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Der Feuerbrand ist eine gemeingefährliche - und meldepflichtige - Bakterienkrankheit. Im Kanton Luzern konzentriert sich die Bekämpfung des Feuerbrandes auf die Schutzobjekte(ausgewählte Obstgärten). Eine wichtige Massnahme ist das Pflanzverbot für anfällige Feuerbrand-Wirtspflanzen.
Der Feuerbrand ist eine hochansteckende, gemeingefährliche -und meldepflichtige Bakterienkrankheit. Sie befällt Kernobstkulturen (Apfel, Birne, Quitte) und verwandte Zier- und Wildgehölze. Die Bakterien überdauern den Winter in der Rinde von Ästen und dickeren Zweigen. An solchen Befallsstellen wird im Frühjahr Bakterienschleim ausgeschieden, der von Insekten aufgenommen und in Blüten übertragen wird. Wenn dies bei hohen Temperaturen und genügender Feuchtigkeit vorkommt, vermehren sich die Bakterien sehr schnell und werden von Bienen weiterverbreitet. Über grosse Distanzen erfolgt die Verbreitung vorwiegend durch Pflanzentransporte, gelegentlich auch durch das Verstellen von Bienenvölkern oder durch Vögel.
Auf Antrag des Regierungsrates wurde der Kanton Luzern vom Bund 2008 flächendeckend in den Status der Befallszone gesetzt. Das Instrument "Befallszone" dient prinzipiell der Festlegung des Bekämpfungsziels. In der Befallszone konzentriert sich die Bekämpfung des Feuerbrandes auf Schutzobjekte mit ihrer Umgebung (Schutzgürtel) im Umkreis von 500 Metern. Die Strategie des Kantons Luzern zielt darauf ab, die Pflanzenkrankheit nur noch dort zu eliminieren, wo die Existenz der Obstbauern oder von schützenswerten Hochstammlandschaften bedroht ist. Damit steht die Eindämmung und nicht mehr die Tilgung im Vordergrund.