Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03273.jsonl.gz/1429

Therapie der Immunthrombozytopenie Kortikosteroide Immunglobuline/IVIG Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten Splenektomie Wie beeinflusst die ITP-Therapie mein Leben?
Im Rahmen einer Erstlinientherapie zur Behandlung von Immunthrombozytopenie (ITP) können Sie zusätzlich zu Kortikosteroiden auch mit Immunglobulinen behandelt werden.
Wenn die Blutplättchenzahl besonders schnell angehoben werden muss, beispielsweise wenn eine notwendige Operation ansteht oder schwere Blutungen auftreten, können zusätzlich zur Kortikosteroid-Therapie intravenös Antikörper, sogenannte Immunglobuline, gegeben werden (meistens reicht eine Infusion). Immunglobuline werden vom Körper zur Abwehr fremder Substanzen, wie z. B. Bakterien und Viren, gebildet. Sie sind also ein wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden Immunsystems. Bei ITP bekämpft der Körper durch Bildung von Autoantikörpern seine eigenen Thrombozyten. Andere, intravenös verabreichte Immunglobuline (IVIG) könnte dieser Reaktion entgegensteuern, indem sie die Blutplättchen vor sogenannten Fresszellen (Makrophagen) schützen und so deren vorzeitigen Abbau verhindern.
Zur Stillung lebensbedrohlicher Blutungen kommen auch Blutplättchen-Konzentrate zum Einsatz, die den Mangel an Blutplättchen ausgleichen sollen. Diese Konzentrate enthalten lebende Blutplättchen, die aus Spenderblut angereichert wurden.
Quellen:
CH2111032810