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In den vergangenen Tagen tobten in Teilen Italiens, des Balkans und in Regionen Griechenlands heftige Unwetter. Sintflutartige Regengüsse, sehr grosser Hagel und Böen in Orkanstärke sorgten für grosse Schäden in den betroffenen Gebieten. Der Strand von Numana in der Provinz Ancona an der italienischen Adriaküste wurde am Dienstag durch einen Orkan mit Windspitzen von 150 km/h vollständig verwüstet.
Superzelle
Eine Superzelle ist eine beständige und relativ lang lebende grosse Gewitterwolke. Sie produziert schwere Sturmböen, sintflutartige Regengüsse und meist auch sehr grossen Hagel. Sie entsteht bevorzugt bei feuchtwarmer Luft in tiefen Schichten. Darüber sorgt eine starke Abnahme der Temperatur mit der Höhe für die nötige Labilisierung. Zudem braucht es noch eine starke Zunahme und Drehung des Windes mit der Höhe.
Kaltluft prallte auf heisse subtropische Luft
Ausgelöst wurden die riesigen Gewittertürme an einer markanten Luftmassengrenze. Dort strömte in tieferen Schichten heisse subtropische Luft gegen kühlere, aus Norden herankommende Luft. Durch sehr starke Windscherung innerhalb der Gewitterwolke konnten sich besonders grosse Hagelkörner bilden.
Nach einer Wetterberuhigung und der Rückkehr zu angenehmeren Badewetter steigt am Wochenende die Gewittertendenz im östlichen Mittelmeerraum wieder an. Dann zieht aus Nordwesten ein neuer Schwall Kaltluft über die Alpen in Richtung Mittelmeer. Die Kombination dieser Höhenkaltluft mit warm-feuchter Mittelmeerluft könnte gebietsweise wieder für heftige Gewitter sorgen.