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Autor: Frank Stettler
In Abwesenheit von Vorjahressieger Walter Jenni, der den Bieler 100-km-Lauf bereits dreimal für sich entscheiden konnte, ging David Girardet als Favorit in das Rennen. «Ich hatte mein Rennen eigentlich auf Rolf Thallinger ausgerichtet», so der Freiburger, der am Ende aber nicht gegen den späteren Dritten, sondern gegen Florian Vieux (Muraz/Collombey) hart kämpfen musste.
145 statt 132 Schläge
«Etwa vom 50. bis zum 88. Kilometer liefen ich und Vieux zusammen. Bei einem Abstieg nahm er mir gar ein paar Meter ab und ich musste einen Effort leisten. Ich wusste nicht, wer dieser Vieux ist. Klar ist aber, dass er ein harter Brocken war», sagt David Girardet, der vor Jahresfrist Zweiter geworden war. Am Ende konnte der nunmehr zweifache Sieger des Bieler 100-km-Laufes seinen Kontrahenten um 1:29 Minuten distanzieren.
Er habe mehr gelitten, als er erwartet habe, so David Girardet. «Das Rennen startete mit einer hohen Pace. Nach 50 Kilometern war ich schon ziemlich geschafft. Dann hiess es beissen oder verlieren. Also liess ich meinen Puls steigen.» Normalerweise läuft der 33-Jährige mit im Schnitt 132 Schlägen pro Minute. «Auf den letzten 40 Kilometern waren es schliesslich 145.»
Einmal mehr konnte David Girardet auf die Unterstützung seines Begleiters Francis Schwartz zählen. «Francis lief das Rennen selbst schon in der Zeit von 7:17 Stunden. Als es mir nicht so gut lief, sagte er mir, ich solle an meinen Sohn denken, der Diabetiker ist und sich jeden Tag eine Spritze setzen muss.»
Dies war offensichtlich Motivation genug. Girardet lief in 7:04:16 Stunden nicht nur zum Sieg, sondern realisierte gleichzeitig einen neuen Freiburger Rekord.
Siegte zum zweiten Mal in Biel: David Girardet (hier beim Altstadtlauf in Freiburg).Bild Corinne Aeberhard/a
«Nach 50 Kilometern war ich schon ziemlich geschafft. Dann hiess es beissen oder verlieren.»
Autor: David Girardet
Autor: Sieger 100-km-Lauf von Biel