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Im Januar 2015 hat die Nagra ihre Vorschläge für die Standortgebiete eingereicht, die in Etappe 3 des Standortwahlverfahrens weiter untersucht werden sollen: Jura Ost und Zürich Nordost. In der Dokumentation wies die Nagra darauf hin, dass in allen sechs im Verfahren befindlichen Standortgebieten sichere Tiefenlager gebaut werden können. Sie schlug aber vor, die Gebiete Nördlich Lägern, Südranden, Jura-Südfuss und Wellenberg zurückzustellen und begründete dies mit eindeutigen sicherheitstechnischen Nachteilen dieser Gebiete gegenüber Jura Ost und Zürich Nordost. Im November 2015 hat das ENSI eine Nachdokumentation zu dem Indikator «Tiefenlage im Hinblick auf bautechnische Machbarkeit» an die Nagra gestellt. Diese wurde erarbeitet und im August 2016 eingereicht. Dabei hielt die Nagra daran fest, dass ein Tiefenlager in Nördlich Lägern sicher gebaut werden kann, dass die Realisierung eines Tiefenlagers im Opalinuston in grosser Tiefe aber sehr anspruchsvoll ist. Sie wertete dies als eindeutigen, sicherheitstechnischen Nachteil.
Mit der heute ausgesprochenen Empfehlung des ENSI neben Jura Ost und Zürich Nordost auch Nördlich Lägern in Etappe 3 vertieft zu untersucht, hat die Aufsichtsbehörde eine andere Position bezogen. Die Nagra akzeptiert die Schlussfolgerungen der ENSI-Analyse. Da bisher erst die Schlussfolgerungen bekannt sind, das Gutachten des ENSI aber noch nicht vorliegt, kann die Nagra sich inhaltlich nicht dazu äussern.
Bereits nach Bekanntwerden der Nachforderung des ENSI im November 2015 hat die Nagra angekündigt, mit vorbereitenden Arbeiten im Standortgebiet Nördlich Lägern zu beginnen, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Zurzeit finden 3D-seismische Messungen statt und im Frühjahr 2017 werden Gesuche für Sondierbohrungen im Gebiet Nördlich Lägern eingereicht.