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Diese Pandemie hat mir weiter bestätigt, in welchem Maße das Reptiliengehirn unser Handeln beeinflusst.
Das Ausmaß dieser Pandemie, die Ungewissheit über die Dauer der Einschränkungen sowie die wirtschaftlichen Folgen sorgen dafür, dass das Coronavirus uns mit unseren im Reptiliengehirn aufgezeichneten Überlebensmechanismen konfrontiert.
Wenn ich mit dem Reptiliengehirn arbeite, um Liebesmuster zu verändern, finde ich es interessant, die verschiedenen Reaktionsmechanismen zu beobachten, die sich bei jedem Menschen zeigen und die nicht unbedingt einer Logik folgen:
– Einige Leute leugnen immer noch…
– Andere sind anfällig für Angstattacken…
– Anderen gelingt es, trotz der Situation das Positive zu sehen.
Der Grund dafür, warum sich jeder Mensch so unterschiedlich verhält, liegt darin, dass jede Person in ihrer Kindheit eine andere Erfahrung mit der Verunsicherung gemacht hat und das Reptiliengehirn dieses Reaktionsmuster beibehalten hat.
In einem eher philosophischen Sinne fordert uns das Coronavirus auf, unsere Verbundenheit zu bewerten.
Für sich selbst
Genießt du die Einsamkeit oder fällt sie dir schwer? Hast du dich vor der häuslichen Isolation angewöhnt, Aktivitäten draussen zu übernehmen, um dich nicht mit dem zu beschäftigen, was in dir vorgeht?
Die Erforschung des Innenlebens, um sich selbst besser kennen zu lernen, ist der erste Schritt zur Verbundenheit. Denn ohne eine echte Verbindung zu sich selbst ist es schwierig, sich mit anderen zu verbinden.
Mit anderen
Ob du allein oder zu zweit bist, ob in Liebe oder Freundschaft, diese Quarantäne zwingt dich Bilanz zu ziehen über deine Verbindung zu anderen Menschen:
– Um dir bewusst zu werden, wie wichtig eine Beziehung für dich ist oder nicht…
– Um dir zu zeigen, was in deiner Beziehung funktioniert und was nicht…
– Um zu sehen, wer dich vermisst und wer nicht
– Um die Menschen, die dir wichtig sind, zu erkennen
Diese Bewertung kann eine großartige Gelegenheit sein, deine Prioritäten in deinen Beziehungen zu überprüfen und die Zeit und Aufmerksamkeit zu investieren, die zur Korrektur der Situation notwendig sind:
– Wenn du Single bist, wird dir bewusst, dass eine Beziehung wichtiger ist als dein Job, aber investierst du genug Zeit in die Suche nach einem Partner?
– Wenn die Quarantäne bestimmte Konflikte oder gar Schreie in deiner Beziehung erzeugt, vermeidest du dann eine Diskussion oder versuchst du zu verstehen, was hinter dieser Krise steckt, um mit deinem Partner erste Lösungen zu erwägen?
– Wenn einige Freundschaften für dich bereichernder sind als andere, verbringst du Zeit mit diesen Freunden? Es kann auch eine Gelegenheit sein, Beziehungen zu beenden, die für dich nicht funktionierten.
Für dich
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Mit der Welt
Im weiteren Sinne fordert uns diese Krise erneut dazu auf, unsere gegenseitige Abhängigkeit zu erkennen.
Ein Virus, der China befällt, wirkt sich auch auf uns aus. Ein junger Mensch, der beschließt seine Freunde zu sehen ohne Distanz zu wahren, kann die älteren Menschen gefährden.
Warum sollten wir uns also nicht in unserer Quarantäne die Zeit nehmen, um neu zu bewerten, was wir bewusst unterstützen wollen:
– Willst du, dass die Gesellschaft weiterhin auf übermäßigem Konsum, erzwungenem Wachstum und Kapitalismus basiert, oder willst du dich für einen nachhaltigeren, ethischeren und umweltfreundlicheren Konsum entscheiden, bei dem Tiere und andere Menschen, die möglicherweise weniger privilegiert sind als du, respektiert werden?
– Welche neuen Werte willst du nach der häuslichen Isolation kultivieren? Wirst du weiterhin zuerst an dich selbst denken oder eine eher solidarische Sichtweise üben?
– Muss ich persönlich betroffen sein in Bezug auf Gesundheit, finanzielle Sicherheit oder mit meinen Lieben, um bewusstere Entscheidungen zu treffen, die mehr als nur meinen persönlichen Lebenszielen dienen?
Ja, wir sind aufeinander angewiesen.
Ja, unsere Aktionen haben Auswirkungen auf andere.
Es ist diese Verbundenheit, die die Schönheit des Menschen ausmacht.
Du kannst jetzt entscheiden (und ich persönlich denke, dass wir das tun müssen, wenn wir eine weitere Pandemie vermeiden wollen), was du auf deiner Ebene tun kannst, um deine Auswirkungen zu verringern oder der Welt durch deine Konsum- und Investitionsentscheidungen oder deine Aktionen und Abstimmungsentscheidungen zu helfen.