Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03528.jsonl.gz/13

Ich entwickle zwei miteinander verknüpfte Untersuchungen auf der Grundlage von schweizerischen pädagogischen Materialien aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts für Geschichte und Geografie für Schüler und Schülerinnen im Alter von 13 bis 18 Jahren in der französischsprachigen Region der Schweiz. Die eine bezieht sich darauf, wie die Kolonialgeschichte Südamerikas betrachtet wird. Kann man exotische oder extraktivistische Perspektiven auf den Kontinent finden, die im Schweizer Imaginären, das in den didaktischen Mitteln dargestellt wird, verankert sind? Und wie lernen Schweizer Jugendliche ihren eigenen geografischen und historischen Kontext im Zusammenhang mit den Alpen kennen? Werden die Berge, die ein Labor für Studien zum Klimawandel sind, exotisiert oder aus extraktiven Blickwinkeln betrachtet?
Schulen prägen die Vorstellungswelt, Inhalte werden integriert. Auch wenn die Schweiz als Nation auf politischer Ebene kein Kolonisator ist, ist sie auf wirtschaftlicher Ebene in die globale Ausbeutung verwickelt. Wie wird diese Bedingung zwischen den Linien des pädagogischen Weges und in Bezug auf fremde Räume und Geschichten erhoben?