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Schutzgebiete im Norden von Madagaskar. Das Schutzgebiet “Harmonische Landschaft“ Oronjia
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Identität:
Infrastruktur und Zugang:
- Das Schutzgebiet “Harmonische Landschaft“ von Oronjia liegt im Norden Madagaskars, in der ländlichen Gemeinde Ramena, DIANA Region, 20 km von der Stadt Antsiranana entfernt, im südlichen Teil der Bucht von Diégo-Suarez.
- Das Verwaltungsbüro ist in Ankorikihely mit zwei Bungalows für Forscher.
- Der touristische Rundgang besteht aus einer 10 km langen Tour durch die 3 Buchten (Baie des Dunes, Baie des Pigeons, Baie de Sakalava) sowie einer Erkundung der Mamelon Vert (grüne Brustwarze) und ihres Panoramas von der Kolonialfestung aus.
- Die Besichtigungsmodalitäten sind mit den Führern am Eingang des Parks zu besprechen.
- Das Schutzgebiet ist über die Ramena-Strasse nordöstlich des Dorfes Ankorikihely erreichbar.
Klima – Fauna und Flora:
- Im Park herrscht hauptsächlich das trockene Klima des nördlichen Teils des zentralen Hochlandes. Die Regenzeit erstreckt sich von November bis April. Die kalte Jahreszeit ist vom Juni bis August mit einer Mindesttemperatur von 19 °C und die wärmste Jahreszeit ist von Dezember bis Februar mit einer Spitzentemperatur von bis zu 34 °C.
- Das Schutzgebiet ist von einem niedrigen, trockenen, dichten Wald bedeckt, mit Poupartia sylvatica, Commiphora stellulata, Flammenbaum (Delonix reigia), Baobabs. Die Ränder des Schutzgebietes sind mit Grasland mit einigen holzigen Arten wie Sclerocarya birrea, Gagnebina commersoniana sowie Strophanthus boivinii bedeckt. In den tieferen Gebieten findet man die eingeführte Art Pithecellobium dulce. Es gibt auch ein sekundäres Dickicht aus Acacia farnesiana, Lantana camara sowie Leucaena leucocephala (falsche Mimose).
- Das Schutzgebiet ist die Heimat von für den Westwald typischen Pflanzen wie Rhopalocarpus suarezensis, Caesalpinia madagascariensis. Nur eine endemische Art ist in Oronjia bekannt: Adenia litoralis.
- Die Fauna von Oronjia besteht hauptsächlich aus 5 Arten von Amphibien, 37 Arten von Reptilien, 77 Arten von Vögeln sowie 2 Arten von Lemuren.
Kultur und sozioökonomische Praktiken:
- Oronjia – oder Orangea, wie die Franzosen es nannten – beherbergte im 19. Jahrhundert eine französische Basis zum Schutz des Eingangs zu Diégo-Suarez. Überreste dieser Epoche sind heute noch vorhanden.
- Eine Höhle auf dem Mamelon Vert beherbergt eine Grabstätte.
- Zu den Belastungen des Schutzgebietes gehören die Abholzung für die Holzkohle-produktion, der Holzschlag, die Abholzung für den Pirogenbau, das Sammeln von Wildknollen und die Rodung des Waldes für den Mais- sowie Maniokanbau.
Schutzgebiet “Harmonische Landschaft“ von Oronjia