Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03198.jsonl.gz/210

Die Baumstrelitzie gilt aufgrund ihrer beeindruckenden Blätter und ihrer speziellen Blattfarbe als exotische Schönheit. In den letzten Jahren erlebt die Strelitzia nicolai eine wahre Renaissance und erfreut sich nun grosser Beliebtheit als Zimmerpflanze.
Im Vergleich zu anderen Exoten ist die Strelitzie eine robuste und pflegeleichte Pflanze, die ganzjährig im Indoor-Bereich gehalten werden kann, dabei eine gute Grösse erreicht und Dschungelfeeling in jedes Zuhause zaubert.
Die Gattung Strelitzia besteht aus nur fünf Arten, die ursprünglich aus Südafrika stammen. In ihrer natürlichen Umgebung wachsen sie in Dünen, küstennahen Wäldern und tropischen Regionen und können dort bis zu 10 Meter hoch werden. Die Strelitzia nicolai ist darunter die bekannteste Vertreterin. Ebenfalls im Handel erhältlich ist die Paradiesvogelblume oder Königs-Strelitzie (Strelitzia reginae), die etwas kleiner ist als die Baumstrelitzie.
Der Name Strelitzia ist eine Hommage an die 1744 geborene deutsche Herzogin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, die durch ihre Heirat mit König Georg III. zur Königin von Grossbritannien und Irland wurde. Als Hobbybotanikerin trug sie einen grossen Teil zum Ausbau des botanischen Gartens in London bei, wodurch sie oder vielmehr ihre Herkunft Strelitz als Namensvetterin der Strelitzie auserkoren wurde.
Die Baumstrelitzie ist eine krautige Pflanze, die unter guten Bedingungen baumartig wächst und zwei bis vier Meter hoch werden kann. Ähnlich wie bei Palmen wachsen ihre Blätter an einem Scheinstamm aus Blattscheiden. Nicht nur aufgrund dieses Blattstamms, sondern auch durch die grossen, graugrünen, ledrigen Blätter erinnert die Strelitzie an die Bananenpflanze (Musa).
Sehr anmutig sind ihre blauen und weissen Blüten, die aus einem schwarzen Blütenstand zum Vorschein kommen und an die Federn von exotischen Vögeln erinnern. In der Zimmerpflanzenkultur ist die Blütenbildung jedoch sehr selten und tritt, wenn überhaupt, erst nach einem gewissen Alter (nach 3 bis 6 Jahren) auf.
Die Strelitzie sollte an einem warmen und sehr hellen, möglichst sonnigen Standort stehen. Zu viel pralle Mittagssonne kann jedoch zu «Sonnenbrand» führen, was beim Standort berücksichtigt werden sollte. Dunkle Standorte sind für die Strelitzie nicht geeignet, hierfür sollten andere Pflanzen wie Glücksfeder, Monstera oder Einblatt gewählt werden.
Als tropische Pflanze schätzt sie eine mässige Luftfeuchtigkeit, wodurch sie sich auch für eine Platzierung in einem hellen Badezimmer eignet. Zugluft und starke Temperaturschwankungen sollten jedoch vermieden werden. Im Sommer eignen sich auch Wintergarten oder Terrasse, im Winter sollte die Strelitzie jedoch im Innenraum platziert werden, da sie Temperaturen unter 10 Grad langfristig nicht verträgt. Die Baumstrelitzie braucht genug Platz, um sich entfalten zu können.
Unter den exotischen Pflanzen gelten die Strelitzien als eher pflegeleicht. Dennoch gilt es, einige Pflegetipps zu beachten, damit die Pflanze sich gut entwickeln kann.
Das Substrat sollte immer feucht sein, aber Staunässe vermieden werden. Ungefähr alle fünf Tage sollte überprüft werden, ob die Erde angetrocknet ist, und bei Bedarf mässig gegossen werden. Im Winter reduziert sich der Wasserbedarf. Ist die Pflanze nicht zu gross und verfügt sie über einen Topf mit Wasserablauf, kann sie regelmässig abgebraust oder so stark gewässert werden, dass das Wasser herausläuft. Bevor sie wieder im Topf platziert wird, muss das Wasser in jedem Fall gut abtropfen. Zu beachten ist, dass die Blätter der Strelitzie leicht einreissen, was ihr generell nicht schadet, aber das Erscheinungsbild beeinflusst.
Damit sie Blüten bilden kann, benötigt die Strelitzie gute Nährstoffe und viel Platz. Anfangs sollte sie daher alle drei Jahre umgetopft werden, wobei darauf geachtet werden muss, dass die sensiblen Wurzeln nicht beschädigt werden. Ist die Strelitzia nicolai erst einmal ausgewachsen, sollte auf das Umtopfen verzichtet werden, da sich die Blüten besser entwickeln, wenn Wurzeln und Triebe kompakt sind. Das Düngen sollte regelmässig im Frühjahr und Sommer erfolgen. Es schadet nicht, wenn die Strelitzie im Winter ein paar Grad kälter steht, da die Pflanze im «Winterschlaf» ihren Energieverbrauch senkt, damit sie sich im Frühjahr wieder voll entfaltet kann. In Ihrem Hauenstein Gartencenter erhalten Sie die beste Beratung und die passenden Produkte für die Pflege Ihrer Strelitzie.
Wer eine Zimmerpflanze sucht, die exotisches Flair verbreitet, ist mit der Strelitzia nicolai bestens beraten und wird lange Freude an ihr haben.
2 bis 4 Meter
gross, graugrün, ledrig
Sonnig und warm