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Schnarchen ist ein häufig vorkommendes Problem, welches oft als harmlos, aber dennoch immer als störend empfunden wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass circa 60 % der Männer und 40 % der Frauen zwischen 40 und 60 Jahren schnarchen. Männer tun es übrigens zumeist lauter, worunter Frauen besonders leiden.
Wie entsteht das Schnarchen?
Häufiges Schnarchen entsteht dann, wenn der obere Atemweg verengt wird und dadurch der Atemfluss während der Nacht geringer wird. Das hat zur Folge, dass wir nachts schnarchen, kann aber ebenfalls nächtliche Weckreaktionen verursachen und die Tagesbefindlichkeit und Leistungsfähigkeit massiv beeinträchtigen, was einen krankhaften Schlaf zur Folge hat. Ein gesunder Schlaf ist essenziell für die Regeneration des Körpers und des Geistes und trägt massgeblich zur Produktivität und Vitalität unser allen bei.
Wie merke ich, ob ich einen gesunden Schlaf habe?
Um herauszufinden, ob ich einen gesunden Schlaf habe, ist es vorab wichtig zu verstehen, wie der nächtliche Schlaf überhaupt aufgebaut ist. Denn schlafen ist nicht gleich schlafen. Wir befinden uns in dieser Phase des Tages in unterschiedlichen Stadien.
Stadium 1:
Die Einschlafphase, welche 5-10 % des Gesamtschlafes ausmacht.
Stadium 2:
Die Übergangsphase zum Tiefschlaf, die 50 % des Gesamtschlafes ausmacht.
Stadium 3 und 4:
Die Tiefschlafphase, welche 20 % des Gesamtschlafes ausmacht.
REM-Schlaf:
Die Phase, in der wir träumen. Sie macht ca. 20 - 25 % des Gesamtschlafes aus.
Bevor wir morgens aufwachen, nimmt die Tiefschlafphase deutlich ab und die Traumschlafphasen (REM-Phase) nimmt zu.
Krankmachender Schlaf
Aus einem vermeintlich “harmlosen” Schlaf kann eine krankhafte “Schlafapnoe” entstehen
Lautes Schnarchen beeinträchtigt nicht nur einen selbst mit zum Beispiel geringerer Leistungsfähigkeit am nächsten Tag, sondern stresst vor allem den Schlafpartner enorm. Bei häufigem schnarchen kann dies ebenfalls verheerende Auswirkungen auf die Beziehung haben. Gerade im Alter nimmt das Schnarchen zu, aber auch durch Gewichtszunahme kann ein häufiges Schnarchen entstehen.
Was kann passieren, wenn ich mein Schnarchproblem nicht behandeln lasse?
Wer denkt, dass das Schnarchen lediglich ein “harmloses” Problem ist und nur den Partner stört, liegt falsch. Bei Nichtbehandlung kann aus einem geringen Atemfluss ein zeitweiliger Atemstillstand und Verschluss des Atemweges (Apnoe genannt) mit Sauerstoffentsättigung entstehen. Dies führt ebenfalls zu Weckreaktionen, nicht ausreichend erholsamen Schlaf, Leistungsverlust und Tagesschläfrigkeit.
Wie entsteht der Atemverschluss?
Durch das Verengen der Atemwege entsteht ein schnellerer Luftstrom, welcher die Weichteile zum Vibrieren bringt (Schnarchen).
Ein zeitweiliger völliger Verschluss der Atemwege (Schlafapnoe) kann durch den “Zungengrund” oder dem weichen Gaumen entstehen. Dieser rutscht während des Schlafs nach hinten, wodurch die Atmung erheblich gestört wird.
Schnarchen durch Übergewicht
Wer unter Übergewicht leidet, unterliegt einem höheren Risiko, von Schnarchen betroffen zu sein. Im Rachenbereich bilden sich Fettpolster, welche den Atemfluss zusätzlich behindern. Ein häufiges Vorkommen dieser ist unter anderem im Nasenrachenraum, an der hinteren Rachenwand und am Zungengrund.
Die Behandlung des Schnarchens durch einen Zahnmediziner
Schnarchen entsteht durch einen gestörten Atemfluss. In der Regel liegt die Zunge aufgrund eines zu schmalen oder zurückliegenden Unterkiefers weiter hinten und tiefer im Mundraum.
Zur Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen (SBAS) bei Schnarchen und leichter Schlafapnoe können Protrusionsschienen eingesetzt werden, die direkt beim Zahnarzt durch seinen Zahntechniker gefertigt werden. Sie werden wie eine Zahnspange nachts getragen und verlagern Unterkiefer und Zunge nach vorne.
Protrusionsschienen-Therapie
Unterkiefer und Zunge werden mit einem intraoralen Schnarchtherapie-Gerät (IST®-Gerät) vorverlagert. Die Atemwege werden dadurch frei und das Schnarchen wird verhindert.
Es gibt unterschiedliche Arten im Mund befindlicher Apparaturen. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten und finden Sie gemeinsam heraus, welches Gerät das für Sie geeignete ist.
Sollte Ihnen Ihr Zahnarzt zu diesem Thema nicht behilflich sein können, können Sie einen Beratungstermin in unserer Praxis vereinbaren.