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Die Rotary Stiftung Schweiz (RSS) nahm im Geschäftsjahr 2020/21 Spenden im Betrag von rund 1.315 Millionen Franken ein. Dieser Erlös wurde an verschiedene rotarische Institutionen weitergeleitet.
Die Jahresrechnung der Rotary Stiftung Schweiz (RSS) wurde per 30. Juni 2021 abgeschlossen und revidiert. Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde ein Spendenertrag von 1'314'937 Franken und ein gleich hoher Spendenaufwand erzielt. Das sind 23 Prozent weniger als im Vorjahr, als die RSS noch in vollem Umfang für alle drei Schweizer Distrikte tätig war. Die Administrationskosten von 10938 Franken wurden von der Distriktkasse 1980 übernommen. Unter dem Strich resultierte ein Jahresgewinn von 1332 Franken.
Die Bilanz per 30. Juni 2021 weist Aktiven von 199290 Franken auf. Diese bestehen hauptsächlich aus flüssigen Mitteln. Die Passiven Rechnungsabgrenzungen und Kreditoren von total 147164 Franken betrafen vor allem rotarische Projekte, welche noch nicht abgewickelt waren. Mit einem Eigenkapital von 51825 Franken ist das ursprüngliche Stiftungskapital von 50000 Franken unangetastet geblieben.
Da die RSS seit dem Geschäftsjahr 2020/21 für die Distrikte 1990 und 2000 nur noch Grossspenden und Poliobeiträge abwickelt, sind die Zahlungen für EREY und die Rotary Foundation zurückgegangen. Sehr erfreulich waren dagegen die unter Endowment Fund verbuchten Zuwendungen, die aus den Distrikten 1980 und 2000 stammen. Die RSS kann damit ihren Zweck weiterhin sinnvoll und sehr aktiv erreichen.
Am 26. März 2021 hat der Stiftungsrat ein neues Geschäftsreglement beschlossen. Darin wurden Details geregelt, welche in den Statuten nicht umschrieben sind. Auf Hinweis der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht wurden die Statuten ergänzt und die neue Geschäftsstelle als Organ der Stiftung aufgenommen. Beide Änderungen wurden von der Stiftungsaufsicht akzeptiert. Ebenso wurden die Rechnungen der RSS der beiden Vorjahre durch diese Behörde am 6. September 2021 genehmigt.
Mindestens 17000 Menschen verloren durch die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 in der Region Rheinland-Pfalz ihr Hab und Gut oder waren mit erheblichen Verlusten konfrontiert. Um die Not zu lindern, lancierte der RC Adenau-Nürburgring einen Spendenaufruf. Auch die drei Schweizer Governors baten um eine Beteiligung an der Aktion. PDG Heinz Eberhard gelang es, 100 Bautrockner zu einem Spezialpreis von je 800 Franken zu beschaffen und vier Tage nach der Katastrophe nach Deutschland zu liefern. Diese Hilfe wurde sehr geschätzt. Die Spenden wurden über die RSS gesammelt. Einem anderen Distrikt gelang es, die Generatoren zum Betrieb der Bautrockner zu liefern.
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Rotary Stiftung Schweiz
Die Rotary Stiftung Schweiz wurde 2017 gegründet. Weil Rotary International damals nur Organisationen anerkannte, die sich einem einzelnen Distrikt oder Club zuordnen lassen, firmiert die Stiftung offiziell unter dem Namen «Rotary D 1980 Wohltätigkeitsstiftung». Ziel der Stiftung ist es, anerkannte gemeinnützige Aktivitäten von Rotary zu fördern und auf diese Weise einen Beitrag zur Völkerverständigung, zu Goodwill und Frieden zu leisten. Mittel der Rotary Stiftung Schweiz fliessen beispielsweise in die verschiedenen Funds der Rotary Foundation, in weltumspannende Projekte wie PolioPlus und soziales Engagement hier vor Ort in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Die Stiftung wird von der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht kontrolliert und ist als gemeinnützige, steuerabzugsberechtigte Organisation anerkannt. Damit ist sie vor allem auch für Clubs attraktiv, die über keine eigene Wohltätigkeitsstiftung verfügen.
Präsident des Stiftungsrats für das rotarische Jahr 2021/22 ist PDG Hanspeter Pfister. Im Stiftungsrat sind darüber hinaus folgende Rotarier aktiv: DGE Christine Davatz, Markus Meyer, PDG Markus Hauser, Oliver Gasser und RI Director Urs Klemm.