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Wolodymyr Selenskyj und Rishi Sunak am Landsitz Chequers am 15. Mai 2023 vor Bäumen, die einst Winston Churchill pflanzte. Das Treffen an diesem Ort ist mehr als eine der üblichen Inszenierungen, sondern signalisiert bitteren Ernst.
Rishi Sunak hat der Ukraine weitere Waffenlieferungen zugesagt, insbesondere die hoch wirksamen Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow mit einer Reichweite von 250 Kilometern. Wenn die aktuellen Meldungen nicht täuschen, hat die Ukraine mit Hilfe dieser Waffen schon jetzt auf russischer Seite erhebliche Schäden angerichtet.
Grossbritannien wird entsprechend den Zusagen Sunaks ukrainische Piloten nach den Nato-Standards ausbilden, aber zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Kampfflugzeuge liefern. Insgesamt aber ist das Land in der Unterstützung der Ukraine führend in Europa.
Selenskyj hat eine mehrtägige Europareise hinter sich, während der er sich in Italien mit der Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem Papst traf. In Berlin konnte er die aufmunternden Worte des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz geniessen. Am Sonntagabend flog er in einer der französischen Präsidentenmaschinen zu einem Treffen mit der Premierministerin Elisabeth Borne und zu einem dreistündigen Abendessen mit Emmanuel Macron.
Diese Treffen sind auch Alarmsignale an Europa: Es geht schon längst nicht mehr allein um die überfallene Ukraine. Vielmehr steht das Überleben Europas auf der Tagesordnung.