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Nach zehn Jahren Syrienkrieg ist die wirtschaftliche Grundlage des Landes stark erodiert. Schätzungsweise 8,7 Millionen Syrerinnen und Syrer benötigen Unterstützung, um ihre Existenz und Einkommensmöglichkeiten zu sichern oder wiederherzustellen. Interne Vertreibung und die weitgehende Zerstörung von Infrastruktur und Eigentum wirkten sich in hohem Masse auf die Lebensgrundlagen der Menschen aus und führten zu weitverbreiteter Arbeitslosigkeit und Defiziten auf dem Arbeitsmarkt. Mehr als die Hälfte der Erwerbsbevölkerung in Syrien ist arbeitslos. Jugendliche sind davon überproportional betroffen. Neben der Landwirtschaft spielen kleine und mittelständische Betriebe im Handel und der Fertigung weiterhin eine wesentliche Rolle in der syrischen Wirtschaft und bergen erhebliches Potenzial. Die Regenerierung und Schaffung von Einkommensmöglichkeiten werden von Syrer und Syrerinnen unter ihren Hauptanliegen genannt. Auf Eigeninitiative kehren bislang wenige Flüchtlinge in die zerstörten und von Armut betroffenen Gebiete in Syrien zurück.
Die Covid-19-Pandemie und ihre schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen verursachen zusätzlichen Druck auf die Menschen in Syrien. Es wird erwartet, dass die Zahl der Syrerinnen und Syrer, die Unterstützung zur Erwirtschaftung eines eigenen Einkommens benötigen, in Folge dessen erheblich zunehmen wird. Das Risiko ist hoch, insbesondere für Jugendliche, dass auf schädigende Bewältigungsstrategien zurückgegriffen wird, um die Situation zu überbrücken (z.B. durch die Reduktion von Mahlzeiten), was wiederum unumkehrbare Folgen für die Menschen und ihre Lebensgrundlagen mit sich bringen kann.