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Vom Umgang mit Chaos und Ordnung
Chaos und Ordnung in der Chaosforschung und deren Bedeutung für die Analytische Psychologie. Lic. phil. Lorette Tobler
Vor über 20 Jahren befasste ich mich in einer Arbeit mit der Theorie der Synchronizität von C.G.Jung und las dazu das Buch von C.A. Meier: „Ein Briefwechsel“, worin ein jahrelanger Dialog zwischen dem Physiker Wolfgang Pauli und C.G.Jung geschildert wird. In diesem Dialog ging es den beiden um Themen der Theorienbildung, Synchronizität und Traumdeutung und wie eine Verbindung zwischen Physik und Psychologie gefunden und wissenschaftlich dargestellt werden kann.
Pauli, der mit anderen führenden Physikern an der Quantentheorie mitarbeitete, interessierte vor allem, welche psychischen Strukturen am Prozess der Theorienbildung mitwirken. Er wandte sich dazu den Archetypen und seinen Träumen zu. Jung suchte eine Verbindung zwischen Geist und Materie und eine Ergänzung zum Kausalitätsprinzip. Diese Ergänzung sah er in der Synchronizität.
Damals fiel mir das Buch von Peat und Briggs über die Entdeckung des Chaos in die Hände. Ich fand in den Konzepten der Chaosforschung erstaunliche Ähnlichkeiten zur Thematik zwischen Jung und Pauli.
Der Vortrag befasst sich kurz mit einigen Konzepten der Chaostheorie und Analogien zur Analytischen Psychologie, insbesondere anhand des Pauli-Jung-Dialogs.
Angaben zur Referentin: Studium der Psychologie und Psychopathologie in Basel und Zürich. Anschliessend Arbeit in verschiedenen Institutionen; u.a. in der Erziehungsberatung, Kinderklinik Lörrach, psychiatrische Klinik Wil SG. Ausbildung in Analytischer Psychologie am C.G.Jung-Institut in Küsnacht. Seit 1995 in eigener Praxis tätig. Heute in der Gruppenpraxis an der Sattelgasse 4 in Basel. Verheiratet, 2 erwachsene Kinder, 4 Enkel