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Auf der berühmtesten Sehenswürdigkeit Rio de Janeiros – dem Cristo Redentor auf dem Corcovado-Berg – wurden am 5. September 2015, Bilder vom Regenwald projiziert, die von brasilianischen Fotografen aufgenommen wurden, als Teil des “Amazonien-Tages“, der am Freitag gefeiert wurde.
Die Initiative der nicht-staatlichen Organisation (NGO) des WWF-Brasil verbindet damit die Botschaft an die brasilianische Gesellschaft bezüglich der grossen Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes für Brasilien und die ganze Welt. “Es ist uns besonders wichtig, die Bedeutung der Schutzgebiete zur Erhaltung des Klimas und des Wassers auzuzeigen“, erklärt der gesellschaftspolitische Analyst des WWF-Brasil, Michel Santos.
Wie er weiter aufführte, hängt die gegenwärtige Wasserknappheit, welche die Bevölkerung in einigen der bedeutendsten brasilianischen Grossstädte betroffen hat, mit der Waldzerstörung in Amazonien und dem fehlenden Schutz der Naturreservate im allgemeinen, zusammen. Wenn man die Schutzzonen (Parks, biologische und ökologische Reservate) und die Indigenen Territorien (ITs) zusammennimmt, dann ergeben sie eine Fläche von zirka 2,6 Millionen Quadratkilometern, von denen sich rund 50% in der Amazonasregion befinden.
Auch der Christus auf dem Corcovado, zum Beispiel, befindet sich innerhalb eines solchen Schutzgebietes, nämlich dem Tijuca-Nationalpark. “Unsere Absicht ist es, auch eine Botschaft an die Autoritäten Brasiliens zu senden, in der wir auf die Bedeutung der Unterhaltung jener Schutzzonen aufmerksam machen, im Hinblick auf ein angenehmeres Klima und ausgeglichener Niederschläge“, sagte der Analyst des WWF-Brasil.
Die Projektion der Regenwaldbilder auf dem Corcovado fand synchron mit der deutschen Stadt Köln statt, wo besonders viele Brasilianer sich niedergelassen haben. Dort wurde auf einer grossen Leinwand vor dem Kölner Dom 150 exklusive Fotografien des Brasilianers Sebastião Salgado gezeigt, die er in Amazonien aufgenommen hat, und die auch in seinem neuesten Buch, unter dem Titel “Genesis“, publiziert worden sind.
Weitere Fotografen, deren Bilder anlässlich dieses Events präsentiert wurden, sind Adriano Gambarini, Edward Parker, Zig Koch und Leonardo Milano. Die Projektion wurde begleitet von der klassischen Musik des brasilianischen Komponisten Villa-Lobos, Autor der Suite “A Floresta do Amazonas“, die u.a. während der Feier präsentiert wurde.
Mit den beiden Events möchte die NGO jener Debatte über die Klimaveränderung (COP21) den Weg bereiten, die am 30. November 2015 anlässlich der “United Nation Convention“, in Paris, stattfinden wird.
“Wenn man die Waldzerstörung (durch Feuer) bekämpft, bremst man den Ausstoss von Treibhausgasen in die Atmosphäre“, sagt Michel Santos, der erklärt, dass Brasilien durch den Schutz und die Erhaltung besagter Schutzgebiete eine Waldreserve hat, welche zur Absorption solcher Gase aus der Atmosphäre beiträgt.
Santos erklärt weiter, dass es notwendig ist, diversen brasilianischen Biomen besondere Aufmerksamkeit zu widmen und zu kontrollieren, ob die Gesetze zum Schutz der Natur tatsächlich befolgt werden. “Eine Methode, die fortschreitende Zerstörung des Waldes und seiner Biome zu verhindern, ist die weitere Schaffung von Schutzzonen und eine gut organisierte Kontrolle derselben“.
Aber es ist eine Tatsache, so die NGO, dass Dutzende von Gesetzesentwürfen und Initiativen im Nationalkongress jene Gebiete gefährden oder Mechanismen, welche den Schutz von Einheiten zur Erhaltung der Natur und der Indigenen Territorien erweitern, behindern oder gar verhindern.
Je näher das Datum der “COP21“ rückt, desto intensiver ist die NGO WWF-Brasil bemüht, sich auf weitere Aktionen und Aktivitäten zu konzentrieren, die von der Gesellschaft nicht ignoriert werden können. “Nicht nur in Brasilien, sondern wir wollen das WWF-Netz auch anderer Länder involvieren, um in Paris eine positive Vereinbarung zu erreichen“.