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Gefesselt im Keller des GenerationenHauses
An einem Samstagabend trifft sich eine Gruppe von Freunden vor dem Burgerspital. Einer davon zieht kleine Zettel aus der Tasche, die für den weiteren Verlauf des Abends von entscheidender Bedeutung sein werden. Knapp ein Jahr zuvor haben Leila und Luisa von ihren Freunden einen Gutschein für den AdventureRoom im Berner GenerationenHaus erhalten. Kurz vor Eintritt ins nächste Lebensjahr ist es endlich soweit. Nacheinander zieht jeder einen Zettel auf dem entweder «A» oder «B» steht. Schnell sind zwei Gruppen gebildet. Eine Mitarbeiterin vom AdventureRoom holt die Gruppe beim Eingang ab und führt sie in den Keller des barocken Gebäudes. Die eine Gruppe, die sich den einfallsreichen und vielversprechenden Namen «Kei Ahnig» gegeben hat, wird mit Handschellen aneinander gekettet und im Kellergang zurückgelassen. Das «A-Team» wird von der Spielleiterin in einen anderen Raum geführt und eingeschlossen.
Merkwürdige Gegenstände liegen herum, es läuft skurrile Musik, Zahlenschlösser hängen an den Türen und auf einem Bildschirm startet ein Countdown. Das «A-Team» muss nun innerhalb von 30 Minuten den Weg aus dem Raum finden und darf dabei nicht von den «Kei Ahnig » eingeholt werden, die zeitgleich zwei Räume weiter starten.
Dass man wirklich als Team zusammenarbeiten muss, erkennen beide Gruppen rasch. Immer wieder offenbaren Teilnehmer während des Spiels unvermutete Fähigkeiten und Geistesblitze.
Beiden Teams gelingt es innerhalb der ersten halben Stunde aus dem ersten Raum in einen Zweiten zu gelangen. Doch unterbricht die Spielleiterin das Spiel, schon bevor das «A-Team» den Weg nach draussen gefunden hat oder «Kei Ahnig» das «A-Team» einholen konnte. Einige von ihnen tragen noch immer die Handschellen. Nun ist Rollenwechsel angesagt.
Dem «A-Team» gelingt es, sich zu entfesseln und in den zweiten Raum zu gelangen. Hier liegen Bücher und eine Weltkarte und andere Gegenstände, die die Lösung des Rätsels bedeuten können – oder auch gar nichts.
Plötzlich ertönt draussen Freudengeschrei. Als das «A-Team» noch vor Ende des Countdowns auch den zweiten Raum erfolgreich verlassen kann und raus rennt, sitzen «Kei Ahnig» bereits triumphierend auf dem Sofa im Eingangsbereich. Sie gehen heute als Gewinner nach Hause.
Eine Erfindung aus Bern
Seit Februar 2013 lassen sich regelmässig Gruppen von Freunden, Arbeitskollegen, Familien und Schülern freiwillig im Untergrund Berns einsperren und fesseln, um sich anschliessend innerhalb einer Stunde mit List und Geschick wieder zu befreien.
Das «Real-Life-Escape-Spiel» stammt aus Bern und wurde vom Physik- und Spanischlehrer des Gymnasiums Hofwil, Gabriel Palacios, erfunden. Dieser erhält mittlerweile aus verschiedensten Ecken der Welt Lizenzanfragen für das Spiel.
Im Gewölbekeller des Berner Generationenhauses wurde im Juli 2015 der zweite Standort der Hauptstadt eröffnet. Im Dachgeschoss beherbergt das Burgerspital ausgebaute Räume für Sitzungen, Tagungen, Konferenzen und andere Anlässe. Damit bietet das Burgerspital die Möglichkeit, Sitzungen mit einer aufregenden Teambildungs-Veranstaltung zu kombinieren.