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ZÜRICH (Reuters) – Die Schweizer Stimmberechtigten haben am Sonntag Vorschläge für globale TV-Streaming-Dienste wie Netflix Inc (NFLX.O), Amazon (AMZN.O) und Disney (DIS.N) unterstützt, einen Teil ihrer in der Schweiz erzielten Einnahmen in die zu investieren lokale Filmindustrie.
Mehr als 58% der Stimmberechtigten unterstützten die Vorlage laut Endergebnis in einer von drei nationalen Abstimmungen, die im Rahmen des Schweizer Systems der direkten Demokratie durchgeführt wurden.
Die Schweiz wird das jüngste europäische Land sein, das solche Massnahmen einführt, um lokale Fernseh- und Filmproduktionen zu unterstützen und lokal produzierte Inhalte zu fördern.
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„Dieser Befund bestätigt die kulturelle Bedeutung der Filmindustrie in der Schweiz“, sagte der Schweizer Innenminister Alain Berset am Sonntag auf einer Pressekonferenz.
Beim verbindlichen Referendum zur sogenannten «Lex Netflix» müssen internationale Streaming-Dienste 4 Prozent ihrer Einnahmen in der Schweiz in die lokale Filmproduktion investieren.
Investitionen können in Form des Kaufs hausgemachter Angebote, der Erstellung eigener Programme oder des Einstiegs in einen Investmentfonds erfolgen.
Netflix sagte, es respektiere das Ergebnis und werde mit der Regierung zusammenarbeiten, um die Verordnung umzusetzen.
„Wir glauben, dass gute Geschichten von überall kommen können, und wir haben bereits in der Vergangenheit in Inhalte aus der Schweiz investiert“, sagte ein Netflix-Sprecher.
Amazon lehnte eine Stellungnahme ab und Disney antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Ein ähnliches Gesetz wurde in Portugal verabschiedet, wonach Anbieter von Streaming-Diensten verpflichtet sind, 1 % ihres Einkommens an das Institut für Kino und Audiovisuelle Medien zu zahlen.
Dänemark erwägt eine Steuer und Spanien steht kurz davor. Frankreich und Italien lassen ihre Rundfunkdienste einen Prozentsatz ihrer Einnahmen in europäische Inhalte in lokalen Sprachen investieren.
In einer separaten Umfrage stimmten 72 % einer Aufstockung der Mittel für die europäische Grenzschutzagentur Frontex zu.
Die Weigerung hätte die Schweiz aus der 26-köpfigen passfreien Schengen-Zone und dem Dublin Asylum Coordination System drängen können.
In der dritten Abstimmung müssen sich die Menschen nun gegen Transplantationen entscheiden, anstatt sich anzumelden, nachdem 60 % der Wähler den Plan unterstützt haben.
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Berichte von John Revell; Redaktion von Gareth Jones, David Evans und Emilia Sithole Mataris
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