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Das grenzte schon fast an Majestätsbeleidigung – zumindest für Cristiano Ronaldo. Der 36-jährige Portugiese spielte beim 3:1-Sieg von Manchester United bei Brentford nach seinen muskulären Problemen zwar wieder von Beginn an, wurde von Trainer Ralf Rangnick in der 71. Minute aber für Harry Maguire ausgewechselt. Und das schmeckte dem fünffachen Weltfussballer gar nicht.
Als er vom Platz schritt, machte er überdeutlich, dass er die Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen kann. Zunächst klatschte CR7 zwar mit Rangnick ab, war dabei aber sichtlich gefrustet. Erst warf er eine Jacke zu Boden, dann fragte er den sich ebenfalls wieder setzenden Rangnick, warum er ausgewechselt wurde. «Wieso mich? Warum hast du mich ausgewechselt?», schnaubte Ronaldo.
Nach dem Spiel erklärte Rangnick, was er Ronaldo geantwortet und warum er ihn ausgewechselt hatte. «Ich sagte ihm, dass ich eine Entscheidung für das Team treffen musste. Wir wollten nicht den gleichen Fehler machen wie gegen Aston Villa, als wir 20 Minuten Schluss ebenfalls 2:0 führten und noch den Ausgleich kassierten. Deshalb wechselte ich auf eine Fünferkette. Natürlich war Cristiano nicht glücklich, schliesslich ist er ein Torjäger und wollte noch einen Treffer erzielen. Vielleicht wird er es in ein paar Jahren verstehen, wenn er selbst Trainer ist.»
Als der ebenfalls eingewechselte Marcus Rashford sechs Minuten später das zwischenzeitliche 3:0 machte, flüsterte Rangnick etwas in Ronaldos Ohr, woraufhin sich CR7 beruhigte. Der United-Trainer dazu: «Ich habe nicht erwartet, dass er mich nach der Auswechslung umarmt. Er ist ein Torjäger und wäre gern auf dem Platz geblieben und hätte vielleicht getroffen, aber es war wichtiger, kompakt zu bleiben. Und als wir trafen, habe ich genau das zu ihm gesagt», führte Rangnick aus und erklärte, dass er keinerlei Probleme mit Ronaldo habe. «Es ging nicht um Cristiano, sondern um das Team. Ich würde es immer wieder so machen.»
In der Tabelle liegt ManUnited trotz des 3:1-Siegs in Brentford weiterhin nur auf Platz 7, zwei Punkte hinter Champions-League-Rang 4. Zu wenig für die Ansprüche der «Red Devils» – und auch für die von Ronaldo. Die englische «Sun» berichtete zuletzt, dass sein Berater Jorge Mendes dem Verein bereits mitgeteilt habe, dass sein Star-Spieler den Verein noch einmal wechseln könnte, sollte sich die United nicht für die Königsklasse qualifizieren.
Unfassbar endete die zweite Nachholpartie des gestrigen Abends: Steven Bergwijn krönte sich beim 3:2-Sieg von Tottenham Hotspur bei Leicester City zum grossen Helden. Der Niederländer war erst in der 79. Minute ins Spiel gekommen und sorgte mit seinen Treffern in der 95. und 97. Minute noch für die rekordträchtige Last-Second-Wende.
Noch nie zuvor hatte ein Team, das in der Premier League so spät in Rückstand lag, noch gewonnen. Die bisherige Bestmarke hielt Manchester City, das 2012 gegen die Queen's Park Rangers nach einem 1:2-Rückstand nach 91:14 Minuten noch gewinnen konnte.
94:52 - Tottenham have beaten Leicester despite trailing after 94 minutes and 52 seconds, overtaking Manchester City 3-2 QPR in May 2012 (91:14) as the latest a team has been losing but gone on to win in a Premier League match. Incredible. pic.twitter.com/gzxKT6pgsn— OptaJoe (@OptaJoe) January 19, 2022
Mit seinem ultraspäten Doppelpack sorgte Bergwijn quasi im Alleingang dafür, dass sein Trainer Antonio Conte auch nach neun Premier-League-Spielen als «Spurs»-Trainer noch immer ungeschlagen ist. Der sechste Sieg unter dem Italiener bringt Tottenham wieder ganz nah an die Champions-League-Plätze. Nur noch einen Punkt liegt man hinter dem viertplatzierten Stadtrivalen West Ham United, das allerdings drei Partien mehr ausgetragen hat. (pre)
Die spanische Sport-Zeitung «Marca» postet jeden Morgen ihre Titelseite auf Twitter. Normalerweise ruft der Beitrag nicht allzu viele Reaktionen nach sich, doch am Montagmorgen ist für einmal alles anders. Denn die «Marca» präsentierte vor einem Umriss des afrikanischen Kontinents die «Africa Power» von Real Madrid.