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Die USA fliegen schutzsuchende Afghanen zunächst in andere Länder aus, bevor sie weiter in die Vereinigten Staaten reisen können.
Zu den Transitländern gehören beispielsweise Deutschland und Katar. Das Pentagon teilte am Samstag mit, US-Verteidigungsminister Lloyd Austin «schätzt die Unterstützung unserer Industriepartner bei dieser wichtigen Aufgabe sehr». Die 18 für den Einsatz vorgesehenen Flugzeuge stammten aus den Flotten von American Airlines, Atlas Air, Delta Air Lines, Omni Air, Hawaiian Airlines und United Airlines.
Wie viele Amerikaner und afghanische Unterstützer des US-Einsatzes die US-Regierung in Sicherheit bringen muss, ist unklar. US-Präsident Joe Biden sprach zuletzt von etwa 50 000 bis 65 000 Helfern einschliesslich ihrer Familien. Nach Pentagon-Angaben vom Samstag flogen die US-Streitkräfte seit Beginn der Evakuierungsmission eine Woche zuvor rund 17 000 Menschen aus Kabul aus. Auch andere Staaten wie Deutschland oder Grossbritannien bringen Menschen in Sicherheit.
Das Zeitfenster für weitere Evakuierungen aus Kabul wird allerdings immer kleiner. Die USA wollen eigentlich zum 31. August den Abzug ihrer Truppen abschliessen. Eine Fortführung des Evakuierungseinsatzes ohne die USA gilt als ausgeschlossen.
Die zivile Luftreserve (CRAF) wurde 1952 nach der Berliner Luftbrücke geschaffen. Die Westalliierten hatten während der sowjetischen Berlin-Blockade vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 per Flugzeug Hilfsgüter in den von der Aussenwelt abgeriegelte Westteil Berlins gebracht. Damals versorgten Amerikaner, Briten und Franzosen mehr als zwei Millionen Berliner mit fast 280 000 Flügen und schickten unter anderem Lebensmittel und Kohle. Nach Pentagon-Angaben wurde die Reserve erst zwei Mal aktiviert, jeweils im Rahmen der Irak-Kriege Anfang der 1990er und der 2000er-Jahre.