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Die Firma TEWIS AG wurde Mitte der 50iger Jahre des letzten Jahrhunderts durch Theo und Willy Schmidlin gegründet (TE steht für Theo und WI für Willy, sowie das S für Schmidlin). Theo und Willy Schmidlin waren Vater und Sohn, wobei der erstere bis zu diesem Zeitpunkt in Wahlen einen kleinen Spezereiladen geführt und nebenbei aus Holz Kinderspielwaren hergestellt hatte, welche er in seinem Laden der Dorfbevölkerung verkaufte. Willy Schmidlin hatte bei der Berner Kantonalbank in Laufen eine kaufmännische Lehre absolviert und dann in verschiedenen Betrieben der Region als Kaufmann gearbeitet.
In den ersten Jahren ihres Bestehens wurden im Kleinbetrieb Spielwaren aus Holz, aber vor allem auch Holzkisten zur Verpackung von Schokolade hergestellt. Dazu wurde als erstes Betriebsgebäude eine kleine Werkstatt hinter den Wohnhäusern von Theo und Willy erstellt. Dazumal arbeiteten 4 Personen aus Wahlen in der Produktion. Zudem fanden zahlreiche Schulkinder in den Ferien eine Beschäftigung und verdienten sich ein Sackgeld. Fast der ganze Produktionsablauf bestand aus Handarbeit, da Maschinen nur beschränkt eingesetzt werden konnten. Diese Holzverpackungen wurden an Camille Bloch in Courtelary und an andere Schokoladenfabriken in der Schweiz geliefert. Die Spielwaren mit Inseraten in Familienzeitschriften, wie dem "Gelben Heftli" und mit einfachen Prospektblättern per Postpakete vertrieben. In den 60iger Jahren wurde der Produktionsstandort Schweiz für Holzartikel durch steigende Löhne und Kosten zu teuer.
Der Markt wurde mit viel billigeren Produkten aus dem europäischen und bald auch schon aus dem asiatischen Raum überschwemmt. Bei den Verpackungen wurden die Holzkistchen durch billigere Kunststoff- und Kartonverpackungen abgelöst. Deshalb war man gezwungen, die Produktion einzustellen und die Firma neu auszurichten. Es wurden Spielsachen importiert und im kleinen Laden in Wahlen oder im Versandsystem weiterverkauft. Es entstanden nach und nach weitere Gebäude, einerseits für den Verkauf, anderseits für die Lagerung der Ware. Die meisten Bauten wurden in Eigenleistungen erstellt. Um ca. 1970 begann man zuerst die Vereine in der Region, später in der ganzen Schweiz mit Tombola- und Lottopreisen zu beliefern.
Das Versandgeschäft wurde zugunsten des Direktverkaufs aufgegeben. Dies wurde möglich, weil die Gesellschaft in den 70iger und 80iger Jahren immer mobiler wurde. In den Jahren 1989-1997 wurden die Liegenschaften an der Laufenstrasse in vier Etappen total umgebaut und den neuen Bedürfnissen angepasst. Die damalige Einzelfirma wurde 1993 in eine AG umgewandelt. Heute wird die Firma in der dritten Generation durch Ueli Schmidlin geführt, welcher durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Familie unterstützt wird.