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Jakobsweg: Fribourg - Romont
Der Jakobsweg ist ein europäischer Wanderweg, der dem Verlauf der Strecke der historischen Pilgerfahrt zum Grab des heiligen Jakobus in Spanien entspricht. Ein Teil verläuft durch das Freiburgerland.
Es heisst, dass der Jakobsweg an der Türschwelle beginnt. Die Strecken sind zahlreich. Die Via Jacobi führt von Osten nach Westen durch die Schweiz. Die Reisenden legen den Weg in der Regel zu Fuss zurück, aber auch mit dem Velo oder zu Pferd. Die 2'500 km lange Reise nach Santiago de Compostela dauert mehrere Monate.
Die Jakobswanderer machten es sich zur Gewohnheit, Jakobsmuscheln als Souvenir mitzubringen. Sie wurden zu einem der Attribute des Peregrinus mit dem Pilgerstab, der Schultertasche und dem Hut mit breiter Krempe. Die Muschel wird zur Kennzeichnung des Jakobsweges verwendet, häufig ist sie auch in der Architektur wiederzufinden. An den zahlreichen heiligen Stätten an der Via Jacobi, die dem Heiligen Jakobus gewidmet sind, gibt es viele Repräsentationen des Heiligen. Die Jakobswege wurden 1987 zum ersten Europäischen Kulturweg ernannt.
Der Heilige Jakobus ist einer der zwölf Apostel von Jesus Christus. Die Legende besagt, dass man seine sterblichen Überreste in ein Boot legte, das in Galizien an Land gespült wurde, wo man ihn schliesslich begrub. Man beschloss, dort eine Kirche zu errichten, in denen seine Reliquien ruhen sollten; sie wurde zu einer Pilgerstätte. Im Mittelalter war die Verehrung gross. Im XII. Jahrhundert beschrieb ein Mönch die Wege in einem Werk, das den späteren Reiseführern den Weg ebnete.
Die Reform beendete die Begeisterung für den Heiligen. Später wurde die Echtheit der Reliquien angezweifelt. Heute spricht die Kirche vorsichtig von einer «Gedenkstätte für den Heiligen Jakobus». Der Jakobsweg erfreut sich immer grösserer Beliebtheit.
Jedes Jahr lockt er rund 300'000 Personen an. Obwohl jeder auf der Suche nach etwas ist, sind die Beweggründe ebenso vielfältig wie die Wanderer. Der Empfangsdienst fand heraus, dass 54 % der «Muschelbrüder» religiöse Motive haben, 40 % haben andere spirituelle Beweggründe. Man spricht sogar von der «Camino-Therapie»!