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Der kantonale «PSM-Aktionsplan» knüpfe an das im März von den eidgenössischen Räten verabschiedete strategische Ziel des Bundes, die Risiken von Pflanzenschutzmitteln bis 2027 zu halbieren, an. Das prioritäre Ziel des kantonalen Aktionsplans bestehe in der Verbesserung der Wasserqualität, schreibt die Land- und Forstwirtschaftsdirektion des Kantons Freiburg in einer Mitteilung.
Zwar würden gemessene Pestizidwirkstoffe in Gewässern den gesetzlichen Grenzwert im Kanton Freiburg nur selten überschritten. Allerdings würden vermehrt Pestizidabbauprodukte nachgewiesen: Letztes Jahr hätten fast Dreiviertel der Proben mindestens einen Rückstand von Pflanzenschutzmitteln enthalten, manchmal in einer Konzentration über dem gesetzlichen Grenzwert. Am stärksten betroffen seien dabei der Broye-, der See-, der Sense-, der Saane- und der südliche Glanebezirk. Diese Ergebnisse würden den Handlungsbedarf für die Umsetzung von verstärkten Massnahmen innerhalb und ausserhalb der Landwirtschaft zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln in den Gewässern unterstreichen, heisst es weiter.
Der Freiburger Staatsrat beantragt dem Grossen Rat deshalb einen Kredit von 7,6 Millionen Franken für die Jahre 2022 bis 2025 für die Umsetzung von geeigneten Massnahmen. Unter anderem sollen die Beratung und Weiterbildung von Landwirtinnen und Landwirte gestärkt und finanzielle Anreize geschaffen werden, dass die Freiburger Landwirtschaft den Pflanzenschutzmitteleinsatz reduziert. Daneben will der Kanton Freiburg unter anderem Gewässerschutzprojekte aufgleisen und auch Gartenbau, Private und Gemeinden sensibilisieren und schulen, den Einsatz von Pflanzenschutzmittel zu begrenzen. Der PSM-Aktionsplan sehe auch ein Monitoring der Auswirkungen des Aktionsplans auf das Wasser und die landwirtschaftliche Produktion vor, damit die Massnahmen gegebenenfalls angepasst werden könnten, um die für den Zeitraum 2022 bis 2027 festgelegten Ziele zu erreichen.