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Der malawische Präsident Bingu wa Mutharika ist tot. Der 78-Jährige starb am frühen Freitagmorgen, nachdem er zuvor einen Herzinfarkt erlitten hatte, wie aus einem Spital in der Hauptstadt Lilongwe verlautete.
Die Ärzte hätten noch zwei Stunden lang versucht, den Präsidenten wiederzubeleben. Die Leiche Mutharikas sei in der Nacht nach Südafrika geflogen worden, wo sie einbalsamiert werden solle. Eine offizielle Bestätigung für den Tod Mutharikas gab es zunächst nicht. Die Regierung berief für Freitag eine Medienkonferenz ein.
Laut malawischer Verfassung soll Vizepräsidentin Joyce Banda nach dem Tod des Staatschefs die Amtsgeschäfte übernehmen. Die 61-Jährige lehnte es am Freitag zunächst jedoch ab, die Präsidentschaft zu übernehmen.
Gleichzeitig ermahnte sie in einem Radio-Interview die politischen Kräfte des Landes, sich verfassungskonform zu verhalten. Sie hoffe, dass sich die Lage noch am Freitag aufkläre, betonte Banda. Den Tod Mutharikas bestätigte sie nicht.
Bandas Nachfolge an der Staatsspitze könnte neue politische Spannungen zur Folge haben, da Mutharika sie 2010 aus der Regierungspartei ausschloss, um seinen Bruder als Nachfolger auf das Präsidentenamt vorzubereiten.
Mutharika war in Malawi seit 2004 an der Macht. 2009 wurde er mit grosser Mehrheit erneut zum Präsidenten gewählt. Der Ökonom arbeitete zuvor für verschiedene internationale Organisationen, darunter die Weltbank. Mutharika nahm für sich in Anspruch, mit seiner Politik der Förderung von Kleinbauern den Hunger in Malawi beseitigt zu haben, nachdem der südostafrikanische Binnenstaat 2005 von einer katastrophalen Hungersnot heimgesucht worden war.
SDA-ATS