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Das sog. Landenberghaus, auch Schlossscheune oder Palas genannt, liegt im mittelalterlichen Städtchen von Greifensee unmittelbar am See. Südöstlich der mittelalterlichen Burg gelegen, sind ihre Südwest- und Nordwestfassaden Teil der Stadtmauer. Weiter gegen Südosten schliesst unmittelbar das Pfarrhaus an. Beim Landenberghaus handelt sich um einen zweigeschossigen, längsrechteckigen Bau mit Satteldach und Treppengiebeln in Massivbauweise. Die stadtseitige Trauffassade war in Leichtbauweise ausgebildet.
1969/70 wurde das Landenberghaus vollständig ausgekernt und zu einem Gemeindehaus umgenutzt. Den Umbauarbeiten gingen 1968/69 Bauuntersuchungen voraus. Im Zuge des aktuellen Totalumbaus erfolgen eine erneute Auskernung, nun der Einbauten von 1969/70, sowie zusätzlich eine Unterkellerung. Die Denkmalpflege des Kantons Zürich beauftragte für die ergänzenden bauarchäologischen Untersuchungen die ProSpect GmbH. Die Arbeiten beschränken sich auf die Innenseiten der drei Fassadenmauern und finden baubegleitend in enger Koordination mit dem Bauprogramm und den Baumeisterarbeiten statt.
Die Bauarbeiten und somit auch die bauarchäologischen Untersuchungen sind im vollen Gange. Bereits jetzt aber lässt sich die Geschichte des Baus immer besser fassen: Ursprünglich als mittelalterlicher Wohnbau mit Repräsentationscharakter errichtet, wovon noch die zwei Sitznischenfenster mit Biforen zeugen, änderte sich in der Frühneuzeit die Nutzung zu einem Ökonomiebau mit Stall und Scheune und schlussendlich ab 1969/70 zum Gemeindezentrum von Greifensee.