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Moxonidin, der Wirkstoff von Physiotens, hat eine blutdrucksenkende Wirkung und dient somit zur Behandlung verschiedener Formen des Bluthochdrucks. Nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin anwenden.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, ob Sie neben der regelmässigen Einnahme Ihrer Arzneimittel noch selbst etwas für Ihr Wohlbefinden tun können. Sie leben gesünder, wenn Sie ein vorhandenes Übergewicht reduzieren, sich auf eine fettarme und kochsalzarme Diät umstellen und auf Zigaretten verzichten. In Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin können Sie weiterhin die Therapie durch viel Bewegung unterstützen und damit Ihre Belastungsgrenze steigern.
Physiotens darf nicht angewendet werden bei einigen Formen von Herzrhythmusstörungen, bei schwerer Herzschwäche, bei einigen Formen von Durchblutungsstörungen des Herzens, bei einer fortgeschrittenen Nierenfunktionsstörung sowie bei Allergie auf einen der Inhaltsstoffe von Physiotens.
Wegen fehlender Therapieerfahrung sollte Physiotens nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden, bei Schüttellähmung (Morbus Parkinson), Anfallsleiden (epileptische Erkrankungen), bei Schwermut (depressiver Formenkreis), bei Schwangeren und stillenden Müttern sowie bei Kindern unter 18 Jahren.
Wenn Sie meinen, dass eine der oben genannten Behandlungseinschränkungen auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder Apotheker, bzw. Apothekerin.
Wenn Sie eine Herzkrankheit namens AV-Block 1. Grades haben, unter schwerer koronarer Herzkrankheit oder instabilen Angina pectoris leiden, sollten Sie eine Physiotens Behandlung nur auf Anweisung Ihres Arzt, bzw. Ihrer Ärztin beginnen.
Die gleichzeitige Einnahme anderer blutdrucksenkender Arzneimittel kann die Wirkung von Physiotens verstärken. Falls Sie gleichzeitig einen ?-Blocker einnehmen und die Unterbrechung der Behandlung notwendig werden sollte, muss zuerst der ?-Blocker schrittweise und dann im Abstand von einigen Tagen Physiotens abgesetzt werden.
Gewisse Antidepressiva (sogenannte trizyklische Antidepressiva) können die Wirkung von Physiotens abschwächen. Die Wirkung von trizyklischen Antidepressiva, Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmitteln kann durch Physiotens verstärkt werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, falls Sie gleichzeitig Arzneimittel dieser Art einnehmen. Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol sollte während der Behandlung mit Physiotens vermieden werden.
Arzneimittel, die den Wirkstoff Tolazolin enthalten, können die Wirkung von Physiotens abschwächen oder aufheben.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und bei älteren Patienten mit altersbedingter eingeschränkter Nierenfunktion muss die blutdrucksenkende Wirkung von Physiotens regelmässig vom Arzt oder von der Ärztin überwacht werden.
Physiotens wird über die Nieren ausgeschieden. Andere Arzneimittel, welche auch über die Nieren ausgeschieden werden, können Wechselwirkungen mit Physiotens hervorrufen.
Durch individuell unterschiedliche Wirkung des Arzneimittels kann das Reaktionsvermögen so weit verändert werden, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenhang mit Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmitteln.
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lapp Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Physiotens nicht einnehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, sollen Sie Physiotens, ausser auf ausdrückliche ärztliche Verordnung, nicht einnehmen.
Da die Wirksamkeit und Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen nicht nachgewiesen wurden, wird die Behandlung von Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.
Die Dosierung wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin nach dem Schweregrad Ihrer Erkrankung festlegen.
Soweit nicht anders verordnet, sollte die blutdrucksenkende Behandlung mit der niedrigsten Dosis begonnen werden, d.h. 1 Filmtablette Physiotens mite 0,2 morgens während oder nach dem Frühstück mit ausreichend Flüssigkeit unzerkaut schlucken.
Falls höhere Dosierungen notwendig sind, sollte die Dosissteigerung frühestens nach 3 Wochen auf 0,4 mg, entsprechend 2 Filmtabletten mite morgens oder je 1 Filmtablette mite morgens und abends zu oder nach der Mahlzeit erfolgen.
Zur Vereinfachung der Einnahme stehen dann Filmtabletten mit 0,3 mg Moxonidin (Physiotens 0,3) und 0,4 mg Moxonidin (Physiotens forte 0,4) zur Verfügung. Eine Einzeldosis von 0,4 mg bzw. eine Tagesdosis von 0,6 mg sollte jedoch dabei nicht überschritten werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Sollten Sie versehentlich die Einnahme vergessen haben, so können Sie die Tablette auch noch bis zu 5 Stunden später einnehmen. Danach sollten Sie bis zum nächsten planmässigen Einnahmetermin warten und dann die zu diesem Zeitpunkt übliche, vom Arzt verordnete Dosis einnehmen.
Nehmen Sie das Arzneimittel solange ein, wie es Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verschrieben hat. Bisher wurde beim Absetzen von Physiotens kein Rückfall-Effekt beobachtet. Jedoch ist ein abruptes Absetzen von Physiotens nicht ratsam. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, falls Sie Physiotens absetzen müssen.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Physiotens auftreten:
Begleiterscheinungen treten nur vereinzelt und vorzugsweise zu Beginn der Behandlung auf; sie sind zudem meist leichter, vorübergehender Natur.
Sehr häufig: Mundtrockenheit.
Häufig: Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Schwindel, Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Schlafstörungen, allergische Hautreaktionen einschliesslich Rötung und Juckreiz, Rückenschmerzen.
Gelegentlich: Herzrhythmusstörungen (Bradykardie), Klingeln in den Ohren (Tinnitus), Bewusstseinsstörung, niedriger Blutdruck, Störung der Blutdruckregulation beim Aufstehen, Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe), Nackenschmerzen, Nervosität, Angioödem.
Sollten unerwartete Unverträglichkeitserscheinungen auftreten, ziehen Sie möglichst Ihren Arzt oder Ihre Ärztin zu Rate.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.:» bezeichneten Datum verwendet werden.
Aufbewahrung bei Raumtemperatur (15?25 °C).
Arzneimittel ausser Reichweite von Kindern aufbewahren!
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Wirkstoff: 1 Filmtablette Physiotens enthält 0,2, 0,3, bzw. 0,4 mg Moxonidin.
51884 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Packungen zu 28 Filmtabletten (mite 0,2 mg/0,3/forte 0,4 mg).
Packungen zu 98 Filmtabletten (mite 0,2 mg/0,3/forte 0,4 mg).
BGP Products GmbH, 6341 Baar.
Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.