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NATACHA ÜBER DEN BEGINN IHRER KARRIERE:
«Ursprünglich habe ich Englisch gesungen. Nach einem TV-Auftritt kam der Anruf einer Plattenfirma, die meinten, ich singe super, aber mein Englisch sei grottenschlecht. Sie wollten mich nach England schicken, damit ich es lerne. Das wollte ich aber nicht, ich hatte damals ja zwei kleine Söhne. Also nahm ich ein paar Songs auf Mundart auf und schickte die an diverse Plattenfirmen. Alle meinten, eine Frau, die Mundart singt, könne man vergessen. Ich bekam trotzdem einen Vertrag - und meine drei ersten Alben erreichten alle Goldstatus. 1995 war ich zudem die erste Schweizerin, die mit ihrer CD direkt auf Platz eins der Hitparade einstieg.»
...ÜBER IHREN ERFOLG ALS FRAU IN EINER MÄNNERDOMÄNE:
«Es stimmt, dass es immer noch nicht so viele Frauen gibt, die Mundartrock machen. Vielleicht ist bei uns die Schwellenangst noch höher als bei Männern. Ich komponiere und texte alles selbst, und es erstaunt mich, dass es so wenige Frauen gibt, die das tun. Dazu kommt, dass heute viele lieber in Englisch singen, weil der Markt dafür grösser ist.»
...ÜBER IHRE SÖHNE SIMON, 29, UND EMANUEL, 25:
«Ich war zwanzig, als mein älterer Sohn zur Welt kam, und kann heute sagen: Mir hätte nichts Besseres passieren können, auch karrieretechnisch. Obwohl berufstätige Mütter damals nicht so gängig waren wie heute, gerade in der Musikbranche. Aber meine Söhne gingen bereits zur Schule und in den Kindergarten, als es mit meiner Karriere richtig losging, und ich hatte ein tolles Umfeld, das mich immer unterstützte. Ich schaute auch, dass ich viel mit ihnen mache und möglichst wenig verpasste. Simon hat heute ebenfalls eine Band, spielt Schlagzeug und Gitarre. Emanuel spielt ebenfalls Gitarre, ist ansonsten aber eher sportbegeistert.»
...ÜBER IHRE MÄNNER:
«Da gab es nicht viele. Mit dem Vater meiner Söhne war ich über 25 Jahre lang zusammen. Er hat mich immer unterstützt und ist heute noch mein bester Freund. Wir haben sogar nach der Trennung noch eine Weile zusammen gewohnt. Mit meinem jetzigen Partner bin ich seit zwei Jahren glücklich. Er ist stolz auf mich, auch wenn ihm als Unternehmer das Musikbusiness manchmal etwas fremd ist.»
...ÜBER IHR NEUES ALBUM «GLÜCKSBRINGER»:
«Mit dem Titel will ich sagen, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Jeder sollte sein eigener Glücksbringer sein. Ich habe, wie schon früher, mit den Söhnen Mannheims zusammen gearbeitet und das Album selbst mitproduziert. Speziell ist das Duett mit dem türkisch-kurdischen Sänger Ulas Nesil, den ich zufällig bei einem spontanen Istanbul-Trip mit meinem Schatz kennengelernt habe. Ich finde, das Ganze kommt sehr cineastisch daher - eben der Soundtrack meiner vergangenen Jahre.»
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