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Zunächst sorgte Sifan Hassan für Aufsehen. Sie stürzte im 10'000-m-Lauf wenige Meter vor dem Ziel im Kampf um Gold und ging leer aus. Die Äthiopierin Gudaf Tsegay hatte auf der Zielgeraden noch etwas mehr Kraft und zog auf der Aussenbahn auf gleiche Höhe. Die Niederländerin drängte wohl unbewusst leicht nach aussen, um sich gegen das Überholmanöver zu wehren. Dabei touchierten sich die beiden Läuferinnen mit den Armen. Die Olympiasiegerin aus den Niederlanden verlor das Gleichgewicht und kam zu Fall, Äthiopiens Frauen hingegen feierten einen Dreifacherfolg. Gudaf Tsegay gelang die erfolgreiche Titelverteidigung.
Gleiches geschah wenig später in der Mixed-Staffel über 4x400 m. Femke Bol wurde auf der Zielgeraden von der US-Sprinterin bedrängt. Die Niederländerin kam ohne Berührung zu Fall. Femke Bol lief zwar noch als Dritte ins Ziel, weil sie aber den Stab verlor, wurde ihr Team disqualifiziert. Innert wenigen Minuten entglitten der Niederlande mit Trainer Laurent Meuwly zwei sicher geglaubte Medaillen. Und statt den Niederlanden hält jetzt die USA in 3:08,80 Minuten den Weltrekord in der noch jungen Disziplin.
Der Jamaikaner Oblique Seville lief in 9,86 Sekunden die beste Zeit in den Vorläufen über 100 m. Der Amerikaner Noah Lyles meldete seine Ambitionen für den Sonntagabend ebenfalls an, der Weltmeister Fred Kerley begnügte sich mit 9,99 Sekunden. Italiens Olympiasieger Marcell Jacobs hingegen vermochte nach einer Verletzungspause nicht zu überzeugen und schaffte den Cut der Top 24 nur knapp.
Die erste Goldmedaille der Titelkämpfe ging an Spanien. Alvaro Martin kürte sich im 20-Kilometer-Rennen der Geher ein Jahr nach dem Gewinn des EM-Titels auch zum Weltmeister. Der Kugelstösser Ryan Crouser blieb bei seinem Sieg mit 23,51 nur fünf Zentimeter unter seinem Weltrekord.