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Sie erhält am ZFF den Icon Award Judi Dench denkt noch lange nicht an den Ruhestand
Eine Ikone kann auch Angst haben. Das zeigt die Rede von Judi Dench, die sie bei der Annahme des Golden Icon Awards am Mittwochabend in Zürich hielt. Die Schauspielerin habe oft Angst gehabt, nicht gut genug zu sein. Besonders die Stimme sei ein Teil von ihr, der ihr immer wieder Sorgen bereitete. «Sie klingt, als hätte ich die ganze Nacht durchgemacht und nur getrunken», so Dench laut Nachrichtenagentur sda.
Vor dem Zürcher Kino Corso, in dem der Film «Red Joan» präsentiert wurde, gab die Hollywood-Grösse Autogramme. Ihr Job gefällt der 83-Jährigen so gut, dass sie nicht an Pensionierung denke. «Ich werde ganz sicher nicht in den Ruhestand treten», sagte Judi Dench vor dem Publikum. «Viele lassen sich ja pensionieren, um endlich Zeit für die Dinge zu haben, die ihnen Spass machen.» Doch für sie sei ihr Job eben auch das Lieblingshobby.
Nicht alleine der Film prägt die Schauspielkarriere von Judi Dench. Die 84-Jährige ist eine mehrfach ausgezeichnete Theaterschauspielerin und war Mitglied der Royal Shakespeare Company.
1971 heiratet Judi Dench ihren Schauspielkollegen Michael Williams, der 2001 an Lungenkrebs verstirbt. Die beiden sind Eltern einer Tochter Finty Williams, die in die schauspielerischen Fussstapfen ihrer Eltern tritt.
Seit den 1960er-Jahren ist Judi Dench mehrfach im Fernsehen aufgetreten, meistens in Shakespeare- oder anderen Literaturverfilmungen. Von 1981 bis 1984 tritt sie in der Fernsehserie «A Fine Romance» auf.
Ein längeres Engagement hat die Schauspielerin in der Fernsehserie «As Time goes By»(1992-2004).
1999 gewinnt sie einen Oscar als beste Nebendarstellerin in ihre Rolle der Elizabeth I. in «Shakespeare in Love».
In der Filmbiographie «Iris» spielt Judi Dench im Jahr 2001 die Rolle der anglo-irischen Schrifstellerin Iris Murdoch, die an Alzheimer erkrankt. Zusammen mit Jim Broadbent in «Iris» brillieren die beiden in dieser emotionalen Schicksalsgeschichte.
Die Charakterrolle der Chefin des britischen Geheimdienstes, genannt «M», in verschiedenen James-Bond-Filmen, ist legendär. Bis Dench in «Skyfall» in den Armen ihres Schützlings Bond stirbt und danach von Ralph Fiennes abgelöst wurde.
Geadelt von der Queen bekommt Dame Judi Dench im Jahr 2017 in Harvard einen Ehrendoktortitel.
Als Queen Victoria glänzt Dench in «Victoria & Abdul», vom Regisseur Stephen Frears. Die Buchverfilmung erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen der hochbetagten Queen und ihrem indischen Diener Abdul Karim.
In Zürich präsentiert Judi Dench am Zurich Film Festival 2018 ihren neuesten Film «Red Joan», ein Drama, das vom Leben Melita Norwoods inspiriert ist. In der Rolle der Joan Stanley, deren ruhiges Leben aus den Fugen gerät, als sie vom britischen Geheimdienst MI5 verhaftet und beschuldigt wird, eine Spionin des kommunistischen Russland zu sein.