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Ein Bilderbuch zum Philosophieren: «MEHR … immer mehr!» von I. C. Springman und Brian Lies
Inhalt
Die Geschichte handelt von einer Elster, die anfänglich nichts hat. Eine kleine Maus gibt ihr eine farbige Glasmurmel, nun hat sie schon etwas. Die Elster sammelt nun aber immer mehr Gegenstände, mehr und mehr, viel, zu viel – sie benötigt nun schon mehrere Nester –, bis in einem Nest viel zu viel ist. «Genug!», ruft die besorgte Maus, doch schon bricht der Ast und alle gefundenen Schätze fallen mitsamt der Elster herunter. Mit Hilfe der Maus gelingt es der Elster, ihre Sammlung zu reduzieren, weniger und weniger, so dass sie am Ende genau genug hat.
Sprache
- Der Text beschränkt sich auf Wörter mit unbestimmten Mengenangeben: anfangs zunehmend (nichts, wenig, mehr, viel zu viel, mehr als genug) und dann abnehmend (weniger, nicht mehr viel, genug).
Bilder
- detailgenaue und realitätsnahe Bilder
- In den Schätzen der Elster lassen sich viele Objekte aus dem Alltag der Kinder entdecken.
Themen
- Wünsche: Was wünsche ich mir? Gehen alle Wünsche in Erfüllung?
- Freundschaft: Wie entsteht eine Freundschaft? Woran merkt man, dass man befreundet ist? Welche Gefühle gehören zu einer Freundschaft? Wer kann mit wem befreundet sein?
- Besitz: Was brauche ich? Wann habe ich genug? Wann habe ich zu viel, wann zu wenig – und wie kann ich das wissen?
- Nachdenken über den Wert der Dinge: Was ist weshalb wertvoll?
- Gier: Wenn man immer mehr haben möchte …
Mögliche Aufgaben
- Begriffe klären: Was bedeutet «wenig», was bedeutet «viel», was heisst «genug»?
- verknüpfen mit Mathematik: verschieden grosse Mengen (z. B. mit Steinen) bilden, diesen Mengen Zahlen zuordnen, davon Teilmengen bilden und mit den Begriffen verknüpfen (mehr, weniger) und die Frage stellen: Könnte man so viele Dinge sammeln, dass man sie nicht mehr zählen kann?
- das Geschehen beschreiben und sich hineinversetzen: Was macht die Elster? Warum sammelt sie wohl die Dinge? Warum möchte sie mehr? Merkt sie, wann genug ist?
- die Perspektive wechseln und die Geschichte aus der Sicht der kleinen Maus erzählen
- phantasieren: Warum hat die Elster am Ende wohl gerade diese zwei Gegenstände behalten? Wohin sind Maus und Elster am Ende unterwegs?
- über Freundschaft nachdenken: Sind Maus und Elster Freunde? Wer hilft hier wem? Können so unterschiedliche Wesen Freunde sein?
- über Besitz nachdenken: Sammelst du auch Dinge? Hast du davon wenig, viel, zu viel, genug? Könnte es auch weniger sein? Was wäre für dich genau genug und warum?
- eigene Sammlungen von Fundstücken anlegen, ordnen nach verschieden Kriterien, sortieren nach Wert, dabei überlegen: Was ist wertvoll für mich? Gilt das auch für andere?
- über Wünsche und materielle/immaterielle Werte nachdenken: Was wünsche ich mir? Gehen meine Wünsche in Erfüllung? Welche nicht? Kann ich mir auch etwas wünschen, das ich nicht anfassen kann?
- über Stereotypen / stereotype Bilder von Tieren nachdenken: Warum gelten Elstern als diebisch?
- über Gier nachdenken: Wie erkennt man Gier? Ist die Elster in der Geschichte gierig? Wann ist man gierig? Ist Gier etwas Gutes oder Schlechtes?
Hinweis
Elstern haben einen schlechten Ruf: Es wird ihnen nachgesagt, sie seien diebisch und tragen glänzende Kostbarkeiten in ihr Nest. Dies ist aber nachweislich falsch. Das Bilderbuch lässt sich sehr gut mit NMG 2 verknüpfen, um mehr über diesen faszinierenden Vogel herauszufinden