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Im Bildungssystem stellen lineare Bildungsverläufe mit nahtlosen Übergängen zwischen den Bildungsstufen die Norm dar. Von einem sofortigen Übergang wird gesprochen, wenn eine Lernende oder Lernender im Jahr des Austritts aus der obligatorischen Schule direkt in die zertifizierende Sekundarstufe II eintritt. Ein Übergang gilt als aufgeschoben, wenn er ein oder mehrere Jahre später erfolgt.
Im Bildungssystem stellen lineare Bildungsverläufe mit nahtlosen Übergängen zwischen den Bildungsstufen die Norm dar. Von einem sofortigen Übergang wird gesprochen, wenn eine Lernende oder Lernender im Jahr des Austritts aus der obligatorischen Schule direkt in die zertifizierende Sekundarstufe II eintritt. Ein Übergang gilt als aufgeschoben, wenn er ein oder mehrere Jahre später erfolgt.
Hauptergebnisse
- 75% der Abgänger/innen begannen direkt nach Austritt aus der obligatorischen Schule eine zertifizierende Ausbildung der Sekundarstufe II. Dieser Anteil stieg in den folgenden drei Jahren auf 95%.
- Der Anteil der sofortigen Übertritte war bei den Frauen tiefer als bei den Männern. Sie holten diesen « Rückstand » jedoch in den folgenden Jahren wieder auf.
- Innerhalb von drei Jahren haben mindestens 90% der Abgänger/innen der obligatorischen Schule aus allen Kantonen eine zertifizierende Ausbildung der Sekundarstufe II begonnen.
Die Frauen traten weniger häufig sofort in eine zertifizierende Ausbildung der Sekundarstufe II ein als die Männer (73% gegenüber 79%). Nach drei Jahren weisen beider Geschlechter beinahe den gleichen Anteil an Übertritten in die zertifizierende Sekundarstufe II auf.
Die Dauer des Übergangs variiert auch stark nach Mirationskategorie: 80% der in der Schweiz geborenen Schweizer/innen, aber lediglich 56% der im Ausland geborenen Ausländer/innen vollzogen den Übergang sofort. 11% der letzteren haben in den darauffolgenden drei Jahren keine zertifizierende Ausbildung begonnen.
Die Quoten der sofortigen Übergänge liegen zwischen 59% (BS) und 91% (UR) und zeigen somit ein kontrastreiches Bild der Kantone. Innerhalb von 3 Jahren nach dem Abgang der obligatorischen Schule verringern sich die Unterschiede jedoch deutlich und die Quoten der Übergänge in allen Kantonen liegen bei über 90%.
Tabellen
Methodologie
Berechnungsmethode
Die Quote der Übergänge in die Sekundarstufe II gibt den Anteil einer Kohorte von Abgängern an, die eine zertifizierende Ausbildung der Sekundarstufe II im selben Jahr beginnen, in dem sie die obligatorische Schule verlassen (sofortiger Übergang) oder bis zu drei Jahre später (späterer Übergang).
Abgänger/innen werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:
- Sofortiger Eintritt
- Späteren Eintritt von bis zu 3 Jahren
- Kein Eintritt in eine zertifizierende Ausbildung
Als Abgängerin bzw. Abgänger gelten Lernende zwischen 13 und 20 Jahren, die im Vorjahr das letzte Mal in der obligatorischen Schule erfasst wurden. Abgänger/innen von 2014 sind Lernende, die 2013 in der Sekundarstufe I oder im besonderen Lehrplan erfasst wurden und danach nicht mehr. Die folgenden Jahre (hier zwischen 2014 und 2017) können sie entweder:
- eine nicht zertifizierende Übergangsausbildung (10. Schuljahr, Vorbereitungsschule, Vorlehre) beginnen oder
- in eine zertifizierende Ausbildung der Sekundarstufe II eintreten: Dazu gehören berufliche Grundbildungen, die auf ein eidgenössisches Berufsattest (EBA) oder ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) vorbereiten, sowie allgemeinbildende Ausbildungen wie die Fachmittelschule (FMS) oder einer gymnasialen Maturitätsschule (GMS),
- oder das Bildungssystem verlassen haben, d.h sie sind in der Statistik der Lernende (SdL) nicht mehr erfasst aber nach wie vor in der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP).
Nicht einbezogen wurden Schulabgänger/innen, die:
- anfänglich nicht zur ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz gehörten,
- ein Programm ausserhalb der obligatorischen Schule besuchten oder,
- die Schweiz verliessen, ohne in eine zertifizierende Ausbildung auf der Sekundarstufe II einzutreten.
Definitionen
Dimensionen
Migrationsstatus
Der Migrationsstatus, der in diesem Indikator verwendet wird, ist eine vereinfachte Version der « Typologie der Bevölkerung nach Migrationsstatus », wie sie vom BFS definiert wurde. Er basiert auf der aktuellen Staatsangehörigkeit und dem Geburtsort der Personen, ohne den Geburtsort der Eltern zu berücksichtigen, da diese Information in den genutzten Daten nicht vorhanden ist.
Kanton
Das Kriterium für den kantonalen Vergleich ist der Wohnkanton, d.h. der Kanton, in dem die Schüler/innen und Studierenden ihren gesetzlichen Wohnsitz haben.
Andere Eigenschaften des Indikators
Die Quote der sofortigen Übergänge in die zertifizierenden Ausbildungen der Sekundarstufe II ist somit ein Indikator für einen reibungslosen Übertritt von der obligatorischen Schule in eine nachobligatorische Ausbildung. Dieser Indikator gibt hingegen keine Auskunft über qualitative Aspekte des Übertritts. So liefert er zum Beispiel keine Informationen darüber, ob die begonnenen Ausbildungen den Wünschen der Lernenden entsprechen. Ebenfalls informiert er nicht über den Anteil der Lernenden, die einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Abschluss erlangen werden. Die Quote der späteren Übergänge weist darauf hin, dass es den Jugendlichen nicht gelingt, eine ihren Wünschen entsprechende Ausbildung zu beginnen. Darüber hinaus sind sie mit einem höheren Risiko verbunden, keinen Abschluss der Sekundarstufe II zu erwerben (Keller, F., Moser, U. (2013): Schullaufbahnen und Bildungserfolg – Auswirkungen von Schulaufbahn und Schulsystem auf den Übertritt ins Berufsleben, Zürich, Ruegger Verlag).
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
Oktober 2020
Links
Publikationen
Quellen