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Ein Fluglehrer und sein Schüler starteten am Montagvormittag des 4. Juli von Amlikon aus zu einem Schulungsflug. Was genau danach geschah, untersucht nun die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust), wie es in einem eben erst veröffentlichten Vorbericht dazu heisst.
Klar ist, dass es kurz nach 11 Uhr in der Region Fruthwilen, in der Gemeinde Salenstein, zu einer gefährlichen Annäherung zwischen dem Segelflugzeug und einem Flugzeug der Schweizerischen Luftwaffe kam.
Flug nach Sichtflugregeln
Die PC-9 der Luftwaffe und das Segelflugzeug flogen beide nach Sicht. Dabei gelten bestimmte Regeln, wie man anderen Flugzeugen ausweichen muss, auch bezüglich des Abstandes.
Die beiden Flugzeuge kamen sich offenbar zu nahe, deshalb musste eine Untersuchung dazu eröffnet werden. Die Segelflugschule wollte sich vor dem Abschluss der Untersuchung auf Anfrage von FM1Today nicht zum Vorfall äussern.
Flugzeuge des Typs PC-9 wurden früher von der Schweizer Luftwaffe hauptsächlich für die Ausbildung genutzt. Heute dienen die letzten vier PC-9 der Zieldarstellung für die Fliegerabwehr, sie simulieren also feindliche Flugzeuge. Die Flieger sollen spätestens 2025 komplett aus dem Armeebestand genommen werden.
Tödlicher Unfall vor 24 Jahren
Unrühmliche Berühmtheit erlangte die PC-9 am 14. Oktober 1998. Nach einer Streifkollision stürzte eines der Trainingsflugzeuge ab und zerschellte auf einer Wiese bei Bichwil im Kanton St.Gallen. Der Pilot konnte noch den Schleudersitz betätigen, doch der Schirm öffnete sich nicht vollständig.
Der Pilot, ein 36-jähriger zweifacher Vater aus dem Kanton Nidwalden wurde schwer verletzt und starb noch am selben Tag im Spital.