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August und September sind die Monate in denen man Bauern mit langen Stecken Johannisbrotfrüchte („Alfarrobas“) und Mandeln („amêndoas“) von den Bäumen herunterklopfen sieht.
Gehören auch Feigen zu den Trockenfrüchten?
Obgleich es auch Feigensorten gibt, die frisch als Frucht gegessen werden, wird die Mehrheit der Feigen getrocknet.
Das Ernten von Mandeln, Johannisbrotfrüchten und Feigen ist eine Tätigkeit, die auch heute noch an der Algarve in Handarbeit geleistetet wird.
Das Schlagen der Äste mit Stecken aus Bambus oder Rohr ist nicht zu unterschätzen.
Einzig die Feigen werden direkt vom Baum abgeerntet und nicht heruntergeschlagen.
Allerdings leisten Traktoren beim Transport eine wertvolle Hilfe, die einst von Eseln und Mulis übernommen wurden.
Während die Johannisbrotfrüchte in Säcke gefüllt und damit fertig zur Vermarktung oder zur Verwertung sind, werden die Mandeln zuerst geschält, bevor sie ebenso in der Sonne getrocknet werden wie die Feigen.
Was ist eine „arroba“?
Die „arroba“ ist ein altes Mass, gleich 15 Kilo. Viele Landwirte benutzen heute noch das Mass „arroba“ nicht nur bei den Trockenfrüchten.
Was ist der „rabisco“?
Früher war es Brauch an der Algarve die Ernte der Trockenfrüchte am 29. September, Namenstag des hl. Michaels, zu beenden.
Anschliessend begann der „rabisco“, in der alle Früchte, die vom Eigentümer noch nicht abgeerntet waren, von irgendeiner Person abgeerntet werden durfte. Häufig waren das bedürftige Personen und Kinder.
Nutzen Sie die Gelegenheit, Trockenfrüchte der Algarve zu naschen?
Wer sich derzeit an der Algarve aufhält, sollte es nicht versäumen, auf dem Markt getrocknete Feigen oder Mandeln zu erwerben.
Neben dem angenehmen Geschmack sind die Trockenfrüchte der Algarve sehr gesund.