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Die gesundheitlichen Auswirkungen von Kaffee sind sehr umstritten. Je nachdem, wen man fragt, ist es entweder ein super gesundes Getränk oder unglaublich schädlich. Aber trotz allem, was Sie vielleicht gehört haben, gibt es tatsächlich viele gute Dinge die über Kaffee gesagt werden können.
Zum Beispiel ist es reich an Antioxidanzien und wird mit einem verminderten Risiko für viele Krankheiten in Verbindung gebracht. Auf der Kehrseite enthält Kaffee Koffein, ein
Stimulator, der bei manchen Menschen Schlafprobleme verursachen kann.
Dieser Artikel wirft einen detaillierten Blick auf Kaffee und seine Auswirkungen auf die Gesundheit und beleuchtet sowohl Vor- als auch die Nachteile.
Kaffee enthält einige wesentliche Nährstoffe und ist extrem hoch an Antioxidanzien
Kaffee ist mehr als nur braunes Wasser... In den Kaffeebohnen findet man viele Nährstoffe. Eine typische Tasse Kaffee (240 ml) enthält:
Vitamin B2 (Riboflavin): 11% der ETD
Vitamin B5 (Pantothensäure): 6% der ETD
Vitamin B1 (Thiamin): 2% der ETD
Vitamin B3 (Niacin): 2% der ETD
Folat: 1% der ETD
Mangan: 3% der ETD
Kalium: 3% der ETD
Magnesium: 2% der ETD
Phosphor: 1% der ETD
Das mag nicht nach viel erscheinen, trägt aber dennoch zu unserem täglichen Vitamin & Nährstoffbedarf bei und kann einen wichtigen Teil unserer täglichen Nährstoffaufnahme ausmachen. Aber wo Kaffee wirklich glänzt, ist in seinem hohen Gehalt an Antioxidanzien. Eine durchschnittliche Person, die eine typische westliche Diät zu sich nimmt, bekommt mehr Antioxidanzien aus Kaffee als aus Obst und Gemüse kombiniert.
Schlussfolgerung: Kaffee enthält eine geringe Menge an einigen Vitaminen und Mineralien, die sich addieren. Größter Vorteil ist aber die Menge an Antioxidanzien.
Kaffee enthält Koffein, ein Stimulator, der Gehirnfunktionen
verbessern kann und den Stoffwechsel antreibt
Koffein ist die am häufigsten konsumierte, psychoaktive Substanz der Welt. Alkoholfreie Getränke, Tee und Schokolade: Alle enthalten Koffein, wobei Kaffee die grösste Menge pro Einheit besitzt. Der Koffeingehalt einer einzelnen Tasse kann von 30 bis 300 mg reichen wobei die durchschnittliche Tasse ca. 90 bis 100 mg enthält.
Koffein ist ein bekannter Stimulator. Im Gehirn blockiert er die Funktion eines Neurotrans-mitters genannt Adenosin. Durch die Adenosin Blockade erhöht Koffein tatsächlich die Aktivität im Gehirn, da es die Freisetzung von anderen Neurotransmittern wie Noradrenalin und Dopamin zulässt. Dies reduziert die Müdigkeit und lässt uns wacher fühlen.
Es gibt zahlreiche Studien, dass Koffein zu einer kurzfristigen Steigerung der Hirnfunktion führen kann.
Koffein kann auch den Stoffwechsel (Kalorienverbrauch) um 3-11% steigern und auch die Trainingsleistung auf 11 bis 12% im Durchschnitt erhöhen. Allerdings sind einige dieser Effekte wahrscheinlich eher kurzfristig. Wenn Sie jeden Tag Kaffee trinken, dann werden Sie eine Toleranz aufbauen und die Auswirkungen werden weniger.
Schlussfolgerung: Der wichtigste Wirkstoff im Kaffee ist der Stimulator Koffein. Es kann eine kurzfristige Steigerung des Energieniveaus, der Gehirnfunktion, Stoffwechselrate und der Trainingsleistung verursachen.
Kaffee kann dabei helfen Ihr Gehirn im Alter zu schützen, indem es das Risiko von Alzheimer und Parkinson verringert
Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste neurodegenerative Erkrankung beim Menschen und eine führende Ursache von Demenz. Studien haben gezeigt , dass Kaffeetrinker ein bis zu 65% geringeres Risiko haben an Alzheimer zu erkranken.
Parkinson ist die zweit häufigste neurodegenerative Erkrankung und wird durch das Absterben von Dopamin erzeugenden Neuronen im Gehirn verursacht.
Kaffeetrinker haben ein 32-60% geringeres Risiko an Parkinson zu erkranken. Je mehr Kaffee die Menschen trinken, desto geringer ist das Risiko dieser Alterskrankheiten.
Schlussfolgerung: Mehrere Studien zeigen, dass Kaffeetrinker ein viel geringeres Demenz-, Alzheimer- und Parkinson-Risiko im Alter haben.
Kaffeetrinker haben ein viel geringeres Risiko für Typ-2 Diabetes
Typ-2 Diabetes ist gekennzeichnet durch einen erhöhten Blutzucker. Dieser wird durch eine Insulin-Resistenz hervorgerufen. Dies ist eine sehr häufige Erkrankung. Die Anzahl an Erkrankten hat sich in ein paar Jahrzehnten verzehnfacht und betrifft heute mehr als 300 Millionen Menschen.
Interessanterweise scheinen Kaffeetrinker ein deutlich verringertes Risiko für die Entwicklung dieser Krankheiten zu haben. Einige Studien zeigen, dass Kaffeetrinker eine 23-67% geringere Wahrscheinlichkeit haben, diabetisch zu werden. In einer zusammenfassenden Studie, welche 18 Studien mit 457.922 Personen betrachtet, kam zum Schluss, dass mit jeder täglichen Tasse Kaffee ein um 7% geringeres Risiko für Diabetes Typ-2 verbunden ist.
Schlussfolgerung: Zahlreiche Studien haben gezeigt , dass Kaffeetrinker ein deutlich geringeres Risiko haben an Typ-2 Diabetes zu erkranken.
Kaffeetrinker haben ein geringeres Lebererkrankungs-Risiko
Die Leber ist ein unglaublich wichtiges Organ, das Hunderte von verschiedenen Funktionen im Körper übernimmt. Es ist sehr empfindlich gegenüber modernen Einflüssen wie überschüssiger Alkohol- und Fruktoseeinnahme. Das Endstadium der Leberschädigung heißt Zirrhose und bedeutet, dass ein Großteil der Leber durch Narbengewebe ersetzt worden ist.
Kaffeetrinker haben ein bis zu 84% geringeres Risiko für Zirrhose mit dem stärksten Effekt für diejenigen, die 4 oder mehr Tassen pro Tag trinken.
Leberkrebs ist auch üblich. Er ist die zweit häufigste Ursache für einen Krebstod weltweit. Kaffeetrinker haben ein bis zu 40% geringeres Leberkrebs-Risiko.
Schlussfolgerung: Kaffeetrinker haben ein deutlich geringeres Risiko von Leberzirrhose und Leberkrebs. Je mehr Kaffee Sie trinken, desto kleiner ist das Risiko.
Menschen, die Kaffee trinken, haben ein viel niedrigeres Risiko für Depressionen und Selbstmord
Depression ist ein unglaublich häufiges Problem. Es ist die häufigste psychische Störung der Welt und führt zu einer deutlich reduzierten Lebensqualität. In einer Harvard Studie aus dem Jahr 2011 wurde nachgewiesen, dass die Menschen, welche am meisten Kaffee getrunken haben, ein 20% geringeres Risiko hatten depressiv zu werden.
In einer Bewertung von 3 Studien, in denen Menschen 4 oder mehr Tassen Kaffee pro Tag tranken, war die Selbstmordwahrscheinlichkeit 53% niedriger.
Schlussfolgerung: Studien haben gezeigt, dass Menschen welche Kaffee trinken, ein geringeres Risiko haben depressiv zu werden oder Selbstmord zu begehen.
Einige Studien zeigen, dass Kaffeetrinker länger leben
Gegeben dem Fakt, dass Kaffeetrinker ein geringeres Risiko haben an vielen verbreiteten Krankheiten zu erkranken, liegt der Schluss nahe, dass Kaffee Ihnen zu einem längeren Leben verhilft.
Es gibt tatsächlich einige gute Hinweise warum man dem nachgehen sollte. Eine Studie des New England Journal of Medicine, welche im Jahr 2012 veröffentlicht wurde, betrachtete die Gewohnheiten von 402.260 Personen zwischen 50 und 71 Jahren.
Die Studie geht davon aus, dass die optimale Menge an Kaffee zwischen vier und fünf Tassen pro Tag liegt. Bei einem solchen Verzehr hatten Männer ein um 12 % und Frauen ein um 16 % verringertes Sterberisiko. Aber auch kleinere Mengen an Kaffee (z.B. eine Tasse pro Tag) zeigten Einfluss: Bei einem solchen Konsum war das Sterberisiko um 5% bis 6% reduziert, was zeigt, dass auch eine kleine Menge Kaffee große Auswirkungen haben kann.
Schlussfolgerung: Einige Studien haben gezeigt, dass Kaffeetrinker länger leben gegeben dem Fakt, dass Kaffee das Risiko für viele Krankheiten verringert. Der stärkste Effekt wird bei 4-5 Tassen pro Tag vermutet.
Koffein kann Angst verursachen und zu Schlafstörungen führen
Es wäre nicht richtig nur über die guten Sachen zu sprechen ohne die Schlechten zu erwähnen.
Die Wahrheit ist, dass es einige wichtige negative Aspekte zu Kaffee gibt. Zu viel Koffein Konsum kann zu Nervosität, Angstzuständen und Herzklopfen führen und kann sogar Panikattacken auslösen. Wenn Sie empfindlich auf Koffein reagieren und zur Überstimulation neigen, dann sollten Sie vielleicht lieber keinen Kaffee trinken.
Ein weiterer unerwünschter Nebeneffekt von Koffein ist, dass es den Schlaf stören kann. Wenn Kaffee die Qualität des Schlafes reduziert, dann versuchen Sie Kaffee am Nachmittag und Abend ab ca. 14:00 Uhr zu vermeiden.
Koffein kann auch harntreibend sein und den Blutdruck erhöhen, aber diese Effekte verschwinden normalerweise mit einem regelmäßigen Konsum. Jedoch kann ein Anstieg des Blutdrucks von 1-2 mm/Hg fortbestehen.
Schlussfolgerung: Koffein kann verschiedene negative Wirkungen haben, wie beispielsweise Angstattacken und Schlafstörungen, aber dies hängt stark von der einzelnen Person ab.
Koffein macht abhängig und ein paar fehlende Tassen kann zu Entzugserscheinungen führen
Ein weiterer schlechter Nebeneffekt von Kaffee ist, dass er zu einer Abhängigkeit führen kann. Wenn Menschen regelmäßig Koffein konsumieren, werden Sie unempfindlich gegen die Wirkungen. Entweder hört es auf zu Wirken wie früher oder eine höhere Dosis wird benötigt, um die selben Effekte zu erzielen.
Wenn Menschen auf Koffein verzichten, bekommen Sie Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindelgefühle und Reizgefühle. Dies kann bis zu mehreren Tagen anhalten. Toleranz und Entzug sind die Kennzeichen einer physischen Abhängigkeit. Viele Leute (verständlicherweise) mögen den Gedanken nicht von einer chemischen Substanz abhängig zu sein, um richtig zu funktionieren.
Schlussfolgerung: Koffein ist eine abhängig machende Substanz. Es kann zu einer Immunität und zu Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel kommen.
Der Unterschied zwischen normalem und entkoffeiniertem Kaffee
Einige Menschen wählen lieber den entkoffeinierten Kaffee anstatt der regulären Version.
Entkoffeinierter Kaffee wird gewöhnlich durch Ausspülen mit chemikalischen Lösungsmitteln hergestellt. Bei jedem Durchgang löst sich ein gewisser Prozentsatz des Koffeins in der Chemikalie auf. Dieser Vorgang wird solange wiederholt bis das meiste Koffein entfernt wurde. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass auch entkoffeinierter Kaffee kleine Mengen an Koffein enthält.
Leider treffen nicht alle Gesundheitsvorteile von normalem Kaffee auf die entkoffeinierte Version zu. Zum Beispiel konnte nicht mehr nachgewiesenen werden, dass sich das Risiko von Typ-2 Diabetes, Parkinson und Leberkrankheiten mit entkoffeniertem Kaffee reduziert.
Schlussfolgerung: entkoffenierter Kaffee wird durch ein Löseverfahren mit Chemikalien hergestellt. Entkoffenierter Kaffee besitzt nicht die selben guten Eigenschaften wie normaler Kaffee.
Das sollten Sie beachten, um den gesundheitlichen Nutzen von Kaffee zu maximieren
Es gibt einige Dinge, die Sie beachten sollten, um den gesundheitlichen Nutzen von Kaffee zu maximieren. Das Wichtigste ist, nicht irgendwelche ungesunden Sachen dem Kaffee hinzuzufügen. Dies beinhaltet Zucker und alle Arten von künstlichen Milchprodukten wie z.B. Kondensmilch.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist Kaffee immer mit einem Filterpapier zu brauen. Ungefilterter Kaffee (z.B. die türkische oder französische Presse) enthält Cafestol, eine Substanz welche den Cholesterolwert erhöhen kann.
Des weitern gibt es zu beachten, dass einige Kaffeegetränke in gewissen Coffeeshops viele hunderte Kalorien und Zucker beinhalten können.
Schlussfolgerung: Es ist wichtig keine Zusatzstoffe wie Zucker, Süßstoffe oder künstliche Milch in den Kaffee zu geben. Des weiteren sollte man einen Filter für die Zubereitung des Kaffees verwenden, um das cholesterintreibende Cafestol entfernen zu können.
Fazit
Es ist wichtig zu wissen, dass es sich bei einigen der in diesem Artikel erwähnten Studien um Beobachtungsstudien handelt, welche nicht Beweisen können, ob Kaffee wirklich diese guten Eigenschaften besitzt.
Aber da die Effekte stark und konsistent zwischen den einzelnen Studien sind, kann daraus abgeleitet werden, dass Kaffee eine Rolle bei gesundheitlichen Effekten spielt.
Obwohl Kaffee in der Vergangenheit dämonisiert wurde, sprechen die Beweise für eine gesundheitliche Wirkung des Kaffees... zumindest für die Mehrheit der Menschen.
Wenn Sie gerne wissen möchten, ob Kaffee gesund für Sie ist, nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf. Die genaue Anzahl Kaffeetassen pro Tag hängt von Ihrem Ernährungstyp ab. In unserem Ernährungsprogramm ermitteln wir speziell für Ihren Stoffwechseltyp, wie viele Tassen Kaffee gut für Sie sind.
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