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Dominic Thiem wurde mit seinem jüngsten Sieg bei den US Open der neueste Grand-Slam-Champion. Für Marc Rosset ist dies speziell in Verbindung mit Roger Federer positiv.
Obwohl der US-Open-Final an Spannung nicht zu überbieten war, hat es Marc Rosset nicht aus dem Sitz gerissen, wie der 49-jährige Ex-Profi in seinem Blog erläutert: «Von der Spielqualität her war der fünfte Satz nicht weit von einem Interclub-Duell zwischen Büsingen und Rapperswil entfernt.»
Sein Fazit: «Nur der Name des Siegers wird in Erinnerung bleiben – und das ist Dominic Thiem. Er hat diesen Titel verdient und dominierte das Turnier, ehe er im Final in Bedrängnis geriet.»
Der Österreicher hätte wie Andy Murray in seiner Anfangszeit (der Schotte kam lange nicht an den Big 3 vorbei) enden können. Jetzt dürfe man hoffen, dass er seinen Lauf fortsetzt und bestätigt, dass er tatsächlich Teil des Rennens der grossen Champions ist, indem er Nadal und Djokovic auf ihrer Unterlage zu Fall bringt, führt der Genfer aus.
«Seien wir ehrlich: Der Österreicher ist jetzt Roger Federers bester Verbündeter. Wenn der Maestro hofft, einige seiner Rekorde behalten zu können, wird er in den nächsten Jahren auf einen überragenden Thiem hoffen müssen.»
Thiem als Spielverderber
Ein allfälliger Grand-Slam-Sieg in Paris gegen dieses Duo würde in der Tat nicht nur Dominic Thiem, sondern auch Roger Federer zugutekommen. Auf der einen Seite könnte die Weltnummer 3 seine Anzahl Major gleich auf zwei erhöhen. Bis im Sommer haftete ihm noch ein «Verlierer-Image» an, weil er alle seine drei Grand-Slam-Finals (zweimal gegen Nadal, einmal gegen Djokovic) verloren hatte.
Andererseits würde Thiem gleichzeitig verhindern, dass Novak Djokovic (17) und Rafael Nadal (19) dem Schweizer in Grand-Slam-Titeln näher kommen beziehungsweise einholen. Federer ist mit 20 Triumphen der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten.
Doch nun ist die Führung massiv bedroht. In der Vergangenheit konnte der 39-Jährige selber mit weiteren Grand-Slam-Siegen reagieren. Selten kam aber ein anderer Spieler hinzu, der Nadal und Djokovic stoppen konnte. Einer, der es schaffte, in die Phalanx der Dominatoren einzubrechen, war Landsmann Stan Wawrinka.
Der Romand kämpft aber derzeit mit sich selber und hat sich nach der bitteren Erstrundenpleite in Rom von seinem langjährigen Trainer Magnus Norman getrennt. So könnte tatsächlich Thiem in die Rolle als Spielverderber schlüpfen – was dem rekonvaleszenten Federer sicher gut passen würde.