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Frage: 1657
Lieber Hans Peter, wie würdest Du jemand erklären, dass sich die Schöpfungsberichte in Mose 1 und 2 in ihrer zeitlichen Reihenfolge nicht widersprechen?
Antipas ej/l
Hallo Antipas ej/l
Die Schöpfungsberichte in 1.Mo. 1 bzw.1.Mo 2 widersprechen sich nicht in ihrer zeitlichen Reihenfolge- nun das betrifft es eben: zunächst, es ist keine Reihenfolge, vielmehr lesen wir in 1.Mo 2 eine detaillierte Berichterstattung der voraus in 1.Mo 1 geschilderten Schöpfungstage. Wir haben somit nicht eine weitere Version eines Schöpfungsberichtes. Erklärend dazu lesen wir...: 1Mo 2,4 Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, an dem Tage, da Jehova Gott Erde und Himmel machte,
...da steht" als sie geschaffen wurden.."- hier wird nochmals auf den Beginn hingewiesen und die nachfolgenden Kapitel berichten uns von der weiteren Entwicklung d.h. im weiteren Sinne die Zeitperiode bis zur Sintflut.
lg
joachim
Hallo Joachim, 23.08.04 aber solche Leute wuerden dann sagen: Aber es scheint doch dass die Reihenfolge Pflanze, Tier, Mensch im zweiten Bericht anders herum ist. Was spricht, abgesehen davon, dass es in der Bibel keine Widerspruech geben kann, gegen die exakte chronologische Reihenfolge im zweiten Bericht? Antipas ej/l
bei dem Schöpfungsbericht in 1. Mose von 1,1 bis 2,3 handelt es sich um einen " vollkommenen Überblick über den Schöpfungsverlauf". Ab 2,4 zeigt uns Gott einen "ausführlichen Ausschnitt" aus seiner Schöpfung:
1Mo 2,4 Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, zu der Zeit, als Gott der HERR Erde und Himmel machte.
1Mo 2,5 Es war aber noch kein Strauch des Feldes gewachsen auf der Erde, noch irgend ein Kraut auf dem Feld; denn Gott der HERR hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde, und es war kein Mensch da, um das Land zu bebauen.
Hier greift Gott zurück auf die
Zeit, in der ER die Erde und den Himmel machte, also eine Wiederholung von
Kap. 1,1-10: erster, zweiter und ein Teil des dritten Tages der Schöpfung.
1Mo 2,6 Aber ein Dunst stieg beständig von der Erde auf und bewässerte die ganze Erdoberfläche.
Hier sehen wir die Ergänzung zu
den Versen 11 – 12. Der Dunst stieg beständig von der Erde auf, damit das
Gras, das Kraut und die Bäume wachsen konnten, die ER gemacht hatte.
1Mo 2,7 Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.
Dieser Vers ist eine Ergänzung zu
den Versen 26+27 in denen der Grund der Schöpfung des Menschen und die
Aufgabe des Menschen gezeigt werden.
In 2,7 wird uns das Detail der Schaffung des Menschen gezeigt. Gott nahm Staub, bildete daraus den Menschen, blies Odem des Lebens in seine Nase und dadurch wurde der Mensch eine lebendige Seele.
1Mo 2,8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden, im Osten, und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte.
1Mo 2,9 Und Gott der HERR ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Hierbei ist davon auszugehen,
dass die Bäume schon da waren – Gott der HERR pflanzte.
Im Gegensatz hierzu heißt es in Vers 1,11: "Und Gott sprach: Die Erde lasse …! Und es geschah so." In Elb. steht: „Und es ward also.“ Also Schöpfung!
Über die Schaffung der Frau wird im zweiten Kapitel ausführlich berichtet, im ersten Kapitel wird die Schöpfung von Mann und Frau nur in einem Vers angeführt.
Wir sehen also im Ersten Kapitel einen Überblick übe Schöpfung, etwa wie ein Inhaltsverzeichnis, im zweiten Kapitel werden uns dagegen Einzelheiten genannt, die für uns wichtig sind.
Z. B. zeigt uns Gott, dass:
die Frau vom Gebein des Mannes geschaffen wurde, also Mann und Frau zusammen gehören. Die Männer sich durch fehlenden Gehorsam Gott gegenüber verführen lassen und deshalb auch die Konsequenz ihres Tun tragen müssen.
Liebe Grüße
Rainer