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Exkursion nach Amsterdam, 25.-28. Juni 2013
Die Exkursion nach Amsterdam führte uns vornehmlich in Ausstellungen und Museen: Im neu gestalteten Schifffahrtsmuseum sowie im Tropenmuseum setzten wir uns damit auseinander, wie die früh in der ganzen Welt Handel treibende und bald auch Kolonien gründenden Niederlande heute unter den Aspekten von „Raum“, „Wissen(schaft)“, „Technik“ und „kolonialer Vergangenheit“ dargestellt wird. Im Jüdischen Museum stand zusätzlich die Erzählung der Geschichte eines „offenen“ und „toleranten“ Amsterdams im Fokus.
Dieses Narrativ begegnete uns auch beim Besuch eines nach Amsterdam eingewanderten New Yorkers wieder. Er berichtete, welche Anziehungskraft der „spirit of Amsterdam“ vor Jahrzehnten auf ihn gehabt habe. Als Bewohner des Jordaan-Viertels erzählte er uns zudem, wie er die Gentrifizierung als langjähriger Bewohner dieses heute sehr hippen Quartiers erlebt(e) und ermöglichte es uns, eines der typischen, schmalen Grachtenhäuser von innen zu sehen.
Das Exkursionsprogramm wurde von einer Tour über Java-eiland und KNSM-eiland abgerundet. Diese künstlich aufgeschütteten Inseln im ehemaligen Hafengebiet, wurden in den 1990er Jahren offiziell zu Wohngebiet umgenutzt, nachdem sie in den 1980er Jahren von der Amsterdamer Hausbesetzer- und Künstler-Szene bevölkert worden waren. Ein Bewohner von Java-eiland führte uns in einem Wahrnehmungsspaziergang durch „sein“ Quartier und machte uns mit Geschichte und Geschichten der Inseln bekannt.
Der Leistungsnachweis für die Exkursion wurde in Form eines Beobachtungsprotokolls erbracht: Die Studierenden hatten den Auftrag, sich zwei Stunden an einem selbst gewählten Ort in Amsterdam aufzuhalten, intensiv zu beobachten und dies in einem Protokoll zu verschriftlichen.
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