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Claude Cueni steht im De-Wette-Park beim Basler Bahnhof. Er schaut die weisse Statue an, die einen Engel zeigt, der Frauen und Kinder beschützt; das Strassburger Denkmal. Frédéric Bartholdi – einer der beiden Hauptfiguren in seinem neuen Roman – schuf die Figur. «Wenn ich ihm nah sein will, schaue ich seine Werke an. Hier, bei der Statue, kann ich mich treiben lassen», sagt Cueni und schaut zum Engel hoch.
Zwei Rivalen wollen Gigantisches erschaffen
Bartholdi baute das Denkmal 1895, in einer Zeit also, die Cueni an «den Goldrausch in Alaska, Orientreisen, das Aufkommen der Eisenbahn, der Telegraphie, eine Epochen mit hunderten Erfindungen» erinnert. Sein neuer Roman «Giganten» spielt in dieser Zeit der grossen Umbrüche. Cueni erzählt die Geschichte von zwei Rivalen. Neben Frédéric Bartholdi spielt Gustave Eiffel, sein Gegenspieler, eine zentrale Rolle im Roman. Beide wollten Monumentales erschaffen und beiden gelang dies. Bartholdi baute die Freiheitsstatue in New York, Eiffel den nach ihm benannten Turm in Paris. Der Roman erzählt die Geschichte einer Rivalität zwischen den beiden Männern, die sich um die Gunst einer Frau in die Haare geraten.
Der Roman baut auf historischen Fakten auf, welche Claude Cueni präzise recherchiert hat. Die Dramaturgie sei aber zum Teil erfunden; die zeitlichen Dimensionen habe der Autor zum Teil etwas gestreckt oder gekürzt, sagt er selbst.
(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)