Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/254538

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bund entwickelt zusammen mit Akteur*innen des Gesundheitswesens </p><p>- eine Informationskampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung</p><p>- ein Aus- und Weiterbildungsmodul für Fachpersonen über den Zusammenhang zwischen Umwelt und Gesundheit bzw. menschlichem Wohlbefinden, über die gesundheitlichen Gefahren der Klimaerhitzung, der Umweltverschmutzung bzw. der Abnahme der Biodiversität sowie über die Rolle und die Möglichkeiten des Gesundheitspersonals.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt das Anliegen der Sensibilisierung und nimmt im Rahmen seiner Zuständigkeit bereits verschiedene Informationsaufgaben zur Sensibilisierung der Bevölkerung und der Fachpersonen über umweltbedingte Gesundheitsrisiken wahr. Zu den Gesundheitsrisiken in der Umwelt wie Hitze, Zecken, Pollen, Luftverschmutzung, Biodiversitätsverlust gibt es Online-Informationsportale des Bundes. Der Bund informiert über das Naturgefahrenportal (www.naturgefahren.ch) die Bevölkerung, Medien und Behörden über drohende Naturgefahren.</p><p>Für Gesundheitsfachpersonen organisiert der Bund diverse Tagungen, beispielsweise alle 2 Jahre zu UV-Strahlungen zusammen mit der Krebsliga. Auch haben im Jahr 2022 der Verein Public Health Schweiz und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zusammen die nationale Tagung "Eine gesunde Umwelt für gesunde Menschen" durchgeführt (vgl. Publikation des BAG "Spectra" zu diesem Thema unter www.spectra-online.ch). Eine Vielzahl an Strategien, Aktionsplänen oder Aktivitäten des Bundes im Bereich "Umwelt und Gesundheit" beinhalten Sensibilisierungs- und Informationsaktivitäten für die Bevölkerung und Fachpersonen. Dies zeigt die Roadmap "Umwelt und Gesundheit", ein Produkt, das gemeinsam vom BAG und vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) 2022 als Teil der bundesrätlichen Strategie Gesundheit2030 "Gesundheit über die Umwelt fördern" erarbeitet wurde. Die Roadmap wurde Gesundheitsfachpersonen an der erwähnten Public-Health-Fachtagung 2022 vorgestellt. Diese aktuellen Beispiele zeigen, dass das Thema bei Gesundheitsfachpersonen bereits eine hohe Relevanz hat.</p><p>Ausbildungsmodule zu Umweltthemen für gezielte Aus- und/oder Weiterbildungen von Gesundheitsfachpersonen sind durch die auf Stufe Bund definierten Kompetenzen von Gesundheitsfachpersonen (Art. 3 Abs. 2 GesBG; SR 811.21) und Medizinalfachpersonen (Art 4 Abs. 2 MedBG; SR 811.11) schon jetzt denkbar. Der Bund hat aber keine Kompetenz bei der Detailausgestaltung der Curricula der Hochschulen. Die Kompetenz liegt bei den jeweiligen Bildungsinstitutionen, welche sich in dieser Hinsicht auf Autonomie berufen können.</p><p>Ergänzend zu den dargestellten Sensibilisierungs- und Bildungsmassnahmen des Bundes informieren auch die Kantone die Bevölkerung über Umweltrisiken.</p><p>Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Massnahmen erkennt der Bundesrat keinen zusätzlichen Handlungsbedarf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.