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Der Religionswissenschaftler Máté-Tóth vom Institut für Religionswissenschaft der Universität Szeged in Ungarn, erstellt empirische Studien über die Orientierung von Mitgliedern religiöser Gruppen. Dadurch gibt er einen Anstoss die vorhandenen emotionalisierten Klischees zum Thema auf eine sachliche Ebene zu bringen.
Hier die Zusammenfassung der nachfolgend verlinkten Studie:
„In dieser Untersuchung wurden die Orientierung der Mitglieder aus verschiedener religiösen Gemeinschaften in Ungarn analysiert: Zeugen Jehovas, Scientologen und Buddhisten – als Kontrollgruppe Katholiken sowie repräsentativ die Bevölkerung Ungarns. Unter den 9 Orientierungsmöglichkeiten gaben die Befragten in verschiedener Zusammensetzung vor allem den Schriften und den Gesetzen der eigenen Gemeinschaft sowie dem Gewissen die höchste Werte. Den niedrigsten Wert bekam die Orientierung danach, „was die meisten Menschen tun“. In allen Gemeinschaften konnte einer der
eigenen religiösen Gemeinschaft gegenüber eindeutig loyale und einer weniger oder gar nicht loyale Anteil wahrgenommen werden. Diese zwei Gruppen haben klar andere Einstellungen auch zu den wichtigsten Orientierungsmöglichkeiten des Modells. Die Loyalität ist in den Gemeinschaften mehr bei Männer und bei den jüngeren zu beobachten. Mit dem Grad der Religiosität wächst die Loyalität, obwohl auch bei den am meisten religiösen eine klare autonome Gruppe wahrgenommen wurde. Zwei Orientierungsdimensionen konnten durch Faktoranalyse auskristallisiert werden: eine mehr religiöse und eine mehr gesellschaftliche Orientierung.
Mit unseren Ergebnissen konnten wir die Hypothese verifizieren, dass nicht der Typ einer Religionsgemeinschaft für die Orientierung ihrer Mitglieder bestimmend ist, sondern die Art und Weise der Religiosität.“
Eine religionswissenschaftliche Studie:
Orientierungspraferenzen_in_neuen religiösen Gruppen