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Von Publikum und Kritikern gleichermassen gefeiert, ist Piotr Beczala einer der gefragtesten Tenöre unserer Zeit und regelmässiger Gast an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt.
Die Spielzeit 22/23 beginnt für Piotr Beczala auf der Opernbühne der Wiener Staatsoper in der Rolle des Don José in Bizets Carmen. Danach ist er am Teatro Real in Madrid in einer Wiederaufnahme der historischen Inszenierung von Hugo de Ana als Radamès in Verdis Aida. Er kehrt zur Metropolitan Opera New York für zwei Opernproduktionen zurück: Als Graf Loris in David McVicars neuer Produktion von Umberto Giordanos aufregendes Drama Fedora teilt er sich mit Sonya Yoncheva, als russische Prinzessin, Rosa Feola als Gräfin Olga und Bariton Artur Ruciński als Diplomat De Siriex die Bühne. Dirigiert wird die Oper von Maestro Marco Armiliato und kann als Live-Kino-Übertragung in der preisgekrönten Live in HD-Reihe der MET, auf der ganzen Welt, gesehen werden. Seine zweite Opernproduktion an der MET ist Wagners Meisterwerk Lohengrin, in welcher er die Titelrolle des geheimnisvollen Schwanenritters singt. Inszeniert wird diese von François Girard, dirigiert von Musikdirektor Yannick Nézet-Séguin. Zurück in Europa singt er an der Wiener Staatsoper die Partien Lohengrin in Wagners Lohengrin sowie Cavaradossi in Puccinis Tosca. Er beendet die Spielzeit auf der Opernbühne am Züricher Opernhaus als Calaf in Puccinis Turandot. Auf der Konzertbühne eröffnet er die Spielzeit des Kroatischen Nationaltheaters in Zagreb mit einem Galakonzert. Mit dem Chor und Orchester des Teatro Real führt er Verdis Requiem in der Kathedrale Burgos in Spanien auf und singt gemeinsam mit dem Pianisten Camillo Radicke ein Liederabend in San Sebastián. Im Rahmen der Great Voices-Reihe ist er mit den Münchner Symphonikern in der Isarphilharmonie und mit dem ORF Radiosymphonieorchester Wien im Wiener Konzerthaus, beide unter der Leitung von Maestro Marco Boemi, zu erleben. Weitere Konzerte finden an der Palm Beach Opera, an der Wiener Staatsoper, in Pamplona und in Ljubljana statt. Ausserdem singt er zusammen mit der Sopranistin Sondra Radvanovsky zwei Galakonzerte am Gran Teatro del Liceu in Barcelona.
Seit seinem Debüt als Duca 2006 ist Piotr Beczala regelmässiger Gast an der Metropolitan Opera. Hier sang er seither Lenski (Eugen Onegin), Herzog von Mantua (Rigoletto), Prinz (Rusalka), Edgardo (Lucia di Lammermoor), Rodolfo (La Bohème), Vaudémont (Iolanta), Riccardo sowie die Titelpartien in Roméo et Juliette und Faust. 2011 begleitete er die MET nach Japan und gab 2012 sein Rollendebüt als des Grieux in Massenets Manon.
Auch an den Staatsopern in München und Wien sowie der Mailänder Scala ist der Tenor regelmässig zu erleben. Bei den Münchner Festspielen war er als Riccardo zu hören und gastierte u.a. bereits am Royal Opera House Covent Garden, dem Gran Teatre del Liceu, der San Francisco Opera, an der Nederlandse Opera, dem Théâtre de la Monnaie Brüssel, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Unter den Linden, dem Grand Théâtre de Genève, dem Teatr Wielki Warschau, dem Mariinsky Theater in St. Petersburg sowie bei den Salzburger Festspielen, wo er zuletzt u.a. als Radamès, Rodolfo, Vaudemont, Faust und als Werther zu hören war. 2016 gab er an der Seite von Anna Netrebko sein Debüt als Lohengrin an der Semperoper Dresden unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann.
Zusätzlich zu seiner Opernkarriere ist Piotr Beczala ein gefragter Konzert- und Liedsänger. 2011 und 2012 wirkte er bei den Silvesterkonzerten in der Semperoper Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann mit. Weitere Konzertauftritte führten ihn u.a. nach Baden-Baden, Amsterdam, Madrid, Budapest, Wien, Mailand und in den Oman.
Piotr Beczala wurde in Czechowice-Dziedzice in Südpolen geboren und studierte an der Musikakademie in Katowice, wo er von berühmten Sängern wie Pavel Lisitsian und Sena Jurinac unterrichtet wurde.
Piotr Beczala ist auf dutzenden CDs und DVDs mit einem breitgefächerten Repertoire repräsentiert und veröffentlichte drei Solo-Alben bei Orfeo. Bei der Deutschen Grammophon veröffentlichte er 2013 sein erstes Album «Mein ganzes Herz» und 2015 das zweite Album «The French Collection». Sein Debütalbum «Vincerò!» beim niederländischen Label Pentatone erschien im Mai 2020. Im Jahr 2014 erhielt er den ECHO Klassik als «Sänger des Jahres», sowie 2021 den Opus Klassik ebenfalls in der Kategorie «Sänger des Jahres». 2019 wurde er mit dem österreichischen Berufstitel «Kammersänger» geehrt und erhielt im Jahr 2022 die Ehrendoktorwürde (Dr. h. c.) der Musikakademie Katowice.