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Wie alle Schweizer Sennenhunde ist auch der Appenzeller Sennenhund von den Bergbauern auf seinen Einsatz als Hüte- und Wachhund hin selektioniert worden. Entstanden ist ein intelligenter, mutiger und ausdauernder Helfer, der sowohl als Arbeits- wie auch als Familienhund sehr geschätzt wird.
Seit jeher wurden die Schweizer Alpenhunde auf Wetterhärte, Genügsamkeit und Ausdauer gezüchtet, da sie als beharrliche Treib- und Hütehunde auf den Höfen eingesetzt wurden. Diese ursprünglichen Sennenhunde, damals auch «Küherhunde» genannt, lebten jahrhundertelang im Schweizer Alpenraum und hatten mit den heutigen Sennenhunden äusserlich nur wenig Ähnlichkeit. Die attraktiven und einheitlichen Farbmuster, welche die heutigen vier Sennenhundrassen auszeichnen, setzten sich aus der Vielfalt der damaligen Farbvarianten durch. Die kleinen Sennenhunde wurden vor allem zum Treiben von Rinderherden eingesetzt, während die grösseren als Herdenschutzhunde dienten. Ende des 19. Jahrhunderts kristallisierten sich die vier heutigen Rassen heraus. So definiert man seither neben den grossen Schweizer- und Berner Sennenhunden und dem kleineren Entlebucher Sennenhund auch den Appenzeller Sennenhund. 1906 wurde der Club für Appenzeller Sennenhunde gegründet und kurz darauf der Rassestandard definiert und das Appenzeller Herdestammbuch eröffnet. Leider hat die Rasse heute keine sehr grosse Verbreitung mehr und seine genetische Basis ist schmal geworden, so dass er als gefährdet eingestuft werden muss.
«Appizöller Bläss»
Den «Bläss», wie er in seiner Heimat genannt wird, erkennt man gut an der Rute (Schwanz), die gekringelt auf dem Rücken liegt. Sein glattes Fell ist stockhaarig, das heisst, es besteht aus mittellangen Deckhaaren und etwas feinerer Unterwolle, was zusammen einen guten Schutz bietet. Die Färbung ist schwarz und havannabraun und zeigt die typische dreifarbige Zeichnung der Sennenhunde. Die Proportionen des mittelgrossen Hundes sind sehr harmonisch, mit einem muskulösen Körperbau. Sein Gesichtsausdruck ist aufmerksam und pfiffig, was seinem Wesen gut entspricht, denn die aufgeweckten Tiere sind sehr unternehmungslustig.
Freundliches Energiebündel mit Drang zur Aktivität
Appenzeller Sennenhunde sind intelligente und temperamentvolle Hunde. Legendär ist ihr Talent dafür, das Mienenspiel und die Körpersprache des*r Meister*in gut zu verstehen. Sie sind für ihre Kinderfreundlichkeit bekannt und bewachen treu und mutig Haus, Hof und Familie. Fremden gegenüber können sie jedoch durchaus skeptisch sein. Ursprünglich für den Einsatz als Treiberhund gezüchtet, zeigt der Appenzeller einen ausgesprochenen Bewegungsdrang. Als echter Arbeitshund freut er sich über jede Herausforderung und will viel bewegt sein. Lässt man ihm eine klare und konsequente Führung zukommen, widerlegt er absolut seinen Ruf als «Wadenbeisser» und einer langjährigen und treuen Partnerschaft zwischen Mensch und Tier steht nichts mehr im Weg.
Bestandesentwicklung
- stabil bei enger Zuchtbasis
Nutzung
- Wach-, Hüte- und Treibhund sowie weitere Einsatzzwecke
Zuchtziele
- Gezielte Erhaltungszucht wenig vertretener Linien und Verbreiterung der genetischen Zuchtbasis
Widerristhöhen
Hündinnen 50-54 cm
Rüden 52-56 cm
Gewichte
Hündinnen ca. 22 kg
Rüden ca. 28 kg
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