Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03326.jsonl.gz/877

English text below.
Razz, ein Tagedieb und Wilderer, schiesst versehentlich seine fromme Frau Martha über den Haufen. Während sie zwischen Leben und Tod schwebt, gelangt ihre Seele an einen Kreuzweg, wo sie zwischen den Versuchungen der Hölle und dem Himmel wählen muss.
Von 1915 bis in die 1950er-Jahre entstanden abseits von Hollywood rund 500 sogenannte «race films» mit schwarzer Besetzung und für ein schwarzes Publikum. Produziert und inszeniert wurden diese Filme in der Regel von Weissen, aber bei The Blood of Jesus zeichnete Spencer Williams, der später in der umstrittenen Sitcom Amos ’n’ Andy mitwirkte, für Buch und Regie. Die äusserst billige Produktion wirkt oft amateurhaft und überzeichnet, gibt aber einen Einblick in jene naiv-religiöse Denkweise, die Micheaux in Within Our Gates aufs Korn nahm.
«Die einfache Geschichte über die Verdammten und Geretteten entfaltet einen schlichten Charme, wie er oft der Art brut eignet. Darüber hinaus dokumentiert sie in ihrer sanften Mischung aus tödlichem Ernst und fröhlicher Komik eine Lebensweise, die vielleicht schon bei der Entstehung des Films vorbei war. Und vor allem in den zahlreichen Wiedergaben von traditionellen religiösen Liedern wie ‹All God’s Children Got Shoes›, ‹Amazing Grace›, ‹Go Down, Moses›, ‹Good News›, ‹I’ve Heard of a City Called Heaven› und ‹Run, Child, Run› kann Williams’ Werk geradezu als Zeugnis der Musik und Kultur der Schwarzen in den Südstaaten gelten.» (Douglas Messerli, internationalcinemareview.blogspot.com, 8.6.2015)
«The simple tale about the damned and the saved displays a simple charm that often appears in outsider art. Moreover, in its gentle mix of the deadly serious and the joyful comic, it documents a way of life that was perhaps already over by the time the film was made. And particularly in its numerous renditions of standard religious songs such as ‹All God’s Children Got Shoes›, ‹Amazing Grace›, ‹Go Down, Moses›, ‹Good News!›, ‹I’ve Heard of a City Called Heaven›, and ‹Run, Child, Run› Williams’ work can almost be seen as testament to Southern Black music and culture.» (Douglas Messerli, internationalcinemareview.blogspot.com, 8.6.2015)
Drehbuch: Spencer Williams
Kamera: Jack Whitman
Mit: Cathryn Caviness (Schwester Martha Ann Jackson), Spencer Williams (Razz Jackson), Juanita Riley (Schwester Jenkins), Reather Hardeman (Schwester Ellerby), Rogenia Goldthwaite (Engel), James B. Jones (Satan), Frank H. McClennan (Judas Green), Eddie DeBase (Rufus Brown), Alva Fuller (Luke Williams)
57 Min., sw, DCP, E