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Männer, die andauernd Selfies auf dem Internet veröffentlichen, geben kein gutes Bild von sich ab. Wie Jesse Fox von der Ohio State University herausfand, neigen sie eher zu antisozialem Verhalten als Männer, die zurückhaltend damit umgehen.
Konkret geht es um die Verhaltensweisen Narzissmus und Psychopathie. «Es ist nicht überraschend, dass Männer, die viele Selfies posten und viel Zeit damit verbringen, diese zu bearbeiten, zu Narzissmus neigen, aber es ist das erste Mal, dass dies in einer Studie belegt wird», sagt Kommunikations-Wissenschaftlerin Fox.
Das interessantere Ergebnis der Studie ist, dass eifrige Selfie-Poster eher psychopathisch veranlagt sind.
Das bedeute jedoch nicht, dass Männer, die sich mit Selbstporträts auf dem Internet inszenierten, gezwungenermassen Narzissten und Psychopathen sind. Fox: «Die Teilnehmer der Studie liegen alle im Bereich normaler Verhaltensweisen – aber mit überdurchschnittlich hohem Niveau dieser antisozialen Züge.»
Für ihre Studie hat Fox 800 von Männern zwischen 18 und 40 ausgefüllte Fragebögen ausgewertet. Frauen wurden bei der Untersuchung nicht berücksichtigt.
Unter Narzissmus wird ein aufgeblasenes Selbstbild verstanden, das häufig auf einer Unsicherheit beruht. Psychopathie äussert sich in mangelndem Einfühlungsvermögen für andere Personen und impulsivem Verhalten. Die Studie wurde im Fachmagazin «Personality and Individual Differences» veröffentlicht. (noo)Publiziert am 19.01.2015 | Aktualisiert am 20.01.2015