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Betriebsverlängerung für britische Kernkraftwerke
Die beiden Kernkraftwerke Hinkley-Point-B in Südwestengland und Hunterston-B in Schottland sind mit je zwei fortgeschrittenen gasgekühlten Reaktoren des nur in Grossbritannien gebauten Typs AGR ausgerüstet. Die Blockleistung liegt bei rund 600 MW. Die vier Reaktorblöcke haben in den Jahren 1976 bis 1978 den Betrieb aufgenommen und sind damit die am längsten in Betrieb stehenden Einheiten der insgesamt 14 Anlagen vom Typ AGR in Grossbritannien.
40 Jahre oder länger
Bill Coley, CEO der BE, begründete die Entscheidung für die Betriebsverlängerung mit dem Ergebnis einer umfassenden technischen und wirtschaftlichen Evaluation der beiden Anlagen und der Notwendigkeit, einen Beitrag an die CO2-Reduktionsziele Grossbritanniens bis zur Inbetriebnahme neuer Kernkraftwerke zu leisten. Mit der Verlängerung wird für Hinkley-Pont-B und Hunterston-B eine Betriebsdauer von rund 40 Jahren angestrebt. Ursprünglich sind die beiden Anlagen für 35 Betriebsjahre ausgelegt worden. Nach Angaben der BE sollen weitere Studien bis ins Jahr 2013 das Potenzial für Betriebsverlängerungen über das Jahr 2016 hinaus aufzeigen.
Zusätzliche Investitionen
Die vier AGR in Hinkley-Point und Hunterston haben im April 2007 ein umfassendes Inspektions- und Reparaturprogramm abgeschlossen, nachdem an den beiden ältesten Einheiten eine übermässige Rissbildung an den Heizrohren der Dampferzeuger festgestellt worden war.
Die vier Blöcke werden gegenwärtig mit etwa 60% der Auslegungsleistung betrieben und sollen nach weiteren Wartungsarbeiten auf 70% hinaufgefahren werden. Die zusätzlichen Investitionskosten für die angestrebte Betriebsverlängerung schätzt die BE auf GBP 90 Mio. (CHF 210 Mio.). Die Investition sei bei einem Strompreis von umgerechnet rund 6 Rp. pro kWh wirtschaftlich.