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Sidonie

Sidonie, der Storch, wollte eigentlich vom Norden Deutschlands an den Bodensee ziehen, um dort glückliche Tage zu verbringen, verirrte sich jedoch bis in die Gegend von Martinach.
Sein Umherirren in südlicheren Gefilden erklärt sich wahrscheinlich durch die Härte des beginnenden Winters, welche ihn veranlasste, nach einer Gegend mit wärmerem Klima zu suchen. Er beschloss, im Wallis zu bleiben und liess sich auf dem Dach des Einkaufszentrums Le Manoir nieder. Er hatte eine gute Wahl getroffen, denn er wurde von den Mitarbeitenden der Klubschule richtiggehend verwöhnt. Sie fütterten ihn täglich mit Lachs, Rindfleisch und Geflügel. Innerhalb von wenigen Wochen erlangte Sidonie eine aussergewöhnliche Bekanntheit. Ganze Schulklassen, Kunden des Einkaufszentrums und neugierige Schaulustige kamen, um den Storch zu bewundern.
Leider konnte Sidonie den Rückweg nach Norden nicht mehr antreten. Er wurde kurz vor Frühlingsbeginn das Opfer eines Unfalls – man weiss nicht, ob er von einem Fahrzeug angefahren oder von einem Hund angegriffen wurde – und musste eingeschläfert werden.
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