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Im letzten Rennen der Saison entschied Felix Neureuther den Weltcup zu Gunsten des Amerikaners, weil er mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung Marcel Hirscher auf Platz 4 versetzte und Hirscher deshalb die nötigen Punkte fehlten.
von B. Fleckenstein
Der Olympiasieger Ted Ligety hatte Mühe im ersten Lauf auf Touren zu kommen. Der Steilhang und der Schnee machten ihm zu schaffen und so schaffte er es nur knapp an die Spitze vor Fritz Dopfer zu fahren. Felix Neureuther hat sich in dieser Disziplin stark verbessert. Das wurde mit seinem ersten Lauf jedem klar, bei welchem er sich mit 13 hundertstel Sekunden vor Ligety in Führung brachte.
Einziger Schweizer war Carlo Janka, der sich als Zwanzigster klassierte. Sein Kommentar danach: „ich versuch mich im zweiten Lauf unter die ersten 15 zu schmuggeln:“
Aksel Svindal bescherte mit seinem unglücklichen Ausfall, dem 8. platzierten Marcel Hirscher den vorzeitigen Gesamtweltcupsieg. Svindal sprach von Müdigkeit im Kopf, welche seine Probleme verursachten.
Im zweiten Lauf gelang dem Italiener Aliprandini ein guter Lauf, welchen ihn lange an der Spitze hielt. Als letzter einer 4-köpfigen Gruppe Franzosen startete Alexis Pinturault (11. nach dem ersten Lauf). Er legte einen Traumlauf hin, welcher ihn mit grossem Vorsprung an die Spitze katapultierte.
Marcel Hirscher musste danach voll attackieren, um sich die Kristallkugel im Riesenslalom zu holen. Doch es reichte nicht ganz und mit 24 Hundertstel Rückstand, wartete er auf Platz 2 auf die weiteren Skistars. Matt Ollson (SWE),Philipp Schoerghofer (AU), Davide Simoncelli (ITA), Roberto Nani (ITA) und auch der so stark fahrende Fritz Dopfer (DE) des ersten Lauf vermochten es nicht, sich vor Marcel Hirscher zu platzieren.
Mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Hirscher machte sich Ted Ligety daran, erneut zu gewinnen. Er fuhr wie üblich sauber um die Stangen rum, immer versucht auf Zug zu fahren, und das brachte ihm im Ziel mit einem hauchdünnen Vorsprung von 3 Hundertstel Sekunden vor Pinturault die Führung.
Nun war die Spannung nicht mehr zu überbieten. Denn wenn der nun startende Felix Neureuther vor Hirscher ins Ziel käme, würde Ligety den Weltcup gewinnen. Andernfalls wäre Hirscher der strahlende Gewinner.
Neureuther fuhr voll auf Angriff, wie üblich, und hatte bei der ersten Zwischenzeit nur 0,03 Sek. Rückstand auf Ligety. Auch nach der zweiten Zwischenzeit waren sie fast gleich auf. Doch bei der Gleitpassage, kurz vor dem Zielhang musste er Tempo verloren haben. Die Zuschauer schauten gespannt auf die Zeit beim Zieldurchlauf, die bei 2:15:89 Min. stehenblieb, eine hundertstel Sekunde vor der Zeit von Hirscher.
So wurde Ted Ligety Gewinner des Riesenslaloms in Lenzerheide und Weltcupsieger im Riesenslalom. Zweiter des Rennens wurde Alexis Pinturault und dritter Felix Neureuther.
Auf die Frage hin, ob er daran geglaubt habe, dass er die Kristallkugel gewinnen könne, sagte Ted Ligety.“ Ich wusste, dass es möglich ist und ich wollte diese einfach haben.“