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Lombard Odier habe bei dem Ende 2015 geschlossenen Vergleich gewisse Konten mit US-Verbindungen nicht offengelegt, über welche sie Kenntnis hatte oder zumindest hätte haben müssen, teilte das US-Justizministerium (Department of Justice DoJ) am Mittwoch mit.
Lombard Odier habe die nicht offengelegten Konten allerdings früh selbst gemeldet und habe auch umfassend mit dem Justizministerium kooperiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Genfer Bankengruppe gehört im US-Steuerprogramm zu den sogenannten "Kategorie 2"-Banken. Sie hatte sich am 31. Dezember 2015 mit dem DoJ auf eine Strafzahlung von 99,8 Millionen US-Dollar geeinigt.
Im Rahmen des US-Steuerprogramms hatten zwischen März 2015 und Januar 2016 laut den DoJ-Zahlen 80 Schweizer Banken ihre Differenzen mit den US-Behörden über unversteuerte Konten von US-Bürgern beigelegt. Insgesamt hatte das Ministerium dabei Strafzahlung von 1,36 Milliarden Dollar verhängt. Zudem mussten die Schweizer Institute im Rahmen der Vereinbarungen den US-Behörden auch detaillierte Angaben über ihre Geschäfte mit US-Kunden liefern.
Noch ungelöst ist der US-Steuerstreit für eine Reihe sogenannte "Kategorie 1"-Banken, gegen die die USA wegen des Verdachts auf Verstösse gegen US-Gesetze ermittelten. Zuletzt hatten sich im Juli die Finanzgesellschaft Mirelis sowie die Neue Privat Bank mit dem DoJ geeinigt. Noch auf einen Entscheid warten dagegen unter anderem die Zürcher Kantonalbank (ZKB), die Basler Kantonalbank (BKB), die Genfer Privatbank Pictet, die HSBC Private Bank sowie die Zürcher Privatbank Rahn+Bodmer.
(AWP)