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SP-Stadträtin Rahela Syed: «Ich gebe die Hoffnung nie auf»
Was wollten Sie als Kind werden?
Lehrerin.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit dem Sammeln von Kastanien und Eicheln.
Wem wären Sie lieber nie begegnet?
Da fällt mir im Moment niemand ein.
Wen, der tot ist, möchten Sie gerne wiedersehen?
Meinen Vater (und noch einige Menschen mehr, die mir fehlen).
Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?
Den Export von in der Schweiz produziertem Kriegsmaterial.
Was fehlt Ihnen zum Glück?
Nichts.
Wofür sind Sie dankbar?
Ich bin dankbar, dass ich in einem guten Umfeld lebe.
Halten Sie sich für einen guten Freund, eine gute Freundin?
Ja, ich denke schon.
Was bezeichnen Sie als Heimat?
Ein Ort, wo man sich zu Hause fühlt, weil man gute Menschen um sich hat.
Welche Speisen essen Sie aus Heimweh?
Nichts Bestimmtes.
Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?
Ich gebe die Hoffnung nie auf.
Welche Probleme löst eine gute Ehe?
Diese Frage verstehe ich nicht. Eine gute Ehe hat nichts mit dem Lösen von Problemen zu tun. Eine gute Beziehung ist wichtig, um sich vertrauensvoll austauschen zu können.
Warum sind Sie Politikerin geworden?
Das erste offizielle politische Amt hatte ich als Einwohnerrätin. Da bin ich eher zufällig hineingerutscht. Politisch aktiv war ich aber schon früher. Dies hat während der Kantizeit angefangen und als ich am ersten Frauenstreiktag in der Schweiz teilnahm.
Was reizt Sie an der Aufgabe als Stadträtin?
An der Aufgabe der Stadträtin reizt mich, das Geschehen und die Entwicklung dieser Stadt, meiner Heimat, mitzugestalten und mitzuprägen.
Bezahlen Sie Ihre Steuern gerne?
Ja.
Wofür werden zu viele Steuergelder ausgegeben und wofür zu wenig?
Zu viel: für luxuriösen Strassenbau. Zu wenig: für Prävention/Präventionsmassnahmen und -kampagnen in den verschiedensten Bereichen wie z. B. Gesundheit oder Umwelt.
Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Es liegen mehrere Bücher neben meinem Bett: Zofinger Neujahrsblatt, Freiheit und Menschenrechte, Di schöni Fanny.
Was werden Sie als wiedergewählte Stadträtin als Erstes in die Wege leiten?
Ich werde an meinen Projekten weiterarbeiten.
Kinderfestweggen oder Kinderfesttorte?
Wurstweggen.
Wie sieht die – für Sie – optimale Besetzung des Stadtrats aus den 11 Kandidatinnen und Kandidaten aus?
Die Wahl der optimalen Besetzung überlasse ich der Zofinger Bevölkerung an der Urne. Sie wird entscheiden, wie der Stadtrat zusammengesetzt ist. Wichtig ist, dass sich das neu zusammengesetzte Gremium als Team findet, sich optimal ergänzt und lernt, eine gute Diskussionskultur zu finden.
Was ist das beste Argument, das gegen eine Wahl von Ihnen spricht?
Dass ich es allen recht machen will.
Kinderfest mit Gefecht oder ohne?
Mit Gefecht. Es ist ein Teil von verschiedenen Attraktionen an einem traditionellen und einzigartigen Tag.
Was mögen Sie an Zofingen – und was überhaupt nicht?
Ich mag die Mischung aus Städtischem und Ländlichem und die gute Anbindung in alle Richtungen der Schweiz.
Was gibt Ihnen Energie für die Politik?
Meine grosse Familie und die Natur.
Welcher Film hat Sie nachhaltig beeindruckt?
Cinema paradiso.
Wie gedenken Sie das Stadtratsmandat mit Ihrem übrigen Berufsleben zu vereinbaren?
So wie ich das jetzt auch schon mache. Ich versuche Tage für den Stadtrat und Tage für das Berufsleben zu fixieren.
Erachten Sie die Entschädigung für das Stadtammann-Amt als angemessen?
Ja.
Welche Partei ist im aktuellen Stadtrat übervertreten, welche untervertreten?
Der Stadtrat ist eine Persönlichkeitswahl. Die gewählten Menschen machen das Stadtratsteam aus. Die Partei zeigt die Ideale eines Menschen. Im Stadtrat vertritt man zwar seine Ideale, aber schlussendlich trifft man eine Entscheidung für die ganze Zofinger Bevölkerung.
Sind Sie eher ein Alphatier oder ein Teamplayer?
Eine Teamplayerin.
Was können Sie besser: sprechen oder zuhören?
Zuhören.
Welches Ressort würden Sie am liebsten übernehmen?
Joker.
31 Fragen an Kandidierende
Das ZT hat den Kandidierenden für den Zofinger Stadtrat mit einem Fragebogen auf den Zahn gefühlt. Die Fragen sind einerseits dem berühmten Fragebogen von Max Frisch entnommen, andererseits sind sie von der Redaktion zusammengetragen worden. Die Kandidierenden hatten eine maximale Zeichenzahl zur Verfügung sowie einen Joker. (jam)
Bisher erschienen:
FDP-Kandidat André Kirchhofer
Zur Person
Alter: jetzt 52, am Wahltag 53
Zivilstand: in langjähriger Partnerschaft (ledig)
Kinder: 1 Sohn
Höchste Ausbildung: Universität
Beruf: Redaktorin, Politikerin
Hobbys: Badminton spielen, Garten, lesen, Musik/Konzerte