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Wer lehrt das richtige China?
Während Chinas Konfuzius-Institute die Welt erobern, hat das viel kleinere Taiwan seine eigenen Zentren, mit denen es die taiwanische Kultur international bekannter machen will. Zwar gibt es erst einige wenige davon, mit China vergleichen will man sich jedoch erst gar nicht.
Sie heissen Taiwan Academy Centers und werden als Taiwans Antwort auf die immer zahlreicher werdenden Konfuzius-Institute gesehen, mit denen Peking die chinesische Kultur auf der Welt bekannter machen will.
Taiwan-Akademien gibt es derzeit nur drei, und alle befinden sich in den USA. Mit der Online-Plattform Taiwanacademy.tw versucht die Akademie jedoch auch Interessierte in anderen Ländern zu erreichen: mit Links zu Sprachschulen, eingescannten Kunstwerken oder den wichtigsten Infos für Sinologie-Studenten, die sich für ein Stipendium in Taiwan bewerben wollen.
Von Bananen und Äpfeln
Drei Akademien und eine zweisprachige Webseite sind im Vergleich zu 358 Konfuzius-Instituten (per Ende 2011) eher bescheiden. Doch davon lässt man sich in Taiwan nicht abhalten. Die neue Kulturministerin Taiwans und Bestseller-Autorin Lung Ying-tai, sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur CNA, man wolle ohnehin nicht mit den Instituten Pekings konkurrieren.
«Bananen vergleichen sich auch nicht mit Äpfeln», so Lung gegenüber CNA. Die geringe Anzahl an Taiwan-Akademien versucht man mit anderen Faktoren wett zu machen. Die Taiwan-Akademien hätten den Vorteil, dass Taiwan die einzige freie und offene Gesellschaft ist, die auf dem Boden der chinesischen Kultur gewachsen sei. Darauf könne man zu recht stolz sein, findet Lung.
Ausbau der Kulturzentren
Eine Zusammenarbeit mit den Konfuzius-Instituten steht für die Kulturministerin derzeit nicht zur Debatte. Erst wenn Taiwan China nicht mehr als Drohung empfinde, wäre eine Zusammenarbeit der beiden Zentren überhaupt denkbar. Was man dagegen prüfe, so Lung, sei kulturelle Zentren in China zu eröffnen.
Neben den Taiwan-Akademien, betreibt Taiwan weitere drei Taiwan-Kulturzentren im Ausland: eines in New York, eines in Tokio und eines in Paris. Acht weitere sind geplant, über die Standorte würde derzeit noch verhandelt, so Lung.
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