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Was ist eigentlich ein Würstchen?
Die Wurst, erklärt die NZZ 1989, ist so etwas wie ein Salami, aber ein Würstchen ist nie bloss ein kleiner Salami. Der Diminutiv bezieht sich immer auf etwas Aufgeschäumtes, man könnte sagen, Aufgebauschtes. Ein Salami hat traditionell Substanz, da ist wirklich etwas drin. Beim Würstchen dagegen «weiss niemand, was in ihm ist; es besteht aus einem bisschen von allem möglichen, durcheinandergewurstelt und vermischt mit was weiss ich sonst noch.» Ohne Senf dazu schmeckt es meistens nicht, es ist also auch wenig authentisch. Wenn es um die Wurst geht, empfiehlt sich das Würstchen also nicht.
Hier geht es zum Originalartikel: NZZ 29. April 1989