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Ein Luchsweibchen und sein Jungtier sind im vergangenen September in der Nähe von Montricher im Waadtländer Jura vergiftet worden. Die beiden Tiere wurden im Sterben liegend bei einer toten Gämse gefunden und mussten eingeschläfert werden. Die Analysen, die Ende Dezember abgeschlossen wurden, haben ergeben, dass es sich wahrscheinlich um eine absichtliche Vergiftung der Tiere handelte. Die Vergiftung von Luchsen gilt als schwer wiegendes Delikt. Das eidgenössische Jagdgesetz sieht dafür eine Gefängnisstrafe von bis zu zwölf Monaten sowie eine Busse bis zu 40'000.- Fr. vor. Der Täter muss möglicherweise gar mit einer unbedingten Gefängnisstrafe rechnen. Der Luchs steht in der Schweiz unter Schutz. Die Kantone können eine Abschussbewilligung erteilen, wenn ein Luchs innerhalb eines Jahres und innerhalb eines begrenzten Gebietes 15 Schafe oder Ziegen getötet hat.