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Von 2007 an habe Glencore im Kongo, so die Organisation Public Eye, dessen Bevölkerung besonders stark unter dem Rohstoff-Fluch leide, zu Spottpreisen substantielle Anteile an Kupfer- und Kobaltminen gekauft, deren Wert in die Milliarden Dollar gehe.
«Dafür hat sich der Zuger Konzern unter höchstem Risiko mit dem israelischen Geschäftsmann Dan Gertler zusammengetan, dessen übler Ruf den Verantwortlichen bekannt war und der in seiner höchst problematischen Nähe zur kongolesischen Machtelite gründet», so die Organisation.
Bereits 2001 habe ein dem UNO-Sicherheitsrat unterbreiteter Report die Diamantengeschäfte von Gertler als «Alptraum für die Regierung des Kongo» bezeichnet. Glencore habe sich von Gertler erst nach einem Entscheid der US-Justiz im September 2016 im Zusammenhang mit einem Korruptionsverfahren gegen einen Hedge-Fonds distanziert.
Mit ihrer Strafanzeige will Public Eye die Bundesanwaltschaft nach eigenen Angaben nun auffordern, mit einer Untersuchung etwaiger Veruntreuungen vor allem auch die Frage klären, ob Glencore seiner Pflicht zur Verhinderung illegaler Verhaltensweisen nachgekommen sei – so wie es das Schweizer Strafrecht von Unternehmen verlange.
Public Eye sieht sich als Verein, der gegen Ungerechtigkeiten kämpft, die ihren Ursprung in der Schweiz haben, und will sich als unabhängige Institution für die weltweite Achtung der Menschenrechte einsetzen. Zitat: «Denn globale Gerechtigkeit beginnt bei uns.»