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Wer den Film «21 Gramm» des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu gesehen hat, der weiss, dass sich der Titel auf das Gewicht der Seele bezieht. Doch wie ist diese Vorstellung, dass die Seele 21 Gramm wiegt, entstanden?
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts versuchte der amerikanische Arzt Duncan MacDougall zu beweisen, dass die Seele existiert, und wollte deren Gewicht bestimmen. Der Vorstellung folgend, dass die Seele zum Zeitpunkt des Todes den Körper verlässt, machte er Experimente mit Sterbenden. Er wog die Menschen vor und nach dem Tod und stellte fest, dass die Körper nach dem Eintreten des Todes durchschnittlich drei Viertel Unze, also rund 21 Gramm, weniger wogen. Dasselbe Experiment führte MacDougall mit Hunden durch, konnte dabei aber keine Gewichtsveränderung messen. Daraus folgerte er, dass Hunde keine Seele haben.
In den 1930er-Jahren wiederholte ein Lehrer die Experimente mit Mäusen. Zunächst stellte er tatsächlich nach dem Tod einen Gewichtsverlust fest. Als er jedoch eine andere Maus in einen hermetisch verschlossenen Glasbehälter schloss, blieb das Gewicht gleich. Daraus schloss er, dass die Maus zum Zeitpunkt des Todes Flüssigkeit verlor–im Behälter konnte diese jedoch nicht entweichen. rb
Von 1 bis 24: ImFN-Adventskalendersteht jeweils die Zahl auf dem Törchen im Mittelpunkt.