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Die Doping-Enthüllungen um Lance Armstrong haben immer weitreichendere Folgen für den Betroffenen: Der Sportartikel-Hersteller Nike verkündete am Mittwoch das sofortige Ende des Sponsoringvertrages mit dem früheren Radstar.
"Aufgrund der offenbar unüberwindbaren Hinweise, dass Lance Armstrong Dopingpraktiken angewandt und Nike für mehr als ein Jahrzehnt getäuscht hat, haben wir mit grosser Traurigkeit den Vertrag mit ihm aufgelöst", hiess es in einer kurzen Mitteilung des Unternehmens.
Kurz zuvor hatte dieser seinen Rücktritt als Chairman seiner Krebsstiftung "Livestrong" bekannt gegeben. "Diese Organisation und ihre Mission liegt mir sehr am Herzen", sagte Armstrong: "Um negative Auswirkungen für die Stiftung auszuschliessen, die Ergebnis der Kontroversen um meine Radsportkarriere sind, trete ich zurück."
Livestrong solle sich auf seine Mission konzentrieren können und nicht von den Problemen des Gründers beeinträchtigt werden, so Armstrong.
Der 41-Jährige wird weiter im 15-köpfigen Aufsichtsrat vertreten sein, seine Aufgaben als Chairman werde der bisherige Vize Jeff Garvey übernehmen.
Derweil will das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Bezug auf Sanktionen gegen Armstrong zunächst die Entscheidung des Weltverbandes UCI abwarten.
Dabei wird unter anderem eine Aberkennung von Armstrongs Bronzemedaille im Zeitfahren bei den Spielen 2000 in Sydney in Erwägung gezogen.
"Die UCI muss entscheiden, ob er schon vor Sydney hätte gesperrt werden müssen", sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach: "Wenn das der Fall ist, müssen wir uns mit der Verjährungsfrist befassen."
Trotz Ablauf der achtjährigen Frist könne dann die Aberkennung diskutiert werden, so Bach. Die US-Anti-Doping-Agentur USADA hatte Armstrong wegen seiner Verwicklung in die Dopingpraktiken lebenslang gesperrt.
Es wird erwartet, dass die UCI dem 41-Jährigen unter anderem seine sieben Tour-Siege aberkennt.