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Einen beispiellosen Nachfragerückgang wegen den weit verbreiteten Reisebeschränkungen suchte die Welt im 2020 heim. Weltweit waren eine Milliarde weniger internationale Ankünfte als im Vorjahr zu verzeichnen, wie die UNWTO in ihrem Bericht von Ende Januar schreibt.
Laut dem jüngsten UNWTO World Tourism Barometer bedeutet der Zusammenbruch des internationalen Reiseverkehrs einen geschätzten Verlust von 1,3 Billionen USD an Exporteinnahmen - mehr als das 11-fache des Verlusts, der während der globalen Wirtschaftskrise 2009 verzeichnet wurde. Zudem hat die Krise zwischen 100 und 120 Millionen Arbeitsplätze im Direkttourismus gefährdet, viele davon in kleinen und mittleren Unternehmen.
UNWTO-Generalsekretär Zurab Pololikashvili sagte: «Obwohl viel getan wurde, um sicheres internationales Reisen zu ermöglichen, sind wir uns bewusst, dass die Krise noch lange nicht vorbei ist. Die Harmonisierung, Koordinierung und Digitalisierung der reisebezogenen Risikominderungsmassnahmen von Covid-19, einschliesslich Test-, Rückverfolgungs- und Impfzertifikaten, sind wesentliche Grundlagen, um sicheres Reisen zu fördern und die Erholung des Tourismus vorzubereiten, sobald die Bedingungen dies zulassen.»
Die jüngste Umfrage des UNWTO-Expertengremiums zeigt, dass sich die allgemeine Aussicht auf eine Erholung im Jahr 2021 zu verschlechtern scheint. 50 Prozent der Befragten erwarten nun erst im Jahr 2022 eine Erholung, verglichen mit einer Umfrage vom Oktober 2020, als 21 Prozent der Befragten sich die Erholung des Tourismus erst im 2022 vorstellen konnten. Die verbleibende Hälfte der Befragten sieht im Jahr 2021 noch eine potenzielle Erholung, die jedoch unter den Erwartungen der Umfrage vom Oktober 2020 liegt. Dort erwarteten 79 Prozent eine Erholung im Jahr 2021. Es zeigt sich auch, dass die Befragten nicht glauben, dass das Vorjahresniveau von 2019 so schnell wieder erreicht werden kann.
Asien und der Pazifik müssen ein Minus von 84 Prozent an internationalen Ankünften im Jahr 2020 verzeichnen. Diese Region war die erste, die von der Pandemie betroffen war, und die Region mit den derzeit strengsten Reisebeschränkungen. Sowohl der Nahe Osten als auch Afrika verzeichneten einen Rückgang von 75 Prozent, dicht gefolgt von Europa mit 70 Prozent weniger Ankünften und Amerika mit 69 Prozent minus.
Die UNWTO führte eine globale Umfrage unter Tourismusexperten über die Auswirkungen von Covid-19 auf den Tourismus und die erwartete Zeit der Erholung durch. Der gesamte Barometer mit allen Zahlen und Diagrammen finden Sie hier.