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Bevor sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie Phenole als Futterzusatzstoffe in der landwirtschaftlichen Tierhaltung eingesetzt werden können, müssen die möglichen positiven wie auch negativen Effekte auf die Gesundheit und Leistung der Wiederkäuer untersucht werden. Dies soll im Rahmen des vorliegenden Projektes erfolgen.
In einer ersten Studie sollen die Phenole respektive Mischungen von Phenolen mit dem grössten Potential bezüglich Methanhemmung identifiziert werden. Dies erfolgt mit Hilfe von in vitro-Studien im Labor und wird mit Mikroben aus dem Vormagen von Wiederkäuern durchgeführt.
Anschliessend wird in einer Langzeitstudie mit Wiederkäuern untersucht, ob der methanhemmende Effekt der vorangehend identifizierten Phenole anhaltend ist oder ob die methanbildenden Mikroben eine Resistenz gegen die Phenole ausbilden. Erhoben werden dabei auch mögliche Veränderungen von Leistungsparametern wie Futterverwertung, Tageszunahmen und Milchleistung, aber auch gesundheitsrelevante Faktoren wie zum Beispiel die Auswirkungen der pflanzlichen Futterzusätze auf den Knochenstoffwechsel.
In einer weiteren in vivo Studie wird die Auswirkung einer Fütterung der Phenole auf die Fruchtbarkeit von Wiederkäuern und die Gesundheit und Entwicklung der Jungtiere untersucht. Eine gute Fruchtbarkeit beim Nutztier ist einer der wichtigsten Faktoren für den Landwirt, um zu entscheiden, ob ein Tier weiter genutzt oder geschlachtet wird.
Die Qualität der tierischen Produkte wie Milch und Fleisch ist unter anderem ausschlaggebend, ob das Produkt vom Konsumenten gekauft wird. Dabei sind die Menge und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe von Wichtigkeit. Die Inhaltsstoffe wie zum Beispiel das Fett respektive das Fettsäuremuster werden durch das Futter und damit auch durch die Futterzusatzstoffe stark beeinflusst. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Studie die Milch respektive das Fleisch der Wiederkäuer aus den durchgeführten Versuchen im Labor untersucht.