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Zentrale Vorverkaufsstelle für Kulturveranstaltungen
Am 18. September 2003 hat der Stiftungsrat des Berner Symphonie-Orchesters (BSO) und die Verwaltung des Berner Stadttheaters (STB) dem Arbeitsausschuss Kassenprojekt den Auftrag erteilt, ein Vorprojekt zum Aufbau einer Zentralen Vorverkaufsstelle der Berner Kulturinstitutionen zu erarbeiten.
Als Rahmenbedingungen für das Projekt wurde die Eröffnung auf die Spielzeit 2004/2005, ein neuer Kassenstandort und der Start mit dem bereits eingesetzten Kartenverkaufssystem formuliert.
Im Verlauf des Vorprojekts zeigte sich, dass vom Anbieter des aktiven Kassenverkaufssystems keine konkreten und verbindlichen Zusagen für die notwendigen Anpassungen erreicht werden konnten. Deshalb wurden weitere Systemanbieter im Sinne einer Marktabklärung geprüft. Diese Arbeiten erweiterten sich zu einer Vorevaluation, welche schliesslich direkt zu einem Systementscheid führte.
Als neues Verkaufssystem wird das Produkt der Firma Culturall, Wien vorgeschlagen, welches von der zentralen Vorverkaufsstelle der österreichischen Bundestheater eingesetzt wird. Mit dem Start wird der platzgenaue Internetverkauf aufgeschaltet.
Als Standort der Zentralen Vorverkaufsstelle ist die "alte Kornhauspost" vorgesehen. Je nach Entwicklung der Projekte "Zweite Bühne Stadttheater" und "Museum für Gegenwartskunst" wird zu gegebener Zeit ein Umzug in den "alten Proger" am Waisenhausplatz geprüft.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 870'000 Franken. Sie können je zu einem Drittel auf die Einführung des neuen Systems, den Umbau des neuen Standorts und die übrigen Projektkosten aufgeteilt werden. Die Finanzierung erfolgt mit 270'000 Franken der Stadt Bern, 390'000 Franken des Stadttheaters und mit 210'000 Franken der Stiftung Berner Symphonie-Orchester.
Die Betriebskosten von 1'120'000 Franken entsprechen fast den heutigen Kosten der beiden Kassen. Durch die Zusammenarbeit können Mehrkosten, welche durch den vom Publikum geforderten Internetverkauf entstehen, weitgehend aufgefangen und eine verbesserte Schaltersituation angeboten werden. Damit die Rechnung auch mittelfristig ausgeglichen ist, müssen in Zukunft Karten von weiteren Veranstaltern verkauft werden. Dies entspricht den übergeordneten Zielsetzungen und den Forderungen der Stadt Bern.
Die Betriebskosten werden in den ersten zwei Betriebsjahren nach Abzug aller Einnahmen (Drittveranstalter, Gebühren) im Verhältnis STB 78% - BSO 22% aufgeteilt. Anschliessend erfolgt die Abrechnung nach einem leistungsbezogenen Verrechnungssystem.
Der Start der Zentralen Vorverkaufsstelle unter dem Namen "Bern Billett" erfolgt auf Beginn der Spielzeit 2004/2005.