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Aegyptiaca Helvetica
Die Reihe Aegyptiaca Helvetica wurde von den damaligen Professoren für Ägyptologie in Basel und Genf, Erik Hornung und Robert Hari, begründet und herausgegeben. Zwischen 1974 und 1994 erschienen die Bände 1 bis 15 bei den Éditions de Belles Lettres in Genf. Die Reihe wird nun im Verlag Schwabe & Co. AG Basel weitergeführt durch die Nachfolger auf den Lehrstühlen für Ägyptologie in Basel und Genf, Antonio Loprieno und Michel Valloggia. Obwohl das Äussere sich stark gewandelt hat, werden die Bände weitergezählt. Aegyptiaca Helvetica steht für sämtliche ägyptologischen und koptologischen Themen zur Verfügung.
Hier sind die redaktionellen Vorgaben [PDF/204 KB] einsehbar.
Aegyptiaca Helvetica, Band 23
Andreas Dorn
Arbeiterhütten im Tal der Könige. Ein Beitrag zur altägyptischen Sozialgeschichte aufgrund von neuem Quellenmaterial aus der Mitte der 20. Dynastie (ca. 1150 v. Chr.)
2012. 3 Bände. 1324 Seiten. Gebunden (inkl. CD).
Im Tal der Könige finden sich nicht nur Spuren derjenigen, die dort begraben waren, sondern auch derjenigen, die deren Begräbnis ermöglichten: der Arbeiter, Handwerker oder Künstler, welche die Gräber ausgehauen und dekoriert hatten.
Von 1998 bis 2005 wurden durch das Ägyptologische Seminar der Universität Basel die grösste Ansammlung von Arbeiterhütten im Tal der Könige (Ägypten) ausgegraben. Von über 60 nachgewiesenen Hütten aus der Mitte der 20. Dynastie (um 1150 v. Chr.) wiesen 25 noch intakte Befunde auf, deren Auswertung im Zentrum der Arbeit steht. Ergänzt werden diese Befunde durch mehrere hundert Objekte, die sich in mehrfach umgelagertem Schutt in der Nähe der Arbeiterhütten fanden.
Die über 800 Text- und Bildostraka vermitteln Einblicke in den Alltag der Arbeiter im Tal der Könige, die die reich dekorierten Königsgräber erstellten. Bildostraka bezeugen die Ausbildung von Zeichnern, Übungsbriefe die Ausbildung von Schreibern, administrative Texte die Versorgung der Arbeiter mit Lebensmitteln sowie die Ausgabe von Werkzeugen. Zahlreiche Stelen sowie religiöse Texte (Hymnen und Gebete) lassen erkennen, dass in diesen während acht von zehn Tagen bewohnten Hütten die Hinwendung zu verehrten Gottheiten analog erfolgte wie im unweit vom Tal der Könige gelegenen Wohnort der Arbeiter und ihrer Familien (Deir el-Medine). Daneben lassen sich jedoch auch nur lokal verbreitete Verehrungsformen bekannter Gottheiten nachweisen, die den eigenständigen Umgang der Arbeiter mit religiösen Phänomenen erkennen lassen.
Die mikrogeschichtliche Auswertung zeigt, wie ein Vater mit ein bis zwei Söhnen eine Arbeiterhütte bewohnte, deren Masse ca. 2 x 2,5 m betragen. Jeder besass ein bis zwei Teller, in Vorratsgefässen dürfte Wasser und Getreide aufbewahrt worden sein. Gekocht wurde über offenen Feuern. Nachweisen lässt sich u.a. der Verzehr von Fisch und Getreide.
Durch die gemeinsame Auswertung der unterschiedlichsten Objektkategorien, von Gussmodeln über Keramik zu literarischen und administrativen Texten und von privaten Transaktionen bis hin zu Stelen entsteht ein differenziertes Bild vom Leben einer privilegierten Gruppe von Arbeitern in ihren einfachen Behausungen neben dem im Bau befindlichen Königsgrab.
Band 22 ist noch nicht erschienen
Aegyptiaca Helvetica, Band 21
Julie Stauder-Porchet
La préposition en égyptien de la première phase. Approche sémantique
2009. 259 Seiten. Gebunden.
Le présent ouvrage s’attache à appréhender la multiplicité et l’apparente redondance de sens des principales prépositions égyptiennes, en considérant ceux-ci selon les environnements où les prépositions sont employées. Après un survol préalable des divers contextes d’emploi des prépositions égyptiennes, le cœur du travail se concentre sur l’emploi sémantiquement le plus complexe, lorsque le groupe prépositionnel est en dépendance verbale. L’étude est basée sur un corpus constitué des textes de la pratique de l’Ancien et du Moyen Empire et des autobiographies de l’Ancien Empire, et complétée par de nombreuses références aux textes des Sarcophages et aux textes littéraires. Neuf verbes représentatifs sont étudiés systématiquement dans leur combinaison avec les prépositions égyptiennes sémantiquement les plus complexes, m, r, n et Hr. L’étude aboutit à montrer comment le sens de la préposition est spécifié quand elle est combinée avec le verbe, selon des principes réguliers. Le système prépositionnel égyptien apparaît ainsi tout à la fois souple et précis dans les nuances qu’il permet d’exprimer. L’ouvrage s’adresse ainsi non seulement à qui s’intéresse aux prépositions d’un point de vue grammatical, mais fournit également une aide précieuse en ce qui concerne les questions philologiques rencontrées dans la traduction.
Aegyptiaca Helvetica, Band 20
Erik Hornung / Elisabeth Staehelin
Neue Studien zum Sedfest
2007. 106 Seiten, 19 Abbildungen. Gebunden.
Zum ersten Mal seit etwas mehr als 30 Jahren erscheint eine wissenschaftliche Studie über das altägyptische Sedfest. Für das vorliegende Buch wurden die Belege für das pharaonische Fest aktualisiert und die Problematik auf Grund von ergänzendem Material neu diskutiert. Dabei zeigt sich immer wieder, dass man die ägyptischen Bild– und Textaussagen nicht a priori «wörtlich» nehmen darf.
Im wichtigen altägyptischen Sedfest kann der Herrscher seine im Laufe der Zeit abgenützten Kräfte erneuern. Es wird im Idealfall nach 30 Regierungsjahren, der Zeitspanne einer Generation, begangen und in kürzeren Abständen wiederholt. Es ist allerdings nur in wenigen Fällen als wirkliche historische Feier bezeugt.
Dafür wird es aber oft ideell in Darstellungen festgehalten und gewinnt so allein durch das Dasein im Bild für den König Realität. Auch in den Wünschen der Götter für den Pharao wird es immer wieder aktualisiert. Es garantiert so dem Herrscher eine fortgesetzte niemals unterbrochene Regeneration, die selbst den Tod überdauert, so dass «Millionen von Sedfesten» auch im Jenseits gefeiert werden können. Das Sedfest wird dadurch gar zu einem idealen Mass der Zeit, das aber ausschliesslich für den König gilt.
Aegyptiaca Helvetica, Band 19
Living and Writing in Deir el-Medine. Socio-historical Embodiment of Deir el-Medine Texts
Andreas Dorn und Tobias Hofmann (Eds)
2006.
204 Seiten mit 58 Abbildungen und 24 Tabellen. Gebunden.
Fr. 68.- / EUR 47.50
Aus dem Vorwort
Durch die Ausgrabungen des Ägyptologischen Seminars der Universität Basel im Tal der Könige wurden in den vergangenen Jahren über Tausend Ostraka und weitere Artefakte gefunden, die von den Arbeitern, die die Königsgräber errichteten, in ihren provisorischen Hütten zurückgelassen worden waren. Eine erste Auswertung dieser Funde führte zu Ergebnissen, die ihre Kontextualisierung im Rahmen der laufenden Deir el–Medine–Forschung als angebracht erscheinen liess. Dies umso mehr, als die Erforschung von Deir el-Medine in jüngster Zeit mit neuer Intensität, von einer international immer breiter zusammengesetzten Forschungsgemeinschaft und mit zunehmender öffentlicher Sichtbarkeit erfolgte. Sie lässt sich einerseits an den jüngsten Publikationen von Tagungen und Ausstellungen, an zahlreichen Monographien, an wiederaufgenommenen Grabungen, an öffentlich zugänglichen Datenbanken und Publikationen im Internet sowie an laufenden Materialbearbeitungen zeigen und andererseits an den unterschiedlichen wissenschaftlichen Fragestellungen, die neben den bisherigen u.a. anthropologische, soziologische und Gender–Ansätze als Grundlage haben.
Inhalt
Guillemette Andreu, À la recherche d'ateliers de sculpteurs à Deir el-Médineh
Guillaume et Karine Bouvier, L'activité des gens de la Nécropole à la fin de la XXe et à la XXIe dynastie, d'après les graffiti de la Montagne thébaine: le transfert des momies royales
Günter Burkard, Das xtm n pA xr von Deir el-Medine: Seine Funktion und die Frage seiner Lokalisierung
Kathlyn M. Cooney, An Informal Workshop: Textual Evidence for Private Funerary Art Production in the Ramesside Period
Robert J. Demarée, A House is not a Home - What exactly is a Hut?
Andreas Dorn, MAA–nxt.w=f, ein (?) einfacher Arbeiter, schreibt Briefe
Hans-W. Fischer-Elfert, Literature as a Mirror of Private Affairs The Case of Menna and his Son Mery-Sekhmet
Pierre Grandet, ky jnr Srj, «un autre petit caillou» Ostraca hiératiques documentaires inédits de l'IFAO
Ben J. J. Haring, Scribes and Scribal Activity at Deir el-Medina
Tobias Hofmann, Arbeitseinsätze und Löhne der sogenannten Sklavinnen von Deir el-Medine
Gregor Neunert, Zu den «Carter–Carnarvon-Ostraka» aus dem Tal der Könige
Deborah Sweeney, Women Growing Older in Deir el–Medina
Jaana Toivari-Viitala, Absence from Work at Deir el–Medina
Stefan Wimmer, «Ihr, die ihr so weit entfernt seid» (O. Berlin P 14257) Neue Erkenntnisse über alte Bekannte aus der Bearbeitung der Berliner Ostraka in Deir el Medine online
Antonio Loprieno, As a Conclusion: Towards a Detailed Perspective on Deir el–Medina
Aegyptiaca Helvetica, Band 18
Tobias Hofmann
Zur sozialen Bedeutung zweier Begriffe für «Diener»: bak und hm
2005.
352 Seiten, 21 Abbildungen. Gebunden.
Fr. 58.- / EUR 40.50
In diesem Buch untersucht der Autor anhand von über 130 Textquellen die soziale Stellung der sog. Sklaven und Diener im Alten Ägypten von der 3. Dynastie (ca. 3000 v.Chr.) bis zur späten Ramessidenzeit (ca. 1100 v.Chr.).
In der modernen Ägyptologie wendet man sich in den letzten Jahren mehr und mehr denjenigen Personenkreisen zu, die abseits der monumentalen Pyramiden und Tempel ein Dasein im Schattenbereich der altägyptischen Gesellschaft führten und die doch so wichtig für die Entstehung und Erhaltung des ersten Staates der Menschheitsgeschichte waren.
Ihre Zahl ging in die Zehntausende. Viele von ihnen lebten an dieser Talsohle der Gesellschaft, weil ihr Status und ihre Ausbildung keine höheren Tätigkeiten zuliessen – ein Problem, das auch uns modernen Menschen nicht unbekannt ist –, andere waren die leidtragenden Opfer der grossen, und für die Verlierer oft verheerenden, Eroberungszüge der Thutmosiden und Ramessiden in die Ägypten umgebenden Staaten.
Der gesellschaftliche Status dieser Personen lässt sich jedoch nicht ohne weiteres mit dem juristisch streng indizierten Vokabular Roms und Griechenlands belegen, wo der Sklave nicht als Mensch, sondern als Sache oder, mit den Worten Aristoteles', als «beseeltes Werkzeug» angesehen wurde. Die akribische Untersuchung sowohl monumentaler Inschriften als auch kleinster Notizen und Briefe zeigt, dass in Ägypten der Mensch unabhängig von seiner Herkunft und seinem Status nicht auf das Menschsein verzichten musste. Wurde er «verkauft», so wurde seine Arbeitskraft verkauft, nicht aber seine Persönlichkeit. Wurde seine unbedingte Loyalität gefordert, so stand er damit im Verbund mit allen anderen Ägyptern, für die diese unbedingte Loyalität gegenüber dem Pharao eines der höchsten anzustrebenden Sozialgüter war. In einem Land, das bereits im Pentateuch des Alten Testamentes immer wieder als Paradigma des Sklavenhalterstaates genannt wird, erstaunt dies.
Die beiden Begriffe bak und hm - auszusprechen etwa «baak» und «hemm» – bezeichnen daher nicht etwa den Sklaven und Unfreien nach römischem Muster, sondern sind Begriffe, mit denen im Alten Ägypten sowohl das Dasein an der Talsohle der Gesellschaft, als auch die Funktion als Gewährsmann und Vertrauensperson bezeichnet werden konnte.
Auch chronologisch betrachtet zeigen sich diese Begriffe z.T. starken Wandlungen unterworfen. Entsteht der Begriff hm («Diener») erst am Ende des Alten Reiches, später als der Begriff bak («Vertrauensmann»), so erhält gerade der hm im Mittleren Reich eine immer stärker werdende Fixierung auf die Funktion als rangunterster Diener und wird im Neuen Reich geradezu zur Kollektivbezeichnung für alle Personen, die unter eingeschränkten Rechten in Ägypten ihr Dasein verbrachten. Der Begriff bak dagegen zeigt sich durch alle Perioden stabil und wird im Neuen Reich in einer eigenartigen Konvergenz mit dem Begriff hm angetroffen, obwohl er immer noch zur Selbstbezeichnung höchster Würdenträger dienen kann. In dieser Zeit gelangen Tausende von Personen im Zuge von Tributzahlungen nach Ägypten, nehmen dort aber bald auch ägyptische Namen an und werden für ihre Tätigkeiten oft auch entlöhnt.
Im ersten Jahrtausend v. Chr. endlich, der ägyptischen Spätzeit, verschwindet der Begriff bak aus dem sozialen Vokabular und wird durch hm fast vollständig ersetzt – vielleicht ein Anzeichen dafür, dass auch der Status des altägyptischen Menschen in seiner Gesellschaft den Wandlungen und Zeichen der Zeit stärker unterworfen war, als wir bislang annehmen konnten.
Der "Erste Basler ägyptologische Nachwuchspreis" wurde 2001 vom Ägyptologischen Seminar der Universität Basel ausgeschrieben als Wettbewerb für junge, noch nicht "etablierte" Forscherinnen und Forscher, die eine ausgereifte Studie zu einem Thema aus dem weiten Fachbereich der Ägyptologie vorweisen konnten. Aus den zahlreichen, aus aller Welt eingereichten Beiträgen wurde zusätzlich zu den preisgekrönten Arbeiten eine Anzahl weiterer Aufsätze zur Veröffentlichung ausgewählt. Der vorliegende Band reflektiert nicht nur das hohe wissenschaftliche Niveau des internationalen "Nachwuchses", sondern auch die Vielfalt der heutigen ägyptologischen Forschung.
Aegyptiaca Helvetica, Band 17
Susanne Bickel / Antonio Loprieno (Eds)
Basel Egyptology Prize 1. Junior Research in Egyptian History, Archaeology, and Philology
2003.
430 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Gebunden.
Fr. 78.- / EUR 54.50
Aus dem Inhalt
Die in deutsch, englisch und französisch verfassten Aufsätze sind auf vier Themenkreise verteilt.
Eine erste Gruppe von Beiträgen befasst sich mit Fragen der ägyptischen Vor- und Frühgeschichte, mit den ältesten erfassbaren Königen (der Dynastie 0), frühen Formen der Staatsorganisation und Verwaltung, der sozialen Relevanz von Begräbnistypen und der astronomischen Ausrichtung der grossen Pyramiden.
Tempel und Städte stehen im Zentrum von Aufsätzen, die sich mit Typologien von Heiligtümern, mit Tempelnamen und Riten sowie mit ptolemäischen Siedlungsgründungen auseinandersetzen.
Bisher kaum beachteten Objektgattungen sind die nächsten Studien gewidmet: Hohlmassen, die in der Zubereitung medikamentöser Präparate Verwendung fanden, verschiedenen Formen von Beilen und ihrer geographischen Verbreitung sowie einer speziellen Gefässart, die als Nistgelegenheit für Tauben diente und ähnlich noch heute in Ägypten zu sehen ist.
Texte, Sprache und Schrift sind Thema der letzten und umfangreichsten Gruppe von Beiträgen. Nebst der Erstveröffentlichung eines Totenbuch-Manuskriptes und einer demotisch-griechischen Ehefrauenhandschrift enthält dieses Kapitel eine linguistische Studie zur Objekt Komplementierung, etymologische Betrachtungen zum Wort ‹Elephant› und Ausführungen zum spätägyptischen Schriftsystem. Am Brennpunkt des Kulturkontaktes bewegen sich Arbeiten zur Verwendung von Kolophonen in Ägypten und Mesopotamien sowie zum Tätigkeitsbereich der griechischen Astrologen und ägyptischen Sternschauer. Textanalysen schaffen neue Zugänge zu einer Autobiographie und einem königlichen Jenseitsführer.
Über 3000 Jahre ägyptischer Kultur werden in mannigfacher, oft innovativer Weise beleuchtet, und unser Verständnis dieser fernen, vielschichtigen Vergangenheit wird vertieft. Der vorliegende Band zeigt deutlich das breite Spektrum der Ausrichtungen, die der Zukunft ägyptologischer Forschung offen stehen.
Aegyptiaca Helvetica, Band 16
Das Grab Ramses' X. (KV 18)
Hanna Jenni (Hg.) Mit Beiträgen von Andreas Dorn, Hanna Jenni, Barbara Lüscher, Elina Paulin-Grothe, Thomas Schneider.
2000.
133 Seiten, 76 Abbildungen und 7 Tafeln, davon 1 farbig. Gebunden.
Fr. 58.- / EUR 40.50
Ramses X. regierte nur kurz (1107–1103 v. Chr.). Sein Grab im Tal der Könige von Theben (Luxor) blieb unvollendet, und der König fand anderswo seine letzte Ruhestätte. Das leere Felsgrab KV 18 wurde im Laufe der Zeit weitgehend mit Schutt verfüllt, der durch Regenfälle eingeschwemmt wurde. Zudem versperrte eine moderne Mauer den hinteren Teil des Grabes, und im vorderen Teil wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts Elektroapparate installiert, die einige Gräber des Tals der Könige erstmals mit künstlichem Licht versahen. 1998–2000 wurde das Grab im Rahmen des Projektes MISR: Mission Siptah – Ramses X. vollständig ausgegraben und dokumentiert. Die nun vorliegende erste wissenschaftliche Publikation des unvollendet gebliebenen Grabes bietet zusammen mit Plänen, Zeichnungen und Fotografien eine Beschreibung der Architektur, der Dekoration und der Funde. Der Person Ramses’ X. gilt eine historische Abhandlung, in welcher anhand des Tagebuches der Nekropolenarbeiter auch das Geschehen im Tal der Könige nachgezeichnet und eine mögliche Antwort auf die Frage gegeben wird, wo Ramses X., der nicht in diesem Grab zur letzten Ruhe gelegt worden war, tatsächlich bestattet worden sein könnte.
Pressestimmen
Dr Jenni and her colleagues have produced an excellent report, and are to be commended both for its content and its extremely rapid publication. Aidan Dodson, Bibliotheca Orientalis LIX
Durch die Auswertung aller bekannten königlichen Zeugnisse entsteht ein präziseres Bild seiner bisher obskuren Amtszeit. Brigitte Michallik, Marburg, http://www.wla-online.de/artikel-detail.php?artikelid=262