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In der Schweiz sind rund 68'000 Personen beruflich strahlenexponiert. Sie sind in Medizin, Forschung, den Kernkraftwerken sowie in der Industrie tätig. Ihre Strahlendosen werden kontinuierlich überwacht und im zentralen Dosisregister (ZDR) des BAG erfasst. Die Kollektivdosis, das heisst die Summe der Dosen aller beruflich exponierten Personen, betrug 6,16 Personen-Sv, davon durch interne Bestrahlung 0,05 Personen-Sv.
Ganzkörperdosen über 2 mSv pro Monat sowie Extremitätendosen über 10 mSv pro Monat müssen vom Betrieb dem BAG gesondert gemeldet werden. Dies traf bei den Ganzkörperdosen in 52 Fällen zu, bei den Extremitätendosen in 90 Fällen. Die meisten dieser Fälle betrafen Ärzte, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit regelmässig erhöhte Dosen akkumulieren, etwa bei der interventionellen Radiologie, oder das medizinischtechnische Personal (MTRA) in der Nuklearmedizin. In einem Fall wurde bei einem Zahnarzt der Jahresgrenzwert von 20 mSv für Ganzkörper knapp überschritten (22,2 mSv). Zunächst wurde vermutet, dass die Ursache ein defektes Röntgengerät sei. Es konnte aber kein Defekt gefunden werden, und die Ursache für die Grenzwertüberschreitung bleibt unerklärt.
Ende September 2004 wurde die Erstellung des Radonkatasters termingerecht abgeschlossen. Laut BAG sind nach wie vor in etwa 1 bis 2% der bisher in der Schweiz untersuchten Häusern die Bewohner einer zu hohen Strahlendosis durch das natürliche Radon ausgesetzt. Diese Gebäude befinden sich vorwiegend in den Alpen und im Jura. Radon ist in der Schweiz jährlich für 200 bis 300 Lungenkrebstote verantwortlich.
Bei den Kernkraftwerken sind die Emissionen radioaktiver Stoffe durch die Bewilligungsbehörde so limitiert, dass niemand, der in der Umgebung wohnt, mehr als 0,3 mSv pro Jahr erhalten darf. Der Betreiber muss seine Emissionen erfassen und zuhanden der Behörde bilanzieren. Diese führt eigene Kontrollmessungen durch und berechnet die Dosen für die Bevölkerung in der Umgebung. Die Umgebung wird durch ein gemeinsames Messprogramm von BAG und HSK überwacht. Tatsächlich betragen die Emissionen der Schweizer Kernkraftwerke weniger als ein Prozent der Abgabelimiten. Lediglich beim Tritium kann die Abgabe über das Abwasser bei den Druckwasserreaktoren etwa 10 bis 20 Prozent der Limiten ausmachen.
Quelle
M.A.