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In Ländern, die über grosse Rohstoffvorkommnisse verfügen, besitzen die Zeiten nach einem gewalttätigen Konflikt ein vielversprechendes, aber auch ein gefährliches Potential, wenn es um die Verteilung von Rohstoffgewinnen geht. Ohne ausreichende Rahmenmassnahmen reicht die Aufteilung des Reichtums nicht aus, um alle am ehemaligen Konflikt beteiligten Parteien zufrieden zu stellen und auf Dauer den Frieden zu sichern. In seinem Artikel macht Philipp le Billon Vorschläge, wie die Umverteilung des Rohstoffgewinnes in solchen Ländern am besten umgesetzt wird, damit der Reichtum des Landes zum Wohle aller eingesetzt wird und nicht als Grundlage für ein Aufkeimen weiterer Konflikte.
Le Billon arbeitet sieben Strategien heraus, welche die Rohstoffförderung friedensfördernder gestalten würden. Ein wichtiger Punkt ist zum Beispiel, dass die Verteilung von Lizenzen nur von der legitimen Regierung und nicht von einer Konfliktpartei vergeben werden. Hier müssten sich gerade die internationalen Firmen engagieren, um nicht Rebellenregierungen zu unterstützen. Ein anderes wichtiges Instrument für einen friedensfördernden Rohstoffabbau sieht le Billon darin, mit der Vergabe von Förderlizenzen zuzuwarten, um somit lokales Unternehmertum zu fördern. Dies würde die lokale Bevölkerung stärker einbeziehen und neue Strukturen entstehen lassen.
Abschliessend anerkennt le Billon die Realität der Rohstoffförderung und deren Konfliktpotential und stellt Rahmenbedingungen auf, wie Friedensförderung und nationale Gewinne durch Rohstoffverkauf am besten mit einem dauerhaften Frieden vereinbart werden können.