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Trotz ihren hervorragenden Augen seien Vögel nicht in der Lage, Glas zu erkennen, heisst es in einer Mitteilung der Vogelwarte Sempach vom Mittwoch. Transparente Scheiben würden von Vögeln nicht als Hindernis erkannt, weil stark spiegelnde Scheiben Bäume, Büsche oder den Himmel reflektieren und so einen Lebensraum vortäuschen.
Besonders gefährlich sind demnach stark spiegelnde Scheiben, transparente Balkon- und Eckverglasungen, gläserne Lärmschutzwände oder Wintergärten. Glas sollte deshalb mit Markierungen sichtbar gemacht werden - und je weniger Glas, desto besser.
Vögel, die gegen eine Scheibe fliegen, bleiben meist liegen
Von Markierungen im UV-Bereich und Greifvogelsilhouetten rät die Vogelwarte Sempach ab. Deren Wirkung sei gering, sie würden Vögel nicht abschrecken. Nur eine flächig wirkende, sich möglichst von der Umgebung abhebende Markierung bringe den nötigen Schutz.
Vögel, die gegen eine Scheibe geflogen sind, sitzen oft teilnahmslos am Boden und fliegen nicht weg, wie die Vogelwarte schreibt. Dies, obwohl sich ihnen ein Mensch nähert. Wenn der Vogel keine sichtbaren Verletzungen aufweise, handle es sich wahrscheinlich um ein Scheibenopfer.
Solche Vögel soll man in eine Schuhschachtel mit Luftlöchern legen und die Schachtel für zwei bis drei Stunden an einen warmen, dunklen und ruhigen Ort legen. Der Vogel sollte aber nicht gefüttert oder mit Wasser versorgt werden.
Nach zwei bis drei Stunden kann man draussen die Schachtel öffnen, so die Vogelwarte Sempach. Fliege der Vogel nicht von selbst weg, gehöre er in eine Pflegestation.