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Kaum vorstellbar, dass man eines Tages nicht mehr in der Lage sein könnte, den Alltag zu bewältigen oder selbst Entscheidungen zu treffen. Doch nach einem Unfall oder aufgrund einer Krankheit kann dies schneller der Fall sein, als wir denken. EmmaLife zeigt dir, wie du für diesen Fall vorsorgen kannst.
Was ist ein Vorsorgeauftrag?
Mit einem Vorsorgeauftrag kann eine oder mehrere beauftragte Person(en) definiert werden, die deine Interessen vertreten. Diese Vertretung gilt für den Fall, dass die Person urteilsunfähig wird, und für drei Bereiche: Personensorge, Vermögenssorge und Vertretung im Rechtsverkehr.
Wo finde ich eine Vorlage für einen Vorsorgeauftrag?
EmmaLife bietet dir eine Vorlage für ein Testament. Lade sie hier herunter:
Achtung: Du solltest das Testament danach handschriftlich abschreiben und unterschreiben.
Was beinhaltet der Vorsorgeauftrag?
Der Vorsorgeauftrag beinhaltet drei Vertretungsbereiche.
- Personensorge: Sie beinhaltet Anweisungen rund um das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden.
- Vermögensvorsorge: Hier bestimmst du die Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei finanziellen Angelegenheiten.
- Vertretung im Rechtsverkehr: Die stellvertretende Person setzt Ihre Anliegen in rechtlichen Angelegenheiten gegenüber Banken, Behörden, Geschäftspartnern oder Familie durch.
Weshalb ein Vorsorgeauftrag?
Um im Ernstfall dein Recht auf Selbstbestimmung dennoch wahren zu können, ist es wichtig, diese Aufgaben Personen anzuvertrauen, denen man vertraut und die über die eigenen Wünsche Bescheid wissen.
Wen kann ich in einem Vorsorgeauftrag als beauftragte Person wählen?
Die Aufgaben in den drei Bereichen des Vorsorgeauftrags können durch natürliche oder durch juristische Personen erledigt werden. Natürliche Personen müssen mindestens 18 Jahre alt und urteilsfähig sein.
Es kann eine einzige Person für alle Bereiche oder eine Person pro Bereich bezeichnet werden. Unabhängig davon, wer bezeichnet wird, sollte auch eine Ersatzperson bestimmt werden – für den Fall, dass die gewählte Person den Auftrag ablehnt, nicht mehr in der Lage ist, den Auftrag zu erfüllen oder den Auftrag nach einer gewissen Zeit auflöst.
Wie wird ein Vorsorgeauftrag verfasst?
Der Vorsorgeauftrag muss die Aufgaben, die der Verfasser der beauftragten Person übertragen will, umschreiben und kann Weisungen für die Erfüllung der Aufgaben erteilen.
In allen drei Bereichen des Auftrags (Personensorge, Vermögenssorge und Rechtsverkehr) kann der Tätigkeitsbereich der beauftragten Personen begrenzt werden. Es können für die jeweiligen Bereiche auch verschiedene Personen eingesetzt werden.
Ausserdem sollte möglichst genau beschrieben werden, worin die Aufgaben der einzelnen Personen bestehen und wie sie den Auftrag erledigen sollen. So lassen sich Unklarheiten und Missverständnisse vermeiden. Nicht zu vergessen ist, dass den bezeichneten Personen eine grosse Verantwortung übertragen wird. Deshalb sollte ihnen die Aufgabe möglichst erleichtert werden.
Welche Form hat ein Vorsorgeauftrag?
Um einen Vorsorgeauftrag zu erstellen, musst du handlungsfähig sein, also volljährig und urteilsfähig. Der Vorsorgeauftrag ist eigenhändig zu errichten (von der auftraggebenden Person von Anfang bis Ende von Hand niedergeschrieben, datiert und unterzeichnet) oder öffentlich zu beurkunden (vor einem Notar).
Die Form des Vorsorgeauftrags ist identisch mit jener des Testaments. Grund für die strengen Formvorschriften sind die grossen Auswirkungen. So soll vermieden werden, dass eine ältere Person ein von einer Drittperson verfasstes Dokument unterzeichnet, ohne den Inhalt verstanden zu haben.
Wenn die Person nicht mehr selber schreiben kann, muss der Vorsorgeauftrag von einem Notar erstellt und beglaubigt werden. Ausserdem ist es sinnvoll, sich bei komplexen finanziellen oder familiären Situationen rechtlich beraten zu lassen.