Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/121303

<h2>SubmittedText<h2><p>Trifft es zu, dass die TÜV Nord Ensys Hannover GmbH im Gutachten zur Sicherheitsbewertung der Klammervorrichtung (Zugankerkonstruktion) im Hinblick auf Kernmantel-Durchrisse des Kernkraftwerks Mühleberg von Dezember 2006, das im Auftrag der HSK erstellt wurde, zu folgenden Erkenntnissen gelangt ist?</p><p>a. Die Stabilität der Zugankerkonstruktion kann im Betrieb und bei Störfällen nicht uneingeschränkt vorausgesetzt werden.</p><p>b. Das Versagen eines oder mehrerer Zuganker kann nicht ausgeschlossen werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) nimmt wie folgt Stellung: "Das TÜV-Nord-Gutachten wurde im Auftrag des Ensi 2006 erstellt. Die Erkenntnisse aus dem Gutachten sind in die Stellungnahme des Ensi zur periodischen Sicherheitsüberprüfung des Kernkraftwerks Mühleberg von 2007 eingeflossen. Diese Stellungnahme ist auf der Website des Ensi öffentlich zugänglich. In der Stellungnahme des Ensi ist festgehalten, dass der aktuelle Zustand des Kernmantels alle Anforderungen erfüllt und dass er auch ohne die Zuganker starken Belastungen standhält. Sofortmassnahmen sind deshalb nicht nötig.</p><p>Aus der Stellungnahme geht aber auch hervor, dass für den Langzeitbetrieb des Kernkraftwerks Mühleberg über 2012 hinaus weitere Massnahmen erforderlich sind. Dass Forderungen für einen Langzeitbetrieb des Kernkraftwerks Mühleberg bestehen, zeigt, dass das Ensi die Zuganker nicht als das endgültige Konzept zur Instandhaltung des Kernmantels akzeptiert. Die Stabilität der Zuganker kann nicht uneingeschränkt vorausgesetzt werden. Dies entspricht auch den Ergebnissen des TÜV-Nord-Gutachtens. Aktuell erfüllen die Zuganker aber die Anforderungen.</p><p>Um jedoch den langfristigen Betrieb des rissbehafteten Kernmantels abzusichern, ist ein neues Sicherheitskonzept, das sogenannte Instandhaltungskonzept, notwendig. Dieses Konzept hat die BKW dem Ensi fristgerecht Ende 2010 eingereicht. Derzeit überprüft das Ensi die eingereichten Unterlagen. Das Ensi hatte nie Einwände gegen eine Herausgabe jener Teile des Gutachtens, die keine Geschäftsgeheimnisse betreffen. Momentan ist das Gutachten Teil eines hängigen Gerichtsverfahrens. Liegt ein entsprechendes Gesuch um Einsicht vor, wird das Ensi das Gesuch nach den Vorgaben des Öffentlichkeitsgesetzes zu prüfen haben."</p>