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Literaturnobelpreis 2015
Am 26. April 1986 brannte der Himmel über Tschernobyl. Offiziell kamen dabei 31 Menschen ums Leben. Die Journalistin Swetlana Alexijewitsch befragte über Jahre hinweg die Überlebenden und zeigt in literarisch verdichteten Portraits die menschliche Dimension der Tragödie: Zeitzeugen, Experten, Helfer und Opfer erzählen von Liebe, die stärker ist als Angst, vom Verlust der Familie und der Heimat, und vom Tod, der unsichtbar, unhörbar und noch nach vielen Jahren droht.
Das Hörspiel des Jahres 1999 komponiert aus Einzelstimmen, subtilen Geräuschen und der Stille zwischen den Gesprächen ein ergreifendes Requiem der Klage und Anklage.
(1 CD, Laufzeit: 1h 18)
Autorentext
Ulrich Gerhardt, 1934 in Berlin geboren, führte bereits 1965 Hörspielregie für den Sender RIAS. In den 70er Jahren entstanden unter seiner Leitung zahlreiche Hörspiele in Kunstkopf-Stereophonie. Von 1980 bis 1986 leitete er die Hörspielabteilung des SFB. Schon drei Mal, 1994, 1998 und 1999 wurden Regiearbeiten Ulrich Gernhardts als "Hörspiel des Jahres" ausgezeichnet. Heute lebt er als freier Regisseur in Berlin.