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Amadeo,
Giovanni Antonio, ital. Baumeister und Bildhauer, geb. 1447 zu Pavia, war beteiligt an den Arbeiten im Mailänder Dom und der Certosa in Pavia, schloß sich dem Stil des Bramantino von Mailand [* 2] an und vertritt mit diesem die lombardische Richtung der Renaissance. Er fertigte aus Marmor viele Reliefs für die Fassade und für Grabmäler in der Certosa, woran sich auch sein Bruder Protasio beteiligte. Er schuf das herrliche Denkmal der Medea Colleoni (jetzt in Bergamo) und Grabmäler in Cremona und Isola bella. Im J. 1490 mit dem Ausbau der Certosa und des Mailänder Doms beauftragt, teilte er die Arbeit mit zahlreichen Kunstgenossen und vollendete die Fassade des erstgenannten Gebäudes im Modell, welches der Hauptsache nach zur Ausführung kam. Hier überwuchert zwar die Dekoration beinahe die Architektur, doch geben sich im einzelnen hoher Schönheitssinn und reiche Phantasie zu erkennen. Bei dem Kuppelbau des Doms in gotischen Formen erfuhr er mancherlei Kränkungen und starb vor Vollendung des Werks Er suchte die Renaissance mit dem mittelalterlichen Stil seiner Heimat zu vermählen.