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Taiwan hat angeprangert, dass 39 chinesische Kampfflugzeuge widerrechtlich in seine Identifikationszone für die Luftverteidigung (ADIZ) eingedrungen sind. Es sei die bisher grösste Zahl bei solchen Provokationen durch die chinesischen Luftwaffe gewesen, wie das Verteidigungsministerium am Samstag mitteilte. Als Reaktion sei unter anderem die Raketenabwehr aktiviert worden.
Premierminister Su Tseng-chang rügte das Vorgehen und sagte, China unterhöhle den Frieden in der Region. Am Vortag, dem chinesischen Nationalfeiertag, waren es bereits 38 chinesische Flugzeuge gewesen, die Taiwans Luftverteidigung derart auf die Probe gestellt hatten.
Peking sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland abspaltete, als abtrünnige Provinz und nicht als unabhängigen Staat an und versucht, es international zu isolieren. Die Volksrepublik lehnt jede Form formeller Beziehungen anderer Länder mit der Inselrepublik ab. Nur 15 Staaten weltweit erkennen Taiwan an und müssen dafür auf diplomatische Beziehungen zu China verzichten. (sda/dpa)