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Trauben werden seit Menschengedenken gegessen. Noah soll den ersten Weinstock gepflanzt haben. Aus Fossilien-Spuren ist bekannt, dass die Trauben schon seit der Altsteinzeit 100’000 vor Chr. in Afrika vorhanden war. Die Ägypter 5000 vor Chr. kultivierten die Re-ben und tranken Wein. Die alten Griechen und Römer züchteten Reben und liebten den Wein. Die Reben konnten im Laufe der Zeit dem mitteleuropäischen Klima soweit angepasst werden, dass auch bei uns an Flussläufen, Seen oder windgeschützten Stellen die Reben prächtig gedeihen.
Die kleinen, ovalen Früchte wachsen an den Sprossranken der Kletterpflanze heran und reifen bis zu den Herbstmonaten. Weinbeeren können roh gegessen, zu Rosinen getrocknet oder zu Wein oder Traubensaft verarbeitet werden.
Im Weinbaukanton Zürich standen bis gegen 1900 rund 5500 ha Reben. Etwa zehnmal mehr als heute.
Das Zürcher Weinland zeichnet sich durch ein zuträgliches, niederschlagarmes Klima aus. Im Bezirk Andelfingen wird in 22 Gemeinden Weinbau betrieben.
Die Weinbeeren bestehen aus der Beerenschale, dem Fruchtfleisch und den Kernen. Trauben, die zur Weinherstellung benutzt werden, sehen in der Regel etwas anders aus als Tafeltrauben. Sie weisen viele kleine, dicht sitzende Beeren auf. Bei Keltertrauben ist der Anteil an Fruchtfleisch deutlich geringer als bei der Tafeltraube. Die Beerenschale, auch Hülse ge-nannt, ist oft unangenehm hart und schmeckt leicht bitter. Einige Thurgauer Bauern produzieren Tafeltrauben und verkaufen diese selber (teilweise in Hofläden.) Tafel-trauben reifen nach der Ernte nicht nach. Ob klein, gross, ob rot, weiss, ob oval, rund, die Traube ist ein gesundes Nahrungsmittel, dass uns nebst Vitaminen A, B, C und wertvollen Mineralstoffen rasch verfügbare Energie spendet. Auch kann die Traube das Verdauungs- und das Herz- und Kreislaufsystem unterstützen. Doch sollten die Trauben immer gut gewaschen werden vor dem Verzehr.
Nebst dem Wein wird auch Traubensaft hergestellt. Dank Louis Pasteur können wir heute den Traubensaft nicht nur als Wein sondern auch als alkoholfreies Getränk geniessen.
Manche mögen lieber kernen lose Trauben, die auch von Grossverteilern angeboten werden.
Doch etwa 1/3 der positiven Inhaltsstoffe der Trauben stecken in den Kernen. Daraus wird ein gesundes, wertvolles, aber auch ein leckeres Traubenkernöl gewonnen. Durch grossen Aufwand kann eines der feinsten Öle gewonnen werden. Nach der Weinlese werden die Traubenkerne aus dem Trester gewonnen und getrocknet. Für einen Liter Traubenkernöl brauch man 2000 Kg Trauben. Daher ist es ein sehr exklusives, seltenes, aber auch teures Öl. Schon in der Antike galt das Traubenkernöl als Wundermittel. Auch wird es als klassisches Massageöl verwendet. Das Öl ist sehr hoch erhitzbar. Für die kalte Küche ist es ein hervorragendes Speiseöl mit einem Anteil von rund 90 % ungesättigten Fettsäuren.
pr/cm