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Und unsere Armee ist auch dabei, aber zu welchem Preis?
Mit Artikel 54 der Bundesverfassung haben wir einen klaren Auftrag, "**zur Linderung von Not und Armut in der Welt**, zur Achtung von Menschenrechten und zur Förderung der Demokratie, zu einem friedlichen Zusammenleben der Völker sowie zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen" beizutragen. Die Schweiz ist in diesem Bereich auch seit mehr als fünf Jahrzehnten aktiv.
In seiner Arbeit konzentriert sich das Seco auf wirtschaftlich etwas weiter fortgeschrittene Entwicklungsländer, die sogenannten Middle Income Countries. Es sind Länder, in denen nach wie vor grosse Armut herrscht; drei Viertel der weltweit Armen leben in Schwellenländern und in Ländern mittleren Einkommens. Hier können die wirtschafts- und handelspolitischen Massnahmen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung leisten.
Dass aber in einem Land, wie Mazedonien,Berufsbekleidungen für etliche Berufssparten zu einem Minimallohn (70 Rappen/Std), welcher eigentlich gar keiner ist, hergestellt werden, ist für mich unverständlich.
Anstelle der 2800 "Miltärdrahtesel" für 7 Millionen Franken, die wahrscheinlich nur zur Hälfte zum Einsatz kommen, wäre es sinnvoller, mit 3.5 Millionen den Stundenlohn der Näherinnen für diese Militärklamotten aufzubessern.
Auf der anderen Seite frage ich mich, ob es nicht vorstellbar wäre, einen Teil solcher Aufträge an ein Beschäftigungsprogramm für IV- Bezüger oder im Rahmen einer Teilzeitarbeit zu vergeben. Ob diese Berufsbekleidungen in einem oder in mehrere Monaten fertiggestellt sind, glaube ich, ist zweitrangig. In einem vorangegangenen und absolvierten Kurs fürs Maschinennähen wäre das doch durchaus denkbar. Diese Produkte würden auch das Prädikat "Schweiz" verdienen und nicht "Made in Mazedonien", fertiggestellt mit Hungerlöhnen!
Dasselbe gilt für Polizeiuniformen.