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Zwischen dem Freiburger Kammerorchester und dem Sinfonischen Ensemble Neuenburg bestehen seit längerem gute Kontakte, nicht zuletzt, weil sich viele der Musiker gut kennen und oft zusammenspielen. Die Idee, das sinfonische Repertoire der Romantik gemeinsam in grosser Besetzung zu erarbeiten, bestand schon seit einiger Zeit. Mit dem Equilibre steht jetzt in Freiburg auch der geeignete Saal für ein solches Projekt zur Verfügung.
Das Sinfonische Ensemble Neuenburg habe nun mit dem Wunsch, die siebte Sinfonie von Anton Bruckner aufzuführen, den Ausschlag für das gemeinsame Konzert gegeben, schreibt das Freiburger Kammerorchester in einer Mitteilung. So dirigiert Alexander Mayer, der künstlerische Leiter des Neuenburger Orchesters, nun ein Orchester von 64 Musikerinnen und Musikern. Dieses spielt das Werk heute Abend in Freiburg und morgen in Neuenburg.
Die siebte Sinfonie markierte für Bruckner (1842–1896) einen Wendepunkt: 1868 hatte sich der Provinzkomponist und Organist in Wien niedergelassen, um Musiktheorie zu unterrichten. Mit seinen stark von Wagner inspirierten, epischen Sinfonien kam er in der Metropole zunächst nicht gut an. Mit der siebten Sinfonie, die 1884 in Leipzig uraufgeführt wurde, änderte sich das. Das Werk wurde rasch auch in anderen deutschen Städten, in Amsterdam und in New York gespielt und begeistert aufgenommen. 1886 dirigierte Hans Richter die Sinfonie in Wien, wo Bruckner jetzt endlich sein Publikum fand.
Dirigent aus Saarbrücken
Der Dirigent Alexander Mayer hat Bruckners Siebte nun mit den Neuenburger und Freiburger Musikern einstudiert. Mayer stammt aus Saarbrücken und leitete seit 2010 das Sinfonische Ensemble Neuenburg; sein Vertrag läuft noch bis 2018. Ab der Saison 2013/14 wird Mayer zusätzlich Chef der Sinfonietta de Lausanne.
Equilibre,Freiburg. Do., 28. März, 20 Uhr.Collégiale, Neuenburg. Fr., 29. März, 17 Uhr.