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Die elektrochemischen Vorgänge bei der Herstellung von Kolloidalem Silber
Samstag, 20. Juni 2020 13:49
Die elektrochemischen Vorgänge bei der Herstellung von Kolloidalem Silber
Ich möchte hier noch einmal kurz auf die elektrochemischen Vorgänge bei der Herstellung von kolloidalem Silber durch Elektrolyse eingehen. Der Grund hierfür ist, dass es noch immer Leute geben soll, die glauben dass sich die Silberkolloide von den Elektroden (hier der Anode) "ablösen" würden. Hier noch einmal so leicht verständlich wie möglich:
Bei der elektrolytischen Herstellung von kolloidalem Silber haben wir es mit der Elektrolyse von Wasser zu tun. Alle anderen Elektrolysen, die teilweise sehr viel wichtiger sind, werden hier ausgeklammert. Es entsteht am Minuspol(Kathode) Wasserstoff, am Pluspol (Anode) Sauerstoff. Erkennbar wird das an denaufsteigenden Luftbläschen. Der freigewordene Sauerstoff reagiert mit der Anode und scheidet Silberoxide und Hydroxide (Salze/Ionen) ab.
Diesen Vorgang kann man steuern und im nach hinein messen, weil die Anode dadurch Gewicht verliert. Ermitteln kann man damit allerdings nur die Menge der entstandenen Silbersalze. Dieser hier beschriebene Vorgang ist das, was wir heute als die Faradayschen Gesetze der Elektrolyse kennen. Mit den Silber-Kolloiden hat das nicht das Geringste zu tun.Die Kolloide entstehen erst anschließend in einem rein chemischen Prozess, der mit der Elektrolyse schon nichts mehr zu tun hat und daher auch nicht gesteuert oder berechnet werden kann.
Der Wasserstoff, der neben dem Sauerstoff entstanden ist, wirkt nun auf diese Silberoxide ein und REDUZIERT diese Oxide zu metallischen Silber in Form kleinster Partikel. Ist eine ausreichende Anzahl solcher Partikel entstanden, färbt sich das Wasser GELB. Elektrischer Strom ist dafür nicht mehr notwendig. Um ausreichend hohe Konzentrationen zu erreichen lässt man die Elektrolyse aber weiter laufen, um immer wieder Nachschub an Ionen/Oxiden und Wasserstoff zum Reduzieren zur Verfügung zu haben.
Um brauchbare Ergebnisse zu erreichen wird die Flüssigkeit erhitzt und dadurch die Abläufevon Oxidation - der Bildung der Oxide und der Reduktion der Bildung der Kolloide, optimal unterstützt. Mit zunehmender Konzentration färbt sich das Wasser bei kolloidalem Silber zunächst von Gelb nach Orange, dann nach Rot bzw. Rotbraun und bei höchsten Konzentrationen zu fast vollkommen schwarz.
Wenn die Flüssigkeit dabei deutlich grau werden sollte, befinden sich in ihr noch Silberoxide, die noch nicht zu metallischen Partikeln (Kolloiden) reduziert wurden.
Die Kolloid-Konzentration kann man nicht "berechnen", sondern nur anhand der erreichten Farbe schätzen. Erfahrungsgemäß beträgt die Fehlerquote dabei etwa 20 %. Bei der "Berechnung" nach der bekannten Schwindel-Tabelle beträgt die Fehlerquote nachweislich bis zu 80 %
Quelle: C. Dachsel
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