Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03484.jsonl.gz/319

Procedures
Die bei der vSAF verwendeten Funksprachen
In der Schweizer Luftwaffe kennt man zwei verschiedene Codesysteme für Funksprüche: Zum einen gab es den berühmten Bambini Code, der Elemente aus allen vier Landessprachen verwendete um eine im Funk möglichst (für Helvetier) leicht verständliche und (für den BöFei) schwer zu entziffernde Sprache zu bilden. Und zum anderen kam später mit vermehrten Kooperativen Einsätzen mit Nachbarländern der von der NATO angewandte und auf dem Englisch basierenden Brevity Code.
Natürlich hat der Bambini Code einen traditionellen Charme der auf eine gewisse Weise auch die Unabhängigkeit der Schweiz repräsentierte, und es wäre schade, wenn unsere `Fünfte Landessprache` - fast schon ein Esperanto der Schweizer Luftfahrt - vergessen würde.
Heute bewegt sich die Luftwaffe in einem viel internationalerem Umfeld und eine effiziente Kommunikation mit anderen Luftwaffen ist unerlässlich. Zudem existieren heute effiziente Funkverschlüsselungssysteme, die eine `linguistische Tarnung` unnötig machen.
Bei der vSAF verwenden wir parallel beide Systeme und es hat sich so eingebürgert dass z.B. die vFlSt 8 mit ihren Tigern und die Hunter-Piloten der vFlSt 20 auf Bambinisch kommunizieren, während etwa die Hornet-Piloten der vFlSt 11 den NATO Brevity Code anwenden.