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Den Anstoss für den Artikel zu den Grenzen von Sprachassistenten gab übrigens folgende Szene aus «The Big Bang Theory».
Dieses Beispiel illustriert sehr gut die Grenzen der Spracherkennung bei Aussprachfehlern. Siri versteht nicht, dass Barry einen Aussprachfehler hat. Der Sprachassistent ist nicht lernfähig genug – verfügt nicht über ausreichend Künstliche Intelligenz (KI) – den Aussprachfehler in sein Sprach-Repertoire zu integrieren.
Beginnen wir mit einem simplen Missverständnis und etwas Fäkal-Humor. Anstatt den Song «Splish Splash (I Was Taking a Bath)» zu spielen, sucht Alexa nach «Splish Splash I Was Taking a Crap».
Microsoft CEO Satya Nadella tritt als Keynote-Speaker an einem Kongress auf. Wie es der Zufall so will, spricht er über Künstliche Intelligenz und will Microsofts Sprachassistenten Cortana vorstellen. Und dieser missversteht ihn prompt. Statt «Show me my most at-risk opportunities» versteht Microsofts Sprachassistent «Show me to buy milk at this opportunity». Anstatt etwas über Business-Chancen erhält Nadella eine Erinnerung Milch zu kaufen… Erst mit etwas Hilfe von hinter der Bühne klappt’s dann.
Eine Lektion für Eltern die Kindersicherung zu aktivieren. Anstatt nach einem Lied («Digger, digger») aus seinem Lieblingsbuch zu suchen, gibt Alexa Such-Vorschläge für pornografischen Inhalt. Tja, vielleicht lernen Sprachassistenten künftig ja anhand der Stimme zu unterscheiden, wer zu ihnen spricht. Dann sollte so etwas sicher nicht mehr passieren (wenn denn die Kindersicherung aktiv ist).
Jetzt kommen wir zu den wirklich interessanten Fails. Sprache ist sehr komplex. Gewisse Wörter werden gleich ausgesprochen, haben aber eine ganz andere Bedeutung. Im Englischen sind das in diesem Beispiel four/for und two/to. Im Deutschen könnten das beispielsweise Lehre/Leer oder pisste/Piste sein. Diese sogenannten Homophone können Sprachassistenten ziemlich durcheinanderbringen. Um dem Sprachassistenten die korrekte Aktion einzufordern, ist mitunter etwas Kreativität gefragt: Nicht immer klappt es auf gewohntem Wege. Dieser Fail illustriert sehr gut die Grenzen von Sprachassistenten.
Dasselbe gilt für Wörter mit Doppelbedeutung. Und da gibt es nicht wenige. Nehmen wir als Beispiel den Ball. Das kann entweder das kugelförmige Ding zum Spielen sein oder auch eine Tanzveranstaltung. Ein weiteres weniger geläufiges Beispiel ist die Fliege. Das ist entweder das meist nervige Tier, das dir im Sommer übers Steak kriecht, oder der mehr oder weniger stylische Querbinder, den man sich um den Hals schnallt. Die Liste liesse sich selbstverständlich noch weiterführen.
Es existieren nicht nur zwischen 6500 und 7000 Sprachen weltweit, sondern auch unzählige Dialekte. Bei dieser enormen Anzahl an Sprachen und Dialekten ist es nicht erstaunlich, dass Spracherkennung auf eine Standardsprache fokussiert. Sprachassistenten müssten über eine weit fortgeschrittene Künstliche Intelligenz verfügen, wenn sie da auch noch Dialekte verstehen sollten. Wir Schweizer verstehen ja nicht einmal all unsere Dialekte (sorry liebe Walliser, damit seid ihr gemeint).
Was für Schweizerdeutsch gilt, gilt wohl auch für den Schottischen Dialekt, wie folgendes Video zeigt. Die Spracherkennung hat ihre liebe Mühe den Herrn zu verstehen.
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