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So, 19. November 2017
Stephan Schmidt
Stephan Schmidt begann sein Musikstudium bereits während seiner Schulzeit in der Klasse von Luis Martin-Diego an der Musikhochschule in Trossingen. Seine Studienjahre verbrachte er in Paris in der Klasse von Alberto Ponce und in New York bei Manuel Barrueco.
Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Mehrere erste Preise bei internationalen Musikwettbewerben (z. B. 1988 Paris/Radio France) ermöglichten ihm eine frühe internationale Konzertlaufbahn sowie die Zusammenarbeit mit Künstlerpersönlichkeiten wie Maurice Ohana, Heinz Holliger, Fred Frith, Juliane Banse, Jörg Widmann, David Moss, Pedro Bacan und Chaya Czernowin, deren Gitarrenkonzert er 2013 beim Lucerne Festival mit dem Sinfonieorchester des Südwestfunks unter François-Xavier Roth uraufführte.
Verschiedene seiner CD-Aufnahmen – z. B. das Gesamtwerk für Gitarre von Maurice Ohana oder das Lautenwerk von Johann Sebastian Bach – gelten heute als Referenzaufnahmen und wurden mit zahlreichen internationalen Preisen und Kritikerauszeichnungen versehen, u. a. 1994 mit dem „Grand Prix du Disque de l'Académie Charles Cros“ (Paris) und mehrmals mit einem Diapason d’Or. Drei seiner Solo-CDs gehörten 2003 zu einer Auswahl der Zeitschrift Diapason der 25 besten Gitarrenaufnahmen.
1988 bis 2001 war Stephan Schmidt Professor für Gitarre an der Hochschule der Künste Bern. 1997 bis 2001 übernahm er die künstlerische Leitung der Meisterkurse des Konservatoriums, gründete die Freie Akademie sowie die Biennale Bern, initiierte und leitete viele internationale künstlerische und interdisziplinäre Veranstaltungen. 2002-2012 war er als Rektor und Professor für Gitarre an der Hochschule für Musik Basel tätig, seit 2012 in einem Doppelmandat als Direktor der Musikhochschulen FHNW und der Musik-Akademie Basel.