Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/95455

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, bis Ende 2009 ein Konzept für Nasak IV vorzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ziel des Nationalen Sportanlagenkonzepts (Nasak) ist es, dem Sport die auf nationaler Ebene notwendige Infrastruktur bereitzustellen. Das erstmals 1996 entwickelte Konzept hat sich zu einem etablierten Instrument der Sportförderung entwickelt, indem es die Koordination und Steuerung im Bereich der Sportanlagen von nationaler Bedeutung sicherstellt. Adressaten des Konzepts sind insbesondere die nationalen Sportverbände. Gleichzeitig wird damit auch die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz im Sport und bei der Durchführung wichtiger internationaler Sportanlässe gestärkt. Das Nasak ist mit den übrigen Sportfördermassnahmen des Bundes koordiniert und unterstützt deren Umsetzung.</p><p>Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass mit den investierten Nasak-Finanzhilfen des Bundes direkte Investitionen der Gemeinden, Kantone und privaten Trägerschaften in mehr als zehnfachem Umfang realisiert werden. Mit den bisher ausbezahlten oder verpflichteten Nasak-Finanzhilfen (Nasak 1 bis 3) von rund 65 Millionen Franken wurden Vorhaben in allen Regionen der Schweiz im Gesamtbetrag von über 800 Millionen Franken realisiert. Zahlreiche Verbände haben so in den letzten Jahren zeitgemässe Trainings- und Wettkampfanlagen erhalten. Diese stehen in der Regel auch dem Breitensport zur Verfügung. Mehrere international bedeutende Sportanlässe (u. a. Ski-WM 2003, Uefa Euro 2008, Eishockey-WM 2009) konnten in der Schweiz vor allem deshalb durchgeführt werden, weil der Ausbau der Infrastruktur durch Nasak-Finanzhilfen gefördert wurde.</p><p>Mit Nasak 1 bis 3 konnte die internationale Konkurrenzfähigkeit der Schweiz im Bereich des Sports verbessert werden. Weitere Anstrengungen sind nötig, wenn die Schweiz auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben will. Vor dem Hintergrund der Entwicklung des Bundeshaushaltes muss die Vorbereitung eines weiteren Anschubfinanzierungsprogramms für den Bau neuer Sportanlagen im jetzigen Zeitpunkt allerdings abgelehnt werden. Der Bundeshaushalt steht in den kommenden Jahren vor grossen Herausforderungen. Gemäss Finanzplan 2011-2013 sind in den kommenden Jahren strukturelle Defizite von bis zu 3,8 Milliarden Franken zu erwarten. Der Bundesrat hat das Eidgenössische Finanzdepartement beauftragt, ein Sanierungskonzept auszuarbeiten. In Anbetracht des geschilderten Handlungsbedarfs sind Bundesrat und Parlament gehalten, eine strikte Ausgabendisziplin zu wahren. Aus diesem Grund ist die Motion abzulehnen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.