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Im Rahmen der Vereinbarung erhalte CR Gosun eine exklusive Lizenz für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Ceftobiprol im Vertragsgebiet. Basilea wiederum erhalte mit Abschluss der Vereinbarung eine Abschlagszahlung in Höhe von 3 Mio CHF und hat bei Erreichen vorab definierter regulatorischer und kommerzieller Meilensteine Anspruch auf weitere Zahlungen von bis zu rund 145 Mio CHF.
CR GOSUN TRÄGT KOSTEN
CR Gosun wiederum trägt alle Kosten für Aktivitäten in den Bereichen Zulassung und Entwicklung, einschliesslich zur Durchführung klinischer Studien, die zum Erhalt der Marktzulassung im Vertragsgebiet notwendig sind.
Zunächst werde Basilea das chinesische Unternehmen mit dem Produkt zu einem Transferpreis beliefern. Sobald CR Gosun Ceftobiprol selber herstellt, werde Basilea gestaffelte umsatzabhängige Lizenzzahlungen (Royalties) im zweistelligen Prozentbereich auf die erzielten Produktumsätze erhalten.
Ceftobiprol ist bislang in 13 europäischen Ländern sowie mehreren Ländern ausserhalb Europas zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit ambulant und im Spital erworbener Lungenentzündung (CAP, HAP) zugelassen, mit Ausnahme der beatmungsassoziierten Pneumonie (VAP).
CEFTOBIPROL IST WICHTIGER BAUSTEIN IN FORSCHUNGS-PIPELINE
Ceftobiprol gehört zu den wichtigen Wirkstoffen von Basilea. Wie CEO Ronald Scott anlässlich der Halbjahreszahlen im August gegenüber AWP betont hatte, zählt die Zusammenarbeit mit der US-Behörde BARDA (Biomedical Advanced Research and Development Authority) zu einem der wichtigen Projekte seines Unternehmens.
Von ihr hatte Basilea im Sommer die Zusage über zusätzliche 54,8 Mio USD erhalten. Mit den Mitteln werde man nun die beiden Phase-III-Programme zur weiteren Entwicklung von Ceftobiprol vorantreiben. "Ich gehe davon aus, dass wir die erste Studie zur Behandlung akuter bakterieller Haut- und Hautstrukturinfektionen (ABSSSI) noch im vierten Quartal 2017 starten und die zweite, zur Behandlung von Blutinfektionen in der ersten Jahreshälfte," hatte Scott in dem Gespräch im August angekündigt.
Gleichzeitig hatte Scott klargestellt, dass Basilea in seiner Forschung und Entwicklung auch weiterhin darauf konzentriert sei, Resistenzen zu überwinden. Das betreffe alle Indikationen, in denen das Unternehmen derzeit aktiv sei, also Pilzinfektionen, Onkologie und Antibiotika.
An der Börsen bauen die Aktien bis 10.15 ihre zunächst verhaltenen Gewinne auf 1,7% aus. Der Gesamtmarkt (SPI) steht zeitgleich um 0,07% tiefer.
hr/ra
(AWP)