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Organisation
Am 1. November 2011 ging die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) aus dem Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) und der Untersuchungsstelle für Bahnen und Schiffe (UUS) hervor. Die Zusammenlegung der beiden Dienste hatte zum Ziel, das Fachwissen an einem Ort zu bündeln und eine «unité de doctrine» bei der Unfalluntersuchung sicherzustellen. Per 1. Februar 2015 wurde die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) in die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) umbenannt. Dies geschah im Zuge einer Verordnungsrevision, beziehungsweise einer Zusammenführung und Konsolidierung der drei Verordnungen, die bis anhin die Arbeit der SUST massgeblich definiert hatten. Dabei wurde der SUST zusätzlich die Verantwortung für die Untersuchung von Zwischenfällen mit schweizerischen Hochseeschiffen übertragen.
Die SUST ist eine ausserparlamentarische Kommission nach den Artikeln 57a-57g des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes (RVOG; SR 172.010). Sie untersucht Ereignisse in der Luftfahrt, im öffentlichen Verkehr und in der Seeschifffahrt nach den Vorgaben der Verordnung über die Sicherheitsuntersuchung von Zwischenfällen im Verkehrswesen (VSZV; SR 742.161). Die Untersuchungen bestehen aus einer unabhängigen Abklärung der technischen, betrieblichen und menschlichen Umstände und Ursachen, die zum Ereignis geführt haben. Die Untersuchungen haben ausschliesslich zum Ziel, die Sicherheit im Verkehrswesen zu verbessern, das heisst, ähnliche Zwischenfälle in der Zukunft zu verhüten. Die Berichte richten sich an Fachleute der betreffenden Branchen und an die interessierte Öffentlichkeit, sie richten sich explizit nicht an Strafverfolgungs- und Administrativbehörden.
Organigramm
Der Bundesrat ernennt die Mitglieder der ausserparlamentarischen Kommission der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST). Die SUST ist administrativ dem Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) angegliedert. Der Untersuchungsdienst der SUST umfasst die beiden Bereiche Aviatik und Bahnen und Schiffe sowie die Zentralen Dienste.
Die ausserparlamentarische Kommission
Pieter Zeilstra, 1962, lic. phil. nat., NDS ORL ETH, im Amt seit Januar 2017 (Präsident). Ehemalig Vizedirektor des Bundesamtes für Verkehr BAV und Chef der Abteilung Sicherheit in der Funktion als Leiter der Nationalen Sicherheitsaufsichtsbehörde für den öffentlichen Verkehr.
Roland Steiner,1957, dipl. El. Ing. ETH, im Amt seit Januar 2021 (Mitglied). Ehemalig Verkehrspilot der Swissair/Swiss sowie Leiter der Abteilung Technische Projekte und Trainingsgeräte; ehemalig Projektleiter und Studiengangleiter BSc Aviatik ZHAW; ehemalig Leiter der Abteilung Sicherheit Flugbetrieb im Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL als Vizedirektor und Mitglied der Amtsleitung.
Inge Waeber, 1966, im Amt seit Januar 2017 (Mitglied), selbständig tätig als Rechtsanwältin und Notarin in Tafers (FR), Lehrbeauftragte Arbeitsrecht/GAV beim Arbeitgeberverband für Restauration und Hotellerie, in Freiburg, ehemalige Substitutin der Staatsanwältin des Kantons Freiburg.
Aufgaben der Kommission
Die Kommission ist das oberste Leitorgan der SUST. Als solches umfassen ihre Aufgaben insbesondere die Organisation der SUST, die Bestimmung der Ziele und Schwerpunkte deren Tätigkeit, die Überwachung des Untersuchungsdienstes, die Genehmigung der Schlussberichte, die Gewähr für ein wirksames Qualitätssicherungssystem sowie die Erstellung des Jahresberichts.
Der Untersuchungsdienst
Der Untersuchungsdienst stellt die betriebliche Einheit der SUST dar und gliedert sich in die Bereiche Aviatik (SUST-AV), Bahnen und Schiffe (SUST-BS) sowie die Zentralen Dienste (ZD).
Der Leiter des Untersuchungsdienstes ist für die Führung, Planung und Koordination aller Geschäfte der SUST, für die Personalführung sowie für das Controlling und die Organisation der Qualitätssicherung verantwortlich. In Zusammenarbeit mit der Kommission und den Bereichsleitern erstellt er das Budget und überwacht die Finanzprozesse der SUST. Der Untersuchungsdienst wird seit 1. August 2018 von Tobias Schaller geleitet.
Den Bereichen stehen Bereichsleiter vor, welche die Untersuchungsleiter und Untersuchungsbeauftragten führen. Sie stellen sicher, dass die Untersuchungen nach den nationalen und internationalen Rechtsvorschriften und Standards durchgeführt werden und den Qualitätsanforderungen genügen. In beiden Bereichen sind Untersuchungsleiter für die Führung der einzelnen Untersuchungen verantwortlich. Für die Untersuchungstätigkeit können bei Bedarf externe Untersuchungsbeauftragte und Fachexperten beigezogen werden.
Die Zentralen Dienste erbringen als Querschnittsfunktion bereichsübergreifende Dienstleistungen und unterstützen die Kommission, den Leiter des Untersuchungsdienstes sowie die Bereiche administrativ. Sie werden von der Leiterin Zentrale Dienste geführt.
Bereich Aviatik
Der Bereich Aviatik (SUST-AV) hat seinen Hauptsitz am Militärflugplatz Payerne und unterhält Zweigstandorte an den Landesflughäfen Zürich und Genf. Unter der Leitung von Daniel W. Knecht als Bereichsleiter sind sechs Untersuchungsleiter und rund 90 externe Untersuchungsbeauftragte und Fachexperten im Mandatsverhältnis tätig.
Bereich Bahnen und Schiffe
Der Bereich Bahnen und Schiffe (SUST-BS) verfügt über je einen Standort in Bern und Schlieren. Der Bereichsleiter Christoph Kupper führt vier Untersuchungsleiter und rund 30 externe Untersuchungsbeauftragte und Fachexperten im Mandatsverhältnis.
Zentrale Dienste
Die Leiterin Zentrale Dienste (ZD) Isabelle Kobel führt drei Mitarbeiterinnen, die an den beiden Standorten in Bern und Payerne tätig sind.