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Ein Filmteam aus New York und San Francisco war am 17. Juli in der Arud, um Interviews mit Fachleuten und Patienten zu führen und Aufnahmen für eine Dokumentarfilm-Serie zu machen.
Thilo Beck (Chefarzt Psychiatrie), Oliver Wehrli (Mitarbeiter in der Peer-Arbeit) sowie drei Patienten der Arud gaben Einblicke aus ihrem beruflichen Alltag respektive berichteten über ihre eigene Erfahrung und Vergangenheit. Dazu führten die Protagonisten das Filmteam auch auf den Platzspitz und teilten ihre Erinnerungen an die Zeit, als der Platz die grösste offene Drogenszene der westlichen Welt darstellte. Dies war für alle am Dreh beteiligten Personen ein sehr emotionaler Moment.
Als Reaktion auf die offenen Drogenszenen wurde in der Schweiz ab 1992 niederschwellig Methadon verschrieben. 1994 wurde die heroingestützte Behandlung im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments eingeführt, was 2008 schliesslich auch gesetzlich verankert wurde. Daneben stehen auch verschiedene andere Substanzen wie Morphin oder Buprenorphin zur Opioidagonistentherapie zur Verfügung. Damit übernahm die Schweiz weltweit eine Pionierrolle in der Drogenpolitik. Allerdings zeigt sich die Schweiz in anderen Bereichen der Suchtpolitik längst nicht so fortschrittlich (man denke an den Umgang mit Cannabis), wodurch sie ihre Pionierrolle mittlerweile eingebüsst hat.
Die 8-teilige Doku-Serie mit dem Titel «The Fix» ist von Johann Haris Bestseller «Chasing The Scream» (auf Deutsch «Drogen: Die Geschichte eines langen Kampfes») inspiriert. Von der Drogenbekämpfung bis zur Behandlung geht diese Doku gegen falsche Vorstellungen von Sucht vor und plädiert gegen den «war on drugs».
Produziert wird die Doku unter anderen vom preisgekrönten Regisseur Jeremiah Zagar und von Johann Hari für den kürzlich lancierten US-Mobile-Streaming-Dienst Quibi.