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Das Wichtigste in Kürze
- Latein soll in Grossbritannien auch an staatlichen Schulen ein Schulfach werden.
- Derzeit wird die Sprache nur an 2,7 Prozent öffentlichen Schulen gelehrt.
- Für das vierjährige Pilotprojekt stellt die Regierung 4 Mio. Pfund zur Verfügung.
Damit soll Tausenden Schülern im Alter von 11 bis 16 Jahren vor allem in sozial schwachen Gegenden Unterricht in der alten Sprache angeboten werden. Dies berichtet die Zeitung «Daily Telegraph» am Samstag. Im Gegensatz zu vielen Privatschulen wird die Sprache an staatlichen Schulen bislang kaum unterrichtet.
«Wir wissen, dass Latein den Ruf hat, ein elitäres Fach zu sein, das nur wenigen Privilegierten vorbehalten ist.» Dies sagte Bildungsminister Gavin Williamson dem Blatt.
Latein an staatlichen Schulen kaum verbreitet
«Aber das Fach kann jungen Menschen so viele Vorteile bringen, also möchte ich diese Kluft beenden.» Der Lehrplan dürfe keinen Unterschied zwischen staatlichen und privaten Schulen machen.
Das Ministerium setzt zudem darauf, dass Latein auch beim Erlernen anderer Sprachen hilft. Die Zahl der Schüler, die Französisch für ihre Schlussprüfung (A-level, in etwa vergleichbar mit dem Abitur) wählen, seit Jahren rückläufig. Doch auch in anderen Fächern wie Englisch oder Mathe seien Lateinkenntnisse hilfreich.
Einer Untersuchung des Kulturinstituts British Council zufolge wird Latein derzeit nur an 2,7 Prozent aller staatlichen Schulen gelehrt. An privaten Schulen sind es 49 Prozent. An dem Pilotprojekt sollen zunächst 40 Schulen teilnehmen. Es beinhaltet auch Besuche römischer Stätten im Land, um ein tieferes Verständnis für die Kultur zu fördern.