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(lat., «gleichgeltend»)
heißen in der
LogikBegriffe, welche dieselben Gegenstände, aber nicht unter demselben
Merkmal auffassen, mithin dem
Umfang,
aber nicht dem
Inhalt nach sich decken. So verhalten sich z. B. die
Begriffe des gleichseitigen und des
gleichwinkligen Dreiecks: alle gleichseitigen Dreiecke sind gleichwinklige und umgekehrt, aber die
Begriffe sind dennoch verschiedene.
ein
Teil des alten
Galliens, der ursprünglich das von iber.
Stämmen bewohnte Land zwischen
Pyrenäen und Garonne umfaßte, seit
Augustus auch noch das Land bis zur Loire. 419 gründeten die Westgoten in Aquitanien ein
Reich
mit der Hauptstadt
Toulouse,
[* 3] das sich von hier über ganz
Spanien
[* 4] ausdehnte. Seit der
Schlacht von Vouglé 507 (s. Chlodwig
I.) kam Aquitanien zum Frankenreiche, behauptete aber eine gewisse Selbständigkeit.
Karl Martell und Pippin kämpften
mit den
Herzögen von Aquitanien wiederholt (s.
Eudo); aber erst
Karl d. Gr. brach 769 den
Widerstand völlig.
Später gab er Aquitanien als Königreich seinem
SohneLudwig dem Frommen, dieser verlieh es 817 seinem
Sohne Pippin. Unter den spätern
Karolingern und den Kapetingern erlangten die
Herzöge von Aquitanien eine fast unabhängige Gewalt.
Ludwig VII.
von
Frankreich brachte 1137 durch Verheiratung mit Eleonore, der Erbin von Aquitanien, das Land an die
Krone; als er aber seine Gemahlin
verstieß, kam es durch deren
Hand
[* 5] 1152 an ihren zweiten Gemahl
Heinrich II. von England. Nach langwierigen
Kriegen zwischen
den franz. und engl. Königen vereinigte es
Karl VII. 1453 dauernd mit
Frankreich. Der
Name Aquitanien hatte sich unterdessen in Guyenne
umgewandelt.
Schon in früherer Zeit hatte der südl.
Teil des alten
A.s, der ein eigenes Herzogtum bildete, den
NamenVasconia
erhalten, aus welchem dann Gascogne wurde. -
Vgl. Mabille, Le
[* 6] royaume d'Aquitaine et ses marches sous
les Carlovingiens
(Toulouse 1870).
Meer, Golf von
Biscaya, der in Form eines großen
Busens zwischen der Nordküste
Spaniens und der Westküste
Frankreichs einbiegende
Teil des Atlantischen Oceans, dessen innerster Winkel
[* 7] auch Golf von Gascogne heißt. In dasselbe strömt
ein Zweig des Golfstroms, der Rennelstrom, ein, der sich dann nach der irischen
Küste wendet.
Der Meeresboden
senkt sich hier schnell bis zu der bedeutenden
Tiefe von 5100 m.
(lat.,
d. i. gleich an Wert, an Geltung u. s. w.) heißt der Wert
oder die
Summe, die als
Entschädigung für eine veräußerte, entzogene oder verschlechterte Sache oder
auch zur
Ablösung eines
Anspruchs bezahlt wird.
In der
Chemie nennt man diejenigen relativen Mengen von
Substanzäquivalent, die in gewissen Fällen gleiche Wirkung hervorzubringen
vermögen (s.
Äquivalentgewichte).
Über in der Wärmelehre s. MechanischesÄquivalent der Wärme.
[* 9]
die chemisch gleichwertigen Mengen von chem.
Körpern, bezogen auf die Einheit des
Atomgewichts des
Wasserstoffs, daher auch die einem Gewichtsteil
Wasserstoff chemisch
gleichwertigen, d. h. die Mengen, die sich mit denselben
Quantitäten wie 1
TeilWasserstoff verbinden, die also 1
TeilWasserstoff
ersetzen. So vereinigt sich z. B. 1
TeilWasserstoff mit 35,5
TeilenChlor. Mit derselben Chlormenge aber
verbinden sich auch 23
Teile Natrium, 39
Teile Kalium, 20
TeileCalcium u. s. w.; daher sind die A. des Natriums = 23, des Kaliums
= 39, des
Calciums = 20. Da viele Elemente sich in mehrern Mengenverhältnissen mit andern Elementen verbinden, so haben sie
auch mehrere Äquivalentgewichte, wie z. B. das
Eisen,
[* 10] von dem sich entweder 28 oder 18 ⅔
Teile mit 35,5
TeilenChlor vereinigen.
Die A. sind entweder den
Atomgewichten gleich, dann werden die Elemente einwertige genannt, oder letztere sind ein ganzzahliges
Vielfaches der erstern, die betreffenden Elemente heißen dann mehrwertige. (S. Wertigkeit.) Z. B.:
quoi bon? (spr. akkŏá bong), die sprichwörtlich gewordene franz.
Übersetzung der gleichfalls oft citierten Worte cui bono? (d. h. zu welchem Nutzen, wozu?),
welche von
Cicero (Philippica, 2,14 und an andern Orten) aufL.Cassius zurückgeführt werden.
(abgekürzt a; frz. are, gebildet aus dem lat. arĕa,
Fläche) heißt im metrischen Maßsysteme die Einheit des Feldmaßes. Das Ar stellt ein Quadrat dar,
von dem jede Seite 10 m (= 1
Dekameter) lang ist, und das somit einer
Fläche von 100 qm (= 1 Quadratdekameter) entspricht.
Das Ar zerfällt in 10
Deciar, 100 Centiar oder 1000 Milliar, während in aufwärts steigender Reihe 10 Ar ein Dekar, und 100 Ar
ein
Hektar bilden.
(zum
Singular gewordene lat. Pluralform aera, d. h.
Zahlen, Posten, von aes, mit Änderung des Geschlechts), zuerst
bei den Westgoten vorkommend, bezeichnet die Reihenfolge der von einem festen Ausgangspunkte an gezählten Jahre, das Schema,
in das die geschichtlichen Begebenheiten ihrer Zeitfolge nach eingereiht werden. Der Anfangspunkt einer
A. ist in der Regel ein großes, die Geschichte der Welt oder eines
Volks bestimmendes Ereignis und heißt die Epoche. Fast
jeder geschichtliche, durch eine abgeschlossene Völkerfamilie repräsentierte Kulturkreis hat eine besondere Zeitrechnung
oder Ära. Die Übertragung der Zahlenbestimmungen fremder Zeitrechnungen in die christliche ist oft
mit großen Schwierigkeiten verbunden, zumal sich die
Aren fremder
Völker nicht immer auf
Sonnenjahre stützen, sondern auch
auf Mondjahre, oder auf Magistratsjahre, deren
Dauer wesentlichen
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