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Zu Aristoteles und seinen mehr oder weniger Gleichaltrigen Freunde habe ich eine Verschwörungstheorie, wonach ich ausschliesslich Sagen (und natürlich solche, die als Historikermeinungen auftreten) kenne
http://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we02/institut/forschung/aristoteles_archiv.html
Wie viel (fast gar nichts) man über Aristoteles weiss, kann man exemplarisch auch hier erkennen.

Aristoteles (322-384), griech. Philosoph. 367-348/47 Mitglied der Akademie Platons; 342 Erzieher des späteren Alexander des Grossen; lehrte um 335 im Lykeion in Athen; gründete etwa um die gleiche Zeit eine eigene Schule, den Peripatos, ein naturwissenschaftliches Museum und eine Bibliothek. (==> alte Griechen)
Aristoteles ist eine fiktive Person, der unglaublich viel schräges Wissen zugeschrieben wird
[für Kinder]
diasynchron Zeittafel
sind hauptsächlich gegen Sokrates und Aristoteles formuliert
Polis/Oikos
"Soviel mag... gesagt sein, daß die Meinung, entgegengesetzte Behauptungen seien nicht gleichzeitig wahr, die sicherste von allen ist; ..." Metaphysik, Berlin 1960, S. 98
"Falsch ist es, vom Seienden zu sagen, es sei nicht, und vom Nichtseienden, es sei. Wahr ist es, vom Seienden zu sagen, es sei, und vom Nichtseienden, es sei nicht." 99
"Denn zweifach ist der Gebrauch jedes Guts. - Der eine ist dem Ding als solchem eigen, der andre nicht, wie einer Sandale, zur Beschuhung zu dienen und austauschbar zu sein. Beides sind Gebrauchswerte der Sandale, denn auch wer die Sandale mit dem ihm Mangelnden, z.B. der Nahrung austauscht, benutzt die Sandale als Sandale. Aber nicht in ihrer natürlichen Gebrauchsweise. Denn sie ist nicht da des Austausches wegen." (Aristoteles, "De Rep.", l. I, c. 9.)
"Da die Chrematistik eine doppelte ist, die eine zum Handel, die andre zu Ökonomik gehörig, die letztere notwendig und lobenswert, die erstere auf die Zirkulation gegründet und mit Recht getadelt (denn sie beruht nicht auf der Natur, sondern auf wechselseitiger Prellerei), so ist der Wucher mit vollstem Recht verhaßt, weil das Geld selbst hier die Quelle des Erwerbs und nicht dazu gebraucht wird, wozu es erfunden ward. Denn für den Warenaustausch entstand es, der Zins aber macht aus Geld mehr Geld. Daher auch sein Name" (tokoz
Aristoteles stellt der Chrematistik die Ökonomik entgegen. Er geht von der Ökonomik aus. Soweit sie Erwerbskunst, beschränkt sie sich auf die Verschaffung der zum Leben notwendigen und für das Haus oder den Staat nützlichen Güter. "Der wahre Reichtum (o alhdinoz ploutoz [Griechisch:] o alethinos ploutos) besteht aus solchen Gebrauchswerten; denn das zum guten Leben genügende Maß dieser Art von Besitz ist nicht unbegrenzt. Es gibt aber eine zweite Erwerbskunst, die vorzugsweise und mit Recht Chrematistik heißt, infolge deren keine Grenze des Reichtums und Besitzes zu existieren scheint. Der Warenhandel ("h kaphlikh" [Griechisch:] "e kapelike") heißt wörtlich Kramhandel, und Aristoteles nimmt diese Form, weil in ihr der Gebrauchswert vorherrscht) gehört von Natur nicht zur Chrematistik, denn hier bezieht sich der Austausch nur auf das für sie selbst (Käufer und Verkäufer) Nötige." Daher, entwickelt er weiter, war auch die ursprüngliche Form des Warenhandels der Tauschhandel, aber mit seiner Ausdehnung entstand notwendig das Geld. Mit der Erfindung des Geldes mußte sich der Tauschhandel notwendig zur kaphlikh zum Warenhandel entwickeln, und dieser, im Widerspruch zu seiner ursprünglichen Tendenz, bildete sich zur Chrematistik aus, zur Kunst, Geld zu machen. Die Chrematistik nun unterscheidet sich von der Ökonomik dadurch, daß "für sie die Zirkulation die Quelle des Reichtums ist (poihtikh crhmatwn ... dia crhmatwn metabolhz [Griechisch:] poietike chrematon ... dia chrematon metaboles). Und um das Geld scheint sie sich zu drehen, denn das Geld ist der Anfang und das Ende dieser Art von Austausch (to gar nomisma stoiceion kai peraz thz allaghz estin [Griechisch:] to nomisma stoicheion tes allages estin). Daher ist auch der Reichtum, wie ihn die Chrematistik anstrebt, unbegrenzt. Wie nämlich jede Kunst, der ihr Ziel nicht als Mittel, sondern als letzter Endzweck gilt, unbegrenzt in ihrem Streben ist, denn sie sucht sich ihm stets mehr zu nähern, während die Künste, die nur Mittel zu Zwecke verfolgen, nicht unbegrenzt sind, da der Zweck selbst ihnen die Grenze setzt, so gibt es auch für diese Chrematistik keine Schranke ihres Ziels, sondern ihr Ziel ist absolute Bereicherung. Die Ökonomik, nicht die Chrematistik, hat eine Grenze ... die erstere bezweckt ein vom Gelde selbst Verschiednes, die andere seine Vermehrung ... Die Verwechslung beider Formen, die in einander überspielen, veranlaßt einige, die Erhaltung und Vermehrung des Geldes ins Unendliche als Endziel der Ökonomik zu betrachten." (Aristoteles, "De Rep.", edit. Bekker, lib. l.c. 8 und 9 passim.)
"Wenn", träumte Aristoteles, der größte Denker des Altertums, "wenn jedes Werkzeug auf Geheiß, oder auch vorausahnend, das ihm zukommende Werk verrichten könnte, wie des Dädalus Kunstwerke sich von selbst bewegten oder die Dreifüße des Hephästos aus eignem Antrieb an die heilige Arbeit gingen, wenn so die Weberschiffe von selbst webten, so bedürfte es weder für den Werkmeister der Gehilfen noch für die Herrn der Sklaven."Marx, (Kapital, S. 430)
„So ist der Wucher hassenswert, weil er aus dem Geld selbst den Erwerb zieht und nicht aus dem, wofür das Geld da ist. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich dagegen durch sich selbst. Diese Art des Gelderwerbs ist also am meisten gegen die Natur.“ (Politik, 1. Buch, Kap. 3, 1259 a)
Ökonomie, Zins, Demokratie, Herrschaftsform, Regierungsform, Wertform, Techne.
Bei K. Marx schneidet Aristoteles nicht sehr gut ab:
noch verarbeiten:
Wissenschaftstheoretisch geht das Konzept "Poietik" auf Aristoteles zurück, in seiner Metaphysik spricht er von (1. Hauptstück, III. Einteilung und Objekt der Wissenschaft, deutsch:) „alle denkende Reflexion betrifft entweder das handelnde Leben oder die hervorbringende Tätigkeit oder bewegt sich in reiner Theorie“), weshalb man von poietische Wissenschaften, produzierende Wissenschaften (im Sinne reiner wissenschaftlicher Anwendung), angewandte Wissenschaften (praxisorientiert) und theoretische Wissenschaften spricht.
Häufig spricht man heute von der Poietik eines bestimmten Künstlers oder einer bestimmten Kunstrichtung oder Schule, also der künstlerischen Ausführungspraxis, der „Handschrift“. Der Begriff „Poiesis“ wird auch in der Literaturwissenschaft verwendet und ist mit dem Konzept der Hermeneutik, der Textinterpretation, eng verbunden.