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Michael Albasini stellt seine ausgezeichnete Spätform auch an der Lombardei-Rundfahrt unter Beweis. Eine Sekunde hinter dem irischen Sieger Daniel Martin sprintet der Thurgauer auf Platz 6.
An der WM vor einer Woche hatte Albasini für Fabian Cancellara arbeiten müssen, beim letzten Klassiker des Jahres durfte er auf die eigene Karte fahren. Und während Cancellara mit der WM seine Saison beendete, bestätigte Albasini in der Lombardei, dass er an den Titelkämpfen die Beine für eine absolute Spitzenklassierung gehabt hätte.
Nach 250 km hielt Albasini an der letzten Steigung, einer Rampe von 1,2 km Länge und durchschnittlich 7,9 Steigungsprozenten, mit den Besten mit. Zusammen mit Martin, Philippe Gilbert (Be), Alejandro Valverde (Sp), Joaquim Rodriguez (Sp) und vier weiteren Fahrern setzte sich der 34-jährige Routinier ab. Am Ende reichte es ihm nicht ganz zum zweiten Schweizer Triumph auf der World Tour nach jenem von Cancellara an der Flandern-Rundfahrt.
Martin profitierte auf dem letzten Kilometer davon, dass sich die Favoriten und auch Albasini in der neunköpfigen Spitzengruppe belauerten. Der Ire riss aus, fuhr den entscheidenden Vorsprung heraus und realisierte im letzten wichtigen Rennen seinen ersten Saisonsieg. Dahinter sprintete Valverde (wie im Vorjahr) auf Platz 2, gefolgt von Rui Costa, dem Weltmeister des Vorjahres. Albasini verpasste das Podest im Sprint relativ deutlich.
Daniel Martin hatte 2013 mit Lüttich-Bastogne-Lüttich bereits einmal eines der fünf "Monumente" gewonnen. In diesem Jahr hatte der 28-jährige Profi des Teams Garmin zwar zahlreiche Topklassierungen errungen, aber vor seinem Triumph im Norden Italiens keinen Sieg. Im Frühling sprintete Martin auf Platz 2 der Flèche Wallonne und im Herbst klassierte er sich an der Vuelta im 7. Rang. 2011 hatte er die Lombardei-Rundfahrt hinter dem Schweizer Oliver Zaugg bereits einmal auf Platz 2 beendet.