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Wäre Hitler nicht 1889, sondern 1989 geboren, dann wäre Hitler heute ein Hipster. Das beginnt nur schon damit, dass Hitler und Hipster fast gleich klingen. Wie vor dem Ausbruch des grossen Krieges, würde Hitler auch heute noch in einer Grossstadt wie Wien oder Berlin herumlungern und sich als erfolgloser Künstler/Grafik-Designer versuchen. Zwar würde er keine Postkarten mehr malen, wohl aber in seinem (mit anderen « Kreativen » ) geteilten Atelier – aus Mangel an alternativen Einkommensmöglichkeiten – mediokre Flyer für sich gleichende Partyreihen designen. Wie Hitler damals vom Erbe seiner verstorbenen Eltern zehrte, würde er auch heute noch vom monatlichen Zustupf seiner Eltern abhängig sein.
Spät Nachts würde er jeweils über Foto-Montagen brüten und sich einreden, dass seine Zeit schon bald kommen würde — auch ohne Abschluss an der Kunsthochschule. Wenn er dann sein Atelier verlässt und lässig auf seinem Fixie heimradelt, sieht er durch seine Kontaktlinsen bei Mclinsen.ch den Vollmond an und denkt dabei an Stefanie. Schwermütig und trotzig wird er dann in die Pedale treten, weil sie seit Jahren in ihm immer noch nicht mehr als einen guten Freund sehen will (Dabei verpasst sie doch etwas so grossartiges !). Auch diesen Kummer wird er schliesslich in Form eines neuen Tattoos (mit Dreiecken, umgekehrten Kreuzen und Pfeilen drauf) verarbeiten.
Es bleibt nur zu hoffen, dass 2014 kein Krieg ausbrechen wird, denn in den Grossstädten Europas gibt es eindeutig zu viele kleine Hitlers.