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Kombinationspräparat zur intramammären Applikation bei Kühen
ATCvet: QJ51RV01
Zusammensetzung
1 Reinigungstuch mit 2.4 ml Lösung enthält 70% Isopropylalkohol, 30% gereinigtes Wasser
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenCefapirin ist ein Cephalosporin der ersten Generation, das die Zellwandsynthese der Bakterien hemmt. Es wirkt bakterizid in Abhängigkeit von der Zeit und zeichnet sich durch sein breites therapeutisches Spektrum aus.
Das Wirkungsspektrum umfasst in vitro die häufigsten grampositiven und gramnegativen Krankheitserreger einschliesslich Escherichia coli, Klebsiella spp., Arcanobacterium pyogenes, Staphylococcus aureus, koagulase-negative Staphylokokken, Streptococcus dysgalactiae, Streptococcus agalactiae und Streptococcus uberis.
Zwischen 1984 und 1999 wurden bei Bakterienstämmen, die in Frankreich, Grossbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Italien und Spanien isoliert wurden sowie bei Bakterienstämmen, die im Jahr 2005 in Frankreich, Italien und Spanien isoliert wurden, die folgenden minimalen Hemmkonzentrationen (MIC) bestimmt:
Über den Zeitraum 1984 - 2005 wurde bei Mastitis-Erregern keine signifikante Abnahme der Empfindlichkeit beobachtet. Staphylokokken, die in vitro eine Resistenz gegen Oxacillin zeigen und Träger eines mecA Gens sind (Methicillin-resistente Staphylokokken), sind gleichzeitig resistent gegen alle Cephalosporine inclusive Cephapirin.
Prednisolon wirkt antiinflammatorisch durch Hemmung der frühen und späten Entzündungsphase. Nach intramammärer Applikation reduziert es die Schwellung des infizierten Viertels und fördert die Normalisierung der Körpertemperatur der erkrankten Tiere.
Aus dem Einsatz von Mastiplan® LC bei trächtigen, laktierenden Rindern und bei Zuchttieren ergaben sich keine Hinweise auf Reproduktionstoxizität. Gezielte experimentelle Untersuchungen bei Labornagern und Kaninchen zeigten keine teratogenen, foetotoxischen oder maternotoxischen Effekte.
PharmakokinetikNach intramammärer Verabreichung von Mastiplan® LC werden Cefapirin und Prednisolon hauptsächlich über die Milch ausgeschieden. Nach der ersten Verabreichung werden in den folgenden 4 Gemelken Konzentrationen von ca. 27 - 40 µg Cefapirin und von ca. 100.8 - 283.7 ng Prednisolon pro ml Milch erzielt. Die Absorption von Cefapirin und Prednisolon ins Blut erfolgt rasch und nur gering. Der absorbierte Anteil von Cefapirin und Prednisolon wird über den Urin ausgeschieden.
IndikationenZur Behandlung von klinischen Mastitiden bei laktierenden Milchkühen, hervorgerufen durch Cefapirin-empfindliche Stämme folgender Bakterien:
Das Euter ist vor der Applikation vollständig auszumelken. Nach gründlicher Reinigung Zitze und Zitzenöffnung mit dem beigelegten Reinigungstuch desinfizieren. Es ist darauf zu achten, dass die Injektorspitze nicht kontaminiert wird. Vordere Hälfte der Kappe abbrechen, um vorsichtig die Injektorspitze teilweise, ca. 5 mm, einzuführen oder gesamte Kappe entfernen, um Injektorspitze ganz einzuführen. Gesamten Inhalt eines Injektors in das Viertel injizieren. Das Produkt durch leichte Massage von Zitze und Euter verteilen.
Anwendungseinschränkungen
KontraindikationenNicht anwenden bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cephalosporine und andere β-Laktam-Antibiotika.
Das Reinigungstuch nicht bei Läsionen der Zitzenhaut verwenden.
VorsichtsmassnahmenInjektor nur einmal verwenden.
Es soll eine bakteriologische Sicherung der Diagnose und eine Sensitivitätsprüfung der beteiligten Erreger durchgeführt werden.
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
In seltenen Fällen fallen nach Ablauf der Absetzfrist in der Milch mikrobiologische Screening-Tests (z.B. Delvotest, BRT-Hemmstofftest) positiv aus, dies obwohl die gesetzlich verbindliche Höchstkonzentration (MRL-Wert) eingehalten ist.
Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp auftreten.
WechselwirkungenDie gleichzeitige Anwendung von bakteriostatischen Antibiotika kann zu antagonistischen Wirkungen führen.
Die gleichzeitige parenterale Verabreichung von Aminoglykosiden oder anderen nephrotoxischen Arzneimitteln wird nicht empfohlen.
Sonstige HinweisePenicilline und Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation, oraler Aufnahme oder Hautkontakt zu Hypersensibilität führen. Penicillin-Überempfindlichkeit kann zu Kreuzreaktionen mit Cephalosporinen führen und umgekehrt. Gelegentlich können allergische Reaktionen auf diese Substanzen schwerwiegend sein. Bei bekannter Hypersensibilität jeglichen Kontakt mit diesem Produkt vermeiden. Sollten nach Produktkontakt Hautrötungen, Schwellungen im Gesicht und Atemprobleme auftreten, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.
Lagerung bei Raumtemperatur (15 - 25°C).
Medikament, ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
PackungenSchachtel mit 1 Beutel à 20 Injektoren und 20 Reinigungstüchern
Informationsstand: 03/2016
Dieser Text ist behördlich genehmigt.