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Ländlerstück
An der Chilbi in Steinen/SZ am 2. Oktober 1933 spielte Jost Ribary mit seiner Kapelle einen neuen, noch namenlosen Schottisch. Das Stück kam beim Publikum wie auch bei Ribarys Mitspielern aussergewöhnlich gut an und man benannte die Komposition nach dem Anlass, an dem sie aufgeführt wurde: «Steiner Chilbi». Der über 70-jährige Schottisch steht in der Schweiz seit Jahren an der Spitze der am meisten gespielten Ländlerkompositionen und ist nach wie vor eines der populärsten volkstümlichen Stücke. Jost Ribary wurde am 18. Juli 1910 in Oberägeri/ZG geboren. Schon früh erarbeitete er sich seine musikalischen Kenntnisse auf der Klarinette und dem Saxophon autodidaktisch. Weil sich die musikalischen Verpflichtungen dank unzähligen Erfolgsstücken häuften, zog der gelernte Akkordeonstimmer 1942 ins Restaurant Konkordia im Zürcher Niederdorf, dem Stammlokal seiner allwöchentlichen Konzerte. Volksmusiker aus dem In- und Ausland kamen immer wieder ins «Konki» um gute Ländlermusik zu hören. 1962 zog er an seinen Herkunftsort Oberägeri zurück, wo er am 21. Februar 1971 unerwartet verstarb. Ribary veröffentlichte rund 400 Titel auf Schallplatten, was nicht ganz der Hälfte seines kompositorischen Schaffens entspricht. Jost Ribary junior und René Wicky vereinigten sich 1983 zur Kapelle «Jost Ribary – René Wicky». 1997 zog sich Ribary junior vom aktiven Musizieren zurück und sein Sohn Jost Ribary III übernahm seinen Platz. Bei Konzert- und Tanzveranstaltungen landauf, landab und auch in Radio- und Fernsehsendungen setzt er mit seiner Kapelle das Lebenswerk seines Grossvaters fort. Bei «Die grössten Schweizer Hits» 2008 ist die Kappelle Jost Ribary mit der «Steiner Chilbi» nominiert in der Kategorie «Jung & Alt».
Quelle: www.sf.tv