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Firazyr Injektionslösung 30mg/3ml Fertigspritze 3ml
2521.25 Fr.
Was ist Firazyr und wann wird es angewendet?
Firazyr ist eine Injektionslösung, die den Wirkstoff Icatibant enthält.
Firazyr wird zur Behandlung der Symptome von hereditärem Angioödem (HAE) bei erwachsenen Patienten angewendet.
Bei HAE ist der Spiegel einer Substanz im Blut namens Bradykinin erhöht, was Symptome wie Schwellungen, Schmerzen, Übelkeit und Durchfall hervorruft.
Firazyr blockiert die Aktivität von Bradykinin und verhindert so das weitere Fortschreiten der Symptome einer HAE-Attacke.
Was sollte dazu beachtet werden?
Die Injektionslösung enthält weniger als 1 mmol (23 Milligramm) Natrium und ist daher im Wesentlichen «natriumfrei».
Wann darf Firazyr nicht angewendet werden?
Firazyr darf nicht angewendet werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Icatibant oder einen der sonstigen Bestandteile von Firazyr sind.
Wann ist bei der Anwendung von Firazyr Vorsicht geboten?
Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich als Ergebnis Ihrer HAE-Attacke oder nach Anwendung von Firazyr müde fühlen oder Schwindelgefühle haben.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Firazyr ist in folgenden Situationen erforderlich:
•Einige der Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Firazyr sind den Symptomen Ihrer Krankheit ähnlich. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie feststellen, dass sich die Symptome der Attacke nach Verabreichung von Firazyr verschlimmern
•wenn Sie an Angina pectoris (verringerter Blutfluss zum Herzmuskel) leiden. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie Firazyr anwenden
•wenn Sie vor kurzem einen Schlaganfall hatten. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie Firazyr anwenden.
•Bevor Sie Firazyr selbst injizieren, müssen Sie in der Technik der subkutanen Injektion (Injektion unter die Haut) geschult worden sein.
•Wenn Sie Firazyr selbst injizieren oder eine Injektion von Ihrer Pflegeperson erhalten und dabei eine laryngeale Attacke (Verstopfung der oberen Atemwege) haben, müssen Sie sich unverzüglich in medizinische Behandlung begeben
•Wenn Ihre Symptome nach einer selbst angewendeten Firazyr-Injektion nicht zurückgehen, sollten Sie bezüglich der weiteren Behandlung ärztlichen Rat suchen.
Die Anwendung von Firazyr bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.
Wechselwirkungen von Firazyr mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt. Wenn Sie zur Senkung Ihres Blutdrucks oder aus anderen Gründen ein Arzneimittel anwenden, das als Angiotensin Converting Enzyme (ACE)-Inhibitor bezeichnet wird (beispielsweise: Captopril, Enalapril, Ramipril, Quinapril, Lisinopril), informieren Sie vor der Behandlung mit Firazyr bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
Nahrungsmittel und Getränke haben keinen Einfluss auf die Wirkung von Firazyr.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie:
•an anderen Krankheiten leiden,
•Allergien haben oder
•andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa)!
Darf Firazyr während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?
Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, bevor mit der Anwendung von Firazyr begonnen wird.
Nachdem Sie Firazyr erhalten haben, sollten Sie 12 Stunden lang nicht stillen.
Fragen Sie vor der Einnahme bzw. Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Ihre Ärztin bzw. Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin um Rat.
Wie verwenden Sie Firazyr?
Wenn Sie noch niemals Firazyr erhalten haben, wird Ihre erste Firazyr-Dosis immer von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder einer Krankenschwester injiziert.
Ihr Arzt bzw. Ärztin teilt Ihnen mit, wenn es für Sie sicher ist, nach Hause zu gehen.
Nach Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder dem medizinischen Fachpersonal, und nachdem Sie eine Schulung in der Technik der subkutanen Injektion (Injektion unter die Haut) erhalten haben, können Sie selbst oder Ihre Pflegeperson möglicherweise die Firazyr-Injektion durchführen, wenn Sie eine HAE-Attacke haben. Es ist wichtig, dass Firazyr subkutan (unter die Haut) injiziert wird, sobald Sie eine Attacke des hereditären Angioödems bemerken. In Ihrer medizinischen Versorgungseinrichtung wird man Ihnen zeigen, wie Sie oder Ihre Pflegeperson Firazyr sicher injizieren, indem Sie die Anweisungen in der Packungsbeilage befolgen.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat die genaue Dosierung von Firazyr ermittelt und wird Ihnen mitteilen, wie häufig es anzuwenden ist. Die empfohlene Dosierung von Firazyr ist eine Injektion (3 ml, 30 mg), subkutan (unter die Haut) verabreicht, sobald Sie eine Attacke Ihres hereditären Angioödems feststellen (beispielsweise verstärkte Hautschwellungen, die besonders das Gesicht und den Hals betreffen, oder stärkere Bauchschmerzen). Wenn Sie nach 6 Stunden keine Symptomlinderung verspüren, kann eine weitere Injektion mit Firazyr (3 ml) erfolgen. Wenn Sie nach weiteren 6 Stunden immer noch keine Linderung feststellen, können Sie eine dritte Injektion mit Firazyr (3 ml) erhalten.
Sie dürfen innerhalb von 24 Stunden höchstens 3 Injektionen und pro Monat höchstens 8 Injektionen mit Firazyr erhalten.
Firazyr ist für die subkutane Injektion (unter die Haut) bestimmt. Jede Spritze darf nur einmal verwendet werden.
Firazyr wird mit einer kurzen Injektionsnadel in das Fettgewebe unter die Haut am Bauch injiziert.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Die folgende schrittweise Anleitung ist nur für den Fall der Selbstanwendung bestimmt
Die Anleitung beinhaltet die folgenden Schritte:
1) Wichtige allgemeine Informationen
2) Vorbereiten der Spritze und der Injektionsnadel
3) Vorbereiten der Injektionsstelle
4) Injizieren der Lösung
5) Entsorgung des Injektionsmaterials
Anweisungsschritte für die Injektion
1) Wichtige allgemeine Informationen
•Waschen Sie vorher Ihre Hände mit Wasser und Seife.
•Öffnen Sie die Blisterpackung, indem Sie den Verschluss abziehen.
•Nehmen Sie die Fertigspritze aus der Blisterverpackung heraus.
•Schrauben Sie die Kappe von dem einen Ende der Fertigspritze ab.
•Nach dem Abschrauben der Kappe legen Sie die Fertigspritze beiseite.
2) Vorbereitung der Spritze und der Nadel für die Injektion
•Nehmen Sie die Nadelkappe aus der Blisterpackung heraus.
•Ziehen Sie den Verschluss von der Nadelkappe ab (die Nadel muss in der Nadelkappe bleiben).
•Nehmen Sie die Spritze fest in die Hand. Befestigen Sie dann die Nadel sorgfältig an der Fertigspritze mit der farblosen Lösung.
•Schrauben Sie dazu die Fertigspritze auf die Nadel, die immer noch fest in der Nadelkappe sitzt.
•Ziehen Sie die Nadel von der Nadelkappe ab, indem Sie am Gehäuse der Spritze ziehen. Nicht am Kolben ziehen.
•Die Spritze ist nun fertig für die Injektion.
3) Vorbereiten der Injektionsstelle
•Wählen Sie die Injektionsstelle. Dies sollte eine Hautfalte an einer Seite des Bauches sein, etwa 5-10 cm unterhalb Ihres Nabels. Der Bereich sollte mindestens 5 cm von etwaigen Narben entfernt sein. Wählen Sie keine Stelle, die schmerzt, oder an der sich Blutergüssen oder Schwellungen befinden.
•Reinigen Sie die Injektionsstelle mit einem mit Desinfektionsalkohol getränkten Wattebausch. Warten Sie, bis die Stelle getrocknet ist.
4) Injizieren der Lösung
•Halten Sie die Spritze zwischen zwei Fingern einer Hand, wobei sich der Daumen unter dem Kolben befindet.
•Sorgen Sie dafür, dass sich keine Luftblase in der Spritze befindet, indem Sie den Kolben drücken, bis der erste Tropfen der Lösung an der Nadelspitze sichtbar wird.
•Halten Sie die Spritze in einem Winkel von 45-90 Grad zu Ihrer Haut, wobei die Nadel in Richtung Haut zeigt.
•Während Sie mit einer Hand die Spritze halten, fassen Sie mit der anderen Hand an der zuvor desinfizierten Injektionsstelle vorsichtig eine Hautfalte zwischen Daumen und Fingern.
•Während Sie die Hautfalte festhalten, führen Sie die Spritze in Richtung Haut und stechen Sie die Nadel schnell in die Hautfalte ein.
•Drücken Sie langsam den Kolben der Spritze. Halten Sie dabei Ihre Hand ruhig, bis die gesamte Flüssigkeit in die Haut injiziert wurde und sich keine Flüssigkeit mehr in der Spritze befindet.
•Drücken Sie den Kolben so langsam, dass der Vorgang etwa 30 Sekunden dauert.
•Lassen Sie die Hautfalte los und ziehen Sie vorsichtig die Nadel heraus.
5) Entsorgung des Injektionsmaterials
•Entsorgen Sie die Spritze, die Nadel und die Nadelkappe in einer Abwurfbox zur Entsorgung von Abfall, der bei unsachgemässem Umgang Verletzungen verursachen könnte.
Welche Nebenwirkungen kann Firazyr haben?
Wie alle Arzneimittel kann Firazyr Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Fast alle Patienten, die Firazyr erhalten, entwickeln eine Reaktion an der Injektionsstelle (wie Hautirritation, Schwellung, Schmerzen, Juckreiz, Erythem und Brennen). Die Reaktion kann aus Brennen, Hautrötung (Erythem), Schmerzen, Schwellung, Wärmegefühl, Jucken und Hautreizung bestehen. Diese Reaktionen sind in der Regel leicht und klingen ab, ohne dass eine weitere Behandlung erforderlich ist.
Die unten aufgeführte Häufigkeit möglicher Nebenwirkungen ist wie folgt definiert: sehr häufig (betrifft mehr als 1 von 10 Patienten), häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Patienten), gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1 000 Patienten), selten (betrifft 1 bis 10 von 10 000 Patienten), sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10 000 Patienten), nicht bekannt (die Häufigkeit kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).
Sehr häufig:
Reaktionen an der Injektionsstelle (Hautirritation, Schwellung und/oder Druckgefühl, Schmerzen, Juckreiz, Erythem, Brennen, blauer Fleck, Unempfindlichkeit und/oder Taubheitsgefühl, erhabener juckender Hautausschlag und Wärmegefühl).
Häufig:
Übelkeit
Kopfschmerz
Schwindelgefühl
Fieber
Juckreiz
Hautausschlag
Hautrötung
Anormale Leberfunktionswerte
Informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie feststellen, dass sich die Symptome der Attacke bei Ihnen verschlimmern, nachdem Sie Firazyr erhalten haben.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?
Arzneimittel ausserhalb der Reich- und Sichtweite von Kindern aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht über 25° C lagern. Nicht einfrieren.
Firazyr darf nicht verwendet werden, wenn die Verpackung von Spritze oder Kanüle beschädigt ist oder es sichtbare Anzeichen einer Qualitätsverschlechterung gibt, beispielsweise wenn die Lösung wolkig aussieht, Schwebstoffe aufweist oder sich die Farbe der Lösung verändert hat.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Massnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Firazyr enthalten?
Der Wirkstoff ist Icatibant 30 Milligramm (als Acetat) in 3 ml einer Injektionslösung je Fertigspritze.
Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Eisessig, Natriumhydroxid und Wasser für Injektionszwecke. Die Lösung enthält keine Konservierungsstoffe.
Firazyr ist eine klare, farblose Injektionslösung in einer 3 ml-Fertigspritze aus Glas.
Die Packung enthält eine Injektionsnadel (25 G; 16 mm).
Zulassungsnummer
58'178 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Firazyr? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung.
Packung mit 1 Fertigspritze zu 3 ml 1 Injektionsnadel (25 G; 16 mm).
Zulassungsinhaberin
Shire Switzerland GmbH, Zug
Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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