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Im Zeitraum 2016-18 wiesen gut sechs Prozent aller 16- bis 25-Jährigen im Kanton St.Gallen keine höhere Bildung auf als die Sekundarschule und befanden sich auch nicht in einer Schule oder Ausbildung. Diese Quote lag in den Jahren 1990 oder 2000 noch um rund fünf Prozentpunkte höher. Auch schweizweit und in jedem der hier betrachteten Kantone ist der Anteil der Jugendlichen ohne Ausbildungsabschluss seit 1990 klar gesunken. Interkantonal fallen die Unterschiede nicht gross aus.
Der Indikator gibt eine Einschätzung über die Erreichung des bildungspolitischen Zieles, dass junge Erwachsene über eine Ausbildung verfügen, die über die obligatorische Schule hinausgeht. Dadurch, dass nicht nur die Altersgruppe beim Austritt aus der obligatorische Schule (Real- und Sekundarschule) betrachtet wird, der in der Regel auf das 16. Lebensjahr fällt, sondern die 16-25-Jährigen, werden auch untypische Bildungskarrieren mit eingeschlossen (z.B. das Anpacken einer nicht-obligatorischen Ausbildung erst nach dem Erreichen des 20igsten Lebensjahrs). Zu beachten ist, dass ein Teil der jungen Erwachsenen ohne nachobligatorische Ausbildung zugewandert ist und somit Schlussfolgerungen in Bezug auf das obligatorische Bildungssystem verzerrt sind. Bildungspolitische Anschlussfragen stellen sich von daher stärker in Bezug auf Fragen der Förderung von Weiterbildung und dem Nachholen von nachobligatorischen Ausbildungen für Erwachsene.
Anteil der 16-25-Jährigen (ständige Wohnbevölkerung), die höchstens die Schulen der Sekundarstufe I (inkl. 10. Schuljahr/Vorlehre oder anderes Brückenangebot) durchlaufen haben und sich zum Beobachtungszeitpunkt nicht in der Schule oder in einer nach-obligatorischen Ausbildung befanden, an allen 16-25-Jährigen.
Die Schweizerische Strukturerhebung findet bei einer Stichprobe der Personen der ständigen Wohnbevölkerung statt, die mindestens 15 Jahre alt sind und in Privathaushalten leben. Die Stichprobe umfasst schweizweit mindestens 200'000 Personen. Ein Teil der Kantone finanziert eine Erhöhung der Stichprobe auf ihrem Gebiet, wovon der Kanton St.Gallen bisher jedoch noch keinen Gebrauch gemacht hat. Es werden Ergebnisse auf Ebene Personen wie auch Privathaushalten produziert. Die Ergebnisse sind Hochrechnungen auf die Gesamtbevölkerung. Diese unterliegen einem Stichprobenfehler und sind deshalb als Schätzungen zu interpretieren. Der Stichprobenfehler der Schätzwerte wird in der Regel durch Vertrauensintervalle auf Basis einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ausgewiesen. Beispiel: Schätzwert Merkmal X = 67 Prozent der Bevölkerung mit einem Vertrauensintervall von +/- 2: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent liegt der wahre Anteil von Merkmal X zwischen 65 und 69 Prozent.
Bei der hier vorliegenden Auswertung der Strukturerhebung wurden die Stichproben von jeweils drei aufeinanderfolgenden Erhebungsjahren zusammengenommen (sogenanntes Pooling), wobei den einzelnen Personen nur jeweils ein Drittel ihres Gewichts zubemessen wurde. Durch diese Vergrösserung der Datengrundlage kann der Stichprobenfehler verringert werden und eine detailliertere Auswertung erfolgen. Die Zahlen beziehen sich damit auf den entsprechenden Dreijahreszeitraum.
Die Daten der Volkszählungen 1990 und 2000 wurden vom Bundesamt für Statistik mit den Daten der Strukturerhebung harmonisiert, so dass sie sich auf die gleiche Bevölkerungsauswahl (ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren in Privathaushalten) wie in der Strukturerhebung beziehen.
Geplante nächste Aktualisierung bis spätestens: 31.03.2021
Die Infografik sowie die Zahlen, die ihr zugrunde liegen,...
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