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Der Bundesrat will die Jagd auf verwilderte Katzen nicht verbieten. Er beantragt dem Parlament, eine Motion von Luc Barthassat (CVP/GE) abzulehnen. Die Motion geht auf eine Petition zurück, die rund 13'000 Personen unterschrieben haben.
Verwilderte Hauskatzen könnten gemäss dem Jagdgesetz ganzjährig gejagt werden, hält der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf die Motion fest. Dies sei auch angezeigt.
Erstens bedrohten verwilderte Katzen die einheimische Wildkatze durch eine Vermischung des Erbgutes, und zweitens stellten sie eine Gefahr für Vögel, Feldhasen und Reptilien dar. Der Abschuss verwilderter Hauskatzen sei keinesfalls häufig.
In Frankreich verboten
Die Katzen einzufangen und zu sterilisieren, würde einen unverhältnismässig grossen Aufwand und hohe Kosten verursachen, findet der Bundesrat. Er möchte es weiterhin den Kantonen überlassen, wie sie mit dem Problem umgehen.
Die Petition für ein Verbot war im Juni vom Verband "SOS Chats" aus dem Kanton Neuenburg eingereicht worden. Auf Katzen zu schiessen, sei grausam und auch für Menschen gefährlich, findet der Verband. Zudem könne ein Jäger aus der Distanz nicht sehen, ob eine Katze herrenlos sei oder einen Chip habe.
Barthassat schreibt in seiner Motion, viele Katzen würden durch Schüsse verstümmelt und müssten Qualen erleiden. Dies sei "eines modernen und zivilisierten Landes unwürdig". In Frankreich etwa dürften verwilderte Katzen nicht gejagt werden.