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A8390 Artilleriewerk San Carlo
Das Artilleriewerk San Carlo ist das Prototyp-Werk für den Einbau der in den 1930-er Jahren neu entwickelten 10,5 cm-Panzerturmkanone 39. Erstellt wurde das Werk in Etappen von 1938-44.
Die Aufgabe war klar: Artilleriefeuer für die Truppen bereit zu stellen, die die wichtige Gotthardachse zu sperren hatten. Drei der neuen Panzertürme sollten dies sicherstellen, einer wurde im Werk Foppa Grande (Airolo) und die zwei anderen Türme im Werk San Carlo realisiert. Der Bau erfolgte durch zivile formen sowie Mineure der Armee. Priorität hatten wie überall die Geschütze und die Munitionslager vor Unterkünften und Nahverteidigung.
Zu Beginn des Weltkrieges wurden die Geschütze montiert, die Monteure der K+W Thun wurden von Soldaten der Fest Art Kp 17, den künftigen Bewohnern des AW San Carlo, unterstützt. Die Einbauten in den Felskavernen bestanden aus freistehenden Gebäuden auf Sockeln. In dieser Prototyp-Anlage wurde gerade in Bezug auf die Technik viel Lehrgeld bezahlt. Mitte November 1939 waren beide Türme angeschossen und einsatzbereit. Die Unterkunft war 1942 fertig, die Nahverteidigungsanlagen (A391-95) erst Ende 1944. damals war die Fest Art Kp 28 dort verantwortlich. Die lange Bauzeit war einerseits auf den neuen Werk- und Waffentyp und natürlich auf die Höhe der Baustelle respektive die Wetterbedingungen zurück zu führen.
1943-46 wurde rund um das Art Wk San Carlo ebenfalls gebaut: Lucendro-Staumauer, Druckleitungen und das Kraftwerk. Weitere Verbesserungen und Modernisierungen wurden bis zum letzten WK 1994 gemacht, ab 1999 war die Anlage deklassifiziert. Die weitere Nutzung bestand aus den Umbau in ein Seminarzentrum («La Claustra»), das jedoch bisher eher negative Schlagzeilen wegen Finanzproblemen machte.
Bekannte Objekte rund um das Art Wk San Carlo:
- A8390 Artilleriewerk San Carlo
- A8391 Infanteriebunker
- A8392 Infanteriebunker
- A8393 Infanteriebunker
- A8394 Infanteriebunker
- A8295 Infanteriebunker
- A8397 Unterstand?
- Mehrere Flab-Plattformen (20mm) sowie Unterstände, ASU und KuBu
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