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Macht oder keine Macht? Das ist hier die Frage!
Eine Auseinandersetzung mit Macht im stationären Wohnsetting von erwachsenen Menschen mit einer geistigen Behinderung
Die vorliegende Bachelorarbeit stellt einen Versuch dar, Macht – mit all ihren Implikationen – im stationären Wohnsetting von erwachsenen Menschen mit einer geistigen Behinderung explizit und differenziert darzulegen. Dafür werden die wichtigsten Erkenntnisse bekannter Soziolog/inn/en und Erkenntnistheoretiker/innen in Bezug auf die Charakteristiken und Herausforderungen des stationären Wohnens von erwachsenen Menschen mit einer geistigen Behinderung untersucht.
Es wird dargelegt, dass professionelle Hilfe im stationären Wohnsetting von Menschen mit einer geistigen Behinderung auf der Basis einer ungleichen Machtverteilung zwischen PSA und Adressat/inn/en stattfindet. Professionelles Arbeiten muss daher unter Anderem beinhalten Macht bewusst und reflektiert einzusetzen. Für die Professionellen der Sozialen Arbeit bedeutet dies, dass sie sich positionieren und eine Form des Umgangs mit ihren Machtressourcen buchstabieren, sowie die fachlich reflektierte Analyse von Machtsituationen als grundlegender Bestandteil des professionellen Arbeitens ansehen müssen.
Ziel dieser Arbeit ist, die Professionellen der Sozialen Arbeit auf den Umgang mit Macht zu sensibilisieren, sowie ihnen mehr Handlungssicherheit beim Umgang mit Macht zu vermitteln. Dafür wird ein Tool entwickelt, um Macht im stationären Wohnkontext von erwachsenen Menschen mit einer geistigen Behinderung zu erkennen, bewerten und ihren Einsatz begründen zu können.