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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Das Projekt ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil befasst sich mit der Verbesserung von maschineller (d.h. automatischer) Übersetzung in Gebärdensprache anhand des Beispiels der Deutschschweizerischen Gebärdensprache. In Gebärdensprachen spielen neben der manuellen Aktivität (d.h. dem, was mit den Händen ausgedrückt wird) die nicht-manuellen Komponenten (z.B. Schulter- und Kopfbewegungen, Blickrichtung oder Augenöffnung) eine wichtige Rolle. Das vorliegende Projekt untersucht, wie nicht-manuelle Komponenten in die Ausgabe eines maschinellen Übersetzungssystems einbezogen werden können.
Der zweite Teil des Projekts gilt der Evaluation von Gebärdensprach-Avataren (virtuellen Gebärdenden). Gebärdensprach-Avatare haben den Vorteil, dass sie anonyme Repräsentationen von Gebärdenden sind. Automatisch animierte Gebärdensprach-Avatare können darüber hinaus dynamische Inhalte wiedergeben, z.B. die Ausgabe eines maschinellen Übersetzungssystems, den Inhalt eines Gebärdensprach-Wikis oder regelmässig aktualisierte Online-Informationen. Im Zusammenhang mit Gebärdensprach-Avataren sind zwei Aspekte von Bedeutung: 1.) die Akzeptanz des Avatars; 2.) die Verständlichkeit des Inhalts der vom Avatar gebärdeten Sequenz. Im Rahmen des Projekts werden zwei Studien durchgeführt, in denen die Verständlichkeit und Akzeptanz eines Avatars für die Deutschschweizerische Gebärdensprache untersucht wird.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Gehörlose Menschen stossen im Alltag immer wieder auf Barrieren. Das vorliegende Projekt trägt zur noch jungen Forschung zur automatischen Gebärdensprachverarbeitung bei, insbesondere in den Bereichen maschinelle Übersetzung in Gebärdensprache und Gebärdensprach-Avatare. Durch Fortschritte in den Forschung zu diesen beiden Bereichen kann der Zugang gehörloser Menschen zur Informationsgesellschaft verbessert werden.