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Miss Schweiz Lauriane Gilliéron hat bei der Miss-Universe-Wahl in Los Angeles den dritten Platz geschafft. Das beste Resultat, das je eine Schweizer Schönheitskönigin erreicht hat.
Miss Universe 2006 wurde die 18-jährige Zuleyka Rivera Mendoza aus Puerto Rico vor der Japanerin Kurara Chibana.
Nur zwei Frauen sind weltweit schöner als die Waadtländerin Lauriane Gilliéron - zumindest im Urteil der Miss-Universe-Jury. Die amtierende Miss Schweiz eroberte in Los Angeles hinter Zuleyka Rivera Mendoza aus Puerto Rico und einer Japanerin den dritten Rang bei der Miss-Universe-Wahl 2006.
Stolz und völlig überrascht reagierte Gilliéron auf das bisher beste Ergebnis einer Schweizerin an einem Welt-Schönheitswettbewerb. Die Wahl fand am Sonntag (Ortszeit) und damit zwei Tage vor dem 22. Geburtstag der Waadtländer Jura-Studentin statt.
In einem Telefon-Interview mit Schweizer Radio DRS räumte die Miss Schweiz ein, dass sie zwar als Mitfavoritin gehandelt worden sei. Sie habe diesen Umfragen aber nie geglaubt, zumal sie bereits bei der Miss-World-Wahl im letzten Dezember als aussichtsreiche Bewerberin gehandelt worden sei, ohne jedoch in den Kreis der Schönsten zu gelangen.
Gilliéron beste Europäerin
Sie sei sehr stolz und fühle sich als Botschafterin der ganzen Schweiz, sagte die Studentin, die den Titel der schönsten Schweizerin im letzten September nach elf Jahren erstmals wieder in die Romandie geholt hatte. Die Waadtländerin war in diesem Jahr die beste Europäerin im Wettbewerb.
Gilliéron hatte bereits im Vorfeld zu den Favoritinnen gezählt. Mit ihrer Platzierung wurde sie dieser Rolle gerecht. "Lauriane Gilliéron ist elegant, weiss sich in Szene zu setzen und hat vor den Fernsehkameras einen starken Auftritt", sagte ein hochzufriedener Miss-Schweiz-Organisator Christoph Locher am Montagmorgen.
"Ihre Internet-Site stiess auf Interesse, und sie gab auf Fragen sehr gute Antworten." Locher hofft, dass der Erfolg Lauriane Gilliéron neue Verträge, vor allem aus den USA, beschert. Sie will am Dienstag in die Schweiz zurückkehren.
Siegerin Rivera macht sich für Aids-Prävention stark
Das bisher beste Resultat einer Schweizerin an einem Welt-Schönheitswettbewerb hatte mit Lolita Morena ebenfalls eine Miss Schweiz aus der Westschweiz geschafft: Sie war 1982 Vierte geworden. Gilliérons Vorgängerin Fiona Hefti kam vor Jahresfrist immerhin unter die ersten zehn bei der Miss-Universe-Wahl.
"Sie war nicht meine Favoritin", sagte Gilliéron in dem Radio-Interview zur Entscheidung über die Allerschönste. Die 18-jährige Zuleyka Rivera Mendoza holte den Titel bereits zum fünften Mal in der 55-jährigen Geschichte der Miss-Universe-Wahl nach Puerto Rico.
"Ich war immer zuversichtlich und glaubte an mich selbst", sagte die Siegerin und fügte hinzu: "Aber ich war nie sicher, zu gewinnen." Sie stammt aus dem Küstenort Salinas und kündigte an, sie wolle sich weiter für die Aids-Prävention stark machen.
In einem Kleid aus Metallketten
Rivera, die ein Kleid aus Metallketten trug, erhielt die Krone von der letztjährigen Miss Universe überreicht, der Kanadierin Natalie Glebova. Die junge Frau war so überwältigt, dass sie nach der Pressekonferenz kurz das Bewusstsein verlor.
Zweite wurde die Japanerin Kurana Chibana, die Publikum und Preisrichter mit ihrem Auftritt mit einem Samurai-Schwert in Atem gehalten hatte.
Hinter Gilliéron folgten Lourdes Arevalos aus Paraguay und Tara Conner aus dem Gastgeberland USA auf den Plätzen vier und fünf.
swissinfo und Agenturen
Fakten
Seit einem halben Jahrhundert konkurrenziert der Titel der Miss Universe denjenigen der Miss Welt.
Die Ausgabe 2006 der Miss-Welt-Wahl, die in Grossbritannien gegründet wurde, findet Ende September in Polen statt.
Miss Universe erhält neben anderen Geschenken ein mit Diamanten und Perlen geschmücktes Diadem im Wert von 250'000 Dollar.
Die Siegerin Zuleyka Rivera Mendoza wird ihren neuen Ruhm in den Dienst der humanitären Mission stellen, namentlich im Kampf gegen Aids.