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Risikoarmer, problematischer und abhängiger Alkoholkonsum
In der Regel wird zwischen risikoarmem, problematischem und abhängigem Konsum unterschieden.
Alkoholkonsum gilt dann als risikoarm, wenn massvoll und an die jeweilige Situation angepasst getrunken wird. Faktoren wie Alter, Geschlecht, Alkoholmenge und das Umfeld, in dem getrunken wird, spielen dabei eine wichtige Rolle.
Beim problematischen Alkoholkonsum wird in der Suchtforschung zwischen folgenden Konsummustern unterschieden (10 – 12g reiner Alkohol entsprechen dabei etwa einem Standardglas Alkohol):
- Chronisch risikoreicher Alkoholkonsum: Ab 20g reinen Alkohols pro Tag für Frauen bzw. 40g pro Tag für Männer, wobei gesundheitliche Risiken auch schon bei kleineren Mengen entstehen können.
- Von episodisch risikoreichem Konsum spricht man, wenn Männer 50g oder mehr reinen Alkohol und Frauen 40g oder mehr zu einer Gelegenheit trinken.
- Situationsunangepasster Alkoholkonsum: Alkohol trinken, auch in kleinen Mengen, ist in bestimmten Situationen mit erhöhten Risiken verbunden (z. B. am Arbeitsplatz, im Strassenverkehr, während der Schwangerschaft, bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten etc.).
Der Übergang von einem problematischen zu einem abhängigen Alkoholkonsum ist fliessend. Eine Alkoholabhängigkeit wird nicht über die Menge des konsumierten Alkohols definiert, sondern ist eine Krankheit, die anhand bestimmter, international festgelegter Kriterien diagnostiziert wird.
Quelle: Sucht Schweiz (2014). Im Fokus - Alkohol.