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Dr. phil. Florian HitzSenior Researcher / Historiker
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Graubünden erfuhr um 1800 einen epochalen Umbruch. Politisch-territoriale Veränderungen führten zu einer Neuorientierung im Raum, zu neuen Raumkonstruktionen; zu einer neuen wirtschaftlichen Orientierung, mit anderen Chancen und Risiken, sowie zu neuen Abhängigkeiten. Die politische Ruptur, die so rasch und schockartig aufgetreten war, liess sich nur im allmählichen Wandel, im Wechsel der Generationen bewältigen.
Die Bildung neuer Wirtschaftsräume vollzog sich durch eine Umlenkung von Personen- und Geldströmen. Im Ancien Régime hatten ausländische Diplomaten die Drei Bünde aufgesucht, um Soldallianzen abzuschliessen; Pensionsgelder waren ins Land geflossen. Zugleich hatte eine starke (aber eher temporäre als permanente) Emigration von militärisch, gewerblich und kaufmännisch Tätigen geherrscht. Um 1800 manifestierten sich dagegen Bemühungen, den eigenen eigenen bünderischen Boden zum vorrangigen Produktionsfaktor zu machen. Erst als diese Versuche fruchtlos blieben, ging man daran, Touristen und deren Geld ins Land zu ziehen.
Die säkulare Transformation, die Graubünden von etwa 1780 bis um 1880 erfuhr, soll nach ihren Phasen (Etappen und Wendepunkte), Faktoren (externe und interne) und Akteuren (auch im Hinblick auf deren soziale Herkunft) untersucht werden. Im Horizont einer «Touristifizierung von Räumen» ist zudem nach der Bildung verschiedener Regionalräume innerhalb Graubündens zu fragen. Lässt sich eine bestimmte Differenzierung zwischen den Regionen, also eine (tourismus)wirtschaftliche Regionalisierung, beobachten?
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