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Karl II. Philipp Borromäus Fürst zu Schwarzenberg (1802-1858)
Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber von 1850. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.
Die Abbildung zeigt den hochadeligen Militär Schwarzenberg in seiner dekorierten Armeemontur. Er war der Sohn des berühmten Feldmarschalls Fürst Karl I. Philipp (1771–1822), dessen monumentales Reiterstandbild heute zur Kulisse des Schwarzenbergplatzes in Wien gehört. Bereits 1821 trat Schwarzenberg in die k.u.k. Armee ein und legte eine steile Karriere hin als Kommandant verschiedener Heerestruppen und -corps. 1852 erhielt er den Orden vom goldenen Vlies und wurde 1854 zum Feldzeugmeister befördert.
Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist in der Lithographischen Anstalt Johann Höfelich gedruckt worden und beim bekannten Wiener Verlag von Leopold Theodor Neumann erschienen. Die Lithografie ist im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers und derjenigen des Abgebildeten versehen. Mittig unten im Papier der Prägestempel des Verlages L.T. Neumann. Die Bezeichnung "Feldzeugmeister" dürfte nachträglich hinzugefügt worden sein, da die Lithografie vor Schwarzenbergs Beförderung in diesen Rang entstanden ist.
Lichtmasse: 50,3x38,2cm
Masse Total: 55x43cm
CHF 210.00Preis