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Der schönste Abschnitt der Saison begann für die Junioren-A am vergangenen Sonntag. Die Playoffzeit hatte begonnen. Die Bulldozers hatten die Qualifikation auf dem zweiten Rang abgeschlossen und spielten dementsprechend zuhause gegen das drittplatzierte Team aus La Chaux-de-Fonds. Man hatte früher in der Saison schon gegen diesen Gegner gespielt, ein Spiel hatte man gewonnen, eines verloren. Es war also alles offen und die Bulldozers hatten eine Herausforderung zu meistern. Da die Neuenburger über einige individuell starke Einzelspieler verfügt jedoch in jeder Linie auch auf schwächere Akteure zurückgreifen muss, war der Hauptvorteil der Bulldozers, dass sie mit fünf man den Gegner unter Druck setzten können. Wenn man dies nutzten und defensiv eine gute Zuordnung haben würde, dann würde das Gegnerteam nicht viele Chancen haben, so dachte man. Die Bulldozers schienen bereit für das erste Playoffspiel, trotz der Abwesenheit von Captain Pascal Tschamper.
Gleich zu Beginn des ersten Drittels nahm ein Spieler aus La Chaux-de-Fonds eine Strafe. Das Powerplay des Heimteams war jedoch nicht konsequent genug, was der Gegner ausnutzen konnte und so das erste Tor erzielte. Die Bulldozers, noch etwas geschockt vom Gegentreffer, konnte wieder in Überzahl spielen. Und wieder verlor man den Ball in der Offensive, was in einem zweiten Gegentreffer resultierte. Das rüttelte die Kernenrieder endgültig wach. Man überstand ein Boxplay problemlos und konnte nach sieben Minuten den Anschlusstreffer schreiben. In der elften Minute sassen gleich zwei Spieler des SHCC auf der Strafbank. Diese Möglichkeit nutzten die Bulldozers und glichen auf 2:2 aus. Kurz darauf bot sich dem Heimteam erneut die Chance eines Powerplays. Auch diese wurde genutzt. So war es auch zwei Minuten vor der ersten Pause, als die Kernenrieder das 4:2 schossen. Das Team aus La Chaux-de-Fonds spielte sehr undiszipliniert, allein im ersten Drittel kassierten sie 6 Zweiminutenstrafen. Am Ende dieses Drittels standen nach einem Gerangel an der Bande plötzlich zwei Neuenburger vor dem Tor der Bulldozers und konnten den Anschlusstreffer erzielen.
Im zweiten Drittel ging die Strafenflut gegen das Auswärtsteam weiter und bald stand es 5:2. Oft wurde mit den Schiedsrichtern über Unklarheiten diskutiert, was zu einer Disziplinarstraffe gegen La Chaux-de-Fonds führte. Bei dieser Strafe kommt es nicht zu einer Unterzahlsituation, der betreffende Spieler muss als Bestrafung zehn Minuten auf der Straffbank verbringen und darf in dieser Zeit nicht spielen. Die Bulldozers waren jetzt klar überlegen und schnürten den Gegner zeitweise regelrecht ein, das wirkte sich auch auf das Resultat aus. Strafen gegen beide Seiten führten zu einem weiteren Treffer der Kernenrieder. Nach gut 30 Minuten stand es 7:3. Die Bulldozers hatten nicht genug und zermürbten die wohl schon etwas angeschlagenen Neuenburger. Das Heimteam seinerseits konnte, falls ein Stammspieler etwas Erholung brauchte, auf etliche Ersatzkräfte zurückgreifen. Drei weitere Tore fielen innerhalb von fünf Minuten. Kurz vor Ende des Drittels wurde erneut eine Disziplinarstrafe gegen den SHC La Chaux-de-Fonds ausgesprochen. Da sie den Spieler betraf, der schon früher im Spiel eine Disziplinarstrafe genommen hatte und mittlerweile zurückgekehrt war, war die Straffe nun von Spieldauer.
Im letzten Drittel wurden bei den Bulldozers viele Spieler eingesetzt, die in diesem Spiel noch nicht oft zum Einsatzkamen. Diese meisterten ihre Aufgabe aber genauso gut und unterstützten ihre schon etwas müden Teamkollegen. Das 11:3 fiel und kurz darauf in Folge eines Powerplays das 12:3. Auch die Kernenrieder hatten in dieser Partie nicht immer ganz sauber gespielt und einige Strafen genommen. Das Boxplay der Bulldozers aber sehr souverän, es kam zu keinem Gegentreffer in Unterzahl. In der Hälfte des letzten Drittels wechselte das Heimteam den Torhüter. Lukas Jörg, der seine Sache grösstenteils gut gemacht hatte, verliess das Tor zu Gunsten von Ersatzkeaper Alessandro Aeschbacher. Dieser erwischte einen etwas happigen Start, kaum 30 Sekunden im Tor zappelt schon der Ball in seinem Netz. Für die Neuenburger war es das dann aber bezüglich Toren gewesen, die einzigen, die noch Tore schossen, waren die Bulldozers. 17:4 lautete das klare Endresultat.
Mit diesem Sieg war die erste Hürde auf dem weg zum Finaleinzug übersprungen. Die Bulldozers lieferten vor zahlreichen Fans ein grösstenteils überzeugendes Spiel, trotz des verschlafenen Starts. Sollte man das zweit Spiel diesen Samstag in La Chaux-de-Fonds auch gewinnen, wäre man im Final, wo entweder Oberwil oder Belp warten würde.
Text: Jonathan Hohl