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Gotthard Strassentunnel
Innert zehn Jahren entstand mit dem Gotthard-Strassentunnel ein gigantisches Bauwerk, das die kürzeste Nord-Süd-Verbindung im europäischen Alpenraum darstellt. Für die bauliche Fertigstellung und die elektromechanischen Installationen standen über 150 Konsortien oder Einzelfirmen im Einsatz.
Als besonders heikel erwies sich für die Ingenieure und die Arbeiter die spezielle Gebirgsformation auf einer Länge von rund 600 Metern. Der Druck des Gotthard-Massivs war so hoch, dass sich der Meter für Meter gesprengte Tunnel innert Stunden wieder verkleinerte und so immer wieder Nacharbeiten nötig machte.
Über 700 Männer – grösstenteils aus Italien stammend, fern von Familie und Heimat – schufteten während den Spitzenzeiten im Zweischicht-Betrieb, manchmal gar rund um die Uhr in drei Schichten. Sie arbeiteten sich von zwei Seiten vor; im Norden von Göschenen und im Süden von Airolo her. Das südliche Aushubmaterial verwendeten sie für Dammaufschüttungen des Autobahntrassees. Der parallel zum Tunnel verlaufende Sicherheitsstollen wurde gleichzeitig ausgebrochen. Im September 1980 wurde der Tunnel eröffnet.
Projektdaten
Tunnellänge: 16.918 m
Offizieller Baubeginn: 5. Mai 1970
Verkehrsübergabe: 5. September 1980
Gesamtkosten: ca. CHF 686 Mio.