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Eine wichtige Krankheit der Papaya (Carica papaya) ist das Papaya Ringspot Virus (PRSV). Die Krankheit wird von Blattläusen übertragen. Eine konventionelle Züchtung von resistenten Sorten ist nicht möglich, da im Erbgut der Papaya bis jetzt keine Resistenzgene gefunden wurden.
Mitte der 1990er-Jahre führte die Krankheit fast zum völligen Zusammenbruch der Papayaproduktion auf Hawaii, einem der Hauptanbaugebiete der USA. Da die Papaya-Krankheit schon seit den 1940er-Jahren bekannt war, arbeiteten Wissenschaftler der Cornell University bereits an einer Virus-resistenten Papaya. Sie entwickelten gentechnisch veränderte (GV) Papaya-Pflanzen, die Gene des Virus enthielten. Die Virusvermehrung wurde dadurch blockiert. Feldversuche in Hawaii während des grossen Krankheitsausbruchs haben gezeigt, dass eine der GV-Papaya-Linien gegenüber dem Virus vollkommen resistent war. Innerhalb von nur drei Jahren hat diese Pflanze alle gesetzlichen Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen und wird seit 1998 kommerziell angebaut. 2008 waren 80 Prozent der Papaya auf Hawaii GV-Pflanzen.
Der grossflächige Anbau dieser GV-Papaya-Pflanzen hat zu einem starken Rückgang der Krankheit auf Hawaii geführt.1 Dadurch ist heute in kleinem Masse wieder eine Papaya-Produktion mit konventionellen, nicht-GV-Sorten möglich.
(1) Fuchs M, Gonsalves D (2007) Safety of virus-resistant transgenic plants two decades after their introduction: lessons from realistic field risk assessment studies. Annual Review of Phytopathology 45: 173 – 202. Link
Mais in den USA
Insekten-resistenter Mais reduziert Schädlingspopulationen anhaltend
Raps in Kanada
Bodenschonender Anbau bei Herbizid-tolerantem Raps
Australische Baumwolle
Weniger Pflanzenschutzmittel bei resistenter Baumwolle