Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03143.jsonl.gz/1463

Ländlermusikant und Komponist
Toni Bürgler verbrachte seine Kindheit mit seiner Famile im "Nühus" in Illgau. 1943 grassierte im Bergdorf eine Scharlach-Epidemie. Deshalb hatte die ganze Familie Stubenarrest. Zu dieser Zeit griff der Primarschüler Toni erstmals im Geheimen zum Schwyzerörgeli, das eigentlich seinem Bruder "Seff" (Josef) gehörte. "Seff" hatte ein sehr gutes Musikgehör, jedoch verfügte er nicht über die ausreichende Fingerfertigkeit, um das Spiel dieses Instruments erlernen zu können. In der darauf folgenden Zeit lag "Seff" auf der Couch und pfiff eine Melodie vor, die Toni genau so nachspielen musste. Seinen ersten Musikpartner fand "Nühus Toni" im virtuosen Örgeler Josef Betschart sen. (Bödler). Von 1953 - 1962 traten die zwei Musikanten mit der illgauer Heimatspielergruppe an 57 Orten in der Deutschschweiz auf und konnten in dieser Zeit sogar bei Radio Beromünster auftreten.
Bei einem Aufenthalt im Kanton Zürich erlernte Bürgler das Spiel auf der chromatischen Handorgel. 1955 erstand er sein erstes Instrument. 1964 gründete er mit Paul Bürgler (Eichli) und seinem Bruder "Friedl" als Bassist, der für sein eigenartiges Basspiel bekannt wurde, das "Trio Bürgler". Durch die 1971 erschienene Schallplatte "Illgauer Volksmusik", wo noch Tonis Kinder und andere Gäste mitwirkten, gelang das "Trio Bürgler an die breite Öffentlichkeit. In den darauf folgenden Jahren feierten die drei Musikanten viele Erfolge. Bis 1979 sollten noch viele Tonaufnahmen und einige Fernsehauftritte folgen. 1970 war "Nühus Toni" neben Sebi Heinzer, Walter Rickenbacher und "Friedl" Bürgler Mitbegründer der Kapelle "Illgauergruess", die sich einen grossen Namen geschaffen hat und auch heute noch in veränderter Besetzung auftritt. In den 80er Jahren spielte Toni Bürgler auch mit Alois Föhn aus Lauerz. Von dieser Formation, wie auch von der Kapelle mit "z Müllers" wurden einige Tonaufnahmen veröffentlicht. Im Weiteren konnte Bürgler nebenher viele Auftritte mit seiner Familie als "Familienkapelle Bürgler" bestreiten. Vor allem das Flaschenklavier gilt auch heute noch als Attraktion dieser Gruppe.
Vor allem seine Söhne Bruno und Hans haben sich der Musik zugewandt. Bruno (verstorben 2011) war Pianist in Formationen wie "Illgauergruess", "Echo vom Mythen", "Handorgelduett Betschart-Schuler" u.a. Er war für sein Können auf dem Flaschenklavier bekannt. Hans hat sich als Bassist und Pianist einen Namen geschaffen. Er war einige Jahre Mitglied der "Retomons & Waschi GmbH" und spielte im Weiteren bei Kapellen wie "Echo vom Mythen", "Bürgler-Föhn", "Illgauergruess", "Mosibuebä" und vielen anderen. Sandra und Toni jun. sind durch das Spiel des Flaschenklaviers an die Öffentlichkeit gelangt. Bürglers Frau Margrit war viele Jahre aktives Mitglied im Jodlerklub "Edelweiss" Ibach.
Adresse
Erlenstrasse 12b
6438 Ibach
Kontakt
Link
Kategorie
- Ländlermusik
Anzahl Musikanten / Sänger bei öffentlichen Auftritten
- Alleinunterhalter
Webcode
www.schwyzkultur.ch/xHmMZE