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Seit dem Mittelalter verändern zahlreiche Kirchen am 3. November ihr Erscheinungsbild. Im festlichen Grün des Waldes geschmückt wird seitdem an diesem Tag die Hubertus-Messe gefeiert, deren Namensgeber der Heilige Hubertus, der Schutzpatron der Jäger ist. Die Jägerschaft Delmenhorst, Ganderkesee und Hude veranstaltet die Hubertus-Messe ab 18 Uhr in der St. Cyprian- und Cornelius-Kirche.
Die Legende des Heiligen Hubertus geht laut Überlieferung zurück auf den 655 geborenen Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse. Er lebte als Pfalzgraf am Hof von Theoderich III in Paris, musste aus dieser Position allerdings fliehen und ging nach Metz. Hubertus heirate und bekam den Sohn Floribert, bei dessen Geburt seine Frau jedoch starb.
Der Legende nach zog sich Hubertus aus allen Ämtern zurück und lebte mit Gott und der Welt verfallen als Einsiedler von der wilden Jagd, um sein Leid zu betäuben. Als er eines Tages mit seinem Pferd und seiner Hundemeute einen besonders kapitalen Hirsch stellte, geschah das Wunderbare: Im Geweih des Tieres sah Hubertus ein Kreuz leuchten. Der Hirsch sprach zu Hubertus und forderte ihn zur Umkehr auf. Hubertus ließ sich zum Priester weihen und wurde 705 Bischof von Tongern-Maastricht. Diese Legende wird dem Heiligen jedoch erst seit dem 15. Jahrhundert zugeschrieben. Vermutlich ist sie der Legende des Heiligen Eustachius entlehnt.
Hubertus starb im Jahre am 30. Mai 727. Am 3. November erfolgte die feierliche "Erhebung seiner Gebeine" (Heiligsprechung) in St. Peter bei Lüttich, wohin Hubertus selbst den Bischofssitz verlegt hatte. "Anstatt den Heiligen Hubertus zum Schutzpatron der Tiere zu machen, ernannte die Kirche ihn zum Patron der Jäger", schreibt Carsten Strehlow von der Zeitschrift "Tierschutz konsequent". Dabei sei der Sinn der Hubertusmesse doch, dass der Mensch im Einklang mit der Natur und als Beschützer der Tiere leben soll, resümiert Strehlow.
Die Hubertus-Messe ist bereits seit dem Mittelalter bekannt. In den besonders vom Jagdwesen geprägten Ardennen wurde Hubertus schon früh gegen Hundetollwut angerufen. (Weser-Kurier, 26. Oktober 2001)