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Béthencourt
(spr. -tangkuhr), Jean, Seigneur de, franz. Seefahrer, aus der Normandie, segelte 1402 mit mehreren kühnen Abenteurern von La Rochelle nach den Kanaren, mit denen er sich vom König Heinrich III. von Kastilien hatte belehnen lassen, landete im Juli auf einer Insel, die er Lanzarote nannte, legte daselbst ein Fort an und eroberte sodann die übrigen Inseln. Aus Spanien [* 3] brachte er Kolonisten, Künstler und Handwerker, suchte die Eingebornen zum Christentum zu bekehren, ward 1405 vom Papst Innocenz VII. zum Erzbischof ernannt und legte sich auch den königlichen Titel bei. Doch übergab er bald die Herrschaft über die Inseln seinem Neffen Maciot de und zog sich nach Frankreich zurück, wo er 1425 in Granville (Manche) starb. Maciot sah sich schon 1424 genötigt, die Inseln an den Infanten Dom Heinrich von Portugal abzutreten.