Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/245713

<h2>SubmittedText<h2><p>Ich beauftrage den Bundesrat:</p><p>- die Öffnung der Schnellausfahrt Airolo / Passi flexibler zu handhaben oder die Möglichkeit zu schaffen, sie nach Bedarf das ganze Jahr über und sieben Tage die Woche offen zu halten;</p><p>- zu veranlassen, dass die Arbeiten für die definitive Variante vor dem vorgesehenen Termin (Anfang 2024) ausgeführt werden. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der als Ausfahrtspur umgenutzte Pannenstreifen auf der Autobahn A2 im Abschnitt zwischen dem Anschluss Varenzo und Airolo wurde eingerichtet, um die umliegenden Ortschaften vor Ausweichverkehr zu schützen und zugleich die Staulänge vor dem Südportal des Gotthard-Strassentunnels zu reduzieren. Über diese Ausfahrtspur sind die alternativen Routen über den Gotthard- und den Nufenenpass nämlich direkt erreichbar. Da beide Pässe in der Regel nur im Sommer befahrbar sind, kann der Anreiz zu ihrer vermehrten Nutzung auch lediglich während dieser Zeitspanne geboten werden.</p><p>Die definitive Projektlösung "Corsia di uscita preferenziale Airolo/Passi", kurz CUPRA, sieht eine umfassende permanente Signalisation vor, die bei Bedarf ferngesteuert aktiviert werden kann. Verkehrsdetektoren bestimmen ihre automatische Inbetriebnahme. Das entsprechende Vorhaben wurde im Jahr 2021 öffentlich aufgelegt. Seine Realisierung soll zwischen 2024 und 2025 erfolgen. Allerdings ist es schwierig, den genauen Zeitplan anzugeben, da er sich nach den erforderlichen Verfahren richtet.</p><p>Ein Test im Sommer 2022 diente dazu, das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden und die Interaktion mit der in diesem Abschnitt bestehenden Raststätte zu untersuchen. Dazu wurde eine provisorische manuelle Signalisation erstellt, um nützliche Informationen für die definitive Einrichtung zu sammeln.</p><p>Trotz der guten Ergebnisse zeigte der Versuch auch einige Grenzen auf. Der manuelle Betrieb erfordert viel Personal für seine Abwicklung, den Einsatz von Sicherheitsfachleuten an den heikelsten Stellen, häufige Polizeikontrollen und die rechtzeitige Information der Verkehrsteilnehmenden. Zudem ist die Lösung nicht für einen Betrieb in der Nacht ausgelegt und lässt sich auch nicht unmittelbar aktivieren.</p><p>Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) möchte den Versuch dennoch weiterführen und ausgehend von den Verkehrsstatistiken die Möglichkeit einer Erhöhung der Anzahl Tage, an denen CUPRA provisorisch in Betrieb ist, prüfen, wobei auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis berücksichtigt werden soll.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.