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Die Frage nimmt Bezug auf eine Studie von Amerikanischen Wissenschaftlern um David R. Jacobs, School of Public Health, University of Minnesota, die im November 2004 im American Journal of Clinical Nutrition publiziert worden ist. Die Studie wurde in Europäischen Zeitschriften, wie Spiegel, Stern u.a. kommentiert.
Die Autoren kommen dort tatsächlich zur Schlussfolgerung, dass "eine hohe Vitamin-C-Zufuhr mittels Supplementen (synthetisches Vitamin C) bei älteren (postmenopause) Frauen mit Diabetes aufgrund von Herzkreislaufkrankheiten ein erhöhtes Sterberisiko verursacht".
Dieses Resultat steht am Ende einer Langzeitstudie über 15 Jahre mit 1'923 älteren Frauen, die an Diabetes litten. Nachdem in der Auswertung alle bekannten Risikofaktoren ausgeschieden wurden, blieb am Ende das Vitamin C als bleibender Risikofaktor bestehen (nur synthetisches Vitamin C, in Dosen von über 300 mg pro Tag). Die bei der Studie täglich eingenommenen mehr als 300 mg Vitamin C pro Tag sind gemäss den Empfehlungen für Erwachsene (100 mg pro Tag; siehe auch hier) aber klar überdosiert. Dennoch hat z.B. der nobelpreisgekrönte Chemiker Pauling auch schon 2000 - 3000 mg pro Tag empfohlen und diese Dosis selebst jahrelang eingenommen.
Vitamin C, das dagegen mit der Nahrung aufgenommen wurde, hatte keinen negativen Einfluss hinsichtlich Herzkreislaufkrankheiten. Auch hatte synthetisches Vitamin C bei nicht diabetischen älteren Frauen keinen Einfluss auf das Sterberisiko.
Die Meinung von foodnews:
Die Studie weist darauf hin, dass hohe Dosen an Vitamin C eben doch nicht so harmlos sind, wie bis vor kurzem angenommen wurde (=> sichere Tagesdosis). Das als Antioxidans bekannte Vitamin C kann unter bestimmten Umständen auch oxidativ wirken. Das natürlicherweise mit der Nahrung aufgenommene Vitamin C ist zwar chemisch genau der gleiche Stoff, wie das synthetisch hergestellte Vitamin C, doch das natürliches Vitamin C ist von weiteren Substanzen, wie Anthocyanen und phenolischen Stoffen, begleitet, welche auch antoxidativ wirken und die positive Wirkung von Vitamin C unterstützen und eventuell dessen negative Wirkungen auszugleichen vermögen.
Wer sich möglichst vielseitig ernährt und genügend Früchte und Gemüse isst, hat im Normalfall auch keinen Vitaminmangel zu befürchten. Es ist allerdings klar festzuhalten, dass Vitamin-Supplemente in moderaten Dosen sicher nicht schädlich sind. In vielen Fälle sind sie durchaus nützlich (siehe Vitaminbedarf und Situation betr. Vitaminversorgung). Beachten Sie zur Problematik auch diesen Link...