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1
Zelda lag wach in ihrem Bett und versuchte die Tränen zurück zu halten. Heute wäre der Geburtstag ihrer Mutter gewesen. Aber leider war sie vor fünf Jahren gestorben. Zelda erinnerte sich, als wäre es gestern gewesen. Es war die große Schlacht um Hebra, einem kalten, verschneitem Gebiet, das sehr bergig war. Es wurde später die große Schlacht genannt, jedoch hätte Zelda sie lieber die blutige Schlacht um Hebra getauft. Denn Hyrule hatte gewonnen, jedoch zu einem hohen Preis.Es gab wenig Überlebende, und Zeldas Mutter, die Königin von Hyrule, die die letzte Armee in die entscheidende Schlacht geführt hatte, wurde lebensbedrohlich verletzt. Aber wie durch ein Wunder hielt sie den ganzen Rückweg zum Schloss aus. Als der traurige Rest Hyrules stolzer Armee an Schloss Hyrule ankam, um drei Uhr nachts, wurde die Königin auf ihr Gemach gebracht. Obwohl es mitten in der Nacht war, wurde Zelda und ihr Vater, der König von Hyrule, geweckt und an ihr Bett gebracht, denn die Hofärzte von Hyrule hatten keine Hoffnung mehr und gaben ihr nur noch ein paar Minuten. Zelda stand damals wie in Trance an dem Bett ihrer Mutter, wusste nicht ob sie weinen oder schreien sollte. Ihr Vater verabschiedete sich zuerst. Es war nicht viel, nur ein stummer Kuss auf den Mund.Dann entfernte er sich langsam. Zeldas Mutter winkte sie zu sich und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Dann starb sie.Zelda war es, als könne sie jetzt noch das leichenblasse Gesicht ihrer Mutter in ihrer aufwendig bemalten Decke sehen. Die letzten Worte hallte ihr durch den Kopf: "Sorge dich nicht, Zelda. Du wirst deine Kräfte innerhalb kürzester Zeit erweckt haben" Eine Träne rollte ihr die Wange hinunter. Aber nein. Sie hat es nicht geschafft, trotz monatelangem Trainieren und beten. Der ersten Träne folgten eine zweite und eine dritte.Sie hat ihre Mutter enttäuscht.Sie hat ihren Vater enttäuscht. Sie hat jeden enttäuscht. Sie schluchzte laut auf, Tränen flossen ihr nur so die Wangen hinunter. Sie war sich sicher, so sicher, das sie nicht die auserwählte Prinzessin war. Sie hat nicht die Kraft, die Verheerung zu besiegen.
2
Als Zelda am nächsten Morgen aufwachte, war sie todmüde. Sie hatte furchtbar schlecht geträumt. Der einzig schönen Traum, den sie hatte, war auf einem Boot, weit draußen im Meer passiert.Sie war in einer wunderschönen Kajüte aufgewacht. Als sie hinausging, sah sie am Bug einen Jungen stehen. Er war wunderschön, hatte blondes, mittellanges Haar und meerblaue Augen. Er lächelte, gesagt hat er aber nichts. Sie seufzte tief. Sie würde wohl nie erfahren, wer dieser süße Junge war. Eine Magd kam hineingestürmt, und riss Zelda aus ihren Gedanken."Ihr müsst sofort aufstehen, Euer Hoheit!", rief sie aufgeregt und riss die Vorhänge auf. Grelles Sonnenlicht flutete herein und blendete Zelda derbe. "Noch fünf Minuten", grunzte sie und kroch weiter unter ihre Decke. "Nichts da.Der Titan kommt gleich an, und da werdet Ihr frisch gewaschen, gekämmt und angezogen sein", rief die Magd gnadenlos, zeigte dabei mit dem Finger auf einen Haufen frischer Kleider und ging. Zelda sprang aus dem Bett. Das Wort Titan hatte wieder alle Lebensgeister in ihr geweckt.Sie wartete schon seit Monaten auf den Titan Vah Ruta, und jetzt war er endlich da. Sie kiekste vor Vorfreude. Endlich durfte sie den Titanen studieren und herausfinden wie er gesteuert wird und wie... Ihr Lächeln schwand, als sie auf den Wäscheberg sah. Sie sah ein Kleid mit Lederkorsett, und das gefiel ihr gar nicht. Missmutig hob sie es hoch. Es war ein schönes Kleid und es war weinrot, Zeldas zweitliebste Lieblingsfarbe. Und es hatte keine Unterrock, was Zelda sofort mochte. Nur das Korsett war bescheuert. Nachdem eine von ihr gerufene Magd ihr das Korsett geschürt hatte und ihr noch die Haare gemacht hatte, bevor sie gegangen war, konnte Zelda nicht mehr atmen. "Es-sollte-verboten-sein-arme-zwölfjährige- Prinzessinnen-zu-solch-einer-Tortur-zu-zwingen!&qu o t;, keuchte sie. Ihre Schuhe waren zum Glück bequemer, aber auch nicht viel.Als sie dann auch noch den Umhang umlegte (es waren 10 Grad und ihr Kleid hat kurze Puffärmel) wäre sie fast zusammengebrochen. Sie setzte sich gerade ihre Tiara auf, als ein Ruf von draußen ertönte: "Öffnet die Tore!". Sie raffte ihren Rock hoch und rannte die vielen Treppen hinunter.Auf dem Hof bot sich ihr ein unglaublicher Anblick.
Fortsetzung folgt...