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Der Heilige Johannes von Ortega, ein Schüler und Weggefährte des Domingo Garcías, gründete hier im frühen 12. Jahrhundert ein Hospital und eine Kapelle. Im Jahre 1138 stellt Papstes Innozenz II. die Einsiedelei unter seinen persönlichen Schutz. Die ursprünglich unwegsame und von wilden Tieren bewohnte und wegen Räuberbanden gefürchtete Gegend wurde auf Betreiben Ortegas für den damaligen Pilgerverkehr zugänglich gemacht. Im Jahr 1150 begann dann der Bau der überwiegend aus damaliger Zeit erhaltenen Klosterkirche, in der sich auch das romanische Grabmal des Gründers befindet. Im Kloster ist heute, ganz im Sinne vom Hl. Ortega, eine Pilgerherberge untergebracht.
San Juan de Ortega (Foto mit wegretuschiertem Kran, April 2013)
Das romanische Grabmal Ortegas mit gotischem Baldachin. Sein Sarg befindet sich in der Krypta darunter.
Sarkophag mit Reliefs, Front: Christus und die 12 Apostel
Interessant sind die romanischen Kapitelle in der Kirche. Eines davon hat mich besonders fasziniert.
Dreiteiliges romanisches Kapitel mit Weihnachtsszenen.
1) Maria Verkündigung, der Erzengel Gabriel kniet vor Maria.
2) Maria besucht Elisabeth, sie umarmen sich. Links von Ihnen steht eine Dienstmagd.
3) Ein Engel verkündet Joseph das Geheimnis der Geburt Christi. Der Engel schwebt über Josef.
In der Mitte die Geburt Christi, Maria liegt im Wochenbett, die Hebamme hinter ihr hält ihren Kopf und in der Krippe liegt bereits das Jesuskind.
Fotos: Gerhard Eichinger