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Brady Murray: "Wir haben grosse Spiele in London"
Nach seinen Jahren als Eishockey-Student im College-Hockey und zwei Profi-Saisons mit den Rapperswil-Jona Lakers geht der 23-jährige Brady Murray als Rookie in die NHL-Saison. Der Sohn des langjährigen Los Angeles-Trainers Andy Murray überstand das Trainingslager und steht im Kader der Los Angeles Kings, das heute zu den beiden Saisoneröffnungsspielen gegen die Anaheim Ducks nach London reist. Murray ist aus Sicht der Eishockey-Experten in Übersee jene Überraschung im Team, wie man sie in jeder NHL-Franchise hie und da antrifft. Seine Nummer 68 steht noch nicht einmal im offiziellen Kader auf der Website der Kings. Während der US-Amerikaner, der in der Schweiz aufgewachsen ist und dort seine erste Eishockey-Lizenz löste, am Freitag in Salzburg noch in der vierten Linie zum Einsatz gelangte, durfte er gestern im Finale gegen den Färjestads BK als Center die erste Sturmreihe anführen. Murray tat seinen Job zur Zufriedenheit der Trainer und Beobachter der Kings auf der Tribüne. Der für NHL-Verhältnisse kleine Spieler (175 Zentimeter) vermochte zu wirbeln und gute Pässe zu spielen. hockeyfans.ch sprach mit ihm vor der Europa-Premiere in London.
Das Interview zum Anhören! (Format: WAV / 3:53 Minuten / 912 kB)
Brady Murray, wie fühlst du dich nach dem Turniersieg?
Brady Murray: Wir haben grosse Spiele, die in London auf uns zukommen. Wir spielten die erste Nacht nicht so gut, doch in der zweiten klappte es besser und wir zeigten ein gutes Spiel.
Wie fühlt man sich als Center der ersten Linie?
(lacht) Ja, ich begann das Spiel als Center der ersten Linie, das ist sicher eine spezielle Angelegenheit.
Wie läuft es dir, vor diesen Spielen in London?
Es ging mir hier gut, speziell wegen den grösseren Eisflächen, an die ich mich über die letzten zwei Jahre gewöhnt habe. Ich fühle mich ziemlich gut, in die Saison zu starten.
Nun könnte dein ersten NHL-Spiel in London erfolgen.
Ja, ich hoffe dass ich dort spielen werde. Es lief alles gut bislang, ich hoffe, dass ich mit diesen Kerlen spielen kann. Aber man weiss nie, was geschehen wird.
Bist du hoffnungsvoll?
Nun, ich bestritt sechs von sieben Vorsaison-Spiele. Hoffentlich werde ich spielen.
Was denken du und deine Mannschaftskollegen darüber, in Europa in die Saison zu starten?
Es ist ein guter Weg um das Eishockey in der Welt zu verbreiten. Das sind zwei wirklich grossartige Spiele mit dem Titelverteidiger. Es ist ein guter Weg, die Saison zu lancieren.
Es gibt auch Spieler, wie Anaheims Niedermayer, die es überhaupt nicht schätzen, nach Europa zu kommen.
Niemand reklamierte bei uns. Wir verstehen es, es ist halt so. Es sind zwei wirklich gute Spiele und wir werden unser Bestes geben.
Wie war für dich der Wechsel von Rapperswil nach LA?
Es ist ein sehr unterschiedliches Eishockey. Die schmalere Eisfläche, mehr Forechecking. Auch die Geschwindigkeit und Fähigkeiten der Spieler sind nicht die gleichen. Es ist Powerforecheckig, mehr Checks, man hat weniger Zeit.
Hast du dich rasch an dieses "andere Spiel" gewöhnt?
Ja, ich bin mir gewohnt auf NHL-Eisfeldern zu spielen, aber ich brauchte schon einige Spiele.
Welche Ziele werden mit Los Angeles möglich sein?
Die Playoffs sind unser Ziel, dann sehen wir weiter.
Was sind deine persönliche Ziele?
Also ganz sicher möchte ich bei den Kings bleiben, was hoffentlich klappen wird.
Kanntest du vorher schon einige Spieler?
Ich kenne einige, speziell Jack Johnson, mit dem ich an der High School spielte. Es sind alles guter Typen, Derek Armstrong war ja auch in Bern.
Wie ist so das Leben dort?
Ich war nur einige Wochen dort im Trainingslager, war den ganzen Tag über in der Eishalle. Ich muss es noch herausfinden, wenn wir zurück sind.