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«I have an odd idea that most general questions can be expressed in terms of footwear – which is perhaps why cobblers are often such philosophical men.» Auf das erzählerische Potential von Schuhen vertraute nicht nur der englische Schriftsteller H.G. Wells, als er 1907 im Auftrag der Fabian Society ein politisches Traktat vorlegte. Auf das analytische Potential von Schuhen setzt auch Roman Wild, wenn er am Historischen Seminar der Universität Zürich eine Dissertation zur Geschichte des schweizerischen Schuhmarktes in der Zwischenkriegszeit abfasst. CC Textiles and Products
Die marktvermittelten Beziehungen zwischen Schuhproduzenten, -konsumenten, Wissenschaftlern und Regulierungsbehörden werden exemplarisch und als Mikroanalyse untersucht; Märkte können als soziale und kulturelle Ereignisse begriffen respektive als Beziehungs- und Zeichensysteme analysiert werden. Das Dissertationsprojekt von Roman Wild ist damit einem methodischen Ansatz verpflichtet, der mit «Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte» etikettiert werden kann.
Neben seiner Dissertation ist Roman Wild seit Januar 2015 Mitglied des
, wo er u.a. zu den Projekten Silk History und Silk Memory forscht.