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Die Vereinten Nationen sind alarmiert: Wenn sich der Herbst-Heerwurm im südlichen Afrika weiter so schnell ausbreitet wie bisher, könnte bald die Versorgungssicherheit gefährdet sein.
Die Vereinten Nationen und die Länder des südlichen Afrikas haben auf einer Krisensitzung über die Bekämpfung eines neuen Schädlings und deswegen drohende Ernteausfälle beraten. Der ursprünglich auf dem amerikanischen Kontinent heimische Herbst-Heerwurm verbreitet sich bedrohlich schnell.
Wenn sich Herbst-Heerwurm weiter so schnell ausbreite, sei bald die Versorgungssicherheit gefährdet, sagte David Phiri, der Koordinator der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) der Uno für das südliche Afrika, am Dienstag.
«Wir können ihn nicht vernichten»
Der Herbst-Heerwurm (Spodoptera frugiperda) befällt vor allem Mais, das wichtigste Grundnahrungsmittel der Region. In Sambia sind bereits 130'000 Hektar Mais betroffen, in Simbabwe neun von zehn Provinzen. Auch in Südafrika, dem grössten Mais-Produzenten der Region, ist die Raupenplage inzwischen nachgewiesen worden. Die betroffenen Länder wollen bei dem dreitägigen Treffen in Harare über gemeinsame Strategien zur Bekämpfung des Herbst-Heerwurms beraten.
Auf dem amerikanischen Kontinent richtet der Schädling bereits seit Jahrzehnten grosse Schäden an. «Wir können ihn nicht vernichten», räumte Phiri ein. Wissenschaftler vermuten, dass der Schädling 2016 versehentlich mit Flugzeugen nach Westafrika gelangte. Aus den Raupen werden Eulenfalter, die sich bei günstigem Wind rasch über Hunderte Kilometer verbreiten können und bis zu 1000 Eier legen.
(sda/tno/cfr)