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Internationaler «Decent Work Day»
Sweatshop-Performance vor dem Zara Store in Zürich
Die Situation der Näherinnen und Näher im globalen Süden
In Kambodscha wurden dieses Jahr über 100 Kleiderfabriken geschlossen und 50'000 Menschen haben ihren Job verloren. In Bangladesch, wo tausende Fabriken für globale Kleiderkonzerne produzieren, wurden mehr als 300'000 Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter entlassen. Ohne Ersparnisse und ohne soziale Absicherung wird der Verlust der Arbeit für die Betroffenen sofort existentiell.
▪ Seit 2015 besitzt das reichste 1 Prozent mehr Reichtum als der Rest des Planeten (Oxfam).
▪ 71 Prozent der Menschen sagen, dass Regierungen auf eine Lohnerhöhung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hinarbeiten sollten (IGB Global Poll 2017).
▪ 80 Prozent der Menschen sagen, dass der Mindestlohn in ihrem Land zu niedrig ist (IGB Global Poll 2017)
Der internationale «Decent Work Day»
Dieses Jahr jährt sich der Welttag für menschenwürdige Arbeit (WDDW) zum zehnten Mal. Millionen von Menschen haben seit 2008 an WDDW-Veranstaltungen teilgenommen, und dieses Jahr wird auch ein Tag der globalen Mobilisierung sein: Gewerkschaften der ganzen Welt setzen sich für menschenwürdige Arbeit ein. Menschenwürdige Arbeit muss im Mittelpunkt der Regierungsmassnahmen stehen, um das Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln und eine neue globale Wirtschaft aufzubauen, in der der Mensch an erster Stelle steht. Keine Aktion ist zu gross oder zu klein für den Welttag für menschenwürdige Arbeit - ob Tischdiskussion, Grossdemonstration, Protestbrief, Flash-Mob-Aktion oder etwas ganz anderes.
Diesjähriger Schwerpunkt des Welttags für menschenwürdige Arbeit
In diesem Jahr liegt der globale Schwerpunkt auf dem weltweiten Kampf für existenzsichernde Mindestlöhne und eine Lohnerhöhung für alle Arbeitnehmenden. Die Regierungen sollten dem Ruf der arbeitenden Frauen und Männer nach menschenwürdigen Löhnen, sicheren und geschützten Arbeitsplätzen und einem Ende der Konzerne, die die Regeln der Wirtschaft festlegen, Gehör schenken. Das bedeutet, dass die Mindestlöhne ausreichen müssen, um einen angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten, und dass alle Arbeiterinnen und Arbeiter das Recht haben müssen, einer Gewerkschaft beizutreten und Tarifverhandlungen zu führen.
Da der 7. Oktober nun auf einen Samstag fällt, haben einige Organisationen beschlossen, in dieser oder nächster Woche Veranstaltungen abzuhalten. Bernina unterstützt die Aktion an der Zürcher Bahnhofstrasse und stellt Nähmaschinen zur Verfügung. Sanikai, ein ethisches Fashion-Unternehmen aus Zürich, sponsert den Vlies für die Masken.
Wann: 7. Oktober 2020 von 9h bis 19h
Wo: Ottenbachgasse / Rennweg (Nähe Zara Store Bahnhofstrasse)
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