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«Willkommen in der Stadt Brugg»
In Schinznach-Bad geht dank dem neuen Quartierverein die Tradition der… Weiterlesen
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Dorfbibliothek Obersiggenthal
08. März 2018
09:00
Nuphar, ein pubertierendes 17-jähriges Mädchen, jobbt in den Sommerferien in einer Eisdiele. Eines Tages kommt ein ehemaliger Musikstar herein, der sie aufs Ärgste beschimpft, weil er einen Moment auf sein Eis warten musste. Nuphar ist so überrascht, dass sie in den Hinterhof flieht und er ihr hinterher läuft. Als er ihr zu nahe kommt, fängt sie fürchterlich an zu schreien. Einige Passanten eilen ihr zur Hilfe in der Annahme, dass er sie vergewaltigen wollte. Nuphar ist ein unscheinbares Mädchen, hat keine Freunde und sehnt sich nach Liebe und Anerkennung. Daher klärt sie das Missverständnis nicht auf, sondern geniesst ganz im Gegenteil die plötzliche Zuwendung. So bekommt sie viel Aufmerksamkeit von Presse, Polizei und von der eigenen Familie.
Diese erste Lüge weitet sich nach und nach aus zu einer schlimmen grossen Lüge, die noch viele Unwahrheiten nach sich zieht und auch für den vermeintlichen Vergewaltiger gravierende Konsequenzen hat. Immer mehr Menschen in Nuphars Umfeld kommen ihr auf die Schliche und jedes Mal denkt man, jetzt wird ihre Lüge aufgedeckt. Sie aber hält an der Lüge fest, weil sie von ihr profitiert.
Über die Autorin
Ayelet Gundar-Goshen (*1982 in Israel) lebt und arbeitet als Autorin und Psychologin in Tel Aviv. Für ihre Kurzgeschichten, Drehbücher und Kurzfilme hat sie bereits einige Preise erhalten. Ihr erster Roman «Eine Nacht, Markowitz» aus dem Jahr 2013 wurde mit dem renommierten Sapir-Preis für das beste Debüt Israels ausgezeichnet. Die Geschichte wird von der BBC verfilmt.