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Fünf Maturandinnen erhalten Förderpreis
Die Naturforschende Gesellschaft Graubünden hat am Donnerstagabend die besten Maturaarbeiten im Bereich der Naturwissenschaften mit einem Förderpreis ausgezeichnet. «südostschweiz.ch» stellt die fünf Förderpreisträgerinnen und ihre Arbeiten vor.
Arsenic in drinking water: A threat to men in the Grisons?
Elin Celia Cathomas, Bündner Kantonsschule Chur
Arsen ist krebserregend und einer der primären Expositionswege ist verunreinigtes Trinkwasser. Einige Studien zum Zusammenhang zwischen Arsen im Trinkwasser und Prostatakrebs haben einen positiven Zusammenhang gefunden, andere dagegen nicht. Bisher wurde in der Schweiz keine Studie zur Untersuchung dieses Zusammenhangs durchgeführt.
Die Ergebnisse dieser Matura-Arbeit legen nahe, dass ein Zusammenhang eher schwach ist. Daher ist eine weitere Senkung des gesetzlichen Grenzwerts für das Arsen-Niveau in der Schweiz derzeit wahrscheinlich nicht erforderlich.
Die Auswirkungen des Klimawandels auf Steinkorallen
Aurelia Darms, Gymnasium Kloster Disentis
Korallen sind Nesseltiere und können ganze Riffe bilden. Sie leben in Symbiose mit einzelligen Algen. Dieses Zusammenleben, kann durch verschiedene Faktoren, wie Temperaturerhöhung des Wassers, Ozeanversauerung und Stürme gespalten werden. Dies führt dazu, dass die Korallen die Farbe verlieren. Dieses Ereignis ist als Korallenbleiche bekannt.
Um diesen Effekt zu untersuchen arbeitete Aurelia Darms mit zwei Aquarien. Das eine diente als Testaquarium, das andere als Vergleichsaquarium. Das Testaquarium wurde alle 10 Tage um 1 °C erhöht, beginnend bei 25 °C.
Aus den Resultaten geht hervor, dass nicht alle Korallen einen gleichen Bleichprozess aufweisen. Die Ergebnisse zeigen, dass Steinkorallen der stets steigenden Wassertemperatur, ausgelöst etwa von der Klimaerwärmung, ab einer gewissen Temperatur nicht standhalten können. Dies soll als Warnsignal interpretiert werden, das nicht ignoriert werden darf.
Neuartige zeckenübertragene Krankheit Tularämie auf Wanderwegen im Vormarsch?
Saskia Durisch, Bündner Kantonsschule Chur
Um die Entwicklung von Zecken und durch sie übertragene Infektionen zu untersuchen, wurden zwei Standorte, ein Golfplatz und ein Wanderweg, auf ihre Anzahl an Zecken und deren Infektionen mit den drei Krankheiten untersucht. Diese beiden Standorte wurden gewählt, weil sich auf dem Golfplatz, wie auch auf dem Wanderweg viele Menschen aufhalten. Wobei die Zahlen der gesichteten Menschen und Tiere auf dem Wanderweg wesentlich höher sind. Durch die vielen Wirte, welche am Wanderweg gefunden wurden, konnte man auch die höhere Anzahl an gesammelten Zecken erklären. Auf dem Wanderweg wurden 583 Zecken gefunden, während man auf dem Golfplatz lediglich 6 Zecken fand.
82.3 Prozent der Proben waren positiv auf Borreliose, 11.45 Prozent positiv auf Tularämie und 2 Prozent positiv auf das FSME-Virus. Die vielen positiven Proben von Tularämie seien unerwartet gewesen, da in einer Studie 2018 eine weitaus tiefere prozentuale Besiedlung der Krankheit festgestellt wurde. Dies zeigt auf, dass diese Krankheit häufiger wird. Ebenso wie die beiden anderen, von Zecken übertragenen Krankheiten. Daher ist es naheliegend, dass auch in Zukunft viele Menschen mit diesen Krankheiten infiziert werden.
Die Zukunft der grünen Wand
Lili Gensetter, Evangelische Mittelschule Schiers
Lili Gensetter ist mit ihrer Arbeit der Frage, wie sich vertikale Gärten bei unterschiedlichen Einstrahlungsbedingungen (verschiedene Expositionen zur Sonne) entwickeln, nachgegangen. Dabei achtete sie besonders auf das Volumen- und das Massenwachstum der Pflanzen. Um diese Untersuchung durchzuführen, arbeitete sie mit einer Art Würfel, wobei sie die vier Seitenwände mit Pfefferminze bepflanzt hat. Die Seitenwände waren somit in die verschiedenen Himmelsrichtungen ausgerichtet.
Die Messungen haben ergeben, dass das Volumen nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit der Masse stehen muss und, dass die Südvariante (neben der horizontal ausgerichteten Kontrollvariante) am meisten Masse produziert hat. Die Ausrichtung eines vertikalen Gartens kann also massgebend eine Rolle spielen, wenn dieser umwelttechnisch effizient errichtet werden soll.
Bau eines Foucault-Pendels
Alexandra Züger, Bündner Kantonsschule Chur
Um herauszufinden, wie ein Foucault-Pendel in Schwung gehalten wird, wird ein Elektromagnet verwendet, welcher durch einen Sensor beim Durchlaufen des Nullpunkts ausgelöst wird. In der Arbeit werden die Funktionsweise des Antriebs und die wichtigsten Bauteile beschrieben.
Der Antrieb wurde an einem Foucault-Pendel mit Charron-Ring, einem ca. 4 Meter langen Aramidseil und einer mit Bleigranulat gefüllten Messingkugel getestet. In der Arbeit werden die Ergebnisse verschiedener Versuchsreihen präsentiert.
Anerkennungspreisträger/-innen
Joel Bärlocher, Evangelische Mittelschule Schiers
Einfluss physischer und mentaler Aktivität auf den Puls im Schlaf
Maja Boner, Evangelische Mittelschule Schiers
Lohnt sich eine konstitutionelle homöopathische Behandlung bei Kühen?
Jannic Casal, Evangelische Mittelschule Schiers
Welche Auswirkungen haben technischer Schnee und das Präparieren von Pisten auf die Vegetation und den Boden in Skigebieten?
Fabia Castelmur, Schweizerische Alpine Mittelschule Davos
Rock glaciers as a long-term source of water in the Davos region
Elina Clijsen, Evangelische Mittelschule Schiers
Physiologische Effekte der Saunatherapie auf die Haut
Arianna Guadagnini, Bündner Kantonsschule Chur
Come si comportano i parametri ematici pendolando tra la Valposchiavo e l'Engadina?
Andri Heeb, Bündner Kantonsschule Chur
Wie ist der Bergsturz von Piuro vonstattengegangen?
Curdin Melchior, Bündner Kantonsschule Chur
Analyse der Hangstabilität bei landwirtschaftlichen Transportern
Ladina Peter, Bündner Kantonsschule Chur
Insekten als Fleischersatz
Janis Senn, Bündner Kantonsschule Chur
Untersuchung des Wildverbisses im Almenser Wald