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SafeZone.ch hat diese Frage beantwortet:
Es ist wichtig, das Gespräch mit Ihrem Sohn zu suchen und ihm ohne Vorwürfe Ihre Sorge mitzuteilen. Erkundigen Sie sich mit offener, interessierter Haltung, was ihm das Gamen bringt, weshalb er seiner Meinung nach so viel Zeit damit verbringt und was er vermissen würde, wenn er weniger oder nicht mehr gamen würde. Sollte er abwehrend reagieren, könnten Sie ihn nach seiner Einschätzung fragen, was für seine Zukunft mehr bringt - das Gamen oder etwas anders machen?
Eine Suchtberatung vorzuschlagen wäre eine Option. Das bewirkt jedoch meistens nicht die gewünschte Veränderung im Spielverhalten. Für Jugendliche steckt hinter der Motivation für eine Therapie oft mehr der Wunsch, Probleme mit den Eltern und in der Schule zu vermeiden als die Absicht, eine Reduktion der Game-Zeit zu erreichen. Dennoch ist gut, als Eltern nicht aufzugeben und den Sohn im gleichen Rahmen weiter gamen zu lassen. Vermitteln Sie ihm stattdessen ganz deutlich, dass Sie das ständige Gamen nicht länger akzeptieren können und wollen. Versuchen Sie, dem Sohn aufzuzeigen, dass es neben dem Elternhaus auch in der Schule über kurz oder lang zu Problemen führen wird (oder bereits geführt hat), wenn er wegen dem Gamen alles andere vernachlässigt.
Womöglich realisiert Ihr Sohn gar nicht richtig, wie viel Zeit er tatsächlich mit Gamen verbringt. Um ihn zum Nachdenken anzuregen, könnten Sie ihn beispielsweise notieren lassen, wie viele der 24 Stunden er jeden Tag ins Gamen investiert. Eine andere Möglichkeit, sein Bewusstsein für das kritische Konsumverhalten zu wecken ist, ihn folgenden Selbsttest ausfüllen zu lassen: https://www.suchtpraevention-zh.ch/selbsttest/online-konsum/
Eine weitere Variante wäre, gemeinsam mit dem Sohn herauszufinden, welche Games für ihn ein Suchtrisiko darstellen und dann verbindlich zu vereinbaren, dass er diese ab sofort nur zeitlich begrenzt spielt oder, noch besser, ganz weglässt.
Vielleicht haben Sie sich ab und zu schon überlegt, dem Sohn den Computer wegzunehmen. Davon ist eher abzuraten. Kurzfristig würde das eventuell etwas bewirken, doch auf lange Sicht geht es eher darum, einen guten Umgang mit dem Computer zu finden und seine Medienkompetenz zu fördern. Es ist absehbar, dass er in Zukunft in der Schule wie im Berufsleben regelmässig am Computer wird arbeiten müssen.