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25. Juli 2022
Kosten- und Lieferkettenprobleme im Bauwesen behindern nicht nur die Arbeitsauslastung, sondern hindern die Branche auch daran, in den Bereichen Innovation und nachhaltige Praxis Fortschritte zu machen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der ersten RICS-Studie zum Thema „Digitalisierung im Bauwesen“.
Für die RICS-Studie wurden insgesamt über 2’500 RICS Mitglieder aus der ganzen Welt befragt. Während die Unternehmen versuchen, sich an die aktuellen weltweiten Herausforderungen anzupassen, einschließlich der Verringerung der Kohlenstoffemissionen im Bausektor (~40 %), gaben fast alle Befragten (97 %) an, dass die Kosten ein mittleres bis großes Hindernis für die Umsetzung der Digitalisierung darstellt. Im Gegensatz zum Rest der Welt, wo der Mangel an qualifizierten Fachleuten an zweiter Stelle steht, nennen 89 % der Befragten in Europa uneinheitliche Vorgehensweisen der Lieferkettenpartner als Grund, der die Implementierung von Daten und Technologien behindert. Ein Mangel an qualifizierten Fachkräften wurde von 87 % der Befragten als Hindernis genannt.
Während Kosten und Lieferketten ein grosses Hindernis darstellen, werden Daten von Unternehmen bereits in grossen Umfang genutzt, um Fortschritte zu überwachen sowie Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden bei allen oder den meisten ihrer Projekte zu verbessern. 36 % der Befragten gaben an, dass dies eine der wichtigsten Möglichkeiten ist, Daten und Technologie im Bausektor zu nutzen. Kostenschätzung, -vorhersage, -planung und -kontrolle sind die wichtigsten Bereiche, in denen Unternehmen Daten nutzen (40 %). Am anderen Ende der Skala gaben jedoch nur 21 % der Befragten an, dass sie Daten und Technologien zur Messung des CO2-Fußabdrucks und zum Benchmarking und zur
Berichterstattung über alle oder die meisten ihrer Projekte nutzen, und nur 20 % nutzen sie zur Planung und Messung von sozialen Auswirkungen.
Der Daten- und Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Beteiligten über den gesamten Lebenszyklus ist ermutigend. Mehr als die Hälfte der Befragten tauschen ihre Daten zur Kostenschätzung aus, und fast 40 % übertragen ihre Daten und Informationen zu den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden. Allerdings tauscht nur ein Fünftel der Befragten Informationen über die Kohlenstoffemissionen im Lebenszyklus aus.
Die Studie belegt die Fortschritte, die gemacht wurden, unterstreicht aber auch die Notwendigkeit weiterer Initiativen im gesamten Bausektor, um Mitarbeitende in neuen und innovativen Arbeitsmethoden zu schulen, damit die Kosten auf breiter Front gesenkt werden können, um den Klimawandel zu bewältigen.
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