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Die russische Staatsanwaltschaft liefert der Schweizer Justiz weiterhin die gewünschten Informationen in Bezug auf die Affäre Mabetex/Mercata. Dies sagte Untersuchungsrichter Rouslan Tamaïew am Dienstag (30.01.) zur Nachrichtenagentur Interfax.
Das Dossier betrifft namentlich den früheren Kreml-Verwalter Pawel Borodin, der am 17. Januar aufgrund eines Schweizer Haftbefehls wegen Verdachts auf Geldwäscherei in New York verhaftet worden war. Erst am Montag liess dieser verlauten, er sei bereit, umgehend vor der Schweizer Justiz auszusagen.
Die Schweizer Unternehmen Mabetex und Mercata werden verdächtigt, sich mit Schmiergeldern in Millionenhöhe an Personen, die dem russischen Ex-Präsidenten Boris Jelzin nahe stehen, Renovationsaufträge für den Kreml verschafft zu haben. Die entsprechenden Untersuchungen wurden von russischer Seite eingestellt.
Der Genfer Ermittlungsrichter Daniel Devaud hat seinen russischen Amtskollegen trotzdem eine vierte Bitte um Informationen zukommen lassen. "Heute oder morgen werden wir die Informationen in Bezug auf die dritte Schweizer Anfrage übermitteln", erklärte Tamaïev nun.
swissinfo und Agenturen