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Britische Firmenlenker müssen sich mit weniger Lohn zufriedengeben. Und die weiblichen Spitzenmanager bekommen im Schnitt eine viel kleinere Vergütung als die Kollegen.
Britische Firmenbosse haben einer Studie zufolge angesichts des zunehmenden Drucks von Investoren und aus der Politik einen deutlichen Gehaltsrückgang hinnehmen müssen. Die Vergütung der Chefs der 100 grössten börsennotierten Unternehmen sank 2016 um 13 Prozent, wie eine Untersuchung der Arbeitsmarktspezialisten des Chartered Institute of Personnel and Development und des High Pay Centre ergab, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Im Schnitt erhielten sie 3,45 Millionen Pfund (4,42 Millionen Franken), kaum mehr als 2010.
Allerdings hätten Frauen an der Spitze von Firmen weiterhin gerade einmal die Hälfte ihrer männlichen Kollegen bekommen, und nach wie vor sei die Vergütung der Bosse mehr als 100 Mal so hoch wie das durchschnittliche Gehalt eines Arbeiters, so die Forscher. Bei Investoren kam der jüngste Rückgang der Gehälter gut an.
Weitere Anstrengungen nötig
Dennoch seien weitere Anstrengungen nötig, sagte Luke Hildyard vom Verband der Pensionskassen. «Viele Firmen hören nicht auf das, was ihnen die Aktionäre zu dem Thema sagen, und die überwiegende Mehrheit der Pensionsfonds-Manager ist der Meinung, dass die Kluft zwischen den Einkommen von Spitzenmanagern und Arbeitern zu gross ist.»
(reuters/mbü)