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pt) Für Sepp Huber war der Frust über die verpasste Australienreise besonders gross, hatte er sich doch erst zwei Monate vor den Spielen bei einem Meeting in Paris mit einem tollen 400m-Lauf die Teilnahme in der Schweizer 4×400-Staffel geholt, die in der damaligen Zusammensetzung mit Huber, Weber, Kost und Hegg durchaus Halbfinal-Chancen gehabt hätte.
So beschloss Sepp, seine Leichtathletikkarriere frühzeitig zu beenden, und suchte sein Glück fortan im Berufsleben. Er machte sich als Bäckermeister selbständig und eröffnete eine eigene Bäckerei in Adliswil. Er blieb zwar weiterhin Mitglied im TVU, aber vor lauter Arbeit riss sein Kontakt zum Verein für lange Zeit ab, und erst mit seiner Pensionierung hatte er wieder Zeit und Lust, bei den TVU-Veteranen seine alten Kollegen zu treffen.
Bruno Galliker, damals noch für den BTV Luzern startend, war ebenfalls ein Boykott-Opfer und sieht heute die Situation doch auch positiv: Er hatte die Absicht gehabt, im Anschluss an die Olympischen Spiele zusammen mit einem Kollegen in Australien zu bleiben und sich dort neu zu orientieren. Weil die Reise abgesagt wurde, musste sein Kollege allein auswandern, und er blieb in der Schweiz zurück. Dafür lernte er hier dann seine Frau Janine kennen, mit der er eine Familie gründete und drei Kinder grosszog. Zudem kam er ein Jahr später beruflich nach Zürich und wechselte zum TVU, dem er nun seit 60 Jahren angehört. Sein neues Glück wurde damit auch zum Glücksfall für den TVU, denn Bruno errang seine grössten Erfolge alle im TVU-Dress: 1958: Broncemedaille in Stockholm über 400m Hürden, 1960: 6. Rang an den Olympischen Spielen in Rom, ebenfalls über 400m Hürden und 1962: Broncemedaille in Belgrad über 4x400m, zusammen mit einem weiteren Untersträssler, Jean-Louis Descloux.