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Hinter jedem Produkt stehen Menschen
Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.
Die Kaffee-Kooperative Majomut aus Mexiko
Aus Fairtrade-Prämie realisierte ProjekteSeit vielen Jahren hat die Majomut Union einige soziale Strukturen aufgebaut, um das System der ökologischen Kontrolle zu fördern und zu verfolgen. Ein grosser Teil der Mittel wurde im Einvernehmen mit der Generalversammlung bereitgestellt, um jedem der Projektträger finanzielle Unterstützung zu gewähren.
In früheren Jahren, als es in Regenzeiten keine befahrbaren Strassen gab und die ländlichen Telefondienste viel knapper waren, einigte sich die Versammlung auf den Kauf von Kommunikationsfunkgeräten, um eine offene Kommunikation mit den meisten Partnergemeinden der Organisation zu gewährleisten. Dies hatte zum Ziel, die Kommunikation zwischen den Partnern und der Organisation zu erleichtern und den Mitgliedern rechtzeitig Informationen über den Markt und das Sammeln von Kaffee zur Verfügung zu stellen.
Ein weiterer Teil der Prämie wurde mehrere Jahre lang für das Programm für Frauenorganisation und Ernährungssicherheit verwendet, ein Programm, welches die Beteiligung von Frauen an der Produktion von Nahrungsmitteln fördert.
In den letzten Jahren wurde der soziale Bonus im Einvernehmen mit der Generalversammlung für die wirtschaftliche Unterstützung des Netzwerks der Förderer der Gemeinschaft sowie auch für einige Aktivitäten für die Renovierung der Kaffeeplantagen verwendet.
Ein letzter Teil der Prämie diente der Anpassung des Kaffeepreises. Obwohl dieser Preis manchmal vorteilhaft ausfallen kann, ist er kaum stabil und die Produktionskosten bleiben konstant hoch. Preisanpassungen dienen in diesem Sinne als eine finanzielle Unterstützung um einige Ausgaben die sich im Zusammenhang mit der Kaffeeproduktion ergeben zu decken.
Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.
Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.
Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.
Rechte stärken, Lebensalltag verbessern
Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.
Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.
Prämie und politische Teilhabe
Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.
Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.
Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.