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Unter anderem gehe es um Unklarheiten im Asiengeschäft und den Abschluss von Beraterverträgen, ohne dass eine konkrete Leistung erbracht worden sei. "Mit diesen Hinweisen war die Integrität von Wiedenfels und Kraft nicht mehr gewährleistet". Daher seien sie im Juli zurückgetreten.
Der Aufsichtsrat hatte zuvor überraschend erklärt, dass er den beiden Managern sowie Wiedenfels' Vorgänger an der Stada-Spitze, Hartmut Retzlaff, keine Entlastung für das Jahr 2016 erteilen wolle. Damit wolle das Kontrollgremium ein Signal setzen, "dass wir solche Geschäftspraktiken nicht tolerieren", sagte der Aufsichtsratschef. Eine Entlastung entspräche nicht einer zeitgemässen Corporate Governance. Der Vorstand um Engelbert Willink hingegen will die Entscheidung über die Entlastung verschieben, weil er Zeit für die Aufarbeitung des entsprechenden Untersuchungsberichtes braucht.
Die im MDax notierte Stada-Aktie verlor am Mittwochmittag 0,56 Prozent auf 78,60 Euro, unterdessen legte der Index um 0,40 Prozent zu.
Auch der frühere Stada-Chef Hartmut Retzlaff war laut Oetker Teil von Ermittlungen. Retzlaff habe bislang die Gelegenheit zur Stellungnahme nicht wahrgenommen und Gesprächsangebote ausgeschlagen. Der Manager, dem Gehaltsexzesse und Vetternwirtschaft vorgeworfen wurden, war im vergangenen Sommer von aktivistischen Investoren aus dem Amt gedrängt worden./tav/nas/stb
(AWP)