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Der mit insgesamt 1,8 Mio. Franken dotierte Louis-Jeantet Preis für biomedizinische Forschung wird dieses Jahr an einen deutschen, einen französischen und einen britischen Wissenschaftler verliehen.
Ausgezeichnet werden der in Paris tätige, 52-jährige Franzose Alain Fischer, der in Heidelberg forschende, 49-jährige Brite Iain W. Mattaj sowie der 58-jährige Deutsche Alfred Wittinghofer, der am Max-Planck-Institut in Dortmund arbeitet. Wie die in Genf ansässige Stiftung am Dienstag (09.01.) weiter mitteilte, werden damit drei verschiedene Forschungsgebiete unterstützt.
Fischer untersucht Erbkrankheiten der Immunabwehr. Mattaj interessiert sich für die Bildung der nukleären Membran nach der Zellteilung, und Wittinghofer plant die Analyse von Struktur und Funktion einer neuen Familie von GTP-bindenden Proteinen, den Septinen.
Die Preise werden am kommenden 27. April in Genf verliehen. Die Preissumme von total 1,8 Mio. Franken soll es den Ausgezeichneten ermöglichen, neue Arbeitsgeräte anzuschaffen und weitere Mitarbeiter zu verpflichten. Die Preisträger erhalten zudem einen persönlichen Preis von je 100'000 Franken.
Die Louis-Jeantet Stiftung für Medizin wurde im Namen des gleichnamigen französischen Geschäftsmannes gegründet, der in 1981 in Genf verstarb. Mit dem jährlich verliehenen Preis will sie innovative Forschung in der biomedizinischen Wissenschaft fördern. Es sollen neue, finanziell nicht gesicherte Forschungsprojekte von höchster Qualität unterstützt werden. Seit 1986 hat die Stiftung 50 Forscher in Europa mit insgesamt rund 31 Mio. Franken gefördert.
swissinfo und Agenturen