Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03563.jsonl.gz/547

Weil an der Zusammensetzung der Indices (ISET, IPL und IFF) keine Anpassung gemacht wurde, sind die Gründe für diese Verschiebungen anderswo zu suchen. Die drei Hauptgründe für die Änderungen:
- Erstens wurden im Jahr 2016 über 110'000 Genotypen mit CDDR (Nord Amerika) und ANAFI (Italien) ausgetauscht. Nun wurde bei der Zuchtwertschätzung vom April die Trainingspopulation für die SNP-Effektschätzung mit den neuen Daten ergänzt. Der neue Trainingsdatensatz enthält 31’300 Stiere (vorher 6'800). Dies erlaubt eine bessere Fassung der genetischen Varianz und steigert die Zuverlässigkeit der genomischen Zuchtwertschätzung. Es kann jedoch gewisse Verschiebungen in den Zuchtwerten von Einzeltieren verursachen.
- Zweitens wird im April die jährliche Basisanpassung durchgeführt. So hat sich der Zuchtwert Milch von jedem Holsteintier im Durchschnitt um fast 100 kg nach unten korrigiert, während es beim ISET um eine durchschnittliche Korrektur zwischen 20 und 30 Punkten kommt.
- Nicht zuletzt ist der Einfluss der Nachzuchtprüfung auf die Resultate der Nachkommen zu berücksichtigen. In Zeiten der Genomselektion wird die Zucht über genomische Jungstiere gemacht. Wenn solche Stiere das Töchter-basierte Resultat erhalten und in der Trainingspopulation für die Effektschätzung eingesetzt werden, kann dies auf die direkten Nachkommen und die Nachkommen in der zweiten Generation eine grosse Wirkung haben.
Die Summe dieser drei Effekte hat nun im April auf die Zuchtwerte gewirkt, und zum Teil grosse Änderungen verursacht.