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Die Auswanderung
In den Jahren 1767 – 1769 warb der bayrische Oberst Joh. Kaspar Thürriegel in unserem Kanton um Auswanderer für Spanien, in die verödete Sierra Morena im Nordosten von Andalusien. Der Zulauf kam vor allem aus Baden und dem Freiamt wegen der dortigen Misswirtschaft. Zulauf kam aber auch aus dem Kanton Solothurn. Der solothurnische Rat befasste sich am 15.10.1767 mit dem Auswanderungsprojekt, weil er erfahren hatte, dass in Wisen zwei Familien zur Abreise bereit seien. Die Werbung von Oberst Thürriegel wurde darauf verboten. Das Auswanderungsfieber wurde aber schlimmer. Am 13.11.1767 wurde den Auswandern mit der Konfiskation der Güter gedroht, am 18.11. mit dem Verlust des Heimatrechts. Am 27.11. wurden alle Pfarreherren angewiesen, von der Auswanderung abzuraten. Am 14.12. wurde ein Kopfgeld von – umgerechnet auf heutige Verhältnisse – Fr. 30'000.—für die Ergreifung Thürriegels ausgesetzt. Aus Wisen sind in jener Zeit aber trotzdem Familien ausgewandert.