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- 3/4 der Teilzeit-ZustellerInnen erhalten Dienstpläne, die nicht ihrem Beschäftigungsgrad entsprechen.
- 1/4 der Teilzeit-ZustellerInnen erhalten den Dienstplan nur eine Woche im Voraus oder gar erst in der Einsatzwoche selbst.
- 1/3 der Teilzeit-ZustellerInnen ist unterbeschäftigt (möchte mehr arbeiten).
- syndicom lädt alle ein, sich an regionalen Arbeitsgruppen zu beteiligen, um pragmatische Lösungen zu diskutieren.
Umfrage war ein voller Erfolg
syndicom hat auf mehrfachen Wunsch ihrer Mitglieder bei den ZustellerInnen von PM5 eine Umfrage zu den Arbeitsbedingungen der TeilzeitlerInnen durchgeführt. Die Umfrage war ein voller Erfolg, über 1000 Personen nahmen teil.
Unter den Teilnehmenden sind die Frauen mit 57,3% in der Mehrheit. Hervorzuheben ist auch, dass die Mitarbeitenden mit 100%-Pensum 50,4% der Stichprobe ausmachen, was uns ermöglicht, einen Vergleich zwischen den Teilzeit- und den Vollzeitbeschäftigten zu ziehen. Als Teilzeitbeschäftigte gelten alle Befragten, die einen Beschäftigungsgrad unter 100% angegeben haben.
Bezogen auf den Beschäftigungsgrad unter 100%, verteilen sich die Teilzeitpensen unter den Umfrage-TeilnehmerInnen wie folgt:
Über ein Drittel der Mitarbeitenden möchte den Beschäftigungsgrad erhöhen. Bei den Mitarbeitenden mit einem 80%-Pensum liegt dieser Anteil sogar bei 50%.
Die Umfrage zeigt auch, dass 1/3 der unterbeschäftigten Mitarbeitenden Überstunden macht und gleichzeitig keine zweite Erwerbstätigkeit finden kann, weil grosse Flexibilität und Verfügbarkeit verlangt wird.
Auf der anderen Seite möchten lediglich 3% der Mitarbeitenden ihr Arbeitspensum reduzieren. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Vollzeitbeschäftigte.
Nur 6,3% der Teilnehmenden hatten Ende Oktober 2017 Minusstunden. Zu diesem Prozentsatz gehören hauptsächlich Vollzeitbeschäftigte, aber die Minussaldi sind sehr gering. Es gibt heute keine Probleme mit Minusstunden in der Zustellung.
Auf der anderen Seite wiesen 93,6% der Teilnehmenden zum selben Zeitpunkt einen Überstundensaldo aus. Dieser Saldo ist bedeutend, bleibt aber lediglich ein Indikator. So wissen wir nicht, wie viele Überstunden pro Jahr und Mitarbeiter gemacht wurden.
In Bezug auf den Höchstsaldo pro Jahr haben 39% der Mitarbeitenden über 42 Überstunden, 28% über 84 Stunden, 7,9% über 126 Stunden und 2,7% sogar mehr als 168 Überstunden.
Bei 46,5% der Mitarbeitenden ist das immer und bei 38,5% manchmal der Fall, aber bei 14,5% trifft das nie zu.
Die Verteilung sieht anders aus, wenn man nur die Teilzeitbeschäftigten betrachtet. Lediglich 25% der Teilzeitbeschäftigten werden immer ihrem Beschäftigungsgrad entsprechend eingeplant. Bei 49% trifft dies manchmal zu und bei 26% nie.
Welche Folgen könnte die Einplanung einer hohen Überstundenzahl innert sehr kurzer Frist haben? Wir äussern dazu folgende Vermutungen: Konflikt mit familiären Verpflichtungen (Betreuung von Kindern, unterhaltsberechtigten Erwachsenen usw.) sowie Schwierigkeiten, eine zweite Stelle zu finden, um das gewünschte Arbeitspensum zu erreichen.
Bei 56% der Teilnehmenden werden Wünsche immer berücksichtigt, aber bei 44% trifft es selten oder nie zu. Die Resultate sind wiederum anders, wenn man nur die Teilzeitbeschäftigten anschaut, von denen immer mehr Flexibilität verlangt wird. Die selbstgewählt Teilzeitbeschäftigten (die kein höheres Pensum wünschen) organisieren ihr Privatleben um die Arbeit herum. Die selbstgewählt Teilzeitbeschäftigten machen 2/3 aller Teilzeitbeschäftigten aus.
Bei dieser Frage haben wir nur die Antworten derjenigen Mitarbeitenden ausgewertet, die mehr arbeiten möchten. Die anderen sollten per Definition keine andere Erwerbstätigkeit benötigen. Die Umfrage zeigt klar, dass diejenigen, die eine zweite Erwerbstätigkeit aufnehmen möchten, sich in Schwierigkeiten befinden.
Wer Überstunden geleistet hat, sollte sich unter angenehmen Bedingungen von seinen oder ihren zusätzlichen Anstrengungen erholen können, ohne dass der Arbeitgeber weitere Flexibilität verlangt. Diesbezüglich sind die Regeln klar und wurden bereits mehrfach von syndicom thematisiert.
47% der Befragten haben jedoch angegeben, sich immer oder oft zur Verfügung halten zu müssen. Bei 53% ist dies selten oder nie der Fall.