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Der
SO.-Hang heisst wegen seiner Steilheit
die
Scala. In der weiten und hohen Felsennische zwischen der Grathöhe, dem
Sessagit und dem Carschlinkopf unterm
Kunkelspass
(1351 m) dehnt sich der Schwarzwald aus.
Die
Höhe ist von
Tamins aus über die Alp Unter Lawoi auf steilem
Wege in 2½ Stunden zu gewinnen und bietet eine hübsche Aussicht auf die
Rheinthäler.
Gesteine sind, von
Tamins aus folgend,
grüner Verrucano, triadischer Rötidolomit, Lias und Dogger und, in grösserer
Höhe, Malmkalk in regelmässiger Aufeinanderfolge.
1000-1528 m.
Wald und Alpweide, am
O.-Hang des Grosständli (1528 m) und
Kleintändli (1485 m) und 6 km ssw.
Einsiedeln.
Die aus diesem Gebiet abfliessenden
Wasser sammeln sich
am
N.-Hang des Hirzenstocks (1519 m) im Vogelwaldtobel, dessen auf eine Länge von 2 km ein Gefälle von 500 m aufweisender
Wildbach n. vom Dorf
Alpthal von links in den
Alpbach mündet.
(Kt. Tessin,
Bez. Locarno).
464 m. Gem. und Pfarrdorf im Verzascathal, 7 km n. der Station
Gordola der Linie
Bellinzona-Locarno der
Gotthardbahn. Postablage, Telegraph; Postwagen
Locarno-Sonogno. Gemeinde, mit
Berzona,
San Bartolomeo und
Vogorno Dentro: 159
Häuser, 661 kathol.
Ew.; Dorf: 76
Häuser, 296 Ew.
Mais-, Kartoffeln- und Weinbau, Viehzucht. Grosse Kastanienernte. Die jungen Männer wandern
mit Vorliebe nach Kalifornien aus, wo sie ihr Brot als Küher und Aufwärter verdienen. In den Vereinigten Staaten überhaupt
zählt man an die 300 Bürger von Vogorno. Granitbrüche. 2 km n. vom Dorf hat man die
Verzasca aufgestaut,
deren
Wasser durch einen genau unter
San Bartolomeo hinziehenden
Stollen nach
Gordola geführt und dort zur Erzeugung von elektrischer
Energie verwendet wird. Die
Häuser des Dorfes Vogorno sind auf eine Länge von 3 km zerstreut gelegen. An der Strasse befindet
sich bloss die Siedelungsgruppe
San Bartolomeo mit Post und Telegraph. Die rauchgeschwärzten
Steinhäuser
haben einen ärmlichen Anstrich und verstecken sich zwischen mächtigen
Kastanienbäumen und Spalierreben, die oft bis über
das Hausdach hinaus in die
Höhe klettern. Die Pfarrkirche
San Bartolomeo datiert aus dem 13. Jahrhundert und ist die älteste
Kircheim Thal.
Hier stürzt sich das
Wasser des die Entwässerungskanäle
des Hochthales von
Les Ponts sammelnden
Bied du Voisinage in eine im Neokom ausgewaschene
Doline, um unterirdisch dem die Stromquelle
der
Noiraigue speisenden Wasserstrom zuzufliessen.
(Kt. Zürich,
Bez. Uster).
478 m. Gem. und Pfarrdorf 2,5 km ö. der Station
Schwerzenbach der Linie
Zürich-Uster-Rapperswil.
Postablage, Telephon. Gemeinde, mit
Gutenswil,
Hegnau,
Kindhausen und
Zimikon: 337
Häuser, 1515 reform. Ew.; Dorf: 117
Häuser, 520 Ew.
Landwirtschaft. Römische Ansiedelung in der Steinmüri. Alemannische Ansiedelung. Urkundliche Namensform: 904 Folcharteswilare.
Alemannische Gräber bei
Zimikon. Im
«Seewadel» soll eine Burg und auf dem «Wabberg» ein
Weierhaus gestanden haben. Die Trümmer
sollen 1584 zum Bau der Kirche in Volketswil verwendet worden sein. Edle von Volketswil als Dienstleute der
Grafen vonKiburg
sind urkundlich nicht nachweisbar. Die Gemeinde war vor der Reformation nach
Uster kirchgenössig. 1521 wurde ihr ein eigener
Kaplan bewilligt. Von 1524-1638 besorgte die kirchlichen Funktionen meistens ein Geistlicher aus der Stadt und wurden die
Toten in
Uster begraben. 1638 erfolgte die Abtrennung und Erhebung zur besonderen Pfarrei, zu der
Hegnau,
Zimikon und
Kindhausen und 1767 auch
Gutenswil gewiesen wurden. 1782 folgte die Ausscheidung des Armen- und Spendgutes von
Uster
und Volketswil.