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In ihrem Bericht «Net Zero Roadmap: A Global Pathway to Keep the 1.5 °C Goal in Reach» schreibt die IEA, dass eine veränderte politische Landschaft Möglichkeiten für ein Comeback der Kernenergie eröffnet habe. Im Netto-Null-Szenario beziffert die IEA die Steigerung der Kapazität der Kernenergie von 417 GW im Jahr 2022 auf 916 GW im Jahr 2050. Trotz dieses Wachstums wird der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung im Netto-Null-Szenario leicht abnehmen, von 9% im Jahr 2022 auf 8% im Jahr 2050. Dies ist auf die Steigerung der erneuerbaren Energien und anderer emissionsarmer Technologien zurückzuführen.
Viele Länder haben Strategien angekündigt, die eine bedeutende Rolle für die Kernenergie vorsehen. Dazu gehören China, Frankreich, Grossbritannien, Indien, Japan, Kanada, Korea, Polen und die USA. Insgesamt planen mehr als 30 Länder, die heute Kernenergie nutzen, deren Einsatz im Netto-Null-Szenario zu erhöhen. Diese Länder sehen in der Kernenergie ein Mittel zum Erreichen ihrer Emissionsminderungsziele und zum Sicherstellen der Stromversorgungssicherheit.
Um die Gesamtkapazität der Kernenergie bis 2050 zu verdoppeln, müssten gemäss IEA im Durchschnitt jedes Jahr 26 GW an neuer Kapazität in Betrieb genommen werden. Einige dieser Kapazitäten würden benötigt, um Stilllegungen auszugleichen. Dies erfordert erhebliche Investitionen von über USD 100 Mrd. pro Jahr, was einem dreifachen Niveau im Vergleich zu den letzten Jahren entspricht.
Die Erweiterung der Kernenergie erreicht laut Bericht in den 2030er-Jahren ihren Höhepunkt, wenn durchschnittlich 33 GW an neuer Kapazität pro Jahr in Betrieb genommen werden. China steht beim Ausbau der Kernenergie an erster Stelle und trägt ein Drittel aller neuen Kapazitäten bis 2050 bei. Auch andere Schwellen- und Entwicklungsländer investieren stark in die Kernenergie.
Gemäss Bericht dienen in fortgeschrittenen Volkswirtschaften Kapazitätserweiterungen hauptsächlich dazu, um Stilllegungen bestehender Reaktoren auszugleichen. Laufzeitverlängerungen bestehender Reaktoren spielten jedoch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2050.
Quelle
S.D. nach IEA, Medienmitteilung, 26. September 2023
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