Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03619.jsonl.gz/1734

Um 19.42 Uhr Londoner Zeit ist die Sensation auf dem Centre Court von Wimbledon perfekt: Rafael Nadal (ATP 10) verliert gegen den 30-jährigen Deutschen Dustin Brown (ATP 102) mit 5:7, 6:3, 4:6, und 4:6.
Der Sieg des Underdogs mit dem unkonventionellen Spiel ist hochverdient. Brown, der Nadal schon 2014 in Halle auf Rasen schlug, spielt druckvoll, aggressiv und punktet immer wieder am Netz und mit dem bärenstarken Aufschlag.
Nadal, der sich nur im zweiten Satz mit aller Vehemenz gegen die Niederlage stemmt, wirkt immer ratloser, je länger die Partie dauert. Erst ganz zum Schluss zeigt er sein Kämpferherz, als er bei eigenem Aufschlag zwei Matchbälle abwehrt. Schliesslich verwandelt Brown nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden aber seinen dritten Matchball.
Es ist für Nadal bereits die vierte unerwartet frühe Niederlage in Wimbledon: 2012 verlor der Spanier in Runde 2 gegen Luks Rosol, 2013 in Runde 1 gegen Steve Darcis und 2014 im Achtelfinal gegen Nick Kyrgios.
Leichtes Spiel hat dagegen der Brite Andy Murray bei seinem Zweitrundenmatch. Er bezwingt den Holländer Robin Haase vor den Augen von Camilla Parker-Bowles problemlos 6:1, 6:1 und 6:4.
Einen epischen Fight lieferten sich der kroatische Aufschlaghüne Ivo Karlovic und der Ukrainer Alexander Dolgopolow. Nach fast dreieinhalb Stunden hat Karlovic schliesslich das bessere Ende für sich. 5:7, 6:3, 6:4, 6:7 und 13:11 gewinnt Karlovic schliesslich kurz vor Einbruch der Dunkelheit.
Timea Bacsinszky hat in Wimbledon erstmals die dritte Runde erreicht. Die 26-jährige Lausannerin deklassiert die Spanierin Silvia Soler Espinosa (WTA 102) in 62 Minuten mit 6:2, 6:1.
Die Schweizer Weltnummer 15 hat das Geschehen jederzeit unter Kontrolle. Vor allem mit der starken Rückhand punktet die French-Open-Halbfinalistin beinahe nach Belieben. Bereits nach einer Viertelstunde führt sie mit 4:0, wenig später hat Bacsinszky den ersten Satz in der Tasche.
Im zweiten Durchgang wird die Gegenwehr von Soler Espinosa zunächst etwas grösser, dennoch schafft Bacsinszky, die keinen einzigen Breakball abwehren muss, im dritten Anlauf das Break zum 2:1 und marschiert danach durch. Gleich ihren ersten Matchball verwandelt sie dank einer weiteren starken Rückhand.
Bacsinszkys nächste Gegnerin ist die ehemalige Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki (WTA 18). Die Freundin von Oliver Pocher gibt gegen Christina McHale zwar den ersten Satz ab, kann sich in der Folge aber kontinuierlich steigern. Schon zweimal haben die deutsche Aufschlagspezialistin und Bacsinszky gegeneinander gespielt, beide Male siegte die Schweizerin. Zuletzt in diesem Jahr in Rom. (pre/si)