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Im Kanton Basel-Landschaft wurde die bestehende Belastungssituation und Gefährdungen des Grundwassers im Modellgebiet Hardwald ermittelt. Das Modellgebiet ist geprägt durch stark urbane und industriell genutzte Flächen. Diese räumlichen Strukturen haben grosse Auswirkungen auf die Wasserversorgung und auf die Qualität des Grundwassers. Im Trinkwassergewinnungsgebiet werden pro Jahr rund 15 Mio. m3 Trinkwasser gefördert. Das Trinkwassergewinnungsgebiet ist geologisch sowie hydrogeologisch sehr komplex. Das Grundwasser zirkuliert in einem regionalen Karstgrundwasserleiter und einem überliegenden Lockergesteinsgrundwasserleiter, in welchem Rheinwasser künstlich infiltriert wird. Der Wasserversorger reichert heute doppelt so viel Grundwasser an, wie entnommen wird. Da somit deutlich mehr Filtrat versickert als Grundwasser entnommen wird, entsteht im Bereich der Grundwasseranreicherungszone ein „Grundwasserberg“, der das Gebiet vor Einflüssen aus den umgebenden Industriegebieten und belasteten Standorten schützt.
Das Gebiet wird intensiv hydrogeologisch untersucht. Neben den zahlreichen aus dem Rhein stammenden Verbindungen, die im Grundwasser festgestellt werden können, sind die chlorierten Kohlenwasserstoffe Hexachlorbutadien und das Isomer 1,1,4,4-Tetrachlorbutadien sowie Tri- und Tetrachlorethen speziell zu erwähnen. Im Projekt „Regionale Wasserversorgung Basel-Landschaft 21“ und nachfolgende Studien wurden Methoden zur Erfassung und Beurteilung der chemischen Wasserqualität erarbeitet, weitergehende Aufbereitungsmethoden zur Entfernung von Spurenstoffen im Hardwald ermittelt und ein adaptives (quasi-) Echtzeit online Werkzeug für ein effektives Grundwassermanagement entwickelt.