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Das Weingut Delheim kann auf eine mehr als 300-jährige Geschichte zurückblicken. Es liegt hoch oben an den südwestlichen Ausläufern des nach Gouverneur Simon van der Stel benannten Simonsbergs.
Am 28. Februar 1699 übertrug Gouverneur Willem Adriaan van der Stel ein 25 Hektar grosses Stück Land an einen Deutschen namens Lorenz Kamfer, der aus Pommern eingewandert war. Er war der erste Siedler in der Region und benannte das Land Drie Sprong, was man mit "wo drei Wege aufeinander treffen" übersetzen könnte. Im Jahr 1857, nachdem das Land durch die Hände von neun Eigentümern gegangen war, erwarb es Jan Andries Beyers. Er hatte das Potenzial der Region für die Landwirtschaft erkannt.
Im Januar 1938 erlag Hans Hoheisen der Schönheit des Landes und kaufte es, um dort mit seiner Frau Deli den Lebensabend zu verbringen. Freunde rieten ihm zum Anbau von Wein und so rodete er 1940 die bislang eher trostlos dastehenden Bäume und pflanzte Rebstöcke an. Deli Hoheisen überzeugte auf einem Besuch in der alten Heimat Deutschland ihren Neffen Michael "Spatz" Sperling, die Reise ins ferne Südafrika anzutreten und auf dem Gut zu helfen.
Am 19. April 1951 setzte Spatz Sperling erstmals seinen Fuss auf das spätere Delheim. Trotz der vielen Widrigkeiten des Landes konnte Sperling schon bald erste Erfolge verbuchen und im Jahr 1959 gewann er mit seinen Weissweinen wichtige Preise auf der South African Wine Show in Paarl. Heute wird Delheim noch immer von Spatz Sperling geführt. Doch das Weingut ist und bleibt ein Familienunternehmen. Seine Frau Vera kümmert sich um alle Belange der Ausgestaltung des Hauses. Tochter Nora ist verantwortlich für Verkauf und Marketing und Sohn Victor fungiert erfolgreich als Winemaker.