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Mit 53 Millionen Fans ist PewDiePie einer der erfolgreichsten YouTuber der Welt. Laut seinem Vertrag mit Disney genoss der Schwede völlige künstlerische Freiheit, doch überschritt er aus Sicht des Hollywood-Konzerns nun eine Grenze. «Zwar ist Felix gerade wegen seiner provokanten und respektlosen Art beliebt, aber in diesem Fall ging er eindeutig zu weit», zitierte das ‹Wall Street Journal› eine Sprecherin von Maker Studios, einem zu Disney gehörenden Studio, das den Internetstar unter Vertrag hatte.
Das Fass zum Überlaufen brachte offenbar ein im Januar veröffentlichtes Video, in dem zwei Inder ein Spruchband mit der Aufschrift «Tod allen Juden» in die Kamera halten – PewDiePie soll ihnen dafür fünf Dollar bezahlt haben.
Am Sonntag verteidigte der 27-Jährige sein Vorgehen in seinem Blog: «Ich wollte zeigen, wie verrückt die Welt ist, vor allem einige der im Internet verfügbaren Dienste», schrieb er und verwies auf die Website Fiverr, die kleine Jobs an Freiberufler vermittelt. «Ich griff etwas auf, das mir absurd vorkam: dass Leute auf Fiverr für fünf Dollar alles sagen würden», schrieb er.
13,6 Millionen Jahreseinkommen dank YouTube
Laut dem ‹Wall Street Journal› hatte der Schwede seit August insgesamt neun Videos mit antisemitischen Witzen und Nazi-Anspielungen veröffentlicht. Eines zeigte einen als Jesus verkleideten Mann, der sagte: «Hitler hat absolut nichts falsch gemacht.»
Er habe «in keinster Weise irgendwelche hasserfüllten Einstellungen», betonte PewDiePie in seinem Blog-Eintrag. «Obwohl es nicht meine Absicht war, verstehe ich, dass diese Witze absolut beleidigend waren», räumte er ein.
Kjellberg zählt zu den Topverdienern unter den sogenannten YouTubern, die mit ihren Videokanälen auf der Online-Plattform zu Stars wurden. Im vergangenen Jahr verdiente der Schwede laut einer Schätzung der auf Daten sozialer Netzwerke spezialisierten Firma NeoReach 13,6 Millionen Euro. Die Summe umfasst etwa Werbeeinnahmen auf YouTube sowie Sponsorenverträge und Gagen für Auftritte.
(sda afp)