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Die fünf reichsten Männer Brasiliens vereinen so viel Vermögen auf sich, wie die Hälfte der Bevölkerung des Landes. Der Reichtum der fünf Milliardäre steht damit dem gesamten Vermögen von 100 Millionen Brasilianern der unteren Einkommensschichten gegenüber.
Laut dem von der britischen Organisation Oxfam vorgelegten Bericht sind 43 der weltweit 2.043 Schwerreichen Brasilianer. Die konnten ihr Vermögen 2017 im Gegensatz zur großen Mehrheit der Bevölkerung sogar noch um 13 Prozent erhöhen, während die Gehälter der Arbeiter nur um zwei Prozent gestiegen sind.
Das Bruttoinlandsprodukt des südamerikanischen Landes ist im gleichen Zeitraum laut Schätzungen der Stiftung Getulio Vargas nur um 1,1 Prozent gewachsen. Die Superreichen haben indes in der Krise gewonnen. Ihre Zahl ist sogar um zwöf angestiegen. Das Vermögen der 43 brasilianischen Milliardäre beträgt
Etwa 23 Prozent der Brasilianer verdienen lediglich den Mindestlohn. Wollten sie ein durchschnittliches Monatseinkommen der Superverdiener erreichen, müssten sie 19 Jahre ohne Unterlass und ohne etwas davon auszugeben arbeiten.
549 Milliarden Reais (umgerechnet derzeit etwa 140 Milliarden Euro) beträgt das Vermögen der 43 brasilianischen Milliardäre. Damit könnte das 268,7 Milliarden schwere Loch in der Rentenkasse des Landes gleich zweimal gestopft werden.
Mit der momentanen Reformpolitik der Regierung Michel Temers dürfte das Vermögen der Superreichen noch weiter wachsen, die mit Beteiligungen an Konzeren große Gewinne einfahren. Für die Arbeiterklasse sieht es hingegen düster aus.
Während im Oxfam-Bericht die Auslagerung der Arbeitskräfte, Flexibilisierung der Arbeitsrechte, Beschneidung der Gewerkschaften und der Rechte der Arbeit unter anderem Gründe für die große Ungleichheit angegeben werden, hat der brasilianische Kongress genau dies unlängst mit seiner Arbeitsreform beschlossen.