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Inhalte und Ziele des Forschungsprojekts
Zwischen 10-20% der Bevölkerung erleiden eine depressive Störung. Die mit depressiven Störungen assoziierten Kosten sind erheblich. Menschen mit depressiven Störungen haben eine tiefere Lebenserwartung als gesunde Kontrollpersonen, u.a. weil sie ein erhöhtes Risiko für metabolische oder kardiovaskuläre Krankheiten aufweisen. Menschen mit depressiven Störungen sind häufig körperlich wenig aktiv. Dies ist problematisch, da mit regelmässiger körperlicher Aktivität nicht nur depressive Symptome gelindert werden können, sondern auch Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen entgegengewirkt werden kann.
Das Forschungsprojekt untersucht deshalb mittels randomisierter Kontrollgruppenstudie die Wirksamkeit eines Lifestyle-Bewegungscoaching-Programms bei depressiven Patienten in stationärer Behandlung im Vergleich zu einer Placebo-Kontrollgruppe. Die Wirksamkeit wird im Hinblick auf folgende Parameter untersucht: Körperliche Aktivität, Determinanten der Sportaktivität, kardiorespiratorische Fitness, depressive Symptome, Schlafbeschwerden, subjektives Gesundheitsempfinden, kognitive Leistungsfähigkeit und kardiovaskuläre Risikofaktoren. Die Daten werden 2-3 Wochen nach Einweisung, 6 Wochen nach Ende des Klinikaufenthalts und nach 12 Monaten Follow-up erfasst. Die Interventionsgruppe erhält ein individualisiertes Bewegungscoaching und bleibt mit dem Bewegungscoach über die ganze Follow-up Phase im Kontakt (Telefon, SMS). Die Placebo-Kontrollgruppe erhält schriftliche Informationen über gesundheitsförderliche körperliche Aktivität.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Das Projekt untersucht erstmalig die Möglichkeiten eines systematischen Bewegungscoachings zur Förderung körperlicher Aktivität bei depressiven Patienten in stationärer Behandlung. Das Projekt kann Wege aufzeigen, wie bei depressiven Patienten das Gesundheitsverhalten längerfristig positiv verändert werden kann.