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Testplanung 2011
Ein wichtiges Resultat der regionalen Arbeitsgruppe war die Erkenntnis, dass die Städte Biel und Nidau ihre Nutzungsplanung auf den A5-Westast abstimmen müssen. Die planerischen Grundlagen dafür sollten schrittweise erarbeitet werden. In einer ersten Etappe wurde 2010 eine Bestandaufnahme der prägenden Elemente in der Siedlungs- und Landschaftsstruktur erstellt (Strassenräume, Plätze, Grünräume, Gewässer, Siedlungs- und Bebauungsmuster, Nutzungsstrukturen, Verkehrsbeziehungen).
Zwei Schwerpunktgebiete
In der Folge legten Biel, Nidau und der Kanton den Fokus auf zwei Teilgebiete, die vom Bau des A5-Westasts besonders betroffen sind: die Bereiche um den Vollanschluss Bienne Centre und um den Halbanschluss Seevorstadt. Hier galt es zunächst, eine Reihe offener Punkte zu klären. Zu diesen gehörten
- die Frage eines offenen oder gedeckten Anschlusses Bienne Centre,
- die Lage und Gestaltung der Autobahnanschlüsse und ihrer Zu-/Wegfahrten
- sowie die städtebauliche und landschaftliche Integration der A5-Bauwerke in das bestehende Siedlungsgefüge.
Für die Klärung dieser Fragen wurde das Verfahren der Testplanung gewählt. Vier eingeladene Planungsteams entwickelten im Frühjahr 2011 ihre Konzepte.
Neue Erkenntnisse
Das Beurteilungsgremium empfahl in seinem Schlussbericht, auf der Basis eines Konzepts weiter zu planen, das beim Anschluss Bienne Centre einen Anschlusskreisel in der Achse der Salzhausstrasse sowie eine insgesamt sehr kompakten Autobahnöffnung vorschlug. Für das Gebiet Seevorstadt empfahl das Fachgremium, Zu- und Wegfahrten auf der Stadtseite des Bahndamms zu prüfen, um das Strandbodenareal bestmöglich zu schonen.
Eine weitere Erkenntnis des Testplanungsverfahrens bestand darin, dass eine Überdeckung der A5 im Bereich Bienne Centre keinen grossen städtebaulichen Mehrwert erzeugt. Eine Überdeckung hätte die Ausrüstung der Westast-Tunnels mit einer Rauchgasentlüftung nötig gemacht.
Variantenentscheid des Kantons
Im Anschluss an die Testplanung überprüfte das kantonale Tiefbauamt die vom Beurteilungsgremium empfohlenen Varianten auf ihre technische Machbarkeit und Zweckmässigkeit. Das heutige Generelle Projekt stützt sich im Gebiet Bienne Centre auf die Empfehlungen der Testplanung. Im Gebiet Seevorstadt fiel der Entscheid zugunsten eines Anschlusses, der auf die Neuenburgstrasse (westlich des Bahndamms) mündet. Eine stadtseitige Anschlusskonfiguration wurde verworfen, weil sie verkehrstechnisch ungünstig sei und das Naturschutzgebiet Felseck stark beeinträchtige.