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Tom Lüthi verpasst im Moto2-Rennen in Katalonien die Top Ten. Der IOK-Präsident Thomas Bach spricht sich gegen eine Reduzierung der Athletenzahlen an den Olympischen Spielen in Tokio aus. Und Schalke 04 stellt den Coach David Wagner frei. Die wichtigsten Sportmeldungen im Überblick.
Die Bayern-Spieler rennen hinterher, der Hoffenheim-Angreifer Munas Dabbur (Zweiter von links) trifft zum 2:0.
(sda) Nach 22 Pflichtspielsiegen in Folge hat Bayern München wieder eine Partie verloren. Der Meister und Champions-League-Sieger unterlag der TSG Hofenheim in der 2. Bundesliga-Runde auswärts 1:4.
Zwei frühe Tore von Ermin Bicakcic (16.) und dem einstigen GC-Stürmer Munas Dabbur (24.) sowie eine späte Doublette des Kroaten Andrej Kramaric (77./92.) besiegelten die erste Niederlage von Bayern München in der Bundesliga seit dem 7. Dezember und einem 1:2 in Mönchengladbach.
(sda) Die 23-jährige Schweizerin hat ihre Erstrundenpartie gegen die Rumänin Irina-Camelia Begu (WTA 72) bei garstigen Bedingungen 4:6, 6:4, 3:6 verloren.
Bei Nieselregen, Wind und Temperaturen um die 10-Grad-Marke tat sich Teichmann gegen die 30-jährige rumänische Sandspezialistin auf einem der Aussenplätze praktisch über die gesamten zweieinhalb Stunden schwer. Im ersten Satz handelte sie sich ein 1:4 ein, das sie noch einmal ausbügelte, nur um später mit einem leichten Fehler den Satz doch abzugeben. Das entscheidende von zwei Breaks im dritten Satz kassierte sie zum 3:4. Den zweiten Durchgang gewann sie primär dank der besseren Effizienz, nachdem sie eine 3:0- und 5:3-Führung zunächst aus der Hand gegeben hatte.
Somit verbleibt Stefanie Vögele als einzige Schweizerin im Feld der Frauen. Die Aargauerin absolviert ihre Erstrundenpartie gegen die Rumänin Patricia Maria Tig (WTA 58) am Montag.
Tom Lüthi wird beim GP von Katalonien Elfter.
(sda) Tom Lüthi verpasst beim Grand Prix von Katalonien in der Nähe von Barcelona als Elfter in der Moto2 erstmals seit Anfang August die Top Ten.
Der 34-jährige Berner bewegte sich während des gesamten Rennens im Mittelfeld auf den Plätzen 10 bis 13. Am Ende verlor er den Kampf um die Top Ten ausgerechnet gegen seinen Teamkollegen Marcel Schrötter. In den letzten vier Rennen hatte Lüthi mit den Rängen 7, 5, 6 und 9 Aufwärtstendenz gezeigt, die er nun auf dem Circuit de Catalunya nicht bestätigen konnte.
Am Samstag hatte der Emmentaler bekannt gegeben, dass er das deutsche IntactGP-Team am Ende des Jahres verlassen und ab 2021 im spanischen SAG-Team fahren wird. Lüthi war in Katalonien der einzige Schweizer am Start des Moto2-Rennens, da Jesko Raffin nach seiner Viruserkrankung noch immer nicht einsatzfähig ist und Dominique Aegerter nicht wie noch in Tschechien und Österreich als Ersatzfahrer zum Einsatz kam.
Der Italiener Luca Marini kam nach einem Zweikampf mit dem Engländer Sam Lowes zu seinem dritten Saisonsieg und baute seine Führung in der WM gegenüber seinem Landsmann Enea Bastianini (6.) auf 20 Punkte aus.
Der Schweizer Moto3-Fahrer Jason Dupasquier (KTM) verpasste auch im neunten Saisonrennen seine ersten WM-Punkte. Der 19-jährige Rookie aus dem Kanton Freiburg belegte den 22. Platz. Der Südafrikaner Darryn Binder feierte auf KTM seinen ersten GP-Sieg. Der jüngere Bruder des MotoGP-Fahrers Brad Binder setzte sich mit einem Vorstoss in der letzten Runde vor den beiden Italienern Tony Arbolino und Dennis Foggia durch. Mit einem 11. Platz übernahm der Japaner Ai Ogura (Honda) vom unverschuldet gestürzten Albert Arenas die WM-Führung.
(sda) IOK-Präsident Thomas Bach spricht sich für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio gegen eine Reduzierung der Athletenzahlen aus.
«Ich sehe nicht, dass eine Reduzierung der Athleten notwendig ist. Die Athleten sollten nicht unter dieser Situation leiden, indem sie nicht an Olympia teilnehmen können», sagte der Deutsche in einer internationalen Medienrunde anlässlich der Strassen-Radweltmeisterschaften in Imola. Eine Deadline für die verschobenen Spiele gebe es nicht. «Am 23. Juli 2021 wird die Eröffnungsfeier sein.»
Das IOK beschäftigt sich nicht nur für Tokio 2021 mit den Pandemie-Bedingungen, sondern arbeitet auch für die Winterspiele in Peking, die gut ein halbes Jahr später im Winter 2022 stattfinden sollen. «Viele der Massnahmen für Tokio werden wir auch für Peking gebrauchen können, natürlich angepasst an den Wintersport und das Gastgeberland. Das ist wichtig für uns», so Bach.
Der 66-Jährige hält die Radsport-Events in Zeiten des Coronavirus für eine Inspiration für die Olympischen Spiele. «Wir haben in den letzten Monaten gesehen, dass man Sportevents in einer sicheren Umgebung organisieren kann - auch ohne einen Impfstoff. Der Erfolg dieser Events gibt uns und dem gesamten Sport viel Selbstvertrauen», so Bach und fügte an: Der Impfstoff sei für Tokio «nicht das Allheilmittel, das alle Probleme löst».
Die Nummer 11 der Setzliste David Goffin scheitert am French Open bereits in der 1. Runde.
(sda) Das Herbstwetter sorgt am Wochenende in Paris für einen French-Open-Start unter erschwerten Bedingungen. Die Favoriten liessen sich von Kälte, Wind und Regen aber nur bedingt beeinflussen.
Simona Halep (gegen Sara Sorribes Tormo) und Viktoria Asarenka (gegen Danka Kovinic) zogen ebenso ohne Satzverlust in die nächste Runde ein wie Alexander Zverev und Diego Schwartzman bei den Männern gegen den Österreicher Dennis Novak respektive den Serben Miomir Kecmanovic.
Schwartzman, der in Rom Rafael Nadal eliminiert hat, gab nur vier Games ab, Asarenka gegen Belinda Bencics Rom-Bezwingerin noch eines weniger. Die Weissrussin sorgte aber um die Mittagsstunden mit einem erzwungenen 40-minütigen Unterbruch für einen Aufreger. Wegen Nieselregens wurde die Partie nach drei Games unterbrochen. Obwohl der Supervisor die Spielerinnen bat, auf dem Platz zu warten, gingen Asarenka und Kovinic wegen der Kälte in die Kabinen. «Ich sitze nicht bei acht Grad auf meinem Stuhl und warte und werde kalt», sagte Asarenka. Die US-Open-Finalistin spielte wie viele andere in Leggins und trug zudem eine Trainerjacke.
Der prominenteste Verlierer am ersten Tag war David Goffin. Der als Nummer 11 gesetzte Belgier, der 2016 in Paris im Viertelfinal stand, unterlag dem aufstrebenden 19-jährigen Italiener Jannik Sinner in zwei Stunden 5:7, 0:6, 3:6.
Nach der Niederlagen gegen Bremen trennt sich der FC Schalke 04 vom Coach David Wagner.
(dpa) Nach dem schlechtesten Saisonstart in der Liga-Historie hat der FC Schalke 04 Trainer David Wagner freigestellt. Das verkündete der Fussball-Bundesligist am Sonntagmorgen. Ein Nachfolger für den 48-Jährigen wurden noch nicht benannt. Als Kandidaten gelten der ehemalige Mainzer Sandro Schwarz, der frühere Augsburger Manuel Baum, der Ex-Stuttgarter Alexander Zorniger und die Schalker Spieler-Ikone Marc Wilmots.
«Wir alle hatten gehofft, dass wir die sportliche Wende zusammen mit David Wagner schaffen können. Leider haben die ersten beiden Spieltage der neuen Saison nicht die dafür notwendigen Leistungen und Resultate erbracht», erklärte Sportvorstand Jochen Schneider: «Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Weg des personellen Neuanfangs zu gehen. Diese Entscheidung ist uns trotz der enttäuschenden Ergebnisse alles andere als leichtgefallen.» Mit Wagner müssen auch seine Assistenten Christoph Bühler und Frank Fröhling gehen.
Wagner ist in der 58. Bundesliga-Saison erst der vierte Trainer nach Rinus Michels (Köln 1983), Morten Olsen (Köln 1995) und Dieter Hecking (Hannover 2009), der schon nach dem zweiten Spieltag entlassen wird. Wagner, der von 1995 bis 1997 Profi auf Schalke war, hatte noch einen Vertrag bis 2022. Noch nie in der Bundesliga-Geschichte war ein Team schlechter gestartet als Schalke nun mit null Punkten und 1:11 Toren aus zwei Spielen.
Mitte Januar hatten sie dem im Sommer geholten Trainer auf Schalke noch zugejubelt. Nach dem 2:0 zum Rückrunden-Auftakt gegen Gladbach war Schalke Fünfter - punktgleich mit Erzrivale Dortmund und drei Punkte hinter den zweitplatzierten Bayern. Wagner schien Schalke verstanden und wiederbelebt zu haben. Seitdem hat Schalke kein Spiel mehr gewonnen. Nach dem 0:8 zum Auftakt beim FC Bayern München war Sportchef Jochen Schneider schon von Wagner abgerückt und hatte keine Job-Garantie mehr gegeben. Direkt nach dem 1:3 gegen Bremen mit ebenfalls ernüchternder Leistung hatte Schneider nichts sagen wollen. Wagner musste spätestens da klar sein, was ihm blüht.
(sda) Die Dallas Stars können weiter vom zweiten Stanley-Cup-Triumph nach 1999 träumen. Die Texaner verkürzten in der Best-of-7-Finalserie gegen die Tampa Bay Lightning mit einem 3:2-Sieg nach zweiter Verlängerung auf 2:3.
Den entscheidenden Treffer erzielte Corey Perry in der 90. Minute. Der 35-jährige Routinier hatte das Tor mit einem Rückpass auf John Klingberg selbst eingeleitet. Der schwedische Verteidiger spielte den Puck vors Gehäuse, worauf der Puck via des Schlittschuhs von Tampas Flügelstürmer Pat Maroon zu Perry kam, der sich diese Chance nicht nehmen liess. Perry hatte in der 18. Minute schon das 1:0 erzielt.
Nachdem Tampa Bay dank Toren von Ondrej Palat (25.) und Michail Sergatschew (44.) die zwischenzeitliche Wende gelungen war, rettete der 36-jährige Joe Pavelski (54.) die Stars mit seinem 13. Treffer in den laufenden Playoffs in die Verlängerung. In der Nacht auf Dienstag erhalten die Lightning die zweite Gelegenheit, zum zweiten Mal nach 2004 den Stanley Cup zu gewinnen.
LeBron James (links) führt die Lakers in den NBA-Final.
(sda) Das Team aus Kalifornien gewinnt gegen die Denver Nuggets 117:110 und entscheidet die Best-of-7-Halbfinalserie 4:1 für sich. Die Lakers konnten sich in der «Blase» in Orlando einmal mehr auf ihr Top-Duo LeBron James und Anthony Davis verlassen. Ersterem gelang mit 38 Punkten, 16 Rebounds und zehn Assists ein Triple-Double, Davis steuerte 27 Zähler zum Sieg bei.
Der 35-jährige James steht bereits zum zehnten Mal in einem NBA-Final – mindestens zehn Finalteilnahmen haben ausser ihm nur drei Spieler geschafft. Den Titel holte er aber «bloss» dreimal, zweimal mit den Miami Heat (2012, 2013) sowie 2016 mit den Cleveland Cavaliers. Insofern blickte er bereits voraus: «Wir geniessen das heute. Aber wir haben noch einen grösseren Fisch zu braten. Meine Schultern sind breit genug, um viel zu tragen.»
Für die Lakers wäre es der 17. Titel, der erste seit 2010. Damals war der im Januar verunglückte Kobe Bryant der Anführer. Mit einem weiteren Triumph würden die Kalifornier mit Rekord-Champion Boston Celtics gleichziehen. Allerdings sind auch die Celtics noch im Rennen um den Titel, sie liegen in der anderen Halbfinalserie gegen die Miami Heat mit 2:3 Siegen im Rückstand.