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Spektakuläre Bilder zeigen, wie die Wasserhose über dem Thunersee wirbelt:
Wie entstehen Wasserhosen?
Eine Wasserhose ist nichts anderes als ein kleiner Tornado über dem Wasser. Damit ein solcher Rüssel entsteht, braucht es drei Zutaten:
- Kalte Luft in der Höhe
- Winde, die in unterschiedliche Richtungen wehen
- eine warme Wasseroberfläche (z.B. See oder Meer)
Ist die Luft in der Höhe kalt und der Boden relativ warm, spricht man von einer instabilen oder labilen Atmosphäre. Je grösser der Temperaturunterschied vom Boden zur Höhe – also je instabiler die Atmosphäre – desto schneller steigt warme Luft auf und kondensiert. Zieht eine Schauer- oder Gewitterwolke über ein warmes Gewässer, saugt sie weitere Luft von unten an. Sind die Gewässer genügend warm, wird die darüberliegende Luft stark angefeuchtet.
Heute war es der Wind
Der Wind sorgte heute wahrscheinlich für die Wasserhose. Weht der Wind aus unterschiedlichen Richtungen, beginnt die aufsteigende Luft wie ein Schlauch zu rotieren. Wird der Schlauch in die Höhe gezogen, zieht er sich zusammen und rotiert schneller. Das ist ähnlich wie der Pirouetten-Effekt bei einer Eiskunstläuferin: Zieht sie ihre Arme ein, dreht sie sich schneller. Kondensiert die Luft in unserem schnell drehenden und aufsteigendem Schlauch, entsteht eine sichtbare Wasserhose.