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Am Dienstagabend um 21 Uhr kämpfen die Gladbacher im Achtelfinal in Budapest gegen Manchester City und ebenso gegen das Handicap der 0:2-Niederlage im Hinspiel.
Seit dem 15. Februar weiss man in Mönchengladbach, dass Marco Rose ab nächster Saison Cheftrainer von Borussia Dortmund sein wird. Seither bringen die Gladbacher auf dem Platz kein Bein mehr vor das andere. Die Gladbacher und ihre breite Schweizer Fraktion haben denn auch wenig Hoffnung, dass sie sich für die nächste Saison im lukrativen europäischen Geschäft halten können.
In der Meisterschaft müssten sie in den verbleibenden neun Runden mindestens sieben Punkte gutmachen, um wenigstens in die Qualifikation zur Europa League zu gelangen. Ein Platz in der Champions League, wie sie ihn in dieser Saison zum dritten Mal in ihrer Geschichte innehaben, ist in der Bundesliga mittlerweile um elf Punkte entrückt. Bleibt der Weg über die Champions League: Die Gladbacher müssten hierfür die Königsklasse 2020/21 gewinnen. Aber wie?
Es wäre aus jetziger Sicht eine regelrechte Sensation, wenn sie sich gegen Manchester City, den souveränen Dominator der Premier League, durchsetzen würden. Viel wahrscheinlicher ist, dass sich die Gladbacher aus dem dritten relevanten Wettbewerb der Saison still und leise verabschieden werden.
Am 13. Dezember trennte sich Borussia Dortmund von Trainer Lucien Favre. Unter dem Nachfolger Edin Terzic blieb der erhoffte rasche Umschwung aus. Noch im alten Jahr wurde der erfolgreiche Marco Rose als Dortmunds neuer «richtiger» Cheftrainer ab der Saison 2021/22 gehandelt. Anderthalb Monate lang waren alles nur Gerüchte und Vermutungen. Sie schienen sich auf Roses Arbeit bei den «Fohlen» nicht auszuwirken und keine Unruhe in den Betrieb zu bringen. Nach der Wiederaufnahme der Meisterschaft am 2. Januar holte Mönchengladbach 14 Punkte aus 6 Spielen. Auch im Cup kam man weiter.
Mit dem anscheinend fatalen 15. Februar änderte sich alles. Bis heute haben sich in sechs Wettbewerbsspielen sechs Niederlagen angesammelt: vier in der Bundesliga, je eine im Cup und in der Champions League. Es bedeutet, dass die Mannschaft gerade jetzt, wo Marco Roses Zukunft endlich geklärt ist und keine Fragen offenbleiben, in eine ernsthafte Krise geschlittert ist.
Es fragt sich, ob die sportliche Führung um Sportdirektor Max Eberle die Saison mit ständigem Misserfolg zu Ende spielen lassen wird oder ob Roses Nachfolger schon jetzt rekrutiert, angestellt und vorzeitig eingesetzt wird. Die «Bild»-Zeitung berichtete, der wahrscheinliche Nachfolger sei ein Mann, der schon jetzt zur Verfügung stehe. Ein Trainer ohne aktuelles Mandat also.
Real Madrid im Schuss
Im zweiten Achtelfinal-Rückspiel vom Dienstag spielt Real Madrid daheim gegen Atalanta Bergamo. Die Madrilenen siegten in Bergamo 1:0. Sie sind seit eineinhalb Monaten, seit acht Wettbewerbsspielen (sechs Siege, zwei Remis) ohne Niederlage. Die Chancen stehen gut, zumal Italienische Gegner den Madrilenen zu liegen scheinen. Elf ihrer letzten zwölf Champions-League-Partien gegen Serie-A-Vertreter haben sie gewonnen.