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Am 2. April 1901 fällte der Grosse Rat den denkwürdigen Entschluss, für Innerrhoden ein neues Armenhaus zu bauen. Bereits im Juni des selben Jahres war Baubeginn und innert gut zwei Jahren wurde das stattliche Haus im neugotischen Stil unter der Leitung von Architekt August Hardegger fertiggestellt.
Im September 1903 fand die Einweihung statt und die armengenössigen Bürgerinnen und Bürger von Appenzell hatten ein neues Zuhause.
Die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner, welche in der Landwirtschaft, in der Röhrenfabrik oder in der Abfallentsorgung beschäftigt wurden, lag 1935 bei 167, danach sank sie jedoch kontinuierlich bis auf 36 im Jahr 1980. 1956 wurde das Armenhaus zum Bürgerheim umbenannt. In den 50er und 60er Jahren wurden verschiedene Renovationsarbeiten ausgeführt, unter anderem wurden die Zentralheizung und die WC-Anlagen saniert. Im Jahr 1989 wurde das Haus so umgebaut, wie es sich heute präsentiert: helle, freundliche Räume, ein ganz eigener Charme!