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Schellack-Platte - 78 U/min Platte
Die Erfindung der Schallplatte verdanken wir dem Deutschen Emile Berliner. 1887 produzierte Berliner die ersten Grammophone, die eine Seitenschrift-Aufnahme auf eine Platte von 12 cm Durchmesser ermöglichten. 1898 begann die Deutsche Grammophongesellschaft die Serienproduktion und in wenigen Jahren eroberten Platten zusammen mit dem Wachszylinder den Markt. Diese beiden Systeme existierten während mehreren Jahrzehnten nebeneinander, wenn auch mehrheitlich getrennt auf verschiedenen Anwendungsgebieten: Die Schallplatten wurden für die musikalische Wiedergabe vorgezogen, während die Zylinder vor allem als Tonträger für Diktaphone und Feldaufnahmen gebraucht wurden. Was die Schallplatte betrifft, wurden nacheinander Versuche mit verschiedenen Materialien durchgeführt. Das Resultat der für die Produktion am häufigsten verwendeten Mischung war die berühmte Schelllack-Platte. Die Lesegeschwindigkeit, die während den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts nicht einheitlich war, wurde erst im Jahre 1948 auf 78 U/Min. genormt. Schellack-Platten wurden bis ca. 1960 produziert, der Markt erlitt aber durch die Einführung der Langspielplatte (Vinylplatte) in den 50er Jahren einen starken Rückgang.