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|Datum:||19. November 2019|
|Zeit:||18.15 Uhr bis 21.00 Uhr|
|Ort:||Universität Luzern, Hörsaal 3.B55|
DER VORTRAG FAELLT LEIDER AUS.
In diesem Vortrag diskutiere ich zentrale Fundamentalkritiken an der Theorie rationalen Entscheidens in den Wirtschaftswissenschaften. Ich zeige, dass konzeptionell und methodologisch verschiedene Ausprägungen der Theorie rationalen Handelns angewandt werden, die sich historisch auf unterschiedliche intellektuelle Denktraditionen zurückführen lassen. Ich argumentiere, dass der wissenschaftliche Nutzen dieser verschiedenen Ausprägungen der Theorie vom Kontext ihrer jeweiligen Verwendung abhängt. Um den Nutzen der Theorie rationalen Entscheidens für die Wirtschaftswissenschaften zu diskutieren, schlage ich daher eine «lokale» Form der Kritik vor, die eine differenzierte Beurteilung einer Theorie hinsichtlich ihrer verschiedenen Verwendungskontexte ermöglicht. Bestimmt man die Bedingungen, unter denen die Theorie rationalen Entscheidens von Nutzen sein kann, so hat dies Implikationen für eine Evaluation neuerer Forschungsprogramme, wie beispielsweise der Verhaltensökonomik, deren Ziel es ist, Theorien rationalen Entscheidens durch empirisch adäquatere Theorien zu ersetzen und damit die Erklärungs- und Voraussagekraft von wirtschaftswissenschaftlichen Theorien zu verbessern.