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L., Pflanzengattung aus der Familie der
Iridaceen (s. d.). Man kennt gegen 25
Arten, die namentlich im südl.
Afrika
[* 3] vorkommen. Es sind schönblühende
Zwiebelgewächse mit schwert- oder linienförmigen
Blättern. DieBlumen
stehen in größerer oder geringerer Zahl in einer
Ähre auf einem Schaft, der meistens höher ist als die
Blätter. Bei I.crocataL. sind die
Blumen hochorangefarbig, am
Grunde der Perigonblätter mit einem schwarzbraunen, durchscheinenden Flecken;
bei I. crispa.
Thbg.
sind sie blau, hellviolett, weiß, rosa u. s. w., und dieBlätter am Rande zierlich gekräuselt; I. grandiflora
Delar. hat sehr große purpurschwarze, gelb konturierte, I. maculataL. blaue, blaßblaue, purpurrote, rosenrote, violette,
oft gefleckte, I. viridiflora Lam.
kupferig-grüne, im
Grunde mit einem sammetschwarzen Flecken verzierte
Blumen. Die im Oktober ganz flach und zu mehrern in
Töpfe zu pflanzenden
Zwiebeln unterhält man in einem temperierten Raum bei mäßigem
Begießen und giebt
ihnen zur Zeit des besten Wachstums einen recht sonnigen Platz und nach der
Blüte
[* 4] im April,
Mai und Juni einen trocknen, gegen
Regen geschützten Ort im
Freien.
Vermehrung geschieht durch Brutzwiebeln.
König der Lapithen in
Thessalien, ein Sohn des Phlegyas oder des Antion oder auch des
Ares,
[* 6] heiratete
Dia, des
Deïoneus Tochter, die ihm den
Peirithoos gebar. Er versprach seinem Schwiegervater reiche Brautgeschenke und stürzte diesen,
der ihn zur
Erfüllung seines Versprechens anhalten wollte, in eine mit feurigen
Kohlen gefüllte Grube.
Darum wird er von den Dichtern der erste
Mörder genannt, der, wegen seiner Blutschuld mit
Wahnsinn geschlagen, vergebens
Götter
und
Menschen um Sühnung bittet, bis endlich Zeus
[* 7] selbst ihn vom
Morde reinigt und ihn am eigenen Herde als Gast aufnimmt.
Hier entbrannte er für Hera;
[* 8] von dieser getäuscht, umarmte er statt ihrer eine
Wolke (Nephele), aus
welcher Umarmung Kentauros entsprangen. Zeus ließ ihn mit Schlangen
[* 9] an ein glühendes
Rad fesseln, das im ewigen Wirbel um
die Erde kreist. Erst von der spätern Sage wurde der auf das
Rad geflochtene I. zu andern Büßenden in die
Unterwelt versetzt.
Die Fesselung an das geflügelte
Rad ist auf einem attischen Vasenbilde, auch auf Sarkophagen aus späterer
Zeit dargestellt.
L., Pflanzengattung aus der Familie der
Rubiaceen (s. d.) mit gegen 100
Arten, die namentlich in den
Tropen vorkommen.
Es sind schöne, immergrüne Ziersträucher mit gegenständigen
Blättern, zugespitzten oder in eine Granne
ausgehenden Afterblättern und zierlichen scharlachroten, rosenroten, blaßroten, weißen oder bunten, oft wohlriechenden
Blüten in endständigen, oft dreiteiligen
Doldentrauben. Eine der beliebtesten
Arten ist
I. coccineaL., in
Indien Feuerbrand
und Buschflamme genannt, mit prächtig zinnoberroten, langröhrigen, kugelig-doldig gesammelten
Blüten und roten
Stengeln.
Die Handelsgärten führen eine Anzahl reichblühender
Arten und Formen, unter diesen I. crocataLindl.,
I. grandifloraKer. I. hybrida splendens und Duchess of
Teck u. a., welche letztere den Vorzug besitzt, schon als kleine
Pflanze
zu blühen. Man kultiviert diese prächtigen
Pflanzen in Warmhäusern bei +12 bis 15° C., hält sie von
Staub, Schmutz und
Insekten
[* 10] rein, sorgt im März und April nach dem
Verpflanzen und auch im
Sommer für feuchte Wärme
[* 11] und
giebt ihnen bei warmer Witterung reichlich Luft und bei heißer
Sonne
[* 12] Schatten.
[* 13]
AlleArten lassen sich leicht durch
Stecklinge
unter
Glocken und im Warmbeet vermehren.
die Tochter des Pan
[* 14] und der Echo oder der
Peitho, Dienerin der
Io, wurde von der Hera in einen
Vogel, den sog.
Wendehals (s. d.), verwandelt, weil sie Zeus zu dem Liebeshandel mit
Io verführt hatte. Nach dem Vorgange Iasons,
der auf
AphroditesRatMedeia dadurch für sich gewonnen haben sollte, daß er die I. mit Füßen und Flügeln
auf ein vierspeichiges
Rad band und dieses unter Aussprechung von Zauberformeln umdrehte, gebrauchte man diesen
Vogel in der
angegebenen
Weise als
Mittel, jemand verliebt zu machen; daher der
Vogel als
Symbol für Liebesqualen galt.
im jüngern
Avesta Iazata, d. h. verehrungswürdig, ein
Beiwort verschiedener guter Wesen,
dann eine allgemeine Bezeichnung der guten
Geister, die neben den
Amschaspands (s. d.) im Dienst des Ormuzd stehen. (S. auch
Dämonen.) Die meisten von ihnen sind erst aus der Volksreligion in das spätere Zoroastrische
System aufgenommen worden (s.
Zendavesta).
Der Plural des Wortes (jazdân) bedeutet im
Mittel- und Neupersischen Gott.
(spr. -takßigwáttl, d. h.
Weiße Frau),
Berg im SO. des
Thals von Mexiko,
[* 16] in 19° 10' nördl.
Br. und 98°
35' westl. L., ist ein
Vulkan ohne Krater,
[* 17] von langgestreckter Form, besteht ausschließlich aus Amphibolandesit und ist auf
den Flanken von den
Auswürflingen des benachbarten thätigen Popocatepetl (s. d.)
bedeckt.
Die Höhenangaben schwanken zwischen 4786 und 5207 m.