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Der Grosse Rat hat die Petition «Bildungswahl für alle» der Elternlobby abgelehnt. Die Kommission verweist auf die hohe Qualität des Freiburger Schulsystems, die durch die Resultate der Pisa-Studien regelmässig bestätigt wird. Dass dabei gute Leistungen sehr wenig über das Wohlbefinden der Kinder aussagen, scheint nicht beachtet zu werden, geschweige denn, dass ja eben nicht alle Freiburger Kinder in dieser Studie repräsentiert sind. Aus dem Bericht der Petitionskommission an den Grossen Rat entnehme ich weiter, dass die Mitglieder der Kommission sich jedoch bewusst sind, dass Schülerinnen und Schüler sich mitunter in einer schweren Notlage befinden. Aber selbst das genügt scheinbar nicht, über die Vielfalt an Bildungsangeboten nachzudenken und zu handeln. Die Würde des Kindes wird dabei völlig ausser Acht gelassen, die Kosten durch begleitende sonderpädagogische Massnahmen schnellen in die Höhe.
Weiter stellt die Kommission fest, dass es logistisch nicht machbar wäre, den Eltern die freie Schulwahl zu gewähren. Die Erfahrung anderer Länder zeigt jedoch klar, dass Eltern zuerst die nächstgelegene Schule wählen und erst dann eine andere Schule aufsuchen, wenn es für ihr Kind nicht mehr stimmt. Gemäss einer OECD-Studie mit 27 Ländern hat kein Land mit freier Bildungswahl die Wahlfreiheit wegen organisatorischen Probleme wieder abgeschafft.
Freie Schulen, die vom Kanton anerkannt und finanziell unterstützt werden, sorgen neben den öffentlichen Schulen dafür, dass Privatschulen nicht elitäre Schulen werden, sondern Bildungsvielfalt für alle zugänglich ist.