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Prostatakarzinom
Prävalenz, Sterblichkeit und Ursachen
Das Prostatakarzinom ist eine der häufigsten Krebserkrankung bei Männern. In der Schweiz erkranken etwa 6’400 Männer pro Jahr, wobei die Häufigkeit der Neudiagnosen ab dem 55. Lebensjahr ansteigt. Unter den bei Männern zum Tode führenden Krebserkrankungen liegt das Prostatakarzinom (Zeitperiode zwischen 2012 und 2017) mit 14,3% an zweiter Stelle nach Lungenkrebs (21.3%) und Dickdarmkrebs (9.8%). Die beiden größten nachgewiesenen Risikofaktoren sind das Alter und eine familiäre Belastung. Wenn männliche Verwandte ersten Grades (Vater, Bruder) ein Prostatakarzinom hatten, ist das Erkrankungsrisiko circa 2-fach erhöht. Die Prognose bei Prostatakrebs ist gut. Das Prostatakarzinom ist ein langsam wachsendes Karzinom, mit einer
5 Jahres-Überlebensrate von 91% bei Früherkennung.
Erste Anzeichen und Diagnose
Das Prostatakarzinom verursacht im Anfangsstadium oft keine Beschwerden. Erst bei größeren Tumoren treten klinische Symptome auf wie ein schwächerer Harnstrahl, häufiger Harndrang oder Schmerzen in der Prostata.
Die wichtigsten Untersuchungen sind die Tastuntersuchung (rektale Palpation), die Messung des PSA-Wertes im Blut und die Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Bei Verdacht auf einen bösartigen Tumor wird durch eine Gewebeentnahme (Biopsie) mit anschließender mikroskopischer Untersuchung die Diagnose gestellt.
Die Früherkennung soll ab dem 45. – 50. Lebensjahr durchgeführt werden, damit Prostatakrebs frühzeitig erkannt und oft erfolgreich behandelt werden kann.
Behandlungsmöglichkeiten
Für die Behandlung von Prostatakrebs stehen mehrere Therapieoptionen zur Verfügung abhängig von dem Krankheitsstadium zum Zeitpunkt der Diagnose bzw. dem Alter bzw. der Lebenserwartung des Betroffenen.
Gemäss den S3 oder EAU-Leitlinien können folgende Therapien bei Prostatakrebs eingesetzt werden:
- Langfristige Beobachtung
- Aktive Überwachung
- Operation: Radikale Prostatektomie
- Strahlentherapie/ Bestrahlung (auch Brachytherapie)
- Hormontherapie
- Chemotherapie
- weitere Behandlungsverfahren
Jede Therapie muss individuell in einem persönlichen Gespräch zwischen dem Arzt und dem Patienten abgestimmt werden.