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Wie in den USA gibt es auch in Kanada kein übergeordnetes Bildungsministerium. Die zehn Provinzen und drei Territorien des Landes sind selbst für Ausbildung und Studium zuständig. So gibt es z.B. Provinzen, die ihre Hochschulen finanziell unterstützen, sodass die Studiengebühren hier niedriger sind als in Provinzen, die weniger in ihre Hochschullandschaft investieren. Die finanzielle Entscheidungsgewalt über Studiengebühren, Zulassungsvoraussetzungen, Studienfächer und -inhalte liegt allerdings direkt bei den Hochschulen selbst. Große Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Institutionen gibt es nicht, denn im Vergleich zu anderen Ländern fallen die Investitionen in den Bildungssektor in Kanada hoch aus. Außerdem prüft die AUCC (Association of Universities & Colleges of Canada) regelmäßig Lehrqualität und Leistungen der Hochschulen.
Das kanadische Studiensystem gliedert sich in
- Universities/Colleges
- Community Colleges
Universities dürfen akademische Grade verleihen: Bachelor, Master und Ph.D. Manche Einrichtungen wurden erst im Laufe der Zeit als University anerkannt, haben aber die Bezeichnung College oder Institute beibehalten. An den Universitäten ist das Studium in "Undergraduate Studies/Premier Cycle" und "Graduate Studies/Deuxième & Troisième Cycle" eingeteilt. Colleges schließen i.d.R. mit dem ersten akademischen Grad, dem Bachelor ab. Einige Colleges sind außerdem praxisorientiert und bieten zusätzlich berufsvorbereitende Kurse an, die zwischen einem und drei Jahren dauern und mit einen "Certificate" oder "Diploma" enden. Community Colleges bieten Studieninteressenten allgemeine und berufsvorbereitende Ausbildungsgänge an, bei denen man ein "Certificate" oder "Diploma" erlangt.