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M.Sc. in Business and Economics der Universität Basel, Praktikantin bei iconomix.
Duflo und Banerjee zählen zu den einflussreichsten Entwicklungsökonomen unserer Zeit. Sie betreiben Feldforschung, indem sie die Wirkung von Hilfsmassnahmen in Entwicklungsländern testen. Dabei gehen sie ähnlich vor wie in der Medizin und vergleichen die Ergebnisse mit denjenigen einer Kontrollgruppe.
Im Gegensatz zu medizinischen Experimenten sind die Versuchsgruppen jedoch bedeutend grösser. Das kommt daher, dass die untersuchten Umstände auf viel mehr Leute zutreffen. So werden beispielweise alle Schulkinder einer Region berücksichtigt.
Laut den Forschern sollten Ökonomen bei den Experimenten wie Spengler vorgehen. Das bedeutet, dass sie sehr genau hinschauen und auch Details anpassen müssen. Diese können überraschend grosse Auswirkungen haben. Wenn auf einer Identitätskarte, die zum Bezug von vergünstigtem Reis berechtigt, neben der Menge auch der Preis aufgedruckt sind, steigt die bezogene Menge Reis deutlich an.
Eine andere wichtige Erkenntnis betrifft die Entscheidungsfindung von Arm und Reich. Arme Menschen treffen vernünftigere Entscheidungen als reiche, weil Fehlentscheide für sie die grösseren Konsequenzen haben. Das Vernuftargument hinter dem Kauf des Flachbildfernsehers ist folgendes: Personen, die sich für den Fernseher statt für genügend Nahrung entscheiden, gehen davon aus, dass sie für immer arm bleiben und sie so wenigstens etwas Unterhaltung haben.
Das vollständige Interview finden Sie hier:
NZZ. Abhijit Banerjee: «Überleben hängt auch davon ab, sich ab und zu vergnügen zu können» (23.09.2017)
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Zum Thema
- Poor Economics
Website zum Buch von Duflo und Banerjee (2011).