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Die Entstehung der Spielpläne
Die Spielpläne für die Super League und die Challenge League entstehen in einem komplizierten Prozess, der nur mit Software-Unterstützung überhaupt funktionieren kann. Die Festsetzung hat mit einem «Auslosen» der Partien wie in früheren Tagen nichts mehr gemeinsam.
Den Planungsrahmen gibt der internationale Spielkalender vor. Alle Daten, die für die UEFA Klubwettbewerbe und für die Nationalmannschaftseinsätze eingeplant sind, sind darin für die nationalen Meisterschaften gesperrt.
Die Swiss Football League (SFL) plant entsprechend die je 36 Runden der Super League und der Challenge League um die internationalen Sperrdaten herum, wobei aus Gründen der sportlichen Fairness und nach internationalem Standard jedem Klub nach einem Spiel jeweils zwei volle Ruhetage bis zur nächsten Partie zugestanden werden. So entsteht der sogenannte Datenplan (Link in der Spalte rechts), der sämtliche vorgesehenen Spieldaten für internationale Spiele, für die Meisterschaften und auch für den Schweizer Cup anzeigt.
Für die Verteilung der einzelnen Spielpaarungen auf die gemäss Datenplan zur Verfügung stehenden Spieltage kommt eine spezialisierte Software zum Einsatz. Zunächst wird das Programm mit sämtlichen zwingenden Vorgaben gefüttert. Diese lassen sich grob in zwei Bereiche unterteilen: in Sperrdaten der Stadien wegen anderer Veranstaltungen sowie in Sperrdaten der Behörden aus sicherheitsbezogenen Gründen.
In den letzten Jahren sind bei der SFL von Klubs, Stadionbetreibern und Behörden im Vorfeld der Saison von Jahr zu Jahr immer zahlreichere Sperrdaten eingegeben worden. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Sperrdaten nicht nur einzelne Tage, sondern zum Teil mehrere Wochen am Stück umfassen. Besonders schwer wiegt dies in Zürich, wo zwei Klubs das gleiche Stadion bespielen und damit dort im Prinzip in jeder der 36 Runden eine Partie stattfindet.
Inzwischen ist es nicht mehr möglich, sämtliche Vorgaben einzuhalten, da die Software aufgrund der sich widersprechenden Bedingungen an verschiedenen Spielorten für einzelne oder mehrere Runden keine machbaren Spielpaarungen mehr findet.
Die SFL setzt unter Berücksichtigung der Planungsvorgaben für die gesamte folgende Saison alle Spielpaarungen der Super League und der Challenge League bis Mitte Juni, also rund einen Monat vor Saisonbeginn, im Spielplan (Link in der Spalte rechts) fest. Saisonstart ist jeweils Mitte Juli.
In einem nächsten Schritt werden in intensiven Gesprächen mit den Live-Broadcastern (blue und SRG) die Spielpaarungen auf die pro Runde zur Verfügung stehenden Anspielzeiten verteilt. Auch in dieser Phase stellen die erwähnten Vorgaben ein sehr enges Korsett dar, nicht zuletzt weil einige der zehn Klubs gleichzeitig auf dem europäischen Parkett im Einsatz stehen. Hinzu kommen die Restriktionen aus dem TV-Vertrag.
Die Ansetzung der Spielpaarungen auf die Anspielzeiten erfolgt jeweils in vier Vierteln zu neun Runden, Mitte/Ende Juni mit der Veröffentlichung der Spielpaarungen für die gesamte Saison sowie etwa Ende August, Mitte Dezember und schliesslich Ende Februar / Anfang März. Mit dieser Praxis sind die Spiele in der Regel mit einem Vorlauf von mindestens 35 Tagen fix angesetzt, was im europäischen Vergleich einer relativ grossen Zeitspanne entspricht.