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- Im Ionischen Meer hat ein starkes Seebeben am frühen Morgen Griechenland erschüttert und viele Menschen aus dem Schlaf gerissen.
- Das Zentrum des Bebens lag nach Messungen verschiedener Erdbebenwarten in der Region um die Insel Zakynthos und hatte eine Stärke zwischen 6,6 und 6,9.
- Tote oder Verschüttete gab es offenbar keine.
«Niemand wurde verletzt. Verschüttete haben wir nicht», sagte der Bürgermeister der Insel Zakynthos, Pavlos Kolokotsas, im Staatsradio. «Es war ein sehr starkes Beben», so Kolokotsas weiter. «Aber schwere Schäden haben wir nicht.»
Gefährdete Region
Die Region des Ionischen Meeres ist latent von Erdbeben gefährdet. Westlich der Inselgruppe verläuft ein tiefer Graben am Meeresgrund, dort treffen die europäische und afrikanische Kontinentalplatte aufeinander. Durch die Reibungen der Platten werden immer wieder starke Beben ausgelöst.
Im Jahr 1953 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Region und kostete fast 500 Menschen das Leben. Fast alle Ortschaften der Inseln Kefalonia und Zakynthos wurden damals dem Erdboden gleichgemacht.
«Zakynthos hat gehalten. Die Menschen gehen langsam zurück in ihre Häuser», sagte der Bürgermeister weiter im Radio. Die Schulen und Behörden blieben geschlossen, damit die Statik der Gebäude überprüft werden kann.
Die Feuerwehr und die Polizei hatten mit dem Tageslicht eine erste Kontrolle in allen Ortschaften der Insel durchgeführt, wie der Zivilschutz mitteilte. Schäden wurden entlang der Kaimauer der Hafenpromenade von Zakynthos-Stadt entdeckt.
Zudem gab es mehrere Strassen, die durch herabgefallene Steine und Felsen gesperrt waren. Bewohner von Zakynthos berichteten, der Strom sei in weiten Teilen der Insel ausgefallen.
Das Seebeben hatte nach der endgültigen Messung des geodynamischen Instituts von Athen eine Stärke von 6,4. Das Zentrum des Bebens lag rund zehn Kilometer unter dem Meeresboden rund 40 Kilometer südwestlich der Insel Zakynthos.
Es hatte sich gegen 2 Uhr in der Nacht zum Freitag ereignet. Gespürt wurde der Erdstoss nicht nur in ganz Griechenland, sondern auch in Italien, auf Malta, in Albanien.