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Nach dem Staatsrat und dem Walliser Grossen Rat genehmigte das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) das Projekt zur regionalen Entwicklung (PRE) von Val'Illiez. Mit diesem Entscheid können im Val d'Illiez die Arbeiten in Angriff genommen werden. Hierbei geht es vor allem um die Umorientierung der Milchproduktion auf Produkte mit einer hohen Wertschöpfung. Dieses Projekt profitiert von einem Rahmenkredit von 9,85 Millionen Franken. Es handelt sich um das dritte im Wallis bewilligte Regionalprojekt.
Konfrontiert mit den ständig sinkenden Milchpreisen suchen die Milchproduzenten nach Alternativen, um diese Verluste im landwirtschaftlichen Einkommen wettzumachen. Die interkommunale landwirtschaftliche Kommission, zu der die Gemeinden Champéry, Val d'Illiez und Troistorrents gehören, hat eine landwirtschaftliche Planung mit Massnahmen auf drei Ebenen vorgelegt. Diese sind:
- Verbesserung der Produktionsbedingungen und der Bewirtschaftung der Milch auf den Bauernhöfen und Alpweiden und gleichzeitige Förderung des Gästeempfangs;
- Bau eines gemeinschaftlichen Reifungskellers mit einem Besucherlokal;
- Marketing mit dem Schwerpunkt auf Absatz-förderung und Kommerzialisierung von Milchprodukten.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 13,2 Millionen Franken. Die Finanzierung sieht eine Beteiligung des Bundes in Höhe von 3,46 Millionen Franken, des Kantons in Höhe von 3.47 Millionen Franken und der drei betroffenen Gemeinden in Höhe von 0,86 Millionen Franken vor. Die Restkosten in Höhe von 5,4 Millionen Franken gehen zulasten der Eigentümer, die teilweise von Investitionskrediten und einem Baukredit profitieren können.
Die öffentliche Vernehmlassung des Vorprojekts fand bereits 2013 statt. Die zwei Einsprachen bezüglich der Wettbewerbsneutralität des Projekts «Reifungskeller» wurden 2016 vom Bundesgericht aufgehoben. Der Staatsrat genehmigte die Botschaft zuhanden des Grossen Rats, der seinen Entscheid in der Dezembersession 2016 fällte. Die Bauarbeiten werden 2017 beginnen. Die Realisierung erstreckt sich über sechs Jahre.
Mit dieser Vereinbarung setzt der Kanton seine Strategie in Sachen Projekte zur regionalen Entwicklung nach jenen von Val d?Hérens und dem Agro Espace Leuk-Raron fort. Andere Projekte in den Regionen Entremont, Anniviers und Saastal sind in Vorbereitung.