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Das Gebäude der Akademie
Das Gebäude der Akademie wurde nach Plänen von August Hardegger (1858–1927) erbaut, einem Vertreter des Historismus, also jener Stilrichtung, die sich Elementen der Gotik, Romanik oder auch der Antike bedient. Um 1900 zählt Hardegger zu den bedeutendsten katholischen Architekten der Schweiz, und die Menzinger Schwestern wenden sich für ihre Bauprojekte gerne an ihn, so in Menzingen, Rorschach, Bulle und Freiburg.
Das Gelände der Akademie gehört zum Erwerbszeitpunkt zum Gemeindegebiet von Villars-sur-Glâne. Damit das Gebäude mit seiner massiven Aussenfassade den Boulevard nicht erdrückt und der Betrachter das Haus als Ganzes erfassen kann, siedelt es Hardegger leicht zurückversetzt von der Strasse an.
Die Akademie ist in der Gebäudemitte von einem Türmchen gekrönt, auf dessen Spitze ein Kreuz angebracht ist. Es steht für das Kreuz der Kongregation der Menzinger Schwestern, das auch der Akademie seinen Namen gibt. Zwei Risaliten schliessen den Haupttrakt zur rechten und linken Seite ab. Im rechtsgelegenen Gebäudeteil ist die Kapelle untergebracht, deren Innenausstattung von Hardeggers Vorliebe für den Historismus zeugt. Das ganze Gebäude hat ein Mansardendach. Darin ist die gesamte Akademie untergebebracht: das Internat, die Schulzimmer, die Büros, die Gemeinschaftsräume und die Einzelzimmer der Schwestern.
Der ursprüngliche Charakter des Gebäudes bleibt nicht lange erhalten. Ab 1904 verändert es infolge mehrerer Umbauten wiederholt sein Gesicht. Das gilt auch für das Nachbargebäude, die so genannte Villa Felix, das die Schwestern 1919 hinzukaufen und für ihre Zwecke in einem Ausmass umbauen, dass die einstigen Stilelemente der italienischen Neorenaissance fast ganz verloren gehen.
1984 geht das Gebäude der Akademie an die Orientierungsschule Saane-Land und den französischen oberen Seebezirk über. Die neue, rein schulische Zweckbestimmung des Hauses veranlasst einmal mehr zu Umbauten im Gebäudeinneren. Im Zuge dieser Massnahmen wird die Kapelle aufgegeben, deren ursprüngliche Inneneinrichtung allerdings bereits früher verloren ging.