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Merlyn Arsolon gehört der in den Philippinen gegründeten Ordensgemeinschaft «Arbeiterinnen Christi der Arbeiter» an. Im März 2003 kam die Frau in ihrem blau-grauen Ordensgewand in die Schweiz, um ihre spezielle Aufgabe anzutreten. «Ich muss mich um die pastoralen Bedürfnisse der Menschen aus den Philippinen in der Schweiz kümmern», sagt sie. Mit dieser Aufgabe hatte sie die Generaloberin nach Europa geschickt. Zu Beginn umfasste das Aufgabenfeld der Ordensfrau die ganze Schweiz. Die erste philippinische Pastoralversammlung, die 2004 im freiburgischen Montet stattfand, entschied jedoch, dass ein philippinischer Priester die Deutschschweiz betreuen sollte. Der Entscheid wurde 2006 umgesetzt. Seither kümmert sich Merlyn Arsolon um die Westschweiz.
Es war der ehemalige Westschweizer Bischof Pierre Mamie, der die philippinischen Schwestern in die Schweiz holte, damit sie sich um seinen Haushalt kümmerten. Der Bischof setzte sich dann auch dafür ein, dass eine Ordensfrau in die Schweiz geschickt wurde, um die Menschen aus den Philippinen zu betreuen. Arsolon ist die zweite Vertreterin der Gemeinschaft, die diese Aufgabe wahrnimmt. Ihre Vorgängerin Olivia Racinez begann ihre Arbeit im Jahr 1994. Im Jahr 2002 wurde sie zur Generaloberin der Kongregation gewählt.
«Meine Arbeit entspricht jener einer Seelsorgerin», sagt die Philippinerin heute. Sie bereitet die philippinische Gemeinschaft auf die gemeinschaftlichen Treffen vor. Am ersten Sonntag im Monat findet jeweils ein solches in Freiburg statt. Der Gottesdienst wird in der St. Joseph-Kapelle der Pfarrei St. Peter gefeiert. Der zweite und der vierte Sonntag sind für die Gemeinde in Genf reserviert. Dort kann die Philippinermission über die Kirche St. Johannes XXIII. in Petit-Saconnex verfügen. Der dritte Sonntag gehört den Gläubigen in Lausanne. Der Höhepunkt der wöchentlichen Begegnungen ist die heilige Messe, unterstreicht die Ordensfrau. In Genf findet jeweils zusätzlich eine Einkehr statt. Die Katechese wird von einem Dominikaner aus den Philippinen, Wenifredo Padilla, angeboten. Der Priester arbeitet an der Universität Freiburg an seinem Doktorat.
5000 in der Westschweiz
Der Katechese schliesst sich das gemeinsame Essen an. Am Nachmittag folgt eine zweite Katechese, zu der anschliessend eine heilige Anbetung gehört. Die Beichte wird abgenommen. Das Genfer Treffen wird mit dem Gottesdienst abgerundet. Das Lausanner Treffen ist dem Bibelstudium gewidmet. Mit dem Rosenkranzgebet bereiten sich die Gläubigen zudem auf den Gottesdienst vor.
Die Ordensfrau schätzt, dass in der Westschweiz 5000 ihrer Landsleute leben. Sie sind aber nicht alle Katholiken.