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Nachanalyse der PISA-Datensätze 2003 und 2006 in Bezug auf die Leistungen der immigrierten Jugendlichen der zweiten Generation
Projektbeschrieb
Bei den kantonalen Auswertungen zu PISA 2006 wurde festgestellt, dass im Kanton Thurgau die immigrierten Jugendlichen der zweiten Generation in etwa dasselbe Leistungsniveau bei den Naturwissenschaften aufweisen wie die immigrierten Jugendlichen der ersten Generation. Dies ist deshalb verwunderlich, weil in der Regel die Jugendlichen der zweiten Generation (in der Schweiz geboren, aber die Eltern sind zugewandert) höhere Leistungswerte erzielen als die Jugendlichen der ersten Generation (im Ausland geboren).
Im Auftrag des AV des Kantons Thurgau wurden folgende Fragen in einer Nachanalyse bearbeitet:
1. Zeigt sich dieser Befund auch in den anderen Fächern (Lesen und Mathematik)?
2. Ist dieses Phänomen bereits in den PISA-Daten von 2003 zu erkennen?
3. Gibt es allenfalls regionale Unterschiede, insofern, dass der Befund ev. nur bei einigen (wenigen) Schulen des Kantons zu erkennen wäre?
Der Befund aus dem kantonalen Porträt, dass die immigrierten Jugendlichen der ersten und zweiten Generation im Kanton Thurgau kein unterschiedliches Leistungsniveau aufweisen, konnte auch in den beiden anderen Fachbereichen, in der Mathematik und in der Lesekompetenz, nachgewiesen werden. Hingegen zeigte sich dieses Ergebnismuster nur bei der PISA-Erhebung 2006. Bei den Daten aus PISA 2003 weisen die immigrierten Jugendlichen der ersten Generation stärkere Leistungseinbussen auf als jene der zweiten Generation – d.h. der Kanton Thurgau weicht hier nicht von den Ergebnissen der übrigen Schweiz ab. Regionale Unterschiede waren keine auszumachen.