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2. Muster einer Ufermauer
Die zweite Musterstrecke «Mauer» wird am linken Ufer unterhalb der Postbrücke von August bis Oktober 2021 erstellt (in der Nähe des Sportgeschäfts Metzger). Sie zeigt, wie die Thur an den Kurvenaussenseiten mit einer rund zwei Meter hohen Mauer gesichert werden soll.
Betonmauer mit Nagelfluh-Oberfläche
Die 20 Meter lange und knapp zwei Meter hohe Betonmauer erhält eine Nagelfluh-Oberfläche, um das Bauwerk gestalterisch dem natürlichen Flussraum anzupassen (siehe Grafik: 1). Solche Mauerabschnitte sollen an den Kurvenaussenseiten der Thur ober- und unterhalb der Postbrücke umgesetzt werden, um den Landbedarf zu reduzieren und das Ufer gegen Erosion zu schützen.
Sicherung der Böschung
Die Böschung oberhalb der Mauer wird mit verschiedenen Massnahmen gegen Erosion gesichert und begrünt:
- Weidenspreitlage (A): Triebfähige Weideäste werden ausgelegt und mit Holzpfählen in der Erde befestigt. Schon nach kurzer Zeit treiben die Äste dicht aus und verwurzeln sich.
- Steinblöcke (B): Rund 150 kg schwere Steine aus Alpenkalk werden mit 15cm Erde überdeckt.
- Totholzfaschinen (C): Mehrere Weideäste werden zu rund 2.5 Meter langen Bündeln zusammengebunden, im Boden mit Holzpfählen befestigt und mit Erde überdeckt.
Bessere Hochwassersicherheit
Wenn dereinst auch das gegenüberliegende Ufer erneuert ist, wird die Flusssohle hier rund 30 Meter breit sein (heute: 22 Meter). Damit können in diesem Flussabschnitt 410 m3 Wasser pro Sekunde abfliessen. Dies entspricht einem Hochwasser, das statistisch betrachtet durchschnittlich alle 100 Jahre einmal auftritt (sogenanntes hundertjährliches Hochwasserereignis).
Lebensraum aufwerten
Mit verschiedenen Massnahmen wird der Flussraum ökologisch aufgewertet. Die Mauer erhält zwei Fischunterstände (3). Zudem schaffen Holzpfähle (4), Findlinge (5) und Wurzelstöcke (6) im Wasser unterschiedliche Strömungen und verbessern die Lebensräume für Fische und andere Tiere.