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Weitere Luftaufnahmen von Collombey
Am Rande der Hauptstrasse liegt das Herrenhaus Du Fay von Lavallaz, das auch Schloss Châtillon genannt wird.
Wenn man sich Collombey nähert, sieht man bereits aus der Ferne, das Schloss der Herren Arbignon, heute ein religiöses Kloster. Aber Collombey besitzt noch eine andere Konstruktion, dessen Geschichte seine Wurzeln im Mittelalter hat: östlich des Klosters, auf der anderen Seite der Hauptstrasse: das Herrenhaus der Herren von Châtillon-Larringes. Die Grundmauern verbergen noch diejenigen eines Turmes, das den Herren von Collombey gehörte. In 1348 verkauften diese das verstärke Bauwerk an Wilhelm von Châtillon-Larringes, der ehemalige savoyer Schlossherr von Saillon und Conthey. Als Anfangs des 17. Jahrhunderts die Familie Châtilion ausstarb, ging das Schloss in die Familie du Fay de Lavallaz; ein Zweig dieser Linie lebt noch immer im Schloss. In 1650 wurde das quadratische Werk fast vollständig von Flammen zerstört. Es wurde kurz danach wiederaufgebaut und erhielt somit das Aussehen, das wir heute erkennen.
Um in den Hof zu gelangen, muss man zuerst durch ein Portal mit Rundbogen durchschreiten, das mit einem Maschikuli im Freivorbau auf den Konsolen, auf dem man das Datum 1633 lesen kann. Es wurde auf der linken Seite mit einem Flügel verbunden, deren Etage mit Arkaden durchbrochen ist und auf der Rechten ein Gebäude mit starken Dimensionen, das als gemeinsame Räume diente. Gegenüber dem Portal findet der Besucher das Haus des Meisters mit seinen beiden Etagen mit Bogen-Galerien und Zwillingsarkaden. Ein rechteckiger Turm steht in der Mitte der Fassade: Er verbirgt eine Rampentreppe rechts Rampe getrennt von zwei Pallieren. Da diese Art Treppe in der Schweiz erst im Lauf des 17. Jahrhunderts aufkam, kann man davon ausgehen, dass vor dem Brand von 1650, das Haus Châtillon noch die Wendeltreppe der älteren Art hatte, die sich in einem runden oder mehreckigen Treppenturm befand. Das Prinzip des Treppenturms in der Fassade kommuniziert mit Galerien kann man auch im Palas Stockalper bewundern. Aber nur der Palas konnte, als Mass des fürstlichen Luxus, mehr Harmonie und Eleganz erwecken, während in Châtillon die massiven Säulen unter den Bögen einen rustikalen Eindruck erwecken. Nur ein Zimmer mit einem schönen Kassettendecke innerhalb des Schlosses spiegelt die Einfachheit des Äusseren wider.
Auf einem Hügel über dem Dorf liegt das Bernadinerkloster. Das Kloster steht an dem Standort des alten Schlosses der Herren d'Arbignon seit 1643.
Die d'Arbignon, wichtige Ministeralien der Abtei St. Maurice, zogen ihren Nachnamen vom Dörfchen, das diesen Namen trug (heute nicht mehr), in der Nähe von Collonges. Sie erwarben die Besitztümer in Chablais und zögerten nicht lange, bis sie es in mehrere Teile zerlegten, die eine Rolle vom 13. bis 16. Jahrhundert spielten. Ambrosie d'Arbignon, heiratete gegen die Mitte des 13. Jahrhunderts Jean Collombey, Herr des Ortes. Das war wohl der Zeitpunkt, an dem die d'Arbignon einen Turm mit Wohnhaus errichteten. In 1349 baute Perronet eine Kapelle im Schloss.
In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Schloss verlassen, da die d'Arbignon in Monthey waren.
In 1643 wurde das Schloss von den Bernadienern gekauft, die hier Gebäude und die Kapelle errichteten.
Bibliographie