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Bei einer Ungarnreise Debrecen auszulassen, ist so, als hätte man bei einer Romreise den Vatikan nicht besucht. Der Vergleich ist kein Zufall: In der reformierten Religion spielt Debrecen eine grosse historische Rolle, man tituliert es sogar als das „Calvinistische Rom“. Demgegenüber hat Genf, die eigentliche „Geburtsstätte“ des internationalen Calvinismus, den Beinamen «protestantisches Rom» erhalten. Die grösste östlichste Stadt Ungarns und die grösste westlichste Stadt der Schweiz, können in der Zeit der Reformation viele historische Parallelen ziehen: Zwischen Stadtführung und Kirchenregiment bildete sich in Debrecen eine sehr enge Zusammenarbeit heraus, die zur selben Zeit für Genf unter der geistlichen Führung von Calvin kennzeichnend war. 1567 nahm die Debrecener Synode die «Confessio Helvetica Posterior» (die zweite, von Heinrich Bullinger verfasste helvetische Konfession) als Bekenntnis der Stadt an, das von allen ungarischsprachigen Gemeinden als verpflichtend eingeführt wurde und das bis heute für alle ungarischsprachigen Reformierten Geltung hat.
Anlässlich der geplanten Festlichkeiten des 500-jährigen Reformationsjubiläums im nächsten Jahr, wurden im Rahmen eines Treffens des Schweizer Botschafters mit Bischof Károly Fekete und dem Bürgermeister, László Papp, erste Ideen über eine mögliche Kollaboration mit Genf sowie dem Evangelischen Kirchenverbund in der Schweiz (SEK) diskutiert. Debrecen wird nächstes Jahr nicht nur das 500-jährige Jubiläum der Reformation feiern, sondern zugleich auch das 450-jährige Bestehen der Confessio Helveticae Posterior.
Im Rahmen der von der «Groupe des Amis de la Francophonie» initiierten Programmreihe „coup de coeur de l'ambassadeur“ wurde der Schweizerische Botschafter von der französischsprachigen Abteilung des Fazekas-Mihály-Gymnasiums eingeladen, um über die Schweiz und seine Tätigkeit als Diplomat zu berichten. In der darauffolgenden Diskussionsrunde erhielten die Schüler die Möglichkeit, dem Botschafter ihre Fragen zur Schweiz und zum Diplomatenleben zu stellen.
Anlässlich des Besuchs in Debrecen hatte der Botschafter auch die Gelegenheit ein hoffnungsvolles Jungtalent im Schweizer Eiskunstlauf, Nicola Todeschini, zu begrüssen und viel Glück für die Meisterschaft zu wünschen. Bei den Junioren Weltmeisterschaften in Debrecen gingen 177 junge Läufer/innen aus 44 Nationen an den Start und kämpften um Edelmetall.