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<h2>SubmittedText<h2><p>Die Klimaveränderung verschärft die meisten Probleme des armen Südens dieses Planeten. Ein besonders dramatisches Beispiel ist die Wasserfrage. Ich stelle deshalb dem Bundesrat die beiden folgenden Fragen:</p><p>1. Wie werden die neuesten Erkenntnisse aus dem Klimabericht, wonach sich die Wasserkrise verschärft, in den Programmen der Deza und des Seco umgesetzt?</p><p>2. Wie wird die Schweizer Delegation an der Klimakonferenz in Bali vom 3.-14. Dezember 2007 die Problematik zur Sprache bringen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die für ihre Tätigkeiten relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisse werden von der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit stets berücksichtigt. Für dementsprechend wichtig erachtet diese denn auch den 4. Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) von 2007, der zu dem Schluss kommt, dass der Klimawandel insbesondere in den Entwicklungsländern starke Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und den Zugang zu Wasser haben wird. Um einer Verschärfung der Wasserkrise entgegenzuwirken, muss der integrierten Bewirtschaftung der Wasserressourcen weiterhin Priorität eingeräumt werden. Grundlegende Voraussetzungen dafür sind der Schutz und die nachhaltige Nutzung der terrestrischen und aquatischen Ökosysteme.</p><p>Die Deza investiert insgesamt 90 Millionen Schweizerfranken in 170 Projekte sowie in die Unterstützung von internationalen Organisationen, die im Bereich Wasser tätig sind. Ferner hat sie eine Strategie zur Verbesserung ihrer Kapazitäten zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels in den Partnerländern ausgearbeitet ("Disaster Risk Reduction Strategy"). Da die Entwicklungsländer oft nicht über ausreichende finanzielle und technische Mittel verfügen, um sich an die Klimaänderungen anzupassen, sind bei der Deza im Rahmen der Mittelzuweisung im Haushalt und Finanzplan eine Erhöhung der Investitionen sowie eine verstärkte Berücksichtigung des Klimawandels vorgesehen.</p><p>Die Verbesserung der Wasserversorgung und des Wassermanagements stellt einen wichtigen Schwerpunkt im Programm des Seco dar. Dabei werden verschiedene Ziele verfolgt: Effizienzverbesserung und Ressourcenschonung in der städtischen Wasserversorgung und -entsorgung, regionales und nationales Wasserressourcenmanagement, Verbesserung der Umweltüberwachungssysteme und nachhaltige Bewirtschaftung der Tropenwälder. Im Rahmen seiner Handelsförderung unterstützt das Seco als wichtiger Geber der Internationalen Tropenholzorganisation (ITTO) die nachhaltige Nutzung von Tropenwäldern, welche eine bedeutende Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushalts einnehmen.</p><p>2. Das Hauptziel bei der 13. Konferenz der Vertragsparteien (COP 13) in Bali war die Einigung auf einen Verhandlungsrahmen für das internationale Klimaregime nach 2012. Einer der Pfeiler des künftigen Klimaregimes ist die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. In der zukünftigen internationalen Klimapolitik wird die Wasserproblematik damit gebührend berücksichtigt. Im Übrigen wurde auf Antrag der Schweiz der vierte Sachstandsbericht des IPCC auf die Tagesordnung der Konferenz gesetzt.</p>  Antwort des Bundesrates.