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Bewilligungen Juni 2012
26'000 Franken für die Einkommensverbesserung für Frauen durch die Nutzung forstlicher Nichtholzprodukte, Burkina Faso
Centre Ecologie Albert Schweitzer (CEAS) unterstützt drei Frauengemeinschaften (mindestens 100 Frauen) der Dörfer Banfora, Toussiana und Kotoura bei der Nutzung forstlicher Nichtholzprodukte. Dadurch soll einerseits die sozioökonomische Lage der Frauen verbessert werden und andererseits soll durch den Erwerb von Nichtholzprodukten ein Beitrag zur Erhaltung der Umwelt geleistet werden. Gemäss einer Studie, die im Westen von Burkina durchgeführt wurde, ist das durchschnittliche Jahreseinkommen der Frauen niedriger als 100 Franken. Die Wälder von Burkina-Faso produzieren eine grosse Vielfalt forstlicher Nichtholzprodukte, welche einen wichtigen Platz für die Existenz der Landbevölkerung einnehmen. Diese Produkte werden im Allgemeinen von den Frauen auch genutzt, aber der tiefe Standard der Qualitätsumwandlung und des Vermarktungssystems begrenzt die Ausbeute des natürlichen Reichtums.
37'000 Franken für bessere Lebensbedingungen für Menschen mit einer Behinderung in Padhar Madhya Pradesh, Nordindien
Die CBM Christoffel Blindenmission setzt sich für die Erhöhung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen sowie von Kranken und Armen ein. Im vorgelegten Projekt geht es um die Verbesserung der Lebensqualität von 930 Menschen mit Behinderung, die in den Bezirken von Madhya Pradesh in Nordindien mittels einer Grundlagenstudie ausgewählt worden sind. Für sie sollen bessere Lebensbedingungen geschaffen werden, indem sie Zugang zu gesundheitlicher Versorgung und Schulunterricht erhalten. Durch gemeindenahe Rehabilitation wird das Gemeinwesen in die Lage versetzt, die Verantwortung für die Bedürfnisse seiner Mitglieder mit Behinderung selbst zu tragen.
18'000 Franken für Medizinische Bibliotheken, Kongo
Das Centre pour la Promotion de la Santé, J.P. Heiniger ist mit vielen Gesundheitszentren im Land vernetzt. Im Kongo sollen alle rund 400 Schwesternschulen stufenweise in den Besitz einer medizinischen Bibliothek von 460 Büchern kommen. Bei 285 Schulen ist dies bereits gelungen. Basel-Stadt soll dies nun zum zweiten Mal für zehn weitere Schulen ermöglichen. Die bereits verteilten Bücher werden intensiv und erfolgreich studiert. Eine Verbesserung der medizinischen Pflege, vor allem auf dem Gebiet der Schwangerschaftsbetreuung, Geburtshilfe und Säuglingsbetreuung, sowie auf dem Gebiet der Tropenkrankheiten und der Spitalpflege wird erwartet. Viele Texte und Zeichnungen in den Büchern wurden von Kongolesen für Kongolesen erarbeitet. Die aktuell hohe Zahl von Todesfällen bei Geburten (auf 13 Geburten ein Todesfall) soll reduziert werden mit vermehrtem Fokus auf Krankenschwestern und Hebammen.
40'000 Franken für die Unterstützung Jugendlicher, El Salvador
Das Hilfswerk Brücke- Le Pont legt ein Projekt vor, in dem 395 Jugendliche Berufskurse absolvieren, und zwar in Bereichen, in denen eine Nachfrage nach Arbeitskräften besteht. Das Angebot ist auf den Bedarf von lokalen Unternehmen abgestimmt. Aktivitäten zur Friedensförderung und Konfliktlösung gehören ebenfalls zum Projekt. El Salvador ist auch fast 20 Jahre nach Ende des Bürgerkrieges ein politisch und sozial zerrissenes Land. Über 60 Prozent der arbeitsfähigen Menschen sind arbeitslos oder unterbeschäftigt. El Salvador hat eine der höchsten Mordraten weltweit. Vor Ort arbeitet Le Pont mit der Organisation FULSAMO zusammen.
8000 Franken für Lehrgänge zur Ausbildung von Leprakranken als Elektriker, Vietnam
Der Verein Leprahilfe Vietnam wurde von Basel-Stadt bis anhin vor allem bei Berufs-bildungsprojekten unterstützt. Im vorgelegten Projekt sollen 16 ehemalige Leprapatienten und Söhne von Leprakranken, die für ihre Eltern sorgen, als Elektriker ausgebildet werden. Die Ausbildung findet in der öffentlichen Berufsschule statt. Die Eingliederung von ehemaligen Leprapatientinnen und –patienten ist sowohl für die Betroffenen selbst eine wichtige Massnahme als auch Teil der Kampagne zur Ausrottung der Krankheit, die in Vietnam mit gutem Erfolg geführt wird.
8500 Franken zur Unterstützung für die Universität in Balti, Moldawien
Prof. Dr. Thomas Wilhelmi engagiert sich an der Universität Alecu Russo. Nicht zum ersten Mal soll Basel-Stadt die Universität in Balti in der Moldavischen Republik unterstützen. Thomas Wilhelmi weilte letzten Herbst an der Universität Alecu Russo als Gastdozent und hat auch sonst regelmässigen und intensiven Kontakt zur Universität, die zwar eine staatliche Institution ist, jedoch keine annähernd ausreichende Unterstützung erhält. Die Universität benötigt dringend Bücher in deutscher und französischer Sprache, sowie Möbel und technische Geräte. Thomas Wilhelmi hat die angefragten Gegenstände sorgfältig mit dem Rektorat abgesprochen.
7000 Franken für den Aufbau einer neuen Produktionsstätte, El Laurel, Ecuador
Der Verein Freunde und Gönner der Gemeinde El Laurel / Ecuador ist Basel-Stadt wohlbekannt. Am Centro de Formacion Artesanal können Mädchen und Knaben die dreijährige Berufsausbildung mit staatlich anerkanntem Abschlussdiplom absolvieren. Unter anderem werden dort Elektriker, Schweisser, Schneiderinnen und Coiffeusen ausgebildet. Eine neue Herausforderung ist zurzeit der Ausbau einer Produktionsstätte für Schuluniformen und Kleider für Spitäler. Die Leitung der Näherinnen übernimmt eine Berufslehrerin aus El Laurel. Für die neue Produktion werden dringend Industrie-Nähmaschinen, Scheren und Arbeitstische benötigt.
45'000 Franken für das Open Forum - Programm für zivilgesellschaftliche Initiativen und Konfliktlösung, Palästina
HEKS unterstützt im Open Forum acht bis zehn jüdische, muslimische, christliche und laizistische Organisationen, die in einem Netzwerk zusammengeschlossen sind. Die Organisationen haben ihren Sitz in Israel und in den besetzten Gebieten und nehmen mit ihrer Arbeit die Interessen von Jugendlichen, Frauen und Flüchtlingen wahr. Die Anzahl der Begünstigten variiert gemäss den jährlich organisierten «Joint Actions». Es betrifft im Durchschnitt rund 5000 Personen. Mit den Geldern von Basel-Stadt soll das gemeinsame Projekt «Bewusstseinsbildung und –förderung der Menschenrechte» unterstützt werden.
20'000 Franken für psychosoziale und schulische Unterstützung, Kolumbien
Die Stiftung Kinderdirekthilfe Kolumbien legt ein Projekt vor, das Basel-Stadt 2010 bereits unterstützt hat. Die Organisation mit Sitz in Basel ist seit 30 Jahren in Armutsvierteln von Medellin tätig. Viele der heutigen Mitarbeitenden vor Ort wurden früher selber in sozialen Programmen der Organisation gefördert. Für die diesjährigen 120 Projektbegünstigten (Kinder und Jugendliche) in einer umfassenden Lebensbegleitung und für das zukünftige Fortbestehen der Arbeit ist der Verein dringend auf Geld angewiesen. Im Verein selber wird sehr viel ehrenamtliche Arbeit geleistet.
17'000 Franken für den Aufbau eines lokalen Fernsehsenders, Mikronesien
Kaselehlieh TV Production ist eine Non-profit Medien-Produktionsgruppe, die Sendungen in der lokalen Sprache herstellt. Sie hat zum Ziel, die Menschen in ihrer Würde und in ihrem Stolz zu unterstützen und die lokale Kultur und Geschichte den in Mikronesien lebenden Menschen nahe zu bringen. Viele der Sendungen sind speziell an junge Menschen gerichtet und werden anschliessend in Foren diskutiert. Die Programme wirken als ein Gegengewicht der auf die Insel gebrachten amerikanischen Kultur. Bereits 1992 hat Basel-Stadt ein Projekt auf der betroffenen Insel unterstützt, das später vom Staat übernommen werden konnte.
55'000 Franken für ein Frauenhaus für gewaltbetroffene Frauen und Kinder, Bosnien-Herzegowina
IAMANEH und die Partnerorganisation Buducnost (Zukunft) haben ein Frauenhaus ins Leben gerufen, das Frauen und Kindern, die Opfer von häuslicher Gewalt oder Frauenhandel geworden sind, Schutz bietet und die Betroffenen auch nach Verlassen des Frauenhauses bei der Krisenbewältigung unterstützt. Das Frauenhaus wurde 2007 durch ein externes Angebot für Therapien und Beratungen für Gewaltopfer in einem Beratungszentrum ergänzt. Zudem führt die Organisation Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung und Prävention in der Bevölkerung zu diesem Problemkomplex durch. Das Frauenhaus bietet bis zu 200 Frauen und 300 Kindern einen sicheren Ort und psychosoziale Rehabilitation. Das Projekt wird nebst privaten Spenden auch von der DEZA unterstützt.
30'000 Franken für ein Familienstärkungsprogramm, Äthiopien
SOS Kinderdorf gelangt zum ersten Mal mit einem Unterstützungsgesuch an Basel-Stadt. Aus finanziellen, gesundheitlichen oder anderweitigen Gründen sind viele Familien in Harar, einer Stadt im Osten Äthiopiens, nicht länger in der Lage, eine sichere und fördernde Obhut für ihre Kinder zu garantieren. Heute wächst in Harar jedes zehnte Kind ohne Eltern auf. Mit 200 Familien (ca. 800 Kinder) wird gemeinsam mit Community Based Organisations an der Verbesserung ihrer Situation gearbeitet. Dazu wird mit jeder Familie ein Entwicklungsplan ausgearbeitet, welcher von einer ausreichenden Grundversorgung und medizinischer Betreuung über vorübergehende Bereitstellung von Schulgeld und -materialien bis zur Förderung von Elternkompetenz, psychosozialer Betreuung und Stärkung der Kinderrechte reicht. Das Ziel ist immer, Kinder vor dem Verlust ihrer Familie zu bewahren.
25'000 Franken für den Einsatz von Pick-ups zur Einkommenssicherung von Kleinbauernfamilien, Kenia
Miva Schweiz, 1932 gegründet, befasst sich mit der Abklärung und Beschaffung von geeigneten Transport- und Kommunikationsmitteln für den täglichen Einsatz im Dienste der Ärmsten. Von Basel-Stadt wurden bereits einige Transportmittel finanziert. Im vorgelegten Projekt geht es um die Unterstützung von Massai-Gemeinden, die durch die schlimmste Dürre seit 60 Jahren in Kenia am meisten betroffen sind. Mit dem neuen Fahrzeug wird den betroffenen Menschen Hilfe «transportiert». Zunächst geht es ums Überleben, das heisst um die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und Vitaminen, aber auch um die Hilfestellung für die betroffenen Hirtenfamilien im Umgang mit dem zahllos verendeten Vieh. Längerfristig geht es um eine nachhaltige Unterstützung der Kleinbauernfamilien.
30'000 Franken für mobile Trainer und Trainerinnen zur Ausbildung von Lehrern und Lehrerinnen, Myanmar
Stiftung Kinderdorf Pestalozzi unterstützt die ausführende Partnerorganisation «indigenous knowledge and people network» im Projekt «qualitativ gute Schulbildung für Kinder», für Kinder, die in Myanmar in der umkämpften Region entlang der Grenze zu Thailand leben. Es geht darum, trotz äusserst schwieriger äusserer Umstände Wege zu finden, ein funktionierendes Schulsystem zu unterhalten. Die Spannungen zwischen der Zentralregierung und ethnischen Minderheiten ist immer noch extrem hoch. Nicht selten entladen sich diese Spannungen in militärischen Konflikten. In einem solchen Umfeld spielen Institutionen wie Schulen eine wichtige Rolle. In der ersten Phase des Projektes geht es darum, den Lehrpersonen eine Bezahlung zu ermöglichen, welche wenigstens ihre Grundbedürfnisse erfüllt und ihnen damit die Lehrtätigkeit weiter zu ermöglichen (jedes Jahr geben 25% der lokalen Lehrpersonen auf, weil sie sich mit den bezahlten Löhnen nicht über Wasser halten können). Zudem soll die Verfügbarkeit von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die in der Grenzzone isolierten Lehrkräfte steigen.
20'000 Franken für Mobiliar für das Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen in der Gemeinde Van, Türkei
Verein Städtepartnerschaft Basel-Van gelangt erneut mit einem Gesuch eines Projektes in Van-Bostanici an Basel-Stadt. Ziel des Projektes ist es, Frauen und Kindern die Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen einen Ort zur Verfügung zu stellen, an dem sie sich austauschen können und ihnen den Zugang zu einfachen Bildungsangeboten zu bieten (Alphabetisierungskurse, Kurse zu Gesundheitsfragen wie Ernährung, Stillen, Empfängnisverhütung oder Erziehungsberatung). Das Gebäude wurde auf einem Gelände, das im Besitz der Gemeinde ist, bereits erstellt. Der nachgefragte Betrag ist für die Ausstattung der Räumlichkeiten mit Mobiliar vorgesehen.
30'000 Franken für eine hochwertige Schulbildung für benachteiligte Kinder in Tahoua, Niger
Enfants du monde unterstützt ein Projekt, in dem benachteiligten Kindern der Region Tahoua im Norden des Niger eine gute Grundausbildung geboten wird. Die Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren, die noch nie zur Schule gegangen sind oder sie zu früh verlassen haben, erwerben die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, um ihre Lebensbedingungen und die ihrer Familie nachhaltig zu verbessern. Das Projekt zielt auf die Vernetzung mit anderen lokalen Organisationen und dem nigerianischen Bildungsministerium zur Verbesserung der Bildungsqualität im Niger. Von der Grundausbildung profitieren rund 260 Kinder und Jugendliche pro Jahr (davon mindestens 50% Mädchen). Rund 650 Jugendliche bekommen Gelegenheit für eine Berufsausbildung.
50'000 Franken für eine nachhaltige Landwirtschaft und gerechte Landtitel, Guatemala
CARITAS Schweiz engagiert sich für ein Projekt in Quiché, das die Lebensqualität von Kleinbauern durch eine nachhaltige Landwirtschaft sowie durch die Kenntnisse der Landrechtssituation verbessern soll. Indigene Gemeinschaften erheben Anspruch auf ihr Eigentumsrecht und auf die Verwaltung ihrer Gebiete. Der traditionelle Anbau von Bohnen und Mais reicht den Kleinbauern oft nicht zum leben. Die Situation wird durch die Abhängigkeit von industriellen Produkten wie Saatgut und Dünger verschärft. Dies führt oft dazu, dass sich die Bauern von Grossgrundbesitzern anstellen lassen, um genügend Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Die Konsequenzen daraus sind nicht bestellte Felder oder deren Verkauf an Grossgrundbesitzer zu einem viel zu niedrigen Preis. Direkt Begünstigte im Projekt sind rund 2150 Familien.
25'000 Franken für kommunale Wasserversorgung in Kacereere, Uganda
Tearfund unterstützt ein Wasserprojekt im Kabale-Distrikt. Nahezu die Hälfte der Menschen im Projektgebiet hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Die begünstigten Personen sind in den gesamten Projektzyklus aktiv involviert. Insbesondere handelt es sich dabei um die Bereitstellung von lokal verfügbaren Materialien, die Arbeitsleistung zum Bau der Wasserversorgung und die Verwaltungsarbeiten für die kommunalen Projekte. Insgesamt werden rund 5400 Menschen direkt von einem neuen und verbesserten Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen profitieren. Das Projekt ist so aufgebaut, dass die Bevölkerung von Kacereere gestärkt und befähigt ist, die Armut aus eigener Kraft zu reduzieren.
100'000 Franken für Minenräumeinsatz, Mosambik
Digger DTR ist eine nicht gewinnorientierte schweizerische Organisation mit Sitz in Tavannes, deren Gemeinnützigkeit im Kanton Bern anerkannt ist. Ihr Ziel ist die Förderung technologischer Hilfsprojekte im Bereich der humanitären Minenräumung. Seit 1998 entwickelt und stellt sie Maschinen zur Unterstützung von Minenräumern her. Mosambik ist eines der ärmsten Länder Afrikas und auch dasjenige, das am meisten vermint ist. Die Regierung hat erkannt, dass die Auswirkungen von Minen gegenwärtig ein beträchtliches Hindernis für die Bekämpfung der Armut und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes darstellen. Das Problem der Minen muss Mosambik vor Ablauf der durch die Otawa-Konvention festgelegten Frist im Jahr 2014 lösen. Die Räumung mit der Diggermaschine ist nicht nur sehr viel effizienter, sondern auch viel weniger gefährlich als die eingesetzten Teams, die durch Ratten unterstützt werden.