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2. Juli 1937: Die Amerikanerin Amelia Earhart überflog als erste Frau allein den Atlantik. Dann wollte sie mit ihrem Flugzeug die ganze Welt umrunden. Dabei verschwand sie in der Nähe von Howland Island über dem Pazifik. Die Pilotin und ihr Lockheed-Spezialmodell blieben bis heute verschollen.
31. Juli 1944: Antoine de Saint-Exupéry, der Autor des Buch-Klassikers «Der kleine Prinz», startete am 31. Juli 1944 zu einem militärischen Aufklärungsflug. Er erreichte nie sein Ziel und gilt seither als verschollen. Im Jahr 2000 wurde zwar sein Flugzeug gefunden. 2003 wurde es geborgen und einwandfrei identifiziert. Von Saint-Exupéry selbst fehlt jedoch bis heute jede Spur. Auch die Absturzursache ist bislang nicht abschliessend geklärt. 2008 behauptete ein Pilot, er habe im Zweiten Weltkrieg das Flugzeug Exupérys abgeschossen.
5. Dezember 1945: Fünf amerikanische Bomber starteten vom Marinestützpunkt Fort Lauderdale in Florida zu einem routinemässigen Übungsflug. Die Maschinen von «Flight 19» verschwanden allesamt spurlos im Bereich des sogenannten Bermudadreiecks. Als sich eine 13-köpfige Mannschaft mit einem weiteren Flugzeug auf die Suche nach den Verschollenen machte, verschwand auch dieses. Eine Spur wurde niemals entdeckt.
2. August 1947: Ein Flugzeug der British South American Airways war mit 11 Menschen an Bord von London nach Santiago de Chile unterwegs. Plötzlich brach der Kontakt zu der Maschine ab. Erst 53 Jahre später, im Januar 2000, konnten die Überreste von Flugzeug und Passagieren in 5500 Metern Höhe am Tupungato-Vulkan in den argentinischen Anden geborgen werden.
30. Januar 1948: Star Tiger von der British South American Airlines startete in England mit Ziel Bermuda. Das Passagierflugzeug machte einen Zwischenstopp auf den Azoren, um zu tanken. Danach wurde es nie wieder gesehen.
17. Januar 1949: Ein weiteres Passagierflugzeug der British South American Airlines wurde im Bereich des berüchtigten Bermuda-Dreiecks wie vom Meer verschluckt. Die Star Ariel war auf Bermuda mit Ziel Kingston (Jamaika) gestartet und verschwand spurlos für immer.
9. November 1957: Pan American Airways Flug 7 startete in San Francisco mit 44 Menschen an Bord zu einer Weltumrundung. Der erste Stopp wäre in Honolulu geplant gewesen. Dort kam die Boeing 377 jedoch nie an. Der Pilot hatte kein Notsignal abgesetzt. Es dauerte etwa eine Woche bis nordöstlich von Honolulu Trümmerteile und Leichen im Meer entdeckt wurden. Der Grund für den Absturz bleibt mysteriös. Insbesondere, weil in den geborgenen Leichen erhöhte Werte des giftigen Gases Kohlenmonoxid festgestellt wurden.
24. Dezember 1971: Absturz einer Lockheed L-188A mit 92 Passagieren an Bord. Elf Tage später fand man die 17-jährige Juliane Köpcke aus Deutschland als einzige Überlebende im peruanischen Dschungel. Ein Blitz hatte die Maschine getroffen. Bis das Wrack in dem unzugänglichen Gebiet gefunden wurde, vergingen weitere zwei Wochen.
13. Oktober 1972: Eine Maschine der uruguayischen Luftwaffe zerschellte an einem Berghang in den Anden in 4000 Metern Höhe. Nach 72 Tagen im Eis konnten immer noch 16 von 45 Insassen von Flug 571 gerettet werden. Die Überlebenden hatten sich vom Fleisch ihrer verstorbenen Kameraden ernährt. Die Geschichte wurde als «Wunder der Anden» bekannt. Das Doku-Drama «Überleben!» von Frank Marshall ist die bekannteste filmische Umsetzung davon.
16. Oktober 1972: Eine Cessna 310 startete in Anchorage für einen Flug nach Juneau, Alaska. An Bord: der demokratische Mehrheitsführer im US-Repräsentantenhaus, Hale Boggs, und der ebenfalls demokratische Senator von Alaska, Nick Begich. Die beiden Politiker wollten auf eine Wahlkampfveranstaltung, kamen dort jedoch niemals an: Ihr Flugzeug verschwand unterwegs spurlos. Trotz 39 Tagen intensiver Suche wurden weder Insassen noch Flugzeug jemals gefunden. Boggs und Begich wurden am 29. Dezember für tot erklärt.
15. August 1976: Ein Flugzeug der ecuadorianischen Saeta Airlines mit 59 Passagieren an Bord verschwand spurlos und galt daraufhin jahrzehntelang als vermisst. Nach 26 Jahren wurde 2003 auf dem Mount Chimborazo in Ecuador das Wrack der Maschine gefunden.
7. Dezember 1995: Eine russische Tupolew 154 der Aeroflot mit 98 Menschen an Bord stürzte auf dem Weg von Juschno nach Chabarowsk in Russland ab. Knapp zwei Wochen war die Maschine verschollen, bis ihr Wrack nordwestlich der sibirischen Küstenstadt Grossewitschi gefunden wurde. Alle Passagiere und Crew-Mitglieder kamen ums Leben.
1. Januar 2007: Eine Boeing 737 der Adam Air mit 102 Passagieren verschwand über der indonesischen Insel Sulawesi. Erst nach zehn Tagen wurden erste Wrackteile der Maschine gefunden. Überlebende gab es keine.
31. Mai 2009: Der Absturz der Air-France-Maschine von Flug 447 von Rio de Janeiro nach Paris ist eine der grössten Tragödien der Luftfahrt. 228 Menschen kamen dabei ums Leben. Erste Trümmerteile kamen schon nach Tagen zum Vorschein. Doch obwohl fieberhaft und in mehreren Anläufen nach dem Rest des Wracks gesucht wurde, dauerte es zwei Jahre, bis die Blackbox endlich geborgen werden konnte. Im Untersuchungsbericht wurde ein unglückliches Zusammenwirken technischen und menschlichen Versagens für den Absturz verantwortlich gemacht. (noo/soa)Publiziert am 15.03.2014 | Aktualisiert am 20.03.2014