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Kreislauf und Durchblutung
Das Blut versorgt Organe und Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen und transportiert Stoffwechselprodukte und Schadstoffe ab. Damit dies einwandfrei funktioniert, braucht es eine gute Durchblutung. Dazu müssen die Gefässe bis in die feinsten Verästelungen elastisch sein, muss das Herz ausreichend Kraft haben, um das Blut bis in die Zehen- und Fingerspitzen zu pumpen, und das Blut selbst muss gut fliessen und genügend rote Blutkörperchen enthalten für den Sauerstofftransport.
Symptome von Durchblutungsstörungen
Durchblutungsstörungen machen sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar, je nachdem, welcher Teil des Körpers schlecht durchblutet ist. Akute Auswirkungen treten auf, wenn ein Gefäss ganz verstopft, zum Beispiel wegen Ablagerungen an den Gefässwänden oder wegen eines Blutgerinnsels (Thrombus), das im Blut mitschwimmt, bis es in einem Gefäss stecken bleibt und es verschliesst. Dann werden ganze Gewebebereiche nicht mehr oder nur noch sehr unzureichend durchblutet und sterben ab.
Typische Beispiele für solche akuten Erkrankungen sind Herzinfarkt und Hirnschlag. In diesen Fällen ist sofortige ärztliche Behandlung notwendig. In der Regel ist die Durchblutungsstörung ein schleichender Prozess. Die Auswirkungen des andauernden Sauerstoffmangels zeigen sich erst nach einer gewissen Zeit. Dann sind sie allerdings sehr oft typisch und man kann bei frühzeitiger Behandlung einiges zur Besserung beitragen.
Erste Anzeichen von Kreislaufproblemen
Sehr häufig zeigen sich Durchblutungsstörungen in den Beinen, seltener in den Armen. Die betroffenen Personen haben kalte Füsse oder die Füsse schlafen ein. Manchmal kommt es auch zu Empfindungsstörungen, wie Ameisenlaufen und Taubheitsgefühl. In fortgeschrittenem Stadium kalte Hände und Füsse, Ameisenlaufen, Schwindel, Vergesslichkeit, Ohrensausen, dies alles kann auf eine Durchblutungsstörung hinweisen.
Es kommen Schmerzen hinzu, zunächst beim Gehen, weil die Muskulatur nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Dann bleibt der Patient vor jedem Schaufenster stehen, was Experten deshalb Schaufensterkrankheit nennen. Später treten die Schmerzen auch im Liegen auf. Ist die Durchblutungsstörung bereits so weit fortgeschritten, ist ein Besuch beim Arzt angezeigt. Besser wäre es, bei den ersten Anzeichen Gegenmassnahmen zu ergreifen und bereits bei ständig kalten Füssen aktiv zu werden.
Naturheilmittel-Experten empfehlen zur Verbesserung der Durchblutung ein allgemein bekanntes und bewährtes Kombinationspräparat aus mehreren Pflanzenextrakten zum Einnehmen sowie Rosmarin in Form von Urtinktur, ebenfalls zum Einnehmen. Anregend auf die Durchblutung wirken auch Fussbäder mit Rosmarin. Dazu kann man einen Absud der Pflanze verwenden oder - einfacher - einen Badezusatz oder reines ätherisches Öl, das man dem Badewasser zugibt.
Gingko gegen Ohrensausen und Vergesslichkeit
Ohrensausen, Vergesslichkeit und Schwindel stehen oft im Zusammenhang mit Durchblutungsstörungen im Kopf. In diesen Fällen empfehlen Fachkräfte zum Beispiel Ginkgo-Präparate, meist in Form einer Urtinktur oder als Tabletten. Bei Tinnitus wird zu einer zusätzlichen Therapie mit Schüssler Salzen geraten. Gut einsetzbar ist Ginkgo auch bei anderen Durchblutungsstörungen, etwa in den Beinen und Armen.
Durchblutungsstörungen treten bei älteren Personen häufig auf, weil die Gefässe mit zunehmendem Alter an Elastizität verlieren. Dies hat Rückwirkungen auf das Herz. Es muss viel mehr Kraft aufwenden, um das Blut in das Kreislaufsystem zu pumpen, und der Blutdruck steigt. Wenn eine Überbelastung des Herzens vermutet wird, ist es ratsam den Blutdruck zu messen.
Unterstützung für das Herz
Je nach Situation empfiehlt sich zur Unterstützung ein Weissdornpräparat. Weissdorn ist eine anerkannte Heilpflanze bei kreislaufbedingter Müdigkeit, Herzschwäche und Störungen des Blutdrucks. Um den Ablagerungen an den Gefässwänden entgegenzuwirken, eignen sich Omega-3-Fettsäuren zur Regulierung der Blutfettwerte und des Cholesterinstoffwechsels.
Langwierige Therapie
Positiven Einfluss auf Durchblutungsstörungen haben regelmässige körperliche Bewegung und abwechslungsreiche, gesunde Ernährung. Es braucht gar nicht so viel, um den Kreislauf auf Touren zu bringen. Ein täglicher zügiger Fussmarsch, Treppensteigen statt Liftfahren, eine sportliche Aktivität, die Spass macht, eine Wanderung am Sonntagnachmittag statt Stunden vor dem Fernseher, all dies kostet nichts, braucht am Anfang nur ein bisschen Überwindung. Auch vitaminreiche Ernährung ist dank den stets üppig gefüllten Gemüse- und Früchteregalen beim Grossverteiler das ganze Jahr möglich.