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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er begebe sich für die kommenden sieben Tage in Isolation, teilt das Präsidialamt in Paris mit. Mit seiner Infektion folgt Macron auf andere Staatsoberhäupter und Spitzenpolitiker, die sich in den letzten Monaten ebenfalls infiziert haben. Am schwersten war der Verlauf beim britischen Premierminister Boris Johnson.
Boris Johnson: Der britische Premierminister war der erste schwere Fall eines Staatsoberhaupts, bei dem Covid-19 bestätigt wurde. Er wurde im April auf die Intensivstation verlegt. Dies, nachdem sich seine Symptome dramatisch verschlechtert hatten. Er erhielt Sauerstoff, brauchte aber kein Beatmungsgerät. Später dankte er den Mitarbeitenden des Nationalen Gesundheitsdienstes dafür, dass sie ihm das Leben gerettet hatten.
Jair Bolsonaro: Der brasilianische Präsident verkündete im Juli, an Covid-19 erkrankt zu sein. Er bezeichnete die Krankheit nachher als «kleine Grippe» und nutzte die mediale Aufmerksamkeit, um öffentlich das umstrittene Malaria-Medikament Hydroxychloroquin zu bewerben, das auch Donald Trump als Wundermittel gepriesen hatte. Monatelang hatte Bolsonaro das Coronavirus verharmlost.
Donald Trump: Der US-Präsident gab im Oktober bekannt, dass er und seine Frau, First Lady Melania Trump, positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Mit 74 Jahren ist Trump das älteste Staatsoberhaupt, das sich bisher mit dem Virus infiziert hat. Er wurde für drei Tage ins Spital eingeliefert und beatmet. Nach seiner Rückkehr ins Weisse Haus fuhr Trump ähnlich wie Bolsonaro damit fort, die Gefahr durch das Coronavirus herunterzuspielen.
Alexander Lukaschenko: Ein weiteres Staatsoberhaupt, welches Covid-19 als «Psychose» abtat und empfahl, Wodka zu trinken, um gesund zu bleiben, ist der weissrussische Präsident. Lukaschenko verkündete im Juli, er habe sich ebenfalls infiziert, sei jedoch asymptomatisch.
Juan Orlando Hernández: Der Präsident von Honduras gab im Juni bekannt, dass er und seine Frau positiv auf Covid-19 getestet wurden. Hernández sagte, er habe eine experimentelle «MAIZ»-Behandlung angewandt, die seine Regierung als eine erschwingliche Möglichkeit gegen die Krankheit förderte. Er wurde kurz ins Krankenhaus eingeliefert und im Juli entlassen.
Alejandro Giammattei: Der guatemaltekische Präsident sagte, er sei im September positiv auf das Virus getestet worden. «Meine Symptome sind sehr mild. Bis jetzt habe ich Körperschmerzen, gestern tat es mehr weh als heute – es ist wie eine schlimme Erkältung», sagte der Präsident in einer Fernsehansprache. Er ging in Isolation zu Hause den Amtsgeschäften nach.
Jeanine Áñez: Die bolivianische Interimspräsidentin musste sich im Juli in Isolation begeben, nachdem sie positiv getestet worden war. Sie fühle sich gut und werde die Amtsgeschäfte während zwei Wochen von zu Hause aus führen, sagte sie am 9. Juli in einem Video auf Twitter.
Luis Abinader: Der Präsident der Dominikanischen Republik zog sich während seiner Kampagne wegen einer Covid-19 Infektion zurück – und erholte sich davon. Vor den Wahlen im Juli verbrachte er zwei Wochen in Isolation.
Eshagh Dschahangiri: Im Iran, dem Epizentrum des ersten Coronavirus-Ausbruchs im Nahen Osten, wurden mehrere Spitzenbeamte positiv getestet. Unter ihnen befanden sich Vizepräsident Eshagh Dschahangiri. Auch weitere führende Politiker, etwa in Indien, Israel, Armenien, Russland und Südafrika, hatten sich mit Covid-19 infiziert.