Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03523.jsonl.gz/711

Es hat nicht sollen sein für uns am ersten Maienfelder Renntag. Unsere drei Starter kämpften allesamt unglücklich - aber, und das ist das Wichtigste, sie sind gesund und munter.
Im ersten Rennen erwischte Gone einen (zu) guten Start und übernahm sofort die Spitze. Heinz Koller machte seine Sache in der Folge zwar gut, verlangsamte wie besprochen, doch niemand wollte an ihm vorbeiziehen. So verbrauchte Gone zu viel Kraft, kam zwar noch in Front durch den letzten Bogen, baute aber im Einlauf ab und wurde schliesslich 8.
Jullyannis, der im selben Rennen mit Claudia Koller-Wehrly unterwegs war, "erwischte" kurz nach dem Start eine Bodenwelle, worauf er in Galopp fiel. Claudia konnte ihn zwar wieder in Trab bringen, doch die beiden fielen an den Schluss des Feldes zurück. Claudia beschränkte sich dann darauf, mit Jully auf einen Final-Platz zu fahren, was mit Rang 5 problemlos gelang. Die beiden werden den Final des Maienfelder Sprint am zweiten Maienfelder in Angriff nehmen. Gone hingegen sparen wir für das Monté in Avenches.
La Parité war wie schon in Aarau in guter Position und fiel dann aus. Xavier Hondier ritt sie auf der ersten Hälfte des Parcours sehr gut, wie besprochen ganz hinten im Feld. Das "Problem" war, dass La Parité hervorragend sprang und sich bei fast jedem Hindernis nach vorne orientierte. Bei der Wallpassage vor den Tribünen machte sie vier Plätze gut und "biss an". Darauf liess Hondier sie aufrücken. Die beiden nahmen den verhängnisvollen 17. Sprung (von 34) an zweiter Stelle in Angriff. Bei diesem Maueraufsprung (wie ihn La Parité auf dem schwierigeren Parcours von Le Lion d'Angers bei ihrem Sieg mehrfach locker bewältigt hatte) brach sie dann unvermittelt nach rechts weg, Gottschalk und El Turbio gingen mit. Aus der Traum. Doch sie ist ja erst fünf, hat ihre Zukunft noch vor sich. Nach dem Rennen kamen mehrere Leute auf uns zu. Viele bedauerten den Ausfall, einige spendeten Trost. Es gab aber tatsächlich auch je einzelne Besitzer und Trainer, die sich beklagten. La Parité habe ihr(e) Pferd(e) um die Chance gebracht. Damit hatten (und haben) wir Mühe. Denn dafür können wir ja nun wirklich nichts. Wir hätten liebend gern unsere Stute im Ziel gesehen.
Siegreiter Philipp Schärer (Kingsire) sagte nach dem Rennen, es wäre für ihn wohl schwierig geworden, wenn La Parité nicht ausgefallen wäre. Und sein Bruder Andreas kam unabhängig davon auf uns zu und bestätigte diese Einschätzung: "Wir Reiter haben das Rennen am Bildschirm nochmal analysiert. La Parité war das klar am besten gehende Pferd im Feld. Sie hätte das Rennen meiner Meinung nach im Sack gehabt!"
Wie auch immer, wir sind nach wie vor überzeugt von La Parité. Sie wird ihren Weg machen, wenn nicht jetzt, dann in einem der kommenden Rennen.
Wir sind uns noch nicht schlüssig, ob wir sie am kommenden Sonntag in Maienfeld nochmal laufen lassen oder dann eine Woche später in Frauenfeld. Der Entscheid fällt nach Absprache mit Trainer Urs Muntwyler bis am Montag Abend.