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1805 wurde in Zofingen ein Artilleriekorps gegründet, bewaffnet mit 2 Zweipfünderkanonen. 1810 wurde dieses Artilleriekorps wieder aufgelöst, eventuell eine Folge der Totalrevision des Schulwesens.
Über die Anfänge des Zofinger Kinderfests wissen wir wenig, da uns schriftliche Überlieferungen fehlen. In einem Reglement von 1809 wird das Fest als „Lohnmittel“ angeführt, d.h. gute Schüler sollen öffentlich belohnt werden. Das erste Kinderfest fand dann am 1. Juni 1810 statt – ob wirklich nur als „Lohnmittel“ für eine auserwählte Schar, ist schwer festzustellen. Pfarrer F. Haller hat darüber einen kurzen Bericht hinterlassen, der mit den Worten schliesst: „Alle Kinderherzen hofften, so werde es nun alle Jahre kommen; allein die Guten hatten ihre Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es hiess bald, der Tag habe gar viel gekostet, die Stadt vermöge das nicht; und doch war der Jugend, was sie zu Essen und Trinken bekam, sehr vorsorglich zugemessen worden.“
1814 lebte das Artilleriekorps nochmals auf, konnte aber die allgemeine Kriegs- und Militärmüdigkeit, die nach dem endgültigen Sturze Napoleons des Ersten folgte, nicht überdauern und ging 1816 wieder ein.
Es dauerte bis ins Jahre 1825, ehe das 2. Kinderjugendfest gefeiert wurde. Das gerade 1825 wieder ein Kinderfest abgehalten wurde, mag einen wesentlichen Grund darin haben, dass in diesem Jahre das Zofinger Kadettenkorps gegründet wurde und eine Gelegenheit brauchte, sich der Bevölkerung eindrücklich vorzustellen. Das geschah durch eine zweistündige Exerzierübung.
Exerzierübungen wurden auf Montag, Mittwoch und Samstagabend festgesetzt. Die Stärke des Korps betrug 75 Kadetten.
Das erste Jugendfestmanöver fand am 13. September 1825 statt, auf dem sogenannten Schützenacker – also da, wo heute das Schulhaus steht, - und verlief zu allgemeiner Zufriedenheit.