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Abiy Ahmed wird für seinen Einsatz für Frieden und internationale Zusammenarbeit und vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem äthiopischen Nachbarland Eritrea ausgezeichnet.
Die Jury hatte in diesem Jahr die Wahl zwischen 301 Nominierten, unter ihnen 223 Persönlichkeiten und 78 Organisationen. Da die Namen der Kandidaten unter Verschluss gehalten werden, liess sich über den Preisträger vorab nur spekulieren.
Im vergangenen Jahr erhielten der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad die Auszeichnung für ihren Kampf gegen sexuelle Gewalt als Kriegswaffe. Die diesjährige Vergabe ist die 100. in der Geschichte des Friedensnobelpreises. Seit der ersten Auszeichnung 1901 gab es in 19 Jahren, vor allem in Kriegs- und Krisenzeiten, keinen Preisträger.
Während alle anderen Nobelpreise in Stockholm verliehen werden, bekommt ihn der Friedensnobelpreisträger traditionell in Oslo. Dort sitzt auch das zuständige norwegische Nobelkomitee, das vom Parlament des Landes ernannt wird.
Der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer schrieb am Freitag auf Twitter, Abiy Ahmed habe seinem Land und der ganzen Region neue, optimistische Perspektiven eröffnet. «Ich bin dankbar für diese Entwicklung, die auch grosse Chancen bietet für den Austausch mit Europa. Seitens der Schweiz gratuliere ich zum Friedensnobelpreis 2019.»