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Goldmelisse
Die Goldmelisse stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie blüht und gedeiht an sonnigen Lagen auf humosen, tiefgründigen Böden auch in hiesigen Gefilden. Im Oktober lässt sich die Goldmelisse durch Teilen vermehren.
(sku) Die nordamerikanischen Oswego-Indianer tranken Goldmelissentee zum Genuss und als Heiltrunk gegen verschiedene Beschwerden. Der Tee wirkt leicht beruhigend und hilft gegen Übelkeit und Husten. Äusserlich angewandt kann man ihn zur Wundbehandlung einsetzen. Die Goldmelisse enthält ähnliche ätherische Öle wie der Thymian. Zur Zubereitung eines Goldmelissentees werden ein bis zwei Teelöffel des frischen oder getrockneten Krauts, der Blüten oder der Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen.
Die Goldmelissenblüten haben einen aromatischen, meist zitronigen Duft und Geschmack. Sie eignen sich zum Würzen von Desserts, zur Herstellung erfrischender Eistees und Limonaden ebenso wie zur Dekoration von Salaten und kalten Platten. Es gibt auch Varietäten mit einem feinen blumigen Duft, der stark an Rosenduft erinnert. Diese können zum Beispiel zum Aromatisieren von Zucker verwendet werden.
Sonniger Standort
Goldmelissen wachsen am besten an sonniger Lage. Sie blühen und gedeihen auf humosen, tiefgründigen Böden mit guter Wasser- und Nährstoffversorgung. Normalerweise wird die Goldmelisse durch Ausläufer vermehrt. In der Praxis wird die Goldmelisse deshalb meistens als fertige Pflanze angeboten. Die Goldmelisse ist winterhart und als Staude sehr langlebig.
Es lohnt sich, die Pflanzen nach zwei bis drei Jahren zu teilen und umzupflanzen. Dies fördert die Blüten und das Pflanzenwachstum. Das Teilen wird am besten im Herbst oder im Frühjahr erledigt. Die Teilstücke sollten gut bewurzelt sein. Geteilt werden die Wurzelballen von oben nach unten. Diese Arbeit lässt sich mit einer Grabgabel erledigen.
Geerntet wird während der Blütezeit von Juli bis September. Dann werden entweder die Blüten oder das ganze oberiridische Kraut abgeschnitten. Wer das ganze Kraut erntet, bündelt dieses zu Sträussen und hängt es kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort auf. Wenn die Blüten gesammelt werden, legt man sie auf ein Küchentuch und lässt sie an einem schattigen Ort trocknen.
Hilft bei Erkältung
Goldmelissentee ist ein gutes Mittel gegen Erkältung, weil sie die Atemwege befreit und schleimlösend wirkt. Da Goldmelisse zudem schweisstreibend wirkt, hilft sie auch gegen Fieber. Zudem stärkt Goldmelisse die Verdauung, lindert Blähungen und hilft gegen Übelkeit. Tee aus Goldmelisse soll auch bei Kopfschmerzen und Migräne helfen. Aufgrund des würzigen Geschmacks lässt sich Goldmelisse auch als Gewürz in der Küche verwenden.
ImagePoint (Ernst Fretz, Robert Kneschke) Artikel drucken