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SI online: Richard Gere, mit der Auszeichnung Golden Icon Award gelten Sie nun offiziell als Ikone.
Richard Gere: War ich das mal inoffiziell? (lacht) Nein, im Ernst. Solche Preise zeigen mir, dass ich als Schauspieler wohl erwachsen geworden bin. Erst vor Kurzem erhielt ich einen ähnlichen Preis. Das Festival zeigte all meine Filme. Da dachte ich mir: «Das alles hast du gemacht? Wahnsinn!»
Was ist der Anreiz für so grosse Stars wie sie, ein eher kleineres Filmfestival zu besuchen?
Gere: Dieses gibt es glaube ich seit acht Jahren. Das ist nicht mehr so klein.
Susan Sarandon: Ich fühle mich hier wohler und freue mich darüber, dass man uns eingeladen hat. Man sollte auch kleineren eine Chance geben.
Wie gefällt es Ihnen in der Zürich?
Gere: Ich mag Zürich. Die Schweiz ist mir sehr sympathisch, weil sie so offen gegenüber Fremden ist. So nehmen Sie zum Beispiel immer wieder Flüchtlinge auf und bieten ihnen ein neues Leben...
In Amerika stehen die Präsidentschaftswahlen an. Gehen Sie wählen?
Sarandon: Unbedingt! Ich wähle Obama und ermutige andere dazu, dies auch zu tun. Leider kann ich mich nicht mehr in den Wahlkampf einbringen, da wir derzeit den Film promoten.
Gere: Für mich ist es eine ganz klare Wahl: Ich wähle Obama. Ich will mir gar nicht vorstellen, welche Tragödie es geben würde, wenn Romney gewählt würde.
Wenn Sie die Welt irgendwie verändern könnten, was würden Sie tun?
Gere: Ich würde die Kleinen und Schwächeren mehr zu Wort kommen lassen.
Sarandon: Ich würde schauen, dass alle gleich behandelt werden, dass die Menschen frei sind und dass das Vermögen besser aufgeteilt würde. Ich glaube, als Mutter von Kindern kann man etwas bewirken. Wenn man im Kleinen schaut, dass beispielsweise die Familie intakt ist, dann gibt man den Kindern diesen Gedanken mit in die Welt hinaus.