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Über die Grafikerin und Zeichnerin Maja Allenbach, gebürtige Frieda Maja Meier, ist nur wenig bekannt. Vermutlich absolvierte sie in ihrer Geburtsstadt eine Ausbildung zur Grafikerin. Nach der Heirat mit dem Architekten Werner Allenbach nahm sie dessen Familiennamen an und nannte sich mit Vornamen nur noch Maja. Zu Beginn der 1930er-Jahre arbeitete sie mit ihrem Mann in einer Wohnung mit Atelier in Bern. Viele ihrer grafischen Arbeiten wurden zeitlebens Werner Allenbach zugeschrieben, da sie im gemeinsamen Atelier und sicherlich auch im gegenseitigen fachlichen Austausch entstanden. Besonders in den 1930er-Jahren war Maja Allenbach als Grafikerin in den Bereichen Buch- und Plakatgestaltung aktiv. 1932 reichten Maja Allenbach, Eugen Jordi und Ernst Mumenthaler in einem geschlossenen Wettbewerb einen Entwurf für die standardisierte Aussenbeschilderung der PTT-Ämter ein. Der in serifenlosen Minuskeln gesetzte Entwurf von Maja Allenbach gewann über die Landesgrenzen hinaus Vorbildcharakter für Richtungsschilder, wurde jedoch nicht umgesetzt. Maja Allenbach erhielt nachfolgend aber den Auftrag für die weitere Bearbeitung der eingereichten Entwürfe. Für die Post gestaltete sie auch wiederholt Briefmarken, so für die Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) und die Heilsarmee 1958 oder die Basler Universität 1960. An der Landesausstellung 1939 in Zürich war Werner Allenbach für die Gestaltung der Ausstellung zur PTT-Geschichte zuständig. Die dazu erschienene Broschüre dürfte aus der Hand von Maja Allenbach stammen. Sie entwarf zudem einige formal abstrahierte Ausstellungsplakate für die Berner Sektion des Schweizerischen Werkbunds (SWB). Maja Allenbach darf auch als frühe Pionierin des Fotoplakats in der Schweiz gelten. Sorgte Herbert Matter zeitgleich mit der Zusammenführung von Fotografie und Typografie für eine neue Ästhetik im Tourismusplakat, so band Maja Allenbach diese Gestaltungsmittel auf innovative Weise in das Konsumplakat ein.
(Bettina Richter)