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Der Sommer 2018 hat es wieder gezeigt, die Niederschläge schwanken sehr stark von Jahr zu Jahr, und die Sommermonate dürften wärmer und trockener werden.
In mehreren Trockenstressversuchen von Agroscope konnte in Natur- und Kunstwiesen gezeigt werden, dass in den ersten vier Wochen ohne Niederschlag kaum Ertragseinbussen zu verzeichnen sind. Nach den zweiten vier Wochen ohne Niederschlag gab es jedoch sehr grosse Ertragsverluste von bis zu 80 Prozent. Dabei schnitten tiefwurzelnde Arten etwas besser ab als flachwurzelnde, Klee deutlich besser als Gräser.
Nach der Trockenperiode, als wieder feuchte Bodenbedingungen herrschten, kompensierten die Versuchsflächen den Trockenheitsverlust teilweise: Die vormals gestressten Nichtleguminosen lieferten bis zu 60Prozent mehr Ertrag als die Kontrollflächen. Dies ist möglich, weil die vormals gestressten Pflanzen eine grössere Wurzelmasse und erhöhte Zuckergehalte aufweisen und weil die Verfügbarkeit von Bodenstickstoff in der Periode nach der Trockenheit stark erhöht ist.
Es wird empfohlen, Futterreserven anzulegen, damit in trockenen Sommern zugefüttert werden kann. Bei Kunstwiesen kann auf einem Teil der Flächen eine trockenresistentere Mischung angebaut werden.