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Das Wichtigste in Kürze
- Jamaika will in den nächsten zwei Jahren vollständig unabhängig werden.
- Premier Holness spricht gegenüber Prinz William und Kate von ungelösten Problemen.
- Beim royalen Jamaika-Besuch gab es auch Proteste gegen das Königshaus.
Prinz William (39) und Herzogin Kate Middleton (40) wurden in Jamaika unterschiedlich begrüsst. Einerseits gab es hunderte Personen, die sie in der Hauptstadt mit Applaus und Jubel empfingen. Andererseits protestierten rund 100 Menschen gegen das britische Königshaus. Und bei Premier Andrew Holness gab es einen gemischten Empfang.
Er und seine Frau Juliet freuten sich sehr, das Paar zu begrüssen, sagte Holness bei einem Treffen vor Journalisten. Er sprach aber auch ein für Prinz William und Kate Middleton weniger schönes Thema an: der geplante Bruch Jamaikas mit dem Königshaus.
Der Inselstaat habe «wahre Ambitionen», ein «unabhängiges, entwickeltes und wohlhabendes Land» zu werden. Jamaika sei in den letzten 60 Jahren gewachsen und gereift – «wir ziehen weiter», so Holness.
Bereits im Dezember äusserte Jamaika die Absicht, sich vom Königreich abzuspalten und eine Republik zu werden. Dadurch würde Queen Elizabeth (95) nach Barbados weitere Karibik-Territorien verlieren. Politiker wollen dies bis in zwei Jahren erreichen, eine Volksabstimmung soll dieses Jahr durchgeführt werden.
Zu den Protesten sagte Premier Holness, dass es ungelöste Probleme gebe. Die Demonstranten forderten eine offizielle Entschuldigung der Krone und Entschädigungen für den Sklavenhandel.
Auf ihrer Jamaika-Reise besuchten Prinz William und Herzogin Kate Middleton auch das Haus von Bob Marley und musizierten mit Reggae-Künstlern. Sie statteten einem Spital einen Besuch ab und trafen Jamaikas Bob-Team.