Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03210.jsonl.gz/3166

Frau und Herr P. haben ihr Projekt verwirklicht und sind glücklich darüber. Das Abenteuer hat sie selber auch verändert.
Wir besuchen Frau und Herrn P., ein dynamisches Unternehmerpaar in den Fünfzigern. Sie haben zwei erwachsene, selbstständige Kinder.
Ihr Haus liegt am Rand einer Schweizer Stadt.
Nachdem ihre Kinder ausgezogen waren, überlegten sich Frau und Herr P. die Liegenschaft zu verkaufen: die Wertsteigerung des Grundstücks zu nutzen, einen finanziellen Gewinn zu erzielen, eine Wohnung zu kaufen...
Doch Frau und Herr P. fühlen sich mit ihrem Haus verbunden. Sie mögen die Atmosphäre, die es ausstrahlt. Deshalb entschliessen sie sich zu bleiben und das Haus nach ihren Wünschen und Vorstellungen umzubauen. Ihren Entscheid halten sie für sehr kreativ. Ihre Freunde sind jedoch etwas überrascht, dass sie in ihrem Alter noch ein so ehrgeiziges Projekt in Angriff nehmen wollen.
Das Haus vor dem Umbau erstreckt sich über drei Geschosse. Das Wohnhaus und die seitlich des Eingangs liegende Garage werden von einem Pultdach überdeckt. Der Garten ist nach Süden orientiert und in zwei, in der Höhe versetzte, Ebenen gegliedert. Das Haus zählt 6 Zimmer. Eines davon liegt im teilweise freigelegten Untergeschoss.
Der Umbau schafft mit einem Atrium im Untergeschoss eine zusätzliche Fassade. Dadurch kann im Untergeschoss eine 2.5-Zimmer-Wohnung gestaltet werden, mit eigenem Eingang und privatem Garten.
Das bestehende Wohnhaus wird aufgefrischt und isoliert. Nach der Abtrennung des Zimmers im Untergeschoss bleibt im Erd- und Obergeschoss eine 5-Zimmer-Maisonette-Wohnung bestehen. Sie öffnet auf die obere Ebene des Gartens.
Die Garage wird abgerissen. Damit wird die noch bebaubare Fläche des Grundstücks vergrössert. Der Strasse entlang wird ein schmaler und langer, zweistöckiger Bau erstellt.
Der Neubau wird gegenwärtig als Büro genutzt. Er kann jedoch ohne Aufwand zum Wohnen umgestaltet werden, nämlich in eine 4-Zimmer-Wohnung mit unabhängigem Zugang an der Nordfassade und einer grossen, nach Süden gerichteten Terrasse im Obergeschoss. Das Erdgeschoss öffnet nach Westen auf einen kleinen Gartenhof.
Heute, nach dem Umbau, stehen drei Wohnungen zur Verfügung, jede mit ihrem eigenen Zugang und ihrem privaten Aussenraum.
Frau und Herr P. möchten ein modulares Haus gestalten, sodass ihre beiden Kinder es später selbst bewohnen, vermieten oder verkaufen können. Das Projekt soll deshalb mehrere Wohneinheiten bieten.
Um ein Weiterbauprojekt anzustossen, muss man seinen Handlungsspielraum kennen. Das Umbaupotenzial von Einfamilienhäusern wird weitgehend unterschätzt. Häufig gibt es viel mehr Möglichkeiten, als die Eigentümer·innen sich vorstellen.
Die verschiedenen Möglichkeiten zu erkennen, zu visualisieren und zu verstehen ist komplex. Deshalb sollte unbedingt ein Architekt oder eine Architektin beigezogen werden, um eine Potenzialanalyse zu erarbeiten. Auf dieser Grundlage können die Eigentümer·innen ihre Ideen reifen lassen und Szenarien entwickeln. Frau und Herr P. sind äusserst überrascht, dass es möglich ist, das Haus in drei Wohnungen umzugestalten und diesen Umbau auch finanzieren können.
Ohne vorab das Potenzial zu kennen, hätte das Paar den Schritt nicht gemacht. Die Potenzialanalyse hat ihnen erlaubt, verschiedene Optionen zu vergleichen, Entscheidungen zu treffen und mit der Planung zu beginnen.
Bei der Potenzialanalyse handelt es sich nicht um ein ausgearbeitetes Projekt. Dennoch erlaubt sie ganz zu Beginn des Prozesses die finanzielle Machbarkeit bereits zu überprüfen.
Frau und Herr P. stellen fest, dass der Wert ihres Grundstücks stark gestiegen ist. Dieser Mehrwert bedeutet eine Steigerung des Eigenkapitals und schafft eine gute Ausgangslage für die Finanzierung des neuen Projekts.
Mit der Erstellung einer oder mehrerer zusätzlicher Wohnungen können Mieten eingenommen werden. Diese Einnahmen werden bei der Finanzierung des Projekts berücksichtigt. Während das Ehepaar P. dachte, dass die Finanzierung der Knackpunkt sein würde, entdeckt es, dass es sich für die Bank um ein solides Projekt handelt.
Mithilfe der Potenzialanalyse können die zukünftigen Mieteinnahmen eines Projekts geschätzt werden.
Sind die plausiblen Einnahmen ermittelt, kann auf dieser Grundlage der Investitionsbetrag bestimmt werden, der finanziert werden kann. Damit hat man das Budget für das Projekt festgelegt. Es ist wichtig, diese Grundlage zu erarbeiten, bevor man ein Architekturbüro mit der Ausarbeitung des Vorentwurfs mandatiert.
Das Ehepaar P. beschliesst, mit mehreren Architekt·innen zu diskutieren und ihre Arbeitsphilosophie und Ansätze zu vergleichen. Die Mehrheit der kontaktieren Architekt·innen versteht nicht, warum das Paar das bestehende Haus erhalten möchte. Sie schlagen vor, das Haus abzureissen und durch einen Neubau mit drei übereinander liegenden Wohnungen zu ersetzen.
Ein Ersatzneubau ist für Frau und Herrn P. keine Option. Die Erhaltung des Bestandes wird schliesslich zum entscheidenden Kriterium: Sie beauftragen den Architekten, der wie sie selbst den Charme des bestehenden Hauses schätzt und bereit ist, mit dem Vorhandenen zu arbeiten.
Sie haben den Eindruck, einen Architekten gefunden zu haben, dem es gelungen ist, ihren Ideen Gestalt zu verleihen und eine schöne Atmosphäre zu schaffen. Sie sind glücklich mit ihrer Wahl. Sie selbst würden gerne in den drei Wohnungen wohnen, da jede in ihren Augen ein besonderes Cachet hat. Sie sind stolz auf ihr Projekt.
Frau und Herr P. wollten nicht nur zwei Wohnungen hinzufügen, das Projekt soll auch verschiedene Wohnszenarien ermöglichen. Die Suche nach Flexibilität zog sich wie ein roter Faden durch das Projekt. Während der ganzen Projektphase stellte sich das Paar eine Vielzahl von Szenarien für die Gegenwart und die Zukunft vor, für verschiedene Nutzungen, zum Wohnen und Arbeiten.
Dank der geschaffenen Flexibilität haben sie heute eine ganze Palette von Möglichkeiten: Sie können in einer der Wohnungen ihr Unternehmen einrichten, den Hausteil später vermieten, um das Renteneinkommen zu verbessern, mit einem befreundeten Paar zusammenleben, eine Pflegeperson anstellen und ihr eine unabhängige Wohnung anbieten, das Wohnen auf die hindernisfreie Wohnebene im Erdgeschoss oder im Untergeschoss beschränken...
Im hohen Alter so lange wie möglich zu Hause bleiben und gleichzeitig eine oder zwei Wohnungen vermieten zu können, soll auch verhindern, dass das Haus später verkauft werden muss, um ein Pflegeheim zu finanzieren. Die Liegenschaft für ihre Nachkommen zu erhalten, ist für Frau und Herrn P. ein wichtiges Anliegen.
Cette page thématique est en préparation, repassez nous voir dans quelques temps !