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Eine tiefe Venenthrombose muss umgehend behandelt werden, damit das Blutgerinnsel nicht weiter wächst, es sich nicht loslöst und Komplikationen wie eine Lungenembolie entstehen. Eine Spätkomplikation ist das postthrombotische Syndrom, das es ebenfalls durch die Behandlung zu verhindern gilt.
Eine tiefe Venenthrombose im Unterschenkel kann meist ambulant behandelt werden, während Oberschenkel- und Beckenvenenthrombosen in der Regel im Spital behandelt werden. Folgende Behandlungsmöglichkeiten kommen zum Einsatz:
Für ausgewählte Patientinnen und Patienten mit schweren Thrombosen der Becken- und Beingefässe stellt die minimal-invasive Kathetertherapie eine Behandlungsmöglichkeit dar, das Risiko für ein postthrombotisches Syndrom zu senken. Dabei wird entweder über einen besonderen Katheter ein gerinnungsauflösendes Medikament über mehrere Stunden in die unmittelbare Thrombusnähe infundiert oder mittels spezieller Saugkatheter der Thrombus direkt aus der Vene abgesaugt. Der Vorteil der direkten Thrombusentfernung mittels Saugkatheter ist, dass deutlich geringere Mengen an auflösenden Medikamenten gegeben werden und damit das Risiko für Blutungen minimiert wird. Häufig finden sich nach der Thrombusentfernung chronische Verengungen der Beckenvene, welche als Ursache der Thrombusentstehung vermutet werden. Diese Engstellen werden dann mit Hilfe einer Gefässstütze (Stent) versorgt.
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