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Zwei Bakarwals sind mit ihren Schafen und Ziegen in der Nähe Ki Galis etwa 80 Kilometer südlich der Stadt Srinagar im Kashmirgebiet unterwegs. (9. Mai 2018, Dar Yasin/AP/Keystone)
Nach jahrhundertelangem Durchqueren des Himalayagebietes verändert sich das Leben für die Bakarwal-Nomaden, die im indisch kontrollierten Kashmir-Gebiet leben, zusehends. Wo zuvor Weideland war, entstehen nun Städte, bei permanenter Niederlassung sehen sie sich mit der Feindlichkeit der ansässigen Lokalbevölkerung konfrontiert und dieses Jahr wurde die Gemeinschaft durch die grausame Gruppenvergewaltigung und den anschliessenden Mord eines Mädchens erschüttert.
Diese Bakarwal-Nomaden lassen ihre Herde in der Nähe Dubgans nicht aus den Augen, während sie unter einem Baum vor dem Nieselregen Schutz suchen.
Ghulam Nabi geht mit seinen verbleibenden vier Schafen auf einem rutschigen, schneebedeckten Pfad. Der Rest der Herde aus 50 Schafen und Ziegen stürzte auf demselben Pfad in Ki Gali zu Tode.
Über Generationen hinweg zog der muslimische Stamm hinduistischer Prägung mit seinen Schafen, Ziegen und Pferden zwischen den Sommerweiden im Himalaya und den Winterweiden in der Tiefebene umher, wie der Name Bakarwal («Hochlandhirten») bereits impliziert. Im Jahr 1991 wurde der Stamm in den Gebieten Jammu und Kashmir erstmals offiziell anerkannt. Seit 2001 steht ihnen auch der Zugang zum Parlament, höherer Bildung und Jobs im Staatsapparat offen. Dennoch kämpfen die Bakarwal weiterhin gegen Anfeindungen der indischen Bevölkerung. Dies obwohl sie in der Vergangenheit Indien in Konflikten mit Pakistan stets unterstützt hatten.
Eine Bakarwal-Familie hat ihr Zelt im von Indien kontrollierten Kashmirgebiet aufgeschlagen. (9. Mai 2018, Dar Yasin/AP/Keystone)
Der Bakarwal-Nomade Dawood Khatana posiert im Camp in Newa, welches 29 Kilometer südlich von Srinagar im Kashmirgebiet liegt. (9. Mai 2018, Dar Yasin/AP/Keystone)
Eine Bakarwal-Nomadin verziert vor ihrem Zelt in Newa eine Decke aus Ziegenhaar. (9. Mai 2018, Dar Yasin/AP/Keystone)
Bakarwal-Hirten treiben ihre Herden einen Pass hinauf, der nach Sonmarg, ausserhalb Srinagars führt. (15. Mai 2018, Dar Yasin/AP/Keystone)
Gul Khan trägt eine ermüdete Ziege auf den Schultern, während er seine Herde über den Peer Ki Gali treibt. (9. Mai 2018, Dar Yasin/AP/Keystone)