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Auf dem Mittelmeer sind am Dienstag rund 1400 Flüchtlinge gerettet worden. Helfer hätten zwei Tote geborgen, teilte die italienische Küstenwache mit.
An insgesamt elf Rettungsaktionen waren demnach die italienische Polizei und Küstenwache, die EU-Mission Sophia und die spanische Hilfsorganisation Proactiva beteiligt.
Die spanische Organisation teilte mit, sie sei einem völlig überfüllten Boot mit rund 400 Menschen an Bord zu Hilfe gekommen, das sich in einer äusserst gefährlichen Lage befunden habe. Unter den Geretteten seien 175 Frauen und 75 Kinder gewesen. Bei einem der beiden Toten habe es sich um ein Kind gehandelt.
Die Menschen hätten "zu viele Stunden" dicht gedrängt unter "furchtbaren Bedingungen" verbracht und seien dem Tode nah gewesen. "Das Schiff hätte jeden Moment sinken können", erklärte Proactiva im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Anblick sei "unerträglich" gewesen.
Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben des Innenministeriums in Rom fast tausend aus dem Mittelmeer gerettete Menschen nach Italien gebracht. Dies seien 60 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach Uno-Angaben starben in diesem Jahr bereits 173 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.
Insgesamt ging die Zahl der Menschen, die sich in oftmals überfüllten und nicht seetauglichen Booten auf die Fahrt nach Europa machen, deutlich zurück. Dies ist unter anderem auf die Unterstützung Italiens für die libysche Küstenwache zurückzuführen.