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In der Bucht von Sepetiba haben sich verschiedene Organisationen und öffentliche Einrichtungen vereint, um gemeinsam Strategien zum Schutz der Grau-Botos auszuarbeiten und durchzusetzen. Die Bucht gehört zum Bundesstaat Rio de Janeiros und gilt als wichtiger Lebensraum dieser Delphinart (Sotalia guianensis).
Die Botos leiden unter anderem an der Überfischung des Küstenstreifens. Das Staatsministerium klagt deshalb eine bessere Kontrolle und Überwachung der Fischereiaktivität ein. Gleichzeitig will die Gemeindeveraltung von Mangaratiba ein Schutzgebiet ausweisen, in der nur noch eine nachhaltige Befischung zulässig wäre.
Im Bundesstaat Rio de Janeiro sind die Grau-Botos als gefährdet eingestuft. Die Bucht von Sepetiba beherbergt den größten Bestand dieser Säugetiere. Vor allem bei der Fischerei mit Schleppnetzen werden allerdings auch immer wieder Botos gefangen oder verletzt. Schutzorganisationen kritisieren, dass Sardinen und andere kleine Fischarten gefangen würden, um an Touristen als Angelköder verkauft zu werden. Die Dezimierung dieser Nahrungsgrundlage vieler Speisefische treibe die Fischer dazu, größere Netze zu verwenden, in denen sich wiederum die Botos verfangen und verenden. Darüber hinaus ernähren auch sie sich von den kleineren Fischarten. Ein weiteres Problem ist die Verschmutzung der Bucht, zu der die anliegende Industrie, ungeklärte Abwässer und Hafenanlagen beitragen.
Nicht nur die Organisation Instituto Boto Cinza kritisiert, dass es kaum Kontrollen zur Befischung der Bucht gebe. Auch das Staatsministerium fordert eine striktere Einhaltung der Umweltgesetze und eine bessere Überwachung. Überprüft werden sollen zudem die Hafenanlagen und die von der Umweltbehörde ausgestellten Genehmigungen dazu. Wurden sie sich doch ausgerechnet dort eingerichtet, wo sich die größten Boto-Bestände befinden. Die Gemeinde Mangaratiba arbeitet darüber hinaus an einem Projekt zur Ausweisung eines Schutzgebietes, das auf einer nachhaltigen Nutzung der Bucht basiert.