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Nach Kritik am britischen Premierminister Rishi Sunak, weil er in einem Instagram-Video ohne Sicherheitsgurt auf dem Rücksitz eines fahrenden Wagens zu sehen war, will auch die Polizei den Fall prüfen. Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA in der Nacht zum Freitag.
Demnach sagte ein Sprecher der Lancashire Police, der Fall sei bekannt und werde untersucht. Ein Verstoss gegen die Anschnallpflicht kann in Grossbritannien mit einer Geldbusse von bis zu 500 Pfund (etwa 570 Franken) geahndet werden.
Sunak hatte zuvor laut seinem Sprecher einen «Beurteilungsfehler» eingestanden und sich entschuldigt. Er habe den Gurt nur kurz abgenommen für die Aufnahme des Videos und akzeptiere, dass dies ein Fehler war, sagte der Sprecher und fügte hinzu: «Der Premierminister glaubt, dass jeder einen Sicherheitsgurt tragen sollte.»
Sollte die Polizei ein Bussgeld verhängen, wäre das für Sunak bereits das zweite Mal, dass er für ein Vergehen zur Kasse gebeten wird. Sunak war im sogenannten Partygate-Skandal währende der Corona-Pandemie, damals noch als Finanzminister unter dem früheren Premierminister Boris Johnson, wegen eines Verstosses gegen die Corona-Massnahmen mit einer Strafe belegt worden.
Das Video war am Freitag auf Sunaks Instagram-Account nicht mehr abrufbar. Unter anderem die BBC hatte es aber auf ihrer Webseite eingebettet. Der konservative Politiker war Berichten zufolge während der Aufnahme in der nordwestenglischen Grafschaft Lancashire unterwegs. Er warb dort für seine Massnahmen zur Angleichung der Lebensverhältnisse im wirtschaftlich abgehängten Norden Englands.