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Geschichte
Die Geschichte der Glecksteinhütte kann bis ins 15'te Jahrhundert zurückverfolgt werden!
Damals wagten sich erste Hirten, von der Jagdleidenschaft getrieben, bis hinauf in den "Oberen Bärg", das ist die Alpwiesenfläche rund um die Glecksteinhütte.
Bei dem markanten, gespaltenen Felsblock, dem "Gleckstein", konnten 4-6 Personen Zuflucht und Unterstand finden.
Der Name Gleckstein oder "Gläckstein" stammt von "Gläck" (Viehsalz) welches die Hirten den Schafen zum Stein brachten. Die Schafe leckten dann das begehrte Geschenk sofort auf. Auch heute noch werden Schafe in den "Oberen Berg" zur Sömmerung gebracht und lecken das "Gläck" der Hüttenwarte.
Der Gleckstein wurde vermutlich 1854 zum ersten Mal für touristische Zwecke benutzt.
Einige Bergführer aus Grindelwald bauten 1870 etwas nördlich der heutigen Hütte eine erste Unterkunft. Sie wird, durch den naheliegenden Felskopf, "Weisshorn-Hütte" benannt. Es war die dritte SAC-Hütte im Kanton Bern. Gegenüber dem "Gläckstein" war sie recht komfortabel, bot 8 Personen Platz und man konnte darin sogar aufrecht stehen.
1876 übernimmt die SAC-Sektion Blüemlisalp die Unterhaltspflicht. Der Standort in einer Mulde war jedoch nicht Ideal: in jedem Frühjahr gab es grössere Schaden durch Lawinen und Steinschläge. Nach 10 Jahren kann sie dem Andrang der Bergsteiger nicht mehr genügen.
1880 Die SAC-Sektion Blüemlisalp baut eine neue Hütte auf dem "Grytlischopf", etwa 50m oberhalb des heutigen Standortes. Die neue Glecksteinhütte, z.T. auch Wetterhornhütte genannt, gilt für die damalige Zeit als freundliches, aber nicht ausgesprochen komfortables Quartier. Sie bot Platz für 12 Personen.
1889 übernimmt die SAC-Sektion Burgdorf die Hütte.
1902 Die Bergschaft Grosse Scheidegg beschliesst, es solle ein Kostenvoranschlag für den Bau eines Berggasthauses auf dem Gleckstein ausgearbeitet werden. Die Hütte habe ohnehin ihren Dienst getan. Der Tadel, das sei ein Rattenloch oder ein Hundestall, war nicht ganz unberechtigt...!
Die Bergschaft glaubt, der Obere Berg sei ideal für die Entsteheung eines guten Geschäftes. Erbaut wird das Hotel zusammen mit dem Land-Miteigentümmer, die Bergschaft Grindel.
1904 wird das Hotel Gleckstein eröffnet.
1908 nimmt der Wetterhornaufzug die erste Sektion zur Station Engi in Betrieb.
Die Hütte und das Hotel stehen nun seit 4 Jahren kaum 50m auseinander und machen sich gegenseitig Konkurrenz. Die Sektion will die Hütte aufgeben aber das CC des SAC ist dagegen. Da auch kein Hüttenwart mehr gefunden werden kann, übergibt die Sektion Burgdorf die Bewartung einer Kommission, bestehend aus: Sektion Grindelwald, Führerverein und den Bergschaften Grindel und Scheidegg.
1910 übergibt die SAC Sektion Burgdorf die Hütte dem CC des SAC. Das CC finanziert nun fortan einen Bewartungslohn damit die Hütte einen Fortbestand hat.
1916 verursacht der ertse Weltkrieg einen Einbruch im Tourismusgeschäft. Der Wetterhornaufzug und das Hotel werden geschlossen. Die Bergschaften zeigen Interesse, das Hotel zu Verkaufen und die Sektion Burgdorf ist wieder im Gespräch.
1920 (28. Juni) wird an der Hauptversammlung der Sektion Burgdorf dem Vorkaufsvertrag zugestimmt. Sofort beginnt man mit den noch nötigen Umbauarbeiten und am 1. August erfolgt die lang ersehnte Einweihung der Hütte. 150 SAC-Mitglieder und Gäste nehmen an einer eindrücklichen Feier teil. Zu dieser Zeit ist sie eine der grössten und besteingerichteten SAC-Hütte.
Im Laufe der Jahre wird um, an und in der Hütte viel gebaut, renoviert und getüftelt!
Hier ein paar Meilensteine:
1937 erste Versuche mit einem Funk-Telefon
1940 Hüttenplatz wird ausgeebnet und eine Mauer um die Hütte erstellt.
1945 Die kleinen Hotelzimmer werden zu Massenlager umgebaut.
1948 Das undichte Holz-Schindeldach wir duch ein Kupferdach ersetzt. Die letzten Strohlager werden durch Schaumgummimatratzen ersetzt
1969 Das elektrische Wasserkraftwerk wird in Betrieb genommen.
1978 erfolgt die Einweihung des grossen Hüttenumbaues.
1984 Eine neue Trinkwasserfassung- und Leitung wird erstellt.
1986 Der Untere Beesi Bärgliweg wird erstellt.
1998 Die Bruchsteinmauern werden mit Eternit verkleidet.
2000 Einige Massenlager werden zu Komfortzimmer umgebaut....
2004 Die Glecksteinhütte wird 100 jährig
2006 Ein Unwetter beschädigt Wasserkraftwerk und Wasserfassung.
2009 Inbetriebnahme des neuen Wasserkraftwerkes
2015 Kleiner Hüttenumbau: Alle Fensterläden und alte Fenster werden ersetzt. Der Gang im 1.OG und die letzten Zimmer werden rnoviert.
Station Engi
Von 1908 bis 1915 war die erste Sektion des Wetterhorn-Aufzug in Betrieb. Geplant war eine Pendelbahn bis auf das Wetterhorn!
Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde der Betrieb eingestellt. Heute gibt es noch einige Zeugen der ersten personenbefördernde Liftseilbahn der Schweiz: Ein Nachbau der Kabine beim Hotel Wetterhorn, ein Original im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern und die Bergstation "Engi"
Die Bergstation wird seit 1989 immer wieder unterhalten um vor dem Zerfall zu schützen. Die Station erreicht man am Besten, wenn man von der Glecksteinhütte herunter kommt. Die Hüttenwarte helfen mit Informationen gerne weiter. Der Weg ist nicht sehr ausgeprägt und Schwierigkeit T4