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Biologie – Hochfrequente Felder
Mobilfunkantennen senden im hochfrequenten Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Die wissenschaftlich nachgewiesene und der Gesetzgebung zu Grunde liegende Wirkung ist die Erwärmung: hochfrequente Strahlung wird vom Gewebe absorbiert, das heisst in Wärme umgesetzt. Das äussert sich in einer Erhöhung der messbaren Temperatur des bestrahlten Gewebes. Je nach Einstrahlungsart kann der ganze Körper befeldet sein (z.B. bei Basisstationsantennen) oder nur bzw. vorwiegend ein Teilbereich (z.B. beim Telefonieren mit dem Handy sind es Kopf und Hand). In der Figur rechts sieht man die von einem Menschen von der Oberfläche absorbierte Strahlung einer entfernt stehenden Basisstation. Gelb stellt die höchsten Werte dar. Man erkennt in der Profildarstellung deutlich die lichtähnlichen Eigenschaften der 2 GHz-Strahlung, mit „Licht-“ und „Schattenseite“. Absorbiert ein Mensch während einer halben Stunde vier Watt Strahlung pro Kilogramm Körpergewicht, erwärmt sich sein Körper um ein Grad. Dazu müsste man näher als einen Meter bei einer mit voller Leistung (1‘000 W ERP) strahlenden Antenne stehen (während besagter halben Stunde).
Die Grenzwerte sind so festgelegt, dass der Körper bei maximaler Sendeleistung einer Basisstation und nahest möglichem Aufenthaltsort nicht mehr als 0.08 Watt Strahlungsleistung pro Kilogramm absorbieren kann (also 50 Mal weniger als für eine Körpererwärmung von 1 Grad Celsius notwendig wären). In Wohnungen, Büros, Schulen und anderen Orten, wo sich Menschen über längere Zeit aufhalten können, sind die Regelungen noch restriktiver. In grober Näherung heisst das, dass ein Mensch im Extremfall (volle Sendeleistung einer Antenne, sehr naher Aufenthaltsort bei dieser Antenne) einer Körpererwärmung von unter einem Zehntel Grad ausgesetzt sein kann. Das ist gesundheitlich völlig unproblematisch.