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Nach "Spectre": Wer schnappt sich die Rechte an "James Bond"?
Sony Pictures hat vor ein paar Jahren mit MGM einen Vertrag über die Distributionsrechte für vier James-Bond-Abenteuer abgeschlossen. Nach "Spectre" beginnt so nun das Wettbieten.
Die James-Bond-Filmreihe ist inszwischen schon 53 Jahre alt, doch von Altersschwäche ist noch nicht viel zu sehen. Skyfall schaffte es als erster Film der Reihe sogar, die magische Milliardengrenze zu überschreiten. Dies freute nicht nur die Produktionsfirma MGM, sondern auch Sony Pictures, die bei dem Film die Distribution übernommen haben. Doch nun droht dieser Geldstrom für Sony zu versiegen.
Vor ein paar Jahren hat Sony mit MGM einen Bond-Distributionsdeal für vier Filme abgeschlossen, beginnend mit Casino Royale. Die Möglichkeiten, die sich bei einem solchen Deal bieten, hat Sony gleich beim ersten Film genutzt. So platzierte man das eigene, damals noch sehr junge HD-Disc-Format Blu-ray im Film, und als es um die Heimkinoveröffentlichung ging, war Casino Royale ein Exklusivtitel für die blaue Scheibe - die HD-DVD-Konkurrenz schaute in die Röhre. Da der im November erscheinende Spectre der vierte von Sony vertriebene Bond-Film sein wird, müssen die Rechte danach neu ausgehandelt werden. Es wird dabei ein Wettbieten geben.
Laut Variety soll sich momentan Warner Bros. in der Pole-Position um die Distributionsrechte befinden. Dies, weil MGM-Boss Gary Varber und Warner-Bros.-CEO Kevin Tsujihara in der Vergangenheit schon erfolgreich zusammengearbeitet haben. So war MGM unter anderem bei der Hobbit-Trilogie von Warner Bros. beteilgt. Sony versuchte Ähnliches mit Filmen wie Total Recall, 21 Jump Street und The Girl with the Dragon Tattoo, die aber alle weit nicht so erfolgreich waren wie der Hobbit.
Es wird spannend zu sehen sein, wer sich durchsetzen wird. Der Kinofan hat derweil die Gewissheit, dass es mit Bond noch lange weitergehen wird. Ob nun zu Beginn des Filmes Columbia Pictures (Sony) oder Warner Bros. stehen wird, dürfte ihm ziemlich egal sein.