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Im Jahr 2013 beschloss die Universität einen Neubau des Tropenhaus-Komplexes, bei dem Tropenhaus und Foyer komplett erneuert und um ein Nebelwaldhaus ergänzt werden (6, 7). Die Finanzierung beruht auf einem Sonderkredit des Grossen Rates aus dem Jahr 2012 und auf zusätzlichen Mitteln von Stiftungen, Vereinen und Privatpersonen.
Der Abbruch findet 2019 statt, der Neubau 2020 und die Eröffnung voraussichtlich 2021.
Beim bisherigen Foyer, welches seit 2004 in Gebrauch war, handelt es sich um ein «leeres» Gewächshaus. Trotz intensiver Nutzung war das Gebäude baulich unzureichend geeignet für die vielfältigen Aufgaben als Empfangs-, Ausstellungs- und Veranstaltungsraum.
Das neue Foyer (8) soll ein wesentlich verbessertes Raumklima und einen barrierefreien Zugang bieten, aber weiterhin verschiedenen Zwecken dienen.
Es kann unterschiedlich bestuhlt oder als Ausstellungsraum eingerichtet werden.
Das neue Tropenhaus wird auf den bisherigen Fundamenten errichtet. Daher wird sich an der Raumaufteilung und an der Wegführung nicht viel ändern. Die Dachfirste werden gegenüber dem alten Tropenhaus um 90° gedreht (9). Zudem wird das neue Gewächshaus höher, wodurch sich die Temperatur besser kontrollieren lässt.
Der alte Teich wird aufgehoben und in den relativ niedrigen Eingangsabschnitt verlegt. Im dritten und untersten Gewächshausteil erhält die wärmebedürftige Titanwurz einen beheizbaren Bodeneinlass. (10)
Die bisherige Wendeltreppe, die auf einem eigenen Fundament steht, wird an derselben Stelle weiter verwendet.
Die Wege werden ein bisschen breiter als bisher, damit sie mit einem Hubroller befahren werden können. Dies erleichtert den Rückschnitt der Bäume und Lianen und die Pflege der Epiphyten. (11)
Besteht beim Tropenhaus lange gärtnerische und botanische Erfahrung, so bedeutet das Nebelwaldhaus Neuland für das Gartenteam (12). Unseres Wissens existiert in Europa kein öffentlich zugängliches Schaugewächshaus, in dem vorwiegend Nebelwaldpflanzen aus tropischen Gebirgen wachsen. Solche Pflanzen sind in normalen Gewächshäusern nicht kultivierbar, weil sie in einer Umwelt leben, die über das ganze Jahr hinweg extrem geringe Temperaturunterschiede aufweist. (13)
Das bedeutet, dass das Nebelwaldhaus im Winter zwar normal beheizt, im Sommer aber mit verschiedenen Methoden kühl gehalten werden muss. Das soll in erster Linie durch Beschattung, Energieschirme und direkte Belüftung geschehen. Erst wenn diese Massnahmen nicht mehr ausreichen, kommen mechanische Belüftung und schliesslich ein Kühlsystem zum Einsatz.
Heinz Schneider
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Botanischer Garten der Universität Basel, Spalengraben 8, 4051 Basel, Schweiz