „Auberge“ zeichnete und leitete.
Samuel Gottlieb Stettler (1844-1931) war ein erfolgreicher Geschäftsmann und Politiker. U.a. war er Gemeinderat, Verwaltungsrat der Bank in Langenthal, der Amtsersparniskasse, des Wynau-Kraftwerkes, der Carba-Gas AG und Mit-Gründer der Porzellan-Fabrik.
Samuel Gottlieb Stettler und seine Gattin, geborene Elisabeth Galli hatten gemeinsam sieben Kinder. Die jüngste Tochter, Emma, geboren 1885 verheiratete sich mit Walter Glur, Dorfarzt in Roggwil. Dieser verstarb im gleichen Jahr, wie seine Tochter Rose-Marie geboren wurde, 1922. Als Letztere 13jährig war verstarb auch ihre Mutter. Rose-Marie wurde zu ihrer Tante Emma in Pflege gegeben. Diese Schwester der Mutter lebte noch immer in der „Stettler-Villa“, was für Rose-Marie den Umzug ins Geburtshaus ihrer Mutter in Langenthal bedeutete.
Fortan lebte „Fräulein“ Glur bis wenige Jahre vor ihrem Tode in der „Stettler-Villa“, viele Jahre gemeinsam mit ihrer Haushälterin Pauline. Rose-Marie Glur bestand auf der Anrede als Fräulein. Sie war eine gebildete und gepflegte Persönlichkeit, Tier- und Musikliebhaberin, die ein Violine-Konzert-Diplom hatte und viele Reisen unternahm. In der Stadt war die hochgewachsene Dame mit den hochgesteckten, geflochtenen blonden Haaren bekannt, wie auch ihre Vorliebe für schöne Sport-Cabriolets. In späteren Jahren entwickelte sie eine Leidenschaft für den Handel mit Wertpapieren und konnte stundenlang darüber reden, wie ihr Cousin Fritz Stettler berichtete.
2004 verlangte es der Gesundheits-Zustand von Fräulein Glur, dass sie ins Altersheim am Zürichsee zog. Dort verstarb sie 2008. Den grössten Teil ihres Vermögens vermachte sie einer gemeinnützigen Stiftung mit dem Zwecke der Unterstützung von leidenden Menschen.
Diese Stiftung lud die Genossenschaft Solidarität Oberaargau ein, ihr Arbeits-Integrations-Projekt für psychisch erkrankte Menschen vorzustellen. Aufgrund der Prüfung des Projektes schenkte die Stiftung der Genossenschaft die Villa, damit diese in ein Hotel-Restaurant umgebaut werden konnte.
In Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege wurde der sorgfältige Umbau in den Jahren 2010 und 2011 vorgenommen und im Februar 2011 wurde das Seminar-Hotel-Restaurant eröffnet und gleichzeitig begonnen, psychisch erkrankte Menschen zu fördern und zu unterstützen auf ihrem Weg in das berufliche Erwerbsleben.
2013 konnte die wichtige berufliche Integration im Hotel Auberge, im Rahmen eines Tarifvertrages mit der Invalidenversicherung gefestigt, sowie mit einem Zusammenarbeitsvertrag mit den Psychiatrischen Diensten SRO professionalisiert werden.
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Zusätzlich wird Ihnen ein Zimmer in der nächsthöheren Kategorie zugeteilt (abhängig von der Verfügbarkeit zum Zeitpunkt des Eincheckens im Hotel).
Diese Garantie erlangt ihre Gültigkeit bei Raten mit gleichen Konditionen (Zimmerkategorie, Absagefrist, Anzahl Personen, Aufenthaltsdauer).
Wir freuen uns, Sie schon bald im Hotel Auberge in Langenthal begrüssen zu dürfen!