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Ansprechperson: Salome Schepers
METALLFASSADEN DER 1970ER: MAX ZIEGLERS D-ARCH GEBÄUDE (HIL)
In der Geschichte der modernen Architektur sind Metallhäuser keine Seltenheit. Bereits in den 1870er und 1880er Jahren werden in New York und Chicago mehrstöckige Geschäfts- und Wohnhäuser aus Gusseisen errichtet. Siedlungen aus Metallhäusern, unter anderem in England und Deutschland, folgen zwischen 1910 und 1940. Walter Gropius und Konrad Wachsmann entwickelten Einfamilienhäuser aus Kupfer in den 1940er Jahre. Anfang der 1950er Jahre konstruierte Jean Prouvé einen Pavillon in Paris mit Aussenwänden aus Aluminium. Gropius/Wachsmann und Prouvé erlangten für ihre Metallhäuser Patente. Seit Ende der 1960er Jahre entstehen vermehrt Grossbauprojekte: Hochschulen, Geschäftshäuser, Hotels etc., mit Fassaden aus eloxierten oder beschichteten Aluminiumblechen. Bei der Produktion werden chemische und mechanische und Verfahrung angewendet. Innerhalb dieser Entwicklung übernimmt das Patent eine besondere Aufgabe: Es dokumentiert nicht allein Innovationen, sondern verteilt sie und erzeugt so eine Konkurrenzsituation, die wiederum neue Erfindungen hervorbringt. Die Vertiefungsarbeit konzentriert sich auf Max Zieglers Metallfassade des HIL-Gebäudes auf dem Hönggerberg und stellt eine Übersicht der wichtigsten, hierzulande von verschiedenen Baufirmen verwendeten Produktionstechniken zusammen.
ARCHITEKTUR UND SIGNALFARBE IN DEN 1970ERN
Ende der 1960er Jahre erfolgt ein grundlegender Wandel in der farbigen Behandlung der Architektur: Farbtöne übernehmen keine dekorative oder dem Schönen, sondern eine dem Zeichen bzw. der Signaletik entsprechende Aufgabe. Etwa zeitgleich ändert sich die Farbtechnik. Für Signalfarben, etwa Lacke zur Behandlung von Installationen, Haustechnik und Maschinen, werden chemische Farben verwendet, die anders als die alten Leim- und Mineralfarben gegenüber Witterung und mechanischem Abrieb unempfindlich sind. Nicht mehr liefern Pigmente mit ihrem jeweils eigenen Charakter den Farbton, sondern chemisch gewonnene Farbstoffe, die man anhand einer Farbenkarte auswählt. Insbesondere die Oberflächenbehandlung mit Farben von Beton, Metall, Glas und Kunststoffen gelangt in den Fokus von Architektur und Farbenindustrie. Farbmittelzusammensetzungen und Beschichtungsmethoden diversifizieren sich. Die Vertiefungsarbeit stellt einen Überblick über farbige Zürcher Gebäude der 1970er Jahre zusammen. Einerseits werden die angewendeten Farbtechniken mittels Fachzeitschriften und Firmenkataloge erschlossen. Andererseits erfolgt eine Untersuchung der jeweilige an den Fassaden und im Gebäudeinneren umgesetzten Farbkonzepte.
FASSADENGLASTECHNIK DER 1970ER JAHRE
Bis Ende der 1960er Jahre kommen in der Architektur Glassorten zum Einsatz, die im Zuge der Industrialisierung der Baumaterialien im 19. Jahrhundert auf den Markt gekommen sind: Farbiges Kathedralglas, Ornamentglas mit geometrischen und vegetabilen Muster sowie feuerfestes und erdbebensicheres Drahtglas. Am Fin de Siecle treten großdimensionierte Glasflächen hinzu. Kristallspiegelglas mit vollkommen planen Oberflächen verdrängt schliesslich das alte unregelmässige Tafelglas. Die Zeit um 1970 markiert eine weitere Zäsur. In großer Stückzahl werden in Braun, Grün, Grau etc. getönte Gläser produziert, deren Erscheinung sich den beschichteten und eloxierten Metallfassaden angleichen. Die Vertiefungsarbeit sondiert die verschiedenen Glassorten von Zürcher Bauten der 1970er Jahren. Herangezogen werden Fachzeitschriften wie Detail und Bauwelt. Zudem sind Patente von Glasproduktionen der einschlägigen Firmen zu sondieren. Die Ergebnisse mit Max Zieglers HIL-Gebäude von 1976 in Beziehung gesetzt.