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Das Bundesgericht präzisiert seine Rechtsprechung zum “Rasertatbestand”.
2013 wurden im Strassenverkehrsgesetz (SVG) Regelungen zu Raser-Delikten eingeführt. So wird mit Freiheitsstrafe von einem bis zu vier Jahren bestraft, wer durch eine vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingeht. Dies ist unter anderem der Fall, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit um einen der festgelegten Richtwerte überschritten wird (mindestens 40 km/h bei Höchstgeschwindigkeit 30 km/h, 50 km/h bei Höchstgeschwindigkeit 50 km/h, 60 km/h
bei Höchstgeschwindigkeit 80 km/h, 80 km/h bei Höchstgeschwindigkeit über 80 km/h).
Präzisierung
Wird die signalisierte Höchstgeschwindigkeit um das in Artikel 90 Absatz 4 des Strassenverkehrsgesetzes festgelegte Mass überschritten, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass der Fahrzeuglenker das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern geschaffen hat und den Rasertatbestand erfüllt. Diese Vermutung kann beim Vorliegen ausserordentlicher Umstände jedoch widerlegt werden.