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Um die Handelsvereinbarung offiziell zu machen, fehle nur noch die Unterschrift des Ministers für Qualitätsüberwachung, Inspektion und Quarantäne, Zhi Shuping. Joyce bezifferte den Wert des Abkommens auf bis zu 1,4 Mrd. Euro jährlich. Bisher ist nur die Ausfuhr von Zuchtrindern von Australien nach China erlaubt. Im vergangenen Jahr wurden 117'000 Stück im Wert von etwa 175 Mio. Euro dorthin geliefert. Nun soll auch der Export von Mast- und Schlachtrindern möglich werden, für die zudem im Rahmen eines Ende 2014 abgeschlossenen Freihandelsabkommens ein Wegfall der Einfuhrzölle vereinbart wurde.
Presseberichten zufolge will China jährlich 1 Million Rinder aus Australien importieren. Bis es soweit ist, sieht Joyce aber noch einige Jahre vergehen, denn die Gesamtausfuhr Australiens lag zuletzt bei jährlich 1,3 Millionen Tieren. Dem Minister zufolge dürften Anfang des kommenden Jahres die ersten Verschiffungen von Rindern in die Volksrepublik erfolgen. Zuvor müssen nämlich noch die interessierten Ex- und Importeure ein Rückverfolgungssystem zur individuellen Identifizierung der Tiere aufbauen, das Teil des bereits 2011 eingeführten Auditierungssystems Exporter Supply Chain Assurance Scheme (ESCAS) ist. Dieses fordert von den Lebendexporteuren den Nachweis über die Einhaltung von Standards des Internationalen Tierseuchenamtes (OIE) für die gesamte Lieferkette bis hin zum abnehmenden Betrieb oder Schlachthof. Für das kommende Jahr rechnen Marktexperten für Australien mit einer Ausfuhr von etwa 50 000 Mast- und Schlachtrindern nach China.
Allerdings gibt es auch andere Interessenten. Seit Antritt der neuen Regierung in Canberra 2013 wurde laut Joyce in sieben Ländern die Marktöffnung für Schlachtrinder erreicht, darunter Ägypten, Iran und dem Libanon. Hauptkunde Indonesien hatte allerdings in der vergangenen Woche angekündigt, im dritten Quartal 2015 nur noch 50'000 Rinder in Australien zu kaufen, nachdem es im Vorjahresquartal noch 167'000 Tiere gewesen waren.