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Die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten wie HIV, Tuberkulose und Malaria gehört zu den Schwerpunkten der Schweizer Gesundheitsaussenpolitik. Obschon im Kampf gegen diese Krankheiten in den letzten Jahren grosse Erfolge erzielt wurden, leiden weltweit immer noch Millionen von Menschen darunter – hauptsächlich Angehörige armer und besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Bundesrat Burkhalter nutzte das Treffen, um Exekutivdirektor Mark Dybul der vollen Unterstützung der Schweiz für den GFATM zu versichern. Die Schweiz prüfe zurzeit eine Erhöhung ihres Beitrags an den GFATM von 8 auf 10 Mio. CHF pro Jahr, sagte Burkhalter. Die letzte Erhöhung von 7 auf 8 Mio. CHF war 2012 erfolgt.
Der GFATM ist das wichtigste multilaterale Finanzierungsinstrument im Bereich der globalen Gesundheit und hat den Auftrag, zusätzliche Mittel zur Prävention und Behandlung von Aids, Tuberkulose und Malaria zu beschaffen und bereitzustellen. Er vergibt Zuschüsse an lokale Entwicklungsprogramme und arbeitet eng mit Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, dem Privatsektor, Entwicklungsagenturen und Gemeinschaften zusammen. Der Fonds bündelt zwei Drittel der internationalen Ressourcen zur Bekämpfung von Tuberkulose und Malaria sowie ein Fünftel der Mittel zur Bekämpfung von Aids. Seit August 2012 ist die Schweiz stellvertretendes Verwaltungsratsmitglied für die Stimmrechtsgruppe mit Kanada. Ferner teilt sie sich mit Kanada einen Sitz im «Strategy Investment and Impact Committee» des Fonds.
Der EDA-Vorsteher unterstrich im Gespräch die grosse Bedeutung des GFATM für die schweizerische Gesundheitsaussenpolitik und das Internationale Genf. Mit seinem Gesprächspartner erörterte er die Leistung und Entwicklung des Fonds in den letzten Jahren. Dank dessen Beiträgen haben weltweit Millionen von HIV-, Tuberkulose- und Malariaopfern angemessene medizinische Versorgung erhalten. Auch die Prävention konnte massgeblich verbessert werden – im HIV-Bereich etwa durch Beratung und Aufklärung, Massnahmen zur Vermeidung der Mutter – Kind Übertragung, Zirkumzision (männliche Beschneidung) oder durch die Verteilung von Kondomen. Um der Malaria vorzubeugen, verteilten GFATM-unterstützte Programme von 2002 bis Ende 2010 insgesamt 160 Millionen insektizid behandelte Moskitonetze und nahmen 31 Millionen Spraybehandlungen in Innenräumen vor.
Nach einer umfassenden Reform des Fonds im Jahr 2012 wurde der amerikanische Arzt Mark Dybul per Anfang 2013 zum neuen Exekutivdirektor gewählt. Bundesrat Burkhalter begrüsste die Absicht des Fonds, seine Zuschüsse aufgrund eines neuen Finanzierungsmodells künftig verstärkt auf länderspezifische Prioritäten und Verhältnisse auszurichten.
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