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Nach einer Bauzeit von 3½ Jahren in der Admirality-Werft in St. Petersburg steht die «Severny Polyus» erstmals im Einsatz in der Arktis. Am 2. Oktober 2022 um 7 Uhr morgens auf 82°37′ N 155°31′ E begannen die Arbeiten der russischen Driftstation zur Expedition «North Pole – 41». Die Plattform «Severny Polyus» ist mit 15 Labors ausgestattet, die mit der erforderlichen Ausrüstung ausgestattet ist, um eine breite Palette von Forschungsarbeiten durchzuführen.
Die Plattform wird die Fortsetzung der regulären Forschung in der zentralen Arktis ermöglichen, die 1937 mit der Eröffnung der ersten sowjetischen Station «North Pole-1», unter der Leitung von Ivan Papanin begann. 2013 musste das Programm aufgrund der Eisschmelze und instabilen Eisverhältnissen in der Arktis eingestellt werden.
Die Expedition «North Pole-41» startete im September von Murmansk aus. Das Schiff ist selbstständig am Ort des Einfrierens im Eis angekommen und könnte zwei Jahre lang autonom die Arbeit der Besatzung und der Forschungsexpedition vollumfänglich unterstützen. Geleitet wird die Expedition vom Arctic and Antarctic Research Institute AARI, das schon seit Jahren für die wissenschaftliche Erforschung der Polargebiete verantwortlich ist.
«Severny Polyus» wird an ein Eisfeld andocken
Das Eisfeld für das Festmachen der Station zur 41. Expedition wurde zuvor auf der Grundlage der Ergebnisse der Analyse von Satellitenbildern und der Luftaufklärung des mitgeführten Hubschraubers ausgewählt. Dabei fand «Severny Polyus» das passende Eisfeld und wurde an dessen Rand vertaut.
Der ‘eisige Partner’ der Expedition hat eine Fläche von etwa 42 Quadratkilometern. Wissenschaftler entluden die notwendige Ausrüstung, Transportmittel und wissenschaftliche Ausrüstung auf das Eis. Dort wurden Feldlabore eingerichtet. Die Mitglieder der Expedition werden den Klimawandel in der Arktis untersuchen und die damit verbundenen Vorhersagen testen.
Es wird davon ausgegangen, dass die Plattform von ihrer gegenwärtigen Position durch die Arktis in die Grönlandsee treiben wird. Nach dem Verlassen der Framstrasse wird die «Severny Polyus» dann aus eigener Kraft nach Murmansk zurückkehren.
Heiner Kubny, PolarJournal