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DMZ – UMWELT ¦ Patricia Jungo ¦
Im September erreicht die Hurrikan-Saison ihren Höhepunkt und im Atlantik kommt es regelmässig zu Wirbelstürmen. Damit ein Hurrikan entstehen kann, braucht es ein tropisches Tiefdruckgebiet sowie erwärmtes Meerwasser. Über den Bahamas ist zurzeit der Hurrikan Dorian unterwegs und zerstört auf seinem Weg Häuser, kentert Boote und verursacht Überschwemmungen.
Der Wirbelsturm gehört laut dem amerikanischen National Hurricane Center zur höchsten Kategorie fünf. Somit kommen Winde von mehr als 250 Stundenkilometern auf und die starken Niederschläge lassen das Wasser um über fünfeinhalb Meter ansteigen. Ganze Inseln mussten evakuiert werden. Wie kann ein Wirbelsturm so viel Kraft und Gewalt bekommen? In der Mitte des Atlantiks kam es am 24. August zu einer sogenannten tropischen Welle. Es handelt sich einfach ausgedrückt um ein Tiefdruckgebiet. Dieses bewegt sich von Afrika nach Amerika und darin bilden sich Wolken und Gewitter. Dorian ist zu diesem Zeitpunkt noch ein Tropensturm. Am folgenden Tag zieht er weiter über die Inseln der Karibik, verursacht aber auf Barbados, St. Lucia und den Jungferninseln keinerlei grossen Schaden.
Weiter geht’s Richtung Norden und weiter wird gewachsen. Aus dem Tropensturm entsteht innerhalb der nächsten Tage ein Hurrikan der Stärke fünf. Wenn das Meereswasser 26 Grad Celsius übersteigt, kann eine tropische Welle zum Hurrikan werden. Der Teil des Wassers, der verdampft, steigt auf. Dabei kühlt die Luft ab. Das Wasser kondensiert in einigen Kilometern Höhe wieder, bildet eine Wolkensäule, gibt Wärme an die Luft ab. Die erwärmte Luft steigt auch und direkt über der Wasseroberfläche ist Tiefdruck. Die Luft, die von allen Seiten in das Tiefdruckgebiet strömt, verursacht Wind. Die Wolkensäule wird immer höher, da diese Luft durch kondensierendes Wasser erneut erwärmt wird. In der Wolkensäule entladen sich dann Gewitter. Die Wolken drehen sich aufgrund der Erdrotation um das Auge des Hurrikans. Für den angehenden Hurrikan ist das warme Atlantikwasser wie Treibstoff und so nimmt die Windgeschwindigkeit um das Zentrum des Sturms ständig zu. Erreicht diese etwa 120 Stundenkilometer, spricht man von einem Hurrikan.
Dieser kann sich über mehr als 400 Kilometer erstrecken und seine Gewittersäulen können etwa 15 Kilometer hoch werden. Die Hurrican Dorian hat am Sonntag die Bahama-Insel Great Abaco erreicht. Die Spuren der Verwüstung sind arg: Häuser wurden abgedeckt, Strassen überschwemmt und Boote gekentert. Leider zögert Dorian sich weiterzubewegen und zum Teil ist er mit langsamen knapp fünf Kilometern pro Stunde unterwegs. Seit Montagmorgen wütet der Hurrikan auf der Insel Grand Bahama. Er wird sich laut aktuellen Berechnungen nach Norden bewegen und die Ostküste der US-Bundesstaaten Florida, Georgia und South Carolina treffen. Die Bewohner wurden gewarnt und teilweise werden Evakuationen vorbereitet. Für die Bahamas ist Dorian der schlimmste Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen. Wie Ministerpräsident Hubert Minnis am Montag berichtete, forderte er bereits fünf Todesopfer und richtete auf seinem Weg verheerenden Schaden an.
Quellen: higgs.ch/welt.de ¦
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