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romanischer Sprache.
Wiesen, Viehzucht. Hotelindustrie. 2 Gasthöfe. Zuoz ist ein hübsches, grosses und schön gelegenes
Dorf.
Grosses Knabeninstitut (Lyceum Engiadina). Im Jahre 1139:
Zuze, im 11. Jahrhundert:
Zuzes, romanisch Zuoz. Wie die Bewohner
anderer engadinischer
Dörfer zündeten im Juni 1499 die von Zuoz ihre Ortschaft bei der Annäherung der
österreichischen Truppen an, um die Feinde zu zwingen, sich wegen Mangel an Lebensmitteln und Unterkunft zurückzuziehen.
Im Jahre 1612 nahm der französische Gesandte Pascal den in Zuoz versammelten Gotteshausleuten das Versprechen ab, der Republik
Venedig die Bergpässe zu sperren und während 40 Jahren keine Allianz, ausser mit Frankreich zu schliessen.
Zuoz ist die Heimat des J. von
Travers, der Staatsmann, ladinischer Dichter und Reformator war (1483-1563); dieses Dorf ist
auch die Wiege des Zweiges der Familie Planta, der der
Bischof J. Planta (1549-1563), sowie der Staatsmann und Patriot
Juvalta
(1567-1654) entspross. Von 1554 bis 1556 predigte der Reformator Campell in Zuoz. Im Jahre 1565 zeichneten
sich die Anhänger der spanischen Partei durch ihre Grausamkeiten aus.
Hier sieht man den typischen Bau des
SimmenthalerHauses, unter andern das der Familie Gertsch,
das 1759 erbaut wurde und sich durch Holzschnitzereien und Malereien auszeichnet. Es ist wahrscheinlich derselbe
Ort, der am mit benachbarten Besitzungen unter dem Namen Ober
Därstetten von der Abtei Sels dem Priorat von
Därstetten
verkauft wurde.
(Kt. Aargau,
Bez. Zurzach). 344 m. Gem. und Städtchen am linken Ufer des Rheines. Station der Linie KoblenzEglisau-Bülach-Winterthur; 30 km
nw. von Zürich
und ebenso 30 km sw. von Schaffhausen,
gegenüber dem badischen Städtchen Rheinheim, mit dem es durch eine
Brücke verbunden ist. Postbureau, Telegraph, Telephon. Zusammen mit Barz und Burg: 174 Häuser, 1287 Ew., wovon 476 Reform., 807 Kathol.;
das Städtchen: 157 Häuser, 1166 Ew. Stickerei, Weisswarenfabrikation, Fabrikation von Stiefelschäften, Korbwaren, rohen
Möbeln.
Früher gab es in Zurzach jährlich 2 Messen, seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts sogar 3. Der
erste Bericht über diese Messen datiert aus dem Jahre 1363. Sie waren sehr wichtig, besonders für den Lederhandel, und es
fanden sich zahlreiche Kaufleute ein, nicht nur aus der Schweiz, sondern selbst aus Polen und Russland. Als man 1856 die Ledermesse
nach Zürich
verlegte, wurde die ZurzacherMesse aufgehoben und es blieben nur noch gewöhnliche Jahrmärkte. Nennenswerte
Gebäude sind: das neue Schulhaus, das Rathaus, die Stiftskirche mit dem Grabe der hl. Verena, die in einem silbernen Sarge
unter dem Hauptaltare ruht, ehemals berühmter Wallfahrtsort.
Vor dem Schulhause befindet sich die Büste des Bundesrates Welti (1825-1899), eines Bürgers von Zurzach.
Auch eine reformierte Kirche für die Gemeinden Zurzach, Mellikon, Rekingen und Rietheim befindet sich
hier. In der Nähe der
Burg, wo die alte Rheinfähre war, soll das römische «Forum Tiberii» gestanden
haben, das von der XI. und XIII. Legion besetzt war; es sind noch sehr dicke und stellenweise 5 m hohe
Mauern vorhanden. Schon 881 existierte in Zurzach ein Benediktinerkloster, das Karl der Dicke samt dem Flecken Zurzach und
Kadelburg seiner Frau und der Abtei Reichenau übergab.
Diese, durch verschiedene Kriege und Feuersbrünste tief verschuldet, verkaufte 1265 ihre Besitzungen zu Zurzach an den Bischof
Rudolf II. von Konstanz, welcher 1279 das Kloster in ein Chorherrenstift umwandelte. Der Brand von 1294 und
der von 1471 schädigten das Stift sehr; manche wichtige Urkunden verschwanden dadurch für immer. Der Probst des Kapitels
wurde anfangs vom Bischof von Konstanz ernannt, wodurch begreiflich wird, dass die Pröbste Domherren des Münsters
in Konstanz waren.
Vom Jahre 1447 an ernannte der Papst den Probst; 1532 ging dieses Recht auf die Landvögte von Baden über, endlich an den
Staat Aargau.
Im Jahre 1873 fegte der religiöse Sturm das Kapitel hinweg, das nur noch dem Namen nach existiert. Es bestand aus
einem Probst, einem Dekan, einem Kuster, 7 Chorherren und 3 Kaplänen. Vor 1793 wurde die hohe Gerichtsbarkeit
über dieses Gebiet von den Kantonen ausgeübt, die die GrafschaftBaden besassen, die niedere Gerichtsbarkeit aber und das
Patronatsrecht vom Bischof von Konstanz.
Die doppelte römische Festungsanlage, die sich auf dem Kirchlibuck und der Siedelen erhob, sowie die
römischen Brücken und die römische Zollstätte sind von Dr. J. Heierli studiert und ausgemessen worden, der durch die
schweiz. archäologische Kommission mit dieser Arbeit betraut worden war. Die Reste dieser römischen Grenzfeste befinden
sich in Himmelreich und in der Nähe des Bahnhofes. Eine Inschrift ist in die Mauer der Kirche eingelassen.
Alemannische Gräber, die Namen der hl. Verena und des hl. Mauritius, Martyrern der thebäischen Legion, weisen auf eine
alemannische Niederlassung hin. Sequanische Münzen. Vergl. von
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