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Die städtebauliche Einfügung des neuen Gebäudes ist als Anfang des Parks zu verstehen. Der künftige Flusspark des Cassarate wird sich somit zu einer katalytischen Achse entwickeln, welche die wichtigsten öffentlichen Gebäude und Schulgebäude der Stadt Lugano beherbergt. Die Entwurfsidee des neuen Schulkomplexes, auch im Hinblick auf die Fassadenlösung, besteht darin, eine neue Fassade sowohl innerhalb des Parco Ciani als auch in Bezug auf den Fluss Cassarate zu schaffen, die keine städtische Barriere darstellt. Der «Palazzetto delle Scienze» hätte so interpretiert werden können, ist aber ein neues öffentliches Gebäude, das nicht nur von der Schulgemeinschaft, sondern auch von der Zivilgesellschaft genutzt wird. Die Einfügung des neuen Gebäudes in den Kontext des grünen Parks wird es den Nutzern ermöglichen, es über das Netz von Fahrrad- und Fussgängerwegen zu erreichen und die Beziehung zwischen dem nördlichen Teil der Stadt und der Cassarate-Mündung zu stärken".
Der neue Standort des Gebäudes ermöglicht es, eine grosse Parkfläche freizugeben, welche dem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wieder Luft und Offenheit verleiht, ohne die weitere Nutzung des Geländes zu beeinträchtigen. Die Anordnung des neuen Gebäudes im Südosten der Parzelle ermöglicht es, den grossen, nach Westen ausgerichteten Ausblick auf die Villa Ciani freizugeben. Diese Lösung erweitert den Park bis zur Schwelle des Gymnasiums.
Das Projekt hat das Ziel, ein Grundstück zu schaffen, das einen Dialog zwischen den verschiedenen architektonischen und landschaftlichen Elementen von grossem Wert zu haben, die mit dem Gymnasium und dem Parco Ciani verbunden sind: im Norden die Stadt, im Osten der Fluss Cassarate, im Süden der See und im Westen die Villa Ciani. Der neue Bereich des Gymnasiums soll daher ein offener öffentlicher Raum sein, der sich in einen komplexen Kontext von grosser historischer Bedeutung einfügt. Der Park und die grossen Bäume werden in das neue Gelände integriert, wodurch das Wegenetz erweitert und neue Verbindungen zwischen den Sozialräumen geschaffen werden.
Das Projekt umfasst eine Dreifachturnhalle, die den Schülern der Oberstufe und externen Nutzern vorbehalten ist, eine Einfachturnhalle und eine neue Mittelschule. Andere in der Bekanntmachung des Auswahlverfahrens geforderte Inhalte befinden sich in dem Gebäude mit dem Namen «Cino Chiesa» (z. B. Mehrzweckhalle und Kantine).
Um Flächenverbrauch zu vermeiden und insbesondere den Aushub zu optimieren, wird das Projekt nur auf der Südseite des Wettbewerbsgebietes entwickelt. Die Einfachturnhalle ist über der Dreifachturnhalle angeordnet, um Probleme mit der Akustik zu vermeiden, da sich die Hauptunterrichtsräume in den oberen Stockwerken (über der Einfachturnhalle) befinden. Darüber hinaus sind die Turnhallen mit einem zentralen Atrium verbunden (ein neuer Raum, der von der Schuldidaktik gefördert wird).
Darüber hinaus wird die Einfachturnhalle gleichzeitig zum Innenhof der Mittelschule.
ORT
Lugano
WETTBEWERB
Zweiphasiger Projektwettbewerb
PROJEKTIERUNG
2022
TOCCHETTI ARCHITEKTEN UND BAUINGENIEURE
Simone Tocchetti, Alessio Crespi, Dario Bruni, Simone Bressi
BAUINGENIEURE
Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH
LANDSCHAFTSARCHITEKT
Officina del Paesaggio
HAUSTECHNIK
Visani Rusconi Talleri SA
ELEKTROPLANUNG
Elettroconsulenze Solcà SA
BAUPHYSIK
EcoControl SA
BERATUNG BRANDSCHTZ
Nicola Lingeri Studio d’ingegneria Sagl
VISUALISIERUNG
The image guy