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Auf der einen Seite des Behälters betrug die Dosisleistung 4 mSv/h in 25 m Abstand, auf der anderen Seite 0,01 mSv/h im 5 m Abstand. Die SSI hat das Ereignis provisorisch auf Stufe 3 der internationalen Störfallbewertungsskala für Kernanlagen (Ines) eingeordnet.
Der Behälter wurde am 27. Dezember von der schwedischen Firma Studsvik über den Luftweg via Frankreich an die amerikanische SPEC gesandt. Er enthält 366 TBq lridium-192 in fester Form, das für industrielle Zwecke - Produktion von Strahlenquellen für die Radiographie - genutzt wird. Ein Chauffeur der SPEC kontrollierte den Behälter beim Empfang in New Orleans und stellte die erhöhten Strahlenwerte fest. Er dachte zuerst, sein Messinstrument sei nicht in Ordnung und fuhr die Ladung an den Bestimmungsort. Nach der nur zehnminütigen Fahrt zeigte sein Dosimeter 1,6 mSv an. Daraufhin wurden sofort weitere Messungen vorgenommen und der Behälter isoliert. Die Dosis des Chauffeurs wurde auf 3,4 mSv berechnet. Zum Vergleich: Der Jahresgrenzwert für beruflich Strahlenexponierte in der Schweiz beträgt 20 mSv.
Gemäss Studsvik war der Behälter beim Abtransport intakt und zeigte keine erhöhten Strahlenwerte. Der Transporteur FedEx berichtete über keine besonderen Vorkommnisse während der Beförderung der Fracht in die USA. Auch die Auswertung der Dosimeter der Piloten und eine Messung im Cockpit vor dem Abflug hätten keine ungewöhnlichen Werte gezeigt. Gemäss der französischen nuklearen Aufsichtsbehörde DSIN war die Öffentlichkeit beim Transit des Behälters im Pariser Flughafen Roissy nicht exponiert. Bis zur Klärung über den Hergang des Ereignisses hat die SSI die Transporte von Radioisotopen aus der Studsvik sistiert.
Quelle
M.S. nach Medienmitteilungen SSI, 4. Januar und DSIN, 9. Januar 2002