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Bisher gingen Wissenschaftler von einer Giraffenart aus, die sich in mehrere Unterarten aufteilt - je nach Forschungsstand waren das bis zu elf, heute gehen die meisten Wissenschaftler von neun aus.
Doch tatsächlich gibt es vier unterschiedliche Giraffenarten, schreiben Julian Fennessy et al. in "Current Biology":
Die Süd-Giraffe (Giraffa giraffa) mit den Unterarten Angola-Giraffe (G. g. angolensis) und Kap-Giraffe (G. g. giraffa),
zweitens die Massai-Giraffe (Giraffa tippelskirchi) und
drittens die Netz-Giraffe (Giraffa reticulata).
Die Vierte ist die Nord-Giraffe (Giraffa camelopardalis) mit den drei Unterarten Nubische Giraffe (G. c. camelopardalis), Westafrikanische Giraffe (G. c. peralta) und Kordofan-Giraffe (G. c. antiquorum). Diese neuen Ergebnisse stammen aus der
bisher größten Genanalyse von fast 200 Tieren aus ganz Afrika. Die DNA-Analyse zeigt weiter, dass der letzte gemeinsame Vorfahr der vier Giraffenarten vor rund zwei Millionen Jahren lebte, was etwa dem Evolutionszeitraum anderer Säugetiere entspricht. Die vier Arten paaren sich in freier Wildbahn nicht und sind laut den Forschern daher eigenständige Arten. Zwei der neuen Arten sind stark gefährdet. Von der Nordgiraffe gibt es weniger als 5000 Individuen und von der Netzgiraffe etwa 8000. Auch die Zahlen der beiden anderen Arten sind im Rückgang. Siehe auch: https://giraffeconservation.org/