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Emil August Göldi (1859–1917)
A life between Switzerland and Brazil
Mit diesem Beitrag soll die berufliche Laufbahn und das wissenschaftliche Werk des Schweizer Naturforschers Emil August Göldi beleuchtet und gewürdigt werden. Göldi war einer der Pioniere in der biologischen Erforschung des Amazonasgebiets – eines Hotspots der Biodiversität. Auch über die Biologie hinaus spielte er eine bedeutende Rolle für die politischen Beziehungen zwischen Brasilien und der Schweiz.
Für das naturwissenschaftliche Umfeld in Bern ist Göldi in vielfacher Hinsicht von Bedeutung: Er lehrte ab 1907 erst als Privatdozent, dann als Extraordinarius für Tiergeografie und Tierbiologie an der Universität. Seine private Sammlung und eine viel umfangreichere Parallelsammlung von Insekten und Wirbeltieren des Staatsmuseums von Pará werden im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern aufbewahrt, in dessen Aufsichtskommission er 1911 Einsitz nahm. Er war seit 1906 Mitglied der Naturforschenden Gesellschaft und ab 1910 bis zu seinem frühen Tod im Juli 1917 deren Präsident. Auch dem Entomologischen Verein Bern stand er ab 1910 als Präsident vor.
Autoren: Nelson Sanjad, Marcel Güntert
Seitenangabe: 21-69