Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03617.jsonl.gz/451

Freuds approach to mourning and melancholia
Informationen
Sergio Benvenuto, Psychoanalytiker, Rom
Freuds approach to mourning and melancholia and after
Freuds Annäherung an Trauer und Melancholie und danach Herr Benvenuto wird am Vortagsabend frei reden. Er hat jedoch einen ausführlichen Text verfasst, der als Grundlage für diesen Abend dienen soll und empfiehlt diesen vorher zu lesen. Am Abend selbst will er die Gedanken des Textes ausführen und erläutern.Der Vortrag wird in Englisch gehalten. Der Orignaltext in Englisch und die deutsche Übersetzung können heruntergeladen werden.Im ersten Teil des dem Vortrag von Sergio Benvenuto zugrunde liegenden Textes zeichnet der Autor Freuds Theorie der Melancholie nach; dabei hebt er deren enge Beziehung zum komplexen Freudschen Narzissmusbegriff hervor. Der spezifische Narzissmus der Depression wird als eine besondere Beziehung zum eigenen Spiegelbild beschrieben. Durch die Paradoxien des Narzissmus hindurch fasst der Autor das Rätsel des Freudschen Objekts, dessen Fehlen seinen Schatten auf das «Ich» des Subjekts wirft, genauer ins Auge.
In Teil II rekonstruiert Sergio Benvenuto das Freudsche Konzept des Narzissmus selbst, indem er eine Darstellung verwendet, die versucht, einige wichtige Freudsche Konzepte als «funktionale» zu beleuchten, d.h. er betrachtet sie als mathematische Funktionen. Anhand dieser zugleich graphischen als auch begrifflichen Darstellung situiert er drei von Freuds grundlegenden Konzepten Ich, Objekt und Ichideal als funktionale Konzepte. Melancholie und Manie kommen in dieser Darstellung als Stimmungszustände auf einer Grenzlinie zu liegen, die Ichlibido von Objektlibido trennt: das bedeutet, dass sie nicht fest entweder an sexuelle Libido oder an Idealisierungsprozesse gebunden sind, sondern vielmehr die funktionale Grenze zwischen Libido und Idealisierung markieren. Die Stimmungs¬schwankungen liegen immer im Zwischenbereich von Erotisierung und Idealisierung.Sergio Benvenuto, Psychoanalytiker in Rom, Forscher am Institute of Cognitive Sciences & Technologies in Rom (ISTC), Professur für Psychoanalyse am Instituto de Estudios Críticos, Mexico City; Chefredaktor des Journal of European Psychoanalysis. Zahlreiche internationale Publikationen, u.a. im Lettre International und mehrere Veröffentlichungen im RISS.
Vortragstext englisch
Vortragstext deutsch