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Post-Sprecher Oliver Flüeler bestätigte eine Meldung von "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche". Die Codierung in Vietnam nimmt Briefträgern Sortierarbeit ab und wird seit Ende Juni fünf Wochen lang im Briefzentrum Zürich-Mülligen getestet. Im Herbst will die Post entscheiden, ob die Neuerung landesweit eingeführt wird.
Adressen, die die Scanner im Sortierzentrum nicht vollständig erkennen können, werden verschlüsselt nach Vietnam übermittelt. Angestellte von Swiss Post Solutions in Vietnam vergleichen die Angaben auf dem Brief mit den Adressdaten der Post. Sie versehen die Briefe mit einem zusätzlichen Code.
Damit erhalten die Pöstler alle Briefe in der richtigen Reihenfolge für die Zustelltour ohne selbst Hand anlegen zu müssen. Dies ist heute zum Beispiel der Fall, wenn ein vorübergehender Nachsendeauftrag besteht oder wenn ein Adressat umgezogen ist.
Die zusätzliche Automatisierung wird "weniger als 100 Stellen" im Zustelldienst kosten, wie Flüeler bestätigte. Dieser Abbau könne über natürliche Fluktuation aufgefangen werden.
Laut Flüeler verarbeiten die drei Briefzentren der Post pro Tag 15 bis 20 Millionen Sendungen. Mehrere hunderttausend Briefe könnten, wenn der Pilotversuch definitiv eingeführt wird, täglich in Vietnam codiert werden.
Swiss Post Solutions beschäftigt in Vietnam rund 1200 Angestellte und bearbeitet in 28 Sprachen Dokumente für verschiedenste Unternehmen.
(AWP)