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Die Gemeinde Treiten BE und Bösingen FR haben bald kein Bauland mehr. Für ein zusätzliches Wachstum stehen aber die vorhandenen Baulandreserven inmitten des überbauten Dorfes nicht zur Verfügung. Was tun? Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) fordert hier neue Instrumente für die Verdichtung.
Die Siedlungsausdehnung erfolgte in den ländlichen Gebieten vorwiegend mit Einfamilien-Häusern, so sind 74% aller seit 2001 erbauten Wohngebäude Einfamilienhäuser. Diese Entwicklung geht oft einseitig auf Kosten der Landwirtschaft, des Orts- und Landschaftsbildes. Die Anschliessung an den öffentlichen Verkehr und die Dorfzentren ist oft schlecht. Zudem werden 52% aller Einfamilienhäuser noch mit dem klimaschädlichen Heizöl beheizt und die Wohnungsgrösse steigt weiter an.
Die flächenfressenden Einfamilienhäuser mit ihren zum Teil grossen Gärten können nachträglich nur sehr schwierig verdichtet werden. Die SL ist der Meinung, dass die heutigen Anreize auf der grünen Wiese zu bauen noch zu gross sind. Die Landschaftsinitiative und der gegenwärtige Entwurf des indirekten Gegenvorschlages (Teilrevision des Raumplanungsgesetzes) wollen klar eine qualitativ hochwertige Verdichtung nach innen (ohne Zerstörung schützenswerter Bausubstanz oder Grünflächen) fördern.
Die SL fordert, dass neue Einzonungen für reine Einfamilienhausquartiere grundsätzlich ausgeschlossen werden sollen. Auch sind für die Verdichtung von inneren Baulandreserven, z.B. bestehender Einfamilienhausquartiere, architektonische Modelle zu erarbeiten. Fiskalisch sollten die unüberbauten Parzellen inmitten des Siedlungsgebietes, die sich für eine Verdichtung eignen, belastet werden. Ein Erwerb der Verdichtungsparzellen durch die öffentliche Hand mit Hilfe von Finanzmitteln aus der Mehrwertabgabe wäre sinnvoll.