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Zuger Kantonalbank
Innenraum (Foyer)
Zuger Kantonalbank
Innenraum (Treppe)
Zuger Kantonalbank
Innenraum (Treppe)
Zuger Kantonalbank
Adresse
6300 Zug
ZG
Architektur
Weitere Bauphasen
Kunst am Bau
Der äusserst qualitätvolle 1950er-Jahre-Bau setzt in seiner Eleganz einen radikal modernen Akzent in das historische Ortsbild am Zuger Postplatz und fand neue Formen für das Repräsentationsbedürfnis eines Bankhauses. Die Kolonnade initiierte einen öffentlichen Raum, der entlang der Bahnhofstrasse weitgehende Fortsetzung fand.
Chronologie
1949 wurde ein Wettbewerb für den Neubau der Zuger Kantonalbank ausgeschrieben, den die Architekten Leo Hafner und Alfons Wiederkehr gewannen. Durch den Ankauf einer angrenzenden Liegenschaft wuchs der Projektumfang noch in der Planungsphase. Der Bau, der von 1955 bis 1958 errichtet wurde, ist durch die speziellen Verhältnisse des Baugrunds am Ufer des Zugersees definiert: Geologische Untersuchungen hatten ergeben, dass das Gebäudegewicht die Schwere des Aushubs nicht übersteigen dürfe. Aus diesem Grunde wurde die Konstruktion mit leichten Baustoffen ausgeführt. Das Bankgebäude wurde in den 1980er- und 1990er-Jahren modernisiert. Die letzte grosse Sanierung erfolgte durch Wiederkehr Krummenacher Architekten in den Jahren 2010 bis 2016.
Lage
Der Hauptsitz der Zuger Kantonalbank liegt im Zentrum von Zug. Das fünfgeschossige Bankgebäude schöpft die Parzelle an der Ecke Bahnhofstrasse, Postplatz und Vorstadt voll aus. Ihre Südseite fasst damit den Zuger Hauptplatz mit den historistischen Repräsentationsbauten Regierungssitz und Hauptpost. Die Ostseite flankiert die Bahnhofstrasse und die Westseite leitet im leicht abfallenden Gelände auf die spätmittelalterliche Häuserzeile am Zugersee über. Der Haupteingang der Bank befindet sich – eher unscheinbar situiert – in der Kolonnade an der Bahnhofstrasse. Für das Personal ist das Gebäude auch über die Südseite zugänglich.
Beschreibung
Das kubische Gebäude erhebt sich über einem nahezu quadratischen Grundriss um einen Lichthof. Das Attikageschoss ist zurückgesetzt, jedoch durch ein fassadenbündiges Vordach mit dem Hauptbau verbunden. Einzelne Abschnitte des Vordaches sind mit Lamellen versehen, um die Büroräumlichkeiten im Dachgeschoss ausreichend belichten zu können. Das Erdgeschoss ist im Westen und im Süden mit grossformatigen Fensterelementen durchsetzt, deren Raster sich auch in der Kolonnade an der Bahnhofstrasse wiederfindet. Die darüberliegenden drei Bürogeschosse sind jeweils mit einer vorgesetzten, kastenförmigen Aluminium-Glaskonstruktion mit schwarzen Brüstungselementen zusammengefasst – die erste ihrer Art in der Schweiz. Eine geschlossene Wandfläche und die Brüstung des Attikageschosses rahmen die grossen Fensterfronten im Westen und im Süden. Hier ist auch ein Relief einer sitzenden Frau angebracht, die Früchte pflückt: Das figurative Werk symbolisiert eine reiche Ernte und stammt vom Schwyzer Bildhauer Josef Rickenbacher.
Im Erdgeschoss befinden sich der Empfangsbereich und die Schalterhalle. Die öffentliche Kolonnade und das Foyer sind durch einen weissen Lasa-Marmorsteinbelag optisch miteinander verbunden. Die Atmosphäre der Schalterhalle wird durch die Helligkeit des Lichthofs bestimmt und von einer Steinverkleidung der Wände in kontrastierendem Schwarz akzentuiert.
Literatur
Themen