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Diagnose und Therapie - Empfehlungen von Experten
Der Konsensus zur Diagnose und Therapie von Demenzerkrankungen enthält breit abgestützte Empfehlungen. Er wurde an einer Expertentagung im März 2012 erarbeitet und anschliessend von zahlreichen Demenz-Experten und -Expertinnen gutgeheissen.
Konsensus 2012 zur Diagnostik und Therapie von Demenzkranken in der Schweizpdf-Download (1,2 MB)
Herausforderndes Verhalten - Empfehlungen von Experten
Bei Demenz-Erkrankungen denkt man häufig vorwiegend an Gedächtnisprobleme. Zwei Drittel der Personen mit Demenz zeigen jedoch auch andere Symptome, die das Verhalten und die Stimmung betreffen: Depressivität und Apathie sind oft zu beobachten. Auch Angst, Unruhe und Irritabilität (Reizbarkeit, Empfindlichkeit) treten häufig auf. Aggression, Agitation, Wahn und Halluzinationen kommen eher im späteren Verlauf vor. Ebenfalls recht häufig sind Enthemmung und Euphorie und. Die meisten dieser Symptome sind jedoch vorübergehend. In Zusammenhang mit diesen Stimmungs- und Verhaltensauffälligkeiten wird oft der Begriff "Herausforderndes Verhalten" verwendet.
Die Behandlung ist sehr anspruchsvoll. Ein Grund ist: Gedächtnisprobleme, die bei Demenz häufig im Vordergrund stehen, können sich bei gewissen medikamentösen Behandlungen verstärken. Einige Medikamente haben ausserdem beträchtliche Nebenwirkungen, zum Beispiel eine erhöhte Sturzgefahr oder eine erhöhte Mortalität. Wichtig ist deshalb der ergänzende Einsatz nichtmedikamentöser Therapien. Werden die Bedürfnisse des Kranken erkannt und finden die Betreuenden eine Antwort darauf, gehen die Symptome, wie etwa Aggression, oft zurück. Wenn Medikamente nötig sind, sollten sie genau abgestimmt und gut kontrolliert eingesetzt werden.
Fachleute der führenden Schweizerischen Fachgesellschaften haben einen Konsensus mit Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie von herausforderndem Verhalten erarbeitet.