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Die Ukraine hat am Samstag der Opfer der grossen Hungersnot während der Stalin-Zeit gedacht. Präsident Petro Poroschenko und Ministerpräsident Arseni Jazenjuk legten Blumen am Denkmal für die mehreren Millionen Opfer nieder.
Die Hungerkatastrophe in den Jahren 1932 und 1933 war wegen der erzwungenen Kollektivierung der Landwirtschaft durch den sowjetischen Diktator Joseph Stalin ausgelöst worden. Bei der Zeremonie zog Poroschenko eine Parallele zum aktuellen Konflikt mit prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine.
"Auch damals wurde ein nicht-erklärter, aber sehr realer Krieg gegen die Ukraine geführt", sagte Poroschenko mit Blick auf Moskau. "Sie wiederholen die kriminellen Handlungen des Holodomor." Dies ist der ukrainische Begriff für die Hungersnot, die als Trauma bis heute im kollektiven Gedächtnis der Ukrainer fortbesteht.
Während sich die Historiker heute einig sind, dass die verfehlte Agrarpolitik der sowjetischen Regierung unter Stalin für die Katastrophe verantwortlich ist, ist weiterhin strittig, wie weit die Hungersnot auch politisch gewollt war.