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Die South Eastern Conference Championships (SEC) meines dritten Jahres sind bereits wieder Geschichte. Ich brauchte ein bisschen Zeit nach dem Wettkampf, um mir einen klaren Kopf über meine Leistungen zu machen. Grundsätzlich bin ich zufrieden mit meinen Resultaten, obwohl ich mein Zielzeit über 200y Brust nicht ganz erreichen habe. Ich konnte mich jedoch über beide Bruststrecken stark verbessern und ich bin nun nur noch ganz knapp von den Schulrekorden über 100y- und 200y Brust entfernt. Für die NCAA's hat es dieses Jahr leider nicht gereicht, da ich mit meiner Zeit von 52.9 und 1:55:3 nicht schnell genug war. Um an den NCAA's teilzunehmen, müsste ich noch circa 0.5 Sek und 0.8 Sekunden schneller schwimmen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass ich es nächstes Jahr schaffen werde, da ich mich im Yards-Pool immer wohler fühle und das Rennen an sich besser zusammenpasst (Zugzahlen). Zusätzlich war ich an den zwei wichtigsten Tagen ziemlich krank und konnte nur dank Medikamenten die Rennen schwimmen, daher sollte da schon noch ein bisschen Spielraum sein für die nächste Saison.
In der 4x100y Staffel konnte ich zum ersten Mal einen Schulrekord mit dem Team erreichen, was sich super angefühlt hatte. Leider hatte unser Rückenschwimmer nach seinem Einzelrennen die Motivation komplett verloren, da es ihm nicht wie erhofft lief und dies wiederspiegelte sich dann in der Staffel... Dies war ein bisschen enttäuschend, da wir uns ansonsten für die NCAA's qualifizieren hätten können. Dieses Jahr wollte es wohl einfach nicht sein ;-)
Resultate:
100y Brust 52.91 (12. Platz) pB
200y Brust 1:55.3 (10. Platz) pB
200y Lagen 1:48.66
4x100y Lagen 3.07.02 (Schulrekord!!9
Obwohl sich ein 10. Platz nicht wirklich beeindruckend anhört, konnte ich einige Punkte für das Team sichern. Schlussendlich landeten wir auf dem 9. Rang vor South Carolina. Unser Team hatte insgesamt einen ziemlich durchzogenen Wettkampf. Auf der einen Seite konnten unsere Seniors die Erwartungen nicht erfüllen, was ziemlich merkwürdig war, da alle eine sehr gute Saison hatten. Die Juniors, zu welchen ich gehöre, konnte vereinzelnd Punkte ergattern, jedoch fehlte es uns in der Breite. Das heisst nur 2 von uns schafften es Punkte zu holen. Die Sophomores und Freshmen zeigten ein gute Leistung und viel Potential für die nächsten Jahren. Speziell beeindruckend war die Leistung unseres Crawlschwimmers Brooks Curry, welcher in seinem ersten Jahr bereits den Sieg und den zweiten Platz über 100y und 200y Freistil erreichte. Obwohl wir mit Brooks ein Ass im Ärmel hatten für die Staffeln, reichte es immer nur um Haaresbreite nicht für die nötige NCAA A-Limite. So wie es aussieht können wir die Limite jedoch gewiss erreichen, wenn wir einen guten Tag haben.
Nach den SECs lag ich dann eine Woche flach, da sich mein Körper von den Strapazen des Wochenendes inklusive Krankheit, erholen musste. Nun befinde ich mich bereits wieder im normalen Universitätsalltag mit Prüfungen und Trainings, damit ich schnellst möglich wieder fit für die Langbahnsaison bin.
Am letzten Donnerstag (15. Feb) veröffentlichte die Neue Luzerner Zeitung einen Artikel über meine Zeit in den Vereinigten Staaten und mein Kindheitstraum, die Teilnahme an den Olympischen Spiele in Tokyo. Hier findet ihr den Artikel:
FLORIDA STATE UNIVERSITY
Am 17. und 18. Januar ging es im Schwimmbad der Louisiana State University fleissig zu und her. Am Freitagabend traten wir gegen die Florida State University an. Wir konnten den Wettkampf mit einem Sieg über die Staffeln beginnen und den Schwung in die folgenden Rennen mitnehmen. Der Wettkampf war bis zum Schluss sehr ausgeglichen. Ich konnte über meine Brustrennen jeweils den zweiten Rang sichern und musste mich im 200y Brust wegen nur 1/10 Sekunden geschlagen geben. Am Ende des Wettkampfes war es mehr oder weniger Gleichstand zwischen unseren Teams. Darum lag viel Druck auf mir und meinem Teamkollegen für das 200y-Lagen-Rennen, welches wir mit zwei sehr guten Zeiten auf dem 2. und 3. Platz beendeten. Leider mussten wir uns trotz dem Sieg in der 4x100y-Freistil-Staffel geschlagen geben. Am Schluss fehlten dem Herrenteam lediglich 4 Punkte für den Sieg. Für alle Rennen, welche ich schwamm, konnte ich neue Saisonbestleistungen erzielen.
Resultate:
50y Brust 25.11
100y Brust 55.88
200y Brust 2:00.66
200y IM 1:50.50
TEXAS A&M UNIVERSITY
Am Samstagmorgen ging es dann bereits weiter mit dem nächsten Dualmeet. Bereits ein bisschen erschöpft versuchten wir noch einmal alles zu geben. Leider dominierten jedoch die Aggies (Schwimmer der Texas A&M Universität) den Wettkampf von Anfang an. Während dem Wettkampf konnten wir einzelne Siege verzeichnen, jedoch ging der grösste Teil der Punkte an die Aggies.
Meine Leistungen im Pool waren am zweiten Wettkampftag dann auch eher bescheiden, da sich allmählich die Müdigkeit zeigte.
Der Wettkampf bedeutete für unsere diesjährigen Seniors auch das letzte Dualmeet für die LSU-Tigers, daher war es zum Teil ziemlich emotional. Auf der Männerseite werden wir dieses Jahr einige gute Schwimmer verlieren, die wir hoffentlich im neuen Jahr mit neuen talentierten Schwimmern ersetzen können.
Resultate:
50y Brust 25.70
100y Brust 56.08
200y Brust 2:02.59
100y Freistil 46.91
Das neue Jahr startete für unser Team ziemlich gut. Am 9. Januar bestritten wir das erste Dualmeet des neuen Jahres gegen die University of Missouri. Missouri wurde letztes Jahr als # 7 auf dem nationalen Niveau eingestuft, darum war von Anfang an klar, dass es ein kompetitives Dualmeet wird. Unser Team schwamm jedoch sehr gut, und wir konnten mit dem Frauenteam einen Sieg erzielen. Die Missouri-Herren waren schlussendlich besser als wir. Trotzdem waren die Coaches mit den Leistungen sehr zufrieden. Ich persönlich konnte 2 Siege über 100y und 200y Brust für das Team sichern. Am Schluss des Wettkampfes hatte ich noch das "Vergnügen", das 400y-Lagen-Rennen zu schwimmen, welches ich auf Platz 3 beendete. Die Zeiten waren sehr zufriedenstellend für den Saisonzeitpunkt: (mit Anzug)
50y Brust 24.5
100y Brust 54.67
200y Brust 1:58.2
400y Lagen 3:56.6
Am 11. Januar, zwei Tage nach unserem ersten Dualmeet, schwammen wir gegen die Delta State University. Der Wettkampf wurde von unserem Team dominiert. Auf beiden Seiten des Teams sicherten wir uns jeweils die ersten 2-3 Plätze jedes Rennens. Aufgrund Schmerzen in meinem Ellbogen verzichtete ich auf das 200y Brust Rennen und schwamm "nur" 50y, 100y Brust und 200y Lagen. Über die 2 Brustrennen wurde ich jeweils Erster und über 200y Lagen beendete ich das Rennen als Zweiter, nach meinem Teamkollegen Lewis.
50y Brust 25.4
100y Brust 55.94
200y Lagen 1:52.2
Am 17. Januar geht es weiter mit dem Dualmeet gegen die Florida State University und am 18. Januar treten wir gegen die Texas A&M Universität an.
Liebe Webseitenbesucher, Freunde und Schwimmbegeisterte
Vielen Dank für euer Interesse in meinen sportlichen Leistungen! Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins 2020 und nur das Beste im neuen Jahr.
2019 war ein spannendes Jahr mit vielen athletischen wie auch akademischen Herausforderungen.
Viele positive Momente durfte ich erleben, wie beispielsweise verschiedene Wettkämpfe, an denen ich meine Leistungen steigern konnte, neue Athleten kennenlernen und die Schweiz/LSU international repräsentierten. Ich wurde sogar als Captain für das LSU-Schwimmteam gewählt und konnte dadurch ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen. Die Wettkämpfe und das Training mit dem Team machen mir viel Spass und es ist spannend zu sehen, wie sich das Team und die Atmosphäre mit den Neuankömmlingen verändert.
Akademisch konnte ich ein weiteres happiges Semester abschliessen. Ich lernte viele neue Bereiche, wie zum Beispiel die Strömungslehre, Maschinendesign und Herstellungsprozesse der Ingenieurmaterie kennen. Hoffentlich werde ich das Gelernte auch später einmal anwenden können ;-)
2019 beinhaltete aber auch Momente, an denen es mir nicht wie erhofft lief. An Dualmeets konnte ich zum Teil meine Leistungen nicht erbringen, strenge Lern- und Trainingsphasen zerrten an meinen Energiereserven und eine erhoffte Bestzeit über das 200m-Brust-Rennen in Napoli blieb aus. Diese Momente gehören auch dazu und ich glaube, ich konnte von ihnen lernen, denn Herausforderungen machen uns stärker, wenn wir richtig mit ihnen umgehen.
Mit diesem Mindset und grossen Zielen starte ich nun schon bald ins neue Jahr.
Im Januar finden bereits 4 Dualmeets mit LSU statt. Im Februar geht es weiter mit den SEC-Meisterschaften und danach mit den Schweizermeisterschaften im April.
Die Olympischen Spiele stehen auch vor der Tür und bis dahin setze ich alles daran, mir einen Platz für Tokyo zu sichern.
Zum zweiten Mal in dieser Saison starteten wir in Dallas gegen das Team der Southern Methodist Universität. Dieses Mal waren jedoch auch noch andere Teams, sowie Missouri State, University of the Incarnate Word und Texas Christian University, vor Ort. Wir nennen diesen Wettkampf „Midseason competition“, was so viel heisst wie: „der Wettkampf in der Hälfte der Saison“. Zu diesem Zeitpunkt in der Saison ist es immer schwierig zu sehen, welches Team besser oder schlechter ist, da gewisse Teams sich auf diesen Wettkampf vorbereiten um bereits schnelle Zeiten in der ersten Hälfte der Saison zu verbuchen und andere Team sind noch komplett im Training, welches die Leistungen am Wettkampf dämpft.
Unsere Coaches entschieden sich dieses Jahr nicht gross zu tapern und dementsprechend konnten wir nicht unsere volle Stärke zeigen. Verglichen zum letzten Jahr schwamm ich dementsprechend auch langsamer. Ich hoffe natürlich, dass sich das harte Training dafür für die zweite Hälfte der Saison auszahlt.
Unser Team konnte trotzdem einige Spitzenleistungen in Form von persönlichen Bestzeiten und Poolrekorden zeigen. Speziell für unsere Freshmen (Studenten im ersten Jahr) war dieser Wettkampf sehr interessant, da sie vermehrt ihre Bestzeiten verbessern konnten. Ich persönlich konnte keine Bestzeiten schwimmen, dies war jedoch auch nicht zu erwarten mit der Trainingsintensität im Vorfeld. Mit den geschwommen Zeiten kann ich zufrieden sein, jedoch muss ich dann schon noch einiges schneller schwimmen, wenn ich an die NCAA’s gehen möchte.
Das Training läuft sehr gut, von dem her, mache ich mir keine Sorgen.
Nun heisst es für die nächsten 3 Wochen noch einmal viel lernen für die Semesterprüfungen der Universität.
Resultate:
100y Br 54.6
100y Br Relay 54.1
200y Br 1:58.7
200y Lagen 1.49.4
Das Dualmeet an der South Methodist University startete mit einer 7-stündigen Busfahrt nach Dallas. Vor Ort gingen wir direkt zum Pool um unser Training zu absolvieren. Alle Schwimmer waren erleichtert sich, nach der langen Reise, endlich wieder zu bewegen. Am Abend hatten wir dann ein gemeinsames Abendessen im Hotel und ein kurzes Teammeeting mit den wichtigsten Informationen für den Wettkampftag.
Am Samstag startete der Wettkampf relativ spät um 13:00 Uhr, welches mir erlaubte am Morgen noch ein bisschen für die Uni zu lernen. Am 11:30 Uhr machten wir uns auf dem Weg zum Pool, danach leiteten die Captains (Keagan und ich) ein kurzes Einwärmen an Land. Danach hatte jeder Schwimmer sein eigenes, spezifisches Aufwärmen im Pool.
Der Wettkampf startete mit einer energiegeladenen 200-Lagen-Staffel, welche das Männer- , sowie das Frauenteam, für uns entscheiden konnten. Folgend konnten wir wegen haarscharfen 10 Hundertstel nicht über die 1000y Strecke trumpfen. Nach den längeren Distanzen kamen wir dann ins Rollen und konnten die meisten Rennen für LSU gewinnen. Ich konnte dabei über die 100y und 200y Brust dominieren und meinen Teil zum Sieg von 168.5 zu 131.5 beitragen.
Um etwa 15 Uhr war der Wettkampf dann schon vorbei und wir machten uns auf den langen Rückweg nach Baton Rouge, Louisiana.
Resultate:
4x50y Lagen-Staffel 26.4
100y Brust 56.48
200y Brust 2:02.88
Ein durchaus spannendes und intensives Wochenende durfte ich am 18. und 19. August in Auburn mit dem LSU Team verbringen. Zum ersten Mal in dieser Saison startete das ganze Team an einem Dualmeet und ich war als erstes Mal als "Team Captain" dabei. Bereits im Vorfeld war klar, dass es eine grosse Herausforderung sein wird, mit einem Sieg nach Louisiana zurück zu kehren. Auburn ist ein bekanntes Schwimmteam, welches schon viele Olympiateilnehmer im Team hatte und mehrfach die nationalen Meisterschaften (NCAA) gewann. Dies ist jedoch schon ein bisschen her und das Team ist nicht mehr das, was es einmal war. Zusätzlich konnte unser bester Crawl- und Delfinschwimmer Lewis nicht am Wettkampf teilnehmen.
Um unsere beste Leistung zu zeigen, reisten wir bereits am Freitag, einen Tag vor dem Wettkampf, an. Am Samstag startete der Wettkampf um 11 Uhr und das ganze Team konnte es kaum erwarten bis es los ging. Die Stimmung war dementsprechend gut und mit den ersten Staffeln startete der Wettkampf. Schnell wurde uns jedoch klar, dass Auburn uns unter Kontrolle hat. Die meisten Rennen konnte Auburn für sich entscheiden und wenn einer unserer Schwimmer gewann, dann konterte Auburn mit dem zweiten - und dritten Platz. In der Hälfte des Wettkampfes war es schon ziemlich klar, wie der Wettkampf ausgehen wird, trotzdem motivierten wir uns noch einmal alles zu geben. Mit einer Niederlage beendeten wir schlussendlich den Wettkampf. Der Wettkampf war jedoch durchaus positiv für uns als Team, da wir unsere neuen Schwimmer ins Team integrieren konnten und diese eine gute erste Leistung zeigten. Für mich persönlich war der Wettkampf eine Berg- und Talfahrt. Ich startete mit einer soliden Zeit in der 4x50 Lagen Staffel (2.Rang) und über die 200y Bruststrecke (2.Rang), vermasselte das 100y (3.Rang) Brustrennen und konnte mich schlussendlich noch einmal aufraffen für 200y Lagen (3.Rang).
Zeiten:
100y Br 57.39
200y Br 2:03.5
200y La 1:52.7
Der Wettkampf dauerte insgesamt nur etwa 2 Stunden, wie es in Amerika für Dualmeets üblich ist, und danach startete die lange Busfahrt zurück nach Baton Rouge.
Nach dem ersten internen Wettkampf am 21. Oktober hiess es für die 18 besten Schwimmer des Universitätsteam: "Let's go to Miami!". Denn am 04. - 05. Oktober fand an der Florida International University (FIU) der Wettkampf "Florida Invite" statt. Nach einer reibungslosen Reise über New Orleans nach Miami trafen wir am Donnerstagabend im Hotel an. Am Freitagmorgen absolvierten wir als Team ein gutes Einwärmen für den Wettkampf, jedoch ist "Einwärmen" wohl das falsche Wort, da es vor Ort extrem heiss und sonnig war und wir uns im Pool eher abkühlten als aufwärmten.
Am Freitagnachmittag ging der Wettkampf dann bereits los. Am Start waren mehrere Universitäten, darunter FIU, GCU, TCU, Pittsburgh, Army und die George Washington Universität. Von Anfang an wussten wir, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben wird, da wir vor zwei Jahren bereits gegen Pittsburgh antraten. Unter perfekten Wetterbedingungen starteten wir den Wettkampf nach der Amerikanischen Hymne, die natürlich an keinem Wettkampf fehlen darf. Vom ersten Rennen an, war voller Einsatz vom ganzen Team gefragt. In der ersten 4x100y Lagen-Staffel führten wir bis zur Delfinstrecke. Leider mussten wir uns am Ende mit einem 3. Platz in der Staffel zufrieden geben. Der erste Tag bot für mich ein volles Programm, nach er Staffel schwamm ich zusätzlich 100y Brust (56.4) und 400y Lagen. In beiden Rennen konnte ich eine gute Zeit realisieren und im 400y gewann ich sogar den Lauf in einer Zeit von 4.01. Nachdem ersten Wettkampftag lagen wir nur ganz knapp mit weniger als 10 Punkten vor Pittsburgh, dies bedeutete, dass wir am zweiten Tag noch einmal Vollgas geben mussten.
Am Samstag schwamm ich über 50y Brust, 200y Lagen und 200y Brust. In allen Rennen zeigte ich dabei eine solide Leistung. Bis zum letzten vorletzten Rennen war es nicht klar, wer das Rennen gewinnen wird und man konnte die Spannung in der Luft fühlen. Zum krönenden Abschluss fand die 4x100y Freistil-Staffel statt, Wobei unser Team mit einer ausserordentlicher Leistung den Sieg des Wettkampfes, wie schon das Frauenteam, für die LSU-Tigers entscheiden konnte.
Nach dem Wettkampf ging es dann etwas ruhiger zu und her. Wir konnten den Nachmittag noch in Fort Lauderdale am Strand verbringen und das perfekte Wetter geniessen. Unglücklicherweise hatte ich dann noch eine ungewollte Begegnung mit einer Qualle, die mir dann noch ein schönes Schmerzsouvenir auf den Weg mitgab. Trotzdem war es ein super Wochenende und am Sonntag konnte ich dann noch das verpasste Material der Vorlesungen nachholen.
Am Samstag halbierten wir unser Team um, wie jedes Jahr, das Duell zwischen Team Gold und Team Purple (Violett) zu starten. Dieses Jahr startete ich für das Team Gold über die 50y, 100y und 200 yard-Bruststrecke. Ich gewann die Einzelrennen 100 yards (57.5) und 200 yards Brust (2.07) und auch in der Staffel schwamm ich ein eine gute Zwischenzeit. Die Zeiten waren deutlich langsamer als im Vorjahr, jedoch trainieren wir schon sehr intensiv für den jetzigen Zeitpunkt. Ich glaube das Müdigkeitsgefühl spürte ich schon lange nicht mehr in diesem Ausmass. Während der ganzen Woche hatten wir kein wirkliches lockeres Training und trotz der Abwechslung von verschieden Schwimmtechniken, Beinschlag, Armzug und ganzer Lage, fühlte ich mich immer verspannter und erschöpfter gegen das Ende der Woche.
Der Wettkampf war sehr spannend, da wir zum ersten Mal als Team mit den neuen Schwimmern (Freshmen) starteten. Einige der neuen Teammitglieder zeigen ein grosses Potential und bringen eine neue Teamdynamik ans Licht. Ich freue mich daher sehr auf die kommenden Wettkämpfe um die neue Stärke des ganzen Teams zu sehen. Neu wurde ich auch als einer der 3 Teamcaptains auserwählt. Ich hoffe daher, dass ich mit meiner Leidenschaft für den Schwimmsport und meinem Verhalten als Athlet eine positive Auswirkung auf die anderen Schwimmer ausüben kann.
Auch im Vorlesungssaal ist schon wieder einiges im Gange. Diese Woche habe ich zum Beispiel zwei Prüfungen, eine Gruppenarbeit und etwa 4 "Hausaufgaben" zu bewältigen. Ich glaube es ist daher auch leicht verständlich, dass es mir momentan nicht unbedingt langweilig wird ;-)
Liebe Grüsse aus Baton Rouge
Nachfolgend könnt ihr den Bericht über die vergangene Saison finden.
In letzter Zeit habe ich mir viele Gedanken über den Klimawandel und die Nachhaltigkeit gemacht, da man in den Medien immer öfters hört, dass die Klimaschwankungen stärker werden und dass Hitzeperioden, Waldbrände und Überschwemmungen öfters stattfinden. Dadurch kommt bei mir immer mehr die Flugschaum auf und ich werde zukünftig probieren nur 1 bis höchstens 2 mal von Amerika in die Schweiz zurückfliegen.
In Napoli, an der Universiade entschieden sich die Organisatoren, die Emissionen für die Reise nach Napoli für die ganze Delegation über myclimate.org zu kompensierten.
Ich fand dies sehr vorbildlich und darum habe auch ich mir vorgenommen meine Reisen, die ich in den letzten Jahren vollzog, zu kompensieren.
Da ich als Student an der Louisiana State University öfters nach Amerika fliege, ergab dies dann auch eine grössere Summe. Diese werde über die kommenden Jahren bezahlen.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bei den Unterstützern bedanken, die sich entschieden habe, mir bei meinem Vorhaben unter die Arme zu greifen.
Einen Teil des Gesamtbetrages habe ich nun einbezahlt und den Rest werde ich in den kommenden Jahren bezahlen, da ich als Student momentan finanziell nicht viel vorrätig habe.
Ich hoffe, dass du dir auch als Leser Gedanken über das Thema Nachhaltigkeit machst und eventuell eine CO2-Kompensation in Erwägung ziehst.
Am 4. August nahm ich zum zweiten mal an der Sempachersee-Überquerung teil. Die Überquerung startete in Nottwil und endete in Sursee. Wie schon in XXXX waren auch dieses Jahr die Wetterbedingungen optimal. Ich überquerte den Sempachersee in einer Zeit von 22 Minuten und kam in Sursee als Erster im Ziel an. Die 22 Minuten waren eine erstaunlich gute Zeit für die 2.1 km lange Strecke und wohl auch ein neuer Überquerungsrekord.
Ich fand den Anlass sehr cool, da vor allem der Spassfaktor im Vordergrund stand. Ich persönlich ging nach einer 2-wöchigen Trainingspause an den Start und versuchte trotzdem möglichst schnell das Rennen zu beenden.
Momentan sitze ich gerade an einem Tisch im obersten Stock des Kreuzfahrtschiffs „Lirica“ auf dem ich die letzten 10 Tage verbracht habe und ich trinke einen kühlen Eistee. Das Wetter ist heute richtig schön und Leute toben sich im Schwimmpool aus. Komisch, dass ich, trotz dem Feriengefühl, immer noch an der Universiade bin und diese erst offiziell am Sonntag abgeschlossen sein wird.
Da der Schwimmwettkampf für mich schon seit dem 10. Juli vorbei ist, hatte ich genügend Zeit ein bisschen meine Rennen und den Wettkampf zu analysieren.
Am Donnerstag startete für mich der Wettkampf mit 100m Brust, wobei ich am Morgen als schnellster Schweizer eine persönliche Bestzeit von 1:01.83 erzielen konnte. Diese Leistung bedeutete für mich, dass ich als zweite Reserve - sprich auf dem 18. Rang - eventuell noch am Nachmittag zum Einsatz hätte kommen können. (Leider war dies nicht der Fall) Trotzdem war ich zufrieden, da ich mich vom gemeldeten 33. Platz auf den 18. Platz verbessern konnte.
Ich startete den zweiten Wettkampftag mit meiner Nebenstrecke 200m Lagen, wo ich mit einer Zeit von 2:05.93 (persönliche Bestzeit) zum ersten mal unter der 2:06 Marke schwimmen konnte. (37. Rang)
Der Samstag hätte für mich mein grosser Tag werden können, da mit meiner Bestzeit über 200m Brust eine gute Chance gehabt hätte um ins Halbfinal vorzuschreiten. Leider wollte es aber nicht so sein und ich beendete wiederum auf dem 18. Rang das Rennen in einer Zeit von 2:15.39. Dies war eine grosse Enttäuschung und eine bittere Erfahrung, denn ich weiss, dass ich das Rennen besser schwimmen kann. Im Vorfeld verlief das Training immer sehr positiv, darum erhoffte ich mir, wie auch schon bei den vorherigen Rennen, eine Bestzeit zu schwimmen. Der 18. Rang bedeutete auch, dass ich leider keine zweite Chance erhalten werde, obwohl ich mich vom 22. Rang vorarbeiten konnte…
Wenn ich zurückblicke, denke ich, dass ich mich zu fest auf meine Konkurrenten konzentriert habe, denn ich startete als langsamster Schwimmer auf Bahn 8 und konnte daher während dem Rennen aus dem Blickwinkel die anderen Schwimmer sehen, was mich wahrscheinlich abgelenkt hatte.
Nun weiss ich, dass ich aber sicher noch etwas Luft habe, denn mit den Trainingszeiten sollte eine Bestzeit klar möglich sein.
Am Montag schwamm ich noch die 50m-Brust-Strecke, die ich in 28.96 beendete.
Unerwartet erhielt ich noch am Mittwoch die Chance in der 4x200m Crawl mit zu schwimmen. Als Nicht-Crawl-Schwimmer schwamm ich auch dementsprechend und schlug mit einer Zeit von 1:56.6 an.
Am Mittwoch konnte ich dann zum Schluss noch in der 4x100m Lagen-Staffel schwimmen, welche wir als Team auf dem 17. Rang beendeten. (1:02.2)
Abschliessend, finde ich, dass die Universiade Napoli eine gute Zeit war und sicherlich auch eine neue Erfahrung, vor allem was die Unterkunft angeht, da wir in Kreuzfahrtschiffen übernachten. Insgesamt bin ich mit dem Wettkampf, vor allem mit der ersten Hälfte des Wettkampfes zufrieden. Unglücklicherweise konnte ich in meinem Hauptrennen meine Form nicht bestätigen, aber ich weiss, dass ich es schneller kann. Die Lektion mit zwei 18. Schlussränge ist wohl, dass man auf dem internationalen Niveau schon am Morgen 100% bereit sein muss, um sich zu beweisen.
Nun heisst es für mich noch ein bisschen den Wettkampf und die kommenden Ferien zu geniessen und dann wieder vollgas in der neuen Saison zu geben.
Den, mittlerweilen warmen, Eistee kann ich nun auch noch fertig trinken ;-)
Direkt von Lanzarote ging es am Donnerstag 13. Juni nach Barcelona, wo die Mare Nostrum Tour stattfand. Ein grosser Teil der Schweizer Delegation war vor Ort um sich auf die kommenden Saisonhöhepunkte vorzubereiten. Während den zwei Wettkampftagen schwamm ich über die Distanzen 50m (29.75),100m (1.03.40)und 200m Brust (2.18.7), sowie 200m Lagen(2.09.4). Diese Zeiten waren ziemlich okay für den Zeitpunkt, da ich keineswegs vorbereitet war. Leider reichte es mir in keinem Rennen in ein Finale, jedoch wusste ich schon im Vorfeld, dass dies eine schwierige Aufgabe sein wird, da viele internationale Topschwimmer am Start waren. Ich konnte den spannenden Wettkampf trotzdem geniessen und meine Teamkameraden im Finale anfeuern. Schlussendlich konnte ich dann auch noch ein bisschen die Stadt anschauen, bevor es wieder hiess zurück in die Schweiz zu gehen.
Am Montag hatten wir unseren ersten freien Nachmittag in Lanzarote. Wir gingen mit dem ganzen Team an einen Strand Nahe "Playa Blanca", wo wir gemütlich das herrliche Wetter, sowie das kristallklare Wasser geniessen konnten. Danach gingen wir zusammen im nahe gelegenen Dörfchen ein erfrischendes Eis essen. Auf dem Rückweg bewunderten wir die einzigartige Vulkanlandschaft mit ihren kargen Hügeln, den Vulkankratern und die spezielle Weinanbaumethoden der Einwohner. Schlussendlich bauten wir einen kurzen Halt in "El Golfo" ein um die grüngefärbte Lagune zu begutachten. (Siehe Foto)
Der Nachmittag war damit auch eine gute Möglichkeit den Teamzusammenhalt zu stärken und für mich ein bisschen mein Französisch aufzufrischen.
Seit drei Tagen bin ich nun in Lanzarote im Trainingslager mit der Schweizer Delegation. Wir werden für die nächsten zwei Wochen hier trainieren und uns für die kommenden Wettkämpfe vorbereiten. Ich persönlich werde in zwei Wochen an der Mare Nostrum Tour in Barcelona, in vier Wochen an der Sommer SM in Lancy und schlussendlich an der Universiade in Napoli teilnehmen, wobei die Universiade den Saisonhöhepunkt darstellt. Andere Schwimmer, wie mein Zimmerkollege Yannick Käser bereiten sich währenddessen auf die Weltmeisterschaften in Südkorea vor.
Momentan sind wir viel am trainieren und fleissig am Sonnen tanken. Das Wetter ist bisher sehr schön und bietet uns perfekte Trainingsbedingungen. Im Training macht es mir auch viel Spass, da ich wieder mit meinen alten Schwimmkollegen trainieren kann und die Stimmung, sowie die Trainingszeiten, sehr gut sind.
Sonnige Grüsse aus Lanzarote
Luca
Dieses Jahr verbringe ich meine Frühlingsferien in Fort Lauderdale. Während in der Schweiz wohl eher mässige Temperaturen herrschen, ist es hier in Florida sehr warm und sonnig. Bisher konnte ich jeden Tag die Sonne und das kristallklare Wasser am Strand geniessen. Es scheint momentan alles sehr ruhig zu sein, doch in zwei Wochen finden bereits die Abschlussprüfungen für dieses Semester statt. Auch im sportlichen Bereich bin ich mittlerweile in der Vorbereitungsphase für die kommenden Wettkämpfe (Universiade in Napoli). Momentan probiere ich deshalb mich für die Prüfungen, sowie für die Wettkämpfe vorzubereiten. Da ich leider nicht wirklich in der Nähe von einem Schwimmklub bin, gehe ich jeden Tag ins Fitness, welches auch ein 25-yard Pool beinhaltet oder ich unternehme sonst sportliche Aktivitäten. Heute bin ich zum Beispiel ins Yoga-Training mit ca. 20 älteren Damen, sowie 2 älteren Herren gegangen, welches definitiv eine einmalige Erfahrung war. Danach habe ich ein Surfboard gemietet und zum ersten Mal versucht ein paar Wellen zu reiten. Nach 1.5 Stunden konnte ich einige kleine Erfolgserlebnisse feiern, jedoch wurde mir klar, dass ziemlich viele Faktoren beim Wellenreiten mitspielen… Zuerst muss man einmal geduldig auf eine gute Welle warten, danach sollte man genug schnell paddeln um die Welle zu erwischen und dann sollte man noch im richtigen Moment irgendwie auf das wackelnde Brett stehen… Sagen wir es einmal so: Ich habe es versucht ;-)
Surfen ist definitiv ein gutes Armtraining und heute Abend werde ich sicherlich gut schlafen…
Am Samstag 7. April fand, wie jedes Jahr, das "Banquet"-Fest in einem naheliegenden Restaurant statt. An diesem Anlass werden die Seniors, d.h. die abschliessenden Studenten, geehrt und ausgezeichnet. Das diesjährige Banquet war speziell , denn die Seniorklasse war mit 18 Studenten ziemlich gross und da jeder Senior eine Ansprache halten durfte, ging es auch entsprechend lange. Obwohl ich nicht mit allen Seniors viel Kontakt hatte, war es sehr spannend den verschiedenen Präsentationen zu zuhören. Einige der Seniors fassten ihre 4 Jahre in der Ansprache zusammen und erwähnten ihre wichtigsten Momente, die sie zusammen mit dem Schwimmteam erlebt hatten. Andere wiederum, fassten sich sehr kurz und bedankten sich hauptsächlich bei den Coaches und den Angehörigen für deren Support. Häufig war auch die Rede von einer unvergesslichen Zeit und einer bestehenden Verbindung in der Zukunft zu LSU.
Die beste Präsentation war für mich jedoch klar die Präsentation von Thomas, unserem Rückenschwimmer. Dieser erklärte uns anhand einer Metapher, dass jeder von uns als ein „unbearbeiteter Apfel“ nach LSU kommt und dass wir jeden Tag mit harter Arbeit und Fleiss im Klassenzimmer, wie auch im Schwimmbecken, unser Apfelsaft (Erfolg) pressen bis wir schlussendlich als Senior die Uni als „Apfelsaft“ oder sozusagen als Fertigprodukt verlassen.
Ich kann es kaum erwarten meine eigene Ansprache in 3 Jahren zu halten, jedoch habe ich am Banquet wieder einmal mehr erfahren, dass der Weg und nicht das Ziel, die beste und lehrreichste Zeit ist.
Aufgrund meines Maschinenbau-Studiums muss ich leider noch 3 Jahre warten, bis ich meine Ansprache halten darf, denn ich habe festgestellt, dass es schlichtweg nicht möglich ist das ME Studium in 4 Jahren abzuschliessen ohne mehrere Vorlesungskonflikte mit den Trainingszeiten zu haben. Glaubt mir, ich habe es lange versucht, dass „Flowchart“-Rätsel (siehe Bild) zu lösen, aber es ist ging leider nicht mit 4 Jahren auf… Um mich besser auf das Schwimmen, wie auch das Studium zu fokussieren, habe ich mich darum für diesen Weg entschieden. Ich werde sehr wahrscheinlich noch einen Minor oder zusätzliche Vorlesungen nehmen um mich zu spezialisieren.
Zwei Wochen sind seit den TYR Pro Swim Series in Iowa bereits vergangen, und endlich habe ich die Zeit gefunden, einen Bericht über meine Resultate zu schreiben.
Nach einem ziemlich bescheidenen Wettkampf in Athens (Georgia) führte mich mein nächster Weg nach De Moines (Iowa), um an den Pro Swim Series teilzunehmen. Meine Motivation, an diesem Wettkampf zu starten, war die Limite für die Universitätsweltmeisterschaften, die diesen Sommer in Neapel stattfindet, zu unterbieten. Dies muss nach Swiss Swimming Reglement an einem FINA-akzeptierten Wettkampf stattfinden, und die Swim Pro Series war für mich die beste Option. Zuerst hatte ich nämlich geplant, an die Schweizermeisterschaften zu gehen, da aber der Jetlag mit 7 Stunden wohl kaum leistungsfördernd gewesen wäre, habe ich mich dann für den Wettkampf in Iowa entschieden.
Am Dienstag, 05. März, flog ich deshalb über Dallas nach De Moines (Iowa) und traf schon während dem Flug auf den einen oder anderen bekannten Schwimmer. In De Moines gelandet, musste ich zuerst einmal die Kappe und die dicke Jacke auspacken, da die Temperaturen mit etwa -5 Grad , verglichen zu den 25 Grad Celcius in Louisiana, etwas kalt waren. Wie üblich in Amerika, nahm ich dann ein Uber zu meinem Hotel und ging dann schon bald ins Bett, da ich erst etwa um 20 Uhr ankam.
Am Mittwoch fanden die Distanzrennen statt, darum konnte ich mich zuerst einmal etwas umherschauen und mich an den neuen Pool gewöhnen. Gegen Abend traf auch mein Coach Lyle in De Moines ein, der extra für mich vor Ort weilte. Der Pool, der sich zwei Minuten von meinem Hotel befand, bot für mich optimale Bedingungen, und die vielen professionellen Schwimmer, die auch am Wettkampf teilnahmen, machten den Event für mich unvergesslich.
Am Donnerstag startete ich mit dem 100m Brust-Rennen, und ich konnte mich mit einer Zeit von 1.02.46 für das B-Finale qualifizieren. Am Nachmittag verbesserte ich meine Bestzeit um 1/10 Sekunden. Damit schlug ich unter anderem vor Kevin Cordes und anderen olympischen Schwimmern an, was mich natürlich hungrig für die nächsten Tage machte. Ausserdem qualifizierte ich mich damit schon für die Universiade, da ich schon von den Militärweltmeisterschaften vorselektioniert war.
Am Freitag ging es mir auch super über die 50m Bruststrecke, in welcher ich mich am Morgen wie auch am Abend im Finale verbessern konnte. Dies bedeutete für mich sehr viel, da ich immer etwas Schwierigkeiten mit dem 50m Brust hatte, und jetzt plötzlich konnte ich mich um beinahe 3/10 Sekunden verbessern. Nun muss ich nur noch lernen, über die 100m Distanz dieselbe Zeit anzugehen, dann wäre da sicher auch eine super Bestzeit möglich.
Am Samstag startete ich im Vorlauf etwas bescheiden mit einer Zeit von 2.15.78. Mit dieser Zeit reichte es mir gerade noch als siebter Schwimmer ins A-Finale. Ich musste dabei feststellen, dass 200m etwa 18 Meter länger als 200 yards sind, und dass es darum gegen Ende des Rennens recht schmerzen kann! Am Nachmittag verbesserte ich die Morgenzeit 9/10 Sekunden auf 2.14.91 (7. Rang). Normalerweise wäre ich mit dieser Zeit nicht zufrieden, aber ich fühlte mich nach dem Morgen schon etwas krank, und ich glaube, dass ich darum nicht meine Bestleistung erbringen konnte. Dies bestätigte sich dann in der kommenden Woche, in welcher ich zwei Tage im Bett verbringen musste.
Das Fazit des Wettkampfes ist positiv, da ich mein Ziel, die Quali für die Universiade, erreichen konnte. Ich verbesserte auch meine Bestzeiten im 50m und 100m Brust, obwohl ich seit über einem halben Jahr nicht mehr im 50m Pool trainiert habe. Ich freue mich darum sehr auf den Sommer in der Schweiz und die kommenden Wettkämpfe. Es ist auch sehr wichtig für mich, dass ich Fortschritte mache, denn ich investiere neben dem Studium viel Zeit und Fleiss für den Schwimmsport.
Resultate:
100m Brust 1.02.21 PB
200m Brust 2.14.91
50m Brust 28.64 PB
Die SEC's meines zweiten Jahres, auch "Sophomore"-Jahr hier in Amerika genannt, sind bereits Geschichte. Ich konnte mich in drei meiner insgesamt vier Rennen verbessern, erreichte zwei Finale und ich repräsentierte die LSU Tigers in den zwei Lagenstaffeln. Trotz des vollen Programmes war ich am Ende des Wettkampfes ein bisschen enttäuscht, da ich mir nach meinem zweiten Jahr eine grössere Verbesserung im Yard-Pool vorgestellt hatte. Mit den geschwommenen Zeiten konnte ich mich leider auch nicht für die NCAA (übersetzt etwa "Nationalen Universitätsmeisterschaften") qualifizieren.
Bisher habe ich mit meinem Trainer den Wettkampf noch nicht detailliert analysiert, da ich nächste Woche noch einmal in Iowa starten werde. Klar ist jedoch, dass unsere Brustgruppe im Vorfeld sehr gut trainiert hatte. Ich vermute, dass wir nicht genug ausgeruht waren, als wir unsere Rennen schwammen, denn alle 200 yard Brustschwimmer konnten ihre Bestzeiten nicht wirklich verbessern.
Resultate:
100 y Brust 53.78 VL 54.07 C-Final
200 y Brust 1.56.54 VL 1.56.68 B-Final
200 y Lagen 1.48.03 VL
50 y Lagen-Staffel 24.47
100 y Lagen-Staffel 53.46
Diese Woche werde ich in Iowa an den TYR Pro Series in Des Moines (Iowa) starten. Dort werde ich probieren, mich für die Universiade (Universitätsweltmeisterschaften) zu qualifizieren. Die Zeit ist mit 2:15 über 200m Brust in guter Reichweite, und ich hoffe natürlich, dass es mir gelingen wird, die geforderte Norm zu unterbieten.
Bitte drückt mir die Daumen ;-)
Dienstag:
200 Lagen-Staffel
Mittwoch:
200 Lagen
Donnerstag:
Ruhetag
Freitag:
100m Brust
400m Lagen-Staffel
Samstag:
200m Brust
Schon eine Weile ist es her, seit ich das letzte mal etwas auf der Webseite gepostet habe, nun habe ich endlich wieder etwas Spannendes zu berichten.
Die beste Zeit der Saison steht vor der Tür oder hat sogar bereits angefangen. Wie findet man dies heraus? Das ganze Schwimmteam ist in guter Stimmung und energiegeladen, während die Trainer öfters genervt am Beckenrand stehen. Die Trainings werden kürzen und weniger intensiv, man fühlt sich seit langem wieder einmal richtig erholt, und sogar die Morgentrainings, die normalerweise um 5.45 anfangen, werden gestrichen oder finden 30 Minuten später statt. Genau, TAPPERING ist angesagt!
In 2 Wochen heisst es endlich wieder einmal "schnell schwimmen!", also richtig schnell, das heisst Körper und Beine rasieren und den neusten Anzug anziehen. Dieses mal sind es die "South Eastern Conference Championships", welche in Athens stattfinden werden. An diesem fünftägigen Wettkampf werden die besten Schwimmer der South Eastern Conference starten, um einen Platz für die nationalen Universitätsmeisterschaften (NCAA) zu ergattern oder "nur" das Team möglichst gut zu repräsentieren. Unser Team wird voraussichtlich mit ca. 45 Schwimmern vor Ort sein und hoffentlich möglichst gut performen. Vorfreude herrscht bei mir, und ich kann es kaum erwarten, den Wettkampf anzutreten, da ich weiss, dass ich im Vorfeld konsistent hart gearbeitet habe und dies sich hoffentlich auszahlen wird.
Ihr werdet von mir hören! Euer Luca