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Allerlei Kuriositäten aus der Geschichte der Eisenbahn findet man in Du Dampfross mit rauchendem Schlote oder Eisenbahn-Brevier von Gunther Martin und Alfred Niel.
Als der Schah von Persien 1873 England besuchte, verlangte er nach der Fahrt von Portsmouth nach London energisch die Bestrafung des Lokomotivführers, der viel zu schnell gefahren sei. Angelo Kardinal Roncalli, Patriarch von Venedig, bestellte 1958 ein Retourbillet nach Rom – nicht ahnend, dass er nach dem Konklave gleich dort bleiben würde, nämlich als Papst Johannes XXIII. Die Schaffner hatten einst neben der Fahrkartenkontrolle auch noch ganz andere Aufgaben: Sie mussten den Zustand der Wagen im Auge behalten, gegebenenfalls Kühe von den Gleisen scheuchen und darauf achten, dass die Lokomotivführer und Heizer kein Brennmaterial für den Privatgebrauch abzweigten. Im 19. Jahrhundert liessen sich viele Monarchen ihre eigenen Hofzüge bauen – der von Papst Pius IX. enthielt sogar einen Thron. Die komischen, schneepflugartigen Gitterdinger vor amerikanischen Dampflokomotiven, die man oft in Filmen oder in Comics sieht, heissen „Kuhfänger“ (Cow-Catcher, die Bezeichnung erklärt sich selbst). Manchmal schrieben Eisenbahnwagen Weltgeschichte, wie zum Beispiel 1918 und 1940 in Compiègne.
Auch Hermann Göring besass einen Sonderzug, sogar mit Badewanne an Bord. Wenn der Luftwaffen-Boss des Dritten Reichs ins Wasser stieg, musste der Zug zwecks Komfort auf offener Strecke anhalten.