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Grossvater Auguste (1884-1962), der dem belgischen Comic-Zeichner Hergé in den Tim & Struppi-Geschichten die Inspiration für Professor Bienlein abgibt, erreicht am 27. Mai 1931 über den Alpen mit einem Freiballon die Stratosphäre. Später entwickelt er aus der dafür konstruierten Druckkabine den «Bathyscaph», ein Unterseeboot zur Erforschung der Tiefsee.
Sein Zwillingsbruder Jean (1884-1963), Chemieprofessor in Minneapolis, will seinem Bruder den Höhenrekord streitig machen. Tatsächlich gelingt ihm, zusammen mit seiner Frau als Ballonpilotin, am 23. Oktober 1934 in Detroit ein neuer Höhenrekord von 17'341 Metern; finanziert wird dieses Unternehmen von Henry Ford.
Jacques Piccard (geboren 1922), nach Abschluss des Studiums als Mitarbeiter seines Vaters Auguste an der Weiterentwicklung des Bathyscaph beteiligt, erreicht mit der «Trieste» am 23. Januar 1960 zusammen mit dem amerikanischen Marineleutnant Don Walsh den Grund des Challengertiefs im Marianengraben (Pazifischer Ozean). Sie erreichen eine Tiefe von rund 11'000 Metern unter dem Meeresspiegel und tauchen damit so tief wie niemand vor ihnen. Weitere Rekorde folgten.
Chronik
Auguste Piccards Bathyscaph-Tiefseekugel
Schweizer Filmwochenschau vom 12.12.1947
Tauchfahrt an der Expo 64
Antenne vom 16.09.1964
In 19 Tagen um die Welt
Schweiz aktuell vom 21.03.1999
«Solar Impulse» – Antrieb für Wissenschaft und Technik
Menschen Technik Wissenschaft (MTW) vom 06.02.2006
Weitere Rekorde im Namen der Wissenschaft
Der Enkel Bertrand Piccard (Jahrgang 1958) schliesslich umrundet zusammen mit seinem britischen Co-Piloten Brian Jones als erster Mensch die Erde Non-Stop mit einem Ballon: Am 1. März 1999, nach 2 gescheiterten Versuchen jeweils im Jahr vorher, startet der «Breitling Orbiter 3» in Château-d'Œx und landet 19 Tage später – nach 46'000 zurückgelegten Kilometern – in Ägypten. Der längste Flug der Luftfahrtgeschichte, sowohl nach Distanz als auch in der Dauer, stellt 7 Weltrekorde auf.
Die Rekorde sind jedoch nicht das eigentliche Ziel der Piccards. Die Beachtung, welche ihre Leistungen in der Öffentlichkeit erlangen, ist besonders Auguste Piccard nicht geheuer und er betont immer wieder, er sei «nicht aus Rekordhascherei in grosse Höhen aufgestiegen, sondern um der wissenschaftlichen Forschung ein neues Gebiet zu erschließen».