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„Informelles Mobiles Lernen“, ist der Titel eines Beitrags, den ich für den jetzt erschienen Sammelband „Mobile Learning“ von Claudia de Witt und Almut Sieber geschrieben habe. Ich war froh über diese Anfrage, denn in vielen praktischen Beispielen für mobile Learning werden die Potenziale für das informelle Lernen hervorgehoben. Eine theoretische Auseinandersetzung zum Verhältnis mobilen und informellen Lernens fehlt jedoch weitgehend. Daher habe ich den Artikel genutzt, um aus verschiedenen Blickwinkel den Diskussionsstand aufzuarbeiten und auch kritische Aspekte anzusprechen.
Bei der Arbeit an dem Artikel und im Zusammenhang mit Mobile Learning strapazierten Erwartungen musste ich auch daran denken, wie ich um die Jahrtausendwende zum ersten Mal auf das Thema (natürlich auf einer finnischen Konferenz) aufmerksam wurde. Eine Zeit, in der längst nicht jeder ein Mobiltelefon hatte und die Bildschirme nicht viel größer als Briefmarken waren. Damals hielt ich das ganze Thema für ziemlich verwegen. Umso mehr Respekt habe ich vor denen, die schon an mobiles Lernen dachten, als es noch nicht mal Mobiltelefone gab. Mike Sharples zeigt in einer schönen Präsentation einen Blick auf die „History of Mobile Learning“ und endet mit Frage endet: „How do you resolve the tensions between informal mobile learning and formal school learning?“ Ich würde hier nicht von Spannungen oder Gegensätzen sprechen, sondern würde betonen, dass gerade mobile Learning einen Möglichkeit darstellt, formelles und informelles Lernen besser zu verbinden.