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Erhöhung der Betriebsbereitschaft des Hochwasserentlastungsstollens in Thun
Der Hochwasserentlastungsstollen in Thun ist seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2009 wie vorgesehen unterhalten, revidiert und in verschiedenen Bereichen optimiert worden. Trotzdem traten im Sommer 2021 technische Probleme auf, die den Durchfluss teilweise einschränkten. Eine Ursache für den blockierten Auslauf waren gelockerte Schrauben bei den seitlichen Führungsrollen. Diese wurden vermutlich durch die Erschütterungen gelöst, denen das Tor ausgesetzt ist, wenn die Wassermengen durch den Stollen fliessen. Dieser Mangel sowie die Defekte beim Einlauf wurden im letzten Herbst behoben. Nachrechnungen haben gezeigt, dass der Thunersee im letzten Sommer dank dem Stolleneinsatz knapp 20 Zentimeter weniger hoch angestiegen ist.
Aktuell finden die üblichen Inspektions- und Revisionsarbeiten statt. Zusätzlich werden die folgenden Verbesserungen umgesetzt: Ausbau und Revision des Regulierorgans (Auslaufschütz) in einer spezialisierten Werkstätte sowie Beschaffung eines neuen stärkeren Hydraulikzylinders zum Heben und Senken des Regulierorgans beim Stollenauslauf. Dafür muss auch ein neues Hydraulik-Aggregat (Antrieb) beschafft werden. Weiter wird die Revision des bestehenden Hydraulik-Aggregates beim Stolleneinlauf vorgezogen, und es werden zusätzliche Messsysteme und Erweiterungen der Leittechnik umgesetzt. Die Arbeiten sollten bis Ende März 2022 abgeschlossen sein, so dass der Stollen Mitte April wieder betriebsbereit sein sollte. Im Vergleich zu den normalen Inspektionen/Revisionen anfangs Jahr verzögert sich die Wiederinbetriebnahme wegen der Zusatzarbeiten um rund einen Monat. Die laufenden Arbeiten kosten rund 330’000 Franken.
(text:pd/bild:beo)
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