Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03444.jsonl.gz/2223

Die Zellen des menschlichen Körpers teilen sich rund um die Uhr. In einigen Fällen kann es dabei zu ,,Produktionsfehlern’’ der Zellen kommen, sodass neues aber nicht korrekt funktionsfähiges bzw. krankes Gewebe entsteht. Die aus diesem Gewebe entstehenden Geschwülste werden als Tumore bezeichnet und können sich überall im Organismus bilden. Welche Tumorarten es gibt und inwiefern die Zunahme an neuem bzw. fehlerhaften Gewebe gefährlich sein kann, erfahren Sie im folgenden Artikel.
Diese Tumorarten gibt es
Gutartige (benigne) Tumor
Als gutartiger (benigner) Tumor wird in der Medizin ein Tumor bezeichnet, der weder die Kriterien für eine Hyperplasie noch die Kriterien für einen bösartigen Tumor erfüllt.
Die gutartigen Tumorarten sind räumlich begrenzt, indem sie sich durch Kapseln vom umgebenden Gewebe abgrenzen. Das bedeutet, dass sie nicht ausstreuen und andere Organe befallen können, wie es bei bösartigen Krebstumoren der Fall ist. Benigne Tumore bilden auch keine Tochtergeschwülste an anderen Körperstellen.
Gutartige Tumore an sich sind kein Krebs und damit nicht gefährlich. Im Normalfall beeinträchtigen sie das Leben der Betroffenen nicht und bleiben unentdeckt. Einige Tumorarten werden im Zuge von Routine- oder Krebsfrüherkennungsuntersuchungen entdeckt.
Dennoch können sie mehr oder weniger starke Beschwerden verursachen, wenn sie auf das umliegende Gewebe, Nerven oder Blutgefäße drücken. Und teilweise können sie auch zu einem kosmetischen Problem werden. Der Arzt muss von Fall zu Fall entscheiden, ob es ausreicht, den Tumor weiter zu beobachten oder ob er besser entfernt werden sollte. Oftmals verschwinden gutartige Tumorarten von selbst oder lassen sich durch die Einnahme spezieller Medikamente reduzieren.
In der Medizin werden gutartige Tumore nach dem ursprünglichen Gewebe bezeichnet, aus dem sie entstanden sind. Beispiele sind:
- Fibrom: Der Tumor besteht aus Bindegewebe.
- Lipom: Der Tumor besteht aus Fettgewebe.
- Myom: Der Tumor besteht aus Muskelgewebe.
- Angiom: Der Tumor besteht aus Blutgefäßen.
- Chondrom: Der Tumor besteht aus Knorpelgewebe.
- Polyp: Der Tumor besteht aus Schleimhautgewebe.
- Adenom: Der Tumor besteht aus Drüsengewebe.
Bösartige (maligne) Tumore
Bösartige Tumore werden vereinfacht mit dem Synonym Krebs bezeichnet und können gefährlich für den Organismus werden. Maligne Tumorarten wachsen in der Regel unkontrolliert in anderes Gewebe hinein und können dieses sowie die Organe schädigen. Außerdem können bösartige Tumore Tochtergeschwülste (Metastasen) in entfernten Körperregionen bilden. Diese Metastasen sind anfangs sehr klein und können erst bei einer bestimmten Größe entdeckt werden.
Grundsätzlich gibt es verschiedene Formen von bösartigen Tumoren:
1. Solide Tumore sind in der Regel in einem Organ örtlich festgesetzt. Man unterscheidet drei Gruppen:
- Blastome: diese kommen oft bei Kindern und Jugendlichen aber auch gelegentlich bei Erwachsenen vor und sind nicht selten während der Entwicklung von Organen und Geweben im Mutterleib entstanden.
- Karzinome sind jene bösartige Tumorarten, die am häufigsten vorkommen. Sie entstehen in den Organen, oft in Drüsen. Vom betroffenen Organ kommen auch die lateinischen Namen wie beispielsweise für Brustkrebs (Mammakarzinom), oder Prostatakrebs (Prostatakarzinom).
- Sarkome sind bösartige Tumorarten die seltener vorkommen. Bei dieser Art von Tumoren sind das Bindegewebe, die Muskeln oder das Fettgewebe betroffen. Mediziner unterscheiden oft zwischen Knochentumoren und Weichteilsarkome.
2. Hat sich bei einer Krebserkrankung der Tumor über das Blutsystem oder das Lymphsystem im Körper verteilt bzw. ausgebreitet, so spricht man von einer Systemerkrankung oder systemischen Krebserkrankung. Hierzu gehören auch der sogenannte “Blutkrebs” (die Leukämie, meist aus den Vorläufer-Blutzellen des Knochenmarks stammend) wie auch der Lymphdrüsenkrebs (die Lymphome, meist aus den Immunzellen- und Organen des Körpers stammend).
Wie lassen sich die bösartigen Tumorarten behandeln?
Bösartige Tumorarten lassen sich auf verschiedene Weisen bekämpfen. Eine hohe Heilungschance besteht Heutzutage meistens, wenn die bösartigen Tumore frühzeitig entdeckt werden und folglich durch spezialisierte Therapieverfahren, bestehend aus Operationen, Bestrahlungen und gezielten medikamentösen Behandlungen (mittels Chemotherapien und Immuntherapien) therapiert werden.
Chemotherapeutika
Chemotherapeutika sind streng genommen meistens “synthetische Antibiotika”, die statt Bakterien (klassische Antibiotika) die Krebszellen in ihrem Wachstum behindern und diese dadurch abtöten. Diese Krebsmedikamente verhindern also, dass sich die Tumorzellen vermehren und sich unkontrolliert im Körper verbreiten. Somit führen sie zum Tod der Krebszellen und unterstützen den Körper im Kampf gegen den Krebs.
Zytostatika
Zytostatika beeinträchtigen und stören ebenfalls die Teilung von Tumorzellen und hemmen so die weitere Ausbreitung im Körper. Diese Krebsmedikamente wirken besonders bei aktiven Zellen, also jenen, die sich im Teilungsprozess befinden. Zytostatika gehören somit, wie auch ihre Untergruppe die Antimetabolite im weitestens Sinne zur übergeordneten Klasse der der Chemotherapien.
Antimetabolite
Bei Antimetaboliten handelt es sich um eine Untergruppe der Zytostatika. Diese Krebsmedikamente blockieren den Stoffwechselprozess von bösartigen Tumorarten, indem sie den Platz natürlicher Stoffwechselbausteine einnehmen oder diese gar verdrängen. Das führt zu Fehlfunktionen im Stoffwechsel der Krebszellen, welche dadurch absterben.
Tumorarten – Fazit
Es gibt zum einen die gutartigen (benignen) Tumore, die grundsätzlich ungefährlich sind, aber gelegentlich Schmerzen und andere Beschwerden im Körper auslösen können. Zu diesen Tumorarten gehören die sogenannten Myome, Lipome oder Polypen. Zum anderen können auch bösartige Tumore wie z.B. Karzinome oder Sarkome entstehen. Diese können sich unkontrolliert vermehren, Organ-zerstörend wachsen und über den Blutkreislauf oder das Lymphsystem gefährliche Metastasen (Tumorzell-Aussaat) in umliegenden Organen bilden. Diese sogenannten Fernmetastasen können in lebenswichtigen Organen wie der Leber, der Lunge oder das Gehirn zu gefährlichen Komplikationen und Organversagen führen und schließlich zum Tode führen. Am besten lassen sich solche bösartigen Tumore durch eine frühzeitige Erkennung und moderne Tumortherapie erfolgreich behandeln. Oftmals kann hierbei durch den gezielten Einsatz moderner medikamentöser Therapien auch eine Ausbreitung im Organismus frühzeitig verhindert werden.
Wenn auch Sie sich zu den Möglichkeiten der Chemo- oder Immuntherapie bei einem bösartigen Tumor beraten lassen möchten, sind Sie bei uns in der onkologischen Praxis in Basel gut aufgehoben. Unsere mitten im Basler Gellert Quartier gelegene Praxis und unser Onkologe Herr Dr. med. David Thorn heißen Sie herzlich willkommen. Wir sind spezialisiert für die Verabreichung ambulanter medikamentöser Tumortherapien diverser Tumorarten und freuen uns darauf, Ihnen einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten!
© JuanCi Studio – stock.adobe.com