Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03265.jsonl.gz/3432

Unter Psychologie versteht man die Lehre des menschlichen Erlebens, das heisst des Denkens, Fühlens und Verhaltens. Systeme als Ganzheiten zu sehen, deren Teile sich wechselseitig beeinflussen und voneinander abhängig sind. Der systemisch-psychologische Ansatz geht von der Vorstellung aus, dass sich jeder Mensch in verschiedenen sozialen Systemen bewegt. Solche soziale Systeme sind zum Beispiel Familien, Teams, Abteilungen und Organisationen.
Die wechselseitigen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen, also die Dynamiken eines Systems lassen sich sehr gut mit den Bewegungen eines Mobiles vergleichen. Stellen Sie sich ein Mobile vor, dessen Teile sich ausgewogen um einander und übereinander im Winde schweben. Stossen Sie nun das Mobile an einem Punkt an, gerät das ganze Gefüge in Bewegung – an einigen Stelle etwas stärker, an anderen Stellen etwas schwächer.
Probleme in der Dynamik entstehen dann, wenn sich Teile des Mobiles verhaken oder erstarren, wenn also die Bewegungen eingeschränkt oder blockiert werden. Um das Mobile wieder in ein fliessendes Gleichgewicht zu bringen, müssen nicht nur einzelne seiner Teile repariert werden, sondern das ganze (soziale) System und dessen Umwelt müssen in den Fokus genommen werden.