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Woher kommen Entzündungen im Körper?
Reaktion des Immunsystems
Eine Entzündung ist ein wesentlicher Bestandteil der Reaktion des Immunsystems auf Verletzungen und Infektionen. Auf diese Weise signalisiert der Körper dem Immunsystem, das beschädigte Gewebe zu heilen und zu reparieren sowie sich gegen fremde Eindringlinge wie Viren und Bakterien zu verteidigen.
Ohne Entzündungen im Körper – als physiologische Reaktion – würden Wunden eitern und Infektionen könnten tödlich werden.
Wenn der Entzündungsprozess jedoch zu lange andauert oder wenn Körperentzündungen an Stellen auftreten, an denen sie nicht benötigt werden, können sie problematisch werden. Chronische Entzündungen wurden mit bestimmten Krankheiten wie Herzerkrankungen oder Schlaganfall in Verbindung gebracht und können auch zu Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis und Lupus führen. Eine gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil können jedoch dazu beitragen, die Entzündungen unter Kontrolle zu halten.
Akute Entzündungen im Körper
Akute Entzündungen treten nach einem Schnitt am Knie, nach einem verstauchten Knöchel oder bei Halsschmerzen auf. Es handelt sich um eine kurzfristige Reaktion mit lokalisierten Effekten – das heisst, sie kommt genau an der Stelle vor, an der ein Problem besteht. Die Anzeichen einer akuten Entzündung sind Rötung, Schwellung, Hitze und Funktionsverlust und Schmerzen.
Im Falle einer akuten Entzündung erweitern sich die Blutgefässe, der Blutfluss steigt an und weisse Blutkörperchen schwärmen im verletzten Bereich, um die Heilung zu fördern. Diese Reaktion führt dazu, dass der verletzte Bereich rot wird und anschwillt.
Während einer akuten Entzündung werden Chemikalien, die als Zytokine bekannt sind, vom beschädigten Gewebe freigesetzt. Die Zytokine wirken als «Notsignale», die die Immunzellen, Hormone und Nährstoffe in den Körper einbringen, um das Problem zu beheben.
Darüber hinaus bilden hormonähnliche Substanzen, die als Prostaglandine bekannt sind, Blutgerinnsel, um das beschädigte Gewebe zu heilen. Im Rahmen des Heilungsprozesses lösen sie des Weiteren Schmerzen und Fieber aus. Während der Körper heilt, lässt die akute Entzündung allmählich nach.
Chronische Entzündungen
Niedrige Entzündungsraten können durch eine wahrgenommene innere Bedrohung ausgelöst werden, selbst wenn keine Krankheit zu bekämpfen oder eine Verletzung zu heilen ist. Manchmal signalisiert dies dem Immunsystem, darauf zu reagieren. Infolgedessen schwärmen weisse Blutkörperchen, haben aber nichts zu tun und können nirgendwo hingehen, und sie könnten schliesslich anfangen, innere Organe oder andere gesunde Gewebe und Zellen anzugreifen.
Laut Studien konnte eine chronische Entzündung mit Herzerkrankungen und Schlaganfall in Verbindung gebracht werden. Eine Theorie besagt, dass entzündliche Zellen, wenn sie zu lange in Blutgefässen verbleiben, die Bildung von Plaque fördern. Der Körper nimmt diese Plaque als eine Fremdsubstanz wahr, die nicht dazu gehört, und versucht die Plaque von dem in den Arterien fliessenden Blut abzuschirmen. Wenn die Plaque instabil wird und reisst, bildet sie ein Gerinnsel, das den Blutfluss zum Herzen oder Gehirn blockiert und einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslöst.
Entzündungen als Ursache für Krebs?
Chronische, leicht entzündliche Erkrankungen weisen häufig keine Symptome auf, aber Ärzte können die Höhe des C-reaktiven Protein (CRP) im Blut testen. Hohe CRP-Werte wurden mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Ein viel zu hoher CRP-Spiegel kann zudem auf eine Infektion oder eine chronisch entzündliche Erkrankung wie rheumatoide Arthritis oder Lupus hinweisen.
Neben der Suche nach Hinweisen im Blut können die Ernährung, die Lebensgewohnheiten und die Umwelteinflüsse einer Person zu chronischen Entzündungen beitragen. Es ist wichtig, einen gesunden Lebensstil aufrechtzuerhalten, um diese zu vermeiden.
Eine entzündungshemmende Diät
Entzündungshemmende Lebensmittelkomponenten wie Omega-3-Fette schützen den Körper vor möglichen Schäden durch Entzündungen. Sich entzündungshemmend zu ernähren bedeutet, sich von Nahrungsmitteln fernzuhalten, die reich an gesättigten Fettsäuren und Transfetten sind, wie z.B. rotes Fleisch, Milchprodukte und Lebensmittel, die teilweise hydrierte Öle enthalten. Begrenzt werden sollen zudem zuckerhaltige Lebensmittel und raffinierte Kohlenhydrate wie weisser Reis und Brot. Des Weiteren sollte die Verwendung von Speiseölen und Margarinen reduziert werden, die reich an Omega-6-Fettsäuren sind (Mais, Saflor und Sonnenblumenöl).
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