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Die Panärahörner bilden mit ihren zwei symmetrisch gebauten Gipfeln den östlichen Abschluss der Ringelkette.
Aufbau:
Der Gipfel zeigt sich als breite Pyramide mit ausgeprägten West- und Ostgraten sowie einem gewölbten Südrücken, der an seinem unteren Ende von glatten Kalkwänden abgeschlossen wird.
Gegen Norden stürzt eine eindrücklich steile und zerrissene Wandflucht zum 1700 Meter tiefer im Calfeisental gelegenen Gigerwaldsee ab.
Gestein:
Kalk (Malm, Kreide).
Normalweg:
Von der Ringelspitzhütte des SAC her über die Südflanke oder den Südostrücken.
Erste dokumentierte Besteigung:
1840 - anlässlich der eidgenössischen Triangulation.
Panorama:
Der Gipfel bietet eine herrliche und weitreichende Rundsicht, die der des Ringelspitz kaum nachsteht.
Zwischen Nordost und Ost geht die Fernsicht über das Rätikon hinweg bis zum Wettersteingebirge und zu den Stubaier Alpen.
Von Ost bis Südost dominieren die Silvretta, die Ortleralpen und die Albulaalpen. Es folgen über Süd bis Südwest die Berninaalpen und die Adulaalpen.
Die Viertausender der Walliser und Berner Alpen stehen zusammen mit dem Tödi im Südwesten, dann sperrt der Ringelspitz die Fernsicht.
Von West bis Nord finden sich die östlichen Glarner Alpen und die Appenzeller Alpen.
Namensgebung:
Für den ganzen Gebirgsstock vom Simel bis gegen das Tristel war durch Einheimische lediglich die Bezeichnung Ringelberg oder Ringel in Gebrauch.
In Literatur und Kartenwerken finden wir die Panärahörner früher mancherorts fälschlicherweise als 'Simel' aufgeführt.
Der heutige Name Panärahörner für die beiden Gipfelpunkte östlich des Ringelspitz wurde 1895/96 im Jahrbuch des SAC vorgeschlagen und hat sich daraufhin etabliert.
Die 1. Auflage des SAC-Clubführers durch die Bündner Alpen von 1916 erwähnt den Gipfel als Vorderes Panärahorn (3062,3 m). In der 3. Auflage von 1958 wird die Höhe neu mit 3057 m angegeben.
Die Dufourkarte erwähnt das Gipfelpaar 1859 erstmals mit einer Höhe von 3059 m unter der Bezeichnung Simel. 1889 wird in der Siegfriedkarte die Bezeichnung Simel wieder entfernt und die Höhe des nun namenlosen Gipfels mit 3061 m angegeben. Bereits 1898 erfolgt eine Anpassung auf 3062 m. 1961 erhält der Gipfel in der LKS erstmals die Bezeichnung Panärahörner, die Höhe für das Vorder Panärahorn wird nun mit 3057 m angegeben.
Panära wird erstmals 1513 für die nordseitig unterhalb gelegene Alp als 'Baväen' erwähnt.
Hergeleitet wird der Name von 'Bavera', was Einhagung bedeutet. Eine andere Deutungsweise sieht ihn von 'Panera' her kommend, was für Brotgestell steht.
Eigenständigkeit des Gipfels - Prominenz: 92 m
Bezugsscharte: Panäralücke (2965 m)
Prominence master: Hinteres Panärahorn (3106 m)
Definition: Meter über dem tiefsten Punkt zur nächsthöheren Erhebung.
Eigenständigkeit des Gipfels - Dominanz: 0.48 km
Dominance master: Hinteres Panärahorn (3106 m)
Definition: Abstand zum nächstgelegenen, gleich hohen Punkt am Fuss oder Hang eines höheren Berges.
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