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Ein Drei-Richter-Gremium hat am Montag die Berufung vom Privatsender HBO zurückgewiesen. Somit wird die „Leaving Neverland“-Klage vor einem Schiedsgericht verhandelt werden.
Die Verleumdung von Toten kann in den USA nicht gerichtlich bestraft werden. Im März 2019 fanden die Anwälte von Michael Jacksons Nachlass jedoch eine Klausel in einem alten Vertrag von 1992, in dem HBO versicherte, von verleumderischen Berichten über MJ abzusehen und Filmprojekte mit seinem Management abzusprechen.
Die Klage vom MJ Estate wurde angenommen, doch HBO legte Berufung ein. In der Stellungnahme zur Ablehnung dieser Berufung, räumten die Richter vom 9th Circuit Court of Appeal zwar ein, die Klage vom MJ Estate könnte „leichtsinnig“ sein, wie HBO argumentiert, aber diese Entscheidung zu treffen, liege an einem Schiedsmann.
Der Vertrag von 1992 enthalte „detaillierte und strenge Vertraulichkeitsbestimmungen, die HBO ausdrücklich davon abhielten, ‘während oder nach dem Kontakt von HBO’ mit Jackson ‘jegliche Informationen in Bezug auf … [sein] Privatleben’ preiszugeben.“
Die „Schiedsklausel“ könne die Parteien immer noch verpflichten, auch wenn die Parteien den Vertrag längst vollständig erfüllt haben, schreiben die Richter Richard Paez, Lawrence VanDyke und Karin J. Immergut. HBO kann den Entscheid anfechten.
Die Anwälte vom Nachlass, Howard Weitzman und Jonathan Steinsapir, loben die Entscheidung zu ihren Gunsten:
„Der Prozessrichter und nun auch das Berufungsgericht des 9. Bezirks haben die Argumente von HBO einstimmig zurückgewiesen. In den eigenen Worten des Gerichts hat HBO ‚zugestimmt, dass es keine verunglimpfenden Bemerkungen über Jackson machen würde.‘ Es ist an der Zeit, dass HBO sich für die Verletzung der Verpflichtungen gegenüber Michael Jackson verantworten muss.“
Hier ein Artikel dazu von Variety.com.
Quelle: jackson.ch, nydailynews.com, variety.com