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Das teilten Gipfel-Gastgeber Indonesien und die russische Botschaft in dem südostasiatischen Inselstaat am Donnerstag mit. Putin werde stattdessen von Aussenminister Sergej Lawrow vertreten werden, hiess es von indonesischer Seite weiter. Der russische Präsident werde aber virtuell an einer der Sitzungen des G20-Gipfels teilnehmen, sagte Jodi Mahardi, ein Sprecher des indonesischen Koordinationsministeriums für maritime und Investitions-Angelegenheiten.
Als Gastgeber der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer hat sich Indonesien dem Druck einiger westlicher Länder und der Ukraine widersetzt, die Einladung an Putin vom Gipfel zurückzuziehen und Russland wegen des Krieges in der Ukraine aus der Gruppe auszuschliessen. Deutschland hatte dies aber ausdrücklich nicht gefordert.
Der indonesische Präsident Joko Widodo hatte versucht, die geopolitischen Reibereien in der G20 zu schlichten. Der Präsident, der auch als Jokowi bekannt ist, sagte kürzlich in einem Interview mit der "Financial Times", dass Russland auf dem Gipfel willkommen sei. Er fürchtete, dass das Treffen von einem "sehr besorgniserregenden" Anstieg der internationalen Spannungen überschattet werden könnte. Indonesien hat auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingeladen. Dieser hatte erklärt, dass er nicht teilnehmen werde, wenn Putin dies tue. In deutschen Regierungskreisen hiess es am Mittwoch, man erwarte, dass Selenskyj per Videoschalte an zumindest einer Sitzung teilnehmen werde. An dem G20-Gipfel nehmen unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz, US-Präsident Joe Biden und der chinesische Präsident Xi Jinping teil.
(Reuters)