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Die Schweizer Diplomatie auf dem Pulverfass des Nahen Ostens 1945–1975
Yves Steiner und Sacha Zala
Im Kalten Krieg wurden die schweizerischen aussenpolitischen Prinzipien der «Neutralität» und «Universalität» auf dem Pulverfass des Nahen Ostens auf den Prüfstand gestellt. Von der delikaten Frage der Anerkennung des jüdischen Staates, über das zugunsten der UNO ausgeschlagene Angebot der «Guten Dienste» während der Suezkrise über die heftige arabische Kritik an der proisraelischen Haltung der Schweizer Öffentlichkeit im Sechstagekrieg bis hin zu den traumatischen Erfahrungen mit dem palästinensischen Terror und der Folgen der Ölkrise 1973/74, wurde die Schweiz mit schwierigen Herausforderungen konfrontiert. Die dabei gereifte Erkenntnis, dass die Probleme im Nahen Osten nur gelöst werden konnten, wenn beiden Konfliktparteien das gleiche Gewicht eingeräumt wurde, war ihrerseits ein kleiner Schritt, der zur behutsamen Öffnung der Schweizer Aussenpolitik in den 1970er Jahren beigetragen hat.

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