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Man soll mit warmen statt mit kalten Händen geben, sagt der Volksmund – doch damit irrt er in den meisten Fällen. Der Volksmund irrt aber nicht, wenn er sagt: «Spare in der Zeit, so hast du in der Not». Weshalb das so ist, erkläre ich Ihnen im Folgenden:
Stellen Sie sich vor, Ihr Nachbar verschenkt sein Geld, gerät dann in Finanznot und klopft bei Ihnen an: Würden Sie ihm einfach so aus der Patsche helfen? Wohl kaum. Genauso sehen das die Steuerzahlenden. Wieso sollen sie für Ihre Heimkosten aufkommen, während Ihre Kinder die lachenden Dritten sind? Wenn Sie Ihr Vermögen verschenkt (oder als Erbvorbezug verteilt) haben, haben Sie womöglich kein Geld mehr, um die Heimrechnung zu bezahlen. Und geschenkt ist geschenkt: Ihre Kinder müssten Ihnen nichts zurückgeben.