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Rauchstopp: Metaanalyse zur Gewichtszunahme
Nikotin hat eine appetithemmende Wirkung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen nach dem Rauchstopp einige Kilos zunehmen. Die durchschnittliche Gewichtszunahme dürfte allerdings höher liegen als bisher zitiert, wobei jedoch eine grosse Variationsbreite besteht, wie eine aktuelle Metaanalyse im BMJ zeigt.
Die Metaanalyse basiert auf den Daten von 62 randomisierten Studien, die den Gewichtsverlauf unter medikamentöser und nicht medikamentöser Rauchstopp-Therapie (Nikotinersatz, Bupropion, Vareniclin, Sport) untersuchten.
Die Gewichtszunahme bei nicht medikamentös unterstütztem Rauchstopp betrug 1.12 kg nach einem Monat, 2.26 kg nach zwei, 2.85 kg nach drei, 4.23 kg nach sechs und 4.67 nach 12 Monaten. Dabei variierte die individuelle Gewichtszunahme deutlich: Nach einem Jahr hatten in der nicht medikamentösen Gruppe 16% sogar an Gewicht verloren, 37% nahmen weniger als 5 kg zu, 34% legten zwischen 5 und 10 kg und 13% über 10 kg zu. In der Gruppe mit medikamentöser Rauchstopp-Therapie waren die Gewichtsverläufe ähnlich. Ebenso machte es kaum einen Unterschied, ob die Teilnehmer bezüglich einer Gewichtszunahme besorgt waren oder nicht.
Konklusion der Autoren: Bei einem Rauchstopp ist mit einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von 4-5 kg nach 12 Monaten Rauchabstiznez zu rechnen, wobei die Zunahme in den ersten drei Monaten am stärksten ist. Die individuelle Variationsbreite ist allerdings gross: Etwa 16% verloren an Gewicht und 13% nahmen mehr als zehn Kilo zu.