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Weinregionen in Italien
Italien ist neben Frankreich, Spanien und Deutschland das bekannteste Weinland Europas. Wegen der hervorragenden Küche und des besonderen Charmes des Landes und seiner Bewohner ist es wohl auch das beliebteste. Die Weinregionen in Italien gehören zu den ältesten und vielfältigsten der Welt.
Weinbau in Italien: eine jahrtausendealte Geschichte
Die Weinbaugebiete in Italien gehören zu den ältesten der Welt. Als die Griechen ca. 1000 v. Chr. die Weinrebe im Süden des Landes einführten, wurde sie weiter nördlich von den Etruskern schon kultiviert. Die Griechen nannten Italien wegen seiner besonderen Eignung für den Wein „Enotria“ – das Weinland. Mehrere der heute noch angebauten Rebsorten stammen aus Griechenland.
Auch nach dem Aufstieg des Römischen Reichs war es lange Zeit noch der griechische Wein, der das höchste Ansehen genoss. Erst nach und nach setze sich der römische Weinbau in Italien durch. Dabei profitierten die Römer beim Weinanbau in Italien von den Erfahrungen der alteingesessenen Bauern, die sie als Grundlage nahmen, um den Weinbau weiterzuentwickeln. Im goldenen Zeitalter des Römischen Reichs war Wein ein so wichtiger Teil der Alltagskultur, dass der Konsum auf 1,8 Millionen Hektoliter geschätzt wird – das entspricht einem halben Liter pro Tag für jeden einzelnen Bürger. Eine der wichtigsten Einflüsse der Römer war die Erweiterung der Weinbauflächen auf die Provinzen. So entstanden flächendeckend Weinregionen in Italien und der Weinhandel florierte. Noch heute ist der Weinbau in Italien einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Lange wurde auf Masse gesetzt, in den 1960er-Jahren veränderte sich Italiens Weinbau jedoch entscheidend: Berühmte toskanische Weingüter wie Antinori oder Frescobaldi wurden zum Vorbild für hochwertigen Qualitätswein.
Ideale geografische Bedingungen für den Weinanbau in Italien
Nach alter Überzeugung gedeihen die Reben am besten an Hanglagen. In Anbetracht dessen bietet Italien geradezu ideale geografische Bedingungen. Der Gebirgszug des Apennin durchzieht Italien vom Nordwesten bis in den Südosten und bildet somit eine Wetterscheide. Die Alpen schützen die Weinregionen in Italien vor den kalten Nordwinden. Darüber hinaus wird die Landschaft vom Mittelmeer, dem Tyrrhenischen Meer und vielen anderen Gewässern dominiert. Im Mittelmeerraum herrscht ein mediterranes Klima mit überwiegend heissen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern – ideal für die meisten Rebsorten. Auch der Boden ist vielfältig geprägt und vorteilhaft für die Weinbaugebiete in Italien: Man findet Kalkstein, vulkanischen Tuff und kiesigen Lehm.
Das Klima in Italien
Natürlich lässt sich das Klima eines 1.200 km langen Landes nicht verallgemeinern, da es von Region zu Region variiert: eher kühl in den Ausläufern der Alpen mit Italiens Weinbaugebieten wie Trentino, Südtirol und Lombardei, heiss in Kalabrien und Sizilien. Das sorgt für einen vielfältigen Weinanbau in Italien.
Von Friaul bis nach Sizilien: Weinanbaugebiete in Italien
Die Weinregionen in Italien stimmen mit den Verwaltungsbezirken überein. Dementsprechend gibt es 20 Weinanbaugebiete, die sich je nach regionalen Gegebenheiten durch vielfältige und einzigartige Weinprodukte auszeichnen. Mit einer Rebfläche von ca. 842’000 ha und rund 51 Mio. hl Produktionsmenge im Jahr ist Italien einer der grössten und wichtigsten europäischen Weinproduzenten. Die besten Anbaugebiete sind Toskana, Piemont, Lombardei, Trentino und Friaul. Nutzen Sie unsere interaktive Karte, um mehr über die Weinregion in Italien zu erfahren, die Sie interessiert.
Welche Weine die Weinregionen in Italien hervorbringen
Der Weinbau in Italien ist in erster Linie auf Rotwein spezialisiert. Die besten Rotweine sind kräftig, verfügen über vielfältige Geschmacksnuancen und besitzen Alterungspotenzial. In den 1980er-Jahren wurde auch die Technik der Weissweinbereitung erheblich verbessert. Heute werden trockene, reduktiv ausgebaute Weissweine hergestellt. Ausserdem sind die schäumenden Asti spumante und Dessertweine wie Marsala bekannt. Viele Winzer experimentieren mit neuen (französischen) Rebsorten.
Aufschluss über die Qualität des Weines geben die 2009 im Rahmen der EU-Weinmarktordnung im Weinanbau in Italien eingeführten Qualitätsstufen:
· Vino entspricht der früheren Bezeichnung Vino da Tavola und ist der Wein der einfachsten Qualitätsstufe.
· IGP oder (früher) IGT (Indicazione Geografica Tipica) steht für Landwein.
DOP (Denominazione di Origine Protetta) steht für Qualitätswein höchster Klasse. Alternativ werden auch die früheren Begriffe DOC und DOCG verwendet.
Rebfläche und Produktionsmenge
Ca. 842'000 ha, rund 51 Mio. hl/Jahr.
Karte
Ausgewählte Anbaugebiete
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