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DMZ – KULTUR ¦ Patricia Jungo ¦
Im Jahre 1963 wurde die Steinkonstruktion beim Bau eines Staudamms in den Stausee Valdecaña in der spanischen Provinz Cáceres im Westen des Landes versenkt. Nun ist das spanische „Stonehenge“ erstmals wieder komplett aus dem Wasser aufgetaucht. Grund dafür sind die heissen Temperaturen und eine längere Periode von Trockenheit, wodurch der Wasserspiegel extrem stark gesunken ist, wie es vorher noch nie der Fall war.
Nun stehen etwa 140 Steine in Kreisen angeordnet am Ufer des Stausees. Der grösste Stein erreicht stolze 180 cm. Zu erkennen sind auf dem Stein Einkerbungen in Form eines Menschen und einer geschwungenen Linie, von der man annimmt, sie könnte symbolisch für eine Schlange oder den Fluss Tajo stehen, an dem der Dolmen thront. Die Dolmen, diese antiken Bauwerke aus riesigen Steinen dienten früher oft als Gräber und bestanden meist aus aufrechten Steinen, auf welche die Steinplatten gelegt wurden. Das Meisterwerk darunter, Stonehenge, steht in England. Seine Steine erreichen etwa fünf Meter. Der Dolmen von Guadalperal ist zwar nicht vergleichbar mit Stonehenge, wird jedoch dennoch oft „Stonehenge von Spanien“ genannt.
Man nimmt an, dass der Bau dieses Konstrukt am Valdecaña-Stausee etwa 7000 Jahre zurück zu situieren ist und er als Grabstätte, Markierung eines Handelspostens oder als ritueller Ort galt. Unter Archäologen besteht darin noch keine Einigkeit. Der Dolmen versank in den 1960er-Jahren im Wasser des Stausees, nachdem die Franco-Regierung einige Kilometer flussabwärts einen Staudamm bauen liess. Der extrem tiefe Wasserspiegel hat nun die Ruine für eine beschränkte Zeit ganz sichtbar gemacht. In den letzten Jahren waren je noch Wasserstand immer wieder die Spitzen einzelner Steine sichtbar gewesen. Ganz zu sehen war die ganze Konstruktion jedoch seit den 60er Jahren nicht mehr. Das Portal Atlas Obscura berichtet, dass mehrere Gruppen, so auch Teile der örtlichen Bevölkerung, das Anliegen bekunden, den Dolmen an einen Ort zu verlagern, wo er nicht mehr untergehen wird. Skeptische Stimmen waren jedoch, dass die Steine durch die lange Zeit unter Wasser bestimmt zerbrechlich geworden seien und ein „Umzug“ doch ein erhebliches Risiko wäre. Die Zeit drängt, um eine Entscheidung zu treffen. Sobald der Regen wieder kommt, werden die Ruinen zweifelsohne erneut versinken.
Quelle: Higgs.ch
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