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Genealogie
Di, 14. September 2021, Peter Steiner
Steiner (Rued)
Die Steiner sind im Ruedertal seit dem frühen 16. Jahrhundert fassbar. Quellen ausser dem 1549 einsetzenden Taufrodel sind uns allerdings keine bekannt. Auch die Herkunft der Familie liegt leider im Dunkeln. Eine Verwandtschaft mit der Steiner-Familie in Birrwil-Wylhof ist denkbar, aber nicht nachzuweisen. Der Name Steiner war und ist eben in der Schweiz verhältnismässig stark verbreitet.
Im ersten Taufrodel-Jahrzehnt (1549-1562) erscheinen nicht weniger als acht Steiner-Familien. Die Väter – Brüder und Counsins - hiessen Hans, Uly, Peter, Mathias, zweimal Jacob und zweimal Caspar. Sie brachten zusammen 38 Kinder zur Taufe. Ihre Ehefrauen stammten – aus ihren Namen zu schliessen – grossenteils auch aus dem Ruedertal.
Steiner von Schmiedrued
Von Hans und Uly Steiner ist der genaue Wohnort bekannt: Sie lebten mit ihren Familien beide in Walde. Auch von einem der beiden Caspar erfahren wir nachträglich, dass sein Wohnsitz in Walde gewesen war. Walde blieb in der Folge das Steiner-Zentrum. Einzig der seit 1611 bezeugte Familienvater Bendicht Steinert wohnte mit seiner Familie im Rehhag.
Der verwandtschaftliche Zusammenhang der frühen Generationen lässt sich höchstens teilweise rekonstruieren. Schuld daran sind nicht nur die zahlreichen Steiner-Familien, sondern auch beträchtliche Lücken im Taufrodel. In einer Urkunde von 1603 werden die Brüder Baschi, Caspar, Marti und Hans Steiner von Walde als Caspar Steiners sel. Söhne bezeichnet.
Schon früh verliessen einzelne Mitglieder der Steiner-Sippe das Ruedertal. Ein Hans Steiner heiratete 1597 in Reinach und begründete den dortigen Familien-Zweig. Jacob Steiner (*1624), Sohn von Baschi Steiner und Maria Brunner, übersiedelte um 1649 nach Leimbach und heiratete dort 1655 eine Reinacherin. Sein Bruder Baschi (*1629) liess sich um dieselebe Zeit auf dem Geisshof nieder. Im 18. Jahrhundert lebten Steiner-Abkömmlinge von Rued in Moosleerau und in Schöftland.
Steiner von Schlossrued
In Rued selber gehörten die Steiner zu den angesehenen Familien, die zeitweise den Untervogt im Tal stellten. Sebastian Steiner bekleidete das Amt von 1669 bis zu seinem Tod im Jahr 1688, Rudolf Steiner ungefähr von 1700 bis 1720.
Um 1760 übersiedelte ein Heinrich Steiner nach Schlossrued. Fortan entwickelte sich in den Gemeinden Schmiedrued (Walde) und Schlossrued je ein Steiner-Stamm. Sie führen heute ein identisches Wappen, jedoch mit unterschiedlicher Farbgebung.
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Dokument
- Titel:Steiner (Rued)
- Autor:Peter Steiner, Reinach
- Veröffentlichung:14. Sept. 2021
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