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Die Hufrehe kann wie folgt definiert werden:
Störung der Mikrozirkulation in der Blutzufuhr im Bereiche der Huflederhaut.
Belastungsrehe - in den meisten Fällen infolge Lahmheit
Fütterungsrehe
Geburtsrehe
Vergiftungsrehe (Blutvergiftung, Zeckenbiss, Zuckerüberschuss)
Medikamentenrehe (Vorsicht beim Einsatz von Kortison
Verabreichung von grossen Mengen an frischem, nährstoffreichem Gras, an das Futter nicht angewöhnter Pferde (Managementfehler beim Weidegang)
Verabreichung von grossen Mengen an Kraftfutter inkl. Brot (Plünderung der Futterkammer durch das Pferd)
Nichtabgehen der Nachgeburt bei Stuten (Nachgeburtsverhalten)
Komplikationen nach Koliken
Tränken erhitzter Pferde mit mit grossen Mengen eiskalten Wassers
Beschlagsfehler
Verdauungsprobleme infolge Stress
Stoffwechselerkrankungen
Entgegen der früheren, landläufigen Meinung, dass das Eiweiss eine Hufrehe auslöst, weiss man heute, dass bestimmte Kohlenhydrate (Zucker, Stärke und Fruktan) dafür verantwortlich sind. Wir können somit bei Hufrehe von einem Zuckerüberschuss oder einer Zuckervergiftung sprechen.
Die Zuckervergiftung bei "normalen" Pferden aufgrund der Aufnahme von zuvielen Kohlenhydraten zeigt sich in einer akuten Hufrehe, wie man sie aus der gängigen Literatur kennt.
Hufrehepferde leiden sehr und brauchen unsere Hilfe. Leider kommen wir fast immer zu spät, weil sich die Anzeichen der Hufrehe erst dann richtig zeigen, wenn der Hufbeinträger bereits schon geschädigt ist.
Der Gesichtsausdruck spricht Bände. Das Pferd "Sämi" war ehemaliger Schweizermeister im Springreiten und hat die Hufrehe bei uns erfolgreich auskuriert! Er konnte danach ohne Einschränkungen wieder eingesetzt werden.
Als Erstversorgung sollten Sie
Kühlen, kühlen, kühlen...Tag und Nacht
aber nicht so:
Mit dem Schlauch oder mit Kühlpads kommen wir nicht auf die benötigten Minustemperaturen (2°Celsius oder weniger) welche zum Erfolg führen.
Benutzen Sie deshalb unbedingt
pures Eis
Wir garantieren Ihnen, dass Ihr Pferd keinerlei Erfrierungen - auch nicht am Kronsaum - erleiden wird. Die Kryotherapie wird bei uns seit Jahren angewendet, ohne dass wir irgendeine Unregelmässigkeit zu vermelden hätten!
Nachstehend der direkte Link zu unserem Notfallplan, welchen wir für Sie bereitgestellt haben:
Achtung: Die Hufrehe ist für das Pferd ein lebensbedrohlicher Zustand und es muss sofort gehandelt werden!!
Viele Pferdebesitzer denken, dass nur fette Ponies von Hufrehe betroffen werden. Es kann jedoch jedes Pferd oder Pony jederzeit - und egal in welcher körperlichen Kondition auch immer - treffen.
Bereits beim Verdacht von Hufrehe, ist unverzüglich ein Tierarzt beizuziehen. Eine akute Hufrehe ist nicht ein Krankheitszustand, den man ohne medizinische Notversorgung und entsprechender Ueberwachung auf sich selbst beruhen lassen kann! Der Faktor Zeit spielt bei einer akuten Hufrehe eine massgebende Rolle - jede Stunde des Abwartens ist eine zuviel! Im Anfangsstadium einer akuten Hufrehe ist die Kryotherapie ein probates Mittel um eine Hufbeinrotation zu verhindern oder zumindest zu minimieren.
Die Wiederherstellung von Pferden mit Hufbeinrotation kann bis zur vollständigen Rehabilitation (Abschlussröntgenbilder weisen keine Rotation mehr auf) bis zu einem Jahr dauern. Ihr Pferd benötigt während dieser Zeit besonders viel Pflege und eine angepasste Fütterung, Bewegung - aber auch viel Ruhe.