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Heilig Kreuz ist die grösste Pfarrei der Stadt Zürich. Obwohl sie die jüngste katholische Kirche auf dem Stadtgebiet besitzt, ist Heilig Kreuz eine der älteren und wichtigeren Pfarreien im Zürcher Diasporagebiet. Zeitweilig wurden von hier aus auch die Katholiken in Albisrieden, Höngg, Ober- und Unterengstringen, Weiningen, Schlieren, Urdorf, Uitikon und Birmensdorf betreut. Ab 1924 wurden diese Orte dann schrittweise von Altstetten abgelöst und zu eigenständigen Pfarreien aufgebaut.
|Titularfest||Heilig Kreuz|
|Baujahr||1978|
|Architekt||Dezsö Ercsi|
|Pfarreigrösse||10'300|
|Quartier
||Zürich-Altstetten|
Geschichte
Im Jahr 1900 hatten die Katholiken des Zürcher Limmattals genügend Geld beisammen, um den Bau einer Kirche in Altstetten in Auftrag zu geben. Dieses Gotteshaus ersparte ihnen den weiten Weg zur überfüllten Kirche St. Peter und Paul in Aussersihl. Aus Kostengründen wurde die Heilig Kreuz-Kirche ohne Architekt vom erfahrenen Bauunternehmer Scotoni errichtet. Das Gotteshaus wurde nach dem Vorbild der Kirche von Thalwil konzipiert und besass einige formale Anlehnungen an den Klassizismus.
Wie Herz Jesu Oerlikon lag auch Heilig Kreuz Altstetten in den ersten Jahren noch in einer Grünzone. Das Gotteshaus besass zunächst nur einen schlichten Dachreiter, in dem sich zwei Glocken befanden. Der Innenraum bestand aus einem Saal, der von einer breiten Segmenttonne eingewölbt wurde. Abgeschlossen wurde der Raum durch einen angebauten polygonalen Chor. 1937 errichtete man den heutigen Glockenturm aus Beton, woraufhin der Dachreiter auf der Kirche abgetragen wurde.
Als nach dem 2. Weltkrieg die Bevölkerung von Altstetten rasant wuchs, wurde die in die Jahre gekommene Kirche zu klein, sodass man sich in den 1970er Jahren für einen Neubau entschied. Die heutige Kirche wurde 1977–1979 von Dezsö Ercsi erbaut.
Architektur & Kunst
Ercsi gestaltete den Gottesdienstraum als Arche, die – von aussen gut sichtbar – auf Stützpfeilern ruht. Darunter sind im Erdgeschoss Säle eingebaut. Über Treppen gelangt man in die Kirche im Obergeschoss. Die pyramidenförmige Gestalt und die Lichtführung mittels eines grossen, zentralen Lichtschachtes im Kupferdach verleihen dem Innenraum sein charakteristisches Aussehen.
Die Ausstattung stammt fast ausschliesslich von Albert Wider. Bereits für die Vorgängerkirche hatte er Kunstwerke geschaffen, so die Propheten- und Heiligenfiguren, die einst Elemente des Hauptaltars und der Kommunionbank gewesen waren, im heutigen Kirchenraum aber als eigenständige Plastiken gruppiert sind. Auch der Tabernakel und die Holzskulpturen, die in der alten Kirche den Haupt- und die beiden Seitenaltäre prägten (Kruzifix, Muttergottes mit Jesuskind und Hl. Josef mit dem heranwachsenden Jesus), sowie eine vierte Holzskulptur, die den Hl. Antonius mit dem Antoniusbrot darstellt, stammen von ihm. Für die neue Kirche von 1978 schuf Albert Wider aus Bronze den Haupt- und den Seitenaltar, den Taufbrunnen sowie die Glasfenster im grösseren Treppenhaus.
Nach dem Tod von Albert Wider erstellte Pablo Rossi den Ambo aus Holz. Die Kreuzwegstationen, die heute in der Werktagskapelle angebracht sind, hatten sich bereits in der Vorgängerkirche befunden und sind Kopien nach Anselm Feuerbach; die Originale hängen in der Annakirche in München. Beachtung verdient auch die dreimanualige Orgel der Firma Mathis von 1981.