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Bereits vor rund einem Monat äusserte sich Gregor Greber, ein Mitbegründer der Beteiligungsgesellschaft Veraison Capital, gegenüber der Presse im Hinblick auf eine mögliche Kapitalerhöhung. Ein solche sei beim Solarzulieferer notwendig, sonst könnten die Schulden nicht aus der Bilanz bereinigt werden, sagte er in einem Interview.
Das Unternehmen besitze eine chancenreiche Technologie, sei aber von Grossaufträgen abhängig und unterliege daher grosser Ungewissheit, meinte er damals weiter. In dieser Situation dürfte Meyer Burger eigentlich keine Verschuldung haben. Die Kapitalerhöhung müsse genügend gross sein, damit eine Refinanzierung der beiden Obligationen und die Sicherung der Unternehmensführung mit der Erreichung der ambitiösen Ziele gesichert wäre.
Meyer Burger kündigte am Dienstag ein umfassendes Rekapitalisierungsprogramm zur Rückzahlung der im kommenden Frühjahr fälligen Obligationenanleihe und zur Stärkung der Kapitalstruktur an. Mit einer Kapitalerhöhung über 160 Mio CHF soll die Rückzahlung der im Mai 2017 fälligen Obligationenanleihe über 130 Mio sichergestellt werden. Eine ausserordentliche Generalversammlung soll in Kürze einberufen werden. Zudem sollen dabei die Aktionäre der Erhöhung des bestehenden bedingten Kapitals zustimmen, das zur Ausübung von Wandel- und/oder Optionsrechten in Verbindung mit Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen Finanzmarktinstrumenten nötig ist.
Ein weiteres Element zur Stärkung der Kapitalstruktur ist eine Anpassung der Bedingungen der ausstehenden Wandelanleihe 2020. Die Wandelanleihe über 100 Mio CHF wurde im September 2014 mit einem Coupon von 4% pro Jahr ausgestattet. Der Verwaltungsrat schlägt den Wandelanleihegläubigern vor, auf die Put-Option per September 2018 zu verzichten und offeriert im Gegenzug eine höhere Verzinsung sowie einen reduzierten Wandelpreis.
Veraison hatte vergangenen Juli eine Wandelanleihe von Meyer Burger gekauft. Grössere Gläubiger, darunter auch Veraison Capital, hätten ihre Unterstützung in Aussicht gestellt, liess Meyer Burger am Dienstag wissen.
Im vorbörslichen Handel sackten die Meyer Burger-Titel zuletzt um gut 10% ab.
cf/dm
(AWP)