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Über zwei Millionen Menschen haben die Ukraine bereits verlassen, die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder, denn Männer zwischen 18 und 60 müssen in der Ukraine bleiben. Viele flüchten in ihrem eigenen Auto, noch mehr Personen reisen wohl per Zug. Die meisten Geflüchteten queren dabei die Grenze nach Polen, doch auch Ungarn teilt sich eine rund 140 km lange Grenze mit der Ukraine.
«Ich hatte den Eindruck, dass alles sehr gut organisiert ist», sagt der Bieler Fotojournalist und Reporter Klaus Petrus, der in den vergangenen Tagen an der ungarisch-ukrainischen Grenze war. Die Geflüchteten würden sowohl von Organisationen als auch von privaten Helfer*innen betreut, sie können sich verpflegen und in umfunktionierten Turnhallen übernachten.
Viele der Personen, mit denen er gesprochen habe, hätten ein klare Destination – einen Ort, irgendwo in Europa, an welchem schon Freund*innen und Familie wohnen. «Es gibt wenige, die überhaupt keine Ahnung haben, wohin», so Petrus. Er befürchte jedoch, dass wenn der Krieg andaure, auch vermehrt Geflüchtete an die Grenze kommen werden, die nicht wüssten, wie es weitergehen soll.