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geb. --.--.----
Amiodaron und Lithium beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Beide Substanzen verlängern das QT-Intervall im EKG, unter Amiodaron sind Fälle von Torsades de pointes beschrieben. In Kombination können additive Effekte auftreten.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich das Risiko für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. In der Literatur sind 2 Fallberichte von plötzlich auftretender Schilddrüsenunterfunktion bei gleichzeitiger Einnahme beider Substanzen publiziert . Unter beiden Arzneistoffen ist Hypothyreose auch in jeweiliger Monotherapie als häufige unerwünschte Wirkung beschrieben.
Empfehlung
Die Kombination der beiden Substanzen ist gemäss Fachinformation kontraindiziert. Falls zwingend erforderlich, sollten EKG und Elektrolytkonzentrationen, insbesondere Kalium und Magnesium, engmaschig kontrolliert werden. Ist das QT-Intervall abnorm verlängert (>500ms) oder kommt es unter der Therapie zu einem drastischen Anstieg (>60ms im Vergleich zur Baseline), sollte eine Therapieumstellung erfolgen. Zu beachten ist auch, dass das Risiko für eine Interaktion aufgrund der langen Halbwertzeit (20 - 100 Tage) von Amiodaron auch nach Absetzen noch fortbestehen kann.
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.