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Ligety verlässt die grosse Ski-Bühne mit einer imposanten Bilanz. Im Weltcup errang er 25 Siege, 24 davon im Riesenslalom, womit er in dieser Sparte hinter dem Schweden Ingemar Stenmark und dem Österreicher Marcel Hirscher die Nummer 3 ist. Im Riesenslalom gewann er auch fünfmal die Disziplinen-Wertung.
Erfolgreich war Ligety auch bei Grossanlässen. Fünfmal war er Weltmeister, dreimal im Riesenslalom (2011, 2013, 2015) sowie im Super-G und in der Kombination (beide 2013). Olympia-Gold holte er sich bei den Spielen 2006 in der Kombination und 2014 im Riesenslalom.
So dominant er im Zenit seines Schaffens war, so schwer tat sich Ligety in jüngster Vergangenheit. Seinen letzten Podestplatz im Weltcup sicherte er sich vor drei Jahren als Dritter im Riesenslalom in Garmisch-Partenkirchen. Dass er zuletzt mit der Spitze nicht mehr mithalten konnte, lag nicht nur am fortgeschrittenen Alter, sondern auch an Verletzungen.
Vor fünf Jahren hatte Ligety die Saison nach einem Kreuzbandriss vorzeitig beenden müssen. Zwölf Monate später war für ihn wegen eines Bandscheibenvorfalls erneut vorzeitig Schluss. Die nötig gewordene Operation verhinderte die Titelverteidigung an der Weltmeisterschaft in St. Moritz.
Trotz der schwierigen letzten Phase seiner Karriere ist Ligety mit sich im Reinen. «Ich habe diesem Sport alles gegeben und bin dankbar für alles, was mir der Skirennsport zurückgegeben hat. Ich liebe den Sport und hatte so viel Spass, in den vergangenen siebzehn Jahren im Weltcup zu fahren. Ich habe mir jeden Kindheitstraum erfüllt mit Olympia-Goldmedaillen, WM-Goldmedaillen und Weltcup-Siegen, aber jetzt ist es Zeit, bei meiner Familie zu sein», schrieb Ligety auf Instagram neben einem Foto seiner drei Söhne.