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Wenn Prinz Philip an diesem Freitag in der St.-Pauls-Kathedrale sitzt, feiert er zwar Geburtstag, aber nicht seinen eigenen, sondern den seiner Frau. Die Geburtstagsfeierlichkeiten der Queen enden erst dieses Wochenende – obwohl sie schon im April 90 wurde.
«Fachmann im Gedenktafelnenthüllen»
Prinz Philip lässt sich von der Tatsache, die ewige Nummer zwei zu sein, aber nicht den Tag verderben. «Ich bin der grösste Fachmann der Welt im Gedenktafelnenthüllen geworden», scherzte der Royal einst. Solche Spässe gehören aber zu seinen harmloseren. Der Royal schreckt auch vor rassistischen oder politischen Witzen nicht zurück. Etwa als er zum paraguayischen Diktator Alfredo Stroesnner sagte: «Ich bin gerne mal wieder in einem Land, in dem nicht das Volk das Sagen hat.»
Woher kommt dieses inadäquate Verhalten des knorrigen Gentlemans? Die britische Psychologin Dorothy Rowe sieht darin «einen Versuch, angestaute Aggressionen loszuwerden.»
Die 10 frechsten Sprüche von Prinz Philip
Der Nazi-Joke
1997 begrüsste Philip den damaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl mit den unverschämten Worten: «Guten Tag Herr Reichskanzler!»
Der Geduldsfaden gerissen
Das freche Verhalten hat er sich bis heute bewahrt. «Take the fucking picture», ruft er an einem Fototermin im vergangenen Jahr.
Zweckmässiger Gentleman
Dieser Witz mit Baujahr 2004 dürfte vor allem bei Männern Anklang finden: «Wenn ein Mann einer Frau die Autotür öffnet, kann das zweierlei bedeuten: Entweder ist es eine neue Frau oder ein neues Auto.»
Früh übt sich
Mit der Sprücheklopferei begann er schon früh. 1974 fragte er einen Bahnangestellten, welche Aufstiegschancen er habe. «Da müsste mein Boss sterben», sagte der Arbeiter. Philips Antwort: «Genau wie bei mir.»
Schlitzaugen-Gate
Auch rassistische Fehltritte lässt sich der Prinz nicht entgehen, wie seine Warnung an britische Studenten bei einem Staatsbesuch in Peking 1986 beweist: «Wenn ihr noch länger bleibt, bekommt ihr auch Schlitzaugen.»
Einfach mal die Klappe halten
«Ich wünschte, er würde das Mikrofon ausschalten», sagte er bei einem Auftritt von Elton John 2001.
Der Geschichtsexperte
«Bewerft ihr euch immer noch mit Speeren?», fragte Philip australische Ureinwohner 2002.
Das grosse Fressen
Eine Gratulation der etwas anderen Art: «Sie haben es geschafft, nicht gegessen zu werden», sagte er Engländern, die Papua-Neuguinea durchwandert hatten.
Der Verkehrsexperte
«Das Problem in London sind die Touristen. Sie verursachen Stau. Wenn wir den Tourismus stoppen könnten, können wir auch den Stau verhindern», sagte er 2012 bei der Eröffnung der City Hall.
Meister des Zynismus
An einem WWF-Treffen hielt Prinz Philip 1986 eine Rede: «Wenn es vier Beine hat, aber kein Stuhl ist, zwei Flügel hat und fliegen kann, aber kein Flugzeug ist und wenn es schwimmen kann, aber kein U-Boot ist, werden es die Chinesen essen.»