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* 17. 3. 1839 in Vaduz
† 25. 11. 1901 in München
Josef Gabriel Rheinberger war
Komponist und Musikpädagoge. Bereits als Siebenjähriger
konnte er in seinem Heimatort Vaduz das Organistenamt übernehmen.
Mit zwölf Jahren übersiedelte er nach München, wo
er seine dauernde Wahlheimat fand. Er war Schüler von Ph. M.
Schmutzer in Feldkirch, J. G. Herzog (Orgel) und J. Maier (Kontrapunkt)
in München, danach noch Kompositionsschüler von Fr. Lachner.
1859 wurde er Lehrer für Klavierspiel, im folgenden Jahr für
Komposition an der Königlichen Musikschule. Von 1860-66 war
er Organist an der St. Michaels-Hofkirche und von 1865-67 Repetitor
an der Hofoper. Nach der Neuorganisation des Instituts durch Bülow
1867 erhielt er zu seiner Kompositions- und Orgelprofessur noch
die Stellung eines Inspektors der Instrumental- und Theorieklassen.
Als Lehrer war er weltberühmt. Zu seinen Schülern zählte
u.a. E. Humperdinck.
Josef Gabriel Rheinberger wurden hohe Ehrungen
zuteil, besonders nachdem er 1877 einen Ruf als Direktor des neugegründeten
Hochschen Konservatoriums in Frankfurt am Main abgelehnt hatte.
Im gleichen Jahre wurde er als Nachfolger Fr. Wüllners Königlicher
Hofkapellmeister und Leiter der Kirchenmusik am Hofe. 1894 erhielt
er den persönlichen Adel und den Titel eines königlichen
Geheimen Rates. 1899 verlieh ihm die Münchener Universität
die phil. Doktorwürde h.c. Er war Ehrenmitglied der Berliner
königlichen Akademie und korrespondierendes Mitglied der Akademien
in Paris und Florenz.
Seit 1867 war Rheinberger mit Franziska von Hoffnaass
geb. Jägerhuber (1832-1892) verheiratet. Die vielseitig gebildete
Frau, die auch die biografisch und zeitgeschichtlich aufschlussreichen
Tagebücher des gemeinsamen Lebens führte, wurde als Dichterin
die Textautorin zahlreicher Vokalwerke des Meisters.
Sein umfangreiches kompositorisches Werk durfte
in den letzten Jahren eine eigentliche Renaissance erleben. So wird
die Musik Josef Gabriel Rheinbergers anlässlich des 100. Todestages
im Jahre 2001 weltweit zu hören sein.