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Oktober ist ein interessanter Monat: Die Chinesen feiern das Fest der “Neun Kaiser-Götter” vom 5. bis 13. Oktober (vom 1. bis 9. Tag des Mondkalenders). Und die Inder feiern “Navrati”, das Fest der neun Nächte – aber davon wird in einer späteren Ausgabe des Newsletters berichtet.
Diese Zeit des Jahres ist oft schon sehr regnerisch, obwohl der Nordost-Monsun noch nicht eingesetzt hat. Aber die Menschen widerstehen dem Regen, denn sie wollen die Opern sehen, die an allen neun Tagen aufgeführt werden.
Es müssen schon echte Opernliebhaber sein, wenn sie sich am sehr langsamen Ablauf und den schrillen Stimmen der weiblichen Sängerinnen erfreuen können – oder es sind die prächtigen Kostüme, die das junge Publikum anziehen.
In allen Tempeln herrscht dichter Räucherstäbchen-Nebel, der einem die Tränen in die Augen treibt. Grosse Mengen der Stäbchen, oft mit Drachen verziert, werden von den Gläubigen als Teil ihrer Opfergaben verbrannt.
Um Seele und Körper zu reinigen, werden vegetarische Gerichte geopfert. Die Zutaten werden von Geschäften und vermögenden Chinesen gespendet, weil diese sich wünschen, dass die “Neun Kaiser-Götter” sie dafür mit Sicherheit und noch mehr Wohlstand segnen. Viele Ess-Stände bieten rote und gelbe Brötchen in Schildkrötenform an, die mit guten Wünschen beschriftet sind. Sie werden auf den Altären geopfert oder an Freunde und Verwandte verschenkt.
Gemäss einer Version der Entstehungsgeschichte dieses Fests glauben die Chinesen, dass die neun Kaiser Söhne von Dou Mu, der Göttin des Polarsterns sind. Sie führt das Register über Leben und Tod. Die neun Kaiser werden als Einheit verehrt und gelten als Hüter von Gesundheit, Wohlstand und Erfolg.
Die Gläubigen versammeln sich am Morgen des Vortags zum Fest vor dem Tempel der neun Kaiser, wo sie auf einem Pfahl eine Laterne errichten. Zu glückverheissender Stunde um Mitternacht gehen sie an den Strand des Meers oder des Flusses und heissen die auf Segelschiffen ankommende Neun Kaiser-Gottheit willkommen.
Dann ist es Neumond und Beginn des neunten Mond-Monats und die Neun Kaiser Gottheit wird in einer Prozession unter dem Könisgbaldachin zum Tempel geleitet.
Dieses Jahr – am 3. und 6. Tag – werden den Soldaten der Götter vom den betenden Gläubigen verschiedene vegetarischen Speisen geopfert. Die anderen Tage sind viele Ritualen gewidmet, z.B. dem Tauchen der Hand in sehr heisses Öl, dem Piercing mit Spiessen, dem Schleudern von Feuerkugeln, oder dem Sitzen auf scharfen Messern. Ein ähnlicher christlicher Brauch wie die Flagellanten im 13. und 14. Jahrhundert. Eine der wichtigsten Zeremonien ist die Brücken-Überquerung. Sie wird am achten Tag gefeiert, um Yin und Yang wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Teilnahme soll helfen, das Yin zu überwinden und die verwässerte Lebenskraft zu stärken.
Der Höhepunkt aber ist der Feuerlauf am 9. Festtag. Nur Männer haben Zutritt. Sie sind demnach vollständig Yang – Feuer ist Yang.
Nach dem Feuerlauf verabschieden die Gläubigen die Neun Kaiser Gottheit. Sie begleiten ihr Bildnis in einem Boot zum Strand. Dort setzen sie das Boot ins Wasser, von wo es mit der Gottheit zurück in den Himmel fahrt.
8. Angebot im Jahr der Schlange
Wann: Friday
Zeit: 19.30
Wo: Oerlikon, 5 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Oerlikon
Apéro
Vorspeise – gemäss das Angebot des Oerlikon-Markts
Salad – Frisch saisonal Gemüse vom Oerlikon Markt
Crispy Sardellen, gedünstete Gemüse vom Oerlikon Market, Tempoyak und Sambal Sosse and Rice.
G’s Dessert
Tee or Kaffee
CHF 100 per person (incl. 1/2 bottle of wine)
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