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Asien-Orient-Institut – Ostasienwissenschaften in Kooperation mit dem UFSP Asien und Europa.
Mit der Verarbeitung der Erlebnisse der Katastrophe vom 11. März 2011, der Problematik des Wiederaufbaus, der Entschädigung der Betroffenen und der nicht einschätzbaren Bedrohung durch radioaktive Strahlung steht die japanische Gesellschaft vor einer Reihe von Traumata, die es aufzuarbeiten gilt. Auch zwei Jahre nach der Katastrophe ist dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen.
Um zu verstehen, welche Auswirkungen die Ereignisse des 11. März auf die Gemütslage der Bevölkerung – insbesondere in den betroffenen Regionen – hat, führte das DIJ im September 2011 eine Befragung in den Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima durch. Mit den Präfekturen Tokyo und Kanagawa wurde darüber hinaus eine Metropolregion in die Untersuchung einbezogen, in der die Auswirkungen der Katastrophe weniger direkt, aber dennoch deutlich spürbar waren.
Die hier vorgestellte Analyse dieser Studie konzentriert sich insbesondere auf die Frage, inwiefern sich die Katastrophe auf das Vertrauen in Familie, soziale Netzwerke, politische Institutionen so-wie die Medien ausgewirkt hat, und welche Bedeutung die gefundenen Veränderungen darüber hinaus für Verunsicherungserfahrungen einerseits, aber auch für individuelle Resilienz andererseits haben. Dabei zeigt sich ein deutlicher Unterschied nach persönlicher Betroffenheit und Alter der Befragten. Um längerfristige Entwicklungen bewerten zu können, werden die Daten von 2011 zusätzlich mit Ergebnissen einer landesweiten DIJ-Umfrage vom September 2009 in Zusammenhang gesetzt und auch Studien neueren Datums hinzugezogen.