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oder Alpnacht, Kirchgemeinde im schweiz. Kanton Unterwalden ob dem Wald, hat (1888) 1901 E., darunter 158 Evangelische,
und besteht aus den Dörfern und Stad und mehrern Weilern. Das eigentliche Alpnach, ein stattliches Dorf mit hübscher Kirche, liegt 466 m
ü. d. M, 6 km nördlich von Sarnen auf der linken Thalseite über dem sumpfigen Wiesengrund der Sarner
Aa; 2 km weiter nach Norden,
[* 5] in 440 m Höhe, am Südfuß des Pilatus und am obern Ende des Alpnacher Sees das Dorf Alpnach-Stad
(Gestad), das als Landungsplatz der Dampfboote, als Station der Linie Brienz-Luzern (Brünigbahn) und als
Ausgangspunkt für die Besteigung des Pilatus (3½ Stunden) und der Pilatusbahn (s. d.) sehr lebhaften Fremdenverkehr besitzt.
Der Alpnacher See, der südwestlichste Arm des Vierwaldstätter Sees (s. d., 5,5 km lang, bis 1,5 km breit), erstreckt
sich, links und rechts von waldigen Höhen eingefaßt, als stiller, schilfiger Wasserspiegel von der Mündung
der Sarner Aa nordöstlich bis zu der kaum 400 m breiten See-Enge «im Acher» bei Stansstad, durch die er mit dem Vierwaldstätter
See in Verbindung steht und die seit
1861 durch einen gemauerten Damm und eine sich daran anschließende aufdrehbare Gitterbrücke
überbrückt ist. Entlang seinem linken Ufer ziehen sich die Brünigstraße und Brünigbahn nach Luzern.
Am östl.
Ufer liegt am Fuße des Rotzbergs (675 m, mit den Trümmern einer Burg) die Kuranstalt Rotzloch mit alkalisch-salinischer
Schwefelquelle.