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Fassade fast fertig
Hier ein paar Inputs zum Fassadenbau...
Bautag 75
Zunächst musste ich festlegen, wo das unterste Fassadenbrett montiert werden sollte. Wie viele Zentimeter sollten die untersten Bretter über den Anhänger hinausschauen? Ich entschied mich, dass das letzte Fassadenbrett bündig sein sollte mit dem Anhänger. Dies vereinfachte auch das Arbeiten. Wir haben zuerst einfach pro Brett zwei Keile unter den Anhänger gehalten (siehe Foto 1) und das Brett draufgelegt; so konnten wir garantieren, dass das Fassadenbrett parallel zum Anhänger (also waagrecht, gerade) montiert werden würde.
Ich musste auch entscheiden, wie ich die Fassadenbretter um die Radkästen herum gestalten wollte. Viele Tiny Houses aus den Youtube-Videos haben ihre Fassadenbretter um die runden Radkästen herum abgerundet. Da ich extra eckige Radkästen hatte machen lassen, die ohne hervorstehende Teile auskamen, hatte ich volle Gestaltungsfreiheit - hätte die Bretter also abrunden oder eckig lassen können. Ich entschied mich für die Einfachheit der eckigen Form; auch, weil ich das Tiny House möglichst wie ein normales Haus aussehen lassen möchte und auf allzu runde, organische Formen verzichte.
Ich arbeitete nicht mit einem Format Fassadenbrett, sondern gleich mit 4 verschiedenen Formaten / Breiten. Dies, weil die Sägerei meinen Auftrag falsch erledigt hatte und mir statt alles 100mm-Bretter 4 Formate zwischen 110 und 220mm geschickt hatte. Dieser Fehler stellte sich im Nachhinein aber als gestalterischen Segen heraus, denn mir gefällt es sehr, dass nicht alle Fassadenbretter gleich breit sind. Nun musste ich mich aber fortlaufend entscheiden, welches Breitenformat ich als nächstes nehmen wollte, sodass es 1) gut aussehen würde und 2) die Bretter möglichst angenehm unter dem nächsten Fenster enden würden. Zu diesem Zweck fertigte ich kleine "Modelle" an von jedem Format; schnitt also einfach einmal einen kleinen Teil von jedem Format ab, und stellte diese "Modelle" dann übereinander, um zu sehen, welche Kombi sich für diese Zwecke am besten eigenen würde.
Hier ein paar konkrete Anleitungen zum Montieren der Fassade:
- Zum Ablängen der Bretter habe ich eine kleine und handliche Handkreissäge benutzt, mit einer praktischen Führungsschiene, mit der man einen genauen 90-Grad-Winkel hinkriegt.
- Alle Abschnitte habe ich noch einmal mit Schwedischer Schlammfarbe (meine Öko-Fassadenfarbe) angestrichen, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.
- Beim Montieren der Fassade ist es wichtig, dass man bei den Stössen (dort, wo die Bretter zusammenkommen) 5mm Abstand lässt, damit Feuchtigkeit trocknen kann und die Bretter Platz haben, sich zwischen den Jahreszeiten auszudehnen und zusammenzuziehen.
- An der Seite der Fassade wollte ich, dass die Bretter 25mm vor der Ecke enden, und zwar, weil die Eckleisten der Fassade 20mm in die Fassade hineinragen würden (auf die Hinterlüftungslatten montiert) und ich wie gesagt bei allen Stössen noch 5mm Spatzig haben wollte (20mm + 5mm = 25mm).
- Die Fassadenbretter werden mit 2 Schrauben auf jeder Hinterlüftungslatte befestigt.
- Das Schraubenmuster ist wie folgt:
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- Am Rand der Fassadenbretter (bei Stössen oder am Ende der Fassade; Achtung, ist natürlich davon abhängig, wie breit die Hinterlüftungslatten sind - meine sind 60mm breit):
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- 2 Schrauben
- Abstand zur seitlichen Kante: ca. 15mm
- Abstand zur oberen und unteren Kante: ca. 30mm
- In der Mitte der Fassadenbretter (auf Hinterlüftungslatten, ohne Stösse):
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- 2 Schrauben
- Schön in die Mitte der Hinterlüftungslatten
- Die Stösse zwischen den Brettern musste ich selbstverständlich auf den Hinterlüftungslatten planen, denn nur dort hatte ich eine feste Unterlage, um die Fassadenbretter anzuschrauben.
- Insgesamt ist es natürlich sehr angenehm, wenn die Fassadenbretter genug lang sind, dass man keine Stösse machen muss, sondern ein Brett über die ganze Fassadenseite reicht. :-) Ist aber je nach Länge der Fassade und der Bretter nicht möglich...
- Wenn man die Stösse plant, muss man ein bisschen was beachten: Es bietet sich an, wenn man für eine Fassadenlänge 2 Bretter (also 1 Stoss) benötigt, die Stösse nicht alle übereinander zu machen, sondern die Stösse versetzt zu planen. Wenn alle Stösse übereinander sind, sammelt sich dort Wasser und läuft immer durch die gleiche Ritze, was die Fassade weniger haltbar macht; ausserdem sieht es einfach nicht schön aus. Besser ist es, die Stösse bei jeder Fassaden-"Zeile" jeweils auf eine andere Seite der Fassade zu nehmen. Also die Fassade nicht zu 'halbieren', sondern vielleicht zu dritteln; dann gibt es pro Fassaden-"Zeile" ein langes Brett und ein kurzes Brett. In der 1. "Zeile" befindet sich das lange Brett links und das kurze Brett rechts, in der 2. "Zeile" dann aber das kurze Brett rechts und das lange Brett links. Sieht einfach super aus!