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In einem Aktienindex werden Wertpapiere verschiedener Unternehmen gebündelt und deren Entwicklung anhand eines Punktestandes verfolgt. Es gibt weltweit hunderte Aktienindizes, zum Beispiel länderspezifische oder solche für Firmen bestimmter Branchen. Sie funktionieren wie ein Börsenbarometer, das anzeigt, wie es den entsprechenden Märkten geht.
Der 1988 eingeführte Swiss Market Index – kurz SMI – ist der bedeutendste Aktienindex der Schweiz. Er repräsentiert die Aktienentwicklung der 20 liquidesten und und grössten Unternehmen. Dazu gehören Nestlé, die Swisscom und die Swatch Group.
Der SMI ist ein sogenannter Kursindex oder Preisindex, er verändert sich alleine mit der Kursentwicklung der in ihm gebündelten Aktien. Anders sieht es bei Performance-Indizes wie etwa dem deutschen Aktienindex DAX aus. Hier fliessen mitunter auch die Dividenden, also Gewinnausschüttungen einer Unternehmung, ein.
Wie viele Einzelwerte ein Index listet, variiert stark. Der deutsche TecDAX, ein Index für Technologieunternehmen, berücksichtigt 30 Aktiengesellschaften. Der Nikkei 225 basiert auf der Entwicklung von 225 Firmen, deren Wertpapiere an der Tokioter Börse gehandelt werden. Der MSCI World ist ein globaler Index mit 1600 Aktien aus 23 Industrieländern.
Hinsichtlich Gewichtung der Indexbestandteile gibt es ebenfalls Unterschiede. Nicht jede Aktie beeinflusst einen Index in gleichem Masse. Je nach Zusammensetzung schlägt sich eine Kursveränderung einer Aktie nicht gleich im Index wieder, sondern wird unter Umständen von einer anderen Kursentwicklung ausgeglichen.
Um in einen Index aufgenommen zu werden, muss eine Aktiengesellschaft verschiedene Kriterien erfüllen. Welche das sind, ist von Index zu Index unterschiedlich. Typische Parameter sind zum Beispiel Börsenumsatz und Streubesitz.