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Im Dienste der Menschenwürde
HEKS wurde kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, am 1. Januar 1946, auf Initiative des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), der heutigen Evangelisch- reformierten Kirche Schweiz (EKS), gegründet. Dies in der Absicht, das unermessliche Elend im Europa der Nachkriegszeit zu lindern. In den Anfängen wurden 1900 Eisenbahnwagen mit Kleidern, Seife und Kartoffeln für die Opfer des Zweiten Weltkriegs beladen.
Weltweit engagiert
1958 folgten erste Aktivitäten ausserhalb des europäischen Kontinents – mit einem Projekt in Indien, einer Lehrwerkstätte für Werkzeugmacher. Später baute HEKS Schulen in Kongo und Haiti auf, leistete nach dem Völkermord in Ruanda, aber auch in anderen grossen Konflikten humanitäre Hilfe und unterstützte die Opfer zahlreicher Naturkatastrophen. HEKS erwarb sich als Organisation im Laufe der Jahre spezifisches Fachwissen insbesondere zu Themen wie rechtlich verbriefter Zugang zu Ackerland oder Asylrecht. 1968 übernahm HEKS in der Schweiz die Hilfswerksvertretung, um als neutrale Beobachterin Asylsuchende bei ihren Anhörungen zu unterstützen. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund erweiterte 1991 das Inlandsmandat von HEKS mit dem Auftrag «Engagement für sozial Benachteiligte». Das Know-how, das HEKS in der Betreuung von Menschen mit anderer kultureller Herkunft erlangt hat, kann nun auch auf Integrationsprojekte übertragen werden, die nicht nur Flüchtlingen, sondern auch sozial benachteiligten SchweizerInnen offenstehen. Im Thurgau wurde 1997 «TGjob» realisiert, ein Projekt der Regionalstelle Ostschweiz zur Unterstützung Langzeit-Erwerbsloser.
(Barbara Hettich)