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Aktuelles
Corona hat Zahl arbeitender Kinder weltweit erhöht
150 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren sind zur Arbeit gezwungen, so Brot für die Welt anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni.
Durch die Corona-Pandemie müssen weltweit immer mehr Kinder arbeiten, da viele Eltern seit Ausbruch der Pandemie ihr Einkommen als Tagelöhner oder Strassenverkäufering verloren haben, so Brot für die Welt in einer Medienmitteilung.
Kinderarbeit finde sich in vielen globalen Wertschöpfungsketten, zum Beispiel beim Anbau von Kaffee, Kakao, Zuckerrohr, Baumwolle und Tabak. Auch Kosmetik, Textilien, Handys, Ziegelsteine, Spielzeug oder Goldschmuck seien Güter, die im globalen Norden konsumiert und mit ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt würden. Zwischen neun und 26 Prozent der weltweiten Kinderarbeit entfielen aktuell auf globale Wertschöpfungsketten.
Auch im Tourismus arbeiteten Millionen von Kindern, so die Mitteilung. Sie verkauften Souvenirs, arbeiteten in Wäschereien, bettelten oder seien zur Prostitution gezwungen.
Laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO müssten von den 150 Millionen betroffenen Kindern 73 Millionen unter Bedingungen arbeiten, die als schlimmste Formen von Kinderarbeit bewertet würden: Sie arbeiteten unter ausbeuterischen und oft gesundheitsschädigenden und gefährlichen Bedingungen. Erst im August 2020 hätten alle 187 Mitgliedsstaaten der ILO das Übereinkommen zur Abschaffung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit ratifiziert.
Die Vereinten Nationen haben 2021 zum „Internationalen Jahr zur Abschaffung der Kinderarbeit“ ausgerufen. Zur Erreichung des von den Vereinten Nationen vereinbarten Ziels, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, bleiben der internationalen Gemeinschaft nur noch vier Jahre, so Brot für die Welt.