Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03545.jsonl.gz/573

Wie schneide ich meine Säulenobstbäume richtig?
Säulenobstbäume wachsen selbstständig zu leicht verzweigten Säulen. Alle sind zwar sehr schwachwüchsig, müssen aber durch gezielten Rückschnitt in Form gehalten werden. Durch den genetisch bedingten Wuchs, bilden Säulenapfelbäume nur kurze Seitentriebe und benötigen keinen regelmässigen Schnitt. Werden die neuen Seitentriebe dennoch zu lang, kürzt man sie im Frühling um ca. 2/3 ein.
Birnen, Zwetschgen, Kirschen, Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche bilden längere Seitentriebe. Diese müssen regelmässig im Februar zurückgeschnitten werden. Empfehlenswert ist zusätzlich der Sommerschnitt Anfang Juli. Die frisch gewachsenen Zweige ohne Früchte werden auf 10 – 15 cm oberhalb der letzten Schnittstelle zurückgeschnitten, die mit Früchten ca. 5 Blätter nach der letzten Frucht. Um Ertragsschwankungen (Alternanz) vorzubeugen, empfiehlt es sich, höchstens 10 – 20 Früchte pro vertikalen Meter ausreifen zu lassen. Die überzähligen Früchte sollten nach dem normalen «Junifall» ausgelichtet werden, ohne den Fruchtstiel zu entfernen. Diese Massnahme verbessert Fruchtqualität und Fruchtgrösse.
Vergessen darf auch auf eine pflanzengerechte Düngung nicht. Im Frühjahr erfolgt eine Düngung mit einem Spezialdünger (z. B. Beeren- und Obstdünger), der gleichmässig um den Baum herum verteilt wird. Bei Säulenobstbäume in Gefässen wird die Düngung im Juni wiederholt.
Empfehlenswert ist es die Pflanzscheibe im Ø 50cm von Gras und Unkraut freizuhalten.
Durchschnitt 3,0 basierend auf 1 Bewertungen