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Seit 20 Jahren ist bekannt, dass T-Lymphozyten infolge chronischer Exposition gegenüber Tumorzellen nach einiger Zeit in einen Erschöpfungszustand geraten und weniger effizient werden: Sie erkennen zwar die feindlichen Zellen weiterhin, produzieren aber weniger Substanzen, um diese Tumorzellen zu beseitigen.
Eine Forschungsgruppe des Departements Biomedizin der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel versuchte daher, besser zu verstehen, welche Mechanismen die T-Zellen ermüden lassen. Dazu entwickelte das Team ein Modell auf der Grundlage menschlicher Tumoren und erzeugte erschöpfte Lymphozyten, wie sie in den Tumoren von Patient:innen vorkommen.
Anschliessend prüfte das Team eine Vielzahl von Genen, indem es diese Gene einzeln mit der CRISPR/Cas9-Methode ausschaltete. So liess sich ein Gen identifizieren, das die Erschöpfung reguliert. Wenn dieses SNX9 genannte Gen inaktiviert ist, bleiben die T-Zellen auch dann funktionsfähig, wenn sie über längere Zeit in der Umgebung eines Tumors sind.
Die therapeutischen Anwendungen dieses neuen Ansatzes müssen nun klinisch geprüft werden, um in Erfahrung zu bringen, ob das Fehlen des Gens unerwünschte Wirkungen hervorrufen kann. Die Ergebnisse des vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierten Forschungsprojekts wurden in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
Beitragsbild: Das Immunsystem (T-Zelle) greift eine menschliche Tumorzelle an (© M. Oeggerli (Micronaut 2019), Marcel Philipp Trefny, and Prof. Alfred Zippelius, Translational Oncology, University Hospital Basel, supported by Pathology University Hospital Basel, and C-CINA, Biozentrum, University Basel).