Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03128.jsonl.gz/970

Ausserirdisch
Landeplätze der Götter
Für viele alte Kulturen sind bestimmte geografische Punkte heilig, weil dort einst die Götter herniedergestiegen seien. So gilt der alte Tempel von Te-Mahara auf der Insel Raivavae (Französisch-Polynesien) als der Punkt, an dem der Gott Maui nach seinem Weltraumflug gelandet sei. Dasselbe behaupten die Ureinwohner von Ati-Ona, einer der Inseln der Marquesa-Gruppe. Ein kleiner Berg heisst dort «Mouna-tuatini-etua». Wörtlich: Berg, auf dem die Götter landeten.
Viele Tempel in der Antike entstanden an Orten, wo einst Götter gelandet sein sollen. So lag 20 Kilometer östlich des Euphrats im Irak früher die uralte Stadt Uruk (biblisch Erech, heute Warka). Uruk ist der Ort der ältesten Schriftfunde. Darunter der sumerische Text «Gilgamesch und Akka». Die Keilschrift berichtet über einen Tempelbau, der «zu Ehren des göttlichen An, der vom Himmel herabgestiegen ist», errichtet wurde. Das Bauwerk entstand, «wo eine Wolke sich auf der Erde ausbreitet (…), wo von der Erde aus abgehoben wird (…), wo die Herrlichkeit des An von der Erde aus gesehen werden kann». In Uruk residierten ursprünglich Gott Enlil und Himmelsgöttin Inana. Die beiden hielten «das Band zwischen Himmel und Erde aufrecht». Den Kontakt mit Ausserirdischen?