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Andrew Williams von der Royal Agricultural Society in Perth (Westaustralien) sieht mit dem Freihandelsabkommen rosige Zeiten auf die Rindviehproduzenten in Australien zukommen. An der jeweils Ende September bis anfangs Oktober stattfindenden Landwirtschafts- und Konsumentenmesse, der Royal Agricultural Show in Perth, betreute Williams die ausgestellten 23 Rinderrassen.
Farmer rassentreu
Neben den traditionellen Milch- und Masttieren sind immer mehr auch trockenheitsresistente Rassen zu sehen. Bei der Rassentreue seien die Farmer in Westaustralien aber sehr konservativ, weiss Williams. Erst wenn die Rechnung nicht mehr stimmen würde, passten sie sich nach und nach an. So werden in den unter Regenmangel leidenden Gebieten immer mehr trockenheitsresistente Rassen wie Brahman-Rinder eingekreuzt und gehalten.
Sie brauchen wenig Wasser, haben eine gute Futterverwertung und können problemlos weite Strecken über unwegsame und steinige Weidegründe gehen. Zudem seien sie nicht allzu schwierig einzufangen, nach einem freien Leben auf einer 2000-Hektar-Weide.
Oft lebend exportiert
Neben der Trockenheit sind vor allem die australischen Wildhunde, die Dingos eine Gefahr für die jungen Tiere, wenn diese durch die Trockenheit zusätzlich geschwächt werden.
In die beiden gegenwärtigen Hauptexportländer von Westaustralien, Indonesien und Vietnam wird das meiste Vieh lebend exportiert. Oft seien in den Abnehmerländern die entsprechenden Kühlketten und Infrastrukturen noch zu wenig vorhanden, sagt Williams. Und zudem würde die Schlachtung und Verarbeitung das Fleisch verteuern, da die Arbeit in Australien viel besser oder anständiger bezahlt werde, als in den Abnehmerländern, sagte Andrew Williams gegenüber dem LID.