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Justin Murisier verpasste in der alpinen Kombination das Podest knapp. Der Walliser wurde Vierter, knapp zwei Zehntel fehlten ihm nach Abfahrt und Slalom für eine Medaille.
«Ich bin schon enttäuscht, denn an Olympischen Spielen zählen nur die Medaillen», sagte Murisier. «In der Abfahrt wäre mehr möglich gewesen, auch im Slalom hatte ich einen kleinen Fehler. Gesamthaft war meine Leistung ziemlich gut.»
Murisier war der einzige Schweizer im Klassement. Yannick Chabloz stürzte in der Abfahrt und brach sich den linken Unterarm, Loic Meillard und Luca Aerni mussten nach mässigem ersten Teil im Stangenwald riskieren und schieden aus.
Olympiasieger wurde Johannes Strolz – 34 Jahre, nachdem sein Vater Hubert «Hubsi» Strolz Gold in der Kombination gewann. Silber und Bronze gingen an Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen und den Kanadier James Crawford.
Überglücklich war die 19-jährige Snowboarderin Berenice Wicki nach ihrem Wettkampf. Sie belegte Rang 7 in der Halfpipe und freute sich über das olympische Diplom, das es für einen Platz in den ersten acht gibt.
Ein weiteres Diplom für die Schweiz gab es für das Aerials-Mixed-Team. Es belegte Rang 4 – in einem Wettkampf, zu dem lediglich sechs Nationen antraten.
Finnland feierte Silber und Bronze über 10 km klassisch – doch es hätte geradeso gut Gold und Leder sein können. Das Duell um den Olympiasieg verlor Kerttu Niskanen um 0,4 Sekunden gegen Therese Johaug aus Norwegen. Dafür gewann Krista Pärmäkoski mit winzigen 0,1 Sekunden Vorsprung auf die Russin Natalia Neprjajewa Bronze.
Auch im Boardercross feierte Rot-Weiss-Rot: Alessandro Hämmerle wurde Olympiasieger. Und im Rodeln gab es in der Team-Staffel Silber. Österreich hat damit nach 45 von 109 Entscheidungen in Peking schon 13 Medaillen gewonnen – mehr als jedes andere Land. Im Medaillenspiegel belegt es mit 4x Gold, 5x Silber und 4x Bronze Rang 3.
Nach dem Rennen über 3000 m gewann Eisschnellläuferin Irene Schouten auch über 5000 m. Sie peilt in Peking noch weitere Erfolge an. Auch in der Team-Verfolgung und im Massenstart zählt Schouten zu den Favoritinnen.
Dank Team-Gold im Rodeln mit Deutschland sind nun auch Nathalie Geisenberger, Tobias Arlt und Tobias Wendl – vorher schon Siegerin im Einzel und Gewinner im Doppelsitzer – jeweils sechsfache Olympiasieger. Erfolgreichste Schweizer Athleten an Winterspielen sind die jeweils vierfachen Goldmedaillengewinner Simon Ammann und Dario Cologna.
Zu «Rocket Man» von Elton John gewann Nathan Chen Olympia-Gold im Eiskunstlaufen. Der dreifache Weltmeister aus den USA triumphierte mit der Weltrekordzahl von 332,6 Punkten:
Silber und Bronze gingen an die Japaner Yuma Kagiyama und Shoma Uno. Der Schweizer Lukas Britschgi belegte Rang 23.
Die Poltera-Brüder hatten den EHC Arosa in den 1950er Jahren berühmt gemacht. Von 1951 bis 1957 spielten Ueli und Gebi Poltera, Hansmartin Trepp und ihre Teamkollegen die Gegner schwindlig. In der Nationalmannschaft war der «Aroser Sturm» legendär. Die Schweiz holte 1948 Olympia- und 1950 und 1951 WM-Bronze. Im Klub konnte sie niemand stoppen. Sieben Meistertitel in Serie, die Dominanz war erdrückend. Die Sturmlinie eine der besten Europas.