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Die «Vues panoramiques» waren insbesondere im finanzkräftigen Bürgertum, das in der damaligen Zeit den aufkommenden Tourismus entdeckte, äusserst beliebt. Es sind denn auch unter den in der Sammlung des Staatsarchivs erhaltenen Fotografien Brauns die damaligen «Tourismushotspots» des Kantons Schwyz vertreten, speziell Ansichten von Küssnacht, Gersau, Arth, Brunnen, Morschach, Einsiedeln und die Gegend rund um den Lauerzersee.
Bis um 1900 waren die auf Albuminpapier vervielfältigten Fotografien die beliebteste Reproduktionsmethode für Fotografien. Das im Jahre 1850 erfundene Albuminpapier war weitaus kostengünstiger als bis dahin gebräuchliche fototechnische Reproduktionsmethoden wie beispielsweise die Daguerreotypie oder andere Verfahren und ermöglichte eine detailgetreuere und optisch ansprechendere Bilddarstellung.
Adolphe Braun war ursprünglich Textilmusterzeichner und wechselte im Jahre 1847 zum damals neu erfundenen Medium Fotografie über, wobei er insbesondere durch die Reproduktion von Kunstwerken berühmter Sammlungen (u. a. Louvre in Paris, Albertina in Wien) einige Bekanntheit erlangte. Als Fotograf dokumentierte er die Eröffnung des Suez-Kanals 1869; während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 fotografierte er die Kriegsschäden u. a. in Paris und Belfort. Bekannt sind auch seine Fotografien über den Bau der Gotthardbahn in den 1870er Jahren. Seine eigentlichen Spezialgebiete waren aber topografische Ansichten und Panoramen, insbesondere von den Alpen.
Literatur:
Oliver Landolt, Fotosammlung, in: Kulturgüter im Staatsarchiv des Kantons Schwyz, hrsg. vom Amt für Kultur, Schwyz 2012, S. 137–139.
Online-Ressourcen:
fotoCH: https://www.foto-ch.ch/?a=fotograph&id=1700&lang=de
Fotostiftung Schweiz: https://www.fotostiftung.ch/de/nc/index-der-fotografinnen/cumulus/0/B/0/
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