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Bahá'í-Gemeinde Basel
Kontakt
Bahá‘í Basel
Telefon 031 352 10 20 (nationales Bahá‘í-Sekretariat Bern)
Mail: <email-pii>
Geschichte
Schon anfangs des Jahrhunderts waren die ersten Bahá'i in der Schweiz. 1933 wurde ein internationales Bahá'i-Büri in Genf eröffnet. 1953 gründeten die Bahá'i von der Schweiz und Italien einen gemeinsamen Nationalen Geistigen Rat. 1962 wurde der Nationale Geistige Rat der Bahá’i gegründet. Sein Sitz ist auch heute noch in Bern. Das Landegg Tagungszentrum wurde 1983, das Landegg Akademie in Wienacht/AI 1988 von der Internationalen Bahá‘í-Stiftung gegründet.
Anfangs der fünfziger Jahre liessen sich Bahá‘í in Basel nieder. 1957 gründeten sie den ersten Lokalen Geistigen Rat.
In Basel leben zurzeit etwa 25-30 Bahá’í (Stand 2015); in Basel-Land und den angrenzenden Kantonen ca. 45, in der Schweiz ungefähr 1’100 und weltweit rund 6 Millionen. Die Altersstruktur ist durchmischt. Bahá’í-Literatur ist in über 800 Sprachen erhältlich und an ca. 132’000 Orten der Welt wohnen Bahá’í.
Die Gemeinden sind altersmässig durchmischt. Die Mitgliederzahl ist stagnierend.
Lehre und Ziele
Selbstdarstellung:
«Im Mittelpunkt der Bahá‘í-Lehren stehen die Einheit Gottes, die Einheit der Religionen und die Einheit der Menschheit. In allen Religionen wird eine gemeinsame Grundlage gesehen, die das Fundament der Einheit der Menschheit bildet. (Deshalb wird in den Häusern der Andacht nebst der Lesung aus den Bahá‘í-Schriften auch z.B. aus der Bibel, der Thora, dem Koran oder anderen Heiligen Schriften gelesen.) Die moralischen und sozialethischen Forderungen nach Gleichwertigkeit aller Menschen und nach Weltfrieden sind zusammengefasst in Grundsätzen und Zielen:
• Einheit in der Mannigfaltigkeit
• Eigenständige Suche nach geistiger Wahrheit
• Alle Religionen basieren auf einer gemeinsamen Grundlage
• Religion soll zu Einigkeit und Eintracht unter den Menschen führen
• Einklang von Religion und Wissenschaft
• Gleichwertigkeit von Frau und Mann
• Überwindung von Vorurteilen jeglicher Art gegen Rassen, Klassen, Religionen und Minderheiten
• Verwirklichung des Weltfriedens
• Ermöglichung von Erziehung und Bildung für alle Menschen
• Streben nach weltweiter sozialer Gerechtigkeit
• Einführung einer Welthilfssprache
• Einsetzung eines Weltschiedsgerichtshofs
Jeder Bahá‘í steht unter der geistigen Verpflichtung, täglich zu beten, 19 Tage im Jahr zu fasten, indem sie oder er von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts isst oder trinkt. Narkotika, Alkohol und alle Substanzen, die den Verstand beeinflussen, sollen gemieden werden. Bahá‘í leben in Einehe, die sie mit Zustimmung beider Eltern eingehen.»
→ Glaubensinhalte
Zusammenarbeit
Die Bahá’í sind Mitglied beim Runden Tisch der Religionen, der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft der Schweiz (IRAS COTIS) und nimmt sporadisch bei interreligiösen Veranstaltungen teil.
Organisation, Finanzen
Der Geistige Rat, zu dem der Vorsitzende, der Vizevorsitzende, der Cassier und weitere Mitglieder gehören, besteht aus neun jährlich neu gewählten Mitgliedern. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Mitgliedschaftsinteressierte werden über Glaubensgrundlagen informiert, und unterschreiben anschliessend eine Karte, die folgende Punkte beinhaltet:
- Anerkennung Bahá’u’lláhs
- Anerkennung der Gebote
- Anerkennung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
Die Bahá’í-Gemeinde Basel finanziert sich über Spenden, die anonym und auch nur von Bahá’í selbst geleistet werden dürfen. Der Geistige Rat verwaltet das Geld. Die Einnahmen dienen hauptsächlich der Miete und der Finanzierung der Angebote. Des weiteren wird der Nationale Rat mit den Spenden unterstützt.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Andacht findet im Lohnhof Schülerfoyer, 4051 Basel statt. Weitere Veranstaltungen finden im privaten Rahmen oder gemieteten Räumen statt.
- Gottesdienste
Jeden ersten Samstag im Monat findet eine Andacht (Gebete und Lesungen aus den Bahá‘í -Schriften) um 17.30 statt.
- Erwachsene
Es werden Studienkreise und Sommer- und Winterschule zu geistigen und sozialen Themen angeboten. Des weiteren findet wöchentlich Austausch über einen Text irgend einer Offenbarung statt.
- Kinder und Jugendliche
In den Juniorengruppen gibt es Unterweisungen über Bahá‘í und andere Religionen. Sie werden auf Anfrage angeboten und stehen allen offen.
Gelegentlich werden Vorträge durchgeführt.
- Weitere Angebote
Jeweils am ersten Tag jedes Bahá‘í-Monats findet das 19-Tage-Fest statt. Es hat einen geistigen, einen administrativen und einen sozialen Teil und ist nur für erklärte Bahá‘í (=Mitglieder) offen.
Zu den 8 jährlichen Festtagen und allen übrigen Anlässen werden auch Aussenstehende eingeladen.
- Diakonie
Diakonische Tätigkeiten übernehmen die Junioren innerhalb ihrer Juniorenklassen.
- Seelsorge
Bei Bedarf ist der geistige Rat für die Seelsorge zuständig.
Die Gemeinde macht vorwiegend über Mund-zu-Mund-Propaganda auf sich aufmerksam. Sporadisch werden öffentliche Werbeaktionen mit Info-Flyern und Broschüren veranstaltet.
Literatur, Zeitschrift
Manfred Hutter: Handbuch Bahá’í. Geschichte - Theologie - Gesellschaftsbezug. 2009.
Stephan A Towfigh: Die Bahá’í-Religion: Ein Überblick. 2007.
Weitere Links
(Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehmen wir keinerlei Verantwortung!)
www.bahai.ch
www.bahai-verlag.de