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H1N1: Humane Influenza Typ A, B, C
► Influenza A(H1N1)-Steckbrief
► H1N1: Patienteninformation (PDF, 21 kB*)
► H1N1: Hygieneregeln in Alten- und Pflegeheimen (PDF, 44 kB*)
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▼ Allgemeines
▼ Antigen-Shift
▼ Antigen-Drift
▼ Abbildung Influenza-Virus
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Humane Influenza
Bei der humanen Influenza werden nach Art des Auftretens die saisonale und die pandemische Influenza unterschieden. – Nach Herkunft der Erreger wird die in der Bevölkerung vorkommende Influenza von der aviären Influenza, der sogenannten Vogelgrippe, abgegrenzt.
Das Influenza-Virus ist ein RNA-Virus aus der Familie der
Orthomyxoviren .
.
Es gibt drei Typen:
Die Influenzaviren vom Typ A und B, die durch Tröpfchen übertragen werden, verursachen gehäuft im Winter lokale Infektionen in den Epithelzellen des Nasopharynx und der unteren Luftwege (die sogenannte „Grippe“). Die milde verlaufende Influenza C hat geringe Bedeutung.
Ein besonderes Charakteristikum der Influenza-Viren ist ihre genetische Heterogenität. Da das Virusgenom zum einen aus acht RNA-Segmenten besteht und anderseits die Replikation durch eine hohe Fehlerrate bei nicht vorhandenen genetischen Reparaturmechanismen stattfindet, kommt es häufig zu Mutationen.
Besonders Typ A neigt periodisch zur Ausbildung neuer Subtypen (Antigen-Shift1), die in wechselnden Varianten auftreten (Antigen-Drift2). Da in der Bevölkerung gegen die antigenveränderten Viren keine hinreichende Immunität besteht, breitet sich der Typ A häufig pandemisch aus, während Typ B eher epidemisch oder sporadisch auftritt.
Die echte Influenzavirus-Pneumonie ist selten. Die Regel sind bakterielle Superinfektionen mit Staphylo-, Strepto- und Pneumokokken sowie Hämophilus. Selten kann die Infektion auch zu Komplikationen führen, wie Pseudokrupp, Otitis media, Myokarditis, Meningitis u.a.
Differenzialdiagnostisch sind Infektionen durch Enteroviren
(Coxsackie- und Echoviren, „Sommergrippe“),
Nach Beginn der Erkrankung beträgt die Ausscheidungsdauer der Influenzaviren über den Rachen bei Erwachsenen und bei älteren Kindern max. 5 Tage, bei Säuglingen und Kleinkindern 1-2 Wochen. Ausscheidungszeiten von Wochen bis Monaten wurden bei immundefizienten Patienten beschrieben. Die jährlichen BAG-Empfehlungen zur Grippeschutzimpfung sind zu beachten.
1Antigen-Shift
Hierbei kommt es zu drastischen
antigenetischen Veränderungen des Virus mit nachfolgendem Entstehen
eines neuen humanpathogenen Subtyps in der Bevölkerung, der von Mensch
zu Mensch übertragbar ist.
Im Gegensatz zum Antigen-Shift, der nur bei den Influenza A-Viren vorkommt, ist der Antigen-Drift eine
Eigenschaft aller Influenzaviren.
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MP/Stand 7. Juli 2009