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Behandelbarkeit von Abwasser mit Ozon – Testverfahren zur Beurteilung
Aqua & Gas N° 7/8, 2015
Fachbeitrag von P. Wunderlin (EAWAG/VSA), H. Mestankova, E. Salhi (EAWAG), Y. Schindler Wildhaber, M. Schärer (BAFU), K. Schirmer, U. von Gunten (EAWAG/EPFL).
Zusammenfassung
Durch die Behandlung der kommunalen Abwässer mit Ozon wird eine grosse Bandbreite an Mikroverunreinigungen eliminiert, wodurch sich viele problematische Effekte dieser Stoffe im Abwasser und in den Gewässern messbar verringern lassen. Es ist allerdings auch möglich, dass bei Abwässern mit spezieller Belastung, z. B. aufgrund bedeutender Industrie- oder Gewerbeabwassereinleitungen, problematische Stoffe gebildet werden können. Eine Ozonung ist daher nicht für alle ARA das Verfahren der Wahl zur Elimination von Mikroverunreinigungen. Um vorgängig zu testen, ob eine Ozonung bei einem spezifischen Abwasser in Frage kommt, wurde an der Eawag das hier präsentierte Testverfahren entwickelt, welches aus fünf Modulen besteht. Das Testverfahren wurde für Abwasser aus sieben verschiedenen ARA angewendet und getestet. Aufgrund der Resultate konnte gezeigt werden, dass in mindestens zwei der untersuchten ARA eine Ozonung nicht geeignet ist. Bei zwei weiteren ARA sind vertiefte Abklärungen notwendig. Anhand dieser ersten Durchführung kann gefolgert werden, dass sich das Testverfahren bewährt hat und auch von Umweltlabors durchgeführt werden kann. Es hat sich aber auch gezeigt, dass für die Interpretation der Resultate viel Know-how notwendig ist. Wenn also eine Ozonung in Betracht gezogen wird, sollen diese Unter- suchungen unbedingt vorgängig durchgeführt werden.
- Publikationsjahr: 2015