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Weil der Leader einer dreiwöchigen Rundfahrt auf dem letzten Teilstück traditionellerweise nicht mehr angegriffen wird, war Froome die Maglia rosa schon vor der Schlussetappe nur noch theoretisch zu nehmen.
Der Brite feierte seinen ersten Gesamtsieg am Giro mit einem Vorsprung von 46 Sekunden auf den Vorjahressieger Tom Dumoulin und 4:57 Minuten auf Miguel Angel Lopez.
Roms schlechte Strassen, Bennetts gute Beine
Weil sich die Strassen des Rundkurses in der italienischen Hauptstadt in schlechtem Zustand befinden, entschied die Rennjury, die Zeit für die Gesamtwertung nach 3 von 11 Runden zu stoppen.
Der Zielsprint nach 118 km entschied gleichwohl über den Sieger des 21. Teilstücks. Dabei hatte der Ire Sam Bennett zum 3. Mal bei diesem Giro die besten Beine.
Grosser Sieger mit Fragezeichen
Froome entschied mit dem Gesamtsieg am Giro die 3. grosse Rundfahrt in Folge für sich, nachdem er 2017 die Tour de France und die Vuelta gewonnen hatte. Seit der Spanien-Rundfahrt läuft aber ein Doping-Verfahren gegen den 33-jährigen Briten, nachdem er mit einem zu hohen Salbutamol-Wert erwischt worden war. Froome bestreitet die Vorwürfe, das Urteil wird vor dem Start der Tour de France erwartet.
Froome ist der 7. Fahrer mit Siegen in allen 3 grossen Rundfahrten. Nachdem er in den ersten beiden Wochen Mühe bekundet hatte, steigerte sich Froome in der 3. Woche. In die Maglia rosa liess er sich erst nach der drittletzten Etappe einkleiden, wo er mit einer 80 Kilometer langen Soloflucht für den grossen Umsturz gesorgt hatte.
Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 25.05.2018, 22:20 Uhr