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Wie in einem früheren Blogartikel bereits beschrieben, sind Schwindel und Gleichgewichtsstörungen weit verbreitet in der Bevölkerung und können eine Vielzahl an Ursachen haben. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf den Lagerungsschwindel (medizinisch Benigner Paroxysmaler Lagerungsschwindel genannt).
Charakteristisch für ihn sind Drehschwindelattacken, die einige Sekunden anhalten und immer bei den gleichen bestimmten Bewegungen ausgelöst werden. Solche Auslöser sind meistens das Drehen im Bett, sowie das Bücken und zur Decke schauen. Grund dafür sind losgelöste Ohrensteine aus Kalziumkarbonat (medizinisch Otolithen genannt), welche von den Vorhofsäckchen in einen der drei Bogengänge geraten. In diesen irritieren sie das gesamte System und lösen so den Schwindel aus.
Wer ist betroffen?
Betroffene sind meist Personen zwischen 50 und 70 Jahren, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Nach gewissen Erkrankungen des vestibulären Systems, das für Gleichgewicht und Bewegung zuständig ist, oder nach Kopfverletzungen tritt ein Lagerungsschwindel gehäuft auf.
Für Betroffene ist ein solcher Schwindel meist sehr beängstigend, da er sehr plötzlich und ohne Vorwarnung auftritt. Er stellt aber in den meisten Fällen keine schwerwiegenden Erkrankungen dar und kann mittels Therapie sehr gut behandelt werden.
Was tun bei Lagerungsschwindel?
Die Behandlung eines Lagerungsschwindels erfolgt über einen geschulten Arzt oder Therapeuten. Da der Schwindel durch falschgelegene Ohrensteine entsteht, müssen genau diese wieder an die richtige Stelle gebracht werden.
Je nach Lokalisation der Steinchen werden unterschiedliche Bewegungsabläufe, sogenannte Manöver, durchgeführt.
Wurde das Manöver erfolgreich durchgeführt, ist der Lagerungsschwindel verschwunden. Allerdings empfiehlt es sich, nach gelungener Beseitigung des Schwindels ein allgemeines Gleichgewichtstraining durchzuführen.
Da die Ursache eines Lagerungsschwindels meist altersbedingt ist, kann dieser erneut auftreten. Die Behandlung würde in diesem Fall allerdings inhaltlich genauso ablaufen und hat dieselben Erfolgschancen wie bei der Erstbehandlung.
Sollte der Schwindel bei einer Person immer wieder auftreten, kann diese Person zur Eigenbehandlung instruiert werden. Somit könnte die Therapie auch selbstständig durchgeführt werden.
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