Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03114.jsonl.gz/2300

Historisch: Hubertus von Lüttich lebte um 700 pCn in den heutigen Ländern Frankreich und Belgien, zuletzt als Bischof von Lüttich (Liège). Die Zeit vor seiner Priesterweihe lebte er als Einsiedler in den Wäldern der Ardennen.
Legende: Auf der Jagd begegnete ihm ein Hirsch mit dem Kreuz zwischen den Hörnern: eine Gotteserfahrung.
Seine Geschichte ähnelt stark derjenigen des heiligen Eustachius aus dem 2.Jhdt. pCn.
St. Hubert ist gebietsweise ein sehr populärer Heiliger und wird oft zu den Nothelfern gezählt. Er wird als Schutzpatron der Jäger, der Schützen und der Büchsenmacher, der Kürschner und der Metzger u.a. verehrt.
Es liegt nahe, ihn als Integrationsfigur vorschristlicher Hirschgottheiten zu betrachten. Auf vielen Bildern ist der ihm erscheinende Hirsch zudem weiss, was seine Symbolik noch verstärkt
Ich bin St. Hubert zum ersten Mal bewusst wahrnehmend in der Kapelle von Cassina (Meride, CH) begegnet.
Das Bild in der Kapelle erinnerte mich spontan an das Märchen vom Hirsch mit dem 12zackigen Geweih aus Sibirien, das noch ganz in den Bildern der schamanistischen Religion verwurzelt ist.