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a)
Die Schweiz exportiert – nach Deckung der inländischen Nachfrage – vor allem grössere Mengen an Elektrizität am Vormittag bzw. am frühen Nachmittag (9 bis 15 Uhr) und am Abend (um 18 Uhr) zur Mithilfe bei der Deckung des Stromspitzenbedarfs in Europa. Bei dieser sog. Spitzenenergie handelt es sich um Strom aus Speicherkraftwerken (d.h. aus Wasserkraftwerken) und nicht um Strom aus AKWs (welche sog. Bandenergie produzieren).
Zudem sind die physikalischen Gesetze zu beachten, da Strom den Weg des geringsten Widerstandes wählt und somit eine direkte Zuweisung Produktion –> Verbrauch bzw. Export nicht vorgenommen werden kann.
Über die letzten Jahren war der Exportüberschuss im Schnitt 10% (pro Kalenderjahr), die AKWs produzieren etwa 40% des in der Schweiz produzierten Stroms.
b)
Eine massive Reduktion des Stromverbrauchs wäre technisch möglich, dies zeigen Vergleiche zwischen den effizientesten neuen elektrischen Anlagen, Geräten, Pumpen usw. und den heute im Durchschnitt eingesetzten Produkten. Allerdings ist ein “Wegsparen” der gesamten bestehenden Kernkraftwerk- Kapazitäten in einem Zeithorizont bis 2030 nicht realisierbar (siehe http://www.energieschweiz.ch, Stichwort Perspektiven).
Zu berücksichtigen sind zahlreiche Faktoren, insbesondere auch die Schwierigkeit, die dazu nötigen einschneidenden Massnahmen politisch durchzusetzen. Ferner ist mit zunehmenden Stromanwendungen zu rechnen. Zum Teil sind dies technische und ökologische Fortschritte, beispielsweise der Ersatz von Ölheizungen durch Wärmepumpen. Zum Teil ist die Stromverbrauchszunahme auch die Folge der wachsenden Bedürfnisse und der wirtschaftlichen Entwicklung.
Nach Ausschöpfung der Möglichkeiten der effizienten Stromverwendung sollte der notwendige Strom möglichst wirtschaftlich, umweltschonend und CO2-frei produziert werden.
c)
Der vollständige Entsorgungsnachweis ist Bedingung für die Rahmenbewilligung von Kernanlagen. Ohne diesen Entsorgungsnachweis kann keine Bewilligung für neue AKWs erteilt werden (neues KEG, Art.13 Abs. 1 Bst.d).