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Wagen 73 im Ablieferungszustand.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 218.9)
Erste Niederflurbusse – abgesehen vom Juniorbus Nr. 21 – erschienen bei der BLT im Herbst 1995 in Form von hierzulande selten anzutreffenden Produkten des belgischen Herstellers VAN HOOL. VAN HOOL beschäftigt sich bereits seit 1979 mit der Entwicklung von Niederflurbussen, wobei bei einigen Modellen der Motor seitlich stehend zwischen den Achsen angeordnet wurde.
Die drei bei der BLT mit den Nummern 71 bis 73 geführten Fahrzeuge des Typ A360 besassen jedoch ein konventionell im Heck liegend eingebautes Aggregat OM 447 hLA, welches von Mercedes-Benz zugeliefert worden war. Zur Verminderung des Schadstoffausstosses kam erstmalig ein Oxidationskatalysator zum Einbau.
Die Fahrgäste profitierten von zwei tiefliegenden, stufenlosen Einstiegen mit breiten Aussenschwingtüren sowie einem grosszügigen Niederflurbereich bis hinter die Mitteltüre. Als Novität galt die integrierte Klimaanlage für den Fahrer- und Fahrgastbereich.
Die in der Anschaffung vergleichsweise günstigen Fahrzeuge konnten nicht in allen Punkten überzeugen. So gab etwa die Anordnung der Sitze – enge Abstände, teils gegen die Fahrtrichtung und im Heckbereich auf Podesten montiert – zu Klagen Anlass. Eine Nachbestellung unterblieb. Die Ausmusterung und Ersatz durch die drei MB O 530 Citaro 95 bis 97 erfolgte nach lediglich sechs Jahren Einsatzzeit untypisch früh.