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Was wäre Schaffhausens Stadtbild ohne Munot, mit Züri-Tram statt der damaligen Trolleybusse, Rheinhafen statt Bretterbadi?
Schaffhausen könnte durchaus anders aussehen. Bernhard Ott und Hans Bölsterli veranschaulichen in ihrem 1988 erschienenen Buch anhand vielen Illustrationen, Zeichnungen und Fotomontagen, wie diskutierte, geplante und wieder verworfene Baupläne Schaffhausens Stadtbild geprägt und verändert hätten. Mit Hilfe von längst in Archiven abgelegten Bauplänen, Baueingaben und Akten untersuchen sie, was damals die Architekten, Politiker und die Öffentlichkeit beschäftigte.
Die reizvollen Fragen «was wäre wenn..» auf der einen und «was ist seit 1988 wirklich umgesetzt worden» auf der anderen Seite sind allgegenwärtig.
Auch GF ist als alteingesessene Firma nicht aus Schaffhausen wegzudenken und wird im Buch ebenfalls verschiedentlich thematisiert. So könnte zum Beispiel am Standort des jetzigen GF-Hauptsitzes im Ebnat ein Tramdepot stehen. Das alte Depot bei der Etzwiler-Unterführung war zu klein geworden. Hermann Geiser, damaliger Direktor der städtischen Strassenbahn, schlug dem Stadtrat im Jahr 1911 ein neues Depot auf dem ca. 7'000 Quadratmeter grossen Grundstück der Firma CMC vor. Das bis dahin gut aufgenommene Projekt erhielt jedoch Sand ins Getriebe: Eine vom Grossen Stadtrat eingesetzte Kommission sprach – unter anderem wegen der hohen Baukosten – Bedenken aus. Erst 1987 durften die Schaffhauser Verkehrsbetriebe ein neues Depot auf dem hinteren Ebnat, ca. 500 Meter vom ursprünglich vorgesehenen Standort entfernt, beziehen. GF übernahm 1958 das Grundstück der CMC, das an die bereits bestehenden GF-Liegenschaften der Maschinenfabrik angrenzte, und baute dort 1961 ein Bürogebäude: den heutigen Hauptsitz des GF-Konzerns.
Ein anderes Projekt, das um 1900 diskutiert wurde, war der Bau einer Drahtseilbahn im Munotgraben mit Endstationen unten an der Bachstrasse und oben auf dem Munot. Die Pläne wurden zum Glück wieder verworfen.