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Schweiz sendet Hilfsmaterial nach Serbien und Bosnien und Herzegowina
Bern, 23.05.2014 - Als Reaktion auf die schweren Überschwemmungen in verschiedenen Regionen des Westbalkans sendet die Schweiz eine erste Hilfslieferung mit Instrumenten zur Trinkwasseraufbereitung und –verteilung ins Katastrophengebiet. Ausserdem werden die Teams des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH), die sich seit Anfang dieser Woche in Serbien und Bosnien und Herzegowina aufhalten, personell verstärkt.
Angesichts der schweren Überschwemmungen im Westbalkan hat die Einsatzleitung der Humanitären Hilfe des Bundes beschlossen, im Rahmen einer ersten Hilfslieferung Material im Bereich Trinkwasser nach Serbien und Bosnien und Herzegowina zu senden. Konkret werden heute je zwei Wasserverteilungsmodule und je ein Brunnenreinigungsset nach Serbien und nach Bosnien und Herzegowina geschickt. Mit einem Wasserverteilungsmodul kann Trinkwasser für mindestens 10‘000 Personen aufbereitet werden. Die Brunnenreinigungssets werden eingesetzt, um verunreinigte Wasserquellen zu desinfizieren. Das Material wird heute auf Lastwagen verladen und auf dem Landweg in die Katastrophenregionen gebracht. Der Transport wird etwa zwei Tage dauern.
Neben den Materiallieferungen verstärkt die Humanitäre Hilfe auch die beiden Expertenteams, die am Montag nach Serbien und Bosnien und Herzegowina entsandt worden waren, um die Lage und mögliche Unterstützungsleistungen im Bereich Wasser- und Schadstoffmanagement zu prüfen. Am Sonntag werden weitere Expertinnen und Experten des SKH deshalb in den Balkan reisen. Die Einsatzleitung der Humanitären Hilfe klärt derzeit ab, ob mit den Experten noch weitere mobile Labors für bakteriologische Untersuchungen nach Bosnien geschickt werden sollen.
Bereits unmittelbar nach der Flutkatastrophe hatte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), der die Humanitäre Hilfe angehört, als Sofortmassnahme zugunsten der betroffenen Bevölkerung im Westbalkan 500‘000 CHF reserviert. Mit dem Geld werden auch die Aktivitäten von Caritas in Bosnien und Herzegowina und dem Serbischen Roten Kreuz unterstützt. Ausserdem wird die Schweiz im Rahmen ihres laufenden Engagements Serbien und Bosnien und Herzegowina auch in der Wiederaufbauphase zur Seite stehen.
Als Unterstützung bei der Bewältigung der verheerenden Überschwemmungen ist im Katastrophengebiet ausserdem ein Transporthelikopter der Schweizer Armee im Einsatz.
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