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In dieser Studie wurde untersucht, wie sich die Pflanzenbestände der Fettwiesen und -weiden während der vergangenen 25 Jahre in den Alpen verändert haben. Dazu wurden zwischen 2002 und 2004 in vier Regionen insgesamt 259 Vegetationsaufnahmen aus den Jahren 1975 bis 1986 an denselben Standorten wiederholt. Die Aufnahmen der beiden Erhebungen unterschieden sich durchschnittlich in 41 bis 51 % der Arten. Begleitarten haben überproportional zur Veränderung beigetragen. Diese äusserte sich in signifikanten, wenn auch relativ geringen Bestandesverschiebungen, welche auf eine leichte Bewirtschaftungsintensivierung hinweisen. Insbesondere wurden diejenigen Pflanzen häufiger, die von einem hohen Nährstoffangebot profitieren und/oder eine gute Mahdverträglichkeit aufweisen. Im Tujetsch beschränkte sich die Intensivierung auf Gunstlagen, während an steilen und hohen Lagen eine Extensivierung erfolgte. Da der Zeigerwert für Futterqualität und die Artenzahl mehrheitlich erhalten blieben oder gar zunahmen, schliessen wir, dass die Graslandbewirtschaftung während der letzten 25 Jahre weitgehend nachhaltig war. Bei der höchsten Bewirtschaftungsintensität in Château-d’Oex wurde jedoch eine Zunahme von Störungszeigern und eine entsprechende Abnahme des Zeigerwerts für Futterqualität festgestellt. Damit diese unerwünschte Entwicklung in den Schweizer Alpen nicht grossflächig auftritt, empfehlen wir, die Bewirtschaftung der Fettwiesen und -weiden nicht über deren Produktionspotenzial zu intensivieren.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.