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Ihr Spiel eint Osten und Westenvon Stephan Ruch Mit Beatrice Rana und Daniil Trifonov kommen zwei junge Klaviervirtuos*innen ins Casino Bern. Beide haben Anspruchsvolles im Repertoire. Zum Beispiel Skrjabin.
Sie kommt aus dem Süden Italiens. Er aus dem Westen Russlands. Beide stammen aus einer Musikerfamilie. Er begann mit fünf Klavier zu spielen, sie mit vier. Den ersten Auftritt mit einem Orchester bestritt sie mit neun, er mit acht Jahren. Beide studierten sowohl Klavier als auch Komposition. Sie gewannen Preise in renommierten Klavierwettbewerben. Er steht seit Jahren als Exklusivkünstler bei Deutsche Grammophon unter Vertrag, sie als Exklusivkünstlerin bei Warner Classics. Sie ist heute 29 Jahre alt, er 31, und das Publikum und die Presse gehen einig, dass sie zu den weltbesten Interpret*innen ihrer Generation gehören: Beatrice Rana und Daniil Trifonov.
In diesen Tagen kann sich nun das Berner Publikum von ihrer Tastenartistik bezaubern, hinreissen und beeindrucken lassen. Im Rahmen der Meisterzyklus-Konzertreihe geben die Jungstars je ein eigenes Rezital.
Anspruchsvollste Klavierliteratur
Die zwei Hauptwerke, die Beatrice Rana an ihrem Konzert präsentiert, zählen zu den technisch anspruchsvollsten Kompositionen der Soloklavier-Literatur: Die Klaviersonate Nr. 2 von Frédéric Chopin und die Klaviersonate Nr. 29 «Hammerklavier» von Ludwig van Beethoven. Bevor sie jedoch diese grossen Akte durchläuft, zeigt sie eingangs mit vier Préludes und zwei Étüden von Alexander Skrjabin ihr Flair für russische Klaviermusik.
Noch mehr Klänge aus Russland – aber nicht nur – gibt es dann am Rezital von Daniil Trifonov zu hören: Als Eckpfeiler seines Programms, das unter anderem je eine Fantasie von Robert Schumann und von Wolfgang Amadeus Mozart enthält, stehen Tschaikowskis «Jugend-Album» op. 39 und die Sonate Nr. 5 von Skrjabin.