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Unsere Hauskatzen können weit mehr als nur «Miau» sagen. Mit ihrer Körperhaltung, ihren Augen, ihren Ohren und ihrem Schwanz verfügen sie über vielfältige Kommunikationskanäle. Im täglichen Umgang mit dem eigenen Büsi kann es durchaus hilfreich sein, die Katzensprache richtig zu deuten und ihre Körperhaltung zu verstehen.
Ruth Lisa Knapp
Die Sprache der Katzen
Erwachsene Katzen kommunizieren vor allem mit uns Menschen durch ihre Stimme. Sie verfügen über vielfältige Möglichkeiten, mit ihrer Stimme etwas auszudrücken. Im Gegensatz zu Wildkatzen behalten Hauskatzen ihre Babysprache, in der sie sich mit ihrer Katzenmutter verständigten, ihr Leben lang bei. Später ergänzen und erweitern sie dieses Repertoire durch die Stimmäusserungen der erwachsenen Katze. Der Verhaltensforscher Desmond Morris hat in seinem Buch «Cat Watching» die grundlegenden Botschaften zusammengefasst und gedeutet.
Miau heisst: beachte mich!
Das wohlbekannte «Miau», der häufigste, genetisch vererbte Katzenlaut, hat seinen Ursprung im Angewiesensein der Jungtiere auf ihre Mutter. Die Kätzchen lassen sie so wissen, dass sie ihre Hilfe brauchen, Hunger haben, frieren und sich nicht wohlfühlen. Während diese Lautäusserung bei Wildkatzen verschwindet, wenn sie erwachsen werden, behalten Hauskatzen die Babysprache ihren Menschen gegenüber bei. Sie erweitern, variieren und verfeinern sie je nach Situation. Immer wenn sie einen Wunsch haben, miauen sie. Je nachdem, ob sie betteln, etwas fordern, Erwartung ausdrücken oder sich beklagen, passen sie ihr Miauen ganz individuell an. Unterschiede in der Ausformung dieses Lauts bestehen nicht nur zwischen Rassen, sondern auch zwischen einzelnen Individuen. Wer länger mit ihnen zusammenlebt, wird die einzelnen Nuancen von «Mi» und «Mrr» über «Mhgau» bis «Mararauarau» verstehen lernen. (…)
Den vollständigen Beitrag lesen Sie im Katzen Magazin 1/21.