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Vollblut
Plasma
Serum
Sensitivität – 98,3%
Spezifität – 99,9%
Testdauer: 10 min
HIV ist der Erreger des erworbenen Immundefizienzsyndroms (AIDS). Das Virion ist von einer Lipidhülle umgeben, die von der Wirtszellmembran abgeleitet ist. Auf der Hülle befinden sich mehrere virale Glykoproteine. Jedes Virus enthält zwei Kopien von genomischen RNAs mit positivem Sinn. HIV-1 wurde von Patienten mit AIDS und AIDS-assoziiertem Komplex sowie von gesunden Menschen mit einem hohen potenziellen AIDS-Risiko isoliert. HIV-1 besteht aus dem Subtyp M und dem Subtyp O. Stark voneinander abweichende Stämme von HIV-1 wurden erstmals 1990 erkannt und vorläufig als Subtyp O zusammengefasst, da diese Variante ähnliche Glykoproteinmarker wie HIV-1, aber eine leichte Abweichung bei den Proteinmarkern aufweist. Infektionen, die durch Subtyp O verursacht werden, wurden bisher in Afrika (Kamerun), Frankreich und Deutschland festgestellt. HIV-2 wurde von westafrikanischen AIDS-Patienten und von seropositiven asymptomatischen Personen isoliert. Sowohl HIV-1 als auch HIV-2 lösen Immunreaktionen aus. Der Nachweis von HIV-Antikörpern in Serum, Plasma oder Vollblut ist die effizienteste und gängigste Methode, um festzustellen, ob eine Person mit HIV in Kontakt gekommen ist, und um Blut und Blutprodukte auf HIV zu untersuchen. Trotz der Unterschiede in ihren biologischen Eigenschaften, serologischen Aktivitäten und Genomsequenzen zeigen HIV-1, HIV-2 und Subtyp O eine starke antigene Kreuzreaktivität. Die meisten HIV-2-positiven Seren können mit serologischen Tests auf HIV-1-Basis identifiziert werden.
Die LOMINA HIV-Antikörper-Schnelltestkassette (Vollblut/Serum/Plasma) weist Antikörper gegen HIV-1, HIV-1 (O) und HIV-2 durch visuelle Interpretation der Farbentwicklung auf dem internen Streifen nach. Rekombinante HIV-1- und HIV-1(O)-Antigene sind auf der ‚1+O‘-Testregion der Membran immobilisiert, und rekombinante HIV-2-Antigene sind auf der ‚2‘-Testregion der Membran immobilisiert. Während des Tests reagiert die Probe mit dem HIV-Antigen, das an farbige Partikel konjugiert und auf das Probenkissen des Tests aufgebracht ist. Die Mischung wandert dann durch Kapillarwirkung durch die Membran und interagiert mit den Reagenzien auf der Membran. Sind genügend HIV-1-, HIV-1(O)- oder HIV-2-Antikörper in der Probe vorhanden, bildet sich eine farbige Bande an der entsprechenden Testregion der Membran. Das Vorhandensein dieser farbigen Bande zeigt ein positives Ergebnis an, während ihr Fehlen ein negatives Ergebnis anzeigt. Das Auftreten einer farbigen Bande in der Kontrollregion dient als Verfahrenskontrolle und zeigt an, dass das richtige Probenvolumen zugegeben wurde und die Membran durchfeuchtet wurde.