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Die Weiterreise nach Chiang Rai begann leider sehr unglücklich. Ich habe nicht berücksichtigt, dass es Freitag war und viele Thais, die unter der Woche in Chiang Mai arbeiten nun übers Wochenende nach Hause gehen. Alle Busse nach Chiang Rai waren ausgebucht. Ich hätte ja dann am nächsten Tag gehen können, habe aber schon die Unterkunft gebucht. Die einzige Möglichkeit war mit dem Taxi zu reisen und diese weigerten mit dem Taximeter zu fahren und verlangten 2500 Baht (ca. CHF 70), konnte aber noch auf 2000 Baht (ca. CHF 57) runterhandeln. Vorher suchte ich knapp 45 Minuten lang nach Mitreisenden, mit denen ich die Kosten hätte teilen können, doch diejenigen, die ich gefunden hatte, gingen in eine andere Richtung. So musste ich widerwillig alleine nach Chiang Mai. Immerhin konnte der junge Fahrer gut Englisch und erzählte mir seine Lebensgeschichte. Er stammt aus dem Bergvolk an der Grenze zu Myanmar und hat Lehrer studiert. Wenn er genug Geld verdient hat, möchte er wieder in sein Dorf zurück und den Kindern dort Englisch lehren.
Nachdem ich am Nachmittag angekommen und im sehr einfachen Good Morning Chiang Mai Hostel für 250 Baht (ca. CHF 7.-) pro Nacht eingecheckt habe, entdeckte ich die Stadt zu Fuss. Ich kam an Wat Klang Wieng, Wat Phra Singh, Wat Phra Kaew, dem Clock Tower und dem Night Bazaar vorbei.
Bildquelle: Hostel hostelworld.com
Wat Rong Khun – White Temple
Tags darauf liess ich für 40 Baht/Kg meine Kleider waschen und mietete einen Roller im gleichen Laden für 200 Baht (ca. CHF 6.-) für einen vollen Tag. Damit besuchte ich den weissen Tempel Wat Rong Khun. Mit einem «Na» vorangeschrieben wäre dieser meiner 😀 Der Stil mit den vielen kleinen Verzierungen gefällt mir äusserst gut. Momentan sind drei Gebäude fertiggestellt. Alle weiteren haben noch keine Verzierungen erhalten. Es dauert noch bis 2070 bis der ganze Park vollendet sein wird. Die Besucher helfen auch mit, in dem sie Wunschplaketen schreiben, die als Bäume oder als Deckendekoration aufgehängt werden. Was mir aber sehr strange vorkommt, sind die hängenden Köpfe der Marvel-, DC- und Filmfiguren.
Baandam Black House Museum
Weiter ging’s zu den Black Houses. Die Dekorationen bestehen vorwiegend aus Tierknochen und Tierhäuten. Alles wirkt düster und doch ästhetisch. Sehr speziell.
Am Abend sassen einige aus dem Hostel draussen und hatten Spass mit der herzlichen Besitzerin und ihren thailändischen Freunden. Ein gelungener Abschlussabend in Thailand.
Fazit Thailand
Als ich auf meine Reise begab, wusste ich nicht wirklich, was auf mich zukommen würde. Wie ist das alleine zu reisen und ist Backpacking was für mich? Und da muss ich mich jetzt fragen, wieso ich das nicht schon viel früher in meinen Ferien gemacht habe. Denn es macht echt Spass so viele interessante Leute kennenzulernen. Einige werde ich nur schon nach diesen vier Wochen bestimmt wieder mal sehen.
Mit einem kleinen Rucksack zu reisen funktioniert bisher auch bestens. Man braucht echt nicht so viel und mit der richtigen Packtechnik hat man trotzdem genug viel dabei. Einige Reisende sind richtig neidisch, da sie so viel schleppen müssen. Der Nachteil ist, ich kann fast nichts dazu kaufen.
Einen Blog zu führen ist anfangs echt schwer, bis man einen guten Ablauf findet. Viele Backpacker erzählten mir, dass sie auch einen Blog führen wollten und es nach den ersten Einträgen aber schnell sein liessen. Einerseits muss man ständig Fotos und Videos machen, um den Lesern auch was zeigen zu können, andererseits muss man auch viel Zeit investieren, um den Inhalt zu sortieren und selektieren. Auch muss etwas Anständiges geschrieben werden, wodurch man öfters auch Recherchen machen muss. Es ist also empfehlenswert Tage einzuplanen, wo man keine Besichtigungen und Touren macht.
Thailand war super für den Einstieg und ich kann es jedem empfehlen. Danke an alle Reisenden, die ich getroffen habe für die schönen Momente in diesen vier Wochen. Ich freue mich auf mehr.
Bye bye Thailand and kobkun krap!This entry was posted in Chiang Mai, Thailand