Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03293.jsonl.gz/1788

Die einstige Leiterin der UBS in Atlanta unterliegt im Prozess gegen den früheren Arbeitgeber. Sie wollte Schadenersatz wegen Geschlechterdiskriminierung.
Linda Willis Eydt (Bild) arbeitete zwischen 2007 und 2009 als Executive Director und Branch Office Manager bei der UBS in Atlanta. Dabei verklagte sie die UBS wegen angeblicher Verstösse gegen das geschlechter-spezifische Antidiskriminierungsgesetz (gender discrimination law).
Ausserdem bezichtigte sie die Grossbank, das Gesetz zur gleichen Bezahlung (federal equal pay law) der Financial Industry Regulatory Authority (Finra) zu verletzen. Darüber hinaus behauptet die Ex-Niederlassungsleiterin in der Anklageschrift, dass sie von der UBS mit falschen Versprechungen zu einem Arbeitsverhältnis geködert wurde.
Eydt muss Gelder zurückzahlen
Sie forderte deshalb von der Grossbank Schadenersatz zwischen 7 und 14 Millionen Dollar. Die Richter schmetterten ihre Klage jedoch ab und sprachen die UBS in allen Punkten von einer Haftung frei, wie die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet. Das Finra-Gremium nannte üblicherweise öffentlich keine Gründe für die Entscheidung. Eine UBS-Sprecherin liess gegenüber «Reuters» verlauten, dass die Bank «mit den Ergebnissen sehr zufrieden» sei.
Linda Willis Eydt, die zuvor als Senior Managing Director für Bear Stearns arbeitete, muss der UBS aber 271'400 Dollar zurückerstatten. Dies, weil sie offenbar Entschädigungszahlungen und andere Gelder im Zusammenhang mit einem Loan-Programm im Voraus erhalten hatte, heisst es.
Heute für Barclays tätig
Eydt, die das Schiedsverfahren im Jahr 2010 eingeleitet hatte und ihrem Linkedin-Profil zufolge heute für Barclays Capital arbeitet, kritisierte offenbar den Ablauf des Verfahrens mehrmals. Die Anhörung im Fall dauerte fast 20 Tage. Für die involvierten Anwälte sei dies eine ungewöhnlich lange Dauer für ein Schiedsverfahren, heisst es weiter.