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Poschiavo (d)
Langgestreckte Haufensiedlung mit städtischem Charakter. Eigentliches Zentrum bildet die italienisch anmutende Piazza, umrahmt von kubischen Patrizierhäusern mit flachen Steinplattendächern. An diesem Platz liegt die Stiftskirche San Vittore. Neubau des Chors 1497 durch Andréas Bühler, Verlängerung und Einwölbung des Schiffs 1503. Portal sowie Masswerk in der Rose und in den nördl. Schiffswandfenstern aus derselben Zeit, Barockisierung 1653. Südl. davon Oratorio Sant’Anna, neuerbaut 1732. Barocke Saalkirche mit Schiff, Altarhaus und einem hinter dem Altar (1770) liegenden Retrochor. Die einzelnen Raumteile sind von Kuppeln überdeckt, deren Höhe sich gegen Süden hin verringert. Illusionistisches Deckengemälde im Schiff 1770. Östl. der Stiftskirche Klosterkapelle Santa Maria Presentata, erbaut Ende 17. Jh.
Dreijochige Saalkirche, gegen das Chorjoch und verjüngt. Dachreiter mit unitalienisch schlanker Zwiebelhaube. Nördl. Rathauses ref. Kirche. Rechteckiger chorloser Andachtssaal, erbaut t 1642-49. Hoher Turm mit polygonalem Obergeschoss und Kuppel. An der Piazza Rathaus, dem nahegelegenen Italien verpflichteter Baukomplex mit Umfassungsmauer und Wehrturm (erhöht 1668) aus roman. Zeit. Ebenfalls am Platz Hotel Albrici, erbaut 1682. Breiter Baukubus mit polygonalem Türsturz. Innen tonnengewölbe Korridore und reich ausgestatteter «Sibyllensaal» mit Kassettendecke. Südl. der Piazza Landolfi-Häuser (Nr. 130, 131), erbaut um 1565. In Nr. 131 Saletta mit dekorativer Frührenaissancemalerei. Am Südrand des Dorfs liegt das um 1830 von aus Spanien zurückgekehrten Emigranten erbaute Spaniolenviertel mit farbenfrohen Häusern und bewegten Fassaden. In Surcà auf der anderen Flusseite steht der breitgelagerte Bau der Casa Mengotti, der aus Süd- und Nordtrakt (um 1655 und Anfang 18. Jh.) sowie einem Westflügel (18. Jh.) besteht, der mit dem älteren Trakt nach Süden hin eine einzige, durch turmartige Risalite gegliederte Front bildet. Die reich gestalteten Innenräume beherbergen das Museum mit regionalgeschichtlicher Sammlung. An der Strasse nach Sta Maria Assunta liegt die Kapelle Rocco, erbaut 15 16, mit Darstellung des Kirchenpatrons am Eingang (1516) und im Altarbild (um 1600). Südl. von Poschiavo kath. Kirche Santa Maria Assunta. An die zentrale, quadratische Vierung mit Kuppel unter achteckigem Tambour und querschiffähnlichen Seitenkapellen schliessen östl. der quadratische Chor, westl. das Schiff an. Erbaut 1692 und 1708-09. Illusionistisches Kuppelgemälde 1719 mit Maria Himmelfahrt und der Heiligen Dreifaltigkeit von Giov. Prino aus Como. Die rechteckige Kanzel, ehem. m der Stiftskirche, stellt ein erstklassiges Werk aus der Renaissance dar und wurde um 1634 vermutlich von einem Veltliner Meister geschaffen. Westl. der Bahnlinie liegt die früh- oder hochmittelalterliche Saalkirche San Pietro. In der gestelzten Apsis Wandmalereien eines oberital. Meisters 1538, u. a. über dem Frührenaissancefries eine Beweinung von Christus durch Heilige.
AINO Kath. Pfarrkirche San Carlo Borromeo. Frühbarocker Saalbau von 1613 mit eingezogenem Polygonalchor und drei Seitenkapellen, darunter die 1638 erbaute polygonale Passionskapelle mit sechsteiliger Kuppel. Darin vorzügliche Wand- und Deckengemälde eines lombardischen Meisters Mitte 17. Jh. Westl. Pfarrhaus als Hospiz mit Strassendurchfahrt 1622 erbaut.
SEHENSWERT
Die Straßen der Stadt haben einen Charme einer anderen Zeit.
Die Stiftskirche San Vittore.
Das Oratorium von Santa Maria.
Die Klosterkapelle von Santa Maria.
Die evangelische Kirche.
Das Gemeindehaus.
Das Hotel Albrici.
Der Spaniolenviertel.
Der Komplex von Mengotti Haus.
Die Kapelle von St. Rocco.
Die Kirche Santa Maria Assunta.
Die katholische Pfarrkirche St. Carlo Borromeo.
WISSBEGIERT/KURIOSITÄT
INFO
RESTAURANT UND HOTEL
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AUSWERTUNG DES DORF

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