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Stigmatisierung in der Gesellschaft
Stigmatisierung ist ein Prozess der Unterscheidung und Etikettierung von Unterschieden. Stigmatisierendes Verhalten ist verbunden mit Stereotypisierung, Differenzierung in «wir» und «sie», Statusverlust, Diskriminierung und mit einem Machtgefälle zulasten der stigmatisierten Gruppe. Bekannt ist, dass sich Stigmatisierung, Diskriminierung und soziale Ausgrenzung schädlich auf die psychische Gesundheit auswirken. Weiterhin sind stigmatisierende Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Belastungen in der Gesellschaft weit verbreitet und mit beeinträchtigtem Wohlbefinden und geringem Selbstwertgefühl für die Betroffenen verbunden. Stigmatisierung und Diskriminierung stellen eine Barriere dar, die Menschen mit psychischen Erkrankungen davon abhält, Hilfe zu suchen und in Anspruch zu nehmen. Daraus kann eine soziale Isolation erfolgen, aus welcher in Kombination mit psychischen Erkrankungen Chronizität und erhöhte Mortalität resultieren. Für das Kompetenzzentrum ist es darum eine Kernaufgabe, einen Beitrag zur Entstigmatisierung zu leisten und dadurch die psychische Gesundheit und Lebensqualität in der Bevölkerung zu fördern.