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Eine Prellung entsteht durch eine plötzliche und stumpfe Gewalteinwirkung. So kann zum Beispiel ein stumpfer Schlag, ein Tritt oder ein Sturz kleinste Blutgefässe unter der Haut beschädigen. In der Folge sickert Blut in das umliegende Gewebe und lässt dieses anschwellen. Die betroffene Stelle schmerzt und ein Bluterguss kann die Haut blau verfärben. Abhängig davon, welcher Körperteil betroffen ist, unterscheidet man zwischen einer Gelenkprellung, einer Knochenprellung und einer Muskelprellung.
Leichte Prellungen können Sie selbst behandeln. Schonen und kühlen Sie die betroffene Stelle. Legen Sie bei Prellungen an den Armen und Beinen einen elastischen Druckverband an und lagern Sie die Extremitäten hoch. Diese Sofortmassnahmen reduzieren den Blutfluss und damit die entstehende Schwellung und die Schmerzen. Zusätzlich können sie ein schmerzlinderndes und kühlendes Gel auftragen. Salben mit Wallwurz oder Arnika können ebenfalls stumpfe Verletzungen lindern.
Schwere und grossflächige Prellungen sollten Sie ärztlich abklären lassen. Gegebenenfalls sollten Sie notfallmässig einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen – insbesondere, wenn Sie aufgrund der Verletzung in Ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt sind oder ein Verdacht auf innere Verletzungen oder Knochenbrüche besteht.
Muskel- und Bänderzerrungen zählen zu den häufigsten Sportverletzungen. Besonders oft betrifft eine Muskelzerrung die Waden-, Oberschenkel- oder Rückenmuskulatur. Bei einer Zerrung führt eine plötzliche Überbelastung oder eine unnatürliche Bewegung zu einer Überdehnung des Muskels. Der Muskel verhärtet sich und es entwickelt sich ein ziehender, krampfartiger Schmerz, der sich allmählich verstärkt. Der Muskel schmerzt beim Anspannen und Dehnen. Ignoriert man die Schmerzen und belastet den gezerrten Muskel weiter, können einzelne Muskelfasern reissen. Die Fachleute sprechen in diesem Fall von einem Muskelfaserriss. Während bei einem Muskelfaserriss die Heilung länger dauert, erholt sich bei einer Muskelzerrung der Muskel innerhalb weniger Tage. Die vollständige Ausheilung einer Zerrung dauert aber bis zu drei Wochen.
Neben Muskelzerrungen kommen auch Bänderzerrungen häufig vor. Bänder verlaufen an der Aussenseite von Gelenken und stabilisieren die Gelenkkapsel. Sie führen und grenzen die Bewegung der Gelenke ein. Eine Bänderzerrung entsteht, wenn Bänder durch schnelle und unnatürliche Bewegungen stark belastet und übermässig gedehnt werden. Am häufigsten sind Bänderzerrungen am Fuss und am Sprunggelenk. Aber auch an anderen Gelenke wie am Knie oder an den Fingergelenken treten Bänderzerrungen auf. Haben Sie den Verdacht auf eine Bänderzerrung, so legen Sie sofort eine Pause ein. Kühlen Sie das schmerzende Gelenk und stabilisieren Sie es mit einer elastischen Binde. Lagern sie das Gelenk hoch, damit sich die Schwellung zurückbilden kann. Beugen Sie Zerrungen vor, indem Sie den Körper vor dem Sport gut aufwärmen. Das Aufwärmen lässt die Körpertemperatur ansteigen. Die Muskeln werden dadurch besser durchblutet, und die Bänder werden elastischer. Bei Regen und kaltem Wetter ist das Aufwärmen besonders wichtig. Vermeiden sie eine Überbelastung der ermüdeten Muskulatur. Verbessern Sie ihre Fitness und schulen sie ihre Koordinationsfähigkeit.