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Im Jahr 1991 als Irène und Balwant erstmals diese Leprastation besuchten, stellten sie fest, dass eine Sturmböhe das ganze Dach über 27 Wohneinheiten weggefegt hatte. Sogleich begann Balwant mit Taglöhnern den ganzen Wohnkomplex mit einem neuen Dach zu überdecken.
Im Jahr 1992 erbaute Balwant eine Schuhmacherei, ein Krankenzimmer sowie einen Spielplatz für die Kinder der Leprakranken. Ein Jahr später finanzierte unser Hilfswerk den Bau eines grossen Aufenthaltsraums für ca. 500 auf der Strasse vegetierende Leprakranke, welche während der Regenzeit dort nun ein Obdach zur Verfügung haben.
Im Weiteren erstellte Balwant ein Dach über die alten sanitären Installationen.
1994 erhöhte Balwant die Zwischenmauern der 27 Wohnräume.
Im Jahr 2010 entstanden mit Hilfe von Taglöhnern und arbeitsfähigen Personen der Leprastation sechs neue Toiletten sowie vier Duschräume. Viele Familien erhalten von ihren inzwischen erwachsenen Söhnen genügend Unterstützung, so dass sie nicht weiter auf unsere finanzielle Hilfe angewiesen sind. Die Schuhmacherei mussten wir leider ins Dorf Moga versetzen, da es je länger je schwieriger wurde, einen Schuhmacher in der Leprastation zu beschäftigen. Wir konnten die ganzen Schuhmacherutensilien einem verarmten Familienvater mit vier Töchtern übergeben. (Abermals eine Starthilfe zur Selbsthilfe). Jeder Leprakranke darf sich jährlich weiterhin bei diesem neuen Schuhmacher im Dorf, auf unsere Kosten, ein paar Massschuhe anpassen lassen.
Im selben Jahr entstand aus dem vorherigen Schuhmacherhäuschen ein Spielraum für die Kinder, damit sie auch während der kalten Jahreszeit geschützt spielen können. Zudem wurde ein Spielplatz mit Sandkasten und Spielgeräten, schattenspendenden Bäumen und Sitzgelegenheiten für die Mütter aufgebaut.
Nach langem Suchen, fand ich endlich eine Medikamentenfirma, welche bereit war, unseren Leprakranken gratis eine Medikamententherapie zur Verfügung zu stellen. Die Firma sandte ca. 100 Packungen Medikamente für leprakranke Menschen ins nahegelegenen Bezirksspital. Dort erklärte sich ein Arzt bereit, den Leprakranken unserer Station während 6 Monaten diese Medikamententherapie zu verabreichen. Um Lepra wirklich stoppen zu können, müssen die diversen Medikamente regelmässig eingenommen werden. Wer nach 6 Monaten geheilt ist, kann diese Krankheit nicht mehr weiter anstecken.
Hilfswerk Indian Hope Schweiz, Postfach, 3001 Bern, Tel./Fax: 031 722 19 81, E-Mail: <email-pii>, Postkonto 30-481316-0, IBAN <iban-pii>