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Das Wichtigste in Kürze
- Adidas will seine US-Marke Reebok verkaufen.
- Reebok hatte nie das Wachstumspotenzial der Kernmarke erreicht.
- Getrennt könnten sich die Marken besser entwickeln, erklärte der Adidas-Vorstandschef.
Der weltweit zweitgrösste Sportartikelhersteller Adidas will sich von seiner US-Marke Reebok trennen. «Nach Abwägung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Reebok und Adidas ihr Wachstumspotenzial unabhängig voneinander besser ausschöpfen können.» So sagte Vorstandschef Kasper Rorsted am Dienstag in Herzogenaurach. Man habe deshalb einen Verkaufsprozess eingeleitet.
Die Entscheidung für einen Verkauf hatte sich abgezeichnet, seit Rorsted an einer neuen Strategie für die nächsten fünf Jahre arbeitete. Reebok war mit einem Sparprogramm und einer Neuausrichtung auf die Fitness-Welle in den vergangenen Jahren zwar in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Wachstumsraten der Kernmarke Adidas hatte Reebok jedoch nie erreicht.
Adidas hatte Reebok 2006 für mehr als drei Milliarden Euro gekauft. Damals in der Hoffnung, dem grösseren Konkurrenten Nike besser Paroli bieten zu können. Finanzkreisen zufolge hat der Konzern die Investmentbank JPMorgan damit beauftragt, den Verkauf zu organisieren. Reebok könne rund eine Milliarde Euro einbringen.