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Die Phytoöstrogene aus Pflanzen sind dem körpereigenen Östrogen ähnlich. Je nach Art des Phytoöstrogens ist der Wirkungsgrad jedoch um 100-10’000-fach geringer. Dennoch können diese, aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit, ebenso an Östrogenrezeptoren in verschiedenen Geweben im Körper andocken und dort eine sehr schwache östrogene Wirkung entfalten.
Führt Sojakonsum deshalb zur verweiblichung bei Männern?
Zwei negative Einzelfallberichte durch übertrieben hohe Dauerzufuhr sowie negative Auswirkungen bei Tierstudien führten in der Vergangenheit dazu, dass die These einer verweiblichung bei Männern immer wieder anzutreffen ist. Fakt ist, dass bei einer üblichen Verzehrmenge keine negativen Auswirkungen durch Soja in Bezug auf den Testosteronspiegel, Spermienqualität und weitere Parameter der Fruchtbarkeit auftreten (1). Paracelsus sage einst: Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.
Führt Sojakonsum zu Problemen mit der Schilddrüse?
Obwohl die Sojabohne, wie auch eine Vielzahl anderer Lebensmittel (z.B. Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl etc.) zur Lebensmittelgruppe mit potenziell goitrogenen (Vergrösserung der Schilddrüse) Eigenschaften zählt, hat Soja keine Auswirkung auf die Schilddrüsenfunktion von gesunden Menschen. Sofern eine ausreichende Jodversorgung stattfindet.