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Die schönsten Betten-Modelle der Geschichte
Das Bedürfnis zu schlafen ist so alt wie die Menschheit. Doch die Mode, wie man sich bettet, hat sich im Laufe der Geschichte gewandelt. Lassen Sie uns die schönsten und ungewöhnlichsten Betten der Geschichte nun genauer unter die Lupe nehmen.
Im Pharaonenreich der alten Ägypter waren bereits Betten vorhanden, die auf vier Beinen standen und sich damit vom Bodenniveau deutlich erhoben. Ein typisches Bett war aus Stein, Holz oder Metall gearbeitet und hatte ein Moskitonetz, damit der Schlafende in der Nacht vor Insekten geschützt war. Weiter hatte jedes Bett eine kreisförmige Kopfstütze.
Wohlhabende Römer betrachteten ihr Bett als Statussymbol. Gestelle aus Bronze oder Holz mit einer Lehne am Kopfende standen auf reich verzierten, metallenen Füssen und waren mit kostbaren Materialien wie etwa Elfenbein besetzt. Auf diesen Gestellen lagen mit Federn gefüllte Matratzen und bequeme, mit erlesenen Stoffen bezogene Kissen. Die Grenzen zwischen Bett und Sofa verschmolzen hier. Die gleichen Modelle wurden oftmals sowohl zum Schlafen als auch als Speisesofas verwendet.
Natürlich war im Altertum das Bett ein absoluter Luxusgegenstand und nur der Oberschicht vorbehalten. Einfache Leute – also die grosse Mehrheit der Bevölkerung – schliefen auf Stroh oder dünnen Matratzen.
Mittelalter
Während Betten in der Antike noch relativ klein waren, wuchsen die Ausmasse der Schlafmöbel im Mittelalter. Das Bett hatte oftmals eine doppelte Funktion: Einerseits diente es tagsüber als Sitzplatz, andererseits schlief man nachts darin. Dieser Umstand erklärt es auch, warum in diesen Jahrhunderten Himmelbetten in Mode kamen. Zog man sich abends zum Schlafen zurück, konnte man sich einen privaten Raum schaffen, indem man die Vorhänge schloss. Ein weiterer Grund, in einem Himmelbett zu schlafen, lag darin, dass im jahreszeitlich doch sehr rauen mitteleuropäischen Klima die Nächte kalt werden; unter einem dicken Stoffvorhang staut sich die Körperwärme und die Temperatur im Bett erhöht sich.
Im Laufe der Zeit wurden die Himmelbetten immer prächtiger und kunstvoller gestaltet, man findet prächtige Schnitzereien, Einlegearbeiten und Malereien auf den erhaltenen Betten. Auch die Bezüge wurden immer edler. Waren es bei der ärmeren Bevölkerung lediglich Felle von Haustieren, in die man sich wickelte, bevorzugte man für sein Bett in gehobenen Kreisen mit Pelzen gefütterte Decken mit Seidenbezug sowie Matratzen, die mit Adlerfedern gefüllt waren. Ob das Gefieder des Adlers tatsächlich bequemer war als das einer gewöhnlichen Gans, mag dahingestellt bleiben.
Neuzeit
Unter einem Alkoven versteht man ein Bett, das sich entweder direkt in der Wand befindet, oder eine Schlafstätte in einem winzigen Nebenraum des Schlafzimmers, in dem nur ein Bett Platz findet. Diese Art des sich Bettens kam im 16. Jahrhundert in Mode.
Die frühe Neuzeit war ein Zeitalter, in dem es Strömungen mit grossem Prunk gab, wie beispielsweise die Ära des Barock und Rokoko. Hier kamen in den Fürsten- und Königshäusern riesige Betten in Mode, in denen eine ganze Familie Platz zum Schlafen gehabt hätte – allerdings dienten diese Schlaflager nur repräsentativen Zwecken. Vor diesen Betten wurden Audienzen für die engsten Vertrauten des Herrschers gehalten. Feinste Materialen wurden verarbeitet, edles Holz wurde vergoldet und mit Satin, Seide, Damast, Silberstoffen und Brokat bespannt. Bis ins 18. Jahrhundert hinein waren diese Paradeschlafräume gängig, danach wurde das Bett wieder zur Privatsache.
Etwa zur selben Zeit kamen Betten auch für die Bürgerschicht in Mode – allerdings weit weniger aufwendig gestaltet, als das bei den Schlafmöbeln der Oberschicht der Fall war. Schlicht und zweckdienlich wurden Bettgestelle dann endgültig, als die Massenproduktion von Betten einsetzte.
Ein optisch ansprechendes Bett ist heute nach wie vor etwas, das man sich gönnen sollte. Ein wichtiger Aspekt, der jedoch hinzukam, ist der ergonomische Schlafkomfort – damit Sie morgens gut erholt aufwachen!
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Oberstes Bild: © hxdbzxy – shutterstock.com