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Mit einem Heimsieg in Spiel 6 am Sonntag Lokalzeit können die Blues zum ersten Mal den Stanley Cup gewinnen. Ryan O’Reilly erzielte nach 55 Sekunden im Mitteldrittel das 1:0 für die Gäste und damit sein drittes Tor in den letzten zwei Spielen. Zudem bereitete der Center für die Blues das 2:0 von David Perron (51.) vor. Goalie Jordan Binnington beeindruckte mit 38 Paraden für die Blues, die nach fünf Spielen erstmals in dieser Serie in Führung liegen. «Binnington war unser Matchwinner», betonte Verteidiger Colton Parayko.
Binnington liess lediglich den Anschlusstreffer von Jake DeBrusk (54.) zu und realisierte mit dem neunten Auswärtssieg in den laufenden Playoffs einen Goalie-Rekord. Mehr Auswärtserfolge als NHL-Rookie in den Playoffs sind noch keinem Torhüter gelungen. Und mit dem 15. Playoff-Sieg insgesamt egalisierte Binnington gleichzeitig die bisherige Rookie-Bestmarke.
Die Blues stehen damit nach drei Final-Niederlagen ohne Sieg (1968 bis 1970) erstmals in der Team-Geschichte dicht vor dem Gewinn des Stanley Cups. Seit der Stanley-Cup-Final über maximal sieben Spiele ausgetragen wird (1939), setzten sich 72 Prozent jener Teams durch, die in Spiel 5 die 3:2-Führung in der Serie holten.
Bei den Bruins bestritt Captain Zdeno Chara (2,06 m) die fünfte Finalpartie mit einer Spezial-Schutzmaske. Der slowakische Abwehr-Gigant hatte in Spiel 4 einen Puck ins Gesicht erhalten und sich dabei wohl einen Kieferbruch zugezogen. Dennoch stand der 42-Jährige auch in Spiel 5 deutlich über 16 Minuten auf dem Eis.
(SDA)