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Eine neue Studie, an der das FiBL Schweiz beteiligt war, empfiehlt die Umweltauswirkungen der Lebensmittelproduktion in die Schweizerischen Ernährungsempfehlungen einzubeziehen.
Während etwa Deutschland und Schweden die Ökologie in ihren Ernährungsempfehlungen für die Allgemeinheit berücksichtigen, fokussieren sich die meisten anderen Länder, darunter die Schweiz, nur auf die menschliche Gesundheit.
Die im Juni in der Zeitschrift The Lancet Planetary Health veröffentlichte Studie plädierte für die offizielle Empfehlung, weniger Fleisch zu essen, um dem Klimawandel entgegenzutreten. Weniger Fleisch essen verringere erstens den CO2-Ausstoss. Ausserdem helfe es auch der besseren Landnutzung, denn die Äcker, auf denen jetzt Futter für die Tiere produziert wird, könnten der menschlichen Lebensmittelproduktion dienen. Tiere würden dann nur auf Grasland gehalten und kriegten Nebenprodukte der Verarbeitung oder Food Waste zu fressen.
Wenn dies aber in grossem Umfang umgesetzt würde, stünde weniger Fleisch zu Verfügung und eine Ernährungsumstellung wäre nötig. Zukünftig sollten bei der Festlegung nationaler Ernährungsempfehlungen auch Umweltaspekte mit berücksichtigt werden, so die Hauptautorin der Studie Anita Frehner vom FiBL. Demgegenüber soll heute laut der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung etwa sechs Mal in der Woche tierisches Protein auf den Teller kommen.
An dem Forschungsprojekt waren neben dem FiBL die Universitäten Wageningen (Niederlande), Zürich (Schweiz) und Cornell (USA) beteiligt. Es wurde vom Schweizerischen Nationalfonds und dem niederländischen Forschungsrat finanziert.
Quelle: The compatibility of circularity and national dietary recommendations for animal products in five European countries: a modelling analysis on nutritional feasibility, climate impact, and land use