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Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)
Depots, Garagen und Werkstätten
Depot Hammerstrasse (1895 bis 1909)

Auf den Betriebsgeinn im Jahre 1895 hin wurde an der Hammerstrasse 32 neben der ehemaligen «Lederstampfe», also nicht unmittelbar bei der «Kraftstation» (Dampfkraftwerk) am Claragraben, eine kleine Wagenremise errichtet. Diese verfügte über vier Gleise zu je drei Wagenständen. Das Gebäude genügte somit gerade für die Unterbringung der anfänglich vorhandenen zwölf Motorwagen Ce 2/2 1–12. Davon standen an Werktagen sieben in Betrieb. Sonntags wurden unter Verwendung der Reservewagen Doppelkurse geführt.
Das Depot hatte eine Länge von 26,00 m und eine Breite von 14,90 m. Die vier Gleise waren über eine handbetriebene Schiebebühne erreichbar. Da in der Halle aller Vermutung nach keine Fahrleitung vorhanden war ist davon auszugehen, dass auch die Wagen von Hand verschoben werden mussten. Die Beleuchtung erfolgte durch zwei hintereinander geschaltete Bogenlampen und eine Anzahl mobiler Glühlampen.
Die Gleise waren auf einer Stahlkonstruktion verlegt, so dass auch von unten an den Wagen gearbeitet werden konnte. Der Abstand von der Schienenoberkante zum Zementboden betrug dabei 1,60 m. Der rückwärtige Raum war gross genug, um eine kleine Werkstätte aufnehmen zu können, denn im Depot Hammerstrasse wurden auch Revisionen und kleinere Reparaturen vorgenommen (Hauptrevisionen, bei welchen der Wagenkasten abgehoben werden musste, sowie grössere Reparaturen wurden jedoch in der Reparatur-Werkstätte in der «Kraftstation» am Claragraben durchgeführt).
Vom Claraplatz führte ein rund 360 m langes Dienstgleis in den Claragraben, von dort nach links in den Clarahofweg und dann wieder nach rechts in die Hammerstrasse. Der minimale Kurvenradius betrug vergleichsweise grosszügige 15 Meter.
Bereits 1897 wurde das Depot an der Hammerstarsse zu klein – die zweite Motorwagen-Serie fand im neu erstellten Depot Klybeck Platz. Mit dem Bau des Depots Allschwilerstrasse wurde das Depot Hammerstrasse aufgegeben und 1909 an die «Sinnanstalt» (Eichstätte) veräussert. Die Gebäude blieben bis heute erhalten.

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