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- Giulia Steingruber erreicht beim Mehrkampf-Final an den Olympischen Spielen in Tokio Rang 15.
- Die Schweizerin zeigt einen hervorragenden Sprung, muss beim Stufenbarren aber Abstriche machen.
- Die Goldmedaille darf sich Sunisa Lee (USA) umhängen, Silber geht an Rebeca Andrade (BRA) und die unter neutraler Flagge startende Russin Angelina Melnikowa komplettiert das Podest.
Giulia Steingruber hat im Mehrkampf-Final eine starke Leistung gezeigt. Nach ihrem 23. Platz in der Qualifikation verbesserte sich die 27-Jährige um 8 Plätze auf den 15. Rang.
Sprung top, Stufenbarren verbesserungswürdig
Viele Punkte sammelte Steingruber wie gewohnt in ihrer Paradedisziplin, dem Sprung. Mit 14,833 Punkten erreichte sie dort den dritthöchsten Wert des Tages. Diesen brauchte sie heuer, um ihre Leistung am Stufenbarren zu kompensieren. 12,800 Punkte bedeuteten die fünftschlechteste Note aller Teilnehmerinnen. Die Handstände waren das Problem.
Zwar war Steingrubers Bewertung auf dem Schwebebalken nochmals 4 Zehntel schlechter. Beim für Steingruber letzten Element fielen die Noten aber allgemein tief aus. Begonnen hatte die Ostschweizerin am Boden solid (13,333 Punkte).
Lee springt für Biles ein
Simone Biles war im Ariake Gymnastics Centre die grosse Abwesende. Die Olympiasiegerin von 2016, vor den Spielen die Favoritin auf Gold, hatte wegen mentaler Probleme auf eine Teilnahme verzichtet. Sie wolle das Risiko nicht eingehen, sich zu verletzen oder eine Dummheit zu begehen, sagte die 24-Jährige.
Nach dem Verzicht von Biles, die trotz einigen Fehlern die Qualifikation auf Platz 1 abgeschlossen hatte, durfte sich eine Handvoll Athletinnen Hoffnungen auf den Sieg machen. Die Goldmedaille sicherte sich letztlich Biles’ Landsfrau Sunisa Lee, die sich knapp vor der Brasilianerin Rebeca Andrade und der unter neutraler Flagge startenden Russin Angelina Melnikowa durchsetzte.