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Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Anglistik - Literatur, Note: 2,3, Ruhr-Universität Bochum, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit betrachte ich besonders die Unterschiede der zwei Gesellschaftsformen der "Brave New World" in Bezug auf die Sexualität und Fortpflanzung und deren Funktion. Um einen genaueren Blick auf die Sexualität in verschiedenen Gesellschaftsformen werfen zu können, betrachte ich weitere Dystopien/Utopien und arbeite heraus, wie dort mit Sexualität umgegangen wird. Ausserdem betrachte ich das Leben des Aldous Huxley und die Zeit, in der der Roman verfasst wurde, um eventuelle Einflüsse auf das Werk heraus zu arbeiten. Der Roman "Brave New World" wurde von Aldous Huxley verfasst und im Jahre 1932 zum ersten Mal veröffentlicht. Durch die futuristische Darstellung der Gesellschaft, der Fortpflanzung und schlichtweg durch die Lebensweise, der im Roman beschriebenen Figuren, erregte dieser schnell Aufmerksamkeit und wurde eines der meist diskutierten Werke unserer Zeit. Noch heute wird er häufig als Schullektüre behandelt. Dies liegt wohl auch daran, dass er selbst über 80 Jahre nach seiner Veröffentlichung immer noch sensible Fragen der Ethik behandelt: Wie weit darf die Gesellschaft oder der Staat seine Bürger kontrollieren? Ist die völlige Aufgabe der Individualität und der Selbstbestimmung vertretbar, wenn die Gesellschaft dadurch stabiler und glücklicher wird? Auch die Frage, ob Huxley von vornherein eine Dystopie oder ursprünglich eine Utopie in seinem Roman beschreiben wollte, steht seither im Raum. Besonders präsent ist die durch die Gesellschaft geprägte Einstellung zur Sexualität bzw. zur Fortpflanzung in der "Brave New World". Dort treffen zwei völlig unterschiedliche Moralvorstellungen aufeinander: Einerseits die moderne Gesellschaft, bei der Sexualität in Form von Polygamie ausgelebt wird und Menschen durch verschiedene wissenschaftliche Prozesse im Labor hergestellt werden, andererseits die Menschen in den Reservaten, die ihre Kinder auf natürliche Weise zur Welt bringen und in (meist) festen Partnerschaften leben. Aus diesem direkten Aufeinandertreffen der Kulturen ergeben sich einige Fragen: Was bedeutet die unterschiedliche Handhabung der Sexualität für den einzelnen Menschen und für die Gesellschaft? Warum spielt Sexualität generell eine derart grosse Rolle? Und wie passt dieses Bild von Sexualität in die heutige Zeit?