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Der Kampagnenstart gegen Kinderarbeit in der Baumwollproduktion ist geglückt: Über 7000 Personen haben die Petition an die Baumwollhändler Louis Dreyfus SA und Reinhart AG unterschrieben und verschiedene Medien berichteten über die prekäre Kinderarbeit auf den Baumwollfeldern. Die Händler reagierten unterschiedlich auf die Forderungen und den Bericht von Solidar Suisse.
Louis Dreyfus SA (LDC) äusserte sich in einem Schreiben detailliert zur Darstellung der eigenen Firma in der Kampagne von Solidar Suisse. Auf das Ausmass der verbotenen Kinderarbeit in Burkina Faso reagiert LDC jedoch nicht. Die Firma verweist auf das Label „Cotton made in Africa“, dem die Baumwollgesellschaften in Burkina Faso angeschlossen sind. Obwohl das Label Kinderarbeit als Ausschlusskriterium vorsieht, belegen aktuelle Studien, dass in Burkina Faso 250‘000 Kinder von prekärer Arbeit auf den Baumwollfeldern betroffen sind. Dieser Widerspruch zwischen Label und Realität wird von LDC bisher weitgehend ignoriert.
Reinhart AG hingegen interessierte sich für den Bericht von Solidar Suisse und die Studien, welche das Ausmass der Kinderarbeit auf den Baumwollfeldern dokumentieren. Die Handelsfirma zeigt auch Interesse an einem Dialog zur Verbesserung der Situation der Kinder in Burkina Faso.
Um die prekäre Kinderarbeit auf den Baumwollfeldern zu beseitigen, braucht es den vollen Einsatz aller Beteiligten. Solidar Suisse wird sich in den kommenden Monaten, neben der Sensibilisierung der BäuerInnen in Burkina Faso, weiterhin um einen konstruktiven Dialog mit den Schweizer Handelsunternehmen bemühen.