Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03437.jsonl.gz/1465

Die Olympischen Jugendspiele in Lausanne starteten mit einem Medaillenregen für die Schweizer Athletinnen und Athleten. Unter ihnen auch Amélie Klopfenstein, die für den Skiclub Grund JO-Rennen gefahren ist. Für Ski-Alpin-Fahrerinnen und -fahrer, die im Saanenland daheim sind, gab es an verschiedenen Rennen am letzten Wochenende ebenfalls gute Resultate.
JENNY STERCHI
Die Schweizer Athleten räumten an den ersten beiden Tagen der Olympischen Jugendspiele in Lausanne gleich sechs Medaillen ab. Drei davon – zwei goldene und eine Bronzemedaille – holte sich Amélie Klopfenstein, die lange Zeit im Skiclub Grund trainiert und ihre JO-Zeit im Saanenland verbracht hatte.
Des einen Leid, des anderen Freud
Dabei gehörte Klopfenstein, die heute für den Skiclub Biel unterwegs ist, bis vor einer Woche noch gar nicht zur olympischen Jugendauswahl. Erst der verletzungsbedingte Ausfall von C-Kaderathletin Delphine Darbellay machte den Weg frei für die Ersatzfahrerin Amelie Klopfenstein, die im NLZ West-Brig trainiert. Einerseits sei sie, so Klopfenstein gegenüber den Medien, traurig über die Verletzung ihrer Freundin Darbellay, andererseits konnte sie ihr Glück kaum fassen, doch dabei zu sein. Ihr Saisonstart sei nicht gut gewesen und so habe sie die Qualifikation für Lausanne nicht geschafft. Die 17-jährige Amelie Klopfenstein aus La Neuveville erfuhr erst letzte Woche, dass sie nun doch starten dürfe. «Als Ersatzfrau hat niemand grosse Ergebnisse von mir erwartet», sagte Klopfenstein nach ihrem ersten Sieg am Freitag. «Daher startete ich ohne Druck und fuhr ziemlich befreit und einfach glücklich, dabei zu sein.» Bei den beiden folgenden Medaillen war sie vermutlich beflügelt vom ersten Erfolg. Heute starten die Damen zum Slalomrennen.
Streikende Technik
Während Amélie Klopfenstein am Sonntag ihren zweiten Sieg bejubelte, steckten drei Athletinnen aus Georgien, Finnland und Südafrika in der Gondel fest. Sie konnten den zweiten Durchgang nicht fahren und wurden trotz Einspruch des südafrikanischen Trainers für «nicht gestartet» erklärt und im Gesamtklassement somit nicht gewertet. Auch gestern stellte sich die Seilbahn den Wettbewerben in den Weg. Die Gondeln standen und somit erreichten niemand der Fahrer den Start zum Riesenslalom der Herren. Glück für die Athleten – da noch keiner der Fahrer das Starthäuschen erreicht hatte, wurde der Start des Rennens offiziell verschoben.
Nationaler Vergleich für den Nachwuchs
In den Slalomrennen von Crans-Montana, welche zum Swisscom-Jugend-Cup gehörten, kam Chiara Lanz vom Skiclub Schönried mit den Rängen 13 und 12 zweimal unter die besten 15. Raphael Hermann, ebenfalls vom Skiclub Schönried, verfehlte im ersten Slalomrennen mit Rang 4 nur knapp das Podest.
In Hoch-Ybrig ging es für Bigna Däpp aus Gstaad und Jasmine von Siebenthal aus Saanen um FIS-Punkte. Im Riesenslalom resultierte für Bigna Däpp Rang 4 und für Jasmine von Siebenthal der 19. Rang. Ihr Punktekonto schon verbessert, ging es am Tag darauf mit dem Slalom weiter. Däpp platzierte sich auf Rang 8 und von Siebenthal kam mit Rang 16 ebenfalls unter die besten 20.
Top oder Flop in Anzère (VS)
Nach dem ersten Durchgang im Slalom lag B-Kaderathlet Noel von Grünigen (SC Schönried) klar in Führung. Doch im zweiten Durchgang reihte auch er sich in die lange Reihe der Ausfallathleten ein. Ebenso erging es seinem Bruder Lian von Grünigen. Für Patrick von Siebenthal vom Skiclub Saanen ging es im ersten Slalom nach der drittbesten Zeit im zweiten Lauf von Rang 11 nach vorn auf Rang 4. Joel Oehrli vom Skiclub Launen erreichte mit Rang 8 die besten zehn. Im zweiten Slalomrennen schieden leider beide Athleten aus. Der Schönrieder Luc Herrmann machte es umgedreht. Nach seinem Ausfall im ersten Rennen fuhr er im zweiten Rennen schnell genug durch die Stangen und landete auf dem guten Rang 8.
In die beiden Riesenslalomrennen, die in den Tagen zuvor in Anzère ausgetragen wurden, fuhr Joel Oehrli vom Skiclub Lauenen auf die Ränge 12 und 16. Für Patrick von Siebenthal reichte es nach dem Ausfall im ersten Rennen doch noch für Rang 19.