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swissuniversities verabschiedete im Februar 2018 die nationale Open-Access-Strategie und den Aktionsplan Open Access mit der Vision, dass 2024 alle durch öffentliche Mittel finanzierten Publikationen frei zugänglich sind. Eine Voraussetzung dafür sind Verträge mit den wissenschaftlichen Verlagen, welche eine offene Publikation der Artikel und Monografien zulassen. In den laufenden Verhandlungen verfolgt swissuniversities das Modell Read&Publish, welches den Lesezugang und die Open-Access-Publikationskosten der Hochschulen beinhaltet.
Bis Ende 2019 lagen swissuniversities keine unterschriftsreifen Read&Publish-Verträge für 2020 vor. Die Beziehungen mit den Verlagen sind ab dem 1.1.2020 wie folgt definiert:
Wiley
Mit Wiley besteht eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) für den Abschluss eines Read&Publish-Vertrags. Die Verhandlungen mit Wiley laufen 2020 weiter. Die heute an der Wiley-Lizenz beteiligten Institutionen haben ein Angebot zur Verlängerung des bestehenden Lizenzvertrags um ein Jahr zu unveränderten Bedingungen erhalten. Mit der Verlängerung betonen beide Parteien die Fortsetzung des konstruktiven Dialogs in Richtung einer vollständigen Umstellung auf Open Access für alle Schweizer Hochschulen. Beide Seiten sind zuversichtlich, die angestrebten Ziele zu erreichen.
Elsevier
Mit Elsevier besteht eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) für den Abschluss eines Read&Publish-Vertrags, der ab Januar 2020 gültig sein wird. swissuniversities unterstützt die vereinbarten Rahmenbedingungen. Der Vertrag wird bis Ende März 2020 zwischen den Parteien fertig ausgehandelt. Die mit Elsevier Anfang 2019 aufgenommenen Verhandlungen verlaufen konstruktiv und produktiv.
Springer Nature
Der bestehende Lizenzvertrag mit Springer Nature wurde 2018 um ein Jahr verlängert. Trotz gegenseitigem Bemühen gelang es 2019 nicht, sich über einen Read&Publish-Vertrag zu verständigen, der den Anforderungen des Mandats von swissuniversities entspricht. Einer kostenneutralen weiteren Verlängerung des Vertrags konnte Springer Nature nicht zustimmen. Die Parteien verliessen den Verhandlungstisch vorerst ohne Ergebnis. Ab Januar 2020 haben die Schweizer Hochschulen bis auf weiteres keine Vereinbarung mit Springer Nature (vertragsloser Zustand).
Fazit und weitere Informationen
Das Verhandlungsergebnis mit den grossen Wissenschaftsverlagen zeigt die Komplexität des Transformationsprozesses zu Open Access auf. Für swissuniversities beweist es, dass das Prinzip von Read&Publish für alle Beteiligten ein gangbarer Weg ist. Die akademische Gemeinschaft verfügt über die Instrumente, welche das Lesen von Artikeln von Verlagen ermöglichen, mit denen kein Lizenzvertrag besteht. Sie wird die Forschenden aktiv unterstützen, damit sie ohne Nachteile weiterhin Zugang zu den Artikeln haben. Erfahrungen im Ausland haben gezeigt, dass die erfolgreiche Publikation von Forschungsresultaten auch in einem vertragslosen Zustand gewährleistet ist.
swissuniversities und die beteiligten Institutionen stellen die Informationen und die Beratung über Open Access sicher. Weitere Informationen über die Verlagsverhandlungen, den Zugang zu Publikationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen finden sich auf der Website.
Kontakt: Josefa Haas, Leiterin Kommunikation
<email-pii>, +41 31 335 07 34