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Die Bise ist ein Nordostwind im Mittelland, welcher von einem meist kräftigen Hochdruckgebiet nördlich oder nordöstlich der Schweiz angetrieben wird. Bei einer Bisenlage ist der Luftdruck am Bodensee um mehrere Hektopascal höher als am Genfersee. Um diesen Luftdruckunterschied auszugleichen, weht der Wind quer durchs Mittelland Richtung Genfersee.
Düseneffekt
Das Mittelland liegt eingeklemmt zwischen den Voralpen und dem Jura. In der Romandie wird das Mittelland schmaler. Die Bise wird dort kanalisiert und beschleunigt. Aufgrund dieses Düseneffekts weht die Bise meist zwischen Neuenburgersee und Genfersee am stärksten.
Grundsätzlich spricht man nur im Mittelland bei Wind aus nordöstlichen Richtungen von der Bise. Je nach Topografie kann die Bise aber auch etwas abgelenkt werden und mal mehr aus Osten, mal mehr aus Norden wehen. Dies ist vor allem in den äusseren Alpentälern der Fall. Auch im Raum Basel ist die Bise ein Begriff.
Bise vs. Brise
Im Volksmund wird ab und zu jeder kühle Wind als Bise bezeichnet. Wenn dieser Wind aber aus westlicher Richtung bläst, ist das definitiv falsch. Manchmal wird die Bise auch mit einer Brise verwechselt. Brise kommt in der Beaufortskala vor und ist ein Mass für die Windstärke: Man spricht von leichter, schwacher, mässiger oder frischer Brise.
Die Bise hat ihren Namen möglicherweise vom althochdeutschen Wort «Bison». Es bedeutet «umherstürmen». Im Idiotikon, im Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, wird die Bise als schneidend kalter, trockener, aufhellender Nord- oder Nordostwind beschrieben.