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Traubensilberkerze und Wechseljahre
Die Traubensilberkerze wurde schon von den Indianern traditionell als Mittel zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden eingesetzt. Aktuelle Studien bestätigen inzwischen die Wirksamkeit für diese Anwendung. Deshalb wissen zahlreiche Frauen damals wie heute die Heilpflanze zu schätzen. Denn während der Wechseljahre verändert sich der Hormonhaushalt der Frau. Damit einhergehende Beschwerden können je nach Ausprägung sehr belastend sein. Während etwa ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren nur die offensichtlichen Veränderungen im Zyklus wahrnimmt, leidet ein weiteres Drittel an leichten körperlichen und / oder psychischen Symptomen. Das letzte Drittel hat mit ausgeprägten Beschwerden wie Hitzewallungen zu kämpfen. Erfahren Sie hier alles über die Verbreitung, das Aussehen und die Wirkung von Cimicifuga racemosa.
Vorkommen und Verbreitung von Cimicifuga racemosa
Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa oder Actaea racemosa) ist vor allem auf dem nordamerikanischen Kontinent verbreitet. Sie wächst wild in einigen Regionen Kanadas und in vielen Bundesstaaten der USA. Dort findet man die auffällige Pflanze vor allem in bewaldeten Regionen auf einer Höhe von maximal 1500 ü. M. Sie bevorzugt eine halbschattige Lage und nährstoffreiche, feuchte Böden.
Als Zierpflanze ist sie – oft auch unter dem Namen Silberkerze – weit verbreitet und bereichert heimische Gärten mit ihren auffälligen, angenehm duftenden Blüten.
Cimicifuga: Aussehen und Merkmale
Cimicifuga ist eine ausdauernde Staude. Ihr auffälligstes Merkmal ist ihre Grösse, die bei idealen Wuchsbedingungen mehr als zwei Meter betragen kann. Zur Überwinterung dient ihr ein Rhizom (Wurzelstock). Das Rhizom ist ein Teil der Sprossachse, der hauptsächlich unterirdisch den Winter überdauert. Nach unten entspringen aus dem Rhizom die Wurzeln, nach oben der Stängel mit Blättern, Blüten und später mit Früchten.
Stängel und Blätter wirken bis im Juni eher unauffällig. Bis zu zwölf Zentimeter lange Fiederblättchen wachsen an langen Blattstielen. Im Juni beginnt die Blütezeit und dauert bis zum September. Es bilden sich lange, traubenförmige weisse Blütenstände, die namensgebend waren. Die Blütenhülle fällt beim Öffnen der Blüten ab, so dass ihr Aussehen durch die zahlreichen Staubblätter und Griffel geprägt ist. Der Blütenstand kann bis zu 60 Zentimeter lang werden und setzt sich aus vielen kleinen Einzelblüten zusammen. Die auffälligen, weissen Blütenstände sind der Grund, warum die Traubensilberkerze häufig in Gärten angepflanzt wird. Nach der Blüte bilden sich die Früchte: braune Samenkapseln, die über den Winter an der Pflanze hängen bleiben.
Arzneipflanze mit langer Tradition
Die Traubensilberkerze hat viele Namen, die auf ihre lange Tradition und geschichtliche Anwendung hindeuten. «Cimicifuga» bedeutet «Wanzen vertreibend». Der Sud aus der abgekochten Traubensilberkerze-Wurzel wurde früher als Mittel gegen Bettwanzen verwendet. Dementsprechend wurde Cimicifuga manchmal auch Wanzenkraut genannt.
Die Ureinwohner Nordamerikas verwendeten die Wurzel der Heilpflanze unter anderem gegen Frauenleiden und Geburtsschmerzen, aber auch bei Lebererkrankungen und Nierenleiden. Sie nannten die Traubensilberkerze ausserdem auch Klapperschlangenkraut. Der Grund sind die festen Samenkapseln, die im Spätherbst an der vertrockneten Pflanze hängen. Im Wind erzeugen sie ein Rasseln, das dem der Klapperschlange ähnelt. Man kann sich vorstellen, dass dies in Regionen, in denen häufig Klapperschlangen lauern, auch heute noch hin und wieder zu Schreckmomenten führt.
Cimicifuga: Inhaltsstoffe und Wirkung
Verwendete Pflanzenteile von Cimicifuga racemosa sind die Wurzeln und der Wurzelstock. Diese enthalten Triterpen-Glykoside (Cimicifugosid, Actein) sowie Gerbstoffe und Phenolcarbonsäuren. Bisher wurde vermutet, dass die enthaltenen Triterpene eine östrogenartige Wirkung zeigen. Neue Studien zeigen jedoch, dass ein anderer Wirkmechanismus vorliegt. Die Wirkung kommt vermutlich über das Neurotransmitter-System zustande und wird über Dopamin-, Serotonin- und Opioid-Rezeptoren vermittelt. Das erklärt auch, warum keine Nebenwirkungen beobachtet wurden, die ansonsten bei östrogenartig wirkenden Arzneistoffen auftreten.
Einsatzgebiete und Anwendung von Cimicifuga-Präparaten
Die Wechseljahre stellen einen Übergang zwischen zwei Lebensphasen dar. Diese Zeit ist mit hormonellen Umstellungen verbunden, die sich körperlich und psychisch auf den Körper auswirken. Typische Symptome der Hormonschwankungen sind Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Schlafstörungen, Nervosität und Verstimmungszustände. Eine Behandlung mit pflanzlichen Mitteln wie cimifemin® neo kann helfen gelassen durch diese Zeit zu kommen.
Cimicifuga zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden
Cimicifuga-Extrakt wird erfolgreich bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Studien zeigen: Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze Cimicifuga racemosa helfen bei neurovegetativen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweissausbrüche und Schlafstörungen. Sie vermindern ausserdem viele psychische Auswirkungen der Wechseljahre. Dazu gehören Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Nervosität oder Ängstlichkeit. Die Wirkung tritt nicht sofort ein. Eine Einnahme von mindestens sechs Wochen wird empfohlen.
Ist die Traubensilberkerze auch eine Alternative zur Hormontherapie?
Das sollten Sie im Einzelfall mit Ihrem Arzt besprechen. Die Hormonersatztherapie kann bei sehr starken klimakterischen Beschwerden für eine vorübergehende Zeit aber durchaus medizinisch sinnvoll sein.
Wo bekomme ich Traubensilberkerze?
Sie können Präparate mit Cimicifuga-Extrakt in Apotheken und Drogerien kaufen. Arzneimittel wie cimifemin® neo enthalten den wirksamen Traubensilberkerzen-Extrakt Ze 450 aus dem Rhizom von Cimicifuga racemosa (Syn. Actaea racemosa). So haben Sie die Sicherheit eines stetig kontrollierten Arzneimittels mit immer gleicher Dosierung und einer guten Wirksamkeit.
Beachten Sie bitte: Auch pflanzliche Wirkstoffe können unerwünschte Wirkungen (Neben- und Wechselwirkungen) haben. Achten Sie deshalb auf die Packungsbeilage, holen Sie bei Fragen ärztlichen Rat ein oder wenden Sie sich an Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin.