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Beschreibung
Die Rezension wurde laut Datierung am 4. Juni 1923 in München verfasst und widmet sich dem Buch eines jungen Dichters und Publizisten aus Ungarn: Dezso Kosztolányi, mit dem Mann persönlich bekannt war und der bereits die frühe Novelle Tristan übersetzt hatte. Zuletzt hatte man sich im Frühjahr 1923 in Budapest getroffen vermutlich der Anstoß für diesen Text über den Roman Der blutige Dichter, in welchem Kosztolányi über die relativ erfolglosen dichterischen Bemühungen Neros und deren Folgen für das Umfeld des antiken römischen Kaisers erzählt. Am 12. September 1923 erschien der Text zunächst auf Ungarisch in Nyugat (Budapest) und anschließend als Vorwort der Romanausgabe. Am 7. März 1924 wurde er schließlich auch auf Deutsch in der Frankfurter Zeitung abgedruckt sowie am 16. März 1924 in der Allgemeinen Zeitung (Augsburg/München). Autorentext Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb. Klappentext Neben seinen großen Romanen und Erzählungen hat Thomas Mann ein nicht weniger eindrucksvolles essayistisches Werk geschaffen. Er hat sich von Anfang an während seines ganzen Lebens mit kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Strömungen auseinandergesetzt, fremde Thesen in Frage, eigene zur Diskussion gestellt - nicht zuletzt, um sich auf diese Weise, darin Montaigne und anderen ähnlich, selbst darzustellen, bekanntzumachen und Gleichgesinnte zu erreichen. Er hat dies als eine wesentliche Aufgabe des Schriftstellers in einer Zeit verstanden. Das essayistische Werk Thomas Manns umfasst neben großen Reden und Aufsätzen zahlreiche kurze Betrachtungen oder journalistische Beiträge, Polemiken oder Antworten auf Rundfragen, die den »Forderungen des Tages« geschuldet sind.