Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03113.jsonl.gz/1344

Die unternehmerische Aktivität in der Schweiz entwickelt sich hervorragend. Im ersten Halbjahr dieses Jahres ist die Anzahl der Unternehmen um 5'497 angestiegen. Dies besagen die Zahlen, die vom Schweizerischen Handelsamtsblatt veröffentlicht wurden. Das Ergebnis ist das drittbeste, das bisher verzeichnet wurde, nach denen von 1997 (5'814 Neugründungen) und 1998 (5'860).
Laut Angaben des Instituts Creditreform, das auf Wirtschafts- und Bonitätsauskünfte spezialisiert ist, lässt sich dieser Rekord auf die überaus gute wirtschaftliche Konjunktur in unserem Land zurückführen. “Falls es nicht zu einem Krieg oder einem sehr starken Anstieg der Ölpreise kommt, dürfte sich die Entwicklung in den nächsten Monaten fortsetzen“, vermutet Claude Federer, Sekretär von Creditreform.
Claude Federer nennt noch einen weiteren Grund für diesen Boom: Gemäss den Statistiken, die das Institut in St. Gallen zusammenfassend ausgewertet hat, gründen immer mehr entlassene Personen ein eigenes Unternehmen, anstatt eine neue Stelle als Angestellte und Angestellter zu suchen. Dies weise darauf hin, dass sich die Risikobereitschaft bei den Leuten erhöht, die ein Leben in unsicheren Verhältnissen kennen gelernt haben.
Ein Unternehmen zu gründen ist eine gute Sache. Aber was muss man tun, damit es bestehen bleibt? “Junge Unternehmerinnen und Unternehmer müssten stärker auf die finanzielle Situation ihrer Firma achten und dürfen sich nicht nur aufs Marketing konzentrieren“, betont der Sekretär. “Ich rate ihnen insbesondere, sich an einen Experten zu wenden, um einen fundierten Businessplan und ein detailliertes Budget aufzustellen.“
Das Nettowachstum von 5'497 neuen Unternehmen im ersten Halbjahr ergibt sich aus der Anzahl der Neugründungen (17'335) abzüglich der Unternehmen, die ihre Aktivität eingestellt haben (11'338). Die Zahlen des Handelamtsblatts geben Anlass zur Freude: die Zahl der Neugründungen liegt um 1,3% höher als im Vorjahr, während im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005 die Zahl der Firmenkonkurse um 13,6% gesunken ist.
Anders gesagt: Die Schweizerinnen und Schweizer gründen immer mehr Unternehmen, die zudem immer länger bestehen bleiben.