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Ihren Eid hat Suzi LeVine weder auf die Bibel noch auf eine gebundene Ausgabe der amerikanischen Verfassung geleistet. Die neue US-Botschafterin in Bern legte ihre linke Hand bei der Zeremonie auf einem E-Reader.
Dies machte in den sozialen Netzwerken schnell die Runde: Die US-Botschaft in London bezeichnete die Vereidigung auf Twitter als sehr zeitgemäss. LeVine sei die erste US-Botschafterin, die ihren Eid auf ein elektronisches Gerät abgelegt habe.
Der E-Reader, den LeVines zwei Kinder bei der Vereidigung hielten, zeigte eine Kopie der amerikanischen Verfassung. Genau genommen war der 19. Verfassungszusatz (Amendment) zu sehen. Dieses wurde im Jahr 1920 zu der US-Verfassung hinzugefügt und garantiert Frauen das Recht abzustimmen. «Wie passend», schreibt die neue Botschafterin dazu auf Twitter.
Keine klassische Diplomatin
Suzan «Suzi» ist am Montag in Bern angekommen. Sie ist wie schon ihr Vorgänger Donald Beyer keine Diplomatin im klassischen Sinne. LeVine arbeitete unter anderem für Microsoft und den Reiseanbieter Expedia.
Zu der Botschafterstelle in Bern verhalf ihr, dass sie den US-Präsidenten Barack Obama in seinem Wahlkampf 2012 unterstützt hatte. Der Posten in Bern wird traditionell nicht an Karriere-Diplomaten vergeben, sondern vornehmlich an Personen, die den Präsidenten im Wahlkampf unterstützt hatten.