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Am letzten November-Wochenende fand in Montreux zum 36. Mal der Schweizerische Brass-Band-Wettbewerb statt. Mit dabei – in verschiedenen Bands – waren auch drei Aadorfer Musikanten. (eing.)
Der ursprünglich nur für die drei besten Kategorien konzipierte Brass-Band-Wettbewerb wurde in letzten Jahren schrittweise auch für weitere Schwierigkeitsklassen erweitert, so dass heuer 60 Bands teilnahmen. Der Wettbewerb kennt seine eigenen Gesetze, so gibt es eine Restriktion von 20 Abmeldungen je Stärkeklasse (mit möglichem Qualifikationswettbewerb bei mehr Anmeldungen) und eine Höchstteilnehmerzahl von 35 Musikern je Band. Dann wird die Reihenfolge der Vorträge unmittelbar vor dem Wettbewerbsbeginn durchgeführt. Die international besetzte Jury hat davon keine Kenntnis und während den Vorträgen auch keinen Sichtkontakt zu den Bands, so dass eine möglichst objektive Bewertung erfolgen sollte. Universal Brass Band Wil Thomas Roth (Aadorf) und Roman Engeler (Ettenhausen) nahmen mit der Universal Brass Band Wil in der ersten Stärkeklasse an diesem Wettbewerb teil. Das Aufgabenstück «Macabre» des Schweizer Komponisten Thomas Trachsel, von dem der Komponist in seinem Vorwort selbst schreibt, dass gewisse Passagen an die Grenzen des Spielbaren gehen würden, erinnert in seiner Art stark an die Kompositionen von Paul Huber. Die 16 teilnehmenden Bands durften im grossen, nach dem russischen Komponisten Igor Fjodorowitsch Strawinski benannten Auditorium auftreten. Die Universal Brass Band unter Leitung von Sabine Hasler musste mit Startnummer 13 (bei 16 teilnehmenden Bands) zwar lange auf den Vortrag warten, konnte aber während den zwölf Minuten auf der Bühne überzeugen und erreichte mit 89.66 von 100 möglichen Punkten den guten 6. Rang. Krönung für Band war, dass man den Spezialpreis für die beste Flügelhorn-Darbietung abholen konnte. Liberty Brass Band Junior Robin Schöni (Häuslenen) verstärkte die Junior Band der Ostschweizer Liberty Brass Band. Diese Band, unter Leitung von Christoph Luchsinger, bestritt in den Wettbewerb in der zweiten Stärkeklasse mit dem anspruchsvollen Aufgabenstück «Penlee» des Engländers Simon Dobson. Das Stück beschreibt die tragischen Vorfälle eines grösseren Seeunglücks in Gewässern von Cornwall, das im Jahre 1981 kurz Weihnachten zahlreichen Menschen das Leben kostete. Mit der späten Startnummer 15 erreichte die Band in der Miles-Davis-Halle mit 92 Punkten den guten 5 Rang von ebenfalls 16 Bands in dieser Stärkeklasse.