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Medienmitteilungen 1998
Das Kernkraftwerk Gösgen weist die von Greenpeace erhobenen Vorwürfe als haltlos zurück. Die zuständigen englischen Behörden sehen keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Gesundheitszustand der Bevölkerung und dem Betrieb der Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield.
Im Zusammenhang mit der von Greenpeace auf morgen Samstag, den 12. Dezember angekündigten Veranstaltung vor dem Kraftwerksgelände hält das Kernkraftwerk Gösgen fest:
Der Tod von Menschen, die an Leukämie sterben, ist in jedem Fall schmerzlich für Angehörige, Verwandte und Bekannte. Mit Entschiedenheit weist das Kernkraftwerk Gösgen jedoch die von Greenpeace erhobenen Vorwürfe als haltlos zurück.
Die zuständigen englischen Behörden haben keine Gesundheitsgefährdung der Umgebungsbevölkerung durch den Betrieb der Wiederaufarbeitungsanlage Thorp in Sellafield festgestellt. Der letzte Bericht des Committee on Medical Aspects of Radiation in the Environment (COMARE) aus dem Jahr 1996 hält fest, dass die Strahlendosis aufgrund der bewilligten radioaktiven Abgaben aus der Wiederaufarbeitungsanlage von Sellafield zu gering ist, um Ursache für die beobachteten Erkrankungen zu sein.
Das Kernkraftwerk Gösgen hat keinen Grund das Verantwortungsbewusstsein, die fachliche Kompetenz und das gesetzeskonforme Verhalten der Behörden Englands anzuzweifeln.
Seit Mitte der 80ger Jahre haben die englischen Behörden umfangreiche medizinische Studien zu Leukämieerkrankungen bei Kindern und anderen Krebserkrankungen in der Umgebung von Sellafield durchgeführt.
Über radioaktive Emissionen der Wiederaufarbeitungsanlagen, deren Ausbreitung und den daraus resultierenden Strahlendosen für die Bevölkerung liegt verlässliches wissenschaftlich erhärtetes Datenmaterial vor.
Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG
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Samstag, den 13. Juni 1998 wird das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) für Revisionsarbeiten und für den alljährlichen Brennelementwechsel planmässig abgestellt.
Der 19. Betriebszyklus geht damit nach 348 Tagen zu Ende. Im 19. Zyklus produzierte das KKG 8010 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh) oder rund 15 Prozent des schweizerischen Strombedarfs. Der Betrieb der Anlage erfolgte ohne sicherheitstechnische Probleme. Aufgrund einer Störung ausserhalb des Kraftwerks musste am 8. April die Stromabgabe ans Hochspannungsnetz für 45 Minuten unterbrochen werden.
Zu den Schwerpunkten der Jahresrevision zählen Wiederholungsprüfungen am Reaktorkühlsystem und am Reaktordruckbehälter, umfangreiche Brennelementinspektionen, der Austausch des Generatorspannungsreglers und erste
Montagearbeiten an einem dritten zusätzlichen unabhängigen Kühlsystem für das Brennelementlagerbecken. Das zusätzliche Brennelementbeckenkühlsystem ergänzt zwei schon bestehende Kühlsysteme, welche die Wärmeabfuhr aus den eingelagerten Brennelementen sicherstellen. Das Nachrüstungsprojekt berücksichtigt neue Erkenntnisse, die im Rahmen einer umfangreichen Sicherheitsanalyse gewonnen wurden.
Im Verlauf der bevorstehenden Jahresrevision werden 44 der insgesamt 177 Brennelemente ersetzt sowie umfangreiche Kontroll- und Unterhaltsarbeiten vorgenommen. Während der letztjährigen Jahresrevision wurden erstmals Mischoxid-Brennelemente (MOX-Brennelemente) in den Reaktorkern eingesetzt. Dieses Jahr werden neben 24 neuen Uran-Brennelementen weitere 20 plutoniumhaltige MOX-Brennelemente zugeladen. Das rezyklierte Plutonium stammt aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente. Es kommt anstelle von angereichertem Uran zum Einsatz.
Zusätzlich zum Werkspersonal sind während der Revision über 500 auswärtige Fachkräfte von gegen hundert in- und ausländischen Unternehmen im KKG tätig. Das KKG wird die Stromproduktion voraussichtlich anfangs Juli wieder aufnehmen.
Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG
Anmerkung: Für allfällige Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle (Tel. 062/288.20.00) gerne zur Verfügung
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Heute Mittwoch, den 8. 4.1998 um 11.05 Uhr wurde das Kernkraftwerk Gösgen vom Netz getrennt. Dadurch fand ein Produktionsunterbruch statt. Die Ursache war eine Störung im Hochspannungsnetz ausserhalb der Anlage.
Die Reaktorleistung wurde während des Produktionsunterbruchs automatisch auf 40% reduziert.
Die Anlage befand sich während des Unterbruchs in einem sicheren und stabilen Zustand. Sämtliche Einrichtungen funktionierten erwartungsgemäss.
Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) wurde über den Produktionsunterbruch informiert.
Nach Behebung des Fehlers konnte die Anlage um 11.50 Uhr ans Netz synchronisiert werden.
Mit freundlichen Grüssen
KERNKRAFTWERK GÖSGEN-DÄNIKEN AG
Anmerkung: Für allfällige Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle (Tel. 062/288.20.00) zur Verfügung
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