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Der US-Computerkonzern Apple hat durch ein komplexes Geflecht aus vielfach im Ausland angesiedelten Firmen in den USA Steuerzahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe vermieden. Dies stellt ein Bericht des US-Senats fest.
Die Untersuchung wirft Apple zwar nicht vor, illegal gehandelt zu haben. Sie verdeutlicht aber Gesetzeslücken in den USA, die viele Grosskonzerne nutzen.
«Apple war nicht damit zufrieden, Gewinne in ein Niedrig-Steuer-Paradies zu verlegen», erklärte Senator Carl Levin, der den permanenten Senatsunterausschuss für Untersuchungen leitet. Er betonte zudem, der Ausschuss werde Vorschläge unterbreiten, wie diese von Grossunternehmen genutzten Lücken im Steuerrecht geschlossen werden könnten.
Laut dem Senatsbericht verfügt Apple über 145 Milliarden Dollar Barreserven, von denen 102 Milliarden ausserhalb der USA liegen, um Steuern zu sparen.
So verlagerte der Konzern zum Beispiel Rechte an geistigem Eigentum in Firmen in Ländern mit niedriger Besteuerung. Oder eine Filiale habe Nettozuflüsse von 30 Milliarden Dollar verbucht, sich aber geweigert, einen Steuerstandort anzugeben, heisst es.
Apple-Chef klagt über Steuern
Apple-Chef Tim Cook wehrte sich vor ein paar Tagen in einem Interview mit der «Washington Post» gegen den Vorwurf, den Staat um sein Geld zu bringen. Zugleich sagte er, dass die Steuern in den USA zu hoch seien: «Diese sollten angemessen sein.»