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Der Wortschöpfer, Schausänger und Stimmspieler Endo Anaconda schreibt wöchentlich an seinem Alltag weiter und schont sich nicht. Es geht um nichts weniger als Leben und Tod, dazwischen sind sein drittes Kind, Walter - sein Mazda -, Ostermundigen, das Emmental, das Rauchen, das Trinken, die Liebe und wir.
Er hält uns mit seinen Aperçus einen Spiegel vor Augen, in den er so scharf blickt, dass wir uns darin wiedererkennen: Manchmal tut es weh, und manchmal ist es eine wahre Lust. Wir lachen! Wir sind erschrocken! Leben pur, in Sätze gepackt und in Worte gekleidet, die zielgenau mitten in unser Herz treffen.
Endo Anaconda beschreibt ein heutiges Leben auf einem kleinen Flecken Erde: vielleicht ist es das Paradies, vielleicht auch ab und an der nackte Abgrund, auf jeden Fall ist es intensiv und voller Welterfahrung!
Endo Anaconda (geboren 1955 als Andreas Flückiger in Burgdorf, gestorben 2022), Sohn einer österreichischen Mutter und eines Schweizer Vaters, verbrachte seine Kindheit in Biel. Als Fünfjähriger verlor er seinen Vater, einen Polizisten, durch einen tödlichen Unfall. Mit zwölf Jahren wurde er in ein Internat nach Klagenfurt geschickt; später zog seine Familie dorthin nach. In Wien absolvierte er eine Lehre als Siebdrucker. In den frühen 1980er-Jahren kam er in die Schweiz zurück und gründete 1989 mit Balts Nill die Band »Stiller Has«.