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Selber war ich noch nie in den USA. Glücklicherweise habe ich Kinder und Freunde, die von meinen Interessen wissen und mir von ihren Reisen Bilder und Info-Material mitbringen, die ich gerne in den folgenden Berichten und Gallerien verwende.
Wie in Europa setzte auch in den USA in den 50er und 60er Jahren eine grosse Stilllegungswelle bei den Strassenbahnen ein. Anders als in Europa, wo man glaubte, dass die Strassenbahn keine Zukunft mehr hat und der Bus das Verkehrsmittel der Zukunft im ÖVNP sei, wurden die Strassenbahnen Amerikas in 30er bis 60er Jahren von einer beispiellosen Stillegungswelle ergriffen. Das Phänomen geht als grosser amerikanischer Strassenbahnskandal (General Motors streetcar conspiracy) in die Geschichte ein. Es handelte sich um die systematische Zerstörung der auf Strassenbahnen abgestützten öffentlichen Verkehrsnetze in amerikanischen Städten und Regionen. Angeführt wurde diese Kampagne von der General Motors Company, dem grössten Automobilkonzerns der USA. Die Verkehrsbetriebe wurden systematisch aufgekauft um die Strassenbahnen durch Busse aus eigener Produktion zu ersetzen.
Erst ein Urteil der Obersten Gerichtshofs im Jahre 1956 setzte diesem Treiben ein Ende, dessen Bekanntwerden durch das breite Netzwerk der Automobilkonzerne bis Mitte der 70er Jahr verhindert werden konnte.
Danach ging die Wiedereinführung von Strassenbahnnetzen in den amerikanischen Metropolen mit Riesenschritten voran. Es entstand eine Vielzahl von regional übergreifenden und städteverbinden
Verkehrsnetzen unter der Bezeichnung „Light Rail Transit“, die sich am ehesten mit den europäischen Stadtbahnen vergleichen lassen. Es wurden aber auch wieder klassische Strassenbahnen
eingeführt. Diese haben häufig auch einen touristischen Aspekt und werden öfters mit alten Fahrzeugen betrieben.
Quelle: Wikipedia (zusammengefasst)