Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/3560

Neben den bekannten psychoaktiven Substanzen, tauchen wöchentlich neue psychoaktive Substanzen (NPS) auf, allein 73 neue Substanzen wurden im Jahr 2012 entdeckt (EBDD, 2013). Diese Substanzen sind Kräuter, Pflanzenextrakte oder neue synthetisierte Chemikalien, die als Alternative zu illegalen Drogen wie Ecstasy oder Kokain verwendet werden, aber aufgrund ihrer strukturellen Neuheit zu Beginn noch nicht dem Betäubungsmittelgesetz (BetmG) unterstellt sind (vgl. Legal Highs). In der Schweiz wurde mit der Revision des BetmG das Verzeichnis „e“ eingeführt, das NPS gesetzlich verbietet, welche nicht mit einem klaren medizinischen Nutzen verbunden sind. Die NPS wurden meist nicht auf ihre Toxizität überprüft und Konsumierende kennen die genaue Zusammensetzung der NPS nicht, die vor allem als Substanzen mit Phantasienamen über das Internet bezogen werden, daher können Dosis und Wirkung nur schlecht abgeschätzt werden. Verschiedentlich werden auch Todesfälle in Verbindung gebracht mit dem Konsum von NPS (Bsp. 5-IT, 4-MA). Durch Erhebung der Konsummuster von Freizeitdrogenkonsumierenden im Schweizer Nachtleben und einem speziell für NPS entwickelten Zusatzmodul, kann das ISGF Aussagen zum Vorkommen von NPS in der Schweiz machen. Der Konsum von NPS scheint in der Schweiz vergleichsweise sehr gering verbreitet, dennoch berichtet ein Teil der Schweizer Freizeitdrogenkonsumierenden über Erfahrungen mit NPS.