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3C2. Zitate: Typen und Rasse
Die nachfolgenden Informationen in Form von Zitaten gibt der interessierten Person einen kurzen Einblick in das Fachwissen geben im Bereich der Typenlehre, der Rasse und des Impulses.
Für den Erwerb des Fachwissens und der Kompetenzen im Bereich der Huterschen Psycho-Physiognomik studiere man die entsprechenden Fachbücher und besuche entsprechende Kurse.
1. Rasse
Carl Huter: Leitfaden, 1909, Ziffer 67: Die Leitgedanken der neunten Lektion, Band V.
Da alle Völker verschiedener Rasse und Herkunft sind, alle unterschiedliche Kulturen und Sprachen haben, so folgere ich hieraus, dass Rasse, Kultur und Sprache, also Körper, Geist und Lebensart der Menschen von der Beschaffenheit des Bodens und des Klimas der verschiedenen Erdteile abhängig sind, dass die Erde verschiedene Elementar- und auch Empfindungsätherstrahlen an ihre verschiedenen Oberflächengebiete aussendet, die das geistige und körperliche Leben, die Sprache, Körperbeschaffenheit und Kultur der Lebewesen beeinflussen.
2. Wie unterscheidet sich das Naturell von Rasse, Temperament und Impuls?
Carl Huter: Leitfaden, 1909, Ziffer 66: Die Leitgedanken der achten Lektion, Band V.
2.1 Über das Naturell
Die Entwicklung des Körpers durchläuft alle vier Naturelltypen:
- 1. Den Empfindungstypus: Dieser ist bei der Geburt bis zum 1. oder 2. Lebensjahr vorherrschend; der Kopf herrscht als Formmasse über die Rumpf- und Gliedermassen vor.
- 2. Den Ernährungstypus: Er herrscht vom 1. oder 2. bis zum 4. Lebensjahr vor; die Rumpforgane herrschen als Formmasse über Kopf und Glieder vor.
- 3. Den Bewegungstypus: Dieser beginnt sich im 5. Lebensjahr zu entwickeln und herrscht bis zum 16. Lebensjahr vor, wo die Glieder physiologisch über Kopf und Rumpf herrschen.
- 4. Der harmonische Typus: Die Harmonisierung aller Formen und Kräfte in der Jungfrauen- und Jünglingszeit, die dann in den Ernährungs-, Bewegungs-, Empfindungs-, Disharmonie-, Harmonie- oder anderen Typus charakteristisch auswachsen.
Die harmonischen Menschen sind die vielseitigsten und ausgeglichensten in körperlicher und geistiger Veranlagung.
2.2 Rasse und Naturell
- Der Unterschied von Rasse und Naturell besteht darin, dass die Rasse durch äussere Natureinflüsse, Boden, Klima und Lebensbedingungen entstanden ist und sich nicht in einem Menschenleben umbildet. Rassen bilden sich nur durch ungleichrassige Paarung um oder durch eine nach hunderttausenden von Jahren zählende Entwicklung auf anderem als dem Urheimatboden. Aber auch dann sind die Rassenmerkzeichen kaum gänzlich zu verwischen. Rassen- oder Artenblut hat eine ungeheure Energie in Bezug auf Selbsterhaltung und Vererbung.
- Anders das Naturell. Dieses wird allerdings auch angeboren, aber es lässt sich teilweise umbilden, schon in einem halben Lebensalter. Hierbei geht nicht die angeborene vorherrschende Grundkonstitution verloren, sondern es lassen sich die schwächeren Systeme der Konstitution entwickeln, so dass sie mit den herrschenden in ein Gleichgewicht kommen. Als Beispiel diene ein Kind, das in der Bewegungsnaturellanlage geboren ist. Damit ist die vorherrschende Entwicklung der Bewegungsapparate, wie Knochen- und Muskelbau, gegeben. Dies kann sich durch eine natürliche athletische Körperentwicklung schon im Knaben- und Jünglingsalter ganz charakteristisch zeigen. Wird dazu auch das Empfindungs- und Geistesleben gepflegt und zur energischen Entwicklung gebracht, dann kann aus dem natürlich athletisch veranlagten Menschen durch Schulung auch ein tüchtiger Geistesmensch werden; dieses war bei dem König August dem Starken von Sachsen der FalL Wenn aber ein athletisch veranlagter Mensch keine geistige Schulung und Pflege erhält, dann wird er nur Athlet und ein schwacher oder mittelmässiger Geistesmensch werden.
- Eine angeborene Anlage lässt sich bei natürlicher Entwicklung nicht ganz umbilden, es sei denn durch jahrelange schwere Krankheiten, niemals bei einer gesund fortschreitenden Entwicklung. Ein Genie ist freilich nie der geborene athletische Körperkraftmensch, weil das Genie als Geistesfürst geboren wird und nicht durch Schulung dazu erzogen werden kann.
- Das Genie liegt im Empfindungs-, genialen oder harmonischen Naturelltypus. Alle Naturelle kommen in ein und derselben Rasse vor.
- Das Naturell ist durch verschiedenartige, innere, anatomisch definierte Organ-Systeme begründet. Die Rasse hat mit den inneren Systemdifferenzanlagen nichts zu tun, sie wird als eine alle Organe gleichmässig durchdringende Einheit vererbt. Ob ein Schwarzer im Bewegungs-, Ernährungs- oder Empfindungsnaturell liegt, hat auf die Rassenvererbung keinen Einfluss, er bleibt in allen drei Systemkonstitutionen ein Schwarzer. Ich glaube damit den grossen Unterschied von Rasse und Naturell eindeutig dargelegt zu haben.
2.3 Naturell und Temperament
- Wie verhält sich nun das Naturell zum Temperament? Zuerst müssen Begriff und Wesen des Temperaments erklärt werden. Das Naturell ist auf eine anatomische Anlage gegründet, das Temperament nicht, dieses ist rein physiologischer Natur. Das Wort Temperamentkommt von Tempo, es ist das Zeitmass einer bewegten Sache, Person usw ..
- Unter Temperament versteht man die besonders charakteristische Art und Weise einer langsamen oder schnellen Bewegung einer Sache, eines Gegenstandes oder einer Person.
- Äussert sich eine Person in vorherrschend energischen Bewegungen, so liegt sie im cholerischen, bei leichten lebhaften im sanguinischen, bei ruhigen im phlegmatischen und bei sehr langsamen im melancholischen Temperament. Diese unterschiedlich charakteristischen Bewegungsabläufe können bei dicken und dünnen, grossen und kleinen, beim Empfindungs- und beim Ernährungsmenschen, beim Schwarzen und beim Weissen auftreten. Daran sehen wir, dass das Temperament nichts mit der Konstitution, nichts mit der Rasse und nichts mit dem Naturell zu tun hat, es ist eine rein physiologische Erscheinung und Eigenschaft, die allerdings im Psychischen ihre Wurzeln hat und zwar im Impuls.
2.4 Temperament und Impuls
- Was ist nun der Impuls im Unterschied zum Temperament? Der Impuls ist rein bewusster, geistiger Natur. Er ist der Anstoss, der Anreiz zur Bewegung und Handlung, und wenn 165 dieser Anreiz energisch ist, so wird auch die daraus fliessende Bewegung der Regel nach sein. Ist der Impuls ein zögernder, so ist auch die Bewegung eine langsame. Aber die Organe selber können dem Impuls auch Hemmungen entgegensetzen oder auch die Impulse schneller zur funktionellen Organäusserung führen, als der ursprüngliche Charakter des Impulses ist.
Ich wiederhole kurz:
Die Rasse ist aus äusseren Bedingungen entstandene, vererbte Naturanlage. -Das Naturell ist durch innere, angeborene, anatomische Organ-Systemanlage bedingt.
Das Temperament ist rein physiologischer Natur.
Der Impuls ist rein geistiger Natur. Nun liegt freilich das Naturell, d. h. die angeborene Systemanlage, mit den richtunggebenden Impulsanlagen meistens im Einklang, nur bei disharmonischen Naturellen finden sich innere Widersprüche; diese kommen aber äusserlich zum Ausdruck. Ein Bewegungsnaturell hat der Regel nach auch Bewegungsimpulse, mitunter allerdings nicht so stark wie die Systemanlage es voraussetzen lässt. Um dieses genau zu ermitteln, sind die Impulsanlagen physiognomisch zu studieren; sie haben ihre genauen physiognomischen Zeichen.
Was nun die Behandlung der verschiedenen Naturelle, Temperamente, Rassen und Impulse anbetrifft, sei es geistig, physisch oder mit Heilmitteln bei Krankheiten, so muss diese eine ganz verschiedene sein, will man Erfolge haben.
Dieses ist in der Lektion gelehrt. Es ist auf diese Naturell-Lehre auch ein ganz besonderes Ehe-, Familien- und Gesellschafts- sowie ein neues Heilsystem aufgebaut. Ausser im grossen Lehrwerk wird darüber auch in den Spezialschriften geschrieben.
3. Fazit von Carl Huter
Carl Huter: Leitfaden, 1909, Ziffer 67: Die Leitgedanken der neunte Lektion, Band V.
- Die vorhergehenden Ausführungen haben gezeigt, dass die Entdeckung der Naturelltypen und die analytische Darstellung von Rasse, Temperament, Impuls und Naturell klare Gesichtspunkte eröffnet haben, sowohl darüber, was wir zuerst sehen lernen müssen, als auch, wie wir sehen müssen, um das Wesen der Dinge in ihrem äusseren Ausdruck zu ermitteln- eine neue Methode, die in keinem andern der vorher dargestellten Systeme vorhanden ist.
- Ich fand in anderen Systemen nirgends alles, bei jedem nur Bruchstücke, einseitig und unvollkommen behandelt. Entweder ist der ganze Körper oder seine festen Einzelteile gewertet, oder dann die konstanten und beweglichen Ausdruckszeichen. Diese sind entweder nicht analytisch, oder wenn doch, nicht synthetisch gewertet und falls beides, dann nur körperlich und nicht allseitig psychologisch.
- Daher kann mit keinem der vorhergehenden Systeme die gleich gründliche Charakteranalyse erarbeitet werden wie mit der Huterschen Psycho-Physiognomik.
4. Naturell und Rasse
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, V. Lehrbrief, achte Lektion, 1906.
- Das Naturell ist der Typus, in dem der Wesensgrundton, die Individualität inkarniert liegt.
- Das Naturell ist demnach etwas Inneres, das von innen nach aussen die Formen gestaltet, im Gegensatz zu der Rasse, die etwas Äußerliches ist, etwas, das von außen her durch physische Einflüsse durch viele Generationen hindurch dem Menschen vererbt und als Wahrzeichen aufgeprägt wurde. Das ist der Hauptunterschied zwischen Rasse und Naturell.
- Das Naturell ist eine innere Grundtönung, die Rasse eine äussere Auftönung.
- Wohl ist die Rasse weit konstanter als das Naturell, da sie im ganzen Protoplasma stärker vererbt wird; hingegen ist beim Naturell eine stärker differenzierte Vererbung verschiedener Einzelteile der Zelle und ihrer Kräfte nachweisbar.
- Gerade dieses ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen Rasse und Naturell.
- Die Rasseneigentümlichkeiten führen zu Rassenabschliessungen und Abneigungen, die Naturelle führen zur Ethisierung und Harmonie der einzelnen Menschen und ganzer Völker untereinander.
History
Diese Internetseite wurde am 5. Mai 2023 erstellt. Sie wird regelmässig geprüft, letztmals am 13. Mai 2023.