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Auf Verschreibung des Arztes oder des Ärztin.
Neosynephrin-POS 5% Augentropfen werden zur kurzfristigen Pupillenerweiterung zur Untersuchung des Augenhintergrundes angewendet.
Neosynephrin-POS 5% darf nicht angewendet werden
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Neosynephrin-POS 5% ist bei Patienten mit Bluthochdruck (arterieller Hypertonie) erforderlich. Weiterhin besteht das Risiko, dass die Augentropfen auch in den Blutkreislauf gelangen. Deshalb sollte Neosynephrin-POS 5% bei Patienten/innen mit Störungen des Herzschlages und anderen Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Aussackungen der grossen Schlagadern (Aneurysmen), fortgeschrittener Schlagaderverhärtung (Arteriosklerose) sowie Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) nur sehr vorsichtig angewendet werden. Bei geröteter Bindehaut und Schädigung der Hornhaut ist eine verstärkte Aufnahme möglich und damit verstärkt mit Nebenwirkungen zu rechnen. Bei dauerhafter Reizung des Auges ist stets ein Augenarzt oder eine Augenärztin aufzusuchen.
Neosynephrin-POS 5% sollte bei älteren Menschen besonders vorsichtig angewandt werden.
Neosynephrin-POS 5% kann den Kammerwinkel weiter verengen und so einen Glaukomanfall auslösen. Bei vorbestehendem erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) sind daher zusätzlich augendrucksenkende Medikamente zu verwenden (z.B. Pilocarpin).
Wenn bei der vorliegenden Augenerkrankung das Tragen von harten Kontaktlinsen gestattet ist, werden diese vor dem Eintropfen herausgenommen und frühestens 15 Minuten nach dem Eintropfen wieder eingesetzt.
Während der Dauer der Behandlung dürfen keine weichen Kontaktlinsen getragen werden, weil Benzalkoniumchloride zur Verfärbung weicher Kontaktlinsen führen kann.
Bitte beachten Sie, dass dies auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten kann. Falls Sie zusätzlich andere Augentropfen oder Augensalben anwenden, sollten Sie einen zeitlichen Abstand von 15 Minuten zwischen den Anwendungen der einzelnen Präparate einhalten. Augensalben sollten Sie stets als letztes anwenden.
Die Wirkungen auf Herz und Gefässe können bei den folgenden Arzneimitteln verstärkt werden:
Bei der Behandlung des erhöhten Blutdrucks mit Guanethidin und Reserpin kann es zu einem deutlichen Blutdruckanstieg kommen.
Nach der Anwendung von Neosynephrin-POS 5% wird die Sehschärfe und somit das Reaktionsvermögen im Strassenverkehr oder bei der Bedienung von Maschinen auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch negativ beeinflusst. Die Beeinträchtigung vor allem durch Blendung hält mehrere Stunden an.
Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert!
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf Neosynephrin-POS 5% nicht angewendet werden.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet 1-mal täglich einen Tropfen je Auge bei zurückgelegtem Kopf anwenden.
Bei älteren Patienten ist besondere Vorsicht geboten, da bei ihnen mit häufigeren und schwereren Nebenwirkungen zu rechnen ist.
Die Anwendung über mehr als 5 Tage darf nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Halten Sie sich an die Vorschrift Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin. Bei länger andauernden Beschwerden bzw. fehlender Besserung sollte umgehend ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Rötung des Auges und brennende Schmerzen.
Gelegentlich kann eine mehrere Stunden anhaltende Störung des Scharfsehens mit Verschwommensehen auftreten (Akkommodationsstörung).
Ebenfalls gelegentlich kommt es zu einem meist geringen Anstieg des Blutdrucks. Sehr selten sind jedoch starke Blutdrucksteigerungen beschrieben worden, die von Herzklopfen, erhöhtem Herzschlag (Tachykardie) und starken Kopfschmerzen begleitet wurden. Zentralnervöse Symptome wie Erbrechen, Zittern, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Schwäche können auftreten. Diese Erscheinungen traten hauptsächlich bei Patienten mit verstärkter Durchblutung (Hyperämie) der Bindehaut, Bindehautblutungen und Schäden der äusseren Augenhaut (Epithelschäden) auf.
Bei länger dauerndem Gebrauch kann es zu Rötungen und Verdickungen des Auges kommen. Bei Daueranwendung durch ältere Patienten kann eine gegenteilige Wirkung mit Pupillenverengung auftreten.
Sehr selten wurde nach langfristiger Anwendung über eine Verhornung der Augenbindehaut mit Verschluss der Tränenpünktchen und Tränenträufeln berichtet.
Das in Neosynephrin-POS 5% enthaltene Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid kann Augenreizungen hervorrufen.
Bei leichteren Beschwerden sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt. Bei stärkeren Beschwerden unterbrechen Sie die Anwendung von Neosynephrin-POS 5% und wenden sich an den nächst erreichbaren Arzt oder die nächst erreichbare Ärztin.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin informieren.
Um die Sterilität der Augentropfen zu erhalten, berühren Sie die Applikationsspitze weder mit den Händen noch mit dem Auge. Verschliessen Sie die Flasche nach Gebrauch sofort und fest.
Neosynephrin-POS 5% darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.
Nach Anbruch der Flasche sollten Sie die Augentropfen nicht länger als 28 Tage verwenden.
Bewahren Sie Neosynephrin-POS 5% lichtgeschützt in der verschlossenen Originalverpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern auf. Wenn nach Beendigung der Behandlung das Behältnis noch nicht leer sein sollte, bringen Sie es Ihrer Abgabestelle (Arzt/Ärztin oder Apotheker/Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen zurück.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 ml Augentropfen enthält 50 mg Phenylephrinhydrochlorid als Wirkstoff sowie die weiteren Hilfsstoffe Benzalkoniumchlorid (Konservierungsmittel), Natriumedetat und Wasser für Injektionszwecke.
65568 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Neosynephrin-POS 5% gibt es in Tropfflaschen zu 10 ml sowie in Bündelpackungen zu 10 mal 10 ml.
URSAPHARM Schweiz GmbH, 9325 Roggwil.
URSAPHARM Arzneimittel GmbH, 66129 Saarbrücken - Deutschland.
Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.