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Der mittlere Radiakal von Verben im Faktitiv-Intensiv-Stamm wird verdoppelt (vgl. D-Stamm. Wenn dieser mittlere Radikal ein Gutturallaut wie ע,ח,ה und א ist oder ein ר, der nicht zu den Gutturallauten gehört, so tritt häufig eine Ersatzdehnung ein. Das bedeutet, dass die Silbe vor dem Konsonant gelängt wird (vgl. die Längungsregeln). Im selteren Fall bleibt der kurze Vokal stehen. Das wäre eine virtuelle Verdoppelung.
Der Konsonant א verliert am Wortende regelmäßig, in der Wortmitte häufig, seinen konsonantischen Charakter und bleibt unausgesprochen (quiesziert). Der vorhergehende Vokal wird jedoch gelängt, falls er kurz ist, z.B. in וֵאלֹחִי.
Wen vor den Konsonanten פ,מ,ו,ב (den sogenannten בּוּמַף ) oder ein beliebig anderer Konsonanten mit Schwa mobile vor וְ auftritt, so findet eine lautliche Angleichung (Assimilation) statt. וְ wird zu וּ. Das ist die Ausnahme zur Regel, dass im Hebräischen jede Silbe mit einem Konsonanten beginnt.
Im Hebräischen beginnt jede Silbe mit mindestens einem Konsonanten. Ist von geschlossenen Silben die Rede, so ist der letzte Silbenlaut ein Konsonant. Geschlossene Silben sind immer sehr kurz. In Makkephverbindungen werden die Vokale noch verkürzt, sodass ein Sere zum Segol wird. Offene Silben hingegen, wenn sie keinen Reduktionsvokal haben, werden lang, auch betonte Silben sind fast immer lang.
Wenn bei Narrativformen des Stammes Nifal die letzte Silbe geschlossen ist, jedoch die vorherige offen, dann tritt oft eine Tonverlagerung auf die zweitletzte Silbe: Vergleiche וַיִּלָּחֶם mit יִלָּחֵם.
Häufig werden Partizipien im D- und H-Stamm mit der Vorsilbe /ma/ oder /ta/ zum Substantiv gemacht. Das /a/ wird in der offenen Silbe entweder reduziert oder, wenn es in der Vortonposition ist, gelängt. In geschlossenen Silben wird zu /i/ "verdünnt". Ein Beispiel für die Vorsilbe /ma/: מַכָּה (Achtung: Apokopie beachten, hier ist die Wurzel נכה. Ein anderes Beispiel für die "Verdünnung": יִזְכֹּר.
Es gibt keine doppelt geschlossenen Silben im Hebräischen. Das wären Silben, die zwei Konsonanten am Silbenende hätten. Wenn sich eine solche ergeben sollte, so wird diese Verdoppelung in der Regel mit einem Segol aufgelöst. Solche «Aufsprengungen» mit Segol werden Segolate genannt (םַלְךְ wird zu םֶלֶךְ vgl. dazu auch die Schwa-Regeln). Der Vokal, der die Silbe öffnet, wird nicht betont. Die Grundform mit einem der drei Vokale (u, i, a) erschiene dann, wenn ein Bildeelement an das Segolat angeschlossen würde, z.B. entoppelt und Vokal gelängt: עֹז, Ursprung mit Suffix: עֻזּוֹ .
Bei Segolaten, deren zweiter oder dritter Radikal ein Gutturallaut ist, wird nicht mit einem Segol aufgesprengt, sondern mit einem Patach. Zum Beispiel פָּעֳלֹ֑ו (Werk), das zum Nomen פֹּעַל gehört. Im Beispiel mit der Pronomimalendung 3. Person Maskulin Singular wurde auch die durch den Gutturallaut geschlossene innere Silbe aufgesprengt, sodass die Aussprache erleichtert wird. Ohne diese "Aufsprengung" lautet das Wort פָּעְלוֹ, aufgesprengt פָּעֳלוֹ (). Die Aufsprengung wurde durch den Kurzvokal Chatph-Patach vorgenommen.
Wenn der zweitletzte Konosonant ein Jod ist, dann wir nicht mit einem Segol aufgesprent, sondern mit einem Hirek. Vgl. die zwei Erscheinungsformen vom Landesnamen Ägypten: מִצְרַיֹם an zweitletzer Stelle ist Jod mit Hirek und nachfolgend mit der He-locales-Endung, womit das Jod nicht mehr an zweitletzter Stelle steht, wird Jod mit Schwa vokalisiert: מִצְרַיְמָה.
Die Grundvokale im Hebräischen sind u, i und a. Es gibt sowohl Lange wie Kurze. Die langen Vokale bleiben immer lang und nur die kurzen Vokale können gedehnt oder reduziert werden. Dass sich die kurzen Grundvokale verändern, liegt unter anderem an den Silben und deren Betonungen. Wenn diese kurzen Vokale reduziert werden, so werden sie zu einem Schwa.
Unter einer Kontraktion wird die Verschmelzung zweier Laute verstanden. Diese Verschmelzung war nicht von Anfang an, sondern ist ein Merkmal der "Abnutzung" der Sprache. Zwar wird הורד geschrieben, aber nicht mehr /hawrid/ gelesen, sondern /hôrid/. Deshalb wird oft ein י als mater lectiones mit einem langen /e/ und ein ו mit einem langen /o/ gesprochen. Vgl. dazu das Kapitel maters lectionis.
Für die Entstehung der maters lectionis sind folgende Kontraktionsregel entscheidend:
י ִ /ij/ ⇒ ī
י ֵ /aj/ ⇒ ē
וֹ /aw/ ⇒ ō
ֹֹּוּ /uw/ ⇒ ū
Werden die Vokale gedehnt, dann wird ein kurzes "u" zu einem langen "o", ein kurzes "i" zu einem langen "e" und ein kurzes "a" zu einem langen "a". Wenn eine Silbe z. B. durch ein Atnach oder Silluq betont wird, werden ursprünglich kurze Vokale gedehnt, aber auch, wenn der kürzere Vokal vor einer offenen betonten Silbe steht. Das sind die Vortonsilben oder Vortonpositionen. Dabei gilt, dass das kurze "a" fast immer, ein kurzer "i" oft und ein kurzer "u" fast nie gedehnt wird.
Ein paar Beispiele:
גָּדוֹל
Die erste Silbe hat sich verändert, ursprünglich war der Vokal "a" kurz. Die zweite Silbe blieb unverändert, damit ist die zweite Silbe betont und die erste hat einen Vortonposition.
גְּדוֹלִים
Bei dem gleichen Wort, jedoch mit der Pluralendung ים, liegt die Betonung auf der dritten Silbe, also der Pluralendung. Die erste Silbe steht auch nicht mehr in der Vortonposition und wird jetzt zum Schwa reduziert.
צְדָקָה
Die erste Silbe ist reduziert, ursprünglich war es ein Kurzvokal. Die zweite Silbe ist gedehnt in der Vortonposition. Die dritte Silbe ist auf die Feminin-Singularendung betont.
צְדָקוֹת
Das gleiche Wort in der Feminin-Pluralendung hat sich von der Betonung her nicht verändert. Auch hier liegt die Betonung auf der Endung.
צִדְקוֹת יְהוָה
Bei dieser Gentivverbindung liegt die Betonung auf dem Nomen rectum. Daher liegen die ersten zwei Silben nicht mehr in der Vortonposition und müssten reduziert werden. Zwei reduzierte Silben hintereinander werden jedoch im Hebräischen vermieden. Darum erhält die erste Silbe ein /i/ und nur die zweite ein Schwa.
Wenn ein Wort mit einer Reduktionssilbe wie תְּבוּנָה(Einsicht) trifft und es wird eine Präposition wie בְּ ,כְּ ,לְ oder einer Konjunktion wie וְ etc. angeschlossen, dann wären zwei Reduktionssilben beieinander. Eine solche Aneinanderfügung ist nicht erlaubt. Wenn es dazu käme, dass zwei Reduktionsvokale hintereinander stünden, dann wird der erste (im Hebräischen rechts) zu einem Hirek und der zweite zu einem Schwa mobile oder quiescens. Das anfängliche Beispiel sähe dann so aus: בִּתְבוּנָה.
Beginnt das Wort mit einem Chataph-Vokal und einem Gutturallaut wie bei אֱלָהּ(Gott), dann wird statt des Schwas der Vollvokal des Chataph-Vokals übernommen: לֶאֱלָהּ.
Weitere Beispiele: וַאֲבִישָׁלוֹם לֶאֶלִישַׁע
Im Narrativ (Erzählung) wird die Betonung auf die zweitletzte Silbe verlagert. Das einleitende Verb in der Narrativform ist häufig אמר (sagen). Die folgende Tabelle kann das verdeutlichen:
|3.m.s.AK qal||אָמַר|
|3.m.s.PK||יֹאמַר|
|3.m.s.Narr.||וַיֹּאמֶר|
Beginnt das Verb mit einem Gutturallaut wie ע, ח, ה oder א, so wird die Vokalisierung angepasst. Insbesondere in der Präformativkonjugation
Der Präformativvokal ist bei Verben mit /u/ → /o/ meist /a/ und bei Verben mit PK-Vokal /a/ meist /ä/.
Die mit dem Gutturallaut geschlossene Silbe wird häufig aufgesprengt, was zu einer "weichen" Verbindung führt, "hart", wenn sie geschlossen bleibt. Häufig wird bei der Aufsprengung das Schwa durch den Chateph-Laut ersetzt, der dem Vokallaut zuvor am nächsten liegt:
Anm.: Die Beispiele in den Klammern sind theoretische, die in der BHS nicht gefunden wurden.
|weich||hart|
|(יַחֲמָד)||יַחְמֹד|
|(יֶחֱכַם)||יֶחְכַּם|
|יַעֲמֹד||(יַעְמֹד)|
|יַעֲצָר||יַעְצֹר|
Das Suffix ist eine Nachsilbe, welche sich an ein Wort anhängt. Dies gibt Aufschluss darüber, was gemeint sein muss oder gemeint ist. So zeigen Suffixe z. B. das Geschlecht an, was nebenbei bemerkt nicht immer das biologische Geschlecht betreffen muss, oder zeigen die Besitzverhältnisse auf. Die Phonologie ist daher nicht die Hauptkategorie, in der Suffixe eingeordnet werden. Da jedoch Suffixe Betonungen verändern, ist es ratsam, diese auch in der Kategorie der Phonologie zu betrachten. Denn durch Anfügen von Suffixen findet oft eine Tonverlagerung statt, welche zu Verschiebungen im Vokalismus führen kann.
Die einfachste Kategorie zuerst: Wird ein Suffix an eine Verbalform angefügt, die mit einem Vokal endet, so wird das Suffix ohne Veränderung oder Anpassung angefügt. Nachfolgend eine Verbalform des Verbes זכר, die mit dem Vokal /u/ endet:
Bsp. 1:זְכָרוּהוּ, Bsp. 2:יִזְכְּרוּנִי.
Werden Suffixe an Afformativkonjugationen angefügt, dann zeigen sich oft Lautänderung, die auf ältere Lautungen von Afformativen zurückzuführen sind (siehe auch unter AK nach und vergleiche):
3.m.s. /zakara/ זְכָרַנִי (vor dem betonten Suffix wird das /a/ reduziert)
3.f.s. /zakarat/ זְכָרַתְהוּvgl.→ [זְכָרַתּוּ]
2.f.s. /zakarti/ זְכַתִּיהָ
2.m.p. /zakartu(m)/ זְכַרְתּוּנִי
Werden Suffixe an eine Präformativkonjugation angefügt, so tritt beim konsonantischen Auslaut ein Bindevokal /e/ oder /ä/ zwischen dem Verb und Suffix. Ist das Suffix betont, so wird dieser Bindevokal reduziert.
Handelt es sich um Feminin-Formen, dann werden diese durch eine Maskulin, Plural-Form ersetzt. Es gibt also keine Feminin-Form mit Suffix in der Präformativkonjugation.
Einige Beispiele:
יִזְכָּרְךָ, תִּזְכְּרֵהנִי, יִמְצָאֶהָ, יִזְכְּרֵנִי
/a/-/hu/ → /o/ זְכַרְתּוֹ
/a/-/ha/ → /ah/ זְכָרָהּ
/a/-/hu/ → /iw/ (fakultativ) זְכַרְתִיהוּ (זְכַרְתִּיו)
Der Energicus fügt sich an die PK-Form mit /an/ und /än/ an, wobei dies nur mit einem Suffix der 1., 2. und 3. Person Singular vorkommt. In «Hosanna» הוֹשַׂע־נָא hilf doch (vgl. Mt. 21,9; Mk 11,9; Joh 12,13 mit Lk 19,38 und Ps 24) ist ein solcher Energicus zu finden. Übrigens: Psalm 24 wurde damals, als der Herr Jesus durch die Tore Jerusalems auf einem Eselsfohlen ritt (Sach 9,9) und noch heute am 1. Wochentag, der unserem Sonntag entspricht, in den Synagogen vorgelesen. So hörten die Juden diesen Psalm auch, als der Herr Jesus auferstanden war, weil dies auch am 1. Wochentage geschah. Wir sehen also, dass der Herr Jesus geholfen hatte, so wie die Volksmenge mit Hosanna es wünschte. Nur nicht auf die Weise, wie die Menschen es gerne hätten, nämlich in Macht und Herrlichkeit, sondern auf die Weise, dass der Herr Jesus sich ans Fluchholz nageln ließ und zum Wurm wurde (Ps 22,6). So wird jeder, der dieses Erlösungswerk im Glauben und Umkehr annimmt, für die Ewigkeit errettet sein.
Das Bildeelement des Energicus hängt mit -נָא zusammen.
Siehe auch unter der Rubrik "das Verb im Hebräischen" nach.
Der Bindevokal erscheint wie bei Präformativkonjugationen. Im Grundstamm qal, also Impt. qal, erscheint der Vokal, wenn ein Suffix folgt, nicht in der zweiten Silbe, sondern in der ersten. זָכֵרנִי
Das Suffix hat in der Nominalen Form die Funktion eines Genetivus subj. oder obj.
Bindevokal in der 1. und 2. Person: /e/ זֹכְרֵנוּ (z.T. reduziert)
Bindevokal in der 3. Person: /a/ זֹכְרוֹ (aus /zakir-a-hu/)
Eine Besonderheit stellt die Bildung des Inf. csr. mit Suffix der 1. Person Singular dar.
Die Besonderheit liegt darin, dass diese Form unterschiedlich vokalisiert wird. So weist der Bindevokal einen kurzen Vokal in der ersten Silbe und einen langen Vokal in der zweiten Silbe auf.
Soph-pasuq mit silluq und Atnach sowie weitere vergleichbare stimmhafte Markierungen, werden betonter ausgesprochen. Das geschieht dadurch, dass sich die Vokale verlängern (vergleichbar mit der Ersatzdehnung beim dagesch forte).
Soph-pasuq und silluq ist ein stark trennender Akzent, der beim sprechen eine Pause bewirkt. Das Zeichen steht immer Sinn- bzw. Versende im letzten Wort unter der Hauptsilbe. Silluq ist ein kleiner vertikaler strich unter dem Konsonanten. Im Beispiel unter dem Konsonanten Heh. Das Sinnesende wird zusätzlich mit einem Soph-pasuq, das ist ein Doppelpunkt, gekennzeichnet.
5.Mose 32,4:
5. Mose 32,4
הַצּוּר֙ תָּמִ֣ים פָּעֳלֹ֔ו כִּ֥י כָל־דְּרָכָ֖יו מִשְׁפָּ֑ט אֵ֤ל אֱמוּנָה֙ וְאֵ֣ין עָ֔וֶל צַדִּ֥יק וְיָשָׁ֖ר הֽוּא׃
Er(unser Gott) ist der Fels; vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er.
Der Herr Jesus ist Gott und unser Fels, der sich schlagen lies, damit das lebendige Wasser aus ihm hervorkam. Wer sein Erlösungswerk annimmt und an ihn glaubt und zu ihm umkehrt, ist rein, weil er eine neue Schöpfung ist, und steht nicht mehr unter dem Zorn Gottes. Vgl. Joh 3,36.
Meteg ist das gleiche Zeichen wie das, was für das silluq Verwendung findet, nur dass es sich in der Sinnesaussage befindet und nicht im letzten Wort. Da im Hebräischen die meisten Wörter mit der Schlusssilbe betont werden, ist das metag bei längeren Wörtern zu erwarten. Dabei ist es ein Nebenton, der etwas schwächer als die Hauptbetonung ist. Die Betonungen wechseln sich jedoch immer ab.
Atnach trennt etwas weniger stark als silluq und ist mit unserem Komma vergleichbar. Das Zeichen ist ein Halbkreis mit einem senkrechten Strich, wie im Beispiel unter dem Konstanten Bet links neben dem Vokal sere.
5.Mose 32,1:
5. Mose 32,1
הַאֲזִ֥ינוּ הַשָּׁמַ֖יִם וַאֲדַבֵּ֑רָה וְתִשְׁמַ֥ע הָאָ֖רֶץ אִמְרֵי־פִֽי׃
Horcht auf, ihr Himmel, denn ich will reden, und du, Erde, höre die Rede meines Mundes!
Wenn Gott spricht, dann hört die gesamte Schöpfung zu (Merisums). So wie auch Hiob hören und sagen musste, als Gott sprach: „Ich (Hiob) lege meine Hand auf meinen Mund.“ (Hiob 39,30). Alles ist dem Herr Jesus in seine Hand gegeben. Vgl. Joh 3,35; 1Pe 3,22; Jes 9,5; 42,1-5 und viele weitere Stellen.
Das Segolata ֒, das so aussieht wie ein auf dem Kopf stehendes Segol, erscheint in dreigliedrigen Sätzen am Ende des ersten Drittels. Am Ende des zweiten Drittels steht dann Atnach.
1. Mose 1,7
וַיַּ֣עַשׂ אֱלֹהִים֮ אֶת־הָרָקִיעַ֒ וַיַּבְדֵּ֗ל בֵּ֤ין הַמַּ֨יִם֙ אֲשֶׁר֙ מִתַּ֣חַת לָרָקִ֔יעַ וּבֵ֣ין הַמַּ֔יִם אֲשֶׁ֖ר מֵעַ֣ל לָרָקִ֑יעַ וַֽיְהִי־כֵֽן׃
Und Gott machte die Ausdehnung und schied die Wasser, welche unterhalb der Ausdehnung, von den Wassern, die oberhalb der Ausdehnung sind. Und es ward also.
Zaqeph qaton unterteilt den Vers noch feiner. Es ist schwächer als das Atnach. Das zeichen ist wie das Schwa, nur dass es sich über dem Konsonanten befindet.
Richter 4,4
וּדְבוֹרָה אִשָּׁה נְבִיאָ֔ה אֵשֶׁת לַפִּיד֑וֹת הִיא שֹׁפְטָה אֶת־יִשְׂרָאֵל בָּעֵת הַהִֽיא׃
Und Debora, eine Prophetin, das Frau Lappidoths, richtete Israel in jener Zeit.
Auch Zaqeph gadol ist ein trennendes Zeichen. Links neben den Zaqeph qaton steht noch ein senkrechter Strich wie in דָּבָ֕ר.
Rebia ist wie Zaqeph qaton oder gadol auch ein trennendes Zeichen. Es steht über dem Konsonanten als eine Art Route wie in דָּבָ֗ר.
Makkeph oder Maqqef verbindet Wörter (vgl. מַקֵּף was Verbinder heißt), die besonders eng ausgesprochen werden, sodass diese zu einer Tongruppe verschmelzen. Dabei verlieren alle Wörter vor dem letzten Wort den Ton. Gekennzeichnet werden diese Gruppen, die auch aus mehr als zwei Wörter bestehen können, durch einen hohen waagrechten Bindestrich. (Vgl. siehe auch Konstruktusverbindung
Makkeph tritt oft bei Genitivverbindungen auf oder auch bei beim Akkusativzeichen (אֵת). Da die Wortverbindung schnell ausgesprochen wird, verändern sich auch die Vokale, indem sie kürzer werden (-אֶת).
כֹּל ist normalerweise mit holäm vokalisiert. Dieser Vokal ist stets lang. In der Makkeph-Verbindung wird das Wort enttont und verkürzt zu -כָּל (qamäz chatuph, das ist ein /o/ wie in "offen" im Vergleich ist der lange /o/ wie in "Sohle").
1Sam 15,3:
1. Sam 15,3
עַתָּה֩ לֵ֨ךְ וְהִכִּֽיתָ֜ה אֶת־עֲמָלֵ֗ק וְהַֽחֲרַמְתֶּם֙ אֶת־כָּל־אֲשֶׁר־לֹ֔ו וְלֹ֥א תַחְמֹ֖ל עָלָ֑יו וְהֵמַתָּ֞ה מֵאִ֣ישׁ עַד־אִשָּׁ֗ה מֵֽעֹלֵל֙ וְעַד־יֹונֵ֔ק מִשֹּׁ֣ור וְעַד־שֶׂ֔ה מִגָּמָ֖ל וְעַד־חֲמֹֽור׃
Nun ziehe hin und schlage Amalek, und verbannet alles, was er hat, und schone seiner nicht; und töte vom Manne bis zum Weibe, vom Kinde bis zum Säugling, vom Rinde bis zum Kleinvieh, vom Kamel bis zum Esel.
Saul war ein König nach dem Herzen des Volkes. Leider erfahren wir einige Verse später (1Sam 15,15) seine Herzenshaltung. Saul sprach den lebendigen Gott nie als sein Gott an. Welch ein trauriges Zeugnis! Er hat es nie verstanden, dass Gott Schlachtopfer nichts bedeuten, sondern Einsicht und Umkehr notwendig sind.
Die schönsten Tiere als Schlachtopfer nützen nichts. Gott fordert absoluten Gehorsam! Nicht so wie bei mir und dir und Saul. Der Herr Jesus musste kommen. Er hat das einzig wirksame Sündopfer für alle Menschen erbracht, nämlich sich selbst, auch für Saul! Wer seine Hand nicht auf dieses Sühnemittel legt und einsieht, dass der Tod wegen seiner Übertretungen eintrat, hat keine Vergebung, sondern trägt die Konsequenz.
Wenn am Wortende ein Heh mit Punkt (הּ) in der Konsonantenmitte auftritt, so ist das ein Mappiq. Damit wird gezeigt, dass Heh (ה) nicht als Mater lectiones gebraucht wird, sondern als Konsonant ausgesprochen werden muss. Heh ist ein Laut, der fast stimmlos ist, einem Hauch, der durch den offenen Mund entweicht.
Ps 117
הַֽלְל֣וּ אֶת־יְ֭הוָה כָּל־גֹּויִ֑ם שַׁ֝בְּח֗וּהוּ כָּל־הָאֻמִּֽים׃ כִּ֥י גָ֘בַ֤ר עָלֵ֨ינוּ׀ חַסְדֹּ֗ו וֶֽאֱמֶת־יְהוָ֥ה לְעֹולָ֗ם הַֽלְלוּ־יָֽהּ׃
Lobet Jahwe, alle Völker,
preiset ihn, alle Nationen!
Denn mächtig ist über uns seine Gnade.
Und Jahwes Träue währt in Ewigkeit.
Lobet Jah.
Neben Gutturallaute, das sind ע,ח,ה und א, stehet oft ein "a"-Laut. Wenn ein Wort mit einem Guttrallaut endet, so muss davor ein "a"-Laut stehen. Dabei wird ein anderer Vokallaut ganz verdrängt. Es ist möglich, dass der Vokal stehen bleibt, dann wird dieser nach einem "a"-Laut umgetönt.
Das Patach furtivum (heimlich dazugekommenes Patach) ist ein Patach, das etwas mehr rechts unter dem Konsonanten steht, als das normale. Das Patcht furtivum wird dem entsprechend auch vor dem Konsnonanten ausgesprochen.
Ein Beispiel mit רקע als Partizip Aktiv QAL befestigen, lautet in der Genitivverbindung unter der Absolutusform רֹקֵעַ. Erkannt wird ein Sere mit einem Patach furtivum.
In der Genitivverbindung unter der Construktusform ist das Sere ganz vom Patach verträngt: רֹקַע.
Weitere Beispiele mit Namen: יְהוֹשׁוּעַ ,מַלְכִּיְשׁוּעַ ,מָשִׁיִחַ
An die Pluralendung /u/ oder vereinzelt auch /i/ (f.s.) der PK-Formen (Präformativkonjugation-Formen) schließt sich manchmal eine alte Endung /n/ an. Diese hat keine Funktion mehr, doch werden sie stets betont. Sie heißt "nun paragogicum". Ein Beispiel aus 1Sam 11,9a: ויֹּאמְרוּ לַמַּלְאָכִים הַבָּאִים כֹּה תֹֽאמְרוּן לְאִישׁ יָבֵישׁ גִּלְעָ֔ד