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Die Beweidung unterscheidet sich von der Mahd durch eine im Allgemeinen weniger homogene Nutzung des Futters und vor allem durch die Rücklieferung von Nährstoffen durch die Ausscheidungen der Weidetiere. Der Einfluss der Nutzungsart (vier Beweidungen oder vier Schnitte pro Jahr) auf den Bedarf an Phosphor (P) und Kalium (K) von Grasland im Jura wurde über den Zeitraum von 1992 bis 2006 in einem Versuch mit unterschiedlichen P- (0 bis 26 kg/ha/Jahr) und K-Gaben (0 bis 116 kg/ha/Jahr) untersucht. Bei gleicher PK-Düngung ist der Pbeziehungsweise K-Gehalt des Bodens bei der Weide stets höher als bei der Mähwiese. Mit zunehmenden P- und K-Gaben kann der K-Gehalt im Boden unabhängig von der Nutzungsart signifikant erhöht werden, der P-Gehalt nur bei der Nutzung als Mähwiese. Die Nutzungsart hat einen grossen Einfluss auf die botanische Zusammensetzung, die PK-Düngung dagegen nicht. Der Verzicht auf eine PK-Düngung hatte eine signifikante Verminderung der produzierten Futtermenge zur Folge, was sich bei der Beweidung später äusserte (2005) als bei der Mahd (2001). P- und K-Gehalt des Futters stiegen deutlich mit der PK-Düngung, sowohl bei der Weide als auch bei der Mähwiese. Wenn alle beobachteten Parameter berücksichtigt werden, kann für diesen Weidetyp mit einer Produktion von rund 40 dt TS/ha/Jahr eine jährliche Düngung mit 9 kg P/ha/Jahr empfohlen werden. Im Falle der Beweidung ist keine K-Düngung notwendig, um die K-Verfügbarkeit im Boden, die botanische Zusammensetzung und die erwartete Menge des produzierten Futters zu erhalten. Dieser Versuch bestätigt, dass der Bedarf einer Weide an P und K bei gleicher Bewirtschaftungsintensität unter dem Bedarf einer Mähwiese liegt.
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Einfluss der Nutzungsart auf den Phosphor- und Kaliumbedarf von Grasland im Jura