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Die Pizza-Hochburg Neapel will die Ursprünglichkeit ihres Zentrums bewahren und verbietet die Eröffnung weiterer Gastro-Betriebe. In den kommenden drei Jahren werden keine Lizenzen für die Eröffnung neuer Lokale mehr erteilt.
Der Bereich wird als «rote Zone» umschrieben. Die entsprechendeVerordnung wurde am 27. Juli veröffentlicht und wird in wenigen Tagen in Kraft treten, sobald alle bürokratischen Verfahren abgeschlossen sind.
Über 1500 Gastro-Lokale im Stadtkern
Die «rote Zone» hat eine Fläche von 1,2 Quadratkilometern. Sie umfasst 1555 von insgesamt 8020 Betrieben im gesamten Gemeindegebiet, wie «Informa Press» berichtet.
«Wir wollen, dass unsere Stadt ihre Eigenheiten bewahrt und keine verzerrenden Phänomene hervorruft, die ihre Natur verändern», erklärte der Bürgermeister Gaetano Manfredi. Massimo Di Porzio, Leiter des Handelsverbands Confcommercio, sagte: «Die touristischen Gebiete und das historische Zentrum sind übersät mit Imbissbuden.» Ziel sei es, das Verhältnis zwischen Catering-Aktivitäten und anderen kommerziellen und handwerklichen Aktivitäten neu auszubalancieren.
Allerdings sind laut der «FVW» Abo Ausnahmen vorgesehen: Die Eröffnung von Verkaufsständen an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs, in Betriebskantinen, in Beherbergungsbetrieben sowie in Buchhandlungen, Theatern, Kinos und Museen ist zulässig. Zudem gilt das Erweiterungsverbot nicht für historische Räumlichkeiten, die für Handwerks-, Gewerbe- und Verwaltungstätigkeiten genutzt werden.
Ebenfalls keinen Einfluss hat die neue Bestimmung auf Lokale, die bereits eine Bewilligung erhalten haben.