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Im halben oder ganzen Dutzend
Korbinian Bubenzer hat in der Edition Kunzelmann Bearbeitungen von sinfonischen Highlights, Camille Saint-Saëns' «Schwan» und dem Finale von Richard Strauss' «Don Quixote», herausgegeben.
Seit die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker oder die Philharmonischen Cellisten Köln ab den 1970er Jahren als institutionalisierte Klangkörper das Konzertleben mit innovativen Programmen aufmischten, sind zahlreiche Originalkompositionen und Arrangements für gross- und kleinbesetzte Celloensembles entstanden. Von Chopins Revolutionsetüde bis hin zu Mussorgskis Bilder einer Ausstellung existieren spektakuläre Bearbeitungen, und es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis auch von Wagners Ring eine vollständige Fassung für Celloorchester erklingen wird.
Nun hat Korbinian Bubenzer, Cellist bei den Münchner Philharmonikern, beim Schweizer Verlag Edition Kunzelmann zwei eigene Bearbeitungen veröffentlicht. Die für 6 Violoncelli eingerichtete Nummer Der Schwan aus Camille Saint-Saëns' Karneval der Tiere lässt sich auch von Amateurspielern bewältigen. Die erste Stimme entspricht dem originalen Solopart, die Begleitung ist auf 5 Celli verteilt, wobei zweite und vierte Stimme die Beherrschung der Daumenlage voraussetzen und die dritte künstliche Flageoletts enthält. Das Begleitensemble kann auch grösser besetzt werden.
Ambitionierter ist die Bearbeitung für 12 Violoncelli des Finales aus der Tondichtung Don Quixote op. 35 von Richard Strauss. Auch hier ist die Cello-Solopartie unverändert geblieben. Die grosse Besetzung wird dem üppigen Klang des Originals voll gerecht und wird in dieser Besetzung ihre Wirkung beim Publikum nicht verfehlen.
Camille Saint-Saëns: Le Cygne (Der Schwan), für 6 Violoncelli bearbeitet von Korbinian Bubenzer, Partitur, GM-1959, Fr. 15.00, Edition Kunzelmann, Adliswil
Richard Strauss: Finale aus Don Quixote, für 12 Violoncelli, GM-1960, Fr. 22.60