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Im Falle des Crap Sogn Barcazi bei Trin scheint sich eine museale Lösung abzuzeichnen:
Hier liegt der einzigartige Fall vor, dass sich die Infanteriesperre und Kaverne in einem Felskopf befindet, der bereits in prähistorischer Zeit, sowie im Früh- und Hochmittelalter als wichtiger Verteidigungsstandort bebaut und bewohnt war –
geschichtsträchtiger könnte ein befestigter Platz in unserem Lande kaum sein.
Hans Rutishauser, Dr. phil. hist., ehem. Denkmalpfleger des Kantons Graubünden
Auszug aus dem Inventar für Kampf- und Führungsbauten Graubünden
2003 wurde für den Kanton Graubünden das „Inventar für Kampf- und Führungsbauten / Militärische Denkmäler im Kanton Graubünden vom VBS erstellt. .
Darin wird die Sperrstelle Trin als Sperre von Nationalem Wert eingestuft.
Die Sperrstelle liegt westlich von Trin an der Zufahrtsstrasse ins Vorderrheintal. Ein Schwerpunkt mit einem Infanteriewerk im Felsen und vier Bunkern im Wald befindet sich um den Burgfelsen von Crap Sogn Barcazi. Zwischen der Rheinschlucht und Digg erstreckt sich ein Geländepanzerhindernis mit den entsprechenden Flankierwerken, die eine mögliche Umgehung der Hauptsperrstelle verhindern sollen.
Die Bedeutung dieser Passage im Mittelalter zeigt sich am Bau der Burgen Barcazi (9.–13. Jh.) und Hohentrin (13. Jh.). Auch die Strategen vor dem Ersten Weltkrieg erkannten die Wichtigkeit einer massiven Befestigung an diesem Ort. Nachdem im Januar 1941 die Sperrstelle rekognosziert war, begannen im August 1941 die Bauunternehmen mit dem Errichten der Kampfanlagen. Im Juni 1943 war der grösste Teil bezugsbereit.
Die hohe Bedeutung der Sperrstelle für das Konzept des Reduits, die gute Erhaltung der Objekte, die Typenvielfalt, und nicht zuletzt die Besiedlungsgeschichte des Burghügels sind die Gründe für eine Einstufung als Sperre von nationalem Wert.