Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03343.jsonl.gz/1564

2006 schrieb Prof. Stuart Derbyshire, Ungeborene würden keinen Schmerz spüren. Heute, inzwischen Professor an der Nationalen Universität in Singapur, aber immer noch Abtreibungsbefürworter, sieht er das anders. Zusammen mit seinem wissenschaftlichen Kollegen, John Bockmann, hat er kürzlich neue wissenschaftliche Ergebnisse vorgelegt.
Untersuchungen hätten demnach den ernstzunehmenden Befund gezeigt, dass das Nervensystem des Babys schon so weit entwickelt ist, dass bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Möglichkeit von Schmerzerfahrung besteht. Wenn aber ungeborene Kinder Schmerz empfinden, spüren sie sicher Schmerz in einer Abtreibung. Es ist, so die zwei Autoren, eine «moralische Rücksichtslosigkeit », sich gegenüber dem Ungeborenen so zu verhalten, als sei man sicher, es empfinde keinen Schmerz. Sie schlagen deshalb vor, bei Abtreibungen eine Schmerzbetäubung einzusetzen.
Anderen Wissenschaftern gelang es schon 2017, die Nervenstrukturen von ungeborenen Kindern bereits ab der 7. Schwangerschaftswoche aufzuzeigen. Sie folgerten, dass die Nervenstrukturen weit vor der 12. Schwangerschaftswoche jenen des erwachsenen Menschen ähnlich sind.
Nach Ansicht der SHMK sollte abtreibungswilligen Frauen nicht eine Abtreibung mit Schmerzbetäubung des Ungeborenen angeboten werden, sondern Hilfe, damit sie ihr Kind annehmen können. Genau das tut sie in ihrer Notrufzentrale tagtäglich.
* Studie 2017: Tridimensional Visualization and Analysis of Early Human Development.
** Derbyshire SW, Bockmann JC, Reconsidering fetal pain, Journal of Medical Ethics 2020;46:3-6.