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Ihre Liebe zum Gesang entdeckte Jasmin bereits als kleines Mädchen. So stand sie bereits im Kindergartenalter mit der Haarbürste der Mutter singend vor dem Spiegel. "Entdeckt" wurde sie dann im Alter von 12 Jahren von ihrem damaligen Singlehrer, der ihr riet ihr Talent zu fördern. Und so begann sie Gesangsunterricht zu nehmen und trat bereits im Teenageralter regelmässig auf.
Noch zu Schulzeiten veröffentlichte sie 1993 ihre Debüt-CD "Tolerance", deren Songtexte sie alle selber schrieb und die von niemand Geringerem produziert wurde als von Urs Wiesendanger (Bligg, Nubya, Natacha, D.J. BoBo usw.) Bereits mit ihrem Erstlingswerk sorgte sie für grosses Interesse und erhielt eine beachtliche Medienpräsenz. Berichte in Printmedien wie Schweizer Familie, Schweizer Illustrierte, Blick, Pop/Rocky, SonntagsBlick, annabelle und ein Portrait in der damaligen Jugendsendung "Zebra" des Schweizer Fernsehens verhalfen Jasmin, ihre Musik einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Im selben Jahr sprang sie als Sängerin bei D.J. BoBo für Auftritte in Holland und der Schweiz ein, als Emel ausstieg.
1994 konzentrierte sich Jasmin auf ihre neusprachliche Matura und widmete sich ganz dem Schulbank drücken. Mit der Matura in der Tasche verreiste sie bis 1995 nach Neuseeland. Dort fasste sie auch den Entschluss, das Singen zu ihrem Beruf zu machen.
Nach ihrer Rückkehr begann sie ihr Gesangsstudium an der Jazzschule Luzern und wechselte später an die Swiss Jazz School in Bern.
Dann 1996 der grosse Schreck: Bei Jasmin wurde Krebs diagnostiziert. Operationen und Therapien folgten, doch selbst in dieser Zeit trat sie auf. Die Musik und das Singen halfen ihr in dieser schwierigen Zeit zur Genesung.
Ihre Krankheitsgeschichte verarbeitete sie auf ihrer CD "Sink or Swim", welche 1997 erschien. Die Sängerin entschloss sich auch in der Öffentlichkeit über ihre Krankheit zu reden, einerseits um anderen Betroffenen Mut zu machen, andererseits um das Thema Krebs zu enttabuisieren und auch, wie sie sagt: "weil meine Krankheitsgeschichte zu mir gehört und mich auch massgeblich geprägt hat." "Sink or swim" bedeutete für Jasmin eine musikalische Kehrtwendung. Während bei "Tolerance" noch die Synthesizer dominierten, ist "Sink or Swim" ein rein akustisches, stimmungsvolles, sparsam arrangiertes Werk, welches grösstenteils live aufgenommen wurde. "Es war mein Wunsch etwas Echtes, Lebendiges zu schaffen, mit Musikern und echten Instrumenten zu arbeiten. Ich hatte endlich den Mut gegen den Strom zu schwimmen, auf technische Effekte zu verzichten und statt einer grossen Show gutes Handwerk zu liefern."
Ihr Stilwechsel kam an: Das Medienecho auf die Platte war enorm. Auftritte in zahlreichen Fernsehsendungen (Risiko, NightMoor, Takito, Weekend Music, TAF life, Talk Täglich) sowie diverse Radio-Interviews ermöglichten es Jasmin, ihre Songs einem breiten Publikum näherzubringen. Die "Schweizer Illustrierte", das "Tele", sowie weitere Zeitschriften und Zeitungen widmeten ihr gleich mehrere Seiten.
So wurden auch die Macher vom Musical Schweizer Erfolgs-Musicals "Space Dream" aufmerksam auf die junge Sängerin. Im September 1998 feierte Jasmin ihre Premiere im Musicaltheater Baden als Roboterfrau "Macchina" und begeisterte das Publikum in über 100 Shows mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. "Es war für mich eine faszinierende Herausforderung, das Singen, Schauspielern und Tanzen unter einen Hut zu bringen", meint Jasmin, deren Herz auch schon immer für das Genre Musical schlug, über ihr erstes Musicalengagement.
Die Zeitschrift "annabelle" wählte sie nach dieser erfolgreichen Zeit unter die "zehn erfolgreichsten Schweizer Top-Frauen 1998" in der Sparte Kultur.
1999 verunfallte Jasmin im Musical "Space Dream" auf der Bühne vor ausverkauftem Haus und holte sich einen Bänderriss. Diese Zwangspause mit Gipsfuss nutzte sie, um ihre CD-Single "Before I Say Goodbye" aufzunehmen.
Im 2002 nahm sie zusammen mit der New Yorker Pianistin die CD "Cover Stories" auf, auf der ausschliesslich neu arrangierte Coversongs zu hören sind. Getauft wurde der Silberling im April 2002 durch Plattengötti Stefan Angehrn im Casino Luzern.
Und dann lockte im gleichen Jahr wieder einmal ein Musical-Angebot und so war Jasmin im Musical "EVITA" im 1200-plätzigen Amphitheater in Hanau (Deutschland) in mehreren Rollen zu sehen. Im Sommer 2004 wurde sie erneut für die Wiederaufnahme der erfolgreichen EVITA-Produktion engagiert.
2004 wagte Jasmin sich auf neues Terrain und nahm zusammen mit dem Pianisten und Komponisten Beni Mosele die Kinder-CD "Professor Räzel bi de Monster" auf, welche bei UNIVERSAL MUSIC im Vertrieb ist. Die Monster-CD wurde im Dezember 2004 im Gletschergarten Luzern gebührend getauft.
Im November 2004 stellte sie dann in einer Schweizer Produktion des Musicals "EVITA" die Rolle der Geliebten Peron's/Mistress dar.
Danach wurde es in der Öffentlichkeit ruhig um die Sängerin. "Ich hatte das Bedürfnis, mich etwas zurückzuziehen nach dem Rummel der vergangenen Jahre."
Doch irgendwann machte sich die Künstlerseele in Jasmin wieder bemerkbar und rief nach Ausdruck. So begann sie zusammen mit dem Produzenten und Songwriter Beni Mosele an Songs für ein neues Album zu schreiben und verarbeitete die Erlebnisse der letzten Jahre zu Songtexten. Daraus entstanden 14 Songperlen, die auf ihrer neusten CD "Chocolate Baby" (2010) zu hören sind, welche sie unter ihrem Künstlernamen JAZZMIN veröffentlichte.
Die Entscheidung, ihre Leidenschaft das Singen zu Ihrem Beruf zu machen, hat sie nie bereut. "Ich habe den schönsten Beruf der Welt. Ich kann dabei das tun was ich am liebsten mache, nämlich Singen, und mache damit auch noch andere Menschen glücklich. Es ist ein Geschenk, wenn ich meine Zuhörer mit meiner Stimme berühren kann und sie für einen Moment aus dem Alltag entführen darf."