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26 Prozesstage sind vorgesehen, das Urteil fällt voraussichtlich im September. Dem 83-jährigen britischen Milliardär drohen mehrere Jahre Haft. Unabhängig von der Höhe des Urteils: Sollte Ecclestone schuldig gesprochen werden, fährt die Formel 1 ohne ihn weiter.
Es wird eng für Ecclestone
In den letzten rund 40 Jahren hat Bernie Ecclestone die Formel 1 vom eher bescheidenen Anlass zum milliardenschweren Unternehmen gemacht - zu einem der profitabelsten Sportanlässe der Welt. Bis jetzt konnte ihm nichts und niemand etwas anhaben - nun aber wird es eng.
Der aktuelle Fall begann vor mehr als 10 Jahren. Bernie Ecclestone verkaufte 50 Prozent seiner Formel-1-Anteile an verschiedene Firmen - aber eine nach der anderen ging Konkurs. So zum Beispiel auch die Medien-Gruppe Kirch; deren Anteile gingen als Pfand an die Bayrische Landesbank.
Wofür hat Ecclestone gezahlt?
Diese kam so - wie die Jungfrau zum Kind - zur grössten Beteiligung an der Rennserie. Die Bank konnte damit aber nicht viel anfangen und beauftragte den damaligen Vorsitzenden Gerhard Gribkovsky, die Anteile weiterzuverkaufen.
Und nun kommen die oft zitierten 44 Millionen Dollar ins Spiel, die Bernie Ecclestone an Gribkovsky bezahlt haben soll. Gribkovsky hat nach längerem Schweigen zugegeben, dieses Geld erhalten zu haben und ist dafür im Sommer 2012 zu 8 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Schweigeprämie oder nicht?
Die Staatsanwaltschaft behauptet, diese 44 Millionen Dollar seien Bestechungsgeld gewesen. Ecclestone habe damit sicherstellen wollen, dass die Bank die Anteile in seinem Sinn weiterverkauft. Zum Zug kam denn auch tatsächlich Ecclestones Wunschkandidat - der britische Investor CVC. Dieser setzte umgehend Ecclestone als Geschäftsführer ein.
Bernie Ecclestone hingegen behauptet, es habe sich um eine Art Schweigeprämie gehandelt - er sei von Gribkovsky wegen einer früheren Steuersache erpresst worden.