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Das internationale Artenschutzabkommen CITES regelt den Handel gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Die 184 Mitgliedstaaten treffen sich ab dem 14. November 2022 in Panama Stadt zur 19. Vertragsstaatenkonferenz und debattieren hauptsächlich über die Erweiterung des Schutzes auf zusätzliche Arten.
Das internationale Artenschutzabkommen CITES regelt den Handel gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Die 184 Mitgliedstaaten treffen sich ab dem 14. November 2022 in Panama Stadt zur 19. Vertragsstaatenkonferenz und debattieren hauptsächlich über die Erweiterung des Schutzes auf zusätzliche Arten.
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV als CITES-Vollzugsbehörde vertritt in Panama die Interessen der Schweiz. Auf dieser Seite werden während der Veranstaltung regelmässig Updates zu den diskutierten Agendapunkten veröffentlicht.
Einige gespannt erwartete Entscheide gefällt
19.11.22: Die Vertragsstaaten hatten den Antrag, den Handel mit Nilpferden für kommerzielle Zwecke vollkommen zu verbieten, recht deutlich abgelehnt. Grund hierfür war, dass man denjenigen Staaten, die stabile und teilweise wachsende Populationen haben, nicht die nachhaltige Nutzung dieser Populationen verbieten wollte. Dies sind nämlich die einzigen in den CITES-Anhängen aufgeführten Arten, die exportiert werden - und das scheint der Art in diesen Ländern nicht zu schaden, im Gegenteil.
Darüber hinaus wurde lange und intensiv über den Schutz und die mögliche Nutzung des Afrikanischen Elefanten diskutiert. Das Ergebnis ist, dass man weder den Elfenbeinhandel erneut erleichtern noch die Erfolge des Artenschutzes in den südafrikanischen Staaten torpedieren will. Ein Lichtblick in dieser jahrzehntelangen Blockade zwischen den afrikanischen Staaten ist die Erkenntnis, dass man versuchen sollte, die Artenschutzerfolge im südlichen Afrika durch mögliche finanzielle Entschädigungen zu honorieren, ohne dabei den Elfenbeinhandel wieder anzukurbeln. Entsprechende Möglichkeiten sollen in einer Arbeitsgruppe ausgelotet werden.
Vorschläge zur Aufnahme von Haiarten angenommen
17.11.22: Am heutigen Tag wurden erste wegweisende Entscheide gefällt. So wurden zwei Vorschläge zur Aufnahme von Haiarten angenommen, welche auf einen Schlag rund 80 Prozent des Handels mit Haifischflossen den Regeln von CITES und damit einer Nachhaltigkeitsüberprüfung unterwerfen. Dies kann bereits jetzt als grosse Errungenschaft der diesjährigen Konferenz betrachtet werden. Darüber hinaus wurde eine ganze Reihe von Edelhölzern in die Anhänge von CITES aufgenommen, was bedeutet, dass sie künftig nur noch mit einem Nachhaltigkeitszertifikat international gehandelt werden dürfen.
Die CITES COP nimmt Fahrt auf
15.11.22: Nach dem ersten offiziellenTag mit der Eröffnungszeremonie mit viel panamaischer Folklore und den regionalen Vorbereitungsmeetings wurden am ersten Tag der beiden Arbeitskomittees erste wichtige Entscheide gefällt. Es wird eine neue Resolution zum Handel und Schutz der Meeresschildkröten geben. Details hierzu werden noch in einer Arbeitsgruppe festgelegt.
Bezüglich der Rolle von CITES in der Verhinderung künftiger Pandemien ist noch kein Konsens erreicht worden und eine Arbeitsgruppe mit gefühlt der Hälfte der Anwesenden wurde gebildet. Es stehen schwierige Verhandlungen diesbezüglich bevor.
Weitere Informationen zu den täglichen Verhandlungen: Earth Negociations Bulletin
Livestream der Veranstaltung
Letzte Änderung 22.11.2022