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Die Taufe
Der Tag der Taufe ist der wichtigste Tag im Leben eines orthodoxen Griechen.
Das heilige Geheimnis der Taufe wird meistens ein Jahr nach der Geburt des Kindes durchgeführt, damit es stark genug für die Prozedur der Taufe ist. Das Baby wird bis dahin nur «Bebis» (männliches Baby) oder «Beba» (weibliches Baby) genannt, da es noch keinen Namen hat, bevor es nicht getauft worden ist.
Das Baby wird dabei entkleidet und in ein weisses Handtuch gewickelt. Danach segnet der Priester das Taufwasser und gibt Olivenöl hinzu, welches von dem «Nonos» (Pate) und der «Nona» (Patin) gebracht wird. Dann taucht er (inzwischen wird oft auch nur das Köpfchen mit Weihwasser beträufelt) das Baby drei Mal in das Weihwasser und spricht dabei den ausgewählten Namen. Der Protest der Täuflinge reicht von stoischem Ertragen, über kläglichem Wimmern bis zu lautem Gebrüll. Griechische Mamas sind da erfahrungsgemäss relativ entspannt.
Der Name ist nach wie vor üblicherweise derselbe wie von der Oma oder vom Opa, meistens väterlicherseits. Das Baby erhält das heilige Geheimnis vom Priester, der das Baby samt der Kleidung mit dem „Mir" (Olivenöl, welches vom Patriarchen gesegnet wurde) segnet. Dann wird das Baby, das nun endlich einen Namen hat, in Weiss gekleidet und der Priester legt eine goldene Kette mit einem Kreuzanhänger um den Hals und das Baby empfängt die Erstkommunion.
Am Ende der Zeremonie küssen die Eltern die Hände der Paten und empfangen die Glückwünsche von den anderen Gästen: „Na Sas Sisei" (ein langes Leben).
Nach der Zeremonie folgt meistens eine grosse Feier im Familienhaus oder in einem Restaurant.