Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03262.jsonl.gz/2549

Musik, Musik, Musik – Pezzo, der eigentlich Peter Tantchev heißt, ist ein Musiker durch und durch. Er ist professioneller Musiker, Gitarrist, Sänger, Songwriter, Produzent, Inhaber eines analogen sowie digitalen Musikstudios, Gitarrenlehrer und Gesangscoach. Doch welche Musik inspiriert Pezzo vor allem und woher zieht er seine Leidenschaft für die Musik? Wie viel Übung empfiehlt er Anfängern? Ohne was könnte Pezzo seine Arbeit nicht ausführen und wie sind seine Kurse strukturiert? Diesen Fragen – und weiteren – stellte uns der Allround-Musiker in einem Interview.
Der gebürtige Bulgare, der im Dezember 1965 auf die Welt kam, fand nach einem fünfjährigen Aufenthalt Ende der 80er-Jahre in Dänemark erstmals seinen Weg in die Schweiz. 1995 entschied er sich dann, dorthin zu ziehen. Dabei ist Pezzo bereits seit seinem 16. Lebensjahr professioneller Musiker. Er tourte mit seiner Band durch ganz Europa und bringt heute über 500 Schülern die Lehre der Musik näher. Diese hatte er selbst, neben der Architektur, studiert.
Doch die Architektur findet heute keinen Platz in Pezzos Arbeitsalltag: Dieser dreht sich zu 100 % um Musik. Musik- sowie Musikvideoproduktion, Songwriting und das Lehren des Gitarrenspiels bilden dabei nur einige Pfeiler seines Schaffens. So schrieb er Songs für seine eigene Band, Fast Lane, sowie für andere Sänger und sein akustisches Projekt mit dem Namen Pezzo Acoustic. Als Musikproduzent kann er ebenfalls auf eine lange Erfahrung zurückblicken. So produzierte er schon diverse Projekte und nahm auch Full-CD-Produktionen an, bei denen er für die Tonaufnahme, das Mischen sowie das Mastering zuständig war.
Ich begann sehr jung mit der Musik. Ich war dreizehn, als ich zur Gitarre kam, und es dauerte drei Jahre, bis ich meinen ersten professionellen Job bekam. Ich spielte auch in einer Big Band der Musikschule meiner Stadt.
Ich war inspiriert von der neuen Musik, die zu dieser Zeit kam, und der älteren, die bereits auf dem Markt war. Ich würde mit Deep Purple (Richie Blackmore), Led Zeppelin (Jimmy Page), Jimi Hendrix, Black Sabbath etc. groß. Nach ein paar Jahren entdeckte ich den Blues, Stevie Ray Vaughan, Buddy Guy und all die anderen. Der Jazz erregte ein wenig Aufmerksamkeit, auch die klassische Musik. Später wurde ich von Bands wie Metallica, AC/DC, Korn, Limp Bizkit, Linkin Park etc. inspiriert.
Wenn es ums Üben geht, schätze ich, dass man mindestens 3 mal pro Woche, wenn man noch ein Anfänger ist, üben sollte. Dabei gilt: je mehr, desto besser.
Dabei ist es immer sinnvoll, mit einer akustischen Westerngitarre zu beginnen, wenn man Rock, Blues, Jazz, Country, Folk etc. spielen will. Zweifellos eine klassische Gitarre für die klassische Musik am besten geeignet! Die E-Gitarre sollte zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden – das ist meine persönliche Meinung.
Die meisten Schüler nehmen sich nicht die Zeit, das Material wirklich zu verstehen, und sie können sehr schnell frustriert und bereit sein, aufzugeben. Dieser Fehler sollte unbedingt vermieden werden. Was ich tue, um dies zu vermeiden, ist, ihnen den richtigen Weg zu zeigen und sie zu motivieren, diesem zu folgen.
Ein weiterer Fehler ist es, wenn sich Schüler auf YouTube verlassen. Es gibt wirklich großartige Dinge da draußen aber keine Kommunikation mit dem Lehrer, sodass der YouTuber die auftretenden Fehler nicht korrigieren kann.
Gitarrenverstärker, Pedale sind die Grundausstattung. Für einen Anfänger ist eine akustische Westerngitarre die richtige Wahl. Die richtige Gitarre darf dabei natürlich auch niemals fehlen!
Dafür kann jeder Gitarren-/Musikschüler im örtlichen Musikgeschäft nachschauen oder den Lehrer fragen. Online ist auch für Anfänger eine Option, wenn sie bereits wissen, was sie wollen und brauchen.
Mein Kurs besteht aus zwei Paketen – eines ist 45/50 Minuten lang und richtet sich an Schüler über 16 Jahre. Das andere Paket besteht aus 30 Minuten pro Lektion und richtet sich an jüngere Schüler.
Kinder können ab 7 Jahren bis 18 Jahre teilnehmen. Wenn sie wollen, können sie weitermachen, bis sie bereit sind, alleine ihren Weg zu gehen. Aber meistens bringt eine gute Schulbildung die Schüler nach 3, 4, 5 Jahren auf ein gutes Niveau – vor allem dann, wenn sie im Alter von 15, 16 Jahren beginnen.
Einmal pro Woche zum Kurs zu gehen ist gut, aber er kann auch einmal alle zwei Wochen stattfinden. Das ist abhängig vom Schüler.
Als Vollblutmusiker weiß Pezzo bestens darüber Bescheid, wie man es schaffen kann, die Musik zum Beruf zu machen. Das beweist sein umfangreiches Portfolio und die diversen Disziplinen in der Musikproduktion die er beherrscht. Gerade das macht ihn zum perfekten Lehrer, der seine über 500 Schüler auf den richtigen Weg zu bringen weiß und auch weiß, wie er sie motivieren kann, weiterzumachen, auch wenn es mal frustrierend sein kann. Dabei reicht es oft, ein Mal pro Woche oder sogar nur alle zwei Wochen einen Kurs zu besuchen. Doch Achtung: Man sollte sich, trotz des großartigen Contents, nicht zu sehr auf YouTube verlassen: Die Videos dort zeigen eine Anleitung, können aber keine Fehler, die gemacht werden, korrigieren.