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Vier spannende Preisträger des Alternativen Nobelpreises 2017
Die Right Livelihood Awards 2017 (auf Deutsch Alternativer Nobelpreis genannt) ehren mutige Vorkämpfer für Gerechtigkeit und sozialen Wandel. Die Preise gehen nach Äthiopien, Aserbaidschan, Indien und in die USA. Die Preisträger wurden heute in Stockholm, Schweden, bekannt gegeben.
Den nicht dotierten Ehrenpreis erhält Robert Bilott (USA) „für die Aufdeckung einer über Jahrzehnte andauernden chemischen Umweltverschmutzung, das Erreichen von Entschädigung für deren Opfer und seinen Einsatz für eine effektivere Regulierung gefährlicher Chemikalien".
Bilott kommentiert: „Ich hoffe, dass diese Auszeichnung dazu beiträgt, ein stärkeres Bewusstsein für den Schutz unseres Trinkwassers und die Stärkung der Rechte von betroffenen Anwohnern und Gemeinden zu schaffen."
Das Preisgeld von 3 Mio. SEK (ca. 315.000 EUR) teilen sich drei Preisträgerinnen und Preisträger:
Colin Gonsalves (Indien) wird von der Jury geehrt „für seinen unermüdlichen und innovativen Einsatz vor Gericht, um die grundlegenden Menschenrechte von Indiens marginalisiertesten Bürgern zu schützen“.
Gonsalves kommentiert: „Ich nehme dieses Privileg mit Demut entgegen. Die Auszeichnung kommt zu einer Zeit, in der Indien durch eine dunkle Zeit geht und Menschenrechtsaktivisten unter Druck gesetzt werden. Die Plattform, welche die Stiftung bietet, wird uns dabei helfen, den demokratischen Widerstand in dieser kritischen Situation zu stärken."
Khadija Ismayilova (Aserbaidschan) erhält die Auszeichnung „für ihren Mut und ihre Hartnäckigkeit, Korruption auf höchster Regierungsebene durch herausragenden investigativen Journalismus aufzudecken“. Es ist das erste Mal, dass ein Right Livelihood Award an eine Preisträgerin aus Aserbaidschan geht.
Ismayilova kommentiert: "Es ist eine Ehre für mich, einen so prestigeträchtigen Preis zu erhalten. Ich nehme die Auszeichnung im Namen aller Journalisten und Verteidiger der Menschenrechte in meinem Land an, die trotz schwierigster Bedingungen unermüdlich weiterarbeiten."
Yetnebersh Nigussie (Äthiopien) wird von der Jury ausgezeichnet "für ihre inspirierende Arbeit, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu stärken und sich für deren Inklusion stark zu machen. Sie ermöglicht es Menschen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und verändert dabei die Denkweise in unserer Gesellschaft."
Nigussie kommentiert: "Es ist eine große Ehre, den Right Livelihood Award zu erhalten. Die Anerkennung ist ein willkommener Schub für die andauernde Forderung nach wirklicher Inklusion und voller Beteiligung von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen. "
Ole von Uexkull, Leiter der Right Livelihood Stiftung, sagt: "Die diesjährigen Preisträger schützen die Rechte und das Leben der Bürger auf drei Kontinenten. Mit ihrer mutigen Arbeit für Menschenrechte, öffentliche Gesundheit und verantwortungsvolle Regierungsführung begegnen sie einigen der weltweit drängendsten Herausforderungen. In einer Zeit der alarmierenden Rückschläge für die Demokratie zeigen uns ihre Erfolge den Weg zu einer gerechten, friedlichen und nachhaltigen Welt für alle."
Im Jahr 1980 gegründet, ehrt und unterstützt der Right Livelihood Award Menschen und Organisationen, die visionäre und beispielhafte Lösungen für die Ursachen globaler Probleme anbieten. Mit den diesjährigen Preisträgern zählt die Stiftung 170 Preisträger aus 69 Ländern.
2013 gewann der Gründer der Stiftung Biovision und seine Stiftung den Alternativen Nobelpreis. Zur Biovision-Medienmitteilung von 2013