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MUSIKALISCHE ANALYSE
Bei entsprechenden Vorkenntnissen werden wir versuchen, auch in die Zellstruktur musikalischer Werke einzudringen und die Architektur großräumiger Werke zu überblicken. Das könnte also heißen, dass wir eine zweistimmige „Invention“ von Johann Sebastian Bach auf ihre motivischen Binnenbezüge abklopfen oder uns freudvoll abarbeiten an einer spätromantischen Mammutsinfonie. Formteile und ganze Werke werden ab Tonträger präsentiert oder fallweise von der Lehrperson auf dem Klavier hörbar gemacht. Der Umgang mit Notenmaterial wird auch ganze Partituren mit einschließen. Es geht um Verstehenshilfen für Musizierende, Konzertbesucher und Rundfunkhörer. Und am Ende könnte es sein, dass wir tatsächlich besser „begreifen, was uns ergreift“.
„Entsprechende Vorkenntnisse“? Das heißt nun zwar nicht, dass Interessenten für diesen Einzel- oder Gruppenkurs bei KLASSIK-CORNER die Fächer Musiklehre, Harmonielehre und Formenlehre besucht haben müssen (wenngleich es freilich die ideale Voraussetzung wäre). Grundwissen auf diesen Gebieten aber sollte vorhanden sein. Zum Beispiel: gesicherte Notenkenntnisse, Unterschied zwischen Dur und Moll, Quintenzirkel, Hauptdreiklänge und ihre Funktionen, Verständnis von Begriffen wie „Motiv“, „Thema“ und „Durchführung“, Erkennen von „fest gefügten“ und „locker gefügten“ Abschnitten, wichtigste Bogen- und Reihungsformen. Ferner sollten elementare Kenntnisse bestehen in Musikgeschichte, Gattungs- und Stilkunde.