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Die Stadt Biel schreibt seit 2020 umfassende Unterstützungen für die Karriereentwicklung im künstlerischen Bereich aus. Durch diese Unterstützung sollen besonders vielversprechende professionelle Kunstschaffende in entscheidenden Momenten ihrer Karriere unterstützt werden.
Die Unterstützung erfolgt in Form von zweijährigen Leistungsverträgen. Die Kunstschaffenden erhalten während dieser Zeit ein Stipendium von insgesamt 40'000 Franken, um sich ihrem künstlerischen Schaffen widmen zu können.
2020 konnten dank diesem Angebot die ersten drei Verträge für die Periode von 2020 bis 2022 vergeben werden. Anlässlich der Ausschreibung für die Periode 2021 bis 2031 im Frühling 2021 wurden 18 den Kriterien entsprechende Dossiers eingereicht.
Diese wurden durch die Kulturkommission evaluiert, welche anschliessend für drei Kandidaturen eine Empfehlung aussprach. Bei den ausgewählten Personen handelt es sich um Rea Dubach, Jérôme Stünzi und Andrea Marioni.
Rea Dubach komponiert Tonspuren für Film, Tanz und Theater
Rea Dubach absolvierte ihr Bachelor- und Masterstudium in Gesang und Jazzkomposition an der Hochschule der Künste Bern. Neben ihrem Soloprojekt REA, ist sie Sängerin und Gitarristin in der Band Omni Selassi.
Sie komponiert und produziert ausserdem Tonspuren für Film-, Tanz- und Theaterproduktionen. 2017 erhielt REA den Coup de Cœur des Kantons Bern und im Jahr 2020 war sie Associated Artist in der Dampfzentrale Bern. Bis 2023 wird sie sich ihrem zweiten Soloalbum widmen können und den Vertrieb ihrer Arbeit in die Hände eines professionellen Teams geben.
Jérôme Stünzi gründete das Kollektiv Old Masters
Jérôme Stünzi arbeitet nach einer Ausbildung als Grafiker als Bühnenbildner für die darstellenden Künste. Er gründete 2015 das Kollektiv Old Masters mit, das mehrere bemerkenswerte Bühnenstücke produziert hat, die sowohl im Arsenic in Lausanne sowie im Centre Pompidou in Paris gezeigt wurden.
Parallel dazu schafft Jérôme Stünzi Skulpturen, bewegte Installationen sowie Bilder und stellt diese aus. 2020 wurde er für diese Arbeit, die Ende 2021 im Centre Culturel Suisse in Paris ausgestellt wird, mit dem Prix Anderfuhren ausgezeichnet.
Dank der Unterstützung der Stadt Biel in den kommenden zwei Jahren kann er seine Theateraktivitäten und seine Arbeit als bildender Künstler weiterführen.
Andrea Marioni ist bildender Künstler, Performer und Kurator
Andrea Marioni hat ein Studium in der HEAD in Genf abgeschlossen und betätigt sich gleichzeitig als bildender Künstler, Performer und Kurator. So zeigte er seine Arbeiten in Institutionen wie dem Fri-art, in Freiburg oder dem Cabaret Voltaire in Zürich und an Events wie dem Bone Performance Art Festival in Bern oder Les Urbaines in Lausanne.
Seine Kreation «Ekonization: crazy holidays» war 2020 für den Performancepreis Schweiz nominiert. Er leitete ausserdem von 2018 bis 2020 den espace libre in Biel. In den kommenden zwei Jahren wird sich Andrea Marioni auf sein Radio-Kunstprojekt Lumpenstation.art konzentrieren, das er 2019 erfolgreich lanciert hat.
Die nächsten Unterstützungen für die Karriereentwicklung werden im Frühjahr 2022 ausgeschrieben.