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Für die Meinungsfreiheit Venezuela verlassen
In Venezuela, einst eines der fortschrittlichsten Länder Lateinamerikas, hat es heute keinen Raum mehr für Meinungen, die von der Regierungslinie abweichen. Der bekannte Journalist Carlos Omobono berichtet deshalb aus Italien.
- Español La represión a la libertad de expresión como motivo de emigración
- Português Repressão da liberdade de expressão como motivo de emigração
- 中文 移民-因为失去言论自由
- عربي "الصوت الذي يتحدث عن الحرية دائمًا ما يجد له صدى"
- Français La liberté d'expression bafouée comme motif d'émigration
- Pусский Подавление свободы слова стало причиной эмиграции
- English Freedom of speech ‘doesn't exist’ in Venezuela
- 日本語 表現の自由奪われ亡命 ベネズエラ人ジャーナリスト
- Italiano Carlos Omobono: "La voce che parla di libertà riecheggia sempre"
Noch in den 1970er-Jahren galt Venezuela für viele verfolgte Menschen in Lateinamerika als Zufluchtsort – und Hort der freien Meinungsäusserung.
Heute aber, sagt der bekannte venezolanische Journalist Carlos Omobono im Gespräch mit swissinfo.ch, würden unabhängige Stimmen vom Regime in Caracas unter Präsident Nicolás Maduro verfolgt und aus dem Land getrieben.
Nach den neuesten Daten der UNO, die von der Koordinierungsplattform für Flüchtlinge und Migranten in Venezuela "R4V" (die sich aus über 200 Organisationen und Verbänden zusammensetzt) ausgearbeitet wurden, befinden sich derzeit 7,1 Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner im Ausland. Eine Zahl, die das südamerikanische Land an die Spitze der Weltrangliste betreffend Diaspora stellt, ist doch ein Viertel der gesamten Bevölkerung auswandert.
Einer von ihnen ist der Journalist Carlos Omobono, der für mehrere Zeitungen und Radiosender arbeitete und in den 1990er-Jahren Anchorman war beim Privatfernsehen Venevisión.
Seine berühmte Sendung "Tu y yo con Carlos Omobono", in der er sich sonntagabends in einem bizarren Sessel sitzend mit dem Moderator unterhielt, fesselte Millionen von Venezolaner:innen an ihre Fernsehgeräte.
"Ich lebe seit neun Jahren in Italien, nachdem ich aus meinem geliebten Heimatland vertrieben wurde", sagt er im Gespräch:
Seit der Machtübernahme Maduros, der 2013 auf Hugo Chavez folgte, ist Omobono nicht mehr in sein Land zurückgekehrt. Er arbeitet jetzt in Mailand und fährt fort, seiner Stimme Gehör zu verschaffen: "Die Stimme, wenn sie aufrichtig ist, muss immer gehört werden. Die Stimme, die von Freiheit spricht, findet immer ein Echo und diejenigen, die bereit sind, ihr zuzuhören. Und so verbreitet sich meine Stimme durch jeden freien Geist, der mir zuhören kann", sagt Omobono.
Und was braucht es, dass die Demokratie nach Venezuela zurückkehren kann? "Wir müssen dafür kämpfen und geniessen weltweit viel Sympathie, aber es liegt an uns, sie zu nutzen. Wir müssen dafür sorgen, dass Venezuela wieder zu dem wird, was es einmal war, nämlich eine der fortschrittlichsten Demokratien Lateinamerikas. Ein Land, das all jene aufnahm, die vor Diktaturen flohen, die in den Nachbarländern herrschten, und das auch viele italienische, spanische und andere Exilant:innen willkommen hiess", sagt Carlos Omobono in unserer neuen Ausgabe der Serie "Stimmen der Freiheit".
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