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Chancengerechtigkeit
Chancengerechtigkeit bezeichnet die gerechte Verteilung von Zugangs- und Lebenschancen. Dazu gehört auch das Verbot der Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes. Die berufliche Stellung determiniert diese Chancen bis zu einem gewissen Grad, weil sie zum Beispiel das Lohnniveau, die mögliche weitere Entwicklung im Berufsleben oder den gesellschaftlichen Status definiert.
Statistischer Kommentar
Im Jahr 2016 sind 30,8 Prozent aller Erwerbstätigen in leitender Funktion Frauen. Der Anteil hat sich seit 2010 nicht wesentlich verändert.
Schweizweit besetzen Frauen 35,4 Prozent aller leitenden Funktionen (2017).
Normative Anbindung
Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit.
Wünschenswert ist die Zunahme des Frauenanteils unter den Erwerbstätigen in leitender Funktion. Es ist keine wesentliche Veränderung zu beobachten.
- Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit Jedes Mitglied der Gesellschaft soll dieselben Rechte und bei gleichen Voraussetzungen dieselben Chancen haben. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll gefördert werden. Eine gerechte Verteilung der Ressourcen und Belastungen ist anzustreben.
- Diskriminierungsverbot Niemand darf aufgrund bestimmter Merkmale diskriminiert werden.
- Existenzsicherung Ein menschenwürdiges Leben ist frei von Armut. Die Existenzsicherung soll in erster Linie durch die bezahlte Erwerbsarbeit sichergestellt werden. Bedürftige Mitglieder der Gesellschaft erhalten Solidaritätsleistungen.
- Integration Benachteiligter Die Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen und Regionen ins wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Leben soll gefördert werden.
- Soziale, wirtschaftliche und politische Partizipation Die soziale, wirtschaftliche und politische Partizipation für alle soll gefördert werden.
Definition
Der Indikator zeigt den Anteil der Frauen in leitender Funktion am Total aller Erwerbstätigen in leitender Funktion.
Der angegebene Schweizer Vergleichswert beruht auf der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung des BFS.
Daten
Schweiz: