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Birsigtalbahn
|Kürzel||BTB|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1887-10-04|
|Mutiert||Ab 1974-01-01 Baselland-Transport|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1887 eröffnete, schmalspurige BTB war eine Aktiengesellschaft und bediente die Linie Basel–Therwil–Flüh. 1910 kam die Verlängerung Flüh–Rodersdorf hinzu. Bereits vorher, 1905, erfolgte die Elektrifikation (Gleichstrom) und die Beschaffung von Triebwagen. Die Dampfloks wurden sukzessive ausgemustert und abgeschrieben, wofür die BTB eigens einen «Amortisationsfonds» einrichtete. Die Aufstockungen des Anlagekapitals standen im Zusammenhang mit der Elektrifikation und dem Netzausbau.
Die BTB war eine typische städtische Vorortsbahn. Sie diente primär dem Personen- und insbesondere Pendlerverkehr. 1910 führte sie mehr als 50 Züge pro Tag, wobei 75 Prozent der Gesamteinnahmen aus dem Passagiertransport stammten. Bis 1920 erhöhte sich der Anteil des Personenverkehrs am Total des Ertrags auf 95 Prozent. Der überwiegende Teil der Fahrgäste verfügte über Abonnemente oder sonst verbilligte Tickets. Bei rund einem Viertel des Platzangebots der BTB handelte es sich um Stehplätze (Stand 1910).
Die BTB war lange Zeit finanziell recht erfolgreich und konnte fast jedes Jahr eine Dividende ausrichten, die in den besten Jahren respektable 4.5 bis 5 Prozent des Aktienkapitalwerts erreichte. Auch die Krise des Ersten Weltkriegs überstand sie unbeschadet. Die Zahl der Reisenden stieg bis 1920 auf knapp 2.8 Mio. Personen, stagnierte dann jedoch für lange Zeit ungefähr auf diesem Niveau, was die BTB ab den 1950er-Jahren zunehmend in finanzielle Bedrängnis brachte. 1974 wurde sie in die neu gegründete Baselland-Transport (BLT) integriert.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: