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Projektbeschrieb
Pol-Box heisst der Haarschnitt der Männer in Tusheti, einer abgelegenen Region in Georgiens Kaukasus, gelegen an der Grenze zu Tschetschenien und Dagestan. Die Tusheti führen heute ein halbnomadisches Leben, verbringen den Winter unten im Tal oder in der Stadt und die Sommer in den Bergen mit ihren Schafherden. Nur noch wenige verbringen die Winter in den tushetischen Dörfern, die dann völlig abgeschnitten sind. Obwohl eigentlich orthodoxe Christen, halten die Tusheti an ihre überlieferten heidnischen Traditionen fest. Eine davon ist das Atnigenoba-Fest, welches etwa 100 Tage nach Ostern beginnt und ohne Unterbruch fünf Tage dauert. Die Männer feiern mehr oder weniger getrennt von den Frauen, welchen das Betreten der heiligen Orte verwehrt ist. Das Fest ist ein Ausdruck ungebändigter Männlichkeit. Zahlreiche Schafböcke werden geopfert, Pferderennen abgehalten und Unmengen an Alkohol getrunken. Die Tusheti sind ein freiheitsliebendes Volk, tief verwurzelt in ihren Traditionen. Sie leben intensive Leben und ausufernde Gastfreundlichkeit. Nahe der Erde, nahe dem Himmel - nahe dem Tod in der Mitte des Lebens.