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<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss der globalen Strategie und dem Aktionsplan zu Altern und Gesundheit der WHO ("Global strategy and action plan on ageing and health") plant die WHO ab 2020 eine Dekade zum gesunden Altern. Die demografische Alterung erfordert Anpassungen, Neuorientierungen und Massnahmen in zahlreichen, miteinander interagierenden Lebensbereichen - etwa in den Bereichen der Gesundheit, des sozialen Sicherungssystems, der Care-Arbeit, des Wohnens, des Arbeitsmarktes, der Mobilität und der Forschung -, welche aufeinander abgestimmt sein sollten. Die WHO-Dekade kann einen wertvollen Rahmen bieten, um diese Bestrebungen in der Schweiz weiter voranzubringen.</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. In welcher Form ist die Schweiz in internationalen Gremien in der Vorbereitung dieser Dekade engagiert?</p><p>2. Wie plant der Bund diese Dekade in der Schweiz umzusetzen, sowohl bezüglich eigener kommunikativer und inhaltlicher Massnahmen als auch hinsichtlich des Einbezugs von fachlichen und gesellschaftlichen Akteuren?</p><p>3. Inwiefern kann die Dekade genutzt werden, um ergänzend zu den nationalen Strategien zu NCD, Palliative Care, Demenz sowie dem Aktionsplan pflegende Angehörige und der zusätzlichen Neuausrichtung der Programme der Gesundheitsförderung auf den Bereich "Alter" das Thema "Healthy Ageing" im Sinne der WHO multidisziplinär und umfassend anzugehen, also quasi ein Dach über bisherige Bemühungen zu schaffen und dazu den Einbezug anderer Bundesämter und gesellschaftlicher Akteure zu sichern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Anteil der Weltbevölkerung, der 60 Jahre und älter ist, wird gemäss den Vereinten Nationen im Jahr 2050 auf 21,5 Prozent ansteigen (2015: 12,3 Prozent). In Ländern hohen Einkommens soll dieser Anteil bis 2050 im Durchschnitt auf fast 33 Prozent anwachsen (United Nations (2015), Department of Economic and Social Affairs, Population Division). Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche der Gesellschaft. Der Bundesrat ist sich der damit verbundenen Herausforderungen bewusst und engagiert sich entsprechend national und international.</p><p>1. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwirft zurzeit die Eckpunkte der von den Mitgliedstaaten anvisierten Dekade des gesunden Alterns 2020-2030. Zum Ergebnis der laufenden Arbeit des WHO-Sekretariats werden die Mitgliedstaaten und weitere relevante Anspruchsgruppen im Jahr 2019 konsultiert. Die Schweiz wird sich in diese Konsultation einbringen. Sie tat dies bereits bei der Erarbeitung der 2016 von der Weltgesundheitsversammlung verabschiedeten Globalen Strategie und Aktionsplan zu Altern und Gesundheit. Aus diesem Anlass liess das Bundesamt für Gesundheit unter anderem innovative Ansätze verschiedener Länder prüfen und veröffentlichte die Ergebnisse in Form einer vergleichenden Studie (Bonk, Mathias (2016): Policies on Ageing and Health. A selection of innovative models. Multisectoral action for a life course approach to healthy ageing). Zudem tauschen sich, parallel zu den Arbeiten auf multilateraler Ebene, der Bundesrat sowie ergänzend Experten mit anderen Ländern regelmässig bilateral zum Thema "Gesundes Altern" aus.</p><p>2. Die Ausgestaltung der Dekade des gesunden Alterns 2020-2030 ist auf internationaler sowie auf nationaler Ebene erst in der Anfangsphase. Der Bundesrat erachtet es daher als verfrüht, sich bereits zu diesem Zeitpunkt zu deren konkreter Umsetzung in der Schweiz zu äussern. Sobald die internationalen Eckpunkte festgelegt sind, wird der Bundesrat angemessene Umsetzungsmassnahmen prüfen. Dabei wird er auch auf den Einbezug sämtlicher interessierter Kreise achten.</p><p>3. Die Globale Strategie und Aktionsplan zu Altern und Gesundheit stellt schon heute ein wichtiges Rahmenkonzept für die Schweiz dar. Sie liefert unter anderem wichtige Impulse und konkrete Handlungsoptionen für eine alters- und alternsgerechte Gesundheitspolitik. Bund und Kantone haben in den vergangenen Jahren verschiedene Strategien und Projekte lanciert, um sich den bevorstehenden demografischen Herausforderungen zu stellen (bspw. NCD-Strategie, Demenz und Palliative Care sowie der Aktionsplan pflegende Angehörige). Der Bund verfolgt dabei bereits heute einen multidisziplinären und umfassenden Ansatz, der über die direkten gesundheitsrelevanten Aufgaben hinausgeht und dem föderalen Prinzip der Schweiz gerecht wird. Der für 2019 gesetzte Schwerpunkt "Gesundheit älterer Menschen" in der NCD-Strategie entspricht diesem Ansatz.</p><p>In der Dekade des gesunden Alterns 2020-2030 sieht der Bundesrat eine Chance, das Bewusstsein der involvierten Akteure zu schärfen, Aktionen zu bündeln und so gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen zu finden.</p>  Antwort des Bundesrates.