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Es sind eine Vielzahl beeindruckender Momente zusammengekommen, die zur verdienten Anerkennung beigetragen haben, die dazu führten, dass sie nach dem Studium an der Zürcher Hochschule der Künste das Lehr-, Orchester- und Solistendiplom erlangen konnte. Heute ist Katharina Brunner Soloflötistin bei der Kammerphilharmonie Graubünden und mit Unterrichten an der Musikschule Sarganserland, und der Glarner Musikschule recht stark ausgelastet. Und es kommt ein zwölf Monate umfassendes Auseinandersetzen mit Musikphysiologie, das nach der Rückkehr aus Spanien erfolgt ist. Es waren in dieser Zeitspanne noch nicht so viele Schülerinnen und Schüler zu betreuen.
Der Weg zu allen Ausbildungserfolgen, die Wahl der verschiedenen Fächer, das Perfektionieren des Spiels und das Auseinandersetzen mit zuweilen enorm Forderndem sind erfüllende Einheiten, sind mit Anerkennungen verbunden, die es erst einmal zu erwerben galt.
Musik gehört zu Katharina Brunners Leben – seit Kindsbeinen an, wie sie eine von vielen Fragen beantwortet. Mit der Matura schloss sie die Ausbildung an der Kanti Glarus ab, bevor ein kurzer Abstecher an die Uni (Musikwissenschaften) und das anschliessende weitere Studium an der Zürcher Hochschule der Künste folgten. Das intensive Auseinandersetzen mit wohl allem, was faszinierte, gefordert und mit der Querflöte verbunden war, gehörte zu diesem Ausbildungsweg. Eingebunden waren das Auseinandersetzen mit der Traversflöte und eine rege Unterrichts- und Konzerttätigkeit. In die Zeit nach dem Studium fallen auch berufsbedingtes Umherreisen, das Katharina Brunner als «musikalisches Rumvagabundieren» bezeichnet. Ausgedeutscht heisst das: Zürich war Wohnort; Thun war zweiter Wohnort samt Unterrichtspensum an der dortigen Musikschule; Chur war Sitz des Orchesters, in dem die Flötistin prägend mittat. Das belastete. Katharina Brunner entschied sich zum Umzug nach Spanien, wo ihr heutiger Ehemann lebte und tätig war. Musik liess sie nicht los – verständlich und nachvollziehbar. Es folgten während diesen drei Jahren zahlreiche Auftritte mit spanischen Orchestern in Oviedo und Barcelona. Die Stelle in Chur blieb. Nach der Rückkehr in die Schweiz war der Thon in Schwanden erster Wohnort. Und bald kamen neue Unterrichtsstellen an den Musikschulen Sarganserland und Glarus dazu. Weil es im Raum Sargans keine zentrale Musikschule gibt, unterrichtet Katharina Brunner in den verschiedenen Wohngemeinden der Kinder, die ihren Unterricht besuchen. Zeitraubendes Herumreisen gehört zuweilen zu dieser Zeitspanne, die mit Unterricht, dem Aufbau wertvoller und willkommener Freundschaften verbunden ist.
Das Glarnerland mit dem Elternhaus in Ennenda, gelegentlichen Ferienaufenthalten in den Weissenbergen und das Unterrichten in Glarus sind von zentraler Bedeutung. Gerne wird hierher zurückgekehrt, verweilt, «aufgetankt», im Glarner Kammerorchester als Zuzügerin mitgestaltet und – natürlich – auch unterrichtet – dies seit 2012.
Nach der Zeit in Schwanden zog es die Musikerin mit ihrem Ehemann Roberto Cuervo nach Chur. Dort probt das Orchester und ihr Ehemann fand dort eine Anstellung als Software-Entwickler, die mit einer Zweitausbildung und deren erfolgreichem Abschluss verbunden war. Als Oboist wirkt er in Chur. Musikalisches Mitwirken ist für die Flötistin nicht bloss auf Chur beschränkt. Neben der festen Orchesterstelle in Chur erfolgen zuweilen willkommene Einladungen anderer Kammermusikformationen und Orchester.
So ist die Fülle, auch wenn deren Einzelteile einem zuweilen übervollen Koffer nicht unähnlich sind, beglückend, verständlich fordernd, aber kaum einmal nicht mehr zu bewältigen. Katharina Brunner schätzt diese Herausforderungen, sie stellt sich vielem bereitwillig, mit der notwendigen Geduld und Ernsthaftigkeit. Sie freut sich mit ihren heranwachsenden Schülerinnen und Schülern, wenn etwas gar Kompliziertes so richtig gut gelingt, wenn neben ernsthaftem Einüben auch Kurzweil aufkommt und wenn im jeweiligen Orchester so richtig genussreich geprobt und erfüllend umgesetzt musiziert wird.
So ist die Flötistin viel unterwegs, per Velo mit dem ÖV, und einem Buch im Reisgepäck. Die erfüllende Orchestertätigkeit ist ein schöner Ausgleich zum Unterrichten. Sie schätzt diese Wechsel. Es ist nachvollziehbar, dass der Alltag zuweilen mit nicht immer einfachem Organisieren verbunden ist, dass es einiges braucht, bis alles «unter einem Hut» ist. Grössere Orchesterprojekte führen zum Verschieben von Lektionen. Und wenn Zeitspannen für ganz Persönliches kommen, gilt Katharina Brunners Vorliebe romantischen und impressionistischen Kompositionen sowie Werken aus dem 20. Jahrhundert. Liebgewordene Werke, wie etwa Mahler-Sinfonie und Lieder von Schubert oder Wolf sind für sie erholsam, wecken auf, treiben an und wecken beim Zuhören Neugierde.