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Achtung: «Das brandneue Testament» ist eine Komödie, in welcher über Gott (gespielt von Benot Poelvoorde) gelacht wird. Also nichts für religiös sensible Menschen.
Der Gott, der hier im Film in Brüssel lebt und nebst seinem verstorbenen Sohn Jesus auch eine Tochter (Pili Groyne) hat, ist ein Tyrann, der seine Arbeit im Morgenmantel am Computer erledigt. Seine Arbeit: Die Welt steuern, die Menschen, welche er aus purer Langeweile erschaffen hat, zu piesacken. «Gebot 229: Immer, wenn ein Mensch in die Badewanne steigt, beginnt das Telefon zu läuten.» Über solches kann sich Gott in Brüssel köstlich ergötzen. Seine Tochter Ea beschliesst, ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen. Sie hackt sich in seinen Computer und verrät allen Menschen ihr Todesdatum.
«Das brandneue Testament» ist wie eine schwarze, philosophische Version von «Amélie». Der Film sprudelt vor kreativen Einfällen und die Menschen, die vorkommen, sind allesamt irgendwie verkannte, unterschätzte, randständige Personen. Die Geschichte wirft vor allem eine Frage auf: Was würde ich tun, wenn ich wüsste, wann ich sterben werde? In der zweiten Hälfte wird die Komödie leider etwas langatmig.
Rezension von Evelyne Baumberger, Redaktorin Radio Life Channel