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Ein Auszug aus dem Jahresbericht des Staatsarchiv Zürich (2014) (S. 54)
Die vier Projektmitarbeitenden setzten die Arbeit an der Verzeichnung relevanter Quellenbestände im Staatsarchiv sowie in den beiden Stadtarchiven Winterthur und Zürich fort. Vor allem aber waren sie mit der Transkription und Auszeichnung ihrer Quellenstücke in XML nach dem Standard der TEI-Richtlinien beschäftigt, deren Auswahl in einer konsolidierten Stückliste von rund 300 Dokumenten pro Editionseinheit vorliegt. Ariane Huber importierte zudem mittels Bildassistent eine zweite Tranche von digitalisierten Rechtsquellen (wie sie auch diesen Jahresbericht illustrieren) in die Archivdatenbank.
Durch Pascale Sutter, administrative und wissenschaftliche Leiterin der Rechtsquellenstiftung, und Rainer Hugener wurde die Liste der Tags und Attribute, die bei der Auszeichnung der Transkriptionen Verwendung finden sollen, weiter konsolidiert; anschliessend wurden Schema und Stylesheets entsprechend angepasst.
Parallel dazu beschäftigte die Weiterentwicklung des Rechtsquellenportals durch Jörg Lang, Evelix GmbH, Liestal, das Team weiterhin. Nach der Optimierung der Anzeige der Metadaten konnten die Druckfassungen (Einzel-PDF pro Quellenstück) spezifiziert werden, die im Rahmen des Datenexports aus den Archivinformationssystemen der beteiligten Archive erzeugt werden sollen, und zwar einerseits für das jeweilige Archiv (Publikation via Query), anderseits für das Rechtsquellenportal. Weiterhin aufwändig gestaltete sich insbesondere die mit verschiedenen komplexen Regeln verbundene Umsetzung der Auszeichnungen, die ein ruhiges Schriftbild gewährleisten soll. Im Resultat können zwei Darstellungsformen der Quellentexte angeboten werden, eine textnahe mit zusätzlich ausgezeichneten Informationen und eine lesefreundliche, die auch der Druckfassung zugrunde liegt. Für die laufende Editionstätigkeit als besonders wertvoll erwies sich ein von Jörg Lang entwickelter «TEI-Tester», der es erlaubt, den transkribierten Text bereits vor dem Export in einer simulierten Detailansicht des Rechtsquellenportals zu kontrollieren.
Im September fand ein Austausch mit Lionel Bartolini und Grégoire Oguey statt, den beiden Projektverantwortlichen der wieder aufgenommenen Neuenburger Rechtsquellenedition, die grosses Interesse bekundeten am «Zürcher Modell», Rechtsquellen zu edieren, und am Rechtsquellenportal, das von Beginn weg mehrsprachig konzipiert wurde; der TEI-Tester wird im Neuenburger Projekt bereits genutzt. Zuvor konnte das Rechtsquellenportal im Juli auch Hans-Robert Ammann und Alain Dubois vom Staatsarchiv Wallis präsentiert werden.
Editionstätigkeit und Entwicklung des Rechtsquellenportals sind mittlerweile soweit fortgeschritten, dass das Portal mit einer ersten Tranche an Quellenstücken im August 2015 für die Öffentlichkeit freigeschaltet werden kann.