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Stern, auf den ich schaue ist ein evangelisches Kirchenlied aus der Zeit der Romantik, dessen Text 1857 Adolf
Krummacher (1824–1884) verfasste. Es gehört zu den viel gesungenen Liedern im Evangelischen Gesangbuch (EG Nr. 407), ist in zahlreiche Sprachen
übersetzt und findet sich im Repertoire zahlreicher Chöre und Gesangvereine. Populär wurde es durch die Melodie, die Mina Koch (1845–1924) im Jahre 1887 (Erstveröffentlichung
1897) komponierte.
Dazu notiert Krummacher: „Dieses Lied entstand in einer Nacht, als ich nicht schlafen konnte. In tiefer Dankbarkeit über all die erlebten Eindrücke schrieb ich diese Gedanken auf ... Erst während des Textens
merkte ich, dass es haargenau auf die berühmte Melodie von Minna Koch passt: "Stern, auf den ich schaue.“
Zur Entstehung des Liedes
Unter dem Titel Harfenklänge gab Adolf Krummacher im Jahre 1857 eine Sammlung
von Gedichten heraus. An erster Stelle steht unter der Überschrift Eins und Alles das Gedicht Stern, auf den ich schaue. Populär wurde es erst nach seinem Tod mit der Melodie von Mina Koch.
Die Komponistin lernte das Gedicht
1887 während eines Besuches bei ihrem Bruder, dem Pfarrer Karl Schapper in Groß Möringen in der Altmark, der mit Adolf Krummachers Tochter Johanna verheiratet war,
kennen. Das Gedicht machte auf Mina Koch einen derart starken Eindruck, dass sie sogleich am Klavier darüber meditierte und die Melodie sofort aufs Notenblatt schrieb.
Später wurden Wort und Weise auf Einzelblättern vom Verlag des Erziehungsvereins
in Elberfeld (wo Mina Koch seit 1876 lebte) gedruckt; offiziell aber gelangte das Lied erst 1897 an die Öffentlichkeit, zu einem Zeitpunkt, an dem die Komponistin bereits sieben Jahre
erblindet war.
http://www.youtube.com/watch?v=rvYOk-scINE Lied ohne Begleitmusik
http://www.youtube.com/watch?v=hi0A4jV9sIc Stern
auf /Bibel
http://www.youtube.com/watch?v=7nT35akIOJo Stern auf /Hanjo Gäbler
http://www.youtube.com/watch?v=lR33lneDxyA Pelo
vale escuro
http://www.youtube.com/watch?v=gMmzcQzfZzs Pelo vale escuro
http://www.youtube.com/watch?v=CGXH4jadJ7Q Pelo vale escuro
http://www.youtube.com/watch?v=1OikF8bp2u4 Pelo vale escuro
http://www.youtube.com/watch?v=Wnopu-tT4rA Pelo vale escuro
http://www.youtube.com/watch?v=bm2z86GxSrU
Pelo vale escuro
http://www.youtube.com/watch?v=q_CF93IV3TA Pelo vale escuro
http://www.youtube.com/watch?v=gn5XnY_QC8w Stern
auf den ich schaue
http://www.youtube.com/watch?v=0ebJv1BGghU Stern auf den ich schaue
http://www.youtube.com/watch?v=37A9AR0Tq5Y
Stern auf den ich schaue
http://www.youtube.com/watch?v=_iOk1nyKFaE Stern auf den ich schaue (Super)
http://www.youtube.com/watch?v=Ua48IQ_Qy-E
Stern auf den ich schaue
http://www.youtube.com/watch?v=ZcM8zcHKoZQ Chor
http://www.youtube.com/watch?v=TFVaX4YQI4c&list=PL9EE4DCC7BF3F2657
Chor 1A
http://www.youtube.com/watch?v=hh3Pbc58CSM Orgel
Alternative Texte zur Melodie
Der Melodie von Minna Koch wurde bereits früh ein anderer Text zugeordnet,
der sich aber nicht so verbreitete wie derjenige von Krummacher. Der nachstehende Text stammt von Georg von Viebahn d. J. (1888–1915), einem Sohn von General Georg
von Viebahn (1840–1915):[1]
Fels der Ewigkeiten,
Welten durch dich stehn,
Fels im Meer der Zeiten,
Hort in Sturmeswehn.
Fels,
der in den Gluten
öder Wüste hier
sprudelt Lebensfluten:
Fels, dich preisen wir!
Stern an dunklen Tagen,
wenn die Sonne flieht,
du lässt nicht verzagen
den, der auf sich sieht.
Stern, du machst
so helle
unsre Wege hier;
unsrer Hoffnung Quelle,
Stern, Dich preisen wir!
Jesus will fürs Leben
Fels und Stern dir sein;
du brauchst nie zu beben,
nie bist du allein.
Auf dem Felsen stehen,
schauend
auf den Stern,
heißt, als Sieger gehen
in der Kraft des Herrn.
Im Jahre 2011 inspirierte die Koch’sche Melodie den Pianisten, Sänger und Evangelisten Waldemar Grab zu einem eigenen Text:
Bin so gern auf Erden,
diesem schönen Stern,
was auch immer werde,
Herr, ich lebe gern!
Staunend über Wunder
schau ich gern Dir zu,
ziehst durch die Gezeiten,
alles, Herr, bist Du!
Sonne, Mond und Sterne
leuchten Tag und Nacht,
schenken Licht und Wärme,
sind Zeugen Deiner Pracht!
Du gibst mir das Leben
und mein täglich Brot,
will mein Herz Dir geben,
Retter in der Not.
War’n
so viele Menschen,
oft war ich allein,
hast mich dann gefunden,
Herr, nun bin ich Dein!
Will Dir gerne dienen,
mit Herz, Mund und Klavier,
komme Dir entgegen,
denn ich gehöre Dir!