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Zunehmende Schmerzen zeigen an, dass irgendwo ein Schaden aufgrund eines nicht behobenen Mangels entstanden ist, und abnehmende Schmerzen, die man als relatiav lustvoll erlebt, zeigen an, dass er gerade behoben wird und daher nicht mehr so groß ist, wie vorher, während Schmerzfreiheit auch eine Mängelfreiheit signalisiert.
Größere Schmerzen an einer bestimmten Stelle, als die, welche vorher an einer anderen Stelle fühlbar waren, zeigen hingegen an, dass dort ein Schaden größer ist, als woanders, und daher vorrangig behoben werden sollte, was der richtig funktionierende Mensch dann auch unbewusst tut, weil er nicht unnötig leiden will.
Wird der Schmerz übermäßig groß, produziert der Körper natürlicherweise zunächst erstmal körpereigene Opiate, um weiter funktionsfähig zu bleiben, was bei übermäßig empfindlichen Menschen nicht so gut funktioniert, sodass sie mit Schmerzmitteln künstlich nachhelfen müssen.
Betäubt der Überempfindliche nun den Körper komplett, um nicht mehr leiden zu müssen, ohne sich zu fragen, woher der Schmerz stammt, welcher natürlicherweise einen körperlich fühlbaren Mangel des Körpers, der Seele oder des Geistes anzeigt, ist die Schmerzbetäubung mit einem Rauschmittel eine reine Symptombekämpfung auf körperlicher Ebene, und wirkt so, wie wenn man an einem Apparat das Kontrolllämpchen ausschaltet, damit es keinen Missstand mehr signalisieren kann, in der irrigen Vorstellung, dieser sei damit bereits behoben.
Wird jedoch die tatsächliche Ursache des Schmerzes gar nicht ermittelt oder nur unzureichend behoben, sondern stattdessen nur seine Wirkung bekämpft, wird der Mensch immer kränker, und es entstehen Folgeschäden, die irgendwann mehr schmerzen, als der ursprüngliche Schmerz, sodass der erste Schmerz relativ schwächer zu werden scheint, und die falsche Vorstellung entsteht, die Ursache sei damit bereits von selber behoben worden, weil sie ja nicht mehr so sehr zu schmerzen scheint, wie vorher.
Diese nicht behandelte, und deshalb chronisch gewordene Krankheit bezeichnet Hahnemann als eine Art eingekapselten Schaden, gegen den sich der Körper nicht mehr zu wehren scheint, weil er sich an den Schmerz gewöhnt hat, sodass er auch nicht mehr so sehr schmerzt, wie vorher. Statt dessen schmerzt nur noch der Folgeschaden, der dann auch nur noch später vom Arzt aufgrund seiner speziellen Symptome behandelt wird, ohne dass er danach fragt, wie er eigentlich entstanden ist.
Tatsächlich besteht jedoch der nicht behandelte Schaden weiter und wird erst dann wieder vorrangig aufgrund von spezifischen Schmerzen erkannt, wenn der Folgeschaden behoben worden ist. Diese Erkenntnis ist keine, zu der nur der Hömöopath Hahnemann gekommen ist, als er sich mit der komplexen Entstehung von Krankheitsbildern befasste, und deren Zwiebelcharakter, die es beim Heilen zu berücksichtigen gilt, indem man sich von der äußeren, letzten Schicht zum Kern hinarbeitet, sondern existierte schon vorher bei allopathisch behandelnden Ärzten.
Moderne Ärzte begnügen sich heute jedoch häufig damit, nur die letzte Krankheit zu bekämpfen, und lassen die ursächliche Krankheit, die nicht als chronisch erkannt worden ist, weil sie gewohnheitsbedingt nicht mehr so sehr schmerzt, unbehandelt, sodass der Patient mit seinen Folgekrankheiten immer wieder kommt.
So kann man, wenn man nur nach dem gefühlten Schmerz des Patienten geht, eine komplett falsche Diagnose stellen, und den Patienten, den man nur unvollständig behandelt, oder bei dem man nur die Schmerzen betäubt, damit er nicht mehr so sehr leidet, und die Krankheit gar nicht mehr bekämpft, weil er sich geheilt „fühlt“ und sich daher nicht mehr über den Schmerz beklagt, als Dauerkunden behalten, weil der ja „meint“, der Arzt habe ihn tatsächlich gesund gemacht, nur, weil seine Schmerzen für eine Weile betäubt worden sind.
Der Begriff „Sucht“ kommt nicht von „suchen“, weil die Substantivierung von „suchen“ die „Suche“ ist, und nicht die „Sucht“, welche vom mittelalterlichen Begriff des „Siechens“ stammt.
Der Süchtige (dahinsiechende Kranke) wird heute fälschlicherweise als Junkee bezeichnet, der aufgrund einer eingebildeten Abhängigkeit von einem Schmerzbetäubungsmittel meint, er könne ohne das Mittel nicht mehr leben, sodass er die Dosis ein- und desselben Mittels immer mehr steigert, um der gewohnheitsbedingten Desensibilisierung seines Körpers gegen das Mittel entgegenzuwirken, die vor Allem dadurch angezeigt wird, dass es den Schmerz nicht mehr ausreichend betäubt.
Der Kampf wird dann vor allem gegen das böse Mittel mit seinen schädlichen Nebenwirkungen geführt, aber nicht gegen den zwangsläufigen Missbrauch bei Dauermedikation, und schon gar nicht gegen die tatsächliche Ursache des Schmerzes, den der Junkee damit betäuben will.
Indem man also meint, durch erfolgreichen Entzug die Abhängigkeit zu dem vorigen Mittel aufgehoben zu haben, braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Schmerzpatient zu einem anderen Schmerzmittel greift, sodass damit lediglich ein Wechsel von einem zum anderen Schmerzbetäubungsmittel bewirkt wurde, solange der Mangel, der den Schmerz ursprünglich ausgelöst hat, und den der Schmerz nach dem Absetzen des Schmerzmittels natürlich immer noch anzeigt, nicht behoben worden ist.
In der Homöopathie geht man nun davon aus, dass man dem Körper, der auf körperlicher Basis den Kampf gegen einen Dauerschmerz schon längst aufgegeben hat, sodass die Krankheit chronisch wurde, nur nochmal einen Hinweis auf nicht-körperlichem Wege geben müsse, damit er den Kampf wieder aufnimmt, und von selber gesund wird.
Diese andere Ebene, die angesprochen wird, nennt man dann feinstofflich, was jedoch nichts mit der Seele oder dem Geiste zu tun hat, wie Manche vielleicht meinen.
Jesus hat dem legendären Lahmen, der sich – möglicherweise aufgrund einer seelischen Erfahrung, durch die er traumatisiert wurde – nur deshalb nicht mehr bemüht hat, wieder von selber zu laufen, weil es ihm irgendwann zu beschwerlich erschien, nur zu sagen brauchen: „Nimm dein Bett und wandle!“, damit er wieder gesund werden konnte, denn auf die Frage, wie denn dieses Wunder hatte geschehen können, sagte er ja bekanntlich: „Nicht ich, sondern dein GLAUBE hat dir geholfen!“ (dh eigentlich nicht nur der Glaube, dass er nicht lügt, sonden sein VERTRAUEN darauf, dass er schon weiß, wovon er redet).
Nachdem Jesus mit der Suggestion, er KÖNNE wieder laufen, wenn er es nur wirklich WOLLE, die HOFFNUNG in ihm erweckt hatte, dass es auch tatsächlich so sei, wie er behauptet hat, begann er es dann auch nochmal wieder zu WOLLEN. Dass dies dann auch wirklich funktionierte, beweist, dass die Krankheit lediglich in der Willensschwäche lag und damit geistiger und nicht körperlicher Natur war, und daher auch auf geistigem Wege behebbar war.
Damit hat sich Jesus seinen Ruf als Geistheiler gesichert, und hat ihn sogar bei dem Koma-Patienten Lazarus, der bereits gerade beerdigt worden war, oder beerdigt werden sollte, noch unter Beweis gestellt, indem er dem scheinbar Toten ebenfalls befahl, wieder aufzuerstehen, was der nicht hätte tun können, wenn er wirklich tot gewesen wäre.
Wenn also – wie behauptet wird - die Verabreichung homöopathischer Globuli, bei denen angeblich nur noch die Information existiert, welche auf den Zucker als Trägersubstanz aufmoduliert wurde, wie man es zuvor mit verschütteltem Wasser gemacht hatte, über die PSYCHE (dh GEIST) wirkt, beruht die Wirkung demnach auch lediglich auf dem Placebo-Effekt der Suggestion (der Hoffnung, dass es wirken möge), und nicht auf einer echten stofflichen Wirkung aufgrund einer Substanz, die viel zu schwach ist, um vom Körper überhaupt registriert zu werden.
Gibt es hingegen diese feinstoffliche Wirkungsweise doch, wie häufig beim Herausfinden der passenden Bachblüte durch Armtest behauptet wird - wobei man ganz ohne Suggestion lediglich die Ampulle in die andere Hand zu nehmen braucht, ohne das Mittel selber kennen und einnehmen zu müssen -, kann sie nicht mehr von psychischer (geistiger) Natur sein, sondern muss von (fein-)stofflicher Natur sein.
Der Irrtum der Fühlologen in der Medizin ist jedoch, dass sie die SEELE als eine Art von feinstofflichem "Körper" (bzw System) ansehen, der Dinge fühlen kann und daher auch „Gefühlskörper“ genannt wird, anstatt als den „Beziehungskörper“ des Menschen, der nicht fühlt, sondern die Verhältnisse zwischen sich und anderen Dingen empfinden kann, was sie – wenn es sich dabei um andere Menschen handelt – auch zu seinem seelisch-sozialen System macht, welches weder seinem körperlich-wirtschaftlichen System noch dem geistig-weltanschaulichen System entspricht, auch wenn die Systeme natürlich permanent miteinander in Wechselwirkung stehen..
Es sollte in der Medizin also nur sekundär um die Behandlung von Gefühlen, bzw komplexen Stimmungsbildern gehen, die dem betäubten und plötzlich schmerzfreien Junkee scheinbar suggerieren, er würde fliegen, und primär darum, die Ursachen des Leidens zu beheben, vor dem der Patient am liebsten wegfliegen würde, wenn er es könnte.
Das kann man wiederum nur, wenn man sie auf derselben EBENE behandelt, und nicht mit demselben Mittel, was die körperliche, seelische oder geistige Krankheit ausgelöst hat, weil durch die unwillkürliche Gegenreaktion dieselbe nicht bekämpft, sondern nur noch verstärkt wird, nachdem die letzten, nochmal mobilisierten Reserven, erschöpft worden sind.
Dass man dem Menschen bereits dadurch nützt, indem man die falschen, und damit schädlichen Maßnahmen unterlässt, ist bekannt, sodass bereits Jeder mit zum Heiland werden kann, wenn er nur die nötige Rücksicht auf den Kranken nimmt, damit er wenigstens wieder von selber auf die Beine kommen kann, wobei fachgerechte, ärztliche Unterstützung durch Mittel, die tatsächlich nachweisbar wirken, natürlich am Allerbesten ist.
Damit nicht jeder scheinheilige Quacksalber Kranke durch alle möglichen körperlichen, seelischen oder geistigen Maßnahmen zu heilen versucht, obwohl er gar keine Ahnung von den jeweiligen tatsächlichen Ursachen der Krankheiten, sowie von der Wirkungsweise passender Heilmittel besitzt, ist das Heilen ohne den entsprechenden Qualifikationsnachweis in Deutschland verboten.
Leider gilt das nicht für machtbesessene Seelenfänger und für die selbsternannte Propheten vorgestellter Götter, die vor Allem ihr eigenes Wohl im Auge haben, und nicht das der Anderen, die sie verrückterweise heilen wollen, obwohl sie selber eigentlich die Kränksten von Allen sind.