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Der Seniorenrat hat die vom Bundesamt für Sozialversicherung präsentierte Studie zur wirtschaftlichen Situation von Erwerbstätigen und Rentnern heftig kritisiert.
Am Donnerstag hatte das Bundesamt für Sozialversicherung (BSA) eine Studie der Universität Genf zur wirtschaftlichen Situation von Erwerbstätigen und Rentnern vorgestellt.
Gemäss dieser sind Personen im Ruhestand finanziell besser gestellt und vermögender als Erwerbstätige.
Nur rund 6% der Rentner seien im Alter von Armut betroffen. Das BSV erwägt zum Ausgleich des Armutsrisikos einen Solidaritätsbeitrag.
Es sei zwar erfreulich, so der Schweizerische Seniorenrat (SSR), dass die langwierigen Bemühungen für materielle Sicherheit im Alter Früchte gezeigt hätten.
Voreilig gezogene Schlüsse
Die vom BSV gezogenen Schlüsse seien aber voreilig und verletzend. Sie würden ausblenden, dass der wissenschaftliche Bericht auch bei älteren Menschen finanzielle Probleme identifiziert habe.
Zudem seien die sozialen Probleme anderer Bevölkerungsgruppen schon seit Jahrzehnten bekannt, ohne dass sie wirksam bekämpft worden seien.
Es ist nicht nachvollziehbar, so der SSR, weshalb nun ausgerechnet die ältere Bevölkerung diese gesamtgesellschaftlichen Probleme lösen sollte.