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Autor: Anton Jungo
Wie diebische Raben fallen gemäss SVP-Propaganda Rumänen und Bulgaren über die Schweiz her. Falls dem so wäre, sei daran erinnert, dass vor rund 100 Jahren die Raben in die Gegenrichtung flogen.
Am 26. Juni 1897 berichtet die Freiburger Zeitung (FZ), die Vorgängerin der heutigen Freiburger Nachrichten, aus Tafers: «Mit Freuden vernehmen wir, dass Herr Kolly Peter, von hier, von seiner Eminenz dem Hochwürdigsten Herrn Erzbischof von Hornstein in Bukarest zu seinem Güterverwalter in Rumänien ernannt worden ist.»
Und am 16. November 1897 berichtet die FZ: «Sehr viele Freiburger befinden sich im fernen Rumänien und einige bekleiden sogar mehrere hohe Stellen und erfreuen sich besten Wohlseins. Hrn. Thierrin, welcher eines der berühmtesten Institute Rumäniens besitzt, ferner Hr. Repond, Turnlehrer in Bukarest, sowie Comte, welcher ebenfalls ein grosses Magazin besitzt.» Erwähnt wird dann auch wieder der 21-jährige Peter Kolly. Der Artikel schliesst mit dem Wunsch: «Glück auf den Freiburgern im fernen Lande!»
Gemäss FZ vom 29. März 1898 ergingen damals aus der Schweiz gar Hilferufe an Peter Kolly, doch Lebensmittel in die Schweiz zu exportieren: «Herr Peter Kolly von Tafers, welcher gegenwärtig bischöflicher Gutsverwalter des Hochwürdigsten Bischofs von Jassy in Rumänien ist, soll von verschiedenen Seiten angefragt worden sein, Getreide nach der Schweiz zu liefern. Er soll sich entschlossen haben, bis zum Herbst mit einer Gesellschaft in Verbindung zu treten. Bekanntlich ist Hr. Peter Kolly von Tützenberg bei Tafers gebürtig und hat sich durch seine Tüchtigkeit zum Gutsverwalter emporgeschwungen. Er zählt kaum 22 Jahre. Der hochwürdigste Bischof von Jassy in Rumänien ist Mgr. Jaquet von Grolley im Saanebezirk.»