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Man erwartete von den Sozialwissenschaften die Bereitstellung von belastbaren Daten, die politische Entscheidungen begründen sollten – sie also durchschaubar, nachvollziehbar machen und von Willkür und Macht- und Mehrheitskonstellationen befreien. Weiter wurden nicht nur der Beweis dessen, was ist, erwartet, sondern auch die Aussage darüber, was sein soll.
Inzwischen hat man verstanden, dass wissenschaftliche Ergebnisse nie den letzten Schluss preisgeben, sondern dass sie sich stets aufs Neue zu hinterfragen und zu bewähren haben oder eben widerlegt werden können.
Durch die Komplexität moderner Industriegesellschaften besteht ein hoher Bedarf an sozialwissenschaftlichen Daten, die den Ist-Zustand und die angenommenen Folgen von politischen Programmen beschreiben z.B. in Bereichen wie Ursachen sozialer Ungleichheit, psychosoziale Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit, Integration von Migranten, Prozesse gesellschaftlichen
Wandels, Technikfolgenabschätzung etc.