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Der «SonntagsBlick» enthüllt die News, die wohl viele Ski-Fans nicht gerne lesen werden: Dominique Gisin, 29, will sich aus dem Profi-Sport zurückziehen. Letzte Woche soll sie ihre Trainer und Teamkolleginnen eingeweiht haben. Kommenden Donnerstag werde sie an einer Pressekonferenz im Zusammenhang mit dem Weltcupfinal im französischen Méribel darüber informieren.
Ein Swiss-Ski-Funktionär ist überrascht über den plötzlichen Entscheid: «Weil Gisins geistiger Horizont weit über die Skispitzen hinausgeht, war mir zwar schon früh klar, dass sie nicht bis ins Alter von 40 Jahren Rennen bestreiten wird. Gleichzeitig war ich mir bis vor ein paar Tagen ganz sicher, dass sie ihre Karriere bis zur Heim-WM 2017 in St. Moritz fortsetzen wird.»
Höhepunkt ihrer Karriere ist zweifelsohne die Gold-Medaille an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi. Damals gewann sie zeitgleich mit der Slowenin Tina Maze. Im selben Jahr wurde sie wegen ihres Erfolgs in Russland zur Sportlerin des Jahres gewählt. Gisin hätte vermutlich noch mehr Medaillen, wenn Verletzungen sie nicht regelmässig ausser Gefecht gesetzt hätten. Wie zuletzt kurz vor der Weltmeisterschaft in Vail, als sie in Cortina stürzte und sich am Knie verletzte.
Vom Pech fühlte sich der Ski-Crack aus Engelberg aber nicht verfolgt. Sie liege mit ihren Verletzungen einigermassen im Schnitt. «Jedes Jahr verletzen sich im Skirennsport 35 Prozent, jedes dritte Jahr trifft es einen», sagte sie zur «Schweizer Illustrierten» und betonte dennoch: «Ich liebe meinen Sport, das ist mein Leben.»
Wie sieht sie ihr Leben nach dem Sport? Wie ein Bekannter zur Zeitung sagt, werde Gisin im Sommer ihr Physik-Studium wieder aufnehmen. Das hatte sie begonnen, bevor die ersten Erfolge auf der Piste kamen.