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Herr Jesus
Bibelstellen: Römer 10,9
Frage: Sollte bei der Verkündigung des Evangeliums der Titel und Name des Herrn benutzt, sollte also „Herr Jesus" gesagt werden, oder würde es angemessener sein, nur den Namen „Jesus" zu gebrauchen?
Antwort: In seinem ersten Zeugnis an das jüdische Volk zu Pfingsten erklärte Petrus: „Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, daß Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt" (Apg 2,36). Der Errettete bekennt Jesus als Herrn (Rö 10,9). Deshalb sollte sich der Gläubige befleißigen, im privaten Umgang mit Ihm und beim öffentlichen Reden die Ausdrücke „Herr Jesus" oder „Herr Jesus Christus" zu gebrauchen. Das bezieht sich auch auf solche Gelegenheiten, wenn wir den Herrn direkt anreden oder von Ihm zu anderen sprechen. Natürlich hat auch diese Regel ihre Ausnahmen, wenn z. B. geschichtlich auf das Leben des Herrn auf Erden oder auf Seinen Namen selbst Bezug genommen wird. Grundsätzlich aber sollten wir die Gewohnheit haben, von Ihm als dem Herrn Jesus zu sprechen, auch als Ausdruck unserer Ehrfurcht vor Dem, der jetzt zur Rechten Gottes, mit Herrlichkeit und Ruhm gekrönt, sitzt.
Folgender Hinweis mag hier lehrreich sein. Während der Name „Jesus" in den Evangelien sehr häufig benutzt wird, sind in der Apostelgeschichte und in den Briefen die Ausdrücke „Herr", „Herr Jesus" und „Herr Jesus Christus" vorherrschend. Zuviel Gewicht sollte nicht auf die Häufigkeit des Vorkommens dieser Namen im Neuen Testament gelegt werden, dennoch mag ein grober Überblick ganz hilfreich sein. Ohne Anspruch auf absolute Korrektheit zu erheben, kann man die Verteilung der Namen des Herrn im Neuen Testament wie folgt angeben:
Evangelien Apostg. Briefe Jesus 588 17 30 Herr 26 38 178 Herr Jesus 1 6 18 Herr Jesus Christus u.a 0 0 90
Obwohl der Heilige Geist in den Evangelien so oft den Namen „Jesus" ohne Zusatz benutzt, sagen doch die Jünger niemals so.
[Entnommen aus "Ermunterung & Ermahnung"]
W.J. Hocking http://www.bibelstudium.de/index.php...477/Herr+Jesus
AutorHerzliche Grüsse
Hans Peter
Lieber Hans Peter,
ich fand den Artikel ebenfalls gut. Nachdem du ihn hier eingestellt hast noch zwei Ergänzungen:
- Im Hebräerbrief finden wir bemerkswerte Unterschiede. Wenn dort nur der Name Jesus gebraucht wird, dann erinnert das i.d.R. an den Verachteten, als der er hier über diese Erde gegangen ist und auch daran, dass wir seine Verachtung mit ihm teilen. Trotzdem wird er auch dort, als unser "Herr" nämlich als "Herr Jesus" vorgestellt.
- Ich dachte auch noch an 1. Kor. 12,3! Dort wird deutlich, dass man nur in der Kraft des Heiligen Geistes "Herr Jesus" sagen kann. Herr Jesus ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Redende oder Schreibende vom Geist geleitet ist.
Man kann sich noch so sehr bemühen, Herr Jesus sagt man nur im Heiligen Geist. Bei uns in der Sonntagschule war ein Mädchen, das sagte immer nur "Jesus". Immer wieder wurde versucht ihr deutlich zu machen, dass es der Herr Jesus ist. Das hat nie geklappt. Nach ein- bis zweimal sagte sie immer wieder nur Jesus. Sie ist ziemlich schnell weggeblieben und hat sich später ganz in der Welt verloren, trotz gläubiger Mutter.
Ich habe später nie mehr einen so krassen Fall von 1. Kor, 12,3 erlebt.
herzliche Grüße
Ulrich
Wir haben einen lieben Bruder, er ist noch relativ jung (ca. 24) der sagt immer Herr Jesus wenn er laut betet, wenn er aber predigt, so gut wie nie...ich denke das kommt davon, dass man zuviel von einem vorgefertigten Text liest.
Wir hatten einen Bruder, der zog weg und besucht jetzt mit seiner Frau eine Baptistengemeinde, obwohl eine AV viel näher bei ihm ist.., aber die sind ihm zu gesetzlich. Von jenem Bruder erschrecke ich förmlich wenn ein Herr Jesus über seine Lippen kommt...er hatte leitenden Dienst bei uns!!!
Mir war das stets eine innere Not und versuchte in einem Gespräch darauf aufmerksam zu machen, was auch ein Staunen bei ihm hervorbrachte...er fand es sehr interessant, dennoch war es weiterhin nur Jesus, statt von seinem Herrn zu reden.
Ich dachte gestern in Markus 10,17 an das Erkennen-erkennen-und erkennen...das Hans Peter mit mir im thread Abram erarbeitete...ich denke das ist lehrreich!
Jesus erkennen, oder in Jesus seinen Herrn erkennen...da liegt die Welt dazwischen!
PS: Völlig ohne Wertung fand ich es dennoch interessant, dass mein Rechtschreibkorrekturprogramm von Windows das Wort Baptistengemeinde mit dem Wort Geistesabwesend korrigiert übersetzen wollte...
Herzlichen Gruß
Harald.Z
Lieber Harald
Mein Korrekturprogramm auf dem iPhon ist noch katastrophaler wie meine eigene im Kopf und das will was heissen.
Ich schreibe nun nur noch am PC.
In den Zusammenkünften hier in Frauenfeld hat niemand einen Text zum ablesen, das kommt da gar nicht in Frage.
Wir tauschen uns aus, ergänzen, fragen korrigieren.
Aber jeder Bruder ist (sollte ) über das Thema was wir anschauen gut vorbereitet kommen.
Es kann mal in einer Wortbetrachtung wo man im Zusammenhang die Menschheit des Herrn betont sein dass man von dem Herrn als : "Jesus" spricht,
das merkte dann hier aber jeder um was es geht.
Sonst reden von IHM immer in aller Ehrfurcht als:
Dem Herrn
Dem Herrn Jesus
Dem Herrn Jesus Christus.
Ich bin dankbar, dass mir das von Kindsbeinen an gelehrt wurde.
Ich bin ja in der AV aufgewachsen, bin dem Herrn dankbar, dass ich da so viel dort lernen dürfte, vor allem die Ehrfurcht vor dem Herrn und das ehrfurchtsvolle Zusammenkommen das sich abhebt vom Geschnatter in so viel Denominationen.
Da kommen welche, denen ist`s es
zu kalt zu warm,
zu harte Stühle, zu weiche Stühle
sagen rundherum „Hallo“, „blah“ + „blah“,
aber dass sie zum Herrn zusammenkommen, merkt man dann nicht.
Als es mir klar wurde, dass ich zum Leibe gehöre, kann ich aber in keine sich von Gläubigen abgrenzenden Parteiung mehr gehen.
Und die AV ist da nur eine unter vielen.
Darum stellte ich auch die guten Artikel von GS und H ein. Vielleicht nützt`s beim einen oder andern was?
Herzliche Grüsse
Hans Peter
Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind; ich in ihnen und du in mir, damit sie in eins vollendet seien .... Johannes 17, 22.23.
Ich bin schon viele Jahre hier im Forum ( schon unter richtigem Namen im Früheren) und habe erst hier gelernt, immer vom HERRN JESUS zu reden/schreiben.
Außerhalb ist das nicht üblich, nicht so bekannt.
Nicht böswillig, es fehlt an Belehrung.
Ich will niemandem unterstellen, er/sie wäre nicht von neuem geboren, nur weil die Anrede nicht würdig ist.
Machen wir das überall bekannt, dann werden die echten Gläubigen im Herzen spüren , daß dies der WÜRDIGE AUSDRUCK für die Beziehung zu unserem HERRN JESUS ist.
Liebe Grüße bobby!
Eine meiner Eigenarten, Schwächen ist es, dass ich Dinge, die ich nicht verstehen kann, auch nicht annahmen und weitergeben kann…, früher brachte ich Lehrer zur Weißglut und nervte die anderen Schulkinder, weil ich durch ständiges Nachfragen den Schulschluss, die Pause oder andere Annehmlichkeiten hinauszögerte… nicht dass mir andere egal gewesen wären, aber Verstehen war mir immer schon, zu allen Zeiten wichtig. Im geistlichen ist es genauso. Ich danke Gott dem Herrn dafür, dass ER mir geduldige Brüder, nicht nur vor Ort, sondern auch hier im Forum zur Seite stellte und noch immer stellt. Denn ich gehörte auch zu den „nur“ Jesus sagern…ich wusste es einfach nicht besser.
HP führte mich mit der Schrift an den Punkt hin, wo ich es sah, erkannte und dann auch umsetzte…weil es ins Herz rutschte. Erst mal verstanden, hält mich nichts mehr zurück!
Sturheit, Dummheit, alles mögliche wurde mir schon vorgeworfen, aber letztlich ist es meine Schwäche..ich nehme nicht an, weil x oder y das sagen, sondern erst, wenn es verstanden wurde…letztlich hat mich das aber auch schon vor Argen geschützt.
Mir mangelt es mit derselben Geduld, die mir schon zigfach erwiesen wurde, meinem Nächsten zu gewähren…davon will ich Buße tun und bitte alle hier um Gebet, dass ich mich in der Geduld und Liebe üben darf und der Herr mir auch darin hilft und segnet!
Ungeduld und mangelnde Nächstenliebe...darin versage ich leider zu oft...ich will mich davon trennen und brauche dabei Hilfe vom Herrn!
Danke.-
Herzlichen Gruß
Harald.Z
Lieber Harald
Aber beharrlich Nachfragen erachte ich als eine gute Eigenschaft. Es ist auch immer möglich, dass wir etwas nicht verstehen können, weil es einfach falsch ist, kommt auch immer wieder vor. Was biblische Lehre im Allgemeinen betrifft, habe ich die Eigenschaft entwickelt, gewisse Aussagen auch mal stehen lassen zu können. Und irgendwann macht es dann einfach Klick und ich kann ja dazu sagen. Oder ich kann es handfest widerlegen, je nachdem. Ich setze mir da keinen Druck mehr auf, ich habe alle Zeit "der Welt" bis ich ganz beim HERRN sein darf. Für immer!
Lieber Gruss
Martin
liebe Brüder -
Die Anrede "Herr" benutzt man hier auf der Erde als eine ganz normale Ehrerbietung. (Wenn es das heute noch gibt). Unser Herr Jesus ist im Himmel, wieviel mehr sollten wir IHM Ehrerbietung schenken, ER hat sich selbst für uns gegeben und uns, die wir errettet sind, ewiges Leben geschenkt.
Wenn wir unserem Chef morgens im Betrieb oder Büro begegnen sagen wir auch nicht "morgen Baur oder Hofer", da setzen wir auch den "Herr" vor den Namen.
Mir würde das so vorkommen als wenn ich ich dem Chef auf die Schulter klopfe und "Moin Boss" sage und das finde ich ungebührlich. Wieviel mehr Ehre sollten alle die
den Herrn Jesus kennen und lieben IHM entgegenbringen, aus einem Gefühl heraus.
liebe grüße - Paule
Amen - Komm Herr Jesus!
vielen herzlichen Dank für Deine Hinweise /Gedanken.
Hinzufügend noch folgende Gedanken von mir:
1. Umgangssprachlich bin ich mit unserem Generaldirektor per "Du". An Sitzungen reden wir uns alle aber mit: „Sie, Herr B. oder W." an.
Die Übersetzung von „“Kyrios „Κύριος“““auf Deutsch ==> "Herr",
kann dem Sinn aber nur dann einigermassen gerecht werden, wenn wir das umgangssprachliche "Herr" unendlich auf das "HERR", das allein DEM HERRN JESUS zusteht, erweitern.
ER ist das absolute Oberhaupt =Kyrios!
Wenn ich an den Herrn Jesus denke, denke ich nicht an unseren üblichen Wortsinn von: „Herr“, das wir bei Hr. Wepf oder Hr. Kolb gebrauchen, sondern an IHN, das absolute Oberhaupt über Alles.
Herzliche Grüsse
Hans Peter
Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind; ich in ihnen und du in mir, damit sie in eins vollendet seien .... Johannes 17, 22.23.