Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03306.jsonl.gz/2386

Zwei Kumpel wie in alten Jahren
Marly Open – Matheu (Fr) schlägt Minutella (Arg) im Final 6:4 6:4
Stéphane Matheu und Pablo Minutella kennen sich seit zwölf Jahren. Am Sonntag trafen sie beim Marly Open im Final aufeinander, welchen der Franzose Matheu in zwei Sätzen für sich entschied.
Sie waren etwa zwanzig Jahre alt, hatten viele Träume und die Hoffnung, sich im Profi-Tennis zu etablieren. Bei kleinen ATP-Turnieren kreuzten sich die Wege von Stéphane Matheu und Pablo Minutella ein erstes Mal. Seither treffen sie sich regelmässig. Die letzte Begegnung auf den Tenniscourt gewann der Franzose vor fünf Jahren. Am Sonntag, im Final des 16. Marly Open, dominierte Matheu seinen argentinischen Kumpel erneut.
Matheu ist 30-jährig, Minutella 32 Jahre alt; die «ruhmreiche» Tennis-Zeit gehört der Vergangenheit an. Matheu verbringt neun Monate im Jahr in den USA, wo er einem Informatikstudium nachgeht. In Las Vegas erhielt er von Thomas Schneiter (N3 23) eine gute Adresse: «Sein Vater besitzt ein Hotel in Bern. Dort bin ich während meiner Aufenthalte in der Schweiz untergebracht.» Pablo Minutella ist seit 15 Monaten Tennislehrer in Neuenburg und hat nur noch wenig Zeit, um sich für die Turniere vorzubereiten.
Das Selbstvertrauen als Plus
Dennoch betreibt das Duo weiter Tennis aus Leidenschaft. Matheu kehrt während zwei oder drei Monaten nach Frankreich zurück, um Turniere zu spielen. Dabei macht er auch Abstecher in die Schweiz, wo er noch ungeschlagen ist. Im vergangenen Jahr gewann er die Turniere von Onex und Bulle, heuer Onex und Marly. Seine Taktik ist simpel: Während dem Winter spielt er als Assistenztrainer der Uni-Mannschaft nur zum Spass. Danach bereitet er sich einen Monat lang intensiv vor. Bilanz 2002: 42 Spiele, 36 Siege. Das Jahr 2003 lief gar noch besser: 28 Spiele, 26 Siege. «Seit zwei Jahren spiele ich wirklich stark. Aber die Differenz zwischen meinen Gegnern und mir ist nur klein», erklärt der Pariser, «wenn du immer gewinnst, spielst du mit viel Selbstvertrauen. Wenn ich den Platz betrete, denke ich gar nicht an eine Niederlage.»
In Marly gewann der als Nummer 1 gesetzte Matheu (N1 9) alle vier Spiele in zwei Sätzen. Im Final liess er Minutella (N2 14) in den entscheidenden Momenten keine Chance. «Ich bin kaputt», meinte Minutella, der im Viertelfinal gegen Fetov (N2 21) über drei Sätze gehen musste. «Wenn du bei dieser Hitze drei Sätze spielen musst, wird es schwierig.»
Für Matheu ist die Saison beendet: «Ich gehe jetzt in die Ferien.» Dies mit 3000 Franken Preisgeld im Gepäck. Für Minutella steht kein Urlaub auf dem Programm. Zunächst spielt er ein Turnier in Neuenburg, dann ist er im Interclub mit Sporting Bern engagiert. sl/FN
R1/R3: Zahno von
Hoeltschi geschlagen
Im R1/R3-Tableau der Männer stiess der Düdinger Bertrand Zahno (TC Marly/R1) bis in den Final vor. Dort verlor er gegen Steve Hoeltschi (R1) 1:6, 6:1, 3:6. «Nach einem guten ersten Satz hatte ich Probleme mit meiner Vorhand», erklärte Hoeltschi. «Aber ich kämpfte weiter, weil ich das Turnier in Marly noch nie gewonnen hatte.»
Bei den Frauen unterlag Annick Renevey (TC Marly/R2) im Final des R1/R5-Tableaus Dominique Bovey (TC Estavayer/R2) 0:6, 2:6. Dieses Duo eliminierte in den Halbfinals die Geschwister Nadia (R2) und Sarah (R3) Leuenberger aus Murten. sl/FN