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Ein EM-Podest ohne Schweizerinnen
Die Schweizerinnen verpassen an der Heim-EM im Tessin eine Medaille. Sina Frei, vor einer Woche an der WM Vierte, wird Fünfte mit 1:39 Minuten Rückstand.
Der Sieg ging wie erwartet an die Französin Pauline Ferrand-Prévot. Die 28-Jährige triumphierte überlegen mit 40 Sekunden Vorsprung vor der Niederländerin Anne Terpstra. Sie holte damit das Double aus WM und EM.
Jolanda Neff spielte im Kampf um die Medaillenränge neben Ferrand-Prévot, ebenfalls nicht unerwartet, keine Rolle. Zehn Monate nach ihrem Milzriss und Lungenkollaps bei einem Trainingssturz in den USA und zwei Wochen nach dem Kränkeln im Weltcup in Nove Mesto liess sich Neff bereits in der ersten von fünf Runden abhängen und gab danach auf.
Die jüngsten Erfolge von Ferrand-Prévot haben eine besondere Note. Die Freundin von Julien Absalon und Dauerrivalin von Jolanda Neff in den Nachwuchskategorien gewann 2014 den WM-Titel auf der Strasse und 2015 jene im Radquer und im Cross-Country, fiel danach aber in ein Loch und litt unter Depressionen. 2019 meldete sie sich mit dem WM-Titel im Cross-Country zurück, den sie in diesem Jahr eindrücklich verteidigte. Sie ist zurzeit zweifelsohne die stärkste im Feld.
Schweizer Doppelsieg in der U23
In der U23 sorgten Joel Roth und Vital Albin für einen Schweizer Doppelsieg. Der 21-jährige Aargauer Roth siegte am Monte Ceneri fünf Sekunden vor dem 22-jährigen Bündner Albin und 27 Sekunden vor dem Italiener Juri Zanotti. Roth hatte bereits neun Tage zuvor an der WM mit Silber reüssiert, den Triumph an der Heim-EM stuft der 21-jährige Aargauer aber höher ein. «Das ist mein grösster Erfolg bislang», erklärte er.