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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Siebtes Buch
XVII. Kapitel
106.
1. "Die" also, "die sich mit den gottlosen Reden befassen und andere zum Glauben daran verleiten und auch die" göttlichen "Worte nicht richtig, sondern völlig verkehrt verwenden",1 kommen weder selbst in das Himmelreich, noch lassen sie diejenigen, die von ihnen in die Irre geführt worden sind, zur Wahrheit gelangen.2
2. Aber sie haben auch selbst nicht den Schlüssel zu dem Eingang, sondern nur einen falschen Schlüssel und, wie man im gewöhnlichen Sprachgebrauch sagt, einen Nachschlüssel, mit dem sie nicht die Haupttüre aufschließen (das ist der Weg, wie wir durch die Überlieferung des Herrn hineinkommen) sondern sie sprengen nur eine Seitentüre auf und durchgraben heimlich die Mauer der Kirche,3 übersteigen die Schranken der Wahrheit und werden die Mysterienführer für die Seele der Gottlosen.
3. Denn daß die menschlichen Zusammenschlüsse, die sie veranstaltet haben, jünger sind als die allgemeine Kirche, davon braucht man nicht lang zu reden.
4. Denn die Lehrtätigkeit des Herrn während seines Daseins auf der Erde beginnt unter dem Kaiser Augustus und Tiberius und schließt mitten während der Regierungszeit eben dieses letzteren;4 die Tätigkeit seiner Apostel einschließlich des Wirkens des Paulus kommt zur Zeit Neros zu Ende, und erst später zu [S. 110] den Zeiten des Kaisers Hadrianus sind die Begründer der Irrlehren aufgetreten und blieben bis zur Zeit des älteren Antoninus, wie es bei Basileides der Fall ist, wenn er auch als seinen Lehrer Glaukias bezeichnet, der, wie die Anhänger des Basileides selbst rühmen, der Dolmetscher des Petrus war. Ebenso behaupten sie auch, daß Valentinus den Theodas gehört habe; dieser war aber ein Schüler des Paulus gewesen.
1: Vgl. Platon, Gesetze X p. 891 D; "göttlichen" ist von Clemens eingefügt.
2: Vgl. Mt 23,13; Lk 11,52.
3: Vgl. Mt 16,19; Joh 10,1 f.
4: Ich lese mit Tengblad (xxx) statt (xxx).