Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03546.jsonl.gz/989

Zwischen 1892 und 1902 wurde im aargauischen Ehrendingen im grossen Stil Zement produziert. 400 Menschen arbeiteten in der Fabrik. Nach deren Konkurs wurde der grösste Teil der Fabrik abgerissen. Heute sieht man kaum noch etwas davon. Grosse Spuren hinterliess sie aber dennoch. Hauptsächlich in der umliegenden Landschaft, wo Kalk und Mergel abgebaut wurde.
An den Hügelzügen der Lägern wurde der für die Zementproduktion benötigte Kalk und Mergel abgebaut und auf der Schiene in die Zementfabrik gefahren. In der Landschaft hat der Abbau Spuren hinterlassen.
Neben dem «Heidewiibliloch» ist heute ein Grillplatz. Von dort sieht man auf die hohen Kalkfelsen hinauf, welche aufgrund des Fabrik-Konkurses nicht weiter abgebaut wurden. Auf der anderen Seite des Grillplatzes befindet sich ein Tal. Es ist die alte Mergelgrube. Diese hatte sich mit Wasser gefüllt und ist heute ein Naturschutzgebiet.
Die alte Mergelgrube ist nun das Zuhause vieler Geburtshelferkröten. Sie wird in der Mundart wegen ihres Rufs, der einer Glocke ähnelt, auch als «Glögglifrosch» bezeichnet. Einst trugen in der Grube die männlichen Arbeiter Pickel und Schaufel umher. Heute tragen nun die männlichen «Glögglifrösche» ihren Laich umher, den sie an ihren Beinen befestigen.