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Desmidiaceen.
Ähnlich wie bei den
Diatomeen, besteht nach neuern Untersuchungen die Zellhaut der meisten
Desmidiaceen aus zwei
getrennten
Stücken, die mit ihren Rändern einander umfassen. Bei manchen
Arten
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schieben sich zwischen die Schalenstücke noch zwei Gürtelbänder ein, so daß die Membran aus vier Stücken sich zusammensetzt.
Die Haut
[* 3] der
Desmidiaceen wird von feinen Porenkanälen durchsetzt, welche durch zart plasmatische Fäden mit dem übrigen Plasmainhalt
der Zelle
[* 4] in Verbindung stehen. Von außen sitzt jeder Pore eine prismen- oder kappenförmige Gallertmasse
auf, welche mit benachbarten Körpern gleicher Art verschmilzt, so daß auf diese Weise eine zusammenhängende äußere Gallertschicht
der gesamten Zelle zu stande kommt.
Auch die Teilung der
Desmidiaceen zeigt mehrfache Analogien mit der der Diatomeen, so daß aus dem Gesamtverhalten dieser beiden Algengruppen
eine engere Verwandtschaft derselben hervorgeht, als bisher in der Regel angenommen wurde. Die Bewegungen
der
Desmidiaceen bestehen teils im Vorwärtsgleiten auf einer Fläche, teils in einem Erheben über die Unterlage, wobei das eine Ende
der Zelle den Boden berührt, während das andre hin-und herpendelt oder auch beide Enden abwechselnd unter verschiedenartigen
Bewegungen sich heben und senken können.
Der Ortswechsel wird nach Klebs durch Absonderung eines Schleimfadens aus dem Zellplasma bewirkt, der als Fortbewegungsorgan funktioniert, während ein freies Schwimmen nicht möglich erscheint. Das Emporsteigen geschieht z.B. dadurch, daß die Alge sich in dem Maß in die Höhe hebt, als sich der Schleimfaden durch fortgesetzte Ausscheidung verlängert, wobei er gleichzeitig als Träger [* 5] oder Fuß für die ihm aufsitzende Zelle dient. Beim Gleiten hat er nicht die Eigenschaften einer Stütze, sondern klebt am Boden fest, und die Ausstoßung von Schleim bedingt einen Rückstoß, welcher die Zelle vorwärts treibt.