Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03572.jsonl.gz/2539

Von 2011 bis 2014 waren es total elf Gesuche. Der Sprecher der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), Thierry Li-Marchetti, bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda eine entsprechende Meldung der Zeitung "Blick" vom Donnerstag.
In welche Länder die Gesuche gestellt werden, darf Li-Marchetti aufgrund des Steuergeheimnisses nicht sagen. Er betonte jedoch auch: "Mehr Amtshilfegesuche heisst nicht automatisch, dass es auch mehr Steuerhinterziehungen gibt."
Die Möglichkeit eines Amtshilfegesuchs rücke bei den kantonalen Behörden durch die öffentlichen Diskussionen einfach immer mehr ins Bewusstsein, erklärte er. "Bisher haben sie weniger daran gedacht, dass ihnen diese Möglichkeit zur Verfügung steht." Die ESTV koordiniert die Gesuche und leitet sie weiter.
VERDACHT MUSS BESTEHEN
"Ein Amtshilfegesuch wird dann gestellt, wenn die kantonale Steuerbehörde aufgrund von internationalen Verhältnissen nicht mehr weiterkommt", sagte Jakob Rütsche, Präsident der Schweizerischen Steuerkonferenz. Es müsse jedoch ein Verdacht bestehen und sich um substanzielle Sachen handeln. "Wegen Peanuts wird die Amtshilfe-Maschinerie nicht in Gang gesetzt."
Es geht jedoch nicht immer um den Verdacht der Steuerhinterziehung. Manchmal werde auch geprüft, ob die angegebenen Leistungen stimmen, sagte Rütsche.
Die Zahl der Amtshilfegesuche, die vom Ausland an die Schweiz gerichtet werden, ist ungleich höher. So gingen im vergangenen Jahr 2623 Gesuche ein - hauptsächlich aus den Niederlanden, gefolgt von Portugal, Frankreich, den USA und Indien.
cf
(AWP)