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Die US-Notenbank hatte im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise Staatsanleihen und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere im Volumen von mehr als vier Billionen Dollar erworben. Dies hatte zu einem Anstieg der Bilanzsumme auf 4,5 Billionen US-Dollar geführt. Zinszahlungen und Tilgungen auf diese Papiere werden bislang stets reinvestiert, sodass das Volumen unverändert bleibt.
Der Abbau der Bilanz soll nach dem Willen der meisten Mitlieder passiv erfolgen, hiess es in dem Protokoll. Die Papier sollen also nicht verkauft werden, sondern nur nicht mehr ersetzt werden. Der Abbau soll sowohl Staatsanleihen als auch Hypothekenpapiere betreffen. Zudem soll der Prozess "vorhersehbar" sein. Experten halten eine Abbau der Bilanzsumme für nötig, damit Leitzinserhöhungen ihre erhoffte Wirkung entfalten können.
Zuvor hatte Fed-Mitglied Daniel Tarullo gesagt, dass es sinnvoll wäre, über Veränderungen der Bilanz zu sprechen. Bereits Ende März hatte sich die Präsidentin der regionalen Notenbank von Cleveland, Loretta Mester, dafür ausgesprochen, schon bald mit dem Abbau der Bilanz zu beginnen. Zudem haben sich die Präsidenten der regionalen Notenbanken von Dallas und St. Louis, Robert Kaplan sowie James Bullard, dieses Jahr dafür ausgesprochen, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.
Ansonsten hielten die meisten Mitglieder laut dem Protokoll weiterhin graduelle Leitzinsanhebungen für angemessen. Der Wirtschaftsausblick habe sich kaum verändert. Fast alle Mitglieder sahen Vollbeschäftigung erreicht. Am 15. März hatte die Fed den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 0,75 bis 1,00 Prozent angehoben. Dies war die dritte Leitzinsanhebung seit der Finanzkrise.
An den Finanzmärkten hielten sich die Auswirkungen in Grenzen. Die Aktienmärkte gaben leicht nach. Der Eurokurs legte nach anfänglichen Verlusten sogar etwas zum Dollar zu./jsl/he
(AWP)