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Zahlreiche Massnahmen wurden bereits getroffen. Nach Angaben des Präsidenten des CTAB (Centre technique d'agriculture biologique) hat der Biosektor einen permantenten Platz auf der Tagesordnung des Ministerrats. Ein Preis des Staatspräsidenten wird jährlich an den besten Bioproduzenten verliehen. Der Staat übernimmt 30 % aller mit Umstellung auf Bio verbundenen Kosten für Anlagen und Geräte sowie 70 % der Kosten für Zertifizierung und Kontrolle.
In diesem Jahr fand vom 10. - 17. Mai eine Biowoche mit Informations- und Sensibilisierungsprogrammen in diversen Medien statt. Zudem wurde ein Forschungslabor für biologische Landwirtschaft eingerichtet. Im Mai 2010 kam ein Satz Briefmarken mit Bio-Motiven heraus (siehe Bild).
Bis 2014 soll der der Konsum von Bioprodukten der tunesischen Bevölkerung 1 % des Gesamtkonsums entsprechen. Der Export von Bioprodukten soll seinem Wert von 64 Mill TD auf 120 Mill TD verdoppeln. An den Hochschulen sollen Fachbereiche für die Ausbildung von Technikern speziell für den Biosektor geschaffen werden.
Tunesien ist das einzige afrikanische und das einzige Land der arabischen Welt, das über eine äquivalente und anerkannte Gesetzgebung verfügt, was den Export von Bioprodukten (vor allem Oliven, Datteln, Heilpflanzen) in die Märkte der europäischen Union erleichtert. Nur die Gesetzgebung von acht Ländern, darunter auch Tunesien, werden von der EU als gleichwertig anerkannt.
Die Fokussierung auf den Biosektor wurde durch die Entscheidung des Staatspräsidenten Zine el Abidine Ben Ali verstärkt, die tunesische Inselgruppe der Kerkennah-Inseln auf 100 % Biolandbau umzustellen. Eine Studie dazu wurde bereits begonnen.
Quelle: Deutsch Tunesische Industrie- und Handelskammer
Copyright: Bio-Markt.info, 30.09.2010/ mit freundlicher Genehmigung, A.d.R.