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Storage Performance Test mit IOmeter
Zu jeder erfolgreichen Implementierung eines Storage Projekts gehört immer auch ein Storage Performance Test, welcher während der Systemabnahme durchgeführt wird. Mit diesen Storage Performance Tests wird das implementierte Storage Array, das Storage Area Network (Fibre Channel oder iSCSI) und die Hosts auf ihre Leistung geprüft.
Um die maximale Leistung eines Storage Systems zu erreichen, reicht es nicht aus, einen Performance Test von nur einem Host oder virtuellen Server aus durchzuführen. Um die maximale Leistung zu erhalten, müssen wir eine Arbeitslast von mehreren Hosts auf mehrere Volumes ausführen. Da die meisten Umgebungen virtualisiert sind, wird sich dieser Blog auf eine VMware vSphere-Plattform konzentrieren, aber die Prinzipien sind für andere Plattformen die gleichen.
Um einen Performance Test durchzuführen, solltest du mindestens 4 VMs mit 4 VMDKs verwenden, die sich auf 4 verschiedenen Datastores befinden. In IOmeter muss du dazu bei jeder VM, 4 Worker hinzufügen, wobei jeder Worker auf ein Volume zugreift. Jede VM sollte auf einem eigenen ESXi Server laufen. Dadurch wird sichergestellt, dass du das Maximum an verfügbaren Ressourcen von ESXi-Hosts und IO-Queue von den Datastores nutzen kannst.
IOmeter ist ein praktisches Tool für Performance Messungen. Es kann kostenlos unter www.iometer.org heruntergeladen werden.
IOmeter besteht aus zwei Teilen.
- IOmeter.exe ist die grafische Benutzeroberfläche, über die du die Details der Tests konfigurieren kannst.
- Dynamo.exe ist der Workload-Generator, der den Workload für den Storage generiert.
Eine Möglichkeit, die Tests durchzuführen, besteht darin, IOmeter auf verschiedenen virtuellen Servern zu starten. Jede VM erhält ihre Leistungsergebnisse, aber es gibt keinen Gesamtüberblick über die Gesamtleistung.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, die IOmeter.exe (Collector) auf einer VM auszuführen und die dynamo.exe (Worker) auf den anderen VMs zu starten und sie mit der IOmeter-GUI-VM verbinden zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass die insgesamt erzielte Storage Performance auf der IOmeter-GUI angezeigt wird.
Als Vorbereitung solltest du die folgenden Themen beachten:
- Forward- und Reverse-DNS-Lookup funktionieren für alle VMs, die während des Tests verwendet werden.
- Deaktivieren der Windows-Firewall, um eine ordnungsgemässe Kommunikation zwischen IOmeter.exe und Dynamo sicherzustellen.
- Für eine optimale Leistung sollten die VMDK-Dateien als Eager Zero Thick konfiguriert werden
- Deaktiviere alle Antivirus- und Endpunktschutzsoftware. Dadurch wird verhindert, dass die Storage Performance durch den Scan-Prozess behindert oder gedrosselt wird.
Test VM Konfiguration
- Windows Server 2022
- 4 vCPU
- 8 GB RAM
- 1x Disk 100GB OS
- 4x Disk 200GB für IOmeter Test
IOmeter Konfiguration
Worker Konfiguration
- 4x Worker per VM
- 1x Worker per disk
Disk target Konfiguration
- Maximum Disk Size: 80’000’000 Sector ~40GB
- Outstanding I/O: 32
Access Specification:
Über die Access Specification kannst du das Workload-Profil definieren. Welche Access Specification deinen Workload am besten simulieren, ist individuell. Die folgenden Workload Profile werden bei unseren Tests am häufigsten verwendet.
Name Sequential Random Read Write Blocksize
Perf-1 50:50 50:50 8kb
Perf-2 50:50 70:30 16kb
Perf-3 30:70 70:30 32kb
Perf-4 (Maximum Read Performance) 100:0 100:0 64kb
Result display
- Result since: Last Update
- Update Frequency (seconds) 1 Second
Test Setup
- Ramp Up Time: 60 Seconds
- Run Time: 5 Minutes
Start Performance Test
Um den Leistungstest auf allen VMs durchzuführen, musst du zunächst die dynamo.exe starten. Nachdem das dynamo.exe auf allen Worker Nodes gestartet wurden, kannst du die IOmeter.exe (Kollektor) starten. Die Worker Nodes werden automatisch verbunden.
Um den Dynamo-Damon zu starten und ihn mit dem IOmeter-Kollektor zu verbinden, gibst du den folgenden Befehl ein:
dynamo.exe -i IP_IOmeter_VM -m IP_Dynamo_VM -n Hostname_of_Dynamo-VM
Nächster Schritt
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