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Duez
(spr. düäh), Ernest, franz. Maler, geb. zu Paris, [* 2] wurde Schüler von Pils und widmete sich zuerst der Geschichtsmalerei, indem er 1868 einen von der Madonna beweinten toten Christus ausstellte. Nachdem er sodann eine Reihe von Kostümbildern gemalt, wandte er sich 1873 mit einem Honigmond der Darstellung des modernen Lebens zu, wobei er sich zugleich den Grundsätzen der Hellmalerei anschloß, die er in seinen spätern Gemälden immer feiner ausbildete, ohne in Naturalismus zu geraten. 1874 erhielt er für das Bild: Glanz und Elend eine Medaille dritter Klasse, und 1879 ward ihm für ein großes, dreiteiliges Bild mit Darstellungen aus der Legende des heiligen Cuthbert, das für das Luxembourgmuseum angekauft wurde, eine Medaille erster Klasse zu teil.
Seitdem hat er sich von dem Geschichtsbild völlig abgewandt und nur Bildnisse, Genrebilder, Stimmungslandschaften aus Paris und Umgebung, Strandbilder und Marinen gemalt, von denen das Porträt von Ulysse Butin, das ihm den Orden [* 3] der Ehrenlegion einbrachte, der Abend in Villerville, Um die Lampe [* 4] herum, der Pont-Neuf und der Sonnenuntergang hervorzuheben sind. Für ein Genrebild: Im Sommer (eine junge Dame im Rosengarten), erhielt er auf der Münchener Ausstellung von 1889 eine Medaille zweiter Klasse. Mit einem fein entwickelten Farbensinn, der sich am glänzendsten in seinen Marinen und Strandbildern zeigt, verbindet er ein Streben nach poetischer Wirkung.