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Während in vielen Städten die Mieten explodieren, bekommt man hier Geld geschenkt.
Im Schwarzwald studieren? Im baden-württembergischen Gütenbach erhält jeder neuzugezogene Student 500 Euro, wenn er sich bei der Gemeinde anmeldet. Denn je mehr Einwohner eine Stadt hat, desto mehr Geld erhält sie von den Steuereinnahmen des deutschen Staates. Da viele Studenten sich nach einem Umzug aber nicht ummelden, sondern ihren Hauptwohnsitz bei den Eltern belassen, erhalten die Orte weniger Geld. Gütenbach versucht dem mit 500 Euro Begrüssungsgeld vorzubeugen.
Wer kälteresistent ist und Winter, Schnee und wunderschöne Landschaften mag, sollte sich überlegen, nach Alaska zu ziehen. Denn dort bekommt man jährlich ein nettes Sackgeld vom Staat. Anfang Oktober eines jeden Jahres erhalten alle Einwohner zwischen 800 und 2'000 Dollar. Das Geld stammt aus den Gewinnen, die das Land mit dem Ölhandel macht. Der «Alaska Permanent Fund» verteilt die Dividende jährlich an alle Einwohner, die mindestens seit einem Kalenderjahr in Alaska leben, keine Vorstrafen besitzen und bestätigen, dass sie im Bundesstaat wohnhaft bleiben wollen.
Das malerische Dörfchen im Nord-Osten Spaniens ist eines der ältesten im Lande. Hier leben knapp 850 Einwohner. Nur fünfzig davon sind Kinder. Um junge Leute dazu zu bewegen, in den Ort zu ziehen, schenkt die Regierung jedem neuzugezogenen Paar 3'000 Euro. Für jedes Kind, das in Ponga zur Welt kommt, erhält man weitere 3'000 Euro. Einzige Voraussetzung ist, dass man für mindestens fünf Jahre in dem Dörfchen wohnhaft bleiben muss.
Der Ort mit den weltbekannten, majestätischen Wasserfällen sucht nach jungen Einwohnern. Die Stadt bietet einer bestimmten Anzahl Studienabgänger an, 7'000 Dollar ihres Studienkredits abzubezahlen, wenn sie zu den Niagara Fällen ziehen und für zwei Jahre in einem der ansässigen Unternehmen arbeiten.
Diese kanadische Provinz schenkt Studienabgängern mit Bachelorabschluss bis zu 20'000 kanadische Dollar (ca. 15'000 Fr.), wenn sie für sieben Jahren dort leben und arbeiten. Der Universitätsabschluss muss aber schon mindestens vier Jahre zurückliegen.
Die Abstimmung über ein bedingungsloses Grundeinkommen ist in der Schweiz im Juni gescheitert. In Holland wird genau dieses Thema seit Januar 2016 in verschiedenen Städten im Rahmen eines Sozialexperimentes getestet. In Utrecht erhalten 300 Einwohner um die 1000 Euro pro Monat. Einige erhalten es als Sozialhilfe ausbezahlt und müssen gewisse Bedingungen erfüllen, um das Geld zu bekommen. Andere kriegen es als bedingungsloses Grundeinkommen – auch wenn sie einen Job haben und selbst verdienen.