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Forschung im Bereich der Osteopathie und ReizdarmBis anhin wurden nur wenig osteopathische Studien zum Bereich des Reizdarmsyndroms gemacht. In einer Studie aus dem Jahr 2002 aus England wurden 6 PatientInnen über 3 Monate mit Osteopathie, diätetischen Massnahmen und Hydrotherapie behandelt. Bei 4 von den 6 PatientInnen konnten nach 3 Monaten Verbesserungen angegeben werden. Da die Studie nur mit 6 Probanden ohne Vergleichsgruppe durchgeführt wurde, ist sie wissenschaftlich nicht signifikant
Eine andere Studie aus Deutschland wurde auch im 2002 durchgeführt. Anhand einer vorausgegangen Pilotstudie wurden 61 PatientInnen geprüft. Die Untersuchten wurden in 2 Gruppen geteilt, wovon eine die zu prüfende Behandlung erhielt und die andere eine Simulation der geprüften Behandlung erhielt. Der primäre Zielparameter war bei dieser Untersuchung die Reduktion der Schmerzintensität anhand einer visuellen Analogskala.
Als Resultat zeigt die osteopathische Behandlung mittels ausgewählten Behandlungstechniken hinsichtlich des primären Zielparameters Schmerz eine Verbesserung um 74,8% gegenüber 19,4% bei der Shambehandlung (P > 0,0001) und erzielte einen klinisch relevanten spezifischen Effekt. In dieser Studie konnte also belegt werden, dass die Osteopathie einen Beitrag in der Behandlung von IBS leisten kann.
Obwohl es momentan Medikamente gegen IBS gibt, hat sich von diesen noch keines als universell wirksam gegen alle Symptome des IBS erwiesen; das Syndrom gilt nach wie vor als schwierig zu behandeln . Auf Grund des hohen Placebo-Effektes in der Behandlung von IBS, ist es sehr schwierig, ein Studienprotokoll zu entwickeln, bei dem dieser Effekt auf ein Minimum reduziert wird. Die Herausforderung liegt darin, die Heftigkeit und die Häufigkeit der Symptome zu verringern, und das allgemeine Wohlbefinden der PatientInnen mit Reizdarmsyndrom zu verbessern.