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Die Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) ist eine harmlose, aber kosmetisch störende oberflächliche Pilzerkrankung der Haut. Ihr Verursacher ist der Hautpilz Malassezia furfur.
Der Erreger der Kleienpilzflechte findet sich bei vielen gesunden Menschen – hauptsächlich auf der Kopfhaut. Die Ursache dafür, dass sich der Hautpilz bei manchen Menschen plötzlich übermässig vermehrt und zum Ausbruch der Pityriasis versicolor führt, ist nicht bekannt. Allerdings begünstigen ein feucht-warmes Klima, starkes Schwitzen oder bestimmte Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus oder die Einnahme der Antibabypille das Auftreten einer Kleienpilzflechte. Ausserdem tritt die Pityriasis versicolor häufig in Verbindung mit einem geschwächten Immunsystem auf.
Die typischen Symptome der Pityriasis versicolor sind bis zu münzgrosse, kreisförmige, bräunlich über- oder unterpigmentierte Flecken auf der Haut. Sie zeigen sich verstärkt in den mit Schweiss- beziehungsweise Talgdrüsen besetzten Bereichen wie Rücken und Brust. Diese Veränderungen sind nicht schmerzhaft, können jedoch jucken. Durch leichtes Kratzen kommt es zu oberflächlicher Schuppung. Obwohl der behaarte Kopf das natürliche Reservoir für die Erreger der Kleienpilzflechte bildet, ist er selbst nicht befallen.
Die Pityriasis versicolor lässt sich über eine Untersuchung der Haut leicht diagnostizieren: Hierbei kann eine spezielle Untersuchungslampe zum Einsatz kommen, die vornehmlich Schwarzlicht (d.h. Ultraviolettstrahlen mit einer Wellenlänge von 365 nm) abgibt. Um die Diagnose der Kleienpilzflechte zu sichern, ist eine durch sogenannten Tesafilmabriss gewonnene Hautprobe geeignet, die sich nach ihrer Einfärbung mikroskopisch auf Anzeichen für den Pilzbefall untersuchen lässt.
Die Kleienpilzflechte-Behandlung erfolgt durch örtlich begrenzt angewendete Antipilzmittel (sog. Antimykotika). Diese Mittel gegen Pityriasis versicolor sind als Spray, Creme, Lotion, Waschgel oder Shampoo verfügbar. In seltenen und sehr hartnäckigen Fällen kann eine innere Anwendung der Antipilzmittel in Tablettenform nötig sein. Die Prognose der Pityriasis versicolor ist gut; allerdings kehrt die durch Malassezia furfur verursachte Hauterkrankung nach erfolgreicher Behandlung häufig wieder. Die Pigmentierung der betroffenen Hautstellen gleicht sich allmählich wieder der umliegenden Haut an, was jedoch einige Zeit dauern kann.
Der Begriff Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) bezeichnet per Definition eine Infektion der Haut mit dem Hefepilz Malassezia furfur. Dabei entstehen auf der Haut reisförmige über- und unterpigmentierte Stellen, die meist an Brust und Rücken auftreten. Durch leichtes Kratzen der betroffenen Stellen lösen sich oberflächlich kleieähnliche Schuppen, was dem Erreger den Beinamen Kleienpilz einbrachte. Die Bezeichnung Pityriasis versicolor (versicolor = Farbwechsel) leitet sich von den – durch äussere Einflüsse entstehenden – Veränderungen in der Pigmentierung ab. Bei einer gebräunten Haut sind die von Pityriasis versicolor betroffenen Stellen eher zu schwach pigmentiert, bei blassen Menschen erscheinen sie eher als bräunliche Flecken. Nach einer erfolgreichen Behandlung tritt die Pilzinfektion oft erneut auf. Die Kleienpilzflechte ist jedoch nicht ansteckend.
Die Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) weist in Regionen mit gemässigtem Klima eine Häufigkeit von schätzungsweise 1 bis 4 Prozent auf. In tropischen Klimazonen ist die Hautpilzerkrankung mit etwa 30 bis 40 Prozent häufiger, wobei überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene betroffen sind.
Der Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) liegen als Ursachen Infektionen mit dem Hautpilz Malassezia furfur zugrunde. Dieser Hefepilz stellt die krankhafte Form der normalerweise auf der Haut vertretenen Hefepilze Pityrosporon orbiculare und P. ovale dar. Er ist fettliebend und vermehrt sich wie alle Hefen bevorzugt in feucht-warmem Milieu. Malassezia furfur findet sich bei vielen gesunden Menschen, wobei die Kopfhaut das hauptsächliche Reservoir für den Erreger darstellt. Warum sich der Hautpilz bei manchen Menschen plötzlich übermässig vermehrt und zum Ausbruch der Kleienpilzflechte führt, ist nicht bekannt. Ansteckend ist diese Pilzerkrankung der Haut nicht. Entsprechend den Erregereigenschaften begünstigen ein feucht-warmes Klima, starkes Schwitzen, fettsäurehaltige Cremes und vermehrte Produktion von Talg als idealer Nährboden den Ausbruch der Pityriasis versicolor. Besonders Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder bestimmten Grunderkrankungen, wie Diabetes mellitus, sind gehäuft von der Pityriasis versicolor betroffen. Auch die Einnahme von Kortikosteroiden oder der Antibabypille sowie eine Antibiotika-Therapie kommen als auslösende Ursachen für den Ausbruch der Kleienpilzflechte infrage.
Die mit Pityriasis versicolor verbundenen Hautveränderungen haben ihre Ursachen in einer gestörten Bildung und Verteilung des Hautpigments Melanin. Diese Störung entsteht unter dem Einfluss des Pilzes. Die von Kleienpilzflechte betroffenen Stellen sind teils fleckenförmig überpigmentiert, vorwiegend aber unterpigmentiert. Es ist zu vermuten, dass der Pilz die Sonnenstrahlen filtert und eine Pigmentierung der betroffenen Stellen beim Bräunen zusätzlich unterdrückt.
Die für eine Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) typischen Symptome sind schmerzlose, kreisförmige, bräunlich über- oder unterpigmentierte Flecken in der Grösse von Linsen bis Fünf-Cent-Münzen auf der Haut. Bei einer gebräunten Haut sind die betroffenen Stellen eher zu schwach pigmentiert. Der Pigmentschwund in der Oberhaut hält oft lange an; dies bezeichnet man dann als Albatyp der Kleienpilzflechte oder Pityriasis versicolor alba (alba = bleich, weiss). Bei hellhäutigen oder nicht gebräunten Menschen erscheinen die betroffenen Stellen eher als bräunliche Flecken. Durch Kratzen der befallenen Haut lösen sich oberflächlich kleieähnliche Schuppen. Manchmal sind die Flecken über das Hautniveau erhaben, selten besteht ein leichter Juckreiz.
Die Symptome einer Pityriasis versicolor treten gehäuft an Brust und Rücken auf, seltener am Hals, an den Oberarmen und im Gesicht. Die Kopfhaut ist in der Regel nicht betroffen. Bei einigen Menschen befällt der für die Kleienpilzflechte verantwortliche Pilz die Haarwurzeln auf Brust und Rücken. Dieses auch als Pityrosporum-Follikulitis bezeichnete Krankheitsbild der Pityriasis versicolor ähnelt einer Akne und ist mit Juckreiz verbunden. Es betrifft besonders Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren.
Bei der Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) ergibt sich die Diagnose häufig schon anhand der vorliegenden Symptome. Bei der klinischen Untersuchung raut der Arzt die Haut mit einem Holzspatel auf und fertigt anschliessend ein Abrisspräparat von den befallenen Hautstellen an. Dabei zieht er mit einem durchsichtigen Zellophan-Klebestreifen Material von der Hautoberfläche ab (Tesafilmabriss). Das so gewonnene Hautmaterial lässt sich einfärben und mikroskopisch untersuchen. Liegt eine Pityriasis versicolor vor, sind unter dem Mikroskop zwischen länglichen Pilzgeflechtsträngen (Myzel) rundliche Sporen erkennbar. Dieses Bild trägt die Bezeichnung Spaghetti mit Hackfleisch.
Eine andere Methode zur Diagnose der Pityriasis versicolor ist die Untersuchung im sogenannten Wood-Licht. Diese spezielle Untersuchungslampe gibt vornehmlich Ultraviolettstrahlen mit einer Wellenlänge von 365 Nanometern ab (sog. Schwarzlicht). Verschiedene Pilzarten sind anhand ihres unterschiedlichen Aufleuchtens unter Strahleneinwirkung (Fluoreszenz) unterscheidbar. Die Kleienpilzflechte leuchtet unter Einwirkung von Wood-Licht zumeist gold-gelb auf.
Manche Erkrankungen haben ein ähnliches Erscheinungsbild wie die Pityriasis versicolor: Die Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) geht beispielsweise ebenfalls mit Depigmentierungen einher. Andere Pilzerkrankungen oder bakterielle Infektionen, wie die durch Corynebacterium minutissimum verursachte schuppige Hautinfektion (Erythrasma) oder die Schuppenflechte (Psoriasis), können bräunliche Pigmentierungen verursachen. Eine Verwechslung mit der Kleienpilzflechte ist bei der Diagnose durch einfache Untersuchungen vermeidbar.
Bei der Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) erfolgt die Therapie in der Regel äusserlich. Hierzu sind als Shampoo, Waschemulsion oder Creme anzuwendende Antipilzmittel (sog. Antimykotika) verfügbar. Da der behaarte Kopf als Erregerreservoir für den Verursacher der Pilzerkrankung – Malassezia furfur – gilt, ist es ratsam, ihn in die Behandlung miteinzubeziehen. Für die Haut sind Sprays, Emulsionen und Lösungen zum Einreiben sehr gut geeignet. Um die Wirksamkeit der Mittel gegen die Pityriasis versicolor optimal auszunutzen, massieren Sie alle Medikamente gut ein. Üblicherweise sind die gegen Kleienpilzflechte eingesetzten Medikamente mindestens zwei Wochen lang ein- bis zweimal täglich weitflächig auf die betroffene Haut aufzutragen. Als Hausmittel kommt zusätzlich zum Beispiel die örtliche Anwendung von Molke oder Essigwasser zur Behandlung von Pityriasis versicolor infrage.
Spricht die Pityriasis versicolor nicht auf die äusserliche Therapie an oder liegt eine Pityrosporum-Follikulitis vor (d.h., die Haarwurzeln auf Brust und Rücken sind von Malassezia furfur befallen und das Krankheitsbild ähnelt einer Akne mit Juckreiz), kommt eine innere Anwendung der Antipilzmittel ( Ketoconazol, Fluconazol oder Itraconazol) mit Tabletten in Betracht. Sie können die Wirksamkeit dieser medikamentösen Kleienpilzflechte-Behandlung steigern, indem Sie sich etwa eine Stunde nach der Einnahme sportlich betätigen: Dann kann der Wirkstoff der Medikamente durch den Schweiss vermehrt zu den betroffenen Hautpartien gelangen.
Die Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) zeigt meist einen günstigen Verlauf, da sie gut auf die Behandlung mit Antipilzmitteln (sog. Antimykotika) anspricht. Die Beschwerden der Pityriasis versicolor verschwinden in der Regel nach einiger Zeit. Die über- oder unterpigmentierten Hautstellen gleichen sich nach der Therapie wieder der normalen Farbe an. Allerdings können Depigmentierungen über mehrere Monate sichtbar bleiben, bis sich die Haut vollständig regeneriert hat. Ausserdem tritt die Pityriasis versicolor auch nach erfolgreicher Behandlung sehr häufig erneut auf.
Wenn der Verursacher der Kleienpilzflechte, der Pilz Malassezia furfur, Haarwurzeln auf Brust und Rücken befällt (sog. Pityrosporum-Follikulitis) oder nicht auf die äusserliche Therapie anspricht, so dass eine innere Anwendung der Medikamente gegen Pityriasis versicolor nötig ist, können im Verlauf der Behandlung Nebenwirkungen auftreten: Möglich sind zum Beispiel Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden, allergische Reaktionen, Missempfindungen und in sehr seltenen Fällen Leberschäden. Ausserdem kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen mit einer Vielzahl von Medikamenten kommen. Bei geschädigter Leber oder Niere sowie in Schwangerschaft und Stillzeit ist eine Therapie der Pityriasis versicolor mit Tabletten nicht möglich.
Unbehandelt nimmt die Pityriasis versicolor einen chronischen Verlauf, wobei sie vor allem in den Sommermonaten wiederholt akut ausbricht.
Sie können einer Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) bedingt vorbeugen, indem Sie vor allem – wie zur Prophylaxe anderer Pilzinfektionen – die Haut sauber und trocken halten. Schweiss, Talg und hohe Temperaturen bilden eine optimale Vermehrungsgrundlage für Pilze. Im Sommer beziehungsweise in warmen Klimazonen ist es empfehlenswert, eng sitzende, schlecht luftdurchlässige Kleidung zu vermeiden und die Haut täglich mit einer milden Waschlotion von überschüssigem Talg und Schweissrückständen zu befreien. Dies gilt auch dann, wenn Sie vermehrt schwitzen (z.B. durch Leistungssport) oder zu einer starken Talgproduktion neigen (wie z.B. Teenager). Für Wäsche, die Sie nicht bei hohen Temperaturen reinigen können, sind spezielle Produkte zur Desinfektion (Hygienespülung) verfügbar.
Wenn Sie bereits eine Kleienpilzflechte hatten, deren Behandlung erfolgreich war, ist in den Folgejahren eine Prophylaxe ratsam. Dies gilt besonders, wenn bei Ihnen begünstigende Faktoren vorliegen (wenn Sie z.B. Diabetes mellitus haben, mit der Antibabypille verhüten oder Ihr Immunsystem geschwächt ist). Dann ist es besonders in den Frühjahrs- und Sommermonaten ratsam, zum Vorbeugen zweimal wöchentlich wirksame Mittel gegen Pityriasis versicolor äusserlich in Form von Seife oder Shampoo anzuwenden.
Die Kleienpilzflechte ist nicht ansteckend. Daher müssen Sie – auch wenn Sie akut betroffen sind – keine besonderen Massnahmen zum Vorbeugen einer Übertragung der Pityriasis versicolor auf andere Menschen treffen.