Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03434.jsonl.gz/1096

Die richtige Therapie finden
Wenn Sie von Ihrem Arzt zum ersten Mal die Diagnose Psoriasis erhalten, kann dies zunächst ein schwerer Schock sein. Vielleicht sind Sie erleichtert, weil man etwas dagegen tun kann, oder Sie verspüren Entsetzen, Angst und sogar Wut.
Vieles wird Ihnen durch den Kopf gehen. Zunächst gibt es mehrere Arten von Psoriasis, oder Schuppenflechte, die verschiedene Teile des Körpers auf unterschiedliche Weise betreffen können.
Eine andere wichtige Frage ist, in welchem Ausmass die Erkrankung Sie beeinträchtigen wird, und das lässt sich kaum beantworten. Ihre Erfahrungen mit Psoriasis können leichte Symptome mit gelegentlichen Flecken und Juckreiz oder ausgeprägte körperliche Symptome sein. Wo immer Sie sich in diesem Spektrum befinden - wichtig ist, Einfluss zu nehmen und positiv zu bleiben.
Was ist Psoriasis?
Psoriasis oder auch Schuppenflechte ist eine Erkrankung, bei der Hautzellen zu schnell wachsen. Fehlgesteuerte Signale des Immunsystems führen dazu, dass sich neue Hautzellen innerhalb von Tagen anstatt Wochen bilden.
Das übermässige Wachstum von Hautzellen führt zu Psoriasis-Läsionen. Die Läsionen haben drei charakteristische Merkmale: Schuppung, Verdickung und Entzündung (Rötung). Es ist wichtig, zu betonen, dass das beschleunigte Zellwachstum nichts mit Krebs zu tun hat.
Bis zu 30 % der Menschen mit Psoriasis können auch eine Psoriasis-Arthritis in den Gelenken bekommen. Wenn Sie glauben, davon betroffen zu sein, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und erklären ihm, warum.
Was verursacht Psoriasis?
Die genaue Ursache der Psoriasis ist immer noch unbekannt. Es ist eine komplexe Erkrankung mit zahlreichen möglichen Ursachen, die genetisch, immunologisch, umweltbedingt und psychologisch sein können. Diese Faktoren verändern die Funktionsweise von Hautzellen und beschleunigen die Geschwindigkeit, mit der Hautzellen produziert und abgestossen werden.
Wichtig ist zu wissen, dass Psoriasis nicht ansteckend ist. Niemand hat Sie Ihnen übertragen, und Sie selbst können Sie nicht durch Berührung, Schwimmen im gleichen Becken oder auch intimen Kontakt weitergeben.
Ist sie selten?
Jeder kann eine Psoriasis entwickeln. Sie ist bei Männern und Frauen gleich häufig und betrifft etwa 2-3 % der weltweiten Bevölkerung.
Psoriasis kann in jedem Alter beginnen, doch die meisten Menschen entwickeln Psoriasis im Alter zwischen 20 und 35. 75 % der Psoriasis-Fälle treten vor dem 40. Lebensjahr auf. Es ist jedoch möglich, die Erkrankung sowohl in der Kindheit als auch im Alter zu entwickeln.
Aktive Kontrolle
Wenn Sie Psoriasis haben, müssen Sie nicht einfach damit leben. Sie brauchen Informationen, damit Sie auf bestmögliche Weise mit Ihrer Erkrankung umgehen können. Ein möglicher Anfang ist, zu lernen, was die Erkrankung ist, wen sie betrifft und was sie verursacht. Psoriasis ist eine lebenslange Erkrankung, und je früher Sie sich mit den wesentlichen Informationen darüber bewaffnen, desto schneller können Sie die Kontrolle darüber erlangen und ihren Einfluss auf Ihr Leben minimieren.
Zu den gängigen Formen der Therapie gehören:
- Topische Therapien, die direkt auf die Haut aufgebracht werden.
- Systemische Therapien, die nicht direkt auf die Haut aufgetragen, sondern auf anderen Wegen wie etwa als Tablette oder Injektion verabreicht werden. Eine spezielle Art von systemischen Therapien sind die so genannten Biologika, die auf bestimmte Proteine im Immunsystem abzielen.
- Fototherapie, die eine Reihe von Therapien mit einer als ultraviolette Strahlung oder UV-Strahlung bezeichneten Art von Licht umfasst.
Neben verschreibungspflichtigen Therapien verwenden Patienten mit Psoriasis verschiedene Arten von topischen Produkten, die mithelfen, die Haut feucht zu halten und die einige der mit Psoriasis verbundenen Symptome lindern können. Dazu gehören: Badeöl/Duschlösungen und Feuchtigkeitspräparate,
Der Umgang mit Psoriasis
Jeder kommt anders mit Psoriasis zurecht, und die Wahl der Therapie sollte auf Gesprächen zwischen Ihnen und Ihrem Arzt basieren.
Eine Therapie, die bei einer Person gut funktioniert, bringt bei einer anderen möglicherweise gar nichts. Und in einigen Fällen kann eine Therapie, die zuvor bei jemandem gut funktioniert hat, nicht mehr die richtige Wahl für die Zukunft sein.
Arbeiten Sie also mit Ihrem Arzt zusammen, um die richtige Therapie für Sie zu finden.