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Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) leitet das Projekt „Anti-Counterfeiting Blockathon Infrastructure“[i], das gegen Ende 2023 ein auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT) und Non-Fungible Token (NFT) Modellen basierendes verteiltes Registersystem kreieren soll. Dies wird Inhaber von IP-Rechten ermöglichen, NFTs zu generieren, die die zugrundeliegenden produzierten Waren eindeutig repräsentieren und in einem DLT-Register erfassen würden. Das Resultat ist ein manipulationssicheres und zeitgestempeltes System zur Verfolgung der Lieferkette für die Produktauthentifizierung.
Das vorgeschlagene Peer-to-Peer Portal, auf das die Akteure dann Zugriff haben werden, wird die Form eines open source Programmierschnittstellen (API) Servers haben.
Das EUIPO plant auch die Entwicklung eines Identitätsmanagementsystems, das als Wissensspeicher für die Identitäten der Beteiligten sowie für die Produktstandorte dient.
Da das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt, wäre jede Bemerkung spekulativer Natur. Dennoch ist es nur fair, über die Art und Weise nachzudenken, in der die Gesamtarchitektur versucht, die möglichen Problemfelder in Bezug auf die Abhängigkeit von Orakeln und externen Daten in der gesamten Lieferkette zu beheben oder wie sie das potenzielle Problem des «Single-Point-of-Failure» anspricht, wenn das EUIPO zum einzigen Speicherort für die Identitäten und digitalen Signaturen der Beteiligten wird.
Fragen der Interoperabilität und Skalierbarkeit des Projektes scheinen auch nicht weit hergeholt zu sein, wenn man bedenkt, dass gerade die Interoperabilität zwischen verschiedenen DLT Systemen oft als grösster Nachteil von auf DLT basierenden Initiativen angesehen wird.
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