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Ich bin etwas irritiert über den FN-Artikel, der die Reaktion der FDP auf das Wahlinserat der SP wiedergibt. Wie der SP-Kantonalpräsident bereits ausgeführt hat, hält das Inserat mathematisch nicht ganz korrekt fest, dass sich «alle» FDP- und SVP-Nationalratskandidaten für ein Rentenalter von 67 aussprechen. Es sind aber immerhin sechs von sieben FDP-Kandidierenden, die sich «für» oder «eher für» das Rentenalter 67 aussprechen (das Gleiche gilt auch für die SVP). Angesichts dieser Tatsache den politischen Gegner schlichtweg als Lügner zu bezeichnen, erscheint doch ziemlich plump. Die Reaktion der FDP ist trügerisch, weil sie dem Leser und der Leserin weismachen will, ihre Kandidierenden hätten die Meinung plötzlich und kurz vor den Wahlen geändert. Ausserdem macht sie sich stark für ein flexibles Rentenalter, das ja von gar niemandem bestritten wird. Die FDP reagiert vielmehr in dieser Heftigkeit, weil sie genau weiss, dass ein solcher Vorschlag beim Volk keine Anerkennung findet, weil die grosse Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Alter von 65 Jahren sehr viel geleistet hat und oft nicht mehr über die notwendige Gesundheit verfügt, um noch zwei weitere Jahre anzuhängen–ganz zu schweigen von der Chance, in diesem Alter überhaupt noch angestellt zu werden.