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In Le Bessat (F) fand übers Wochenende eine internationale OL-Veranstaltung für Nachwuchsathleten statt. Die Richterswilerin Lilly Gross zeigte drei starke Leistungen, kämpfte aber etwas glücklos.
Drei von vier Einzelmeisterschaften gewann Lilly Gross von der OL Zimmerberg in ihrer letzten Saison als Juniorin. Nur einmal, an der Sprint Meisterschaft, musste sie sich mit dem zweiten Platz begnügen. Zuversichtlich reiste sie mit dem Swiss Team an den Junior European Cup (JEC), einer Art Weltcup für Nachwuchsläuferinnen und Nachwuchsläufer, nach Frankreich. Gerne hätte sie bewiesen, dass sie sich auch gegen die besten Juniorinnen aus Europa durchsetzen kann.
Das Sprintrennen eröffnete Gross mit einem Paukenschlag. Keine der 42 Athletinnen vermochten die erste Abschnittszeit von Gross zu unterbieten. Bis zum neunten von dreizehn Posten lag die Zimmerberglerin immer noch an zweiter Stelle, doch dann unterlief ihr ein zeitraubender Fehler, den sie auf der kurzen Strecke bis ins Ziel nicht mehr zu korrigieren vermochte. Trotz des vielversprechenden Startes, resultierte nur der 15. Rang.
Einen ganz anderen Verlauf nahm das Langdistanzrennen. Diesmal missriet Gross die Startphase. Sie suchte den ersten Posten während mehreren Minuten und realisierte auf dem ersten Abschnitt die schwächste Zwischenzeit aller Teilnehmerinnen. Doch die Zimmerberglerin liess sich durch dieses Missgeschick nicht entmutigen, sondern drehte in der Folge tüchtig auf und kämpfte sich tapfer zurück an die Spitze. Am Schluss klassierte sie sich auf Platz 5, nur eine Sekunde vor der stärksten Dänin.
Beim abschliessenden Staffelrennen wurde die Richterswilerin als Startläuferin eingesetzt. Diese Aufgabe löste Gross ausgezeichnet, kehrte sie doch bereits als zweite Läuferin aus dem Wald zurück. Ihre beiden Teamkolleginnen schafften es dann aber nicht, die gute Ausgangslage zu nutzen. So verlor das Team von Lilly Gross bald den Anschluss zur Spitze. Die Schlussläuferin lief schliesslich als fünfzehnte durchs Ziel.