Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03518.jsonl.gz/2848

Margrit Herren-Bärtschi wurde am 20. April 1917 als drittes von sechs Kindern der Familie Bärtschi-Benninger in Jeuss geboren. Sie wuchs mit zwei älteren Brüdern und drei jüngeren Schwestern auf. Schon früh galt es, daheim auf dem Bauernhof zu helfen und die jüngeren Schwestern zu betreuen, was sie gerne und gewissenhaft machte. Sie besuchte acht Jahre die Schule in Jeuss und nachher, wie es damals für Mädchen im neunten Schuljahr üblich war, die Kochschule und die kirchliche Unterweisung in Murten. Nach der Konfirmation folgten zwei Jahre Welschlandaufenthalt in Neuenburg. Diese Zeit blieb Margrit trotz vieler Arbeit und grosser Verantwortung immer in guter Erinnerung.
Wieder daheim in Jeuss galt es, auf dem Bauernhof mitzuhelfen. Margrit wurde auch öfters angefragt, Frauen bei der Hausarbeit zu unterstützen und half zeitweise im Service in Restaurants mit. Schwer war in dieser Zeit der Hinschied einer Schwester im blühenden Alter von 18 Jahren.
Einer der Höhepunkte in ihrem Leben war 1939 der Besuch der Landesausstellung in Zürich. Dann lernte Margrit den Bauernsohn Fritz Herren aus Lurtigen kennen und am 24. Februar 1940 läuteten die Hochzeitsglocken der Kirche Murten. Als Hochzeitsreise machten sie zusammen einen Ausflug auf den Chasseral. Im Laufe der Jahre wurden dem Paar die Kinder Doris, Fritz, Peter, Hans, der leider nach der Geburt starb, Heidi und Paul geschenkt. Die Familie wurde nicht verwöhnt und eine Mutter mit fünf Kindern hatte keine Zeit, sich zu hinterfragen, sie war zufrieden mit dem, was sie hatten.
Nach der Übergabe des Betriebes an Sohn Fritz konnten es Fritz und Margrit etwas gelassener nehmen, aber schon einige Jahre nachher, im Jahr 1985, verstarb der Ehemann Fritz. Die schwere Zeit konnte sie bei den vielen Blumen um das währschafte Bauernhaus und den Pflanzen im Garten ein wenig überbrücken und auch mit den Gross- und Urgrosskindern, die oft beim Grosi in den Ferien waren. Die Verbundenheit mit den Familienmitgliedern war ihr stets wichtig.
Als Sohn Fritz um die Jahrhundertwende während vier Sommern auf dem Murtenberg über 200 Rinder betreute, verbrachte Margrit auch immer einige Zeit auf dem Chasseral. Während vieler Jahre genoss sie auch noch alle zwei Wochen einen Badeausflug mit Kolleginnen nach Yverdon-les-Bains mit einem Busunternehmen.
Mit dem hohen Alter kamen dann nach und nach einige Beschwerden. Margrit konnte nicht mehr so gut sehen und auch die Füsse schmerzten immer mehr. Aber dank der grossen Mithilfe und Pflege durch ihre Kinder, vor allem der Schwiegertochter Elisabeth und Sohn Fritz sowie der Spitex konnte sie nach kurzen Spitalaufenthalten immer wieder in ihr Heim zurückkehren.
Bei einem erneuten Spitalaufenthalt ist Margrit dann am 12. Februar 2014 im Beisein von Familienangehörigen eingeschlafen. Eine grosse Trauergemeinde nahm in der Kirche Murten Abschied von Margrit Herren-Bärtschi und im Grab ihres Ehemannes Fritz hat sie ihre ewige Ruhe gefunden. Eing.