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Pipeline-Bau gestoppt: US-Regierung kommt den Sioux entgegen
- Samstag, 10. September 2016, 8:40 Uhr, aktualisiert um 14:34 Uhr
Auch wenn ein Indianerstamm der Sioux im US-Bundesstaat North Dakota in einem Rechtsstreit um eine Öl-Pipeline unterlegen ist: Die US-Regierung lenkt überraschend ein und stoppt die Arbeiten an der Pipeline. Man wolle den Bedürfnissen der Ureinwohner entgegenkommen, so Washington.
Die US-Regierung hat die Arbeit an einer umstrittenen Pipeline im Bundesstaat North Dakota gestoppt, obwohl ein Bundesgericht einen Einspruch von Angehörigen des Rock Sioux Stammes zurückgewiesen hatte.
Die US-Regierung ordnete am Freitag an, dass auf Land in Bundesbesitz am Lake Oahe die Arbeiten an der Pipeline nicht fortgesetzt würden. Zugleich rief sie den Betreiberkonzern der geplanten 1930 Kilometer langen Pipeline auf, die Bauarbeiten bis zu einer Klärung freiwillig ruhen zu lassen.
Verletzte nach Protesten gegen Pipeline
Der Rock Sioux Tribe hatte Einspruch gegen die geplante Route der Pipeline unter dem Missouri-Fluss erhoben, weil er befürchtet, dass dadurch seine Wasserversorgung beeinträchtigt und kulturell bedeutsames Land verwüstet wird.
Ein US-Bundesrichter entschied aber am Freitag, dass der Indianerstamm nicht ausreichend bewiesen habe, dass er Schaden erleiden würde. Die Pipeline soll von North Dakota durch mehrere Bundesstaaten nach Illinois verlaufen und täglich bis zu eine halbe Million Tonnen Erdöl transportieren.
An der Pipeline hatten sich zuletzt Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Angestellten einer privaten Sicherheitsfirma entzündet. Dabei gab es auch Verletzte.
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