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Damals war der Abakus eine in Spalten unterteilte Holz- oder Tontafel. Jede Spalte stand für eine Stelle im sumerischen Sexagesimalsystem (Stellenwertsystem zum Wert 60). Die Sumerer erkannten die Effizient des Rechnens auf Linien oder Spalten. Erst die Babylonier übersetzten um 2000 vor Christus die Rechenbretter ins Dezimalsystem und schrieben die Zahlen direkt auf Tontafeln. Die Tontafeln wurden mit der Zeit durch Stein oder Metall ersetzt. Der Abakus kam von Babylonien nach Indien, Persien und in den Mittelmeerraum.
Weite Verbreitung fand der Abakus im Mittelalter. Er wurde noch bis ins 17. Jahrhundert benutzt. Nach Einführung der Indischen Zahlschrift und die Möglichkeit des schriftlichen Rechnens verlor er an Wichtigkeit. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der Abakus durch die mechanische Rechenmaschine verdrängt. Für Blinde blieb er noch in Gebrauch.
Kleine Geschäfte in Osteuropa und Asien benutzen ihn noch heute als preiswerte Rechenmaschine.