Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03483.jsonl.gz/2062

In meinem letzten Beitrag haben wir den Darm näher betrachtet sowie die transanale Irrigation als eine Möglichkeit zur Behebung von Darmentleerungsproblemen vorgestellt. Heute wollen wir das Thema Harnwegsinfektionen (HWI) näher beleuchten und die verschiedenen Begrifflichkeiten erläutern.
Liebe Leserinnen und liebe Leser, mein Name ist Catharina Cziczkat, ich arbeite bei Wellspect als Medical Advisor D/A/CH, bin Krankenschwester, genauer gesagt
Fachkrankenschwester zur Pflege wirbelsäulen- und rückenmarkverletzter Menschen. Seit Jahren berate ich Menschen mit Blasen- und Darmentleerungsproblemen aufgrund einer Querschnittlähmung, einer Spina bifida oder Multipler Sklerose und leite diese Betroffenen zum intermittierenden Katheterismus und zur transanalen Irrigation an.
Harnwegsinfekte sind häufig ein Grund, einenArzt/eine Ärztin aufzusuchen. Doch wann spricht man von einer Harnwegsinfektion und wann von einer asymptomatischen Bakteriurie (ABU)? Beide Erscheinungen werden grundlegend unterschiedlich behandelt. Ein bewiesener Harnwegsinfekt wird antibiotisch behandelt, während eine asymptomatische Bakteriurie nicht antibiotisch behandelt werden sollte. Eine asymptomatische Bakteriurie liegt vor, bei Ausscheiden von Bakterien im Urin, die jedoch
mit keinerlei weiteren Beschwerden verbunden sind. Häufig wird diese Diagnose bei Routineuntersuchungen gestellt.
Symptome, die auf einen HWI hindeuten, können sein:
• Schmerzen beim Wasserlassen,
• unaufschiebbarer Harndrang,
• häufiger Harndrang mit ggfs. geringen
Urinmengen,
• Fieber > 38° C,
• übelriechender, trüber Urin,
• Flankenschmerz,
• neu auftretende Inkontinenz,
• verstärkte oder neu auftretende Spastik,
• autonome Dysreflexie.
Der Nachweis einer erhöhten Bakterienzahl im Urin sowie das Auftreten der genannten Symptome
deuten auf einen HWI hin, dieses sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Menschen, die an einer Blasenentleerungsstörung leiden, können häufiger von Harnwegsinfekten betroffen sein. So kann z. B. eine nicht vollständig entleerte Blase, also der sogenannte Restharn, Harnwegsinfekte begünstigen.
Hilfreich sind hier Maßnahmen zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten:
• adäquate Technik des intermittierenden Katheterismus,
• Einmalblasenkatheter, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind,
• hochwertige Einmalblasenkatheter,
• vermeiden Sie eine Blasenüberdehnung (Blasenvolumen beim Katheterisieren max. 500 ml),
• achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge von 1,5–2 l Flüssigkeit/Tag,
• Beherrschung der Speicherkapazität der Blase.
Diese Empfehlungen entstammen der S2K Leitlinie: Management und Durchführung des intermittierenden Katheterismus bei neurogener Dysfunktion des unteren Harntraktes (AWMF Nr. 043/048). Diese Leitlinien benennen u. a. die Ansäuerung des Urins oder die Einnahme pflanzlicher Mittel mit „antibakterieller Wirkung“ als hilfreich. Lassen Sie sich dazu von ihrem behandelnden Arzt/ihrer behandelnden Ärztin beraten.
In der Begleitung meiner Patient/*innen rate ich immer: Lernen Sie Ihren Körper gut kennen. Wie fühlen sich Symptome an, wie erlebe ich Körperersatzzeichen? Wie sieht mein „normaler“ Urin aus? Wie schaut eine regelrechte Stuhlentleerung aus?
Achten Sie auf die beschriebenen Zeichen und Symptome, um gegebenenfalls eine beginnende
HWI zu erkennen und direkt den Arzt/die Ärztin kontaktieren zu können. Führen Sie weiterhin den intermittierenden Katheterismus durch, kontrollieren Sie führen Sie eine gute Intimpflege durch. Hinterfragen Sie Ihr Darmmanagement.
Mit LoFric erhalten Sie eine große Auswahl an Kathetertypen, die das Risiko für Harnwegsinfekte
und Hämaturie nachweislich reduzieren und auch bei Langzeitanwendung sicher sind. Die einzigartige Urotonic™ Surface Technology von LoFric ist gut dokumentiert und reduziert nachweislich das Risiko von Komplikationen.
Sprechen Sie uns an, meine Kolleg/*innen und ich beraten Sie gerne zu den angesprochenen
Themen, außerdem halten wir umfangreiches Infomaterial für Sie bereit.
Wir freuen uns, Sie begleiten zu dürfen.
Herzlichst, Ihre Catharina Cziczkat
Mehr zum Thema Harnwegsinfekte und wie sie vermieden werden können, erfahren Sie auch in unserer Informationsbroschüre Harnwegsinfektionen aus unserer enCATHopedia-Reihe.