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Krankhaftes Übergewicht
Bereits im Jahr 2000 bezeichnete die Weltgesundheitsorganisation WHO das Übergewicht als grösste gegenwärtige Bedrohung für die menschliche Gesundheit. Inzwischen leiden mehr als ein Fünftel der erwachsenen Europäer an morbider Adipositas (krankhaftes Übergewicht). Von morbider Adipositas sprechen wir bei einem Body-Mass-Index (BMI) von über 35kg/m2 (z. B. Grösse 170 cm, Gewicht 105 kg).
Belastende Begleiterkrankungen
Die belastenden Folgen reichen von Zuckerkrankheit und Bluthochdruck über Verengung der Herzkranzgefässe und Gelenkschmerzen bis zu Krebs und Depressionen. Diese Begleiterkrankungen sind der Grund dafür, dass die morbide Adipositas die Lebenserwartung beträchtlich verkürzen kann. Am GZO Spital Wetzikon arbeiten Ernährungsberater, Hormonspezialisten und Psychiater zusammen, um übergewichtige Patienten beim Abnehmen zu unterstützen. Da bei krankhaftem Übergewicht meist nur die Chirurgie nachhaltig erfolgreich ist, bietet das GZO entsprechende Eingriffe seit rund 20 Jahren an.
Bei der Adipositas handelt es sich um ein starkes Übergewicht, das gekennzeichnet ist durch eine über das normale Mass hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen. Die Einteilung des Schweregrades erfolgt durch die Bestimmung des Body-Mass-Index (BMI in kg / m2) mit der Rechenformel Körpergewicht (kg) / Grösse x Grösse (in m).
BMI < 20 Untergewicht
BMI 20 - 24.9 Normalgewicht
BMI 25 - 29.9 mässiges Übergewicht
BMI > 30 Adipositas
BMI > 40 Morbide Adipositas (Krankhaftes Uebergewicht)
Ursachen
Häufigste Ursachen sind falsche Ernährung, Bewegungsarmut, psychosoziale und genetische Faktoren.
Beschwerden
Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) sind hohe Risikofaktoren für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Adipositas erhöht das Risiko für arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes, Zuckerkrankheit), Reflux, Herzinfarkte, Arteriosklerose, Schlaganfälle, Brustkrebs, Erkrankungen am Bewegungsapparat, Gallenblasenerkrankungen, Hyperlipidämie (erhöhte Blutfettwerte), Gicht und das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom.
Untersuchung und Diagnostik
Eine Adipositas wird u. a. durch BMI-Bestimmung und Messen des Bauchumfanges diagnostiziert.
Behandlung
In erster Linie empfiehlt sich eine Ernährungsumstellung mit gesunder Gewichtsabnahme kombiniert mit sportlicher Aktivität. Unsere Ernährungsberatung bietet kompetente Begleitung an.
Wenn mit konservativen Behandlungen keine dauerhafte Gewichtsreduktion erzielt wird, kann in ausgewählten Fällen mit Hilfe einer Operation abgenommen werden.
Unser Adipositasspezialist wird in einem ersten Gespräch mit Ihnen zusammen überprüfen, ob eine Operation sinnvoll ist. Sollte dies der Fall sein, wird die passende Operationsmethode (Magenband, Magenbypass) festgelegt. Auf der Grundlage dieser Vorabklärungen führen wir dann für Sie den Eingriff durch.