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Auf dem Foto: Kleiner Abendsegler, Riesenabendsegler und Grosser Abendsegler (v.l.n.r.): Die drei Arten sehen sich zum Verwechseln ähnlich, können jedoch aufgrund ihrer unterschiedlichen Körpergrösse gut voneinander unterschieden werden.
Gleich drei verschiedenen Abendseglerarten kommen in der Schweiz vor. Der Grosse Abendsegler (Nyctalus noctula) ist zwar nicht die grösste der drei, gehört aber trotzdem zu den grössten einheimischen Fledermausarten.
Jedes Frühjahr ziehen die Weibchen nach dem Winterschlaf nach Nordosteuropa, um dort ihre Jungen auszutragen und aufzuziehen. Ab Mitte August kommen sie mit dem flüggen Nachwuchs zurück, um zunächst einen Partner für die Fortpflanzung auszuwählen und danach den Winterschlaf in der milderen Schweiz abzuhalten. Die Männchen hingegen sind mehrheitlich standorttreu und warten ab August sehnsüchtig auf die Weibchen.
Grosse Abendsegler jagen oft im freien Luft raum nach grösseren und schwärmenden Insekten wie Eintags- oder Köcherfliegen. Oft sind sie nur in der Abend- und Morgendämmerung jeweils eine Stunde auf der Jagd. Da Abendsegler bereits in der frühen Dämmerung ausfliegen, kann man sie gut gegen den noch hellen Abendhimmel beobachten. Aufgrund ihrer Jagdstrategie werden Abendsegler oft Opfer von Windkraft anlagen, wenn diese bei Anwesenheit von Fledermäusen nicht abgeschaltet werden.
Name:
Grosser Abendsegler (Nyctalus noctula)
Bestand Schweiz:
unbekannt
Gefährdungsstatus:
potenziell gefährdet
Schutzstatus:
geschützt nach Natur- und Heimatschutzgesetz
Tagesschlafverstecke:
Baumhöhlen, Fledermauskästen und Spalten an Gebäuden; auch in Brückenhohlräumen
Jagdlebensraum:
oft in Gewässernähe oder über Wäldern
Zugverhalten:
Langstreckenzieher; Distanz zwischen
Sommer- und Winterquartier bis über 1500 km
Spannweite:
320–450 mm
Gewicht:
16–45 g
Verbreitung:
Im Mittelland v.a. entlang von Gewässerläufen und Seen. Im Herbst und Frühjahr auch Zug über die Alpen.
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