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Der heute in erster Linie in den Marken bedeutende Verdicchio ist eine sehr alteingesessene Rebsorte. Mithilfe moderner DNA-Analysen konnte entschlüsselt werden, dass der Verdicchio mit dem im Veneto weitverbreiteten Trebbiano di Soave identisch ist und folglich auch aus dem Veneto stammen muss. Weitere Nachforschungen haben ergeben, dass die Sorte vermutlich im 15. Jahrhundert von dort aus in die Marken eingewandert ist, wo sie erstmals 1569 unter dem Namen Verdicchio erwähnt wird. Als Mitglied der Trebbiano-Familie kommt Verdicchio in kleinen Mengen auch andernorts in Italien unter verschiedenen Synonymen vor. Die mittellang bis spät ausreifende Sorte ist besonders anfällig für den Echten wie für den Falschen Mehltau, ebenso für die Schwarz- und Sauerfäule. Der berühmteste Wein stammt aus der Herkunft Verdicchio dei Castelli di Jesi, wo er den Hauptbestandteil des gleichnamigen Weines bildet, wenn er nicht überhaupt reinsortig ausgebaut wird. Auch in anderen Regionen, wie in Umbrien, Latium und den Abruzzen, finden sich nennenswerte Flächen, deren Erträge auch hier entweder reinsortig oder in Cuvées ausgebaut werden. Darüber hinaus liefert der Verdicchio auch gute Grundweine für die Erzeugung von Schaumweinen. Ausserhalb Italiens kann nur Brasilien mit einer kleinen Fläche von 20 Hektar im Süden des Landes aufwarten.
GESCHMACK
fruchtbetont, Pfirsich, Apfel, Limette, Mandel, frisch und lebhaft, mittelgwichtig