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Das Ritual der Fusswaschung geht auf eine biblisch überlieferte Geste von Jesus Christus an seinen Jüngern beim letzten Abendmahl zurück.
Bei den Häftlingen handelt es sich nach Angaben des Heiligen Stuhls um Insassinnen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität. Franziskus begrüsste jede von ihnen nach dem Waschen, Abtrocknen und Küssen einzeln. Einige von ihnen waren von der Fusswaschung sichtlich gerührt und weinten. Das Frauengefängnis von Rebibbia ist eines der grössten Italiens. Seit geraumer Zeit kämpft die Justizvollzugsanstalt mit Überbelegung.
Papst Franziskus erinnert bei seinen öffentlichen Auftritten oft an Menschen am Rande der Gesellschaft. Die Fusswaschung verurteilter Straftätern liegt ihm somit am Herzen.
Mit der Fusswaschung im Gefängnis folgt der Argentinier einem Brauch, den er bereits als Erzbischof von Buenos Aires eingeführt hatte. Bereits im ersten Jahr seines Pontifikats vor elf Jahren hatte Franziskus, der erst 15 Tage zuvor gewählt worden war, eine Haftanstalt in Rom dafür besucht. Seine Vorgänger hatten die vorösterliche Fusswaschung im Apostolischen Palast oder Petersdom gefeiert und dort anderen Priestern die Füsse gewaschen.