Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03499.jsonl.gz/586

«E-Learning ist ein sehr motivierendes Unterfangen. Trotz aller personeller und technischer Rückschläge erwies sich das Projekt als extrem fesselnd. Der Schlüssel zum Erfolg liegt wohl darin, verantwortungsbewusste Leute, die bereit sind neue pädagogische Wege zu erkunden, für das Projekt einsetzen zu können. Ausschlaggebend ist auch eine gute technische Unterstützung, die mit dem ‘Centre NTE’ der Universität Fribourg der Fall ist. Wir sind froh dort hilfsbereite Moodle-Spezialisten zu haben.
Besondere Herausforderungen
Eine Hauptschwierigkeit war die Wahl der Plattform. Die Projekt-Initiatoren investierten eine Menge Zeit in den Aufbau einer eigenen Plattform, die gute didaktischen Resultate ermöglichten, aber grosse technische Probleme bereitete, die nicht gelöst werden konnten. Im Frühjahr 2005 wurde deshalb beschlossen zu Moodle zu wechseln und alle Kurse nacheinander zu mrigrieren. Dies kostete eine Menge Zeit und Energie und hatte eine einjährige Verspätung des Projektes zur Folge. Dieser Wechsel erwies sich im Nachhinein aber insofern als nützlich, als unser Projekt seither vom lokalen, Freiburger ‘Centre NTE’ unterstützt wird. Eine wichtige Lektion die wir gelernt haben ist diejenige, die technischen Aspekte wirklich Technikern in die Hand zu geben. Juristen (auch wenn sie etwas Computer-Erfahrung haben) sollten sich primär um die juristischen Dinge kümmern.
Eine weitere Hürde des Projektes war der komplette Wechsel des Personals. Der erste Projektleiter, Prof. Nicolas Michel, verliess das Projekt 2004 und wurde Berater beim Generalsekretär der UNO, die weiteren Projekt-Koordinatoren die von Beginn an dabei waren, verliessen das Projekt kurze Zeit später. Von 2004 bis 2005 wurde das Projekt von Prof. Pichonnaz geführt und von Sabine Premand Sperandio koordiniert. Als Prof. Nicolas Michel im Oktober 2005 durch Prof. Samantha Besson ersetzt wurde, beteiligte sie sich an der Projektleitung, zusammen mit Prof. Pichonnaz. Obwohl im März 2006 der neue Projektkoordinator in eine Festanstellung wechselte und das Projekt verliess, blüht es seit 2005 wieder auf. Dieser erneute Erfolg des Projektes beruht wesentlich auf dem grossen Engagement und Einsatz der fünf Projekt-Assistenten, die bei der Portierung der Kurse von einer Plattform in die andere und bei der Schaffung neuer Kurse beteiligt waren: Louis Burrus, Marynelle Debétaz, Julien Duruz, Benoît Morier-Genoud und Vincent Yerly.
Schlussendlich führten die Verzögerungen im Projekt zu kleineren Problemen mit den Partnerschaften in der Schweiz und in Frankreich. Die Entscheidung nach Moodle zu migrieren zwang einige unserer Partner, die durch nationale oder universitäre Konventionen gebunden waren, mit anderen Open-Source Plattformen, wie Accolad oder Claroline zu arbeiten. Glücklicherweise haben wir einen Weg gefunden unsere Partnerschaften zu behalten, den vielen Plattformen zum trotz. Ein gemeinsames Master-Projekt ist in Vorbereitung.»
weiter ...