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Der Kanu Club Murgenthal wurde 1945 gegründet. Aber wieso denn gerade in Murgenthal?
Einerseits weil Murgenthal an einer der wenigen naturnahen Fliessstrecken der Aare liegt und andererseits weil die damalige HOMAG, die Holzwarenfabrik Murgenthal AG, unter anderem auch Faltboote herstellte. So kam es, dass sich immer mehr Faltböötler dem Verein anschlossen und der Mitgliederbestand anwuchs. Mit der Zeit kamen dann auch die Polyester- und später auch die bis heute weit verbreiteten Plastik-Boote auf.
In all diesen Jahren konnten die «Murgenthaler» auch einige Erfolge feiern – die grössten im ersten Jahrzehnt des Clubbestehens. Mehrmals gelang es, einen Schweizermeister oder eine Schweizermeisterin zu stellen. Die Kameraden Paul Glauser und Bruno Ruf konnten 1948 im Zweierkajak an den Olympischen Spielen in London teilnehmen. Edi Kunz wurde 1949 in Genf zusammen mit zwei weiteren Paddlern Mannschaftsweltmeister im Slalom. Weiter gelang Daniel Oschwald 1972 als Junior die Elite-Qualifikation im Slalom, welche er über mehrere Jahre zu verteidigen vermochte. In den 90er Jahren wurde dann eine neue Disziplin immer populärer in der Kanuszene: Kanupolo. Dieses wird nicht etwa mit Pferden gespielt, sondern ganz einfach in Kajaks in Fünferteams in der Badi. Das Tor befindet sich zwei Meter über der Wasseroberfläche. Seit 1991 organisiert der Kanu Club Murgenthal jährlich im September das internationale Kanupolo Turnier «Murg Cup». Wegen dem mehrjährigen Neubau der Badi Rothrist, findet der «Murg Cup» zur Zeit nicht statt. Mitte der 90er Jahre standen die «Murgenthaler» bei mehreren schweizermeisterschaften im Kanupolo auf dem Podest – bei den Junioren sowie bei den Erwachsenen.
Eine weitere Disziplin etablierte sich zur selben Zeit: Kanu Freestyle. Damals noch unter der Bezeichnung Kanu-Rodeo, gewann diese Disziplin schnell an Popularität und ist heute nicht mehr aus dem Kanusport wegzudenken. Auch beim Murgenthaler Verein sprang man auf diesen Trend auf. Der Kollege Marc Peyer holte 1998 in Thun den Junioren Schweizermeister Titel. Die Qualifikation bei der Elite ins WM Kader 2001 verpasste er nur knapp.
Der Spitzensport hat jedoch beim Kanu Club Murgenthal keine hohe Priorität. Vielmehr stehen naturnahe Erlebnisse bei gemeinsamen Ausflügen in der Schweiz im Vordergrund, sowie auch längere Kajak-Ferien im nahen und fernen Ausland. Um sein Können zu verbessern, führt der KCM ein wöchentliches Clubtraining durch und organisiert Paddelausflüge für Anfänger. Das ist der Kanu Club Murgenthal von heute.