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Seit Jahren setzt man im Kampf gegen Bluthochdruck auch auf eine operative Methode. Bei der renalen Denervation werden Nerven in der Nierenarterie verödet. Das Ziel: Durch die ausbleibenden Nervenreize soll die Niere weniger Stoffe ausschütten, die zu einem erhöhten Blutdruck führen.
Die renale Denervation wurde weltweit in zunehmendem Masse angewendet, vor allem bei Patienten, bei denen die herkömmliche Therapie mit Medikamenten nicht oder wenig anschlug. Auch in der Schweiz wurden bereits Eingriffe durchgeführt, nachdem erste Studien eine deutliche Senkung des Blutdrucks festgestellt hatten.
Die Nachfolge-Studie «Symplicity HTN-3» ergab jetzt, dass die Methode weniger wirksam ist als erhofft. Die Medizinaltechnik-Firma Medtronic hat bekanntgegeben, dass das anvisierte Wirksamkeitsziel nicht erreicht werden konnte. Man werde jetzt weitere Bemühungen für eine Zulassung in verschiedenen Ländern suspendieren und ein unabhängiges Fachgremium einsetzen, um über das weitere Vorgehen zu beraten, teilte Medtronic mit.