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Stauden sind mehrjährige, krautige Pflanzen, die nicht verholzen. Mit ihren unterirdischen Speicherorganen (Rhizom, Knolle, Zwiebel, Wurzel) oder ihren Rosetten überdauern sie je nach Art die kalte Winter- oder die heisse Sommerzeit.
Stauden sind keine Sträucher.
Wildpflanzen sind züchterisch nicht veränderte Pflanzen in ihrer ursprünglichen Wildform. Sie können ein-, zwei- oder mehrjährig oder verholzend sein.
Wildstauden sind mehrjährige, krautige Wildpflanzen.
Leider wird der Erfolg gering sein, denn die Samen brauchen direkten Bodenkontakt und die Keimlinge Licht zum Wachsen. Deshalb muss die Grasnarbe der Wiese abgetragen und der Boden fein krümelig gelockert werden, bevor Sie aussäen.
Damit eine Wiese den typischen Wiesencharakter bekommt, braucht es Gräser. Sie geben Struktur und stützen die Blumen. Handelt es sich um eine kleine Fläche, z.B. eine Rabatte oder einen schmalen Streifen, so kann eine reine Blumenwiese Sinn machen.
Hinweis: Die Gräser in den Mischungen sind typische Wiesengräser, die nicht wuchern und sich meist nicht selber ansiedeln; die Gräser in der Heckenkrautmischung sind typische Heckenkraut- bzw. Waldgräser.
Magerwiesen gedeihen auf nährstoffarmen Böden (steinig, sandig, durchlässig). Ein magerer Boden unterscheidet sich von einem fetten Boden durch seinen geringen Nährstoffgehalt und durch seinen, aus Sicht der Landwirtschaft, geringen Ertrag. Pflanzenarten der Magerwiesen besitzen oft eine hohe Trockenheitsresistenz. Entscheidend ist aber ihre Fähigkeit, auf nährstoffarmen Böden zu gedeihen. Die Arten der Magerwiesen unterliegen in gedüngten Wiesen und Weiden aufgrund ihrer geringen Konkurrenzkraft anderen Pflanzen im Kampf um das Überleben.
Enthält ein Boden viele Nährstoffe (lehmig, humos), so spricht man von einem fetten Boden. Ein lehmiger Boden eignet sich auch nach 25 Jahren ohne Dünger nicht für eine Magerwiese. Es gibt die Möglichkeit, den Boden abzuhumusieren und mit mind. 40cm Wandkies aufzufüllen. Dies ist aber ein grosser Eingriff.
Sinnvoller kann es sein, eine Glatthafermischung (die auch sehr blumenreich ist) auf den bestehenden Boden zu säen.
Grundsätzlich dürfen Sie Wildstauden während und nach der Blüte zurückschneiden, Sie müssen aber nicht. Mit dem Rückschnitt kann man die Entwicklung einer Bepflanzung mit Wildstauden steuern. Man lässt stehen, was gefällt, was versamen darf; man schneidet zurück, von was man nicht mehr möchte, was stört.
Verdorrte Samenstände können im Winter sehr dekorativ sein, zudem dienen die noch vorhandenen Samen als Nahrung, die Stängel als Unterschlupf und Nistmaterial für die Tierwelt.
Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen sollten nicht zurückgeschnitten werden, damit die Pflanze durch Einziehen gestärkt wird.
Bei leicht verholzenden Pflanzen wie Polsterthymian und Sonnenröschen empfiehlt sich mindestens 1 Rückschnitt im Sommer, damit sie nicht kahl werden.
Die Samen unbedingt ausreifen und versamen lassen. Solange die Samen auf offenen Boden fallen, werden sie keimen, wachsen und blühen. Auch muss beim Jäten darauf geachtet werden, dass man bekannte unerwünschte Pflanzen auszupft.
Der Humulus lupulus (Hopfen) ist eine zweihäusige Pflanze, d.h. es gibt solche, die nur weibliche Blüten (dekorative Zapfen) hervorbringen, und solche, die nur männliche Blüten bilden. Ein Sämling ist eine aus einem Samen gewachsene Pflanze. Es kann erst bei der Blütenbildung erkannt werden, ob die Pflanze männlich oder weiblich ist.
Wir kultivieren die Hopfen einerseits aus Samen (natürliche Vermehrung), und andererseits aus Stecklingen von weiblichen Pflanzen.
Wir möchten unserer Kundschaft in erster Linie heimische Pflanzen anbieten, welche in unseren Gärten auch gedeihen können. Oft würde das mit diesen seltenen und heiklen Pflanzen nicht klappen.
Orchideen sind sowohl in Kultur wie auch am gepflanzten Ort auf spezielle Bodenpilze angewiesen.
Augentrost ist (wie auch der Klappertopf, den wir aber als Samen anbieten) eine schmarotzende Pflanze, welche nicht ohne ihre Wirtspflanze gedeihen kann.
Gebirgspflanzen wie Edelweiss, die zwar in der Schweiz heimisch sind, sind auf unserer Höhenstufe florenfremd und haben eher Mühe mit unserem Klima.
Arnika braucht zwingend sauren Boden und erträgt kein kalkhaltiges Giesswasser.
Da scheiden sich die Geister…
Die einen GärtnerInnen haben gelernt, mit den Schnecken zusammenzuleben und haben die Erfahrung gemacht, dass „es“ sich mit der Zeit von selbst reguliert. Sie geben den Kriechlingen einen Platz im Garten, wo sie sein dürfen und nerven sich nicht mehr, wenn der geliebte Rittersporn eines morgens nicht mehr dort ist, wo er gestern noch war. Meistens setzen sie dann gar keinen Rittersporn mehr.
Die anderen GärtnerInnen können es mit folgenden Tricks probieren:
• Einsammeln: Am besten am frühen Morgen oder am Abend. Auch ein Holzbrett o.ä. kann hilfreich sein. Die Schnecken verstecken sich tagsüber darunter. So muss man es nur umdrehen und die Tierchen einsammeln.
• Schneckenzaun, Schneckenkränze
• Nist- und Unterschlupfplätze für Nützlinge gestalten (Igel, Kröte)
• Schneckenunterschlupfe nach Möglichkeit eliminieren
• Laufenten halten, sie lieben die Schnecken
• Heikle Lieblings-Pflanzen zu Beginn der Vegetationszeit jeden Abend/jeden Morgen besuchen und z.B. mit einem Schneckenkranz oder einem Ring aus zerbrochenen Eierschalen oder Stroh schützen, bis sie stark genug sind.
In jeder Höhenstufe, vom Mittelland bis zu den Alpen, haben sich die Pflanzen anders entwickelt und sich so den verschiedenen Bedingungen angepasst. Damit unsere Pflanzen bei Ihnen gut gedeihen können, bieten wir deshalb ein Sortiment an, welches in den besiedelten Höhenlagen der Schweiz wachsen kann. Diese Pflanzen stammen ursprünglich aus den kollinen bis zu den montanen, vereinzelt auch subalpinen Höhenstufen (ca. 400 – 2000 m.ü.M). Pflanzen des Hochgebirges kultivieren wir deshalb nicht in unserer Gärtnerei.
Hier empfiehlt es sich Pflanzen zu wählen, die auch natürlicherweise in diesen Lagen vorkommen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und wir verweisen an dieser Stelle auf die Infos im Buch „Flora Helvetica“ oder auf www.infoflora.ch.
Nicht immer und überall breitet sich eine Pflanzenart gleich rasant oder langsam aus. Der Standort spielt hier eine massgebende Rolle, ebenso die Wuchskraft der direkten Pflanzen-Nachbarn. Zudem ist es oft ein persönliches Empfinden, ob eine Pflanze wuchert oder nicht. Was tun bei „wuchernden“ Pflanzen?
• Samenstände frühzeitig entfernen
• Ober- und unterirdische Ausläufer, Wurzeln grosszügig abschneiden und ausstechen, oder sogar die Pflanze in einem Topf in die Erde einpflanzen.
Wir haben einige Zwiebeln- und Knollenpflanzen im Angebot, aber wir verkaufen sie wie alle anderen Pflanzen im Topf.
Es hat jeweils mehrere Knollen in einem Topf; einmal angesiedelt im Garten, können sie sich von da aus weiter versamen und ausbreiten. Um dies zu beobachten, braucht es ein paar Jahre - lassen Sie sich überraschen.
Die Kultur der Zwiebel- und Knollenpflanzen ist recht aufwändig und dauert einige Jahre - so können wir noch nicht alle gewünschten Arten (in genügender Zahl) anbieten.
Nein. Wählen Sie die richtige Samenmischung für Ihren Standort im Garten. Jede Samenmischung von uns enthält viele Pflanzen für Schmetterlinge, und auch für Bienen, Hummeln...
Wir haben eine Liste zusammengestellt, die eine Übersicht der heimischen Futter- und Nektarpflanzen für Schmetterlinge bietet.
Ja, der Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus) ist eine einjährige Pflanze, welche als Halbschmarotzer bestimmte Gräser braucht, und deshalb den Graswuchs eindämmt. Rhinanthus alectorolophus ist bei uns nur als Samen erhältlich. Die Samen werden am besten ab Mitte Juni nach dem Mähen gesät. Im folgenden Jahr sollte die Wiese erst nach der Selbstaussaat gemäht werden.
Viele unserer Wildpflanzen sind essbar - einige jedoch sind stark giftig. Das Buch 'Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen' gibt detailliert Auskunft. Es gibt auch einige Websites, welche die essbaren Wildpflanzen auflisten.