Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03096.jsonl.gz/1062

Ca. 1250 m. Alpweiden am Eingang zum Thalkessel von
Morgins, seitlich von den
Wildbächen
Piadsè (oder
Nant-Profond) und Phenebé begrenzt und längs der Front von der
Tine bespühlt.
Etwa ein
Dutzend Sennhütten, die z. T. längs des alten
Weges, z. T. längs der neuen Fahrstrasse
TroisTorrents-Col de
Morgins-Val d'Abondance
(Savoyen) aufgereiht und nur einen Teil des Jahres von ihren in
Trois-Torrents ansässigen Besitzern bezogen werden.
ausgezeichnete
Marken:
Fendant, Amigne, Humagne,
Dôle etc. Letterngiesserei mit Werkstätte für Clichés in Kupfer und
Holz, 50 Arbeiter;
Giesserei ca. 20 Arbeiter.
Tätige und arbeitsame Bevölkerung;
die
Häuser in
Stein umgebaut oder ausgebessert, so dass das
Dorf gleichsam als neu entstandene Ortschaft erscheint.
Schöne neue Kirche gotischen Stiles mit mächtigem, 1535 errichteten
Turm.
Ausgangspunkt der über den
Pas oder Col de
Cheville in den Kanton Waadt
führenden Strasse. In Ardon sind zwei
römische Votivtafeln (Jupiter u. Mercur geweiht) gefunden worden. 20 Minuten vom Dorfe die
Mayens
(Maiensässe) d'Isières,
deren Name von dem der Göttin Isis abgeleitet wird.
Die reizende Lage im Verein mit alten, den Bewohnern von Konstanz lieben Traditionen haben den
Ort von
jeher zu einem bevorzugten Ausflugspunkt derselben gemacht.
Arenenberg war zuerst der Landsitz einer Patrizierfamilie von
Konstanz, ging dann in das Eigentum der kaiserlichen Familie der Bonaparte über und diente zeitweilig der Königin Hortense,
dem Prinzen Louis
Napoleon
(Napoleon III.) und der Kaiserin Eugenie als Wohnsitz.
Das
Schloss ist noch heute
im Besitz dieser letzteren und enthält eine reiche Sammlung von Familienreliquien: Gemälde, Waffen, Möbel und die
Wagen,
deren sich
Napoleon III. während des Krieges 1870/71 bedient hat.
Obwohl auf der Mehrzahl der Karten
la Reuse geschrieben, scheint der richtige Name des Flusses Areuse zu sein und nach Gatschet's
Forschungen vom mittellateinischen arrogium = Wasserlauf (vergl. span. arroyo) herzustammen. Diese Annahme bestätigen die
Form Arousa alter Urkunden sowie die Ortsnamen Areuse
(Weiler; s. den vorhergeh. Art.) und
Pontareuse
(PonteArousa).