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Die industrielle Revolution erfasste die Region Sarganserland erst relativ spät. Die Gewässer boten jedoch ideale Standorte für Fabriken und die von Arbeitslosigkeit und Armut gebeutelte Landbevölkerung war froh über neue Verdienstmöglichkeiten. So entschied sich auch das Glarner Handelsunternehmen Johannes Heer, nach Mels zu expandieren und fand im Steigs, oberhalb des Dorfkerns, einen vielversprechenden Bauplatz. Trotz anfänglicher Skepsis stiess das Vorhaben schlussendlich auf Zustimmung und brachte die Industrialisierung ins Seeztal.
Zwischenzeitlich fanden bis zu 600 Menschen in der Fabrik ein Auskommen, litten jedoch unter schlechten Arbeitsbedingungen. Das Schicksal von Dorf und Fabrik waren stets eng miteinander verknüpft – bis in den sechziger Jahren die Textilfabrik schliesslich Schritt für Schritt von einem amerikanischen Konzern übernommen wurde. Weitere Besitzerwechsel und ein Brand führten schliesslich 1995 zum Ende der Textilindustrie in Mels.