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In Rouen geboren, ging Boieldieu als 21-Jähriger nach Paris, wo er durch Vermittlung von Luigi Cherubini bald Klavierlehrer am Conservatoire wurde. Von 1803 bis 1811 war er Hofkomponist in Sankt Petersburg. Nach seiner Rückkehr 1817 erhielt er eine Professur für Komposition am Conservatoire de Paris.
Als typischer Vertreter der Opéra comique schuf er über 40 Opern und Vaudevilles, deren reiche flüssige Melodik und rhythmische Lebendigkeit nicht nur das Publikum begeisterten, sondern auch von Komponisten wie Carl Maria von Weber und vor allem Gioachino Rossini, der zeitweilig im selben Haus in Paris wohnte, hoch geschätzt wurden. Daneben schrieb er auch Kammermusik, ein Klavierkonzert sowie das bekannte Harfenkonzert, das aus der Freundschaft mit dem renommierten Instrumentenbauer Sébastien Érard entstand, der sich nicht nur um die technische Entwicklung und Perfektionierung des Klaviers, sondern auch der Harfe verdient machte.