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Eine Eileiterschwangerschaft kann lebensbedrohlich sein
Eine befruchtete Eizelle nistet sich für gewöhnlich in der Gebärmutter ein, wodurch der Embryo neun Monate lang versorgt werden und heranwachsen kann. Gelegentlich kommt es allerdings auch vor, dass sie sich an einer anderen Stelle einnistet. Dies wird von Ärzten als extrauterine Schwangerschaft bezeichnet. Die Einnistung erfolgt dann etwa im Gebärmutterhals, der Bauchhöhle oder dem Eileiter. Rund 1 % aller Schwangerschaften und 98 % aller extrauterinen Schwangerschaften sind sogenannte Eileiterschwangerschaften, bei denen sich die Eizelle im Eileiter statt in der Gebärmutter einnistet. Für Frauen kann eine solche Schwangerschaft eine lebensbedrohliche Situation darstellen.
Ursachen und Symptome
Ist der Weg von den Eierstöcken zur Gebärmutter für die Eizelle nicht ohne Weiteres passierbar, kann es vorkommen, dass sie sich im Eileiter einnistet. In seltenen Fällen ist hierfür eine Fehlbildung verantwortlich, aber auch vorangegangene Operationen kommen als Auslöser in Betracht. Deutlich häufiger sind jedoch Infektionen - zum Beispiel mit Chlamydien – oder Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut im Eileiter (Endometriose) ursächlich für eine Eileiterschwangerschaft. Des Weiteren erhöht die Spirale das Risiko einer extrauterinen Schwangerschaft im Eileiter, da sie zu Entzündungen führen kann, die den Weg vom Eierstock zur Gebärmutter behindern.
Im Falle einer Eileiterschwangerschaft treten deutliche Symptome auf. Diese beginnen ungefähr sechs Wochen nach der letzten Periode mit Bauchschmerzen und leichten Schmierblutungen. Später kommen dann Berührungsschmerzen mit Abwehrspannungen sowie Fieber hinzu. Unbehandelt kann die Eizelle weiterwachsen und zu schweren Blutungen im Bauchraum führen.
Was muss ich bei einer Eileiterschwangerschaft tun?
Eine Eileiterschwangerschaft muss unbedingt medizinisch betreut werden und kann nicht mehr ausgetragen werden. Wird eine Eileiterschwangerschaft früh genug erkannt, kann unter ärztlicher Aufsicht abgewartet werden, ob die Eizelle auf natürlichem Wege abgestossen wird. Andernfalls kommt eine medikamentöse Behandlung in Betracht, die das Schwangerschaftsgewebe abtötet. In einigen Fällen wird allerdings eine operative Entfernung notwendig. Bei dieser invasiven Massnahme wird versucht, den Eierstock zu erhalten, was jedoch nicht immer gelingt. Für Ärzte stellt dies die letzte Option dar, die aber manchmal unabdingbar ist, um ein Einreissen des Eileiters und Einblutungen in den Bauchraum zu verhindern. Dies ist eine lebensbedrohliche Situation, weshalb beim Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft unbedingt ein Arzt aufgesucht werden muss.