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In der Umfrage haben 80 resp. 90% der Befragten den heutigen Stromproduktionsmix und die Versorgungssicherheit als gut bis sehr gut beurteilt.
Im Rahmen der Energieperspektiven 2035 wird der Ersatz der auslaufenden Kernkraftwerkskapazitäten von den Befragten kontrovers gesehen, allerdings mit einer klaren Präferenz. Fast die Hälfte der Befragten (46%) sehen neue Kernkraftwerke als Ersatzlösung erster Priorität an. Jeweils ein Drittel wollen den Ausbau der Wasserkraft in erster und zweiter Priorität forcieren. Fossile Kraftwerke (Öl, Gas und Kohle) als einfachste technisch zu realisierende Ersatzlösung wird im Grunde genommen von den Befragten abgelehnt und nur als Notlösung angesehen.
Bei der Beurteilung der Realisierungschancen der Ersatzlösungen zeichnet die Umfrage ein anderes Bild: Nur ein Drittel der Befragten glaubt an eine realistische Chance der Kernenergie. Der Ausbau der Wasserkraft und die Steigerung der Energieeffizienz haben hier klar die Nase vorn. Die alternativen Energien und die fossilen Energieträgern werden überwiegend als unrealistische Lösung angesehen.
Bei den zukünftigen wichtigsten Aufgaben der Elektrizitätswirtschaft wird die Versorgungssicherheit mit grossem Abstand an erster Stelle genannt. Mit etwa gleicher Gewichtung (zweite und dritte Priorität) werden wirtschafts- und sozialverträgliche Preise und eine vom Ausland unabhängige Stromproduktion genannt. Von den Befragten werden Stromimporte zur Deckung des Inlandbedarfes überwiegend kritisch gesehen und nur von 6% der Befragten ausdrücklich bejaht. Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass die Stromimporte 10% des Inlandbedarfes nicht übersteigen sollten. Nur 9% sind in der Umfrage der Meinung, dass die Politik genug tut, um die Stromversorgung in unserem Land wirklich sicherzustellen. Mehr als 60% der Befragten stellen einen zu geringen Einsatz der Politik fest.
Quelle
D.S. nach VPE, 10. September 2004