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Malaysia besteht aus den Bundesstaaten West-Malaysia auf
der malaiischen Halbinsel zwischen dem Südchinesischen
Meer und der Andamansee und dem 650 km entfernten
Ost-Malaysia (Sabah und Sarawak) im Norden der Insel
Borneo. Die Landschaftsbilder Malaysias sind so
vielfältig wie die Menschen, die hier leben die
Halbinsel besteht aus bewaldeten Bergketten, die sich
von Nord nach Süd erstrecken.
An der Westküste herrschen Mangrovensümpfe und
Schlammbänke vor, an der ungeschützten Ostküste dichter
Dschungel und einsame, weisse Strände. Die westlichen
Ebenen sind gelichtet und werden landwirtschaftlich
genutzt. Die Küstenebenen von Sarawak bestehen aus Schwemmland, zum Teil mit Sümpfen,
sowie Flüssen, die in den dschungelbewachsenen Bergen
des Landesinneren entspringen. In Sabah geht der schmale
Küstenstreifen unmittelbar in Dschungel und hohe Berge
über. Der höchste Berg in Malaysia ist der Kinabalu mit
4094 m. Die Inseln Penang und Pangkor und die aus 99
Inseln bestehenden Langkawi-Inseln liegen vor der
Westküste; Tioman, Redang, Perhentian und Rawa unweit
der Ostküste.
Malaysia ist ein islamisches Land. Doch nicht nur die in
Malaysia übliche Toleranz, sondern auch die Verfassung
garantieren, dass andere Religionen gleichermassen
existieren - in erster Linie Buddhismus, Hinduismus und
Taoismus, aber auch das Christentum. Die Vielfalt der
Religionen führt dazu, dass es in Malaysia viele Feste
gibt, die, auch wenn sie religiös geprägt sind,
ebenfalls für Anhänger anderer Glaubensrichtungen
offenstehen. Dazu gehören das berühmte "Han Raya Puasa"
am Ende des moslemischen Fastenmonats Ramadan, das
Chinesische Neujahrsfest, das Hindufest der Lichter und
das christliche Weihnachtsfest. Doch auch die
Erntedankfeste der lokalen Stämme sind wichtige
Ereignisse.
Alte Gebräuche haben sich auch im Sport erhalten. Eifrig
wird "Sepak Takraw" geübt, die malaysische Form des
Fussballs, "Silat", eine Form des Judo, "Main Gasing",
ein Sportspiel, oder das Steigenlassen der "Waus", der
bunten grossen Drachen. Ausserdem haben die einzelnen
Volksgruppen Malaysias ihre eigenen traditionellen
Formen in der Musik, in den Tänzen und auch in
überlieferten Schauspielen erhalten. Mit der
Unabhängigkeit im Jahre 1957 bekamen gerade diese
Traditionen neue Impulse.
Kuala Lumpur
Die Hauptstadt von Malaysia, Kuala Lumpur, von den
Einwohnern Malaysias kurz und bündig "KL" genannt, wurde
1996 durch den Bau seiner Zwillingtürme, den "Petronas
Twin Towers" weltweit berühmt. Mit seinen 451,9 Metern
überragt es den Sears Tower von Chicago, als das höchste
Bürohaus der Welt. Kuala Lumpur ist aber mehr als nur
eine Stadt mit hohen Gebäuden.
Die ausgezeichnete Landschaftsgestaltung und die gut
geplante Konservierung seiner grünen Lungen hat es zu
einer "Gartenstadt der Lichter" gemacht.
Das Kuala Lumpur ein Schmelztiegel von Kulturen ist,
zeigt sich an den Minarets der Moschen, den Kirchtürmen,
chinesischen Pagoden und indischen Tempeln. Trotz des
schnellen Forschritts wurde seine Architektur der
Vergangenheit erhalten und bildet mit modernen
Wolkenkratzern und wunderbaren Kolonialbauten ein
kontrastreiches Stadtbild, das bewundernswert ist.
Nette Kaffee's, feine Restaurants und Strassenbuden bieten
nebeneinander einheimische und internationale Genüsse
an. In Kuala Lumpur sind IT Firmen, internationale
Finanzunternehmen und Handwerker die Zinn-, Batik- und
andere Artikel noch vollkommen in Handarbeit herstellen
gleichermassen zu Hause. Kuala Lumpur ist eine
besucherfreundliche Stadt, in der das Lächeln und die
Wärme seiner Menschen einen Teil der asiatischen Kultur
ausmachen.
Kuala Lumpur ist auch für den Tourismus des Landes
wichtig, da es die Pforte nach Malaysia ist. Der
Flughafen "Sultan Abdul Aziz Shah", benutzt für
Inlandflüge, ist etwa 30 Autominuten von der Stadt
entfernt und bietet Flugbindungen zu vielen Hauptstädten
in Ost- und Westmalaysia. Der Internationaler Flughafen
Kualas Lumpur (KLIA) in Sepang ist etwa eine Autostunde
vom Zentrum entfernt. KLIA wird durch mehr als 40
internationale Fluglinien bedient.
Klima
Es
ist ganzjährig sehr warm mit einer Jahresdurchschnittstemperatur
von 28 C. Tagsüber kann es sehr heiss werden; die Nächte können
relativ kühl werden. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 95% und mehr.
Die Hauptregenzeit ist im Osten der Halbinsel sowie in Sabah und Sarawak von November bis Februar, an der Westküste regnet es im
August und im September. Die Wassertemperaturen liegen bei 26 C.
Das
feucht warme tropische Klima begünstigt das Wachsen üppiger
Regenwälder. Der tropische Regenwald geht über 800 Meter Höhe in
Bergregenwald über und ab 3.500 Metern Höhe in Nebelwald.
Malaysia besitzt die ältesten heute noch existierenden Dschungel
der Welt mit etwa 15.000 Arten von Bäumen und anderen Pflanzen,
darunter eine unendliche Zahl von rein exotischen Blumen. Dazu
gehören alle denkbaren Orchideen. Der leuchtend rote Hibiscus,
die "Bungaraya", ist der Nationalbaum von Malaysia. An der Küste
findet man ausgedehnte Mangrovenwälder.
Im
Schutz des immergrünen Regenwaldes leben noch viele
seltene Tiere. So findet man Tiger, Elefanten,
Nashörner, Wildrinder, Orang Utans und andere Affen,
Schlangen und Wildschweine, Hirsche und Rehe. Auch eine
reiche Vogelwelt bevölkert den Regenwald; ausserdem ist
der Artenreichtum an Schmetterlingen gross. In den
Regenwäldern leben die einzigartigen Malaienbären und
viele Katzenarten. Auf Borneo leben die stark
gefährdeten Orang-Utan-Affen.
Um die Artenvielfalt zu erhalten, hat Malaysia eine
Reihe von Nationalparks geschaffen. Sie sollen ganz
bewusst von den Menschen möglichst viel besucht werden,
damit diese sich ein Bild vom tropischen Dschungel als
einem natürlichen Lebensraum machen können.
Essen in Malaysia
Die vielen Völkerschaften haben Malaysia eine
vielseitige Speisekarte beschert. Eins ist den Gerichten
gemeinsam: Malaysische Spezialitäten sind stets gut
gewürzt. Überall im Land, auch auf den Strassen und
Märkten, gibt es Garküchen. Dort bekommt man Typisches:
"Satay", das Schaschlik Malaysias mit einer aparten
Erdnuss-Sosse, aber auch Fisch, Huhn und Rind in
allen Variationen mit vielen exotischen
Beilagen.
Gleiches gilt natürlich für die Restaurants. Zum
Essen gehört im Lande geerntetes Obst: Guawa, Mango, Papaya, Ananas,
Bananen, Rambutan, Pomelo, Melone, Orange, Mangustine
bis hin zum schauerlich riechenden, aber vorzüglich
schmeckenden Durian.
Den besten Überblick über Malaysias vielfältige Küche(n)
verschafft man sich auf einem der lokalen Night Markets.
Hier finden sich die typischen Gerichte: In zahllosen
Varianten werden Curries (Eintöpfe) angeboten, Fisch,
Meeresfrüchte, Gemüse, Huhn und Rind werden dabei in
dicker Kokosnussmilch (Santan) und mit diversen
aromatischen Gewürzen eingekocht. Limonengras (Serai)
und Tamarindenextrakt (Assam) steuern eine
säuerlich-pikante Note bei, Limonenblätter, Pandanus,
Koriander und Ingwer sind weitere beliebte aromatische
Zutaten. Die klassische Ergänzung stellen Reis,
marinierte Pickles (Acar) und nicht zuletzt Sambalsossen
dar. Letztere werden häufig mit fermentierter
Garnelenpaste und Chilis zubereitet.
Ein beliebtes Beigericht aus Gemüse ist Kankong, ein
spinatähnliches Blattgemüse, das im Süsswasser wächst.
Überall erhältlich sind Reisgerichte: Nasi Goreng oder
der mit Gelbwurz gefärbte Nasi Kunyit sowie der häufig
mit Hühnchen servierte Gewürzreis Nasi Biryani. Beim
Sambal Ikan Bilis wird der Reis mit kleinen Fischen
(ähnlich unseren Anchovis), Erdnüssen,
Omelette-Streifchen und Gurken serviert.
Ein klassisches Frühstücksgericht ist der einfache, mit
Kokosnuss und Pandanus gekochte Reis Nasi Lemak.Köstliche Fleischgerichte sind das in Kokos-Curry
zubereitete Beef Rendang und diverse gegrillte
Satay-Spiesschen.
Die zusammengefalteten pfannkuchenähnlichen Roti sind
köstliche Snacks.
Desserts: beispielsweise gebratene Bananen (Pisang
Goreng), das cremige Kokosnuss-Gericht Cendol,
Sago-Pudding (Gula melaka) oder das farbenprächtig
geraspelte malaiische Eis (Ice kacang). Kulinarische Zugaben bescheren die indischen und
chinesischen Zuwanderer: In diversen Banana-Leaf-Restaurants werden südindische Curries und
Linsenmehl-Pfannkuchen (Dosa) angeboten bzw. die
adaptierten Gerichte der malaiisch-chinesischen
Nonya-Küche.