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Schauspiel von Susanne Felicitas Wolf
Regie: Thomas Luft
mit Anja Klawun u. a.
Theaterlust, Haag i. OB
Sie war Europas erste Doktorin der Naturwissenschaften, Frankreichs erste Professorin, die erste Frau, die einen Nobelpreis bekam, und der erste Mensch, der noch einen zweiten erhielt:
Marie Curie. Die Physikerin und Chemikerin gilt bis heute als Ikone, als Vorzeigeforscherin und
Kämpferin gegen Widerstände.
„Sie war von einer Stärke und Lauterkeit des Willens, von einer Härte gegen sich selbst, von einer Objektivität und Unbestechlichkeit des Urteils, die selten in einem Menschen vereinigt sind“, würdigte sie Albert Einstein. Das Schauspiel „Marie Curie“ von Susanne Felicitas Wolf erzählt von einer starken Frau und ihrem bedingungslosen Leben am Limit in einer von Männern dominierten Welt. Marie Curie wurde am 7. November 1867 als Maria Sklodowska in Warschau geboren. Alles, was sie tat, war unerhört: Sie forderte die Anerkennung für den Anteil ein, den sie an der gemeinsamen Forschung mit ihrem Ehemann Pierre hatte. Nach seinem Tod übernahm sie seinen Lehrstuhl. Als Witwe leistete sie sich eine Affäre mit einem jüngeren Mann und vermutlich eine Beziehung mit einer Frau. Und als Mutter zog sie zwei emanzipierte Töchter
groß. Sie prägte eine ganze Forscherinnendynastie, die über Jahrzehnte weiterwirkte.
Persönlicher Gewinn war dabei nicht ihr Ziel: Ihr Wissen sollte der Menschheit dienen. Marie und Pierre veröffentlichten ihre Forschungsergebnisse unentgeltlich. An den Fronten des Ersten Weltkriegs war sie mit einem Röntgenmobil unterwegs – sie wollte Leben retten und musste doch so viel Tod und Elend ertragen. Marie Curie war eine engagierte Europäerin, arbeitete für den Völkerbund und setzte sich für Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung ein. Doch zu verhindern, dass auch aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse die fürchterlichste Waffe der Menschheit, die Atombombe, entwickelt wurde, war ihr nicht mehr vergönnt. Im Sommer 1934 endete das außergewöhnliche Leben von Marie Curie. In einem Schweizer Sanatorium erlag sie, von Strahlen geschwächt, einer „perniziösen Anämie“ (Blutarmut).
Doch wie schaffte sie das alles? Welche innere Kraft, welche unbändige Neugier auf Wissen und Forschung haben diese außergewöhnliche Frau angetrieben? Wie gelang es ihr, sich gegen alle Angriffe der Gesellschaft, der Neider und der Klatschpresse zu behaupten?
Mit „Marie Curie“ setzt „Theaterlust“ nach den Preisen der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen („Inthega“) für „Die Päpstin“ und „Hildegard von Bingen – Die Visionärin“ die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Autorin Susanne Felicitas Wolf fort. In der Hauptrolle überzeugt, wie in diesen beiden preisgekrönten Produktionen, Schauspielerin Anja Klawun.