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USA: Verzögerung bei Neubauprojekt Turkey Point
Die FPL plant, in der Miami-Dade County in Florida zwei AP1000-Einheiten zu bauen. Die Standortbewilligung zum Bau von Turkey-Point-6 und -7 wurde im Mai 2014 erteilt. Ausstehend ist der Entscheid der Nuclear Regulatory Commission (NRC) zum Gesuch der FPL für eine entsprechende kombinierte Bau- und Betriebsbewilligung (Combined License, COL).
Jetzt hat die FPL in ihrem Zehnjahresplan 2016–2025, den sie der Florida Public Service Commission vorlegte, mitgeteilt, die vormals für 2022 und 2023 geplante Inbetriebnahme von Turkey-Point-6 und -7 verzögere sich. Realistisch sei vielmehr Mitte 2027 für die sechste und Mitte 2028 für die siebte Einheit, erklärte die FPL. Grund seien Verzögerungen bei der COL-Prüfung von Seiten der NRC sowie die 2014 in Florida in Kraft getretenen Regeländerungen betreffend der Deckung der Baukosten. Demnach müsste die NRC das COL-Gesuch bewilligt haben, bevor vorbereitende Bauarbeiten in Angriff genommen werden dürfen. Nichtsdestotrotz spielen die beiden Einheiten laut FPL weiterhin eine wichtige Rolle in der Ressourcenplanung des Unternehmens. Turkey Point verbleibe ein bevorzugter Standort für Kernkraftwerks-Neubauten.
Die FPL betreibt derzeit vier Kernkraftwerkseinheiten, alle in Florida: Turkey-Point-3 und -4 (PWR, je 802 MW) sowie St. Lucie-1 (PWR, 982) und St. Lucie-2 (PWR, 987 MW). 2013 hatte die FPL Modernisierungsarbeiten an diesen Blöcken durchgeführt, welche die installierte Leistung um insgesamt über 500 MW erhöhte.