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Verwilderte Katzen in der Schweiz… ein Problem? Ja, liebe LeserInnen auch die Schweiz ist nicht nur ein Katzen-Paradies. Zu viele verwilderte und verwahrloste Katzen leben hier. Traurig aber wahr: Hunderttausende von Katzen sind herrenlos. Sie vegetieren auf Bauernhöfen, auf Fabrikarealen, in Schrebergärten oder in Gärtnereien vor sich hin. Niemand fühlt sich für sie verantwortlich. Hunger, Krankheiten und Unfälle machen ihnen das Leben schwer. Gegen dieses Elend will kaum jemand etwas unternehmen.
Das Wachstum der Katzenpopulation wird nicht kontrolliert und die Zahl der Katzen nimmt zu. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Einerseits pflanzen sich die herrenlosen Tiere untereinander fort. Andererseits tragen Freigänger-Katzen, welche von ihren Haltern nicht kastriert werden, massgeblich zu einem unkontrollierten Wachstum der Streunerpopulation bei, indem sie sich mit anderen herrenlosen oder Freigänger-Katzen paaren und so ständig für weiteren Nachwuchs sorgen.
Die Schweizer Tierschutzverordnung (Art. 25 Abs. 4 TSchV) schreibt vor, dass ein Tierhalter die zumutbaren Massnahmen treffen muss, um zu verhindern, dass sich seine Tiere übermässig vermehren. Dennoch werden in der Schweiz jährlich schätzungsweise 100'000 unerwünschte Katzen getötet, das heisst erschlagen, ertränkt, erstickt, erschossen oder eingeschläfert.
Weil der aktuelle Wortlaut des Art. 25 Abs. 4 TSchV offensichtlich nicht ausreicht, um die Katzenpopulation tiergerecht zu regulieren, braucht es eine weitere steuernde Massnahme. Die eidgenössische Tierschutzgesetzgebung ist entsprechend anzupassen und eine zwingende Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen aufzunehmen.
Eine Kastrationspflicht für Katzen wurde im Ausland bereits an verschiedenen Orten erfolgreich eingeführt. So passen z.B. in Deutschland gestützt auf § 13b Tierschutzgesetz die verschiedene Städte/Gemeinden ihre Kommunalverordnungen an. Eine Liste der deutschen Städte/Gemeinden mit einer Katzenkastrationspflicht findet sich hier: Tierschutzbund.de. Für Österreich vgl. Anlage 1, Art. 2 Abs. 10 der 2. Tierhaltungsverordnung.
Damit sollen die folgenden Ziele erreicht werden:
Nachhaltige Regulierung der Katzenpopulation ohne Tötungen
Präventive Verhinderung künftigen Katzenleids
Erhöhung der Chancen auf eine Adoption für Tiere aus Tierheimen
Mentalitätsänderung – Katzen werden heute teilweise als „Wegwerftiere“ wahrgenommen, deren Leben nichts Wert ist und die schnell ersetzt werden können
Die Beschränkung der Kastrationspflicht auf „Freigänger“ zielt auf Katzen ab, welche unkontrolliert Sozial- und Sexualkontakte zu anderen Katzen haben können. Halter, welche ihre Katzen nicht kastrieren lassen wollen, können sich dieser Pflicht mit geeigneten Massnahmen entbinden: durch eine strikte Wohnungshaltung oder eine Haltung in einem eingezäunten, ausbruchsicheren Gehege.
Deswegen unterstützt ANIMARIS die Petition, sammelt fleissig Unterschriften und hofft auf breite Unterstützung. Unterschreib auch Du! Wichtige Infos auf www.kastrationspflicht.ch
(alle Infos aus diesem Blog sind von besagter Homepage entnommen)