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Montessori Kinderhaus
Feldstrasse 29
8400 Winterthur
T: 052 222 46 62
E: info(at)montessori-winterthur.ch
Zeittafel
eröffnete sie daher im römischen Armenviertel San Lorenzo ihr erstes Kinderhaus für gesunde aber verwahrloste Kinder zwischen 3 und 6 Jahren. Dort konnte sie ihre Erziehungskonzeption überprüfen und weiterentwickeln. Wiederum stellten sich bemerkenswerte Erziehungserfolge ein, und es entstanden weitere Kinderhäuser in Rom, Mailand und Neapel.
Menschen aus allen Ländern und sozialen Schichten begannen die Kinderhäuser in Italien zu besuchen und trugen die Methode in ihre Herkunftsländer zurück. So entstand etwa 1911 das erste Kinderhaus in den USA und 1914 das erste in den Niederlanden.
Von dieser Zeit an bis zu ihrem Tode verfasste Maria Montessori zahlreiche Schriften und wurde nie müde, weltweit Vorträge zu halten und neue Lehrkräfte in ihrer Pädagogik auszubilden, einer Pädagogik, die sie schrittweise bis etwa zum 12. Altersjahr ausdehnte.
Ab 1912 wurde sie zunehmend von ihrem 1898 geborenen Sohn, Mario Montessori, in ihren Aus- und Weiterbildungsaktivitäten organisatorisch und persönlich sehr stark unterstützt.
1929 gründete Maria Montessori die Association Montessori International (AMI), die der Förderung ihres Verständnisses eines neuen Verhältnisses zwischen Erwachsenen und Kindern gewidmet ist. Bis zu ihrem Tode war sie deren Präsidentin.
Während den 2. Weltkriegsjahren 1939 bis 1946 lebte Maria Montessori in Indien im Exil, wo sie in wenigen Jahren über 1'000 Lehrer und Lehrerinnen ausbildete und ihr Konzept einer kosmischen Erziehung, einer Erziehung zum Frieden entwickelte. Nach dem Krieg kehrte sie nach Europa zurück.
1949 wurde sie im stolzen Alter von 79 Jahren für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, der ihr aber nicht verliehen wurde. Ungeachtet ihres hohen Alters wurde sie nie müde neue Projekte voranzutreiben. Ihr letzter Plan, nach Ghana zu reisen, wurde jedoch durchkreuzt. Maria Montessori verstarb am 6. Mai 1952 in Nordwijk aan Zee in den Niederlanden.
"Die grösste Hilfe, die Sie Ihren Kindern geben können, ist Freiheit, ihre eigene Arbeit in ihrer eigenen Weise anzupacken,
denn in dieser Sache kennt sich Ihr Kind besser aus als Sie". (aus Spannungsfeld Kind - Gesellschaft - Welt, S.14)