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Vergangenen Freitag starb der ehemalige IBM-Chef John Akers (Foto) im Alter von 79 Jahren in Boston. Mit Akers verschwand ein Symbol der alten, von Grossrechnern geprägten Computerindustrie. Zu Akers Zeiten hatten IBM-Angestellte blaue Anzüge zu tragen und konnten damit rechnen, ein ganzes Leben lang als "corporate citizien" in der Firma zu verbringen.
Der ehemalige Militärpilot Akers kam 1985 an die Spitze von IBM. Bereits Ende der Achtziger Jahre war absehbar, dass das Zeitalter der Grossrechner, mit denen IBM heutzutage nicht mehr vorstellbare Gewinnmargen erzielte, zu Ende gehen würde. DEC (später Compaq, später HP) hatte Erfolge mit so genannten Minicomputern
gehabt und Personal Computers und kleine, verhältnismässig billige Server wurden immer wichtiger. In diesem Markt dominierte der als bürokratisch und langsam geltende Koloss aber nicht.
Akers war aber von seiner Denkweise her nicht in der Lage, den Supertanker IBM rasch auf einen neuen Kurs zu bringen, obwohl auch ihm angeblich klar gewesen war, dass die Zukunft in Software und Services liege. Akers wurde 1993 zum Rücktritt gedrängt. Bis dahin hatte IBM in nur zwei Jahren Verluste in der (damals) unvorstellbaren Höhe von 7,83 Milliarden Dollar angehäuft. Sein Nachfolger Lou Gerstner baute den Konzern dann rasch und unbarmherzig um.
Die Webseite Portfolio.com, die heute allerdings nicht mehr existiert (!), hat Akers 2009 zu den 20 schlechtesten Managern Amerikas gezählt. Zu diesen gehört übrigens auch Ex-HP-Chefin Carly Fiorina. (hc)