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Theodor Schudel führte die familieneigene Papeterie und Buchhandlung an der Schmiedgasse in Riehen. Er engagierte sich im Dorfleben und war Initiant des ‹Jahrbuchs z’Rieche›.
Sohn des Albert Schudel und der Barbara Christine Philippine, geborene Bleiker. Heirat 1940 mit Marta Ida Duppel. Drei Söhne, zwei Töchter.
Theodor Schudel kam am 17. September 1911 zur Welt. Er wuchs mit vier Brüdern und einer Schwester in Riehen auf. Nach dem Schulabschluss machte er einen Sprachaufenthalt in der Westschweiz. Danach absolvierte er eine Buchbinderlehre in der Werkstatt seines Vaters. Schudels Wunsch, Theologie zu studieren, scheiterte an seiner starken Sehbehinderung, die seine schulischen Leistungen stark beeinträchtigte.
Nach dem Tod des Vaters übernahm Theo 1941 die familieneigene Papeterie, Buchhandlung und die Buchbinderei an der Schmiedgasse 11 in Riehen. Sein Bruder Albert wurde Leiter der Druckerei samt Verlag, die fortan als ‹A. Schudel & Co› firmiert. In den folgenden Jahren vergrösserte Theodor Schudel das Geschäft. 1958 kaufte er eine grössere Liegenschaft an der Ecke Schmiedgasse / Wettsteinstrasse und erstellte dort einen Neubau, in den das Unternehmen 1962 einzog.
Schudel war Initiator des seit 1961 erscheinenden ‹Jahrbuchs z’Rieche›, das bis 1972 in seinem eigenen Verlag erschien.
Theo Schudel beteiligte sich aktiv am Riehener Gemeindeleben. So war er ab 1951 während 20 Jahren Mitglied der Kommission Kunst in Riehen.
1971 übergab Schudel sein Geschäft einem ehemaligen Mitarbeiter. 1973 liess er sich mit seiner Frau in Orselina bei Locarno (TI) nieder. 1998 zogen die beiden zurück in die Nordwestschweiz nach Laufenburg (AG).
Theo Schudel starb am 30. September 1999 in Laufenburg.
Autorin / Autor: Nils Widmer | Zuletzt aktualisiert am 4.1.2023
Krattiger, Hans: Eine Idee nimmt Gestalt an. Aus den Anfängen des Riehener Jahrbuches. In: Jahrbuch z’Rieche 1981. S. 6–12.