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Weide (Salix L.)
Weide: Ihre Rinde ist ein traditionelles Arzneimittel
Die Rinde des Weidenstrauches oder -baumes hat es in sich: Ihre Inhaltsstoffe (Salicylate) haben fiebersenkende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften.
Aber nicht jede Weidenart kann medizinisch genutzt werden. Nur Salicylat-reiche Weidenarten kommen infrage: allen voran die Purpur-Weide, die Reif-Weide sowie die Bruch-Weide; unter Umständen auch die Lorbeer- und die Kraut-Weide sowie die Stumpfblättrige Weide. Dafür müssen sie jedoch die qualitativen Voraussetzungen hinsichtlich der Salicylate erfüllen.
Stimmt deren Anteil, sind die Anwendungsgebiete der Weidenrinde vielfältig: von leichten Schmerzen bis zu fieberhaften Erkältungen mit Kopfschmerzen.
Weide: Ursprung, Verbreitung, Aussehen und besondere Eigenschaften
Die Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Es gibt circa 500 Arten der Weide, davon 35 allein in Mitteleuropa. Sie ist fast überall anzufinden – sowohl in der Arktis als auch in gemässigten Zonen und sogar in den Tropen, in Küsten- und in Hochgebirgsgebieten. In Mitteleuropa wächst die Weide beispielsweise oft an Flussufern.
Weiden sind Sträucher oder Bäume, die zwischen 6 und 10 Meter hoch wachsen. Ihre Blätter sind zuweilen silbrig und länglich. In der Regel weisen die Blattunterseiten Härchen auf. Jeder Baum trägt entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten.
Bereits bevor die ersten Blätter austreiben, beginnt im Frühjahr ihre Blütezeit. Die aus den Einzelblüten bestehenden Kätzchen (auch „Palmkätzchen“ genannt), unterscheiden sich abhängig von ihrem Geschlecht in ihrem Aussehen. So sind die weiblichen Weidenkätzchen grünlich; die männlichen weisen gelbe Staubblätter auf, die weit herausstehen. Die Weide blüht meist schon zur Osterzeit.
Weidenrinde: bei fieberhaften Erkältungen und Schmerzen
Dank der in ihr enthaltenen Salicylate wirkt Weidenrinde schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend. Deshalb findet sie medizinische Anwendung in Form von Teeaufgüssen bei leichten Rückenschmerzen, fiebrigen Erkältungen und Kopfschmerzen. Weidenrinde wird daher oft als das „pflanzliche Aspirin®“ bezeichnet. Als Tabletten und Kapseln werden quantifizierte Trockenextrakte dargereicht. Zudem dient die Weidenrinde zur Zubereitung von Tinkturen, die als Tropfen verabreicht werden.
Wichtiger Hinweis
Dieser Eintrag enthält allgemeine Hinweise, die von unseren Heilpflanzen-Experten geprüft wurden. Zu den genauen Indikationsgebieten der Tees beachten Sie bitte die entsprechenden Packungsbeilagen. Der Artikel dient nicht der Selbstdiagnose oder -behandlung. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Beschwerden immer Ihren Arzt oder lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten.