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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2015.00527 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiberin Oertli Urteil vom 12. August 2015 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe Christe & Isler Rechtsanwälte Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1958, war seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 1988 als Bauarbeiter tätig ( Urk. 7/3/2-4 und Urk. 7/22 S. 7), als er sich am 9. März 2011 nach einer längeren Abwesenheit vom Arbeitsplatz unter Hinweis auf Rückenschmerzen, Diskushernie und psychosomatische Probleme (Urk. 7/6/11) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung anmeldete ( Urk. 7/7). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf erwerbliche ( Urk. 7/12 und Urk. 7/15 ) sowie medizinische ( Urk. 7/13/5-6, Urk. 7/16, Urk. 7/17 und Urk. 7/18/5-8) Abklärungen und veranlasste in diesem Rahmen insbesondere ein psychiatrisches Gutachten bei der Y.___ ( vgl. Expertise vom 13. März 2012, Urk. 7/24). Zudem zog sie die Akten des Krankentaggeldversicherers Con cordia, Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, bei, der bei der Z.___ ein e Expertise in Auftrag gegeben hatte ( vgl. Bericht zum Assessment vom 25. Oktober 2011, Urk. 7/22). Gestützt auf das Gutachten der Y.___ (vgl. Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes, RAD, vom 4. April 2012, Urk. 7/26 S. 5 f.) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 21. August 2012 mit Wirkung ab 1. September 2011 eine ganze Invalidenrente zu ( Urk. 7/ 38 ). Zudem auferlegte sie ihm, im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht während eines Jahres eine intensi vierte, regelmässige Behandlung bei einem Facharzt für Psychiatrie durchzu führen ( Urk. 7/27) 1.2 Im Juni 2013 nahm die IV-Stelle eine revisionsweise Überprüfung des Renten an spruchs an die Hand ( Urk. 7/43) und holte beim Hausarzt med. pract. A.___ ( Urk. 7/50/1) sowie beim behandelnden Psychiater Dr. med. B.___, FMH Psy chiatrie und Psychotherapie ( Urk. 7/53/1-3), Verlaufsberichte ein. Mit Vor be scheid vom 3. Dezember 2014 stellte sie X.___ die wiedererwä gungsweise Aufhebung des Rentenanspruchs in Aussicht ( Urk. 7/57). Am 11. Dezember 2014 fand ein Eingliederungsberatungsgespräch statt (Urk. 7/59) und am selben Tag erging die Mitteilung, dass die Unterstützung bei der beruf lichen Eingliederung wieder abgeschlossen werde, da sich der Versicherte sub jektiv vollständig arbeitsunfähig fühle (Urk. 7/60). Auf Einwand des Versicher ten gegen den Vorbescheid hin ( Urk. 7/61 und Urk. 7/64) erliess die IV Stelle am 1 2. Februar 2015 einen neuen Vorbescheid, in dem sie wiederum die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 21. August 2012 sowie der Rente in Aussicht stellte ( Urk. 7/66). Nach erneutem Einwand de s Versi cherten ( Urk. 7/67) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 21. August 2012 wie angekündigt mit Verfügung vom 25. März 2015 wiedererwägungsweise auf. Sie stellte die Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein und e ntzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 25. März 2015 erhob X.___ am 11. Mai 2015 Beschwerde ( Urk. 1) mit dem Antrag, diese sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Zudem beantragte er, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung wiederzuerteilen (S. 2). Die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Vernehmlassung vom 19. Juni 2015 (Urk. 6) wird dem Beschwerdeführer mit heutigem Urteil zur Kenntnis gebracht. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Ve rwaltung auf formell rechtskräf tige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; BGE 133 V 50 E. 4.1). 1.2 Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit – als Schranke für ein wieder erwä gungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Leistungs zusprechung – ist rechtsprechungsgemäss so zu handhaben, dass die Wieder erwägung nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprüfung von Dauerleistungen wird, zumal es nicht dem Sinn der Wiedererwägung ent spricht, laufende Ansprüche zufolge nachträglicher besserer Einsicht der Durch führungs organe jederzeit einer Neubeurteilung zuführen zu können (Urteil des Bundegeri chts I 276/04 vom 28. Juli 2005 E. 5.1 ; vgl. ferner SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 3.2 ). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsre geln erfolgt ist oder wenn massgebende Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung not wendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen ( Invaliditätsbe messung, Arbeitsunfähigkeits schätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfra gen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 3 0. August 2011 E. 2.5.1). Zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung kann (auch) bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Eine auf kei ner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähig keit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entspre chende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 9C_1014/2008 vom 1 4. April 2009 E. 3.2.2). Entscheidend ist nicht, ob die frühere Leistungszusprache unter Berücksichti gung sämtlicher Teilaspekte richtig und angemessen war, sondern ob sie mit Blick auf die damalige Sach- und Rechtslage insgesamt als vertretbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9 C_575/2007 vom 1 8. Oktober 2007 E. 3.3). 1.3 Bei Renten der Invalidenversicherung im Besonderen ist zu beachten, dass die Ermittlung des Invaliditätsgrades verschiedene Ermessenszüge aufweisende Elemente und Schritte umfasst. Zu denken ist namentlich an die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall bedingte Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, und Art. 6 ATSG). Hier bedarf es für die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung. Scheint die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Rentenzusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (Urteile des Bundesgerichts I 632/ 04 vom 2 3. Februar 2005 E. 3.1 und 9C_215/2007 vom 2. Juli 2007 E. 3.2). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die wiedererwägungsweise Aufhebung der ganzen Rente mit der bis vor kurzem geltenden Überwindbarkeitsrechtspre chung des Bundesgerichts sowie mit der Praxis, wonach leichte bis höchstens mittelschwere depressive Episode n in diesem Zusammenhang als Begleiterschei nung einer somatoformen Schmerzstörung und nicht als selbständige, vom Schmerzsyndrom losgelöste psychische Komorbidität geltend würden. Sie kam zum Schluss, aufgrund der Rechtsprechung liege kein invalidenversicherungs relevanter Gesundheitsschaden mehr vor. Im Weiteren sei bei der Rentenzuspra che von einer schweren Depression ausgegangen worden, obwohl im Gutachten der Z.___ vom 1 5. November 2011 eine überdurchschnittliche Tendenz zur Somatisierung und eine überdurchschnittliche phobische Angst attestiert wor den seien. Auch die andern vor dem Y.___ -Gutachten ergangenen medizinischen Vorakten hätten höchstens eine mittelschwere Depression attestiert. Insgesamt liege kein lang anhaltender Gesundheitsschaden von erheblicher Schwere vor, weshalb kein Anspruch auf eine Rente bestehe (Urk. 2 S. 2 f.). 2.2 Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, im Y.___ -Gutachten vom 1 3. März 2012 sei nachvollziehbar und zutreffend dargelegt worden, weshalb keine an haltende somatoforme Schmerzstörung, sondern in psychischer Hinischt eine eigenständige chronifizierte depressive Störung schweren Grades vorliege. Es leuchte absolut nicht ein, inwiefern die Rentenverfügung vom 2 1. August 2012 unter diesen Umständen zweifell os unrichtig gewesen sein soll (Urk. 1 S. 5 f. Ziff. 5 f.). 3. 3.1 Die ursprüngliche Renten zusprache erfolgte im Wesentlichen gestützt auf das durch die IV-Stelle veranlasste psychiatrische Gutachten der Y.___ vom 1 3. März 2012 ( Urk. 7/24). Darin stellten die Gutachter innen, Dr. med. C.___, Assistenz ärztin, und Dr. med. D.___, Leitende Ärztin und Fachärztin Psychiatrie und Psy chotherapie, die Diagnose einer schweren depressiven Episode ohne psychoti sche Symptome (ICD-10 F32.2). Sie gaben an, der Beschwerdeführer sei in gedrückter Stimmung und beklage Interessen-, Freud - sowie Antriebslosigkeit. Im Weiteren seien die Konzentration und die Aufmerksamkeit stark einge schränkt gewesen. Es bestünden ein Verlust des Selbstwertgefühls sowie Gefühle von Nutzlosigkeit und Schuld. Die Kopf- und Nackenschmerzen würden sie als somatische Symptomkomponente sehen. Bei einer schweren Depression sei das somatische Syndrom generell fast immer vorhanden. Auch die psycho metrische Diagnostik (BDI und HAM-D-21) erhärte die klinische Diagnose. Die Sy mptome der depressiven Erkrankung wirkten sich klinisch und gemäss Mini-ICF APP als mittelschwere bis schwere Beeinträchtigun g in allen Lebensberei chen aus (S. 18). Die Gutachter innen führten weiter aus, die Diagnose einer anhaltenden somato formen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) werde von ihnen nicht gestellt, da sie nur angezeigt sei, wenn der andauernde, schwere und quälende Schmerz nicht durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung vollständig erklärt werden könne. Auch bestehe beim Beschwerdeführer keine histrionische Verarbeitung der organisch verursachten Schmerzen. So habe er sich während den Befragungen nicht vorwurfsvoll gezeigt und auch kein Aufmerksamkeit suchendes Verhalten präsentiert. Gemäss dem Bericht und der mündlichen Aussage von Prof. Dr. med. E.___, FMH Orthopädie und Traumatologie, Leiten der Arzt Orthopädie der Z.___, seien die körperlichen Beschwerden des Beschwerdeführers einem somatischen Korrelat zuordenbar ( vgl. Urk. 7/22/7-8 ). Im Austrittsbericht des F.___ vom 2 7. Juli 2011, in dem die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gestellt worden sei (vgl. Urk. 7/17), sei auch der Zusatz „bei allerdings somatisch nach gewiesenem klinisch rele vantem Befund, laut Klinik G.___ “ angefügt worden ( S. 18 und S. 22). Die Y.___ -Gutachter innen kamen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer seit September 2010 in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 20). Das gegenwärtige Belastungsprofil, das klinisch und ergänzend durch die psychometrische Testung mit dem Mini-ICF APP erhoben worden sei, enthalte ausgeprägte Leistungseinbussen in allen Lebensbereichen. Der Beschwerdeführer sei nur durch Unterstützung seiner Ehefrau in der Lage, sich um seine Basisbedürfnisse zu kümmern. Aufgrund der depressiven Erkran kung bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für den ersten und den geschützten Arbeitsmarkt. Es seien jedoch noch nicht alle Therapiemöglich keiten ausreichend ausgeschöpft. Durch eine konsequente psychopharmako logische Behandlung der depressiven Erkrankung nach international aner kannten Gui delines könne eine Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden, wobei als realistisches Therapieziel in erster Linie die Bewahrung von möglichst viel Eigenständigkeit in der selbständigen Lebensführung und die Verhinderung von weiterem Unterstützungsbedarf betrachtet werden müsse (S. 19). Aufgrund der Sprachbarriere könne der Beschwerdeführer nur sehr bedingt von zusätzlichen psychotherapeutischen Behandlungsangeboten profi tieren. Es sei davon auszu gehen, dass bei einer Beschwerdebesserung der depressiven Symptome auch seine Entscheidungsfähigkeit in Bezug auf eine Ausweitung von diagnostischen und therapeutischen Massnahmen hinsichtlich des Rückenleidens verbessert werden könne. Daher sei eine enge inter disziplinäre Zusammenarbeit von psy chiatrischen und somatischen Fachärzten erforderlich. In diesem Zusammen hang wären Auskünfte über den bisherigen Verlauf der ambulanten psychiatri schen Behandlung sehr dienlich gewesen, um die tatsächlich vorhandenen the rapeutischen Ressourcen beurteilen zu können (S. 21), wozu der behandelnden Psychiater Dr. med. B.___ aber nicht bereit gewesen sei (S. 13). Aus diesem Grund und aufgrund der Komplexität des Erkrankungsbildes sei es ihnen daher nicht möglich, die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit zu beurteilen, die sich durch Einsatz von medi zinischen Massnahmen ergeben könnte (S. 21). Der Beschwerdeführer habe sich im Rahmen seiner gegenwärtigen Möglichkeiten bemüht, seine Mit wirkungs pflicht in einem Gesamtbehandlungsplan zu erfüllen. Seine geringe Belast barkeit sei ein Symptom der schweren Depression (S. 19). 3. 2 Des Weiteren lag im Zeitpunkt der Rentenzusprache der Bericht de r Z.___ über das Assessment vom 2 5. Oktober 2011 zuh anden des Krankentaggeldversi cherers vor ( Urk. 7/22). Die Gutachter stellten die nachfolgenden Diagnosen (S. 4) : Chronisches lumboradikuläres Reizsyndrom, bekannt seit mehreren Jahren, anfänglich mehr links als rechts, aktuell vor allem rechts • leichte bis mittelgradige Degeneration der gesamten lumbalen Wirbelsäule, distal vor allem dorsal beton t • MRI LWS vom 16.9.2009: Rezessusstenose linksbetont bei Spondylarthrose L4/L5, geringer ausgeprägt L5/S1 link sbetont • MRI LWS vom 13. 10.2010: rechtsseitige Diskushern ie L5/S1 mit Affektion der Wur zel S1 rechts • Status nach Ne rvenwurzelblock S 1 rechts am 26. 11.2011 ( Klinik G.___ ) m ittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) a nhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) leichte Adipositas Die Gutachter hielten fest, der Beschwerdeführer habe in den letzten 23 oder 24 Jahren, seit er in H.___ respektive der Schweiz wohne, immer sehr streng und vorwiegend im Tiefbau gearbeitet. Seit Frühling 2011 sei er wegen chronischer Schmerzen lumbosakral und im rechten Bein zu 100 % arbeitsunfä hig geschrieben (S. 7). Die Ursache dieser Beschwerden sei mit grosser Wahr scheinlichkeit eine mediane Diskushernie L5/S1 bei mittelgradiger Degeneration der gesamten lumbalen Wirbelsäule. Durch diese median e Diskushernie sei es anfänglich zu e iner Nervenwurzelkompression der vorbeiziehenden Nervenwur zel S1 links gekommen, was die Symptomatik im linken Bein erklärt habe, und nun sei es zu einer Kompression der Nervenwurzel S1 rechts gekommen, was sie Symptomatik im rechten Bein erkläre (S. 4). Durch eine Infiltration dieser Ner venwurzel sei es diagnostisch-therapeutisch sehr wahrscheinlich, dass die Beschwerden zur Besserung gebracht werden könnten. Dies gelte i nsbesondere deshalb, weil es sich um eine kleine Diskushernie handle. Falls die se Therapie nicht ansprechen sollte, käme allenfalls eine Diskektomie L5/S1 in Frage. Der Beschwerdeführer werde mit dieser Therapie voraussichtlich wieder zu 100 % im Tiefbau arbeiten können. Dabei sei selbstverständlich auch die psychische Situation entscheidend, die jedoch sicher mit der Schmerzsituation zusammen hänge und durch Existenzängste beeinträchtigt sei. Voraussetzung für eine erfolgreiche Reintegration sei eine ganzheitliche Behandlung sowohl der soma tischen wie auch der psychischen Beschwerden (S. 7). Die Gutachter gaben zudem an, für die Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit sei eine Verminderung der depressiven Symptomatik zwingend (S. 5). 3.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. I.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho thera pie FMH, kam in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2012 ( Urk. 7/26 S. 5 f.) zum Schluss, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht auf das Gut achten der Y.___ abgestellt werden sollte. Demnach sei beim 54-jährigen Versi cherten ein kombinierter, somatisch-psychischer Gesundheitsschaden ausge wiesen. Anhand der Aktenlage sei derzeit vorwiegend eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) für die attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bishe riger und angepasster Tätigkeit verantwortlich. 4. 4.1 Zu prüfen ist, ob die Zusprechung einer ganzen Rente mit Verfügung vom 21. August 2012 zweifellos unrichtig war. Da die IV-Stelle bei ihrem Entscheid auf das Gutachten der Y.___ abstellte, bezieht sich diese Prüfung in erster Linie auf die darin enthalten en gutachterlichen Einschätzungen. 4.2 Vorweg ist festzuhalten, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessen sfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Dieser Ermessenscharakter kommt im Übrigen noch in gesteigertem Masse der Arbeits ( un ) fähig keitsschätzung zu (vgl. Urteil des Bundesgericht s 9C_78/2014 vom 18. März 2014 E. 4 mit Hinweisen). 4.3 Bei der Expertise der Y.___ handelt es sich keine s weg s um eine nicht nachvollzieh bare ärztliche Einschätzung ( vgl. E. 1. 2 ). Vielmehr erfüllt sie die rechtsprechungsgemässen Kriterien hinsichtlich der Beweiswertigkeit eines ärzt lichen Berichtes (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). So ist das Gutachten für die streitigen Belange umfassend. Es beruht auf eigenen psychiatrischen Untersuchungen unter Beizug eines Dolmetschers ( Urk. 7/24 S. 14) mit klini scher Befunderhebung und psychometrischer Diagnostik an zwei Gesprächster minen, wobei der zweite Termin von der leitenden Ärztin Dr. D.___ wahrge nommen wurde. Die Gutachter innen berücksichtigten die gekl agten Beschwer den angemessen, hatten Kenntnis de r Vorakten und holten eigens zusätzliche Auskünfte ein beim Hausarzt pract. med. A.___ sowie beim leitenden Arzt Orthopädie der Z.___, der den Bericht zum Assessment vom 2 5. Oktober 2011 m itunterzeichnet hatte. Der behandelnde Psychiater wollte keine telefoni schen Auskünfte erteilen. Schliesslich sind die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge, die Beurtei lung der medizinischen Situation und die Auseinandersetzung mit den Vorberichten nachvollziehbar. Dies gilt i nsbesondere für die Begründung, wo nach die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstör ung bei vor handenem somatischem Korrelat und fehlender histrionischer Verarbeitung der organisch versursachten Schmerzen nicht gestellt werden könne. Nicht zu überzeugen vermag demgegenüber der Hinweis der Beschwerdegegne rin, im Gutachten der Y.___ sei die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung deshalb nicht gestellt worden, weil es sich um ein psychiatrisches Gutachten handle ( Urk. 2 S. 3), ist die anhaltende somatoforme Schmerzstörung doch eine psychische Erkrankung ( vgl. Dilling / Mombour /Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 9. Auflage 2014, S. 233 zu ICD-10 F45.4). Die Begründung, wonach die depressive Störung als nicht invalidisierende Begleit erscheinung der somatoformen Schmerzstörung gelte ( Urk. 2 S. 2), erweist sich somit bereits mangels entsprechender Diagnose im massgeblichen Gutachten der Y.___ als unzutreffend. Daran vermag auch der Umstand, dass der behandelnde Psychiater in seinem im Revisionsverfahren eingeholten Bericht vom 2 9. November 2014 ( Urk. 7/53/1-3) wieder eine chronische Schmerzstö rung (ICD-10 F45.41) diagnostizierte, nicht s zu ändern. 4. 4 Der Umstand, dass die Gutachter der Z.___ anlässlich ihre s Assessments vom 2 5. Oktober 2011 neben der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (nur) eine mittelgradige depressive Episode feststellten (vgl. Urk. 7/22/7), lässt die Diagnose einer schweren depressiven Episode im Y.___ -Gutachten nicht als unzutreffend erscheinen, fanden die psychiatrischen Untersuchungen der Y.___ doch erst im Februar 2012 statt ( Urk. 7/23) und weist auch die telefonische Auskunft des Hausarztes, der von einem Zusammenbruch in der Arztpraxis vor Neujahr berichtete ( Urk. 7/24 S. 12), auf eine in der Zwischenzeit eingetretene Zuspitzung der psychischen Beschwerden hin. 4. 5 Dass die Y.___ -Gutachter innen in Anbetracht der erhobenen Befunde, d ie sie eine r schwere n depressive n Episode zuordneten, von einer 100%ige n Arbeits unfähigkeit a usgingen, ist ebenfalls schlüssig und steht im Übrigen im Einklang mit der Beurteilung der Ärzte des F.___ vom 2 7. Juli 2011 ( Urk. 7/53/7). D ie RAD -Psychiaterin teilte diese gutachterliche Einschätzung in ihrer Stellungnahme zur Expertise de r Y.___ (vgl. E 3.3), so dass die ursprüngliche Leistungszusprache keineswegs zweifellos unrichtig war. 4. 6 Auch die im Revisionsverfahren eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte ( Urk. 7/50/1 und Urk. 7/53/1-3) lassen nicht auf Mängel im Y.___ -Gutachten schliessen. So weist etwa d er behandelnde Psychiater in seinem Bericht vo m 26. November 2014 ( Urk. 7/53/1 -3) darauf hin, dass intermittierend auch depressive Episoden schweren Grades auf ge treten seien. 4. 7 Was die im Rahmen der Schadenminderungspflicht auferlegte Weiterführung einer intensivierten, regelmässigen Behandlung durch einen Facharzt für Psy chiatrie (vgl. Urk. 7/27) betrifft, ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer laut den Angaben von Dr. B.___ immer noch in regelmässiger p sychiatrischer Behandlung steht ( Urk. 7/53). Die Empfehlung im Y.___ - Gutachten war aber unter Hinweis auf sprachliche Barrieren vor allem auf eine Intensivierung der medikamentösen Behandlungsmassnahmen gerichtet. Eine dieser Empfehlung entsprechende Schadenmind er ungsmassnahme wurde dem Beschwerdeführer bislang nicht auferlegt. 5. Es bleibt anzumerken, dass es der Beschwerdegegnerin unbenommen ist, im Rahmen eines weiteren Revisionsverfahrens Abklärungen zu eine r allfällige n Verbesserung des somatischen und/oder psychischen Gesundheitszustandes des Versicherten an die Hand zu nehmen. D en bisher getroffenen Abklärungen, namentlich den im Revisionsverfahren ein ge holten Arztberichten ( Urk. 7/50/1 und Urk. 7/53/1-3), sind allerdings keine Anhaltspunkte für eine solche Ver besserung zu entnehmen, weshalb auch eine revisionsweise Aufhebung der Rente nicht in Frage kommt. Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 2 5. März 2015 ( Urk. 2) mit der Feststellung aufzuheben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 6. Mit dem Entscheid in der Sache selbst wird das beschwerdeweise gestellte Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde (Urk. 1 S. 2 ) gegenstandslos. 7. Die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der B eschwerdegegnerin aufzuerle gen. Der Beschwerdeführer hat zudem Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozial versicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen zu bemessen und bei einem praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % ) auf Fr. 2‘100.-- (inkl. Mehrwert steuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 5. März 2015 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversi cherung hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 2‘100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Christe, unter Beilage von Urk. 6 - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - ASGA Pensionskasse Genossenschaft, Postfach, 9001 St. Gallen - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubOertli

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2015.00527 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Fehr Gerichtsschreiberin Oertli Urteil vom 12. August 2015 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe Christe & Isler Rechtsanwälte Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1958, war seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 1988 als Bauarbeiter tätig ( Urk. 7/3/2-4 und Urk. 7/22 S. 7), als er sich am 9. März 2011 nach einer längeren Abwesenheit vom Arbeitsplatz unter Hinweis auf Rückenschmerzen, Diskushernie und psychosomatische Probleme (Urk. 7/6/11) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung anmeldete ( Urk. 7/7). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf erwerbliche ( Urk. 7/12 und Urk. 7/15 ) sowie medizinische ( Urk. 7/13/5-6, Urk. 7/16, Urk. 7/17 und Urk. 7/18/5-8) Abklärungen und veranlasste in diesem Rahmen insbesondere ein psychiatrisches Gutachten bei der Y.___ ( vgl. Expertise vom 13. März 2012, Urk. 7/24). Zudem zog sie die Akten des Krankentaggeldversicherers Con cordia, Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, bei, der bei der Z.___ ein e Expertise in Auftrag gegeben hatte ( vgl. Bericht zum Assessment vom 25. Oktober 2011, Urk. 7/22). Gestützt auf das Gutachten der Y.___ (vgl. Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes, RAD, vom 4. April 2012, Urk. 7/26 S. 5 f.) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 21. August 2012 mit Wirkung ab 1. September 2011 eine ganze Invalidenrente zu ( Urk. 7/ 38 ). Zudem auferlegte sie ihm, im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht während eines Jahres eine intensi vierte, regelmässige Behandlung bei einem Facharzt für Psychiatrie durchzu führen ( Urk. 7/27) 1.2 Im Juni 2013 nahm die IV-Stelle eine revisionsweise Überprüfung des Renten an spruchs an die Hand ( Urk. 7/43) und holte beim Hausarzt med. pract. A.___ ( Urk. 7/50/1) sowie beim behandelnden Psychiater Dr. med. B.___, FMH Psy chiatrie und Psychotherapie ( Urk. 7/53/1-3), Verlaufsberichte ein. Mit Vor be scheid vom 3. Dezember 2014 stellte sie X.___ die wiedererwä gungsweise Aufhebung des Rentenanspruchs in Aussicht ( Urk. 7/57). Am 11. Dezember 2014 fand ein Eingliederungsberatungsgespräch statt (Urk. 7/59) und am selben Tag erging die Mitteilung, dass die Unterstützung bei der beruf lichen Eingliederung wieder abgeschlossen werde, da sich der Versicherte sub jektiv vollständig arbeitsunfähig fühle (Urk. 7/60). Auf Einwand des Versicher ten gegen den Vorbescheid hin ( Urk. 7/61 und Urk. 7/64) erliess die IV Stelle am 1 2. Februar 2015 einen neuen Vorbescheid, in dem sie wiederum die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 21. August 2012 sowie der Rente in Aussicht stellte ( Urk. 7/66). Nach erneutem Einwand de s Versi cherten ( Urk. 7/67) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 21. August 2012 wie angekündigt mit Verfügung vom 25. März 2015 wiedererwägungsweise auf. Sie stellte die Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein und e ntzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 25. März 2015 erhob X.___ am 11. Mai 2015 Beschwerde ( Urk. 1) mit dem Antrag, diese sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Zudem beantragte er, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung wiederzuerteilen (S. 2). Die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Vernehmlassung vom 19. Juni 2015 (Urk. 6) wird dem Beschwerdeführer mit heutigem Urteil zur Kenntnis gebracht. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Ve rwaltung auf formell rechtskräf tige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; BGE 133 V 50 E. 4.1). 1.2 Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit – als Schranke für ein wieder erwä gungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Leistungs zusprechung – ist rechtsprechungsgemäss so zu handhaben, dass die Wieder erwägung nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprüfung von Dauerleistungen wird, zumal es nicht dem Sinn der Wiedererwägung ent spricht, laufende Ansprüche zufolge nachträglicher besserer Einsicht der Durch führungs organe jederzeit einer Neubeurteilung zuführen zu können (Urteil des Bundegeri chts I 276/04 vom 28. Juli 2005 E. 5.1 ; vgl. ferner SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 3.2 ). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsre geln erfolgt ist oder wenn massgebende Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung not wendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen ( Invaliditätsbe messung, Arbeitsunfähigkeits schätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfra gen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 3 0. August 2011 E. 2.5.1). Zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung kann (auch) bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Eine auf kei ner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähig keit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entspre chende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 9C_1014/2008 vom 1 4. April 2009 E. 3.2.2). Entscheidend ist nicht, ob die frühere Leistungszusprache unter Berücksichti gung sämtlicher Teilaspekte richtig und angemessen war, sondern ob sie mit Blick auf die damalige Sach- und Rechtslage insgesamt als vertretbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9 C_575/2007 vom 1 8. Oktober 2007 E. 3.3). 1.3 Bei Renten der Invalidenversicherung im Besonderen ist zu beachten, dass die Ermittlung des Invaliditätsgrades verschiedene Ermessenszüge aufweisende Elemente und Schritte umfasst. Zu denken ist namentlich an die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall bedingte Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, und Art. 6 ATSG). Hier bedarf es für die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung. Scheint die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Rentenzusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (Urteile des Bundesgerichts I 632/ 04 vom 2 3. Februar 2005 E. 3.1 und 9C_215/2007 vom 2. Juli 2007 E. 3.2). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die wiedererwägungsweise Aufhebung der ganzen Rente mit der bis vor kurzem geltenden Überwindbarkeitsrechtspre chung des Bundesgerichts sowie mit der Praxis, wonach leichte bis höchstens mittelschwere depressive Episode n in diesem Zusammenhang als Begleiterschei nung einer somatoformen Schmerzstörung und nicht als selbständige, vom Schmerzsyndrom losgelöste psychische Komorbidität geltend würden. Sie kam zum Schluss, aufgrund der Rechtsprechung liege kein invalidenversicherungs relevanter Gesundheitsschaden mehr vor. Im Weiteren sei bei der Rentenzuspra che von einer schweren Depression ausgegangen worden, obwohl im Gutachten der Z.___ vom 1 5. November 2011 eine überdurchschnittliche Tendenz zur Somatisierung und eine überdurchschnittliche phobische Angst attestiert wor den seien. Auch die andern vor dem Y.___ -Gutachten ergangenen medizinischen Vorakten hätten höchstens eine mittelschwere Depression attestiert. Insgesamt liege kein lang anhaltender Gesundheitsschaden von erheblicher Schwere vor, weshalb kein Anspruch auf eine Rente bestehe (Urk. 2 S. 2 f.). 2.2 Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, im Y.___ -Gutachten vom 1 3. März 2012 sei nachvollziehbar und zutreffend dargelegt worden, weshalb keine an haltende somatoforme Schmerzstörung, sondern in psychischer Hinischt eine eigenständige chronifizierte depressive Störung schweren Grades vorliege. Es leuchte absolut nicht ein, inwiefern die Rentenverfügung vom 2 1. August 2012 unter diesen Umständen zweifell os unrichtig gewesen sein soll (Urk. 1 S. 5 f. Ziff. 5 f.). 3. 3.1 Die ursprüngliche Renten zusprache erfolgte im Wesentlichen gestützt auf das durch die IV-Stelle veranlasste psychiatrische Gutachten der Y.___ vom 1 3. März 2012 ( Urk. 7/24). Darin stellten die Gutachter innen, Dr. med. C.___, Assistenz ärztin, und Dr. med. D.___, Leitende Ärztin und Fachärztin Psychiatrie und Psy chotherapie, die Diagnose einer schweren depressiven Episode ohne psychoti sche Symptome (ICD-10 F32.2). Sie gaben an, der Beschwerdeführer sei in gedrückter Stimmung und beklage Interessen-, Freud - sowie Antriebslosigkeit. Im Weiteren seien die Konzentration und die Aufmerksamkeit stark einge schränkt gewesen. Es bestünden ein Verlust des Selbstwertgefühls sowie Gefühle von Nutzlosigkeit und Schuld. Die Kopf- und Nackenschmerzen würden sie als somatische Symptomkomponente sehen. Bei einer schweren Depression sei das somatische Syndrom generell fast immer vorhanden. Auch die psycho metrische Diagnostik (BDI und HAM-D-21) erhärte die klinische Diagnose. Die Sy mptome der depressiven Erkrankung wirkten sich klinisch und gemäss Mini-ICF APP als mittelschwere bis schwere Beeinträchtigun g in allen Lebensberei chen aus (S. 18). Die Gutachter innen führten weiter aus, die Diagnose einer anhaltenden somato formen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) werde von ihnen nicht gestellt, da sie nur angezeigt sei, wenn der andauernde, schwere und quälende Schmerz nicht durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung vollständig erklärt werden könne. Auch bestehe beim Beschwerdeführer keine histrionische Verarbeitung der organisch verursachten Schmerzen. So habe er sich während den Befragungen nicht vorwurfsvoll gezeigt und auch kein Aufmerksamkeit suchendes Verhalten präsentiert. Gemäss dem Bericht und der mündlichen Aussage von Prof. Dr. med. E.___, FMH Orthopädie und Traumatologie, Leiten der Arzt Orthopädie der Z.___, seien die körperlichen Beschwerden des Beschwerdeführers einem somatischen Korrelat zuordenbar ( vgl. Urk. 7/22/7-8 ). Im Austrittsbericht des F.___ vom 2 7. Juli 2011, in dem die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gestellt worden sei (vgl. Urk. 7/17), sei auch der Zusatz „bei allerdings somatisch nach gewiesenem klinisch rele vantem Befund, laut Klinik G.___ “ angefügt worden ( S. 18 und S. 22). Die Y.___ -Gutachter innen kamen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer seit September 2010 in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 20). Das gegenwärtige Belastungsprofil, das klinisch und ergänzend durch die psychometrische Testung mit dem Mini-ICF APP erhoben worden sei, enthalte ausgeprägte Leistungseinbussen in allen Lebensbereichen. Der Beschwerdeführer sei nur durch Unterstützung seiner Ehefrau in der Lage, sich um seine Basisbedürfnisse zu kümmern. Aufgrund der depressiven Erkran kung bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für den ersten und den geschützten Arbeitsmarkt. Es seien jedoch noch nicht alle Therapiemöglich keiten ausreichend ausgeschöpft. Durch eine konsequente psychopharmako logische Behandlung der depressiven Erkrankung nach international aner kannten Gui delines könne eine Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden, wobei als realistisches Therapieziel in erster Linie die Bewahrung von möglichst viel Eigenständigkeit in der selbständigen Lebensführung und die Verhinderung von weiterem Unterstützungsbedarf betrachtet werden müsse (S. 19). Aufgrund der Sprachbarriere könne der Beschwerdeführer nur sehr bedingt von zusätzlichen psychotherapeutischen Behandlungsangeboten profi tieren. Es sei davon auszu gehen, dass bei einer Beschwerdebesserung der depressiven Symptome auch seine Entscheidungsfähigkeit in Bezug auf eine Ausweitung von diagnostischen und therapeutischen Massnahmen hinsichtlich des Rückenleidens verbessert werden könne. Daher sei eine enge inter disziplinäre Zusammenarbeit von psy chiatrischen und somatischen Fachärzten erforderlich. In diesem Zusammen hang wären Auskünfte über den bisherigen Verlauf der ambulanten psychiatri schen Behandlung sehr dienlich gewesen, um die tatsächlich vorhandenen the rapeutischen Ressourcen beurteilen zu können (S. 21), wozu der behandelnden Psychiater Dr. med. B.___ aber nicht bereit gewesen sei (S. 13). Aus diesem Grund und aufgrund der Komplexität des Erkrankungsbildes sei es ihnen daher nicht möglich, die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit zu beurteilen, die sich durch Einsatz von medi zinischen Massnahmen ergeben könnte (S. 21). Der Beschwerdeführer habe sich im Rahmen seiner gegenwärtigen Möglichkeiten bemüht, seine Mit wirkungs pflicht in einem Gesamtbehandlungsplan zu erfüllen. Seine geringe Belast barkeit sei ein Symptom der schweren Depression (S. 19). 3. 2 Des Weiteren lag im Zeitpunkt der Rentenzusprache der Bericht de r Z.___ über das Assessment vom 2 5. Oktober 2011 zuh anden des Krankentaggeldversi cherers vor ( Urk. 7/22). Die Gutachter stellten die nachfolgenden Diagnosen (S. 4) : Chronisches lumboradikuläres Reizsyndrom, bekannt seit mehreren Jahren, anfänglich mehr links als rechts, aktuell vor allem rechts • leichte bis mittelgradige Degeneration der gesamten lumbalen Wirbelsäule, distal vor allem dorsal beton t • MRI LWS vom 16.9.2009: Rezessusstenose linksbetont bei Spondylarthrose L4/L5, geringer ausgeprägt L5/S1 link sbetont • MRI LWS vom 13. 10.2010: rechtsseitige Diskushern ie L5/S1 mit Affektion der Wur zel S1 rechts • Status nach Ne rvenwurzelblock S 1 rechts am 26. 11.2011 ( Klinik G.___ ) m ittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) a nhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) leichte Adipositas Die Gutachter hielten fest, der Beschwerdeführer habe in den letzten 23 oder 24 Jahren, seit er in H.___ respektive der Schweiz wohne, immer sehr streng und vorwiegend im Tiefbau gearbeitet. Seit Frühling 2011 sei er wegen chronischer Schmerzen lumbosakral und im rechten Bein zu 100 % arbeitsunfä hig geschrieben (S. 7). Die Ursache dieser Beschwerden sei mit grosser Wahr scheinlichkeit eine mediane Diskushernie L5/S1 bei mittelgradiger Degeneration der gesamten lumbalen Wirbelsäule. Durch diese median e Diskushernie sei es anfänglich zu e iner Nervenwurzelkompression der vorbeiziehenden Nervenwur zel S1 links gekommen, was die Symptomatik im linken Bein erklärt habe, und nun sei es zu einer Kompression der Nervenwurzel S1 rechts gekommen, was sie Symptomatik im rechten Bein erkläre (S. 4). Durch eine Infiltration dieser Ner venwurzel sei es diagnostisch-therapeutisch sehr wahrscheinlich, dass die Beschwerden zur Besserung gebracht werden könnten. Dies gelte i nsbesondere deshalb, weil es sich um eine kleine Diskushernie handle. Falls die se Therapie nicht ansprechen sollte, käme allenfalls eine Diskektomie L5/S1 in Frage. Der Beschwerdeführer werde mit dieser Therapie voraussichtlich wieder zu 100 % im Tiefbau arbeiten können. Dabei sei selbstverständlich auch die psychische Situation entscheidend, die jedoch sicher mit der Schmerzsituation zusammen hänge und durch Existenzängste beeinträchtigt sei. Voraussetzung für eine erfolgreiche Reintegration sei eine ganzheitliche Behandlung sowohl der soma tischen wie auch der psychischen Beschwerden (S. 7). Die Gutachter gaben zudem an, für die Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit sei eine Verminderung der depressiven Symptomatik zwingend (S. 5). 3.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. I.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho thera pie FMH, kam in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2012 ( Urk. 7/26 S. 5 f.) zum Schluss, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht auf das Gut achten der Y.___ abgestellt werden sollte. Demnach sei beim 54-jährigen Versi cherten ein kombinierter, somatisch-psychischer Gesundheitsschaden ausge wiesen. Anhand der Aktenlage sei derzeit vorwiegend eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) für die attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bishe riger und angepasster Tätigkeit verantwortlich. 4. 4.1 Zu prüfen ist, ob die Zusprechung einer ganzen Rente mit Verfügung vom 21. August 2012 zweifellos unrichtig war. Da die IV-Stelle bei ihrem Entscheid auf das Gutachten der Y.___ abstellte, bezieht sich diese Prüfung in erster Linie auf die darin enthalten en gutachterlichen Einschätzungen. 4.2 Vorweg ist festzuhalten, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessen sfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Dieser Ermessenscharakter kommt im Übrigen noch in gesteigertem Masse der Arbeits ( un ) fähig keitsschätzung zu (vgl. Urteil des Bundesgericht s 9C_78/2014 vom 18. März 2014 E. 4 mit Hinweisen). 4.3 Bei der Expertise der Y.___ handelt es sich keine s weg s um eine nicht nachvollzieh bare ärztliche Einschätzung ( vgl. E. 1. 2 ). Vielmehr erfüllt sie die rechtsprechungsgemässen Kriterien hinsichtlich der Beweiswertigkeit eines ärzt lichen Berichtes (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). So ist das Gutachten für die streitigen Belange umfassend. Es beruht auf eigenen psychiatrischen Untersuchungen unter Beizug eines Dolmetschers ( Urk. 7/24 S. 14) mit klini scher Befunderhebung und psychometrischer Diagnostik an zwei Gesprächster minen, wobei der zweite Termin von der leitenden Ärztin Dr. D.___ wahrge nommen wurde. Die Gutachter innen berücksichtigten die gekl agten Beschwer den angemessen, hatten Kenntnis de r Vorakten und holten eigens zusätzliche Auskünfte ein beim Hausarzt pract. med. A.___ sowie beim leitenden Arzt Orthopädie der Z.___, der den Bericht zum Assessment vom 2 5. Oktober 2011 m itunterzeichnet hatte. Der behandelnde Psychiater wollte keine telefoni schen Auskünfte erteilen. Schliesslich sind die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge, die Beurtei lung der medizinischen Situation und die Auseinandersetzung mit den Vorberichten nachvollziehbar. Dies gilt i nsbesondere für die Begründung, wo nach die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstör ung bei vor handenem somatischem Korrelat und fehlender histrionischer Verarbeitung der organisch versursachten Schmerzen nicht gestellt werden könne. Nicht zu überzeugen vermag demgegenüber der Hinweis der Beschwerdegegne rin, im Gutachten der Y.___ sei die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung deshalb nicht gestellt worden, weil es sich um ein psychiatrisches Gutachten handle ( Urk. 2 S. 3), ist die anhaltende somatoforme Schmerzstörung doch eine psychische Erkrankung ( vgl. Dilling / Mombour /Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 9. Auflage 2014, S. 233 zu ICD-10 F45.4). Die Begründung, wonach die depressive Störung als nicht invalidisierende Begleit erscheinung der somatoformen Schmerzstörung gelte ( Urk. 2 S. 2), erweist sich somit bereits mangels entsprechender Diagnose im massgeblichen Gutachten der Y.___ als unzutreffend. Daran vermag auch der Umstand, dass der behandelnde Psychiater in seinem im Revisionsverfahren eingeholten Bericht vom 2 9. November 2014 ( Urk. 7/53/1-3) wieder eine chronische Schmerzstö rung (ICD-10 F45.41) diagnostizierte, nicht s zu ändern. 4. 4 Der Umstand, dass die Gutachter der Z.___ anlässlich ihre s Assessments vom 2 5. Oktober 2011 neben der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (nur) eine mittelgradige depressive Episode feststellten (vgl. Urk. 7/22/7), lässt die Diagnose einer schweren depressiven Episode im Y.___ -Gutachten nicht als unzutreffend erscheinen, fanden die psychiatrischen Untersuchungen der Y.___ doch erst im Februar 2012 statt ( Urk. 7/23) und weist auch die telefonische Auskunft des Hausarztes, der von einem Zusammenbruch in der Arztpraxis vor Neujahr berichtete ( Urk. 7/24 S. 12), auf eine in der Zwischenzeit eingetretene Zuspitzung der psychischen Beschwerden hin. 4. 5 Dass die Y.___ -Gutachter innen in Anbetracht der erhobenen Befunde, d ie sie eine r schwere n depressive n Episode zuordneten, von einer 100%ige n Arbeits unfähigkeit a usgingen, ist ebenfalls schlüssig und steht im Übrigen im Einklang mit der Beurteilung der Ärzte des F.___ vom 2 7. Juli 2011 ( Urk. 7/53/7). D ie RAD -Psychiaterin teilte diese gutachterliche Einschätzung in ihrer Stellungnahme zur Expertise de r Y.___ (vgl. E 3.3), so dass die ursprüngliche Leistungszusprache keineswegs zweifellos unrichtig war. 4. 6 Auch die im Revisionsverfahren eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte ( Urk. 7/50/1 und Urk. 7/53/1-3) lassen nicht auf Mängel im Y.___ -Gutachten schliessen. So weist etwa d er behandelnde Psychiater in seinem Bericht vo m 26. November 2014 ( Urk. 7/53/1 -3) darauf hin, dass intermittierend auch depressive Episoden schweren Grades auf ge treten seien. 4. 7 Was die im Rahmen der Schadenminderungspflicht auferlegte Weiterführung einer intensivierten, regelmässigen Behandlung durch einen Facharzt für Psy chiatrie (vgl. Urk. 7/27) betrifft, ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer laut den Angaben von Dr. B.___ immer noch in regelmässiger p sychiatrischer Behandlung steht ( Urk. 7/53). Die Empfehlung im Y.___ - Gutachten war aber unter Hinweis auf sprachliche Barrieren vor allem auf eine Intensivierung der medikamentösen Behandlungsmassnahmen gerichtet. Eine dieser Empfehlung entsprechende Schadenmind er ungsmassnahme wurde dem Beschwerdeführer bislang nicht auferlegt. 5. Es bleibt anzumerken, dass es der Beschwerdegegnerin unbenommen ist, im Rahmen eines weiteren Revisionsverfahrens Abklärungen zu eine r allfällige n Verbesserung des somatischen und/oder psychischen Gesundheitszustandes des Versicherten an die Hand zu nehmen. D en bisher getroffenen Abklärungen, namentlich den im Revisionsverfahren ein ge holten Arztberichten ( Urk. 7/50/1 und Urk. 7/53/1-3), sind allerdings keine Anhaltspunkte für eine solche Ver besserung zu entnehmen, weshalb auch eine revisionsweise Aufhebung der Rente nicht in Frage kommt. Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 2 5. März 2015 ( Urk. 2) mit der Feststellung aufzuheben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 6. Mit dem Entscheid in der Sache selbst wird das beschwerdeweise gestellte Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde (Urk. 1 S. 2 ) gegenstandslos. 7. Die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der B eschwerdegegnerin aufzuerle gen. Der Beschwerdeführer hat zudem Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozial versicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen zu bemessen und bei einem praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % ) auf Fr. 2‘100.-- (inkl. Mehrwert steuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 5. März 2015 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversi cherung hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 2‘100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Christe, unter Beilage von Urk. 6 - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - ASGA Pensionskasse Genossenschaft, Postfach, 9001 St. Gallen - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubOertli

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2015.00527 IV.2015.00527

IV.2015.00527 III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Fehr

Gerichtsschreiberin Oertli

Urteil vom 12. August 2015

Urteil vom 12. August 2015 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe

vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe Christe & Isler Rechtsanwälte

Christe & Isler Rechtsanwälte Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur

Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1958, war seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 1988 als Bauarbeiter tätig ( Urk. 7/3/2-4 und Urk. 7/22 S. 7), als er sich am 9. März 2011 nach einer längeren Abwesenheit vom Arbeitsplatz unter Hinweis auf Rückenschmerzen, Diskushernie und psychosomatische Probleme (Urk. 7/6/11) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung anmeldete ( Urk. 7/7). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf erwerbliche ( Urk. 7/12 und Urk. 7/15 ) sowie medizinische ( Urk. 7/13/5-6, Urk. 7/16, Urk. 7/17 und Urk. 7/18/5-8) Abklärungen und veranlasste in diesem Rahmen insbesondere ein psychiatrisches Gutachten bei der Y.___ ( vgl. Expertise vom 13. März 2012, Urk. 7/24). Zudem zog sie die Akten des Krankentaggeldversicherers Con cordia, Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, bei, der bei der Z.___ ein e Expertise in Auftrag gegeben hatte ( vgl. Bericht zum Assessment vom 25. Oktober 2011, Urk. 7/22). Gestützt auf das Gutachten der Y.___ (vgl. Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes, RAD, vom 4. April 2012, Urk. 7/26 S. 5 f.) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 21. August 2012 mit Wirkung ab 1. September 2011 eine ganze Invalidenrente zu ( Urk. 7/ 38 ). Zudem auferlegte sie ihm, im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht während eines Jahres eine intensi vierte, regelmässige Behandlung bei einem Facharzt für Psychiatrie durchzu führen ( Urk. 7/27)

1.1 X.___, geboren 1958, war seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 1988 als Bauarbeiter tätig ( Urk. 7/3/2-4 und Urk. 7/22 S. 7), als er sich am 9. März 2011 nach einer längeren Abwesenheit vom Arbeitsplatz unter Hinweis auf Rückenschmerzen, Diskushernie und psychosomatische Probleme (Urk. 7/6/11) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung anmeldete ( Urk. 7/7). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf erwerbliche ( Urk. 7/12 und Urk. 7/15 ) sowie medizinische ( Urk. 7/13/5-6, Urk. 7/16, Urk. 7/17 und Urk. 7/18/5-8) Abklärungen und veranlasste in diesem Rahmen insbesondere ein psychiatrisches Gutachten bei der Y.___ ( vgl. Expertise vom 13. März 2012, Urk. 7/24). Zudem zog sie die Akten des Krankentaggeldversicherers Con cordia, Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, bei, der bei der Z.___ ein e Expertise in Auftrag gegeben hatte ( vgl. Bericht zum Assessment vom 25. Oktober 2011, Urk. 7/22). Gestützt auf das Gutachten der Y.___ (vgl. Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes, RAD, vom 4. April 2012, Urk. 7/26 S. 5 f.) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 21. August 2012 mit Wirkung ab 1. September 2011 eine ganze Invalidenrente zu ( Urk. 7/ 38 ). Zudem auferlegte sie ihm, im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht während eines Jahres eine intensi vierte, regelmässige Behandlung bei einem Facharzt für Psychiatrie durchzu führen ( Urk. 7/27) 1.2 Im Juni 2013 nahm die IV-Stelle eine revisionsweise Überprüfung des Renten an spruchs an die Hand ( Urk. 7/43) und holte beim Hausarzt med. pract. A.___ ( Urk. 7/50/1) sowie beim behandelnden Psychiater Dr. med. B.___, FMH Psy chiatrie und Psychotherapie ( Urk. 7/53/1-3), Verlaufsberichte ein. Mit Vor be scheid vom 3. Dezember 2014 stellte sie X.___ die wiedererwä gungsweise Aufhebung des Rentenanspruchs in Aussicht ( Urk. 7/57). Am 11. Dezember 2014 fand ein Eingliederungsberatungsgespräch statt (Urk. 7/59) und am selben Tag erging die Mitteilung, dass die Unterstützung bei der beruf lichen Eingliederung wieder abgeschlossen werde, da sich der Versicherte sub jektiv vollständig arbeitsunfähig fühle (Urk. 7/60). Auf Einwand des Versicher ten gegen den Vorbescheid hin ( Urk. 7/61 und Urk. 7/64) erliess die IV Stelle am 1 2. Februar 2015 einen neuen Vorbescheid, in dem sie wiederum die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 21. August 2012 sowie der Rente in Aussicht stellte ( Urk. 7/66). Nach erneutem Einwand de s Versi cherten ( Urk. 7/67) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 21. August 2012 wie angekündigt mit Verfügung vom 25. März 2015 wiedererwägungsweise auf. Sie stellte die Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein und e ntzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2).

1.2 Im Juni 2013 nahm die IV-Stelle eine revisionsweise Überprüfung des Renten an spruchs an die Hand ( Urk. 7/43) und holte beim Hausarzt med. pract. A.___ ( Urk. 7/50/1) sowie beim behandelnden Psychiater Dr. med. B.___, FMH Psy chiatrie und Psychotherapie ( Urk. 7/53/1-3), Verlaufsberichte ein. Mit Vor be scheid vom 3. Dezember 2014 stellte sie X.___ die wiedererwä gungsweise Aufhebung des Rentenanspruchs in Aussicht ( Urk. 7/57). Am 11. Dezember 2014 fand ein Eingliederungsberatungsgespräch statt (Urk. 7/59) und am selben Tag erging die Mitteilung, dass die Unterstützung bei der beruf lichen Eingliederung wieder abgeschlossen werde, da sich der Versicherte sub jektiv vollständig arbeitsunfähig fühle (Urk. 7/60). Auf Einwand des Versicher ten gegen den Vorbescheid hin ( Urk. 7/61 und Urk. 7/64) erliess die IV Stelle am 1 2. Februar 2015 einen neuen Vorbescheid, in dem sie wiederum die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 21. August 2012 sowie der Rente in Aussicht stellte ( Urk. 7/66). Nach erneutem Einwand de s Versi cherten ( Urk. 7/67) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 21. August 2012 wie angekündigt mit Verfügung vom 25. März 2015 wiedererwägungsweise auf. Sie stellte die Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein und e ntzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2). 2. Gegen die Verfügung vom 25. März 2015 erhob X.___ am 11. Mai 2015 Beschwerde ( Urk. 1) mit dem Antrag, diese sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Zudem beantragte er, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung wiederzuerteilen (S. 2). Die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Vernehmlassung vom 19. Juni 2015 (Urk. 6) wird dem Beschwerdeführer mit heutigem Urteil zur Kenntnis gebracht.

2. Gegen die Verfügung vom 25. März 2015 erhob X.___ am 11. Mai 2015 Beschwerde ( Urk. 1) mit dem Antrag, diese sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Zudem beantragte er, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung wiederzuerteilen (S. 2). Die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Vernehmlassung vom 19. Juni 2015 (Urk. 6) wird dem Beschwerdeführer mit heutigem Urteil zur Kenntnis gebracht. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Ve rwaltung auf formell rechtskräf tige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; BGE 133 V 50 E. 4.1).

1.1 Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Ve rwaltung auf formell rechtskräf tige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; BGE 133 V 50 E. 4.1). 1.2 Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit – als Schranke für ein wieder erwä gungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Leistungs zusprechung – ist rechtsprechungsgemäss so zu handhaben, dass die Wieder erwägung nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprüfung von Dauerleistungen wird, zumal es nicht dem Sinn der Wiedererwägung ent spricht, laufende Ansprüche zufolge nachträglicher besserer Einsicht der Durch führungs organe jederzeit einer Neubeurteilung zuführen zu können (Urteil des Bundegeri chts I 276/04 vom 28. Juli 2005 E. 5.1 ; vgl. ferner SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 3.2 ).

1.2 Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit – als Schranke für ein wieder erwä gungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Leistungs zusprechung – ist rechtsprechungsgemäss so zu handhaben, dass die Wieder erwägung nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprüfung von Dauerleistungen wird, zumal es nicht dem Sinn der Wiedererwägung ent spricht, laufende Ansprüche zufolge nachträglicher besserer Einsicht der Durch führungs organe jederzeit einer Neubeurteilung zuführen zu können (Urteil des Bundegeri chts I 276/04 vom 28. Juli 2005 E. 5.1 ; vgl. ferner SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 3.2 ). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsre geln erfolgt ist oder wenn massgebende Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung not wendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen ( Invaliditätsbe messung, Arbeitsunfähigkeits schätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfra gen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 3 0. August 2011 E. 2.5.1).

Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsre geln erfolgt ist oder wenn massgebende Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung not wendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen ( Invaliditätsbe messung, Arbeitsunfähigkeits schätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfra gen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 3 0. August 2011 E. 2.5.1). Zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung kann (auch) bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Eine auf kei ner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähig keit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entspre chende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 9C_1014/2008 vom 1 4. April 2009 E. 3.2.2).

Zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung kann (auch) bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Eine auf kei ner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähig keit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entspre chende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 9C_1014/2008 vom 1 4. April 2009 E. 3.2.2). Entscheidend ist nicht, ob die frühere Leistungszusprache unter Berücksichti gung sämtlicher Teilaspekte richtig und angemessen war, sondern ob sie mit Blick auf die damalige Sach- und Rechtslage insgesamt als vertretbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9 C_575/2007 vom 1 8. Oktober 2007 E. 3.3).

Entscheidend ist nicht, ob die frühere Leistungszusprache unter Berücksichti gung sämtlicher Teilaspekte richtig und angemessen war, sondern ob sie mit Blick auf die damalige Sach- und Rechtslage insgesamt als vertretbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9 C_575/2007 vom 1 8. Oktober 2007 E. 3.3). 1.3 Bei Renten der Invalidenversicherung im Besonderen ist zu beachten, dass die Ermittlung des Invaliditätsgrades verschiedene Ermessenszüge aufweisende Elemente und Schritte umfasst. Zu denken ist namentlich an die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall bedingte Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, und Art. 6 ATSG). Hier bedarf es für die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung. Scheint die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Rentenzusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (Urteile des Bundesgerichts I 632/ 04 vom 2 3. Februar 2005 E. 3.1 und 9C_215/2007 vom 2. Juli 2007 E. 3.2).

1.3 Bei Renten der Invalidenversicherung im Besonderen ist zu beachten, dass die Ermittlung des Invaliditätsgrades verschiedene Ermessenszüge aufweisende Elemente und Schritte umfasst. Zu denken ist namentlich an die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall bedingte Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, und Art. 6 ATSG). Hier bedarf es für die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung. Scheint die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Rentenzusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (Urteile des Bundesgerichts I 632/ 04 vom 2 3. Februar 2005 E. 3.1 und 9C_215/2007 vom 2. Juli 2007 E. 3.2). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die wiedererwägungsweise Aufhebung der ganzen Rente mit der bis vor kurzem geltenden Überwindbarkeitsrechtspre chung des Bundesgerichts sowie mit der Praxis, wonach leichte bis höchstens mittelschwere depressive Episode n in diesem Zusammenhang als Begleiterschei nung einer somatoformen Schmerzstörung und nicht als selbständige, vom Schmerzsyndrom losgelöste psychische Komorbidität geltend würden. Sie kam zum Schluss, aufgrund der Rechtsprechung liege kein invalidenversicherungs relevanter Gesundheitsschaden mehr vor. Im Weiteren sei bei der Rentenzuspra che von einer schweren Depression ausgegangen worden, obwohl im Gutachten der Z.___ vom 1 5. November 2011 eine überdurchschnittliche Tendenz zur Somatisierung und eine überdurchschnittliche phobische Angst attestiert wor den seien. Auch die andern vor dem Y.___ -Gutachten ergangenen medizinischen Vorakten hätten höchstens eine mittelschwere Depression attestiert. Insgesamt liege kein lang anhaltender Gesundheitsschaden von erheblicher Schwere vor, weshalb kein Anspruch auf eine Rente bestehe (Urk. 2 S. 2 f.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die wiedererwägungsweise Aufhebung der ganzen Rente mit der bis vor kurzem geltenden Überwindbarkeitsrechtspre chung des Bundesgerichts sowie mit der Praxis, wonach leichte bis höchstens mittelschwere depressive Episode n in diesem Zusammenhang als Begleiterschei nung einer somatoformen Schmerzstörung und nicht als selbständige, vom Schmerzsyndrom losgelöste psychische Komorbidität geltend würden. Sie kam zum Schluss, aufgrund der Rechtsprechung liege kein invalidenversicherungs relevanter Gesundheitsschaden mehr vor. Im Weiteren sei bei der Rentenzuspra che von einer schweren Depression ausgegangen worden, obwohl im Gutachten der Z.___ vom 1 5. November 2011 eine überdurchschnittliche Tendenz zur Somatisierung und eine überdurchschnittliche phobische Angst attestiert wor den seien. Auch die andern vor dem Y.___ -Gutachten ergangenen medizinischen Vorakten hätten höchstens eine mittelschwere Depression attestiert. Insgesamt liege kein lang anhaltender Gesundheitsschaden von erheblicher Schwere vor, weshalb kein Anspruch auf eine Rente bestehe (Urk. 2 S. 2 f.). 2.2 Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, im Y.___ -Gutachten vom 1 3. März 2012 sei nachvollziehbar und zutreffend dargelegt worden, weshalb keine an haltende somatoforme Schmerzstörung, sondern in psychischer Hinischt eine eigenständige chronifizierte depressive Störung schweren Grades vorliege. Es leuchte absolut nicht ein, inwiefern die Rentenverfügung vom 2 1. August 2012 unter diesen Umständen zweifell os unrichtig gewesen sein soll (Urk. 1 S. 5 f. Ziff. 5 f.).

2.2 Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, im Y.___ -Gutachten vom 1 3. März 2012 sei nachvollziehbar und zutreffend dargelegt worden, weshalb keine an haltende somatoforme Schmerzstörung, sondern in psychischer Hinischt eine eigenständige chronifizierte depressive Störung schweren Grades vorliege. Es leuchte absolut nicht ein, inwiefern die Rentenverfügung vom 2 1. August 2012 unter diesen Umständen zweifell os unrichtig gewesen sein soll (Urk. 1 S. 5 f. Ziff. 5 f.). 3.

3. 3.1 Die ursprüngliche Renten zusprache erfolgte im Wesentlichen gestützt auf das durch die IV-Stelle veranlasste psychiatrische Gutachten der Y.___ vom 1 3. März 2012 ( Urk. 7/24). Darin stellten die Gutachter innen, Dr. med. C.___, Assistenz ärztin, und Dr. med. D.___, Leitende Ärztin und Fachärztin Psychiatrie und Psy chotherapie, die Diagnose einer schweren depressiven Episode ohne psychoti sche Symptome (ICD-10 F32.2). Sie gaben an, der Beschwerdeführer sei in gedrückter Stimmung und beklage Interessen-, Freud - sowie Antriebslosigkeit. Im Weiteren seien die Konzentration und die Aufmerksamkeit stark einge schränkt gewesen. Es bestünden ein Verlust des Selbstwertgefühls sowie Gefühle von Nutzlosigkeit und Schuld. Die Kopf- und Nackenschmerzen würden sie als somatische Symptomkomponente sehen. Bei einer schweren Depression sei das somatische Syndrom generell fast immer vorhanden. Auch die psycho metrische Diagnostik (BDI und HAM-D-21) erhärte die klinische Diagnose. Die Sy mptome der depressiven Erkrankung wirkten sich klinisch und gemäss Mini-ICF APP als mittelschwere bis schwere Beeinträchtigun g in allen Lebensberei chen aus (S. 18).

3.1 Die ursprüngliche Renten zusprache erfolgte im Wesentlichen gestützt auf das durch die IV-Stelle veranlasste psychiatrische Gutachten der Y.___ vom 1 3. März 2012 ( Urk. 7/24). Darin stellten die Gutachter innen, Dr. med. C.___, Assistenz ärztin, und Dr. med. D.___, Leitende Ärztin und Fachärztin Psychiatrie und Psy chotherapie, die Diagnose einer schweren depressiven Episode ohne psychoti sche Symptome (ICD-10 F32.2). Sie gaben an, der Beschwerdeführer sei in gedrückter Stimmung und beklage Interessen-, Freud sowie Antriebslosigkeit. Im Weiteren seien die Konzentration und die Aufmerksamkeit stark einge schränkt gewesen. Es bestünden ein Verlust des Selbstwertgefühls sowie Gefühle von Nutzlosigkeit und Schuld. Die Kopf- und Nackenschmerzen würden sie als somatische Symptomkomponente sehen. Bei einer schweren Depression sei das somatische Syndrom generell fast immer vorhanden. Auch die psycho metrische Diagnostik (BDI und HAM-D-21) erhärte die klinische Diagnose. Die Sy mptome der depressiven Erkrankung wirkten sich klinisch und gemäss Mini-ICF APP als mittelschwere bis schwere Beeinträchtigun g in allen Lebensberei chen aus (S. 18). Die Gutachter innen führten weiter aus, die Diagnose einer anhaltenden somato formen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) werde von ihnen nicht gestellt, da sie nur angezeigt sei, wenn der andauernde, schwere und quälende Schmerz nicht durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung vollständig erklärt werden könne. Auch bestehe beim Beschwerdeführer keine histrionische Verarbeitung der organisch verursachten Schmerzen. So habe er sich während den Befragungen nicht vorwurfsvoll gezeigt und auch kein Aufmerksamkeit suchendes Verhalten präsentiert. Gemäss dem Bericht und der mündlichen Aussage von Prof. Dr. med. E.___, FMH Orthopädie und Traumatologie, Leiten der Arzt Orthopädie der Z.___, seien die körperlichen Beschwerden des Beschwerdeführers einem somatischen Korrelat zuordenbar ( vgl. Urk. 7/22/7-8 ). Im Austrittsbericht des F.___ vom 2 7. Juli 2011, in dem die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gestellt worden sei (vgl. Urk. 7/17), sei auch der Zusatz „bei allerdings somatisch nach gewiesenem klinisch rele vantem Befund, laut Klinik G.___ “ angefügt worden ( S. 18 und S. 22).

Die Gutachter innen führten weiter aus, die Diagnose einer anhaltenden somato formen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) werde von ihnen nicht gestellt, da sie nur angezeigt sei, wenn der andauernde, schwere und quälende Schmerz nicht durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung vollständig erklärt werden könne. Auch bestehe beim Beschwerdeführer keine histrionische Verarbeitung der organisch verursachten Schmerzen. So habe er sich während den Befragungen nicht vorwurfsvoll gezeigt und auch kein Aufmerksamkeit suchendes Verhalten präsentiert. Gemäss dem Bericht und der mündlichen Aussage von Prof. Dr. med. E.___, FMH Orthopädie und Traumatologie, Leiten der Arzt Orthopädie der Z.___, seien die körperlichen Beschwerden des Beschwerdeführers einem somatischen Korrelat zuordenbar ( vgl. Urk. 7/22/7-8 ). Im Austrittsbericht des F.___ vom 2 7. Juli 2011, in dem die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gestellt worden sei (vgl. Urk. 7/17), sei auch der Zusatz „bei allerdings somatisch nach gewiesenem klinisch rele vantem Befund, laut Klinik G.___ “ angefügt worden ( S. 18 und S. 22). Die Y.___ -Gutachter innen kamen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer seit September 2010 in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 20). Das gegenwärtige Belastungsprofil, das klinisch und ergänzend durch die psychometrische Testung mit dem Mini-ICF APP erhoben worden sei, enthalte ausgeprägte Leistungseinbussen in allen Lebensbereichen. Der Beschwerdeführer sei nur durch Unterstützung seiner Ehefrau in der Lage, sich um seine Basisbedürfnisse zu kümmern. Aufgrund der depressiven Erkran kung bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für den ersten und den geschützten Arbeitsmarkt. Es seien jedoch noch nicht alle Therapiemöglich keiten ausreichend ausgeschöpft. Durch eine konsequente psychopharmako logische Behandlung der depressiven Erkrankung nach international aner kannten Gui delines könne eine Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden, wobei als realistisches Therapieziel in erster Linie die Bewahrung von möglichst viel Eigenständigkeit in der selbständigen Lebensführung und die Verhinderung von weiterem Unterstützungsbedarf betrachtet werden müsse (S. 19). Aufgrund der Sprachbarriere könne der Beschwerdeführer nur sehr bedingt von zusätzlichen psychotherapeutischen Behandlungsangeboten profi tieren. Es sei davon auszu gehen, dass bei einer Beschwerdebesserung der depressiven Symptome auch seine Entscheidungsfähigkeit in Bezug auf eine Ausweitung von diagnostischen und therapeutischen Massnahmen hinsichtlich des Rückenleidens verbessert werden könne. Daher sei eine enge inter disziplinäre Zusammenarbeit von psy chiatrischen und somatischen Fachärzten erforderlich. In diesem Zusammen hang wären Auskünfte über den bisherigen Verlauf der ambulanten psychiatri schen Behandlung sehr dienlich gewesen, um die tatsächlich vorhandenen the rapeutischen Ressourcen beurteilen zu können (S. 21), wozu der behandelnden Psychiater Dr. med. B.___ aber nicht bereit gewesen sei (S. 13). Aus diesem Grund und aufgrund der Komplexität des Erkrankungsbildes sei es ihnen daher nicht möglich, die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit zu beurteilen, die sich durch Einsatz von medi zinischen Massnahmen ergeben könnte (S. 21). Der Beschwerdeführer habe sich im Rahmen seiner gegenwärtigen Möglichkeiten bemüht, seine Mit wirkungs pflicht in einem Gesamtbehandlungsplan zu erfüllen. Seine geringe Belast barkeit sei ein Symptom der schweren Depression (S. 19).

Die Y.___ -Gutachter innen kamen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer seit September 2010 in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 20). Das gegenwärtige Belastungsprofil, das klinisch und ergänzend durch die psychometrische Testung mit dem Mini-ICF APP erhoben worden sei, enthalte ausgeprägte Leistungseinbussen in allen Lebensbereichen. Der Beschwerdeführer sei nur durch Unterstützung seiner Ehefrau in der Lage, sich um seine Basisbedürfnisse zu kümmern. Aufgrund der depressiven Erkran kung bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für den ersten und den geschützten Arbeitsmarkt. Es seien jedoch noch nicht alle Therapiemöglich keiten ausreichend ausgeschöpft. Durch eine konsequente psychopharmako logische Behandlung der depressiven Erkrankung nach international aner kannten Gui delines könne eine Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden, wobei als realistisches Therapieziel in erster Linie die Bewahrung von möglichst viel Eigenständigkeit in der selbständigen Lebensführung und die Verhinderung von weiterem Unterstützungsbedarf betrachtet werden müsse (S. 19). Aufgrund der Sprachbarriere könne der Beschwerdeführer nur sehr bedingt von zusätzlichen psychotherapeutischen Behandlungsangeboten profi tieren. Es sei davon auszu gehen, dass bei einer Beschwerdebesserung der depressiven Symptome auch seine Entscheidungsfähigkeit in Bezug auf eine Ausweitung von diagnostischen und therapeutischen Massnahmen hinsichtlich des Rückenleidens verbessert werden könne. Daher sei eine enge inter disziplinäre Zusammenarbeit von psy chiatrischen und somatischen Fachärzten erforderlich. In diesem Zusammen hang wären Auskünfte über den bisherigen Verlauf der ambulanten psychiatri schen Behandlung sehr dienlich gewesen, um die tatsächlich vorhandenen the rapeutischen Ressourcen beurteilen zu können (S. 21), wozu der behandelnden Psychiater Dr. med. B.___ aber nicht bereit gewesen sei (S. 13). Aus diesem Grund und aufgrund der Komplexität des Erkrankungsbildes sei es ihnen daher nicht möglich, die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit zu beurteilen, die sich durch Einsatz von medi zinischen Massnahmen ergeben könnte (S. 21). Der Beschwerdeführer habe sich im Rahmen seiner gegenwärtigen Möglichkeiten bemüht, seine Mit wirkungs pflicht in einem Gesamtbehandlungsplan zu erfüllen. Seine geringe Belast barkeit sei ein Symptom der schweren Depression (S. 19). 3. 2 Des Weiteren lag im Zeitpunkt der Rentenzusprache der Bericht de r Z.___ über das Assessment vom 2 5. Oktober 2011 zuh anden des Krankentaggeldversi cherers vor ( Urk. 7/22). Die Gutachter stellten die nachfolgenden Diagnosen (S. 4) :

3. 2 Des Weiteren lag im Zeitpunkt der Rentenzusprache der Bericht de r Z.___ über das Assessment vom 2 5. Oktober 2011 zuh anden des Krankentaggeldversi cherers vor ( Urk. 7/22). Die Gutachter stellten die nachfolgenden Diagnosen (S. 4) : Chronisches lumboradikuläres Reizsyndrom, bekannt seit mehreren Jahren, anfänglich mehr links als rechts, aktuell vor allem rechts

Chronisches lumboradikuläres Reizsyndrom, bekannt seit mehreren Jahren, anfänglich mehr links als rechts, aktuell vor allem rechts • leichte bis mittelgradige Degeneration der gesamten lumbalen Wirbelsäule, distal vor allem dorsal beton t

• leichte bis mittelgradige Degeneration der gesamten lumbalen Wirbelsäule, distal vor allem dorsal beton t • MRI LWS vom 16.9.2009: Rezessusstenose linksbetont bei Spondylarthrose L4/L5, geringer ausgeprägt L5/S1 link sbetont

• MRI LWS vom 16.9.2009: Rezessusstenose linksbetont bei Spondylarthrose L4/L5, geringer ausgeprägt L5/S1 link sbetont • MRI LWS vom 13. 10.2010: rechtsseitige Diskushern ie L5/S1 mit Affektion der Wur zel S1 rechts

• MRI LWS vom 13. 10.2010: rechtsseitige Diskushern ie L5/S1 mit Affektion der Wur zel S1 rechts • Status nach Ne rvenwurzelblock S 1 rechts am 26. 11.2011 ( Klinik G.___ )

• Status nach Ne rvenwurzelblock S 1 rechts am 26. 11.2011 ( Klinik G.___ ) m ittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)

m ittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) a nhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)

a nhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) leichte Adipositas

leichte Adipositas Die Gutachter hielten fest, der Beschwerdeführer habe in den letzten 23 oder 24 Jahren, seit er in H.___ respektive der Schweiz wohne, immer sehr streng und vorwiegend im Tiefbau gearbeitet. Seit Frühling 2011 sei er wegen chronischer Schmerzen lumbosakral und im rechten Bein zu 100 % arbeitsunfä hig geschrieben (S. 7). Die Ursache dieser Beschwerden sei mit grosser Wahr scheinlichkeit eine mediane Diskushernie L5/S1 bei mittelgradiger Degeneration der gesamten lumbalen Wirbelsäule. Durch diese median e Diskushernie sei es anfänglich zu e iner Nervenwurzelkompression der vorbeiziehenden Nervenwur zel S1 links gekommen, was die Symptomatik im linken Bein erklärt habe, und nun sei es zu einer Kompression der Nervenwurzel S1 rechts gekommen, was sie Symptomatik im rechten Bein erkläre (S. 4). Durch eine Infiltration dieser Ner venwurzel sei es diagnostisch-therapeutisch sehr wahrscheinlich, dass die Beschwerden zur Besserung gebracht werden könnten. Dies gelte i nsbesondere deshalb, weil es sich um eine kleine Diskushernie handle. Falls die se Therapie nicht ansprechen sollte, käme allenfalls eine Diskektomie L5/S1 in Frage. Der Beschwerdeführer werde mit dieser Therapie voraussichtlich wieder zu 100 % im Tiefbau arbeiten können. Dabei sei selbstverständlich auch die psychische Situation entscheidend, die jedoch sicher mit der Schmerzsituation zusammen hänge und durch Existenzängste beeinträchtigt sei. Voraussetzung für eine erfolgreiche Reintegration sei eine ganzheitliche Behandlung sowohl der soma tischen wie auch der psychischen Beschwerden (S. 7). Die Gutachter gaben zudem an, für die Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit sei eine Verminderung der depressiven Symptomatik zwingend (S. 5).

Die Gutachter hielten fest, der Beschwerdeführer habe in den letzten 23 oder 24 Jahren, seit er in H.___ respektive der Schweiz wohne, immer sehr streng und vorwiegend im Tiefbau gearbeitet. Seit Frühling 2011 sei er wegen chronischer Schmerzen lumbosakral und im rechten Bein zu 100 % arbeitsunfä hig geschrieben (S. 7). Die Ursache dieser Beschwerden sei mit grosser Wahr scheinlichkeit eine mediane Diskushernie L5/S1 bei mittelgradiger Degeneration der gesamten lumbalen Wirbelsäule. Durch diese median e Diskushernie sei es anfänglich zu e iner Nervenwurzelkompression der vorbeiziehenden Nervenwur zel S1 links gekommen, was die Symptomatik im linken Bein erklärt habe, und nun sei es zu einer Kompression der Nervenwurzel S1 rechts gekommen, was sie Symptomatik im rechten Bein erkläre (S. 4). Durch eine Infiltration dieser Ner venwurzel sei es diagnostisch-therapeutisch sehr wahrscheinlich, dass die Beschwerden zur Besserung gebracht werden könnten. Dies gelte i nsbesondere deshalb, weil es sich um eine kleine Diskushernie handle. Falls die se Therapie nicht ansprechen sollte, käme allenfalls eine Diskektomie L5/S1 in Frage. Der Beschwerdeführer werde mit dieser Therapie voraussichtlich wieder zu 100 % im Tiefbau arbeiten können. Dabei sei selbstverständlich auch die psychische Situation entscheidend, die jedoch sicher mit der Schmerzsituation zusammen hänge und durch Existenzängste beeinträchtigt sei. Voraussetzung für eine erfolgreiche Reintegration sei eine ganzheitliche Behandlung sowohl der soma tischen wie auch der psychischen Beschwerden (S. 7). Die Gutachter gaben zudem an, für die Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit sei eine Verminderung der depressiven Symptomatik zwingend (S. 5). 3.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. I.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho thera pie FMH, kam in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2012 ( Urk. 7/26 S. 5 f.) zum Schluss, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht auf das Gut achten der Y.___ abgestellt werden sollte. Demnach sei beim 54-jährigen Versi cherten ein kombinierter, somatisch-psychischer Gesundheitsschaden ausge wiesen. Anhand der Aktenlage sei derzeit vorwiegend eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) für die attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bishe riger und angepasster Tätigkeit verantwortlich.

3.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. I.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho thera pie FMH, kam in ihrer Stellungnahme vom 4. April 2012 ( Urk. 7/26 S. 5 f.) zum Schluss, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht auf das Gut achten der Y.___ abgestellt werden sollte. Demnach sei beim 54-jährigen Versi cherten ein kombinierter, somatisch-psychischer Gesundheitsschaden ausge wiesen. Anhand der Aktenlage sei derzeit vorwiegend eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) für die attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bishe riger und angepasster Tätigkeit verantwortlich. 4.

4. 4.1 Zu prüfen ist, ob die Zusprechung einer ganzen Rente mit Verfügung vom 21. August 2012 zweifellos unrichtig war. Da die IV-Stelle bei ihrem Entscheid auf das Gutachten der Y.___ abstellte, bezieht sich diese Prüfung in erster Linie auf die darin enthalten en gutachterlichen Einschätzungen.

4.1 Zu prüfen ist, ob die Zusprechung einer ganzen Rente mit Verfügung vom 21. August 2012 zweifellos unrichtig war. Da die IV-Stelle bei ihrem Entscheid auf das Gutachten der Y.___ abstellte, bezieht sich diese Prüfung in erster Linie auf die darin enthalten en gutachterlichen Einschätzungen. 4.2 Vorweg ist festzuhalten, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessen sfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Dieser Ermessenscharakter kommt im Übrigen noch in gesteigertem Masse der Arbeits ( un ) fähig keitsschätzung zu (vgl. Urteil des Bundesgericht s 9C_78/2014 vom 18. März 2014 E. 4 mit Hinweisen).

4.2 Vorweg ist festzuhalten, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessen sfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Dieser Ermessenscharakter kommt im Übrigen noch in gesteigertem Masse der Arbeits ( un ) fähig keitsschätzung zu (vgl. Urteil des Bundesgericht s 9C_78/2014 vom 18. März 2014 E. 4 mit Hinweisen). 4.3 Bei der Expertise der Y.___ handelt es sich keine s weg s um eine nicht nachvollzieh bare ärztliche Einschätzung ( vgl. E. 1. 2 ). Vielmehr erfüllt sie die rechtsprechungsgemässen Kriterien hinsichtlich der Beweiswertigkeit eines ärzt lichen Berichtes (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). So ist das Gutachten für die streitigen Belange umfassend. Es beruht auf eigenen psychiatrischen Untersuchungen unter Beizug eines Dolmetschers ( Urk. 7/24 S. 14) mit klini scher Befunderhebung und psychometrischer Diagnostik an zwei Gesprächster minen, wobei der zweite Termin von der leitenden Ärztin Dr. D.___ wahrge nommen wurde. Die Gutachter innen berücksichtigten die gekl agten Beschwer den angemessen, hatten Kenntnis de r Vorakten und holten eigens zusätzliche Auskünfte ein beim Hausarzt pract. med. A.___ sowie beim leitenden Arzt Orthopädie der Z.___, der den Bericht zum Assessment vom 2 5. Oktober 2011 m itunterzeichnet hatte. Der behandelnde Psychiater wollte keine telefoni schen Auskünfte erteilen.

4.3 Bei der Expertise der Y.___ handelt es sich keine s weg s um eine nicht nachvollzieh bare ärztliche Einschätzung ( vgl. E. 1. 2 ). Vielmehr erfüllt sie die rechtsprechungsgemässen Kriterien hinsichtlich der Beweiswertigkeit eines ärzt lichen Berichtes (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). So ist das Gutachten für die streitigen Belange umfassend. Es beruht auf eigenen psychiatrischen Untersuchungen unter Beizug eines Dolmetschers ( Urk. 7/24 S. 14) mit klini scher Befunderhebung und psychometrischer Diagnostik an zwei Gesprächster minen, wobei der zweite Termin von der leitenden Ärztin Dr. D.___ wahrge nommen wurde. Die Gutachter innen berücksichtigten die gekl agten Beschwer den angemessen, hatten Kenntnis de r Vorakten und holten eigens zusätzliche Auskünfte ein beim Hausarzt pract. med. A.___ sowie beim leitenden Arzt Orthopädie der Z.___, der den Bericht zum Assessment vom 2 5. Oktober 2011 m itunterzeichnet hatte. Der behandelnde Psychiater wollte keine telefoni schen Auskünfte erteilen. Schliesslich sind die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge, die Beurtei lung der medizinischen Situation und die Auseinandersetzung mit den Vorberichten nachvollziehbar. Dies gilt i nsbesondere für die Begründung, wo nach die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstör ung bei vor handenem somatischem Korrelat und fehlender histrionischer Verarbeitung der organisch versursachten Schmerzen nicht gestellt werden könne.

Schliesslich sind die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge, die Beurtei lung der medizinischen Situation und die Auseinandersetzung mit den Vorberichten nachvollziehbar. Dies gilt i nsbesondere für die Begründung, wo nach die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstör ung bei vor handenem somatischem Korrelat und fehlender histrionischer Verarbeitung der organisch versursachten Schmerzen nicht gestellt werden könne. Nicht zu überzeugen vermag demgegenüber der Hinweis der Beschwerdegegne rin, im Gutachten der Y.___ sei die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung deshalb nicht gestellt worden, weil es sich um ein psychiatrisches Gutachten handle ( Urk. 2 S. 3), ist die anhaltende somatoforme Schmerzstörung doch eine psychische Erkrankung ( vgl. Dilling / Mombour /Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 9. Auflage 2014, S. 233 zu ICD-10 F45.4). Die Begründung, wonach die depressive Störung als nicht invalidisierende Begleit erscheinung der somatoformen Schmerzstörung gelte ( Urk. 2 S. 2), erweist sich somit bereits mangels entsprechender Diagnose im massgeblichen Gutachten der Y.___ als unzutreffend. Daran vermag auch der Umstand, dass der behandelnde Psychiater in seinem im Revisionsverfahren eingeholten Bericht vom 2 9. November 2014 ( Urk. 7/53/1-3) wieder eine chronische Schmerzstö rung (ICD-10 F45.41) diagnostizierte, nicht s zu ändern.

Nicht zu überzeugen vermag demgegenüber der Hinweis der Beschwerdegegne rin, im Gutachten der Y.___ sei die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung deshalb nicht gestellt worden, weil es sich um ein psychiatrisches Gutachten handle ( Urk. 2 S. 3), ist die anhaltende somatoforme Schmerzstörung doch eine psychische Erkrankung ( vgl. Dilling Mombour /Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 9. Auflage 2014, S. 233 zu ICD-10 F45.4). Die Begründung, wonach die depressive Störung als nicht invalidisierende Begleit erscheinung der somatoformen Schmerzstörung gelte ( Urk. 2 S. 2), erweist sich somit bereits mangels entsprechender Diagnose im massgeblichen Gutachten der Y.___ als unzutreffend. Daran vermag auch der Umstand, dass der behandelnde Psychiater in seinem im Revisionsverfahren eingeholten Bericht vom 2 9. November 2014 ( Urk. 7/53/1-3) wieder eine chronische Schmerzstö rung (ICD-10 F45.41) diagnostizierte, nicht s zu ändern. 4. 4 Der Umstand, dass die Gutachter der Z.___ anlässlich ihre s Assessments vom 2 5. Oktober 2011 neben der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (nur) eine mittelgradige depressive Episode feststellten (vgl. Urk. 7/22/7), lässt die Diagnose einer schweren depressiven Episode im Y.___ -Gutachten nicht als unzutreffend erscheinen, fanden die psychiatrischen Untersuchungen der Y.___ doch erst im Februar 2012 statt ( Urk. 7/23) und weist auch die telefonische Auskunft des Hausarztes, der von einem Zusammenbruch in der Arztpraxis vor Neujahr berichtete ( Urk. 7/24 S. 12), auf eine in der Zwischenzeit eingetretene Zuspitzung der psychischen Beschwerden hin.

4. 4 Der Umstand, dass die Gutachter der Z.___ anlässlich ihre s Assessments vom 2 5. Oktober 2011 neben der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (nur) eine mittelgradige depressive Episode feststellten (vgl. Urk. 7/22/7), lässt die Diagnose einer schweren depressiven Episode im Y.___ -Gutachten nicht als unzutreffend erscheinen, fanden die psychiatrischen Untersuchungen der Y.___ doch erst im Februar 2012 statt ( Urk. 7/23) und weist auch die telefonische Auskunft des Hausarztes, der von einem Zusammenbruch in der Arztpraxis vor Neujahr berichtete ( Urk. 7/24 S. 12), auf eine in der Zwischenzeit eingetretene Zuspitzung der psychischen Beschwerden hin. 4. 5 Dass die Y.___ -Gutachter innen in Anbetracht der erhobenen Befunde, d ie sie eine r schwere n depressive n Episode zuordneten, von einer 100%ige n Arbeits unfähigkeit a usgingen, ist ebenfalls schlüssig und steht im Übrigen im Einklang mit der Beurteilung der Ärzte des F.___ vom 2 7. Juli 2011 ( Urk. 7/53/7). D ie RAD -Psychiaterin teilte diese gutachterliche Einschätzung in ihrer Stellungnahme zur Expertise de r Y.___ (vgl. E 3.3), so dass die ursprüngliche Leistungszusprache keineswegs zweifellos unrichtig war.

4. 5 Dass die Y.___ -Gutachter innen in Anbetracht der erhobenen Befunde, d ie sie eine r schwere n depressive n Episode zuordneten, von einer 100%ige n Arbeits unfähigkeit a usgingen, ist ebenfalls schlüssig und steht im Übrigen im Einklang mit der Beurteilung der Ärzte des F.___ vom 2 7. Juli 2011 ( Urk. 7/53/7). D ie RAD -Psychiaterin teilte diese gutachterliche Einschätzung in ihrer Stellungnahme zur Expertise de r Y.___ (vgl. E 3.3), so dass die ursprüngliche Leistungszusprache keineswegs zweifellos unrichtig war. 4. 6 Auch die im Revisionsverfahren eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte ( Urk. 7/50/1 und Urk. 7/53/1-3) lassen nicht auf Mängel im Y.___ -Gutachten schliessen. So weist etwa d er behandelnde Psychiater in seinem Bericht vo m 26. November 2014 ( Urk. 7/53/1 -3) darauf hin, dass intermittierend auch depressive Episoden schweren Grades auf ge treten seien.

4. 6 Auch die im Revisionsverfahren eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte ( Urk. 7/50/1 und Urk. 7/53/1-3) lassen nicht auf Mängel im Y.___ -Gutachten schliessen. So weist etwa d er behandelnde Psychiater in seinem Bericht vo m 26. November 2014 ( Urk. 7/53/1 -3) darauf hin, dass intermittierend auch depressive Episoden schweren Grades auf ge treten seien. 4. 7 Was die im Rahmen der Schadenminderungspflicht auferlegte Weiterführung einer intensivierten, regelmässigen Behandlung durch einen Facharzt für Psy chiatrie (vgl. Urk. 7/27) betrifft, ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer laut den Angaben von Dr. B.___ immer noch in regelmässiger p sychiatrischer Behandlung steht ( Urk. 7/53). Die Empfehlung im Y.___ - Gutachten war aber unter Hinweis auf sprachliche Barrieren vor allem auf eine Intensivierung der medikamentösen Behandlungsmassnahmen gerichtet. Eine dieser Empfehlung entsprechende Schadenmind er ungsmassnahme wurde dem Beschwerdeführer bislang nicht auferlegt.

4. 7 Was die im Rahmen der Schadenminderungspflicht auferlegte Weiterführung einer intensivierten, regelmässigen Behandlung durch einen Facharzt für Psy chiatrie (vgl. Urk. 7/27) betrifft, ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer laut den Angaben von Dr. B.___ immer noch in regelmässiger p sychiatrischer Behandlung steht ( Urk. 7/53). Die Empfehlung im Y.___ Gutachten war aber unter Hinweis auf sprachliche Barrieren vor allem auf eine Intensivierung der medikamentösen Behandlungsmassnahmen gerichtet. Eine dieser Empfehlung entsprechende Schadenmind er ungsmassnahme wurde dem Beschwerdeführer bislang nicht auferlegt. 5. Es bleibt anzumerken, dass es der Beschwerdegegnerin unbenommen ist, im Rahmen eines weiteren Revisionsverfahrens Abklärungen zu eine r allfällige n Verbesserung des somatischen und/oder psychischen Gesundheitszustandes des Versicherten an die Hand zu nehmen. D en bisher getroffenen Abklärungen, namentlich den im Revisionsverfahren ein ge holten Arztberichten ( Urk. 7/50/1 und Urk. 7/53/1-3), sind allerdings keine Anhaltspunkte für eine solche Ver besserung zu entnehmen, weshalb auch eine revisionsweise Aufhebung der Rente nicht in Frage kommt.

5. Es bleibt anzumerken, dass es der Beschwerdegegnerin unbenommen ist, im Rahmen eines weiteren Revisionsverfahrens Abklärungen zu eine r allfällige n Verbesserung des somatischen und/oder psychischen Gesundheitszustandes des Versicherten an die Hand zu nehmen. D en bisher getroffenen Abklärungen, namentlich den im Revisionsverfahren ein ge holten Arztberichten ( Urk. 7/50/1 und Urk. 7/53/1-3), sind allerdings keine Anhaltspunkte für eine solche Ver besserung zu entnehmen, weshalb auch eine revisionsweise Aufhebung der Rente nicht in Frage kommt. Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 2 5. März 2015 ( Urk. 2) mit der Feststellung aufzuheben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.

Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 2 5. März 2015 ( Urk. 2) mit der Feststellung aufzuheben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 6. Mit dem Entscheid in der Sache selbst wird das beschwerdeweise gestellte Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde (Urk. 1 S. 2 ) gegenstandslos.

6. Mit dem Entscheid in der Sache selbst wird das beschwerdeweise gestellte Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde (Urk. 1 S. 2 ) gegenstandslos. 7. Die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der B eschwerdegegnerin aufzuerle gen.

7. Die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind ermessensweise auf Fr. 6 00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der B eschwerdegegnerin aufzuerle gen. Der Beschwerdeführer hat zudem Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozial versicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen zu bemessen und bei einem praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % ) auf Fr. 2‘100.-- (inkl. Mehrwert steuer und Barauslagen) festzusetzen ist.

Der Beschwerdeführer hat zudem Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozial versicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen zu bemessen und bei einem praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % ) auf Fr. 2‘100.-- (inkl. Mehrwert steuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 5. März 2015 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversi cherung hat.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2 5. März 2015 mit der Feststellung aufgehoben, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversi cherung hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts kraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 2‘100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 2‘100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Christe, unter Beilage von Urk. 6

Rechtsanwalt Daniel Christe, unter Beilage von Urk. 6 - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - ASGA Pensionskasse Genossenschaft, Postfach, 9001 St. Gallen

ASGA Pensionskasse Genossenschaft, Postfach, 9001 St. Gallen - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubOertli