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> Sehr geehrter Herr Bürgg
>
> Wir haben Ihren Artikel vom 14. September mit dem Titel "Annäherung
> zwischen Deutschland und der Schweiz" gelöscht, weil Teile des Inhalts
> bzw. das angefügte Bild eine Person beleidigte.
>
> Besten Dank für Ihr Verständnis.
>
> Freundliche Grüsse
> Ihr Vimentis-Team
Guten Tag Vimentis-Team
Sie behaupten, dass in meinem Artikel, sowohl im Text als auch im Bild eine Person beleidigt würde.
Da nur Herr Maurer in beidem vorkommt, liegt es nahe anzunehmen, Sie halten Herrn Maurer für beleidigt. Aber kann das wirklich zutreffen?
Im Text stelle ich eine generelle Frage nach der möglichen Verwendbarkeit des von Herrn Maurer in aller Öffentlichkeit in Umlauf gesetzten Ausspruchs "Aff" auch gegenüber Bundesräten. Es wird damit die Frage gestellt, ob was ein Bundesrat darf, auch einem Bürger zusteht. Damit wird einerseits das verfassungsmässige Gleichheitsgebot, andererseits die Frage nach der bundesrätlichen Verantwortung und Vorbildfunktion hinsichtlich guten Benehmens angesprochen. Die Diskussion solcher Themen - auch in satirischer Form - kann für Herrn Maurer nicht beleidigend sein. Es bleibt im Übrigen festzuhalten, dass ich im Gegensatz zu Herrn Maurer niemanden als "Affen" bezeichnet habe. Das habe ich nicht nötig!
Im Bild werden zwei verschiedene Aussagen von Herrn Maurer kombiniert: Diejenige über seine Definition von "www=Wurzeln, Werte, Weitblick" anlässlich des Eidgenössischen Schwinger- und Älplerfestes mit derjenigen gegenüber einem Kameramann des Schweizer Fernsehens. In der Kombination zweier bundesrätlicher Aussagen mag wohl eine gewisse Kritik an Herrn Maurer stecken, da aber beide Aussagen tatsächlich gemacht worden sind und insbesondere zwischen dem Begriff "Werte" und dem Wort "Aff" ein inhaltlicher Zusammenhang besteht, die Aussage des Bildes also durchaus der Wahrheit entspricht, kann die Wirkung auf Herrn Maurer weder herabwürdigend, noch beleidigend sein. Herr Maurer hat beides gesagt, die Konfrontation mit seinen eigenen Aussagen mag ihn kritisieren, kann ihn aber nicht beleidigen oder gar in seiner Ehre verletzten.
Weiter enthält das Bild eine Foto von NR Christoph Mörgeli, der von einem Rhesusäffchen warnt, das den Song eines deutschen, in der Schweiz verstärkt auftretenden Baumarktes trällert. Das ist aber weder für das Äffchen noch für Herrn Mörgeli in irgendeiner Art ehrrührig. Warnungen vor den Deutschen gehören bekanntlich zum politischen Alltag. Damit schafft das Bild nebenbei auch einen Bezug zu den restlichen Textinhalten.
Im Übrigen ist Herr Maurer gleichermassen bekannt für seine scharfe Zunge wie für seine dicke Haut. Kaum anzunehmen, dass sich Herr Maurer bei Ihnen gemeldet und Ihnen an die Hemdbrust geheult hat: «Ich bin beleidigt!»
Wen denn um Himmels Willen soll ich also beleidigt haben? Bitte teilen Sie mir umgehend mit, wem ich ungerechtfertigterweise auf die zarten Füsse getreten bin? Ich werde mich sofort entschuldigen!
Ansonsten fordere ich Sie auf, meinen Artikel "Annäherung zwischen Deutschland und der Schweiz" wieder aufzuschalten. Sollten Sie ihn bereits endgültig gelöscht haben, können Sie ihn von http://ok-ko.ch/ herunterladen.
Mit freundlichen Grüssen
Ingo Bürgg