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«Für einen Sportler ist es das Schlimmste, auf diese Weise abtreten zu müssen», sagte Philipp Schoch unmittelbar nach seinem Out bitter enttäuscht. Eine Rückenverletzung behinderte den Zürcher Oberländer.
Beim Aufwärmen habe er «einen Zwick im Rücken» gespürt. Danach habe er kaum noch Druck auf das Brett bringen können. «Ich konnte meine Leistung nicht bringen, weil ich derart Schmerzen hatte», so Schoch.
Der zweifache Olympia-Sieger, der wie sein Bruder Simon nach den Spielen in Sotschi vom Spitzensport zurücktreten wird, rutschte mit seinem Handicap im 1. Qualifikations-Lauf auf der eisigen Piste weg und wurde disqualifiziert.
Lange Leidensgeschichte
Bereits in den letzten Jahren hatte Schoch mit massiven Rückenbeschwerden gekämpft und testete diverse Therapiemethoden aus. Ärzte legten ihm sogar nahe, die Karriere zu beenden. Doch der Kämpfer wollte nicht aufgeben. Rang 3 am Weltcup-Final des letzten Jahres - nach über 6 Jahren ohne Podestplatz - war Schochs persönliche Bestätigung.
Dominator und zweifacher Olympiasieger
In seinen besten Zeiten hatte Schoch zusammen mit Bruder Simon den Weltcup fast nach Belieben dominiert. 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin wurde er Olympiasieger im Parallel-Riesenslalom, stand in 26 Weltcup-Rennen auf dem Podest (15 Siege) und holte 2007 zweimal WM-Silber.
Auch Bruder Simon tritt ab
Sein ein Jahr älterer Bruder Simon Schoch tritt nach Olympia ebenfalls zurück. Der 35-jährige Zürcher Oberländer hatte im Gegensatz zu seinem Bruder die Quali überstanden, musste dann aber in den Achtelfinals die Segel streichen.
An den Olympischen Spielen in Turin 2006 hatte er mit Silber hinter Bruder Philipp seinen Karriere-Höhepunkt gefeiert. 2007 wurde er in Arosa Weltmeister, zudem hat er in seinem Palmarès 2 WM-Silber- und 1 WM-Bronzemedaille vorzuweisen. Im Weltcup stand er 29 Mal auf dem Podest, davon 8 Mal zuoberst.