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Die Schweiz unterhält im Jemen ein umfangreiches humanitäres Hilfsprogramm und unterstützt die Bemühungen der UNO-für einen nachhaltigen Frieden.
Bilaterale Beziehungen
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Vor der Vereinigung des Jemen hatte die Schweiz 1948 Nordjemen und 1967 auch Südjemen anerkannt.
Mit Nordjemen nahm sie 1972, mit Südjemen 1973 diplomatische Beziehungen auf.
Nach der Vereinigung 1990 anerkannte die Schweiz den Jemen.
Heute wahrt sie ihre Interessen im Jemen über ihre Botschaft in Maskat. Für konsularische Belange ist die Botschaft der Schweiz in Riad zuständig. Der Jemen verfügt in der Schweiz über eine Botschaft in Genf.
MENA-Strategie
Am 14. Oktober 2020 verabschiedete der Bundesrat eine regionale Strategie für den Mittleren Osten und Nordafrika (MENA-Strategie) für den Zeitraum 2021–2024. Darin legte er fünf thematische Schwerpunkte fest: Frieden, Sicherheit und Menschenrechte, Migration und Schutz von Menschen in Not, nachhaltige Entwicklung, Wirtschaft, Finanzen und Wissenschaft sowie Digitalisierung und neue Technologien.
Diese Schwerpunkte werden auf die einzelnen Regionen und Länder abgestimmt. In der Region Arabische Halbinsel und im Iran sind die prioritären Themenbereiche die regionale Stabilität und Sicherheit, die Wirtschafts- und Finanzkooperation und der nachhaltige Umgang mit den natürlichen Ressourcen.
Die Schweiz unterstützt die Golfländer bei deren Professionalisierungsbemühungen im Bereich der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere was die Süd-Süd-Zusammenarbeit und die Berücksichtigung internationaler Entwicklungsstandards in den Bereichen Klimawandel, Gesundheit und Wassermanagement betrifft.
Schwerpunkte der Schweiz im Jemen
Die MENA-Strategie sieht folgende Schwerpunkte für das Schweizer Engagement im Jemen vor: 1) Frieden, Sicherheit und Menschenrechte; 2) Migration und Schutz für Menschen in Not
1) Frieden, Sicherheit und Menschenrechte
Die Schweiz baut ihr Kontaktnetz zu den für das Land relevanten Akteuren weiter aus und leistet – auch im Hinblick auf den angestrebten Schweizer UNO-Sicherheitsratssitz – einen aktiven Beitrag im von der UNO geführten Friedensprozess.
Die Schweiz war Gastgeberin der Jemen-Friedensgespräche 2015. 2020 richtete sie die Gespräche zwischen den jemenitischen Parteien aus, die zur Freilassung von 1080 Gefangenen unter der Leitung des IKRK führten.
2) Migration und Schutz für Menschen in Not
Die Konflikte im Jemen haben verheerende Folgen für die Menschen und sind die Ursache einer der weltweit schlimmsten humanitären Krisen. Das Land gehört zu den Schwerpunktregionen der Humanitären Hilfe der DEZA. Die Schweiz führt ihr humanitäres Engagement in den Bereichen Wasser, sanitäre Anlagen, Hygiene und Ernährungssicherheit fort. Sie setzt sich für die Einhaltung des humanitären Völkerrechts und den Schutz der Zivilbevölkerung ein.
2017, 2018 und 2019 (in Genf) und 2021 (virtuell) war die Schweiz zusammen mit Schweden und der UNO Gastgeberin von hochrangigen humanitären Geberkonferenzen für den Jemen.
Andere Bereiche der Zusammenarbeit
Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kulturschaffende aus dem Jemen können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Schweizerinnen und Schweizer in Jemen
Ende 2020 lebten 15 Schweizerinnen und Schweizer im Jemen.