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Andere Namen: deutsch Zihl, älterer französischer Name auch Thièle.
Hydrologie: Die heutige Zihl trägt diesen Namen ab dem Zusammenfluss von Talent und Orbe. Die Zihl ist ohne die durchflossenen Seen noch 18 km lang. Man unterteilt sie heute in drei Abschnitte: Die obere Ziel, die ab Zusammenfluss Talent/Orbe beginnt, weist bis kurz vor Yverdon einen schnurgeraden Lauf auf, welcher auf eine Gewässerkorrektion zurückzuführen ist Sie hat eine Länge von 9 km. Die mittlere Zihl verbindet den Neuenburger- mit dem Bielersees und ist kanalisiert. Vom alten Fluss sind noch ein paar Schlingen vorhanden. Dieser Abschnitt misst 7 km. Von der unteren Ziel sind die ersten 2 km nach dem Ausfluss aus dem Bielersee noch vorhanden, danach mündet die Ziel in den Nidau-Büren-Kanal, an dessen Ende früher die Zihl in die Aare floss.
Da der heutige Talent früher Thielle hiess, war die Zihl vor der Korrektion und wenn man die beiden Seen mitrechnet, ein Fluss von 115 km Länge. Um das damalige Einzugsgebiet zu berechnen, müsste man folglich jenes der Zihl, der Orbe und des Talents zusammenzählen. Leider sind nicht alle Daten verfügbar und folgen später. Bekannt ist jene der Orbe: 488 km². Die Wasserführung ist bekannt: 55 m³ bei der Mündung in den Nidau-Büren-Kanal. Ich werde die fehlenden Daten noch zusammentragen. Der Ort Thielle-Wavre/Zihl-Wabern an der mittleren Zihl hat seinen Namen sekundär vom Fluss erhalten.
Urkundlich überlieferte Namen: 817 Tela, 1212 Tila, 1265 Teyla, 1300 Teyle, später Toile, um 1850 Thièle genannt. Ab etwa 1900 auch Thielle.
Namensentwicklung: *Tela => Tila => Thielle/Zihl
Etymologie: Zihl oder Thielle ist die Bezeichnung des Unterlaufs der Orbe (deutsch Orbach) und des Talents. Der einmündende Talent hiess früher Thela (Thielle). Mehr siehe dort! Die Deutung des Namens Thielle lautet:
1. 'Fluss, von Bergföhren umrankt', denn Tela heisst im Waadtländer Patois Bergföhre. Diese Deutung fusst auf den ältetsten, überlieferten Namen Tela usw, siehe obige alte Namen und beschreibt den Flusslauf im Quellgebiet! Dieser Name hat vermutlich gallorömische Wurzeln. Der Begriff Teela wird auch im Senslerdeutsch immer noch für die Bergföhre benützt und soll auch im Waadtländer Patois noch lebendig sein.
2. Etwas anders sieht es aus, wenn man von der indoeuropäischen Wurzel *til(a)- ausgeht, denn diese bedeutet 'langsam abfliessen'. Welche der beiden Deutungen die richtige ist, bleibt abzuwarten, denn das LSG schreibt bei der zweiten Deutung nur, sie sei wahrscheinlich. ganz sicher ist man also noch nicht.
Flussnamentyp: Er gehört zum Typ *til(a)- der gallorömischen Flussnamen.
Geologie:
Flussgeschichte:
Quellen: GLS, Senslerdeutsches Wörterbuch, Wikipedia, Landeskarten, LSG 2005, Seite 872 unter Thielle-Wavre.