Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03148.jsonl.gz/42

Der Sarg des 65-Jährigen Vittorio Casamonica lag in einer goldverzierten Kutsche und wurde von schwarzen Pferden zur Don Bosco-Kirche gezogen. Dazu regnete es Rosenblätter aus einem Helikopter. An der Begräbnisfeier ertönte die Musik des Mafiafilms «Der Pate». Casamonica gehörte zu einem Clan, dessen Mitglieder unter anderem wegen Drogenhandels und Geldwäsche angeklagt worden waren.
Die pompöse Beerdigung löste in Italien Kritik aus. Es sei alarmierend, wenn mit einem solchen Begräbnis die Macht der Unterwelt zur Schau gestellt werde, sagte Rosy Bindi, die Präsidentin der parlamentarischen Anti-Mafia-Kommission.
Roms Stadtpräsident Ignazio Marino nannte es unerträglich, dass die Beerdigung für die Vermittlung mafiöser Botschaften benutzt wurde. Auf Postern vor der Kirche war zu lesen: «Vittorio Casamonica-König von Rom», oder «Du hast Rom erobert, nun eroberst du das Paradies».