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Obskuradio: Between – State Of Sound
„State Of Sound“ ist kein Stück für Ungeduldige. Ganze 19 Minuten dauert die Klangmeditation der Grenzgänger Between.
Ursprünglich wollte sich das Anfang der 70er gegründete Kollektiv B.A.C.H. nennen. Damit wäre nicht in erster Linie der berühmte Komoponist gemeint gewesen, vielmehr sollte der Name ein Akronym für „Between All Chairs“ darstellen. Schliesslich hat sich die internationale Truppe dann doch kurz und bündig Between genannt und unter diesem Namen 1971 das Debüt „Einstieg“ veröffentlicht. Die Platte erschien beim deutschen Label WERGO, das damals mit der Reihe Centerpoint eine Plattform für Künstler lancierte, die sich an der Grenze zwischen E- und U-Musik bewegten. Peter Michael Hamel (Bild vorne links) bezeichnete Between als „die Gleichzeitigkeit von Dingen, die sich eigentlich ausschließen“.
Gegensätze begegnen sich auch auf dem Album „Contemplation“ von 1977, das Klassik, Jazz, Elektronik und World Music zusammenbringt. Die gesamte B-Seite wird von der 19-minütigen Klangmeditation „State Of Sound“ in Beschlag genommen, laut Linernotes „ein Klangzustand oder Klangraum, der aus zwei Tetrachorden gebildet ist.“ Das Wabern der Tanpura legt den Grundton, über den Robert Eliscu (Bild vorne rechts) mit seiner Oboe schlangenbeschwörerhaft improvisiert. Von fern ertönt eine indische Stimme, die Orgel von Hamel rückt in den Vordergrund, Trommeln setzen ein und nach einer gefühlten Ewigkeit beginnt die Schlange doch noch zu tanzen.
Between – State Of Sound[audio:http://www.78s.ch/wp-content/uploads/2010/11/State-Of-Sound.mp3]
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