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Samuel Kummer, der 1968 in Stuttgart geboren wurde, studierte nach dem Abitur Kirchenmusik an der Musikhochschule seiner Heimatstadt. In den Orgelklassen von Ludger Lohmann, Werner Jacob und Christoph Bossert erarbeitete er sich ein breites stilistisches Repertoire, bei Willibald Bezler und Wolfgang Seifen vervollkommnete er seine Fertigkeiten in der Kunst der Improvisation. Aus zahlreichen internationalen Wettbewerben ging er als Preisträger hervor, so gewann er zum Beispiel 1996 den Concours «L’Europe et l’Orgue» in Maastricht. Von 1998 bis 2005 war Samuel Kummer Bezirkskantor an der Martinskirche Kirchheim unter Teck, wo er zahlreiche Oratorien zur Aufführung brachte und die Reihe Orgelmusik zur Marktzeit gestaltete. Im Jahr 2005 wurde er als Organist an die wiedererbaute Frauenkirche nach Dresden berufen. Dort initiierte er vier Orgelkonzertreihen: den Dresdner Orgelzyklus, den Bach-Zyklus, die Dresdner literarischen Orgelnächte sowie Orgelnachtmusik bei Kerzenschein. Bis 1988 reicht Samuel Kummers internationale Konzerttätigkeit zurück. Er gastiert regelmässig in den Beneluxstaaten, im Baltikum (u. a. im Dom zu Riga), in Russland, den USA und in Mittelamerika. Auch zum Internationalen Orgelfestival Maastricht, zum Bachfestival Warschau und zur Styriarte in Graz wurde er eingeladen. Auf Initiative des Goethe-Instituts konzertierte er in der Philharmonie St. Petersburg sowie in Mexico-City. Mehrfach war er überdies in der Kathedrale von Guatemala-City zu erleben, wo er sich 1999 für die Restaurierung und Erhaltung der historischen Walcker-Orgel eingesetzt hat. 2005 veröffentlichte Samuel Kummer eine CD mit Werken von Bach und Duruflé, die er in der Dresdner Frauenkirche aufgenommen hat. Dort begann er vor kurzem auch mit der Gesamteinspielung der Orgelwerke von Louis Vierne, deren erste Folge, den Sinfonien Nr. 3 und Nr. 5 gewidmet, bereits mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet wurde.
Juni 2009