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Der 51-Jährige Dijsselbloem ist seit Januar 2013 Präsident der Eurogruppe, in der die 19 Staaten der Währungsunion vertreten sind. 2015 war er von seinen Ministerkollegen für eine zweite Amtszeit gewählt worden.
Im März diesen Jahres hatten dann aber seine Sozialdemokraten bei den Nationalen Wahlen ein Debakel erlebt. Die Bildung einer neuen Regierung ist wegen schwieriger Mehrheitsverhältnisse bis heute nicht geglückt.
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte im März nicht ausgeschlossen, dass Dijsselbloem auch ohne Ministeramt Eurogruppenchef bleibt. Strikt dagegen hatte sich damals aber Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling ausgesprochen. Über mögliche Nachfolger wurde seitdem immer wieder spekuliert.
Das deutsche "Handelsblatt" hatte Anfang des Monats berichtet, Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire kandidiere für den Posten. Auf die Frage zu einer möglichen Kandidatur sagte Le Maire vor dem Treffen am Freitag: "Wir haben einen sehr guten Präsidenten." Es sei jetzt nicht "der Moment, darüber zu sprechen".
Das französische Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), Benoit Coeuré, sagte zu der Personalie in Tallinn: "Jeroen ist ein fantastischer Präsident der Eurogruppe. Wir wissen, was wir haben. Wir wissen nicht, was wir bekommen werden."
(AWP)