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Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass die mediale Berichterstattung viel Energie auf Unbedeutendes verwendet, ganz so als ginge es darum, die Zeit totzuschlagen. Ein paar Beispiele:
- Politiker an der Macht bzw. im Amt werden z.B. fast immer mit Vor- und Nachnamen genannt. Also nicht nur das erste Mal, bei dem sie in der Nachricht erwähnt werden, sondern jedes Mal (hier ein Beispiel mit Sommaruga).Besonders lustig ist das, wenn sie – wie z.B. Präsident Bush der jüngere – noch einen zweiten Vornamen haben, der zur Unterscheidung von ihrem Vorgänger dient, also George W. Bush, wobei das W. natürlich nicht W gesprochen wird, sondern Dabljuu, wir können ja schliesslich englisch.
- Das Corona-Virus ist allgegenwärtig, medial aber ist immer von der Corona-Pandemie die Rede, nicht etwa von Corona oder der Pandemie. Wahrscheinlich um diese von anderen aktuellen Pandemien zu unterscheiden.
- Wenn es um etwa geht, das alle betrifft, das Wetter, ein Gesetz, ein Unglück, so wird fast schon zwanghaft eine Geschlechterdifferenz aufgemacht, die aber gar nicht relevant ist für den Bericht, also etwa: die Schweizerinnen und Schweizer reagieren…, oder die Südkoreanerinnen und Südkoreaner… usw. Dabei ist meist nicht nur das Geschlecht völlig bedeutungslos für die Nachricht, sondern eben auch die Nationalität der Personen, über die berichtet wird. Anstelle sinnloser Unterscheidungen könnte man schlicht von der Bevölkerung sprechen. Aber das würde natürlich weit weniger Zeit in Anspruch nehmen und weniger Nebel werfen.