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Alkohol und Gewichtsreduktion
Alkoholische Getränke liefern Kilokalorien. Dies ist aber nicht der einzige Grund, weshalb Alkohol eine Gewichtsreduktion erschwert. Alkohol muss nicht erst verdaut werden, sondern kann direkt im oberen Teil des Magen-Darm-Traktes, also im Magen und im Dünndarm, aufgenommen werden. So gelangt er rasch ins Blut. Von dort fliesst er als Erstes in die Leber und wird dort abgebaut.
Da der Alkoholabbau für die Leber Vorrang hat, wird in dieser Zeit kein Fett verbrannt. Auch dann nicht, wenn Sie kalorisch im Minus sind und Ihr Körper eigentlich Fett verbrennen könnte. Im Gegenteil: durch gewisse Abbauprodukte des Alkohols, wie zum Beispiel Acetyl-CoEnzym A, können neue Fettsäuren hergestellt werden. Jeweils drei Fettsäuren werden zusammen verknüpft und können so als Fett gespeichert werden. Wenn Sie sehr viel Alkohol trinken, kann durch das viele Fett, das in der Leber produziert und gespeichert wird, eine Fettleber entstehen. Wenn die Leber verfettet ist, kann sie nicht mehr richtig arbeiten und schlimmstenfalls sterben sogar Teile der Leber ab.
Sie sehen, Alkohol hat einen negativen Einfluss auf Ihre Gewichtsreduktion.
Bevorzugen Sie, wenn Sie am Abnehmen sind, lieber alkoholfreie Getränke, die möglichst wenig Kilokalorien haben. Das können einerseits Light-Getränke sein, Sie können aber auch leckere Cocktails aus Fruchtsäften und Mineralwasser herstellen. Hier zwei Beispiele:
- 1 dl Traubensaft, 0.5 dl Orangensaft, 1 dl Mineralwasser, gestossenes Eis
- 1 dl Orangensaft, 1 dl Mineralwasser, 1 TL Grenadinesirup, Eiswürfel und etwas Zitrone
Falls Sie doch mal ein Glas Alkohol während der Abnehm-Phase trinken möchten, achten Sie darauf, dass Sie ihn zu etwas Fettarmem trinken statt zu einer fettreichen Mahlzeit. Denn letztere verstärkt den oben erwähnten Effekt zusätzlich, das Fett wird direkt eingelagert. Auch Snacks, die zu einem Apéro gereicht werden, sind oft fetthaltig. Eine handvoll Nüssli (50 g) hat beispielsweise ganze 25 g Fett und rund 300 kcal.
Kombinieren Sie den Alkohol anstatt mit Snacks doch lieber mit körperlicher Bewegung, wie tanzen oder spazieren gehen.