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Keine selektive Drehbuchförderung mehr bei Cinéforom
Der Stiftungsrat des Cinéforom hat einstimmig entschieden, das Verfahren bei der Drehbuch- und Entwicklungsförderung zu ändern.
Ab dem 1. Januar 2018 werden in Entwicklung befindliche Projekte, die dem Cinéforom eingereicht werden, nicht mehr von einer Auswahlkommission begutachtet, sondern auf Grund einer Automatik unterstützt, die sich an den Beträgen orientiert, welche die Produzierenden aus ihren verschiedenen Förderguthaben investieren (Succès Cinéma, Succès Passage Antenne, Succès Zürich oder Cinéforom-Guthaben).
Diese Änderung steht im Zusammenhang mit der von den meisten Förderinstanzen beobachteten Arbeitsüberlastung der Kommissionen wegen der zahlreichen Gesuchseingänge.
Der Änderungsvorschlag wird unterstützt von den Vorständen der AROPA und von Fonction:Cinéma, die Cinéforom als Branchenreferenz betrachtet. Die Massnahme soll Anreize zu mehr Risikobereitschaft bieten und die Projektentwicklung dynamisieren. Eine Gruppe von Autoren, Regieleuten und Produzentinnen wehren sich gegen diese Änderung mit einem Brief an Cinéforom, der von 95 Persönlichkeiten unterzeichnet worden ist. Sie argumentieren, dass damit schwerwiegende Probleme für den Nachwuchs entstehen und das Verhältnis von Produzenten und Autoren ins Ungleichgewicht gebracht wird.
Das Sekretariat von Cinéforom will den neuen Mechanismus evaluieren und wenn nötig Anpassungen vornehmen. Im November wird dazu in Lausanne und Genf eine Informationsveranstaltung stattfinden.
Pascaline Sordet