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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2013.00015 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter als Einzelrichterin Gerichtsschreiber Paradiso Urteil vom 4. September 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Abteilung Arbeitslosenversicherung Stampfenbachstrasse 32, Postfach, 8090 Zürich Beschwerdegegner Sachverhalt: 1. Die 1963 geborene Ärztin X.___, arbeitete vom 1 7. bis 3 1. Mai 2010 zu einem Pensum von 50 % und vom 1. Juni 2010 bis 3 1. Juli 2011 ( Urk. 6/30) zu einem Pensum von 100 % als Assistenzärztin für die Y.___. Am 1 1. August 2011 ( Urk. 6/28) meldete sich die Versicherte bei der Arbeits losen versicherung zum Leistungsbezug an. Daraufhin wurde vom 11. August 2011 bis 1 0. August 2013 ( Urk. 6/11) eine Rahmenfrist für den Bezug von Arbeits losenentschädigung eröffnet. Aufgrund einer Meldung des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums Z.___ (RAV) vom 2 0. September 2012 ( Urk. 6/2) stellte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) die Versicherte mit Verfügung vom 2 6. September 2012 ( Urk. 6/3) wegen ungenügender persönli cher Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Juli 2012 für 17 Tage ab dem 1. August 2012 in der Anspruchsberechtigung ein. Dagegen erhob die Ver sicher te am 2 5. Oktober 2011 (richtig : 2012) Einsprache, die das AWA mit Ein spracheentscheid vom 2 8. November 2012 ( Urk. 2) abwies. 2. Dagegen erhob die Versicherte am 2 7. Dezember 2012 ( Urk. 1) Beschwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren, die Einstellung in der Anspruchsberechti gung von 17 Tagen sei aufzuheben. In der Beschwerdeantwort vom 1 1. Februar 2013 ( Urk. 5) schloss das AWA auf Abweisung der Beschwerde. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 1. 1.1 Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). 1.2 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versi cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) muss die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unter stützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unterneh men, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbe sonde re ist sie verpflich tet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühun gen nachweisen können. Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung ein zustellen, wenn sie sich persönlich nicht genügend um zumut bare Arbeit bemüht. 1.3 Grundsätzlich sanktioniert Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG eine Verletzung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG statuierten Schadenminderungspflicht, insbesondere der Pflicht, sich genügend um Arbeit zu bemühen. Diese Verknüpfung soll Arbeits lose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechti gung bezweckt eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosen versicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat (BGE 124 V 225 E. 2b mit weiteren Hinweisen). Kern der Pflicht, alles Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, sind die persönlichen Arbeits bemühungen der versicherten Person selbst, die in der Regel streng beurteilt werden (vgl. BGE 133 V 89 E. 6.1.1). 1.4 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicher te Person genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität ihrer Bewer bungen von Bedeutung (BGE 124 V 225 E. 4a mit Hinweis). Dabei kommt es nicht auf den Erfolg der Arbeitsbemühungen an, sondern viel mehr auf die Tatsache und Intensität der selben (ARV 1980 Nr. 45 S. 112 E. 2). Die Arbeitsbemühungen müssen zudem um so intensiver sein, je weniger Aus sicht eine versicherte Person hat, eine Stelle zu finden (Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Band I, Bern/Stuttgart 1987, N 13 ff. zu Art. 17 AVIG). Betreffend Quantität der persönlichen Arbeitsbemühungen kön nen zwar keine eindeutigen Zahlenwerte angegeben werden, in der Regel müs sen aber mindestens 10 bis 12 geeignete Arbeitsbemühungen je Kontrollperiode nachgewiesen wer den (vgl. Gerhards, a.a.O., N 15 zu Art. 17 AVIG). 2. Der Beschwerdegegner begründete die Einstellung in der Anspruchsberechti gung im angefochtenen Entscheid damit, dass die Beschwerdeführerin während der Kontrollperiode Juli 2012 keine persönlichen Arbeitsbemühungen nachwei sen könne. Indem sie jedoch Arbeitslosenentschädigung beanspruche, habe sie eigene Anstrengungen zur Überwindung ihrer Arbeitslosigkeit zu unternehmen, selbst wenn wenige geeignete Stellen ausgeschrieben gewesen seien ( Urk. 2/2- 3). Die Beschwerdeführerin brachte dagegen im Wesentlichen vor, wie bereits mehr mals mitgeteilt, habe sie im Juli 2012 lediglich zu 50 % gearbeitet, für die restlichen 50 % sei sie krank geschrieben gewesen. Abgesehen davon habe es in diesem Monat gar keine ausgeschriebenen Stellen gegeben. Ohnehin müsse sich die versicherte Person gemäss Gesetzesgrundlage bei einer 50%igen Arbeitsun fähigkeit nicht rechtfertigen ( Urk. 1). 3. 3.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin für die Kontrollperiode Juli 2012 kein Formular "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" einreichte und damit keine persönlichen Arbeitsbemühungen deklarierte ( Urk. 1, 2). Soweit die Beschwerdeführerin anführte, im Juli 2012 sei sie nur zu 50 % arbeits fähig gewesen, was sie mit einem Arztzeugnis belegt habe und daher gemäss Gesetzesgrundlage sich nicht rechtfertigen müsse, vermag sie daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Denn entgegen der Ansicht der Beschwer deführerin hindern eine versicherte Person allfällige gesundheitliche Einschrän kungen nicht daran, sich intensiv um Arbeit zu bemühen, sofern sie nicht voll arbeitsunfähig ist. Selbst eine zu 100 % arbeitsunfähige versicherte Person ist für die Zeit der bestehenden Arbeitsunfähigkeit nicht zwangsläufig von der Pflicht zur Stellensuche befreit (vgl. Urteil des Bundesgerichts C 164/05 vom 2 8. September 2006, E. 7). Da die Beschwerdeführerin im Juli 2012, wie sie sel ber einräumt, mindestens zu 50 % arbeitsfähig war, wäre sie verpflichtet gewe sen, persönliche Arbeitsbemühungen zu tätigen oder allenfalls eine Drittperson damit zu beauftragen. 3.2 Des Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, dass es im Juli 2012 nicht genügend offene Stellen gegeben habe, auf die sie sich hätte bewerben können. Auch diese Argumentation vermag nicht zu überzeugen, denn aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht wäre sie in einem solchen Fall verpflichtet gewesen, ihr zumutbare sowie sie nicht überfordernde Arbeit auch ausserhalb ihres bis herigen Berufsfeldes zu suchen (vgl. Art. 17 Abs. 1 Satz 2 AVIG). Denn gerade dann müssen die Arbeitsbemühungen intensiviert werden, wenn die Erfolg saussichten des Arbeitssuchenden geringer scheinen (Urteil des Bundesgerichts C 351/05 vom 3. Juli 2006, E. 3.3). 3.3 Wie dargelegt (vgl. E. 1.3), müssen in der Praxis in der Regel mindestens 10-12 geeignete Arbeitsbemühungen pro Monat nachgewiesen werden. Allerdings ver einbarte der RAV-Berater mit der Beschwerdeführerin gemäss Eintrag vom 1 6. Mai 2012 (Urk. 6/27/6) im prozessorientierten Beratungsprotokoll, dass ab Mai 2012 6 Bemühungsnachweise ausreichend seien. Da die Beschwerdeführerin für den Monat Juli 2012 keine genügenden Arbeitsbe mühungen nachwies, hat sie sich nicht an die Vereinbarung gehalten und folglich ist sie grundsätzlich zu Recht wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG in der Anspruchs berechtigung eingestellt worden. 4. 4.1 Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung. 4.2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolven zentschädigung; AVIV). 4.3 Der Beschwerdegegner verfügte eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 17 Tagen (Urk. 2). Zu Recht führte das AWA aus, die Beschwerdeführerin sei bereits mit Verfügung vom 3 1. Januar 2012 ( Urk. 6/18-19) wegen ungenü gender persönlichen Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Dezem ber 2011 sowie mit Verfügung vom 1. März 2012 ( Urk. 6/20-21) wegen unge nügender persönlichen Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Januar 2012 in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ( Urk. 2 S. 3). Gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV wird die Einstellungsdauer angemessen verlängert, wenn die versicherte Person wiederholt in der Anspruchsberechtigung eingestellt wird. Da die Beschwerdeführerin in der Kontrollperiode Juli 2012 wiederholt ungenü gende persönliche Arbeitsbemühungen getätigt hat, ist dem Beschwerdegegner zuzustimmen, dass sich eine angemessene Erhöhung rechtfertigt. 4.4 Die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 17 Tagen liegt in Anwendung von Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV im unteren Bereich eines mittleren Verschuldens. In Anbetracht der gesamten Umstände, insbeson dere der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bereits zuvor wiederholt wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist, ist die Annahme eines mittleren Verschuldens im unteren Bereich nicht zu beanstanden. Eine Einstelldauer von 17 Tagen erscheint als gerechtfertigt und den persönlichen Verhältnissen des Beschwerdeführers und den Gegebenheiten des Falles als angemessen. Somit erweist sich der angefoch tene Entscheid als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Die Einzelrichterin erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) - seco - Direktion für Arbeit - Unia Arbeitslosenkasse Z.___ 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die EinzelrichterinDer Gerichtsschreiber Maurer ReiterParadiso

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2013.00015 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter als Einzelrichterin Gerichtsschreiber Paradiso Urteil vom 4. September 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Abteilung Arbeitslosenversicherung Stampfenbachstrasse 32, Postfach, 8090 Zürich Beschwerdegegner Sachverhalt: 1. Die 1963 geborene Ärztin X.___, arbeitete vom 1 7. bis 3 1. Mai 2010 zu einem Pensum von 50 % und vom 1. Juni 2010 bis 3 1. Juli 2011 ( Urk. 6/30) zu einem Pensum von 100 % als Assistenzärztin für die Y.___. Am 1 1. August 2011 ( Urk. 6/28) meldete sich die Versicherte bei der Arbeits losen versicherung zum Leistungsbezug an. Daraufhin wurde vom 11. August 2011 bis 1 0. August 2013 ( Urk. 6/11) eine Rahmenfrist für den Bezug von Arbeits losenentschädigung eröffnet. Aufgrund einer Meldung des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums Z.___ (RAV) vom 2 0. September 2012 ( Urk. 6/2) stellte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) die Versicherte mit Verfügung vom 2 6. September 2012 ( Urk. 6/3) wegen ungenügender persönli cher Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Juli 2012 für 17 Tage ab dem 1. August 2012 in der Anspruchsberechtigung ein. Dagegen erhob die Ver sicher te am 2 5. Oktober 2011 (richtig : 2012) Einsprache, die das AWA mit Ein spracheentscheid vom 2 8. November 2012 ( Urk. 2) abwies. 2. Dagegen erhob die Versicherte am 2 7. Dezember 2012 ( Urk. 1) Beschwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren, die Einstellung in der Anspruchsberechti gung von 17 Tagen sei aufzuheben. In der Beschwerdeantwort vom 1 1. Februar 2013 ( Urk. 5) schloss das AWA auf Abweisung der Beschwerde. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 1. 1.1 Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). 1.2 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versi cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) muss die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unter stützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unterneh men, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbe sonde re ist sie verpflich tet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühun gen nachweisen können. Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung ein zustellen, wenn sie sich persönlich nicht genügend um zumut bare Arbeit bemüht. 1.3 Grundsätzlich sanktioniert Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG eine Verletzung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG statuierten Schadenminderungspflicht, insbesondere der Pflicht, sich genügend um Arbeit zu bemühen. Diese Verknüpfung soll Arbeits lose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechti gung bezweckt eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosen versicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat (BGE 124 V 225 E. 2b mit weiteren Hinweisen). Kern der Pflicht, alles Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, sind die persönlichen Arbeits bemühungen der versicherten Person selbst, die in der Regel streng beurteilt werden (vgl. BGE 133 V 89 E. 6.1.1). 1.4 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicher te Person genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität ihrer Bewer bungen von Bedeutung (BGE 124 V 225 E. 4a mit Hinweis). Dabei kommt es nicht auf den Erfolg der Arbeitsbemühungen an, sondern viel mehr auf die Tatsache und Intensität der selben (ARV 1980 Nr. 45 S. 112 E. 2). Die Arbeitsbemühungen müssen zudem um so intensiver sein, je weniger Aus sicht eine versicherte Person hat, eine Stelle zu finden (Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Band I, Bern/Stuttgart 1987, N 13 ff. zu Art. 17 AVIG). Betreffend Quantität der persönlichen Arbeitsbemühungen kön nen zwar keine eindeutigen Zahlenwerte angegeben werden, in der Regel müs sen aber mindestens 10 bis 12 geeignete Arbeitsbemühungen je Kontrollperiode nachgewiesen wer den (vgl. Gerhards, a.a.O., N 15 zu Art. 17 AVIG). 2. Der Beschwerdegegner begründete die Einstellung in der Anspruchsberechti gung im angefochtenen Entscheid damit, dass die Beschwerdeführerin während der Kontrollperiode Juli 2012 keine persönlichen Arbeitsbemühungen nachwei sen könne. Indem sie jedoch Arbeitslosenentschädigung beanspruche, habe sie eigene Anstrengungen zur Überwindung ihrer Arbeitslosigkeit zu unternehmen, selbst wenn wenige geeignete Stellen ausgeschrieben gewesen seien ( Urk. 2/2- 3). Die Beschwerdeführerin brachte dagegen im Wesentlichen vor, wie bereits mehr mals mitgeteilt, habe sie im Juli 2012 lediglich zu 50 % gearbeitet, für die restlichen 50 % sei sie krank geschrieben gewesen. Abgesehen davon habe es in diesem Monat gar keine ausgeschriebenen Stellen gegeben. Ohnehin müsse sich die versicherte Person gemäss Gesetzesgrundlage bei einer 50%igen Arbeitsun fähigkeit nicht rechtfertigen ( Urk. 1). 3. 3.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin für die Kontrollperiode Juli 2012 kein Formular "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" einreichte und damit keine persönlichen Arbeitsbemühungen deklarierte ( Urk. 1, 2). Soweit die Beschwerdeführerin anführte, im Juli 2012 sei sie nur zu 50 % arbeits fähig gewesen, was sie mit einem Arztzeugnis belegt habe und daher gemäss Gesetzesgrundlage sich nicht rechtfertigen müsse, vermag sie daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Denn entgegen der Ansicht der Beschwer deführerin hindern eine versicherte Person allfällige gesundheitliche Einschrän kungen nicht daran, sich intensiv um Arbeit zu bemühen, sofern sie nicht voll arbeitsunfähig ist. Selbst eine zu 100 % arbeitsunfähige versicherte Person ist für die Zeit der bestehenden Arbeitsunfähigkeit nicht zwangsläufig von der Pflicht zur Stellensuche befreit (vgl. Urteil des Bundesgerichts C 164/05 vom 2 8. September 2006, E. 7). Da die Beschwerdeführerin im Juli 2012, wie sie sel ber einräumt, mindestens zu 50 % arbeitsfähig war, wäre sie verpflichtet gewe sen, persönliche Arbeitsbemühungen zu tätigen oder allenfalls eine Drittperson damit zu beauftragen. 3.2 Des Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, dass es im Juli 2012 nicht genügend offene Stellen gegeben habe, auf die sie sich hätte bewerben können. Auch diese Argumentation vermag nicht zu überzeugen, denn aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht wäre sie in einem solchen Fall verpflichtet gewesen, ihr zumutbare sowie sie nicht überfordernde Arbeit auch ausserhalb ihres bis herigen Berufsfeldes zu suchen (vgl. Art. 17 Abs. 1 Satz 2 AVIG). Denn gerade dann müssen die Arbeitsbemühungen intensiviert werden, wenn die Erfolg saussichten des Arbeitssuchenden geringer scheinen (Urteil des Bundesgerichts C 351/05 vom 3. Juli 2006, E. 3.3). 3.3 Wie dargelegt (vgl. E. 1.3), müssen in der Praxis in der Regel mindestens 10-12 geeignete Arbeitsbemühungen pro Monat nachgewiesen werden. Allerdings ver einbarte der RAV-Berater mit der Beschwerdeführerin gemäss Eintrag vom 1 6. Mai 2012 (Urk. 6/27/6) im prozessorientierten Beratungsprotokoll, dass ab Mai 2012 6 Bemühungsnachweise ausreichend seien. Da die Beschwerdeführerin für den Monat Juli 2012 keine genügenden Arbeitsbe mühungen nachwies, hat sie sich nicht an die Vereinbarung gehalten und folglich ist sie grundsätzlich zu Recht wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG in der Anspruchs berechtigung eingestellt worden. 4. 4.1 Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung. 4.2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolven zentschädigung; AVIV). 4.3 Der Beschwerdegegner verfügte eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 17 Tagen (Urk. 2). Zu Recht führte das AWA aus, die Beschwerdeführerin sei bereits mit Verfügung vom 3 1. Januar 2012 ( Urk. 6/18-19) wegen ungenü gender persönlichen Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Dezem ber 2011 sowie mit Verfügung vom 1. März 2012 ( Urk. 6/20-21) wegen unge nügender persönlichen Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Januar 2012 in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ( Urk. 2 S. 3). Gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV wird die Einstellungsdauer angemessen verlängert, wenn die versicherte Person wiederholt in der Anspruchsberechtigung eingestellt wird. Da die Beschwerdeführerin in der Kontrollperiode Juli 2012 wiederholt ungenü gende persönliche Arbeitsbemühungen getätigt hat, ist dem Beschwerdegegner zuzustimmen, dass sich eine angemessene Erhöhung rechtfertigt. 4.4 Die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 17 Tagen liegt in Anwendung von Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV im unteren Bereich eines mittleren Verschuldens. In Anbetracht der gesamten Umstände, insbeson dere der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bereits zuvor wiederholt wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist, ist die Annahme eines mittleren Verschuldens im unteren Bereich nicht zu beanstanden. Eine Einstelldauer von 17 Tagen erscheint als gerechtfertigt und den persönlichen Verhältnissen des Beschwerdeführers und den Gegebenheiten des Falles als angemessen. Somit erweist sich der angefoch tene Entscheid als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Die Einzelrichterin erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) - seco - Direktion für Arbeit - Unia Arbeitslosenkasse Z.___ 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die EinzelrichterinDer Gerichtsschreiber Maurer ReiterParadiso

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2013.00015 AL.2013.00015

AL.2013.00015 I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter als Einzelrichterin

Gerichtsschreiber Paradiso

Urteil vom 4. September 2014

Urteil vom 4. September 2014 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Abteilung Arbeitslosenversicherung

Abteilung Arbeitslosenversicherung Stampfenbachstrasse 32, Postfach, 8090 Zürich

Stampfenbachstrasse 32, Postfach, 8090 Zürich Beschwerdegegner

Beschwerdegegner Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Die 1963 geborene Ärztin X.___, arbeitete vom 1 7. bis 3 1. Mai 2010 zu einem Pensum von 50 % und vom 1. Juni 2010 bis 3 1. Juli 2011 ( Urk. 6/30) zu einem Pensum von 100 % als Assistenzärztin für die Y.___.

1. Die 1963 geborene Ärztin X.___, arbeitete vom 1 7. bis 3 1. Mai 2010 zu einem Pensum von 50 % und vom 1. Juni 2010 bis 3 1. Juli 2011 ( Urk. 6/30) zu einem Pensum von 100 % als Assistenzärztin für die Y.___. Am 1 1. August 2011 ( Urk. 6/28) meldete sich die Versicherte bei der Arbeits losen versicherung zum Leistungsbezug an. Daraufhin wurde vom 11. August 2011 bis 1 0. August 2013 ( Urk. 6/11) eine Rahmenfrist für den Bezug von Arbeits losenentschädigung eröffnet. Aufgrund einer Meldung des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums Z.___ (RAV) vom 2 0. September 2012 ( Urk. 6/2) stellte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) die Versicherte mit Verfügung vom 2 6. September 2012 ( Urk. 6/3) wegen ungenügender persönli cher Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Juli 2012 für 17 Tage ab dem 1. August 2012 in der Anspruchsberechtigung ein. Dagegen erhob die Ver sicher te am 2 5. Oktober 2011 (richtig : 2012) Einsprache, die das AWA mit Ein spracheentscheid vom 2 8. November 2012 ( Urk. 2) abwies.

Am 1 1. August 2011 ( Urk. 6/28) meldete sich die Versicherte bei der Arbeits losen versicherung zum Leistungsbezug an. Daraufhin wurde vom 11. August 2011 bis 1 0. August 2013 ( Urk. 6/11) eine Rahmenfrist für den Bezug von Arbeits losenentschädigung eröffnet. Aufgrund einer Meldung des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums Z.___ (RAV) vom 2 0. September 2012 ( Urk. 6/2) stellte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) die Versicherte mit Verfügung vom 2 6. September 2012 ( Urk. 6/3) wegen ungenügender persönli cher Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Juli 2012 für 17 Tage ab dem 1. August 2012 in der Anspruchsberechtigung ein. Dagegen erhob die Ver sicher te am 2 5. Oktober 2011 (richtig : 2012) Einsprache, die das AWA mit Ein spracheentscheid vom 2 8. November 2012 ( Urk. 2) abwies. 2. Dagegen erhob die Versicherte am 2 7. Dezember 2012 ( Urk. 1) Beschwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren, die Einstellung in der Anspruchsberechti gung von 17 Tagen sei aufzuheben. In der Beschwerdeantwort vom 1 1. Februar 2013 ( Urk. 5) schloss das AWA auf Abweisung der Beschwerde.

2. Dagegen erhob die Versicherte am 2 7. Dezember 2012 ( Urk. 1) Beschwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren, die Einstellung in der Anspruchsberechti gung von 17 Tagen sei aufzuheben. In der Beschwerdeantwort vom 1 1. Februar 2013 ( Urk. 5) schloss das AWA auf Abweisung der Beschwerde. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).

1.1 Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). 1.2 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versi cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) muss die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unter stützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unterneh men, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbe sonde re ist sie verpflich tet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühun gen nachweisen können. Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung ein zustellen, wenn sie sich persönlich nicht genügend um zumut bare Arbeit bemüht.

1.2 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versi cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) muss die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unter stützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unterneh men, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbe sonde re ist sie verpflich tet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühun gen nachweisen können. Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung ein zustellen, wenn sie sich persönlich nicht genügend um zumut bare Arbeit bemüht. 1.3 Grundsätzlich sanktioniert Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG eine Verletzung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG statuierten Schadenminderungspflicht, insbesondere der Pflicht, sich genügend um Arbeit zu bemühen. Diese Verknüpfung soll Arbeits lose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechti gung bezweckt eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosen versicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat (BGE 124 V 225 E. 2b mit weiteren Hinweisen). Kern der Pflicht, alles Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, sind die persönlichen Arbeits bemühungen der versicherten Person selbst, die in der Regel streng beurteilt werden (vgl. BGE 133 V 89 E. 6.1.1).

1.3 Grundsätzlich sanktioniert Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG eine Verletzung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG statuierten Schadenminderungspflicht, insbesondere der Pflicht, sich genügend um Arbeit zu bemühen. Diese Verknüpfung soll Arbeits lose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechti gung bezweckt eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosen versicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat (BGE 124 V 225 E. 2b mit weiteren Hinweisen). Kern der Pflicht, alles Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, sind die persönlichen Arbeits bemühungen der versicherten Person selbst, die in der Regel streng beurteilt werden (vgl. BGE 133 V 89 E. 6.1.1). 1.4 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicher te Person genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität ihrer Bewer bungen von Bedeutung (BGE 124 V 225 E. 4a mit Hinweis).

1.4 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicher te Person genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität ihrer Bewer bungen von Bedeutung (BGE 124 V 225 E. 4a mit Hinweis). Dabei kommt es nicht auf den Erfolg der Arbeitsbemühungen an, sondern viel mehr auf die Tatsache und Intensität der selben (ARV 1980 Nr. 45 S. 112 E. 2). Die Arbeitsbemühungen müssen zudem um so intensiver sein, je weniger Aus sicht eine versicherte Person hat, eine Stelle zu finden (Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Band I, Bern/Stuttgart 1987, N 13 ff. zu Art. 17 AVIG). Betreffend Quantität der persönlichen Arbeitsbemühungen kön nen zwar keine eindeutigen Zahlenwerte angegeben werden, in der Regel müs sen aber mindestens 10 bis 12 geeignete Arbeitsbemühungen je Kontrollperiode nachgewiesen wer den (vgl. Gerhards, a.a.O., N 15 zu Art. 17 AVIG).

Dabei kommt es nicht auf den Erfolg der Arbeitsbemühungen an, sondern viel mehr auf die Tatsache und Intensität der selben (ARV 1980 Nr. 45 S. 112 E. 2). Die Arbeitsbemühungen müssen zudem um so intensiver sein, je weniger Aus sicht eine versicherte Person hat, eine Stelle zu finden (Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Band I, Bern/Stuttgart 1987, N 13 ff. zu Art. 17 AVIG). Betreffend Quantität der persönlichen Arbeitsbemühungen kön nen zwar keine eindeutigen Zahlenwerte angegeben werden, in der Regel müs sen aber mindestens 10 bis 12 geeignete Arbeitsbemühungen je Kontrollperiode nachgewiesen wer den (vgl. Gerhards, a.a.O., N 15 zu Art. 17 AVIG). 2. Der Beschwerdegegner begründete die Einstellung in der Anspruchsberechti gung im angefochtenen Entscheid damit, dass die Beschwerdeführerin während der Kontrollperiode Juli 2012 keine persönlichen Arbeitsbemühungen nachwei sen könne. Indem sie jedoch Arbeitslosenentschädigung beanspruche, habe sie eigene Anstrengungen zur Überwindung ihrer Arbeitslosigkeit zu unternehmen, selbst wenn wenige geeignete Stellen ausgeschrieben gewesen seien ( Urk. 2/2- 3).

2. Der Beschwerdegegner begründete die Einstellung in der Anspruchsberechti gung im angefochtenen Entscheid damit, dass die Beschwerdeführerin während der Kontrollperiode Juli 2012 keine persönlichen Arbeitsbemühungen nachwei sen könne. Indem sie jedoch Arbeitslosenentschädigung beanspruche, habe sie eigene Anstrengungen zur Überwindung ihrer Arbeitslosigkeit zu unternehmen, selbst wenn wenige geeignete Stellen ausgeschrieben gewesen seien ( Urk. 2/2- 3). Die Beschwerdeführerin brachte dagegen im Wesentlichen vor, wie bereits mehr mals mitgeteilt, habe sie im Juli 2012 lediglich zu 50 % gearbeitet, für die restlichen 50 % sei sie krank geschrieben gewesen. Abgesehen davon habe es in diesem Monat gar keine ausgeschriebenen Stellen gegeben. Ohnehin müsse sich die versicherte Person gemäss Gesetzesgrundlage bei einer 50%igen Arbeitsun fähigkeit nicht rechtfertigen ( Urk. 1).

Die Beschwerdeführerin brachte dagegen im Wesentlichen vor, wie bereits mehr mals mitgeteilt, habe sie im Juli 2012 lediglich zu 50 % gearbeitet, für die restlichen 50 % sei sie krank geschrieben gewesen. Abgesehen davon habe es in diesem Monat gar keine ausgeschriebenen Stellen gegeben. Ohnehin müsse sich die versicherte Person gemäss Gesetzesgrundlage bei einer 50%igen Arbeitsun fähigkeit nicht rechtfertigen ( Urk. 1). 3.

3. 3.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin für die Kontrollperiode Juli 2012 kein Formular "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" einreichte und damit keine persönlichen Arbeitsbemühungen deklarierte ( Urk. 1, 2).

3.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin für die Kontrollperiode Juli 2012 kein Formular "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" einreichte und damit keine persönlichen Arbeitsbemühungen deklarierte ( Urk. 1, 2). Soweit die Beschwerdeführerin anführte, im Juli 2012 sei sie nur zu 50 % arbeits fähig gewesen, was sie mit einem Arztzeugnis belegt habe und daher gemäss Gesetzesgrundlage sich nicht rechtfertigen müsse, vermag sie daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Denn entgegen der Ansicht der Beschwer deführerin hindern eine versicherte Person allfällige gesundheitliche Einschrän kungen nicht daran, sich intensiv um Arbeit zu bemühen, sofern sie nicht voll arbeitsunfähig ist. Selbst eine zu 100 % arbeitsunfähige versicherte Person ist für die Zeit der bestehenden Arbeitsunfähigkeit nicht zwangsläufig von der Pflicht zur Stellensuche befreit (vgl. Urteil des Bundesgerichts C 164/05 vom 2 8. September 2006, E. 7). Da die Beschwerdeführerin im Juli 2012, wie sie sel ber einräumt, mindestens zu 50 % arbeitsfähig war, wäre sie verpflichtet gewe sen, persönliche Arbeitsbemühungen zu tätigen oder allenfalls eine Drittperson damit zu beauftragen.

Soweit die Beschwerdeführerin anführte, im Juli 2012 sei sie nur zu 50 % arbeits fähig gewesen, was sie mit einem Arztzeugnis belegt habe und daher gemäss Gesetzesgrundlage sich nicht rechtfertigen müsse, vermag sie daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Denn entgegen der Ansicht der Beschwer deführerin hindern eine versicherte Person allfällige gesundheitliche Einschrän kungen nicht daran, sich intensiv um Arbeit zu bemühen, sofern sie nicht voll arbeitsunfähig ist. Selbst eine zu 100 % arbeitsunfähige versicherte Person ist für die Zeit der bestehenden Arbeitsunfähigkeit nicht zwangsläufig von der Pflicht zur Stellensuche befreit (vgl. Urteil des Bundesgerichts C 164/05 vom 2 8. September 2006, E. 7). Da die Beschwerdeführerin im Juli 2012, wie sie sel ber einräumt, mindestens zu 50 % arbeitsfähig war, wäre sie verpflichtet gewe sen, persönliche Arbeitsbemühungen zu tätigen oder allenfalls eine Drittperson damit zu beauftragen. 3.2 Des Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, dass es im Juli 2012 nicht genügend offene Stellen gegeben habe, auf die sie sich hätte bewerben können. Auch diese Argumentation vermag nicht zu überzeugen, denn aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht wäre sie in einem solchen Fall verpflichtet gewesen, ihr zumutbare sowie sie nicht überfordernde Arbeit auch ausserhalb ihres bis herigen Berufsfeldes zu suchen (vgl. Art. 17 Abs. 1 Satz 2 AVIG). Denn gerade dann müssen die Arbeitsbemühungen intensiviert werden, wenn die Erfolg saussichten des Arbeitssuchenden geringer scheinen (Urteil des Bundesgerichts C 351/05 vom 3. Juli 2006, E. 3.3).

3.2 Des Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, dass es im Juli 2012 nicht genügend offene Stellen gegeben habe, auf die sie sich hätte bewerben können. Auch diese Argumentation vermag nicht zu überzeugen, denn aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht wäre sie in einem solchen Fall verpflichtet gewesen, ihr zumutbare sowie sie nicht überfordernde Arbeit auch ausserhalb ihres bis herigen Berufsfeldes zu suchen (vgl. Art. 17 Abs. 1 Satz 2 AVIG). Denn gerade dann müssen die Arbeitsbemühungen intensiviert werden, wenn die Erfolg saussichten des Arbeitssuchenden geringer scheinen (Urteil des Bundesgerichts C 351/05 vom 3. Juli 2006, E. 3.3). 3.3 Wie dargelegt (vgl. E. 1.3), müssen in der Praxis in der Regel mindestens 10-12 geeignete Arbeitsbemühungen pro Monat nachgewiesen werden. Allerdings ver einbarte der RAV-Berater mit der Beschwerdeführerin gemäss Eintrag vom 1 6. Mai 2012 (Urk. 6/27/6) im prozessorientierten Beratungsprotokoll, dass ab Mai 2012 6 Bemühungsnachweise ausreichend seien.

3.3 Wie dargelegt (vgl. E. 1.3), müssen in der Praxis in der Regel mindestens 10-12 geeignete Arbeitsbemühungen pro Monat nachgewiesen werden. Allerdings ver einbarte der RAV-Berater mit der Beschwerdeführerin gemäss Eintrag vom 1 6. Mai 2012 (Urk. 6/27/6) im prozessorientierten Beratungsprotokoll, dass ab Mai 2012 6 Bemühungsnachweise ausreichend seien. Da die Beschwerdeführerin für den Monat Juli 2012 keine genügenden Arbeitsbe mühungen nachwies, hat sie sich nicht an die Vereinbarung gehalten und folglich ist sie grundsätzlich zu Recht wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG in der Anspruchs berechtigung eingestellt worden.

Da die Beschwerdeführerin für den Monat Juli 2012 keine genügenden Arbeitsbe mühungen nachwies, hat sie sich nicht an die Vereinbarung gehalten und folglich ist sie grundsätzlich zu Recht wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG in der Anspruchs berechtigung eingestellt worden. 4.

4. 4.1 Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung.

4.1 Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung. 4.2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolven zentschädigung; AVIV).

4.2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolven zentschädigung; AVIV). 4.3 Der Beschwerdegegner verfügte eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 17 Tagen (Urk. 2). Zu Recht führte das AWA aus, die Beschwerdeführerin sei bereits mit Verfügung vom 3 1. Januar 2012 ( Urk. 6/18-19) wegen ungenü gender persönlichen Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Dezem ber 2011 sowie mit Verfügung vom 1. März 2012 ( Urk. 6/20-21) wegen unge nügender persönlichen Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Januar 2012 in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ( Urk. 2 S. 3). Gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV wird die Einstellungsdauer angemessen verlängert, wenn die versicherte Person wiederholt in der Anspruchsberechtigung eingestellt wird. Da die Beschwerdeführerin in der Kontrollperiode Juli 2012 wiederholt ungenü gende persönliche Arbeitsbemühungen getätigt hat, ist dem Beschwerdegegner zuzustimmen, dass sich eine angemessene Erhöhung rechtfertigt.

4.3 Der Beschwerdegegner verfügte eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 17 Tagen (Urk. 2). Zu Recht führte das AWA aus, die Beschwerdeführerin sei bereits mit Verfügung vom 3 1. Januar 2012 ( Urk. 6/18-19) wegen ungenü gender persönlichen Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Dezem ber 2011 sowie mit Verfügung vom 1. März 2012 ( Urk. 6/20-21) wegen unge nügender persönlichen Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode Januar 2012 in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ( Urk. 2 S. 3). Gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV wird die Einstellungsdauer angemessen verlängert, wenn die versicherte Person wiederholt in der Anspruchsberechtigung eingestellt wird. Da die Beschwerdeführerin in der Kontrollperiode Juli 2012 wiederholt ungenü gende persönliche Arbeitsbemühungen getätigt hat, ist dem Beschwerdegegner zuzustimmen, dass sich eine angemessene Erhöhung rechtfertigt. 4.4 Die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 17 Tagen liegt in Anwendung von Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV im unteren Bereich eines mittleren Verschuldens. In Anbetracht der gesamten Umstände, insbeson dere der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bereits zuvor wiederholt wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist, ist die Annahme eines mittleren Verschuldens im unteren Bereich nicht zu beanstanden. Eine Einstelldauer von 17 Tagen erscheint als gerechtfertigt und den persönlichen Verhältnissen des Beschwerdeführers und den Gegebenheiten des Falles als angemessen. Somit erweist sich der angefoch tene Entscheid als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

4.4 Die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 17 Tagen liegt in Anwendung von Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV im unteren Bereich eines mittleren Verschuldens. In Anbetracht der gesamten Umstände, insbeson dere der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bereits zuvor wiederholt wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist, ist die Annahme eines mittleren Verschuldens im unteren Bereich nicht zu beanstanden. Eine Einstelldauer von 17 Tagen erscheint als gerechtfertigt und den persönlichen Verhältnissen des Beschwerdeführers und den Gegebenheiten des Falles als angemessen. Somit erweist sich der angefoch tene Entscheid als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Die Einzelrichterin erkennt:

Die Einzelrichterin erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Unia Arbeitslosenkasse Z.___

Unia Arbeitslosenkasse Z.___ 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die EinzelrichterinDer Gerichtsschreiber

Maurer ReiterParadiso