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Er verfehlte damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Finanzchef Matt Friend machte dafür die Knappheit von Hochsee-Containern und Staus an den Häfen an der Westküste der USA verantwortlich, wo Schuhe und Sportkleidung aus Asien ankommen. «Wir erwarten, dass wir diesen Umsatz verzögert im vierten Quartal zurückerobern», sagte Friend in der Nacht zum Freitag. Sicherheitsvorkehrungen zur Drosselung der Ansteckungsgefahr behindern die Abläufe an den Häfen.
In Europa, dem Nahen Osten und Afrika seien im abgelaufenen Quartal 45 Prozent der eigenen Läden für mindestens zwei Monate geschlossen gewesen, begründete Nike die schleppende Umsatzentwicklung. Ein Anstieg des Online-Umsatzes um 60 Prozent habe das nicht ganz wettmachen können. Derzeit seien 65 Prozent der Läden in Europa offen. Allerdings fielen die Umsätze in den USA mit elf Prozent stärker als in Europa und den angrenzenden Regionen (minus neun Prozent). Starke Zuwächse verzeichnete Nike nur in China.
Für das Gesamtjahr, das noch bis Ende Mai läuft, stellte der Konzern ein Umsatzwachstum von 10 bis 15 Prozent in Aussicht. Das ist etwas weniger als die 16 Prozent, die Analysten im Schnitt erwarten. Das drückte die Nike-Aktie nachbörslich um drei Prozent. Da half es auch nichts, dass der Nettogewinn von Nike im dritten Quartal um 71 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar nach oben schnellte und damit die Schätzungen der Experten deutlich übertraf.