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Radioaktive Substanzen
In der Nuklearmedizin werden radioaktive Stoffe nicht nur zur Funktions- und Lokalisationsdiagnostik, sondern auch für Therapien verwendet. Diese Substanzen können über eine Vene des Patienten, die Atemluft oder den Verdauungstrakt in den Stoffwechsel des Körpers eingebracht werden.
Durch diesen gezielten Einsatz spezifischer, schwach radioaktiver Medikamente (Radiopharmaka), kann man gewisse Stoffwechselprozesse im Körper schmerzlos darstellen und somit nicht nur die Lage, sondern auch die Funktion bestimmter Organe sichtbar machen und beurteilen.
Beispielbilder:
A: Schilddrüsenszintigraphie
B: PET-CT, Darstellung der Körperstrukturen und Funktionen einzelner Organe
C: Myokardszintigraphie, liefert Informationen über die Durchblutung, Vitalität und Funktion des Herzmuskels
D: Skelettszintigraphie, Stoffwechsel der Handknochen
Sobald sich die radioaktiv markierten Substanzen an ihrem Bestimmungsort angereichert haben, erfassen empfindliche Detektoren die von Ihnen ausgesendete Strahlung. Nach Berechnungen durch Computer entstehen so die erwünschten Bilder, die Szintigramme („szintilieren“ = leuchten, funkeln).
Die Strahlenexposition nuklearmedizinischer Untersuchungsverfahren ist in der Regel gering. Einerseits da die eingesetzte Menge der radioaktiven Substanzen ebenfalls gering ist, andererseits da sie kurzfristig zerfallen und zudem zügig ausgeschieden werden.