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Charakteristika
Vergleich Bündnerromanisch
|Viele Merkmale teilt Vallader mit dem oberengadinischen Idiom Puter. Auf lexikalischer Ebene sind sich die Sprachen so ähnlich, dass ein gemeinsames Wörterbuch existiert. Mit Puter teilt Vallader phonetisch die gerundeten Palatale [y] und [ø], welche im übrigen Bündnerromanisch nicht vorkommen. Dies äussert sich auch für den Laien gut sichtbar durch die zahlreichen ü und ö im Schriftbild.|
Ebenfalls teilen die beiden Idiome den Besitz eines Passà defini und eines Passà anteriur, welche beide in den anderen Idiomen nicht bzw. nicht mehr vorkommen. Die beiden Zeitformen entsprechen dem italienischen Passato remoto und dem französischen Passé simple. Auch in den beiden ladinischen Idiomen sind diese Zeitformen der Literatur vorbehalten. Im Altsurselvischen existierte eine solche synthetische Präteritalform ebenfalls.
|Die Aussprache des Wortes eu (deutsch ich) in den verschiedenen Dialekten des Unterengadins und der Val Müstair, Stand 1962. Wann genau der Laut /g/ des zugrunde liegenden, lateinischen Wortes ego verloren ging, ist nicht klar, zumindest im Schriftbild war der Buchstabe g in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts noch vorhanden: eug.|