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Der Erfolg der «Formel E» in Zürich zeigt, dass saubere, relativ leise Rennen mit digitaler Technik beim Publikum ankommen. Wettkämpfe mit Drohnen passen bestens in diese Entwicklung.
Noch vor drei Jahren kannte sie kaum jemand, bereits letztes Jahr zog die Drone Champions League, Link öffnet in einem neuen Fenster dann Tausende Zuschauer an den Champs-Élysées in Paris und an den anderen Austragungsorten wie Berlin oder Vaduz in ihren Bann. Zusätzlich nahmen Hundertausende via Livestream teil. Am Samstag überträgt SRF Sport den Event aus München erstmals live im Stream (ab 13:30 Uhr in der SRF Sport App und auf srf.ch/sport).
Schon am Freitag tragen die Piloten die ersten Rennen, sogenannte «Heats», auf dem Olympiagelände in München aus. Jedes Team hat vier Piloten, einen Manager und «Rennstallbesitzer», Mechaniker und Reservepiloten.
So funktionieren die Rennen
Pro Lauf messen sich zwei Piloten aus einem Team. Gewinner ist, wer als Erster im Ziel ist und alle Hindernisse korrekt umflogen hat. Falls der Pilot ein Hindernis ausgelassen hat, muss er es nochmals korrekt passieren.
Jeder Pilot fliegt einen solchen «Single Heat» viermal und kann bei einem Sieg einen Punkt für sein Team sammeln.
Nun kommt für die Zuschauer der spektakulärste Teil: Alle vier Piloten eines Teams fliegen gegen die vier Piloten des anderen Teams. Der Pilot, der bei dieser «Big Heat» als Erster im Ziel ist, gewinnt für sein Team einen Punkt.
Das Team, das am Ende der fünf Läufe (4 x «Single Heat», 1 x «Big Heat») mehr Punkte gesammelt hat, kommt weiter. In München starten acht Teams im Viertelfinal, die vier Sieger steigen in den Halbfinal auf und die besten zwei Teams erreichen den Final.
So sammeln die Teams über das Jahr an jedem Austragungsort Punkte für ihre Endplatzierung – wie bei der Formel 1. Gewinner ist das Team mit den meisten Punkten. Über die ganze Saison werden Preisgelder von etwa 200‘000 Euro ausgeschüttet.
An der DCL nehmen zwei Piloten teil, die den Drohnen-Rennsport als Beruf betreiben und damit Geld verdienen. Der Sport wird also professioneller und die Teams schliessen grosse Sponsorenverträge ab. Das ermöglicht den Piloten, mehr Zeit für Trainings aufzubringen.
Um vorne mit dabei zu sein, ist das auch nötig: Der Pilot sieht auf einer Videobrille das Bild der Kamera, die vorne an der Drohne angebracht ist. Er sitzt also quasi in seinem Flugzeug. Dieses saust mit über 140km/h durch und an den Hindernissen vorbei. Absturzfrei gelingt das nur jenen Piloten, die sich extrem schnelle Reflexe antrainiert haben.