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savioz fabrizzi architectes

umbau, praz-de-fort
kunde :
privat
mitarbeiter :jean-pascal moret, fabian wieland
programm :
schlafzimmer, wc, badezimmer, küche, wohnzimmer, terrasse, speisekammer, holzschuppen, technikräume
daten :
projekt 2014,
ausführung 2015-2016
volumen nach sia 116 :
775 m3
bauingenieur :
alpatec sa, martinach
hkls-ingenieur :
tecsa sa, conthey
die in der zweiten hälfte des 19. jh. erbaute scheune stand ursprünglich in einem verwahrlosten Zustand am ortseingang des dorfes praz-de-fort im val d'entremont. im rahmen ihres umbaus wurde sie zuerst abgebaut und dann einige kilometer weiter im tal, in saleinaz, wieder aufgebaut.
im inneren der gebäudehülle, die aus der alten scheune besteht, wurden eine neue, unabhängige struktur und eine innenhaut angelegt. diese getrennte struktur ermöglicht ein reichhaltiges raumgefühl, das durch offene halbgeschosse geschaffen wird, welche zueinander in beziehung gesetzt werden. dadurch wird die wohnung wie ein einziger offener raum behandelt, der durch höhenunterschiede hierarchisiert wird. das schlafzimmer und das büro, die intimsten bereiche, wurden im oberen teil der scheune angesiedelt und erheben sich über den bereichen des wohnzimmers und der küche.
da die einzigen schon vorhandenen wandöffnungen die türen waren, die den zugang zu den verschiedenen balkonen ermöglichten, wurden diese beibehalten und verglast; neben diesen wurde die anzahl der neuen wandöffnungen so gering wie möglich gehalten, um den charakter der scheune zu erhalten und zugleich einen zusätzlichen komfort zu bieten. die neuen wandöffnungen wurden angelegt, um je nach lage beziehungen entweder zu der natürlichen umgebung oder zu der ursprünglichen gebäudehülle herzustellen.
die aus den bestehenden balustraden gebildete aussenverkleidung wurde leicht verdichtet, wobei die idee darin bestand, einheitlichere fassaden zu schaffen, die dem historischen aussehen der scheune näherkommen, und den nutzern der innenräume mehr intimität zu vermitteln.

der sockel, der aus sichtbarem raubeton erstellt wurde, erinnert an den mineralischen charakter des ursprünglichen sockels. dieser neue sockel ist mit dem scheunen-element durch ein glasband verbunden, das etwas zurückgesetzt an der fassade angebracht wurde, um möglichst unauffällig zu wirken. dieses glasband lässt natürliches licht in die im sockel befindlichen bereiche eindringen.
die neue innenhaut der scheune besteht aus eichenholzplatten, während die bereiche im sockel mit materialien gestaltet wurden, die an den mineralischen charakter des aussenbereichs erinnern und so einen kontrast bilden.