Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03176.jsonl.gz/2562

"Zauren"
Die früheste Erwähnung des Wortes zauren geht in Urnäsch auf ein Protokoll von 1711 in den Urnäscher Bussenbüchern zurück, in welchem Teilnehmer eines lustigen Abends „gejuchzet“ und „zauret“ haben.
Als Zäuerli wird in Appenzell Ausserrhoder ein zwischen Brust- und Kopfstimme wechselnder Naturjodel bezeichnet. Die langsame Melodie des Zäuerlis wird achtsam, melancholisch und feierlich vorgetragen und erinnert in seiner Art an die Hügellandschaft des Appenzellerlands.
Die Hauptstimme wird „Vorzaurer“ genannt, die zweite Stimme „Noefahre“, die weiteren Begleitstimmen sind zum „Graadhäbe“.
Eine andere Art ist das Chlausezäuerli, das löpfig, zügig, locker und melodiös vorgetragen wird.