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Schon seit 1929 wird der legendäre Grand Prix auf der Formel 1 Strecke in Monaco ausgetragen. Nach der Pause im Jahr 2021 aufgrund von Corona, startet das Rennen wieder auf der berühmten Strecke durch. Das gleicht einem Segen für die Formel 1 Fahrer aus der Königsklasse, denn Monaco ist kein Rennen wie das andere. Auf der Strecke gibt es eine Vielzahl an Ausnahmen und unterschiedlichen Sonderfällen.
So geniesst der südfranzösische Stadtkurs allein dank der historischen Geschichte einen Sonderstatus. Der Kurs ist als Teil der sogenannten «Triple Crown» im Motorsport bekannt und neben der 24-Stunden-Rennen in Le Mans und dem Rennen «500 Meilen» von Indianapolis eines der wichtigsten Rennen, das es für die Fahrer zu gewinnen gibt. Dieser Beitrag klärt Sie über den Sonderstatus und alle Besonderheiten der Formel 1 Strecke auf.
Der Zeitplan für die Formel 1 Strecke in Monaco
Normalerweise beginnt ein Formel 1 Wochenende an einem Freitag mit den ersten Trainings der Fahrer. Am Samstag folgt anschliessend das Qualifying, wo sich die Fahrer für das Rennen qualifizieren und die Startpositionen festgelegt werden. Am Sonntag ist das entscheidende Rennen.
Das gilt jedoch nicht für das Formel-1-Rennen in Monaco. Es wird bereits am Donnerstag für das Rennen trainiert, wodurch die Fahrer früher am Freitag einen freien Tag geniessen konnten. Grund ist jedoch nicht, dass die Fahrer an diesem Tag geschont werden mussten. Vielmehr beläuft sich dies auf einen organisatorischen Grund. Am Freitag wird die Strecke für den normalen Strassenverkehr geöffnet, da es sich um einen Stadtkurs handelt, wo auch Leute wohnen.
Heute wird der Freitag auch für einzelne Rennserien genutzt, da der Zeitplan ansonsten einfach zu dicht gedrängt wäre. Es ist nämlich auch Tradition, dass Anfängerserien das Wochenende mit deren Rahmenprogramm untermalen. So können sich die zukünftigen Fahrer bereits im Vorfeld auf die schwierige Formel 1 Strecke in Monaco einstellen.
Die Renndistanz der Formel 1 Strecke in Monaco
Es gibt einen speziellen Artikel im sportlichen Reglement aus der Formel 1. Dieser besagt, dass ein Grand Prix über 305 Kilometer kommen muss. Die Formel 1 Strecke in Monaco ist jedoch nur 78 Runden lang zu je 3,3 Kilometer. In Summe kommt diese daher nur auf eine Länge von 260 Kilometer. Das ist jedoch kein Regelverstoss, denn es gibt eine Ausnahme im Reglement, die sich explizit an die Kilometer von Monacos Strecke richtet. Hier ist es erlaubt, auch unter den 305 Kilometern einen Gand Prix zu fahren. Die Gründe dafür sind relativ einfach zu erklären.
Es handelt sich um einen Sicherheitsgrund und die Dauer des Rennens. Besonderes Augenmerk wird der Renndauer geschenkt, da kein Formel-1-Rennen länger als 2 Stunden andauern darf. Monaco ist jedoch ein langsamer Kurs und kommt in der Formel 1 auch ohne diese Unterbrechungen über 2 Stunden Fahrzeit. Ein Safety-Car während des Rennens ist zudem wahrscheinlich und würde einen Rennabbruch vorzeitig auslösen. Aus diesem Grund gibt es eine Rennkürzung, da das Rennen ohnedies immer noch hundert Minuten dauert. Im Jahr 1967 wurde zum allerletzten Mal die traditionelle Distanz von hundert Runden gefahren.
Das Fahrerlager
Wenn Sie schon einmal in Monaco waren, wissen Sie vermutlich, dass Plätze heiss begehrt sind. Beim Rennen ist der Platzmangel daher omnipräsent. Die Strecke läuft durch die engen Strassen der Stadt, welche von einem hohen Gebirge umringt wird. Für eine Boxenanlage ist kaum Platz, diese muss daher neben der Zielgeraden aufgebaut werden. An die Boxengasse schliesst im Anschluss direkt ein Schwimmbad an.
Sie sehen, die Formel 1 Strecke in Marco ist tatsächlich eng. Da taucht natürlich die Frage auf, wo sich das restliche Fahrerlager befindet. Für die Teams gibt es lediglich Räume in einem Boxengebäude. Die Teams weichen daher mit dem Fahrerlager aus und lagern alles ausserhalb der Strecke. Hinter einer der Kurven wird das Fahrerlager dicht in den Hafen gedrängt. Was dort nicht Platz hat, muss auf einen extra Parkplatz ausgelagert werden. Wenn es für die einzelnen Klassen leistbar ist, können sich diese einen Liegeplatz direkt im Hafen erkaufen und dort mit einem schwimmenden Floss das eigene Lager aufbauen.
Die Startgebühr und das Podium Monacos
Normalerweise muss für ein Formel-1-Rennen ein grosser Betrag eingebracht werden, damit das Rennen auch ausgeführt werden kann. Das ist in Monaco allerdings nicht der Fall. Dort hat das Rennen einen solchen Kultstatus erlangt, dass es für die Formel 1 ein Muss ist, sich zu zeigen. Demnach zahlt Monaco für die ausgetragene Formel 1 fast nichts.
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Nicht ausser Acht zu lassen sind jedoch die Kosten, die entstehen, um die Formel 1 Strecke in Monaco wieder renntauglich zu bekommen. Im Hinblick auf das Podium sind Feierlichkeiten dort normalerweise sehr streng reglementiert. Auch hier erhält Monaco eine Ausnahme. Diese entstand unter anderem aus Platzgründen, da es viele Jahre überhaupt kein Podium gab. Damit mussten die ersten drei Sieger, die Wägen nach dem ausgetragenen Rennen direkt vor der Lounge des Fürsten von Monaco abstellen und erhielten bei der Zielgeraden die Pokale überreicht.
Erst seit 2017 gibt es ein eigenes Podium, doch noch immer werden alle Festlichkeiten direkt auf der Zielgeraden abgehalten. Diese wird nur von Streckenposten und Teammitgliedern abgesperrt.
Grid Girls und Bildregie
2018 hiess es, dass mit den Grid Girls Schluss sei. Diese waren jahrzehntelang beim Start der Fahrer dabei. Monaco wollte sich dieser neuen Reglementierung jedoch nicht unterwerfen und hat auch 2018 wieder Grid Girls bei der Startaufstellung engagieren lassen. Aus Gründen der Gleichberechtigung wurden auch Grid Boys engagiert. Gerechtfertigt wurde dies mit dem Grund für Tradition und um die Eleganz des Fürstentums zu repräsentieren.
Einzigartig ist auch die Bildregie, denn diese wird im Normalfall vom Management der Formula One ausgeführt. In Monaco findet die Ausstrahlung jedoch durch den Fernsehproduzenten Tele Monte Carlo statt. Tradition bleibt eben Tradition.
Traditionsreiche Formel 1 Strecke in Monaco
Die Formel 1 Strecke in Monaco ist mit ihren zahlreichen Reglementierungen einzigartig und blickt auf eine langjährige Tradition zurück. Jährlich zieht es zahlreiche Zuschauer, aber auch Bewohner direkt aus der Stadt zum begehrten Grand Prix. Auch für die Fahrer ist der Grosse Preis von Monaco ein einzigartiges Rennspektakel. Dort können Sie die straffen Regelungen der Formel 1 einmal kurz vergessen und zusammen mit den Zuschauern und Fans hautnah ihre Siege feiern.