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Heute geht alles schief!
Manchmal gibt es Löcher, da geht alles schief: du verlierst deinen Ball oder er landet im Aus. Natürlich heisst das nicht, dass du nicht weiterspielen kannst. Wir erklären dir, was du in den einzelnen Situationen machen kannst.
Am Abschlag setzt du deinen Ball auf ein Tee. Als du den ersten Schlag machen willst, stösst du aus Versehen mit dem Schläger den Ball vom Tee. Was nun?
Hier helfen dir die Golfregeln weiter: Da du noch keinen Schlag vom Abschlag aus gemacht hast und der Ball deshalb noch nicht im Spiel ist, darfst du ihn ohne Strafe wieder zurücklegen.
Doch das hat dich etwas nervös gemacht. Du nimmst deinen Stand ein und stellst deinen Schläger hinter den Ball. Als du nun probierst, den Ball zu schlagen, triffst du ihn nicht (ein so genannter „Luftschlag“). Auch wenn du den Ball gar nicht getroffen hast, hast du nach ihm geschlagen. Deshalb zählt der Schlag trotzdem. Die Golfregeln besagen, dass jede Vorwärtsbewegung des Schlägers mit der Absicht, den Ball zu schlagen und in Bewegung zu bringen, als Schlag gewertet wird. Dabei ist es egal, ob du den Ball wirklich triffst oder nicht.
Dein Ball landet im Aus und darf nicht mehr gespielt werden. Du musst einen neuen Ball spielen und zwar von dem Punkt, von dem du zuletzt geschlagen hast. Das heisst in diesem Fall vom Abschlag. Ausserdem bekommst du einen Strafschlag. Erst wenn deine Mitspieler abgeschlagen haben, darfst du Deinen neuen Ball schlagen.
Weisse Pfähle kennzeichnen das „Out of bounds“, also das „Aus“. Landet dein Ball im Aus, musst du, um weiterspielen zu können, einen neuen Ball ins Spiel bringen. Der neue Ball muss möglichst nah von der Stelle geschlagen werden, von wo auch der ursprüngliche Ball geschlagen worden ist, in diesem Fall also vom Abschlag aus. Für den neuen Ball wird dir allerdings ein Strafschlag berechnet.
Deinen neuen Ball darfst du natürlich erst spielen, nachdem deine Mitspieler ihre Bälle abgeschlagen haben.
Deine Mitspielerin hat ihren Ball ins Gestrüpp geschlagen. Da sie annehmen muss, dass sie ihren Ball dort nicht wiederfindet, darf sie einen „provisorischen Ball“ vom Tee spielen, aber erst, nachdem alle Mitspieler abgeschlagen haben.
Um das Spiel zu beschleunigen, schlägt deine Mitspielerin also ihren „provisorischen Ball“. Falls sie ihren ursprünglichen Ball wiederfindet, spielt sie damit weiter. Den provisorischen Ball darf sie dann ohne Strafe aufnehmen, der Schlag wird nicht gezählt.
Kann sie ihren ersten Ball jedoch nicht mehr finden, bekommt sie einen Strafschlag berechnet und muss mit dem provisorischen Ball weiterspielen. Dieser wird dann zum Ball im Spiel.
Wenn du annehmen musst, dass dein Ball an einer unzugänglichen Stelle gelandet ist oder du ihn nicht mehr finden wirst, kannst du einen provisorischen Ball spielen und so das Spiel beschleunigen.
Du musst das deinen Mitspielern aber ankündigen. Spiele den Ball so nah wie möglich von der Stelle deines Schlags mit dem ursprünglichen Ball. Auch bist du erst an die Reihe, wenn alle anderen Mitspieler ihre Bälle geschlagen haben. Ein provisorischer Ball ist als Reserveball gedacht für den Fall, dass du deinen ersten Ball nicht wiederfindest. So musst du nicht extra zum Abschlag zurücklaufen, sondern machst mit dem Reserveball weiter, der dann zu deinem Ball im Spiel wird.
Um deinen Ball zu suchen, stehen dir fünf Minuten Zeit zu. Findest du ihn nicht, musst du mit deinem provisorischen Ball weiterspielen und dir dafür einen Strafschlag berechnen. Hast du keinen provisorischen Ball gespielt, musst du zu der Stelle zurückkehren, von der aus du den ursprünglichen Ball geschlagen hast und einen neuen Ball spielen.
Solange du nach deinem Ball suchst, lässt du nachfolgende Spieler durchspielen.
Wann gilt ein Ball als verloren?
Ein Ball gilt in folgenden vier Fällen als verloren:
1. Du kannst ihn nicht innerhalb von fünf Minuten finden.
2. Du findest einen Ball, kannst ihn aber nicht eindeutig als Deinen Ball identifizieren. Deshalb ist das Markieren des eigenen Balls so wichtig.
3. Du hast einen neuen Ball von der Stelle aus geschlagen, wo du den letzten Schlag gemacht hattest, aber du hast vergessen, ihn als provisorischen Ball anzukündigen.
4. Du hast einen Schlag mit einem provisorischen Ball von einer Stelle aus gemacht, die näher beim Loch liegt, als jener Punkt, an dem der Originalball wahrscheinlich liegt.
Wenn du nicht eindeutig erkennen kannst, welcher Ball dir gehört, dann ist dein Ball verloren.
Jetzt verstehst du, warum es so wichtig ist, seinen Ball vor dem Spiel zu kennzeichnen.
Dein Ball gilt als verloren...
1. Wenn du ihn nicht innerhalb von fünf Minuten wiederfindest.
2. Wenn du einen Ball findest, diesen aber nicht klar als deinen eigenen identifizieren kannst.
3. Wenn du einen neuen Ball von der Stelle aus geschlagen hast, wo du den letzten Schlag gemacht hattest, doch diesen nicht als provisorischen Ball angekündigt hast.
4. Wenn du mit einem provisorischen Ball einen Schlag gemacht hast von einer Stelle, die näher beim Loch liegt als jene Stelle, an der der Originalball vermutlich liegt.
Zum Glück entdeckt deine Mitspielerin ihren Ball im hohen Gras. Mit ihrem Originalball muss sie jetzt weiterspielen. Sie schlägt ihren zweiten Schlag aus dem Rough auf das Fairway. Den provisorischen Ball sammelt sie ein, der Schlag mit diesem Ball wird nicht gezählt.
Dein Ball bleibt genau am Rand des Lochs liegen. Du darfst zehn Sekunden warten, ob er noch von selbst ins Loch fällt.
In diesem Fall hast du mit diesem Schlag eingelocht. Fällt der Ball aber erst nach den zehn Sekunden ins Loch, zählt das als ein weiterer Schlag.
Sollte dein Ball genau auf dem Rand des Lochs liegen bleiben, so darfst du noch zehn Sekunden warten. Fällt der Ball in dieser Zeit noch von selbst ins Loch, hast du mit diesem Schlag eingelocht. Dauert es mehr als zehn Sekunden, musst du einen extra Schlag hinzu zählen.