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Das neuste und grösste Meeresschutzgebiet der Welt wird 1,55 Millionen Quadratkilometer gross. Das entspricht über viermal der Fläche Deutschlands. Eine entsprechende Vereinbarung ist am Morgen in der australischen Stadt Hobart unterzeichnet worden.
In den meisten Teilen der Schutzzone im Rossmeer in der Antarktis soll die Fischerei verboten werden. Das haben die Delegationen von 24 Ländern und der Europäischen Union entschieden. Die Debatten dauerten fünf Jahre. Zuletzt hatte sich noch Russland gegen das Schutzgebiet gewehrt, weil es Nachteile für seine Fischereiflotte fürchtete.
Nun hätten sich die Teilnehmerstaaten aber auf einen Kompromiss geeinigt, der den Schutz des Meeres, eine nachhaltige Fischerei und die Interessen der Forschung in ein Gleichgewicht bringe, sagte der neuseeländische Aussenminister Murray McCully.
Der südliche Ozean, in dem das Rossmeer liegt, ist von fundamentaler Bedeutung für das biologische Gleichgewicht in fast allen Meeren – und damit für die Ernährungssicherheit von Milliarden von Menschen.
Laut Experten stammen aus dem Gebiet rund drei Viertel aller Nährstoffe, von denen Tiere und Pflanzen in den Weltmeeren leben. Es stellt also den Anfang der Nahrungskette dar. Die Region ist noch immer kaum von Menschenhand berührt. Und das soll nun zumindest für 35 Jahre weiter so bleiben. Danach läuft das Abkommen aus.
Der südlichste Kontinent der Erde
|Die Antarktis ist abgesehen von ein paar Dutzend Forschungsstationen ein unbewohnter Kontinent rund um den Südpol. Er ist fast vollständig von Eis bedeckt. Es ist die grösste Eismasse der Erde, teils mehr als 4000 Meter dick. Dort leben Pinguine und Robben. In den Wintermonaten von März bis September geht die Sonne nie auf, in den Sommermonaten nie unter. Die Antarktis ist etwas grösser als Europa und hat die kältesten Temperaturen der Welt: teils minus 90 Grad. Der internationale Antarktis-Vertrag von 1959 legt fest, dass der Kontinent von Wissenschaftlern verschiedener Nationen ausschliesslich zu friedlichen Zwecken genutzt werden kann.|