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1. Welches sind die Vorteile des Schwebeschlafs?
Ab Mitte der siebziger Jahre hat das Wasserbett beträchtlich an Bedeutung gewonnen, so dass man ohne Übertreibung von einem Siegeszug dieses Produktes in den letzten Jahren sprechen darf.
Seine Kinderkrankheiten sind beidseitig und anfängliche Berührungsangst diesem Produkt gegenüber ist verflogen. Für den Durchbruch des Bettes allgemein können folgende fünf Vorteile geltend gemacht werden: eine totale Körperunterstützung, angenehmer Liegekomfort ohne störende Druckpunkte, entspannende Wärme, die hygienische Matratzenoberfläche überhaupt und eine sehr grosse Haltbarkeit. Die einzelnen Punkte möchten wir Ihnen in den nun folgenden Frage- und Antwortpassagen verständlich machen.
Allein in den letzten 20 Jahren wurden weltweit 60 Millionen Wasserbetten verkauft, so dass heute ca. 100 Millionen Menschen den Schwebeschlaf geniessen können. Dieser grosse Erfolg beweist, dass die Vorteile eines Wasserbettes den Konsumenten immer mehr überzeugten. Nur die bis dato noch Grossteils vorhandene Unwissenheit über die Vorteile eines Wasserbettes stehen den generellen Akzeptanz dieses Schlafsystems nach wie vor im Wege.
2. Wer hat das Wasserbett erfunden?
Das Wasserbett, in seiner einfachsten Form, wurde schon vor 3000 Jahre von den Persern entwickelt und benutzt. Sie schliefen damals aus Wassersäcken aus Ziegenhaut, die tagsüber in der Sonne aufgewärmt wurden. Erst 1851 wurde dieses Konzept von dem britischen Arzt Dr. William Hooper weiterentwickelt. Er hatte die Vorteile des drucklosen Schlafens erkannt und setzte dies nun bei der Behandlung der verschiedensten medizinischen Erkrankungen ein. So entwarf er eine einfache Wassermatratze aus Kautschuk und liess sie sich patentieren.
Erst in den späten sechziger Jahren hat der Amerikaner Charles Hall dieses Konzept wieder aufgegriffen und verfeinert. Hall verwendete das nun schon vorhandene PVC und für die damalige Zeiten modernste Produktionstechnik zur Entwicklung und Produktion der Wassermatratzen.
Ihn können wir als Wegbereiter der uns heute bekannten Wassermatratze bezeichnen.
Die alten Perser, Hooper sowie Charles Hall benutzen als Füllung für Ihre Produkte ebenfalls Wasser zum Füllen und damit zur Unterstützung des Körpers; Wasser, die natürlichste Substanz der Natur. Es wirkt wie eine Antischwerkraftmaschine. Es wird uns auf diese Weise möglich die verjüngende Wirkung des Schlafens während unserer Nachtruhe zu verstärken. Dies ist im wesentlichen die Essenz des Schwebeschlafs.
3. Welche verschiedenen Typen von Wasserbetten gibt es?
Hier unterscheiden wir folgende 3 Grundtypen: Schlauch – Wassermatratzen, Hard-Side Wasserbetten und Soft-Side Wasserbetten.
So ist eine Schlauch – Wassermatratze kaum mit einem richtigen Wasserbett zu vergleichen. Das Einzige, was beide miteinander verbindet, ist das Medium Wasser. Es besteht aus mehreren schmalen und nebeneinander liegenden, mit Wasser gefüllten Schläuchen. Diese wiederum sind zwischen zwei Schaumstoffauflagen eingebettet. Die Wellenberuhigung wird durch einen eingelegten Polyuretanschaum innerhalb des Wassersackes erreicht. Das System selbst kommt mit einer sehr niedrigen Wassermenge aus und kann deshalb ohne weiteres auf einen normalen Lattenrost gelegt werden. Alle Vorteile eines echten Wasserbetts gehen allerdings durch solchen Aufbau verloren.
Die ersten richtigen Wasserbetten waren Hard-Side Betten. Bei dieser, inzwischen überholten, Version des Bettaufbaues wird die Wassermatratze direkt in eine starke Holzumrahmung gelegt, welche ihr den seitlichen Halt gibt. Das Ganze ruht auf einer Bodenplatte, die von Gewichtsverteilern unterstützt wird. Zwischen der Wassermatratze, dem Holzrahmen und der Bodenplatte befindet sich eine Sicherheitsfolie, die das Wasser bei einer eventuellen Perforation der Matratze auffängt.
Die heute aktuelle und gebräuchlichste Form eines Wasserbettes, ist das Soft-Side Bett. Bei diesem Typ von Wasserbett besteht die seitliche Umrandung grösstenteils aus Schaumstoffteilen.
So besitzen die derzeit perfekten Wasserbetten einen zweiteiligen Schaumrahmen, wobei der untere auf der Bodenplatte befestigt ist und der obere Teil sich mit der Matratze frei bewegen kann. Dieser trotzdem sehr stabile Umbau sorgt dafür, dass ein Soft-Side Wasserbett ohne den sonst üblichen Holzrahmen (siehe Hard-Side Bett) aufgestellt werden kann. Dennoch ist es in ein vorhandenes Bettgestell einbaubar. Für solch einen speziellen Einbau in ein vorhandenes Bettgestell sind Wasserbetten mit geteiltem Schaumrahmen besonders geeignet.
Bei den neusten Entwicklungen in Bezug auf den Soft-Side Rahmen, wird das untere Schaumteil durch ein formstabiles Kunststoffprofil ersetzt. Dadurch wird die Festigkeit, als auch die Langlebigkeit enorm gesteigert.
4. Gibt es verschiedene Typen von Wassermatratzen?
Ja. Der Unterschied der Matratzen besteht in ihrer Oberfläche und Füllung. Für die Fertigung der ersten Wasserbetten wurde eine glatte Vinyl-Folie benutzt und im Inneren war nur Wasser. Man nennt diese Matratzen unstabilisiert, “Free flow“, oder auch “Frei Fluter“. Zur Dämpfung der Bewegung des Wassers in einer Wassermatratze werden heutzutage verschiedene Methoden angewandt. Durch PVC-Zylinder, Kammern oder Vliesmatten im Innern der Matratze können Wasserbetten leicht, schwer oder total stabilisiert werde. Welche Stabilisierung Sie wählen, wird von Ihren persönlichen Empfindungen bestimmt. Wichtig ist es aber darauf zu achten, dass die Stabilisierung das Schwebeschlafgefühl nicht stört. Vliesberuhigte Matratzen bekommen in dieser Hinsicht im Allgemeinen die besten Noten (Olymp-Wasserbetten sind ausschliesslich mit Vliesmatratzen ausgerüstet).
Moderne Wassermatratzen werden immer mehr mit einer extra dehnfähigen Oberfläche gefertigt. Diese steigert den Komfort und die Anpassungsfähigkeit der Wassermatratze um ein beträchtliches. Die verschiedenen benutzen Dehnmuster sind kaum miteinander vergleichbar. Hier sind Sie also selbst gefordert herauszufinden welche Matratze Ihre Empfindungen am Nächsten kommt.
Schliesslich gibt es noch den Unterschied zwischen einteiligen (UNO) und zweiteiligen (DUAL) Wassermatratzen.
5. Ist ein Wasserbett gut für meinen Rücken?
Ein Wasserbett unterstützt den Rücken auf die bestmögliche Weise. In dem Moment, wo Sie sich auf eine Wassermatratze legen, wird das Medium Wasser so verdrängt, dass es genau Ihre Körperform annimmt.
Die Matratze hängt nicht durch, passt sich aber jeweils Ihrer Körperlage genau und augenblicklich an. Dabei spielen das Gewicht und der Körperbau keine Rolle. Diese Vorteile, kombiniert mit dem niedrigen Auflagedruck und der angenehmen Wärme, sind eine Wohltat für Ihren Rücken.
6. Hat ein Wasserbett auch einen medizinischen Vorteil?
Diese Frage kann mit einem eindeutigen JA beantwortet werden. Es gibt nicht nur einen, sonderm mehrere! Das Wasserbett wurde, bevor es den grossen Durchbruch beim Konsumenten erlangte, schon seit langem in verschiedenen medizinischen Einrichtungen benutzt. Man entdeckte, dass die scheinbare Schwerelosigkeit in einem Wasserbett einen wichtigen und positiven Einfluss auf die Gesundung des Menschen hatte. So wurden z.B. beim Vermeiden und Heilen von Dekubitus und bei der Behandlung von schweren Brandwunden grosse Fortschritte erreicht.
Die gleichmässige, drucklose Unterstützung und die Wärme eines Wasserbetts sind gleichfalls wichtige Aspekte bei Rheumatismus- Arthritispatienten, sowie für Menschen, die unter den verschiedenen Rückenbeschwerden leiden. Weiterhin werden Wasserbetten bei der Pflege von Frühgeburten eingesetzt und sind gleichzeitig eine grosse Erleichterung für Frauen während der Schwangerschaft. Da im Inneren der Matratze keinerlei Schmutz oder Bakterien ansammeln und die Wassermatratze auf das Einfachste gereinigt werden kann, wird das Wasserbett von Allergikern und Asthmapatienten immer mehr bevorzugt.
Weiterhin gilt es als bewiesen, dass Menschen auf einem Wasserbett schneller einschlafen und einen tieferen Schlaf erfahren.
Ein tieferer und somit weniger unterbrochener Schlaf während der einzelnen Schlafphasen gilt ganz allgemein als die beste Medizin für die Regeneration unserer Körperzellen. Der insgesamt bessere Komfort, die vollständige Unterstützung und die wohlige Wärme tragen in ihrer Gesamtheit für einen angenehmeren und wohltuenden Schlaf bei. Dieser wiederum ist Grundlage für die Entspannung und die geistige Erholung während der Schlafenszeit. Die körperliche Gesundung z.B. nach einer Operation oder einer Sportverletzung, kann sich bis zur Hälfte der sonst üblichen Genesungszeit verkürzen.
7. Ist es nicht notwendig, auf einer harten Matratze zu schlafen?
Die ungeeignetste Grundlage um richtig schlafen zu können, ist eine weiche und durchhängende Matratze. Aus diesem Grund wurden einige Jahrzehnte lang mit der harten Matratze Werbung gemacht. Diese bietet schon eine bessere Unterstützung als die ehemaligen durchhängenden Matratzen, aber die harte Kontaktoberfläche zwingt Ihren Rücken noch immer zu einer unnatürlichen Haltung und erzwingt unangenehme Druckpunkte. Darum suchten gute Bettenfachgeschäfte immer mehr nach dem idealen Schlafsystem. Der Durchbruch der federnden Lattenroste ist eine Folge dieses Entwicklungsprozesses. Das Schlafsystem, welches Ihrem Körper die beste Anpassung bietet, ist und bleibt aber nun mal die Wassermatratze. Eine Wassermatratze ist keineswegs eine weiche Matratze, sondern ein perfekt unterstützendes Schlafsystem. Von Ärzten, Schlafforschern und Produzenten von herkömmlichen Schlafsystemen ist deshalb kaum noch zu hören, dass grundsätzlich nur eine harte Matratze das Optimum Ihres Schlafes sein kann.
Heute liegt der Tenor all dieser Spezialisten auf der gleichen Wellenlänge.
Der Körper muss angepasst liegen!
8. Werde ich meinen Partner aufwecken, wenn ich ins Bett gehe?
Dies ist sehr unwahrscheinlich, ausser wenn Sie wirklich mit Anlauf ins Bett springen. In einem solchen Fall aber werden Sie Ihren, auf einer traditionellen Matratze liegenden Partner, ebenfalls aufwecken. So können Sie auf folgendem Grundsatz ausgehen. Je stärker die Stabilisierung Ihres Wasserbettes, desto geringer ist die Übertragung der entstehenden Bewegungen. In einem ausreichend stabilisierten Wasserbett werden Ihre Bewegungen nur eine leichte und kurze Dehnung des Vinyls verursachen, die im Allgemeinen nicht als störend empfunden werden wird. Ein speziell durchdachtes und patentiertes Dehnmuster (Diagonales Dehnmuster) verringert darüber hinaus die Bewegung, die eigentlich auf die Matratzenoberfläche übertragen wird.
9. Kann man Seekrank werden?
Von einem solchen Phänomen, welches einem Wasserbettschläfer widerfahren sein könnte, ist bisher kein einziger Fall bekannt, gleichfalls kann dieses aus medizinischer Sicht ausgeschlossen werden. Das Wasserbett selbst wird nur dann in Schwingung versetzt, wenn Sie sich selbst im Bett bewegen. Diese dadurch ausgelöste Schwingung des Wassers wird unmittelbar von der intergrierten Stabilisierung gedämpft. Beachten Sie auch noch, dass sich das Verlangen Ihres Körpers nach Bewegung durch den kaum noch spürbaren Auflagedruck der Wassermatratze um ein Vielfaches verringert.
10. Ist es möglich in einem Wasserbett zu frühstücken?
Ohne Probleme. Wenn jemand so lieb ist und es Ihnen bringt!
11. Wird mein Sexualleben in einem Wasserbett besser?
Eigentlich gibt es keinen Unterschied, ausser der Tatsache, dass die bewegliche, und trotzdem unterstützende Oberfläche zu Ihrem Wohlbefinden beiträgt.
12. Können meine Haustiere mein Wasserbett beschädigen?
Das ist sehr unwahrscheinlich. Der Überzug, der jede Wassermatratze umgibt, schützt sie auch gegen scharfe Krallen und Zähne. Es könnte jedoch sein, dass Ihre Haustiere Ihr Wasserbett genau so gerne mögen wie Sie... aber wer kann ihnen dafür recht geben?