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Cheerleading für alle
Entdeckt ParaCheer, eine neue Kategorie des Cheerleading
Egal ob gross, klein oder im Rollstuhl – Cheerleading ist für alle. Es ist ein Wettkampfsport, bei dem die Teams für die Darbietung ihrer Choreographien beurteilt werden. Einige der Hauptelemente sind „Stunts“ (Hebefiguren), Sprünge, Überschläge und Tanz. Cheerleading ist ein Teamsport, bei dem die Leistungen von jedem einzelnen gleich wichtig sind.
Cheerleading stammt ursprünglich aus den USA und steht in enger Verbindung mit American Football. Es kam im späten 19. Jahrhundert an Universitäten auf und war damals nur Männern vorbehalten. Erst seit den frühen 1920er Jahren dürfen auch Frauen am Cheerleading teilnehmen. Es entwickelte sich weiter und besteht heute vor allem aus Wettkampfauftritten und athletischem Training. Heute sehen wir uns eine neuere Kategorie des Cheerleading an: ParaCheer™.
ParaCheer, auch als „Adaptive Abilities“ (DE: adaptive Fähigkeiten) bekannt, ist eine Cheerleading-Kategorie für Athleten mit und ohne körperliche oder sensorische Beeinträchtigungen. Die International Cheer Union (ICU) führte ParaCheer 2017 als Wettkampfkategorie ein. Heute gibt es ParaCheer-Teams auf der ganzen Welt.
Rollstuhl-Partner-Stunt – die Anfänge von ParaCheer
Die treibende Kraft bei der Entwicklung von ParaCheer war Rick Rodgers. Durch einen Arbeitsunfall in seiner Mobilität beeinträchtigt, entschied Rodgers, das Cheerleading nicht aufzugeben. Er entwickelte den „wheelchair partner stunt“ (DE: Rollstuhl-Partner-Stunt), ein Cheerleading-Element, das von zwei Athleten durchgeführt wird: einer im Rollstuhl als „base“ und einer als „flyer“. Schliesslich führte Rodgers dieses Element als Erster auf Weltmeisterschaften vor.
Nach seinen Aufführungen von Rollstuhl-Partner-Stunts 2010, 2011 und 2012 traf sich die ICU mit Rodgers, um herauszufinden, wie Menschen mit sensorischen und körperlichen Beeinträchtigungen beim Cheerleading integriert werden können. Das Ergebnis war ParaCheer, welche diesen grossartigen Sport auch Athleten mit Behinderungen zugänglich machte.
Die Vielfalt von ParaCheer
In internationalen ParaCheer-Wettkämpfen gibt es fünf Kategorien: Unified Median, Co-ed Advanced, All-girl Advanced, Freestyle Pom and Hip-Hop. Die ersten drei Kategorien beinhalten Stunts, wohingegen Freestyle Pom und Hip-Hop hauptsächlich aus Tanz bestehen.
Heute findet die Kategorie ParaCheer weltweit immer mehr Zuwachs. Teams sind, unter anderem, in den USA, Russland, England, Deutschland, Australien und Kasachstan entstanden. Hier ein paar ihrer Aufführungen:
Vorteile von ParaCheer
ParaCheer bringt viele Vorteile – nicht nur für Teilnehmer mit Behinderungen, sondern für alle. Hier die wichtigsten:
- Cheerleading kann das Vertrauen und Selbstwertgefühl der Teilnehmer steigern, indem sie neue Herausforderungen meistern.
- Athleten entwickeln Kommunikations- und Führungskompetenzen, die für alle Lebensbereiche wichtig sind.
- Teilnehmer lernen, wie sie durch Flexibilität und Innovation Menschen mit anderen Bedürfnissen einbeziehen können.
- ParaCheer trägt zu einer offeneren und inklusiveren Gesellschaft bei, indem sie die Zusammenarbeit von Athleten mit unterschiedlichen Fähigkeiten fördert.
Was haltet Ihr von ParaCheer? Welche sportlichen Aktivitäten gefallen Euch?
[Übersetzung des originalen englischen Beitrags]