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Die ersten Lebenszeichen nach dem Aufsetzen des europäisch-russischen Mars-Landemoduls «Schiaparelli» verzögern sich. Die schwachen Radiosignale des Geräts, die ein Radioteleskop in Indien während der Landung aufzeichnen konnte, blieben nach der Landung aus.
Ob die heikle Landung geklappt hat, ist noch unklar. Nach dem Eintritt in die Atmosphäre wurde der Lander in mehreren Etappen innerhalb von sechs Minuten von 21'000 auf vier Kilometer pro Stunde abgebremst und stürzte die letzten paar Meter in freiem Fall. Die schwachen Radiosignale schienen die geplanten Bremsmanöver zu bestätigen, danach herrschte jedoch Funktstille. Das könnte auch nur an der Ausrichtung des Geräts liegen.
Währenddessen lauschte auch die ESA-Sonde «Mars Express» direkt im Orbit auf Lebenszeichen von Schiaparelli. Allerdings dauert die Übermittlung der Signale länger. Dies weil «Mars Express» sich erst wieder zur Erde drehen muss, um die Signale weiter zu reichen. Die Daten werden anschliessend verarbeitet, und die Ergebnisse rund 1.5 Stunden nach der Landung erwartet, also gegen 18.30 Uhr Schweizer Zeit.
Schiaparelli ist Teil der ExoMars-Mission der europäischen Raumfahrtagentur ESA und ihres russischen Partners Roskosmos. Dazu gehört auch die Atmosphärensonde TGO, die ebenfalls die Signale von Schiaparelli während der Landung aufgefangen hat. Diese Daten werden allerdings voraussichtlich erst Donnerstagmorgen zur Verfügung stehen. (sda)