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Mit der Wahl des FDP-Manns Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten wurden wir in Thüringen gestern Zeugen eines Putsches von Rechts gegen Links. Mit ihrer unredlichen Finte setzte die rechtsextreme Höcke-AfD eine Lawine in Gang, dessen Tragweite weit über Thüringen hinausstrahlt.
Gestern wurde überraschend der FDP-Mann Thomas Kemmerich zum neuen Ministerpräsidenten Thüringens gewählt und beendete damit die fünfjährige Amtszeit von Bodo Ramelow (Linke). In den ersten beiden Wahlgängen lag Ramelow zwar deutlich vor dem parteilosen AfD-Kandidaten Christoph Kindervater, doch verfehlte um drei beziehungsweise zwei Stimmen knapp die absolute Mehrheit von 46 Stimmen. Die CDU enthielt sich. Im dritten und letzten Wahlgang genügte eine relative Mehrheit und die FDP stellte Kemmerich auf. In einer Finte ließ die AfD-Fraktion ihren eigenen Kandidaten fallen und votierte einstimmig für Kemmerich, der mit den Stimmen von CDU und FDP Ramelow schließlich mit 45 zu 44 Stimmen schlagen konnte. Ein Mann, der in der Landtagswahl mit lediglich 73 Stimmen die Fünf-Prozent-Hürde erreichen konnte, wurde Ministerpräsident – das demokratische System zur Farce degradiert.
Erstmals wurde so der Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes mithilfe der rechtsextremen AfD ins Amt gewählt. Eine Welle der Empörung schoss durchs…..