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Wer schreibt, bedient sich einer Technik, die kulturell vorgeprägt ist: Das Zeichensystem ist weitgehend vorgegeben, die Bewegungen der Hand erfordern Übung, die Schreibgeräte, zumal heute, sind Teil einer eigenen Produktionsindustrie. Und doch erschöpfen sich Schreibakte nicht in der Reproduktion kulturspezifischer Vorgaben. Schreiben prägt seinerseits die Kultur und etabliert ein kulturelles Gedächtnis. Schreibakte sind auch nicht nur Aufzeichnungsakte. Es sind ebenso Akte, in denen Erinnerungen, Erfahrungen und Wissensbestände produziert, artikuliert und organisiert werden. Wie und auf welchen Ebenen dies geschieht, wird in den Grundlagentexten gezeigt, die in diesem Band versammelt sind. Sie stammen u. a. von Claude Lévi-Strauss, Michel Foucault, Roland Barthes, Hayden White und Vilém Flusser.