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Unterhaltskosten des Netzes von Telecom Liechtenstein sind höher als angenommen. Der Kauf wird nun voraussichtlich erst im Frühjahr abgeschlossen - oder abgeblasen.
Anfang September hatte Swisscom den beabsichtigten Kauf von Telecom Liechtenstein bekannt gegeben
. Ursprünglich wurde angenommen, dass der Kauf bis Ende Jahr abgeschlossen werden könnte, doch die Übernahme verzögert sich nun und könnte eventuell sogar ganz auf der Kippe stehen. Die seit dem 10. September stattfindende Risikoprüfung (Due Diligence) ist noch immer nicht abgeschlossen. Weitere vertiefte Prüfungen sind notwendig, teilte die Regierung in Liechtenstein heute mit.
Teurere Unterhaltskosten
Zu den noch offenen Punkten gehöre insbesondere die "Fragestellung des zukünftigen Investitionsbedarfs in Teilbereichen der Netzinfrastruktur". Wie Swisscom-Sprecherin Annina Merk gegenüber inside-it.ch erklärt, geht es konkret um Kosten für den Netzunterhalt. Offenbar sind diese höher als in der Schweiz. "Nun muss abgeklärt werden, warum das so ist und ob die Möglichkeit besteht, diese Kosten durch den Kauf zu minimieren", sagt Merk.
Für diese Prüfung brauchen die Parteien mehr Zeit: Man geht davon aus, dass der Kauf erst im Frühjahr abgeschlossen werden könnte. Beide Parteien geben zwar an, dass sie weiterhin an der Umsetzung der Absichtserklärung interessiert seien, doch ein Abbruch ist durchaus realistisch. Swisscom befindet sich derzeit in einer schwierigen Phase
und möchte wohl kaum ein weiteres unsicheres Auslandabenteuer antreten, wenn der Deal nur wenig Synergiepotenzial verspricht. (Maurizio Minetti)