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Im Grundwasserpumpwerk Blackimatt wurden in den letzten Monaten Trinkwasseruntersuchungen vorgenommen. Von besonderem Interesse sind dabei der Nitratgehalt sowie die Pflanzenschutzrückstände.
Der Nitratgehalt pendelt zwischen Oktober 2019 und April 2020 zwischen einem
Wert von 20 und 31 mg pro l. Damit liegt er konstant um den Orientierungswert und
unter dem Höchstwert (Mindestanforderung) von 40 mg pro l.
Bei den Pflanzenschutzrückständen sind 4 Substanzen von Bedeutung: Die Chlorothalonilsulfonsäure (R417888), das Chlorothalonilmetabolit (R471811), das Chlorothalonilmetabolit (SYN507900) und die Pestizide.
Beim R 417888 sind seit Oktober 2019 Werte zwischen 0.023 und 0.047 μg/l gemessen
worden, deutlich unter dem Orientierungs- bzw. Höchstwert von 0.1 μg/l. Das
R471811 übersteigt mit gemessenen Werten zwischen 0.94 und 0.67 μg/l die Höchstwerte
von 0.1 μg/l. Das SYN507900 mit gemessenen Werten von unter 0.02 μg/l unterschreitet
den Höchstwert von 01 μg/l deutlich. Die Pestizide wiederum weisen
Messwerte zwischen 0.98 und 0.71 μg/l aus und liegen damit über dem Höchstwert
von 0.5 μg/l.
Die Messungen, die mit Ausnahme des Nitrats, erst seit Oktober 2019 in den Gemeinden
des Kantons durchgeführt werden, werden periodisch wiederholt, um die Entwicklung
zu beobachten.
Die Wasserversorgung Herznach-Ueken steht nicht allein mit dem Problem der Pflanzenschutzrückstände da. Zahlreiche Gemeinden des Kantons (und in der Schweiz) sind
mit derselben Ausgangslage konfrontiert. Unsere Nachbargemeinden beispielsweise
nutzen dieselben Grundwasserströme. Es ist davon auszugehen, dass schon Jahrzehnte
vor Beginn der systematischen Messungen im Herbst 2019 das Wasser Rückstände von
Pflanzenschutzmitteln enthalten hat.
Der Höchstwert für Chlorothalonil-Abbauprodukte in Trinkwasser ist vorsorglich festgelegt.
Er gilt aufgrund der Eigenschaften der Muttersubstanz (Chlorothalonil). Er beruht
hingegen nicht auf einer substanzspezifischen Bewertung der verschiedenen Abbauprodukte.
Eine Höchstwertüberschreitung bedeutet deshalb nicht, dass eine unmittelbare
Gesundheitsgefährdung besteht. Das Wasser kann auch im Fall einer Höchstwertüberschreitung weiterhin uneingeschränkt als Trinkwasser verwendet wer-den.
Auch für die Verwendung in Lebensmittelproduktionsbetrieben bestehen keine Einschränkungen seitens der kantonalen Lebensmittelkontrollstellen.
Es sind Massnahmen erforderlich, damit längerfristig wieder alle Anforderungen an das
Trinkwasser eingehalten sind. Die wichtigste übergeordnete Massnahme stellt das Anwendungsverbot für Chlorothalonilhaltige Pflanzenschutzprodukte dar, das seit dem
01.01.2020 schweizweit gilt. Die Wasser-versorgung Herznach-Ueken wird in den
kommenden Monaten, in enger Zusammenarbeit mit den zu-ständigen kantonalen
Stellen, geeignete ergänzende Massnahmen prüfen und, wo sinnvoll, umsetzen. Die
Konsumentinnen und Konsumenten werden regelmässig über die Entwicklung informiert.
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