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Praxis für Atlaslogie
Sylvia Lafranchi-Haas
Was ist Atlaslogie?
Atlaslogie ist eine relativ neue und sanfte Methode in der Komplementärmedizin zur Zentrierung und Stabilisierung des Atlas (erster Halswirbel und Träger des Schädels), der Wirbelsäule und des Beckens. Die Methode ist nicht manipulativ, wird ohne Geräte oder Hilfsmittel angewendet, sondern manuell, mit den Fingerkuppen und ohne ruckartiges Vorgehen an diesem sensiblen Teil des Körpers.
Angewendet wird die Atlaslogie als ganzheitliche Gesundheitsvorsorge, zur Bekämpfung der Ursachen bei Beschwerden im Rücken oder Kopf. Atlaslogie wirkt positiv auf das Nerven- und Gleichgewichtssystem, die allgemeine Muskelspannung und die Eigenwahrnehmung des Körpers.
Was bewirkt ein verschobener Atlas?
Ein verschobener Atlas hat eine direkte Auswirkung auf die Statik der Wirbelsäule. Nach einem Schlag auf den Kopf, z.B. nach einem Auffahrunfall verschiebt sich der erste Halswirbel und kann, oft verspätet, Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen, verursachen. Die Wirbelsäule ist posttraumatisch gezwungen, sich den veränderten statischen Verhältnissen anzupassen. Die Reaktionen können Verkrümmungen der Wirbelsäule und/oder eine Verschiebung des Beckens sein. Durch eine Verschiebung des Beckens kann ein, im Volksmund genanntes, kürzeres Bein, entstehen.
Als weitere Folge können einseitige Belastungen der Gelenke wieder andere Beschwerden auslösen oder es können im Zwischenwirbelloch (Austrittsstelle des Spinalnervs im Wirbelkanal) Raumverengungen entstehen, so dass die Nerv-Impuls-Energie nicht mehr optimal durchfliessen kann und die volle Tätigkeit des betroffenen Organs nicht mehr gewährleistet wird. Je nach Verschiebungslage des Atlas können entweder Kopfschmerzen, Migräne, Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen (Schleudertrauma) oder Rücken-, Kreuz-, und Nackenschmerzen entstehen. Wird während der Behandlung der Atlas in seine richtige Lage egalisiert, weicht der permanente Druck, der nach Schlägen auf den Kopf oder Stürzen entstehen kann und löst damit eine Kompression auf Rückenmark, Hirnnerven, umliegende Gefässe und Arterien auf. Die wichtigsten Abläufe im Körper (Fluss: Gehirn – Rückenmark – Spinalnerven – Endorgan) werden damit optimiert.
Wann wird Atlaslogie angewendet?
- nach Auffahrunfällen, die sehr oft ein Schleudertrauma zur Folge haben
- bei chronischen oder sonstigen immer wiederkehrenden Beschwerden wie Migräne, Kopf-, Nacken-, Kreuz- oder Rückenschmerzen, Hexenschuss, Einschlafen der Finger, Hände, Beine oder Füsse, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen
- Nach Stürzen beim Sport (Ski, Turmspringen, Hockey, Kopfball beim Fussball usw.), auch durch falsche oder zu starke sportliche Aktivitäten, die eine Muskelverspannung und dadurch eine Verschiebung des obersten Halswirbels verursachen können
- um die, z.B. durch falsche Körperhaltung am Computer oder beim Lernen, entstandene Muskelverspannung und die dadurch als sekundäre Ursache entstandene Verschiebung des Atlas' zu korrigieren
- um die Körperhaltung zu verbessern
- um ein bestmöglich funktionierendes Zentralnervensystem zu gewährleisten
- um das allgemeine Wohlbefinden und die Konzentration zu erhalten oder zu steigern