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Mal wieder was neues, Kurzes von mir... auf Bitten einiger Leser schreibe ich an einer Fortsetzung...

Freue mich, wie immer, über Kommentare von euch.
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Sie wusste, er würde heute Nacht wieder kommen; so wie er es jede Nacht tat. Um sie sich zu nehmen.
Es half nichts, das Fenster zu schließen.
Es half auch nichts, es mit Gittern von Außen zu versäen und die Türen mit Mehrfachschlössern abzusichern.
Jede Nacht stand er in ihrem Schlafgemach, und jedes Mal trug er sein Lächeln auf den Lippen.
In seinen dunklen Augen blitzte der Tod, sein schwarzes langes, lockiges Haar glänzte wie das eines Jünglings.
Und auch jetzt erwartete sie ihn. Widerstand hatte sie schon lange abgelegt; niemand schenkte ihr Glauben, für alle war sie nur die verrückt gewordene Adelstochter.
Sie schloss die Augen. Vielleicht würde er ja heute ein für allemal verschwinden.
Gott möge der armen Seele helfen.
Der Schlaf übermannte sie, warm und wohlig, Schutz spendend.
Duftende, grüne Wiesen und viele Menschen, die ihr zuwinkten und lachten.
Sie blickte auf sich hinab. Sie trug ein weißes, wunderschönes Hochzeitskleid.
Kinder, die im Kreis liefen und miteinander spielten.
War das der Himmel, der wahrhaftige Himmel…?
Etwas Kaltes legte sich auf ihre Schulter.
Erschrocken wandte sie sich um. Mit einem Mal wurde sie aus dem Schlaf gerissen und starrte entsetzt in das Gesicht des Mannes, der sie jede Nacht heimsuchte.
Er saß am Bettrand und hatte seine Hand auf ihre Schulter gelegt.
Mit der anderen deutete er ihr mit dem Zeigefinger, still zu sein.
Langsam und edel wie ein Panther kroch er auf sie zu, legte seinen Körper auf den ihren.
Gleich würde es wieder passieren.
Seine spinnenartigen, langen schönen Finger strichen ihr über den blassen Hals. Seine Lippen berührten ihren Hals und er verharrte kurz.
Dann schlug er seine Zähne in ihr Fleisch; weiße, spitze Eckzähne und begann, ihr Blut gierig zu trinken.
Es schmeckte süß, fruchtig und es machte ihn verrückt.
Sie klammerte sich an ihn aus Schmerz, wollte ihn von sich pressen, aber es gelang ihr nicht.
Hilflos musste sie fühlen, wie ihr das Leben ausgesaugt wurde.
Der schöne Vampir ließ bald von ihr ab. In seinen Mundwinkeln und auf seinen Lippen klebte ihr Blut.
Zärtlich strich er ihr mit der Hand über die Stirn, dann über die knochigen Wangen.
Ihr Herz schlug langsamer als sonst, unregelmäßiger.
Ja, heute war es anders.
Sie würde sterben, sie konnte den Tod fühlen.
Der Tod hatte sie geküsst.
Doch dies würde nicht die ewige Stille bedeuten, oh nein.
Jahrhunderte würden vergehen, und sie würde mit ihnen gehen.