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Nitrolingual Spray 200 Dos
16.25 Fr.
Was ist Nitrolingual Pumpspray und wann wird es angewendet?
Nitrolingual Pumpspray ist ein Nitroglycerin-Pumpspray und wird bei Angina pectoris auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet. Bei plötzlich auftretenden Brustschmerzen, die mit Angst, Schweissausbrüchen, Beklemmung und Atemnot einhergehen können, lindert Nitrolingual Pumpspray diese Beschwerden im Allgemeinen innerhalb von Minuten.
Was sollte dazu beachtet werden?
Verzicht auf Zigarettenrauchen, fettarme und cholesterinarme Nahrung sowie ein ärztlich überwachtes, regelmässiges Training kann die Behandlung mit Nitrolingual Pumpspray unterstützen.
Wann darf Nitrolingual Pumpspray nicht angewendet werden?
Damit Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die für Sie am besten geeignete Behandlung festlegen kann, sollten Sie ihn informieren
-bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe,
–wenn Sie früher einmal irgendeine ungewöhnliche oder allergische Reaktion (wie z.B. Hautausschlag) auf Nitroglycerin, Nitrate oder Nitrite gehabt haben,
–wenn Sie an einem Kreislaufzusammenbruch mit sehr niedrigem Blutdruck wie bei Schock und akutem Herzinfarkt leiden,
–wenn Sie erhöhten Hirndruck haben (Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird dies wissen und Sie darüber informieren),
–wenn Sie an einer Erkrankung der Herzklappen oder einer Entzündung des Herzens leiden.
Wichtiger Hinweis:
Nitrolingual Pumpspray darf nicht angewendet werden bei Einnahme von bestimmten Arzneimitteln (Phosphodiesterasehemmer wie Sildenafil, Tadalafil resp. Vardenafil) zur Behandlung von Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) resp. Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck im Lungenkreislauf, da durch diese der blutdrucksenkende Effekt von Nitrolingual Pumpspray erheblich verstärkt werden kann, was einen Kreislaufzusammenbruch verursachen kann. Sollten Sie aber dennoch einen Phosphodiesterasehemmer eingenommen haben, ist die Anwendung von Nitrolingual Pumpspray innerhalb von 24 Stunden nach dessen Einnahme strikt verboten. Dies gilt auch im Falle von plötzlich auftretenden Herzbeschwerden. Wenden Sie sich in dieser Notfallsituation an einen Arzt oder eine Ärztin und informieren Sie ihn/sie über die Einnahme des Phosphodiesterasehemmers.
Beachten Sie als Patient mit koronarer Herzkrankheit daher die Anwendungs-beschränkungen solcher Arzneimittel oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber, bevor Sie solche Arzneimittel einnehmen.
Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Nitrolingual Pumpspray Vorsicht geboten?
Folgende Wechselwirkungen dieses Arzneimittels müssen beachtet werden:
Die gleichzeitige Gabe anderer gefässerweiternder Mittel, von blutdrucksenkenden Präparaten, Calciumantagonisten, Neuroleptika (Arzneimittel gegen bestimmte psychiatrische/psychische Erkrankungen) oder Antidepressiva und Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Nitrolingual Pumpspray verstärken.
Bei zusätzlicher Einnahme von bestimmten Arzneimitteln sog. Phosphodiesterase-hemmern zu einer bestehenden Nitrattherapie (wie zum Beispiel mit Nitrolingual Pumpspray) kann es zu einer erheblichen Verstärkung des blutdrucksenkenden Effektes kommen (siehe unter „Wann darf Nitrolingual Pumpspray nicht angewendet werden?“). Daher dürfen Sie als Patient mit koronarer Herzkrankheit solche Arzneimittel nicht anwenden.
Informieren Sie auf jeden Fall Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben, oder Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Bei bestimmungsgemässem Gebrauch tritt keine Gewöhnung ein, beim Dauergebrauch von hohen Dosierungen ist sie aber möglich.
Aufgrund der möglichen Blutdrucksenkung kann auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch von Nitrolingual Pumpspray die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme im Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt im besonderen Masse im Zusammenwirken mit Alkohol.
Darf Nitrolingual Pumpspray während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?
Sofern vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, darf Nitrolingual Pumpspray während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.
Wie verwenden Sie Nitrolingual Pumpspray?
Soweit nicht anders verordnet, bei drohendem oder bereits eingetretenem Anfall, 1 - 2 Sprühstösse in den Mund sprühen. Vor einer erwarteten körperlichen oder seelischen Belastung vorbeugend 1 - 2 Sprühstösse in den Mund sprühen. Tritt keine völlige Beschwerdefreiheit auf, so kann die Dosierung wiederholt werden. Eine höhere Dosierung ist auf Anweisung des Arztes oder der Ärztin möglich.
Zur Anwendung jeweils die Schutzkappe senkrecht nach oben abziehen. Um die Handhabung des Nitrolingual Pumpsprays kennenzulernen und um beim ersten Einsatz die Dosierkammer vollständig aufzufüllen wird das Ventil zunächst einmal betätigt und der Inhalt in die Luft gesprüht. (Sprühkopf zügig und vollständig durchdrücken und dann wieder loslassen). Dies kann auch erforderlich sein, wenn der Pumpspray längere Zeit nicht benutzt wurde. Jetzt ist der Pumpspray funktionsbereit und braucht vor der Anwendung nicht geschüttelt zu werden. Beim Sprühen wird die Flasche senkrecht mit dem Sprühkopf nach oben gehalten. Die Öffnung im Sprühkopf ist möglichst nahe an den Mund heranzubringen. Da sich die Öffnung leicht tasten lässt, dient sie auch als sichere Orientierungshilfe bei nächtlichen Verabreichungen. Die Pumpspraystösse werden in Abständen von etwa 30 Sekunden bei angehaltenem Atem in den Mund gesprüht, am besten unter die Zunge, nicht inhaliert.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Die Anwendung und Sicherheit von Nitrolingual Pumpspray bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
Welche Nebenwirkungen kann Nitrolingual Pumpspray haben?
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1'000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10'000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10'000 Behandelten, oder unbekannt
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Nitrolingual auftreten:
Sehr häufig können bei Behandlungsbeginn Kopfschmerzen («Nitratkopfschmerzen») auftreten, die erfahrungsgemäss meistens nach einigen Tagen bei weiterer Einnahme abklingen.
Häufig werden bei der Erstanwendung, aber auch bei einer Dosiserhöhung, ein Abfall des Blutdrucks und/oder Kreislaufregulationsstörungen bei Lagewechsel (orthostatische Hypotonie) beobachtet, die mit einer Erhöhung der Pulsfrequenz, Benommenheit sowie einem Schwindel- und Schwächegefühl einhergehen können.
Gelegentlich wurde beobachtet:
-Übelkeit, Erbrechen, flüchtige Hautrötungen (Flush) und allergische Hautreaktionen,
-Starker Blutdruckabfall mit Verstärkung der Herzschmerzen (Angina pectoris Symptomatik),
-Kollapszustände, häufig mit Herzrhythmusstörungen mit Verlangsamung der Pulsfrequenz und plötzlichem Bewusstseinsverlust.
Sehr selten wurden beobachtet:
-Schwere entzündliche Hauterkrankung
Sonstige Hinweise:
- Bei Gabe von Nitrolingual Pumpspray kann, bedingt durch eine relative Umverteilung des Blutflusses in minderbelüftete Lungenabschnitte, eine vorübergehende Verminderung des Sauerstoffgehaltes im Schlagaderblut auftreten, wodurch bei Patienten mit Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff ausgelöst werden kann.
- Ein Nachlassen der Wirksamkeit (Toleranzentwicklung) sowie die Abschwächung der Arzneimittelwirkung bei vorheriger Behandlung mit anderen Nitrat-Arzneimitteln wurde beschrieben. Zur Vermeidung einer Wirkungsabschwächung oder eines Wirkungsverlustes sollten gleichbleibend hohe Dosierungen vermieden werden.
- Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Massnahmen entscheiden kann.
- Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Nitrolingual Pumpspray nicht nochmals angewendet werden.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Durch das durchsichtige Behältnis erhalten Sie einen ständigen Überblick über den Verbrauch. Sie sollten sich rechtzeitig, bevor das Steigrohr nicht mehr in die Flüssigkeit eintaucht, einen neuen Nitrolingual Pumpspray besorgen. Der Flascheninhalt kann nur so weit abgesprüht werden, wie die Öffnung am unteren Ende des Steigrohres vollständig in die Flüssigkeit eintaucht. Wie bei allen anderen Pumpsprays auch, lässt sich der Bodenrest nicht mehr absprühen. Nitrolingual Pumpspray soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden. Nach Gebrauch nicht gewaltsam öffnen oder verbrennen. Nicht gegen Flammen oder auf glühende Körper sprühen.
Bei Raumtemperatur (15 - 25 °C) lagern, nicht einfrieren. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum angewendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Nitrolingual Pumpspray enthalten?
Ein Pumpspraystoss enthält 0,4 mg Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin), ausserdem: Mittelkettige Triglyceride, Mittelkettige Partialglyceride, Ethanol abs., Pfefferminzöl.
Zulassungsnummer
40558 (Swissmedic)
Wo erhalten Sie Nitrolingual Pumpspray? Welche Packungen sind erhältlich?
Sie erhalten Nitrolingual Pumpspray in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Eine Packung enthält eine Sprayflasche mit ca. 200 Anwendungen.
Zulassungsinhaberin
Gebro Pharma AG, Liestal
Herstellerin: G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, 25551 Hohenlockstedt, Deutschland
Diese Packungsbeilage wurde im April 2007 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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