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Untersuchungsergebnisse
Von 2016 – 2020 wurde die Deponie Gamsenried und das umliegende Grundwasser intensiv untersucht. Die Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Sanierungsstrategie. Die Detailuntersuchungen werden Ende 2020 abgeschlossen.
Die Untersuchungsresultate zeigen, dass der Deponiekörper weiträumig mit Quecksilber und verschiedenen organischen Verbindungen (sogenannten Aminen wie Anilin und Benzidin, sowie Benzol) belastet ist. Der bedenklichste Schadstoff ist das Benzidin, bei dem auch im Grundwasser stromabwärts des Standorts Gamsenried Konzentrationen weit über dem zulässigen Grenzwert gefunden wurden. Die Grundwasserbelastung 3 km stromabwärts ausserhalb der Deponie wird Schadstoffahne genannt. Neben Benzidin sind auch anderer Organika (chemische Schadstoffverbindungen) vorhanden, deren Konzentrationen über den Grenzwerten der Altlastenverordnung im unmittelbaren Abstrom der Deponie liegen.
Abbildung: Benzidin-Fahne im Abstrom der alten Deponie Gamsenried
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Die Hauptschadstoffe im Überblick
Die Hauptschadstoffe auf der Deponie und im Grundwasser sind Quecksilber, Amine und Benzol. Quecksilber wurde bereits im Grossgrundkanal und den angrenzenden Flächen zwischen Visp und Raron gefunden und wird dort derzeit von der Lonza saniert. Auf der Deponie wurde das Quecksilber zusammen mit Kalkhydrat zwischen 1918 und 1941 auf der ganzen Deponie abgelagert. Später wurden höhere Konzentrationen zusammen mit Gips in einzelnen Zonen abgelagert. Daneben wurden andere Quecksilberhaltige Abfälle chargenweise abgelagert und zum Teil auch umgelagert.
Abbildung: Quecksilber-Konzentration im Feststoff > 0.5 mg/kg
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Amine (einschliesslich Anilin und Benzidin) sind abgeleitete Verbindungen des Ammoniaks. Bei den in der alten Deponie Gamsenried vorhandenen Aminen handelt es sich hauptsächlich um Anilin, die in der Industrie als Ausgangsstoff für Medikamente verwendet werden. Amine sind unterschiedlich giftig (Toxizität). Darunter gehört Benzidin zu den hoch giftigen und krebserregenden Stoffen. Das auf der Deponie in grösseren Mengen vorhandene Benzidin ist deshalb problematisch. Amine sind bei Lonza (in der Hydrazol-Produktion) entstanden und wurden zusammen mit Gips abgelagert. Die mobileren Amine wurden ausgewaschen und liegen deshalb auch im Bereich der Deponiesohle in den tiefer liegenden Kalkhydrat-Schichten vor.
Abbildung: Anilin-Konzentration im Feststoff > 0.01 mg/kg
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Abbildung: Benzidin-Konzentration im Feststoff > 0.01 mg/kg
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Benzol ist ein flüssiger organischer Kohlenwasserstoff. Auch Benzol ist toxisch und krebserregend. Die aromatischen Kohlenwasserstoffe wurden primär mit den Fehlchargen des Crackers im Bereich der Quellschicht abgelagert. Geringere Belastungen befinden sich auch in anderen Sektoren.