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Charles Lewinsky: Pantalone wusste schon lange, dass er einer der besten Stilisten und Pointensetzer in Venedig ist. Misstrauisch machte aber die Tatsache, dass er sich gern in sehr seichten Gewässern tummelte (Er schrieb Sitcoms: „Fascht e Familie“ unter anderem) und dass er eine Schlüsselfigur in der Zürcher Unterhaltungs-Oligarchie war. Aber er schrieb auch „Melnitz“. Als er, bejubelt von Roger Köppel, einen Fortsetzungsroman für die Weltwoche zu schreiben begann, liess ihn Pantalone definitiv geistig fallen.
Nun ist er wieder ganz oben in Pantalones Achtung! – Mit seinem Essay im Tages-Anzeiger („Ein Gespenst geht um in der Schweiz. Das Gespenst heisst Eidenbenz“) vom 3. Dezember verdient er sich den Silbernen Pantalone mit Meerblick. Er hat in diesem Text ein grosses Coming-out: Er schrieb diesen Fortsetzungsroman „Doppelpass“ mit dem Populismusopfer Eidenbenz für die Weltwoche in missionarischer Absicht, weil er sie für das Leibblatt aller Populismusopfer hält, und den Verleger und Chefredaktor Roger Köppel für ihren Oberdemagogen. Im Tages-Anzeiger greift Lewinsky seinen Verehrer Köppel frontal an. Wir warten gespannt auf die Replik.
Pantalone hofft, Andreas Thiel (mit seiner mageren Weltwoche-Kolumne), Beat Schlatter (mit seinem peinlichen Auftritt für Schweizer Fleisch) und Massimo Rocchi (mit seiner Rettungskampagne für Cablecom) führen Ähnliches im Schilde.
Aber nun wird Pantalone schon wieder nachdenklich: Ist dieser Essay womöglich nur eine hinterhältige Werbekampagne für Lewinskys Fortsetzungsroman „Doppelpass“, der in diesen Tagen auf den Markt kommt? – 57.45 Prozent finden den Roman wegen der Weltwoche gut, und die restlichen 42.55 Prozent nun wegen dieses Essays? – Nein, wir lassen Lewinsky den silbernen Pantalone und denken diesen Gedanken nicht zu Ende.