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Wie das Tauschen entstand
In der Steinzeit bestand noch kein Bedürfnis für den wirtschaftlichen Austausch. Die Menschen lebten in kleinen, autoritär strukturierten Gemeinschaften. Sie jagten, fischten und sammelten nur so viel, wie sie brauchten und alles wurde kollektiv geteilt.
Als aber die Jäger, Fischer und Sammler zu Hirten und Ackerbauern wurden, kam der Tauschhandel ins Rollen. Jetzt wurde mit Gesteinen, die zur Herstellung von Waffen und Werkzeugen dienten, Handel getrieben. Auch mit Mineralien, die zu Schmuckstücken verarbeitet wurden, wurde gehandelt.
Die Gesteine und Mineralien fanden so ihren Weg in weit entfernte Gebiete. Als die Menschheit die Metalle entdeckte, scheuten die Völker keine weiten Wege, um sich die Metalle für völlig neuartige Werkzeuge und Waffen zu beschaffen. So entstanden die Handelsstrassen für Kupfer, Zinn und Bronze. Auf den unzähligen Salzstrassen der Welt wurde Salz in entfernte Gebiete befördert und gegen die jeweiligen Produkte der Empfängerländer eingetauscht.
In den Hochkulturen wie Ägypten und dem alten China setzten sich Naturalien als Geldvorläufer durch. Hier wurde mit Reis, Tee, Pfeffer oder Weizen bezahlt.
Jäger und Hirten benutzten Tierprodukte als Zahlungsmittel. Laut einem Erlass aus dem Jahre 1420 wurde der Gegenwert eines Fasses Butter auf 120 getrocknete Fische festgesetzt. Ein paar Lederschuhe konnten mit 4 getrockneten Fischen bezahlt werden. Als Hirtenvölker die wilden Tiere in Haustiere verwandelten, wurden diese zum neuen Tauschmittel.
Doch auch Menschen wurden getauscht – ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Tauschhandels. Im 16. Jahrhundert entsprach der durchschnittliche Tauschwert für einen Sklaven 4000 Kilo Zucker.
Lange kam der Mensch ohne das Geld, das allgemeine Tauschäquivalent, aus. Er tauschte Ware gegen Ware, Leistung gegen Leistung oder Ware gegen Leistung.
Heute regiert das Geld die Welt. Doch schlaue Menschen erfinden das Tauschen neu. Wie wir alle bei Exsila. Viel Spass beim Tauschen!