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Kämpferin für Konsumentinnenanliegen und für das Frauenstimmrecht sowie engagierte Dorfbürgerin: So liesse sich das Wirken der Stifterin Gertrud Bünzli-Scherrer umschreiben. In Trogen verlebte sie einerseits ihre Jugendzeit ab 1912, andererseits die Jahre 1962 bis zum Tod 1987. Ausgebildet zur Fürsorgerin, seit 1931 mit Rudolf Bünzli verheiratet und lange in der Innerschweiz wohnhaft, gehörte sie zu den Gründerinnen des Deutschschweizer Konsumentinnenforums (1961) und diverser Frauen-Initiativen. Seit 1969 gab sie mit Gertrud Fricker und Emilie Lieberherr die Konsumentinnen-Zeitschrift <<prüf mit>> heraus.
Neben der Aufklärung der Schweizer Frauen in Wirtschafts- und Konsumfragen war der Kampf um das Frauenstimmrecht der zweite Schwerpunkt ihres öffentlichen Engagements. Sie setzte sich zuerst auf nationaler Ebene und nach ihrer Rückkehr nach Trogen auch im Kanton für das Frauenstimm- und Wahlrecht ein - dessen Einführung in Ausserrhoden 1989 hat sie allerdings nicht mehr erlebt.
Gertrud Bünzli-Scherrer zählt als unermüdliche Anregerin, hartnäckige Debattiererin und vielfältige Publizistin zu den herausragenden Persönlichkeiten der Schweizerischen Frauenbewegung. Sie war, in den Worten von Emilie Lieberherr, <<eine kämpferische Frau, die sich stets für eine Sache, aber nie gegen andersdenkende Menschen einsetzte>>.