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to Alcohol and
Health: Current Evidence
Abstainers and Coronary Heart Disease: Are Unknown Risk Factors to Blame?
Epidemiological studies have found that coronary heart disease (CHD) is much less common in light drinkers than in abstainers. To examine whether unknown risk factors might explain this finding, researchers in Finland compared 1161 life-long abstainers with 27,311 light drinkers (those who drank <6 drinks per week). Analyses were adjusted for potential confounders (e.g., sex, age, income).
* Of the 16 potential CHD risk factors examined, only low body mass index (BMI) and
low leisure-time physical activity were more prevalent among abstainers than among light drinkers (odds ratio [OR] 1.3 for BMI <20 versus 20–24.9; OR 1.3 for the lowest amount of exercise versus the highest amount).
* Five of the risk factors (smoking, insomnia, anxiety, low reward for work effort, and adverse life events) were less prevalent among abstainers (ORs ranging from 0.2 to 0.8).
Comments:
To exclude alcohol use as the reason for less CHD in light drinkers, an unknown risk factor would have to be much more prevalent in abstainers than in light drinkers. None of the 16 CHD risk factors examined in this study met this criterion. Nonetheless, the possibility of a multifactorial or other unknown explanation remains possible.
It should be noted that these findings differ from those of a recent American study, probably because nondrinkers in this Finnish cohort were lifetime abstainers rather than previous drinkers who may have quit due to poor health. Given the abundance of observational studies on moderate drinking, only a well-designed randomized controlled trial could provide more definitive evidence.
Peter Friedmann, MD, MPH
Comment by H.T. Meyer
It is quite possible that this study
is the result of our intervention, following a study in Finland about
the positive effects of alcohol on CHD. We pointed out that most
probably the "abstainers" are mostly former alcoholics with
longterm health damages or motivated by an other illness like diabetes.
Now
the risk factors were compared in both groups, this time with lifelong
abstainers. We only learn what we could think of logically ourselves.
Perhaps the less prevalence of smoking among abstainers is important,
but is counterbalanced perhaps by low leisure-time physical activity. We
don't learn which group has now less CHD. The study obscures more than
it clears up.
Studies are needed which compare lifelong abstainers
with a randomized group of abstainers. But in every country this
randomized group could be different regarding the number of lifelong
abstainers to the total amount of abstainers. Studies are needed too
comparing lifelong abstainers with light drinkers regarding CHD. In fact,
only this study is interesting. But it will be difficult to find enough
lifelong abstainers to the same extent as the other group.
Deutsche
Übersetzung von H.T. Meyer:
Abstinente und Herzkranzgefäss-Erkrankungen: Sind unbekannte
Risikofaktoren schuld?
Epidemiologische Studien haben
herausgefunden, dass Erkrankungen der Herzkranzgefässe (CHD) bei
mässigen Alkoholkonsumenten viel weniger vorkommen als bei Abstinenten.
Um abzuklären, ob unbekannte Risikofaktoren diese Ergebnisse erklären
können, haben Forscher in Finnland 1161 lebenslange Abstinente mit
27'311 mässigen Alkoholkonsumenten (<6 Drinks pro Woche) verglichen.
Die Analysen wurden für mögliche Störfaktoren berichtigt. (z.B. Sex,
Alter, Einkommen)
- Von den 16 untersuchten möglichen
CHD-Risikofaktoren waren nur niedriger Körpermass-Index (BMI) und
geringe körperliche Betätigung in der Freizeit häufiger bei
Abstinenten als bei den mässig Konsumierenden.
- Fünf der
Risikofaktoren (Rauchen, Schlaflosigkeit, Angst, wenig berufliche
Anerkennung, Schicksalsschläge) kamen bei den Abstinenten weniger
häufig vor.
Kommentar von Peter
Friedmann, MD, MPH:
Um den Alkoholkonsum als Grund für weniger
CHD bei leichten Konsumenten auszuschliessen, müsste ein unbekannter
Risikofaktor bei den Abstinenten viel häufiger auftreten als bei den
mässigen Konsumenten. Keiner der in der Studie untersuchten 16
CHD-Risikofaktoren hat dieses Kriterium erfüllt. Trotzdem bleibt die
Möglichkeit einer multifaktoriellen oder andern unbekannten Erklärung
bestehen.
Es sollte erwähnt werden, dass diese Ergebnisse sich
von denjenigen einer kürzlichen amerikanischen Studie unterscheiden,
vielleicht weil in dieser finnischen Studie die Gruppe der Abstinenten
lebenslange Abstinenten waren und nicht ehemalige Alkoholiker, die aus
gesundheitlichen Gründen abstinent wurden. Bei der Fülle von
Beobachtungs-Studien über das mässige Alkoholtrinken könnte nur eine
gut angelegte Untersuchung nach kontrolliertem Zufallsprinzip mehr
definitive Beweise liefern.
Kommentar von H.T. Meyer:
Es
ist gut möglich, dass diese Studie die Reaktion auf unsere Intervention
auf eine frühere finnische Studie ist, bei der mässiger Alkoholkonsum
vorteilhafter abschnitt als Abstinenz. Wir wiesen darauf hin, dass
wahrscheinlich die Abstinentengruppe mehrheitlich aus ehemaligen
Alkoholikern mit körperlichen Langzeitschäden bestand. Auch andere
Krankheiten, z.B. Diabetes, können ein Grund für eine abstinente
Lebensweise sein.
Nun wurden die Risikofaktoren in den beiden Gruppen
verglichen, wobei diesmal lebenslange Abstinente erfasst wurden. Wir
erfahren nur, was man sich ziemlich logisch selber denken könnte, wobei
das weniger Rauchen wahrscheinlich ins Gewicht fällt, vielleicht von
der geringeren körperlichen Betätigung aber wieder ausgeglichen wird.
Welche Gruppe aber wirklich mehr oder weniger CHD aufweist, erfahren wir
nicht. Die Studie vernebelt mehr als sie aufklärt. Es bräuchte
Studien, die lebenslange Abstinente mit willkürlich zusammengesetzer
Abstinentengruppe vergleichen, wobei in jedem Land die Verhältnisse
anders sein können, d.h. der Anteil der lebenslang Abstinenten in der
Gesamtzahl der Abstinenten. Dazu Studien, die lebenslange, nicht wegen
einer Krankheit motivierte, Abstinenten mit den mässigen
Alkoholkonsumenten betreffend ihre CHD-Häufigkeit vergleichen.
Eigentlich kann nur diese letztere Untersuchung interessieren.