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Einzigartige Verbindung des Requiems von Gabriel Fauré mit Jazz-Arrangements und Improvisationen von Peter Waters und Texten von Josef Osterwalder«Ein jazzig versüsstes Memento mori», so titelte das St.Galler Tagblatt anlässlich der Erstaufführung des von Peter Waters mit einem eigenen Arrangement ergänzten Requiem Op. 48 von Gabriel Fauré. Die feinsinnigen und intensiven Klänge des Peter Waters Quintett (Peter Waters, Klavier; Michael Neff, Trompete; Daniel Pezzotti, Violoncello; Tony Renold, Percussion) bilden mit dem Chorprojekt St.Gallen – Solostimmen Maria Walpen
(Sopran) und Manuel Walser (Bass) – ein sanftes, meditativ strömendes Klangerlebnis. Gabriel Faurés Requiem wird mit der jazzigen, hellen und eleganten Bearbeitung von Peter Waters kombiniert. Diese passt minutiös zusammen mit der Originalpartitur von Gabriel Fauré, die vom Chorprojekt unter der Leitung von Peter Roth gesungen wird. Eine spezielle Sicht auf die letzten Tage und das Sterben von Gallus vermitteln zutiefst menschliche
Texte des kürzlich leider verstorbenen Josef Osterwalder, gelesen vom Sprecher Franziskus Abgottspon.
Gabriel Fauré begann die Arbeit am Requiem mit dem Tod seines Vaters (1885) und schrieb dann grosse Teile nach dem Tod seiner Mutter am 31. Dezember 1887. Die Erstaufführung fand am 16. Januar in der Madeleine-Kirche in Paris statt. Wie in keinem anderen Requiem der Musikgeschichte offenbart sich in Faurés Musik ein versöhnliches, ja modernes Todesverständnis. „Fauré‘s Musik scheint zwischen dem Himmel und der Menschheit zu vermitteln, gewöhnlich auf friedliche Weise, voller Ruhe und Inbrunst, manchmal traurig, nie drohend oder dramatisch“. So schrieb die Pianistin und Komponistin Nadia Boulanger 1922 in der „Revue musicale“. Fauré selbst bezeichnet den Tod als „sanften Übergang“. Von Fauré´s Werk existieren verschiedene Fassungen und Instrumentierungen: Zum Einen die Möglichkeit der Begleitung nur durch die Orgel, zum Anderen eine Instrumentierung mit Sologeige, Pauken, tiefen Streichern, Orgel, Harfe und schliesslich eine Fassung für die übliche Besetzung des Symphonieorchesters mit Streichern, Holz- und Blechbläsern. Diese verschiedenen Besetzungsmöglichkeiten öffnen den Raum für eine Bearbeitung durch den international bekannten Pianisten Peter Waters.
Peter Waters hat die Begleitung des Requiems für eine kleine Gruppe von hochqualifizierten Jazzmusikern um Michael Neff bearbeitet und so die impressionistische Klanglichkeit von Fauré´s Musik noch stärker zum Ausdruck gebracht. Zudem wird dieses Quintett zwischen den sieben vom Chorprojekt St.Gallen gesungenen Sätzen des Requiems (Introitus und Kyrie, Offertoire, Sanctus, Pie Jesu, Agnus Dei, Libera Me, In Paradisum) über Fauré’s grossartiger Harmonik improvisieren.
Diese einzigartige Verbindung von Originalkomposition, Arrangement und Improvisation bildet einen Klangbogen, der mit den furchterregenden Totenmessen der Musikgeschichte bricht und die Zuhörerinnen und Zuhörer ein zeitgemässes Verständnis von Tod und Transzendenz erfahren lässt.
Auf dem Sterbebett schaut Gallus auf sein Leben zurück. In den Texten von Josef Osterwalder, ehemaliger Priester und Kultur-Redaktor, St.Gallen, tanzen die Fischer aus Arbon, Meister Columban, Fridiburga, Nymphen, Elfen und der zottige Bär durch seine fiebrigen Träume. Die Texte werden vom renommierten Sprecher und Schauspieler Franziskus Abgottspon in „Jazz und Lyrik“-Manier gelesen.
Mitwirkende:
» Peter Roth (Leitung)
» Chorprojekt Sankt Gallen
» Maria Walpen (Sopran)
« Manuel Walser (Bass)
» Peter Waters (Klavier und Arrangement)
» Michael Neff (Tompete und Flügelhorn)
» Daniel Pezzotti (Violoncello)
» Tony Renold (Percussion)
» Dominique Girod (Kontrabass)
» Franziskus Abgottspon (Sprecher)
Aufführungen 2013:
- Samstag, 8. Juni 2013, 20 Uhr | Teufen, Evang. Kirche
- Sonntag, 9. Juni, 17 Uhr | Pfäfers, Klosterkirche
- Samstag, 22. Juni, 20 Uhr | St.Gallen St.Maria-Neudorf