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An der Festung Osteuropa gescheitert!
Nicolas Christen nahm als Zweiter der kleinen Schweizerdelegation des Juniorenkaders Greco an den Welttitelkämpfen teil. Am Vortrag scheiterte der von Nationaltrainer Beat Motzer betreute Flavio Freuler aus Oberriet-Grabs in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm in der ersten Runde gegen den Vertreter Ungarns mit einer techn. Unterlegenheit von 0:9 Punkten nach gut zwei Minuten.
Die Auslosung im 32-köpfigen Starterfeld bis 66 Kilogramm brachte Nicolas Christen in der Startrunde Lytvynov Aleksander aus der Ukraine, einer der führenden Ringernationen, hervor. Mit viel Zuversicht begann der Schattdorfer den Zweikampf, doch schon bald zeichnete sich ab, dass der Osteuropäer eine grosse Hürde sein würde. Der Pausenstand von 0:7 Punkten liess nicht mehr viel Spielraum für die zweiten drei Minuten. Eine weitere Verwarnung, verbunden mit einem Punkt für den Gegner, besiegelte nach gut dreieinhalb Minuten das vorzeitige Wettkampfende. Der Schweizer hätte nochmals ins Kampfgeschehen eingreifen können, wenn der Ukrainer, seines Zeichens Zweiter der Jugend-Olympiade im Jahr 2010 in Singapur, in den Final vorgestossen wäre. Leider kam es nicht so weit, denn der Osteuropäer scheiterte in seinem zweiten Kampf mit 5:6 Punkten am Ringer aus Aegypten, welcher seinerseits bis in den Halbfinal vorstiess und dort am Kämpfer aus Aserbeidschan knapp nach Punkten scheiterte. Vorgängig hatte der Aegypter Spitzenringer aus Russland und dem Iran besiegt und wurde schlussendlich mit einem Sieg gegen den Moldawier Cataraga Daniel Broncemedaillengewinner. Diesen erwähnten Cataraga Daniel hatte Nicolas Christen an den Europameisterschaften vom Juni dieses Jahres in der zweiten Runde verloren. Gewonnen wurde die 66-kg-Klasse vom Ringer aus Georgien, vor Vertretern aus Aserbeidschan, Aegypten, Ungarn, Moldawien und der Türkei.
Die Leistung des Urners ist schwer einzuschätzen, musste er doch als Freistil-Kaderringer auf Geheiss des nationalen Verbandes Swiss Wrestling innert Monatsfrist (!) auf die andere Stilart umstellen. Sicher keine optimale und erfolgsversprechende Massnahme. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass das Niveau an Welttitelkämpfen, egal ob im Freistil oder Greco, sehr hoch ist. Auffallend in der Gewichtsklasse bis 66 kg war, dass sich der Grossteil der 32 Teilnehmer aus den internationalen (Spitzen)-Verbänden Europa und Asien zusammensetzte. Einzig je ein Ringer aus den USA (Nord-Amerika) und Aegypten (Afrika) komplettierten das Starterfeld!
Mit diesen Weltmeisterschaften endete für Nicolas Christen die Zeit als Junioren-Kaderringer. Es liegt nun an ihm selbst wie auch an seinen Trainern und dem nationalen Verband festzulegen, in welcher Stilart der Schattdorfer bei den Aktiven international fortfahren wird. Keine leichte, aber eine wichtige Entscheidung für die weitere Karriere des Urners.
Nun gilt es, sich auf die am 13. September 2014 beginnende Mannschaftsmeisterschaft (Heimkampf gegen Willisau) vorzubereiten. Dort kann Nicolas Christen nun sicher in beiden Stilarten, mit internationaler Erfahrung notabene, eingesetzt werden!
Text/Fotos: G.Christen