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Neues ethisches Instrument zur Gesichtserkennung wird in den Niederlanden getestet
In den Niederlanden wurde ein Pilotprojekt zur Überprüfung der Realität gestartet, um festzustellen, ob ein vorgeschlagener Governance-Rahmen die mit der Überwachung durch Gesichtserkennung verbundenen Risiken mindern kann.
Das Projekt wird in einem neuen Weißbuch vorgestellt und beschrieben, das vom öffentlich-privaten Weltwirtschaftsforum veröffentlicht wurde.
Das Ergebnis wird nicht als Standard für die ethische Nutzung der biometrischen Überwachung vorgeschlagen, sondern als „gemeinsamer Satz von vorgeschlagenen Prinzipien“ für dieselbe. Es enthält auch ein Selbstbewertungsinstrument für Polizeibehörden, mit dem sie überprüfen können, wie genau sie sich an die Grundsätze halten.
KI-Ethik-Tools werden in letzter Zeit immer zahlreicher, eine natürliche (und willkommene) Entwicklung nach einer längeren Phase konzeptionellen Denkens.
Zu den Autoren des Weißbuchs gehört Marjolein Smit-Arnold Bik, Leiterin der polizeilichen Sondereinsätze in den Niederlanden. Weitere Autoren sind Cyril Gout, Direktor für operative Unterstützung und Analyse bei Interpol, und Irakli Beridze, Leiter eines KI-Zentrums innerhalb des Interregionalen Instituts für Kriminalität und Justiz der Vereinten Nationen. Zur Projektgemeinschaft gehört auch der Leiter der Abteilung für biometrische Normen und Tests des NIST, Patrick Grother.
Sowohl die niederländische Polizei als auch die Ermittler von Interpol haben Erfahrung mit der Verwendung von Gesichtserkennungssystemen zur Identifizierung und Authentifizierung, heißt es in dem Dokument.
Beide beschäftigen auch Gesichtsprüfer, die als Experten für biometrische Analysen gelten. Diese Prüfer arbeiten unabhängig von den Ermittlungsbeamten und verwenden Sondenbilder und Datenbanken.
Während das Pilotprojekt voranschreitet, werden die Strafverfolgungsbeamten lange, aufgezählte Grundsätze mit Überschriften wie Achtung der Menschen- und Grundrechte, notwendiger und verhältnismäßiger Einsatz und Transparenz anwenden.
Andere Punkte sind einigen Regierungen, die sich noch nicht mit den Einsatzstandards befasst haben, vielleicht nicht so vertraut, wie z. B. die Verwendung von Sondenbildern und Referenzdatenbanken, die Integrität von Bildern und Metadaten und Strategien zur Risikominderung.
Einige dieser Punkte tauchen natürlich auch im Ethik-Tool für die Gesichtserkennung auf. Das Tool soll sicherstellen, dass politische Entscheidungsträger und operative Manager ihre Pflicht, ihre Wähler zu schützen und ihnen zu dienen, nicht aus den Augen verlieren.
Während des Pilotprojekts werden die Agenturen den Governance-Rahmen testen, um zu sehen, ob er realistisch und effektiv ist. Die Ergebnisse werden zur Verfeinerung des Rahmens genutzt. Ein Termin für die Fertigstellung wurde noch nicht festgelegt.