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Wer eine Karriere als Model anstrebt, sollte sich in der Mode auskennen. Laufsteg-Aspirantinnen outen sich aber immer wieder mal als unwissend, so auch einige von «Germany’s next Topmodel» (GNTM). Beim Begriff «Haute Couture» beispielsweise kräuselt sich nicht selten die glatte Stirn der Beautys. Was damit wohl gemeint ist? Eine ehemalige GNTM-Kandidatin meinte dazu: «Vielleicht Sachen, die es auch im Secondhand-Laden gibt?». Sehr weit gefehlt: Haute Couture könnte man als «gehobene Schneiderkunst» übersetzen. Es sind in Handarbeit massgeschneiderte Modekreationen renommierter Modehäuser, die heute kaum noch getragen werden, aber gute Werbung für die Modehäuser sind und nicht zuletzt der Modeindustrie als Inspirationsquelle dienen.
Wie den jungen Models, so ergeht es uns beim Blättern der Hochglanzmagazine, in denen die neueste Mode präsentiert wird. Der Fashion-Jargon mit immer neuen Wortkreationen ist nicht selbstverständlich zu verstehen. Da ist die Rede von «Flats» (flache Schuhe), von «Tote Bag» (Tasche mit kurzem Henkel) oder von «Shiftrock» (Bleistiftrock). In diesem Modeglossar werden darum einige Begriffe entschlüsselt.
Eine einmalig gefertigte, limitierte Kollektion eines Labels (manchmal nur für wenige Tage erhältlich). Die Sonderedition entsteht häufig im Zuge einer Kooperation, etwa mit einem Star wie US-Sänger Pharrell Williams (46), und ist oft die meistverkaufte Kollektion einer Marke.
So werden Modelle genannt, die ein weit ausgeschnittenes Mittelteil haben und daher besonders viel Fuss zeigen. Namensgeber ist der französische Graf, Dandy und Künstler Alfred d’Orsay (1801–1852).
«Utility» steht im Englischen für Nützlichkeit. Es ist Mode mit Workwear- Einfluss (Arbeitskleidung ähnlich). Aufgesetzte Taschen bei Hosen etwa sind ein Merkmal. Um dem maskulinen Utility- Look einen soften Touch zu verpassen, zarte Blusen oder filigrane Schuhe dazu kombinieren.
Bei dieser hochgeschnittenen Hose mit Bindegürtel ist die Taille im Fokus, die durch den gebundenen Gürtel betont wird. So zusammengeschnürt, erinnert die Hose an eine Papiertüte (Paperbag).
Es ist zwar nur ein Detail, aber der Schlitz (engl. slit) in der Hose sorgt für einen Wow-Effekt und macht aus einer normalen Jeans oder Stoffhose ein Hingucker-Teil. Der geschlitzte Beinabschluss kann sich vorne wie auch seitlich befinden und zaubert eine leicht ausgestellte Silhouette.
Damit sind Socken-Stiefel gemeint, also Stiefeletten mit engem Schaft, der über die Knöchel reicht. Dieser liegt so eng an wie Socken, daher der Name. Styling-Tipp: Sock Boots herzeigen und nicht unter der Hose verstecken.
Diese Abkürzung ist einer der wichtigsten Hashtags # bei Instagram, aber auch auf Modeblogs begegnet uns der Begriff «Outfit of the Day» häufig. Er bezeichnet die Kleiderkombination, also das Outfit, des Tages.
Nein, schön sehen sie echt nicht aus, aber sie fallen auf: Ugly- (dt. hässlich) Sportschuhe zeichnen sich durch die klobige Form, eine markante Sohle und manchmal ungewohnte Farbkombinationen aus. Getragen werden sie oft als Stilbruch zu femininen Kleidern.
Die Combat Boots (dt. Kampfstiefel) mit Schnürung und robuster Sohle haben vor geraumer Zeit ihren modischen Siegeszug angetreten. Wegen des derben Looks gilt, die Stiefel stilbruchmässig mit zarten Kleidern und Blusen zu kombinieren.
Der Begriff «Easy Kick» bezeichnet schmale Hosen mit einem leicht ausgestellten, verkürzten Schlag. Die knöchelfreie Hose passt gut zu Sandaletten, sehr schön auch mit Absatz.
«Cropped» heisst so viel wie abgeschnitten. Charakteristisch bei diesem Hosenmodell ist, dass die Knöchel frei liegen. Hosen im Cropped-Stil können schmal, aber auch etwas weiter geschnitten sein – das nennt man dann «Cropped Flare Jeans».
Man kennt den kubanischen Absatz von Cowboy-Stiefeln: Der abgeschrägte, mittelhohe Blockabsatz zeigt sich jetzt aber auch bei anderen Schuhformen.
Beim Identitäts-Look ist das Logo einer Marke deutlich zu erkennen, sei dies an Kleidern, Schuhen oder Taschen. Beim Allover-Look trägt man den plakativen Schriftzug gar von Kopf bis Fuss.
Der Galon bezeichnet den oft aus Seide bestehenden und seitlich aufgenähten Zierstreifen bei der Frackhose. Jeans oder Stoffhosen mit Galonstreifen (in diversen Farben) sind jetzt das ultimative Trendteil.
Diese Schuhform setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: aus «flat» (flach) und «platform» (Plateau). Es handelt sich dabei also um einen flachen Schuh mit durchgängiger gerader Plateausohle.
Welche Begriffe kennst du noch? Schreib sie uns in die Kommentarspalte!