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Kundalini Yoga ist eine Jahrtausende alte Technik der Erfahrung, eine Art "heilige Wissenschaft" in der Tradition der tantrischen Philosophie, nach welcher die weibliche Gottheit ein tragende Bedeutung hat und das ganze Universum von zwei Kräften bestimmt wird: Shakti (Schöpfungsenergie, der weibliche Aspekt) und Shiva (das Bewusstsein, der männliche Aspekt).
Kundalini Yoga arbeitet nicht nur über die körperlichen Übungen und Meditationen, sondern verbindet sich auch mit der dahinterliegenden Essenz durch die Anknüpfung mit der Tradition (parampara, Goldene Kette). Kundalini Yoga schöpft des Weiteren aus dem immensen Wissen des Ayurveda inkl. der Erkenntnis der Tattwas, Gunas und der Chakrenlehre.
Kundalini Yoga gehört zur Form des Raj Yoga, der königlichen Disziplin, ein so genanntes Maha Yoga (höchstes Yoga). Die Yoga-Shika-Upanishaden beschreiben es als kombinierte Praxis von Mantra Yoga, Laya Yoga und Raj Yoga.
Laut Geschichtsschreibung der Sikhs, versammelten sich im 15. Jahrhundert die Oberhäupter aller Yogaschulen unter der Führung von Baba Siri Chand (ein Sohn von Guru Nanak). Gemeinsam entschieden sie, dass in Zukunft die Abstammungslinie über Guru Ram Das (4. Sikh Guru) weitergegeben soll. Dadurch erhielt Kundalini Yoga seine Verbindung zur Sikh-Tradition.
Yogi Bhajan vor einem Bild von Guru Nanak, Gründer des Sikh Dharma.
Sikh Dharma ist eine sehr tolerante Glaubensrichtung. Commitment, Verpflichtung ist ein sehr wichtiger Aspekt.
Es gab 10 Sikh Gurus, und der 11. Guru ist die heilige Schrift der Sikhs: Der Guru Grant Sahib.
Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan ist mit dem Sikh Dharma verbunden. Was aber nicht heisst, dass man Sikh sein muss, um Kundalini Yoga zu praktizieren, und es praktizieren auch bei weitem nicht alle Sikhs Kundalini Yoga.