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1901 wurde das deutsche Urheberrecht erneuert, und Autoren erhielten das Recht, Nachdrucke ihrer Texte zu kontrollieren. Verlagshäuser versuchten, dem zu entgehen, aber ab 1902 kämpfte ein Kartell von Dichtern für seine Rechte. In seinem Werk (1883–1909) reflektiert Detlev von Liliencron durchgängig die Hindernisse, ein Leben als Autor zu führen, insbesondere als Dichter, der eine anspruchsvolle Ästhetik verfolgt. Mithilfe des Begriffs »Zirkulation sozialer Energie« aus dem New Historicism untersucht dieser Aufsatz die Beziehungen zwischen Liliencrons literarischen Texten, seinem Image und öffentlichen Leseleistungen sowie die Annahme des Gesetzesentwurfs. Darüber hinaus wird seine Einbindung in das »Kartell lyrischer Autoren« diskutiert.
In 1901, German copyright was renewed and authors got the right to control reprints of their texts. Publishing houses tried to evade this, but from 1902 on a cartel of poets campaigned for their rights. Detlev von Liliencron reflects the obstacles of making a living as an author, particularly as a poet pursuing an ambitious aesthetics, throughout his work (1883–1909). By means of the New Historicist term »circulation of social energy«, this essay examines the relations between Liliencron’s literary texts, his image and public reading performances, and the passing of the bill. Moreover, his commitment in the »Kartell lyrischer Autoren« is discussed.
Zitieren Sie diesen Beitrag bitte wie folgt:
Bierwirth, Maik: Detlev von Liliencron und das Verlags- und Urheberrecht von 1901. <http://germanistik.ch/publikation.php? id=Detlev_von_Liliencron> (Publiziert Mai 2011)
oder
Bierwirth, Maik: Detlev von Liliencron und das Verlags- und Urheberrecht von 1901.