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Ich lese zur Zeit das sehr empfehlenswerte Buch „Das Ende der Welt wie wir sie kannten“ von Claus Leggewie und Harald Welzer. Keine leichte Kost, sehr notwendig. Einmal mehr frage ich mich, warum ich das eigentlich alles tue, woher mein Antrieb kommt, es trotz Klimaerwärmung und „grünen Freunden“, die immer noch mit dem Flugzeug in die Ferien fliegen, gern auch zweimal im Jahr, woher mein Antrieb kommt, es trotzt Waffeninitiative-Ablehung, Mühleberg-Ja und sonstigen kruden Argumentationen, trotz dem Zustand der Welt und meiner nicht nur gelegentlichen misanthropischen Anwandlungen, es trotz alldem immer wieder zu versuchen: Die Welt zu verändern, politisch aktiv zu sein.
Eine mögliche Antwort habe ich in einer Zen-Geschichte gefunden. Die Geschichte geht so:
Ein alter Mann ging in der Mittagshitze am Strand spazieren und sah einen Jüngeren, wie der Seesterne aufhob und ins Meer zurückwarf. Er holte ihn ein und fragte ihn, was er denn da mache.
„Die Seesterne trocknen aus und sterben, wenn sie in der Vormittagshitze hier in der Sonne liegen.“ kam die Antwort.
„Aber der Strand ist viele Kilometer lang, und da liegen Tausende von Seesternen,“ entgegnete der Alte, „was machen da Deine Anstrengungen schon für einen Unterschied?“
Der Junge sah auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn ins Wasser. „Für den hier macht es einen Unterschied.“ sagte er.
(Quelle: www.zen-meditation.ch)