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FussballVladimir Petkovic wird damit Nachfolger von Laurent Roussey, der vor drei Wochen seinen Rücktritt bekannt gegeben hat. Zuletzt wurden die Walliser von Rousseys Assistenten Sébastien Fontbonne betreut. Der von Constantin Ende April als neuer Coach vorgestellte Franzose Rolland Courbis konnte sein Amt offiziell nie antreten, weil er nicht über die nötigen Diplome verfügt. Nach der Provinzposse um Courbis ist es Constantin nun gelungen, einen Trainer zu verpflichten, der über ausgezeichnete Kenntnisse des Schweizer Fussballs verfügt.
Ehemaliger Shootingstar
Vor drei, vier Jahren war Vladimir Petkovic der Shootingstar der Schweizer Trainerszene. Mit Bellinzona erreichte er 2008 den Cupfinal und stieg kurz darauf sensationell in die Super League auf. Trotzdem verliess er die Tessiner, um kurz darauf zu den Young Boys zu wechseln. Die Berner führte er 2009 auf den 2. Platz – noch vor dem FC Basel.
Doch im folgenden Jahr begann Petkovics Stern zu sinken. Mit YB verspielte er in der Super League einen Vorsprung von 13 Punkten und verlor den Meistertitel in der «Finalissima» 2010 an Basel. In der folgenden Saison wurde Petkovic in Bern entlassen. Und auch sein letztes Engagement endete vorzeitig. Nach nur einem halben Jahr setzten ihn auch die Verantwortlichen von Samsunspor mitten in der Saison vor die Tür. Der Club stand Anfang 2012 auf dem zweitletzten Platz der Süper Lig.
Für Constantin ist er trotzdem der richtige Mann in einer delikaten Situation. CC traut Petkovic zu, in der Barrage die Klasse zu halten. «Ich verfolge Vladimir schon seit langem. Er erreichte fast immer einen Punkteschnitt von 2,1 oder 2,2. Zweimal hat er die Meisterschaft mit dem beachtlichen Ergebnis von 73 bzw. 77 Punkten abgeschlossen.»
Genügend Identifikation?
Ob die Zusammenarbeit zwischen Constantin und Petkovic erfolgreich sein kann, bleibt abzuwarten. Petkovic hat seinen Wohnsitz in Bellinzona immer behalten. Er hat während seiner Zeit bei YB auch schon Trainings verschoben, um länger im Tessin zu bleiben, oder er ist nach einem Auswärtsspiel nicht mit der Mannschaft nach Bern zurückgekehrt, um privat direkt nach Bellinzona zu fahren. Das ist sein gutes Recht. Doch es hat in Sitten schon einige Trainer den Job gekostet, dass sie ihre Identifikation mit dem Klub und der Arbeit nicht bis zur Selbstaufgabe gelebt haben. Constantin macht sich deshalb keine Sorgen. «Vladimir hat in Sitten und Martigny gespielt. Ihn verschlägt es nicht in eine unbekannte Gegend.» Si