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US Konsumentenorganisationen und Carrier wie AT&T schreien auf: Der jüngste Beschluss der FCC (Federal Communications Commission) werde zu Preiserhöhungen und einer Stärkung von De-Fakto-Monopolen führen. Die FCC beschloss letzte Woche, die Entbündelung für Glasfaserkabel innerhalb eines Radius von 500 Fuss vom Heimanschluss aufzuheben. Carrier, die Glasfaserkabel bis zum Konsumenten legen, sind nicht mehr gezwungen, diese an Konkurrenten zu festgelegten Preisen weiterzuvermieten.
Profitieren davon werden, so unisono die US Wirtschaftspresse, die so genannten "Baby Bells", wie etwa SBC Communications. Man werde jetzt die Arbeit am digitalen High-Speed-Netzwerk für 18 Millionen Haushalte beschleunigen, sagte zum Beispiel SBC-CEO Edward Whitacre zum 'Wall Street Journal'.
Ganz anders tönt es von AT&T, einem Anbieter von Verbindungen über lange Distanzen, der eigentlich selbst ins Business mit der letzten Meile einsteigen wollte. Der Entscheid der FCC führe unausweislich "zur Ausweitung des (Telefon)-Monopols der Baby Bells", so AT&T Vizepräsident zur gleichen Zeitung. Und ein Vertreter einer Konsumentenorganisation prophezeite "weniger Wahlmöglichkeiten und höhere Rechungen" für Konsumenten.
Die FCC glaubt, mit der Ent-Entbündelung den raschen Aufbau von sehr schnellen Netzwerken zu den Haushalten fördern zu können. Gleichzeitig will das US Pendant zum helvetischen Bakom Powerline-Breitband-Dienste fördern. Mit dieser Technologie sind aber auch in den USA erst Versuche in Gang. (Christoph Hugenschmidt)