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frühere Schreibweisen: Sol, Sole, Sohl
Obwohl Sool auf einem sonnigen Hügel liegt und das Sooler Wappen eine Sonne zeigt, hat der Name "Sool" nichts mit der Sonne (ital. Sole) zu tun.
Die Bezeichnung "sol", die unter anderem auch in der Flurbezeichnung "Bärensol" , z.B. in Niederurnen, in Luchsingen und im Muothatal (SZ) sowie im Bisistal (UR) vorkommt, stammt vom Wort "Suhle". Dies bedeutet eine Vertiefung in der Landschaft mit lehmigem Untergrund, in sich Wasser ansammelt und ein Sumpf entsteht. An diesen Stellen haben sich früher Wildtiere im Sumpf gesuhlt, d.h. gewälzt, um die Haut zu "pflegen" und die Insekten zu bekämpfen.
Der "Boden" im Untersool, wo sich vor der Drainage eine ausgebaute Wasserstelle für Mensch und Vieh befand. In vorgeschichtlicher Zeit befand sich hier eine sogenannte Suhle.
Beschreibung von Sool in "Der Kanton Glarus" im Gemälde der Schweiz, von Dr. Oswald Heer, 1842:
Sool, Dorf von 466 Einwohnern im Wahltagwen Mitlödi und in der evangelischen Kirchgemeinde Schwanden, auf einer sonnigen Gebirgsterrasse, über welche der kürzeste Weg von Glarus nach dem Sernfthal führt, anmuthig gelegen. Dieser Lage mag der Ort frühen Anbau zu verdanken gehabt haben; wenigstens wird er schon im seckingischen Urbar (um 1300) genannt. 1713 brannte das Dorf bei heftigem Föhnwinde fast ganz ab, so dass selbst dem nahen Mitlödi Gefahr drohte und man das Feuer in Zürich bemerken konnte; mit Hülfe milder Beisteuren aus dem Kanton und der Eidgenossenschaft wurde es bald schöner wieder aufgebaut. Gegenwärtig gereichen ihm ein neues Schulhaus und andere neue Gebäude zur Zierde. Den hauptsächlichsten Erwerbszweig bildet hier, neben der Viehzucht, die Handweberei; 1837 beschäftigte dieselbe noch 123 Personen. Zugleich finden sich in Sool auch die nöthigsten Handwerke, und die Fabriken des benachbarten Schwanden werden strak besucht.