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Der Absturz eines Gasballons in Fisibach AG im Juni 2011 mit einem Toten ist auf einen Pilotenfehler zurückzuführen. Zu dieser Erkenntnis kommt die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle in ihrem am Dienstag veröffentlichten Bericht.
Beim Unfall am frühen Morgen des 25. Juni 2011 war der mit einem erfahrenen Piloten und zwei Passagieren besetzte Gasballon aus einer Höhe von rund 3000 Metern bei Fisibach AG abgestürzt. Einer der Passagiere starb, der Pilot und der zweite Passagier wurden verletzt.
Ausgelöst wurde der Absturz durch das plötzliche Platzen der Ballonhülle. Dies wiederum war eine Folge, dass der Ballon über die sogenannte Prallhöhe hinaus aufgestiegen war, ohne dass der Pilot den Füllansatz öffnete.
Der Bericht geht auch davon aus, dass dem Piloten der Unterschied zwischen der Prall- und der Normalhöhe nicht klar war. Prallhöhe ist jene Höhe, bei welcher der Ballon prall ist und normalerweise nicht mehr weiter steigt.
Wird allerdings Ballast abgelassen, steigt der Ballon weiter. Der Ballon bleibt dabei zu 100 Prozent gefüllt. Der überschüssige Teil des sich weiter expandierenden Traggases wird in dieser Phase durch den Füllansatz ausgestossen. Dieser war allerdings verschlossen.
Damit habe der Pilot den Ballon im Widerspruch zu grundlegenden physikalischen Gesetzmässigkeiten betrieben, heisst es im Bericht. Dazu beigetragen habe möglicherweise auch, dass der Pilot in der entscheidenden Phase durch die Bedienung des Transponders und die Kommunikation mit der Flugverkehrsleitung abgelenkt wurde.
Einen technischen Defekt am Fluggerät konnte hingegen nicht gefunden werden, obwohl die Hülle verschiedene Reparaturstellen, teilweise Verfärbungen und generell Abnützungserscheinungen aufwies.
SDA-ATS