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Kujtim Dërvishaj steht jeden Tag um 06.00 Uhr morgens auf und läuft mit seinem Waagen zu einem Hügel, wo sich ein Brunnen befindet. Den halben Morgen verbringt er damit Wasser zu holen, da er kein Wasser Zuhause hat. Diesen weiten und harten Weg nimmt Kujtim Dërvishaj 5-6 mal am Tag auf sich.
Kujtim Dërvishaj (33) ist Vater von vier Kindern, arm und ein ehemaliger UÇK-Veteran. Über sich selber sagt er, dass er nur noch aus Haut und Knochen bestehe. Sein Körper hat sich verkleinert und er sieht viel älter aus, als er eigentlich ist.
Mit 17 Jahren verlässt Herr Dërvishaj die Schule. Er geht nach Albanien und kehrt wieder als Mitglied der Brigade112 -Arben Haliti der Kosovas Befreiungsarmee zurück. Während des Krieges wurde er am Bein stark verletzt. 15 Jahre später lebt er mit einem Sozialeinkommen von 65 Euro im Monat und ohne irgendeinen zusätzlichen Veteranbeitrag oder Invalidenrente [Erwerbsunfähigkeitsrente].
“Ich bin ein ehemaliger Kriegsveteran und verwundet. Ich erhalte keine Pension. Ich habe nicht für Geld gekämpft, sondern für das Volk, für die MENSCHEN, aber diese lassen mich jetzt hängen und alleine.. ohne Haus und ohne Arbeit.”, sagt Kujtim Dërvishaj.
Da wo kein Budget für Kujtim Dërvishaj vorhanden ist, gibt es jedoch Millionen für den stellvertretenden Bürgermeister von Skenderaj, Sami Lushtaku. Jedes mal, wenn Herr Dërvishaj Anträge auf Unterstützung stellte, wurde er abgewiesen und musste sich anhören: “Es gibt kein Budget. Ich kann leider auch nichts dagegen tun.”
Für den Bürgermeister von Skenderaj und auch für andere hohe PDK-Mitglieder reicht jedoch das Budget aus, denn diese verfügen über mehrere Einkommensquellen.
“Jeta ne Kosove” berichtete letztes Jahr, dass Sami Lushtaku einen Erlös von 2.400 Euro jedes Jahr einnimmt. Laut dem Ministerium für Arbeit und Soziales verfügt er ebenfalls über eine Invalidenrente seit dem 01.01.2008. Laut einer Vermögenserklärung nimmt Sami Lustaku jährlich 48.600 Euro ein, besitzt Immobilien im Wert von 1.580.000 Euro und einen BMW im Wert von 40.000 Euro.
“Gestern fragte mich meine Tochter, ob ich ihr 4 Euro geben kann, damit sie sich in der Schule Gebäck kaufen kann. Aber wie soll ich ihr das Geld geben, wenn ich kein Geld hab? Ich hätte niemals für dieses Land gekämpft. Ich habe für meine Kinder, für meine Familie gekämpft, damit sie bessere Perspektiven haben. Jetzt können meine Kinder nicht regelmäßig die Schule besuchen, weil die Schule 5-6km von hier entfernt ist und ich kein Geld habe ihnen die Fahrt bis dahin zu bezahlen.”, sagte Kujtimi.
Laut Informationen und Berichten haben sich 45 ehemalige UCK-Kämpfer das Leben genommen. Die Gründe dieser Tat sind einleuchtend und kein Geheimnis mehr: Armut, keine bzw. sehr schlechte Perspektiven für die Familien und ein schlechte Lebensbedingungen./Kosova News/www.zeri.info