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Hab's schon mal geschrieben: Ein Teil der Menschen brauchen jemanden, der ihnen sagt wo es langgeht. Dafür ist das mangelnde Selbstvertrauen verantwortlich. Von dem bekommen sie dies teilweise. Deshalb tun sie für den alles.
In einer stark vereinfachten Version der tatsächlichen Vorgänge stimmt ihre Rede vermutlich weitgehend.
Es dürfte aber schon etwas komplexer sein.
Mangelndes Selbstvertrauen und entsprechend mangelnde Kritikfähigkeit führt in der Regel dazu sich der eigenen Verantwortung zu entziehen.
Kommt dann ein Wortführer daher, der einigermassen überzeugend wirkend, sich als derjenige darstellen kann, der weiss wo es lang geht, geben viele Menschen die eigene Verantwortung an der Garderobe ab, wenn sie den Saal für die Wahlkampfveranstaltung betreten.
Wenn sie sich dann in einer Masse von Gleichgesinnten befinden, denken sie unbewusst: Ich muss ja richtig sein, denn so viele Mitläufer können sich nicht irren.
Nur denken "alle" anderen im Saal ebene das Gleiche. Und "Keiner" hinterfragt noch lange, ob sie sich hier einem massenpsychologischen Effekt unterordnen, der mit einem Selbstbetrug anfängt.
Hauptsache ist, man kann die Verantwortung von sich weg und an die Masse überweisen.
Dann ist das Selbstvertrauen subjektiv empfunden gestärkt.
Mit echtem Selbstvertrauen hat das aber nichts mehr zu tun.