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Das PERMA-Modell wurde von Martin Seligman, einem renommierten Psychologen und Pionier der Positiven Psychologie, entwickelt. Es ist ein Rahmenwerk, das die verschiedenen Elemente des Wohlbefindens und der Lebenszufriedenheit beschreibt. Der Name “PERMA” steht für die fünf grundlegenden Elemente:
- Positive Emotionen: Dies bezieht sich auf das Erleben von Freude, Glück, Zufriedenheit und anderen positiven Gefühlen. Positive Emotionen sind ein wesentlicher Bestandteil des Wohlbefindens und können durch verschiedene Aktivitäten wie Beziehungen, Hobbys und Erfolge gefördert werden.
- Engagement (Flow): Dies bezeichnet den Zustand des vollen Aufgehens in einer Aktivität, in der Zeit vergeht und das Bewusstsein für andere Dinge schwindet. Es tritt auf, wenn eine Person ihre Fähigkeiten und Fähigkeiten voll ausschöpft und eine anspruchsvolle, aber erreichbare Aufgabe hat.
- Beziehungen (Relationships): Dies bezieht sich auf die Bedeutung von sozialen Beziehungen und Verbindungen für das Wohlbefinden. Gute Beziehungen zu Freunden, Familie, Kollegen und anderen sind entscheidend für das Glück und die Lebenszufriedenheit.
- Bedeutung (Meaning): Dies bezieht sich auf das Gefühl, dass das Leben sinnvoll und erfüllend ist. Menschen, die ein Gefühl von Bedeutung und Zweck in ihrem Leben haben, sind tendenziell glücklicher und zufriedener.
- Errungenschaften (Accomplishments): Dies bezieht sich auf das Streben nach Zielen, Erfolgen und Leistungen. Das Erreichen von persönlichen und beruflichen Zielen trägt zum Selbstwertgefühl und zur Lebenszufriedenheit bei.
Das PERMA-Modell erklärt die Bedeutung eines ausgewogenen und ganzheitlichen Ansatzes für das Wohlbefinden. Es schlägt vor, dass Glück und Lebenszufriedenheit nicht nur von einem einzigen Faktor abhängen, sondern von einer Kombination verschiedener Elemente, die miteinander interagieren. Durch die Förderung aller fünf Elemente des PERMA-Modells können Menschen ein erfülltes und glückliches Leben führen.
Wir können wir das PERMA-Modell nun für unsere Auftritte und Präsentationen nutzen? Hierzu ein paar Vorschläge:
Positive Emotionen
Wenn es uns gut geht, dann hat es Auswirkungen auf unser Publikum. Bringen Sie sich also in Stimmung. Klopfen Sie sich den Thymus, hören Sie Musik, die positive Gefühle in Ihnen weckt oder sagen Sie zu sich selbst: «Ich liebe dich»!
- Versuchen Sie, diese positiven Emotionen mit in Ihren Auftritt zu nehmen und diese auszustrahlen.
- Starten Sie Ihre Präsentation mit einem inspirierenden Bild, einer persönlichen Geschichte mit positivem Ausgang oder einem erfolgreichen Beispiel.
- Überlegen Sie sich Anekdoten, mit welchen Sie Ihr Publikum zum Lachen bringen.
Engagement
Wenn Sie Ihrem Publikum vermitteln können, dass Sie selbst and das glauben, was Sie sagen, wenn es Ihnen gelingt, Ihr Engagement, Ihre Leidenschaft für das Thema sicht- hör- und fühlbar zu machen, dann haben Sie schon halb gewonnen.
- Spüren Sie die Leidenschaft, die Sie für Ihr Thema haben. Versuchen Sie diese mit Gestik, Tonfall und Mimik rüberzubringen.
- Entscheiden Sie sich für eine Struktur in Ihrer Präsentation, die wie ein James Bond-Film ist: Mit einem fulminanten Start, überraschenden Wendungen und einem Schluss, der in Erinnerung bleibt.
- Ermutigen Sie Ihr Publikum dazu Fragen zu stellen, sich einzubringen und Ihre Aussagen zu hinterfragen.
- Erzählen Sie persönliche Erfahrungen oder Beispiele, die Sie mit der Thematik gemacht haben. Laden Sie Ihr Publikum ein, eigene Beispiele zu finden und diese zu kommunizieren.
Beziehungen
Wenn es uns gelingt, zu unseren Zuhörer:innen eine echte Beziehung aufzubauen, auf Augenhöre mit ihnen zu sein und ihnen zu vermitteln, dass wir ein glaubhaftes Interesse an ihnen haben, dann werden wir sie nicht nur auf der intelektuellen, sondern auch auf der emotionalen Ebene erreichen.
- Verwenden Sie die Sprache Ihres Zielpublikums oder wenden Sie eine 13-jährige-Sprache an, damit alle Zuhörer:innen verstehen, was Sie sagen.
- Überlegen Sie sich, welche Interaktionen – auch zwischen den Zuhörer:innen – Sie umsetzen möchten.
- Gehen Sie auf Feedback und Fragen des Publikums ein und zeigen Sie Einfühlungsvermögen und Verständnis in Ihren Interaktionen. Achten Sie darauf, dass Sie mit Ihrem Publikum auf Augenhöhe sind.
Bedeutung
Nur wenn wir in unseren Auftritten einen Sinn sehen und diesen Sinn auch unseren Zuhörer:innen nahebringen können, werden unsere Themen und Auftritte in Erinnerung bleiben.
- Sagen Sie den Zweck und das Ziel Ihrer Präsentation für Ihr Publikum klar und deutlich – auch 2 oder 3 Mal. Erläutern Sie, warum Ihr Thema wichtig ist und wie es mit dem Leben oder den Interessen der Zuhörer zusammenhängt.
- Erzählen Sie persönliche Geschichten oder Beispiele, die verdeutlichen, wie wichtig und relevant Ihr Thema ist.
- Regen Sie Ihr Publikum zum Nachdenken und zur Selbstreflexion an. Stellen Sie (provokante) Fragen nach dem Sinn, der Herausforderung, dem Ziel oder dem Ergebnis Ihres Themas.
- Fragen Sie Ihre Zuhörerenden, wie sie das Thema mit ihren eigenen Werten, Zielen oder Visionen in Verbindung bringen.
Erreichte Ziele
Jede Präsentation, jeder Auftritt braucht ein Ziel. Wenn wir «nur Informationen» weitergeben, verlieren wir und unser Thema an Wichtigkeit. Dieses Ziel muss uns, genauso wie unserem Publikum, klar, eindeutig und transparent bekannt sein.
- Geben Sie Ihren Zuhörer:innen Handlungsempfehlungen oder nächste Schritte an die Hand, damit sie das Gelernte aus Ihrer Präsentation anwenden können.
- Fordern Sie die Zuhörer:innen auf, ihre eigenen Leistungen oder Erfolge im Zusammenhang mit Ihrem Thema mitzuteilen.
Versuchen Sie es doch einfach mal und lassen Sie sich überraschen, ob und wie diese Elemente Ihre Auftrittskompetenz und Ihre Präsentationen verändern. Ich freue mich über Ihr Feedback.
Ihre Sibylle Sommerer