Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03206.jsonl.gz/3971

Netz
Das Projekt grenzt an zwei Strassennetze, die dem Standort von Norden nach Süden entlangführen. Eine Strasse bedient den Schulkomplex auf der Ostseite, während sich im Westen ein Fussweg durchschlängelt. Der erste Eingriff besteht in der Anlegung eines Wegnetzes, das diese strukturierenden Elemente miteinander verbindet. Diese Querverbindungen erleichtern die Fortbewegung innerhalb des Schulkomplexes und machen den Ort durchlässiger.
Topografie
Das Gelände weist ein gleichmässiges Gefälle von Norden nach Süden auf. Jedes Gebäude kommt auf eine andere Ebene zu stehen. Diese Ebenen passen sich der Topografie an und folgen dem Verlauf zur Strasse hinunter. Der neue Schulpavillon bestätigt das bestehende topografische Prinzip. Er füllt den bis anhin freien Raum zwischen dem Schwimmbad und dem Klassengebäude.
Drei Plätze
Aufgrund der Anordnung des neuen Pavillons auf dem Gelände gibt es drei Plätze mit unterschiedlicher Nutzung. Die Gebäude werden über diese Flurgänge betreten. Das Projekt formuliert zudem die Übergänge zwischen den öffentlichen Räumen und den Schulräumen mithilfe von Schwellen.
Grundrissplanung
Das Schul- und Sportareal verdichtete sich mit der Zeit immer mehr. Die Grundrissplanung und die Definition der entsprechenden Nutzung wurden zu einer zentralen Herausforderung, für die das Projekt einen Lösungsansatz bringt.
Struktur
Die Sanierung und die Erweiterung des bestehenden Gebäudes erfolgen unter Berücksichtigung des C.R.O.C.S.-Bausystems.
Die bestehenden Metallpfosten bleiben erhalten. Im Norden vervollständigt der Zusatz einer grossen Rahmenstruktur die Symmetrie des bestehenden Systems. Der hinzugefügte Rahmen ergänzt damit das Modell und schafft eine kreisförmige Anordnung um den neuen Kern.
Erdbebensicherheit
Um den Erdbebenwiderstand des Gebäudes zu gewährleisten, werden Stahlbetonschalen das bestehende punktuelle System ergänzen. Diese dienen dank ihrer Feuerfestigkeit auch dazu, die Treppenhäuser im Brandfall zu unterteilen.
Flure
Der Standard-Grundplan präsentiert sich ähnlich wie der bestehende. Mit der Erweiterung können die auf der Hofseite fehlenden Klassenzimmer hinzugefügt werden. Durch diese Anordnung ergibt sich ein zenital beleuchteter zentraler Durchgangsraum. Zudem wird das Prinzip der optischen Abtrennung von den Schulgängen bewahrt. Es erlaubt einen Durchblick auf jede Fassade.