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Madrāzo,
span. Malerfamilie, deren Stammvater Don José y Agudo M. (geb. 1781, gest. 1859) war. Der als Maler bedeutendste seiner Söhne ist Don Federico M., geb. zu Rom, empfing gründlichen Unterricht von seinem Vater und später in Paris von Winterhalter. In seiner korrekten Zeichnung und meisterhaften Ausführung ist er einer der namhaftesten spanischen Maler. Unter seinen historischen Bildern werden als die besten genannt: Gottfried von Bouillon zum König von Jerusalem ausgerufen (1839, im historischen Museum zu Versailles), Marie Christine als Nonne am Bett Ferdinands VII. (1843), die Frauen am Grab Christi und zahlreiche Porträte der spanischen Aristokratie. In den letzten Jahren malte er auch mehrere glänzende Genrebilder. Mit seinem Schwager Don Eugenio de Ochoa gründete er 1835 das Kunstblatt «El artista». Auf den Ausstellungen erhielt er zahlreiche Medaillen, wurde Hofmaler und Professor an der Akademie zu Madrid, 1846 Ritter, 1860 Offizier u. 1878 Kommandeur der Ehrenlegion. - Ein zweiter Sohn Don Josés ist Don Juan M., Professor der Architektur in Madrid; ein dritter, Luis M., Schüler seines Vaters, erhielt 1848 den großen römischen Preis, ist als Historienmaler besonders bekannt durch sein Bild: Beisetzung der heil. Cäcilie in den Katakomben Roms. - Einer der Söhne Don Federicos ist Don Raimundo M., geb. zu Rom, Schüler seines Vaters, malt Genrebilder aus dem spanischen Volksleben und Porträte;
durch beides reich vertreten auf der internationalen Ausstellung von 1878, z. B.: das Ende eines Maskenballs (infolgedessen er Ritter der Ehrenlegion ward).
Ein zweiter Sohn Don Federicos, Don Ricardo M., ebenfalls Schüler seines Vaters, hat sich durch hübsche Aquarelle einen Namen gemacht.