Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03412.jsonl.gz/139

Washington - Der US-Kardinal William Levada hat Mitte der 1990er Jahre einen pädophilen Priester versetzt, ohne die Mitglieder der betroffenen Gemeinde über den Kindesmissbrauch durch den Geistlichen zu informieren.
Wie von Seiten einer Opfer-Anwältin aus dem Bundesstaat Oregon bekannt wurde, machte das Oberhaupt der katholischen Kirche in den USA im Jahr 2006 unter Eid seine Aussagen zum Fall.
In seiner Zeit als Erzbischof von Portland habe er sich dafür entschieden, den Priester, nachdem sich dieser einer Therapie unterzogen hatte, zu versetzen, hiess es in einer Aufzeichnung seiner Aussage, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag.
"Die Missbrauchsvorwürfe lagen 20 Jahre zurück, die Therapeuten versicherten, dass er für niemanden mehr eine Gefahr sei und dass es klüger sei, ihm einen neuen Posten zu geben", sagte Levada demnach.
Die Mitglieder der betroffenen Gemeinde habe er über die Missbrauchsvorwürfe gegen den Geistlichen nicht informiert. Er habe es für das Beste gehalten, alle Informationen dem verantwortlichen Priester der neuen Gemeinde zu geben und diesen anzuhalten, das Verhalten des Geistlichen genau zu beobachten.
Levada wurde 2005 von Papst Benedikt XVI. zum neuen Präfekten der Glaubenskongregation ernannt. Mehrfach verteidigte er den Papst vehement gegen die Vorwürfe im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen.
Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: <email-pii>