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24. Jesus muss wieder nachhelfen (13.5.2020)
In der Zeit bis Auffahrt; während der folgenden 32 Tagen
Später zeigte sich Jesus seinen Jüngern noch einmal am See Genezareth. Das geschah so: Simon Petrus, Thomas, der Zwilling genannt wurde, Nathanael aus Kana in Galiläa, die beiden Söhne von Zebedäus und zwei andere Jünger waren dort zusammen. Simon Petrus sagte: »Ich gehe jetzt fischen!« »Wir kommen mit«, meinten die anderen. Sie gingen zum Ufer, stiegen ins Boot und fuhren los. Aber während der ganzen Nacht fingen sie keinen einzigen Fisch. Im Morgengrauen stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger erkannten ihn nicht. Jesus rief ihnen zu: »Freunde, habt ihr nicht ein paar Fische zu essen?« »Nein«, antworteten sie. Da forderte er sie auf: »Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, dann werdet ihr einen guten Fang machen!« Sie folgten seinem Rat und fingen so viele Fische, dass sie das Netz nicht mehr einholen konnten. Jetzt sagte der Jünger, den Jesus sehr lieb hatte, zu Petrus: »Das ist der Herr!« Kaum hatte Simon Petrus das gehört, zog er sein Obergewand an, das er während der Arbeit abgelegt hatte, sprang ins Wasser und schwamm an das nahe Ufer.
Johannes 21, 1–7 Hoffnung für alle
Sieben Jünger gehen einige Zeit nach der Auferstehung von Jesus wieder ihrer Arbeit, dem Fischen nach und sind wieder fest in ihrem Alltag eingespannt. Die Jünger kommen nach einer langen Nacht ohne Erfolg wieder ans Ufer zurück. Ich stelle mir vor, dass alle frustriert sind. Sie fragen sich, wie sie nun Geld verdienen können, um ihre Familien zu ernähren.
Da begegnet ihnen ein Mann, den sie aber nicht als Jesus erkennen. Jesus fordert sie auf, das Netz auf die rechte Seite des Bootes zu werfen, da sie dort einen guten Fang machen – immer noch keiner erkennt ihn. Die Jünger nehmen den Rat an, denken vielleicht auch: «Nützt‘s nichts, schadet‘s nicht». Erst als sie das Wunder mit eigenen Augen sehen, erkennen sie Jesus.
Ist es nicht auch oft so in unserem Alltag? Denken wir nicht auch oft; Jesus ist nicht da? Gerade dann, wenn wir ihn so sehr bräuchten, merken wir nichts von ihm. Wir denken uns, wo ist Jesus und spüren ihn nicht.
Für mich ist dieser Bibelabschnitt ein Zeichen, dass Gott in jeder Situation bei uns ist. Jesus ist auch im Alltag bei uns, aber er begegnet uns oft anders als wir denken: An unterschiedlichen Orten, in verschiedenen Formen oder Situationen.
Ich erkenne mich in den Jüngern wieder. Wie oft bin ich im Alltagsstress gefangen und hetze von einer Aufgabe zur anderen. Ich nehme in diesen Zeiten oft nicht wahr, wie Jesus Tag für Tag, Stunde um Stunde bei mir ist und mich begleitet. Ich merke es nicht oder übersehe ihn sogar, da ich zu fest im Alltagstrott gefangen bin.
Jesus tut in diesem Bibelabschnitt erneut ein riesiges Wunder und schenkt den Jüngern ein volles Netz, was ihre Sorgen um das Essen und ihren Lebensunterhalt in Luft auflöst.
Ich möchte mich heute bewusst daran erinnern, dass Gott in jeder Situation bei mir ist und ich ihm vertrauen kann, dass er einen guten Plan mit mir hat. Ich möchte mich und auch euch herausfordern an Wunder in unseren Leben zu glauben und Jesus die Stürme in unserem Leben anzuvertrauen und darauf zu bauen, dass Gott ein Wunder tut – wie, wo und mit welchen Mitteln auch immer.
Sarah Wittwer (29)
Ich mag Katzen, Fussball und gute Gemeinschaft.
Seit Ende 2017 arbeite ich im Backoffice der Streetchurch.