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Wie das 'Wall Street Journal' berichtet, haben in den letzten Tagen einige grössere US-IT-Unternehmen bekannt gegeben, dass sie grosse Teile ihrer liquiden Mittel in sogenannten "Auction-rate Securities" (ARS) angelegt haben. Konkret betroffen sind unter anderem der Online-Jobvermittlungsriese Monster, der Softwarehersteller Intuit sowie Palm.
Der Markt für diese Anleiheform ist ähnlich wie der Markt für Subprime-Hypotheken, in den letzten Wochen stark unter Druck geraten, und die Papiere sind nur noch schwer verkäuflich. Insbesondere die Banken sind momentan nicht mehr bereit, sie zu übernehmen. Ihr aktueller Verkaufswert ist daher stark gesunken und diese Unternehmen dürften in ihren Bilanzen teilweise grössere Abschreibungen in Kauf nehmen müssen. (Falls sich der ARS-Markt wieder erholt und die Papiere behalten werden, könnten später allerdings auch ebenso plötzliche "Gewinne" verbucht werden.) Das Telekommunikationsunternehmen MetroPCS zum Beispiel musste von seinen ARS-Beständen von ursprünglich 134 Millionen Dollar 2007 fast 100 Millionen Dollar abschreiben.
Nun wird befürchtet, dass auch einige weitere IT-Unternehmen, die oft grosse Cashbestände für allfällige Übernahmen horten, ebenfalls grosse ARS-Bestände haben könnten. Die "Auction-rate Securities" sind komplizierte Finanzkonstrukte, die zum Beipiel auf Anleihen für Projekte der öffentlichen Hand oder Studentenkrediten basieren. Sie galten als fast so sicher wie Bargeld, sollten jederzeit kurzfristig verkaufbar sein - daher wurden sie von vielen Unternehmen zu den kurzfristigen Investitionen oder sogar zu den liquiden Mitteln gerechnet - und trotzdem eine höhere Rendite abwerfen. (hjm)