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Neben Gehirn und Rückenmark existiert im menschlichen Körper kein weiterer Bereich, der so viele wichtige Nerven enthält wie das kleine Becken. Viele Nerven sind dort zu finden, die für das Aufstehen und Gehen und das Aufrechterhalten des Gleichgewichts notwendig sind, aber auch die Blasen- und Darmfunktionen (Speicherung und Entleerung) sowie die Sexualfunktionen steuern.
Diese Nerven erhalten Informationen vom Gehirn über das Rückenmark und leiten eigene Informationen zum Gehirn zurück. Hierzu zählen Empfindungen wie z.B. Schmerzen. Dies gilt auch für sog. Phantomschmerzen, die entstehen, wenn das Gehirn nach einer Amputation Informationen vom nicht mehr vorhandenen Körperteil fälschlicherweise wahrnimmt und als Schmerz interpretiert.
Im Rückenmark verlaufen die Nerven auf engem Raum und liegen dicht beieinander. Erst im kleinen Becken teilen sie sich in einzelne Nerven für die Versorgung der verschiedenen Organe wie Blase, Darm und die Geschlechtsorgane. Die Nerven der unteren Extremitäten sind wiederum in zwei grossen Nerven zusammengefasst, dem Ischiasnerv und dem Femoralnerv. Beide Nerven sind ausschliesslich im kleinen Becken zu finden, wobei der Ischiasnerv nur wenige Zentimeter tief im kleinen Becken verläuft.