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Beobachtet man zurzeit die Sonne durch einen entsprechenden Filter, stellt man fest, dass immer wieder grosse Flecken sichtbar sind. Diese Sonnenflecken sind etwa 2000 Grad kälter als die sie umgebende Sonnenoberfläche von ca. 6000 Grad, deshalb erscheinen sie als dunkle Gebilde auf unserem Mutterstern.
Sie hängen mit starken Magnetfeldern zusammen und sind das auffälligste Merkmal der Sonnenaktivität, die im Durchschnitt alle 11 Jahre ein Maximum erreicht. Da wir gegen dieses Maximum zustreben, sind jetzt fast immer markante Sonnenflecken vorhanden. Doch Vorsicht, wer diese beobachten will, muss dies durch einen geeigneten Sonnenfilter tun (in Fachgeschäften erhältlich), der beim Fotografieren vor dem Objektiv eingesetzt wird. Auf keinen Fall darf man ungeschützt durch einen Feldstecher oder ein Teleobjektiv in die Sonne schauen, da sonst die Netzhaut beschädigt werden könnte.
Bei einem Aktivitätsmaximum der Sonne (viele Sonnenflecken) kann man auf der Erde ein häufigeres und stärkeres Vorkommen von Polarlichtern beobachten und der irdische Funkverkehr wird meist spürbar beeinträchtigt. In seltenen Fällen können die dabei entstehenden elektrischen Felder die Stromnetze auf der Erdoberfläche beeinflussen.
Beim vorletzten Aktivitätsmaximum der Sonne konnten am 30. Oktober und am 20. November 2003 in vielen Gebieten intensive Polarlichter beobachtet werden, die sogar in der Schweiz zu sehen waren.
Andreas Walker