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Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Bern wird von einer Frau geleitet
Das Parlament der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Bern hat am 21. August Marie-Louise Beyeler als neue Präsidentin des Landeskirchenrates gewählt. Die 65-jährige Bernerin ist fünffache Mutter, war 25 Jahre Familienfrau und Journalistin und machte später in Freiburg (Schweiz) den Master in Theologie. Mit 56 Jahren trat sie als Pastoralassistentin in den kirchlichen Dienst und übernahm die Leitung des frisch errichteten Pastoralraums im Seeland. Auch im Landeskirchenrat war sie bereits vertreten. Vor vier Jahren war Claire Haltner aus Spiez als erste Frau ins Präsidium der Berner Landeskirche gewählt worden, erkrankte aber nur wenige Tage nach ihrem Amtsantritt so schwer, dass sie demissionieren musste.
Schweizweit stehen zurzeit mehrere Frauen an der Spitze von römisch-katholischen Kantonalkirchen. Franziska Driessen-Reding steht der Katholischen Kirche Zürich als Synodalratspräsidentin vor, Renata Asal-Steger der Katholischen Kirche im Kanton Luzern und Monika Rebhan Blättler der Katholischen Kirche Nidwalden. Marie-Denise Schaller präsidiert die Katholische Kirche Waadt und Béatrix Leroy-Jeandin die privatrechtlich organisierte kantonalkirchliche Organisation von Genf. Die Luzernerin Renata Asal-Steger ist aktuell auch Präsidentin der Dachorganisation der Kantonalkirchen, also der Römisch-katholischen Zentralkonferenz. Sie ist die zweite Frau an dieser Position, nach der Baslerin Gabriele Manetsch (2004–2007).
kath.ch