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Hydrochlorothiazid und Haloperidol beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Unter Hydrochlorothiazid ist das Risiko einer Hypokaliämie erhöht, Haloperidol verlängert die QT-Zeit. Hypokaliämie ist ein Risikofaktor für Torsades de pointes. Das Risiko für kardiale Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes kann erhöht sein. Beide Arzneistoffe senken den Blutdruck.
Effekt
Unter Hydrochlorothiazid kann es durch eine vermehrte Ausscheidung von Kalium zu erniedrigten Elektrolytkonzentrationen bis hin zur Hypokaliämie kommen. Erniedrigte Elektolytkonzentrationen - insbesondere von Kalium, Magnesium und Calcium - gelten als Risikofaktor für kardiale Arrhythmien vom Typ Torsades de pointes. Gemäss Schweizer Fachinformation ist orthostatische Hypotonie eine häufige (≥1/100 bis <1/10) unerwünschte Arzneimittelwirkung von Haloperidol. Das Risiko hierfür kann bei gleichzeitiger Gabe mit dem ebenfalls blutdrucksenkenden Hydrochlorothiazid erhöht sein.
Empfehlung
Wird die Kombination eingesetzt, muss eine sorgfältige Überwachung der Elektolytkonzentrationen - insbesondere von Kalium und Magnesium - sowie auch der Nierenfunktion durchgeführt werden. Ebenso sollten regelmässige EKG-Kontrollen der QTc-Zeit und Kontrollen des Blutdrucks stattfinden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018