Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03315.jsonl.gz/2472

Selbstbestimmtes Wohnen mit Behinderung – Erfassung des individuellen Betreuungsbedarfs
Was können Sozialarbeitende beitragen um das selbstbestimmte Wohnen für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen?
Damit die Wahlmöglichkeit von Menschen mit Behinderung in Bezug auf die Wohnform gestärkt wird, sieht der der Kanton Bern einen Systemwechsel von der Objekt- zur Subjektfinanzierung vor. Dazu hat er ein neues Verfahren zur individuellen Bedarfsabklärung und Leistungsbemessung entwickelt. Auf Bundesebene kennt die Schweiz die Hilflosenentschädigung und den Assistenzbeitrag der IV, welche subjektorientiert ausgestaltet sind und Menschen mit Behinderung eine selbstbestimmte Wahl der Wohnform gewährleisten sollen.
Die folgende Bachelorarbeit «Selbstbestimmtes Wohnen mit Behinderung – Erfassung des individuellen Betreuungsbedarfs» von Luzia Schwegler beleuchtet diese drei Entschädigungsleistungen und zeigt auf, wie die Hilflosenentschädigung und der Assistenzbeitrag bemessen werden und stellt das neue Verfahren zur individuellen Bedarfsabklärung und Leistungsbemessung des Kantons Bern vor.
Dadurch wird die Frage beantwortet, inwiefern diese drei Entschädigungsleistungen ein selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen und vermittelt Sozialarbeitenden ein vertieftes Wissen über diese Entschädigungsleistungen. Weiter wird der Frage nachgegangen, ob die Grundlagen der schweizerischen Sozialpolitik den Forderungen der UNO-Behindertenrechtskonvention entsprechen und legt dar, warum nur eine Subjektfinanzierung gewährleisten kann, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmt wohnen können und die Forderungen der UNO-Behindertenrechtskonvention konsequent erfüllt sind. Zum Schluss werden die Erkenntnisse auf das Arbeitsfeld der Sozialarbeit bezogen und hergeleitet was Sozialarbeitende beitragen können, um das selbstbestimmte Wohnen für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.