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2014 brachte Prinzessin Madeleine von Schweden, 37, ihr erstes Kind zur Welt. In New York, wo die jüngste Tochter von König Carl XVI. Gustaf, 73, und Königin Silvia, 76, damals mit ihrem Mann Christopher O'Neill, 45, wohnte. Die Freude in Schweden über die Geburt von Prinzessin Leonore war gross. Es gab aber auch kritische Stimmen: Darf eine eventuelle zukünftige Königin von Schweden im Ausland aufwachsen? Immerhin war Prinzessin Leonore damals noch auf Platz fünf der schwedischen Thronfolge.
Leonore muss in Schweden zur Schule
Kurz nach der Geburt meldete sich dann tatsächlich der schwedische Hofmarschall Svante Lindqvist zu Wort und stellte klar, wie die schwedischen Erbregeln des 16. Jahrhunderts auszulegen sind:
Ein Thronfolger oder eine Thronfolgerin müsse protestantischen Glaubens und in Schweden getauft sein. Und er oder sie müsse in Schweden aufwachsen. Svante Lindqvist zufolge heisst das, Leonore müsste «ab einem Alter von ungefähr sechs Jahren in Schweden aufwachsen und ihre gesamte Schulbildung in Schweden absolvieren. Sie muss Schwedin sein, einwandfrei Schwedisch sprechen und in Schweden Abitur machen», wie er von der Zeitung «Aftondbladet» zitiert wird.
Mit dieser Ansage war allen klar: Früher oder später werden Prinzessin Madeleine und Christopher O'Neill nach Schweden zurückkehren, damit ihre Kinder dort zur Schule gehen können.
Im Herbst 2019 gab König Carl Gustaf bekannt, dass er fünf von sieben seiner Enkel den Titel «Königliche Hoheit» entzieht. Ein Schritt ganz im Sinne von Madeleine und Chris: Ihre Kleinen haben seither zwar weniger Rechte, aber auch weniger Pflichten. Und mehr Freiheiten.
In der schwedischen Thronfolge aber verblieben Leonore, Nicolas und Adrienne weiterhin. Und damit blieb auch ein letzter kleiner Funke Hoffnung auf die Rückkehr der Royals nach Schweden. Immerhin wird Leonore in wenigen Tagen sechs Jahre alt. Im Herbst 2020 steht ihre Einschulung an.
Galerie: Die schwedische Thronfolge im Überblick
Auf dem ersten Platz der schwedischen Thronfolge ist Kronprinzessin Victoria. Sie wird ihrem Vater, König Carl XVI. Gustaf, eines Tages auf den Thron folgen.Getty Images
Sie bleiben in den USA
Nun aber machte Prinzessin Madeleine auch diese Hoffnung zunichte. Beziehungsweise die Informationschefin des schwedischen Hofes. Denn diese liess vergangene Woche gegenüber «Svensk Damtidning» verlauten: «Gegenwärtig und in naher Zukunft werden sie in Florida bleiben. Das heisst, die Kinder werden auch in Florida zur Schule gehen.»
Damit dürften die Würfel also endgültig gefallen sein: Wird die Erbregelung in Schweden wirklich so ausgelegt, wie es der Hofmarschall vor sechs Jahren angekündigt hat, dürfte Leonore nie auf dem schwedischen Thron sitzen.
Wieso sich Madeleine zu diesen Schritt entschieden hat? Darüber kann nur spekuliert werden. Klar aber ist: Prinzessin Madeleine fühlt sich wohl in den USA, ihre Kinder haben sich gut integriert und geniessen ein Aufwachsen ohne Paparazzi und öffentliche Beobachtung.
Das Parlament könnte alles noch ändern
Das alles hätte Madeleine nun aufgeben müssen, um ihrer ältesten Tochter die Aussicht auf einen Thron zu wahren, der in den letzten Jahren eh immer weiter wegrückte. Denn mit der Geburt von Prinz Carl Philips Kindern rutschte Leonore und ihre zwei Geschwister so oder so immer weiter zurück in der Thronfolge. Heute ist sie noch auf Platz acht.
Entsprechend scheint dieser Entscheid – auch vor dem Hintergrund der Aberkennung aller royalen Titel – nichts anderes als ein logischer Schritt. Und ein Hintertürchen bleibt schliesslich weiterhin: Dem schwedischen Parlament steht es frei, das Thronerbgesetz jederzeit zu ändern. Und den Gerichten, dieses neu auszulegen.