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Matsui erobert die Herzen New Yorks
«Es ist unglaublich. Ich kann es selbst nicht fassen!» war der erste Kommentar von Baseballspieler Hideki Matsui, nachdem er gerade die World Series der amerikanischen Baseballliga mit den New York Yankees gewonnen hatte. Hideki Matsui ist zudem als erster Japaner zum wertvollsten Spieler der Serie gewählt worden. Mit sagenhaften 3 Homeruns hatte er das Spiel 7:3 und damit die Finalserie mit 4:2-Siegen gegen die Philadelphia Phillies praktisch im Alleingang entschieden. Für die New Yankees ist es der 27. Titelgewinn und der erste seit dem Jahr 2000.
«Godzilla» schlägt alles weg
Es war Matsuis erster Titel seit seinem USA-Debüt 2003. In Japan gewann er zuvor schon 3 Meisterschaften. «Man könnte sagen, dass dies hier der beste Moment in meinem Leben ist. Es war eine lange und sehr schwierige Reise», sagte Matsui, der in New York den Spitznahmen «Godzilla» trägt. Auch der Gegner zollte ihm Respekt: «Er hat alles getroffen, was wir ihm zugeworfen haben», gestand Phillies-Manager Charlie Manuel die Niederlage ein.
Masanori Murakami, der 1964 der erste japanische Profispieler in den USA war, sieht die Leistung von Matsui in einen weiteren Rahmen: «Ichiro Suzuki hat viel erreicht, aber all dies war jeweils in der regulären Saison. Matsui hingegen hat als erster Japaner in den World Series den Titel des wertvollsten Spielers gewonnen. Das ist eine Leistung, die eine grosse Wirkung haben wird.» Tatsächlich scheint Matsui mit dieser Leistung aus dem Schatten des grossen Landsmannes Ichiro gestiegen zu sein, der seit 2001 für die Seattle Mariners einen Rekord nach dem anderen aufstellt.
Ein verletzungsanfälliger Spieler
«New York ist ein hartes Pflaster. Daher ist dies eine grossartige Leistung, wenn man auch noch bedenkt, dass Matsui regelmässig mit Verletzungen zu kämpfen hat.» Tatsächlich hat Hideki Matsui wegen seinen schlechten Knien seit dem 15. Juni 2008 nicht mehr auf einer Feldposition gespielt und sich nur auf die Funktion des Batters (Schläger) konzentriert.
Matsuis 4-Jahres-Vertrag über rund 52 Millionen Dollar läuft dieses Jahr aus. Ob die Yankees den Vertrag verlängern, ist unklar. Matsui, der in Manhattan residiert und noch immer auf seinen Dolmetscher Roger Kahlon zählt, würde gerne bleiben. In die Geschichtsbücher der Yankees hat er es bereits geschafft.
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