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Die Piè leben im dichten Urwald und so ist es nicht erstaunlich, dass der Zugang zu diesem Volk schwierig ist. Die Leute sind von der Aussenwelt abgeschnitten. Doch gibt es Hoffnung, dass bis Ende Jahr in den Dörfern Elektrizität vorhanden ist. Einer der Mitarbeiter, Adolphe, bedient sich eines Generators, um ab und zu am Computer Geschichten in Piè zu schreiben. Bis vor nicht langer Zeit besass die Bevölkerung keine Orthografie für ihre Sprache. Die Leute glaubten, dass man diese Sprache nicht schreiben könne, da sie zu schwierig sei. Vor zehn Jahren aber erforschten wir in einem Dreierteam die Lautstruktur und die Grammatik. Das führte zur Festlegung der Orthografie. Seitdem es nun eine Lesefibel gibt, sehen und freuen sich die Leute, dass auch ihre Sprache geschrieben werden kann. Sie sind motiviert lesen zu lernen.
Eine besondere Sensation war, dass die Leute in drei verschiedenen Dörfern den Jesusfilm in Piè sehen konnten.
Für die Aufnahmen der Stimmen auf Piè hatten mehr als zehn Leute eine Rolle des Filmskripts lesen gelernt. So entstanden Leseklassen. Einige Lehrer sind Pastoren und haben gesehen, wie hilfreich es ist, das Evangelium in Piè zu besitzen. Durch das Lesen des Skripts verstanden sie die Wahrheiten der Bibel besser. Das weckte in ihnen den Wunsch, mehr aus der Bibel in Piè zu besitzen. So treffen sie sich nun in der gleichen Arbeitsgruppe wie damals, als sie am Skript des Jesusfilms arbeiteten. Sie übersetzen das in der benachbarten Kroumen-Sprache bestehende Johannesevangelium ins Kroumen-Piè.
Samuel, unser Teamkollege vor Ort, wohnt in einer Stadt am Rand des Piè-Gebietes. An einem Tag stand er in der Warteschlange, um in der Bank sein Geld abzuheben. Da sah ihn ein Polizeibeamter auf seinem Handy den Jesusfilm in Piè anschauen. Er erkundigte sich, was das sei, und Samuel konnte ihm das Evangelium erzählen. Der Polizist sagte am Schluss, er wolle Christ werden. Seither stehen die beiden in Kontakt.
Kürzlich besuchten zwei Frauen Samuel. Sie hatten gehört, dass man den Jesusfilm in Piè sehen könne. Samuel konnte ihnen Ausschnitte des Films zeigen und ihnen auch den Film auf ihr Handy laden. Sie gingen beglückt wieder heim.
Neben all dem Erfreulichen gibt es leider sehr viele Hindernisse, die die Arbeit erschweren. Krankheit, Todesfälle, Computerschäden sowie die Regenzeit sind Gründe, dass die Arbeitsgruppe sich nicht treffen kann. Sicherlich sind auch dunkle Mächte des Animismus im Spiel, die die Verbreitung des Evangeliums verhindern wollen. Umso mehr sind Gebete gefragt, damit Jesus den Sieg davonträgt.