Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03503.jsonl.gz/2119

Es kommt immer wieder vor, dass Tiere aus Aquarien oder Gartenteichen in Gewässer wie Bäche, Flüsse oder Weihern freigelassen werden, da sie somit vermeintlich "in die Freiheit" gelassen werden. Dabei werden aber nicht nur die Tiere der Natur ausgesetzt, sondern auch die in den Aquarien und Teichen enthaltenen Pflanzen oder sogar Krankheitserreger. Diese ausgesetzten Pflanzen und Tiere stammen häufig aus anderen Regionen der Welt und sind an unser Klima und unsere Bedingungen nicht angepasst. Somit können sie in unseren Gewässern meist nicht überleben und das Aussetzen ist für viele dieser Arten ein Todesurteil und keine "Freiheit". Wenige Arten die trotzdem überleben und sich etablieren können, werden als invasive Arten betrachtet und können erheblichen Schaden anrichten. Einheimische Tier- und Pflanzenarten werden verdrängt und im schlimmsten Fall können sie regional aussterben. Zum Beispiel können ausgesetzte Goldfische oder Rotwangen-Schmuckschildkröten ganze Weiher leer fressen und bedrohen damit seltene Amphibien- und Insektenarten. Ebenfalls ist das freigesetzte Wasser bedrohlich, da gebietsfremde Garnelen und Flohkrebse, wie auch winzige Lebewesen in die Gewässer gelangen und zu Krankheiten und weiteren Problemen führen können.
Zum Schutz unserer Natur und Biodiversität ist es deshalb verboten, gebietsfremde Tiere und Pflanzen aus Aquarien und Teichen in unsere Gewässer auszusetzen und das darin befindende Wasser in ein Gewässer auszuleeren.