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Über 10 Jahre hat der Hersteller von Nahrungszusätzen DSM an der Entwicklung eines Futterzusatzes gearbeitet, der den klimaschädlichen Methanausstoss von Kühen reduzieren soll. Damit soll der Umweltfussabdruck von Fleisch, Milch und Milchprodukten verbessert werden.
Ein dreimonatiger Versuch auf dem experimentellen Milchviehbetrieb der Universität von Wageninen in den Niederlanden habe nun gezeigt, dass sich die Emmissionen mit dem Futtermittelzusatz Bovaer um 27 bis 40 Prozent pro Kuh verringern liessen, abhängig von den Futtermitteln und der Menge des Methaninhibitors im Futter. Das schreibt DSM in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Im Versuch mit 64 Holstein-Friesian-Kühen wurden drei verschiedene Verhältnisse von Gras- und Maissilage im Raufutter mit zwei verschiedenen Dosierungen von Bovaer getestet. Laut Mitteilung wurde Methan um 27% reduziert, wenn eine niedrige Dosis Bovaer (60 mg/kg Trockenmasse) zu einem Futter ohne Maissilage im Raufutter hinzugefügt wurde, bis zu 35%, wenn eine niedrige Dosis Bovaer zu einem Futter mit 80% Maissilage in der Raufuttertrockenmasse hinzugefügt wurde. Bei einer mittleren Dosis von Bovaer (80 mg/kg TM) lag dieser Prozentsatz zwischen 29% und 40%.
Der Futtermittelzusatzstoff Bovaer eignet sich für Wiederkäuer wie Kühe, Schafe und Ziegen. DSM hat Bovaer in verschiedenen Regionen zur kommerziellen Registrierung angemeldet. DSM arbeitet laut Mitteilung mit Partnern aus der Milch- und Rindfleisch-Wertschöpfungskette auf der ganzen Welt zusammen, um die Markteinführung vorzubereiten. Zu den Aktivitäten gehören gemeinsame Versuche zur Bestätigung der Wirksamkeit in lokalen Geschäftssystemen, die gemeinsame Entwicklung von kohlenstoffarmen Milchprodukten und der Aufbau von Geschäftsmodellen.