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Die IAEO gab am 6. November 2022 bekannt, dass ein Team der Agentur zum zwölften Mal die Entnahme von Meerwasser-, Meeressediment- und Fischproben aus den Küstengewässern in der Nähe des Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi beobachten werde. Ziel der Mission sei es, die Qualität der Probenahmeverfahren und Analysemethoden zu überprüfen, die von den japanischen Labors zur Überwachung der Radioaktivität in der Meeresumwelt eingesetzt würden.
«Zwei Mitarbeiter der IAEO-Umweltlaboratorien in Monaco sowie zwei Experten aus Laboratorien in Finnland und der Republik Korea» werden laut IAEO «zusätzliche Proben entnehmen, die für die unabhängigen Analysen der Agentur verwendet werden sollen». Man wolle damit die japanischen Messergebnisse untermauern, die im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung zur Vorbereitung der Meereseinleitung von Fukushima-Wasser durchgeführt werde. Solches am Standort Fukushima-Daiichi gelagertes Wasser wird vor dem Einleiten mit Hilfe einer Multinuklid-Entfernungsanlage (Advanced Liquid Processing System, Alps) behandelt und verdünnt.
Gemäss IAEO wird das Team auch Fischproben von Fischmärkten in der Präfektur Fukushima untersuchen. Alle Proben würden im Rahmen einer laborübergreifenden Vergleichsstudie auf Radioaktivität untersucht. «Die gesammelten Proben werden den an der Vergleichsstudie beteiligten Labors zur Verfügung gestellt», gab die Agentur bekannt und ergänzte: «Die Ergebnisse der Analysen werden der IAEO vorgelegt, um die statistische Signifikanz von Unterschieden bei den Werten zu bewerten und die Ergebnisse zu veröffentlichen.» Das Sammeln von Meeresproben durch die IAEO erfolge seit 2014 als Folgemassnahme eines mittel- und langfristigen Plans zur Stilllegung der Blöcke 1 bis 4 des Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi, so die IAEO.
Quelle
B.G. nach IAEO, Medienmitteilung, 6. November 2022