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- Die in Kanada festgenommene Finanzchefin des chinesischen Konzerns Huawei, Meng Wanzhou, kommt auf Kaution frei.
- Das zuständige Gericht hat einem Antrag der Anwälte Mengs zugestimmt.
Das Gericht sieht die Fluchtgefahr der Finanzchefin als gering an. Das Risiko, dass Meng künftig nicht vor Gericht erscheine, könne durch die von ihrem Anwalt vorgeschlagenen Auflagen auf ein «akzeptables Niveau» reduziert werden, erklärte ein Richter.
Bei einer Gerichtsanhörung am Montag sagte ihr Anwalt, Meng sei bereit, ihren Pass abzugeben, eine elektronische Fessel zu tragen und 15 Millionen kanadische Dollar Kaution zu zahlen. Der 46-jährigen droht die Auslieferung an die USA.
Fall belastet Beziehung Chinas zu den USA und Kanada
Meng wurde vorletztes Wochenende auf Ersuchen der USA beim Umsteigen auf dem Flughafen in Vancouver festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, gegen die Iran-Sanktionen verstossen zu haben.
Der Fall hat in den vergangenen Tagen die Beziehungen zwischen China, den USA und Kanada belastet. China hat gegen Mengs Festnahme protestiert – und ihre sofortige Freilassung gefordert.
Retourkutsche der chinesischen Behörden?
Ein früherer kanadischer Diplomat, der heute für die NGO Crisis Group arbeitet, ist in China festgenommen worden. Das führte zu Spekulationen über eine Vergeltungsaktion Pekings. Der kanadische Minister für öffentliche Sicherheit, Ralph Goodale, sagte in Ottawa, man sei «zutiefst besorgt» über die Festnahme des Mannes namens Michael Kovrig. Die Crisis Group ist spezialisiert auf Konfliktlösung und Analyse.