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von Elizabeth Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin
Die Dokumentarfilmregisseurin Elizabeth Chai Vasarhelyi (43) und ihr Mann Jimmy Chin (48), der professioneller Kletterer, Regisseur und Autor ist, haben gemeinsam Regie bei der Doku «Free Solo» geführt. Darin wird der US-amerikanische Freikletterer Alexander Honnold (36) dabei begleitet, wie er ohne technische Hilfsmittel den rund 1000 Meter hohen Granitfelsen El Capitan erklimmt, der als Wahrzeichen des Yosemite-Nationalparks in den USA gilt, und wie sorgfältig er sich darauf vorbereitet. Es ist ein Film, der für Nervenkitzel sorgt: Eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen und die waghalsige Klettertour reissen das Publikum mit, sodass der Film mit zahlreichen Preisen gekürt wurde, darunter auch ein Oscar für den besten Dokumentarfilm.
«Amy» (2015)
Eine bewegende Doku, die nicht nur Musikbegeisterte in ihren Bann zieht, ist «Amy» vom britischen Regisseur Asif Kapadia (50). In dem Biopic wird das viel zu kurze Leben von Amy Winehouse (1983–2011) nachgezeichnet. Die Britin ist als junges Mädchen, Teenager und weltberühmter Star auf und abseits der Bühne zu sehen. Magersucht und später Drogenprobleme überschatteten die Karriere der Künstlerin, die für ihre Jazz- und Soul-Songs gefeiert wurde. Ausserdem wurden für den Film rund 80 Personen interviewt, die mit Amy privat oder beruflich verbunden waren. 2016 wurde der Streifen mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.
«Citizenfour» (2014)
Eine ebenfalls oscarprämierte Doku ist «Citizenfour» von der US-amerikanischen Dokumentarfilmregisseurin Laura Poitras (58). Eigentlich arbeitete sie gerade an einem Film über Abhörprogramme in den USA, als sie eine E-Mail eines NSA-Mitarbeiters erhielt, der sich nur Citizenfour nannte und ihr Insider-Informationen anbot. Poitras traf sich schliesslich in Hongkong mit Edward Snowden (38), dem inzwischen weltberühmten US-amerikanischen Whistleblower. Es folgten viele weitere Treffen, die gefilmt wurden und im spannenden Dokumentarfilm gezeigt werden. Durch die Aufnahmen wurden globale Überwachungspraktiken aufgedeckt.
«Das Salz der Erde» (2014)
von Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado
Im Dokumentarfilm «Das Salz der Erde» wird das Leben und Schaffen des brasilianischen Fotografen Sebastião Ribeiro Salgado (78) gezeigt, der vor allem für seine Bilder in Krisen- und Kriegsgebieten bekannt ist. Sein Sohn Juliano Ribeiro Salgado (48), welcher Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann ist, und der deutsche Regisseur und Fotograf Wim Wenders (76) haben dabei die Regie geführt. Der Film ist wie die sozialdokumentarischen Fotos von Sebastião Ribeiro Salgado komplett in Schwarz und Weiss gehalten. Die Bilder und Erzählungen des Fotografen ziehen das Publikum in ihren Bann, auch nach dem Film begleiten einen die bewegenden und teils schockierenden Aufnahmen noch. Diese Dokumentation hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter der Spezialpreis bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes und war für einen Oscar als bester Dokumentarfilm nominiert.
«Eine unbequeme Wahrheit» (2006)
Hierbei handelt es sich um eine Dokumentation, die den Einfluss der Menschheit auf das Klima verdeutlicht und in der der ehemalige US-amerikanische Vizepräsident Al Gore (74) der Protagonist ist. Im Film des Regisseurs Davis Guggenheim (58), der auch aus den Vereinigten Staaten von Amerika stammt, werden Gores Präsentationen über den Klimawandel und die globale Erwärmung gezeigt. Der mehrfach preisgekrönte Streifen erhielt 2007 unter anderem zwei Oscars: für den besten Dokumentarfilm und für den besten Song («I Need To Wake Up» von Melissa Etheridge, 61). 2017 folgte die Fortsetzung «Immer noch eine unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft».
«Woodstock» (1970)
Der im Jahr 1970 entstandene und äusserst erfolgreiche Dokumentarfilm «Woodstock» handelt vom legendären gleichnamigen Musikfestival in Bethel in New York (USA) und erhielt den Oscar als bester Film seines Genres. Der US-Amerikaner Michael Wadleigh (80) führte Regie. Die Aufnahmen zeigen Teile der Auftritte von Bands und Musikern, wie Jimi Hendrix (1942–1970) oder The Who, doch vor allem den Alltag der rund 400'000 Besucherinnen und Besucher, die oft nicht einmal die Bühne sehen konnten, da mit höchstens halb so viel Publikum gerechnet wurde. Auch die Anwohner um das Festivalgebiet wurden für die Doku interviewt. Da der Film Kultstatus hat, ist er Jahrzehnte später als «25th Anniversary Director's Cut» (1994) erschienen, sowie in einer «40th-anniversary Edition» (2009) und als «Woodstock: 3 Days of Peace & Music – The Director's Cut, 40th Anniversary Revisited» (2014).