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Der Auftrag der Schweizer Armee ist durch die Bundesverfassung und das Militärgesetz geregelt. Im Aufgabenbereich der Schweizer Armeeeinheiten steht in erster Linie die Sicherung und Verteidigung des eigenen Landes im Vordergrund. Doch auch im Ausland stehen Soldaten und Kommandeute der Eidgenössischen Militärs im Einsatz. Auslandeinsätze haben Tradition. Die Schweiz beteiligt sich seit dem Jahr 1953 regelmässig an friedensfördernden Missionen im Ausland.
Im Bereich der Auslandseinsätze zur Friedensförderung hält sich die Schweizer Armee zurück. Insgesamt stehen zwei bewaffnete Einheiten in Krisengebieten zur Unterstützung der internationalen Streitkräfte bereit. Der Löwenanteil der Armee-Einsätze liegt aber im eigenen Land.
Friedensfördernde Massnahmen im internationalen Rahmen - d.h. Auslandeinsätze - sind fest im Militärgesetz verankert. Auslandeinsätze zählen zu den Hauptaufgaben der hiesigen Armee, verwaltet und koordiniert vom SWISSINT-Zentrum aus in Stans im Kanton Nidwalden (NW).
Die SWISSINT ist direkt dem Chef der Armeeführung unterstellt (siehe auch: Dienstgrade der Armee).
Die für Auslandeinsätze zuständige SWISSINT verfügt über rund 309 Offiziere, Unteroffiziere, Soldaten und Zivilpersonen - Männer und Frauen - die im Auftrag der Schweiz im Ausland amten.
17 Länder: Auslandeinsätze der Schweizer Armee werden im Rahmen mehrerer militärischer Operationen in über 17 Ländern durchgeführt.
Die Zielregionen der Auslandkommandos liegen hauptsächlich in Europa, in Afrika und in Asien.
Unter anderem in Regionen und Ländern wie der Nahe Osten, Südsudan, Kaschmir, Mali, Puntland, Westsahara, Ghana, Kenia, Demokratische Republik Kongo, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Polen und weiteren Einsatzgebieten. Sowie neuerdings auch in Libyen resp. Tunesien im Rahmen der UNSMIL-Mission der Vereinten Nationen (UNO).
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Bundesrat bewilligt Auslandeinsatz
der Schweizer Armee
Die Schweiz bei der UNSMIL-Mission
Das wohl bekannteste Ausland-Engagement der Schweizer Armee ist der Einsatz der Swisscoy im Kosovo. Seit nunmehr 1999 steht die Swisscoy für die KFOR im andauernden Auslandeinsatz (UNO-Resolution 1244).
Die SWISSCOY setzt sich aus max. 235 zum Selbstschutz bewaffneten Freiwilligen zusammen.
Die Truppen der Swisscoy besteht aus:
Nicht nur im Kosovo ist das Schweizer Militär tätig. Auf der gesamten Welt stehen Militärberater, Militärbeobachter, Stabsoffiziere, Verbindungsoffiziere, Demining-Spezialisten aus der Schweiz im Einsatz. Jüngstes Beispiel im Rahmen von NATO-Operationen in Polen.
Ein Teil dieser Auslandeinsätze sind seit 1990 auch unbewaffnete Militärbeobachtereinsätze.
Einsatzorte der rund 26 Militärbeobachter-Offiziere: Naher Osten, Südsudan, Kaschmir, Demokratische Republik Kongo, Mali und West-Sahara. Der Löwenanteil der Missionen findet für die 26 Militärberater, Militärbeobachter und Verbindungsoffiziere aber im Nahen Osten statt.
Die ausgewiesenen Spezialisten der Schweizer Minenräumungsteams sind weltweit im Einsatz. Allen voran im Südsudan, in Somaliland resp. Puntland, in der West-Sahara, in Mali und in der Demokratischen Republik Kongo betätigen sich die Minenexperten in der humanitären Mineräumung. Die Aufgabenbereiche umfassen hierbei vielfältige Tätigkeiten wie unter anderem die Logistik.
Einheiten der Schweizer Armee befinden sich weltweit im Ausland unter dem Kommando der Vereinten Nationen (UNO), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und der European Force (EUFOR) im Einsatz. Die Schweiz kooperiert militärisch aber auch mit dem umstrittenen NATO-Bündnis und arbeitet mit der Armee des Transatlantikbündnisses eng zusammen. Was berechtigte Fragen bezüglich der Schweizerischen Neutralitätspolitik aufwirft.
Mehr zum Thema: Die wichtigsten Schweizer Kriege von 1291 bis heute.
Im Falle einer Naturkatastrophe auf dem Territorium der Schweiz rücken beispielsweise schnell die sogenannten spezialisierten Katastrophenhilfebataillone aus, um die Schweizer Bevölkerung zu unterstützen. Ein weiteres, wenn auch in der Schweiz sehr umstrittenes Aufgabengebiet der Schweizer Armee, ist zudem die Sicherung und Bewachung der Botschaften und Konsulate. Dies sorgt innerhalb der Schweiz immer wieder für heftige Diskussionen. Bei Grossveranstaltungen wie dem G8-Gipfel, dem WEF in Davos oder auch Sportveranstaltungen wird die Schweizer Armee ebenfalls verstärkt eingesetzt.
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Autor: Schweiz - Redaktion
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(Last updated: 04.03.2017, 07:07 Uhr)