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Der bisherige italienische Ministerpräsident Mario Monti will sich im Falle einer nochmaligen Wahl an die Regierungsspitze verstärkt um soziale Gerechtigkeit bemühen.
"Der Papst hat Recht, wir haben die Gleichheit und die Verteilung des Reichtums vernachlässigt", sagte Monti dem Sender Tgcom.24. Monti bezog sich dabei auf eine Aussage von Papst Benedikt XVI. vom Vortag.
Dieser hatte gesagt, es gebe "eine kleine, immer reichere Zahl und eine grosse, unausweichlich ärmer werdende Zahl" von Menschen. Das Auseinanderdriften der Gesellschaft dürfe nicht länger hingenommen werden, hatte der Papst hinzugefügt.
Die dringlichsten Aufgaben auf den Finanzmärkten seien erledigt, sagte Monti im Rückblick auf seine Amtszeit, die im November 2011 begann und die er im Dezember beendet hatte, um den Weg für Neuwahlen vom 24. und 25. Februar freizumachen.
Monti schmiedet derzeit eine Koalition von Parteien und gesellschaftlichen Kräften der Mitte. Ohne seinen konservativen Vorgänger Silvio Berlusconi beim Namen zu nennen, sagte Monti, er sei anfangs "gezwungen" gewesen, für Steuererhöhungen zu sorgen, weil "einige Unverantwortliche" eine finanzielle Notsituation herbeigeführt hätten.
Als Senator auf Lebenszeit kann sich Monti zwar nicht persönlich um ein Abgeordnetenmandat bewerben. Er kann aber als Senator mit der Regierungsbildung beauftragt werden.
SDA-ATS