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Tashi und der Mönch
Dok + Wissen
Indien 2016
«Garten der Liebe und des Mitgefühls» hat Lobsang Phuntsok das Kinderheim im indischen Himalaya genannt. In diesem Haus möchte er Waisen und vernachlässigten Kindern einen besseren Start ins Leben ermöglichen. Lobsang hatte selber eine schwierige Kindheit als ungewolltes Kind. Er wurde Schüler des Dalai Lama und hat in den USA die Spiritualität des tibetanischen Buddhismus unterrichtet. Später kehrte er nach Indien zurück, um anderen «ungebetenen Gästen des Universums», wie er die Waisenkinder nennt, ein neues Zuhause zu geben. Im Waisenhaus Jhamtse Gatsal («Garten der Liebe und des Mitgefühls») leben inzwischen mehr als achzig Kinder. Als die von ihrem alkoholsüchtigen Vater vernachlässigte Tashi einzieht, beginnt eine Zeit der Unruhe. Die fünfjährige Halbwaise ist schwer traumatisiert, ein Wildfang mit heftigen Wutausbrüchen. Für den Mönch ist das Mädchen eine echte Herausforderung. Doch durch die Offenheit und Herzlichkeit der Gemeinschaft beginnt das traumatisierten Mädchen, zum ersten Mal in seinem Leben Freundschaften zu schliessen. Die Reportage von Andrew Hinton und Johnny Burke gewann unter anderem den Emmy Award.