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Einige Jahre nach der Staatsgründung (1923) der Republik Türkei durch Mustafa Kemal Atatürk wurde auch die türkische Sprache reformiert. Die laizistischen und kemalistischen Reformen vereinheitlichten auch die Sprache. Der Istanbuler Dialekt wurde zum Vorbild für die Verschriftlichung einer Hochsprache inlateinischer Schrift und viele Lehnwörter aus anderen Sprachen wurden durch neue türkische Ausdrücke ersetzt. Die Einführung der lateinischen Schrift führte zu einer grösseren Distanz zur osmanischen und mehr noch zur islamischen Vergangenheit der Türken.
Heute sprechen rund 65 Millionen Türkisch als Erstsprache (Muttersprache) und rund weitere 20 Millionen als Zweitsprache. Als agglutinierende Sprache stellt sie an deutschsprachige Lerner hohe Anforderungen. Das gilt auch vice-versa: türkische Kinder können die Syntax ihrer Erstsprache nicht auf das Deutsche übertragen.
Wie Türkisch tönt, kann hier gehört werden:
Songül Ruepp erzählt die Geschichte «Die verschwundenen Formen» des Autorenduos Shobha Viswanath und Christine Kastl für uns in ihrer Muttersprache. (Dauer 5:06)