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Verveine – Herkunft und Namensdeutung
Verveine, mit botanischem Namen Aloysia triphylla, gehört zu den Eisenkrautgewächsen (Verbenaceae). Der Artname triphylla stammt aus dem Griechischen treis = drei und phyllon = Blatt und bezieht sich auf die Anordnung der Blätter am Spross. Die Heimat der Zitronenverbena liegt in Chile und Peru. Im 18. Jahrhundert holten die Spanier die Pflanze nach Europa.
Vor 100 Jahren noch war die Zitronenverbena in Europa eine beliebte Zierpflanze. Sie ist später jedoch fast in Vergessenheit geraten und erlebt nun im Zusammenhang mit den Küchenkräutern und als Genusstee eine Renaissance. Bei diesem Genusstee wird oft von Eisenkrauttee gesprochen. Deshalb wird Zitronenverbena häufig verwechselt mit der Verbene, dem Eisenkraut (Verbena officinalis). Dies ist aber eine ganz andere Pflanze, die bei uns wild wächst, zu den alten Heilpflanzen, ziemlich bitter schmeckt und sich daher nicht als Genusstee eignet.
Verveine – Beschreibung und Ansprüche im Garten
Verveine ist ein mehrjähriger, verholzender und Laub abwerfender Strauch, der bei uns nicht winterhart ist. Er kann bis 1.5 m hoch wachsen. Das Laub sitzt meist zu dritt in Quirlen am Spross. Es ist kurz gestielt, hellgrün, länglich oval sowie rau behaart. Die Blätter der Verveine entfalten einen sehr starken, reinen, fruchtigen und erfrischenden Zitronenduft. Die Zitronenverbena ist die Pflanze, welche am intensivsten nach Zitrone duftet. Ihre Blüten sind unscheinbar, klein, weisslich bis lilarosa, in Rispen angeordnet und sie erscheinen von Juli bis September.
Weil Verveine nicht winterhart ist, wird sie als Kübelpflanze gehalten und muss frostfrei (0 – 5 ° C) überwintert werden. Im laublosen Zustand benötigt die Verveine nicht viel Licht für die Überwinterung. Gegossen wird in dieser Zeit nur sehr wenig. Alle 3 – 4 Wochen; erst ab zirka März die Wassermenge ein bisschen steigern. Die Erde sollte auf keinen Fall vernässt werden. Ein Rückschnitt ist zu jeder Zeit möglich. Im Juli und August ist die Haupterntezeit für die Zweige. Durch einen regelmässigen Schnitt bleibt Verveine schön buschig.
Vor der Einwinterung im Herbst sollten die Triebe idealerweise stark eingekürzt werden. Das Laub, welches an den Zweigen ist, lässt sich noch ernten und trocknen. Wird die Verveine-Pflanze im Herbst stark zurückgeschnitten, dauert es im Frühling etwas länger, bis die neuen Triebe aus dem alten Holz wieder austreiben. Doch Verveine ist ausgesprochen robust und eine scheinbar tote Pflanze kann zu neuem Leben erwachen. Es braucht nur ein bisschen Geduld. Der Austrieb geschieht meist im Lauf des Monats Mai. Während der Vegetationszeit von Frühling bis Herbst braucht die Pflanze im Freien einen sonnigen und warmen Standort.
Die Zitronenverbena ist sehr tolerant gegen Hitze. An heissen Tagen darf grosszügig gewässert werden. Wichtig jedoch ist, dass die Erde immer wieder gut abtrocknet und sich keine Staunässe entwickelt. Der Nährstoffbedarf von Verveine ist mässig bis gering. Eine einmalige Gabe Langzeitdünger im Frühling genügt in der Regel bis zum Herbst. Das Substrat soll locker und durchlässig sein und eher grobfaserig, angereichert mit Sand, Perlit oder Blähton.
Zur Verwendung von Verveine
Die Blätter der Verveine lassen sich frisch oder getrocknet verwendet. Als Aufguss mit Wasser gibt es einen feinen Tee, der krampflösend und entspannend wirkt. Darüber hinaus aber eignet sich Verveine auch zum Würzen von Fisch, Geflügel und Blattsalaten oder zum Aromatisieren von Süssspeisen, Sorbets und Obstsalaten. Auch in Duftpotpourris oder als Zugabe in ein Kräuterbad können die Blätter eingesetzt werden. In Frankreich ist Verveine sehr bekannt und beliebt und findet Verwendung in verschiedenen Kosmetikprodukten und in Duftwassern. In Form von ätherischem Öl in Duftlampen verbessert Verveine das Raumklima.
Quelle: http://www.wyssgh.ch
Kommentar & Ergänzung:
Verveine ist eine aromatische Pflanze mit einem feinduftenden ätherischen Öl. Das spricht für ihre Verwendung als Genusstee. Aloysia triphylla kommt bei uns nicht wildwachsend vor und wird manchmal tatsächlich verwechselt mit dem einheimischen, unauffällig wachsenden Echten Eisenkraut (Verbena officinalis), das eher bitter schmeckt.
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