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niños jugando in der Welt des Radsports
Vamos Juan! Vamos vamos! Das waren die ersten Worte von Pablo, welche ich von ihm bei unserem Kennenlernen hörte. Pablo, ein junger, kämpferischer "Paisa" im Alter von 22 Jahren stellt sich gegen das Sportsystem Kolumbiens. Dieses unterstützt und fördert im Sport vor allem die eher wohlhabenden Jugendlichen. Um auch dem ärmeren Teil der Gesellschaft die Möglichkeit zu geben, den Radsport auszuüben, gründete Pablo Pulido Ibarra vor fünf Jahren eine Radsport-Gruppe. Pablo gibt hier den Jugendlichen die Möglichkeit, aus ihrem traurigen Alltag fliehen zu können, mit dem Ziel, eines Tages die Tour de France zu gewinnen.
Pablo's Radsportgruppe ist mit einem bescheidenen Budget unterwegs. Sein Budget beträgt lediglich 0.5 % der Unterstützung der staatlichen Radsportgruppen. Für seinen Traum arbeitet Pablo ohne Entschädigung und staatliche Unterstützung. niños jugando unterstützt deshalb das Projekt sehr gerne.
Der Radsport ist in Kolumbien seit den 70er Jahren Volkssport. So wird zum Beispiel in der Hauptstadt Bogotá, die sich selbst „fahrradfreundliche Stadt“ bezeichnet, was natürlich etwas übertrieben ist, seit 1976 an jedem Sonn- und Feiertag die Ciclovía organisiert. Hierzu werden von 7 bis 14 Uhr über 120 Kilometer des Strassennetzes für den motorisierten Verkehr gesperrt, damit den Radfahrern freie Straßen zur Verfügung stehen. Zusätzlich hat seit 1998 die Hauptstadt 376 Kilometer Fahrradwege gebaut. Im Stadtteil von Kennedy sind täglich über 90.000 Radfahrer unterwegs. Das kolumbianische Modell der autofreien Tage für Radfahrer und Fußgänger wurde von vielen anderen Städten weltweit übernommen.