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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Lebensraum Alpen erhalten und weiter entwickeln

Die Regierung äussert sich gegenüber Bundesrat Moritz Leuenberger zum Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention. Sie stimmt dem Entwurf im Grundsatz zu, betont aber einmal mehr das vitale Interesse der ansässigen Bevölkerung an einer eigenständigen wirtschaftlichen Entwicklung.

Die Stellungnahme der Bündner Regierung zum Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention bildet eine Ergänzung derjenigen der Regierungskonferenz der Gebirgskantone. Übereinstimmend besteht das wichtigste Anliegen der Gebirgskantone weiterhin darin, die Alpenkonvention so auszugestalten, dass ein Gleichgewicht zwischen Schutz und Nutzung geschaffen wird. Die Alpenkonvention und ihre Ausführungsprotokolle dürfen nämlich nicht einseitig als Schutzinstrument ausgelegt werden, sondern müssen den ebenso gewichtigen Interessen der ansässigen Bevölkerung an einer eigenständigen wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung tragen. Die Interessenlage soll im Einzelfall umfassend abgewogen werden können. Es wird denn auch erwartet, dass die besonderen Bedürfnisse des Berggebiets, den Lebensraum Alpen zu ermöglichen und weiter zu entwickeln, auch durch das Verkehrsprotokoll beachtet und garantiert werden. Der Bund wird deshalb bei seiner Aussage behaftet, wonach das Verkehrsprotokoll mit den Grundsätzen einer sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit in Einklang steht. Das im Entwurf vorliegende Verkehrsprotokoll trägt diesen Anliegen weitgehend Rechnung. Es enthält auch das klare Ziel, das Alpengebiet vor den negativen Auswirkungen des alpenquerenden Transitverkehrs zu schützen.

Die Regierung beantragt, das Verkehrsprotokoll in gewissen Punkten zu ergänzen resp. präziser zu formulieren. U.a. wird ausgeführt, dass allfällige umweltschädigende Einwirkungen und Emissionen im Alpenraum nicht in erster Linie "hausgemacht" sind, sondern von den grossen ausseralpinen Agglomerationen mit ihren Industrien und dem zunehmenden alpenquerenden Verkehr verursacht werden. Die Regierung fordert daher, dass in erster Linie der Alpen-Transitverkehr reduziert wird. Zudem wird generell erwartet, dass die erforderlichen Massnahmen vor allem an der Quelle durchgesetzt werden. Auch das Prinzip der Kostenwahrheit und das Überbinden der externen Kosten auf die Verursachenden muss präzisiert werden.

Gemäss Protokoll verzichten die Vertragsparteien neben dem Bau von neuen hochrangigen alpenquerenden Strassen auch darauf, neue inneralpine Strassen zu erstellen. Unter bestimmten Voraussetzungen sollen allerdings Ausnahmen gemacht werden können. Mit Nachdruck erklärt die Regierung, dass auch neue Umfahrungen (z.B. Prättigauerstrasse, Flims) weiterhin realisierbar bleiben müssen, weil die Bündner Verhältnisse einen gut funktionierenden Individualverkehr zwingend erfordern.

Im Bereich Flugverkehr ergibt sich eine Unvereinbarkeit dort, wo gemäss Protokoll auf Neu- und Ausbauten von Flughäfen im Alpenraum verzichtet werden soll. Diese Bestimmung steht weder im Einklang mit den Zielen des Bundes noch mit jenen des Kantons (Ziele Bund: Erhalt, Sicherung und optimale Nutzung bestehender Infrastrukturen, Einbindung ins internationale und nationale Verkehrssystem, Berücksichtigung grundsätzlicher Bedürfnisse von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Ziele Kanton: Anbindung der Regionen mit entsprechenden Flughäfen an den internationalen Luftverkehr). Würde auf Neu- oder Ausbauten von Flughäfen im Alpenraum verzichtet, könnte das bedeuten, dass der geplante Ausbau des Regional-Flughafens Samedan nicht resp. nicht im erforderlichen Umfang realisierbar wäre. Gerade der Ausbau bestehender Regional-Flughäfen muss aber im Rahmen der heute in der Schweiz geltenden Anforderungen des Umwelt- und Raumplanungsrechts weiterhin gewährleistet bleiben. Hinsichtlich des Verbots des Heliskiings und -bikings ist die Regierung der Meinung, dass es dazu einer Abstimmung mit dem Tourismusprotokoll benötige.

Pflegeheime auf dem Prüfstand

Die Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über die Förderung der Krankenpflege werden insofern geändert, dass sich Pflegeheime und Pflegeabteilungen künftig obligatorisch einer Qualitätsüberprüfung unterziehen müssen. Diese erfolgt in periodischen Abständen durch ein externes Fachgremium, das sich aus Vertretungen des Sanitätsdepartements, des Kantonalverbands Bündnerischer Krankenversicherer und des Verbands Spitäler und Heime Grauübnden bzw. des Heimverbands Schweiz, Sektion Graubünden, zusammensetzt. Das Ziel dieser Neuerung besteht darin, innerhalb von vier Jahren alle Pflegeheime und -abteilungen auf ein einheitlich hohes Qualitätsniveau zu bringen. Dabei ist festzuhalten, dass die meisten Pflegeheime diesbezüglich bereits grosse Anstrengungen unternommen haben und ihre Qualität freiwillig beurteilen liessen.

Kulturbeiträge

Es werden Beiträge und Defizitgarantien im Gesamtbetrag von rund 315'000 Franken an die folgenden kulturellen Werke und Veranstaltungen gesprochent:

- Ausstellung "Alberto Giacometti, Stampa-Paris" des Bündner Kunstvereins vom 24. Juni bis 17. September 2000 im Bündner Kunstmuseum, Chur,

- Internationale Kunstausstellung "Weg-Zeichen" im Sommer 2000 in Buchs SG mit Beteiligung von vier Bündner Künstlerinnen und Künstlern,

- Herausgabe der Dokumentation zum Projekt "Zur falschen Zeit. Am falschen Ort. Kunst." (Kultur- und Studienjahr Dalvazza 1999) durch Peter Trachsel,

- Herausgabe der Autobiographie "Entrissen und entwurzelt/Die Ewigkeit beginnt im September" (Arbeitstitel) von Peter Paul Moser,

- Herausgabe von Nietzsches Lenzerheide-Fragment über den europäischen Nihilismus durch den Kranich-Verlag,

- Dokumentarfilm "Ajer e tschêl - Dumeng Secchi und seine Flugobjekte" (Arbeitstitel) von Urs Frey und Adrian Zschokke,

- Dokumentarfilm (Diplomfilm) über Lawinen von Nicole Wangler,

- Theater-Produktionen der Klibühni im Jahr 2000,

- Theater-Produktionen von In Situ im Jahr 2000,

- Freilicht-Aufführungen des Stücks "Scapins Schelmenstreiche" von Molière durch das Theater Grischun im Sommer 2000 in Sils i.D.,

- 7. Alpine Kulturtage Thusis vom 30. August bis 3. September 2000,

- Kulturwochen im Juli/August 2000 in der Burg Riom ("Cultura aint'igl casti"),

- Konzerte des Gemischten Chors der Evangelischen Mittelschule Schiers vom 7./8. April 2000 in Schiers und Andeer (Werke von Puccini und Mozart),

- Konzertreihe Wald Haus Musik vom 14. bis 28. Juli 2000 in Flims,

- Konzerte des Folk Club Chur im 1. Halbjahr 2000,

- Konzerte des Jazz Club Chur im 1. Halbjahr 2000,

- Musik-Kurswochen 2000 des Kulturkreises Arosa,

- Produktion eines Musikvideoclips samt CD von Marcus Abplanalp ("Silver"), Zizers, und

- Produktion eines Musikvideoclips samt CD von Gian-Marco Schmid, Chur.

Aus den Gemeinden

Die Teilrevision der Gemeindeverfassung von Silvaplana wird genehmigt.

An die Instandstellung und Ergänzung der Lawinenverbauung "Rüggen" in der Fraktion Aeuja in Klosters-Serneus wird ein Kantonsbeitrag von 200'000 Franken zugesichert. Es wird mit Gesamtkosten von einer Million Franken gerechnet.

Für verschiedene Strassenbau-Projekte im Kanton werden Kredite im Gesamtbetrag von rund 1.45 Mio. Franken freigegeben (Strassenkorrektion Zernez-Ova Sparsa, Gesamtprojektleitung zweite Phase Instandsetzung San Bernardino Nord-Splügen).

Personelles

- Mit Wirkung ab Anfang Mai 2000 wird Marc Antoni Nay, geb. 1956, von Trun, wohnhaft in Rothenbrunnen, Adjunkt bei der Denkmalpflege. Er ist bereits in dieser Amtsstelle tätig und tritt dort die Nachfolge von Diego Giovanoli an.

- Andrea-Alex Kaltenbrunner, geb. 1966, von Davos und Winterthur, wohnhaft in Davos-Platz, wird Forstingenieur beim Forstinspektorat und tritt die Stelle Anfang Juni 2000 an.

Standeskanzlei Graubünden

Gremium: Regierung

Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

Data: 24.02.2000

Mantegnair e sviluppar il spazi da viver en las Alps

La regenza prenda posiziun envers cusseglier federal Moritz Leuenberger davart il protocol da traffic da la convenziun da las Alps. Ella beneventa da princip il sboz, accentuescha dentant ina giada dapli l'interess vital da la populaziun indigena per in svilup economic independent.

La posiziun da la regenza grischuna davart il protocol da traffic da la convenziun da las Alps è ina cumplettaziun da quella da la conferenza da las regenzas dal chantuns alpins. En concordanza è il giavisch dals chantuns alpins anc adina quel da furmar la convenziun da las Alps uschia, ch'i vegn creà in equiliber tranter protecziun ed utilisaziun. La convenziun da las Alps e ses protocols executivs na dastgan dentant betg vegnir interpretads unilateralmain sco instrument da protecziun, ma ston tegnair quint medemamain dals interess impurtants da la populaziun indigena per in svilup economic independent. En il singul cas duai vegnir fatga ina ponderaziun cumplessiva dals interess. I vegn pia er spetgà ch'ils basegns spezials dal territori da muntogna da pussibilitar e sviluppar il spazi da viver da las Alps vegnian observads e garantids er tras il protocol da traffic. La confederaziun sto pia responsar sia decleraziun, tenor la quala il protocol da traffic s'accorda cun ils princips d'ina persistenza sociala, ecologica ed economica. Il protocol da traffic ch'exista entant sco sboz tegna per gronda part quint da quest giavisch. El cuntegna er la clera finamira da proteger il territori da las Alps da las consequenzas negativas dal traffic da transit tras las Alps.

La regenza propona da cumplettar resp. formular a moda pli precisa tscherts puncts dal protocol da traffic. Tranter auter explitgescha ella ch'eventualas influenzas ed emissiuns che fan donn a l'ambient en l'artg alpin n'èn en emprima lingia betg "fatgas sez", mabain vegnan chaschunadas da las grondas agglomeraziuns ordaifer las Alps cun lur industrias e dal traffic pli e pli grond tras las Alps. La regenza pretenda perquai chi vegnia reducì en emprima lingia il traffic da transit tras las Alps. Plinavant spetga ella en general che las mesiras necessarias vegnian exequidas surtut a la funtauna. Er il princip da l'autenticitad dals custs ed il transferir dals custs externs als chaschunaders sto vegnir precisà.

Tenor il protocol desistan las parts contrahentas ultra da a la construcziun da novas vias d'emprima qualitad tras las Alps er a la construcziun da novas vias entaifer las Alps. Sut tschertas consequenzas duain dentant pudair vegnir fatgas excepziuns. Cun insistenza declera la regenza ch'er sviaments novs (p.ex. la via tras il Partenz, Flem) stoppian restar realisablas er en il futur, perquai che las relaziuns dal Grischun pretendan stringentamain in traffic individual che funcziuna bain.

Sin il sectur dal traffic aviatic resulta ina incumpatibilitad là, nua ch'il protocol vul desister da construir ed amplifitgar eroports en l'artg alpin. La disposiziun na sa cunfà betg ni cun las finamiras da la confederaziun, ni cun quellas dal chantun (Finamiras confederaziun: mantegniment, garanzia e diever optimal da las infrastructuras existentas, integraziun en il sistem da traffic internaziunal e naziunal, resguard dals basegns fundamentals da la societad, l'economia e da l'ambient. Finamiras chantun: colliaziun da las regiuns al traffic aviatic internaziunal tras eroports correspundents). Sch'ins desistess da construir u amplifitgar eroports en l'artg alpin, alur pudess quai signifitgar, che l'engrondiment planisà da l'eroport regiunal da Samedan na pudess insumma betg vegnir realisada resp. betg en la dimensiun necessaria. Gist l'engrondiment dals eroports regiunals existents sto dentant restar garantida er vinavant en il rom da las pretaisas dal dretg davart la protecziun da l'ambient e la planisaziun dal territori ch'èn valaivlas oz en Svizra. En vista al scumond dal heliskiing e helibiking è la regenza da l'avis ch'i veglia ina votaziun en connex cun il protocol da turissem per quest intent.

Las chasas da tgira vegnan examinadas

Las disposiziuns executivas tar la lescha davart promover la tgira da malsauns èn vegnidas midadas en quel senn, che las chasas e las partiziuns da tgira ston sa suttametter en il futur obligatoriamain ad ina controlla da qualitad. Questa controlla succeda en intervals periodics tras in gremi professiunal extern che sa cumpona da represchentants dal departament da sanitad, da la federaziun chantunala dals assicuraders grischuns da malsauns e da la federaziun ospitals e chasas dal Grischun resp. da la federaziun da chasas da dimora svizras, secziun Grischun. La finamira da questa novaziun è quella da manar aifer quatter onns tut las chasas e partiziuns da tgira sin in nivel da qualitad da medema autezza. Qua èsi da constatar che las bleras chasas da tgira han gia fatg grondas stentas en quest connex ed han laschà giuditgar facultativamain lur qualitad.

Contribuziuns culturalas

I vegnan empermessas contribuziuns e garanzias da deficit d'in import total da var 315'000 francs a las suandantas ovras ed occurrenzas culturalas: -

exposiziun "Alberto Giacometti, Stampa - Paris" da l'uniun grischuna d'art dals 24 da zercladur fin ils 17 da settember 2000 en il museum d'art dal Grischun, Cuira,

- exposiziun internaziunala d'art "Weg-Zeichen" la stad 2000 a Buchs SG cun la participaziun da quatter artistas ed artists grischuns,

- ediziun d'ina documentaziun davart il project "Zur falschen Zeit. Am falschen Ort. Kunst." (Onn cultural e da studi Dalvazza 1999) tras Peter Trachsel,

- ediziun da l'autobiografia "Entrissen und entwurzelt/Die Ewigkeit beginnt im September" (titel da lavur) da Peter Paul Moser,

- ediziun dal fragment "Planeiras" da Nietzsche davart il nihilissem europeic tras la chasa editura Kranich,

- film documentar "Ajer e tschêl - Dumeng Secchi und seine Flugobjekte" (titel da lavur) dad Urs Frey ed Adrian Zschokke,

- film documentar (film da diplom) davart lavinas da Nicole Wangler,

- producziuns da teater da la Klibühni durant l'onn 2000,

- producziuns da teater dad In Situ durant l'onn 2000,

- represchentaziuns al liber dal toc "Scapins Schelmenstreiche" da Molière tras il teater Grischun la stad 2000 a Seglias,

- 7avels dis da las culturas alpinas a Tusaun dals 30 d'avust fin ils 3 da settember 2000,

- emnas culturalas il fanadur/avust 2000 en il chastè da Riom ("Cultura aint'igl casti"),

- concerts dal chor maschadà da la scola media evangelica da Schiers ils 7/8 d'avrigl 2000 a Schiers ed Andeer (ovras da Puccini e Mozart),

- retscha da concerts da la Wald Haus Musik dals 14 fin ils 28 da fanadur a Flem,

- concerts dal club da folk a Cuira durant l'emprim semester 2000,

- concerts dal club da jazz a Cuira durant l'emprim semester 2000,

- emnas da curs da musica 2000 dal circul cultural d'Arosa,

- producziun d'in videoclip da musica cun DC da Marcus Abplanalp ("Silver"), Zizers, e

- producziun d'in videoclip da musica cun DC da Gian-Marco Schmid, Cuira.

Da las vischnancas

La revisiun parziala da la constituziun communala da Silvaplauna vegn approvada.

Per la reparaziun e cumplettaziun dal rempar da lavinas "Rüggen" en la fracziun Aeuja a Claustra-Serneus vegn empermessa ina contribuziun chantunala da 200'000 francs. I vegn fatg quint cun custs totals dad in milliun francs.

Per differents projects da construcziun da vias en il chantun vegnan dads libers credits d'in import total da var 1.45 milliuns francs (correctura da la via Zernez-Ova Sparsa, direcziun totala dal project per la segunda fasa da la reparaziun San Bernardino nord-Spleia).

Persunal

- Cun effect davent da l'entschatta da matg 2000 daventa Marc Antoni Nay, naschì 1956, da Trun, domicilià a Giuvaulta, adjunct tar la tgira da monuments. El lavura gia en quest uffizi e succeda là a Diego Giovanoli.

- Andrea-Alex Kaltenbrunner, naschì 1966, da Tavau e Winterthur, domicilià a Tavau Plaz, daventa inschigner forestal tar l'inspecturat forestal e cumenza sia plazza l'entschatta da zercladur 2000.

Chanzlia chantunala dal Grischun

Gremi: regenza

Funtauna: rg chanzlia chantunala dal Grischun

Data: 24.02.2000