Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03612.jsonl.gz/4231

In Kalifornien gibt es Surfwettkämpfe auch für Hunde. Weil die sich nicht wehren können, werden sie von ihren Haltern in Rettungswesten gesteckt und in die Welle geschoben. Nichts im Vergleich zum anschliessenden Verkleidungsmarathon.
Machen wir uns nichts vor. Wenn Hunde surfen, dann hat vor allem einer Spass: der Mensch. Schwer vorstellbar, dass ein Vierbeiner es übermäßig geniesst, auf wackligem Grund über unberechenbare Gewässer zu gleiten.
Aber weil Herrchen und Frauen mächtig und Hunde in der Regel gehorsam sind, gibt es einen Wettkampf, der heisst Surf City Surf Dog. An diesem Wochenende wurde er zum sechsten Mal im kalifornischen Huntington Beach ausgetragen.
Am Strand wimmelte es vor lauter «SurFurs», wie die pelzigen Teilnehmer scherzhaft genannt werden. Antonio trug seiner Halterin zufolge seine Lieblingsrettungsweste in Pink, Tony hatte laut Besitzer aufgrund seines fortgeschrittenen Alters eher wenig Chancen, aber natürlich jede Menge Spass.
Der Witz besteht darin, dass die Tiere mit ihren Haltern hinausschwimmen, dort in Rettungsweste auf ein Surfboard gestellt und bei passender Welle ins Gleiten gebracht werden. «Von welcher Seite willst du die Welle nehmen», fragte eine ältere Zuschauerin interessiert ihren Champion, einen winzigen Yorkshire Terrier mit Basecap und Sonnenbrille. Sie bekam keine Antwort, auch Anthropomorphisierung hat ihre Grenzen.
Wenn Herrchen oder Frauchen Glück haben, gleitet das Hundchen (small/medium/large/XL) eine Weile übers Wasser und macht dazu ein besonders witziges/schräges/freundliches Gesicht. Dann winkt der erste Platz beim Surf City Surf Dog Contest. Fällt das Tierchen um oder durch, kann es immer noch beim Kostümwettbewerb punkten.
Hier holten einige Mitstreiter zum grossen Schlag aus. Eine Frau verkleidete ihren Mischling als Batman und liess ihn im passenden Mobil vorfahren. Eine Pudeldame mit Taucherbrille wurde in einen umgebauten Buggy gezwängt, eine Bulldogge mit roter Krawatte und schwarzer Sonnenbrille sollte wohl an die Blues Brothers erinnern. Sehr verloren wirkte ein Dackel mit neonblauer Perücke und Fischschwanz, der zur Meerjungfrau aufgemotzt worden war.
Der Gewinner des Pawabunga Costume Contest punktete mit einer besonders schrägen Idee: Die Bulldogge kam verkleidet als – Schildkrötensuppe.
(ala)