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Und auch MotoGP-Star Jorge Lorenzo glaubt, dass er im Mercedes schnell sein könnte. Besser gesagt: Er weiss es. Lorenzo durfte im Herbst in Silverstone einen 2014er Mercedes-Formel-1-Boliden testen. Und war überrascht, wie einfach das war.
«Ich habe erwartet, dass er viel schwieriger zu fahren ist, weil ich zwei Tage zuvor ein Formel-2-Auto in Snetterton probiert habe», erklärt Lorenzo. Dieses war deutlich bockiger: «Der Motor war sehr nervös und die Lenkung schwergängig.»
Im Formel-1-Simulator mit dem Mercedes erschrak der Mallorquiner dann, wie simpel es ist. «Ich dachte mir: ‹Wow, das ist viel einfacher. Aber vielleicht ist es im Simulator einfach und in der Realität schwieriger.›»
Doch auch das sei nicht der Fall gewesen. Lorenzo erklärt bei «Motorsport Total», dass er von Beginn an schnell gewesen sei und konkurrenzfähige Runden gedreht habe.
Doch der künftige Ducati-Pilot relativiert: «Es ist relativ einfach, mit neuen Reifen eine schnelle Runde zu fahren, aber eine Grand-Prix-Distanz ist eine komplett andere Herausforderung.» Motorradfahrer seien in der Regel auf Anhieb recht schnell, wenn sie ins Auto steigen. «Aber das nächste Level ist es, eineinhalb Stunden konstant zu bleiben und nicht die Konzentration zu verlieren.»
Es wird also nicht dazu kommen, dass einer der Töff-Stars plötzlich im Formel-1-Cockpit sitzt. Und es wird wohl noch lange bei John Surtees einsamem Rekord bleiben. Seit seinem Formel-1-Titel 1964 im Ferrari ist der Brite der einzige, der auf zwei und vier Rädern Weltmeister wurde (4 Mal auf dem Töff).Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 12.01.2017