Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03196.jsonl.gz/2017

"Mädchen, geh in die Schweiz ...". Deutsche Hausangestellte in der Schweiz
29.04. - 01.10.2017
Bis in die 1960er-Jahre hatten viele Schweizer Familien weibliche Hausangestellte, die aus Deutschland oder Österreich in die Schweiz gekommen waren. Die Ausstellung beleuchtet ihre Lebenswege. Aus welchen sozialen Milieus stammten die Frauen? Welche Beweggründe veranlassten sie fortzugehen? Wie sah ihr Arbeitsalltag in schweizerischen Privathaushalten und Gastwirtschaften aus? Wie wirkte die - auf Abwehr und Kontrolle gerichtete - eidgenössische Ausländergesetzgebung auf die Lebensbedingungen der zuwandernden Frauen? Machten sie in der Schweiz ihr Glück?
Die Ausstellung begleitet fünf "Schweizgängerinnen" entlang ihrer wichtigsten Lebensstationen. Zahlreiche autobiografische Berichte, Briefe und Fotografien eröffnen Einblicke in den Alltag deutscher Hausangestellter in der Schweiz.
Zeitgenössische Publikationen und Schriftgut aus Archiven beleuchten die Sicht von MeinungsmacherInnen aus Politik, Verbänden und Medien auf die zuwandernden Frauen. Dabei wird deutlich, wie die "deutschen Dienstmädchen" aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts und ihrer Berufstätigkeit zur Projektionsfläche schweizerischer Überfremdungsängste wurden.
Eine Ausstellung im Rahmen von "Magnet Basel - fünf Ausstellungen im Dreiländereck zur Migrationsgeschichte des 20. Jahrhunderts".