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Ziel des Projekts ist die Schaffung eines Gleichgewichts im Nexus «Wasser – Ernährung – Energie», um die Resilienz (Wiederstandskraft) der lokalen Bevölkerung im Kreis Kolokani gegenüber den Folgen von Naturkatastrophen zu erhöhen.
Durch ökologische Ansätze zur Reduktion von Katastrophen und Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel soll die natürlichen Ressource Wasser (Oberflächen- und Grundwasser) geschützt und stabilisiert werden. Ein erster Schritt zur Realisierung dieses Ziels ist die Erarbeitung, Pilotierung und dann Umsetzung eines Rehabilitierungs- und Managementplans für die Region des Wegnia-Sees zusammen mit Vertretern der Bevölkerung (Gemeinderäte, Regionalräte etc.) und weiteren lokalen Akteuren.
Das Projekt fördert zudem Produktionsmethoden, die nicht nur zu höheren Erträgen, sondern insbesondere auch zu einer nachhaltigeren Nutzung der natürlichen Ressourcen beitragen. Das Projekt realisiert so unter anderem einen Pilot-Garten für den Bewässerungsfeldbau, welcher primär von Frauen betrieben wird. Sie werden darin unterstützt, sich als Kooperative zu organisieren, um so auch bessere Bedingungen und Möglichkeiten auf dem Markt zu erhalten. Die Fähigkeiten der Frauen werden gestärkt, indem sie Ausbildungen zum Bewässerungsfeldbau, zur richtigen Speicherung und Haltbarmachung ihrer Produkte und in funktionaler Alphabetisierung erhalten. Ausserdem wird die Energieeffizienz der Bewohner der Dörfer Wegnia und Kononi Sirakoro gesteiget. Ausgangspunkt dazu ist eine KAP-Studie (knowledge, attitudes, practices), welche Wissen, Haltungen und Verhaltensweisen der lokalen Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Nexus «Wasser – Ernährung – Energie» erfasst. Damit erhält das Projekt unter anderem Daten zu gängigen Verhaltensweisen der Energienutzung für den Haushaltsbedarf, die landwirtschaftliche Produktion sowie die Verarbeitung. Diese Daten können dann genutzt werden, um verbesserte und effizientere Technologien zum Kochen, Produzieren, Verarbeiten und/oder Speichern von Gütern einzuführen. Ziel ist es, dass die Bewohner von Wegnia und Kononi Sirakoro Zugang zu effizienteren Technologien erhalten und damit der Druck auf die natürliche Ressource Holz - und damit das Ökosystem des Wegnia-Sees - reduziert wird.
Als übergreifendes Arbeitsprinzip berücksichgit das Projekt die Sicherstellung einer guten Gouvernanz. Die Einbindung der lokalen Bevölkerung und ihre Rechte und Pflichten bei der Nutzung der natürlichen Ressourcen stehen dabei im Zentrum. Damit stärkt das Projekt die staatlichen Strukturen auf der einen Seite und die Bürgerinnen und Bürger auf der anderen Seite in ihrer jeweiligen Rolle und Verantwortung. In diesem Zusammenhang analysiert das Projekt den rechtlichen Rahmen bezüglich Landrecht und Landnutzung und eruiert wie dieser beeinflusst werden kann und muss, um die lokalen Landnutzer besser zu schützen.
Grundlage des Projekts war die Bitte der lokalen Bevölkerung, Unterstützung im Umgang mit den vor-herrschenden ökologischen und ökonomischen Herausforderungen im Gebiet des Wegnia-Sees zu erhalten. Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist darum die technische Unterstützung, welche Caritas Schweiz zusammen mit verschiedenen lokalen Partnern leistet. Zu diesen Partnern gehört unter anderem der Kreis Kolokani und die Gemeinde Guihoyo, wobei das Projekt Bestandteil des neuen Sozial-, Wirtschafts- und Kulturentwicklungsplans (Plan de Développement Sociale, Economique et Culturel, PDSEC) der Gemeinde ist. Die Gemeinde ist somit die Aufsichtsbehörde über das Projekt. Zudem beteiligt sich Caritas Bamako, ein langjähriger Partner von Caritas Schweiz, an der Umsetzung des Projekts. Auch ins Projekt einbezogen ist die Nationale Direktion für Wasser und Wälder (Direction Nationale des Eaux et Forêt, DNEF), die ein wichtiger Akteur im Umweltschutzsystem in Mali ist.