Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03277.jsonl.gz/3234

Die Insel mit dem heutigen Namen "Helgoland" gehörte aus entdeckungsgeschichtlicher Sicht der griechischen und römischen Antike zum mythischen Rand der bekannten Welt. In heidnischer Zeit verdankte Helgoland, bestehend aus einem roten und einem weissen Felsen, ihre Bedeutung als "Heiliges Land" oder "Heilige Insel" vor allem ihrer eigenartigen, aus ihrer Umgebung sich deutlich abhebenden Natur und ihrem Reichtum an Rohstoffen (roter Feuerstein, Bernstein, Kupfererz, Kalk). Zudem war die verkehrsgünstige Insellage zwischen der südlichen und östlichen Nordseeküste im Mündungsgebiet der Elbe eine sehr wichtige Voraussetzung für den Handel. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch die Geschichte Helgolands bis zu der Zeit, in der man der Insel den Namen 'Heiligland' beilegte. Dabei interpretiert sie vor dem Hintergrund der geologischen und der archäologischen Situation diejenigen Schriftquellen der Antike, die sich der Felseninsel besonders gut zuordnen lassen.
Portrait
Dr. Heike Grahn-Hoek, Jahrgang 1943, verbrachte einen Teil ihrer Jugend auf Helgoland. Sie ist mit der Insel bis heute eng verbunden. Nach dem Studium hauptsächlich der Fächer Geschichte und Latein promovierte sie mit der Arbeit "Die fränkische Oberschicht im 6. Jahrhundert" im Jahre 1975 bei den Mediävisten Prof. Dr. Dr. h. c. Walter Schlesinger in Marburg. Die Arbeit wurde mit dem Preis der "Wolf Erich Keller-Gedächnisstiftung" der Universität Marburg ausgezeichnet. Aus einer mehrjährigen Mitarbeit am Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft über "Die Entstehung der europäischen Nationen im Mittelalter" gingen bis in jüngste Zeit mehrere grössere Publikationen, insbesondere zur fränkischen und thüringischen Frühgeschichte, hervor.