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Gibt es Threat-Image-Projection-Artefakte bei Luftsicherheitskontrollen mit Röntgengeräten? Eine erste Ratingstudie
Type
04 - Beitrag Sammelband oder Konferenzschrift
Primary target group
Praxis
Created while belonging to FHNW?
Yes
Zusammenfassung
Threat-Image-Projection (TIP) ist eine weitverbreitete Software-Applikation für Röntgenmaschinen, die bei Sicherheitskontrollen an Flughäfen eingesetzt werden. Während der Sicherheitskontrolle projiziert TIP in Echtzeit zuvor aufgenommene Bilder von verbotenen Gegenständen (engl. fictional threat images, FTIs, hauptsächlich Pistolen, Messer und Bomben) in Röntgenbilder von Passagiergepäck. TIP wird eingesetzt, um die Aufmerksamkeit des Sicherheitspersonals (Screener) zu erhöhen, ihre Arbeit interessanter zu gestalten und ihre Erkennungsleistung zu überprüfen. Hierzu sollten die projizierten FTIs nicht von echten Gegenständen unterscheidbar sein, also nicht durch Projektionsartefakte erkannt werden können. Diese Studie hatte zum Ziel, TIP-Bilder auf solche Artefakte hin zu untersuchen. Als Erstes wurden Interviews mit Screenern durchgeführt, bei denen sie nach Artefakten befragt wurden, die ihnen im Berufsalltag auffallen. In einer zweiten Studie haben Screener 600 TIP-Bilder zu Artefakten und der allgemeinen Qualität bewertet. Jedes Bild wurde mindestens von 12 Screenern bewertet. Der grösste Teil der Bilder (80%) wurde als insgesamt realistisch bewertet. Am häufigsten als unrealistisch eingeschätzt wurden die Ausrichtung des FTIs im Vergleich zum übrigen Gepäcksinhalt und die Positionierung, bei welcher die FTIs teilweise andere Objekte zu durchdringen scheinen.