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Google-Bildersuche zementiert Rollenklischees
Wer in der Google-Bildersuche «CEO» eingibt, findet fast nur Bilder von Männern. «Reinigungskraft» hingegen sind Frauen und der «Sekretär» ist ein Möbelstück.
Google stellt bei der Bildersuche nach Berufsbezeichnungen die Geschlechter unterschiedlich dar und zementiert damit traditionelle Rollenbilder. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universitäten Washington und Maryland. Das Forschungsteam hat dafür analysiert, welche Bilder erscheinen, wenn man bei der Bildersuche Berufsbezeichnungen eingibt. Auf Englisch sind Berufsbezeichnungen meistens geschlechtsneutral wie «doctor», «manager» oder «telemarketer».
Ergebnisse widersprechen Realität
45 verschiedene Berufe haben die Forscherinnen und Forscher in das Suchfeld eingegeben. Den Frauenanteil der ersten 100 Bilder haben sie mit dem tatsächlichen Frauenanteil in diesen Berufen verglichen. Einige Ergebnisse: Beim Suchwort CEO zeigt die Bildersuche von Google lediglich 11 Prozent weibliche CEOs, während es aufgrund der amtlichen Statistik in US-Unternehmen tatsächlich 27 Prozent sind. Beim Suchwort «telemarketer» (Telefonverkäuferin/-verkäufer) lag der Frauenanteil bei den gezeigten Bildern bei 64 Prozent. In Realität sind es 50 Prozent. Die Unterschiede sind nicht bei allen 45 Jobs so gross, heisst es in der Studie. Die von der Realität stark abweichenden Frauenanteile würden Rollenklischees zementieren.
Ergebnisse beeinflussen Wahrnehmung
Dies wirke sich auf die reale Welt aus. Das Forschungsteam konnte zeigen, dass die Ergebnisse der Bildersuche einen Einfluss darauf haben, ob man in einem Beruf eher Männer oder eher Frauen erwartet. Es empfiehlt Google und anderen Suchdiensten wie Bing-Bildersuche von Microsoft und Yahoo, Algorithmen zu entwickeln, die Rollenklischees nicht zementieren. Sean Munson, Co-Autor der Studie, sagt, die Frage der Rollenbilder müsse für Programmierer selbstverständlich werden. Google hat bisher zur Studie nicht Stellung genommen.
Der «Sekretär» ist für Google ein Möbelstück.
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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