Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/194121

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Brand eines Reisecars vor Pfingsten im San-Bernardino-Tunnel hatte eine weitherum sichtbare schwarze Rauchsäule zur Folge.</p><p>1. Welches Gefahrenpotenzial für Mensch, Tier und Umwelt stellten die entstandenen Rauchgase inner- und ausserhalb des Tunnels dar?</p><p>2. Inwieweit wurden die Immissionsgrenzwerte der LRV überschritten?</p><p>3. Wurden die durch die Ablufttürme abgeführten giftigen Rauchgase gefiltert?</p><p>4. Wird die Abluftanlage in Zukunft die in der LRV enthaltenen Grenzwerte in jedem Fall erfüllen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Im Ereignisfall steht die Rettung der Menschen im Tunnel im Vordergrund. Die betroffenen Personen im Tunnel konnten sich aufgrund der bestehenden Sicherheitsausrüstungen der Tunnelanlage schnell in die vorhandenen Sicherheitsstollen retten. Eine Gefährdung der Personen konnte damit rasch reduziert werden. Wichtig bei einer Ereignisbewältigung ist das Absaugen der Rauchgase im Tunnelinnern. Die sich im Tunnel befindenden Personen müssen möglichst rasch mit Frischluft versorgt werden. Die durch die Ablufttürme weichenden Gase ausserhalb des Tunnels verdünnen sich rasch und verlieren dadurch ihr Gefährdungspotenzial für Mensch, Tier und Umwelt. </p><p>2. Das Amt Natur und Umwelt des Kantons Graubünden war unmittelbar nach dem Ereignis vor Ort und hat Kontrollen durchgeführt. Dabei konnten keine bedeutenden Abweichungen zu üblichen Messwerten festgestellt werden. Löschwasser, Asche und sonstiges durch den Brand entstandenes Material wurden gesammelt und fachgerecht entsorgt. </p><p>3. Die Ablufttürme sind nicht mit Filtern ausgerüstet. Solche Filter sind teuer und im Ereignisfall nur bedingt wirksam.</p><p>4. Die Luftreinhalte-Verordnung ist für den Normalbetrieb ausgelegt. Ereignisse mit geringer Eintretenshäufigkeit unterstehen diesen Grenzwerten nicht.</p>