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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich in einer Siegesrede in der Nacht auf Mittwoch für eine möglichst breite Koalition ausgesprochen. «Ich habe schon heute Nacht damit angefangen», rief er jubelnden Anhängern in Tel Aviv zu.
«Ich sehe viele Partner für unsere Aufgaben und in einer breiten Regierung werden wir es gemeinsam schaffen», sagte der amtierende Regierungschef. Die Wahlergebnisse seien «eine Gelegenheit, Veränderungen durchzusetzen, die Israels Bürger sich wünschen.»
Ziel: Atombombe Irans stoppen
Seine neue Koalition habe fünf Hauptziele: Eine iranische Atombombe zu stoppen, die Wirtschaft weiter zu stabilisieren, das Streben nach einer Friedensregelung in Nahost, eine allgemeine Wehrpflicht sowie eine Senkung der hohen Lebenshaltungskosten.
Netanjahus rechtes Bündnis Likud-Beitenu hatte bei der Parlamentswahl am Dienstag sehr wahrscheinlich erhebliche Verluste erlitten. Prognosen zufolge kann der 63-Jährige nur mit 31 Mandaten rechnen - 11 weniger als die 42 Mandate, die beide Parteien bisher hatten.
Für eine grosse Überraschung sorgte das gute Abschneiden des früheren Fernsehjournalisten Jair Lapid, der nach Prognosen mit seiner liberalen Zukunftspartei (Jesch Atid) mit 19 Mandaten auf Platz zwei kam.
(tke/chb/sda)