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Kastration weibliches Kaninchen
Weibliche Kaninchen können mit drei Monaten bereits geschlechtsreif sein, wobei die meisten mit vier Monaten geschlechtsreif werden.
Der ideale Zeitpunkt für eine Kastration ist jedoch mit sechs Monaten, da vorher die anatomischen Gegebenheiten nicht ideal sind.
Der Zyklus ist unvollständig, bzw. geschieht über induzierte Ovulation. Der Eisprung wird dabei durch die Paarung ausgelöst. Die Trächtigkeitsdauer beträgt 30-32 Tage und 24 Stunden nach der Geburt können die Zippen bereits wieder aufnehmen.
Da sich bei Kaninchen oft die Gebärmutter durch hormonelle Vorgänge verändert, werden die Eierstöcke und die Gebärmutter bei der Kastration entfernt. Dies geschieht unter Vollnarkose mittels Bauchschnitts, wobei eine gute Analgesie (Schmerztherapie) wichtig ist.
Vorteile der Kastration
- Verhinderung einer rasanten Vermehrung
- Senkung Krebsrisiko
- Gebärmuttertumore: häufigster Tumor bei unkastrierten Zippen
- Mammatumore: bei einer Kastration vor zwei-Jährig ist das Risiko klein, dass Tumore der Milchleisten entstehen.
- Keine Entstehung einer Gebärmuttervereiterung
- Verhinderung einer Scheinträchtigkeit, welche die Entstehung von Mammatumoren begünstigt
- Keine gesteigerten Aggressionen gegenüber anderen Kaninchen
Nachteile
- Sehr hohes Narkoserisiko mit hoher Sterblichkeit: Kaninchen können teils auch 24-48 Stunden nach einer Operation noch versterben
Das Narkoserisiko für eine geplante Kastration bei jungen Tieren ist geringer, als wenn später bereits gesundheitliche Probleme bestehen. Durch eine Kastration von jungen Zippen können viele hormonell bedingte Erkrankungen und Verhaltensprobleme minimiert werden.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.