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Am Freitagmorgen verliessen wir Ursula und Susi wieder. Natürlich liess sie uns nicht gehen, bevor wir ein leckeres und gesundes Frühstück zu uns genommen hatten. Gegen 08:00 Uhr fuhren wir dann los in Richtung „Glass House Mountains“, welche sich im sogenannten „Hinterland“, wischen der „Sunshine Coast“ und „Brisbane“ befinden.
Die „Glass House Mountains“ sind zwölf vulkanische Berge, welche durch heissflüssige Lava geformt, die vor 26 bis 27 Millionen Jahren zu hartem Gestein in Form von vulkanischen Kernen erstarrte. Die Berge stehen in einem relativ engen räumlichen Bezug zueinander, so dass angenommen werden kann, dass sie einmal verbunden waren.
Wir fuhren den bekannten „Steve Irwin Highway“. Welcher vor einigen Jahren zu Ehren des bekannten „Crocodil Hunters“ umbenannt wurde. Nach etwa einer halben Stunde fuhren wir am „Australia Zoo“ vorbei, welcher 1970 von Bob und Lyn Irwin, den Eltern von Steve Irwin, eröffnet wurde. Obwohl der Zoo überall im Internet sehr gute Bewertungen hat, haben uns fast alle Leute davon abgeraten. Der Eintritt ist mit A$ 59 pro Person ebenfalls nicht ganz billig. Wir entschieden uns den Zoo nicht zu besuchen und sparen uns das für ein anderes Mal auf, wenn wir wieder in der Region sind.
Wir fuhren den Highway weiter, bis wir das Dorf „Glass House Mountains“ erreichten. Die Australier sind bei der Namensgebung zum Teil etwas einfältig. Das Dorf heisst gleich wie die Berge und der Nationalpark. Es war ziemlich genau 09:00 Uhr als wir beim „Visitor Centre“ hielten. Die Türen waren geschlossen, obwohl sie eigentlich um 09:00 Uhr öffnen. Als wir bereits wieder gehen wollten, kam ein alter Mann und erklärte uns, dass sie einen Stromausfall haben und wir doch bitte zu einer anderen Türe kommen sollen. Wir bekamen einige Informationen und vor allem Kartenmaterial.
Wir fuhren den Highway wieder etwas zurück, da wir einen schönen Aussichtspunkt bereits verpasst hatten. Nach einigen Kilometer bogen wir links ab auf die „Mount View Road“ und fuhren den Berg hinauf in Richtung „Maleny“. Nun waren wir richtig im Hinterland, es wurde hügelig und sehr grün, irgendwie wie in der Schweiz, nur einfach warm und ohne Regen :-) Wir hielten beim „Mary Cairncross“. Von hier aus konnten wir einige der Steinspitzen sehen. Das Panorama mit den grünen Weiden im Vordergrund und den Bergspitzen im Hintergrund gefiel und sehr gut!
Nur wenige Kilometer weiter und hielten beim „McCarthy’s Lookout“. Von hier aus hatten wir eine ähnliche Aussicht. Es ging die hügelige, schmale Strasse weiter. Wir kamen an einigen sehr schönen und grossen Häusern vorbei. Wir sahen auch ein Haus namens „Solothurn“. Für uns total verständlich, dass ein Schweizer hierher zieht, optisch sieht es aus wie in der Schweiz, mit dem Unterschied dass hier oben doppelt so oft die Sonne scheint und es nie kühler wird als der Herbst in der Schweiz.
Die Strasse führte und zum nächsten Aussichtspunkt namens „Howell’s Knob Lookout“. Hier war es sehr schön und wir waren ganz für uns alleine. Von hier aussahen wir nicht nur die „Glass House Mountains“ sondern auch weit ins „Hinterland“.
Es ging weiter. Wir genossen die Fahrt genauso wie die Aussichtspunkte. Der nächste Aussichtspunkt brachte uns zum Lachen, da dieser einfach irgendwo auf einer Wiese am Strassenrand war, von wo aus man Sicht auf den „Mount Coonowring“ hatte. Wir fuhren noch einige hundert Meter weiter und hatten sogar noch die bessere Sicht. Der Witz am Ganzen war, dass diese Strassen nur für den lokalen Verkehr erlaubt waren, sich jedoch ein offizieller Aussichtpunkt darauf befindet. Wie auch immer.
Zum Schluss fuhren wir wieder zurück, am kleinen Dorf vorbei wo wir uns informiert hatten und hinauf zum „Glass House Mountain Lookout“. Auch von hier war die Aussicht toll, die Berge sehen von überall aus eben gut aus. Hier oben fanden wir noch ein Kangaroo, welches am Relaxen war und sich nicht aus der Ruhe bringen liess, als wir es fotografierten.
Bilder: Glass House Mountains