Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03415.jsonl.gz/1205

Dem Verkauf des VoIP-Anbieters Skype steht nichts mehr im Wege. Wie heute morgen bekanntgegeben wurde, haben sich sowohl der Onlinehandels-Riese eBay als Verkäufer als auch das Konsortium um die Investmentgesellschaft Silver Lake und die Skype-Gründer Janus Friis und Niklas Zennström als Käufer geeinigt und die Streitigkeiten vor Gericht
beigelegt. Demnach scheiden Index Ventures und Michaelangelo Volpi als Investoren aus und die Skype-Gründer treten dem Investmentkonsortium bei.
Ebay, das Skype vor vier Jahren für 2,6 Milliarden US-Dollar übernommen hatte, will die Mehrheit des VoIP-Anbieters für 1,9 Milliarden Dollar an die Investoren abgeben. Die Skype-Gründer warfen Volpi und Index Ventures vor, beim Verkauf von Insider-Wissen profitiert zu haben und reichten diverse Klagen gegen den Verkauf ein. Bis Mitte 2009 war Volpi Chef des Onlinevideo-Dienstes Joost, der von Friis und Zennström gegründet wurde. Noch während seiner Amtszeit soll Volpi den Skype-Verkauf forciert haben. Streit gab es auch um die Peer-to-Peer-Technik "Global Index", auf der sowohl Skype als auch Joost aufbauen. Die Technik gehört der Firma Joltid, die von Friis und Zennström kontrolliert wird. Skype nutzte die Technik nach dem Verkauf an eBay auf Lizenzbasis weiter.
Die Investoren geben den Skype-Gründern nun für die Rechte an Global Index eine 14-prozentige Beteiligung am Unternehmen. Gerüchteweise zu hören ist auch, dass die beiden Gründer je einen Sitz im Verwaltungsrat der "neuen" Skype erhalten sollen. (bt)