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Ed Williams (*1955, Chicago, IL) hat seinen Weg gemacht: Vom Wagenreiniger in einer Waschstrasse in Chicago bis zum Gast in nationalen Fernsehshows, von den Bühnen der kleinsten Ghetto Clubs bis auf die grössten internationalen Konzertbühnen.
Ed ist mit Musik aufgewachsen, mit 12 spielte er Gitarre, Bass und Schlagzeug. Alles was er könne, habe er von seinem Onkel, dem legendären Slidegitarristen J.B. Hutto, gelernt. „Ohne ihn wäre ich nicht, wo ich heute bin“, sagt Lil’Ed Williams über seinen Mentor. Der Legende nach soll Hutto den Teenager Lil‘ Ed als Begleitmusiker nur mit falschem Schnauz in einen Club reingebracht haben.
Mitte der 1970er Jahre wurden Williams und sein Halbbruder James "Pookie" Young professionelle Musiker und gründeten die Blues Imperials - für ihren ersten Gig erhielten sie sechs Dollar! Durch unzählige Auftritte erspielten sie sich eine große Fanschar, und Mitte der 80er Jahre brachten sie das Personal im Studio von Alligator Records dermassen aus dem Häuschen, dass sie noch vor Ort einen Plattenvertrag mit dem renommierten Label erhielten.
Mit Recht wird der mehrfach ausgezeichnete Lil' Ed Williams heute als legitimer Erbe eines Elmore James, eines Hound Dog Taylor oder eines J.B. Hutto angesehen. Und er steht seinen Vorbildern in nichts nach. Wie ein Derwisch rast der kleine Mann mit der Mütze unermüdlich über die Bühne, lacht übers ganze Gesicht und rollt seine riesigen Kulleraugen, geht auf die Knie und spielt permanent eine messerscharfe Gitarre.
Lil‘ Ed muss man einfach live erleben, da geht die Post mit rauem, schnörkellosem Chicago-Blues so richtig ab.