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Was hat man über Duke Ellington schon geschrieben und erzählt, was Ihr, liebe Jazz Freunde, nicht schon wisst? Kaum etwas!
Darum habe ich mich entschlossen, am heutigen Abend lieber mehr Musik als Worte zu präsentieren.
Zwei Konzerte, die der Duke mit seinem Orchester in Zürich gespielt hat, stehen auf dem Programm. Einmal hören wir ab CD das Konzert vom 2. Mai 1950, und dann sehen wir einen Filmausschnitt vom Konzert vom 9. Oktober 1959 im Kongresshaus Zürich.
kein Anlass
Kleiner Test für Jazz Liebhaber.
21 Saxofonisten mit Aufnahmen zwischen 1940 und 1951 stehen zur Auswahl.
Wer kennt sie alle?
Jazz Classics in digital STEREO
Im Anschluss an die ergiebigen Ausführungen von Karl Lampert zum Thema Henry Allen möchte ich einige zusätzliche Beispiele aus den frühen Jahren vorführen. Einiges haben wir gehört aber lange nicht alles, und bei diesem hervorragenden Trompeter lohnt sich jede neue Einsicht. Die umfassende BBC Serie zum Klassischen Jazz in STEREO widmet dem Trompeter eine volle Platte.
Dabei hat der australische Toningenieur Robert Parker seltenere Aufnahmen aus seinem eigenen Archiv sowie Funde bei guten Freunden mit Allen im Mittelpunkt in Stereo digital reproduziert.
Es fängt an mit einem Auftritt bei Fats Waller, dann geht es weiter via Luis Russell, der die Musiker für Allens erste eigene Aufnahmen lieferte, über Billy Banks, Spike Hughes, Horace Henderson, Benny Morton bis zur Mills Blue Rhythm Band.
Im zweiten Set vergleichen wir gewissermassen Allen mit Armstrong, von dem bei BBC in STEREO auch eine Auswahl z. T. seltener Titel aus den Jahren 1923 bis 31 in vorliegt. Es beginnt mit King Oliver, aber hauptsächlich wird die Periode 1926 bis 29 mit den Gruppen Hot Five und Hot Seven beleuchtet, also die gleiche Zeitspanne wie die ersten Allen Aufnahmen, die wir zuerst hörten.
Man darf sich fragen wer Trompeten-König geworden wäre, hätte es nicht das Genie Armstrong gegeben.
Vor 89 Jahren (!) bestiegen vier junge Burschen aus Bern den Zug und fuhren nach Berlin. Dort wartete niemand auf sie, und sie mussten ziemlich unten durch. Aber sie waren gut, bissen sich durch und wurden noch besser. Das Quartett wuchs zur Bigband, und ihre erste Platte, „Goody Goody“ verkaufte sich wie warme Semmeln und wurde zum bisher grössten Erfolg von Telefunken.
Während den Olympischen Spielen holten Teddy Stauffer’s Original Teddies mit Paul „Polly“ Guggisberg am Schlagzeug im Delphi Palast zu Berlin den Putz von den Wänden, obwohl dort ein unübersehbares Schild hing: „Swing tanzen verboten“. Solange die internationalen Gäste in der Stadt waren, gaben sich die Nazis weltoffen. Erst später stürmten brüllende SS-Leute den Saal.
Während die Teddies an der Schweizer Landi spielten, begann der Zweite Weltkrieg. Die Band brach von einem Tag auf den anderen auseinander und musste nochmals von vorne anfangen – wieder mit Polly am Schlagzeug.
Der am 15. Februar 1944 in Chicago geborene Multi-Instrumentalist (as, ts, cl, fl.), Komponist, Leader, wurde speziell bekannt durch seine Gruppe AIR - mit den Musikern Fred Hopkins (b) und Steve McCall (d).
Mit diesem Trio produzierte Henry Threadgill mehrere hervorragende Alben, wie: Air Song, Live Air, Air Time, Air Lore. Er ist mit dieser Gruppe auch ein paar Mal in der Schweiz aufgetreten, am 22. Juli 1978 in Montreux, im Stadttheater Basel am 27. Mai 1981, in Willisau am 2. September 1978. Er hat jedoch auch verschiedene andere Gruppen geleitet, z.B. die Formation Very Very Circus, wo er 2 Tubas dabei hatte. Mit dieser Band ist er auch am 30. August 1990 in Willisau aufgetreten.
Das Hauptgewicht am heutigen Abend liegt jedoch bei der Gruppe AIR.