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Am Dienstagabend ist der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow im Alter von 91 Jahren gestorben. Seine Arbeit hat Russland und die ganze Welt stark beeinflusst. Von einem russischen Dorf aus schaffte er es bis nach Moskau an die Spitze der Sowjetunion und besuchte auch mehrmals die Stadt Bern, wo er unter anderem im Hotel Bellevue gastierte, wie Fotos aus dieser Zeit zeigen.
Appell gegen Massenvernichtungswaffen
So auch im Dezember 2000, als er das Parlament im Bundeshaus besuchte. Das Thema seiner Rede vor dem Nationalrat war die Bedrohung der Menschheit durch Massenvernichtungswaffen.
In der nachfolgenden Rede wandte sich der Friedensnobelpreisträger in Bern nicht nur an den Nationalrat oder an die Schweiz, sondern an die ganze Welt. Sein Appell: «Keine Massenvernichtungswaffen mehr im neuen Jahrtausend.» Die Welt müsse alles unternehmen, um die Massenvernichtungswaffen zu ächten und die Lager von chemischen, biologischen und nuklearen Waffen zu beseitigen.
Dank an die Schweiz
Ausserdem dankte er der Schweiz für die finanziellen, personellen und diplomatischen Bemühungen im Zusammenhang mit dem weltweiten Abrüstungsprozess.
Weiter führte er aus, dass neutrale und geachtete Länder wie die Schweiz eine wichtige Rolle spielen könnten im Vorwärtsbringen von politischen und gesellschaftlichen Lösungen, die die ganze Welt betreffen.
(pfl)