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ČEZ, der staatliche Betreiber der tschechischen Kernkraftwerke, hat den Antrag auf Verlängerung der Betriebsbewilligung für Temelín-2 am 30. November 2021 gestellt. Die Nuklearaufsichtsbehörde SÚJB hat diesen zusammen mit den vorgelegten Unterlagen geprüft und am 26. Mai 2022 die Betriebsbewilligung für Temelín-2 für einen unbegrenzten Zeitraum erteilt. Bereits vor zwei Jahren wurden ähnliche Genehmigungen für Temelín-1 und die vier Reaktorblöcke des Kernkraftwerks Dukovany erteilt. Temelín-2 gab am 29. Dezember 2002 erstmals Strom an das Übertragungsnetz ab.
«Der Umfang, der von den Inspektoren … geprüften Unterlagen, entsprach dem Umfang der Unterlagen, die mit dem Antrag auf Genehmigung für den Weiterbetrieb von Temelín-1 im Jahr 2020 eingereicht wurden», gab SÚJB in einer Medienmitteilung bekannt. «Wir mussten dokumentieren, wie wir die Lebensdauer wichtiger Anlagen in den kommenden Jahren überwachen werden oder welche Investitionen in die Modernisierung und Stärkung der Sicherheit getätigt werden. Einige Dokumente, wie z. B. die regelmässige Sicherheitsbewertung, waren für beide Reaktorblöcke gleich», erklärte Jan Kruml, Direktor des Kernkraftwerks Temelín.
«Wie im vorangegangenen Fall wurden bei der Prüfung keine Tatsachen festgestellt, die der Erteilung der Genehmigung entgegenstehen würden», begründete SÚJB die Verlängerung der Betriebsbewilligung für Temelín-2. Diese ist gemäss ČEZ an eine Reihe von Auflagen geknüpft. So müsse ČEZ beispielsweise alle zehn Jahre einen umfassenden Sicherheitsbericht bei SÚJB einreichen. «Wir wollen beide Reaktorblöcke mindestens 60 Jahre lang betreiben, daher müssen wir sie in bestmöglichem Zustand halten und auch die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen jederzeit nachweisen können», betonte Bohdan Zronek, Direktor der Abteilung Kernenergie und Vorstandsmitglied der ČEZ.
Quelle
B.G. nach ČEZ, Medienmitteilung, 27. Mai 2022 und SÚJB, Medienmitteilung, 31. Mai 2022