Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03218.jsonl.gz/1026

Metadaten, Nachweisinstrumente
Es gibt vier grundlegende Arten von Metadaten:
- Bibliografische Metadaten, die das Dokument beschreiben und deshalb auch deskriptive Metadaten genannt werden
- Strukturelle Metadaten, die ähnlich wie ein Inhaltsverzeichnis die Dokumentstruktur abbilden
- Administrative Metadaten, die z. B. über die Nutzungsrechte informieren
- Technische Metadaten, die die technischen Parameter des Digitalisats enthalten und Auskunft zu Dateityp, Dateigrösse, Auflösung usw. geben
Für die praktische Umsetzung eines Digitalisierungsvorhabens sind vor allem deskriptive und strukturelle Metadaten von grosser Bedeutung, die das Dokument erst praktisch nutzbar machen.
Praxisbeispiel – Strukturmetadaten E-Periodica
Für die Zeitschriftenprojekte von E-Periodica (Link verlässt diese Seite) werden bibliografische und strukturelle Metadaten erfasst.
Strukturelemente
Die Dokumentstruktur enthält Elemente (z. B. Journal, Volume) und dazugehörige Unterelemente (z. B. Volume zu Journal, Issue, Index, Appendix und Frontmatter zu Volume) sowie Attribute zu diesen Elementen (Author und Title zu Article). Die genaue Anwendung der Elemente, Unterelemente und dazugehörigen Attribute wird in eigens pro Zeitschrift erstellten Indizierungsregeln, basierend auf den Regeln der Formalkatalogisierung, festgesetzt.
Die inhaltliche Strukturierung erfolgt mittels eines XML-Editors, der im modularen Aufbau der Agora Workflow-Software enthalten ist. Bei der Strukturierung des Inhalts wird zudem jedem Digitalisat die Seitenzahl der gedruckten Nummer zugewiesen.
Beispiel einer Dokumentstruktur.
Schnittstellen für Metadaten
Metadaten können zwischen Systemen ausgetauscht werden, sofern die Daten internationalen Standards genügen.
Dazu sollte die Plattform ihre Daten im Dublin Core Format (Link verlässt diese Seite) bereitstellen und OAI-Protocol for Metadata Harvesting (Link verlässt diese Seite) (OAI-PMH) verwenden. OAI-PMH unterstützt auch XML-basierte Metadatenformate. Laut der DFG – Deutschen Forschungsgemeinschaft (Link verlässt diese Seite) sollten Metadaten darüber hinaus in METS (Link verlässt diese Seite) zur Verfügung stehen.
Schnittstellen für Metadaten – Praxis E-Periodica
E-Periodica verfügt über eine OAI-Dataprovider-Funktion. Die Metadaten können bis auf Artikel-Ebene über die OAI-PMH-Schnittstelle bezogen werden.
Eine openURL-Schnittstelle erlaubt Verlagen und Gesellschaften das Abfragen mit Filtermöglichkeiten. Artikel im PDF-Format können direkt abgerufen werden.
Nachweise von Digitalisierungsprojekten
Der Nachweis von Digitalisierungsprojekten verbessert einerseits deren Auffindbarkeit und verhindert andererseits, dass ein Dokument mehrmals digitalisiert wird. Projekte und Inhalte können auch an überregionale zentrale Verzeichnisse gemeldet werden wie z.B.:
- Digicoord (Link verlässt diese Seite)
- MICHAEL-Portal (Link verlässt diese Seite)
- Zentrales Verzeichnis digitalisierter Drucke (ZVDD) (Link verlässt diese Seite)
- Deutsche Digitale Bibliothek (Link verlässt diese Seite)
Praxisbeispiel – Nachweise E-Periodica
Die Zeitschriften von E-Periodica sind in verschiedenen Quellen nachgewiesen:
- Digicoord (sobald die Digitalisierung einer Zeitschrift in Planung ist)
- Wissensportal der ETH-Bibliothek
- NEBIS (Link verlässt diese Seite)
- swissbib (Link verlässt diese Seite)
- EZB – Elektronische Zeitschriftenbibliothek (Link verlässt diese Seite)
- ZDB Zeitschriftendatenbank (Link verlässt diese Seite)
- Links und Verweise auf Webseiten der beteiligten Verlage und Gesellschaften