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Unfallbegriff > Unfälle in der Luft
Rechtsprechung in chronologischer Reihenfolge
Fallschirm: Öffnen des Fallschirmes
Urteil U 165/03 vom 30.12.2003 (Volltext)
Sachverhalt: Bei einer "explosionsartigen" Fallschirmöffnung und der damit einhergehenden abrupten Drehung von der Bauchlage in eine aufrechte Position, was zu Nackenschmerzen führt.
Resultat: Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt.
Gleitschirm: Landung
Urteil U 137/06 vom 17.10.2006 E. 4.3 (Volltext)
Sachverhalt: Obwohl der Versicherte die Landung als "normal bis fein" beschrieb, ist diese nicht planmässig gelungen, indem er sich beim Aufsetzen auf den Boden das rechte Knie verdrehte. Es ist mithin durch eine plötzliche und unkontrollierte Drehbewegung des Kniegelenks zur Kreuzbandläsion gekommen, worauf sofort starke Beschwerden und Schmerzen auftraten.
Resultat:
- Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt.
- UVG > UKS (bis 31.12.2016) liegt vor.
Die Landung mit einem Gleitschirm stellt ein Geschehen mit einem gesteigerten Gefährundgspotenzial dar. Es handelt sich nicht um eine alltägliche Lebensverrichtung wie z.B. das blosse Aufstehen, Absitzen, Abliegen oder Bewegen im Raum.
Die Verletzung ist mithin auf ein sinnfälliges Ereignis anlässlich der Ausübung einer erhöht risikogeneigten Sportart zurückzuführen. Damit hat sich das gesteigerte Gefährdungspotenzial realisiert, weshalb mit der Vorinstanz auf ein unfallähnliches Ereignis zu erkennen ist.
Kunstflug: Wechsel der Fluglage
Urteil U 370/01 vom 28.06.2002 (Volltext)
Sachverhalt: Ein auf einem Ausbildungs-Kunstflug beim Wechsel der Fluglage erlittenes Beschleunigungstrauma durch plötzliche Druckveränderung.
Resultat: Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt.