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Raum, Technik & Video-App
Checkliste: Was brauche ich?
Das ist eine kurze Übersicht, was du benötigst, um Fernunterricht anzubieten. Im Anschluss findest du mehr Informationen zu den einzelnen Punkten. Die Anleitung für die Zoom-App findest du am Ende des Dokuments.
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Einen geeigneten Ort
- Möglichst wenig Hintergrundgeräusche
- Genügend Licht
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Internet
- 4G kann reichen, es wird aber empfohlen, WiFi oder ein Kabel zu benutzen.Videoanrufe brauchen sehr viel Transfervolumen, wer also kein unlimitiertes Datenpaket hat, könnte hier Probleme kriegen.
- Ein schwacher Empfang kann verstärkt werden
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Ein Gerät
- Am besten ein Laptop oder ein Desktop Computer, Tablet gehen auch. Nur mit einem Mobiltelefon ist unpraktisch.
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Ton
- Deine Stimme und dein Instrument (falls es nicht dasselbe ist) sollten möglichst gut in dein Gerät gelangen. Dafür brauchst du ein Mikrofon, vielleicht auch mehrere. Vielleicht reicht schon das verbaute Mikrofon in deinem Laptop/Tablet für den Moment. Falls du bereits Profi-Mikrofone nutzt oder du dein Instrument bereits via Interface angeschlossen hast, können natürlich diese verwendet werden.
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Bild
- Fast alle Geräte haben heute bereits eine eingebaute Kamera. Ausserdem besitzt du vielleicht schon andere Kameras in Form einer Fotokamera mit Videofunktion oder du kannst mit einem Kabel dein Handy als externe Kamera verwenden.
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Eine Videoanruf App
- Wir empfehlen die kostenlose App Zoom. In diesem Dokument hat es eine Anleitung dazu, wie du die App installierst und benutzt.
Das Allerwichtigste ist, dass du dich in dieser neuen Situation wohl fühlst!
Wenn du während einer Lektion gebückt über einem Mikrofon sitzen musst oder dich nicht bewegen kannst, dann verzichte lieber auf ein bisschen Tonqualität und stell das Spontane und Freie des Musizierens in den Vordergrund.
Laptop / Desktopcomputer / Tablet
Der Videounterricht sollte ziemlich problemlos von einem Laptop, einem Desktopcomputer oder einem Tablet aus funktionieren. Bei einem Tablet ist ein Stativ sehr empfehlenswert. Falls du mehrere Kameras brauchst, kannst du die an deinem Gerät anschliessen. Stelle sicher, dass dein Gerät genug verfügbare Anschlüsse hat.
Von Mobiltelefonen ist abzuraten, da diese nur über einen sehr kleinen Bildschirm verfügen. Schau, dass du ein Gerät hast, auf dem du angenehm eine ganze Lektion oder sogar mehrere nacheinander unterrichten kannst.
Internetverbindung
Umso schnelleres Internet, desto besser. Es ist wichtig zu überprüfen, ob der Computer an der gewünschten Position einen guten Empfang hat. Falls dies nicht der Fall ist, versuch deinen Laptop so zu positionieren, dass er eine bessere Verbindung zum Modem / Router hat. Falls das nicht möglich ist, lohnt es sich auch, in einen WLAN Verstärker zu investieren.
Falls während deinem Unterricht jemand anderes in deinem Haushalt auch das Internet stark benutzt (z.B. Netflix, YouTube oder Videokonferenzen), kann es sein, dass deine Verbindung schlechter ist. Das passiert, weil dann sehr viele Daten hin- und hergeschickt werden müssen. Falls es möglich ist, bitte die anderen Leute in deinem Haushalt, den Internetkonsum während deines Unterrichts ein wenig zu limitieren.
Kameras
Falls euer Computer keine Kamera integriert hat, solltest du in eine Webcam investieren. Falls ihr die abgeklebt habt, vergesst nicht, vor dem Anruf den Sticker zu entfernen.
Bei grösseren Instrumenten, die von der integrierten Kamera aus nicht komplett sichtbar sind, empfiehlt es sich eine Weitwinkelkamera zu kaufen. Falls Details abgebildet werden sollen (zum Beispiel Hände), lohnt es sich auch, eine Kamera dazu aufzustellen. Je nachdem sind auch Stative nötig, damit du die Kameras am richtigen Ort platzieren kannst.
Die von uns empfohlene Video Call Software erlaubt es, einfach zwischen verschiedenen Kameras hin- und her zu wechseln, sodass du deinen Schüler*innen immer genau das zeigen kannst, was gerade wichtig ist.
Mikrophone
Macs haben relativ gute integrierte Mikrophone, bei Windows-Computern kommt es auf den Hersteller an. Falls du zusätzliche Webcams kauft, haben diese auch integrierte Mikrophone, die meistens qualitativ gut sind.
Beim Kauf eines externen Mikrophons, ist es wichtig zu überprüfen, dass es über einen USB-Anschluss verfügt, damit du es ohne Probleme an einen Computer anschliessen kannst. Falls das Mikrophon einen XLR-Anschluss hat, muss das Mikrophon über ein Audiointerface angeschlossen werden.
Vor allem bei Instrumenten, die viel lauter sind als die eigene Stimme, ist es wichtig, dass du das Mikrophon gut platzierst. Falls du nur eines hast, stelle sicher, dass es gut positioniert ist. Am besten ist es nahe am Mund, damit man dich gut versteht, wenn du etwas erklärst, und dein Instrument nicht so laut ist, dass es für den*die Schüler*in unangenehm ist.
Bei mehreren Mikrophonen kann die Software Loopback Audio benutzt werden ( https://rogueamoeba.com/loopback/ ). Diese kann man gratis 20 Minuten am Stück benutzen und einfach mehrmals während einer Lektion starten. Falls man lieber ohne Unterbruch arbeitet, kostet eine Lizenz 107$.
Kopfhörer
Je nachdem welche Mikrofone und Lautsprecher du verwendest, hast du eine bessere Audioqualität und weniger Rückkopplungseffekte, wenn du Kopfhörer trägst. Am besten solche mit einem langen Kabel für mehr Bewegungsfreiheit. Achtung bei kabellosen Kopfhörern, diese vergrössern die Verzögerung (Latenz) zusätzlich.
Licht
Es ist wichtig, dass du kein Gegenlicht hast. Du und die wichtigen Stellen an deinem Instrument sollten gut beleuchtet sein. Stell falls nötig noch ein paar Tischlampen so auf, dass die gewünschten Stellen besser belichtet sind. Falls du auch nach Sonnenuntergang unterrichtest, teste dein Licht-Setup unbedingt auch zu dieser Tageszeit.
Optimal: kein Gegenlicht
Ok: zusätzliche Belichtung von vorne
Schlecht: im Gegenlicht, ohne zusätzliches Licht
Videoanruf-App
Wir empfehlen vor allem Zoom (siehe nächster Abschnitt). Skype, Google Hangouts und Facetime funktionieren auch, wir raten aber aus verschiedenen Gründen eher davon ab.
Zoom
Zoom ist gratis. Für 1:1 Meetings kann man unbegrenzte Zeit telefonieren, ab mehr als zwei gleichzeitig teilnehmenden Personen ist die Verbindung in der Gratis-Version auf 40 Minuten beschränkt.
Zoom funktioniert sowohl auf Windows und Macs, als auch auf Linux. Du kannst die Software auch auf deinen Tablets (Android oder iPads) benutzen.
Allerdings funktioniert Zoom auf Tablets und Mobiltelefonen nicht ganz so gut wie auf Laptops oder Desktop-Computern, da sich der Video-Anruf beendet, wenn man auf diesen Geräten aus der App rauswechselt.
Das Programm hat eine sehr einfache Bedienung: Du kannst Schüler*innen einen Link für die Lektion schicken. Wenn sie auf den Link klicken, installiert sich Zoom automatisch beim ersten Öffnen. Dazu sind keine Administratoren-Rechte nötig.
Die Kamera lässt sich sehr einfach wechseln (es hat auch eine integrierte Tastenkombination), allerdings lassen sich nicht mehrere Kameraeinstellungen gleichzeitig zeigen.
Falls du mehrere Kameras gleichzeitig anzeigen willst, gibt es einen kleinen Workaround: logge dich mit mehreren Geräten ins Gespräch ein (z.B. zusätzlich zum Computer noch mit dem Handy oder dem iPad) und sage deinem*deiner Schüler*in, sie*er soll zur Gallerie-Ansicht (oben rechts) wechseln. Einfach unbedingt das Mikrophon bei den zusätzlichen Geräten ausschalten! So kann man auch die Noten z.B. via Screen-Sharing auch gleich noch zeigen.
Auch Mikrophon und Lautsprecher lassen sich sehr einfach wechseln.
Wenn du Zoom mit einem Laptop oder Computer nutzt, stelle sicher, dass du den Originalton sendest und das automatische Pegeln des Mikrophons ausgeschaltet hast. Wie das funktioniert, findest du in der Zoom-Anleitung.
Screen-sharing kann beim Mac Betriebssystem «Catalina» (euer Betriebssystem kannst du überprüfen, indem du oben links auf den Apfel klickst und «Über diesen Mac» öffnest) ein wenig mühsam zum Einrichten sein. Falls es nicht automatisch funktioniert, öffne die Systemeinstellungen und dann auf «Sicherheit». Dann wählst du in der oberen Leiste «Datenschutz» und scrollst dort in der linken Leiste bis zu «Bildschirmaufnahme». Dort sollte «zoom.us» angezeigt sein. Unten links auf das Schloss klicken, damit es sich öffnet, und dann bei «zoom.us» ein Häckchen setzen. Wieder auf das Schloss klicken und fertig.
Die Installation von Zoom ist auch in der Schüler*innen-Anleitung beschrieben.
Das Installieren und das Benutzen der Software ist am Ende dieses Dokuments beschrieben.
SessionLinkPRO
Für diejenigen, die gerne in eine etwas bessere Qualität investieren, empfiehlt sich SessionLinkPRO. Dieses Programm ist speziell für die Aufnahme an verschiedenen Orten entwickelt worden. Es ist somit auch schwieriger zu bedienen als die anderen Apps.
Kami
Falls du die Noten, welche du als PDF hast, bearbeiten möchtest, gibt es Kami. Damit kannst du sehr einfach in PDFs schreiben und zeichnen.