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Abwehrmöglichkeiten gegen Marder
Marder sorgen immer wieder für Lärmbelästigungen und Sachbeschädigungen in Häusern, Gärten oder an Autos. Mit den richtigen Massnahmen können Sie die Marder jedoch fern halten.
(ebr) Zur Familie der Marder gehören Wiesel, Nerz, Baummarder, Steinmarder, Iltis, Dachs und Fischotter. Während sich der Baummarder bevorzugt fern vom Menschen im Wald aufhält, sucht der Steinmarder die Nähe zu menschlichen Siedlungen.
Scheunen, Speichern und Abstellräume sind für den Steinmarder, auch Dach- oder Wohnmarder genannt, geeignete Schlupfwinkel. Steinmarder sind Einzelgänger, die nur zur Paarungszeit im Juli und August zusammen finden. Sie ernähren sich mit Vorliebe von Nagetieren (Ratten und Mäuse, Hasen und Kaninchen), sind aber bei der Nahrungsaufnahme sehr flexibel: Sie essen auch Obst, Beeren, Katzenfutter und Gummischläuche.
Belästigungen
Lärm
Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen, die Marder beherbergen, werden von April bis September auf ihre Untermieter aufmerksam. Jungmarder, die im April geboren werden, erzeugen durch ihre Jagd- und Kampfspiele, die ab Ende Mai/Juni beginnen, auffallend viel Lärm. Die anschliessenden Paarungsspiele im Juli/August sind besonders heftig, ausdauernd und laut. Der Lärm sorgt für schlaflose Nächte, denn die Marder können zum Teil so heftig poltern, dass man Einbrecher im Haus vermuten könnte. Steinmarder mögen ihrerseits jedoch keinen Lärm. Wenn Sie das Radio oder den Fernseher frühmorgens laut aufdrehen, wird der Marder sein Versteck für längere Zeit nicht mehr aufsuchen.
Gestank
Der Steinmarder sucht immer wieder dieselbe Stelle auf, um seinen Kot und seine Beuteresten zu deponieren. Dies verursacht einen unangenehmen Geruch. Wenn man an dieser Stelle eine Zeitung auslegt, kann der Kot nachher schnell beseitigt werden. Der Steinmarder mag selber keine fremdartigen Gerüche. Man kann ihn zwingen, seine Behausung zu verlassen, wenn man beispielsweise parfümgetränkte Watte in sein Revier legt.
Sachbeschädigungen
Der Steinmarder liebt es, an Gummimanschetten und Elektrokabels von Autos zu nagen. Er zerbeisst Zündkabel und Bremsschläuche. Er tut dies aber nicht aus Zerstörungswut, sondern mehr aus Erkundungslust. Eine andere Ursache für diese «Aggression» ist die Reviermarkierung anderer Marder im Motorraum. Falls Marder Freude an Ihrem Auto haben, können Sie Abwehrsysteme in der Garage aufstellen, die speziell auf Marder abgestimmt sind.
Tipps für ein marderfreies Haus
Nebst Abwehrsystemen ist Vorbeugen eine Möglichkeit, Ihr Haus marderfrei zu halten. Dies nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch, denn Marder sind anspruchslose und anpassungsfähige Tiere.
- In einem ersten Schritt sollten Sie herausfinden, wie der Marder ins Haus kommt. Gehen Sie systematisch vor: Überlegen Sie, wo der Marder auf das Dach steigt (Sie können z. B. Sandflächen anlegen, um die Spuren sichtbar zu machen).
- In einem zweiten Schritt sollten Sie das Schlupfloch des Marders ausfindig machen und sich versichern, dass er keine anderen Möglichkeiten hat, ins Haus zu gelangen. Sie dürfen den Eingang ins Gebäude nicht tagsüber verschliessen, sondern immer in der Nacht, da Sie ansonsten den nachtaktiven Marder einschliessen könnten.
- Wenn Sie dem Marder eine zusätzliche «Wohngelegenheit» im Freien bieten, verringert sich die Chance, dass er sich in Ihrem Haus niederlässt. Dies können Holzstösse mit Höhlungen sein oder selbst erbaute Marderhäuschen (Achtung: Vermeiden Sie wegen dem Geruch Imprägnierungen und Anstrich).
Die von Marder geplagten Bewohner sehen oft im Fang des Marders die letzte Möglichkeit, um sich der verdienten Nachtruhe hingeben zu können. Das Fangen und Wiederloslassen macht jedoch nicht viel Sinn, da der Steinmarder in sein altes Revier zurückkehren kann. Der Wegfang hat demzufolge nur eine beschränkte Wirkung.
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