Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03281.jsonl.gz/134

Wenn es gegen unsere Luftwaffe geht, schlachtet die linke Kampagnenpresse jedes Gerücht, jede Halbwahrheit und manchmal schlichte “Fake News” aus, um Kampfjet-Abstimmungen zu beeinflussen. Weniger emsig agieren sie, wenn zum Beispiel Finnland für zehn Milliarden Euro 64 F-35 beschafft – siehe die heutigen Tageszeitungen zum gestrigen Typenentscheid der Finnen > Echo gleich Null.
Das soll und kann uns nicht daran hindern, vom zweiten Trumpf zu berichten, den Finnland für das Pro-35-Argumentarium liefert.
Finnland evaluierte anderem System
- Die Finnen wandten, eigenständig, wie sie sind, bei der Evaluation von Eurofighter, Rafale, Super Hornet und F-35 ein eigenes System an. Dieses wich vom international gebräuchlichen System ab. Die Armasuisse bleib bei ihrer Evaluation beim System, das in der Regel auch andere Nationen befolgen. Die Finnen gingen ihren eigenen Weg.
- Dennoch gelangten sie exakt zum Ergebnis, das auch die Armasuisse erzielte: Der F-35 gewann die Evaluation in allen Belangen > zur Verteidigung seiner 1’000 Kilometer langen Grenze zu Russland verlassen die Finnen ihren bisherigen bewährten Partner Boeing: Sie beschaffen 64 F-35 Lightning II – 28 oder drei Staffeln mehr als die Schweiz (der F-35 gehört zur 5. Generation; seine Staffeln benötigen weniger Maschinen als dies bei der 4. Generation der Fall ist).
Was heisst das für die Schweiz?
- Für die Schweiz ist das bedeutsam: Die Armeeabschaffer kritteln dauernd an der Armasuisse-Evaluation herum > die Methode sei falsch, die Behörde habe das Ergebnis “zurechtgebogen.” Unsinn! Das ist eine der „Produktelinien“, mit denen die F-35-Gegner Zweifel zu säen versuchen. Dass das neutrale, angesehene Finnland mit einem eigenen System genau zu unserem Typenentscheid kamen, das ist sehr wertvoll für das Lager der F-35-Befürworter.
- Lockheed Martin hat bisher auch unter den Staaten, die sich nicht von Anfang an finanziell am F-35 beteiligten, noch keine einzige Evaluation verloren; immer gegen Dassault, Airbus und Boeing, machmal auch plus Saab. Die Liste respektabler Nationen, die aus guten Gründen den F-35 wählten, wird immer länger: Japan, Singapur, Israel, Belgien, Polen, die Schweiz, Finnland. Und natürlich die Luftwaffen, die von Anfang an dabei waren, darunter auch die Briten, Kanadier, Norweger, Dänen, Italiener …
- Mit dem Finnen-Entscheid wird Skandinavien weitgehend F-35-Luftraum. Zu den NATO-Staaten Dänemark und Norwegen stösst Finnland; und im “Icelandic Air Policing” zugunsten Island setzen Italien und Norwegen ihre F-35 ein. Einzig die Schweden stehen abseits > in Linköpping produziert Saab den Gripen, den die Armeeabschaffer bei uns mit dem Scheinargument “Papierflieger” zum Absturz brachten.