Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/482

Ob berühmte Schauspielerin, erfahrener Arzt oder erfolgreiche Managerin. Das Impostor-Phänomen lässt viele erfolgreiche und leistungsbereite Menschen an sich zweifeln. Sie denken, sie hätten den Erfolg nicht verdient und sie könnten jederzeit als Hochstapler entlarvt werden.
"Ich habe das nicht verdient, ich hatte großes Glück, es war alles nur Zufall!" Diejenigen, die unter dem Hochstapler-Syndrom leiden, erkennen ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten nicht und neigen dazu, jeden ihrer Erfolge zu schmälern. Es steckt die Angst dahinter, demaskiert zu werden. Dieses Phänomen wurde 1978 von zwei amerikanischen klinischen Psychologinnen, Suzanne Imes und Pauline Rose Clance erstmals beschrieben. Letztere entwickelte einen Test mit 20 Fragen der aufzeigt, ob oder wie stark jemand am Hochstapler-Syndrom leidet.
Zu Beginn ihrer Forschung fanden beiden Psychologinnen diese Störung vorwiegend bei Frauen mit hoher Bildung. Es sind auch Männer betroffen, jedoch weit weniger. Die Zeitschrift Positive Psychology befragte 1.500 Leser (darunter 114 Männer). 35% der Befragten haben manchmal dieses Gefühl, 23% oft. Je höher die Ausbildung desto verbreiteter das Phänomen.
Was kann man degegen tun?
In leichteren Fällen helfen Selbsthilfemaßnahmen - es gibt spezielle Bücher zum Thema. Im Rahmen einer Supervision oder einem Coaching können Betroffene Hilfe suchen.
Ist das -Phänomen aber ausgeprägt, kann es bis zu Depression und Burnout führen. Wenn so großer Leidensdruck entsteht, sollten Betroffene sich psychotherapeutisch behandeln lassen.
Test: Leide ich unter dem Imposture Phenomen ? In Englisch
http://www.paulineroseclance.com/pdf/IPTestandscoring.pdf