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Für Rüdiger Safranski ist es «Stiller». Das Buch hätte die «ganz grosse existenzielle Schlagkraft». Für Elke Heidenreich ist es «Antwort aus der Stille», ein in ihren Augen gelungenes Frühwerk, das jedoch schon zeigt, dass Frisch die Frauen nie verstehen würde.
Julian Schütt, der eine Biografie über Frisch schrieb, meinte, dass die Wahl von Elke Heidenreich Frisch sicherlich verärgert hätte, denn der Autor selber fand «Antwort aus der Stille» schlecht. Das sei aber typisch für Max Frisch, der sich sehr kritisch hinterfragte und immer wieder neu erfinden konnte. Und Stefan Zweifel, der kein Fan von Frisch ist, würde «Der Mensch erscheint im Holozän» empfehlen, ein Werk, in dem nicht mehr das «öde Identitätsproblem» im Vordergrund stünde, sondern der Zerfall.