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Bedano
(Kt. Tessin, Bez. Lugano). 390 m. Gem. u. Dorf im Val d'Agno, an der Strasse Taverne-Agno; 2 km sw. der Station Taverne der Gotthardbahn. Postablage. 59 Häuser, 243 kathol. Ew. Landwirtschaft, schöne Gemeindekäserei. Starke periodische Auswanderung der männlichen Bewohner als Maurer, Pflasterträger, Flach- und Dekorationsmaler in die übrigen Schweizerkantone. ¶
forlaufend
Bedano ist die Heimat der Künstlerfamilie Albertolli, von denen im 18. Jahrhundert Francesco und sein Sohn Giocondo an den
Höfen von Florenz und Mailand als Architekten eine Reihe bewundernswerter Bauten schufen.
Der während 38 Jahren an der Akademie der Brera in Mailand wirkende Giocondo Albertolli wurde mit seinen Schriften und Werken der Gründer einer neuen italienischen Architektenschule.
Sein Neffe, Giacomo, war Professor der Architektur an der Universität Padua und in Mailand, wo er 1805 starb. Im 19. Jahrhundert wirkten die Brüder Ferdinand und Fedele Albertolli, von denen ersterer Zeichenlehrer an den Akademien von Venedig und Mailand, letzterer ein gesuchter Dekorationsmaler war.