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Bereits 48 Dörfer in Tansania verfolgen das Modell der nachhaltigen Waldwirtschaft, das der WWF in Projektform anbietet (WWF-Magazin 1/2022). Damit werden 5200 Quadratkilometer bedrohten Waldes geschützt. Es besteht die Hoffnung, dass die Menschen ihre Wälder auch über den Projekthorizont hinaus nachhaltig bewirtschaften.
Die Gemeinschaften werden darin unterstützt, ihre Position am Markt zu stärken, um der Armut zu entkommen. Die Gewinne werden anders verteilt als früher: ein Teil fliesst in Entwicklungsprogramme, um die Gemeinden aus der Armut zu holen, ein Teil in die technische Unterstützung, und ein weiterer Teil wird in den Waldschutz investiert.
Der WWF schult die Bevölkerung und stellt Geräte zur Verfügung. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verwenden Methoden und Saatgut, die besser als vorher an Böden und Klima angepasst sind. Effizientere Holzöfen und kleine Plantagen für Brennholz helfen, den Druck auf die Wälder als Brennholzlieferanten zu reduzieren.
Im Jahr 2009 hat eine Gruppe von 13 Dörfern im Distrikt Kilwa die Zertifizierung für nachhaltige Waldbewirtschaftung des Forest Stewardship Council (FSC) erhalten – die erste für gemeinschaftlich bewirtschaftete Naturwälder in Afrika überhaupt. Das Einkommen der Gemeinden hat sich um fast 50 Prozent erhöht. Die Zusatzeinnahmen werden z.B. für Bildungsprojekte sowie für die Wasser- und Gesundheitsversorgung eingesetzt.
Bereits kehren bedrohte und vertriebene Tiere wie Löwen, Büffel und Elefanten zurück. Die Dorfbewohner betreiben eine Baumschule und liefern Setzlinge für eine bereits ausgestorben geglaubte Baumart. Bis 2018 wurden im Distrikt Kilwa davon über 10'000 Setzlinge gesetzt.
Bildquellen
- Naturreservat-Amani_Tansania: Nina R auf Wikimedia