Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/213194

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament die nötigen Gesetzesanpassungen zu unterbreiten, um eine PS-Beschränkung für Auto-Junglenker*innen einzuführen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Vermeidung von Unfällen ist dem Bundesrat ein grosses Anliegen. Eine Verbesserung der Verkehrssicherheit verspricht er sich insbesondere von der Verlängerung der Ausbildungszeit für Neulenkende, die am 1. Januar 2021 in Kraft tritt. Dadurch soll das erhöhte Unfallrisiko, das auf fehlender Fahrerfahrung, Neigung zur Selbstüberschätzung, riskantem Verhalten sowie Alkoholkonsum beruht, gesenkt werden. Kaum eine Rolle bei Autounfällen von Neulenkenden spielt hingegen die Motorleistung der Fahrzeuge. Die eine Hälfte des Autobestandes der Schweiz hat mehr als 100 kW bzw. 136 PS, die andere Hälfte weniger. Im Jahr 2019 verursachten Lenkende von Personenwagen 1524 Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzten. Lediglich 3,6 Prozent dieser Unfälle wurden von Neulenkenden mit einem Fahrzeug verursacht, das 100 kW bzw. 136 PS oder mehr hatte. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Unfälle zu reduzieren, ist eine PS-Beschränkung von Autos der Neulenkenden somit nicht geeignet.</p><p>Auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) hat die Massnahme "Beschränkung der Motorisierung" in ihrem letztjährigen Bericht "Sicherheit von jungen Erwachsenen im Strassenverkehr" thematisiert. Sie kommt zum Schluss, dass eine PS-Beschränkung nur geringe positive Effekte hätte (zwischen 0,4 Prozent und 2,5 Prozent Unfallreduktion).</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.