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Für den Samiklaustag formt, dekoriert und backt das Personal des Haus Viadi für jede Bewohnerin, für jeden Bewohner einen individuellen Grittibänz.
Um 1860 waren die Grittibänze 15 bis 60 Zentimeter gross und wurden aus Lebkuchen oder Brotteig hergestellt. «Gritte, grittle, grättle» bedeutete die gespreizte Stellung der Beine. Benz oder Bänz war der Kurzname für Benedikt. Dieser Vorname war damals so geläufig wie Hans und Heiri und wurde so verallgemeinert, dass man ihn für einen «Maa», also Mann, gebrauchte.
Der Sinn des Namens Grittibänz war also: ein (alter) Mann mit gespreizten Beinen. Er bezeichnete den Schmutzli, der ursprünglich eine heidnische Gestalt mit strengem Gehabe war. Bei der Christianisierung wurde er zum Untertan des gütigen Bischofs St. Nikolaus.