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Die Führung des Schweizer Konzerns will den Stimmrechtsanteil der Gründerfamilie auf 5 Prozent beschränken. Derzeit gebe es eine unzulässige Umgehung der Statuten.
Die Sika-Führungsetage geht im Disput mit den Erben der Gründerfamilie in die Gegenoffensive: Sie spricht der Schenker-Winkler Holding (SWH), respektive der Familie Burkard, das Recht ab, eine ausserordentliche Generalversammlung einzuberufen. Nach Ansicht des Verwaltungsrates ist deren Stimmrecht im Gegenteil auf die statutarische 5-Prozent-Grenze zu beschränken.
Denn die Familie Burkard/SWH bilde mit Saint-Gobain eine Gruppe und übe somit ihr Stimmrecht an der Generalversammlung nach den Weisungen von Saint-Gobain aus, so Sika zur Begründung. Darin liege gemäss wiederholter bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine unzulässige Umgehung der statutarischen Stimmrechtsbeschränkung, du nun Anwendung finden müsse.
Schenker-Winkler Holding mit 52 Prozent der Stimmen
Die Schenker-Winkler Holding hält mit 16,1 Prozent des Kapitals 52 Prozent der Stimmen; um eine ausserordentliche GV einzuberufen, braucht es einen Stimmrechtsanteil von mindestens 10 Prozent.
Wie Sika weiter mitteilt, hätten mittlerweile Aktionäre mit einem kumulierten Kapitalanteil von mehr als 35 Prozent Verwaltungsrat und Management ihre Unterstützung für die Wahrung der Interessen des Unternehmens und ihrer Stakeholder zugesagt. Dies entspreche mehr als dem Doppelten des Kapitalanteils der Familienholding.
(awp/dbe)