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Ein Blähbauch ist unangenehm, manchmal schmerzhaft, aber zum Glück meist harmlos. Wie kommen die unerwünschten Luftansammlungen zustande und was kann man gegen Blähungen tun?
Luftansammlungen im Darm bilden sich, wenn zu viel Luft geschluckt oder während des Verdauungsprozesses zu viele Gase produziert werden. Ein aufgeblähter Bauch, der Abgang von Winden, Krämpfe und Schmerzen sind oft die Folgen.
Um das Verschlucken von Luft zu reduzieren, empfiehlt es sich, langsam zu essen und gut zu kauen. Der Konsum von kohlensäurehaltigen Getränken, das Rauchen und auch das Kaugummikauen sollte reduziert werden, da dabei zusätzliche Luft in den Magen gelangt.
Der grössere Teil an unerwünschten Gasen entsteht jedoch während des Verdauungsprozesses, wenn unverdaute Nahrungsrückstände von den Darmbakterien weiter abgebaut werden. Viele gesunde Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte und Kohlgemüse, aber auch frittierte Speisen sowie Alkohol und Kaffee können Blähungen verursachen. Treten die Beschwerden nach der Einnahme gewisser Nahrungsmittel regelmässig auf, könnte eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, beispielsweise in Bezug auf Laktose, Fruktose oder Gluten, die Ursache sein.
Das Meiden von blähenden Lebensmitteln ist eine Präventionsmassnahme. Gesunde, faserreiche Lebensmittel werden in kleineren Mengen meist vertragen. Wenn möglich, sollten Sie nicht gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden, da sie unter anderem Nährboden für Darmbakterien sind, die für eine gesunde Darmflora sorgen. Eine langsame Steigerung der Menge hilft dem Körper, sich an das vermehrte Angebot von Nahrungsfasern zu gewöhnen.
Nebst Bewegung, kreisförmigen Bauchmassagen oder einer Wärmeflasche haben sich Heilkräuter wie Anis, Fenchel, Kümmel oder Pfefferminze in Form von Tee oder als Gewürz bewährt. Über diese Hausmittel hinaus kann Sie Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker auch zu kurzfristigen medikamentösen Therapien beraten oder Ihnen ein Probiotika empfehlen, falls die Blähungen auf eine Dysbalance in der Zusammensetzung der Darmflora zurückzuführen sind. Dabei handelt es sich um lebende Bakterien und Hefen, welchen eine gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben wird.
Autorin: Sandra Müller
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