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Otto Wyrsch (1903-1981) war seinerzeit ein bekannter Fotograf mit einem eigenen, auf Luftaufnahmen spezialisierten Bildverlag. Heute ist er weitgehend vergessen. Das könnte sich ändern, denn Yvonne Wyrsch, die Tochter des Fotografen, hat die Glasplatten aus dem Nachlass dem Staatsarchiv Nidwalden geschenkt.
Es handle sich nicht nur für Nidwalden um ein einzigartiges Zeugnis privater Fliegerei, hält das Staatsarchiv in der Medienmitteilung fest. Bevor die Sammlung benutzt werden könne, müssten die zerbrechlichen Glasplatten aber noch gereinigt, geschützt und registriert werden.
Die Sammlung, die nun im Nidwaldner Staatsarchiv liegt, besteht aus über 7000 Glasplatten. Sie umfasst neben konventionellen Postkartensujets und Aufnahmen für Kondolenzkarten viele Flugaufnahmen aus der ganzen Schweiz. Sie stammen aus der Zeit zwischen 1930 und 1970.
Der Flieger Otto Wyrsch
Otto Wyrsch hatte sich wahrscheinlich in den 1920-er Jahren zum Fotografen ausbilden lassen. 1931 machte er das Brevet als Zivilpilot. Sein Vorgehen bei den Luftaufnahmen war abenteuerlich. Während ein Kollege das Flugzeug steuerte, lehnte sich Wyrsch mit seiner Grossformatkamera aus dem offenen Copiloten-Sitz, nur mit einem Seil gesichert.