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Woher kommt dieser Trichter?
Der Grund für diesen Trichter sind die Risiken, welche in jedem Projekt stecken:
- Risiken des Projektumfangs ("Scope"): was gehört zum Projekt und was nicht (welche Features, welche Schnittstellen, welche Normen...)
- Technische oder allgemeiner Realisierungsrisiken: was alles nicht funktionieren kann
- Abschätzungsrisiken: generelle Schätzfehler, meist ist der Mensch zu optimistisch...
Die Risiken, welche das Projekt beinhaltet, ergeben auch die Öffnung des Trichters nach hinten: je weniger Risiken ein Projekt birgt, desto genauer kann ich schätzen.
Schätzung oder Versprechung?
Viele Schätzungen beginnen ihr Leben als dahingeworfene Zahl an einer Sitzung, als erste Grössenordnung, meist mit grossem Optimismus. Diese Zahl sollte nicht als Versprechen für den Aufwand des Projektes genommen werden.
Wenn wir als Solcept wirklich ein Versprechen abgeben (z.B. wenn wir einen Fixpreis anbieten), dann treiben wir ziemlich viel Aufwand, um eine genügende Genauigkeit zu erreichen, z.B. führen wir eine System Design Phase durch und eine strukturierte Schätzung.
Wieso tun wir das? Weil wir damit die Risiken eingrenzen:
- Umfangsrisiken: eingegrenzt mit klaren Anforderungen
- Technische Risiken: eingegrenzt mit Architektur und Rapid Prototypen
die restliche Risiken werden identifiziert und sind Bestandteil des versprochenen Umfangs (genannt "Risikomanagement")
- Abschätzungsrisiken: eingegrenzt mit strukturierter Schätzmethodik
Wie gehen wir bei Solcept vor?
Wenn Sie am Anfang eines Projektes doch schon eine Schätzung haben möchten, dann führen wir eine Grobschätzung durch, basierend auf den gewünschten Funktionen oder Annahmen darüber und unseren Erfahrungswerten für Dokumentation, Test und Integration.
Nach der System Design Phase, in der eine Systemspezifikation und eine Systemarchitektur entstehen, können wir eine Projektschätzung durchführen, zumindest über den Teil, der schon klar ist. Diese ist bedeutend genauer. Jede nächste Phase kann dann so geschätzt werden, sobald der Umfang der Phase (d.h. die Anforderungen, welche das Produkt nach der Phase erfüllen soll) klar ist.