Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03343.jsonl.gz/557

Geldspielautomat: Tschau Sepp
TSCHAU SEPP Spielanleitung
Ziel des Spieles ist, alle Karten eines Kartenspiels so abzulegen, dass auf eine Karte entweder eine Karte der gleichen Farbe oder des gleichen Wertes folgt. Es stehen jeweils 5 Karten pro Zug zur Auswahl.
Der Automat zieht aus dem oberen Feld 5 Karten. Diese Karten erscheinen an den fünf Positionen. Die fünf Kartenpositionen korrespondieren mit den fünf Tasten, welche beim Automat unterhalb des Bildschirmes montiert sind.
Tschau Sepp Spielsituation
Sobald eine Karte abgelegt wurde erscheint an deren Platz eine neue aus dem oberen Feld.
In unserem Beispiel gibt es 2 mal 2 Karten gleicher Farbe (Herz König und Herz 10 sowie Kreuz Junge und Kreuz 9)
Der Spieler darf das Spiel also eröffnen. Beim Spielstart mit fünf Karten gibt es garantiert zwei Karten mit gleicher Farbe. Der Spieler kann also beim Spielstart in jedem Fall zwei Karten legen.
Beispiel: Legt der Spieler Herz 10, kann er danach Herz König legen. Beginnt der Spieler das Spiel mit Karo 4, dann ist nicht sicher, ob diese Karte mit einer 4 oder einer Karo Karte ersetzt wird. Er kann in dem Fall nur eine Karte legen.
Im oberen Teil des Bildschirmes ist das Kartenspiel mit den noch vorhandenen Karten abgebildet. Die weissen Karten sind noch nicht gespielt. Die grauen Karten befinden sich in der Hand des Spielers. Ist eine Karte gespielt, verschwindet diese. Das entsprechende Feld wird schwarz.
Der Spieler spielt Herz 10:
Tschau Sepp Spielsituation
Die Herz 10 Karte erscheint nun auf dem Stapel, wo die Karten abgelegt werden. Herz 10 fehlt nun im oberen Karten Stapel. Die leere Position Hand 1 wird nun mit einer zufälligen Karte gefüllt. In diesem Spiel war das die Karo 2 Karte.
Der Automat zeigt nun an, welche Karten gelegt werden können, und welche nicht. Nur die Herz König Karte kann gelegt werden und erscheint weiss. Alle anderen Karten erscheinen grau. Die LEDs in den Tasten leuchten bei den Karten, welche gelegt werden können.
Wird eine falsche Taste gedrückt, ist das Spiel verloren.
Das Ziel des Spieles ist es, möglichst alle Karten nacheinander abzulegen. Ab 6 Karten, die nacheinander abgelegt werden können gibt es einen Gewinn.
Hier kann sinnvollerweise nur noch eine Karte gelegt werden: Herz-König. Im Spielverlauf kommt es aber immer wieder vor, dass mehrere Karten gelegt werden könnten. Der Spieler kann dann überlegen, welche Karte er legen soll, um sich möglichst grosse Chancen zu erspielen. Dabei ist der Blick auf die im Spiel noch vorhandenen Karten sinnvoll. Spekuliert der Spieler auf eine Karte, welche schon gelegt ist, kann das Spiel nicht mehr vollständig gelöst werden.
Der Spieler hat nun Herz König gelegt.
Tschau Sepp Spielsituation
Es erscheint zufällig Herz 3, welche glücklicherweise gelegt werden kann. Kann keine Karte gelegt werden, dann darf der Spieler pro Spiel bis zu drei Karten kaufen.
Interessante Spielsituation. Welche Strategie ist die beste?
Tschau Sepp Spielsituation
Bei dieser Spielsituation hat der Spieler die Auswahl zwischen zwei Karten, welche gelegt werden können. Legt der Spieler Kreuz 5, dann kann er im nächsten Spielzug entweder Pik 5 oder Kreuz Dame legen. Er kann also 2 Karten ablegen.
Legt der Spieler die Kreuz Dame, dann kann er danach die Kreuz 5 und auf diese dann die Pik 5 Karte legen. Der Spieler kann auf diese Weise 3 Karten legen.
Am Ende dieser Spielabläufe ist auf dem Stapel in der Mitte dann entweder eine Pik 5, Kreuz Dame oder Pik 5 nach 3 Karten. Welche der beiden Karten hat nun die grösste Wahrscheinlichkeit, dass der Spieler weiter spielen kann?
Auf Pik 5 passen 7 Karten und 25 nicht ( 2 Karten Abfolge )
Auf Kreuz Dame passen 11 Karten und 21 nicht ( 2 Karten Abfolge )
Auf Pik 5 passen 7 Karten und 25 nicht ( 3 Karten Abfolge )
Bezieht man die Anzahl der Ziehungen mit ein, dann sieht es wie folgt aus:
Pik 5 ( 7 Karten passen, 25 Karten passen nicht, total 32 Karten, 2 Ziehungen )
(7 / 32) * 2 = 43%
Kreuz Dame ( 11 Karten passen, 21 passen nicht, total 32 Karten, 2 Ziehungen )
(11 / 32) * 2 = 68%
Pik 5 ( 7 Karten passen, 25 Karten passen nicht, total 32 Karten, 3 Ziehungen )
(7 / 32 ) * 3 = 65%
Anhand dieser Zahlen ist man versucht die Kreuz Dame Variante zu Spielen. Man muss dabei aber bedenken, dass man bei Kreuz Dame am Schluss eine Wahrscheinlichkeit von 68% hat, dass man eine dritte Karte spielen kann. Legt man die 3 Karten Abfolge, dann hat man diesen Schritt schon übersprungen und hat dann eine Wahrscheinlichkeit von 65% dass eine vierte Karte passt. Dies ist natürlich wesentlich besser.
In den meisten Fällen ist es das Beste, möglichst viele Karten ab zu legen. Ist am Schluss einer Abfolge wegen Kartenmangels die Wahrscheinlichkeit seht klein, dass man weiter spielen kann, muss man eine andere Abfolge mit Option aufs Weiterkommen wählen.
Man könnte zusätzlich noch die Wahrscheinlichkeit die Farbe wechseln zu können und die Anzahl der Karten dieser neuen Farbe einbeziehen. Dann wird es noch komplizierter.
Im automatischen, rekursiven Spielalgorithmus wurde versucht diese Entscheidungen abzubilden. Es wird sich zeigen, ob es Spieler gibt, die noch besser spielen. Fazit: Wie man oben sieht, sind die Überlegungen, welche bei diesem Spiel zum Erfolg führen, sehr vielfältig. Man muss anspruchsvolle mathematische Aufgaben lösen, um erfolgreich zu sein