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Die ersten Zeugnisse der chinesischen Medizin reichen bis weit vor Christus zurück. Das Wissen der chinesischen Medizin wurde hauptsächlich durch die „3 grossen Lehren Chinas“ (Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus) geprägt und hat sich während der vielen Kaiser-Dynastien (bis 1912) entsprechend des aktuellen Herrsch- und Denkmusters stets weiter entwickelt.
Im 20. Jahrhundert wurde das traditionelle Wissen durch den westlichen Einfluss mehr und mehr verdrängt. Erst mit Gründung der Volksrepublik China (1949) kam wieder ein Umdenken, es wurden Universitäten gegründet mit dem Ziel, das alte Wissen zu erforschen, zu standardisieren und in das moderne westliche Medizinsystem zu integrieren. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) entstand.
Zur Zeit der grossen proletarischen Kulturrevolution (1966–1976) wurden unter der Führung von Mao Zedong unter anderem auch „die vier Alten“ (alte Sitten, alte Bräuche, alte Kultur und alte Denkart der chinesischen Gesellschaft) bekämpft. Entsprechend wurden alle zuvor gegründeten TCM-Schulen wieder geschlossen.
Erst nach Ende der chinesischen Kulturrevolution durfte die chinesische Medizin wieder an den Universitäten gelehrt werden. Heute ist die TCM in China ein anerkanntes Medizinsystem, das oft auch in Kombination mit westlicher Medizin praktiziert wird.