Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03345.jsonl.gz/574

Vernehmlassung Tabakproduktegesetz: VSM fordert Verzicht auf zusätzliche Werbeeinschränkungen
09. März 2018
Das Bundesamt für Gesundheit hat einen neuen Entwurf für ein Tabakproduktegesetz in den Vernehmlassungsprozess gegeben. Unter anderem sieht der Entwurf Werbeverbote im freizugänglichen Internet sowie in kostenlosen Zeitungen, Zeitschriften und anderen Publikationen vor. Diese Werbeeinschränkungen, die den Jugendschutz nicht stärken, schiessen aus Sicht des Verbandes SCHWEIZER MEDIEN (VSM) klar über das Ziel hinaus, weshalb auf diese verzichtet werden sollte.
Nachdem das Parlament den ersten Entwurf des Tabakproduktegesetzes an den Bundesrat zurückgewiesen hat, mit dem Auftrag, den Jugendschutz zu verbessern und die geplanten Werbeeinschränkungen zu streichen, hat das Bundesamt für Gesundheit einen neuen Entwurf verfasst.
Aus Sicht des Verbandes SCHWEIZER MEDIEN gehen die zusätzlichen Werbeverbote im neuen Entwurf, die mit Verweis auf den Jugendschutz aufgenommen wurden, über den im Rückweisungsantrag des Parlaments geforderten Verzicht auf Einschränkungen im Bereich Werbung hinaus und stärken den Jugendschutz nicht.
Gerade in der heutigen Zeit, in der die Medienanbieter mit rückläufigen Werbe- und Abonnementseinnahmen zu kämpfen haben, sind weitere Werbeeinschränkungen, die den Jugendschutz nicht verbessern, für die privaten Schweizer Medien nicht verkraftbar und gefährden die Medienvielfalt in der Schweiz. Daher ist der VSM der Ansicht, dass auf die zusätzlichen Werbeeinschränkungen verzichtet werden sollte.