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Beim Audio-Mastering werden deine fertigen Stereo-Mischungen (nicht die Einzelspuren) weiter verfeinert. Dabei wird der Frequenzgang mit hochwertigen Equalizern und Filtern ausbalanciert, die Dynamik mit Kompressore und Limiter optimiert und die Räumlichkeit der Aufnahme mit einem hochwertigen Reverb und Stereobasisverbreiterung weiter veredelt. Alle diese Modifikationen spielen sich im Nuancenbereich ab und machen aus einem guten, einen exzellenten Mix. Alle Bearbeitungsschritte können rein digital am Rechner erfolgen. Eine weitere Möglichkeit wäre der analogen Weg, welcher jedoch einen sehr hohen Invest hat und nur von Profistudios durchgeführt wird.
Im Pre-Mastering werden zunächst alle Audio-Dateien in das Zielformat überführt. Anschliessend werden alle Titel gesammelt, in die richtige Reihenfolge gebracht und ggf. die Lautstärken der einzelnen Tracks angeglichen. Es werden die Anfangs- und Endpunkte der Musikstücke gesetzt und die zeitlichen Übergänge definiert.
Das Mastering ist rein technisch und wird im Presswerk durchgeführt. Es wird ein Glas-Master erstellt (das Negativ wie bei einem Bild) aus dem die CDs dann vervielfältigt wird.
Samplerate (Hz und kHz), Auflösung (Bit) und Bitrate (kBit/s)
Weil es immer wieder zu Missverständnissen führt, heute mal eine kurze Erläuterung zu den wichtigsten Kennzahlen von Audiodateien. Dies gilt für WAV, AIFF und MP3, aber genauso für andere für
alle PCM-Signale (Puls-Code-Modulation (PCM) ist ein Pulsmodulationverfahren, das ein zeit- und wertkontinuierliches analoges Signal in ein zeit- und wertdiskretes digitales Signal
umsetzt).
Vorab:
Für das Mastering empfehle ich euch mir die Files in 44.111 Hz und 24 Bit zu senden.
Basiswissen:
Eine Audiodatei speichert in winzigen Abständen eine Zahl – den Ausschlag oder auch Pegel. Beim Abspielen wird aus dieser Folge von Zahlen wieder der Pegelverlauf berechnet.
Eine Audiodatei hat oft mehrere Kanäle. Verbreitet sind Mono (ein Kanal), Stereo (2 Kanäle) und 5.x (Surround). Ein Kanal liefert die Informationen für einen der Lautsprecher und ist ein eigenständiges Audiosignal. Das heißt wir können eine Stereo-Datei aufteilen und in zwei Mono Dateien speichern.
Samplerate (Herz): gibt an, wie oft in einer Sekunde der Pegel abgespeichert wird. Eine Angabe von 44.100 Hz (44,1 kHz) bedeutet, dass für eine Sekunde Musik 44.100 Werte gespeichert werden. Übliche Sampelraten sind 44.1 kHz (CD), 48,0 kHz (Film) und 96kHz (Tonstudio).
Auflösung (Bit):
Gibt an, wie viel Speicher für so einen Sample-Wert genutzt wird. Zum Beispiel 16 Bit (2-hoch-16) erlauben eine Skala von 65.536 Werten für das speichern von jedem Sample-Wert. Wenn wir viel Speicher für einen Wert haben, können wir das Signal also sensibler verarbeiten. Übliche Werte sind 16 Bit (CD) oder 24 Bit bzw. 32 Bit im Tonstudio.
Die Bitrate (kBit/s):
Sollte man nicht mit der Auflösung verwechseln. Sie steht für die “Bandbreite” der Audiodatei, also welche Datenmenge in einer Sekunde verarbeitet werden. Man berechnet sie für Audiodateien indem man die drei Werte von oben multipliziert: Kanäle x Samplerate x Auflösung.
Beispiel: WAV-Datei für Audio-CDs: 2 Kanäle x 16 Bit x 44,1 kHz = 1411,2 kBit/s
Wichtig: Diese Rechnung funktioniert nur für unkomprimierte Formate (WAV, AIFF). Komprimierte Dateien wie z.B. MP3 oder ACC sind auf Speicherplatz optimiert und können daher viel kleinere Bitraten haben, auch wenn Samplerate und Auflösung für die Kanäle hoch sind. Wenn man MP3s selber erzeugt, sollte man alle vier Werte selber einstellen.
Datenformate
In Abhängigkeit vom vorliegenden Mixdown ist es häufig nötig, das Audiomaterial erst in ein geeignetes Format umzuwandeln. Um die höchstmögliche Wortbreite (Detailgenauigkeit einer digitalen Aufzeichnung) während des Masterns nutzen zu können, empfiehlt es sich für den Produzenten/Musiker, den Mix mit der höchstmöglichen Bitzahl zu rendern, damit dieser mit so wenig wie möglichen Verlusten in den Masteringprozess eingebunden werden kann. Rechnerintern wird 32Bit oder 64Bit FP (FP = floating point = Fließkommastelle) verwendet. Die meisten DAWs sind in der Lage, dieses Format als WAV zu exportieren. Das sollte man also vorzugsweise auch nutzen. Weiterhin üblich sind 24bit Wortbreite für den Export einer WAV-Datei. Dies wird spätestens nach dem Einlesen in die DAW und unter Einbeziehung von VSTs in den Signalfluss wieder in mindestens 32Bit FP aufgelöst.