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Die Studie gehört zu einem grösseren Projekt mit dem Fokus «Teamarbeit im Sicherheitsbereich». Sie wird vom Bundesamt für Zivilluftfahrt finanziell gefördert und in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich durchgeführt. Für die Studie wurden 20 Crews der Sicherheitskontrolle mit Mikrofonen ausgestattet und über zwei Stunden gefilmt. In den zwei Stunden fand jeweils eine Eskalationsübung statt, in der ein Figurant mit einer Waffe die Kontrollstelle zu passieren versuchte. Das Ziel dieser Übung war, die Teamarbeit zu beobachten. Es wurde darauf geschaut, welche Arten der Kommunikation und Koordination in den verschiedenen Situationen, also in Routine- und Gefahrensituationen, angewendet werden und welche dabei erfolgreich sind.
Bei der Auswertung des Videomaterials wurden die einzelnen Interaktionen in explizite und implizite Koordinationen unterschieden. Zur expliziten Koordination zählt sämtliche verbale, direkte Kommunikation. Das sind beispielsweise Anweisungen geben, Fragen stellen, auf Anfrage Informationen erteilen. Implizite Koordination passiert eher indirekt und beinhaltet zum Beispiel das Beobachten der Umgebung, proaktive, unaufgeforderte Unterstützung, Handzeichen oder Nicken sowie spontane proaktive verbale Kommunikation.
Im Allgemeinen konnte gezeigt werden, dass in Gefahrensituationen grundsätzlich mehr kommuniziert wird als in Routinesituationen. Dies sowohl explizit, als auch implizit. Daraus lässt sich folgern, dass es wichtig ist, in brenzligen Situationen Absprachen zu halten, Aufgaben zu verteilen und Aufträge auszusprechen. Betrachtet man die impliziten Koordinationsprozesse zeigt sich, wie wichtig es ist, dass Crewmitglieder aufmerksam sind, die Situation und das Verhalten der andern Mitglieder beobachten und ohne grosse Absprache entsprechende Aufgaben übernehmen. Ausserdem zeigt sich, dass die Crewmitglieder Informationen unaufgefordert teilen und sich wo nötig gegenseitig proaktiv unterstützen.