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Die PHBern führt ein Forschungsprojekt zum Lesen in der Zweitsprache Deutsch auf Primarstufe durch. Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt dieses Projekt mit über einer halben Million Franken.
In «Lesen in der Zweitsprache Deutsch» (LiZD) steht das Zusammenspiel von Leseverständnis und Wortschatz bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im Fokus. Hervorgegangen ist LiZD aus dem Vorgängerprojekt «Entwicklung von Wortschatz und Lesen» (EnWoLe), in dem primär die Zusammenhänge zwischen Wortschatz und Lesen und deren Entwicklung bei Kindern mit Deutsch als Erstsprache untersucht wurden. Das auch seitens der Lehrpersonen formulierte Bedürfnis nach mehr Grundlagenwissen zur Rolle des Wortschatzes bei DaZ-Kindern hatte bereits in EnWoLe zum Einbezug einer Teilstichprobe von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache geführt. Die Auswertungen haben deutlich gezeigt, dass der Wortschatz einen entscheidenden Einfluss auf das Leseverständnis von DaZ-Kindern ausübt. Dies gilt vor allem für das Wissen um die exakte Bedeutung und um die Beziehungen zwischen Wörtern. LiZD ist deshalb darauf ausgelegt, diesen ersten Hinweisen genauer nachzugehen, um Grundlagen für die Wortschatzvermittlung bei DaZ-Kindern zu schaffen. Im Fokus steht die Zeit vom Ende des 2. bis zum Ende des 4. Schuljahres, in der die Grundlagen der Lesetechnik bereits erworben sind und die Basis für das Verständnis stets komplexerer Texte gelegt wird.