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5. Französisch-schweizerisches Treffen in BrouDienstag, 12. März 2019
Das diesjährige Freundschaftstreffen Frankreich-Schweiz fand in Bourg-en-Bresse statt.
Die französische Gouverneur des Distrikts 71, Anny Charra erwartete uns vor dem königlichen Kloster von Brou zu einer Führung. Ungefähr 60 Inner Wheel Damen waren per Zug und Auto angereist, darunter auch unsere Governor Claudia Vonlanthen, ihr Mann und etwa 20 Mitglieder aus den französischsprachigen Clubs Nyon, Sion, Morges, Chablais, Fribourg und Genf.
Die in den Jahren 1506 bis 1532 erbaute Anlage besteht aus mehreren klösterlichen Gebäuden, welche sich um die Kirche und drei Kreuzgänge herum gruppieren. Die im spätgotischen Stil erbaute und mit Flamboyant-Ornamentik geschmückte Kirche ist einmalig in Frankreich. Nach zahlreichen Renovationen erstrahlt das im "burgundischen" Stil mit vielfarbigen glasierten Ziegeln erbaute Dach wieder in vollem Glanz.
In zwei Gruppen haben wir die Kreuzgänge und die Kirche besichtigt und das Chorgestühl, die Glasfenster, den Altaraufsatzes der sieben Freuden der Jungfrau Maria und die drei Grabmale von Margarete von Bourbon, Margarete von Österreich (1480-1530) und dem Herzog Philibert II. von Savoyen bewundert. Diese Denkmäler erzählen uns von der romantischen Geschichte von Margarete von Österreich, welche mit 3 Jahren mit dem Erbprinz von Frankreich verheiratet worden war, von diesem verstossen wurde und zweimal verwitwete. Sie war eine politisch versierte und engagierte Frau, kunstbeflissene Mäzenin und Sammlerin und liess diese Abtei auf Wunsch ihrer Schwiegermutter Margarete von Bourbon (1438-1483) und in Erinnerung an ihren nach einem Jagdunfall mit 24 Jahren verstorbenen Gemahl Philibert den Schönen errichten. Sie starb, bevor die Gemächer, in die sie sich an ihrem Lebensende hätte zurückziehen wollen, vollendet wurden.
Nach der Führung blieb genug freie Zeit, um alle Ausstellungsräume, sowie die Gemächer von Margarete in Ruhe individuell zu besichtigen. Bis zur Französischen Revolution beherbergte die Anlage Augustiner Mönche, seither werden die früheren Schlaf- und Speisesäle als Ausstellungsräume genutzt.
Wegen starkem Regen und Wind fiel das traditionelle Foto im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser und wir flüchteten ins Restaurant «l’Authentique», wo uns ein für die Region «de l’Ain» typisches Menu (Geflügelleberterrine mit Salat, «Poulet de Bresse» und «Café gourmand») das schlechte Wetter mehr als vergessen liess.
Wie immer war es für alle ein grosses Vergnügen sich wiederzusehen, neue Freundschaften zu knüpfen und den für Inner Wheel so wichtigen Austausch über die Grenzen zu pflegen!
Unseren französischen Freundinnen «un grand merci» für die Organisation dieses Tages und ihren herzlichen Empfang!
Bis zum nächsten Jahr, in «helvetischen Landen»!
Bericht: Anne Scerri, Dico West
Übersetzung: Claudia Vonlanthen, Governor