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Von der Lebensmittelproduktion zum landwirtschaftlichen Einkommen: Übersicht über einen Wirtschaftszweig im Umbruch.
Von der Lebensmittelproduktion zum landwirtschaftlichen Einkommen: Übersicht über einen Wirtschaftszweig im Umbruch.
Die gesamte Fleischproduktion betrug 2017 492 000 t, was einer Zunahme von 16% gegenüber 2000 entspricht. Hauptsächlich wurde Schweinefleisch produziert, vor Rindfleisch, Geflügel und Übrigem. Besonders ausgeprägt war die Zunahme der Produktion von Geflügelfleisch.
2011 wurde die grösste je gemessene Milchmenge von 4,1 Milliarden kg produziert. Von 2011 bis 2017 nahm sie um 5,4% ab. Etwas mehr als ein Drittel der Milch wurde zu Käse verarbeitet.
Seit 1985 hat sich die Produktion der wichtigsten Kulturpflanzen unterschiedlich entwickelt. Ende der 1980er-Jahre und Anfang der 1990er-Jahre ist die Getreideproduktion angestiegen. Seitdem wurde eine abnehmende Tendenz der Getreidemenge beobachtet. Die Kartoffelproduktion betrug 2017 noch rund die Hälfte von 1985. Zuckerrüben werden im Vertragsanbau produziert und hängen deshalb stark von der Nachfrage der Zuckerfabriken ab. Diese ist seit 1985 grösser geworden und erreichte einen Höchststand im Jahr 2014.
Mehrere Frostnächte im April 2017 schadeten dem Obst, den Reben und dem Gemüse. Die wichtigsten Ackerkulturen hingegen wurden dadurch weder im Ertrag noch in der Qualität beeinträchtigt. So erreichte die gesamte Getreideproduktion 2017 rund 975 000 Tonnen.
Der Produktionswert der gesamten Landwirtschaft betrug 1985 13,4 Milliarden Franken. Für 2018 wird er noch auf 10,6 Milliarden Franken geschätzt. Dieser Rückgang war im langfristigen Vergleich grösstenteils preisbedingt. Vor allem sanken die Preise der Ackerkulturen, des Schlachtviehs, der Schweine und der Milch.
Die Zunahme der landwirtschaftlichen Dienstleistungen ist ein Zeichen für die wachsende Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse (z.B. extern vergebene Arbeiten für Saat und Ernte).
Das Gesamteinkommen pro Betrieb setzt sich aus dem Einkommen zusammen, das durch die reine landwirtschaftliche Tätigkeit, aber auch durch nicht-landwirtschaftliche Tätigkeit erzielt wird. Der anfangs der 1990er-Jahre zu beobachtende Abwärtstrend wurde durch die Stabilisierung des landwirtschaftlichen Einkommens und die wachsende Bedeutung des ausserlandwirtschaftlichen Einkommens gebremst. 2017 betrug der Arbeitsverdienst pro Familienarbeitskraft 49 900 Franken. Das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen pro Betrieb lag bei 64 600 Franken (ohne Betriebsgemeinschaften).
Die Nahrungsmittel wurden für die Konsumentinnen und Konsumenten bis 2008 immer teurer. Seitdem fluktuiert der Index. Die Produzentenpreise nahmen weiterhin ab. Insbesondere zwischen 2009 und 2012 wirkten sich der sinkende Milchpreis sowie der tiefere Erlös für Schlachtschweine auf den Produzentenpreisindex aus.
Weiterführende Informationen
Grundlagen und Erhebungen
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