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Quetiapin und Risperidon beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen und zentralnervöse UAWs
Mechanismus
Beide Arzneistoffe können die QT-Zeit im EKG verlängern. Zudem kann es bei gleichzeitiger Gabe der beiden Neuroleptika zu verstärkten, unerwünschten zentralnervösen Effekten kommen. Am Metabolismus von Risperidon ist das Transportprotein P-Glykoprotein beteiligt, welches von Quetiapin (potent) inhibiert werden kann. Die klinische Relevanz dieser Inhibition ist für die Kombination auf Risperidon und Quetiapin nicht bekannt.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für unerwünschte zentralnervöse Effekte wie z.B. Sedation, extrapyramidalmotorische Effekte oder auch Hypotonie und Gewichtszunahme. In einer pharmakokinetischen Studie konnte kein signifikanter Effekt von Risperidon auf die kinetischen Parameter von Quetiapin gefunden werden [Potkin SG, 2002]. Unter möglicherweise erhöhter Risperidon-Exposition könnte es verstärkt zu unerwünschter ZNS-Effekten kommen.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium) sollten überwacht werden. Zudem sorgfältiges Monitoring bezüglich unerwünschten ZNS-Effekten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018