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Die Ablehnung von «No Billag» in den Medien liegt vor allem daran, dass ein breites Spektrum von Akteuren sich gegen die Initiative positioniert. Wenn die Medien jedoch selber kommentieren und selber bewerten, dann fällt die Ablehnung einiges schwächer aus.
Die Blick-Titel berichten häufig und klar ablehnend, die Titel der AZ Medien häufig und ambivalent und die SRG-Titel relativ wenig und mit mehr Resonanz für die Kontra-Akteure. Die Titel von Tamedia unterscheiden sich stark voneinander. Die zweite Abstimmungsvorlage, diejenige zur Finanzordnung, findet praktisch keine Beachtung.
Analysezeitraum: 30. Oktober bis 17. Dezember 2017
Stellungnahme des fög zu den Reaktionen auf den Zwischenbericht
- Die Tonalität zu einer Abstimmungsvorlage nicht nur auf der Basis der eigenen, expliziten Bewertungen eines Mediums zu messen, sondern auch auf der Basis vonZuschreibungen Dritter, die in Medien Resonanz erhalten, ist ein übliches Verfahren der Kommunikationswissenschaft.
- Medienkommentierungen und Medienbewertungen auf der einen Seite und deskriptive Berichte über die Stellungnahmen von Dritten (inkl. Gastbeiträge) auf der anderen Seite sprechen verschiedene Funktionen der Medien an und ergeben im Zusammenspiel die Gesamtberichterstattung.
- Dass in einer Phase, in der verschiedene Organisationen und der Bundesrat sich zu einer Initiative positionieren, die mehrheitlich abgelehnt wird, eine negative Tonalität resultiert, ist erwartbar.
- In der Studie sprechen wir an keiner Stelle von "Ausgewogenheit" oder "Einseitigkeit" der Medien. Falls Dritte solche Begrifflichkeiten verwenden, handelt es sich um deren Interpretationen.
- Die Befunde im Zwischenbericht sind eine Momentaufnahme. Ob und wie sich die Resultate im Verlauf der nächsten Wochen und Monate im Laufe der Abstimmungskampagnen ändern, werden wir wie üblich im Rahmen des Abstimmungsmonitors weiter verfolgen und veröffentlichen.