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Im ersten Teil der Serie führte ich zehn Beobachtungen auf, wie ich das Erkalten der Liebe im Alltag feststelle. Nun füge ich 10 Faktoren hinzu, die zum Erkalten der menschlichen Beziehungen beigetragen haben (Teil II, 15 Minuten).
- Die Ich-Fokussierung: Der Mensch ist seit (oder schon vor) Geburt auf sich selbst geworfen. Es wird ihm gesagt, dass er im Zentrum stehe.
- Das Evangelium der Spätmoderne lautet deshalb: Bringe dich unablässig selbst zur Geltung.
- Jeder Mensch lebt autonom, das heisst er richtet sein eigenes Gesetz auf. Die Bibel nennt dies Gesetzlosigkeit.
- Diese Entwicklung dauert über Generationen an, sie ist nicht das Produkt der letzten Monate oder Jahre.
- Wir sind auf das Diesseits und den nächsten Moment, nicht auf die lange Frist und die nächsten Generationen fokussiert.
- Prägend für Westeuropa ist der ungebrochene materielle Überfluss nach den 1950er Jahren.
- Begleitet ist dieser Überfluss durch eine rasante technologische Entwicklung. Viele Alltagshandlungen von früher entfallen.
- Die Kleinfamilie pflegt ein perfektionistisches Ideal; um dieses “Glück” nicht in Frage zu stellen, müssen Störfaktoren nach Möglichkeit ausgeschaltet werden.
- Dies führt bereits junge Menschen in die tatsächliche Einsamkeit und Vereinzelung.
- Das Empfinden für Richtig und Falsch wird vom Kritierium abgelöst, vor unserer Vergleichsgruppe nicht beschämt zu werden.
Fazit: Wer Gott verliert, verliert letztlich auch sich selbst. Es ist viel besser, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen als in die Hände willkürlich agierender Menschen!