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Der plötzliche Säuglingstod, auch plötzlicher Kindstod oder Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) genannt, ist der plötzliche und unerwartete Tod eines anscheinend gesunden Babys. Dieser Tod gehört heute in unseren Breiten zu den häufigsten Todesarten im Säuglingsalter. Er tritt ohne erkennbare Ursachen während des Schlafens ein, betrifft vor allem Babys im ersten Lebensjahr und kommt in allen sozialen Schichten vor. Bisher gibt es keine Möglichkeit, den plötzlichen Säuglingstod vorherzusehen. Aber einige gezielte Massnahmen, die Sie u.a. auf der Webseite der schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie nachlesen können, können helfen, ihn zu verhindern:
- Vermeiden Sie das Rauchen und achten Sie auf eine rauchfreie Umgebung. Dies gilt für die Schwangerschaft, für das erste Lebensjahr des Kindes und darüber hinaus. Jede Zigarette erhöht das Risiko eines plötzlichen Säuglingstodes.
- Achten Sie auf das Raumklima: ideale Raumtemperatur zwischen 17 und 19° C. Das Kinderbettchen vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und nicht an die Heizung stellen.
- Lassen Sie Ihr Baby in Rücken- oder Seitenlage schlafen. Es gibt zwar keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Bauchlage und dem plötzlichen Säuglingstod. Sicher ist aber, dass die Bauchlage als Schlafposition das Risiko eines plötzlichen Säuglingstodes deutlich erhöht. Ohne Ihr Baby in eine bestimmte Schlafposition zu zwingen, legen Sie es zum Schlafen auf den Rücken. Ihr Baby braucht kein Kopfkissen. Die Angst, es könne an Erbrochenem ersticken, ist unbegründet. Falls Sie es auf die Seite legen, sollte der untere Arm vor dem Körper liegen, damit Ihr Baby nicht auf den Bauch rollen kann. Die Bauchlage kann Ihr Baby unbedenklich geniessen, wenn es wach ist.
- Schützen Sie Ihr Baby mit angepasster Kleidung vor Überwärmung. Insbesondere sollte der Kopf frei bleiben, damit dieser die überschüssige Wärme abgeben kann.
- Wegen der Gefahr eines Wärmestaus oder einer Atembehinderung sollten Sie auf die Verwendung von Kopfkissen, Federbetten, «Nuscheli» und Fellen verzichten.
- Stillen Sie Ihr Baby so lange wie möglich. Nach heutigen Erkenntnissen kann das Stillen vorbeugend wirken, da die Muttermilch einen gewissen Schutz vor Allergien und Infektionen bietet.
In diesen Fällen sollten Sie mit Ihrem Baby unbedingt den Arzt aufsuchen
- Das Baby nimmt eine bläuliche Gesichtsfarbe an.
- Das Baby schwitzt im Schlaf ungewöhnlich stark (das heisst, die Kleidung ist bei Raumtemperatur so stark durchnässt, dass sie gewechselt werden muss) oder ist auffallend blass.
- Sie beobachten beim schlafenden Baby Atempausen von über 15 Sekunden.
- Das Baby kann nur schwer geweckt werden.
- Das Baby erbricht häufig, verschluckt sich oder hat Probleme beim Trinken.
- Das Baby hat Fieber oder verweigert die Nahrung.
- Das Baby schreit auffallend schrill und lässt sich nicht beruhigen.
Es gibt einige Forscher und Forscherinnen, welche die Meinung vertreten, der plötzliche Kindstod sei auf Pilze in der Matratze der Kinder zurückzuführen. Diese Theorie ist jedoch widerlegt. Insbesondere ist unklar, ob die dort empfohlenen teuren Matratzenschoner tatsächlich Schutz bieten.