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Er distanzierte die beiden im Schiessstand makellosen Österreicher Dominik Landertinger und Simon Eder um 5 beziehungsweise 14 Sekunden. Einzig Johannes Thingnes Bö hätte Fourcade Gold streitig machen können. Der Norweger verfehlte im letzten Anschlag allerdings eine Scheibe. Der Fehlschuss warf ihn mit 57 Sekunden Rückstand auf Rang 4 zurück.
Fourcade eröffnet sich am Sonntag im Massenstart die Chance, als erster Biathlet an einer WM alle vier Einzelrennen für sich zu entscheiden. Um dieses Ziel zu erreichen, verzichtet er möglicherweise am Samstag auf die Teilnahme an der Männerstaffel. Der Franzose, der bereits zehnfacher Weltmeister ist, hatte zum Auftakt der Titelkämpfe vor einer Woche sein Team auch in der Mixed-Staffel zu Gold geführt und die französischen Festspiele eingeleitet. Die Grande Nation hat am Holmenkollen bereits acht Medaillen gewonnen, davon fünf Goldene.
Die Schweizer erwischten nicht ihren besten Tag. Benjamin Weger erreichte mit drei Fehlern und einer mässigen Laufzeit Rang 49. Serafin Wiestner erhielt vier Strafminuten aufgebürdet. Mit seinem 53. Platz muss der Bündner nun um eine Teilnahme am Massenstart bangen. Mario Dolder wurde 74., Jeremy Finello 83.
Der Einzel-Wettkampf gilt als Königsdisziplin, weil der Lauf über 20 km mit vier Schiessen am Ursprung des Biathlons stand. Im Gegensatz zum Sprint, der Verfolgung und dem Massenstart wird im Einzel ein Fehlschuss mit einer Minute, addiert auf die Laufzeit, bestraft. Eine Strafrunde kostete den Athleten nur knapp 25 Sekunden.
Der 42-jährige Ole Einar Björndalen bleibt vorerst auf 42 WM-Medaillen sitzen. Nach Silber im Sprint und der Verfolgung kam er über 20 km nicht über den 17. Rang hinaus. Selbst mit 20 Treffern wäre er nicht in die Nähe einer Medaille gekommen. Der Routinier hat in der Loipe seinen Zenit längst überschritten.
(SDA)