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Das Wichtigste in Kürze
- US-Präsident Donald Trump hat den Banker Anthony Scaramuccci zum neuen Kommunikationschef des Weissen Hauses ernannt.
- Der 53-jährige Harvard-Absolvent ist kein unbeschriebenes Blatt – auch wenn er keine Erfahrungen in der Politik oder in der Kommunikation mitbringt.
Schon lange war Anthony Scaramucci im Politzirkus hinter den Kulissen aktiv: Der 53-Jährige hatte im Vorwahlkampf zunächst die republikanischen Bewerber Scott Walker und dann Jeb Bush unterstützt. 2015 nannte er Trump in einer TV-Sendung unter anderem einen «politischen Nichtsnutz», jetzt nennt er ihn einen «wunderbaren Menschen».
Bevor der telegene Harvard-Absolvent seinen Posten erhielt, war er bereits einer der eloquentesten Fürsprecher von Donald Trump in diversen Fernsehsendungen. Der Präsident soll «the Mooch», wie Scaramucci in Manhattan genannt wird, sehr mögen.
Trump findet, er sei ihm in vielen Punkten ähnlich – von seinem exaltierten New Yorker Stil bis hin zu seinen Erfolgen als Geschäftsmann. Da spielt weniger eine Rolle, dass Scaramucci keine Vorerfahrung in der Politik und in der Kommunikation hat.
Scaramucci kam als Sohn eines italienischen Immigranten zur Welt, der im Sand-Tagebau arbeitete. Er selber war früher unter anderem bei Goldman Sachs tätig. Der Bank entstammen zahlreiche führende Figuren in Trumps Administration, etwa Wirtschaftsberater Gary Cohn und Finanzminister Steven Mnuchin.
2005 hob er eine eigene Investment-Firma aus der Taufe, die Sky Bridge Capital. Er verkaufte sie Anfang dieses Jahres. Er hatte auch eine eigene Fernsehshow, «Wall Street Week», und ist inzwischen ein wohlhabender ehemaliger Financier.
Alle alten Tweets gelöscht
|Scaramucci hat alte Tweets von seinem Account gelöscht. Das teilte er via Twitter mit. Er strebe durch diese Bekanntgabe volle Offenlegung an. «Frühere Ansichten haben sich entwickelt und sollten keine Ablenkung sein. Ich diene der Agenda von #POTUS (President of the United States) und das ist alles, worauf es ankommt», schrieb er. Unter den gelöschten Tweets war Medienberichten zufolge einer, in dem er Unterstützung für Hillary Clinton ausdrückte, die einstige demokratische Rivalin von Trump im Kampf um das Präsidentenamt 2016. In einem anderen kritisierte er den von Trump geplanten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko.|