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Die äthiopischen Juden gelten als Nachkommen des Stammes Dan, einem der zehn «verlorenen Stämme Israels». «Wir haben heute eine wichtige Entscheidung getroffen», erklärte Regierungschef Benjamin Netanjahu, «in den kommenden fünf Jahren werden wir die letzten verbliebenen jüdischen Gemeinschaften ins Land bringen.»
Nach der Staatsgründung 1948 waren zunächst kleinere Gruppen äthiopischer Juden, der Bet Israel (Haus Israel), in den wiedergeborenen jüdischen Staat eingewandert. 1984 organisierte Israel während einer Hungersnot in Äthiopien mit einer spektakulären Luftbrücke, der «Aktion Moses», die Rückführung von 8000 Juden nach Israel. In der Folgezeit wurden immer wieder grössere Kontingente der «Falashmura» nach Israel gebracht.
Die äthiopischen Einwanderer haben grössere Mühen als andere Einwanderergruppen, sich in Israel zu integrieren. Inzwischen verbessert sich die Situation aber. So haben heute 90 Prozent der jüngeren Generation jüdischer Einwanderer aus Äthiopien einen qualifizierten Schulabschluss. Diese Zahl unterscheidet sich kaum noch von den 93 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung. Die Beschäftigungsquote stieg ebenfalls deutlich an, von 50 auf 72 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Jahre. Bei den Frauen war der Anstieg noch deutlicher, von 35 auf 65 Prozent.
Mit der Rückführung der Juden aus Äthiopien erfüllen sich auch biblische Prophetien, die davon berichten, dass sich das jüdische Volk aus aller Welt wieder in Israel sammeln wird. In Israel wird die ganze Welt Zeuge davon, dass die Heilige Schrift wahr ist.