Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03153.jsonl.gz/2361

Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten. Eingebettet in die politischen Auswüchse der Hitlerzeit und den folgenden Kriegswirren werden die ersten zwölf Jahre der Isabell Goldbach in Berlin beschrieben. Mit zweieinhalb Jahren ohne Abschied der Mutter entrissen, wuchs sie wohlbehütet und gut versorgt, aber ohne Trost, bei den Grosseltern auf. Bei zwei Menschen, die geprägt waren durch Krieg, Armut, Inflation und wieder Krieg. Es spiegelt die sozialen und hygienischen Verhältnisse wider und die Strapazen, die sie auf sich nahmen. Sie meisterten alles ohne die technischen Erleichterungen, die der heutigen Generation zur Verfügung stehen. Mehrmals von Bomben getroffen, überfallen, beraubt und am Ende alles verloren. Aber sie lebten.
Portrait
Christel Bott wurde am 30. Mai 1937 in Berlin geboren. Mit zweieinhalb Jahren wurde sie vom Vater entführt. Sie lebte nun bei den Grosseltern, im Winter in Prenzlauer Berg und im Sommer in Pankow auf einem Pachtgrundstück. 1943 fiel eine Bombe auf das Haus in Prenzlauer Berg. Ständiger Wohnsitz wurde das nach und nach winterfest gemachte Sommerhaus. Es wurde drei Mal durch eine Bombe getroffen. Im Februar 1945 fiel eine Bombe auf die Villa in der Mühlenstrasse. Dort waren alle geretteten Möbel mit Hausrat untergestellt, alles war nun weg. Der Rest wurde bei einem Überfall Ende 1945 geraubt. Im September 1945 wurde Christel auf Verlangen der Grossmutter in die dritte Klasse eingeschult. Sie schaffte das Schuljahr mit Bravour und durchlief die Schule bis zur neunten Klasse. Anfangs in Berlin Pankow, ab 1949 beim Vater in Berlin Friedrichshain. Von September 1952 bis Februar 1955 Lehre als Technische Zeichnerin beim Berliner Glühlampenwerk. Im September 1955 ist sie nach Westberlin gezogen. Von 1967 bis 1984 selbständig gewesen. 1985, nach dem Umzug nach Westdeutschland, nur noch Hausfrau. Eine Tochter und zwei Söhne, geboren 1960, 1961 und 1977.