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Der Wald bindet während seines Wachstums grosse Mengen Kohlenstoffdioxid (CO2) und trägt so wesentlich zum Klimaschutz bei.
Im Zuge der Photosynthese bindet ein Baum CO2 aus der Luft.
Wälder sind somit wertvolle Kohlenstoffspeicher, die wesentlich dazu beitragen, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu vermindern: Allein im Schweizer Wald sind ca. 800 Millionen Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Das entspricht rund 3 Milliarden Tonnen CO2 und damit der 35-fachen Menge, die jährlich an Treibhausgasen in der Schweiz ausgestssen wird. Und mit dem Zuwachs an Holz nimmt auch dieser Kohlenstoffvorrat zu.
Ökologische Definition:
Die Bäume sind eine wichtige Einheit in der Lebensgemeinschaft Wald. Doch eine Ansammlung von Bäumen macht weder das Ökosystem Wald aus noch einen Wald im engeren Sinne. Erst wenn Bäume so dicht und zahlreich stehen, dass sich ein typisches Waldinnenklima (die Temperaturen sind ausgeglichener, die Luftbewegungen und die Lichtintensität sind geringer und die Luftfeuchtigkeit höher) entwickelt, spricht man von einem Wald. Eine Parklandschaft ist daher kein Wald.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) spricht von Wald, wenn die Bäume im Reifealter in winterkalten Gebieten mindestens drei, im gemäßigten Klima mindestens sieben Meter hoch sind und wenigstens zehn Prozent des Bodens durch Baumkronen überschirmt sind.
Holzprodukte sind CO2-Langzeitspeicher:
Wird ein Baum zur Holzproduktion genutzt, so bleibt der Kohlenstoff über die Lebensdauer des Produkts darin gebunden. Das Holzprodukt wird zum dauerhaften Kohlenstoffspeicher. Frei wird er erst, wenn das Holz verbrannt wird oder verrottet.
Somit sind nicht nur Wälder, sondern auch sämtliche Produkte aus Holz (Gebrauchsgegenstände, Möbel, Spielzeug etc.) enorme Kohlenstoffspeicher.
Zusätzlich verhindert die Verwendung von Holz jene CO2-Emissionen, die durch den Einsatz CO2-intensiver (und damit klimaschädlicher) Bau- oder Brennstoffe, wie fossile Energieträger (Erdöl, Erdgas, etc. ) oder Materialien wie Ziegel, Beton oder Stahl, entstanden wären (Substitutionseffekt).
Die Menge an gespeicherten CO2 ist messbar
Die Menge an CO2, die in einem Holzprodukt gebunden ist, ist messbar: In jedem Kubikmeter Holz ist rund eine Tonne CO2 gespeichert:
Die C-auberformel besagt: 250 kg C/m³ Holz x 3,67 kg CO2 = 917 kg CO2
Holz besteht zu 50 Prozent aus Kohlenstoff (C).
1 Kubikmeter Holz wiegt im Mittel 500 Kilogramm, enthält also 250 Kilogramm C.
Wenn C in CO2 umgewandelt wird (oxidiert), entstehen aus 1 Kilogramm C ca. 3,67 Kilogramm CO2. 250 Kilogramm C ergeben 917 Kilogramm CO2, also ca. 1 Tonne CO2 pro Kubikmeter Holz.
Holzprodukte sind ressourcenschonende Kreislaufprodukte: Nach ihrer ersten Nutzungsdauer können sie in anderer Form weiterverwendet werden (nach z.B. Abschluss eines primären Einsatzzyklus als u.a. Möbel oder Gebrauchsgegenstand, kann durch Rückbau wiederum das Ausgangsmaterial einer Span- oder Faserplatte entstehen). Das in den Produkten gespeicherte CO2 bleibt während dieser Nutzungen dauerhaft gebunden.
Nach stofflicher Nutzung können Holzprodukte am Ende ihres Lebensweges thermisch genutzt werden. Im Gegensatz zu anderen Baustoffen, die bei ihrer Entsorgung fossile Energie verbrauchen, geben Holzbaustoffe die in ihnen gespeicherte Sonnenenergie CO2-neutral wieder ab.
Etwas Al-Chemie:
H=Wasserstoff
C=Kohlenstoff
N=Stickstoff
O=Sauerstoff
CO2 = Kohlenstoffdioxid
Mit Hilfe von Sonnenlicht wird das energiearme CO2-Molekül in ein energiereiches Kohlenstoffatom und ein energiereiches Sauerstoffmolekül zerlegt.
Der Sauerstoff (O) wird wieder an die Umgebungsluft abgegeben.
Der Kohlenstoff (C) hingegen dient dem organischen Aufbau des Baumes und bleibt für seine gesamte Lebensdauer gebunden.
In verschiedenen Gemeinden existieren Waldlernpfade auf welchen man viel lernen kann.
Wann können Wälder wachsen?
Wälder brauchen für ihre Existenz je nach Temperatur eine bestimmte minimale Niederschlagsmenge. Fällt weniger Niederschlag, geht der Wald in eine Trocken-Savanne oder Steppe über. Für Hochlagen und kalte Klimate ist die Dauer der Vegetationsperiode für den Erfolg des Waldes entscheidend.
Ab einer bestimmten Höhe bzw. geographischen Breite gibt es eine Waldgrenze. Jenseits dieser kann kein Wald mehr wachsen und nur vereinzelt kommen (verkrüppelte) Bäume vor. Ihr folgt die Baumgrenze.
Wälder sind komplexe Ökosysteme. Mit optimaler Ressourcenausnutzung sind sie das produktivste Landökosystem. Nach den Ozeanen sind sie die wichtigste Einflussgröße des globalen Klimas. Sie stellen gegenüber anderen Nutzungsformen global die einzig wirksame CO₂-Senke dar und sind die wichtigsten Sauerstoffproduzenten. Sie wirken ausgleichend auf den globalen Stoffhaushalt. Ihr Artenreichtum ist ein unschätzbarer Genpool, dessen Bedeutung zunehmend auch in der Industrie erkannt wird.
Aber auch auf dem Gottschalkenberg ist ein kleiner solcher zu finden. Blamabel ist hingegen der auf Kloster-Einsiedeln Boden.