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Wenn die Theatergruppe schneller ist als das Virus, bringt sie Henrik Ibsens «Peer Gynt» diesen Herbst auf die Grosse Bühne, und zwar in einer modernen Übersetzung aus dem Norwegischen von Angelika Grundbach. Das Stück wurde 1876 am Christiana-Theater in Oslo uraufgeführt. Die Aufführungsdaten am Gymer Kirchenfeld sind: Mittwoch, 03.11. (Première), Freitag, 05.11., Sonntag, 07.11. (17 Uhr), Dienstag, 09.11. und Donnerstag, 11.11. (Dernière), mit Ausnahme vom Sonntag jeweils um 19.30 Uhr in der Aula.
Wer ist Peer Gynt und warum beschäftigt er uns?
Peer Gynt ist … eine Zwiebel aus lauter Haut, Schicht für Schicht und ohne Kern.
Peer Gynt ist ein chronischer Lügner, ein manischer Aufschneider, ein selbstgerechter Egomane, der sich sein Leben schön träumt. Auf der Suche nach sich selbst begibt er sich auf eine Reise, die ihn quer durch die Welt führt: in die Berge, auf hohe See, in die Wüste und sogar in ein Irrenhaus, das seiner Bezeichnung mehr als gerecht wird. Überall mimt Peer Gynt den souveränen Macher, prahlt mit seinen angeblichen Erfolgen und schwadroniert von seinen Plänen, Kaiser zu werden. Am Ende kehrt er, mittlerweile alt geworden und völlig desillusioniert, nach Hause zurück und stirbt ausgerechnet in den Armen der Frau, Solvejg, die ihn als Einzige nie verraten hat … .
Weitere Informationen zu Reservationen folgen vor den Herbstferien an dieser Stelle.