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Der Fachkräftemangel in der Pflege bringe «grosse Herausforderungen für Gesundheitsakteure mit sich», schreibt der Regierungsrat in seiner am Freitag veröffentlichten Antwort zu einer Interpellation von Paul Kaufmann (Mitte). Wenn langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in andere Branchen abwanderten oder in Pension gingen, führe dies zu einem Wissensverlust.
«Jede helfende Hand willkommen»
Die Betriebe hätten Mühe, auf dem ausgetrockneten Arbeitsmarkt geeignete festangestellte Nachfolgerinnen und Nachfolger zu finden. Dabei sei häufig «jede helfende Hand willkommen», besonders auch «gut ausgebildete Temporärmitarbeitende».
Temporäreinsatz «nicht ohne Not»
Weil die Kosten höher seien, weil etwa 18 bis 25 Prozent als Provision an die Temporärbüros gingen, würden die Betriebe jedoch «nicht ohne Not» auf solche Lösungen zurückgreifen, schreibt die Regierung weiter. Aufgrund des Fachkräftemangels würden die Gesundheitsbetriebe jedoch häufig keine andere Möglichkeit sehen.
Der Regierungsrat sehe «keinen Handlungsbedarf» und es gebe auch keine rechtlichen Grundlagen, die es dem Kanton erlaubten, «verbindliche Vorgaben zu machen hinsichtlich eines maximalen Anteils an Temporärmitarbeitenden».
Gleichzeitig betonte die Regierung in ihrer Antwort, dass man viel unternehme, um dem Personalmangel entgegenzutreten. Zum Beispiel mit der Ausbildungsoffensive, die im Rahmen der Pflegeinitiative gestartet worden ist.