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Carlo Rubbia wird Präsident der ENEA
Am 6. Juli 1999 tagte der Verwaltungsrat der staatlichen italienischen Forschungsanstalt Ente per le nuove tecnologie, l'energia e l'ambiente (ENEA) im Beisein des zuständigen Industrieministers erstmals unter dem Vorsitz ihres neuen Präsidenten, Prof. Carlo Rubbia.
Der Ministerrat hat den Nobelpreisträger am 30. April zum Präsidenten der ENEA ernannt, nachdem er mit Dekret vom 29. Januar 1999 der ENEA ein neues Statut mit mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zuerkannt hatte. Professor Rubbia leitete als Generaldirektor von 1989 bis 1994 das europäische Teilchenforschungsinstitut CERN. In dieser Zeit wurde dort die Versuchseinrichtung LEP in Betrieb genommen und das Projekt des grossen Hadronenbeschleunigers LHC aufgegleist. Seither arbeitet Rubbia am so genannten Energieverstärker, einem Hybridsystem aus Teilchenbeschleuniger und einem unterkritischen Spaltreaktor.
Quelle
P.B. nach Unterlagen der ENEA vom 6. Juli 1999