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Ist intranasales Mupirocin eine effiziente Infektprophylaxe?
Invasive S. aureus Infektionen werden oft durch Stämme verursacht, mit denen die Patienten schon zuvor – meist nasal -besiedelt waren. Kann das Auftreten einer Infektion durch die intranasale Anwendung von Mupirocin-Salbe verhindert werden?
Bei Patienten, die eine Infektion mit S. aureus erleiden, ist die Nasenschleimhaut oft bereits vor dem Auftreten der Infektion mit demselben Bakterien-Stamm besiedelt (Eiff et al, NEJM 2001). In verschiedenen Patientengruppen wurde daher untersucht, ob das Risiko einer Infektion durch eine intranasale Behandlung mit Mupirocin-Nasensalbe reduziert werden kann. Diese Studienresultate wurden nun in einer Metaanalyse zusammengestellt ( ).
Übereinstimmend haben die Studien gezeigt, dass durch diese Behandlung der Anteil an S. aureus-Trägern signifikant reduziert werden kann. Dieser Effekt hält auch nach 6 Monaten, obwohl ein Teil der Personen im Laufe der Zeit rekolonisiert wird. Dagegen kann durch eine Mupirocin-Behandlung weder die Häufigkeit einer postoperativen Wundinfektion noch die Infektionshäufigkeit bei Dialysepatienten reduziert werden. In einigen Studien wurden jedoch sekundäre Analysen in Subgruppen durchgeführt und konnten teilweise eine Reduktion der Infekthäufigkeit nachweisen. Wenn beispielsweise nur diejenigen Dialysepatienten untersucht wurden, die vor Studieneinschluss dokumentierte S.aureus-Träger waren, so hatten die mit Mupirocin Behandelten signifikant weniger Infektionen.
Insgesamt kann also eine routinemässige Anwendung von intranasalem Mupirocin nicht empfohlen werden, aber bei selektionierten Patientengruppen könnte eine solche Behandlung die Infekthäufigkeit senken. Dies gilt insbesondere für dokumentierte S. aureus-Träger, die aber nur mittels raschen diagnostischen Testen identifiziert werden könnten.