Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03215.jsonl.gz/564

Der erste Comic, in dem ein Superheld auftrat und Verbrechen bekämpfte, war Phantom, der 1936 von Lee Falk gezeichnet wurde. Die Serie wird bis heute von verschiedenen Zeichnern und Autoren fortgesetzt. Als erster Superheld überhaupt gilt jedoch Superman, der 1938 von Jerry Siegel und Joe Shuster erschaffen wurde. Superman weist mit seiner geheimen Identität, dem Kostüm und seinen übermenschlichen Fähigkeiten nämlich die üblichen Merkmale eines Superhelden auf, die auch heute noch typisch für Superhelden sind.
Superheldencomics entstanden zuerst in den USA. Das Thema wurde bald darauf auch von Comiczeichnern aus anderen Ländern aufgegriffen.
Darstellung von Superhelden
Die meisten Superhelden haben außergewöhnliche Fähigkeiten wie zum Beispiel telekinetische oder telepathische Kräfte, große Stärke oder eine hohe Regenerationsfähigkeit. Andere sind beispielsweise Kampfsportkünstler oder im Umgang mit Waffen geübt. Sie bekämpfen Verbrecher, wobei viele Superhelden Gegner haben, die in den Comics immer wieder vorkommen, und halten dabei ihre bürgerliche Identität vor der Bevölkerung geheim.
Außer mit ihrem Kampf gegen das Böse haben sie auch oft private Hürden zu überwinden. Das reicht von der Verarbeitung einer tragischen Vergangenheit, in der beispielsweise die Eltern gestorben sind, über Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Meistens wissen die Freunde der Helden nichts um ihre geheime Identität als Verbrechensbekämpfer.
Die Geschichten stellen bei den Kämpfen der Superhelden gegen ihre Gegner oft Gewalt dar und sind dem Action-Genre zuzuordnen. Aber auch Romantik ist häufig das zentrale Thema der Geschichten.
Entwicklung des Superheldencomics
Nachdem die ersten Comics über Superman große Erfolge verbuchen konnten, folgte die Erschaffung weiterer Superhelden. Vor allem während des Zweiten Weltkrieges entstanden viele neue Charaktere mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und Comichefte, in denen ihre Geschichten erzählt wurden. In dieser Zeit wurden Comics hauptsächlich auf qualitativ minderwertigem Papier gedruckt, da das Papier rationiert wurde.
Die Geschichten rund um die Helden sollten der Bevölkerung Mut machen, weswegen unter anderem patriotische Superhelden wie Captain America erschaffen wurden und die Comics vom Bekämpfen des Feindes handelten. Superheldencomics waren zu der Zeit sehr beliebt und die Geschichten fanden in der Bevölkerung Anklang.
Nach Ende des zweiten Weltkrieges nahm die Beliebtheit von Superheldencomics jedoch wieder ab und es wurde behauptet, dass dieses Genre durch die Darstellung von Gewalt zu Jugendkriminalität und dem Vergessen von moralischen Werten führe. Viele Comics wurden daraufhin eingestellt und kleinere Verlage gingen bankrott.
Als 1956 neue Comics rund um ältere, schon bekannte Superhelden veröffentlicht wurden, nahm der Erfolg von Superheldencomics wieder zu. Während der späten 50er-, 60er- und 70er-Jahre wurden viele neue Superhelden erschaffen. Zudem wurde das Hauptaugenmerk nun auf die Charakterentwicklung der Helden gelegt und auch Frauen traten verstärkt als starke Protagonistinnen in Superheldencomics auf.
Bis heute werden regelmäßig neue Superhelden geschaffen und ihre Geschichten als Comics veröffentlicht. Auch dank der Veröffentlichung vieler Filme, die auf den Comics basieren, sind Superheldencomics nach wie vor sehr beliebt.