Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03338.jsonl.gz/787

Oft werden wir gefragt ob eine automatische Weiterleitung auf Grund der Spracherkennung eingerichtet werden kann. Da eine solche einrichtung leider grosse Auswirkungen auf die Indexierung in der Suchmaschine als auch auf die Webseitenbesucher haben kann haben wir Dir nachfolgend die Fakten, so wie die Antwort von Google und unser Fazit zu diesem Thema zusammen getragen.
Inhaltsverzeichnis:
Geo-IP-Redirects
Automatische Geo-IP-Redirects können eine nützliche Möglichkeit sein, um den Inhalt einer Website für Benutzer aus verschiedenen Ländern oder Regionen zu personalisieren. Sie ermöglichen es, den Benutzern Inhalte zu präsentieren, die für sie relevant sind, indem sie anhand ihres Standorts auf die entsprechende Version der Website weiterleiten.
Trotzdem sollten Webmaster bei der Verwendung von automatischen Geo-IP-Redirects Vorsicht walten lassen. Wenn sie nicht ordnungsgemäss implementiert werden, können sie mehr Schaden als Nutzen anrichten.
Probleme bei automatischer Spracherkennung und Weiterleitung
Ein Problem, das bei der Verwendung von automatischen Geo-IP-Redirects auftreten kann, ist, dass sie den Benutzern möglicherweise Inhalte präsentieren, die für sie nicht relevant sind. Zum Beispiel könnte ein Benutzer aus der Schweiz auf eine englischsprachige Version einer Website weitergeleitet werden, obwohl er bevorzugt eine deutschsprachige Version sehen würde. Dies kann frustrierend für den Benutzer sein und dazu führen, dass er die Website verlässt.
Ein weiteres Problem ist, dass automatische Geo-IP-Redirects die Benutzer auf unerwartete Weise weiterleiten können. Zum Beispiel könnte ein Benutzer, der eine bestimmte Seite einer Website besucht, plötzlich auf eine andere Seite weitergeleitet werden, wenn er seinen Standort ändert. Dies kann für den Benutzer verwirrend sein und dazu führen, dass er die Website verlässt.
Automatische Geo-IP-Redirects können auch dazu führen, dass Suchmaschinen Schwierigkeiten haben, die verschiedenen Versionen einer Website zu indexieren. Wenn die Redirects nicht ordnungsgemäss implementiert sind, können sie dazu führen, dass die Suchmaschinen die falschen Versionen der Website indexieren oder dass sie überhaupt nicht indexiert werden. Dies kann dazu führen, dass die Website in den Suchergebnissen schlechter rankt oder sogar aus den Suchergebnissen ausgeschlossen wird.
Wie auch der folgende Tweet von John Müller schon aus dem Jahr 2019 zeigt.
Best practics für Geo-IP-Redirects
Um sicherzustellen, dass automatische Geo-IP-Redirects ordnungsgemäss funktionieren und keine negativen Auswirkungen auf die Benutzer-Erfahrung oder die Suchmaschinenleistung haben, gibt es einige best practices, die Webmaster beachten sollten:
- Verwenden Sie rel= «alternate» hreflang-Tags, um den Suchmaschinen mitzuteilen, dass es verschiedene Versionen der Website für verschiedene Länder oder Regionen gibt. Dies hilft den Suchmaschinen, die verschiedenen Versionen der Website besser zu verstehen und sie entsprechend zu indexieren.
- Verwenden Sie eine 301-Weiterleitung, wenn Sie den Inhalt einer Seite dauerhaft ändern. Dies teilt den Suchmaschinen mit, dass die Seite umgezogen ist und dass sie ihre Indexe entsprechend aktualisieren sollten.
- Vermeiden Sie Cloaking, indem Sie sicherstellen, dass die Geo IP Redirection für Benutzer und Suchmaschinen gleichermassen sichtbar ist.
- Stellen Sie sicher, dass alle Versionen der Website vollständig und einzigartig sind und nicht nur eine Kopie der anderen. Dies hilft den Suchmaschinen, die Relevanz der verschiedenen Versionen der Website besser zu verstehen und sie entsprechend zu indexieren.
- Fügen Sie auf jeder Seite Ihrer Website eine Möglichkeit hinzu, die Sprache oder Region zu ändern, damit Benutzer selbst entscheiden können, welche Version der Website sie sehen möchten.
- Überwachen Sie regelmässig die Leistung Ihrer Website in verschiedenen Ländern und Regionen, um sicherzustellen, dass die Geo IP Redirection ordnungsgemäss funktioniert und dass Benutzer die für sie relevanten Inhalte sehen.
- Seien Sie transparent: Stellen Sie sicher, dass die Benutzer wissen, dass sie aufgrund ihres Standorts weitergeleitet werden und warum. Auf diese Weise können sie verstehen, warum sie auf eine andere Version der Website weitergeleitet werden und haben die Möglichkeit, die Sprache oder Region manuell zu ändern, wenn sie möchten.
- Berücksichtigen Sie die internationalen SEO-Best Practices: Wenn Sie verschiedene Versionen der Website für verschiedene Länder oder Regionen anbieten, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die internationalen SEO-Best Practices beachten, um sicherzustellen, dass die verschiedenen Versionen der Website gut von den Suchmaschinen indexiert werden.
Was Google zu Spracherkennung und automatischer Weiterleitung sagt
Im nachfolgenden Video von AskGooglebot erklärt John Müller, warum Geo-IP-Redirects problematisch sein können und worauf dabei zu achten ist.
Fazit
Google crawlt meist nur aus den USA heraus. Gibt es auf einer Website eine automatische Weiterleitung in Abhängigkeit des Standorts, sieht Google nur den Teil der Website, auf den die dort befindlichen Nutzer weitergeleitet werden. Der Rest der Website bleibt dem Googlebot dagegen verborgen.
Daher empfiehlt John Müller komplett auf solche automatischen Redirects zu verzichten und den Nutzern selbst die Auswahl der passenden Version der Website zu überlassen. So wird sichergestellt, dass Google nicht aus Versehen durch falsche Weiterleitungen ausgeschlossen wird.