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Und «Klassik» ist in diesem Fall wortwörtlich zu nehmen: Lange Zeit haben sich die Musiker und die Musikerin des Quartetts mit der Musik Beethovens beschäftigt; diese Aufnahme aus Verbier ist vor 2 Jahren entstanden und Teil dieser langen, intensiven Auseinandersetzung (die nun aktuell auch dokumentiert als Einspielungen vorliegen, passgenau zum Beethoven-Jahr).
Das Ensemble spielt neben einem der frühen Quartette Beethovens auch eines der grossen «Rasumowsky»-Werke; das sind jene Streichquartette, in denen Beethoven die Welt der vier Streicher mit seiner gewaltigen Energie fast zu zerbersten scheint. Was natürlich eine gerne angenommene Einladung zum intensiven Musizieren für das Quatuor Ebène ist.
Zwischen diesen beiden Beethoven-Werken steht die musikalische Hommage an die französische Heimat des Ensembles: Das einzige, 1923 begonnene Streichquartett von Gabriel Fauré. Lange hatte der an sich sehr erfahrene Kammermusik-Komponist Fauré gezögert, sich mit einem Streichquartett dem übermächtigen Vorbild Beethoven zu stellen. Das Zögern erwies sich als unbegründet, dieser Erstling gehört zu Faurés kompositorischem Vermächtnis.
Ludwig van Beethoven: Streichquartett D-Dur op. 18/3
Gabriel Fauré: Streichquartett e-Moll op. 121
Ludwig van Beethoven: Streichquartett C-Dur op. 59/3 «Rasumowsky»
Quatuor Ebène:
Pierre Colombet, Violine
Gabriel Le Magadure, Violine
Marie Chilemme, Viola
Raphaël Merlin, Violoncello
Konzert vom 4. August 2018, Eglise de Verbier (Verbier Festival)
Dieses Konzert steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.