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BERG- UND GEBIRGSTÄLER sind vom Wasser geschaffen - von Flüssen und Bächen.
Wo in den Bergen Wasser abfliesst, bildet sich mit der Zeit ein Tal.
Das geschieht so:
Fliessendes Wasser gräbt sich immer tiefer in den Untergrund ein. Das Material (Erde, Steinschutt) an den Seiten rutscht nach unten und sammelt sich im Fluss- oder Bachbett. Auf beiden Seiten des Wassers bildet sich ein Hang und es entsteht ein Tal.
Je nach Untergrund (hartes oder weicheres Gestein) weisen sie unterschiedliche Formen auf und teilen sich grob in drei Gruppen ein:
V-Tal / Kerbtal
Beispiel: Val Sampuoir (GR)
Enges Tal mit V-förmigem Querschnitt.
Die Kraft des fliessenden Wassers wirkt nicht nur in der Talsohle, sondern auch an den Hängen, was eine Seitenerosion zur Folge hat. Je nach Gefälle, Wassermenge und Geschiebeführung ist die Talsohle sehr schmal und umfasst meist nur den Fluss-/Bachlauf.
U-Tal / Trogtal
Beispiel: Val Minor (GR)
Tal mit breitem Talboden - meistens durch die Erosionskraft eines Gletschers entstanden, dessen Zunge auf der Abwärtswanderung ein bestehendes V-Tal ausgeschliffen hat.
Nach dem Rückzug des Gletschers bleibt meistens ein breiter Talboden mit Bach und Moränenablagerungen.
Schlucht
Beispiel: Clemgia-Schlucht (GR)
Enges, tiefes Tal mit fast senkrechten, oder teilweise sogar überhängenden Felswänden - Ergebnis der starken Tiefenerosion des Wassers.
Die seitliche Erosion ist meist gering, da das Gestein sehr standfest ist.