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5. Dezember 2014
Du erwachst um halb sechs Uhr früh und freust Dich darüber.
Du nennst Deine Mutter »Oma«, seit Dein Sohn das tut.
Du entsorgst Deine Jeans, weil Du den Stoff als ordinär empfindest.
Du gibst ordentlich Geld aus für nichtordinäre Stoffe.
Du stellst fest, dass sich die Jugendlichen in einer Dir fremden Sprache unterhalten.
Du erscheinst fünfzehn Minuten vor Zugsabfahrt am Bahnhof.
Du weißt, wie gut Du es hast.
Du versuchst nicht mehr, Deine Mitmenschen zu ändern.
Du versuchst nicht mehr, Dich selbst zu ändern.
Du beschäftigst Dich gedanklich häufig mit Deinem Tod. Es amüsiert Dich.
Du trennst Dich von allen möglichen Besitztümern, da Du in ihnen unnötigen Ballast siehst und Du ja sowieso sterben musst.
Du hast die Schrullen, die Du Dir angeeignet hast, so liebgewonnen, dass Du mit ihnen prahlst.
Du fragst Dich, wo eigentlich das Drama hingekommen ist, Ihr wart Euch doch mal so nah.
Du verschränkst beim Gehen und Stehen die Hände hinter dem Rücken.
Dir fällt auf, dass Dir früher aufgefallen ist, dass das nur alte Männer tun.
Du hast das Spiel mit den Frauen endlich durchschaut.
Du lachst über die Ironie, dass Du keine Lust mehr hast, dieses Wissen zu Deinem Vorteil einzusetzen.
Du besitzt einen Nasenhaarschneider.