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TOYOTA Land Cruiser II (Light Duty Serie)
Model-Code
- LJ70: Hardtop 2.4 Liter 2L-Saugerdiesel, kurzer Radstand
- LJ73: FRP-Top 2.4 Liter 2L-Saugerdiesel, mittlerer Radstand
- LJ70: Hardtop 2.4 Liter 2L-T Turbodiesel, kurzer Radstand
- LJ73: FRP-Top 2.4 Liter 2L-T Turbodiesel, mittlerer Radstand
- RJ70: Hardtop 2.4 EFI 22R-E Benzinmotor, kurzer Radstand
- RJ73: FRP-Top 2.4 EFI 22R-E Benzinmotor, mittlerer Radstand
Mit dem Erscheinen der neuen Karosserieform der Heavy Duty Baureihe Mitte der 1980er Jahre lacierte das Werk eine neuen „kleinen“ Land Cruiser mit der Zusatzbezeichnung „II“.
Dieser hatte, mit Ausnahme der Gestaltung der Lampen vorne, die gleiche äussere Form, war aber mit Schraubenfedern ausgerüstet, leichter gebaut, komfortabler und nur im kurzen und mittellangen Radstand lieferbar.
Die ersten einige Duzend FRP-Top mit dem Saugerdiesel ausgerüsteten Versionen waren noch als Cabriolet ausgerüstet, die Frontscheibe konnte mittels zweier Plastikräder gelöst, nach vorne geklappt und dort auf zwei Holzhalterungen fixiert werden. Die beiden Heckscheibenrahmen waren in die Hecktüren eingesteckt und konnten ohne Werkzeug demontiert werden. Die Holzhalterungen auf der Motorhaube mussten als „gefährliche Fahrzeugteile“ in der Schweiz vom Importeur entfernt werden, die Steckscheibenrahmen führten zu vorzeitiger Rostbildung in den Hecktüren. So bestellte man die Fahrzeuge zukünftig ohne diese beiden Merkmale.
Einige ausgiebige Probefahrt mit den Vertretern des Werks auf Meereshöhen von über 2000 Meter über Meer überzeugte auch die zuständigen Toyota-Ingenieure, dass die Leistung zu schwach und die Rauchentwicklung zu stark waren, weil der Saugerdiesel bei unseren Einsatzbedingungen zu „Asthma“, sprich „Luftnot“ neigte. So lieferte man fortan die Land Cruiser II nur noch mit der Turbo-Version „2L-T“ des bewährten „2L“-Motors aus.
Als die Schweiz neue Abgasvorschriften auch für Dieselmotoren einführte, während alle anderen Länder in Europa nur Rauchvorschriften kannten, fiel der Diesel aus dem Verkaufsprogramm.
Als Ersatz wurde nun die Benzinversion mit dem aus dem 4Runner und dem Hilux bekannten 2.4 Liter „22R-E“ Motor importiert. Um auch die Geräuschvorschriften einhalten zu können, war für die Schweiz eine lange Endübersetzung nötig.
Der Geländefähigkeit tat dies keinen Abbruch, die Land Cruiser II hatten gegenüber den Heavy Duty Versionen schon immer eine kürzere Geländeuntersetzung.
Die „lange“ Auslegung des Strassengetriebes machten den Benziner zu einem leise laufenden Reisewagen und führte zu einem vergleichsweise niedrigen Verbrauch. In der Praxis verbrauchte der Benziner, bei ruhiger Fahrweise, um die 10 bis 12 Liter Benzin und war daher nicht „durstiger“ als die Turbodiesel-Ausführungen mit ihrem zwar robusten, aber auch altehrwürdigem Wirbelkammerdiesel.
Vom Sammleraspekt her sind die Land Cruiser II noch nicht sehr interessant. Für den Betrachter sind sie kaum von den Land Cruiser der Heavy Duty Baureihe zu unterscheiden und diese werden ja nach wie vor für andere Märkte angeboten und sind in Kriegsberichterstattungen als Waffenträger omnipräsent.
Allerdings kann beim FRP-Top das Dach abgeschraubt und so offen gefahren werden. Diese wurde auf den FRP-Top Typenscheinen so aufgenommen. Dies ist durchaus eine Möglichkeit eine spezielle Art von Cabriolet zu fahren und viel Spass mit diesem Auto zu haben.