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SIK-ISEA veranstaltete am 27./28.10.2011 ein internationales Kolloquium zur Authentizität in der bildenden Kunst der Moderne, das ausgehend von der definitorischen Unschärfe des Begriffs untersuchte, welche Formen die Authentizitätskritik seit Beginn der Moderne angenommen hat und welche Legitimität die Rede von der Authentizität heute noch haben kann. Dabei wurde der Authentizitätsbegriff auf den künstlerischen Gegenstand, auf den Urheber sowie auf die Rezeption in Kunstwissenschaft und Ästhetik, in den Medien, in Kunstinstitutionen und Sammlungen, auf dem Markt oder im Museum bezogen. Begriffe wie Original, Eigenhändigkeit, Reproduktion, Fälschung, Wahrheit, Ursprünglichkeit, Legitimation waren im Hinblick auf unterschiedliche Kunstgattungen kritisch zu hinterfragen. Die Theorie des Begriffs wurde dabei ebenso zur Diskussion gestellt wie der Umgang mit der Authentizitätsproblematik in den digitalen Medien und bei der
Konservierung ephemerer Materialien. Die Publikation versammelt ausgewählte Symposiumsbeiträge.
Denise Colomb (1902–2004), Hans Arp, Meudon, 1954, Schwarz-Weiss-Fotografie, 30 x 23,5 cm
Untersuchung der Farbschichten einer Holzskulptur unter dem Technoskop, 1969, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Foto: Fred Mayer, Zürich