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Marcus Goldmann, ein berühmter Schriftsteller, bezieht sein neues Ferienhaus in Boca Raton, Florida, um dort seinen neuen Roman zu schreiben. Welches Thema und welche Handlung der neue Roman haben soll? Das weiß er noch nicht. Bis er zufällig seiner Jugendliebe Alexandra, inzwischen der größte Popstar aller Zeiten, über den Weg läuft.
Von seiner Vergangenheit eingeholt, erinnert Marcus sich an seine Kindheit, wie er aufgewachsen ist und welche Rolle dabei seine Verwandten, die Goldmanns aus Baltimore, gespielt haben. Die Baltimores waren für ihn die Vorzeigefamilie, die er stets, als ein Goldmann aus Montclair, um alles beneidete. Er wünschte sich Saul, den berühmten Anwalt, als Vater, Anita, die erfolgreiche Ärztin, als Mutter, seinen Cousin Hillel, den Hochbegabten, und Woody, den Adoptivsohn und talentierten Footballspieler, als Brüder. Für seine eigenen Eltern, einen Ingenieur und eine Verkäuferin, schämte er sich nicht selten.
Was ihm aber nicht klar war: Die Vorzeigefamilie war nach und nach dem Zerfall bestimmt, bis zum Höhepunkt, der Katastrophe. Was ist passiert mit den berüchtigten Baltimores, dass von ihnen heute nichts mehr außer vieler Erinnerungen übrig ist? Um dieses Mysterium aufzuklären und auch, um dem letzten Wunsch seines Onkels Saul zu entsprechen, entschließt sich Marcus kurzerhand, die Geschichte der Baltimores aufzuschreiben.
Wie schwer habe ich in diesen Roman hineingefunden und wie sehr bin ich damit Joël Dicker auf den Leim gegangen. Nach seinem ersten umwerfenden Roman Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert gehörte Die Geschichte der Baltimores für mich zur absoluten Pflichtlektüre. Sehr verwundert war ich somit, dass mir lange Zeit keiner der Charaktere so richtig sympathisch werden wollte. Dass der Autor mir die Charaktere absichtlich so vorgestellt hat, ist mir dann aber relativ schnell klar geworden.
In diesem Roman ist wirklich nobody perfect. Fast alle Charaktere sind in ihren Handlungen getrieben von Eifersucht. Die Eifersucht ist das zentrale Thema dieses Romans. Ohne sie hätte Marcus keinen Grund gehabt, die Geschichte der Baltimores aufzuschreiben. Und ohne die Eifersucht hätte Marcus auch nicht direkt am Schicksal der Baltimores mitgewirkt.
Dicker hat es geschafft, dass sich bei mir selbst als Leser alle möglichen Emotionen bei der Lektüre eingeschlichen haben. Von Schadenfreude über Mitleid, Trauer und Schock bis hin zu Glück und Frohsinn empfand ich alles im ständigen Wechselspiel. Am Ende der Geschichte war ich fix und fertig und ganz sicher, für mich eines der tollsten Bücher des Jahres 2016 gelesen zu haben.
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