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Der Lehm wird beim Brennen rot oder bläulichrot, in starker Hitze schmilzt er
zu einer schwärzlichen oder blaugrauen Schlacke.
Da ein oberflächiges Zersetzungsprodukt der oft direkt darunter oder doch nicht entfernt anstehenden Gesteine ist und höchstens
von der Ackerkrume bedeckt wird, so bereitet seine Gewinnung keine Schwierigkeiten; er findet vielfältige Anwendung in der
Baukunst,
[* 6] gebrannt zu Dach- und Mauerziegeln, roh zu Lehmsteinen, Lehmputz, Strohlehmschindeln, zum Ausstreichen der Fachwände,
zum Vermauern der Steine bei Brandmauern, Schornsteinen, Öfen
[* 7] etc. Vom Lehm zu unterscheiden ist der Löß (s. d.), welcher
allerdings, aber nur durch oberflächige, das Calciumcarbonat auslaugende Prozesse in lehmartige Gesteine übergehen kann.