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23.02.2006
Projektierungszone für die Piste 10/28
Der Bund, der Kanton Zürich und Unique (Flughafen Zürich AG) sind im SIL-Verfahren (Sachplan Infrastruktur Luftfahrt) für den Flughafen Zürich übereingekommen, sämtliche technisch machbaren Betriebsvarianten zu prüfen, die eine sichere Abwicklung des Flugbetriebs gewährleisten. Dabei wird die Möglichkeit einer Nutzung der Piste 10/28 für Landungen aller gängigen Flugzeugtypen auch bei nasser Piste geprüft. Voraussetzung dafür wäre eine Verlängerung der Piste 10/28 um rund 450 Meter nach Westen. Um die Option für eine solche Pistenverlängerung offen zu halten, hat die Flughafen Zürich AG beim Bundesamt für Zivilluftfahrt, BAZL, einen Antrag auf Festlegung einer Projektierungszone in Rümlang gestellt.
Diese vorsorgliche Massnahme wurde durch geplante Bauprojekte in Rümlang, die einer allfälligen Pistenverlängerung im Wege stehen würden, ausgelöst. Die Festlegung einer Projektierungszone verhindert, dass im fraglichen Gebiet Neubauten erstellt oder Veränderungen an bestehenden Bauten vorgenommen werden, die später eventuell wieder rückgängig gemacht werden müssten. Die beantragte Projektierungszone soll letztlich das von der Baudirektion im Oktober 2005 erlassene vorsorgliche Bauverbot für drei Parzellen im Industriegebiet Riedmatt, Rümlang, ablösen. Bis zum definitiven Entscheid über zukünftige Infrastrukturanpassungen des Flughafens (SIL-Koordinationsprozess und Volksabstimmung für Pistenverlängerungen) werden noch einige Jahre vergehen. Projektierungszonen sind nur befristet gültig; sie können auf fünf, maximal acht Jahre festgelegt werden.
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