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Während die klassische Interstim-Therapie eine Neuromodulation von nur einer Sakralnervenwurzel ermöglicht, können beim sakralen LION-Verfahren mit einer einzigen Vierfachelektrode alle Sakralnervenwurzeln gemeinsam stimuliert werden. Die Elektrode wird beim LION-Verfahren senkrecht zur sakralen Nervenwurzel implantiert, während sie bei der Interstim-Technik parallel (längs) zur Sakralnervenwurzel platziert wird. Das LION-Verfahren führt daher zu einem besseren Behandlungsergebnis bei den oben genannten Anwendungsgebieten. Zusätzlich können begleitend auftretende schmerzhafte Neuropathien (z.B. Pudendusneuralgie, Ischialgie) oder andere Beckenbodenschmerz-Syndrome, die häufig bei Patienten mit MS oder diabetischer Neuropathie auftreten, besser mitbehandelt werden.