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Aus Nokia Siemens Networks wird Nokia Solutions and Networks. Doch die Misere scheint vorerst weiterzugehen.
Nokia hat heute den Abschluss der Übernahme des Siemens-Anteils an Nokia Siemens Networks (NSN) bekannt gegeben. Nach jahrelangen Verlusten und Verhandlungen mit Investoren hatte Siemens am 1. Juli die Reissleine gezogen und den Ausstieg aus dem Joint Venture bekannt gegeben
. Konsequenterweise wurde der Name Siemens nun gestrichen. Der Telekomausrüster nennt sich neu Nokia Solutions and Networks (NSN). Rajeev Suri bleibt CEO und Jesper Ovesen amtet weiterhin als Executive Chairman. Die Siemens-Verwaltungsräte haben das Unternehmen verlassen.
Derweil berichtet 'Bloomberg'
, dass NSN erneut vor einem grösseren Stellenabbau steht. Weltweit sollen 8500 Positionen eliminiert werden, heisst es in dem Bericht. 'Bloomberg' stützt sich dabei auf drei gut informierte Personen. Die Belegschaft soll bis Ende 2014 auf 42'000 Angestellte reduziert werden. Heute beschäftigt NSN 50'000 Mitarbeitende. Das entspricht einer Reduktion um 17 Prozent. 'Bloomberg' spricht allerdings nur von einem möglichen Szenario. Der mögliche Jobabbau soll durch den Verkauf oder die Schliessung von Fabrikationsanlagen in Finnland, Indien und China umgesetzt werden. Ein definitiver Entscheid wurde aber noch nicht getroffen.
NSN hat in den letzten zwei Jahren bereits 20'000 Jobs gestrichen, um mit der Konkurrenz von Ericsson, Huawei und ZTE mitzuhalten. Im letzten Quartal sanken die Umsätze um 17 Prozent. (mim)