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Josef Bouquet erblickte am 24. März 1930 in St. Ursen das Licht der Welt. Seine Eltern Josef und Luzia Bouquet-Mauron waren Kleinbauern und fertigten daneben auch Betonrohre an. Die Schule besuchte er in St. Ursen. Mit seinen neun Geschwistern erlebte er eine schöne, aber harte Jugendzeit. Er musste schon früh im elterlichen Betrieb mithelfen. Als er 19 Jahre alt war, durfte er als Zeiger am Eidgenössischen Schützenfest in Chur tätig sein, woraufhin er zum Zeigerchef in St. Ursen ernannt wurde. Davon hat er noch viel gesprochen.
1952 hat er am Maimarkt seine grosse Liebe Germaine Berset kennengelernt und am 21. Februar 1955 läuteten die Hochzeitsglocken für das junge Paar. Vier Monate später kam ihr Sohn Willy zur Welt. 1958 durften die beiden ihre Tochter Rita begrüssen und 1968 ihren Sohn Roland. Die Übernahme des elterlichen Betriebes verlangte von Josef und Germaine Bouquet-Berset grossen Einsatz. Er fabrizierte weiterhin Betonware und lieferte sie an die Kundschaft, während sie die Büroarbeiten und den Verkauf erledigte.
Josef Bouquet-Berset war immer gerne in Gesellschaft, und man freute sich, ihn in der Runde zu haben. Er mochte das Reisen, so dass die Familie hin und wieder in die Ferien gefahren ist. Nach der Übernahme des Betriebes durch Sohn Willy haben die beiden weiterhin mitgeholfen.
Die Grosskinder waren stets willkommen im Camion, wenn Josef Bouquet-Berset etwas ausliefern musste. Überhaupt war er immer stolz auf sie. Er liebte auch Manuela, Tamara und Diana Porchet sowie Juliana und Vania Almeida und sorgte sich wie ein Grossvater um sie.
Nach der Pension 1995 zog er sich allmählich aus dem Arbeitsalltag zurück und verbrachte mit Reisen, Jassnachmittagen und Ausflügen den Tag. 2005 feierten Germaine und er goldene Hochzeit. Sie war zu diesem Zeitpunkt bereits gesundheitlich angeschlagen. Er kümmerte sich bis zu ihrem Tod 2009 liebevoll um sie. Dank den Angehörigen und der Spitex konnte er daheimbleiben. Auch an Ausflügen hatte er weiterhin Freude. Vor zwei Jahren fuhr er mit seinem Grosskind Michel an den Weihnachtszauber in den Europapark Rust. Das hat ihm sehr gefallen. Auch die Faszination am Lastwagenfahren ist ihm geblieben. So kam es, dass er nun manchmal an Michels Seite als Mitfahrer im Camion sass. In der Zwischenzeit wurde er vierfacher Urgrosspapa. Jedes Urgrosskind hat er stolz in seinen Armen gewiegt.
Seit 1960 litt Josef Bouquet-Berset an Multipler Sklerose, dies wurde jedoch erst Ende der 1980er-Jahre festgestellt. Vor sieben Jahren brach der Prostatakrebs aus. Nach der Bestrahlung ging es ihm wieder gut. Letzten Herbst ist der Krebs wieder ausgebrochen, woraufhin er sich am 24. Januar 2013 operieren lassen musste. Er erholte sich danach im Alters- und Pflegeheim Giffers. Sein Zustand verschlechterte sich zunehmend, und so musste er wieder ins Spital, wo festgestellt wurde, dass keine Hoffnung mehr auf eine Genesung bestand. Seinem Wunsch entsprechend konnte er seinen 83. Geburtstag am 24. März wieder im Alters- und Pflegeheim feiern. Seine Kräfte nahmen stetig ab, bis Josef am Morgen des 4. April 2013 friedlich einschlafen durfte. Eing.