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Die Geologie um Longyearbyen scheint geeignet, um längerfristig grössere Mengen Kohlendioxid aufzunehmen. Poröse Sandsteinschichten können grössere Gasvolumen speichern, während auflagernde, feinkörnige Tonsteinschichten als gasdichter Deckel dienen. Nachdem mehrere Erkundungsbohrungen wegen technischer Probleme abgebrochen werden mussten, ist es nun gelungen eine geeignete Stelle zu finden. Nach vielen Jahren mit Probebohrungen und Untersuchungen ist klar, dass das Reservoir dicht ist und die Decke hält. Das Forschungsprojekt auf Spitzbergen hat im Jahr 2007 begonnen. Gebohrt wurden an acht Stellen, um zu untersuchen ob es möglich ist CO2 in den Sandsteinlagen unter Longyearbyen zu lagern. Es benötigt jedoch noch viele Untersuchungen, um sicherzugehen wie viel CO2 im Reservoir vom Adventtal gelagert werden kann. Die Forscher rechnen aber mit einer Kapazität von 1,2 Millionen Tonnen flüssigem CO2, was ca. dem 20-jährigen Ausstoss von CO2 des heutigen Kohlenkraftwerkes in Longyearbyen entspricht.
Mit diesem Projekt, könnte ein revolutionäres Forschungsprojekt erfolgreich abgeschlossen werden. Weltweit ist ein grosses Interesse CO2 zu lagern. Das UNIS «CO2-lab» ist eine Zusammenarbeit zwischen der UNIS, verschiedenen norwegischen Universitäten, Forschungsinstitute und diversen privaten Gesellschaften. Longyearbyen könnte daher die erste Gemeinde in der Welt sein, die CO2-frei ist. Wenn alles rund läuft dürfte bereits 2015 das Ziel erreicht sein.
Von den meisten Forschern auf dem Gebiet der CO2-Isolation wird eine Lagerung in tiefen Sedimentschichten, deren Poren mit Salzwasser gefüllt sind, favorisiert. Ab ca. 800 m Tiefe treten Drücke auf, bei denen das eingebrachte CO2 so verdichtet ist, dass es im überkritischen Zustand bleibt. Damit ein erneutes Zutage treten des Kohlenstoffdioxids praktisch ausgeschlossen ist, müssen diese Schichten durch eine undurchlässige Deckschicht abgedeckt sein. Durch den dort herrschenden Druck besitzt das CO2 eine etwa so grosse Dichte wie das Salzwasser, wodurch es dieses aus den Poren verdrängen kann und damit Platz für das verpresste CO2 geschaffen wird
Quelle: Marcel Schütz, Spitzbergen
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