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Viel Restfeuchte
Nach dem Regen bildete sich am Sonntagmorgen lokal Nebel. Darüber blieben viele Wolkenreste über der Schweiz liegen. Die Maisonne und der schwache Ausläufer des Azorenhochs vermochten die Wolken tagsüber nur zeitweise aufzulösen oder in Kumuluswolken umzuwandeln.
An einer Temperaturumkehrschicht (Inversion) floss die aufsteigende Luft horizontal auseinander, dabei entstanden Altocumuluswolken. Sie bremsten das Sonnenvergnügen mehr als erwartet.
Wolkenausbreitung
Luftfahrtkundigen ist bekannt, dass zunehmender Hochdruckeinfluss alleine noch keinen vollständig klaren Himmel garantiert. Wichtig ist, wie viel Feuchtigkeit im Bereich der Inversion vorhanden ist. Die Quellwolken die an diese Schicht stossen, sorgen für Feuchtezufuhr. Fehlt die Sonneneinstrahlung lösen sich die Quellwolken auf. Dem Wolkendeckel fehlt der Feuchtenachschub und die störenden Wolkenfelder verschwinden wieder. Scheint wieder die Sonne sprudeln neue Kumuluswolken nach oben und der Zyklus beginnt von vorne.
Spread
Die Tendenz dafür kann man dem vertikalen Verlauf von Temperatur und Taupunkt entnehmen. Der Fachausdruck dafür heisst Spread. Ist die Differenz zwischen Temperatur und Taupunkt im Bereich der Inversion kleiner als fünf Grad ist mit der Bildung von flachen Wolkenfeldern (Altocumulus) zu rechnen.
Der Taupunkt
Wird die Taupunktstemperatur erreicht, können sich in der Luft Tröpfchen bilden. Am Taupunkt beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100 Prozent und die Luft ist mit Wasserdampf gesättigt.