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Um das Leben von Betroffenen zu retten, kann ein Rippenbruch in Kauf genommen werden.
Besonders ältere Menschen erleiden bei einer Reanimation häufig einen Rippenbruch. Stärker gefährdet als andere Menschen sind auch Patienten mit geschwächten Knochen wie z.B. aufgrund einer Osteoporose.
Zweifel hin oder her: Die Reanimation sollte fortgesetzt werden, auch wenn der Verdacht besteht, Rippenknochen gebrochen zu haben. Ein Menschenleben hat Vorrang und eine mögliche Rippenfraktur ist das geringere Problem. Der gebrochene Knochen heilt innerhalb von vier bis sechs Wochen wieder zusammen.
Es ist sogar besser, relativ viel Kraft auf die Brust auszuüben, als zu wenig zu drücken. Nur so kann eine ausreichende Herzfunktion erreicht werden. Beim Erwachsenen sollte die Brust bei der Herzmassage etwa 5-6 Zentimeter eingedrückt werden und das 100-120 Mal pro Minute.
Wie ist die rechtliche Situation?
Sowohl gesundheitlich als auch rechtlich betrachtet, brauchen sich Lebensretter nicht zu sorgen, dass ihnen beim Wiederbeleben wegen einem Rippenbruch erhebliche negative Konsequenzen drohen - Ganz im Gegenteil! Schäden, die zur Wiederbelebung entstanden sind, stehen immer zweitrangig hinter dem Interesse, das Leben eines Opfers zu retten.
Wie kann bei einer Reanimation darauf geachtet werden, die Rippen zu schonen?
Es gibt keine Möglichkeit, sicherzugehen, dass keine Rippe bei den Wiederbelebungsmassnahmen bricht. Die richtige Lage der Hände bei der Herzmassage kann die Gefahr aber reduzieren. Der Druckpunkt für die Herzmassage sollte deshalb möglichst mittig über dem Brustbein und nicht seitlich auf den Rippen liegen - und der Druck sollte nur senkrecht auf die Herzgegend einwirken.