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Last Window: Das Geheimnis von Cape West Ein würdiger Nachfolger?
Für den Nintendo DS(i) sind in den letzten Jahren viele Adventure-Games erschienen. Der Handheld eignet sich dank seines Touchscreens auch hervorragend für das Genre. Mit "Last Window: Das Geheimnis von Cape West" halten wir einen neuen Titel aus dem erwähnten Bereich in der Hand. Fans von "Hotel Dusk: Room 215" haben sich schon länger auf den Nachfolger gefreut - zu Recht?
Mit "Last Window: Das Geheimnis von Cape West" erscheint ein weiterer Adventure-Titel aus dem Hause Cing für die Nintendo-Konsole. Cing ist unter anderem bekannt für Spiele wie "Another Code", "Trace Memory" oder das bereits erwähnte "Hotel Dusk: Room 215". Da das Entwicklungs-Studio im letzten März die Türen schliessen musste, ist "Last Window" zwangsläufig der letzte Softwaretitel aus dem Hause Cing.
Die Geschichte von "Last Window" spielt in Los Angeles im Jahre 1980, ein Jahr nach dem Handlungsstrang von "Hotel Dusk". Unser Protagonist Kyle Hyde, ein ehemaliger Cop aus New York, hat gerade seinen Job bei der Lieferfirma "Red Crown" verloren. Kurz nach der Entlassung erfährt Kyle auch noch, dass er aus seiner Wohnung fliegen wird. Das Haus in welchem er sein Appartement hat soll verkauft und abgerissen werden. Der Tag könnte kaum schlechter für ihn beginnen. Zudem scheint ihm ein mysteriöser Fremder nachzustellen. Dieser stellt sich aber als Auftraggeber für einen Detektiv-Job heraus. Kyle soll für ihn einen geheimnisvollen Gegenstand, den "Scarlet Star" ausfindig machen.
Spieler, welche die Geschichte um "Hotel Dusk" nicht kennen, werden keine Schwierigkeiten mit der Story haben. Es handelt sich um zwei unabhängige Geschichten, allerdings mit einigen Referenzen zum Vorgänger. Die Geschichte ist spannend umgesetzt, voll gepackt mit mysteriösen Personen und einer interessanten Storyline.
Kyle oder besser der Spieler erhält die Aufgabe den Rätseln auf die Schliche zu kommen. Was ist der tatsächliche Grund für den plötzlichen und eher überraschenden Verkauf des Wohnhauses? Was hat es mit dem geheimnisvollen "Scarlet Star" auf sich? Warum wurde Kyles Vater, ein ehemaliger Safeknacker, bei seinem letzten Bruch getötet? Die Geschichte fesselt von Anfang an, lediglich die sehr textlastigen Konversationen sind etwas mühsam. Wie bei den meisten DS(i)-Titeln ist leider keine Sprachausgabe vorhanden.
Neben den Konversationen, bei welchen Kyle sehr viele Hintergrundinformationen erhält, ist ein detektivischer Spürsinn gefragt. Nur so lassen sich die einzelnen Rätsel lösen. Um das Spiel zu spielen wird der DS(i) um 90 Grad gedreht und wie ein Buch gehalten. Mittels Point & Click wird unser Protagonist durch die Räume geführt. Auf dem einen Bildschirm ist die Umgebung aus der Sicht unseres Ex-Cops zu sehen. In der puristisch gestalteten 3D-Raumsicht darf Kyle durch die Gegend gesteuert werden. Die Grafik ist wie beim Vorgänger im typischen Bleistift-Stil gehalten. Emotionale Gesichtsausdrücke, je nach Stimmung der Personen, bringen zusätzliche Stimmung ins Spiel. Ein Mix von Bleistift-Grafiken und farbigen Umgebungen geben dem Spiel sein einzigartigen Flair - einfach Top gemacht.
Die Story wird durch einen sehr coolen Soundtrack unterstützt, passend zu der jeweiligen Umgebung und Stimmungslage. Zudem kann Kyle dank seines Radios die Songs wechseln.
Als zusätzliches Goodie, wird nach jedem beendeten Kapitel des Spiels ein Teil des integrierten Romans "Last Window" freigeschaltet. In diesem sind weitere hilfreich Hinweise versteckt. Wir raten aber, dieses nicht vor Beendigung des Spiels zu lesen. Bei Nichtbenutzung dieser Hilfe winkt eine zusätzliche Belohnung.
Fazit
"Last Window: Das Geheimnis von Cape West" wird bestimmt nicht jedem gefallen. Für die sehr textlastigen Sequenzen benötigt man durchaus auch etwas Geduld. Dafür wird man mit einer stimmigen Atmosphäre belohnt. Adventure-Fans werden mit vielen Spielstunden, einer sehr gut gelungenen und spannenden Geschichte belohnt.