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Gebietsfremde Vögel
Als etabliert gelten gebietsfremde Vogelarten dann, wenn sie mindestens drei Generationen eigenständig im Freiland überlebt haben. In der Schweiz trifft dieses Kriterium auf die Mandarinente, die Nilgans und die Rostgans zu.
Schon früh herrschte ein reger Zoohandel mit exotischen Vogelarten. Immer wieder entkamen so Tiere in die Freiheit oder sie wurden gar als "Ziergeflügel" zur vermeintlichen Bereicherung der Fauna ausgesetzt. Sich in freier Wildbahn zu etablieren, gelingt aber nur wenigen Exoten. Unerwünschte Folgen einer Etablierung werden oft erst nach Jahren erkennbar. So können gebietsfremde Arten mit heimischen Vögeln um Nahrung, Brutplätze und Lebensräume konkurrieren oder mit ihnen hybridisieren.
Der Nil- und der Rostgans gelang es sich in der Schweiz etablieren. Ihre Bestände sind seit der Etablierung stark angestiegen und es wird offensichtlich, dass es zu Konflikten mit einheimischen Vogelarten kommen kann. Die Mandarinente brütet zwar schon seit 1958 in der Schweiz, bei ihr sind jedoch hierzulande noch keine Konflikte mit anderen Arten beobachtet worden. Auch die Weisswangengans, die Kanadagans, die Bahamaente, der Halsbandsittich und die Braunkopf-Papageimeise könnten sich ohne Gegenmassnahmen bald in der Schweiz etablieren.
Die amerikanische Schwarzkopfruderente hat sich über England nach Spanien verbreitet, wo beobachtet wurde, dass sie mit der seltenen, einheimschen Weisskopfruderente in Konkurrenz tritt und sich mit dieser kreuzt. Um die Weisskopfruderente zu schützen wurde europaweit ein Aktionsplan zur Bekämpfung der Schwarzkopfruderente erstellt. In der Schweiz wird die Schwarzkopfruderente zwar selten beobachtet, doch auch hier muss sie (falls sie auftritt) bekämpft werden. Falls Sie ein Exemplar sichten, melden Sie Ihre Beobachtung bitte der Schweizerischen Vogelwarte und/oder dem SVS/BirdLife Schweiz.
Das Aussetzen fremder Vögel ist in der Schweiz verboten!
|Name||

Nilgans, Rostgans und Mandarinente
|Herkunft||Die Nilgans stammt aus Afrika, die Rostgans aus Zentralasien und Nordafrika, die Schwarzkopfruderente aus Amerika und die Mandarinente aus Ostasien.|
|Vorkommen||

Die Nilgans, die Rostgans und die Mandarinente haben sich in der Schweiz etabliert. Die Schwarzkopfruderente wird in der Schweiz selten beobachtet.
|Art der Verbreitung||Sie entfohen aus Gehegen oder wurden ausgesetzt.|
|Gefahr||

Natur
|Bekämpfung||

Fremde Arten müssen so gehalten werden, dass sie nicht entweichen können und dürfen auf keinen Fall ausgesetzt werden. Rostgans, Nilgans und Schwarzkopfruderente werden in der Schweiz bekämpft.
|Quellen||