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Als «Humus» werden die stabileren Formen der abgestorbenen organischen Bodensubstanz bezeichnet, die u.a. von Pflanzenwurzeln, Ernterückständen und organischen Düngern stammen. Manche Bestandteile der dem Boden zugeführten organischen Substanz werden innerhalb von Wochen oder Monaten durch Bodentiere und Bodenmikroorganismen abgebaut, während andere über Jahrzehnte bis Jahrhunderte als Humus im Boden verbleiben.
Um die Bodenfruchtbarkeit zu gewährleisten, müssen sich Abbau und Nachlieferung von Humus ungefähr die Waage halten, d.h. die Humusbilanz muss ausgeglichen sein. Der Eintrag von organischem Material erfolgt z.B. über abgestorbene Pflanzenteile (inklusive Ernterückstände) und organische Dünger (z.B. Mist, Kompost). Beim Abbau der organischen Bodensubstanz durch Bodenorganismen werden die im organischen Material gebundene Energie und die verfügbaren Nährstoffe genutzt; dabei wird die organische Bodensubstanz mineralisiert, d.h. in einfache anorganische Komponenten umgewandelt (letztlich in Kohlendioxid, Wasser und als Pflanzennährstoffe wieder nutzbare anorganische Substanzen). Durch intensive Bodenbearbeitung (tiefe Grundbodenbearbeitung und ganzflächige feine Saatbettbereitung), die z.B. beim Anbau von Kulturen wie Kartoffeln erfolgt, wird die Mineralisierung beschleunigt, durch den Anbau mehrjähriger Kunstwiesen dagegen verzögert. Die Humusbilanz im Rahmen der ZA-AUI wird nach der Methode von Neyroud (1997) berechnet. Mehr Informationen zur Berechnung finden Sie unten.