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In den Erklärungen und Bildlegenden sind einige Fachausdrücke
verwendet worden, die Sie vielleicht noch nicht kennen.
U.E. Paoli : Das Leben im Alten Rom, Bern, 1948
Atriumhaus :
das typische römische mediterrane Haus ist
aus klimatischen Gründen nach innen gerichtet. Die Räume
gruppieren sich um das Atrium, dessen Mitte unbedeckt ist. Durch die
Öffnung fällt Licht ins Haus, auch Regen, der im Regenwasserbecken
(impluvium
) gesammelt wird. Die Zimmer (ala
oder cubiculum
= Schlafzimmer) sind nach dem Atrium hin offen (mit "Kettchenvorhängen"
abgeschlossen, wie wir sie aus dem Süden kennen); sie sind sparsam
möbliert. Wichtig ist das tablinum
, der Empfangsraum des
Hausherrn. In besseren Häusern gab es schon bald das triclinium
,
den Speiseraum hinter dem Atrium. Ursprünglich befand sich die
Küche im Atrium, der schwarze Rauch konnte durch die Dachöffnung
abziehen. Schon bald wurde die Küche mit dem Herd in einem besonderen
Bereich angebracht. Nach hinten öffnete sich das Haus zum Garten,
nach vorne an die Strasse waren oft Läden (tabernae
) angebaut.
Die römischen Häuser waren einstöckig ; wenn es ein
Obergeschoss gab, so waren dort Schlafkammern für die Haussklaven
angebracht. Das römische Haus, dessen Grundriss hier abgebildet
wird, besteht gewissermassen aus zwei Innenhöfen, aus dem Atrium
und aus dem Peristyl, einem mit Säulen und meist mit einem Brunnen
geschmückten Garten, auf den sich wieder die Räume öffneten.
Exedrae
sind halbrunde oder wie hier viereckige Anbauten oder
Säle, die für Gespräche benutzt wurden. Ein nachgebautes
römisches Haus findet sich im Römermuseum von Augst.
Porticus :
eigentlich Säulenhalle. Die Porticus war bei
den Römern nicht ein einzelner Bau, sondern Säulen(vor-)hallen
wurden zur Einfriedung von Platzanlagen angebracht, sie schmückten
aber auch sonst Monumentalbauten.
Forum :
der unbedeckte Marktplatz. In der Kaiserzeit rechteckig
und von Säulenhallen umgeben.
Basilika
(basilica
) :
ein grosser langgestreckter
Hallenbau, oft drei- oder mehrschiffig, der in Rom als Börse
und als Gericht diente. In den westlichen Provinzen dienten die Basiliken
für Amtszwecke; der Bautypus der Basilika setzt sich im christlichen
Kirchenbau fort.