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Das schweizerische Steuersystem, das keine materielle Steuerharmonisierung unter den Kantonen kennt, ist rechtsungleich. Steuerwettbewerb funktioniert nur, wenn alle das bekommen was sie bezahlen (Verbraucherprinzip). Ich kann aber in Obwalden wohnen und von den Leistungen des Kantons Luzern profitieren.
Der ruinöse Steuerwettbewerb behindert die mit progressiven Steuern angestrebte Einkommensumverteilung von Reich zu Arm und zwischen den Kantonen.
Wenn sich die Reichen in einen steuergünstigen Kanton absetzen können, müssen die Ärmeren die dadurch bewirkten Steuerausfälle bezahlen.
Die direkten Steuern sind in der Schweiz gesunken, indirekte inkl. Gebühren und Kopfprämien (Krankenkassen) aber gestiegen. Davon haben die Reichen profitiert.
Die Steuerungleichheiten und –ungerechtigkeiten in der Schweiz sind enorm und belasten den sozialen Zusammenhalt unseres Landes immer stärker. Im Steuerrecht muss die Systematik gegenüber dem Opportunismus unbedingt mehr Gewicht erhalten.