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Bis heute ist die Komödie mit Alfred Rasser der einzige Film, der es gewagt hat, den schweizerischen Militarismus zu kritisieren und das Ansehen der Armee anzukratzen.
Den Film «HD-Soldat Läppli» schuf Alfred Rasser auf Grund seiner Bühnenfigur. Er selbst führte Regie, und selbstverständlich spielte er auch den dumm-biederen Läppli. Ein Schwank bleibt Schwank. Rasser wollte, seinem Publikum verpflichtet, den Charakter der volkstümlichen Kabarettfigur und ihres Umfelds nicht verändern. «HD Soldat Läppli» ist als ironischer Plausch in Uniform und gegen die Uniform gedacht. Kriegsmobilmachung 1939: der tolpatschige Läppli, ein Grossmaul und Wichtigtuer, wird wegen antimilitärischer Reden inhaftiert. Als man ihn später dennoch zur Offiziersordonnanz befördert, setzt er sein mutwilliges Treiben fort. Er handelt ohne Argwohn, wirkt leicht vertrottelt, eine läppisch einfältige Seele, schwätzt ins Blaue hinein und schafft in harmloser Naivität immer wieder eine Lage, die über die Tücke des Zufalls oder den sturen Militarismus lachen lässt. Seine Umwelt, Stabsgebiet der Offiziere, wird dabei mit Ironie, aber ohne bösen Hohn gezeichnet. Alfred Rassers Satire ist milder, versöhnlicher geworden, als sie es auf den Kabarettbrettern in den Nachkriegsjahren war: Seinem HD Läppli hat er hier einen versteckten Charme, eine chaplineske Allüre verliehen.