Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/151091

<h2>SubmittedText<h2><p>1. Ist es "normal" geworden, dass Unternehmen mit Sitz in der Schweiz mehrere Offshore-Gesellschaften zwecks Vermeidung des Steuernbezahlens in der Schweiz führen?</p><p>2. Wird Artikel 50 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer systematisch unterlaufen?</p><p>3. Überprüft die Eidgenössische Steuerverwaltung die Veranlagungen juristischer Personen durch die Kantone? Wenn nein, wieso nicht?</p><p>4. Überprüft die Eidgenössische Steuerverwaltung aus aktuellem Anlass die Veranlagungen der Ammann-Gruppe in Langenthal? Wenn nein, wieso nicht?</p><p>5. Wie viele Steuerausfälle erleiden Bund, Kantone und Gemeinden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./2. Die Prüfung von Strukturen schweizerischer Unternehmen, die mit Offshore-Gesellschaften Steueraufwand vermeiden, gehört seit vielen Jahren zur Tagesarbeit der Steuerbehörden. Das Minimieren des Aufwandfaktors Steuern durch die Unternehmen führt in der Tat bisweilen zu nichtvertretbaren Strukturen, welche durch die schweizerischen Steuerbehörden steuerlich nicht begleitet werden können.</p><p>3. Die Überprüfung der Veranlagung von 300 000 juristischen Personen wird aufgrund der Delegation durch die Steuerbehörden der Kantone vorgenommen. Der Eidgenössischen Steuerverwaltung obliegt einzig die Aufsicht der Kantone.</p><p>4. Zu einzelnen Steuerpflichtigen kann der Bundesrat keine Stellung nehmen. Der Kanton Bern hat am 19. Februar 2014 mitgeteilt, dass er keine weiteren Abklärungen und Sonderprüfungen bezüglich der Ammann-Gruppe vornehmen wird.</p><p>5. Steuerausfälle aufgrund von Offshore-Strukturen von Bund, Kantonen und Gemeinden sind nicht eruierbar.</p>