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Köbi Kuhn, mit richitgem Namen Jakob Kuhn, stirbt am 26. November 2019 im Spital nach einer schwerwiegenden Krankheit. Im Jahr 2011 wurde bei ihm Alters-Leukämie diagnostiziert. Kuhn war eine wichtige Persönlichkeit für die Schweiz und zwar aus folgenden Gründen:
1. Ausgezeichnetes Fussballtalent
Kuhn war in den 60-er und 70-er Jahren ein Star auf dem Rasen. 17 Jahre spielte er beim FC Zürich. Er war Mittelfeldspieler und zwischen 1962 bis 1977 gewann er sechsmal die Schweizer Meisterschaft. Insgesamt war er in der Nationalmannschaft bei 63 Länderspielen dabei.
2. Trainer, der Potenzial in der Jugend sah
Als unerfahrener Trainer trainierte er zuerst als Nachwuchstrainer beim FC Zürich. Anschliessend wechselte er dann zur U-21 Nationalmannschaft. Als Trainer war er einzigartig – Er entdeckte Talente wie Tranquillo Barnetta und Valon Behrami. 2004 gelang im die EM-Qualifikation in Portugal. Zwei Jahre später qualifiziert sich das Nati-Team für die WM in Deutschland. Die Schweiz schaffte es sogar ins Achtelfinale, wo sie dann gegen die Ukraine verlor. Nach dem Spiel wird Kuhn heftig kritisiert, weil er Stürmer Alex Frei vor dem Penaltyschiessen auswechselte.
2008 endet Köbi Kuhns Zeit als Schweizer Nationaltrainer.
3. Bodenständigkeit
Seine Treue und Bodenständigkeit begeisterten die ganze Schweiz. Er wurde in Zürich-Wiedikon geboren, wo er auch sehr lange wohnte. Immer wieder wurde er gefragt, warum er immer noch in einer Mietwohnung lebe. Dies erklärte er damit, dass es ihm gefalle und er nicht mehr brauche. Es war keine Überraschung, wenn einem Kuhn wie ein normaler Bürger in der Nachbarschaft über den Weg lief.
4. Scheitern
Kuhn war nicht immer erfolgreich. Nachdem seine Zeit auf dem Fussballplatz vorbei war, probierte er verschiedene Berufe aus. Sein Versuch als Geschäftsmann durchzustarten scheiterte und auch der Einstieg in die Politik war kein grosser Erfolg. Erst als er in den 90-er Jahren als Trainer anfing zu arbeiten, kehrte er zum Fussball zurück. Von den Medien erhielt er den Titel «Köbi National». Viele Schweizer und Schweizerinnen, konnten sich mit der Persönlichkeit Kuhns identifizieren. Egal wie viele Niederlagen Kuhn erlebte, er liess sich niemals unterkriegen.
5. Zahlreiche Schicksalsschläge
Im April 2019 erscheint Köbi Kuhns Biografie. Dort erzählt er, dass er als kleiner Junge von älteren Fussballkollegen sexuell missbraucht worden sei. Auch im Erwachsenenalter musste er immer wieder mit herzzereissenden familiären Problemen klar kommen. Seine Frau Alice Kuhn starb im Jahr 2014, nachdem sie Jahre zuvor einen Hirnschlag erlitt. Kuhn pflegte sie bis zu ihrem Tod. Dazu hatte seine Tochter schlimme Drogenprobleme. Mit 46 Jahren stirbt sie in Folge von Alkoholmissbrauch. Selbst hatte Kuhn auch mit schlimmen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Jahr diagnostizierte man Altersleukämie, welche im Jahr 2019 zum Tod führte.
Köbi Kuhns Persönlichkeit beeindruckte die ganze Schweiz und wir garantiert nie in Vergessenheit geraten.