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Das grösste Hindernis, das Millionen von Kindern den Zugang zur Bildung versperrt, ist die Armut ihrer Familien. Mit Kleinprojekten, zumeist in der Landwirtschaft, wird deshalb innerhalb der CO-OPERAID Bildungs-Projekte in Afrika und Asien die Armut bekämpft und ein höheres Einkommen für die Familien angestrebt.
Obwohl die Primarschulgebühren in den meisten Ländern abgeschafft wurden, bleiben die Kosten der Bildung für arme Familien hoch. Sie machen bis einen Drittel des Haushaltsbudgets aus. Schuluniformen, Schulmaterialien und allenfalls der Transport und eine Zwischenverpflegung an der Schule kosten Geld. Zusatz-Ausbildungen, zum Beispiel Berufskurse, können nur gegen Gebühren besucht werden. Je mehr Kinder die Familie hat und je knapper ihr Einkommen ist, umso schwieriger wird es, solche Kosten zu bestreiten.
Zudem wird in vielen Entwicklungsländern von den armen Familien erwartet, dass sie die lokale Schule, die nur einen minimalen staatlichen Beitrag erhält, mitfinanzieren. Geldsammlungen, Zusatzgebühren (bei Prüfungen etc.), Beiträge in Naturalien, Leistungen wie Unterkunft für Lehrer/innen oder Arbeitsleistungen, z.B. für den Unterhalt der Gebäude, werden eingefordert.
Um die Bildung nachhaltig zu fördern, muss daher gleichzeitig die Armut bekämpft werden. CO-OPERAID ermöglicht den bedürftigsten Familien in den Schulgemeinden Kleinprojekte, die Einkommen generieren (Einkommensprojekte). Die Partnerorganisationen suchen mit diesen Familien Möglichkeiten, um ein alternatives Einkommen zu erzielen oder eine bestehende Einkommensquelle auszubauen. In der Regel kann mit 100 bis 200 Franken ein landwirtschaftliches Kleinprojekt gestartet werden, etwa in der Tierzucht (Hühner, Ziegen, Schweine, Kühe etc.), im Fischfang oder im Anbau von Pflanzen.
Die Gemeindearbeiter/innen begleiten die Projekte und vermitteln den Begünstigten zusätzliches Wissen, zum Beispiel betreffend der Behandlung von Krankheiten von Tieren und Pflanzen, Tierhaltung und Anbaumethoden. Aber auch Geschäftskenntnisse werden vermittelt. Nach Möglichkeit werden Spargruppen gebildet, die auch Buchführung erlernen und gemeinsame Sparkonti eröffnen, damit später weitere Investitionen möglich werden und die Kleinprojekte wachsen können.
Der Weg aus der Armut ist für diese bäuerlichen Familien lang und beschwerlich. Mit einem kleinen Projekt gelingt aber oftmals ein Anfang. Denn jede Erhöhung des Einkommens, auch in geringem Umfang, ist für diese Familien spürbar und gibt ihnen neue Kraft, Hoffnung und zusätzliche Möglichkeiten.