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Reise der Hoffnung
Film von Xavier Koller mit Necmettin Cobanoglu (Haydar Sener), Nur Sürer (Meryem), Emin Sivas (Mehmet Ali), Erdinç Akhbas (Adama), Yaman Okay (Türkmen) u.a.
Schweiz 1990, DCP, OV/d, 100'
In der Hoffnung auf ein besseres Leben verlässt Haydar zusammen mit seiner Frau Meryem und seinem jüngsten Sohn Mehmet die Türkei. Eine malerische Postkarte der Alpen verspricht eine nahezu paradiesische Zukunft in der Schweiz. Die lange Reise führt zunächst per Schiffscontainer nach Neapel, von wo ein LKW die Familie nach Chiasso bringen soll. Doch stattdessen landen die Reisenden in Mailand in den Händen habgieriger Schlepper, von denen sie bei Unwetter in das Grenzgebirge geschickt werden. Mit jedem Schritt in Richtung ‹Paradies› zahlt die Familie einen höheren Preis, und kämpft zuletzt um ihr Überleben.
Tief bewegt von einem Zeitungsartikel über den tragischen Tod eines türkischen Jungen, der beim Versuch, illegal in die Schweiz einzuwandern, stirbt, drehte Xavier Koller «Reise der Hoffnung» und gewann anfangs neunziger Jahre den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Mit ausdrucksstarken Bildern richtete der Schweizer Regisseur damals den Fokus auf ein individuelles Schicksal einer Einwandererfamilie – heute verbildlicht der Film noch weit mehr Schicksale als vor dreissig Jahren.