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Hörprobleme (Hörstörungen) kommen sehr häufig vor. Besonders ältere Menschen sind oftmals von einer Schwerhörigkeit betroffen.
Mit zunehmendem Alter lässt das Gehör nach – eine Altersschwerhörigkeit führt bei den Betroffenen dann zu Hörproblemen. Auch jüngere Menschen sind zunehmend von Hörproblemen betroffen. Ursache sind hier meist Lärmschäden – etwa durch laute Musik über Kopfhörer.
Hörprobleme sind Störungen des normalen Hörvermögens. Sie äussern sich von Schwerhörigkeit bis hin zur Taubheit. Aber auch eine verstärkte Lärmempfindlichkeit (Hyperakusis) sowie Ohrgeräusche (Tinnitus) sind typische Hörprobleme.
Hörstörungen treten vor allem mit zunehmendem Lebensalter als normale Altersschwerhörigkeit auf. In manchen Fällen sind aber auch schon Säuglinge oder Kleinkinder von Hörproblemen betroffen. Häufige Ursachen für Hörstörungen sind beispielsweise zu viel Ohrenschmalz (Cerumen), Lärmschäden, Fehlbildungen des Ohrs, Unfälle, Ohrentzündungen, Otosklerose (Verknöcherungen im Innen- und Mittelohrbereich) und Durchblutungsstörungen im Ohr.
Das menschliche Ohr ist ein komplexes Gebilde, welches uns zusammen mit dem Hörzentrum im Gehirn ermöglicht, Laute wahrzunehmen. Das Ohr besteht aus dem äusseren Ohr, dem Mittelohr und dem Innenohr. Die Ohrmuschel nimmt Schallwellen aus der Umwelt auf und leitet sie durch den äusseren Gehörgang zum Trommelfell. Das Trommelfell ist eine dünne, gespannte Haut, die zwischen Aussenohr und Mittelohr liegt. Die auftreffenden Schallwellen bringen das Trommelfell in Schwingung. An der Innenseite des Trommelfells grenzen die drei Gehörknöchelchen an – Amboss, Hammer und Steigbügel. Sie sind miteinander verbunden und bilden die Gehörknöchelchenkette. Die Schwingungen des Trommelfells übertragen sich auf die Gehörknöchelchen, die ebenfalls anfangen zu schwingen. Das letzte Gehörknöchelchen, der Steigbügel, überträgt die Schwingungen dann an das Innenohr. Kommt es in diesem Bereich zu einer Schallleitungsstörung, kann dies zu Hörproblemen führen.
Das Innenohr verarbeitet die ankommenden Schallwellen. Hier befinden sich die Hörschnecke (Cochlea) und das Gleichgewichtsorgan. In der Hörschnecke werden die mechanischen Schwingungen in elektrische Impulse umgewandelt. Der Hörnerv leitet diese Impulse an das Gehirn weiter. Das Gehirn verarbeitet die ankommenden Signale in Hörwahrnehmungen. Erkrankungen von Innenohr, Hörnerv oder Hörzentrum verursachen sogenannte Schallempfindungsstörungen.
Hörprobleme können verschiedene Ursachen haben. Oftmals ist nur ein harmloser Ohrenschmalzpropf (Cerumen) die Ursache für Hörprobleme. Neben angeborenen Fehlbildungen des Ohrs über Knalltraumen (z.B. durch eine Explosion) und starker Lärmbelastung (z.B. Baustelle, Disco, Kopfhörer) bis hin zur Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) gibt es zahlreiche weitere mögliche Ursachen für Hörprobleme. Hier eine Übersicht:
Hörprobleme erfordern eine genaue Diagnose durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt). Bei plötzlichem Hörverlust (z.B. Hörsturz), Ohrgeräuschen (Tinnitus) oder länger anhaltenden Hörproblemen (Hörstörungen) empfiehlt es sich, einen HNO-Arzt aufzusuchen. Um die Ursache der Hörstörung zu ermitteln, stellt der Arzt zunächst einige Fragen:
Anschliessend untersucht der HNO-Arzt das Ohr gründlich und führt eine Ohrenspiegelung (Otoskopie) durch. Dabei schaut er sich mithilfe eines Ohrtrichters und eines Lämpchens den Gehörgang und das Trommelfell an.
Um die Art und das Ausmass der Hörstörung festzustellen, sind unter Umständen Hörtests notwendig. Man unterscheidet eine subjektive Hörtestung, bei welcher der Untersuchte auf einen Hörreiz reagieren muss, von der objektiven Audiometrie. Dazu zählen Untersuchungen wie:
Bei Hörproblemen (Hörstörungen) richtet sich die Therapie nach der jeweiligen Ursache. So eignen sich beispielsweise bei akuten Mittelohrentzündungen gegebenenfalls Antibiotika.
Bei Tinnitus und Hörsturz setzen HNO-Ärzte oftmals Infusionstherapien ein: Der Patient erhält etwa zwei Wochen lang täglich über die Vene eine spezielle Lösung, die das Blut verdünnt. Dadurch wird das Innenohrs besser durchblutet.
Werden Hörstörungen durch angeborenen Fehlbildungen des Ohrs sowie Ohrtumoren (wie Akustikusneurinom) ausgelöst, muss der Arzt gegebenenfalls operieren.
Bei einer Schwerhörigkeit (z.B. Altersschwerhörigkeit) helfen Hörgeräte.