Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03603.jsonl.gz/2455

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Schwerer Schlag für den Karneval in Rio: Rund vier Wochen vor dem Höhepunkt der "fünften Jahreszeit" hat ein Grossbrand erhebliche Schäden in den Lagerhallen mehrerer Samba-Schulen angerichtet.
Das Feuer vernichtete einige der riesigen Karnevalswagen, die am 6. und 7. März durch Rios "Sambódromo" ziehen sollten. Zudem wurden tausende Kostüme ein Raub der Flammen. "Ein Traum ist auf dem Müllhaufen gelandet. Monatelange Arbeit und alles ist weg", sagte ein Mitglied der Samba-Schule "Portela". Grosse Schäden gab es auch bei den Vereinen "Uniao da Ilha" und "Grande Rio".
Das Feuer entzündete sich auf dem Gelände "Cidade do Samba" (Samba-Stadt) im Hafengebiet von Rio de Janeiro und war erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle. Auf dem Gelände stehen die Lagerhallen, in denen sich die Samba-Schulen und ihre meist aus den "Favelas" (Armenviertel) stammenden Mitglieder auf den grossen Auftritt vorbereiten.
Ursache unbekannt - Schaden in Millionenhöhe
Niemand wisse, wie es zu dem Feuer habe kommen können, sagte der Präsident der Unabhängigen Liga der Samba-Schulen, Jorge Castanheira. "Es ist ein unschätzbarer Schaden." Nach seinen Worten investiert jeder Verein zwischen fünf und sieben Millionen Reais (2,9 bis ca. 4 Millionen Franken) in seinen Auftritt.
Der Bürgermeister von Rio erklärte im Fernsehen, trotz des Brandes fänden die Paraden aller Gruppen in diesem Jahr statt. Die "Sambastadt", wie das betroffene Gebiet genannt wird, werde noch in dieser Woche wieder aufgebaut.
Die "Samba-Stadt" ist auch eine Touristenattraktion in der Hafengegend von Rio: Die Hallen sind täglich geöffnet, es treten Tänzer auf und geben auch Kurse im Samba-Tanzen.
SDA-ATS