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Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen Swisscom eröffnet. Die Behörde verdächtigt den Telekomkonzern, dass dieser beim Bau des Glasfasernetzes Konkurrenten vom Markt ausschliesst.
Die Swisscom will das eigene Glasfasernetz ausbauen und über 1,5 Millionen zusätzliche Haushalte und Geschäfte erschliessen. Doch dabei ändere der Konzern in Gebieten, die er im Alleingang ausbaut, die Bauweise des Netzes so, dass Wettbewerber «keinen direkten Zugang mehr zur Netzwerkinfrastruktur erhalten», schrieb die Weko am Donnerstag in einer Mitteilung.
Damit verändere die Swisscom die bestehende Marktstruktur und schränke mutmasslich die Innovations- und Geschäftsmöglichkeiten ihrer Konkurrenten ein. So können Endkunden und Endkundinnen in der Wahl ihrer Anbieter und der Produktevielfalt eingeschränkt werden.
«Gestützt auf die derzeit verfügbaren Informationen erscheint es als glaubhaft, dass Swisscom mit diesem Verhalten eine marktbeherrschende Stellung missbraucht», so die Weko weiter. Mit «vorsorglichen Massnahmen» wird der Swisscom «ab sofort» verboten, Wettbewerbern beim Ausbau des Glasfasernetzes den Zugang zu durchgehenden Leitungen zu verweigern.
Die Weko will nun «vertieft» untersuchen, inwiefern der Telekomkonzern durch die Verweigerung des Netzzugangs allenfalls seine «marktbeherrschende Stellung missbraucht». Die Massnahmen können beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden.