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Weitere Luftaufnahmen von Coeuve
Die Burg Coeuve war eine typische kleinere Wasserburg, umflossen vom dortigen Bach, und erhob sich inmitten des Dorfes. Die mauerbewehrten Gräben waren schmäler beim Eingang und weiherartig breit auf der entgegengesetzten Seite. Die Zugbrücke führte in einen ziemlich starken viereckigen Turm; zu dessen linker Seite stand ein kleiner Rundturm (Colombier), zur Rechten die Kapelle, hinter welcher das Wohngebäude war, während die Stallungen auf der andern Seite lagen. Später führte eine schmale Brücke zu den schönen, vorgelagerten Gärten. Längst sind die Gräben ausgefüllt und das heutige Gebäude ist ein Neubau von ca. 1700. - Das Edelgeschlecht von Coeuve ist bereits 1136 genannt und besass zur Burg die grundherrlichen Rechte der Dorfschaft, allerdings mit Ausnahme des grossen Zehnten. Das Wappen der Edlen von Coeuve deutete in interessanter Weise den Namen an: In Blau ein silbernes, aus goldener Wanne (cuve!) steigendes Weib. - Das Schloss kam erbweise an die Brünigkofen, dann an den Bischof und wurde 1646 vom Hauptmann Joh. Peter von Ligerz (aus der jüngern Linie, den sog. Barons de Gléresse) erworben und blieb in Händen der Ligerz bis 1729; es kam dann wieder an die Bischöfe von Basel, die es zu einem hübschen Sommersitz herrichten liessen. Bei der Revolution wurde es versteigert und dann in einen stattlichen Gasthof umgewandelt.
In 1754 hielt sich der Fürstbischof Joseph-Wilhelm Rinck de Baldenstein am Schloss Coeuve auf. Er nahm am Guss der Glocke der Kirche teil und spendete etwas von seinem Geld dafür.
In 1755 liess er im Dorf einen neuen Brunnen bauen und überwachte die Arbeiten daran. Es ist gut möglich, dass es sich um die Waschplätze handelt. Diese Waschplätze werden durch eine Quelle versorgt und wurden zur Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut. In 1894 wurden sie erneuert. Die Bassins der Becken werden zum Teil durch Blechdächer geschützt, die durch Gusseisenträger unterstützt werden. Man findet dort eine Gedächtnisplatte von 1894 für Léon Henzelin, der Bauträger der Konstruktion der neuen Brunnen.
Bibliographie