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Jakob Grubenmann, 1694 – 1758
Jakob beginnt seine Laufbahn als Turmdecker. So schindelt er 1717 den Kirchturm in Teufen ohne Gerüst. Als Zimmermann baut Jakob, jetzt 22-jährig, den Dachstuhl der Kirche in Speicher und im gleichen Jahr in Bühler. Nun beginnt für Jakob die sehr erfolgreiche Tätigkeit als Architekt und Baumeister von Kirchen, Bürgerhäusern und herrschaftlichen Bauten, die ihn weit über die engere Heimat hinaus führt. Mit seinen besonderen Dachstuhlkonstruktionen kann er weitere Räume schaffen. Sein grosses Ansehen bringt dem reformierten Ausserrhoder auch Aufträge für katholische Kirchen. Seine vornehmen Wohnbauten, wie die Paläste Kawatzen und Baumgarten in Lindau, die Fabrikantenhäuser in Herisau und der Wiederaufbau von Bischofszell festigen seinen Ruf. In Teufen übernimmt er um 1730 das «Gasthaus zum Hecht» und führt es mit seiner Frau Magdalena Oertli. Sein eigenwiliges Wesen führt ihn oft in Schwierigkeiten, aber dank seiner beruflichen Tüchtigkeit verzeiht man ihm meist die Härten seines Charakters.