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Neben dieser Vorgabe, hat die Schweiz sich in internationalen Protokollen verpflichtet, ihre Schadstoffemissionen auch über die LRV-Ziele hinaus weiter zu reduzieren. Dies entspricht dem Vorsorgeprinzip aus der Umweltschutzgesetzgebung.
Wie entstehen Luftverunreinigungen
Die Luft ist zwar unsichtbar, im Normalfall geruchlos und besteht im Wesentlichen aus den Gasen Stickstoff und Sauerstoff. Was sich auf den ersten Blick so unscheinbar präsentiert ist im Realfall ein komplexes Gemisch von Dutzenden von Gasen, von Flüssigkeitströpfchen und schwebenden Festkörpern von geringer Grösse, sogenannten Partikeln.
Gasförmige Luftverunreinigungen entstehen vor allem bei Verbrennungsprozessen, beim Gebrauch von Chemikalien aber auch bei natürlichen Atmungs- und Stoffwechselprozessen in der Natur. Typische Quellen sind demnach der Verkehr, die Energiegewinnung und industrielle und gewerbliche Arbeitsprozesse.
Die drei wichtigsten Leitschadstoffe sind der Feinstaub (PM10), das Ozon und die Stickoxide. Die Emissionen von Schwefeldioxid, Mitte der 80ziger Jahre wichtiger Luftschadstoff, wurden inzwischen so weit reduziert, dass man hier von einem Paradebeispiel einer lufthygienischen Sanierung sprechen kann. Seit einigen Jahren werden die Ammoniakemissionen zunehmend wichtiger, da sie neben ihrem Beitrag zur Versauerung und zur Eutrophierung von Ökosystemen eine Rolle bei der Entstehung von Feinstaub spielen.
Feinstaub entsteht ebenfalls bei Verbrennungsprozessen, bei mechanischem Abrieb und durch Aufwirbelung z.B. von Strassenstaub. Typische Quellen sind der Verkehr, industrielle und gewerbliche Prozesse, das Verbrennen von Grünabfällen im Freien und natürliche Quellen wie Stürme. Staubteilchen variieren in ihrer chemischen Zusammensetzung stark und weisen Grössen von einem Zehntel bis einem Millionstel eines Millimeters auf. Man unterscheidet zwischen der Erfassung von Staubniederschlag und Schwebestaub (Feinstaub), auch PM10 genannt.
Wer leidet unter den Schadstoffen
Der Mensch, Hauptproduzent dieser Schadstoffe, leidet auch am meisten unter dieser Fracht. Dies vor allem durch Entzündungsprozesse und Reizreaktionen von Lunge und Schleimhäuten unserer empfindlichen Sinnesorgane. Bei starker Belastung mit Partikeln nimmt auch das Herz-Kreislaufsystem Schaden.
Grafik Weizen bei verschiedenen OzonbelastungenAuch Tiere und Pflanzen werden geschädigt. Vor allem bei Kulturpflanzen, wie Weizen, Tabak oder Klee treten Ernteverluste durch Einwirkung von Ozon auf.
Ganze Ökosysteme werden durch das Auswaschen (verschmutzter Regen) der Luftschad-stoffe geschädigt. Ein typischer Fall ist die Versaurung von Waldböden und Seen.
Entstehung und Eigenschaften des Wintersmog
In den letzten Jahren hat der Feinstaub zu Problemen geführt. Die dichte Besiedelung und ein stark befahrenes Strassennetz trugendort einerseits zu hohen Emissionen bei. Zum Anderen sorgten sogenannte Inversionslagen dafür, dass die belastete Luft (im Bild von Verbrennen von Astmaterialien sog. Schlagabraum) kaum zirkulieren konnte und die Schadstoffe sich in den unteren Schichten immer weiter anreichert. (Bei Inversion liegt kalte Luft unter wärmeren, was durch Nebel begünstigt wird und deshalb im Herbst/Winter vermehrt auftritt. Da die kälteste Luft die schwerste ist, bleibt sie in dieser Situation, ähnlich einem See, im Flachland liegen). Zu bedenken ist allerdings, dass Feinstaub das ganze Jahr über in die Luft ausgestossen wird. und eine sparsame Fahrweise sich nicht nur im akuten Fall einer Inversionsanlage anbietet.
Massnahmen gegen Luftverschmutzung
Die LRV regelt vor allem die Anforderungen an stationären Anlagen, wie Hausfeuerungen und industrielle Anlagen. Dabei gibt sie Grenzwerte vor und regelt die Kontrolle der Einhaltung.
Zusätzlich erstellen der Bund und die Kantone in regelmässigen Abständen Massnahmenpläne für diejenigen Bereiche, wo die Immissionsgrenzwerte der LRV überschritten sind. Dazu erstellen Sie Emissionskataster, um festzustellen welches die entsprechenden Hauptverursacher sind.
Ausserdem kann jeder von uns etwas dazu beitragen, dass die Luft weniger belastet ist. Das gute liegt nämlich nahe. Weniger ist oft mehr. Wenn auch Sie mitmachen, mitdenken und mit diskutieren geht es der Luft besser.
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