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Von den 4'750 ha Zonen für Wohnnutzung sind etwa 550 ha oder knapp 12% unüberbaut. Davon sind 70 ha unerschlossen. In den rund 1'200 ha Arbeitszonenflächen befinden sich noch knapp 170 ha oder 14%, die unüberbaut sind, wovon lediglich noch 25 ha unerschlossen sind. Gut 140 ha oder 13,5% der insgesamt 1'040 ha Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen sind derzeit unüberbaut, aber erschlossen. Dies bedeutet, dass der Überbauungsgrad der Bauzonen je nach Typ zwischen 86% und 88% liegt.
Gestützt auf den periodisch erhobenen Überbauungs- und Erschliessungsstand lassen sich langfristige Entwicklungsreihen erstellen. Insgesamt wurden zwischen 2000 und 2014 etwas mehr als 320 ha an Wohn-, Wohnmisch- und Zentrumszonen sowie etwa 130 ha an Arbeitszonen überbaut. Die Entwicklung der Bauzonen als Ganzes lässt sich allerdings nicht präzis verfolgen, da in diesem Zeitraum mit zunehmender Digitalisierung der Landschaftspläne Bauzonen aus den Zonenplänen Landschaft in die Statistik aufgenommen werden konnten. Weiter änderte auch mit den minimalen digitalen Datenmodellen die Definition dessen, was als Bauzone zu verstehen ist.
Entwicklung der Bauzonen 2000-2014 nach Art der Nutzung und Überbauungsstand
Dennoch lassen sich gewisse Grundtendenzen feststellen: die Gesamtfläche der Wohnzonen nahm in den letzten 14 Jahren um 160 ha zu, bedingt zu einem erheblichen Teil durch die Umzonung von Arbeitszonen im Umfang von rund 80 ha. Ähnliches - allerdings nicht wirklich quantifizierbar - gilt auch für Zonen für öffentliche Werke und Anlagen, denn der Umfang an Neueinzonungen für Wohnen war in dieser Zeitspanne gering und resultierte zumeist durch Bauzonenarrondierungen und –bereinigungen. Hinsichtlich Wohnzonenverbrauch war die Periode 2005 bis 2010 mit ca. 150 ha im ganzen Kanton die flächenintensivste. Erfreulich ist, dass sich der Flächenverbrauch für Wohnzonen in den letzten vier Jahren deutlich von rund 30 ha auf unter 20 ha pro Jahr abgeschwächt hat, dies trotz eines erheblichen Bevölkerungswachstums in dieser Periode. Dies weist darauf hin, dass die Verdichtung und Siedlungserneuerung mit einer höheren Ausnützung der Bauzonen in vollem Gange ist.
Entwicklung der Zonen für Wohnnutzung 2000-2014 nach Zusammenarbeitsräumen und Überbauungsstand
Betrachtet man den Verbrauch an Zonen mit Wohnnutzung zwischen 2000 und 2014 nach Zusammenarbeitsräumen, stellt man fest, dass das Leimental mit 76 ha (= 24% des kantonalen Verbrauchs) den verbrauchsstärksten Raum im Kanton darstellt, knapp dahinter folgt das Obere Baselbiet (73 ha / 23%). Absolut am wenigsten wurde im Laufental (34 ha / 10%) bzw. im Birstal verbraucht.
Gesamthaft stehen noch rund 550 ha an unüberbauten Zonen für die Wohnnutzung zur Verfügung, wovon sich etwa 390 ha oder rund 70% in den ländlich geprägten Zusammenarbeitsräumen Oberes Baselbiet, Laufental und Liestal/Frenkentäler befinden. Alleine 300 ha stehen noch im Kantonsteil östlich von Pratteln zur Verfügung. Etwas über 160 ha befinden sich in denjenigen stadtnahen, suburban bis urban geprägten Räumen (Innerer Korridor), die bevölkerungsmässig auch die grösste Dynamik aufweisen.
Entwicklung der Zonen für Wohnnutzung 2000-2014 nach Raumtyp und Überbauungsstannd
Die Abbildung zeigt, dass 2014 in allen Zusammenarbeitsräumen weniger unüberbaute Zonen für Arbeitsnutzung vorhanden sind als 2010. Auffällig ist der Rückgang vor allem im Raum Rheintal/Hülften, was primär auf die allmähliche Nutzungstransformation im Umfeld des Bahnhofs Pratteln zurückzuführen ist. Mit den Planungen Polyfeld/Muttenz und Salina Raurica (Augst, Pratteln) zwischen Rhein und der S-Bahn-Haltestelle Salina Raurica werden in den nächsten Jahren noch weitere erhebliche Flächen einer Wohn-/Zentrumsnutzung zugeführt werden.
In den anderen Räumen ist es vor allem die Summe vergleichsweise kleinerer Flächen, die von einer Arbeitsnutzung in eine Wohn-, Wohnmisch- oder Zentrumsnutzung transformiert wurden.
Hier stellt sich denn auch ein zentrales Dilemma der Raumplanung, indem jeweils seitens der Gemeinden entschieden werden muss, ob nach einer Betriebsaufgabe allenfalls eine längere Beibehaltung der ungenutzten Liegenschaft in Kauf genommen oder die Umnutzung der Fläche hin zu Wohnen und damit ein Rückgang von Gewerbezonen höher gewichtet werden soll. In der Regel wird die zweite Variante gewählt.
Entwicklung der Zonen für Arbeitsnutzung 2000-2014 nach Zusammenarbeitsräumen und Überbauungsstand
Der Verbrauch an unüberbauten Arbeitszonen in den letzten 14 Jahren erfolgte hingegen zum überwiegenden Teil in den Gemeinden des Inneren Korridors – und zwar in einem Umfang von rund 100 ha. Dagegen mutet die zwischen 2000 und 2014 überbaute Arbeitszonenfläche von 25 ha in den ländlichen Entwicklungsachsen bzw. von 23 ha in den ländlichen Gemeinden eher bescheiden an.
Entwicklung der Zonen mit Arbeitsnutzung 2000-2014 nach Raumtyp und Überbauungsstand
Auch wenn nicht mehr sehr viele unüberbaute Arbeitszonenreserven bestehen, so kann doch gesagt werden, dass insbesondere im inneren Korridor erhebliche Brachen und nur ungenügend genutzte Flächen vorhanden sind, die es zu revitalisieren gilt.
Die geringste Dynamik bezüglich Überbauung weisen die Zonen für öffentliche Werke und Anlagen (OeWA) mit nur wenigen Hektaren pro Zusammenarbeitsraum oder Raumtyp auf. Aufgrund methodischer Änderungen bei der Erfassung der Bauzonen (neu werden auch die OeWA ausserhalb der Bauzonen systematisch erfasst) kann mit der Methode der Bauzonenstatistik nicht erfasst werden, wieviel ha OeWA zwischen 2000 und 2014 in Zonen für Wohnnutzung transformiert wurden.
Entwicklung der Zonen für öffentliche Nutzungen 2000-2014 nach Zusammenarbeitsräumen und Überbauungsstand
Entwicklung der Zonen für öffentliche Nutzungen 2000-2014 nach Raumtyp und Überbauungsstand