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Ration/Futter: Schmackhaftigkeit der Ration, Verdaulichkeit des Raufutter, Ausgewogenheit der Ration
Nennen Sie die möglichen Ursachen, wenn der Kot "Erbsensuppenkonsistenz" hat.
Deutet darauf hin, dass evtl zu viel abbaubares Protein (Eiweiss) oder abbaubare Stärke in der Ration vorhanden ist. Krankheiten ausgeschlossen.
Das Überschüssige Protein wird verdaut und der Harnstoff wird nicht nur über den Harn ausgeschieden, sondern auch in den hinteren Darmabschnitt recyceled. Der Harnstoffüberschuss zieht Wasser in den Darm, welches Durchfall bewirkt (osmotisches Gefälle).
Zudem kann es auf eine übermässige Verfütterung einiger Mineralstoffe wie Kalium darauf hindeuten (ebenfalls osmotisches Verhalten).
Erklären Sie das System der Körperkonditionsbeurteilung (BCS) und den Zusammenhang zur Fütterung.
Der Body Condition Score (BCS) ist ein Beurteilungsystem für die Körperkondition bei der Milchkuh. Es soll dem Milchviehhalter helfen, den Ernährungszustand der Kühe besser zu beurteilen, um die Fütterung auf den jeweiligen Laktationsstand abstimmen zu können.
BCS beurteilt die Fattauflage auf Lenden, Beckenausgang und Schwanzansatz mit einer Note von 1-5. Die entscheidenden Bereiche sind die Hüft- und Sitzbeinknochen, die Bänder zwischen Wirbeläsule und den beiden Knochen sowie der Schwanzansatz.
Welche Informationen zur Fütterung erhalten Sie mit Hilfe des Milchfettgehaltes?
- Information über die Struktur der Ration (zu wenig Struktur = zu tiefer Fettgehalt)
- Information über die Proteinversorgung
- Information über eine schleichende Pansenübersäuerung (-> schlechter Rohfaserabbau)
- einen zu hohen Anteil ungeschützten Fetts im Futter, das den Rohfaserabbau behindert
Welche Informationen zur Fütterung erhalten Sie mit Hilfe ds Milcheiweissgehaltes?
Niedrige Milcheiweissgehalte weisen immer auf einen Energiemangel hin.
Wenn eine Kuh in der Altmelkphase einen hohen Eiweissgehalt aufweist, deutet dies auf eine zu gute Energieversorgung in der Grundration hin.
Erklären Sie den Zusammenhang des Milchharnstoffgehaltes mit dem Energie-Eiweissverhältnis im Pansen.
Der Harnstoffgehalt der imlch zeigt auf, ob das Verhältnis zw. pansenabbaubarem Protein und pansenverfügbarer Energie optimal ist. In diesem Fall sollte der hanrstoffgehalt zwischen 20 und 30 mg pro 100 ml Milch liegen. Werte, die darunter oder darüber liegen zeigen, dass das Protein-Energie-Verhältnis im Pansen nicht stimmt.
Tiefe hanrstoffwerte sind stets mit einem Absinken der Milchleistung verbunden.
Zu hohe Harnstoffwerte weisen auf einen Überschuss an pansenverfügbarem Eiweiss und/oder einen Mangel an pansenverfügbarer Energie hin.
Welche Informationen liefern Ihnen die tägliche Milchmenge und die Persistenz bezüglich Fütterung?
Die zu erwartende Milchleistung ist ebenfalls ein wichtiger Parameter. In den Monatsinformationen sollte die Probepersistenz über 90% liegen. Schlechtere Werte weisen z.B. auf folgende Probleme hin: