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Das sich derzeit formierende Initiativkomitee hat zum Ziel per Volksinitiative die Gebiete Oeschwiese am See, Rötelberg, Zurlaubenhof und Meisenberg, die sogenannten Perlen von Zug, vor weiteren Überbauungen zu bewahren.
Ich erachtet das Anliegen der Initianten als grundsätzlich nachvollziehbar, stosse mich aber daran, dass 4 topografisch und geografisch unterschiedliche Gebiete über einen Kamm geschert werden. Die im Rahmen der letzten Ortsplanungsrevision bereits in Kraft gesetzten Regeln und Vorschriften zum Schutz der Perlen sind ausreichend. Dass die Situation im Salesianum (oder auch im Hänibuel) nicht zufriedenstellend ist, ist nicht das Problem von zuwenig Vorschriften oder Regelungen sondern von deren Umsetzung. Die Initiative bringt ein Problem auf den Tisch, welches in Zug allgegenwärtig, jedoch nicht auf die 4 in der Initiative genannten Gebiete beschränkt ist. Die Verantwortung, diese Vorschriften und Regeln zu interpretieren und um- und durchzusetzen, liegt bei der städtischen Exekutive.
Das in der Initiative angeführte Beispiel Guggiwiese, welche 1980 im Rahmen einer Volksinitiative vor einer geplanten Bebauung geschützt wurde, ist ein unangefochtener Erfolg, wobei zu bemerken ist, dass die damals geplante Bebauung den Guggihügel freigelassen hätte und mit der Initiative und dem folgenden Kauf des Grundstücks durch die Stadt, die bereits damals bestehende ‚Bauverbotszone’ einfach vergrössert wurde.
Das Beispiel Guggiwiese zeigt auf, dass die Lösung in der gebietsspezifischen Betrachtung liegt.
Ein faktisches Bauverbot über alle 4 Gebiete zu legen, ist keine zukunftsfähige Lösung, da es kein Platz für zukünftige Entwicklungen lässt. Was, wenn auf der Oeschwiese am See in Zukunft eine öffentliche Nutzung entstehen könnte!? Der Stadt wären die Hände gebunden.
Zusätzlich sind sämtliche in der Initiative genannten Grundstücke in privater Hand. Dass sich die Stadt dazu verpflichtet, die 4 Grundstücke an bester Lage zu Marktpreisen zu erstehen, erachte ich nicht sinnvoll. Natürlich kann die Stadt die Grundstücke so einzonen, oder die bestehende Zonierung so interpretieren, dass ein günstiger Preis daraus resultiert. Dies würde aber unweigerlich rechtliche Prozesse einläuten, welche den Verkauf an die Stadt drastisch verlängern, wenn nicht verunmöglichen und zu grossen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen von Seite Stadt führen.
Ich erkenne die Problematik, welcher sich die Initiative annimmt.
Für sogenannte ‚Perlen’ in Zug müssen Konzepte auf dem Tisch liegen. Wenn die Stadt solche Teilgebiete als Perlen ausscheidet, muss sie darum besorgt sein, dass diese entsprechend qualitativ auf höchstem Niveau in die Zukunft geführt werden und gemeinsam mit den Eigentümern Strategien entwickelt werden.
Ich bin überzeugt, dass unter Einbezug sämtlicher Eigentümer und der Stadt, und nicht durch die Verstaatlichung privaten Eigentums, die besten Lösungen erreicht werden!