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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch IV.
12.
Wer wird sich nicht über so viel auf eine solche Arbeit verwendete Mühe wundern? Aber vielleicht ist die Forschung des Ptolemäus auf diesem Gebiete nicht [S. 55] unnütz. Das eine nur ist bedauerlich, daß er, in später Zeit geboren, den Söhnen der Giganten nicht nützen konnte, die diese Maße nicht kannten und glaubten, die Himmelshöhe sei nahe, und so vergeblich einen Turm zu bauen versuchten. Hätte er damals gelebt und ihnen die Maße mitgeteilt, so hätten sie das eitle Wagnis nicht unternommen. Wenn aber einer behauptet, daß er diesen Berechnungen nicht traue, so messe er nach und lasse sich überzeugen, denn es gibt ja keinen einleuchtenderen Beweis für Ungläubige als diesen. O über die Aufgeblasenheit des sich eitel mühenden Geistes und den ungläubigen Glauben! Auf alle Fälle muß Ptolemäus bei denen, die die gleiche Wissenschaft bearbeiten, für einen Mann der Wissenschaft gelten.