Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03534.jsonl.gz/2191

CVP-Grossräte setzen sich für Halbstundentakt in Mittelbünden ein
In der Oktobersession des Grossen Rates haben die CVP-Grossräte der Region Mittelbünden und Viamala einen Auftrag an die Regierung lanciert, dass der Halbstundentakt auf der Rhätischen Bahn von Chur bis Tiefencastel eingeführt wird. Für die Entwicklung der Regionen Mittelbünden und Viamala ist der Halbstundentakt entscheidend.
Während in zahlreichen Regionen im Kanton Graubünden der Halbstundentakt auf dem RhB-Netz eingeführt werden soll, ist dies für die Regionen Viamala und Mittelbünden nicht vorgesehen. Die Grossräte Roland Kunfermann (CVP, Thusis) als Erstunterzeichner und Reto Crameri (CVP, Surava) als Zweitunterzeichner fordern daher von der Regierung, dass der Halbstundentakt zwischen Chur und Tiefencastel eingeführt wird. «Die Region Viamala gilt gemäss Raumkonzept als Träger und Impulsgeber der wirtschaftlichen Entwicklung», sagt Roland Kunfermann. «Die Region Albula mit Tiefencastel als Regionalzentrum liegt inmitten der touristischen Hotspots Lenzerheide, Davos und Savognin», erläutert Reto Crameri. Die Förderung des öffentlichen Verkehrs (öV) in diesen Regionen ist deshalb zentral.
Thusis und Umgebung gehören zum Versorgungsgebiet des kantonalen Hauptzentrums Chur. Ausschlaggebend für diese Perimeterdefinition sind die Zusammenhänge im Siedlungsgebiet, die Pendlerbeziehungen und wirtschaftliche Verflechtung sowie der eindeutige systemische Zusammenhang des ÖV-Netzes. Bereits heute ist festzustellen, dass dieser Teil des ÖV-Funktionsraums Chur gemäss ÖV-Güteklassen unterversorgt ist, sowohl im Vergleich mit dem übrigen Teil desselben Funktionsraums als auch mit anderen Regionalzentren wie Ilanz und Schiers. Für Tiefencastel als Regionalzentrum der Region Albula ist die Versorgung noch schlechter. Dies bezieht sich sowohl auf die Häufigkeit als auch auf die Reisezeit der Verbindungen. Zudem sind die Anschlüsse in die touristischen Destinationen Savognin und Lenzerheide kaum gewährleistet. Die Region Albula braucht deshalb eine Stärkung und Verbesserung in der Erreichbarkeit, um konkurrenzfähig und attraktiv als Wohn-, Arbeits- und Ferienregion zu sein.
Der Vorstoss wird voraussichtlich in der Februarsession des Grossen Rates behandelt.