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Der Finanzchef des amerikanischen Wohnungsausstatters Bed Bath & Beyond, Gustavo Arnal, ist am Freitag von einem Wolkenkratzer in Manhattan in den Tod gestürzt. Das Unternehmen aus New Jersey bestätigte die Nachricht am Sonntag. Nach Angaben der «New York Times» handelte es sich laut dem New York City Medical Examiner’s Office um Selbstmord.
Arnal gehörte zu den Managern von Bed Bath & Beyond, die am Mittwoch Einzelheiten über den Sanierungsplan des Unternehmens bekannt gaben. Der Plan sieht den Stellenabbau von 20 Prozent im Konzern und in der Lieferkette vor sowie die Schliessung von etwa 150 Filialen. Die Pläne umfassen auch die Beschaffung neuer Gelder sowie die Ausgabe von bis zu 12 Millionen neuer Aktien.
«Ich möchte der Familie von Gustavo unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Gustavo wird allen, mit denen er zusammengearbeitet hat, wegen seiner Führungsqualitäten, seines Talents und seiner Verantwortung für unser Unternehmen in Erinnerung bleiben», erklärte Harriet Edelman, unabhängige Vorsitzende des Board of Directors von Bed Bath & Beyond. «Wir konzentrieren uns darauf, seine Familie und sein Team zu unterstützen. Unsere Gedanken sind in dieser traurigen und schwierigen Zeit bei ihnen.»
Finanzchef soll Börsenkurs künstlich aufgebläht haben
Arnal stiess im Mai 2020 zu Bed Bath & Beyond. Zuvor war er für Avon Products, Walgreens Boots Alliance sowie Procter & Gamble tätig gewesen.
In einer Pflichtmitteilung vom letzten Monat gab Bed Bath & Beyond an, dass Arnal am 16. und 17. August mehr als 55’000 Aktien in mehreren Transaktionen im Rahmen eines Handelsplans verkaufte, der im April 2022 abgeschlossen worden war. Solche Handelspläne werden in der Regel von Führungskräften angenommen, um regelmässig Aktien zu verkaufen. Nach Berechnungen von Bloomberg brachten die Verkäufe 1,4 Millionen Dollar ein. Arnal hatte noch fast 255’400 Aktien übrig.
Arnal gehörte auch zu den Parteien, denen in einer zivilrechtlichen Sammelklage vom 23. August vorgeworfen wurde, den Börsenkurs von Bed Bath & Beyond künstlich aufgebläht zu haben. Die Vorwürfe richten sich auch gegen das Unternehmen selbst. In der Klageschrift hiess es, der Wert des Unternehmens und seine Rentabilität seien «eklatant falsch dargestellt» worden. Dies habe dazu geführt, dass das Unternehmen überhöhte Einnahmen gemeldet habe. «Business Insider» berichtete zuerst darüber.
Die Papiere von Bed Bath & Beyond gehören zu den Meme-Aktien, die Anfang August einen grossen Aufschwung erlebten. Seit dem Tiefpunkt des S&P 500 im Juni legte der Titel von Bed Bath & Beyond innert Wochen um 88 Prozent zu. Im Wallstreetbets-Forum auf der sozialen Plattform «Reddit» gehörten Gamestop, AMC Entertainment und Bed Bath & Beyond wieder zu den zehn meistdiskutierten Aktien.
(Bloomberg/mth)
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