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Tour d'habitation du 13è siècle.
Der Steinspeicher (Steispycher) in der östlichen Dorfpartie, umringt von Nutzbauten, ist auf einem fast quadratischen Grundriss von 6 m Länge und 6.8 m Breite errichtet. Die Mauerung besteht aus schönen Bruchsteinen mittleren Formats. Die Steine sind mit gelblichem, grobsandigem Mörtel zusammengefügt. In den Fugen ist der Mörtel flach gestrichen und mit der Kelle geritzt. Die Grösse der Steine nimmt mit der Höhe des Gebäudes ab. In den Ecken sind die grössten Steinquadern angeordnet. Die Kellertüre an der südlichen Giebelfront wurde später ausgebrochen. Ausser den symmetrisch angeordneten Scharten besass der Turm ursprünglich nur an der östlichen Traufwand je zwei Fenster pro Geschoss. Die Doppel-Schartenfenster im untersten Geschoss sind mit Ausmassen von 52 x 45 cm grösser als die übrigen.
Aufgrund der Bauelemente setzen die Fachleute die Erstellung des Speichers im 13. Jahrhundert an. Für diese Datierung spricht auch die Anwesenheit einer herrschaftlichen Familie, der Herren von Mund, um 1200-1300, denn wohl nur reiche Leute konnten einen solch kostspieligen Bau erstellen lassen. Nach Angaben von Fridolin Imstepf soll man den Steinspeicher früher auch «Gräfiturrn» und das Steinhaus neben der Bäckerei «Gräfihüs» genannt haben. Der Steinspeicher ist ein ausserordentlicher Bau, der in jeder Beziehung aus dem Rahmen fällt. Leider durchziehen klaffende Risse die Fassade; die notdürftigen Ausbesserungen des Gebäudes mit Eisenträgern sind bei weitem nicht ausreichend. Da das Gebäude äusserst erhaltenswert ist, wäre eine baldige Instandstellung ins Auge zu fassen.
Bibliographie