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Marcia Hafif
15.09. - 12.11.2017
Marcia Hafif (*1929, USA, lebt in New York und Kalifornien) ist eine der grossen VorreiterInnen, die in den 1970er Jahren die Vorstellungen von der Praktik des Malens und des Kunstverständnisses an sich um grundlegend neue Perspektiven erweitert haben. Seit den 1980er Jahren werden Begriffe wie "radikal" verwendet, um Hafifs Arbeit mit monochromer Malerei zu beschreiben. Die Zeichnungen auf Papier - vertikale, flächendeckende Bleistiftstriche - nahmen im Jahr 1972 ihren Anfang und führten zum vertikalen Strich in Farbe. Das Arbeiten in beiden Medien setzt sich noch immer fort und passt in das, was sie als The Inventory bezeichnet. Jede Serie in The Inventory entwickelt ein Medium - unter Verwendung traditioneller Methoden und Materialien für die Herstellung von Farbe und die Vorbereitung des Untergrunds. Die einzelnen Arbeiten der Serie sind mal grösser, mal kleiner, und entstehen normalerweise durch vertikale Pinselstriche, mit denen der Effekt von ungemischter Farbe auf geeigneten Malgründen ausgelotet wird. Das Kunsthaus Baselland zeigt u.a. Werke aus diesen Serien, die vielleicht ihre radikalsten sind: die Black Paintings (1979/80), in denen sie durch das Überlagern von Ultramarinblau und Umbrabraun zu Schwarz gelangte. In Verbindung mit der zeitgleichen Werkschau im Kunstmuseum St. Gallen ist dies Marcia Hafifs bis dato umfangreichste Präsentation in der Schweiz und die lang erwartete Ausstellung einer aussergewöhnlichen Künstlerin.
Die Ausstellung von Marcia Hafif entsteht in Kooperation mit dem Kunstmuseum St. Gallen