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Ein kurzer Rückblick auf die bisherige Entstehungsgeschichte der Arbeitszone Birch zeigt, dass bis zum heutigen Tag einige Hürden zu nehmen waren. So hatte der Düdinger Gemeinderat bereits 1987 im Leitbild «Düdingen im Jahre 2000» die Zukunft des Raumes Birch in einer wichtigen Arbeitszone gesehen. Verhandlungen mit verschiedenen Grundeigentümern ergaben, dass die Parzellen, welche damals der Ziegelei gehörten, sowie einige Flächen des Landwirtschaftsbetriebes Hofmann (heute Lehmann und Riedo), eingezont werden konnten.
Auch die optimale Erschliessung musste angegangen werden. 1992 hat der Gemeinderat ein Strassenerschliessungsprojekt ausarbeiten lassen und konnte auf dieser Grundlage den Kostenverteiler für die Baukosten der Strasse von zirka 3,5 Millionen Franken verhandeln.
Einfluss der Umfahrung
1999 startete die erste Arbeitsgruppe unter der Leitung des Kantonsingenieurs mit der Nutzwertanalyse der beiden Varianten (V1 und V2) der Umfahrungsstrasse. «Es war sehr wichtig, abzuklären, welchen Einfluss die Umfahrungsstrasse auf die AZ Birch haben wird», so der Gemeindeingenieur. Diese Studie wurde dem Volk am 19. November 2003 vorgestellt.
Ab 2000 erarbeitete die zweite Arbeitsgruppe den Richtplan für die Arbeitszone Birch. In dieser Gruppe waren Vertreter der kantonalen Wirtschaftsförderung, des Gemeindeverbandes Region Sense sowie der Gemeinde Düdingen aktiv. Die Studien mit Verkehrsstudie und Erschliessungskonzept wurden je zur Hälfte vom Gemeindeverband und der Gemeinde finanziert. Am 2. März 2004 wurde der Richtplan vom Kanton genehmigt und so konnte es wieder einen Schritt weiter in Richtung Zonenplan gehen.
Die Gemeinde hatte in der Zwischenzeit Verhandlungen mit den verschiedenen Grundeigentümern im Raum Birch geführt, um eine zusammenhängende Fläche bilden zu können. Die Gemeindeversammlungen hatten den Landkäufen im Birch zugestimmt. Mit Hilfe von IHG-Darlehen wurde die Finanzierung sichergestellt.
Bund bezahlt Strasse
Am 1. Juni 2006 dann eine massgebende Entwicklung: Der Bund gab bekannt, dass er die Planung und Finanzierung der Verbindungsstrasse Birch – Luggiwil übernimmt, da diese ein Autobahnzubringer ist. «Das war für uns ein grosses Glück», sagt Hildegard Hodel. Die Gemeinde konnte nun konkrete Projekte für die Erschliessung der Zone planen. Am 27. Juni 2006 erteilte der Gemeinderat einem Ingenieurbüro den Auftrag für die Grob- und Feinerschliessung mit Kostenschätzung.
2008 konnte die Gemeinde mit den Grundeigentümern einen Schlüssel für die Aufteilung der Kosten der Grob- und Feinerschliessung vereinbaren. Vorangegangene Verhandlungen führten auch dazu, dass die Unternehmungen Gustav Riedo und Möbel Lehmann von der Gemeinde zusätzliches Bauland kaufen konnten, um ihre zukünftige Entwicklung abzusichern.
Darlehen von 4,5 Millionen
Bereits 2006 hatte der Gemeinderat beim Kanton eine Subventionierung beantragt. Im Rahmen der neuen Regionalpolitik (NRP) hat der Staatsrat nun seine Unterstützung zugesichert. Dies führte dazu, dass der Gemeinderat der Gemeindeversammlung am 14. Mai 2009 ein Kreditbegehren von brutto 6,8 Mio. Franken für die Grob- und Feinerschliessung beantragen konnte. Erst kürzlich, am 19. Januar 2010, hat der Staatsrat nun zugesichert, die Arbeitszone mit einem Darlehen von 4,5 Mio. Franken zu unterstützen. Dieser Betrag ist zu 50 Prozent durch die NRP und zu 50 Prozent durch das Konjunkturprogramm des Bundes gesichert. ak