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Für Novak Djokovic endet das Comeback am Australian Open in den Achtelfinals. Der sechsfache Champion unterliegt dem Südkoreaner Chung Hyeon in drei Sätzen. Ebenfalls ausgeschieden ist Dominic Thiem.
Mit einem Fehler beendete Djokovic nach 3:21 Stunden die Partie in der Night-Session der Rod Laver Arena, die hochklassiges Tennis bot. Chung, die Nummer 58 der Welt, trumpfte auch gegen den sechsfachen Australian-Open-Champion gross auf, nachdem er in der 3. Runde den Deutschen Alexander Zverev (ATP 4) in fünf Sätzen eliminiert hatte. Mit seinen druckvollen Grundlinienschlägen zwang er Djokovic in die Knie und siegte 7:6 (7:4), 7:5, 7:6 (7:3).
Als erster Südkoreaner überhaupt erreichte der 21-Jährige damit die Viertelfinals an einem Grand-Slam-Turnier, wo er im Duell der Aussenseiter auf Tennys Sandgren aus den USA um einen Platz in den Halbfinals spielt. «Als Junior habe ich versucht, Novak zu kopieren. Er war mein Idol», sagt Chung nach der Partie.
Für Djokovic hingegen endete das Comeback-Turnier vorzeitig. Vor allem der Service des Serben hatte noch nicht wieder dieselbe Qualität wie früher, allein gegen Chung musste er den Aufschlag sechsmal abgeben. Aufgrund seiner Ellbogenverletzung hatte Djokovic während seiner Absenz von der Tour mit seinen Coaches Radek Stepanek und Andre Agassi die Aufschlagbewegung geändert.
Auch körperlich wirkte er noch nicht wieder so stark, wie vor seiner Operation. Zwar bestand Djokovic den Hitzetest bei knapp 40 Grad in der 2. Runde gegen Gaël Monfils, gegen Albert Ramos-Viñolas hatte er Probleme mit Gesäss und und Oberschenkel. Und in der Partie gegen Chung liess sich der 30-Jährige nach dem Startsatz am Ellbogen behandeln.
Für die erste Überraschung des Tages hatte Tennys Sandgren gesorgt. Der 26-jährige Amerikaner siegte gegen Dominic Thiem nach knapp vier Stunden 6:2, 4:6, 7:6 (7:4), 6:7 (7:9), 6:3, nachdem die Nummer 5 der Welt aus Österreich im Tiebreak des vierten Satzes den ersten Matchball mit einem brillanten Rückhandwinner abgewehrt hatte. Doch Sandgren liess sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und schaffte Mitte des fünften Satzes das entscheidende Break.
Vor einer Woche hatte der 26-Jährige aus dem US-Bundesstaat Tennessee seinen ersten Sieg überhaupt an einem Grand-Slam-Turnier gefeiert, ehe er in der 2. Runde Stan Wawrinka ausschaltete. Als «pretty cool» bezeichnete Sandgren seinen Erfolg.
2014 hatte seine Karriere noch auf der Kippe gestanden, als er sich einer Hüftoperation hatte unterziehen, müssen. Dank Erfolgen an Challenger-Turnieren in seiner Heimat stiess er in die Top 100 vor, nach dem Australian Open wird er bereits an die Top 50 anklopfen.
Die 30-jährige Deutsche Angelique Kerber bezwang nach gut zweistündigen Kampf die unberechenbar spielende Aussenseiterin Hsieh Su-Wei aus Taiwan 4:6, 7:5, 6:2 und kam zu ihrem 13. Sieg in Folge. 2018 ist Kerber noch ungeschlagen. Nun trifft sie auf die amerikanische US-Open-Finalistin Keys, die auch gegen Caroline Garcia aus Frankreich überzeugte uns sich 6:3, 6:2 durchsetzte.
Simona Halep beendete den Lauf der Japanerin Naomi Osaka. Die Weltnummer 1 siegte gegen die 20-jährige Japanerin, deren Vater aus Haiti stammt, in 79 Minuten 6:3, 6:2. Ihr Viertelfinalgegnerin ist die Siegerin des tschechischen Duells zwischen Karolina Pliskova und Barbora Strycova. (abu/sda)