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Unter dem Begriff Psychotherapie sind
verschiedene Verfahren zusammengefasst, wie Menschen mit seelischen Störungen
geholfen werden kann, ihr inneres und äußeres Gleichgewicht (wieder-) zu
finden.
Im Dschungel der
psychotherapeutischen Methoden gibt es wissenschaftlich anerkannte und nicht
oder noch nicht wissenschaftlich anerkannte.
Anerkannte Psychotherapieschulen sind u.a. die Klienten- oder Personzentrierte Psychotherapie, die Systemische Psychotherapie, die Verhaltenstherapie, die Gestalttherapie, die Psychoanalytischen Verfahren.
Die Voraussetzungen, um einen
Fachtitel als Psychotherapeut/in zu erlangen, sind zur Zeit ein Hochschulstudium
in Medizin oder Psychologie und eine mindestens 5-jährige Zusatzausbildung in
einer der erwähnten wissenschaftlich anerkannten Fachrichtungen.
Der entsprechende Fachtitel ist beim
Psychiater/der Psychiaterin der FMH-Titel, bei Psychologen/Psychologinnen der
Fachtitel FSP oder SPV.
Dazu kommen bei Psychologen/Psychologinnen je nach Kanton noch 1-2 Jahre Berufserfahrung (100%-Pensum vorausgesetzt, sonst entsprechend länger) in einer ärztlich geleiteten Institution.
Ein Psychiater/eine Psychiaterin hat
ein Medizinstudium, ein Psychologe/eine Psychologin ein Studium in Psychologie
absolviert. Letztere/r darf im Gegensatz zum Psychiater keine Medikamente
verschreiben und auch keine Klinikeinweisungen vornehmen.
Ja, die Psychotherapeutin/der Psychotherapeut
untersteht der Schweigepflicht, ohne die eine erfolgreiche Psychotherapie nicht
denkbar ist. In der psychotherapeutischen Situation muss sichergestellt sein,
dass die Klientin/der Klient sich frei
äußern und sicher sein kann,
dass
alles, was er/sie sagt, die Therapie nicht verlässt. Gerade auch schwierige,
sozial unangepasste Inhalte müssen Platz haben und wertfrei behandelt werden.
Ja, die Psychotherapeutin/der Psychotherapeut
untersteht der Schweigepflicht, ohne die eine erfolgreiche Psychotherapie nicht
denkbar ist. In der psychotherapeutischen Situation muss sichergestellt sein,
dass die Klientin/der Klient sich frei
äußern und sicher sein kann,
dass
alles, was er/sie sagt, die Therapie nicht verlässt. Gerade auch schwierige,
sozial unangepasste Inhalte müssen Platz haben und wertfrei behandelt werden.
Im
Falle der delegierten Psychotherapie ist die Psychologin/der Psychologe aber
verpflichtet, dem delegierenden Arzt/der delegierenden Ärztin Auskunft zu
erteilen. Diese unterstehen ebenfalls der Schweigepflicht.
Die meisten Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen besuchen zur qualitativ besseren Ausübung ihrer Tätigkeit eine Supervision. Dies bedeutet, dass sie therapeutische Situationen mit einer anderen erfahrenen Fachperson besprechen können. Die Schweigepflicht gilt auch für diese Person.
Jeder
Mensch hat in seinem Leben immer wieder unterschiedlich starke psychische
Probleme, mit denen er mehr oder weniger gut ohne fachliche Hilfe zurecht kommt.
Sind die Probleme so beeinträchtigend und so tief verwurzelt, dass er den Ausweg
nicht selbst findet, kann eine Psychotherapie helfen.
Psychotherapie kann helfen bei Depressionen, Burnout, Schlafstörungen, psychosomatischen Beschwerden, Ängsten, Zwängen, Phobien, Panikattacken, Essstörungen, Hemmungen, Problemen in der Schule und am Arbeitsplatz, Konzentrationstörungen, ADS, ADHS, Lebenskrisen, Trauma, zwischenmenschlichen Konflikten, Partnerschaftskrisen, sexuellen Störungen.
Die Personzentrierte Psychotherapie betrachtet eine psychische Störung als eine sogenannte Inkongruenz, die entsteht wenn sich das Idealbild, dem man entsprechen möchte, nicht deckt mit dem Bild, das man von sich hat. Je größer die Inkongruenz, desto schwerer die Störung. Es kann auch sein, dass ein Mensch zwar verschiedene Selbstbilder in sich trägt, jedoch sich selbst, seine echten Emotionen, Bedürfnisse, Beweggründe nicht wirklich kennt. Eine Psychotherapie kann helfen, ein positiveres und realistischeres Bild von sich selbst zu entwickeln.
Ein isoliertes unverarbeitetes Trauma kann Inkongruenz bewirken und zu einer psychischen Störung führen. Oft richtet ein vereinzeltes großes Trauma, das von einem einfühlenden Umfeld aufgefangen wird, weniger bleibenden Schaden an als eines, das wiederholt stattfindet und nicht einmal als solches erkannt wird.
Dies hängt ab von der Art, Intensität und Dauer der psychischen Probleme, der Motivation und des Zustands der Klientin/des Klienten und natürlich auch der Fähigkeit der Therapeutin/des Therapeuten, auf eine Person hilfreich einzugehen. Wichtig ist, dass der Klient/die Klientin Vertrauen zum Therapeuten/zur Therapeutin fassen kann. Letzteres muss wachsen und braucht oft seine Zeit, besonders wenn ein Mensch durch negative zwischenmenschliche Erfahrungen geprägt ist. So kann eine erfolgreiche Psychotherapie wenige Monate bis einige Jahre dauern.