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DAS GEBIETQUALITÄT STEHT VOR DER QUANTITÄT
Das Produkt wird nach dem Vorbild des weltberühmten Champagners erzeugt.
Die zweite Gärung, die für die typische Perlage verantwortlich ist, geschieht in der Flasche.
Der aufwendige Arbeitsprozess führt in der Regel zu einer höheren Qualität als zum Beispiel beim Prosecco. Für den Franciacorta sind die Sorten Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Blanc (max. 50%) und Erbamat (max. 10%) zugelassen. Das Gebiet setzt vor allem auf Qualität statt auf Quantität.
Die gleiche Philosophie verfolgt das Konsortium in der gesamten Produktion
In der Franciacorta wurden schon immer Weinreben angebaut. Dort wuchsen von der Römerzeit bis zur Spätantike und ins Hochmittelalter Weinberge, auch aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen.
Seit 1995, als die Franciacorta ausschließlich für die mit Zweitgärung in der Flasche hergestellten Weine die Bezeichnung DOCG (kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung) erhielt, wurde der Begriff “vino spumante” für immer abgelegt. Auf den Etiketten gibt es lediglich die Bezeichnung “Franciacorta” und das steht für das Gebiet, die Produktionsmethode und den Wein.
Der Name Franciacorta knüpft an die sogenannten Corti Franchi an, das waren Freihöfe, die im 11. Jahrhundert das Recht zum Handeln erhielten. Die Produktionsbestimmungen sind festgelegt und garantieren dem Konsumenten hohe Qualität in jeder Flasche.
Die Ertragsmenge beträgt maximal 95 Doppelzentner Trauben pro Hektar. Die Lese erfolgt nur per Hand. Die durch das sanfte Pressen erzeugten Basisweine und auch Weine verschiedener Jahrgänge werden im Frühjahr zu individuellen Cuvées zusammengestellt. Jeder der heute 200 Winzer in der Franciacorta verleiht somit den Schaumweinen seinen ganz persönlichen Stil.
Das Konsortium des Franciacorta entstand am 5. März 1990 in Corte Franca, mit dem Zweck, die Einhaltung der Produktionsregeln des Franciacorta zu gewährleisten und zu überwachen. Was diesen Wein kennzeichnet, der ausschließlich mit der Methode der zweiten Gärung in der Flasche hergestellt wird, ist der Name der geografischen Region, in der seine Chardonnay-, Blau- und Weißburgunderreben wachsen.
Ein einziger Begriff „Franciacorta“, der ein Gebiet, ein Herstellungsverfahren und einen Wein definiert. Seit seiner Übersiedlung im Jahr 1993 an den heutigen Standort Erbusco zählt das Konsortium Franciacorta über 200 Mitglieder an Winzern, Weinproduzenten, Abfüllern, Beschäftigten in der Produktionskette der Ursprungsbezeichnungen Franciacorta DOCG, Curtefranca DOC und Sebino IGT.
Ein unverwechselbares Markenzeichen, das zinnenbewehrte F, zeichnet seine Weine aus und geht auf die mittelalterlichen Türme zurück, die so charakteristisch sind für die 19 Ortschaften im Herzen der Lombardei, am Fuße des Iseosees: Adro, Brescia (teilweise), Capriolo, Cazzago San Martino, Cellatica, Coccaglio, Cologne (Turra Franciacorta), Corte Franca, Erbusco, Gussago, Iseo, Monticelli Brusati, Ome, Paderno Franciacorta, Paratico, Passirano, Provaglio d’Iseo, Rodengo Saiano und Rovato.