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Geschichte der Imkerei
1869 veröffentlichte der humoristische Dichter und Zeichner Wilhelm Busch (1832-1908) seine Bildergeschichte "Schnurrdiburr oder die Bienen". Darin ist auch ein "Bienenvater" karikiert, der das Schwärmen seiner Bienen verschläft. Die heutigen Imker sind aber auf der Hut und verschlafen die Zeichen der Zeit nicht. Sie sind beispielsweise auch über die Geschichte und die Entwicklung ihres Berufs orientiert.
Die Biene lebt nach den heute bekannten Quellen schon seit über 50 Millionen Jahren, die Geschichte der Menschheit aber ist erst rund 1 bis 2 Millionen Jahre alt. Eng mit der Menschheitsgeschichte verbunden ist auch die Imkerei.
Die folgende Zusammenfassung der Geschichte der Imkerei soll die Entwicklung vom ursprünglichen Honigraub über die Klotzbeute und den Bienenkorb oder Stülper bis zur heutigen Kasten- und Magazinimkerei mit der modernen Bienenzucht aufzeigen.
Das Wort Imker, die Bezeichnung für die Bienenhalter, stammt aus dem niederländisch-niederdeutschen Sprachbereich. Erst im 19. Jahrhundert hat es gemeinsprachliche Bedeutung erlangt und die hochdeutschen Ausdrücke Bienenvater und Zeidler zurückgedrängt.
Es setzt sich zusammen aus dem landschaftlichen Ausdruck Imme für Biene und dem mittelhochdeutschen Wort Kar für Korb (oder Schüssel, Geschirr). Bevor man die heute üblichen Bienenmagazine und Bienenkästen mit mobilen Wabenrahmen kannte, hielt man die Bienen vorwiegend in Strohkörben.
Ernst Ammann