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Der Kurs des Schiffes zieht Griechenland in den amerikanisch-iranischen Konflikt um den Öltanker hinein. Das Schiff war unter dem Namen "Grace 1" mehr als sechs Wochen von Gibraltar unter dem Vorwurf festgehalten worden, das EU-Embargo gegen Syrien zu unterlaufen. Am Dienstag hatte das US-Aussenministerium Griechenland und andere Mittelmeerländer gewarnt, dass Washington Geschäfte mit dem Tanker als Unterstützung von Terroristen werte.
Nachdem Gibraltar das Schiff festgesetzt hatte, hatte der Iran einen britischen Tanker unter dem Vorwurf des Verstosses gegen Seefahrtsregeln festgesetzt. Mitsotakis sagte in dem Interview, er habe keine Bedenken, griechische Schiffe durch die Strasse von Hormus zu schicken. Die Meerenge liegt zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Die Situation sei komplex, sagte Mitsotakis, der am Donnerstag beim französischen Staatschef Emmanuel Macron in Paris war.
Der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif warnte am Donnerstag vor einer Beteiligung anderer Länder am US-Marineeinsatz im Persischen Golf. "Ich hoffe, Länder überlegen es sich zweimal, bevor sie dieser sehr feindlichen Handlung der USA gegen den Iran zustimmen", sagt Sarif in Oslo zum Abschluss seiner Reise nach Finnland, Schweden und Norwegen. An diesem Freitag wird Sarif in Frankreich erwartet.
Der norwegische Aussenminister Ine Eriksen Soreide erklärte, Norwegen sei als grosse Seefahrtnation direkt von Sabotage von Handelsschiffen betroffen. Oslo prüfe noch, ob es an einem Marineeinsatz zum Schutz der Seefahrtslinien im Persischen Golf teilnehme./ari/DP/zb
(AWP)