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Georgischer Modernismus (Die Fantastische Taverne) bringt erstmals den georgischen Modernismus, ein hochinteressantes, aber beinahe völlig ignoriertes Kapitel der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts erstmals nach Europa. 1918 deklarierte Georgien als Demokratische Republik Georgien seine Unabhängigkeit, eine Zeit der Freiheit brach an, die jedoch mit dem Einmarsch der sowjetrussischen Roten Armee 1921 bereits wieder ihr Ende fand. Tbilissi (oder Tiflis) wurde für kurze Zeit zum "Paris" des Ostens. Internationale, teilweise aus Moskau geflüchtete Künstler trafen dort auf eine lokale Avantgarde, woraus sich eine offen, experimentelle und die Disziplinen oft überschreitenden Kunst entwickelt. Dies drückte sich in Malerei, Skulptur und Zeichnung aus, aber auch in Inszenierungen und Bühnenbildern, Buchproduktionen, Poesie und Musik. Und, nicht zuletzt, im georgischen Dadaismus.
Die Ausstellung wird von Nana Kipiani (Kunsthistorikerin und Spezialistin zum Thema, Tbilissi) erarbeitet und von Kunsthalle Zürich kuratiert.