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Zwischen dem 23. nördlichen und 25. südlichen Breitengrad, also in etwa 80 tropischen und subtropischen Ländern (meist Entwicklungs- und Schwellenländer), in Höhen bis zu 2'100 Meter wird Kaffee angebaut. Weltweit gibt es etwa 15 Milliarden Kaffeepflanzen die auf einer Fläche von etwa 10 Millionen Hektaren wachsen.
Es gibt etwa 100 botanische Arten (nicht zu verwechseln mit Kaffeesorten) der Kaffeepflanze, wobei nur zwei Arten eine kommerzielle Bedeutung haben, es sind dies Coffea Arabica mit 2/3 Weltmarkt und Coffea Canephora (Robusta) mit 1/3 Weltmarktanteil.
Die Kaffeebäume tragen nach drei bis fünf Jahren das erste mal Früchte. Kaffeebäume erreichen wildwachsend eine Höhe von bis zu 15 Meter, in Plantagen wird durch Rückschnitt die Höhe auf drei Meter begrenzt, um die Ernte zu erleichtern. Auch wachsen aus diesem Schnitt zwei neue Äste, die dann eigene Früchte tragen. So wird der Ertrag bedeutend reicher. Die immergrünen Kaffeebäume können bis zu 50 Jahre alt werden. Ertragreich bleiben sie aber nur etwa 25 Jahre. Die Kaffeepflanze hat dunkelgrüne, glänzende acht bis 15 Zentimeter lange Blätter.
Während der Blütezeit trägt sie bis zu 30'000 Blüten. Der Kaffeebaum kann je nach Höhenlage zu jeder Jahreszeit blühen, die Hauptblütezeit erstreckt sich über mehrere Monate. Speziell an der Kaffeepflanze ist, dass sie gleichzeitig Blüten, unreife Früchte und reife Kaffeekirschen trägt. Somit kann das ganze Jahr hindurch geerntet werden, wobei je nach Land und Lage ein bis zweimal im Jahr Haupterntezeit ist. Die Früchte sehen wie unsere Kirschen aus. Ihre Reifezeit beträgt bis zu zehn Monate. In jeder Kirsche befindet sich eine Bohne, die in der Regel aus zwei Samen besteht.
Kaffeepflanzen sind empfindlich. Sie mögen weder Hitze, Frost, starke Winde, anhaltende direkte Sonneneinstrahlung noch dauernde Feuchtigkeit. Schattenbäume können hier gut entgegenwirken. Für viele Plantagenbesitzer kommt dies aber nicht in Frage, denn damit wird die maschinelle Bewirtschaftung verhindert oder massiv erschwert. Wachsen Kaffeepflanzen unter Schattenbäumen, wird der Ertrag nachweislich besser. Der Schatten verhindert das Austrocknen des Bodens und das verdunsten von Wasser in den Blättern. Zudem sind sie ein guter Windschutz. Ausserdem regulieren Schattenbäume Temperaturunterschiede und lassen weniger Tau auf den Pflanzen entstehen. Mit der Verhinderung von Tauwasser kann dem Pilzbefall etwas entgegengewirkt werden.
Pro Jahr und Baum werden durchschnittlich 2,5 Kilo Kaffeekirschen geerntet, dies entspricht etwa 400 Gramm geröstetem Kaffee.