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IPMA wurde 1965 gegründet. Heute hat die Organisation 55 Mitgliederverbände, die auf allen Kontinenten der Welt präsent sind. Weltweit zählt die IPMA so mehr als 40‘000 Mitglieder. Seit 1979 ist die Organisation formal etabliert und hat ihren Hauptsitz in der Schweiz. Der Einsatzbereich der von IPMA entwickelten Standards ist sehr breit; sie eignen sich demzufolge für eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte.
IPMA Competence Baseline (ICB)
Die International Project Management Association, kurz IPMA, ist eine internationale Organisation mit starker Verbreitung in Europa, die eigene Standards definiert und Zertifikationen vergibt. In diesem Zusammenhang von IPMA als einer Methode für Projektmanagement zu sprechen wäre nicht ganz korrekt. Der Name IPMA steht für die Institution. ICB 3.0 sind die Standards beziehungsweise Kompetenzrichtlinien für Projektmanagement dieser Institution, auf die weiter unten näher eingegangen wird. Insofern handelt es sich eher um (Sozial-)Kompetenzen, die man als IPMA-zertifizierter Projektmanager aufweist, als um die Kenntniss einer bestimmten Methode. In diesem Sinn beschreiben diese Standards also die Fähigkeiten einer Person im Bereich Projektmanagement und nicht eine konkrete Vorgehensweise, wie ein Projekt angegangen werden soll.
Zertifizierung
ICB 3.0 stellt für nationale Projektmanagement-Baselines die Grundlage dar, welche wiederum als Basis für die nationalen Zertifizierungsprogramme dienen. Die Referenz ICB 3.0 umfasst drei Kompetenzfelder:
- Technische Kompetenzen
Dazu zählen 20 Punkte, wie beispielsweise Projektmanagement, Projektstrukturen, Risiken und Chancen, Ressourcen, Kosten und Finanzen, Zeit und Projektphasen, Ziele und Ergebnisse, Kommunikation, Projektstart, Projektabschluss und weitere.
- Verhaltenskompetenzen
Hierunter zählen 15 Grössen, wie unter anderem Offenheit, Effizienz, Leadership, Ergebnisorientierung, Verhandlungsführung, Konflikte und Krisen.
- Kontext-Kompetenzen
Hierzu gehören elf Punkte, zum Beispiel Projektorientierung, Programmorientierung, Portfolioorientierung, Personalmanagement, Finanzierung, rechtliche Aspekte und weitere.
Die total 46 Kompetenzen werden je nach Level der Zertifizierung mit unterschiedlicher Gewichtung überprüft, wobei die Vorgaben global identisch sind. Insofern soll ICB 3.0 einen Standard für Projektmanagement darstellen, der weltweit verbindlich ist. Ein Vorteil von ICB für die Benutzer der ICB 3.0 besteht also darin, dass die Kompetenzgrundlagen für Projektmanager nicht für bestimmte Unternehmen, Organisationen, Fachgebiete, Wirtschaftszweige oder Länder unterschiedlich spezifiziert sind.
Die IPMA-Kompetenzrichtlinie ICB 3.0 bildet die Grundlage für die Zertifizierung im Projektmanagement. Unter Zertifizierungen gehen wir näher auf die verschiedenen IPMA-Zertifizierungen ein.