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Entstehung
Im Jahr 1994 gründete Marioara Popa das Daniel Center, zu Ehren und Gedenken an ihren verstorbenen Sohn Daniel. Sie erzählt ihre Geschichte in einem bewegendem Brief:
Es ist eine Geschichte des Lebens, ein trauriges Drama. Ich wurde in einem reichen Dorf Namens Ghidiceni geboren. Mein Mann war Bauingenieur. Dann, im Jahr 1976 wurde unser Sohn Daniel geboren. Er war ein lieber und intelligenter Junge mit creol-grünen Augen. Er kam gesund zur Welt und wir hatten keine Ahnung was alles noch folgen würde…
Daniel hatte neun gesunde Jahre, bevor seine Krankheit ausbrach. Er war erst in der dritten Klasse, lernte sehr gut, worauf wir als Eltern sehr stolz waren. Doch Daniel erkrankte an Neuromotorik. Es ist bis heute nicht bekannt, was die genauen Ursachen für diese Krankheit sind. Es begann mit Gleichgewichtsstörungen. Die ersten Fälle erschienen in den Jahren 1979 und 1980. Im Jahr 1985 war Daniel das siebte erkrankte Kind im Umkreis. Fast 300 Kinder werden jährlich krank, aber damals war es nicht erlaubt über solche Krankheiten zu sprechen.
Daniel war bis zu diesem Alter ein ganz normales Kind. Er liebte es, auf der Strasse Fussball zu spielen, mit der Musik zu tanzen und sich mit seinen Freunden zu treffen. Als dies plötzlich nicht mehr ging, suchten wir einen Arzt in Bukarest auf, welcher uns sagte, dass Daniel nur noch etwa 6 Monate zu leben habe. Wir waren geschockt.
Ich wollte dies alles nicht wahrhaben. Ich hatte die Kraft und ging mit ihm in Klöster, zu verschiedenen Einrichtungen und Ärzten. Ich lies nichts unversucht und so war kein Tag wie der andere.
Wir trafen uns mit anderen Eltern aus Bacău und dem ganzen Land, welche Kinder mit ähnlichen Problemen hatten. Nach fünf Jahren verstarb Daniel, wobei er die Hälfte dieser Zeit im Bett verbrachte. Wenn er die anderen Kinder Fussball spielen sah, sagte er oft mit Tränen in den Augen: „Ich liebe Fussball!“ Daniel verstarb mit 14 Jahren.
Heute, viele Jahre nach der Gründung des Daniel Centers, habe ich die Genugtuung, dass ich lebe. Aber nicht nur für mich, sondern für und durch andere.
Das Daniel Center wurde meine Familie. Ich dachte, nach dem Tod von Daniel würde es nie mehr aufwärts gehen. Doch es ging. Ich wollte kranken Kindern und ihren Eltern helfen – und ich glaube, ich bin erfolgreich. Zusammen mit Freunden wie Andreas Kümin und Dr. Karl-Peter Bolliger, sowie mit und durch ihre Partner aus der Schweiz, haben und werden wir weiterhin alles daran setzen „helfen zu helfen“.
Das Daniel Center wird immer weitergehen, selbst wenn ich einmal in den Ruhestand treten werde.
Ich habe vollstes Vertrauen in die jungen Menschen, die mich umgeben.