Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03258.jsonl.gz/632

Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
Verboten gemäss Freisetzungsverordung!
Beschreibung:
Das Drüsige Springkraut wird etwa 2 Meter gross. Von unserem einheimischen,
gelb blühenden Wald-Springkraut unterscheidet es sich durch die rosa bis
weisse Blütenfarbe, seine Grösse sowie die roten Drüsen an den
Blättern. Eine Pflanze kann bis 4'000 Samen pro Jahr
ausbilden, die durch die reifen Samenkapseln bis 7 Meter weit fortgeschleudert
werden. Durch den Samenvorrat im Boden keimen den ganzen Sommer über immer
wieder neue Pflanzen aus, was zu gestaffelten Pflanzenbeständen führt.
Umgeknickte Pflanzen können an den Stängelknoten wieder austreiben.
Seine ursprüngliche Heimat ist das westliche Himalajagebiet. Wegen
seinen grossen, attraktiven Blüten wurde das Drüsige Springkraut
als Zierpflanze angepflanzt. Seine hohe Nektarproduktion machte es auch
als Bienenweide sehr beliebt. Die Ausbreitung erfolgt durch Samen hauptsächlich
entlang von Gewässern.
Gefahren:
Die hohe Pflanzendichte führt zu einer Verarmung der einheimischen
Pflanzenwelt am entsprechenden Standort. Entlang von Gewässern
kann es die natürlich vorkommenden Pflanzen verdrängen und
somit Erosionen begünstigen. Im Wald tritt es als aufdringliches
Unkraut auf, das die natürliche Verjüngung behindern kann.
Bekämpfung:
Grosse Bestände können durch
Mähen bekämpft werden. Hierbei spielt aber der richtige Zeitpunkt
eine entscheidende Rolle. Erfolgt der Schnitt zu früh, treiben die
Pflanzen wieder aus, erfolgt er zu spät, können die Samenstände
an den abgeschnittenen Pflanzen zur Nachreife gelangen. Die beste Zeit
ist demnach etwa Ende Juli beim Auftreten der ersten Blüten. Kleinere
Bestände können durch Ausreissen von Hand bekämpft werden.
Aufgrund der sich gestaffelt entwickelnden Bestände müssen nach
den Bekämpfungsmassnahmen Nachkontrollen durchgeführt werden.