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Die Schweizer Bauern melken im Jahr 4.11 Milliarden (4'110'000'000) Liter Milch! Das sind rund 525 Liter pro Kopf. Vierfünftel der Milch werden weiterverarbeitet zu Käse, Butter, Rahm, Joghurt oder Milchpulver. Der Preis den die Bauern für ihre Milch erhalten, hat seit 1990 stetig abgenommen. Nicht zuletzt wegen einer Konzentrierung der Abnehmer und der Aufhebung der Kontingentierung.
Ab dem Jahr 1977 wurde die Milchproduktion durch eine vom Bund festgelegte Kontingentierung geregelt: Jeder Bauer durfte pro Jahr nur die ihm zugeteilte Milchmenge produzieren. Für jeden Liter Milch, den er mehr lieferte, wurde der Preis massiv gekürzt oder gar eine Strafgebühr erhoben. Ab 1999 dürften die Landwirte Milchkontingente untereinander kaufen und verkaufen. Auf das Jahr 2009 beschloss der Bund die Kontingentierung der Milch aufzugeben und sich vollständig aus dem Milchmarkt zurückziehen. Bereits im Mai 2006 konnten interessierte Landwirte als Mitglied einer vom Bund bewilligten Organisation aus dem alten System der Milchkontingentierung aussteigen. Die Regelung über die Milchmengen sollte von den Produzenten selbst übernommen werden. Seither ist die Branchenorganisation Milch (BOM), bestehend aus Vertretern der Produktion, des Handels und der Verarbeiter für die Regulierung des Milchmarktes Schweiz zuständig.