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Zur Handlungsfähigkeit von Sexarbeiterinnen in der Schweiz
Eine Analyse aus der Perspektive der Strukturationstheorie nach Giddens und anhand des Rechtmodells der Regulation und der Regulierungen in der Schweiz
Im Sommer 2018 lancierte die Frauenzentrale Zürich eine Debatte über die Sexarbeit und über das Rechtsmodell, welches die Nachfrage nach bezahltem Sex unter Strafe stellt (Abolitionismus). In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Handlungsfähigkeit von Sexarbeiterinnen anhand von Rechtsmodellen und Reglementierungen in der Schweiz beschrieben werden kann. Als theoretische Grundlage der Arbeit dient die Strukturationstheorie nach Giddens, welche sich unter anderem mit rechtlichen Institutionen als Strukturbedingungen sozialen Handelns befasst. Für die Beantwortung der Fragestellung werden das Schweizer Rechtsmodell der Regulation und die für die Erwerbstätigkeit der Sexarbeit relevanten nationalen und in der Stadt Zürich gültigen Gesetzesbestimmungen erläutert. Die Analyse zeigt, dass das Recht als Strukturbedingung und gesellschaftliche Institution in seiner Verknüpfung von Norm, Macht und Sinn die Handlungsfähigkeit von Sexarbeiterinnen sowohl begünstigen als auch einschränken kann. Insbesondere im Falle der illegal tätigen Sexarbeiterinnen muss angesichts ihrer sozialen Ausgrenzung und besonderen Stigmatisierung von einer begrenzten Handlungsfähigkeit gesprochen werden.