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Ein Sexualstraftäter wurde im Dezember vom Strafgericht Nyon wegen der Vergewaltigung eines 11-jährigen Mädchens in Gland VD zu neun Jahren Gefängnis und einer Verwahrung verurteilt. Vor dem Waadtländer Kantonsgericht verlangte seine Verteidigerin eine Reduktion der Strafe. Die Anwältin forderte zudem zwei neue Gutachten: Zum einen ein psychiatrisches, weil die erste in einem angespannten Klima durch extrem befangene Experten erstellt worden sei. Zum anderen ein medizinisches, um zu beweisen, dass ihr Mandant impotent sei. Der Berufungshof des Kantonsgerichts lehnte die Forderung nach den beiden neuen Gutachten ab.
Der Mann hatte im April 2011 das Mädchen in Gland VD in der Waschküche eines Wohnhauses vergewaltigt. Bereits zwischen 2007 und 2010 hatte er in Genf sexuelle Handlungen mit einem Mädchen der Nachbarn vorgenommen. Das Strafgericht Nyon hatte im Dezember von Sadismus und Perversität gesprochen und den Mann für schuldig befunden.
Die Anwältin plädierte vor Kantonsgericht für strafmildernde Umstände. Man habe die aufrichtige Reue nicht berücksichtigt. Zudem habe ihr Mandant keine Vorstrafen. Die Verteidigerin forderte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren sowie therapeutische Massnahmen in einer geschlossenen Einrichtung. Der Staatsanwalt wies die Strafmilderung zurück und verlangte wie bereits vor dem Strafgericht Nyon eine Gefängnisstrafe von elf Jahren sowie eine Verwahrung. Das Urteil wird für Ende Woche erwartet. (sda)