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Feldgleichungen der Gravitation
Einsteins Züricher Notizbuch aus dem Jahre 1912 ist ein Schlüsseldokument für die Entstehung der allgemeinen Relativitätstheorie. In Kooperation mit J. Renn vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, sowie den amerikanischen Wissenschaftshistorikern M. Janssen (Boston), J. Norton (Pittsburgh) und J. Stachel (Boston) wurde dieses Forschungsmanuskript Zeile für Zeile rekonstruiert. Dabei ergab sich, dass Einstein die Feldgleichungen der Gravitation (in linearer Näherung) mehr als zwei Jahre vor der endgültigen Formulierung der allgemeinen Relativitätstheorie bereits als mögliche Gravitationsgleichungen erwogen, aber wieder verworfen hatte. Bei der Suche nach den korrekten Feldgleichungen wechselte Einstein zwischen einer physikalischen und einer mathematischen Strategie und versuchte insofern, widersprüchliche heuristische Anforderungen zu erfüllen. Der Durchbruch gelang ihm erst im Herbst 1915.