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Informationen
In unserer Tätigkeit sind wir mit den Anliegen von Eltern beschäftigt, die mit den Symptomen ihrer Kinder überfordert sind. Ohnmacht und Hilflosigkeit tauchen als dominante Gefühle häufig auf. Um welches Kind geht es hier? Im Rahmen der französischen Psychoanalyse liegt der Akzent auf der Sprache und auf dem, was wir hören. Was sagen die Eltern über ihre Kinder und was können sie über ihre eigene Kindheit sagen? Das Symptom ist oft ein Versuch der Kinder, etwas von dieser Sprache auszudrücken, die es umgibt und ihm gleichzeitig rätselhaft erscheint. In unserer Erfahrung mit den Familien, im Gegensatz zu der Arbeit mit Erwachsenen, sehen wir es als grosse Chance, die Eltern vor Ort zu haben. Ist es für sie möglich etwas von ihrer Geschichte mit der Symptomatik ihrer Kinder in Verbindung zu bringen und etwas von der Mehrdeutigkeit der Sprache zu erfahren? Gleichzeitig führt das Kind uns in den Interaktionen auf eine Spur, auf der wir Entdeckungen und neue Konstruktionen machen. Diese Arbeit kann dem Kind als Chance dienen, eine eigene erzählbare Geschichte zu entwickeln und so als Subjekt auftauchen zu können.
Ziel und Vorgehen des Seminars ist es, mit ausgewählten Texten aus der französischen Psychoanalyse und Fallbeispielen gemeinsam ein mögliches klinisches Vorgehen zu erarbeiten und zu reflektieren.
Vorschlag: Gemeinsames Erarbeiten der nachfolgend angegebenen Literatur und der theoretischen Grundelemente der französischen Psychoanalyse sowie Präsentation und Reflexion einiger Fallvignetten.