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Die bei uns gebräuchlichsten Stärkemehle sind Weizenpuder (Epifin), Maispuder (Maizena) und Kartoffelmehl (Fécule). Stärkemehle, auch Stärkepuder genannt, werden in speziellen Verfahren aus verschiedenen Getreidesorten, z. B. Weizen und Mais, aber auch aus Kartoffeln und seltener aus exotischen Wurzeln wie Tapioka oder Pfeilwurz gewonnen. Das schneeweisse Pulver enthält wie das gewöhnliche Mehl Kohlenhydrate (Stärke), im Gegensatz zum Mehl jedoch nur verschwindend kleine Mengen Eiweisse, Fette und Faserstoffe. Stärkemehle binden Flüssigkeit zu Saucen, Crèmes und Puddings und geben diesen eine zartere Struktur als gewöhnliches Mehl. Sie werden immer kalt angerührt, und da sie sich rasch setzen, müssen sie vor dem Einrühren in die heisse Flüssigkeit nochmals gut aufgerührt werden. Eine mit Stärkemehl gebundene Sauce oder Crème kann durch zu langes Kochen, zu häufiges Rühren beim Abkühlen oder durch die Einwirkung von Fermenten wieder dünn werden. Für 1 dl Pudding 1 Esslöffel Stärkemehl und bei Crèmes sowie Saucen pro Deziliter 1 Teelöffel Stärkepuder beigeben. In Teigen, z. B. Guetzli- und Biskuitteigen, wird gelegentlich ein Teil (max. die Hälfte) durch Stärkemehl ersetzt. Dies gibt dem Gebäck eine feinere, mürb-sandige, lockere Struktur. Die verschiedenen Stärkemehle haben etwa die gleichen kochtechnischen Eigenschaften.