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Das Risiko drückt die Kombination aus Wahrscheinlichkeit und Gefahr aus, die etwa für eine betrachtete Person oder einen betrachteten Gegenstand auftreten kann. Ein Tiger kann als Gefahr betrachtet werden. Solange der Tiger sich in seinem verschlossenen Käfig befindet, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Schaden aber gering (keine Exposition), und es besteht nur ein geringes Risiko. Trotzdem besteht die Gefahr weiter, denn diese ist nur an die Existenz des Tigers und seine intrinsischen Eigenschaften geknüpft.
Festlegung und Aussicht
Risiko wird im Allgemeinen als Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit eines unerwünschten Ereignisses und Schadensschwere bei einem etwaigen Eintritt des Ereignis angesehen. Eine oft übliche Vereinfachung ist es, das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensschwere als
Risiko zu bezeichnen. Dies ist dann angemessen, wenn dieses Produkt wohldefiniert ist und wenn das Ereignis so oft eintritt oder eintreten kann, dass der Übergang zu dem durch dieses Produkt beschriebenen Erwartungswert sinnvoll ist. Das Risiko wird in diesem Fall in der Einheit der Zielgröße bewertet.
Auf Grund des begrenzten Wissens über Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmass ist es von einer Reihe von Begriffen abzugrenzen. Im Unterschied zum Begriff Risiko ist der Begriff Wagnis tendenziell mit einer ethischen Komponente verbunden und findet deshalb bevorzugt in den Geisteswissenschaften (Theologie, Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Sportwissenschaften etc.) Verwendung (Wagnis Freundschaft, Wagnis Ehe, Wagnis Sport). Im Unterschied zum Risiko ist das Wagnis zudem immer mit einer Handlung verbunden: Es wird zwischen dem Sachverhalt einer objektiven Gefahrensituation, d.h. eines Risikos, und dem Sachverhalt, ob jemand sich auf diese Situation einlässt, unterschieden. Risiko ist danach immer Teil eines Wagnisses. Es gibt kein Wagnis ohne Risiken. Risiken sind aber nicht zwingend mit einem Wagnis verbunden. Ein solches erfordert vielmehr zusätzlich eine persönliche Handlungsentscheidung.
Risiko ist nach alledem die Verlustgefahr, die aus dem unvorhergesehenen Eintritt von künftigen Ereignissen resultieren kann. Verlustgefahren sind ökonomisch betrachtet unerwarteter erhöhter Aufwand oder erhöhte Kosten, geminderter Ertrag oder geminderte Erlöse. Die Verlustgefahren oder wirtschaftlichen Nachteile betreffen den Eintritt zukünftiger Ereignisse, von denen sowohl ungewiss ist, ob sie überhaupt eintreten, als auch, mit welcher Intensität sie eintreten werden. Wir bieten Ihnen mass geschneiderte Risikoanalysen (z.B. eine SWOT-Analye, Risikobeuteilung gemäss EN 12100:2010) und stellen Ihnen eine Bewertung inkl. Empfehlung zur Umsetzungen dar. In Fachbereichen ausserhalb unseres Fachwissen arbeiten wir mit namhaften Persönlichkeiten zusammen.
Möglicher Lösungsansatz für Betriebe
Für die Lösung eines Problems kann das Cynefin-Ansatz verwendet werden. Das Cynefin-Framework ist ein Wissensmanagement-Modell, das verwendet wird, um Probleme, Situationen und Systeme zu beschreiben. Das Modell liefert eine Typologie von Kontexten, die einen Anhaltspunkt bietet, welche Art von Erklärungen und/oder Lösungen zutreffen könnten. Cynefin‘ ist ein walisisches Wort, das üblicherweise mit ‚Lebensraum‘ oder ‚Platz‘ übersetzt wird. Es beschreibt auch ein Modell zur Klassifizierung von Problemstellungen, bei dem vier Arten von Problemstellungen unterschieden werden. Das Cynefin-Framework hat fünf Domänen. Die ersten vier davon sind: Simple / Obvious, Complicated, Complex und Chaotic.
Die fünfte Domäne ist Disorder, der Zustand des Nicht-Wissens, welche Art von Kausalität besteht. In diesem Zustand gehen die Leute in ihre eigene Komfortzone zurück, wenn sie eine Entscheidung fällen.
Beispiel: In der heutigen Zeit kann der Chaotische – Ansatz richtungsweisend, weil die etablierte Vorgehensweise für Analysen zu wenig weit greifen. Im Prinzip besteht das Vorgehen im HANDELN, möglicherweise unter Missachtung bestehender Strukturen, weil keine sichtbaren Strukturen nützen. Die Handlung beeinflusst die Situation und kann/muss beobachtet werden. Je nach Effekt (erwünscht/nicht erwünscht) wird das Vorgehen korrigiert oder fortgesetzt.
Andere Ansätze der Risikobewertung können ebenfalls realisiert werden.