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Nun ist auch der Bericht zum Vierwaldstättersee publiziert. Zu dessen Untersuchung wurden innerhalb von sechs Tagen 252 Befischungsaktionen durchgeführt und dabei 2479 Tiere von 21 verschiedenen Fischarten gefangen. Klar am häufigsten vertreten waren die Egli (Flussbarsch). Ebenfalls häufig waren die Laube, das Rotauge, das Albeli (ein Felchen), die Seesaiblinge und die standortfremden Kaulbarsche. Mit den Befischungsaktionen wurden allerdings nicht alle Lebensräume gleich intensiv untersucht. Die Daten wurden auf die tatsächliche Grösse der vorhandenen Lebensräume hochgerechnet. Dabei wird ersichtlich, dass die Fischfauna im Vierwaldstättersee von Albeli und Seesaiblingen dominiert wird.
Alternativen zu Felchen und Egli auf dem Teller?
Wie erwartet, unterscheiden sich die Fänge der Berufsfischerei stark von den standardisierten Fängen des «Projet Lac». Während die Berufsfischerfänge zu mehr als drei Vierteln aus Albeli und anderen Felchenarten bestehen, machten diese im «Projet Lac» nur etwa die Hälfte aus. Dafür waren in den «Projet Lac»-Fängen insbesondere der Seesaibling und die verschiedenen Cyprinidenarten (Karpfenartige) deutlich stärker vertreten (Abb. 2). Müssten sich die Fischer auf dem Vierwaldstättersee also auf andere Arten ausrichten: «Allein aufgrund unserer Daten kann ich keine Empfehlung abgeben», sagt Projektkoordinator Timothy Alexander, «im Minimum müssten wir mehr wissen über die Vermehrung und das Wachstum der anderen Arten. Denn es kann sehr wohl sein, dass diese jetzt nur darum häufig sind, weil sie eben nicht befischt werden.» Zudem, so der Forscher, müsste man dafür sorgen, dass alternative Arten von den Konsumenten nicht verschmäht würden.