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Viel mehr wäre insbesondere für die erst 18-jährige Albane Valenzuela möglich gewesen. Sie benötigte 71 Schläge für den Par-71-Kurs. Die Genferin mit mexikanischen (Vater), französischen (Mutter) und amerikanischen Wurzeln (in Florida aufgewachsen), erreichte 15 der 18 Greens mit der dafür vorgesehenen Anzahl Schläge. Das Putten funktionierte aber nicht wunschgemäss. Auf den Greens verlor Valenzuela statistisch gegenüber der Konkurrenz 2,8 Schläge. “Fünf unter Par wären heute locker im Bereich des Möglichen gewesen”, meinte Valenzuela hinterher. Hätte sie das geschafft, würde sie im Klassement einen Schlag hinter Leaderin und British-Open-Siegerin Ariya Jutanugarn aus Thailand den zweiten Platz belegen.
Warum wollten die Putts nicht fallen? Valenzuela: “Ein oder zweimal haben wir das Terrain falsch gelesen. Aber es gibt Tage, an denen die Bälle einfach nicht ins Loch fallen wollen. Da bleibt einem nichts anderes übrig als geduldig zu bleiben, zu lächeln und weiterzugehen.”
Die erste Runde auf dem olympischen Golfkurs zeigte zwischen den beiden engagierten Schweizerinnen einen eklatanten Unterschied auf. Während Valenzuela wegen der vielen verpassten Chancen mit ihrer Par-Runde “überhaupt nicht zufrieden” war, betonte die elf Jahre ältere Fabienne In-Albon, dass sie extrem solid gespielt und sich sehr wohl gefühlt habe. Dennoch benötigte die Zugerin für den ersten Umgang drei Schläge mehr als Valenzuela.
Das lag primär am 13. Loch (Par 4), für das In-Albon sechs Schläge benötigte. Der zweite Schlag landete im Bunker statt auf dem Green, anschliessend benötigte In-Albon noch drei Putts. Der Referee leitete das Fiasko der Zugerin auf dieser Bahn ein.
Der Schiedsrichter hatte die drei Spielerinnen vor dem 13. Loch nach Verwarnungen ultimativ aufgefordert, umgehend schneller zu spielen. Er begann, die 40 Sekunden, die den Spielerinnen zur Verfügung stehen, mitzustoppen. In-Albon: “Ich verlor darob die Ruhe. Ich nervte mich und geriet in Stress. Das dürfte eigentlich nicht passieren, passiert ist es aber trotzdem.”
Dass das Trio mit In-Albon auf den letzten sechs Bahnen aufs Tempo drücken musste, lag nicht an In-Albon, sondern an der Brasilianerin Victoria Lovelady, die für ihre zahlreichen Fans immer wieder Worte oder sogar Umarmungen übrig hatte. Miss Loveladys Zeitbedarf lag schon alleine etwas höher, weil sie auch deutlich mehr Schläge als die Konkurrenz benötigte. Andererseits verfolgten auch viel mehr Zuschauer die Gruppe mit In-Albon und Lovelady.
(SDA)