Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03202.jsonl.gz/378

Die Musikgesellschaft Schongau wurde am 4. August 1867 gegründet. Dass den 11 Gründungsmitgliedern von Anfang an daran gelegen war, gute Musik zu machen, beweist der Vertrag vom 1. September 1867 mit Musiklehrer Josef Furrer aus Rüedikon. Dieser wurde nämlich verpflichtet, während zwei Jahren ausschliesslich die Musikgesellschaft Schongau in der Musik zu unterrichten und an keinem anderen Ort als in Schongau zu wohnen. Ohne Zustimmung des Vereins durfte er sich auch nicht mehr als drei Tage von der Gemeinde Schongau entfernt aufhalten. Für die damalige Zeit wurde ihm dafür ein respektables Monatsgehalt von 8 Franken bezahlt. Die Gründungsstatuten vom 4. August 1867 lassen auf ein straff geführtes Vereinsleben schliessen. Das Pflichtenheft des Präsidenten und des Kassiers waren ebenso umschrieben, wie die Handhabung von Bussgeldern säumiger Musikanten. Für die Verschönerung von Gottesdiensten an Monatssonntagen und anderen Kirchenanlässen erhielt der Verein ab 1877 50 Franken pro Jahr. Zwischen 1880 und 1903 wurde die Vereinstätigkeit ausschliesslich auf die Kirchenmusik sowie das Tanzspiel beschränkt. Über diese Zeitspanne existieren keine Protokolle. Ständige Tanzmusikorte waren Wirtschaften in Aesch, Hitzkirch, Fahrwangen, Muri, Villmergen und Bremgarten. Dank der Initiative des jungen Dominik Graf wurde am 17. November 1903 die Musikgesellschaft reorganisiert. Unter dem Dirigentenstab von Lehrer Weibel standen 14 Aktivmitglieder. Fortan berichten Protokollbücher über eine rege geordnete Vereinstätigkeit.