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Während den letzten vier Jahrhunderten wurde immer wieder von namhaften Forschern, Pionieren und Wissenschaftlern bestätigt, dass das Tipi, das Zelt der nordamerikanischen Prärieindianer eine der hervorragendsten aller mobilen Behausungen darstellt.
Für den Indianer, dessen Konzept von Leben und Ethik (Religion) ungleich weiter, tiefgründiger, reicher und ganzheitlicher war, als das seiner weissen Kolonisatoren, bedeutete auch das Tipi mehr als nur Behausung. Es war eine Art des Wohnens und des sakralen Feierns, war Heim und Kirche gleichzeitig, war Ort des Für-sich-selbst-seins und des Zusammenseins und Teilens mit der Familie, Freunden, Natur und überirdischen Wesen. Die indianische Kultur ist sehr von Magie erfüllt. Das Aufstellen eines Tipis enthält daher immer wieder Rituale die eingehalten werden sollten, damit die guten Geister aufgerufen und die bösen Geister vertrieben werden.
Durch die Aussenplane und das Innenzelt entsteht ein Kamin-Effekt, der den Rauch beim Feuern nach oben und durch die Rauchklappen abziehen lässt. Dieser Effekt wirkt auch im Sommer, wenn sich die Luft im Zelt erhitzt und dadurch ansteigt, strömt unten frische Luft nach. Dies ergibt eine ständige Luftzirkulation im Zelt, die auch im Sommer ein angenehmes Klima erzeugt. Da in der Prärie nie ein Wind genau aus Osten kommt, stellen die Indianer ihre Zelte mit dem Eingang immer gegen Osten. Der starke bis stürmische Wind kommt immer aus Westen. Daher wurde das Tipi so konstruiert, dass es sich leicht gegen Westen neigt. So drückt der Wind das Zelt gegen den Boden, anstatt vom Boden abzuheben. Dies und die Bindetechnik der Stangen mit deren Verankerung macht ein Tipi absolut sturmsicher.