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Es hat, unter anderem aufgrund von Corona-bedingten Verzögerungen, etwas länger gedauert als geplant. Aber am vergangenen Freitag, 4. September, endete letztendlich die Abstimmung über den DIS (Draft International Standard) von C++20, und der Standard wurde einstimmig angenommen. Dies meldet Herb Sutter, Microsoft-Ingenieur und langjähriger Vorsitzender des C++-ISO-Ausschusses der WG21, in einem Blogpost.
Er erwarte nun, so Sutter, dass C++20 gegen Ende dieses Jahres formell veröffentlicht wird. Der Name C++20 werde übrigens auch beibehalten, falls es doch länger dauert und die neue C++-Version erst 2021 offiziell veröffentlicht werden würde.
Die technischen Spezifikationen von C++ wurden bereits im Februar 2020 genehmigt. Experten sagen, dass die neuste Version die meisten Neuerungen bringen wird seit dem vor zehn Jahren erschienenen C++11. Schon vor knapp einem Jahr schrieb beispielsweise 'Heise',
dass C++20 die Art und Weise, wie Entwickler in C++ programmieren, grundlegend ändern werde.
'Heise' begründete dies vor allem mit vier Neuerungen: Ranges, Coroutinen, Concepts und Module.
Die Ranges-Bibliothek erlaube es, Algorithmen der Standard Template Library direkt auf einen Container anzuwenden.
Mit Coroutinen unterstütze C++20 asynchrone Programmierung. Damit würden sich in C++20 kooperatives Multitasking, unendliche Datenströme, Event-Schleifen oder auch Pipelines elegant umsetzen lassen.
Concepts seien eine Erweiterung von Templates von C++, mit denen sich semantische Kategorien für die Menge der zulässigen Datentypen definieren lassen.
Und Module seien eine Alternative zu Header-Dateien und würden viele Verbesserungen versprechen. Details zu C++ und den genannten Features findet man hier bei Wikipedia.