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Evangelische Freikirche Zug Steinhausen
Diese Entwicklung verläuft nicht zufälligerweise gleichzeitig – und gegenläufig – zur Auflösung der traditionellen Kleinfamilie. Dass die Struktur der Kleinfamilie sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert hat, ist offensichtlich. Es gibt immer mehr sogenannte Patchwork-Familien. Nun kann auch eine Patchwork-Familie gut funktionieren und eine traditionelle Familie eine Hölle sein.
Aber dies ändert nichts an der Beobachtung, dass die Kleinfamilie sich auflöst. Dazu kommt, dass wir in vielen (europäischen oder europäisch geprägten) Ländern die alten Menschen in Heime abschieben, wo sie früher noch Teil der Grossfamilie waren. Und schliesslich gibt es in den Städten immer mehr einsame Singles.
Kein Wunder, dass demnach die “Familie”, wenn auch unter anderen Vorzeichen, ihre Rückkehr feiert. Familie nun eben verstanden als Zusammenschluss mit Menschen, die eine familien-ähnliche Gemeinschaft bieten.
Es ist höchst bemerkenswert, wie Jesus sich zur Familie stellt und in welche Familie er uns stellt. Einerseits war Jesus selber kein frühreifer Ausreisser. Er blieb bis zu seinem dreissigsten Lebensjahr bei seiner Mutter und bei seinem Stiefvater (!) und in der Gemeinschaft mit seinen Halb-Geschwistern. Er arbeitete im Baumeister-Betrieb seines Vaters. Er war offensichtlich ein liebender Sohn. Selbst in seiner qualvollen Todesstunde bestimmte er seinen Jünger und Freund Johannes zum Ersatz-Sohn für Maria (Johannes 19,27).
Andererseits gibt es Worte von ihm, die in unseren Ohren hart klingen. Einmal steht seine Familie vor der Tür und will mit ihm reden. Aber er lässt es nicht zu: “Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden. Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter.“ (Matthäus 12,46-50)
Es fragt sich natürlich, was genau seine Familie mit ihm besprechen und ob sie ihn vielleicht tadeln wollte… Andere Worte, die noch schärfer sind, aber trotzdem niemals das Gebot “Ehre Vater und Mutter” ausser Kraft setzen, machen deutlich: Die Jünger müssen sich dafür entscheiden, was in ihrem Leben Priorität hat. Die Bindung an die Familie oder die Bindung an die “neue Familie”, die Gott stiftet. Heute wird nun also Ruf nach einer “Family” laut, und man erwartet sie von Interessen- und Lebensgemeinschaften aller Art.
Was ist nun aber die christliche Antwort darauf? Ich denke, dass die Frage, wie diese “Familie” strukturiert bzw. gar in einer Kirche institutionalisiert ist, weniger Gewicht hat als die Frage, wie diese “Familie” gelebt wird. Um sich am Vorbild von Jesus und den Jüngern zu orientieren – und mit ein paar Stichworten:
FRAGEN, die auch für Künstler relevant sind:
4 Tipps:
1. Suche dir eine Kirche, in der Du die Qualitäten findest, die oben beschrieben sind
2. Finde eine Künstler-Gemeinschaft, die diesen Qualitäten entspricht
3. Als Musiker: Mach einen Eintrag auf ARTS+, das dir nicht nur virtuelle Verbindungen ermöglicht, sondern auch vielfältige “Family”-Beziehungen, s. ARTS+/Mitgliedschaft
4. Wenn du keine Gemeinschaft findest (in welchem Land du auch bist), so können wir vielleicht helfen. Schreib uns: <email-pii>
Evangelische Freikirche Zug Steinhausen
Communität Don Camillo
Schwäbisch Gmünd