Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03409.jsonl.gz/1263

Seifenkisten
Faszination Seifenkiste
Seifenkisten - Von Eltern, Grosseltern oder anderen Verwandten und Kindern zusammengebaute Holzkonstruktionen (heute teilweise auch aus Carbon, GfK oder Alu), deren Sinn darin besteht einen Berg so schnell wie möglich herunterzurollen.
Vier Räder, ein Bodenbrett, Bremsen und Lenkung - fertig ist die Grundlage für eine Seifenkiste. Räder, Lenkung und Bremsen sind reglementiert, die Karosserie nur marginal. Die Fantasie darf walten...
Das Video zeigt die Faszination sehr schön auf. Gefilmt am Derby in Speicher AR:
Geschichte des Seifenkisten-Sports
Der Name "Seifenkiste" stammt ursprünglich aus den USA (englisch: Soap box). Der Name Seifenkiste fiel dem amerikanischen Zeitungsphotographen Myron E. Scott von der Daily News in Dayton, Ohio, ein, als er Jugendliche 1933 beim Basteln von Kinderautomobilen fotografierte. Hierzu verwendeten sie hölzerne Verpackungskisten, in denen Firmen Seifenmittel und Käse an den Einzelhandel lieferten, aber auch ausrangierte Kinderwagen, Blechwannen und ähnliches. Er nannte in seinen Reportagen die kleinen Fahrzeuge „soap boxes“. Es hätten auch „cheese boxes“, also Käsekisten, werden können.
Das erste größere „Soap Box Derby“, also Seifenkistenrennen, fand am 19. März 1933 in Dayton mit 362 gemeldeten kleinen Fahrern, darunter einigen wenigen Mädchen, statt. Bereis 1934 wurde eine ähnliche Veranstaltung in Biberstein durchgeführt. Diese Veranstaltung gilt heute als erstes Seifenkisten-Rennen der Schweiz.
Zuerst waren die Seifenkisten-Rennen nicht reglementiert und unkoordiniert. Ab 1970 wurden die Seifenkisten-Rennen von General Motors Suisse SA und der Rivella AG gesponsert. Erste Reglemente entstanden. Auch die, heute immer noch verwendeten, genormten Räder entstanden zu der Zeit. Umgangssprachlich hat sich der Begriff "Rivella-Räder" bei älteren Semestern noch weit verbreitet.
Nachdem sich 1974 General Motors zurückgezogen hatte, liefen die Rennen der Schweizer–Meisterschaft bis Mitte 1990 unter dem Patronat der Firma Rivella.1991 übernahmen die LISTA Gruppe zusammen mit der AMAG Gruppe die Schirmherrschaft. Ideell und finanziell unterstützt wurden diese Patronatsträger vom Touring Club der Schweiz und dem Carrosserie Verband VSCI. Ende 1992 zogen sich der TCS und Ende 1993 die AMAG vom Seifenkistenrennsport zurück. Heute wird die IG LISTA von Lista Office, dem VSCI und der Renault Schweiz als Hauptsponsoren unterstützt. (Quelle: Wikipedia)