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Das für Rindvieh und andere Nutztiere giftige Wasser-Kreuzkraut (Senecio aquaticus Hill) scheint in letzter Zeit vermehrt im landwirtschaftlichen Grasland aufzutreten. Eine weitere Ausbreitung ist unbedingt zu verhindern. Hierzu beschrieben wir typische Habitateigenschaften von S. aquaticus und untersuchten, wie das Vorkommen der Art durch die Bewirtschaftung beeinflusst werden kann. Im Schweizer Mittelland und am Alpennordrand wurden gemeldete Parzellen mit S. aquaticus aufgesucht und mit benachbarten Parzellen verglichen, in denen die Art nicht vorkam. Für alle Parzellen wurden Bodenproben entnommen sowie die Vegetation und die Nutzung (Mahd, Weide, Düngung) erfasst. Das grösste Risiko für das Auftreten von S. aquaticus zeigten lückige, geneigte und feuchte Flächen mit geringer Stickstoff-Düngung, die in den letzten 15 Jahren weniger intensiv genutzt worden sind als zuvor. Nutzungsänderungen verursachen Änderungen der Artenzusammensetzung, was oft zu Lücken im Bestand führt. S. aquaticus muss vom vermehrten Auftreten solch offener Stellen profitiert haben. Eine weitere Ausbreitung von S. aquaticus kann nachhaltig verhindert werden durch das Vermeiden von Grasnarbenschäden, durch das Fördern einer dichten Grasnarbe und durch die konsequente Bekämpfung, wenn erste Individuen im Bestand auftreten.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.