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Gefärbtes Wasser: Tinte leitet sich vom lateinischen aqua tincta, gefärbtes Wasser, ab. Als Färbemittel wurden schon vor Jahrtausenden die unterschiedlichsten Naturmaterialien beigegeben. Schriftzeichen in Schwarz: In Teilen Asiens und im alten Ägypten wurde Russ von verbranntem Holz verwendet. Damit er sich mit dem Wasser vermischte, gab man Gummi arabicum dazu, ein Bindemittel aus Baumharz. Aus dem Meer: Die Flüssigkeit im Farbbeutel des Tintenfisches wurde früher ebenfalls zu Tinte verarbeitet. Sie heisst Sepia und ist braun oder dunkelgrau. Ewige Tinte Tintenschrift verblasst mit der Zeit. Das Problem löste man vor über 2000 Jahren mit einer Mischung aus Galläpfeln (Eiablage der Gallwespe) und Eisensulfat (aus pulverisiertem Eisen und Schwefelsäure). Anstelle von Eisengallustinte gibt es heute unkorrigierbare, dokumentenechte Tinten. Für Füller, Filzstift, Drucker: Moderne Tinten enthalten Wasser oder Lösungsmittel als Flüssigkeit, die Farbstoffe können natürlich oder synthetisch sein. Als Bindemittel dienen pflanzliche Harze oder synthetische Substanzen, zur Konservierung wird Alkohol oder Nelkenöl beigemischt.