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Alarmsignale des Körpers
In etwa zwei Dritteln aller Fälle schlägt der Körper vor einem Herzinfarkt Alarm. Ein typisches Warnsymptom sind Schmerzen in der Brust bei körperlicher Anstregung oder Aufregung (Angina Pectoris). Die Ursache ist eine zunehmende Durchblutungsstörung des Herzmuskels unter Belastung. Nicht jeder Brustschmerz deutet indes auf eine koronare Herzkrankheit hin. Ein kurzer stechender Schmerz, der sich mit einem Finger genau lokalisieren lässt, geht eher vom Brustfell oder von der Muskulatur aus.
Symptone erkennen
Typische Beschwerden einer Angina Pectoris:
- Beegende oder druckargite Schmerzen hinter dem Brustbein, die mehrere Minuten dauern.
- Ausstrahlungen der Schmerzen in den Hals, in die Schultergegend und in den linken Arm.
- Rasche Besserung der Beschwerden nach Einnahme eines gefässerweiternden Nitropräparates (z.B. Nitroglyzerin)
Tritt ein solcher Anfall bei einer bisher gesunden Person auf, sollte unverzüglich ein Arzt oder der Krankenwagen gerufen werden.
Bei einem Herzinfarkt sind die Symptome zunächst ähnlich, unterscheiden sich hingegen durch die längere Dauer der Schmerzen:
- Druckartige, klemmende oder einengende Schmerzen in der Herzgegend, die in den Hals, den Unterkiefer, die Schultern, die Arme oder in den Oberbauch ausstrahlen können.
- Starke Schmerzen, die mindestens 15 Minuten dauern.
- Angst, Atemnot, Erstrickungsgefühl.
- Blässe, kalter Schweiss und Übelkeit.
- Eventuell Bewusstlosigkeit mit Atem- und Herzstillstand.
Nicht jeder Herzinfarkt geht mit diesen typischen Schmerzen einher. Etwa ein Fünftel aller Infarkte verläuft "stumm", insbesondere bei Diabetikern, älteren Personen und Frauen.
Ein Herzinfarkt – wie Sie helfen können
- Rufen Sie rasch die Ambulanz.
- Geben Sie Name, Alter und Adresse des Patienten an.
- Lagern Sie den Oberkörper des Patienten hoch.
- Liegt der Patient am Boden, sollten Kopf, Nacken und Rücken mit Kissen oder Decken angehoben und gestützt werden.
- Öffnen Sie Kleider und Kleidungstücke wie Krawatte oder Hemdkragen, die in der Halsgegend einengen.
- Falls verfügbar, geben Sie dem Patienten Nitroglyzerin und eine Tablette Aspirin.
- Bewahren Sie die Ruhe, und rufen Sie die Hazoloh, auch wenn der Betroffene seine Beschwerde aus Angst vor einer Erkrankung verharmlost (lieber einmal zu viel als zuspät).