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AKWS | Nummern 10 / 40 / 53 / 63
Zaunband
Heute wird fast ausschliesslich mit ca. 10 Kilometer Zaunband gezäunt, was die Arbeit stark vereinfacht. Nur dort, wo die Absturzgefahr besonders gross ist, wird für den Grenzzaun teilweise noch Stacheldraht verwendet.
Langspornige Handwurz
(Gymnadenia conopsea)
Die Langspornige Handwurz gehört zu den häufigsten Orchideen und ist in den Alpen weit verbreitet. Sie wächst auf Bergwiesen und in lichten Wäldern vom Tal bis über die Baumgrenze und gedeiht sowohl auf Kalkböden wie auch auf leicht sauren Böden. Wir erkennen die Langspornige Handwurz an ihren rotvioletten bis lila Blüten, die durch einen sehr langen, gebogenen Sporn charakterisiert sind. Der wohlriechende Blütenstand streckt sich während dem Aufblühen stark in die Länge. Der deutsche Name Handwurz bezieht sich auf die handförmig geteilten Wurzelknollen der Art. Die Art ist wie alle Orchideen geschützt.
Murmeltier
Das Murmeltier lebt als eiszeitliches Relikt in den Alpen. Die Familienverbände hausen in Erdbauten. Im Winterschlaf senken sie Puls, Körpertemperatur und Atem stark ab und überleben so in der unwirtlichen Umgebung.
Murmeltiere lassen sich in Geröllhalden und auf den Alpweiden beobachten. Sie machen bei der Jungenaufzucht des Steinadlers 80 % der Nahrung aus.
Stylolithen im Quintnerkalk
Stylolithen sind Lösungserscheinungen im Sedimentgestein (Sediment = Meeresablagerung). Bei der Alpenbildung war das Gestein einem enormen Druck und einer Temperatur von bis zu 200° C ausgesetzt, was zu einer teilweisen Auflösung von Mineralien führte. Ein Teil des 150 Millionen Jahre alten Quintnerkalks wurde entlang diesen Fugen aufgelöst.
Stylolithen finden sich häufig in chemisch reinen und homogenen Gesteinen, insbesondere in Karbonaten. Da der Quintnerkalk mit 98 % Calciumkarbonat (CaCO3) chemisch sehr rein ist, sind darin besonders häufig Stylolithen zu beobachten. Ihr charakteristisches Bild sind sägezahnförmige zackige Adern.
Dem Betrachter fallen besonders Stylolithen mit roter oder aber schwarzer Farbe auf. Die Farben stammen von Imprägnationen von Eisen oder Mangan. Teilweise treten auch feine Tonhäutchen auf.
Durch chemische Lösungen und Kohlensäureverwitterung (Korrosion) im Kalkstein entstehen unterirdische und oberirdische Geländeformen, die man Karst nennt. Als Hauptmerkmal gilt die Versickerung des gesamten Oberflächenwassers, so dass im Karstgebiet keine permanent fliessenden Bäche oder Flüsse mehr auftreten. Das Wasser versickert im Kalkgebirge in Dolinen, Spalten und Kanälen, die sich im Laufe der langen geologischen Zeit durch chemische Erosion immer weiter zu Höhlen aufgeweitet haben. In weitläufigen Höhlensystemen haben sich unterirdische Bachläufe und Seen gebildet. An der Rinquelle bei Betlis tritt das die Churfirsten unterirdisch durchfliessende Wasser wieder an die Oberfläche.