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Starke präfrontale Konvektion
In der Nacht überquerte eine Kaltfront die Schweiz und brachte verbreitet grössere Niederschlagsmengen. Weit beachtlichere Niederschläge kamen aber vor Mitternacht mit der präfrontalen Konvektion zusammen.
Seit Mitternacht fielen im Flachland der Alpennordseite 10-30 mm Niederschlag. Im östlichen Wallis, den zentralen Alpen und in Graubünden löste die Front nur wenig Niederschlag aus. Weit beachtlichere Niederschläge kamen aber vor Mitternacht mit der präfrontalen Konvektion zusammen. Heftige Gewitterzellen, die mit schwachen Höhenwinden bloss langsam verlagert wurden, brachten lokal ein Mehrfaches des frontalen Niederschlages. Bereits am Nachmittag zog ein superzellenartiges Gebilde vom Pruntruter Zipfel über das Schwarzbubenland ins Baselbiet. Rege Blitzaktivität, Starkregen und grosser Hagel (bis 4cm) wurden beobachtet.
Auch in der Ostschweiz wüteten heftige Gewitter
Ein anderer grosser Gewitterkomplex bildete sich am Abend in der Ostschweiz und bescherte etwa St. Gallen rekordverdächtige Niederschlagsmengen in kurzer Zeit. In der intensivsten Phase registrierte die MeteoSchweiz Station St. Gallen 18 mm in 10 Minuten. Fördernd für die heftige Konvektion bereits Ende April war wohl das gute Timing der Front, welche sich der Schweiz erst zum Zeitpunkt der maximalen Erwärmung näherte. In der Ostschweiz half zudem noch der Föhn die Auslösetemperaturen für freie Konvektion zu erreichen.
Viele Wolken, kaum Sonne im Norden und Nordföhn im Süden
Im Verlaufe des Vormittags zogen sich die Niederschläge in die östlichen Landesteile zurück und schwächten sich ab. Die Wetterbesserung liess sich in den meisten Gebieten Zeit. Bis am späten Nachmittag dominierten Stratocumuluswolken mit einer Basis um 1500 Meter. Lücken in der Wolkendecke zeigten sich erst am späten Nachmittag. Ziemlich sonnig wurde es einzig im Wallis und im Tessin. In der deutlich kälteren Luftmasse, welche nach der Kaltfront eingeflossen ist und mit kaum oder nur wenig Sonnenschein, wurde es heute rund 10 Grad weniger warm als in den vergangen Tagen. Im Flachland der Alpennordseite stieg das Thermometer auf bloss 11 Grad. Im Tessin kletterte das Thermometer dank Nordwindunterstützung auf 22 Grad. In den Bergen wehte ein mässiger Nordwestwind. In der Nähe des Juras wurde zeitweise mässiger Joran registriert. In der Ostschweiz wehte schwacher bis mässiger Westwind