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LONDON (awp international) - Der Ölkonzern Shell hat zum Jahresauftakt wie viele andere Unternehmen der Branche vom hohem Ölpreis profitiert. Das Ergebnis zu Wiederbeschaffungskosten stieg im ersten Quartal um 41 Prozent auf 6,9 Milliarden US-Dollar, wie das britisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Auch höhere Margen im Raffineriegeschäft halfen. Sondereffekte herausgerechnet - vor allem verkaufte Shell Unternehmensteile, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören - stieg der Gewinn um 30 Prozent.
Die Öl- und Gasproduktion ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent zurück, dies lag auch am Verkauf von Unternehmensteilen. Gleichzeitig berichtete Shell von neuen Förderprojekten im ersten Quartal, etwa in den Niederlanden oder in Katar, wo es um Flüssiggas (LNG) geht. Diese Aktivitäten gehören zu den 20 neuen Förderprojekten, die Shell bis 2014 angehen will. Shell-Aktien stiegen im Vormittagshandel um ein Prozent und entwickelten sich damit besser als der Markt.
Die Quartalsdividende liegt bei 0,42 Dollar je Aktie. Shell will wie im März angekündigt in den kommenden fünf Jahren 100 Milliarden Dollar in neue Energieprojekte investieren. Zu den Investitionsprojekten zählen Vorhaben in Katar und Kanada sowie in Australien, Malaysia, Kanada und im Golf von Mexiko. Der Konzern will die Ölfördermenge bis 2014 auf 3,7 Millionen Barrel (1 Barrel entspricht 159 Litern) steigern - das wäre ein Zuwachs um 12 Prozent im Vergleich zu 2010.
In der Branche werden wegen des hohen Ölpreisniveaus für das abgelaufene Quartal generell satte Gewinne erwartet. Der italienische Energiekonzern Eni etwa konnte seinen Gewinn trotz Produktionsausfällen in Libyen zum Jahresauftakt deutlich steigern. Auch der US-Ölkonzern ConocoPhillips verdiente mehr als im Vorjahr. Einzig BP fällt bisher wegen der Folgekosten des Öldesasters am Golf von Mexiko mit einem Gewinnrückgang zurück./nmu/dct/tw
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