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Rotwein und sein geheimnisvoller Farbcode
Wichtige Rotwein-Rebsorten sind Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Merlot, sowie der tief dunkelrote Syrah/Shiraz. Der ebenso populäre Garnacha hingegen bringt eher Fülle als Farbe in den Rotwein; ist geradezu prädestiniert für Rosé. Ein sehr junger Rotwein zeigt häufig purpurne Reflexe, mit dem Alter wande...
Rotwein und sein geheimnisvoller Farbcode
Wichtige Rotwein-Rebsorten sind Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Merlot, sowie der tief dunkelrote Syrah/Shiraz. Der ebenso populäre Garnacha hingegen bringt eher Fülle als Farbe in den Rotwein; ist geradezu prädestiniert für Rosé. Ein sehr junger Rotwein zeigt häufig purpurne Reflexe, mit dem Alter wandelt sich die Farbnuance ins Rotbraune.
Über den Charakter eines Rotweins entscheidet neben den Faktoren, die Winzer gern Terroir nennen: die Rebsorte. Sein Farbpotenzial ist umso grösser, je dicker, kleiner und reifer die Beerenhaut ist. Dort sitzen die Pigmente, die dem Rotwein eine mehr oder weniger kräftige Färbung verleihen. Denn der Most von Rotweintrauben ist – weiss.
In der Schweiz sind ca. 200 Rebsorten auf einer Rebfläche von 14'920 ha bekannt. Einige dieser Reben sind international bekannt und in mehreren Ländern im Anbau. Daneben existieren autochthone Sorten mit lokalem Charakter wie z. B. die Sorten Petite Arvine, Amigne, Cornalin und Humagne Rouge. Ausserdem gibt es kleinere Rebflächen mit Neuzüchtungen wie den Sorten Gamaret, Garanoir oder der Sorte Diolinoir.
Sowohl qualitativ als auch quantitativ ist Frankreich eines der bedeutendsten Weinbaugebiete der Erde. Internationale Standards orientieren sich bis heute an Frankreich, insbesondere dem Bordeaux-Wein, dem Burgund und dem Champagner. Paris ist Sitz der Internationalen Organisation für Rebe und Wein. Auch in der internationalen Bekanntheit sind französische Rebsorten wie Chardonnay, Merlot oder Cabernet Sauvignon führend. Frankreich ist außerdem trotz gesunkener Produktionszahlen weiterhin nach Italien der zweitgrößte Weinerzeuger der Welt.
Italien bietet ein grandioses Rebsortenportfolio
Pasta mit Tomatensauce? Ein klarer Fall für italienische Weine wie Barbera oder Sangiovese. Antipasti – ein Pinot Grigio aus dem Veneto hält locker mit. Meeresfrüchte lieben Arneis aus dem Piemont. Prosecco trinkt man … eigentlich immer. In Italien sogar zu leichten Speisen. Ein wahres Kraftpaket ist: Amarone – und unbestritten einer der spannendsten der italienischen Weine. Trauben von lokalen Sorten wie Corvina, Rondinella und Molinara, die bis zu vier Monate auf speziellen Holzgestellen trockneten, vergärt man zu einem trockenen Wein. Klassiker wie Barolo und Brunello sind nicht nur zwei der bekanntesten italienischen Weine, sondern ganz grosse Oper.
An Darstellern mangelt es auch sonst nicht im Land: Kaum irgendwo kennt man so viele Rebsorten wie zwischen Bozen und Palermo, darunter einheimische Sorten wie der beliebte Negroamaro der die Nero d’Avola – momentan sehr en vogue.
Fruchtig, würzig und saftig – Primitivo di Manduria ist ein echter Solotänzer unter den italienischen Weinen. Der sonnenverwöhnte Rotwein schmeckt am besten leicht gekühlt.
Spanische Weine bedeutet: Temperament im Glas
Seit vielen Jahrhunderten baut man in Spanien Wein an. Bereits im 8. Jahrhundert kelterten die Griechen im nordspanischen Rosas Wein. Die Maische wurde in Steinwannen vergoren und floss über in den Boden eingelassen Rinnen in Tongefässe. In ähnlicher Form praktizieren das die Winzer in der Rioja noch heute.
Rioja, der berühmteste der spanischen Weine
Das bekannteste Anbaugebiet für spanische Weine erstreckt sich entlang des mittleren Ebros auf etwa 4.000 Quadratkilometern. Im Norden schützt das Kantabrische Gebirge und im Süden grenzt die Rioja an die Sierra de la Demanda. Die Weinregion Rioja reicht über die autonome Provinz hinaus bis zur Navarra und ins Baskenland. Die Rioja teilt sich in drei Bereiche: Alavesa im Norden, Alta südlich des Flusses und Baja im Osten. In der Alavesa und Alta dominiert Tempranillo, während in der Alta sich Garnacha sehr wohl fühlt. Ein klassischer Rioja wird sehr oft aus Trauben aller drei Bereiche gekeltert.
Tapas, Jambon, Tortilla – und ein Glas spanischer Wein
Nicht nur El Toro wird wild bei der herrlichen Farbe von Spaniens Rotweinen – ein paar Gläser von einem fruchtigen Spanier bringen jede Party in Gang. Tapas ohne Wein? In Spanien undenkbar! Perfekt schmecken die kleinen Häppchen zum Weisswein oder fruchtigen Rotweinen aus den nordspanischen Weinregionen sowie zum trockenen Sherry. Apropos Grill: Zum Steak, auch aus der Pfanne, ist ein Tempranillo erste Wahl. Die Weine aus der edlen Nationaltraube kommen aus der Rioja und Ribera del Duero mit dem prestigeträchtigsten Wein Spaniens, dem Vega Sicilia oder unserer preiswerten Variante: Viña Mayor. Fisch schwimmt am liebsten in einem saftigen Albariño aus dem kühlen Rias Baixas oder fruchtig-aromatischem Verdejo aus Rueda. Von fruchtig bis wuchtig – unter vielen, meist regional verbreiteten roten Sorten zwischen Cariñena und Valdepeñas findet jeder Geniesser seinen Favoriten unter den spanischen Weinen.
Argentinische Weine - Furore
Vor allem der Malbec aus der führenden Weinregion Mendoza macht bei uns Furore. Weitere argentinische Rotweine wie der Cabernet Sauvignon oder der Bonarda machen ebenso Freude, und bei den Weissweinen spielt nicht überraschenderweise die Traubensorte Chardonnay eine Hauptrolle. Argentiniens Weine brillieren sowohl auf höchster Qualitätsstufe, als auch im attraktiven Bereich der Best Buys oder Hausweine.
Der Boom der amerikanischen Weine
Die Vereinigten Staaten haben in relativ kurzer Zeit eine Spitzenposition auf dem internationalen Weinmarkt errungen. In den 1970er Jahren setzte ein regelrechter Weinboom ein. Die USA gehören seit einigen Jahrzehnten zu den bedeutendsten Weinbauländern der Erde.
Portwein und Co.
Der Weinbau in Portugal ist von Gegensätzen geprägt. Während im Landesinneren noch schwere, tanninreiche Rotweine und der Portwein vorherrschen, kommen aus dem kühlen atlantischen Klima des Nordens leichte Weine wie der Vinho Verde.
Weine aus Österreich
Längst ist es kein Geheimnis mehr. Sei es der Grüne Veltliner als der Parade-Weisswein (etwa aus Kamptal oder der Wachau) oder Rotweine wie die faszinierende Traubensorten Blaufränkisch, Zweigelt oder St. Laurent: Österreich ist ein wunderbares Weinbauland mit bereichernder Eigenständigkeit. Und die Wortverwandtschaft spricht für sich: die österreichischen Spitzen-Weinregion Burgenland verkörpert ja eine Art östliches Pendant zum Burgund. Die junge Burgenländer Generation von Winzern, mutig, engagiert und sich mit den besten Weinen der Welt messend, wurde schon vor Jahren mit dem Prädikat Weinwunder geehrt. Heute degustieren wir wahre Klasseweine, welche eine selbstbewusste Gelassenheit verströmen.
Beliebte Newcomer aus dem Süden
Wein aus Südafrika ist heute beliebter als je zuvor. Der Weinbau in Südafrika hat eine lange Geschichte, die zeitlich sehr genau festgelegt ist: am 7. April 1652 betrat Jan van Riebeeck in der Tafelbucht südafrikanischen Boden und bemerkte schnell, dass sich hier aufgrund des Klimas sehr gut Weinanbau betreiben lassen kann. So kamen die ersten Rebstöcke aus Frankreich per Schiff und 1659 wurde der erste Wein gekeltert. 1679 wurde die zweite Stadt am Kap, Stellenbosch, gegründet, heute Zentrum des südafrikanischen Weinbaus. Im Jahre 1688 kamen die wegen ihres Glaubens verfolgten Hugenotten aus Frankreich nach Südafrika und brachten gute Kenntnisse über den Weinanbau mit. Sie ließen sich in Franschhoek (= französisches Eck) nieder.
Australische Weine - Die Internationale Elite
Die australischen Weine entwickelten sich in den letzten Jahren zur absoluten internationalen Elite. Weinbau wird in Australien erst seit dem 18. Jahrhundert betrieben. Die Winzer haben das riesige Potenzial der natürlichen Gegebenheiten jedoch schnell verinnerlicht und produzieren in ihren Kellern professionelle und trendige Spitzenweine. Australien als weltweit sechstgrösster Weinproduzent sorgte zudem mit dem Anbau neuer Sorten und dem Ausprobieren neuer Ausbaumethoden für Aufsehen. Dadurch konnten sich die Winzer eine vielbeachtete Position in der weltweiten Weinwirtschaft erarbeiten. Australien war das erste Land, das Rebsorten eingeführt hat, um Verbrauchern einen «Wegweiser» zu geben, der ihnen zeigt, was sie von einem gewissen Wein erwarten können.
Chiles Vorzeigerebsorte ist die Carmenère - Rebe die heutzutage quasi exklusiv in Chile auf über 8.000 Hektar Rebfläche angebaut wird. Diese ursprünglich aus Frankreich stammende Rotweinrebsorte verschwand Mitte des 19. Jahrhunderts aufgrund der Reblausplage fast vollständig aus Europa und wird seit 1850 in Chile angepflanzt und genießt hier quasi Exklusivität. Zu Chiles Top-Rotweinen gehört der Cabernet Sauvignon der mit einer Anbaufläche von über 40.000 Hektar die meist angebaute Weinsorte Chiles ist. Chilenischer Cabernet Sauvignon wird in den warmen und trockenen Anbaugebieten von Aconcagua
Chile gehört zu den Top-Weinproduzenten der "Neuen Welt" und ist im internationalen Weinmarkt nicht mehr wegzudenken. Gerade unter den Chilenische Rotweinen finden sich Rotweine der Extraklasse.