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Der Flughafen Basel-Mulhouse verfügt über zwei Konfigurationen seiner Hauptpiste: Wenn der Verkehr Richtung Norden abhebt, wird sie als Piste 33 bezeichnet, wenn er nach Süden abhebt als Piste 15. Die Nutzung der einen oder anderen Richtung hängt von der Windrichtung und -stärke ab (durchschnittlich erfolgen etwa 75 % der Starts von Piste 15). Damit der aus Basel- Mulhouse abfliegende Flugverkehr ins Netz jener Luftstrassen eingegliedert werden kann, die im Rahmen des „Südost“-Projektes der FABEC abgeändert werden, müssen gewisse Kurse im Norden des Flughafens geändert werden. Etwa zwanzig Flüge pro Tag, die Richtung Süden starten, müssen auf andere, bestehende Routen umverteilt werden.
Flughafen Basel-Mulhouse: Eine Nord-Süd Hauptpiste, zwei Richtungen
Die Veränderungen im Detail
Im Norden des Flughafens wird die Schaffung neuer Abflugverfahren (Starts auf den Pisten 15 und 33) nötig sein, um den Anschluss an die neuen Routen im oberen Luftraum sicherzustellen. Die neuen Verfahren werden so gestaltet, dass sie sich möglichst eng an die derzeitigen Verfahren anlehnen, und die Veränderungen finden in einer relativ grossen Höhe statt (durchschnittliche Höhe am Punkt DELUG: 10.000 Fuss (3.000 m) auf Piste 33 und 12.500 Fuss (3.750 m) auf Piste 15). Im Süden des Flughafens werden keine neuen Verfahren eingeführt. Die Veränderungen betreffen die neue Verteilung von etwa zwanzig in Richtung Südwesten startenden Flügen (nach Südfrankreich, Spanien und Portugal) zwischen den zwei bestehenden Abfluggrouten:
- einer gerade Route, die als „BASUD-Direktstartroute“ bezeichnet wird und nur zwischen 7 Uhr und 22 Uhr von lärmarmen Luftfahrzeugen genutzt werden kann, die rasch auf 7.000 Fuss (ca. 2.150 Meter) aufsteigen können
- eine „BASUD S“ genannte Route, die den ganzen Tag über verfügbar ist
Umweltauswirkungen
Die neuen Routen im Norden und die Änderung der bestehenden Südstarts schaffen keine zusätzlichen Kapazitäten und zielen nicht auf eine Erhöhung Flugverkehrs ab. Das einzige Ziel der Änderungen ist es, den Flughafen Basel-Mulhouse mit dem neuen europäischen Netz kompatibel zu machen, indem alle flugtechnischen Anforderungen respektiert werden.
Regelmässiges Monitoring der Entwicklung
Die Schweizerischen und französischen Zivilluftfahrtsbehörden haben beschlossen, einen Begleitausschuss zu schaffen. Dieser Ausschuss wird sich regelmässig treffen, um die Situation der Südstarts zu verfolgen. Im Bedarfsfall wird der Ausschuss im Geist der Zusammenarbeit – der für die gemeinsame Nutzung des Flughafens Basel-Mulhouse massgebend ist – die Möglichkeit der Umsetzung von Schutzmassnahmen untersuchen. Der jährliche Bericht über die Arbeiten des Ausschusses wird den zuständigen beratenden Gremien für Umweltbelange des Flughafens Basel-Mulhouse zugestellt.
Weiterführende Informationen
Letzte Änderung 02.05.2022