Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03383.jsonl.gz/1425

Die Schweiz kennt bei der Zulassung ausländischer Arbeitskräfte ein duales System. Erwerbstätige aus den EU-/EFTA-Staaten können vom Personenfreizügigkeitsabkommen profitieren. Aus allen anderen Staaten werden in beschränktem Ausmass lediglich Führungskräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen.
Der Begriff der Erwerbstätigkeit (unselbständige und selbständige Erwerbstätigkeit sowie grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung) wird im Interesse einer kontrollierten Zulassungspolitik möglichst weit gefasst. Danach ist eine selbständige oder unselbständige Tätigkeit immer dann als Erwerbstätigkeit zu betrachten, wenn sie in der Regel entgeltlich ausgeübt wird.
Bei bewilligungspflichtigen Erwerbstätigkeiten hat der Arbeitgeber vor dem Stellenantritt ein entsprechendes Gesuch beim Migrationsamt einzureichen. Das Ausländerrecht geht von einem faktischen Arbeitgeberbegriff aus. Als Arbeitgeber gilt, wer ausländische Personen unter ihren Weisungen, mit seinem Werkzeug oder in seinen Geschäftsräumen beschäftigt. Ob ein schriftlicher Arbeitsvertrag besteht, spielt keine Rolle. Ob die Arbeit unentgeltlich oder gegen Kost und Logis ausgeübt wird, spielt ebenfalls keine Rolle.
Die Beschäftigung ohne Bewilligung hat für den Arbeitgeber wie auch für den Arbeitnehmer strafrechtliche Sanktionen zur Folge.