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Meilensteine in der Geschichte
Das Departement Soziale Arbeit der ZHAW hat eine bewegte Vergangenheit.
1908 organisieren Mentona Moser und Maria Fierz den ersten «Kurs zur Einführung in weibliche Hilfstätigkeit für soziale Aufgaben». Diese sogenannten Fürsorgekurse sollen bei jungen Frauen das Verantwortungsgefühl gegenüber Notleidenden wecken und sie zu freiwilliger Hilfe animieren. Die Kurse werden in den folgenden Jahren ausgebaut und ab 1920 im Rahmen der «Sozialen Frauenschule Zürich» geführt.
Ab 1931 bietet die «Soziale Frauenschule Zürich» auch Weiterbildungskurse für bereits sozial tätige Frauen an: den Kurs für Säuglingsfürsorgerinnen, den Weiterbildungskurs für kirchliche Gemeindehelferinnen sowie den Fortbildungskurs für Anstaltsleiterinnen und -gehilfinnen.
Die «Soziale Frauenschule Zürich» beteiligt sich 1939 an der Landesausstellung «Landi». Schulleitung und Schülerinnen arbeiten zudem in der Wehrmännerfürsorge der Stadt Zürich und an der Durchführung eines Luftschutzkurses mit. 1944 beteiligt sich die Schule an der Aufnahme von Flüchtlingskindern aus Frankreich.
Ab 1946 studieren die ersten Männer an der Schule, ihr Name wurde 1949 geändert in «Schule für Soziale Arbeit Zürich». Die Verberuflichung der sozialen Arbeit ist das Thema der Schule in den 1950er und 1960er Jahren: Frauen werden vor allem als Fürsorgerinnen, Hortnerinnen und Heimerzieherinnen ausgebildet, Männer für leitende Funktionen im Sozialbereich und als Heimleiter.
Nach einem langen Prozess, der Ende der 1960er Jahre anläuft, wird 1978 die Mitbestimmung der Studierenden und Mitarbeitenden geregelt. Studierende sollen Verantwortung und Entscheide mittragen, getreu nach dem Motto «Schule als Lernfeld für die Praxis».
Die 1980er und 1990er Jahre sind geprägt von den Entwicklungen im Hochschulbereich und den Bestrebungen, das Niveau der Sozialarbeitsausbildung anzuheben und stärker wissenschaftlich zu untermauern.
1999 wird die Schule als Fachhochschule anerkannt und in «Hochschule für Soziale Arbeit» (HSSAZ) umbenannt. Gleichzeitig werden verschiedene Studiengänge zu einer Generalistenausbildung in Sozialer Arbeit verschmolzen.
Bald darauf erfolgt die Umstellung der Abteilungen Aus- und Weiterbildung auf das Bologna-System. Bereits im Wintersemester 2005/2006 starten die ersten Studierenden ihren Bachelor in Sozialer Arbeit nach europäischem Standard. Im Herbst 2008 folgt der «Master of Science in Social Work». Das Departement Soziale Arbeit verfügt daneben über ein breites Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten, die der Vertiefung und Aktualisierung der professionellen Kompetenzen dienen. Die Dozierenden leisten einen signifikanten Beitrag zur sozialarbeitswissenschaftlichen Forschung und Theoriebildung. Sie gewährleisten damit die hohe Qualität der Lehre und stellen im Rahmen von Dienstleistungsprojekten das erarbeitete Wissen und Können der professionellen Praxis zur Verfügung.
Seit September 2007 gehört die HSSAZ als Departement Soziale Arbeit zur Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).
Im Juli 2014 zieht das Departement Soziale Arbeit von Stettbach nach Zürich auf das Areal der ehemaligen Toni-Molkerei in Zürich-West. Mit dem neuen Hochschulcampus entsteht im Toni-Areal ein Zentrum für Bildung und Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur – ein attraktiver Hochschulstandort mit internationaler Ausstrahlung und ein Ort der Begegnung.
Seit dem 1. September 2015 hat das Departement Soziale Arbeit eine neue Struktur. Neu ist es nicht mehr in die Leistungsbereiche Ausbildung, Weiterbildung und Dienstleistung sowie Forschung und Entwicklung unterteilt, sondern gliedert sich in ein Zentrum Lehre, ein Zentrum Entwicklung und Services sowie vier Institute – eines für jeden fachlichen Schwerpunkt.