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Haben Sie schon einmal von den Cannabinoiden gehört, die in der Cannabis Sativa Pflanze vorkommen? CBD und THC sind zwei der bekanntesten Arten, doch es gibt noch viele mehr. Obwohl alle Cannabinoide aus der gleichen Pflanze stammen, können die Auswirkungen von Cannabinoiden auf den Konsumenten variieren und es ist wichtig, dass man sich über die unterschiedlichen Auswirkungen der Cannabinoide informiert, bevor man sie konsumiert.
Cannabinoide haben die Fähigkeit, sich mit den Cannabinoid-Rezeptoren im menschlichen Gehirn zu verbinden. Wenn Sie mehr über die verschiedenen Cannabinoide und deren Wirkung erfahren möchten, dann lesen Sie hier weiter.
Die drei Cannabinoide
Cannabinoide sind eine Sammlung von synthetischen oder natürlichen Verbindungen, die eine Auswirkung auf das Endocannabinoid-System von Menschen und Tieren haben können. Das bekannteste Cannabinoid ist Tetrahydrocannabinol, THC. Es gibt auch andere weniger bekannte Cannabinoide wie Cannabigerol, CBG, das auch als Entzündungshemmer und als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt wird. Ein weiteres Cannabinoid, das manchmal erwähnt wird, ist Cannabinol, CBN, das als Beruhigungsmittel wirken kann. Es kann auch als Mittel eingesetzt werden, um das Schlafverhalten zu verbessern.
Man kann Cannabinoide wie folgt kategorisieren:
- Synthetische Cannabinoide sind Substanzen, die auf künstliche Weise nachgebildet werden.
- Endocannabinoide sind Stoffe, die der menschliche Körper selbst herstellt.
- Phytocannabinoide hingegen sind Cannabinoide, die von Cannabispflanzen produziert werden.
Wenn man an Cannabinoide denkt, wird normalerweise sofort an Cannabis Sativa und an THC gedacht. Doch es gibt über 140 verschiedene Arten von Cannabinoiden aus der Hanfpflanze. Die Wirkungen der verschiedenen Cannabinoide sind sehr unterschiedlich. Zum Beispiel wirkt Cannabidiol anders als THC und hat keine psychogene Wirkung.
Delta-9-THC ist in Deutschland verboten
Der Besitz von THC ist in Deutschland illegal. THC ist der psychoaktive Hauptbestandteil von Cannabis und wird als illegale Droge betrachtet. Es ist strafbar, THC zu besitzen, zu konsumieren oder zu verkaufen. Eine Legalisierung unter bestimmten Voraussetzungen ist ab dem Jahr 2024 geplant.
Delta-9-THC, das bekannteste Cannabinoid aus der Hanfpflanze mit psychoaktiver Wirkung, stimuliert die Endocannabinoid-Rezeptoren des menschlichen Organismus und wirkt dadurch schmerzlindernd. Dazu hat die Forschung viele Studien erarbeitet, wodurch der Einsatz von THC in Deutschland sogar auf Rezept möglich wurde.
In Deutschland ist vorgesehen, die Verwendung von THC als Medikament zu legalisieren, um Patienten eine sichere und wirksame Behandlungsmöglichkeit zur Linderung bestimmter Erkrankungen zu bieten. Dennoch erfordert die Verabreichung eines THC-haltigen Arzneimittels eine vorherige ärztliche Verordnung, da die Reaktion des Körpers auf die psychoaktive Substanz nicht vorausgesagt werden kann.
CBD – das legale Cannabinoid
CBD ist eines der bedeutendsten legalen Cannabinoide. Es wird aus Pflanzen mit einem THC-Gehalt von unter 0,3 % gewonnen, die gezielt zur Herstellung von CBD-Produkten angebaut werden. Da CBD keinerlei Einfluss auf die Wahrnehmung und keine psychogene Wirkung hat, ist es rechtlich zulässig und in verschiedenen CBD-Shops erhältlich.
Cannabidiol (CBD) wird in einer Vielzahl von Bereichen eingesetzt, obwohl die Forschung hierzu noch nicht ausreichend fortgeschritten ist, um die Wirkungen vollständig zu belegen. Es scheint jedoch, dass CBD mit den CB1- und CB2-Rezeptoren des menschlichen Körpers interagiert. CB1-Rezeptoren sind vor allem im Herz-Kreislauf-System, im Nervensystem und im Gehirn vorhanden, während die CB2-Rezeptoren vor allem dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.
CBDa ist die Vorstufe von Cannabidiol (CBD) und wird ebenfalls für seine vorteilhafte Wirkung geschätzt. Aus diesem Grund bevorzugen viele Hersteller von CBD-Erzeugnissen Vollspektrum-Produkte, die nicht nur CBD, sondern auch CBDa und andere Cannabinoide enthalten.
Das Cannabinoid Cannabichromen
Cannabichromen, das am häufigsten vorkommende Cannabinoid in Cannabispflanzen, wirkt nicht psychoaktiv, kann aber für den menschlichen Organismus nützlich sein. Obwohl die Wirkungsweise noch nicht vollständig erforscht ist, deutet einiges darauf hin, dass CBC das Wachstum von Tumoren in menschlichen Organen hemmen könnte. Dies wurde in Tierversuchen bestätigt, in denen CBC die Vermehrung von Krebszellen reduzierte.
Es wurde bei Mäusen beobachtet, dass eine höhere Menge des Cannabichromenes (CBC) gegen Depressionen wirken kann. Es ist jedoch noch viel Forschung nötig, bevor man zuverlässige Ergebnisse erhalten kann. Die aktuellen Erkenntnisse über CBC basieren nur auf Erfahrungsberichten.
Das Cannabinoid Cannabigerol
CBG ist ein Cannabinoid, das in der Hanfpflanze vorhanden ist. Es wird als einzigartig und nützlich betrachtet, da es angeblich verschiedene positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Forschungen haben gezeigt, dass THC den Augeninnendruck bei der Erkrankung Glaukom senken kann, und es wird angenommen, dass CBG ähnliche Wirkungen aufweist.
Es wurde mithilfe von Tierversuchen festgestellt, dass die Einnahme von Cannabis und insbesondere CBG den Augeninnendruck bei Mäusen senkte. Da Medikamente, die das Gleiche bewirken, oft starke Nebenwirkungen haben, untersucht man derzeit, ob man mithilfe von Cannabinoid-Rezeptoren und einem Phytocannabinoid eine Therapie gegen Glaukom entwickeln kann, um Nebenwirkungen zu minimieren oder zu vermeiden.
Cannabinol – ein wirksames Cannabinoid?
Cannabinol (CBN) ist ein Cannabinoid, das im Hanf und in Cannabis-Produkten enthalten ist. Es ist ein Abbauprodukt des THC und bildet sich erst nach langer Lagerung oder übermässiger Erhitzung. CBN ist ein schwaches psychotropes Molekül, das in seiner Wirkung dem THC ähnelt, aber eine viel schwächere Wirkung hat. Einige Studien deuten darauf hin, dass CBN in einigen Fällen schlaffördernd wirken kann, aber die Ergebnisse sind widersprüchlich. Es wird auch vermutet, dass CBN Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen kann. Obwohl die Forschung noch in einem frühen Stadium ist, gibt es vielversprechende Anzeichen, dass CBN einige gesundheitliche Vorteile bieten kann. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass weitere Forschungsergebnisse erforderlich sind, um die Wirkung von CBN besser zu verstehen.
Synthetische Cannabinoide – legal oder nicht?
Die Cannabinoide CBD, CBN und CBC sind Bestandteile der klassischen Hanfpflanze und wirken nicht psychogen. Dies bedeutet, dass sie derzeit legal verfügbar sind und erworben werden können. Der Hauptwirkstoff ist fast immer das Cannabinoid CBD, aber CBC und CBN sind als zusätzliche Inhaltsstoffe vorhanden. Da nicht davon auszugehen ist, dass diese Kombination psychotrope Eigenschaften bei Säugetieren aufweist, ist sie rechtlich nicht zu beanstanden.
Hier sieht es anders aus: Legal-Highs sind synthetische Drogen, die zur Erzeugung einer psychoaktiven Wirkung hergestellt werden. Sie sind im Vergleich zu illegalen Drogen wie Cannabis, Kokain oder Heroin weniger streng reguliert und können deshalb leichter erworben werden, sind aber verboten, auch wenn sie als Duftkissen, Badesalz oder Räuchersalz angeboten werden. Beispiele für solche Legal-Highs sind:
- Spice, K2
- Bad Monkey
- Fake Weed
Sie unterscheiden sich in ihrer chemischen Struktur von anderen Drogen, können aber ähnliche Wirkungen haben wie Cannabis, MDMA oder Kokain. Die Wirkungen sind allerdings oft äusserst unberechenbar und können beim Konsum zu schweren gesundheitlichen Schäden führen.
Cannabinoide in der Medizinbranche
Endocannabinoide sind Cannabinoide, die vom menschlichen Körper produziert werden. Dieser Erkenntnis folgend versteht der Körper Cannabinoid-Verbindungen und ermöglicht den Effekt der Anwendung. Der Schlüssel hierfür ist das Endocannabinoid-System des Menschen, das über zwei Rezeptoren, den CB1- und CB2-Rezeptor, verfügt.
Der CB1-Rezeptor ist im zentralen Nervensystem besonders häufig vertreten. Er hat einen Einfluss auf Erkrankungen wie Amyotrophe Lateralsklerose, Demenz und Parkinson. Der CB2-Rezeptor dagegen ist in Verdauungstrakt, Immunsystem und verschiedenen Drüsen zu finden. Wenn Cannabinoide auf diesen Rezeptor wirken, kann das vorteilhafte Auswirkungen auf einige Krankheitssymptome haben.
Die Legalität von Cannabinoiden
Es ist unmöglich, eine allgemeingültige Antwort auf die Frage nach der Legalität von Cannabinoiden zu geben, da es auf die spezifischen Funktionen der verschiedenen Cannabinoide ankommt. Synthetische Cannabinoide sind in der Regel verboten und haben nichts mit Hanfpflanzen zu tun.
THC ist in vielen Ländern und Staaten nicht erlaubt. In einigen Ländern wie z. B. den USA, Kanada und Uruguay ist es jedoch legal, THC zu konsumieren, ebenso in europäischen Ländern wie den Niederlanden, Portugal und Spanien. Es ist wichtig, dass man sich über die jeweiligen Gesetze in einem Land informiert, bevor man THC konsumiert oder verwendet.
Die Cannabinoide CBD, CBN, CBG etc. aus der Hanfpflanze sind in verschiedenen Formen erhältlich, wie als CBD-Blüten, Harz oder Öl. Obwohl sie unterschiedliche Eigenschaften haben, weisen sie alle eine bestimmte Gemeinsamkeit auf: die Abwesenheit einer psychoaktiven Wirkung. Aufgrund dessen ist es nahezu undenkbar, dass man sich durch den Konsum dieser Cannabinoide in einem Rauschzustand befindet.
Gesetzliche Vorgaben limitieren den THC-Gehalt in Cannabinoiden auf maximal 0,2 %. Um bei einem Erwachsenen einen Rauschzustand hervorzurufen, müsste unfassbar viel davon eingenommen werden, was aus diesem Grund nur theoretisch möglich ist. Daher sind Cannabinoide ohne THC in Deutschland und vielen Teilen Europas legal.
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