Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03168.jsonl.gz/1004

19 Bürgermeister von Megastädten wollen in einer gemeinsamen Erklärung den Klimaschutz stärken und ab 2030 nur noch CO2-freie Gebäude errichten. Zudem sollen bestehende Gebäude bis 2050 auf Null gebracht werden, um damit sicherzustellen, dass die Städte die Ziele der Pariser Vereinbarung COP21 erfüllen.
Ende August haben sich 19 Bürgermeister, die rund 130 Millionen Stadtbewohner repräsentieren, verpflichtet, die Treibhausgasemissionen ihrer Städte deutlich zu senken, indem sie dafür sorgen, dass ab 2030 neue Gebäude CO2-frei werden. Mit der Unterzeichnung dieser sogenannten Net Zero Carbon Buildings Declaration in Paris, London und New York haben sich die Verantwortlichen von Kopenhagen, Johannesburg, London, Los Angeles, Montreal, New York City, Newburyport, Paris, Portland, San Francisco, San Jose, Santa Monica, Stockholm, Sydney, Tokio, Toronto, Tshwane, Vancouver und Washington D.C. im Vorfeld des Weltklimagipfels in San Francisco (12. bis 14. September) verpflichtet, dass bis 2050 sämtliche Gebäude, ob alt oder neu, den Net Zero Carbon Standards entsprechen werden.
“Net-Zero-Gebäude nutzen Energie hocheffizient und decken den verbleibenden Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen. Die eingegangenen Verpflichtungen sind wesentliche Schritte, um die höchsten Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen und den globalen Temperaturanstieg unter 1,5° C zu halten,” heisst es in der Erklärung der C40-Cities.
Gebäude in städtischen Gebieten sind eine der grössten Quellen für Treibhausgasemissionen und verursachen im Durchschnitt mehr als die Hälfte der Gesamtemissionen einer Stadt. In London, Los Angeles und Paris machen Gebäude weit mehr als 70 Prozent der Gesamtemissionen aus, was eine enorme Chance für Fortschritte bei der Senkung der Emissionen eröffnet. Derzeit sterben jährlich eine halbe Million Menschen vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung im Freien.
Die Erfüllung der Verpflichtungen erfordert gemeinsame Anstrengungen, da die Stadtverwaltungen nicht die direkte Kontrolle über alle Gebäude einer Stadt haben. Diese Verpflichtung hat daher die Zusage zum Inhalt, mit staatlichen und regionalen Regierungen sowie dem Privatsektor zusammenzuarbeiten, um diesen Wandel voranzutreiben, und fordert die nationalen Regierungen zu gleichberechtigtem Handeln auf. Diese Zusage der Städte ist Teil des Net Zero Carbon Building Commitments des World Green Building Council für Unternehmen, Städte, Staaten und Regionen.
Städte, welche die Verpflichtung eingehen, planen folgende Massnahmen:
- Erstellen eines Fahrplans für das Engagement, um Netto-Null-Carbon-Gebäude zu schaffen.
- Entwicklung einer Reihe von unterstützenden Anreizen und Programmen.
- Jährlicher Bericht über die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele und Bewertung der Durchführbarkeit der Berichterstattung über Emissionen, die über den betrieblichen Kohlenstoff (z.B. Kältemittel) hinausgehen.
Darüber hinaus verpflichten sich 13 Städte (Kopenhagen, Johannesburg, Montreal, Newburyport, Paris, Portland, San Jose, Santa Monica, Stockholm, Sydney, Toronto, Tshwane und Vancouver), bis 2030 nur Vermögenswerte mit netto null Kohlenstoff zu besitzen, zu erwerben und zu entwickeln. Um das zu erreichen, werden die Städte
- “den aktuellen Energiebedarf und die CO2-Emissionen ihrer kommunalen Gebäude bewerten,
- Möglichkeiten zur Reduzierung identifizieren,
- einen Fahrplan für das Engagement zur Erreichung kohlenstofffreier städtischer Gebäude erstellen,
- jährlich über die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele berichten und
- die Durchführbarkeit der Einbeziehung von Emissionen, die über den betrieblichen Kohlenstoff (wie z.B. Kältemittel) hinausgehen, bewerten”.
Das Net Zero Carbon Buildings Commitment wird offiziell auf dem Global Climate Action Summit am 13. September 2018 in San Francisco, USA, vorgestellt.