Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03613.jsonl.gz/279

Dokumentiert das Warum: Beschreibt die Gründe, die zu einem Entwurf geführt haben. Zu dieser Begründung gehört idealerweise auch die Beschreibung der verworfenen oder zurückgestellten Alternativen.
Dieser Grundsatz tönt simpel und lässt auf den ersten Blick vermuten, dass damit das Konzept nur aufgeblasen wird. Das ist gewisser Weise natürlich richtig. Aber wer weiss schon nach einem Monat noch alle Gründe, weshalb man sich nun für die eine oder andere Variante entschieden hat? Oder eben gegen die eine oder anderen Variante? Und wie oft musste man die gleiche Diskussion mit anderen Leuten führen, um Standpunkte und Entscheide zu erklären? Aus meiner Sicht dient es der Nachvollziehbarkeit ungemein, wenn man Einblick in die Überlegungen des oder der Verfasser erhält, um einerseits nicht selber versucht zu sein, die selben Ideen zu entwicklen, und andererseits der/die Verfasser gekonnt mit wohlüberlegten Ideen zu langweilen, die ihnen bereits bekannt sind – im Sinne von "man will helfen und erhält eine undankbare Anwort". Ich kenne beide Seiten aus Erfahrung und bin deshalb überzeugt, dass eine ausführliche Dokumentation klärend und Konflikt hemmend wirken kann.