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Ascona, Madonna della Fontana Partengoria
Die Kirche "Unsere liebe Frau der Quelle, die Sprache schenken kann" liegt an einer der drei Strassen, die von Ascona nach Ronco sopra Ascona führen, an der mittleren und beschaulichsten. Ihre Entstehung geht auf folgende Sage aus dem Mittelalter zurück: "Die Gegend war dem Mailänder Geschlecht Visconti untertan. Dort, wo heute die Kirche steht, war früher eine kleine Waldkapelle. Es begab sich in einem heissen Sommer, dass dort im kühlenden Wald ein von Geburt an stummes Mädchen Vieh hütete. Am Tag zuvor war eine Ziege an Durst eingegangen, und der Herr des Mädchens drohte mit schwerer Strafe, lasse es zu, dass ein weiteres Tier verdurste. Bei der kleinen Kapelle im Wald flehte das Kind die Gottesmutter an, sie möge ihr helfen. Nicht weil sie eine Strafe fürchtete, sondern weil ihr die Durst leidenden Tiere leid taten. Kaum war ihr stummer Ruf verhallt, sprang augenblicklich neben der Kapelle ein Quell aus dem Boden und gleichzeitig löste sich das Band der Stummheit im Hals des Mädchens - ihr wurde die Sprache geschenkt." Seit diesem Tag wird an diesem Ort die Gottesmutter verehrt. Heute steht dort ein Gebäudekomplex, bestehend aus einem Koloniehaus, der Kirche und einer Kapelle, in der die Quelle aus der Leitung sprudelt, Bauwerke, an denen drei Mitglieder der Künstlerfamilie Serodine mitgearbeitet haben. Und immer, egal zu welchen Tages- oder Jahreszeit, immer brennen dort in der Kapelle Kerzen, und es liegen Blumen vor dem Madonnenbild.