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Andri Lareida
IT-Architect
Die meisten gespeicherten Daten sind unstrukturiert. Das bedeutet jedoch nicht, dass man diese nicht nutzen kann.
Autor: Andri Lareida
«Unstrukturierte Daten sind nur schwer analysierbar». Diese Aussage ist veraltet und nicht wahr. Dank moderner Technologien lassen sich sowohl Bilder, Texte, Audio- als auch Videoaufnahmen elektronisch verarbeiten und analysieren. Auch in der Schweiz fangen Unternehmen an, ihre unstrukturierten Daten produktiv einzusetzen. Haben auch Sie in Ihrem Unternehmen Daten, die Sie gerne nutzen würden? Dieser Beitrag zeigt Ihnen einige mögliche Anwendungsfälle von unstrukturierten Daten.
Ein Bild wird als Zahlenwert in drei Farbkanälen aufgenommen, bearbeitet, verschickt und gespeichert, aber der relevante Inhalt bleibt so verborgen: Das Bild vom letzten Familienfest, ein Schadensfoto vom Verkehrsunfall vergangene Woche, oder Ferienerinnerungen – ein Mensch wird diese Bilder nicht nach ähnlicher Verteilung von roten, grünen und blauen Farbwerten gruppieren, sondern nach den gleichen abgebildeten Personen, Objekten, Destinationen und Stimmungen. Gleiches gilt bei einem Text: Ein Text ist eine Aneinanderreihung von Buchstaben und Wörtern – aber die Ähnlichkeit von Pöstler und Briefträger erkennt nur ein System, das den Zusammenhang von Wörtern im Kontext erkennen kann. Nur so lässt sich unterscheiden, ob mit Bank nun ein Geldinstitut oder ein Sitzplatz gemeint ist.
Die Verfügbarkeit von leistungsstarken Grafikprozessoren hat einen Boom im Deep Learning ausgelöst. Basierend auf riesigen Datenbeständen und mit grossem Rechenaufwand haben Amazon, Facebook, Google, Microsoft und andere grosse Technologiekonzerne, komplexe neuronale Netzwerke entworfen und trainiert. Diese können beispielsweise komplexe Sätze verstehen und übersetzen oder eine sinnvolle Antwort auf Fragen geben. Bei der Objekterkennung von Bildern erreichen diese Systeme heute regelmässig höhere Genauigkeit, als Menschen. Ausserdem können diese Systeme Objekte sehr feingranular erkennen und auch den Gesamteindruck einer Szenerie verstehen. Auf Eingabetexte können diese Systeme mittlerweile so natürlich reagieren, dass die Antworten kaum mehr von Antworten eines Menschen unterschieden werden können.
KI-Modelle ermöglichen, bestehende Modelle auf einem sehr hohen Niveau auf Anwendungsfälle anzupassen, z.B.:
Dies sind nur einige Beispiele von unzähligen Anwendungsmöglichkeiten.
Haben Sie einen Schatz an unstrukturierten Daten in Form von Texten, Bildern oder Tonaufnahmen in Ihrem Unternehmen und Ihnen fehlen die Arbeitskräfte diese zu analysieren? Oder denken Sie, dass Ihre Arbeitskräfte zu lange mit dem Analysieren oder Erstellen unstrukturierter Daten beschäftigt sind? Dann können Sie von den Fortschritten der künstlichen Intelligenz profitieren. Definieren Sie konkrete Fragestellungen und Anwendungen, die Sie mit Ihren unstrukturierten Daten beantworten und umsetzen wollen. Ihr Data Science Team kann dann an die Arbeit gehen und mittels Experimenten die richtigen Technologien und Modelle evaluieren.