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Warum sind die Körperübungen im Yoga wie die Spitze des Eisbergs? Was gehört noch dazu? Warum ist Yoga noch immer aktuell?
Die Asanas, wie die Körperübungen im Yoga genannt werden, sind im Westen sehr beliebt und verbreitet. Das bedeutet allerdings auch, dass der sportliche Aspekt des Yoga im Vordergrund steht.
Dabei sind die Körperhaltungen nur ein Teil, so wie die besagte Eisbergspitze, die aus dem Meer heraussticht. Die anderen Anteile sind verborgen. So sind die Asanas nur ein Teil einer Lehre, die auch heute noch aktuell ist, ob für Menschen im Osten, woher diese Philosophie stammt oder im Westen.
Was bedeutet Yoga?
Das Wort Yoga stammt ab von dem Sanskrit-Wort Yuj. Es bedeutet so viel wie „verknüpfen oder vereinen“. Das individuelle und universelle Bewusstsein soll verknüpft werden. Der Mensch, in seiner Einheit als Körper, Geist und Seele verbindet sich mit dem Einklang der Welt. Damit haben wir eine grobe Definition von Yoga, die allgemein akzeptiert wird.
Wie entstand Yoga, wie entsteht diese Verbindung?
Seit Jahrtausenden gibt es unzählige Definitionen. So gibt es Steinzeichnungen von Yogaposen, die schätzungsweise 5.000 Jahre alt sind.
Eine sehr wichtige Definition stammt von Patañjali. Der indische Gelehrte schrieb als erster all die mündlichen Überlieferungen und Weisheiten auf. Dies geschah vermutlich zwischen dem ersten Jahrhundert vor und dem fünften Jahrhundert nach Christus. Eine konkretere Zeit konnte von der Wissenschaft nicht festgelegt werden.
Das Besondere ist, dass er den Yoga systematisch in den sogenannten 195 Yoga-Sutren präsentierte.
Was ist Yoga nach Patañjali?
Nach den weisen Gelehrten ist Yoga eine Disziplin. Sie verlangt Selbstkontrolle und Zurückhaltung von dem, was wir ablehnen, wie Leiden, Illusionen und einen unruhigen Geist.
In den Yoga Sutren wird Yoga als ein Weg beschrieben, der zur wahren Freiheit und Selbstverwirklichung führt. Es ist eine Reise, die im Menschen stattfindet. Sie geschieht lt. Patañjali in acht Schritten.
Yoga – Eine innere Reise in acht Schritten
Diese acht Schritte werden oft auch als die Stufen oder Disziplinen bezeichnet. Körper und Geist werden gereinigt, geklärt, damit der Mensch letztendlich zur vollkommenen Erleuchtung gelangt.
Dazu gehören Verhaltensregeln, uns selbst gegenüber und unserer Umwelt, deren Aktualität, die eine oder andere erstaunen dürfte. Teile des achtgliedrigen Pfades sind zudem die bekannten Yoga-Haltungen, die den Körper gesund halten und den Geist vorbereiten, sowie die Pranayamas, die Atemtechniken und den Rückzug der Sinne, was als Pratyahara bezeichnet wird. Unsere Sinne richten sich in diesen Schritt mehr nach innen und die Aussenwelt wird mit Gelassenheit betrachtet.
Die inneren Stufen
Ein weiterer Schritt ist die Konzentration, die auch als die erste, der drei innerlich stattfindenden Stufen bezeichnet wird. Es folgt die Meditation und als achte Stufe Samadhi.
Die achte Stufe Samadhi wird als das Verschmelzen mit der Unendlichkeit bezeichnet. Es gibt sehr viele Bezeichnungen dafür, wie auch das Wort Erleuchtung oder das absolute Bewusstsein. Es ist die Erfahrung eines glückseligen Zustandes mit sich und der Welt, eine grenzenlose Erfahrung im Einklang mit sich und allem, dem All-ein.