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Dopingliste 2014
Die neue Dopingliste tritt auf den 1. Januar 2014 in Kraft. Wir beschreiben nachfolgend die wenigen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Ebenso sind die Dopingliste 2014 und weitere Dokumente hier angefügt.
Dokumente zum Download:
- Dopingliste 2014 (inkl. Überwachungsprogramm 2014)
- Liste der erlaubten Medikamente bei banalen Erkrankungen 2014
- Liste der erlaubten Wirkstoffe 2014 - für Ärztinnen und Ärzte, Pharmazeutinnen und Pharmazeuten
- Gesamtübersicht Meldepflichten und Regelungen zu Ausnahmebewilligungen zu therapeutischen Zwecken (ATZ) in Abhängigkeit zu einer Poolzugehörigkeit
Folgende Änderungen gelten für die Dopingliste 2014:
Anabolika (S1):
Die Definitionen von „endogenen“ und „exogenen“ Substanzen wurden leicht geändert. Bei einigen Anabolika wurde die Nomenklatur gemäss den Regeln der International Non-Proprietary Names (INN) geändert. Substanziell wurden aber keine Änderungen durchgeführt, es wurden weder Substanzen gelöscht noch zugeführt.
Peptidhormone, Wachstumsfaktoren und verwandte Wirkstoffe (S2):
Durch Umformulierungen wurde klargestellt, dass auch Releasing-Faktoren verboten sind. Substanziell wurden aber keine Änderungen durchgeführt, es wurden weder Substanzen gelöscht noch zugeführt.
Diuretika und andere maskierende Wirkstoffe (S5):
Vasopressin Antagonisten Vaptane (z.B. Tolvaptan) wurden als Beispiel für diese Verbotsklasse aufgenommen. Sonst gab es keine Änderungen.
Stimulanzien (S6):
Einige Stimulanzien, die zu Amphetamin oder Methamphetamin metabolisiert werden, wurden von den Nicht-spezifischen Stimulanzien in die spezifischen Stimulanzien re-klassifiziert. Dies betrifft z.B. Dimethylamphetamin oder Etilamphetamin. Dies, weil auf Grund der verbesserten Analysentechniken die verwendete Substanz wie auch die dazugehörigen Metaboliten sicherer nachgewiesen werden können. Ebenfalls wurden die Designerdrogen MDMA und MDA von den Nicht-spezifischen Stimulanzien in die spezifischen Stimulanzien re-klassifiziert, weil diese Drogen eher ausserhalb des Sports und nicht als Dopingsubstanzen verwendet werden. Cathinon und seine Analoge (z.B. Mephedron, Methedron, α-Pyrrolidinovalerophenon) sowie Trimetazidin wurden neu als Beispiele spezifischer Stimulanzien aufgenommen.
Glukokortikoide (S9):
Es wurden keine Änderungen bei der Anwendung von Glukokortikoiden vorgenommen. Wie bisher sind Glukokortikoide bei oraler, intravenöser, intramuskulärer oder rektaler Anwendung verboten. Für diese Anwendungsformen wird eine ATZ verlangt. Alle anderen Anwendungsarten sind ohne Einschränkung erlaubt.
Manipulation von Blut oder Blutbestandteilen (M1):
Zur Klärung wurde der Term allogenes Blut (für homologes Blut) eingeführt. Sonst gab es keine Änderungen.
Chemische und physikalische Manipulation (M2):
Wie bereits in Dopinglisten vorheriger Jahre sind Infusionen respektive Injektionen verbotenen, wenn mehr als 50 ml pro Periode von 6 Stunden verabreicht werden, ausser denjenigen, die berechtigterweise im Rahmen einer Hospitalisierung oder während klinischen Abklärungen verabreicht wurden.
In gewissen Sportarten verbotene Wirkstoffe (P1 und P2):
Die in gewissen Sportarten verbotenen Substanzklassen Alkohol (P1) und Beta-Blocker (P2) wurden insofern modifiziert, als verschiedene Sportarten mit ihren neuen Namen (z.B. anstelle von „FITA“ nun „WA“ für den Welt-Bogenschützen-Verband) aufgeführt werden.