Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/262092

<h2>SubmittedText<h2><p>Kugelfänge liegen oft am Waldrand und werden nach der Stilllegung bestockt oder verwalden. Bei der Sanierung ist der altlastenrechtliche Vollzug schwierig, da die VBBo für Blei nur Prüf- und Sanierungswerte bei Nutzungen mit einer möglichen direkten Bodenaufnahme definiert (Landwirtschaft, Familiengärten etc.).</p><p>- Sind dem Bundesrat diese Vollzugsprobleme der Kantone bekannt?</p><p>- Wenn ja, gibt es Bestrebungen, auch Prüf- und Sanierungswerte für Blei im Waldboden zu definieren?</p><p>- Wenn nein, warum nicht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Bund sind die Vollzugsprobleme der Kantone bekannt. Prüf- und Sanierungswerte der Verordnung über Belastungen des Bodens (VBBo) werden aufgrund der jeweiligen Nutzung festgelegt. Kugelfänge im Wald oder am Waldrand werden nur saniert, wenn ein Schutzgut wie Grund- oder Oberflächengewässer betroffen ist. Zum Beispiel besteht bei einer Lage des Kugelfanges am Waldrand dann ein Sanierungsbedarf, wenn durch Erosion belastetes Material auf landwirtschaftliche Flächen oder in einen Fluss gelangen kann. Der Bund evaluiert derzeit, ob es sinnvoll wäre. Prüf- und Sanierungswerte für Schadstoffe im Waldboden festzulegen. Allerdings könnte eine Sanierung auch negative Auswirkungen auf den Wald haben.</p>