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Prostata
Die Vorsteherdrüse ist beim Mann eine akzessorische Geschlechtsdrüse und erzeugt einen Teil der Samenzellen. Sie ist beim Menschen unterhalb der Harnblase situiert und bildet die Umkleidung des Anfangsteils der Harnröhre. Bezüglich der Grösse gleicht sie einer Kastanie. Sie ist subperitoneal gelegen, das heisst unterhalb des Bauchfells.
Die Prostata ist als exokrine Drüse samt Ausführungsgängen in die Harnröhre gestaltet und setzt sich aus 30 bis 50 einzelnen Drüsen zusammen. Diese erzeugen ein Sekret und Samenzellen. Weil die Vagina, um sich vor Infektionen zu schützen, sauer ist und das Sekret der Prostata einen pH-Wert von 6,4 hat, sind die Überlebenschancen der Spermien relativ hoch.
Die Drüse wird durch die innere Beckenarterie mit ausreichend Blut versorgt. Des Weiteren befindet sich um Basis und Seiten der Drüse ein Geflecht aus Venen, das sich in die innere Beckenvene entleert.
In der Vorsteherdrüse wird Spermium produziert, das bei der Ejakulation auszustossen ist. Ausserdem wird die Prostata über das Hormon namens Testosteron gesteuert. Das Polyamin Spermin ist für die Mobilität und die Fähigkeit der Befruchtung der Samenzellen verantwortlich.
Die Möglichkeiten zur Untersuchung der Prostata sind mannigfach geworden. War früher nur ein rektales Ertasten möglich, existieren heute mehrere bildgebende Verfahren wie Computertomografie, Ultraschall oder Elastografie. Da die Prostata vor allem bei älteren Männern zur Knotenbildung neigt, wird eine regelmässige Untersuchung ab vierzig Jahren empfohlen.
Die erste Beschreibung der Prostata in anatomischer Hinsicht erfolgte bereits 300 vor Christus durch Herophilos von Chalkedon. Mit dem Beginn des Sezierens von Leichen im 16. Jahrhundert wurde die Prostata zunehmend erforscht. Die Drüse wird als männlicher G-Punkt bezeichnet. Eine Stimulation durch die Partnerin, vom Mann selbst oder im Rahmen einer erotischen Prostatamassage ist durchaus vergleichbar mit einer Stimulation des weiblichen G-Punktes. Ein durch Prostatamassage erzielter Orgasmus unterscheidet sich vom phallisch generierten Orgasmus deutlich und wird in der Regel als intensiver beschrieben. Auch hier kann der Unterschied mit einem Vergleich zum vaginalen und klitoralen Höhepunkt der Frau angedeutet werden. Die Prostatamassage ist eine Spielart analer Lust. Die beständige Steigerung des Erregungsgrades des Mannes wirkt dabei geradezu als Katalysator der Lust. Der als intensiv empfundene Höhepunkt durch Anregung der Vorsteherdrüse entsteht dadurch, dass in der Vorsteherdrüse ein grosses Nervenbündel angesiedelt ist. Mediziner raten zu einer regelmässigen Massage der Prostata, weil die damit verbundene bessere Durchblutung sich förderlich auf die Gesundheit auswirkt. Aus taoistischer Sicht dienen solche Massagen schon seit Jahrhunderten der Erhaltung der Manneskraft.