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Raster-Reklassierung über den ModelBuilder
Für umfangreiche Reklassierungen mit Unterstützung des ModelBuilder kann ich folgendes Vorgehen empfehlen, das einen Workaround darstellt, um für mich unverständliche Probleme mit den Spatial Analyst Reklassierungstools zu umgehen.
Das Problem
Die Funktion Reclass By Table funktioniert nur, wenn sich die OUT Values nicht wiederholen. Selbes gilt für Reclass by ASCII. Damit ist es oft nicht möglich die Flexibiltät einer Datenbank beim Ausprobieren umfangreicher Bewertungen zu nutzen. So hatte ich z.B. das Problem, dass rund 600 Einzelkategorien eines Rasters in unterschiedlichen Szenarien auf jeweils 0 bis 100% Skalen bewertet werden sollten. Die einzige Funktion die das zulässt ist Reclassify und im Dialogfenster dieses Tools die 600 Einzelvariablen zu bearbeiten ist schlicht untauglich.
Die Lösung
In Access zuerst die Reklassierungstabelle (Bewertungestab) nach folgendem Schema vorbereiten und komfortabel verschiedenste Szenarien verwalten:
Value | Wert_szenario1 | Wert_szenario2 | etc. 1 50 55 ... 2 75 80 ... 3 80 60 ... ...
Für den Reklassierungsschritt eines GRID von Value zu Wert... wird im Modell die Funktion Reclassify in den Workflow eingefügt. Wird das Modell gestartet ist vorgängig die Funktion Reclassify nach folgendem Vorgehen zu bearbeiten:
- GRID laden und Reclassfunktion auswählen
- Reclass Typ unique Value auswählen und Reclasskonfiguration als Infotable (Reclasstab) in einen Workspace abspeichern
- Die Infotable in ArcMap anfügen
- Die Bewertungstab aus Access abenfalls in ArcMap anfügen
- Join Bewertungstabelle an Reclasstab (Value to Value)
- Calculate Value OUT = Wert_Szenario...
- Tabellen aus ArcMap entfernen.
- Reklassierungsdialog aus Schritt A1 öffnen
- Reklassierungskonfiguration aus veränderter Infotabelle (Reclasstab) laden
- Ausführen
Auf diese Weise ist es möglich die im Infoformat abgespeicherte Reklassierungstabelle des Reclassify-Dialogs einigermassen effizient mit Hilfe von Datenbanktabellen zu verändern und schnell umfangreiche Reklassierungen durchzuführen bei denen sich die OUT-Values wiederholen (was bei Bewertungsschritten ja typischerweise der Fall ist).
Dieses Vorgehen ist zwar zugegeben nicht ganz im Sinne des Erfinders, aber für mich die bisher beste Lösung um wenigstens halbwegs komfortabel auch umfangreiche Reklassierungen mit ArcGIS - Spatial Analyst durchzuführen. Besser Lösungen können hier gerne ergänzt werden. - Danke!