Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03368.jsonl.gz/862

Der rasant aufstrebende schottische Popstar hat bereits vor der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP Unterstützung von Radio 1 und Apple Music 1 erhalten, wurde zu einer der «Artist to Watch» Künstlerinnen von Vevo ernannt, erreichte die Top 20 der Viral Charts auf Spotify und hatte ihre ersten TV-Auftritte in Sendungen wie Late Night Berlin.
2021 wird Bow Anderson auf der «New Wave» des britischen Pop reiten. Der Titeltrack ist eine Mischung aus dynamischem Gospel-Pop und kraftvollem R&B und handelt, so Bow, von «einem Neuanfang und dem Loslassen der negativen Menschen in deinem Leben. In «New Wave» geht es darum, sich selbst wertzuschätzen und mit sich selbst im Reinen zu sein, bevor man sich blindlings in Beziehungen stürzt. Erinnere dich an die guten Zeiten aber mach weiter mit einer positiven Einstellung».
Mit «Black Heart» liefert Bow auf der neuen EP zudem einen Song ab, der sich an ihrer Vorliebe zu den 60ern orientiert und durch ihre markante Stimme zu einem rauen, kraftvollen Gesamtwerk wird. «Als Unbeteiligter ist es ziemlich einfach zu sehen, dass jemand nicht gut für einen nahestehenden Freund ist, aber es ist eben ganz und gar nicht einfach, ihm genau das zu erklären. In «Black Heart» geht es darum, für die Person da zu sein und die Scherben des gebrochenen Herzes aufzusammeln».
Geboren und aufgewachsen im Osten von Edinburgh, nahm Bow Anderson als Teenager an Trampolin-Wettkämpfen teil und trainierte mit Athleten, die später Teil der britischen Nationalmannschaft wurden. Doch bevor sie sich ihren Traum erfüllen konnte, beendete ein Unfall ihre Teilnahme an der nationalen Meisterschaft (seitdem hat sie unzählige Operationen hinter sich, da die anfängliche Angst vorherrschte, dass sie nicht mehr laufen könnte). Da sich der Körper, auf den sie ihre Zukunft verwettet hatte, als fehlbar erwies und die Vermutung aufkam, dass Bow nie wieder gehen oder tanzen würde, fand sie stattdessen zu ihrer Stimme. Während ihrer Rehabilitation sang Bows Vater jede Nacht mit ihr, um ihr beim Einschlafen zu helfen. Dies führte dazu, dass sie nach ihrer Genesung direkt nach London zog, um sich hier mit dem Musizieren zu beschäftigen.
Die Songs ihrer «New Wave» EP scheinen hierbei als motivierender Katalysator zu dienen, denn mit ihren ehrlichen und emotionsgeladenen Texten verwandelt Bow offensichtliche Herausforderungen – ob körperlicher, oder emotionaler Herkunft – in eine Quelle der Kraft und Inspiration. Die erste Single «Sweater» wurde parallel zum ersten weltweiten Lockdown veröffentlicht und handelt davon, dass man sich vom Ex trennt aber seine Klamotten weiterhin behält. Der Nachfolger «Heavy» beschreibt den Versuch, über ihn hinwegzukommen, indem man sich versehentlich im Park betrinkt. Und das EP-Highlight «Island» samt des entzückenden Synchronschwimmerinnen-Musikvideos, verkörpert den «New Wave»-Spirit von Frauen, die für sich selbst einstehen und sich sämtlichen Nonsense nicht mehr gefallen lassen. Auch in einer extremen Zeit für neue Künstler sticht Bow Anderson nicht zuletzt durch ihre meinungsstarke EP heraus. Die sportliche Karriere und die Jugendlieben endeten vielleicht aber wie jeder echte Wettstreiter, ist auch Bow Anderson immer noch auf der Jagd nach dem Sieg (und verwandelt dabei alles in Pop-Gold).