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Der Patient, der an der Universität von Cambridge (UK) von Dr. Ravindra Gupta und seinem Team behandelt wurde, litt an einer Form von Blutkrebs, die nicht auf die Chemotherapie ansprach, und war auch an HIV erkrankt.
Er unterzog sich einer Knochenmark- und Stammzellentransplantation von einem gesunden Spender, insbesondere von einer Person mit einer Mutation im CCR5-Gen, das für die Resistenz gegen eine HIV-Infektion verantwortlich ist.
Die Forscher beobachteten, dass das HIV-Virus nach der Transplantation vollständig aus dem Blut des Patienten verschwand. Darüber hinaus wurde 16 Monate nach der Operation die Einnahme antiretroviraler Medikamente, die normalerweise zur Behandlung von HIV eingesetzt werden, unterbrochen. Weitere 18 Monate nach Absetzen des Medikaments zeigte der Patient keine Anzeichen des Virus. Dies ist der zweite Fall in der Welt.
Vor der Knochenmark- und Stammzellentransplantation unterzog sich der Patient einer Chemotherapie und einer medikamentösen Behandlung speziell für Krebsstammzellen. Er hat sich keiner Strahlentherapie unterzogen, was insbesondere das Knochenmark schädigt und die Patienten sehr anfällig macht. Die Studie von Dr. Gupta und seinem Team zeigt daher auch, dass diese Art der Behandlung nicht unbedingt mit aggressiveren Verfahren einhergehen muss, die sehr schwerwiegende Nebenwirkungen haben können.
Dr. Gupta weist auch darauf hin, dass diese Behandlung leider nicht für alle Menschen mit HIV bisher geeignet ist, sondern nur für Menschen, die an Blutkrebs leiden und eine Knochenmarktransplantation benötigen. Da es sich um ein wichtiges Verfahren handelt, das manchmal tödlich sein kann, sind die Risiken einer Knochenmarktransplantation viel höher als das Risiko einer weiteren antiretroviralen medikamentösen Behandlung.
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