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Der Ischiasnerv ist der längste Nerv im menschlichen Körper. Er leitet alle Befehle und Empfindungen zwischen Beinmuskulatur und Gehirn weiter. Der Ischiasnerv setzt sich aus mehreren Nervenwurzeln zusammen, die das Rückenmark ungefähr auf Hüfthöhe verlassen. Von dort zieht der Nerv über das Kreuz Richtung Gesäss und verläuft über die Rückseite des Oberschenkels bis zur Kniekehle. Hier teilt er sich und reicht sowohl bis zur Fusssohle als auch bis in die Zehen.
Die Lendenwirbelsäule, dort wo der Ischiasnerv das Rückenmark verlässt, ist beim Menschen besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Ist der Nerv gereizt, entsteht der Schmerz allmählich und ist meist von Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen begleitet. Oft treten Ischiasschmerzen plötzlich auf, häufig beim Heben eines schweren Gegenstandes, beim Aufstehen oder bei einer unachtsamen Bewegung. Grund für die Schmerzen ist ein eingeklemmter oder auf andere Weise geschädigter oder gequetschter Ischiasnerv. Je nach zugrunde liegender Ursache ist die Art des Schmerzes unterschiedlich. Der Schmerz ist im unteren Rückenbereich lokalisiert. Er ist dumpf, drückend oder ziehend und strahlt meist einseitig in ein Bein aus. Der ins Bein ausstrahlende Ischiasschmerz verstärkt sich durch Husten, Niessen oder Pressen. Die Schmerzen sind morgens und nach langem Ruhen meist am schlimmsten.
Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente helfen, den Schmerz zu lindern. Die Ursache für die Schmerzen muss erkannt und schnell beseitigt werden. Ist die Ursache behoben und erholt sich der Nerv, so verschwinden die Schmerzen in der Regel von selbst. Trotzdem sollten Sie Ihre Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.
Sie können Ischiasproblemen vorbeugen, indem Sie lang anhaltendes oder falsches Sitzen vermeiden. Heben Sie schwere Gegenstände nur auf eine rückenschonende Art und Weise. Bewegen Sie sich ausreichend und stärken Sie Ihre Rücken-, Bauch- und Gesässmuskulatur.