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(gebrochene Zahl, Fractio), in der Arithmetik eine Zahl, welche aus einer bestimmten Anzahl gleicher Teile der
Einheit besteht. Die Zahl, welche angibt, in wieviel gleiche Teile die Einheit zerlegt ist, heißt der Nenner; die Zahl dagegen,
welche angibt, wieviel solcher Teile der Bruch enthält, wird der Zähler des Bruches genannt. Beide werden durch einen horizontalen
oder schrägen Strich getrennt, wobei der Zähler zu oberst oder zuerst gesetzt wird; z. B. 5/7 oder 5/7,
d. h. fünf Siebentel.
Ein Bruch heißt echt, wenn sein Zähler kleiner ist als der Nenner, z. B. 5/7; im entgegengesetzten Fall unecht, z. B. 12/5, 16/9.
Man unterscheidet ferner gewöhnliche oder gemeine Brüche, wie die genannten, und Dezimalbrüche, das sind solche, deren
NennerPotenzen von 10 sind, wie 15/100, 1625/1000 etc. Bei den Dezimalbrüchen
schreibt man aber den Nenner nicht hin, sondern man scheidet zunächst die Ganzen ab oder setzt, wenn keine Ganzen vorhanden
sind, eine Null, dahinter ein Komma als Dezimalzeichen und darauf den Zähler des Dezimalbruches, also in den beiden angegebenen
Fällen 0,15 und 1,625. Dabei ist die Regel festzuhalten, daß der Nenner eine 1 mit so viel Nullen ist,
als der ZählerZiffern hat.
Will man daher 15/1000 ausdrücken, so schreibt man 0,015; ebenso ist 0,0015
= 15/10,000. Die Ziffern rechts vom Dezimalzeichen nennt man Dezimalstellen, und es gibt die erste derselben die
Zehntel, die folgende die Hundertstel, die nächste die Tausendstel an etc. Öfters, aber nicht
immer, werden sie durch kleinere Ziffern von den Ganzen unterschieden (wie durchweg im »Konversations-Lexikon«). Außer dem
Komma dient auch der Punkt, entweder aus der Linie oder über derselben, als Dezimalzeichen, z. B. 0.15 oder 0·15, 1.625 oder
1·625. Bei letzterer Schreibweise läßt man auch, wenn keine Ganzen vorhanden sind, die Null vor dem
Punkt weg, schreibt also ·15 statt 0·15. Über die Verwandlung gemeiner Brüche in Dezimalbrüche und umgekehrt vgl. Bruchrechnung.
z. B. 4 ⅔ /7, 5/8 /9, 3/ 4/7, 4/5 / 7/8, 2 2/5 / 3 5/6. Man verwandelt
einen solchen in
einen gewöhnlichen Bruch, indem man Zähler und Nenner mit dem Produkt der Nenner der beiden vorkommenden Brüche
oder mit dem Nenner des darin vorkommenden Bruches multipliziert;
einen Bruch der weißen Linie (H. lineae albae) nennt man
das Austreten des Eingeweides durch eine Öffnung der weißen Linie;
einen Bauchbruch das Austreten des Eingeweides durch eine
in der Regel von einer frühern Verletzung der Bauchwand herrührende Öffnung, welche sich vorn oder an der Seite oder nach
hinten vorfinden kann;
einen Zwerchfellbruch (H. diaphragmatica) das Eintreten des Eingeweides durch eine
Öffnung des Zwerchfelles in die Brusthöhle;
einen Bruch des eirunden Loches (H. foraminis ovalis s. obturatoria) das Austreten
des Eingeweides durch die Ausgangsöffnung der Gefäße aus dem Becken durch die das eirunde Loch verschließende Membran;
einen
Hüftausschnittbruch (H. ischiadica) das Austreten des Eingeweides durch die Incisura ischiadica major;
einen Scheidenbruch (H. vaginalis)
die Einlagerung von Eingeweiden in einen Scheidenvorfall.
Ist an einer dieser Öffnungen nicht eine ganze
Darmschlinge, sondern nur eine Wand des Rohrs vorgestülpt, so nennt man dies Littreschen Bruch. Je nach dem Eingeweide, welches
sich in dem Bruch befindet, unterscheidet man: den Darmbruch (Enterocele), Netzbruch (Epiplocele), Darmnetzbruch (Enteroepiplocele),
Magenbruch (Gastrocele), Blasenbruch (Cystocele), Gebärmutterbruch (Hysterocele) und Eierstocksbruch (Oophorocele). Ein Bruch kann
ferner, er mag ein Eingeweide enthalten, welches er wolle, durch die Austrittsöffnung in der Rückenlage
von selbst wieder zurücktreten oder mit größerer oder geringerer Leichtigkeit zurückgebracht werden und wird alsdann
ein beweglicher Bruch (H. mobilis) genannt; oder er kann wegen Verwachsung des Bruchinhalts mit dem Bruchsack und wegen andrer,
später zu erwähnender Verhältnisse, ohne weitere Erscheinungen zu veranlassen, nicht zurückgebracht
werden: unbeweglicher Bruch (II. immobilis, irreponibilis);
oder er kann endlich in der Gegend der Austrittsöffnung von den
umgebenden Teilen so eingeschnürt werden, daß dadurch der Inhalt des Eingeweides, wenn es ein Darmbruch ist, oder die Zirkulation
des Bluts in den Gefäßen¶
mehr
gehemmt wird: eingeklemmter Bruch (H. incarcerata, strangulata). Ein Bruch ist zuweilen angeboren, d. h.
er zeigt sich schon bei Neugebornen, entweder gleich nach der Geburt oder wenige Tage nachher: angeborner Bruch (H. congenita),
oder er ist erworben (H. acquisita). Brüche kommen beim männlichen Geschlecht ungleich häufiger vor als beim weiblichen.
Der Bruch besteht aus zwei Hauptteilen: dem Bruchsack und dem Bruchinhalt. Da die innere Wand der Bauchdecken
(s. Bauch)
[* 10] von dem Bauchfell (s. d.) ausgekleidet ist, so muß dieses von den aus der Bauchhöhle unter die äußern Bedeckungen
heraustretenden Eingeweiden vorgedrängt werden, so daß es die Bruchhöhle auskleidet. Man nennt diese beutelförmige Ausstülpung
den Bruchsack; die Öffnung, durch welche der Bruch hervortritt, heißt die Bruchpforte, und in ihr
liegt der dünnere Teil des Bruches, der Bruchsackhals (collum), dem gegenüber sich der Grund des Bruches (fundus) befindet.
Zwischen beiden liegt der ausgedehnte Teil des Bruches, der Körper (corpus) desselben. Dieser ist bald kugelförmig, bald
cylindrisch, birnenförmig etc. Die innere Fläche des Bruchsackes trägt in der Regel und im Anfang alle
Charaktere des normalen Bauchfellesan sich, sie ist glatt und feucht, während die äußere, aus Bindegewebe bestehend, nach
und nach eine beträchtliche Dicke erreichen kann. Der Bruchsack ist jedoch nicht überall von gleicher Dicke; durch die beträchtliche
Ausdehnung,
[* 11] welche er zuweilen erleidet, verdünnt er sich an einzelnen Stellen so, daß hier zuweilen
sogar Zerreißungen stattfinden können und die Eingeweide dann unmittelbar unter die Haut gelangen, während an andern Stellen
sich bedeutende Verdickungen bilden, so daß mehrere Schichten entstehen, zwischen denen Flüssigkeiten (zuweilen 50-100 g)
und Fettmassen sich ansammeln.
Außer der Bauchspeicheldrüse und dem Zwölffingerdarm sind alle Baucheingeweide schon in Brüchen gefunden
worden; am häufigsten aber sind es der Dünndarm und das Netz, welche den Inhalt derselben bilden. Im Anfang ist es in der
Regel nur eine Darmschlinge; bleibt aber der Bruch sich selbst überlassen, so senken sich allmählich mehrere
Darmschlingen in denselben, bis sich zuweilen fast der ganze Darm
[* 12] in denselben einlagert. In der Folge
entstehen dann mannigfaltige Veränderungen, strangförmige und membranartige Verklebungen und Anheftungen, durch welche
die Zurückbringung eines alten Bruches unmöglich wird, und Absperrungen, Einschnürungen, wodurch die Bewegungen des Darminhalts
gehindert und durch Hemmung der Blutzirkulation bedeutende Störungen veranlaßt werden.
Als Hauptursache der Entstehung von Brüchen gilt eine gewisse Anlage. Es befinden sich beim Fötus eine
Anzahl von Öffnungen in den Bauchwänden, welche zur Zeit der Geburt schon verschlossen sein sollten, öfters jedoch über
die Geburt hinaus offen bleiben oder wenigstens sich nicht derartig verschließen, daß sie dem Andrang der Eingeweide
widerstehen
könnten. Auch durch Krankheitszustände, wie z. B. durch Wassersucht, Schwangerschaft, große Fettleibigkeit,
wenn eine rasche Abnahme der Ausdehnung des Bauches eintritt, werden an gewissen Stellen des Unterleibes wieder Öffnungen erzeugt,
die vorher verschlossen waren.
Selten jedoch entsteht ein Bruch plötzlich und auf einmal (wobei die betreffenden Individuen einen schmerzhaften
Ruck wahrnehmen), ohne daß der Bruch schon vorher in der Entwickelung begriffen gewesen wäre, welche aber von dem Kranken in der
Regel unbeachtet bleibt. Selbst für den Laien ist die Erkennung eines Bruches in der Regel leicht. An irgend
einer der öfters genannten sogen. natürlichen Bruchpforten erscheint eine Hervorragung, eine
Geschwulst, ohne Farbenveränderung der sie bedeckenden Haut.
Diese Geschwulst ist bei aufrechter Stellung größer, tritt auch beim Husten oder nach der Mahlzeit stärker hervor, während
sie beim Liegen und bei erschlafften Bauchdecken kleiner wird, ja sogar ganz verschwindet. Ist letzteres
nicht der Fall, so bedarf es nur eines leichten gleichmäßigen Druckes, um sie vollständig zu beseitigen. Die Geschwulst
ist an und für sich nicht schmerzhaft, mehr oder weniger elastisch. Beim Zurückbringen hört man einen eigentümlich gurrenden
und gluckernden Laut. In der Regel leiden Bruchkranke an Verdauungsbeschwerden, an ziehenden Schmerzen nach
der Geschwulst, an Blähungsbeschwerden, zuweilen an Übelkeit und Brechneigung.
Die Brüche mögen noch so klein und noch so leicht zurückbringbar sein, so sind sie doch immer mehr oder weniger lästig,
rufen öfters Schmerzen oder mindestens unangenehme Empfindungen hervor und können zu jeder Zeit sogar
gefährlich werden. Bei jedem Bruch können geringfügige Veranlassungen eine Einklemmung hervorrufen, die stets lebensgefährlich
ist und nur durch die allerumsichtigste Kunsthilfe beseitigt werden kann. Es muß deshalb jeder Bruch vor allen Dingen zurückgebracht
und dann auch zurückgehalten werden.
Die Zurückbringung (taxis, repositio) geschieht durch die Hand
[* 14] eines kunstgeübten Chirurgen; das Zurückhalten
(retentio) wird durch Bandagen (Bruchbänder) bewirkt. Die sogen. Radikalheilung der Brüche, für welche sehr verschiedene
Operationsmethoden angegeben und ausgeführt worden sind, soll einem Bruch, der nicht zurückgehalten werden kann,
den Patienten aber in höherm Maß belästigt, auf operativem Weg den Ausweg durch Verheilen oder Verödung des
Bruchsackes verschließen. Sie führen aber aber mehr oder weniger beträchtliche Gefahren für das Leben mit sich, indem sie
leicht Entzündung des Bauchfelles erregen, und ihr Erfolg ist durchgängig ein zweifelhafter, indem über kurz oder lang der
Bruch doch wieder zum Vorschein kommt.
Die unbeweglichen, irreponibeln Leibschäden führen in der Regel alle Nachteile mit sich, welche von
den beweglichen Brüchen, wenn sie längere Zeit
¶
mehr
bestehen bleiben, angeführt worden sind. Sie erreichen aber oft eine ganz enorme Größe, und wenn Leistenbrüche in den Hodensack
treten, wird dieser zuweilen bis zu der Größe eines Manneskopfs ausgedehnt. Für solche Brüche gibt es dann kein andres
Mittel als Tragbeutel, welche mit breiten Riemen um die Lenden befestigt werden. Obgleich wahre Einklemmungen
gerade bei diesen Brüchen am seltensten beobachtet werden, so kann doch Anhäufung von Kotmassen kolikartige Schmerzen und
Austreibung durch Blähungen herbeiführen. Auch bei diesen Brüchen ist der Versuch, sie zurückzubringen, zu jeder Zeit geboten.
Es bedarf hierzu aber stets längerer Zeit, während welcher der Patient in ruhiger Lage verharren muß.
Gelingt die Reposition, so ist der Darm durch ein Bruchband
[* 16] zurückzuhalten; im andern Fall müssen Bruchbänder mit hohlen Pelotten
(s. Bruchband) wenigstens das stärkere Vordringen des Darmes zu verhüten suchen.
Die Einklemmung oder Einschnürung (incarceratio, strangulatio) besteht darin, daß das ausgetretene Darmstück durch die
Bruchöffnung derart umfaßt wird, daß sowohl der Darminhalt als auch und namentlich das Blut in seiner
Fortbewegung mehr oder weniger vollkommen behindert wird. Der Bruchinhalt wird dunkelrot, seine Gefäße strotzen von Blut,
das Bruchwasser ist vermehrt und von dem ausgeschwitzten aufgelösten Blutfarbstoff ebenfalls rötlich gefärbt, die Häute
des Darmes schwellen an, auf der äußern Oberfläche setzen sich Gerinnsel ab; weiterhin und beim höchsten
Grad wird der Darm brandig, wobei er grünliche, aschgraue oder rotgraue Flecke zeigt und sehr zerreißbar wird.
Bei diesem Grad ist das Bruchwasser übelriechend, und wenn der Darm bereits durchbrochen ist, findet man deutlichen Kotgeruch.
Selbst der Bruchsack und die äußere Haut können brandig werden, so daß der Bruch nach außen durchbricht
und der Darminhalt sich durch eine abnorme Öffnung nach außen ergießt. Sobald sich der Darm eingeklemmt hat, ist die Bruchgeschwulst
prall und schmerzhaft und die Zurückbringung für den Kranken unmöglich. Im Unterleib entsteht ein Gefühl von Zusammenschnürung
und Kolikschmerzen, obgleich der Leib selbst anfänglich gegen Berührung nicht empfindlich ist.
Bald darauf stellen sich Aufstoßen, Brechneigung und Erbrechen, zunächst der genossenen Speisen, ein. Gleichzeitig ist Verstopfung
vorhanden. Der Kranke bekommt große Angst, seine Gesichtszüge entstellen sich, der Puls wird klein, härtlich, außerordentlich
beschleunigt, und der Unterleib treibt sich auf. Währt die Einklemmung fort, so dehnt sich die Bruchgeschwulst
aus, wird immer härter und schmerzhafter, namentlich um die Bruchpforte herum, es werden gallig gefärbte, schleimige Massen
erbrochen, die Kräfte des Kranken sinken zusehends; noch später hört dann das Erbrechen aus, statt dessen stellt sich Schluchzen
ein, der Puls wird kaum fühlbar, kalte Schweiße treten auf, das Gesicht
[* 17] ist in hohem Grad eingefallen,
blaß, verzogen, die Augen werden glanzlos (facies hippocratica), die Geschwulst wird blaurot, knistert unter dem Fingerdruck,
aus der Haut erheben sich Blasen, mit übelriechender Flüssigkeit gefüllt (s. Brand), und es entstehen Brandschorfe. Da die
Schmerzen in diesem Stadium aufhören, der Bruch zuweilen sogar zurückgeht, so glaubt der Kranke, der sich
sehr erleichtert fühlt und in der Regel bei klarem Bewußtsein bleibt, er befinde sich auf dem Weg der Besserung.
Der Tod tritt aber gerade hier oft überraschend schnell ein. Nur selten stößt sich der Brandschorf los, während im
Innern Verwachsungen sich einleiten, so
daß der Darm sich nicht mehr zurückziehen, seinen Inhalt nicht in die Bauchhöhle,
sondern nur nach außen ergießen kann, und es bildet sich dann der Zustand, welcher als widernatürlicher After (s. d.) bezeichnet
zu werden pflegt, selten vollkommen heilt, immer aber längere Zeit eine Kotfistel zurückläßt.
Zuweilen hebt sich jedoch die Einklemmung, zumal wenn sie nicht den höchsten Grad erreicht hat, einige Zeit nach ihrer Entstehung,
ohne solche lebensgefährliche Zufälle hervorzurufen, und der Bruch geht zurück, oder es gelingt, ihn zu reponieren. Dies ist
jedoch ein sehr seltener Ausgang, und in den meisten Fällen bedarf es, wenn die Reposition nicht bald gelingt,
der Bruchoperation (Bruchschnitt, Herniotomie). Dieselbe beruht in Durchschneidung der Haut, Bloßlegung des Bruchsackes und
Eröffnung desselben, Spaltung des einklemmenden Ringes und Zurückbringung der Eingeweide.
Nachdem dies gelungen, wird die Wunde mit Scharpie ausgefüllt, über den Verband
[* 18] eine Binde angelegt und die Heilung der Wunde
durch Eiterung erzielt. In der Folge ist es geraten, ein Bruchband zu tragen, da die Bruchpforte eine Nachgiebigkeit gegen die
andringenden Eingeweide behält und der Bruch gern wiederkehrt. Der Patient muß außerdem noch einige Zeit lang in der Diät sehr
vorsichtig sein, alle blähenden, schwerverdaulichen und den Darmkanal beschwerenden Speisen meiden und
starke Anstrengungen noch Wochen hindurch unterlassen.
Ihre Gestalt erscheint in der Regel mehr lang, schmal und ausgezackt als rund. Außer der Eller (daher Ellernbruch)
kommen nicht selten auch Pappeln, Eschen, Weiden, Birken und viele Gesträuche darauf vor. Solche Brücher, bei denen sich über
weichem Schlamm, Morast oder Sumpf eine ziemlich starke Pflanzendecke gebildet hat, trocknen fast nie aus, tragen
oft verkrüppeltes Nadelholz, zeigen auf der Oberfläche viele faulige Wasserpfützen und heißen Fern- oder Vehnenbrücher;
Moorbrücher dagegen bestehen aus einer mit Bäumen und Gesträuchen stärker bewachsenen Moorerde, die sich jedoch nicht
zum Brennen eignet.
Der in den Brüchern häufig in großer Menge enthaltene Humus ist gewöhnlich sauer und gewährt den meisten
Gewächsen keine gedeihliche Nahrung. Viele Brücher lassen durchaus keine völlige Entwässerung zu und können daher nur zu
Weiden benutzt werden, welche besonders für Mastvieh geeignet sind. Diejenigen Brücher jedoch, welche entwässert und gegen
Überschwemmungen gesichert werden können, bieten nach ihrer Abtrocknung oft sehr ergiebigen Boden dar. Die augenfälligsten
Zeugnisse hierfür sind das Oder-, Netze-, Warthebruch und viele Brücher in Bayern
[* 20] (vgl. Bodenbearbeitung).