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Das kristalline Grundgebirge im Südschwarzwald bildet die nördliche Fortsetzung des von der NAGRA untersuchten Untergrundes der zentralen Nordschweiz. Nördlich des Rheines sind die Gesteine des Sockels durch Hebung und Erosion freigelegt und damit der direkten geologischen Beobachtung zugänglich gemacht worden. In der "Studie Südschwarzwald" sollen geologisch-tektonische Zusammenhänge, resp. die Existenz von übertragbaren lithologischen und strukturellen Situationen zwischen Südschwarzwald und Nordschweiz geprüft werden. Damit wird die relativ geringe Beobachtungsdichte, die sich auf die punktuellen Daten der Tiefbohrungen stützen muss, beträchtlich erweitert.
Im ersten Teil dieses Berichtes wird versucht, die komplexe geologische Geschichte des Untersuchungsgebietes anhand der Literatur zu kompilieren. Dabei wird auch die grosse Variationsbreite des Gesteinsinhaltes beschrieben, unter besonderer Berücksichtigung der für den Südschwarzwald typischen anatektischen Ueberprägung der Gesteine. Die granitischen Gesteinskörper werden zusätzlich im Anhang detailliert beschrieben. Die Tektonik und die Strukturgeologie im Südschwarzwälder Grundgebirge werden in ihren grundsätzlichen Aspekten im zweiten Teil dargestellt. Der Sockel kann als Mosaik von grossen Schollen aufgefasst werden, die durch altangelegte, reaktivierte Störungszonen abgegrenzt sind.
Ein Hauptgewicht der Untersuchungen lag auf der detaillierten Analyse der Diskontinuitäten im Grundgebirge. Die Grundlagen der strukturellen Analyse und die entsprechende Nomenklatur werden kurz zusammengefasst. Erste Ergebnisse der Kluftanalyse werden im dritten Teil des Berichtes vorgestellt. Obwohl die Datendichte noch nicht ausreichend ist, können bevorzugte Orientierungen für die Raumlage der einzelnen Kluftsysteme unterschieden werden.