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In der Reha/Physiotherapie aber auch im Fitnesstraining ist das Stabilitätstraining eine wichtige Komponente der Grundmotorischen Fähigkeiten. Auf einem Bein stehen, mit geöffneten oder geschlossenen Augen, wer kennt das nicht. Trotzdem möchte ich einige kritische Bemerkungen dazu machen
Lass mich dir erst mal eine Frage stellen: „Wann bist du als Fussball-, Handball-, Volleyballspieler oder im Alltag das letzte Mal für einige Sekunden auf einem Bein gestanden?“ Oder wie oft bist du als Sportler, mit geschlossenen Augen auf einem Bein gestanden? Wahrscheinlich noch nie oder? So, warum sollte ich das dann trainieren?
Was ist Stabilität?
Unter Stabilität von Gelenken verstehe ich, dass u.a. deine Muskeln, Bänder und Kapseln durch schnelles Reagieren dein Nervensystem, die Stabilität deiner Gelenke, gewährleisten kann. Somit entsteht kein Trauma. Im Blogbeitrag Sensomotorik – Wie funktioniert dies? kannst du mehr darüber lesen.
Voraussetzung Kraft
Die wichtigste Voraussetzung für Stabilitätstraining ist Kraft. Wenn Sportler ein Kraftdefizit haben, wird die Stabilität mit Sicherheit ungenügend sein. Kann der Sportler kaum mit einem Bein über eine kleine Hürde Springen und anschliessend Stabilisieren, dann solltest du verstehen, dass diese Sportler nach aller Wahrscheinlichkeit ein Kraftdefizit haben (oder mentale Knoten). Das heisst also zurück in den Kraftraum.
Richtlinien vom Stabilitätstraining
Stabilität kann man auf verschiedene Arten und unter diversen Umständen trainieren. Um die Stabilität zu trainieren, halte folgende Richtlinien ein:
- Methodischer Aufbau, das heisst von einfachen zu schwierigen Übungen (komplexen Trainingsformen)
- Von allgemeinen zu sportspezifischen trainingsformen
- Von langsam, kontrolliertem zu explosiven Trainingsformen
Ein paar Beispiele:
Im folgenden Video eine Aufzeichnung mit Steffi vom Handballclub Spono Eagles aus Nottwil. Sie zeigt ein paar, für Sportler, relativ einfache trainingsformen, die aber auch bereits anspruchsvoll sein können
Wenn es sich um die Rehabilitation handelt, dann werden anfangs einfache Trainingsformen verwendet. Je besser der Sportler voran kommt, desto komplexere Bewegungsformen müssen trainiert werden, kombiniert mit anderen motorischen Fähigkeiten.
Im zweiten Video einen Beispiel von eine Top Handballspielerin in der Endphase der Knie Rehabilitation. Nach einer Stunde Training auf dem Leichtathletikplatz, hat sie diesen Parcours (sehe Video) absolviert. Ihren Knien werden nach einer Stunde Intensivem Training Stabilität abverlangt. Hier geht es also um das meist anspruchsvolle Stabilitätstraining (Endphase Reha Training).
Nochmals, das trainieren von Stabilität ist etwas mehr als nur auf einem Bein stehen, insbesondere für Sportler. Optimale Stabilität ist unter Alltagsbelastungen oder unter sportspezifischen Umständen Stabilisieren zu können.
Zusammengefasst
- Schnelligkeit, Reaktionsschnelligkeit, Kraft, Flexibilität kann nur dann funktionieren, wenn du eine gute Stabilität hast.
- Stabilität kann nur funktionieren, wenn Schnelligkeit, Reaktionsschnelligkeit, Kraft, Flexibilität optimal aufeinander abgestimmt sind.
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