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Thierry Ferro, Vermögensplaner und Vorsorgespezialist der Société Générale Private Banking Suisse, schreibt auf HZ Insurance über die zunehmenden Kapitalbezüge aus der 2. Säule bei der Pensionierung und zeigt auf, dass die lebenslange Rente noch immer die beliebteste Option ist, aber nicht immer die günstigste.
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Um zu bestimmen, wie viele Jahre es dauert, bis die kumulierten Renten das Anfangskapital erreichen, teilt man 1 durch den Umwandlungssatz (Beispiel für einen Umwandlungssatz von 5 Prozent: 1:5 = 0,2; das entspricht 20 Jahren). Dies ist der sogenannte Wendepunkt.
Nehmen wir das Beispiel einer alleinstehenden Person mit Wohnsitz in Zürich, die kurz vor der Pensionierung steht. Sie besitzt 500’000 Franken in ihrer Pensionskasse mit einem Umwandlungssatz von 5,25 Prozent. Die beiden gegensätzlichen Lösungen sind also eine jährliche Rente von 26’250 Franken oder ein einmaliges Kapital von 500’000 Franken. In diesem Fall ist der Wendepunkt nach 19 Jahren (1/5, 25 Prozent) erreicht.
Die NZZ schreibt zu den Ergebnissen der letzten SRF-Umfrage über das geplante Abstimmungsverhalten zur 13. AHV-Rente:
Die ersten Umfragen zu ihrer Initiative für die Einführung einer 13. Monatsrente in der AHV liessen eine klare Sache erwarten. Sie kamen auf eine Zustimmung von 70 Prozent. Im Januar ergab die erste SRG-Umfrage des Büros GfS Bern, dass 61 Prozent «bestimmt» oder «eher» Ja stimmen wollten.
In den Wochen danach hat die Unterstützung nun aber nachgelassen, wie dies bei Volksinitiativen oft der Fall ist, weil auch die Schattenseiten vermehrt diskutiert werden. Mitte Februar wollten noch 53 Prozent für den Ausbau des grössten Sozialwerks stimmen. Dies geht aus der zweiten SRG-Umfrage hervor, die am Mittwochmorgen publiziert worden ist. Die Ablehnung hat von 36 auf 43 Prozent zugenommen. 4 Prozent sind noch unentschlossen.
Assistierter Suizid und Suizid nach Alter, Periode 2017-2021, Durchschnitt p.a.
(BFS) Wie hoch ist die Lebenserwartung bei guter Gesundheit? Wie viele Personen werden jeden Winter infolge Grippe hospitalisiert? Inwiefern hat sich der Anteil der übergewichtigen Bevölkerung in den letzten 30 Jahren erhöht? Wie hoch ist der Anteil älterer Menschen, die in einem Alters- und Pflegeheim leben oder Spitex-Leistungen in Anspruch nehmen? Wie viel geben die Haushalte monatlich für die Gesundheit aus?
In der neuen Ausgabe der Taschenstatistik werden unter dem Themengebiet Gesundheit Antworten auf die obigen Fragen sowie viele weitere Informationen zum Gesundheitszustand der Bevölkerung und dessen Einflussfaktoren, zur Gesundheitsversorgung sowie zu den Gesundheitsausgaben in kompakter Form präsentiert und mit rund 40 neuen Grafiken illustriert.
Die für die Verwaltung des AHV-Fonds zuständige Compenswiss weist für 2023 eine Anlagerendite von rund 5 Prozent aus. Im langfristigen Mittel holen die Pensionskassen mehr Rendite heraus als der AHV-Fonds. Der Hauptgrund: Sie können längerfristiger investieren, schreibt die NZZ.
Die Haupterklärung der Renditedifferenz: Die Pensionskassen halten dank längerfristiger Optik einen grösseren Anteil ihres Vermögens in relativ risikoträchtigen Anlagekategorien wie Aktien, aktienähnlichen Vehikeln und Immobilien. Solche Anlagen können kurzfristig stark schwanken, versprechen aber langfristig höhere Erträge. Die Pensionskassen hielten Ende 2022 im Mittel über 60 Prozent ihrer Anlagen in relativ risikoträchtigen Kategorien, bei den Anlagen von Compenswiss für AHV und Co. waren es nur etwa 40 Prozent. Im Gegenzug lag der Anteil an Anleihen bei der AHV deutlich höher als bei den Pensionskassen.
compenswiss (Ausgleichsfonds AHV/IV/EO) schliesst das Jahr 2023 mit einer Performance von 4.98 % ab. Dazu trugen vor allem die beiden Anlageklassen Aktien und Anleihen bei. Insgesamt beläuft sich das verwaltete Vermögen der Anstalt per Ende 2023 auf 40’596 Millionen Franken, gegenüber 37’282 Millionen Franken vor einem Jahr.
Credit Ratings liefern eine Indikation für die Bonität von Anleiheschuldnern. Doch was genau ist bei diesen Ratings zu beachten? Einige zentrale Zusammenhänge und Überlegungen hat Sven Ebeling von der UBS in einem Artikel zusammengestellt. Zusammengefasst heisst es:
- Credit Ratings sind hilfreiche Indikatoren für die Beurteilung der Bonität von Anleiheschuldnern.
- Das Bonitäts- bzw. Kreditrisiko wird mittels einer Risikoprämie finanziell entschädigt.
- Werden Kreditrisiken bewusst eingegangen, sind sie zu steuern und zu überwachen.
- Der Stiftungsrat sollte das zulässige Credit-Rating-Spektrum im Anlagereglement festlegen.
Hansueli Schöchli zeigt in einem Kommentar der NZZ die absurden Blüten linker “Nachhaltigkeit” bei der Abstimmung zur 13. AHV-Rente auf.
Ehrlichkeit gewinnt in der Schweiz keine Abstimmungen und Wahlen. Wer in politischen Kämpfen bestehen will, muss sein Gewissen beim Eingang abgeben. Etwa dies ist die vorherrschende Denkhaltung auf der nationalen Politikbühne, wie sich aus dem Verhalten vieler Akteure ableiten lässt.
Bei Debatten um die Altersvorsorge haben Heucheleien Hochkonjunktur. Der laufende Abstimmungskampf um die beiden Renteninitiativen dokumentiert dies wieder einmal. Im Kern geht es in der Altersvorsorge um die gleiche Frage wie in der Klimapolitik: Welche Lasten wollen wir den kommenden Generationen hinterlassen? Die Tendenz ist klar: Je stärker man die AHV-Leistungen noch weiter ausbaut und je länger man auf eine Verknüpfung des ordentlichen Rentenalters mit der Lebenserwartung verzichtet, desto grösser sind die Hypotheken für die Jüngeren. Der Rest sind Nebelpetarden. (…)
Immerhin hat die Umweltorganisation Greenpeace diese Woche eine Erklärung geliefert: «Eine Stärkung der umweltverträglichen AHV ist ein Schritt in Richtung gerechte Zukunft für alle.» Die Erhöhung der AHV-Renten sei «gut für Mensch und Umwelt». Und: Die Altersvorsorge solle man «wachstumsunabhängig» gestalten – was die AHV im Unterschied zu den Pensionskassen ermögliche. Frei übersetzt: Das Geld für die AHV fällt vom Himmel, die Wirtschaft braucht man dazu nicht.
Daniel Lampart, Zentralsekretär und Chefökonom des Gewerkschaftsbundes, diskutiert mit Dominik Feusi vom Nebelspalter über die 13. AHV-Rente, die langfristige Finanzierung der Altersvorsorge und die Rahmenverträge mit der EU und was die Gewerkschaften dabei befürchten.
Die Professionalisierung und Weiterentwicklung der inter-pension, Verband der unabhängigen Smmel- und Gemeinschaftseinrichtungen, schreitet weiter fort. “Generalüberholt” wurde jetzt die Website, mit den Zielen gemäss Eintrag auf LinkedIn:
- Ein modernes Design, das intuitiv und einfach zu bedienen ist.
- Spannende neue Features, die den Zugang zu unseren Inhalten erleichtern.
- Ein professionelles Erscheinungsbild, das unseren hohen Ansprüchen gerecht wird.
Die gut 50 Mitglieder der inter-pension versichern rund 2 Mio. Destinatäre und weisen zusammen ein Vermögen von 250 Mrd. Franken auf.
(Bafu) Im Jahr 2024 führen das BAFU und das Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen SIF zum vierten Mal den umfassenden Klimatest des Finanzmarkts durch. Der sogenannte PACTA-Test analysiert Finanzportfolien auf ihre Klimaverträglichkeit. PACTA steht für Paris Agreement Capital Transition Assessment.
Alle Schweizer Banken, Vermögensverwaltenden, Pensionskassen und Versicherungen sind eingeladen, freiwillig und anonym ihre Portfolien testen lassen. Jedes teilnehmende Finanzinstitut erhält einen automatisch generierten individuellen Testbericht für jedes Portfolio sowie für das gesamte Institut. Neben dem Vergleich mit den weiteren Testteilnehmenden werden darin auch Indikatoren für die Swiss Climate Scores bereitgestellt. Über die Veröffentlichung dieser individuellen Ergebnisse entscheidet das Finanzinstitut.
Die Gewerkschaften werben mit sinkenden Pensionskassenleistungen für den AHV-Ausbau. Dabei zeigt sich: Der Rückgang ist gemäss Berechnungen der Handelszeitung gar keiner. Der scheinbare Rückgang ist auf die Zunahme der Kapitalbezüge zurückzuführen.
Der Blick in die Statistiken des Bundes scheint den Gewerkschaftern zunächst recht zu geben: Zwischen 2015 und 2022 sind die Anfangsrenten jener, die neu pensioniert wurden, tatsächlich gesunken. Von durchschnittlich 27 825 Franken pro Jahr auf zuletzt 25 873 Franken. Das Pensionskassensystem erodiert. Oder etwa doch nicht?
Recherchen der «Handelszeitung» zeigen: Die Neurentenstatistik vermittelt ein falsches Bild. Zwar ist unbestritten, dass sich die Konditionen für Neupensionierte verschlechtert haben. Der sogenannte Umwandlungssatz, mit dem das angesparte Kapital in eine Rente umgewandelt wird, ist bei praktisch allen Pensionskassen gesunken. Von durchschnittlich 6,05 Prozent im Jahr 2014 auf 5,2 Prozent im Jahr 2022. Aus gleich viel Sparguthaben wurde somit 14 Prozent weniger Rente. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.
In der gleichen Zeit haben auch die Kapitalbezüge bei der Pensionierung massiv zugenommen. Statt ihr Geld in der Pensionskasse zu lassen und als Rente zu beziehen, heben immer mehr Pensionierte Kapital ab. Teilweise handelt es sich auch um Altersguthaben, das gar nicht direkt in eine Rente gewandelt werden kann, weil es zum Beispiel auf einem Freizügigkeitskonto liegt.
Ein ehemaliger Portfoliomanager der St.Galler Pensionskasse hat seine kursbewegende Marktmacht mutmasslich für eigene Zwecke missbraucht. Das hat nun eine empfindliche Strafe gesetzt, schreibt Finews.
Der frühere Portfoliomanager der St. Galler Pensionskasse wurde von der Strafkammer des Bundesstrafgerichts zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt.
In dem Urteil wurde er der mehrfachen ungetreuen Amtsführung, des mehrfachen Ausnützens von Insiderinformationen und der mehrfachen Geldwäscherei für schuldig befunden, wie die Nachrichtenagentur «SDA» meldete. Demnach hat der Manager im Zeitraum 2008 bis 2018 mit unzulässigen Geschäften rund 3,1 Millionen Franken für sich persönlich erwirtschaftet.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann weitergezogen werden.
Der Finanzprofi hat Titel gekauft, von denen er wusste, dass bald eine grössere Transaktion der Pensionskasse folgen würde, stellten die Richter weiter fest. Mit diesem illegalen «Frontrunning» habe er auf steigende Kurse durch die hohen Volumen der Pensionskasse gesetzt, die er dann wenige Tage später mit einem Verkauf in Profit ummünzte.
Der Vorstand der Schweizerischen Aktuarvereinigung hat die Initiative “„Für eine
sichere und nachhaltige Altersvorsorge (Renteninitiative)“ analysiert und
beschlossen, die Initiative zu unterstützen. In ihrer Stellungnahme schreibt die Vereinigung:
Die Renteninitiative sieht vor, das Rentenalter, nach einer initialen Erhöhung auf 66, direkt an die Lebenserwartung im Alter 65 zu koppeln. Dabei wird die erwartete Rentendauer im Gegensatz zu den Modellen in anderen Ländern nicht fixiert. Die zusätzliche Lebenserwartung wird vielmehr nur zu 80% auf ein höheres Rentenalter umgelegt. Die erwartete Rentendauer wird daher mit einer steigenden Lebenserwartung auch weiterhin zunehmen.
Der vorgesehene Mechanismus ist damit ein faires, wirksames und nachhaltiges Mittel, um mit der steigenden Lebenserwartung umzugehen, die Finanzierung durch eine längere Beitragsdauer zu entlasten und die AHV in der Konsequenz langfristig zu stabilisieren. (…)
Die NZZ zeigt die Entwicklung der AHV mit Blick auf die Entwicklung der Zahlen von Rentnern und Beitragszahlern und wirft einen Blick einen Blick in die Zukunft auf das Jahr 2050.
Die Zusammensetzung der Schweizer Bevölkerung der Zukunft lässt sich mit gewissen Annahmen vorhersagen. Das Bundesamt für Statistik schätzt, dass es 2050 10 Millionen Schweizer gibt, von denen 22 000 über 99 Jahre alt sind. Auf jeden Menschen über 65 Jahre kommen 2050 noch zwei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Legt man die momentane Beschäftigungsquote von 70 Prozent Vollzeitstellen zugrunde, finanzieren dann je 1,4 Vollzeitbeschäftigte einen Rentner.
Dabei ist das BfS noch optimistisch in einigen seiner Schätzungen. Es nimmt an, dass die Geburtenrate wieder zunimmt, weil Frauen aufgrund des medizinischen Fortschritts immer später im Leben Kinder bekommen können. Bis 2050 rechnet das BfS daher im Schnitt mit 1,6 Frauen pro Kind. Heute sind es nur 1,4, die Zahl ist bisher kontinuierlich gesunken.
Ohne weitere Reformen erwartet der Bund für das Jahr 2050 ein Defizit im Budget der AHV von 140 Milliarden Franken.
(SDA) Der Geschäftsführer der Luzerner Pensionskasse (LUPK), Reto Tarreghetta, verlässt das Unternehmen. Über die Gründe wurden keine Angaben gemacht. Die LUPK war jüngst wegen ihrem Verhalten gegenüber dem Kleintheater in die Kritik geraten.
Tarreghetta habe seine Stelle nach rund sechs Jahren auf Ende Mai gekündigt, teilte die LUPK am Dienstag mit. LUPK-Präsident Urban Sager machte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA keine Angaben zum Grund der Kündigung. Es sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte der SP-Kantonsrat.
Mitte Januar hatte das von Emil Steinberger 1967 gegründete Kleintheater beim Bundesplatz publik gemacht, dass es von der Schliessung bedroht sei. Grund dafür sei, dass die Besitzerin des Gebäudes, die LUPK, die mit dem Schadstoff Naphtalin belastete Immobilie abreissen wolle.
Die LUPK schreibt in einer Mitteilung:
Die Luzerner Pensionskasse (LUPK) wird einen neuen Geschäftsführer erhalten. Der amtierende Geschäftsführer Reto Tarreghetta hat seine Stelle nach rund sechs Jahren auf Ende Mai gekündigt.
Der Vorstand bedauert den Entscheid von Reto Tarreghetta und bedankt sich bei ihm für seine ausgezeichnete und sehr wertvolle Arbeit. Er hat die LUPK strategisch sowie operativ zielführend weiterentwickelt, professionalisiert, nachhaltig gestaltet und Entscheidendes zur soliden Finanzierung der Kasse beigetragen.
Der Rekrutierungsprozess für die Neubesetzung der Geschäftsführung wurde bereits lanciert. Für die Übergangszeit bis zur Neubesetzung wird Rolf Haufgartner, Leiter Finanzen, die Führung der LUPK ad interim übernehmen. Mit seiner langjährigen Erfahrung und ausgezeichneten Fachkenntnissen garantiert er bis zur Neubesetzung der Geschäftsführung Kontinuität und Sicherheit im operativen Geschäft.
Die LUPK verwaltet Vorsorgevermögen im Umfang von 9,8 Milliarden Franken von rund 28’000 Aktivversicherten und 9100 Rentenberechtigten.