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Das heutige Programm dreht sich um das virtuose Cello im achtzehnten Jahrhundert, mit Konzerten und Kammermusikwerken der italienischen Komponisten Nicola Fiorenza, Luigi Boccherini und Nicola Matteis.
Nicola Fiorenza war Geiger und Komponist, der in Neapel lebte und arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 1764. Obwohl er selbst wenig bekannt war, hatte er doch massgeblichen Einfluss auf die Entwicklung von Konzerten und Sinfonien im achtzehnten Jahrhundert in Süditalien.
Das Konzert in F-Dur ist stellenweise sehr dramatisch mit starken Kontrasten und wechselhaftem Charakter. Im Gegensatz dazu ist das Konzert in D-Dur viel heiterer und gelassener, gekennzeichnet durch langsame Vorhalte im 1. Satz, einer leichten Struktur im Allegro, durchsichtige Streicherlinien im Largo und verspielten Tanzfiguren im Finalsatz.
Der aus Neapel stammende Nicola Matteis war wie Fiorenza ein Geigenvirtuose. Im Jahre 1650 geboren (mehr als 50 Jahre vor Fiorenza) führte ihn seine musikalische Laufbahn nach England, wo er sich 1670 niederliess. Die Veröffentlichung seiner Ayres für Violine wurde vom Londoner Publikum begeistert aufgenommen, wie ein Artikel aus der London Gazette aus dem Jahre 1670 belegt.
Der 2. und 3. Teil dieser Komposition wurden 1685 veröffentlicht. Eine zweite Ausgabe erschien im Jahre 1687 die dann auch eine 2.Violinstimme enthielt, welche in diesem Programm erklingt. Sein Kompositionsstil vereint sowohl italienische Einflüsse als auch Elemente, die dem englischen Geschmack entsprachen mit gesanglichen Melodien sowie tanzartigen Sätzen und virtuosen Passagen.
Der in Lucca in Italien geborene Komponist und Cellsit Luigi Boccherini fiel schon in seiner Kindheit als aussergewöhnlicher Musiker auf. Er reiste als Solist durch ganz Europa und liess sich 1768 in Madrid nieder. Die Musica notturna delle strade di madrid G 324 entstand 1780 in der Zeit als er als compositore e virtuoso di camara (Komponist und Kammermusiker) für seinen Dienstherrn Don Luis in Aranjuez arbeitete.
Die Sammlung bestehend aus 6 Quintetten für 2 Violinen, Viola und 2 Violoncelli (eine sehr ungewöhnliche Besetzung in dieser Zeit) überrascht durch seine Originalität, angefüllt mit opernhaften Bildern, Imitationen, erstaunlichen Kontrasten und wohldurchdachten virtuosen Passagen.
Ein Vergnügen für Ohr und Sinne, voll von Schwung und Humor.