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Ein experimentelles Medikament hat sich als vielversprechend erwiesen, um die Blasenfunktion nach einer Rückenmarksverletzung zu verbessern und die Hoffnung auf eine Verbesserung der Lebensqualität betroffener Patienten zu wecken. Dies legt neue Forschungsergebnisse nahe. Lesen Sie auch – World Kidney Day 2020: Eine Realitätsprüfung der Nierenfakten
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Die Forscher testeten das Medikament – das derzeit nur für Forschungszwecke verfügbar ist -, um sein Potenzial zur Verbesserung der Blasenfunktion nach einer Rückenmarksverletzung bei Mäusen zu messen. Nach einer einmonatigen Behandlung der Rückenmarksverletzung bei Mäusen verringerte sich das Blasenvolumen nach Angaben des Forschers signifikant auf ein Niveau nahe dem Normalen. Lesen Sie auch – Harnverhaltung: Natürliche Heilmittel zur Linderung der Symptome
Die im Journal of Clinical Investigation veröffentlichte Studie zeigte, dass das experimentelle Medikament (LM11A-31) zu helfen scheint, indem es die doppelte Aktivität des Pro-Nerven-Wachstumsfaktors (proNGF) und eines Rezeptors namens p75 blockiert. Es ist bekannt, dass ProNGF nach einer Nervenverletzung aus der Zelle ausgeschieden wird, sagte der Forscher. Lesen Sie: Das Trinken von grünem Tee verhindert Rückenmarksschäden?
“Es gibt keine zugelassenen Medikamente zur Behandlung von Blasenfunktionsstörungen, die durch Rückenmarksverletzungen verursacht werden. Dies ist ein Hauptanliegen und beeinträchtigt die Lebensqualität dieser Patienten”, sagte der leitende Forscher Sung Ok Yoon, Associate Professor an der Ohio State University. “Dieses Medikament scheint dabei zu helfen, einen nahezu normalen Blasendruck und einen weniger unerwarteten Urinausstoß bei Mäusen aufrechtzuerhalten”, fügte Yoon hinzu.
Dies führt zu einer Überfüllung der Blase, was aufgrund der Verdickung der muskulösen Blasenwände zu hohem Druck und Blasenvergrößerung führt. Dies kann dazu führen, dass der Urin in die Niere zurückkehrt, was zu Niereninfektionen und -erkrankungen führen kann, so die Forscher. Menschen mit Rückenmarksverletzungen verlassen sich normalerweise auf einen Katheter, um Wasser zu lassen, fügten sie hinzu.
Schließlich bildet sich im Rückenmark ein neuer Kommunikationskreislauf des Nervensystems, der laut Yoon dazu führt, dass der Urin unerwartet ausgestoßen wird und Inkontinenz verursacht. Da das experimentelle Medikament die normale Kommunikation zwischen Blase und Gehirn nicht wiederherstellt, ist es sicherlich keine Heilung, sagte Yoon. Lesen Sie: Alles über Blasenprobleme bei Männern. Basierend auf der Mausstudie ist es jedoch wahrscheinlich, dass bei Patienten ein verringertes Blasenvolumen auftritt, was das Risiko einer Blasenentzündung und eines Rückflusses in die Niere sowie eine geringere Inkontinenz verringern würde, fügte Yoon hinzu.
Quelle: IANS
Bildquelle: Shutterstock
Veröffentlicht: 5. Juni 2018, 17:35 Uhr