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Sein Gipfelkamm und der nordwärts gegen den
Neuenkamm sich fortsetzende scharfe
Grat, der
Schmalenleist,
sind durch kleine
Scharten in zahlreiche spitzige Zacken aufgelöst, da sie aus senkrecht aufgerichteten Malmkalkplatten bestehen.
Am W.-Fuss des Scheienstocks liegt das Trümmerfeld des prähistorischen
Bergsturzes von
Mullern, der aus
der grossen Nische zwischen Scheienstock und
Fronalpstock herausgebrochen ist.
oder Schimbrig (Kt. Glarus
und Schwyz).
2046 m. Gipfel in der Rädertenkette, zwischen dem
Oberseethal und dem
Wäggithal; 2,5
km ö. von
HinterWäggithal und 8 km w.
Näfels. Fällt nach O. gegen das Thälchen der Ahornenalp, nach
N. und W. gegen das
Wäggithal mit steilen, rauhen Felswänden ab. Der Berg ist aus Neocom, Schrattenkalk, Gault und Seewerkalk
aufgebaut, deren Schichten vom Gipfel steil nach NW. herunterbiegen und dem Stirngewölbe der grossen
Ueberfaltungsdecke der Rädertenkette angehören. Der Gipfel kann von
HinterWäggithal aus über die
Hohfläschenalp und den
S.-Grat in 3½ Stunden bestiegen werden und gewährt eine schöne Aussicht auf die
Glarner- und
Schwyzeralpen und das schweizerische
Mittelland.
(Kt. Aargau,
Bez. Brugg).
635 m. Firstähnlicher Höhenzug, 800
m lang und 200 m über die Umgebung aufragend; 500 m n.
Thalheim.
S.-Hang unten mit
Reben bestanden, die einen ziemlich geschätzten Wein liefern, und oben stark bewaldet;
N.-Hang mit
Wiesen überzogen. In 630 m steht die Burgruine Schenkenberg. 1278 erscheint im Krieg König Rudolf's
gegen Ottokar von Böhmen ein Albrecht von Schenkenberg. Die Burg wechselte ziemlich oft den Besitzer und kam 1460 an Bern,
das
einen Landvogt hierher setzte. Dieser nahm aber bald seinen Sitz auf
Kastelen, worauf die BurgSchenkenberg
allmählig in Trümmer zerfiel.
Neolithische
Pfahlbauten bei Altstad und beim Römerhüsli;
Fund eines Bronzebeiles nahe Diebletzen;
Römersiedelung
zwischen dem Dorf und Altstad;
alemannische Steinkistengräber im
Greuel. 1178: Scaincon;
1240: Scheinchon. Vom althochdeutschen
Personennamen Scenko (Schenk, Mundschenk) herzuleiten. 1900 hat man hier auf Veranlassung der schweizerischen Gesellschaft
zur Erhaltung historischer Kunstdenkmäler die Ruinen der ehemaligen Burg der Ritter von Schenkon, Mundschenken
der
Herren von Rotenburg,
Wolhusen und
Hasenburg, blossgelegt.
(Muntla) (Kt. Graubünden,
Bez. Inn).
2589 m. Gipfel in der Umbrailgruppe der Ofenpassalpen; zwischen dem Ofenbach, dem Spölthal,
der
Acqua del
Gallo und der
Buffalora, 2 km s. vom Ofenbergwirtshaus
(Il Fuorn) gelegen. Am
W.-Hang die Alp
la Schera (2092 m) über den
Schluchten und
Wäldern des Spölflusses. Der Berg hat nur nach N. und NO. hin steilere Gehänge.
Von der über den Ofenbach setzenden
Brücke von La
Drosa (nw. vom Munt la Schera) geht ein Saumpfad in
4½-5 Stunden nach
Livigno; auf dem
Rücken La
Drosa zweigt davon nach O. ein Weg ab, der über die Alp la Schera durch die
Valle del
Gallo und
Valle Bruna nach
San Giacomo di Fraele und von da durch das
Val di Fraele und über die
Scala di Fraele nach Bormio führt (Zernez-Bormio 10 Stunden).
Der Berg ist von der italienischen Grenze am Einfluss der
Acqua del
Gallo in den
Spöl nur 2,7 km entfernt. Leicht zu ersteigen,
schöne Fernsicht. Gesteine sind
Haupt- und Arlbergdolomit in der
Höhe, dann Muschelkalk und im NW. und S. in
mächtiger Entwicklung Verrucano (Sandsteine, Konglomerate und Tonschiefer). Auf der S.- und
W.-Seite herrschen komplizierte
Lagerungsverhältnisse. Die Alp la Schera und ihre Abhänge sind mit erratischen Gneis- und Verrucanoblöcken überstreut,
die von der
NW.-Seite des
Berges stammen.