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Die heimliche Ehe
ERSTER AKT
Der reiche Geronimo erhofft sich für seine Töchter adlige Schwiegersöhne. Carolina, seine jüngere Tochter, liebt einen Angestellten ihres Vaters, Paolino, und hat ihn heimlich geheiratet, in der Hoffnung, nachträglich den Segen ihres Vaters zu bekommen, wenn dieser Elisetta, die ältere Tochter, mit dem Grafen zusammengibt. Der adlige Schwiegersohn wird erwartet. Er ist mit Paolino bekannt und fördert ihn. Elisetta ist, im Gegensatz zu ihrer Schwester, hochmütig und spielt bereits die Gräfin. Als der Graf eintrifft, will er nichts mehr von der eitlen Elisetta wissen und ist von Carolina begeistert. Kompliziert wird die Angelegenheit, als Fidalma erklärt, sie wolle bald Paolino heiraten.
ZWEITER AKT
Geronimo ist mit der Absicht des Grafen, Carolina zu heiraten, einverstanden, nicht jedoch Ellsetta, die ihrer Schwester heftige Vorwürfe macht. Carolina und Paolino wissen nicht, was sie tun sollen, und wollen Fidalma in alles einweihen. Diese aber fasst Paolinos ungeschickten Versuch, die Lage zu klären, als Antrag für sich auf und ist begeistert. Da kommt plötzlich Carolina dazwischen. Fidalma, die ihre Absichten gestört sieht, verlangt von ihrem Bruder, Carolina in ein Kloster zu schicken, um sie von ihrem angeblichen Verlobten fernzuhalten. Geschehe das nicht, werde sie ihr Vermögen aus der Firma ziehen. Carolina und Paolino wissen nicht mehr weiter und wollen in der nächsten Nacht fliehen. Spät abends geht Paolino in das Zimmer seiner Frau, um ihr beim Packen zu helfen. Dies bemerkt die eifersüchtige Elisetta und ruft Tante und Vater herbei. Als der Graf ahnungslos aus seinem Zimmer kommt, erkennen alle ihren Irrtum. Carolina und Paolino, die bei ihren Fluchtvorbereitungen überrascht werden, gestehen ihre heimliche Ehe. Weil sich jedoch der Graf endlich bereiterklärt, Elisetta zu heiraten, wird Carolina und Paolino verziehen. Alles endet in Harmonie.