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Das Wichtigste in Kürze
- Gaprindaschwili: Darstellung in «Das Damengambit» «sexistisch und herabsetzend».
Die Darstellung ihrer Person sei «sexistisch und herabsetzend», heisst es in der Klageschrift, die Gaprindaschwili bei einem kalifornischen Gericht einreichte.
«Netflix hat dreist und wissentlich über Gaprindaschwilis Errungenschaften gelogen», wird in der Klageschrift kritisiert. Die Behauptung einer Figur in der Serie, dass die Georgierin niemals in Schach-Turnieren gegen Männer angetreten sei, sei «erwiesenermassen falsch». Zu allem Überfluss sei Gaprindaschwili im «Damengambit» als Russin statt als Georgierin beschrieben worden.
Netflix versicherte in einer Erklärung, das Unternehmen habe «höchsten Respekt vor Frau Gaprindaschwili und ihrer glänzenden Karriere».
Die 1941 im westgeorgischen Sugdidi geborene Gaprindaschwili hatte mit 13 Jahren mit dem Schachspielen angefangen. Mit 20 gewann sie die Schachweltmeisterschaft der Damen. Sie verteidigte ihren Titel vier Mal, bevor er ihr 1978 von einer anderen Georgierin, der damals 17-jährigen Maia Tschiburdanidse, abgenommen wurde. Im selben Jahr wurde Gaprindaschwili als erste Frau vom Internationalen Schachverband (Fide) zur Grossmeisterin erklärt.
«Das Damengambit» ist die erfolgreichste Mini-Serie von Netflix überhaupt. Nach Angaben des Streamingdienstes schauten allein in den ersten 28 Tagen 62 Millionen Haushalte die Geschichte des fiktiven Schachgenies Beth Harmon. Die Serie mit Anya Taylor-Joy in der Hauptrolle trieb weltweit den Verkauf von Schachbrettern in die Höhe und ist Favoritin bei der diesjährigen Emmy-Verleihung für den Preis in der Kategorie «Beste Mini-Serie».