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Die UEFA schreibt die Testabläufe für alle Spieler und Teammitglieder genau vor. Am Tag vor der Anreise zu einem Spielort müssen sich alle einem PCR-Test unterziehen. Sollten die Mannschaften drei Tage vor der Partie abreisen, müssen frühestens 48 und spätestens 24 Stunden vor Anpfiff erneut Tests durchgeführt werden.
Auch Genesene und Geimpfte Personen müssen weiterhin getestet werden. Es ist niemand von der Testpflicht ausgenommen. Zwischen zwei Testreihen dürfen maximal vier Tage liegen. Zeigt ein Spieler oder ein Mitglied des Betreuerstabs Symptome, sind sofort weitere Tests durchzuführen. Viele Nationen führen neben den vorgeschriebenen PCR-Tests freiwillig tägliche Schnelltests durch.
Die Nationen werden während der Europameisterschaft von ihren Familien und Angehörigen abgeschottet sein. Dabei sollten die Spieler so wenig wie möglich mit Personen ausserhalb des eigenen Teams in Berührung kommen. Die Schweiz ist in Baku untergebracht und verlässt ihre Bubble nur für die Spiele. Zum Spiel gegen Italien müssen sie nach Rom reisen, wo sie aber ebenfalls keinen Besuch von ihren Familien empfangen dürfen.
Ist ein Corona-Test positiv, entscheiden die jeweiligen lokalen Behörden über mögliche Kontaktpersonen und die Anordnung von Quarantänemassnahmen. Sollten mehrere Spieler infiziert sein, könnte es zu einer Mannschaftsquarantäne kommen. Diese sollen mit dem Bubble-Konzept unbedingt verhindern werden, damit den Nationen immer genügend Spieler für die Partien zur Verfügung stehen.
Auch für Schiedsrichter gilt im Falle eines coronabedingten Ausfalls eine Sonderregel. Sollte der vorgesehene Unparteiische nicht in der Lage sein, die Partie zu pfeifen, dürfte kurzfristig auch ein Schiedsrichter aus einem der am Spiel beteiligten Länder einspringen.
Für ein Spiel muss jede Mannschaft laut UEFA-Regularien mindestens 13 Spieler einschliesslich eines Torwarts zur Verfügung haben. Aus diesem Grund durften die Nationaltrainer 26 Spieler anstatt nur 23 in ihren EM-Kader nominieren. Im Falle einer Mannschaftsquarantäne wäre es aber dennoch nicht möglich, 13 Spieler zu nominieren und das Spiel könnte um bis zu 48 Stunden nach hinten verschoben werden.
Sollte eine Partie auch dann noch nicht ausgetragen werden können, entscheidet die UEFA über die Wertung des Spiels. Die Nation, die nicht genügend Spieler aufbieten konnte, würde dann automatisch mit 0:3 verlieren.
Es gibt keine Impfpflicht. Die Verbände konnten die Impffrage selbst entscheiden. So haben einige Teams wie auch der Schweizer Gruppengegner Italien und Belgien geschlossene Impfungen des gesamten Kaders und Mitarbeiterstabs durchgeführt.
Im Falle der Schweizer ist der Staff, so auch Trainer Vladimir Petkovic, nahezu komplett geimpft. Die Spieler haben die Möglichkeit erhalten, sich impfen zu lassen, doch die wenigsten werden vor der EM durchgeimpft sein. Die Deutschen werden wohl ebenfalls nur eine Dosis erhalten, da der Teamarzt Tim Meyer es als zu gefährlich erachtet, die Nebenwirkungen während des Turniers zu riskieren.
Bis zum ersten Turnierspiel der jeweiligen Mannschaften können Spieler wegen Verletzungen oder Corona einfach ersetzt werden. Ab Turnierstart dürfen die Feldspieler aber nicht mehr ersetzt werden. Die Torhüter dürfen hingegen während der kompletten EM ausgetauscht werden.
Zum ersten Mal wird die Europameisterschaft in mehr als zwei Gastgeberländern ausgetragen. Daher variieren in den aktuellen Zeiten auch die Bestimmungen und Corona-Verordnungen von Austragungsort zu Austragungsort. Einzig Budapest plant mit einem vollen Stadion (61'000 Zuschauer). In Baku, wo die Schweiz auf Wales und die Türkei trifft, Kopenhagen und St. Petersburg werden rund 50 Prozent Auslastung angepeilt. Die sieben anderen Städte planen mit der Belegung von etwa einem Fünftel bis einem Drittel der Plätze.
Für alle Zuschauer an den Spielen der Europameisterschaft gilt die Maskenpflicht und ein Mindestabstand. Wie bei der Zuschauerauslastung gelten auch beim Einlass je nach Spielstätte unterschiedliche Regelungen. In den meisten Stadien gilt eine Testpflicht, in München muss es ein PCR-Test sein.
Die Impfung erleichtert den Einlass nicht überall, in Rom und Bukarest brauchen Geimpfte aber keinen Test. Baku plant mit über 30'000 Fans, allerdings ist kein negatives Testergebnis nötig, um ins Stadion gelassen zu werden. Die Bestimmungen können sich aber auch kurz vor der EM noch ändern.
(nih/t-online)