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Die Tessinerinnen sind die gejagten. - HCL Ladies
Die Rollen in den am Wochenende beginnenden Playoff-Halbfinals der Swiss Women's Hockey League sind klar verteilt: Meister Lugano und Herausforderer ZSC Lions, die Serienmeister der letzten sechs Jahre, sind gegen Bomo Thun und Reinach haushohe Favoriten. Alles andere als ein Playoff-Final zwischen Lugano, dem fünffachen Meister (2006, 2007, 2009, 2010 und 2014) sowie dem dreifachen Meister ZSC Lions (2011 – 2013), käme im Schweizer Frauen-Eishockey einem mittleren Erdrutsch gleich. Seit nunmehr fünf Jahren duellieren sich die beiden besten Schweizer Frauen-Teams um den Meistertitel, zudem haben Lugano und die ZSC Lions die Spiele der Regular Season gegen die beiden Playoff-Gegner klar dominiert und keinen Punkt abgegeben. Ohne Nationaltorhüterinnen? Für die Halbfinalserie gegen Bomo Thun wird Lugano noch auf Nationaltorhüterin Sophie Anthamatten verzichten müssen. Die 24jährige steht mit ihrem Stammklub Saastal in den 1. Liga-Playoffs und ist dort als Stammtorhüterin nach dem Rücktritt ihres Konkurrenten gesetzt. Auch am Finalturnier um den European Women Champions Cup vom 20. bis 22. Februar im finnischen Espoo, das die Playoff-Serie gegen Thun unterbricht, wird Anthamatten fehlen. Für die zu erwartende Finalserie gegen die ZSC Lions (ab 7. März) wird sie allerdings wieder zur Verfügung stehen und könnte damit zum entscheidenden Vorteil für den amtierenden Meister werden. Auch der Einsatz von Florence Schelling für den SC Reinach ist gemäss Reinach-Trainer Philipp Steiner mehr als fraglich. Eigentlich hätte die beste Torhüterin der Olympischen Spiele von Sotschi jeweils am Sonntag für die Aargauerinnen spielen sollen, doch Schelling hat sich in der Nationalmannschaft leicht verletzt und dürfte Reinach an diesem Wochenende nicht zur Verfügung stehen.