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Malacarne ist ein ungeschöntes Porträt der Mafia und ihrer Organisationen. Gleichzeitig ist es eine kulturelle Reise in die Landstriche Italiens, die die Mafia stärker geprägt hat als alles andere. Der Fotograf Alberto Giuliani vermittelt mit seinen preisgekrönten Bildern den Einfluss der Mafia auf das Leben und die Kultur der Menschen und erschafft mit einer ruhigen aber schonungslosen Bildsprache ein komplexes Porträt von einer zutiefst erschütterten Gesellschaft.
Die Fotografien Giulianis werden ergänzt durch Essays und Artikel über die Mafia, die die Situation in Italien aus den verschiedensten Perspektiven schildern. Verfasst wurden sie von so bedeutenden Autoren und Mafia-Kennern wie Roberto Saviano, Rita Borsellino (EU-Abgeordnete, Schwester des ermordeten Richters Paolo Borsellino) oder Pino Corrias (Redakteur bei RAI, Vanity Fair, La Repubblica).
Music-CDs: Die zwei beigefügten CDs mit Liedern der Mafia, den sogenannten "canti di malavita", vermitteln einen Eindruck von den Regeln und Bedingungen des organisierten Verbrechens, aber auch von dem Stolz mancher, Mitglied der Mafia zu sein.
Roberto Saviano, 1979 in Neapel geboren, arbeitete nach dem Philosophiestudium als Journalist. Seit Erscheinen seines Bestsellers Gomorrha steht er wegen andauernder Morddrohungen von Seiten der Camorra unter Personenschutz und lebt im Untergrund. 2012 erhielt er den Olof-Palme-Preis für seinen publizistischen Einsatz gegen organisiertes Verbrechen und Korruption.§