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Andere Pässe, andere Gehälter: Das ist eine Erkenntnis aus den Integrationszahlen, die der Kanton kürzlich erhob. Die Lohnunterschiede zwischen Amerikanern, Deutschen, Schweizern und Eritreern sind gewaltig.
Wie diese Unterschiede zustandekommen, darüber lässt sich nur spekulieren. Denn das Statistische Amt hat nur geschaut, wer wie viel auf seiner Steuerrechnung angibt. Ob die Person auf einer Bank arbeitet oder als Servicekraft, ob es sich um einen Single-Haushalt handelt oder um einen von Doppelverdienern, das geht aus den erhobenen Zahlen nicht hervor.
Im Durchschnitt verdienen Amerikaner in Basel fast das Fünffache von dem, was ein Schweizer Haushalt verdient. Auch Australier, Kanadier und Personen aus westeuropäischen Ländern verdienen in Basel sehr gut. Überraschend ist, dass auch Personen aus den EU-Oststaaten 2014 mehr verdienten als ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt in Basel.
Länder wie Polen, Ungarn, die Slowakei und Rumänien kennen erst seit 2014 die volle Personenfreizügigkeit mit der Schweiz. Vorher war es de facto nur für Spezialisten möglich, in die Schweiz einzureisen. Das mag ansatzweise erklären, warum die Personen mit osteuropäischen Nationalitäten so gut verdienten.
Auch bei Amerikanern, Australiern und Kanadiern handelt es sich wohl um hochspezialisierte Arbeitskräfte. Sie fallen unter die sogenannten Drittkontingente, was bedeutet, dass nur eine beschränkte Zahl an spezialisierten Zuwanderern zugelassen ist.
Am anderen Ende der Skala finden sich einige Personen aus afrikanischen und arabischen Ländern. Ein Somalier-Haushalt in Basel verdient im Durchschnitt etwa 7000 Franken im Jahr. Ein Blick auf die Sozialhilfestatistik zeigt, dass die arabischen und afrikanischen Länder am häufigsten zum Sozialamt gehen.
Das dürfte damit zusammenhängen, dass Menschen aus diesen Ländern oft fliehen mussten – und kaum wegen einer gutbezahlten Arbeitsstelle migrierten, wie es bei Amerikanern, Australiern und auch Deutschen häufig der Fall ist.
Die Zahlen zu den Bildungsabschlüssen zeigen aber auch, dass Personen aus arabischen und afrikanischen Ländern nicht per se schlecht ausgebildet sind. Migranten aus arabischen Ländern haben fast ebenso oft einen Hochschulabschluss wie Schweizerinnen und Schweizer, die in Basel leben.