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Ergänzende Mitteilung zum geplanten FCZ-Campus
Im Zusammenhang mit unserer Mitteilung „FCZ plant Bau eines Trainingscampus und bewirbt sich als Leistungszentrum für den SFV“ wurden uns von einigen Medien diverse Fragen gestellt. Deshalb ergänzen wir unsere Mitteilung an dieser Stelle wie folgt:
Im Juni 2010 erklärte sich der Stadtrat im Rahmen einer Einfrage bereit, dem FC Zürich für ein damals konkret vorgelegtes Projekt (ein bei der Sportanlage Heerenschürli in Schwamendingen liegendes Grundstück) gratis im Baurecht für eine Trainingsbasis (FCZ-Campus) abzugeben. Es fanden in der Folge Besprechungen mit den diversen involvierten Ämtern der Stadt Zürich statt. Das Projekt wurde damals aber sistiert, nachdem eine Privatbank, welche die Finanzierung zuerst zugesichert hatte, von einer Grossbank übernommen wurde und die Finanzierung deshalb nicht mehr gewähren konnte.
Der FC Zürich arbeitete in der Folge mehrere Projekte aus, die aber aus verschiedenen Gründen nicht realisiert wurden. Während dieser Periode war der FC Zürich regelmässig in Kontakt mit dem Sportamt der Stadt, welches bestätigte, dass das fragliche Grundstück noch keinem anderen Zweck zugeführt worden sei und die Möglichkeit für die Erteilung eines Baurechts für ein neues Projekt nach wie vor bestehe. Das neue Projekt nun konkret zu planen und umzusetzen ist grundsätzlich auf folgende zwei Gründe zurückzuführen: Erstens die ungenügenden Trainingsbedingungen der ersten Mannschaft sowie zweitens das neue Leistungszentrum für den SFV.
Erstens: Im Zusammenhang mit dem damaligen Neubau des Letzigrund-Stadions musste der FC Zürich sein jahrzehntelanges Trainingszentrum im Letzigrund verlassen. Als provisorische Lösung angedacht, trainiert die erste Mannschaft des FC Zürich nun seit über zehn Jahren auf der Allmend (Saalsporthalle Brunau). Die dortige Infrastruktur ist für Spitzensport untauglich. Die engen Garderoben, Trainerbüros und Physiotherapieräume befinden sich im Untergeschoss der Saalsporthalle (Luftschutzraum), der Kraftraum ausserhalb in einem Containergebäude. Fenster sind keine vorhanden. Auch die IT- und Telefonie-Infrastruktur ist ungenügend. Dusch- und WC-Anlagen werden auch durch Drittpersonen benutzt. Konfliktsituationen (es haben schon Kinder gleichzeitig wie die Profis die Duschen benutzt) sind an der Tagesordnung. Ausserdem führt der Weg durch öffentlich zugängliche Gänge. Auch die vielen zusätzlichen Events (Volleyball, Tennis, Judo, Handball u.a.) führten immer wieder zu Überschneidungen und teilweise auch zu unhaltbaren Zuständen (fremde Sportler und Zuschauer in den Räumlichkeiten des FC Zürich). Im Winter fehlt ein moderner Kunstrasenplatz als Ausweichmöglichkeit, sodass bei schlechten Witterungsverhältnissen jeweils kurzfristig andere Trainingsplätze gesucht werden müssen.
Zweitens: Die FCZ Academy für die diversen Elite-Nachwuchs-Teams und die FCZ Frauen haben ihr Trainingszentrum seit Sommer 2010 in der Sportanlage Heerenschürli in Schwamendingen bezogen. Im Rahmen der geplanten Neustrukturierung der Leistungszentren des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) bewirbt sich der FC Zürich um die Führung eines solchen Leistungszentrums. Der FC Zürich erfüllt bereits jetzt praktisch alle Anforderungen in personeller wie auch in qualitativer Hinsicht. Nicht aber in infrastruktureller Hinsicht. Die bestehende Infrastruktur im Heerenschürli ist nicht für Elitesport ausgerichtet. Vor allem die medizinische Betreuung kann nicht spitzensportgerecht sichergestellt werden, da die Infrastruktur für Physiotherapie und Athletiktraining nicht vorhanden sind. Die Raum-Kapazität (Kabinen, Büro, Sitzungszimmer) für Spieler und Trainerstab ist beschränkt, bzw. nicht vorhanden.
Aus primär diesen Gründen hat der FC Zürich beschlossen, dieses Campus-Projekt nun zu realisieren. Zu erwähnen ist auch der Umstand, dass die Saalsporthalle Allmend dringend saniert werden muss. Auch aus diesem Grund ist die Stadt daran interessiert, dass der FC Zürich mit seiner ersten Mannschaft eine neue „Homebase“ findet.