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Hierbei geht ein Teil der flüssigen Ölsäure in starre Isoölsäure über und mischt sich dem Stearin bei. Jedoch werden immer
noch 20-30 Proz. Ölsäure als minderwertiges Nebenprodukt erhalten. Nun kann man aber auch den Rest der Ölsäure in
Kerzenmaterial verwandeln, wenn man 10 Teile derselben mit 1 Teil Chlorzink auf 180° erhitzt, das Produkt mehrmals mit verdünnter
Salzsäure, dann mit Wasser auskocht, vollständig vom Wasser trennt und (wie nach der Schwefelsäureverseifung) mit überhitztem
Wasserdampf destilliert.
Das Destillat wird nach dem Erkalten durch Abpressen gereinigt. Bei diesem Verfahren bilden sich nach
Benedikt zunächst drei Chlorzinkadditionsprodukte. Diese zerfallen beim Kochen mit verdünnter Salzsäure in zwei Oxystearinsäuren
und Chlorzink, welches ausgewaschen wird. Bei der nachfolgenden Destillation
[* 5] mit überhitztem Wasserdampf gehen beide Oxystearinsäuren
in ihre Anhydride über, das eine Oxystearinsäureanhydrid aber zerfällt weiter in Isoölsäure und flüssige
Ölsäure, die abgepreßt werden muß.