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Im Jahre 1240 wird in den schriftlichen Quellen erstmals die Existenz eines Augustinerinnenklosters in Frauenkappelen bezeugt, das wohl nicht lange zuvor gegründet worden ist. Die archäologischen Befunde haben ergeben, dass die Klosterkirche erst um 1300 oder im beginnenden 14. Jahrhundert fertiggestellt war. Es gibt jedoch gewichtige Hinweise darauf, dass die Friedhofkappelle, die möglicherweise zur Gründugnsmasse des Klosters gehörte, von den Augsutinerinnen bis zur Errichtung eines eigenen Gotteshauses als Klosterkirche benutzt worden ist.
Die Kirche, von der sich die Ostwand im heutigen Bau erhalten hat, war ein einfacher, langgestreckter Saalbau, wie er für Gotteshäuser von Frauenklöstern des 13. und 14. Jahrhunderts häufig anzutreffen ist. Die erhaltenen Überreste lassen im Innern der Kirche eine Dreiteilung in einen Altarbereich (Presbyterium), einen Frauenchor und einen Laienteil erkennen.
Im Verlauf des 15. Jahrhunderts sind zahlreiche neue Ausstattungselemente geschaffen worden. Im Westen der Kirche wurde eine tiefe Empore eingezogen und wahrscheinlich in diesem Zusmmenhang der Raum aufgehöht. Es scheint jedoch, dass mit der Errrichtung der Empore nicht eine Verlegung des Nonnenchores einherging, für welches in der Zeit um 1470 ein nues Gestühl geschaffen wurde. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist zudem ein Sakramentshäuschen wohl von Angehörigen der Familie von Erlach gestiftet worden. Im Presbyterium der Kirche wurde ein Ossuar angelegt, in welchem sich über 50 Individuen in Zweitbestattung fanden. Im Jahre 1486/87 wurde das Frauenkloster aufgehoben und seine Güter dem Berner Vinzenzenstift inkorporiert.
1574 und in den folgendne Jahren ist die heutige reformierte Kirche errichtet worden, welche sich in ihrer formalen Gestaltung stark an das Vorbild der ehemaligen Klosterkirche anlehnt.
1987 wurde die Kirche letztmals gesamtsaniert.