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Arbeitszeit
Arbeitszeit umsetzen
Fristen & Formvorschriften
Hat Ben einen unbefristeten oder auf mehr als einen Monat befristeten Arbeitsvertrag abgeschlossen, muss seine Arbeitgeberin ihn spätestens einen Monat nach Arbeitsbeginn schriftlich über die wöchentliche Arbeitszeit informieren, sofern der Arbeitsvertrag diese Information nicht bereits enthält.
Die Arbeitgeberin muss Ben spätestens im Zeitpunkt des Stellenantritts und bei jeder Änderung der Arbeitsbedingungen über die Arbeitszeitorganisation und die Gestaltung der Stundenpläne informieren. Diese Information erfolgt während der Arbeitszeit.
Die Arbeitgeberin muss allfällige Einsatzpläne grundsätzlich 2 Wochen vor Einführung ankündigen. Ben kann, falls er Familienpflichten hat, eine Mittagspause von mindestens anderthalb Stunden verlangen.
Seine Arbeitgeberin muss die Belege der Arbeitszeiterfassung während mindestens 5 Jahren aufbewahren.
Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung
Enthält ein GAV den möglichen Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung, muss Ben mit seiner Arbeitgeberin den Verzicht schriftlich und individuell vereinbaren. Ben wie auch seine Arbeitgeberin können diese Vereinbarung jährlich widerrufen.
Vereinfachte Arbeitszeiterfassung
In einem Betrieb mit weniger als 50 Mitarbeitern muss die Arbeitgeberin mit Ben die vereinfachte Arbeitszeiterfassung schriftlich vereinbaren. Bei grösseren Betrieben muss sie die vereinfachte Arbeitszeiterfassung dokumentieren können.
Pro Tag sind grundsätzlich maximal 2 Stunden Überzeitarbeit erlaubt. Pro Jahr sind maximal 170 Stunden bei einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 45 Stunden und maximal 140 Stunden bei einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 50 Stunden erlaubt.
Hat Ben einen Zeitausgleich für Nachtarbeit zu Gute, muss die Arbeitgeberin ihm diesen innerhalb eines Jahres gewähren.
Falls Ben, die 25 und mehr Nachteinsätze pro Jahr leistet, hat er alle zwei Jahre Anspruch auf die medizinische Untersuchung und Beratung; ab Vollendung des 45. Altersjahrs besteht der Anspruch jährlich.