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Laut einer Umfrage hatte im Herbst 2001 gerade einmal ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer Vertrauen in die Banken. 1999 und 2000 waren es noch mehr als die Hälfte gewesen. Selbst 1997 und 1998, als die Banken wegen der Holocaust-Gelder im Kreuzfeuer der Kritik standen, hatten die Banken mehr Kredit gehabt.
«Der Einbruch ist massiv», sagt Claude Longchamp, dessen GfS-Forschungsinstitut die jährliche Erhebung im Auftrag der CS durchführt. Der Ausreisser sei aber leicht begründbar: «Die Umfrage fand im Oktober statt, als die Bevölkerung wegen des Swissair-Groundings in Aufwallung war.» Der Volkszorn richtete sich gegen die Bankenchefs Marcel Ospel und Lukas Mühlemann. Die Swissair gab ihnen die Schuld, dass die Flotte nicht mehr abhob.
Inzwischen schieben sich Ospel und Mühlemann nicht mehr nur gegenseitig den schwarzen Peter zu, sondern vor allem Mario Corti: Das unfähige Swissair-Management habe den Flottenstillstand selbst verschuldet. Eine ständerätliche Kommission will nun bis Juni abklären, ob die Banken das Grounding geplant hatten.
Bei ihren Berufskollegen geniessen Ospel und Mühlemann nach wie vor hohes Ansehen: In der Rangliste der angesehensten Schweizer Wirtschaftsführer, die Pricewaterhouse Coopers erhebt, belegen sie die Plätze 4 und 15. Allerdings liegen sie klar hinter Corti, der die Silbermedaille gewonnen hat.