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Morris - der Vater von Lucky Luke und Rantanplan ist tot - seine Comic-Helden bleiben unsterblich
der Mann, der schneller schiesst als sein Schatten
Stuttgart/Berlin, 20. Juli 2001 [Text by Egmont Ehapa Verlag]
Wie
erst heute bekannt wurde, ist Morris, Schöpfer solch weltberühmter
Comic-Figuren wie Lucky Luke, Rantanplan, Jolly Jumper und der unverbesserlichen
Daltons, am 16. Juli in Brüssel an den Spätfolgen eines
häuslichen Unfalls verstorben.
Schon als kleiner Junge zeichnete er in der Schule - am liebsten Karikaturen seiner Lehrer. So liegt das belgische Zeichentrickstudio, für das er bereits mit 20 Jahren arbeitet, genau auf seiner beruflichen Wunschliste.
1946 wird sein Cowboy Lucky Luke zum ersten Mal im Almanach der Zeitschrift "Spirou" abgedruckt. Ab 1948 durchstreift Morris die USA und Mexiko und sammelt fleißig Ideen und Unterlagen für seine Geschichten. Als er in New York René Goscinny kennenlernt, hat er einen Schreiber für seine Comicstories gefunden. Nicht weniger als 17 Drehbücher zu Lucky Luke stammen aus dessen Feder. Nach dem Tod von Goscinny arbeitet Morris sehr erfolgreich mit Autoren wie Bob de Groot, Hartog van Banda, Xavier Fauche und Jean Léturgie zusammen.
Unter den deutschsprachigen Albenreihen genießt Lucky Luke mit bisher rund 30 Millionen verkauften Alben unangefochten Bestsellerstatus und wird in seiner Popularität lediglich von Asterix übertroffen.
Filmruhm erlangten Morris und sein Comic-Universum durch die unvergessene Realverfilmung mit Terence Hill in der Hauptrolle, den abendfüllenden Kino Zeichentrickfilm "Daisy Town" und den in vielen Ländern gesendeten Trickfilmstaffeln. 52 neue Episoden wurden für eine baldige europaweite Ausstrahlung gerade fertiggestellt.