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Afrika-Bericht 2014
Im vergangenen Jahr wurde der Wiederaufbau und die Einrichtung von Seppels Haus in Bombouaka vollendet, wovon wir uns anlässlich unseres Togo-Besuchs Ende Jahr überzeugen konnten. Es ist unserer Meinung nach ein sehr gelungenes Projekt, welches nicht nur als Versammlungsort und Unterkunft, sondern auch als Symbol unserer Präsenz in Bombouaka dienen wird.
Der geplante Besuch unserer Projektpartner im Herbst kam zwar nicht zustande, aber die intensiven Vorbereitungen dazu haben trotzdem zu positiven Ergebnissen geführt. So wurden im September zwei Veranstaltungen in Zürich und in Ramsen durchgeführt, wo sich die Gelegenheit bot, Informationen über die Afrika-Aktivitäten der Stiftung in die Öffentlichkeit zu tragen.
Eine neue Idee, welche aus den Diskussionen im leitenden Ausschuss hervorgegangen ist, wurde im vergangenen Jahr erstmals realisiert: die Stiftung half 31 Mittelschülern aus Bombouaka mit gutem Matura-Abschluss, ein Hochschulstudium aufzunehmen. Die Auswertung dieses Projekts wird uns Anhaltspunkte über weitere mögliche und effiziente Formen der direkten Schülerförderung liefern.
Projekte 2014
- Renovation Seppel - Haus
Nach dem Wiederaufbau des Wohngebäudes wurde noch der Versammlungsraum renoviert. Aus den verbleibenden Mitteln mussten nochmals ca. 1‘000.- CHF in die Fertigstellung der Renovation gesteckt werden, womit sich die Gesamtkosten nun auf ca. 15‘000.- CHF belaufen dürften. Angesichts des hervorragenden Resultats erscheint uns dies völlig angemessen.
Das Haus dient dem Komitee, der Mission und der Dorfgemeinschaft für Versammlungen und für die Unterkunft von Gästen. Als Erste haben bereits vor uns die Mitglieder der staatlichen Prüfungskommission während der Lehrabschlüsse dort übernachtet.
- Projekte Lotti und Fritz:
Die zwei Mädchen Jocelyne und Nadesh aus Bombouaka, die eine Ausbildung in Ouagadougou bei Bea Petri machen können, haben das erste Jahr als Erst- und Zweitbeste ihres Fachs beendet. Sie sind sehr motiviert und haben sich an der Schule gut eingelebt.
Aus Gründen, auf die wir keinen Einfluss hatten, konnte der Versuch mit der Anpflanzung von Moringa-Bäumen leider nicht gestartet werden und wird auf später verschoben.
Die Förderung der Berufsausbildung in Bombouaka ist ein langfristiges Projekt, das uns allen sehr am Herzen liegt. Darüber werden wir, zusammen mit Fritz und Lotti, mit unseren Gästen während ihres Besuchs im Sommer intensive Gespräche führen und an eine Realisierung möglichst bereits im laufenden Jahr hinarbeiten. Fritz, Lotti und Andrea haben dazu bereits sehr konkrete Ideen vorgelegt.
- Informatik-Projekt (500.-):
Der Informatikraum in Bombouaka wurde zu Beginn des vergangenen Jahres fertig eingerichtet und funktioniert weitgehend selbsttragend. Wir mussten lediglich für den Ersatz von 3 Bildschirmen und die Anschaffung einiger Stühle einspringen. Der Lohn des angestellten Informatikers und die Stromrechnung können aus den Einnahmen beglichen werden (Kursgelder für private Kurse, Kopien, private PC-Nutzung usw.).
Wann ein Internetanschluss in Bombouaka möglich sein wird, ist leider noch nicht abzusehen.
- Schüler-Hilfsfonds:
auch 2014 ging ein Beitrag von ca. 4‘000.- CHF an den Schüler-Hilfsfonds des Caritas-Werks OCDI. In Bombouaka haben die beteiligten Schüler einige, während der Regenzeit beschädigte Abschnitte der Dorfstrassen repariert und dabei geholfen, die Bäume der Aufforstungsaktion von 2011 auszuästen. In insgesamt 22 weiteren Pfarreien der Diözese haben über 500 Schüler/innen in ähnlichen Projekten mitgemacht, wozu den meisten Pfarreien jeweils 80‘000 CFA ausgehändigt wurden (ca. 150.- CHF).
- Direktförderung MittelschülerInnen (1‘300.-):
31 Mittelschul-AbsolventInnen erhielten einmalig eine Summe von je 30.-CHF für den Eintritt in eine Hochschule.
Die Rückmeldungen aus dem Dorf und von den Studierenden selbst möchten wir als Hinweise für ev. weitere Projekte in diesem Bereich (Stichwort „Ausbildungspatenschaft“) nutzen.
- Hilfe an die Primarschule von Bombouaka (2‘900.-)
Die freiwilligen Lehrer von Bombouaka erhielten vom CGSF in diesem Jahr einmalig eine Aufstockung ihres Gehalts auf das togolesische Existenzminimum von ca. 40.- /Monat. Im Gegenzug boten sie zweimal in der Woche Stützkurse für schwächere Schüler an.
Wir möchten diese Art Hilfe nicht weiterführen. Wir werden aber mit den Verantwortlichen darüber diskutieren und deren Antworten und Meinungen einholen.
- Projekt Besuchsreise (3‘500.-):
Da die vorgesehene Besuchsreise der Delegation aus Bombouaka im Herbst 2014 nicht stattfinden konnte, blieben die Flugtickets vorläufig ungenutzt. Anlässlich unseres Besuchs in Togo konnten wir sie jedoch reaktivieren.
Da eine Rückerstattung nicht möglich ist, möchten wir die Gäste im Sommer 2015 im privaten Rahmen einladen und empfangen. Wir bitten die Stiftung um Erlaubnis für die entsprechende „Umnutzung“ der Projektsumme von 3‘500.-CHF aus dem letztjährigen Budget.
- Weihnachtsgeschenke:
An Weihnachten wurden kleine Geschenke an eine Anzahl Personen aus Seppels Freundeskreis ausgegeben. Einigen von ihnen wurde darüber hinaus bei der Anschaffung dringender Medikamente geholfen.
Ausblick 2015
Vom Besuch im letzten Winter brachten wir einen konkreten Projektvorschlag mit. Eine Gruppe von 14 alleinerziehenden Frauen verdient den Lebensunterhalt mit der Herstellung von „Soja-Käse“ (Tofu), welchen sie auf dem Markt und am Strassenrand verkaufen. Eine eigene Getreidemühle (ca. 1‘000.-.CHF) würde sie unabhängig machen und ein zusätzliches Einkommen bringen. Daneben möchten wir unsere Unterstützung für den Schüler-Hilfsfonds mit 4‘000.- .weiterführen.
Weitere Projekte möchten wir vor dem Entscheid mit den Besuchern im kommenden Juli besprechen.