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Im Frühsommer 1928 von 5 Motorradfahrern gegründet als Motoclub Seebach (MCS). Die Gründungsmitglieder hiessen Werner Schönenberger, Hugo Sigg, Hans Heller, Albert Hoeffleur (Velo- und Motohändler) sowie Willi Bridler. Anfänglich trafen sich die Mitglieder in der «Sonne», später war es dann der «Waidhof», heute ist es der «Felsenberg». Ältestes Klubmitglied war lange Zeit Werner Schönenberger jun., dessen Vater Werner Schönenberger sen. zu den Vereinsgründern gehörte. Als letztes Gründungsmitglied verstarb Hans Heller im Jahre 1982. Werner Schönenberger jun. besuchte die monatlichen Klubtreffen noch regelmässig bis ins hohe Alter. Er wohnte viele Jahre an der Rümlangstrasse 31.
Von den weiter oben erwähnten Altvordern ist der OGS noch etwas mehr bekannt:
- Hugo Sigg-Kasper war Glaser und wohnte an der Neuen Zürichstrasse 6 (heute Friesstrasse).
- Werner Schönenberger-Wettstein war anfänglich Magaziner und später Chauffeur mit eigenem Transportgeschäft. Er wohnte ursprünglich ebenfalls an der Neuen Zürichstrasse 6 (heute Friesstrasse) und zog später an die Rümlangstrasse 31. Er hatte einen gleichnamigen Sohn.
- Albert Hoeffleur-Witzig war Velo- und Motororadhändler und wohnte an der Neuen Zürichstrasse 7 (heute Friesstrasse). Auch sein Geschäft befand sich am gleichen Ort.
- Hans (Johann Ulrich) Heller war Fräser und wohnte an der Zentralstrasse 38 in Örlikon.
- Willi Bridlers Wohnort und Beruf konnte bis jetzt noch nicht eruiert werden. Er wohnte zur Gründerzeit weder in Seebach noch in Örlikon.
Vereinsaktivitäten
Der Klub veranstaltete sonntägliche Ausfahrten mit dem Töff, Fuchsjagden und sogar Strassenrennen und Rundstreckenfahrten. Einen ersten Tiefpunkt gab es während dem 2. Weltkrieg, als der Klub alle motorsportlichen Aktivitäten einstellen musste. In den 1950er Jahren wechselten dann viele Mitglieder vom Töff auf ein Auto. Wegen dem zunehmenden Verkehr und den aufkommenden Verboten für Strassenrennen musste der Klub seine Aktivitäten auf gemeinsame Ausfahrten beschränken. Der Motoclub Seebach änderte im Jahre 1957 seinen Namen und nannte sich fortan Auto- und Motorradclub Seebach (AMC), dies vor allem, weil immer mehr Mitglieder sich anstatt eines Töffs ein Auto kauften. Der AMC veranstaltet jedes Jahr mehrere Klubreisen, einige davon als Motorradtouren in der Schweiz oder ins nahe Ausland. Grösster Anlass ist jeweils die Dorfchilbi auf der Buhn, wo der AMC seit Jahren mit einem grossen Festzelt aufwartet.
Mitgliederzahl
Die Mitgliederzahl sackte während des 2. Weltkrieges von ursprünglich über 40 auf nur noch 5 Mitglieder ab, sodass der Verein gerade noch den Vorstand bestellen konnte, doch wendete sich das Blatt ab 1947 wieder. Probleme mit der Mitgliederzahl hat der Verein heute keine mehr, denn er zählt mittlerweilen 117 Mitglieder, davon sind die meisten ziemlich aktiv. Nur ein kleines Problem besteht noch: Die Mitglieder weisen ein relativ hohes Durchschnittsalter auf. Junge Interessenten lesen am besten den Abschnitt zur Mitgliedschaft weiter unten!
Alter Kultgegenstand
Der AMC besitzt auch einen alten Kultgegenstand. Es ist ein grosser, silberfarbener Aschenbecher, der noch aus einer Zeit stammt, als fast jedermann rauchte. Auf dem Aschenbecher sind die Namen der Gründungsmitglieder eingrafiert. Der Aschenbecher wurde noch bis um 2008 stets auf jenem Tisch platziert, wo sich die Mitglieder am Donnerstag Abend trafen.
Thailand lässt grüssen
Ein Vereinsmitglied des AMC scheint eine thailändische Lebenspartnerin zu haben. Genaueres weiss die OGS nicht. Was sie aber weiss ist, dass vor dem Festzelt des AMC an der Dorfchilbi seit längerem thailändische Gerichte gekocht werden. Diese sind sehr zu empfehlen und 'fachfraulich' zubereitet. Wer das eine oder andere Gericht nachkochen will: An der Affolternstrasse gleich neben dem Gleis 8 des Bahnhofs Örlikon gibt es einen recht grossen Laden mit vielen thailändischen und südostasiaten Produkten aus Indien, Indonesien, China und Malaysia. Im Zelt selber hat es eine Bar und zahlreiche Stehtische. Auch vor dem Zelt hat es einige Tische, wo die Besucher essen, trinken und plaudern können. Das Zelt ist meist recht gut besucht.
Dicke Brummer, Country Music und Cowboy-Romantik
Neben dem Festzelt waren immer ein paar Motorräder aufgestellt, meistens recht dicke Brummer der Marke Harley-Davidson, und Country-Musik hörte man allenthalben auch. Allein schon um ein solches Stahlross aus der Nähe zu bewundern, kamen die Leute gerne zum AMC-Stand. Leider hat das Interesse an diesen urwüchsigen Fahrzeugen beim Publikum etwas nachgelassen, sodass man die Töffschau wieder etwas reduziert hat. Das hat aber mehr damit zu tun, dass man diese grossen, schweren Maschinen heute in grosser Zahl auf den Strassen sieht, was früher nicht der Fall war.
Jubiläen
1978 feierte der AMC sein 50-Jahr-Jubiläum. Das besondere daran war, dass fast alle Klubmitglieder teilnahmen. Hans Weber berichtete darüber in «Unser Seebach».
2013 feierte der AMC sein 85-jähriges Bestehen mit einem zweitägigen Ausflug in die Ostschweiz. Dieser scheint ganz besonders gut bei den Mitgliedern angekommen zu sein.
Mitgliedschaft
Übrigens muss man nicht einen grossen Töff besitzen, um Mitglied beim AMC zu werden. Es genügt auch eine kleine Vespa, ein Auto oder sogar nichts von allem! Informieren kann man sich auf der Website des Klubs, siehe ganz unten!
Vereinspräsidenten:
Von den Vereinspräsidenten konnte die OGS erst ganz wenige ausfindig machen:
- Ernst Peter, um 1958 - Ernesto Peter, seit etwa 1993
Weitere bekannte Mitglieder (in Klammern Stichjahr)
- Marie Peter (1954) - Hans Weber (1983) - Hansruedi Bär (2002) - René Merkle (2002)