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Die Zähringia Burgdorf wurde am 14. November 1898 als «Musiker-Vereinigung Tarantella» gegründet. Im Laufe der Jahre hielten aber immer mehr studentische Gepflogenheiten bei der Tarantella Einzug. Als offizielle Verbindung des Technikums Burgdorf wurde sie erst 12./13. Juli 1908, als das Kantonale Turnfest in Burgdorf stattfand. Im Rahmen Turnfestes wurde den Verbindungen das öffentliche Tragen der Farben gestattet und ein entsprechendes Gesuch der Tarantella, das auch die offizielle Genehmigung als Verbindung miteinbezog, wurde genehmigt.
Bei der traditionellen Feier, die im Anschluss an die Diplomübergabe am 28. August 1912 stattfand, kam es zu Ausschreitungen und zu Zusammenstössen mit der Polizei. Ca. 20 Techniker wurden festgenommen «die Kleider in Fetzen und die Beine mit Hundebissen übersäht». Dies führte zu einigen Berichten in der Tageszeitung "der Bund"
Am 4. September 1912 erscheint ein weiterer Bericht im «Der Bund» über die «Techniker-Jagd» und ein Redaktor berichtet dabei über das rüpelhafte Benehmen von drei Studenten mit Couleur in einem Zug von Solothurn nach Burgdorf. Sogar ein Mitglied der Regierung soll von der Betrunkenheit der Studenten belästigt worden sein.
Die Direktion des Technikums Burgdorf verfügte daraufhin am 19. Oktober 1912 die Auflösung der Tarantella.
Nach dem Ausschluss der fehlbaren Mitglieder bestand die Tarantella im Untergrund weiter. Trotz der offiziellen Nichtexistenz florierte die Verbindungen und es konnten stehts zwischen 20 – 25 Mitglieder gehalten werden
Bereits an der Generalversammlung 1913 wurde eine Kommission gegründet, die den Auftrag hatte, mit dem Direktorium des Technikums über die Wiedergenehmigung der Tarantella zu verhandeln. Erste Verhandlungen im Sommer-Semester 1915 führte aber noch zu keinem Erfolg.
Im Sommer 1916 kam es zu einer Aussprache der Aktiven der Tarantella mit dem Direktor des Technikums, bei welcher er der Neugründung der Verbindung unter neuem Namen Hand bot. Am 16. August 1916 wurde bei der Direktion des Technikums ein Gesuch um Genehmigung eines neugegründeten Technikervereins «Zähringia» eingereicht. Die mündlichen Verhandlungen wurden weitergeführt und so wurde am 10. Januar 1917 endgültig die Neugründung der Zähringia Burgdorf durch die Direktion und der Aufsichtskommission genehmigt.
Die musikalische Ausrichtung der Verbindung ging während des ersten Weltkriegs gänzlich verloren, weshalb man der neugegründeten Zähringia ein neues Ziel geben musste. Als solche wurden Bildung, Aufklärung in Politik und Militärwesen und die Pflege der Freundschaft und der Geselligkeit in den Statuten festgeschrieben, die am 1. Februar 1917 in Kraft traten.