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Nach einem Unfall mit einem atombetriebenen britischen U-Boot vor Gibraltar hat Spanien von London «dringende Erklärungen» verlangt.
Das atomar angetriebene britische U-Boot «Ambush» war vor der Küste von Gibraltar mit einem Handelsschiff zusammengestossen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London befand sich das U-Boot zum Zeitpunkt der Kollision am Mittwoch auf Tauchfahrt.
London hat Untersuchungen angekündigt
Es habe keine Atomwaffen an Bord gegeben, erklärte das Verteidigungsministerium. Der Rumpf des Bootes sei beschädigt worden, der Atomreaktor sei aber völlig intakt. Die Sicherheit sei voll gewährleistet, hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt. Trotzdem hat es Untersuchungen zu dem Vorfall angekündigt.
Die «Ambush» («Hinterhalt») ist 97 Meter lang und hat eine Besatzung von rund 100 Mann. Sie gehört zur sogenannten Astute-Klasse der modernsten Jagd-U-Boote der Briten. Drei Boote von diesem Typ sind bislang aktiv, seit die «Ambush» 2013 in Dienst genommen wurde.
Gespannte Beziehungen wegen Gibraltar
Am Montag hatte das britische Unterhaus der Modernisierung der strategischen U-Boot-Flotte zugestimmt, die Atomraketen an Bord hat. Die Kosten werden auf 31 Milliarden Pfund (rund 40 Milliarden Schweizer Franken) veranschlagt.
Wem gehört Gibraltar?
Seit mehr als drei Jahrhunderten erhebt Madrid Ansprüche auf das knapp sieben Quadratkilometer kleine Territorium im Süden der iberischen Halbinsel. Im Vertrag von Utrecht von 1713 wurde es Grossbritannien zugesprochen. Nach dem Brexit-Entscheid der Briten hat Spanien für Gibraltar eine «geteilte Souveränität» vorgeschlagen.