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15 Nationen kämpfen im K.-o.-Modus um die Medaillen. Sie wurden aufgrund der Nationenwertung im Weltcup eingeteilt, d. h. die Nummern 1 (Österreich) und 2 (Schweiz) begegnen sich frühestens im Final:
Der Bewerb wurde aufgrund der Wetterprognosen um eine Stunde vorgezogen. Er beginnt in der Nacht auf Samstag um 03.00 Uhr (Schweizer Zeit). SRF 2 überträgt das Rennen live.
Die Schweiz schickt bei den Frauen Wendy Holdener, Camille Rast und Andrea Ellenberger ins Rennen. Bei den Männern stehen Luca Aerni, Gino Caviezel und Justin Murisier im Einsatz.
In den Achtelfinals trifft die Schweiz auf Gastgeber China. Alles andere als ein Sieg wäre eine Blamage. Geht es nach der Papierform, wartet im Viertelfinal wohl Deutschland, im Halbfinal käme es zum Duell mit Italien oder den USA.
Weil der Kurs näher bei einem Riesenslalom als bei einem Slalom ist, wurde beispielsweise auf Ramon Zenhäusern verzichtet, der in der Vergangenheit bei Team-Events schon brillierte. 2018 war der Walliser Teil der Schweizer Equipe, die das erste Olympiagold in dieser Disziplin gewann.
Im Weltcup fand in diesem Winter nur ein Parallelrennen statt, allgemein gibt es nur wenige Rennen auf höchstem Niveau – das macht Prognosen schwierig. Die Schweiz muss man mit Sicherheit auf der Rechnung haben, aber andere Nationen sind mindestens so stark, wenn nicht noch ein wenig stärker einzuschätzen:
Achtelfinals: Freilos
Viertelfinals: Slowenien oder Kanada
Katharina Huber, Katharina Liensberger, Katharina Truppe und Stefan Brennsteiner, Michael Matt, Johannes Strolz.
Liensberger holte in einem Skandal-Rennen WM-Gold im Parallelrennen. Brennsteiner war im Olympia-Riesenslalom auf Medaillenkurs, Matt ist seit Jahren ein Top-Slalomfahrer und Strolz der Aufsteiger des Winters: Nach dem Rauswurf aus den Verbandskadern wurde er Olympiasieger in der Kombination und gewann Silber im Slalom.
Achtelfinals: Russland
Viertelfinals: USA oder Slowakei
Marta Bassino, Federica Brignone, Nicol Delago und Luca De Aliprandini, Tommaso Sala, Alex Vinatzer.
Bassino wurde im letzten Winter gemeinsam mit Liensberger Parallel-Weltmeisterin, sie und Brignone zählen seit Jahren zu den besten Riesenslalomfahrerinnen der Welt. Michelle Gisins Freund De Aliprandini zählt als Vizeweltmeister zur Spitze, Vinatzer ist ein Kamikaze, dem alles zuzutrauen ist. Allerdings ist er – ebenso wie Tommaso Sala – ein reiner Slalomfahrer.
Achtelfinals: Tschechien
Viertelfinals: Norwegen oder Polen
Tessa Worley, Clara Direz, Coralie Frasse Sombet und Mathieu Faivre, Thibaut Favrot, Alexis Pinturault.
Faivre ist Parallel-Weltmeister 2021, gewann in Peking im Riesenslalom Silber. Allrounder Pinturault ist überall stark. Worley gewann WM-Bronze in der Disziplin.
Achtelfinals: Slowakei
Viertelfinals: Italien oder Russland
Mikaela Shiffrin, Paula Moltzan, AJ Hurt und Tommy Ford, River Radamus, Luke Winters.
Shiffrin will verkorkste Olympische Spiele retten. Moltzan wurde in Peking 8. (Slalom) und 12. (Riesenslalom), sie gilt als Parallelspezialistin. Radamus ist «on fire» (4. im Olympia-Riesenslalom), Winters hat einen extrem schnellen Schwung.
Achtelfinals: Schweden
Viertelfinals: Schweiz oder China
Lena Dürr, Emma Aicher, Kira Weidle und Linus Strasser, Alexander Schmid, Julian Rauchfuss.
Eicher und Schmid gehörten zum Team, das 2021 WM-Bronze gewann. Dürr führte im Olympia-Slalom nach dem 1. Lauf, Strasser gewann in dieser Saison den Slalom in Schladming und einst einen City Event.
Mina Fürst Holtmann, Thea Louise Stjernesund, Maria Therese Tviberg und Timon Haugan, Fabian Wilkens Solheim, Rasmus Windingstad.
Stjernesund und Wilkens Solheim gehörten im letzten Winter zur Equipe, die an der WM etwas überraschend Gold gewann.