Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03557.jsonl.gz/1332

Dieses Quartier gehört zu den historischen Quartieren in der Freiburger Altstadt, genauer gesagt in der Unterstadt.
Das Neustadtquartier erstreckt sich von der Route Neuve (Standseilbahn, Funiculaire) über die Rue de la Neuveville und Planche- Supérieure (Obere Matte) bis zur Planche-Inférieure (Untere Matte). Dieser Stadtteil wird von der Saane in zwei Teile aufgeteilt. Die St. Johann Brücke ist der einzige Zugang zum anderen.
Das Quartier wurde im 13. Jahrhundert, kurz nach der Gründung der Stadt Freiburg durch Herzog Berthold IV. im Jahre 1157 im Burgquartier, geschaffen. Letzteres war das erste Quartier von Freiburg und es ist dem demographischen Wachstum und dem Wohlstand durch das wachsende Handwerk (Gerbereien, Tuchmachereien) zu verdanken, dass die Stadt durch die Au- und Neustadtquartiere erweitert wurde.
Die damaligen Industrien wurden nahe dem Wasser angelegt. Das Quartier wurde im 13. Jahrhundert durch Holzzäune eingezäunt, die im folgenden Jahrhundert durch eine Stadtmauer ersetzt wurde.
Im 18. Jahrhundert lebte die Oberschicht der Stadt rund um die Kathedrale und in der Reichengasse (Grand-Rue), während sich die Unterschicht in der Unterstadt, insbesondere in der Neustadt, niederliessen. Dieses war hauptsächlich von Industrie-Arbeitern besiedelt. Der Bau der Standseilbahn im Jahr 1899 (durch den Gründer der Brauerei Cardinal in Freiburg, Paul-Alcide Blancpain) erleichterte den Zugang zum kommerziellen und industriellen Stadtgebiet, vom Stadtteil La Neuveville, in dem die Arbeiter lebten.
Ein weiterer Meilenstein für das Quartier war der Bau des Freibads Motta im Jahr 1923. Die Burgergemeinde Freiburg baute ein von hohen Mauern umgebenes und ständig überwachtes Schwimmbad, um dem "Fussvolk" die Hygiene näher zu bringen und um zu verhindern, dass die Badegäste die Schwestern im Kloster Magerau stören.
Das Bürglentor, die Stadtmauern beim Kloster Magerau und weitere Teile der Stadtmauern sind noch heute vorhanden, aber die Tore zur Rue de la Neuveville sind heute leider nicht mehr sichtbar.
Heute findet man hier:
- Le Bûcher (Bildhauerwerkstatt)
- der Werkhof
- Röstigrabendenkmal "Pax Rösti"
- Das Freibad Motta
- Die St. Johann Brücke
- Die Mittlere Brücke
- Die Komturei St. Johann
- Restaurant "Le Port"
- Wasserkraftwerk Oelberg
- Brunnen des hl. Johannes des Täufers (St-Jean)
- Kurzweg
Gefeiert wird hier:
- die traditionelle Freiburger Bolzen-Fasnacht