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Gewässernutzung
Es gehört zu den Aufgaben des Kantons, für eine geordnete, umweltverträgliche und nachhaltige Gewässernutzung zu sorgen. Daher benötigt jede Nutzung des Wassers aus Oberflächengewässern, Grundwasser sowie aus Quellen eine Bewilligung oder eine Konzession.
Wasserentnahme
Bewilligungspflichtig sind insbesondere Wasserentnahmen aus dem Grundwasser und aus Oberflächengewässern zu Kühlzwecken, zur Wärmegewinnung, als Brauchwasser für gewerbliche oder industrielle Prozesse, für die Bewässerung von landwirtschaftlichen Kulturen oder Gartenanlagen sowie die Rückgabe des genutzten Wassers.
Einzig Wasserentnahmen im Rahmen des «Gemeingebrauchs» sind bewilligungsfrei: Für kleine Entnahmemengen mit der Giesskanne oder mit einem Eimer muss kein Gesuch eingereicht werden.
Wasserkraft
Die Nutzung der Wasserkraft an öffentlichen und privaten Gewässern bedarf einer Konzession.
Heute wird die Wasserkraft im Kanton Basel-Stadt durch das Rheinkraftwerk Birsfelden und das Kraftwerk Riehenteich in den Langen Erlen genutzt.
Die Wasserkraft trägt den grössten Teil zur inländischen Stromproduktion bei und ist momentan die am stärksten genutzte erneuerbare Energiequelle der Schweiz. Um die Interessen an einer Weiterentwicklung der Wasserkraftnutzung mit dem Schutz und der nachhaltigen Entwicklung der Gewässer in Einklang zu bringen, wurde im Jahr 2014 die «Strategie Wasserkraftnutzung Kanton Basel-Stadt» erarbeitet. Im Kanton Basel-Stadt sind rund 90% des theoretischen Potenzials der Wasserkraftnutzung bereits ausgeschöpft und es bestehen nur geringe Entwicklungsmöglichkeiten.
Der Neu- oder Ausbau von Wasserkraftwerken wird dort vorgeschlagen, wo ein grosses energetisches Potenzial besteht und der ökologische und landschaftliche Wert der Gewässer relativ gering ist.