Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/653

Wenn man eine Blutprobe in einem durchsichtigen Gefäss stehen lässt, erkennt man nach einer Weile, dass sich das Blut in verschiedene Bestandteile auftrennt. Diesen Prozess kann man noch beschleunigen: In einer Zentrifuge, einem Karussell-ähnlichen Apparat, werden die Blutproben sehr schnell gedreht.
Dabei sammeln sich die schweren Bestandteile des Blutes am Boden des Gefässes, vor allem rote Blutkörperchen. Darüber liegt eine dünne Schicht von weissen Blutkörperchen sowie Blutplättchen. Die oberste, gelbliche Schicht nennt man Blutplasma. Sie enthält Wasser und darin gelöste Stoffe.
Rote Blutkörperchen
Rote Blutkörperchen sind die zahlreichsten Blutzellen. Für ihre Farbe verantwortlich ist der rote Farbstoff Hämoglobin. Mit Hilfe des Hämoglobins können die roten Blutkörperchen Sauerstoff binden und von der Lunge durch den Körper transportieren. Unter dem Mikroskop erkennt man die roten Blutkörperchen an ihrer charakteristischen Form: runde Scheiben, die oben und unten etwas eingedellt sind.
Weisse Blutkörperchen
Weisse Blutkörperchen sind verantwortlich für die Abwehr von Krankheitserregern und die Vernichtung von abgestorbenen Zellen oder Verunreinigungen in der Blutbahn. Sie stehen im Zentrum unseres Immunsystems. Einige weisse Blutkörperchen sind „Fresszellen“, die Eindringlinge wie Bakterien in sich aufnehmen und beseitigen. Andere vernichten Körperzellen, die bereits von Erregern befallen wurden, oder produzieren Antikörper. Es gibt unter den weissen Blutkörperchen auch „Helferzellen“ und „Gedächtniszellen“, welche die Immunantwort der anderen Zellen verstärken und beschleunigen.
Blutplättchen
Blutplättchen sind keine richtigen Zellen, sondern eine Art „Bruchstücke“. Sie sorgen dafür, dass das Blut innerhalb der Blutgefässe bleibt. Alle Verletzungen werden von ihnen sofort zugeklebt. Das sehen wir, wenn wir unsere Hautoberfläche verletzen und das austretende Blut sofort gerinnt und die Wunde verschliesst. An diesem Prozess sind auch sogenannte Gerinnungsfaktoren beteiligt, die in der Blutflüssigkeit gelöst sind. Die Gerinnung des Blutes stoppt die Blutung und verhindert, dass Schmutz oder Krankheitserreger in den Körper eindringen.
Die Blutflüssigkeit, das „Plasma“
Alle Blutzellen schwimmen im Blutplasma, das zu 90% aus Wasser besteht. Darin gelöst sind neben Gerinnungsfaktoren auch Stoffe wie Zucker, Fette, Mineralstoffe, Vitamine und Hormone. Das Blut ist das Transportmittel, das diese lebensnotwendigen Stoffe von einem Ort im Körper zum anderen bringt.