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Lōa
(span., »Lobgedicht«),
Bezeichnung kleiner Vorspiele, mit denen man in Spanien [* 3] die Autos und bis zu Anfang des 17. Jahrh. auch die Comedias einleitete. Sie lassen sich der Form nach als Monologe und als kleine dialogisierte Spiele unterscheiden. Jene standen meist in einem nur losen Zusammenhang mit dem dargestellten Stück und enthielten das Lob des Autors, des Stückes oder des Publikums, wohl auch der Stadt, bisweilen auch die Erzählung eines Schwanks oder eine Allegorie, immer aber am Schluß die Bitte um freundliches Gehör. [* 4] Die zweite Art dieser Spiele suchte auf das folgende Stück vorzubereiten, zu dessen Handlung sie daher in einer innern (geistigen) Beziehung oder äußern (begebenheitlichen) Verbindung standen. Die bei diesen Spielen am häufigsten angewendeten poetischen Formen waren die Oktave, Redondille und Romanze.