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Die Ehefrau des früheren Finanzchefs des Versicherers möchte, dass die Umstände nochmals untersucht werden, die zum Selbstmord geführt haben. Und sie will wissen, warum Zurich-Präsident Josef Ackermann tatsächlich zurückgetreten ist.
Die Witwe von Pierre Wauthier, der vor rund sieben Monaten Selbstmord begangen hat, will an der Generalversammlung der Zurich Insurance Group von Mittwoch ihre Zweifel an der offiziellen Version der Umstände, die zum Tod ihres Mannes geführt haben, vor den Aktionären nochmals äussern.
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur «Reuters» sagte Fabienne Wauthier, sie verlange drei Dinge: Dass die Zurich Insurance die Untersuchungen vollständig durchführe, eine Erklärung, warum Ackermann zurückgetreten ist, obwohl ihn offiziell keine Schuld am Tod ihres Ehemannes traf, und warum das Unternehmen die internen Spannungen verschwiegen hat.
Witwe war nicht befragt worden
Die Finma hatte nach dem Selbstmord die Anwaltskanzlei Homburger mit einer Untersuchung beauftragt. Im Bericht hiess es, auf Wauthier sei kein ungebührlicher Druck ausgeübt worden.
Seine Frau zweifelte das Untersuchungsergebnis von Beginn weg an. Sie sei von Homburger nicht mal befragt worden. In einem der Abschiedsbriefe erwähnte Wauthier hingegen, Ackermann habe ein unerträgliches Arbeitsklima geschaffen. Daraufhin trat dieser als Verwaltungsratspräsident zurück, wies aber eine Verantwortung am Selbstmord des Finanzchefs zurück.
Die 55-jährige Witwe will mit ihrer Tochter, ihrer Schwiegermutter und dem Bruder des Verstorbenen an der Generalversammlung teilnehmen. «Wir tun dies nicht aus finanziellen Gründen oder aus Rache», sagte sie. «Wir möchten, dass die Zurich das Richtige tut».