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Eigentlich sollte er Postbote werden, wie sein Vater. Doch er war fasziniert vom Film. Mit 18 Jahren zog er mit seinem Wanderkino von Dorfkneipe zu Dorfkneipe im Sensebezirk. Die Filme projizierte er auf ein Bettlaken, «möglichst saubere», sagt Corpataux.
Später gründete er zwei Firmen für den Filmverleih. «Selecta» wurde später der Filmverleih der Schweizer Katholiken. Hugo Corpataux wurde deswegen auch vom Papst empfangen.
Der heute 94-Jährige begann selbst zu filmen. Menschen und Traditionen im Freiburgerland waren sein Thema. Er drehte etwa das eidgenössische Schwingfest 1958 in Freiburg ab, realisierte einen Film über den Winter im Schwarzsee und später über seinen Freund, den Autorennfahrer Jo Siffert.
Ende der 1980er-Jahre war Hugo Corpataux auch Mitglied der internationalen Jury des Filmfestivals Freiburg. Die Kantonsbibliothek widmet ihm derzeit eine Ausstellung.