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Die Rad-Weltmeisterschaften finden 2026 in Montreal/CAN und 2027 in Hochsavoyen in Frankreich und damit in Grenznähe zur Schweiz statt.
Die Vergabe der beiden Grossveranstaltungen gab der Internationale Radsportverband (UCI) auf seinem Kongress am Rande der WM in Wollongong in Australien bekannt.
2027 bei den "Super-Weltmeisterschaften" werden, wie in einem vorolympischen Jahr zuletzt üblich, Rennen in allen Disziplinen des Radsports ausgetragen. In zwei Jahren werden die Regenbogentrikots in Zürich vergeben.
Die Schweiz hat an der WM in Wollongong nach 3 Rennen bei der Elite bereits einen kompletten Medaillensatz gewonnen. Nach den Medaillen im Einzelzeitfahren von Stefan Küng (Silber) und Marlen Reusser (Bronze) holte das Mixed-Team Gold im Kampf gegen die Uhr.
2,92 Sekunden rettete das Schweizer Sextett auf das zweitplatzierte Italien. Vor einen Jahr hatte die Schweiz die Bronzemedaille hinter Italien um 5 Hundertstelsekunden verpasst.
"Wir wussten genau, wo wir was machen mussten. Es hat perfekt gepasst", freute sich Küng.
Die Schweiz hat an der WM in Wollongong die Goldmedaille im Mixed-Teamzeitfahren gewonnen. Das Sextett mit Stefan Küng, Stefan Bissegger, Mauro Schmid, Marlen Reusser, Elise Chabbey und Nicole Koller setzte sich mit einem Vorsprung von knapp 3 Sekunden vor Italien durch. Bronze ging an Australien.
Das Männer-Trio ging zuerst auf die 14,1 km lange Strecke und erarbeitete sich eine Führung, die die Frauen behaupten konnten. Top-Favorit Niederlande bekundete Pech mit einem technischen Defekt, zudem stürzte Van Vleuten kurz nach dem Start. Für die Schweiz ist es die 3. Medaille in Australien.
Adam Yates wird Teamkollege von Marc Hirschi. Der Brite wechselt von Ineos zum Team UAE Emirates und unterschreibt einen Dreijahresvertrag.
Yates ist für die Equipe des zweifachen Tour de France-Sieger Tadej Pogacar eine gewichtige Verstärkung. Der 30-jährige Kletterer dürfte Pogacar vor allem in den Bergen zugute kommen, wo er bereits auf Rafal Majka und Brandon McNulty zählen kann.
Yates hat unter anderem die Katalonien-Rundfahrt 2021 gewonnen und beendete die Tour de France dreimal in den Top 10.
Stefan Küng hat Zeitfahr-Gold an der Rad-WM in Australien nur knapp verpasst und Silber gewonnen. Der Thurgauer klassierte sich nach 44,2 Kilometern 2,95 Sekunden hinter dem überraschenden Norweger Tobias Foss und 6,21 Sekunden vor Remco Evenepoel/BEL. Bereits an der EM war Küng am Titel vorbeigeschrammt. Damals hatte Landsmann Stefan Bissegger triumphiert.
Bissegger zeigte auch in Wollongong eine starke Leistung. Der Thurgauer wurde auf dem 2. Streckenteil immer schneller und überholte Konkurrent um Konkurrent. Am Ende reichte es für den 24-Jährigen zu Rang 5. Auf Bronze fehlte ihm 37".
Die Berner Zeitfahr-Europameisterin Marlen Reusser hat an der WM in Wollongong/AUS in ihrer Spezialdisziplin die Bronzemedaille gewonnen.
Reusser verlor auf den 34,2 km 41 Sekunden auf Titelverteidigerin Ellen van Dijk/NED, die sie vor Monatsfrist an der EM in München noch knapp auf den 2. Rang verwiesen hatte. Auf die zweitklassierte Australierin Grace Brown büsste die Schweizerin 29 Sekunden ein.
Für die 30-Jährige aus Hindelbank ist es nach 2020 in Imola und 2021 in Flandern, als sie jeweils 2. geworden war, die 3. WM-Medaille hintereinander.
Mountainbike-Olympiasiegerin Jolanda Neff ist an den Marathon-Weltmeisterschaften in Dänemark aufs Podest gefahren. Die 29-jährige St. Galler Rhein-talerin gewann bei den Titelkämpfen in Haderslev die Bronzemedaille.
Neff musste sich nach 87,5 km im Sprint einer Dreier-Spitzentruppe einzig der Französin Pauline Ferrand-Prévot und der Britin Annie Last geschlagen geben. Ferrand-Prévot machte mit ihrem zweiten Marathon-WM-Gold nach 2019 den Titel-Hattrick perfekt: Die 30-Jährige gewann in diesem Jahr schon im Short Track und im olympischen Cross Country (vor Neff) die WM-Goldmedaille.