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Romershausenschen Distanzmesser (Engymeter, Diastimeter, »Nähemesser«) nimmt man die Größe eines Menschen als bekannt an. Man hat nun
in einem Sehrohr ein System paralleler Horizontalfäden in gleichen Zwischenräumen befestigt und beobachtet, wieviel dieser
Zwischenräume auf den in der Ferne anvisierten Menschen gehen. Bezifferung oder Tabelle gibt dann die Distanz an. Je
weiter entfernt, um so unsicherer wirken bei der geringen Veränderung des »Sehwinkels« und der »scheinbaren Größe« alle
solche Apparate.
Der Beobachter bei A läßt das Schiff
[* 8] durch Steuern so drehen, daß er im Fernrohrkreuz den Mast eines etwa zu ermessenden
feindlichen Schiffs schneidet, und tritt durch magnetoelektrischen Apparat sofort mit B inVerbindung, welches durch einen Arbeiter
unverwandt auf denselben Mast dirigiert wird. Der in diesem Augenblick bei B eingestellte Horizontalwinkel ergibt die Distanz.
Auf gleichem Prinzip beruht die von v. Teichmann angegebene und an den Küsten praktisch einexerzierte Messungsmethode
vom Land aus auf die See.
Die Basis wird hierbei möglichst lang genommen, die Mitteilungen der Winkelgrößen und alles sonst für die Richtung und
den Aufsatz der Geschütze
[* 9] Wissenswerten geschehen mittels Flaggentelegraphie. Erwähnenswert ist der in kompendiöser Form
dasselbe Prinzip darstellende Jähnssche Distanzmesser: eine Messingbasis mit zwei Spiegeln an den Enden, die, dem
Ziel zugekehrt, dessen Spiegelbild in ein zwischen ihnen auf der Basis angebrachtes Glasprisma und durch dieses gemeinsam zum
Auge
[* 10] führen.
Erfolgt der Blitz, so stellt man sie vertikal und beobachtet, auf welchen Grad der sinkende Schwimmer beim nun folgenden Knall
zeigt. Vgl. Chronoskop.
[* 14] Bei der Wichtigkeit der Herstellung eines wirklich praktischen und
sichern Distanzmessers
für den Kriegsgebrauch werden überall in den ArmeenVersuche dieserhalb angestellt. Doch ist man zu einer allen Anforderungen
genügenden Konstruktion noch nicht gelangt; vielmehr glaubt der Artillerist immer noch die Entfernung seiner Ziele mittels
einiger Granatprobeschüsse mit guter Richtung und Tempierung der Zünder schneller und zuverlässiger
ermitteln zu können.