Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/2050

Ode an die Königinvon Milena Krstic Sie hat England eine Blütezeit beschert: Elisabeth I. Die Freitagsakademie widmet der «Virgin Queen» ein Konzert.
Natürlich war das so nicht vorgesehen, dass eine Frau das Land regieren sollte. Aber da es keinen Sohn gab in der Familie, rückte Elisabeth Tudor 1559 an die Stelle ihres Vaters König Heinrich VIII. Dies nur, weil sie vorgab, keinen Geschlechtsverkehr zu haben. So sicherte sie sich den Übernamen «The Virgin Queen» (die jungfräuliche Königin). Mit dieser Flunkerei (wie historische Quellen belegen) hat sie sich bis zu ihrem Tod 1603 eine relativ lange Regierungszeit gesichert und dem Land in dieser Zeit zu einer künstlerischen Blüte verholfen. Sie förderte die Musik und unterhielt eine Hofkapelle. Sie selbst war Tänzerin, spielte Laute und Virginal, eine Art Cembalo.
Mit Werken von Komponisten aus zwei Jahrhunderten widmet das Berner Barockensemble Die Freitagsakademie der Königin einen Konzertabend. Ilia Korol an der Violine und Jermaine Sprosse am Cembalo spielen Werke von unter anderem William Byrd, Nicola Matteis, Thomas Baltzar und Henry Eccles.