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Insbesondere gelte es, die jungen Menschen vor den Manipulationsversuchen der Tabakkonzerne zu schützen, die mit neuen aromatisierten Produkten aufgerüstet hätten, schreibt die AT am Dienstag in einer Mitteilung. Im Zentrum des diesjährigen «World No Tobacco Day» der Weltgesundheitsorganisation WHO steht der Schutz der Jugendlichen vor Tabak.
Bei den Aromen gebe es in der Schweiz keine Einschränkungen, bei der Werbung fast keine, abgesehen vom Radio- und Fernsehverbot für Tabakwerbung. Die Schweiz sei zudem neben dem Kosovo das einzige Land in Europa ohne nationales Mindestabgabealter. Lediglich vier Kantone würden ein Mindestabgabealter von 16 Jahren für Tabakprodukte kennen.
Was bei fehlenden Gesetzen geschehe, könne man an der Entwicklung in den USA beobachten. Der Konsum namentlich von E-Zigaretten sei dort bei den 14- bis 18-Jährigen explodiert. Aromen seien Lockmittel und sorgten dafür, dass Jugendliche die Gesundheitsrisiken unterschätzten. So sei namentlich zwei von drei Jugendlichen in den USA, die Juul konsumierten, nicht bewusst, dass dieses Produkt Nikotin enthalte.
Dies sei auch der Grund, weshalb in der EU Aromen für Tabakerzeugnisse seit dem 20. Mai vollständig verboten seien. Zusatzstoffe für Tabakerzeugnisse zum Rauchen oder E-Zigaretten, die das Inhalieren respektive die Nikotinaufnahme erleichtern, dürften in der EU bereits seit 2016 nicht mehr auf den Markt gebracht werden, schreibt die AT.