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1856
lnbetriebnahme des 1. Zürcher Gaswerkes auf dem Platzspitz beim Hauptbahnhof. Konzessionär war lng. L. A. Riedinger aus Bayreuth. Das Gaswerk war ausschliesslich für Holzvergasung bestimmt. Bei der Betriebseröffnung waren 436 öffentliche und 3ʼ000 private "Flammen" angeschlossen.
1864
lnbetriebnahme des Gaswerkes Enge. Erbauer war das lngenieurbüro Gruner aus Basel.
1867
Verlegung des 1. Werkes an die Limmatstrasse und lnbetriebnahme. Kosten Fr. 620'000; Anteil der Stadt Zürich Fr. 250'000.
1873
Erstellung eines Filialwerkes an der Hornbachstrasse in Riesbach.
1886
Übernahme des Gaswerkes durch die Stadt Zürich. Da der 30-jährige Konzessionsvertrag mit lng. L. A. Riedinger abgelaufen war, erwarb die Stadt für Fr. 1'332'784 das Gaswerk an der Limmatstrasse und jenes in Riesbach.
1898
Inbetriebnahme des Gaswerkes in Schlieren. In einer Rekordzeit von 2 Jahren nach der Krediterteilung wurde das Werk für Fr. 7.8 Millionen in Schlieren erstellt. Betriebseröffnung am 20. November 1898 mit einer Tagesleistung von 501'000 m³.
1904-1908
Ausbau des Gaswerkes auf eine Tagesleistung von 150'000 m³. 2. Bauetappe: Ofenhaus 2 und Erweiterung der Gasreinigungsanlagen.
1930-1934
Ausbau des Gaswerkes auf eine Tagesleistung von 250'000 m³. 3. Bauetappe: Kammerofenanlage, Kohlenaufbereitungs- und Koksaufbereitungsanlage sowie Erweiterung der Gasreinigungsanlagen.
1942-1948
Als während des Zweiten Weltkrieges die Kohlenzufuhr ins Stocken geriet, wurde eine Gasholzaufbereitungsanlage inklusive Transportanlagen erstellt.
1966
Gründung Gasverbund Ostschweiz AG (GVO) 1968 Bau einer Leichtbenzinspaltanlage zur Überbrückung des Lieferengpasses. Ausbau des Gasnetzes in der Ostschweiz und Versorgung von 12 Partnerwerken.
1969
Grössere Liefermengen an die Partnerwerke erforderten höhere Kapazitäten. Die Kugelspeicher mit einem Druck von 16 bar wurden gebaut.
1972-1974
Stilllegung des Kohlengaswerkes in Schlieren. Bis zur Stilllegung wurden noch verschiedene Um- und Neubauten erstellt wie: Gasentgiftungsanlage, Schwefelreinigungsanlage und das Maschinenhaus. Umstellung von "Stadtgas"auf Erdgas.
1974
Umstellung auf Erdgas im ganzen Versorgungsgebiet der GVO und Stilllegung der Spaltanlaage.
1974
Die Erdgas Ostschweiz AG wurde über die Zubringerleitung Staffelbach/Schlieren an die internationale Transitgasleitung Niederlande-Italien und damit an das europäische Verbundsystem angeschlossen.
1993
Die in "Erdgas Ostschweiz AG" (1966 als Gasverbund Ostschweiz AG gegründet) umbenannte Regionalgesellschaft weist ein Aktienkapital von Fr. 30 Millionen aus, das von neun kommunalen und drei privaten Erdgasversorgungen gehalten wird.
2000
Abbruch von drei der vier Gasometern.
2003
Sanierungsarbeiten am letzten noch verbliebenen Gasometer.
2008
Als Beweis für das hohe Qualitätsbewusstsein wird der Erdgas Ostschweiz AG die Zertifizierung nach den ISO-Normen 9001:2001, 14001:2004 und PIMS erteilt.
2009
Der Leitungsumbau der früheren Ölleitung im St. Galler Rheintal – ein komplexes und in der Schweiz einmaliges Bauprojekt – kann im Geschäftsjahr 2009 dank hohem Einsatz fristgerecht realisiert und die Hochdruckleitung im Teilstück von St. Margrethen bis Bad Ragaz in Betrieb genommen werden. Dank der Inbetriebnahme dieses Leitungsabschnitts kann die Erdgas Ostschweiz AG Versorgungssicherheit in der Ostschweiz und im Rheintal markant verbessern und die Markterschliessung in diesem Gebiet weiter fördern. Die Projektrealisation rund um die Übernahme und Umnutzung der seit rund 10 Jahren stillgelegten Erdölleitung erstreckte sich über mehrere Jahre.
2014
Die Erdgas Ostschweiz AG hat den Netzbetrieb und die Beschaffung entflochten und die Gesellschaft Open Energy Platform AG gegründet. Damit erfüllt die Erdgas Ostschweiz AG frühzeitig wichtige Anforderungen eines liberalisierten Erdgasmarktes.
2016
Die Erdgas Ostschweiz AG feiert ihren 50. Geburtstag. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde der neue ʺErdgas Ostschweiz-Wegʺ offiziell eingeweiht. Der Geschichtspfad gewährt Einblicke in eine ereignisreiche Vergangenheit und in die wichtigsten historischen Ereignisse. Der Blick reicht zurück zu den Anfängen des Schlieremer Gaswerks, ein wichtiger industrieller- und sozialhistorischer Zeuge der Zürcher Stadtgeschichte und eng mit der Entstehung der Erdgas Ostschweiz AG verbunden.