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Saturns augenfälligstes Merkmal ist sein Ringsystem. Auch andere Planeten unseres Sonnensystems haben Ringe. Aber keine sind so spektakulär wie Saturns. Galileo Galilei entdeckte das Ringsystem 1610 und 1675 beschrieb Giovanni Domenico Cassini die Cassinische Teilung. Damit ist eine grosse Lücke zwischen den Ringen gemeint, in der der Mond Mimas kreist.
Saturn ist nach Jupiter der zweitgrösste Planet, wiegt aber nur etwa 30% von dessen Gewicht. Denn als Gasplanet, der vor allem aus Wasserstoff und Helium besteht, hat Saturn eine sehr geringe Dichte. Mit 0.687g/cm3 ist diese sogar kleiner als jene von Wasser unter Normalbedingungen und die geringste Dichte aller Planeten in unserem Sonnensystem. Durch den gasförmigen Aufbau rotieren die Äquatorregionen des Planeten deutlich schneller als die Polregionen.
Die wasserstofflastige Atmosphäre des Saturns wird gegen innen aufgrund des hohen Drucks flüssig. Noch weiter innen nimmt der Wasserstoff metallische Form an. Darunter liegt ein sehr heisser Gesteinskern. Dieser bewirkt, dass Saturn mehr Energie abstrahlt, als er von der Sonne empfängt. Die abgestrahlte Hitze erzeugt Winde und bewegt die Wolken im gasförmigen Teil des Planeten.
Vier verschiedene Sonden haben bisher Messungen an Saturn ausgeführt: Pioneer im Jahr 1979, Voyager 1 und 2 in den Jahren 1980 respektive 1981. 2014 flog zudem die Raumsonde Cassini-Huygens am Saturnmond Poebe vorbei. Sie verglühte geplant 2017 in der Saturnatmosphäre.