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F.U. Bally Söhne, Säckingen
Urs Peter Bally-Herzog erwarb im Jahre 1835 die Konzession zur Eröffnung einer Seidenweberei in Säckingen, da hohe Zölle (Deutsche Zollunion) den Export aus der Schweiz erschwerten. Im Folgejahr, 1836, wurde die Fabrikation im alten Rathaus in Säckingen, in der Schönaugasse 7, aufgenommen.
Am Anfang waren die Söhne Jean und Peter für die Fabrik in Säckingen verantwortlich. Letzterer soll sich aber unsittlich verhalten haben und wurde zurück nach Schönenwerd beordert, und durch seinen Bruder Theodor ersetzt. Unter den Brüdern Jean und Theodor Bally prosperierte die Firma und machte schon 1838 einen Fabrikneubau notwendig. 1869 betrug die Belegschaft rund 627 Mitarbeitenden und 1882 sogar über 1000 Mitarbeitende (ohne Heimarbeiter). Die Seidenbandfabrikation fand bis zum Zusammenschluss mit den Basler Seidenfabrikanten, Von der Mühll & Cie. und Kern Sohn & Cie. im Jahre 1899 am Ballyweg in Säckingen statt. Heute ist die Firma Vita hier zuhause. Die Fabrik an der Landstrasse in Hänner (1896 erbaut) wurde an die Firma Seiba, heute GST, verkauft.