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| Hilarius von Poitiers († 367) - Über die Synoden oder über den Glauben der Orientalen.

Sechsundvierzigstes Hauptstück.
Indem die Häretiker, so viel bei ihnen steht, den Sohn Gottes vernichten, behaupten sie, er sey nur ein Wort, nämlich ein aus dem Munde des Sprechenden hervorgehender Laut, und ein unkörperlicher Ton einer wesenlosen Stimme; so daß der Sohn Gott dem Vater so ein Wort wäre, wie zu Folge der uns angebornen Natur zu reden jedes Wort ausgesprochen wird. Diese ganze Arglist ist also verworfen, welche behauptet, Gott das Wort, das im Anfange bei Gott war, sey wie ein Wort der inwohnenden und hervorgedrungenen Stimme.
IX. „Wenn Jemand den bloßen Menschen aus Maria Sohn heißt; so sey er verflucht.“
Den Sohn Gottes aus Maria nennen wir nicht, ohne daß wir ihn sowohl Mensch, als auch Gott nennen.
Damit aber dieses, daß wir lehren, er sey Gott und Mensch, nicht Gelegenheit zu einem Irrthume gebe, wurde sogleich Folgendes beigefügt.
X. „Wenn Jemand sagt, Gott und Mensch sey aus Maria geboren worden, und darunter den ungebornen Gott versteht; so sey er verflucht.“ [S. 396]