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Harald Siegel wurde in Leipzig geboren. Er studierte Klavier und Dirigieren an der Hochschule für Musik Leipzig und am Royal Welsh College of Music and Drama (Grossbritannien). Meisterkurse absolvierte er u.a. bei Jorma Panula, Neeme Järvi, George Hurst und Howard Williams. Während des Studiums war H. Siegel Musikalischer Leiter des Jungen Leipziger Opernensembles. 2002 nahm er an der Sommerakademie für junge Dirigenten Pärnu/Estland teil. Während seiner Zeit als Kapellmeister und Korrepetitor am Theater Biel Solothurn war Harald Siegel gelegentlicher Gastdirigent des Stadtorchesters Solothurn.
Im Konzertprogramm des Stadtorchesters Solothurn für das Jahr 2016 schreibt Harald Siegel: "Vor zehn Jahren hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, ein Konzert des Stadtorchesters Solothurn zu dirigieren, und schon damals habe ich die Qualität und den einzigartigen Charakter des Orchesters und seiner Musiker schätzen gelernt." Und: "Diese Mischung aus musikbegeisterten Amateuren und gestandenen Profis macht die besondere Qualität des Stadtorchesters aus, das es zu erhalten zu fördern gilt!" Das Stadtorchester Solothurn wünscht sich eine lange Zusammenarbeit mit Harald Siegel.
1950 in Ploiesti (Rumänien) geboren. Im Alter von fünf Jahren erhielt er den ersten Violinunterricht. Matura und Studium der Musik an der Musikhochschule seiner Heimatstadt. 1969 bis 1973 weitere Studien (Violine, Gesang, Chor und Orchesterdirigent) am Conservatoire C. Porumbescu in Bukarest.
Seit 1977 Geiger im Bieler Symphonie-Orchester und 1979, 1981 und 1983 Solist bei diesem Orchester. Ab 1984 weitere Studien für Dirigieren am Conservatoire national supérieur de Musique in Paris. Im Sommer 1985 und 1986 nahm er an Dirigentenkursen teil, unter anderem bei Maestro Franco Ferra (Assisi), Ferdinand Leitner (Salzburg - Mozarteum), Carlo-Maria Giulini (Siena) und Jean Fournet (Hilversum). 26. Juni 1987 Gastdirigent beim Stadtorchester Solothurn für das "Junge Solisten Konzert". Im Sommer 1987 hatte er er die Ehre, "sein Bieler Symphonie-Orchester " das erste Mal zu dirigieren.
(Aus dem SOS-Programmheft 1988)
Georg Vlaiculescu wird sich mit dem Dirigat der Matinée 2017 vom Stadtorchester Solothurn und seinem Publikum verabschieden.
Geboren in Budapest (1949). Berufsausbildung am Konservatorium Béla Bartók in der Klasse der Pianistin Zsuzsa Szabó. Gleichzeitig besuchte er während dreier Jahre im selben Institut auch die Kompositionsstunden von Prof. Jósef Soproni.
1970 Aufnahme in die Musikakademie Franz Liszt in Budapest. Während des Studien rege musikalische Tätigkeit sowohl als Klavierbegleiter der Philhamonischen Gesellschaft von Ungarn als auch Leiter von verschiednen Ensembles junger Musiker im Rahmen der Jeunesses Musicales.
Seit 1974 Klavierlehrer am Konservatorium Bern. Neben seiner Arbeit am Konservatorium Studien an der Uni Bern. Gymnasiallehrerdiplom für Musik 1978 und Lizenziat im Fach Germanistische Linguistik 1981. Vom Herbst 1982 an Studien an der Musikhochschule in Karlruhe bei Prof. Räto Tschupp in Orchesterdirigieren. Radioaufnahmen und Sendungen als Pianist.
(Aus dem SOS-Programmheft 1986)
Peter Michael Garst
Peter Michael Garst dirigierte das Stadthochester Solothurn 1988 anlässlich eines Pianistenkonzertes vom 23. September 1988. Er wurde in Worms am Rhein geboren. Staatsexamen an der Universität Meinz nach Studium von Mathematik und Musikwissenschaft. Gesangsstudium bei Prof. Paul Lohmann, Wiesbanden. Fachstudium (Klavierspiel und Dirigieren) an der Musikhochschule Mannheim und Mozarteum Salzburg. Korrepetitor und Bühnendirigent am Stadttheater Zürich. Meisterkurse während der Internationalen Musikfestwochen Luzern: Gesang Prof. Lohmann-Martienssen, Violine Wolfgang Schneiderhan, Dirigieren Rafael Kubelik
Kapellmeister am Städtebundtheater Biel-Solothurn bis 1969.
Gastdirigent an den Theatern in Heidelberg, Würzburg, Klagenfurt und Staatstheater Braunschweig mit den Opern Freischütz, Maskenball und Macht des Schicksals usw.
Symphoniekonzerte mit den Orchestern Rheinische Philharmonie, Philharmonisches Orchester der Pfalz, Orquestre Synfonica RTV Espanola, Kürpfälzisches Kammerorchester und Landesorchester Darmstadt.
(Aus dem SOS-Programmheft 1988)
Matthias Steiner erhielt seinen ersten Violinunterricht bei Werner Bloch. An der Musik-Akademie Basel erlangte er das Lehrdiplom und gewann den Wettbewerb für die Schlusskonzerte. Weiter Studien mit Diplomabschluss folgten bei Prof. Fietz und Prof. Odnoposoff. Matthas Steiner ging erfolgreich aus verschiedene Wettbewerben hervor und spielte für Radioaufnahmen. Zwei Konzertreisen führten ihn als Solisten mit dem Ostschweizer Kammerorchester durch die Schweiz und Deutschland. Ferner war er Konzertmeister des Züricher Kammerorchester und Mitglied im Berner Symphonieorchester.
Zu seinen pädagogische Aufgaben gehörte die Leitung des Streicher-Lagers der Vereinigung Solothurner Musikschulen (VSM). Neben seinen beruflichen Verpflichtungen - er unterreichtet an der Kantonsschule Solothurn Violine und leitet das dortige Schülerorchester - erfüllt er zahlreiche solistische Aufträge. Er spielt auch Kammermusik in vielfältiger Besetzung (www.musica-nostalgica.ch).
(Aus den SOS-Programmheften 1983/88)
Corrado Baldini (1912 - 1988)
Ehrendirigent
1949 engagierte das Stadtorchester Solothurn Corrado Baldini als Gastdirigenten. Die Generalversammlung 1951 vollzog die definitive Wahl zum ständigen Dirigenten. 1982 übergab er, nach 33-jähriger Tätigkeit, den Dirigentenstab an Matthias Steiner.
Corrado Baldini wurde am 1. August 1912 in Lugano geboren. "Das Lehr- und Konzertdiplom für Violine erwarb er in Bern. Er war Mitglied des Orchesters des Musikkollegiums Winterthur, des Radiosenders Monteceneri, des Berner Symphonieorchesters und auch des Festspielorchesters Luzern, wo er unter grossen Dirigenten wie Furtwängler, Toscanini, Bruno Walter musizierte. Eigene Violinrezitals strahlte Radio Bern aus. Als Mitglied des Monte-Ceneri-Streichquartettes wirkt Corrado Baldini 1941 an einem Konzert des Stadtorchesters unter Richard Flury mit. Das war seine erste schicksalhafte Begegnung mit Solothurn, das ihn später magnethaft anzog. 1946 erwarb Corrado Baldini das Dirigenten-Diplom am Konservatorium Basel, leitete in der Folge Konzert in den Studios von Lugano, Zürich und Lausanne, wiederholt Rathaus-Konzerte und Serenaden des Berner Symphonie-Orchesters. Im Jahre 1953 trat er an der Kantonsschule eine Hilfslehrerstelle, 1960 die Nachfolge von Richard Flury als vollamtlicher Musiklehrer an der Kantschule Solothurn an." (Peter Zurschmiede: Die Stadt Solothurn ehrt Corrado Baldini, Solothurner Zeitung vom 5. Juli 1982)
Während seines Wirkens in Solothurn, dirigierte Corrado Baldini genau 100 Konzerte und er wird wohl einiges über 1000 Proben "bestritten" haben. "Wie Stadtammann Dr. Urs Scheidegger in seiner Ansprache am Abschiedskonzert sagte, war Corrado Baldinis Ziel einerseits den Musikern Freude zu bereiten und diese Freude dann dem Zuhörer zu bringen, wie auch das Liebhaberorchester auf höchstmöglicher Stufe zu halten. Diese beiden Ziele hat der Dirigent sicher erreicht." (Monika Schmid: Abschied von einer Musikerpersönlichkeit, Solothurner Nachrichten Nr. 152 vom 5. Juli 1982)
http://richardflury.ch/inhalt/
Richard Flury wurde am 26. März 1896 in Biberist geboren, wo er schon in frühester Jugendzeit im Elternhaus musikalische Anregungen erhielt. Nach der Maturität am Gymnasium in Solothurn, studierte er sieben Semester Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten von Bern, Basel und Genf. Zugleich war er Schüler an den Konservatorien der genannten Städte, wo er die Violinklassen von Fritz Hirt, Alphonse Brun und Paul Miche besuchte. Seine weiteren Lehrer waren Hans Huber (Komposition), Prof. Ernst Kurt (Kontrapunkt), Joseph Lauber (Instrumentation), Felix Weingartner (Dirigieren) und zum Abschluss seiner Kompositionsstudien Joseph Marx in Wien. Danach wirkte R. Flury als Violinlehrer an der städtischen Musikschule und an der Kantonsschule in Solothurn. Dreissig Jahre lang dirigierte er das Solothurner Stadtorchester und während einiger Jahre auch das Akademische Orchester Zürich, den gemischten Chor “Harmonie” in Bern und den Orchesterverein Gerlafingen. Sporadisch wurde Flury auch als Gastdirigent zu Sinfoniekonzerten in Bern und Basel sowie in den Radiostudios von Zürich und Lugano verpflichtet, in denen er vornehmlich eigene Werke zur Aufführung brachte. Er starb am 23. Dezember 1967 in seinem Heimatort Biberist
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