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Wie in den Jahren 2000, 2003, 2006 und 2009wurden auch 2012 im Rahmen der PISA-Studie (Programme for International Student Assessement) Schülerinnen und Schüler der OECD-Länder im Alter von 15 Jahren einem Leistungstest sowie einer anschliessenden schriftlichen Befragung unterzogen. Insgesamt haben 510'000 Jugendliche aus den 65 an der Studie beteiligten Ländern den Test im Zusammenhang mit dieser vierten PISA-Erhebung absolviert.
Die Schweiz hat 2012 zum fünften Mal an der internationalen PISA-Erhebung teilgenommen. Im Gegensatz zu den internationalen Vergleichen, die auf einer Stichprobe von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern basieren, umfasst die Schweizer Stichprobe alle Schülerinnen und Schüler des 9. Schuljahres. Die Stichprobe wurde so konzipiert, dass sie einen Vergleich zwischen den drei Sprachregionen der Schweiz ermöglicht.
Der Teil des PISA-Fragebogens zur Informatik war für die teilnehmenden Länder fakultativ. Für den internationalen Vergleich wurden bei diesem Indikator lediglich Länder berücksichtigt, die im Bereich IKT als «fortgeschritten» gelten. Die Schweiz hat in allen funf PISA-Erhebungen jeweils an der IKT-Befragung teilgenommen.
Bei Betrachtung der PISA-Ergebnisse zu den IKT ist zu berücksichtigen, dass es sich hier unter anderem um im Fragebogen subjektiv geäusserte Einschätzungen der Befragten und nicht nur um objektive Gegebenheiten handelte (wie beispielsweise bei der Erfassung der Schulleistungen durch Tests). Folglich sind kulturelle wie auch soziale Unterschiede der Befragten zu berücksichtigen und internationale sowie regionale Vergleiche mit Vorsicht zu interpretieren.
Index des Selbstvertrauens in Bezug auf das Lösen von komplexen Informatikaufgaben
Der Index fasst mehrere Fragen des Schülerfragebogens zusammen. Er wurde so konzipiert, dass der Mittelwert der OECD-Länder bei 0 liegt. Höhere Werte geben demnach ein grösseres Selbstvertrauen an.
Das Selbstvertrauen beim Lösen von komplexen Informatikaufgaben wurde auf einer Viererskala erhoben, die von «Ich kann das sehr gut alleine» bis «Ich weiss nicht, was das bedeutet» reicht. Für komplexe Aufgaben wurde nach fünf Operationen gefragt: a) bearbeiten von digitalen Fotos und anderen Grafikelementen, b) eine Datenbank errichten, c) Grafiken mithilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen zeichnen, d) erstellen einer Präsentation, e) erstellen einer multimedialen Präsentation (mit Ton, Bild und Video). Wenn die Schülerinnen und Schüler «Ich kann das sehr gut alleine» geantwortet haben, wurde dies mit 1 codiert, wenn sie eine andere Antwort gegeben haben mit 0.
Indizes zur Verfügbarkeit von IKT zu Hause und in der Schule
Die Indizes fassen mehrere Fragen des Schülerfragebogens zusammen. Sie wurden so konstruiert, dass der Mittelwert der
OECD-Länder bei 0 liegt.
Der Index zur Verfügbarkeit von IKT zu Hause wird von den Antworten der Schülerinnen und Schüler abgeleitet, die sie auf die Frage gegeben haben, ob ihnen zuhause folgende Dinge zur Verfügung stehen: a) Desktopcomputer; b) Laptop oder elektronischer Organizer; c) Internetverbindung; d) Videospielkonsole; e) Mobiltelefon; f) MP3- oder MP4-Player, iPod oder Ähnliches; g) Drucker; h) USB-Stick.
Der Index zur Verfügbarkeit von IKT in der Schule wird von den Antworten der Schülerinnen und Schüler abgeleitet, die sie auf die Frage gegeben haben, ob ihnen in der Schule folgende Dinge zur Verfügung stehen: a) Desktopcomputer; b) Laptop oder elektronischer Organizer; c) Internetverbindung; d) Drucker; e) USB-Stick.