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Kapitel 4.4.1 - Definition Gelenk
Vertebrale Der Duden definiert ein Gelenk als „bewegliche Verbindung zwischen Knochen“ (Duden 2012: online). Die klassische Medizin beschreibt ein Gelenk als die arthrogene Verbindung zwischen zwei skeletalen Teilen. Die Osteopathie wertet jede Bewegungsmöglichkeit einer Struktur zu einer anliegenden oder kontaktierenden Struktur, welches für ein optimales Funktionieren eine perfekte Mobilität aufzuweisen hat, als Gelenk. Die untereinander in intimem Kontakt stehenden Niere (über der Faszia perirenalis) und der Musculus psoas major (über seine Muskelfaszie) formen somit eine solche spezifische biomechanische Bewegungseinheit und werden in der Osteopathie als Gelenk definiert. Als anderes Beispiel können die beiden Pleurablätter dienen, welche durch die interpleurale Flüssigkeit von einander getrennt sind. Deren Verschiebbarkeit sollte gewährleistet sein, um die respiratöre Funktion der Lungen nicht zu beeinträchtigen (vgl. Peeters 2011A: 12). Betrachtet man den Verbindung zwischen zwei Wirbeln, so spricht man osteopathisch gesehen von einem Gelenk, wobei sämtliche hier involvierte Strukturen Teil dieses Gelenkes sind.