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Der Franzband
Der Franzband gilt als eine der aufwändigsten und kompliziertesten Einbandtechniken um ein Buch einzubinden. Vermutlich entstand diese Technik im Laufe des 18. Jahrhunderts in Frankreich - daher der Name.
Er zeichnet sich dabei durch den "Tiefen Falz" aus. Dies bedeutet, dass der Buchblock im Rückenbereich speziell geformt werden muss, so dass die Buchgelenke (Fälze) nicht als Rille zu sehen sind. Durch das nicht sichtbare Gelenk bietet der Band besonders viele Gestaltungsmöglichkeiten und ist daher ein bibliophiles Sammlerobjekt.
Aufgrund der speziellen Befestigung der Deckel kann der Einband nicht separat vom Buchblock gefertigt werden. Die Deckel werden an den Buchblock angesetzt und dort auch bezogen. Dies bedeutet jedoch, dass grobe Fehler dazu führen, dass der Einband komplett abgenommen werden und man die Arbeit erneut beginnen muss. Eine maschinelle Unterstützung, zum Beispiel beim Prägen, ist hier nicht möglich.
BuchKunst Florian Wolper, 2019