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Missbrauch, eine Festnahme in Handschellen, Entmündigung und schliesslich eine Gefängnisgeburt: Für ihre erste grosse Rolle schlüpfte Rabea Egg in die Haut der 17-jährigen Lina, die im gleichnamigen SRF-Film in eine Umerziehungsanstalt gesteckt wird.
So nah wie möglich ran
"Ich wusste, ich würde mich nie genau so fühlen wie sie, aber ich wollte so nah wie möglich ran", erzählt Rabea. "Ich erlebte krasse Situationen" – und sie spielte sie so authentisch, dass Vergleiche mit Hollywood-Star Jennifer Lawrence und der Preis als beste Hauptdarstellerin an den Solothurner Filmtagen folgten. Ohne Schauspielausbildung, direkt vom Gymi.
"Das Interesse am Schauspielern war immer da, mein grosser Traum ists erst seit ich das erste mal in einem Film mitgespielt habe", sagt sie. Neben ihrem Breakthrough-Projekt stehen drei Kurzfilme, der Fernsehfilm "Verdacht" und das Theater "Hyperion – Der Weg des Lichts" in Rabeas Schauspiel-Vita.
Studien in England oder Frankreich
Jetzt macht sie erstmal die Schule fertig. Zwei Jahre am Liceo Artistico hat sie noch. Danach will sie studieren: Schauspiel. "Am liebsten in England oder Frankreich." Festlegen will Rabea sich nicht. Denn "die Enttäuschung wäre zu gross, wenns nicht klappt." Da sehen wir kein Problem.