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Der renommierte Insektenforscher Dr. Hans Rudolf Herren machte sich vor allem mit seinen Methoden zur biologischen Schädlingsbekämpfung einen Namen. Während der 1980er Jahre führte er eine Kampagne in fast ganz Afrika südlich der Sahara, um eine Schmierlaus unter Kontrolle zu bringen die die Maniokernten, und damit die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen, ernsthaft bedrohte. Mittels einer Schlupfwespe aus Südamerika war er erfolgreich und nachhaltig und wurde 1995 für diese Kampagne mit dem Welternährungspreis ausgezeichnet. Er habe mit seiner Kampagne 20 Millionen Menschen vor dem Hungertod gerettet, hiess es in der Begründung. Nachhaltige ökologische Methoden für die Landwirtschaft sind bis heute sein Thema geblieben. Als Co-Vorsitzender des 2008 erschienenen Weltagrarberichts und Mitglied verschiedener weiteren internationalen Gremien setzt er sich für die Umsetzung der Empfehlungen des Weltagrarberichts auf globaler Ebene ein, unter anderem auch bei der Formulierung der neuen Nachhaltigkeitsziele der UNO, die im September 2015 von der UNO Generalversammlung verabschiedet wurden. Mit seiner 1998 gegründeten Stiftung Biovision fördert er aber auch weiterhin die Wissensvermittlung zu nachhaltigen ökologischen Methoden an Bäuerinnen und Bauern in Ostafrika. Dabei spielt der ganzheitliche Ansatz eine zentrale Rolle: Gesunde Menschen, Tiere, Pflanzen und eine intakte Umwelt sind Ziel in allen Projekten. 2013 wurde Hans Rudolf Herren, zusammen mit der Stiftung Biovision, mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.