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Die Lunge liegt im Brustraum und ist für den Gasaustausch zwischen der Luft aus der Atmosphäre und dem Blut zuständig. Bei der Atmung nimmt das Blut den Sauerstoff aus der Luft über die Lunge auf; gleichzeitig gibt das Blut Kohlendioxid über die Lunge an die Umgebung ab. Dieser Gasaustausch findet in den Lungenbläschen statt, wohin die Atemluft über die Bronchien transportiert wird.
Jeder Lungenflügel ist umgeben von einem sogenannten Pleurasack der es der Lunge ermöglicht, sich reibungslos im Brustraum zu bewegen. Zwischen den Pleurasäcken, in der Mitte der Brusthöhle, befindet sich der Mittelfellraum. Darin liegen Herz, Speiseröhre, grössere Gefässe, Nerven und die Luftröhre.
So funktioniert das Atmen
Das Ein- und Ausatmen geschieht mittels Kontraktion und Entspannung der Brustwand, der Bauchdecke und des Zwerchfells. Das Zwerchfell ist eine dünne gewölbte Platte aus Muskeln und Sehnen in der Mitte des Rumpfes. Sie trennt den Brust- vom Bauchraum. Ausatmen ist eine überwiegend passive Reaktion auf die Spannung, die sich beim Einatmen in der Lunge und im Brustraum gebildet hat. Im Ruhezustand auf Meeresspiegelhöhe atmet der Mensch durchschnittlich 10 bis 15 Mal pro Minute. Stress, Sport und andere körperliche Aktivitäten erhöhen den Sauerstoffbedarf und die Atmung wird tiefer und schneller.
Das tut der Lunge gut
Einen trockenen Reizhusten behandeln Sie am besten mit pflanzlichen Hustenstillern wie Sonnentau (homöopathisch, spagyrisch oder phytotherapeutisch) oder schleimhaltigen Arzneipflanzen wie Spitzwegerich, Malve oder Eibisch (in Bronchialtees oder verschiedenen Sirupen). Meist geht dieser erkältungsbedingte (Reiz-)Husten nach einigen Tagen in einen produktiven Husten mit starker Sekretbildung über. Hier helfen Efeu, Thymian oder Huflattich und verflüssigen diesen zähen, festsitzenden Schleim.
Leinsamenmehl- oder Kartoffelwickel fördern ebenfalls den Auswurf.
Ein Erkältungsbad lindert einerseits Gliederschmerzen und kann durch die eingeatmeten Dämpfe gleichzeitig lästiges Bronchialsekret lösen.
Leben dank der eisernen Lunge
1936 bekam Frederick Snite die Diagnose Kinderlähmung (Polio). Eine Krankheit, die tödlich ausgehen kann, wenn nicht nur Gliedmassen, sondern auch die Atemmuskulatur gelähmt wird. Doch Snite hatte Glück. Im Spital stand zufällig die einzige Beatmungsmaschine des Landes, ein zwei Meter langes, 600 Kilogramm schweres Metallmonstrum, eiserne Lunge genannt.
Der Apparat, der ihn vor dem qualvollen Tod durch Ersticken bewahrte, wurde für Snite allerdings zu seinem Gefängnis. Ein 18-jähriges Martyrium begann. Sein stählernes Gefängnis konnte er immer nur kurz mit mobilen Beatmungsgeräten verlassen. Er versuchte, das Beste aus seinem Schicksal zu machen. In seiner «Lunge» fuhr er zu Footballspielen, er heiratete und wurde dreifacher Vater. Als er 1954 starb, «endete der vielleicht berühmteste Kampf, den ein Amerikaner jemals geführt hat, um am Leben zu bleiben», schrieb das amerikanische Magazin «Time».
- Quelle
«Drogistenstern»