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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Bosnien und Herzegowina sind gut und intensiv. Mit ihrem substanziellen Engagement trägt die Schweiz zur Stärkung der guten Regierungsführung, der Justiz, der Marktwirtschaft und der Gesundheitsversorgung im Land bei.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Bosnien und Herzegowina
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz ist an einer weiteren Stabilisierung von Bosnien und Herzegowina interessiert. Sie unterstützt daher die staatlichen Behörden auf verschiedenen Ebenen (Gesamtstaat, Entitäten, Kantone und Gemeinden) in ihren Reformbemühungen. Mit ihrem substanziellen Engagement trägt die Schweiz zur Stärkung der guten Regierungsführung, der Justiz, der Marktwirtschaft und der Gesundheitsversorgung im Land bei. Zudem fördert sie lokale Anstrengungen zur Bewältigung der Nachwirkungen des Konflikts von 1992–1995.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Für Bosnien und Herzegowina ist die Schweiz sowohl für den Handelsaustausch als auch für die Direktinvestitionen ein wichtiger Akteur. Aus Schweizer Sicht hingegen sind die Handels- und Investitionsvolumen noch relativ bescheiden. Eine wichtige Rolle in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern spielen die grosse bosnische Diaspora in der Schweiz und die damit verbundenen Geldüberweisungen nach Bosnien und Herzegowina.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kunstschaffende aus Bosnien und Herzegowina können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben. Zudem fördert die Schweiz Forschung in Bosnien und Herzegowina über die beiden folgenden Programme:
Scientific co-operation between Eastern Europe and Switzerland (SCOPES)
Regional Research Promotion Programme (RRPP)
In beiden Programmen arbeiten Forschende aus Bosnien und Herzegowina mit Forschenden aus der Schweiz zusammen.
Friedensförderung
Die Schweiz unterstützt in Bosnien und Herzegowina die Friedenswahrungsmission Althea der multinationalen Militärverbände der EU (EUFOR). Beteiligt sind maximal 20 Angehörige der Schweizer Armee. Zudem sind höchstens sechs Armeeangehörige Teil mobiler Trainingsteams zur sicheren Lagerung der Munitions- und Waffenbestände.
Entwicklungszusammenarbeit
Bosnien und Herzegowina ist ein Schwerpunkt der Schweizer Ostzusammenarbeit. Ziel dieser Zusammenarbeit sind die politische Stabilisierung des Landes und die Umsetzung nötiger Strukturreformen in Wirtschaft und Politik. Zu diesem Zweck hat die Schweiz in den vergangenen 20 Jahren mehr als 500 Millionen Franken für Projekte, Programme und multilaterale Einsätze im Land bereitgestellt. Die Schweiz unterstützt den Wunsch der Bosnierinnen und Bosnier nach einer europäischen Integration ihres Landes.
Ein weiterer Bestandteil des Kooperationsprogramms in Sarajevo sind Projekte des Staatssekretariats für Migration im Rahmen der bilateralen Migrationspartnerschaft.
Kulturaustausch
Die Stiftung Pro Helvetia und die Schweizer Botschaft engagieren sich in Bosnien und Herzegowina seit Ende des Krieges stark im kulturellen Bereich. Unter anderem unterstützt die Schweiz seit 1996 das Sarajevo Film Festival (SFF), das bedeutendste Filmfestival in Südosteuropa. Die Schweiz finanziert die Preise für den besten Dokumentarfilm und den besten Menschenrechtsfilm.
Schweizerinnen und Schweizer in Bosnien und Herzegowina
Ende 2017 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 681 Schweizerinnen und Schweizer in Bosnien und Herzegowina.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Seit 1992 pflegt die Schweiz diplomatische Beziehungen mit Bosnien und Herzegowina. Die Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge während des Konflikts von 1992–1995 und die Unterstützung beim Wiederaufbau danach haben zum positiven Bild der Schweiz in Bosnien und Herzegowina beigetragen.