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1909 hielt bei Settelen das Automobil Einzug. Den Beruf des Automechanikers gab es noch nicht, so dass der Schmied Emil Stöcklin zum «Autopfleger» avancierte. Die nach dem Ersten Weltkrieg einsetzende Motorisierung führte dann zu einer kontinuierlichen Reduktion des Pferdebestandes, schon 1920 wurde das 1907 errichtete «Sechsbetten-Pferdespital» zu einer Autoreparaturwerkstatt umfunktioniert. Wegen der geringen Raumhöhe und kleiner Säulenabstände reparierte man die Lastwagen weiterhin unter freiem Himmel.
1944/45 entstand eine 25 m x 14,5 m grosse, säulenfreie Reperaturhalle neben dem ehemaligen Pferdespital. Die ausgediente Räumlichkeit wurde zu einer mechanischen Werkstatt aufgerüstet. Ein weiser Entscheid - denn als 1946 die Benzinrationierung aufgehoben und die Autos ausgemottet wurden, waren die Ersatzteillager erschöpft, Nachschub gab es allenfalls noch für amerikanische Fahrzeuge. Settelen konnte dank der modernen Einrichtung und hochqualifiziertem Personal die fehlenden Teile selbst anfertigen. Bis zu vierzehn Automechaniker pflegten den stetig wachsenden Bestand an eigenen und fremden Fahrzeugen.
1959 begann für unseren Garagenbetrieb mit der Übernahme der Borgward-Vertretung eine neue Aera. In rascher Folge kamen Vertretungen von DAF, Triumph sowie der Import von Checker hinzu und der Betrieb platzte aus allen Nähten. 1962 liess Settelen deshalb entlang der Birkenstrasse die Kundenwerkstatt einbauen. Nach mehreren nicht unbedingt optimalen Erweiterungen und Modernisierungen wurde sie schliesslich 1993 zu einer «Schauwerkstatt», die heute ihresgleichen sucht, umgebaut.