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|Earick, Ernest

1960-2013 (USA)
Ernest Earick war nur mit wenigen Zauberkünstlern persönlich bekannt. Ab 1986 war er Mitarbeiter des Universitätsverlages in Albuqaueerque in New Mexico und interessierte sich für zahlreiche Themen wie, Musik, Philosophie, Ehik, Natur, Kochkunst. Seine Familie, seine Fau, sein Sohn und seine Tochter, waren ihm sehr wichtig.
An der Zauberkunst interessierte ihn die Auseinanderssetzung mit Techniken und deren Abnwendungen. Ambitionen, als Zauberkünstler aufzutreten und damit Geld zu verdienen hatte er nie.
1968 besuchte er das Magic Castle und traf Ray Cosb, Bill Goodwin, Mike Skinner, Dai Vernon und Larry Jennings. Diese waren von Ernest Earicks innovastiven Techniken sehr beeindruckt.
Breiter beaknnt wurde er nach der Veröffentlichung des von Stephen Minch verfassten Buches "By Forces Unseen" (1993), in dem neuartige, von Earick erfunene Kartentechniken beschrieben wurden.
|Eine Demonstration der meisten in dem Buch beschriebenen Kunststücken und Techniken ist im Internet zu finden.

Ernest Earick verstarb mit erst 53 Jahren an einer Herzkrankheit.
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Eck, Johnny (John Eckhart)
1911-1991 (USA)
In Baltimore, Maryland geboren war Johnny Ecks Körper von Geburt an nur bis zu den Rippen normal, so dass es aussah, als sei er auf Hüfthöhe halbiert worden. Er trat in Kuriositätenkabinetten und Zirkussen und 1932 als "half boy" im Film "Freaks" sowie in drei Tarzanfilmen auf. Er vollbrachte in seinem langen Leben mehr als mancher "normale" Mensch; so war er neben Artist, Turner, Schwimmer, Lokführer auf einer Miniatureisenbahn, Autorennfahrer, Modellbauer, Puppentheaterspieler, Schauspieler und Zauberkünstler.
Mit seinem Zwillingsbruder Robert, der normal entwickelt war, zeigte er eine komische Zaubernummer, bei der Robert in einem Kabinett scheinbar in der Mitte zerschnitten wurde; beim Öffnen des Kabinetts sprangen die Füsse heraus und wurden vom Oberkörper (Johhny Eck) über die Bühne verfolgt. Die Nummer wurde unter anderem während sechs Monaten in Rajah Raboids Bühnenshow "Mysteries of 1937" gezeigt.
Eine Biografie ist in Richard Lamparski's Whatever Became of ...? (1985), S. 50-51 zu finden. s. auch hier
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Econ Tony (Anthony C. Econ)
1941-2015 (USA)
Tony Econ war der Sohn des griechischen Einwanderers Constantine Economou, der seinen Namen nach seiner Einbürgerung 1934 in Econ änderte. Constantine verdiente seinen Lebensunterhalt als Würfelspieler (Falschspieler). Als Tony sieben Jahre alt war, brachte ihm sein Vater das Riffelmischen bei.
1953 sah Tony den Film "Houdini" mit Tony Curtis und begann sich mit der Entfesselungskunst zu beschäftigen.
Als Teenager wurde Tony für ein von Falschspielern arrangiertes Trainingsprogramm angeworben, das zum Ziel hatte, Pokerspieler um ihr Geld zu erleichtern. Als er realisierte, was das Ziel des Programms war, verpflichtete er sich, darüber Stillschweigen zu bewahren und stieg aus.
Im gleichen Jahr entdeckte er in der Bibliothek das Buch „The Amazing World of John Scarne: A Personal History“ und begann von da an, alle Bücher über Kartenkunststücke zu lesen, die er finden konnte.
Als er einem Freund ein paar Kartentricks zeigte, lud ihn dieser ein, im I.B.M Ring in Syracuse eine Vorstellung zu geben. Dort lernte er Ed Eckl kennen, von dem er viele Kartentechniken erlernte. Mit Hilfe von Walter Cummings studierte er eine Manipulationsnummer mit Karten und Billardbällen ein.
In den 1960er- und 70er-Jahren trat er an Parties, Kindergeburtstagen und Banketten auf, führte Regie bei Theaterproduktionen und spielte auch in mehreren Theaterstücken mit.
Später wurde er Turniertänzer und machte auch Karriere als Rollschuhläufer. Er machte an Wettwerben mit, trainierte Amateure und Professionals und eröffnete mehrere Tanzstudios. Während dieser Zeit lernte er seine Frau Joan kennen, mit der er zwei Töchter und einen Sohn hatte. 2003 schloss er sein letztes Studio, gab aber weiterhin Tanzkurse.
Neben seiner Bühnennummer entwickelte Tony Econ auch eine Close-up Kartennummer, die er als „The Cardsharp“ präsentierte.
Tony Econ war über 35 Jahre Mitglied der I.B.M. und verfasste 1992-2007 die Kolumne „Card Corner“ im Linking Ring. Dabei kamen ihm neben seinen umfassenden Kenntnissen über Kartentechniken auch seine sprachlichen Fähigkeiten bei der Übersetzung von französischen, spanischen und italienischen Texten zugute.
Im Alter von 74 Jahren starb er nach einem Schlaganfall.

Edeling, Haakon
1906-1995 (DK)
Haakon Edeling interessierte sich schon im Alter von sieben Jahren für die Zauberkunst. Mit zehn Jahren erteilte ihm der dänische Berufszauberkünstler Professor Kjeldsen Unterricht, er hatte jedoch nicht die Absicht Berufszauberkünstler zu werden. Er liess ich zum Lithografen ausbilden und leitete später eine lithografische Firma. Als Amateur widmete er sich jedoch weiterhin der Zauberkunst und gewann auf Zauberkressen in Deutschland verschiedene Auszeichnungen.
Als während des zweiten Weltkrieges sein Betrieb stillgelegt wurde, machte der die Zauberkunst zu seinem Beruf und trat in allen grossen Varietés in Europa auf. Anfang der Fünfzigerjahre gab er mit grossem Erfolg abendfüllende Vorstellungen. Mit seinem Namen untrennbar verbunden war der Schmetterlingstrick, bei dem aus einigen Papierstückchen scheinbar lebende Schmetterlinge wurden, die zu den Klängen der Musik umeinander flatterten und sich schliesslich auf einem Blumenstrauss niederliessen, worauf Hunderte von Papierschmetterlingen aus dem Strauss hervor flogen.
An den FISM-Kongressen 1948 und 1950 gewann er den 1. Preis für die beste Präsentation, 1952 den ersten Preis in der Sparte Bühnenmagie.
Später leitete er wieder einen lithografischen Betrieb, trat jedoch weiterhin erfolgreich als Amateurzauberkünstler auf.

Edernac (Pierre Genin)
1919 -2011 (F)
Mit 12 Jahren nahm Edernac Unterricht bei Caroly, wurde professioneller Manipulator und Close-up-Zauberer und machte einige Erfindungen. Später unterrichtete er selber rund 500 Schüler, unter anderem auch Fee Eleisa.
Seine Erste Nummer kreierte Edernac 1939. Bereits damals trat er in klassisch elegantem Kostüm zu Musik auf leerer Bühne auf. Eleganz und Einfachheit zeichneten von Anfang an seine Auftritte aus. Ohne Apparate bewirkte er seine Effekte durch reine Handfertigkeit. Gegenstände erschienen, verschwanden oder verwandelten sich mit erstaunlicher Leichtigkeit. Bekannt wurde er unter anderem mit seiner fantastischen Seilnummer "Symphonie sur une seule corde". Bei internationalen Wettbewerben gewann er zahlreiche Preise.
Edernac machte Tourneen durch ganz Europa und wrude ab 1970 während 9 Jahren über ein Dutzend Mal im Crazy Horse in Paris engagiert. Er wirkte auch als technischer Berater für Theater und Film, war Lehrer in der nationalen Circusschule und organsierte mehrere französische Zauberkongresse. Von 1969 bis 1973 war er Vizepräsident, von 1973 bis 1976 Präsident der Association Francaise des Artistes Prestidigateurs (AFAP). 1970 gewann er die Silber-Medaille der AFAP, 1991 die Bronze-Medaille, 1983 die Gold-Medaille.
2003 spielte er im Theaterstück "Un magicien" eine Doppelrolle als 30- und als 83-jähriger und ging damit als 84-Jähriger auf Tournee.

Elliott, Dr. James William
1874-1920 (USA)
James Elliott wurde als Kind eines Arztes in Rumford in Maine geboren. Er begann schon als Kind zu zaubern und studierte Hoffmanns Modern Magic . Er interssierte sich für manipulative Magie mit unpräparierten Gegenständen und und spezialisierte sich als Student auf Kartenkunststücke. Er übte besessen, konzentriert und unermüdlich stundenlang alle bekannten Kartentechniken und erfand viele Kartengriffe und -kunststücke. Als einer der besten Kartenkünstler des 19. Jahrhunderts war Elliott während mehr als zwanzig Jahren unangefochten der beste Kartenmanipulator.
Von Beruf war Elliott Arzt und Leiter einer grossen Klinik. 1914 gab er seinen Beruf auf und schloss sich Le Roy, Talma und Bosco an, mit denen er während 3 Jahren die Welt bereiste. Danach ging er mit der Felix Herrmann Company in den USA auf Tournee.
Danach nahm er seinen angestammten Beruf wieder auf und betrieb die Kartenkunst weiterhin als leidenschaftlicher Amateur.
Als Person war Elliot zurückhaltend, bescheiden und hilfsbereit. Er stand in regelmässigem brieflichem Kontakt mit Nelson Downs und John Hilliar. Viele Grosse lernten von ihm, so z. B. auch Thurston. Ein Darmleiden beendete sein Leben frühzeitig.

Elmsley, Alex
1929-2006 (GB)
Als sich Alex Elmsley mit 16 in der Rekonvaleszenzphase nach einer Blinddarmoperation zum Zeitvertreib mit Jonglieren befasste, entdeckte er auf der Suche nach Jonglierutensilien in einem Kaufhaus in London eine Zauberabteilung und sein Interesse wandte sich der Zauberkunst zu. Da er nur wenig Geld hatte, um sich Utensilien zu kaufen, beschäftigte er sich vor allem mit manipulativen Techniken.
Nach der Schule diente er zwei Jahre in der britischen Armee. Während des Studiums der Mathematik und Physik war er als Sekretär eines magischen Studentenclubs tätig.
Nach Abschluss des Studiums arbeitete er im Patentamt in London, wo er sich während der Fünfzigerjahre intensiv mit der Zauberkunst beschäftigte. 1953 nahm er mit einer Bilardballmanipulationsnummer am Wettbewerb des British Ring teil.
In den Sechzigerjahren entwickelte er eine Leidenschaft für Science Fiction und Computertechnologie und 1965 wurde er bei einer britischen Computerfirma angestellt, wo er für den Rest seines Berufslebens arbeitete. Bis Anfang der Siebzigerjahre zog er sich weitgehend aus der magischen Szene zurück.
Nachdem er 1972 den Creative Fellowship Award der Academy of Magical Arts in Hollywood erhalten hatte, stellte er 1975 ein neues Seminar zusammen, das er in London, Monte Carlo und mit grösstem Erfolg in den USA zeigte. Nach seiner Rückkehr aus den USA zog er sich erneut von der magischen Szene zurück. Sporadisch erschienen noch Kunststückbeschreibungen von Ihm in Büchern und Zeitschriften.
Unter Zauberkünstlern weltweit bekannt geworden ist er durch den Elmsley Count und als brillanter Erneuerer und Erfinder von hunderten von Kartenkunststücken.
Seine Kunststücke beschrieb er in Zauberzeitschriften wie Abracadabra, The Gen, Pentagram, Ibidem und The Cardiste, insbesondere zwischen 1949 und 1959. In dieser Zeit traf er sich regelmässig mit Val Andrews, Jack Avis, Bobby Bernard, Ken Brooke, Robert Harbin, Roy Walton und Cy Endfield. 1957 gab er ein Seminarheft heraus ("Low Cunning"), das 1959 in einer überarbeiteten Version erschien.
Sein Gesamtwerk ist in den beiden von Stephen Minch verfassten Bänden "The Collected Works of Alex Elmsley" (1991 und 1994 ) beschrieben. Hier finden sich über 200 Originalkunststücke sowie Essays über Präsentation, Psychologie und Ablenkung.
Auf vier Videobändern "The Magic of Alex Elmsley: The Tahoe Sessions" sind unter anderen sein legendäres Zeitungszerreissen und seine Becherspielroutine zu finden.

Emerson & Jane (John Emerson Skinner)
1915-1994 (GB)
Emerson wuchs als Sohn eines Journalisten in Manchester auf. Da seine Mutter in einem Theater arbeitete, kam er schon früh in Kontakt mit der Bühne. Bereits mit sechs hatte er Tanzunterricht und arbeitete später als Tanzlehrer.
Jane (Margaret Joyce Bolton Carter), Tochter eines Chirurgen, begann nach Abschluss der Schule mit ihrer Tanzausbildung in Deutschland. Nach England zurückgekehrt lernte sie in einem Ballett Emerson kennen. Mit dem Ballett gingen sie auf Tournee in England, Nord- und Südamerika. 1943 heirateten sie in England. In den folgenden Jahren verfolgten beide ihre eigene Karriere als Tänzer. 1953 begannen Sie mit dem Aufbau einer eigenen Tanznummer. 1958 begannen Sie, ultraviolettes Licht einzusetzen, 1960 führten Sie zum ersten Mal einen fliegenden Teppich vor. Sie kombinierten Tanz, Pantomime, Puppenspiel, Illusionen und den Einsatz von ultraviolettem Licht zu einer in der damaligen Zeit völlig neuartigen Nummer.
Der Auftritt begann mit einem orientalischen Kerzentanz; Jane zog einen indischen Korb auf die Bühne und begann auf einer Flöte zu spielen, worauf ein Vogel über die Bühne flatterte und sich auf die Flöte setzte, aus der er einen Wurm herauszog und damit davonflog. Ein weiterer Wurm kam aus der Flöte und bewegte sich in den Korb. Eine grosse Schlange kam aus dem Korb und jagte Jane über die Bühne, bis sie von Jane mit einem Besen verjagt wurde. Dann fegte Jane einen Teppich mit dem Besen, der sich darauf zusammenrollt. Immer, wenn Jane das eine Ende aufrollte, rollte sich das andere zusammen. Als sie ihn mit dem Besen schlug, begann er zu schweben und liess ich nicht wieder aus der Luft herunterholen. Jane liess mit Hilfe der Flöte ein Seil wie eine Treppe in die Luft steigen, stieg das Seil hinauf auf den Teppich und flog im Schneidersitz auf dem Teppich sitzend über die Bühne.
Mit dieser Nummer traten Emerson und Jane bis 1993 in Europa, Asien und dem mittleren Osten auf. Im November 1994 starb Emerson mit 79 an Herzversagen.

Endfield, Cy (Cyril Raker Endfield)
1914-1995 (USA)
Cy Endfield machte sich bereits als Teenager einen Namen als Kartenkünstler.
1940 zog er als Filmregisseur nach Los Angeles. 1951 zog er nach England. Anfang der 60er Jahre gründete er seine eigene Produktionsfirma. Er produzierte über ein Dutzend Filme, u.a. "Zulu", "Mysterious Island", "Sands of the Kalahari".
Endfield veröffentlichte Artikel in Phoenix, The Gen und Pabular. 1955-1958 publizierten die Unique Magic Studios London die von Lewis Ganson verfasste Trilogie "Cy Endfield's Entertaining Card Magic, die 1974 als Sammelband herausgegeben wurde und zu den klassischen Werken der Kartenkunst gehört.

England, Don
1947-2015 (USA)
Don England, von Beruf Grafiker, war in den 1970er-Jahren Mitglied der Gruppe um Ed Marlo.
Er erdachte viele Kunststücke mit Trickkarten, die er auch selber herstellte.
Seine Kunststücke wurden in „Don England's T.K.O.s" (John Mendoza, 1980), „Don England's Gaffed to the Hilt!“ (Jon Racherbaumer & Richard Kaufman 1985)993) und „Don England's Paradox“ (Kevin Kelly , 2001) und auf den DVDs „Gaffed to the Hilt“, „Don England's Six Pack“, „Don England's Poker Chip Magic“ und „Don England's Shifts & Lifts“ beschrieben.
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Enrico, Professor
1897-1930 (I)
Enrico war der Sohn des Zauber- und Verwandlungskünstlers Frizzo (Girolamo Gioachino Tatulli). Zwischen 1924 und 1930 feierte er grosse Erfolge mit einer spektakulären Illusionsschau, mit der er in Spanien, Kanda, Kalifornien, El Salvador, Costa Rica, Kuba, Venezuela, Argentinien und Frankreich auftrat.
Zeitweise trat er zusammen mit seinem Vater auf. Anlässlich eines solchen Engagements in Rom kam es zu einem tragischen Unfall: durch eine Verwechslung wurde dem 33-jährigen Enrico, der sich einer Kokain-Entziehungskur unterzog, anstelle einer reduzierten Dosis Kokain irrtümlicherweise Heroin ausgehändigt, dessen Injektion zu seinem Tod führte.

Eperny, Charly (Richard Robert Reinhold Karl Eichhorn)
1897-1974 (F)
Charly Eperny war der Sohn eines deutschen Glasbläsers. Er begann als Kind mit einem Zauberkasten zu zaubern und unterhielt zunächst seine Mitschüler und Lehrer. Als Gymnasiast zauberte er in einer Schaubude in einem Vergnügungspark.
1914 trat er erstmals im Apollo Varieté in Berlin auf. Nach Auftritten in Lazaretten und an Kompanieabenden im Krieg trat er in Deutschland und Österreich mit manipulativer Magie auf. 1
918 reiste er nach Italien. Dort baute er neben seiner Manipulationsnummer eine aufwendige Chinesische Darbietung als Chiang Fu sowie eine indische Nummer auf und trat während 9 Jahren ununterbrochen in Italien auf.
1925 heiratet er seine Assistentin. Zwischen 1925 und 1932 besuchte er mehrmals die Schweiz und Deutschland.
Eperny, der 1948 die österreichische Staatsbürgerschaft erhielt, bemühte sich, die Wiener Schule von Döbler, Hofzinser, Compars Herrmann weiterzuführen. Er veröffentlichte mehrere Bücher, u. a. "Aus meinem Repertoire" (1939), "Magische Feinheiten" (1942), "Moderne Zaubereien" (1943), "Enzyclopädie der Mikromagie" (1956 und 1965/66), "Dr. Stanley Jaks Buch" (1961), "Das grosse Stuller-Bosco Buch" (1963), "Magie mit Riesenkarten" (1965).

Epstein, Adam Salomon
1820-1869 (PL)
Der in Warschau geborene erfolgreiche Polnische Zauberkünstler reiste in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch ganz Europa. Als vielsprachiger Künstler trat er vor zahlreichen gekrönten Häuptern auf.
Er war einer der ersten Künstler, die nicht als Teil einer Zirkus- oder Theatergruppe sondern mit einer eigenen Show umherreiste. Als vielseitiger Künstler zeigte er Manipulationen, Illusionen, trat als Bauchredner, Mundharmonikaspieler und mit Tellerdrehen auf.
Epstein starb bei der Vorführung des Kugelfanges durch Splitter des vom Schützen im Lauf vergessenen Ladestockes.
Laut einer anderen Version soll er den Tod beim Kugelfang aus Publizitätsgründen nur vorgespielt haben und an anderen Orten erneut aufgetreten sein. Sein Comeback soll aber misslungen sein, sein Vermögen soll er beim Kartenspiel verloren haben und verarmt in Russland gestorben sein.

Evans, Celeste (Margaret Ruth Steward Evans)
1931-2017 (CAN)
Celeste Evans war eine der berühmtesten Zauberkünstlerinnen des 20.Jjahrundert. Sie wuchs mit drei Geschwistern in White Rock in der Provinz British Columbia auf einer kleinen Farm auf. Ihr Vater war Berufsfischer. Celeste war bereits als Kind von der Zauberkunst fasziniert. Nach dem sie einen Zauberkünstler gesehen hatte übte sie ab 9 Jahren bis zu ihrem Schulabschluss mit 19 Jahren für sich allein und begann erst danach, vor Publikum aufzutreten. Nach der Schule zog sie nach Vancouver, wo sie ein Zaubergeschäft entdeckte und Jon Kirby traf, bei dem Sie Unterricht nahm. 1951 besuchte Okito den magischen Zirkel von Vancouver und als er Celestes Katenmanipulationen sah, bot er ihr an, bei seiner Show in Amerika aufzutreten.
Ihr Wunsch, eine professionelle Bühnenkarriere zumachen wurde Realität, als mit einer Zirkusshow auf Tournee ging.
1952 trat sie für die kanadischen Truppen in Korea und Japan auf.
Ein Auftritt in der kanadischen TV-Show "Pick the Stars" eröffnete ihr zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten in Nachtclubs. In der Folge trat sie auch in den USA in diversen Fernsehshows auf.
1957 machte Celeste im Auftrag der U. N. zusammenmit zwanzig anderen Künstlern eine Tournee durch Ägypten, Nordafrika und Zentralafrika.
Nach sechs Europatourneen trat sie 1959 für die U.N.-Truppen im Gazastreifen und 1961 im Kongo auf.
1961 ging sie im Rahmen eines Kulturaustauschprogramms als Repräsentantin der USA auf eine fünfmonatige Goodwill-Tournee durch Afghanistan, Nepal, Indien, Kambodscha, Thailand, Laos, Vietnam, Indonesien, Singapur, Hong Kong und den Iran. Dabei trat sie vor zahlreichen Staatsoberhäuptern auf. Dass sie bei ihrer Nummer in einem eleganten ärmellosen Abendkleid auftrat, in dem es unmöglich erschien, etwas zu verbergen, machte die Produktion von acht Tauben und einen Zwergpudel umso erstaunlicher.
1962 heiratete sie ihren Agenten Harry Breyn, mit dem sie zwei Kinder hatte. Celeste liess sich in Chicago nieder, machte jedoch weiterhin Tourneen durch die USA.
Nach dem Tod von Harry 1984, übernahm Celeste die Leitung der Künstleragentur und führe sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2003 weiter. 1992 heiratete sie zum zweiten Mal.
1998 wurde Celeste Evans in die Hall of Fame der Academy of Magic Arts aufgenommen, 2009 wurde ihr der Performing Fellowship Award for Stage Magic verliehen.
Celeste verfasste zwei Bücher mit einer Sammlung von Missgeschicken von Zauberkünstlern "Has this Ever happened to You?" (2008) und "It Really happened", sowie ihre Autobiographie "I Can Still See Me" (2011).
Biografie: Evans, Celeste. I Can Still See Me. St. Petersburg, FL:Clesete Evans Magic/SPS Publications Inc., 2011
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