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NACHTRAG RED: Nach einem langen Kampf um ihren selbstbestimmten Tod haben die Ärzte am 26. Januar 2014 die künstliche Beatmung der Hirntoten abgestellt.
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Der Fall bewegte die USA. Es geht um Hirntod, Sterbehilfe und Schwangerschaft. Ärzte stützten sich auf ein texanisches Gesetz, das verlange, «Schwangeren keine lebensunterstützenden Massnahmen vorenthalten» zu dürfen – auch gegen den erklärten Willen der Frau und des Vaters. Nun hat ein Gericht angeordnet, die Maschinen abzuschalten. Das berichtet heute die New York Times.
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Der Bericht auf Infosperber vom 9.1.2014: Fall in Texas: Der Hirntod ist doch kein Tod
Eine 33-Jährige, die für hirntot erklärt wurde, halten Ärzte gegen ihren Willen künstlich am Leben, weil sie schwanger ist.
Bereits seit dem 26. November 2013 liegt Marlise Munoz als Hirntote im Spital und wird an Schläuchen am Leben erhalten, weil sie in der 14. Woche schwanger war, als sie eine Lungenembolie erlitt. Sie hatte keinen Puls mehr und atmete nicht mehr, bekam für einige Zeit also keinen Sauerstoff mehr.
Ihr Gatte und ihre Eltern bezeugen übereinstimmend, dass Marlise Munoz keine lebensverlängernden Massnahmen wollte, berichten die «Dalles News». Munoz arbeitete wie auch ihr Ehemann in einem Spital und hatte über lebensverlängernde Massnahmen eine klare Meinung.
Doch die Ärzte sagen, sie seien verpflichtet, das Leben des Fötus zu erhalten, selbst wenn dieser durch die unterbrochene Sauerstoffzufuhr Schaden erlitten haben sollte – so lange das Herz des Fötus noch schlage. Das verlange das texanische Gesetz, nach dem «Schwangeren keine lebensunterstützenden Massnahmen vorenthalten» werden dürfen. Drei texanische Experten widersprechen und sagen, die Ärzte würden dieses Gesetz falsch interpretieren und anwenden.
Wenn es darum geht, Toten Organe zu entnehmen, gelten Hirntote als definitiv tot. Lebensverlängernde Massnahmen werden spätestens nach der Organentnahme gestoppt.
Abtreibungsdebatte angeheizt
In den USA hat dieser Fall Abtreibungsgegner und -befürworter auf den Plan gerufen, die sich in Zeitungen und Social Media hitzige Wortgefechte liefern. Dem Vater wird unterschoben, er wolle das Baby los werden. Einige behaupten sogar, Marlise könnte doch noch erwachen, und das Baby trotz dem zeitweisen Sauerstoffentzug eventuell trotzdem noch gesund auf die Welt kommen.
Die «Dallas Morning News» kritisierten, Munoz‘ Körper werde «als Brutkasten missbraucht». Die Vereinigung «Pro Choice America» forderte die Justizbehörden auf, die Wünsche der Patientin und ihrer Angehörigen zu respektieren.
Marlises Vater Ernest Machado appellierte an Ärzte und Öffentlichkeit, den Willen der Tochter zu respektieren: «Wir wollen, dass Mutter und Kind in Frieden ruhen können.»
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine. Die Autorin ist Redaktorin und Herausgeberin der Zeitschrift «FrauenSicht».