Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03558.jsonl.gz/374

Farben
Inzwischen gibt es viele Zuchtfarben und es werden immer mehr Farben gezüchtet. Wir haben uns auf die folgenden Farben beschränkt:
Ein sehr häufiger Farbschlag ist der Wildfarbige, welcher von der ursprünglichen wildlebenden Wachtel stammt.
Sehr gut erkennt man den Hahn daran, dass er eine überwiegend einfarbige orange/braune Brust hat. Die Henne hingegen hat eine hellere und gepunktete Brust. Auch der Kopf ist beim Hahn dunkelbraun, vor allem um die Augen und an der Kehle erkennt man, dass die Henne eine deutlich hellere Gesichtsfärbung hat. Mit der 3. bis 4. Woche kann man das Geschlecht an der Gefiederfärbung erkennen.
Wildfarben Hahn
Wildfarben Henne
Isabellfarben oder auch Goldgesprenkelt genannt ist ebenfalls ein stark vertretener Farbschlag der Legewachtel.
Vor allem in Frankreich, der Hochburg der Wachtelzucht, werden diese Wachtel Farbschläge stark gezüchtet. Die Goldsprenkel Mastwachtel kommt ebenfalls auch Frankreich. Geschlechtsmerkmale sind hier die gleichen wie bei den Wildfarbigen.
Goldsprenkel Hahn
Goldsprenkel Henne
Die sogenannten „Feen“ sind “neuere” Wachtel Farbschläge und sind bei der Zucht von Wildfarbigen und Isabellfarbenen Legewachteln entstanden. Es gibt die sogenannten Perl Feen und die Falb Feen in der Gruppe dieser Wachtel Farbschläge. Die Perl Feen sehen aus wie die Goldsprenkel und die Falb Feen wie die Wildfarbigen. Die Maserung ist zwar identisch, jedoch fehlt den Feen komplett der Braun Faktor. Deshalb sind die Feen deutlich heller als ihre verwandten Farbschläge.
Durch das helle Gefieder werden diese Wachtel Farbschläge gerne Schneewachteln genannt. Die Geschlechtserkennung ist ähnlich der Wild und Goldsprenkel. Die Henne hat eine gepunktete Brust. Der Hahn ist an der Punktefreien Brust mit einen Kragen und dunklerem Kopf zu erkennen.
Perl-Fee Hahn
Perl-Fee Henne
Rotkopf, Sperber oder manchmal auch als Schwarzsprenkel bezeichnet werden bereits schon sehr lange gezüchtet. Sie gehören ebenfalls zu den Farbschlägen, die bereits ab der 3. Woche an der Brustfärbung gut erkennbar sind. Der Hahn hat einen rotbraunen Kopf und eine helle Brustfärbung, die Henne ist zunehmend dunkel gesperbert am ganzen Körper. Die Sperberung ist sehr viel gröber als die Sprenkelung der Goldsprenkel. Um die Sperberung gut zu erhalten sollten Sperber Hennen nur mit wildfarbenden Hähnen gekreuzt werden. Dadurch kann das sexen bereits nach dem Schlupf erfolgen, sofern die Hennen (erh/e+) bzw. rein Rotkopf sind. Die Sperber gehören in Punkto Fleischansatz und Legeleistung zu den Besten in den mittelschweren Linien.
Rotkopf Hahn
Rotkopf Henne
Zu finden sind bei uns auch die Farben Sparkley und Tenebrosus (bzw. Mischfarben):
Das Geschlecht bei diesen Tieren erkennt man erst ab der 8. Woche, sobald die Geschlechtsreife erreicht wurde.
Hierbei muss man einen sogenannten „Kloakentest“ machen. Der Hahn hat an seiner Kloake eine rote Drüse. Übt man auf diese mit den Fingern leichten Druck aus, so kommt weisser Schaum heraus. Es wird vermutet, dass der Hahn, nachdem er die Henne befruchtet hat, damit die Kloake der Henne verschliesst. Dies soll ein Schutz sein, dass die Henne von keinem Anderen Hahn befruchtet wird.