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Das künstlerische Schaffen von Clara Porges wurde seit 1912 und bis in die frühen 1950er-Jahre an zahlreichen Ausstellungen in London, Wien, München, Leipzig, Dresden, Freiburg im Breisgau, Stuttgart, Bern und Zürich gezeigt. Dennoch gingen die Werke der Künstlerin fast vergessen. Erst 1985 mit der Eingliederung ihrer Werke in die Ausstellung «Das Oberengadin» wurde ihre grosse Bedeutung richtig wahrgenommen und in einem grösseren Kontext von Künstlern, die sich mit dem Engadin auseinandersetzten, betrachtet.
«Die Aquarelle und Ölbilder wirken beinahe als wären sie auf Glas oder Seide gemalt. Denn obwohl die Werke bunt sind, erscheinen sie so, als würde ein Hauch von Wehmut den Bildern einen zusätzlichen persönlichen Ausdruck geben wollen. Gerade in den letzten zwanzig Jahren des Schaffens von Porges, beeinflusst durch den frühen Tod ihres Mannes 1932 und den politischen Veränderungen in ihrem Heimatland Deutschland, wird dies vermehrt deutlich.» (Artikel in der Zeitschrift «kunstart»). Heute verfügt bromer kunst über einen Bestand von über 40 Werken von Clara Porges. Im Herbst 2013 präsentierte die Bromer Kunst die erste grosse Retrospektive mit über 130 Werken von Clara Porges sowie die Edition einer umfassenden Monografie über die Künstlerin. Mit der Retrospektive und der Buchpublikation erfährt Clara Porges zwar eine späte, aber umso bedeutendere Würdigung.