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Vom Wasser ans Land
Im Moment gibt es im Naturlehrgebiet Buchwald winzige Gelbbauchunken zu sehnen! Die frisch entwickelten Metamorphlinge sind kaum grösser als ein Fingernagel! Hier die ganze Entwicklung in Bildern:
Die Paarungszeit dauert von Ende April bis Anfang August mit einem Höhepunkt im Mai und Juni. Die Männchen halten sich oft längere Zeit im Laichgewässer auf. Weibchen kommen meistens nur nach Regen zur Laichablage ans Wasser.
Ein Weibchen legt pro Sommer bis zu 200 Eier, oft aber weniger als 50. Es kann mehrmals im Sommer Eier ablegen. So wird das Risiko verteilt, das die wenigen Nachkommen gefressen werden oder vertrocknen.
Die Kaulquappen schlüpfen bereits nach zwei bis drei Tagen. Die Dauer der Larvenentwicklung 2 hängt von der Umgebungstemperatur ab. Unter günstigen Bedingungen von 18 bis 27 Grad kann die gesamte Metamorphose in ein bis eineinhalb Monaten abgeschlossen sein.
Die Tiere haben eine schmutzig graue Grundfarbe.
Später bilden sich die zwei Extremitätenpaare, wobei zunächst die Hinterbeine, erst Tage später die in der Kiementasche gewachsenen Vorderbeine äusserlich sichtbar werden.
Schon bei grösseren Larven sind die herzförmigen Pupillen erkennbar.
Die Schwanzflosse bildet sich zurück.
Schliesslich verlässt die kleine Unke das Gewässer, wobei oft noch ein kleiner Schwanzstummel vorhanden ist, der aber nach kurzer Zeit verschwindet.
Das Tier ernährt sich nun von kleinen Wirbellosen wie Fliegen, Mücken und Würmern und ist damit zum reinen „Fleischfresser" geworden.
Die umgewandelten Metamorphlinge (Jungunken) haben dann eine Länge von 12 bis 16 Millimetern. Sie sind kaum grösser als ein Fingernagel!
Nach ein bis zwei Überwinterungen erreichen Jungtiere die Geschlechtsreife und nehmen selbst am Fortpflanzungsgeschehen teil.
Quelle: Karch.ch
Bilder: Stefanie Pfefferli