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Beantwortet von: Lic. Phil. Julia Nöthiger, Psychiatrischer Dienst Emmental
Von einer Depression spricht man, wenn die betroffene Person unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb leidet. Sie hat weniger Interesse an Aktivitäten, die ihr sonst Spass gemacht haben und kann sich schlechter konzentrieren als normal. Es kommt oft zu Schlafstörungen und vermindertem Appetit. Manche Leute verlieren das Selbstvertrauen, fühlen sich wertlos oder haben Schuldgefühle.
Alle Menschen haben mal einen schlechten Tag oder eine Phase, in der sie weniger Freude und Antrieb haben. Deshalb sind sie aber noch nicht depressiv.
Von einer Depression im klinischen Sinn spricht man, wenn die oben genannten Symptome kombiniert auftreten und während zwei Wochen vorhanden sind. Zusätzlich massgebend für die Diagnose einer Depression ist der persönliche Leidensdruck.