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Geboren am 18. September 1935 in Ascona, Schulen im Tessin und in Zürich, dreijährige Töpferlehre bei Margrit Linck in Zollikofen bei Bern. Parallel dazu Unterricht in Schauspiel, Musik, Ballett und Akrobatik. 1954 nach Frankreich; in Paris Pantomimenunterricht bei Etienne Decroux, Akrobatik, Seiltanz und Gitarre. 1958 Schüler von Marcel Marceau, anschliessend Auftritte mit dem Weissclown Maiss u.a. im Cirque Medrano in Paris. 1959 Uraufführung des ersten Soloprogramms in Ascona. Seither Auftritte in der ganzen Welt mit Soloprogrammen und der Familienshow «La Famiglia Dimitri». 1970, 1973 und 1979 mit dem Circus Knie auf Tournee. 1971 Gründung, zusammen mit seiner Ehefrau Gunda, des Teatro Dimitri in Verscio und 1975 der Scuola Teatro Dimitri, heute Hochschule für Bewegungstheater. 1978 Gründung der Compagnia Teatro Dimitri, 1981 der Fondazione Dimitri, 2000 mit Harald Szeemann des Museo Comico in Verscio.
Dem herrlichen Clown und Theaterkünstler, der weltweit mit feinem Humor und heiterer Kunst Herzen rührt und ohne Worte Menschen verbindet, der mit seiner Hochschule für Bewegungstheater einen Schatz der Schweizer Kultur aufgebaut und sich ein Leben lang für die Theaterkunst eingesetzt hat.
Geboren am 18. September 1935 in Ascona, Schulen im Tessin und in Zürich, dreijährige Töpferlehre bei Margrit Linck in Zollikofen bei Bern. Parallel dazu Unterricht in Schauspiel, Musik, Ballett und Akrobatik. 1954 nach Frankreich; in Paris Pantomimenunterricht bei Etienne Decroux, Akrobatik, Seiltanz und Gitarre. 1958 Schüler von Marcel Marceau, anschliessend Auftritte mit dem Weissclown Maiss u.a. im Cirque Medrano in Paris. 1959 Uraufführung des ersten Soloprogramms in Ascona. Seither Auftritte in der ganzen Welt mit Soloprogrammen und der Familienshow «La Famiglia Dimitri». 1970, 1973 und 1979 mit dem Circus Knie auf Tournee. 1971 Gründung, zusammen mit seiner Ehefrau Gunda, des Teatro Dimitri in Verscio und 1975 der Scuola Teatro Dimitri, heute Hochschule für Bewegungstheater. 1978 Gründung der Compagnia Teatro Dimitri, 1981 der Fondazione Dimitri, 2000 mit Harald Szeemann des Museo Comico in Verscio.
Geboren am 5. Oktober 1937 und aufgewachsen in Baden. Studium der Mathematik an der ETH Zürich, 1965 Dr. sc. math. (Professoren E. Stiefel und H. Künzi). 1965 Industrieberatung, 1966¬1967 Forschungsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT). 1967 stellvertreten¬der Leiter des neu gegründeten Instituts für Operations Research an der ETH Zürich, 1970 Assis¬tenzprofessor für Computerwissenschaften, 1973 ausserordentlicher, 1979 ordentlicher Professor für Informatik. Baut das Forschungsgebiet «Datenbanken» auf. Zur Tätigkeit in Lehre und Forschung kamen immer wieder Zusatzaufgaben für die ETH Zürich, (u.a. 1987-1990 Vizepräsident der ETH Zürich für den Bereich Dienste, 1991-1997 Vorsteher des Departements Informatik) sowie als Oberst i Gst in der Armee. Langjähriger Präsident von Informatik-Fachverbänden, so SVI/FSI, seit 2004 ICTswitzerland —Schweiz. Verband der Informatikorganisationen / Fédération suisse des organisations d'informatique, dann auch SARIT - Swiss Association for Research in Information Technology.
In Anerkennung seines unermüdlichen Einsatzes für den Aufbau der akademischen Informatik in der Schweiz, in Würdigung seiner bildungs-politischen Anstrengungen, die Informatik der Schweizer Jugend näher zu bringen, sowie für seinen Beitrag zum besseren Verständnis für die Informatik und ihre Anwendungen in Gesellschaft und Politik.
Judith Keller wurde am 27. Januar 1946 in St. Gallen geboren. An Schule und Ausbildung zur Krankenschwester schloss sich der Eintritt in die Kongregation der Kleinen Schwestern Jesu von Charles de Foucauld. 1972 Einsatz in In-dien, Krankenschwester an der Leprastation des St. John's Hospital, Pirappancode, Kerala; 1974 Krankenschwester und Sozialarbeiterin am Yesu Ashram, Pandey Ghat, Varanasi. Mit Blick auf ihre weitere Arbeit verlässt sie, ungern, die Kongregation und gründet 1990 das in der Nähe von Varanasi gelegene KIRAN Kinderdorf für Kinder mit körperlichen oder mehrfachen Behinderungen. Ziel sind die soziale Integration, Ausbildung und Therapie unter Einbezug der Familien. Die KIRAN-Institution hat heute in Indien Vorzeige-charakter; sie ist zu einer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte für Heilpädagogen und Therapeuten geworden, welche sich zum Ziel gesetzt haben, in der Bevölkerung die Sensibilität für die Notwendigkeit der Rehabilitation und der Wiedereingliederung behinderter Kinder und Erwachsener zu wecken und zu stärken.
Für ihren jahrzehntelangen selbstlosen Einsatz zugunsten behinderter und rechtloser Kinder, in Anerkennung des modellhaften Einbezugs des sozialen Umfeldes der Kinder bei ihrer Rehabilitation, Betreuung, Schulung und gesellschaftlichen Integration und in Würdigung der hiefür notwendigen Überwindung gesellschaftlicher Vorbehalte.
Piergiorgio Tami, geboren am 7. September 1958 in Bellinzona. Nach der kaufmännische Ausbildung Anstellung bei Swissair (1978-1980) und British Airways (1980-1982) in Zürich. — Simonetta Tami, geboren am 27. Mai 1959. Tätig bei der Credit Suisse in Zürich. 1982, nach der Heirat, gemeinsam Ausbildung zu Missionaren in Grossbritannien, anschliessend (1983-1993) Einsätze im Rahmen der Youth With A Mission (YWAM) in Japan, Tonga und Singapur. 1993 Gründung von Hagar, einer Organisation zur Wiedereingliederung und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit von Frauen und Kindern, die Opfer von Gewalt, Missbrauch und Menschenhandel geworden sind, durch Ergänzung der humanitären Hilfe mit wirtschaftlich sinnvollen Geschäftsaktivitäten. 2005 Ausdehnung der Aktivitäten mit der Gründung der Hagar International Foundation, die soziales Unternehmertum und wirtschaftlichen Aufbau einsetzt, um bedürftigen Menschen individuelle und nachhaltige Hilfe zu leisten. — Verschiedentlich ausgezeichnet, so als Out-standing Social Entrepreneur 2005 der Schwab Foundation for Social Entrepreneurship sowie Ernennung zum International Hero in Trafficking in Persons Report 2004 des Generalsekretärs der Vereinigten Staaten, Colin L. Powell.
Geboren 1951 in Zürich, Studien der Rechts-wissenschaft in Fribourg, Bern und Cambridge; Lizentiat der Universität Bern 1976, Schwyzer Anwaltsexamen 1979, 1982 Dissertation über «Das Prinzip des Non-Refoulement». Seit 1985 ausserordentlicher Professor am Institut für öffentliches Recht an der Universität Bern, seit 1988 ordentlicher Professor. Schwerpunkte seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit sind Flüchtlingsrecht, internationaler Menschenrechtsschutz und schweizerisches Verfassungsrecht. 1991/92 Spezialberichterstatter der UNO-Menschenrechtskommission für Kuwait unter irakischer Besetzung und ab 2003 Mitglied des UNO-Menschenrechtsausschusses. Ab 2004 dient er als Repräsentant des Uno-Generalsekretärs für die Menschenrechte intern Vertriebener. Experte bei der Totalrevision der schweizerischen Bundesverfassung 1999 sowie für verschiedene UNO-Organisationen. Verfasser mehrerer juristischer Lehrbücher; 2004 Mitherausgeber von «Das Bild der Menschenrechte».
In Anerkennung seines beharrlichen Wirkens zur Klärung, Vermittlung und Durchsetzung der Idee der Menschenrechte, seines Einsatzes für bedrängte Mitmenschen und für seine unbestechliche, auf das politisch Mögliche ausgerichtete Arbeit für den Frieden.
Die im letzten Viertel des 8. Jh. erbaute monumentale Klosteranlage ist eine Stiftung Karls des Grossen oder eine karolingisch beeinflusste Gründung des Bistums Chur. Ursprünglich eine Benediktinerabtei, übernahmen die Benediktinerinnen das Kloster im 12. Jahrhundert. Die Benediktinerinnen von St. Johann befinden sich seit Ende der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts in einem steten Konflikt zwischen der Verfolgung des eigenen Lebensentwurfs — der Führung des monastischen Lebens im Gebet und in der stillen, zurückgezogenen Arbeit — und der Aufgabe, die 1200 Jahre alte kulturhistorisch bedeutsame Klosteranlage für die Nachwelt durch die Gestattung langwieriger Restaurationsarbeiten zu erhalten. Sie haben sich in verdienstvoller Weise damit einverstanden erklärt, eine Jahrzehnte dauernde Verletzung der Klausur und Störung der Kontemplation hinzunehmen, ihre Wohn—, Bet- und Arbeitsräume nach den Bedürfnissen von Restauratoren und Kunsthistorikern immer wieder zu verlegen und damit die Interessen der Nachwelt über die eigenen zu stellen. Die Benediktinerinnen waren auch bereit, mit der Schaffung eines neuen Museums im Plantaturm — mitten in der Klausur — kostbare Schätze, die bis in die karolingische Zeit zurückreichen, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und damit auf einen Teil der Klausur, der ihnen viel bedeutet hatte, auf lange Zeit zu verzichten.
Am 29. Dezember 1932 als Sohn Schweizer Eltern in Rom geboren. Studium der Rechte in Zürich, Paris und Rom, 1957 Promotion zum Dr. iur. der Universität Zürich. 1957 bis 1959 Tätigkeit im Bankwesen, ab 1960 im Bundes-dienst, zunächst im Eidg. Politischen Departement (heute Eidg. Departement für Auswärtige Angelegenheiten EDA), ab 1976 im Bundesamt für Aussenwirtschaft (BAWI), u.a. als Delegierter des Bundesrates für Handelsverträge. 1984 bis 1986 Staatssekretär für Aussenwirtschaft. 1987 bis 1999 Präsident des Internationalen Komittees vom Roten Kreuz (IKRK). Nach seinem Ausscheiden Übernahme vielfältiger Aufgaben im humanitären Bereich: Ehrenmitglied des IKRK, Mitglied der Studiengruppe zu den Friedensoperationen der Vereinten Nationen, Präsident des Internationalen Zentrums für humanitäre Minenräumung (GICHD) in Genf, Präsident der Karl-Popper-Stiftung (Schweiz) und Mitglied des Stiftungsrats des Open Society Institute in Budapest. 2002 wurde er Präsident der International Association of Initiatives of Change in Caux. Cornelio Sommaruga ist Ehrendoktor verschiedener Universitäten und Träger mehrerer Auszeichnungen und Preise.
In Würdigung seines Einsatzes zur weltweiten Beachtung des humanitären Völkerrechts, zum Schutz von Opfern von Gewaltkonflikten und zur Förderung der Erziehung zur Achtung der Würde des Menschen.
Hans Rudolf Herren, geboren am 30. November 1947 in Vouvry/VS, doktoriert 1977 an der ETH Zürich mit einer Arbeit über das Zusammenwirken von Schädlingen und Parasitoiden. Danach zwei Jahre an der University of California in Berkeley. 1979 Leiter der «Biological Control Unit» des International Institute for Tropical Agriculture (IITA) in Ibadan, Nigeria. Sein Konzept der biologischen Schädlingsbekämpfung bewahrte das Grundnahrungsmittel Maniok vor der Vernichtung, sicherte damit das Überleben von Millionen von Menschen. 1995 wurde er hierfür mit dem Welternährungspreis ausgezeichnet. 1994 bis 2005 Leiter des International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE) in Kenia, findet dort biologische Lösungen für weitere Probleme, z.B. gegen Maisschädlinge. 2003 erhält er den Tyler Prize for Environmental Achievement. Ab 2005 ist er Präsident der Millennium Foundation in Arlington, Virginia (USA). Leitend aktiv in wichtigen einschlägigen internationalen Organisationen. 1998 Gründer von Biovision, einer gemeinnützigen Institution, welche die Methoden der nachhaltigen Landwirtschaft und biologischen Schädlingsbekämpfung in Afrika fördert.
Christine Appenzeller, geboren am 26. Februar 1957, schloss 1978 in Zürich die Ausbildung als Primarlehrerin ab. Anschliessend arbeitete sie als Volontärin in einem Kinderheim von «Terre des Hommes» in Lima, Peru. 1980 gründete sie in Cusco die Asociaciön PUKLLASUNCHIS als Plattform für eine Grosszahl von Bildungsprojekten, darunter die Gründung einer für alle sozialen Schichten offenen Modellschule, vom Kindergarten bis zur Sekundarschule, für rund 800 Kinder; die Einführung von Fortbildungskursen für Kindergärtnerinnen und Primarlehrerinnen der staatlichen Schulen; die Einführung des zwei-sprachigen Schulunterrichts (Quechua als erste und Spanisch als Zweitsprache); der Aufbau eines didaktischen Studienzentrums für Lehrkräfte und der Betrieb eines Schulradios zur Unterstützung der Schulen in der Gegend von Cusco.
In Anerkennung ihres grossen persönlichen Einsatzes für ein menschenwürdiges Leben der Andenbevölkerung von Cusco/Peru durch die Entwicklung von interkulturellen, zweisprachigen und ganzheitlichen Schulprojekten.
Geboren am 2. Dezember 1935 in Bern. Studien in Bern (Komposition bei Sandor Veress) und am Conservatoire National Sup6rieur in Paris. Lehr-tätigkeit an der Musikschule Biel und am Berner Konservatorium. Seit 1967 Lehrauftrag für Klavier, seit 1970 Lehrer für Interpretation zeitgenössischer Musik am Konservatorium der Musik-Akademie Basel. Gleichzeitig rege Konzert-tätigkeit als Pianist und Dirigent, insbesondere für zeitgenössische Werke; zahlreiche Schallplattenaufnahmen. Als Komponist schreibt Jürg Wyttenbach vor allem Werke des «instrumentalen und vokalen» Theaters. 1993 Kunstpreis der Stadt Basel.
Für seinen witzigen, überlegten und nachhaltigen Beitrag zur Lebensfreude als begeisternder Komponist, Lehrer und Förderer, als begnadeter Pianist und Dirigent.