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Die Geschichte des ungarischen Bierbrauens reicht bis in die Zeit der nomadischen Vorfahren zurück. Boza war eines der Getränke des ungarischen Volkes, das durch die Steppen ritt. Die Boza war ein bierähnliches Getränk mit geringem Alkoholgehalt, das aus Weizen, Gerste, Hirse oder einer Mischung daraus gebraut wurde. Das zwischen Steinen gemahlene Getreide wurde in Lederschläuche gefüllt und mit Wasser vermischt, dann wurden erhitzte Steine hinzugefügt, um die Temperatur der Mischung zu erhöhen. Später wurde der damals bereits bekannte Hopfen hinzugefügt und bis zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen liess man es gären. Im 19. Jahrhundert begannen auch die ungarischen Bauern, Bier für den Eigenverbrauch zu brauen. Anfangs hatte es das Bier schwer, mit dem ungarischen Wein zu konkurrieren. Die erste kommerzielle Brauerei in Ungarn wurde 1845 von Peter Schmidt in Buda gegründet, was den Beginn der Massenproduktion von Bier in Ungarn markierte. Traditionell stossen die Ungarn nicht mit den Gläsern beim Prosten aneinander. Der Grund dafür ist, dass die österreichischen Generäle die Hinrichtung der Märtyrer von Arad 1849 mit dem Anstossen eines Bieres feierten. Daraufhin wurde das Anstossen der Biere für 150 Jahre verboten. Heute ist es wieder erlaubt, mit Bier anzustossen. Prost!