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Forschungsschwerpunkte
von Heinrich Richard Schmidt
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ausführlich (zur Kurzfassung):
Ich bin Frühneuzeit-Historiker. Die Schwerpunkte meiner Arbeit lagen zunächst auf politik- und verfassungsgeschichtlichen Studien zur Reichsstädte- und Reichstagsgeschichte. Danach habe ich mich der Konfessionalisierung zugewandt. In diesem Zusammenhang steht auch meine Habilitationsschrift zu Berner Sittengerichten vom 16. Jahrhundert bis 1798. Folgestudien widmen sich in vergleichender regionalgeschichtlicher Perspektive der Alltagsrealisierung von Konfession in der Schweiz und Europa, einmal im reformierten Raum (Bern, Biel Graubünden, Südfrankreich, Schottland), dann im Luthertum (Skandinavien, Reich, laufende Untersuchung zu Kirchenkonventsakten und Visitationsakten Württembergs von 1640-1900). Ergänzt werden diese Arbeiten durch Studien zur Armenversorgung, zu europäischer Expansion und Mission, zur "historischen Politologie" bzw. zur politischen Ideengeschichte sowie zur Geschlechtergeschichte im interkonfessionellen und interregionalen Vergleich. Bezugspunkt ist bei allen Arbeiten das gesamte Europa, darin besitzen allerdings die Schweiz und Südwestdeutschland ein Schwergewicht. Seit einigen Jahren widme ich mich auch der Forsetzung der bisherigen Fragestellungen in das 19. Jahrhundert hinein und untersuche Fragen der Entwicklung von Schule, Alphabetisierung und Bildung im 17., 18. und 19. Jahrhundert.
Meine Arbeiten sind einmal auf die Analyse serieller Quellen gegründet, dann aber auch textanalytisch ausgerichtet und kommunikations- und handlungstheoretisch fundiert. Systematische Fragestellungen (Leitkategorien: die "locally embedded society" der Frühen Neuzeit, gesellschaftliche Rationalisierung und Sozialregulierung, der Prozeß der Zivilisation, reformatorische Öffentlichkeit, der kulturelle Austausch zwischen gesellschaftlichen Gruppen und Kulturräumen), sozialwissenschaftliche Methoden (inklusive Quantifizierung/Statistik) und interdisziplinärer Zugang (besonders im Grenzbereich zur Theologie, aber auch in der Nähe zur historischen Bildungsforschung, zur Ethnologie, zur Politologie, zu den Philologien und zur Orientalistik) liegen den Studien zugrunde.
Mein Interesse gilt der Verzahnung von Verfassungs-, Sozial- und Kulturgeschichte
untereinander und mit politischer Geschichte. Dabei gewinnt zunehemend ein
umfassendes Verständnis von "Politik" als Gesamt aller Aktivitäten
zur Herstellung "rechter Ordnung" an Gewicht. Überlegungen von Anthony
Giddens, Struktur- und Handlungsebenen über das Konzept der "Strukturierung"
zu verzahnen, prägen meine neueren, nun auch
geschichtstheoretisch ausgerichteten Arbeiten.
Ich leite als Editionsleiter gegenwärtig ein längerfristiges Projekt zur Edition der soganannten Stapfer-Enquete, einer schulgeschichtlichen Quelle von 1799 (www.stapferenquete.ch).
Kurzfassung:
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Ich betreibe Forschungen zu folgenden Bereichen der frühneuzeitlichen
Geschichte:
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