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Bolivien ehrt den Revolutionär Che Guevara 50 Jahre nach seiner Ermordung durch die bolivianische Armee. Der sozialistische Präsident Evo Morales ordnete am Montag (Ortszeit) fünftägige Staatsfeierlichkeiten für den Argentinier an.
Die Streitkräfte sollen bei den Feiern eine zentrale Rolle spielen. Mehrere Ex-Militärs wollen die Ehrung des Revolutionärs aber boykottieren: Sie erinnerten daran, dass sich Guevara und seine Guerilla einen blutigen Kampf mit Boliviens Armee geliefert hatte.
Die Feierlichkeiten sollen am Donnerstag beginnen und ihren Höhepunkt mit einer Festveranstaltung am 9. Oktober in der Stadt Villagrande erreichen. Daran sollen auch die Vizepräsidenten der sozialistisch regierten Länder Kuba und Venezuela teilnehmen.
Morales versuchte in seiner Erklärung vom Montag, einen Bogen zwischen Armee und Guevara zu spannen: Boliviens Streitkräfte seien «aus dem Anti-Imperialismus geboren», erklärte er. Sie würden ihn während der Staatsfeierlichkeiten «bei jeder Aktivität begleiten».
Che Guevara war am 8. Oktober 1967 in Gefangenschaft der bolivianischen Armee geraten. Einen Tag später wurde er ohne Gerichtsverfahren hingerichtet. Damit endete die internationale Revolutionslaufbahn des Argentiniers. (sda/afp)
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