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Eine deutsche Bezeichnung gibt es für die immergrüne Pflanze nicht, die eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen kann. Die botanische Bezeichnung lautet Pterospartum tridentatum (L.) Willk.*. Es gibt jedoch noch eine ganze Reihe an weiteren botanischen Synonymen.
In Portugal kann die Schreibweise auch Carqueija sein und je nach Region ist die Pflanze auch als Flor-de-carqueija oder Querqueijeira bekannt.
Die Carqueja gehört zur grossen Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae), eine der artenreichsten Pflanzenfamilien, so dass es nicht verwundert, dass auf den ersten Blick die Verbindung zu Bohnen, Erbsen oder Erdnüssen fehlt.
Verbreitung bis in die Algarve
Die Pflanze ist vor allem im Norden Portugals und im spanischen Galizien verbreitet und bekannt. Doch auch im Alentejo, an der Algarve und in Marokko gedeiht sie vor allem auf schieferhaltigen, trockenen Böden. Ursprünglich stammt die Carqueja aus Südamerika.
Die Blütezeit sind je nach Region und Lage die Monate März bis Juni.
Was ist besonders an der Carqueja?
Das Besondere an dieser Pflanze ist, dass nicht die Blätter, die nur rudimentär vorhanden sind, sondern die Stängel die Photosynthese durchführen.
Eine weitere Besonderheit ist die Resistenz gegen Busch- und Waldbrände. Auch wenn die oberflächlichen Pflanzenteile verbrennen, treibt die Pflanze sehr schnell wieder aus.
Gerät die Carqueja in Vergessenheit?
Im Jahr 1788 veröffentlichte der Pater Martin Sarmiento Ratschläge über den Gebrauch der Pflanze. Ebenso fand der Carqueja Erwähnung in einem Buch über die portugiesische Pflanzenheilkunde und Ernährung von Jerónimo Joaquím de Figueiredo.
Früher wurde die Pflanze als „Bett“ für die Tiere verwendet, wie auch als organischer Dünger, zusammen mit anderen Pflanzen.
Die Zweige wurden angeblich in der Küche verwendet. Empfohlen wird, einen Stängel im Reis mit zu kochen, der ihm ein besonderes Aroma verleihen soll. Doch viele Anwendungen geraten in Vergessenheit, wie auch die Heilwirkungen.
Welche Heilwirkungen hat der Carqueja?
Die getrockneten gelb-weisslichen Blüten wurden als Hausmittel verwendet und haben vielfältige Effekte auf die Gesundheit.
Sein bitterer Geschmack ist unverkennbar. Doch die Bitterstoffe wirken sich positiv auf die Leberfunktion und das Blut aus und sind leicht diuretisch. Auch die Verdauung wird gefördert. Die Wirkstoffe der Carqueja sollen revitalisierend wirken und das Immunsystem stärken.
Hilfreich soll er auch bei Grippe und Atemwegserkrankungen sein. So wurde er früher in der Tiermedizin bei respiratorischen Erkrankungen angewendet.
Carqueja als Trend aus Südamerika?
In jüngster Zeit ist Carqueja als südamerikanischer Tee etwas in Mode geraten, da ihm blutzuckersenkende Eigenschaften und eine Gewichtsreduzierung nachgesagt werden. Dafür gibt es jedoch noch keine wissenschaftlichen Belege.