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Dieser Krater führt die Liste "Earth Impact Database" als ältester gefundener und eindeutig identifizierter Impaktkrater auf der Erde an. Viele Krater sind wohl - anders als z. B. auf den Mond - durch die Plattentektonik im Laufe der Jahrmillionen im Erdmantel "versunken".
Vredeford (Südafrika): Aus dem All ist der uralte Krater oder besser das, was von ihm noch übrig geblieben ist, gut sichtbar. Markant ist der innere Kraterring mit gut 50 km Durchmesser. Der Krater war aber früher einiges grösser. Das Loch, das der Asteroid gerissen hat, dürfte etwa 100 km gross und 40 km tief gewesen sein.
Der Gosses Bluff-Krater in Zentral-Australien ist ein sehr stark verwitterter Krater mit ringförmigem Zentralberg, einem Alter von rund 143 Millionen Jahren und einem ursprünglichen Durchmesser von 22 km. Den Ureinwohnern Australiens, den Aborigines, gilt der Zentralberg als heilig.
Der imposante Manicouagan-Krater in Québec, Kanada, 214 Mio. Jahre alt, ist heute ein Stausee. Er liegt knapp 800 km nordöstlich von Montréal. Gespiesen wird der See vom Fluss Manicouagan, der sich schliesslich südöstlich ins Mündungsdelta des St. Lawrence-Stroms ergiesst.
Impaktkrater - Alte Krater
Seit den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts ist mit den Apollo-Missionen auch die Aufmerksamkeit gegenüber Impaktkratern auf der Erde gestiegen. Die immer systematischere Landvermessung via Satelliten (z. B. Landsat seit 1972) hat mehr und mehr Meteoritenkrater auf unserer Erde zu Tage gefördert. Nahm man früher an, alles, was oben ein "rundes Loch" habe, sei ein Vulkankrater, ging man dem Phänomen künftig etwas differenzierter zu Leibe. Aber es ist durchaus nicht immer leicht, die endgültig richtige Entscheidung zu fällen. Vor allem bei den alten Kratern ist vom ursprünglichen Einschlagsmaterial kaum mehr etwas vorhanden. Deshalb muss auf sekundäre Merkmale zurückgegriffen werden wie planare Brüche in Quarzkristallen, Hochtemperatur- und Hochdruckmetamorphose von Gestein, Strahlenkegel… Viele Impaktkrater auf der Erde haben sich im Laufe der Jahrmillionen geologisch stark verändert, sind von nachfolgenden Vereisungen verformt oder unter Geröll begraben worden. Solche Krater sind von Auge nicht sichtbar und können höchstens durch die Messung von Schwereanomalien nachgewiesen werden. Geologische Expertisen sind aber teuer und aufwendig. Meist erfolgen sie im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Zielen, z.B. der Entdeckung neuer Erdölfelder. Ein solcher „unsichtbarer“ Krater ist auch der, der z.Z. die Liste der ältesten nachgewiesenen Krater auf der Erde anführt, der “Suavjärvi“, der rund 2,4 Milliarden Jahre alt ist. Mit über 2 Milliarden Jahren ebenfalls uralt ist die ursprünglich wohl etwa 300 km grosse und 10 km tiefe Ringstruktur des Vredeford-Kraters in Südafrika, von der heute nur noch der innere Ring von gut 50 km Durchmesser klar sichtbar ist.
Einen der älteren und zugleich grössten Meteoritenkrater auf der Erde entdeckte man 1966 im Manicouagan-(Stau-)See in Québec. Kanada. Der ringförmige See bildete sich in der späten Trias vor ungefähr 214 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten, der einen Durchmesser von etwa 5 Kilometer gehabt haben muss. Der ursprüngliche Krater hatte einen Durchmesser von rund 100 Kilometern. Sedimentation und Erosion haben ihn auf heute noch 72 Kilometer verkleinert. Im Ringzentrum des Sees befindet sich die 2020 km² große René-Levasseur-Insel mit dem 952 Meter hohen Zentralberg, dem Mont Babel.
Blick auf den Mont Babel, den Zentralberg des Manicouagan-Kraters
Der Gosses Bluff-Krater 159 km westlich von Alice Springs in Zentralaustralien ist ein 142,5 Millionen Jahre alter, sehr stark verwitterter Krater mit einem Zentralberg. Das Gebiet ist den Aborigines seit Urzeiten heilig. Der Gosses-Bluff-Krater entstand durch den Einschlag eines vermutlich tonnenschweren Meteoriten, der einen Krater von ursprünglich rund 22 km schlug. Heute ist der Krater durch Erosion und Einebnung nur noch 4,83 km im Durchmesser bei 152 m Tiefe.
Der Gosses Bluff-Krater mit Blick auf den Zentralberg.
Da das Gebiet den Aborigines heilig ist, ist es nur zum Teil zu besichtigen.