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Gemäss den neusten Zahlen der Asylstatistik wurden in der Schweiz im zweiten Quartal 4392 Asylgesuche eingereicht, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Mittwoch mitteilte. Das sind gut ein Viertel weniger als im selben Quartal des Vorjahres.
Im Juni gingen die Gesuche gegenüber Juni 2016 um fast einen Drittel auf 1634 zurück. In der zweiten Jahreshälfte würden die Zahlen in der Regel zwar ansteigen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Schweiz sei jedoch nicht primäres Zielland der Menschen, die nach Westeuropa gelangen wollten.
Aufgrund der Abnahme im ersten Halbjahr hat das SEM seine im Januar publizierte Jahresprognose der Asylgesuchzahlen für das ganze Jahr 2017 nach unten korrigiert. Die Eintretenswahrscheinlichkeit des tiefsten Szenarios mit 19'500 Asylgesuchen wird neu gleich hoch bewertet wie die des bisher wahrscheinlichsten Szenarios von 24'500 Asylgesuchen.
Allerdings bleibe unsicher, wie sich die Lage in den Konfliktregionen und entlang der Migrationsrouten entwickeln werde. Deshalb verwende das SEM weiterhin die Prognose von 24'500 Gesuchen als Basis für die Planung.
Das SEM erledigte im Juni 2205 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei erhielten laut Mitteilung 618 Menschen Asyl, und 667 Personen wurden vorläufig aufgenommen. Auf 476 Gesuche wurde auf Grundlage des Dublin-Abkommens nicht eingetreten.
Im selben Zeitraum sind 609 Personen kontrolliert aus der Schweiz ausgereist oder wurden rückgeführt. Bei 642 Personen ersuchte die Schweiz einen anderen Dublin-Staat um Übernahme, wovon 197 Personen in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden konnten.
Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 471 Personen ersucht, wovon 73 Personen der Schweiz überstellt wurden.
(SDA)