Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03454.jsonl.gz/599

London - Bei der Wahl zum britischen Unterhaus hat es gemäss ersten Prognosen keine klare Mehrheit gegeben. Nachwahlbefragungen der BBC ergaben ein sogenanntes "Hung Parliament", eine Hängepartie.
Demnach werden die Konservativen unter Führung von David Cameron stärkste Kraft mit 307 Sitzen - 19 weniger als für eine Mehrheit notwendig wären. Premierminister Gordon Brown und seine Labour-Partei kämen auf 255 Sitze.
Die Liberal-Demokraten von Parteichef Nick Clegg erhielten 59 Sitze - was für sie eine grosse Enttäuschung wäre. Labour müsste im Vergleich zur zurückliegenden Wahl 2005, als sie 356 Mandate errang, erdruschartige Verluste hinnehmen.
Insgesamt waren 650 Sitze im britischen Unterhaus, dem House of Commons, zu vergeben. Erreicht keine der Parteien die absolute Mehrheit von 326 Sitzen, würde die Initiative zur Regierungsbildung laut Wahlrecht bei Amtsinhaber Brown liegen. Mit dem amtlichen Ergebnis wird im Laufe des Tages gerechnet.
Das Interesse an der Wahl in Grossbritannien war ausserordentlich hoch. Schon am Morgen strömten Millionen in die Wahllokale. Die Wahlbeteiligung wird mit rund 66 Prozent deutlich höher erwartet als 2005, als 61,4 Prozent der Stimmberechtigten an die Urnen gingen.
Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: <email-pii>