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Gemälde, Heilige Jungfrau mit Jesusknabe auf Sessel thronend, Retabelbild des nördlichen Seitenaltars der Mutterhauskirche des Klosters Menzingen
Hochrechteckiges Heiligenbildnis, oben halbrund geschlossen (ungerahmt). In der Mitte die nimbierte Jungfrau Maria, in blauem Überwurf und rotem Untergewand gekleidet, auf steinernem Thron sitzend, das kreuznimbierte Jesuskind, in weisser Tunika gewandet und auf einem roten Kissen mit Goldkordeln sitzend, auf dem Schoss haltend. Darüber zwei, auf einem Wolkenband kniende Engel, gemeinsam eine Krone über Maria haltend. Thron aus grau marmoriertem Stein mit gebogener, roter Rücklehne und mit rotem, an den Enden goldig und farbig verziertem Kissen drapiert. Die vorderen Lehnenden mit goldenen Cherubim-Köpfen verziert (geflügeltes Mischwesen mit Tierkörper und Menschenkopf). Davor Stufen mit rotem Teppich und darüber gestreuten Rosen belegt, hinter dem Thron ein Rosenhag. Unten rechts braunrote Künstlersignatur, Ortsangabe und Datierung: «FRITZ KVNZ ROMA 1900».
Der Maler Johann Friedrich Kunz (kurz Fritz Kunz, 30.04.1868–04.05.1947) war zwischen 1898 und 1903 mit Unterbrüchen in Rom tätig, in dieser Zeit entsteht unter anderem dieses Bild.
Beim Bild handelt es sich um das Retabelbild des nördlichen Seitenaltars der Mutterhauskirche des Klosters Menzingen. Der dazugehörige Rahmen trägt die Inv.-Nr. 18423.3.