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aktuelles Buchprojekt: Villa Kassandra – Die Geschichte des ersten Frauenbildungszentrums der Schweiz
Die Villa Kassandra, ein Bildungs- und Ferienzentrum für Frauen, war ein Knotenpunkt der Frauenbewegung in der Schweiz. Einen Katzensprung von der französischen Grenze entfernt, im kleinen Örtchen Damvant im ländlichen Jura, bestand die Villa von Mitte der 1980er- bis in die 1990er-Jahre. Mit grossem Engagement und knappen finanziellen Mitteln schufen Frauen einen Raum für feministische Bildungsarbeit und Bewusstseinsbildung.
Mehrere Jahre lebten, arbeiteten und renovierten Frauen gemeinsam in der Villa Kassandra. Sie organisierten Kursangebote und Sommeruniversitäten, an denen jeweils weit über 100 Frauen teilnahmen, machten Politik, erprobten hierarchiefreie Arbeitsformen und schufen weitreichende Beziehungsnetze.
In der Villa kristallisierten sich zentrale feministische Themen und heute wesentliche Fragen heraus: Wie werden Frauenräume geschaffen, gestaltet, organisiert und losgelassen? Was verbindet und was trennt Frauen in ihrer Unterschiedlichkeit? Welche Formen der Politik haben Frauen entwickelt und wie vermittelt sich feministische Erfahrung?
Wir sprechen mit damals engagierten Frauen und forschen im Archivbestand der Villa Kassandra im Sozialarchiv Zürich. Wir möchten diese Geschichte für ein breites Publikum erzählen, in einem sorgfältig gestalteten Buch und mit viel Bildmaterial. Und wir möchten einen Bezug zu heute und zum eigenen Alltag ermöglichen.