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Filmkritik: The Bone Collector70e Festival de Cannes 2017
Die US-kanadische Grenze im Winter. Ali (Imogen Poots) und Evan (Callum Turner), ein Paar mit ziemlich unstetem Lebenswandel, schlagen sich gerade so durch. Sie verhökern vom Kampfhahn bis zu Drogen alles, was ihnen zwischen die Finger kommt. Restaurantrechnungen zahlen sie aus Prinzip nicht. Um die Zeche zu prellen, kommt ihnen Alis 8-jähriger Sohn Bone (Frank Oulton) zu Gute. Er hält jeweils am Tisch die Stellung für zwanzig Sekunden, während sich die Erwachsenen aus dem Staub machen, und schleicht dann zum gemeinsamen Van.
Alle Versuche, den eigentlich schulpflichtigen Bone bei Pflegeeltern unterzubringen, scheitern schon am unvollständigen Formular bei der Behörde (Wohnsitz? Unbekannt!). Ali und Evan träumen vom eigenen Haus. Als Evan aber in einer Siedlung für transportierbare Fertighäuser vom Grundstückbesitzer erwischt wird, trennt sich die Familie. Ali und Bone schlafen in einem Mobile Home ein und erwachen am nächsten Tag in einer komplett neuen Gegend und sind nun komplett auf sich alleine gestellt.