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DEUTSCHER FILM
|DER
DEUTSCHE

FILM
|Hannes Schneider

1890 - 1955
|.

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Der Schauspieler und Skipionier Hannes Schneider war schon als Jugendlicher ein begeisterter Skifahrer und bereits 1907 bestritt er ein erstes Skirennen in der Schweiz. Im gleichen Jahr übernahm er ein Jobangebot als Skilehrer in St. Anton am Arlberg.
Während des 1. Weltkriegs war er bei der Bergführerkompanie im Einsatz, wo er den Soldaten als Instruktor das Skifahren beibrachte.
1920 gründete er die erste Skischule in Österreich und er führte die systematische Schulung ein, wo der Stemmbogen die bis dahin übliche Telemark-Technik ablöste, zwei Jahre später folgte die Gründung des Sporthauses Schneider.
Hannes Schneider engagierte sich in den kommenden Jahren weiterhin stark für den Skisport und er organisierte zusammen mit Arnold Lunn das erste Arlberg-Kandahar-Rennen in St. Anton 1928.
Er verfasste das Buch "Wunder des Schneeschuhs", welches ihn sogar in Japan bekannt machte und er wurde vom japanischen Prinzen Chichibu eingeladen. Dort hielt er Vorträge und brachte den Skisport den Japanern näher.
Dank seiner skifahrerischer Fähigkeiten und seiner Popularität wurde Hannes Schneider ab Anfang der 20er Jahre auch für Filme engagiert, wo er seine skifahrerischen Kenntnisse zeigen konnte und den Naturburschen verkörperte.
Er agierte in den Filmen "Das Wunder des Schneeschuhs, 2. Teil: Eine Fuchsjagd auf Skiern durchs Engadin" (22), "Pömperly's Kampf mit dem Schneeschuh" (23), "Der Berg des Schicksals" (24), "Der heilige Berg" (26) und "Der Kampf ums Matterhorn" (28).
Im Tonfilm der 30er Jahre agierte er in wenigen weiteren Filmen vor der Kamera für "Der weisse Rausch" (31) und "Die weisse Kunst" (34).
Als die Nationalsozialisten in Österreich an die Macht kamen, scheute sich Hannes Schneider nicht, sich kritisch gegen deren Methoden auszusprechen und er stellte sich vor seine jüdischen Freunde. Dies führte schliesslich im März 1938 zu seiner Verhaftung. Freunde intervenierten und so kam er einen Monat später wieder auf freien Fuss, durfte aber nicht mehr seinem Beruf als Skilehrer nachgehen.
Hannes Schneider verkaufte sein Geschäft und emigrierte in die USA. Dort setzte er seine Tätigkeit als Skilehrer fort.
Zudem war er am Ausbau des Skigebietes am Mount Cranmore verantwortlich.
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