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Der Spezialchemiekonzern Clariant hat im ersten Quartal 2012 einen leicht höheren Umsatz von 1,53 Mrd. Fr. erzielt. Der Konzerngewinn verbesserte sich infolge niedrigerer Restrukturierungskosten deutlich auf 38 Mio. Fr. verglichen mit 16 Mio. Fr. im Vorjahreszeitraum.
Die Restrukturierungskosten sanken im Vorjahresvergleich um 11 Mio. Fr. auf 22 Mio. Franken. Geholfen habe auch das bessere Finanzergebnis, während die Steuerbelastung zugenommen habe, teilte Clariant am Dienstag mit.
Das Geschäftsumfeld in der Berichtsperiode sei vergleichbar mit demjenigen im letzten Quartal 2012 gewesen. Daher sei die Umsatzentwicklung in den verschiedenen Regionen und Geschäftseinheiten wie im vorangegangenen Quartal heterogen gewesen.
Am stärksten war das Wachstum in Lateinamerika mit 10 Prozent. In den Regionen Asien/Pazifik sowie Europa/Naher Osten/Afrika (EMEA) blieb der Umsatz insgesamt unverändert. Einem Umsatzplus in Europa (+2 Prozent) standen Einbussen im Nahen Osten und in Afrika gegenüber (-10 Prozent). In Nordamerika stieg der Umsatz um 5 Prozent.
Konzernchef Hariolf Kottmann stellte in der Mitteilung fest, dass bei zunehmend stabileren wirtschaftlichen Bedingungen der Umsatz weiter gestiegen sei und die Margen auf solidem Niveau blieben. Für das Gesamtjahr rechne Clariant mit einer Umsatz- und Rentabilitätssteigerung gegenüber 2012. Clariant bekräftigte damit den zuletzt im Februar gegebenen Ausblick.
Clariant muss sich beim Ende Dezember angekündigten Verkauf der drei Geschäftsbereiche Textilchemikalien, Papierspezialitäten und Emulsionen an die Beteiligungsgesellschaft SK Capital etwas gedulden, wie das Unternehmen am Dienstag weiter mitteilte. Mit dem Abschluss der Transaktion wird neu bis Ende September 2013 gerechnet, das ist drei Monate später als ursprünglich angekündigt worden war.
Die Verschiebung sei in erster Linie auf die erforderlichen Genehmigungen und Zulassungen durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden zurückzuführen, erklärte Clariant-Finanzchef Patrick Jany an einer Telefonkonferenz. Von diesen würden noch einige ausstehen. An den Konditionen der Transaktion habe sich gar nichts geändert und der Separationsprozess mache gute Fortschritte.