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In Pyeongchang wird im Februar 2018 um insgesamt 102 Medaillensätze gekämpft. Das sind vier mehr als zuletzt in Sotschi. Gestrichen wurden die Parallelslaloms der Snowboarder. Neu dabei sind diese vier Disziplinen:
Bereits seit 2005 werden in dieser Disziplin WM-Medaillen vergeben. Nun geht's erstmals auch bei Olympia Edelmetall. Der Team Event wird in Form eines Parallel-Riesenslaloms und in einem K.o.-System ausgetragen. Jeweils zwei Frauen und Männer pro Nation treten gegen ein anderes Land an. Wer mehr Läufe gewinnt, ist eine Runde weiter (bei einem 2:2 werden die schnellste Laufzeit je Geschlecht addiert; wer schneller ist, kommt weiter).
Bei sechs WM-Entscheidungen gewann die Schweiz einzig 2007 die Bronzemedaille; zuletzt gab es zwei vierte Plätze. Erzrivale Österreich ist mit drei Titeln der Rekordweltmeister, amtierender Champion ist Frankreich.
Anstelle von gleichgeschlechtlichen Quartetts bilden hier eine Frau und ein Mann ein Doppel. Seit 2008 gibt es Weltmeisterschaften – und die Schweiz ist eine Macht. Sie holte sechs von zehn Weltmeistertiteln und stellt mit Jenny Perret und Martin Rios auch die amtierenden Titelhalter.
Die WM-Qualifikation des Duos war indes nach dem «Gingg-Gate» an den Schweizer Meisterschaften in Frage gestellt worden. Rios soll einen Stein mit dem Fuss entscheidend bewegt haben. In einem daraufhin vom Verband angesetzten Stechen setzten sich die Glarner letztlich durch.
Anders als in der Halfpipe gibt's auf der grossen Schanze nur einen Sprung pro Durchgang. Kampfrichter bewerten dessen Style, Schwierigkeit, Höhe und die Landung.
Die dominierende Nation dieser Disziplin heisst Finnland. Die Skandinavier holten bei den Männern sechs von acht WM-Titeln, zuletzt ging Gold allerdings an den Norweger Stale Sandbech. Bei den Frauen wurde die Bündnerin Elena Könz 2015 erste Weltmeisterin, abgelöst wurde sie von der Österreicherin Anna Gasser.
Die beiden Entscheidungen finden zum Abschluss der Eisschnelllauf-Bewerbe statt. Es lässt sich vielleicht am ehesten mit einem Radrennen auf der Bahn vergleichen, wo sich mehrere Athleten in einem direkten Wettkampf begegnen, anstatt wie üblicherweise im Eisschnelllauf nur paarweise und jeder in seiner eigenen Bahn auf dem Eis zu sein. (ram)