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Frauen, die mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag trinken, senken die Chancen auf eine Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung um 50%.
4000 Frauen haben an der Studie eines dänischen Forscherteams teilgenommen. Mit dem Ziel, die Auswirkung von häufigem Kaffeegenuss auf die Fruchtbarkeit zu testen.
Das Ergebnis ist klar: Frauen, die sich mehr als vier Tassen Kaffee am Tag gönnen, vergrössern die Möglichkeit einer Nicht-Schwangerschaft um satte 50%. Auch die Rate der Fehlgeburten steigt laut der Studie um 40%.
Übermässiger Kaffeegenuss in der Schwangerschaft, so die Mediziner, sei vergleichbar mit den Gefahren des Rauchens.
Studienleiter Ulrik Schioler von Universität Aarhus: «Wir waren nicht überrascht, dass Kaffee die Schwangerschaftsrate bei künstlicher Befruchtung beeinträchtigt. Jedoch waren wir über das Ausmass der Auswirkungen erstaunt».
Es wurden bei der Untersuchung auch andere mögliche Faktoren, wie Alter, Gewicht oder Alkoholkonsum, berücksichtigt. Diese hatten aber nicht den gleich negativen Effekt, wie der Genuss von 5 Tassen Kaffee täglich. Erst durch den Konsum von Koffein wird die Möglichkeit einer Schwangerschaft drastisch eingeschränkt.
Ein weiterer Risikofaktor kommt noch dazu. Die Rate der Fehlgeburten erhöht sich gegen 40%. So krass wirkt sich sonst nur das Rauchen auf den Erfolg einer künstlichen Befruchtung aus.
Die Mediziner, die ihre Ergebnisse am Jahrestreffen der Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (ESHRE) in Istanbul vorstellten, sehen die Studie als zwar messbare, aber nicht statistisch eindeutige Aussage. Auch wolle man damit Betroffene nicht beunruhigen.
Es gäbe aber klare Indizien, dass Kaffee den Erfolg einer künstlichen Befruchtung erheblich beeinträchtige. Deshalb sei es für Frauen, die sich einer solchen Prozedur unterziehen ratsam, sich auf vier Tassen Kaffee täglich zu beschränken.
Ob sich Kaffeegenuss auch auf natürliche Schwangerschaften auswirkt, wurde bei der Studie nicht untersucht.