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Frauen sind in Verwaltungsräten und im Top-Management von SMI-Firmen immer noch klar untervertreten und werden selten klar gefördert. ACTARES fordert ein Umdenken.
ACTARES fordert seit seiner Gründung eine bessere Frauenvertretung in der obersten Unternehmungsführung von SMI-Firmen. Während im angelsächsischen Raum der Frauenanteil in Verwaltungsräten und im Top-Management bei 15-20% liegt, sind in Schweizer Firmen Frauen in diesen Positionen dünner gesät. Immerhin stieg innert Jahresfrist der Frauenanteil von 9,5 auf 12%. Nur die Verwaltungsräte von ABB und Clariant sind noch reine Männerbastionen.
Umfrage bei allen SMI-Unternehmen
ACTARES hat anfangs 2008 eine Umfrage zur Frauenförderung durchgeführt und die SMI-Unternehmen aufgefordert, Chancengleichheit als strategische Vorgabe zu etablieren, um so auf eine umfassende Gleichstellung hinzuarbeiten. Die vorläufige Auswertung der Antworten deutet darauf hin, dass immer noch sehr wenig getan wird, um Frauen aktiv zu fördern. Viele Firmen haben noch nicht begriffen, dass sie auf diese Weise freiwillig auf ein grosses Potential an Wissen und Können verzichten. ACTARES fordert deshalb die Unternehmen auf, Frauen den Zugang zum Top-Management zu erleichtern. Mittel, um dies zu erreichen, wären allgemein familienfreundliche Anstellungsbedingungen sowie zum Beispiel Mentoring oder Teilzeitstellen.
Ersatzwahlen in den Verwaltungsrat
Gemäss Abstimmungsrichtlinien kann ACTARES eine Kandidatur für den Verwaltungsrat ablehnen, wenn dadurch keine annehmbare Vertretung der Geschlechter erreicht wird. ACTARES wird darum auch bei künftigen Ersatzwahlen in Verwaltungsräte im Prinzip männliche Kandidaten nicht unterstützen und nur Frauen wählen, bis eine angemessene Vertretung erreicht ist.