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FSME in Kürze
- Auch Zeckenenzephalitis oder Frühsommer-Meningoenzephalitis genannt.
- Meningoenzephalitis bedeutet die Entzündung von Hirnhaut und Hirn.
- Durch ein Virus verursacht (hauptsächlich in bestimmten Regionen der Schweiz sind Zecken von diesem Virus befallen).
- Mittels Blutuntersuchung diagnostizierbar.
- Schwerer Krankheitsverlauf möglich.
- Schutzimpfung vorhanden.
- Keine Behandlung mit Antibiotika möglich, da viraler Erreger.
Phasen und Beschwerden der Frühsommer-Meningoenzephalitis
Für die FSME existiert keine spezifische Behandlung. Das Ziel einer Behandlung ist eine Symptomlinderung. Die Impfung ist die einzige zuverlässige praktikable Methode, das Risiko in den Endemiegebieten vorsorglich zu minimieren. Die FSME tritt üblicherweise in zwei Phasen auf.
1 bis 2 Wochen nach dem Stich
7 bis 14 Tage nach dem Zeckenstich kommt es bei einigen Personen zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit oder Gelenkbeschwerden. An einen Zusammenhang mit einem Zeckenstich wird nur selten gedacht, da diese Beschwerden innert wenigen Tagen verschwinden. Die Krankheit ist damit für einen Grossteil der Patienten vorüber. Eine lebenslange Immunität ist wahrscheinlich.
Mehrere Wochen nach dem Stich
Bei etwa 5 bis 15 Prozent der Erkrankten kann es weiter zu einem Befall des zentralen Nervensystems kommen. In dieser zweiten Krankheitsphase sind Gehirnentzündung mit Nackensteifigkeit, starken Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Sprechstörungen sowie Gehstörungen möglich. Die Symptome können Wochen bis Monate andauern. Lähmungen der Arme, der Beine oder der Gesichtsnerven können bei schweren Krankheitsverläufen auftreten und zu bleibenden Schäden führen. Etwa 1 Prozent der Patienten mit neurologischen Symptomen stirbt an FSME. In den meisten Fällen kommt es bei Kindern zu weniger schweren Verlaufsformen.