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Die jüngste Schliessung der Signature Bank, die Dienstleistungen für mehrere Krypto-Unternehmen erbrachte, bedeutet einen weiteren deutlichen Rückschlag. Die Abkopplung der Branche von den traditionellen Bankensystemen scheint zuzunehmen und stellt eine Herausforderung für künfziges Wachstum dar.
Die Signature Bank wurde am Sonntag von den Aufsichtsbehörden des Staates New York geschlossen, wie das Finanzministerium bestätigte. Es wurde weiter berichtet, dass Einleger weiterhin auf ihre Gelder zugreifen können. Die Entwicklung folgt auf den jüngsten Zusammenbruch der Silvergate Capital Corp. und der Silicon Valley Bank (SVB), die beide zu den Krypto-freundlichsten Finanzinstituten in den Vereinigten Staaten zählten. Für US-Krypto-Firmen bleiben nicht viele Bankeninstitute übrig.
Signature Bank: ein wichtiger Infrastrukturanbieter
Die Signature Bank betrieb Signet, ein Zahlungsnetzwerk, das es gewerblichen Kryptowährungskunden ermöglichte, rund um die Uhr und an jedem Tag der Woche Dollar-Zahlungen in Echtzeit vorzunehmen. Nach der Abschaltung des SEN-Netzwerks von Silvergate Anfang März wurde Signet zur einzigen praktikablen Option für viele Krypto-Institute, die zeitnah Zahlungen an Börsen und Verkäufer senden oder Gehaltsanforderungen erfüllen wollten.
Wenn Signet ausfällt, könnten Kunden Schwierigkeiten haben, schnell in und aus der Börse zu gelangen, was sich dramatisch auf die Liquidität des Kryptomarktes auswirken würde. Bereits jetzt ist die Markttiefe für Bitcoin-zu-Dollar- und Bitcoin-zu-Tether-Transaktionen an einigen US-Börsen zwischen 35% und 45% seit Anfang März gesunken, so das Krypto-Forschungsunternehmen Kaiko.
Ein geplanter Angriff der Krypto-Branche?
Die behördliche Schliessung der Signature Bank wurde in einer gemeinsamen Stellungnahme des US-Finanzministeriums, der Federal Reserve und der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) zur Situation rund um die insolvente Silicon Valley Bank (SVB) angekündigt. Allerdings lässt sich keine ausführliche Begründung finden, weshalb ähnliche Massnahmen für das Krypto-freundliche Institut vorgenommen wurden. Die Behörden meinten lediglich, die Entscheidungen dienten dem Schutz der Einleger.
"Superintendentin Adrienne A. Harris gab heute bekannt, dass das New Yorker Department of Financial Services (DFS) die Signature Bank gemäss Abschnitt 606 des New Yorker Bankengesetzes in Besitz genommen hat, um die Einleger zu schützen. Die DFS ernannte die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) zum Konkursverwalter der Bank. Die Signature Bank ist eine im Bundesstaat New York ansässige Geschäftsbank, die über eine FDIC-Versicherung verfügt und zum 31. Dezember 2022 eine Bilanzsumme von ca. 110.36 Mrd. USD und Einlagen in Höhe von ca. 88.59 Mrd. USD aufwies." - Stellungnahme DFS
Signature hatte nach dem Zusammenbruch der FTX-Börse begonnen, sich von digitalen Vermögenswerten zurückzuziehen, verfügte aber zum 8. März immer noch über 16.5 Mrd. USD an Krypto-relevanten Kundeneinlagen. Die dutzenden Kunden, darunter die führenden US-Kryptobörsen und Stablecoin-Emittenten, müssen nun nach Alternativen suchen.
When I warned about chokepoint a month ago, I didn’t think in a million years that they would go 100x further and actually take down the top 3 crypto-facing banks. It’s breathtaking. And this wasn’t an accident. It was a demolition https://t.co/HacUQfUWWF
— nic carter 🌠 (@nic__carter) March 13, 2023