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Der liebenswerte Elefant Horton (Jim Carrey) wird eines Tages ganz unerwartet in seinem gemütlichen Leben im Dschungel Nool gestört, als er eine Stimme hört, die von einem vorbeifliegenden Staubkorn zu kommen scheint. Wie sich herausstellt, befindet sich auf diesem Staubkorn die winzige Stadt Whoville, die von klitzekleinen Lebewesen, den Whos, bewohnt wird. Horton schafft es, das Staubkorn mit einer Blume aufzufangen und nimmt Kontakt mit dem Bürgermeister der Whos (Steve Carell) auf, der ihm von der mikroskopisch kleinen Welt, seinen 96 Töchtern und seinem Sohn Jo-Jo erzählt.
Keiner der Bewohner von Nool will Hortons Behauptungen glauben, und er wird von den meisten als Spinner ausgelacht. Dem konservativen Känguru (Carol Burnett) ist Hortons "Märchengeschichte" aber ein Dorn im Auge, denn was man nicht sehen, hören oder fühlen kann, das kann nicht existieren, und seine Fantasie zu gebrauchen und sich Dinge selber auszumalen, das geht nun wirklich nicht, da wäre Anarchie ja nicht mehr weit.
Horton beschliesst jedoch nichtsdestotrotz, die Welt der Whos zu retten, indem er das bewohnte Staubkorn an einen sicheren Ort bringen will, wo es nicht länger von Umwelteinflüssen bedroht ist. Dabei ahnt er aber nicht, wie gefährlich seine Mission sein wird, denn das Känguru hat bereits den bösen Adler Vlad Vladikoff angeheuert, um Horton das Staubkorn wieder abzujagen.
Theodor Seuss Geisel, besser bekannt als "Dr. Seuss", ist vor allem in amerikanischen Kinderzimmern eine grosse Nummer. Seine Geschichten vom weihnachts-verderbenden Gnom (The Grinch), dem zu gross geratenen Kater (Cat in the Hat) oder, aktuell, dem dusseligen Elefanten Horton in Horton hears a Who begeistern das Publikum seit ein paar Jahren auch im Kino. Und das mir Recht, denn auch wenn die Qualität der Filme sichtlich unterschiedlich ist, so darf man sich auf eine vergnügte Geschichte in knallbuntem Design freuen.
Horton hears a Who ist der erste Animationsfilm zu den Geschichten von Dr. Seuss und bringt Elefant Horton (gesprochen von Jim Carrey) in eine aussergewöhnliche Situation. Steve Carrell (Get Smart) spricht den Bürgermeister von Who-Ville, der seine ach so kleine Welt zusammen mit Horton gegen einen etwas dämlichen Geier (gesprochen von Will Arnett - Blades of Glory verteidigen. Und das machen sie lustig, witzig und mit recht skurrilen Nebenfiguren, wie etwa einem gelben Knäuel Irgendwas, das mit grossen Augen die Herzen der Zuschauer stiehlt.
Die Geschichte ist kindgerecht verpackt, richtig lustig, vollgestopft mit Slapstick und liebenswerten Figuren, die sich durch eine quietschbunte und wunderbare Landschaft quasseln. Szenen wie diejenige auf der kaputten Brücke ("Ich bin leicht wie eine Feder" oder "Die teilen sich alle ein Badezimmer, was auch immer das ist") werden dem Zuschauer noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Und für einmal kann auch die deutsche Version mit Christoph Maria Herbst und Anke Engelke von Anfang bis Ende überzeugen.
Fazit: Die Macher von Ice Age haben mit Horton hears a Who einen tollen Animationsfilm auf die Beine gestellt. Die Geschichte von Dr. Seuss wird optimal umgesetzt und ausser den kurzen Sequenzen im "Pokemon"-Stil gibt es eigentlich nicht viel an diesem Film auszusetzen. Da darf man ruhig die Kids, Neffen, Nichten oder Nachbarsbengel als Ausrede benutzen, um sich auch als Erwachsener diesen schönen Film an zu gucken.
Bei Animationsfilmen ist das Bonusmaterial auf der DVD bekannterweise recht fett und Blicke hinter die Kulissen sind jeweils recht interessant. Das ist auch bei Horton hears a Who so, der uns über die Animation der Figuren, die Screentests oder "Katie" so ziemlich alles zeigt, was man wissen muss, um einigermassen mitreden zu können. Für die Kleinen ist ausserdem ein kleines Filmchen über richtige Elefanten abrufbar und beim Spiel machen wir alle zusammen grossen Lärm. Der Audiokommentar ist okay, aber nicht besonders witzig oder informativ, so das der Fokus des Bonusmaterials auf die kleinen Filmchen gesetzt werden kann, in denen auch die Sprecher der Figuren ihren Senf zu Film, Macher und Geschichte geben können.
Technisch ist Horton hears a Who eine Sahneschnitte. Die Farben sind sehr schön klar und stark geworden und auch die erwähnte Synchro auf Deutsch lohnt einen Blick. Abrufbar sind jeweils die englische Originalversion und die deutsche Fassung. Andere Sprachversionen sind nicht zu finden.
Dani Maurer [muri]
Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!
Ich muss sagen: Die Aufmachung und Promotion war in meinen Augen zu kindisch und ganz am Anfang dachte ich auch: "Ne, falscher Film." Er wurde dann schnell besser und war ganz nette Unterhaltung. Jedoch liegen mehr als 4 Sterne nicht drin. Die Figuren haben mich allesamt nicht angesprochen und die Erzählerstimme war auch nicht mein Ding.