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Im Domschatzmuseum befindet sich eine Halbfigur der Muttergottes mit dem Jesuskind. Sie ist aus Silber getrieben, teilvergoldet und die Arbeit eines Meisters aus Feldkirch, der sie im Jahre 1600 geschaffen hat. Gewand und Futter von Marias Mantel sind vergoldet, reich verziert und stellenweise mit bunten Glassteinen besetzt. Auch ihr Haar ist vergoldet und reich gestaltet. Die Krone dürfte später ergänzt worden sein.
Die Halbfigur der Maria steht auf einem sechseckigen Untersatz, der von musizierenden Engeln getragen wird. Sechs Darstellungen aus dem Leben der Muttergottes sind als ovale, vergoldete Reliefs am Sockel angebracht: Es sind dies die Verkündigung, die Heimsuchung, Weihnachten, Epiphanie, Darstellung im Tempel und Mariä Himmelfahrt. Die Darstellungen sind mit Zitaten aus der Vulgata angeschrieben, der lateinischen Fassung der Bibel, die im Mittelalter verbreitet war. Über der Weihnachtsszene findet sich zudem die Jahreszahl 1600. Es ist nicht klar, ob die Halbfigur nur für Prozessionen und hohe Feste bestimmt war oder ob sie auch zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt wurde.