Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03584.jsonl.gz/1558

Foto (C): privat.
Comics waren vor allem in Deutschland lange Zeit kein Thema in der universitären Forschung. In billigen Heftchen vor allem für Kinder publiziert, wurden sie der Trivialliteratur zugerechnet. Erst in den 2000er Jahren sind umfassendere Studien zum Comicgenre entstanden und mit ihnen Fachzeitschriften und Tagungen. Anhand anschaulicher Beispiele stellt dieser Vortrag die Frage, ob es sich bei der literaturwissenschaftlichen Beschäftigung mit Comics um eine Modeerscheinung oder eine ‹mesalliance› handelt und wie sich diese Beschäftigung in aktuelle Forschungstendenzen einfügt.
Evelyn Dueck ist seit 2020 Assistenzprofessorin für Neuere deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Genf. Nach einer Promotion (2010) über die französischen Übersetzungen des lyrischen Werks Paul Celans hat sie sich 2021 zu den Theorien des Sehens im 17. und 18. Jahrhunderts habilitiert. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der Übersetzungswissenschaft, der interdisziplinären Aufklärungsforschung und der Intermedialität.
In Zusammenarbeit mit dem Département de langue et de littérature allemandes und dem Programme de littérature comparée der Universität Genf.