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Fadenmolch
Lissotriton helveticus (Razoumowskyi , 1789)
Der Fadenmolch ist als kleinster Molch kein sehr aktiver Schwimmer, sondern hält sich vor allem am Gewässergrund oder in dichtem Pflanzenbewuchs auf. Nicht selten entdecken wir ihn auch ganz nah am Ufer im seichten Wasser, oft unter Pflanzenresten versteckt.
Da das Spektrum der Laichgewässertypen recht breit gefächert ist und seine Vorliebe für gemässigt-feuchte Verhältnisse in vielen Gebieten unseres Landes erfüllt ist, müsste man annehmen, dass der Fadenmolch entsprechend weit verbreitet ist. Im Vergleich zu Teich- und Kammmolch stimmt das auch. Dennoch gibt es im Vergleich zum Bergmolch deutlich weniger Vorkommen. Im einem Gewässer werden oft kaum mehr als 5 bis 20 Tiere entdeckt, doch können es auch schon mal hundert Tiere sein. Im Mai sind im Normalfall die meisten Tiere im Wasser zu beobachten.
Portrait eines Fadenmolch-Männchens (links) und eines Fadenmolch-Weibchens (rechts)
Fadenmolch-Weibchen weisen oftmals einen rötlichen Rückenstreifen auf, welcher beidseits von einer "Wellenzeichnung" begleitet wird.
Fadenmolch-Männchen haben einen Faden am Schwanzende und in der Paarungszeit Schwimmhäute zwischen den Zehen der Hinterfüsse.
Der Fadenmolch kommt in verschiedenen Laichgewässern vor. Oft sind die Gewässer halbschattig und weisen eine Unterwasservegetation auf, in welcher sich die Fadenmolche regelmässig aufhalten.
Steckbrief
- Gestalt schlank und zierlich
- Rücken braun, Flanken hellbraun bis gelbbraun
- oft heller Fleck über dem Hinterbeinansatz
- Bauch hell, in der ungefleckten Mitte gelb bis orange
- Männchen: scharf abgesetzter, 3-8mm langer Faden an der Schwanzspitze, dunkle Augenbinde, Körperoberseite mit dunklem Fleckenmuster
- Weibchen: Kehle ungefleckt und blass fleischfarben
Weiterführende Informationen
- Bestimmungshilfe: Faden- und Teichmolch-Weibchen, Braunfrösche, Wasser- oder Grünfrösche, Eidechsen, Schlingnatter und Kreuzotter, Ringelnatter-Unterarten. Rundbrief zur Herpetofauna von Nordrhein-Westfalen Nr. 28 (2005). Bearbeitet von Martin Schlüpmann. PDF