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Die älteste Hummer-Fischerin der Welt
Warum altern Hummer nicht?
Am Ende der Chromosomen einer Zelle sitzen die Telomere. Sie bestehen aus Proteinen und funktionieren wie Schutzkappen, die den Chromosomen ihre Stabilität garantieren. Mit jeder Zellteilung verkürzen sich diese Telomere zum Beispiel bei uns Menschen. Sind sie dann zu kurz, kann die Zelle sich nicht mehr teilen.
Der Hummer besitzt aber ein bestimmtes Enzym, die Telomerase. Das verhindert, dass die Schutzkäppchen kürzer werden, und somit kann sich die Zelle immer weiter teilen. Deshalb altert der Hummer auch nicht und wird immer größer und stärker.
Wie alt werden Hummer und warum sterben sie doch?
Es schwirren verschiedene Geschichten durchs Netz und so richtig weiß niemand, wie alt Hummer werden. So wird zum Beispiel von einem Rekordexemplar berichtet, das noch mit 140 Jahren vor dem Kochtopf gerettet wurde. Forschende gehen aber von einem natürlichen Alter rund um die 100 Jahre aus.
Wie bei vielen Krebsen oder auch Insekten, ja sogar manchen Reptilien häutet sich der Hummer immer wieder. Sein Inneres wird zu groß für den Panzer. Dann wirft er den alten Panzer ab und es bildet sich ein neuer. Bevor der neue Panzer ausgehärtet ist, ist der Hummer sehr verletzlich. Dieser Vorgang kostet sehr viel Energie. Irgendwann packt der Hummer das nicht mehr. Wenn er sich nicht mehr häutet, ist das auch ein Zeichen, dass es dem Ende zugeht. Dann erstickt er förmlich in seinem eigenen Panzer, da dieser ihn erdrückt. Außerdem sind die Panzer nach einer gewissen Zeit von Parasiten befallen oder Bakterien sammeln sich an. Das führt auch zu tödlichen Krankheiten.
Weitere Todesursachen sind Unfälle, Fressfeinde oder der Kampf mit Artgenossen und natürlich das Fangen durch den Menschen.
Was sind Hummer eigentlich?
Hummer gehören zu den Krebsen, und zwar zu den Zehnfußkrebsen. Sie haben aber nur noch acht Beine, da die beiden vorderen sich zu den Scheren umgebildet haben. Von den Hummerartigen gibt es wiederum zwei Arten. Den Amerikanischen Hummer und den Europäischen Hummer. Der Amerikanische Hummer hat ein Dorn-Stirnhorn.
Hummer sind meist bräunlich-grau, manchmal auch blau, schwarz bis dunkelviolett, aber auf keinen Fall rot! Diese Farbe erhalten sie erst durch das Kochen.
Hummer können bis zu 60 Zentimeter groß werden und ein Gewicht von ein bis fünf, manchmal auch sechs Kilo erreichen.
Meist tummeln sie sich in Küstennähe, in Höhlen und zwischen Felsen. In Tiefen zwischen vier und 60 Metern fühlen sich die Tiere wohl. In den USA und Kanada leben sie an der Ostküste, in Europa an der Atlantikküste, dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer.
Haben Hummer Schmerzen?
Hummer besitzen ein Nervensystem, das sich durch den Körper zieht und schmerzempfindlich ist. Ihr Gehirn kann sich sogar an Schmerzen erinnern, weshalb sie in Studien einer Elektroschock-Quelle beim zweiten Mal auswichen.
Dennoch werden sie oft lebend gekocht. Das hat damit zu tun, dass sich die Menschen so vor Bakterien schützen wollen, die sich schnell auf dem toten Fleisch vermehren. Hummerfleisch verdirbt ungekocht schnell. Tierschutzorganisationen kritisieren daher seit Jahren, dass dies aber einen minutenlangen schmerzlichen Todeskampf für die Tiere bedeutet. Das ist auch daran zu erkennen, dass Hummer versuchen, dem kochenden Wasser zu entkommen. Einige Länder haben daher Gesetze eingeführt, dass Hummer zuvor betäubt werden müssen.