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Wolfgang Rihm, geboren 1952 in Karlsruhe, ist einer der bekanntesten und vielseitigsten Komponisten der Gegenwart. Als solcher vertritt Rihm eine Ästhetik, die nach dem Vorbild von Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono das subjektive Ausdrucksbedürfnis in den Mittelpunkt stellt. Darüber hinaus vermittelten Rihm literarische Texte wichtige Impulse. Die Idee eines «work in progress» hat ihn insofern beeinflusst, als er seine Stücke gern als «Versuche» betrachtet, die – durch Erweiterung und Ergänzung, Vernetzung und Verflechtung des einmal entwickelten Materials – einander fortlaufend verändern. Rihm benutzt hierfür gern Metaphern aus der bildenden Kunst, er spricht von «Übermalungen» oder von Bildhauerei.