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Die Schweizer Altistin Ursula Ferri begann schon im zarten Alter von vier Jahren ihr erstes Instrument zu erlernen. Dass sie einmal Musikerin werden würde, stand für
sie schon damals fest. Sie spielte Blockflöte, Klavier und Cello. Mit vierzehn gab sie ihr erstes Konzert als Sopran. Ab 18 studierte sie dann Sologesang in Winterthur, CH und daneben auch einige Semester Cello im Hauptfach.
Stimmlich war es immer schwierig, sie einzuordnen: „ …sie verfügt über eine Stimme der nach Volumen und Umfang kaum Grenzen gesetzt zu sein scheinen“, schrieb 1995 die APN anlässlich eines Konzertes. Ihr Stimmumfang reicht von Alttiefen bis in Sopranhöhen und ist auch äusserst agil. So fühlt sie sich in einem weit gefächerten Repertoire zu Hause das von Koloraturrollen von Rossini und Händel bis zu dramatischen von Verdi und Wagner reicht.
1991 wechselte sie mit der Stimmtrainerin Elisabeth Züblin-Tymoshenko dann vom Sopran- ins Mezzofach, ab 1995 studierte sie mit Maestro Nicolas Giusti, Chieti (I) für einige Jahre intensiv das BelCanto-Repertoire um sich dann ab 1999 mit Bill Schuman, NY auch dramatischere Rollen zu erarbeiten. In den letzten Jahren, vor allem nach dem Besuch beim Stimm- und Sängerspezialisten Dr. Fussi in Ravenna, bei dem sich herausstellte, dass sie eindeutig die Stimmbänder eines Contraltos besitzt, arbeitet sie mit Sherman Lowe in Venedig an ihrer Stimmtechnik.
Neben der Oper galt ihre Liebe schon immer dem Konzert und dem Lied.
Sie findet es wunderbar, wenn sie sich einmal ganz auf die Musik und all ihre interpretatorischen Nuancen konzentrieren darf und alles nur mit Tönen ausgedrückt werden muss und dabei nichts von der Musik ablenkt. Da sie mit 12, als sie entschied Sängerin zu werden, erkannte, wie wichtig es einst sein würde, wirklich jedes Wort zu verstehen und zu fühlen, begann sie schon damals Sprachen zu lernen. Unterdessen spricht sie neben ihrer Muttersprache Deutsch auch fliessend Italienisch, Französisch, Englisch und Russisch, was ihrer Meinung nach vorallem für die Interpretation von Liedern unerlässlich ist.
Ab 1999 war Ursula Ferri während zweier Jahre Ensemblemitglied an der Oper Zürich, wo sie unter vielem anderen als Quickly in Verdis Falstaff unter der Leitung von Nello Santi (an der Seite von Kollegen wie Juan Pons, José van Dam, Ruggero Raimondi und Leo Nucci) und Erda im Bob Wilsons Ring mit grossem Erfolg debütierte. Sie sang unter der Leitung von bedeutenden Dirigenten wie Marcello Viotti, Franz Welser–Möst, Cristoph von Dohnany, Vladimir Fedossejev, Gennady Roshdestvensky, Gianandrea Noseda und Riccardo Chailly. Mit letzterem sang sie bei vielen Gelegenheiten, darunter die 3.Symphonie von Mahler und Verdi’s Requiem in Milano und am Festival von Spoleto.
Wichtige Konzerte in der Vergangenheit waren das Stabat Mater in Stuttgart mit Jonas Kaufmann in der Tenorpartie, Verdi’s Requiem unter Marcello Viotti am Fenice, Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“ mit dem Israel Symphony Orchestra, Berios Folksongs in Zürich und an den Ludwigsburger Schlossfestspielen und Wagners Wesendonk Lieder in der Tonhalle Zürich.
Wichtige Rollen In den letzten Jahren waren Basmanov in Tschaikovskys Opritshnik (Regie Graham Vick) in Cagliari, Federica in Verdis Luisa Miller am Fenice unter der Leitung von Maurizio Benini, Frugola und Zia Principessa im Trittico von
Puccini, Andromaca in Rossinis Ermione, Gaea in Daphne von R. Strauss und Quickly an der NewYorkCityOpera. Wobei Letztere unterdessen so etwas wie „Ihre“ Rolle wurde, sie sang sie neben Zürich und NY auch an der Deutschen Oper Berlin, am Teatro Regio di Torino, an der Opera National de Montpellier und am Stadttheater Bern. Für die Interpretation der Quickly unter der Regie von Eike Gramss in Bern wurde sie neben Krassimira Stoyanova von Tom Sutcliff, „Opera Now“ zur besten Sängerin des Jahres 2007 gewählt.
Am Teatro Regio sang sie auch den Arsace in Rossinis Semiramis und the Mother in The Consul von Giancarlo Menotti, der bei den P
Die Schweizer Altistin Ursula Ferri begann schon im zarten Alter von vier Jahren ihr erstes Instrument zu erlernen. Dass sie einmal Musikerin werden würde, stand für