Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03616.jsonl.gz/1240

Wurzelfraktur
Die Wurzel hat einen Riss und die Zahnkrone erscheint gelockert.
Ob die Wurzel tatsächlich gebrochen ist oder der Zahn „nur“ gelockert ist, sieht man nur im Röntgenbild.
Was muss ich tun?
Wann soll ich zum Zahnarzt?
- Möglichst am gleichen Tag einen Zahnarzt aufsuchen.
Was erwartet mich beim Zahnarzt?
- In der Regel muss der Zahn nur mit einem dünnen Draht an die Nachbarzähne geschient werden. Der Bruch in der Wurzel heilt meistens ab.
Klinisch
- Traumabedingte Fraktur der Zahnwurzel.
- Oftmals erhöhte Mobilität des koronalen Fragments, ggf. mit Dislokation.
- Bei hoher (zervikaler) Lokalisation des Frakturspalts ist eine Kommunikation zur Mundhöhle über den Sulkus möglich (bei Oberkieferfrontzähnen meistens palatinal)
Radiologisch
- Abhängig vom Dislokationsgrad des koronalen Fragments und der Projektion: zum Teil kaum erkennbar. In vielen Fällen kann eine apikal exzentrische Aufnahme den Frakturspalt besser darstellen.
- Im günstigsten Fall. Diskusscheiben ähnliche Darstellung mit scheinbar zwei begrenzenden Frakturlinien .
- In fraglichen Fällen (z.B. zum Ausschluss einer Kommunikation des Frakturspaltes mit der Mundhöhle) ist ein DVT sinnvoll.
Therapie
- Reposition des koronalen Fragments, falls erforderlich.
- Schienung für 4 Wochen bei starker Dislokation bzw. Lockerung des koronalen Fragmentes: Schienungszeit 8 bis 12 Wochen.
- Keine primäre Wurzelkanalbehandlung bei fehlender Reaktion auf den Sensibilitätstest
- Bei kombiniert intra-extraalveolären Frakturen (= bestehende Kommunikation des Frakturspaltes mit der Mundhöhle) ist ein Erhalt des koronalen Fragmentes nicht möglich (in Ausnahmefällen Extrusion der Wurzel möglich)
Prognose
- Vitalerhaltung der Pulpa in ca. 80% der Fälle bei intraalveolären Frakturen
Weitere Erläuterungen finden Sie in unserer Smartphone-App AcciDent