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Diese Aussage hörten die Teilnehmer am diesjährigen Symposium der World Nuclear Association (WNA) von BNFL-Geschäftsführer Norman Askew. Vor dem internationalen Fachpublikum präsentierte Askew die Haltung seiner Firma bei der gegenwärtig von der britischen Regierung durchgeführten Überprüfung der Energiepolitik. Er verlangte von der britischen Regierung, für die Aufrecherhaltung der nuklearen Option zu sorgen.
Ihre Haltung hat die BNFL der Regierung am 6. September 2001 offiziell unterbreitet. Sie fordert die Minister konkret auf, angemessene Mechanismen zu etablieren, die es dem Markt erlauben, nukleare Stromerzeugungskapazität zu bauen. Diese Mechanismen müssten Folgendes beinhalten:
- Modifikation der Klimaschutzmechanismen, so dass die Vorteile der Kernenergie bei der Verhinderung der Produktion von Treibhausgasen anerkannt werden.
- Verbesserung der Planungs- und der behördlichen Zulassungsprozesse, um den zeitgerechten Ersatz von nuklearer Erzeugungskapazität sicherzustellen.
- Überprüfung, wie langfristige Verträge für die Grundlastproduktion ausgestaltet werden können.
- Erarbeiten einer grundlegenden Strategie für die Bewirtschaftung von radioaktiven Abfällen.
- Förderung der Ausbildung sowie der Forschung und der Entwicklung im Kernenergiebereich.
Abschliessend glaubt BNFL, eine sichere Grundlastversorgung unter Berücksichtigung der Klimaschutzziele könne nur gewährt werden, wenn die Leistungsfähigkeit der britischen Nuklearindustrie aufrecht erhalten werde.
Parallel dazu hat das Elektrizitätsversorgungsunternehmen British Energy (BE) ihre Stellungnahme zur zukünftigen britischen Energiepolitik abgegeben. Dabei sieht auch BE die Kernenergie als einzige klimafreundliche Energiequelle für die Grundlaststromproduktion. Sie sieht im Zeitraum 2010 bis 2025 einen Bedarf von 10 KKW-Einheiten - z.B. vom Typ AP1000 oder Candu - um ihre älter werdenden Anlagen zu ersetzen. Entsprechend fordert BE von der Regierung, für Rahmenbedingungen zu sorgen, die es der Industrie erlauben, solche Ersatzprojekte in Angriff zu nehmen.
Quelle
H.K., NucNet, 6. und 12. September 2001