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Selvarajan Yesudian (1916-1998)
Selvarajan Yesudian war für die Schweiz, die Person, die Yoga ins Land brachte. 1948 gründete er zusammen mit Elisatbeth Haich die erste Schweizer Yogaschule in Zürich und unterrichtete dort sowie in anderen Schweizer Städten während fünfzig Jahren bis kurz vor seinen Tod Yoga. Niemehr hat eine Yogaschule einen derartigen Zulauf gehabt, haben doch wöchentlich bis zu eintausend TeilnehmerInnen seine Klassen besucht. Es war seine geschichtliche Mission, in einer Zeit, da es kaum Angebote gab, sich praktisch mit orientalischen Lehren zu beschäftigen, in grosser Zahl diejenigen zusammenzuführen, die ein Interesse in dieser Richtung hegten.
Selvarajan Yesudian war ein äussrst feinfühliger Mensch, dem die spirituelle Dimension des Yoga stets sehr wichtig war. Yoga war für ihn eine Achtsamkeitspraxis, eine Methode sich für den spirtuellen Daseinsbereich zu öffnen. TeilnehemrInnen seiner Kurse blieben oft während mehreren Jahrzehnten. Auffallend in seinen Klassen war die Jugendlichkeit und Geschmeidigkeit, die sich im Körper seiner TeilnehmerInnen ausdückte, welche zum Teil bereits weit in ihren Achtzigern oder sogar Neunzigern waren.
Seine erste Erfahrungen mit Yoga sammelte Reto Zbinden in den Berner Klassen von Selvarajan Yesudian sowie in dessen Sommerschule in Ponte Tresa. Im Jahr 1987 beriet und unterstütze Selvarajan Yesudian ihn bei seiner ersten Reise nach Indien und öffente ihm so Türen für das weitere Studium.
Der ausführlicher Artikel "Selvarajan Yesudian und ein halbes Jahrhundert Yogageschichte" beschreibt Leben und Wirken von Selvarajan Yesudian.
Der Indologe und Yogalehrer Dr. Christian Fuchs beschäftigt sich in seinem Artikle mit den spezifischen Merkmalen des Unterrichts von Selvarajana Yesudian.
In seinem Artikel "Auf den Spuren von Selvarajan Yesudian" schafft Marcel Friedli durch einige Porträts von ehemaligen SchülerInnen achtzehn Jahre nach dessen Tod eine Momentaufnahme zum "Yesudian-Yoga".
Der Brief, den Sevarajan Yesudian wenige Tage vor seinem Tod an Reto Zbinden geschickt hat, wird heute in der Schule als Kostbarkeit aufbewahrt.