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Bundespräsident Burkhalter hat Kronprinz Naruhito vor dem Hôtel DuPeyrou in Neuenburg empfangen. Nach dem Abspielen der Nationalhymnen und den militärischen Ehren, führten die japanische und die schweizerische Delegation ein rund zwanzigminütiges Gespräch, dem ein offizielles Essen folgte.
Der Bundespräsident und sein Gast unterstrichen bei diesem Treffen die ausgezeichneten Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan und hoben die zahlreichen bestehenden Partnerschaften hervor. Die beiden Länder feiern dieses Jahr das 150-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Beziehungen. Bundespräsident Burkhalter und Kronprinz Naruhito üben gemeinsam die Schirmherrschaft über dieses Jubiläumsjahr aus.
Im letzten Februar hatte sich Bundespräsident Burkhalter für die offizielle Eröffnung des Jubiläumsjahrs nach Japan begeben. Im Rahmen dieses Besuchs führte er Gespräche mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe und dem japanischen Aussenminister Fumio Kishida. Er wurde ebenfalls von Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko zu einer Audienz empfangen.
Anlässlich seines Besuchs traf der Bundespräsident auch Kronprinz Naruhito. Bei dieser Gelegenheit bedankte sich der Kronprinz für die Solidarität der Schweiz nach dem Erdbeben und dem Tsunami, die Japan im Jahr 2011 getroffen hatten. Die Schweiz hatte damals Fachleute der Humanitären Hilfe des Bundes sowie Rettungshunde für Suchaufgaben ins betroffene Gebiet entsandt.
Nach dem offiziellen Essen begaben sich der Bundespräsident und der Kronprinz in das Ethnographische Museum von Neuenburg, wo sie eine Ausstellung über die Geschichte der Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan besuchten. Vor diesem Besuch bereiteten ihnen Neuenburger Kinder in Aikido-Kleidung einen herzlichen Empfang. Diese Kinder werden im Rahmen der 150-Jahr-Feierlichkeiten im Herbst nach Japan reisen, um sich in dieser japanischen Kriegskunst zu verbessern.
Die offiziellen Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Im Jahr 1862 verlieh der Bundesrat dem Neuenburger Ständerat Aimé Humbert-Droz, Präsident des Uhrenverbandes, den Titel eines bevollmächtigten Ministers, um ihn zur Aushandlung eines Vertrages nach Japan zu entsenden. Humbert-Droz begab sich 1863 nach Japan, wo schliesslich im Februar 1864 ein Freundschafts- und Handelsvertrag unterzeichnet wurde. Dieses Ereignis bildete den Auftakt zu intensiven Import- und Exportaktivitäten. Zahlreiche Schweizer Unternehmen liessen sich in der Folge in Japan nieder. Seit 1906 unterhält die Schweiz eine Vertretung in Tokio.
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