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Schweizerisches Lehrdiplom für Mittelschulen
Wer an einem Schweizer Gymnasium unterrichten möchte, sollte über ein Lehrdiplom für Mittelschulen verfügen. Dieses kann je nach Fach und Kanton an einer Universität oder Fachhochschule erlangt werden. Allerdings gilt das nur für von der Schweizerischen Maturitätskommission anerkannte Fächer. Da Chinesisch nicht dazu gehört, existiert in der Schweiz keine Ausbildung für Chinesischlehrpersonen an Mittelschulen. Bei der Anstellung von Lehrpersonen muss daher die Schulleitung abwägen und entscheiden, ob die Qualifikationen der Bewerber ausreichend sind bzw. dem Stellenprofil entsprechen.
Wer nebst Qualifikationen in Chinesisch über einen Abschluss in einem Fach verfügt, das an Gymnasien als von der Schweizerischen Maturitätskommission anerkanntes Fach angeboten wird, hat die Möglichkeit, das Lehrdiplom für Mittelschulen in diesem Fach abzulegen. Das ist aktuell die beste Alternative, solange es nicht möglich ist, das Lehrdiplom im Fach Chinesisch zu erlangen.
Anerkennung von ausländischen Diplomen
Verfügt eine Lehrperson über ein im Ausland erworbenes vergleichbares Lehrdiplom, kann bei der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK (http://www.edk.ch/dyn/12050.php) ein Gesuch um Anerkennung (Gleichwertigkeitszeugnis) gestellt werden. Zu beachten ist, dass weder Schulleitungen noch kantonale Behörden eine solche offizielle Anerkennung vornehmen können; die EDK ist die einzige Stelle in der Schweiz, die eine solche Anerkennung ausstellen kann.
Wichtigste Qualifikationen für Chinesischlehrer
Der SFVC setzt sich dafür ein, dass in der Schweiz Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Chinesischlehrpersonen im Allgemeinen und der Sekundarstufe II im Besonderen geschaffen werden. Solange keine solchen existieren, sollten Lehrpersonen, die sich für eine Anstellung an einem Gymnasium interessieren, folgende Punkte beachten:
Für die Anstellung an einer Mittelschule gilt in der Regel für nicht-muttersprachliche Chinesischlehrpersonen, dass sie über ein abgeschlossenes Sinologiestudium verfügen und mindestens ein Studienjahr in einem chinesischprachigen Gebiet verbracht haben. Idealerweise können sie Unterrichtserfahrung, z.B. in einem anderen Fach vorweisen oder haben ein Diplom für Chinesisch als Fremdsprache ausserhalb der Schweiz erlangt. Muttersprachliche Lehrpersonen verfügen in der Regel über ein abgeschlossenes Sprachstudium in ihrer Heimat und sehr gute Kenntnisse der Landessprache im entsprechenden Landesteil der Schweiz. Auch für sie bedeuten Unterrichtserfahrung und ein allfälliges Diplom für Chinesisch als Fremdsprache ein grosser Vorteil. Sehr wichtig ist ausserdem, dass sie das schweizerische Bildungssystem, insbesondere auf Sekundarstufe II, gut kennen und sich der grossen Unterschiede zu ihrer chinesischsprachigen Heimat bewusst sind.