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Liquidmetal: Neues Apple-Patent könnte Massenproduktion ermöglichen
Veröffentlicht am Mittwoch, 17. Juli 2013, um 14:26 Uhr von Patrick Bieri
Wissenschaftlern von Apple und dem Unternehmen Liquidmetal wurde ein Patent zugesprochen, welches die Herstellung der Legierung Liquidmetal deutlich erleichtern könnte. Die Patentschrift wurde von keinem der beiden Unternehmen eingereicht, sondern vom Unternehmen «Crucible Intellectual Property», welches als Joint Venture zwischen Apple und Liquidmetal dienen könnte. Der im Patent beschriebene Prozess könnte die Massenproduktion von Liquidmetal ermöglichen und so die Preise und die Verfügbarkeit für das Material deutlich konkurrenzfähiger machen.
Die von den Wissenschaftlern patentierte Technologie zur Herstellung von Liquidmetal soll der Herstellung von doppelglasigem Fensterglas ähneln. In einer andauernden Produktion wäre eine Maschine gemäss der Patentschrift innerhalb rund 15 Jahren in der Lage, 6000 Kilometer Liquidmetal in einer Dicke von 0.4 bis 25 Millimeter herzustellen. Das aus der Maschine kommende Material könnte eine Breite von bis zu 3 Meter aufweisen.
Die Herstellung von Liquidmetal war bislang sehr aufwendig und war hauptverantwortlich dafür, dass die Legierung noch kein breiteres Anwendungsfeld gefunden hat.
Im Patent werden auch die möglichen Einsatzorte von Liquidmetal beschrieben. Explizit erwähnt wird das iPhone als Beispiel für den Einsatz bei den Smartphones. Auch das iPad wird mit der Beschreibung «portable web-browser» implizit angesprochen. Weitere Einsatzmöglichkeiten sehen die Wissenschaftler bei tragbaren Musik-Spielern und Monitoren.
Interessant ist der Hinweis, nach welchem der Herstellungs-Prozess auch dazu genutzt werden kann, um das Ausgangsmaterial für eine Uhr herzustellen. Diese Andeutung befeuert erneut die Gerüchte um eine intelligente Uhr von Apple. Apple könnte sich bereits jetzt Gedanken um eine intelligente Uhr machen, welche aus Liquidmetal besteht.
Liquidmetal ist eine Legierung, welche sowohl amorphe als auch kristalline Strukturen aufweist. Amorphe Strukturen sind leichter als kristalline Strukturen und korrosionsresistent, dafür weniger widerstandsfähig. Durch kontrolliertes Abkühlen ist man in der Lage, das Verhältnis beider Zustände in die gewünschte Richtung zu lenken und so ein optimales Verhältnis dieser beiden Zustände zu erreichen. Je nach Durchführung der Abkühlung hat das Material andere Eigenschaften.
Im Jahr 2010 sicherte sich Apple die Rechte zur exklusiven Nutzung der Legierung Liquidmetal in der IT-Industrie. Bereits damals gab es Gerüchte um einen breiten Einsatz dieser Legierung in den Produkten von Apple. Bislang wurde Liquidmetal von Apple aber erst für die Herstellung der SIM-Nadel beim iPhone und iPad verwendet.
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