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Auf ein meist positives Echo stösst die Ernennung des Luftwaffen-Divisionärs Christophe Keckeis zum Chef der neuen Armee.Dieser Inhalt wurde am 31. Oktober 2002 - 09:42 publiziert
Aber auch mit der Regierungskrise in Israel befassen sich die Schweizer Zeitungen.
"Kecker Keckeis",
titelt DER BUND.
"Als Mann der Luftwaffe ist er in einer militärischen Ecke gross geworden, in der entscheidende Merkmale der neuen Armee längst gelebt werden, etwa die Fähigkeit der Zusammenarbeit mit dem Ausland",
schreibt DER BUND und stellt weiter fest:
"Mit Keckeis wird richtigerweise ein Reformfreund die Reform umsetzen."
Auch für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG wurde "eine gescheite Wahl" getroffen. Die Wahl sei auf einen von der Armee XXI "unbelasteten" Mann gefallen:
"Auf einen akademisch gebildeten perfekten Bilingue - die "Fliegersprache" Englisch kommt selbstverständlich dazu -, der mit Schnittstellen zur militärischen Aussenwelt schon Erfahrungen gesammelt hat. (...) Sein Verhältnis zur Politik lässt sich als extrem loyal umschreiben."
Auch für BLICK ist "Christophe Keckeis eine gute Wahl". Er sei "integer und loyal bis auf die Knochen".
Erfreut sind die welschen Zeitungen darüber, dass jetzt ein Romand die neue Armee anführen wird.
"In Spitzenpositionen werden Romands vom Bund ja meist übergangen",
schreibt LE MATIN.
Eine eher humoristische Kritik übt der TAGES-ANZEIGER in seiner Karikatur auf der Titelseite: Da wird der Bürstenschnitt von Christophe Keckeis aufs Korn genommen, denn auf seinem Kopf fährt ein Miniatur-Rasenmäher umher. "Ein forscher Luftwaffen-General wird Chef der neuen Armee", titelt der TAGI.
Regierungskrise in Israel
Als "heilsamen Bruch" bezeichnet der TAGES-ANZEIGER das Auseinanderbrechen der Koalition zwischen dem konservativen Likud und der Arbeitspartei. Letztere habe sich in letzter Zeit von der Basis entfernt.
"Der überfällige Austritt aus der Koalition eröffnet der Arbeitspartei die Chance für einen Neuanfang",
ist der TAGI überzeugt. Allzulange habe die "bankrotte Arbeitspartei als servile Helferin und Apologetin einer allein auf militärische Sicherheit bedachten Politik" gedient.
Es sei "ein Versagen der alten Männer", schreibt die AARGAUER ZEITUNG.
Sharon und Peres sei ihr persönliches Schicksal wichtiger gewesen als der Ausgleich mit den Palästinensern. Und:
"Wesentlicher Impuls, die Koalition buchstäblich bis zum Gehtnichtmehr aufrecht zu erhalten, war ihre Machtbesessenheit."
Für den Nahen Osten seien die Aussichten weiterhin trüb, prognostiziert die NEUE LUZERNER ZEITUNG. Erst wenn Washington seine Nahostpolitik ändere, werde auch in Israel ein Kurswechsel erfolgen müssen.
"Bis dahin wird das internationale Ansehen des jüdischen Staates weiteren Schaden nehmen mit allen sich daraus ergebenden politischen Folgen. Und gleichzeitig wird Israel weiter auf den wirtschaftlichen und sozialen Abgrund zutaumeln, der sich vor ihm nicht zuletzt als Folge der miesen Politik der nun auseinander gefallenen Regierung aufgetan hat."
swissinfo, Alina Kunz Popper
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