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Das Kind muss regelmässigen Kontakt mit seinem Vater oder seiner Mutter haben und umgekehrt. Dieser regelmässige Verkehr des Kindes mit dem Elternteil ist nicht nur ein Anspruch, sondern auch eine Pflicht. Er kann nur in schwerwiegenden und ausserordentlichen Fällen begrenzt oder verwehrt werden (mehr dazu…).
Die Ausgestaltung des Besuchsrechts bleibt grundsätzlich den Eltern überlassen. Der Richter genehmigt die Vereinbarung, wenn sie mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist (der Richter überzeugt sich davon, indem er einen Bericht des Jugendschutz- oder des Sozialamtes verlangt).
Wenn die Eltern keine Einigung finden, regelt der Scheidungsrichter das Besuchrecht. Er berücksichtigt dabei alle für das Kindeswohl wesentlichen Umstände, namentlich Alter, Gesundheitszustand, sowie schulische und ausserschulische Aktivitäten.
Der Richter berücksichtigt ebenfalls die Lebensumstände des Berechtigten, insbesondere Beruf und zeitliche Verfügbarkeit.
Das Besuchsrecht wird am Wohnsitz des Berechtigten ausgeübt, wobei dieser für die Kosten der Abholung des Kindes am Wohnsitz des obhutsberechtigten Elternteils selber aufkommen muss. Überdies kann der Berechtigte Auslagen, die er im Zuge des Besuchsrechts für das Kind aufbringt, nicht von den geschuldeten Unterhaltsbeiträgen abziehen.
Wenn der besuchsberechtigte Elternteil sein Besuchsrecht nicht vollkommen wahrnimmt, so kann er versäumte Besuchstermine nicht nachholen, es sei denn der andere Elternteil stimmt zu.