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Seine zweite Frau sagte einmal, sie habe sich in ihn verliebt, weil er «Jazz spielte wie ein Gott»: Louis de Funès. Der in den sechziger Jahren bekannteste Filmkomiker Europas verdiente sich seinen Lebensunterhalt in den mageren Jahren als Bar- und Jazzpianist in einschlägigen Pariser Nachtlokalen – manchmal rund um die Uhr.
Louis Germain David de Funès de Galarza war ein französischer Schauspieler, Komiker, Regisseur und Drehbuchautor spanischer Abstammung. In seinen Filmen variierte er mit grossem Erfolg die Rolle des Patriarchen und Cholerikers, der an der Eigendynamik der von ihm in Gang gesetzten Entwicklungen scheitert.
Louis de Funès war aber nicht nur ein begnadeter Darsteller, sondern auch ein grossartiger Musiker. Bevor seine Schauspielkarriere so richtig in Schwung kam, spielte er sich als professioneller Pianist durch das Pariser Nachtleben. In mehr oder weniger anrüchigen Kabaretts am Montmartre und auf den Champs-Elysées sass er nicht selten bis in die frühen Morgenstunden am Klavier – bei freier Kost und gegen einen bescheidenen Lohn.
Als Louis de Funès 1983 starb, besass er ein Schloss mit 30 Zimmern und ein Millionenvermögen. Vor einigen Jahren wurde ein Instrument aus seinem Nachlass auf einer Internet-Auktionsseite zum Kauf angeboten – für 500 Euro.