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Mögliche Massnahmen zur Gewinnung von Frauen für den Zivilschutz im Kanton Aargau
Der Schwerpunkt des Zivilschutzes ist der Schutz und die Betreuung der Bevölkerung in Fällen von Katastrophen und Notlagen. Da der Zivilschutz an Unterbestand leidet und der Frauenanteil weniger als 1% beträgt, wurden 16 mögliche Massnahmen zur Gewinnung von Frauen für den Zivilschutz erarbeitet.
Secli, Tina & Jovanova, Andrea & Grujic, Tiana & Despotovic, Mirjana, 2021
Art der Arbeit Projektarbeit/Praxisprojekt
Auftraggebende Aargauischer Zivilschutzverband AZSV
Betreuende Dozierende Ergenzinger, Rudolf
Keywords Zivilschutz, Frauen. Massnahmen
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Der Kanton Aargau zählt ungefähr 20'000 Einsatzkräfte im Bevölkerungsschutz, wovon 8'000 Dienstleistende im Zivilschutz eingeteilt sind. Aufgrund einer Bestandsminderung befindet sich der Zivilschutz im Unterbestand, was den Einsatz von deutlich mehr freiwilligen Schutzdienstleistenden erfordert. Der Frauenanteil im Zivilschutz beträgt weniger 1%, was sich als enormes Potenzial erweist, weshalb Massnahmen zur Gewinnung potenzieller Zivilschützerinnen im Vordergrund dieser Projektarbeit stehen.
Die Aufgabenstellung seitens des Aargauischen Zivilschutzverbandes besteht darin, herauszufinden wie der Zivilschutz von Frauen wahrgenommen wird und was unternommen werden muss, um den Frauenanteil im Zivilschutz zu steigern. Um diese Fragestellungen zu beantworten, wurden drei qualitative Umfragen und eine quantitative Umfrage durchgeführt. Die Evaluation der quantitativen und qualitativen Umfragen dient dazu, die Wahrnehmung des Zivilschutzes bei Frauen im Kanton Aargau zu ermitteln und mögliche Massnahmen für die Gewinnung von Frauen für den Zivilschutz abzuleiten.
Der Auswertung der qualitativen und quantitativen Umfragen konnten gesamthaft 16 Massnahmen zur Gewinnung von Frauen für den Zivilschutz entnommen werden. Diese werden in drei Kategorien aufgeteilt: kurzfristige, mittelfristige und langfristige Massnahmen. Die kurzfristigen Massnahmen sind sofort umsetzbar und erfordern geringen Aufwand, wobei die Mittelfristigen auf ein bis drei Jahre geschätzt werden. Beide Massnahmen beziehen sich auf werbliche und organisatorische Massnahmen, welche direkt vom Aargauischen Zivilschutzverband umgesetzt werden können. Die Umsetzungsdauer der langfristigen Massnahmen wird auf mehr als drei Jahre geschätzt, zieht einen Mehraufwand mit sich und beziehen sich auf organisatorische Massnahmen, welche teilweise Änderungen der entsprechenden Gesetzesgrundlage erfordern. Die Wahrnehmung des Zivilschutzes bei Frauen hält sich in Grenzen. Vor allem bei jüngeren Generationen ist diese stark beeinträchtigt. Um dem entgegenzuwirken, hat der Aargauische Zivilschutzverband die Möglichkeit, diese vorgeschlagenen möglichen Massnahmen zur Gewinnung von Frauen für den Zivilschutz umzusetzen und so den Bestand langfristig gewährleisten zu können.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Vertraulichkeit: öffentlich