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Buenos Aires, 21. Juli 2011 Uruguay und Paraguay bestreiten das Finale der Copa América 2011. Während die „Celeste“ durch ein 2:0 gegen Peru bereits in der regulären Spielzeit für klare Verhältnisse sorgte, musste die „Albirroja“ gegen ein überraschend starkes Venezuela erneut ins Elfmeterschiessen, wo sie dann abermals Nervenstärke bewies.
Von den ursprünglichen grossen Favoriten hat tatsächlich mit Uruguay eine Mannschaft das Finale der Südamerikameisterschaft erreicht. Argentinien und Brasilien scheiterten jeweils im Viertelfinale, auch Chile musste gegen den Underdog Venezuela eine bittere Niederlage hinnehmen. Diese wiederum sind die eigentliche Überraschung der Copa América. Erstmalig waren sie in das Halbfinale des Kontinentalturniers eingezogen und spielen nun am Samstag um Platz 3. Finalteilnehmer Paraguay hingegen konnte sich sowohl im Viertelfinale als auch in der Runde der letzten Vier mit Nervenstärke im Elfmeterschiessen gegen deutlich bessere Mannschaften durchsetzen.
Bereits am Dienstag waren in der ersten Halbfinalbegegnung Uruguay und Peru aufeinander getroffen. Der 14-fache Turniergewinner gab auch von Beginn den Ton an und setzte die Andenkicker zunehmend unter Druck. Diese lauerten fast ausschliesslich in der Defensive und hofften auf Konter. Nach einigen wenigen Torchancen in der ersten Halbzeit gestaltete sich das Spiel mit Beginn der zweiten 45 Minuten weitaus offener. Held des Tages war dann Luis Suárez, der mit seinen zwei Toren in der 52. und 58. Minute den Finaleinzug bereits in der regulären Spielzeit perfekt machte. Diego Fórlan, Star des Teams bei der vergangenen Weltmeisterschaft in Südafrika, wartet weiter auf ein Tor. Seit dem Spiel um Platz 3 am 10. Juli 2010 gegen Deutschland hat er nicht mehr im Trikot der „Celeste“ getroffen.
Mit weitaus mehr Aufwand musste sich Paraguay das Ticket für das Endspiel am kommenden Sonntag lösen. Gegen ein überraschend motiviert aufspielendes Venezuela musste nach dem Viertelfinale auch im Halbfinale die Entscheidung per Elfmeterschiessen herbeigeführt werden. Dabei war die „Albirroja“ über weite Strecken der regulären Spielzeit und der Verlängerung die passivere Mannschaft. „La Vino Tinto“ erarbeitete sich zahlreiche hochkarätige Chancen und traf mehrfach Pfosten und Latte, bekam das Leder jedoch nicht an Keeper Villar vorbei über die Torlinie. Zudem spielte Paraguay ab der 102. Minute nach einer gelb-roten Karte für Jonathan Santana in Unterzahl. Umso bitterer dürfte es für die bolivarische Elf sein, alleine durch einen verschossenen Elfmeter die Sensation eines Finaleinzugs verpasst zu haben. Denn während die Paraguay alle fünf Penaltys sicher im Netz versenkte, patzte auf venezolanischer Seite Franklin Lucena. Dessen Schuss war für Villar kein Problem, der paraguayische Schlussmann gilt für viele schon jetzt als der beste Spieler des Turniers.
Im Spiel um Platz 3 treffen am Samstag um 21 Uhr MESZ zunächst Peru und Venezuela in La Plata aufeinander, das Finale zwischen Uruguay und Paraguay findet am Sonntag ebenfalls um 21 Uhr MESZ in Buenos Aires statt.
Foto: CA2011/Handout/Internet