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Steffi Rhyner begrüsste alle Teilnehmenden und stellte das Kursprogramm vor.
Mit neuen Ideen zum Einturnen startete dann Esther Jenny das Programm. In der Halle wurden zuerst verschiedene Gegenstände, wie Basketbälle, Seile, Reifen verteilt (pro Gegenstand 4–6 Stück), zu jedem Gegenstand wurde eine Bewegungsausführung festgelegt. Auch wurde Sig-Sag-Sug Fangis gespielt und Tic Tac Peng. Beim Letzteren standen die Teilnehmenden zu einem Kreis, jeder in einem Reifen (auch mit Teppich oder Bändeli möglich). Eine Person (A) blieb in der Mitte des Kreises und gab die Anweisungen durch. Sprach (A) eine Person mit «Tic» an, mussten die Person links und rechts von ihr, den Platz tauschen. Bei «Tac» mussten alle Personen die Plätze tauschen und bei «Peng» wurde zuerst eine Wand berührt, bevor die Plätze gewechselt wurden. Wer kein Nest erwischte, wurde neuer Mitte-Spieler. Um das ganze spannender zu machen, wurden noch eigene Ideen ausprobiert, so mussten z.B. bei «Marathon» alle 4 Wände berührt und bei «Party» eine bis zwei Drehungen um sich selbst gemacht werden, ehe ein Nest gesucht werden konnte.
Bodenturnen
Federico Bento führte durch die erste Lektion und erklärte zu Beginn den Teilnehmenden, dass es wichtig ist, die Erklärung zu den Übungen positiv zu formulieren. Zum Beispiel in dem man sagt, man kann Hampelmänner machen, anstelle von «hier müsst ihr Hampelmänner machen». Die Kinder machen viele Sachen freiwillig und gerne. Wenn sie jedoch etwas vorgeschrieben bekommen, verlieren sie die Freude daran.
Um sich nochmals kurz aufzuwärmen, wurde Sitzball gespielt, wer getroffen wurde, musste rückwärts auf allen Vieren gehen und versuchen, jemand anders zu fangen. Sobald jemand anders berührt wurde, ist der Fänger erlöst und die Position wechselt. Auch ist man erlöst, wenn der Kriechende an einen Ball gelangt. Durch das Kriechen auf allen Vieren wird die Stützkraft geübt.
Danach ging es los mit dem Bodenturnen. Dazu waren zwei Mattenbahnen bereit und einige einzelne Matten verteilt in der Halle. Federico erklärte zu Beginn, worauf man achten soll, wenn man mit Kindern das Rad übt. Wichtig ist, dass sie mit den Augen dem Lauf folgen. Beim Start wird nach unten geschaut zum Bein, welches als erstes den Boden berührt. Also rechter Fuss, rechte Hand, linke Hand, linker Fuss. Erst wenn man auf beiden Beinen steht, wird wieder nach vorne geschaut. Während der Drehung wird mit den Augen dem Lauf gefolgt, so ist mehr Stabilität möglich.
Bevor die Teilnehmenden selbst ausprobieren durften, gab es noch einige Inputs von Federico. So wurde gezeigt, dass bei der Vorwärtsrolle der Kopf mit einem Tennisball in die richtige Position gebracht werden kann. Dazu wird der Tennisball unters Kinn geklemmt und versucht, den Ball während der Rolle unterm Kinn zu behalten. Ein wichtiger Hinweis war zudem, dass die Leiter/-innen während der Bodenlektion alle Kinder im Blickfeld haben sollten. Dies geschieht, wenn die Leiter/-innen hinter den Mattenbahnen stehen, anstelle zwischen den Bahnen. Auch gibt es meistens in den Turn-/Jugi-Stunden Wartezeiten und die Kinder stehen hintereinander in einer Schlange, bis sie wieder an der Reihe sind.
Federico erklärte, wie das verhindert werden kann. Dazu stellt man ein Bänkli neben die Mattenbahnen. Die Kinder, die warten, können so nacheinander in der Stütze vorwärts oder rückwärts über das Bänkli laufen. Nach all den Informationen durften die Teilnehmenden selbst turnen und versuchen, die Anweisungen umzusetzen.
Danach gab es eine wohlverdiente Pause mit Getränken, Früchten, Snacks und selbst gebackenem Marmor-Kuchen.
Sprint-Technik
Nachdem alle wieder Energie getankt hatten, ging es weiter mit Flavia Streiff und Aglaia Emmenegger vom LAV Glarus, welche verschiedene Sprint-Techniken aufzeigten. Zum Aufwärmen wurde eine «Jass-Stafette» gemacht, dazu stellten sich alle hinter einen Pfosten (verteilt). Jede Gruppe bekam eine Farbe (Schelle, Eichel, Rose, Schilten). Es wurde vom Pfosten zur anderen Seite gerannt, dort musste eine Jass-Karte umgedreht werden, wenn es die eigene Farbe ist, durfte die Karte mitgenommen werden. Wer zuerst alle 9 Karten hatte, gewann. Weiter ging es mit der Laufschule. Aglaia machte die vier verschiedenen Übungen vor, worauf die anderen versuchten, die Übung auszuführen. Als Erstes wurde so schnell wie möglich eine Hallenlänge auf den Fussballen «getäppelt». Danach wieder eine Hallenlänge, jedoch wurde jedes dritte Mal ein Bein hochgezogen (abwechselnd). Nach allen Übungen zeigten Flavia und Aglaia einige Reaktionsübungen, welche visuell als auch akustisch erfolgten. Die Teilnehmenden standen dazu nebeneinander auf einer Linie. Flavia rollte einen Ball von hinten nach vorne über die Linie, sobald die anderen den Ball sahen, mussten sie so schnell wie möglich nach zur anderen Seite rennen. Danach zeigte Aglaia eine Frequenzübung vor, bei welcher auf dem Boden Markierungen in einer Linie nach aufgestellt wurde. Die Abstände zu den Markierungen waren in der Länge grösser. So konnte ein Sprint simuliert werden (die Füsse sind jeweils zwischen den Markierungen). Flavia erklärte zudem die Hudle-Technique. Das ist eine App, um Videos aufzunehmen, Winkel zu messen und Vergleiche zu machen. Der Vorteil ist, die Kinder können selbst sehen, was sie falsch bzw. richtig machen. Zum Schluss der Sprint-Technik-Lektion wurde erwähnt, dass es sehr wichtig ist, nicht verkrampft zu laufen (Beispiel mit Grashalme halten), so ist die Haltung sofort anders. Ebenso sollte der Oberkörper nach vorne gerichtet sein.
Ideen für Bewegungsstationen
Steffi Rhyner leitete die letzte Lektion zum Thema Bewegungsstationen. Alle Teilnehmer/-innen überlegten sich dazu in 4er-Gruppen, wie man mit einem Gerät / Gegenstand die Kinder eine Lektion lang beschäftigen kann. Auch sollten die Teilnehmenden darauf achten, vom allgemeinen Weg abzukommen und versuchen neue Vorschläge zu bringen. Nach 10 Minuten wurden die Ideen den anderen Teilnehmenden vorgestellt. Eine Idee war, die 16ner-Matte vor die Sprossenwand zu legen. Ziel ist es, mit Händen und Füssen an der Sprossenwand eine ganze Drehung zu machen (kopfüber), ohne runterzufallen und ohne die Matte zu berühren. Auch wurde gezeigt, wie man Basketball und Sprung kombinieren kann. Dazu wird die 16ner-Matte vor den Basketball-Korb gelegt und davor ein Trampolin aufgestellt. Die Kinder könnten so mit dem Ball einen Sprung machen und versuchen, diesen in den Korb zu treffen. Sehr viele Ideen gab es auch mit dem Reifen und Barren, aber auch der Ball und die dünne Matte brachten viele neue Vorschläge.
Schlusswort
Esther Jenny und Steffi Rhyner bedankten sich fürs Mitmachen. Zum Schluss wurde von allen Teilnehmenden ein Auswertungsbogen ausgefüllt. Karin Leuzinger aus dem Vorstand bedankte sich im Namen des GLTV für das zahlreiche Erscheinen, ebenso den Kursleitenden Esther, Steffi und Federico für den interessanten Kurs, der viele neue Ideen mit auf den Weg gab.