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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben sich am Donnerstag im Handelsverlauf vor dem Hintergrund verschärfter Unruhen in Ägypten uneinheitlich entwickelt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März kostete zuletzt 102,38 US-Dollar. Das waren 4 Cent mehr als am Vortag. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) indes fiel zur gleichen Zeit um 23 Cent auf 90,63 Dollar.
Händler erklären das hohe Ölpreisniveau seit Tagen mit den politischen Unruhen in Ägypten und anderen arabischen Staaten. Nach einer Zuspitzung in der Nacht zum Donnerstag mit mehreren Toten hatte sich die Lage zwischenzeitlich etwas beruhigt. Für Freitag werden aber erneut Grossdemonstrationen erwartet. Ägypten ist zwar kein wichtiger Ölproduzent, das nordafrikanische Land kontrolliert aber den Suezkanal, über den ein erheblicher Teil der regionalen Ölproduktion transportiert wird.
Den aktuell grossen Preisunterschied zwischen Brent- und WTI-Öl von mehr als zehn Dollar erklärt die Commerzbank auch mit fundamentalen Faktoren. So sei die Ölnachfrage in den USA nach wie vor schwach und die Ölläger sehr gut gefüllt, heisst es in einer Studie. Die reichliche Versorgung der USA mit Rohöl und Ölprodukten dürfte zur Folge haben, dass der WTI-Preis im Vergleich zu Brent nur unterproportional von den politischen Spannungen im Nahen Osten profitiere.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg deutlich. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 97,66 Dollar. Das waren 1,27 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./stb/he
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