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Unser Hirn bestimmt, ohne dass wir es wahrnehmen, was und wie viel wir essen.
Ein Mensch trifft jeden Tag durchschnittlich 200 Entscheidungen zu seiner Ernährung: Frühstücken oder nicht? Weissbrot oder Müesli? Wie viel wovon? Ernähre ich mich zu Hause oder verpflege ich mich auf dem Weg zur Arbeit? Jedes Mal, wenn wir an den Gipfeli im Kaffeeraum vorbeikommen oder an der Schale mit Bonbons, die auf dem Bürotisch einer Kollegin thront, entscheiden wir. Soll ich oder soll ich nicht? Gönn ich mir nachmittags zwischendurch einen Cupcake oder nicht? Oder vielleicht nur die Hälfte? Einen Drittel?
In meiner Kindheit war meine Familie einmal zu einer Grillparty bei Freunden eingeladen. Die Gastgeberin, eine gemütliche, mollige Frau, gönnte sich immer nur ein «Dritteli», wenn ihr Mann, der Grillchef, sie fragte, ob sie noch etwas Cervelat nehme. Das aber dreimal, bis sie eine ganze Wurst verdrückt hatte.
Phänomen: «Unbewusstes Essen»
Viele Entscheidungen beim Essen treffen wir unbewusst, und wir können sie uns nicht erklären. Neuerdings schon. Der US-amerikanische Ernährungswissenschaftler und Konsumforscher Brian Wansink untersucht seit mehr als 20….