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Das Privatleben des CVP-Sicherheitsdirektors dominierte den Wahlsonntag in Zug. Villiger geriet wenige Tage vor den Wahlen in die Schlagzeilen, weil er einer Frau ein Auto auslieh, obwohl diese keinen Fahrausweis hatte. Diese Frau war seine frühere Geliebte, mit der er eine Tochter hat, wie er gegenüber dem "SonntagsBlick" zugab.
Die Zugerinnen und Zuger unterstützten ihn trotzdem - oder hatten schon zu einem früheren Zeitpunkt brieflich gewählt. Villiger holte 18'440 Stimmen und schaffte es damit auf den guten dritten Platz. Ob er die Wahl annimmt, ist allerdings noch offen. Er will einige Tage Bedenkzeit und erst dann über seine Zukunft entscheiden.
Linke fliegen aus der Regierung
Neben dem Thema Villiger rückte der Rechtsrutsch im Regierungsrat beinahe in den Hintergrund: Der Kanton Zug wird in den kommenden vier Jahren rein bürgerlich regiert. Die Linke fliegt raus.
Die CVP holte mit Silvia Thalmann-Gut einen dritten Sitz und verdrängte die Alternativen - die Grünen (ALG), die bisher mit Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard vertreten war. Diese entschied sich, nicht mehr anzutreten. ALG-Kandidat Andreas Hürlimann schaffte es jedoch nur auf den zweitletzten Platz.
Weil auch die SP mit ihrer Kandidatin Barbara Gysel keinen Sitz holte, besteht die Zuger Regierung nun aus 3 CVP, 2 FDP und 2 SVP. Eine Frau ist mit Silvia Thalmann-Gut weiterhin vertreten.
CVP stellt einzige Frau
Das beste Resultat erzielte CVP-Gesundheitsdirektor Martin Pfister (21'679 Stimmen), gefolgt von SVP-Finanzdirektor Heinz Tännler (19'042 Stimmen). Auf dem dritten Platz wie erwähnt Beat Villiger, gefolgt von SVP-Bildungsdirektor Stephan Schleiss (18'236 Stimmen).
Auf dem fünften Platz landete die einzige Frau, Silvia Thalmann-Gut, mit 16'405 Stimmen. Die beiden letzten Plätze belegten die FDP-Kandidaten Andreas Hostettler (15'148 Stimmen) und Florian Weber, der 15'087 Stimmen holte.
Sie schafften es somit, die frei gewordenen FDP-Sitze von Matthias Michel und Urs Hürlimann zu verteidigen.