Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03555.jsonl.gz/24

Frühere Studien wiesen darauf hin, dass Kaffeetrinker seltener an Parkinson erkranken. Nun zeigte eine kleine Studie im Neurology, dass auch bereits an Parkinson erkrankte Personen von Koffein profitieren können: Bei ihnen verbesserten sich die Bewegungsstörungen, nicht aber die Tagesmüdigkeit.
Kaffee lindert
Bewegungsstörungen
bei Parkinson
61 Parkinson-Patienten, die unter starker Tagesmüdigkeit sowie unter Bewegungsstörungen litten, wurden in diese kleine Studie aufgenommen.
Zunächst wollten die Forscher wissen, ob Gaben von Koffein im Vergleich zu Placebo, die Tagesmüdigkeit verbessern können. Dazu bekamen 30 Teilnehmer während 3 Wochen zweimal täglich 100 mg Koffein und danach noch für weitere 3 Wochen die doppelte Menge Koffein (was in etwa 2-3 Tassen Kaffee entspricht). Die anderen Teilnehmer bekamen ein Placebo.
Nach 6 Wochen zeigte die Kaffee-Gruppe gegenüber der Placebo-Gruppe nur geringe Verbesserungen was die Tagesmüdigkeit betraf. Dafür linderte das Koffein die motorischen Symptome deutlich besser als Placebo. Auf andere Faktoren wie Lebensqualität, depressive Symptome oder Schlafqualität hatte das Koffein jedoch keinen Einfluss.
Fazit der Autoren: Koffein kann bei Parkinson-Patienten die motorischen Symptome lindern. Auf die Tagesmüdigkeit hingegen scheint Koffein keinen Einfluss zu haben. Weitere grössere Studien sollen nun folgen.