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Peter ist ein begeisterter Geigenspieler, Sport mag er jedoch überhaupt nicht. Ausser seinem besten Freund hat er nicht sehr viele Freunde; Gleichaltrige hänseln ihn wegen seines Hobbys und seiner Körperfülle immer wieder.
Er war schon als Kind pummelig. Begonnen hat es damit, dass ihn seine Eltern immer wieder mit Essen getröstet und belohnt haben. Das ist bis heute so: Peter isst nicht, weil er Hunger hat, sondern weil er wütend oder traurig ist und Trost sucht.
Inzwischen ist er stark übergewichtig. Er hat oft Essanfälle und verliert dabei die Kontrolle. Es geschieht aber alles heimlich, wenn niemand zu Hause ist. Danach plagt ihn jeweils das schlechte Gewissen; er macht sich Vorwürfe. Diäten hat er schon viele gemacht – und meistens frühzeitig abgebrochen.
Vor kurzem hat er eine Therapie angefangen; sein bester Freund hat ihm die Adresse gegeben. Die Therapie gibt ihm einen gewissen Halt, weil er endlich offen über seine Probleme und seine Gefühle reden kann. Er hat erkannt, dass er an einer Binge Eating Störung leidet, und tut jetzt etwas dagegen.