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«Der Prix Courage war die Krönung meines Befreiungsschlags», sagt Lea Saskia Laasner. «Der Preis ermutigte mich, den nächsten Schritt zu wagen.» Die 25-Jährige hat jetzt den Guru angeklagt, der sie als Mädchen neun Jahre lang in einem Sektencamp festhielt und missbrauchte. Laasner war gerade mal zwölf, als ihre Familie sie ins mittelamerikanische Belize mitnahm. 2002 gelang der Winterthurerin die Flucht.
Letztes Jahr machte Lea Saskia Laasner ihr Schicksal im Buch «Allein gegen die Seelenfänger» publik. Für den mutigen Entscheid, sich mit dem Tabuthema Missbrauch zu exponieren, verlieh ihr die Jury unter Leitung von Kabarettist Franz Hohler den Prix Courage des Beobachters. «Die Preisverleihung war überwältigend», sagt Laasner. «Sie zeigte mir, dass es sich lohnt, für sein Recht zu kämpfen.»
Das Preisgeld von 25'000 Franken investiert die junge Frau in ihre Ausbildung. Laasner besucht die Handelsschule und ist kürzlich in eine eigene Wohnung gezogen. Im Frühling reist sie zum zweiten Mal seit der Flucht zurück nach Belize, um ihren Bruder und ihren Vater zu besuchen; beide sind in der Zwischenzeit aus der Sekte ausgestiegen. Zur Mutter, die weiterhin beim Guru lebt, hat Lea Saskia Laasner keinen Kontakt. Ihre Geschichte vom Mädchen, das den Mut fand, einer Sekte zu entfliehen, wird demnächst verfilmt.
Prix Courage«Der Preis ermutigte mich, den nächsten Schritt zu wagen»
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Sie machte ihre traumatischen Jugenderfahrungen in einer Sekte öffentlich und gewann dafür den Prix Courage 2005: Lea Saskia Laasner. Die Auszeichnung gab ihr Mut, weiter für ihr Recht zu kämpfen und ihren Peiniger anzuklagen.
Veröffentlicht am 10.04.2006