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Im Jahr 2009 beauftragten das Luzerner Parlament und die Stimmbevölkerung den Regierungsrat, ein Vorprojekt für einen Luzerner Tiefbahnhof mit Durchmesserlinie auszuarbeiten. Parlament und Souverän hiessen dazu einen Kredit von 20 Millionen Franken gut
In einem umfangreichen Variantenstudium – ein zweistufiges Verfahrens untersuchte über 30 Varianten, darunter 6 Varianten vertieft – stellte sich der Durchgangsbahnhof Luzern als beste Lösung heraus. Eine Nutzenstudie unterstreicht dies: Der Durchgangsbahnhof ermöglicht ein markant besseres Angebot – signifikant kürzere Reisezeiten und deutlich mehr Verbindungen, sowohl auf dem nationalen als auch auf dem regionalen Schienennetz. Nicht zuletzt setzt der Durchgangsbahnhof wichtige wirtschaftliche und raumplanerische Impulse im Raum Luzern.
Das Vorprojekt zeigt ausserdem den Weg zum Durchgangsbahnhof auf. In einem ersten Schritt werden eine neue, unterirdische Strecke von Ebikon nach Luzern sowie ein Tiefbahnhof gebaut. Das vergrössert das Angebot und systematisiert die Anschlüsse. In einem zweiten Schritt werden die Achsen Basel/Bern–Luzern und Luzern–Zürich miteinander verbunden (Durchmesserlinie). Indem damit die Reisezeiten verkürzt werden, entfaltet der Durchgangsbahnhof seinen vollen Nutzen.
Auf den Durchgangsbahnhof wird indes bereits heute hingearbeitet. Alle aktuellen und mittelfristigen Angebotsausbauten im Raum Luzern sind kompatibel mit dem Durchgangsbahnhof.
Die politische und öffentliche Zustimmung nach Abschluss des Vorprojekts war gross. Die Unterstützung des Projekts ist seither ungebrochen: Anfang 2016 nahm der Luzerner Kantonsrat den Planungsbericht zum Durchgangsbahnhof deutlich an. Darüber hinaus beauftragte er die Regierung, die Planung und die Realisierung des Projekts voranzutreiben. Entsprechend soll der Durchgangsbahnhof im nächsten Ausbauschritt (2030/35) berücksichtigt werden.