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Xanax/-retard/-SL enthält als Wirkstoff Alprazolam, eine Substanz aus der Gruppe der Benzodiazepine. Xanax/-retard/-SL wirkt angstlösend, entspannend und beruhigend. Es wird eingesetzt zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen sowie von Panikstörungen.
Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Gleichzeitiger Alkoholgenuss oder die Einnahme gewisser anderer Arzneimittel können die Wirkung von Benzodiazepin-haltigen Arzneimitteln wie Xanax/-retard/-SL verstärken.
Xanax/-retard/-SL darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegenüber Benzodiazepinen oder einem anderen Bestandteil des Präparates sowie bei krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis), starker Beeinträchtigung der Atemfunktion, Atemstillstand während des Schlafes (Schlafapnoe-Syndrom) und bei starker Beeinträchtigung der Leberfunktion.
Xanax/-retard/-SL darf nicht zusammen mit gewissen Mitteln gegen Pilzinfektionen oder Mitteln für die AIDS-Behandlung (so genannte Proteasehemmer) eingenommen werden.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!
Die Einnahme von Xanax/-retard/-SL kann ? wie bei allen Benzodiazepin-haltigen Präparaten ? zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen klingen in der Regel nach zwei bis drei Wochen ab.
Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
Bei Patienten und Patientinnen mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion muss Xanax/-retard/-SL vorsichtig dosiert werden.
Bei Patienten, welche an Depressionen leiden, kann es unter der Behandlung mit Xanax/-retard/-SL zum Auftreten von gewissen leichten bis auch schweren krankhaften psychischen Symptomen kommen (sog. Manien).
Die Wirkung von Xanax/-retard/-SL wird durch die gleichzeitige Einnahme von Beruhigungsmitteln, starken Schmerzmitteln und anderen auf das Zentralnervensystem wirkenden Arzneimitteln sowie durch alkoholische Getränke verstärkt. Gewisse Antibiotika, Mittel gegen Bluthochdruck, Depressionen und einige andere Arzneimittel können die Wirkung von Xanax/-retard/-SL beeinflussen und verstärken. Xanax/-retard/-SL kann auch die Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflussen (z.B. Lithium und Digoxin). Informieren Sie deshalb unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über die Einnahme anderer Arzneimittel.
Bei älteren Patienten und Patientinnen sollte Xanax/-retard/-SL vorsichtig dosiert werden, weil diese Personen empfindlicher auf Xanax/-retard/-SL reagieren als jüngere Patienten und Patientinnen.
An Patienten und Patientinnen, die zu Arzneimittelmissbrauch neigen, sowie an Alkoholabhängige und Drogensüchtige darf Xanax/-retard/-SL nur in Ausnahmesituationen und unter strenger ärztlicher Überwachung abgegeben werden.
Patienten und Patientinnen mit der seltenen, vererbten Galactose-Unverträglichkeit, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Xanax/-retard Tabletten nicht einnehmen.
Die Anwendung von Xanax/-retard/-SL bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht untersucht worden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.
Xanax/-retard/-SL soll während der Schwangerschaft, insbesondere während der ersten drei Monate, und während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, nehmen Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.
Wird Xanax/-retard/-SL in der Endphase der Schwangerschaft oder während der Geburt eingenommen, können beim Neugeborenen Nebenwirkungen auftreten. Neugeborene, deren Mütter während der Schwangerschaft häufig Benzodiazepin-haltige Präparate eingenommen haben, können eine Abhängigkeit entwickeln und daher Entzugssymptome zeigen.
Falls eine Einnahme von Xanax/-retard/-SL während der Stillzeit notwendig ist, müssen Sie abstillen.
Der Arzt bzw. die Ärztin legt die für Sie geeignete Dosierung sowie die Behandlungsdauer und den Zeitpunkt der Tabletteneinnahme fest.
Die übliche Dosierung beträgt 0.5 bis 1.5 mg täglich auf mehrere Gaben verteilt. Je nach Ansprechen des Patienten können bis zu 4 mg täglich, und in vereinzelten Fällen bis 6 mg notwendig sein. Die Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit geschluckt.
Die Xanax 2 mg Tablette ist länglich und hat drei Bruchrillen. Zur Teilung wird die Tablette mit der Prägung nach oben auf eine harte Unterlage gelegt und mit dem Daumen auf die Mitte der Tablette gedrückt. Auf die gleiche Weise können die beiden Hälften weiter geteilt werden. Daraus entstehen 4 Teile à 0.5 mg.
Die Xanax retard Tabletten werden ein- bis zweimal täglich eingenommen. Falls die Einnahme einmal täglich erfolgt, sollten Sie die Tablette vorzugsweise morgens einnehmen. Die übliche Anfangsdosierung beträgt 0.5 bis 1.5 mg täglich; je nach Ansprechen des Patienten können bis zu 4 mg täglich, und in vereinzelten Fällen bis 6 mg notwendig sein. Die Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit geschluckt und dürfen nicht zerbissen oder geteilt werden.
Die übliche Dosierung beträgt 0.5 bis 1.5 mg täglich auf mehrere Gaben verteilt. Je nach Ansprechen des Patienten können bis zu 4 mg täglich, und in vereinzelten Fällen sogar 6 mg notwendig sein.
Die Sublingualtablette wird für mindestens 2 Minuten unter die Zunge gelegt, bis sie ohne kauen oder lutschen vollständig zerfallen ist und der Speichel geschluckt werden kann. Die Sublingualtabletten dürfen nicht geteilt, gekaut oder ganz geschluckt werden.
Xanax Sublingualtabletten dürfen nicht durch die Blisterfolie gedrückt werden. Ziehen Sie die Blisterfolie sorgfältig ab und drücken Sie von unten sachte auf die Tablettentasche, damit Sie die Sublingualtablette vorsichtig aus dem Blister nehmen können.
Bei älteren Patienten bzw. Patientinnen oder bei solchen mit geschwächtem Allgemeinzustand muss die Dosierung reduziert werden.
Eine Erhöhung oder Verringerung der Dosis muss vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet und genau nach den Anweisungen durchgeführt werden. Insbesondere darf Xanax/-retard/-SL auf keinen Fall abrupt abgesetzt werden.
Die Anwendung von Xanax/-retard/-SL wurde bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht untersucht und kann deshalb nicht empfohlen werden (siehe auch «Wann ist bei der Einnahme von Xanax/-retard/-SL Vorsicht geboten?»).
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Nebenwirkungen treten überwiegend zu Beginn der Behandlung auf und klingen gewöhnlich im Laufe der Behandlung oder bei einer Dosisreduzierung ab.
Wie bei allen Benzodiazepinen können in seltenen Fällen Verhaltensstörungen und paradoxe Reaktionen wie Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Aggressivität, Erregungszustände oder Sinnestäuschung auftreten. Beim Auftreten solcher Symptome muss unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin informiert werden.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Xanax/-retard/-SL auftreten:
Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Patienten auftreten): Depressionen, Schläfrigkeit, Benommenheit, Erschöpfung, Reizbarkeit, Gedächtnisschwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Sprechstörungen, Störung der Bewegungsabläufe, Mundtrockenheit, Verstopfung, Gewichtsveränderung.
Häufig (können bei mehr als 1 von 100 Patienten auftreten): Verwirrtheit, Desorientiertheit, verminderter Geschlechtstrieb (Libido), Angstgefühl, Schlaflosigkeit, Nervosität, Gleichgewichtsstörung, Koordinationsstörungen, Aufmerksamkeitsstörung, Schlafsucht, Lethargie, Zittern, verschwommenes Sehen, verminderter Appetit, Übelkeit.
Gelegentlich (können bei mehr als 1 von 1000 Patienten auftreten): Gedächtnislücken (Amnesie), Muskelschwäche.
Seit der Markteinführung wurden zusätzlich folgende Nebenwirkungen beobachtet:
Affektstörung (Hypomanie, Manie), Sinnestäuschung (Halluzination), Zorn, Aggression, Feindseligkeit, krankhafte Unruhe, abwegiges Denken, gesteigerte psychomotorische Aktivität, abnorme unwillkürliche Muskelverspannungen, Beschwerden im Magendarmtrakt, Leberentzündung (Hepatitis), Störung der Leberfunktion, Gelbsucht, Blasenschwäche, Harnverhalt, Hautentzündung, Angioödem (Flüssigkeitsansammlung in Haut und/oder Schleimhaut), gesteigerte Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensitivität), sexuelle Fehlfunktion, verändertes sexuelles Empfinden, unregelmässige Regelblutung, erhöhter Augeninnendruck, Flüssigkeitsansammlung z.B. in den Armen oder in den Beinen (periphere Ödeme), Überempfindlichkeitsreaktionen (wie z.B. Nesselsucht, Schwellung im Rachen und Kehlkopf).
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Vor Licht geschützt und trocken bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Tablette zu 0.25 mg enthält 0.25 mg Alprazolam. Sie ist weiss und oval und hat eine Prägung «Upjohn 29» auf der einen Seite und einer Rille auf der anderen Seite.
1 Tablette zu 0.5 mg enthält 0.5 mg Alprazolam. Sie ist rosa und oval und hat eine Prägung «Upjohn 55» auf der einen Seite und einer Rille auf der anderen Seite.
1 Tablette zu 1 mg enthält 1 mg Alprazolam. Sie ist lila und oval und hat eine Prägung «Upjohn 90» auf der einen Seite und einer Rille auf der anderen Seite.
1 Tablette zu 2 mg enthält 2 mg Alprazolam. Sie ist weiss und länglich und hat eine Prägung «U94» auf der einen Seite und drei Bruchrillen auf jeder Seite.
Die Tabletten enthalten zudem folgende Hilfsstoffe:
Lactose, mikrokristalline Cellulose, Docusat-Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Maisstärke, Magnesiumstearat, Farbstoffe: Erythrosin (E127; Tabletten zu 0.5 mg und 1 mg), Indigotin (E132; Tabletten zu 1 mg); Konservierungsmittel: Natriumbenzoat (E211).
1 Retard-Tablette zu 0.5 mg enthält 0.5 mg Alprazolam. Sie ist blau und rund und hat eine Prägung «P&U 57» auf einer Seite.
1 Retard-Tablette zu 1 mg enthält 1 mg Alprazolam. Sie ist weiss und rund und hat eine Prägung «P&U 59» auf einer Seite.
1 Retard-Tablette zu 2 mg enthält 2 mg Alprazolam. Sie ist blau und fünfeckig und hat eine Prägung «P&U 66» auf einer Seite.
1 Retard-Tablette zu 3 mg enthält 3 mg Alprazolam. Sie ist weiss und dreieckig und hat eine Prägung «P&U 68» auf einer Seite.
Die Retard-Tabletten enthalten zudem folgende Hilfsstoffe:
Lactose, Methylhydroxypropylcellulose, kolloidales Siliciumdioxid, Magnesiumstearat; Farbstoff: Indigotin (E132; Tabletten zu 0.5 mg und 2 mg).
1 Xanax Sublingualtablette zu 0.5 mg enthält als Wirkstoff 0.5 mg Alprazolam. Sie ist weiss und sechseckig und hat eine Prägung auf beiden Seiten («0.5»/«XAN»).
1 Xanax Sublingualtablette zu 1 mg enthält als Wirkstoff 1 mg Alprazolam. Sie ist weiss und rund und hat eine Prägung auf beiden Seiten («1»/«XAN»).
Die Sublingualtabletten enthalten zudem folgende Hilfsstoffe:
Mannitol, Povidone, Crospovidon, kolloidales Siliziumdioxid, Magnesiumstearat, Glycerinbehenat, Talk, Speisestärke, Bergamottöl, Grapefruitaroma, Süssstoff, Neotam (E961).
Xanax: 43216 (Swissmedic)
Xanax retard: 52866 (Swissmedic)
Xanax SL: 62714 (Swissmedic)
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Packungen zu 30 und 100 Tabletten.
Pfizer AG, Zürich.
Diese Packungsbeilage wurde im September 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
PIL V004