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Die Haarzellen teilen sich, differenzieren sich aus und verhornen
Zuständig für das Wachstum der Haare ist die Haarwurzel, das heisst: Ihr unteres, leicht verdicktes Ende. Die Zellen dieser „Haarzwiebel“ haben eine rasante Zellteilungsrate. Hier – in einem der stoffwechselaktivsten Gewebe des Menschen – entsteht die neue Haarsubstanz.
Von der Matrixzelle zum fertigen Haar
Da ständig Zellen nachrücken, schieben sich ihre jeweiligen Vorgänger im Haarkanal aufwärts. Auf diesem Weg differenzieren sie sich in die verschiedenen Haarbestandteile aus.
Dabei bilden die Zellen immer mehr Keratin: Sie verhornen. Man spricht auch von der Keratinisierung des Haares. Keratin ist mit etwa 90 Prozent der Hauptbestandteil der Haare, es gibt dem Haar seine Festigkeit und Form.
Talg: Schutzschicht fürs Haar
Dicht unter der Hautoberfläche, kurz bevor die Haarzellen als sichtbares Haar aus der Haut austreten, ummanteln eine oder mehrere Talgdrüsen den Haarschaft mit einem fettigen Sekret (Talg), das die Haare geschmeidig hält und vor Wasser schützt.
Verschiedene Faktoren beeinflussen das Haarwachstum
Im Durchschnitt legt ein Kopfhaar täglich etwa 0,35 mm an Länge zu – das ist etwa ein Zentimeter im Monat. Wie schnell ein Haar wächst und wie lange sein Wachstum anhält, bevor es ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem können Stress, die Ernährung und Hormone eine Rolle spielen.
Haarwachstum: Die Rolle der Geschlechtshormone
Weibliche Sexualhormone (Östrogene) verlängern die Wachstumsphase des Kopfhaars. So wird das Haar bei manchen Frauen in der Schwangerschaft (wenn der Östrogenspiegel höher ist) dichter und voller. Sinkt der Östrogenspiegel (zum Beispiel in der Stillzeitoder in den Wechseljahren), passiert das Gegenteil: Die Haare fallen früher aus und werden dünner.
Männliche Geschlechtshormone (Androgene) hemmen das Wachstum des Kopfhaares dagegen eher. Dafür fördern sie z.B. den Wuchs des Barthaars.