Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03302.jsonl.gz/105

Der Recherchepreis
Der Peter Hans Hofschneider Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus wird von der Stiftung Experimentelle Biomedizin vergeben. Zweck des Preises ist die Förderung besonderer Rechercheleistungen und -projekte im Wissenschafts- und Medizinjournalismus.
Ausgezeichnet werden journalistische Arbeiten und geplante Rechercheprojekte aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung, welche sowohl durch eine saubere Darstellung wissenschaftlicher Fakten als auch durch die Recherche politischer, wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Hintergründe überzeugen. Ausdrücklich erwünscht sind journalistische Beiträge, die Struktur und Funktion von Selbstkontrolle und Qualitätssicherung in der Wissenschaft in konstruktiver Weise beleuchten.Zu den Preisträgern
Teilnahmebedingungen
Eingereicht werden können pro Autor maximal zwei Arbeiten, die 2021 oder 2022 in einem deutschsprachigen Medium in der Schweiz, in Österreich oder in Deutschland veröffentlich wurden. Die Arbeiten können von einem einzelnen Bewerber oder einem Rechercheteam eingereicht werden. Entscheidend ist neben der oben umschriebenen Rechercheleistung auch die allgemeinverständliche und professionelle Darstellung des Themas. Neben den bereits veröffentlichten Arbeiten fließt in die Bewertung der Jury auch das eingereichte Recherchekonzept für eine künftige Veröffentlichung ein (siehe auch unter «Bewerbungen»).
Preis
Der Peter Hans Hofschneider Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus ist mit einem Betrag von CHF 20'000.00 dotiert, welcher in Form eines zweckgebundenen Recherchestipendiums (inklusive persönliches Honorar sowie Reise- und Sachkosten) ausgerichtet wird. Mit der Vergabe dieses Preises soll den Preisträgern die Möglichkeit gegeben werden, aufwändige Rechercheprojekte zu verwirklichen, die in einem allgemein üblichen Zeit- und Kostenrahmen einer Redaktion oder eines freien Journalisten nicht oder nur schwer realisiert werden könnten.
Bewerbungen
Bewerbungen haben folgendes zu enthalten:
-
1 - 2 Arbeiten, die 2021 oder 2022 in einem deutschsprachigen Medium in der Schweiz, in Österreich oder in Deutschland veröffentlich wurden, unter Angabe des Titels der Zeitung/Zeitschrift, der Ausgabennummer und des Erscheinungsdatums
- Beiträge aus Printmedien: Farbiger Scan eines Originalexemplars des betreffenden Zeitungs-/Zeitschriftenausschnittes als PDF-Dokument
- Beiträge aus elektronischen Medien: PDF-Dokument der betreffenden Veröffentlichung unter Angabe der URL
- Kurzdarstellung des Recherchehintergrunds der bereits veröffentlichten Arbeit(en) (inkl. Ausführungen zur Relevanz des Themas etc.; maximal 700 Zeichen)
-
Kurzlebenslauf
- Möglichst präzise Rechercheskizze und Beschreibung eines künftigen Rechercheprojekts (inklusive Zeit- und Kostenplan), das mit Hilfe des Recherchestipendiums realisiert werden soll (maximal 10'000 Zeichen)
Nur vollständige und vorgabegemässe Bewerbungen können berücksichtigt werden.
Die Frist zur Einreichung der Bewerbungen endet am 31. Dezember 2022 (Datum des Poststempels).
Jury
- Volker Stollorz (langjähriger Autor der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung/ehem. Vorstand Wissenschaftspressekonferenz).
- Prof. Dr. Michael Stürzl (Universitätsklinikum Erlangen).
- Prof. Dr. Sabine Werner (ETH Zürich).
- Prof. Holger Wormer (Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus Universität Dortmund).
- Prof. Dr. Wolfgang Deppert (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf).
- Prof. Dr. Gerhard Rogler (Universitätsspital Zürich).
- David Hilzendegen (Vertreter der Fachgruppe Datenjournalismus im Vorstand des Vereins Netzwerk Recherche e.V./Datenjournalist der SÜDKURIER-Redaktion in Konstanz).
Im Einzelfall kann die Jury weitere Journalisten und Wissenschaftler als Gutachter hinzuziehen. Die Jury unterstützt die Preisträger zusammen mit weiteren Mentoren des netzwerk recherche bei der Realisierung und der zeitnahen Veröffentlichung des geförderten Rechercheprojekts.
Ausschreibung und Preisverleihung
Die Ausschreibung des Peter Hans Hofschneider Recherchepreises für Wissenschafts- und Medizinjournalismus erfolgt im Frühjahr/Sommer eines jeden Jahres. Die Preisträger werden bei einem wissenschaftlichen Symposium der Stiftung Experimentelle Biomedizin oder bei der Jahrestagung des netzwerk recherche in Hamburg bekannt gegeben.
Hintergrund des Preises
Der Preis wird von der Stiftung Experimentelle Biomedizin (Zürich) ausgeschrieben zu Ehren von Prof. Dr. Peter Hans Hofschneider (14.02.1929 - 23.07.2004), des ehemaligen Direktors des Max-Planck-Instituts für Biochemie, der sich Zeit seines Lebens nicht nur für exzellente Wissenschaft, sondern auch für eine kritische öffentliche Auseinandersetzung mit möglichen Fehlern und Folgen wissenschaftlicher Forschung eingesetzt hat.