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DAS AUS FÜR DIE SÄNTIS-BAHN
Der Betrieb ist stark witterungsabhängig und nie wirklich rentabel - dafür anekdotenreich und eigenwillig geregelt.
Am 1. Januar 1947 übernimmt die Appenzeller Bahn die Säntis-Bahn.
BETRIEB UND FREQUENZEN
Bild zum Bericht im «Appenzeller Volksfreund» vom 13. Juli 1912
Der Eröffnungstag bleibt in seiner Art leider einmalig. Die erhofften Touristenströme fliessen nur bei attraktiven Wetterbedingungen und die Benützung durch die einheimische Bevölkerung bleibt minim. Im gesamten Dezember 1912 werden 33 Fahrgäste befördert - pro Tag etwas mehr als eine Person.
Meist fährt ein Wagenführer allein mit dem leeren Triebwagen durch das Schwendetal. Nur die Sommer-Wochenenden der 1940-er Jahre heben sich durch grossen Andrang ab. Der Alpinismus entwickelt sich und die Wochenenden werden zu Ausflugstagen. An diesen Tagen hilft die Appenzeller Bahn mit Pendelzügen und mit dem Dieselelektrischen Triebwagen aus.
ANEKDOTEN
In Wasserauen sollen häufig lang andauernde Feste gefeiert worden sein. Die Bahn fuhr mitunter zurück nach Appenzell, wenn die Gäste genug hatten.
Ein Wagenführer, der einmal von Wasserauen mit dem Triebwagen zum abendlichen Jass nach Weissbad fuhr, musste zu Fuss heim gehen, weil inzwischen der Strom abgeschaltet worden war. Am nächsten Morgen um vier Uhr marschierte er wieder nach Weissbad, um den Wagen zu holen.
Auf der Strecke soll gegen Trinkgeld überall angehalten worden sein, wo die Fahrgäste es wünschten.
Einmal soll ein Kalb, schlecht im Güterwagen angebunden, während der Fahrt ausgerückt sein. In Appenzell fand man den Wagen leer, fuhr zurück und fand das Kalb friedlich auf der Wiese grasend.
DIE KONZESSION ERLISCHT
Nachdem innert der gesetzlichen Frist nicht einmal der Betrag von CHF 25'000.- für die Projektierungskosten für die Strecke Wasserauen - Meglisalp zusammengebracht werden konnte, erlosch die Konzession am 31. Dezember 1930 endgültig. Am 23. August 1933 gestand der Verwaltungsrat der Säntisbahn AG das Scheitern für ihre Säntis-Bahn nach Meglisalp formell ein.
Am 22. September 1933 erhielt Dr. Carl Meyer die Konzession „für die gewerbsmässige Beförderung von Personen mit regelmässigen Fahrten mit einer Luftseilbahn von der Schwägalp auf den Säntis".
Mit der Eröffnung der Säntis-Schwebebahn am 1. Juli 1935 waren fast 50 Jahre vergangen, bis der alte Traum, den Säntis mit einer Bahn zu erschliessen, in Erfüllung ging.
Die erste Kabine der Säntis-Schwebebahn