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In den 30er Jahren durchlief das Land eine schwere wirtschaftliche Krise. Die Zeiten waren sehr hart, die Arbeitslosigkeit hoch und nachdem Amerika seine Grenzen geschlossen hatte, sahen sich viele Familien vor unüberwindlichen finanziellen Schwierigkeiten.
Wie konnte man den Menschen helfen? Man musste mit bescheidenen Mitteln einen Weg finden, den Menschen aus der Misere zu helfen. Eine Gruppe aus dem Verzascatal gründete den „Verein für Heimarbeit“, der am Anfang typische Arbeiten aus dem Tal förderte, um den Menschen Arbeit zu geben: Färben der Wolle mit natürlichen Materialien (einheimische Blätter, Wurzeln und Früchte), Handspinnen, Stricken, Holzarbeiten.
Nach einiger Zeit wurde es nötig, einen stärkeren Verband zu gründen, der sich zum Ziel setzte, die moralischen und materiellen Bedürfnisse der Region bestmöglich zu vertreten. Daraus entstand 1933 die PRO VERZASCA.
Es wurden verschiedene Sektionen mit unterschiedlichen Aufgaben gegründet. Die Sektion Weiterbildung zum Beispiel organisierte Kurse, Vorträge, Volksschulen; die Sektion Landwirtschaft verteidigte die Interessen der Bauern, half bei der Alpbewirtschaftung, vermittelte Arbeitskräfte; die Sektion Tourismus kümmerte sich um die Werbung (Postkarten, Prospekte), Sauberkeit der öffentlichen Plätze, die Instandhaltung der Strassen; die Sektion Heimarbeit organisierte Strick-und Holzkurse, etc.
Ehrgeizig waren die Ziele und zahlreich die in diesen Jahren von der Pro Verzasca ausgeführten Arbeiten. Immer darauf Bedacht auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen und neue kulturelle und ökonomische Entwicklungen der Region zu fördern.
Mit der Zeit veränderte sich natürlich die Aufgabe der Pro Verzasca, man musste mit der Zeit gehen. Geblieben ist das Verarbeiten der Wolle, es ist auch ein Zeitzeugnis an die vergangenen Zeiten. Die Pro Verzasca fördert diese Arbeit mit Stolz und Gewinn. Mehr als 50 Personen arbeiten als Strickerinnen, Spinnerinnen, Mitarbeiterinnen etc.