Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03280.jsonl.gz/2914

Am Mittwoch, 12. April 2023, ist in der ukrainischen Stadt Winnyzja das letzte von bisher acht versandten Zürcher Trams angekommen. Das bestätigt der Transportunternehmer Oleksandr Levytsky gegenüber dem Beobachter.
Zwei Kräne entluden das Fahrzeug des Typs «Tram 2000» von einem Tieflader und stellten es auf die Geleise. Ein dieselbetriebener Traktor zog es über eine Weiche, ein Mirage-Tram stiess es ins Depot der Verkehrsbetriebe von Winnyzja. Die acht Trams hatten Zürich Mitte März verlassen und reisten über Österreich und die Slowakei in die Ukraine.
Trams ab September in Betrieb
Mit dem Krieg in der Ukraine hat das Projekt direkt nichts zu tun. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) verschenken ihre in die Jahre geratenen Strassenbahnen nach Winnyzja. Dort verkehren bereits über 70 ältere Trams vom Typ Mirage. Den Transport der neuen alten Fahrzeuge sowie die Ausbildung der ukrainischen Trampilotinnen und -piloten finanziert das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). In einer ersten Phase werden 35 Trams von der Schweiz in die Ukraine geliefert, was rund 3,2 Millionen Franken kostet.
Im Depot der Verkehrsbetriebe Winnyzja werden nun die Trams den ukrainischen Vorschriften angepasst und dann vorgeführt. Ab September sollen sie in Winnyzja erste Passagiere transportieren. Die erste Phase dürfte bis im Frühjahr 2024 abgeschlossen sein. Wenn alles rundläuft, soll nächstes Jahr die zweite Phase anlaufen. Insgesamt ist vorgesehen, 65 Zürcher Strassenbahnen in die Ukraine zu liefern, wobei 20 als Ersatzteiltrams dienen sollen.
1 Kommentar
Es ist befremdend und unwürdig für eine kritische und korrekte Zeitschrift wie der Beobachter, ein von den Verkehrsbetrieben Zürich VBZ kreiertes dummes Unwort unkritisch zu übernehmen. Piloten fliegen und fertig. Trampiloten gibt es nicht, das ist schlicht ein Unwort. Trams werden von Tramführern gefahren, aber sicher nicht von Trampiloten. Danke für die Kenntnisnahme.