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Schultersteife - Frozen Shoulder
Bei diesem Krankheitsbild treten zunächst starke Schmerzen auf, die sich insbesondere auch nachts bemerkbar machen. In einer 2. Phase stellt sich eine zunehmende Bewegungseinschränkung ein, die bis zu einer kompletten Einsteifung führen kann. Erst in einer 3. Phase kommt es zum schrittweisen Rückgang der genannten Symptome. Die Frozen shoulder entspricht einer Entzündung der Kapsel mit anschliessender Schrumpfung (adhäsive Kapsulitis). Die auslösenden Ursachen sind mannigfaltig und reichen von einer Schleimbeutelentzündung, einer Sehnenentzündung, Einrisse von Muskulatur und Sehnen bis hin zu einem Knochenbruch im Bereich des Schultergelenkes (sekundäre Frozen Shoulder).
Oftmals ist es aber nicht eindeutig möglich eine Ursache für die Einsteifung zu finden (primäre Frozen Shoulder). Letztere kommt vor allem im mittleren Erwachsenenalter vor. Bei ihrer Entstehung können hormonelle Veränderungen oder auch Stoffwechselstörungen eine Rolle spielen:
Hormonelle Schwankungen in der Menopause aber auch Schilddrüsenfunktionsstörungen sind bei Patienten mit Frozen shoulder anzutreffen. Menschen mit Diabetes mellitus oder einer Hyperlipidämie entwickeln deutlich häufiger eine Frozen shoulder. Die Diagnose wird meist schon anhand der Geschichte des Patienten und der klinischen Untersuchung gestellt. Begleitende Röntgenaufnahmen oder die MRT Bildgebung können nötig sein, um andere Diagnosen auszuschliessen. Die Therapie der Frozen Shoulder richtet sich zunächst nach der Ursache sofern diese bekannt ist. Überwiegend kommt ein konservatives Behandlungsregime zum Tragen mit entsprechenden physiotherapeutischen Bewegungsübungen, Schmerzmedikamenten und entzündungshemmenden Infiltrationen. Nur in seltenen Fällen ist ein operatives Vorgehen angezeigt. Prinzipiell ist die Prognose gut, der Krankheitsverlauf kann sich jedoch über bis zu 24 Monate erstrecken.