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Das Wichtigste in Kürze
- In Australien hält die Hitzewelle schon seit Dezember an.
- Normalerweise sind während einer La Niña-Wetterperiode kühlere Temperaturen zu erwarten.
- Es ist das erste Mal, dass das Riff in so einer Periode von einer Bleiche betroffen war.
Die andauernde Hitzewelle in Australien hat einem Regierungsbericht zufolge mehr als 90 Prozent der Korallen im Great Barrier Reef geschädigt. «Der Klimawandel schreitet voran, und das Riff bekommt die Folgen bereits zu spüren», hiess es in dem Bericht vom Dienstag. Von den 719 untersuchten Riffen wiesen dem Bericht zufolge 91 Prozent einen gewissen Grad an Korallenbleiche auf.
Great Barrier Reef leidet unter Korallenbleiche
Die Hitzewelle hält schon seit Dezember an. Es ist das erste Mal, dass das Riff während einer La Niña-Wetterperiode von einer Bleiche betroffen war. Denn in dieser Zeitspanne sind normalerweise kühlere Temperaturen zu erwarten.
Obwohl gebleichte Korallen noch am Leben sind, weisen «stark gebleichte Korallen eine höhere Sterblichkeitsrate auf», hiess es in dem Bericht. Die Korallenbleiche ist ein Phänomen, das auftritt, wenn die Korallen gestresst sind und die in ihnen lebenden bunten Algen abstossen.
Aufruf an Politiker, mehr für den Klimaschutz zu tun
Umweltschützer riefen die Politiker vor der Parlamentswahl in zehn Tagen auf, mehr für den Klimaschutz zu tun. «Auch wenn die Bleiche immer häufiger auftritt, ist das nicht normal, und wir sollten uns nicht damit abfinden.» Diese Worte sagte Lissa Schindler von der Australian Marine Conservation Society. «Beide grossen politischen Parteien müssen sich der Tatsache stellen, dass ihre Klimaziele für das Korallenriff nicht ausreichen.»
Kommenden Monat wird das Welterbekomitee der Unesco entscheiden, ob das Great Barrier Reef als «gefährdet» eingestuft werden soll. Australien hatte 2015 eine drohende Herabstufung des Welterbes abwenden können. Die Regierung stellte einen langfristigen Aktionsplan auf und investierte Milliarden in Schutzmassnahmen.