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Der Volksmund nennt die Pflanze auch: Pimenta–de–Negro
Wissenschaftlicher Name: Xylopia aromatica (I am.) Mart
Deutscher Name: inoffiziell Affenpfeffer
Aus der botanischen Familie der: Annonaceae
Herkunft: Regionen des brasilianischen “Cerrado“
Charakteristische Eigenschaften der Pflanze
Baum mit bis zu 6 m Höhe, mit dunkler Rinde und einer flachen Krone. Haarige Blätter auf beiden Seiten, von intensiv grüner Färbung. Blüten weiss. Erscheinen zwischen September und November
Frucht
Irreguläre Form, von grünlicher Färbung. Fruchtfleisch rötlich, mit dunklen fast schwarzen Kernen, umgeben von weisser Hülle. Trägt Früchte von April bis Juli.
Anbau
Bevorzugt sandige Böden, reich an organischer Materie. Seine Entwicklung geht langsam vor sich und geschieht mittels Samen. Der “Pimenta–de–Macaco“ gehört zur Familie der Anonaceae und ist deshalb ein Verwandter der “Araticuns, Pinhas, Biribás, Graviolas und Pindaíbas“.
Er kommt vor – spontan und grundsätzlich – in der Region der “Cerrados” und “Campos Cerrados” im Innern von Brasilien. Obwohl der Baum weit verbreitet ist – in den Bundesstaaten Minas Gerais, Goiás, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und einem Teil von São Paulo – ist sein Vorkommen sehr unregelmässig.
Der Baum ist von niedrigem Wuchs, erreicht nicht mehr als sechs Meter Höhe und hat, für den Fachmann Harri Lorenzi alle Charakteristika eines ornamentalen Baums, der sich, wegen seiner ungewöhnlichen Form und seiner langen, feinen Zweige und wenig dichter Krone, gut für dekorative Bepflanzungen eignet.
Seine Früchte ähneln denen anderer brasilianischer “Xylopias“ oder “Pindaíbas“, bei denen die Fruchtrispen separat ausgebildet sind. Wenn sie reif sind, öffnen sich die Früchte des “Pimenta–de–Macaco“ vollkommen in zwei Teilen und präsentieren das feine Fruchtfleisch von rötlicher Färbung und die schwärzlichen, glänzenden Samenkerne, die leicht gefurcht sind. Dieses Fruchtfleisch, von den Einheimischen als “Arilo“ bezeichnet, wird von verschiedenen Vogelarten gierig verzehrt.
Auch viele Insekten werden von dem aromatischen Geruch des Fruchtfleisches angezogen, dessen rosarote Färbung sich innerhalb der tiefgrünen Blätter des Baumes sehr dekorativ, und für die zahlreichen Liebhaber unter der Vogelwelt weithin sichtbar und verlockend präsentiert. Die Hülle, welche die Kerne umgibt, wie auch die Kerne selbst, sind von leicht pfeffrigem Geschmack.
Im Lexikon von Pio Corrêa steht geschrieben, dass die Kerne des “Pimenta–de–Macaco” (Affenpfeffer) aromatisch und würzend seien und den schwarzen oder weissen Pfeffer in getrockneter und gemahlener Form ersetzen können. Und so pflegt man ihn auch in der regionalen brasilianischen Küche als Gewürz zu verwenden – womit erklärt sein mag, woher seine volkstümlichen Namen stammen.