Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03452.jsonl.gz/1801

Basics
Das Pankreaskarzinom ist der zweithäufigste bösartige Tumor (nach dem Dickdarmkrebs) des Magendarmtrakts. Es hat eine extrem schlechte Prognose. Nur 4% der Patienten sind 5 Jahre nach Diagnosestellung am Leben. Die chronische Pankreatitis begünstigt die Entwicklung eines Pankreaskarzinoms, vor allem die seltene genetisch bedingte Form. In ca. 7-8% liegt eine familiäre Häufung mit Pankreaskarzinom vor. Nikotinkonsum, häufiger Genuss von rotem Fleisch und fettreiche Nahrung begünstigen die Entstehung eines Pankreaskarzinoms ebenfalls. Alkoholkonsum scheint nur via Entwicklung einer chronischen Pankreatitis ein erhöhtes Risiko zu haben.
Symptome
Das fortgeschrittene Pankreaskarzinom äussert sich meist mit Schmerzen im Oberbauch und Gewichtsabnahme. Wenn das Karzinom im Kopfbereich der Bauchspeicheldrüse liegt, kann der Gallengang komprimiert werden. Der behinderte Galleabfluss hat dann eine Gelbsucht zur Folge. Dadurch ist es gelegentlich möglich, frühe Stadien des Karzinoms zu entdecken. Beim Auftreten eines Diabetes mellitus, ohne dass eine familiäre Disposition, Übergewicht oder eine chronische Pankreatitis vorliegen, sollte ein Pankreaskarzinom gesucht werden.
Therapie
Leider wird das Pankreaskarzinom oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erfasst, sodass eine Heilung häufig nicht mehr möglich ist. Wenn immer möglich und sinnvoll, wird versucht, das Karzinom chirurgisch zu resezieren. Je nach chirurgischem Resultat wird noch eine Chemotherapie angeschlossen. Bei Patienten, die nicht operiert werden, kann eine Chemotherapie erfolgen. Bei nicht operablem Karzinom und Vorliegen einer Gelbsucht wegen Gallengangverschluss, kann endoskopisch ein Stent in den Gallengang eingelegt werden.