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Bis zu zehn Prozent seiner Mittel für Berufsbildung setzt der Bund für die Förderung von Entwicklungsprojekten und die Unterstützung besonderer Leistungen im öffentlichen Interesse ein. Die Beurteilung und Koordination der Projekte und Gesuche erfolgt in Abstimmung mit der Eidgenössischen Berufsbildungskommission (EBBK). Die Verwendung der Mittel ist in Artikel 54 und 55 des Berufsbildungsgesetzes (BBG) geregelt.
Beiträge für Projekte zur Entwicklung der Berufsbildung und zur Qualitätsentwicklung (Art. 54 BBG)
Projekte, die der Bund aufgrund von Art. 54 BBG subventioniert, tragen zur Weiterentwicklung und zum Aufbau zukunftsgerichteter Strukturen in der Berufsbildung bei. Darunter fallen die Förderung von Pilotprojekten, Studien und Evaluationen. Auch zählen Anschubfinanzierungen dazu, wie zum Beispiel die Bildung von Trägerstrukturen für neue Berufe.
Beiträge für besondere Leistungen im öffentlichen Interesse
(Art. 55 BBG)
Art. 55 BBG gibt dem Bund die Möglichkeit, gezielt Beiträge für Leistungen auszurichten, die im öffentlichen Interesse liegen, aber ohne staatliche Unterstützung nicht erbracht werden könnten. Es handelt sich beispielsweise um Massnahmen zur Förderung der tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann, die Bildung und berufsorientierte Weiterbildung von Menschen mit Behinderungen, Massnahmen zu Gunsten benachteiligter Regionen und Gruppen, Massnahmen im Bereich der internationalen Bildungszusammenarbeit sowie Massnahmen, die der Sicherung und Erweiterung des Lehrstellenangebots dienen.
Richtlinie Projektfinanzierung
Die Kriterien zur Unterstützung von Projekten nach den Artikeln 54 und 55 BBG sind in der Richtlinie über die Gewährung von Bundesbeiträgen festgehalten.