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Linkshändige Sportler schaffen es vor allem in den Sportarten in die Topliga, in denen der Gegner sehr rasch reagieren muss.
Unter den besten Sportlern sind überproportional viele Linkshänder. Die grössten Chancen für Linkshänder, es an die Spitze zu schaffen, bieten sich im Tischtennis, beim Cricket und als Baseball-Werfer. Der Grund: Dem Gegner bleiben in diesen Sportarten nur wenige Hundertstelsekunden, um die Flugbahn richtig einzuschätzen und zu reagieren. Beim Baseball hat der Gegner durchschnittlich etwa 400 Millisekunden Zeit, beim Squash hingegen 1400 Millisekunden.
Entsprechend beträgt der Anteil an Linkshändern unter den Top-100-Baseball-Werfern 30 Prozent und nur 9 Prozent bei den Top-100-Squash-Spielern – je schneller der Sport, desto höher der Anteil der Linkshänder. Das ermittelte der Sportwissenschaftler Florian Loffing von der Universität im deutschen Oldenburg in einer Studie an Sportarten, bei denen ein Ball und Schläger eingesetzt werden.
Bei Tennis und Badminton sind die Chancen, in die Topliga aufzusteigen, für Linkshänder ebenfalls schlechter. Diese Sportarten bieten dem Gegner mit über 800 Millisekunden zu viel Reaktionszeit – auch wenn zum Beispiel Martina Navratilova oder John McEnroe ihre Gegner mit links bezwangen.
Wer als Linkshänder nun eine Karriere im Baseball anstrebt, für den hat Loffing noch einen heissen Tipp: Am besten mit der rechten Hand werfen und mit der linken schlagen. Die Chance, es damit unter die Allerbesten zu schaffen, ist so um ein Vielfaches grösser, als alles mit links zu machen.
Abzuraten ist Linkshändern, die es weit bringen wollen, von Sportarten wie Darts oder Billard, wo jeder für sich spielt. Dort haben sie keinerlei Vorteil gegenüber Rechtshändern.