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Der Luzerner Bildhauer Franco Annoni (1924-1992) war einer der bekanntesten und einflussreichsten Schweizer Bildhauer seiner Zeit. Wie wenige andere hat er mit seinen Werken die Kunst im Oeffentlichen Raum vor allem der Innerscheiz mitgeprägt (s. dazu
z.B. auch: "Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Luzern", Luzern 2010)
Die Stadt Luzern, in der er geboren wurde und dort auch starb, war immer das Zentrum von Annoni`s Leben, auch wenn er als junger Mann zur Ausbildung nach Itallien - in Mai-land war er Schüler des berühmten Marino Marini und studierte auch an der Accademia di Belle Arti di Brera - und nach Paris ging, wo er an der Acadèmie de la Grande Chaumière studierte.
Seine grosse Verbundenheit mit Luzern zeigt sich auch darin, dass er
-1954 den Annerkennungspreis und 1970 den Kunstpreis der Stadt Luzern erhielt und
-von 1963-1979 Mitglied der Kommission für den Kunstpreis der Stadt Luzern
-von 1982-1988 Mitglied der Jury des in Luzern geschaffenen Nordmann Preises
-von 1963-1992 Mitglied der Friedhofskommission der Stadt Luzern (bis zu seinem Tod)
war. Darüber hinaus gehörte er weiteren Kulturkommissionen in Luzern an.
Annoni war Mitglied der GSMBA (Präsident der Sektion Luzern von 1967-1972 und seit 1955 in der Schweizerischen St. Lukasgesellschaft. Zudem war er von 1974 - 1985 Dozent
an der Kunstgewerbeschule St.Gallen und bildete in seinem Luzerner Atelier viele Junge Bildhauer aus.
Annoni war ein figurativer Bildhauer, der ganz einem christlich-humanistischen Menschenbild verpflichtet war. Zu Recht kann man Ihn mit seinen Werken als einen der bedeutendsten Bildhauer seiner Zeit für sakrale Kunst bezeichnen, denn er hat viele wichtige Werke für sakrale und öffentliche Räume geschaffen.
Anfan der 60er Jahre schuf Annoni eine Reihe von abstrakten Skulpturen, doch wandte er sich bald wieder der figurativen Plastik zu. Einige Jahre später verwandte Annoni aber wieder vermehrt abstrakt-organische Elemente für seine Werkkompositionen.
Sein wohl bekanntestes Werk in Luzern ist die grosse Skulptur "Joie de vivre" (1968),
die am General-Guisan-Quai vor dem Verkehrshaus eine prominente Blickachse über die Seebucht zur Innenstadt schafft.