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Biologen haben im Süden Brasiliens eine ihnen bisher unbekannte Vogelart entdeckt. Kaum entdeckt, ist diese allerdings schon vom Aussterben bedroht. Es wird geschätzt, dass es von dem kleinen Vogel mit dem gelben Schnabel gerade einmal 4.500 Pärchen gibt. Sein Problem ist, dass er auf eine ganz bestimmte Waldart angewiesen ist, dem Araukarien-Wald. Von dem sind jedoch nur noch drei Prozent seiner einstigen Fläche übrig.
Nur etwa zehn Zentimeter misst grau-braune “Patativa-tropeira”, der den wissenschaftlichen Namen Sporophila beltoni erhalten hat. Er ist ein Verwandter des Graupfäffchens (Sporophila plumbea), unterscheidet sich von diesem jedoch, durch seinen gelben Schnabel und im Gesang. Der Gesang beider Arten ist allerdings so beeindruckend, dass er bei sogenannten Vogelfreunden gefragt ist. Obwohl es verboten ist, werden die Pfäffchen nach wie vor gefangen, um dann als Käfigvogel verkauft zu werden. Auch dies trägt zu ihrem Aussterben bei.
In der heißen Jahreszeit vom November bis zum März lebt das Tropeira-Pfäffchen im Süden und Südosten Brasiliens, in den dort typischen Mosaiken von Araukarien-Wäldern und kleineren, offenen Grasflächen. Dort baut er seine Nester und ernährt sich von den Samen einer bestimmten Grasart. Wird es kühler macht sich der Vogel auf den Weg in den Bundesstaat Minas Gerais. Dabei folgt er genau der Route, die einst auch von den “Tropeiros” benutzt wurde, um Trockenfleisch und Rinder in andere Regionen Brasiliens zu bringen.
Erstmals wahrgenommen haben die Forscher den Gesangsmeister schon vor acht Jahren. Bis sie aber nachweisen konnten, dass es sich tatsächlich um eine eigene Art handelt, sind ein paar Jahre vergangen. So wurde er erst unlängst als Sporophila beltoni wissenschaftlich anerkannt.