Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03178.jsonl.gz/516

Wer noch nichts von Milton Keynes gehört hat, gehört zu einer Mehrheit. Wer fährt schon absichtlich in diese englische Stadt, die in den 60er Jahren nach einem schachbrettartigen Raster völlig neu gebaut wurde, sodass sich alle Strassen, Kreisverkehrszirkel und auch die roten Backsteinhäuser ähnlich sehen. Diese 220000 Einwohner zählende mittelenglische Stadt hat aber einiges zu bieten: Im Guiness-Buch der Rekorde wird sie mit dem längsten Einkaufszentrum der Welt registriert, sie beherbergt zudem Europas grösste Skihalle mit echtem Schnee und das National Bowl, einen bekannten Ort für Freiluftkonzerte, das auch Stars wie Robbie Williams, Queen, Eminem und Bon Jovi nicht verachten. Und die Bewohner lieben ihre Stadt, fragt man die Taxifahrerin, die darauf genauso stolz ist wie auf die Open University (OU). Deren moderne Gebäudekomplexe sehen die Fernstudierenden aus aller Welt aber auch nur, wenn sie die sogenannten Residential Schools besuchen, gemeint sind Wochenendseminare in Grossbritannien, die etwa drei bis vier Mal während des gesamten Studiums stattfinden.
Während jährlich rund 200000 Studenten – 200 aus der Schweiz – an der OU studieren, sind tatsächlich nur etwa 150 Studenten vor Ort. Sie arbeiten beispielsweise an einer Promotion oder an einem Forschungsprogramm. Alle anderen studieren per Fernunterricht.
Postgraduierte MBA-Fernstudien
Die OU Business School gilt als grösste Business School in Europa und ist führende Anbieterin von Fernstudien-MBA-Abschlüssen. Die MBA-Abschlüsse weisen die drei renommierten Dreifach-Akkreditierungs-Gütesiegel vor: Equis, AMBA und AACSB. In dem 2008 zum ersten Mal von der «Financial Times» weltweit erstellten Fernstudien-MBA-Ranking mit 32 Anbietern liegt die OU auf Platz vier.Das Fernstudium ist in einzelne Module aufgeteilt und nach dem Prinzip des «Blended Learning» organisiert: Studierende werden von persönlichen Tutoren betreut. An der OU Business School wird nur Englisch gesprochen. Die Studenten stehen in regelmässigem persönlichem, telefonischem und schriftlichem Kontakt mit ihren Tutoren. Hinzu kommen Workshops im In- und Ausland sowie Alumni-Veranstaltungen.Ein wichtiges Bindeglied ist das Internet Conferencing System der Schule: Studenten nehmen an vielen MBA-Diskussionsforen teil und tauschen Managementerfahrung aus. Der Dialog findet international zwischen Studienkollegen in über 40 Ländern statt.
Sponsoren und Forschung
Sponsoren und Firmen stellen eigene Mitarbeiter ab oder unterstützen die Open University bei der Schulung eigener Tutoren. Dazu gehören Airbus, DHL, Ikea, Nike, Nokia, Pfizer und Rolls- Royce. Die Universität betreibt in über 25 Bereichen mit 500 Forschungsangestellten sowie 1200 Studenten Forschung und gibt dafür jährlich 20 Mio Pfund aus. Weltweit bekannt wurde das Planetary Sciences Research durch das «Beagle 2»-Mars-Projekt.