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Obwohl Mare (Marija Skaricic) direkt neben dem Flughafen in Dubrovnik lebt, ist sie noch nie geflogen. Zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Teenager-Kindern lebt sie in bescheidenen Verhältnissen. Sie kümmert sich darum, dass das gemietete Haus in Schuss bleibt, die Wäsche gewaschen ist und regelmässig etwas Warmes auf den Tisch kommt, ohne dafür viel Anerkennung zu bekommen.
Als eines Tages der am Flughafen temporär beschäftigte Gastarbeiter Pjotr (Mateusz Koaciu- kiewicz) im Haus nebenan einzieht, fasziniert dieser mit seiner jugendlichen und unverblümten Art sofort. In ihm sieht Mare ihre Chance gekommen, aus dem monotonen Alltag zu entfliehen - wenn auch ihr ältester Sohn, das Sorgenkind der Familie, sie warnt und ihr sagt, sie gehöre zu Vater.
Die Schweizer Filmemacherin Andrea Štaka, welche mit «Das Fräulein» in Locarno 2006 den Goldenen Leoparden gewann, drehte «Mare» bewusst mit Super 16 mm, was den Film durch das gröbere Bild authentischer macht. Ihr gelingt damit ein feinfühliges, leises Werk über den Emanzipations- prozess einer Frau in Dubrovnik.