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Joseph, Architekt, geb. 1832 zu Prag, war Schüler der Akademie in Wien, machte
Studienreisen in Italien und erwarb sich einen ehrenvollen Namen durch das nach seinen Plänen 1864-68 erbaute Museum in
Weimar, im Stil der italienischen Renaissance. Bald nachher begann er in demselben Stil den Prachtbau
des böhmischen Landestheaters in Prag und 1876 das noch unvollendete Künstlerhaus Rudolfinum daselbst (desselben Stils),
bestimmt für die Kunstakademie, die kunstgewerblichen Sammlungen und das Konservatorium der Musik. Von ihm ist auch die
Brunnenkolonnade in Karlsbad. Er ist Professor am Polytechnikum in Prag und Mitglied der Akademie in
Wien.
Joseph, Architekt, geb. in Prag, erhielt seine Ausbildung am Technischen Landesinstitute daselbst und
an der Architekturschule der k. k. Akademie in Wien und machte Studienreisen in Italien, Deutschland, Belgien,
[* 9] Frankreich, später
auch in England. In Neapel
[* 10] wurde er mit Preller bekannt; auf dessen und auf Cornelius' Empfehlung wurde
ihm 1803 der Bau des großherzogl. Museums in Weimar übertragen. 1864 folgte Zitek einem Rufe als Professor der Architektur an
das Technische Landesinstitut in Prag und wirkt seit der Teilung desselben in eine czech. und deutsche Anstalt an der letztern
fort. Er und seine zahlreichen Schüler pflegen mit Vorliebe den Stil der ital. Renaissance. Von den Bauten
Z.s sind besonders zu erwähnen das böhm. Nationaltheater in Prag, das Künstlerhaus Rudolphinum daselbst (im Verein mit Jos.
Schulz) und die Mühl- und Neubrunnenkolonnade in Karlsbad (1871–78).