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Im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts stieg die Lebenserwartung der Männer bei Geburt um 2,9 Jahre auf 80,1 Jahre. Diejenige der Frauen nahm demgegenüber lediglich um 1,7 Jahre auf 84,5 Jahre zu. Das zeigen die neuen Sterbetafeln für die Periode 2008-2013, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag veröffentlicht hat.
Unterschied nur noch bei gut vier Jahren
Der Geschlechterunterschied bei der Lebenserwartung verkleinerte sich demnach seit dem Zeitraum 1998-2003 von 5,6 auf 4,4 Jahre. Die markante Zunahme bei den Männern wird auf eine deutlich geringere Sterblichkeit der Senioren und einen leichteren, aber stetigen Rückgang der Sterblichkeit in den anderen Altersgruppen zurückgeführt.
Nach Todesursachen betrachtet, lässt sich gemäss BFS der Anstieg der Lebenserwartung bei beiden Geschlechtern in erster Linie mit der geringeren Sterblichkeit infolge von Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs erklären.
Schweizer Bevölkerung lebt lange
In den letzten gut 130 Jahren hat sich die Lebenserwartung bei Geburt in der Schweiz beinahe verdoppelt. Heute gehört sie nach den Angaben des BFS zu einer der höchsten weltweit. Bei den Männern lagen 2010 nur die Isländer (80,2 Jahre) vor den Schweizern.
Obwohl die Lebenserwartung der Frauen langsamer wächst, weisen auch die Schweizerinnen nebst den Japanerinnen (86,3 Jahre), den Spanierinnen (85,0 Jahre) und den Französinnen (84,6) im internationalen Vergleich eine der höchsten Lebenserwartungen bei Geburt auf.
Verheiratete leben länger
Die Lebenserwartung der Männer mit 65 Jahren erhöhte sich im letzten Jahrzehnt von 17,1 Jahren auf 18,9 Jahre. Bei den Frauen im selben Alter wuchs sie von 20,9 Jahre auf 22,0 Jahre.
Weiter zeigen die Sterbetafeln des BFS, dass die Sterblichkeit Verheirateter deutlich tiefer ist als diejenige von Personen mit einem anderen Zivilstand. Wenn die Verhältnisse der Periode 2008-13 konstant bleiben würden, könnten 92 Prozent der verheirateten Männer mit 30 Jahren damit rechnen, ihr 65. Lebensjahr zu erreichen.
Witwer sterben am frühsten
Bei den Geschiedenen gleichen Alters wären es 85 Prozent, bei den Ledigen 82 Prozent und bei den Witwern sogar nur 79 Prozent. Bei den verheirateten Frauen würden sich die Anteile auf 95 Prozent und bei den Frauen mit anderem Zivilstand auf 90 bis 92 Prozent belaufen.
Mit den Sterbetafeln beobachtet das BFS seit Ende des 19. Jahrhunderts die Sterblichkeit in der Schweiz. Wegen der relativ geringen Bevölkerungsgrösse und der starken jährlichen Schwankungen fasst es dabei jeweils eine mehrjährige Beobachtungsperiode (6 Jahre seit 1948-53) zusammen.
(sda/me)