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Rassismus bedeutet die Abwertung bestimmter Personen oder Gruppen aufgrund biologischer oder kultureller Eigenschaften, die ihnen zugeschrieben werden. Der Index zu Rassismus erfasst die Zustimmung oder die Ablehnung dieser Einstellung.
Im Jahr 2022 beträgt der Durchschnittswert des Index zu rassistischen Einstellungen 1,4 auf einer Skala von 1 (Ablehnung dieser Einstellung) bis 4 (Zustimmung zu dieser Einstellung). Im Beobachtungszeitraum sind negative Einstellungen (Indexwerte zwischen 3 und 4) in der Bevölkerung weniger verbreitet als positive Einstellungen (zwischen 1 und 2).
Der Index ist ein synthetisches Mass eines bestimmten Konzepts (Rassismus). Er basiert auf mehreren negativen Aussagen zu Vielfalt (siehe Codebook Fragen dis_life, dis_work, dis_neighb). Auf Grundlage des Zustimmungsgrads der befragten Personen zu diesen Aussagen auf einer Skala von 1 bis 4 wird ein individueller Mittelwert für das Konzept errechnet. Dieser Mittelwert liegt also zwischen 1 und 4, wobei 1 eine positive Einstellung und 4 eine negative Einstellung gegenüber Vielfalt bedeutet. Der gesamte Indexwert ist der Mittelwert dieser individuellen Mittelwerte und entspricht somit dem Mittelwert der individuellen Einstellungen zu diesem Konzept.
Gestört fühlen durch Vielfalt
Die für die Berechnung des Rassismus-Indexes verwendeten Resultate werden unten detailliert aufgeführt. Sie zeigen, welche Gruppen oder Personen durch ihre "Andersartigkeit" in der Bevölkerung ein Gefühl gestört zu werden hervorrufen können und in welchen Situationen diese Andersartigkeit als besonders problematisch wahrgenommen wird.
Prävalenz nach Umfeld: Unabhängig vom Kontext und Grund gibt ein Drittel der Bevölkerung an, sich manchmal durch Vielfalt gestört zu fühlen. Vor allem im beruflichen Rahmen kann Vielfalt Unbehagen hervorrufen.
Sprache: Das Gefühl durch Personen gestört zu werden, die eine andere Sprache sprechen, ist im beruflichen Umfeld stärker ausgeprägt (18%) als in den anderen Kontexten (rund 10%). Wird dieser Faktor nicht berücksichtigt, ist die Arbeitswelt der Kontext, in dem die Bevölkerung sich am wenigsten durch Vielfalt gestört fühlt (8% gegen 11%).
Fahrende Lebensweise: Im Alltag kann sich die Bevölkerung vor allem durch die Gegenwart von Personen, die eine fahrende Lebensweise pflegen, gestört fühlen.
Integration: Neben den bereits erwähnten Gründen kann die Anwesenheit von als "nicht integriert" wahrgenommenen Personen, sowie von Personen, von denen gesagt wird, dass sie die Kultur und Werte der Schweiz nicht achten, als störend erlebt werden.
|Spezifische erwähnte Gruppen
|Personen, die sich nicht integrieren wollen
|4,7%
|Andere Personen
|3,9%
|Fahrende
|3,4%
|Muslimische Personen
|2,7%
|Roma
|(1,8%)

Personen, die das System nutzen
|(1,7%)
|Personen, die die Kultur und die Werte nicht respektieren
|(1,7%)
Dieser Indikator zeigt den Anteil der Bevölkerung, der angibt sich durch mindestens einen Grund in mindestens einem Kontext gestört zu fühlen. Siehe Codebook Fragen dis_life, dis_work, dis_neighb
Weiterführende Informationen