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1690 komponierte Henry Purcell die Bühnenmusik zu «The Gordian Knot Untied». Mehr als 200 Jahre später wurde sie 1922 durch Gustav Holst, einem grossen Verehrer des britischen Barock-Komponisten, mit Bläser- und Perkussionsstimmen ergänzt. Er tat dies mit höchstem Respekt vor der berührenden Musik Purcells. Auf Vergangenes stützt sich auch Gerald Finzi – auch der Schubert Englands genannt – in seinem Klarinettenkonzert mit seinen barocken, pastoralen und Elgar’schen Bezügen. In der als «Krönung» oder «symphonisches Vermächtnis» verstandenen, letzten «Londoner» Symphonie Nr. 104 schöpft Joseph Haydn die Möglichkeiten des stark besetzten Londoner Orchesters aus und bringt kontrapunktische Brillanz mit einem populären musikalischen Idiom in Einklang. Eine gelungene Verbindung zwischen Altem und Neuem.