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Breno Quinderé
Breno Quinderé, 26 Jahre alt, begann seine musikalische Ausbildung als Siebenjähriger mit dem Klavierunterricht in Rio de Janeiro. Die ersten intensiven musikalischen Erfahrungen machte er jedoch ab dem Jahr 2000 mit dem Chor „Coral Juvenil do Centro Educacional de Niterói“ (Ltg. Ermano Soares de Sá), in dem er die Lust am gemeinsamen Musizieren und an der Alten Musik entdeckte.
2010 beendete er das Studium der Kunsterziehung (Musikpädagogik) an der staatlichen Bundesuniversität Rio de Janeiro (UNIRIO) und absolvierte, noch als Bariton, den Bachelor (Schwerpunkt: Gesang) an der Musikhochschule der Bundesuniversität zu Rio de Janeiro (UFRJ). Bereits während seines Studiums war er als Lehrbeauftragter für Stimmbildung am Lehrstuhl für Chorgesang tätig. Zu seinen Gesangsprojekten zählt die Mitgliedschaft beim Kammerchor „SacraVox“ der UFRJ (Ltg. Doz. Valéria Matos). Mit diesem nahm er die CD „Brasilianische heilige Musik im 18. u. 19. Jh.“ (UFRJ, 2009) auf. Gleichfalls widmete er sich Brasiliens Alter Musik – dies ist auf der CD „A Música na Corte de D. João VI“ dokumentiert (UFRJ, 2008, Künstlerische Leitung: Dr. Ernani Aguiar). Bei der Experimentellen Operngesellschaft der UFRJ war er für die Operproduktionen Don Giovanni von W. A. Mozart und Il Maestro di Musica von G. B. Pergolesi engagiert.
Zur Zeit studiert er Gesang als Kontratenor bei Prof. Gerd Türk an der Schola Cantorum Basiliensis (Basel, Schweiz) im Bereich der Renaissance- und Barockmusik, wo er ausserdem die Gelegenheit hat, das Mittelalter- und Frührenaissance-Repertoire mit Dominique Vellard zu arbeiten, sowie an Gesangsmeisterkursen mit Margreet Honig und Andreas Scholl teilzunehmen. In diesem Institut war er 2011 einer der zwei preisgekrönten Gesangsstudenten, die den Marie-Louise Fonds gewonnen haben – das wichtigste Stipendium des Institutes.
Bereits während seines Studiums wirkte er bei vielen Ensembles und Chören mit, darunter das Ensemble Corund (Luzern), die Zürcher Sing-Akademie und der Kammerchor Stuttgart (Ltg. Frieder Bernius). Als Solosänger führte er 2012 in zwei Produktionen die Johannes-Passion von J.S. Bach auf: mit dem Ensemble Orlando Fribourg und mit Chapelle de la Vigne (Freiburg). Im Bereich des Repertoires des 14. bis 16. Jahrhunderts nahm er schon an Konzerten des Thélème Ensemble Basel (Ltg. Jean-Christophe Groffe), des Ensemble Gilles Binchois (Ltg. Dominque Vellard) und der Oratori (Coaching: Prof. Anne Smith) teil – die Oratori hatten ihr Debütkonzert 2013 beim Festival Oude Muziek Utrecht.