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Kürzlich haben wir uns im Kino «Les Amours Imaginaires» angeschaut. Ein genialer Film, den ich mir eigentlich aus zwei simplen Gründen anschauen wollte: Weil er 1. ein franko-kanadischer Film ist, der in Montreal spielt, und ich es liebe, Québécois zu hören, und 2. weil Xavier Dolan ein schwuler Filmemacher ist – da will man schliesslich informiert bleiben.
Xavier Dolan zeigt uns also eine ungewöhnliche Liebesgeschichte über zwei Freunde, Marie (Monia Chokri) und Francis (Xavier Dolan), die sich beide in den gleichen Typen (Niels Schneider) verlieben und ohne viel Erfolg versuchen, ihn zu umwerben. Und auch wenn der Film einen Tic zu oft Slow-Motion-Effekte einsetzt, muss ich sagen, dass ich mich in ihn verliebt habe – ganz einfach wegen Dolan's wunderschönen Stil und dem Einsatz von Musik (das grossartige Lied «Bang Bang» von Dalida ist so etwas wie die Titelmusik des Films). Und natürlich wegen der Marshmellows, die es vom Himmel regnet
Aus einem Interview mit Xavier Dolan (welches hier zu finden ist, für alle, die das Québécois verstehen):
Xavier Dolan: «Der Film handelt von der Unfähigkeit der Männer und Frauen, mit dem Gefühl Liebe umzugehen. Und ich glaube, dass sich alle in dieser Thematik wiederfinden können: Alle haben schon jemandem einen Korb gegeben – oder einen Korb bekommen. An dieser Situation ist nichts Aussergewöhnliches. Ich habe nichts erfunden. Es ist ein relativ zugängliches Szenario.»