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Die Personenfreizügigkeit wirkt sich nur geringfügig auf die Löhne in der Schweiz aus
Entgegen den Befürchtungen, die einige 2002 beim Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens hegten, hatte die schrittweise Öffnung des Schweizer Arbeitsmarktes insgesamt keine negativen Auswirkungen auf die Lohnbedingungen. Es stellte sich sogar heraus, dass die Löhne der Angestellten mit primärem Ausbildungsabschluss (ohne Berufsbildung oder tertiären Abschluss) eher positiv beeinflusst wurden.
Ein geringer Lohndruck wurde bei den Schweizerinnen und Schweizern mit Tertiärausbildung (Universität, Fachhochschule oder höhere Berufsbildung) sowie bei denjenigen mit mittlerer Berufserfahrung (6 bis 25 Jahre) festgestellt. Die Forscherinnen und Forscher der Universität Genf gelangten zu diesem Ergebnis, indem sie die aktuelle Situation mit einem Szenario unter der Prämisse konstanter Ausländeranteile seit 2004 verglichen. Ohne einen Anstieg des Ausländeranteils wären die Reallöhne in diesen Gruppen im Jahr 2010 um 1,6% höher gewesen.
Bei Arbeitnehmenden mit sekundärer Ausbildung wurden nur schwache, aber in der Regel positive Auswirkungen auf die Löhne beobachtet. Darüber hinaus vermuten die Autorinnen und Autoren der Studie, dass die Freizügigkeit zu einem leichten Lohndruck bei in der Schweiz ansässigen ausländischen Arbeitnehmenden mit einer Ausbildung auf Primär? oder Tertiärstufe geführt hat.