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Engadiner - Nusstorte
Früher war es in den Engadiner Bauernhäuser Tradition, für den Sonntag oder für Gäste eine (fuatscha grassa) zu backen - ein reichhaltiges Gebäck aus Mürbeteig mit viel Butter. Später wurde diese Spezialität durch Engadiner Konditoren verfeinert und mit anderen Engadiner Köstlichkeiten - dem Rahm-Karamell-kombiniert. Über Umwege fanden schliesslich die Baumnüsse, welche von den ausgewanderten Engadiner Zuckerbäckern in die Heimat zurückgebracht wurden, in diese Spezialität. Kleiner Familienbetrieb (Giacometti) in Lavin, welcher bereits in der vierten Generation geführt wird, existiert nun bereits fast ein Jahrhundert. Die Engadiner Nusstorte wird auch heute noch nach einem traditionellen Rezept mit viel Sorgfalt und in Handarbeit hergestellt. Der schmelzende Mürbeteig, welcher aus Mehl, Zucker, Butter, Eier und wenig Salz besteht, wird täglich früh am Morgen Hergestellt. Für die Füllung werden später in einer grossen Pfanne Zucker und Honig unter Rühren mit einem riesigen Holzlöffel erhitzt. Sobald die Zuckermasse ein helles Karamellbraun aufweist, werden Rahm und di Baumnüsse beigegeben. Schliesslich werden aus Teig und Füllung die hervorragenden, zartschmelzenden Nusstorte hergestellt - eine Köstlichkeit, die sich heute weltweit grosser Beliebtheit erfreut.