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DER HALBAUTOMATISCHE WEBSTUHL/ KARA TEZGAH
Der elektrisch betriebene Dynamo-Antrieb auf der rechten Seite bringt die zwei Zahnräder (1) zur Drehung. Diese treiben die drei verschiedenen Grundbewegungen des Webstuhl an:
- Die Lade (2), schlägt den Faden an.
- Das Schiffchen (3) mit dem Schussfaden wird hin und hergeschickt.
- Die Schäfte (4) werden senkrecht von oben nach unten bewegt. An den Schäften sind die Litzen (senkrecht verlaufende Fäden) befestigt, welche die horizontalen Kettfäden bewegen. Somit entsteht Reihe um Reihe das Muster.
DAS MUSTER
Auf der linken Seite befindet sich die Lochkarte (5), welche das Muster des Pestemals vorgibt. Es ist in die Karte gestanzt und diese wird mechanisch abgetastet. Je nach Muster in der Lochkarte wird die Mechanik oben hochgehoben und so kommt das Design zum Vorschein und das Pestemal wird Reihe um Reihe gewoben.
GESCHICHTE
Der halbautomatische Webstuhl wurde im 18. Jahrhundert in England erfunden und zuerst von Hand, danach mittels einer Dampfmaschine angetrieben.
Die Lochkarten- Webstühle zu denen auch der Jacquard- Webstuhl gehört, trugen entscheidend zur Industrialisierung bei. Sie setzten auch den Grundstein der Steuerungstechnik.