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Bedeutung der Fundus-Autofluoreszenz
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist oft die Ursache für Sehverlust. Daher stand in den letzten Jahren die Suche nach Behandlungsmöglichkeiten im Vordergrund. Für die chorodiale Neovaskularisation (CNV), die feuchte Form der fortgeschrittenen AMD, konnten dabei schon Erfolge verzeichnet werden. Bei der trockenen Form der fortgeschrittenen AMD steht die geographische Atrophie immer noch im Mittelpunkt der Forschung.
Zwar verursacht die frühe, trockene Form der AMD nur geringe Sehfeldverluste, aber es besteht das Risiko, dass sie sich zur fortgeschrittenen Form mit schwerem Sehverlust entwickelt. In diesem Kontext ist die Technik der Fundus-Autofluoreszenz ein wichtiges Diagnosetool zur Beurteilung des Risikos im Krankheitsfortschritt verschiedener AMD-Formen. Als Beispiel zeigen Holz, Bindewald et al. [1, 2, 3] in ihren Studien FAF-Muster, die für die Unterscheidung der verschiedenen Risikostufen wichtig sind, so dass festgestellt werden kann, wie schnell sich die trockene AMD in fortgeschrittene Formen wie Geographic Atrophy (GA) oder Choroidal Neovascularisation (CNV) entwickeln kann.
Technik der Fundus-Autofluoreszenz
Das FAF-Verfahren basiert auf der spezifischen Anregung und Erfassung der natürlichen Fluoreszenz von bestimmten Stoffwechselbestandteilen in der Netzhaut, beispielsweise dem Lipofuszin. Hierfür werden spezielle Anregungs- und Sperrfilter für bestimmte Wellenlängen eingesetzt.
In unserem FAF-Verfahren wird eine Funduskamera verwendet, die Einzelaufnahmen im blau-grünen Spektralbereich (ca. 520 nm) erzeugt. Im Gegensatz zu blauem Licht sind die blau-grünen Wellenlängen weniger belastend für die Netzhaut und ermöglichen trotz der Absorption durch das Makulapigment eine bessere Visualisierung des Makulazentrums.
Quellen
[1] Bindewald A, Bird AC, Dandekar SS et al. (2005) Classification of fundus autofluorescence patterns in early age-related macular disease. Invest
Ophthalmol Vts Sct 46: 3309-3314
[2] Holz FG, Bellmann C, Margaritidis M, et al. (1999) Patterns of increased in vivo fundus autofluorescence in the junctional zone of geographic atrophy of the retinal pigment epithelium associated with age-related macular degeneration. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 237:145-152
[3] Mößner A, Holz FG, Fleckenstein M et al. (2009) Fundus autofluorescence pattern as risk factor for development of geographic atrophy in patients with age-related maculopathy. DOG Abstract: 243