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Gewisse Wolken weisen auf eine hohe Gewitterwahrscheinlichkeit hin.
Durch Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Erdoberfläche je nach Beschaffenheit unterschiedlich. Am stärksten steigt die Temperatur von Fels-, Sand- und Ackerflächen. Über diesen «Heizflächen» bilden sich während des Tages bei genügender Einstrahlung Warmluftblasen. Erreicht der Temperaturunterschied zur umgebenden Luft einen gewissen Wert, lösen sich die Warmluftblasen von der Erdoberfläche und steigen wegen der geringeren Luftdichte innerhalb der Blase in die Höhe. Die Warmluftblasen weisen einen Durchmesser von mehreren hundert Metern auf. Erreicht die steigende Luft den Sättigungspunkt, beginnt der überschüssige Wasserdampf zu kondensieren. Die nun entstehende kleine, blumenkohlförmige Wolke mit flacher Untergrenze wird als Cumulus humilis bezeichnet.
Im Laufe des Tages steigt die Temperatur der Heizflächen und damit auch die der Warmluftblasen. Die Blasen stossen in immer grössere Höhen vor und lassen dadurch den Cumulus weiter wachsen.
Die Wolke wächst weiter und erreicht eine vertikale Mächtigkeit von mehreren Kilometern
Oberhalb der Nullgrad-Grenze setzt sich die Wolke vorwiegend aus unterkühlten Wassertröpfchen zusammen, die Zahl der Eiskristalle ist noch gering. Erreicht der wachsende Cumulus nun aber eine Höhe, in der die Temperatur etwa minus 40 Grad beträgt, gefrieren diese Tröpfchen rasch zu Eiskristallen. Die Eiskristalle wachsen und beginnen durch die Wolke zu fallen: Niederschlag setzt ein, begleitet von elektrischen Entladungen. Der Cumulus ist nun in eine Gewitterwolke übergegangen, äusserlich am «Ausfransen» der Wolkenoberseite zu erkennen.
Die Wolke stösst gegen die Tropopause vor und breitet sich im oberen Teil aus, der typische Amboss entsteht. Die intensiven Niederschläge lassen nach, in den nachfolgenden Stunden löst sich die Wolke auf. Diese Wärmegewitter bilden sich vornehmlich über Jura und Voralpen; über dem Mittelland treten sie weniger häufig auf. Tageszeitlich gesehen erreichen die Wärmegewitter ihre grösste Häufigkeit am späteren Nachmittag.