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Mit Gissler (Carlo Ljubek) wird von den Habsburgern ein Vogt eingesetzt, der die Talleute von Uri kennt, ist er doch als Sohn des örtlich eigesetzten Verwalters in Altdorf aufgewachsen. Eine besondere Freundschaft verbindet ihn offenbar mit einem Jäger namens Wilhelm Tell (Damien Puckler), einem der Freien, der aber nicht zu den alten und edlen Geschlechtern Uris gehört und auch deswegen von den Lokaladeligen verachtet wird. Immer wieder finden sich Anspielungen, dass Gissler dem Jäger moralisch tief verpflichtet ist, auch wenn man den Grund vorerst nicht erfährt.
Tell erkennt den Willen Gisslers, die Talschaft mit Milde zu verwalten, aber er will sich aus dem politischen Geplänkel heraushalten, auch, weil er den Lokaladeligen aus guten Gründen kaum mehr traut als den fremden Habsburgern. Die Ereignisse nehmen ihren Lauf, spitzen sich zu und am Ende gelingt es Tell nicht mehr, sich aus den politischen Entwicklungen herauszuhalten und die daraus resultierenden Verhängnisse machen die beiden einstigen Jugendfreunde Tell und Gissler zu Todfeinden:
Tell wird vom lokalen Adel an die Habsburger verraten. Ihm gelingt allerdings die Flucht und er wird von da an einerseits zum Rechtlosen, zum Outlaw, zum Vogelfreien, andererseits zum wütenden Partisanen, zu einem frühen Rambo in den dunklen Wäldern der Urschweiz. Am Ende schliesslich stehen sich die einstigen Freunde gegenüber. Erst jetzt erfährt man, dass der junge Tell den jungen adeligen Gissler einst aus dem Schächenbach gerettet hat und zum Dank von dessen Vater einerseits die Freiheit, andererseits eine kostbare Armbrust geschenkt bekommen hatte - jene Armbrust, mit der er den nunmehr zum verhassten Todfeind gewordenen Landvogt Gissler auf dem Weg von Küssnacht nach Altdorf niederstreckt.