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Kapitel 2: Situation in der Schweiz
Ökologischer Fussabdruck des Konsums
Die Lebensmittelproduktion braucht Ressourcen und damit geht zwangsläufig eine gewisse Umweltwirkung einher. Die Schweizer Landwirtschaft hat hohe Anforderungen in Bezug auf Umwelt-, Tier- und Ressourcenschutz und trägt mit einer standortgerechten und ressourceneffizienten Produktion zur nachhaltigen Versorgung des Landes bei. So lautet auch der Verfassungsauftrag durch Artikel 104a. Eine Studie des BAFU zeigt auf, dass 70% der durch Ernährung verursachten Umweltbelastung im Ausland anfällt. Eine regionale und saisonale Ernährung trägt also massgeblich zu einem tieferen ökologischen Fussabdruck bei. Auch die Reduktion der Lebensmittelverluste ist eine effektive Umweltschutzmassnahme: Eine Halbierung des heutigen Foodwastes würde die Treibhausgasemissionen der Ernährung um bis zu 15% senken und gleichzeitig den Biodiversitäts-Fussabdruck reduzieren. In Anbetracht der zahlreichen Zielkonflikte, ist es von grosser Bedeutung, dass solche Synergien genutzt werden können.
Artikel 104a Ernährungssicherheit
Zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln schafft der Bund Voraussetzungen für:
- die Sicherung der Grundlagen für die landwirtschaftliche Produktion, insbesondere des Kulturlandes;
- eine standortangepasste und ressourceneffiziente Lebensmittelproduktion;
- eine auf den Markt ausgerichtete Land- und Ernährungswirtschaft;
- grenzüberschreitende Handelsbeziehungen, die zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft beitragen;
- einen ressourcenschonenden Umgang mit Lebensmitteln.