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Adèle Thorens zu langlebigen Produkten und Abfallvermeidung
Die Grünen fordern, dass Massnahmen für langlebige und reparierbare Produkte ergriffen werden. Dafür hatten sie im September 2012 ein Postulat eingereicht. Der Bundesrat hat heute seinen Bericht veröffentlicht. Darin empfiehlt er zahlreiche Massnahmen, unter anderem: "Mindestnutzungsdauer garantieren", "Standardisierung und Normierung (Ökodesign)" und "Förderung von Ökodesign bei Ausbildung der Fachkräfte". Frankreich macht es mittlerweile vor. Im Oktober 2014 hat die französische Nationalversammlung verbindliche Angaben zur Produktlebensdauer und ein Verbot des vorzeitigen Produktverschleisses („geplante Obsoleszenz“) gutgeheissen.
Ähnliche Massnahmen sollten nun in die Revision des Umweltschutzgesetzes integriert werden. Die Grünen werden sich dafür einsetzen. Für die Vermeidung von Abfall und die Optimierung der Lebensdauer von Produkten wird darin bislang zu wenig unternommen. Der Nationalrat kann damit der Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft einen würdigeren Gegenvorschlag gegenüberstellen als es der Ständerat am 25. November 2014 getan hat.
Wie man Abfall reduzieren kann, zeigen die Grünen auch in ihrer Stellungnahme und ihrem Faktenblatt zur Revision der Technischen Abfallverordnung. Deren Vernehmlassungsfrist endet am 30. November 2014.
Zahlen aus der Abfallstatistik von Eurostat (Siedlungsabfälle pro Kopf, 2012): Schweiz 694 kg, EU-28 487 kg, Deutschland 611 kg, Frankreich 534 kg, Tschechische Republik 308 kg.