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Welche Zutaten verwenden Sie, wenn Sie eine Guacamole selbst machen?
Avocado, frischer Limettensaft, etwas Salz und Pfeffer und vielleicht noch Jalapenos und Koriander? Und was erwarten Sie von einem Produkt, das Sie im Laden kaufen?
Das Kantonale Labor Zürich hat 15 Produkte mit Avocado genauer unter die Lupe genommen. Die Auswertung zeigt: wenn Sie Wert legen auf eine Guacamole, die wie hausgemacht ist, wählen Sie am besten ein Produkt aus dem Kühlregal. Diese Guacamoles enthalten 84- 95 % Avocado, teilweise wird der Haltbarkeit und der schönen Farbe aber mit Zusatzstoffen wie Ascorbinsäure und Sorbinsäure auf die Sprünge geholfen.
Bei lang haltbaren Konserven sieht es da schon anders aus. Solche Produkte werden beispielsweise als «Guacamole-Sauce» oder «Guacamole dip» verkauft. Die teure Avocado wird dabei häufig durch günstigere Zutaten wie Wasser, grüne Tomaten oder Kartoffeln ersetzt. Die schöne grüne Farbe ist in diesen Fällen meistens den zugesetzten Farbstoffen zu verdanken. Zwei «Salsa de Guacamole» mussten wegen nicht deklarierten Farbstoffen (E102 Tartrazin und E 133 Brillantblau) und wegen dem darin nicht zulässigen Farbstoff E 110 Gelborange S beanstandet werden.
Eine Guacamole aus Wasser, Weizenmehl und einem Esslöffel Avocado pro Glas entspricht wohl nicht den Erwartungen. Bei einigen Produkten fehlte die mengenmässige Angabe der Zutat Avocoado gleich ganz. Bei diesen muss man davon ausgehen, dass der Avocado-Anteil tatsächlich im Spurenbereich liegt. Insgesamt 6 Produkte wurden wegen Kennzeichnungsmängeln beanstandet; nebst täuschenden Angaben waren auch die schlechte Lesbarkeit, fehlende Angaben in Amtssprache oder Fehler im Zutatenverzeichnis zu beanstanden.