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Auf den strengen, langen Winter folgte ein nasses, kaltes Frühjahr. In den Rebbergen setzte die Vegetation erst mit zwei Wochen Verspätung ein. Mai und Juni brachten keine grosse Besserung, was ebenfalls eine Verspätung der Blüte zur Folge hatte. Vom Hagelschlag Ende Juni wurden unsere Reben nur am Rande betroffen, während andere Weinregionen sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Dank dem trockenen, warmen Klima nach der Sonnenwende, konnten die Reben den Rückstand etwas aufholen. Auch konnte den durch den nassen Frühling begünstigten Krankheiten etwas Einhalt geboten werden. Fast rekordverdächtig mutete der trockene Juli an, und man glaubte doch noch an einen schönen Sommer. Der Herbst brachte jedoch die Nässe zurück und leistete der abzusehenden verspäteten Ernte Vorschub. Mit einer Einbusse von 25% waren die Erntemengen noch kleiner, als nach der schlechten Blüte vorauszusehen war. Am 15. Oktober begann der Leset mit einer Verspätung von zwei Wochen gegenüber einem normalen Jahr. 2013 war der Leset einer der Schwierigsten der letzten zehn Jahre. Um einen optimalen Reifegrade der Früchte zu erreichen, musste auf fast allen Parzellen mit Unterbrüchen geerntet werden. Schlussendlich konnte eine kleine Ernte von jedoch gut gereiften Früchten eingebracht werden. Viele Risiken und Unannehmlichkeiten mussten wir auf uns nehmen, um von jeder Parzelle Trauben mit einem optimalen Reifegrad ernten zu können. Die Arbeit hat sich gelohnt, die Weine sind ausgesprochen frisch und fruchtig. Ein knackiger, süffiger Jahrgang!