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Im Olympischen Jahr bietet sich für die Schweizer Ruderer die einmalige Gelegenheit an der Henely Royal Regatta, einer seit 1839 stattfindenden Regatta unter dem Patronage des Englischen Königshauses, teilzunehmen. Der Belvoir Männerachter peilte die Teilnahme schon früh in der Saison an und konnte mit den Resultaten des Heineken Cups in Amsterdam und einer Empfehlung des SRV die Jury von sich überzeugen und wurde «selected», was einen Start ohne Qualifying Races im Thames Challenge Cup ermöglichte.
Die Crew um Steuermann Jan-Erik Gustafsson bestand vom Schlag her aus Felix Kottmann, Steve Heinke, Jean-Philippe Dufour, Robert Schreiber, Robert Steinhof, Philippe Denier, Remo Dietlicher und Jonathan Perraudin. Mit Coach Camille Codoni als Ersatz ging es dann am Dienstag zum ersten Mal in Henley-on-Thames aufs Wasser, wo sich das Team ein erstes Mal eine Vorstellung von der Strecke machen konnte: Die Strecke bietet Platz für zwei Boote und ist gegen aussen mit Baumstämmen abgetrennt. Sie ist 2112m lang , fühlt sich jedoch dank Gegenströmung und durchgehendem Gegenwind deutlich länger an.
Am Mittwoch galt es dann um 18:40 ein erstes Mal Ernst für den Belvoir Achter. Gegen den City of Bristol Rowing Club gelang ein ansprechendes Rennen, in dem sich der Belvoir Achter wie geplant schon früh in Führung setzte und den Vorsprung dann verwaltete. Die ungewohnte Strecke und Rennstrategie brachten die Athleten trotz von aussen gesehen deutlichem Sieg ans Limit. Da die Regatta ein K.O. System hat, bedeutete dieser Sieg jedoch auch den Vorstoss in die nächste Runde.
Am Donnerstag folgte dann das zweite Rennen gegen Thames Rowing Club ‘B’. Das Belvoir Team mochte sich am Start nochmals zu steigern und legte in den ersten 60 Schlägen gleich offenes Wasser zwischen sich und Thames und baute den Vorsprung auf dem Weg ins Ziel noch weiter aus.
Der Sieg am Donnerstag brachte den Belvoir ins Viertelfinale, was bereits eine beachtliche Leistung war. Nun stand am Freitag ein hartes Rennen gegen ein junges Team aus Holland an, das mit einigen Juniorenweltmeistern hochkarätig bestückt war. Angefeuert von zahlreichen Besuchern entlang der Strecke fuhr der Belvoir Achter wieder einen starken Start, jedoch hielten die Holländer noch stärker dagegen. Nach ca. 600m war der Belvoir Achter leicht hinten, war jedoch noch gut im Rennen. Bei Streckenhälfte hatten die Holländer schon leicht offenes Wasser, doch der Belvoir hielt noch dagegen. Trotz einem bis zum Schluss hart gekämpften Rennen, stand am Schluss ein deutliches Verdikt zugunsten der Holländer.
Dies bedeutete für die Belvoir Crew das Ausscheiden im Thames Challenge Cup, doch noch nicht das Ende der Regatta. Im Belvoir Blazer mischte sich die Crew in der Stewards Enclosure unter die englische High Society, trank Pimm’s und schaute die weiteren Rennen. Auch für die anderen Schweizer Clubs war im Viertelfinal Endstation, ausser für den GC, die den Wyfold Cup im 4- mit einer sehr starken Leistung gewannen. Dies zeigt was für Schweizer Club Boote möglich ist und ist ein Ansporn für die ganze Mannschaft noch härter zu trainieren.
Philipe Denier