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Es sollte nicht sein: Nach Gold 2018 und Silber 2019 musste Jeannine Gmelin den Traum von der dritten EM-Medaille in Folge, der vierten insgesamt, begraben. Die Zürcher Oberländerin kam im Skiff-Final nicht richtig auf Touren und beendete das Rennen im polnischen Posen auf Platz 5.
Der Sieg ging wie schon im Vorjahr an die Irin Sanita Puspure, die sich überlegen vor Magdalena Lobnig aus Österreich und der Griechin Anneta Kyridou durchsetzte. Kyridou war in der Schlussphase des Rennens unwiderstehlich an Gmelin vorbeigezogen. Die Schweizerin war zu Rennhälfte besser aufgekommen und zwischenzeitlich nahe an den Podestplätzen. Am Ende musste sie aber auch noch der Dänin Fie Udby Erichsen den Vortritt lassen.
Röösli/Delarze holen hinter Niederländern Silber
Roman Röösli und Barnabé Delarze haben es verpasst, ihren EM-Medaillensatz im Doppelzweier mit der Goldmedaille zu komplettieren. Nach Silber im vergangenen Jahr in Luzern und Bronze 2017 im tschechischen Racice holten sich der Luzerner und der Lausanner in Posen erneut die Silbermedaille.
Röösli/Delarze starteten furios und setzten sich zu Beginn leicht von der Konkurrenz ab. Die Niederländer Melvin Twellaar und Stef Broenink legten dann aber einen Zwischenspurt ein und behielten die Führung bis zum Schluss. Bronze ging an die irische Paarung Daire Lynch/Ronan Byrne.
Silber auch für Meakin
Die 22-jährige Sofia Meakin hatte den Final-Sonntag aus Schweizer Sicht erfreulich lanciert. Die Westschweizerin gewann im nicht-olympischen Leichtgewichts-Einer die Silbermedaille.
Meakin musste sich einzig der Niederländerin Martine Veldhuis geschlagen geben, die das Rennen vom Anfang bis zum Ende anführte, am Schluss aber noch um Gold zittern musste. Meakin hatte die erste Zwischenzeit nach 500 m als Vierte passiert, bei Rennhälfte belegte sie bereits Platz 3, ehe sie auf dem letzten Streckenviertel noch die Italienerin Paola Piazzolla überholte.
Schäuble/Struzina mit Achtungserfolg
Für Jan Schäuble und Andri Struzina im Leichtgewichts-Doppelzweier war bereits das Erreichen des A-Finals, des ersten an einem internationalen Grossevent, ein Erfolg. Das Schweizer Duo konnte mit der Spitze nicht ganz mithalten und kam noch vor dem ukrainischen Boot als fünftes Team im Ziel an.
Der junge Schweizer Doppelvierer bei den Frauen war ebenfalls überraschend in den A-Final vorgestossen. Pascale Walker (25), Lisa Lötscher (20), Ella von der Schulenburg (22) und Salomé Ulrich (19) mussten die Spitzenboote nach 1500 Metern ziehen lassen. Den Kampf um Platz 5 verloren sie gegen die Italienerinnen hauchdünn und wurden 6. Die Niederländerinnen holten sich den Sieg.