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Publiziert: 28 Januar 2018
Der "Vino dolce" ist im Südkanton eher ein Nischenprodukt. Eine Fachjury hat im Auftrag der Zeitschrift "TicinoVino Wein" die herausragendsten Weine dieser Kategorie geprüft.
Mit Süssweinen befassen sich im Tessin vor allem mittelgrosse Betriebe, die in der Lage sind, eine breiter gefächerte Palette anzubieten. Dabei wird zwischen natürlichen und gespriteten Weinen unterschieden. Eine fünfköpfige Jury hat in Zusammenarbeit mit der Marketingorganisation TicinoWine in der Casa del Vino in Morbio Inferiore eine Blinddegustation durchgeführt. Die Resultate wurden in der Winterausgabe 2017 von TicinoVino Wein veröffentlicht.
Als Süsswein ist ein Wein zu verstehen, der mindestens 50 Gramm Restzucker pro Liter enthält. Erreicht werden kann dies auf natürliche Weise, indem die Trauben bis spät in den Herbst hinein hängen gelassen bzw. nach der Lese im Keller getrocknet werden, aber auch durch Zugabe eines hochprozentigen Getränks. Auffällig an den degustierten Weinen sind die unterschiedlichen Rebsorten, die als Grundlage dienen, und das daraus resultierende Erscheinungsbild.
Bei der Blindverkostung hat der "Dolce" 2015 der Azienda Mondò die beste Wertung erreicht. Der aus Moscato-Trauben gewonnene Wein mit einem Bouquet aus reifen gelben Früchten ist als einziger "ausgezeichnet". Als "sehr gut" eingestuft wurden die "Lacrima d'Oro" 2016 der Fattoria Moncucchetto in Lugano, der "Tinto forte Vintage" 2013 von Tamborini Vini Lamone, der "Portico" 2015 von Valsangiacomo Vini Mendrisio, der "Millefiore" 2015 von Agriloro Genestrerio und "Bianco Dolce" 2013 der Vini Rovio Ronco in Rovio. Zur Auswahl stehen Weine von rubinrot bis goldgelb – vom Sopra- bis ins Sottoceneri.