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Pendant des décennies, beaucoup ont été exclues – consciemment ou inconsciemment. Depuis l’automne dernier, la FAS applique en allemand le langage inclusif en s’intitulant «Bund Schweizer Architektinnen und Architekten». Il est temps de rendre visible cette diversité. Alors, un cahier consacré à l’architecture féminine? Non merci! Les femmes ne construisent pas autrement que leurs collègues. Mais elles occupent moins de place dans la société, ce qui s’explique par des raisons structurelles. Une éthique du travail s’apparentant à l’exploitation, des heures de travail non rémunérées et d’innombrables nuits passées au bureau dès les études font que celle qui effectue plus de travail non payé à la maison a moins de temps pour l’architecture. On nous disait autrefois qu’il fallait faire plus d’efforts, s’investir davantage – et je m’étonne que sept ans seulement se soient écoulés depuis la publication de Lean In. Moi aussi, il y a sept ans je pensais encore qu’il suffisait de faire plus d’efforts. Heureusement, j’ai compris entre-temps, grâce à davantage de lectures et à une société en constante évolution, que les raisons structurelles ne peuvent pas être éliminées en un tour de main par davantage d’efforts. Ce n’est que par la réflexion personnelle et l’information qu’un changement de perspective peut avoir lieu. C’est dans ce but que ce cahier a été conçu, avec une bonne dose de respect pour le sujet et en suivant les conseils avisés que les remarquables femmes de Mycket m’ont donnés lors de l’interview: «Tu vas toujours te salir les mains, et ce que tu fais ne sera jamais parfait pour tout le monde».
Das Kollektiv Mycket aus Stockholm hat sich Vielfalt auf die Fahnen geschrieben. Seine drei Gründerinnen sind in einem breiten Feld tätig, von der Hands-on-Szenografie über konkrete Bauprojekte bis zu Forschung. Ihr Anspruch, inklusiv und gender-divers zu entwerfen, wird unter anderem mit der temporären Transformation des Pavillons von Sverre Fehn beim alten Architekturmuseum in Oslo sichtbar: Im Spätwerk des Architekten richten sie einen bunten Nachtclub ein.
Ada Louise Huxtable war die erste Frau, die vollzeit bei einer Tageszeitung als Architekturkritikerin angestellt war. Sie beschränkte sich dabei nicht auf die Rezension aktueller Bauten, sondern suchte die Auseinandersetzung mit den grossen Männern der Disziplin und mischte sich ins Getriebe von Finanz- und Bauwelt ein. Für ihre Fähigkeit, Prozesse zu sezieren, erhielt sie als erste Architekturkritikerin den Pulitzer-Preis – und bis heute hat niemand ihren Platz eingenommen. Originaltext Englisch
Die mexikanische Architektin Rozana Montiel führt in Mexiko-Stadt ein Büro, das mit seiner Arbeit auf soziale Projekte fokussiert. Ihr Berufseinstieg war nicht einfach in der vom Machismo geprägten Kultur. Gleichwohl ist sie erfolgreich dank ihrer hartnäckigen Art und sorgfältigen Arbeitsweise: Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie Architektur in den ärmsten Gebieten sichere Orte schaffen und Pperspektiven vermitteln kann.
Regula Lüscher hat sich als Senatsbaudirektorin in Berlin stark exponiert. Kraft ihres Amtes war sie ständiger Kritik ausgesetzt, doch das kannte sie aus ihrer vorangehenden Tätigkeit als Architektin und stellvertretende Direktorin im Amt für Städtebau Zürich. Dass ihre Arbeit stets auch aufgrund ihres Geschlechts beurteilt wurde, ärgert sie nachhaltig: ein persönlicher Rückblick.
In der Debatte über Hochhäuser in dieser Zeitschrift wurde der Bautyp nie grundsätzlich in Frage gestellt. Unser Autor Heinz Oeschger führt mit Stadtbild und Ökologie potente Argumente ins Feld.
Dieses Jahr sind 35 Mitglieder in den Bund Schweizer Architektinnen und Architekten BSA aufgenommen worden.
Die Kartause Ittingen beherbergt das Kunstmuseum Thurgau. Felix Matschke beschreibt, wie ein Wettbewerb zu einem schärferen Profil der Institution beitragen kann. Das Siegerteam hat sich zwar über den Behandlungsperimeter hinweggesetzt, doch seine subtile Verbindung von Erd- und Untergeschoss hat überzeugt.
Arbeiten des amerikanischen Designers Isamu Noguchi können im Zentrum Paul Klee auf ihren Objekt- und Zeichencharakter befragt werden. Spoiler: Sie sind alles andere als blosse Dinge. Susanna Koeberle sieht Design, das zwischen Nützlichkeit, Raum und Kunst oszilliert.
Pier Paolo Tamburelli von Baukuh legt fulminant wie streitbar eine Abhandlung über Donato Bramante vor, Tibor Joanelly rezensiert. Ausserdem empfiehlt die Redaktion ein Buch mit Architektinnenporträts und einen Blick auf Zürich Nord.
Im Wohnhaus für zwei Familien in Urdorf kommt viel zur Sprache: gekammerter und fliessender Raum, Wohnlichkeit, Landschaftsbezug und Nachbarschaft.
Beim Wiederaufbau des ikonischen Umbrella House auf dem Vitra-Campus wurde mit viel Sorgfalt das Erbe von Kazuo Shinohara zelebriert. Doch das Objekt auf der Wiese irritiert.
In der Berner Altstadt sieht man die Neubauten nicht. Das gilt auch für den jüngsten Ersatzneubau. Aber Buol & Zünd machen mit feinen Gesten auf das Neue aufmerksam und verweben alte Gechichten zu Neuem.
Garderobengebäude in Brig von Atelier Summermatter Ritz
Garderobengebäude Schorenmatte in Basel von Felippi Wyssen