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Davoser
See oder
Davoser Grosssee (Kt. Graubünden,
Bez. Ober
Landquart). 1565 m. Schöner
See, im obern Abschnitt der Thalschaft
Davos, 70 m
unter der Passhöhe des ins
Prätigau hinüberführenden
Wolfgang und 700 m nö.
Davos Dorf; von NO.-SO. 1,4 km lang, im
Maximum 600 m breit und
46 m
^[Supplement: 54 m] tief; Fläche ca. 60 ha. Das in bewaldeten Steilhängen zum
Seehorn aufsteigende
SO.-Ufer wird von einem reizenden Fussweg und der Bahnlinie
Landquart-Davos begleitet das NW.-Ufer sanft ansteigend und im
untern, nicht bewaldeten Abschnitt von schönen Alpweiden und zerstreut gelegenen
Hütten bestanden.
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Vom obern Ende des Sees an steigt das bewaldete Gehänge langsam zum Passübergang des Wolfgang und zum Meierhof Drusatscha an. Hier steht nahe beim See das neue deutsche Sanatorium, ein prachtvolles modernes Gebäude mitten in einem grossen Park und eine der grossartigsten Bauten von Davos überhaupt. Das untere Ende des Sees ist von ganz flachem und z. T. sumpfigem Gelände umgeben. 500 m weiter sw., am rechtsseitigen Gehänge des Thales, der klimatische Kurort Davos-Dorf und, näher dem See am SW.-Fuss des Seehorns, das neue Basler Sanatorium.
Am See selbst und zwar nur an dessen rechtem Ufer eine kleine Zahl von Wohnhäusern; längs der Strasse ebenfalls einige Häuser und Ställe und, am NO.-Ende des Sees gegen den Höhwald hin, eine Gastwirtschaft. Der See bietet von allen Seiten her gesehen einen schönen Anblick; er wird mit Nachen nur wenig befahren, im Winter dagegen von zahlreichen Schlittschuhläufern belebt. In frühern Jahren sah man oft auch eine lange Reihe von Wagen über das Eis fahren, bis diesem Vergnügen einige durch Einbruch des Eises veranlasste Unglücksfälle ein Ziel setzten. Das Eis wird gebrochen und mit der Eisenbahn nach auswärts verfrachtet.
Der Davosersee ist ein Stausee. Früher auf eine Länge von 8-9 km bis nahe Davos-Frauenkirch sich erstreckend, endigte er an der vom Sertigbach aufgeschütteten Alluvialebene. Das nach aufwärts stark einschneidende Davoser Landwasser liess den See rasch sich entleeren, so dass heute nur noch als kleiner Rest das von den Aufschüttungen des Dischma- und Flüelabaches gestaute jetzige Becken übrig geblieben ist. Der zum Erlöschen bestimmte See wird aber immerhin noch auf lange Zeit hinaus den Schmuck des Thales bilden.