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Zentrale Befunde
In der Schweiz wurden in den Jahren 1995 bis 2009 jährlich 1500 bis gut 2000 Dopingproben entnommen. In den folgenden fünf Jahren stieg die Zahl der Kontrollen markant an. 2014 wurden über 4000 Dopingproben genommen. Danach sank die Zahl wieder auf rund 3000. Im Jahr 2018 waren es über 3'300 Dopingproben die in etwas über 2'400 Kontrollen entnommen wurden. Dass die Zahl der Kontrollen und Proben im Jahr 2020 deutlich zurück ging, ist vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass aufgrund der Corona-Pandemie deutlich weniger Wettkämpfe durchgeführt wurden. Bereits im Jahr 2021 stieg die Zahl der Proben wieder auf über 3‘600. Die Proben wurden in über 2‘600 Kontrollen gesammelt. Das heisst: In einem erheblichen Teil der Kontrollen wurden sowohl Blut- als auch Urinproben genommen.
Wie der Abbildung zu entnehmen ist, erklärt sich ein Teil der Schwankungen durch den unterschiedlichen Anteil der durchgeführten Proben im Auftrag Dritter (z.B. Wettkampfveranstalter). In gewissen Jahren (2006–2008, 2014) macht der Anteil solcher Proben rund einen Viertel aller Proben aus. Ein Teil der Zunahme zwischen 2010 und 2014 ist auch auf die wachsende Bedeutung von Blutkontrollen zurückzuführen (vgl. dazu das PDF-Dokument). Allerdings wurden im Jahr 2015 sowohl die Urin- als auch die Blutkontrollen reduziert. In den Jahren 2017 und 2018 hatte die Zahl der Proben jedoch wieder das Niveau von 2013 erreicht und blieb seither abgesehen vom Rückgang im Jahr 2020 und dem deutlichen Aufschwung im Jahr 2021 insgesamt stabil.
Der Anteil der Proben, die aus Kontrollen ausserhalb von Wettkämpfen stammen, erhöhte sich von 22 Prozent 1995 auf aktuell rund drei Viertel
Weitere Informationen zum Indikator finden sich in einem PDF-Dokument.
Datenquellen:
- Informationen auf der Website Swiss Sport Integrity sowie in den Jahresberichten 2004–2021 von Dopingbekämpfung Schweiz, Antidoping Schweiz bzw. Swiss Sport Integrity.
Weiterführende Literatur:
- Stamm, Hanspeter, Rahel Bürgi und Markus Lamprecht (2020): Die Wahrnehmung der Dopingproblematik in der Schweizer Bevölkerung. Sonderstudie zu «Sport Schweiz 2020» im Auftrag von Antidoping Schweiz. Zürich: L&S (Abbildungen F und G).
Die Dopingbekämpfung und -prävention wurde in der Schweiz bis 2008 durch Swiss Olympic und das Bundesamt für Sport organisiert. Seit 2008 ist die unabhängige Stiftung «Antidoping Schweiz» und seit 2022 «Swiss Sport Integrity» dafür zuständig. Die Dopingbekämpfung beruht auf dem «Drei-Säulen-Konzept», das neben den Kontrollen auch die Prävention und Information sowie die Forschung umfasst.
Der vorliegende Indikator basiert auf der Anzahl entnommener Proben. Die Zahl der Proben weicht von der Zahl der eigentlichen Kontrollen ab, weil häufig mehr als eine Probe (z.B. Urin und venöses Blut) in ein und derselben Kontrolle entnommen wird.
Weitere Informationen sind in einem gesonderten PDF-Dokument verfügbar.
Die zusätzlichen Analysen zeigen unter anderem:
- 2021 fand fast ein Viertel aller Kontrollen im Radsport statt (22%). 18 Prozent der Dopingkontrollen fanden in Mannschaftssportarten statt, wobei hier vor allem der Fussball und das Eishockey von Bedeutung waren. Jeweils fünf oder mehr Prozent aller Kontrollen entfielen zudem auf die Sportarten Leichtathletik, Skilanglauf, Schwimmen sowie Triathlon/Duathlon.
- Zwischen 2012 und 2021 wurden im Durchschnitt pro Jahr 10 Verstösse gegen Antidopingbestimmungen geahndet.
- Resultate aus Bevölkerungsbefragungen zeigen, dass zwischen 1996 und 2019 immer knapp 90 oder mehr Prozent der Bevölkerung Doping als «sehr» oder «ziemlich» grosses Problem bezeichneten.
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