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Bevor wir mit den gebundenen Fliegen beginnen, sehen wir uns , zum besseren Verstehen der Fliegenimitationen, einen Bruchteil der riesigen Welt der Wasserinsekten an. Wir wollen uns dabei nur auf die wichtigsten Arten beschränken, die beim Fliegenfischen unumgänglich sind. Um alle, in den Gewässern vorkommenden Insekten hier wissenschaftlich zu bestimmen, wäre auf alle Fälle ein grosses Buch fällig. Manchem wissenschaftlich interessierten Leser wird diese Einführung in das Leben der Wasserinsekten (geflügelter Art) zu wenig sein. Es gibt jedoch genügend Fachliteratur zu diesem interessanten Gebiet der Insektenkunde.
Die Begattung der meisten Eintagsfliegen, Z. B. auch bei den Baetis haben die Männchen übernatürlich grosse, nach oben gerichtete Augen, die lediglich dazu dienen, die über ihnen fliegenden Weibchen zu erspähen, um sie dann bei Erkennen sofort zu umklammern und zu begatten. Nach der Paarung stirbt das Insekt. ( das Leben der Eintagsfliege dauert meist nur einige Tage , das Weibchen stirbt nach der Eiablage.) Bei gleichzeitigem Tod vieler Eintagsfliegen spricht man vom >Spinnerfall<. Einzelne tote Insekten im Wasser nennt man >Spent< ( englisch ). In den Frühjahrsmonaten März und April in denen viele von uns noch nicht so recht ans Fliegenfischen denken, denn vielerorts verwehren Schnee und Eis den Zugang zum Wasser, schwärmen bereits während der warmen Tageszeit (Mittagsstunde) die Baetis rhodani und die Märzbraune (Rhithrogena haarupi). Wenden wir uns erst den an fast allen Fliessgewässern vorkommenden Baetis Arten zu.Dieses zierliche Flugtier ist gegen Wasserverschmutzung bis etwa Güteklasse 3, ziemlich unempfindlich. Anders die Märzbraune, die sehr sauberes und sauerstoffreiches Wasser benötigt. Dazu aber später.
° Eiablage durch das erwachsene und geflügelte Insekt (Imago -engl. Spinner ) nach der Eiablage stirbt das Insekt ( tote Imago - engl. Spent )
° Larve und Nymphe (fressfähig).
° Aufsteigende Nymphen (steigen empor ) nennt man Emerger (nicht fressfähige ).
° Auskriecher sind die Subimagines die gerade aus der Nymphenhaut schlüpfen.
° Frisch geschlüpftes Insekt ( Subimago ) erst nach der letzten Häutung (erfolgt oft innerhalb weniger Stunden ) geschlechtsreif; nicht fressfähig da Mundwerkzeug verkümmert.
° Erwachsenes Insekt ( Imago ) farblich abweichend von der Subimago.