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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist in einen weiteren schweren Skandal von Klientelismus und Korruption verwickelt. Das geht aus einem Bericht hervor, der am Donnerstag von der 72. Vollversammlung des internationalen Gremiums veröffentlicht wurde.
Unter Verstoß gegen die eigenen Statuten vergab die WHO mitten in der Coronavirus-Pandemie acht Aufträge an die amerikanische Firma BCG Consultancy, zwei davon im Wert von je 5,40 Millionen Dollar.
Allein im letzten Jahr gab die WHO 332,79 Millionen Dollar für die Beratung privater Unternehmen bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie aus.
Unter verwirrenden Bedingungen vergab die WHO acht Aufträge im Wert von 11,72 Millionen Dollar an eine Firma, die im Bericht als „Consultant A“ bezeichnet wird. Das US-Medium vox.com identifiziert es jedoch als BCG Consultancy.
Laut dem Bericht der WHO-Versammlung begann diese Beratungsfirma ihre Arbeit vier Monate vor Erhalt der offiziellen WHO-Vergabe.
Um Gerüchten über Bevorzugung entgegenzuwirken, gab die WHO eine Ausschreibung heraus, auf die sich vier private Firmen bewarben. Um ausgewählt zu werden, mussten sie eine Punktzahl von 42 erreichen, und nur zwei Unternehmen, Berater A und Berater D, erfüllten die erforderlichen Kriterien.
Doch die internationale Institution wollte BCG Consultancy nicht außen vor lassen, also änderte sie kurzerhand die Spielregeln und manipulierte die Ergebnisse.
Kurzum, ein typischer WHO-Betrug, der niemanden in der korruptesten internationalen Körperschaft, die es gibt, überraschen sollte.