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«Der Staat New York verlangt, dass sich Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit Patientenkontakt in staatlichen Krankenhäusern impfen lassen, um die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern zu gewährleisten», schrieb Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei Twitter. Alle anderen Beamten in allen Bereichen müssten entweder geimpft sein oder regelmässig einen Covid-Test vorlegen. Diese Regelung werde am 6. September zum Labour Day in Kraft treten.
Die hochansteckende Delta-Variante übt zunehmend Druck auf den Öffnungskurs der USA aus.
Knapp 50 Prozent aller Amerikaner - 163 Millionen Menschen - sind vollständig geimpft. Das ist deutlich weniger, als die Regierung für diesen Zeitpunkt angepeilt hatte. Unterdessen steigt die Zahl der Neuinfektionen deutlich und liegt ein Vielfaches über dem niedrigen Wert von Anfang Juni. Auch die Zahl der Todesopfer pro Tag war zuletzt wieder nach oben gegangen und lag am Dienstag bei 533 - in Spitzenzeiten waren mehr als 4000 Menschen pro Tag gestorben.
Die US-Politik hat vor allem in südlichen Problemstaaten wie Florida, Missouri oder Arkansas mit niedrigen Impfquoten zu kämpfen. Doch auch in anderen Teilen des Landes wird nach Ansicht von Experten eine grössere Bereitschaft für die Vakzine benötigt. Die Stadt New York bietet Impfwilligen als Anreiz deswegen ab Freitag 100 Dollar.
Auch auf Bundesebene erwägt die Regierung von US-Präsident Joe Biden Massnahmen und prüft eine Corona-Impfpflicht für ihre mehr als zwei Millionen Mitarbeiter. Der Demokrat hat sich gegen eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Politisch könnte aber selbst eine auf die Angestellten der Regierung begrenzte Impfpflicht heikel werden, weil viele Menschen dies als Eingriff in die individuelle Freiheit begreifen könnten - die Impfkampagne droht zum politischen Zankapfel zu werden.