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Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Alberto Contador hat die Brandmarkung seines früheren Teamkollegen Lance Armstrong als Dopingsünder scharf kritisiert.
"Meiner Meinung nach ist er gedemütigt und gelyncht worden. Er ist zerstört worden", sagte der ebenfalls als Doper überführte Spanier in Paris.
Der Radsport-Weltverband UCI hatte am Montag wegen jahrelangen systematischen Dopings sämtliche Ergebnisse Armstrongs seit dem 1. Januar 1998, darunter die Erfolge bei den Frankreich-Rundfahrten von 1999 bis 2005, gestrichen und den Texaner lebenslang gesperrt.
"Jetzt reden die Leute über Lance, dabei gibt es keinen neuen Test oder etwas anderes. Alles basiert auf Zeugenaussagen, die auch schon 2005 hätten existieren können", sagte Contador.
Trotz der erschütternden Enthüllungen gegen Armstrong sieht der 29-Jährige, der beim Astana-Team 2009 an der Seite des damals drittplatzierten US-Amerikaners zum zweiten Mal in seiner Karriere die Frankreich-Rundfahrt gewonnen hatte, für die Dopingbekämpfung im Radsport kaum Besserungsbedarf. "Im Moment gibt es wenig, was geändert werden muss. Die Tests, die wir haben, sind so rigoros wie möglich", sagte Contador.
Der Saxo-Bank-Fahrer steht neben 2009 auch 2007 in der Siegerliste der Tour de France. Der Titel 2010 und unter anderem auch der Sieg beim Giro d'Italia 2011 wurden ihm wegen eines positiven Dopingbefundes aberkannt.