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Befruchtungspartner müssen mindestens ein unterschiedliches S-Allel haben (Schuster 2012) und möglichst gleichzeitig blühen. Selbstfruchtbare Sorten brauchen nicht zwingend eine Bestäubersorte, können aber von einem Befruchtungspartner profitieren (Kellerhals et al. 2014).
Kirschensorten wurden bis anhin mittels Feldbeobachtungen in sechs relative Zeitkategorien bezüglich Blühzeitpunkt eingeteilt: sehr früh, früh, mittelfrüh, mittel, mittelspät und spät. Die detaillierte Betrachtung zeigt jedoch, dass die phänologische Entwicklung im Frühjahr bei vielen Sorten nicht so einheitlich verläuft, wie man es aufgrund dieser Kategorisierung erwarten könnte (Abb.). Diese Unregelmässigkeiten im Blühzeitpunkt können in Jahren mit einer ausgedehnten Blühphase den Befruchtungserfolg schmälern, obwohl die Sortenkombination anhand der S-Allele und der angegebenen Blühzeitkategorie korrekt gewählt wurde.
Abb.: Tatsächliche Blühzeitpunkte ausgewählter Sorten in Zeitkategorien. In Klammer die Angabe der Blühzeitkategorie aus der Literatur (Mühlenz und Schwizer 2016).
Blühverhalten statt Zeitkategorien
Könnte es sein, dass bestimmte Kirschensorten bei ähnlichen Bedingungen zur Blüte kommen und ...
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