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selbstthätigen Registrierapparat auszeichnen, sind die von Chameroy Fils in Paris [* 2] konstruierten sog. Chameroy-Wagen. Beim Wägen verschiebt man das Laufgewicht E [* 1] (Fig. 4) so weit auf dem Hebel [* 3] F bis das Gleichgewicht [* 4] annähernd hergestellt ist, wobei die Schneiden des erstern in eine der auf dem Hebel stets oberhalb einer größeren runden Zahl befindlichen Kerben greift. Durch Verschiebung des Riegels V wird sodann das genaue Gleichgewicht hergestellt, hierauf dreht man den Handgriff T aufwärts und stellt auf diese Weise den Hebel F fest.
An der untern Seite des letztern, sowie an der des Riegels V sind erhaben gearbeitete, genau den an der Seite des Hebels und des Riegels befindlichen Skalen entsprechende Ziffern angebracht. Man schiebt nun ein Kartonblatt von bestimmter Größe seitlich in eine Öffnung des Laufgewichts und drückt den Handgriff L aufwärts, wodurch der Karton gegen die Ziffern des Hebels gepreßt und auf diese Weise die Gewichtsangabe dem Papier eingedrückt wird. In [* 1] Fig. 5 ist ein solcher Karton mit eingepreßter Gewichtsangabe dargestellt. Auf der zur Aufnahme des Bruttogewichts eingerichteten Seite hat sich unter den Hunderten eine 12, unter den Zehnern eine 6 eingeprägt, der Strich zwischen 7 und 8 giebt noch 7,5 Einheiten an, sodaß das Gesamtbruttogewicht 1267,5 kg beträgt; das Taragewicht ist auf dieselbe Weise mit 385,5 kg ermittelt. Die Mitte des Billets dient zur Notierung der beiden und zur Berechnung des Nettogewichts.
[* 1] ^[Abb. 5.]
Centesimal-Brückenwagen benutzt man zum Abwägen sehr großer Lasten, wie beladener Eisenbahnwaggons, Frachtfuhrwerke u. s. w., und ist deshalb die Brücke [* 5] meist so angeordnet, daß ihre Oberfläche im Straßenniveau liegt, weshalb die Wagen direkt auf dieselbe auffahren können. Es kann bei dieser Konstruktion ebenfalls entweder eine Wagschale mit Gewichtsstücken oder ein Laufgewicht angebracht werden.
[* 1] ^[Abb. 6.]
In [* 1] Fig. 6-8 ist eine Centesimal-Brückenwage mit Wagschale dargestellt; [* 1] Fig. 6 ist ein Längenschnitt, [* 1] Fig. 7 der Grundriß und [* 1] Fig. 8 ein Querschnitt dieser Wage. [* 6] Der hölzerne Boden A der Brücke ist auf den Balkenrahmen CD festgeschraubt, letzterer ruht mittels der gußeisernen, mit Stahl ausgelegten Supporte E auf den vier stählernen Schneiden m, die in den Hebeln c n befestigt sind. Diese ruhen mittels stählerner Schneiden auf Stahlunterlagen, auf welche Weise überhaupt alle Verbindungen und Auflagerungen bewerkstelligt sind. Um die Senkung der Brücke vor dem Auflegen der Gewichte auf die Wagschale zu verhindern, ist ein System von Hebeln und Zugstangen Q, R, S und U angebracht.
Durch die Drehung des Hebels Q um die horizontale Achse V wird das eine Ende des Hebels S so unter die an der Brücke befestigten gußeisernen Stützen geschoben, daß die letztern auf den Enden des Hebels S ruhen und ein Senken der Brücke nicht mehr stattfinden kann. Die Hebel S drehen sich dabei um die in den Supporten angebrachten Stifte. Der Hebel f h mit der Wagschale P ist auf dem gußeisernen Ständer l angebracht und dreht sich gleichfalls mittels stählerner Schneiden g auf einer Stahlunterlage. Das Gewicht der Last ist gleich dem Hundertfachen der auf der Wagschale befindlichen Gewichte.
[* 1] ^[Abb. 7.]
[* 1] ^[Abb. 8.]
Die größten Brückenwage finden sich auf größern Güterbahnhöfen, wo sie zur Abwägung ganzer Güterwagen dienen; hier ist die Brücke als ein Ausschnitt der Gleisanlage ausgeführt, der in seiner Ruhelage das Auffahren eines Eisenbahnwagens gestattet.