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Rätoromanisch
Status
Das Rätoromanische ist seit 1938 neben Deutsch, Französisch und Italienisch eine in der Verfassung verankerte Landessprache der Schweiz. Das Rätoromanische ist jedoch nur Teilamtssprache des Bundes, namentlich im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache. Es werden nicht alle Erlasse des Bundes auf Rätoromanisch übersetzt, sondern nur Texte von besonderer Tragweite. Diese Texte bestimmt die Bundeskanzlei nach Anhörung der Standeskanzlei des Kantons Graubünden (Artikel 11 Sprachengesetz). Eine Übersicht über die rätoromanischen Erlasstexte bietet die folgende Seite:
Sprachsituation
Rätoromanisch ist die Bezeichnung der Sprache der Rätoromaninnen und Rätoromanen Graubündens. Es kann grob in fünf Regionalvarietäten unterteilt werden: das Surselvische, das Sutselvische, das Surmenirische, das Oberengadinische und das Unterengadinische. 1982 wurde eine einheitliche Schriftsprache konzipiert: das Rumantsch Grischun. Im Verkehr mit den Bundesbehörden sind alle fünf Idiome gleichberechtigt; Publikationen des Bundes werden jedoch ausschliesslich in Rumantsch Grischun verfasst (vgl. Artikel 6 Absatz 3 Sprachengesetz).
Zuständig für die Förderung der romanischen Sprache und Kultur ist die Lia Rumantscha als Dachorganisation verschiedener regionaler Vereine. Sie wird grösstenteils vom Bund und vom Kanton Graubünden finanziert.
Die Sprachensituation im Kanton Graubünden ist vielschichtig: Zu den fünf Varietäten und der einheitlichen Schriftsprache kommen Deutsch und Italienisch hinzu. In einem kantonalen Sprachengesetz, das seit dem 1. Januar 2008 in Kraft ist, wird der Gebrauch der drei kantonalen Amtssprachen Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch geregelt und werden Massnahmen festgelegt, mit denen die kantonalen Minderheitensprachen Rätoromanisch und Italienisch erhalten und gefördert werden sollen. Ebenfalls seit dem 1. Januar 2008 ist die bündnerische Sprachenverordnung in Kraft, die verschiedene Bestimmungen des Sprachengesetzes konkretisiert.
Hintergrundinformationen zur Sprachenpolitik im Kanton Graubünden liefert die Botschaft zum Sprachengesetz:
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