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Wreck-It Ralph (2012)
Ralph reicht's
Wreck-It Ralph (2012) Ralph reicht's
Oder: Wer braucht den Zuckerschub?
Ralph (Stimme von John C. Reilly) ist über zwei Meter gross und ein richtiger Kasten. Seine Hände sind unverhältnismässig gross, helfen ihm aber bei seiner Arbeit. Denn Ralph ist der Kaputtmacher im Videogame "Fix it Felix Jr.". Doch nachdem er nun seit 30 Jahren täglich seinen Job gemacht und Häuser zerstört hat, die dann von Felix Jr. (Stimme von Jack McBrayer) repariert werden, ist er nun unglücklich geworden. Während der Held seines Games von allen gemocht wird, steht der "Bösewicht" Ralph teilnahmslos daneben und wird ignoriert.
Nun reicht's! Als ihm gesagt wird, dass sich mit der Belohnung einer Medaille sein Leben ändern wird, macht er sich auf die Suche nach einem solchen Stück. Das heisst in Ralphs Fall, dass er aus seinem Videogame rauskommen und andere Spiele besuchen muss. So zum Beispiel das Ballergame "Hero's Duty" oder das Rennspiel "Sugar Rush". Was Ralph aber noch nicht ahnt, ist, dass er mit seinem Spiele-Springen nicht nur sein eigenes Game in Gefahr bringt, sondern die ganze Arcade.
Film-Rating
Schon als der Trailer zu Wreck-it Ralph veröffentlicht wurde, wuchs die Vorfreude. Ein Film, der in der Welt der Games spielte, Gastauftritte aller möglichen Bekanntheiten (Pacman, Bowser, Sonic) beinhalten sollte und dann erst noch aus der Sicht eines Bösewichts? Das musste ja nur gut kommen. Und siehe da, die Macher der Walt Disney Studios haben nicht zu viel versprochen!
Auf der einen Seite spielen sich völlig abgedrehte Szenarien ab, beispielsweise, wenn sich die Geschichte (Mario-Kart ähnlich) ins "Sugar Rush" begibt, andererseits wird in "Hero's Duty" geballert, was das Zeug hält. Dazwischen bekommen wir herrliche Sprüche um die Ohren geschlagen, und mit dem herzigen Sidekick Vanellope (Stimme von Sarah Silverman) ein freches Mädel geboten, das sich gegen den Riesen Ralph mehr als nur behaupten kann.
Die Animation von Wreck-it Ralph ist natürlich herrlich gelungen. Seien es bunte Farben, zuckersüsse Hintergründe oder dunkle (und eventuell etwas gruselige) Monster, die Macher haben ganze Arbeit geleistet. Und wenn sich die Bewohner von Ralphs Spiel dann noch genau so "retro" bewegen wie damals in den Games, dann strahlt die Spielernatur sowieso.
Gesprochen werden die Figuren in der Originalfassung von bekannten Leuten wie John C. Reilly oder Jane Lynch. Sie verleihen den Charakteren Tiefe und haben hörbar Spass an den frechen Sprüchen und der lustigen Story. Allerdings muss man, wenn man bei Wreck-it Ralph was zu meckern sucht, einige Abstriche in der Geschichte machen. Die kommt nämlich nicht gross innovativ oder überraschend daher, sondern verlässt sich auf ihre Charaktere, den Witz und das Tempo, das der Film vorlegt.
Fazit: Wir haben 2012 ein paar tolle Animationsfilme gesehen. Paranorman oder Brave haben die Latte hoch gelegt. Wer sich aber Wreck-it Ralph anschaut, wird Zeuge, wie ein Bösewicht aus einem Videogame diese Hürden locker nimmt und sich an die Spitze der besten kommerziellen Animationsfilms dieses Jahres setzt. Und wenn man denkt, was da noch für Möglichkeiten offen liegen, wird man spätestens nach dem Abspann (ebenfalls glatt...) laut nach einem Sequel schreien.
OutNow.CH:
05.11.2012 / muri
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