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Waldschäden durch Käferbefall
Verschiedene Insekten können geschwächte Bäume besiedeln und absterben lassen. Dadurch werden altersschwache, kranke oder unter Stress stehende Bäume ausgemerzt, was den Gesundheitszustand des Waldes und seine Widerstandsfähigkeit fördert. Wenn sich diese Insekten jedoch, beispielsweise in langen Hitze- und Trockenperioden oder nach Sturmschäden, stark vermehren, können auch gesunde Bäume in Mitleidenschaft gezogen werden; schlimmstenfalls sterben ganze Wälder ab.
Nach dem Sturm Lothar im Winter 1999/2000 nahm der Insektenbefall stark zu. Nach 2003 ging er zwar massiv zurück, seit 2013 ist allerdings wieder ein Anstieg festzustellen.
2017 wurden vor allem Fichtenbestände in tieferen Lagen des Mittellandes, in Teilen Graubündens und der Alpensüdseite befallen.
Nach der Zunahme im Jahr 2013 hat sich der Befall durch den Buchdrucker (Ips typographus) seit 2014 auf leicht erhöhtem Niveau stabilisiert. Während die Situation in der Nordschweiz ruhig war, ist der Befall in einzelnen Bergregionen deutlich angestiegen, so beispielsweise in Graubünden und im Wallis. Diese Zunahme kann häufig auf regionale Sturm- und Schneedruckschäden der vergangenen zwei Jahre zurückgeführt werden.
Von einer neuen Massenvermehrung des Borkenkärfers zu sprechen ist nicht angebracht, aber mittel- bis langfristig könnte sich das Problem wieder verschärfen, da – als Folge des Klimawandels – vermehrt mit extremen Wetterereignissen wie Trockenheit und Stürmen zu rechnen ist. Die Borkenkäferaktivität wird sowohl durch höhere Temperaturen als auch durch die Folgen von Stürmen begünstigt.
Der Indikator ist international nur bedingt vergleichbar, da unterschiedliche Baum- und Käferarten erfasst werden (in der Schweiz sind nur Buchdrucker und Fichte erfasst; im Ausland zum Teil andere/zusätzliche Baumarten und Borkenkäferarten. Hinweis: International werden die Schäden in Hektar Waldfläche erfasst).
Die Daten werden mittels einer Umfrage bei allen Forstrevieren in der Schweiz erhoben. Für diesen Indikator werden nur Buchdrucker und Fichte erfasst, was 80 bis 85 % der Schäden durch Borkenkäfer abdeckt. Weitere Befälle durch andere Insektenarten werden ebenfalls durch Waldschutz Schweiz mittels einer Umfrage bei den Förstern erhoben.
|Angestrebte Entwicklung||Anfangswert||Endwert||Veränderung in %||Beobachtete Entwicklung||Beurteilung|
|Abnahme||Mittel 1998-2000||Mittel 2017-2019||678.83%||Zunahme||negativ|
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