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- Mindestens acht Menschen haben wegen des Ex-Hurrikans «Florence» ihr Leben verloren.
- Eine Million Menschen sind im US-Südosten mitterweile ohne Strom.
- Die heftigen Regenfälle dürften noch bis Mitte kommender Woche anhalten, meint SRF-Korrespondent Fredy Gsteiger.
- Als Tropensturm, der nur langsam weiterzieht, ist das gewaltige Monster noch gefährlicher als in seinem Hurrikan-Stadium.
Es regnet ohne Unterlass in den Bundesstaaten South und North Carolina. Gegen eine Million Menschen sind ohne Strom, fast 23'000 leben in Notunterkünften, viele andere wurden grossräumig evakuiert.
Zwar sind die Schäden durch Sturmwinde oder durch Flutwellen geringer als ursprünglich erwartet. Doch weil sich «Florence» nur noch im Schritttempo bewegt, dürften die heftigen Regenfälle noch bis Mitte nächster Woche anhalten.
Immer mehr Katastrophengebiete
Die Überschwemmungsgefahr sei grösser als am Anfang, sagt Roy Cooper, der Gouverneur von North Carolina. Er nennt den Sturm «einen uneingeladenen Gewalttäter, der einfach nicht gehen will». Weshalb zurzeit mehr Leute bedroht seien als vor zwei Tagen, als «Florence» noch als Hurrikan galt.
Bis Mittwoch dürften die Wasserpegel weiter steigen. Die US-Regierung erklärt immer mehr Bezirke zu Katastrophengebieten. Das erlaubt es, Mittel für den Wiederaufbau freizumachen und für die Deckung nicht versicherter Schäden.
New Bern besonders betroffen
Besonders stark betroffen ist die an einem Flussufer gelegene, 1710 von Schweizer Siedlern gebaute Stadt New Bern, die rund 30'000 Einwohner zählt.
Dort fielen innerhalb von 48 Stunden mehr Niederschläge als sonst in einem halben Jahr. Gebäude und Statuen aus der Kolonialzeit wurden zerstört.
Fredy Gsteiger
Diplomatischer Korrespondent, SRF
Der diplomatische Korrespondent ist stellvertretender Chefredaktor bei Radio SRF. Vor seiner Radiotätigkeit war er Auslandredaktor beim «St. Galler Tagblatt», Nahost-Redaktor und Paris-Korrespondent der «Zeit» sowie Chefredaktor der «Weltwoche».