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Tour de France 2023 nach Konter von Pogacar wieder offen
Tadej Pogacar triumphiert in der ersten von vier Bergankünften der diesjährigen Tour de France. Der Slowene trifft in Cauterets-Cambasque 24 Sekunden vor dem Vorjahressieger Jonas Vingegaard ein.
Tadej Pogacar triumphiert in der ersten von vier Bergankünften der diesjährigen Tour de France. Der Slowene trifft in Cauterets-Cambasque 24 Sekunden vor dem Vorjahressieger Jonas Vingegaard ein.
Vingegaard fährt zwar neu Gelben Trikot, aber er ist trotzdem der Verlierer des Tages.
Pogacar gelang ein Konter, den kaum einer erwartet hatte. Am Vortag hatte er noch über eine Minute eingebüsst. Nun verringerte der Slowene den Rückstand im Gesamtklassement auf den Dänen auf 25 Sekunden. Der Ausgang der Tour de France 2023 ist wieder völlig offen.
In der Etappe mit dem Col d’Aspin und dem berühmten Col du Tourmalet wurden die Fahrer bereits vor dem Schlussanstieg getestet. Erneut wurde offensiv gefahren, erneut gab es einen Schlagabtausch unter den beiden Top-Favoriten und erneut fiel am Schluss eine Entscheidung, die so nicht erwartet wurde.
Vingegaard wollte Pogacar, der am Mittwoch eine Niederlage kassiert hatte, endgültig aus der Entscheidung um das Gelbe Trikot werfen. Der Däne griff am Tourmalet resolut an. Der Australier Jai Hindley im Gelben Trikot blieb chancenlos - er ist neu Overall-Dritter mit anderthalb Minuten Rückstand, Pogacar hingegen liess nicht abreissen.
Die beiden Tour-Favoriten schlossen vor dem Schlussanstieg zur Spitzengruppe auf. Der Belgier Wout van Aert fungierte dabei als Relaisstation. Er liess sich zurückfallen und führte seinen Captain Vingegaard und dessen Begleiter Pogacar in die Spitzengruppe.
5 km vor dem Ziel, als die Steigung auf zweistellige Prozentzahlen anwuchs, attackierte Vingegaard erneut, doch Pogacar blieb dran und bestrafte den Dänen für dessen offensive Fahrweise. Der Gegenangriff von Pogacar schien Vingegaard zu überraschen. Er war zu keiner Reaktion fähig und nur darum bemüht, den Rückstand in Grenzen zu halten.
Auch Stefan Küng und Silvan Dillier behielten die Zeit - in ihrem Fall die Karenzzeit, die ein Fahrer nicht überschreiten darf, um bei Etappenrennen nicht aus dem Rennen genommen zu werden - im Auge. Die beiden Schweizer pedalten aber stets auf der sicheren Seite.