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Der
Autor
Autor der Novelle, die Andreas Berger dramatisiert hat, ist Gottfried Keller (* 19. Juli 1819 in Zürich; † 15. Juli 1890 ebenda) ist einer der bekanntesten Schriftsteller der Schweiz. Von den Idealen der Vormärz-Bewegung zum Schreiben inspiriert – zuerst wollte er Maler werden – gilt er heute als herausragender Vertreter des bürgerlichen Realismus.
Kämpfte er in den ersten Jahrzehnten seines Lebens mit finanziellen Schwierigkeiten, befreite ihn 1861 die Wahl zum ersten Staatsschreiber des Kanton Zürich von allen finanziellen Sorgen. Ein Amt, das er bis 1876 ausübte und ihm die ersten zehn Jahre kaum Zeit zum Schreiben liess.
Erst ab 1871 erschienen weitere Werke und der einsetzende Ruhm des erfolgreichen Schriftstellers in Deutschland und in der Schweiz ermöglichten ihm ein finanziell sorgenfreies Leben.
Seine bekanntesten Werke sind Der grüne Heinrich, die Novellensammlung Die Leute von Seldwyla, Das Fähnlein der sieben Aufrechten und der sozialkritische Roman Martin Salander. Viele seiner Werke sind bis heute für den Film und das Theater adaptiert worden.
Die
Regie
Andreas Berger – ein Theater-Tausendsassa
Bereits zum zweiten Mal beehrt uns Andreas Berger mit einer eigenen Stückadaption und Inszenierung. Vor vier Jahren hat er Shakespears Drama «Love›s Labour›s Lost» für uns in eine zeitgemässe Komödie umgeschrieben und in Szene gesetzt. Und ein Jahr danach ist er bei unserer Produktion von Henrik Ibsens Stück «Hedda Gabler» beim Ausfall des Regisseurs in die Lücke gesprungen.
Ein Multitalent mit grosser Erfahrung
Im Theaterbreich ist Andreas Berger ein Allrounder. Das zeigen seine Stationen: Zwei Jahre wirkte er am Stadttheater Luzern und bei diversen Bühnenproduktionen in der deutschen Schweiz als Beleuchter, Techniker und Licht-Designer. Während vier Jahren fungierte er an der Gesamtschule für Theater in Grenchen als Kursleiter für Schauspiel und Regie. An Schulen und bei Kinder- und Jugendgruppen war er als Theaterpädagoge tätig und im Berufs- wie Amateurtheater als Regisseur. Immer wieder stand und steht er als Schauspieler auch selbst auf der Bühne. Damit nicht genug, verfasste er als Autor ein Hörspiel und etliche Bühnenstücke. Dass er bei seiner ersten Inszenierung bei uns nicht nur als Verfasser und Regisseur auftrat, sondern auch gleich noch das Bühnenbild entwarf, erstaunt bei diesem Allrounder nicht.
Theaterkurse weckten die Liebe zur Bühnenwelt
1959 in Waldshut geboren, hat Andreas Berger das dortige Hochrhein-Gymnasium besucht und anschliessend an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg Germanistik und Politik studiert. Noch in Waldshut und später während des Studiums in Freiburg hat er diverse Theaterkurse besucht. Dadurch wurde die Liebe für das Theater so geweckt, dass er sein Studium abbrach und von 1984 bis 1985 die Schule für Totales Theater in Lützelflüh besuchte. Seither lebt er für die Bühnenwelt und belebt diese mit seinem oben skizzierten, kreativ vielseitigen Schaffen.
Von 2000 bis 2006 hat er als Direktor dem Stadttheater Chur neue Impulse gegeben und danach mit seiner Frau, der bekannten Schauspielerin Silvia Jost, eine Produktionsgemeinschaft gegründet. Detailinformationen dazu und zu seinem Wirken liefert die Website jostundberger.
Das
Stück
Kleider machen Leute – eine Erstaufführung
Exklusiv für uns hat der vielseitig begabte Theatermann Andreas Berger die Novelle «Kleider machen Leute» von Gottfried Keller dramatisiert. Dabei hat er sich im Kern an den Verlauf der Geschichte gehalten, diese aber unseren Bühnenverhältnissen angepasst: Zwei Kinder eröffnen das Spiel, sie lesen die Novelle, treten dann in die Geschichte ein und führen das Publikum durch Hochstapelei, Lüge, Liebe, Hoffnungen und Intrige und dann zum scheinbar bürgerlich-harmonischen Ende.
Die Geschichte von der Hochstapelei des Schneidergesellen Wenzel Strapinski, der in der kleinen Stadt Goldbach für einen polnischen Grafen gehalten wird und aus Liebe zur Tochter des Amtsrat diese Lüge nicht auflöst, fasziniert seit ihrer Veröffentlichung.
Auch nach über 140 Jahren noch aktuell
Gerade in Zeiten von Fake News und der Optimierung des eigenen Ichs in sozialen Medien wie Facebook, Instagram und Snapchat zeigt dieser Stoff seine zeitlose Aktualität. Er handelt von menschlichen Träumen und Sehnsüchten und dem Wunsch mehr zu sein als das, was einem die Realität am Morgen im Spiegel bietet.
Der Protagonist als Objekt von Projektionen und Profitstreben
Ein Fokus der Komödie liegt dabei auf der liebevoll-satirischen Zeichnung des Goldbacher und später auch des Seldwyler (Klein-)Bürgertums. Der polnische Graf, der so unverhofft in das Städtchen Goldbach kommt, wird – vorab beim weiblichen Teil der Bevölkerung – zum Symbol aller (verdrängten) Wünsche, während sich die Honoratioren der Stadt mit diesem exotisch scheinenden Individuum eher schmücken wollen oder sich für ihre politischen oder beruflichen Ziele Vorteile versprechen.
Auch wenn die Geschichte am Ende des 19. Jahrhunderts spielt, sind die Parallelen zu heute unübersehbar und Aha-Erlebnisse durchaus beabsichtigt. Gerade die zeitliche Distanz erlaubt den klaren Blick und hoffentlich manche Erkenntnisse.
Die
Schauspielenden
|Annette Wyssmann||Liese Schneggli

Bedienstete
|Stephan Greder||Ruedi Seeli

Kutscher und Rechtsanwalt
|Hubert Helfer||Fritz Rösti

Gemeindepräsident
|Roland Graf||Anton Köhli

Amtsrat
|Fabian Lanz||Hannes

Wenzel und Nettchens Sohn
|Natalie Fankhauser||Engelchen und Käthi Beerli

Freundin von Nettchen
|Lorelai Herrmann||Sarah

Wenzel und Nettchens Tochter
|Lukas Linsi||Wenzel Strapinski

arbeitsloser Schneidergeselle
|Alexander Bernhard||Roland Bächli und Franz

Schneidermeister und Hausdiener
|Beda Affolter||Melchior Böhni

Gemeindeschreiber
|Sylvia Ernst||Therese Rösti

Frau des Gemeindepräsidenten
|Marianne Hiltbrunner||Martha Egli

Wirtin
|Ursula Steiner||Antonia Bieri

Köchin
|Kurt Hofer||Ernst Schnittli

Baumeister
|Eveline Schlapbach||Teufelchen und Marianne Schnittli

Baumeisters Frau
|Walter Fankhauser||Walter Wäldli

Zeitungsrufer und Kürschermeister
|Jessie Fankhauser||Nettchen

Tochter von Amtsrat Köhli und Strapinskis Frau
Die
Mitwirkenden
Einsatz während Probenarbeiten
Um Organisatorisches in der Probenzeit kümmert sich Produktionsleiter Hubert Helfer. Annette Hachen fungiert als Regie-Assistentin und Heinz Vollenweider als Souffleur.
Engagierte für Bühnenbau und -technik, Kostüme und Requisiten
Grossen Einsatz erfordern auch Bühnenbau und -technik sowie die Beschaffung von Kostümen und Requisiten. Dafür sorgen Kurt Baumgartner, Tanja Graf, Simon Heiniger, Hedy Leu, Hans-Rudolf Keller, Sabine Ritter und Annette Wyssmann sowie der Allrounder Heinz Deriaz, der sich seit 30 Jahren in Sachen ‹Bühnenbau und -technik› bewährt.
Weitere Aktive
Beachtlichen Aufwand leistet auch die Presse- und PR-Gruppe, der Hanspeter Kunz, Karin Müller, Hermann Aebischer, Tom Muster und die Grafikerin Annatina Themis angehören. Nicht zu vergessen ist die unermüdliche und kreative Maskenbildnerin Hedy Leu, die seit 39 Jahren bei jeder Aufführung im Einsatz ist.
Anerkennung verdienen auch die hier nicht namentlich aufgeführten Aktivmitglieder, die sich im Vorverkauf, im Kassen- und Bardienst und weiteren Tätigkeiten engagieren.
Der
Ausblick
Diesen Winter kehren Milli und Molli zusammen mit ihren Freunden in die Remise-Bühni zurück. In ihrem neuen Abenteuer folgen die beiden Mäuse der Einladung von Onkel Max, Weihnachten bei ihm in Grönland zu verbringen. Nach ihrem hastigen Aufbruch von Jegenstorf zum Flughafen und der langen Reise, kommen sie endlich im Dorf Grönneborg an. Mit Hilfe einer Landkarte finden sie den für seine Glückstäfeli weltbekannten Laden von Onkel Max. Doch wo ist der Onkel? Er ist unauffindbar verschwunden – und mit ihm das wertvolle Glückstäfeli-Rezeptbuch. Als wär dies nicht genug, sprechen alle Dorfbewohner ein unverständliches Kauderwelsch. Ob Onkel Max wieder zum Vorschein kommt, die Dorfbewohner den Schlüssel zu ihrer Sprache wieder finden und welche Rolle dabei die farbigen Glückstäfeli spielen, erfahren Sie ab dem 31. Oktober 2020 in der Remise-Bühni Jegenstorf.
Wir freuen uns schon heute auf Ihren Besuch bei uns in Grönland.