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Rahmenbedingungen für einen starken Export-, Import- und Binnengüterverkehr auf der Schiene
Sowohl im Binnen- als auch im Import-/Exportverkehr wird rund ein Viertel der gesamten Gütertransportleistung auf der Schiene bewältigt. Damit ist die Bahn für die Versorgung innerhalb der Schweiz und für den Austausch mit dem Ausland von grosser Bedeutung.
Im Binnen-, Import- und Exportverkehr - auch "Schienengüterverkehr in der Fläche" genannt, dominieren folgende zwei Produktionsformen:
- Im Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) werden einzelne Bahnwagen oder Wagengruppen aus Anschlussgleisen oder ab Freiverladeanlagen gebündelt, zu Zügen formiert und in Rangierbahnhöfe geführt, wo neue Züge je nach Bestimmungsregion zusammengestellt werden. Am Bestimmungsbahnhof werden sie wieder als einzelne Wagen oder Wagengruppen auf Anschlussgleise, an Freiverlade oder Umschlagsanlagen verteilt. Der EWLV wird von SBB Cargo als Systemanbieterin betrieben und verantwortet.
- Ganzzüge verkehren als Einheit vom Abgangs- zum Zielort (Anschlussgleis oder Umschlagsanlage). Sind regelmässig grosse Mengen an Gütern vom Abgangsort zum Zielort zu transportieren, so werden die Verkehre in sogenannten Shuttle-Zügen abgewickelt, d.h. die Zugskompositionen bleiben zwischen den Transporten unverändert. Vereinzelt fahren Ganzzüge auch im kombinierten Verkehr, d. h. mit Containern oder Wechselbehältern, die an Terminals umgeladen werden. Im Ganzzugverkehr gibt es mehrere Anbieter.
Im Gegensatz zum alpenquerenden Verkehr sieht das Gesetz für den Binnen-, Import- und Exportverkehr keinen expliziten Verlagerungsauftrag vor. Angebote im Export-, Import und Binnengütertransport auf der Schiene müssen grundsätzlich eigenwirtschaftlich sein. Nur in klar definierten Ausnahmefällen kann der Bund von diesem Grundsatz abweichen:
- Für die Betriebsabgeltungen an den Einzelwagenladungsverkehr und den nicht-alpenquerenden kombinierten Verkehr gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2018.
- Der Bund kann sich finanziell an Bestellungen von Güterverkehrsangeboten durch die Kantone beteiligen. Diese Förderung, von der akuell nur der Güterverkehr auf Schmalspurbahnen profitiert, ist befristet bis Ende 2027.
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