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Auf unserem Weg von Cochrane nach Coyhaique, das 330 Kilometer weiter nördlich liegt, fuhren wir ein gutes Stück entlang dem Rio Baker. Ein Fluss, der nicht nur Fischen (Forellen und Lachs) und Fischern sondern auch uns sehr gut gefällt. Es ist einer der schönsten Flüsse, die wir je zu sehen bekamen. Und er fliesst durch eine Landschaft, die ebenso spektakulär ist, wie er selbst. Der Río Baker ist nur 170 Kilometer lang, doch er ist der mit der höchsten Wasser-führung in Chile. Er entspringt im Lago Bertrand, der so schön ist, wie der Fluss, dessen Vater er ist. Der Lago Bertrand wiederum wird durch einen schmalen Abfluss aus dem Lago Buenos Aires gespeist, der auf chilenischer Seite den Namen des früheren Generals Carrera trägt. Der Fluss verläuft südöstlich des nördlichen patagonischen Eisfelds und mündet nahe der Siedlung Caleta Tortel in eine Pazifikbucht.
Kein Wunder, dass man daran denkt, den Fluss zu stauen. Die ENDESA, eine spanische Elektrizitätsgesellschaft, plant, ein Wasserkraftwerk mit 2400 MW zu errichten. Das Projekt ist in der Planungsphase, doch bereits jetzt gibt es Proteste aus Umweltschutzkreisen. (Der verstorbene Öko-Unternehmer und Umweltaktivist Donald Tompkins – Gründer der Marken Esprit und North Face – war einer derjenigen, die früh dagegen Stellung nahmen.)
Wie immer bei solchen Projekten, die massive Eingriffe in die Natur erfordern, gibt es auch hier zwei Seiten. Die eine denkt an die Chancen, die eine gesteigerte Stromerzeugung für die von Santiago «abgehängte» Region bietet. Die andere sieht vor allem die Schäden, die verursacht werden. Etwas, das auch negative Auswirkungen auf den Tourismus haben könnte, von dem diese Region vor allem lebt.