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CHF-Wechselkurs mit gutem Start ins Jahr 202312 January 2023
Der Schweizer Franken entpuppte sich als früher Outperformer des Jahres 2023, nachdem er das Jahr mit einem guten Wechselkurs gegenüber dem Euro, dem US-Dollar oder dem britischen Pfund begonnen hatte.
CHF-Wechselkurs im Plus
Der Schweizer Franken erwies sich in den ersten beiden Wochen des Jahres 2023 als der große Gewinner unter den Hauptwährungen. Der CHF-Kurs entwickelte sich besser als der Euro, der US-Dollar oder das britische Pfund. Der EUR/CHF-Kurs war nach Ansicht von Experten stark überbewertet, ebenso wie der USD/CHF-Kurs, wenn man die Niveaus vom Januar 2022 unter Berücksichtigung der jüngsten Zinssätze und Inflationswerte betrachtet. Der faire Wert von EUR/CHF sollte sich nach Ansicht von Ökonomen nun zwischen 0,9487 und 0,9692 bewegen. Sowohl der Schweizer Franken als auch der Euro haben in den ersten Tagen des Jahres 2023 stark zugelegt. Der CHF stieg in der ersten Woche des Jahres 2023 zudem gegenüber den meisten anderen Währungen an, nachdem die Inflation im Dezember weiter als erwartet gesunken war.
Die SNB wird vorerst nicht mehr intervenieren
Die niedriger als erwartet ausgefallene Inflation im Dezember dürfte von der Schweizerischen Nationalbank sehr begrüßt werden, da sie den Wert des CHF stützt und bedeutet, dass keine weiteren Interventionen seitens der Bank erforderlich sind. In den letzten Monaten hat die SNB am Devisenmarkt interveniert, um die Inflation einzudämmen und eine Schwächung des CHF-Kurses zu verhindern. Ein stärkerer CHF bedeutet weniger Inflationsdruck. Dennoch könnte die Inflation bis 2024 auf einem Niveau von 0 % bis 2 % über dem Zielwert bleiben, wenn die Zentralbank keine weiteren Maßnahmen ergreift. "Die SNB verfolgt eine klare Strategie, um die Schweiz vor importierter Inflation zu schützen, und die Inflationsraten in den Volkswirtschaften ihrer wichtigsten Handelspaner sind immer noch recht hoch. Ein Element der Straffung war die stetige Aufwertung des nominalen Schweizer Frankens. Die SNB hat dies im Jahr 2022 recht erfolgreich getan. Die starke Aufwertung des CHF hat nicht wie in früheren Aufwertungszyklen zu Beschwerden der Exporteure oder der Tourismusbranche geführt", sagt Thomas Flury, Devisenstratege bei UBS Global Wealth Management. Experten sind der Meinung, dass angesichts der jüngsten Inflationszahlen und des starken CHF-Kurses nun weitere Interventionen am Devisenmarkt zu erwarten sind, sofern die SNB an ihrer Politik festhält. Allerdings könnte sich der Trend bei der Inflation im Januar umkehren, und nach dem Rückgang von 0,2 % im Dezember könnten wir wieder einen Anstieg sehen. Mit dem Risiko eines erneuten Inflationsanstiegs in den nächsten Monaten könnte die SNB zu Interventionen zurückkehren, um den CHF weiter zu stützen, auch wenn die jüngsten Daten darauf hindeuten, dass der Franken bereits überbewertet ist.