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Geschlechtskrankheiten können jeden treffen, doch so schützen Sie sich
Prävention Um die Wahrscheinlichkeit von Infektionen und Schwangerschaften zu verringern, gibt es viele verlässliche Methoden, wie zum Beispiel die Empfängnisverhütung oder Safer Sex. Doch welche ist die geeignetste, wenn es um die Prävention von Infektionen geht?
Generell gilt, dass so individuell wie ein Mensch ist, so individuell auch die ideale Verhütungsmethode für sie oder ihn gewählt werden muss. Da die Verhütung zumeist beide Beziehungspartner betrifft, sollte man sich gemeinsam über Möglichkeiten zum Schutz von Infektionen und zur Vermeidung von Schwangerschaften informieren.
Gegenwärtig wird der Eisprung lediglich durch hormonelle Methoden und die Nidation durch Intrauterinpessare wie zum Beispiel durch die Spirale oder die Gynefix verhindert.
Nicht nur die Vermeidung von Schwangerschaften, sondern insbesondere den Schutz vor Infektionskrankheiten bietet das Kondom
Die Empfängnisverhütung beruht daher auf mehreren Ansätzen, wie zum Beispiel dem Ausbleiben des Eisprungs, der Vermeidung des Zusammentreffens der Eizelle und der Spermien oder der Verhinderung des Einnistens einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut.
Um die Sicherheit der unterschiedlichen Methoden zu bewerten, dient der Wert des Pearl-Index. Ermittelt wird dieser Wert anhand des statistischen Mittels, wie viele von hundert Nutzerinnen des Präparats innerhalb eines Jahres schwanger werden. Je niedriger die Zahl des Pearl-Index, als desto sicherer wird die Verhütungsmethode eingestuft.
Es gibt verschiedene Formen der Verhütung, wie beispielsweise die natürliche Methode, in denen die fruchtbaren Tage bestimmt werden, um den Geschlechtsverkehr während der unfruchtbaren Tage ausüben zu können.
Ersatzweise ist die aktive Ausübung des Mannes durch den Coitus interruptus möglich. Bei diesen Methoden wird zwar auf den Eingriff hormoneller und chemischer Verhütungsmethoden verzichtet, jedoch werden sie vom Pearl-Index als sehr unsicher eingestuft.
Als sichere Verhütungsmittel werden die hormonellen Methoden wie zum Beispiel die Pille, die Spirale, der Vaginalring, die Dreimonatsspritze und das Hormonpflaster eingestuft. Hierbei werden im Körper der Frau Gestagene und Östrogene freigesetzt, deren primäres Wirkprinzip die Ovulationshemmung (Verhinderung des Eisprungs) ist, die eine Schwangerschaft verhindern sollen.
Möchte man den hormonellen Eingriff umgehen, so kann man auf chemische Methoden beziehungsweise Spermizide zurückgreifen. Diese gibt es in Form von Salben, Gelen, Zäpfchen, Schaum oder Sprays und sie verringern die Beweglichkeit von Spermien beziehungsweise töten sie ab. Da die ausschliessliche Verwendung von Spermiziden verhältnismässig unsicher ist, sollte diese Methode mit mechanischen Verhütungsmitteln wie Kondomen, Pessaren oder Portiokappen kombiniert werden.
Als langfristige und sichere Verhütungsmethoden gelten Intrauterinpessare. Hierbei handelt es sich um Objekte, die in die Gebärmutter platziert werden und durch mechanischen Reiz der Gebärmutterschleimhaut die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindern.
Ist die Familienplanung bereits endgültig abgeschlossen, so haben Männer und Frauen zudem die Möglichkeit, sich mithilfe eines chirurgischen Eingriffs sterilisieren zu lassen.
Nicht nur die Vermeidung von Schwangerschaften, sondern insbesondere den Schutz vor Infektionskrankheiten bietet das Kondom. Die ursächlichen Erreger von Geschlechtskrankheiten sind Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten in Scheide, Penis oder Po.
Oft weisen auch die krankheitsbedingten Hautveränderungen und Entzündungen, darunter beispielsweise Syphilis-Geschwüre, Feigwarzen oder Herpes-Bläschen, hohe Konzentrationen der ursächlichen Erreger auf.
Um diesen Symptomen präventiv entgegenzuwirken, sollte man auf Intimhygiene achten, Safer Sex praktizieren und Kondome verwenden. Zudem sollte der Hautkontakt mit veränderten Hautstellen vermieden werden, da beispielsweise Feigwarzen schon über den direkten Hautkontakt übertragen werden können.
Trotz dieser Vorsichtsmassnahmen kann es beim Geschlechtsverkehr dennoch zum Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder veränderten Hautstellen kommen. Im Anschluss daran sollte sofort der Genital- oder Mundbereich mit Wasser ausgespült und anschliessend ein Arzt aufgesucht werden.