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Die Stadt Portland hat eine Reihe von Planungsmassnahmen in Gang gesetzt, um die Qualität des Stadtkerns und des Ballungsraums zu verbessern. Eingeführt wurden Grenzen für das Flächenwachstum, Strategien zur baulichen Verdichtung und Liniennetze für den öffentlichen Verkehr. Die Anlagen zur Personenbeförderung umfassen Tram-, Bus- und Stadtbahnlinien und wurden eingerichtet, um den Strassenverkehr zu entstauen und die Luftverschmutzung zu verringern. In diesem Kontext wurde auch eine Luftseilbahn zur Verbindung zweier Stadtteile ins Auge gefasst.
Die Oregon Health and Sciences University fand auf ihrem Hügel keinen Raum zur baulichen Erweiterung und überlegte sich eine Ortsverlagerung. Eine Dreiviertelmeile unterhalb des Campus liegt längs des Willamette River ein 65 Morgen (1710 Hektar) grosses Sanierungsgebiet. Dazwischen befinden sich ein historisches Viertel, ein geschützter Park und ein paar Hauptverkehrsadern. Falls ein nahtloser Übergang zwischen dem Spital und dem verfügbaren Land zu schaffen wäre, dann könnte das Spital seinen Campus dorthin vergrössern. Als wirksamstes System zur Verknüpfung der beiden Grundstücke wurde eine Luftseilbahn ermittelt. Zur Auswahl der Gestalter wurde ein internationaler Architekturwettbewerb durchgeführt. Der Auftrag ging an agps.architecture.
Das Projekt stützte sich auf eine Baukastenstrategie – eine Art Werkzeugkasten zur Stadtplanung –, die im Laufe der Zeit zum Zuge kommen sollte. Vorgelegt wurde ein offener Satz von Planungsmassnahmen, die bei der Ausgestaltung verschiedenartiger Verbindungen zwischen dem medizinischen Zentrum auf dem Hügel und dem neuen Campus am Ufer des Willamette River als Leitplanken dienen würden. Im Einzelnen vorgeschlagen wurden städtebauliche Bindeglieder in drei Grundformen: eine Grünverbindung, eine Landverbindung und eine Luftverbindung. Die Grünverbindung besteht in einer neuen Parkanlage entlang einem wiederhergestellten Wasserspeicher; die Landverbindung beinhaltet eine Brücke über die Schnellstrasse sowie eine Reihe von Fuss- und Fahrradwegen längs unterschiedlichen Routen; und die Luftverbindung als Kernstück des Entwurfs fasst die Einzelteile der Luftseilbahn in eins.
agps.architecture
Marc Angélil, Sarah Graham, Manuel Scholl, Reto Pfenninger, Hanspeter Oester
Abgeschlossenes Projekt