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Der Bart des Riesenschnauzers kann manche Überraschung verbergen.
Gar kein guter Duft
Jimmy ist ein zufriedener Hund. Doch seine Umgebung hat ein Problem: Jimmy riecht nicht besonders gut. Die Ursache ist ein Rätsel.
Der Hund schien glücklich. Doch sein langer schwarzer Bart sah bei genauerer Betrachtung etwas bräunlich aus und er stank fürchterlich. Mit Gummihandschuhen bewaffnet, zog ich ihm seine Lefzen auseinander. Rechts waren schöne weisse Zähne zu sehen, ebenso auf der linken Seite. Ähnlich einem Dompteur sperrte ich ihm das Maul auf. Eine kitschig-rosa Zunge lag zwischen blendend weissen Zähnen. Auch da: keine Verletzung oder Entzündung, die diesen schlechten Geruch auslösen konnte. Schnüffelnd hob ich dem jungen Riesenschnauzer zuerst das eine Ohr, dann das andere. Für Jimmy war alles nur ein Spiel.
Da ist der Übeltäter
«Die Ohren sind ebenfalls sauber.» Ich trat einen Schritt zurück und dachte nach. Jimmy roch seit einigen Tagen sehr unangenehm. Es roch aasig und trotzdem sah man nichts. Sorgfältig kraulte ich ihm mit den Handschuhen den Bart. An den Ohren war er kurz geschoren. Zur Nase hin wurde der Bart immer länger. Dies gab dem Riesenschnauzer sein charakteristisches Aussehen. In diesen dichten, harten Haaren fand ich allerlei: kleine Holzstückchen, klebrige weisse Reste eines Kauknochens und vermutlich etwas Futter. Doch diese rochen ebenfalls nicht so stark. Dann spürte ich eine haselnussgrosse Struktur, die offensichtlich schmerzte. Jimmy hatte in der Tiefe seines Bartes eine entzündete Wunde. Diese roch so stark, da sie eiterte. In den langen schwarzen Haaren konnte man sie kaum sehen.
Beim Kontrollbesuch hatte Jimmy einen gekürzten Schnauz. Sein junger Besitzer meinte: «Es ist viel praktischer so. Zum einen kann ich seine Wunde besser behandeln und zum anderen habe ich nicht mehr Jimmys Futter und Trinken auf dem Küchenboden und auf meinen Jeans.»
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