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Topf 1:
- Russland (Gastgeber),
- Deutschland (FIFA-Ranking: 1)
- Brasilien (2)
- Portugal (3)
- Argentinien (4)
- Belgien (5)
- Polen (6)
- Frankreich (7)
Der Gastgeber Russland
Russland ist als Gastgeber gesetzt und musste keine WM-Qualifikation bestreiten. Somit ist die Mannschaft schwierig einzuschätzen. Im FIFA-Ranking, das zwar nicht immer die Realität abbildet, liegen die Russen aber nur auf Platz 65. Für die Schweiz bedeutet dies viel Gutes. Weil Russland in Topf 1 rutschte, fiel Spanien in Topf 2, womit die Schweiz einen möglichen starken Gegner weniger hat.
Das letzte Freundschaftsspiel der Sbornaja endete im November 3:3 gegen Spanien. Nur eines der acht Freundschaftsspiele 2017 gewannen die Russen. Auffällig ist, dass fast alle Spieler in der russischen Premier Liga engagiert sind, mit Ausnahme der beiden Russland-Deutschen Roman Neustädter und Konstantin Rausch, die in der türkischen Süper Lig und in der 1. Bundesliga spielen.
Trotzdem besitzt die Mannschaft gleich mehrere Spieler, deren Marktwert über 10 Millionen Euro liegt. Dazu zählen Torhüter Igor Akinfeev, der eingebürgerte Brasilianer Mario Fernandes, Basel-Schreck Alan Dzagoev und Krasnodar-Stürmer Fedor Smolov.
An der EURO 2016 in Frankreich schied Russland nach der Vorrunde diskussionslos aus, nach zwei Niederlagen (gegen die Slowakei und Wales) und einem Unentschieden gegen England. Auch an der WM 2014 in Brasilien war nach der Vorrunde schon Schluss. Trainer ist seit 2016 der 51-jährige Stanislav Cherchesow.
Deutschland, der Weltmeister 2014
Punktemaximum in der WM-Quali (10 Siege) und ein Torverhältnis von 43:4. Hier das Video dazu. Das ist Rekord und das sind die eindrücklichen Zahlen der Mannschaft von Jogi Löw.
Dazu holte eine DFB-Auswahl ohne die ganz grossen Stars diesen Sommer den Confed-Cup und die U21 des Landes gleichzeitig den Europameistertitel. Die Deutschen sind wohl mit Brasilien und Frankreich, der Topfavorit auf dem WM-Titel 2018. An der EURO 2016 schieden sie im Halbfinale nach einer 0:2 Niederlage gegen Frankreich aus.
Die Südamerikaner
Mit Argentinien und Brasilien sind die beiden südamerikanischen Topmannschaften auch in Topf 1 vertreten. Der Rekord-Weltmeister Brasilien hat das WM-Ticket schon seit März 2017 auf sicher. Die Selecao war damit, neben Gastgeber Russland, die erste für die WM qualifizierte Nation. Vier Jahre nach der enttäuschenden Heim-WM mit dem historischen 1:7-Debakel im Halbfinale gegen Deutschland will es die Selecao auf russischem Boden deutlich besser machen und erstmals seit 2002 wieder den Titel an den Zuckerhut holen. Argentinien, das es 2014 ins Finale schaffte und dort gegen Deutschland in einem dramatischen Spiel erst in der Verlängerung 0:1 unterlag, schaffte es nur knapp an die WM 2018. Erst im letzten Qualispiel sichert Superstar Lionel Messi mit einem Hattrick das Ticket für Russland. Seine drei Treffer katapultierten die Albiceleste (28 Punkte) auf Platz drei der südamerikanischen Qualfiikationsgruppe hinter Brasilien (41 Punkte) und Uruguay (31 Punkte). Fussballfans aus aller Welt hatten zuvor um die Teilnehme des besten, oder je nach Fansicht hinter Ronaldo zweitbesten, Fussballers der Welt gezittert.
Der Rest
Portugal, Belgien, Polen, Frankreich. Noch vier weitere europäische Mannschaften komplettieren den Topf 1. Polen und Portugal sind vor allem abhängig von ihren Superstars Robert Lewandowski und Cristiano Ronaldo, die in der Torjägerliste der Qualifikationsrunde Europas die Plätze 1 und 2 belegten. Lewandowski hat in der Qualifikation 16 Tore in 10 Spielen erzielt. Damit war er der beste Torjäger, Ronaldo netzte 15x ein. Belgien stellt mit Romelu Lukaku den Dritten dieser Liste (11 Treffer) er bekommt dafür in der Offensive Unterstützung von weiteren Weltklasse-Spielern, wie Kevin De Bruyne, Dries Mertens und Eden Hazard. Dazu steht mit Thibaut Courtois einer der besten Torhüter der Welt im Kasten der Roten Teufeln.
Frankreich hat zwar keinen absoluten Top-Torjäger in seinen Reihen. Olivier Giroud schoss nur 4 Tore und ist damit Topskorer der Bleus, er verlor jedoch bei seinem Verein Arsenal den Stammplatz an Landsmann Alexandre Lacazette. Der EM-Finalist von 2014 blamierte sich in der Quali mit einem 0:0 gegen Fussballzwerg Luxemburg und schloss mit nur 23 Punkten ab, das ist der schlechteste Wert aller europäischen Topf 1 Mannschaften. Trotzdem ist die Kader-Qualität der Franzosen in der Breite, neben Deutschland, wohl die beste im ganzen Turnier. Wenn die Truppe rund um Raphael Varane, Paul Pogba, Ngolo Kante, Antoine Griezmann und Kylian Mbappe ins Rollen kommt, sind ‹les Bleus› ein ernsthafter Anwärter auf den Titel.
Legende aus England leitet Auslosung
Der frühere englische Top-Stürmer Gary Lineker wird zusammen mit der russischen Sportjournalistin Maria Komandnaja am 1. Dezember die WM-Gruppenauslosung in Moskau leiten. Dem Duo werden acht Auslosungs-Assistenten zur Seite stehen, einer davon ist der 91-jährige Ex-Internationale und Fussball-Olympiasieger Nikita Simonjan. Die weiteren sieben Assistenten werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.
(sda/sp)
Die WM Auslosung am Freitag 1. Dezember 2017 um 16 Uhr (Schweizer Zeit) gibt es auf telebasel.ch im Liveticker.