Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03265.jsonl.gz/3405

Zur Entstehung der Jugendverbände
Aus den Strömungen und Einflüssen der Zeit nach dem ersten Weltkrieg entstand unter Jugendlichen das Bedürfnis, sich zusammenzuschliessen zu politisch oder religiös fundierten Verbänden. Auch in der Schweiz begann eine Art Jugendbewegung zu leben. Die Aufbruchstimmung führte zur Gründung von Blauring und Jungwacht.
Zur Gründung der Jungwacht
Ihre Geburtsstunde war am 11./12. September 1932. An der Verbandsführertagung des SKJV (damals Schweiz. Kath. Jungmannschaftsverband) wurde vorgeschlagen, die Kindergruppen als Vorstufe zu den kath. Jugendgruppen in den Pfarreien zusammenzuschliessen. Es existierten viele Kombinationen mit den Worten "Wacht", "bund" "-schaft" und "Jung-". So brauchte es keine grossen Sprünge mehr bis zur Wortschöpfung "Jungwacht". Die erste Schar in der Pfarrei Birsfelden nannte sich daher "Jungwacht Birsfelden". Dieser Name wurde dann für den Zusammenschluss festgelegt.
Zur Gründung des Blauring
Der Blauring wurde als Kinderstufe der damaligen Jungfrauen-Kongregation gegründet. Ihre Mitglieder wünschten sich ein stärkeres Eigenleben und mehr Spiel und Gesang bei ihren Zusammenkünften. Am 17. September 1933 wurden an einer Versammlung die Grundlinien des neuen Mädchenverbands; nach bereits verbreiteten Gruppengrundsätzen, festgelegt. Der Name ist Symbol für Gemeinschaft (Ring) und das Weibliche, Maria (blau).
Zusammenarbeit Blauring und Jungwacht
In den 70er-Jahren haben sich Blauring und Jungwacht von ihren Gründerverbänden gelöst und eine intensive Zusammenarbeit begonnen. Der gesellschaftliche und kirchliche Umbruch jener Zeit beeinflusste auch die Zielsetzungen und Methoden von Blauring und Jungwacht. Aus volkskirchlich orientierten Verbänden wurden Kinderorganisationen mit einer christlich geprägten Freizeitkultur und gesellschaftlichen Zielsetzungen.
Die Geschichte der Jubla Freiburg
Auf Wunsch der Bundesleitung wurde am 9. April 1938 im Kanton Freiburg ein eigentlicher kantonaler Jungwachtbund (Deutsch-Freiburgischer Jungwachtbund) mit eigener Leitung gegründet. Die Kantonsleitung bestand zu dieser Zeit noch aus 1 "Kantonsführer" und 1 "Kantonspräsides". Im Frühling dieses Jahres wurde bereits das erste kantonale Pfingsttreffen organisiert, das in der Folgezeit zum kantonalen Jahreshöhepunkt avancierte. Jeder Jungwachtführer war damals an die Befolgung des "Führergesetzes", eines ausführlichen Pflichtenkataloges, gebunden. Am 28. Oktober 1948 beschloss die Präsideskonferenz, die kantonale Jungwachtleitung zu erweitern. Die Kantonsleitung zählte fortan 2 Präsides und 3 Kantonsführer, mit dem Ziel, die gewachsenen Anforderungen effizienter zu bewältigen. Vom selben Jahr liegt auch ein schriftliches Dokument vor, das die damaligen Scharen des Kantons erstmals nennt. Es waren dies: die Jungwacht Brünisried, Bösingen, Gurmels, Heitenried, Plaffeien, Schmitten, St. Antoni, St. Johann (Freiburg), St. Moritz (Freiburg), St. Wolfgang und Tafers.
In den 50er Jahren erfolgte die Gliederung des kantonalen Einzuggebietes der Jungwacht in Kreise (Unterland, Mittelland und Oberland). In den 40er Jahren entstanden im Kanton erste Blauringscharen. Anfangs 60er Jahre nahm der Kanton auch die wertvolle Zusammenarbeit mit J&S auf und aufgrund der Entwicklungen auf Bundesebene wurden erste gemischte Jublascharen ins Leben gerufen, obschon lange zuvor auf informeller Grundlage bereits eine Zusammenarbeit bestand. Die Regionale Arbeitsstelle (RAST), die unverzichtbare Koordinations- und Unterstützungsarbeit wahrnimmt, existiert seit 1986.
1989/90 organisierte sich die Jubla Freiburg auf Wunsch der Bundesleitung in einem langwierigen Prozess als privater Verein im Sinne des Zivilrechts. Seither haben die Strukturen sich verankert und die Jubla Freiburg hat unter Berücksichtigung ihrer Grundsätze die Herausforderungen der Zeit aufgenommen. Die Gestaltung einer eigenen Homepage ist Teil ihrer jüngsten, den Erfordernissen der Zeit gerechten Geschichte.
Ab dem Vereinsjahr 2001/2002 zählt die Jubla Freiburg nur mehr Jublascharen.