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Um zu verstehen, wie Peer-to-Peer funktioniert, lohnt zunächst der Blick auf die klassische Client-Server-Struktur: Um eine Datei zu downloaden, öffnen Sie Ihren Browser, besuchen die entsprechende Website und stellen dann eine Anfrage an den Server. Dieser stellt Ihnen die gesuchte Datei zur Verfügung und überträgt sie auf Ihren Computer. Die Übertragung läuft also ausschließlich in eine Richtung und die Rollen von Client und Server sind klar verteilt.
Wenn Sie innerhalb dieses Peer-to-Peer-Netzwerks eine Datei herunterladen wollen, senden Sie die Anfrage nicht an einen zentralen Server, sondern an zahlreiche Computer gleichzeitig. Alle Rechner oder Peers (eng. für „Gleichgestellte“), die diese Datei enthalten, stellen sie Ihnen zur Verfügung. So laden Sie einzelne Teile von unterschiedlichen Quellen herunter. Zugleich stellen sie alle bereits erhaltenen Teile wieder bereit, sodass andere Nutzerinnen und Nutzer die Datei nun auch von Ihrem Rechner erhalten können. Die Übertragung läuft also gleichzeitig in viele verschiedene Richtungen, wobei alle angeschlossenen Rechner in einem P2P-Netzwerk gleichermaßen als Quelle und Zielort fungieren können.