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Der Anteil der Kernenergie am Energiemix Südkoreas soll bis 2030 mindestens 30% betragen. Dies könne erreicht werden, wenn der Bau der APR1400-Einheiten Shin-Hanul-3 und -4 wieder aufgenommen und der Betrieb bestehender Blöcke fortgesetzt werde, erklärte das Industrieministerium (MOTIE) am 5. Juli 2022. Beide Massnahmen seien Teil der Bemühungen, die Energieversorgungssicherheit zu erhöhen und die Ziele der Klimaneutralität besser zu erreichen, so das Ministerium.
Die neue Energiepolitik Südkoreas zielt auch darauf ab, den «Export zu stärken und als Wachstumsmotor zu nutzen». Das Ziel sei der Export von zehn Kernkraftwerkseinheiten bis 2030 sowie die Entwicklung eines eigenen kleinen, modularen Reaktors. Die Regierung erklärte, die Politik ziele darauf ab, die Kernenergie durch eine frühzeitige Projektbeschaffung wiederzubeleben.
Die Ziele für die Versorgung mit erneuerbaren Energien sollen «unter Berücksichtigung rationaler und realistischer Versorgungsbedingungen» neu festgelegt werden. Das spezifische Verhältnis verschiedener Energiequellen, wie Solar- und Offshore-Windkraft, müsse für ein optimales Ergebnis definiert werden, so die Regierung.
Zudem müsse der Ausstieg Südkoreas aus der Kohleverstromung auf «rationale Weise» erfolgen, hiess es, «unter Berücksichtigung der Angebots- und Nachfragesituation sowie des Systemstatus». Bei der Nutzung von kohlenstofffreien Energiequellen sollen die technologischen Gegebenheiten berücksichtigt werden.
Der Energieplan wurde während der Kabinettssitzung unter dem Vorsitz von Präsident Yoon Suk-yeol am 5. Juli 2022 gebilligt.
Südkorea hat sich verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40% gegenüber dem Stand von 2018 zu reduzieren und bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen.
Quelle
M.A. nach MOTIE, Medienmitteilung, 5. Juli 2022