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Ein weiteres Mal wird eine Initiative des Hauseigentümerverbandes zur Aufhebung des Eigenmietwertes abgelehnt, diesmal für Pensionierte. Die Mehrheit der Mieter hat Angst, dass die Hauseigentümer bevorteilt würden, merken aber nicht, dass ihnen dieses System selbst schadet, denn sie sind die Milchkühe der Immobilienbesitzer, auf die sämtliche Kosten abgewälzt werden.
Wohnen ist ein Grundbedürfnis und sollte nicht der Spekulation überlassen werden!
Bei der Abstimmung über die Bausparinitiative dieses Frühjahr äusserte sich Bundesrätin Widmer-Schlumpf dahin gehend, dass mit der Belehnung der 2. Säule genügend Förderungsmöglichkeiten vorhanden sind, um Eigentum zu erwerben, und empfahl im Namen des Bundesrates die Bausparinitiative zur Ablehnung. Nicht viel später, am 14. Juli 2012 (die FN berichteten), äusserte sich Frau Widmer-Schlumpf im Namen des Bundesrates dahin gehend, die Finanzierung von Wohneigentum mit Pensionskassengeldern solle eingeschränkt werden, da ein Armutsrisiko bestünde, weil der Vorbezug zu tieferen Renten führe, welche im Extremfall durch steuerfinanzierte Ergänzungsleistungen ausgeglichen werden müssten.
Eine Kehrtwendung um 180 Grad! Dass Pensionskassen ausserdem durch Misswirtschaft gefährdet sein könnten, erwähnte sie nicht einmal! Dass der Wohneigentümer jahrelang sein Eigenkapital unverzinst in seine Wohnung steckt und damit Eigenmietwert generiert, wird von keinem Politiker erwähnt! Für den Zinsverlust findet man in der Steuererklärung nirgends eine Spalte bei den Abzügen!
Maria Bischof, Schwarzsee