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64 Prozent, so sagt Carlisles Bürgermeister Jason Gooding, hätten für den Austritt gestimmt, dies bei einer Stimmbeteiligung von 75 Prozent. Das ist mehr als bei jeder Unterhauswahl in den letzten Jahrzehnten.
Carlisle, ja die ganze Region Cumbria gilt als Hochburg der Brexitbefürworter. Fiona Mills, die Führerin der rechtsnationalistischen UKIP in Cumbria, war denn auch entsprechend zufrieden.
Die Resultate in Englands Norden, der mehrheitlich für einen EU-Austritt stimmte, sind für das Remain-Lager ein Schock. Seien es ländliche Gegenden wie Cumbria oder die alten Industrieregionen um Sunderland oder Middlesborough, sie alle stimmten für einen Austritt.
Obwohl sich zum Beispiel in Cumbria alle Parlamentsmitglieder, Liberaldemokraten, Labour und Konservative, für einen Verbleib in der EU aussprachen. Der lokale Labour-Chef Michael Boaden ist denn auch entsprechend enttäuscht.
Tatsächlich, die Kluft zwischen den Politikern und den Bürgern im Norden Englands ist enorm. Ob Labour oder Konservative – sie erreichen die Leute nicht mehr. Die Lücke füllt die rechtsnationalistische UKIP, die hier in erster Linie den Abstimmungskampf geführt hat. Und es ist eine Frage der Zeit, bis sie diese vernachlässigten Städte und Countys auch bei Wahlen übernimmt.
(Sendebezug: Sondersendungen zum Brexit bei SRF)