Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03163.jsonl.gz/867

Die Gründungsversammlung fand am 18. Januar 1977 unter der Leitung des Initianten Constantin Moser statt. 14 volkstümlich gesinnte Sänger folgten dem Aufruf, einen Jodelchor zu gründen. Sofort wurde ein Vorstand konstituiert. Constantin Moser übernahm das Präsidium, Hermann Bearth wurde als Aktuar und Jakob Moser als Kassier gewählt. Das Dirigat übergab man Gaudenz Tscharner. Schon bald begann man mit den Gesangproben, die in Fürstenaubruck abgehalten wurden. Das erste Lied, das geprobt wurde, war "Miar do doba". Bereits am 21. Mai ging der erste Heimatabend über die Bühne. Da der junge Älplerchor damals noch nicht Mitglied des Kantonalen Jodelverbandes war, konnte er am Bündner Jodlertag von Flims nur als Gast teilnehmen. Dafür freute sich das Chörli über 9 verschiedene Auftritte.
Gaudenz Tscharner demissionierte bereits im Frühjahr 1978. Neuer Dirigent wurde Christian Schnöller, der das Älplerchörli bis 1981 leitete. Ihm folgte schliesslich Albert Schaufelberger. Trotz der vielen Dirigentenwechsel und enormen Schwierigkeiten, den Club zu erhalten, wurden die Heimatabende abgehalten. 1979 trat man dem Bündner Jodlerverband bei und 1980 wurde man sogar Mitglied des Schweizerischen Verbandes.
1982 übernahm das Älplerchörli das erste Mal die Organisation des Bündner Jodlertages. Auf dieses Fest hin traten leider drei Mitglieder aus dem Verein aus. Der Heimatabend am 19. Juni und der Jodlertag am 20. Juni verlangte von den nur noch 11 Sängern den vollen Einsatz. Nach diesem Wochenende steuerte der Chor auf seine erste Krise zu. Ein- und Austritte rüttelten am soweit guten Teamgeist. 1984 musste das Chörli sogar die Kündigung seines Dirigenten Albert Schaufelberger entgegennehmen. Für kurze Zeit stimmte dann noch Domenic Camedri die Lieder an.
Am 27. Januar 1985 wurde mit Harri Bläsi ein Vertrag auf Probezeit abgeschlossen. Der erste Probeabend fand am 3. März statt. Die Stimmung war gut, denn an diesem Abend konnten gleich 6 neue Sänger in den Club aufgenommen werden. Als Krönung für die unermüdlichen Probearbeiten besuchte das Älplerchörli zum ersten Mal das Nordostscheizerische Jodlerfest in Rorschach. Das vorgetragene Lied "Alpsäge" von F. Krayenbühl wurde mit der Note "gut" bewertet. Die Mitglieder freuten sich an diesem Erfolg so sehr, dass sie sich entschlossen, auch am Eidgenössischen Jodlerfest 1987 in Brig teilzunehmen. Und es lohnte sich, denn das Lied "Wieder amol feschta" von Jakob Moser begeisterte die Experten so, dass man mit einem "sehr gut" nach Hause fuhr.
Seit der ersten Teilnahme ist das Älplerchörli Obervaz an den Eidgenössischen Jodlerfesten nicht mehr weg zu denken. Auch die seit 1987 jedes Jahr im Sommer durchgeführte Älplerchilbi auf Scharmoin ist zur Tradition geworden.
2018 ist das Älplerchörli Obervaz nach 1982, 1987 und 1997 zum vierten Mal Gastgeber des Bündner Jodlertags.