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Vorausschauende Zukunfts- und Abbauplanung
Die Schweizer Salinen sind von den 26 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein beauftragt, die solidarische, unabhängige und zuverlässige Salzversorgung der Schweiz aus einheimischer Produktion sicherzustellen. Um diesen Auftrag nachhaltig zu erfüllen, erweitert das Unternehmen die Salzlandkarte der Schweiz stetig und sammelt geologische Daten über Tiefe, Mächtigkeit, Lage und Reinheit der Salzvorkommen in der Schweiz. Hierfür werden in geeigneten Regionen nach sorgfältiger Planung und Information der Bevölkerung Sondierbohrungen sowie seismische Messungen durchgeführt.
Das Salzvorkommen der Schweiz
Die Schweiz verdankt ihr Salzvorkommen dem Urmeer, das vor 200 Millionen Jahren verdunstete. Es hinterliess in der Nordwestschweiz, im Jura und im Mittelland bis zu 50 Meter dicke Salzschichten. Diese Vorkommen werden der Schweiz noch für Jahrhunderte reichen.
Das in der Saline Bex verarbeitete Salz stammt aus der felsigen Umgebung des Salzbergwerks. In der Saline Riburg und in der Saline Schweizerhalle produzieren die Schweizer Salinen Salz aus nahe gelegenen unterirdischen Vorkommen. Die dafür notwendigen rund 50 aktiven Förderstellen in Möhlin (AG) und Pratteln (BL) liefern allerdings nur noch ungefähr bis 2025 Salz. Spätestens dann müssen die Schweizer Salinen das Salz für ihre Salinen in der Nordwestschweiz aus neuen Bohrlöchern gewinnen können.
Konzessionsverlängerungen mit den Kantonen
Eine Grundlage der Abbauplanung sind die Konzessionsverträge mit den Standortkantonen Aargau und Basel-Landschaft. Diese verankern die Rechte und Pflichten der Konzessionsnehmerin und schaffen die notwendige grundsätzliche Planungssicherheit für die Schweizer Salinen. Der Konzessionsvertrag gibt den Schweizer Salinen allerdings nicht das Recht, in diesen Gebieten automatisch Salz zu gewinnen. Jedes einzelne Abbauprojekt untersteht einem umfangreichen Bewilligungsverfahren.
Die bisherigen Konzessionsverträge über den Salzabbau mit den Kantonen Aargau und Basel-Landschaft laufen Ende 2025 aus. Nach Abschluss der Verhandlungen hat der Regierungsrat des Kantons Aargau Mitte Juni 2021 die Verlängerung des Vertrags ab 2026 mit Gültigkeit bis 2075 abschliessend genehmigt. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat nach Abschluss der Verhandlungen der Konzessionsverlängerung zugestimmt und diese an den Landrat zur Genehmigung überwiesen (Medienmitteilung).
Geologische Untersuchungen und Seismik-Messungen
Eine weitere unabdingbare Grundlage für die Planung sicherer und umweltschonender Förderprojekte sind wissenschaftliche Erkundungen der lokalen Geologie und Hydrogeologie.
Um die Salzlandkarte der Nordwestschweiz zu ergänzen, unternahmen die Schweizer Salinen im Jahr 2020 seismische Messungen in neun Aargauer und Baselbieter Gemeinden.
Neue Fördergebiete in der Nordwestschweiz
Im Kanton Aargau laufen momentan Abklärungen zur Erschliessung eines neuen Bohrfelds westlich von Wallbach, dem sogenannten Nordfeld. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Projektbeschreibung hier.
Die Abbauplanung im Konzessionsgebiet des Kantons Basel-Landschaft wurde Ende Juni 2020 durch die Schweizer Salinen angepasst. Die geplante Salzgewinnung unter der Rütihard wurde angesichts regionalpolitischer Unsicherheiten und Verzögerung bei der Planung sistiert und für mindestens 20 Jahre zurückgestellt (Medienmitteilung).
Aktuell erarbeiten die Schweizer Salinen alternative Szenarien, um die Versorgungssicherheit auch ohne das Salz aus der Tiefe unter der Rütihard zu gewährleisten. Im Raum stehen Optionen in den heutigen Konzessionsgebieten, einschliesslich der Betriebsverlängerung bestehender Förderfelder, sowie mögliche Alternativen ausserhalb der Konzessionsgebiete.
Laufend aktualisierte Informationen und Neuigkeiten zur Abbauplanung finden Sie auch auf saline.ch, unserer Plattform für die Nachbarschaft und Partner in den Fördergebieten.