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Wieder habe ich gedacht: Es will mir einfach nichts einfallen. Für meinen Blog natürlich. Alle meine Inspirationsquellen lassen mich im Stich: Blick am Abend, 20 Minuten, das Leben mit seinen Überraschungen. Was mich an ein altes Lehrbuch an der HSG erinnert. Da waren unter Kreativitätstechniken doch tatsächlich der Gebrauch von Alkohol und anderen Drogen aufgeführt. Andere Zeiten, andere Mittel, die Welt ändert sich. Aber ich schweife ab.
Der nächste Gedanke war, dass das gar nicht stimmt. Ich wollte schon, dass mir etwas einfällt. Oder sagt man: Ich würde schon wollen? Oder: Wolle ist auch nicht besser als Würde? Oder: Hätte ich noch Würde, würde ich wollen? Oder: Hätte ich noch Wolle, würde ich mir eine Idee stricken? Aber das will ich nicht nur nicht, das kann ich auch nicht. Der Wille macht die Wolle zur Welle, welche mit Würde zur Erfolgswelle würde, wenn sie wollte? Es dreht sich im Kreis.
Drei Sätze zuvor habe ich dreimal das Wort „nicht“ gebraucht. Das könnte man doch etwas vereinfachen, vielleicht mit (nicht)3. Dann würde der Satz so lauten: Aber das will ich (nicht)3 kann ich. Oder: Aber das will kann auch ich (nicht)3? Kann man dann auch wieder eine Wurzel ziehen? Es will mir (nichts)2 einfallen.
Es wäre an der Zeit, etwas mehr Mathematik in die Sprache zu bringen. Das würde das von der Wirtschaft bemängelte Defizit an mathematisch-naturwissenschaftlicher Kompetenz beseitigen und die Frage der zweiten Fremdsprache entlasten. Vielleicht könnte man damit sogar in der Bildung sparen. Wenn man dürfte. Oder wollte?
Was war schon wieder der Punkt? Vielleicht wäre es doch besser gewesen, ich hätte ein Glas Wein genommen. Aber ich wollte nicht.