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Nach dem Bruch einer unterirdischen Pipeline nahe der kalifornischen Küste kämpfen Behörden und Naturschützer weiter gegen die Verschmutzung des Meeres und der Strände durch Rohöl.
Die Reinigungsarbeiten dauerten am Donnerstag an, nachdem offiziellen Schätzungen zufolge bis zu 400‘000 Liter Öl aus der defekten Leitung ausgetreten sein könnten. Rund ein Fünftel davon sei nach dem Vorfall am Dienstag in den Pazifik geraten, wie die US-Küstenwache schätzte. Umweltexperten befürchten schlimme Folgen.
Urlaubssaison startet mit schwierigem Ausblick
Kurz vor dem Feiertag Memorial Day am kommenden Montag, der in den USA als inoffizieller Beginn des Sommers und der Urlaubssaison gilt, schlossen die Behörden beliebte Strandabschnitte an der malerischen Gaviota-Küste nahe der Stadt Santa Barbara. Dutzende Helfer schaufelten den von Öl getränkten Sand unablässig zum Abtransport in rote Eimer. Auch ölverklebte Tiere wurden angeschwemmt. Das Ausmass für die Tierwelt sei noch nicht vollständig absehbar, meinen Fachleute.
Der Küstenwache zufolge erstreckt sich ein rund 23 Quadratkilometer grosser Ölteppich vor der Küste. Er werde mit Hilfe von Schiffen eingegrenzt und von der Oberfläche her abgeschöpft, sagte die Kapitänin Jennifer Williams. Arbeiter spülten das Öl von Felsen an der Küste ins Meer, weil es dort besser aufgefangen werden könne.
Die Umweltschützerin Linda Krop sagte der «Los Angeles Times», sie sei besorgt über die Auswirkungen der Ölpest. Möglicherweise gefährde diese vorbeiziehende Grauwale, Blauwale sowie die bereits bedrohten Buckelwale. Doch auch seltene Seevögel sowie bedrohte Arten an Land seien in dieser biologisch vielfältigen Region womöglich gefährdet. Die US-Umweltschutzbehörde EPA sprach von einer «ernsten Bedrohung» für die Meeresumwelt.