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Gedanken
Der Gebetsweg
In Surinam haben sich die Christen, weil die Hütten nur aus einem Raum bestehen, einen Gebetsplatz im Wald gesucht, wohin sie regelmässig gingen. Dort trafen sie sich um in der Stille allein mit
Gott zu reden. Die Gebetswege waren mit der Zeit wie ausgetretene kleine Pfade.
Eines Tages sagte ein Eingeborener zu seinem Nachbarn ganz liebevoll:" Du, auf deinem Gebetsweg wächst langsam das Gras!" (AK)
Und auf Deinem Gebetsweg?
Bibel und Zeitung
Wer nicht jeden Tag die Bibel und die Zeitung liest, weiss weder über die Welt bescheid noch über das, was die Welt braucht.
(Zitat von johannes Rau, ehem. Bundespräsident der BRD)
Humor
Gebet eines Pfarrers aus der belgischen Volkszeitung von 1864
Lieber Gott und Herr!
Setze dem Überfluss Grenzen,
und lass die Grenzen überflüssig werden.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort,
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch,
und den Deutschen eine bessere Regierung.
Schenke uns und unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind,
und lass die, die rechtschaffen sind, auch recht schaffen.
Sorge doch dafür, dass wir alle in den Himmel kommen,
aber wenn Du es willst, noch nicht gleich,
denn heute wollen wir noch fröhlich leben und Dein Evangelium verkündigen und viele rufen,
damit Dein Haus voll werde. Amen!
(Schatzkiste)
Was wirkt?
Ein Seifenfabrikant sagte zu einem Bischof:
"Der christliche Glaube hat nichts bewirkt.
Es gibt immer noch böse Menschen auf der Welt."
Der Bischof verwies auf ein schmutziges Kind das im Sand spielte,
und meinte: "Seife hat nichts bewirkt, es gibt immer noch Schmutz und Dreck in der Welt."
Darauf der Seifenfabrikant:
"Seife wirkt nur wenn man sie benutzt:"
Der Bischof gab zur Antwort:
"Sehen Sie, christlicher Glaube auch."
(MeFd)
Wasser und Wein
Im katholischen Priesterseminar in Erfurt soll sich Folgendes zugetragen haben: Bei einer Feier, die alle Theologiestudenten - getrennt sitzend - mit den Professoren und dem Rektor begingen, ging der Wein aus. Um den Hausherrn hintersinnig auf den für die Studenten so misslichen Umstand hinzuweisen, schickte ein vorwitziger Student eine stille Post vermittels eines Zettels an den Tisch des Rektors. Auf der Mitteilung stand: "Herr, sie haben keinen Wein mehr!" Nach einiger Zeit kam der Zettel zurück und wurde schon unterwegs mit einem breiten Lächeln aller quittiert. Auf der Rückseite hat der Rektor geschrieben: "Füllet die Krüge mit Wasser!"
(benno)
Gehen alle rein?
Ein Tourist bewundert die gepflegte Dorfkirche. Doch scheint sie ihm für die grösse des Dorfes etwas zu klein. Er spricht mit dem Sigristen darüber. Der erklärt:"Wenn alle reingehen, gehen nicht alle rein. Aber da nicht alle reingehen, gehen alle rein." (benno)
Gedichte
Was ist los?
Wenn die Menschen Gottlos leben,
sind:
die Sitten zügellos,
die Mode schamlos,
die Lügen grenzenlos,
die Verbrechen masslos,
die Völker friedlos,
die Schulden zahllos,
die Regierungen ratlos,
die Politiker charakterlos,
die Konferenzen endlos,
die Sitzungen ergebnislos
die Aussichten trostlos,
die Kirchen kraftlos,
die Christen gebetslos!
(AB)
Goethe
J. W. von Goethe war bekannt dafür, dass er immer Wasser in den Wein mischte. Als ihn einmal ein paar junge Leute am Nachbartisch deswegen hänselten, dichtet er kurzerhand die folgenden Verse aus dem Stegreif:
"Wasser allein macht stumm,
das beweisen im Meer die Fische.
Wein allein macht dumm,
das beweisen die Herren dort am Tische.
Und weil ich keins von beidem will sein,
so mische ich Wasser und Wein."
Spuren
Spuren, sie entstehen,
Spuren, sie vergehen.
Ein Wind, ein Nebel, ein Hauch sind sie.
Wie Spuren im Sand.
Die Welle kommt,
überspült, verwischt.
Wer denkt daran, dass auch das Leben,
wie die Spur im Sand
entstand.
Begleitet wird es von Freud und Leid,
von Freund- und Feind?
Von Glück, von Schmerz.
Doch dann zu seiner Zeit,
wie die Spur im Sand,
verschwindt.
Doch gibt es eine Spur,
in der Schöpfung, der Natur.
Gott, der sie schuf,
ist Herr der Ewigkeit,
der ewig bleibt,
auch du?
(Daniel Kilchör)
Zeit
Zeit zu kommen
Zeit zu geh‘n,
Zeit zu reden,
zu versteh‘n.
Zeit zu suchen
Zeit zu fragen:
Hast du Zeit?
Sie vergeht,
bleibt nicht steh‘n.
Ob sinnlos, nutzlos, schön;
Sie wird vergeh‘n.
Auch deine Zeit.
Ob du suchst und fragst,
um zu versteh‘n?
Einer ist es der dich sucht
in dieser Zeit.
ER wartet dein.
Klopft er an, lässt du ihn ein?
Er nimmt dich mit:
Hinaus aus dieser Zeit,
in seine herrliche Ewigkeit.
(Gedanken zum Buch Prediger
Kapitel 4,und Offenbarung Kap. 3.20
Daniel Kilchör)
Gedanken
Gedanken; sie treiben dich um.
Sie verlieren sich,
kommen wieder,
widerholen sich.
Lassen dich nicht in Ruh‘,
sie plagen dich immerzu.
Du drehst im Bett dich um,
hin und her, die Augen zu,
doch flieht der Schlaf,
kommst nicht zur Ruh‘.
Angst und Sorgen:
Wie wird es Morgen?
Da kommt ein Ruf aus weiter Fern,
ein Ruf, wie von fremdem Stern:
„Komm her zu mir; ich bleib,
gib Ruhe dir,
Frieden, Hoffnung,
wenn du mir;
- vertraust.
Weiss deine Not, kenn‘ deine Angst.
Ich hab‘ die Kraft,
Ruh und Frieden
dir zu geben;
dich zu Lieben.
Komm her zu mir,
dem HERRN der Welt,
ich bleib bei dir.
Auch wenn alles leer erscheint.
(Daniel Kilchör)
Lebenszeit 1
Der Weg, die Zeit vergeht,
Die Spur, vom Wind wird sie verweht.
Was bleibt, ist die Erinnerung, ist Liebe,
sie lebt, in denen
die die Liebe leben.
(Daniel Kilchör)
Lebenszeit 2
Der Frühling kommt und er belebt,
Der Sommer kommt, erwärmt, ernährt.
Der Herbst mit seinen Farben
erfreut, die Sinne,
erfüllt das Warten,
dass Freude, unser Herz gewinne.
Der Winter kommt weiss und rein,
wird er ein Segen sein?
Die Jahreszeiten sind das Leben.
Doch allein im Glauben, Hoffen, Lieben,
bleibt zuletzt im Herzen Frieden.
Christus wird ihn geben!
(Daniel Kilchör)