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Bolle & Cie
Blaise Hermann und J.-F. Crausaz
Der vor sechshundert Jahren in der Region von Morges eingeführte Servagnin war der erste in der Schweiz angebaute Pinot Noir.
Morges ist so das älteste Weinanbaugebiet des Pinot Noir in der Schweiz.
Kurz vor dem sicheren Aussterben wurde der Pinot Noir gerettet und die Winzer von Morges gaben ihm sein einstiges Prestige zurück.
Dies zeigt den Willen und den Ehrgeiz der Weinbauregion Morges.
Zur selben Zeit übernehmen die Waadtländer Weinbauern den Namen Salvagnin und benutzen ihn als Sammelnamen aller Waadtländer Rotweine, aus welchen Rebsorten auch immer.
Aus den letzten zwei bestehenden Rebstöcken in St. Prex, Wiege und Erde seiner Ahnen, haben nun ehrgeizige Weinbauern der Region Morges mit viel Geduld und Können den Fortbestand dieser Rebsorte weitergeführt. Sie haben es teilweise geschafft, die ehemaligen Weinberge wieder herzustellen und arbeiten mit viel Leidenschaft daran, dieser Rebsorte ihr damaliges Renommee, unter dem Namen SERVAGNIN de Morges, wieder zu geben.
Aus Liebe zum Pinot Noir liess Philippe de Hardy, Herzog von Burgund, im Jahr 1935 den Anbau des Gamay an der Côte d’Or, eine renommierte Weinlandschaft im französischen Burgund, verbieten.
Eine seiner Töchter, Marie von Burgund, vermählte sich mit Amédée VIII, dem Herzog von Savoyen. Somit wurde Marie von Burgund Schlossherrin von Morges, welches zu dieser Epoche unter der Herrschaft von Savoyen war.
1420 war Marie mit ihrem neunten Kind schwanger. Sie war sehr besorgt – die Pest war sehr heftig zu dieser Zeit und hat ihr bereits fünf der neun Kinder genommen.
Also suchte sie einen ruhigen und gesunden Ort um sich zu erholen und ihre Kinder zu erziehen. Sie wohnte in Chamonix, kannte aber die Region gut, da die Stadt Morges von ihrem Mann für strategische Zwecke gebaut wurde. Zu dieser Zeit war die Kirche zwar sehr mächtig und regierte unter anderem Lausanne und St-Prex. Die Savoyern begannen Städte zwischen den Besitzen der Kirche zu bauen, um so ihre Macht zu schwächen.
So entstanden Morges und Rolle. Wenn Sie die Möglichkeit haben, die Region zu besuchen, werden Sie feststellen, dass die Architektur beider Schlösser sehr ähnlich sind.
Regiert von der Kirche Regiert von den Savoyern
Marie bat ihren Mann mit der Kirche die Erlaubnis zu verhandeln, im Petit Bourg von St-Prex wohnen zu können. Amédée war sehr gläubig und praktizierend; er erhielt diese Erlaubnis ohne allzu grosse Schwierigkeiten.
Später wurde Amédée VIII unter dem Namen Papst Félix V. zum Papst und dann Antipapst ernannt.
So kam es, dass Marie in St-Prex lebte. Sie wurde von den Bewohnern herzlich empfangen und am 7. August gebar sie die kleine Marguerite von Savoyen in bester Gesundheit.
St-Prex
Um den Anwohnern dieser Region für ihre Gastfreundschaft zu danken, schenkte sie ihnen einige Weinstöcke des SERVAGNIN (Synonym des Pinot Noir).
Zu dieser Zeit hatten die Rebstöcke zahlreiche Synonyme. Und in unserer Region wurde der Pinot Noir unter dem Namen Servagnin gepflanzt.
So wurde der Pinot Noir zum ersten Mal in der Schweiz angebaut.
Sein Anbau verbreitet sich im ganzen Kanton, da er seit langen Jahren ein Wein von hoher Qualität ist.
Dennoch verschwindet er am Anfang des letzten Jahrhunderts beinahe ganz …
Ertragreichere Rebsorten wurden ihm bevorzugt und sein Anbau wurde immer seltener, so sehr, dass er in den 60er Jahren praktisch verschwunden ist.
In Wirklichkeit blieben nur noch zwei Pflanzen in einem Garten. Und aus diesen zwei letzten bestehenden Rebstöcken in St-Prex, Wiege und Erde seiner Ahnen, haben ehrgeizige Weinbauern der Region Morges mit viel Geduld und Können die ehemaligen Weinberge teilweise wieder hergestellt. Sie arbeiten mit viel Leidenschaft daran, dieser Rebsorte ihr damaliges Renommee unter dem Namen SERVAGNIN DE MORGES wiederzugeben.
Einzig die mit dem Pinot Noir, Klon Salvagnin, bepflanzten Weinberge, die sich im Gebiet der Appellation de Morges befinden, haben ein Recht auf den Namen Appellation Servagnin de Morges.
Die maximale Produktion von 50 Hektoliter pro Hektare darf nicht überschritten werden und die Trauben müssen mindestens 82 Grad Oechsle erreicht haben.
Ausnahmslos in Eichenholz-Fässern ausgebaut, muss sein Reifeprozess mindestens sechzehn Monate dauern. Er darf nicht vor dem 1. April jeden Jahres vermarktet werden.
Eine Prüfungs-Kommission, welche die genaue Einhaltung dieser Normen überwacht, gewährleistet den Namen Appellation Servagnin de Morges nur, nachdem sie anhand einer strengen Weinprobe eine klare Übereinstimmung mit den Qualitätsanforderungen festgestellt hat.
Nur die Flaschen, welche den Anforderungen entsprechen, tragen den roten authentischen Flaschenverschluss des Servagnin de Morges.
Bolle & Cie
Blaise Hermann und J.-F. Crausaz
Cave de la Pinaudaz
David und Lucien Kind
Cave du Bon
Martial Gros
Cave du Village – Rossier
Daniel Rossier
Chapuisat Jacques
Jacques Chapuisat
Château de Vuillerens
Marc Cauderay
Domaine de la Balle
Familie Perey
Domaine de la Ville
Marc Vicari und Corentin Houillon
Domaine de Marcelin
Philippe Meyer
Domaine de Terre-Neuve
David Kind
Domaine des Abbesses
Familie Perey
Domaine du Plessis
Blaise Hermann und J.-F. Crausaz
Domaine Henri Cruchon
Famille Cruchon
Domaine Le Moulin
Félix Pernet
Domaine les Trois Terres
Laurent Bally
Jean-Daniel Coeytaux
Jean-Daniel Coeytaux
La Chenaillette
Florian Romon