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Episodenkomödie
Hongkong 2007
Alternative Titel Por see yee
Regie Edmond
Pang Ho-cheung
Drehbuch Edmond Pang Ho-cheung
Darsteller Stephy Tang Lai-Yun, Eason Chan Yik-Shun, Shawn Yue Man-Lok, Gillian Chung Yun-Tung,
Isabel Chan Yat-Ning, Chan Fai-Hung, Kristal Tin Yue-Lai, Conroy Chan Chi-Chung, Edison Chen Koon-Hei,
Stephanie Cheng Yung, Chapman To Man-Chat, Kenny Kwan Chi-Ban, Angela Baby, Juno Mak Chun-Lung
Länge 91 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 12
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|.|
©
Text Marco, molodezhnaja 23.3.08
© Bilder KAM, Screenshots molodezhnaja
STORY
In "Vis Major" befragt ein Therapeut (Jan Lamb) die Eheleute Chan (Chan Fai-Hung und Kristal Tin) zu ihrem Sexualleben. Jason (Edison Chen) erzählt in "Civism" seiner Barbekanntschaft Shirley (Stephanie Cheng), wie er beim Pinkeln vorbildlich die Kot-Reste seiner Toiletten-Vorbenutzer wegpinkelt. "It's a Festval Today" handelt vom dicklichen Fu (Eason Chan) der seine hübsche Geliebte Wai-ying (Isabel Chan) noch vor der Ehe zum Sex überreden will. Er schafft es immerhin, dass sie ihn an jedem Feiertag mit dem Mund verwöhnt - fortan sucht er nach jeder Möglichkeit, einen Feiertag herbeizuzaubern. In "Tak Nga" benennt der Schüler Chi (Kenny Kwan) einen Stern nach seiner Angebeteten Tanya (Angela Baby). "Ah Wai the Big Head" handelt von zwei Freundinnen, den Schülerinnen Kei (Stephy Tang) und Wai (Gillian Chung), die beide ungewollt schwanger werden. "Recharge" widmet sich dem Schauspieler Chak (Chapman To), der sich mit einer chinesischen Prostituierten (Zhang Zheng) trifft. "Junior": Der Nachwuchskiller Lok (Shawn Yue) geniesst mit seinem Opfer (Conroy Chan) ein wenig Marihuana.
REVIEW
Mit mittlerweile einem halben Dutzend Filmen in seinem Repertoire, darunter Exodus, Isabella und A.V., etablierte sich Edmond Pang als einer von Hongkongs vielseitigsten und innovativsten Erzählern. Seine Filme schwammen nie mit dem Mainstream, schafften es aber dafür, mit Cleverness, Meta-Geschick und ungewöhnlicher Inszenierung das reguläre Publikum ebenso zu begeistern wie die Cineasten. Pangs jüngste Schöpfung, der Episodenfilm "Trivial Matters", basiert auf seinen eigenen Kurzgeschichten und sprüht daher vom Pang-typischen Witz, seiner direkten Art und seinem speziellen Touch.
Die Qualität der einzelnen Episoden variiert stark. So konnte ich mit dem auf altmodisch gemachten "Tak Nga" und dem etwas drögen "Junior" wenig anfangen, während der auf Toilettenhumor getrimmte "Civism" zum Glück nicht allzu lang dauerte, da er schon nach ein paar Minuten anekelt. Selbst die ausführlichste Episode, "Ah Wai the Big Head", liess mich etwas kalt, obwohl es sich hierbei um das potentiell rührendste Segment handelt. Auf jeden Fall spielen die Musiksternchen Gillian Chung (Naraka 19) und Stephy Tang (In Love With the Dead) in Schuluniformen ebenso gut wie der Sänger Juno Mak als Wais Angebeteter. Pang ist sowieso ein Talent darin, aus seinen Akteuren starke Leistungen herauszuholen und "Trivial Matters" legt davon ein eindrückliches Zeugnis ab: In jedem Segment sind überzeugende Schauspieler zu sehen.
Doch damit alleine ist freilich noch kein guter Film gemacht - dazu braucht es mehr. Und Pang liefert mehr: So etwa eine eindrückliche Bildsprache, angepasst der jeweiligen Episode mal melancholisch, mal witzig, mal nostalgisch. Nicht zu vergessen der trockene Witz in manchen Segmenten. Am besten gefiel mir daher "It's a Festive Season" mit seiner etwas schlüpfrigen Note und dem gut funktionierenden visuellen Humor. Die Schlusspointe ist wirklich schön fies. Witzig auch die erste Episode, die als Interview aufgezogen ist und mit Sexszenen nicht geizt. Pang zeigt Mut zur Erotik, die in Hongkong-Filmen nicht gerne gesehen wird und meistens mit dem Kategorie-III-Rating bestraft wird. Der natürliche Umgang mit nackter Haut ist hier daher sehr erfrischend.
"Trivial Matters" ist nicht Pangs bester Film, alleine die Episodenstruktur verhindert eine durchgehend packende Dramaturgie. Doch einmal mehr zeigt der Filmemacher viel Flair für seine Arbeit, packt Witz und Intelligenz in viele seiner Episoden. Zudem konnte er mit Sänger-Schauspielern wie Gillian Chung, Stephy Tang, Eason Chan (Brothers), Shawn Yue (Invisible Target), Edison Chen (Dog Bite Dog) und Kenny Kwan (A Chinese Tall Story) und dazu Schauspielern wie Chapman To (Infernal Affairs), Patrick Tam (Zu Warriors) und Chan Fai-Hung erfahrene und beliebte Gesichter vor die Kamera holen, die garantiert jeden Hongkong-Fan erfreuen. Selbst für bizarre Gastauftritte von Assembly-Regisseur Feng Xiaogang und Isabella-Komponist Peter Kam (am Anfang von "Junior") bleibt da noch Platz. Das alles garantiert ein unterhaltsames und ungewöhnliches Filmerlebnis, mit dem Pang einmal mehr sein Geschick unter Beweis stellt.
MEINE DVD
Hongkong, Code 3, NTSC
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Kantonesisch 6.1 und DTS sowie Mandarin 5.1 mit englischen und chinesischen Untertiteln.
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