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Der verhaftete Oligarch Dimitry Firtasch sitzt in Österreich in Auslieferungshaft. Seine Kaution ist rekordhoch - es geht um faule Deals in Indien.
Der in Wien verhaftete ukrainische Oligarch Dmitry Firtasch ist am Freitag in Auslieferungshaft gekommen. Gleichzeitig wurde eine Kaution von 125 Millionen Euro verhängt.
Dies beschloss das Landesgericht für Strafsachen Wien, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Auch bei Zahlung der Kaution darf Firtasch Österreich nicht verlassen. Der Ukrainer legte Beschwerde ein gegen den Gerichtsbeschluss. Nun liegt der Entscheid beim Oberlandesgericht Wien.
Firtasch war am Mittwochabend an seinem Firmensitz in Wien-Margareten verhaftet worden. Grundlage dafür ist ein US-Haftbefehl, in dem Firtasch Bestechung und Teilnahme an einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird.
Die österreichischen Gerichte werden anhand des Auslieferungsgesuchs der USA darüber befinden, ob sie den Mann den US-Behörden übergeben werden oder nicht. In Österreich laufen keine Ermittlungen gegen den Ukrainer.
Anschuldigungen zurückgewiesen
Der 48-jährige Unternehmer ist im Gas-, Chemie-, Medien- und Bankengeschäft tätig. Seine Holding Group DF ist in Wien registriert. Sie bestätigt auf ihrer Website die Verhaftung Firtaschs. Die Vorwürfe würden sich auf ein Projekt von 2006 in Indien beziehen. Das Unternehmen zeigte sich in seiner Mitteilung überzeugt, dass es sich um ein Missverständnis handle.
Der Oligarch ist einer der reichsten Ukrainer. Er machte sein Geld mit dem Unternehmen Rosukrenergo mit Sitz in Zug und dem Import von Gas aus Russland und Turkmenistan in die Ukraine. Rosukrenergo seinerseits ist eng verbunden mit dem russischen Gaskonzern Gazprom.
(sda/chb)