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Wenn es Zeit wird, ins Bett zu gehen, haben Kinder manchmal Probleme beim Einschlafen. Meist sind solche Schwierigkeiten auf Überreiztheit oder Angst zurückzuführen. Lernen Sie als Eltern die Gründe zu erkennen, die Ihr Kind am Einschlafen hindern. Und nutzen Sie unsere Tipps, um ihm zu helfen, eine ruhige Nacht zu verbringen.
Weshalb schläft das Kind nicht sofort ein?
Angst beeinträchtigt das Einschlafen: Fürchtet sich Ihr Kind, von Ihnen getrennt zu sein, ohne Ihnen das zu sagen? Oder hat es vielleicht einen schlechten Tag hinter sich, getraut sich aber nicht, mit Ihnen darüber zu sprechen? Nicht immer ist klar, wovor sich ein Kind fürchtet. Um Ihr Kind zu verstehen, verbringen Sie am besten Zeit mit ihm und tauschen sich mit ihm aus.
In den westlichen Ländern fürchten sich viele Kinder vor der Dunkelheit und vor Gespenstern. In anderen Regionen, vor allem dort, wo Eltern und Kinder im selben Raum schlafen, kommt diese Furcht praktisch nicht vor. Doch diese uralte Furcht ist keineswegs irrational: Sie stammt aus einer Zeit, als Kinder eine leichte Beute für Tiere waren, die sich im gleichen Lebensraum aufhielten.
Die Befürchtungen und Ängste des Kindes sollten nicht herabgespielt werden. Im Gegenteil, sprechen Sie ausführlich mit ihm über seine Gefühle, um ihm zu helfen, sich damit auseinanderzusetzen.
Auch ein aufgeregtes oder überreiztes Kind wird Schwierigkeiten haben, den Schlaf zu finden: Deshalb empfiehlt es sich, körperliche Aktivitäten und Videospiele vor dem Zubettgehen zu vermeiden.
Angst ist einer der Hauptgründe, die Kinder am Schlafen hindern.
So helfen Sie Ihrem Kind, den Schlaf zu finden
Führen Sie ein Ritual für das Schlafengehen ein, mit dem Sie jeden Abend zur gleichen Zeit eine friedliche, beruhigende Atmosphäre schaffen: Dämpfen Sie das Licht, stellen Sie ein Glas Wasser neben dem Bett bereit und unterhalten Sie sich leise mit dem Kind. Sie können auch sanfte Musik abspielen. Widmen Sie Ihrem Kind etwas Zeit (ungefähr 15 Minuten), bevor Sie es in seinem Zimmer alleine lassen. Vielleicht helfen Ihnen auch die folgenden Tipps:
- Nach einem langen Tag hat Ihr Kind bestimmt den Wunsch und das Bedürfnis, etwas Zeit mit Ihnen zu verbringen. Das Zubettgehen ist ein besonderer Moment, in dem das Kind Ihre ganze Aufmerksamkeit erhalten und sich Ihnen anvertrauen kann. Fragen Sie es, wie sein Tag verlaufen ist und wie es sich fühlt. Bringen Sie es dazu, Ihnen möglichst viel zu erzählen, und lernen Sie, kleine Sorgen zu erkennen, die seine Angst fördern könnten (eine Bemerkung der Lehrerin, ein Streit mit einem Schulkameraden…).
- Helfen Sie dem Kind beim Einschlafen, indem Sie die mentale Entspannung fördern. Kinder verfügen über eine überschäumende Fantasie, die Sie nutzen und anregen können: Schlagen Sie Ihrem Kind zum Beispiel vor, sich einen Helden, einen beruhigenden Ort oder etwas Friedliches vorzustellen, das ihm helfen wird, nicht mehr an die Monster zu denken, die sich unter seinem Bett verstecken. Zudem wird es rascher einschlafen können, wenn es sich auf etwas Bestimmtes konzentriert.
- Eine Kopfmassage hört sich vielleicht ungewöhnlich an, wirkt jedoch hervorragend. Massieren Sie zunächst sanft die Schläfen und danach die Stirn Ihres Kindes. Bewegen Sie Ihre Finger nun zur Oberseite des Schädels und später zum Hinterkopf. Beginnen Sie mit zarten, streichelnden Bewegungen und erhöhen Sie nach einigen Minuten den Druck etwas. Führen Sie jedoch nur sanfte Massagebewegungen aus.
Falls Ihr Kind Sie beim Verlassen des Zimmers zurückhalten möchte, sollten Sie ruhig, aber bestimmt bleiben. Kehren Sie nicht zu ihm zurück. Erklären Sie ihm, dass es nichts zu befürchten hat und dass Sie ganz in der Nähe bleiben werden. Schalten Sie bei Bedarf ein Nachtlicht ein, um dem Kind das Einschlafen zu erleichtern.
Wünschen Sie noch mehr Tipps? Mit Kursen zu den verschiedensten Themen begleitet das Schweizerische Rote Kreuz Eltern und ihre Kinder im Alltag.