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Der dänische Fussballer Christian Eriksen erlitt 2021 während eines EM-Spiels einen Herzstillstand. Dank sofortiger Reanimation trug er keine bleibenden Schäden davon. Was Sie in einem solchen Fall tun können.
Ein Herzstillstand kann überall geschehen: beim Wandern oder Skifahren, in der Migros im Tram, zu Hause oder auf der Strasse. In der Schweiz brechen jährlich rund 8000 Menschen mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand zusammen. Nur fünf Prozent der Betroffenen überleben. Denn die wenigsten Patientinnen und Patienten können durch die Rettungsdienste innerhalb der kritischen Frist von drei bis fünf Minuten erreicht werden. Darum ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist, wenn das Herz eines Menschen nicht mehr schlägt.
Die Person fällt um oder sinkt vom Stuhl. Sprechen Sie die Person laut an und schütteln Sie sie. Reagiert sie nicht und ist die Atmung nicht normal, ist ein Herz-Kreislauf-Stillstand sehr wahrscheinlich.
Bei vier von fünf Menschen wird der Herz-Kreislauf-Stillstand durch Kammerflimmern ausgelöst. Diese plötzliche Rhythmusstörung kommt einem elektrischen Gewitter oder Chaos im Herzen gleich. Das Herz erbringt dann keine genügende Pumpleistung mehr.
Rufen Sie nach Hilfe, alarmieren Sie den Notruf 144 und beginnen Sie mit der Herzmassage. Sind mehrere Personen anwesend, beauftragen Sie jemanden, den Anruf zu tätigen.
Halten Sie mit der Hand die Stirn fest, überstrecken Sie den Kopf und heben Sie das Kinn an. So können Sie die Atemwege kontrollieren und allfällige Speisereste oder gegebenenfalls ein Gebiss entfernen.
Den Handballen auf die Brustmitte, etwas unterhalb der Brustkorbhälfte, legen und pro Minute mit gestreckten Armen und aufeinander gelegten Händen 100- bis 120-mal pro Minute kräftig von oben drücken – etwa im Takt des Bee-Gees-Hits «Stayin’ Alive». Dabei sollte sich der Brustkorb jeweils etwa fünf bis sechs Zentimeter senken. Setzen Sie die Herzmassage fort, bis der Rettungsdienst eintrifft oder die Atmung wieder einsetzt. Wechseln Sie sich wenn möglich mit anderen Personen ab. Herzmassage ist anstrengend.
Ein Defibrillator. Er stoppt das Kammerflimmern. Aber bis ein «Defi» verfügbar ist – und auch nach erfolgreicher Defibrillation –, muss das Herz mithilfe einer Herzmassage unterstützt werden. In den allermeisten Fällen sind Herz-Lungen-Wiederbelebung und Defibrillator ein untrennbares Paar.
Das offizielle Symbol für einen automatischen externen Defibrillator (AED) in der Schweiz ist ein weisses Herz mit Blitz auf einem grünen Hintergrund. Schicken Sie wenn möglich jemanden los, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich ein «Defi» in der Nähe befinden könnte – so etwa in grösseren Supermärkten, Bahnhöfen oder anderen stark frequentierten Räumen. Sobald der AED eintrifft: Schalten Sie ihn ein, kleben Sie die Elektroden gemäss Abbildung auf der Verpackung auf und folgen Sie den Anweisungen.
Für den Fall, dass man sich nicht mehr an das Vorgehen dieser Ersten Hilfe erinnern kann, gibt es die App «Help Notfall» der Schweizerischen Herzstiftung. Die App führt Sie Schritt für Schritt durch die Reanimation – und bietet auch Handlungsanleitungen bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Verdacht auf Hirnschlag.
Mit einem BLS-AED-SRC-Kurs des Schweizerischen Samariterbundes sind Sie im Notfall vorbereitet.
Schalten Sie das Gerät ein. Bringen Sie die beiden Elektroden an der Brust des Opfers an. Und haben Sie keine Angst: Das Gerät nimmt Ihnen jede Entscheidung ab, indem es klare akustische Anweisungen gibt und den Elektroschock nur bei Bedarf abgibt. Das Gerät erkennt selbständig, ob die Elektroden richtig angebracht sind, liest das Elektrokardiogramm (EKG) und stellt die Diagnose. Nur wenn ein potenziell tödliches Kammerflimmern vorliegt, erteilt das Gerät die Aufforderung zum Auslösen des Elektroschocks.