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Kenny Garrett as, Jeremiah Edwards b, Rudy Bird perc, Keith Brown piano, Ronald Bruner dr, Melvis Santa voc/keys
Seit er Mitte der 1980er Jahre in der Band von Miles Davis auftrat, steht der Saxophonist Kenny Garrett vor allem für eines: das Streben nach absoluter Perfektion.
„Wenn ich Coltrane spiele, spiele ich nicht Coltrane, ich spiele Musik“.
Bei Garretts neuem Album „Sounds From The Ancestors“ hat er sehr intensiv darüber nachgedacht, wie er den Sound und Geist seiner Vorfahren wiedergeben kann: Marvin Gaye, Aretha Franklin und Coltranes „A Love Supreme“. „Ich musste einen neuen Weg einschlagen, und Chucho Valdez, mit dem ich in den letzten Jahren immer wieder zusammengearbeitet habe, hat mir dabei sehr geholfen.“
Der kubanische Pianist Chucho Valdez war auf der Suche nach denselben Ideen wie Kenny Garrett, nur ein gutes Stück näher am Ziel als sein nordamerikanischer Kollege. Mit Valdez‘ mentaler Unterstützung findet Garrett diesmal bewusste und unbewusste Verbindungen von musikalischen Spurenelementen, die seine Sozialisation als Künstler ausmachen.
Wenn Garretts neues Werk konzeptionell einem Miles-Album nahekommt, dann ist es wohl „On The Corner“. „Miles Davis ist in allem, was ich mache“, sagt Garrett mit dem Schwung eines Slogans. „Sein Einfluss mag manchmal nicht so deutlich hervortreten, aber die fünfeinhalb Jahre, die ich mit ihm gespielt habe, fliessen immer in meine Musik ein. Miles erlaubte jedem Musiker, seine eigene Geschichte in seiner Musik zu erzählen. In Miles kulminierte so viel Musik, dass es schwer zu sagen ist, welche Einflüsse er aufnahm und wen er seinerseits beeinflusste. Das Gleiche gilt für Art Blakey. Er war so sehr von afrikanischen Rhythmen durchdrungen, dass er seinerseits afrikanische Schlagzeuger wie Tony Allen beeinflusst hat. Ich habe von Miles viel über diese bewussten und unbewussten Prozesse in der Musik gelernt.“
Jeremiah Edwards