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Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
Was bedeuten diese drei Maxime der Französischen Revolution, wenn wir sie im Einzelnen betrachten? Was will der Friede von uns?
FREIHEIT: In absoluter Form ist Freiheit eine Illusion. Freiheit kann nur bedeuten, aus dem zu wählen, was überhaupt möglich ist! Allerdings ist die Freiheit der Gedanken grenzenlos. Im Geist kann der Mensch alles visionieren. Nur wenn der Mensch seine Fähigkeiten voll entfalten und kreativ umsetzen kann, kann sich kulturelles Leben weiterentwickeln. Diesen Bereich des sozialen Lebens nennt Rudolf Steiner «Geistesleben», wozu Kultur, Bildung, Wissenschaft und Religion gehören; diesem ordnet Rudolf Steiner den Begriff der «Freiheit» zu.
GLEICHHEIT: In der Vielfalt der Menschen gibt es keine vollkommene Gleichheit. Selbst wenn sich zwei (z.B. Zwillinge) wie ein Ei dem anderen gleichen, sind sie doch individuell verschieden. Aber Gleichheit muss als Gleichwertigkeit vor dem Gesetz gelten. Im Art.3, Abs.1 des deutschen Grundgesetzes heisst es: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich! Der Begriff der «Gleichheit» gehört somit zum «Rechtsleben», zur Politik, in deren Zentrum des Denkens und Handelns vor allem Gleichwertigkeit und Würde aller Menschen stehen sollte.
BRÜDERLICHKEIT: – heute auch geschlechtsübergreifend «Geschwisterlichkeit» genannt – bezeichnet das soziale und solidarische Verhalten in einer Gruppe oder Gemeinschaft. Friedlicher achtungsvoller Umgang, miteinander Teilen, Kooperation und gegenseitige Unterstützung sind die Merkmale der Brüderlichkeit. Eine solche Brüderlichkeit sollte nach Steiner im «Wirtschaftsleben» herrschen: Die Wirtschaft kümmert sich um die Bedürfnisse der Menschen. Durch gute Kooperation von Verbrauchern, Produzenten und Händlern werden in einem freien Markt gerechte Preise sowie eine gerechte Güterverteilung ermöglicht. Die Hersteller produzieren nur die Menge von den Dingen, die wirklich gebraucht und verbraucht werden.
(Klammer auf:L aut UN werden jedes Jahr 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel in den Müll geworfen, was rechnerisch etwa viermal so viel ist, wie nötig wäre, um das Hungerproblem in der Welt zu lösen! Klammer zu)
Die drei Stränge des sozialen Lebens, Politik, Wirtschaft und Kultur, müssten in einer gerechten Welt in drei autonome Bereiche aufgeteilt werden. Die Trennung der drei o.g. Bereiche sah Rudolf Steiner als Voraussetzung einer sozial gerechten und friedlichen Welt:
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Die Politik sollte der Wirtschaft keinerlei Vorschriften machen. Auch darf sie nicht die Wissenschaft, Bildung und Kultur beeinflussen oder gar beherrschen.
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Die Wirtschaft darf nicht (auch nicht durch den Einsatz ihrer gut geschulten und bezahlten Lobbyisten!) die Politik manipulieren.
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Kultur, Bildung und Wissenschaft müssen ihre Antriebskräfte zu neuen Erkenntnissen frei entwickeln können und nicht von den Profitinteressen der Wirtschaft oder den Machtinteressen der Politik, gehorsame Untertanen heranzuziehen, gespeist werden.
In den letzten Jahrzehnten mussten wir tatenlos zusehen, wie durch Fusionen und Ankäufe riesige Konzerne entstanden. Diese finanziellen Eliten beherrschen heute mit ihrem Kapital nicht nur das Wirtschaftsleben, sondern auch Politik, Gesetzgebung, Bildung, Forschung und Wissenschaft sowie das Gesundheitssystem.
Der Politiker Otto Graf Lerchenfeld fragte im Juli 1917 Rudolf Steiner, wie Deutschland aus der Sackgasse geholfen werden könne, in der es nach drei Weltkriegsjahren wie gefangen schien. Als Antwort entwickelte Steiner die Idee der Dreigliederung des sozialen Organismus, die in Memoranden an einflussreiche politische Persönlichkeiten in Deutschland und Österreich übermittelt wurden – dort aber leider keine durchgreifende Beachtung fanden.
Die Politiker hatten wohl kein grosses Interessen an einer Umgestaltung ihrer innerstaatlichen Strukturen, die zu einer friedlichen Welt hätte führen können.
Oder die Zeit war noch nicht reif für Frieden?
Ist sie es heute?
Ich glaube ja!
Immer mehr Menschen wünschen sich Frieden. Immer mehr Menschen begreifen, dass Krieg niemals mit Krieg beendet werden kann. Immer mehr Menschen gehen für den Frieden auf die Strasse und unterschreiben Friedensaufrufe wie das Manifest für den Frieden von Sarah Wagenknecht und Alice Schwarzer. Immer mehr Menschen werden sich ihrer Kraft bewusst, der Schöpferkraft unserer Gedanken – Gedanken an den Weltfrieden und Gedanken an den Frieden in dir selbst.
Weitergeben möchte ich auch Christa Dreggers Aufruf im Terra Nova Rundbrief:
Ich möchte dich, mich, uns alle aufrufen zu einer Woche «Kriegsfasten». Was meine ich damit? Mein Vorschlag ist, dass wir alle eine Woche lang unseren Fokus darauf richten, wo wir mit unseren Handlungen, Worten und Gedanken Krieg erzeugen - und wie wir ihn beenden. Fasten heisst dann manchmal, auf unsere automatischen Reaktionen, Meinungen, Erklärungen oder Affekte zu verzichten.
Diesem Aufruf schliesse ich mich gerne an, mit einer Erweiterung: In der Fastenzeit (also vom kommenden Aschermittwoch bis Ostern) werde ich jeden Abend um 21 Uhr meine Friedensgedanken in die Welt schicken. Vielleicht machst du mit?
Auch Dieter Duhm äussert in seinem Buch Zukunft ohne Krieg schöne Gedanken für den Weg in eine friedliche Welt:
Stell dir vor, es gäbe auf der Erde einige Orte von einigen hundert Menschen, von denen eine konzentrierte Friedensinformation mit hoher Kraft in die Frequenzen der Welt geschickt wird. Diese Menschen hätten Frieden untereinander, Frieden zwischen den Geschlechtern, Frieden zwischen Erwachsenen und Kindern, Frieden mit den Wesen der Natur. Der globale Schaltkreis von Angst und Gewalt wäre an diesen Stellen radikal unterbrochen. Welche Wirkung hätte das auf das Ganze?
Den Text hier weiterlesen
Wo immer du heute Abend auf der Welt bist, ob allein oder in Gemeinschaft: Gib um 21 Uhr deine Gedanken in das morphogenetische Feld des Friedens, der Freiheit und der Liebe, wo sie als eine synergetisch verstärkte Information ankommen. Mit der Kraft unserer gemeinsamen Gedanken an Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit wird der Frieden gelingen!
Eva-Maria Gent
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www.eva-maria-gent.de
www.gesellschaft-in-balance.de
www.charta-demokratiekonferenz.org
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