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Bevor man den Sprung ins kalte Wasser machen kann, muss man seine persönlichen und familiären finanziellen Bedürfnisse und Möglichkeiten kennen. Wer seine Familienauslagen nicht im Griff hat, der wird auch seine Geschäftsauslagen nicht im Griff haben können. Wie viel braucht man effektiv zum Leben und wo ist die untere Schmerzgrenze beim Einkommen? Wie lange reichen die Ersparnisse aus, wenn während einer bestimmten Zeitdauer weniger hereinkommt als man für minimale Lebenshaltungskosten ausgeben muss? Kann man auf Unterstützung aus der Familie zählen? Will man das?
Ein junger Unternehmensgründer hat in der Regel weniger finanzielle Verpflichtungen und ist flexibler. Seine Risikofähigkeit ist grösser, weil er meistens weniger zu verlieren hat und im Falle eines Scheiterns noch genügend Zeit für einen anderen Weg hat. Ein älterer Unternehmensgründer hat dafür einen grösseren Erfahrungsschatz und ein besseres Beziehungsnetz. Er hat vielleicht einen bestimmten Betrag an Risikokapital, dass er für den Start einsetzen kann, ohne bei einem Scheitern finanzielle Probleme zu bekommen. Die persönliche Ausgangslage ist also je nach Lebenssituation verschieden und beeinflusst die Handlungsmöglichkeiten in der Startup-Phase.
Die Geschäftsidee und das Geschäftskonzept müssen nicht nur im Kopf sein, sondern auch auf Papier gebracht werden. Dabei geht es nicht um eine theoretische Stilübung und Wunschdenken, sondern um eine ehrliche und objektive Auseinandersetzung mit den Produkten/Dienstleistungen, Marktchancen, Absatzmöglichkeiten und finanziellen Sachverhalten. Dies kann mit einem in sich abgeschlossenen Businessplan gemacht werden oder auch mit einzelnen Arbeitspapiere, worin die verschiedenen Themen wie Produkte, Marketing, Chancen/Risiken, Finanzielles, etc. kurz und klar abgehandelt und dokumentiert werden.