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Bedroht und störungsanfällig
Mit einem Anteil von 35 bis 40% des Auerwildbestandes in der Schweiz hat Graubünden eine grosse Verantwortung für die Erhaltung des Auerhuhns.
In der Schweiz gibt es noch einen Bestand von etwa 450 bis 500 balzenden Hähnen und etwa ebensovielen Hennen. Diese teilen sich in fünf Populationen auf, die voneinander räumlich isoliert sind. Und auch innerhalb dieser fünf Populationen sind die Einzelbestände kaum untereinander vernetzt.
Die aktuell besiedelten Gebiete sind für das Überleben des Auerhuhns in der Schweiz von entscheidender Bedeutung. Es ist wichtig, dass diese Restbestände nicht durch menschliche Störungen noch weiter geschwächt werden. Zudem müssen die Lebensräume des Auerwildes aufgewertet und miteinander vernetzt werden.
Damit das Auerhuhn als Brutvogel in der Schweiz überlebt, hat der Bund ein Aktionsplan für das Auerwild erarbeitet. Für die Umsetzung sind die Kantone zuständig.
Das Bündner Verwaltungsgericht hat ein Einstandsgebiet des Auerwildes im Val Müstair vor den Interessen für eine neue Alpstrasse geschützt. WWF und Pro Natura haben gegen die Baubewilligung durch den Kanton geklagt.
Als Kompensation für Projekte verlangt der WWF immer wieder Sonderwaldreservate für das Auerwild: z.B. beim Bau der Piste Stretg in der Weissen Arena.