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Alpentoni Superstar
… schrie ohrenbetäubend: «Verdammt seid ihr alle!»
Als Erstes tätigte Leni drei kurze Telefongespräche. Danach band sie sich eine Küchenschürze um, packte zwei weitere Schürzen und obenauf ein grosses Küchenmesser in eine Tasche. In die Babytragtasche legte sie ihren Buben Luca. So brach sie auf, das Kinn hochgereckt, den Blick starr und geradeaus gerichtet, als ob sie ins Jenseits schauen würde. Ihre erste Station war die Kirche. Dort hatte sie sich mit dem Pfarrer verabredet. Vor der Kirche angekommen, nahm sie das Küchenmesser zur Hand und versteckte es unter der Schürze. Hochwürden wartete bereits.
«Ah, da kommst du ja. Was hast du auf dem Herzen, Kind Gottes?», gab er geifernd von sich.
«Da schau, da! Das ist das Kind Gottes, das ich auf dem Herzen habe, du verdammter Heuchler. Schau mal ins Gesicht dieses Kindes Gottes. Na, erkennst du dich wieder, du verlogener Saubock?»
So schrie sie den Pfaffen an, dabei auf den kleinen Luca weisend, dessen Gesichtszüge tatsächlich denen von Herrn Hochwürden glichen, wie ein Ei dem andern gleicht.
Der Pfarrer trat verdutzt näher. Zugleich zog Leni das lange Küchenmesser unter der Schürze hervor und stach sofort zu. Das Blut spritzte einer Fontäne gleich aus dem Bauch von Hochwürden. Der Grundgütige wollte noch etwas sagen, aber aus seinem Mund kam nur noch ein unartikuliertes Gurgeln, begleitet von einem Schwall Blut …