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Dihydergot wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet.
Dihydergot ist ein Arzneimittel aus der Mutterkornalkaloidgruppe, welches als Hauptwirkung die Gefässwände, vor allem der Venen, stabilisiert. Es eignet sich deshalb zur Behandlung des tiefen Blutdruckes, indem das Speichern von Blut in den grossen Venen der Beine verhindert wird.
Die Wirkung für die Vorbeugung der Migräne (Intervallbehandlung, Migräneprophylaxe) beruht auf der Stabilisierung der Kopfblutgefässe durch seine Wirkung auf die Bindungsstellen des Botenstoffes Serotonin. Dadurch kann der schmerzauslösenden Erweiterung dieser Blutgefässe im Migräneanfall entgegengewirkt werden.
Dihydergot Tabletten dürfen nicht angewendet werden:
- bei Überempfindlichkeit auf die Wirksubstanz Dihydroergotamin (Mutterkornalkaloide) oder einen anderen Inhaltsstoff
- bei schweren Leberfunktionsstörungen
- während der Schwangerschaft und der Stillzeit
- bei ungenügend kontrolliertem Blutdruck sowie anderen Herz- und Kreislaufkrankheiten
- bei Gefässerkrankungen inklusive Raynaud Syndrom
- bei Blutvergiftung
- bei Schockzuständen
- bei gleichzeitiger Anwendung gewisser Migränemittel wie beispielsweise Sumatriptan.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.
Vor allem nach Einnahme höherer Dosen von Dihydergot kann durch die Wirkung auf Blutkreislauf und Herz (z.B. beschleunigter Puls) und auf das Nervensystem (z.B. Unruhe) das Reaktionsvermögen, z.B. im Strassenverkehr und beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.
Patienten die unter Schwindel oder Störungen des Zentralnervensystems (inkl. Sehstörungen) leiden, sollten keine Motorfahrzeuge führen oder Maschinen bedienen.Die Wirkung anderer Arzneimittel kann verstärkt oder beeinträchtigt werden.
In folgenden Fällen müssen Sie vor der Anwendung von Dihydergot Tabletten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat fragen:
-bei Einnahme von anderen mutterkornalkaloidhaltigen Präparaten
-bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika, Mittel gegen Pilzerkrankungen, Cimetidin, Nitroglycerin oder Grapefruitsaft
-bei leichten bis mittleren Leberfunktionsstörungen
-bei schweren Nierenerkrankungen
-bei Schilddrüsenüberfunktion
-wenn Sie rauchen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Dihydergot darf während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin sofort, wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen.
Orthostase-Syndrom (tiefer Blutdruck beim Aufstehen):
Wenn von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nicht anders verordnet gilt folgende Dosierung:
Anfangsbehandlung
1 Tablette zu 2.5 mg morgens und 2 Tabletten zu 2.5 mg abends täglich bis zum Eintreten der erwünschten Wirkung.
Dauerbehandlung
2 Tabletten zu 2.5 mg abends.
Intervallbehandlung der Migräne und verwandter Kopfschmerzen
2?3 Tabletten zu 2.5 mg täglich.
Die Anwendung und Sicherheit von Dihydergot bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden. Dihydergot soll nicht bei Patienten und Patientinnen unter 18 Jahren angewendet werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Dihydergot auftreten:
Gelegentlich können Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen (nicht migränebedingt), Schwindel, Nasenbluten, Muskelschwäche und Muskelschmerzen oder -krämpfe auftreten. Nach Anwendung der Injektionslösung wurden selten Empfindungslosigkeit oder Kribbeln in den Fingern oder Zehen sowie Schmerzen in der Brust und Hautreaktionen beobachtet. Sollten solche Symptome nach Einnahme der Tabletten oder der Tropflösung auftreten, sollten Sie sofort den Rat Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin einholen.
Bei zu hoher Dosierung über längere Zeit kann durch Gefäss-Krämpfe (vor allem in den Beinen), welche sich als Kribbeln, Empfindungslosigkeit oder Schmerzen äussern, auch Wundbrand (Gangrän) auftreten.
Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie solche Empfindungsstörungen feststellen.
Bei nicht bestimmungsgemässer, mehrjähriger Anwendung in hohen Dosen wurden bei einzelnen Patienten Bindegewebsveränderungen im Sinne von Bindegewebsverdickungen (Fibrosen) insbesondere des Lungenfells (Pleura) (mit den klinischen Zeichen von z.B. Hustenreiz in Verbindung mit Atemnot) und des Bindegewebes des Bauchfells (Retroperitonealraum) (z.B. mit Rückenschmerzen und Problemen beim Wasserlösen) sowie Verdickung der Herzklappen beobachtet.
Besonders bei hoher Dosierung können auch Schmerzen in der Brust, Herzrhythmusstörungen, Empfindungslosigkeit oder Kribbeln in den Fingern oder Zehen oder allergische Hautreaktionen (Schwellung im Gesicht, Juckreiz, Ausschlag), auftreten.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Arzneimittel sind für Kinder unerreichbar aufzubewahren.
Die Tabletten sind vor Licht geschützt und nicht über 25 °C aufzubewahren .
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Die Tabletten enthalten 2.5 mg Dihydroergotamin-Mesilat als Wirkstoff sowie Hilfsstoffe zur Herstellung der Tabletten.
24461 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung:
Tabletten zu 2.5 mg: Packung mit 30 und 100 Tabletten.
Pro Farma AG, Baar.
Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.