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Am Montag (20.4.2009) habe ich auf der JAX-Konferenz in Mainz an einem Pecha Kucha-Vortrag teilgenommen. Das ist eine Vortragsform, bei der mehrere Redner direkt nacheinander auftreten und jeder genau 20 Folien je 20 Sekunden Zeit hat. Sowohl für die JAX als auch für jeden einzelnen der beteiligten Sprecher war dies das erste Mal.
Bei der Vorbereitung traten gleich technische Probleme auf, weil jeder ein anderes Präsentationsprogramm oder eine andere Version benutzte, so dass wir ein MacBook und einen PC brauchten. Ich war dann gleich der erste Redner und kam dann auch mit der ersten Folie ins Trudeln, weil der Beamer nicht die ganze Folie zeigte und die Folie auch nicht nach 20 Sekunden umsprang. Naja, danach gings dann so.
Fast alle Redner machten die Erfahrung, dass sie schneller sprachen als gedacht und öfter mal deutliche Pausen bis zum Umspringen auf die nächste Folie einlegen mußten.
Diese Vortragsform eignet sich meiner Meinung nach gut dafür, entweder ein Appetithäppchen bspw. für einen folgenden langen Vortrag zu bieten, so ähnlich wie ein Kino-Trailer. Auch Hinweise zur Vertiefung in anderer Form (Buch, Besuch eines Messestandes o.ä.) erscheinen mir gut geeignet. Zur Vermittlung von fachlichen Inhalten ist die Zeit zu kurz. Was aber sehr gut funktioniert: eine klare persönliche Meinung zu einem Thema oder Detail zu äußern. So nach dem Motto: was ich schon immer mal sagen wollte.
Pecha Kucha-Vorträge sind eine gute Möglichkeit, nur Bilder mit jeweils einem Stichwort zu zeigen statt inhaltliche Aussagen in Textform zu vermitteln.
Wo genau diese Art des Vortrages her kommt weiß ich nicht. Angeblich soll es so entstanden sein, dass sich die Sprecher von abgelehnten Vortragseinreichungen zusammengetan haben und nach der Konferenz abends in einer Kneipe einen Beamer aufgestellt haben und dann im Schnellverfahren ihre Vorträge abgespult haben. Auch wenn es anders gewesen sein sollte, ist das jedenfalls eine schöne Geschichte.
Bernd