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Lokaltermin in Mittelitalien, acht Monate nach den Erdbeben im letzten Sommer und nur fünf Autostunden von der Schweizer Grenze. Das alte Wohnzimmer hat Staub angesetzt. Ein neues ist nicht in Sicht. Von Wiederaufbau weiterhin weit und breit keine Spur. Ein paar versprengte Soldaten sichern den Zugang zu einsturzgefährlichen Orten. Die Bauern haben sich selber geholfen, so überlebte das Vieh den Winter. Gespenstisch ruhig ist es. Läden und Gewerbebetriebe sind immer noch geschlossen. Jobs gibt es keine. Die aus den zerstörten Wohungen vertriebenen Menschen harren entweder noch immer in temporären Unterkünften in der weiteren Umgebung aus oder hausen in Campern oder den wenigen provisorischen Unterkünften, die seither bereit gestellt wurden.