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Restaurierung:
Der Bacchusbrunnen, 1897/2003
Galvanoplastik, Kupfer, 65 × 48 × 124 cm, Plinthe 40 × 40 cm
Die Brunnenfigur ist, ebenso wie die Broderbrunnen-Figuren, eine Kerngalvano-Plastik. Vor der Restaurierung wies sie materialtypische Schäden auf: Eisenarmierungen im Gipskern «wuchsen» durch Korrosion und sprengten die Figur von innen. Der Bacchus zeigte bereits einen grossen Riss an der Wade.
In der Kunstgiesserei wurde der Gipskern des betroffenen Beines entfernt und die dünne Galvano-Schicht freigelegt. Der Riss wurde mit Weichlot geschlossen und auf die Eisenarmierungen ein Korrosionsschutz aufgebracht. Danach wurde die Plastik mit einer speziellen Gips-Kolophonium-Mischung wieder aufgefüllt, um eine möglichst grosse Materialähnlichkeit mit dem kolophoniumgetränkten Originalkern zu erreichen.
Zwei Jahre nach Abschluss der Restaurierung wurde die Figur durch Vandalismus erneut schwer beschädigt: Beim Sturz in ein Schaufenster riss der Kopf zur Hälfte ab, die gesamte Figur wurde schwer gestaucht. Sie weist insgesamt Risse, Beulen und Kratzspuren sowie erhebliche Kernbrüche im Innern auf – irreversible Schäden, die durch eine erneute Restaurierung nicht vollständig behoben werden konnten. Trotz dieser Umstände konnte die Figur wieder an ihren originallen Standort aufgestellt werden.