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Vergangene Woche sorgte die Bekanntmachung, dass der Bund Microsoft einen 42-Millionen-Auftrag ohne öffentliche Ausschreibung erteilt hatte, insbesondere in der Open-Source-Szene für Aufregung (Infoweek berichtete). Doch der Bund steht mit dieser Art der Auftragsvergabe nicht alleine da. Wie die "NZZ" berichtet, hat auch die SBB Microsoft einen Auftrag erteilt, ohne diesen überhaupt öffentlich auszuschreiben. Im "Schweizerischen Handelsamtsblatt" habe man gesehen, dass die SBB im Mai 2006 eine Lizenzverlängerung für Microsoft-Produkte im Wert von 10,5 Millionen Franken vergeben habe und dies in einem freihändigen Verfahren.
Laut SBB-Mediensprecher Roland Binz habe es sich bei der Beschaffung im Mai 2006 im Wesentlichen um die Pflege bereits eingesetzter Microsoft-Produkte und nicht um die Neubeschaffung von Lizenzen gehandelt. Es gebe keine Alternative zu einer freihändigen Vergabe. Zudem seien dazumal keine Beschwerden gegen die Vergabe eingegangen. Binz zufolge beobachte die SBB den Open-Source-Markt genau. Der Einsatz von Open-Source-Software bedinge allerdings eine Neuausrichtung der IT-Strategie und könne nicht ohne erhebliche Anpassungen in der Basisinfrastruktur und den Geschäftsanwendungen erfolgen. Man habe diese Alternative überprüft und dabei festgestellt, dass sich die Kosten so nicht senken lassen.
Der Bund muss per Gesetz gewisse Liefer-, Dienstleistungs- und Bauaufträge ab einem bestimmten Umfang öffentlich ausschreiben. So soll der Wettbewerb unter den Anbietern gewährleistet werden.