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Bei einer Wahlbeteiligung von 43,65 Prozent erzielte Bildungsdirektor Ankli mit 50'010 Stimmen das beste Resultat. Der 47-jährige Ankli ist seit 2013 Regierungsrat. Das absolute Mehr lag bei 38'980 Stimmen.
Auf dem zweiten Platz folgte Volkswirtschaftsdirektorin Brigit Wyss. Sie wurde mit 48'537 Stimmen wiedergewählt. Die 60-jährige Wyss hatte vor vier Jahren für die Grünen erstmals einen Regierungssitz erobert. Der Gewerbeverband empfahl Wyss zur Wiederwahl. Sie habe in der Corona-Zeit viel für die Gewerbler getan, hiess es.
Mögliche Frauenmehrheit
Auch Innendirektorin Susanne Schaffner schaffte die Wiederwahl, und zwar mit 42'733 Stimmen. Damit liegt sie deutlich hinter Ankli und Wyss. Die 58-jährige Schaffner musste bei der Bewältigung der Pandemie auch unpopuläre Entscheide des Regierungsrats in der Öffentlichkeit vertreten.
Unter dem absoluten Mehr blieb Sandra Kolly-Altermatt (CVP). Die Kantonsrätin und Präsidentin der kantonalen CVP erhielt 37'506 Stimmen. Die 50-Jährige will einen der beiden vakanten CVP-Sitze im Regierungsrat verteidigen. Wird sie in der Stichwahl am 25. April gewählt, so stellen die Frauen in der Solothurner Regierung die Mehrheit.
SVP-Kandidat hat keine Chancen
Auf dem letzten Platz landete SVP-Kantonsrat Richard Aschberger. Der 36-jährige Unternehmer sollte für die SVP im sechsten Anlauf erstmals einen Sitz in der Regierung erobern. Aschberger erhielt nur 25'453 Stimmen. Mit diesem Stimmenanteil von weniger als zehn Prozent kann er nicht zum zweiten Wahlgang antreten.
Intakte Wahlchancen haben dagegen FDP-Kandidat Peter Hodel und CVP-Kandidat Thomas A. Müller. Der 53-jährige Hodel ist Fraktionschef und Landwirt. Er erhielt 32'250 Stimmen. Die FDP versucht, ihren 2017 nach 65 Jahren an die Grünen verlorenen zweiten Sitz zurückzugewinnen.
Der 56-jährige Rechtsanwalt Müller, Vizepräsident der Kantonalpartei, gewann 32'536 Stimmen. Im zweiten Wahlgang dürfte es letztlich zu einem Zweikampf zwischen den beiden Männern der CVP und der FDP kommen.