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Speer SuperCup, Supersport 600, in Barcelona 2021
Zum Abschluss des Speer SuperCups ging es vergangenes Wochenende nach Barcelona. Dieses Wochenende war aufgrund des Zeitplans speziell. Normalerweise werden während drei Tagen die Trainings, Qualifyings und Rennen durchgeführt. Wegen der Saisonschlussparty am Samstagabend, wo der Gesamtsieger gekürt wird, mussten die Rennen vorher bestritten werden. Somit war das 1. Rennen bereits am Freitagabend und das 2. Rennen am Samstagabend. Aus diesem Grunde musste das Qualifying bereits am Freitag gefahren werden. Für Alain war das eine besondere Herausforderung, da er die Strecke noch nicht gekannt hatte. In der Gesamtwertung waren alle Fahrer sehr nahe beieinander, ausser dem Erstplatzierten. Er war nicht mehr einholbar und hatte sich somit bereits den Meistertitel gesichert. Von Platz 2 – 5 war aber für jeden Fahrer noch alles möglich. Alain wusste, dass es wegen der fehlenden Streckenkenntnis schwierig werden würde. Trotzdem fühlte er sich recht gut belegte beim Qualifying am Freitag den 3. Rang. Damit war er dann auch sehr zufrieden.
Der Start für das 1. Rennen ist ihm gut gelungen. Bereits in der ersten Runde stürzte der führende Fahrer und Alain war somit bereits auf Platz 2. Das Rennen wurde aber abgebrochen und aus Zeitgründen leider nicht wieder neu gestartet. Somit zählte an diesem Wochenende nur ein Rennen für die Wertung, was für Alain ungünstig war, denn dies hätte aufgrund der guten Ausgangslage eines von seinen besten Rennen werden können. Er ist zu diesem Zeitpunkt auf dem Gesamtplatz 4 gelegen und hätte diese Punkte gebraucht.
Am Samstagmorgen fand das Qualifying für das 2. Rennen statt. Wegen dem grossen Gedränge auf der Strecke hatte Alain keine freie Runde gefunden und qualifizierte sich nur auf dem 4. Platz, d.h. diesmal war die Ausgangslage nicht optimal. Trotzdem hatte er einen sehr guten Start, konnte den Fahrer vor ihm sofort überholen und fuhr lange auf dem 3. Rang. Dies war auch sein Ziel, weil er an diesem Wochenende unbedingt einen Podestplatz anstrebte. Er machte dann aber leider immer wieder kleine Fehler und wurde schlussendlich wieder überholt. Es gelang , Platz 4 verteidigen und den Anschluss wieder herzustellen. Aber wegen seinen Fehlern musste er sich schlussendlich doch mit dem 4. Rang begnügen. Theoretisch wäre der 2. Platz in Sichtweite gewesen. Weil er aber während der ganzen Saison zu wenig gepunktet hat, musste er sich in der Schlusswertung mit dem undankbaren 5. Platz zufriedengeben. Dies obwohl seine schlechtesten Resultate in der ganzen Saison einmal Platz 5 waren und er sonst immer besser war.
Speer SuperCup, Supersport 600, in Mugello 2021 (2)
Zum zweiten Mal in dieser Saison gastierte der Speer SuperCup auf dem Mugello Circuit. Alain hatte von dieser Strecke gute Erinnerungen, verpasste er doch beim zweiten Rennen im Juli auf dieser Strecke nur ganz knapp den ersten Platz.
Beim Training und Qualifying konnte er wieder an die guten Zeiten vom letzten Mal anschliessen und sicherte sich den dritten Startplatz. Leider ist ihm dann am Samstag das erste Rennen nicht gelungen. Aufgrund von vielen Fehlern fiel er anfangs sogar auf den 5. Platz zurück. Schlussendlich gelang es ihm aber dann, den 4. Platz zurück zu erobern. Dieses Resultat entsprach allerdings nicht seinen Erwartungen.
Wegen der schlechten Rundenzeit vom ersten Rennen, musste er sich am Sonntag beim zweiten Rennen mit dem 5. Startplatz zufriedengeben. Dieses Rennen war ein Sprintrennen und ging nur über acht Runden. Alain wusste, dass er den Vordermann möglichst rasch überholen musste, was ihm dann auch gelungen ist. Sofort versuchte er, auf den dritt- und zweitplatzierten Fahrer aufzuschliessen, und auch das ist ihm gelungen. Dann aber machte er einen ziemlich grossen Fehler und er landete knapp vor dem Kiesbett. Die Zeit reichte dann nicht mehr, den entstanden Rückstand wieder aufzuholen und er erreichte deshalb wieder den undankbaren 4. Platz.
«Die beiden 4. Ränge sind sicher nicht optimal und machen keinen Spass. « Im Moment ist Alain auf dem 4. Gesamtplatz vom Speer Supercup. Allerdings ist zwischen dem 2. und 5. Rang noch alles möglich und er und sein Team freuen sich auf die letzten beiden Rennen von dieser Saison, welche in drei Wochen in Barcelona stattfinden. Diese ziemlich schwierige Rennstrecke kennt Alain noch nicht und er freut sich auf die nächste Herausforderung.
Speer SuperCup, Supersport 600, in Oschersleben 2021
Zum dritten Rennwochenende gastiert der Speer SuperCup in Oschersleben. Eine Rennstrecke die Alain und seinen Begleitern Lukas und Janine noch unbekannt war. Nach einer gemütlichen Anreise und dem Beziehen der Box folgte eine Streckenbesichtigung mit Fahrrad und Trottinett. Schnell wurde Alain klar, dass diese Strecke einen ganz anderen Charakter als die noch zuletzt befahrene Strecke in Mugello hat. Sie ist im Vergleich viel enger und bietet einige technische Knacknüsse. Trotzdem war der erste Eindruck positiv und Alain freute sich sehr auf das bevorstehende Training am Freitag.
Dieser erste Eindruck täuschte ihn auch nicht, so fand sich Alain schnell auf der anspruchsvollen Strecke zurecht. Nach vielen Trainingsrunden am Freitag und Samstagmorgen konnte sich Alain auf dem guten 3. Startplatz qualifizieren. Da die Zeiten der ersten vier Fahrer sehr eng beieinander lagen, stellte sich Alain auf ein spannendes und umkämpftes Rennen ein. Bis Rennmitte konnte Alain den 3. Platz verteidigen, jedoch fehlten ihm ein paar Zehntel Sekunden pro Runde, um den Anschluss auf den 2. Platzierten halten zu können. So entschied sich Alain in Runde 8, den von hinten drückenden Fahrer vorbeizulassen, um dessen Fahrstil zu studieren und um Kräfte für den Angriff in der letzten Runde zu sparen. Durch ein paar kleinere Fahrfehler und die anstehenden Überrundungen misslang dieses Vorhaben und Alain musste sich mit dem undankbaren 4. Schlussrang begnügen.
Beim zweiten Rennen, welches am Sonntag stattfand, wollte Alain unbedingt aufs Podest – vielleicht ein bisschen zu fest. Kurz nach dem Start, in der ersten Kurve, versuchte er, den vor ihm liegenden 2. platzierten Fahrer anzugreifen. Dieser ahnte den Angriffsversuch und bremste so spät, dass Alain zurückstecken musste. Durch das abgebrochene Überholmanöver konnte Alain die Ideallinie in der darauffolgenden Kurve nicht halten und wurde umgehend vom Fahrer auf Position vier attackiert. Nur knapp konnten die beiden eine Berührung verhindern. Da Alain sich zu dieser Zeit auf der Aussenlinie befand, konnte er nicht wunschgemäss beschleunigen und musste bereits nach Kurve zwei einen Rückstand zum Drittplatzierten hinnehmen. Trotz konstanten Rundenzeiten und einer neuen persönlichen Bestzeit, musste er sich am Schluss wieder mit Platz vier zufriedengeben.
Mit zwei 4. Plätzen im Gepäck ist Alain nicht ganz zufrieden, doch konnte er seine Konstanz verbessern und so den Abstand zu der Spitze verringern. Dies stimmt ihn positiv für das nächste Rennwochenende, welches vom 10. – 12. September erneut in Mugello stattfinden wird. Aktuell liegt Alain in der Gesamtwertung auf dem guten 3. Zwischenrang.
Speer SuperCup, Supersport 600, in Mugello 2021
Der Mugello Circuit mit seiner mehr als 1 km langen Start-Ziel-Geraden sowie seinen Bergauf-Passagen gilt bei vielen Fahrern als eine Traumrennstrecke. Allerdings war bereits die Anreise in den Süden für Alain Schmid, welcher diesmal von Janine und Diego begleitet und bestens betreut wurde, aufgrund der prekären Wetterverhältnisse eine erste Herausforderung. Starke Gewitter und Regenfälle führten zu Erdrutschen, weshalb Strassen gesperrt waren. Nach einer langen und mühsamen Fahrt sind sie dann wohlbehalten in der Toskana angekommen und Mugello zeigte sich von seiner schönsten Wetterseite.
Obwohl Alain beim ersten Rennwochenende in Brünn den 3. und 5. Platz erreicht hatte, war er mit seiner Leistung nicht zufrieden, weil er sich einerseits nicht wohl auf seinem Motorrad gefühlt hatte und andererseits Probleme mit den neuen Reifen und dem Fahrwerk hatte. Zusammen mit seinem Team hatte er inzwischen nach Lösungen gesucht, diverse Tests gemacht und strebte nun in Mugello eine bessere Platzierung an.
Beim Training und Qualifying erzielte er recht gute Zeiten. Weil sich Alain aber immer noch unwohl auf seinem Motorrad fühlte, testeten er und sein Team wieder Diverses aus. Insbesondere beim Vorderrad wurden verschiedene Pneu-Mischungen ausprobiert. So sicherte sich Alain trotz seines schlechten Gefühls den 3. Startplatz und hatte damit eine gute Ausgangslage.
Damit Alain endlich wieder das vertraute Gefühl für sein Motorrad bekam, entschloss sich das Team vor dem ersten Rennen, es wieder mit den altbekannten Pirelli-Vorderreifen anstelle der neuen Dunlop-Reifen zu versuchen und es funktionierte. Alain bekam langsam wieder das Gefühl zu seinem Motorrad. Der Start zum ersten Rennen gelang, doch es stellten sich bald die altbekannten Probleme mit dem Unterarm ein, sodass er sich mit Rang 5 begnügen musste. Verglichen mit dem Rennen in Brünn war das zwar kein gutes Rennergebnis aber er war trotzdem zufrieden, weil er das Feeling für sein Motorrad und somit auch wieder die notwendige Sicherheit hatte. Er hat festgestellt, dass er sich in der letzten Zeit zu sehr auf das Technische konzentriert hatte und dadurch das schnelle fahren, seine mentalen Stärken etc. vernachlässigt hatte.
Beim zweiten Rennen versuchte Alain, sich mehr auf sich selber zu konzentrieren. Die Ausgangslage war allerdings ein wenig schwieriger, da es dieses Mal von Startplatz 5 ins Rennen ging. Erschwerend kann dazu, dass Alain zuerst noch die beiden Gaststarter vor ihm überholen musste, damit er zum 4. und 3. platzierten Fahrer aufschliessen konnte. Das Rennen war hart umkämpft. Bei der Zieleinfahrt waren es drei Fahrer, die innerhalb von rund 5/10-Sekunden um den Sieg kämpften. Am Schluss fehlten Alain nur 3/10-Sekunden zum Sieg. Er erreichte den grossartigen 2. Platz.
«So macht Rennen natürlich Spass und darauf kann ich aufbauen». Alain ist sehr zufrieden, dass er sein Motorrad endlich wieder spürt und dass er wieder konstant fahren kann. In drei Wochen ist das nächste Rennen in Oschersleben, Deutschland. Diese Rennstrecke kennt Alain noch nicht aber er freut sich schon sehr darauf.
Hier gelangst du zu den Impressionen vom Rennwochenende in Mugello.
Speer SuperCup, Supersport 600, in Brünn 2021
Endlich hatte das lange Warten ein Ende. Wegen der Corona-Pandemie fanden im vergangenen Jahr nur zwei Rennen statt. Hochmotiviert und mit grosser Vorfreude fuhr Alain Schmid zusammen mit seinen Teamkollegen Patrick Schenker und Lukas Schmid nach Tschechien zur 1'000 Kilometer entfernten Rennstrecke in Brünn, wo die ersten Rennen der Rennsaison 2021 stattfanden. Diese Rennstrecke kannte Alain bereits von den Rennen der Motorrad Schweizer Meisterschaft. Er war sehr gespannt auf die Gegner, denn diese Saison startet er erstmals im Speer SuperCup. Neu ist auch die Reifenwahl. Das Team hat sich entschieden, von Pirelli auf Dunlop-Reifen zu wechseln, was sich als eine weitere Herausforderung herausstellte, da sie bei den Vorbereitungen noch nicht alle Typen und Mischungen von dieser Pneumarke auf Rennstrecken mit Referenzzeiten testen konnten.
Die Rennstrecke in Brünn hat in den letzten Jahren extrem abgebaut, d.h. es hat nicht mehr so viel Grip wie früher. Die Asphalttemperaturen waren an diesem Wochenende sehr hoch (bis 55 Grad), was zu noch weniger Haftung führte. Am ersten Tag konnte vieles ausprobiert werden und es lief recht gut. Wegen den kurzen Trainingsturns, war es allerdings nicht möglich die Reifen auf eine Renndistanz zu testen.
Obwohl Alain beim Qualifying für das Rennen am Samstag den guten 2. Platz erreichte, war er damit nicht ganz zufrieden. Am nächsten Tag probierte das Team Verschiedenes auch in Bezug auf Mischungen etc. aus. Der Fahrer hat den Fokus beim Qualifying für das 2. Rennen nicht unbedingt auf schnelle Zeiten gesetzt, sondern mehr darauf, dass gewisse Sachen ausprobiert werden konnte, was sicher der richtige Entscheid war.
Beim 1. Rennen, welches am Samstag stattgefunden hat, bekam er nach einem guten Start nach ein paar Runden grosse Probleme mit dem Vorderpneu. Er konnte die Linie nicht mehr halten, weil er immer mehr rutschte und musste einen weiteren Weg gehen und dementsprechend langsamer fahren. Er platzierte sich auf Rang drei.
Bei der Analys nach dem Rennen stellte das Team fest, dass der Dunlop-Pneu im Rennen über mehrere Runden viel zu warm wird. Ausserdem wird der Reifen bei Windschattenfahrten noch heisser. Diese Situation hat man nur im Rennen und kann im Training nicht festgestellt werden. Leider regnete es am Abend schon bald, sodass für weitere Tests nur wenig Zeit blieb. Eine Lösung zu finden war fast nicht möglich, weil die Trainings sehr kurz sind und sich der Reifen erst während eines Rennes so stark erhitzt.
Für das 2. Rennen am Sonntag hatte das Team ein paar Änderungen vorgenommen. Zwar fühlte sich für den Fahrer das Motorrad besser an, aber das Reifenproblem war unverändert und Alain musste beide Male mit «stumpfen Waffen» kämpfen. Beim 2. Rennen versuchte er trotzdem zu pushen und hatte dann prompt einen extremen Vorderradrutscher. Nur mit Glück konnte er mit dem Knie einen Sturz vermeiden. «Die Fahrt fühlte sich an, als ob ich mit Regenreifen im Trockenen fahren würde.» Alain wurde in der letzten Runde noch überholt, was so knapp vor dem Ziel natürlich sehr ärgerlich war und erreicht den 4. Platz.
Der 3. und 4. Platz entspricht absolut nicht den Erwartungen von Alain. Er ist froh, dass er und das Motorrad unbeschadet davongekommen sind. Es bleibt nun etwas Zeit um das Problem zu lösen, damit er in Mugello wieder angreifen kann.
Eine von Covid geprägte Saison liegt hinter uns. Leider konnte die Saison nicht wie geplant durchgeführt werden und wir mussten uns mit einem Rennen und ein paar Trainings begnügen. Umso motivierter sind wir nun für eine neue Saison im Speer Cup.
Dank meiner grossen Motivation, einer guten Vorbereitung und einem Top Team im Rücken freue mich die Saison 2021 in Angriff zu nehmen.
Dank der professionellen Unterstützung von BroBike.ch sowie dem Support meiner Familie und Freunde bin ich für die Saison bestens vorbereitet.