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Prävention Vertikale HIV-Infektion: Resistenzen verhindern
Eine Einzige Tablette Nevirapine vor der Geburt kann das Risiko einer HIV-Übertragung von einer HIV-positiven Mutter auf das Kind auf die Hälfte reduzieren. Doch das Problem ist die Resistenzbildung.
Für viele Entwicklungsländer ist die Prävention der Mutter-Kind Übertragung von HIV zentral. Die Einmaldosis von Nevirapine (i.d.R. gefolgt von einer Dosis 2mg/kg für das Neugeborene) ist eine hochwirksame Präventionsmassnahme. Nur: Die Frauen, welche eine Dosis Nevirapine erhalten haben, werden in 60-70% bereits nach einer Dosis resistent auf das HIV-Medikament.
Schon vor knapp zwei Jahren haben Eshleman et al. (JID, 2006) in Malawi gezeigt, dass eine 7 tägige Gabe von Combivir (2×1 Tablette) nach der erfolgten Einmaldosis von Nevirapine die Resistenzbildung auf 9% senkt.
In der Lancet-Ausgabe vom 24.11.07 haben Autoren aus den USA und Zambia die Mssnahme noch etwas verbessert. Mit einer einmaligen Gabe von Truvada (Tenofovir+Emtricitabine) zusätzlich zu Nevirapine und dem bereits etablierten Combivir konnten sie die Resistenzentwicklung erneut auf die Hälfte reduzieren.
Das Beispiel zeigt einmal mehr, mit welch einfachen Methoden eine Resistenzentwicklung abzuwehren ist. Es ist heute nicht mehr zulässig, dass wir "nur" zur Prävention der Mutter-Kind Übertragung eine Resistenzbildung tolerieren.
Editorial: Lochman & McIntyre, Lancet 2007