Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03656.jsonl.gz/231

Die Gebäude mit den Nummern 75 und 77 an der Freiburger Perollesstrasse stammen aus dem Jahr 1934. Derzeit werden dort die originalen Holzfenster durch Fensterrahmen aus Metall und Plastik ersetzt. Das gehe so nicht, findet der Verein Pro Fribourg und fordert Oberamtmann Carl-Alex Ridoré auf, die Arbeiten zu stoppen und die Situation genau zu evaluieren. Die beiden Gebäude lägen in einem Perimeter des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) und seien im neuen Ortsplan der Stadt Freiburg in der Schutzkategorie 1 aufgelistet, schreibt Pro Fribourg in einem Brief, den der Verein gestern an den Oberamtmann geschickt hat und der den FN vorliegt. Es sei untragbar, die Originalfenster auf diese Weise zu ersetzen, wenn man doch offensichtlich über den architektonischen Wert der Häuser Bescheid wisse. «Der Ersatz der Fenster verändert auf brutale Weise den Charakter der Fassaden der beiden Gebäude.»
Pro Fribourg fordert darum vom Oberamt, die Arbeiten umgehend zu stoppen und zu verhindern, dass die bereits entfernten Originalfenster entsorgt würden. Danach solle der Oberamtmann eine öffentliche Auflage des Projekts durchführen, wie das Gesetz es für solche Gebäude verlange. Nur so könne Pro Fribourg seine Rechte wahrnehmen und gegen die Arbeiten Rekurs einreichen.