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Frage von STB Leichtathletik Runner:
Ist es sinnvoll im Alter (über 65) Trainingsintervalle gemäss den Trainingsplänen z.B. Running Gruppe 5 und 6 zu absolvieren? Sind jährliche Check-up‘s mit weiterführenden Untersuchungen empfehlenswert (Leistungstest, Belastungs-EKG, Ultraschalluntersuchung vom Herzen ev. Blutentnahme)? Wenn bei diesen jährlichen sportkardiologischen Leistungstests keine Einschränkung für ein intensives Ausdauertraining und / oder Teilnahme an Wettkämpfen diagnostiziert wurde.
Antwort von Dr. med. Sibylle Matter, medbase:
Gemäss den aktuellen Empfehlungen sollte bei gesunden, wettkampfaktiven Sportlern >35 Jahre (Sportlerinnen >45 Jahre) eine Analyse der möglichen Risikofaktoren, körperliche Untersuchung und ein Ruhe-EKG durchgeführt werden, um einen plötzlichen Herztod möglichst verhindern zu können. Danach wird eine jährliche sportärztliche Untersuchung empfohlen, ein zusätzliches Ruhe-EKG ist bei unveränderter Situation nicht jährlich notwendig. Weiterführende Untersuchungen wie Belastungs-EKG, Ultraschalluntersuchung des Herzens durch den Kardiologen sind nur bei vorhandenen Risikofaktoren/Symptomen, Auffälligkeiten im Ruhe-EKG oder bei auffälliger klinischer Untersuchung empfohlen.
Mittels Leistungstest kann oft nur wenig über ein Problem mit dem Herzen ausgesagt werden, da dort meist nur das Laktat und der Puls gemessen werden. Wenn dort jedoch z.B. ein unerklärlicher Leistungseinbruch, eine unerwartete Pulsveränderung oder Unwohlsein während der Belastung auftritt, so kann dies auch ein Grund für weiterführende Abklärungen sein. Wenn also bei den jährlichen sportärztlichen Untersuchungen alles in Ordnung ist, so kann bei angepasstem Aufbautraining auch ein Intervalltraining im Trainingsalltag eingeplant werden.