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Australiens neuer Antarktis-Eisbrecher muss bereits wenige Tage nach seiner Marathonreise von den Niederlanden nach Tasmanien repariert werden.
Die Jungfernfahrt des neuen australischen Eisbrechers «Nuyina» musste aufgrund von Problemen mit dem Alarm- und Überwachungssystem verschoben werden. Der Eisbrecher wurde am letzten Samstag offiziell an der Uferpromenade von Hobart vom Stapel gelassen und sollte in der Nacht auf Montag in Richtung Süden fahren.
Premierminister Scott Morrison meinte an der Feier, dass die «Nuyina» das fortschrittlichste Polarforschungsschiff der Welt sei.
„Von Bord der RSV Nuyina aus können Wissenschaftler unbekannte Bereiche der Tiefsee erforschen und den Oberbereich der Atmosphäre untersuchen“, sagte er.
Letzte Tests der Alarm- und Überwachungssystemsoftware des 160 Meter langen und 25.000 Tonnen schweren Schiffes ergaben Probleme, die vor der Abfahrt behoben werden müssen, teilte die ‘Australian Antarctic Division’ mit.
Bereits während ihrer Reise von der Werft in den Niederlanden zu ihrem Heimathafen Hobart erlitt die «Nuyina» im Oktober einen elektrischen Defekt. Kurz vor Ankunft wurde die Besatzung auf einen Fehler in der elektrischen Anlage aufmerksam, die den Antriebsmotor für die Backbordwellenleitung antreibt. Die Reparaturen konnten in Hobart im Rahmen der Garantie abgeschlossen werden.
Nun wird erwartet, dass die «Nuyina» gegen Ende dieser Woche mit 67 Expeditionsteilnehmern und Besatzungsmitgliedern in See sticht. Die Forscher und Techniker, die seit zwei Wochen in Hobart isoliert lebten, sind am Dienstag an Bord des Schiffes gegangen, um Schulungen und Einweisungen zu erhalten.
AAD-Direktor Kim Ellis sagte den Medien, er erwarte kleinere Herausforderungen während der ersten Reise des Schiffes in die Antarktis.
Die «Nuyina» wird 10 Tage benötigen, um die Station Davis zu erreichen, wo sie einige Tage bleiben wird, bevor sie eine viertägige Reise nach Casey und eine siebentägige Reise zurück nach Tasmanien antreten wird. Während der Fahrt werden zudem Projekte zur Meeresforschung durchgeführt.
Im Februar soll zudem eine zweimonatige Forschungsreise beginnen.
Das Schiff sollte ursprünglich 2020 in Tasmanien ankommen, hatte jedoch vor der COVID-Pandemie Bauverzögerungen erlitten.
Heiner Kubny, PolarJournal