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William Hurt gewann 1986 den Oscar als bester Hauptdarsteller im Film «Der Kuss der Spinnenfrau». Darin spielte er den homosexuellen Häftling Luis Molina, der mit anderen politischen Gefangenen während einer Militärdiktatur in einem südamerikanischen Gefängnis sitzt.
Der 1950 in der US-Hauptstadt Washington geborene Schauspieler war drei weitere Male für den wichtigsten Filmpreis der Welt nominiert: 1987 als Lehrer im Gehörlosen-Drama «Gottes vergessene Kinder», 1988 als Nachrichtensprecher in der Mediensatire «Nachrichtenfieber – Broadcast News» und 2006 als bester Nebendarsteller im Gangsterdrama «A History of Violence».
Zuletzt hatte er in einigen Marvel-Comicverfilmungen als General Thaddeus «Thunderbolt» Ross Erfolge gefeiert. Auch als Theaterschauspieler war der 1950 in der US-Hauptstadt Washington geborene Hurt bekannt.
Ruhige Rollen, bewegtes Privatleben
Sein Privatleben hatte der vierfache Vater häufig versucht, unter Verschluss zu halten. Ex-Freundin und Filmpartnerin Marlee Matlin schrieb aber in ihrem Memoiren über angeblichen Missbrauch in der gemeinsamen zweijährigen Beziehung.
In den 1980er- und 1990er-Jahren war Hurt zweimal verheiratet. Eines seiner Kinder stammte aus der Beziehung mit der französischen Schauspielerin Sandrine Bonnaire. Eine andere Frau, mit der Hurt einen Sohn hatte, sorgte mit einer Unterhaltsklage für Schlagzeilen.
William Hurt starb am Sonntag in Portland im US-Bundesstaat Oregon an den Folgen einer Prostatakrebs-Erkrankung, teilte sein Sohn Will den US-Medien «Deadline» und «Hollywood Reporter» mit. Er wurde 71 Jahre alt.