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In der Nacht zum 31. August 1997 ist Lady Diana im Alter von 36 Jahren verstorben. In einem Tunnel in Paris prallte der Wagen, in dem die Ex-Frau von Prinz Charles, 71, mit ihrem damaligen Lebensgefährten Dodi Al-Fayed sass, mit überhöhter Geschwindigkeit in einen Pfeiler. Diana erlag daraufhin im Spital ihren inneren Verletzungen.
Gestatten: Diana
Im November 1977 lernen sich Charles und Diana kennen. Erst drei Jahre später aber wird aus den Bekannten ein Liebespaar. Diana arbeitet zu diesem Zeitpunkt als Erzieherin im Young-England-Kindergarten in London.
Als die Beziehung öffentlich wird, lauert die Presse Diana auf. Zu einer Bildikone wird ein Foto des «Evening Standard», auf dem Diana bei ihrer Arbeit im Kindergarten zu sehen ist. Weil die Sonne just in dem Moment hinter den Wolken hervorscheint, als auf den Auslöser gedrückt wird, wird Dianas Rock transparent und lässt ihre Beine durchschimmern.
Diana selbst soll das Bild sehr unangenehm gewesen sein. Mit ihm aber nimmt ihre Beliebtheit Fahrt auf: Ihr Siegeszug durch die britischen Medien beginnt. Sie wird zur Ikone.
Die grosse Traumhochzeit
Am 24. Februar 1981 gibt der britische Hof die Verlobung von Diana Spencer und Prinz Charles bekannt. Fünf Monate später, am 29. Juli 1981, geben sich die beiden das Jawort in der St. Paul's Cathedral. Weltweit verfolgen rund 750 Millionen Menschen die Zeremonie vor dem Fernseher mit.
Genauso fieberhaft wie die Eheschliessung wird der Blick auf Dianas Hochzeitskleid erwartet. Und sie enttäuscht das britische Volk nicht: Ihre Robe hat eine Schleppe von 7,62 Metern Länge. Das Design von Elizabeth und Daniel Emanuel mit seinen voluminösen Puffärmeln und dem ebenso grosszügigen Faltenrock löst einen neuen Trend aus. Das US-amerikanische Magazin «Time» kürt das Kleid 2018 zum «einflussreichsten britisch-königlichen Hochzeitskleid aller Zeiten».
Gute Nacht, Diana
Am 4. November 1981 besucht Lady Diana eine Ausstellung im Victoria and Albert Museum in London. Dabei fällt nicht nur ihr pompöses Ballkleid von Bellville Sassoon auf, sondern auch die Müdigkeit der Engländerin. Sie nickt auf einem Stuhl ein.
Einen Tag nach ihrem Schlummer-Auftritt gibt der Palast Dianas Schwangerschaft bekannt – rund vier Monate nach der Hochzeit mit Prinz Charles. Söhnchen William wird am 21. Juni 1988 im St. Mary's Hospital in London geboren. Zwei Jahre später kommt der zweite Sohn von Diana und Charles, Harry, zur Welt.
Diana alleine vor dem Taj Mahal
Im Februar 1992 reisen Prinz Charles und Lady Diana gemeinsam nach Indien. Weil viele Termine anstehen, entscheiden sie sich pragmatisch dafür, die Auftritte untereinander aufzuteilen. So nimmt die Lady alleine den Termin wahr, der sie zum Taj Mahal führt. Die Bilder der einsamen Diana gehen um die Welt – und werden zum Symbolbild der Ehekrise, die damals bereits herrscht.
Diana weiss Bescheid, dass Prinz Charles eine Affäre mit seiner ehemaligen Geliebten Camilla Parker-Bowles pflegt. Dennoch lässt sie sich lange nichts anmerken, bis 1992 das Buch «Diana: Her True Story», an dem sie gemeinsam mit dem Reporter Andrew Morton gearbeitet hat, erscheint. Dieses enthüllt die Liebesbeziehung zwischen Camilla und Charles, der Skandal ist perfekt. Am 9. Dezember 1992 schliesslich geben Diana und Charles ihre Trennung bekannt. Vier Jahre später folgt die Scheidung.
Das Sorgerecht für ihre beiden Söhne teilen sich Charles und Diana fortan. Wie gut das gelingt, zeigt Diana im Frühling 1993, als sie mit ihren Buben einen Tag im Freizeitpark Thorpe Park verbringt. Weil sie ihren Jungs ein möglichst normales Leben ermöglichen will, soll sie die Angestellten darum gebeten haben, wie jeder andere behandelt zu werden – was auch das Anstehen für die Vergnügungsanlagen nach sich gezogen hat.
Diana und ihr legendärer Dress
Am 29. Juni 1994 gibt Prinz Charles im Interview mit «BBC» zu, seiner Frau mit Camilla Parker Bowles untreu gewesen zu sein. 14 Millionen TV-Zuschauer verfolgen den Moment, in dem Charles den Ehebruch gesteht.
Und wie reagiert Diana darauf? Auf die coolste nur mögliche Art und Weise. Noch am selben Tag besucht sie eine Party in der Serpentine Gallery – ihr Auftritt: legendär. Ihr schulterfreies kleines Schwarzes erlangt Kultstatus und geht als «The Revenge Dress», das «Rache-Kleid», in die Bücher ein. Ob ihr Auftritt mit hautengem Kleid, dickem Klunker um den Hals und hochhackigen Schuhen ein Seitenhieb in Richtung Charles war? Dazu geäussert hat Diana sich nicht. Für die britische Tageszeitung «Telegraph» ist ihre Aufmachung aber das «wahrscheinlich am strategischsten gewählte Kleid, das in der modernen Zeit jemals von einer Frau getragen wurde».