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Piratenüberfall auf Schweizer Frachter «Glarus» vor Nigeria
Im September 2018 haben vor der Küste Nigerias Piraten den unter Schweizer Flagge fahrenden Frachter «MV Glarus» überfallen und dabei zwölf der 19 Besatzungsmitglieder gekidnappt. Unter den Entführten sind keine Schweizer Staatsangehörigen. Die Genfer Reederei «Massoel Shipping» erklärte, der Getreide transportierende Frachter unter Schweizer Flagge sei zwischen der südwestlichen Handelsstadt Lagos und dem Ölhub Port Harcourt im südlichen Niger-Delta unterwegs gewesen. Für die Schweizer Marine ist die Entführung eine Premiere.
Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat im Oktober 2018 zwischenzeitlich die Ermittlungen gegen die afrikanische Piraten eingeleitet: Die Strafverfolgungsbehörde hat ein Vorverfahren zur Geiselnahme eröffnet. Weil die Geiselnahme an Bord eines Schweizer Seeschiffs eine Straftat darstellt, wird das sog. Flaggenprinzip angewendet. Damit unterstehen Taten auf der «Glarus» dem Schweizer Recht, und darauf verübte Verbrechen gelten als in der Schweiz verübte Tat. Da Basel der Heimathafen aller Schweizer Hochseeschiffe ist, wurden die dortigen Staatsanwälte aktiv.