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Carasina
(Val) (Kt. Tessin, Bez. Blenio). 2050-895 m. Linksseitiges Nebenthal zum Val Blenio; steigt vom Rheinwaldhorn in nw. Richtung ab und reicht nach oben bis zum Brescianagletscher. Fällt im untern Abschnitt in zwei hohen Thalstufen ab, über die der Thalbach mit je einem grossen Fall in die Tiefe setzt und zwischen denen die nach S. orientierte breite Terrassenfläche der Alpe Monti Compieto (1580 m) liegt. Mündet von O. her etwas oberhalb Olivone ins Hauptthal.
^[Note:] Früher nahm das Thal einen andern Verlauf, indem es unterhalb der ersten Stufe sich in nw. Richtung fortsetzte und über den jetzigen Pass ö. vom Sosto ins untere Val Luzzone ausmündete. Schneller als der damals mit gleichmässigem Gefäll thalauswärts eilende Thalbach arbeitete ein gegen Olivone zu fliessender Wildbach, dessen stärkeres Gefälle eine grössere Erosionskraft bedingte und der nach völligem Durchsägen der trennenden Felswand dem ursprünglichen Bach in die Seite fiel, seinen Oberlauf abschnitt und ihm seinen heutigen, neuen und kürzeren Lauf wies.
Der obere Thalabschnitt, das eigentliche Val
Carasina, ist ein schönes, zwischen zwei vom
Rheinwaldhorn
abzweigenden Ketten eingebettetes Hochalpenthal mit prachtvollen Alpweiden und einigen am linken Hang verteilten kleinen
Baumgruppen. Besonders machtvoll ist die zu Felstürmen verwitterte und vergletscherte ö. Thalwand. Das Thal liegt abseits
des Fremdenstromes und wird nur selten von einigen Touristen begangen, die das
Rheinwaldhorn über den Brescianagletscher
besteigen wollen.