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Dies teilte der Leiter der russischen föderalen Agentur für Atomenergie (Rosatom), Sergei Kirijenko, bei einem Besuch der Kernkraftwerksanläge am 19. Dezember 2005 mit. Er fügte hinzu, dass der nun bewilligte Betrag zwar höher als erwartet ausfalle, doch sei er für die planmässige Fertigstellung immer noch unzureichend. Die Baukosten werden auf RUB 46 Mrd. (rund CHF 2 Mrd.) veranschlagt.
Kirijenko betonte, Schnelle Brüter stellten die Zukunft der Nuklearenergie-Produktion in Russland dar, da diese Reaktortypen die langlebigen Abfälle aus dem Brennstoffzyklus verbrennen und auch mit Plutonium aus den nuklearen Abrüstungsprogrammen gespeist werden können. Die Industrie habe allerdings noch die wichtige Aufgabe zu lösen, die vorhandene, erprobte Technologie zu industrieller Reife weiter zu entwickeln. Der Reaktortyp BN-800 sei dafür prädestiniert, die führende Stellung Russlands auf dem Gebiet der Schnellen Brüter zu festigen.
Der Grossteil der Infrastruktur für den Bau des BN-800 ist bereits erstellt, doch um das Projekt planmässig weiter zu führen, sind jährlich RUB 2 Mrd. (CHF 90 Mio.) nötig. Das Projekt BN-800 wurde 1985 gestartet, nach dem Unfall von Tschernobyl suspendiert und vor kurzem reaktiviert. Der einzige in Russland betriebene Schnelle Brüter ist der BN-600 (Belojarsk-3) mit einer Leistung von 560 MW. Er ist seit 1980 am Netz.
Quelle
A.Z. nach NucNet, 19. Dezember 2005