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Das Hektolitergewicht, das herkömmlich als Qualitätsparameter bei Getreide gebraucht wird, dient in zahlreichen Ländern der Bestimmung des Preisniveaus. Die Literatur liefert umstrittene Ergebnisse über den Zusammenhang zwischen Hektolitergewicht und Mehlausbeute oder anderen Qualitätsparametern. Diese Studie ist der Untersuchung eines breiten Spektrums von WeizenSorten gewidmet, die über mehrere Jahre angebaut wurden. Dabei wurde die Beziehung zwischen Hektolitergewicht und Qualitätsparametern wie Proteingehalt, Zelenywert, Tausendkorngewicht und rheologische Eigenschaften untersucht. Die Varianzanalyse des Hektolitergewichts zeigte einen grossen Einfluss der Umwelt und des Genotyps. Beim Sommerweizen konnte zwischen Hektolitergewicht und Mehlausbeute keine Korrelation festgestellt werden. Beim Winterweizen war diese Korrelation über zwei Jahre negativ, schwach, aber signifikant, in den einzelnen Jahren jedoch nicht signifikant. Beim Weizen allgemein waren Hektolitergewicht und Kornertrag, Tausendkorngewicht, Kornnote, Fallzahl, Kornhärte, Proteingehalt und Zelenywert schwach korreliert, aber dank der zahlreichen Beobachtungen generell hoch signifikant. Die Ergebnisse beim Sommerweizen deckten sich nicht immer mit jenen des Winterweizens. Hektolitergewicht und rheologische Parameter waren beim Winterweizen im Allgemeinen ebenfalls schwach korreliert und hoch signifikant. Beim Sommerweizen waren die Korrelationen zwischen dem Konsistenzabfall und der Viskosität signifikant. Bei der Messung des Hektolitergewichts handelt es sich um eine schnelle und immer noch verbreitete Methode zur Bestimmung des Getreidepreises. Diese Studie zeigt jedoch, dass dieser Parameter nichts über die Backqualität oder die Mehlausbeute aussagt.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.