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“Der Anstieg ist auf die Firmen- und Erbschaftskonkurse zurückzuführen”, schreibt das St.Galler Konkursamt. Die Zahl der Privatkonkurse sei unverändert geblieben. Die Mehrheit der Konkurse betrifft Firmenkonkurse. Wer jetzt denkt, dies hänge mit der Frankenstärke zusammen, liegt falsch. “Eine klare Tendenz, etwa als Folge des Entscheids der Nationalbank zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses, ist trotz der Zunahme der Konkurse nicht auszumachen”, erklärt das Konkursamt. Die Zunahme sei vor allem darauf zurück zu führen, dass mehr Gläubiger ein Begehren für eine Konkurseröffnung gestellt haben. Bilanzdeponierungen bei Überschuldung seien mit 36 Konkurseröffnungen praktisch gleich hoch wie im Vorjahr. Organisationsmängel führten in 83 Fällen zur Liquidation von Gesellschaften.
Bei den ausgeschlagenen Erbschaften gab es eine Zunahme von 238 auf 257 Konkurseröffnungen. Dieser Anstieg entspricht dem Trend der letzten Jahre. Demgegenüber ist die Zahl der Konkurseröffnungen über Private mit 86 gleich hoch wie im Vorjahr und liegt im mehrjährigen Vergleich bei den tiefsten Werten.
Die gesamte Zahl der Konkurseröffnungen ist seit mehreren Jahren steigend. So waren im Jahre 2005 mit 569 Konkursen noch 30 Prozent weniger Konkurseröffnungen zu verzeichnen.
Auch in den Kantonen Thurgau (332, plus 23) und Appenzell Ausserrhoden (90, plus 7) ist die Zahl der Konkurseröffnungen gestiegen. In Innerrhoden ist sie von 7 auf 6 gesunken. (pd/cas)