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Bei Ausgrabungen in der israelischen Stadt Jawne südlich von Tel Aviv ist eine 2.200 Jahre alte Schleuder-Kugel aus Blei entdeckt worden. Der seltene Fund trägt eine griechische Inschrift, die den Sieg des Angreifers beschwört, wie die israelische Antikenbehörde am Donnerstag mitteilte. Nach Einschätzung der Forscher könnte die Kugel einem griechischen Soldaten gehört haben.
Die 4,4 Zentimeter grosse Kugel war demnach mit den Worten „Sieg des Herakles und des Hauronas“ beschriftet. Das Götterpaar Hauron und Herakles galt laut der Historikerin Julia Ustinowa von der Ben-Gurion-Universität als göttliche Beschützer der Stadt Jawne. Auch sei die bei Erschliessungsarbeiten der Stadt gefundene Kugel der erste archäologische Beweis für die Schutzpatrone, der in Jawne selbst gefunden wurde.
Bei der Inschrift handelt es sich nicht um eine Anrufung der Götter, sondern vielmehr um eine Drohung an die Gegner im Sinne der psychologischen Kriegsführung, so Ustinowa. Laut den Grabungsleitern ist es nicht ausgeschlossen, dass die Waffe im Kampf der Griechen mit den Hasmonäern zum Einsatz kam.
KNA/akr/sky