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Ein Hort der Ruhe, nahe der Stadt und der Sprachgrenze, mit einer herrlichen Sicht auf den See und die Alpen, im Herzen der grünen Natur: Fasziniert von der aussergewöhnlichen Lage des Vallon de l'Ermitage, erwirbt Friedrich Dürrenmatt 1952 sein erstes Haus in Neuchâtel und bleibt dort bis an sein Lebensende 1990. Um 1964 liess er oberhalb dieses Hauses ein zweites bauen, das er zunächst vor allem als Arbeitsort benützte, in den letzten Jahren aber als Wohnhaus. Es ist in Privatbesitz.
Die Villa bildet den Ausgangspunkt zum Centre Dürrenmatt: „[...] sie ist nach meinem Empfinden Teil der Ausstellung", sagt der Architekt Mario Botta. Nach Restaurierungs-, Erweiterungs- und Umgebungsarbeiten wird das Centre Dürrenmatt im Jahr 2000 an diesem idyllischen Ort, wo der Schriftsteller und Maler gelebt hat, eröffnet.
Das Centre ist somit ein geschichtsträchtiger Ort, eng verbunden mit Dürrenmatts Biografie: Wenn man den Mantel an die Garderobe hängt, kann man sich die Familie bei Tisch vorstellen, während es einem in der Cafeteria - ursprünglich Dürrenmatts Büro - so vorkommt, als arbeite der Schriftsteller noch an seinen Texten und Zeichnungen.
Von diesem Raum aus tritt man auf die von Mario Botta vergrösserte, hoch über dem Neuenburgersee gelegene Terrasse mit einer grossartigen Sicht bis zu den Alpen.
„Betrachte ich mit dem Fernrohr die [...] Alpen und ihre Vorberge, vermag ich den Kirchturm von Guggisberg zu erspähen; aus diesem Dorf stammt meine Familie; und ich bin immer noch Burger dieser Gemeinde", schreibt Dürrenmatt im Text „Vallon de l'Ermitage" (1980).
Von der Terrasse aus kann man den Blick auch zurück auf die restaurierte Villa, auf das obere Haus und den von Dürrenmatt über die Jahre eingerichteten, abgestuften Garten am Hang richten.