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Einen 98 Kilo schweren Dunklen Tigerpython haben Biologen in Florida gefangen – das schwerste Exemplar aller Zeiten in dem US-Bundesstaat. Die weibliche Schlange war fünf Meter lang und hatte 122 Eier im Bauch, berichtet die Naturschutzorganisation Conservancy of Southwest Florida. In Florida leiden viele heimische Tierarten unter einer Python-Plage, die in den 90er-Jahren ihren Anfang nahm.
Damals war der Dunkle Tigerpython eine beliebte Haustierart, in Miami gab es eine grosse Zuchtstation für die Tiere. 1992 zerstörte Hurricane Andrew die Schlangenfarm, etwa 1'000 Tiere entwichen in die Everglades, ein riesiges Sumpfgebiet im Süden Floridas. Dort vermehrten sich die Schlangen rasant und fressen, alles, was sie finden können: Frösche, Waschbären, Hirsche, Alligatoren. In den Mägen gefangener Pythons fanden die Forscher Reste von 24 verschiedenen Säugetierarten, 47 Vogelarten und zwei Reptilienarten. Floridas Behörden zahlen saftige Prämien für getötete Pythons.
Die sind in den riesigen, schwer zugänglichen Everglades aber nicht einfach zu finden. Es sei wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, sagte Umweltschützer Ian Bartoszek auf einer Pressekonferenz: «Da würde man einen Magneten benutzen und so ähnlich benutzen wir männliche Pythons, um die grössten weiblichen Exemplare in der Umgebung zu finden. Zu denen fühlen sich die Männchen am meisten hingezogen.»
Dazu versehen die Biologen die männlichen Such-Schlangen mit GPS-Sendern und setzen sie aus. Wenn die Männchen länger an einem Ort bleiben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie dort ein Weibchen gefunden haben. So war es auch bei Such-Schlange Dionysus: «Wir wussten, dass er da nicht ohne Grund Halt macht», erzählt Ian Bartoszek. «Und tatsächlich fanden wir ihn mit dem grössten Weibchen, das wir bisher entdeckt haben.» Den Titel der schwersten Schlange Floridas hielt bis dahin ein 84 Kilo schweres Exemplar.
Verwendete Quellen:
(t-online,mk)
Seit Mitte Juni drosselt Russland wegen angeblich technischer Mängel die Lieferung von Gas über die Ostseepipeline Nord Stream 1 erheblich. Nur noch 40 Prozent der üblichen Gasmenge erreichen Deutschland. Es könnte gar noch schlimmer werden: Am 11. Juli ist die jährliche Wartung der Ostseepipeline angesetzt. Eigentlich eine Routine-Arbeit. Russland wird den Gashahn für die Wartungsarbeiten wie immer für einige Tage zudrehen. Experten befürchten, dass der Kreml-Herrscher den Gashahn danach überhaupt nicht mehr aufdrehen wird.