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Für die Nachfolge der erfolgreichen Martina Voss-Tecklenburg, welche die Schweizer Frauen-Auswahl an eine WM- und eine EM-Endrunde geführt hat, fand der Schweizer Verband einen ausgewiesenen Fachmann und Erfolgstrainer im Frauenfussball. Nils Nielsen war knapp vier Jahre lang Coach von Dänemarks Frauen und trat im Sommer 2017 auf dem Höhepunkt zurück. An der EM in den Niederlanden eliminierte sein Team Titelverteidiger Deutschland und stürmte bis in den Final vor, in dem es am Gastgeber scheiterte.
Vor dem Engagement beim A-Nationalteam betreute der in Grönland geborene Nielsen in seiner Heimat auch verschiedene Nachwuchs-Teams von Spitzenklubs wie Aalborg, FC Kopenhagen und Bröndby sowie die Auswahl der U18-Junioren. «Sein Leistungsausweis im Frauenfussball ist hervorragend, sowohl als Entwickler als auch als Performer», sagte SFV-Sportdirektor Laurent Prince.
Der Vorstoss in den EM-Final 2017 sei das Resultat gewesen «eines kontinuierlichen Aufbaus, nachdem zuvor mehrere Leistungsträgerinnen ihren Rücktritt erklärt hatten», wie Prince betonte. In der Schweiz wird er vor einer ähnliche Aufgabe stehen, auch wenn bereits Voss-Tecklenburg einen sanften Umbruch hatte vollziehen müssen.
Nach der EM 2017 waren sechs Spielerinnen - unter ihnen der langjährige Captain Caroline Abbé und die damalige Rekord-Internationale Martina Moser - aus dem Team ausgeschieden. In den kommenden Monaten werden Torhüterin Gaëlle Thalmann und Captain Lara Dickenmann 33 Jahre alt. Unter Nielsen werden vermehrt auch junge Spielerinnen in die Verantwortung genommen werden müssen.
Nielsen wird seine Arbeit beim SFV am 1. Dezember beginnen. Dannzumal wird feststehen, ob sich die Schweiz doch noch für die WM-Endrunde vom kommenden Juni in Frankreich qualifiziert hat oder nicht. Martina Voss-Tecklenburg wird die Schweizer Mannschaft in den Playoffs um den letzten WM-Startplatz betreuen und erst danach zum deutschen Verband wechseln. In den Halbfinals trifft die Schweiz am 5. und 9. Oktober auf Belgien. Im Falle eines Erfolges käme es zum Final gegen die Niederlande oder Dänemark.