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Manches spricht dafür, dass Willy Recht hat, wenn er „dog“ rückwärts liest und als „god“ entziffert.
Aus Timbuktu
Mr. Bones
Timbuktu ist eines meiner Lieblingsbücher. Meine Recherchen im Internet haben allerdings ergeben, dass die Meinungen von „sehr schön“ bis „schlechtestes Buch von Paul Auster“ gehen. Das kommt wahrscheinlich davon, dass die Geschichte aus der Warte des Hundes Mr. Bones erzählt wird. Da er aber eine menschliche Sichtweise annimmt, sind einige Kritiker der Meinung, dass sich Auster bei diesem Buch total vertan hat.
Das Leben mit einem Genie und Dichter
Mr. Bones, alias Sparkatus (nicht Spartakus), erzählt in einem ersten Teil aus seinem Leben mit William Gurevitch, der eines Tages den Weihnachtsmann trifft und fortan als Willy G. Christmas einer höheren Mission dient. Die Geschichte beginnt, als Willys letzte Stunden angebrochen sind und klar wird, dass er bald seine Reise nach Timbuktu antreten wird. Dabei erzählt Mr. Bones das ganze chaotische Leben der beiden Obdachlosen. Er erzählt von den Reisen, die die beiden unternommen haben, von den dichterischen Fähigkeiten seines Herrn, von der olfaktorische Symphonie, die Willy für Mr. Bones komponiert und von durchsichtigen Toastern. Er sieht zurück und gleichzeitig sieht er in einem träumt er das Ende der Geschichte der beiden Freunde.
Allein
Geprägt von den Worten des nicht erkannten Genies und Dichters Willy G. Christmas sucht Mr. Bones nach dessen Tod eine neue Heimat. Auf seiner Suche trifft er zuerst den kleinen chinesischen Jungen. Er entschliesst sich gegen alles was er je von Willy gehört hat, bei dem Jungen zu bleiben, obwohl er der Sohn des Besitzers eines chinesischen Restaurants ist, der Hunde hast. Er lebt in einem Karton im Hinterhof und verbringt wunderbare Tage mit seinem neuen Freund und furchteinflössende Nächte in seinem Karton. Am Ende der Ferien fliegt die Freundschaft auf und Mr. Bones muss das Weite suchen.
Auf seiner Reise trifft er dann eine liebenswürdige Familie, die ihn aufnimmt und mehr oder weniger hundegerecht hält, bis die Familie zum jährlichen Familienurlaub aufbricht. Mr. Bones kommt in ein Tierheim. Dort wird er in der ersten Nacht schon krank und weil sich die Besitzer des Heimes darauf einigen, Mr. Bones am nächsten Tag zum Tierarzt zu bringen, entschliesst er sich abzuhauen. Die Erinnerung an den letzten Besuch beim Tierarzt waren derart prägend, dass er das keinesfalls noch einmal erleben will.
Mr. Bones flieht soweit ihn sein kranker Körper trägt, dann schläft er ein und entscheidet sich am nächsten Morgen zu Willy nach Timbuktu zu reisen. Die Verlockung des Ortes ist so groß, dass Mr. Bones nach dem Erwachen beschließt, mit einer sechsspurigen Autobahn russisches Roulett zu spielen: „Er brauchte nur auf die Straße zu treten, und schon wäre er in Timbuktu. Er wäre im Land der Wörter und durchsichtigen Toaster.“
Ganz im Sinne Nietzsches wäre das Schöne daran: Wenn man verlor, hatte man gewonnen.
Der Autor
Paul Benjamin Auster ist ein amerikanischer Schriftsteller. Zudem arbeitet er als Regisseur, Kritiker, Übersetzer und Herausgeber. Seine Werke sind in über vierzig Sprachen übersetzt worden.
Fazit
Ich liebe die Sprache dieses Buches, die wirre Erzählung, die Figur des Willy G. Christmas und des Hundes Mr. Bones und ganz einfach die Geschichte!
Meine Bewertung
5 von 5 Hajdupunkten
Herausgegeber: Rowohlt Taschenbuch
ISBN: 978-3-499-22882-7
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