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In Prediger 12,10 schreibt Salomo:
„Der Prediger suchte angenehme Worte zu finden; und das Geschriebene ist richtig, Worte der Wahrheit.“
Damit macht der Geist Gottes uns klar, dass das Buch des Predigers „Wort der Wahrheit“ ist. Diesen Ausdruck benutzt der Herr Jesus in Johannes 17,17 für das Wort Gottes:
„Dein Wort ist Wahrheit.“
Der Prediger fügt in Prediger 12 weiter hinzu (Vers 11):
„Die Worte der Weisen sind wie Treibstacheln, und wie eingeschlagene Nägel die gesammelten Sprüche; sie sind gegeben von einem Hirten.“
Es gibt also nicht nur Salomo als biblischen Autor, sondern noch andere Weisen, die ebenfalls Worte Gottes aufgeschrieben haben. Diese werden mit „Treibstacheln“ verglichen: Damit ist der für Rinder gebrauchte Stachel gemeint, den man in der früheren Zeit verwendet hat. Wenn ein Rind z.B. auf der Weide ruhend nicht aufstehen wollte, hat man es hinten leicht mit dem spitzen Rinderstachel angestochen, worauf es in der Regel schnell aufstand.
Ich habe in meiner Jugendzeit selbst damit Erfahrungen gesammelt, wie man Kühe von der Alpweide zum Melken zurückbringt. Ich habe das damals ganz Stachel gemacht. Wenn man auch nur als kleiner Mann den Kühen ein bisschen impulsiv begegnet, dann stehen sie sofort auf und gehen an den gewünschten Ort.
Das Wort Gottes ist wie Treibstachel. Es schreckt die Menschen aus ihrer Behaglichkeit und Faulheit auf, damit sie erwachen und den Weg der Wahrheit gehen. Die gesammelten Verse gleichen eingeschlagenen Nägeln. Das bedeutet, dass jeder Vers sich tief in die Seele einprägen kann. Danach heißt es im Bibeltext:
„… sie sind gegeben von einem Hirten.“
Die Bücher der Bibel wurden von vielen verschiedenen Schreibern verfasst, aber es gibt nur einen Autor, der hinter den Schreibern steht, und das ist der gute Hirte. Der Herr Jesus sagt in Johannes 10:
„ICH bin der gute Hirte.“
Hier haben wir einen klaren Hinweis auf den Messias. Es gibt aber noch mehr.
In einer der Folgen über das Buch Prediger erkläre ich die in Kapitel 9,13-16 aufgeschriebene kleine Geschichte. Eine kleine Stadt wurde von einem großen König belagert und umzingelt, und in der Stadt war ein armer weiser Mann, der die Stadt durch seine Weisheit rettete. Das ist ein Hinweis auf den Messias. In 2. Korinther 8,9 lesen wir:
„Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“
Christus ist „Gottes Weisheit“ (siehe 1. Korinther 1,30). Das entspricht dem „armen weisen Mann, der die Stadt durch seine Weisheit rettete“. Der Prediger schreibt weiter, dass man später diesen Mann wieder vergessen hat. Die Schlussfolgerung in K. 9,16 lautet:
„Da sprach ich: Weisheit ist besser als Kraft; aber die Weisheit des Armen wird verachtet, und seine Worte werden nicht gehört.“
So lesen wir in 1. Korinther 1,18, dass das Wort vom Kreuz, das Wort der Rettung, eine Torheit für die ist, die verloren gehen. Neben diesem Hinweis auf den Messias finden wir in Kapitel 4,13 ff. einen alten törichten König, der einen Nachfolger bekommt, und zwar einen armen weisen jungen Mann. Im übertragenen Sinn ist auch das ein versteckter Hinweis auf den Messias.
Ferner ist auch der Hinweis auf den „einen Mann aus Tausend“ in Prediger 7,18 ein Hinweis auf den verheissenen Erlöser (vgl. Hiob 33,23; Hohel 5,10).