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Die Glarner Volleyballerinnen brechen nach einer guten ersten Spielhälfte ein und kehren punktelos nach Hause.
Trainer Küng veränderte nach der Niederlage vom Vorwochenende die Aufstellung, setzte Marjanovic als Diagonalspielerin ein, wohl um die starke Angreiferin mehr ins Spiel integrieren zu können, auch wenn die Annahmen nicht optimal gelingen sollten. Dafür mussten nun Marxer und Rusterholz ihre Mitteposition nicht mehr teilen und konnten beide spielen. Erneut spielte Aebli am Pass für die immer noch angeschlagene Rroco, die zwar wieder trainiert, aber noch nicht vollständig gesund ist.
Glaronia leistete sich schon zu Beginn den einen oder anderen Annahmefehler, konnte dies aber mit guten Angriffen von de Azevedo Camargo und Marjanovic mehr als kompensieren. Die Glarnerinnen hatten das Spiel unter Kontrolle und gewannen den ersten Satz ohne je in ernsthafte Schwierigkeiten zu kommen.
Im zweiten Spielabschnitt setzte Glaronia das solide Spiel fort, führte bereits mit 9:5 Punkten als NUC seine erste Auszeit nahm. Allerdings wurde nun spürbar, dass die routinierten Neuenburgerinnen immer mehr an ihre Chancen gegen ein Glaronia glaubten, das doch in der Annahme wankte und auch mit dem Service nicht wie gewohnt Druck machen konnte. Küng reagierte, indem er die zwar verteidigungsstarke, in der Annahme aber zu wenig solide Libera Schnyder durch Hauri ersetzte. Glaronia gelang es noch lange Zeit, die Gastgeberinnen auf zwei Punkte Distanz zu halten. 23:21 führten die Glarnerinnen, als es einfach nicht möglich schien, den Satz zu Ende zu bringen. Aebli musste ein grosses Laufpensum absolvieren, um an die schlecht gespielten Annahmen zu gelangen. An einen variablen Spielaufbau war damit nicht mehr zu denken. NUC konnte sich leicht auf die Glarnerinnen einstellen, drehte in dieser wichtigen Phase das Spiel, gewann den zweiten Satz und dominierte nun die Partie.
Kurz nach Beginn des dritten Satzes kam Kamer neu ins Spiel, und Ablondi stand in der Startsechs des vierten Spielabschnitts. Insgesamt aber konnten die Jungen im Glarner Team keine Stricke zerreissen und schon gar nicht über sich hinauswachsen, wie man das auch schon gesehen hatte. Erfreulich war, dass auch die zweite Passeuse, Rahel Kubli, die in den letzten Monaten oft durch schulische Termine verhindert war und in der NLB noch kaum Spielpraxis hatte, auch zum Einsatz kam. Sie hat insbesondere im Training eine wichtige Funktion, die man von aussen nicht so wahrnehmen kann.
Einmal mehr hat sich gezeigt, dass Glaronia gegen gute NLB-Teams nur bestehen kann, wenn die jungen Schweizerinnen mit höchster Konzentration dabei sind. Bedenklich ist, dass Aebli als Annahmespielerin derart wichtig ist. Sie spielt dieses Jahr erstmal in dieser Funktion, während andere schon seit Jahren annehmen müssen. Auf Trainer Küng wartet in Hinblick auf die Vorbereitung der nächsten Saison viel Arbeit.
Volleyball NLB Frauen Playoffs:
VBC NUC II – VBC Glaronia 3:1 (21:25, 26:24, 25:20, 25:15) Halle: Maladière, Neuchâtel – Zuschauer: 80 Spieldauer: 83 Min. – Schiedsrichter: T. Mordasini, I. Lauber
Glaronia: de Azevedo Camargo, Aebli, Marjanovic, Ablondi, Kamer, Schnyder, Marxer, Lenzinger, Rusterholz, Hauri, Kubli, Rroco. Trainer P. Küng
NUC II: Portmann, Schreyer, Wigger, Senn, Rossier, Gossweiler, Volpato, Duvillard, Lobsinger, Macuglia, Hendriksen. Coach: A. Prunonosa