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Zu einer dreiwöchigen und auf vier Jahre bedingt ausgesprochenen Gefängnisstrafe plus einer Buss in der Höhe von hundert Franken ist gestern ein 27-jähriger türkischer Staatsangehöriger vom Strafgericht des Saanebezirks verurteilt worden. Der gelernte Metzger und heute arbeitslose Barkeeper machte sich nach Ansicht von Gerichtspräsident Nicolas Ayer der Entwendung zum Gebrauch eines (zuvor schon von jemand anderem geklauten) Fahrzeuges und verschiedener Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig. Dazu kamen diverse Schwarzfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Angeklagte versprach gestern, den SBB den erlittenen Verlust zurückzuerstatten.
Der Vater des Angeklagten zog seine Klage wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs noch vor dem Beginn der eigentlichen Gerichtsverhandlung und unter Ausschluss der Öffentlichkeit zurück. Die Mutter hatte zum Vornherein auf eine Klage verzichtet, obwohl ihr Sohn ihr Schmuck gestohlen und in Bern verkauft hatte, um seinen Heroinbedarf decken zu können.
Nicolas Ayer stellte an die Adresse des Verurteilten fest, dass er, der Verurteilte, mit diesem Verdikt eine letzte Chance habe, sein Leben in den Griff zu bekommen. Der Verurteilte, der wegen ähnlicher Delikte bereits zu einem einjährigen Aufenthalt in einer Arbeitserziehungsanstalt in La Chaux-de-Fonds verknurrt worden war und sich seit längerer Zeit und offenbar mit Erfolg in einer Methadonbehandlung befindet, nahms reumütig zur Kenntnis.