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Zum Einsatz kamen 19 Löschflugzeuge, Frankreich bat die EU zudem um zwei weitere Flugzeuge. Die EU-Kommission teilte am Abend in Brüssel mit, dass Italien ein Flugzeug zur Verfügung stelle. Ein europäischer Copernicus-Satellit helfe zudem, den Schaden in betroffenen Gebieten zu ermitteln. Mehr als 20 Feuerwehrleute und Polizisten erlitten leichte Verletzungen oder Rauchvergiftungen.
Besonders kritisch war die Lage am Dienstag im südostfranzösischen Département Var. Dort wüteten zwei Waldbrände, einer davon nahe des Badeortes Saint-Tropez. Der Wald sei nur schwer zugänglich, zugleich gebe es in der Gegend viele Häuser, sagte der zuständige Präfekt Stéphane Bouillon im Sender Europe 1. "Der Brand ist extrem heftig und schwer einzudämmen."
Auch die Mittelmeerinsel Korsika war von den Bränden betroffen. Bei Biguglia an der Nordostküste mussten zahlreiche Einwohner in Sicherheit gebracht werden. Mindestens zehn Autos brannten aus, ein Sägewerk brannte nieder.
Laut einer vorläufigen Behördenbilanz wurden auf Korsika 1800 Hektaren Wald zerstört. Im Département Var waren es 1200 Hektaren, im benachbarten Département Vaucluse 800 Hektaren.
Bei der Brandbekämpfung waren nach Angaben des französischen Innenministeriums mehr als 4000 Feuerwehrleute und Zivilschutzmitarbeiter im Einsatz. Aus mehreren Landesteilen kam Verstärkung, unter anderem aus dem Elsass. "Ganz Frankreich ist mobilisiert", sagte die Nummer zwei der französischen Feuerwehr, Grégory Allione, dem Sender France Info.
Bei der Bekämpfung der Brände wurden mindestens sieben Feuerwehrleute leicht verletzt, ein weiterer erlitt Brandverletzungen zweiten Grades. Auf Korsika erlitten 15 Polizisten leichte Rauchvergiftungen.
Die grosse Trockenheit und die starken Winde begünstigen die Ausbreitung der Waldbrände im Süden des Landes. Als Brandursache gelten Unachtsamkeit wie beispielsweise weggeworfene Zigarettenkippen, aber auch Brandstiftung.
(SDA)