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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Honduras sind gut. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ist mit einer Vielzahl an Projekten bis 2024 im Land präsent.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Honduras
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz und Honduras haben in verschiedenen Bereichen wie technische Zusammenarbeit, Investitionsförderung und Investitionsschutz Abkommen abgeschlossen.
Für die Vertretung der diplomatischen Interessen der Schweiz ist die Botschaft in Guatemala zuständig. Die konsularischen Angelegenheiten werden von der Schweizer Botschaft in San José (Costa Rica) betreut.
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterhält ein Verbindungsbüro in Tegucigalpa, das eine konsularische Abteilung hat. Das regionale Hauptbüro der DEZA befindet sich in Managua (Nicaragua).
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Der wirtschaftliche Austausch zwischen der Schweiz und Honduras ist bescheiden. In den 1990er-Jahren beteiligte sich die Schweiz an den multilateralen Entschuldungsprogrammen für Honduras. 2022 importierte die Schweiz Güter im Wert von 52,9 Millionen CHF, es handelt sich dabei fast ausschliesslich um land- und forstwirtschaftliche Produkte. Die Exporte beliefen sich 2022 auf 20,9 Millionen CHF. Die Schweiz exportiert vor allem chemische und pharmazeutische Produkte, Maschinen, Apparate und Elektronik sowie Landwirtschaftsprodukte nach Honduras.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende aus Honduras können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Honduras ist seit 1978 ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. 2021 belief sich das Budget der DEZA für Honduras auf 14 Millionen CHF.
Die DEZA unterstützte unter anderem die Mission gegen Korruption und Straflosigkeit in Honduras (MACCIH), ein Engagement der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), die Anfang 2020 endete.
Unter der Kooperationsstrategie 2022−2024 setzt die DEZA ihre Arbeit in den Bereichen Gouvernanz und Rechtsstaatlichkeit, Beschäftigung und integrative Wirtschaftsentwicklung sowie Klimawandel, Katastrophenprävention und natürliche Ressourcen fort.
Zwar wird die bilaterale Zusammenarbeit der Schweiz in Lateinamerika und damit auch in Honduras Ende 2024 eingestellt, die humanitäre Hilfe, sowie die Förderung der Menschenrechte, Wohlstand und Nachhaltigkeit werden jedoch auch über 2024 hinaus Prioritäten der Schweiz in der Region bleiben.
Schweizerinnen und Schweizer in Honduras
Ende 2022 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 214 Schweizerinnen und Schweizer in Honduras.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Honduras konstituierte sich 1839 als Republik. Die Schweiz anerkannte den Staat umgehend. 1936 eröffnete sie in Honduras ein Konsulat. Seit 1957 unterhalten die beiden Länder diplomatische Beziehungen.
Während des Zweiten Weltkriegs vertrat die Schweiz die honduranischen Interessen in Deutschland und Ungarn und von 1962 bis 1985 in Kuba.
Die DEZA ist seit 1978 in Honduras tätig und eröffnete 1981 ein Koordinationsbüro in Tegucigalpa. 1993 wurde das regionale Hauptbüro nach Managua verlegt. Das Büro in Tegucigalpa wurde in ein Verbindungs- beziehungsweise Programmbüro umgewandelt.