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Da die europäischen Normen immer strenger werden, drängt die Öffentlichkeit die Transportunternehmen zunehmend, ihre LKW-Flotten umweltfreundlicher zu gestalten. Ist elektrischer Strom angesichts eines ungleichmäßigen europäischen Stromladungsnetzes und der begrenzten Batterielebensdauer von Fahrzeugen, die oft lange Strecken zurücklegen, die ideale Alternative?
Geht die Zeit der umweltverschmutzenden LKW zu Ende? Angesichts des globalen Bewusstseins für Umweltschutz und der immer strengeren Normen zur Begrenzung von Schadstoffemissionen (Euro V im Jahr 2009 und Euro VI im Jahr 2013) scheint diese Möglichkeit aktueller denn je. Im März 2019 billigte das Europäische Parlament die Forderung nach einer 15-prozentigen Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2025 und einer 30-prozentigen Reduzierung bis 2030. Infolgedessen stellen immer mehr Spediteure und Logistiker ihre LKW-Flotten auf umweltfreundlichere und verantwortungsvollere Fahrzeuge um.
Reichweite: eine anhaltende Schwäche
Die Leistungsfähigkeit von elektrischen Schwerlastfahrzeugen ist erwiesen: Vollelektrische Lastkraftwagen sind im Betrieb völlig emissionsfrei. Dies ist ein entscheidender Vorteil, wenn man bedenkt, dass nach Angaben von Citepa (Inter-Branch Technical Centre for Atmospheric Pollution Studies) allein Lastwagen mit konventionellen Verbrennungsmotoren für 8 % der französischen CO2-Emissionen verantwortlich sind. Zusätzlich zu den Schadstoffemissionen, die von diesen Modellen erzeugt werden, sollte auch die Lärmbelastung durch diese Fahrzeuge berücksichtigt werden. Auch hier verspricht der Elektroantrieb eine deutliche Reduzierung dieses Problems, da Elektrofahrzeuge außerdem völlig geräuschlos arbeiten.
Elektrofahrzeuge stehen jedoch vor einer großen Hürde: ihrer Reichweite. Obwohl die Hersteller weltweit daran gearbeitet haben, die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu erhöhen, bleibt diese bis heute begrenzt. Dies ist ein großes Hindernis für die vielen Lastwagen, die auf Langstrecken eingesetzt werden. Ein unvollständiges europäisches Ladungsnetz und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten beim Aufladen tragen zur Komplexität der Einführung von Elektro-LKW bei und beschränken ihren Einsatz vorerst auf eine im Wesentlichen städtische Umgebung. Der Verband der europäischen Automobilhersteller schätzt, dass zur Entwicklung des Sektors 90 000 öffentliche Ladestellen erforderlich wären. Ein weiteres Argument gegen elektrische Energie sind die Kosten für Batterien, die schnell steigen können, aber auch ihre Größe. Wenn sie größer werden, um längere Fahrten zu ermöglichen, nimmt ihre Ladekapazität ab und die Gesamtanschaffungskosten steigen, was die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens untergräbt.
Der Schlüssel: ein ausgewogener Energiemix
Obwohl Elektrofahrzeuge derzeit nicht den Großteil einer LKW-Flotte ausmachen können, gibt es eine Vielzahl von Optionen. Auch wenn Diesel-LKW wahrscheinlich noch einige Jahre lang eine relevante Fernverkehrslösung bleiben werden, ist es dennoch möglich, den Energiemix durch andere Lösungen, wie z.B. Flüssigerdgas, zu ergänzen. Flüssigerdgas bietet eine mit Diesel vergleichbare Reichweite, emittiert dafür aber weniger CO2 und Schadstoffe, wie insbesondere natürliches Biogas. Für Kurier- und Mittelstreckentransportunternehmen entwickeln sich andere technische Lösungen wie Erdgas (nicht verflüssigt), synthetisches HVO (hydriertes Pflanzenöl oder xTL), Biodiesel (B100) oder Bioethanol, die dank öffentlicher Förderung immer beliebter werden dürften. Der Einsatz von Brennstoffzellen (die ihren eigenen Strom aus Wasserstoff erzeugen) könnte es auch ermöglichen, die Nullemissionen von Elektro-LKWs mit der Reichweite herkömmlicher LKW zu kombinieren. Eine Schlüsselfrage für Unternehmen bleibt: Wie können diese Lösungen in ihren Fahrzeugflotten kombiniert werden, um Umweltschutz und wirtschaftliche Rentabilität in Einklang zu bringen? Obwohl jeder Hersteller die ihm zur Verfügung stehende(n) technische(n) Lösung(en) vorschlägt, ist es nicht einfach, alle vorhandenen Technologien und ihre Relevanz zu vergleichen. Mehrmarken-Leasinggesellschaften, wie FRAIKIN, können Antworten darauf geben, indem sie den Unternehmen einen Vergleich der Effizienz jeder technischen Lösung je nach Art der Fahrzeugnutzung anbieten.