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#1. Wann wurde die Schweiz von einem Auswanderungsland zu einem Einwanderungsland?
Ein Viertel der Einwohner-/innen der Schweiz ist im Ausland geboren. Die Schweiz ist heute eines der bedeutendsten Einwanderungsländer Europas. Das war jedoch nicht immer so. Bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts galt die Schweiz als Auswanderungsland. Grund dafür waren unter anderem Landwirtschaftskrisen und Konjunktureinbrüche, die zu Armut und Hungersnöten führten. Ganze Dorfbevölkerungen mussten auswandern und versuchten ihr Glück in Nord- und Südamerika.
#2. Wie hoch ist der Anteil von Menschen ohne Schweizer Staatsbürgerschaft?
Ein Viertel (25%) der in der Schweiz lebenden Menschen besitzt keinen Schweizer Pass. Der Anteil von Personen ohne Schweizer Staatsbürgerschaft ist im Vergleich zu anderen Staaten sehr hoch, weil man mindestens 10 Jahre warten muss, bis man die Einbürgerung beantragen kann.
#3. Aus welchen drei Herkunftsländern stammt die Mehrheit der Migrationsbevölkerung?
Die Mehrheit der ständig in der Schweiz wohnhaften Ausländer/innen stammt aus Europa. Aktuell leben mehrheitlich Personen aus Italien, Deutschland und Portugal in der Schweiz.
#4. Was bedeutet die «fünfte Schweiz»?
Die „fünfte Schweiz“ bezeichnet die Auslandschweizer/innen. Über 760‘000 Schweizer/innen haben ihren festen Wohnsitzt im Ausland, knapp zwei Drittel in Europa (vor allem in Frankreich, Deutschland und Italien) und ein Drittel im ferneren Ausland (vor allem in den USA, Kanada und Australien).
#5. Was wurde 1931 beim ersten Bundesgesetz über den Aufenthalt und die Niederlassung von Ausländer/innen (ANAG) beschlossen?
Das erste Bundesgesetz forderte 1931 von den Zugewanderten, dass sie den moralischen und wirtschaftlichen Interessen der Schweiz entsprechen. Die Fremdenpolizei wurde bereits 1917 gegründet. Sie zentralisierte und professionalisierte die Kontrolle von Ausländern an der Grenze und im Land selber. Ebenso wies sie die kantonalen Behörden zurecht, wenn diese aus ihrer Sicht zu tolerant waren.
#6. Welche der hier aufgeführten Persönlichkeiten kam NICHT als Geflüchteter in die Schweiz?
Aufgrund seiner Parodien über die amerikanische Gesellschaft, seiner liberalen und kritischen Einstellung wurde die damalige amerikanische Regierung auf Charlie Chaplin aufmerksam. Während seiner Europatour 1952 bekam er den Hinweis, dass er bei einer Rückkehr in die USA inhaftiert würde. Daraufhin liess sich Chaplin bis zu seinem Tod in der Schweiz in Vevey nieder. Bertolt Brecht und Lenin lebten temporär in der Schweiz und kehrten später wieder in ihre Herkunftsländer zurück.
#7. Wie hoch ist der Anteil an ausländischen Personen, die wegen der Aus- und Weiterbildung in die Schweiz ziehen?
11.1% der eingewanderten Personen kommen zwecks Aus- und Weiterbildung in die Schweiz. Sie absolvieren eine Lehre, ein Studium, ein Doktorat oder eine Post Doc Ausbildung. Wissenschaftlichen Praktika sind ebenfalls sehr begehrt.
#8. Wo leben die meisten Geflüchteten weltweit?
In der Türkei befindet sich weltweit die grösste Anzahl von geflüchteten Menschen, es sind fast 4 Millionen Schutzsuchende. Irrtümlicherweise geht man davon aus, dass die meisten Geflüchteten nach Europa reisen. In den Top 10 der weltweiten Aufnahmeländer befindet sich jedoch nur ein europäisches Land: Deutschland. Fakt ist jedoch, dass Kriegsbetroffene in die Nachbarländer ausweichen. Die Türkei beherbergt die meisten Geflüchteten aus Syrien, aus dem Irak, Iran und Afghanistan.
#9. Was bedeutet der Begriff, „Sans Papiers“ im Migrationskontext?
Dieser Begriff bezeichnet Personen, die keine geregelte Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung in der Schweiz haben. Geschätzt leben und arbeiten zwischen 90’000 und 250’000 Sans-Papiers in der Schweiz. Mehrheitlich sind es Frauen vor allem aus Lateinamerika, Osteuropa und den Philippinen. Sie sind meistens im Haushalts- oder Pflegebereich tätig und leben ohne jegliche Rechte hier. Auch ehemalige Saisonniers oder abgewiesene Asylsuchende zählen zu den Sans Papiers. Sie sind vor allem im Gastrobereich und in der Baubranche tätig.
#10. Wie viele Nationalitäten sind in Basel vertreten?
Basel ist international. Menschen aus 160 Ländern leben in Basel. Es gibt weltweit 195 Staaten, so dass man sagen kann: Praktisch die ganze Welt befindet sich in Basel.
Ergebnis
Glückwunsch und Willkommen im erlauchten Kreis der Migrationsexpert/innen!
Das reicht leider noch nicht zum Migrationsexperten / zur Migrationsexpertin. Nutzen Sie unsere Angebote und versuchen Sie es dann noch einmal.