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Institut für Notfallmedizin
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Die wesentliche pathophysiologische Grundlage des Cushing-Syndroms ist eine vermehrte
Cortisol-Produktion. Das Cushing-Syndrom ist
verhältnismäßig selten. Frauen sind 3-4 mal häufiger betroffen als
Männer, der Altersgipfel liegt im 3. und 4. Lebensjahrzehnt. Es können
folgende Formen unterschieden werden:
Der
Morbus Cushing mit einer beidseitigen Hyperplasie
(Vergrößerung) der Nebennierenrinde aufgrund einer gestörten Regulation
der ACTH Ausschüttung aus der Hypophyse (Hirnanhangdrüse)..
Substanzen mit ACTH-ähnlicher
Wirkung können auch außerhalb der Hypophyse in Tumorgeweben gebildet
werden, z.B. auf der Grundlage eines Bronchialkarzinoms und ebenfalls
ein Cushing-Syndrom verursachen
(ektopes Cushing-Syndrom)
Das
adrenale Cushing-Syndrom, in 30
% der Fälle ein Adenom oder auch Karzinom der Nebennierenrinde mit
autonomer, von der Hypophyse unabhängiger Steroidproduktion.
Die subjektiv
empfundenen Beschwerden bestehen z.B. in einer deutlichen
Gewichtszunahme, einer Muskelschwäche oder Schmerzen im Bereich der
Wirbelsäule aufgrund einer Osteoporose. Der Untersuchungsbefund zeigt in
vielen Fälle ein sog. "Mondgesicht", eine Stammfettsucht und
Hautveränderungen. Häufig entwickelt sich außerdem ein Diabetes mellitus
und ein Bluthochdruck.
Abhängig von der Ursache des
Cushing-Syndroms ist entweder eine Behandlung der Hypophyse oder der
Nebennieren erforderlich. Die Entfernung einer Nebenniere ist indiziert,
wenn es sich um ein Adenom oder Karzinom der Nebennierenrinde handelt.
In seltenen Fällen besteht bei hypophysärem Cushing-Syndrom und
unbefriedigendem Therapieerfolg auf der Ebene der Hirnanhangdrüse die
Indikation zur beidseitigen Entfernung der Nebenniere.