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Was wissen wir über Afrika? – Nicht viel, möchte ich behaupten. Und wenn uns einmal Nachrichten von dort erreichen, bleiben sie meist an der Oberfläche hängen und tragen wenig dazu bei, unser Verständnis für den Schwarzen Kontinent nachhaltig zu verbessern. Umso erfreulicher erscheint es da, dass Florian Stumfall, ein profunder Afrika-Kenner, jetzt ein Buch vorgelegt hat, das so manche Wissenslücke schließt und auch mit einigen Vorurteilen – positive wie negative – aufräumt. „Tripoli Charlie – Feuer der Hochfinanz in Afrika“ ist der Titel des Buches, das ich jedem nur empfehlen kann, der sich für die jüngere Geschichte des Schwarzen Kontinents interessiert.
„Tripoli Charlie“ ist der Name einer Geheimoperation, die von einer Geheimgesellschaft in London durchgezogen worden ist mit dem Ziel, Gaddafis Herrschaft und seine Pläne für Afrika zu beenden. Nein, der britische Premier Cameron war nicht direkt involviert, aber es wäre naiv anzunehmen, dass er nichts davon wusste. Auch Frankreich und die USA hatten ihre diesbezüglichen Operationen, aber diese standen teilweise in Konkurrenz zu den britischen. Wer weiß schon, dass auch Südafrika beteiligt war?
Das Buch beschreibt drei Episoden: Ganz im Süden, in der Mitte und im Norden…..