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Projekt 1154 "Jastreb", von der NATO, nach dem Namen des Typschiffs, als NEUSTRASHIMY-KLASSE bezeichnet, ist eine Klasse von ASW-Fregatten der Russischen Marine.Mitte der 1970er Jahre begann die Entwicklung von "Projekt 1154", einer Korvette zur U-Jagd. Zu Beginn lag die geplante Tonnage bei rund 1.500 Tonnen. Im Laufe der Entwicklungszeit stiegen die Anforderungen. Durch Hinzufügen zusätzlicher Waffensysteme sowie einen Helipad wurde schließlich eine moderne Mehrzweckfregatte (als "Projekt 11540") entwickelt, die die Schiffe der KRIVAK-KLASSE ablösen sollte. Noch vor 1990 wurden drei Schiffe der NEUSTRASHIMY-KLASSE in der Jantar-Werft in Kaliningrad auf Kiel gelegt, und in den folgenden Jahren vom Stapel gelassen. Nur das erste Schiff wurde jedoch zeitnah in Dienst gestellt. Die zweite Einheit wurde erst 2009 der Flotte zugeteilt, die dritte soll statt, von der russischen Marine fertiggestellt, verkauft werden. Die Fregatten sind 129,6 m lang und 15,6 m breit bei einem Tiefgang von 5,6 m und einer Verdrängung von 3.800 t. Rumpf und Aufbauten bestehen aus Stahl und wurden unter Verwendung von Technologien zur Verringerung der akustischen Signatur entworfen. Der Antrieb besteht aus einer COGAG-Anlage mit 2 × 2 Gasturbinen mit 2 × 20.000 PS Normalleistung und 2 × 37.000 PS Maximalleistung. Am Bug des Schiffes ist ein 100-mm-Geschütz AK-100 zur Bekämpfung von Flugzeugen sowie Überwasser- und Küstenzielen installiert. Der Munitionsvorrat beträgt 350 Schuss, unter anderem auch panzerbrechende Geschosse. Die Kadenz beträgt zwischen 30 und 50 Schuss pro Minute, die Reichweite bis zu 20 km. Das Waffensystem beinhaltet ein Computersystem für optische und Radar-Zielerfassung und -verfolgung sowie für automatisches Feuer. Zur Bekämpfung von Überwasserzielen können bis zu 16 SS-N-25-Anti-Schiffsraketen mitgeführt werden. Es können vier vierfach Starter zwischen den beiden Masten aufgestellt werden. Je zwei an jeder Seite, mit entgegengesetzter Abschussrichtung, so dass die Starter auf der Steuerbordseite die Raketen nach Backbord ausstoßen und umgekehrt. An beiden Seiten sind je drei 533-mm-Torpedorohre Richtung Bug installiert. Diese können neben Torpedos auch die Lenkwaffen SS-N-15 und SS-N-16 einsetzen. Insgesamt stehen 16 Waffen zur Verfügung. Zur U-Jagd stehen ein Hubschrauber Kamow Ka-27 und ein, auf dem oberen Deck montierter, zwölfrohriger Wasserbombenwerfer RBU-6000 mit insgesamt 96 Geschossen zur Verfügung. Für die Flugabwehr sind im Bug (zwischen Geschütz und RBU-6000) vier VLS-Module mit einem jeweils achtrohrigen Trommelmagazin für SA-N-9 Boden-Luft-Lenkwaffen installiert. Auf beiden Seiten der Satellitenantennen-Kuppel befindet sich je ein CADS-N-1-Komplex als kombiniertes Artillerie/Raketen-CIWS mit insgesamt 64 Raketen und 600 Schuss Munition pro Geschütz. Acht Täuschkörperwerfer PK-10 und zwei PK-16 zum Abschuss von Radar-, Infrarot- und optischen Täuschkörpern sind ebenfalls vorhanden. Es existiert zwar ein Projekt 11541 "Korsar" als Exportvariante (mit den entsprechenden Exportvarianten der Waffensysteme und Elektronik). Allerdings wurde davon bisher noch kein Schiff auf Kiel gelegt. Schiffe des Projekts 1154: "NEUSTRASHIMY": Die "NEUSTRASHIMY" wurde 1986 in Kaliningrad auf Kiel gelegt und lief 1991 vom Stapel. Sie wurde am 24. Januar 1993 in den Dienst der Baltischen Flotte gestellt. In der Folge wurde sie vorübergehend zur Schwarzmeerflotte versetzt und nahm 2008 an der Bekämpfung von Piraterie vor der Küste Somalias teil. Wegen schwerwiegender Maschinenprobleme während dieser Einsätze wurde sie zurück in die Ostsee geschickt um in Kaliningrad überholt zu werden. Vier Dieselaggregate und zwei Turbinen mussten dabei ausgetauscht werden, bevor das Schiff im August 2009 zur Flotte zurückkehrte. Anfang 2010 führte sie einen weiteren Einsatz zur Piratenabwehr im Golf von Aden durch. "YAROSLAV MUDRYY": Die "YAROSLAV MUDRYY", benannt nach Jaroslaw dem Weisen, wurde 1990 auf Kiel gelegt. Ihr Bau stockte wegen fehlender Finanzierung 1994 und konnte erst im Jahr 2002 fortgesetzt werden. Das Schiff wurde am 19. Juni 2009 in Dienst gestellt und gehört zur Baltischen Flotte. "TUMAN". Die "TUMAN" wurde in Kaliningrad 1993 auf Kiel gelegt, aber nicht fertiggestellt. 2010 teilte die Werft mit, die Marineführung habe noch keine Entscheidung über die Zukunft des Schiffes getroffen.