Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03661.jsonl.gz/961

Mit Kurkuma und Safran gibt es zwei Gewürze, die erstaunlich wirksam gegen Depressionen sind …
Die beiden Gewürze haben ein breites Wirkspektrum, da sie entzündungshemmend wirken, das Krebsrisiko senken und das Gedächtnis verbessern können.
Studien haben nun gezeigt, dass der aktive Inhaltsstoff Curcumin der Gelbwurz, wie Kurkuma ebenfalls bezeichnet wird, zur Behandlung von Depressionen verwendet werden kann.
Kurkuma soll sich dabei nicht nur für die milden Formen eignen, wie saisonale Depressionen oder den sogenannten Babyblues, wenn Frauen nach der Geburt eine depressive Phase erleiden, sondern auch bei der klinischen Depression, wenn Betroffene starke Antidepressiva zur Behandlung einnehmen. Zugleich unterstützt Gelbwurz auch die Behandlung von Angststörungen.
Kurkuma und Safran gegen Antidepressiva?
In der Untersuchung wurden Safran und Kurkuma mit Antidepressiva wie Prozac und Tofranil verglichen. Sie zeigten die gleichen Effekte, jedoch ohne die heftigen, möglichen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Gewichtszunahme, Schlafstörungen, verminderte Libido und der Unfähigkeit zum Orgasmus.
Bei einer täglichen Einnahme können sich die Symptome innerhalb von fünf bis 12 Wochen verbessern. Bedenkt man, dass es auch bei der Einnahme von Antidepressiva ca. zwei Monate dauert, bis eine Wirkung eintritt, ist die Dauer bis zum Wirkungsbeginn mehr als akzeptabel.
An der Studie nahmen depressive Probanden teil, die zum Teil mit und ohne Antidepressiva behandelt wurden. Der positive Effekt zeigte sich bei beiden Gruppen, lt. dem Leiter der Studie, Dr. Adrien L. Lopresti, jedoch besonders bei den Teilnehmern, die keine Antidepressiva einnehmen.
Warum wirken Safran und Kurkuma bei Depressionen?
Die Untersuchungen zeigten, dass Menschen mit Depressionen ein höheres Niveau an Wirkstoffen haben, die bei Schmerzen und Schwellungen beteiligt sind. Es bedeutet, dass sie mehr Entzündungen haben. Kurkuma und Safran senken diese Stoffe und Entzündungen.
Kurkuma und Safran bei atypischen Depressionen
Die Studie zeigte, dass Kurkuma gut bei a-typischen Depressionen anzuwenden ist. Menschen mit dieser Art von Depression sind sehr sensibel in Bezug auf Reaktionen ihres Umfeldes und fühlen sich nach positiven Erfahrungen stets besser. Zudem können sie sie im Vergleich zu Menschen mit einer typischen Depression viel Appetit haben.
Menschen mit a-typischer Depression haben mehr Entzündungen, so dass die entzündungshemmende Wirkung eine Erklärung für den hohen Wirkungsgrad der Gelbwurz ist.
Studie und Realität
Dieser Artikel ersetzt keinen Arztbesuch. Bei Symptomen einer Depression sollte ein Arzt oder Therapeut aufgesucht werden.
In Bezug auf Kurkuma ist anzumerken, dass bei der Studie patentierte Formen des Gewürzes verwendet wurden, so dass ggf. Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von Kurkuma alleine nicht den gleichen Effekt haben.
Möglich wäre dieser gegebenenfalls mit frischen Kurkumawurzeln, die bei der Zubereitung von Speisen verwendet werden.