Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03383.jsonl.gz/1205

Der Bericht beschreibt ausserdem, wie die schlechten Arbeits- und Wohnbedingungen Leben und Gesundheit der Arbeiter gefährdeten. «Auf vielen Baustellen werden ihnen keine Schutzhelme zur Verfügung gestellt. Sie werden in überfüllten und unbelüfteten Unterkünften untergebracht, in denen das Abwasser steht und es weder Strom noch fliessendes Wasser gibt.» Die Zuliefererfirma eines Bauprojekts für das WM-Hauptquartier der FIFA habe ihre Arbeiter gezwungen, an sieben Tagen pro Woche bis zu zwölf Stunden täglich zu arbeiten - auch in den extrem heissen Sommermonaten.
«Ein grosses Problem ist das Sponsorengesetz von 2009, das ausländische Arbeiter dazu verpflichtet, eine Genehmigung ihres Arbeitgebers einzuholen, wenn sie diesen wechseln oder Katar verlassen möchten», sagt Shetty. «Die Unternehmer nutzen dieses Gesetz, um ihre Arbeiter unter Druck zu setzen.» In einem Fall erfuhren Amnesty-Researcher, dass elf Männer erpresst wurden, im Beisein von Regierungsbeamten fälschlich ihren Lohnerhalt zu quittieren, um ihren Pass zurückzubekommen.
«Der Bericht macht deutlich, dass die existierenden Gesetze zum Schutz von Arbeitsmigranten in Katar nicht ausreichen. Die Regierung hat es bislang auch versäumt, Verstösse gegen die existierenden arbeitsrechtliche Bestimmungen konsequent zu ahnden», so Shetty. «Die Regierung, aber auch die FIFA und die WM-Organisatoren sollten die laufenden Bauvorbereitungen zum Anlass nehmen, weitere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern und zu zeigen, dass sie es mit Menschenrechten ernst meinen.».
Werden Sie aktiv!
Medienmitteilung veröffentlicht: Doha/Bern, 17. November 2013
Medienkontakt