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Bei der Rosazea handelt es sich um eine schubweise verlaufende, chronische Hauterkrankung hauptsächlich der Gesichtshaut.
Hellhäutige, lichtempfindliche Menschen im mittleren Lebensalter sind am häufigsten betroffen. Wobei Frauen und Männer in etwa gleich häufig betroffen sind.
Die Ursache dieser Erkrankung ist noch nicht gänzlich geklärt und Gegenstand weiterer Untersuchungen.
Falls die Krankheit erkannt und diagnostiziert wird, bestehen gute Behandlungsmöglichkeiten. Da es sich aber um eine chronische Erkrankung handelt, kann die Rosazea nicht vollständig geheilt werden.
Dabei handelt es sich um eine erblich bedingt erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass sich eine bestimmte Krankheit entwickeln wird.
Die Ursache der Rosazea ist noch nicht gänzlich geklärt und Gegenstand weiterer Untersuchungen.
Reaktionen des Immunsystems auf die Haarbalgmilbe Demodex follicularum gelten als möglich Faktoren. Fast alle Menschen sind von diesen Milben befallen aber wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Rosazea Patienten die Dichte dieser Milben auf der Haut besonders hoch ist. Auch eine Labilität des Gefässnervensystems im Gesichtsbereich könnte eine Rolle spielen.
Risikofaktoren für die Entstehung einer Rosazea können folgende sein:
Risikofaktoren eine Rosazea zu verstärken und zu begünstigen:
Die Krankheit verläuft schubweise über mehrere Jahre und manifestiert sich auch mehr oder weniger ausgeprägt.
Stadium 1:
Zuerst bemerken die betroffenen Personen eine errötete Gesichtshaut. Insbesondere Wangen und Nase sowie da Kinn sind betroffen. Oberflächlich sind erweiterte Blutgefässe (Teleangiektasien) sichtbar.
Stadium 2:
Später können Schübe mit Pusteln, Papeln und Knötchen erfolgen.
Im Gegensatz zur Akne fehlen jedoch die Mitesser (Komedomen) und die Pustel geht nicht von einem Haarfollikel aus.
Stadium 3:
Nun kann es auch zu polsterartige Schwellungen durch Flüssigkeitseinlagerungen (Ödeme) kommen.
Mit der Zeit wird die Haut insgesamt dicker, grobporig und die Haut bleibt dauerhaft gerötet.
Bei einer lange bestehende unbehandelten Rosazea kann es mit der Zeit, speziell bei Männern zu überaktiven Talgdrüsen (hyperplastische Talgdrüsen) an der äusseren Nasenhaut kommen und dadurch zur Bildung einer Knollennase, auch Rhinophym genannt.
Die Erkrankung kann rasch voranschreiten, in einem bestimmten Stadium bleiben oder nur einzelne Symptome entwickeln, auch Mischformen sind möglich, sodass der Verlauf dieser Erkrankung sehr individuell ist und die Diagnosestellung manchmal schwierig sein kann.
Auch die Augen sind bei 50 Prozent der Rosazea-Patienten von der Rosacea betroffen. Die Patienten klagen über trockene, brennende rasch ermüdende Augen, Fremdkörpergefühle, Konjunktivitiden (Bindehautentzündungen) immer wiederkehrenden Hagelkörner (Chalazion) sowie über Blepharitiden (Lidrandentzündungen).
Komplikationen einer Rosazea können sein:
Da die genauen Ursachen noch nicht gänzlich geklärt sind und eine genetische Prädisposition eine Rolle zu spielen scheint, gibt es keine Möglichkeit der Erkrankung gezielt vorzubeugen.
Betroffene sollten aber die verstärkenden Faktoren auf jeden Fall möglichst meiden:
Pflege:
Falls ein Verdacht für die Rosazea besteht, empfiehlt es sich einen Hautarzt (Dermatologen) aufzusuchen.
Je früher die Therapie beginnt, desto eher kann die Krankheit unter Kontrolle gebracht werden. Denn bei der Rosazea handelt es sich um ein Krankheitsbild, das unbehandelt zunehmend chronisch verläuft.
Meistens kann die Diagnose anhand des klinischen Erscheinungsbildes gestellt werden. Manchmal ist eine Biopsie zur feingeweblichen Untersuchung erforderlich.
Oft kann das Erscheinungsbild der Rosazea durch eine entsprechende Behandlung wesentlich gebessert und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt oder sogar verhindert werden. Es lohnt sich also die Krankheit so früh als möglich zu therapieren.