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Die Malschicht weist eine starke Abblätterung im Bereich des Mantels und seiner vergoldeten Ornamente auf.
Das Inkarnat (Gesichter und Hände Marias, Körper Jesus) wurde während eines früheren Eingriff partiell grob entfernt und mit einer braunen Patinaschicht bedeckt. Die Polychrome ist dadurch schlecht lesbar. Übermalungen auf den Augen und Munde verzerren die Gesichtszüge.
Zahlreiche alte Übermalungen und Ausbesserungen mit Farben und Firnis beflecken den blauen Mantel Marias.
Die Polychromie wird gefestigt und die grösseren Fehlstellen gekittet und farblich integriert.
Aus ästhetischen Gründen, wurde es entschieden, alle Überreste von nicht originalen Farbschichten auf das Inkarnat und blauen Mantel zu entfernen.
Das Inkarnat (Gesicht, Hände Marias und Körper Jesus) weisst drei übereinanderliegende Polychromen so wie ein bis zwein partielle Retuschen auf.
Das ursrpüngliche Inkarnat liegt fast vollständig frei. Es ist hell-rosa mit dunkleren Partien auf den Wangen sowie auf den Gelenken Jesu. Es wurde von zwei späteren Übermalungen bedeckt. Zu einer späteren Zeitpunkt bekam die Skulptur noch eine braune Patina-Schicht.
Später noch wurde das Inkarnat partiell freigelegt, dabei sind alle verschiedenen Polychromen und Übermalungen auf den Augen und dem Mund belassen worden.
Durch das Entfernen der restlichen Übermalungen auf Augen und Mund gewinnen die Gesichter ihren ursprünglichen Ausdruck wieder.
Die grösseren Fehlstellen in der Malschicht, die Frassgänge und Insekten-Löcher wurden gekittet.
Während der letzten Etappe der Massnahmen wurden die Kittungen farblich integriert.
Die aktuelle sichtbare Polychromie - Inkarnat und Vergoldung - ist original und in gutem Zustand. Die Schollen und Fehlstellen des Mantels begrenzen sich auf alte Retuschen und neuere Vergoldungen, die sehr anfällig auf Feuchtigkeit sind.
Das Inkarnat - Gesicht und Füsse - ist von braunen Übermalungen und einem getönten Glanzfirnis überdeckt.
Die Holzskulptur ist in ihrer ganzen Länge gerissen. Der Riss läuft von der Rückseite der Skulptur auf die rechte Schulter bis zur Stirn hoch und nach unten bis zum Brustbereich. Alte Verbesserungen aus Kitt und Fasern sowie grosszügige Übermalungen sind Versuche diesen langen Riss zu bedecken, vor allem im Gesicht.
Die Konservierungsmassnahmen bestehen aus dem Befestigen der Malschichtschollen und dem Ersetzen der alten spröden Kittungen. Neue Kittungen werden die Fehlstellen und störenden Risse schliessen.
Um das ursprüngliche Inkarnat zur Geltung zu bringen, werden die braunen Übermalungen und alte Firnisse entfernt.
Braune Übermalungen und getönte Firnisschicht bedecken das Inkarnat von Gesicht und Füssen. Ältere Abnahme-Versuche lassen die rosa Schicht des ursprünglichen Inkarnates auf den Wangen erscheinen.
Die Oberflächliche Verschmutzung, die braunen Übermalungen und der getönte Firnis sind entfernt worden.
Alte Kittungen sind nur entfernt worden wo sie locker lagen und die originale Polychromie bedeckten.
Das ursprüngliche Inkarnat und die Risse im Holz sind nach dieser Etappe sichtbar geworden.
Holzrisse und Grundierungsfehlstellen sind mit Kreidekitt und Hasenleim geschlossen worden.
Die Kittungen werden mit illusionistischen Retuschen farblich integriert.
Die Restaurierung hat die Details der Gesichtszügen enthüllt, welche ganz unter Übermalungen und braunen Firnisschichten versteckt waren.
So ist das feine Pinselductus um die Augen, die bemalten Haarlocken auf dem Inkarnat sowie der feine Schnurrbart sichtbar geworden. Tränen laufen die Wangen des Heiligen hinunter.
Die originale Vergoldung ist lückenhaft und blättert stark vom Holzuntergrund ab. Sie ist partiell durch eine Bronzine und eine braune Übermalung bedeckt.
Durch diese Übermalung wirkt die Gruppe verschmutzt und die Gesichter schlecht lesbar.
Die Konservierungs- und Restaurierungsmassnahmen umfassen eine Festigung der Malschichtschollen, die Entfernung der braunen Übermalungen und Bronzine sowie das Integrieren der Fehlstellen durch Retuschen in Aquarell und Muschelgold.
Bemerkung:
Der lückenhafte Zustand der Vergoldung und des Inkarnates wurde behalten. Es wurden keine Kittungen vorgenommen. Die Holzfarbe integriert sich gut mit den Vergoldungen.
Zusätzlich zu dem Konservierungszustand der Anna, fehlt die Gesichtshälfte Marias. Ihr linker Arm ist abgebrochen und nicht original.
Die fehlende Gesichtshälfte wird rekonstruiert und mit Retuschen farblich integriert.
Der linke Arm wird wieder angeklebt. Es ist wenig ästhetisch aber es wurde entschieden, es nicht erneut zu ersetzen.
Beide Skulpturen wurden schliesslich an ihren Sockel gedübelt.