Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03428.jsonl.gz/997

Die Black Forest Percussion Group startete ihr Spieljahr im Herbst 2018 mit dem Stück Retrouvailles von Georges Aperghis und beendete es im Sommer 2019 mit 18! – Music for 18 Musicians – von Steve Reich. Für diese Spielzeit entwickelten wir nicht nur ein Programmheft, sondern gleichzeitig ein System, wie Plakate und Flyer für die einzelnen Aufführungen aus dem Jahresprogramm ausgekoppelt werden können.
Das Jahresprogramm besteht aus einem A2-Poster, das in ein blätterbares und gleichzeitig auch auffaltbares A5-Heft gefaltet wurde. Das Poster auf der Rückseite zeigt eine Collage, die aus verschiedenen Visualisierungen oder Symbolen der einzelnen Stücke besteht. So visualisiert beispielsweise das verzogene Bild einer Weinflasche die Performance Retrouvailles (das Schaben einer Weinflasche über einen Holztisch ist Bestandteil der Aufführung), die Hände stehen für die Aufführung von Tragbar und das Dreieck für das Konzert am Dreiländereck. Auf der Vorderseite werden die einzelnen Symbole der Collage entnommen und den Stücken zugeordnet.
Leistungen
Keyvisual
Illustration
Artwork
Plakatgestaltung
Editorial Design
Grafikdesign
Das Layout
Die Typografie im Layout nimmt einen Moment des Rhythmus auf, indem die Titel rhythmisch versetzt und getrennt dargestellt werden. Auch in den einzelnen Postern werden die Buchstaben der Titel kompositorisch gesetzt und fügen sich so gut in die Gesamtcollage ein. Die Falzspuren auf dem ausgefalteten Jahresprogramm unterteilen die Collage in acht A5-Bereiche. Diese werden ausgekoppelt und für die A1-Poster zu den einzelnen Aufführungen verwendet. Dabei haben wir darauf geachtet, dass sich das jeweilige Symbol der Aufführung zum Grossteil in einem Abschnitt befindet. Am Ende des Spieljahres könnte man die A1-Poster wieder zusammensetzen, um das Keyvisual 18/19 als Grossformat zu verewigen.
«18!» als Auskopplung
Das einheitliche Konzept für die in diesem Spieljahr durchgeführten Konzerte, ermöglicht eine einfache Adaption der Visuals auf alle gestaltbaren Medien des Konzertbetriebs. Die frei gesetzen, collagierten Elemente lassen Raum, das Konzept auch freier interpretieren zu können, und trotzdem in der visuellen Sprache einheitlich zu bleiben. Das ist vorallem bei grossen Auskopplungen besonders wichtig, wie bei der Aufführung von «Music for 18 Musicans» von Steve Reich im Museum Tinguely in Basel und im Freiburger E-Werk.