Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03362.jsonl.gz/349

Der Walliser Sicherheitsdirektor Oskar Freysinger muss nach der Polemik rund um den als «Experten» herangezogenen Survivalisten Piero San Giorgio die Arbeitsgruppe für Risikoanalysen neu besetzten und deren Ziele genauer präzisieren.
Dies hat die Walliser Regierung an der heutigen Staatsratssitzung beschlossen. Laut Staatsratspräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten wurde Freysingers Departement damit beauftragt, bis nächsten Mittwoch einen neuen Beschluss zu fassen. Der Auftrag der Arbeitsgruppe, die sich innerhalb des Krisenmanagements des Kantons mit den Folgen der Migration befassen soll, sei demnach zu präzisieren. Zudem verlangt die Regierung von Freysinger, die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe nochmals zu überdenken.
Der «Walliser Bote» hat von regierungsnahen Quellen erfahren, dass auch Freysingers Kommunikationsberater Slobodan Despot die Gruppe verlassen soll. Wie Freysinger an der Pressekonferenz der Arbeitsgruppe vom vorletzten Dienstag sagte, habe sich dieser mit seinen «Überlegungen» in die Gruppe eingebracht. Gleich wie Freysinger kannte Despot den umstrittenen «Sicherheitsexperten» San Giorgio schon länger. Im Frühjahr rührte er in seinem Blog die Werbetrommel für einen Vortrag des Survivalisten bei der «Résistance Helvétique», einer rechtsextremen Gruppierung, die unter Beobachtung des Nachrichtendienstes steht.
Das Mandat des externen Beraters schlug in den letzten Tagen hohe Wellen der Empörung, nachdem ein Video auf dem Internet kursierte, in dem sich San Giorgio abschätzend gegenüber Behinderten und Kranken äusserte. Das Video hat der bekennende Faschist Daniel Conversano aufgenommen und eine Woche vor der besagten Pressekonferenz auf Youtube publiziert.dab