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In der Schweiz erhebt die Eidgenössische Steuerverwaltung die so genannte Stempelsteuer. Sie wird auch Stempelabgabe, Stempelgebühr oder je nach Anwendung auch Umsatzabgabe genannt.
Es handelt sich um eine Steuer, die sowohl im Wertschriftenhandel als auch (in etwas anderer Form) bei Versicherungen anfällt.
Umsatzabgaben im Wertschriftenhandel
Stempelsteuern werden in der Schweiz jeweils als Umsatzabgaben («Transaktionssteuer») beim Kauf und Verkauf von Aktien, Anleihen, strukturierten Produkten, Anlagefonds, ETF und anderen Wertschriften erhoben.
Die Stempelsteuern werden via Bank oder Broker eingezogen. Für die Höhe der Stempelsteuer ist entscheidend, ob sich der Börsenplatz im Inland oder im Ausland befindet. Sie wird in Prozent des Wertschriftenumsatzes angegeben.
Die Umsatzabgaben sind damit wesentlich höher als die Gebühren von Standardbörsen im In- und Ausland, allerdings deutlich kleiner als die Transaktionsgebühren (Courtagen).
Stempelsteuern bei Schweizer Versicherungen
Versicherungsfirmen ziehen für den Bund Stempelsteuern in der Höhe von 5% des Prämienvolumens bei den versicherten Personen ein. Betroffen sind unter anderem Schweizer Haftpflichtversicherungen, Autoversicherungen, Reiseversicherungen oder Tierversicherungen.
Prämien für Krankenkassen, Unfallversicherungen, Invaliditätsversicherungen, Arbeitslosenversicherungen, Viehversicherungen und (in der Regel) Lebensversicherungen sind hingegen von der Stempelsteuer ausgenommen.
Weitere Informationen:
Trading im Schweizer Vergleich