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Warum segelt ein Segelschiff ?
Warum ein Segelschiff gegen den Wind fahren kann, ist mit dem Vakuum erklärt, welches hinter dem Segel entstehen will aber stets von vorne wieder aufgefüllt wird, wodurch das Schiff vom Wind eigentlich g e z o g e n wird, genauso wie der Sog auf der Flugzeugtragfläche nach oben entsteht. Bedingung ist dass der Wind mit dem Vorliek (vorderste Kante des Segels) genau "halbiert" wird. So läuft der Wind auf der konkaven Seite des Seels genau am Segel entlang weil er durch die Wölbung umgeleitet wird. Auf der konvexen Seite aber geht er einfach geradeaus, wodurch dann direkt hinter dem Segel weniger Luft ist. Dieses so entstehen wollende Vakuum füllt sich von dort her wo mehr Luft ist auf, also von vorne (auf der anderen Seite ist ja der Segelstoff der das verhindert) womit der Sog entsteht. Dieser Sog wirkt immer im 90 Grad-Winkel von der konvexen Segelwölbung weg nach vorne, so also auch seitlich. Dies erklärt auch die starke Krängung (Schieflage) hart am Wind, weil viele Kräfte seitlich ziehen. Es erklärt aber auchden schnelleren Kurs mit weniger Krängung z.B. auf Halbwind- oder Raumkursen mit gefiertem (nicht mehr dicht geholtem) Segel, da mehr Kräfte nach vorne ziehen und so auch weniger Krängung entsteht, die ja auch Bremswirkung hat und viel Abdrift (seitliche Versetzung).
Und da der scheinbare Wind (wahrer Wind plus Fahrtwind) mit zunehmender Geschwindigkeit stärker wird, kann der Eissegler schneller als der wahre Wind segeln, weil die schmalen Kufen kaum Widerstand bieten und das Eis sogar durch die Reibung schmilzt. Ein Schiff hat aber viel Fläche im Wasser und der Widerstand der Fläche erhöht sich mit der Geschwindigkeit im Quadrat. Mit den modernen Foils (Tragflügeln) versucht man nun diesen Widerstand auszuschalten und so schneller als der Wind zu werden.
Auf dem Kurs mit Wind von hinten kann man aber den Wind nicht mehr "anschneiden", somit ist der Kurs, von dem die "Landratten" meinen es müsse der schnellste sein, in Wahrheit der langsamste. Denn der Wind der ca. 90 Grad auf die volle Fläche des voll ausgefierten Segels trifft macht beidseits an den Abrisskanten hinter dem Segel Wirbel wie das Wasser im Bach hinter einem Stein wo das Wasser dann sogar "bergauf" fliesst. Diese Wirbel treffen von vorne auf das Segel und bremsen somit.