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Wenn Einheimische oder Gäste am Chalet Reseda an der Hertensteinstrasse 5 vorbeispazieren, bleiben die meisten kurz stehen. Die einen sagen „Lueg, das Laubsägelihuus“, die anderen bewundern die formschönen Töpfereien in der Vitrine bevor sie zum Chalet hochblicken und sagen „Lueg, das Laubsägelihuus“. Welche Geschichte verbirgt sich aber hinter diesem Haus? Erstaunen mag, dass es 1882 als Dependance der Pension Zimmermann-Schürch erbaut worden ist, und zwar mit 11 Gästezimmern und 2 Etagen-Toiletten. Als eine Tochter der Pensionsbesitzer 1904 den Arzt Dr. Zehnder heiratete, richteten sie im Parterre des Chalet Reseda seine Praxis ein. 1940 starb das Pensionsbesitzerpaar kurz hintereinander. Es vermachte die Pension samt Dependance seiner leitenden Angestellten, Leopoldina Stelzen. Diese behielt zwar die Pension, verkaufte jedoch das Chalet Reseda mitsamt Praxis dem Arzt Dr. Jann. Dieser baute in der Folge die Gästezimmer zu einem Wohnhaus für seine Familie um. Bis 1983 praktizierte er an der Hertensteinstrasse als Dorfarzt. Sein Sohn und dessen Frau übernahmen schliesslich das Haus und damit auch den aufwändigen Unterhalt das Hauses - vor allem der Fassade und der Balkone. Das Ehepaar baute 2011 anstelle der Artzpraxis die Töpferei im Haus ein und zog definitiv nach Weggis. Übrigens zur Freude des berühmten Starkochs Nenad Mlinarevic vom Parkhotel Vitznau: Er bestellte bei Margrit Jann gleich den gesamten Service für sein Restaurant. Im speziellen Haus werden eben spezielle Sachen hergestellt!
Inventarnummer 13107, digitales Archiv / Karin Bernath