Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03331.jsonl.gz/250

Ziele
«Ganzheitliche, rechtebasierte Sexualaufklärung fördert die Gesundheit, das Wohlbefinden, die nachhaltige und soziale Bildung und stützt die Grundsätze unserer Gesellschaft betreffend Inklusion und Gleichstellung.
Sie trägt aktiv zur Entwicklung von Autonomie, Toleranz und Wohlbefinden aller bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur Prävention von sexueller Gewalt, insbesondere bei den Jüngsten.»(1)
Sexualaufklärung strebt folgende Ziele an:
-
Sie trägt zu einem sozialen Klima bei, das durch Toleranz, Offenheit und Respekt geprägt ist.
-
Sie fördert die Achtung der sexuellen Vielfalt.
-
Sie befähigt die Menschen, informierte Entscheidungen zu treffen und entsprechend eigen- und partnerverantwortlich zu handeln.
-
Sie fördert Bewusstsein und Kenntnisse über den menschlichen Körper, seine Entwicklung und Funktionen.
-
Sie unterstützt und fördert die psychosexuelle Entwicklung des Menschen.
-
Sie stellt angemessene Informationen bereit, über die körperlichen, kognitiven, sozialen, emotionalen und kulturellen Aspekte der Sexualität, über Verhütung und die Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen, HIV und sexualisierte Gewalt.
-
Sie vermittelt die nötigen psychosozialen Kompetenzen, um mit allen Aspekten von Sexualität und Beziehungen umgehen zu können. D.h.:
- kommunizieren können
- sich eine Meinung bilden können
- die eigene Meinung vertreten können
- verhandeln können
- Entscheidungen treffen können
- einen kritischen Geist entwickeln
- mit Stress umgehen können
- selbstvertrauen sich und seinen eigenen Fähigkeiten gegenüber entwickeln
- Verantwortung übernehmen können
-
Beziehungen eingehen können, mit sich und mit anderen
-
Sie verbreitet Informationen über den Zugang zu Beratung und zu medizinischen Leistungen.
-
Sie regt eine Reflexion über Sexualität und unterschiedliche Normen und Werte hinsichtlich der Menschenrechte an.
-
Sie unterstützt die Fähigkeit, (sexuelle) Beziehungen aufzubauen, die sich durch gegenseitiges Verständnis und Respekt für die Bedürfnisse und Grenzen des Gegenübers auszeichnen, um gleichberechtigte Beziehungen zu führen.
- Sie befähigt über Sexualität, Emotionen und Beziehungen zu sprechen.(2)
- (1) ARTANES et SANTÉ SEXUELLE Suisse, Cadre de référence pour l'éducation sexuelle en Suisse romande, 2014, S.11 (Papierversion)
- (2) WHO und BZgA, Standards für die Sexualaufklärung in Europa, 2010/2011, S.31