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Aufgrund der Corona-Bestimmungen mussten unsere Projektpartner in Indien die Kinderheime und Schulen teilweise für mehrere Wochen schliessen und die Kinder zu ihren Familien und Angehörigen in die Ferien schicken. Lesen Sie hier einen Brief von Dr. Alex Philip zur aktuellen Situation.
18. März 2020
Brief von Dr. Alex Philip, Arzt und Leiter von NIEA in Bihar, Indien
SOLIDARITÄT UND ERMUTIGUNG
Ich grüsse euch herzlich im Namen unseres Herrn Jesus Christus!
Ich schreibe diese Zeilen im Zusammenhang mit der globalen COVID-19-Pandemie, die Dutzende von Nationen verschlingt und von der bereits Zehntausende von Menschen betroffen sind. Deshalb befinden wir uns in Zeiten der Unsicherheit und des Umbruchs, die in unseren Familien, in der Missionsarbeit und in der Gesellschaft insgesamt Angst und Stress verursachen. Im Dezember 1939 war Grossbritannien bereits seit drei Monaten im Krieg. König Georg VI., der Vater der heutigen Königin Elisabeth II, wollte sich an die Nation und das Commonwealth wenden. Was sagt man einer Nation, die noch immer die Narben des Ersten Weltkriegs hat, in dem mehr als 9 Millionen Soldaten starben und in dem es Verwüstung, Entbehrungen und schreckliches Leid gab? Elisabeth war damals 13 Jahre alt und überreichte ihrem Vater ein kleines Gedicht, von dem sie dachte, es könnte hilfreich sein. Sie hatte Recht, und diese Worte rührten und stärkten die Herzen von Millionen von Menschen in dieser schrecklichen Zeit:
Ich sagte zu dem Mann, der am Tor des Jahres stand: "Gib mir ein Licht, damit ich sicher ins Unbekannte treten kann", und er antwortete: "Geh hinaus in die Dunkelheit und lege deine Hand in die Hand Gottes. Das soll für dich besser sein, als das Licht und sicherer als ein bekannter Weg."
Es gibt für uns keinen sichereren Ort, an dem wir unsere Kraft, unseren Glauben und unsere Zuversicht einbringen können, als in den Herrn, wie in Psalm 46,1-2 geschrieben steht:
Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den grossen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht…
In diesen Tagen ermutige ich Sie, drei Dinge zu tun
- beobachten und beten - möge der Herr Ihren Glauben jeden Tag stärken
- weise handeln - sich der Bedrohung um Sie herum bewusst sein und so weit wie möglich im Haus
bleiben
- warten und suchen - im Wissen, dass die älteren Menschen in unseren Gemeinschaften besondere
Aufmerksamkeit brauchen, suchen Sie nach spezifischen Wegen, um ihnen besonders zu helfen
Beim Verfassen dieser Notiz sehen wir einen Rückgang dieser Epidemie in China und hoffen, dass wir in einigen Wochen eine andere Situation sehen werden. Bis dahin werden jedoch soziale Distanzierung, persönliche Hygiene und der Aufenthalt in den Häusern die Ausbreitung eindämmen.
Im Vertrauen auf Gottes Souveränität und Gnade grüsse ich Sie herzlich!
Dr. Alexander Philip
Executive Director NIEA