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Anders als für die bürgerliche Wirtschaftslehre, die Kapital als einen Produktionsfaktor neben Boden und Arbeit versteht, ist Kapital für uns MarxistInnen nicht einfach ein physisches Ding (ein Geldbetrag oder ein Produktionsmittel), sondern ein Prozess und ein gesellschaftliches Verhältnis.
Kapital ist der Prozess, Geld in die Produktion von Waren zu investieren, um diese dann zu einem höheren Preis als ursprünglich investiert wurde, zu verkaufen. Der Kapitalist oder die Kapitalistin stehen am Ende mit mehr Geld da, weil er oder sie die einzige Ware gekauft hat, die selbst Wert schaffen kann: Arbeitskraft. Sie investieren also Geld und kaufen Arbeits- kraft und Produktionsmittel, damit die ArbeiterInnen Waren herstellen, die mehr Wert haben und entsprechend mit Profit verkauft werden können. Dieses Verhältnis nennen wir die Ausbeutung der Lohnarbeit.
Das Kapital selbst ist daher ein gesellschaftliches Verhältnis zwischen Menschen unterschiedlicher Klassen: Kapital kann nicht für sich alleine existieren, sondern setzt die Lohnarbeit voraus. KapitalistInnen verfügen nur insofern über Kapital, als sie in einem Verhältnis zu den Lohnarbeitenden stehen und ihr Geld und ihre Produktionsmittel zur Ausbeutung der Lohnarbeit nutzen.
Ein Geldbetrag oder Produktionsmittel sind nur dann eine Form des Kapitals, wenn sie in der Zirkulation dazu dienen, durch die Ausbeutung der Lohnarbeit den ursprünglichen Wert zu vermehren. Kapital ist also die Vermehrung des Werts durch die Ausbeutung der Lohnarbeit.
Schweiz — von Michael Wepf, Basel — 09. 06. 2023
Ein hoher Geldbetrag, der in die Warenproduktion investiert wird, ist eine Form des Kapitals; der exakt gleich hohe Betrag ist kein Kapital, wenn er zuhause unter dem Bett versteckt bleibt. Eine Bohrmaschine auf einer Grossbaustelle ist eine Form des Kapitals; die gleiche Bohrmaschine in einer privaten Werkstatt ist kein Kapital. Anders als für die bürgerliche […]
Frauenunterdrückung — von der Redaktion — 06. 06. 2023
Ein hoher Geldbetrag, der in die Warenproduktion investiert wird, ist eine Form des Kapitals; der exakt gleich hohe Betrag ist kein Kapital, wenn er zuhause unter dem Bett versteckt bleibt. Eine Bohrmaschine auf einer Grossbaustelle ist eine Form des Kapitals; die gleiche Bohrmaschine in einer privaten Werkstatt ist kein Kapital. Anders als für die bürgerliche […]
Europa — von Nick Oung, RMT — 05. 06. 2023
In Grossbritannien haben die Eisenbahner des grössten Bahnunternehmens (Network Rail) als Mitglieder der stärksten Transport-Gewerkschaft (RMT) dank monatelanger Streiks einen viel besseren Tarifvertrag erkämpft. Doch weitere Angriffe werden kommen, der Kampf muss auf die Verstaatlichung der Bahnbetriebe hinauslaufen.
Über meine Arbeit — von Anonym — 04. 06. 2023
Was machst du tagtäglich? Wie sieht dein Tagesablauf aus? Was gefällt dir an deiner Arbeit? Wir wollen über deine Arbeit berichten und wie die Krise des Kapitalismus diese, deine Branche und Betrieb betrifft. Hilf uns zu zeigen wie sich in der täglich Arbeit die Barbarei des Kapitalismus sich ausdrückt. Tritt mit uns in Kontakt und schreibe über deine Arbeit. Melde dich bei uns unter <email-pii>. Wir freuen uns auf deinen Beitrag!
Gehämmert & gesichelt — von der Redaktion — 01. 06. 2023
Bern – Zwei Monate lang setzten sich die Arbeiter der Toblerone-Fabrik in Bern für 6% mehr Lohn ein. Die Geschäftsleitung war zu Beginn für keine Zugeständnisse bereit. Doch die Belegschaft bestand auf der Forderung, unterstrich dies an mehreren Betriebsversammlungen, organisierte Protestaktionen und drohte mit Streiks. Nur deshalb krebsten die Bosse Schritt für Schritt zurück. Schlussendlich wurde Ende April eine Lohnerhöhung von 2% erreicht. Ein Teilsieg mit einer wichtigen Lehre: nur wer kämpft, kann gewinnen!