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Der physikalische Begriff der Singularität bezeichnet etwas anderes als jener, der im Rest der aktuellen Ausgabe „Menschheit 2.0“ behandelt wird, der technischen Singularität. Er hat auch nicht wirklich etwas damit zu tun. Ich werde mich in diesem Artikel mit der Singularität in Schwarzen Löchern beschäftigen. Schwarze Löcher entstehen, wenn ein sehr massereicher Stern stirbt. Sterne sind riesige Ansammlungen von Wasserstoff, die sich durch Kernfusion aufrecht erhalten: Durch den hohen Druck und die daraus führende enorme Hitze im inneren eines Sterns fusioniert der Wasserstoff in dessen Kern zu Helium und danach weiter, bis Eisen erreicht wird. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt der Stern stabil, da die Energie, die durch die Kernfusion produziert wird, entgegen der Kraft der Gravitation wirkt. Da Eisen nicht weiter fusioniert werden kann, wirkt keine Kraft mehr entgegen der Gravitation, der Stern ist von diesem Zeitpunkt an nicht mehr stabil. Bei Sternen, deren Ausgangsmasse mehr als ca. 40 Sonnenmassen entspricht, stirbt der Stern in einer gigantischen Explosion, einer Supernova, und schleudert seine äusseren Schichten in die Tiefen des Universums. Sein Kern kollabiert zu einem Schwarzen Loch. Schwarze Löcher sind die massereichsten Objekte im uns bekannten Universum, einmal hinter dem Ereignishorizont, ist ihrer Anziehungskraft so gross, dass nicht einmal Licht ihr entkommen kann. Das, was wir in einem Schwarzen Loch Singularität nennen, ist sein Kern, genauer gesagt sein Mittelpunkt: Er hat (theoretisch) kein Volumen aber unendlich viel Masse, daher eine unendlich grosse Dichte. Das Konzept ist ähnlich wie das eines Punktes in der Geometrie, nur komplizierter. Obwohl sich viele berühmte und talentierte Wissenschaftler damit beschäftigen, versteht bis jetzt niemand genau, was in diesem Punkt geschieht, es ist ein weiteres ungelöstes Rätsel unseres Universums.
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