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Geschichte
In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde das „Castello“ als Wohnsitz der Mailänder Adelsfamilie de’Ghiriglioni errichtet.
Die kleine Festung bestand ursprünglich aus einem Mauergeviert von 41 x 54 MeternSeitenlänge mit vier Ecktürmen. Die Seefront grenzte damals an die südöstliche Mauer des Schlosses und das Castello verfügte über einen eigenen Bootssteg. Wassergräben um die restlichen Mauern boten zusätzlichen Schutz gegen Überfälle.
Nach 400 Jahren kehrte die Familie de’Ghiriglioni nach Mailand zurück und mit deren WegzugMitte des 17. Jahrhunderts verliert sich leider auch die Geschichte des Hauses.
Während das westliche Areal der Festung im Laufe der Jahrhunderte fast völlig zerstört und neu überbaut wurde, sind die Mauern des östlichen Bereiches, welcher bis Anfang des 20.Jahrhunderts als Wohnhaus genutzt wurde – und heute den Hauptteil des Hotel Castello Seeschloss bildet – relativ gut erhalten geblieben.
Wir erlauben uns an dieser Stelle einen „kleinen“ Zeitsprung bis Ende des 19. Jahrhunderts, als Ascona, dank des milden Klimas und der natürlichen Schönheit der Region, zum Treffpunkt intellektueller Emigranten und Künstler aus ganz Europa wurde, welche hier einen regen Gedankenaustausch pflegten.
So bot unter anderem auch das „Castello“ für viele Künstler ein vorübergehendes Zuhause,unter den bekanntesten sind Marianne von Werefkin und Alexej von Jawlenski zu erwähnen,welche ab 1918 drei Jahre in der Räumlichkeiten des „Castello“ residierten.
Im Jahre 1927 kaufte der Schweizer Künstler Hanns Wartmann das Haupthaus des Schlosses undgründete in den Mauern des „Castello“ die erste freie Kunstschule der Schweiz – die Academia“Cavallo Rosso“. Neben der Kunstschule betrieb er das Schloss ab 1928 als kleine Pension,welche er Anfang der 30er Jahre weiter verkaufte um nach München zu ziehen.
In den hinteren Gebäuden – der heutigen „Casa Marionette“ und Turm am Schwimmbad -gründete Jakob Flach 1937 zusammen mit den Künstlern Mischa Epper, Fritz Pauli und Werner J.Müller das Marionettentheater von Ascona, welches in den Stallungen neben dem Turm am Schwimmbad ein Zuhause fand und wo bis Anfang der 60er Jahre regelmässige Vorführungen stattfanden.
Der berühmte Schweizer Clown Dimitri hatte in den 60er Jahren auf der Bühne des Theaters seine ersten Auftritte … der Beginn einer erfolgreichen Karriere als Künstler.
1952 übernahm die Familie Willy Ris die kleine Pension, deren Hauptattraktion zu jener Zeit derprivate Badestrand war. Man erreichte den Strand, welcher sich bis weit über den heutigen Parkplatz am See hinausstreckte, über den heutigen Schlossgarten am See.
Die alten Stallungen in welchen sich das Theater befand, dienten zum Schluss der reformierten Gemeinde von Ascona – in Abwesenheit einer eigenen Kirche – zum Gottesdienst und sind Ende der 60 Jahre der „Casa Marionette“ gewichen.
Der Turm am Schwimmbad wurde gleichzeitig saniert und brachte dem Hotelbetrieb zusätzliche Zimmer.
Im frei gebliebenen Bereich zwischen dem Haupthaus und der „Casa Marionette“ wurde einbeheiztes 12 x 8 Meter grosses Aussenschwimmbad mit Sonnenterrasse eingegliedert und im Haupthaus wurden die Zimmer an die neue Zentralheizung angeschlossen.
1987 übernahm die Familie Werner Ris die Leitung des „Castello“ und begann in den kommenden zwei Jahren mit den wohl grössten Umbauarbeiten im „Seeschlösschen“.
Das Haupthaus wurde mit Granitziegeln komplett neu überdacht und die Palmenterrasse vordem Hotel ebenfalls in Granit neu gestaltet. Am östlichen Ende wurde sie mit einem pfiffigen Zeltdach versehen.
Die „Villa Rosa“, ehemals Wohnhaus der Familie Ris wurde umgebaut und in den Hotelbetrieb integriert.
Ein Aussenparkplatz für die Gäste wurde hinter der Villa angelegt und mit dem Bau der eigenenTiefgarage wurde gleichzeitig der Gartenbereich vor der „Villa Rosa“ geebnet und über die Markisenterrasse mit dem Haupthaus verbunden. Neben der Tiefgarage wurde die Wäscherei eingegliedert.
Im Haupthaus erhielten alle Zimmer eine eigene Nasszelle und ein neues „Kleid“.
Mit dem Umzug der Küche in das Kellergeschoss wurde im Erdgeschoss Raum geschaffen für das Ristorante „de’Ghiriglioni“. Der Innenhof wurde ebenfalls neu gestaltet und bepflanzt und an das Restaurant angebunden.
Die Treppen im Haupthaus wurden versetzt, ein Lift installiert und die öffentlichen Bereiche im Inneren neu gestaltet um ein grosszügigeres Ambiente zu schaffen.
Während der Umbauarbeiten im Haupthaus kamen altes Mauerwerk, Granitportale,Mosaikfussböden sowie Wand- und Deckenmalereien zum Vorschein, welche von den Restauratoren Nadia Fonti und Gabriele Grimbühler in monatelanger Kleinstarbeit freigelegt,wenn nötig restauriet und liebevoll in die Hotelstruktur integriert wurden.
Im Jahre 2000 wurde der Schlossgarten am See, welcher bis dahin wenig genutzt wurde, in Angriff genommen und mit dem Bau des Pavillons und der Terrasse bietet der Garten fortan als einzige grüne Oase an der Piazza von Ascona, einen angenehmen Platz um in aller Ruhe undmit wunderschönem Blick auf den Lago Maggiore und die Brissago Inseln, die kulinarischen Leckerbissen unserer Küche zu geniessen.
Die „Casa Marionette“ erhielt nicht nur ein neues Antlitz sondern wurde auch mit grösseren Balkonen, neuen Bädern und einer neuen Zimmereinrichtung versehen.
Zentral gelegen, mit einem grossen privaten mediterranen Garten, präsentiert sich dasRomantik Hotel Castello Seeschloss heute als komfortables 4-Sterne Hotel in einzigartiger Lagean der Piazza von Ascona.
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