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«Genua»: Das hat man davon, wenn man immer mehr Strassen baut, immer mehr Verkehr generiert und immer schwerere Lastwagen zulässt. Dieser Einsturz wird garantiert nicht der letzte gewesen sein.
Die Schuldzuweisung an die EU ist natürlich Schwachsinn. Kein Mensch glaubt, dass ein aufgeblähtes Budget zu Gunsten von Unterhaltsarbeiten verwendet worden wäre. Die Regierung sagt ja selber, sie wolle die Betriebsgesellschaft zur Rechenschaft ziehen, weil diese die ihr überwiesenen Mittel nicht zweckgemäss eingesetzt habe.
Wenn die Regierung eine weitere Aufweichung der «Maastricht-Disziplin» verlangt, schneidet sie sich ins eigene Fleisch. Die «Investoren» würden das zu Recht nicht tatenlos schlucken. (Auch die EU übrigens nicht, denn andere Länder kämen garantiert auf ähnliche Ideen.)
Im Zeitalter des Klimawandels gibt es auf «Genua» nur eine überzeugende Antwort: Einen gross angelegten Schlachtplan «Von der Strasse auf die Schiene». Dafür braucht es keine zusätzlichen Fonds, sondern eine simple Umschichtung im Rahmen des bestehenden Budgets. Und für den Unterhalt der Eisenbahnbrücken engagieren sie dann vielleicht besser mittel- und nordeuropäische Unternehmen als einheimische. Die sollen Spaghetti kochen und teure Fussballer einkaufen (solange sie noch im «Autogeld» schwimmen….).