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Das Naskapi lebt
Als Informatiker in den Tschad! Diese Herausforderung stellte mir Gott, als ich 1995 für eine freiwillige Arbeitswoche im Zentrum JAARS (mit Wycliffe verbundene Organisation in den USA) war. Meine Eltern hielten es für eine verrückte Idee. Auch ich selbst hatte ziemlich viele Zweifel. Eine solche Laufbahn unterschied sich total von dem, was ich aus meinem Studium hätte machen können. Ich hatte gelernt, vor allem den finanziellen Erfolg zu suchen: man besucht die Universität, um eine gut bezahlte Stelle zu finden, von wo aus man zu einer noch besser bezahlten Stelle wechselt.
Mit Wycliffe ausreisen war für mich wie von einer hohen Klippe zu springen.
Aber ich entschied mich, diesen Weg einzuschlagen, weil ich um ein Versprechen wusste: Der Gott der Bibel wird für meine Bedürfnisse sorgen, wenn ich ihm folge.
Im Rückblick auf die vergangenen zwanzig Jahre kann ich zwar nicht sagen, dass ich immer treu das getan habe, was Gott wollte; doch umgekehrt war Gott treu und hat mich immer so unterstützt, wie ich es gebraucht habe.
Das heisst nicht, dass es keine Schwierigkeiten gab. Ich bin nicht sprachbegabt und neue Sprachen lernen war oft entmutigtend. Einmal lag ich mit einer schweren Krankheit acht Wochen im Bett, ohne Arzt weit und breit. Und manchmal hatte ich Angst.
Trotzdem bereute ich es nie, dass ich diesen Weg gewählt habe. Während dieser zwanzig Jahre erlebte ich es oft in meinem eigenen Leben, wie Gott sein Versprechen einlöste. Meine Arbeit mit Wycliffe gibt mir das Privileg, einen kleinen Beitrag zu dem zu leisten, was einmal kommen wird (beschrieben in Offenbarung 7,9): « eine grosse Menge (…) aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron. » Dieses Vorrecht möchte ich gegen nichts in der Welt eintauschen.
Bericht von Peter Wulfing (Mexiko)