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SDG 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
Menschen jeden Alters ein gesundes Leben zu ermöglichen und ihr Wohlergehen zu fördern ist entscheidend für die nachhaltige Entwicklung. Die Lebenserwartung konnte merklich erhöht und einige der Hauptursachen der Kinder- und Müttersterblichkeit bekämpft werden. […] Dennoch muss noch weit mehr unternommen werden, um verschiedenste Krankheiten auszurotten und anhaltende oder neue gesundheitliche Probleme unterschiedlichster Art anzugehen.
Schweizer Unterziel 3.8: Allen Menschen in der Schweiz steht eine qualitativ hochstehende, bezahlbare und diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung zur Verfügung. Präventionsangebote erreichen alle Bevölkerungsgruppen und sind niederschwellig ausgestaltet. Die Lebensbedingungen in der Schweiz sind gesundheitsfördernd. Der Anteil der Personen, die aus finanziellen Gründen auf eine notwendige medizinische Untersuchung oder Behandlung verzichten, geht zurück.
Bedeutung des Indikators
Der Indikator zeigt den Anteil der armutsgefährdeten Bevölkerung ab 16 Jahren, der aus finanziellen Gründen auf notwendige medizinische oder zahnmedizinische Leistungen verzichtet hat und zeigt somit Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung auf. Um die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, muss dieser Anteil abnehmen.
Lesehilfe
Verschiedene Hindernisse können den Zugang zur Gesundheitsversorgung erschweren. Insbesondere die finanziellen Verhältnisse sind ein limitierender Faktor bei der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Der Verzicht auf zahnärztliche Behandlungen spielt hierbei insofern eine besondere Rolle, als diese Art von Leistungen im Gegensatz zur medizinischen Grundversorgung in den meisten Fällen nicht von den Krankenkassen übernommen wird.
Internationaler Vergleich
Der Indikator ist international nicht direkt vergleichbar, da er die Kategorien «Verzicht in Bezug auf notwendige ärztliche Leistungen» und «Verzicht in Bezug auf notwendige zahnärztliche Leistungen» kombiniert betrachtet. International werden ärztliche und zahnärztliche Untersuchungen getrennt ausgewiesen.
Bemerkung: Beurteilung des Indikators ab 2015 aufgrund des Unterbruchs der Zeitreihe im 2014 und 2015. Die beobachtete Entwicklung, die sich innerhalb des Vertrauensintervalls befindet, ist statistisch nicht signifikant und die Beurteilung daher unverändert.
Tabellen
Methodologie
Der Indikator zeigt den Anteil der armutsgefährdeten Bevölkerung ab 16 Jahren, der aus finanziellen Gründen auf medizinische oder zahnmedizinische Leistungen verzichtet hat. Für diese Daten wurde ein Vertrauensintervall von 95% berechnet.
Definitionen
Armutsgefährdung:
Von Armutsgefährdung betroffen sind Personen, die in einem Haushalt leben, dessen finanzielle Ressourcen weniger als 60% des verfügbaren Medianäquivalenzeinkommens betragen. Der Median teilt die Bevölkerung in zwei Hälften: Das Einkommen der einen Hälfte liegt unter, jenes der anderen Hälfte über dem Medianwert.
Verfügbare Einkommen:
Das verfügbare Einkommen entspricht dem gesamten Bruttoeinkommen eines Haushalts abzüglich Sozialversicherungsbeiträge, Steuern, obligatorische Krankenkassenprämien und regelmässige Transferzahlungen an andere Haushalte. Unter Einbezug der Äquivalenzskala wird der Haushaltsgrösse Rechnung getragen (z.B. 2,1 für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren).
Die Daten stammen aus der Erhebung über die Einkommen und die Lebensbedingungen (SILC) des Bundesamts für Statistik. Die befragten Personen geben an, ob sie auf eine Behandlung oder Kontrolle bei einem Arzt oder Zahnarzt trotz Bedarf verzichtet haben, und aus welchem Grund der Verzicht erfolgt ist. Personen die aus finanziellen Gründen sowohl auf eine ärztliche wie auch auf eine zahnärztliche Untersuchung verzichtet haben, werden zusammengefasst und nur einfach gezählt.
Quellen
Unterziele
Schweizer Unterziel 3.8: Allen Menschen in der Schweiz steht eine qualitativ hochstehende, bezahlbare und diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung zur Verfügung. Präventionsangebote erreichen alle Bevölkerungsgruppen und sind niederschwellig ausgestaltet. Die Lebensbedingungen in der Schweiz sind gesundheitsfördernd. Der Anteil der Personen, die aus finanziellen Gründen auf eine notwendige medizinische Untersuchung oder Behandlung verzichten, geht zurück.
Internationales Unterziel 3.8: Die allgemeine Gesundheitsversorgung, einschliesslich der Absicherung gegen finanzielle Risiken, den Zugang zu hochwertigen grundlegenden Gesundheitsdiensten und den Zugang zu sicheren, wirksamen, hochwertigen und bezahlbaren unentbehrlichen Arzneimitteln und Impfstoffen für alle erreichen.
KontaktBundesamt für Statistik Sektion Umwelt, Nachhaltige Entwicklung, Raum
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Schweiz
- Tel.
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