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Gemässigte Klimazone
Die gemässigte Klimazone liegt etwa zwischen dem Polarkreis und 40-45 Grad Nord oder Süd. Man nennt die Region auch die "mittleren Breiten". Sie liegt in der Westwindzone. Die Schweiz liegt in der gemässigten Klimazone.
Weiter Richtung Pol herrscht subpolares oder polares Klima, Richtung Äquator schliessen die subtropischen Gebeite an.
In der gemässigten Zone sind die Jahreszeiten deutlich zu unterscheiden. Die Länge der Tage ist im Sommer und Winter sehr unterschiedlich. Die Mitteltemperatur liegt im Jahr unter 20 Grad, der wärmste Monat ist im Mittel mindestens 10 Grad warm. Der Niederschlag ist in den verschiedenen Jahreszeiten sehr unterschiedlich. Es gibt aber keine längeren Trockenzeiten.
Die gemässigte Zone ist sehr gross. Um etwas genauer zu unterscheiden wird die gemässigte Klimazone in eine kalte (auf der Karte pink) und kühle (auf der Karte grün) Region unterteilt. In der kaltgemässigten Zone ist der kälteste Monat im Mittel unter 0 Grad. In der kühlgemässigten Zone hat er eine Mitteltemperatur über 0 Grad. Der wärmste Monat ist hier etwa 20 Grad warm oder mehr.
In Küstenregionen gibt es mehr Niederschlag als im Innern der Kontinente. Dafür schwankt die Temperatur über die Jahreszeiten hinweg an den Küsten weniger stark als im innern eines Kontinents. Weit weg vom Meer sind die Temperaturschwankungen (Tag/Nacht und Sommer/Winter) also hoch, dafür ist es eher trocken. Man spricht auch vom Kontinentalklima, das im Landesinnern der Kontinente herrscht.
In der kalte-gemässigten Zone im Norden gibt es vor allem Nadelwald, er heisst auch Taiga. Dieser Wald bietet nicht besonders viel Nahrung, deshalb leben darin eher wenige Tiere, zum Beispiel Rentieren, Hirsche, Wolf, Bären, Marder, dazu viele Vögel. Die meisten Vögel ziehen im Winter weg, viele Säugetiere halten eine Winterruhe.
Im Kontinentalklima, wo es im Winter kalt und im Sommer trocken ist, kann die Steppe vorkommen. Das ist eine Gras- und Krautlandschaft ohne Bäume, worin viele Nagetiere und Antilopenarten leben.
In der kühl-gemässigten Zone wachsen diverse Laub- und Mischwälder. Darin leben viele Säugetiere (Wildschweine, Füchse, Eichhörnchen, Rehe, etc.), Vögel wie Specht und Kauz und andere Tiere (Reptilien, Amphibien).
In der gemässigten Klimazone lassen sich gut Getreide oder Kartoffeln anbauen. Die Landwirtschaft spielt in der kühl-gemässigten Zone eine grosse Rolle. In der kalten Region wird vor allem der Wald (Nadelbäume) genutzt. Er liefert zum Beispiel Holz für Möbel oder Papier.
Der Klimawandel verschiebt die gemässigte Zone zu den Polen hin. Ganz im Norden zum Beispiel breitet sich der Wald aus. Nadelwald kann durch Laubwald verdrängt werden. In den wärmeren Gebieten kann es hingegen zu heiss werden für dichten Wald. Zusätzlich nimmt die Gefahr von Waldbränden zu.