Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03468.jsonl.gz/154

Ballonierte Vorhaut bei Phimose vs. Megalopenis bei Urethradivertikel
Links im Bild: Hier liegt als Folge einer entzündungsbedingten narbigen Schrumpfung der Vorhautöffnung eine erhebliche Phimose vor, sodass sich das Kontrastmittel bzw. der Harn bei Miktion zwischen Glans und Vorhaut ansammelt und das Penisende wie einen Ballon auftreibt. Zur definitiven Heilung ist eine totale Zirkumzision unumgänglich. Eine klinische Untersuchung hätte es bei Kenntnis des Krankheitsbildes und exakter Beobachtung einer Miktion erlaubt, diese Diagnose ohne MCUG zu stellen. Rechts im Bild: Die kolbenförmige Auftreibung dieses Megalopenis breitet sich nicht ganz bis zur Penisspitze aus: die Vorhaut bleibt davon ausgespart. Das Bild unten zeigt den Lokalbefund von der Seite, welcher als Megalopenis imponiert. Es handelt sich um ein sackförmiges und grosses Urethradivertikel, das sich bei jeder Miktion füllt und gleichzeitig eine regelrechte Miktion über die vordere Harnröhre verunmöglicht.
Links im Bild: 6 Monate alter Knabe mit Miktionsstörungen (Episoden von Harnträufeln). Eine regelrechte Miktion wurde nicht genau beobachtet. Nach retrograder Blasenfüllung (MCUG) stellt sich eine leicht erweiterte Urethra dar, und das Kontrastmittel sammelt sich distal vom und neben der Glans in einem länglichen, ballonartig aufgetrieben Gebilde an. Rechts im Bild: Neugeborenes mit einer Behinderung der Miktion, welche tropfweise erfolgt. Der Penis ist in der distalen Hälfte kolbig aufgetrieben.