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Blasensteine sind Steine, die entweder von der Niere oder dem Harnleiter in die Blase einwandern (sekundäre Blasensteine) und dort wachsen, oder sich in der Harnblase bilden (primäre Blasensteine), was wesentlich häufiger ist.
Ursachen
Primäre Blasensteine bilden sich bei Abflusshindernissen der Harnblase. Grund hierfür können eine Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie BPH), eine Harnröhrenenge, ein Tumor im Bereich der Harnröhre oder eine Blasenentleerungsstörung sein.
Risikofaktoren für die Bildung von Blasensteinen:
Blasenkatheter (Steinbildung am Kathetermaterial) oder andere Fremdkörper in der Blase. Harnwegsinfektionen begünstigen das Bilden von Steinen. Weitere Risikofaktoren sind Flüssigkeitsmangel (Dehydratation), Ernährung, Stoffwechselerkrankungen (Nebenschilddrüsenüberfunktion) oder Immobilisation (verstärkter Knochenabbau).
Symptome
Typisch für Blasensteine ist eine so genannte Stakkatomiktion. Der Stein verdeckt hierbei während des Wasserlösens den Blasenausgang und löst sich wieder davon. Dabei unterbricht der Blasenstein das kontinuierliche Wasserlassen. Häufiger Harndrang mit nur kleinen Urinmengen (Pollakisurie), Fremdkörpergefühl und Schmerzen am Ende des Wasserlassens werden auch häufig beobachtet. Eine begleitende Harnblasenentzündung kann die Beschwerden verstärken.
Diagnose
Blasensteine werden durch Ultraschall (Sonographie) dargestellt. Bei Lageänderung sieht man im Ultraschall, dass der Stein seine Position verändert. Die Diagnose wird durch eine Blasenspiegelung gesichert, die gleichzeitig mit der Entfernung des Steins verbunden werden kann.
Therapie
Blasensteine können in der Regel durch die Harnröhre geborgen werden. Je nach Größe müssen sie aber dabei mit bestimmten Instrumenten zertrümmert und die entstandenen Fragmente entfernt werden. In seltenen Fällen ist eine offene Operation notwendig. Ist eine gutartige Prostatavergrösserung Ursache des Blasensteins, erfolgt häufig gleichzeitig eine Ausschälung der Prostata.