Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/190227

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht aufzuzeigen, welche Auswirkungen Sportgrossanlässe in der Schweiz auf die Förderung des Spitzen-, des Nachwuchsleistungs- und des Breitensports sowie auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben. Er soll im Weiteren aufzeigen, welche Ziele er mit der Unterstützung von internationalen Sportgrossanlässen prioritär verfolgt und unter welchen Voraussetzungen diese am ehesten erreicht werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gemäss Artikel 17 des Sportförderungsgesetzes (SpoFöG; SR 415.0) kann der Bund internationale Sportanlässe und -kongresse in der Schweiz, die von europäischer oder weltweiter Bedeutung sind, unterstützen, sofern sich die Kantone angemessen an den Kosten beteiligen. Der Bund unterstützte in den letzten Jahren jeweils bis zu 15 Sportgrossveranstaltungen pro Jahr in verschiedenen Sportarten. Dazu steht ein jährliches Budget von rund einer Million Franken zur Verfügung. Das Parlament bewilligte im Rahmen von separaten Vorlagen zusätzliche Beiträge, beispielsweise für die Youth Olympic Games 2020 in Lausanne oder die Universiade 2021 in Luzern.</p><p>Die Sportgrossanlässe sind wichtig für die Entwicklung des Sports mit seinen verschiedenen positiven Wirkungen. Der Bund hat daher ein Interesse, dass auch künftig Sportgrossanlässe in der Schweiz durchgeführt werden. Das Bundesamt für Sport erarbeitet aktuell eine Strategie, die sich mit den Zielen und den Voraussetzungen für die Durchführung von Sportgrossanlässen in der Schweiz auseinandersetzt. Es bezieht Swiss Olympic als Dachorganisation der Schweizer Sportverbände sowie weitere Anspruchsgruppen in diesem Prozess ein. Der Mitteleinsatz und die Wirkung der Sportgrossanlässe, z. B. auf den Tourismus und die Regionalwirtschaft, sind wichtige Elemente bei diesen strategischen Überlegungen. Zum aktuellen Zeitpunkt erscheint es dem Bundesrat daher nicht zielführend, einen separaten Bericht vorzulegen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.