Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03216.jsonl.gz/2148

Wenn die Lymphe wegen unterbrochener oder untüchtiger Lymphgefässe oder Lymphknoten nicht mehr abtransportiert werden kann, entsteht ein Lymphödem.
Beim primären Lymphödem handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung von Lymphgefässen und/oder Lymphknoten, welche zu einer Störung des Lymphtransportes führt.
Ein sekundäres Lymphödem ist die Folge von beschädigten Lymphgefässen und/oder entfernten Lymphknoten.
Beide gemeinsam haben aber, dass die Lymphe nur noch ungenügend abtransportiert werden kann und eine Schwellung entsteht. Infolge der Ansammlung v.a. von Eiweissen im Gewebe kommt es mit der Zeit zu Umbauprozessen: Bindegewebe vermehrt sich und kann sich verhärten. Ebenfalls sind in einem Lymphstaugebiet die Abwehrmechanismen gegen Bakterien geschwächt, was die Gefahr für eine Hautinfektion (Erysipel/Wundrose) steigert.
Ein sekundäres Lymphödem kann auch als Lipo-Lymphödem, als Phlebo-Lymphödem, als Lipo-Phlebo-Lymphödem (Mischformen) oder als ArtifiziellesLymphödem auftreten.
Die 4 Stadien des Lymphödems
Schädigung des Lymphsystems liegt vor und ist bekannt.
(Noch) kein Ödem sichtbar (Quelle: Juzo Aichach)
Weiche Schwellung
Ödem bildet sich durch Hochlagern zurück
Fingerdruck hinterlässt eine sichtbare Delle (Quelle: Juzo Aichach)
Verhärtetes Bindegewebe
Ödem bildet sich durch Hochlagern nicht mehr zurück
Ein Eindrücken mit dem Finger ist kaum mehr möglich (Quelle: Juzo Aichach)
Umfang des betroffenen Körperteils ist extrem vermehrt
Verhärtete Haut mit Hautveränderungen
Starke Einschränkung der Beweglichkeit (Quelle: Juzo Aichach)