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Das Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg) ist eine in Chur domizilierte, unabhängige Forschungsinstitution. Es betreibt und fördert geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Forschungen mit allgemeinem Bezug zum Alpenraum und besonderer Berücksichtigung von Graubünden und dessen Nachbarregionen.
Seinen Ursprung hat das ikg im Jahr 1990, als der Verein für Bündner Kulturforschung in Chur eine Geschäfts- und Forschungsstelle eröffnete. Daraus entwickelte sich im Verlauf der 1990er-Jahre unter der Leitung von Georg Jäger eine stetig wachsende, professionell geführte Organisation, die im Jahr 2002 in die Form eines eigenständigen Instituts überführt wurde.
Für sein breites Tätigkeitsfeld, das Disziplinen wie die Geschichte, die Volkskunde, die Sprachwissenschaft, die Kunstgeschichte, die Archäologie oder die Musikethnologie umfasst, verwendet das Institut den Sammelbegriff der «Kulturforschung». Bei der Durchführung der Forschungsprojekte hält es sich an universitäre Standards.
Trägerschaft des ikg bildet die 2007 errichtete Stiftung für Kulturforschung Graubünden. Projektarbeiten, Veranstaltungen und Infrastruktur des ikg werden durch Beiträge der öffentlichen Hand von Bund und Kanton, durch Beiträge Dritter sowie durch Mittel der Trägerschaft finanziert.
Der Hauptsitz des ikg befindet sich in Chur. In Sils im Engadin betreibt das Institut eine Aussenstelle (kulturforschung-sils.ch).
Seit 2008 ist das Institut Mitglied der Academia Raetica. Die Dachorganisation für universitäre Forschung und Lehre in Graubünden umfasst 20 Forschungsinstitutionen, die in medizinischen, technischen, natur-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen tätig sind.