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Systematik:
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien
Wissenschaftlicher Name: Psittaciformes
Verbreitungsgebiet:
Der Verbreitungsschwerpunkt der Arten liegt in den Tropen und Subtropen wobei auf den Südkontinenten jeweils das Südende der Landmassen erreicht werden. Die in diesen Gebieten besonders in der Australis und in Südamerika lebenden Papageien sind entsprechend an Kälte angepasst.
Beschreibung:
Merkmale aller Papageienvögel sind: ein Kletterfuß, bei dem zwei Zehen nach vorn und zwei Zehen nach hinten gestellt sind, und der Papageienschnabel.
Nahrung:
Papageien ernähren sich vor allem von pflanzlicher Kost wie Früchten, Samen, Blüten, Blätter, Rinde, Wurzeln mit je nach Art unterschiedlichen Anteilen tierischer Beikost vor allem Insekten und Insektenlarven.
Sprechen und Intelligenz:
Papageienvögel gehören neben den Rabenvögeln und den Spechten zu den Vögeln mit den höchsten Intelligenzleistungen. Papageien sind in Europa vor allem als sprachgelehrige Haustiere bekannt.
Fortpflanzung:
Fast alle Papageienarten brüten in Höhlen, vor allem in Baumhöhlen, Erdhöhlen aber auch in Termitenbauten.
Systematik:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Tribus: Plattschweifsittiche (Platycercini)
Gattung: Wellensittiche
Art: Wellensittich
Wissenschaftlicher Name: Melopsittacus
Äusseres und Herkunft:
Diese kleinen, in den Farben blau, grün, gelb und weiss vorkommenden Vögel, stammen aus Australien. Sie sind sehr flugfreudig und brauchen viel Platz in einer grossen Voliere wo sie sich niemals alleine, sondern in Schwärmen oder aber mindestens zu zweit wohl fühlen.
Nahrung:
Sie brauchen stetig Körner zur Verfügung, welche durch die Verdauung in Energie umgewandelt werden, mit der sie ihre Körpertemperatur von 42 Grad aufrechterhalten können. Gemüse und Früchte decken den Vitaminbedarf. Vogelsand oder Grit ist für die Verdauung im Muskelmagen enorm wichtig und muss jederzeit zur Verfügung stehen.
Zum Nagen und für gesunde Füsse und Krallen müssen natürliche Äste mit verschiedenen Durchmessern angeboten werden.
Fortpflanzung:
Die Brutzeit beträgt 18-20 Tage und die 3-6 Jungen verlassen nach ca. 6 Wochen das Nest und sind selbstständig.
Geschlechtsdifferenzierung: Wachshaut oberhalb des Schnabels bei Männchen kobaltblau, bei Weibchen weisslich bis bräunlich.
Die Lebenserwartung beträgt bis zu 15 Jahren.
Fleckenuhu
Systematik:
Unterstamm: Wirbeltiere
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Uhus (Bubo)
Art: Fleckenuhu
Wissenschaftlicher Name: Bubo africanus
Verbreitung und Lebensweise:
Er ist in Schwarzafrika und Teilen Arabiens verbreitet[ und ist die häufigste, größere Eule in Afrika. Als Lebensraum bevorzugt er felsige Gebiete in Baumsavannen, Halbwüsten und Wald.
Aussehen und Maße: Der mittelgroße Fleckenuhu erreicht eine Körperlänge von 44 bis 50 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 110 bis 140 Zentimeter sowie ein Gewicht von 500 bis 850 Gramm. Männchen bleiben wie bei allen Eulen insgesamt kleiner und leichter als Weibchen. Das Gefieder weist eine gräuliche bis graubraune oder braune Grundfärbung auf.
Lebensweise: Fleckenuhus leben einzelgängerisch oder paarweise. Dabei bleibt ein Paar ein Leben lang zusammen und führen eine monogame Einehe. Vor allem während der Paarungs- und Brutzeit verhalten sich die Tiere ausgesprochen territorial und verteidigen vor allem ihr Gelege vehement.
Ernährung: Der Fleckenuhu jagt vorzugsweise in den frühen Abendstunden oder in der Nacht nach kleinen Nagetieren, größeren Insekten, Vögeln, Schlangen oder anderen kleinen Reptilien. Hat ein Fleckenuhu ein Beutetier entdeckt, so fliegt er los und es kommt zu einem kurzen Gleitflug. Die Beutetiere werden mit den kräftigen Klauen gegriffen und getötet. Sie wird im Ganzen verschlungen oder mit dem kräftigen Schnabel in mundgerechte Happen zerteilt.
Fortpflanzung: Die Geschlechtsreife erreicht der Fleckenuhu mit rund zwei Jahren. Die Brutzeit des Fleckenuhus erstreckt sich für gewöhnlich über die Monate Juli bis Februar. Die Nester entstehen meist am Boden an geschützter Stelle unter Büschen oder in Felsspalten. Aber auch vom Menschen aufgestellte Nistkästen werden gelegentlich angenommen. Das Weibchen legt zwischen zwei und vier Eier, die über einen Zeitraum von 32 bis 34 Tagen ausschließlich vom Weibchen gewärmt werden. Die Eier hat das Weibchen im Abstand von jeweils einem Tag gelegt. Das Männchen versorgt sein Weibchen während dieser Zeit mit Nahrung. Die Nestlingszeit erstreckt sich über rund 5 Wochen. Für gewöhnlich wird die Flugfähigkeit in der fünften oder sechsten Lebenswoche erreicht. Ihre Unabhängigkeit erlangen Jungvögel mit drei bis vier Monaten. Die Lebenserwartung des Fleckenuhus liegt bei 10 bis 12 Jahren.
Schnee-Eulen:
Systematik:
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Stigidae)
Gattung: Uhus (Bubo)
Art: Schnee-Eule
Wissenschaftlicher Name: Bubo scandiacus, Nyctea scandiaca
Verbreitungsgebiet:
Die Schnee-Eule hat eine zirkumpolare Verbreitung und kommt in Tundrengebieten von Island, Nordeuropa, Sibirien, Alaska, Kanada und Grönland vor.
Beschreibung:
Die Schneeeule erreicht fast die Größe des Uhus (Bubo bubo). Die Körperlänge ausgewachsener Vögel beträgt etwa 55 bis 66 cm. Die Männchen sind dabei wie bei vielen anderen Eulenarten etwas kleiner als die Weibchen. Sie erreichen im Durchschnitt eine Länge von 58 cm, Weibchen werden dagegen durchschnittlich 63 cm groß. Ähnliches gilt für das Körpergewicht. Ausgewachsene Schnee-Eulen wiegen 1,6 und 2,5 Kilogramm. Die Männchen wiegen dabei durchschnittlich 1.700, die Weibchen 2.100 Gramm. Die Flügelspannweite beträgt 145 bis 157 Zentimeter.
Nahrung:
Die Beute besteht meist aus kleinen Säugetieren wie Mäusen, vor allem aber aus Lemmingen und Fische. Sie können jedoch durchaus Tiere bis zur Größe von Schneehasen, Enten, Eisfüchsen Kornweihen oder Seevögel erbeuten.
Natürliche Feinde:
Abgesehen von Raubmöwen und Polarfüchsen, die unbewachte Nester plündern, besitzen die Schneeeulen kaum natürliche Feinde.
Fortpflanzung:
Sie führen eine Saisonehe und sind während dieser Zeit weitgehend monogam,
Legt je nach Nahrungsangebot 3-11 Eier, jeweils im Abstand von zwei Tagen. Während das Weibchen die Eier bebrütet, wird es vom Männchen mit Nahrung versorgt. Nach weiteren 6-7 Wochen sind dann die Jungvögel flügge.
Systematik:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanartige (Phasianidae)
Gattung: Kammhühner (Gallus)
Art: Bankivahuhn (Gallus gallus)
Unterart: Haushuhn
Wissenschaftlicher Name: Gallus gallus domesticus
Beschreibung:
Das Huhn (männl. Hahn, weibl. Henne, Jungtier Küken, Küken führende Henne Glucke, kastrierter Hahn Kapaun) wiegt etwa 1,5 bis 5 kg je nach Rasse.
Bei Tieren der gleichen Rasse oder Abstammung ist der Hahn bis zu 1 kg schwerer als die Henne. Es gibt eine kleine Vielfalt von Farben und Zeichnungsmustern des Federkleides. Auch besondere Federbildungen (Seidenhuhn, Strupphühner). Der Hahn hat ein farbenprächtigeres Federkleid. Da das Huhn auf Grund der fehlenden Überschneidung der Blickfelder seiner Augen nicht räumlich sehen kann, ist es dazu gezwungen, seine Umgebung durch schnelles Vor- und Zurückbewegen des Kopfes wahrzunehmen.
Lebenserwartung:
Über das maximale Alter des Huhns gibt es wenige zuverlässige Aussagen. In alten Büchern finden sich teilweise Altersangaben von bis zu 50 Jahren. Den meisten Berichten zufolge werden Haushühner (wenn nicht zuvor geschlachtet) etwa um die 5-7 Jahre alt.
Nahrung:
Im natürlichen Lebensraum fressen Hühner Körner, Würmer, Insekten und sogar Mäuse. In ihrem Magen zerkleinern Gastrolithen die harte Nahrung. Sie sind während der Nahrungssuche sehr wachsam und halten sich gerne in deckungsreicher Landschaft auf.
Fortpflanzung:
Nimmt man dem Huhn täglich das gelegte Ei weg, so kann es im Jahr ca. 250 bis 300 Eier legen (Legerassen). Würden die Eier nicht entfernt, so würde das Huhn mit dem Brüten beginnen, sofern sein Bruttrieb genügend ausgeprägt ist.
Systematik:
Reihe: Landwirbeltiere
Unterstamm: Wirbeltiere
Klasse: Vögel
Unterklasse: Neukiefervögel
Ordnung: Hühnervögel
Familie: Fasanenartige
Wissenschaftlicher Name: Phasianidae
Verbreitungsgebiet:
Mit 37 Gattungen und fast 120 Arten ist die Familie in Asien am reichsten entwickelt. Die 12 in Europa heimischen Arten gehören alle zu Gattungen, die in Asien ebenfalls vorkommen. Den Großteil der fast 50 afrikanischen Arten stellt die Gattung Francolinus (Frankoline), die hier am reichsten entwickelt ist. In Australien sind nur 3 Arten von Erdwachteln (Coturnix) heimisch.
Lebensraum:
Der Fasan ist ein Bewohner weiter Feldfluren, unterbrochen von Gehölzen oder Wasserläufen, und findet daher in der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft ausreichende Lebensräume vor.
Beschreibung:
Die Fasanenartigen (Phasianidae) sind die artenreichste Familie der Hühnervögel (Galliformes). Dazu zählen Fasane, Truthühner, Rebhühner, Wachteln und andere Bodenvögel.
Nahrung:
Die Nahrung besteht aus pflanzlicher Kost.
Systematik:
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Truthühner (Meleagridinae)
Gattung: Truthühner
Wissenschaftlicher Name: Meleagris
Merkmale: Männliche Truthühner erreichen im Stand eine Höhe von 1 m und ein Gewicht von 10 kg. Weibchen sind etwas kleiner und viel leichter (90 cm, bis 5 kg). Der schwerfällige Körper weist einen hauptsächlich bodenbewohnenden Vogel aus, der auch auf der Flucht eher läuft als fliegt.
Verbreitung und Lebensraum: Das Verbreitungsgebiet reicht vom Südrand Kanadas über die USA und Mexiko bis nach Belize und Guatemala. Domestizierte Truthühner sind heute weltweit zu finden. Der ideale Lebensraum sind Wälder mit großzügigen Lichtungen oder Waldränder. Truthühner brauchen dichtes Unterholz, um sich darin verbergen und dort brüten zu können, Bäume als Schlafplätze und grasbewachsene Flächen für die Nahrungssuche. Das Wildtruthuhn ist inzwischen zum Kulturfolger geworden und ist auch in den Parks der Vorstädte heimisch geworden.
Ernährung: Junge Truthühner fressen am Anfang ihres Lebens ausschließlich Insekten. Dabei vertilgen sie etwa 3000 bis 4000 Insekten am Tag. Ab der sechsten Lebenswoche nehmen sie erstmals auch pflanzliche Nahrung. Ausgewachsene Truthühner fressen dann fast ausschließlich Pflanzen und nehmen Insekten nur noch als Beikost. Gefressene Pflanzen sind im Sommer Samen, Beeren und Nüsse, im Winter werden Wurzeln ausgegraben oder Baumknospen gefressen. In harten Wintern können Truthühner bis zu zwei Wochen ohne Nahrung überstehen; sie verlieren dann bis zu 50 % ihres Körpergewichts, erholen sich davon aber wieder.
Fortpflanzung:
Zur Balzzeit kollern die Hähne, um eine Henne anzulocken. Zur Balz plustern sie ihre Federn auf, spreizen die Schwanzfedern und blasen ihren Halssack auf. Wilde Truthähne balzen synchron in Brudergemeinschaften, wobei immer nur der ranghöchste Bruder eine Henne begattet. Die Begattung dauert hier etwa vier Minuten. Anschließend werden acht bis fünfzehn Eier in ein Nest gelegt, das nur eine Mulde am Boden ist. Die Eier sind cremefarben, mit braunen Flecken versehen, zirka 6 x 4,5 cm groß und werden 28 Tage lang bebrütet.
Truthühner haben eine maximale Lebensdauer von zehn Jahren, werden aber meistens nicht älter als fünf Jahre.
Systematik:
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Urkiefervögel (Palaeognathae)
Ordnung: Laufvögel (Struthioniformes)
Familie: Emus (Dromaiidae)
Gattung: Emu (Dromaius)
Art: Emu
Wissenschaftlicher Name: Dromaius novaehollandiae
Verbreitungsgebiet:
Emus sind in nahezu ganz Australien verbreitet. Im dicht bewaldeten hohen Norden sowie entlang der von Menschen dicht besiedelten Ostküste findet man sie allerdings recht selten. Auf Tasmanien wurde die dortige Unterart des Großen Emus im 19. Jahrhundert ausgerottet. Der Große Emu wurde durch den Menschen auch auf der Känguru-Insel sowie Maria Island in der Nähe der tasmanischen Küste eingeführt, wo ursprünglich eine andere, heute ausgestorbene Emu-Art heimisch gewesen war.
Beschreibung:
Emus erreichen eine Körperhöhe zwischen 150 bis 190 Zentimeter. Ihre Schulterhöhe liegt bei 1 bis 1,3 Meter. Mit einem Gewicht zwischen 30 und 45 Kilogramm sind sie trotz der größeren Körpergröße etwas leichter als Helmkasuare. Der weitgehend unbefiederte Hals und die Beine sind lang. Von den Flügeln sind nur noch rudimentäre Stummel vorhanden. Ihre Länge beträgt lediglich 20 Zentimeter. Die kräftigen Beine des Emus enden in drei Zehen, die nach vorne gerichtet sind. Diese Zehenstellung findet sich auch bei anderen, sich überwiegend auf dem Boden fortbewegenden Vogelarten wie etwa Wachteln.
Nahrung:
Emus zählen zu den größten Pflanzenfressern Australiens und fressen Nahrung mit vergleichsweise hohem Nährwert. Genutzt werden dabei sowohl ursprünglich in Australien einheimische Pflanzen als auch durch Europäer hier eingeführte. Jüngere Tiere ernähren sich stärker carnivor und nehmen neben pflanzlicher Nahrung verstärkt Raupen, Heuschrecken und andere Wirbellose zu sich, während ältere vorwiegend Früchte, Beeren, Samen, Blüten, junge Pflanzenschösslinge, frisches Gras und Kräuter fressen.
Systematik:
Ordnung: Rackenvögel (Coraciiformes)
Familie: Eisvögel (Alcedinidae)
Unterfamilie: Lieste (Halcyoninae)
Gattung: Jägerlieste (Dacelo)
Art: Jägerliest
Wissenschaftlicher Name: Dacelo novaeguineae
Der Jägerliest (Dacelo novaeguineae), besser bekannt unter dem Namen Lachender Hans, ist ein Vogel aus der Familie der Eisvögel (Alcedinidae). In Australien wird er Kookaburra (sprich: Kuka-bura) genannt.
Vorkommen und Lebensweise:
Jägerlieste sind die größten Vertreter in der Familie der Eisvögel. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Osten und Südosten von Australien. An einen spezifischen Lebensraum sind sie nicht gebunden, sie werden jedoch häufig in der Nähe von Gewässern gesichtet. Einzeln, paarweise oder in kleinen Familienverbänden bewohnen sie Parks und Gärten in den Städten, Wälder oder baumreiche Gebiete.
Merkmale: Jägerlieste verfügen über einen kräftigen Schnabel, einen im Verhältnis zum Körper großen Kopf, einen gedrungenen Körperbau und kurze Beine mit kleinen, aber scharfen Krallen. Über den braunen Augen liegt ein deutlicher brauner Überaugenstreif, der sie gegen das Sonnenlicht schützt. In der Körperlänge misst ein erwachsener Jägerliest 40 bis 47 Zentimeter. Sie können ein Alter bis zu 20 Jahre (manchmal auch 25 Jahre) erreichen.
Stimme: Das Markenzeichen der Jägerlieste ist ihre an ein lautes Gelächter erinnernde markante Stimme zur Revierverteidigung. Ihr regelmäßiges Gelächter am frühen Morgen und in den späten Abendstunden brachte ihnen auch den Namen „Buschmanns-Uhr“ ein. Sie fangen mit einem leisen Ruf an, der in ein lautes, hysterisch erscheinendes Lachen ausläuft. Der Ruf klingt etwa wie „ku-ku-ku-ku-ku-ka-ka-ka“ und wird oft in einem Chor vorgetragen.
Ernährung: Als Ansitzjäger erbeuten sie im Sturzflug Insekten, kleine Säugetiere, Vögel und Reptilien. Im seichten Wasser fangen sie Krabben, Muscheln und Fische. Gelegentlich werden auch die Küken von Haushühnern erbeutet. Kleine Beutetiere werden mit dem Schnabel zerquetscht. Größere Beutetiere werden quer in den Schnabel genommen und auf Steine und Äste geschlagen.
Eine besondere Beliebtheit bei den Australiern haben die Jägerlieste durch das Vertilgen von Mäusen, Ratten und giftigen Schlangen gewonnen. Die Schlangen werden mit dem kräftigen Schnabel gepackt. Dann werden die Schlangen entweder erschlagen oder die Jägerlieste fliegen mit der Schlange in ihrem Schnabel auf und lassen sie mehrmals aus großer Höhe auf den Boden fallen. Danach tragen sie die Schlange zum Nest, zerteilen sie und füttern die Küken mit kleinen Happen. Jägerlieste sind auch als vorwitzige Diebe bekannt. So kann es unvorsichtigen Campern passieren, dass die Jägerlieste ihnen ihre Speisen klauen.
Fortpflanzung: Jägerlieste sind sich ein ganzes Leben lang treu, sie führen also eine monogame Dauerehe. Das Männchen füttert das auserwählte Weibchen während der Werbung. Danach wird das vom Männchen erbaute Nest gemeinsam inspiziert. Bei der Wahl des Brutplatzes sind sie nicht wählerisch. Bevorzugt werden Baumhöhlen in abgestorbenen Bäumen bezogen. Die zwei bis vier weißen Eier werden in ausgehöhlte Höhlen der Baumtermiten, in verlassene Termitenhügel, in hohle Baumstümpfe, verlassene Baumhöhlen oder unter anderem auch in Höhlen alter Gummibäume gelegt. Die Eier werden von beiden Elternvögeln abwechselnd ausgebrütet. Die nackten und blinden Küken schlüpfen nach etwa vier Wochen und sind sehr gefräßig. An der Brutpflege und der Fütterung sind beide Altvögel beteiligt. Nach weiteren vier bis fünf Wochen verlassen die Küken vollständig befiedert das Nest. Ein Daunenkleid legen die Jungvögel nicht an, da sie es in ihren warmen Höhlen nicht benötigen. Die Jungen bleiben teilweise bis zu vier Jahren bei den Eltern und helfen ihnen als Bruthelfer bei der nächsten Brut. Sie erlernen dadurch das Brutgeschäft und verbessern die Überlebenschancen der Geschwister. Mit etwa zwei Jahren werden die Vögel geschlechtsreif.
Haltung: Der Lachende Hans wird oft in Zoos gehalten und gezüchtet. Dort werden die Vögel mit Fleischstücken, Mäusen, Fischen, Heuschrecken und Mehrwürmern ernährt.
Sage:
Nach dem Glauben der Aborigines bringt es Kindern Unglück, wenn sie einen Kookaburra beleidigen: Dann wächst ihnen angeblich ein Zahn schief aus dem Mund.
Auch soll der Gott Bayame dem Kookaburra, als die Sonne zum ersten Mal aufging, befohlen haben, sein lautes Gelächter hören zu lassen, damit die Menschen aufwachen und den wunderschönen Sonnenaufgang nicht versäumen.
Systematik:
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Enten (Anatinae)
Gattung: Eigentliche Enten (Anas)
Art: Stockente
Wissenschaftlicher Name: Anas platyrhynchos f. domestica
Verbreitungsgebiet:
Die Laufente oder Indische Laufente ist eine von der Stockente (Anas platyrhynchos) abstammende Entenrasse, die um 1850 von Südostasien nach Europa importiert wurde, wo sie vor allem in England gezüchtet wurde.
Beschreibung:
Die Laufente hat einen langen, schlanken Körper und geht mit steil nach oben gerichtetem Hals. Sie hat einen sehr lebhaften Charakter und ist sehr aufmerksam und agil, dabei aber flugunfähig. Sie werden in den Farbenschlägen weiss, wildfarbig, rehfarbig, blauwildfarbig (gelb), silberwildfarbig, schwarz, braun und blau gezüchtet.
Nahrung:
aus pflanzlichen Stoffen. Sie liebt Sämereien, Früchte, grüne Wasser-, Ufer- und Landpflanzen. Zum Nahrungsspektrum gehören aber auch Insekten, Weichtiere, Larven.
Systematik:
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Gallifomes)
Familie: Perlhühner
Unterart: Haushuhn
Wissenschaftlicher Name: Numididae
Beschreibung:
Perlhühner sind von der typischen Gestalt, die alle Hühnervögel eint: Sie haben einen gedrungenen Körper, kurze Flügel, kräftige Beine und einen kleinen Kopf. Auch der Schwanz ist für Hühner gewöhnlich kurz. Die Größe reicht von 40 cm bis 72 cm, das Gewicht von 700 bis 1650 g.
Das Gefieder der Perlhühner hat eine schwarze oder graue Grundfärbung. Nur das Geierperlhuhn hat eine blaue Unterseite, das Weißbrustperlhuhn eine rein weiße Brust. Namengebend ist die Zeichnung des Gefieders, das mit feinen, weißen Punkten übersät ist. Kopf und Hals sind immer unbefiedert, die nackte Haut dieser Partien ist oft sehr farbenfroh und kann mit Kehlsäcken, Warzen, Knochenkämmen oder Schöpfen besetzt sein.
Der Schnabel der Perlhühner ist kurz und nach unten gebogen. Manchmal hat er entfernte Ähnlichkeit mit einem Greifvogelschnabel, vor allem beim Geierperlhuhn. Der kräftige Schnabel dient dem Graben in der Erde. Den gleichen Zweck erfüllen die krallenbewehrten Füße.
Verbreitung und Lebensraum:
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Perlhühner umfasst Afrika südlich der Sahara, ausgenommen vollkommen vegetationslose Wüsten. Während des frühen Altertums gab es Perlhühner auch in Ägypten.
Heute sind Perlhühner durch den Menschen in zahlreichen weiteren Regionen der Erde heimisch geworden. Es handelt sich dabei vor allem um verwilderte Hausperlhühner, die es auf vielen karibischen Inseln, auf der Arabischen Halbinsel und auf Madagaskar gibt.
Obwohl die meisten Perlhühner in der Ebene vorkommen, trifft man Helmperlhühner in gebirgigen Regionen bis in Höhen von 3000 m an.
Lebensweise:
Perlhühner sind tagaktive Bodenbewohner, die in den frühen Morgenstunden und am späten Abend die größte Aktivität zeigen, während sie bei Nacht und während der Mittagshitze ruhen. Als Schlafplätze dienen Bäume.
Außerhalb der Brutzeit leben Perlhühner in sozialen Verbänden. Diese Gruppen sind in ihrer Zusammensetzung recht stabil. Obwohl sie sich alljährlich zur Brutzeit auflösen, finden sich nach dem Ende der Brutzeit dieselben Individuen wieder zusammen. Die Größe der Verbände liegt bei den waldbewohnenden Arten meistens bei unter 10 Vögeln je Gruppe, bei den Savannenbewohnern bei bis zu 40, in Ausnahmefällen sogar bis zu 200.
Die Verbände verteidigen keine festen Reviere. Beim Weißbrust-Perlhuhn kann aber das Aufeinandertreffen zweier Verbände aggressives Verhalten bis hin zu Kämpfen auslösen. Dagegen finden sich unterschiedliche Gruppen des Helmperlhuhns auch am selben Wasserloch ein und bleiben gegeneinander verträglich.
Nahrung:
Als Allesfresser ernähren sich Perlhühner gleichermaßen von pflanzlichem wie tierischem Material. Zu den verzehrten Pflanzenteilen gehören Wurzeln, Samen, Früchte, Blätter und Blüten, an Tieren werden vor allem Insekten, Spinnentiere und Tausendfüßer gefressen. Kleine Wirbeltiere sind nur ausnahmsweise Beutetiere. Welche Nahrung überwiegt, ist von Art zu Art verschieden. Bei den waldbewohnenden Arten überwiegen Insekten deutlich, beim Helmperlhuhn die pflanzliche Nahrung ebenso deutlich.
Perlhühner suchen ihre Nahrung, indem sie umherlaufen und aufpicken, was sie auf ihrem Weg finden. Gelegentlich scharren sie auch in der Erde, um an Wurzeln zu gelangen. Dabei helfen ihnen sowohl die Füße als auch der Schnabel.
Von mehreren Perlhuhnarten weiß man, dass sie Affen folgen, um die von ihnen fallen gelassenen Nahrungsreste zu vertilgen. Das Kräuselhauben-Perlhuhn hält sich dafür in der Nähe verschiedener baumbewohnender Affen auf, Helmperlhühner halten sich oft an Paviangruppen. Auch anderen Säugetieren folgen Perlhühner gelegentlich, um aufgescheuchte Insekten oder verschmähte Nahrung zu erhaschen.
Fortpflanzung:
Zur Brutzeit trennen sich die Paare von den Gruppen. Manchmal gehen der Paarbildung Kämpfe zwischen rivalisierenden Männchen voraus. Die Paare sind saisonal monogam.
Als Nest dient eine Mulde im Boden, die allenfalls mit Blättern oder Gras ausgepolstert wird. Ein Gelege besteht aus 4 bis 19 Eiern. Allein das Weibchen brütet, das Männchen bleibt jedoch in der Nähe des Nests. Die Brut dauert 23 bis 28 Tage. Die Jungen sind wie alle Hühnervögel Nestflüchter. Sie fressen sofort selbst, sind aber noch auf die Begleitung der Eltern angewiesen. Beide Eltern bewachen und verteidigen die Jungen - die Beteiligung des Männchens an dieser Aufgabe ist eine unter Hühnervögeln seltene Ausnahme. Zu den Fressfeinden junger Perlhühner zählen vor allem Affen, Ginsterkatzen, Krähen und Falken.