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Er ist 84, inspiriert aber nach wie vor unzählige Filmemacher und Filmfreunde auf der ganzen Welt: Der Schweizer Regisseur Jean-Luc Godard. Als Lichtgestalt der Nouvelle Vague, die ihr Werk unermüdlich vorantreibt, erhält Godard den Ehrenpreis der Schweizer Filmpreise.
Godard kam am 3. Dezember 1930 in Paris als Sohn von Schweizer Eltern zur Welt. An der Sorbonne-Universität studierte er Ethnologie, danach schrieb er Filmkritiken. Seinen ersten Kurzfilm drehte er 1955 über den Bau der Staumauer Grande Dixence in den Schweizer Bergen.
1960 dann der Paukenschlag: "A bout de souffle" ("Breathless"), sein allererster Spielfilm, schlug beim Publikum gross ein. Das Werk wurde zum Symbol einer neuen Bewegung, der "Nouvelle Vague". Dies auch dank der hervorragenden Leistungen von Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg in den Hauptrollen.
Godard realisierte in seiner 50-jährigen Karriere an die 100 Filme, von denen viele in die Geschichte des Kinos eingingen. Sein Impetus, die Erzählstruktur aufzulösen und in ein Chaos zu stürzen, führte in den 1980er-Jahren dazu, dass mehr und mehr Zuschauer aus seinen Filmen "ausstiegen" - sie empfanden diese schlicht als zu komplex.
"Adieu au langage" ("Goodbye to Language") ist sein jüngster Spielfilm. Am 67. Filmfestival von Cannes erhielt er 2014 den Preis der Jury.