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Generalkonferenz: Nur «Traditional Plan» an Plenum überwiesen
April 26, 2019
(Originalbeitrag: 26. Februar 2019)
Die Delegierten an die Generalkonferenz der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche in St. Louis (USA) haben in rechtlichen Vorberatungen entschieden, von den vorgelegten Entwürfen für einen Weg in die Zukunft nur den «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» («Traditional Plan») an die Plenarsitzung weiterzuleiten.
Am 25. Februar, dem dritten Tag der Generalkonferenz der weltweiten Methodist/innen haben die Delegierten im «Legislative Committee» an der Verbesserung von Entwürfen und Petitionen in der Reihenfolge der am Vortag festgelegten Priorität gearbeitet – und durch Abstimmungen festgelegt, welche Petitionen in der entscheidenden Verhandlung am 26. Februar verhandelt werden. Nur der «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» («Traditional Plan») wurde an die Plenumssitzung weitergeleitet.
Weichenstellungen
Nachdem die Delegierten der Generalkonferenz am Vormittag den «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» genehmigt hatten, verbrachten sie den Nachmittag damit, den «Entwurf zur Bewahrung der Einheit der Kirche» («One Church Plan») und den «Einfachen Entwurf» («Simple Plan») zu diskutieren. Schliesslich stimmten sie gegen die beiden Entwürfe.
Die Delegierten lehnten den von den Bischöfen empfohlenen «Entwurf zur Bewahrung der Einheit der Kirche» mit einer Mehrheit von 436 zu 386 Stimmen ab, was einem Stimmenanteil von rund 53 zu 47 Prozent entspricht. Die Delegierten stimmten auch gegen die Fortführung des «Einfachen Entwurfs», der vom inoffiziellen «United Methodist Queer Clergy Caucus» vorgelegt wurde, mit einer Mehrheit von 494 gegen 323 Stimmen.
Seitenwege
Die Abstimmungen bedeuten, dass der «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» («Traditional Plan») der einzige Plan ist, der garantiert in die Plenarsitzung am 26. Februar kommt.
Die abgelehnten Entwürfe könnten zwar noch wieder aufgenommen werden, jedoch nur als «Minderheitenberichte». Eine modifizierte Version des «Entwurfs zur Bewahrung der bestehenden Ordnung», der «Modified Traditional Plan», der von den Delegierten ebenfalls nicht vollständig angenommen wurde, könnte auf diese Weise auch noch einmal vor der Versammlung am 26. Februar erscheinen.
Ebenfalls auf dem Weg zur Plenarsitzung sind zwei getrennte Petitionen, die es den Kirchen mit gewissen Einschränkungen ermöglichen würden, sich mit ihrem Eigentum von der weltweiten Methodistenkirche zu trennen.
Richtungsanzeiger
Die Abstimmungen sind ein guter Indikator dafür, in welche Richtung die Delegierten hoffen, die weltweite Methodistenkirche in ihrer langjährigen Debatte über Homosexualität zu führen. Derzeit ist es Pfarrpersonen untersagt, bei gleichgeschlechtlichen Hochzeiten zu amtieren. Ebenso dürfen Homosexuelle, die sich zu ihrer Homosexualität bekennen, keine geistlichen Ämter bekleiden. Eine Reihe von methodistischen Kirchen und Konferenzen haben sich in den letzten Jahren öffentlich gegen diese Verbote gestellt. Der «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» zielt darauf ab, die bestehenden Verbote zu stärken. Der Plan ermutigt diejenigen, die diese Ablehnung nicht teilen, kirchlich ein neues Zuhause zu finden.
Alle vorgelegten Gesetzesentwürfe stehen noch vor einer Abstimmung in der Plenarsitzung der Generalkonferenz am 26. Februar.