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Göppingen (D)
Nördlich von Göppingen liegt der Stadtbezirk Hohenstaufen am Südabhang des Berges Hohenstaufen. Auf dem Hausberg von Göppingen steht die Ruine Burg Hohenstaufen und liegt oberhalb des Ortes Hohenstaufen. Die für das grosse Königs- und Kaisergeschlecht der Staufer namengebende Burg Hohenstaufen wurde bis zum 13. Jahrhundert als Stammburg genutzt. Sie wurde 1070 erbaut und im Bauernkrieg 1525 zerstört. Auf dem Berggipfel des Hohenstaufens befinden sich heute nur noch Mauerreste. Dafür ist die Aussicht von diesem Zeugenberg um so beeindruckender.
Narrensprung
Als Narrensprung werden die Umzüge in der schwäbisch-alemannischen Fasnet bezeichnet. Neben der örtlichen Narrenzunft, die den Umzug ausrichtet, nehmen im Regelfall weitere Zünfte aus Nachbarorten, aus der Narrenvereinigung oder sonstige befreundete Zünfte am Narrensprung teil. Ausnahmen machen zum Beispiel die Narrensprünge in Rottweil und Oberndorf, an denen jeweils nur die Figuren der örtlichen Narrenzunft teilnehmen.
Die teilnehmenden Zünfte laufen nach einem vorab festgelegten Aufstellungsplan geordnet nach Figuren in ihren "Häs" genannten Kostümen den Umzugsweg hintereinander ab. Die Zuschauer werden von den Narren mit dem ersten Teil des Narrenrufs der jeweiligen Zunft begrüsst und antworten mit dem zweiten Teil (zum Beispiel Narri - Narro). Neben den Hästrägern nehmen an den Narrensprüngen auch häufig Musikkapellen, Fanfarenzüge, Schalmeienkapellen und Guggenmusiken teil. Nach Ende des Umzugs findet in den Strassen und Wirtshäusern häufig ein Narrentreiben statt.
"Narrensprung" ist darüber hinaus die Bezeichnung für den jeweiligen Hüpfschritt der Narren. Vor allem glockentragende Maskenfiguren springen oder hüpfen (mundartlich auch: jucken) oft zu Musik in Form bestimmter Narrenmärsche. Dabei haben sich ganz unterschiedliche Narrenschritte entwickelt. Die musikalischen Kompositionen sind meist auf diese abgestimmt.
Häs
Das Häs (Plural: Häser) bezeichnet im Umfeld der schwäbisch-alemannischen Fasnet das Narrenkostüm, das meistens aus einer oft Larve genannten holzgeschnitzten Gesichtsmaske und dem vollständig handgearbeiteten Narrenkleid besteht.
Ein Charakteristikum der schwäbisch-alemannischen Fasnet ist, dass die Hästräger ihre Verkleidung nicht von Jahr zu Jahr wechseln, sondern sie lebenslang beibehalten. In manchen Gegenden ist es sogar üblich, das Häs über Generationen zu vererben. Jede Narrenzunft hat nur einige wenige Narrenfiguren. Das Häs der jeweiligen Figur wird von einer Gruppe in der Zunft getragen. Die ältesten bereits im Mittelalter urkundlich nachweisbaren Narrenfiguren sind der "Teufel", der "Wilde Mann" und verschiedene Tiermasken. Bei den "Fleckle-", "Blätzle-", oder "Spättlekleider" dagegen handelt es sich meist um Leinengewänder, auf denen farbige Stoffflicken aufgenäht sind. Hierzu gehören zum Beispiel der "Plätzler" aus Weingarten oder der Narrone aus Laufenburg. Aus dem Barock stammen die Hansele, Narros oder Weissnarren. Sie haben einen bemalten Leinenanzug, meist eine glatte Gesichtsmaske (Glattlarve) mit freundlich wirkendem Gesichtsausdruck und häufig auf Brust und Rücken über Kreuz getragene Schellenriemen ("Gschell"). Die Fastnachtshexe wie zum Beispiel die Gengenbacher Hexe trägt in der Regel eine Jacke (sog. Peter) und einen Rock, der über einem Unterrock und Bauernwäsche getragen wird. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl örtlicher Narrenfiguren, die sich nicht in eine der erwähnten Gruppen einordnen lassen.