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US-Gericht: «Sex-Kult»-Gründer muss Millionenstrafe an Opfer zahlen
Der Gründer eines New Yorker «Sex-Kults» muss seinen Opfern mehr als 3,4 Millionen Dollar zahlen. Das legte ein Gericht am Dienstag (Ortszeit) im New Yorker Stadtteil Brooklyn fest, wie US-Medien berichteten.
Der 60-jährige Keith Raniere war im Oktober 2020 unter anderem wegen Sex-Handels, sexueller Ausbeutung und Betrugs zu 120 Jahren Haft verurteilt worden. Er habe an der Verhandlung per Video aus einer Haftanstalt im Bundesstaat Arizona teilgenommen, hiess es.
Die Strafzahlung richte sich an 21 Betroffene, entschied Bezirksrichter Nicholas Garaufis demnach. Die grösste Summe (500 000 Dollar) erhielt nach Angaben der «New York Times» eine Frau, die von Raniere als damals 15-Jährige sexuell missbraucht worden war.
Einige der Opfer seien mit Ranieres Initialen gebrandmarkt worden - ihnen stehe nun eine Summe von etwa 2100 Euro zu, um die Male zu entfernen, hiess es. Ausserdem sollten die Kosten für vergangene und zukünftige psychologische Behandlungen gedeckt werden. Raniere sei ein «Verursacher psychischer Folter», zitierte der Sender CNN den Richter.
Raniere hatte Ende der 90er Jahre die Organisation Nxivm mit Hauptsitz nahe Albany im US-Bundesstaat New York gegründet, die offiziell als Selbsthilfegruppe vermarktet wurde. Frauen sollen dort sexuell missbraucht worden sein. Rund 18 000 Menschen haben Medienberichten zufolge die teuren «Selbstoptimierungs-Kurse» der Organisation besucht.
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