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GROSSER MARA
DOLICHOTIS PATAGONUM SSP.
LEBENSRAUM
Grosse Maras oder Pampashasen sind in Argentinien verbreitet. Sie bewohnen die weiten Grasebenen Patagoniens, wo sie in kleinen Familienverbänden leben.
LEBENSWEISE
Grosse Maras sind trotz ihres hasenartigen Aussehens näher mit den Meerschweinchen verwandt. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 65 bis 80 Zentimetern und ein Gewicht von 8 bis 15 Kilogramm. Dank ihren langen Hinterbeinen erreichen sie auf der Flucht Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometer pro Stunde. Zu den grössten Feinden zählen Puma, Pampaskatze und Grossgrison. Nach einer Tragzeit von rund 100 Tagen bringen die Weibchen meist 2 Jungtiere in einer Erdhöhle zur Welt. Diese wiegen 400 bis 500 Gramm und sind bereits weit entwickelt, bleiben aber trotzdem etwa 3 Wochen in ihrer Geburtshöhle. Die Säugezeit erstreckt sich über 75 Tage, was ausserordentlich lang ist. Manchmal nutzen bis zu 20 Weibchen gleichzeitig eine Höhle zur Geburt, für Säugetiere ebenfalls einmalig. Ihre Jungen erkennt eine Mutter jeweils am Geruch. Erwachsene Tiere ernähren sich von Gräsern, Kräutern und Samen. Grosse Maras zählen zu den sogenannten «Koprophagen», was bedeutet, dass sie ihren eigenen Kot verzehren, um auch schwer verdauliche Nahrungsbestandteile aufzunehmen.
BEDROHUNG
Die Grossen Maras sind laut der Roten Liste potenziell gefährdet.