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Savognin
Savognin ist heute die grösste Ortschaft des Surses und gilt als wirtschaftliches und politisches Zentrum der Talschaft. Auch befindet sich hier das Gesundheitszentrum mit Spital und Pflegeheim.
Der Hof Savognin gehörte wahrscheinlich zum Stiftungsgut des Klosters Mistail. Im Jahre 1154, der ersten namentlichen Erwähnung als Sueningin, wurde er an das Kloster St. Luzi in Chur übertragen. Im Jahr 1487 trennte sich die Kirche Sogn Martegn von der Mutterkirche in Riom, was damals auch weitgehend einer politischen und ökonomischen Trennung gleichkam. Im 17. Jahrhundert wurden zwei weitere Kirchen gebaut, was für eine Gemeinde dieser Grösse ungewöhnlich ist. Zurückzuführen ist dies auf ein Gelöbnis der Einwohner, welche im Jahr 1629 auf das Ende der grassierenden Pest hofften und versprachen, bei Ende der Seuche Kirchen zu bauen.
Die ehemalige dezentrale Siedlungsstruktur ist kaum mehr erkennbar. Bis in die 1960er Jahre bestand Savognin aus fünf deutlich voneinander getrennten Siedlungsgruppen: Sogn Mitgel, Naloz, Sot Curt, Sur Curt und Sur Tocf. Der drohenden Entvölkerung sollte damals mit einem Tourismuskonzept entgegengewirkt werden. Dieses beinhaltete die Ausscheidung einer 80 Hektaren grossen Bauzone, was zu einer übermässigen Bautätigkeit führte. 1975 musste in einem für die ehemalige Gemeinde kostspieligen Verfahren die Bauzone stark redimensioniert werden. Im Jahr 1962 wurde die Nandrò Ski- und Sessellifte Savognin-Piz Martegnas AG gegründet. Noch im selben Jahr wurden drei Transportanlagen erstellt. Sieben Jahre später wurde die damals längste Gondelbahn der Welt nach Radons gebaut. Als erste europäische Winterdestination konnten die Bergbahnen ab 1978 ihre Pisten beschneien.