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Eine Analyse des überarbeiteten Lehrplans 21 zeigt, dass die Gender-Ideologie das «Abspecken» des Lehrplans 21 via Umbenennung von «Gender und Gleichstellung» in «Geschlechter und Gleichstellung» glorios überlebt hat. Das Ziel, das traditionelle Familienmodell zu zerstören und aus den Köpfen der Schüler zu verbannen, ist nach wie vor unschwer zu erkennen. Bei der «Gleichstellung der Geschlechter in Familie und Arbeit» geht es primär darum, Konkurrenz zwischen den Geschlechtern zu schüren und damit die ganze Gesellschaft auf die Linie des genderistischen Umsturzes der Gesellschaftsordnung einzuschwören. Ziel ist die von der Wirtschaft erwünschte und von oben verordnete Einbindung von Frau und Mann in den Arbeitsprozess, was eine Fremdbetreuung und staatliche Erziehung der Kinder notwendig macht und nebenbei den «angenehmen» Effekt hat, dass die Erwerbseinkommen soweit sinken, dass ein einzelnes Einkommen nicht mehr ausreicht, um eine Familie zu ernähren.
Das Problem der genderistischen Gleichmacherei der Geschlechter liegt u.a. darin, dass damit die natürlichen Neigungen von Jungen und Mädchen völlig ignoriert werden. In der Schweiz ist die Erwerbsquote von Frauen mit 77,6 Prozent im OECD-Vergleich zwar sehr hoch. Im Unterschied zu anderen Ländern arbeiten Frauen bei uns aber oft nur in Teilzeit. Während das Deutsche Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (I-DAF) diese Fakten mit dem hohen Wohlstand der Schweiz in Verbindung bringt, welcher die Wahlmöglichkeiten vermehrt, reklamieren Genderisten postwendend eine Diskriminierung der Frau. Diese propagieren den Menschen als bindungsloses Individuum und ignorieren, dass unsere Gesellschaft nach wie vor von der Lebens- und Solidargemeinschaft der Familie bestimmt wird, welche das Verschiedensein von Mann und Frau zur Voraussetzung hat.
Interessant ist, dass sich das ursprünglich marxistisch-feministische Ziel der Auflösung der Familie mit den Interessen der internationalen Wirtschaftslobby OECD deckt, deren Einfluss auf den Lehrplan 21 bereits für andere Themen nachgewiesen werden konnte. Die OECD tadelte im Bericht „Closing the Gender Gap. Act Now“ (2012) die Schweiz, sie tue zu wenig für den Ausbau von Betreuungsstrukturen und halte Frauen von der Vollzeitarbeit ab. «Aus wirtschaftlicher Perspektive mache es wenig Sinn, gut qualifizierte Frauen Haushaltsarbeiten verrichten zu lassen», schreibt etwa der OECD-Berater Alfonso Sousa-Poza im Rahmen eines Schweizer Forschungsprojekts zur «Gleichstellung der Geschlechter».
Den Gender im Lehrplan 21 haben wir also einer unheiligen Allianz von Feminismus und der neoliberalen Wirtschafts-Lobby zu verdanken. Beide betreiben – aus jeweils anderen Motiven – die Auflösung der traditionellen Familie. Was als Befreiung der Frau von Herd und Kind ausgegeben wird, ist nichts anderes als eine in neue Form gekleidete Ausbeutung der Frau. Zu diesem gesellschaftlichen Umsturz mit ihren desaströsen Langzeitfolgen darf unsere Volksschule nicht Hand bieten.
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Von Dominik Lusser