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und mehr jede in der Achsel einer Nadel auf der Unterseite der letztjährigen Seitentriebe der Krone. Die weiblichen
Blüten stehen aufrecht auf der obern Seite unterhalb der Spitze vorjähriger Triebe der dem Wipfeltrieb zunächst stehenden
obersten Quirläste, sind walzenförmig, 20-30 mm lang, am Grunde von bleichgrünen, gefransten Deckblättern umhüllt.
Die Fruchtblätter sind bleich grün, verkehrt-eiförmig, gezähnelt, mit langer, weitabstehender Spitze. Der walzige Zapfen
[* 3] wird bis 16 cm lang, bleibt aufrecht stehen, über die breit abgerundeten Schuppen ragen die nach abwärts gebogenen Spitzen der
Fruchtblätter heraus. Der reife Zapfen zerfällt im Spätherbst, Oktober bis November, die Spindel bleibt noch lange
stehen.
Die T. trägt nie so reichlich Samen wie die Fichte
[* 8] in guten Samenjahren, dagegen weit häufiger, aller 2-5 Jahre.
Der Same hält sich nur bis zum nächsten Frühjahr keimfähig, daher oft Herbstsaat. Die Keimpflanze hat 4-8, gewöhnlich
5, den Nadeln
[* 9] sehr ähnliche Kotyledonen. Der erst vom 8. bis 10. Jahre sich stark entwickelnde Höhenwuchs dauert bis zum 200. Jahre,
sein Aufhören kennzeichnet sich durch eine storchnestförmige Abplattung der Krone. Die T. ist in einem
großen Teile des mittlern und südl. Europas einheimisch.
Von den westl. Pyrenäen zieht sich ihre natürliche Nordgrenze durch Lothringen und Mitteldeutschland,
den Südrand des Harzes berührend, nach Schlesien
[* 10] (51,5°), von da nach dem Nordrand der Karpaten, durch Galizien und Bukowina
über den Balkan nach dem SchwarzenMeer. Dort ist auch die Ostgrenze. Die natürliche Südgrenze beginnt
in Navarra, läuft parallel den Pyrenäen durch die Hochgebirge Cataloniens bis auf den Monseni, berührt Corsica
[* 11] und Sicilien
und streift durch Macedonien, wahrscheinlich bis nach Kleinasien.
Die T. erreicht ein sehr hohes Alter. Sie liefert gutes Bau- und Nutzholz, doch wird es etwas geringer geschätzt als das der
Fichte. Es ist leicht und weich, etwas schwerer als Fichtenholz und fast ohne Harz. Die T. gehört zu den wichtigsten
deutschen Waldbäumen;
selbst dort, wo man sie nicht in reinen Beständen erzieht, mischt man sie ihrer
größern Sturmfestigkeit wegen gern den Fichten bei, namentlich auch gern den Buchen, deren hohen Umtrieb sie aushält. Ihre
Fähigkeit, ein hohes Alter zu erreichen und selbst nach sehr langem Druck im geschlossenen Bestand nach erfolgter Freistellung
kräftig zu wachsen, macht die T. sehr geeignet zum Überhalten für eine doppelte, selbst dreifache Umtriebszeit. Die Nachzucht
der T. erfolgt vorzüglich durch Femelschlagbetrieb (s. d.), zum Zweck der Einmischung jedoch auch durch Pflanzung
im Freien.
Die T. ist während ihres Lebens mancherlei Gefahren ausgesetzt, wenn auch weniger als die Fichte. Frost
schadet ihr namentlich in der Jugend, Sturm und Schnee
[* 12] im späten Alter. Unter den Insekten
[* 13] hat sie besonders zu Feinden einen
Borkenkäfer (TomicuscurvidensGerm.), einen Rüsselkäfer
[* 14] (Pissodes picae Ill.),
einen Kleinschmetterling, den Tannenwickler (Tortrix histrionana Frl.). Dem Verbiß des Rot- und Rehwildes ist die T. so sehr
ausgesetzt, daß es bei starkem Wildstand unmöglich ist, junge T. vereinzelt nachzuziehen. Sehr beachtenswerte
Krankheiten der T. sind die Hexenbesen (s. d.) und krebsartige Wulstbildungen (Tannenkrebs), die in manchen Gegenden, namentlich
in Süddeutschland, die Gewinnung von Nutzholz wesentlich beeinträchtigen.
die in Gärten
ihrer schönen Form und dunklen Färbung wegen beliebte AbiesNordmannianaLk. aus dem Kaukasus, welche in Mitteldeutschland
gut gedeiht, weil sie im Frühling spät treibt, daher weniger von Frost leidet wie die hier heimische
Art;
AbiesbalsameaL., die Balsamtanne, weit verbreitet in Nordamerika,
[* 17] von Canada bis zu den Alleghanies, vielfach bei uns in Gärten angepflanzt, wird selten über 15 m hoch
und über 30 J. alt, trägt früh und häufig Zapfen, ihre Nadeln sind wohlriechend, aus den Harzbeulen der Rinde wird in Amerika
[* 18] sehr feiner Terpentin, der sog. Canadabalsam, gewonnen.