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Milz
Die Milz liegt im linken Oberbauch unter dem Zwerchfell und hat eine wichtige Funktion bei der Immunabwehrleistung des Körpers. Zudem nimmt sie an der Entsorgung von altern oder defekten roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) teil.
Bei Erkrankungen des Knochenmarks kann die Milz aber auch an der Neubildung von roten und weissen Blutzellen beteiligt sein. Der Verlust der Milz (z.B. aufgrund eines Unfalls) hat beim Erwachsenen meist wenig Konsequenzen. Allerdings sollte eine Impfung gegen sogenannte "enkapsulierte" Bakterien (Pneumokokken, Meningokokken und Hämophilus influenza) erfolgen, deren Abwehr für den Körper erschwert sein kann und selten das sogenannte OPSI-Syndrom (overwhelming postsplenectomy infection syndrome) auslösen kann.
Operationen können bei folgenden Erkrankungen der Milz notwendig werden:
- Angeborene Kugelzellanaemie (hereditäre Sphärozytose)
- Morbus Werlhof (idiopathische thrombozytopenische Purpura, ITP)
- Hypersplenismus (vermehrter Abbau von roten Blutkörperchen und Thrombozyten) bei z. B. chronischer myeloischer Leukaemie oder chronischer lymphatischer Leukaemie
- Lymphome
- Milzabszesse (z.B. bei Herzklappenentzündung)
- Metastasen in der Milz (sehr selten)
- Einwachsen von benachbarten Tumoren (z. B. Magenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs)
- Milzzysten
- Verletzungen z.B. bei Unfällen (traumatische Milzruptur)
Eingriffe an der Milz
Je nach Diagnose muss entweder ein Teil der Milz oder das gesamte Organ entfernt werden. Dies kann minimal-invasiv (d.h. mit der Knopfloch-Technik) oder offen erfolgen. Die offene Technik wird bei sehr grossen Milzen, organüberschreitenden Tumoren oder in einer Notfallsituation (z.B. bei akuter traumatischer Milzruptur) bevorzugt.