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Saint-Gobain-Chef sieht Sika-Übernahme auf Kurs
Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Chalendar ist trotz erbittertem Widerstand weiterhin zuversichtlich, die Übernahme des Baustoffherstellers Sika im zweiten Semester 2015 abschliessen zu können. Das erklärte de Chalendar am Freitag in einem Interview mit der "NZZ".
De Chalendar rechnet also offenbar damit, dass die verschiedenen Anträge, die vor Gericht hängig sind, den Übernahmeprozess nicht verspäten werden. Diese Themen beträfen die Gründerfamilie Burkard und Sika, sagte de Chalendar: "Die Familie will verständlicherweise ihre Eigentumsrechte geltend machen. Ich bin aber diesbezüglich sehr zuversichtlich und habe Vertrauen in die Schweizer Gerichte."
De Chalendar übt mit Blick auf den Übernahmeprozess auch etwas Selbstkritik: "Es herrschte ein Mangel an Verständnis zwischen der Familie Burkard und dem Verwaltungsrat von Sika. Wir wiederum hätten besser erklären sollen, was Saint-Gobain ist und wie wir die Zukunft mit Sika sehen."
Die Familie Burkard hatte Anfang Dezember angekündigt, sie verkaufe ihre Anteile an Sika für 2,75 Mrd. Fr. an die französische Konkurrentin Saint-Gobain. Die Erben hielten bislang mit 16,4 Prozent des Kapitals eine Stimmenmehrheit von 52,6 Prozent. Die Sika-Führung spricht von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion und will das Stimmrecht der Gründerfamilie beschränken. Diese wehrt sich mit juristischen Mitteln dagegen. (sda)