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Die um zehn Jahre jüngere Schwester von Mujinga Kambundji lief in der vierten von fünf Serien in 12,71 Sekunden als Dritte durchs Ziel - die ersten vier kamen direkt weiter. «Es war ein solider Lauf, auf dem ich aufbauen kann. Das war das Ziel», sagte Ditaji Kambundji, die Anfang August in Bern mit dem Schweizer Rekord von 12,47 Sekunden in neue Sphären vorgedrungen war. Deshalb wusste sie, dass ein kontrollierter Lauf reicht.
Für den Halbfinal am Mittwochabend sieht Ditaji Kambundji in allen Aspekten noch Steigerungspotenzial. Die letztjährige EM-Dritte hofft, dass ihr der Druck helfen wird, das Potenzial auszuschöpfen. Das muss sie, um den Final der besten acht vom Donnerstagabend zu erreichen. In der Meldeliste ist sie die Nummer 8.
Die Schnellste der Vorläufe war die Amerikanerin Kendra Harrison. Die Olympia-Zweite von Tokio erzielte mit 12,24 Sekunden eine Zeit, die neben ihr (12,20) zuvor einzig die nigerianische Titelverteidigerin Tobi Amusan (12,12) und die nicht mehr aktive Bulgarin Yordanka Donkova unterboten hatten. Amusan, die im Vorfeld dieser WM wegen mutmasslichen Verstössen gegen das Anti-Doping-Reglement kurzzeitig suspendiert worden war, lief in 12,48 Sekunden die drittbeste Zeit der Vorläufe.