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«Ich hatte gar keine Wahl!» Mit diesen Worten kommentierte Paul Sacher seinen Eintritt in den Verwaltungsrat des Basler Pharmakonzerns Hoffmann-La Roche nach seiner Heirat mit Maja Hoffmann-Stehlin, der Witwe des Mehrheitsaktionärs. Jahre und Millionen später hatte er die Wahl. Und er wählte klug und nachhaltig, wurde der berühmteste Mäzen der Schweiz und vergab über zweihundert Kompositionsaufträge an mehr als sechzig Komponisten, darunter Béla Bartók, Arthur Honegger oder Hans Werner Henze und Bohuslav Martin?. Mit seinem Orchester, dem Basler Kammerorchester, führte er die Werke auf, die bis heute zum Kanon der Moderne gehören. Dieses Erbe galt und gilt es zu bewahren. So wurde in den 70er Jahren die Paul Sacher Stiftung gegründet – und ein paar Jahre später das Paul Sacher Archiv.
Erstausstrahlung: 16.3.2018