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Der Prozess dauerte lange – so lange, dass selbst die Angeklagten ein schnelles Urteil verlangten, weil sie endlich ein Verfahren hinter sich bringen wollten, in dem es für sie kaum eine Chance gab. Nun hat das Gericht im Hamburger Piratenprozess (siehe WOZ Nr. 6/12) sieben der zehn Somalier zu Haft zwischen sechs und sieben Jahren verurteilt. Drei Angeklagte, die 2010 im Indischen Ozean das Containerschiff MS Taipan gekapert hatten, erhielten eine Jugendstrafe von zwei Jahren.
Das Gericht begründete die hohen Strafen mit seiner Einschätzung, dass «keiner zu dieser Tat gezwungen» worden sei. Gegen die Europäische Union, deren Fangflotten die somalischen Gewässer leer fischen, und die Reedereien, die vor der Küste Giftmüll verklappen, wurde nicht ermittelt.