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Die Wut der Spanier nimmt zu: Banken, die sich verspekuliert haben, werden geschont, während Arbeiter, Angestellte und Rentner weniger zum Leben erhalten sollen. Der Internationalen Währungsfonds verlangt von den Spanierinnen und Spaniern einschneidende Verzichte, während die Spitze des IWF nicht genug verdienen kann.
Das Fass zum Überlaufen bringt der Arbeitsvertrag mit der neuen IWF-Chefin Christine Lagarde. Für die spanische Online-Zeitung «Público.es» ist dieser «ebenso unmoralisch wie der Sexskandal».
Sie verdient elf Prozent mehr als Strauss-Kahn
Laut Publico steht in Lagardes Arbeitsvertrag, dass sie auch nur den Anschein eines unmoralischen Lebensstils vermeiden soll. Die Gehaltserhöhung im Vergleich zu ihrem Vorgänger Dominique Strauss-Kahn sei aber an sich schon unmoralisch: «Lagarde bekommt ein festes Gehalt von netto 467’940 US-Dollar (400’000 Franken). Das sind elf Prozent mehr als ihr Vorgänger.»
Also nichts mit eingefrorenen Gehältern, die der IWF von den Arbeitern in der halben Welt fordert. Ausserdem erhalte Lagarde 83’760 Dollar im Jahr für Ausgaben, die sie nicht begründen muss. Zusätzlich habe sie das Recht, Ausgaben für ‹Vergnügungen› abzurechnen, die mit der Ausübung ihrer Aufgaben zu tun haben, und sie kann die Reisekosten ihres Partners mit abrechnen.
Sowohl die Urheber des Vertragstextes als auch die Nutzniesserin sollten sich darüber klar sein, schreibt Público, dass unmoralische Handlungen nicht beschränkt sind auf Sex-Skandale – strafbar oder nicht: «Es ist auch unmoralisch wie die Götter leben zu wollen, während man von den Sterblichen Opfer einfordert.»
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
keine