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„Sweet and Lowdown“ ist Woody Allens Hommage an die Swing-Ära und erzählt das Leben des fiktiven Jazzgitarristen Emmet Ray, eines Rüpels und Trinkers, der in seiner Freizeit Ratten auf der städtischen Müllkippe erschiesst. Doch wenn der begnadete Emmet Ray zur Gitarre greift, lässt er Frauenherzen schmelzen. Es ist seine Beziehung zur stummen Wäscherin Hattie, welche die Parabel bildet für Emmet Rays allzu hohle Genialität und seine eigentliche Beziehungsunfähigkeit. Der selbstverliebte Musiker bedient sich des Mädchens Hattie ungeachtet ihrer Gefühle. Der Film ist als Dokumentarfilm inszeniert, welcher den berühmten Musiker portraitiert. Die Handlung wird öfter unterbrochen mit Interviews von Zeugen der Jazz-Ära. Teilweise handelt es sich um wenig bekannte, aber echte Jazzmusiker. Durch diesen dokumentarischen Stil entsteht ein vielschichtiges und manchmal widersprüchliches Bild. In einer Schlüsselszene fragt Blanche Ray, woran er beim Spielen seiner wunderbaren Musik denn eigentlich denke. Der Gitarrist sagt unumwunden, dass er meistens darüber nachdenkt, wie schlecht er für seine Musik bezahlt wird. Sean Penn gibt den Macho-Gitarristen als grundehrlichen und völlig unreflektiert agierenden Menschen wieder und liefert die überzeugende Darstellung eines selbstverliebten Rüpels und Frauenhelden, dessen emotionale Ausdrucksmöglichkeiten jenseits der Musik äusserst beschränkt bleiben, bis er selber Schmerz und Verlust erfährt.
95 Min, ,
Regie: Woody Allen