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Mimas ist einer von den über 140 Monden des Saturns. Seine Oberfläche ist eisig, übersät mit Einschlagkratern und erinnert an die Raumstation «Todesstern» aus Star Wars.
Schon länger weiss man, dass Mimas den Saturn in einer taumelnden Bewegung umkreist. Das kann ein Hinweis auf Wasser im Inneren sein. Weil es an der Oberfläche von Mimas allerdings keine Hinweise auf Wasser gibt, gingen viele Forschende davon aus, dass sein Taumeln eine andere Ursache habe.
Nun belegen Daten der Raumsonde Cassini, dass es auf Mimas doch flüssiges Wasser geben muss. Simulationen zeigen: Etwa 20-30 Kilometer unter der eisigen Schale soll sich ein ganzer Ozean befinden. Dass es an der Oberfläche noch keine Hinweise für das unterirdische Wasser gibt, soll am jungen Alter des Ozeans liegen. Ein Forschungsteam hat berechnet, dass er höchstens vor 25 Millionen Jahre entstanden ist.
Die Entdeckung zeigt einmal mehr: Man kann nicht vom Äusseren aufs Innere schliessen.
Warum es doch ein Ozean sein muss
Da sich auf Mimas’ Oberfläche keine Anzeichen für Wasser im Innern befinden, sind Astronominnen und Astronomen bisher davon ausgegangen, dass der Kern des Mondes durch die Anziehungskraft des Saturns deformiert wurde und deswegen taumelt.
Wäre der Kern von Mimas aber tatsächlich durch die Anziehungskraft von Saturn in die Länge gezogen worden, dann würde dies auch die Bahn des Mondes beeinflussen. Die neuen Berechnungen, die auf Daten der Raumsonde Cassini basieren, sprechen allerdings gegen diese Theorie. Die damit einzige verbleibende Erklärung für das Taumeln von Mimas bleibt demnach also flüssiges Wasser unter der Schale aus Eis.