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Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), es ist Indiens Coronavariant jetzt in mehr als 1.200 von genomischen Sequenzen in mindestens siebzehn Ländern nachgewiesen. Die meisten in die GISAID-Datenbank eingegebenen Fälle stammen aus Indien selbst, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und Singapur. In den letzten Tagen wurde die Variante auch in Belgien, Italien und der Schweiz gesehen.
Die erstmals in Indien entdeckte Variante wurde von der WHO noch nicht in die besorgniserregende Kategorie aufgenommen. Vorläufige Modelle zeigen, dass die Variante ansteckender ist. Weitere Untersuchungen sind laut WHO „dringend erforderlich“, um genau zu sehen, welche Rolle die Virusvariante in der aktuellen Krisensituation in Indien spielt.
Das Land meldete am Mittwoch 360.960 Infektionen in 24 Stunden, ein Weltrekord. An diesem Tag wurden auch 2,812 Todesfälle verzeichnet, die höchste tägliche Sterblichkeitsrate des Landes seit Beginn der Pandemie. Insgesamt starben 201.187 Menschen, obwohl wahrscheinlich mehr Menschen in Indien an den Auswirkungen des Virus starben.
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat angekündigt, dass seine Organisation zusätzliches Personal und Ressourcen nach Indien entsendet. Der Epidemiologe Anthony Fauci, der die US-Regierung beim Umgang mit dem Virus berät, glaubt, dass andere Länder Indien noch nicht ausreichend geholfen haben.