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Du hast diese Saison in der KHL begonnen. Wie hast du die letzten Monate in Riga erlebt?
Meine Familie und ich haben uns in der Stadt Riga sehr wohl gefühlt und die Zeit abseits vom Eishockey genossen. Auf dem Eis habe ich eine gute Leistung gebracht, bis sich der Trainer schliesslich dafür entschieden hatte 5 Imports zu feuern. Aber im Nachhinein bin ich doch froh, da ich jetzt in Biel bin, wo es professioneller und besser ist!
Wie unterscheidet sich die Handhabung der Corona-Pandemie von der KHL zur Schweizer Liga?
In Russland waren bei fast allen Spielen Zuschauer. Es wurde aber sehr viel getestet bei uns Spielern, eigentlich vor jedem Heim- und Auswärtsspiel.
Du bist als Jugendlicher nach Schweden gezogen, um dort in Luleå in der Juniorenabteilung zu spielen. Wieso gerade Schweden?
Ich wollte den Schritt ins Ausland machen, um grössere Chancen zu haben, Profi zu werden. Gleichzeitig wollte ich dies aber mit einer guten Schulausbildung, die in Österreich anerkannt wird, kombinieren. Deswegen waren die USA und Kanada kein Thema. Schlussendlich standen Schweden und die Schweiz zur Wahl. Da fiel die Entscheidung auf Schweden.
Du hast dann auch in der höchsten Schwedischen Liga für Malmö und Luleå gespielt. Wie unterscheidet sich das Eishockey in Schweden von jenem in Österreich und jenem in der Schweiz?
In Schweden ist das Eishockey defensiver ausgerichtet. Man legt sehr viel Wert auf das Spiel ohne Scheibe und die Taktik. Österreich hat durch die vielen nordamerikanischen Trainer und Importspieler einen nordamerikanischen Stil. Hier in der Schweiz ist das Eishockey sehr schnell und sehr offensiv ausgerichtet. Das gefällt mir sehr!
Was hat den Ausschlag dazu gegeben, dass du beim EHC Biel unterschrieben hast?
Ich habe immer nur Gutes gehört von der Liga und dem Land! Ich habe mir auch einige Spiele angesehen und den Wunsch gehabt hier zu spielen. Vom EHC Biel habe ich ebenfalls nur Gutes gehört. Einer meiner besten Freunde, Peter Schneider, hat hier gespielt und nur positives gesagt! Als sich dann Biel gemeldet hat, wollte ich die Chance nutzen, vor den anderen Angeboten die hereinkamen.
Wie hast du die ersten Spiele mit dem EHCB erlebt? Und wie schätzt du deine persönliche Leistung ein?
Wir haben in den drei Spielen, seit denen ich hier bin, halbwegs gute Leistungen gebracht aber leider den Sack nicht zumachen können in zwei Spielen. Persönlich habe ich noch nicht mein bestes Eishockey gezeigt. Es waren ein paar stressige Tage mit 22 Stunden im Auto und einem Umzug mit Familie, aber ich bin mehr und mehr warm geworden und hoffe, dass ich in den nächsten zwei Spielen vor Weihnachten zeigen kann, zu was ich fähig bin!
Interview: Mirio Woern