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| Gregor v. Nazianz († 390) - Reden

II. Rede
81.
[Forts. v. [S. 49] ] Alles ist geworden, wie es am Anfang war, da die Welt noch nicht bestand, und noch nicht die jetzige Ordnung und Gestaltung war, da die Verwirrung und Unordnung des Alls der gestaltenden Hand und Kraft bedurfte. Es sieht ― wenn ihr so lieber wollt ― aus wie in einem nächtlichen Kampfe und bei trübem Mondlicht, wenn man die Gesichter von Freund und Feind nicht unterscheiden kann, oder wie bei einer Seeschlacht und einem Seesturme, wenn die Winde heulen, die Brandung braust, die Wogen sich türmen, die Schiffe zerschellen, die Ruder zusammenstoßen, die Kommandorufe ertönen, die Stürzenden wehklagen und man seine eigene Stimme nicht hört, die Fassung und die Gelegenheit zur Tapferkeit verliert. Welch ein Unheil! Wir fallen übereinander her und verschlingen einander.