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Sie sagten von Lausanne
Alexandre Dumas
"Lausanne mit seinen schlanken Kirchtürmen, Lausanne, dessen weisse Häuser vom Weitem einer Schar Schwäne gleichen, die sich in der Sonne trocknen, und das als Wachposten die kleine Stadt Ouchy an das Seeufer gestellt hat, die den Reisenden bedeutet, nicht vorbeizufahren, ohne der Waadtländer Königin die Ehre zu erweisen. Unser Schiff näherte sich ihr wie ein Tributpflichtiger und entlud einen Teil seiner Passagiere am Ufer."
Impressions de voyage en Suisse, 1833-1837
Victor Hugo
"Lausanne, eine Ansammlung von malerischen Häusern, verteilt sich über zwei oder drei Hügel, die vom gleichen zentralen Punkt ausgehen, und wird von der Kathedrale wie von einer Tiara gekrönt. Ich stand auf dem Platz vor der Kirche, vor dem Portal und sozusagen auf dem Kopf der Stadt. Ich sah den See über den Dächern, die Berge über dem See, die Wolken über den Bergen und die Sterne über den Wolken. Es war wie eine Treppe, auf der ein Gedanke von Stufe zu Stufe stieg und sich mit jeder erweiterte."
Le Rhin, 1842
Gérard de Nerval
"Von dort aus bietet sich eine herrliche Aussicht. Nach rechts erstreckt sich der in der Sonne glitzernde See, so weit das Auge reicht, während er links wie ein Fluss erscheint, der sich zwischen den hohen Bergen verliert und von ihren riesigen Schatten verdunkelt wird. Die Schneegipfel krönen diesen überwältigenden Anblick und unter der Terrasse, zu unseren Füssen, sind die sich gelb verfärbenden Rebberge wie ein Teppich bis zum Seeufer ausgerollt. […] Lausanne ist eine Stadt der Treppen; die Quartiere sind in Stockwerke unterteilt: Die Kathedrale liegt zumindest in der siebten Etage. Es ist eine sehr schöne gotische Kirche, die durch ihre protestantische Bestimmung heute verdorben und leergeräumt ist, wie alle Kathedralen der Schweiz, die aussen grossartig, innen aber kalt und leer sind."
Voyage en Orient, 1851
Maurice Pernot
(französischer Delegierter an der Konferenz von Lausanne von 1932)
"Die schöne kosmopolitische und gastfreundliche Stadt ist immer bereit, Gäste zu empfangen. Einige hundert Ausländer mehr oder weniger ändern nichts an ihrem Aussehen oder an ihren Gewohnheiten. Dennoch hat sie sich etwas herausgeputzt: Blätterranken und Blumen schmücken die Fassade des Postgebäudes, die Paläste haben die Flaggen in den Nationalfarben und in den Farben der Delegationen gehisst, die sie aufnehmen werden. Und vor allem versetzt die Sonne, die sich in diesem tristen Frühjahr kaum gezeigt hat, Lausanne schon ab den frühen Morgenstunden in Feststimmung. Sie durchflutet die weissen Strassen und die Gärten mit Helligkeit, beleuchtet die Berge, deren Gipfel sich noch in leichtem Dunst verbergen, und lässt den See wie ein silbernes Tuch funkeln."
Images de Lausanne, in: Revue des deux mondes, 1932.
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