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Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Beweise, die das Auftreten von Thermitreaktionen, die hohe Temperaturen erzeugen, während der Zerstörungen von WTC 1, WTC 2 und WTC 7 anzeigen. Die hier untersuchten Belege umfassen geschmolzenes Metall, das man aus WTC 2 herausfließen sah, geschmolzenes Metall in den Trümmern aller drei Gebäude, sulfidierten Stahl bei WTC 7, und Eisenkügelchen sowie Nanothermit im Staub vom World Trade Center.
In den vorigen beiden Kapiteln untersuchten wir die Befunde hinsichtlich des baulichen Verhaltens von WTC 1, WTC 2 und WTC 7 während ihrer Zerstörung. Wir werden uns nun den Beweisen zuwenden, die das Auftreten von chemischen Hochtemperatur-Reaktionen vor und während der Zerstörung der Gebäude aufzeigen. Wie in den vorangehenden Kapiteln werden wir beurteilen, ob dieser Befund eher mit der Hypothese eines durch Brand eingeleiteten Versagens oder mit der Hypothese einer geplanten Sprengung übereinstimmt.
Die miteinander konkurrierenden Hypothesen beurteilen wir, indem wir das dritte der oben angeführten Prinzipien auf die Untersuchung von chemischen Reaktionen mit hohen Temperaturen anwenden:
„Keiner der relevanten Beweise sollte außer Acht gelassen werden.“
Das „Kapitel 23: Explosionen“ von NFPA 921 (Handbuch für Untersuchungen von Bränden und Explosionen der National Fire Protection Association) legt fest: „Alle verfügbaren Brennstoffquellen sollten in Erwägung gezogen und ausgeschlossen werden, bis ein Brennstoff identifiziert werden kann, der alle Kriterien des physischen Schadens wie auch irgendwelcher anderer bedeutender Tatsachen erfüllt.“ In Bezug auf den möglichen Einsatz von exotischen Brandbeschleunigern einschließlich Thermit rät NFPA 921: „Zu den Hinweisen auf exotische Beschleuniger gehören ... geschmolzener Stahl oder Beton.“
Wie wir weiter unten sehen werden, folgte NIST nicht NFPA 921. Stattdessen behandelte es den Beweis von chemischen Reaktionen mit hohen Temperaturen auf die gleiche Weise, wie es mit den Befunden des physischen Verhaltens der Gebäude umging: Entweder leugnete es diese, ignorierte sie oder stellte spekulative Erklärungen auf, die nicht auf wissenschaftlicher Analyse gegründet waren. Dies geschieht wohl deswegen, weil es keine andere plausible, logische Erklärung für das Auftreten von chemischen Hochtemperatur-Reaktionen gibt, als eine geplante Zerstörung mithilfe von Thermit.
Kurz vor 9:52 Uhr begann geschmolzenes Metall aus dem Südturm WTC 2 nahe der nordöstlichen Ecke auf der 80. Etage zu laufen. Das Fließen setzte sich mit steigender Intensität bis zum Einsturz um 09:59 Uhr fort. NIST stellte eine weitläufige Dokumentation des herausströmenden geschmolzenen Metalls bereit, das es wie folgt beschreibt und zu erklären versucht:
Gerade für eine Sekunde [nach 9:51:51 Uhr] erschien ein heller Fleck am oberen Rand eines Fensters ... und eine glühende Flüssigkeit fing an, von dieser Stelle herauszufließen. ...
Die Zusammensetzung dieses fließenden Materials kann nur vermutet werden, aber sein Verhalten legt nahe, dass es geschmolzenes Aluminium gewesen sein könnte. ... Das Handbuch der Aluminium Association ... führt die Bereiche der Schmelzpunkte der Legierungen [wozu auch die gehören, mit denen die Boeing 767 gebaut wurde] zwischen ungefähr 500°C bis 638°C und 475°C bis 635°C auf. … Diese Temperaturen liegen ein gutes Stück unterhalb derer, die charakteristisch für voll entfachte Brände sind (ca. 1000°C). ... [1]
Diese Behauptung ist jedoch, wie Dr. Steven Jones in seinem Aufsatz „Why Indeed Did the WTC Buildings Completely Collapse? [Warum stürzten die Gebäude des WTC wirklich völlig ein?]“ schrieb, aufgrund der Farbe des geschmolzenen Metalls haltlos:
Ist das aus dem Südturm WTC 2 fallende geschmolzene Metall ... wahrscheinlicher geschmolzenes Eisen von einer Thermitreaktion ODER strömendes geschmolzenes Aluminium?
Die gelbe Farbe deutet auf eine Temperatur des geschmolzenen Metalls von ungefähr 1000°C, offensichtlich oberhalb von dem, was die Kohlenwasserstoffbrände in den Türmen mit dunklem Qualm erzeugen konnten. ... Auch die Tatsache, dass das flüssige Metall einen orangen Farbton behält, als es sich dem Boden nähert ... schließt zudem Aluminium aus.
Wir stellten auch [in unseren Experimenten] fest, dass ... geschmolzenes Aluminium eine silbrig-graue Farbe zeigte. Dies trägt entscheidend zu dem Beweis bei, dass das gelb-weiße geschmolzene Metall, das aus dem Südturm kurz vor dessen Einsturz floss, KEIN geschmolzenes Aluminium war.
Eine Thermitreaktion Geschmolzenes Aluminium
NIST versuchte in seinen „Häufig gestellten Fragen“ (FAQ), die es im August 2006, fast ein Jahr nach der Veröffentlichung seines Schlussberichts, verfasste, der Kritik zu begegnen, dass geschmolzenes Aluminium eine silbrige Erscheinung hätte:
Bei reinem flüssigen Aluminium wäre ein silbriges Aussehen zu erwarten. Jedoch war das geschmolzene Metall sehr wahrscheinlich mit einer großen Menge von heißen, teilweise verbrannten, festen organischen Materialien vermischt ... was ein oranges Glühen sichtbar machen kann, ganz ähnlich wie Holzscheite, die in einem Kamin brennen.
Während NIST seine Hypothese nicht testete und nur behauptete, dass sie „sehr wahrscheinlich“ wäre, führte hingegen Dr. Jones das Experiment durch:
NIST stellt die Hypothese auf, dass fließendes Aluminium vermischt mit teilweise verbrannten organischen Materialien „ein oranges Glühen erzeugen kann.“ Aber macht es das wirklich? Ich beschloss, ein Experiment durchzuführen, um das herauszufinden. ... Natürlich sahen wir ein paar brennende Glutstücke, aber dies veränderte nicht die silbrige Erscheinung des fließenden, fallenden Aluminiums. ...
In den Videos über das geschmolzene Metall, das aus WTC 2 kurz vor dessen Einsturz fällt, erscheint die fallende Flüssigkeit durchgängig orange, nicht nur in Flecken orange und sicherlich nicht silberfarben. Wir schließen aus all diesen Untersuchungen, dass das fallende Metall, das aus WTC 2 herausströmte, NICHT Aluminium ist.
Neun Jahre später hat NIST immer noch keine eigenen Experimente durchgeführt, um seine Hypothesen zu bestätigen. Auch hat NIST nicht seine „Häufig gestellten Fragen“ überarbeitet, um den Ergebnissen von Dr. Jones' Experimenten Rechnung zu tragen.
Geschmolzenes Metall in den Trümmern
Geschmolzenes Metall konnte nicht nur beobachtet werden, als es aus WTC 2 floss. Dutzende Augenzeugen beobachteten es in den Trümmern aller drei Gebäude. Eine kleine Auswahl wird im Folgenden angeführt:
Dieses Foto, von Frank Sileccia am 27. September 2001 aufgenommen, zeigt ein Stück Metall, das ausgegraben wurde und von lachsrot-gelber Farbe ist, was auf Temperaturen von 850°C bis 1040°C hinweist.
Gemäß NIST wurden bei den Bränden Höchsttemperaturen von 1100°C erreicht. Baustahl beginnt aber nicht unterhalb von etwa 1480°C, zu schmelzen. Wie erklärte NIST dann den Nachweis von geschmolzenem Metall?
NISTs erster Zugang bestand darin, jeden Beweis für geschmolzenes Metall in seinem Abschlussbericht wegzulassen.
Darauf handelte es in seiner Veröffentlichung „Häufig gestellte Fragen“ vom August 2006 dieses Beweismaterial mit der folgenden Frage und Antwort ab:
13. Warum hat die NIST-Untersuchung die Berichte über geschmolzenen Stahl in den Ruinen der WTC-Türme nicht berücksichtigt?
NIST-Ermittler ... fanden keinen Beweis, der das Schmelzen von Stahl in einem durch Flugbenzin entfachten Brand in den Türmen vor dem Einsturz stützen würde. Der Zustand von Stahl in den Ruinen der WTC- Türme (d. h., ob er in einem geschmolzenen Zustand war oder nicht) war irrelevant für die Untersuchung des Einsturzes, da er keine schlüssige Information über den Zustand des Stahls in den noch stehenden Türmen zulässt. ...
Unter bestimmten Umständen ist es denkbar, dass etwas von dem Stahl in den Ruinen geschmolzen ist, nachdem die Gebäude eingestürzt waren. Etwaiger geschmolzener Stahl wurde wahrscheinlicher von den durch lang dauernde Einwirkung von Verbrennungsvorgängen hervorgerufenen hohen Temperaturen in den Ruinen erzeugt, als durch den kurzzeitigen Kontakt mit Bränden oder Explosionen, als die Gebäude noch standen.
Jede Behauptung in NISTs Antwort ist nachweislich unwissenschaftlich:
Unverblümtes Leugnen war jedoch die Herangehensweise, die NIST-Ermittler John Gross anwendete. In einer Diskussion an der Universität von Texas im Oktober 2006 reagierte er auf eine Frage zum Auftreten von geschmolzenem Metall mit der folgenden Antwort:
Zuerst einmal lassen Sie uns zu Ihrer grundlegenden Prämisse zurückgehen, dass es dort eine Pfütze von geschmolzenem Stahl gegeben hätte. Ich kenne absolut niemanden, keinen Augenzeugen, der das so gesagt hat, niemanden, der das vorgebracht hat. Ich war an Ort und Stelle. Ich war auf den Schrottplätzen. Darum weiß ich nicht, dass dem so ist. Stahl schmilzt bei ungefähr 1430°C. Ich denke, es ist wahrscheinlich ziemlich schwierig, so eine Temperatur in einem Brand zu erreichen. [5]
Sulfidierter Stahl in WTC 7
In einem Artikel der New York Times, der im Februar 2002 veröffentlicht wurde, schrieben James Glanz und Eric Lipton:
Das vielleicht dunkelste Mysterium, das in der Untersuchung freigelegt wurde, besteht aus extrem dünnen Stücken Stahl, die vom World Trade Center 7 gesammelt wurden. … Der Stahl schmolz offensichtlich weg, aber bei keinem Brand in einem der Gebäude nahm man an, dass er heiß genug gewesen wäre, um Stahl komplett zu schmelzen. … Eine vorläufige Analyse am Worcester Polytechnic Institute [WPI] ... nimmt an, dass Schwefel, der während der Brände freigesetzt wurde - niemand weiß woher - sich mit Atomen im Stahl verbunden haben könnte und so Verbindungen eingegangen ist, die bei niedrigeren Temperaturen schmelzen. [6]
Die WPI-Professoren waren bestürzt, dass der Stahl „wie ein Schweizer Käse“ aussah. [7]
Sie legten ihre Analyse im Anhang C der FEMA Building Performance Study dar und gaben folgende Empfehlungen:
„Die schwere Korrosion und nachfolgende Erosion der Proben 1 und 2 sind ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. Für die Herkunft des Schwefels konnte keine eindeutige Erklärung gefunden werden. ... Eine detaillierte Studie über die Abläufe dieses Phänomens ist erforderlich. ...“
Eine einfache Erklärung für die Quelle des Schwefels, wie auch für die Korrosion und Erosion bei hohen Temperaturen ist „Thermat“, welches entsteht, wenn Schwefel Thermit zugefügt wird. In dem Aufsatz „Revisiting 9/11 - Applying the Scientific Method [9/11 erneut überdenken – unter Anwendung der wissenschaftlichen Methode]“ erklärt Dr. Steven Jones:
Wird dem Thermit Schwefel beigefügt, lässt es den Stahl bei einer viel geringeren Temperatur schmelzen. So schmilzt er anstatt bei ca. 1540°C bei ungefähr 990°C, und man erhält Sulfidierung und Oxidation in dem angegriffenen Stahl. ...
Die Reaktion von Thermat schreitet zügig voran und ist im Allgemeinen beim Zerschneiden von Stahl aufgrund des vorhandenen Schwefels schneller als gewöhnliches Thermit.
Links: Erodierter sulfidierter Stahl von WTC 7 auf dem Schrottplatz, bevor er abgetrennt und zur Untersuchung gebracht wurde
Rechts: John Gross, der NIST bei der FEMA Building Performance Study vertrat, posiert neben dem erodierten sulfidierten Stahl. NIST behauptete später, dass kein identifizierbarer Stahl von WTC 7 geborgen wurde, und John Gross leugnete die Existenz geschmolzenen Metalls.
Wie antwortete NIST auf die Empfehlung der FEMA?
Erstens, NIST ignorierte sie - d. h. es überging, was die New York Times das „vielleicht dunkelste Mysterium, das in der Untersuchung freigelegt wurde“, genannt hat.
Zweitens behauptete NIST, dass von WTC 7 kein identifizierbarer Stahl aufbewahrt wurde, und veröffentlichte folgende Antwort in seinen „Häufig gestellten Fragen“ zu WTC 7:
Nachdem [der Schutt] vom Tatort fortgeschafft worden war, konnte der Stahl von WTC 7 nicht klar bestimmt werden. Anders als Stücke von WTC 1 und WTC 2, die rot angemalt waren und Unterscheidungsmerkmale trugen, enthielt der Stahl von WTC 7 keine solchen Merkmale zur Bestimmung.
Drittens, als NIST bei dem WTC 7 Technical Briefing am 26. August 2008 gefragt wurde, ob NIST „irgendwelche Trümmer von WTC 7 auf chemische Rückstände von Spreng- oder Brandstoffen“ getestet hätte, antwortete NISTs leitender Ermittler Dr. Shyam Sunder:
[E]s wird oft Bezug genommen auf ein Stück Stahl von Gebäude 7. .... Aber jenes Stück Stahl ist nachher von Professor Barnett und von Professor Rick Sisson untersucht worden, der auch vom [WPI] kommt ... und sie berichteten in einem BBC-Interview, das am 6. Juli [2008] ausgestrahlt wurde, dass es keinen Befund gab, dass irgendein Rückstand in jenem ... Stahlstück eine Beziehung zu einem ... Brandsatz in dem Gebäude hätte.
Abgesehen davon, dass dies NISTs Äußerung widerspricht, dass kein bestimmbarer Stahl von WTC 7 aufbewahrt worden wäre, wirft Dr. Sunders Antwort die Frage auf: Warum ersuchte NIST nicht darum, das Stahlstück zu analysieren, wenn es wusste, dass es existierte? Darüber hinaus, warum führte NIST keine Experimente durch, um seine Haupterklärung der auf Brand aufgebauten Hypothese für die Quelle des Schwefels zu überprüfen, die darin bestand, dass die Gipswände des Gebäudes die Quelle wären?
Während NIST dieser Aufgabe nicht gewachsen war, stellte sich ihr ein Bauingenieur mit Namen Jonathan Cole. In seinem Experiment, das in dem Video 9/11 Experiments: The Mysterious Eutectic Steel / 9/11-Experimente: Der seltsame „eutektische Stahl“ dokumentiert ist, verwendete er einen I-Träger, der vollgepackt wurde mit zermahlenem Gipskarton, zerkleinertem Beton, Aluminiumspänen, Stahlstücken und Diesel, und er setzte dies 24 Stunden lang dem Feuer aus, wobei fortwährend Brennstoff wie Gestrüpp, Möbel, Bodendielen und Holzscheite zugefügt wurden.
Am Ende des Experiments berichtete er:
Das Aluminium, der Beton, der Gipskarton, der Dieseltreibstoff und die Gebäudematerialien verursachten keinerlei intergranulares Verschmelzen. Wenn also [diese Materialien] kein intergranulares Schmelzen und Sulfidierung auslösten, dann muss eine ungewöhnliche Substanz, die normalerweise nicht in Gebäuden vorkommt, diese verursacht haben. ...
Es gibt einen Grund, warum NIST ... nie irgendwelche Experimente durchführte oder jene Quelle des Schwefels fand, um das dunkelste der Mysterien zu lösen. NIST wusste wohl, dass die logischste Ursache für die Sulfidierung von Stahl eine Art von Thermitreaktion ist. …
Eisenkügelchen und andere Partikel im WTC-Staub
Drei wissenschaftliche Studien haben Beweise im WTC-Staub dokumentiert, die auf extrem hohe Temperaturen während der Zerstörung von WTC 1 und WTC 2 - und möglicherweise WTC 7 - hinweisen.
Der RJ Lee Report
Der RJ Lee Bericht wurde unter dem Titel „WTC Dust Signature [Charakteristik des WTC-Staubs]“ im Mai 2004 veröffentlicht und beschrieb im Staub gefundene „kugelförmige Eisen- und kugelförmige oder blasige Silikatpartikel, die von der Einwirkung hoher Temperaturen resultieren“.
Eine frühere Version von RJ Lees Bericht vermerkte 2003:
Verschiedene Metalle (vor allem Eisen und Blei) wurden während des WTC Ereignisses geschmolzen und brachten kugelförmige metallische Partikel hervor. Nachdem die Materialien großer Hitze ausgesetzt waren, formten sich aufgrund der Oberflächenspannung kugelförmige Partikel.
Partikel von Materialien, die unter der Einwirkung hoher Temperaturen verändert wurden, wie solche kugelförmigen Partikel von Eisen und Silikaten, sind im WTC-Staub weitverbreitet ... aber sie kommen gewöhnlich nicht in normalem Bürostaub vor.
Die Version von 2003 berichtete auch, dass Eisenpartikel, während sie nur bis zu 0,04% von normalem Gebäudestaub ausmachen, 5,87% des WTC-Staubs bildeten.
Eisen schmilzt nicht unter ca. 1540°C was, wie oben beschrieben wurde, nicht durch gewöhnliche Kohlenwasserstoffbrände erreicht werden kann. Dennoch wurden durch eine andere Entdeckung, die in RJ Lees Bericht dokumentiert ist, sogar noch höhere Temperaturen als 1540°C angezeigt:
Das Vorhandensein von Bleioxid auf der Oberfläche von Mineralwolle zeigt das Auftreten von extrem hohen Temperaturen während des Einsturzes an, die das metallene Blei dazu brachten, zu verdampfen, zu oxidieren und schließlich auf der Oberfläche der Mineralwolle zu kondensieren.
Die Berichtsversion aus dem Jahr 2003 nahm auch Bezug auf Temperaturen, „bei denen Blei sich einer Verdampfung unterzogen hätte“. Damit eine solche Verdampfung geschieht, müsste Blei bis zu seinem Siedepunkt auf 1749°C erhitzt werden.
Der USGS Report
Ein Bericht von der U. S. Geological Survey (USGS) wurde 2005 unter dem Titel „Particle Atlas of World Trade Center Dust [Übersicht der Partikel im WTC-Staub]“ veröffentlicht. Er stellte „Spuren bis geringe Mengen“ an „Metallen oder Metalloxiden“ im WTC-Staub fest und präsentierte Mikroaufnahmen dieser Partikel, von denen zwei mit „eisen-reiche Kugeln“ beschriftet waren.
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme mit EDS (Energy-Dispersive X-ray Spectroscopy) einer „eisen-reichen Kugel“, erstellt von USGS.
Steven Jones u. a.
Von Dr. Steven Jones und sieben anderen Wissenschaftlern wurde im Frühjahr 2008 der Artikel „Extremely high temperatures during the World Trade Center destruction [Extrem hohe Temperaturen während der Zerstörung des World Trade Centers]“ veröffentlicht, der die Punkte zwischen den früheren Berichten von RJ Lee und USGS verband. Er lieferte auch neue Beobachtungen, die auf der Analyse von Proben des WTC-Staubs gründeten, die Dr. Jones erzielt hatte. Die Autoren schrieben:
Die Bildung von Kügelchen in dem Pulver impliziert die Erzeugung von Materialien, die irgendwie in die Luft gesprüht wurden, sodass die Oberflächenspannung die geschmolzenen Tropfen in nahezu kugelige Form zieht. Die Form ist bewahrt worden, als die Tröpfchen sich in der Luft verfestigten.
In Ergänzung zu der Beobachtung von Kügelchen aus Eisen und Silikat behandelt ihre Studie das Vorkommen von Molybdän-Kügelchen, das in der USGS-Studie dokumentiert wurde, aber nicht in den Bericht eingegangen ist. (Diese ergänzenden Daten aus der USGS-Studie wurden aufgrund einer FOIA-Anfrage erhalten.) Molybdän ist bekannt für seinen extrem hohen Schmelzpunkt von 2623°C.
Jones' Studie behandelte auch den Nachweis von noch höheren Temperaturen, wie sie im RJ Lee Bericht enthalten sind (Zitat aus dem RJ Lee Bericht):
Einige Partikel zeigen den Befund, dass sie einer Feuersbrunst ausgesetzt waren, z. B. die kugelförmigen Metalle und Silikate, und blasige Partikel (mit runder offener poröser Struktur und einem Aussehen wie ein Schweizer Käse als Folge von Verkochung und Verdampfung). ... Diese transformierten Materialien sind unter anderem: kugelförmige Eisenpartikel, kugel- und blasige Silikatpartikel, und blasige kohlenstoffhaltige Partikel.
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme mit EDS (Energy-Dispersive X-ray Spectroscopy) eines blasigen Aluminiumsilikats, erstellt von RJ Lee.
Dr. Jones und seine Mitautoren beobachteten:
Aluminiumsilikate schmelzen bei ca. 1450°C. … Wir sind nicht davon überzeugt, dass das Verkochen von Aluminiumsilikaten eine notwendige Bedingung ist, um die beobachteten porösen Strukturen zu erzeugen; Schmelzen und Verdampfen von kleineren Bestandteilen ist hinreichend. Aber wenn das „Aussehen wie ein Schweizer Käse“ wirklich ein Ergebnis von „Verkochung und Verdampfung“ des Materials ist, wie es der [RJ Lee] Bericht nahelegt, dann weisen wir darauf hin, dass die Siedetemperatur von Aluminiumsilikaten bei annähernd 2760°C liegt.
Sie gaben dazu eine Tabelle an (siehe unten), die die Temperaturen zusammenfasste, die nötig waren, um den verschiedenen Nachweisen von hohen Temperaturen bei der Zerstörung des World Trade Centers Rechnung zu tragen. Sie stellten diese den viel niedrigeren Maximaltemperaturen gegenüber, die mit den Bränden am 11. September in Verbindung gebracht wurden.
Tabelle 6: annähernd benötigte Minimaltemperaturen
Prozess und Material °C
Bildung von Fe-O-S Eutektikum (mit ~50 Mol % Schwefel) in Stahl 1000
Schmelzen von Aluminiumsilikaten (Bildung von Kügelchen) 1450
Schmelzen von Eisen (Bildung von Kügelchen) 1538
Schmelzen von Eisen(III)oxid (Bildung von Kügelchen) 1565
Verdampfen von Blei 1740
Schmelzen von Molybdän (Bildung von Kügelchen) 2623
Verdampfen von Aluminiumsilikaten 2760
Nachgebildet aus der Studie Extremely High Temperatures during the WTC Destruction
NIST ist der Anerkennung des Nachweises von extrem hohen Temperaturen im WTC-Staub am nächsten gekommen, als es mit einem unabhängigen Forscher per E-Mail über die Veröffentlichung von NISTs Entwurf zum Bericht über WTC 7 kommunizierte. NIST antwortete auf die Anfrage des Forschers mit einem einzigen Satz:
„Das Untersuchungsteam von NIST hat keine kohärente und glaubwürdige Hypothese dafür gefunden, wie eisenreiche Kugeln mit dem Einsturz von WTC 7 verbunden sein könnten.“ [8]
Schlüsselbegriffe
Thermit: eine Mischung aus pulverisiertem Aluminium und Eisenoxid (Rost). Wenn es entzündet wird, reduziert Aluminium das Eisenoxid bei 2000-2500°C zu geschmolzenem Eisen. Es wird gewöhnlich für das Verschweißen von Bahngleisen und in Granaten verwendet. Üblicherweise wird es nicht bei geplanten Abrissen eingesetzt.
Nanothermit: aus Nanopartikeln (um die 100 nm [Nanometer, 1 nm = ein millionstel mm]) hergestelltes Thermit. Seine vergrößerte Oberfläche lässt es viel schneller als herkömmliches Thermit reagieren, wobei die Temperatur im Reaktionsgebiet 2700°C übersteigen kann.
Nanothermit im WTC-Staub
Im April 2009 veröffentlichte eine Gruppe Wissenschaftler, geleitet von Dr. Niels Harrit, einem Experten in Nanochemie, der über 40 Jahre an der Universität von Kopenhagen lehrte, einen Artikel im Open Chemical Physics Journal mit dem Titel „Active Thermitic Material Discovered in Dust from the 9/11 World Trade Center Catastrophe [Nachweis von reaktionsfähigem thermitischen Material im Staub der World Trade Center- Katastrophe vom 11. September 2001]“. Diese Arbeit, die über die Ergebnisse der Experimente berichtete, die an kleinen rot-grauen, zweilagigen Plättchen durchgeführt wurden, die in mehreren unabhängigen Proben des WTC-Staubs gefunden wurden, kam zu dem Schluss, dass die Plättchen zum Teil aus unreagiertem Nanothermit bestanden, eine Form von Thermit mit explosiven Eigenschaften, das auf Nanoebene entwickelt wurde.
Gemäß ihrer Analysen bestanden die grauen Seiten der Plättchen aus einem „hohen Anteil Eisen und Sauerstoff einschließlich einer kleineren Menge Kohlenstoff“, während die roten Seiten diverse Merkmale hatten, die auf Thermit und Nanothermit hinweisen.
Merkmale, die auf Thermit hinweisen
Merkmale, die auf Nanothermit hinweisen
Rasterelektronenmikroskopie (BSE, backscattered electron) eines rot-grauen Plättchens.
Das Vorhandensein der oben beschriebenen Substanz im WTC-Staub legt dringend nahe, dass Nanothermit bei der Zerstörung von WTC 1, WTC 2 und WTC 7 verwendet wurde.
Welche anderen Erklärungen gibt es für diese Substanz?
Die erste Möglichkeit ist die, dass die rot-grauen Plättchen tatsächlich Farbplättchen waren. Die Forscher untersuchten diese Möglichkeit - zuerst indem sie die Plättchen in Butanon eintauchten (ein Lösungsmittel, das auch als Methylethylketon bekannt ist), um die Farbplättchen aufzulösen, wobei es nicht gelang, die rot-grauen Plättchen aufzulösen, und zweitens, indem die rot-grauen Plättchen und bekannte Farbplättchen einer heißen Flamme ausgesetzt wurden. Die Farbplättchen zerfielen zu Asche, während die rot-grauen Plättchen dies nicht taten.
Die zweite Möglichkeit ist die, dass der WTC-Staub irgendwie während der Aufräumarbeiten mit den rot-grauen Plättchen verunreinigt worden sein könnte. Jedoch wurde diese Hypothese verworfen, weil alle vier Staubproben zu Zeiten und an Orten genommen worden waren, die irgendeine Verunreinigung ausschlossen. Eine Probe wurde 20 Minuten nach dem Einsturz von WTC 1 eingesammelt. Von den anderen drei Proben wurden zwei am folgenden Tag gesammelt.
Mit diesen zwei verworfenen Möglichkeiten ist keine andere plausible Erklärung abgegeben worden. Auch hat NIST nicht auf die veröffentlichte Entdeckung von Nanothermit im WTC-Staub reagiert.
Deshalb stellt das Vorhandensein von unreagiertem Nanothermit im WTC-Staub einen zwingenden Beweis dar - der durch andere Befunde über chemische Reaktionen bei hohen Temperaturen untermauert wird -, dass WTC 1, WTC 2 und WTC 7 durch geplante Sprengungen zerstört wurden, wobei Nanothermit und wahrscheinlich andere Spreng- und Brandstoffe verwendet wurden.
NISTs Weigerung, auf Sprengstoff- oder Thermit-Rückstände zu testen
Trotz des zwingenden Beweises für Thermitreaktionen bei hohen Temperaturen, die oben untersucht wurden, hat NIST es abgelehnt, Tests in Bezug auf Sprengstoffe oder Rückstände von Thermit durchzuführen. NIST führt folgende Frage und Antwort in seinen „Häufig gestellten Fragen“ zu WTC 1 und WTC 2 an:
Wurde der Stahl auf Sprengstoff- oder Thermit-Rückstände getestet?
NIST führte keine Tests auf Rückstände solcher Verbindungen am Stahl durch. ... Analysen des WTC-Stahls auf Elemente von Thermit/Thermat wären nicht notwendigerweise schlüssig gewesen. Die Metallverbindungen wären auch in den Baumaterialien vorhanden gewesen, mit denen die WTC-Türme errichtet wurden, und der Schwefel ist in Gipskartonwänden vorhanden, die für die Abtrennungen der Innenräume verbreitet waren.
Aber, um den oben erwähnten Punkt zu wiederholen, ein Befund wird in der Wissenschaft nicht ignoriert, nur weil er nicht schlüssig ist. Tatsächlich hat NIST viele Tests während des Verlaufs seiner Untersuchungen durchgeführt, die nicht schlüssig waren (vgl. Kapitel 6). Mit den Befunden, die in diesem Kapitel beleuchtet wurden, von denen einige bereits ausgiebig während der NIST-Untersuchung diskutiert wurden, hatte NIST allen Grund, sehr einfache Labortests in Bezug auf Sprengstoff- und Thermit-Rückstände durchzuführen, unabhängig von der Frage, ob solche Tests schlüssig sein würden oder nicht.
Darüber hinaus impliziert NISTs Antwort tatsächlich, dass solch ein Testverfahren schlüssig hätte sein können. In der Tat wäre ein negatives Ergebnis sicherlich schlüssig. Ein positives Ergebnis hätte auch schlüssig sein können. Dieses Argument wurde vorgebracht in dem Einspruch zu NISTs Antwort auf die Anfrage für eine Korrektur, die 2007 eingereicht wurde, welche die folgende Aussage von Materials Engineering, Inc. zitiert:
Wenn Verbindungen für Thermitreaktionen verwendet werden, um einen Brand zu entfachen, dann rufen sie ein charakteristisches Brandmuster hervor, und sie lassen Beweise zurück. Die Verbindungen sind ziemlich einmalig in ihrer chemischen Zusammensetzung. ... Während einige dieser Elemente in dem Brand verzehrt werden, sind viele auch noch in den Rückständen übrig. ... Die Ergebnisse [einer energiedispersiven Röntgenspektroskopie an winzigen Rückstandsspuren], verbunden mit dem visuellen Befund vor Ort, stellen eine absolute Sicherheit dar, dass Verbindungen für thermitische Reaktionen zugegen waren. ...
Der Einspruch folgert darum:
Es ist schwierig, sich ein Szenario vorzustellen, in welchem ein Test auf Sprengstoffrückstände nicht schlüssig wäre. ... Wenn nicht NIST ein plausibles Szenario angeben kann, das unschlüssige Testergebnisse über Sprengstoffrückstände hervorbringt, ist sein vorgegebener Grund dafür, keine solchen Tests durchgeführt zu haben, in keiner Weise überzeugend.
NIST überging diesen Punkt in seiner Antwort auf den Einspruch und gab kein solches Szenario heraus.
Schlussfolgerung
Tabelle 7: Wie Forscher den Beweisen Rechnung getragen haben, die das Auftreten von chemischen Hochtemperatur-Reaktionen aufzeigen
In diesem Kapitel untersuchten wir fünf Bereiche von Beweisen, die das Auftreten von Thermitreaktionen mit hohen Temperaturen bei der Zerstörung von WTC 1, WTC 2 und WTC 7 aufzeigen. Tabelle 7 oben gibt jeden Bereich der Befunde wieder und zeigt, wie Forscher, die die verschiedenen konkurrierenden Hypothesen unterstützen, den Beweisen Rechnung getragen haben.
Wir fanden, dass NIST bedauerlicherweise unangemessene und falsche Erklärungen für das geschmolzene Metall abgab, das man aus WTC 2 herausströmen sah und in den Trümmern aller drei Gebäude fand. Darüber hinaus gab NIST keine Erklärung für die Sulfidierung von Stahl im WTC 7 und keine Erklärung für den Befund von extrem hohen Temperaturen im WTC-Staub, außer zu leugnen, dass eine kohärente und glaubwürdige Hypothese existiert, um diese zu erklären. Schließlich hat NIST die Entdeckung von unreagiertem Nanothermit im WTC-Staub nicht kommentiert.
Auf der anderen Seite - wie beim baulichen Verhalten von WTC 1, WTC 2 und WTC 7 auch - erklärt die Hypothese der geplanten Sprengung leicht, einfach und vollständig alle Beweise, die das Auftreten von Thermitreaktionen mit hohen Temperaturen aufzeigen.
Anmerkungen
[1] NIST: NCSTAR 1-5A, S. 374–376
Les Robertson confirms molten metal in WTC [Les Robertson bestätigt geschmolzenes Metall in WTC Fundamenten] - AE911Truth.org (1:43)
9/11 Molten Metal „Like you're in a foundry“ [Geschmolzenes Metal „wie in einer Gießerei“] (0:35)
9 11 Ken Holden Testify „Molten Metal“ [K. H. bezeugt „geschmolzenes Metall“] (0:40)
John Gross denies existance [sic] of molten metal [J. G. leugnet das Vorhandensein von geschmolzenem Metall] (0:40)
[6] James Glanz und Eric Lipton: „A Search for Clues in the Towers’ Collapse [Eine Suche nach Anhaltspunkten für den Einsturz der Türme]“ in The New York Times vom 2. Februar 2002E
[7] Joan Killough-Miller: „The Deep Mystery of Melted Steel“, WPI Transformations (Frühjahr 2002)
[8] Griffin, S. 43, 282. Griffin beschreibt einen E-mail-Austausch zwischen dem Forscher Shane Geiger und NISTs Pressesprecher Gail Porter, den Geiger an Griffin weiterleitete.

NIST: durch Brand eingeleitetes Versagen

Unabhängige Forscher:
Geplante Sprengung

Aus WTC 2 strömendes flüssiges Metall

Dokumentiert dies ausgiebig, ohne Experimente durchzuführen; behauptet, dass es geschmolzenes Aluminium vom Flugzeug, mit organischen Materialien vermischt, wäre.

Stimmen zu, dass es Eisen/Stahl ist, und interpretieren es als Beweis einer Thermitreaktion. Führen Experimente durch, die NISTs Erklärung ausschließen.

Geschmolzenes Metall in den Trümmern

Weder Bestätigung noch Leugnung. Behauptet spekulativ und fälschlicherweise, dass Stahl in den Trümmern geschmolzen sein könnte.

Bestätigen dies und interpretieren es als Beweis einer Thermitreaktion.

Sulfidierter Stahl im WTC 7

Ignoriert Empfehlung der FEMA zu einer weiteren Studie

Bestätigen ihn und interpretieren ihn als Beweis einer Thermatreaktion.

Eisenkügelchen und andere Partikel im WTC-Staub

Ignoriert sie völlig.

Anerkennen und interpretieren sie als Beweis von extrem hohen Temperaturen, die von Thermitreaktionen verursacht werden.

Nanothermit im WTC-Staub

Ignoriert es völlig.

Anerkennen und interpretieren dies als Beweis für die Verwendung von Nanothermit bei der Zerstörung von WTC 1, WTC 2 und WTC 7.
Kapitel 5: Hochtemperatur-Thermitreaktionen
Mikroaufnahmen der rot-grauen Plättchen von jeder der vier Proben des WTC-Staubes. Die Einfügung in (d) zeigt die graue Schicht der Plättchen.