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Werden die Zinsen in den kommenden Jahren weiter steigen, stabil bleiben oder sogar sinken? Das ist eine Frage, die für CFOs vieler Unternehmen zu Beginn eines neuen Geschäftsjahres im Vordergrund steht.
Während steigende Zinsen in den letzten zwei Jahren weltweit die Notwendigkeit eines effektiveren Liquiditätsmanagements aufzeigten, sollte Liquidität für alle Unternehmen unabhängig von der wirtschaftlichen Lage von höchster Bedeutung sein. Nach der Definition der Association of Financial Professionals (AFP) ist Liquidität ein „unverzichtbarer Aspekt im Alltag einer Organisation, da sie massgeblich für wichtige Entscheidungen wie die Finanzierung einer Expansion, die Initiierung neuer Projekte oder die Kreditvergabe durch Finanzinstitute ist.“
Treasurer müssen die Bargeldposition ihres Unternehmens kennen, um auf sofortige Bedürfnisse reagieren und für die Zukunft planen zu können. Dies umfasst die Bargeldreserven, Vermögenswerte, Investitionen, Verbindlichkeiten, Ausgaben und Forderungen, sowohl im Hinblick auf kurzfristige Finanzumschichtungen als auch auf den Zeitbedarf für die längerfristige Liquidierung von Anlagevermögen wie Immobilien. Viele Organisationen wurden unvorbereitet getroffen, als die Pandemie ausbrach, und hatten nicht die erforderlichen finanziellen Mittel – die Liquidität –, um die verlängerte Unterbrechung im Zugang zu Finanzierungen zu überstehen.
Viele Unternehmen nutzen Cash-Pooling, um die Wirksamkeit ihres Liquiditätsmanagements zu steigern und um die Transparenz in den Geschäftsabläufen zu erreichen, die das Unternehmen und seine Aktionäre oder Stakeholder benötigen.
Was ist Cash-Pooling?
Cash-Pooling ist eine Methode, die Unternehmen mit Tochtergesellschaften oder verbundenen Firmengruppen nutzen können, um ihre finanziellen Ressourcen effizienter zu verwalten und dadurch Kosten einzusparen. Dabei ermöglicht Cash-Pooling dem Unternehmen, überschüssiges Kapital, das in einem Bereich des Geschäfts erwirtschaftet wird, mit anderen Unternehmenseinheiten zu teilen, die Finanzmittel benötigen. So wird das Geld innerhalb der gesamten Organisation effektiv verteilt.
Beim Physical Cash Pooling werden Geldmittel von einem Bankkonto auf ein anderes übertragen und so in einem zentralen Konto gebündelt.
Das Notional Cash Pooling hingegen basiert auf einem virtuellen Ausgleich der Kontostände verschiedener Bankkonten. Dies ist in den meisten europäischen Ländern erlaubt, aber in den Vereinigten Staaten nicht gestattet.
In den USA ist das Account Sweeping, auch bekannt als Zero-Balance Accounts (ZBA), verbreiteter. Dabei übertragen Banken am Ende des Geschäftstages Geldmittel von verschiedenen Betriebskonten des Unternehmens auf ein zentrales Hauptkonto.
Die Herausforderungen des Cash-Poolings
Die Zusammenfassung von Bargeld an einem Ort, sei es physisch oder virtuell, im Gegensatz zur Verteilung auf mehrere, einzelne Konten, verbessert das Liquiditätsmanagement und kann die Zinserträge erhöhen, während gleichzeitig der Bedarf an externer Finanzierung verringert wird.
Das Managen von Cash-Pooling-Strukturen , die mehrere Banken in verschiedenen Ländern umfassen, kann kompliziert sein. Dies liegt daran, dass man mit verschiedenen Währungen, unterschiedlichen Banken und den sich ständig ändernden Wechselkursen bei internationalen Geschäften umgehen muss. Zusätzlich erschweren die stetig wechselnden Steuer- und Regulierungsvorschriften in verschiedenen Ländern die Verwaltung und machen sie zeitaufwändig.
Steuerliche und regulatorische Vorschriften sind besonders zu beachten. Wie zuvor erwähnt, ist Notional Cash Pooling in den USA keine Option. Zudem gibt es Länder, die diese Art des Cash-Poolings nur für vollständig eigene Tochtergesellschaften erlauben, während andere Länder Konten verbieten, die sich in anderen Ländern befinden.
Unternehmen müssen darauf achten, dass ihre Cash-Pooling-Strukturen klar und transparent aufgesetzt und verwaltet werden. Es ist wichtig, dass alle Transaktionen sorgfältig dokumentiert werden, um bei Bedarf einen eindeutigen Nachweis für Audits bereitstellen zu können.
Vorbereitung auf die Zukunft
Im Dezember kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) an, dass sie die Zinssätze unverändert lässt und erwartet, dass die Inflation im Laufe des Jahres 2024 sinken wird. Ebenso behielt die US-Notenbank Federal Reserve ihre Zinssätze bei und deutete auf die Möglichkeit künftiger Senkungen hin. Jedoch gibt es aufgrund globaler Unsicherheiten, anhaltend hoher Rohstoffpreise und einer generellen Verlangsamung der Wirtschaft keine Gewissheit darüber, wie lange dieser Zustand der Zinskonstanz andauern wird.
Unternehmen haben verschiedene Möglichkeiten, ihre Cash-Pooling-Strukturen zu gestalten: Sie können eigene Strukturen intern aufbauen, die von Banken angebotenen Lösungen nutzen (obwohl nur wenige eine weltweite Cash-Pooling-Option anbieten) oder Dienste von Drittanbietern im Bereich Treasury-Management oder von Treasury-Aggregatoren in Anspruch nehmen.
Es lohnt sich, auf jede Situation vorbereitet zu sein: Wenn Sie jetzt nicht über die erforderliche Bargeldtransparenz und Bargeldmanagement-Tools verfügen – oder wenn Ihr Cash-Pooling-Setup nicht optimiert ist, um Ihren aktuellen und zukünftigen Geschäftsanforderungen gerecht zu werden – ist es an der Zeit, Ihre Optionen zu prüfen.
Fides ist bestrebt, eine umfassende Anlaufstelle für Treasurer und Finanzfachleute zu sein, indem das Liquiditätsmanagement und die Zahlungsabwicklung vereinfacht werden. Deshalb entwickeln wir derzeit eine Cash-Pooling-Lösung, die wir später im Jahr vorstellen werden. Fides Cash Pooling wird unsere bestehenden Angebote ergänzen und es Treasurern ermöglichen, zentral auf alle notwendigen Informationen für optimierte Arbeitsprozesse und konsistente Berichterstattung zuzugreifen. Weitere Details werden wir in den kommenden Wochen bekanntgeben!
Kontaktieren Sie uns, um mehr darüber zu erfahren, wie Fides Ihnen bei Ihren Anforderungen im Bereich Liquiditätsmanagement helfen kann.