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Bohdan Shved, Gastdirigent FS 20
1973 in Lviv in der Ukraine geboren, begann er sein Musikstudium als Flötist und Pianist an der Musikakademie seiner Heimatstadt. Er sang von Jugend an in renommierten Chören. Sein Studium im Fach „Opern- und Sinfoniedirigieren“ schloss er mit Auszeichnung ab. Es folgten weitere Studien als Dirigent am Mozarteum in Salzburg bei Dennis Russel-Davis und in Leipzig bei Christian Kluttig, sowie Meisterkurse bei Zsolt Nagy, Peter Eötvös, Sir Colin Davis, Yuri Simonov und Silvain Cambreling. Erste Erfahrungen als Dirigent sammelte Bohdan Shved am Opernhaus in Lviv, als Korrepetitor an der Süddeutschen Kammeroper Ulm und am Maintheater Würzburg, sowie als Souffleur am Theater Basel und an der Oper Frankfurt. Gastdirigate führten ihn nach Hannover, Slowenien und in die Tschechische Republik, sowie ans Theater Görlitz nach Weimar und ans Opernhaus von Cheljabinsk, Sibirien. Im Mai 2009 wirkte er als Co-Dirigent von Dennis Russel-Davis für George Crumbs Star-Child mit den Münchner Philharmonikern. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung des Regio-Chors Binningen / Basel, ab August 2012 jene des Amadeus Chors Bern und des a cappella Chors Zürich. 2011 war er Chordirektor am Berner Stadttheater und 2012 Studienleiter am Theater an der Wien, unter der Leitung von Kirill Petrenko und Vassily Sinaisky für die Produktionen Iolanta von Tschaikowski und Rachmaninows Francesca da Rimini. Im September 2012 dirigierte er in der Kiewer Kammermusikreihe Chamber Music Session das Deutsche Requiem von Brahms. Im KKL Luzern debütierte er im Oktober 2014 sehr erfolgreich als Dirigent der Philharmonie Konstanz mit der Symphonie Libergique. Seit über einem Jahrzehnt pflegt Bohdan Shved zudem eine intensive künstlerische Zusammenarbeit mit der Opéra de Lyon. Seit 2005 assistierte er für Kirill Petrenko in den Produktionen der Tschaikowski-Opern Mazeppa, Eugen Onegin und Pique Dame. 2010 und 2011 folgten weitere Assistenzen für Kirill Karabiz und Katsushi Ono für die Opéra de Lyon und das Festival Aix-en-Provence. In der Saison 2015/16 assistierte er bei Lady Macbeth von Schostakowitsch und übernahm die Einstudierung des Chores für Iolanta von Tschaikowsky und Persephone von Stravinsky in der Produktion von Teodor Currentzis und Peter Sellars für das Festival Aix-en-Provence.
Piero Lombardi Iglesias, Gastdirigent HS 19
Der Dirigent Piero Lombardi, halb Spanier, halb Italiener, begann seine musikalische Ausbildung in La Coruña, Spanien, mit Klavier- und Violinenunterricht. Er studiert im Konzertexamen an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Pasquet. Seinen Bachelor sowie Master in Dirigieren und Violine absolvierte er an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) bei Prof. Schlaefli und Prof. Rissin. 2013 gewann er am Royal Northern College of Music (RNCM) das Auswahldirigieren für das prestigereiche Junior Fellowship in Conducting, welches ihm die Möglichkeit eröffnete, renommierte Orchester wie die BBC Philharmonie, die Royal Liverpool Philharmonie, das Hallé-Orchester sowie die Manchester Camerata zu dirigieren. Abgerundet wird seine musikalische Ausbildung durch die Teilnahme an Meisterkursen mit folgenden Dirigenten: David Zinman an der ZHdK (2011 und 2013), Sir Mark Elder und Juanjo Mena am RNCM (2013, 2014 und 2015), Riccardo Muti beim Ravenna Festival (2015), Bernard Haitink beim Luzern Festival (2017), Jaap van Zweden bei der Gstaad Conducting Academy (2017) und Daniele Gatti bei der Accademia Chigiana (2018) wo er den Preis für den besten Studenten bekommt. Sein größter Mentor wird der deutsche Pianist und Dirigent Christoph Eschenbach, welchen er 2016 kennenlernt. Begeistert besucht Eschenbach verschiedene von Lombardis Konzerten und lädt ihn als Assistent zur Zusammenarbeit mit den besten Orchestern Europas ein. Seit 2012 arbeitet Lombardi unter anderem regelmäßig mit dem Orquesta Sinfónica de Galicia, der Real Filharmonía de Galicia, dem Spanischen Nationalorchester, dem Orquesta Sinfónica de Vigo, dem Musikkollegium Winterthur, dem Berner Symphonieorchester, dem Kammerorchester Lausanne und dem Orquestra Sinfônica Municipal de São Paulo zusammen. Seit 2017 ist Lombardi Chefdirigent der Akademischen Orchestervereinigung Göttingen. Opern und Operetten spielen in Lombardis Leben als Dirigent eine wichtige Rolle. Mit Aufführungen von Il Viaggio a Reims (Rossini Opera Festival, Pesaro), Die lustige Witwe (Manchester), Falstaff (Ravenna Festival) und Die Fledermaus (Meiningen) hat er seine Erfahrung in diesem Bereich schon mehrfach unter Beweis gestellt.
Von 2011 bis 2018 dirigierte Lena-Lisa Wüstendörfer das Uniorchester Bern.