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Daten und Worte zu Akteuren des FC St. Gallen.
20. Juli 2011 bis 27. Juli 2015 und seit 21. Februar 2016 FCSG. -- Bisher 21 (20 NLA/1 Cup) Spiele und 7 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Dezember 2016 beim 0:1 auswärts gegen den FC Basel.
Der Offensivspieler Boris Babic rückte schon zweieinhalb Jahre vor seinem Debüt in der höchsten Liga ins Profikader auf. Unter Jeff Saibene war er mit seinen 17 Jahren der jüngste in einer Gruppe von Nachwuchsspielern, die sich zum Kreis der 1. Mannschaft zählen durften. -- Auf das Winter-Trainingslager 2015 verzichtete er wegen der Schule. -- Ein halbes Jahr später wurde er dem FC Biel ausgeliehen. Dort sollte er in der Challenge League zu Spielpraxis kommen. Er musste sich aber mit zwei Teileinsätzen begnügen. Der FC Biel geriet im Spätherbst in Schieflage, deren Präsident hatte nebst anderen Problemen auch ein paar merkwürdige Verbindungen zu Spielerberatern unterhalten - womöglich auch zum Nachteil des Leihspielers aus St. Gallen.
Nach seiner vorzeitigen Rückkehr zum FCSG erzielte Babic 4 Tore in der Promotion League und nach dem Abstieg im Herbst 2016 weitere 9 Treffer in der 1. Liga. Anfang Dezember sass der Stürmer im Heimspiel gegen Sion erstmals in der Super League auf der Bank, eine Woche später wurde er im Basler "Joggeli" erstmals eingewechselt.
Als 9-Jähriger begann Boris Babic im Frühling 2007 beim FC Walenstadt, weitere Juniorenklubs waren der FC Sargans und der FC Grabs. -- Ab 2012 spielte er regelmässig in Junioren-Nationalteams des SFV.
Seit 17. Juli im FCSG. -- Bisher 40 (37 NLA/3 Cup) Spiele und 4 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. August 2018 beim 0:0 auswärts gegen den FC Zürich.
Axel Mohamed Bakayoko wurde vom FC Internazionale ausgeliehen, spielte zuvor eine Saison für den FC Sochaux-Montbéliard in Frankreichs Ligue 2 (17 Spiele 1/Tor) unter Peter Zeidler. Obwohl Bakayoko Offensivspieler ist, setzte ihn der Trainer zunächst als Aussenverteidiger ein. Bakayoko durchlebte so einen harzigen Start, gefiel aber auch in dieser Rolle zunehmend. -- Im Spätherbst durfte er endlich im Angriff auflaufen. Bei seinem ersten Tor - es brachte im Auswärtsspiel in Basel am 9. Februar 2019 die späte Führung (Endstand 1:1) - setzte er sein Tempo ein und enteilte so den Gegnern.
Axel Bakayokos erster Juniorenverein war der Olympique de Pantin FC in der Banlieu nördlich von Paris, wo der Stürmer aufwuchs. -- Als 10-jähriger wechselte er in den Nachwuchs des Red Star FC. -- 2014 entschied sich Bakayoko für ein Angebot, zu Inter nach Mailand zu wechseln. Mit Inters "Primavera", der U19, gewann er 2016 den Cup und steuerte ein Jahr später 11 Tore zum Gewinn der Meisterschaft bei. -- Darauf bestritt er die Vorbereitung mit der 1. Mannschaft. Den einzigen Pflichtspieleinsatz hatte er aber im bedeutungslosen letzten Gruppenspiel der Europa League gegen Sparta Prag, als er in der Schlussphase eingewechselt wurde. Inter gewann 2:1, stand aber zuvor als Gruppenletzter fest. -- Beim FC Sochaux-Montbéliard kam Bakayoko in der Saison 2017/18 zu 19 Pflichtspielen, 17 in der Ligue 2 (1 Tor).
1. Juli 2010 bis 30. Juni 2012 im FCSG. -- 19 (17 NLA/2 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. August 2010 in Basel (0:3-Niederlage).
Der Innenverteidiger mit Gardemassen (2,00 m Körpergrösse) kam vom FC Volendam. -- Der Einstand missglückte Bakens völlig: bei den beiden 0:3-Niederlagen in Basel und Thun sah er bei mehreren Gegentreffern schlecht aus. -- Während die Mannschaft nur schwer auf Touren kam und am Saisonende abstieg, steigerte sich Bakens selbst markant. Nur blieb bei vielen Kommentatoren der erste Eindruck haften. -- Gegen Saisonende von gesundheitlichen Problemen gequält, wurde er für die Saison 2011/12 gar nicht erst in die offizielle Kaderliste aufgenommen. Im Herbst 2011 schliesslich an der Hüfte operiert. -- Tim Bakens erholte sich, trainierte im Frühling 2012 wieder und kam zu einigen Einsätzen in der U21. So hatte der lange Verteidiger auch noch Anteil an den Aufstieg der Nachwuchsmannschaft in die neue 1. Liga Promotion.
Im Juli 2012 erhielt Bakens beim SC Cambuur-Leeuwarden (Jupiler League, zweithöchste Liga) einen Einjahresvertrag. Die Mannschaft schaffte überraschend den Aufstieg, Bakens kam in 26 Spielen zum Einsatz, erhielt aber keinen neuen Vertrag. -- Im Sommer 2013 verpflchtete ihn der De Graafschap BV (Jupiler League) mit einem Zweijahresvertrag; es war die Rückkehr zu seinem ersten Klub als Profi. Bakens kam aber ab Mitte November nicht mehr zum Einsatz. -- Erneute Hüftbeschwerden, die sich später als chronisch herausstellten, zwangen ihn nach Saisonende im Mai 2014, den Rücktritt vom Profifussball zu geben. -- Danach übernahm er Nachwuchs-Teams von de Graafschap als Trainer.
Für den Klub aus Doetinchem bestritt er ab 2001 56 Spiele in der höchsten ("Eredivise") Liga und 30 in der zweithöchsten ("Eerste Divisie"). -- Ab 2005 bei der RKC Waalwijk: 31 Spiele in der Eredivisie, nach zwei Saisons abgestiegen und dann noch 34 Matches in der Eerste Divisie. -- 2008 erstes Engagement in Volendam. Mit dem Aufsteiger gelang der Klassenerhalt nicht. -- 2009 wurde Bakens von Sparta Rotterdam verpflichtet, bestritt 10 Matches (Eredivisie), ehe im Winter der Vertrag aufgelöst wurde. -- In der Rückrunde schloss sich Bakens wieder dem FC Volendam an und war am Ende auch deren Captain. Für den Club aus der Provinz Noord-Holland bestritt Bakens 45 Spiele.
Bakens begann als Junior in seiner Heimatstadt Groesbeek bei De Treffers und spielte später für die VV VIOD Doetinchem. -- Bei diesem Amateur-Verein übernahm der frühere Verteidiger nebst seiner Aufgabe als Nachwuchstrainer von De Graafschap im Sommer 2015 das Traineramt.
29. Oktober 2007 bis 30. Juni 2008 Trainer des FCSG. -- Für 25 (23 NLA/2 Barrage) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als FCSG-Trainer am 31. Oktober 2007 bei der 2:3-Heimniederlage gegen den FC Zürich.
Der frühere Weltklasse-Spieler wurde unter Druck verpflichtet, nachdem die Entlassung von Rolf Fringer keine Beruhigung des Umfelds brachte. Vor allem Edgar Oehler vom künftigen Naming-Right-Sponsor (AFG) des Stadions wollte eine Entscheidung, die seiner Laune entsprach. -- Balakov soll zwei Wochen zuvor erstmals kontaktiert worden sein. -- "Kämpfen, laufen, beissen, Gras fressen" gab Balakov als Devise aus. Die Vereinsführung strich unter anderem seine Motivationkünste heraus, die zu seiner Wahl geführt hätten.
Bis zur Winterpause deutete wenig auf eine Trendwende beim Tabellenletzten hin. Zwar gab es zwei Unentschieden in Neuenburg und Aarau, dazwischen aber die 1:5-Auswärtsniederlage in Sitten und ein 2:7 im Espenmoos gegen die Young Boys.
In der Winterpause wurde der frühere FCZ-Captain Marc Schneider als Abwehrchef geholt, dazu ebenfalls für die Abwehr Vidak Bratic sowie Mittelfeldspieler Zé Vitor. -- Der Tabellenletzte startete mit einer 1:3-Niederlage in Aarau, dann aber folgte eine Serie von vier Siegen, der Ligaerhalt schien wieder realistisch zu sein. -- Im April suspendierte Balakov mit Franco Di Jorio und Jürgen Gjasula zwei Spieler wegen mangelhafter Einstellung. Di Jorio hatte er schon seit November nicht mehr eingesetzt. -- Vier Runden vor Schluss gab das 1:1 in Thun die Sicherheit, dass die Berner Oberländer direkt absteigen und der FCSG mindestens die Barrage erreichen würde. -- Die Auf-/Abstiegsspiele waren gegen den Challenge-League-Zweiten Bellinzona zu bestreiten. Balakov verhängte der ganzen Mannschaft eine Kommunikationssperre, sie sollte sich abgeschirmt in Ruhe vorbereiten können. -- Bei sintflutartigem Regen holten die Espen im Tessin einen 0:2-Rückstand auf, nahmen aber eine 2:3-Niederlage ins Rückspiel. -- Der Abschied aus dem Espenmoos brachte kein Happy End. Wie gehemmt trat der FCSG auf, liess den Gegner langsam mutiger werden und noch vor der Pause in Führung gehen. Mit einem 0:2 nahmen die Espen Abschied vom Stadion - und der Super League. -- Balakov hatte zwar mit Verzögerung im Frühling tatsächlich wieder für Hoffnung gesorgt. Nebst dem Abstieg - den der Bulgare nicht alleine verschuldete - kostete sein Engagement den FCSG eine grosse Stange Geld. Nicht nur wegen der Personalkosten, auch zusätzliche Trainingslager sorgten für doppelt so hohe Ausgaben für den Spielbetrieb wie in vergleichbarer Zeit.
Nach dem FCSG
Krassimir Balakov übernahm ein halbes Jahr später das nächste Traineramt. Beim FC Tschernomorez Burgas unterschrieb er für fünf Jahre. -- Der Präsident des aufstrebenden Klubs vom Schwarzen Meer wollte das Team an Bulgariens Spitze führen, ohne mit in der Liga verbreiteter Korruption in Berührung zu kommen. Zudem baute er dem Klub ein neues Trainingszentrum. -- Im März wurde auch noch Balakovs früherer Mannschaftskollege Fredi Bobic als Sportchef (Geschäftsführer Sport) verpflichtet. -- Nach eineinhalb Jahren gab Balakov seinen Rücktritt, weil er nicht wie erhofft finanzielle Mittel für Spielerverpflichtungen erhielt. Das Team lag zu dem Zeitpunkt im dritten Rang. -- Ab Sommer 2011 war Balakov Trainer des kroatischen Spitzenklubs NK Hajduk Split. -- Im März 2012 bat Balakov bei Hajduk um Vertragsauflösung, um zum 1. FC Kaiserslautern wechseln zu können. -- Die Pfälzer befanden sich in der Bundesliga im Abstiegskampf, erneut scheiterte Balakov als Retter. -- Im Sommer 2014 übernahm er den PFK Litex Lovetch, der seit einiger Zeit zu den Spitzenklubs Bulgariens gehört. Litex beendete die Saison als Vierter, Balakov verliess den Verein.
Krassimir Balakov blieb nach seiner Spieler-Karriere beim VfB Stuttgart und war von 2003 bis 2005 unter Felix Magath und Matthias Sammer Assistenztrainer. -- Danach lehnte er das Angebot des bulgarischen Verbandes, Nationaltrainer zu werden, ab, wartete aber vorerst vergeblich auf eine Chance bei einem Klub. -- Schliesslich wurde er Berater des VFC Plauen, der in der Oberliga NOFV-Süd (damals vierthöchste Liga) spielte. -- Im Januar 2006 wurde er von den Grasshoppers verpflichtet. Als Nachfolger des vom 1. FC Köln abgeworbenen Hanspeter Latour trat der Bulgare seine erste Stelle als Cheftrainer an. -- GC gehörte zur erweiterten Spitze der Super League, verpasste mit Balakov als Vierter einen Europacup-Platz - um sich dann im Juli über den Intertoto-Cup doch noch für den UEFA-Cup zu qualifizieren. -- Während die "Hoppers" in der Gruppenphase des UEFA-Cups ohne Punktgewinn blieben, hielt sie Balakov in der Meisterschaft auf Kurs. GC ging als Vierter mit nur einem Punkt Rückstand auf Sion und den FCSG in die Winterpause, der Trainer sprach offensiv vom Meistertitel als Ziel. -- Im Januar liessen die Zürcher mit Eduardo einen zuverlässigen Torschützen nach Frankreich ziehen. Ein Monat später kam mit Ailton ein anderer und dazu prominenter Brasilianer. Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig schoss acht Tore, doch fiel GC in der Rangliste zurück. -- Als Roger Berbig im April neuer GC-Präsident wurde, war bald klar, dass Balakov in Zürich keine Zukunft hätte. Der Bulgare bewahrte stets die Fassung, selbst als er drei Tage vor dem letzten Saisonspiel entlassen wurde.
Karriere als Spieler
Krassimir Balakov stieg von den Junioren des FC Etar (Veliko Tarnovo) schon als 16-Jähriger in die 1. Mannschaft auf. Nicht zuletzt dank ihm wurde aus dem Abstiegskandidaten ein Spitzenklub, der 1991 seinen bisher einzigen Meistertitel feierte. -- Balakov, seit 1988 Nationalspieler, wechselte aber schon per 1. Januar 1991 zum Sporting Clube de Portugal (Lissabon). -- Für die Grün-Weissen spielte Balakov viereinhalb Jahre und gewann zum Abschied 1995 den portugiesischen Cup. -- Balakov ging zum VfB Stuttgart, der Rolf Fringer als neuen Trainer verpflichtet hatte. -- Gemeinsam mit den Stürmern Fredi Bobic und Giovane Elber (ex GC) bildete der Regisseur Balakov das "magische Dreieck", das unter Fringers Nachfolger Joachim Löw durchstartete: 78 Tore erzielte der VfB in der Saison 1996/97, 18 davon erzielte Balakov. Trotzdem wurden die Stuttgarter "nur" Vierte, gewannen aber den deutschen Cup (2:0 im Final gegen Energie Cottbus). -- Der zweite Cupsieg in Balakovs Karriere blieb sein letzter Titelgewinn. 1997 wurde Balakov auch zum zweiten Mal nach 1995 zu Bulgariens Fussballer des Jahres gewählt. -- Seine Spielerkarriere beendete Balakov 2003 nach acht Saisons und mit 54 Toren in 236 Bundesliga-Spielen für den VfB Stuttgart.
Krassimir Balakov prägte aber auch die glänzendste Zeit der bulgarischen Nationalmannschaft. An der WM 1994 in den USA scheiterte Bulgarien erst im Halbfinal an Italien. Im Viertelfinal triumphierte Balakovs Mannschaft über Titelverteidiger Deutschland (2:1). -- Krassimir Balakov bestritt ausserdem die Euro'96 in England und die WM 1998 in Frankreich. Bis 2003 spielte Balakov in 96 Länderspielen (16 Tore).
01.07.2003 bis 14. März 2005 im FCSG. -- 34 (28 NLA/6 Cup) Spiele und ein NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2003 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Young Boys.
Thomas Balmer folgte Trainer Heinz Peischl aus Wil nach St. Gallen. -- Der Abwehrspieler spielte vorwiegend auf der linken Seite und verdrängte Marc Zellweger vorübergehend in die Mitte. -- Balmer hatte zunehmend mit Verletzungen zu kämpfen. Am Ende wurde der Vertrag aufgelöst, er beendete seine Karriere. -- Begann mit dem 9 Minuten jüngeren Zwillingsbruder Stephan im Nachwuchs der Grasshoppers, für die er am 13. Juni 1995 - zwei Wochen nach Stephan - gegen Luzern sein NLA-Debüt gab. -- 1996 mit den Grasshoppers Schweizer Meister und Nachwuchs-Meister (Inter-A-Junioren). -- Ab 1997 in der NLB, erst gemeinsam mit dem Zwillingsbruder im FC Winterthur und ab 1998 im FC Baden. 2001 trennten sich die Wege, Thomas spielte fortan für den FC Wil und feierte mit Peischl den Aufstieg. -- Stephan verliess Baden ein Jahr später zum Aufsteiger FC Thun. -- Als Thomas Balmer Wil verliess, wurde Stephan - der allerdings die rechte Seite bevorzugte - sein Nachfolger im Bergholz. -- Die Zwillingsbrüder waren U21-Internationale und schlossen erfolgreich ein Wirtschafts-Studium ab.
5. Juli 2010
In der Saison 1990/91 im FCSG. -- 15 (9 NLA/6 Intertoto-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. Juli 1990 im Intertoto-Cup beim 2:1-Sieg gegen den FC Tirol in Schaan.
Beat Balmer wechselte aus der 1. Liga vom SC Kriens aufs Espenmoos. In der Meisterschaft stand der Verteidiger zuerst zweimal in der Startformation, musste sich danach aber mit Teileinsätzen begnügen. -- Im Sommer 1991 setzte Balmer seine Karriere beim damals in der NLB spielenden FC Zug fort.
In der Saison 1993/1994 im Fanionteam. -- 12 (10 NLB/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Sursee.
Raymond Baratta kam nach dem Abstieg 1993 in die 1. Mannschaft. -- In Erinnerung blieb der Mittelfeldspieler nicht zuletzt dank seiner rot-blonden Haare. -- Unverhofft Einfluss nahm Baratta auf einen besonderen Olma-Match. Beim Stand von 0:1 gegen den FC Schaffhausen wurde er nach einem Notbremse-Foul gegen Adrian Allenspach vom Platz gestellt. Eine Minute später stand es 0:2, am Ende 0:5 (und Allenspach war zweifacher Torschütze).
Ab 1994 beim SC Brühl, mit dem er im Juni 1995 die Aufstiegsspiele zur NLB bestritt. Trotz eigenen Torerfolgs im Rückspiel zum 1:1 scheiterte Brühl an Freienbach (Endstand 1:2 nach 2:2 auswärts).
Ab 1996 im Nachwuchs und bis 30. Juni 2004 sowie 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2019 im FCSG. -- 138 (122 NLA/12 Cup/4 UI-Cup) Spiele und 26 (23 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juni 2002 im 5:1 gewonnenen UI-Cup-Hinspiel gegen B68 Toftir (Färöer). Barnetta wurde in der 72. Minute für Sascha Müller eingewechselt.
St. Gallens berühmtester Fussballer feierte seinen ersten Erfolg und bisher einzigen Titel schon als Junior: Barnetta wurde am 10. Mai 2002 U17-Europameister. -- Auf dem Weg zum Profi übersprang Barnetta die U18 und spielte früh schon in der U21. -- Barnetta wird heute zusammen mit Philippe Senderos als "Die Figur" bei der U17-EM bezeichnet, doch war vorerst eher Sandro Burki landesweiter Hoffnungsträger.
"Quillo" hingegen wurde zum Musterprofi. Früh umworben und bald mit Bayer Leverkusen einig, entschied er sich, vor dem Wechsel ins Ausland die KV-Lehre abzuschliessen. -- Und holte das Rüstzeug für seine Karriere in der NLA im FCSG.
In den ersten zwei NLA-Einsätzen (Debüt in der Meisterschaft am 3. Juli 2002 beim 0:3 im Espenmoos gegen den FC Zürich) wurde Barnetta jeweils bei Rückstand und für Sascha Müller eingewechselt. In der 3. Runde liess ihn Gérard Castella erstmals mit der Startformation auflaufen - mit dem 5:0 gegen Luzern kam der erste Saisonsieg. Vier Tage später, am 20. Juli, folgte der nächste statistische Meilenstein: In der 67. Minute erzielte Barnetta nach einer Vorlage von Pascal Jenny per Kopf sein erstes Tor. Es bedeutete den 1:0-Auswärtssieg in Thun.
Die erste NLA-Saison bot Barnetta jedoch auch reichlich Gelegenheit, mit negativen Erlebnissen umzugehen: Im September musste Gérard Castella als Trainer gehen, der Fall in die Auf-/Abstiegsrunde konnte aber auch Thomas Staub nicht abgewendet werden. -- Immerhin wurde in der Saison der Liga-Reduktion im Frühling der Abstieg deutlich vermieden. -- Besser verlief dann die erste Super-League-Saison, in der die Espen Fünfte wurden und einen Europacup-Platz nur um zwei Punkte verpassten. Barnetta war hinter den Stürmern Alex Tachie-Mensah (17) und Moreno Merenda (10) mit seinen 7 Goals drittbester Torschütze. -- Bitter war zuvor das Out im Cup-Halbfinal gegen den FC Wil; im Viertelfinal war Quillo noch Schütze des 2:2-Ausgleichs und auch im Penaltyschiessen erfolgreich.
Der Schritt in die Bundesliga
Barnetta wurde 2004 von Bayer Leverkusen verpflichtet, zuerst aber an Hannover 96 ausgeliehen. -- Wie in der NLA erzielte er auch in der Bundesliga sein erstes Tor mit dem Kopf. -- Kurz nach dem erfolgreichen Start in Deutschland wurde Barnetta durch die erste schwere Verletzung gestoppt. -- Er erlitt im WM-Qualifikationsspiel in Israel nach einem brutalen Foul von Omri Afek einen Kreuzbandriss.
Ab Sommer 2005 spielte er dann bei Bayer Leverkusen und war dort auf Anhieb Stammspieler. -- Fünf Jahre lang war Barnetta unbestritten und wuchs zum Leistungsträger des Vereins, der zwar noch immer ohne Titelgewinn ist, sich aber an der Bundesliga-Spitze etabliert hat. Nur 2008 und 2009 wurde die Qualifikation für den Europacup verpasst. -- Im Januar 2011 fiel Barnetta nach einem Innenmeniskuriss bis Mitte März aus. -- In der Vorbereitung zur Saison 2011/2012 zog er sich eine Muskelverletzung zu, Ende August wurde schliesslich entschieden, dass er operiert werden muss und damit die erste Saisonhälfte komplett verpasste. -- Dazwischen half er mit, Platz 2 und die Champions League zu erreichen. Und mit der Nati hatte er am 4. Juni 2011 einen grossen Auftritt im Wembley: mit zwei direkt verwandelten Freistössen innerhalb von drei Minuten trug Barnetta zum 2:2 gegen England bei, das nochmals Hoffnung in der EM-Qualifikation zurückbrachte.
Dass sich Tranquillo Barnetta und Bayer Leverkusen nach sieben Jahren trennen würden, zeichnete sich gegen Saisonende im Frühling 2012 ab. -- Mit der Nati brillierte der St. Galler im Spiel gegen Deutschland, lieferte auf die ersten drei Tore der Schweizer seinem damaligen Klubkollegen Eren Derdiyok jeweils die Flanke - die Schweiz gewann 5:3. -- Dennoch gab es keine Einigung mehr, nach 187 Bundesliga-Spielen (25 Toren) für Leverkusen (und 194 BL-Spielen insgesamt) verabschiedete sich Barnetta im Juni 2012 von Bayer 04 und unterschrieb beim FC Schalke 04.
Wechsel zu Schalke
Beim Klub aus Gelsenkirchen kam Barnetta in der ersten Saison zwar zu 21 Bundesliga-Einsätzen, davon aber wurde er 19 Mal, meist erst in der Schlussphase, eingewechselt. -- Nachdem er 2013 nach dem Saisonstart feststellen musste, dass sich seine Situation im Sommer nicht verbessert hatte, liess sich Barnetta Anfang September an den Liga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt ausleihen. Für die Hessen bestritt er 22 Bundesliga-Spiele (1 Tor) und 7 Matches in der Europa League. Die Eintracht sah keine Chance, ihn halten zu können.
Barnetta griff nach der WM 2014 wieder bei Schalke 04 an, sah sich aber nach einer für ihn hoffnungsvollen Vorbereitung in den ersten Pflichtspielen auf der Bank oder Tribüne. -- Zum Auftakt der EM-Qualifikation wurde er vom neuen Nati-Trainer Vladimir Petkovic nicht aufgeboten; dies passierte Barnetta in den 10 Jahren zuvor nur bei Verletzungen. -- Nachdem er bei Schalke wieder ins Team fand, kehrte er zur zweiten Tranche der EM-Quali in die Nati zurück und wurde gegen San Marino ein letztes Mal eingewechselt.
Glanzvolle Zeiten mit der Nati
Barnetta kam auf 75 Länderspiele und 10 Tore. -- Er war war Stammspieler an der WM 2006 in Deutschland und Torschütze zum 2:0-Endstand gegen Togo. -- Stammspieler bei der Euro 2008 in der Schweiz. -- Und wurde auch an der WM 2010 in Südafrika in allen drei Spielen eingesetzt. -- Im Kader der Euro 2004 in Portugal und der WM 2014 in Brasilien jeweils ohne Einsatz. Mit Ottmar Hitzfelds Aufgebot für die WM 2014 war er der erste Schweizer, der an 5 Endrunden dabei war. -- Barnettas Länderspielpremiere war am 8. September 2004 im WM-Qualifikationsspiel gegen Irland in Basel (1:1). -- Davor Stammspieler bei der U21-EM 2004 in Deutschland. -- Ebenso in den drei Schweizer Gruppenspielen der U20-WM 2005 in Holland eingesetzt.
Amerikanischer Traum
Zum Saisonende im Sommer 2015 erklärte Barnetta frühzeitig, nicht bei Schalke zu verlängern und in eine andere Liga wechseln zu wollen. -- Der FCSG unterbreitete ihm ein konkretes Angebot und machte dies auch öffentlich. Einige Wochen durften St. Gallen auf eine vorzeitige Rückkehr hoffen. Barnetta war hin- und hergerissen, sagte aber schliesslich in der Woche nach Saisonstart ab. -- Schliesslich unterschrieb er bei Philadelphia Union in der amerikanischen Major League Soccer (MLS). -- Bei seiner Ankunft in Pennsylviania lag die Union zwei Punkte hinter den Playoff-Plätzen. -- Barnetta gab sein MLS-Debüt am 2. August 2015 gegen New York Red Bull. Beim Stand von 0:0 in der 64. Minute eingewechselt, verlor sein Team 1:3. Bei 4 Siegen in den verbleibenden 10 Spielen wurde das erste Saisonziel verpasst. -- Zudem unterlag die Union den im eigenen Stadion ausgetragenen Final des U.S. Open Cups nach einem 1:1 mit 6:7 im Penaltyschiessen. Barnetta hatte seinen Versuch verwandelt.
Besser lief das Jahr 2016 an. Philadelphia Union war zeitweise Leader seiner Division und erreichte am Ende auch die Playoffs. Barnetta trug unter anderem mit 5 Toren zur wesentlich glanzvolleren Saison bei. Schönen Goals, wie der direkt verwandelte Freistoss zum Sieg gegen Orlando City in der 2. Runde. -- Im Playoff kam das Out in der 1. Runde, nach einem 1:3 beim späteren Finalisten Toronto FC. -- Schon am 27. September wurde bekannt, dass Tranquillo Barnetta nach Ende der Saison zum FCSG zurückkehren wird. -- Zwei Wochen nach dem letzten Spiel in den USA stieg Barnetta ins Training ein.
Erster Juniorenklub Barnettas war der FC Rotmonten. Als Elfjähriger wechselte er zu den Espen.
1. Juli 2003 bis 30. Juni 2004 im FCSG. -- 12 (8 NLA/4 Cup) Spiele und ein Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 2003 bei der 0:2-Niederlage in Neuenburg gegen Xamax.
Christoph Bättig war zuvor von 1996 bis 2002 im FCSG-Nachwuchs ausgebildet worden, sein erster Junioren-Klub war der FC Gossau. -- Die Saison 2002/03 bestritt der Offensivspieler mit dem FC Schaffhausen, für den er 25 NLB-Partien (5 Tore) bestritt. -- Sein einziges Tor im Fanionteam der Espen war das 1:1 im Cup-Achtelfinal in Aarau in der 89. Minute. Es rettete das Team von Heinz Peischl in die Verlängerung, der FCSG kam bis in den Halbfinal. -- Ab Sommer 2004 spielte Bättig in seinem Stammverein FC Gossau. Stieg zuerst aus der 1. Liga ab und trug dann massgeblich zu den zwei Aufstiegen von der 2. Liga interregional in die Challenge League bei. -- Beendete nach 14 weiteren NLB-Spielen im Dezember 2008 aus beruflichen Gründe die Karriere. -- Gab ein Jahr später sein Comeback im SC Brühl (2. Liga interregional). -- Im Juli 2009 zum FC Herisau Milan (2. Liga regional).
4. Mai 2010
Ehemaliger Nachwuchsspieler im FC St. Gallen. -- 2 (1 Cup/1 NLB) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 5. September 1993 im Spiel der 2. Cup-Hauptrunde auswärts gegen den SC Veltheim (2:0-Sieg).
Der Nachwuchsspieler wurde von Uwe Rapolder zweimal innerhalb einer Woche eingewchselt. Nach dem Cupspiel in Winterthur (für Reto Gertschen eingewechselt) kam Baumann auch beim Auswärtsmatch in Sursee ins Spiel. Dort hatte der Trainer zwei andere Junioren, Luzius Notter und Raymond Baratta, in der Startformation aufgestellt, Baumann ersetzte in der 2. Halbzeit Baratta. -- Leider liess sich bisher selbst auf den Vornamen kein guter Hinweis finden.
28. Januar bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 7 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Februar 2011 bei der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Thun.
Daniel Beichler wurde vom Hertha BSC Berlin ausgeliehen. -- Vor dem Rückrundenstart fiel er mit schwerer Grippe aus. -- In der Folge kam Beichler nur zu Teileinsätzen, in denen er kaum Gelegenheit erhielt, sich auszuzeichnen.
Bei der Hertha unterschrieb Beichler im Sommer 2010 einen Vierjahres-Vertrag, fiel aber unmittelbar vor dem Saisonstart aus und musste sich einer Leisten-Operation unterziehen. -- Er kam für die Berliner im Herbst nur mit der U23 in der Regionalliga zum Einsatz, später kam es zu Differenzen mit Trainer Markus Babbel.
Vor dem FCSG
Daniel Beichler entstammte dem Nachwuchs des SK Sturm Graz. -- Im Dezember 2006 kam er zu zwei Teileinsätzen in der Bundesliga. -- Im Januar 2007 wurde Beichler von Reggina Calcio ausgeliehen. Beim Klub aus Reggio Calabria blieb er in einer halben Saison aber ohne Einsatz in der Serie A. -- Am 24. November 2007 wurde Beichler erstmals nach der Rückkehr im Sommer wieder in der Bundesliga eingesetzt. Gegen den SCR Altach erzielte er kurz nach seiner Einwechslung sein erstes Tor (zum 6:1-Endstand). -- Ab der Saison 2008/2009 regelmässig im Fanionteam von Sturm Graz, bis zu seinem Wechsel nach Berlin im Sommer 2010 64 Meisterschafts-Spiele und 21 Tore.
Nach St. Gallen
In der Sommerpause 2011 wurde Beichler vom MSV Duisburg engagiert, doch schon Ende August wurde der Vertrag nach nur je einem Teileinsatz in der 2. Bundesliga und im Cup wieder aufgelöst, mit dem österreichischen Bundesligisten SV Ried konnte ihn nun der dritte Verein im Kalenderjahr von Hertha ausleihen. -- Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga wurde Daniel Beichler im Sommer 2012 von der Hertha zurückgeholt. Erneut fand er sich in Berlin kaum zurecht, im Januar 2013 war klar, dass die Berliner nicht mehr mit ihm planen. -- Kurz vor Transferschluss wurde der Österreicher an den Ligakonkurrenten SV Sandhausen ausgeliehen, mit dem er den Abstieg nicht verhindern konnte. -- Im Sommer 2013 kehrte Beichler zu Sturm Graz zurück, wo er noch vor Trainingsauftakt einen nächsten Rückschlag einstecken musste: er erkrankte an Hirnhautentzündung. -- Dann aber spielte er eine starke Saison und erzielte 10 Saisontore. Bis 2015 bestritt er in seiner zweiten Phase bei Sturm 54 Meisterschafts-Spiele. -- 2015 ging Beichler eine Liga tiefer zum SKN St. Pölten, mit dem er im Sommer 2016 den Aufstieg in die Bundesliga feierte. Dort allerdings fand er keine Verwendung mehr und kam nur noch in der Nachwuchs-Equipe zum Einsatz. -- Ende Januar 2017 wurde der Vertrag mit St. Pölten aufgelöst. -- Zuvor hatte sich für der Steirer die Hoffnung auf ein Engagement in den USA zerschlagen.
Beichler bestritt 5 Länderspiele. Das Debüt gab im A-Nationalteam gab er am 1. April 2009 in Klagenfurt beim 2:1-Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien. Letzter Einsatz für Österreich war im Testspiel gegen Dänemark am 3. März 2010. -- 36 Nachwuchsländerspiele. Beichler bestritt die U19-EM-Endrunde 2007 im eigenen Land. -- Erster Junioren-Klub war der SV Grambach.
Als Junior bis 2006 sowie vom November 2008 bis Juni 2009 im FCSG. -- Kein Einsatz im Fanionteam der Espen.
Zusammen mit Zwillingsbruder Damian wechselte Yago Bellón 2006 mit viel Nebengeräuschen vom Espenmoos zum Nachwuchs von Aston Villa. -- Nachdem sich Damian im Sommer 2008 dem Super-League-Aufsteiger Vaduz anschloss, kam Yago im November zurück zum FCSG. -- Ab der Rückrunde wäre er für die erste Mannschaft spielberechtigt gewesen, musste sich aber mit Einsätzen in der U21 begnüngen. -- Im Sommer 2009 zum FC Wil. -- Anfang 2011 und nach 24 NLB-Spielen für Wil zum FC Gossau. -- Ab Oktober 2011 beim FC Kreuzlingen (2. Liga interregional), mit dem er im Sommer 2012 den Aufstieg in die 1. Liga Classic schaffte.
Yago Bellón war wie Damian Schweizer Nachwuchsinternationaler.
Seit 1. Juli 2017 im FCSG. -- Bisher 41 (36 NLA/1 Europacup/4 Cup) Spiele und 5 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juli 2017 beim 3:3 in Lausanne.
Nassim Ben Khalifa kam von Lausanne-Sport nach St. Gallen. -- Für den Aufsteiger traf er in 23 Spielen 9 Mal, davon erzielte er 8 Treffer in der auch für Lausanne schwierigen Rückrunde und trug so zum Klassenerhalt bei. -- Trotzdem wollte er die Pontaise verlassen. – Der Stürmer hatte bis zu seinem Wechsel in die Ostschweiz in 150 Super-League-Spielen 31 Tore erzielt.
Der Waadtländer mit tunesischen Wurzeln wurde mit der U17-Weltmeisterschaft 2009 in Nigeria bekannt, wo auch Roman Buess im Kader stand. -- Im Gegensatz zu Buess war Ben Khalifa Stammspieler der Equipe, die sensationell Weltmeister wurde. Er bildete mit dem damaligen Klubkollegen Haris Seferovic ein ausserordentliches Angriffsduo. Ben Khalifa erzielte an der Endrunde 4 Tore, Seferovic 5.
Bei den Grasshoppers hatte Nassim Ben Khalifa bereits im Frühling zuvor in der Super League debütiert. Am 7. März 2009 wurde er bei der 0:2-Heimniederlage gegen Sion in der 79. Minute eingewechselt. In seinem vierten Spiel in der höchsten Liga feierte er sein erstes Tor - erneut gegen Sion, traf er am 19. Juli 2009 zum 3:1-Schlussstand. -- Am 23. September liess ihn Trainer Ciriaco Sforza erstmals in der Startformation auflaufen. -- Nach der U17-WM wurden auch die anderen GC-Junioren, die bei dem historischen Titelgewinn dabei waren, in die Profimannschaft befördert, aber nur Ben Khalifa kam regelmässig zum Einsatz. -- Seine 6 Tore im Frühling 2010 steigerten nicht nur das Interesse ausländischer Klubs. Die Grasshoppers schienen etwas ungeduldig auf Transfereinnahmen zu hoffen.
So wechselte der Stürmer zum VfL Wolfsburg, wo sich mit Diego Benaglio und Marwin Hitz zwei Schweizer Goalies im Kader befanden. -- In Wolfsburg, im Jahr zuvor Meister, sollte er nur im Nachwuchs spielen und kam nur zu einigen Einsätzen in der Regionalliga. -- Im Winter wurde er dem 1. FC Nürnberg ausgeliehen, für den er am 8. März 2011 zu seinem einzigen Bundesliga-Einsatz kam. Ben Khalifa wurde in der 82. Minute eingewechselt und lieferte kurz danach die Vorlage zum 4:0 gegen St. Pauli (Endstand 5:0). Doch auch in Nürnberg wurde "NBK" nicht glücklich.
Im Sommer 2011 lieh Wolfsubrg Ben Khalifa den Young Boys aus, verlängerte aber gleichzeitig seinen Vertrag um ein Jahr bis 2015. Der damalige Cheftrainer der "Wölfe", Felix Magath, sah in Ben Khalifa weiterhin einen Spieler für die Zukunft. -- In Bern vertraute ihm Trainer Christian Gross, doch musste er sich trotz des Abgangs von Torschützenkönigs Seydou Doumbia gegen beträchtliche Konkurrenz durchsetzten. In 17 Meisterschaftsspielen erzielte Ben Khalifa für YB 2 Tore. -- 2012 wollten ihn die Young Boys nicht behalten.
Nach langen Verhandlungen gelang es schliesslich den Grasshoppers, ihren einstigen Junior für zwei Jahre zu leihen. – Im Sommer 2014 übernahmen in die Zürcher schliesslich definitiv, zu dem Zeitpunkt war er nach einem im März erlittenen Kreuzbandriss ausser Gefecht. Die schwere Knieverletzung erlitt er ausgerechnet in einer Phase, in der er wieder zum sicheren Wert im Angriff der Zürcher wurde. So war er bei der schlimmen 1:5-Heimniederlage der Espen gegen GC am 16. Februar Doppeltorchütze. Ben Khalifa glich vor der Pause aus und schoss danach die Gäste in Führung. -- Der Stürmer kehrte im September zurück, wurde regelmässig eingewechselt, kam so auf 25 Saisonspiele, traf aber nur noch einmal.
Nun wollten ihn die Grasshoppers nicht mehr. -- Sein früherer GC-Trainer holte ihn in die Türkei zu Eskisehirspor, für das er es zu 11 Einsätzen, aber keinem Torerfolg in der Süper Lig brachte. -- Nachdem Skibbe nicht mehr Trainer und der Klub in Schwierigkeiten geraten war, wurde Ben Khalifa im Januar dem KV Mechelen geliehen, für den er aber nur zu 4 Kurzeinätzen in der belgischen Pro League kam. -- Im Sommer 2016 fand er keinen Verein, trainierte schliesslich bei Lausanne-Sport und war ab 21. Oktober für die Super League spielberechtigt.
1. Juli 2000 bis 11. September 2003 im FCSG. -- 55 (47 NLA/3 Europacup/3 Cup/2 UI-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juli 2000 beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Aarau.
Jan Berger kam nach dem Meistertitel vom NLB-Klub FC Baden aufs Espenmoos. -- Der technisch starke Mittelfeldspieler spielte eine gute erste Saison. -- Berger junior wurde im Januar 2003 vor der Vorbereitung auf die Abstiegsrunde von Heinz Peischl aussortiert, nachdem er im Herbst bereits von Thomas Staub nicht mehr berücksichtigt wurde. -- Schliesslich wechselte er im September zum FK Marila Pribram und damit erstmals ins Heimatland seines Vaters.
Nach einem halben Jahr und 3 Meisterschaftsspielen mit Pribram im Januar 2004 zum FC Sion. -- In der Saison 2004/05 zwischenzeitlich an Lausanne-Sport (1. Liga) ausgeliehen. -- 2005/06 im FC Bulle (1. Liga). -- 2006/07 im CS Chênois (1. Liga). -- Danach wieder in Tschechien, nun in der zweithöchsten Liga, je eine Saison im FK Trinec und im 1. FC Slovacko (Uherske Hradiste). -- 2009 in Indien beim Kingfisher East Bengal FC (Kolkata). -- Ab Januar 2010 wieder in der Ostschweiz, im FC Gossau, mit dem er den Abstieg in die 1. Liga nicht verhindern konnte. Im Frühling 2012 für einige Wochen zusammen mit Roland Näf als Trainer verantwortlich, wobei Berger immer noch spielte. -- Ab Juli 2012 Trainer des FC Abtwil-Engelburg (2. Liga). -- Im Frühling 2014 verhalf er dem FC Amriswil als Spieler zum Klassenerhalt in der 2. Liga interregional. -- Im Sommer 2014 wechselte Berger - gemeinsam mit Amriswils Trainer Olaf Sager - als Nachwuchstrainer zum FCSG.
Jan Berger junior begann im Nachwuchs der Grasshoppers, auch wenn Vater Jan Berger senior davor für den FC Zürich spielte. -- In der Saison 1994/95 NLA-Debüt mit GC. -- Im Sommer 1997 zum FC Basel (16 NLA-Spiele). 1998/99 im FC Aarau (24 NLA-Spiele). -- Ab Juli 1999 bei der AC Bellinzona, im Januar 2000 ein halbes Jahr im FC Baden.
Vater Jan Berger senior kam 1986 von Sparta Prag in die Schweiz und bestritt 64 Meisterschaftsspiele für den FC Zürich. -- Mit der Tschecheslowakei bestritt Jan Berger senior 30 A-Länderspiele, war im Kader der EM '80 in Italien und der WM '82 in Spanien. -- Ausserdem gewann er Gold im Olympischen Fussball-Turnier 1980 in Moskau. -- Cousin Patrik Berger spielte u.a. für Borussia Dortmund und den FC Liverpool.
Anfang Jahr bis 5. Juli 1992 im FCSG. -- 1 Pflichtspiel für die Espen am 28. Juni 1992 im Intertoto-Cup-Spiel in Nieukerk gegen Bayer Uerdingen (0:1-Niederlage).
Juan Carlos Bernegger war ein weiterer Südamerikaner mit Schweizer Wurzeln, den der Agent Vinicio Fioranelli entdeckt hatte. -- Fioranelli brachte Bernegger zum FC St. Gallen, wo er seit Anfang 1992 mittrainierte und auch die Vorbereitung zur neuen Saison bestritt. -- Eine längerfristige Verpflichtung scheiterte jedoch an der Spielberechtigung, wohl weil Bernegger vorerst immer noch auf den Schweizer Pass warten musste.
Schliesslich wurde er kurz vor Meisterschaftstart vom FC Winterthur übernommen. -- Seine Karriere als NLB-Spieler endete allerdings wegen einer Knieverletzung schon nach fünf Spielen. Lange arbeitete er vergeblich an einem Comeback.
Die Verletzungsgeschichte verhalf Bernegger zum frühzeitigen Einstieg ins Trainer-Metier. -- Er übernahm erste Aufgaben im Nachwuchs des FC Winterthur und hatte dabei schnell Erfolg. Schliesslich wurde er auch Assistenztrainer der 1. Mannschaft. -- Im Mai 1997 wurde Bernegger - mit jungen 28 Jahren - für die kommende Saison zum Nachfolger von Martin Andermatt als Cheftrainer befördert. -- Die NLB-Qualifikationsrunde verlief jedoch enttäuschend, Berneggers Mannschaft konnte einzig mit einem Sieg im Cup gegen Luzern für Begeisterung sorgen und musste in die Abstiegsrunde. -- Er blieb aber beim FCW und war wieder - erfolgreich - Nachwuchstrainer. -- Als er die Rückkehr nach Argentinien plante, sammelte Winterthurs Sportchef Geld, um ihn halten zu können.
Im Jahr 2000 wurde Bernegger von den Grasshoppers abgeworben, für die er fortan ebenfalls erfolgreich im Nachwuchs Trainer war. -- Im Oktober 2003 übernahm Bernegger erstmals das Fanionteam von GC, nachdem Marcel Koller zurückgetreten war; unter Koller war Bernegger auch Assistent. -- Insgesamt war er dreimal Interims-Trainer der Profis, war stets ein erfolgreicher "Krisenmanager", regelmässig kam die Frage auf, warum er nicht längerfristig an der Spitze stehen soll. Anfangs fehlte ihm die nötige Lizenz dafür, zudem war Bernegger nicht erpicht auf den "Chefposten". -- Im Juli 2008 verliess Bernegger nach Jahren die Grasshoppers und wurde Ausbildungschef beim FC Basel. -- Ab 2009 war Bernegger beim FCB "Chef formation", ab Oktober 2011 Trainer der U21.
Längst konnte sich Bernegger vorstellen, auch ein Profiteam zu führen. Im April 2013 wurde ihm die Chance beim FC Luzern gegeben. Es gelang ihm, die verunsicherte Mannschaft aus der Abstiegsgefahr zu führen und im Herbst wieder in der Spitzengruppe der Super League zu etablieren. -- Trotz durchzogener Rückrunde führte Bernegger den FCL zum Saisonende auf den 4. Platz und in den Europacup. -- Nachdem missratenem Saisonstart wurde Bernegger Anfang Oktober 2014 und nach dem elften sieglosen Spiel in Folge freigsestellt. -- Anfang 2017 kehrte Bernegger zu den Grasshoppers zurück, wo er für das "spielrelevante Techniktraining" im Nachwuchs verantwortlich wurde.
Carlos Bernegger wuchs mit seiner Familie in Bell Ville auf. Dorthin wanderten vor dem 2. Weltkrieg seine Grosseltern aus St. Gallen aus. -- Um sein Medizinstudium in Angfriff zu nehmen, zog er in die Provinzhauptstadt Córdoba, bald wurde er dort beim CA Belgrano mit einem Profi-Vertrag ausgestattet.
6. Juli 1991 bis 30. Juni 1992 im FCSG. -- 26 (25 NLA/1 Cup) Spiele und 3 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am am 27. Juli 1991 gegen die Grasshoppers (0:5-Auswärts-Niederlage).
Brian Bertelsen wurde vom FC Wettingen ausgeliehen, spielte aber vor seinem Wechsel nach St. Gallen eine NLB-Saison für den FC Basel. -- Für einen Offensivspieler hatte der Däne in seiner St. Galler Saison mit drei Goals keine grosse Torausbeute. Dafür spielte er einen ganz grossen und für ihn unvergesslichen Match: Zum Finalrundenauftakt schoss er im Heimspiel gegen Sion am 1. März 1992 alle drei Tore zum 3:2-Sieg. -- Bertelsen traf danach höchstens noch das Gehäuse (je ein Pfosten- und Lattenschuss beim 2:2 gegen Xamax). -- Im Herbst davor hatte er beim 1:1 auswärts in Lausanne immerhin den Ausgleichstreffer "provoziert", als sein Gegenspieler Frank Verlaat zum Ausgleich ins eigene Tore köpfelte.
Brian Bertelsen wechselte im Sommer 1992 zum in die NLB abgestiegenen FC Luzern und feierte mit den Zentralschweizern ein Jahr später den Wiederaufstieg. -- 1995 wurde sein Vertrag beim FCL nicht mehr verlängert, im September ging er zum FC Locarno, dem er mit 6 Toren zum Klassenerhalt in der NLB verhalf. -- Im Sommer 1996 schliesslich beendete "BB" seine Profikarriere und spielte fortan für den 2.-Liga-Klub FC Kickers Luzern, dem er bis 2000 treu blieb. -- In Sins im Oberfreiamt, wo Bertelsen schon lange zuhause war, engagierte er sich später einige Jahre als Junioren-Trainer.
Brian Bertelsen wuchs in Arhus auf und wurde als 17-Jähriger vom Vejle BK verpflichtet, bei dem er bald schon Stammspieler war. 1984 wurde Bertelsen mit Vejle dänischer Meister, zu seinen Teamkollegen gehörten neben dem späteren Lausanne-Topskorer Steen Tychosen mit Allan Simonsen und John Sivebaek zwei Spieler, die im selben Jahr an der EM in Frankreich mit Dänemark für Aufsehen sorgten.
Ein Transfer in die Bundesliga (Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 wollten ihn) scheiterte, weil ihm Vejle keine Freigabe erteilte. -- Im Januar 1986 klappte es schliesslich mit einem Ausland-Transfer, der FC Wettingen sicherte sich seine Dienste. -- Die Ostaargauer stiegen 1987 für ein Jahr in die NLB ab, starteten nach ihrer Rückkehr aber durch und qualifizierten sich 1989 erstmals für den UEFA-Cup. Bertelsen war mit 10 Treffern bester Torschütze eines Teams, das vor allem mit der Abwehr glänzte. -- In der 2. UEFA-Cup-Runde wurde die SSC Napoli zugelost. Gegen den damaligen Klub von Diego Maradona holte der FCW im ausverkauften Zürcher Letzigrund ein 0:0. Im Rückspiel vor 50'000 Zuschauern erzielte Bertelsen den Wettinger Führungstreffer, am Ende verlor der Underdog wegen eines fragwürdigen Penaltys 1:2. -- Wettingen träumte vom Meistertitel, Bertelsen von einem Vertrag in Italien. Dem Dänen wurde die Freigabe verweigert, später ging Präsident Hubert Stöckli das Geld aus und Bertelsen schliesslich dem damaligen NLB-Klub Basel ausgeliehen. -- Beim FCB blühte Bertelsen wieder auf, wurde zum Führungsspieler, glänzte jedoch mehr als Vorbereiter und nur noch selten als Schütze. -- Brian Bertelsen bestritt 3 U21-Länderspiele für Dänemark und soll auch in der Olympia-Auswahl gespielt haben.
1990 bis 7. Juli 1993 im FCSG. -- 62 (52 NLA/3 Cup/7 Intertoto-Cup) Spiele und 9 (6 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. Juli 1990 im Intertoto-Cup-Spiel in Schaan gegen den FC Tirol Innsbruck (2:1-Sieg).
Claudio Besio kam als Nachwuchshoffnung vom FC Uzwil aufs Espenmoos und gab am 15. September 1990 gegen Servette (1:4-Heimniederlage) sein NLA-Debüt. -- Den zweiten Einsatz des Mittelfeldspielers sah das Publikum erst zwei Monate später, weil Besio wegen Drüsenfiebers länger ausfiel. -- In der Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1991 regelmässig und in der Saison 91/92 gar in 30 von 36 Meisterschaftsspielen im Einsatz. -- Im erfolglosen Kampf in der Abstiegsrunde im Frühling 1993 konnte Besio nur noch in zwei Spielen antreten, er fehlte lange wegen einer Verletzung.
Claudio Besio liess sich für die Saison 1993/94 an den FC Wil ausleihen, weil er sich vermehrt dem Studium widmen wollte. -- Schliesslich blieb er bis 1998 im Bergholz und bestritt rund 170 NLB-Spiele für den FC Wil - mit einigen Cup-Überraschungen als Höhepunkt. -- In der Saison 1998/99 beim FC Kreuzlingen in der 1. Liga. -- Ab Sommer 1999 als Spielertrainer wieder im FC Uzwil (2. Liga), ab 2003 aus beruflichen Gründen - Besio wurde inzwischen in Flawil zum Schulleiter gewählt - nur noch Spieler, später im Herbst 2004 noch einmal interimistisch auch Spielertrainer.
1. Juli 2012 bis 21. Juli 2015 im FCSG. -- 98 (81 NLA/8 Europacup/9 Cup) Spiele und 8 (7 NLA/1 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. September 2012 beim 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Sion.
1. Juli 2012 bis 21. Juli 2015 im FCSG. -- 98 (81 NLA/8 Europacup/9 Cup) Spiele und 8 (7 NLA/1 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. September 2012 beim 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Sion.
Stéphane Besle kam vom FC Metz zu den Espen. Er hatte sich zuvor in der Schweiz einen Namen als langjähriger und zuverlässiger Verteidiger bei Xamax gemacht. -- Zum Saisonstart musste er zuerst eine Sperre, die er sich im letzten Spiel für die Neuenburger eingehandelt hatte, absitzen. So musste sich Besle gedulden, anfangs blieben Philippe Montandon und Martin Stocklasa in der Abwehrzentrale gesetzt. -- Als Montandon in Sitten schon in der 4. Minute verletzt ausschied, kam Besle zu einem formidablen Pflichtspiel-Einstand: Im Tourbillon ging es um die Tabellenführung, der FCSG übertraf an dem Abend alle Erwartungen - und der Franzose erfüllte sie. -- Künftig verpasste er nur noch selten ein Spiel - meist wegen Gelbsperren. -- 16 Verwarnungen holte sich Besle allein in der Saison 2013/14. Dies war sein Höchstwert, insgesamt wurden es für ihn nach 3 Saisons in St. Gallen 38 gelbe Karten und 4 Ausschlüsse nach doppelter Verwarnung.
Der 1,88 m grosse Besle verhalf an der Seite von Montandon zur Qualifikation zur Europa League. Zeitweise war die Abwehr ein kleines Bollwerk. -- Als Montandon im Sommer 2014 sein Karrierenende erklären musste und Belse sein Nachfolger als Captain wurde, war die Abwehr längst wieder ein Schwachpunkt. -- Die Probleme in der Verteidigung wurden im Frühling 2015 noch einmal augenfälliger. -- Das führte dazu, dass Besle zum Saisonende nahe gelegt wurde, sich einen neuen Club zu suchen.
Schliesslich wurde er vom RC Lens übernommen, der zuvor in die Ligue 2 abgestiegen war. Es war für Besle eine Rückkehr in die fussballbegeisterte Kleinstadt in Nordfrankreich. -- Er kam 2005 als unbekannter Abwehrspieler vom RC Lens nach Neuenburg. -- Bei den "Sang et or" war Besle seit 2002 und hatte vorwiegend in der zweiten Mannschaft gespielt, einmal kam er in der Ligue 1 zum Einsatz. -- Ab Ende November kam er nur noch zu einem Kurzeinsatz für Lens, was Besle zu einer Rückkehr in die Schweiz bewog: Ende Januar unterschrieb er beim FC Aarau, das in der Challenge League im vorletzten Rang klassiert war. -- Mit Juan-Pablo Garat traf er auf einen anderen Ex-St. Galler in der Abwehr und verhalf dazu, dass Aarau beste Mannschaft der 2. Saisonhälfte war.
Captain in Neuenburg
Für Xamax gab der aus Haguenau im Elsass stammende Besle am 27. August 2005 in Basel (0:3-Niederlage) sein NLA-Debüt und war in der Folge sechs Jahre lang Stammspieler. -- Wenn er einmal fehlte, war dies auch bei Xamax aufgrund einer Sperre der Fall. -- In der ersten Saison musste Besle mit Xamax nach verlorener Barrage gegen Sion absteigen, schaffte aber 2007 umgehend den Wiederaufstieg. -- Als im Sommer 2011 unter dem wirren tschetschenischen Präsidenten Bulat Tschagajew Raphaël Nuzzolo ablösefrei an die Young Boys abgegeben wurde, übernahm Besle dessen Captain-Amt. -- Trotz regelmässiger Unruhen neben dem Feld hielten sich die Neuenburger unter verschiedenen Trainern gut in der Meisterschaft. -- Als aber Captain Besle nach einer Mannschafts-Aussprache zum Rückrunden-Auftakt im Büro des Vizepräsidenten vorsprach, weil die Spieler seit zwei Monaten kein Salär erhielten, wurde er auf der Stelle entlassen. -- 214 Pflichtspiele hatte Stéphane Besle für Xamax bestritten. In dieser Zeit wurden für Besle 72 Verwarnungen und 9 Platzverweise (inklusive Cup) ausgesprochen (womit er in der Schweiz total 110 Mal Gelb und 15 mal Rot bzw. Gelb/Rot sah).
Besle erhielt einen Vertrag beim FC Metz, er bestritt im Frühling 2012 15 Spiele für die Lothringer, konnte aber den Abstieg aus der Ligue 2 aber nicht verhindern.
Erster Junioren-Klub von Besle war der SC Schiltigheim, später spielte er im Nachwuchs des Racing Club de Strasbourg. Ab 2002 im Racing Club de Lens.
1. Juli 2001 bis 24. September 2002 im FCSG. -- 37 (32 NLA/2 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 2 (1 NLA/1 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Juli 2001 beim 3:0-Heimsieg gegen Lausanne-Sports.
Rainer Bieli kam von den Grasshoppers, für die der Solothurner schon am 11.05.1996 sein NLA-Debüt gab und in der darauffolgenden Saison einen weiteren NLA-Einsatz hatte. -- 1998 an Baden (12 Tore in 20 NLB-Spielen), im März 1999 an Neuchâtel Xamax ausgeliehen. -- Im zweiten Jahr in Neuenburg spielte Bieli seine beste Saison: mit 21 Toren wurde er in St. Gallens Meistersaison hinter Charles Amoah Zweiter im Torschützenklassement. -- Danach holte ihn GC zurück, Bieli erzielte jedoch nur noch 2 Tore in 18 Spielen. -- Auch in St. Gallen löste sich der Knopf nicht. Das einzige NLA-Tor erzielte er am 8. Mai 2002 zum Saisonabschluss auf dem Hardturm (2:2 Ausgleich, Endstand 3:3) gegen seinen Ex-Club. -- Dazu traf Bieli im UI-Cup auswärts gegen B68 Toftir, zwei Minuten nach seiner Einwechslung (zum 4:0, Endstand 6:0).
Schliesslich wurde Bieli dem FC Aarau, bei seiner Ankunft Tabellenletzter, ausgeliehen, später definitv transferiert. -- Bieli trug mit 9 Treffern zum Klassenerhalt der Aarauer bei, in der darauffolgenden Saison gelangen ihm 13 Tore. Bis Sommer 2005 war Bieli Stammspieler, schoss in 119 Spielen 39 Tore. -- Im letzten Halbjahr kam er nicht mehr auf Touren (8 Spiele/0 Tore) und wechselte im Januar 2006 zu Xamax in die NLB. -- 4 Tore trug er zum Wiederaufstieg bei, die Neuenburger wollten Bieli jedoch nicht behalten. -- Der Stürmer blieb in der NLB, unterschreib bei Concordia Basel. -- Für Congeli in 2 Saisons in 63 Matches 32 Tore. -- Nach dem freiwilligen Abstieg der Basler im Sommer 2009 zum FC Winterthur. -- Nach einer sehr durchzogenen zweiten Saison erhielt Bieli in Winterthur keinen Vertrag mehr, obwohl ihm im vorletzten Spiel gegen Biel der Siegtreffer glückte, der den Klassenerhalt sicherte. -- Seit Juli 2011 im FC Baden (1. Liga). Dort beendete der Stürmer Ende Mai 2013 seine Aktiv-Karriere und wurde Trainer des FC Küsnacht (2. Liga), nachdem er in seiner letzten Badener Saison nebenbei bei den Grasshoppers als Trainer im Kinderfussball-Bereich tätig war.
Bieli soll der Spieler mit den meisten Spielen für SFV-Nachwuchsauswahlen sein. -- 14 U21-Länderspiele (2 Tore), davon 2 Einsätze an der U21-EM-Endrunde 2002 in der Schweiz. -- Teilnehmer U18-EM-Endrunde 1997 in Island. -- Juniorenklub von Rainer Bieli war der FC Kestenholz. 1993/94 eine Saison im FC Solothurn, dann nochmals ein Jahr in Kestenholz, ehe ihn die Grasshoppers erstmals verpflichteten.
11. November 1972 bis 30. Juni 1976 im FCSG. -- 134 (111 NLA/13 Cup/7 Ligacup/3 IFC) Spiele und 53 (38 NLA/12 Cup/2 Ligacup/1 IFC) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. November 1972 beim 2:1-Heimsieg gegen den FC La Chaux-de-Fonds.
Rolf Blättler zählt zu den bedeutendsten Spielern, die je für den FCSG aufgelaufen sind. Völlig überraschend wechselte er im Herbst 1972 vom Meister FC Basel zum "Liftklub" FC St. Gallen, der zuvor auch im Cup bereits ausgeschieden war. Der Nationalspieler sollte dann aber massgeblichen Anteil daran haben, den FCSG als Stammkraft in der NLA zu etablieren.
Nur 8 Minuten benötigte Blättler, um mit einem Freistoss aus gut 20 Metern den ersten Treffer in Grün-Weiss zu erzielen. Mit dem Sieg gegen La Chaux-de-Fonds gab der FCSG den letzten Platz an Grenchen ab. -- Im Frühling gelang dann auch der Sprung über den Strich und schliesslich der Klassenerhalt. -- Auch der Finanzchef lobte am Ende der Saison, dass der Verbleib in der NLA letztlich vor allem Blättler zu verdanken war. Und freute sich, dass der Spieler definitiv vom FC Basel übernommen werden konnte.
Vom Espenmoos in die Nati
Blättlers Leistungen im Frühling 1973 brachten ihm wieder den Platz in der Nationalmannschaft, nachdem er im Herbst 1972 nicht mehr berücksichtigt wurde. Als Blättler am 22. Juni 1973 im Berner Wankdorfstadion beim Freundschaftsspiel gegen Schottland (1:0-Sieg) auflief, war er der erste FCSG-Spieler im Nati-Trikot seit 30 Jahren. -- Beim nächsten Länderspiel erzielte er sein 12. und letztes Tor für die Nati: Es brachte am 26. September in Luzern der Schweiz den 1:0-Sieg gegen Luxemburg und bewahrte das Team von René Hüssy nicht nur vor einer Blamage. Auch die Chance auf eine erfolgreiche Qualifikation zur WM 1974 blieb intakt. -- Die beiden Auswärtsspiele in Italien und der Türkei gingen dann aber beide 0:2 verloren, das Spiel vom 18. November 1973 in Izmir sollte Blättlers 28. und letztes Länderspiel bleiben.
Nationalmannschafts-Debüt nach der WM '66
Der damalige Grasshopper Rolf Blättler wurde von Dr. Alfredo Foni zum ersten Freundschaftsspiel nach der missratenen WM 1966 aufgeboten, der Stürmer debütierte am 22. Oktober gegen Belgien in Brügge. -- Die ersten Tore für die Nati erzielte Blättler in seinem vierten Einsatz. Das 7:1 gegen Rumänien - inzwischen war Erwin Ballabio verantwortlicher Trainer - im Zürcher Hardturm-Stadion am 24. Mai 1967 galt lange Zeit als bestes Spiel der Schweiz. Blättler traf zum 4:0 und 5:0, er bildete gemeinsam mit Fritz Künzli und René Quentin den Sturm. Die Nati sorgte für neue Euphorie und machte sich wieder Hoffnung auf die EM-Teilnahme - erneut stand jedoch Italien im Weg.
Aufschwung in St. Gallen
Im Sommer 1973 wurde er definitiv übernommen. Zur Saisonvorschau gab es Vorschusslorbeeren des "Sport": "Nicht nur seine immer noch unbestrittenen spielerischen Fähigkeiten sind wertvoll. Allein schon seine Präsenz spornt an und beruhigt zugleich". -- 1973/74 wurde zu Blättlers besten St. Galler Saison, in der er 12 Tore erzielte und die Mannschaft Neunte wurde. -- Die Basis bildete der 3:1-Heimsieg gegen die Grasshoppers in der 2. Runde, das den Start zu einer Serie von 6 Spielen ohne Niederlage (4 Siegen/2 Remis) war - das gab es zuvor seit der NLA-Rückkehr 1968 nie.
Immerhin 9 Tore steuerte Blättler, der am liebsten als "Inside"- hängende Spitze - spielte, 1974/75 bei. In jener Saison verlor der FCSG allerdings den Anschluss an die Spitzenteams wieder. -- Im Frühherbst 1975 wiederum war der FCSG unter dem neuen Trainer Willy Sommer gar einige Wochen Leader. -- Gemeinsam mit Stürmer Ruedi Schneeberger bildete Blättler in jenen Wochen ein unwiderstehliches Offensivduo. Später fielen die Espen ins Mittelfeld zurück.
Abstiegsrunde und Cupfinal
In der Saison 1975/76 fiel Blättler erstmals in seiner St. Galler Zeit für mehrere Wochen verletzt aus. Der FCSG musste sich bald darauf einstellen, in die erstmals durchgeführte Abstiegsrunde verwiesen zu werden. -- Dort erzielte Blättler beim vorentscheidenden 2:1-Sieg in Bellinzona den Ausgleich - es sollte sein letzter Einsatz für die Espen gewesen sein. -- Zehn Tage zuvor hatte er sich für einen Wechsel in die NLB zu Luzern entschieden. -- Die letzten Saisonspiele und die Sicherung des Klassenerhalts sah Blättler von der Tribüne aus, nachdem er sich im Training am Sprunggelenk verletzt hatte.
Der Frühling 1976 brachte dem FCSG wie auch Blättler persönlich aber auch den dritten Cupfinal. -- Sommers Mannschaft verkaufte sich als Aussenseiter im Endspiel im Berner Wankdorf teuer, unterlag aber den Young Boys 0:1. -- Blättlers Ausgleichstreffer in der 80. Minute wurde wegen Offside annulliert. -- Im Achtelfinal war Blättler beim 1:0-Sieg auswärts gegen Winterthur Torschütze.
Fortsetzung der Karriere in Luzern...
Ein zusätzliches Argument für den freiwilligen Wechsel in die NLB nach Luzern war Trainer Albert Sing, dem Blättler als Assistent dienen sollte. Nach einer weiteren enttäuschenden Saison wurde Sing durch Paul Wolfisberg ersetzt. Dieser führte Luzern 1979 in die NLA. 5 Tore trug Blättler zum Erfolg bei, insgesamt waren es in zwei Jahren und 58 NLB-Spielen 10 Treffer für die Innerschweizer.
...Vollendung als Spielertrainer in Locarno
Obwohl ihn Luzern gerne behalten hätte, zog es Blättler vor, zum FC Locarno in die 1. Liga zu wechseln und dort als Spielertrainer zu wirken. Die Tessiner setzten sich zum Ziel, in die NLB zurückzukehren, und Blättler hatte den Ehrgeiz, mit dem ersten Club, den er übernahm, zum Erfolg zu kommen. -- Locarno erreichte das Ziel, wie erhofft stieg die Mannschaft 1981 zum 75-Jahr-Jubiläum in die NLB auf und etablierte sich unter dem prominenten Alt-Internationalen in der zweithöchsten Liga. -- So kam Blättler mit Locarno zu weiteren 54 NLB-Einsätzen.
Im Cup feierte er am 1. November 1981 einen Coup, als im Achtelfinal ein überheblicher FCSG 3:1 geschlagen wurde (Blättler wechselte sich dafür nicht ein). -- Im November 1982 kurz, nach seinem 40. Geburtstag, kündigte er an, nun nur noch als Trainer tätig zu sein. Die Schuhe hatte er aber erst zum Saisonende an den Nagel gehängt. -- Blättlers beeindruckende Bilanz als Spieler mit 19 Saisons in der Nationalliga: 197 Tore in 443 Spielen, davon 174 Goals in 332 NLA-Einsätzen (23 in 110 NLB-Spielen). -- Die Zeit auf Locarnos Trainerbank endete aber schon nach der 4. Runde und einer 0:2-Heimniederlage gegen Laufen Ende August 1984, er wurde entlassen.
Der SFV ernannte Blättler Anfang 1986 zum Trainer der neuen "Olympia-Mannschaft", die nebst einer U21 geführt wurde und die Qualifikation für die Sommerspiele von 1988 in Seoul bestritt. -- 1991 wurde Blättler, der im zweiten Anlauf dem Tessin treu blieb, wieder vom FC Locarno engagiert, diesmal als "technischer Berater".
Wettinger Wurzeln und drei Mal Torschützenkönig mit GC
Rolf Blättler war ab 1954 Junior des FC Wettingen und schaffte dort fünf Jahre später als 17-Jähriger den Sprung ins Fanionteam, das zum Zeitpunkt in der 1. Liga spielte. -- 1963 holten ihn die Grasshoppers auf den Hardturm. Schon bei seinem NLA-Debüt am 25. August in Schaffhausen durfte sich Blättler als Torschütze feiern lassen: Beim 2:1-Sieg traf er in der 25. Minute zum 1:1-Ausgleich. Am Saisonende war der athletische Stürmer mit 12 Goals bereits bester Schütze der Hoppers. -- Die folgenden drei Jahre war Rolf Blättler dreimal hintereinander Torschützenkönig - das gelang bisher ausser ihm nur noch dem Basler Seppe Hügi (ab 1951/52). In der Saison 1964/65 teilte sich Blättler die "Torjägerkrone" mit Lausannes Pierre Kerkhoffs (je 19 Tore), 1965/66 waren es 28 Tore, 1966/67 teilte er die Auszeichnung erneut, diesmal mit Fritz Künzli vom FCZ (24).
Die Grasshoppers wurden 1956 zum vorerst letzten Mal Meister und drängten in jenen Jahren zurück an die Spitze. -- Aber erst in seiner vierten Saison spielte Blättler mit GC um den Titel mit. -- Die Hoppers waren als Zweite nach 26 punktgleich mit dem FC Zürich und Lugano, unterlagen dann aber in den Entscheidungsspielen dem Stadtrivalen. Mit seinen 16 Treffern war er wiederum erfolgreichster Saisontorschütze seiner Mannschaft. Fritz Künzli hingegen schoss 28 Tore zum Meistertitel des FCZ. -- 1968/69 fiel GC wieder zurück und war am Ende nur Neunter und nur dank besserer Tordifferenz vor Aufsteiger St. Gallen. Blättler selbst erzielte in 17 Einsätzen nur noch 2 Saisontreffer. -- Im Sommer 1969 zog es ihn nach 101 Goals in 143 NLA-Spielen für die Grasshoppers zum FC Lugano.
Erster Wechsel ins Tessin
Im Tessin fand er zu alten Torjägerqualitäten zurück. Schon im ersten NLA-Spiel für Lugano war Blättler beim 3:2-Sieg in Biel Doppeltorschütze. -- Mit 14 und 12 Toren war der Aargauer zweimal bester Torschütze des FC Lugano. -- 1971 erreichte Lugano den Cupfinal, verlor aber gegen Servette 0:2. -- In der Meisterschaft war Lugano am Ende Dritter. Blättler fühlte sich wohl im Tessin, war bei den Tifosi beliebt und wollte sesshaft werden. Sein oft erwähnter Luxus-Bungalow in Caslano am See war gerade vor der Fertigstellung.
Titelambitionen mit Basel
Doch die Blütezeit des FC Lugano endete jäh. Klubpräsident Camillo Ferrari leitete einen Sparkurs ein. Blättlers Vertrag wurde zwar wie der von zwei weiteren Top-Verdienern eingehalten. -- Weil aber Blättler nach dem Saisonstart wie Trainer Albert Sing seine Unzufriedenheit über die schlechteren sportlichen Perspektiven äusserte, fiel er bei Ferrari in Ungnade und wurde gebüsst. Es kam zu einem wochenlang anschwelenden Zwist. -- Der Stürmer strebte einen Transfer an, Servette und Lausanne-Sports warben um ihn. Bei einer Sporthilfe-Gala verhandelte er mit den beiden Klubs vom Genfersee - und mit dem FC Basel, der ihn schliesslich verpflichtete. -- Blättler sprach von zwei Punkten, die für den FCB sprachen: es sei kaum zu verantworten, dass seine Tochter eine dritte Sprache lernen müsste. Und "wenn schon ein Transfer, dann nur in eine Mannschaft, die auch Meister werden kann".
Dabei hiess es schon damals, Basel hätte im grosszügig besetzten Kader Blättler gar nicht nötig gehabt. Trainer Helmut Benthaus soll ihm am Telefon gesagt haben "wenn Du nach Basel kommen willst, musst Du auch selber etwas beitragen". -- In den Wochen des Wartens, ehe die Spielberechtigung für Blättler vorhanden war, wurde eifrig diskutiert, wen Blättler aus der erfolgreichen Mannschaft drängen könnte - oder ob er am Ende gar selbst nur auf der Bank sässe. -- Bei seinem FCB-Debüt am 14. Oktober 1971 ersetzte er in der Pause den jungen Ottmar Hitzfeld. Und stand danach auf dem Weg zu seinem einzigen persönlichen Meistertitel stets in der Startformation. -- Im Frühling 1972 stand Blättler auch zum zweiten Mal im Cupfinal, unterlag aber dem FC Zürich 0:1. -- Trotz der Niederlagen zählte er die beiden Cupfinal später zu seinen besten Erlebnissen als Fussballer.
Verletzung begünstigte Wechsel in die Ostschweiz
Blättler startete auch in der neuen Saison als Stammspieler in die Meisterschaft. -- Dann aber kam der 13. September. Basel spielte in der 1. Runde des Meistercups in Budapest gegen Ujpest Dozsa. Blättler humpelte in der Pause vom Spielfeld, ein gegnerischer Aussenverteidiger hatte ihn malträtiert. -- Zuerst musste er wegen einer Knochenhautentzündung aussetzen. Als er wieder fit war und im Ligacup gegen Sion auflaufen durfte, musste er nach 5 Minuten und einem Foul erneut vom Platz. -- Blättler fehlte im nächsten Länderspiel-Aufgebot. Und in Basel gab es schnell das Gerücht, dass es ihm verleidet sei, und er einen Transfer anstrebte. -- Dass er ausgerechnet nach St. Gallen wechselte, überraschte dann noch mehr.
1. Juli 2008 bis 6. Februar 2011 im FCSG. -- 6 (1 NLA/1 NLB/4 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Mai 2009 bei der 1:3-Niederlage in Lugano.
Davor zwei Jahre in Schaffhausen, wurde der Tessiner als Ersatzgoalie (hinter Daniel Lopar) verpflichtet und erfüllte seine Rolle perfekt, war stets vorbildlich loyal, auch als er im Januar 2010 nach der Ankunft von Germano Vailati nur noch die Nummer 3 zwischen den Pfosten war. -- Im Februar 2011 für eine halbe Saison dem FC Aarau ausgeliehen, der ihn ein halbes Jahr später definitiv übernahm. -- 2013 stieg Aarau wieder in die Super League auf, Bolli wurde aber ab der zweiten Runde von Predrag Pribanovic abgelöst, so dass er erneut nur noch die Nummer 3 war. -- Schliesslich übernahm Reto Bolli im Lauf des Herbst 2013 beim FCA das Amt des Team-Managers.
Einst im Nachwuchs der Grasshoppers ausgebildet, wechselte er 1999 zum FC Locarno. -- Bisher insgesamt 181 NLB-Spiele mit Locarno (2000-2002), Bellinzona (2002-2004), Lugano (2004-2006) und Schaffhausen.
Als Nachwuchsspieler 4 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. Juli 1996 beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Sion.
Cédric Bosshard war 17-jähriger Nachwuchsspieler, als er von Roger Hegi erstmals im Fanionteam eingesetzt wurde. Er ersezte in der 77. Minute Giorgio Contini. -- In den beiden folgenden Spielen gegen die Young Boys und beim FC Zürich jeweils in der 90. Minute aufs Feld geschickt, im letzten Saison-Spiel am 4. Juni 1997 bei Xamax zu seinem letzten NLA-Match gekommen. -- Im Juli 1999 zum FC Winterthur (NLB), den er in der darauf folgenden Winterpause wieder verlassen hatte. -- Später beim FC Gossau in der 1. Liga.
1. Januar 1994 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 44 (30 NLA/13 NLB/1 Cup) Spiele und 4 (2 NLA/2 NLB) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 20. Februar 1994 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 1:1 in Neuenburg gegen Xamax.
Abdelaziz El Idrissi Bouderbala gab mit seinem Engagement in St. Gallen sein Comeback als Profifussballer, nachdem er sich ab Sommer 1993 um seine Immobiliengeschäfte in Casablanca widmen wollte und nur noch in Benefizspielen auflief. -- König Hassan II. soll Bouderbala dazu aufgefordert haben. Der König wünschte sich dass Bouderbala für die WM 1994 nochmals in der Marokkos Nati spielen sollte. -- Des Königs Ruf soll ihn im Wallis ereilt haben. -- Beim Tennisspielen mit einem NLB-Goalie erfuhr er, dass der FCSG einen Regisseur suchten. -- Und in St. Gallen fanden sich Investoren, die 70'000 Franken zur Verfügung stellten.
Bouderbala brachte schnell die erhoffte Qualitätissteigerung ins Spiel der Espen. -- Der grosse Teil von Tamas Tiefenbach' und Rado Gilewicz' Toren zum Wiederaufstieg wurde mit Vorlagen von Bouderbala eingefädelt. -- Die zurückgekehrte Euphorie in St. Gallen bewegte Bouderbala dazu, den Vertrag um eine Saison zu verlängern, obwohl er finanzielle Einbussen in Kauf genommen haben soll. -- Zum WM-Aufgebot reichte es dann trotzdem nicht. -- In der NLA glänzte Bouderbala vorerst weiterhin mit genialen Pässen und Freistössen. -- Im Herbst soll es zu Dissonanzen mit Trainer Uwe Rapolder gekommen sein, Aziz blieb dann doch und war noch einmal für ein halbes Jahr eine Teamstütze. -- Speziell war sein erstes für die Espen erzieltes Tor: am 27. März 94 in Kriens traf er nach 15 Sekunden (am Ende 1:1).
Aziz Bouderbala hatte sich in seiner Zeit im FC Sion (1984-88) einen grossen Namen gemacht. -- Nicht nur dank der 25 Toren in 88 NLA-Spielen bleibt er im Wallis in guter Erinnerung, er war immer auch als Regisseur und gefährlicher Freistosschütze wertvoll. -- Im Wallis lernte er auch seine Frau kennen, mit der er später öfter zurück kehrte. -- 1986 gehörte Bouderbala zu den Stützen der Nationalmannschaft Marokkos, die an der WM in Mexiko nach zwei Unentschieden gegen Polen und England und dem 3:1-Sieg gegen Portugal als Gruppensieger die Achtelfinals erreichte und erst durch einen späten Gegentreffer an Deutschland scheiterte. -- Es war die erste afrikanische Mannschaft, die an einer WM die Vorrunde überstand. -- Insgesamt hat Bouderbala über 100 Länderspiele mit den "Lions de l'Atlas" bestritten.
Bouderbala ging 1988 nach Frankreich, wo er beim aufstrebenden Matra Racing (Paris) unterschrieb und Mitspieler wie Luis Fernandez, Enzo Francescoli, David Ginola und Maxime Bossis spielte. -- Bald wurde ihm ein französischer Pass verschafft, damit er das Ausländer-Kontingent nicht mehr belastete. -- Ein Jahr später stieg Hauptsponsor Matra jedoch aus, und als Racing Club mussten die hohen Ziele begraben werden. -- 1990 ging Bouderbala zu Olympique Lyonnais, damals noch weit davon entfernt, zur französischen Spitze zu zählen. -- 1992 schliesslich nach Portugal, wo er beim GD Estoril Praia entscheidend mithalf, den Klassenerhalt in der Primeira zu schaffen. -- In Estoril hätten sie ihn gerne behalten, doch Bouderbala wollte mit dem Profifussball aufhören.
Aziz Bouderbala kam als Junior zu Wydad de Casablanca (WAC), debütierte in der Saison 1977/78 im Fanionteam und blieb seinem Stammklub bis zum Wechsel nach Sitten treu. -- Nach seiner Profi-Karriere im WAC einige Jahre Sportchef.
Januar 2001 bis Januar 2002 und 1. Juli 2002 bis 7. Januar 2004 im FCSG. -- 13 (10 NLA/3 Cup) Spiele und 2 (1 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. Februar 2002 in Wil beim 3:1-Auswärtssieg im Cup-Sechzehntelfinal.
Olivier Boumelaha kam vom FC Basel aufs Espenmoos. -- Der aus dem Basler Grenzgebiet stammende Franzose schaffte es in seiner St. Galler Zeit nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. -- Im Frühling 2002 wurde der Stürmer für eine halbe Saison Etoile Carouge geliehen. -- Nur einmal wurde Boumelaha von Beginn weg eingesetzt, bei seinem letzten Einsatz für die Espen in Luzern, als er auch den Führungstreffer beim 5:1-Sieg erzielte. -- Schon zuvor war bekannt, dass Heinz Peischl nicht mehr auf ihn zählen würde. -- Boumelaha fand jedoch vorerst keinen neuen Verein, spielte ein halbes Jahr in der U21, ehe er vom FC La Chaux-de-Fonds (NLB) verpflichtet wurde.
Mit den Neuenburgern schaffte er den Klassenerhalt, wechselte dann aber nach Saudi-Arabien zu Al Ittihad Jeddah, später nach Finnland, wo er für den IFK Marienhamn und die Tampereen Peli-Pojat 70 spielte. -- In der Saison 2007/08 in Bahrain bei Al Ahli. -- 2008 schliesslich wieder in der Ostschweiz beim FC Gossau, für den er bis Dezember 9 NLB-Spiele bestritt und 4 Tore erzielte - davon alle 3 beim 3:1-Auswärtssieg gegen Stade Nyonnais. -- Zwischenzeitlich offenbar in Thailand. -- Ab Juli 2012 beim 1.-Liga-Aufsteiger FC Kreuzlingen, wo er zur Winterpause wieder ausgemustert wurde. Noch in derselben Saison beim FC Laufen in der 2. Liga interregional. -- Ab Februar 2014 beim FC Bassecourt.
Der aus der französischen Grenzstadt St-Louis stammende Olivier Boumelaha war ab 1996 im Nachwuchs des FC Basel und kam am 28. Februar 1999 zu seinem ersten und einzigen NLA-Spiel für den FCB in Luzern. -- Ebenfalls im FCB-Nachwuchs spielten mit ihm seine Brüder Cyrille und Virgile Boumelaha. -- Letzerer war mit ihm auch im FC Gossau.
30. Juli 1982 bis 30. Juni 1989 im FCSG. -- 227 (180 NLA/23 Cup/4 Europacup/20 Intertoto-Cup) Spiele und 73 (58 NLA/10 Cup/5 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. August 1982 beim 4:0-Auswärtssieg in Bellinzona.
Manfred Braschler konnte von Wacker Innsbruck übernommen werden und war nicht nur einer der besten Flügel, der je für den FC St. Gallen stürmte, er gehörte auch national zu den herausragenden Offensivspielern seiner Zeit. -- Braschlers Wechsel bedeutete damals den teuersten Transfer der Klubgeschichte, und es war der Entschlussfreudigkeit von Präsident Paul Schärli sowie einigen Gönnern zu verdanken, dass Braschler nach St. Gallen kam. -- Zwei Jahre zuvor hatte sich Xamax vergeblich um seine Dienste bemüht. -- Inzwischen war aber Wacker wirtschaftlich in Schieflage geraten und hatte auf die Ablösesumme - es sollen 380'000 Franken gewesen sein - spekuliert.
Das finanzielle Risiko zahlte sich umgehend aus. -- Bei seinem Debüt in Bellinzona hinderten Braschle noch ein Latten- und ein Pfostenschuss am ersten Torerfolg. Eine Woche später, beim Heimdebüt gegen Wettingen (am 21.08.1982, 2:1-Sieg), schoss Braschler das 2:0 und trug sich erstmals in die Torschützenliste ein. -- 14 Meisterschaftstore wurden es bis Saisonende, und der Flügelstürmer wurde nicht nur daran gemessen. -- Braschler glänzte vor allem auch als regelmässiger Vorbereiter. Technisch brillant, trickreich, blitzschnell, torgefährlich und immer mannschaftsdienlich - der österreichisch-schweizerische Doppelbürger erfüllte alle positiven Attribute eines Offensivspielers. -- Dazu wurde immer hervorgehoben, dass "Mani" nicht nur fussballerisch wertvoll war, sondern auch "ein Mensch, der als Typ in jeder Hinsicht in unsere Mannschaft passt", wie Schärli bald lobend feststellte. -- Derselbe Präsident Schärli war auch darum besorgt, dass er im Frühling 1983 in die Infanterie-Rekrutenschule einrückte. -- Das bremste ihn aber nicht, Braschler stand in sämtlichen 30 Spielen seiner ersten Saison in der Startformation (und musste nur einmal verletzungsbedingt ausgewechselt werden).
Schon nach drei Monaten folgte das erste Nati-Aufgebot von Paul Wolfisberg, nachdem die Schweiz mit einem 0:3 in Belgien den Auftakt in die EM-Qualifikation verpatzt hatte. -- Beim 1:0-Sieg am 27. Oktober 1982 in Rom gegen Weltmeister Italien wurde er für den Torschützen Ruedi Elsener eingewechselt. -- Am 14. Mai 1983 beim 0:0 gegen die DDR spielte Braschler erstmals von Anfang an - gemeinsam mit Beat Rietmann, der sein Länderspieldebüt gab. -- Insgesamt brachte es Braschler auf 22 Länderspiele - das ist bis heute Rekord für einen Spieler aus dem FCSG-Kader. -- Eine EM- oder WM-Qualifikation lag damals für die Nati ausser Reichweite. -- So gehörte das 1:2 im ausverkauften Basler St. Jakob (60'000 Zuschauer) gegen Brasilien am 17. Juni 1983 zu seinen Höhepunkten.
Auf dem Weg zur erstmaligen Qualifikation für den UEFA-Cup krönte Braschler seine Saison Mitte April 1983 vor 14000 Zuschauern gegen das grosse Servette mit zwei Treffern - erstmals war er Doppeltorschütze, zusammen mit Gerhard Ritter sorgte er für eine grosse Gala. -- Braschler war DER grosse Aufsteiger der NLA-Saison und verhalf zur bis dahin besten Klassierung der Klubgeschichte (Platz 3). -- Und er hielt das Niveau. Der FCSG wurde ein Jahr später Fünfter, verpasste den Europacup nur knapp. -- Dafür gelang 1985 die zweite UEFA-Cup-Qualifikation. Zugelost wurde der FC Internazionale. Die Espen waren im Mailänder "Giuseppe Meazza" chancenlos (1:5), Braschler lieferte per Corner die Vorlage zum Ehrentreffer durch Walter Pellegrini. -- Im Rückspiel gab es ein 0:0 - und den Espenmoos-Stadionrekord mit 16'200 Fans. -- In der Meisterschaft lief es unter Trainer Werner Olk nicht mehr so gut wie zuvor mit Helmuth Johannsen, der FCSG fiel ins NLA-Mittelfeld zurück, Braschler blieb in St. Gallen unbestritten auf dem linken Flügel, wurde aber nach 1985 nicht mehr für die Nati aufgeboten.
Im September 1987 verletzte sich Braschler an der linken Achillessehne. -- Es sollte ein folgenschwerer Rückschlag für ihn sein. Kaum kehrte er zurück, schmerzte die rechte Achillessehne, erneut musste er pausieren. -- Und als dann im August 1988 Kurt Jara das Traineramt im Espenmoos übernahm, ging es für Braschler schleichend bergab. -- Ausgerechnet der Tiroler Jara schickte den Schweizer Tiroler in Richtung Abstellgleis. -- In der Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1989 stand er nur noch einmal in der Startformation, Braschler spürte aber schon im Herbst davor, dass "der Zug für mich abgefahren war", wie er später sagte. -- Klagen wollte er nicht, merkte aber doch an, dass andere Spieler öfter eine Chance erhielten.
Im Sommer 1989 hat Braschler den FCSG trotz weiterlaufenden Vertrages verlassen - er hätte nur noch im Nachwuchs spielen dürfen. -- Er ging zum bescheidenen NLB-Vertreter FC Chur, obwohl sich auch die ambitionierteren Ligakonkurrenten Winterthur und Schaffhausen sowie aus der NLA Bellinzona um ihn bemühten. -- Nach Chur lockte ihn sein früherer Teamkollege Ladislav Jurkemik, der da als Spielertrainer wirkte. -- Die Bündner waren erfolgreich und qualifizierten sich erstmalig für die Auf-/Abstiegsrunde. -- Im Januar 1991, Chur stand wieder vor einer NLB-Abstiegsrunde, löste Braschler den Vertrag auf, um sich vermehrt um seine Baureinigungs-Firma "MABRA" kümmern zu können.
Eigentlich wollte sich Braschler vom Fussball verabschieden, im September 1991 liess er sich aber vom Drittligisten FC Romanshorn überreden - nicht zuletzt, weil dessen Präsident seiner "Mabra" einige gute Aufträge verschaffte. -- Seine Firma lief gut, mit Romanshorn stieg er in die 2. Liga auf und blieb diesem jahrelang treu. -- Einzig eine Verurteilung wegen Alkohol am Steuer deutete auf Schattenseiten in seinem Leben hin. -- Umso bestürzter war die FCSG-Gemeinde, als sie erfahren musste, dass Manfred Braschler am 31. Juli 2002 freiwillig aus dem Leben schied.
Begonnen hatte Manfred Braschler seine Laufbahn beim SC Imst. -- Seine Urgrosseltern waren einst aus Freienbach nach Imst gezogen. -- Die Schweizer Staatsbürgerschaft behielten alle Braschlers bei. -- Als 19-Jähriger wurde er 1977 von Wacker Innsbruck verpflichtet. -- In seinem ersten Einsatz mit dem U21-Team von Wacker war Braschler dreifacher Torschütze. -- Im selben Herbst debütierte er in der 1. Division. Gegen den Linzer ASK wirbelte er den Gegner durcheinander und erzielte auch gleich ein Traumtor mit einem Schuss aus 16 Metern unter die Latte. Braschler war bald Publikumsliebling auf dem Innsbrucker Tivoli. -- In der Saison 78/79 gings mit Wacker bergab, auch Braschler bekundete Mühe, der Abstieg war nicht zu vermeiden. -- Um den Flügelflitzer bemühte sich Xamax, doch wollten die Neuenburger die angeblich geforderte Million Franken Ablösesumme nicht bezahlen. -- Braschler wollte auf keinen Fall in die 2. Division, doch dann liess er sich von Mitspielern überreden, zu bleiben. -- Zum Wiederaufstieg in der Saison 80/81 trug er 10 Tore bei. -- Nun gelang ihm der Durchbruch. -- Nachdem er am 21. November 1981 beim 5:0-Sieg gegen Sturm Graz in der Schlussphase einen Hattrick erzielte, wurde der ÖFB-Teamchef (Nationaltrainer) Karl Stotz auf ihn aufmerksam. Stotz bedauerte, dass er Braschler als Schweizer nicht aufbieten könne. -- Dies löste einigen Wirbel aus (Belastung des Ausländer-Kontingents), galt er doch aus Sicht von Wacker als Österreicher. -- Als die Frage geklärt war, galt er wieder als (National-)Team-Kandidat. Doch entgegen mehreren Versprechungen kam es im Vorfeld der WM 1982 nie zu einem Aufgebot. Dies dürfte für Braschlers Wechsel nach St. Gallen letzlich auch ein Antrieb gewesen sein. -- Einmal kam er doch für ein ÖFB-Team zum Einsatz: im Herbst 1978 erzielte er für das B-Nationalteam gegen Portugal den 1:0-Siegestreffer.
In der 2. Saisonhälfte 2007/2008 im FCSG. -- 6 (5 NLA/1 Barrage) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. April 2008 beim 2:0-Heimsieg gegen die Young Boys.
Vidak Bratic soll mit dem Versprechen, Stammspieler zu sein, verpflichtet worden sein und musste dann hinter dem ebenfalls neuen Marc Schneider anstehen. -- Als er in Thun erstmals von Beginn weg spielen konnte, erzielte er den Ausgleich zum 1:1, und musste darauf wegen "übertriebenem Torjubel" (Leibchen über den Kopf gezogen) und der 2. Verwarnung vom Platz. -- Dieses 1:1 brachte immerhin die Entscheidung, den Konkurrenten Thun definitv auf Platz 10 verwiesen zu haben. -- Wechselte anschliessend zum FC Wil, wo nach dem 1. Saiosnspiel, ausgerechnet in Thun, der Vertrag wieder aufgelöst wurde. -- Bratic schien seine Auswechslung nicht zu akzeptieren und warf dem Trainer das Leibchen vor die Schuhe. -- Ab der Winterpause 2008/2009 wieder im OFK Belgrad, wo er mithalf, den Abstieg zu vermeiden. -- Im Sommer 2009 zu Spartak Subotica (ebenfalls Super Liga).
Bratic startete in seiner Heimat mit Vojvodina Novi Sad in den Profifusball (1996 - 99), war dann bei PAOK Saloniki (1999-2001), Roter Stern Belgrad (2001-03), ausgeliehen von Dynamo Moskau (Juli 2003-Januar 2005), schliesslich eine erste Saison im OFK Belgrad (2006/2007) und ein halbes Jahr in China bei Tianjin Teda.
1. Juli 1989 bis 30. Juni 1990 im FCSG. -- 40 (36 NLA/4 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juli 1989 beim 2:2 zuhause gegen den FC Sion.
Remo Brügger kam im Tausch mit Thomas Grüter vom FC Basel aufs Espenmoos. Grüter war zuvor bereits für die Auf-/Abstiegsrunde an den FCB ausgeliehen gewesen. -- Brügger gehörte zum Team mit Zamorano und Rubio, das zum "Wintermeister" stürmte. -- Als Goalie konnte er die Erwartungen mehr als erfüllen und war über die ganze Saison unbestritten. -- Dennoch endete seine St. Galler Saison ernüchternd: Im Mai wurde bekannt, dass der FCSG Jörg Stiel verpflichten kann, für ihn blieb kein Platz mehr. -- Die Art und Weise, wie der Vorstand den Personaltenscheid fällte, sorgte für Aufsehen. Zur menschlichen Enttäuschung kam für Brügger hinzu, dass er schon zum zweiten Mal in seiner Karriere von Stiel verdrängt wurde. -- Dabei war er dem späteren FCSG-Meistergoalie in der gemeinsamen Wettinger Zeit ein Lehrmeister. -- Brügger fand keinen neuen Klub, war auch in der Winterpause 1990/91 noch vergeblich auf der Suche.
Remo Brügger stieg 1983 mit dem SC Zug in die NLB auf und schaffte - nun mit Ottmar Hitzfeld als Trainer - den Durchmarsch in die NLA. -- Brügger wechselte zum etablierten NLA-Klub FC Wettingen, wo er drei Jahre lang Stammgoalie war - bis ihn Stiel verdrängte. -- In der Saison 1987/88 im FC Luzern, wo er Ersatz des Stammgoalies Roger Tschudin war (und nur zu einem NLA-Einsatz kam). -- Im Sommer 1988 zum in die NLB abgestiegenen FC Basel. -- Dort war Brügger wieder die Nummer 1, erlitt im Januar jedoch einen schweren Autounfall. Weil er über zwei Monate mit dem Training aussetzen sollte, wurde Thomas Grüter geholt, der den FCB überzeugte - und so kam Brügger in der Sommerpause zum FCSG.
1. Juli 1995 bis 30. Juni 1997 im FCSG. -- 66 (57 NLA/9 Cup) Spiele und 4 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 1995 beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Lugano.
Markus Brunner kam vom FC Wil, für den er schon im Nachwuchs und seit 1992 in der Nationalliga B spielte. -- Brunner galt als talentiertester Innenverteidiger der NLB und fand sich auch in der NLA sofort zurecht. -- Bei seinem Debüt im Espenmoos glückte ihm gar der Führungstreffer. -- Sein zweites NLA-Tor Anfang Oktober 1995 gegen den FC Zürich sicherte den ersten Vollerfolg nach zuvor neun Spielen ohne Sieg und brachte die Espen wieder ins Rennen um die Finalrunde. -- Vor allem aber war Brunner für die Abwehr wertvoll, robust, immer zuverlässig.
Etwas überraschend wechselte Brunner nach zwei Jahren zum FC Luzern. -- Zum Finalrundenstart 1998 in St. Gallen Platzverweis nach Gelb-Roter Karte, was dem FCSG die Wende zum 2:1-Sieg brachte. -- Der FCL wollte ihn behalten, doch Brunner zog 1999 zum ambitionierten FC Lugano. -- 2001 Zweiter, 2002 Dritter geworden. -- Brunner blieb den Tessinern auch nach dem Zwangsabstieg treu. -- Im Frühling 2003 ging der FC Lugano konkurs, Brunner war vorerst arbeitslos. -- Im August 2003 vom FC Wohlen verpflichtet, für den er noch zwei Saisons in der NLB spielte. -- Danach als Nachwuchstrainer im FC Wohlen geblieben. -- 2010 mit der U23 in die 2. Liga aufgestiegen, die er bis Sommer 2013 führte. -- Für Klubverantwortliche galt Brunner im Sommer 2010 als Wunschtrainer fürs Fanionteam, doch lehnte er ab, weil er die für den Profifussball erforderlichen Diplome noch nicht hatte.
3 U21-Länderspiele (1 Tor) im Herbst 1995.
Seit 1. Juli 2016 im FCSG. -- Bisher 87 (76 NLA/2 Europacup/9 Cup) Spiele und 23 (14 NLA/1 Europacup/8 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 2016 beim 0:2 gegen den BSC Young Boys.
Roman Buess war der erste Transfer im Sommer 2016. -- Der Stürmer wurde vom FC Thun übernommen, wo er 13 Monate zuvor einen Dreijahresvertrag unterschrieb und damit den späten Sprung in die Super League schaffte.
Roman Buess wechselte als Elfjähriger vom SV Muttenz in den Nachwuchs des FC Basel. -- Er wurde Nachwuchs-Internationaler, bestritt im Mai 2009 die U17-EM in Deutschland, die sich für die WM qualifizierte. Und gehörte zum Team, das ein halbes Jahr später in Nigeria den WM-Titel holte. Bei der U17-WM selbst kam Buess in zwei der drei Vorrundenspiele sowie im 2:1 gewonnenen Viertelfinal gegen Italien zum Einsatz.
Der Durchbruch in Basels Profiteam blieb Buess jedoch verwehrt. Im September 2011 gehörte er zum Aufgebot des Champions-League-Spiels gegen Otelul Galati. Vier Tage später kam er im Schweizer Cup auswärts gegen den FC Eschenbach auch zu seinem Debüt im Fanionteam. Den einzigen Super-League-Einsatz gab es für Buess am Saisonende, am 2. Mai 2012 beim 2:1-Heimsieg gegen Thun.
Ab der Saison 2012/13 wurde Roman Buess zweimal in die Challenge League ausgeliehen. -- Zuerst für ein Jahr dem FC Aarau, für den er in 17 Spielen ohne Torerfolg blieb. -- 2013/14 war er mit 9 Toren in 31 Spielen beim FC Locarno. -- Schliesslich holte sich der FC Wohlen den Spieler ablösefrei. Mit den Freiämtern stürmte er 2014/15 unter Ciriaco Sforza an die Spitze und erzielte in 29 Spielen 11 Goals.
Dies brachte ihm den ersten Vertrag in der Super League ein. Der FC Thun holte Buess ins Berner Oberland - noch bevor dort auch Sforza einen Vertrag unterschrieb. -- In Thun hatte der 1,84 m grosse Angreifer einen glänzenden Einstand mit je einem Tor in den ersten zwei Spielen. -- Highlights unter Sforzas Nachfolger Jeff Saibene waren ein Hattrick im Heimspiel gegen den FC Zürich, als er innert 20 Minuten aus einem 0:1-Rückstand für die 3:1-Pausenführung sorgte. -- Und die drei Tore in den ersten drei Spielen der Rückrunde, ausgehend vom Ausgleichstreffer beim 2:1-Sieg in St. Gallen.
27. Januar bis 30. Juni 1996 und 22. Januar 1997 bis 30. Juni 1998 im FCSG. -- 69 (58 NLA/11 Cup) Spiele und 4 (2 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Februar 1996 beim 0:4 in Aarau.
Als Patrick Bühlmann erstmals nach St. Gallen kam, gehörte er bereits zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft, konnte sich aber im FC Sion keinen Stammplatz erkämpfen. -- Wie vorgesehen wollten ihn die Walliser im Sommer 1996 zurück. -- Ein halbes Jahr später klappte es mit der definitiven Übernahme des Zentralschweizers. -- Damals war er der wertvollste Schweizer Transfer seit dem Wiederaufstieg 1994. -- Im Espenmoos gefiel Bühlmann als laufstarker Puncher auf der linken Flanke. -- Im April 1998 wurde der Mittelfeldspieler erstmals in die Nati aufgeboten, kam aber bei der 0:1-Niederlage in Nordirland nicht zum Einsatz. -- Bühlmanns letzter Auftritt in Grün-Weiss endete unglücklich: im Cupfinal gegen Lausanne sah er im Penaltyschiessen seinen Schuss von Goalie Brunner abgewehrt. Eine Woche später war bekannt, dass Servette Bühlmann aus dem Vertrag kaufte.
Mit Servette schaffte es Bühlmann endlich zum Nationalspieler, debütierte im November 1998 in Ungarn (0:2-Niederlage) und brachte es bis 2001 auf 17 Länderspiele (1 Tor im Herbst '99 in Wales). In der ersten Saison mit Servette Schweizer Meister und sechsfacher Torschütze - der beste Wert seiner Karriere. -- Im Januar 2000 im Tausch mit Paolo Diogo zu Lausanne-Sports. Mit Lausanne im Cupfinal gegen den FC Zürich, den diesmal der FCZ im Penaltyschiessen gewann, Trainer Schürmann setzte Bühlmann jedoch nicht ein. -- Im August 2001 von Gilbert Gress, der ihn bereits als Nati-Trainer schätzte, zum FC Zürich geholt. -- Im Sommer 2002 nach insgesamt 254 NLA-Spielen zum SC Kriens, für den er noch 8 NLB-Spiele bestritt. -- Ein Jahr später (2003/04) in die 1. Liga zu Zug 94, danach ein kurzer Abstecher zum Nachbar und Liga-Konkurrenten SC Cham.
In der selben Saison 2004/05 machte Bühlmann den ersten Schritt zum Trainer, zuerst als Spielertrainer beim Drittligisten FC Sins. -- Ab Sommer 2007 wieder bei Zug 94, die erste Saison noch als Spielertrainer, ab 2008 "nur noch" Trainer. Nachdem Zug 94 im Sommer 2011 in die 2. Liga interregional abstieg, wurde Bühlmann freigestellt. -- Seit 2013 ist Patrick Bühlmann Technischer Leiter des Innerschweizer Fussballverbandes.
Einer der Vorgänger-Vereine von Zug 94, der SC Zug, war Bühlmanns Juniorenklub. -- Später beim FC Luzern, für den er am 28. November 1993 gegen Yverdon sein NLA-Debüt gab und mit dem Siegtreffer zum 2:0 krönte. -- 1994/95 im FC Aarau und nach einer ersten glänzenden Saison zum FC Sion gelockt.
1. Juli 2014 bis 12. Januar 2017 im FCSG. -- 70 (64 NLA/6 Cup) Spiele und 14 (12 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19.07.2014 beim 2:2 gegen den BSC Young Boys.
Albert Bunjaku kam vom 1. FC Kaiserslautern in die Ostschweiz. -- Viel Hoffnung wurde darauf gesetzt, in ihm einen neuen Führungsspieler zu haben, der die Lücke nach Stéphane Naters Abgang einigermassen füllen könnte. -- Die beste Zeit in Grün-Weiss hatte Bunjaku in den ersten Monaten. Fünf Tage nach seinem ersten Treffer - zum 2:2-Ausgleich gegen Aarau - sorgte er mit einer Doublette innerhalb von 4 Minuten fast im Alleingang für den 2:0-Auswärtssieg in Basel. Das war am 14. August 2014 und bedeutete den ersten Erfolg nach über 12 Jahren und 19 Matches im St. Jakob-Park. -- In den fünf folgenden Spielen blieb er ohne Torerfolg. Dann aber kam Basel in die AFG-Arena - und Bunjaku sorgte mit dem Goal in der 92. Minute für den späten 2:1-Sieg, nachdem die Espen sieben Minuten zuvor erst ausglichen.
Die Basis hatte Bunjaku gelegt, doch zur dominierenden Figur im St. Galler Offensivspiel wurde er nicht. -- Nicht zuletzt machten ihm gesundheitliche Probleme zu schaffen. Häufig angeschlagen, manchmal verletzt, konnte Bunjaku auf dem Spielfeld zu selten bestimmend auftreten. -- Von September bis Oktober 2015 verpasste er sämtliche Spiele - just in diese Zeit fiel der Wechsel von Jeff Saibene zu Joe Zinnbauer. -- Abgeschrieben war Bunjaku unter dem neuen Trainer keineswegs. In den verbleibenden fünf Spielen im Spätherbst wurde er dreimal eingewechselt, vor allem aber spielte er im Frühling wieder regelmässig - dabei wurde Bunjaku in 9 von 13 Spielen vorzeitig ausgewechselt. -- Der FCSG hatte erneut eine schlechte Halbsaison, Bunjaku selbst zeigte sich in dieser Phase aber auffallend kämpferisch.
Dennoch fiel Bunjakus Stellenwert in der Mannschaft mit Beginn der Saison 2016/17. Mit Toko wurde eine Neuer verpflichtet, der von Beginn weg Captain war - und das Team auch führte. -- Bunjaku stand im Herbst 2016 in 8 Spielen in der Startformation - davon 7 Mal in Serie. Diese begann mit dem Auswärtssieg in Thun und endete mit dem 3:2-Sieg in Lugano, dazwischen aber holten die Espen nur zwei Remis. -- Joe Zinnbauer hätte Albert Bunjaku gehalten, aber als der FC Erzgebirge Aue aus der 2. Bundesliga einen Vertrag über zweieinhalb Jahre offerierte, brauchte sich der Trainer auch nicht gegen den Wechsel einzusetzen. In Aue traf Bunjaku auf Pavel Dotchev, der bereits acht Jahre zuvor in Erfurt sein Trainer war.
Aufstieg mit Schaffhausen
Der Stürmer ist im Limmattal aufgewachsen und erhielt nach zwei Jahren beim Stadtzürcher 1.-Liga-Klub SC YF Juventus 2003 ein Angebot des FC Schaffhausen. -- In der Challenge League fasste er als 20-Jähriger schnell Fuss und konnte ein Jahr später mit dem FCS den überraschenden Aufstieg in die Super League feiern. Mit 10 Treffern bildete Bunjaku damals gemeinsam mit Liga-Torschützenkönig Neri (17 Tore) das beste Sturmduo der zweithöchsten Liga. -- Der Ex-St. Galler Neri wurde von den Young Boys abgeworben, Bunjakus persönlicher Aufstieg wurde in der Elite etwas gebremst. Er kam oft nur noch zu Kurzeinsätzen und musste sich mit zwei Saisontoren zufrieden geben. Immerhin: Seine Torpremiere in der Super League sicherte ein 1:1 in Basel, Bunjakus zweites Tor war der Siegtreffer auswärts gegen Xamax.
Aufsehen in Erfurt
In der dritten Schaffhauser Saison wurde er fast nur noch als Joker eingesetzt. Nach 39 Super-League- (und insgesamt 68 Meisterschaftsspielen) für den FCS nahm Bunjaku im Januar 2006 die Chance wahr, zum SC Paderborn in die 2. Bundesliga zu wechseln. -- Zwar wurde sein Halbjahres-Vertrag nicht verlängert, dafür bot ihm der FC Rot-Weiss Erfurt die Möglichkeit, in der Regionalliga (damals dritthöchste Liga) eine wichtige Rolle zu spielen. Als Torschütze glänzte Bunjaku vor allem in der zweiten Saison (2007/08), wo er 16 Treffer zur Qualifikation für die neue 3. Liga beitrug - und im August 2008 im Cupspiel gegen den FC Bayern München, als er zweimal den Ausgleich erzielte (RWE aber mit 3:4 unterlag). Damals soll Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld erstaunt zur Kenntnis genommen haben, dass Bunjaku einen Schweizer Pass hat.
Bundesliga-Aufstieg und WM mit der Schweiz
Anfang 2009 unterschrieb Bunjaku beim 1. FC Nürnberg für die kommende Saison, im Februar folgte der sofortige Wechsel. So durfte er mit den Franken den Aufstieg in die Bundesliga miterleben. -- Und dann hatte er sich schon in seinem ersten Einsatz in der Bundesliga als Torschütze auszeichnen können: Bunjaku traf zum 1:1-Ausgleich in Frankfurt. -- Spätestens Mitte Oktober beim 3:0-Heimsieg gegen Hertha Berlin hatte sich der Stürmer in die Herzen der "Club"-Fans gespielt. Im Duell am Tabellenende schoss Bunjaku zwei Tore, das erste hatte Landsmann Daniel Gygax erzielt. -- Zum nächsten Länderspiel wurde er erstmals von Hitzfeld aufgeboten, er gab am 14. November gegen Norwegen 2009 in Genf sein Nati-Debüt. Die Schweiz verlor 0:1, Bunjaku wurde attestiert, nach seiner Einwechslung auffälligster Schweizer gewesen zu sein. -- Weitere 5 Länderspiele bestritt Bunjaku, sein zweites in der AFG-Arena beim 1:3 gegen Uruguay. -- 12 Tore in 28 Bundesliga-Spielen brachten Bunjaku auch ins Kader der WM 2010, nachdem Marco Streller zu Beginn der Vorbereitung verletzt ausfiel. In Südafrika kam er jedoch nicht zum Einsatz.
Mitte September 2010 wurde Bunjaku gebremst. -- Ein Knorpelschaden liess ihn den Rest der Saison verpassen. -- Ein Jahr später musste er lange kämpfen, um wieder regelmässig zum Einsatz zu kommen. -- 2012 nahm er schliesslich ein Angebot des 1. FC Kaiserslautern wahr und ging zurück in die 2. Bundesliga. Bald schon war Bunjaku Captain der "Roten Teufel", trug mit 13 Goals in 28 Spielen dazu bei, dass sein Team die Barrage ("Relegation") gegen Hoffenheim bestreiten durfte. -- Der Aufstieg wurde verpasst. Und nach der Sommerpause musste sich Bunjaku einer Knie-Operation unterziehen lassen und verpasste erneut fast die ganze Saison.
Junior in Schlieren und bei GC und historischer erster Torschütze für Kosovo
Erster Junioren-Klub von Albert Bunjaku war der FC Schlieren, zwischen 1998 und 2000 spielte er im Nachwuchs der Grasshoppers, ehe er zum SC YF Juventus ging. -- 2005 bestritt Bunjaku 2 U21-Länderspiele für die Schweiz. -- Ab 2014 spielte er für das neue Nationalteam des Kosovos. -- Im Mai 2014 war er beim 1:6 gegen die Türkei erster Torschütze in der Geschichte der kosovarischen Nati, er traf auch im nächsten Spiel in Genf gegen den Senegal (1:3).
1. Juli 1993 bis Anfang 1995 im Fanionteam des FCSG. -- 1 NLB-Spiel für die Espen am 10. Mai 1994 beim 3:1-Heimsieg gegen Xamax.
Mathias Burtscher war Ersatzgoalie hinter Eric Pédat und kam zum Saisonabschluss einmal zum Zug, nachdem der Wiederaufstieg bereits gesichert war. -- Burtscher gab vor dem Start in die Auf-/Abstiegsrunde im Winter 1995 seinen Rücktritt bekannt, da er sich für eine Laufbahn als Fluglotse entschieden hatte.