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1) Personen die nur in der Schweiz arbeiten, sind in der AHV/IV/EO und ALV versichert.
2) Bei Personen, die in mehreren Ländern erwerbstätig sind, gilt der Grundsatz, dass diese nur den Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit eines einzigen Staats zu unterstellen sind. Die Versicherungsunterstellung hängt massgeblich davon ab, ob ein wesentlicher Teil der Erwerbstätigkeit im Wohnsitzstaat ausgeübt wird. Von einem wesentlichen Teil der Beschäftigung im Wohnsitzstaat kann ausgegangen werden, wenn dort ein quantitativ erheblicher Teil der Tätigkeit ausgeübt wird. Ein Anzeichen für das Vorliegen eines wesentlichen Teils kann die Arbeitszeit und/oder das Arbeitsentgelt sein, wenn diese Kriterien mindestens 25% der Gesamttätigkeit ausmachen.
Vorgehensweise:
Wer gewöhnlich auf dem Gebiet von zwei oder mehreren Staaten eine Erwerbstätigkeit ausübt, hat die zuständige Behörde seines Wohnsitzstaates darüber zu informieren. Hat die erwerbstätige Person ihren Wohnsitz in der Schweiz, prüft die Ausgleichskasse, ob sie aufgrund der Bestimmungen des Abkommens mit der EU in der AHV/IV/EO/(ALV) versichert ist.
Hat die erwerbstätige Person ihren Wohnsitz in einem EU- Staat, prüft die zuständige Behörde des Wohnsitzstaates, ob die Person aufgrund der Bestimmungen des Abkommens mit der EU im Wohnsitzstaat zu versichern ist. Sind die Voraussetzungen erfüllt, stellt sie eine Bescheinigung A1 aus. Kommt die zuständige Behörde am Wohnsitz zum Schluss, dass eine Person nicht den Rechtsvorschriften des Wohnsitzstaates unterstellt ist, hat sie die Möglichkeit, die Versicherungsunterstellung dieser Person vorläufig festzustellen. In der Regel teilt die ausländische Behörde ihre Feststellung dem BSV mit, welches diese an die zuständige Ausgleichskasse weiterleitet.
Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Versicherungsunterstellung 2.12
https://www.ahv-iv.ch/p/2.12.d