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<h2>SubmittedText<h2><p>In seiner Rede zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust hat der Bundespräsident die Schweiz als "rettende Insel" für "viele Bedrohte und Verfolgte" gelobt.</p><p>- Warum erwähnte er nicht auch "die dunkle Seite jener Zeit, nämlich die antisemitische Flüchtlingspolitik, die zahlreiche Zurückgewiesene das Leben kostete" ("Tachles", 27. Februar 2013)?</p><p>- Warum hat er auf das Gesprächsangebot des Schweizerischen israelitischen Gemeindebunds und der Plattform der liberalen Juden nicht reagiert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es handelte sich nicht um eine Rede, sondern um ein Communiqué des VBS vom 27. Januar 2013. Thema der Botschaft zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust war die Shoah, nicht die Gesamtgeschichte der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Die Aktivdienstgeneration hat insgesamt eine grossartige Leistung vollbracht und Zehntausenden von Flüchtlingen das Leben gerettet. Es ging darum, diesen vorbildlichen Einsatz zu würdigen. Um aus heutiger Sicht unentschuldbares Tun - zu denken ist u. a. an die Rolle der Schweiz bei der Grenzschliessung vom 13. bis zum 28. August 1942 - und Unterlassungen, die es gegeben hat, differenziert und historisch fundiert zu diskutieren, ist eine solche Botschaft nicht das richtige Gefäss.</p><p>Was den Brief des Schweizerischen israelitischen Gemeindebundes und der Plattform der liberalen Juden betrifft, ist er selbstverständlich beantwortet worden. Der Dialog findet, entgegen der missverständlichen Formulierung in der Frage, statt. So wird der Bundespräsident aufgrund einer wesentlich älteren Einladung sehr gern am 8. Mai 2013 an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen israelitischen Gemeindebundes teilnehmen.</p><p>Des Weiteren hat die schweizerische Regierung eine historische Analyse über die Rolle der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges in Auftrag gegeben. Nach Abschluss des Schlussberichtes der unabhängigen Expertenkommission, bekannt unter dem Namen Bergier-Bericht, hat sich der Bundespräsident bei der jüdischen Gemeinschaft für die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg entschuldigt.</p>