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Der Tech-Milliardär Elon Musk hat nach eigenen Angaben das Geld zusammen, um ein Übernahmeangebot für Twitter zu machen. Er erwäge, in kürze ein formelles Gebot an alle Aktionäre für die ausstehenden Aktien des Online-Dienstes zu unterbreiten.
Dies hiess es in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. Musk habe Zusagen für Kredite über gut 25 Milliarden Dollar und wolle darüber hinaus eigene Aktien im Wert von rund 21 Milliarden Dollar einbringen.
Für die Finanzierung des Deals geht Musk einen Weg, der den üblichen Gepflogenheiten für die Finanzierung von Übernahmen diametral entgegenläuft, sagen Finanzanalysten. Normalerweise stammt das Geld überwiegend von verschiedenen Banken, als Sicherheit für diese Kredite dienen die Aktien des Übernahmekandidaten.
Das ein Privatmann wie Musk bei einer derart grossen Übernahme so viel eigenes Vermögen einschiessen will, ist dagegen noch kaum je vorgekommen. Und auch von den 25 Milliarden, die Musk in Form von Krediten aufbringen würde, wäre nur rund die Hälfte durch Twitter-Aktien abgesichert. Laut 'Reuters' sagen Insider, dass die Banken, mit denen Musk verhandelt hat, nicht bereit waren, höhere Darlehen zu geben. Dies aufgrund des geringen Cash-Flows von Twitter. Die andere Hälfte würde aus einem Darlehen stammen, für das Tesla-Aktien als Sicherheit dienen. Würde der Kurs der Tesla-Aktie um 40% fallen, müsste er dieses Geld sofort zurückzahlen.
Musk hatte vergangene Woche angekündigt, dass er Twitter kaufen und von der Börse nehmen wolle. Er nannte dabei einen Preis von 54,20 Dollar pro Aktie, was einem Gesamtbetrag von rund 43 Milliarden Dollar entspräche.
Die Anleger zweifeln auch nach Bekanntgabe der Finanzierungszusagen daran, dass Musk ans Ziel kommen wird: Die Twitter-Aktie lag im frühen US-Handel mit einem Plus von 0,3 Prozent bei gerade einmal rund 47 Dollar.