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Unsere politischen Aktionen
Hier ist unser Engagement in politischen und oft auch universitätsexternen Fragen. Im Folgenden finden Sie die verschiedenen Elemente, die in unserem Brief an die PolitikerInnen anlässlich unseres 130-jährigen Jubiläums genannt werden. Dieser Brief fasst unsere kurz- und mittelfristige politische Position gut zusammen.
Prekäre Lage der Studenten
In einem durch die Pandemie und die Invasion der Ukraine angeschlagenen wirtschaftlichen und politischen Umfeld steigen die Lebenshaltungskosten - ich denke, ich erzähle Ihnen leider nichts Neues. Für Studierende, die sich bereits vor der Krise in einer prekären Lage befanden, ist diese Realität jedoch weitaus alarmierender. Die Pandemie hatte eine zerstörerische Wirkung auf den Markt für Studentenjobs und reduzierte die (mageren) Einkommensquellen auf Null. Ständig steigende Kosten (z. B. das Generalabonnement der SBB, Abonnements für einen Internetzugang, explodierende Mieten usw.) stehen sinkenden Einnahmen gegenüber. Es ist von größter Wichtigkeit, den Studierenden so schnell wie möglich finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Wenn wir diesen Weg weitergehen, riskieren wir, dass viele Studierende ihr Studium abbrechen oder dass der Zugang zur Universität für bestimmte Stipendien eingeschränkt wird.
Psychische Gesundheit der Studierenden
Die Pandemie und die damit einhergehende soziale Isolation hatten erhebliche Auswirkungen auf die psychische (und auch physische) Gesundheit der Studierenden. Da sie oftmals isoliert in engen Wohnungen leben, wird das Fernstudium langfristige Folgen haben. Die akademische Gemeinschaft hat während der Krise einen hohen Preis gezahlt. Die Studierendenschaft zu isolieren war für die Regierung die einfachste Lösung. Angesichts ihrer geringen wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen war es ein Leichtes, den Unterricht zu unterbrechen. Diese langen Phasen der Isolation hatten zumindest den positiven Effekt, dass die psychische Gesundheit der jungen Menschen in den Mittelpunkt gerückt wurde. Es ist notwendig, die (derzeit mehr als überlasteten) psychologischen Dienste und andere Hilfen in diesem Bereich zu subventionieren, um eine angemessene Unterstützung zu bieten.
Gleichheit der Chancen
Innerhalb der akademischen Welt setzt sich EquOpp (die Kommission für soziale Gerechtigkeit der AGEF) für Chancengleichheit, gegen Mobbing und Diskriminierung ein. Durch unsere Projekte versuchen EquOpp und die AGEF, die UniFR zu einem sichereren und gerechteren Ort für alle zu machen. Die Universität ist jedoch nur ein Spiegel der Gesellschaft. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass dieser Kampf auf politischer Ebene geführt wird. Die AGEF fordert, dass die Kämpfe innerhalb der Universität von der Politik unterstützt werden. Nur durch eine allgemeine Anstrengung aller Akteure und Akteurinnen des politischen und gesellschaftlichen Lebens können wir etwas verändern.
Infrastrukturen
Die UniFR kann auf ihre Geschichte und ihr Prestige stolz sein. Das nationale, ja sogar internationale Renommee einiger Fakultäten unserer Alma Mater lässt die Universität über den Kanton Freiburg hinaus strahlen. Sich auf unsere Geschichte zu stützen, reicht jedoch nicht aus, um in die Zukunft blicken zu können. Die aktuelle Infrastruktur der UniFR gehört leider der Vergangenheit an und bedarf einer ernsthaften Reinvestition, um sich auch in Zukunft noch mit unserem Ruhm schmücken zu können. Es bedarf eines echten politischen Willens, damit Projekte wie der Henri-Turm oder die Renovierung der Wissenschaftsgebäude in Pérolles zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden können. Nur wenn wir in die Infrastruktur und die Lehre investieren, können wir beruhigt in die Zukunft blicken. Andernfalls könnte es für die UniFR schwierig werden, auf neue Anforderungen in der Lehre wie steigende Studierendenzahlen oder die Herausforderungen der Digitalisierung zu reagieren, und sie läuft daher Gefahr, ihren guten Ruf zu verlieren.
Erasmus+ / Horizont Europa
Die akademische Welt ist eines der ersten Opfer der abgebrochenen Verhandlungen über das Rahmenabkommen mit der Europäischen Union. Wir spüren die direkten Auswirkungen durch unseren Ausschluss von zwei wichtigen Programmen im europäischen Hochschulkontext, nämlich Erasmus+, das sich direkt auf die Studierendenschaft auswirkt, und Horizon Europe, das sich vor allem auf Doktoranden und Forschungsteams im Allgemeinen konzentriert. Dieser Ausschluss hat direkte Auswirkungen auf die Freiburger Studierenden, deren Chancen weitaus geringer sind als die unserer europäischen Nachbarn. Die Auswirkungen beschränken sich jedoch nicht nur auf die Studentenschaft, sondern die Universität Freiburg läuft auch Gefahr, für europäische Studenten und Forscher an Attraktivität zu verlieren. Wir sind uns bewusst, dass die Problematik von Erasmus+ und Horizon Europe weitaus globaler ist und viele andere Themen umfasst, über die mit der EU verhandelt wird. Die AGEF hofft jedoch, dass die Freiburger Vertreterinnen und Vertreter in Bundesbern ihre politische Statur nutzen werden, um die Interessen der Studierenden und der UniFR beim Bundesrat bestmöglich zu vertreten.
Eintritt in den Arbeitsmarkt
Wie bereits oben erwähnt, machen die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Die ersten Betroffenen dieser Krise sind kleine Jobs und Praktikumsplätze und damit auch die Studierenden. Ohne diese Stellen ist der Eintritt in den Arbeitsmarkt für junge Absolventen/innen gefährdet. Die AGEF hofft, dass spezifische Maßnahmen für Studierende eingeführt werden.