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Barty gewann im Halbfinal 6:3, 7:6 (7:3) gegen die Deutsche Angelique Kerber (WTA 28). Die French-Open-Siegerin von 2019 ist die erste australische Wimbledon-Finalistin seit Evonne Goolagong Cawley, die 1980 den Titel holte. «Ich denke nicht, dass ich viel besser spielen kann als heute», meinte die 25-Jährige aus Queensland freudestrahlend.
Karolina Pliskova, die im Viertelfinal die Schweizerin Viktorija Golubic ausgeschaltet hatte, setzte sich 5:7, 6:4, 6:4 gegen die Weltnummer 3 Aryna Sabalenka aus Belarus durch. Die Tschechin konnte sich wie gegen Golubic auf ihren Aufschlag verlassen. Das Break, das sie zum 5:7 im ersten Satz kassierte, war die einzige Breakchance Sabalenkas in der gesamten Partie. «Das war ein Spiel auf sehr hohem Niveau», freute sich die 29-Jährige. Sie hatte vor Wimbledon auf Rasen kein Spiel gewonnen und zweimal in der 1. Runde verloren.
Barty und Pliskova stehen beide in ihrem zweiten Grand-Slam-Final, dem ersten in Wimbledon. Letztmals gab es in London 1977 einen Final zwischen zwei Debütantinnen (die Engländerin Virginia Wade schlug die Niederländerin Betty Stöve). Barty gewann ihre Final-Premiere am French Open 2019, Pliskova verlor ihre 2016 am US Open gegen Kerber. Es dürfte ein interessantes Duell der Stile zwischen der variablen Australierin und der grossgewachsenen Tschechin, die jeweils schnell den Gewinnschlag sucht, werden.