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Zu den 1.-August-Feierlichkeiten gehören auch in Graubünden die Höhenfeuer. Keine einfache Sache, denn das Holz muss auf die Berggipfel hinaufgetragen werden. In der Regel übernehmen Vereine diese Aufgabe. In Maienfeld zum Beispiel traditionellerweise der Turnverein.
Ein Höhenfeuer auf einem der Berggipfel in Graubünden zu entzünden ist anstrengend. Einfach so mal schnell mit einem Transporter voller Holz raufkarren geht nicht. Für die Organisatoren der Höhenfeuer bedeutet dies ein beträchtlicher Aufwand. Rücksäckeweise schleppen Helfer, seien es Turnvereinsmitglieder wie in Maienfeld oder Mitglieder der Seewiser-Jugend, das Holz auf die Berggipfel, um es danach aufzuschichten und bei Anbruch der Dunkelheit zu entzünden.
Woher der Brauch der Höhenfeuer – ein Brauch, der in der ganzen Schweiz beliebt ist – stammt, ist unklar. Über ihre Herkunft und Funktion sind verschiedene Theorien im Umlauf. Eine besagt etwa, dass sie von Hochwacht-Feuern abgeleitet sind und eine Mahnfunktion haben sollen. Eine andere Theorie sagt, die Höhenfeuer sollen an die brennenden Burgen nach der Befreiung aus der Knechtschaft erinnern.
Eine weitere Theorie leitet die Feuer aus der Mittsommertradition ab, wo zum Beispiel in Finnland, Dänemark und Norwegen an Mittsommerfesten Holzhaufen verbrannt werden. In diesen Fällen sollen mit den Feuern aber vor allem böse Geister ferngehalten werden.
Egal, welcher Theorie man anhängt, die Höhenfeuer in der Schweiz wurden schon bei der ersten Bundesfeier 1891 auf den Berggipfeln entzündet. Seither verzaubern diese weit herum sichtbaren Feuer die Schweizer Bevölkerung jedes Jahr wieder aufs Neue.