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Die Carmina Burana
Der grosse Hit der Chorliteratur
Gespickt mit Choreo- und Lichtelementen
Rahmenprogramm zur Zeit, zum Werk, zum Aufführungsort
Beliebt und bekannt quer durch alle Generationen
Carmina Burana (lateinisch für Beurer Lieder oder Lieder aus Benediktbeuern) ist der Titel einer szenischen Kantate von Carl Orff aus den Jahren 1935/36. Die Texte in mittellateinischer und mittelhochdeutscher Sprache sind der Carmina Burana-Sammlung entnommen. Sie entstand im 11. und 12. Jahrhundert und beinhaltet Lied- und Dramentexte zu Wechselhaftigkeit von Glück und Wohlstand, Flüchtigkeit des Lebens, Freude über die Rückkehr des Frühlings sowie die Genüsse und Gefahren von Trinken, Völlerei, Glücksspiel und Wollust.
Die Carmina Burana wurde am 8. Juni 1937 in der Oper zu Frankfurt am Main uraufgeführt.
Bei der Vertonung handelt es sich um eine völlige Neukomposition. Zur Entstehungszeit von Orffs Werk war noch kaum eine der originalen mittelalterlichen, in Neumen notierten Melodien rekonstruiert. So gestaltete er die Musik nach bereits bekannten Stilmerkmalen des Mittelalters wie etwa Bordunbegleitung und Kirchentonarten.
Orff selbst bezeichnete sein Werk weder als Oper noch als Oratorium oder Kantate. Der vollständige lateinische Titel lautet «Carmina Burana: Cantiones profanæ cantoribus et choris cantandæ comitantibus instrumentis atque imaginibus magicis» - «Beurer Lieder: Weltliche Gesänge für Sänger und Chöre, begleitet von Instrumenten und magischen Bildern».
Das Werk ist instrumentiert für grosses Orchester - eher ungewöhnlich der zusätzlich obligate Einsatz von 2 Flügeln. Das Schlagzeug ist riesig und weist auf die Entstehung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hin.
Die Gesangsstimmen umfassen je einen Sopran-, Tenor- und Baritonsolisten, einen grossen gemischten Chor mit Soli für 3 Tenöre, Bariton und zwei Bässe, einen vierstimmigen Kammerchor und Kinderstimmen.
Carl Orff vertonte die drei grossen Teile:
- Primo vere, Ûf dem anger (Erwachen des Frühlings, Liebe)
- In taberna (opulentes Gelage)
- Cours d'amour und Blanziflor et Helena
Eingerahmt wird das Werk vom mächtigen und sehr bekannten Chor zu Ehren der Schicksalsgöttin Fortuna («Fortuna Imperatrix Mundi»), die das Schicksal der Menschen letztlich bestimmen soll.
Musikalisch ist das Chorwerk von raffinierter Schlichtheit: In konventioneller oder archaisierender Harmonik setzt es ganz auf die Kraft seiner Melodien.
Nach der erfolgreichen Uraufführung im Jahre 1937 schrieb Orff an seinen Verleger: «Alles, was ich bisher geschrieben und was Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen! Mit Carmina Burana beginnen meine gesammelten Werke!»
Weitere Informationen zur Carmina Burana siehe Wikipedia.