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Schweizerische Nationalbank (SNB) und Helikoptergeld
Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman verwendete diesen Begriff erstmals 1969. Die Nationalbank schafft Geld und verteilt es gleichmässig an ihre Bürger.
Im Fall der Schweiz würden die Exporte, Zinsen, Inflation und Investitionen steigen.
Vor allem die USA könnte uns Währungsmanipulation vorwerfen. Doch seit 1945 ist der US-Dollar gegenüber dem Franken von 4.30 auf 0.90 abgewertet worden. Ein solcher Vorwurf gegenüber der Schweiz wäre nicht gerechtfertigt.
Nein. Es handelt sich um Geldschöpfung, also der Schaffung von Geld aus dem Nichts. Weder die Schulden des Bundes, noch die der Kantone, Gemeinden oder der Privaten werden dadurch erhöht.
1’047 Milliarden.
Etwas mehr als 852 Milliarden.
Gerundete 53 Milliarden Schweizer Franken.
Sofort um etwa 5 Prozent. Später noch etwas mehr, da mit einem sogenannten Multiplikator gerechnet werden muss.
Nein. Damit würde das eigentliche Ziel der breiten Inflation verfehlt werden. Wenn z.B. alles in Fotovoltaikanlagen investiert würde, hätte wir zwar sauberen Strom in Hülle und Fülle, doch würden die Preise für diese Anlagen stark ansteigen. Wir hätte also Inflation, aber nur in einem Bereich. Nur mit dem Giesskannenprinzip lässt sich eine moderate Inflation auf die gesamte Volkswirtschaft verteilen.
Dadurch nähme man Geld aus dem Kreislauf heraus anstatt zusätzliches hineinzustecken.
Nein. Nur instabile Staaten, die masslos Geld «drucken», müssen damit rechnen. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele. Argentinien, die Türkei und Venezuela in der jüngeren Geschichte und der Gegenwart, Jugoslawien während des Bürgerkriegs in den 90er und die Weimarer Republik (Deutschland) zwischen den Weltkriegen sind Beispiele dafür.
Ein Synonym für Inflation ist Geldentwertung. Also der Prozess, der zu billigerem Geld führt. Je mehr es von etwas gibt, desto günstiger ist es in der Regel. Das Ganze ist relativ. Drehen wir den Spiess einmal um: Ein Produkt, sagen wird ein Laib Brot, kostet 3.00 Franken. Bei einer Inflation von 5% kostet das Brot nun 3.15 Franken. Das Brot wurde teurer, oder anders ausgedrückt, das Geld, für das man Brot bekommt, ist weniger wert, da wir nun 15 Rappen mehr zum Kauf benötigen.
Wird nur das Brot 5% teurer, während der Lohn des Bäckers gleichbleibt, hat dieser Bäcker ein Problem. Seine Kaufkraft sinkt. Wenn aber die Inflation alles mit gleicher Kraft trifft, verdient der Bäcker auch 5% mehr. Das Ganze ist wieder ausgeglichen. Der Vorteil ist allerdings, und das ist für die Schweiz sehr gut, dass der Franken im Vergleich zum US-Dollar, Euro und Yen und allen anderen Währungen auf der Welt sinkt. Dadurch werden Schweizer Produkte billiger und das Ausland kauft vermehrt ein. Dadurch wiederum steigen die Exporte. Da wird sehr stark exportorientiert organisiert sind, entstehen mehr Arbeitsplätze, die Sozialkosten sinken, die Steuereinnahmen steigen und vor allem wird das Geld nicht in Devisenform gehortet, sondern investiert.
Die zwei wichtigsten Funktionen einer Nationalbank sind die Sicherung der Liquidität und das Einhalten der Preisstabilität mit einer Inflation, die höher als null, aber kleiner als zwei Prozent pro Jahr ist. Im Moment erreicht die Nationalbank ihr Ziel nicht. Die Inflation beträgt -1,3%.
Die Schweizerische Nationalbank untersteht dem Nationalbankgesetz. Dieses schreibt klar vor, was sie darf und was nicht. Gegenwärtig fehlt ihr dazu schlichtweg die gesetzliche Grundlage.
Nein. Das Ausland kennt die Schweiz sehr gut und weiss, dass unsere Währungshüter einen stabilen und berechenbaren Franken wollen. Gerade aus diesem Grund vertrauen ausländische Staatsfonds, Banken und Regierungen der Schweiz. Wenn sie sogar Negativzinsen auf ihre Guthaben in Kauf nehmen müssen, wollen sie immer noch Franken halten, denn sie wissen genau, auch in 10 Jahren werden 1 Milliarde Franken noch etwas wert sein. Dazu kommt noch, dass eine Helikoptergeld-Ausschüttung einmalig wäre und eine Wiederholung, selbst mit politischem Willen, sehr viel Zeit in Anspruch nähme.
Dann muss auch mit einer Abwertung des US-Dollars und des Euros gerechnet werden und wir Schweizer wären wieder gleich weit, allerdings hätten wir Bürger mehr Geld in der Tasche.
Die Schweiz gilt als «Save-Haven», also als sicherer Hafen. Wenn es auf der Welt turbulent wird, kann man sich dennoch auf die Schweizer Stabilität verlassen. Die Nationalbank hat die Geldmenge durch Staatsanleihen-, Obligationen-, Aktien- und Devisenkäufe bereits massiv erhöht. Dennoch will das Ausland weiterhin Schweizer Franken, sogar noch dann, wenn sie «draufzahlen» müssen. So beliebt ist unsere Währung. Wir sollten diese Gegebenheit massvoll nutzen.
Wenn z.B. der Franken im Vergleich zum Euro an Wert gewinnt, können wir Produkte aus der Europäischen Union günstiger importieren. Dadurch sinken diese Preise und das ist Deflation, also das Gegenteil der gewünschten Inflation. Im Gegenzug werden unsere Exporte für das Ausland teurer und sinken. Da wir mehr exportieren als importieren, ist dies schlecht für unsere Volkswirtschaft.