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….es gibt ja 4 Elemente und den Geist dem Feuer zuzuordnen, erscheint mir nicht richtig, denn das Element Feuer gehört zum Leben und der Geist zur Luft. ….
Nach dem antiken Weltbild, welches auch im astrologischen Tierkreis veranschaulicht wird, kann man alle drei Ebenen, Dimensionen oder Aggregatzustände des Menschen den vier Grundelementen zuordnen, sodass es sowohl ein festes Feuer (die Glut im Löwen), festes Wasser (das Eis im Skorpion) und feste Luft (Vorstellung des Wassermannes), oder ein flexible Erde (Anpassung in der Jungfrau) gibt.
Im Ayurveda werden die dort üblichen 5 Elemente in drei Körperströmungen zusammengefasst, wie es auch in der mittelalterlichen 3-Säftelehre bei uns üblich war, sodass man Vata, Pitta und Kapha nicht mehr mit den einzelnen Elementen gleichsetzen kann, sondern nur noch ihre Wirkungsweisen in Kombination mit anderen im Menschen betrachtet.
Das hat jedoch nichts mit Stimmungen zu tun, die es zu bekämpfen oder zu fördern gilt, sondern mit Befindlichkeiten, wie der eines Mangels oder eines Überflusses, den man behebt, indem man Etwas von dem Einen wegnimmt, oder vom Anderen hinzufügt, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.
…..Der Geist trägt auch die Feuerfunken des Lebens. …
Der Geist wird von den Indern gern als Atman (indogerm. Atem) bezeichnet und wird fälschlicherweise auch mit Seele übersetzt. Er entspricht dem Körperstrom Vata, welcher die Lebenskraft Prakriti (Sauerstoff) durch den Körper trägt, aber er ist nicht identisch mit jener, die eine Pitta-Wirkung im Körper entfacht und damit eher feuriger Natur ist.
Dass die Luft auf Feuer angewiesen ist, damit sie in Bewegung gerät, und damit wiederum das Feuer entfacht, wird im astrologischen Tierkreis durch die natürliche Opposition von Luft- und Feuerzeichen symbolisiert – genauso, wie Erde und Wasser sich gegenseitig als Partner ergänzend gegenüberstehen.
…..Wie steht geschrieben, Der Geist wehr wohin er will. …..
Der menschliche Geist kann zwar in seiner Vorstellung überall hinwehen, wo die Bahn frei ist, aber er kann es nicht unabhängig vom Menschen WOLLEN, weil das nur der Mensch (sanskrit Purusha) selber kann. Ebensowenig ist seine Seele in der Lage, Etwas gegen seinen Willen zu unternehmen, denn sonst könnte der Mensch sich nicht gegen seinen Lebenstrieb stellen, und sich zB willentlich umbringen.
Als Ausgangspunkt vom Ich zum Du, bzw zur ganzen Welt gilt zwar die zur Kontaktperson erklärte Seele, aber sie ist eben auch nur Mittel zum Zwecke der Befriedigung der seelischen Bedürfnisse ihres Besitzers, und nicht etwa Selbstzweck im Sinne einer realen Person, die sich ihrer Seele lediglich zu diesem Zwecke bedient.
Ob man den Willen des Menschen als eine seelische oder geistige Funktion ansehen kann, hängt maßgeblich davon ab, ob er als unbewusste Reaktion auf Umweltreize erfolgt, oder aber als bewusster Vorsatz, die Welt nach seinem eigenen Willen zu gestalten, wobei er mit seinem Willen alleine erstmal nur geistige Berge (Wunschvorstellungen von der zukünftigen Wirklichkeit) erzeugt, die es von der real existierenden Welt, so wie sie tatsächlich ist, zu unterscheiden gilt, um nicht mit seinen Fantaaien in Wolkenkuckucksheim zu verbleiben.
Übrigens erinnert mich der germanische Ausdruck Niflheim an den hebräischen Ausdruck Nephilim, der einst die personifizierten Götterboten (Engel der Herrn) darstellte, welche vielleicht auch von dort herabgestiegen kamen, um seinen Willen zu verkünden, damit sich die Menschen in ihrem Größenwahn nicht auch so benahmen wie ihre Vorfahren es ihnen vorgemacht hatten.
In dem Sinne wäre dies sogar ein durchaus physikalischer Ort irgendwo im kühlen Norden oder auf hohen Bergen, wo es Eis und Schnee gibt, und nicht etwa nur in einem symbolisch vorgestellten Land der menschlichen Phantasie.