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Konsumentenmitsprache
Hintergrund (abgeschlossenes Forschungsprojekt)
Die Präferenzen der Konsumenten sind eine zentrale Herausforderung für den wirtschaftlichen Erfolg, für die politische Legitimität der Akteure der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelkette sowie für den Staat. Die Bedingungen der Konsumentenmitsprache bezüglich nachhaltiger Ernährung und die Tragweite ihrer Beteiligung sollen besser verstanden werden. Das Forschungsprojekt befasst sich schwerpunktmässig mit der biologischen Landwirtschaft, Kohlendioxid-Zertifizierung, Swissness und Kantinen-Verpflegung.
Ziel
Das Projekt analysiert die Kanäle, über die sich Konsumenten an den Entscheidungen der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelkette und des Staates im Bereich der nachhaltigen Ernährung beteiligen können. Es soll deutlich werden, wer sich wie und warum an der Gouvernance der Ernährung beteiligt. Das Projekt identifiziert die Akteure, die dem Ernährungssystem zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen können. Sind Staat, Produzenten und Unternehmen die einzigen legitimen Handlungspartner in diesem Bereich? Wissenschaftliche Studien über den Begriff der Gouvernance lassen vermuten, dass eine umfassende Mobilisierung von Bürgern und Konsumenten für die Übereinstimmung und den Erfolg der Entscheidungen zum Ernährungssystem unverzichtbar ist. Wie kann diese Mobilisierung erreicht werden? Diese Frage betrifft das Marketing ebenso wie das staatliche Handeln. Das Projekt untersucht, inwiefern sich die Bevölkerung an vier grossen Entscheidungen im Bereich der nachhaltigen Ernährung innerhalb der letzten 25 Jahre beteiligt respektive nicht beteiligt hat. Es befasst sich mit den Schwerpunkten biologische Landwirtschaft, Kohlendioxid-Zertifizierung, Swissness und Kantinen-Verpflegung.
Bedeutung
Das Projekt ermittelt, ob die vorhandenen Bestimmungen eine Mobilisierung der Bürger und Konsumenten in Angelegenheiten der nachhaltigen Ernährung erlauben. Auf der Grundlage einer Analyse der gegenwärtigen Zugänge zu Entscheidungsprozessen entstehen Vorschläge, wie entsprechende Bedingungen geschaffen werden könnten. Die gesellschaftliche Herausforderung besteht darin, die Beteiligung der Konsumenten an Entscheiden zu Ernährungsfragen zu vergrössern. Die Erkenntnisse über den Zugang (oder auch über mögliche Hindernisse) der Konsumenten zu den Entscheiden sollten Staat, Produzenten und Unternehmen zu besseren Praktiken in diesem Bereich bewegen.
Originaltitel
Access for citizen-consumers to decisions relating to the sustainability of food systems