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Sonntag, 13. Mai 2012 – 19. Reisetag, 3. Teil
Wir erreichen New Mexico, den sechsten Bundesstaat auf unserer Reise. Mit 487 Meilen (784 km) ist es die längste Strecke der Route 66 in einem Bundesstaat.. Auf den Autokennzeichen steht „Land of Enchantment“, das Land des Entzückens. Früher war es das „Land of Sunshine“, um auf die hohe Sonnenscheindauer im ganzen Land hinzuweisen. Ganz einfach wurde früher auch „The Spanish State“ gebraucht. Die einfache Flagge ist sehr bedeutungsvoll. Sie zeigt die Sonne der Zia-Indianer. Die Farben stehen für die spanische Kolonialzeit, die gleichen Farben wie in der Flagge Spaniens. Die vier Gruppen von jeweils vier Strahlen stehen für:
- Die vier Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter
- Den Tag: Sonnenaufgang, Mittag, Abend und Nacht
- Das Leben selbst: Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und das Greisenalter
- Die vier Himmelsrichtungen: Norden, Süden, Westen, Osten.
Der Kreis verbindet die vier Elemente.
Der Empfang ist aber alles andere als Sonnenschein. Heftiger Regen empfängt uns auf dem Highway. Wir sind nun in der „Mountain Time Zone“ und können unsere Uhren um eine Stunde zurückstellen.
Tucumcari
Schon bald erreichen wir Tucumcari NM und wieder einmal stehen wir unerwartet vor einem Dead End, mit dem „Tucumcari Mountain“ im Hintergrund. 1‘515 m hoch. Die Strasse wird nun auf den Boulevard durch die Stadt geführt. Der Ort lädt ein mit „Tucumcari tonite“.
Mit etwas über rund 5’300 Einwohnern ist es die grösste Stadt zwischen Amarillo TX und Albuquerque NM. Wenn man über den Route 66 Boulevard fährt, hat man aber den Eindruck, dass der Ort viel grösser sei. Er ist ja auch bekannt als „die Stadt, die zwei Blöcke breit und zwei Meilen lang ist“. Zahlreiche Motels mit rund 1200 Zimmern bieten sich an. Leuchtreklamen und andere Sehenswürdigkeiten, wie das Route 66 Monument säumen die Strasse.
Wir haben uns wohl etwas in diesen Ort verliebt und finden es auch lustig, wie der Namen ausgesprochen wird. Nicht einig sind sich die Historiker, woher der Namen stammt. Mehrheitlich geht man davon aus, dass das Wort aus der indianischen Sprache abgeleitet „lookout point“ oder „signal peak“. So haben auch wir Ausschau gehalten und viele interessante Fotoobjekte gefunden, die man gar nicht kommentieren muss.
Blue Swallow
Dieses Motel, eine Ikone an der Route 66. Es wurde schon als „letztes, bestes und freundlichstes Motel“ bezeichnet. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Garage und das Neonschild gehört zu den begehrtesten Fotomotiven auf der ‘66.
Der Empfang im ist sehr freundlich. Unsere Gastgeber wünschen, dass wir uns zuerst das Zimmer ansehen, bevor wir einchecken. Sie wollen wissen, ob es uns gefällt. Es ist vom neuen Besitzer liebevoll renoviert worden, unverändert im früheren Stil. Neu sind allerdings der TV und Wi-Fi, letzteres funktioniert aber nicht. Das Motel hat nur 12 Zimmer. Wir wohnen in Nr. 15…
Wir bewundern die Leute, die ein Motel kaufen, es renovieren, um erfolgreich an frühere Zeiten anzuknüpfen.
Der humoristische Tagesabschluss:
Das Pow Wow Inn wird uns zum Nachtessen empfohlen. Im Restaurant wird uns ein Tisch in einer Box angeboten, wo schon zwei Leute sitzen. Ich möchte einen anderen. Grosses Gelächter im Raum. Es sitzt niemand dort! Es ist nur eine sehr gut gemachte Wandmalerei.
Ron Warnick informiert in „Route 66 News,“ dass die Besitzer das 1959 erbaute, schön restaurierte und gut erhaltene Motel Safari zum Kauf ausgeschrieben haben. (2017-03-02)
Auf dieser Seite lassen sich zur Zeit nicht alle Bilder in voller Grösse ansehen. Bearbeitung erfolgt in den nächsten Tagen.