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… ist eine Gewürzmischung. Sie besteht, je nach Vorlieben des Herstellers und den vorhandenen Zutaten, aus 10 – 20 getrockneten Gewürzen.
Wir verdanken den Curry – man kann es aus dem Namen ahnen – den Engländern. Denn in der Kolonialzeit waren britische Offiziere oft viele Monate lang auf dem Indischen Subkontinent stationiert, wo ihnen besonders die fremden Gewürze gefielen. Um später, nach ihrer Rückkehr in die Heimat, den exotischen Duft auch in England geniessen zu können, erfanden sie das Currypulver.
Es gibt eine ganze Anzahl von Curry-Mischungen, von ganz mild bis sehr scharf. Ein scharfes Gericht wird übrigens in Indien «hot» genannt; dies für den Fall, dass man Sie auf einer Indienreise fragt, ob Sie die angebotene Speise «hot» oder lieber «nicht hot» möchten.
Zu einem «einfachen indischen Currypulver» gehören mindestens folgende Gewürze: Koriander- und Kreuzkümmelsamen, schwarze Pfefferkörner, Bockshornkleesamen, Fenchelsamen, schwarze Senfsamen, getrocknete, zerbrochene Chilischoten, ein Stück fein zerbrochene Zimtstange, Kurkuma, Ingwerpulver und getrocknete Curryblätter. Daneben werden aber im Handel eine ganze Anzahl noch viel kompliziertere Curry-Mischungen angeboten.
Es gibt auch ein Curryblatt, das aber an und für sich nichts mit der Curry-Gewürzmischung zu tun hat. Es stammt von einem Rautengewächs (Rutacea), einem bis zu 3 m hohen Strauch mit 4 – 5 cm langen, breiten, grünen bis olivgrünen Fiederblättchen. Der Curryblatt-Strauch ist im Himalaya, in Südindien und auf Ceylon heimisch. Dort werden seine frischen Blätter in der Küche ähnlich wie Lorbeerblätter verwendet: mitgekocht und vor dem Servieren entfernt. Curryblätter sind würzig und scharf, verlieren aber getrocknet sehr bald Geschmack und Schärfe. Dass einige Currymischungen trotzdem auch getrocknete Curryblätter enthalten, sei wahrscheinlich aus linguistischen Gründen, vermuten die Autoren des oben erwähnten Buches.
Currypulver wird bei uns – und weltweit (vielleicht mit Ausnahme von China) –, je nach Belieben und gewünschter Schärfe, zu Reisgerichten, zu Saucen, zu Geflügel, Fisch, Fleisch, Suppen, Eierspeisen, und – wenn jemand es mag – selbst zu Früchten gegeben; zu Früchten dann wohl eher eine milde Sorte.