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Bis vor einigen Jahren noch konnten über die Herkunft der Zwetschge nur sehr wenige und unsichere Angaben gemacht werden. Mittlerweile wird jedoch vermutet, dass die Früchte mit dem bläulich-violetten Schimmer aus Asien stammen und um 150 vor Christus von den Römern in unsere Breitengrade mitgebracht worden sind, wo sie erstmals im Mittelmeerraum kultiviert wurden. Heute wächst die Frucht, die zur Gruppe des Steinobstes gehört, in verschiedenen Teilen Europas, sowie in Nordamerika, Westasien, Nord- und Südafrika.
Zwetschgen bilden eine Unterart der Pflaume, von der sie sich manchmal kaum unterscheiden lassen, da es viele Übergangsformen zwischen den beiden Früchten gibt. Grundsätzlich sind Zwetschgen jedoch etwas länglicher als ihre Artverwandten und lassen sich besser kochen als diese.
Die Früchte, die bei frischer Qualität einen wachsartigen Belag aufweisen, sind bekannt dafür, die Verdauungstätigkeit zu stimulieren. Verantwortlich dafür sind die vielen Nahrungsfasern, die in den Zwetschgen enthalten sind. Zu den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen der Frucht zählen zudem die Vitamine B, E und C, wobei vor allem letzteres in höheren Mengen in Zwetschgen vorkommt.
Tipp der Woche
Bewahrt man Zwetschgen bei Zimmertemperatur auf, sollten sie innerhalb von drei bis vier Tagen verbraucht werden. Im Kühlschrank sind die Früchte dagegen bis zu zwei Wochen haltbar. Damit die Zwetschgen trotz des trockenen Klimas des Kühlschranks lange frisch und saftig bleiben, empfiehlt es sich, sie in einem Plastikbeutel oder einem feuchten Tuch dort hineinzustellen, da sie auf diese Weise weniger Wasser verlieren. Wer auch ausserhalb der Saison nicht auf den Genuss von Zwetschgen verzichten möchte, kann diese dörren oder einfrieren.
Baldige Ernte in der Schweiz
In der Schweiz werden pro Jahr und Kopf 1,2 kg Zwetschgen verzehrt. Besonders beliebt ist dabei die Zwetschgensorte Fellenberg. Dies zeigt sich auch in der Anbaufläche, die dieser Sorte zur Verfügung gestellt wird: Mehr als ein Fünftel der 340 Hektaren, die 2011 dem Anbau von Zwetschgen dienten, wurden für den Anbau von Zwetschgen der Sorte Fellenberg genutzt. Letztes Jahr betrug die produzierte Menge an Tafelzwetschgen 33mm und Fellenberg-Zwetschgen 3'730 Tonnen. Die Haupternte bei den Zwetschgen 33mm wird im August, und bei den Fellenberg-Zwetschgen im September erwartet. Gemäss den Schätzungen des Obstverbandes sollte auch die diesjährige Ernte, die bis Ende September andauert, befriedigende Ertragsmengen liefern.
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REZEPT: Zwetschgen-Pastetli
Für 4 Personen
4 Butter-Pastetli; 1 EL Zucker; 200 g Halbfettquark; 1 EL Zucker; ½ TL Zimt; 8–10 Zwetschgen, gerüstet, entsteint, in Schnitze geschnitten
Pastetli oben mit Wasser bepinseln, Zucker daraufstreuen. In der Mitte des auf 180 °C vorgeheizten Ofens 5 Minuten aufbacken. Auskühlen lassen. Quark, Zucker und Zimt verrühren. Schichtweise mit den Zwetschgen in die Pastetli füllen. Auf Tellern anrichten und sofort servieren. Die Zwetschgen-Pastetli schmecken auch als süsse Mahlzeit (doppelte Menge berechnen).
Quelle: www.swissmilk.ch/rezepte