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Ford-Chef Alan Mulally könnte den US-Autohersteller möglicherweise früher verlassen als eigentlich geplant. Das Direktorium freunde sich langsam mit dem Gedanken an, dass der an anderen Aufgaben interessierte Mulally den Termin für einen Abgang selbst bestimme, sagten zwei mit den Überlegungen des Gremiums vertraute Personen zu Reuters.
Mulally gilt als massgeblich dafür verantwortlich, dass Ford - anders als seine US-Rivalen GM und Chrysler - ohne staatliche Hilfe durch die schwere Krise kam. Der 2006 von Boeing abgeworbene Manager sollte eigentlich mindestens bis Ende 2014 bleiben. Doch der 68-Jährige habe mit dem Gedanken an einen Posten in der US-Regierung gespielt, hiess es weiter.
COO Mark Fields mit Chancen
Mulallys Name tauchte auch in der Diskussion um einen Nachfolger für den scheidenden Microsoft-Chef Steve Ballmer auf. Mulally entgegnete auf die Frage nach seinen Plänen: Er sei voll darauf konzentriert, sich für Ford einzusetzen. Er habe sehr viel Freude daran, Ford zu einem spannenden Unternehmen mit rentablem Wachstum zu machen, schrieb er in einer E-Mail.
Doch den Insidern zufolge traut das Ford-Direktorium inzwischen auch Geschäftsführer Mark Fields einiges zu. Der 52-Jährige, der weithin als Mulallys Nachfolger gilt, hatte bis zum vergangenen Jahr die Ford-Geschäfte in Nord- und Südamerika geleitet. Aus seiner Beförderung zum COO schlossen viele Analysten und Investoren, dass er Chancen auf den Chefposten hat. Fields arbeitet seit 24 Jahren für Ford.
(reuters/jev/vst)