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Sicorten plus ist ein dermatologisches Präparat, das Halometason aus der Substanzgruppe der so genannten stark wirkenden Steroide und Triclosan, ein infektionshemmendes Agens, enthält.
Sicorten plus wird vom Arzt oder von der Ärztin zur Behandlung verschiedener Arten infektiöser Hautentzündungskrankheiten verschrieben (z.B. Ekzeme verschiedenen Ursprungs, stark entzündete Hautmykosen).
Seine Anwendung auf der Haut lindert schnell Symptome wie Jucken und Hautrötung. Gleichzeitig werden durch das Präparat pathogene Mikroorganismen bekämpft, die für die Infektion verantwortlich sind.
Die nicht fette Crème ist praktisch unsichtbar und folglich für unbedeckte Hautstellen geeignet. Sie kann leicht mit Wasser entfernt werden, ist farblos und verursacht keine Flecken auf Kleidungsstücken.
Vergessen Sie niemals, dass Ihnen dieses Präparat gegen Ihre derzeitigen Beschwerden verschrieben wurde. Es darf ohne ärztliche Anweisung nicht zur Behandlung anderer Hautkrankheiten eingesetzt werden und auch nicht an andere Personen weitergegeben werden.
Sicorten plus darf nicht verwendet werden, wenn Sie allergisch auf Halometason, auf Triclosan oder auf einen der Hilfsstoffe reagieren.
Sicorten plus darf nicht im äusseren Gehörgang angewendet werden, wenn das Trommelfell perforiert ist, z.B. bei einem Einriss oder Loch im Trommelfell.
Sicorten plus sollte bei Vorhandensein einer der nachfolgend beschriebenen Zustände vermieden werden:
?Virale Hautinfektionen wie Windpocken, Pocken, Lippenherpes, Hautirritationen nach Impfungen oder Gürtelrose
?Hautdefekte oder -veränderungen bei Syphilis (sexuell übertragbare Krankheit)
?Hauttuberkulose
?Hautirritation rund um den Mundbereich (v.a. junge Frauen betroffen)
?Akne
?Vorausgegangene Hautgeschwüre
?Hautausschlag mit Rötung v.a. im Gesicht (Rosacea)
Kontakt mit den Augen muss unter allen Umständen vermieden werden.
Sicorten plus ist ein stark wirksames Arzneimittel. Überschreiten Sie nicht die vom Arzt oder von der Ärztin vorgeschriebene Behandlungsdauer, die normalerweise 2 bis 3 Wochen beträgt, da sich sonst Hautschäden einstellen können.
Anwendung im Gesicht oder in Hautfalten (z.B. Armbeugen) soll nur kurzfristig erfolgen.
In Ausnahmefällen wird Sie Ihr Arzt/Ihre Ärztin anweisen, die Crème in grösserer Menge oder auf eine grössere Hautfläche aufzutragen. Das wird nur unter ärztlicher Beobachtung der Fall sein.
Wenn eine Hautkrankheit nicht innert einiger Tage auf die Behandlung anspricht oder sich gar verschlimmert, konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Teilen Sie ihm bzw. ihr ebenfalls mit, wenn Juckreiz und Rötung, Bläschen oder eine starke Verdünnung der Haut und Verletzungen auftreten.
Sollte nach einwöchiger Behandlung keine Besserung Ihres Zustands eintreten, sollte die Behandlung gestoppt werden. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird in diesem Fall den spezifischen Grund Ihres Zustands abklären und eine entsprechende Alternativbehandlung verordnen.
Eine grossflächige Anwendung (mehr als 10% der Körperoberfläche) sowie eine Anwendung auf verstärkt resorbierenden Hautarealen [offene Wunden, geschädigte Haut, intertriginöse Bereiche (Hautfalten) in Gelenkbeugen sowie zwischen den Fingern bzw. Zehen, Haut/Schleimhautgrenzen wie Nasenlöcher, Lippen etc. oder um die Augen herum] ist zu vermeiden.
Bei der Behandlung von Kindern müssen diese regelmässig durch den Arzt oder die Ärztin kontrolliert werden. Fortdauernde Anwendung über einen Zeitraum von mehr als 2 bzw. mehr als 1 Woche bei Kindern unter 2 Jahren ist zu vermeiden. Wenn das Arzneimittel im Bereich der Windeln angewendet wird, dürfen keine eng anliegenden Windeln und auch keine Plastikhöschen benutzt werden. Die behandelte Hautoberfläche sollte höchstens 10% der gesamten Körperoberfläche betragen.
Das Arzneimittel darf nicht mit den Augen in Berührung gebracht werden. Bei versehentlichem Augenkontakt spülen Sie diese sofort mit viel Wasser.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Es sind keine speziellen Produkte bekannt, die mit Sicorten plus interagieren.
Wenn Sie schwanger sind oder den Wunsch haben, während der Anwendung des Präparates schwanger zu werden, oder wenn Sie stillen, müssen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin vor Beginn der Behandlung darüber informieren.
Sicorten plus sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es wurde Ihnen von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin ausdrücklich verschrieben.
Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung bis inklusive 2 Wochen nach Abschluss der Behandlung mit einer hochwirksamen Methode verhüten.
Es ist nicht bekannt, ob einer der Wirkstoffe der Crème durch Auftragen auf die Haut in die Muttermilch übergeht. Deshalb sollte Sicorten plus von stillenden Müttern nur nach Abklärung des Arztes, wenn dies eindeutig erforderlich ist, angewendet werden.
Sicorten plus ist ein äusserlich anzuwendendes Arzneimittel und darf nur unter ärztlicher Überwachung angewendet werden.
Tragen Sie das Arzneimittel in dünner Schicht nur auf die kranken Hautbereiche auf, und massieren Sie es leicht ein. Bedecken Sie die behandelte Fläche nicht mit Verbänden oder Bandagen, es sei denn, der Arzt oder die Ärztin hat es so verordnet.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Sicorten plus auftreten: Hautrötung, Brennen oder Juckreiz, Trockenheit, Hautausschlag und Entzündung bei Hautkontakt mit bestimmten Substanzen sowie Überempfindlichkeitsreaktionen. Wenn dies der Fall ist oder wenn Sie andere Anzeichen beobachten, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Nach längerer Anwendung kann es zu einer Verdünnung der Haut an der Applikationsstelle (Hautatrophie) kommen, was die Haut anfälliger für Verletzungen macht und zur Erweiterung kleiner, oberflächlicher Blutgefässe (Teleangiektasie) sowie zu blaurötlichen Streifen auf der Haut (Dehnungsstreifen) führen kann.
Bei Kindern, besonders Säuglingen und Kleinkindern, ist zu beachten, dass der Wirkstoff vermehrt in die Blutbahn aufgenommen wird, so dass unter anderem Wachstumsstörungen bei längerer Anwendung auftreten können.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Wenn Sie diese Crème grossflächig oder unter einem dicht abschliessenden Verband (Okklusivverband) oder auf bestimmte Hautareale wie das Gesicht auftragen, kann es zu den nachfolgend erwähnten unerwünschten Wirkungen kommen:
?Dehnungsstreifen
?Besenreiser (kleine, sichtbare rote Blutgefässe)
?Rote oder violette Hautverfärbungen
?Verlangsamte Heilung
?Abnormer Haarwuchs
?Sekundärinfektionen (erhöhte Anfälligkeit für mehr Infektionen)
Arzneimittel sollen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.
Das Arzneimittel soll bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufbewahrt werden.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 g Crème enthält 0,5 mg Halometason-Monohydrat und 10 mg Triclosan, Glycerin, weisses Vaselin, Cetylalkohol, Cetylpalmitat, Stearylalkohol, Stearinsäure, Natriumedetat, Antiox: Ascorbylpalmitat (E304), Natriumlaurylsulfat, Propylenglykol und Wasser.
45011 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Crème: Tuben zu 10 und 30 g.
Pro Farma AG, Baar.
Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.