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Freiwilligenarbeit
Beteiligung an informeller Freiwilligenarbeit 2013
Faktum: In der Schweiz leisten Frauen und Männer viel Freiwilligenarbeit. Sie tun dies jedoch nicht in denselben Bereichen: Rund 26% der Männer und 20% der Frauen engagieren sich in der sogenannten institutionalisierten Freiwilligenarbeit (politische Ämter, Verbandsarbeit in Sport, Kultur und Interessenvereinigungen). 25% aller Frauen und 15% aller Männer engagieren sich in der informellen Freiwilligenarbeit. Sie betreuen und pflegen Kinder und Erwachsene von Verwandten und Bekannten oder erledigen andere Arbeiten in Form von Freundschaftsdiensten oder Nachbarschaftshilfen.
Fokus Vereinbarkeit
Ehrenengagements sind wichtige Tätigkeiten, die Frauen und Männer unbezahlt für die Gesellschaft leisten. Institutionalisierte Freiwilligenarbeit in Sport, Kultur und Politik – häufiger von Männern als von Frauen ausgeübt – wird von Unternehmen eher als nutzbare Erfahrung anerkannt und lohnmässig entsprechend honoriert. Engagements im informellen Bereich wie zum Beispiel die Pflege von Betagten oder Kindern – hier sind mehr Frauen als Männer tätig – werden zwar ideell und als Feld der Kompetenzerweiterung durchaus geschätzt, im beruflichen Kontext hingegen noch eher selten anerkannt.
Denkanstoss für Unternehmen
Durch die unbezahlte Arbeit in Form von institutionalisierter oder informeller Freiwilligenarbeit erwerben Frauen und Männer vielseitige Kompetenzen, die sie auch in ihrem Berufsalltag mit Gewinn einbringen können. Achten Unternehmen bei der Personalselektion und im Mitarbeitendengespräch bewusst auf eine Gleichwertigkeit dieser im ausserberuflichen Bereich erworbenen Schlüsselkompetenzen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf und im Privatleben.