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Hier werden die im vorhergehenden Kapitel beschriebenen Urbilder der Elementarpolyeder realer Polyederschaumgläser verwendet, um Modellschaumgläser zu finden, die sich für die Vorhersage der äusseren Bruchfestigkeiten eignen. Um diese Absicht zu ermöglichen, wird vom mit der Methode der finiten Elemente ermittelten Zusammenhang zwischen beliebig gewählten äusseren Flächenbelastungen und den Spannungszuständen im Inneren des Zellwerkes des Polyederschaumglases ausgegangen. Dazu wird ein Bruchkriterium gebraucht. Simultan bekommt man dabei aber auch die elastischen Kennwerte des Schaumglases.
Die Bruchfestigkeiten und Elastizitätszahlen wurden auch an verschiedenen Polyederschaumglastypen (siehe Abschnitt Nr. 1 der Einführung) experimentell in Abhängigkeit von der Dichte ρ und des stereologischen Parameters n* untersucht, um sie später mit den an Hand der Modellvorstellungen vorausgesagten Kennwerten vergleichen zu können. Wie bereits in Abschnitt Nr. 1.3.2 des Kapitels A dieser Abhandlung festgestellt werden konnte, bestehen die Zellwerke der industriell oder im Labor erzeugten Schaumgläser i.a. aus einem Aggregat von sehr mannigfaltig gestalteten Grundpolyedern. Die Zellwandfolien dieser Schaumglasproben, die manchmal vom Blähgas durchschlagen wurden, bestehen meistens aus sehr ungleichförmigem Kugelschaumglas. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Gestalt der Grundrisse dieser Zellwandfolien sowie ihre Querschnittsformen von Folie zu Folie ändern. Man erkennt aus dem soeben gesagten, dass der Rechenaufwand für die Voraussage der mechanischen Eigenschaften des Polyederschaumglases auf Grund eines Modelles, das seine wirkliche von Ort zu Ort ändernde Morphologie zu erfassen versucht, für eine numerische Berechnung mittels eines Computers sicher zu gross ist. Er würde auch zu keinen besseren Ergebnissen führen, als eine Berechnung auf Grund eines vereinfachten Modelles.
Aus diesen Gründen wollen wir - wie bereits gesagt - von den in Abschnitt Nr. 1.4 des Kapitels A behandelten Urbildern für die Elementarpolyeder wirklicher Polyederschaumgläser ausgehen, um Modellschaumgläser zu finden, die einer EDV-Berechnung mit vernünftigem Zeitaufwand zugänglich wären.