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Antisemitismus: Sternbuch statt Raiffeisen
Seit bald zwanzig Jahren trägt ein prominenter Platz in St. Gallen den Namen eines notorischen Antisemiten. Jetzt gibt es einen überzeugenden Vorschlag für eine Umbenennung.
Das Bleicheli-Quartier in der Nähe des St. Galler Hauptbahnhofs entstand auf einer ehemaligen Bleiche, wo bis ins frühe 19. Jahrhundert Leinwandtücher an die Sonne gelegt wurden. Mit der Industrialisierung wurde diese Methode obsolet, und das Gebiet wurde überbaut. So entstand ein Kleinquartier mit günstigem Wohn- und Gewerberaum, das seinen Charme bis in die neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts bewahren konnte. Heute ist es ein Bankenviertel. Das Zentrum bildet der Hauptsitz der Raiffeisen Schweiz. Durchgehend markiert wird das Ganze durch einen roten Kunststoffteppich: ein städtebauliches Gesamtkunstwerk der Künstlerin Pipilotti Rist und des Architekten Carlos Martinez.