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Blöcke aus Jurakalksteinen bilden einen kniehohen Sockel rings um die Halle. Darauf ruhen in den Ecken und als Zwischenstützen die mächtigen Eichenpfosten des Ständerbaus.
Blöcke aus Jurakalksteinen bilden einen kniehohen Sockel rings um die Halle. Darauf ruhen in den Ecken und als Zwischenstützen die mächtigen Eichenpfosten des Ständerbaus. Dazwischen stehen in kurzen Abständen über Eck gestellte Kanthölzer. So ist der Werkhof von Licht und Luft durchflutet. Im Giebelfeld setzt ein Holzgitterwerk diese Idee fort. Praktisch ist auch das weite Vordach, das Mensch und Material schützt.
An der Hauptfront sind am linken Eckständer die Zahlen 1 und 7 zu erkennen, am rechten Ständer zweimal die 1 – das Baudatum 1711. Im ersten Zahlenfeld steht neben dem Kleeblatt ein stilisierter Trinkkelch: Zum Abschluss stiftete die Bauherrschaft jeweils einen Umtrunk, den Firstwein. Waren die Handwerker damit zufrieden, kerbten sie einen Kelch mit Streifen ans Gebäude, die den fliessenden Wein darstellten. Als aber Aarau 1711 den neuen Werkhof erbauen liess, waren die Weinkeller leer. Die Handwerker erhielten einen Geldbetrag, davon zeugt der Geldbeutel mit stilisierter Münze.
Der Werkplatz bestand aus Schopf, Mehrzweckgebäude und freien Lagerplätzen. Hier stapelte man unter anderem Holz für die Reparatur der Aarebrücke, über welche die Hauptstrasse von Basel nach Aarau und weiter nach Zürich führte.
Obwohl es in der Schweiz der letzte historische Werkhof eines Städtchens war, strichen die Behörden die Bauten aus dem Inventar der geschützten Objekte. 2002 wurde die Anlage zerstört, der Mehrzweckbau brannte nieder und der Schopf kam auf den Ballenberg.
Wo einst dicht an dicht Bretter gelagert wurden, wird heute verdichtet gewohnt.