Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03494.jsonl.gz/1783

Viele Haustierbesitzer sind sich oft nicht darüber bewusst, welche Auswirkungen ihr Verhalten auf das Empfinden des Tieres hat. Obwohl kein fürsorglicher Katzenbesitzer seinem Tier mutwillig Schaden zufügen möchte, könnte durch falsches Agieren in bestimmten Situation eine Verhaltens- oder Angststörung des Haustiers entstehen und somit die Beziehung zum Haustierbesitzer negativ beeinflussen. Folgende Situationen oder Verhaltensweisen könnten für erhöhten Stress bei der Katze verantwortlich sein:
Bestrafung der Katze, um ihr Verhalten zu ändern
Es gibt viele Wege, unerwünschte Verhaltensweisen von Katzen zu stoppen – Bestrafung ist jedoch selten ein guter Weg. Eine Bestrafung kann zwar abrupt ein Fehlverhalten beenden, aber das zugrundeliegende Problem wird nicht beachtet und kann dadurch verschlimmert werden. Da die Katze nicht verstehen kann, welches Verhalten unerwünscht sind und nicht geduldet werden, empfindet sie die Bestrafung als willkürlich. Dies führt zu Misstrauen, Angst und Unruhe bei dem Haustier.
Das Erschrecken einer Katze kann Konsequenzen haben
Im Internet kursieren auf den einschlägigen und bekannten Plattformen unzählige Videos die zeigen, wie Katzenbesitzer auf lustige Weise ihre Katze erschrecken. Auch wenn dies lustig erscheint und die Reaktionen der Katze meist als positiv empfunden wird, trügt der Schein in den meisten Fällen. Auch wenn man keine bösen Absichten mit solchen lieb gemeinten Scherzen hegt, kann das Stressempfinden der Katze durch häufiges Aufschrecken enorm in die Höhe getrieben werden. Die Katze die vorher als sicher empfundenen Orte als unsicher empfunden und könnte neurotische und argwöhnische Charakterzüge entwickeln.
Man erlaubt dem Hund, die Katze zu jagen
Sollte ein Hund als weiteres Mitglied im Haushalt vorhanden seien, empfinden viele Haustierbesitzer es als unterhaltsam, wenn dieser dem Klischee entsprechend die Katze jagt. Was für den Menschen wie harmloses Herumtollen wirkt, kann für die Katze ein ernsthafter Überlebenskampf sein. Wenn diese quer durch die Wohnung oder den Garten sprintet, um der ‚Gefahr‘ Hund zu entkommen, steigt ihr Adrenalinspiegel enorm an und sie entwickelt Angst, verletzt oder womöglich getötet zu werden.
Die Katze schläft den ganzen Tag und bewegt sich zu wenig
Katzen haben einen ausgeprägten Jagdtrieb. Wenn sie jedoch den ganzen Tag ohne große Bewegung schlafend verbringen, dann gehen viele Katzenbesitzer davon aus, dass die Katze mit der Zeit ihren Jagdinstinkt auf natürliche Weise verliert und generell ruhiger wird. Regelmäßige Bewegung und das spielerische Ausüben ihrer Jagdinstinkte sind enorm wichtig für ihre Gesundheit. Hier müssen Katzenbesitzer mit spielerischen Aktivitäten regelmäßig dafür sorgen, dass eine ausreichende Auslastung für ihr Haustier besteht, um so ihre physische und psychische Gesundheit zu wahren.