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Die Stahlkonstruktion dient zum einen als Stütze für Vorrichtungen, die zum Bewegen der Brennelemente benötigt werden, und bietet zum anderen Schutz vor Wind und Wetter. Sie ist ausgelegt, Schneefall, Stürmen und Erdbeben standzuhalten. Bezüglich Erdbebensicherheit wurden die der Auslegung zugrunde gelegten Beschleunigungen 50% über den geltenden Bauvorschriften angesetzt. Die Luft im Inneren der Schutzhülle – die Konstruktion ist 31 m breit, 69 m lang und hat eine Höhe von 53 m – wird über ein Filtersystem gereinigt. Über eine Vor-Ort-Anzeige können die Arbeiter den Zustand der Filteranlage überprüfen und überwachen. Dieselben Informationen werden auch im erdbebensicheren Hauptgebäude angezeigt.
In einem ersten Schritt wird der Boden rund um das zerstörte Reaktorgebäude präpariert, sodass er die Kräfte der Tragkonstruktion aufnehmen kann. Gleichzeitig bringen Arbeiter Vorrichtungen an, die verhindern sollen, dass weiterhin Niederschläge in das Reaktorgebäude eindringen können. Die Tepco folgt mit dieser Massnahme einer mittel- und langfristigen Stilllegungs-Roadmap für Fukushima-Daiichi 1–4, wie sie im Dezember 2011 das japanische Ministry of Economy, Trade and Industry (Meti) veröffentlicht hat.
Block 4 des Fukushima-Daiichi-Kernkraftwerkkomplexes war zum Zeitpunkt des Erdbebens am 11. März vor einem Jahr für Wartungsarbeiten ausser Betrieb. Die Brennelemente befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Lagerbecken, das im Reaktorgebäude untergebracht ist. Am 15. März 2011 kam es bei diesem Block zu einer Explosion, wobei das Dach des Reaktorgebäudes zerstört wurde.
Quelle
M.B. nach Jaif, Atoms in Japan, 21. Mai 2012