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Wie entstehen Krampfadern?
In gesunden Venen sorgen Klappen, die sich öffnen und schliessen, für den korrekten Transport des Blutes von den Beinen zurück zum Herzen. Dank diesem Ventilmechanismus fliesst das Blut im Einbahnsystem gegen die Schwerkraft.
Verlieren diese Klappen ihre Schliessfähigkeit, kommt es zu einem schädlichen Rückfluss (Reflux) und Stau des Blutes in den Beinvenen. Dadurch weiten sich die Venen, werden länger und verlaufen geschlängelt. Es entsteht das typische Bild der sichtbaren Krampfadern (Varikose).
Mit der Zeit führt der chronische Überdruck zum vermehrten Austritt von Flüssigkeit, Eiweiss und Blutkörperchen in das umgebende Gewebe. Dies hat Schwellungen, Verhärtungen und bräunliche Verfärbungen der Haut zur Folge, hauptsächlich im Bereich der Fesseln.
In schweren Fällen werden Haut und Fettgewebe so schlecht durchblutet, dass Haut abstirbt. Dies führt zu einem „offenen Bein“ (lat. ulcus cruris). Ziel jeder Behandlung ist, dies zu verhindern, indem man den venösen Rückfluss vermindert oder ausschaltet.