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Jean-Yves Thibaudet, Jahrgang 1961, stammt aus Lyon, begann mit fünf Jahren seine Klavierausbildung und trat als Siebenjähriger erstmals öffentlich auf. Bereits 1974 wurde er an das Pariser Conservatoire aufgenommen, wo ihn Aldo Ciccolini und Lucette Descaves, die noch mit Maurice Ravel zusammengearbeitet hatte, unterrichteten. Hier legte er die Fundamente für seine gerühmten Interpretationen französischer Musik. Thibaudets internationale Karriere nahm ihren Anfang, als er 1981 die «Young Concert Artists Auditions» in New York gewann und kurz danach bei einem Konzert für Arturo Benedetti Michelangeli einsprang. Seither hat ihn seine Laufbahn mit den bedeutendsten Orchestern in der Alten und der Neuen Welt zusammengebracht. Das Jahr 2016 begann für ihn mit einer Residenz beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam. Mit dem London Philharmonic interpretierte er dann Gershwins Concerto in F, mit dem Cleveland Orchestra Liszts Zweites Klavierkonzert, mit den Berliner Philharmonikern Ravels G-Dur-Konzert. In der Sommersaison führten ihn Auftritte mit dem Chicago Symphony Orchestra zum Ravinia Festival, mit dem Los Angeles Philharmonic in die Hollywood Bowl und mit dem Orchestre National de France auf die Pariser Champs de Mars. Für den Herbst hat Thibaudet eine Gastspielreise mit den St. Petersburger Philharmonikern geplant und wird Chatschaturjans Klavierkonzert in Toulouse und Paris zu Gehör bringen. Jean-Yves Thibaudets Diskographie umfasst rund fünfzig Einspielungen, deren Repertoire sich von der Romantik bis zu Duke Ellington und Filmmusik spannt; dafür wurde er mit Preisen wie dem «Diapason d’Or», dem «Echo Klassik», dem «Gramophone Award» und dem «Edison Prize» ausgezeichnet. 2012 wurde Jean-Yves Thibaudet zum «Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt; für sein Lebenswerk erhielt er 2007 den «Victoire d’Honneur».
Debut bei LUERNE FESTIVAL (IMF) am 30. August 1995 mit Ravels G-Dur-Klavierkonzert und dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Riccardo Chailly.
August 2016