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Am 13. Januar 2012 wurde Ogawa Toshio zum japanischen Justizminister ernannt. Er sprach sich für eine Wiederaufnahme von Hinrichtungen aus. Zum ersten Mal seit 19 Jahren hatte Japan 2011 keine Todesurteile vollstreckt. Den rund 130 Insassen in der Todeszelle droht nun die Hinrichtung.
Am 15. Januar erklärte der neu gewählte Justizminister Japans, er plane die Wiederaufnahme von Hinrichtungen und sehe dies als eine Aufgabe seiner Amtsausführung an. Obwohl sein Vorgänger Hiraoka Hideo 2011 unter massiven Druck gesetzt worden war, die Vollstreckung von Todesurteilen anzuordnen, widersetze er sich diesem Druck. Dies begründete er damit, dass die Anwendung der Todesstrafe sorgfältiger überprüft werden müsse, bevor weitere Hinrichtungen ausgeführt werden.
Die Ankündigung des Justizminister bedeutet einen schweren Rückschritt in der Politik Japans gegenüber der Todesstrafe. Amnesty International fordert von der japanischen Regierung die Einführung eines Hinrichtungsmoratorium sowie eine öffentliche Diskussion über die Todesstrafe in Japan.
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