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Kapitel aus OcCC-Bericht: Beobachtete Klimaänderung und Entwicklung des Klimas in der Zukunft
OcCC Bericht: Extremereignisse und Klimaänderung
Für Extremereignisse sind Veränderungen der Temperatur, des Niederschlags und der Ereignishäufigkeit wichtig. Gemäss IPCC wird sich bis ins Jahr 2100 die mittlere globale Temperatur am Boden gegenüber 1990 um 1.4°C bis 5.8°C erhöhen. Die Niederschläge im Winter werden in den mittleren bis hohen nördlichen Breiten wahrscheinlich zunehmen. Intensive Niederschläge werden sehr wahrscheinlich häufiger vorkommen.
Mit komplexen physikalischen Modellen kann die zukünftige Entwicklung des Klimas abgeschätzt werden. Weil die Modelle immer mehr Beobachtungen vergangener Klimaschwankungen reproduzieren können, ist das Vertrauen in die Berechnungen gestiegen. Für die Abschätzung der Zukunft arbeiten die Modelle mit verschiedenen so genannten Emissionsszenarien, welche die Emissionen wichtiger Treibhausgase und Aerosole bei unterschiedlicher Bevölkerungs-, Technologie und Wirtschaftsentwicklung beschreiben. Die Beschreibungen der Entwicklungen des zukünftigen Klimas im TAR basieren auf zahlreichen Simulationen und zwischen den verwendeten Modellen vergleichenden Studien.
Für die Periode von 1990–2100 ergeben die Modellrechnungen einen Anstieg der mittleren globalen bodennahen Temperatur von 1.4 °C bis 5.8 °C. Die Erwärmung wird wesentlich schneller erfolgen als im 20. Jahrhundert und v.a. über den Kontinenten und in hohen nördlichen Breiten im Winter überdurchschnittlich sein. Allgemein wird eine Entwicklung zu höheren Temperaturmaxima, mehr Hitzetagen, höheren Temperaturminima, weniger Kälte- und Frosttagen sowie geringeren täglichen Temperaturschwankungen über den meisten Landmassen erwartet.
Quelle: OcCC (Hrsg.), 2003. Extremereignisse und Klimaänderung. Kapitel 1.2 Beobachtete Klimaänderung und Entwicklung des Klimas in der Zukunft. Bern.