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Ehud Barak absolvierte eine beeindruckende politische und militärische Karriere. Mit 17 Jahren trat er in die israelische Armee ein, leitete eine Eliteeinheit, wurde Chef des Planungsstabs und 1991 Generalstabschef. Dazwischen studierte er an der Hebräischen Universität Mathematik und Physik, später folgte ein Masterabschluss der Stanford-Universität als Wirtschaftsingenieur. Seine politische Laufbahn begann Ehud Barak 1995 als Innenminister, 1995/1996 war er Aussenminister und zwischen 1999 und 2001 Ministerpräsident von Israel. Er leitete als Vorsitzender mehrere Jahre die Arbeiterpartei Awoda. Während einer politischen Auszeit war er für namhafte internationale Investmentgesellschaften tätig, bevor 2007 ein Come back als Verteidigungsminister erfolgte. Barak wurde für seine Verdienste mit fünf Tapferkeitsmedaillen geehrt. Er ist einer der profiliertesten Kenner der Nahostpolitik und souveräner Analyst geopolitischer Szenarien.
2017
Im Schlussreferat am SEF.2017 legte der ehemalige israelische Ministerpräsident Ehud Barak seine Sicht der weltpolitischen Situation dar. Der 75-Jährige identifizierte den Terrorismus eindeutig als die grösste Bedrohung unserer Zeit und betonte, dass wir noch lange werden damit leben müssen. Um den Terror effektiv bekämpfen und schliesslich besiegen zu können, brauche es Entschlossenheit und vor allem die internationale Zusammenarbeit von Geheimdiensten und Regierungen. Überhaupt seien alle grossen Herausforderungen unserer Zeit globaler Natur und könnten auch nur mit globalen Ansätzen gelöst werden. Dies werde über kurz oder lang dazu führen, dass der Antiglobalisierungstrend ganz von selbst gestoppt und die Welt wieder mehr zusammenwachsen würde, zeigte sich Barak überzeugt.