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Links Luftaufnahme der Restaurierungsarbeiten (2002), Rechts in 2004
Weitere Luftaufnahmen von Curtilles
Das älteste Dekor, das im Inneren noch steht, trägt das Datum von 1586. Daher wurde der Rohbau spätestens in 1584 unternommen. In 1589, das Datum, das auf dem Schlussstein von Eingang des Treppenturmes eingeritzt wurde, starb François de Villarzel. In seinem Testament beauftragte er seine Ehefrau, die Arbeiten fortzusetzen.
Einige Dekore vor den Arbeiten
Das älteste Dekor, das im Inneren noch steht, trägt das Datum von 1586. Daher wurde der Rohbau spätestens in 1584 unternommen. In 1589, das Datum, das auf dem Schlussstein von Eingang des Treppenturmes eingeritzt wurde, starb François de Villarzel. In seinem Testament beauftragte er seine Ehefrau, die Arbeiten fortzusetzen.
Auf Grund dieser Indizien und der materiellen Analysen des Gebäudes, nimmt man an, dass François de Villarzel das Hauptgebäude fast völlig wieder aufbauen liess. Dessen südliche, westliche und nördliche Seiten sind einheitlich, dennoch hat man für die östliche Seite eine Mauer wieder verwendet, die zuvor als westliche Fassade - oder eventuell von der angrenzenden von einem Haus im ländlichen Stils gedient hatte, das sich im Osten, am Ort des aktuellen Landhauses befand. Francois de Villarzel liess das Landhaus ebenfalls wieder aufbauen, von dem die Maurerarbeiten mit dem Treppenturm verbunden waren. Innerhalb des Schlosses liess er einen wichtigen bemalten Dekor ausführen, mit Laubwerk und falscher Architektur in Grau in Grau, zweifellos von Andreas Stoss, der damals am Schloss Lucens arbeitete.
Suzanne de Graffenried behielt die Verwaltung der Güter ihres Ehegatten bis 1607.
Einer ihrer Söhne, Jean, heiratete 1601 Judith de Jeffrey . Es ist möglich, dass das Paar sich damals bereits im Schloss Curtilles niedergelassen hatte. In der Tat ist es klar, dass Jean, der den zweiten bemalten Dekor bestellte, der eine grosse Anzahl der Zimmer verziert, da die Wappen von Villarzel und von Jeffrey über der Tür des grossen Saales des 1. Stockwerkes zu sehen sind.
Er appellierte zweifellos an seinen Halbbruder, Claude. Dieser Künstler führte insbesondere einen gleichartigen Dekor in einem Haus von Rue, das Eigentum von Francois de Maillardoz und seiner Ehefrau Catherine (die Tochter von Francois de Villarzel und von seiner ersten Frau, Barbille von Erlach) aus. Als Jean 1630 starb, ging das Eigentum zu seinem Sohn, Jacques-Français, dann in 1668 zu seiner Tochter. Von den Jahren 1630 an scheint sich die finanzielle Lage der Familie verschlechtert zu haben. Von dieser Periode bis zur neuen Restaurierung von 2003 - 2005 an erfährt das Schloss Curtilles nur noch Arbeiten für die Bewohnung und nur von sekundärer Bedeutung.
In 1736 wurde das Gebiet an den Notaren Siméon Briod von Lucens, der Empfänger der Vogtei, verkauft. In 1819 gehörte er zu den Leibeserben von Jean-Rodolphe Briod de Lucens. Die Gesamtheit blieb dann in den Händen der Briod-Erbschaft, dann der Déglon bis zum Jahre 2002, als sie durch Anne-Françoise und Pierre von Graffenried gekauft wurden.
Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt das Erdgeschoss Ausbauarbeiten ländlichen Typs besonders in der nördlichen Seite, die bis damals als gebräuchlichen, zugänglichen Raum diente, der von einer abgerundeten Tür erreichbar war und in der Westfassade liegt. Man errichtete dort einen gewölbten Keller, indem man den Boden der östlichen Hälfte herabsetzte und richtete zwei Zimmer in der westlichen Hälfte ein, und fügte drei rechteckige Fenster in der Westseite ein. Schliesslich wurden anfangs des 20. Jahrhunderts einige Werke aus Zement in der Westseite geschaffen, insbesondere die Umwandlung des Zugangs ausserhalb der Küche des 1. Stockwerkes und die Konstruktion verschiedener Anhänge wie eine Scheunebrücke gegen 1910.
Extrakt der Monuments d'art et d'histoire du canton de Vaud, VIII, à paraître.
Die zwei oberen Stockwerke waren die herrschaftliche Wohnung, die man in der Fassade durch die Fenster mit Steinkreuzen erkannte, noch heute im zweiten Stockwerk erkennbar. Das niedrigere und sehr einfache Erdgeschoss war vom Anfang an dem Intendanten übertragen.
Der Eingang des Treppenturmes, der aus 1589 datiert, wird von einem schönen Stein mit den Wappen von d’Aymon de Montfalcon, Bischof von Lausanne von 1491 bis 1517 gekrönt. Dieser Stein wurde später hineingesetzt und beweist zweifellos dass, das alte Schloss des Bischofs, vermutlich im 13. Jahrhundert auf dem Hügelchen, der hinter dem derzeitigen Schloss steht, errichtet wurde, und das dessen Materialien im 16. Jahrhundert zur Vergrösserung des Schlosses von Lucens gedient haben.
Der bemerkenswerte viereckige Treppenturm mit gewölbten Treppenabsätzen ist ein modernes Element für dieses Zeitalter. Die drei übereinander gelegten Türen führten zu Holzgalerien, nun verschwunden, die die Latrinen trugen. Die Galerien wurden bei den Restaurierungsarbeiten 2003-2005 wiederhergestellt.
Im ersten Stockwerk führt der Raum zur Küche im Zentrum (Kamin aus dem 16. Jahrhundert), zu den zwei Zimmern links (Balken aus dem 16., Schränke aus dem 18. Jahrhundert), und zu einem alten Pompzimmer rechts (Malereien gegen 1600, Decke nach Französischer Art, grosser fehlender Kamin, Boden aus gebrannter Erde aus 1678).
Dieses Zimmer wurde um einen Viertel verkleinert durch die Verschiebung einer ursprünglichen Bretterwand, zugunsten eines, das als Speicher diente. Das zweite Stockwerk, das mehr als zwei Jahrhunderte unbewohnt blieb, diente als Lagerraum, Speicher und Tabaktrockner.
Besonderes Interesse gilt seiner Authentizität, besonders seines aussergewöhnlichen bemalten Dekors, der aus 1600 datiert, welches den zentralen Raum schmückt und die zwei Zimmer links. Es besteht zum Teil aus 4 architektonischen Grau in Grau Motiven, gemalt als Trompe-l’oeil, und wurde vermutlich in mindestens zwei Etappen bemalt, gut sichtbar auf der Fachwerk-Wand im zentralen Raum. Das Zimmer rechts zeigt nur einen einfachen Dekor aus falschen Steinen um die beiden Fenster mit Kreuzen.
Bibliographie