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Bordei liegt auf einer kleinen Anhöhe östlich von Palagnedra, zwischen zwei Nebentälern auf dem Weg, der nach Terra Vecchia und Rasa führt. Die Ortschaft hat mittelalterliche Ursprünge. Aus dieser Zeit gibt es jedoch keine sichtbaren Spuren mehr. Aus dem 16. Und 17. Jahrhundert sind jedoch noch mehrere Überreste zu bewundern, wie z.B. einige Steinportale.
Das Mauerwerk bestand hauptsächlich aus Naturstein; nur die Fenster waren durch Kalkstreifen umrandet. Einige Häuser, insbesondere ein grosses, stattliches Gebäude, stammen aus dem 18. Jahrhundert. Das Oratorium von Bordei ist den Heiligen St. Petrus und St. Paulus gewidmet.
Die Bevölkerung von Bordei hat auch eine Auswanderungswelle erlebt, vor allem in die Toskana, nach Rom, Holland und später nach Amerika. Das Dorf erlebte seinen Niedergang und wurde endgültig aufgegeben. Zu Beginn der siebziger Jahre, als der Projektträger der Stiftung die Restaurierungsarbeiten in Angriff nahm, lebten nur noch einige wenige der alten Einwohner vor Ort.
Heute sind die alten Gebäude und Stallungen fast völlig restauriert. Einige der Zierelemente, wie die Balustraden und die Gitter, sowie die aus dem Valle Maggia stammenden Verzierungen in Form von Tannenzapfen, sind aus der Umgebung zusammengetragen worden.
Das Dorf ist für den Verkehr gesperrt, die Gassen sind mit örtlichem Granit gepflastert. Das Dorfzentrum dehnt sich über 5000 m2 aus und besteht aus etwa dreissig Wohnhäusern, zehn davon im Besitz von Privatpersonen.