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Das war eine Neuheit für Bern: YB-Trainer Kurt Linder setzte durch, dass ab Meisterschaftsbeginn am 18. August 1973 die Spieler immer mit der gleichen Rückennummer einlaufen. Der Einwand, nun seien Mindereinnahmen beim Verkauf des Matchprogramms zu erwarten, interessierte Linder nicht. Es sei im Gegenteil ein Dienst am Kunden und eine Aufwertung für sogenannte Einwechselspieler: Die Nummern ab 11 gehörten nicht mehr den Ersatzleuten.
Am 18. August 1973 trat YB in der Folge erstmals mit den fixen Nummern an – in alphabetischer Reihenfolge. Es war das Startspiel zur Meisterschaft. Gegen den FC Zürich mit Trainer Timo Konietzka gab es im Wankdorf ein 2:2 vor 14'000 Zuschauenden. Die YB-Tore schossen die Nummern 2, Jan Andersen, und 8, Marcel Cornioley.
Während den viereinhalb Jahren, in denen Kurt Linder YB-Trainer war, wurde dies so gehandhabt. So spielten beispielsweise im Cupfinal 1977 Libero Vögeli mit der 16, Vorstopper Mast mit der 11 und Stürmer Küttel mit der 8.
In den folgenden Saisons wich man von diesem System aber wieder ab. Einige Spieler behielten ihre Nummer über viele Jahre, so beispielsweise YB-Rekordspieler Martin Weber, der alle seine 578 Pflichtspiele im gelb-schwarzen Trikot mit der Nummer 4 absolviert haben dürfte. Jean-Marie Conz (480 Spiele für YB) hingegen wechselte seine Nummer recht häufig. Aufgrund der «Linder-Regel» spielte er mit der 7, der 6 oder der 4, später und zum Abschluss seiner Karriere viele Jahre als YB-Captain mit der Nummer 5.
Die fixen Rückennummern für alle Spieler inklusive Namen auf dem Rücken wurden von der damaligen Nationalliga (heute Swiss Football League) Ende der Neunzigerjahre eingeführt. Die YB-Spieler trugen erstmals in der Nationalliga-A-Saison 1998/99 Trikots mit fixer Nummer und Namensaufdruck.
[cb][sst]