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Was ist "Seegfrörni"?
Ein Jahrhundertert-Ereignis am Zürichsee wird "Seegfrörni" genannt. Damit bezeichnen die Zürcher den Zustand, dass der Zürichsee vollständig zugeforen ist und man darauf auch gehen kann.
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Der fünftgrößte See in der Schweiz, der Zürichsee, hat genau einen Abfluss und dieser findet sich am Zürichsee direkt bei der Stadt Zürich - die Limmat. Zuflüsse gibt es mehrere, aber der Hauptteil des Wassers, das im Zürichsee ist, kommt über den Fluß Linth (bzw. den Linthkanal). Weitere Zuflüsse aus den unterschiedlichen Gemeinden in der Region sind noch Jona, Aabach, Wägitaler Aa und der Wehrenbach (Hornbach, Wildbach, Rietbach, Höibach).
Disclaimer: Wir sind selbst nicht als Restaurant am Zürichsee aktiv, wir bieten diese Plattform völlig neutral an und betreiben weder eine Bar noch ein Restaurant oder ein Hotel am Zürichsee in der Schweiz.
Es gibt natürlich viele kleinere Zuflüss in den Zürichsee, als in der Aufstellung oben angegeben ist. Wir haben die Hauptzuflüsse zum Zürichsee und auch den Hauptabfluss vom Zürichsee hier zusammengestellt.
Von allen Zuflüssen, die der Zürichsee hat und die auch relevante Wassermengen zum See beisteuern ist nur ein Zufluss tatsächlich im Kanton Zürich zu finden. Alle anderen großen Zuflüsse sind bereits im Bereich des Obersee im Süden und Osten des Zürichsee mit ihren Einmündungen zu sehen.
Die Linth bzw. der Linthkanal ist der wichtigste Zufluss zum Zürichsee, insbesondere dann, wenn man es an der Wassermenge misst, die in den Zürichsee über diesen Zufluss gelangt. Die Linth fließt im Gemeindegebiet von Schmerikon in den Zürichsee, direkt neben einigen kleineren Hafen-Anlagen, wo sich auch die Restaurants von Schmerikon sammeln. Die Linth durchfließt auf ihrem Weg die Kantone Glarus, Schwyz und schließlich St. Gallen, wo der Fluß in den Zürichsee mündet.
Die weiteren relevanten Zuflüsse zum Zürichsee sind im Kanton St. Gallen die Flüsse Aabach (ebenfalls bei Schmerikon) sowie die Jona (östlich von Rapperswil-Jona) und aus dem Süden, vom Kanton Schwyz die Wägitaler Aa, die in der Region der Gemeinde Lachen in den Zürichsee mündet. Außerdem, wie oben schon angemerkt, gibt es eben noch den Wehrenbach, der in unmittelbarer Nähe des Strandbad Tiefenbrunnen in den Zürichsee mündet. Der Zürichsee mit seinen rund 3,9 Kubikkilometern Wasser - das ist eine Menge von 3.9<ip-pii> (also 3,9 Billiarden) Liter - lebt von diesen Zuflüssen, die aus dem Umfeld der schweizer Berge kommen und viel sauberes, hochqualitatives Wasser dem Zürichsee zuführen.
Aus dem Zusammenfluß von Goldingerbach und Ranzach entsteht schließlich im Kanton St. Gallen auf einer Höhe von 439 Metern über dem Meeresspiegel der Aabach. Auf diesen letzten 2,7 Kilometern fließt der Aabach dann hinunter nach Schmerikon, wo der Aabach letztlich in den Zürichsee beim Linthkanal (Hauptzufluss zum Zürichsee) mündet. Auf dieser Strecke verliert der Aabach nur noch 33 Höhenmeter.
Ein ebenfalls sehr schöner Fluß, der sein Wasser von den Hügeln herunter aus dem Kanton Zürich schließlich in den Kanton St. Gallen durch schöne Waldlandschaften trägt ist der Jona. Der Fluß ist auch Namensgeber der gleichnamigen Ortschaft "Jona" die heute ein Teil der Gemeinde Rapperswil-Jona ist. Die Jona entspringt auf einer Höhe von 917 Metern über dem Meeresspiegel am Schufelberg. Sie mündet nach einer Flußstrecke von 18,8 Kilometern schließlich bei Jona in den Obersee, also in den südöstlichen Teil des Zürichsee vor dem Damm in Rapperswil.
Im Unterschied zu allen anderen Zuflüssen des Zürichsee kommt die Wägitaler Aa direkt aus einem anderen See. Die Wägitaler Aa ist gleichzeitig der Abfluss aus dem Wägitalersee, der sich an der Grenze von Vorderthal und Innerthal im Kanton Schwyz befindet. Der Wägitalersee ist übrigens ein Stausee auf dem sich auch ein Wasserkraftwerk befindet, das die Stadt Zürich mit Elektrizität versorgt. Nach der Gemeinde Vorderthal ist auf der Wägitaler Aa noch einmal ein Stausee ebenfalls mit einem Kraftwerk. Der Fluß hat insgesamt eine Länge von 14,3 Kilometern und verliert auf der gesamten Länge etwa 494 Meter an Höhe zum Meeresspiegel, bevor er dann bei Lachen in den Zürichsee mündet.
Ob Hornbach oder Wehrenbach, es ist der letzte relevante Zufluss in den Zürichsee, der vor dem großen Abfluss noch Wasser in den See liefert. Der Wehrenbach ist unter mehreren Namen geläufig nicht nur unter der Schreibweise ohne "h", also "Werenbach", sondern auch unter Hornbach, Wildbach, Rietbach und Höibach. Er fließt ziemlich genau beim Strandbad Tiefenbrunnen in den Zürichsee, dort ist er aber relativ unbemerkt, weil der Großteil des Baches in der Ortschaft und auch unter der Bellerivestraße bereits unterirdisch geführt wird. Eigentlich sieht man den Wehrenbach dann nur ganz vorne beim See aus der Erde herauskommen und schon nach wenigen Metern in den Zürichsee fließen. Weiter oben Flußaufwärts ist das natürlich anders, bei seinem Ursprung zwischen Ebmatingen und Zumikon (am Westhang des Wassbergs) fließt er durch die Trichtenhauser Mühle zwischen Zollikerberg und Witikon durch das Wehrenbachtobel. Das Wehrenbachtobel ist eine der ausgeprägten Tobellandschaften von Zürich. (Ein Tobel ist übrigens ein enges Tal oder eine Schlucht mit einer Trichterform und meistens einem engen Ausgang aus dem Tal, so nennt man solche geologischen Formen in dieser Region, also in der Region wo oberdeutsche Dialekte gesprochen werden und damit nicht nur in Teilen von Österreich sondern eben auch in der Schweiz und in Süd/West-Deutschland. Etwas weiter vom Zürichsee entfernt übrigens gibt es beim Hornbach, wenn er durch die Wälder fließt bevor er dann in der Ortschaft ankommt und unterirdisch verläuft, sehr schöne kleine Wasserfälle, die auch als Attraktion zu besuchen sind - etwa dort, wo der Fluß parallel zur Drahtzugstraße (Zürich) verläuft.
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Der Hauptabfluss des Zürichsee ist die Limmat, eben nicht zu verwechseln mit der Linth - die den Hauptzufluss im Süd-Osten darstellt. Die Limmat beginnt in Zürich am obersten Ende des Zürichsee und führt oberirdisch durch die ganze Stadt Zürich. Der Fluß hat Zürich auch optisch geprägt und sich zu einem Lebensmittelpunkt und Lebensquell der Stadt entwickelt. Die Limmat fließt vom Zürichsee aus dann durch die Stadt Zürich in nordwestlicher Richtung.
Auf "Zürideutsch" heißt der Fluss übrigens Limet, früher nannte man ihn Limig und auch heute wird er noch im Unterlauf im Aargau Limmig genannt.
Nach einer Länge von etwa 36 Kilometern und einem Höhenunterschied von lediglich 78 Metern auf der ganze Strecke, mündet die Limmat schließlich in den Fluß Aare, von dort aus wird das Wasser dann weiter über den Rhein letztlich in die Nordsee geleitet. Das Wasser des Zürichsee landet also - wenn man es genau nimmt - dann am nördlichsten Ende von Deutschland im Meer. Allerdings nur jenes Wasser, das nicht von der Stadt Zürich als Trinkwasserquelle aus dem Zürichsee bezogen wird, und das ist gar nicht so wenig.
Heute ist das gar nicht mehr so einfach, wie früher. In früheren Jahrhunderten nutzten viele Händler und Produzenten die Limmat um ihre Waren nach Norden nach Straßburg oder eben nach Deutschland zu transportieren. Heute endet die Schifffahrt mit ausnahme von Personenbooten bereits an der ersten Wehr, die sich beim Platzspitz befindet - quasi am Ende der Züricher Altstadt. Früher gab es auf der Limmat die legendärgen "Hirsebreifahrten", bei denen die Händler ab dem Jahr 1456 unterwegs waren.
Die Geschichte beschreibt nur, dass die Schweizer mit den Booten extrem schnell waren, weil sie es innerhalb von 24 Stunden schafften mit dem Boot von Zürich aus bis nach Strassburg zu kommen. Bewiesen wurde das quasi damit, dass der Hirsebrei noch warm war - daher auch die Namensgebung für diese Fahrten.
Hintergrund, warum das mit der Geschwindigkeit wichtig geworden ist, waren eigentlich militärische Überlegungen. Als man in Strassburg das sogenannte "Feldschießen" veranstaltete, nahmen auch Schützen aus Zürich teil. Diese hatten in Straßburg behauptet, dass sie im Fall einer Belagerung oder eines Angriffes auf Strassburg schnell Hilfe leisten konnten. Und um den Beweiß dafür zu erbringen, dass sie dazu in der Lage waren, wurde eben ein Topf mit warmem Hirsebrei auf ein Boot geladen und dieser war noch Warm als man mit dem Boot in Straßburg angekommen war.
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