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Wardscher
Kasten, eine um 1830 von dem Engländer N. B. Ward (geb. 1791, gest. angegebene Einrichtung zum Transportieren und zur Kultur von Pflanzen unter sonst ungünstigen Verhältnissen, besteht aus einem flachen metallenen, gut gestrichenen Bodenstück, auf welchem sich ein metallenes Gestell zur Aufnahme von Glasplatten erhebt. Letztere bilden die Seitenwände und die Decke [* 2] des Kastens. Das Bodenstück, welches einen einige Zoll hohen Rand besitzt, füllt man mit Erde, steckt in diese die Samen [* 3] oder die Pflanzen, begießt und schließt dann den Kasten vollständig.
Die Pflanzen gedeihen vorzüglich, denn sie sind vor Staub und schroffem Temperaturwechsel geschützt und hinlänglich mit Feuchtigkeit versehen, da das Wasser nie verdunsten kann. Für tropische Pflanzen läßt sich mit Hilfe einer kleinen Öl- oder Spirituslampe leicht die passende Temperatur herstellen. In England und in neuerer Zeit mehrfach auch bei uns werden die Wardschen Kasten in eleganter Ausstattung zur Kultur zarterer Pflanzen im Zimmer benutzt. Wichtig sind die Dienste, [* 4] welche sie bei der Übersiedelung von Pflanzen leisten. Fortune benutzte sie zum Transport von vielen tausend Theepflanzen nach dem Himalaja, nach Virginia und Kalifornien, Haßkarl hat mit ihrer Hilfe Chinarindenbäume von Amerika [* 5] nach Java verpflanzt.
Vgl. Ward, Observations on the growth of plants in closely-glazed cases (2. Aufl., Lond. 1854).