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«Wasser ist zum Waschen da (falleri und fallera), auch zum Zähneputzen kann man es benutzen…» heisst es in einem alten Schlager. Wasser beschränkt sich nicht nur auf das Waschen sondern wird an diversen Orten und in grossen und kleinen Mengen benötigt. Die Schweiz verfügt über reichliche Wasservorkommen, die durch Niederschläge ständig erneuert werden. Die Wassergewinnung 2010 entsprach mit 0,94 Mia. Kubikmeter etwa dem Inhalt des Bielersees oder 2% der schweizerischen Niederschlagsmenge.
In der Schweiz beläuft sich die Aufbereitung von Wasser und dessen Verbrauch auf 1,1 Milliarden Kubikmeter, was pro Kopf 162 Liter am Tag bedeutet. 40% stammen aus Quellen, weitere 40% aus den zahlreichen Grundwasservorkommen. Die restlichen 20% werden Seen und vereinzelt auch fliessenden Gewässern entnommen.
Jedoch sind diese Zahlen nur die halbe Wahrheit, mit dem indirekten oder «virtuellen» Wasserverbrauch zur Produktion von Konsumgütern für unseren Alltag konsumieren wir tatsächlich 4200 Liter Wasser pro Tag!
Über die Hälfte des Wasserverbrauchs in der Schweiz, nämlich 63%, fällt auf die Haushaltungen und Kleingewerbe zurück, Gewerbe und Industrie verbrauchen 17% Wasser, 5% Wasser benötigen «Öffentliche Zwecke und Brunnen». Der Selbstverbrauch beläuft sich auf 3% und die Verluste in diversen Bereichen machen 12% aus. (Bild1)
Die Haushalte benötigen mit 43% den grössten Anteil des Trinkwassers. 47,7 Liter Wasser wird pro Tag wortwörtlich runtergespült, nämlich durch die Toilettenspülung. 31,7 Liter wird zum Baden und Duschen verwendet. Erst an dritter Stelle kommt das Waschen mit der Waschmaschine mit 30,2 Liter pro Tag. Für die Essenszubereitung, Getränk und den Handabwasch fliessen täglich 24,3 Liter Wasser pro Person. Für die Hygiene, also Körperpflege und Händewaschen, entfallen 20,7 Liter Wasser pro Tag und Person. Noch 3,8 Liter pro Tag benötigen z.B. Pflanzen und Aquarien. Den kleinsten Anteil vom täglichen Wasserverbrauch macht der Geschirrspüler mit 3,6 Liter pro Tag und Person aus. (Bild2 auf Seite 25)
Ist der Wasserverbrauch bis in die achtziger Jahre stetig gestiegen, senkte sich der Verbrauch um 2010 auf das Niveau der sechziger Jahre, obwohl die Bevölkerung um einen Drittel zunahm. Das ist darauf zurückzuführen, dass sich die Wirtschaft strukturell gewandelt hatte. Wasserintensive Industriezweige sind verschwunden oder ihre Produktion wurde ins Ausland verlagert. Auch konnten sich Wasserspartechniken immer mehr durchsetzen, zum Beispiel wassersparende Waschmaschinen und Geschirrspüler ebenso wie Sparbrausen oder Spartasten an der WC-Spülung.
Wer den eigenen Wasserverbrauch einschränken oder ausrechnen möchte, kann dies tun mit dem Online-Wasserrechner «Urs, der Online-Wasserrechner».
Raucht nun der Kopf über diese Flut von Zahlen, dem ist eine kühlende Dusche zu empfehlen, natürlich mit Sparbrause…
dg
(Quellen: helvetas.ch, wwf.ch, tagesanzeiger.ch, presseprotal.ch)