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Diese Massnahme erlaubt es Velos, auf einer Busspur zu fahren. Auf dem Boden wird ein Velo-Piktogramm angebracht. Ohne dieses Piktogramm dürfen Velofahrende die Busspur nicht benutzen.
GUIDE VELO
Massnahmen zur Veloförderung
1.4.6
Infrastrukturen
Diese Massnahme erlaubt es Velos, auf einer Busspur zu fahren. Auf dem Boden wird ein Velo-Piktogramm angebracht. Ohne dieses Piktogramm dürfen Velofahrende die Busspur nicht benutzen.
Eine Busspur, die für Velos zugelassen ist, verbessert das Vorankommen für Velofahrende, indem sie es ermöglicht, Autokolonnen zu überholen oder auf Strassen zu fahren, die für den MIV gesperrt sind. Die Breite der Busspur bietet zudem eine höhere Sicherheit für die Velofahrer:innen im Vergleich zu Autofahrspuren. Diese Massnahme verhindert auch, dass Velofahrende zwischen zwei Fahrspuren für Autos fahren müssen. Sie ist vor allem für Verkehrsteilnehmer:innen geeignet, die sich im Rahmen von Alltagsfahrten auch neben schweren Fahrzeugen wohlfühlen.
Die grösste Herausforderung ist die Koexistenz von Velos und Bussen. Es sollte keine Umweltspur eingerichtet werden, wenn ein Bus die Velos nicht sicher überholen kann (Spurbreite, die einen Sicherheitsabstand zwischen Bus und Velofahrenden ermöglicht; Geschwindigkeitsdifferenz, die ein schnelles Überholen erlaubt). Die Busfrequenz und die Länge des Abschnitts sind ebenfalls zu berücksichtigen. Wenn die Frequenz gering ist oder der Abschnitt kurz, gibt es weniger Herausforderungen für die Koexistenz. Die Geschwindigkeit des Veloverkehrs kann an Bushaltestellen behindert werden, insbesondere wenn die Haltestelle auf der Fahrbahn und nicht in einer «Busbucht» liegt (d.h. rechts versetzt zur Fahrbahn). Die Qualität des Strassenbelags - oft mit Spurrillen, die durch die häufig vorbeifahrenden Busse verursacht werden - kann den Komfort und die Sicherheit für Velofahrende beeinträchtigen. Schliesslich hängt eine gute Einbindung dieses Elements ins Velowegnetz auch von der Gestaltung an Kreuzungen und bei Übergängen ab (Vermeiden, den Vortritt fürs Velo aufzuheben, insbesondere bei der Ausfahrt aus der Busspur).
Es gibt zwei verschiedene Varianten, um die Koexistenz von Bussen und Velos zu ermöglichen. Der erste Fall sieht vor, den Velobereich durch einen Radstreifen abzugrenzen und so die Sicherheit der Velofahrenden zu erhöhen. Bei einer Breite von weniger als 4.2m wird es für einen Gelenkbus schwierig, Velofahrende sicher zu überholen (Velokonferenz Schweiz, 2019). Im zweiten Fall teilen sich Velofahrer:innen und Busse denselben Strassenraum (Umweltspur).