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Otto Tschopp wurde am 26. Juni 1923 im Schlössli Heitiwil als ältestes von sieben Kindern geboren. Die Familie zügelte kurze Zeit später nach Riederberg in Bösingen. Dort besuchte Otto die ersten Jahre der Primarschule. Zurück in Düdingen verbrachte er die restlichen Jahre seiner Primarschulzeit. Als guter Schüler hatte er die Möglichkeit, in Freiburg zuerst ein Jahr die Sekundarschule zu absolvieren, um anschliessend ins Kollegium St. Michael zu wechseln. Seine Mutter verstarb früh und seinen Vater verlor er Ende der Sechzigerjahre bei einem tragischen Verkehrsunfall.
Mit 19 Jahren absolvierte er die Rekrutenschule und musste anschliessend Aktivdienst leisten. Wegen der wirtschaftlichen Situation der Familie konnte er nach dem Militärdienst nicht studieren. 1944 begann er die Stationslehre bei den SBB und blieb der Schweizerischen Bundesbahn bis zu seiner Pensionierung 1988 in verschiedenen Funktionen treu, sei es als Stationsbeamter auf verschiedenen Bahnhöfen in der Schweiz, auf der Generaldirektion SBB und als Chef Billettwesen in Bern.
Als Stationsbeamter in Thörishaus lernte Otto seine Frau Frieda kennen und lieben, die er 1953 heiratete. Gemeinsam mit ihr zog er sechs Kinder gross. Er war stolz auf seine Kinder und seine Kinder waren stolz auf ihren Vater, weil er sie jederzeit mit Wort und Tat unterstützte.
1956 erwarb die junge Familie in Schmitten ein Einfamilienhaus, das für alle ein sehr schönes Zuhause war. Die Pflege des grossen Gemüse- und Früchtegartens, gemeinsam mit seiner Familie, war Otto sehr wichtig. Bei der Gestaltung des Gartens konnte er viele seiner Ideen verwirklichen.
Mit der grossen Familie bereiste Otto die ganze Schweiz. Es war ihm dabei ein grosses Anliegen, seinen Kindern die Schönheiten und die verschiedenen Kulturen der Heimat näher zu bringen.
Mit enormem Engagement und Freude arbeitete er über Jahre hinweg im Gemeinderat von Schmitten, sei es als Vize-Ammann, als Präsident der Schulkommission, im Schulverband der Orientierungsschule des Sensebezirks, in der Kantonalen Steuerkommission und in verschiedenen lokalen Vereinen von Schmitten, wo er den Kegel-Club und den Volleyball-Club präsidierte.
Die Pensionierung 1988 ermöglichte es ihm, noch mehr Zeit mit seiner Frau, mit seinen Kindern und den 13 Enkelkindern zu verbringen. Er genoss die Zeit mit seiner Familie, sei es im eigenen grossen Garten oder bei den Besuchen seiner Kinder. Mit grossem Interesse und Freude verfolgte er stets die Entwicklung und den Werdegang seiner Enkelkinder.
Im Frühjahr dieses Jahres erkrankte Otto Tschopp an einem unheilbaren Krebsleiden, das ihm jedoch noch Zeit liess, im Sommer seinen 85. Geburtstag und seinen 55. Hochzeitstag im Kreis seiner Familie, Verwandten und Freunde zu feiern. Am 30. September ist er, nur drei Stunden nach dem Tod seines Bruders Josef, zu Hause gestorben.
Seine Lebensfreude, sein Optimismus, seine Fürsorglichkeit und die vielen gemeinsamen Erlebnisse werden die Erinnerung an ihn wach und lebendig erhalten. Eing.