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Die Geschichte Züge sind Eric Lomax' Passion. Das Kursbuch kennt er auswendig, die Zugtypen sowieso. Diese schrullige Leidenschaft hat jedoch etwas Zwanghaftes und – was kaum einer weiss – einen todernsten Hintergrund. Als junger Soldat geriet Lomax in japanische Kriegsgefangenschaft, wo er als Zwangsarbeiter beim Bau der berüchtigten Thailand–Burma-Eisenbahn eingesetzt wurde, dem über 100 000 Menschen zum Opfer fielen. Zeitlebens verfolgen ihn qualvolle Erinnerungen. Eines Tages entschliesst er sich, an den Ort des Schreckens zurückzukehren, um die Gespenster der Vergangenheit endgültig zu vertreiben. Dort begegnet er ausgerechnet seinem ehemaligen Peiniger …
Die Schauspieler Spätestens seit seiner Rolle als stotternder König («King's Speech») ist der Brite Colin Firth, 54, ein Garant für exzellente Schauspielkunst. Dagegen wirkt Nicole Kidman als Ehefrau etwas blass.
Wahre Begebenheit Der Film unter der Regie des Australiers Jonathan Teplitzky basiert auf der gleichnamigen Autobiografie des ehemaligen britischen Offiziers Eric Sutherland Lomax (1919–2012). Dieser war massgeblich bei den Dreharbeiten beteiligt, starb allerdings kurz vor der Fertigstellung des Films.
Das Fazit Angesichts der vielen aktuellen Kriegsgebiete greift «Railway Man» ein erschreckend aktuelles Thema auf. Daher sei dem Film verziehen, dass gewisse Handlungsstränge zu kurz abgehandelt werden. Colin Firths Darbietung macht den Film zum Erlebnis.
Bewertung ***
Länge 108 Min.
Regie Jonathan Teplitzky.
Im Kino.