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Bereits seit 2015 arbeitet WfW mit dem Lusaka Vocational and Technical College (LVTC) zusammen. Dadurch haben schon mehr als 600 sambische Studierende eine Berufbildung im Wassersektor absolviert.
Die Aktivitäten am MTTI sind Teil der laufenden landesweiten Reform im Wassersektor, bei welcher Behörden, Ausbildungseinrichtungen und Arbeitgebende gemeinsam über Verbesserungsmassnahmen entscheiden. Im Jahr 2020 wurde WfW vom sambischen Ministerium für höhere Bildung im Rahmen des Reformprogramms zum Mitglied des «Skills Advisory Board» ernannt.
AUSGANGSLAGE
Wasserbezogene Berufsbildung in Sambia
Eine effektive Berufsbildung und hochwertige Qualifikationen für Wasserfachleute bilden die Grundlage für zuverlässige Wasserversorgungssysteme und eine widerstandsfähige Infrastruktur in jedem Land. In Sambia steht die Ausbildung in wasserbezogenen Berufen seit Jahren vor Herausforderungen: Die Institute haben aufgrund mangelnder finanzieller Mittel Schwierigkeiten, eine angemessene Qualität, geeignete Einrichtungen sowie Ausrüstung bereitzustellen und Ausbildner*innen zu halten. Infolgedessen schlossen die Student*innen bisher ihre Ausbildung mit veralteten Lehrplänen ab und besuchten Kurse, denen es an praktischer Anwendung fehlt.
Berufsbildung in der Luapula-Provinz
Die Provinz Luapula im Norden Sambias mit einer Bevölkerung von mehr als 1,2 Millionen Menschen ist eine der sozioökonomisch am stärksten benachteiligten Regionen des Landes. Trotz ihrer Bekanntheit für ihren Reichtum an Gewässern und für starke Regenfälle, ist die entsprechende Infrastruktur in der Provinz nicht vorhanden beziehungsweise grösstenteils in einem schlechten Zustand. Das Mansa Trades Training Institute (MTTI) ist das einzige Berufsbildungszentrum in diesem Gebiet, welches Kurse in wasserbezogenen Berufen anbietet. Erst vor zwei Jahren wurde ein Ausbildungsprogramm für angehende Wasserfachleute eingeführt, das jedoch noch auf einem veralteten Lehrplan basiert.
MASSNAHMEN AM MTTI
Unsere Vision ist eine länderübergreifende Stärkung der Berufsbildung für wasserbezogene Berufe, um so die Qualität der Wasserstrukturen und -dienstleistungen zu erhöhen und die sambische Jugend dabei zu unterstützen, wettbewerbsfähiger und erfolgreicher auf dem Arbeitsmarkt zu werden.
Folgende Massnahmen werden am MTTI erprobt und sollen an weiteren Berufsschulen ebenfalls umgesetzt werden:
UNTERSTÜTZUNG DER STUDIERENDEN
Die Unterstützung von Studierenden des Kurses für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung durch teilweise finanzierte Stipendien wird den Zugang zu diesem Ausbildungsprogramm erleichtern.
IMPLEMENTIERUNG EINES NEUEN LEHRPLANS
Der neue, aktualisierte nationale Lehrplan für zukünftige Facharbeiter*in der Wasser- und Sanitärversorgung wird durch ein hochprofessionelles und gut umrissenes Kursprogramm umgesetzt, um die Qualität der Kurse zu gewährleisten.
PRAKTISCHER UNTERRICHT
Mehr praktische Kursmöglichkeiten in den Räumlichkeiten des Instituts oder bei Partner*innen aus der Industrie sind von entscheidender Bedeutung, um die Qualität der Ausbildung zu verbessern. Dadurch werden die Studierenden auf den Übergang in den Arbeitsmarkt vorbereitet.
AUSBILDUNG UND ZULASSUNG VON LEHRKRÄFTEN
Die Ausbildung von Lehrkräften wird sich auf die Didaktik, die Entwicklung von Kursen, die Umsetzung von Lehrplänen sowie auf die Verwendung neuer Ausrüstung konzentrieren. Darüber hinaus werden die Ausbildner*innen offiziell zertifiziert.
RENOVIERUNG UND INSTANDSETZUNG
Die Werkstatt, das Klassenzimmer und die Sanitäranlagen des MTTI werden renoviert und saniert, um die Kurse entsprechend durchzuführen und den Zugang für Schüler*innen aller Geschlechter zu ermöglichen.
IMPACT
1
Renovierte Werkstatt und renoviertes Klassenzimmer plus neue Geräte und Werkzeuge
2
Angemessene und geschlechtsspezifische Wasser-, Sanitär- und Hygieneeinrichtungen (WASH)
3
Finanzielle Unterstützung für insgesamt 40 Studenten des Kurses "Water Operation"
EINWEIHUNGSFEIER
Am 9. Februar fand die feierliche Übergabe der neuen Infrastruktur statt. An der Zeremonie nahmen besondere Gäste teil, darunter das Ministerium für Technologie und Wissenschaft (MOTS), das Ministerium für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (MWDS) und die Behörde für technische Bildung, Berufsbildung und unternehmerische Ausbildung (TEVETA). Sogar der nationale Fernsehsender ZNBC berichtete darüber.
Die sanierte Werkstatt.
Das sanierte Klassenzimmer.
Neue Ausrüstung und Werkzeuge.
Neuer, gendergerechter Sanitärblock.
Unser nächster Schritt besteht darin, die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Industrie zu verstärken und die Vermittlung von Praktika zu unterstützen. All dies geschieht, um die Qualifikationslücke zu schliessen, die derzeit zwischen den Institutionen und der Industrie besteht.
STAKEHOLDER-TREFFEN AM MTTI
Zum Auftakt veranstaltete WfW im November 2021 gemeinsam mit der Projektpartnerin GIZ ein Stakeholder-Treffen mit den wichtigsten Branchenvertretungen der Provinz und mit Mitarbeiter*innen der Berufsschule. Ziel war es, die Anforderungen der Branche zu identifizieren und diese Stakeholder als geeignete Partner*innen für das Programm einzuführen.
UNTERSTÜTZT DURCH
Das Projekt «Berufsbildung in Luapula, Sambia» wird durch unsere Gastro- und Büropartnerschaften, durch den Migros-Unterstützungsfonds sowie durch Beiträge von Stiftungen wie der Clean Water Foundation der Georg Fischer AG gefördert.
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