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Die Waadtländer Kantonspolizei startet einen neuen Zeugenaufruf zum Fall der verschwundenen Waadtländer Zwillinge. Grund dafür sind zwei neu aufgetauchte Zeugen, die den Vater und die beiden Mädchen am Tag ihres Verschwindens auf Genfer Boden gesehen haben wollen.
Zwei Zeugen kontaktierten die Polizei und sagten aus, sie hätten am 30. Januar zwischen 16 und 17 Uhr einen Mann in Begleitung von zwei Mädchen auf Genfer Boden gesehen. Dies schreibt die Waadtländer Polizei am Montag in einem Communiqué.
Beide Zeugenaussagen enthielten laut Polizei präzise Hinweise, so dass daraus geschlossen werden konnte, dass es sich um Alessia und Livia handelte. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Audi A6 erwähnt.
"Die Zeugen glaubten anfangs nicht, dass ihre Beobachtung wichtig sein könnte", sagte Philippe Jaton, Mediensprecher der Waadtländer Kantonspolizei zur Nachrichtenagentur SDA. Erst später, als sie einen Appell der Mutter am Fernsehen sahen, hätten sie sich an die Polizei gewendet, sagte er weiter.
Konkrete Angaben dazu, was die beiden Zeugen ausgesagt haben, will die Polizei zurzeit keine machen. Sie bittet jedoch weitere Zeugen, die glauben, die Mädchen oder das Auto in der Umgebung Genfs gesehen zu haben, sich bei ihnen zu melden.
Die sechsjährigen Zwillingsschwestern sind am 30. Januar aus ihrer Wohngemeinde St-Sulpice (VD) verschwinden. Ihr Vater, der die beiden Mädchen mitgenommen hatte, hatte sich am Abend des 3. Februars im süditalienischen Cerignola das Leben genommen. Von den beiden Kindern fehlt noch immer jede Spur.
SDA-ATS