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Die Bisse d’en Bas fasst ihr Wasser etwas oberhalb von Planchouet auf 1'390m aus der Printse. Wann die Suone genau gebaut wurde, weiss niemand, es muss aber vor 1753 gewesen sein. Die Bisse d’en Bas ist die wildeste Suone der Region. Auf seinem Weg überwindet das Wasser einige kühne Passagen und fällt zwischen Felsen und Wurzeln zu Tal. Mit ihrer üppigen Vegetation und den umliegenden kühlen und schattigen Bäumen hat die Suone etwas Mystisches.
WAS SIND SUONEN?
Suonen sind Bewässerungskanäle, die das Wasser der Gletscherbäche zu den Weiden und Anbauflächen leiteten und diese dann bewässerten. Die ältesten Suonen reichen bis ins Mittelalter zurück und zeugen vom unermüdlichen Kampf der Walliser Bauern gegen die Trockenheit. Was die Suonen so besonders macht, ist ihre Bauweise: Die Kanäle mussten an die verschiedenen Reliefs und Umgebungen angepasst werden, wobei eindrückliche Bauwerke entstanden sind – umso mehr, wenn man bedenkt, welche Mittel den Arbeitern früher zur Verfügung standen. Die Suonen der Gemeinde fassen ihr Wasser aus der Printse, dem Bergbach, der durch das ganze Tal fliesst. Von den acht Suonen rund um Nendaz führen sechs noch immer Wasser und werden auch heute noch zur Bewässerung der Wiesen und Felder benötigt.
- Sommer, Herbst
- Panorama / Belvedere