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Amalie Soppenweiler
Amalie kam am 9. Mai 1872 an der grossen Burgstrasse, nahe der St. Jakobi-Kirche, als Tochter des Kaufmanns Andreas Soppenweiler und der Amelie Löhn zur Welt und wuchs in sehr wohlhabenden Verhältnissen auf. Amelie Löhn stammte aus einer kleinen Adelsfamilie aus dem damals zum Deutschen Reich gehörenden Hagenau im Elsass.
Amalie besuchte 1890 ihren Bruder, der an der Universität München studierte, und traf dabei Amot Nussquammer, in den sie sich sofort verliebte. Auch Nussquammer fühlte sich zu der gleichaltrigen Frau mit den guten Manieren hingezogen. Noch im selben Jahr verlobten sie sich. 1891 folgte Amalie Nussquammer nach Zürich, von wo aus er seine Forschungsreisen unternahm. Amalie nutzte die Möglichkeit, dass die Universität in Zürich für Frauen offenstand, und schrieb sich als Hörerin bei verschiedenen Vorlesungen ein. Ab 1892 reiste sie viel mit ihrem inzwischen ihr angetrauten Mann und nutzte die Aufenthalte in den fremden Städten jeweils, um insbesondere das Handelsnetzwerk des Familiengeschäfts der Soppenweiler auszubauen und um Handwelskontakte zu knüpfen.
Etwa um 1901 (das Jahr ist nicht gesichert) zog das Ehepaar Nussquammer «aufs Land», wie sie schrieb. Tatsächlich war es eine kleine Villa in der Nähe des Susenbergs bei Zürich, zu der sie den angrenzenden Hof dazugekauft hatten und auf dem Amalie einen kleinen Zoo unterhielt.