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Gemeinschaft zur Konfliktverhütung
Vor gut drei Jahren wurde das Friedensprojekt ins Leben gerufen. Das Projekt wurde damals als Alternative zu anderen humanitären Organisationen lanciert und in erster Linie von religiösen Organisationen unterstützt. Nach einem Jahr Einführung und grundsätzlichen Überlegungen zur Finanzierung kam die Phase der Konsolidierung und der Suche nach möglichen Partnern. Verbündete sucht das Friedensprojekt direkt in den vom Krieg betroffenen Gegenden sowie unter den verschiedenen Friedensorganisationen.
Um solche Aktionen zu koordinieren, haben die Initianten Ende 1998 beim Sonnenberg in Freiburg ein Institut eröffnet. Das Institut ist eine Relaisstation zum Austausch von Informationen, aber auch Ort der Aus- und Weiterbildung von Unternehmern in Krisengebieten. Dadurch ist das Institut auch Schaufenster des ganzen Friedensprojekts.
Die Macht
der Privatunternehmer
Von Anfang an war die Projektvorbereitung auf sechs Jahre ausgerichtet. Nach den ersten drei ermutigenden Jahren ist man heute bei der Konzeptentwicklung angelangt. Mehrere Direktoren von Unternehmungen in Krisengebieten haben ihr Interesse angemeldet.
Die Privatunternehmungen sind Ziel der Vorbeugung, «weil sie die Macht haben, eine Region zu stabilisieren, aber auch zu destabilisieren», wie die Initianten gestern an einer Pressekonferenz erklärten. Sie können eine Umkrempelung oder Neuverteilung der Mittel provozieren und somit einiges zu einem sozialen Gleichgewicht beitragen. So könnten Kriege indirekt vermieden werden. Solche Privatunternehmer will das Friedensprojekt beraten.
Die Finanzierung der Aufbauarbeit war zu Beginn mit Spenden gesichert. Zwei Mitarbeiterinnen sind im Rahmen eines Arbeitslosen-Beschäftigungsprogramms angestellt, das Komitee arbeitet unentgeltlich. Die eigentliche Arbeit, die in drei Jahren beginnt, soll dann mit den Zinsen aus einem Gründungskapital von 10 Millionen finanziert werden. Davon sind bisher erst 5000 Franken zugesichert. Mindestens auf dieser Ebene bleibt noch einiges zu tun.