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Aus Wikipedia
Die Schlacht um die Normandie war zu dieser Zeit in eine Anzahl von kleinen Schlachten zerfallen, in die sich alliierte Infanterieeinheiten, unterstützt von Artillerie, verzettelt hatten und nur sehr langsam gegen die deutsche Verteidigung vorstießen. Beispielsweise beklagte man beim VIII. US-Korps zwischen dem 2. und 14. Juli mehr als 10.000 Opfer bei einem Raumgewinn von nur elf Kilometern.
Operation Tonga
Da die Deutschen immer noch am Ostufer der Orne lagen und von dort aus mit motorisierter Artillerie und Granatwerfern den Sword Beach beschossen, wurde die alliierte Versorgung von Nachschubgütern über diesen Strandabschnitt erheblich erschwert. Das Gebiet östlich der Orne war der Landungsbereich der britischen 6. Luftlandedivision während der Operation Tonga gewesen; diese hatte den Abschnitt jedoch nicht erobern bzw. halten können. Ursprünglich war der Strandabschnitt vor diesem Gebiet auch als alliierter Landungsstrand mit dem Codenamen Band Beach eingeplant aber später wieder verworfen worden. Als der deutsche Beschuss immer präziser wurde und mehr und mehr Schiffe, Landungsboote und Versorgungsgüter verloren gingen, gaben die Alliierten am 1. Juli 1944 den Sword Beach auf, da von dort aus keine sinnvolle Nachschubversorgung mehr möglich war.
Operation Perch und Operation Epsom
Im Overlord-Plan war vorgesehen, Caen am Tage nach der Landung zu erobern. Das misslang. Schon im Juni kam es zur
Operation Perch (9. bis 14. Juni)
und zur
Operation Epsom (25. bis 30. Juni)
Operation Windsor
Caen war auch jetzt den Deutschen noch nicht entrissen. Mit der Operation Windsor (4. bis 5. Juli) sollte das wenige Kilometer westlich von Caen gelegene Flugfeld bei Carpiquet eingenommen werden. Die kanadischen Truppen konnten Carpiquet einnehmen und die unverteidigten Flugzeughallen im Norden des Flugfeldes besetzen. Die restlichen Flugzeughallen und der Kontrollturm blieben in deutscher Hand. Dadurch war Windsor auf operativer Ebene ein Fehlschlag.
Operation Charnwood
Auch die Operation Charnwood (7. bis 9. Juli) verfehlte ihr Ziel der Eroberung Caens. Der Norden und Westen der Stadt wurden besetzt, aber der östliche Teil der Stadt bzw. die östlich gelegenen Vororte, in dem sich auch die Stahlwerke von Colombelles(mit hohen Beobachtungsstellungen) befanden, blieben in deutschen Händen. Viele Einwohner Caens waren nach dem Ende der Operation tot oder obdachlos.
Operation Jupiter
In der Operation Jupiter (10. bis 11. Juli) wurde erneut versucht, den Brückenkopf bei Caen auszubauen. Sie endete mit sehr geringen Raumgewinnen. Die Verluste der Angreifer werden auf etwas über 2000 Mann geschätzt. Immerhin hat der Angriff deutsche Kräfte gebunden. „Operativ war Jupiter ein aufwändiger Fehlschlag."
Operation Goodwood
Es wurde noch verheerender mit der Operation Goodwood (18. bis 20. Juli).
„Die Operation ging zum Nachteil der Alliierten aus. Sie verloren schätzungsweise 400 Panzer und etwa 5500 britische und kanadische Soldaten. Die Deutschen hielten ihre wichtigsten Stellungen mit einem Verlust von 109 Panzern, was für sie, im Gegensatz zu den Alliierten, hoch war, da sie die Verluste schwer ersetzen konnten. Taktisch gesehen war die Operation eine Niederlage für die Alliierten, strategisch gesehen jedoch erreichte die Operation, dass die Deutschen den alliierten Hauptangriff jetzt noch stärker im britischen Sektor vermuteten.“
Operation Spring
Das Ziel der Operation Spring (25. bis 27. Juli) war unter anderem die Eroberung des Hochplateaus bei Cramesnil und La Bruyers, etwa fünf Kilometer südlich von Bourgebous, durch das II. kanadische Korps. Die Operation sollte simultan zur amerikanischen Offensive weiter westlich ausgeführt werden. Die Operation erreichte nicht die vorher festgelegten Ziele, es gelang aber, Verrières zu erobern und zu halten, das eine gute taktische Position war. Der Ort an einem hochgelegenen Punkt ermöglichte es, ein großes Gebiet zu überblicken. Auch wurde Tilly-la-Campagne erobert. Die Operation war eine der verlustreichsten der Kanadier im Zweiten Weltkrieg; sie verloren rund 1500 Mann.
Der alliierte Brückenkopf am 24. Juli 1944