Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03529.jsonl.gz/2524

Wird die von einem Hacker benötigte Zeit, um in ein Unternehmen einzudringen, um gerade mal zwei Tage verlängert, geben Angreifer ihre durch Profit motivierten Angriffe meist vorzeitig auf.
72 % der Befragten gaben an, dass sie keine Zeit für einen Angriff verschwenden würden, wenn sie nicht schnell an hochwertige Daten gelangen, die sie verwerten können. Eine Mehrheit der Befragten (72 %) ist auf der Jagd nach einfachen, «günstigen» Zielen.
Zeit ist der Feind des Cyberangreifers. Erhöht sich die Zeit, um einen Angriff erfolgreich auszuführen auf 40 Stunden, also etwa zwei Tage, würden 60 % aller Cyberangriffe nicht stattfinden. Im Durchschnitt würde ein technisch versierter Angreifer einen Angriff beenden und sich einem anderen Ziel zuwenden, nachdem er eine gute Woche Rechenzeit (209 Stunden) ohne Erfolg investiert hat.
Das grosse Geld ist ein Mythos. Der durchschnittliche Hacker verdient weniger als 30 000 Dollar pro Jahr durch seine illegalen Aktivitäten. Dies entspricht etwas über einem Drittel des Jahreslohns eines legal arbeitenden IT-Profis mit ähnlichen Fähigkeiten.
Ein hohes Sicherheitsniveau verlängert die erforderliche Zeit, um einen Angriff auszuführen. Die Planung und Ausführung eines Angriffs auf ein Unternehmen mit einer sehr guten IT-Sicherheitsinfrastruktur dauert für einen technisch versierten Cyberangreifer mehr als doppelt so lange (147 Stunden) im Vergleich zu 70 Stunden, wenn ein typisches, durchschnittliches Sicherheitsniveau vorliegt. 69 % der Befragten glauben, dass die Angreifer ihre Anstrengungen beenden würden, wenn ein Unternehmen starke Verteidigungsmassnahmen aufweist.
«Da die IT-Kosten gefallen sind, sind auch die Kosten für die Angreifer, um in ein Unternehmen einzudringen, gesunken. Dies trägt ebenso zum wachsenden Volumen an Bedrohungen und Datenmissbrauch bei. Die Kosten, die Motivationen und den Profit zu kennen, das wird entscheidend sein, um die Zahl der Vorfälle zu verringern. Nur so können wir das Vertrauen in unser digitales Zeitalter wiederherstellen», erklärt Davis Hake, Leiter Cybersicherheitsstrategie bei Palo Alto Networks.
«Die Studie zeigt, wie wichtig Vorbeugung ist. Durch den Einsatz von Sicherheitstechnologien der nächsten Generation und durch eine Präventionsphilosophie können Unternehmen den Profit, den sich die Gegner von einem Cyberangriff erhoffen, erheblich schmälern. Dies geht so weit, dass der Gegner aufgibt, bevor er den Angriff zu Ende führt», erläutert Dr. Larry Ponemon, Vorsitzender und Gründer des Ponemon Institute.
Unternehmen tun gut daran, sich zu einem harten Ziel zu machen. Dabei ist eine Sicherheitsphilosophie mit Schwerpunkt auf Prävention wichtig, statt Vorfälle erkennen und darauf reagieren zu müssen. So werden Angreifer ausgebremst und dazu veranlasst, sich ein leichteres Ziel zu suchen.
Eine Investition in Sicherheitsfunktionalität der nächsten Generation lohnt sich. Herkömmliche punktuelle Lösungen stellen keine grosse Abschreckung für Angreifer dar. Sicherheitsfunktionen der nächsten Generation, die Präventionsmassnahmen automatisieren und sich nicht alleine auf Signaturen oder statische Verteidigung verlassen, sind angesichts der fortschrittlichen Cyberbedrohungen von heute unverzichtbar.
Sinnvoll ist auch eine Netzwerktransparenz für verwertbare Informationen. Eine auf Prävention ausgerichtete Sicherheitsstrategie stützt sich auf nativ integrierte Technologien wie Firewalls der nächsten Generation, Netzwerkintelligenz und Austausch von Bedrohungsinformationen. Verteidiger erhalten so ein klareres Bild von dem, was in ihrem Netzwerk vorgeht – im Vergleich zu einer unübersichtlichen Sammlung punktueller Lösungen, die nicht Hand in Hand gehen.
Palo Alto Report: 06_16.53.pdf
Application Usage and Threat Report: 06_16.52.pdf
Das Ponemon Institute hat für diese Studie 304 Teilnehmer in Deutschland, Grossbritannien und den Vereinigten Staaten befragt. 79 % der Befragten bezeichneten sich als Beteiligte in der Cyberangreifer-Community.