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Die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule und etwas weniger häufig auch jene im Bereich der Halswirbelsäule erleiden durch die stetige Belastung eine Schwächung sie umgebenden Mantels, der sich dann vorwölbt (Bandscheibenprotrusion); es können sich Risse bilden durch die der Gallertkern austreten und den Spinalkanal einengen kann (Bandscheibenvorfall). Dadurch kann ein Spinalnerv eingeklemmt werden, was starke Schmerzen, Ameisenlaufen oder möglicherweise sogar eine Schwäche in den Beinen oder Armen auslösen kann. Bandscheibenvorfälle beobachtet man am häufigsten im Alter zwischen 30 und 60, wenn der Mantel schon geschwächt ist, aber immer noch viel Gallertkern vorhanden ist.
Bei der «Mikro-diskektomie» wird die Bandscheibe unter dem Mikroskop herausgeschnitten: Die operative Behandlung eines Bandscheibenvorfalles im Bereich der Lendenwirbelsäule wird von hinten durchgeführt. Die Muskulatur wird zur Seite gehalten und unter mikroskopischer Kontrolle werden die Nerven befreit, worauf der Bandscheibenvorfall ausgeräumt werden kann.