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Französische Kirche, Predigergasse 3, 3011 Bern
19:00 Türöffnung
19:30 Baby Dee (church organ concert)
20:45 Richard Dawson
22:00 Shuttlebus in die Dampfzentrale
Dampfzentrale Bern
22:30 Marie Davidson
23:30 Daniele Cosmo (Lux Rec, DJ-Set)
Mit Baby Dee haben wir zum ersten Mal in der 9-jährigen Geschichte von Saint Ghetto einen Namen zum zweiten Mal auf dem Programm, jedoch handelt es sich hier um alles andere als eine Wiederholung. Die amerikanische Sängerin und Musikerin Baby Dee spielt am Abend des 19. November die Orgel in der französischen Kirche (Eglise Francaise) in der Innenstadt von Bern. Das Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Gemäuer wird Schauplatz sein für ein Konzert mit zumeist älteren Liedern von ihr, die sie an der Orgel spielen und gesanglich begleiten wird.
Baby Dee heisst eigentlich Dee Norris, arbeitete während 10 Jahren als Organist und Chorleiter in einer katholischen Kirche in South Bronx, New York. Mit 35 Jahren liess sich Dee Norris einer Geschlechtsumwandlung unterziehen und lebt seither als Frau. In New York lernte sie Anthony Hegarty kennen und wirkte am Debutalbum von Anthony & The Johnsons mit, arbeitete parallel aber bereits an der ersten Soloplatte. Später veröffentlichte sie auf demselben Label wie Joanna Newsom unter produktioneller und musikalischer Mithilfe von Bonne ‚Prince’ Billy. Dee war mehrere Jahre Mitglied von Current 93 und tourte mit Marc Almond und The Dresden Dolls. Zur Zeit ist sie auf ausgedehnter US-Tour als support act von Swans.
Richard Dawson aus Newcastle upon Tyne ist der mit Sicherheit aussergewöhnlichste britische Folkmusiker seit vielen Jahren. Dawson selbst sagt: “I have come to think of it as ritual community music. Perhaps you could call that folk music, but it is certainly not in the folk tradition.“ Die Presse hat ihn auch schon als „an english version of Captain Beefheart“ bezeichnet, er hingegen sieht sein Einflüsse eher im Qawwali, ein zum Sufismus gehörender Gesangsstil mit Wurzeln in Pakistan und Indien. Sein Album Nothing Important, erschienen beim Domino-Sublabel Weird World, wurde von der britischen Zeitschrift The Wire auf den zweiten Platz der wichtigsten Alben des Jahres 2014 gewählt. Der schräge Troubadour wird uns trotz der sakralen Stimmung im Kirchengebäude wieder auf den Boden, um nicht zu sagen Acker der Tatsachen zurückführen.