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Details
|Study title||

Security 2014. The Trend of Opinions on Foreign, Security, and Defense Policy
|Ref study||11945|
|Study language||German|
|Contributing institutions||

|Authors|
|Keywords||

|Disciplines||

|Period||

1976 bis 2014
|Geographical space||

Schweiz
|Country||

|Abstract||

This survey is part of the study series "Security". This series of studies is based on a representative survey of security policy opinion-forming in Switzerland carried out in 1983. This survey was conducted at the Institute of Sociology Unitobler University of Bern by K. Haltiner and was supported by the Swiss National Science Foundation (NRP No. 11 "Security Policy", Project 4.4<ip-pii>). Since 1991, opinion-forming in security policy has been collected annually since January/February and published under the title "Security". At the same time, the survey was expanded to include questions on foreign policy and the general feeling of security. The project is now being led by the Military Sociology Lectureship of the Military Academy at ETH Zurich and the Center for Security Studies of ETH Zurich.
The aim of these surveys is to identify trends and tendencies with regard to the general perception of security and threats, confidence in institutions and authorities, the degree of cooperation in foreign and security policy, neutrality in general and different views of neutrality, attitudes towards military defence and the interest in security policy. In addition to a core of questions that are asked at all times or at irregular intervals, they are also asked annually on current security policy issues.
In 2014 these were: the perception threat regarding various security issues, the probability of occurrence of different types of threats, the characteristics of Swiss neutrality, the dating of the emergence of Swiss neutrality, as well as the future significance of various army tasks.
In addition to the trend analysis, the series of studies also focuses on the question of the extent to which attitudes towards the three issues (general security, foreign policy and defence policy) are related to living conditions and political orientation.
|Results||

Allgemeines Sicherheitsempfinden: SchweizerInnen fühlen sich sicher und sehen optimistisch in die Zukunft der Schweiz. Deutlich weniger Befragte teilen aktuell die Auffassung, dass sich die weltpolitische Lage künftig verschlechtern werde, sondern erwarten überwiegend keine Veränderung der Lage.
Sicherheitsaspekte und Bedrohungswahrnehmung: Im Allgemeinen sieht sich die Schweizer Bevölkerung nur in geringem Masse bedroht. Die Befragten erachten in der Schweiz die Datensicherheit, die Natur, die Umwelt, die Arbeitsplätze, den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die soziale Sicherheit und das Einkommen am ehesten für bedroht. Für relativ wahrscheinlich beurteilen SchweizerInnen eine Bedrohung der Schweiz durch einen Cyber-Angriff, durch Verbrechen und die organisierte Kriminalität und durch Migration.
Vertrauen in Behörden und Institutionen: Die Schweizer Bevölkerung vertraut der Wirtschaft und der Armee signifikant stärker als 2013. Nach wie vor rangieren aber die Polizei und die Justiz an oberster Stelle, gefolgt von der Schweizer Wirtschaft und dem Bundesrat. Die Armee und das Parlament besetzen die unteren Mittepositionen. Am kritischsten beurteilen SchweizerInnen die politischen Parteien und die Medien.
Autonomismus und Öffnungsbereitschaft: 2014 manifestiert sich in der Schweizer Bevölkerung ein deutliches Autonomiestreben. Während der Wunsch nach wirtschaftlicher und politischer Unabhängigkeit auf unverändert hohem Niveau verharrt, sind die Forderungen nach militärischer oder absoluter Autonomie in diesem Jahr signifikant stärker – wenn auch nicht mehrheitlich – in der Bevölkerung vertreten. Die Zustimmungen zu einem Nato-Beitritt und einem EU-Beitritt erreichen in diesem Jahr neue Tiefstwerte. Hingegen werden weiterhin eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der EU und ein aktiveres internationales Engagement gewünscht.
Neutralität: Eine Abschaffung der Schweizer Neutralität ist ausgeschlossen. Das Neutralitätsprinzip und die Funktionen der Neutralität werden von der Bevölkerung in diesem Jahr signifikant stärker unterstützt. Ferner werden kritische Einstellungen gegenüber der Neutralität sowie Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Durchsetzungsfähigkeit der bewaffneten Neutralität aktuell von der Schweizer Bevölkerung markant seltener geteilt als 2013.
Notwendigkeit der Armee: Die Schweizer Bevölkerung ist in diesem Jahr der Armee gegenüber deutlich positiver eingestellt als 2013. Die Notwendigkeit der Schweizer Armee erfährt über den Jahresverlauf einen markanten Anstieg, ebenso ist die Ansicht, dass das Militär eine zentrale Institution sei, im langjährigen Vergleich weitverbreitet.
Milizarmee und Wehrpflicht: Die Milizarmee wird aktuell in der Bevölkerung mehrheitlich einer Berufsarmee vorgezogen und die Abschaffung der Wehrpflicht wird nach wie vor nur von einer Minderheit gefordert.
Zukünftige Bedeutung verschiedener Armeeaufgaben: Aufgaben wie die Katastrophenhilfe im Inland und die Unterstützung der zivilen Grenzwache bei grossen Flüchtlingsströmen werden nach Ansicht einer absoluten Mehrheit der SchweizerInnen in Zukunft an Bedeutung für die Armee gewinnen. Eine relative Mehrheit der Befragten sieht einen Bedeutungszuwachs bei Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes, bei der Verhinderung von Terroranschlägen, der Abwehr von Cyber-Attacken sowie der Katastrophenhilfe im Ausland.
|Methods (description)||

Allgemeines methodisches Vorgehen Trendbefragung anhand von jährlich wiederholenden Querschnittserhebungen. Der Fragebogen besteht jeweils aus drei Teilen: a) Fragen, die jährlich gestellt werden b) Fragen, die in unregelmässigen Abständen erhoben werden c) neue Fragen.
Die Bedrohungswahrnehmung der verschiedenen Sicherheitsaspekte, die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit verschiedener Bedrohungsformen, die Fragen zur Relevanz der Neutralitätsmerkmale sowie die offene Frage zur Datierung der Neutralität wurden erstmals erhoben. Aus diesem Grund wurden quantitative Pretests durchgeführt, wobei von Interesse war, ob die Befragten in der Lage waren, die Fragen zu beantworten. Nachfolgend zu diesen Pretests wurden die Frageformulierungen optimiert. Letztlich wurden zur Überprüfung der Verständlichkeit aller Fragen und der Interviewführung vor der Feldphase Test-Interviews in den verschiedenen Landessprachen durchgeführt.
Die Fragebögen wurden auf Deutsch konzipiert und dann ins Französische und Italienische übersetzt. Im Fragebogen für die Erhebung in der Deutschschweiz wurde die Schriftsprache an die schweizerdeutsche Umgangssprache angepasst. Die erhobenen Einstellungen können durch aktuelle sicherheitspolitische Ereignisse während der Erhebung beeinflusst worden sein: Am 09. Februar 2014 wurde über die Masseneinwanderungs-Initiative der SVP abgestimmt. Um den Einfluss dieses Ereignisses auf die Umfrage zu minimieren, wurde der Start der Befragung auf den Jahresbeginn verschoben. Dennoch sind gewisse Effekte auf die Daten nicht auszuschliessen. Des Weiteren fand zwischen 22. und 25. Januar 2014 ein Einsatz der Schweizer Armee im Rahmen des World Economic Forum (WEF) in Davos statt. Dieses Ereignis warf jedoch keine medienwirksamen Wellen.
|Methods (instruments)||

|Publications||

|Financed by||
||Study type||

|Data availability|
|Source (Updates)||Web|
|Date created||21.03.2018|
|Date modified||21.03.2018|
|Start - End date||01.10.2014 - 31.05.2014|