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Fair Value, was auf Deutsch als Zeitwert bezeichnet werden kann, ist ein Begriff, welcher im Finanz- und Rechnungswesen häufig verwendet wird. In diesem Zusammenhang wird er am häufigsten in der Finanzberichterstattung und in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden verwendet. Dabei bezieht sich der Fair Value auf den geschätzten Marktwert einer Vermögens- oder Schuldenposition zum Zeitpunkt der Bewertung. In anderen Worten ist der Fair Value der Preis, welcher bei einem allfälligen Verkauf erzielt werden würde.
Der Fair Value kann auf verschiedene Arten ermittelt werden. Nachfolgend werden die gängigsten Methoden erläutert.
Marktpreis
Der einfachste Weg, den Fair Value zu bestimmen, ist es, den aktuellen Marktpreis von Vermögens- oder Schuldenwerten zu verwenden. Besteht ein aktiver Markt für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, kann der Marktpreis als Fair Value genutzt werden.
Vergleichbarkeitsanalyse
Wenn keine aktiven Märkte für Vermögens- oder Schuldenpositionen bestehen, kann der Fair Value unter anderem mittels Vergleiches ähnlicher solcher Positionen geschätzt werden. Es werden ähnliche Vermögenswerte oder Schulden in gleichartigen Märkten betrachtet.
Bewertungsmodelle
Nebst den genannten Methoden können Bewertungsmodelle für die Einschätzung eines Fair Values genutzt werden. Diese umfassen beispielsweise Discounted-Cashflow-Analysen oder Multiples-Bewertungen. Der Einsatz von Bewertungsmodellen erfolgt oftmals, wenn kein aktiver Markt besteht und eine Vergleichbarkeitsanalyse nicht möglich ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schätzung des Fair Values gewisse Unsicherheiten aufweisen kann, da sie auf Annahmen basiert. Die Genauigkeit hängt dementsprechend stark von der Qualität der verfügbaren Informationen und der Analyse ab.