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Migräne
Mit TCM gegen Migräne
(In China TCM studiert und promoviert)
Was ist Migräne?
Migräne ist mehr als ein einfacher Kopfschmerz. Betroffene leiden unter unangenehmen und irritierenden Begleitsymptomen wie einer Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Licht sowie Übelkeit, die bis zum Erbrechen führen kann.
Die Migräne ist zwar aus medizinischer Sicht eine ungefährliche Krankheit, aber sie kann die Lebensqualität eines betroffenen Menschen durch die regelmäßig auftretenden Schübe stark einschränken.
Wie entsteht Migräne?
Als Auslöser einer Migräne kommen viele Faktoren in Betracht. Dazu zählen Erbanlagen ebenso wie Wetterumschlag, Stress und hormonelle Veränderungen. In Verbindung mit Auslösern wie zum Beispiel bestimmten Nahrungsmitteln oder der Einnahme bestimmter Medikamente kann es zu einem Migräneanfall kommen.
Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wie eine Migräne entsteht. Gemäß der neurovaskulären Theorie werden die Fasern des Nervus trigeminus mechanisch, elektrisch oder chemisch gereizt. Daraufhin kommt es zur Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen in der Hirnhaut. Diese bewirken nicht nur eine Erweiterung der arteriellen Blutgefäße, sondern erhöhen auch deren Wanddurchlässigkeit. Eiweißhaltige Flüssigkeit kann dann in die Umgebung austreten. Es kommt zu einer Aufschwemmung und einer Art Entzündung des Hirnhaut- und umliegenden Hirngewebes. Diese Entzündung verursacht Schmerzimpulse, welche ausstrahlen und den Migränekopfschmerz bewirken.
Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die intrakranielle Blutflussgeschwindigkeit der Migränepatienten im Intervallstadium erhöht ist und die Hirngefäße spasmisch sind. Wenn nun bestimmte auslösende Faktoren (so genannte Triggerfaktoren) zu schnell, zu plötzlich, zu lange oder zu intensiv hinzukommen, wird beim Migränekranken eine Kaskade von teils gleichzeitig ablaufenden physiologischen Änderungen in Gang gesetzt, die letztlich den Migräneanfall ausmachen.
Wie kann Migräne erfolgreich behandelt werden?
Die Migräne stellt ein sehr komplexes Krankheitsbild dar. Es lassen sich verschiedene Ursachen aufweisen, die zu Migräne führen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Entstehungsfaktoren des Kopfschmerzes und dessen genaue Symptomatik bzw. Ausprägung (Art des Schmerzes, Lokalisation etc.) zu ergründen. Nur so kann eine aufschlussreiche Diagnostik und somit eine gezielte wie auch erfolgreiche Behandlung des Patienten gewährleistet werden.
Vertreibung des pathogenen Windes
Viele Migränepatienten reagieren empfindlich auf die Wetterlage. Migräneattacken werden sehr häufig durch Luftdruckabfall, Wetterumschwung und Föhn ausgelöst.
Nach der Chinesischen Medizin konvergieren alle Yang-Meridiane im Kopf, der höchsten Stelle des Körpers. Der Wind ist der positive pathogener Faktor. Seine Eigenschaften sind beweglich, aufsteigend und zur Oberfläche gehend. Wenn also pathogener Wind den Menschen angreift, verletzt er oft den oberen Teil des Körpers und die Yang-Meridiane. Schmerzen im oberen Teil des Körpers, vor allem Migräne, sind meistens durch pathogenen Wind bedingt. Die Stagnation des pathogenen Winds im Gehirnmeridian wird oft durch steigende Temperaturen oder Absenkung des Luftdrucks aktiviert, es kommt dann zu Migräneattacken. Bei der Behandlung der Migräne ist die Vertreibung des pathogenen Windes die wichtigste Methode in der TCM.
Erleichterung des Krampfes
Viele Migränepatienten kennen das Phänomen: Ihnen droht vor allem in einer Entspannungsphase nach einer Stresssituation eine Migräneattacke. Typisch ist hier beispielsweise die „Wochenend-Migräne“ bei Menschen, die während der Woche angestrengt arbeiten. Nach neurologisch-verhaltensmedizinischer Migränetheorie besteht beim Migränepatienten eine angeborene Besonderheit der Reizverarbeitung im Gehirn – es steht ständig unter „Hochspannung“. Eine mangelnde Stressresistenz spielt bei den Wochenend-Migränepatienten eine wesentliche Rolle.
In der TCM spricht man von Stagnation des Leber-Qi und Krampf der Muskeln und Meridiane. In der TCM ist die Behandlung der Ursachen (Fördern der Leber-Qi-Zirkulation und Erleichtern des Krampfes) bei den Wochenend-Migränepatienten viel wichtiger als die Behandlung von Symptomen (Schmerzstillung).
Sowohl zu kurzer als auch zu langer Schlaf kann eine Wochenend-Migräneattacke auslösen. Ein regelmäßiger Schlaf-wach-Rhythmus kann die Anfallhäufigkeit der Wochenend-Migräne senken.
Regulierung von Yin und Yang
In der Praxis wird oft ein gehäuftes Auftreten von periodischen Migräneattacken im Zusammenhang mit der Menstruation beobachtet. Bei manchen Migränepatientinnen verstärkt die Einnahme der Pille die Migräne. Viele Patientinnen machen die Erfahrung, dass die Migräne während der Schwangerschaft deutlich nachlässt. Danach ist die Migräne meist genauso häufig wie zuvor. Nach der Menopause werden die Migräneattacken seltener und schwächer.
Patientinnen mit menstruationsbedingter Migräne haben meist Dysmenorrhö, kalte Hände und Füße, Blutkoagulum in der Regelblutung. In der TCM bedeutet dies Yang-Mangel und Blockierung von Meridianen. Die Behandlung soll Unausgeglichenheit zwischen Yin und Yang regulieren, die Meridiane erwärmen und durchgängig machen sowie Schmerzen stillen.
Zwar ist eine Migräne sehr schwer komplett zu heilen,
aber sie kann mit TCM erfolgreich behandelt werden.
Sollten Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, oder selbst davon betroffen sein, dann treten Sie gerne mit uns in Kontakt.