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Siedlung Auen
Adresse
8416 Flaach
ZH
Architektur
Die Bauten der Siedlung Auen in Flaach wurden in relativ grossem Abstand zueinander gesetzt, bilden aber dennoch ein festes Ensemble. Dabei dient der grosse Platzraum als wichtige Arbeits- und Verkehrsfläche. Die Architektur ist schlicht und funktional gestaltet, im Zeitkontext herausragend sind die Flachdachlösungen. Die landwirtschaftlichen Gebäude muten industriell an – einerseits durch die bauzeitlichen Silos, die in der Mitte thronen, anderseits durch Ergänzungen jüngeren Datums.
Chronologie
Die Siedlung Auen entstand in den Jahren 1966 bis 1967 als Neubau. Der Entwurf stammt vom Architekten Heiri Frei.
Lage
Die von weiten Feldern umgebene Siedlung Auen liegt im Zürcher Weinland, knapp 2 Kilometer westlich des Dorfs Flaach. Im Westen der Hofanlage fliesst der Rhein vorbei, der zugleich die Kantonsgrenze zu Schaffhausen bildet. Hier sind das Naturzentrum Thurauen und ein Campingplatz angesiedelt.
Beschreibung
Die Siedlung Auen besteht aus drei Bauten, wobei das südseitige Wohngebäude quer zur Remise und Stallscheune gestellt ist. Das eingeschossige, von Grünflächen umgebene Wohnhaus unter kräftigem und stark auskragendem Flachdach weist westseitig eine tiefergelegene Garage auf, die aus horizontal gereihten Holzbrettern und einem Oberlichtband besteht. Die Fassaden sind weiss verputzt, während die geschosshohen, unterschiedlich breiten Fenster durch markante braune Rahmen asymmetrische Akzente setzen. Gegen Westen ist ein Wandabschnitt mit braunen Ziegelsteinen ausgefacht.
Die langrechteckige, ebenfalls unter Flachdach erstellte Remise ist ein einfacher Holzbau. Einige Bereiche sind als offener Unterstand ausgebildet, andere wurden verschalt. Der Maststall liegt mit etwas Distanz im Nordosten: Er setzt sich aus mehreren Volumina zusammen, die teils enorme Ausmasse annehmen. Im Westen dient ein niedriger, weiss verputzter Trakt mit mittigem Futtergang als Viehstall. Die Westfassade wird durch ein Bandfenster aufgelockert, das sich unter dem Flachdach erstreckt. Eine erst später angebrachte Stahltreppe führt auf das Dach, zu einem ebenfalls neueren, kubischen Holzaufsatz. Die Südfassade der Stallscheune kann aufgefaltet werden, sodass die gesamte Seite als Glasfront in Erscheinung tritt. Im Osten dockt eine mit Holz und Wellblech verkleidete Scheune unter Pultdach an. Die gesamte Ostseite ist leicht zurückversetzt und wird als gedeckter Abladeplatz genutzt. Drei graue Silos verbinden die verschiedenen Bauten, sie sind im Zentrum des landwirtschaftlichen Konglomerats angeordnet.
Literatur