Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/2073

05:30 war ich munter. Während des Packens ließ ich den Zeltboden trocknen und sagte dem albanischen Zeltbewohner adieu. 07:00 wanderte ich los nach Bënje-Novosele. Ich fand die anhand der Luftbildern vermutete ottomanische Brücke und einen nicht vermuteten mit Steinen befestigten offenbar sehr alten Weg, der ins Dorf führte. An der Kirche wurden gerade Dachdeckerarbeiten durchgeführt, in den Wänden hatte sie einige Risse.
Auf der Hauptstraße nach Petran traf ich ein Richtung Banjat e Bënjes wanderndes Paar aus New York City. An der Kreuzung vor Petran wechselte ein etwa 12jähriger Junge ein paar Worte mit mir, im Ort fand ich nur drei Bars, einen Lebensmittelladen gab es nicht. Ich erfrischte mich mit ein paar Getränken und abgepackten Süßigkeiten in einer der Bars.
Auf Weg nach Përmet links der Vlora gab es wenig Schatten. Er führte durch einen fruchtbaren Landstrich, den nur gelegentlich ein paar Felsen zierten. An einer Stelle lag zwischen Weg und Fluss ein kleiner, schöner und sehr gepflegter Friedhof.
Vor 14:00 war ich bereits im Hotel Përmet. Nach einer Dusche machte ich ein Nickerchen und verschlief dabei ein Gewitter. Dann ergänzte ich meine Vorräte, schaffte sie aufs Zimmer und machte mich wieder auf die Socken, um die Stadt zu besichtigen und Daten für OSM zu sammeln. Dabei traf ich ein Paar mit Kind aus HD und unterhielt mich lange mit ihnen.
Schon im zweiten Anlauf fand ich ein Internetcafé, in dem man mir ein USB-Kabel für meine Kamera borgen konnte (meins hatte ich im Hotel gelassen). Ich lud die bis dahin gesammelten GPS-Daten zu OSM und ein paar Fotos auf meine Website hoch.
In Përmet gab es einige hübsche Ecken. Ich sah auch etliche Katzen, die aber alle scheu waren. Zwei alte Frauen bedankten sich, als ich sie (nachdem ich gefragt) fotografiert hatte; "jüngere" Leute baten teilweise darum. Im Restaurant Edjon aß ich sehr gut zu Abend. Der Hauptplatz – zur abendlichen Stunde für den Verkehr gesperrt – war gefüllt mit flanierenden und sich unterhaltenden Menschen. Mich zog es langsam ins Bett, aber den Muezzin gegen 20:22 hörte ich noch.→ nächster Tag →