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Thaiboxen (Muay Thai) ist eine sehr alte Kampfkunst, welche höchstwahrscheinlich aus dem 12./13. Jahrhundert stammt und zugleich der Nationalsport in Thailand. Diese Kampfkunst
wurde als Teil der Militärischen Ausbildung konzipiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Idee war, dass falls ein Krieger sein Schwert im Gefecht verlor, oder sein Speer unbrauchbar
wurde, weiterhin durch den kämpferischen Gebrauch von Techniken mit Fäusten, Beinen, Knien und Ellenbogen den Gegner ausser Gefecht setzen konnte. Typisch für Muay Thai sind der Gebrauch
von Knie und Ellbogen sowie das "Clinchen". Dabei versuchen sich die Gegner am Hals/Nacken fest zu greifen und anschliessend aus dem Gleichgewicht zu bringen (zu Boden werfen), oder sich
gegenseitig mit den Knien gegen den Oberkörper zu treten. Auch typisch sind die Kicks mit dem blanken Schienbein, welches seinerseits ebenfalls der Abwehr von Kicks dient. In der Regel sind
Knietritte und Ellbogenschläge gegen den Kopf zulässig. Die Boxingtechniken sind dem traditionellen Boxen sehr ähnlich, wobei Schläge aus der Drehung erlaubt sind.