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Am Montagabend hatte die Polizei in einer BBC-Sendung neue Erkenntnisse im Fall «Maddie» sowie Phantombilder von Gesuchten vorgestellt. «Wir sind hocherfreut über die Reaktionen», sagte Scotland-Yard-Hauptkommissar Andy Redwood.
Die damals dreijährige Madeleine war am Abend des 3. Mai 2007 aus einem Appartement in einer Ferienanlage an der portugiesischen Algarve verschwunden, während ihre Eltern mit Freunden in der Nähe beim Abendessen waren. Die Polizei in Portugal hatte die Ermittlungen 2008 ohne Ergebnis eingestellt.
Begegnete Maddies Mutter den Entführern?
Scotland Yard hatte die ursprünglichen Ermittlungen der portugiesischen Behörden überprüft. Nachdem Zeugenaussagen, Mobilfunkdaten und weiteres Material erneut betrachtet worden war, habe sich der Schwerpunkt nun verschoben, erklärte Redwood.
So konnte einer der einst Hauptverdächtigen als unschuldiger Vater identifiziert werden, der sein Kind aus einem Abend-Kindergarten abgeholt hatte. Stattdessen geht die Polizei nun davon aus, dass Madeleine später aus dem Appartement verschwand als zunächst gedacht
Das eröffnet die Möglichkeit, dass die Mutter den möglichen Entführer beinahe noch angetroffen hätte, als sie nach Madeleine schauen wollte. Die Polizei sucht nun vor allem einen Mann, der später mit einem Kind auf dem Weg Richtung Strand gesichtet wurde.
Entführung könnte geplant gewesen sein
Gesucht werden zudem ein oder mehrere blonde Männer, die sich in den Stunden und Tagen vor der Entführung in der Nähe des Appartements aufgehalten haben. Diese könnten Deutsche oder Niederländer sein, wie es von der Nachrichtenagentur PA hiess.
Vieles deute auf eine «geplante Entführung» hin, sagte Redwood in der Sendung. Er rief Zuschauer und Öffentlichkeit auf, vorgefertigte Meinungen in dem von Spekulationen umgebenen Fall abzulegen und neu nachzudenken.