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Jeltheda Iderhoff
Jeltheda Fraukina Lümmy Iderhoff (* 25. September 1912; † 15. August 1999) war eine deutsche Kinounternehmerin und Immobilienbesitzerin.
Am 25. September 1912 wurde Jeltheda Fraukina Lümmy Iderhoff in Ostfriesland geboren. In Emden besuchte sie das Oberlyzeum und studierte danach von 1930 bis 1933 in Freiburg und Hamburg. Mitte 1933 für knapp ein Jahr nach Oxford auf die „Mr. Curtliffs school for foreign students“. Sie heiratate den Düsseldorfer Kaufmann Walter Rasch, nach der Scheidung kam sie 1939 nach Hamburg, um kurz darauf nach Berlin ziehen. Dort machte sie Anfang der 1940er Jahre eine dreimonatige Ausbildung für Filmvorführer an der „Fachhochschule für Filmtheaterbesitzer“ in der Friedrichstraße. Parallel machte sie einen Kurs für die „Berechtigung zur Führung eines Filmtheaters“ und legte ihre Filmvorführerprüfung am 8. März 1941 ab. Im gleichen Jahr begann sie beim Kinokonzern Steinkrug & Co. als Geschäftsleiterin eines Filmtheaters in Berlin-Wannsee zu arbeiten.
1942 übernahm sie vertretungsweise die Geschäftsführung des „Olympia-Filmtheaters“ in Hamburg. 1943 übernahm sie für Steinkrug & Co. erstmals ein Theater in eigener Regie, von 1944 bis zum Kriegsende 1945 führte sie dann als Geschäftsinhaberin die „Capitol-Lichtspiele“ in der Großen Gartenstraße 17(?) in Nordhorn bei Hannover. Nach dem Krieg kehrte sie nach Hamburg zurück. Am 4. Juni 1949 konnte sie zusammen mit ihrem Geschäftspartner Walter Cartun die Stern-Lichtspiele in der Großen Freiheit auf St. Pauli eröffnen. Ende 1950 trennte sie sich wieder von Cartun.
Am 03. März 1951 eröffnete Jeltheda Iderhoff das erste Roxy-Kino an der Eppendorfer Landstraße. Als Eröffnungsfilm lief "Pikanterie". Am 7. Mai 1954 eröffnete sie ihr zweites Roxy mit 743 Plätzen in Barmbek an der Fuhlsbüttler Straße (Kinozweckbau, Architekt Meldner & Idler). Im gleichen Jahr eröffnete sie auch das Roxy mit 715 Plätzen in der Osterstraße im Eimsbüttel (Architekt Meldner & Idler). Am 5. August 1957 folgte das vierte Roxy mit 735 Plätzen in der Carl-Petersen-Str. 53 in Hamm (Kinozweckbau, Architekt Franz Josef Wegner). Das Roxy Hamm schloss im März 1964 und wurde dann als Ärztezentrum genutzt. Im Mai 1967 schloss das Roxy in Eppendorf, im November 1968 das Roxy in in der Osterstraße. Als letztes Roxy verblieb das in Barmbek, welches im März 1973 den letzten Film zeigte. Danach zog ein Aldi ein.
Nach der Aufgabe des letzten eigenen Kinos lebte sie von Grundstücksverkäufen und den Mieteinnahmen der Supermärkte. 1985 zog Jeltheda Iderhoff von Hamburg nach Bad Pyrmont. Am 15. August 1999 verstarb die engagierte „Kinofachfrau“ Jeltheda Iderhoff im Alter von 86 Jahren. Flimmern 15