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Sich mittels PrEP vor einer HIV-Infektion zu schützen, bedeutet eine Menge Arbeit, sowohl mental, als auch praktisch.
Menschen, die sich mit PrEP schützen wollen, sind gewissen Paradoxa ausgesetzt. So gilt die PrEP beispielsweise als gesund, weil eine Person, die PrEP nimmt, sich regelmässig testen lässt. Hingegen erinnert die tägliche Einnahme einer Pille an einen Krankheitszustand. Ein weiteres Beispiel: Die PrEP zu nehmen bedeutet die Übernahme der Verantwortung für den eigenen Schutz vor HIV. Gleichzeitig ist die PrEP teuer, was (in einigen Ländern) Kosten für die nach Solidaritätsprinzip organisierten Gesundheitssysteme bedeutet. Ein drittes Paradoxon: Die PrEP ist in der Community als Schutzstrategie akzeptiert. Dennoch werden Menschen, die PrEP nehmen, teilweise schambehaftet stigmatisiert.
Die PrEP ist eine Freiheit, die Verantwortung mit sich bringt. Diese Ambiguität und der mentale Aufwand, damit klarzukommen, kann davon abhalten, sich auf diese Schutzstrategie einzulassen. Die erlebten Widersprüche geben jedoch auch Energie. Die geistige und praktische Arbeit, die mit dem Zugang zur PrEP verbunden ist, macht sie zu einer Errungenschaft, die motiviert.