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Titel:
Schulzeugnis der Mädchenrealschule Trogen für Emilie Buff
Thema: Leute
Datum: --.--.1894
Masse: 17,8 x 11,2 cm
Standort: Staatsarchiv Appenzell Ausserrhoden, früher Privatbesitz Haller, St. Gallen
Urheber/-in: Mädchenrealschule Trogen
Beschreibung:
Das Schulzeugnis, ausgestellt von der Mädchenrealschule Trogen für Emilie Buff von Wald, beinhaltet die Noten von 15 Schulfächern sowie zwei Noten für das Verhalten in der Schule. Das Zeugnis wurde viermal im Jahr, das heisst pro Quartal, ausgestellt und bewertete Emilie Buffs Leistungen fast ausschliesslich mit der Note 1 = sehr befriedigend.
Geschichte:
Emilie Buff kam am 31.10.1879 als Tochter von Johann Ulrich Buff und seiner zweiten Ehefrau Anna Barbara Walser zur Welt. Aus dem Familienbuch von Wald geht hervor, dass Johann Ulrich Buff 1863 Ratsherr und später Hauptmann war. Es kann also davon ausgegangen werden, dass die Familie Buff der Mittelschicht des Kantons angehörte. Bereits 1881 starb Emilies Mutter im Kindbett. Ihr Vater heiratete 1884 seine dritte Frau Anna Leuch. Emilie Buff heiratete am 29.10.1903 Robert Gubler von Wila im Kanton Zürich.
Von 1893 bis 1896 besuchte Emilie Buff die dreijährige Mädchenrealschule in Trogen. Die Schule zählte im Inspektionsjahr 1892 18 Schülerinnen, die von einer Lehrerin, Frau Elise Schlatter von Otelfingen (Zürich), unterrichtet wurden. Neben Trogen gab es zu jener Zeit eine weitere Töchterschule in Herisau. Emilie Buffs Schulzeugnis gibt Auskunft über den Lehrplan der Mädchenrealschule. Unterrichtet und bewertet wurden folgende Fächer: Religion, Rechnen, Deutsch, Französisch, Englisch, Geschichte, Naturkunde, Geographie, Zeichnen, Gesang, Schreiben und Weibliche Arbeiten. Ebenfalls benotet wurden die Kategorien „Fleiss“ und „Betragen“. Jedes Quartal wurde den Schülerinnen ein Zeugnis ausgestellt, welches von einem Erziehungsberechtigten, in der Regel vom Vater, eingesehen und unterschrieben werden musste. Aus dem Inspektionsbericht der Realschulen geht hervor, dass die Mädchenrealschule Trogen alle Fächer ungefähr gleich gewichtete, während die Mädchenrealschule in Herisau am meisten Stunden für die Fächer Deutsch und Französisch einsetzte, und dem Fach Rechnen nur ganz wenige Stunden widmete. Anders sah der Lehrplan der Knabenrealschule Herisau aus: Dort standen Realien, Mathematik und Fremde Sprachen an vorderster Stelle.
Autorin: Kathrin Hoesli, Herisau
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