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Franz,
Julius, Bildhauer, geb. 1824 zu Berlin, bezog mit 14 Jahren die dortige Akademie, lernte fünf Jahre lang unter dem jüngern Wichmann und Ferd. Aug. Fischer und arbeitete später als Gehülfe von Wredow und Rauch. Viel Glück machte sein erstes größeres Werk, eine in Zink gegossene Schäfergruppe im sogen. Sicilianischen Garten bei Potsdam (1850), worauf dann zwei kolossale Gruppen von Najaden und Seelöwen, eine Marmorstatue der Muse Klio (1855) und ein Grabdenkmal des Geheimen Kabinettsrats Illaire folgten.
Nachdem er 1850 die große goldne Medaille der Berliner Akademie erhalten, machte er später auf Staatskosten eine Studienreise nach Italien und wurde nach seiner Rückkehr mit vielfachen dekorativen Bildwerken, Genre- und allegorischen Figuren beauftragt, z. B.: Jäger, Fischer, Schnitterin, die Monate und die Jahreszeiten. Von den Länder- und Städtefiguren an der Berliner Börse schuf er die Länder England und Amerika, sodann einen heil. Hubertus als Patron der Jagd, einen Apollino mit einem Schwan als Blumenaufsatz, Friedensgenius mit dem Löwen (kaiserliches Palais) und die anatomischen Figuren eines Hundes und eines Tigers. Eine seiner bedeutendsten Arbeiten der letzten Jahre waren nach dem Entwurf seines Lehrers Fischer die zwei kolossalen Marmorgruppen: Preußen und Hannover auf dem Belle-Allianceplatz. Bei der Konkurrenz für ein Jahn-Denkmal machte er einen geistvollen Entwurf, der leider zu großen Umfang hatte.