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ABB zieht sich komplett aus Russland zurück
ABB gibt das Geschäft in Russland auf. Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der Auswirkungen der Sanktionen habe der Konzern beschlossen, sich aus diesem Markt komplett zurückzuziehen, heisst es in einem Communiqué vom Donnerstag.
Durch den Schritt sind im abgeschlossenen zweiten Quartal 2022 finanzielle Belastungen in Höhe von 57 Millionen US-Dollar entstanden. Davon werden sich 23 Millionen US-Dollar noch im Cashflow des dritten Quartals niederschlagen, wie es weiter heisst.
Der Hersteller von Industrierobotern, Ladestationen für E-Autos oder Automationslösungen hat laut eigenen Angaben seit dem Ausbruch des Krieges keine neuen Aufträge mehr in Russland angenommen. Einige wenige bestehende Verpflichtungen mit lokalen Kunden habe man aber im Einklang mit den Sanktionen erfüllt.
Der Grossteil der russischen Belegschaft von ABB sei bereits seit März dieses Jahres beurlaubt, teilte das Unternehmen weiter mit. ABB beschäftigte in Russland rund 750 Mitarbeitende und betrieb zwei Produktionsstätten im Grossraum Moskau und in Lipezk sowie mehrere Servicezentren.
Bis zur Beendigung der Annahme neuer Aufträge durch ABB machte das Russlandgeschäft rund 1 bis 2 Prozent des Jahresumsatzes des Schweizer Konzerns aus.
(text:sda/symbolbild:unsplash)
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