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«Der letzte Jude auf Erden: Zum Übersetzen von Joshua Cohens satirischem Roman ‹Witz›»
Lesung und Gespräch mit dem Übersetzer Ulrich Blumenbach
«Witz» (2010) ist ein Roman über einen jüdischen Messias der Jahrtausendwende, der mit dem Entsetzen auf burlesk-bösartige Art umgeht, ein Post-Auschwitz-Roman als Prosagedicht, in dem das Jiddische ebenso wichtig ist wie die Standup-Comedy. Die US-amerikanische Literaturkritik nannte «Witz» einen literarischen Kometen, wie er nur einmal in einer Dekade erscheint, ein kühnes und kunstvolles Werk. Der Autor Joshua Cohen (*1980) gilt mit seinen Romanen und Erzählungen einerseits als Vertreter einer US-amerikanisch-jüdischen Literatur in der Nachfolge von Isaac B. Singer und Philip Roth, andererseits wird er auch mit James Joyce und David Foster Wallace verglichen.
Im Gespräch mit der Anglistin Florence Widmer erörtert Ulrich Blumenbach die Übertragung von Cohens experimentellem linguistischen Roman in eine ebenso «hyperreflektierte, entfesselte und draufloswildernde» (WOZ) deutsche Fassung.
Ulrich Blumenbach (*1964 in Hannover) ist Preisträger des Zuger Übersetzer-Stipendiums 2015. Er studierte Anglistik, Germanistik und Geschichte und arbeitet seit 1993 als literarischer Übersetzer aus dem englischen und amerikanischen Englisch. Besondere Anerkennung erhielt er für die Übersetzung von «Unendlicher Spass» («Infinite Jest») von David Foster Wallace. 2010 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.
Moderation: Florence Widmer (Anglistin, Übersetzerhaus Looren)
Eine Veranstaltung im Anschluss an das «7. Schweizer Symposium für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer». In Zusammenarbeit mit dem AdS, Centre de Traduction Littéraire de Lausanne (CTL), Pro Helvetia, Übersetzerhaus Looren.
Freier Eintritt
Türöffnung: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn