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Es um einen General, der kurz zuvor von einem Feldzug zurückgekehrt war und nun in Mythikon auf den nächsten Feldzug wartet. Während dieser Zeit kommt der Vikar Pfannenstiel zu ihm und bittet ihn, ihn als Feldkaplan in die venezianische Kompagnie zu schicken. Der General lehnt diese Bitte ab, da er Pfannenstiel als zu schwach ansieht. Im weiteren Verlauf des Gespräches erfährt der General, daß Pfannenstiel seine Großcousine Rahel, die gleichzeitig die Tochter des Pfarrers von Mythikon ist, begehrt und nur getrieben durch seine Verzweifelung in die venezianische Kompagnie geschickt werden wollte. Der General, der in Mythikon aufgrund der Tatsache, daß er ungläubig ist und ausländische Sklaven anstellt, nur mit Unbehagen aufgenommen wird, heckt einen Plan aus, bei dem nicht nur Pfannenstiel und Rahel ein Paar werden, sondern Pfannenstiel außerdem noch Pfarrer wird, da der jetzige Pfarrer durch seine Vernarrtheit in Waffen und seinen gemeinsamen Jagden mit dem General an Ansehen verloren hat. Außerdem scheint es der langersehnte Wunsch des Generals zu sein, sich auf Kosten der Kirche zu belustigen.
Nachdem Pfannenstiel im Hause des Generals am nächsten Morgen aufwacht, ist dieser bereits mit zwei Waffen bestückt in die Kirche seines Vetters gezogen. Dort schenkt er seinem Vetter eine der beiden Pistolen, diese hat allerdings einen sehr schwergängigen Abzug. Der Vetter nimmt dankend an, doch in einem günstigen Augenblick, kurz vor Beginn der Predigt vertauscht der General die schwergängige Waffe gegen die zweite, die mit einem leichteren Abzug versehen ist. Der Pfarrer steckt sich die Pistole unter seinen Talar und beginnt die Predigt. In der letzten Strophe des Lieblingsliedes der Mythikoner, da der General seine Plan schon gescheitert sah, zieht der Pfarrer die Waffe und gibt aus Versehen, im Glauben eine schwergängige Waffe in der Hand zu haben, einen Schuß ab.
Nun wird festgelegt, daß der Pfarrer auf ein Schloß des Generals kommt und dort seinen Lebensabend verbringt, weiterhin wird Stillschweigen über diese Angelegenheit vereinbart. Dieses wird durch die Großzügigkeit des Generals, der den Mythikonern einen Teil seines Besitzes vermacht, zusätzlich gesichert.
Der Schuss von der Kanzel, verfasst von Conrad Ferdinand Meyer