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Microsoft hat Ende Juli die Übernahme des Data-Warehouse-Spezialisten DATAllegro angekündigt
, und nun wurde der Handel gemäss Microsoft besiegelt. Der Softwareriese will die Technologie des 2003 gegründeten Unternehmens verwenden, um mit seiner Datenbank SQL Server auch im Data-Warehouse-Markt Kokurrenten wie Oracle, Teradata oder IBM ernsthaft Marktanteile abzunehmen. Die DATAllegro-Technologie soll SQL Server fit für den Umgang mit hunderten von Terabytes an gespeicherten Daten machen.
Noch ist dies aber Zukunftsmusik. Erste Previews einer neuen SQL Server-Version für Data Warehouses sollen in rund einem Jahr veröffentlicht werden, ein kommerzielles Produkt ist nicht vor 2010 zu erwarten.
Von Ingres zu SQL Server
Microsoft besetzt mit seiner Datenbank SQL-Server ein gutes Stück des Datenbankmarkts, war aber bisher im speziellen Geschäftsbereich der Data Warehouses weniger erfolgreich. In diesen separaten Datenbanken speichern Unternehmen typischerweise sehr grosse Datenmengen, die für Business-Intelligence- und andere Datenanalysen genutzt werden können, ohne dass die übrige IT-Infrastruktur belastet wird.
Die Übernahme wirft einige Fragen auf. DATAllegro liefert seinen Kunden "fixfertige" Appliances für Data-Warehouses, bestehend aus EMC-Storage, Dell-Servern, Infiniband-Switches von Cisco und selbstentwickelter Management-Software von DATAllegro. Als Datenbank wurde bisher die Open-Source-Datenbank Ingres verwendet. Beobachter fragen sich nun, wie die Technologie für SQL Server umgesetzt werden soll, ob bestehende Kunden die Datenbank weden wechseln müssen, wenn sie auch zuküftige Weiterentwicklungen der Technologie verwenden wollen, und ob Microsoft ebenfalls Aplliances inklusive Hardware anbieten will. (hjm)