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Aktuell klingt das SSW bereits wieder ab. Der Polarwirbel intensiviert sich und nähert sich wieder dem Normalzustand an, was bei einem SSW Mitte Winter durchaus üblich ist.
Wie entstehen SSWs?
Die Ursprünge von SSWs sind näher am Erdboden, in der Troposphäre zu suchen. In der Westströmung der mittleren Breiten bilden sich wegen den grossen Gebirgsmassiven der Nordhemisphäre sowie permanent vorhandenen Wärmequellen (die Ozeane) sogenannte planetare oder «Rossby» Wellen. Diese breiten sich vertikal aus und können, wenn die mittlere Strömung in der Stratosphäre von West nach Ost verläuft und eine kritische Geschwindigkeit nicht überschreitet, in die Stratosphäre wandern und dort brechen. Das Brechen dieser Wellen «bremst» die Strömung in der Stratosphäre und schwächt den Polarwirbel, was letztendlich zum SSW führt.
Es sind komplexe dynamische Vorgänge, die mit mathematisch-physikalisch Formulierungen die in der Natur ablaufenden Prozesse realistisch abbilden, jedoch kaum auf einfach verständliche Art und Weise visualisiert werden können.
Wie wirken sich SSW auf das Wetter am Boden aus?
Während die Entstehung von SSWs von unten nach oben erfolgt, wie oben erläutert, pflanzen sich die Auswirkungen von SSWs wiederum von oben nach unten fort, sprich, von der Stratosphäre zurück zur Troposphäre und damit zum Wetter in Bodennähe.
Die kausalen Wirkungsketten sind im Detail nicht gänzlich verstanden und Gegenstand von Forschungsarbeiten. Statistische Analysen zeigen jedoch deutliche Zusammenhänge beispielsweise zwischen SSWs und der Druckverteilung am Boden sowie der Temperatur über Eurasien. Auf ein SSW folgen, mit etwas zeitlicher Verzögerung, vor allem in den nördlichen Teilen Europas oft deutlich negative Temperaturanomalien, wobei sich einzelne SSWs unterscheiden in ihren regionalen Auswirkungen auf das Wetter auf der Erdoberfläche.