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Ein wichtiges Ziel der Schweizer Landwirtschaftspolitik ist es, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. Der Selbstversorgungsgrad, das heisst der Anteil der Inlandproduktion am Konsum, liegt aktuell bei rund 60 % (Bruttowert inklusive Produktion mit importierten Futtermitteln). Er zeigt eine leicht sinkende Tendenz, weil die pro Person verfügbare schweizerische Landwirtschaftsfläche zurückgeht und dieser Rückgang nur teilweise durch Ertragssteigerungen kompensiert wird. Eine zusätzliche Abnahme könnte beispielsweise eintreten, wenn die landwirtschaftlichen Produktionsverfahren weiter in Richtung umweltschonender Ressourcennutzung gehen. Neben einem sinkenden Selbstversorgungsgrad bestehen weitere zukünftige Gefährdungen der Versorgungssicherheit: So zum Beispiel erstens die zunehmende Konzentration im Agribusiness, was zu einer Abhängigkeit von wenigen Anbietern führt, zweitens die bestehenden Unsicherheiten in den internationalen Handelsbeziehungen sowie drittens die Folgen des Klimawandels. Letzterer ist durch häufigere Extremwetterereignisse gekennzeichnet, die zu Ertragsausfällen und Beeinträchtigungen der Transportkapazitäten führen können.
Die Voraussagen der Marktentwicklung für wichtige Exportprodukte der Schweizer Landwirtschaft wie z. B. Käse zeigen ein gemischtes Bild: Die Nachfrage wird global steigen, jedoch wird sich durch das ebenfalls steigende globale Angebot auch der Konkurrenz- und Preisdruck erhöhen.