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Williamsbirne (Williams Christ)
Als Williamsbirne wird sowohl die Birnenfrucht als auch der aus ihr gewonnene Obstbrand bezeichnet.
Die Frucht findet ab 1904 starke Verbreitung. Die ältesten Nachweise der Birnensorte Williams Christ gehen bis etwa 1770 (England) zurück.
Benannt wurde die Sorte nach ihrem ersten Verbreiter, einem Herrn Williams aus London. Im mittleren 19. Jahrhundert war sie in Belgien bekannter als in England und fand damals über den belgischen Pomologen van Mons Verbreitung in ganz Europa sowie in Nord- und Südamerika. In den USA und Kanada wird sie Bartlett genannt.
Die Haut ist glatt, leicht bucklig, grünlich bis goldgelb. Auf der Sonnenseite haben die Birnen eine rötliche Farbe. Das Fruchtfleisch ist gelblichweiss, feinschmelzend, saftig, süss, würzig mit kräftigen Aroma.
Geerntet wird die Williamsbirne anfangs September. Die Genussreife ist bis Mitte Oktober.
Das besondere Zeichen der 40%-igen Spirituose ist die Flasche mit der in ihr enthaltenen Birne. Das Verfahren wurde von der Walliser Familie Germania entwickelt. Um die Birne in die Flasche zu bekommen, stülpten sie nach der Birnbaumblüte Flaschen über die Knospen. Die Birnen wuchsen bis zum Herbst in der Flasche zu ihrer vollen Größe heran. Da sich aber nur ein Drittel der Birnen gut entwickeln, wird von manchen Herstellern die preiswertere Alternative gewählt, die Flasche am Boden aufzuschneiden, eine ausgereifte Birne hineinzugeben und den Boden wieder anzukleben. Da die Schnittstelle deutlich erkennbar ist, wird sie häufig mit einem Etikett überklebt.
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