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Abstract
Die Wasserkraft ist die wichtigste Säule der heutigen Schweizer Stromproduktion und deren Ausbau ist in den nächsten Jahrzehnten im Rahmen der Energiestrategie 2050 geplant. Deshalb ist ein auch nachhaltiger Betrieb der Wasserkraftwerke erforderlich. Geschiebebeigaben kombiniert mit künstlich ausgelösten Hochwasser gewinnen zunehmend an Interesse um Restwasserstrecken aufzuwerten und die Dynamik in Auengebieten im Unterstrom von Talsperren wieder zu reaktivieren. In der Saane im Kanton Fribourg, Schweiz, wurde eine solche Massnahme durchgeführt. Unterhalb der Rossens Staumauer, wurden vier Geschiebeschüttungen, mit insgesamt 1000 m3 Sediment im Fluss erstellt. Es wurde eine Anordnung der Depots gewählt wie sie vorgängig mittels physikalischen Laborexperimenten mit einem Forschungsprojekt optimiert wurde. 489 Steine wurden mit PIT Sensoren ausgestattet und gleichmässig in den vier Schüttungen verteilt. Nachdem Hochwasserereignis, konnten 57% der Sensoren lokalisiert werden. Die maximal erfasste Transportdistanz eines mit PIT Sensor ausgestatteten Steines betrug 284 m. Von den Schüttungen wurden drei nur teilweise und eine vollständig erodiert, da die Spitze des künstlichen Hochwassers etwas geringer als geplant ausgefallen war. Der Erosion und Ablagerungsprozess deckt sich jedoch gut mit den Beobachtungen in den Laborexperimenten. Diese Revitalisierungsmassnahmen erhöhten die Habitatsvielfalt in der Saane deutlich, was sich in einer Zunahme des Hydromorphologischen Index der variabilität um 32% im betroffenen Flussabschnitt wiederspiegelt.