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Ein Elektrorad, auch Elektrofahrrad, ist im
allgemeinen
Sinne jedwedes Fahrrad mit zusätzlichem Elektromotor.
Verkehrsrechtlich motivierte Unterscheidungen
Die Art der Motorunterstützung hat u.a. in Ländern der EU führerscheinrechtliche
Folgen, deswegen wird unterschieden zwischen folgenden Kategorien:
- Fahrräder mit limitierter Tretunterstützung, Pedelec oder E-Bike
genannt.
- Fahrräder mit unlimitierter Tretunterstützung, Pedelec oder E-Bike
genannt.
- Fahrräder mit tretunabhängigem Zusatzantrieb, E-Bike oder E-Roller
genannt.
- Räder mit unabhängigem Zusatzantrieb, E-Scooter genannt.
Daher lassen sich verkehrsrechtlich folgende Arten unterscheiden:
Im engeren Sinne wird oftmals nur erstere Gruppe zu den Elektrorädern
gerechnet. Diese Pedelecs unterliegen in vorgenannten Ländern weder Helm-,
noch Versicherungs- und Führerscheinpflicht, müssen aber ab einer
Geschwindigkeit von 25 km/h die Motorunterstützung abschalten.
Fahrrädern mit tretabhängigem, unlimitiertem Zusatzantrieb im engeren
gesetzlichen Sinne des Begriffes „Fahrrad“ sind aber versicherungspflichtig
und unterliegen nicht der Helmpflicht. Ein Mofa-Führerschein ist Voraussetzung.
Fahrrädern mit tretunabhängigem Zusatzantrieb im engeren gesetzlichen
Sinne des Begriffes „Fahrrad“ dürfen nur 20 km/h schnell fahren,
sind aber trotzdem versicherungspflichtig und unterliegen nicht der Helmpflicht.
Ein Mofa-Führerschein ist Voraussetzung.
Fahrrädern mit unabhängigem Zusatzantrieb im weiteren Sinne fallen
unter den gesetzlichen Begriff des Kleinkraftrades und dürfen einer Einschränkung
gemäß bis 45 km/h schnell werden. Darüber hinaus ist die Bezeichnung
Motorrad angebracht.
Nutzer
Es gibt vor allem drei ganz unterschiedliche Nutzergruppen:
Leute, die häufig mit Bergen, Gegenwind oder viel Gepäck zu kämpfen
haben;
Ältere Menschen, denen wegen nachlassender Kraftreserven eine gelegentliche
Unterstützung willkommen ist;
Fahrradfahrer, die mit dem unlimitierten, tretabhängigen Zusatzantrieb
schneller als jedes Mofa, aber trotzdem nicht verschwitzt vorankommen wollen.
Spassuchende oder Arbeitende, die schnell und wendig vorwärtskommen wollen,
z.B auf weitläufigen Arealen oder Gelände.
Praxiserfahrungen
Bei umgerüsteten Flachlandfahrädern mit Geschwindigkeitsbeschränkung
und geringer Spreizung bei der Übersetzung sind Geschwindigkeiten über
20km/h nur durch große Anstrengung zu erreichen. Die Tendenz geht daher
dahin, daß Elektrodäder von grundauf als solche Gebaut werden, um
Gewicht, Reichweite, Akkumulatorgrösse und Geschwindigkeit zu optimieren.
Als Elektrofahrräder konzipierte Fahrzeuge (Pedelec) erreichen auf flacher
Fahrbahn leicht Geschwindigkeiten von gegen 30 km/h.
Elektroräder haben durch die limitierte Stromversorgung eine beschränkte
Steigungsbewältigungsfähigkeit, d.h die Reichweite des Elektrofahrrades
wird umso kürzer, je steiler die Fahrbahn wird. Grundsätzlich dient
der Elektroantrieb der Tretunterstützung, diese ist bei flacher oder ansteigender
Fahrbahn gegeben. Es kann nicht wie bei einem Benzinbetriebenen Fahrzeug innerhalb
von wenigen Minuten wieder "vollgetankt" werden, ein Akkuladezyklus
dauert je nach Modell mehrere Stunden. Im Gegensatz zu Motorrädern beschleunigen
Elektroräder jedoch lautlos und tragen lokal nicht zur Ozon und Smogbildung
bei.
Problematik des Akkumulators
Während der Lebensdauer eines Elektrorades muss der Akkumulator mehrmals
ausgewechselt werden, was aus ökologischer Sichtweise nicht unproblematisch
ist. Im Jahr 2005 haben die Akkumulatoren eine Kapazität von 160 Wh (bei
24V/7Ah)equivalent 14 cm³ Benzin. Die Garantiezeit für die Akkus
beträgt 3 Monate. Ein neuer kostet je nach Modell ca 400 Euro (24V/ 7Ah).
In den USA liegen Rennkonstruktionen (motorradähnlich) bereits bei über
300 Volt Betriebsspannung.[1]. Der Preis so eines Akku mit Hochtemp.tech. ist
für den üblichen Kunden "unbezahlbar". Fortgeschrittene
Batteriemanagementkonzepte mit Konditionierung einzelner Zellen im Betrieb
optimieren zwar die Lebensdauer eines Akkumulators, ändern jedoch nichts
an dem vergleichsweise geringen Energieinhalt von 160 Wh.
Quelle: wikipedia.org