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Die Herrliberger Kirche beﬁndet sich auf der ersten Geländeterrasse auf rund 440 m Höhe. Anlässlich der Renovation der Kirche Tal im Jahr 1962 werden bei archäologischen Ausgrabungen unter dem Kirchenboden alte Mauern der gotischen Kapelle St. Theodorich und Erhard gefunden, die um 1400 erbaut wird. Dieser Vorgängerbau der Kirche Tal ist 14.5 m lang und 8 m breit und mit einem rechteckigen Chor von 4 x 5 m Innenmass versehen. Das Baumaterial stammt von der Burg «Rossbach», die 1353 geschleift wird.
Um 1500 erfolgt ein Um- und Ausbau. Wenige Jahre vor dem Abbruch der gotischen Kapelle (1686) zeichnet Hans Conrad Gyger auf der Karte des Kantons Zürich den Turm der Kapelle mit einem Satteldach («Käsbissen»). Heute sind neben Mauern bedeutende Reste einer einstigen Innenausmalung im gotischen Stil aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhalten sowie u.a. eine Grabplatte von Anna Werdmüller (gest. 1706) aus dem Schipfgut. Neuzeitliche Skelettreste aus dem Friedhof, der von 1629 bis 1948 bei der Kirche liegt, werden 2011 kremiert und beigesetzt.