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– Wie war meine Vorbereitung?
Ich habe mit der Vorbereitung bereits im März angefangen, da ich mich nebenher noch auf meine Maturaprüfungen vorbereiten musste. Dabei hatte ich mir vorgenommen sechs Mal die Woche jeweils 30-60 Min lang Untertests zu üben, was ziemlich gut funktioniert hat. Am Anfang übte ich vor allem die langen Untertests (Textverständnis, Quanti, Med. Nat.) und je näher ich dem EMS kam, desto mehr beschäftigte ich mich auch mit den kürzeren. Mit dem Konzentrationstest fing ich bspw. eineinhalb Monate vor dem EMS an und kreuzte konsequent einen Test pro Tag.
Als Übungsmaterial habe ich das Kompendium von den MedGurus verwendet, sowie die Originaltestversion III (welche im Vergleich zum richtigen EMS ziemlich einfach war) und die Testsimulationen von STARK (welche schon eher den Schwierigkeitsgrad des EMS vorweisen). Ausserdem besuchte ich noch eine von der Schule organisierte Simulation, aber keine Vorbereitungskurse.
– Wo hatte ich besonders Mühe bei der Vorbereitung?
Da ich so früh angefangen hatte zu lernen, fehlte nach kurzer Zeit die Motivation. Vor allem, da ich mich zusätzlich zeitgleich mit dem Maturastoff auseinandersetzen musste. Da half am Ende nur noch die Selbstdisziplin und der Gedanke, dass ich bald den EMS schreiben konnte.
– Wie fühlte ich mich (mental und physisch) während der Prüfung?
Ich war beim Anstehen ziemlich eingeschüchtert, da um mich herum hunderte von Menschen standen, die dasselbe Ziel verfolgten wie ich. Es hat meiner Nervosität auch nicht sonderlich geholfen, dass ich als erste Einlassgruppe lange auf meinem Platz warten musste, bevor der eigentliche EMS begann.
Obwohl ich schon vorher wusste, dass Muster nicht zu meinen Stärken gehörte, war es eine ziemliche Ernüchterung nach jetwa der Hälfte der Aufgaben bereits das „Stop!“ zu hören. Aber lasst Euch nicht entmutigen! Der EMS stellt eure Nerven auf die Probe und wenn ihr einen kühlen Kopf behält, dann ist dies ein immenser Vorteil.
– Was überraschte mich während der Prüfung?
Zuhause und auch bei der Simulation in der Schule gab es stets einen Timer, der die Minuten rückwärts zählte. Ich war beim Testtag deswegen ziemlich überrascht, als nur die Uhrzeit vorne projiziert wurde. Deshalb empfehle ich beim richtigen EMS vor dem Beginn der nächsten Aufgabe schnell auszurechen, bis wie viel Uhr man Zeit hat, damit man nicht in Gefahr läuft, die Zeit aus den Augen zu verlieren.
– Wie fühlte ich mich nach der Prüfung? Wie konnte ich mich ablenken?
Obschon ich vor hatte nach der Prüfung noch in Zürich herumzulaufen, war ich am Ende fix und fertig aber dennoch erleichtert, dass es endlich vorbei war. Solange ich nicht auf den EMS angesprochen wurde, dachte ich auch nicht wirklich daran. Aber eine Woche vor dem Resultat wurde ich immer nervöser, da ich nicht abschätzen konnte, ob ich bestehen würde oder nicht. Am schlimmsten war jedoch der Tag vor dem Eintreffen des Briefs, da meine Kolleginnen bereits ihr Resultat erhalten haben und ich zusätzlich noch von der Post die Mitteilung bekam, dass ein eingeschriebener Brief aus der ETH am nächsten Tag kommen würde.
– Bestanden/nicht bestanden, Testresultat, Testprozentrang, Zuteilung welcher Uni?
Und dann kam die Post und obwohl ich einige Zeit brauchte, um überhaupt herauszufinden ob ich bestanden hatte, war ich überglücklich als ich die Bestätigung bekam.
Mit einer Punktzahl von 75 und einem Testprozentrang von 85% durfte ich zu meiner ersten Wahl, der ETH Zürich 🙂