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Die Universität jubiliert und (er)findet sich selbst
Die Universität hat eine lange Tradition der Jubiläen und Feierlichkeiten. Nach den kirchlichen Jubeljahren und den Reformationsjubiläen und Lutherjahren waren die Universitäten die Ersten, die eine moderne Jubiläumskultur entwickelten.
Ob an ihren ersten Säkularfeiern 1660 und 1760, im jubiläumsfreudigen 19. Jahrhundert beim grossen Fest für 1860, beim jährlich stattfindenden "Dies Academicus" oder der Einweihung des neuen Kollegienhauses 1939, ob bei ihren Gedenkfeiern, zu Ehren berühmter Wissenschaftler wie Leonhard Euler, oder bei der 500-Jahrfeier 1960, immer ging es auch um das Selbstbild der Universität und der in ihr vertretenen Wissenschaften und um ihr Verhältnis zur städtischen Gesellschaft.
Dass die Geschichtswissenschaft sich für Historische Jubiläen interessiert, hat seinen guten Grund: Historische Jubiläen sind wesentlicher Bestandteil von Erinnerungskultur. Die aktuelle Forschung zur Bedeutung von Jubiläen fragt etwa nach dem Selbstbild der feiernden Institution, nach ihrem Geschichtsbild und nach den zeitspezifischen Instrumentalisierungen von Jubiläumsfeiern. In solcher Weise sollen im Folgenden auch die Jubelfeiern der Universität Basel der vergangenen Jahrhunderte unter die Lupe genommen werden.

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