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Axel Kühner erzählt in Überlebensgeschichten für jeden Tag (14. Auflage) folgende Geschichte:
«Vier Knaben spielten an einem See. Mitten in ihrem übermütigen Spiel fällt einer von ihnen ins Wasser. Er droht zu ertrinken. Aber der grösste Junge kann seinen Freund schliesslich aus dem Wasser ziehen und retten. Als sie später gefragt werden, was sie getan haben, sagt der erste: ‹Ich bin unglücklich ins Wasser gefallen!› Der zweite antwortet: ‹Ich habe ihn wieder herausgezogen!› Der dritte Junge sagt: ‹Ich habe den grossen Jungen festgehalten, damit er bei der Rettung nicht auch noch ins Wasser rutschte!› Und der Kleinste schliesslich sagt: ‹Ich habe laut geschrien!›»
Das ist ein wunderschönes Bild der Ermutigung. Jemandem in der Familie oder der Gemeinde geht es schlecht. Es ist eine finanzielle Not, eine Sündennot oder ein anderes Leid. Der Person muss geholfen werden. Jeder setzt seine Gaben ein: Der Starke seine (geistliche) Stärke, der Unterstützer seine (finanzielle) Unterstützung und der Beter seine (tiefen) Gebete. Miteinander unterstützen und ermutigen sie den Bruder oder die Schwester. Sie verurteilen nicht pauschal, sondern packen zum Guten an. Sie sind darauf bedacht, dass alles wieder gut kommt.
Jeder hat eine Gabe empfangen. Der eine handelt mehr im Vordergrund, der andere im Hintergrund. Aber alles zusammen dient demselben Zweck, dem anderen mitzuteilen: «Sei mutig» und wir dienen dir!
Lasst uns heute bereit sein, auf die Not des Nächsten achtzuhaben und zu helfen.