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Die Männer stehen den Frauen beim Stöhnen in nichts nach. Zum grossen Leidwesen von Andy Murray.
So richtig zufrieden war Andy Murray mit seinem Spiel gegen den Argentinier Carlos Berlocq (ATP 85) nicht. Beim 7:6, (7:4), 6:4-Sieg im Achtelfinal von Indian Wells hat der Schotte mehr Mühe, als ihm lieb ist.
Der argentinische Stier fordert Murray nicht nur sportlich alles ab. Mit seinem Stöhnen treibt der 30-Jährige den US-Open-Champion zur Weissglut. «Das Gestöhne nervt total», sagt er nach dem Spiel in der Pressekonferenz.
Er habe sich deswegen sogar beim Schiedsrichter beschwert: «So etwas habe ich noch nie bei einem Mann erlebt. Es ist extrem laut. Es ist offensichtlich, dass er mich damit aus der Fassung bringen wollte.»
Beim Schiedsrichter habe er sich aber nur beschwert, weil «Charlie» gemotzt habe, dass Murray sich zwischen den Punkten zu viel Zeit genommen habe. «Eine Retourkutsche», gibt er zu.
Und was sagt Berlocq zur Posse? Lächelnd erklärt er, wie stolz Argentinien auf seinen Papst sei. Zum Stöhnen verliert er nur einen Satz: «Mir war nicht klar, dass ihn das gestört hat.»
Bei den Frauen wird schon länger über die Stöhnerei debattiert. Der Welt-Tennisverband WTA zieht nun sogar in Betracht, ein Messinstrument («Stöhn-O-Meter») einzuführen.
Andy Murray steht derweil im Viertelfinal, wo er mit Juan Martin Del Potro (24, ATP 7) auf einen weiteren Argentinier trifft. Mit einem Turniersieg kann er Roger Federer vom zweiten Platz der Weltrangliste verdrängen.