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Zyklon Bulbul hat am Samstagabend die Küste der südasiatischen Ländern Indien und Bangladesch erreicht. Der Sturm traf rund um die Sundarbans-Mangrovenwälder auf Land, wie die zuständigen Behörden in der Nacht auf Sonntag mitteilten.
Die Wälder verbinden den indischen Bundesstaat Westbengalen mit Bangladesch. Der Sturm habe sich leicht abgeschwächt und habe Geschwindigkeiten von 120 Stundenkilometer erreicht, sagte Meteorologin Ayesha Khatun in Dhaka. Sie rechne damit, dass es mehrere Stunden dauere, bis der Zyklon die Küste Bangladeschs überquert habe. Über Verletzte oder Schäden wurde zunächst nichts bekannt.
In Bangladesch mussten rund 300«000 Menschen ihre Häuser verlassen, wie lokale Behörden mitteilten. Insgesamt sollten bis zu 1,8 Millionen Menschen in Küstengebieten in Sicherheit gebracht werden. Meteorologen rechneten dort mit Überschwemmungen. Auch im Landesinneren wurden heftige Regenfälle erwartet. 1991 hatte ein Zyklon in Bangladesch verheerende Überschwemmungen verursacht und mehr als 100»000 Tote gefordert.
In Indien mussten am Samstag rund 120’000 Menschen ihre Häuser verlassen, wie die Behörden meldeten. Am Flughafen der Stadt Kolkata wurde der Betrieb vorsorglich für zunächst zwölf Stunden eingestellt. Die Ausläufer des Sturms hatten am Samstag laut Medienberichten bereits Regen und Wind in die Küstengebiete im Osten Indiens gebracht.