Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/146116

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, die Analyse zur Lohndiskriminierung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann zu überprüfen und Bericht zu erstatten. Einerseits soll die bisherige Methodik aufgezeigt und gemäss dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse aktualisiert werden, indem zusätzliche Indikatoren für Lohnunterschiede (wie beispielsweise Berufs- oder Führungserfahrung, Weiterbildungen, Sprachkenntnisse und der Beschäftigungsgrad in der Berufskarriere) berücksichtigt werden. Andererseits soll die Eignung des Mittelwerts als Referenz für die Bewertung der Lohnungleichheit bzw. Lohndiskriminierung überprüft werden. Dabei sind auch alternative Berechnungsmethoden zu prüfen (beispielsweise Ersetzung durch Medianlohn).</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesamt für Statistik führt die schweizerische Lohnstrukturerhebung durch. Die Lohndaten stammen von den Arbeitgebern selber und dienen den Sozialpartnern als Referenz im Rahmen der Lohnverhandlungen, bei der Beobachtung des Arbeitsmarktes oder auch für das Monitoring der Lohngleichheit von Frauen und Männern. Die Lohndiskriminierung wird im Rahmen einer Sonderauswertung der Lohnstrukturerhebung ermittelt.</p><p>Die verwendete Methode - die sogenannte Regressionsanalyse - ist international anerkannt (Eurostat, BIT, OECD). Sie ist auch vor Bundesgericht zugelassen und wird für die Kontrollen im öffentlichen Beschaffungswesen angewandt. Schliesslich ist die Regressionsanalyse von den Sozialpartnern im Rahmen des Lohngleichheitsdialoges als Referenzmethode festgelegt worden.</p><p>Der Bundesrat stellt fest, dass die angewandte Analysemethode und die in der Erhebung berücksichtigten Variablen dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen und die Qualität und Objektivität der statistischen Messung der Lohndiskriminierung gewährleisten.</p><p>Der Bundesrat will jedoch die Transparenz und den Konsens über die angewandte Methode sicherstellen. In diesem Sinne ist er bereit, dem Anliegen des Postulates nachzukommen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.