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Fluoxetin und Propafenon beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Fluoxetin ist ein Substrat und starker Hemmer von CYP2D6, welches hauptsächlich für den Abbau von Propafenon verantwortlich ist. In Kombination ist mit erhöhten Propafenon-Konzentrationen zu rechnen. Propafenon hemmt seinerseits CYP2D6 moderat.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. In einer Studie mit 9 gesunden Probanden war die Spitzenkonzentration für S-Propafenon um 39% und die für R-Propafenon um 71% erhöht [Cai WM, 1999].
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit und Kontrollen des Blutdrucks, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Zudem sollte der Patient auf Anzeichen von erhöhten Propafenon-Konzentrationen wie Schwindelgefühl und Palpitationen überwacht werden. Gegebenenfalls sollte die Propafenon-Konzentration monitorisiert und die Dosis bei Bedarf patientenindividuell angepasst werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018