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Patientinnen und Patienten, die unter einem Delir leiden, verhalten sich plötzlich anders als sonst. Sie sind über Stunden oder Tage hinweg verwirrt.
Die Betroffenen spüren meist, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sie sind sich aber nicht bewusst, dass sie sich anders verhalten. Menschen in dieser Situation brauchen Unterstützung und viel Verständnis, um wieder in die Realität zurückzufinden. Einige erinnern sich später an diesen Zustand und schämen sich für ihr Verhalten. Vielfach hilft ihnen dann ein Gespräch mit einer Fachperson aus der Pflege, der Medizin oder der Psychiatrie. Es ermöglicht ihnen, das unangenehme Erlebnis besser als Teil der durchlebten Krankheit zu verstehen.
Ein Delir kann viele unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel schwere Erkrankungen, Operationen, Entzündungen, Stoffwechselstörungen, Stress, Entzug von Alkohol oder Drogen. Es kann auch ausgelöst werden durch Schmerzen, Schlafmangel sowie Nahrungs- oder Flüssigkeitsmangel.
Die Ursachen eines Delirs werden mit Medikamenten und pflegerischen Massnahmen behandelt. Medikamente, die ein Delir auslösen können und nicht zwingend notwendig sind, werden reduziert oder abgesetzt. Gleichzeitig gilt es, störende Faktoren, wie zum Beispiel Lärm, so weit als möglich zu beseitigen.
Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur aktuellen Situation der Patientin oder des Patienten an die zuständige Pflegefachperson, an den Arzt oder an die Ärztin. Teilen Sie ihnen mit, wenn Sie die Patientin oder den Patienten während seines Delirs unterstützen möchten. Die Pflegenden werden Sie gerne bei der Betreuung begleiten. Wichtig für die Pflegefachpersonen sind auch Ihre Beobachtungen während eines Besuchs. Bitte melden Sie dem Personal, wenn Sie entsprechende Veränderungen im Verhalten Ihres Angehörigen bemerken.