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- Auf der Flucht von Afrika über das Meer nach Europa sind im ersten Halbjahr mehr als doppelt so viele Menschen gestorben wie im ersten Halbjahr 2020.
- Das berichtet die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch.
- Insgesamt waren es von Januar bis Ende Juni mindestens 1146 Menschen.
Nach Angaben der IOM kamen die meisten Migranten bei der Überfahrt über das Mittelmeer ums Leben. Seit Jahresbeginn wurden 896 Todesopfer registriert, die meisten von ihnen auf der zentralen Mittelmeerroute. 250 weitere starben auf der Schiffsroute zu den Kanarischen Inseln.
Zahl der verunglückten Flüchtlinge nimmt zu
Im Vorjahreszeitraum waren 513 Todesopfer verzeichnet worden. 2019 waren es im ersten Halbjahr 674 Menschen, die über den Seeweg nach Europa gelangen wollten. Insgesamt waren es von Januar bis Ende Juni mindestens 1146 Personen. Die Dunkelziffer dürfte laut Uno höher sein, da viele Boote kenterten, ohne dass dies bemerkt wurde.
Europa ist mitverantwortlich
Für die steigende Zahl der Todesopfer sei Europa mitverantwortlich. IOM-Chef António Vitorino rief die Regierungen zu Massnahmen auf, um den Verlust von Menschenleben auf den maritimen Migrationsrouten nach Europa zu reduzieren.
Weiter hätten die europäischen Staaten ihre Rettungs- und Sucheinsätze reduziert und zusätzlich würden private Rettungs-Organisationen behindert. So beklagte die IOM, dass die zivilen Hilfsorganisationen mit erheblichen Hindernissen konfrontiert seien, da die meisten ihrer Schiffe in europäischen Häfen festgesetzt worden seien.