Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/175411

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Auswirkungen der Robotik auf das Sozialversicherungssystem abzuschätzen und zu prüfen, wie die Roboter in das bestehende Sozialversicherungssystem integriert werden könnten. Dazu soll er insbesondere die Möglichkeit eines hypothetischen sozialversicherungspflichtigen Einkommens für Roboter in Betracht ziehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bericht des Bundesrates vom 11. Januar 2017 über die zentralen Rahmenbedingungen der digitalen Wirtschaft, der innerhalb der Strategie Digitale Schweiz eine Standortbestimmung vornimmt, sieht keinen unmittelbaren Bedarf für eine grundlegende Revision des geltenden Sozial- und Steuersystems. Ausgehend vom derzeitigen Kenntnisstand ist es überdies nicht möglich, allfällige negative Auswirkungen der Digitalisierung der Wirtschaft auf die Gesamtbeschäftigung abzuschätzen.</p><p>Im Rahmen des Berichtes zum Postulat Reynard 15.3854, "Automatisierung. Risiken und Chancen", wird der Bundesrat verschiedene arbeitsmarktbezogenen Fragen im Zusammenhang mit der Automatisierung der Wirtschaft behandeln. Dabei wird er auch die Folgen des Automatisierungsprozesses auf die Sozialversicherungen prüfen.</p><p>Der Bericht befasst sich mit einer zentralen Herausforderung, mit der das Sozialversicherungssystem in den nächsten Jahren konfrontiert sein könnte: die Sicherung der nachhaltigen Finanzierung der Sozialversicherungen in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld, geprägt von Fortschritten im Bereich Robotik und künstlicher Intelligenz. Der Bundesrat schlägt daher vor, die Auswirkungen der Robotisierung auf die Steuersubstrate und die Sozialversicherungsbeiträge bereits im Rahmen des Berichtes, den das Postulat Schwaab 17.3045, "Eine Prospektivstudie über die Auswirkungen der Robotisierung in der Wirtschaft auf das Steuerwesen und auf die Finanzierung der Sozialversicherungen", verlangt, zu evaluieren. Eine weitere Studie würde daher keinen Mehrwert bringen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.