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Nach Indira Gandhi ist Maria Tereza Jorge Pádua die zweite Frau, die mit der höchsten Auszeichnung des IUCN bedacht worden ist. Die Landwirtschaftsingenieurin und Ökologin hat in den 70er und 80er Jahren für das Instituto Brasileiro de Desenvolvimento Florestal gearbeitet.
Während dieser Zeit sind unter ihrer Leitung acht Millionen Hektar Amazonas-Regenwald als Reservate und Nationalparks unter Schuzt gestellt worden, darunter die erste Schutzeinheit Amazoniens.
In Interviews hat sie selbst immer wieder auf die Arbeit im Team mit Forschern verwiesen, deren Einsatz letztlich zur Ausweisung der Schutzgebiete geführt hat, wie sie hervorhebt. Die Teams und sie haben Erstaunliches geleistet, zumal sie während der Militärdiktatur tätig waren und in einer Zeit, in der in Brasilien vom Naturschutz noch keine Rede war.
Mitgewirkt hat Maria Tereza Jorge Pádua bei der Ausweisung der Hälfte aller Schutzgebiete Brasiliens. Sie ist zudem Gründungsmitglied der “Fundação Pró-natureza” (Funatura), die sie neun Jahre lang als Präsidentin angeführt hat.
Während dieser Zeit hat sie sich für die Anerkennung des ersten privaten Schutzgebietes Brasiliens (RPPN) eingesetzt und die Gründung der ersten Schutzfläche der brasilianischen Savanne Cerrado.
Viele wichtige Naturschutzprojekte sind von ihr gefördert worden. Eine fundamentale Rolle hat sie beispielsweise bei der Einrichtung des Tamar-Projektes gespielt, mit dem Seeschildkröten geschützt werden und das heute stolze Erfolge vorweisen kann.
Auch bei der Gründung des Forschungszentrums für Wildvögel (Cemave) war sie maßgeblich beteiligt. Stark gemacht hat sich die Brasilianerin ebenso bei internationalen Institutionen wie dem IUCN, dem World Resources Institute (WRI) und dem WWF-International.
Die “John C. Phillips Memorial Medal” ist seit 1963 bisher 16 Mal verliehen worden. Ausgezeichnet werden mit ihr Menschen, die sich auf herausragende Weise für den Naturschutz einsetzen.