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Karausche
Biologie der Karausche (Carassius carassius)
Karauschen, auch Moor- oder Bauernkarpfen genannt, sind hochrückige, seitlich abgeflachte Fische mit einer langen, leicht nach aussen gewölbten Rückenflosse. Letzteres Merkmal unterscheidet sie vom nahe verwandten und äusserlich manchmal ähnlichen Giebel, der eine nach innen gebuchtete Rückenflosse besitzt. Die Grundfärbung der Karausche ist braun mit Gelbtönen.
Die Karausche gilt als anspruchsloser und gegen Verunreinigungen besonders unempfindlicher Fisch. In Gewässern, wo andere Arten keine günstigen Lebensbedingungen mehr finden, wie in verkrauteten und verschlammten Tümpeln, Gräben oder sauren Gewässern, trifft man die Karausche noch an. Da Raubfische in solchen Verhältnissen meist fehlen, vermehren sich dort die Karauschen meist sehr stark und unterliegen Inzuchterscheinungen.
Die Männchen werden mit 2–3 Jahren, die Weibchen mit 3–4 Jahren geschlechtsreif.
Stimmen die Bedingungen, beispielsweise mindestens 14 Grad Celsius Wassertemperatur, legen die Weibchen ihre klebrigen, blassgelben Eier (100'000 bis 300'000 Eier pro Weibchen) im Flachwasser über Wasserpflanzen ab. Die Larven schlüpfen bereits nach 3–7 Tagen. Karauschen ernähren sich von Bodentieren (Insektenlarven, Würmer, Weichtiere) und Pflanzenteilen. Auch Jungfische werden nicht verschmäht.
Im Kanton Bern leben die ursprünglich aus Osteuropa und Asien stammenden und durch Besatz auch in Mitteleuropa angesiedelten Karauschen in der Aare und in diversen Gewässern des Berner Seelandes sowie im Oberaargau.