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Wegen den Spritzen in öffentlichen Parks oder Toiletten sei die Bevölkerung grossen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, sagte Daniel Brélaz (Grüne), Stadtpräsident von Lausanne, am Montag vor den Medien. Bislang gebe es zwölf "Fixerstübli" in acht Städten in der Schweiz.
Den Anfang machte Bern 1986, danach folgten Basel, Zürich, Solothurn, Schaffhausen, Biel, Genf und Luzern. Nun müsse auch in Lausanne diese Lücke geschlossen werden, sagte Brélaz. Damit werde der Drogenkonsum in der Öffentlichkeit reduziert.
Der Drogenkonsum sei in den Städten mit "Fixerstübli" nicht gestiegen, auch die Zahl der Drogensüchtigen erhöhte sich nicht, sagte der Sozialdirektor von Lausanne, Oscar Tosato (SP). Hingegen habe sich der gesundheitliche Zustand der Süchtigen verbessert.
Heute würden in Lausanne 15 Prozent der Süchtigen die Drogen im öffentlichen Raum konsumieren, sagte Tosato. Dem wolle man ein Ende bereiten. Im "Fixerstübli" ist keine kontrollierte Drogenabgabe vorgesehen - diese behält ihren heutigen Ort in der Stadt.
Die Stadt Lausanne rechnet zwischen 500 bis 600 Nutzer für das "Fixerstübli" und will für drei Jahre den Pilotbetrieb einer Stiftung übergeben. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 980'000 Franken.
Drogenabhängigen sollen zugleich neue Perspektiven sowie Massnahmen zur Wiedereingliederung vermittelt werden.
Lausanne hatte bereits 2007 ein Gassenzimmer mit Fixerraum sowie ein "Sozial-Bistro" für Randständige schaffen wollen. Die bürgerlichen Parteien fuhren dagegen eine grosse Kampagne, worauf das Projekt mit einer Mehrheit von 54,6 Prozent der Stimmen abgelehnt wurde.
Bislang blieb deshalb Genf die einzige Stadt mit einem "Fixerstübli" in der Romandie, vom zweisprachigen Biel abgesehen. Auch das Gassenzimmer in Genf wurde erst 2001 eröffnet, 15 Jahre nach der ersten derartigen Institution in der Deutschschweiz.
(SDA)