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Die in der Ausstellung gezeigten und in der Publikation reproduzierten Fotografien stammen aus einem 17-monatigen Feldforschungsaufenthalt von Florence Weiss und Milan Stanek in Papua-Neuguinea. Unter der Leitung von Professor Meinhard Schuster begab sich im Oktober 1972 eine Gruppe Studierender an den Sepik-Fluss. Milan Stanek befasste sich in holistischer Perspektive mit der Sprache und Mythologie im gesellschaftlichen System der Iatmul. Florence Weiss untersuchte die Wirtschaftsweise und die Stellung der Kinder in der Dorfgemeinschaft.
Die Mittelsepik-Expedition knüpfte an ein lange vorhandenes Interesse seitens der Basler Ethnologie am Sepik-Gebiet an. Bereits im Jahre 1930 fuhr der Schweizer Ethnologe Felix Speiser in das mittlere Sepik-Gebiet. Ab 1949 bereiste Paul Wirz das nordöstliche Neuguinea und in den Jahren 1955/56 und 1959 führte Alfred Bühler erste Reisen für das damalige Museum für Völkerkunde und Schweizerisches Museum für Volkskunde (heutiges Museum der Kulturen Basel) durch.
Die vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Expedition hatte die vertiefende Dokumentation der während der vorgängigen Reisen erworbenen Sepik-Sammlungen in Basel zum Ziel. So bezeichnete auch Meinhard Schuster das Projekt „mit einer gewissen Dehnung des Begriffs“ als eine „restudy“.
Folglich begab man sich nicht in unberührte Gefilde, sondern versuchte, bereits vorhandene Forschungen und deren Resultate vertiefend weiterzuführen. Es ging darum, die grosse Anzahl an Ethnographica auf ihre funktionalen und technologischen Aspekte zu untersuchen und zum Teil neu zu dokumentieren. Dabei führten alle an der Expedition Teilnehmenden einen Fotoapparat mit, um die vorgefundenen Gegebenheiten dokumentieren zu können. Es galt, den bereits gesammelten und in Basel verwahrten Objekten einen Kontext zu geben, wobei auch die Fotografie als ein zentrales Dokumentationswerkzeug und Mittel zur Illustration genutzt wurde. Fotoapparate wurden dabei vom Ethnologischen Seminar der Universität Basel zur Verfügung gestellt.