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Die Aphte
Viele von uns kennen sie: die Aphte. Erst nur als kleines weisses Pünktchen sichtbar, fängt sie innert Stunden oder wenigen Tagen an, uns das Essen zu erschweren. Je nach Stelle der Aphte ist das Zähneputzen, das Essen und Trinken oder das Sprechen behindert. Die Aphten können jucken oder brennen, vor allem wenn sie in Kontakt mit sauren Nahrungsmitteln kommen.
Ursachen von Aphten
Bis heute sind die genauen Ursachen noch unklar. Forscher vermuten, dass mehrere Ursachen zusammenspielen und so die Aphte bilden. Möglich sind:
- Mechanische Reize, die ständig auf die Schleimhaut ausgeübt wird. Zum Beispiel durch eine Zahnspange oder Zahnprothese.
- Durch die Verletzung der Schleimhaut mit der Zahnbürste. Auch die Inhaltsstoffe der Zahnpasta werden als möglicher Auslöser diskutiert.
- Stress schwächt das Immunsystem. So wird es anfälliger für einen Aphtenbefall.
- Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit
- Ein Mangel an Eisen, Vitamin B12 und Folsäure.
- Sonstige Erkrankungen wie Morbus Behçet, Zöliakie oder HIV.
- Genetische und hormonelle Faktoren wie zum Beispiel Menopause, Schwangerschaft, Menstruationszyklus.
Was können Sie gegen Aphten tun?
Generell müssen Aphten nicht behandelt werden. Sie gehen von alleine wieder weg. Da sie auch nicht ansteckend sind, müssen auch keine speziellen Vorkehrungen getroffen werden. Küssen oder aus demselben Glas trinken ist allemal erlaubt.
Um aber die Symptome zu lindern, gibt es einige Tricks aus der „Hausmittel-Apotheke“.
- Spülen Sie mehrmals täglich mit einer keimabtötenden Mundspülung, zum Beispiel mit einer Kamillentinktur. Übergiessen Sie 20g Kamillenblüten mit 70%igem Alkohol (aus der Apotheke). Lassen Sie die Blüten einige Tage ziehen und sieben Sie sie ab. Kochen Sie Wasser ab und verdünnen Sie den Alkohol 1 : 5 mit dem Wasser.
- Verdünnen Sie Zitronensaft 1 : 1 mit abgekochtem, lauwarmen Wasser. Geben Sie 1TL Honig dazu. Streichen Sie die Masse mehrmals täglich, mit einem Wattestäbchen, auf die Aphte.
- Trinken Sie grünen Tee, er hat eine antioxidative Wirkung und schützt so vorbeugend vor Aphten.
- Kauen Sie Papaya-Stückchen. Ein Enzym der Papaya wirkt entzündungshemmend.
- Spülen Sie Ihren Mund 3 Mal am Tag mit Rettichsaft aus.
- Zusätzliche Einnahme von Vitamin C (Link) soll Aphten vorbeugen.
Treten Aphten chronisch auf, das heisst mehr als 4 – 5mal pro Jahr, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt darüber. Das könnte bereits eine chronische Erkrankung sein.