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Vom Kabinenreiniger bis zum OK-Chef
Alfred «Putz» Gfeller hat am Donnerstag, 10. November, seinen 80. Geburtstag gefeiert. Der Jubliar blickt nicht nur auf eine lange HCD-Vergangenheit zurück. Während 36 Jahren stand er ehrenamtlich auch im Dienst des Spengler Cups.
Alfred «Putz» Gfeller hat am Donnerstag, 10. November, seinen 80. Geburtstag gefeiert. Der Jubliar blickt nicht nur auf eine lange HCD-Vergangenheit zurück. Während 36 Jahren stand er ehrenamtlich auch im Dienst des Spengler Cups.
Eishockey ist die grosse Leidenschaft von Alfred Gfeller. Viele nennen ihn nicht nur in Davos bei seinem Spitznamen «Putz», den ihm schon seine Eltern gaben. Als Aktiver jagte Gfeller selber in den blaugelben Davoser Farben dem Puck nach. Anschliessend bekleidete der gelernte Banker diverse Funktionärsaufgaben ehrenamtlich. Heute verfolgt er die Spiele noch immer im Davoser Eispalast oder vor dem Fernseher. Bis auf eine Niereninsuffizienz geht es Gfeller gesundheitlich nach wie vor recht gut.
Besonders angetan hat es Gfeller der Spengler Cup. Nicht weniger als 36 Jahre lang war er ins international bekannte und beliebte Eishockeyturnier in den verschiedensten Funktionen involviert. In jungen Jahren betreute Gfeller von 1954 bis 1961 diverse Mannschaften unter anderem als Teeausläufer und Kabinenreiniger. Ab 1962 spielte er während fünf Jahren selber mit dem HCD am Spengler Cup. Danach folgten für ihn zwei Turniere als Betreuer der Schweizer Nationalmannschaft. Ab 1969 amtete Gfeller als Sekretär des Spengler Cups, danach zwischen 1978 und 1980 als technischer Koordinator des Turniers.
Das Team Canada nach Davos geholt
1981 übernahm Gfeller als Nachfolger des damaligen Davoser Kurdirektors Enrico Giacometti am Spengler-Cup das OK-Präsidium, das er bis Ende 1989 innehatte. In jener Zeit führte er im sportlichen Bereich drei Neuerungen ein. Sie haben noch heute Bestand, was Gfeller mit Stolz erfüllt. Im Bestreben, die weltweit führenden Eishockeynationen am Spengler Cup zu repräsentieren, holte er im Dezember 1984 erstmals das Team Canada nach Davos. Bis es mit dem Engagement der Kanadier klappte, brauchte es Gfellers hartnäckiges Insistieren an den Weltmeisterschaften 1982 und 1983 sowie an den Olympischen Spielen 1984.
«Gold for the Best» und Final
Gfeller liess sich auch danach an Weltmeisterschaften inspirieren. 1985 beobachtete er in Prag, wie nach jeder Partie der beste Spieler beider Mannschaften ausgezeichnet wurde. Postwendend führte er diese Ehrung auch am Spengler Cup ein. Über seinen Arbeitgeber, die Schweizerische Bankgesellschaft, erhielt er pro Zeremonie und Spieler einen zehn Gramm schweren Goldbarren. «Gold for the Best» lautete folgerichtig der Titel des Akts nach Spielschluss, der die Zuschauer länger im Stadion hielt. Auch für das 1986er-Turnier verwirklichte Gfeller eine kreative Idee. Er schaffte unentschiedene Spielausgänge ab. Bei Gleichstand nach 60 Spielminuten wurden zur Ermittlung des Siegers eine fünfminütige Verlängerung und danach allenfalls ein Penaltyschiessen eingeführt. Der Spannung noch zuträglicher war, dass der Turniersieger seit 1986 am 31. Dezember, am Silvester-Mittag, in einem eigentlichen Finalspiel ermittelt wird. «Ich hatte vorher wegen der Dominanz der Sowjets und Tschechoslowaken verschiedene Spengler-Cup-Turniere erlebt, die nach sechs von zehn Turnierspielen schon entschieden waren», meint Gfeller rückblickend.
Wirken beim HCD
Auch beim HCD hinterliess Gfeller seine Spuren. Ab 1962 spielte er während elf Saisons selber in der ersten Mannschaft. Von 1969 bis 1981 amtete er beim Club als ehrenamtlicher Sekretär. Parallel stand Gfeller von 1978 bis 1980 als Assistent von Spielertrainer Paul-André Cadieux an der Bande. So erlebte er den Wiederaufstieg in die Nationalliga A 1979 hautnah. Von 1981 bis 1989 gehörte Gfeller schliesslich dem HCD-Vorstand als Kassier an.