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Gibt es Hinweise auf ''Fettstühle'' (Steatorrhoe) - ölige, unverdaute Nahrung, schwierig zu spülen, Gewichtsverlust?
Wechselt sich der Durchfall mit Verstopfung ab?
Besteht ein Gefühl der unvollständigen Darmentleerung?
Liegt eine Stuhl-Inkontinenz (unwillkürlicher Stuhlabgang) vor?
Wo und von welcher Art sind die Bauchschmerzen (drückend, stechend, krampfartig)
Hat sich das Gewicht verändert?
Bestehen fiebrige Phasen?
Übelkeit, Erbrechen?
Beschwerden ausserhalb des Magen-Darmtraktes: Haut, Augen, Gelenke?
Ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit bekannt? (z.B. Fruktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit /Zöliakie etc.)
Medikamenteneinnahme: Bestimmte Medikamente, auch auf Kräuterbasis, können Durchfälle auslösen
Strahlentherapie?
War der Betroffene auf Reisen, insbesondere in den Tropen?
Leidet der Betroffene unter Libidoverlust?
Gibt es chronische Durchfälle oder diagnostizierte Darmentzündungen in der Familie?
War eine Operation vorausgegangen?
Raucht der Betroffene?
Nimmt der Betroffene Drogen oder besteht chronischer Alkoholkonsum?
Weitere Abklärungsmöglichkeiten
Blutuntersuchung
Stuhlsammlung: Bei Betroffenen, bei denen Elektrolytabweichungen (insbesondere niedriges Kalium) vorliegen.
Stuhluntersuchungen auf mikrobiologische Erreger: Ausschluss einer Magen-Darm-Infektion
Darmspiegelung (Endoskopie) bei Betroffenen mit Hinweisen auf eine chronisch entzündliche Erkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (auch zum Beispiel bei Zöliakie-Verdacht)
Magnetresonanztomographie MRT: damit lassen sich Darmwandverdickungen, Abszesse oder Fisteln nachweisen/Link zu Komplikationen
Ultraschall
Gewebsentnahme (Biopsie) und Gewebeuntersuchung
Andere Erkrankungen, die bei chronischem Durchfall berücksichtigt werden müssen:
Darmkrebs
Bauchspeicheldrüsenerkrankung
Schilddrüsenerkrankung (Schilddrüsenüberfunktion)
Hormon- oder Stoffwechselerkrankungen
Unterscheidung zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
Diese Unterscheidung ist auch für den Arzt nicht immer einfach. Blutige Durchfälle und Beschränkung der Krankheit auf den Dickdarm lassen eher auf eine Colitis ulcerosa schliessen. Fisteln, Krankheitsaktivität im oberen Magen-Darm-Trakt und Befall von Organen ausserhalb des Darms sprechen eher für einen Morbus Crohn. Häufig kann erst im Verlauf der Erkrankung zwischen den beiden Krankheiten unterschieden werden.