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Mit den sinkenden Temperaturen wächst wieder das Erkältungsrisiko. Eine Erkältung ist mühsam und kann sich unangenehm in die Länge ziehen. In diesem Beitrag findest du Tipps wie du präventiv gegen Erkältungen vorgehen kannst, um diese ganz zu meiden und wie du eine schnelle Genesung einleiten kannst, wenn es dich trotzdem erwischt.
Was ist eigentlich eine Erkältung?
Die Erkältung ist eine Infektion der oberen Atemwege mit Viren, die besonders leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Meist ist zunächst die Schleimhaut der Nase betroffen und es kommt zu Schnupfen. Zudem kann sich die Infektion auf den Hals- und Rachenraum ausdehnen und auch die Atemwege der Lunge (Husten bzw. Bronchitis) befallen.
Die Erkrankung tritt meist in den Herbst- und Wintermonaten auf, ist normalerweise harmlos und dauert etwa eine Woche. Erwachsene haben durchschnittlich zwei- bis dreimal im Jahr mit einer Verkühlung zu kämpfen, Kinder sind im Mittel fünf- bis achtmal betroffen. Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind häufiger und schwerer betroffen als andere. Von den auftretenden Beschwerden hält zumeist der Husten am längsten an.
So kannst du dich gegen eine Erkältung schützen
Durch Luftfeuchtigkeit
Trockene Luft ist eine der häufigsten Ursachen für den Ausbruch einer Erkältung. Vor allem in Herbst und Winter sorgen schlecht gelüftete Räume dafür, dass die Schleimhäute der Atemwege austrocknen und anfälliger für Krankheitserreger werden.
Wer es im Herbst und im Winter gern warm hat, sollte dafür sorgen, dass die Luft in den Innenräumen nicht zu sehr austrocknet. Empfehlenswert ist eine Luftfeuchtigkeit von 35 bis 55 Prozent. Ist die Luft zu trocken, sind folgende Massnahmen geeignet, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und einer Erkältung vorzubeugen:
- Stelle eine kleine Schüssel Wasser auf die Heizung. Dadurch sorgst du für einen Klimaausgleich und beugst trockener Luft vor (Achte darauf, das Wasser regelmässig auszutauschen, da sich andernfalls Bakterien bilden können).
- Lüfte, am besten stündlich für ein paar Minuten mit weit geöffneten Fenstern, damit die trockene Luft entweichen kann.
Der zusätzliche Bonus: Mit der verbrauchten Luft können auch Bakterien und Viren, die sich bereits im Raum befinden, nach draussen gelangen.
Durch ausgewogene Ernährung
Wer ausreichend trinkt und abwechslungsreich isst, bietet seinem Körper eine bunte Vielfalt an Vitaminen und Mineralstoffen, die das Immunsystem stärken. Vor allem Obst und Gemüse enthalten viele wichtige Nährstoffe, wie zum Beispiel Vitamin C, die die Aktivität der Abwehrzellen und des Abwehrsystems unterstützen. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag halten die Schleimhäute feucht. Hierbei eignen sich besonders spezielle Tees, wie Ingwer-, Lindenblüten- oder Zitronentee. Sie liefern zusätzliches Vitamin C, regen das Immunsystem an und beugen damit auch Erkältungen vor.
Mit Zink – dem Alleskönner
Ebenso wichtig ist eine ausreichende Zufuhr von Zink. Zinkmangel ist häufig ein Grund für einen verlangsamten Stoffwechsel und ein schwaches Immunsystem, da das Spurenelement an vielen organischen Prozessen, wie zum Beispiel am Zellwachstum und der Wundheilung, beteiligt ist. Mehr Zink aufzunehmen kann daher ebenfalls einer Erkältung vorbeugen.
Durch ausreichend Erholung
Wer Erkältungen vorbeugen möchte, muss sein körperliches wie seelisches Wohlbefinden im Auge behalten. Denn ein hektischer Alltag und Dauerstress wirken sich nicht nur negativ auf die Psyche vieler Menschen aus, sondern ziehen dadurch auch körperliche Beschwerden nach sich.
Die beste Voraussetzung für ein funktionsfähiges Immunsystem: Ausschlafen und ausgeruht in den Tag starten. Gönne dir immer wieder Pausen. Auch ein Nickerchen zwischendurch hilft, Energie zu tanken.
Mit warmen Füsse
Auch die Füsse können massgeblich dabei unterstützen die Erkältung gar nicht erst an sich heranzulassen. Denn wer dauerhaft unter kalten Füssen leidet, bekommt mit grösserer Wahrscheinlichkeit eine Erkältung. Warme Füsse fühlen sich dagegen nicht nur sehr wohlig an, sie können auch Erkältungen vorbeugen. Das liegt daran, dass die angenehme Wärme in den Füssen eine gesteigerte Durchblutung im ganzen Körper anregt, auch die der Schleimhäute im Hals- und Rachenraum.
Daher gilt: Lege dir warmes Schuhwerk, kuschelige Strümpfe und die eine oder andere Wärmflasche zu.
Durch Händewaschen
Allein mit einem intakten Immunsystem ist es nicht getan. Zusätzliche Massnahmen bieten guten Schutz vor einer Ansteckung:
- Regelmässiges und gründliches Händewaschen mit Seife hilft dir, Erkältungsviren zu entfernen. Der Übertragungsweg der Viren, die sich auf Gegenständen wie Türgriffen ablagern und über die Hände an die Schleimhäute von Nase und Augen gelangen, wird so unterbrochen.
- Wechselduschen härten dich ab und helfen beim Vorbeugen von Erkältungen.
- Ziehe dich dem Wetter angemessen an und halte dich warm.
Mit diesen einfachen Massnahmen kannst du bereits viel bewirken und dich vor einer viralen Infektion schützen. Und sollte es dich dennoch einmal erwischt haben, können diese Tipps dir weiterhelfen:
Viel Trinken!
Um die gereizten Schleimhäute bei einer Erkältung zu beruhigen, ist Trinken das wichtigste Hausmittel. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hat mehrere positive Effekte:
- Der Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen (zum Beispiel bei Fieber) wird ausgeglichen.
- Die Schleimhäute in den Atemwegen werden befeuchtet.
- Festsitzendes Sekret – beispielsweise in Nase und Nasennebenhöhlen – kann verflüssigt werden.
Ideen für leckere Getränke, die gut für deine Gesundheit sind findest du hier.
Dampfinhalation und Wannenbad
Entspannend und schleimlösend bei beginnenden Erkältungen sind Dampfinhalationen und heisse Wannenbäder. Salbei eignet sich dabei nicht nur als Tee, sondern wird auch gerne beim Inhalieren eingesetzt. Besonders beliebt sind ausserdem ätherische Öle, die ihre wohltuende Wirkung im erhitzten Wasser entfalten und die Atemwege befreien.
Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung kann ein warmes Bad die Abwehrkräfte unterstützen und hilft, die Atemwege durch die aufsteigenden Dämpfe zu befeuchten. Bei Wassertemperaturen zwischen 35 und 38 Grad darfst du bis zu 20 Minuten entspannen. Nimm das Wohlgefühl danach mit ins Bett und „schlaf dich gesund“.
Achtung: Bei Erkältungen mit Schnupfen und Husten oder Infekten, die von Fieber begleitet werden, solltest du das Baden vorerst vermeiden, um deinen Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten.
Leckere Hausmittel bei Erkältung
Scharf: Chili gegen Schnupfen
Eine feurige Speise mit Chili heizt dem fröstelnden Körper von innen ein. Darüber hinaus fördert das scharfe Gewürz die Durchblutung der Schleimhäute in den Atemwegen – unser Immunsystem wehrt dadurch Krankheitserreger besser ab. Chili hat zudem einen schleimlösenden Effekt; das macht die verstopfte Schnupfnase wieder frei und begünstigt so den Heilungsprozess.
Süss: Holunder gegen Erkältung
Holunderblüten enthalten ätherische Öle sowie Flavonoide und Gerbstoffe. Als Hausmittel gegen eine Erkältung mit Fieber ist Holunderblütentee beliebt, denn er soll schweisstreibend und schleimlösend wirken. Der aromatische Saft aus der Holunderbeere enthält viel Vitamin C und eignet sich als Heissgetränk für Schwitzkuren bei einer Erkältung.
Wundermittel Ingwer
Ingwer gehört in der asiatischen Küche zu den Grundlagen: Die Traditionelle Chinesische Medizin vertraut seit Jahrhunderten auf die heilende Wirkung der scharfen Knolle. Ingwer gehört darüber hinaus zu den Hauptzutaten der indischen Heilkunst Ayurveda. Mehr zum Thema kannst du hier lesen.
Ingwer enthält ätherische Öle sowie Scharfstoffe (scharf schmeckende Verbindungen) und soll als Hausmittel bei Erkältung folgendes leisten:
- das Immunsystem stärken
- Erkältungen vorbeugen
- entzündungshemmend, schmerzstillend und schleimlösend wirken
In der Erkältungszeit empfiehlt es sich daher, regelmässig heissen Tee mit Ingwer zu geniessen.
Hoffentlich kommst du erkältungsfrei durch den Herbst und Winter, aber wenn es dich trotzdem erwischt was sind deine go-to Methoden, um so schnell wie möglich wieder gesund zu werden? Teile deine Tipps mit uns in den Kommentaren.