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Wie man an meinen letzten Artikeln sieht habe ich mich in letzter Zeit ausführlich mit den Ursachen für Potenzprobleme beschäftigt. Wenn man bedenkt wieviele Männer unter erektiler Dysfunktion leiden ist wirklich nicht verwunderlich, dass es zahlreiche mögliche Ursachen für Potenzstörungen gibt. Viele davon waren mir früher gar nicht bekannt und ich denke es kann nur von Vorteil sein, sich bewusst zu machen welche Verhaltens- und Lebensweisen einen Risikofaktor für die Potenz darstellen.
Medikamente als Ursache für Erektionsstörungen
Meistens sind körperliche, also physische Ursachen für eine erektile Dysfunktion (Erektionsstörung) verantwortlich. An zweiter Stelle folgen seelische, also psychische Ursachen. Darüber hinaus kommen jedoch auch Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten als Ursache bzw. Auslöser für Potenzprobleme in Frage. 1998 wurde im Bezirk Köln eine Studie mit 5000 Männern durchgeführt die an erektiler Dysfunktion leiden. Bei etwa einem Viertel der Männer wurde festgestellt, dass die Erektionsstörungen durch Nebenwirkungen von Medikamenten aufgetreten sind. Insbesondere handelte es sich dabei um Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck, gesteigerten Cholesterinwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Potenzprobleme durch Medikamente
Fakt ist, dass sehr viele Medikamente Erektionsstörungen verursachen können. Die Nebenwirkungen dieser Mittel können sogar bei Frauen zu sexuellen Störungen führen. Insbesondere aus der Kategorie der blutdrucksenkenden Medikamente (Antihypertensiva) sind einige für Erektionsstörungen bekannt. So können vor allem bestimmte entwässernde Medikamente, sogenannte Thiazide, oder auch bestimmte Beta-Blocker (nicht selektive Beta-Blocker) Potenzstörungen verursachen. Gerade die Beta-Blocker werden bei der medikamentösen Therapie vieler Krankheiten eingesetzt. Diese Mittel senken die Ruheherzfrequenz und den Blutdruck, daher werden sie primär bei Bluthochdruck und Koronarer Herzkrankheit verwendet.
Die Liste der Medikamente, die Potenzstörungen verursachen können, ist lang:
- Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva)
- Medikamente zur Bekämpfung von Epilepsie (Antiepileptika)
- Medikamente zur Senkung des Blutdrucks (Antihypertensiva)
- Mittel zur Senkung des Cholesterinspiegels
- Medikamente gegen psychische Erkrankungen (Psychopharmaka)
- Schlafmittel (Hypnotika)
- Beruhigungsmittel (Sedativa)
- Schmerzmittel (Analgetika)
- Cortison
- Medikamente zur Behandlung von Diabetes (Antidiabetika)
- Medikamente zur Behandlung von Rheuma, Gicht oder Arthritis
- Mittel gegen Störungen der Blasenfunktion
- Medikamente gegen schwere Erkrankungen wie Krebs, Magen- oder Darmerkrankungen (z.B. Cimetidin)
- Glycoside wie Digoxin, die etwa bei Herzinsuffizienz zur Stärkung der Herzkraft verordnet werden
- Mittel gegen Schmerzen und Entzündungen in den Gelenken
- Finasteride (Mittel zur Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen)
Und dabei handelt es sich nur einige Medikamente, die Potenzprobleme verursachen können.
Was tun bei Potenzstörungen durch Medikamente?
Sofern der Verdacht besteht, dass man unter Potenzstörungen leidet, die in Zusammenhang mit der Einnahme von Medikamenten stehen könnten sollte unbedingt Rücksprache mit einem Facharzt gehalten werden. Mit Hilfe von Untersuchungen kann dieser feststellen, ob die Medikamentder Potenz schaden. Eine allgemeine Diagnose ist hierbei nicht möglich, da jeder Mensch unterschiedlich auf die verschiedenen Wirkstoffe reagiert.
Ausweich-Präparate um Potenzstörungen zu vermeiden
Glücklicherweise gibt es für einige der oben genannten Mittel Alternativen, die keine Potenzstörungen verursachen. Von diesen wiederum können einige sogar die Erektion unterstützen. Patienten, die an Bluthochdruck leiden, können beispielsweise auf entsprechende Alternativen zurückgreifen. Die Einnahme eines alternativen Medikaments darf aber natürlich nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.
Mein Rat: In jedem Fall sollten Männer, die ein erektionshemmendes Medikament einnehmen und unter Erektionsstörungen leiden, mit ihrem Arzt über eine Lösung sprechen. Kommt kein kein Alternativpräparat in Frage ist womöglich eine Therapie der Potenzstörungen mit Medikamenten möglich.