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Leitungswasser in oberen Etagen von Wohnhäusern und einigen Gebieten, wo die Wasserversorgung am schwierigsten sei, wurde knapp. Einige Brunnen sind derzeit trockengelegt.
Die Einschränkungen sollen mindestens einen Monat lang in Kraft bleiben. Sie lösten Unmut in der Bevölkerung aus, Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin zeigte sich besorgt und forderte von der Wasserversorgungsgesellschaft Erklärungen über die Dauer der Einschränkungen.
Wochenlange Hitze und kein Regen hatten in Italien zu einer besorgniserregenden Lage geführt. In diesem Jahr hat es bisher nur an 26 Tagen geregnet, im Vorjahreszeitraum waren es 88 Tage, rechneten italienische Medien. Seit Juni gibt es Warnungen vor einer Wasserkrise in Rom. In diesem Jahr liegt die Regenmenge um 70 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre.
Roms kommunale Wasserversorgungsgesellschaft ACEA hatte bereits im Juli mit einer Wasserrationierung gedroht, nachdem die Region Latium ein Verbot erteilt hatte, Wasser aus dem nördlich von Rom gelegenen Bracciano See zu pumpen. Nach Protesten war beschlossen worden, dass bis zum 1. September weiterhin Wasser aus dem See gepumpt werden darf. Allerdings konnte die ACEA-Gesellschaft laut Medienangaben nur noch die Hälfte der Menge entnehmen, die aus dem See gepumpt worden war.
Umweltminister Gian Luca Galletti betonte, dass 44 Prozent des Wassers auf dem Weg in die Haushalte in der Region Latium verloren gingen, was den veralteten Leitungen zuzuschreiben sei. ACEA ist ein privates Unternehmen, das aber auch aus öffentlichen Geldern finanziert wird. Jahrelang wurden die maroden römischen Wasserleitungen nicht saniert.
Wegen Hitzwelle und Dürre wurden Rom und Umgebung verstärkt auch von Bränden belastet. Seit Tagen wüten Flammen in der Provinz Rieti nördlich der Hauptstadt. Hubschrauber und Flugzeuge seien im Dauereinsatz, um die Flammen zu löschen, berichteten italienische Medien.
(SDA)