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Angesichts der nun endlich öffentlich geführten Diskussion zur Neugestaltung des Hochschulquartiers, die durch die Ausbaupläne des Universitätsspitals USZ, der Universität UZH und der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH angestossen wurde, ist ein Blick zurück in die städteplanerische Vergangenheit Zürich’s interessant. Den aktuellen Ausbauplänen der drei Institutionen, die Anlass zu einer Anpassung des kantonalen Richtplans geben, wird vorgeworfen, dass eine städtebauliche Vision fehle und keinerlei Überlegungen zum Städtebau im Vorfeld der konkreten Planung stattgefunden habe. Ganz anders vor 100 Jahren. Wie in anderen grossen Städten Europas sollte ein internationaler Wettbewerb für einen Bebauungsplan der Stadt Zürich und der Vororte nicht nur Vorschläge zum Bau von Strassenzügen und zum Planen von Parzellengrössen bringen, sondern die Gesundheit der Bevölkerung, die Schönheit des Stadtbildes und eine geregelte Entwicklung der Stadtstruktur wurden ebenso schwer gewichtet wie Verkehr und mögliche Dimensionen der Bauten. Wie Städtebau in Zürich vor 100 Jahren an die Hand genommen wurde und wie der Lindenhof, der Theater- oder Bürkliplatz hätten aussehen können, zeigt die freundlicherweise dem Stadtzürcher Heimatschutz für eine Veröffentlichung frei gegebene Wahlfacharbeit von Deborah Fehlmann und David Brunner am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur gta, Professur für Geschichte des Städtebaus von Vittorio Magnago Lampugnani vom Mai 2013.
Der Wettbewerb Gross-Zürich
Ideen neuzeitlichen Städtebaus im Zürich der 1910er Jahre
Wahlfacharbeit von David Brunner und Deborah Fehlmann, Mai 2013