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«sportlounge»: Kampf der Giganten auf Kosten des Segelsports
- Montag, 25. Januar 2010, 22:25 Uhr
Schaffen es zwei Milliardäre, der Schweizer Ernesto Bertarelli von Alinghi und der Amerikaner Larry Ellison von BMW Oracle, den America’s Cup zugrunde zu richten und damit dem gesamten Segelsport zu schaden?
Seit über zwei Jahren duellieren sie sich nicht mehr auf dem Wasser, sondern zerfleischen sich auf dem juristischen Parkett.
Was sind die Gründe? Wer ist schuld an diesem Debakel? Wie gefährlich ist der Kampf zwischen den riesigen Hightech-Booten? Wird überhaupt noch einmal gesegelt? Und ist der America’s Cup noch zu retten?
Über diese Fragen diskutierten:
Fred Meyer, Vizepräsident Société Nautique de Genève, dem Yachtclub von Alinghi.
Christian Scherrer, mehrfacher Teilnehmer am America’s Cup und SF-Segelexperte.
Tom Rüegge, passionierter Segler, Olympia-Teilnehmer und ehemaliger CEO Swiss Sailing Team.
Beiträge
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Ursprung des Konflikts
Das juristische Hick-Hack zwischen Alinghi und Oracle spiegelt sich gleich zu Beginn der Sendung in der Diskussion zwischen Fred Meyer und Christian Scherrer. Scherrer sieht als Ursache des Rechtsstreits einen Fehler von Alinghi bei der Wahl des Herausforderers. Fred Meyer bestreitet die Vorwürfe und sagt, dass Oracle auch bei der Wahl von jedem anderen Herausforderer die Entscheidung vor Gericht und nicht auf dem Wasser gesucht hätte. Russell Coutts von Oracle entgegnet im Interview, dass das Syndikat den America’s Cup nicht vor Gericht gewinnen möchte.
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Wenn zwei Milliardäre sich streiten
In einem Beitrag werden die beiden Syndikats-Besitzer Ernesto Bertarelli und Larrys Ellison miteinander verglichen. Für Tom Rüegge kommt die festgefahrene Situation daher, dass «keiner der beiden über den eigenen Schatten springen kann». Fred Meyer beurteilt die Stiftungsurkunde, die «Deed of Gift», als lückenhaft und sieht darin das Hauptproblem der Auseinandersetzung. «Zum ersten Mal in der Geschichte konnte der Gewinner nicht den Ort bestimmen», wettert Fred Meyer über das zuständige amerikanische Gericht.
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Wird ab 8. Februar gesegelt?
Beim Betrachten des Vergleichs der Alinghi 5 und der USA 17, die beiden Boote der Segelteams, schlägt das Seglerherz von Tom Rüegge höher. Er erläutert die zwei unterschiedlichen Konzepte und sieht darin einen sportlich ungleichen Wettkampf. Auch Christian Scherrer glaubt, dass der Trimaran von Oracle bei starken Winden grosse Vorteile gegenüber dem Katamaran von Alinghi hat. In der Schlussrunde sind sich für einmal alle drei Gäste einig: Sie sind zuversichtlich, dass ab dem 8. Februar in Valencia gesegelt wird.