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Patty Schnyder vertritt im French Open als Letzte die Schweizer Farben. Die Baselbieterin ist in der 3. Runde. Marie-Gaïané Mikaelian hingegen schied aus.
Patty Schnyder (WTA 24) scheint für ihr Lieblingsturnier die Form wieder gefunden beziehungsweise die Enttäuschungen in den Wochen vor ihrer Anreise nach Paris verdaut zu haben.
Beim 6:3, 6:2 gegen Tathiana Garbin (WTA 89) vermochte sie sich im Vergleich zu ihrem ersten Auftritt am Tag zuvor weiter zu steigern. "Wenn ich konzentriert war, habe ich das Spiel dominiert", stellte Patty Schnyder zufrieden fest. Erstmals seit 1999 konnte sie im French Open wieder zwei Partien gewinnen.
Sie wertete zudem positiv, dass sie sich im Verlaufe des zweiten Satzes wieder auf ihren Aufschlag verlassen konnte, den sie nach ihrem Sieg gegen Milagros Sequera noch bemängelt hatte.
Allerdings täte Patty Schnyder gut daran, den ungefährdeten Sieg gegen die Italienerin, richtig einzustufen. Für die Schweizerin, die sich die (erneute) Rückkehr in die Top 20 und die Qualifikation fürs Masters der 16 Jahresbesten als primäre Ziele gesetzt hat, darf eine Kontrahentin, die sich knapp in den ersten hundert der Weltrangliste zu halten vermag, kein echter Gradmesser sein.
Am Samstag erster Formtest
Ein erster richtiger Formtest steht Patty Schnyder am Samstag gegen Iroda Tuljaganowa bevor. Gegen die als Nummer 14 gesetzte Usbekin hatte sie die bislang einzige Partie im Juli letzten Jahres, den Final des Sandplatzturniers in Wien, klar in zwei Sätzen verloren.
"Ich bin trotzdem zuversichtlich, denn zu jener Zeit hatte Iroda einen 'Lauf'. Ausserdem war es damals sehr heiss", erinnerte sich Patty Schnyder. Als Stärken ihrer nächsten Gegnerin sieht sie den ersten Service und die solide Rückhand, "doch beängstigend ist dies alles nicht".
Dass sie im Siegfall im Achtelfinal auf die Titelverteidigerin Jennifer Capriati treffen könnte, interessiert Patty Schnyder im Moment noch nicht. "Ich schaue nur von Match zu Match."
Mangelhafte Physis
Eigentlich hätte auch Marie-Gaïané Mikaelian (WTA 53) den Sprung in die 3. Runde schaffen müssen, denn die Zahnarzt-Tochter aus Lausanne hatte bei der 6:3, 6:7, 3:6-Niederlage gegen Francesca Schiavone (WTA 36) lange Zeit alle Vorteile auf ihrer Seite.
Im zweiten Satz vergab Mikaelian die Möglichkeit, beim Stand von 5:3 mit eigenem Aufschlag alles klar zu machen, ein Game später liess sie sogar zwei Matchbälle ungenutzt, und im Entscheidungsset konnte sie einen Breakvorsprung nicht verwalten. Grund für das Nachlassen waren physische Mängel; die Waadtländerin hatte mit Beinkrämpfen zu kämpfen.
swissinfo und Agenturen