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Bern - Investor Giorgio Behr steht im Visier der Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA). Sie hat gegen ihn und andere ein Verfahren eröffnet. Im Zentrum steht der Aufbau der Beteiligungen an der Schleifmittelherstellerin sia Abrasives.
Die FINMA untersucht, ob die Investoren ihre Zukäufe jeweils korrekt kommuniziert haben. Anleger müssen jeweils offenlegen, wenn sie gewisse Stimmrechtsschwellen überschreiten.
Gemäss Mitteilung hat die FINMA wegen Verdachts auf mögliche Meldepflichtverletzungen bereits am 9. November ein Verwaltungsverfahren eröffnet. Hintergrund des Verfahrens sei eine Offenlegungsmeldung vom 1. April, wonach eine Investorengruppe um Giorgio Behr 163'500 Namenaktien der sia Abrasives, entsprechend 21,8 Prozent der Simmrechte, hielt.
Gemäss Angaben der Aktionärsgruppe habe diese die 3-Prozent respektive die 5-Prozent-Stimmrechtsschwelle am 26. März überschritten und die 10-Prozent-Schwelle am 27. März, schreibt die FINMA weiter. Die Schwelle von 15 respektive 20 Prozent sei gemäss Investoren am 1. April überschritten worden.
In einem zweiten Verfahren klärt die FINMA die Rolle der Bank am Bellevue ab, die diesen Beteiligungsaufbau möglicherweise unterstützt habe.
Das Thurgauer Unternehmen sia Abrasives gehört seit Ende letzten Jahres der deutschen Bosch-Gruppe. Zuvor wollte Grossaktionär Giorgio Behr das Unternehmen in seinen Besitz bringen, ist aber mit der Übernahme gescheitert. Der Verwaltungsrat lehnte seine Offerte als ungenügend ab.
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