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Der wohl entscheidende, sauber gefangene Ball der New York Giants
Die New York Giants traten im Lucas Oil Stadium in Indianapolis gegen die New England Patriots zum 46. Superbowl im American Football an. Tom Brady, New England Patriots, und Eli Manning, New York Giants, waren die Quarterbacks, also die Spielmacher der beiden Teams, die einen wahren Nervenkrimi veranstalteten. 300'000 ZuschauerInnen im Stadion und sage und schreibe 800 Millionen vor den heimischen Bildschirmen verfolgten das Spektakel.
Die zweifache Gramy-Award-Gewinnerin Kelly Clarkson sang umrahmt von einem Kinderchor so hinreissend die Nationalhymne, mit Live-Einblendungen einiger US-SoldatInnen in Afghanistan, dass sogar ein Pferd patriotisch geworden wäre.
Dann gings los, das erste Viertel des 46. Superbowl startete und der erste Touchdown erfolgte von den New York Giants. Doch die New England Patriots rächten sich mit ihrem Touchdown wenige Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit mit dem sie die Führung an sich rissen und mit 10 zu 9 die erste Halbzeit beendeten.
Die Halbzeitshow
Madonna versprach im Vorfeld "die Show ihres Lebens" abzuliefern und überzeugte stimmlich wirklich mit einem gelungenen Auftritt. Gezogen wie Cleopatra von muskulösen Kriegern liess sich die 54-jährige in Gold gehüllt zu den Disco-Klängen eines früheren Hits in die Arena tragen um mitlerweile schon ein wenig steifhüftig einige ihrer Songs zu performen und von Tänzern unterstütz Rad zu schlagen. Schlussendlich stellte Madonna ihren neuen, ein bisschen dünnen Song "Give me all your luvin'" vor. Umringt vom grossen Chor in sakralen Gewändern beendete dann das grossartige altbekannte Lied "Like a Prayer" den Auftritt, worauf Madonna in Rauch gehüllt mit einem Knall - als Schlusspunkt und nicht etwa vor Scham - im Boden versank.
Die zweite Halbzeit war ein einziger Krimi
Und schon ging es wieder weiter mit dem 3. Viertel des Spiels in dem bereits nach 3 Minuten und 40 Sekunden die New England Patriots den nächsten Touchdown auf den Rasen in Indianapolis legten und es hiess 17 zu 9. Mit ein paar Zusatzpunkten kamen die New York Giants bis auf 15 zu 17 an die Patriots ran. Das Spiel blieb unglaublich spannend und war ein wahrer Krimi in dem die beiden Teams leistungsmässig sehr nahe zusammen lagen und sich keinen Meter Terrain schenkten.
Donnernd krachten die riesigen Blocker-Schränke, die bis zu 150 Kilo wogen, in der Mitte ineinander, während die Spielmacher trick- und ränkereich Pässe mal weit und elegant auf freistehende, leichte Sprinter warfen, mal brachial und knochensplitternd von wütigen Dreierteams einfach gerade durch die Mitte brechen liessen. Eine wahre Schlacht von Indianapolis! Auch wenn es manchmal so ausssah; richtig schwer Verletzte gab es zum Glück aber nicht.
Der Vorteil war kurz Schluss auf der Seite der New York Giants, die sich immer näher an die gegnerische Endlinie rangekämpft hatten und 57 Sekunden vor Schluss noch einen Touchdown schafften und das Resultat auf 21 zu 17 für die Giants kippten.
Den New England Patriots begannen etwas die Nerven zu flattern und sie verloren ihren eigenen Angriff mit ein paar unglücklichen Pässen. Die Menge tobte, im proppenvollen Stadion schien die Mehrheit New York Giants Fans zu sein, die ihre Giganten ohrenbetäubend anfeuerten und auch so den Gegnern etwas die Luft nahmen und ihre Kommunikation auf dem Feld durch den Höllenlärm erschwerten. Niemand hielt es jetzt mehr auf seinem Sitz und die Arena kochte!
New York Giants gewinnen den 46. Superbowl!
Die Uhr beendete dann das Gemetzel und den Nervenkrieg, es war einfach nicht mehr genug Zeit für einen Konter der Patriots, und die New York Giants gewannen gegen einen würdigen Gegner die Schlacht um den 46. Superbowl!!
Die Freude war riesengross und Eli Manning wurde als genialer Spielmacher durch die Menge getragen. Doch auch die New England Patriots mussten nicht traurig sein, denn sie waren ein grossartiger Gegner gewesen und hätten den Sieg auch verdient gehabt, doch im Superbowl gibt es halt kein Unentschieden, sondern: Es kann nur Einen geben!
Herzliche Gratulation den New York Giants zum Gewinn des 46. Superbowls als Abschluss der Saison 2011!
Privatsender Sat1 schnappte sich Übertragungsrechte
Dieses Jahr hatte der Privatsender Sat1 den Superbowl ausgestrahlt und mit kompetenten Moderatoren kommentiert und den Superbowl auch etwas grösser angekündigt, als das der Staatssender ARD jeweils machte. So schauten sich vielleicht noch mehr Personen in der Schweiz und in Deutschland den American Football Event an - oder nahmen ihn auf - als in den Jahren zuvor und der faszinierende Sport dürfte noch mehr AnhängerInnen in unseren Breitengraden erhalten haben.
Bild: Screenshot Sat1, www.sat1.de