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Das phönizische Gadir bestand zu jener Zeit aus drei Inseln:
Erytheia, Kotinoussa und Antipolis.
Erytheia und Kotinoussa haben sich im Verlauf der Jahre zu einer Insel vereint und bilden das heutige Cadiz.
Antipolis war im Gebiet des heutigen San Fernando angesiedelt.
Erytheia, Kotinoussa und Antipolis
Erytheia war die von den Phönizier besiedelte Hauptinsel. Auf ihr befanden sich die Wohngebiete, der Hafen, der Tempel der Astarte und die Salazones ("Pökeleinrichtungen") zur Verarbeitung von Thunfischen.
In der Ausgrabungsstätte Gadir kann eine Wohnsiedlung der Phönizier aus dem neunten Jahrhundert vor Christus besichtigt werden.
Die Insel Erytheia galt in der griechischen Sage auch als Wohnsitz des Geryons (Gigant mit drei Köpfen). Mehr dazu in der Legende von Herkules unter Cádiz der Legenden.
Ausgrabungsstätte Gadir
Die Insel Kotinoussa war kaum besiedelt, auf ihr befand sich der Tempel von Baal Hammon und nahe der Nachbarinsel Erytheia eine Nekropole (Begräbnisstätte).
In dieser Begräbnisstätte wurden zwei Sarkophage aus weissem Marmor ausgegraben, welche im Museum von Cádiz ausgestellt sind.
Am anderen Ende dieser Insel befand sich der Tempel des Melkarts, des Hauptgottes der Phönizier aus Tyros. Dieser befand sich auf der heutigen Insel Sancti Petri, eine kleine Insel vor San Fernando.
Phönizische Sarkophage
Auf der Insel Antipolis befanden sich die phönizischen Werkstätte. In San Fernando können Öfen der phönizischen Töpferwerkstätte besichtigt werden.
In ihnen wurden wohl in erster Linie Amphoren für den Transport der verschiedensten Güter hergestellt.