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um 860, 5.1.920, Bischofskirche Konstanz. Neffe von Salomo II., Grossneffe von Salomo I.; sein Bruder Waldo amtierte 883-906 als Bf. von Freising (Bayern). S. besuchte die äussere Schule von St. Gallen, wurde 884 zum Diakon geweiht und von seinem Bruder Waldo, dem Erzkapellan Karls III., in dessen Kapelle aufgenommen. Fortan wirkte S. als Notar oder Kanzler Karls III., als Kapellan Arnulfs sowie als Kanzler Ludwigs IV. und Konrads I. 890 übertrug ihm Arnulf nacheinander den Bischofssitz Konstanz und die Abtei St. Gallen. Im selben Jahr widmete Notker der Stammler dem Abtbischof ein Formel- bzw. Briefbuch. Für sein Kloster erwarb S. Privilegien von Arnulf, Ludwig IV. und Konrad I. sowie von Papst Sergius III. In einigem Abstand zur Abtei gründete er eine dem Hl. Kreuz und dem hl. Magnus geweihte Kirche. An seinem Bischofssitz liess er vermutlich eine Pfalz neu errichten und in seiner Münzstätte Denare prägen. Die Reliquien des Märtyrers Pelagius aus Emona transferierte er von Rom nach Konstanz. Auch verlegte er eine in Salmsach lebende Klerikergemeinschaft an die Kirche St. Stephan in Konstanz. S. war immer mehr in die Rolle eines Vertreters des Reichs in Schwaben hineingewachsen und geriet dementsprechend in die Kämpfe um die Erlangung der schwäb. Herzogswürde.
Literatur
– HS I/2, 252-254
– Germania Sacra NF 42,1, 2003, 88-119
Autorin/Autor: Helmut Maurer