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Mit Startnummer 7 traf Beat Feuz als Dritter im Ziel ein. Vor ihm lagen der erstgestartete Vincent Kriechmayr und der als Zweiter ins Rennen gegangene Deutsche Andreas Sander. Die ersten drei Plätze waren damit belegt.
Wiederum war es ein traumhafter Wintertag in Cortina, wolkenlos und kalt. Spielten die Bedingungen doch eine Rolle? Kriechmayr meinte, Glück mit dem Wind gehabt zu haben. Feuz sagte: «Es hatte definitiv Wind unterwegs, und der wechselte von Fahrer zu Fahrer und von Stelle zu Stelle.» Doch Feuz fügte an: «Der mit der besten Fahrt hat gewonnen.»
Nach dem Double in Kitzbühel holte Favorit Feuz nicht auch noch sein zweites WM-Gold nach 2017. Seine Freude über die zweite Bronze-Medaille schmälerte das nicht. Stolz sei er, sagte er nach dem Ritt durch die Tore der Vertigine, die so gar nicht seinen Präferenzen entsprachen.
«Mit einer perfekten Fahrt hätte es vielleicht ganz nach vorne reichen können, aber in so einem Rennen, in so einer Abfahrt, muss ich zufrieden sein, dass ich auf dem Podest bin.» Die sechs bis zehn Tore im Mittelteil hätten ihm überhaupt nicht gefallen, meinte Feuz. Er verglich sie mit einem Riesenslalom und meinte: «Sie kosteten mich viel Überwindung.»
Odermatt findet aus Loch
Feuz sicherte den Schweizer Männern im zweiten Rennen die erste Medaille an den Titelkämpfen. Die Ausbeute von vor zwei Jahren ist damit übertroffen. Wie ein Medaillengewinner freute sich auch Marco Odermatt, obwohl er die Top 3 um rund eine halbe Sekunde verpasste. «Dieser vierte Rang ist wie ein Podestplatz», meinte der Nidwaldner, der sich den Rang mit Dominik Paris teilte. Im Weltcup hatte er in der Abfahrt einen 8. Platz als Bestergebnis stehen.
Nach der Enttäuschung im Super-G sei er zwei Tage in ein Loch gefallen, räumte Odermatt ein, umso besser tue ihm dieses Ergebnis auch mit Blick auf den Riesenslalom. In diesem gehört der 23-Jährige am nächsten Freitag zu den grössten Favoriten.
Mit Carlo Janka auf Platz 9 klassierte sich ein dritter Schweizer in den ersten zehn. «Es war nicht der Exploit, den es gebraucht hätte. Aber es ist okay», meinte der Bündner. Enttäuscht war hingegen Niels Hintermann, bei dem in dieser Saison trotz guter Form der Wurm drinsteckt. Der Zürcher, der im Dezember in Val d'Isère auf dem Weg zu einem absoluten Top-Ergebnis ausgeschieden und im Januar verletzt ausgefallen war, verpasste ein Tor. «Es ist eine Katastrophe. So wie momentan macht es wenig Spass. Ich schalte jetzt ein paar Tage komplett ab», kommentierte er.