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Das Projekt stellt die Südtiroler Hotelarchitektur der Zwischenkriegszeit dar und positioniert sie im grösseren Zusammenhang des Alpenraums.
Südtirol war als Erholungsraum bereits in der Belle Époque beliebt. Als es jedoch 1919 in das Königreich Italien eingegliedert wurde, veränderte sich die Situation gravierend. Die neue Provinz wurde unter Mussolini zum Exerzierfeld faschistischer Architektur. Sie wurde zum Instrument einer Homogenisierung des Landes, die eine erzwungene Anpassung ethnischer Minderheiten einschloss. In einer bis 1930 dauernden Übergangszeit konnten österreichische Architekten trotz zunehmender Schwierigkeiten noch einige Hotels errichten. Doch dann wurde ihnen die Berufsbefähigung entzogen. Nun sollte der italienische Charakter des Landes sichtbar gemacht werden, und dafür wurden ausschliesslich italienische Architekten engagiert. Vertreter des razionalismo wie Gio Ponti errichteten Hotels und Schutzhütten in den Südtiroler Alpen. Ponti entwickelte zudem theoretische Grundlagen einer alpinen Hoteltypologie. Sie boten ein Muster für Hotelbauten des razionalismo in den Alpen.
Der alpine Tourismus und die alpine Architektur stehen seit längerem im Fokus kulturwissenschaft licher und architekturhistorischer Forschung, jedoch hat Südtirol an dieser Konjunktur bisher kaum Anteil.