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Die Eidgenössische Kommission für Familienfragen (EKFF) spricht sich für eine umfassende Elternzeit aus. Mit Blick auf die aktuelle politische Situation heisst sie jedoch die Vorlage zur Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs gut, die sich momentan in Vernehmlassung befindet. Besser noch wären vier Wochen, wie es das Initiativkomitee vorschlägt.
Die EKFF hat am 20. August 2018 ein wissenschaftlich abgestütztes Argumentarium für die Einführung einer 38-wöchigen Elternzeit veröffentlicht. Sie ist überzeugt, dass eine Elternzeit für Familien und Gesellschaft sowie auch für Wirtschaft und Unternehmen Vorteile bringt. Sie hofft, dass diese wichtige gesellschaftliche Frage weiter vorangetrieben und ein für alle vorteilhaftes Modell angestrebt wird. Dabei sollen auch der wirtschaftliche Nutzen (höhere Steuereinnahmen, weniger Absenzen und tiefere Rekrutierungskosten) sowie die gesundheitlichen Vorteile und das gesellschaftliche Wohl beachtet werden.
Die EKFF befürwortet alle in die gewünschte Richtung zielenden Bestrebungen. Deshalb unterstützt sie die Vaterschaftsurlaubs-Initiative (18.052) wie auch den indirekten Gegenentwurf (18.441) der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S). Allerdings erachtet sie diese Vorlage als einen äusserst bescheidenen Schritt und hält es für angezeigt, den Vätern einen längeren Urlaub zu gewähren, damit insbesondere die Vater-Kind-Beziehung längerfristig gestärkt werden kann.
In ihrer Stellungnahme im Rahmen des laufenden Vernehmlassungsverfahrens fordert die EKFF die Urheber der Vorlage auf, für Väter während den Monaten, in denen sie den Vaterschaftsurlaub beziehen können, einen Kündigungsschutz vorzusehen.