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Endovaskuläre Schlaganfalltherapie
Die Behandlung des akut ischämischen Schlaganfalls hat in den vergangenen Jahren eine grundlegende Veränderung erfahren.
Ursächlich für den Schlaganfall ist in aller Regel ein Blutgerinnsel, welches aus dem Herzen oder den vorgeschalteten Halsgefässen zum Hirn geschwemmt wird und dort ein Blutgefäss verstopft. Folge ist eine Minderdurchblutung des Gehirns sowie Untergang von Hirngewebe mit neurologischen Ausfällen (z. B. Halbseitenlähmung, Sprachstörung, Bewusstseinsstörung).
Bei schweren Schlaganfällen mit einem Verschluss von grossen Hirngefässen ist nach aktueller Studienlage die endovaskuläre Therapie entscheidend. Hierbei wird über die Leistenarterie ein Katheter bis zu den Hirngefässen vorgeführt und das Blutgerinnsel aus dem Hirngefäss entfernt.
Über den Kathetereingriff wird ein rückziehbares Metallgeflecht (Stent) über das Blutgerinnsel gebracht und damit aus den Hirngefässen entfernt. Dieser Eingriff ist zeitkritisch, muss also so schnell wie möglich nach Beginn der ersten klinischen Symptome erfolgen. Dieser Eingriff ist den bisherigen Therapieformen, beispielsweise der alleinigen Systemischen Thrombolyse (Auflösung des Gerinnsels mittels Medikament) deutlich überlegen und in der Lage, die Wahrscheinlichkeit der Behinderung beziehungsweise des Versterbens nach einem Schlaganfall dramatisch zu reduzieren.
Diese spezialisierten Eingriffe werden am Inselspital bereits seit den 90er Jahren durchgeführt und intensiv wissenschaftlich untersucht.
Das Neurozentrum des Inselspitals sowie die Neuroradiologie sind eines der grössten Schlaganfallzentren Europas und das koordinierende Zentrum für die aktuelle Schlaganfallstudie “Swift Direct.”