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Hülsen 1886
In seinem noch heute grundlegenden Aufsatz zum Septizonium Severi behandelt Hülsen alle damals bekannten Darstellungen des Bauwerks und erwähnt darunter als Nr. 11 auch die Skizzen, welche sich hierzu im Codex Destailleur D erhalten haben; die entsprechenden, deutlich aussagekräftigeren Zeichnungen des Anonymus 2 (= "Kopist des Anonymus Destailleur") in der der Wiener Albertina scheint Hülsen nicht gekannt zu haben:
"11. Ein Codex des Berliner Kupferstichkabinetts, früher der Sammlung Destailleur angehörig (bezeichnet D 134), enthält unter zahlreichen grösstenteils von einem französischen Architekten des 16. Jahrhunderts herrührende Studien nach römischen Monumenten [S. 10 = Fig. 3] auf f. 8' das Profil eines Stylobaten mit der Bezeichnung "Septisonio". Daneben eine unbezeichnete Skizze, die uns vielleicht über eine interessante konstruktive Eigentümlichkeit den einzigen Aufschluss giebt. Beide Zeichnungen sind sehr flüchtig entworfen und vom Zeichner selbst wieder durchgestrichen. Das angewandte Maass ist wahrscheinlich der französische Fuß = 0,325 m." [Hülsen 1886, S. 9 + 11]
Bemerkenswert sind Hülsens Hinweis auf die einzig erhaltene, vermutlich den Mauerverbund des Septizoniums darstellende Skizze sowie seine vorsichtige Einschränkung in der Bestimmung des zugrunde gelegten Masses: Tatsächlich ist nicht in allen Antikenstudien des Codex Destailleur D sicher, dass sich die Zeichner durchgängig des französischen Fussmasses bedient haben. Dies kann erst im Zuge der vollständigen Katalogisierung durch Vergleiche mit den Originalen bzw. verlässlichen, unabhängigen Vermessungen geklärt werden.