Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03204.jsonl.gz/1389

Innenraum
Die Bauhülle ist ein Langhaus. Die basilikaähnliche Hallenkirche dagegen hat – als eine Seltenheit – einen nahezu quadratischen Grundriss und bietet 1’200 Personen Platz.
Mittelschiff
Das Mittelschiff ist von den Seitenschiffen durch je drei Viereckpfeiler mit vier rundbogigen Arkaden getrennt. Je zwei weitere Rundbögen überwölben die Ostempore. Diese insgesamt zwölf Joche erinnern an die zwölf Apostel. Die Wände waren ursprünglich altrosa gestrichen, seit 1987 ockergelb. Die halbrunde Kanzel mit zwei Treppenläufen erhebt sich an der Ostwand auf der Mittelachse. Zwei Reihen zu elf Bänken aus Fichtenholz schauen zum Abendmahlstisch, der – aus heller Eiche – 1987 den Taufstein ersetzte. Die Böden unter den Sitzbänken im Mittel- und in den Seitenschiffen bestehen aus Pinusbrettern.
Seitenschiffe
Die je vier Bankreihen verlaufen in Längsrichtung der ganzen Schiffslänge. Sie schauen demzufolge zum Mittelschiff. Die Seitenschiffe sind mit eher niedrigen Gipsdecken überdacht.
Decken
Über dem Mittelschiff, der Ost- und der Westempore erstreckt sich eine fichtene Kassettendecke. Die Kassetten ergeben sich von selbst aus den längs und quer verlegten Tragbalken. Die Seitenemporen sind mit Balkendecken überdacht.
Boden
Der Fussboden in den Gängen besteht aus ockerfarbenen Eichstätter Malmkalk-Platten. Die Kanzelbühne aus dem Jahr 1987 besteht hingegen aus grauem und beigem Jura-Marmor. Dieser enthält unzählige Fossil-Einschlüsse, so einige schöne Ammoniten («Schnecken») und noch mehr Belemniten («Donnerkeile», «Teufelsfinger»), zwei heute noch lebende Arten von Kopffüssern oder Tintenfischen.
Emporen, Orgel
Über den Seitenschiffen befinden sich die Seitenemporen mit gestuft angeordneten Bankreihen. Ebenfalls gestuft sind die neun Bankreihen der Westempore.
Die Ostempore trägt die Orgel und lässt Raum für einen Kirchenchor. Die Orgel hat 61 Register und vier sogenannte Transmissionen (Register, die sowohl vom Manual als auch vom Pedal spielbar sind). Mit ca. 4’200 Pfeifen ist sie die grösste Orgel im Kanton Thurgau und am schweizerischen Bodenseeufer.