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In Wirklichkeit sei die Qualität der Interaktion mit dem Berater nur einer von mehreren Aspekten und werde von den Kunden in etwa gleich gewichtet wie die Faktoren "Digitales Angebot" und "Digitale Interaktionsmöglichkeiten", schreibt EY weiter. Dabei würden Kunden der Nutzung digitaler Kanäle für die Vermögensberatung deutlich offener gegenüber stehen als die befragten Unternehmen.
Über die Hälfte der befragten Kunden sei denn auch bereits mit digitalen Beratungsleistungen vertraut. Nur 26% der Kunden seien derzeit nicht bereit, derartige Dienste zu nutzen, schreibt EY.
Die Rolle des Kundenberaters sei künftig eher die eines "Finanztherapeuten", der den Kunden bei der Erreichung finanzieller Lebensziele unterstütze anstatt ausschliesslich Beratung zur Vermögensallokation zu erteilen oder andere Tätigkeiten auszuführen, die automatisiert werden könnten, heisst es weiter.
"Die Spielregeln haben sich geändert. Wenn sie Wachstum erzielen wollen, müssen Vermögensverwalter jetzt lernen, mit Menschen, Robotern und hybriden Angeboten zu konkurrieren, um neue Vermögen anzuziehen und zu halten", sagt in der Mitteilung Bruno Patusi, Partner bei EY Financial Services und Survey Leader für die Schweiz.
In der Umfrage wurde auch die Loyalität der Kunden zu den Hausbanken untersucht. Dabei zeigte sich, dass weltweit die Loyalität bei den wohlhabenderen Kunden und bei der jüngeren Generation am geringsten ist: Knapp 70% der vermögenden und sehr vermögenden Privatpersonen (Vermögen von über 25 Mio USD) und 80% der 18- bis 34-jährigen würden einen Wechsel erwägen.
Die grosse Mehrheit (73%) der befragten Kunden unterhält Geschäftsbeziehungen zu mehreren Vermögensverwaltern. 57% von ihnen wären aus unterschiedlichen Gründen bereit, ihr Vermögen bei weniger Vermögensverwaltern zusammenzuziehen. Zu den Gründen zählen unter anderem "bessere Preise", "bessere Performance" und "besseres Kundenerlebnis".
sig/tp
(AWP)