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Die Künstlerin Eva Afuhs ist tot. Sie wurde am Freitag Opfer eines Tramunfalls in Zürich. Sie war Leiterin des Museums Bellerive, das zur Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) gehört. Deren Kommunkationsbeauftragte Heike Pohl bestätigte am Montag entsprechende Medienmeldungen.
Afuhs wurde 1954 in Wien geboren. An der dortigen Hochschule für angewandte Kunst studierte sie Metallgestaltung, wie das Internet-Lexikon Wikipedia festhält. Von 1987 bis 1990 hatte sie einen Lehrauftrag an der Meisterklasse der Bildhauerei. Ab 1990 war sie als freischaffende Künstlerin tätig.
Ihre Tätigkeitsfelder waren Installationen, Rauminstallationen, Skulpturen, Videokunst, Schwarzweiss-Fotografie und Konzeptkunst. Sie war Leiterin des Departements Ausstellungen der Expo.02. 2004 übernahm sie die Leitung des Zürcher Museums Bellerive. 2009 realisierte sie unter anderem die Ausstellung "Im Schatten der Pyramiden" im Haus für Kunst Uri.
Wie Thomas Meier, Rektor der ZHdK, gegenüber der SDA sagte, ist der Tod von Eva Afuhs ein grosser Verlust für die Hochschule und das dazugehörende Museum Bellerive. Afuhs sei eine "sehr integrierende, ausserordentlich kommunikative" Person gewesen.
Eine ihrer bedeutenden Leistungen als Museumsleiterin sei gewesen, dass sie die kunstgewerbliche Sammlung in ein modernes Licht rückte und dies im Museum auch erfolgreich in Ausstellungen dokumetierte. Sie habe zudem das Museum immer ganz klar als Teil der ZHdK gesehen und habe die Verbindung zwischen den beiden Teilen stark gefördert.
Tram übersehen
Eva Afuhs wurde mit verschiedenen Auszeichnungen geehrt. So erhielt sie 2004 den 1. Preis Kunst am Bau für ihr Werk am Hauptsitz der Helvetia Patria in Wien und 1996 den Anerkennungspreis für bildende Kunst Niederösterreich. Schon 1992 war sie als Aktivmitglied in die Wiener Secession, eine Vereinigung bildender KünstlerInnen aufgenommen worden.
Am vergangenen Freitag um 11.30 Uhr wollte Eva Afuhs im Kreis 5 auf dem Velo die Limmatstrasse überqueren, ganz in der Nähe ihres Ateliers an der Quellenstrasse. Dabei übersah sie ein Tram der Linie 4, das vom Limmatplatz her in Richtung Escher-Wyss-Platz herannahte. Es kam zur tödlichen Kollision.
Heike Pohl wurde nach eigenen Angaben vom Direktor des Museums Bellerive informiert. Dieser habe die traurige Nachricht von Eva Afuhs' Familie erhalten. Am Samstag habe man deshalb die Mitarbeitenden informiert. Von dort ging die Information an die Medien, was laut Pohl nicht beabsichtigt gewesen sei.