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Die Wiege des organisierten Skifahrens in der Schweiz steht nicht inmitten von Viertausendern und ewigem Schnee, sondern am Fuss des Vorderglärnisch in den Glarner Alpen. Gleich drei Ereignisse prägten dort 1893 die Sportgeschichte: der erste Skiwettlauf, die Gründung des ersten Skiclubs und die Eröffnung der ersten Skifabrik.
In unserem Skisportmuseum erzählen wir die Geschichte des Skisports in der Schweiz.
«Wir dürfen uns Skipioniere nennen», sagt Fritz Marti beim Rundgang durch das Skisportmuseum im Freulerpalast in Näfels. Als ehemaliger Präsident des Skiclubs Glarus hat Fritz Marti das Museum initiiert. Ebenso hat Fritz Marti die Jugendorganisation des Skiclubs aufgebaut und dafür viel Lob geerntet, als er zum siebten Ehrenmitglied des Clubs ernannt wurde.
Die Pionierrolle im Skisport verdankt Glarus Persönlichkeiten wie Christoph Iselin. Dieser hat sich drei Paar Skis aus Norwegen organisiert und ist damit zum Schreiner Melchior Jakober gegangen, mit dem Auftrag, er solle doch auch solche Ski herstellen. Schon im Winter 1892/93 hat Jakober 70 Paar hergestellt und jedes Paar für 20 Franken verkauft. Später kam mit Sattler Jakober ein zweiter Skihersteller hinzu, woraus schliesslich die bekannte Skifabrik Jakober entstand.
Skifahren wird zum Schweizer Volkssport
Fritz Marti ist sichtlich stolz auf die Tatsache, dass schon wenige Jahre nach der Skiclubgründung 1893 in Glarus das erste Skirennen der Schweiz stattgefunden hat. So fehlen im Museum denn auch die Glarner Skigrössen nicht: Rösli Streiff, die 1932 erste Weltmeisterin wurde, und Vreni Schneider, die mit 55 Weltcup-Siegen eine der besten Skirennfahrerinnen aller Zeiten ist. Sie dominierte in den späten 80er- und den frühen 90er-Jahren den Skizirkus. Neu hinzugekommen ist Patrick Küng, Abfahrts-Weltmeister im Jahr 2015.