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Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist eine seltene, jedoch ernste neurologische Erkrankung, die plötzlich auftreten kann. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise Myelinproteine der Nervenzellen angreift. Die genaue Ursache ist nicht vollständig bekannt, aber es wird angenommen, dass bestimmte Infektionserkrankungen, wie zum Beispiel durch Campylobacter jejuni oder andere Parasiten, sowie Umweltfaktoren eine Rolle spielen können.
Symptome bei Guillain-Barré-Syndrom
Die Symptome des GBS umfassen bilateral (beidseitig) auftretende, über Tage bis Wochen fortschreitende, schlaffe Lähmungen, die sich von den Füssen ausgehend nach oben ausbreiten können. Gesichtslähmungen und Sensibilitätsstörungen treten ebenfalls häufig auf. In schweren Fällen kann auch die Atmung beeinträchtigt sein und vegetative Symptome auftreten (Blutdruckschwankungen, Herzrhythmusstörungen, Verstopfungen).
Diagnostik und Behandlung bei Guillain-Barré-Syndrom
Wichtige diagnostische Methoden sind die Liquoruntersuchung, gründliche neurologische Untersuchungen und Nervenleitungsmessungen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um mögliche Komplikationen zu minimieren und die Genesungschancen zu verbessern.
Die konventionelle Therapie konzentriert sich auf die Stabilisierung des Zustands, Unterstützung der Atmung und Rehabilitation, einschliesslich Physiotherapie, um die Muskelfunktion teilweise wiederherzustellen.
In der ganzheitlichen Medizin liegt darüber hinaus der Fokus auf Ernährungsumstellung, Darmsanierung und Entgiftungsmassnahmen. Bei einer infektiösen Genese kann eine Therapie mit antibiotischen Wirkstoffen oder antiparasitären Mitteln indiziert sein.
Zusätzlich können Immunglobuline intravenös oder die INUSpherese eingesetzt werden, um das Immunsystem zu modulieren und den Krankheitsverlauf zu verbessern.
Folgeschäden beim Guillain Barré Syndrom
Eine dauerhafte autoimmune Schädigung beim Guillain-Barré-Syndrom kann zu Folgeschäden führen:
- Erschöpfung und Fatigue
- Muskelschwäche
- Verdauungsprobleme
- Gangstörungen
- Neuronale Beschwerden wie Taubheitsgefühl, Kribbel und Nervenschmerzen
Es ist immer wichtig, eine Therapie frühzeitig einzuleiten, um dauerhafte Folgeschäden zu verhindern.
Med. pract. Dana Hreus M.A.
Bei einem Guillain-Barré-Syndrom sollten symptomatische Ansätze mit ursachen-gerichteten Methoden kombiniert werden. Eine gründliche Diagnostik ist vor Beginn der Therapie wichtig.
Weiterführende Informationen
Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.