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Am Montag hat die OECD ihre Bildungsstudie in Paris veröffentlicht. Die Untersuchung zeigt, wie stark Länder in die Bildung investieren. Dabei geht sie von der Annahme aus, je mehr Abiturienten und Hochschulabsolventen es in einem Land gibt, desto erfolgreicher ist es.
Unter den 29 untersuchten Ländern befindet sich Brasilien auf Rang 23, wobei durchschnittlich 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von den Rousseff-Vorgängerregierungen in Bildung investiert wurden. Im Untersuchungszeitraum zwischen 2000 und 2009 ist der stärkste Anstieg an Investitionen auszumachen.
Langsam aber sicher nähert sich Brasilien an die Mitglieder der G20 (Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer) an. Jedoch warnen die Autoren der Studie vor den momentanen sehr niedrigen Ausgaben für die Bildung, in Bezug auf das BIP. Brasilien gibt rund 5,55 Prozent seiner Einnahmen für die Bildungsbereiche aus, die anderen Länder der Studie investieren 6,23 Prozent ihres BIP. Ganz oben auf der Liste stehen Österreich, Finnland, Irland und Schweden. Trotz der internationalen Wirtschaftskrise wurden die Investitionen in die Bildung wohl nicht vermindert.
Die Studie zeigt, dass die Ausgaben in Bildungsbereiche in Brasilien insgesamt angestiegen sind: Gab man vor 12 Jahren noch 10,5 Prozent der öffentlichen Mittel aus, waren es 2009 bereits 16,8 Prozent. Im Untersuchungszeitraum (2000-2009) sanken allerdings die finanziellen Zuwendungen des Staates an die Hochschulbildung um zwei Prozent. Dennoch immatrikulierten sich zwischen 2005 und 2009 67 Prozent mehr Studenten an den brasilianischen Universitäten. Auch bei der Einschulung von Kindern verzeichnet die Studie einen rasanten Anstieg. 83 Prozent der unter Sechsjährigen besuchten 2005 eine Schule, dieser Wert ist nochmals um neun Punkte auf 92 Prozent angestiegen.
Auch der neue Präsident des brasilianischen Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada, kurz: IPEA), Marcelo Neri, sieht die Bildung als eine der wichtigsten Sektoren in Brasilien: “Dieser Bereich hat den stärksten Einfluss auf andere Sektoren.“ Die Studie bestätigt derweil auch, dass größere Investitionen in die Bildung auch mehr Beschäftigungsmöglichkeiten und somit weniger Arbeitslose mit sich bringen würden.
Fabian Biastoch für BrasilienPortal
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