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Zürich, 28.05.2020
Geologen nehmen Kernbohrungen im Boden von Oberwald im Kanton Wallis vor. Das Ziel ist festzustellen, ob das Unternehmen Gaznat ein Gasreservoir unter den Alpen bauen kann. Die vier Kavernen sollten es ermöglichen, 1480 Gigawattstunden zu lagern.
Die geplanten Kavernen sollen 90 Meter hoch und 40 Meter breit sein. Langfristig sollen sie überschüssigen Strom von Photovoltaikkraftwerken und Windparks speichern. Oberwald befindet sich einige hundert Meter weit von der Trasse der Gas-Pipeline Transitgas entfernt, die die Region Basel mit der italienischen Grenze (Domodossola) verbindet.
Wenn die Resultate der von den Geologen vorgenommenen Stichproben positiv ausfallen, ist eine technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie geplant. Zudem werden Sicherheitsfragen und die Auswirkung auf die Umwelt analysiert. Das Baugesuch wird später folgen. Nach Erhalt der Baugenehmigung dürften die Hauptarbeiten drei bis fünf Jahre dauern. Die Kosten des Projekts werden auf rund 400 Millionen Franken geschätzt.