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Wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass ich, seit ich mich zurückerinnern kann, die Bedürfnisse meiner Mitmenschen sofort erkannte, meine eigenen aber oft nicht wahrnahm? Meine Erziehung förderte die Anpassung an die Werte der Gesellschaft, mit dem Ziel darin ein geachtetes und nützliches Mitglied zu werden. Ich bekam Wertschätzung, Lob und Anerkennung von meiner Umgebung, wenn ich deren Anforderungen erfüllte. Dessen völlig unbewusst, handelte ich oft gegen die Bedürfnisse meines Körpers und aus heutiger Sicht bin ich ihm dankbar, dass er sich gegen eine solche Behandlung wehrte. Ich wurde quasi zur Selbstsorge gezwungen. In Gerald Hüthers neurobiologischem Mutmacher „Was wir sind und was wir sein könnten.“ fand ich meine Erfahrungen folgendermassen dargestellt: „Das biblische Bild von der Vertreibung aus dem Paradies ist eine passende Beschreibung dessen, was die meisten Menschen während ihrer Sozialisation erfahren: Sie fallen aus der ursprünglichen Einheit mit sich selbst und ihren Gefühlen heraus und sind immer mehr von der Weisheit ihres Körpers abgeschnitten.“ Es geht also vielen Menschen so wie mir und da mir dank meiner Selbstsorgepraxis die Weisheit meines Körpers wieder zugänglich wurde, bin ich motiviert meine positiven Erfahrungen mit Ihnen zu teilen und Sie mit meiner Begeisterung für die Selbstsorge anzustecken.