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PluSport Spitzensport ist offen gegenüber neuen Entwicklungen - es können jederzeit neue Sportarten aufgenommen werden. Wenn immer möglich werden Synergien mit Verbänden im Nicht-Behindertensport gesucht und genutzt.
Das Swiss Paralympic Ski Team wird durch die beiden Verbände SPV (Schweizerische Paraplegiker Vereinigung) und PluSport getragen. Durch die enge Zusammenarbeit der Verbände sollen für die Athleten optimale Rahmenbedingungen für internationale Wettkämpfe bis zu den Paralympics geboten werden.
In den regionalen Trainings (Anmeldung über die PluSport-Sport-Camps-Ausschreibung) wird besonders die Freude am Schneesport gefördert. Zusätzlich können an den Swiss Disabled Cups (SDC) erste Rennerfahrungen gesammelt werden. Als Saisonhöhepunkt gelten die Schweizer Meisterschaften am Ende der Saison.
Talentierte und erfolgreiche Athleten können in die Gruppe der Level-Race Athleten, den Europa-Cup-Fahrern, aufsteigen und durch gute Resultate auch ins Welt-Cup Team gelangen.
Klassifikation
Stehend:
Einschränkungen an den Beinen (LW1, LW 2, LW 3, LW 4) Einschränkungen an den Armen (LW5/7, LW 6/8) Einschränkungen an Armen und Beinen (LW 9)
Sehbehindert:
Je stärker die Seheinschränkung, desto tiefer die Zahl (B1, B2, B3). Die sehbehinderten Athleten werden von einem Guide begleitet.
Interessierst du dich für paralympischen Skirennsport?
Wir suchen dich, SkifahrerIn mit Behinderung, welche selbständig Ski fahren kann und Rennluft schnuppern, respektive Renntechnik und -taktik trainieren will.
Dazu bist du herzlich eingeladen, zwischen Dezember und März die Stützpunkt-Trainings zu besuchen.
Weitere Infos hier.
Kontakt:
Der Schwimmsport als eine der ältesten Disziplinen des Behindertensports hat seine Ursprünge in der Physiotherapie und der Rehabilitation. Seit 1960 gehört das Schwimmen zum paralympischen Programm. Die besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers ermöglichen es den Athleten unabhängig vom Grad der Behinderung, die Wettkämpfe ohne Prothesen oder andere technische Hilfsmittel zu bestreiten. Paralympisches Schwimmen wird nach den Regeln des Internationalen Schwimmsport-Verbandes (FINA) ausgeübt.
Klassifizierung und Regelwerk
Die Durchführung des Wettkampfes unterscheidet sich nur in zwei Aspekten vom olympischen Schwimmsport. Für blinde Schwimmer gibt es Assistenten («tapper»), die bei einer Wende oder beim Zielanschlag akustische Signale geben. Des Weiteren sind verschiedene Starts erlaubt (typischer Start vom Startblock, sitzender Start vom Startblock, Start aus dem Wasser). Geschwommen wird in einem olympischen Schwimmbecken mit 50 m Länge und acht Bahnen. Die Teilnehmer werden grundsätzlich in Seh-, Körper- und Lernbehinderungen klassifiziert. Eine weitere Unterteilung erfolgt bei den Sehbehinderten in drei Klassen (S11 - S13). Die Körperbehinderten werden in zehn Klassen bei Freistil, Rücken und Delfin (S1 - S10) eingeteilt, ebenso in zehn Klassen bei Lagen (SM1 - SM10) und in neun Klassen beim Brustschwimmen (SB1 - SB9). Die Klasse der Lernbehinderten heisst S14.
Die Sportler werden je nach körperlicher Beeinträchtigung den Klassen zugeordnet, wobei 1 die schwerste und 10 die geringfügigste Behinderung bezeichnet. Bei den Staffeln werden die Punktwerte der jeweiligen Klassenzahlen addiert, aus denen die Schwimmer stammen (z.B. SM 5 = 5 Punkte). Eine vorgegebene Maximal-Punktzahl darf dabei nicht überschritten werden, um grösstmögliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Jede Klasse ermittelt nach Geschlecht getrennt in jeder vorgesehenen Disziplin einen Sieger.
Sportklassen und Erläuterung
- schwere Koordinationsprobleme in allen vier Gliedmassen
- ähnlich wie Sportklasse 1, aber mit mehr Vortrieb beim Benützen der Arme und Beine
- angemessener Armzug, schwere Bewegungseinschränkung der Beine/Rumpf
- geringfügige Schwäche in Händen, schwere Bewegungseinschränkung der Beine/Rumpf
- keine Einschränkung an Armen, keine Rumpf- und Beinmuskeln
- keine Einschränkung an Armen, wenig Rumpfkontrolle, keine verwertbaren Beinmuskeln
- keine Einschränkung an Armen/Rumpf, geringe Beinfunktion oder Verlust von 2 Gliedmassen
- volle Arm- und Rumpffunktionen, geringe Beinfunktion oder nur 1 einsetzbarer Arm
- erhebliche Schwäche an Beinen oder Verlust eines Gliedmasses
- geringe Schwäche an Beinen, Einschränkung Hüftgelenke oder geringe Deformitäten an Füssen
- blind
- stark sehbehindert
- sehbehindert
- lernbehindert
Disziplinengruppen
S: Freistil, Delphin, Rücken
SB: Brust
SM: Medley/Lagen
Die Sportklassen werden dann mit den den Disziplinengruppen kombiniert: Bsp. SB11: Brust von blinden Sportlern.
Kontakt:
Der Radsport umfasst nebst Athleten mit einer Sehbehinderung auch solche mit zerebraler Lähmung, Amputationen und sonstigen körperlichen Beeinträchtigungen. Je nach Behinderung fährt der Athlet auf einem Tandem (mit Guide), einem Hand-Bike oder einem angepassten Rennrad.
Das Wettbewerbsprogramm umfasst Bahnrennen und Strassenrennen.
International untersteht Para-cycling der UCI, national Swiss Cycling. In enger Zusammenarbeit mit Rollstuhlsport Schweiz bietet PluSport den Athleten hervorragende Bedingungen für Trainings und Wettkämpfe.
Das Wettkampfprogramm der Leichtathleten umfasst die meisten Wettbewerbe bei den Paralympics. Daher ist die Leichtathletik in der Regel diejenige paralympische Sportart mit den meisten Teilnehmern. Die Ursprünge dieser Sportart finden sich 1952 in Stoke Mandeville (England) bei den Internationalen Spielen für Behinderte, wo das erste Rollstuhlrennen stattfand. Seit 1960 gehört die Leichtathletik zu den paralympischen Sportarten.
Klassifizierung und Regelwerk
Aufgrund der Fülle von Disziplinen und der Anzahl an verschiedenen Behinderungsklassen ist die Klassifizierung sehr komplex. Ausgetragen werden annähernd dieselben Wettkämpfe wie bei den Olympischen Spielen, mit Ausnahme der Gehwettbewerbe, der Hürden- und Hindernisläufe sowie des Stabhochsprunges und des Hammerwurfes, für den alternativ der Keulenwurf im Programm steht. Die Mehrkämpfe sind prinzipiell auf fünf Disziplinen reduziert, die je nach Behinderungsklasse variieren. Von den fünf allgemeinen Klassen bei den Paralympics sind bis auf die geistig Behinderten alle in der Leichtathletik vertreten, also:
- Rollstuhl-Athleten
- Athleten mit Amputationen oder anderen muskulären Behinderungen
- blinde Athleten
- Cerebralparetiker.
Um Chancengleichheit zu wahren, sind die Klassen in sich noch weiter unterteilt. Dabei ist die Anzahl der weiteren Unterteilungen pro Schadensklasse verschieden gross. Insgesamt ergeben sich aus allen Differenzierungen 20 verschiedene Klassen, die Bahn-Wettbewerbe («Track») austragen und 25 verschiedene Klassen, die Technik-Wettbewerbe («Field») austragen. Dies führt dazu, dass es mehrere Paralympics-Sieger in einer Disziplin gibt - je nach Behinderungen. Allerdings können nicht in allen Schadensklassen zugleich auch alle Disziplinen ausgetragen werden.
Kontakt:
Para-Dressurreiten ist eine paralympische Disziplin und ein Leistungssport für Menschen mit einer unfallbedingten oder angeborenen Körper- oder Sinnesbehinderung.
Unter Para-Dressurreiten versteht man Dressursport mit dem Partner Pferd, wobei für den Reiter das Machbare zählt und Fehlendes durch Hilfsmittel ersetzt wird. Die Einschränkungen werden je nach verfügbarer Kraft und Koordination in unterschiedliche Grade (I - IV) eingeteilt, bei denen Reiter mit dem schwerwiegendsten Handicap in Grad I starten. Die Einstufung bezieht sich allein auf die Einschränkungen und steht in keinem Zusammenhang mit den reiterlichen Fähigkeiten.
«Para-Dressurreiten ist Pferdesport für Menschen mit einer Behinderung, bei dem nicht das Handicap in den Mittelpunkt gestellt wird, sondern das sportlich Machbare mit dem Partner Pferd.»»
Para-Dressurreiten (PE) hat als Fachverband «Kompetenz Pferdesport» nach langjähriger Zusammenarbeit mit PluSport Behindertensport Schweiz seit 2011 im Schweizerischen Verband für Pferdesport den Status einer eigenen Disziplin. Seit dem 1. Januar 2013 verfügt die Disziplin Para-Dressurreiten ausserdem über ein Reglement für Para-Dressurreiten.
Pferdesport für Menschen mit einer unfallbedingten oder angeborenen Körper- oder Sinnesbehinderung fördert das Selbstvertrauen sowie die Selbstständigkeit und vermittelt dem Reiter ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Ein PE-Sportler kann seine Ziele nur im Team angehen und erreichen, ein allseits uneingeschränktes Vertrauen, Respekt, Akzeptanz und Toleranz sind jedoch Voraussetzung. Gelebte Integration unterstützt den Abbau von Berührungsängsten in der Beziehung Nichtbehinderte - Behinderte und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur gegenseitigen Akzeptanz.
Pferde kennen im Gegensatz zum Menschen keine Berührungsängste und kein Mitleid - sie reagieren oft ganz anders als erwartet, nämlich mit viel Einfühlungsvermögen und Leistungsbereitschaft. Grundsätzlich weicht der Parasport vom Regelsport in der Struktur nicht ab. Ein Unterschied prägt den Parasport jedoch unübersehbar: Um die gleiche Leistung zu erbringen, ist ein Vielfaches an Zeit, an Trainings- und Personalaufwand nötig.
Die Kombination Pferd und Reiter muss passen, ebenso Anforderung und Leistungsbereitschaft, Training und Unterstützung - das alles zu erreichen, ist die Herausforderung der Disziplin Para-Dressurreiten.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Schiessen wird vorwiegend von Rollstuhlsport Schweiz gefördert. Auch Nicht-Rollstuhlfahrer befinden sich im Kader. In diesem Sinne arbeitet PluSport Behindertensport Schweiz eng mit dem Rollstuhlsport Schweiz zusammen.
Menschen mit einer Sehbehinderung können den Schiesssport ebenfalls erfolgreich betreiben.
Kontakt:
PluSport fördert seit einigen Jahren Regattasegeln. Ziel ist es ein Athletenkader aufzubauen und an internationalen Klassen-Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften teilzunehmen. Um diese Idee verwirklichen zu können kooperiert PluSport mit Sailability.ch. Zusammen mit ihnen verfügen wir in der Schweiz über ein Kompetenzzentrum im Segelsport für Menschen mit Beeinträchtigung erster Klasse.
Kontakt:
Präsident Sailability.ch:
Willi Lutz
In der Westschweiz bildet das Swiss Disabled Sailing Team das Pendant.
Präsident Swiss Disabled Sailing Team:
Michel Darbre
Im Langlauf starten die Athleten und Athletinnen in den Kategorien stehend, sitzend und sehbehindert/blind. Die Sitzenden fahren in einem Schlitten (Sit-Ski), der auf Langlaufskis montiert ist. Sehbehinderte oder blinde Sportler bestreiten ihre Wettkämpfe mit einem Guide, der sie mit den nötigen Anweisungen durch das Rennen begleitet.
Wie bei den nicht behinderten Athletinnen und Athleten werden bei den nordischen Wettkämpfen an den Paralympics verschiedene Distanzen gelaufen: Kurz-, Mittel- und Langdistanz im Einzel für Damen und Herren, sowie je ein Staffelbewerb. Ein spezielles Resultateberechnungssystem mit einem Zeitfaktor ermöglicht einen Leistungsvergleich zwischen den verschiedenen Behinderungsarten innerhalb einer der drei Kategorien.
Klassifikation
Sitzend:
Alle sitzenden Athleten sind von Beineinschränkungen betroffen. Je tiefer die Zahl desto stärker sind die körperlichen Einschränkungen. Es gibt die Kategorien:LW 10, LW 10.5, LW 11, LW 11.5 und LW 12
Stehend:
Einschränkungen an den Beinen (LW 2, LW 3, LW 4) Einschränkungen an den Armen (LW5/7, LW 6, LW 8) Einschränkungen an Armen und Beinen (LW 9)
Sehbehindert:
Je stärker die Seheinschränkung, desto tiefer die Zahl (B1, B2, B3). Die sehbehinderten Athleten werden von einem Guide begleitet.
Kontakt:
Da es sich bei den Mitgliedern Tischtennis mehrheitlich um Rollstuhlfahrer handelt, wird diese Sportart vorwiegend vom Rollstuhlsport Schweiz gefördert. Auch Nicht-Rollstuhlfahrer befinden sich im Kader. PluSport Behindertensport Schweiz arbeitet eng mit Rollstuhlsport Schweiz zusammen.
Das detailierte Jahresprogramm 2018 steht zum Herunterladen zur Verfügung
Kontakt:
Schweizerische Torball Vereinigung STBV
Torball ist in der Schweiz die einzige Mannschaftssportart für Sehbehinderte und Blinde. Um die Sportart und den Austausch untereinander zu fördern sowie Wettkämpfe und gemeinsame Trainings zu organisieren, wurde die STBV 1986 gegründet.
Torball wurde speziell für Menschen mit einer Sehbehinderung entwickelt und wird daher mit einem Klingelball gespielt. Während dem Match befinden sich drei Spieler pro Mannschaft auf dem Feld. Alle sind mit einer Dunkelbrille ausgerüstet, um die Chancengleichheit zu gewährleisten. Ziel des Spiels ist das Treffen des gegnerischen Tors. Dabei muss der Ball unterhalb von drei Leinen, die sich in der Mitte des Feldes befinden, auf die Gegenseite gespielt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Ball am Boden bleibt und von der Gegenmannschaft mit dem Körper abgewehrt werden kann.
Weitere Informationen:
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Football 5-a-side ist eine paralympische Disziplin und ein Leistungssport für Menschen mit einer unfallbedingten oder angeborenen Sehbehinderung.
Fussball für Blinde und Sehbehinderte begann als Spielplatzspiel für Schulkinder in Sonderschulen für Sehbehinderte. Es ist mittlerweile zu einem der beliebtesten Sportarten für Menschen mit einer Sehbehinderung weltweit geworden.
Das Spiel wurde in mehreren Ländern ausgetragen, wobei jedes nach seinen lokalen Regeln spielte (verschiedene Bälle und Spielfelder wurden verwendet, die Regeln waren von Land zu Land unterschiedlich usw.). Viele Länder, wie Spanien und Brasilien, bauten nationale Meisterschaften auf, und bald begannen die Länder, die ersten Freundschaftsspiele zu organisieren.
Blindenfussball - oder auch Futsal genannt - trat 1996 der IBSA bei, als der Verband entschied, das Spiel aufzunehmen. Die erste Aufgabe bestand darin, international anerkannte Regeln zu vereinbaren und zu genehmigen. Mit einer Reihe von Regeln wurden die ersten IBSA Europameisterschaften in Barcelona in Spanien ausgetragen und die ersten amerikanischen Meisterschaften fanden 1997 in Asunción in Paraguay statt. Seither finden regelmäßig offizielle IBSA Regional- und Weltmeisterschaften statt und international freundliche Turniere, wie der IBSA Cup, sind regelmäßig im blinden Futsal-Kalender zu sehen.
IBSA hat zwei Arten von Klassifikation - B1 für Spieler, die völlig blind sind, und B2 / B3 für Spieler, die sehbehindert sind.
Blindenfussball ist nach seinem Debüt bei den Spielen in Athen 2004 einer der größten Sportarten der Paralympischen Spiele. Dies wurde bei den Paralympischen Spielen 2012 in London erkannt, als die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften von sechs auf acht stieg. Blindenfussball war einer der beliebtesten Sportarten bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, wo Gastgeber Brasilien zum vierten Mal in Folge Gold gewann.
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