Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03195.jsonl.gz/320

Familie
Konkrete Massnahmen statt rückständige Ideologien!
Genügend Krippenplätze und Plätze für die ausserschulische Betreuung sowie koordinierte Stundenpläne.
Reduktion der finanziellen Belastung der Familien.
Trotz den zahlreichen Erklärungen aus allen politischen Richtungen bleibt die Familienpolitik ungenügend in vielen Bereichen. Wir haben nicht genügend ausserschulische Betreuung, bei vielen Familien sind die finanziellen Mittel knapp, eine ausgeglichene Verteilung der Aufgaben zwischen den Elternteilen ist schwierig und die unkoordinierten Stundenpläne komplizieren das alltägliche Berufsleben. Diese Hindernisse sollen nicht sein. Dies ist der Grund dafür, dass die Schweiz eine Familienpolitik benötigt, die sich nicht nach Ideologien richtet, sondern die den verschiedenen, heutzutage bestehenden Formen von Familienleben Rechnung trägt.
Meine Prioritäten
- Ein genügendes Angebot an ausserschulischer Betreuung und von Kinderkrippen im gesamten Land zu vernünftigen Preisen, mit Strukturen, die den regionalen Bedürfnissen Rechnung tragen. Studien haben bewiesen, dass jeder, in diesen Bereich investierte Franken einen dreifach höheren Betrag an die Wirtschaft zurückgibt. Die Förderung des Angebots dient also sowohl der Wirtschaftspolitik als auch der Familienpolitik. Für die Umsetzung dieses Zieles braucht es eine Zusammenarbeit zwischen allen betroffenen Behörden. Das Finanzierungsmodell Kanton-Gemeinden-Wirtschaft, welches der Kanton Waadt angenommen hat, kann dazu als Beispiel dienen.
- Zu diesen Massnahmen soll die Harmonisierung der Stundenpläne sowie das Zur-Verfügung-Stellen eines genügenden Angebots an ausserschulischer Betreuung zu vernünftigen Preisen hinzugefügt werden.
- Zudem braucht es eine Reduktion der finanziellen Belastung der Familien. Die durch die politische Rechte für die Steuersenkungen für die hohen Einkommen vorgesehenen Beträge müssen gerechter und ausgeglichener verteilt werden, zum Beispiel, um zumindest teilweise die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung von Kindern zu decken. Gleichermassen wäre es dem Staat auch möglich, die finanzielle Belastung der 90% der Familien, die über ein tiefes oder mittleres Einkommen verfügen, zu reduzieren.
- Es soll mehr Stipendien geben, die zudem einfacher zugänglich sind.
- Die Einkommensgleichheit zwischen Mann und Frau soll erreicht werden. Es ist inakzeptabel, dass die Frau, für vergleichbare Aufgaben, im Durchschnitt 18.4% weniger verdient als der Mann.
- Zusätzliche Integrations- und Wiedereingliederungsmassnahmen ins Berufsleben sollen geschaffen werden, die Frauen zugute kommen, die sich ausschliesslich der Erziehung der Kinder gewidmet haben und nun wieder eine Berufstätigkeit aufnehmen möchten.
- Elternurlaub bei der Geburt eines Kindes soll eingeführt werden.
- Zusätzliche Massnahmen zur Integration von Migrantenkindern, unter anderem Sprachkurse zum Erlernen einer Landessprache, welche durch Eltern-Kinder-Kurse umgesetzt werden könnten, sollen durch Primar- und Sekundarschulen eingeführt werden.
Persönliches Engagement
- Lancierung einer Kommissionsmotion, angenommen durch die beiden Räte, welche zu einem Kredit von vier Jahren des Bundes für die Förderung von Kinderkrippenplätzen geführt hat;
- Eingriffe für die Senkung der finanziellen Belastung der Familien durch niedrigere Prämien für die obligatorische Krankenversicherung;
- Parlamentarische Intervention im freiburgischen Grossrat, zusammen mit Christine Bulliard-Marbach (CVP) für die Senkung der Prämien für die obligatorische Krankenkasse der Kinder;
- Steuerliche Vergünstigungen für Familien.