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16.10.2008 - 15.11.2008
Der Bildhauer Jens Trimpin (geb. 1946) arbeitet hauptsächlich mit dem Material Marmor und dessen besonderen Eigenschaften. Er hat den Begriff Skulptur auf seine Ursprünglichkeit zurückgeführt. Seine Blöcke, Quader und Stelen spielen mit den Schauerwartungen des Betrachters und wirken dabei unnahbar, erhaben und trotzdem roh. Sie sind Voluminös und zugleich leicht, teils in sich gedreht und man hat den Eindruck sie mit einer Fingerbewegung in eine andere Position bringen zu können. Es scheint keine geraden Linien und rechte Winkel zu geben. Stelen neigen sich zur Seite, bei den Kuben ist die sonst gegebene Parallelität einer dynamischen Verschiebung gewichen. Dieses Ergebnis erlangt er dadurch, dass er aus den Marmorblöcken zarte Wölbungen und Verschiebungen mit Hammer und Meisel herausarbeitet. Die Schwere, die man bei dem verwendeten Werkmaterial erwarten würde, nimmt er ihm durch die Krümmungen, Drehungen und Wölbungen.
Bei seiner Arbeit richtet Trimpin sich nicht nach dem Raum, indem die Skulptur ausgestellt werden soll, sondern die Skulptur selbst lässt den Raum zur Bühne der eigenen Gegenwärtigkeit werden. Er stellt das Material in den Mittelpunkt und die Auseinandersetzung mit diesem ist ihm besonders wichtig. Der Eindruck der Räumlichkeit wird dadurch verstärkt, dass kaum ein Objekt flach auf dem Boden liegt. Betrachtet man die Skulpturen genau, fällt auf, dass fast von jedem Standpunkt aus mindestens drei Flächen zu sehen sind. Diese Wirkung erzielt Trimpin, weil er den rechten Winkel bewusst vergrößert oder verkleinert. Er selbst sagt über seine Werke, dass sie keine metaphorische, literarische, private, politische oder religiöse Botschaft übermitteln sollen.