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Die vom Erdbeben gebeutelten japanischen Autofirmen stehen unter verschärfter Beobachtung der Finanzbranche: Die US-Ratingagentur Standard&Poor's droht, die Kreditwürdigkeit von Toyota, Honda und Nissan zu senken, sollten die Produktionsausfälle bis 2012 dauern.
Dasselbe gilt für drei Zulieferer. Eine schlechtere Rating-Note hat üblicherweise zur Folge, dass ein Unternehmen höhere Zinsen für Kredite berappen muss.
Standard&Poor's (S&P) senkte den Ausblick für die Autobauer und -zulieferer am Montag von "stabil" auf "negativ". Die Autohersteller leiden seit der Katastrophe vom 11. März unter Mangel an Teilen und an Stromknappheit.
Zu schaffen machen den Autobauern vor allem Engpässe bei den Zulieferfirmen in der nordostjapanischen Region Tohoku. Dort zerstörten das Erdbeben und der Tsunami mehrere Fabriken. Selbst im Ausland stehen die Werke vielfach still, weil Nachschub aus der Heimat fehlt.
Die S&P-Experten schätzen, dass die japanische Autoproduktion derzeit nur auf halber Kraft läuft. Erst um den Oktober herum, so schätzen sie, dürften die Probleme weitgehend überwunden sein. Der weltgrösste Autobauer Toyota hat bereits angekündigt, erst im November oder Dezember zur Normalität zurückzukehren.
Weniger als halb so viele Autos
Von den Bändern der Autobauer in Japan sind wegen des Erdbebens mit Stärke 9,0 und des darauffolgenden Tsunamis im März weniger als halb so viele Autos vom Band gelaufen wie noch vor einem Jahr.
Beim weltgrössten Hersteller Toyota lag die Produktion in Japan im vergangenen Monat mit knapp 130'000 Fahrzeugen 62,7 Prozent unter dem Ergebnis vom März 2010.
Nissan kam im selben Zeitraum mit rund 48'000 in Japan zusammengebauten Autos im Vergleich zum Vorjahresmonat auf ein Minus von 52,4 Prozent. Bei Honda liefen mit rund 35'000 Fahrzeugen im März 62,9 Prozent weniger Autos vom Band als noch vor einem Jahr.
SDA-ATS