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Kaum zu glauben: Die «Sherlock Holmes»-Reihe kehrt ein drittes Mal in die Kinos zurück. Nämlich am 22. Dezember 2021 – zehn Jahre nach «Sherlock Holmes: A Game of Shadows», dem zweiten Teil. Wieder mit an Bord sind Robert Downey Jr. in der titelgebenden Hauptrolle und Jude Law als treuer Kompagnon Dr. Watson.
Nun berichtet Branchenmagazin Variety, dass ein passender Regisseur gefunden wurde: «Rocketman»-Mann Dexter Fletcher. Damit übernimmt der noch wenig bekannte Fletcher den Regie-Posten von Guy Ritchie. Der hat anno dazumal bei den ersten beiden Holmes-Filmen Regie geführt und für den endgültigen Hollywood-Durchbruch gesorgt.
Die ersten beiden Detektivfilme haben weltweit 524 Millionen Dollar respektive 545,4 Millionen Dollar eingespielt. Zusammen also über eine Milliarde Dollar. Darum hat ein dritter Teil für Filmstudio Warner Bros. nie ausser Frage gestanden.
Grund für die Verzögerungen sind wohl Downeys und Laws volle Terminkalender gewesen: Gerade der Holmes-Darsteller ist in den letzten Jahren mehrmals als Tony Stark aka Iron Man in Marvels Cinematic Universe aufgetreten.
Nebst den beiden Hauptdarstellern wird Filmvertreiber Village Roadshow Pictures zusammen mit Hollywood-Über-Produzenten Joel Silver zurückkehren. Letzterer hat unter anderem die «Matrix»- und «Die Hard»-Filmreihe mitproduziert. Das Drehbuch wird Chris Brancato schreiben, der bei Netflix’ Hit-Serie «Narcos» und bei NBCs «Hannibal» Co-Autor gewesen ist.
Dexter Fletchers letzter Film ist der von Kritikern und Publikum gefeierte Elton-John Biopic «Rocketman». Bekannt geworden ist er aber als Schauspieler in «Lock, Stock & Two Smoking Barrels» – ausgerechnet unter der Regie Guy Ritchies, den er im Sherlock-Franchise beerbt.
Zum ersten Mal als Regisseur auf sich aufmerksam macht Fletcher im Jahre 2011 mit «Wild Bill» und zwei Jahre später mit «Sunshine on Leith». Darauf folgt 2016 Fletchers erster Studiofilm: «Eddie the Eagle», ein Feel-Good-Film über den britischen Amateur-Skispringer Eddie Edwards. 1988 hat er an den Olympischen Spielen in Calgary weit über die Grenzen des Sports hinweg Berühmtheit erlangt.
Obwohl der Film mit Taron Egerton und Hugh Jackman in den Hauptrollen gute Kritiken bekommt, bleibt der erhoffte Erfolg an den Kinokassen aus. Dafür gewinnt Fletcher einen Karriere weisenden Sponsor: Regisseur und Produzent Matthew Vaughn. «Die Leute in Hollywood schauen lieber aufs Kassenergebnis als aufs Talent. Das ist verrückt», hat der Engländer über Fletcher gesagt, als dieser nach «Eddie the Eagle» kaum noch Job-Angebote bekommt.
Fletcher kriegt seine Chance. Als Vaughn beim Queen-Biopic «Bohemian Rhapsody» den drei Wochen vor Abschluss der Dreharbeiten ausscheidenden Bryan Singer als Regisseur beerben soll, lehnt er ab – und schlägt stattdessen Fletcher als Feuerwehrmann vor. Fletcher nimmt das Angebot an. Zwei Jahre später ist «Bohemian Rhapsody» mit einem weltweiten Einspielergebnis von 903,6 Millionen Dollar das erfolgreichste Musik-Biopic aller Zeiten.
«Ich wollte, dass die Studios sagen: OK, wir müssen einen Film zusammenstellen. Wem können wir das Geld anvertrauen? Nun, der Typ hat’s schon einmal gebracht – und geliefert», hat Fletcher vor kurzem gegenüber dem Hollywood Reporter gesagt.
Damit scheint der dritte Teil der Reihe in guten Händen zu sein. Schliesslich hat Hauptdarsteller Robert Downey Jr. selbst zu Protokoll gegeben, dass er nichts Geringeres als den besten Teil der Holmes-Reihe im Sinne hätte.
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