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Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) ist für die Bezeichnung von Stellen zuständig (Art. 15 BauPG).
Das Verfahren zur Bezeichnung von Stellen ist in Art. 22 BauPV beschrieben. Es handelt sich dabei um die Befugnis, Tätigkeiten eines unabhängigen Dritten zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit auszuführen.
Eine Stelle in der Schweiz, welche diese Befugnis erlangen möchte, beantragt beim BBL die Bezeichnung zum Zwecke einer Notifizierung. Die Stelle legt dem Antrag eine Beschreibung der auszuführenden Tätigkeiten und der Bewertungs- oder Überprüfungsverfahren bei, für die sie die Kompetenz beansprucht.
Sie muss, um bezeichnet werden zu können, für die im Antrag beschriebenen Tätigkeiten und Verfahren auf der Grundlage einer Akkreditierung nach der Akkreditierungs- und Bezeichnungsverordnung (AkkBV, SR 946.512) nachweisen, dass sie die Anforderungen von Artikel 21 BauPV erfüllt. Auf das Verfahren für die Bezeichnung sind die Bezeichnungsvorschriften der Artikel 26-37 AkkBV sinngemäss anzuwenden.
Das Verfahren für die Notifizierung richtet sich nach den Benennungsvorschriften des Abkommens mit der EU über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen (Mutual Recognition Agreement, MRA, SR 0.946.526.81). Ergänzend gilt Artikel 25 Absatz 1 AkkBV.
Eine Bezeichnung enthält vollständige Angaben zu den auszuführenden Aufgaben, die Fundstelle der einschlägigen harmonisierten technischen Spezifikationen sowie die wesentlichen Merkmale, für welche die Stelle kompetent ist.
Eine bezeichnete Stelle gilt als notifiziert, sobald sie im NANDO- System der Europäischen Union eingetragen wurde und die Einspruchsfrist nach Art. 11 MRA unverwendet abgelaufen ist.
Auf der Grundlage des MRA können notifizierte Stellen ihre Dienstleistungen in der ganzen EU sowie im EWR anbieten. Allfällige Bestimmungen für die Ausübung grenzüberschreitender Dienstleistungen sind zusätzlich zu berücksichtigen.