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Am Sonntag starb der ehemalige NBA-Star Kobe Bryant bei einem Helikopterabsturz. Mit ihm verunglückten mehrere Insassen. Mittlerweile sind viele Informationen über die Tragödie bekannt, doch einige Fragen sind noch ungeklärt.
Der ehemalige Basketball-Superstar Kobe Bryant (41) ist bei einem Hubschrauberabsturz am vergangenen Sonntagmorgen in den USA tödlich verunglückt. Neben dem Ex-NBA-Spieler sassen mehrere Insassen in dem Helikopter, die ebenfalls starben.
Die Untersuchungen der US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) dauern an. Experten der Behörde würden wahrscheinlich noch fünf Tage lang die Unfallstelle untersuchen, sagte Jennifer Homendy von der NTSB am Montag bei einer Pressekonferenz in Los Angeles. Die Trümmer seien sehr weit verstreut. Einen Flugdatenschreiber habe der Hubschrauber nicht gehabt, das sei aber auch keine Vorschrift.
Der Unfall soll sich gegen 10 Uhr (Ortszeit) in Calabasas, Kalifornien ereignet haben. Die wichtigsten Fragen zu der Tragödie im Überblick.
Berichten zufolge könnte dichter Nebel in der Region um Calabasas die Ursache gewesen sein. Das zuständige Polizei-Department bestätigte am Sonntag, dass sogar dessen Hubschrauber-Staffel zur gleichen Zeit wegen des schlechten Wetters nicht abheben durfte: «Die Wettersituation war unterhalb unserer Minimum-Standards für das Fliegen», teilte man mit.
Wie unter anderem die «Daily Mail» berichtet, soll die Maschine über dem Zoo von Los Angeles erstmals in Schwierigkeiten geraten und wenig später im Ort Calabasas zu Boden gegangen sein. Ein Augenzeuge berichtete laut «Los Angeles Times», der Hubschrauber sei ungewöhnlich tief geflogen und im Nebel verschwunden, danach habe es einen grossen Feuerball gegeben.
Der Tower des Flughafens in Burbank kontaktierte die Piloten noch fünf Minuten vor dem Crash. Wie ein angeblicher Audiomitschnitt beweisen soll, der angeblich der Zeitung «The Sun» vorliegt, habe man dem Piloten mitgeteilt, dass man zu niedrig für eine Radar-Unterstützung fliegen würde. Derzeit würde die genaue Ursache des Absturzes aber weiterhin untersucht. Weitere Informationen zur Unfallursache könnten im Laufe dieses Tages folgen.
Laut der «New York Times» erhielt der Pilot trotz des dichten Nebels ab Burbank im Norden von Los Angeles eine spezielle Flugerlaubnis. Diese ermöglichte dem Hubschrauber, in dem Bryant und die anderen Insassen sassen, auf Sichtweite und unterhalb einer Höhe von 3'000 Metern (10'000 Fuss) weiterzufliegen.
Später nach der Flugerlaubnis blieb der Pilot in engem Funkkontakt mit dem Tower in Burbank und wollte über die Wetterbedingungen auf dem Stand gehalten werden. Kurz bevor Unfall sich ereignete, soll der Kontakt zwischen Tower und Pilot abgebrochen sein.
Die Polizei von Los Angeles bestätigte, dass insgesamt neun Personen an Bord waren, der Pilot sowie acht Fluggäste. Unter ihnen waren Bryant und seine Tochter Gianna (13). Daneben sassen John Altobelli (56), langjähriger Trainer der Baseball-Mannschaft des Orange Coast Colleges, sowie dessen Frau Keri und Tochter Alyssa in dem Hubschrauber. Alyssa Altobelli spielte mit Bryants Tochter im selben Basketball-Team.
Noch ist nicht bekannt, um wen es sich bei den restlichen vier Personen des Unglücks handelt. Dazu zählen der Pilot des Helikopters und drei weitere Insassen.
Laut US-Medien war der Helikopter auf dem Weg zur «Mamba Sports Academy» in Newbury Park. Diese liegt circa 137 Kilometer entfernt vom Abflugort in Santa Ana. Die Akademie ist ein Trainingszentrum für Athleten zahlreicher Sportarten wie Basketball, Volleyball oder Fussball. Bryant veranstaltete dort selbst mehrmals Trainingscamps mit NBA-Stars wie Kawhi Leonard, Paul George oder Kyrie Irving .
Der 18-malige All-Star war bekannt dafür, dass er in und um Los Angeles regelmässig Distanzen per Hubschrauber hinter sich legte und so den dichten Verkehr der Grossstadt umging. So nutzte er Helikopterflüge während seiner Karriere unter anderem, um täglich zum Training zu kommen. Anders als in Europa ist der Hubschrauber in den USA ein häufig genutztes Transportmittel.
Statistisch gesehen ist der Helikopterflug sicherer als das Auto. In Deutschland ereigneten sich im Jahr 2018 beispielsweise nur sechs Unfälle mit dem Hubschrauber – seit Jahren sinkt die Unfallquote. Im Autoverkehr ereigneten sich im selben Jahr dagegen rund 300'000 Unfälle mit Personenschaden, davon 3'200 tödlich.
Verwendete Quellen:
(t-online.de/cfh)