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Der Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung EFV, Serge Gaillard, hat die Löhne von Beamten kritisiert. In einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen vom Dienstag sagte er, Kaderlöhne sollten nicht stärker steigen als die durchschnittlichen.
«Ich hatte 2008 kein Verständnis für die fünfprozentige Lohnerhöhung für das Kader und habe mich auch dafür eingesetzt, dass die zu grosszügige Kaderversicherung abgeschafft wurde», erklärte er weiter zu dem Thema.
«Das Problem sind nicht die Einzelfälle, das Problem ist der Anspruch, der immer breiter wird. Ärzte, Anwälte und Professoren orientieren sich immer mehr an den hohen Kadergehältern in einigen Branchen», führte der EFV-Direktor weiter aus. So verschärfe sich ein sozialpolitisches Problem.
Meistens werde die öffentliche Verwaltung zudem mit der Privatwirtschaft verglichen, was man aber ohnehin nicht tun sollte, betonte er. Die staatliche Verwaltung stufe Gaillard, entgegen der vielerorts vorherrschenden Meinung, immer noch als konkurrenzfähig ein. Er habe noch nie ein Problem gehabt, eine Kaderstelle im öffentlichen Bereich zu besetzen, erklärte er.
«Es kommt vor, das Bewerber bereit sind, auf 50'000 Franken im Jahr zu verzichten, wenn sie dafür eine interessante Tätigkeit und mehr Jobsicherheit erhalten», sagte der 64-jährige Beamte den Tamedia-Zeitungen.
Sein eigenes Salär gab er in dem Interview inklusive aller Beiträge an die Sozialversicherungen und an die Pensionskasse mit rund 300'000 Franken im Jahr an. (sda)