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Nachrichten aus Rumänien – 8. März 2022
Hilfsgüter für die Ukraine und Flüchtlingstransporte
Von Stephan Istrate und Daniel Muhl
- "Siehe, zu jener Zeit werde ich an denen handeln, die dich unterdrücken. Ich werde das Hinkende retten und das Vertriebene werde ich zusammenbringen." (Zeph 3:19)
Liebe Freunde! Diese Verheißungsworte des Propheten Zephanja beziehen sich auf das Volk Israel, das in die ganze Welt zerstreut wurde und von Gott wieder zusammengeführt wurde und noch wird. Teile des ukrainischen Volkes erleben zurzeit auch so eine schmerzvolle Vertreibung aus ihrer Heimat.
Stephan Istrate - unser Mitarbeiter in Rumänien - fühlte sich in den letzten Tagen gedrängt, auch etwas für die ukrainischen Flüchtlinge zu tun. Nachdem er sich mit einer christlichen Gemeinde in der Ukraine (nahe der rumänischen Grenze) in Verbindung setzte, erfuhr er, dass sich diese Gemeinde für die Flüchtlinge engagierte und dass sie Matratzen, Decken, Kleider und Lebensmittel benötigten. Kurzerhand entschied er sich mit Freunden zusammen, die gewünschten Hilfsgüter in die Ukraine zu bringen.
Als sie an der Grenze waren, wurde ihnen der Grenzübertritt jedoch verwehrt, weil auf der ukrainischen Seite bereits geschossen wurde. Glücklicherweise konnten sie ihre Hilfsgüter in einem Zwischenlager deponieren. Am nächsten Tag konnte ein rumänischer Militärkonvoi diese Hilfsgüter bei der ukrainischen Gemeinde abladen. Wir waren froh und dankbar, als wir von der ukrainischen Gemeinde erfuhren, dass die Hilfsgüter bei ihnen angekommen sind.
Bei der Rückreise von der Grenze nach Bukarest konnte unser Team einige Flüchtlinge mitnehmen. Diese verbrachten teilweise 2-3 Nächte draußen in der Kälte und waren völlig durchfroren. Die Flüchtlinge berichteten auch, dass die ukrainischen Zöllner sehr korrupt waren. Nachdem sie stundenlang am Zoll anstehen mussten, wurden sie genötigt, größere Geldbeträge zu bezahlen, damit man sie über die Grenze ließ. Für diese Menschen war es dann eine große Erleichterung, als sie kostenlos in einem warmen Bus nach Bukarest gefahren wurden und dort wieder in einem warmen Bett übernachten konnten.
Mittlerweile durfte Stephan schon mehrere Hilfslieferungen durchführen und über 80 Flüchtlinge nach Bukarest fahren. Dies war auch deshalb möglich, weil ein Busunternehmen zwei Busse kostenlos zur Verfügung stellte. Auch wenn unser Hauptfokus nach wie vor den behinderten und kranken Menschen in Rumänien gilt, so freuen wir uns, in der aktuellen Flüchtlingsnot auch einen Beitrag leisten zu können.
Wir danken allen herzlich für die Unterstützung im Gebet und mit Spenden!
Mit lieben Grüssen
Daniel Muhl
Vereinspräsident
»Hilfe für Rumänien«
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