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Die konservative Zahnbehandlung ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin, der einen einzelnen Zahn wieder herzustellen versucht, der durch Karies, Traumata, Füllungen, Rekonstruktionen oder Restaurationen beschädigt ist.
Karies ist eine degenerative Erkrankung des harten Zahngewebes (Zahnschmelz und Dentin) und hat einen infektiösen Hintergrund. Karies beginnt an der Oberfläche und dringt dann bis in die Tiefe, in die Zahnpulpa vor. Eine Ursache liegt in den üblichen Bakterien der Mundhöhle, die als bakterielle Plaque auf dem Zahn vorkommen. Bei nachlässiger Kontrolle und unsorgfältiger Mundhygiene kann es passieren, dass die Plaque die mineralischen und organischen Matrizen lösen (die den Zahn bildet) und dadurch Läsionen verursachen. Das Hauptsymptom ist Schmerz, aber oft tritt dieser erst auf, wenn der Kariesprozess bereits fortgeschritten und das Zahnorgan der Pulpa betroffen ist (Pulpitis). Die Behandlung beinhaltet die Entfernung des infizierten Gewebes, seine Ersetzung durch ein geeignetes Material und, im Falle einer fortgeschritten Beteiligung der Pulpa, die Entfernung und die Ersetzung des Pulpagewebes (Endodontie).
Je nach Lokalisation können Karies in den Kavitätenklassen „Black“ unterteilt werden:
– I Klasse: die Hohlräume sind auf der Ebene der anatomischen Grübchen der Zähne angeordnet; betroffen sind Grübchen und Fissuren auf der Kaufläche von Prämolaren und Molaren, die vestibulären oder lingualen Foramen caecum der Backenzähne oder die Grübchen der Schneide- und Eckzähne.
– II Klasse II: Berührungsflächen der Backenzähne (Prämolaren und Molaren).
– III Klasse: Approximale Berührungsflächen von Schneide- und Eckzähnen, ohne Beteiligung der Schneidekante.
– IV Klasse: Approximale Berührungsflächen von Schneide- und Eckzähnen, mit Beteiligung der Schneidekante.
– V Klasse: zahnfleischnahe Kavität an den Zahnhälsen
– VI: Kavität an Schneidekanten der Frontzähne und an den Höckerspitzen der Backenzähne
Die Füllungen können je nach Alter des Patienten und Lage und Situation des zu behandelnden Zahnes, mit verschiedenen Materialien hergestellt werden.
Tatsächlich:
– um den Milchzahn eines kleinen Kindes zu behandeln ist eine Kompomerfüllung geeignet (ein Material, das Fluorid auf den Zahn zurücklässt und mit einer ziemlich schnellen Technik angewendet werden kann und daher nicht allzu traumatisch für den jungen Patienten ist);
– um eine kleine Restauration an einem bleibenden Zahn durchzuführen ist dagegen Komposit empfehlenswert. Es ist ein sehr ästhetisches Material das, wenn einmal angeheftet, eins mit dem Zahn wird. Es erlaubt auch nur eine geringe Menge an gesundem Gewebe zu opfern;
– man kann auch auf das Silberamalgam (die graue Füllung) zurückgreifen. Dieses ist in der Anwendungsphase auf die Feuchtigkeit in der Mundhöhle weniger empfindlich;
– wenn eine bemerkenswerte Menge an Zahn (nach Durchführung eines Mundabdrucks) zu ersetzen ist, kann es von Vorteil sein ein Inlay einzubauen, also eine Einlagefüllung, die vom Zahntechniker angefertigt und vom Zahnarzt zementiert wird. Restaurationen sind auch für devitalisierte Zähne geeignet (dafür sind sie allerdings zerbrechlicher). Sie schützen die Kauflächen und beugen die vertikale Fraktur der Wurzel (ein irreversibler Schaden, der die Extraktion des Zahnes erfordert) vor.