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Hierzu spannend war die Diskussion auf der Museumcomputergroupe.
Erwähnt wird hier insbesondere eine aktuelle Studie zu Web 2.0 Aktivitäten im Non-Profit-Bereich (Benchmark-Report für NGOs). Sie zeigt zum Teil detaillierte Zusammenhänge auf zwischen Aktivitäten im sozialen Web und dem Zustandekommen von Sponsoring-Partnerschaften oder Fundraising-Geldern.
Der Ertrag von Aktivitäten in sozialen Netzwerken (in Form von Fundraising-Geldern) ist stark von der Intensität der Netzwerk-Aktivitäten abhängig. In Zahlen heisst das: Obwohl für Fundraising vermehrt Facebook und Twitter genutzt wird, wurden in den letzten 12 Monaten in über 3/4 der Fälle nicht mehr als 1000$ generiert. Nur einzelne (ca. 2%) sehr aktive Organisationen konnten so mehr als 10’000$ erwirtschaften. Wieder einmal wird man fragen müssen, ob es sinnvoll ist, direkte Spendengelder-Erträge (oder wie im Fall der Museen die Anzahl realer Besucher) als einzigen Nutzen der Web-Aktivitäten zu definieren. Diese Sicht auf die Dinge mag auch dadurch geprägt sein dass die Autoren der Studieim Bereich Netzwerk-Dienstleistungen für NGO tätig sind und sie ihre Leistungen gegenüber den NGO in irgendeiner Weise als wirtschaftlich bezeichnet haben möchten.
Und jene die erfolgreiche waren mit dem Fundraising in sozialen Netzwerken? Wie hatten die das bewerkstelligt? Die Studie nennt zwei zentrale Faktoren. Erstens das Engagement (sprich Anzahl Freunde auf Facebook) und zweitens die Zeit (sprich Stellenprozente). Die erfolgreichen Projekten hatten eine überdurchschnittlich grosse Anzahl Freunde auf Facebook. Gleichzeitig hatte die Mehrheit der erfolgreichen Internet-Fundraiser zwischen einer 25 und 50% Stellenprozent in soziale Netzwerke investiert. Die grösse der NGO selber, so die Studie, ist dagegen weniger entscheidend für den Erfolg von Fundraising-Strategien in sozialen Netzwerken.
Lohnt sich jetzt der Einsatz in den Netzwerken oder nicht? Abschliessend sind die direkten Zusammenhänge zwischen z.B. Facebook-Aktivitäten und möglichem Nutzen auch hier nicht geklärt. Auch für NGO fehlen Berrechnungsgrundlage für eine exakte Errechnung des Return of Investements. Im Bereich qualitativer oder weicher Nutzen identifizieren die Autoren zumindest einen Zusammenhang zwischen Engagement in den Netzwerken und dem Wert dieser Netzwerke. Unternehmen mit viel Netzwerk-Aktivitäten und entsprechendem Aufwand hatten diese mehrheitlich als sehr wertvoll (höchste Bewertung) bezeichnet.