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Risikomanagement einer Grossbank - Einführung eines systematischen Kontrollsystems (IKS) für das Mid-Office ausländischer Aktien bei der Credit Suisse AG
Die Junior Händler, Nick Leeson und Kweku Adoboli, haben mit nicht autorisierten Transaktionen im Handel den Ruf der Bank, Barings Bank und UBS, geschädigt. Die Barings Bank ging durch Leesons Fehlverhalten im Jahr 1995 Konkurs. In beiden Fällen haben die internen Kontrollen der Banken versagt.
Lindita Zuka, 2019
Bachelor Thesis, Credit Suisse (Schweiz) AG
Betreuende Dozierende: Josef Marbacher, Josef Marbacher
Keywords: Barings Bank Konkurs durch Nick Leeson's nicht autorisierten Transaktionen im Handel, UBS hoher Verlust aufgrund von Adoboli's Fehlverhalten und unerlaubten Transaktionen im Handel, verschärfte interne Kontrollen weltweit, FINMA mit Rundschreiben, Schweiz Festlegung des Gesetzes im OR, Arbeitsanweisungen (Aufgabe, Kompetenz, Verantwortung)
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Die britische Barings Bank ging 1995 Konkurs, weil der Junior Händler, Nick Leeson, 1.4 Milliarden US-Dollar verspekulierte. Im Jahr 2011 stand die Grossbank, UBS Group AG, in den Schlagzeilen. Der Junior Händler, Kweku Adoboli, hatte der Bank einen Verlust von 2.3 Milliarden US-Dollar durch nicht autorisierte Transaktionen im Handel verursacht. Die Ereignisse haben dazu geführt, dass die regulatorischen Auflagen bezüglich der internen Kontrollen (IKS) global verschärft wurden. Die FINMA hat in Rundschreiben erläutert, dass die Banken ein IKS zur Verhinderung von solchen Vorfällen benötigen.
Die Studierende hat die externen Vorfälle detailliert analysiert und mit Einbezug der Stakeholder, wie der Handel der Credit Suisse AG versucht herauszufinden, ob solche gravierende Ereignisse mit den heutigen internen Kontrollen der Credit Suisse AG vorfallen können. Dabei hat die Studierende die Stakeholder mit kritischen Fragen, Situationen und selbst gebildeten Szenarien konfrontiert, um ausfindig zu machen, ob die aktuellen internen Kontrollsysteme gewisse Mängel aufweisen. Zudem hat die Autorin weitere Kontrollinstrumente erarbeitet, welche die Risiken im Tagesgeschäft reduzieren können.
Bei persönlichen Gesprächen mit den Stakeholdern und einer detaillierten Überprüfung der internen Kontrollen der Credit Suisse AG hat die Autorin festgestellt, dass das IKS gut funktioniert. Die Grossbank hat für die Prozesse diverse Arbeitsanweisungen mit den Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen verfasst, die für Mitarbeiter verbindlich sind. Zudem wurden Trading Mandate erstellt, die alle Händler einzuhalten haben. In einem solchen Mandat sind Produkte, Währungen, Geldlimiten und Strategien festgelegt. Mit diesen Vorgaben sind die Spielräume der Händler eingeschränkt. Die Einhaltung der Mandate wird durch den Supervisor mit Hilfe von Dashboards kontrolliert. Es wurde festgestellt, dass mögliche Risiken schwer erkannt werden, sobald mehrere Personen an diversen Schnittstellen zusammenarbeiten. Die FOBO Rotation wurde im Middle Office ausländischer Aktien als ein weiteres systematisches Kontrollsystem eingeführt. Mit der Einführung dieser Lösung können die Risiken in den Händlerbüchern der Credit Suisse AG minimiert, die Kosten gesenkt und der Prozess effizienter gestaltet werden.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Fachbereich der Arbeit: Accounting, Banking, Controlling and Finance
Vertraulichkeit: vertraulich