Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/230296

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt aufzuzeigen, wie im Rahmen der Beantwortung von Postulat 20.3931 die Prinzipien der Konservierenden Landwirtschaft in der Weiterentwicklung der Agrarpolitik verankert werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat misst einem fruchtbaren Boden und einer nachhaltigen Bodennutzung eine grosse Bedeutung zu. Ein fruchtbarer Boden ist eine wesentliche Voraussetzung für die Produktion von Nahrungsmitteln und für weitere wichtige Ökosystemleistungen.</p><p>Die Grundpfeiler der konservierenden Landwirtschaft sind eine breite Fruchtfolge, eine geringe Bodenbearbeitung und eine möglichst lange Bodenbedeckung mit Pflanzen. Diese Grundpfeiler werden bereits heute von der Agrarpolitik gefordert und gefördert: Der Ökologische Leistungsnachweis (ÖLN) enthält Vorschriften zur Fruchtfolge und minimale Anforderungen zur Bodenbedeckung. Bodenschonende Anbaumethoden werden mittels Direktzahlungen unterstützt. Zusätzlich hat der Bundesrat in der Vernehmlassung zum Verordnungspaket zur Parlamentarischen Initiative 19.475 Produktionssystembeiträge zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit durch möglichst kurze Brachen und eine humusaufbauende Bewirtschaftung vorgeschlagen.</p><p>Die Prinzipien der konservierenden Landwirtschaft werden über das Verordnungspaket zur Parlamentarischen Initiative 19.475 hinaus weiterhin in der Weiterentwicklung der Agrarpolitik berücksichtigt. Im Rahmen der Arbeiten zum Postulatsbericht 20.3931 wird die Thematik des Bodens über den Prüfauftrag "Aufrechterhaltung des Selbstversorgungsgrades" abgedeckt, da die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit eine zentrale Voraussetzung zur Erreichung dieser Zielsetzung ist.</p>  Antwort des Bundesrates.