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Dann stellt sich natürlich sofort die Frage, warum argumentiert das Management der UBS, dass man diese Investmentbank unbedingt braucht? Sehen wir mal von der Möglichkeit sturer Uneinsichtigkeit ab. Es ist doch allen klar, dass man diese Investmentbank gar nicht zumachen könnte, ohne dabei enorme Risiken einzugehen.
Die Aktivseite der Bilanz zu verkaufen, wäre ein Mehrjahresunterfangen und hoch riskant, wenn man gleichzeitig die Belegschaft feuert.
Und die Investmentbank als Ganzes zu verkaufen, ist auch unmöglich. Es würde sie heute selbst gratis niemand wollen. Vor zehn Jahren hätte man das machen können, aber heute ist das vorbei.
Auch abspalten geht nicht, da die Kapitalmärkte sich weigern würden, die enorme Bilanz zu finanzieren. Man wäre innert Stunden illiquid, und dann wahrscheinlich ein paar Tage später auch noch insolvent.
Also so einfach loswerden kann die UBS ihre Investmentbank gar nicht, selbst wenn sie wollte. Einzig ein Merger mit einer anderen Grossbank (zum Beispiel der CS) würde es erlauben, alle Positionen einer Investmentbank zu der anderen zu transferieren, und dann eine der zwei Investmentbanken zuzumachen.
Genau das hat die UBS mit dem Merger mit dem Bankverein im Jahre 1998 natürlich gemacht, und das war der zentrale Grund, warum dieser Merger so erfolgreich war.
Also, vielleicht ist das Problem ja nicht, dass die UBS die Investmentbank nicht loswerden möchte, sodern dass sie das nicht kann beziehungsweise einen Merger (noch) nicht will.
Lesen Sie auch den früheren Beitrag von Markus Granziol zur Zukunft der UBS Investmentbank.