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Der Schritt ist eine schreitende Bewegung im Viertakt mit acht Phasen ohne Schwebephase, frei aus Rücken und Schultern heraus, gleichmässig treten. Während der ganzen Schrittarbeit müssen die vier Hufschläge deutlich markiert werden und der Takt und die reine Fussfolge beibehalten bleiben.
Der Trab ist eine tretende Bewegung im Zweitakt in vier Phasen und einem Moment der freien Schwebe. Ein diagonales Beinpaar wird gleichzeitig vorwärtsbewegt und aufgesetzt, danach erfolgt ein Augenblick der freien Schwebe, danach wird das andere diagonale Beinpaar vorwärtsbewegt und aufgesetzt. Es ist eine Folge von aneinandergereihten Tritten. Die Korrektheit des Trabes wird am Gesamteindruck, am Schwung, an der Elastizität – dank schwingendem Rücken und tätiger Hinterhand – und an der Regelmässigkeit der Tritte bei gleichbleibender Kadenz gemessen.
Der Galopp ist eine springende Bewegung im Dreitakt mit sechs Phasen und einem Moment der freien Schwebe. Es wird zwischen Links- und Rechtsgalopp unterschieden, je nachdem, welches seitliche Beinpaar weiter vorgreift. Das Vorgreifen des inneren Beinpaares wird als «Handgalopp» bezeichnet (linke Hand Linksgalopp, rechte Hand Rechtsgalopp). Das Pferd springt in «Bergauf Tendenz» mit den Hinterbeinen möglichst weit in Richtung unter den Schwerpunkt.
Der Tölt ist eine schwunghafte Gangart im Viertakt mit acht Phasen. Das Pferd präsentiert sich mit möglichst viel Energie, Ausdruck, Raumgriff und Aktion.
Die Fussfolge ist wie beim Schritt, ist aber eine gelaufene Gangart. Da das Pferd nie den Kontakt zum Boden verliert, sitzt der Reiter ohne Erschütterung im Sattel. Tölt kann langsam und bis ins Renntempo geritten werden.
Der Pass ist eine Gangart im Zweitakt mit vier Phasen mit Sprungphase. Er wird am Turnier nur im Renntempo verlangt, langsamer Passgang ist unerwünscht beim Islandpferd.
Beim Rennpass sollte es eine deutliche Sprungphase geben, es kann aber zu deutlichen
Viertakt Merkmalen auf Grund der Aktion der Vorderbeine kommen. Pass sollte mit
Renngeschwindigkeit geritten werden.
Das Pferd sollte leicht und energisch vom Galopp in den Pass wechseln. Im Pass
muss sich das Pferd strecken und sicher über die gesamte verlangte Strecke laufen.