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唱一段思想起 唱一段唐山謠
Ich wußte nicht, dass Tee eine Art von Entertainment ist.
Ich wußte auch nicht, dass man mich als Entertainmenterin betrachtet, wenn ich ein Event veranstalte oder ich eine Tee-Zusammenkunft tätige.
Führer hat Detlef immer gescherzt über die „Well-ness“ und „Softies-Zen“. Heute verstehe ich sein Seufz, wenn ich das Yoga als ein zeitgenössisches Phänomen betrachte. Well-ness! Ich will, dass es mir gut geht.
Aber, warum geht es Dir schlecht?
Es war ein Auftrag von einer berühmten Kosmetik-Wellness-Firma, die etwas zurückgeben möchte an die Gesellschaft. Somit wurden paar Frauen in „sozialenbedüftigem“ Millieu zum Shui Tang eingeladen, zu einer Teezusammenkunft.
Ich möchte niemanden beurteilen, wie man unter Tee versteht und praktiziert. Ich habe einfach mein Verständnis und meinen eigenen Zugang, und bemühe mich, das was ich verstand, weiter zu geben, wenn der Gegenüber es möchte. Niemanden möchte ich missionieren. Mir geht so wie so nichts an, was die anderen tun – so lange sie von mir nicht ein Statement verlangen möchten.
Einige von diesen jungen Frauen, die wohl „gezwungenerweise“ zu Shui Tang kamen, konnten nicht sehr viel mit Tee anfangen. Ich habe meine Linie, die ich in Shui Tang behalte. Ich lasse beispielsweise nicht zu, wenn sie unter einander schatzen wollten, während ich redete. Wenn jemand sein desinteressiertes Gesicht zeigte und seinen Kopf am Tisch hing, fragte ich sie sofort, ob sie nicht lieber zum Opiumbett liegen möchte. Sicher sind keine gegangen, aber ich spürte die Spannungen, die sie aushalten mussten.
Ich schwerzte mit ihnen, dass sie ihren Kopf so hängen konnten, weil sie einen Stuhl bekamen. Wenn man auf der japanische Art auf Knie sitzen muss, dann ist man konzentirert und aufrichtig, weil es überall an Körper schmerzt!
Hat der Tee nur die angeneme und wellness Seite? Hat der Tee nur die spirituelle und strenge Seite? Tee hat beides und ich versuche die beiden Seite zu vereinen. Das ist genau so wie im Leben, zuckersüss und bitterhart zugleich.
Die Frage ist, warum diese jungen Menschen sich nicht konzentrieren können und wollen? Ist es eine richtige Art, ihnen gegenüber nur das Verständnis zu zeigen und nur ihr Ego zu streichen? wenn sie die Grenze nicht erkennen, wie können sie selbst respektieren und dem anderen respektieren?
Ich erinnere mich an dem Film von Thomas Grube „Rythm is it!“ Ein Projekt zwischen Berliner Philharmoniker mit Kinder von sozialbedürftigen Schichten. Dort wird dokumentiert, wie Kinder, die Null-Bock haben, den Sinn und Disziplin fürs Leben lernen konnten und mussten, durch den harten Prozess an einem Tanz teilzunehmen.
Sicher hatte ich nicht den Auftrag so ein Experiment wie Herr Grube zu unternehmen. Es wurde mir eins klar, dass viele Veranstalter den Tee als Wellness betrachtet. Es sollte nett und am besten lustig sein. Viel Exotik und viele Kuriosität. Tee als Entertainment. Es ist schon in Ordnung Tee zu intrumentalisieren, um zu unterhalten. Aber Entertainment lediglich als Ziel ist es zu langweilig für mich.
Manchmal denke ich, wenn Menschen bei mir Tee lernen will oder zu mir kommen, nur weil ich Schlitzaugen haben, nett aussehe und entsprechend gekleidet bin, dann werde ich irgendwann wie ein Blase platzen! Eine Blase der exotischen Projektionsfläche und eine Blase der schönen Exotin. Ich werde nicht mehr ganz auf dem Boden bleiben und selbst in Augen des anderen verlieren. Als Projektionsfigur weiter Erfolg zu ernten muss den anderen gefallen…
Ich bin nicht exotisch. Ich bin genau wie Du, mit all Problemen und Schmerzen durch das Leben. Nicht besser und nicht schlechter, und nur einer von vielen. Ich liebe halt Tee.
Wer bin ich und was mache ich, sind das Entscheidende für mich auf den Weg. Dies habe ich beim Tee als Weg gelernt. Dies versuche ich zu leben und wenn mein Gegenüber es will, kann er es auch mitnehmen.
Die Stadt ist gezuckert. Selten erlebt man Zürich so unschuldig und süss… Alles ist langsamer, auch das Auto.
An so einen gezuckerten Tag verläuft es recht ruhig. Auch an einem ruhigen Tag passierte Dinge, die einen zum Nachdenken bringt.
Ich lernte zwei neuen „Spielfreunde“ kennen, David und Bruno. Wir spielten geraden Gongfu Cha mit Oriental Beauty 2009. Ein leichter eleganter Oriental Beauty aus Qingxin Oolong Pinglin. Wir rochen Blüte und hörten Bienensummen…
Ein Herr, ein prächtiges Wesen öffnete die Tür und spazierte hinein. Ich grüsste ihn. Er sagte, „Nur neugierig.“ „Das gefällt mir!“ erwiderte ich.
Er spazierte einmal herum und fragte mich, ob wir nicht gerade vom Oriental Beauty sprachen. Ich nickte den Kopf.
„Dann geben mir einfach den besten Oriental Beauty von Ihnen.“ er war sehr selbst sicher, „Wenn er nicht gut ist, sehen Sie mich nie wieder.“ Er schaute mich an, „es ist ihr Verlust.“
Ich lachte ihn herzig an, „Nein, mein Verlust ist es sicher nicht. Es ist Ihres.“
Ich bin einfach da, nicht weil ich etwas besonders bin. Auch wenn ich eitel bin, muss ich Dir nicht gefallen. Auch wenn ich gerne etwas verkaufe, muss ich das Geld von Dir nicht verdienen. Wenn Du willst, kann ich Dir etwas zeigen, aber es muss nicht sein… inshiala.
Er schaute mich prüfend. Ich lächelte weiter. „Geben Sie doch noch einen anderen Juwel von Ihnen.“
Ich zeigte ihn den Phönix Dancong Milanxiang.
„Sind sie die Juwelen von Hier?“
„Sie sind zwei von den Juwelen in diesem Haus.“ ich sagte es sehr bestimmt.
„Ich will solche Kategorie wie Oriental Beauty.“
Ich versuchte ihn den Benjamin Button (Alishan 2004) zu empfehlen. Er sei ihm zu dunkel. Ich zeigte ihn Alishan 1999. Er war nicht angetan. Dann lächelte ich noch einmal und sagte, „Bleiben Sie bei dem Oriental Beauty. Bald wird ein Oriental Beauty eintreffen, der über Holzukohle geröstet ist. Die sorgfältige Röstung bringt zwar den Duft und die Leichtigkeit zum Hintergrund, aber der Geschmack wird vielschichtiger und tiefgründiger.“
„Also, Sie sehen mich wieder.“
„Glauben Sie es?“
„Nachdem Sie mir einen Vortrag gehalten haben, ich glaube, dass ich Sie wiedersehen will.“
„Ich will niemandem einen Vortrag halten.“
„Vielleicht, besser ausgedrückt, Sie haben mir ein Gedicht vorgelesen.“ Er öffnete die Tür.
Ich bin einfach hier, nicht weil ich nutzlich oder wichtig bin. Wenn Du willst, kannst Du gerne kommen. Und wenn das Karma es erlaubt… inshiala…, werde ich nicht nein sagen.
Ich bin bestimmt eine sehr schlechte Verkäuferin! Und eine schlechte Geschäftsfrau.
In den zwei Wochen in Taiwan und in Tokyo musste ich schöne Dinge für Shui Tang aussuchen und einkaufen. Einerseits weil die Zeit knapp war, andererseits weil ich kein Geduld habe, verwirklichte sich mein Einkaufsstil richtig. Ich hasse Überlegungen bei Einkaufen. Ich weiß, wenn mich etwas nicht ganz überzeugt, dann muss ich mir überlegen. Wenn ich mir überlege, dann lass ich lieber mein Finger weg. Take it or leave it! Ich praktiziere diese Einstellung nicht nur bei Einkaufen, sondern auch bei menschlichen Beziehungen und bei der Liebe. Das kann oft zu Dessaster führen.
Normalerweis gehe ich in einen Laden hinein und sammele zuerst Eindrücke. Normalerweise kaufe ich das, was mich in ersten Augenblick fasziniert. Die Überlegung kommt immer aus Intellekt – dies vertraue ich nicht so viel. Wenn ich mich entscheide, etwas zu kaufen, dann mache ich es schnell und bestimmt. „Dies , dies und dies. “ In Yingge schockte ich meinen Stil eine Verkäuferin. Sie sagte, „Hey, Sie haben echt einen speziellen Stil einzukaufen. Sehr speziell - sehr schnell und sehr glatt.“
Vielleicht weil ich so bin, habe ich häufig diese Art von Klienten. Das gefällt mir am besten und der Kauf / Verkauf wird zum gegenseitigen Freude. Man muss nicht zu viel sprechen. Die Dinge sprechen für sich und Käufer bedankt sich für die schöne Dinge, während der Verkäufer sich für das Vertrauen dankt. Dann wird Verkauf/ Kauf zu einem Freundschaftsakt.
Manchmal kommen Klienten, die sich Minuten lang überlegen. Wenn solche Klienten kamen, die alten Teekanne minutenlang in der Hand nahmen, ob sie mitnehmen sollten, sagte ich häufig, „Wissen Sie, diese Kanne gefällt mir selbst so gut. Eigentlich möchte ich sie am liebsten bei mir behalten.“ Meistens fanden Klienten mich unmöglich.
Ich glaube an den unsichtbaren Faden. Dinge rufen uns, anstatt wir finden sie! Dinge suchen sich aus, wo sie hingehen wollen. Wir, Menschen glauben immer, wir seien der Schöpfer, wir suchen unser Partner aus und wir suchen dies und jenes aus. Nein! Umgekehrt - wir werden gefunden. Der vermeintliche Jägger, Mann, glaubt vielleicht, er habe eine Frau geschnappt. In der Tat wurde er ausgewählt. Wenn die Frau nicht will, hätte er nie eine Chance!
Die wunderschönen alten Teekannen von HP fanden paar schöne neuen Liebhaber! Eine ging nach San Fransisco, eine ging nach Salzburg, eine ging nach München und eine bleibt in der Altstadt Zürichs. Die neuen Liebhaber der Kannen kamen zu Shui Tang überlegten sich nicht lange und nahmen sie heim. Ich freute mich immer dabei, wie dieses Pakt geschah und die Teekanne wieder geliebt und benutzt werden kann! Shui Tang war ein Ort des Finden und Gefundenes. Ich bin der Vermittler. Ein schönes Job.
Nun brachte HP mir wieder welche, die noch interessanterer als die zuvor. Ich würde sie tatsächlich gerne behalten… Aber, ich bleibe lieber treu zu meinem Job. Sehr gespannt auf die Menschen, die von den Kanne gerufen werden!
Wer steht am Sonntag morgen gerne früher auf? Vor allem ich?
Atong weckte mich auf und wollte mit mir skypen. Wir diskutieren on line über die neuen Tees, die wir jeweils bekamen und degustierten. Als er 2009 hier zu Besuch war, hinterlass er mir einen namenslosen Tee. Dieser Tee war wunderbar im Geschmack und ich verstand ihn als ein gelagerter Hochlandsoolong aus Alishan zwischen 10 bis 15 Jahren. Er bestätigte meine Vermutung.
Dann erzählte ich ihm von Peijen, die einen Traum hat in München ein Schnick-Schnack-Haus mit Tee zu eröffnen und sie wohl im Frühling ihn besuchen kommt. Er sagte ja ja. Vor kurzen bekam er auch einen Anruf aus Texas von einer Dame, die bereits ein Teeshop innehat und auch gerne private Unterrichte bei ihm nehmen würde. Er erklärte ihr, wie er sich vorstellte von Programmen und Umkosten. Sie sagte, sie habe bereits Verständnis des Tees und wollte das Basic nicht lernen. Atong sagte ihr, wenn sie bei ihm einsteigern will, muss sie ihm folgen. Er sei nicht scharf und verpflichtet, sie zu unterrichten.
Er sagte mir im Skype, „Ich brauche das Geld von ihr ja gar nicht. Wenn ich ihr Lehrer sein sollte, dann sage ich, was sie lernen sollte. Wenn sie bereits so viele Lehrer hat, soll sie bei den anderen Lehrern bleiben. Wozu bei mir? Wenn sie bereits so viel vom Tee versteht, wozu kommt sie zu mir?“
Die Damen im Telefon war leicht nervös und wollte weiter mit ihm diskutieren. Sie kritisierte viele Teelehrer in Taiwan und beschwerte sich über die Unkompetenz des anderen. Atong stoppte ihr sofort und sagte ihr, er habe mit anderen nichts zu tun und sie sollte direkt bei denen beschweren. Er wollte das Telefon beenden, aber sie sagte, „nein, das Telefon sei nicht teuer und sie können weiter sprechen.“ Atong erwiderte, „Ihr Telefonkosten sei ihre Sache. Er habe keine Zeit.“
Ich musste ganzer Zeit lachen, als er mir die Story erzählte. Ich lachte und freute über das Wahrhaftige meines Lehrers und seine Art, selbst treu zu bleiben. Ihn kann man mit konventionelle Höflichkeit nicht schnappen. Es geht nur um Tee. Ich weiß sehr wohl, warum wir Lehrer und Schüler sind. Ich habe ein tiefes Vertrauen in meinen Lehrer. Mir macht selten etwas aus, wenn er mich tadelte und kritisierte. Er akzeptiere stets, dass ich so, wie ich bin. Er mache sich Sorgen um meinen Zustand und warnte mir immer wieder vor zu viel Arbeit.
Obwohl Jürg und Carola nicht viel Zeit mit ihm verbrachten, all das was die beiden ihm auf seine Reise Europas gaben, bleibt ganz tief im Herzen. Er sagte, dass er Carola und Jürg vermisse. So wunderbare Personen gebe in dieser Welt ganz selten. Ich sollte die beiden ganz herzlich grüssen!
Endlich bin ich so weit, das Daten von dem ersten Teeseminar in Shui Tang anzukündigen!
Eigentlich wurde ich gezwungen – zu Weihnachten haben viele Klienten bereits als Geschenkgutschein eingekauft, auch wenn das Daten irgendwo feststellt…
Nun ist es so weit!
21.03. Sonnatg 10 – 16 Uhr
Sprache des Tees I
Ort:
Shui Tang, Spiegelgasse 26, 8001 Zürich
Anmeldung:
+41-79-3871130
+41-44-5559161
Kosten:
Teeseminar I: 120 Sfr.
Sondertarife für Wiederholungsteilnehmer und Auszubildende auf Anfrage.
In diesem Kurs sollte ein Überblick vermittelt werde, wie vielseitig chinesische Teesorte sind und wie die Einflüsse von verschiedenen Faktoren bei der Ernte, bei der Produktion und bei der Lagerung durch Tee zum Ausdruck kommen. Die Sinne, die Vielfalt und Differenzen zu verifizieren, werden anhand der Degustation mit Nase und Gaumen geschärft und erweitert.
Ruhige Tagen bringen ruhige Musse. Musse zu leben hat nicht wirklich mit Zeit zu tun, sondern mit der Lebenseinstellung. Wenn ich tatsächlich wieder Musse lebe, sehe ich wieder meinen Großvater im seinen Schaukelstuhl in unserem dunklen Nebenzimmer.
Ich habe mir vorgenommen, die Pu Ers von Matsu in diesen Tagen zu degustieren. Mir fehlte in letzten Monaten Musse, um sie zu entdecken. Dann entdeckte ich in diesen Tagen die Fladen aus Wuliangshan – Gebirge der Unmessbarkeit. Im dunklen Kammer meines Gedächtnis glaubte ich an jemanden zu erinnern, der seine Odyssee in Wuliangshan begann…
Es war die harte Zeit vor der Uni-Aufnahmeprüfung. Die einzige Musse, die ich mir gönnte war, das Fernsehen-Serie von Tian Long Ba Bu 天龍八部 anzuschauen. Tian Long Ba Bu, ein Roman von allen chinesischen Leser, ein Muss der chinesischen Volksbildung. Duan Yu 段譽, ein Prinz in dem Königsreich Yunans in der Sung-Dynastie, verlass sein Palast, weil sein Vater ihn zwangte, Gongfu zu lernen. Er begann sein Odysee mit einem Pu Er Teehändler Ma Wude. Auf seinen Irrweg lernte er wunderbare Mädchen kennen, in die er sich jedes Mal liebte, die am Ende sich herausstellte, seine leibliche Schwester waren. Denn sein Vater war ein großer Frauenheld, der stets unehrliche schöne Töchter hinterlass. In Gebirge von Wuliangshan lernte der junge Prinz seine Liebe und sein erstes Liebeskummer, als das schöne Mädchen als seine Schwester entpummpte. Wuliangshan wurde beschrieben als paradiesischen Landschaft, von göttlichem mystischen Atmophäre und unendlicher Kraftort. Duan Yu lernte hier sein Flucht-Gongfu Lingbo Weibu, wie man in Gefahr in einem eleganten schnellen Gang um Schlacht auszuweichen.
Vielleicht war der Autor Jin Yong tatächlich einmal in Wuliangshan. Vielleicht hätte ich irgendwann Möglichkeit diesen Gegend zu besuchen. Es war gerade ruhig in Shui Tang. Ich brach ein kleines Stück von dem Pu Er Fladen ab. Der Fladen ist schwarz. Er ist schwarz, weil die Blätter jung und zart sind. You sagte mir, dass die Teebäumen dort von spezieller Sorten sind. Die jungen Trieben werden mit zwarten Blatt (sie nennen es Naipian) beschutzt und gehüllt. Die zwarten schützenden Blätter sind hart im Vergleich mit den jungen Trieben. Gepflückt werden sie zusammen und zusammen zu Fladen gepresst. Aus dem schönen zarten Tee entwickelte der langsam aufsteigender Duft. Voller Leichtigkeit und floralen Charm! Selten in Pu Er, sonderbar in seiner Eleganz. Ich dachte, ich wäre vor einem Wasserfall, auf einem steilen Berghang. Wenn der Vollmond aufs Wasser scheint und mein Schatten auf dem Steinwand wirft…
Mein langes Schatten auf dem glatten Steinwand tanzt mit mir im Vollmondslicht. Das Schatten wird immer länger, wenn der Mond immer tiefer geht. Je heller der Mond scheint, desto klarer wird das Kontur meines Schattens…
Minuten nach dem Aufguss spüre ich immer noch das Parfüm dieses Tees, auch wenn er sich vorher nicht besonders zur Wort meldet. Wer hätte denn gedacht von diesem Tiefe? Der lange Abgang verwöhnt mich immer weiter bei der Arbeit.
Dieser sonderbare Tee kommt aus dem Gebirge der Unmessbarkeit. Ein Nationales Park ist es geworden. Die Eingeborenen, die seit Generationen die Tees dort als Sammler sammelte, wurde gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen – seit es National Park wurde. Tee sammeln, auch wenn die Vorfahren schon immer das gleiche machten, ist heute nicht mehr eine ganz legale Tätigkeit. Das moderne Konzept vom System kennt Tradition und Geschichte nicht. You sagte mir, Teebauer betrachten emotional den Ort, wo sie waren, immer noch als „ihres“, während das System es zu demokratischem „Park“ klärte. Es ist schwierig geworden, Dinge zu messen, wo die Grenze von Legalität und Verbrechen liegt. Der Tee ist unschuldig, nicht wahr?
Er hat das Sammelgut trotzdem gesammelt und zum Tee gepresst. Er bezeichnet diesen Tee als der große schwarze Fladen. Rarität der Gebirge der Unmessbarkeit. Er sagte mir, Tee spricht für sich selbst. Er ist unmessbar gut. Unmessbar ist es eigentlich auch – die Moral.
Für Shui Tang hat You selbst aus Jadestein paar Siegel graviert. Ich kannte seine künstlerische Tätigkeit nicht. Dieser Mann hat ein unmessbares Tiefe – das gefällt mir. Die Steinen kamen heute an, unausgesprochen an dem gleichen Tag der Degustation mit diesem unmessbaren Tee. Die Steinen sind kalt, die Schriften sind deutlich rot. Sie zeigen den Charakter dieses Mannes. Siegel sollte in der chinesischen Kultur Glück eines Menschen bringen und das Schicksal in die glückliche Bahn zu lenken. Glück ist unmessbar, ebenfalls wie eine Freundschaft.