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Am Ionischen Meer gegenüber der Insel Korfu, in einer Bucht und von Hügeln umgeben, liegt die Stadt Saranda. Eine Stadt, die sich über die Jahrhunderte entwickelt hat und zu einem beliebtem Feriendomizil wurde. Erholung und Vergnügen sind garantiert.
Eine Stadt im Süden Albaniens, von welcher aus die Insel Korfu zu sehen ist. Die Geschichte und die Weiterentwicklung beginnen bereits in frühen Jahren. So ist belegt, dass 551 Saranda während der Völkerwanderung zerstört wurde und wieder neu aufgebaut werden musste. Im 15. Jahrhundert gehörte die Stadt zum Osmanischen Reich. 1878 wurde die Stadt von griechischen Nationalisten niedergebrannt und musste erneut aufgebaut werden. Im ersten Balkankrieg 1912 wurde die Stadt von Griechen besetzt, welche Saranda auf Grund der dort wohnenden Griechen, beanspruchten. Durch den Druck der Grossmächte räumten die Griechen die Stadt und sie wurde mit Albanien vereinigt.
In den beiden Weltkriegen wurde die Stadt von der italienischen Marine besetzt, welche den Hafen nutzte. Nach dem gescheiterten Angriff auf Griechenland verliessen sie die Stadt und die Griechen besetzten die Stadt erneut. Erst unter der Diktatur von Enver Hoxhas wurde Saranda zum Urlaubsort ausgebaut und erweitert. Jedoch mussten auf Grund des Diktatursturzes einige Betriebe schliessen und durch dies wuchs die Arbeitslosigkeit und Armut in der Stadt.
Auch beim Lotterieaufstand wurde Saranda nicht verschont und die Randalierer verbrannten Kunstwerke aus drei Museen. Die Reste, welche noch erhalten blieben, können heute im «Museu i Tradites» betrachtet werden.
Zwischenzeitlich gehört der Tourismus zum wichtigsten Erwerbszweig der Stadt, was zu einem Wachstum dieser führte. So wurden zahlreiche Hotels und Ferienwohnungen errichtet. Nebst den schönen Stränden und dem Geniessen in den Restaurants und Bars, lohnen sich auch Ausflüge in die nähere Umgebung.
Auf einem Hügel oberhalb der Stadt sind die Ruinen des «Klosters der vierzig Märtyrer» zu finden. Dieses Kloster wurde zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert errichtet und zählt zum Kulturgut Albaniens. Es gilt als Pilgerheiligtum der Spätantike und bis Mitte des 19. Jahrhunderts lebten noch Mönche rund um die Kirche herum. Zerstört wurde das Kloster in einem ersten Schritt durch die griechischen Soldaten und dann durch die Bomben der Alliierten.
Auch eine Fahrt in das ca. 20 km entfernte Butrint lohnt sich, wo eine der bekanntesten archäologischen Anlagen zum Spazieren einlädt. Es wird davon ausgegangen, dass die Besiedlung bereits 800 v. Chr. existierte. Heute finden sich noch architektonische Spuren von hellenischer, byzantinischer, römischer, osmanischer und venezianischer Abstammung. Seit 1992 gehört Butrint zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Empfehlenswert ist auch ein Ausflug zum ca. 30 km entfernten «Blue Eye», einer Karstquelle im Gebirge Mail i Gjerë, welche gleichzeitig die wasserreichste Quelle des Landes ist. Durch den Kalkstein und das Sonnenlicht hat das Wasser eine tiefblaue Farbe, welche der Quelle auch den Namen gibt.
Nach einem ereignisreichen Tag oder auch für den kleinen Hunger bietet Saranda eine Vielzahl an Restaurants und Cafés, welche zum Verweilen einladen.
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