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Gemäss einer Rangliste von «Reporter ohne Grenzen» (ROG) haben die Medien in nordeuropäischen Ländern die grösste Pressefreiheit; allen voran Finnland. Die Schweiz folgt nach Jamaika auf Platz 14, unser Nachbarland Italien erst auf Platz 57. Dort gibt es kaum private Fernseh- und Rundfunksender – und den grössten privaten Medienkonzern «Mediaset» dominiert die Familie Berlusconi. Das Schlusslicht der Rangliste bildet Eritrea, das 2007 Nordkorea vom ewigen letzten Platz verdrängte. In Nordkorea wird beispielsweise bereits das Hören eines ausländischen Rundfunksenders oder die Nutzung des Internets hart bestraft. Von einer freien Berichterstattung ist keine Rede.
Ebenfalls weit hinten liegen China (173) und Vietnam (172), wo vor allem Blogger und Internetaktivisten verfolgt werden, die eine regierungskritische Haltung vertreten. Eines der gefährlichsten Länder für Journalisten ist Somalia (175). Drohungen, Anschläge und Morde sind dort an der Tagesordnung. Aber auch in Indien (140) und Bangladesch (144) ist die Situation nicht ungefährlich: Gewalt an Journalisten wird dort nur selten verfolgt.
Pressefreiheit bezeichnet die freie, unzensierte Veröffentlichung von Informationen und Meinungen. In der Schweiz ist sie in der Bundesverfassung verankert. Die Organisation «Reporter ohne Grenzen» (ROG) ist eine international tätige Menschenrechtsorganisation, die sich seit 1985 für freie Medien engagiert. Sie veröffentlicht seit 2002 jährlich eine Rangliste, die das Mass an Pressefreiheit in 179 Ländern miteinander vergleicht.
Messung der Pressefreiheit
Um den Pressefreiheits-Index eines Landes zu ermitteln, verschickt die ROG jährlich einen Fragebogen an Partnerorganisationen, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten auf allen Kontinenten, um die Mediensituation einzuschätzen. Die Fragen beziehen sich auf alle Arten von Verletzungen der Medienfreiheit. Zur Rangliste...