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Auch Bienen werden krank!
Nur ein gesundes Bienenvolk kann die zentrale natürliche Aufgabe der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen erfüllen. Krankheiten und Parasitenbefall, sowie Futtermangel bewirken eine erhebliche Schwächung des Bienenvolkes verbunden mit deutlichen Leistungseinbussen in der Bestäubung aber auch in der Erzeugung von Honig und anderen Bienenprodukten.
Umwelt- und Haltungsbedingungen haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Bienengesundheit. An erster Stelle sollte daher die Vorbeugung in Form von optimalen Haltungsbedingungen, wie z.B. Standortwahl und gute imkerliche Praxis in der Völkerführung stehen.
"Krank" bedeutet bei Bienen, dass sie entweder von Parasiten befallen sind oder an einer Infektionskrankheit oder einer Vergiftung leiden. Der häufigste Parasit der Honigbiene ist die Milbe Varroa destructor. Infektionen mit bienenpathogenen Bakterien, Viren oder Pilzen treten sowohl bei der Bienenbrut als auch bei den erwachsenen Bienen auf und verursachen oft charakteristische klinische Symptome an Hand derer die Krankheit diagnostiziert werden kann.
Schwache Völker sowie auch altes Wabenmaterial sind ohne entsprechende Vorkehrungen schnell einmal Beute von Wachmotten (Galleria mellonela) und können von Bienen ausgeräubert werden. Durch das ausräubern von kranken Völkern, können die Krankheiten verschleppen werden.