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Jakob Fischer
Jakob (Robert Sigfried) Fischer (* 29. April 1864 in Sins; † 24. April 1916 in Engelberg)
Inhaltsverzeichnis
Lebensdaten
Profess: 10. Oktober 1884
Ämter
Sakristan: 18?–1906
Krankenbruder: 1906–19?
Beziehungsnetz
Verwandtschaft
Sohn des Kaspar Franz Fischer und der Margaretha Zumbühl.
Taufpaten: Siegfried Kietzler und Katharina Fischer.
Lebensbeschreibung[1]
Bruder Jakob wurde am 29. April 1864 in Sins geboren.[2] Im Alter von 19 Jahren trat er 1883 in Engelberg ins Noviziat ein. Vor seinen Eintritt hatte er sich auf Wunsch der Oberen im Coiffeurhandwerk etwas umgesehen. Die Profess legte er am 10. Oktober 1884 ab. Seine erworbenen Fertigkeiten konnte er aber nur bei der allgemeinen Haarschur der Studenten verwerten da ihm bald das arbeitsreiche Amt des Sakristans anvertraut wurde, das er dann auch in musterhafter Weise verwaltete.
Um 1906 musste er dieses Amt wegen eines, in seiner Familie häufiger vorkommenden, vererbten Lungenleidens aufgeben. So erlernte er aus eigenem Antrieb das Buchbinderhandwerk und leistete damit der Bibliothek und den Mitbrüdern geschätzte Dienste. Wie aus seinen Briefen (insgesamt 28) hervorgeht, hatte er für die auswärtig tätigen Patres dies und jenes auszuführen, zu suchen, herzurichten und zu senden. Br. Jakob war daneben wohl auch für längere Zeit für die kranken Mitbrüder im Haus als Krankenbruder zuständig. Dies geht aus seinen Briefen hervor, in denen er detailliert die letzten Stunden von P. Emmanuel Wagner und die letzten Tage von P. Plazidus Wissmann schilderte.
Daneben war er ein Original, das sich gerne einer bildlichen, witzigen und oft bis zur Unverständlichkeit geheimnisvollen Redeweise bediente und in Erstrebung seiner Ziele ein eigenartiges diplomatisches Geschick besass. Auf seinen Heimatkanton und dessen Bedeutung in der Eidgenossenschaft blickte er immer mit einem gewissen Stolz. Schon vor 1896 hatten ihm Ärzte den Tod innert Jahresfrist vorausgesagt. Er aber lachte über diese Prophezeiung und verlor auch in den traurigsten Gesundheitsverhältnissen nie die Hoffnung auf eine Besserung. Selbst in seinen letzten Stunden hielt er, obwohl er in vollkommener Geistesruhe sich auf den Tod vorbereitet hatte, eine plötzliche Wendung nicht für ausgeschlossen. Sicherlich hat dieser jahrelange und zähe Optimismus stark dazu beigetragen, dass sein schwacher Körper der heimtückischen Krankheit so unerwartet lange standzuhalten vermochte. Br. Jakob starb dann an dem hartnäckigen Lungenleiden am Abend des Ostermontages am 24. April 1916.
Professbuch
- Nr. 667
Einzelnachweise
Bibliographie
- StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.