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Genau wie für Güter gibt es auch einen Markt für Kapital, auf dem Anbieter und Nachfrager Handel betreiben: den Finanzmarkt. Der Begriff umfasst alle Märkte, auf denen mit Kapital gehandelt wird. Die wichtigste Unterteilung innerhalb des Finanzmarkts ist jene zwischen dem Geldmarkt und dem Kapitalmarkt.
Was ist der «Finanzmarkt»?
Stellen Sie sich vor, Sie gehen an einem Samstag auf den Markt in Ihrem Dorf oder Ihrer Stadt. An verschiedenen Ständen werden Waren angeboten. Sie entscheiden sich für das schönste und preiswerteste Gemüse und bezahlen den vereinbarten Preis. Sie fragen also Gemüse nach, der Verkäufer oder die Verkäuferin bietet es an.
Der Geldmarkt
Auf dem Geldmarkt werden kurzfristige Gelder gehandelt. Darunter fallen all jene mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten. Nachfrager auf dem Geldmarkt sind Banken, Unternehmen oder Anleger. Sie leihen sich Geld von der Schweizerischen Nationalbank oder von Geschäftsbanken oder von Unternehmen. Die Zinssätze am Geldmarkt werden in der Schweiz von der Schweizerischen Nationalbank gesteuert.
Der Kapitalmarkt
Auf dem Kapitalmarkt werden mittel- bis langfristige Gelder gehandelt. Unternehmen beschaffen sich hier einen grossen Teil ihrer Gelder für anstehende Investitionen durch Emissionen von Aktien und Anleihen. Der Eidgenossenschaft dient der Kapitalmarkt ebenfalls zur langfristigen Finanzierung seiner Aufgaben.