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Die Entzündung hat in den letzten 10 Jahren immer mehr wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten. Jüngste Forschungen zeigen, dass chronische Entzündungen vielen modernen Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Asthma, Allergien, aber auch Herz-Kreislauf-, Verdauungs-, Autoimmun- und neurodegenerativen Erkrankungen zugrunde liegen könnten.
Die jüngste Entwicklung der "Epigenetik" (Veränderungen in der Genexpression, die unabhängig von Veränderungen in der DNA-Sequenz sind und durch Umweltfaktoren verursacht werden) hilft uns zu verstehen, welche wichtige Rolle die Ernährung und andere Umweltfaktoren bei chronischen Entzündungen spielen.
Entzündung: Umwelt-Faktoren
Die industrielle Revolution markierte den Übergang von einem landwirtschaftlichen zu einem industriellen Produktionssystem. Seitdem haben sich unsere Ernährungsgewohnheiten völlig verändert. Raffinierte Kohlenhydrate, übermäßiger Gebrauch von Zusatz- und Konservierungsstoffen, hohe Zuckerkonzentrationen, zu viel gesättigte Fettsäuren, modifizierte Stärke und ein drastischer Rückgang des Obst- und Gemüseverzehrs sind zur Norm geworden!
Die Ernährung allein steht nicht auf dem Spiel. Wenig oder keine Bewegung, unphysiologische Arbeitsrhythmen (Nachtschichten), wenig Schlaf, falsche Atmung, Abkopplung von der Natur, Umweltverschmutzung, Dünger, Übermedikation und Stress: All diese Veränderungen haben weitgehend zum Wachstum von Entzündungskrankheiten beigetragen.
Wie kann man von Entzündungen befreit werden?
Eine Ernährungsumstellung ist so einfach und wird Ihnen helfen, den Entzündungsprozess zu bekämpfen! Eine Änderung Ihrer Ernährung und der Art und Weise, wie Sie essen, sollte ein erster Schritt zur Verringerung des Entzündungsprozesses sein.
Less is more (Weniger ist mehr): Halten Sie Ihre Ernährung einfach, und Sie werden gegen die Entzündung gewinnen!
Befolgen Sie diese Ratschläge:
- Vermeiden Sie von industriell verarbeiteten Lebensmitteln, sie sind mit ungesunden Zutaten wie künstlichen Zusatzstoffen, zugesetztem Zucker und Konservierungsstoffen belastet.
- Essen Sie viel Obst und Gemüse: Einige Studien haben gezeigt, dass Ballaststoffe eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Entzündungen spielen. Nehmen sie also sowohl rohe Bio-Gerichte als auch gekochtes Essen (je nach Ihrer Verdauungsempfindlichkeit).
- Beziehen Sie Ihre tägliche Zufuhr an gesunden Fettsäuren hauptsächlich aus veganem und gesundem Omega-3-Öl wie Hanf-, Walnuss-, Leinsamen- und Rapsöl.
- Achten Sie darauf, dass Sie genügend unraffinierte Kohlenhydrate aus verschiedenen und unterschiedlichen Quellen zu sich nehmen. Reis, Hirse, Quinoa, Buchweizen, Teff, Süßkartoffeln und Hülsenfrüchte sind eine gute Wahl.
- Nehmen Sie Vitamine, Mineralstoffe und anti-oxidative Lebensmittel in großen Mengen zu sich: Diese essentiellen Nährstoffe sind so wichtig für die Kontrolle von Entzündungen. Man findet sie in Samen und Nüssen, grünem Blattgemüse, Zwiebeln, Beeren, Bohnen und Pilzen.
- Achten Sie auch auf Nahrungsmittelkombinationen: Einige Kombinationen können gesundheitsschädlich sein, da sie stark säurebildend sind. Es gibt zum Beispiel einen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Kohlenhydrate niemals mit Fett oder Zucker verzehrt werden sollten.
- Schließlich ist es wichtig, wenn bereits Entzündungszeichen vorhanden sind, die Ernährung durch einige Nahrungsergänzungsmittel zu ergänzen.
Eine stressfreie Umgebung schaffen
Während des Essens sollten wir eine stressfreie Umgebung schaffen, um unsere Verdauung zu fördern. Die Qualität des Essens ist grundlegend, aber nicht ausreichend. Nur mit einer ruhigen Umgebung können wir den Verdauungsprozess wirklich ankurbeln und vermeiden, Dysbiose und damit Entzündungsreaktionen auszulösen.
Wie können Sie eine ruhige Mahlzeit gewährleisten? Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung und atmen Sie ganz durch: Diese Übung dient dem Stressabbau.
Ruhen Sie sich tagsüber aus. Überlastung und Übertraining sind entzündungsfördernd, wenn sie mit wenig Ruhe, unzureichender Sporternährung und einem vollen Terminkalender für Berufstätige einhergehen.
Andere Entzündungsfaktoren sind intensives Training, Rauchen und Umweltverschmutzung.
Athleten und Entzündung
Sportler sind im Hinblick auf chronisch entzündliche Erkrankungen sehr anfällig. Was die Sportler betrifft, so sollten die Auswirkungen einer schlechten Ernährung und Hydratation stärker erwähnt werden.
Ein Ratschlag? Nehmen Sie Ihre Medikamente nur im Notfall ein. Schmerzmittel und Antibiotika wie Aspirin und Ibuprofen haben in der Tat eine direkte Wirkung auf die Darmschleimhaut und auf das Mikrobiom, wodurch Entzündungen wahrscheinlicher werden. Es gibt ganz natürliche Heilmittel mit erwiesener Wirksamkeit.
Immer einen Experten um Rat fragen
Warum nicht einen Ernährungsberater, einen Naturheilkundigen oder einen anderen Spezialisten konsultieren und ein spezifisches Programm aufstellen? Diese Art von Programm besteht oft in der Entgiftung und Wiederherstellung des Mikrobioms dank Präbiotika in Kombination mit zusätzlichen alkalisierenden Zusätzen, Mineralien und Pflanzen.
Die Vorbeugung von Entzündungen ist einfach, wenn man immer auf sich selbst aufpasst!
Autor: Marie-Noëlle Bourgeois, Ernährungswissenschaftler
Lesen Sie weiter:
Controlled Trial of Fasting and One Year Vegetarian Diet in Rheumatoid Arthritis, J. Kjeldsen-Kragh MD et AL. The Lancet, Volume 338, Issue 8772, October 1991, pages 899-902.