Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03378.jsonl.gz/493

Hallo Dumpfbacke
Digitalkameras versehen die Bilder in den meisten Fällen mit einem sRGB-Profil. Das sRGB-Profil ist ein Profil, welches seine grösste Verbreitung im WEB und in Multimediaproduktionen geniesst. sRGB besitzt einen sehr kleinen Gamut (Farbumfang). Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Farben auf möglichst vielen Monitoren auf unterschiedlichen Plattformen ähnlich aussehen. Du kannst dir sicher vorstlellen, dass es für die Monitore schwierig wird, wenn sie einen grossen Farbraum identisch darstellen müsste. Da ist es einfacher, wenn man sich auf einen gemeinsamen Nenner beschränkt, den die meisten Monitore darstellen können, sofern diese zumindest kalibriert und nicht ausgebrannt sind.
Das Adobe-RGB könnte man als das pure Gegenteil bezeichnen. Das Adobe-RGB besitzt einen sehr grossen Farbraum. Es gibt diverse andere Farbräume, die einen ähnlich grossen Farbraum aufweisen (Eci-RGB, Wide Gamut). Sollen Bilder für die Druckvorstufe reproduziert werden, ist es natürlich wichtig, dass man von einem Bild mit möglichst vielen Farben - sprich von einem grossen Farbraum ausgehen kann. Bei der Konvertierung nach CMYK gehen natürlich wieder viele Farbinformationen verloren, jedoch viel weniger, als wenn man alle RGB-Bilder nach sRGB konvertieren würde.
Ich würde daher also vorschlagen, den sRGB-Farbraum nur für Web, multimediale Produktionen oder für Bilder zu verwenden, die bereits über ein eingebettetes sRGB-Profil verfügen.
Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
ulrich-media
InDesign- und PDF-Integration
als Antwort auf: [#31259]