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Sell,
Christian, Schlachten- und Soldatenmaler, geb. zu Altona, bezog 1851 die Akademie in Düsseldorf, wo er bis 1856 Schüler von Th. Hildebrandt und v. Schadow war und sich gleich von Anfang an dem militärischen Genre und einzelnen Schlachtenepisoden widmete, die er mit großem Geschick, trefflicher Komposition und kräftigem Kolorit darstellt. Für mehrere derselben machte er häufige Studienreisen. Abgesehen von einer Fülle von kleinern, oft meisterhaften Kabinettsbildern mit wenigen Figuren, sind unter seinen größern Bildern die künstlerisch bedeutendsten: Ruhe nach zurückgeschlagenem Sturm (1856), Belagerung von Breisach im Dreißigjährigen Krieg (1861), kaiserliche Soldaten in einem Wirtshaus von Schweden überfallen (Hauptbild);
ferner aus den infolge seiner Teilnahme an den Kriegen von 1864 und 1866 entstandenen Bildern: die Erstürmung der Düppeler Schanze Nr. 6, die besonders treffliche Schlacht bei Königgrätz in mehreren Darstellungen (Aquarelle), Gefecht bei Liebenau 1866 zwischen den Zieten- und den Radetzky-Husaren und der Beginn der Verfolgung bei Königgrätz (1872, Nationalgallerie).
Auch aus dem von ihm mitgemachten Feldzug von 1870 brachte er eine Reihe von meistens kleinern, sehr vollendeten Kabinettsbildern. Er hat seinen Wohnsitz in Düsseldorf.