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Ein Abgeordneter im US-Kongress hat den Bericht über einen chinesischen Test einer nuklearfähigen Hyperschallrakete als Weckruf gewertet. «Dieser Test sollte als Aufruf zum Handeln dienen», teilte der Republikaner Mike Gallagher am Sonntag (Ortszeit) mit. «Wenn wir an unserem derzeitigen untätigen Kurs festhalten, (...) werden wir den Neuen Kalten Krieg mit dem kommunistischen China innerhalb dieses Jahrzehnts verlieren.»
Wie die «Financial Times» unter Berufung auf fünf anonyme Quellen am Samstag berichtete, soll Peking im August eine atomwaffenfähige Hyperschallrakete getestet haben. Sie sei bei niedriger Umlaufbahn einmal um den Globus gekreist, ehe sie das anvisierte Ziel um etwa 15 Kilometer verfehlt habe. Der Test soll dem Bericht zufolge belegen, dass Chinas Militär mit seinem Hyperschallwaffenprogramm bereits weit fortgeschrittener ist, als US-Geheindienste bisher angenommen hatten. Hyperschallwaffen sind besonders schwer abzufangen, da sie mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen können.
Nach Einschätzung Gallaghers verfügt China zunehmend über Fähigkeiten, die Raketenabwehr der USA zu untergraben und gar mit Atomschlägen zu bedrohen. Der Republikaner vertritt den US-Bundesstaat Wisconsin im Repräsentantenhaus und sitzt dort im wichtigen Ausschuss zu den US-Streitkräften.
Derzeit arbeiten sowohl die Vereinigten Staaten als auch Russland an Hyperschallraketen. Auch Nordkorea hat im September nach eigenem Bekunden eine Hyperschallrakete getestet. Das chinesische Verteidigungsministerium in Peking äusserte sich zu dem Medienbericht zunächst nicht. (aeg/sda/dpa)
Wegen starken Smogs über der indischen Hauptstadt Neu Delhi sind dort die Schulen von Freitag an bis auf weiteres geschlossen. Das Höchste Gericht des Landes hatte dies bereits am Donnerstag angekündigt. Die Schulen waren erst kürzlich wegen der heftigen Luftverschmutzung geschlossen, nach einer leichten Verbesserung dann aber wieder geöffnet worden. Das Gericht forderte die Regierung auf, etwas gegen das Problem zu unternehmen. Der Indien-Chef der Hilfsorganisation Safe the Children sagte: «Es ist entsetzlich, dass die Verschmutzung so schlimm ist, dass Kinder nicht zur Schule gehen können.» Wegen Corona waren die Schulen zuvor bereits gut zwei Jahre geschlossen.