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Die kleine Vittoria ist neun Jahre alt und wohnt in Sardinien. Sie ist scheu, bleich, und fällt auf mit ihren roten Haaren. Von wem hat sie die bloss? Ihre Eltern, Tina und Umberto, sind beide dunkelhaarig - und haben Vittoria adoptiert. So weit die Ausgangslage im neuen Film von Laura Bispuri, "Figlia Mia." Das Familiengefüge droht jedoch auseinanderzubrechen. Als Vittoria im Sommer ihres 10. Geburtstags unwissentlich ihre leibliche Mutter kennenlernt, wird das Leben aller Beteiligten durcheinander gewirbelt.
In "Figlia Mia" gibt es keine Gewinnerinnen oder Gewinner. Und am meisten unter Druck gerät eine zerbrechliche 10-jährige. Sie muss sich entscheiden zwischen ihrer verantwortungslosen leiblichen Mutter, die sich 10 Jahre nicht um sie gekümmert hat. Und ihrer Ziehmutter, die sie liebevoll erzieht, aber ihre wahre Identität verschwiegen hat.
Im Wettbewerb der Berlinale ging der Film leer aus. Wie er der Sprechstunde-Redaktion gefällt, und warum in "Figlia mia" weniger mehr ist, gibt es im Podcast zu hören:
Bild: © Vivo film / Colorado Film / Match Factory Productions / Bord Cadre Films / Valerio Bispuri