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Die Zurich-Gruppe befindet sich Insidern zufolge in fortgeschrittenen Gesprächen zur Übernahme der Sparte Auto- und Hausratversicherung des US-Rivalen MetLife. Die Schweizer könnten für das MetLife-Geschäft annähernd vier Milliarden Dollar zahlen, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen zur Nachrichtenagentur «Reuters».
Bei einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen könnte eine Transaktion bereits Anfang Dezember bekanntgegeben werden. Der Deal würde über die amerikanische Zurich-Tochter Farmers Group abgewickelt.
Mit der Transaktion würde Zurich den Bereich Schaden- und Unfallversicherung im wichtigsten Markt Nordamerika stärken. MetLife könnte aus einem Geschäft aussteigen, in dem das Unternehmen hart von größeren Konkurrenten Akteuren wie State Farm, Geico und Progressive Insurance bedrängt wird.
Bedeutung des US-Marktes
Im dritten Quartal sank der Gewinn von MetLifes US-Schaden- und Unfallversicherungssparte wegen teurer Stürme und anderer Katastrophen um 68 Prozent auf 18 Millionen US-Dollar. Die Amerikaner bieten auch Lebensversicherungen, Leistungen für Arbeitnehmer und Vermögensverwaltung an.
Mit Zukäufen sollen rentablere Geschäftsfelder gestärkt oder erschlossen werden. Im September wurde das auf Versicherungen im Bereich Augenmedizin spezialisierte Unternehmen Versant Health für 1,68 Milliarden Dollar erworben. Vergangene Dezember war MetLife durch die Übernahme von PetFirst Healthcare in den Markt für Haustierversicherungen eingestiegen.
Zurich erzielte vergangenes Jahr in der Schaden- und Unfallversicherung, die für rund zwei Drittel des Geschäfts steht, 34,2 Milliarden Dollar an Prämieneinnahmen. Mit gut 15 Milliarden Dollar ist Nordamerika der grösste Markt der Sparte.