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Wetterrückblick
Rückblick Sommer 2007
Sehr nass und wenig heiße Tage
Der Sommer 2007 zeigte sich in weiten Landesteilen sehr nass mit vielen Regen- und wenig Sommertagen. Trotzdem war es mit einem Temperaturmittel von 16 bis knapp 20 Grad im Vergleich zur Bezugsperiode von 1961 bis 1990 um 0,3 bis 1,7 Grad wärmer, wobei die höchsten Abweichungswerte in den ostdeutschen Ländern auftraten. Der durch feuchtwarme Ost- und Südwestwindlagen geprägte Juni trug am meisten zu dem leicht überdurchschnittlich warmen Sommer bei. Im Juli und im August gab es mit Differenzwerten bis zu einem Grad keine außergewöhnlichen Abweichungen der Temperatur zum langjährigen Mittelwert.
Die Niederschlagssumme des Sommers reichte von etwas mehr als 200 bis circa 450 Liter pro Quadratmeter. Damit wurden die klimatologischen Regenmengen vielerorts um das Anderthalbfache, von Berlin bis zur Oder teilweise sogar um das Doppelte übertroffen. Dagegen ergaben sich auf den Nordseeinseln, bei Hannover sowie in Alpennähe nur unerhebliche Abweichungen gegenüber dem Durchschnitt. Umgerechnet auf das großräumige Gebietsmittel ergab sich eine Niederschlagsmenge von über 300 Liter pro Quadratmeter, was circa 135 Prozent des Durchnittswertes entspricht.
Die heißesten Tage in diesem Sommer waren der 15. Juli in der Westhälfte und der 16. Juli in der Osthälfte Deutschlands, wobei es mit Werten über 38 Grad im Osten neue Dekadenrekorde gab. Auch in der Westhälfte war es Mitte Juli im Einflussbereich von subtropischer Warmluft aus Südwesteuropa vorübergehend sehr warm mit Höchstwerten von verbreitet 30 bis 37 Grad. Ein paar freundliche, trockene und heiße Tage gab es außerdem Anfang August und am letzten Augustwochenende. Der Sommer endete sehr kühl, wobei es im Norden und in der Mitte Deutschlands nachts erste, vereinzelte Bodenfröste gab. So mussten die Autofahrer im Sauerland Eis von den Scheiben kratzen.
Die Anzahl der Sonnenstunden entsprach in Süddeutschland dem langjährigen Durchschnitt. Dort wurden knapp 600 Stunden Sonnenschein im Allgäu und bis zu 722 Stunden Sonnenschein in Niederbayern registriert, wobei im Landkreis Straubing sogar positive Abweichungen im Vergleich zum Klimamittel auftraten. In nahezu allen anderen Regionen Deutschlands wurden mit gerade einmal 500 Sonnenstunden im hohen Westerwald und 620 bis 670 Sonnenstunden auf den Nord- und Ostseeinseln die langjährigen Mittelwerte nicht erreicht.
Die erste Junihälfte war geprägt von einer feuchtwarmen, gewitterträchtigen Lage. Es gab regionale Unwetter mit Starkregen und Überschwemmungen, außerdem sorgten teilweise schwere Sturmböen für Schlagzeilen. In diesem Sinne ging es zum kalendarischen Sommerbeginn weiter, eingelagert waren sogar Orkanböen und Tornados. Zur Siebenschläferzeit zwischen dem 27. Juni und dem 10. Juli riss die Kette der Tiefs immer noch nicht ab, so dass der Witterungscharakter nach wie vor sehr wechselhaft und niederschlagsreich blieb. Dies sollte kein gutes Omen für den Sommer sein, so dass sich die Siebenschläferregel in diesem Jahr mit Nachdruck bestätigte.