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Mehrere H1-Antihistaminika haben sich als wirksamer erwiesen als ein Placebo (Scheinmedikament). Auf der Grundlage der vorhandenen Daten ist es aber offensichtlich, dass sich keine klare Aussage darüber machen lässt, ob ein Antihistaminikum besser ist als ein anderes. In ihrer Schlussfolgerung benennen Autoren Cetirizine als die Option erster Wahl. Die Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Mundtrockenheit) sind bei den meisten Antihistaminika tolerierbar. Die Verbesserung der Lebensqualität (besserer Schlaf, weniger Beschwerden durch das Aussehen des Ausschlags) ist nicht eindeutig belegt, da viele Studien diese Frage nicht untersucht haben.
Die Qualität der Evidenz ist insgesamt sehr gering. Weitere Vergleichsstudien sind nötig, um herauszufinden, wie gut diese Medikamente wirken und ob es unerwünschte Nebenwirkungen gibt.um Empfehlungen auszusprechen. Es wurden 73 Studien mit 9759 Teilnehmenden eingeschlossen. Zeitraum der eingeschlossenen Studien: bis Juni 2014.
Spontane chronische Nesselsucht (Urtikaria) ist gekennzeichnet durch das Auftreten von roten Flecken auf der Haut ohne erkennbare Ursache, die mindestens sechs Wochen lang andauern. Diese Ausschläge können sehr stark jucken und unschön aussehen. H1-Antihistaminika (z.B. die Marken Clarityne, Zyrtec) sind zentraler Bestandteil der Behandlung von Urtikaria, auch wenn sie nur die Beschwerden lindern, aber nicht die Krankheit heilen. Diese Medikamente (z.B. unter dem Markennamen Clarityne, Zyrtec) helfen bei der Kontrolle der Symptome, beeinflussen aber nicht die Ursachen des Ausschlags.
Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, die Wirkung von H1-Antihistaminika, insbesondere hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit, bei chronischer Spontanurtikaria im Vergleich zu Placebo oder anderen Medikamentenklassen zu bewerten.