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Bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren wurde Timothy Dalton mehrmals als James Bond angefragt. Und sagte immer nein.
Mal fühlte er sich mit Mitte 20 zu jung. Mal wollte er nicht direkt in die Fussstapfen von Über-Bond Sean Connery treten. Mal war er mit den Produzenten nicht einverstanden.
Stattdessen trat er auf Theaterbühnen auf. Und in Filmen wie dem Kostüm-Drama «Mary, Queen of Scots» oder der Comic-Verfilmung «Flash Gordon».
Er sagte nur unter einer Bedingung zu
Erst mit Anfang 40 war er endlich bereit, James Bond zu spielen. Unter einer Bedingung, wie er 2012 im Dokumentarfilm «Everything or Nothing: The Untold Story of 007» erzählte.
«Ich fragte die Produzenten: Wollt ihr so weitermachen wie bisher», sagte er damals. «Das wäre der einfachste Weg gewesen. Aber dann hätte ich abgelehnt.»
Dalton hatte ein genaues Bild, wie sein 007 sein sollte. «Ich wollte zurück zu den Anfängen.»
Er war ein brutaler Bond
Viele meinen: Daltons Bond war am nächsten dran an der literarischen Vorlage von Ian Fleming.
Im Dokumentarfilm «Everything or Nothing» beschrieb Timothy Dalton diesen Bond so: «Da ist dieser Held, der kaltblütig mordet. Der dreckigste, härteste, gemeinste, brutalste Held, den wir je gesehen haben. Ich wollte, dass die Leute wieder an diesen Charakter glauben.»
Er hatte bald keine Lust mehr
In zwei Filmen übernahm Dalton die Rolle des britischen Geheimagenten. 1987 in «The Living Daylights» und 1989 in «Licence to Kill». Eigentlich hatte der Schauspieler einen Vertrag über drei Filme unterschrieben.
Der Drehstart des dritten verzögerte sich jedoch um einige Jahre. Wegen Uneinigkeiten der Produktionsfirmen.
Bis diese gelöst waren, war Daltons Vertrag bereits ausgelaufen. Und er hatte keine Lust, ihn zu erneuern.
Danach drehte er vor allem Action-Filme und Komödien. Seit 2019 spielt der 75-Jährige eine Hauptrolle in der Superhelden-Serie «Doom Patrol».