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Um Schulden zu tilgen, prüft Dell laut Medienberichten eine Reihe von Optionen: Börsengang, VMware-Übernahme oder Pivotal-IPO.
Es sei ein riesiger Vorteil, nicht an der Börse kotiert zu sein. Dies betonten Dell-Boss Michael Dell und seine Leute in den letzten Jahren immer wieder in Interviews und Auftritten an Konferenzen. Ist nun alles anders?
Medienberichten zufolge prüft Dell eine Reihe von Optionen, um Schulden zu tilgen und den Umsatz zu steigern. Darunter ein Börsengang und die vollständige Übernahme von VMware, wie zunächst 'Bloomberg'
mit Berufung auf Insider berichtete. Das Unternehmen äusserte sich auf Anfrage des Wirtschaftsblatts nicht.
Die Verhandlungen mit VMware befänden sich noch in einer sehr frühen Phase, so Quellen des 'Wall Street Journals'. VMware ist zu 80 Prozent in Besitz von Dell und hat einen Marktwert von 50 Milliarden US-Dollar.
Laut 'Reuters' laufe die Schuldentilgung bei Dell nicht wie geplant. Michael Dell sei unter Druck, die Profitabilität zu steigern. Zu kämpfen hat der Tech-Gigant dabei etwa mit den steigenden Komponentenpreisen und der harten Konkurrenz der grossen Cloud-Anbieter AWS, Microsoft und Co.
Eine der am schnellsten wachsenden Bereiche des Unternehmens ist Pivotal Software. Gemäss 'Reuters'
überprüfe Dell einen Initial Public Offering (IPO) von Pivotal.
Ein Börsengang von Dell oder die Veräusserung von Unternehmensteilen würden dazu beitragen, die Schulden schneller zu tilgen. Damit würde Dell Geld sparen. Denn derzeit zahle der Techkonzern jährlich rund zwei Milliarden Dollar an Schuldzinsen. ein Börsengang würde es ausserdem dem Finanzinvestor Silver Lake ermöglichen, seine Dell-Anteile wieder abzustossen. (kjo)