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Die Schweiz kann ihre klimapolitischen internationalen Verpflichtungen einhalten - aber nicht ohne zusätzliche Massnahmen. Dies zeigt ein Bericht, den das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Montag in Kopenhagen vorstellte.Dieser Inhalt wurde am 14. Dezember 2009 - 18:42 publiziert
Der Bericht liefert eine Übersicht über die Schweizer Klimapolitik seit 2005. Er zeigt auf, wie sich die Treibhausgasemissionen entwickelt haben und beschreibt Prognosen für deren weiteren Verlauf bis 2020.
Bis zu diesem Zeitpunkt will die Schweiz ihre Emissionen sicher um 20%, allenfalls sogar um 30% senken, verglichen mit 1990, dem Referenzjahr des Kyoto-Protokolls.
Um dieses Ziel zu erreichen, sind jedoch laut Bericht zusätzliche Massnahmen nötig, die der Bundesrat dem Parlament im Rahmen der Revision des CO2-Gesetzes vorschlägt. Daneben braucht es aber auch Kompensationen im Ausland durch den Kauf von Emissionszertifikaten.
Voraussichtlich erreichen wird die Schweiz so auch das Ziel, bis 2012 den Ausstoss von Treibhausgasen gegenüber 1990 um 8% zu reduzieren, wie das BAFU mitteilte.
Pessimistisch beurteilt die Nichtregierungs-Organisation Alliance Sud den bisherigen Verlauf der Klimakonferenz in Kopenhagen. "Es wird kein Weihnachtsgeschenk geben in Kopenhagen", sagte Rosmarie Bär von Alliance Sud in Kopenhagen.
Nach über zehn Konferenz-Tagen als Teil der Schweizer Delegation zeigte sich Bär enttäuscht. "Ich bin frustriert. Der politische Wille, in kurzer Frist das Notwendige zu tun, ist nicht sichtbar. Ich habe Angst um die Zukunft des Planeten", so Bär.
swissinfo.ch und Agenturen
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