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Das Flötenspiel eines ägyptischen Hirtenknaben bedeutete dem Komponisten "Claude Debussy " mehr als die geschickt komponierten Musikstücke seiner Zeitgenossen. Auch sein berühmtes Stück "Prèlude à l'après-midi d'un faune", dem Vorspiel zum "Nachmittag eines Fauns", ist eine bewusste Abkehr von der Musik seiner Kollegen. Sie besteht hauptsächlich aus Flötentönen, begleitet von der Harfe und den Bläsern. Der berühmte Choreograf und Tänzer "Vaclav Nijinskij" setzte diese traumverlorene Musik in konkrete Bilder eines Tanzes um. Träume eines Fauns in der flirrenden Mittagshitze eines frühen Nachmittages, in denen er schlafende Nymphen verführt, ist eine Illustration des schönen Gedichtes von "Mallarmè".
Jetzt, da der beginnende Frühling seine ersten Fühler ausstreckt, zwitschern und flöten auch die Vögel wieder. Es ist eine Freude, ihnen zuzuhören. Wir alle erwarten sehnlichst die wärmeren Tage, das erste Grün. Schneeglöckchen und Krokusse erobern den Garten. Es ist die Zeit der Träume und bei Musik lässt sich ausgezeichnet träumen. Sie inspiriert mich immer wieder zum Malen. Dabei entstehen z. B. farbenfrohe Computerzeichnungen.
"Kaiserwalzer" von Johann Strauss Sohn
"Polka schnell Op. 228" von Eduard Strauss
"Libelle" von Johann Strauss
"an der schönen blauen Donau" von Johann Strauss Jun.
oder auch " I lost my yellow basket " von Ella Fitzgerrald
Bilder, Gedichte und auch Musikstücke entwickeln sich oft aus einer geträumten Vorstellung. Im Traum betritt man eine magische Welt. In ihr ist man zu Unmöglichem fähig. Es gibt sogar einen Berufszweig, der sich mit Traumdeutung befasst. Jeder Mensch träumt und wenn man es zulässt können die wundervollsten Geschichten und Bilder entstehen, kann man seine Gedanken und Wünsche lyrisch verpacken.
Ich kann versichern, dass es eine ungeheure Freude bereiten kann, die inneren Bilder, die uns zwischen den getrennten Welten des Wachseins und des Schlafens aufsuchen, in eine konkrete Form umzusetzen.
Dabei spielt es keine Rolle, ob in Form von Bildern, wie es bei mir der Fall ist, oder in Gedichtform, sowie der Komposition eines Musikstückes.
Auch der Bleistift ist ein geeignetes Medium um seine Träume aufzuzeichnen und somit festzuhalten. Die Surrealisten haben dies in ihrer Malerei auf beeindruckende Weise vollendet. Vielleicht sollte man seine Ansprüche nicht zu hoch stellen. Schliesslich ist die Freude an der Arbeit schon Dank genug. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach zweitrangig.
Hier einige Beispiele aus dem Surrealismus:
Max Ernst
Joan Miro
Gilbert Kaplan
In diesem Jahr findet vom 30. März bis 12. Mai im Kunsthaus Zug eine Ausstellung mit Surrealisten statt.