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Der Hauptdarsteller
Hanspeter Müller-Drossaart wurde in Sarnen im Kanton Obwalden geboren, wo er seine ersten Lebensjahre verbrachte, danach ist er nach einem Umzug der Familie in Erstfeld aufgewachsen und hat ab seinem 13. Lebensjahr die Internatsschule am Kollegium Sarnen absolviert. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler und Theaterpädagogen an der Schauspiel-Akademie Zürich war er Ensemble-Mitglied beim Theater am Neumarkt Zürich, am Schauspielhaus Zürich und am Wiener Burgtheater. Seit 2004 ist er als freischaffender Schauspieler besonders in Kino- und Fernsehfilmen sowie als Sprecher tätig. 2010 erschien «Sennentuntschi», eine Verfilmung der gleichnamigen Sage, in der Müller-Drossaart die Rolle des Notter übernahm.
Die Figur des Berner Stadtoriginals Dällebach Kari hat er 2010 im gleichnamigen Musical und 2012 im Spielfilm «Eine wen iig» von Xavier Koller verkörpert. 2008 zeigte er mit Obsi /Nitsi sein erstes Kabarettprogramm. Am 25. März 2010 erfolgte die Uraufführung seines zweiten Programms Unteranderem im Casinotheater Winterthur, mit dem er anschliessend Ende des Jahres auf Tour ging. Am 15. Februar 2012 war die Premiere seines dritten Programms «Menü 3» im Casinotheater Winterthur. Müller-Drossaart ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein Sohn Livius spielt den Jungen Johnny im Kinofilm «Papa Moll» (2017). Hanspeter Müller-Drossaart wird den Mönch Sigisbert darstellen.
Der Chor
Der Chor des Gymnasiums & Internats Kloster Disentis zählt mit seinen rund 100 Sängerinnen und Sängern zu den bekanntesten Schulchören der Schweiz und wurde vor ein paar Jahren mit dem renommierten „Lily Waeckerlin-Preis“ ausgezeichnet. Neben mehreren weltlichen Konzerten in Zusammenarbeit mit der Schule gehören die alljährliche Konzertreihe und die feierliche Gestaltung von Gottesdiensten zu den Hauptaufgaben des Chores. Der Chor gastiert auch an renommierten Orten im Ausland, so im Jahr 2015 im Dom zu Köln und im Kaiserdom zu Speyer. Die Proben finden wöchentlich während der ganzen Schulzeit statt. Das Gymnasium in Disentis setzt grosses Gewicht auf eine ganzheitliche Bildung und gibt dem Chor eine außergewöhnliche Bedeutung. So sind alle Schülerinnen und Schüler, die über eine gute Stimme verfügen, vom ersten Schultag bis zur Matura im Chor engagiert - für die Teilnehmer eine Selbstverständlichkeit und eine edle Pflicht.
Der Autor
Autor des Festspiels ist Hanspeter Gschwend, der in Bern und Wien Geschichte und Germanistik studiert und mit dem Gymnasiallehrerdiplom abgeschlossen hat. Von 1972-78 war er Sekretär des Projekts einer Hochschule für Bildungswissenschaften im Kanton Aargau, von 1978- 2008 teilzeitlich Redaktor beim Schweizer Radio DRS in den Bereichen Politik, Gesellschaft und Kultur. Bis 2015 blieb er freier Mitarbeiter des Radios für Informationssendungen und seither weiterhin als Hörspielautor.
Bereits während des Studiums begann er, Hörspiele zu schreiben. Die bisher 14 Hörspiele wurden alle von Radio SRF produziert, einige ins Französische und eines ins Schwedische übersetzt. Mehrere wurden mit Preisen ausgezeichnet: soa. Essen, 1970; Feldgraue Scheiben, Zürcher Radiopreis 1972; Blank, Basler Hörspielpreis 1992; Code execute, Prix Suisse 1995; Der Olympiafähndler, Bestes europäisches Hörspiel 1997. Im Jahr 2000 erhielt er den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung für sein Hörspielschaffen. Im Auftrag des Schweizer Fernsehens schrieb er 8 Folgen der ersten Schweizer Fernsehsoap "Motel" sowie Stücke für die Telearena. Er verfasste Theaterstücke und Reportagen, Essays und Kurzgeschichten, u.a. für das Magazin des Zürcher Tagesanzeigers und der Berner Zeitung, den Beobachter etc. Ausserdem schrieb er Künstlerbiografien (u.a. über den Clown Dimitri und den Künstler Schang Hutter) sowie erzählende Sachbücher. Sein letztes grösseres dramatisches Werk war das Freilichttheaterstück "Träume eines anderen Lebens" (Uraufführung Sommer 2016, Monte Verità).
Seit 10 Jahren nimmt er regelmässig als Gast am Klosterleben in Disentis teil. In dieser Zeit reifte sein Wunsch, einen Beitrag zum kulturellen Leben im Kloster und dessen Schule zu leisten. Zuerst dachte er an ein Hörspiel, ausgehend von der Gründungslegende von Sigisbert und Placidus. Von Anfang an wollte er die Klosterschule in die Realisierung einbeziehen. Es war der damalige Rektor, Roman Walker, der die Idee mit dem Vorschlag aufnahm, daraus ein Festspiel zum Abschluss der Restaurationsarbeiten zu machen – und damit entfachte er im Autor die Begeisterung, die es möglich machte, in intensiver Arbeit und zwei Schreibklausuren im Kloster das geistliche Festspiel „Fels und Schwert“ zu schreiben, das am 13.März 2020 uraufgeführt werden wird.
Der Komponist
Komponist Martin Völlinger wurde 1977 in Fulda / D geboren. Er studierte Kirchenmusik, Gesang, Dirigieren und Improvisation in Regensburg sowie in Zürich und ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe. Schon während des Studiums arbeitete er als Chorleiter / Stimmbildner und Orgellehrer bei den Regensburger Domspatzen und als Assistent des Domorganisten.
Nach dem Studium folgte er dem Ruf eines kroatischen Bischofs, in seinem neugegründeten Bistum die Kirchenmusik in der Region aufzubauen. Von 2007 bis 2012 war er Chorleiter / Stimmbildner bei den Luzerner Sängerknaben, wo er als Leiter des Herrenensembles der Sängerknaben grosse Erfolge feierte. Neben seiner Arbeit als Gesangspädagoge an der Musikschule der Stadt Luzern ist er Organist in Steinhausen.
Seine freischaffende kompositorische Tätigkeit spiegelt sich in vielen Auftragswerken, u.a. für das Händel-Festival Luzern 2009, für das Vokalensemble Vocale Neuburg (A) oder zum Tag der internationalen Freiwilligentätigkeit 2011. Sein Musical Gimmu di butzi für die Singschule «cantiamo» Oberwallis wurde mit dem Lily Waeckerlin-Preis für Jugend & Musik 2011 der Stiftung ACCENTUS ausgezeichnet.
Das vielseitige kompositorische Schaffen reicht von einfachen Kinderliedern über innovative Chorkompositionen, Messen, Kantaten, Singspiele bis hin zu grossangelegten szenischen Bühnenwerken und Oratorien. 2014 wurden die Werke "Martin – Das Musical", "Noah – Ein Musiktheater" und ein Magnificat uraufgeführt. Im Jahr 2015 wurden die Musiktheaterwerke "Sängerherzen", "Die Hirten auf dem Feld" und "Trilogie der Mitte" erstmals dargeboten. Mit grossem Erfolg wurden 2016 ein Salve regina vom Philharmonischen Chor Tschenstochau Collegium Cantorum (Polen) uraufgeführt, sowie das Musiktheater "SEHNSUCHT E.D.E.N." von den Luzerner Mädchenchören. Er komponierte für den Chor Collegium pro musica sacra (Zagreb), für den Schweizer Nationalen Gedenkfeiertag 500 Jahre Reformation – 600 Jahre Niklaus von Flüe und für das 6. Schweizer Kinder- und Jugendchor-Festival 2017 in Lugano. Weiterhin wurden in 2017 / 2018 u.a. eine Suite für Blasorchester und das "Winterzauberherz – Eine chormusikalische Winterreise" – uraufgeführt. Als Auftragskomposition der Katholischen Kirche Luzern wird 2019 das Pfingstwerk "Komm herab, o Heil’ger Geist" erstmals aufgeführt.
Die Regisseure
Felicitas Heyerick ist als deutsch-belgische Doppelbürgerin in den Schweizer Bergen geboren und aufgewachsen - und absolvierte ihre Matura in Disentis. Seit ihrer Ausbildung an der European Film Actors School in Zürich arbeitet sie freiberuflich als Schauspielerin in Deutschland und in der Schweiz. Sie wirkte unter anderem in Inszenierungen von Martin Kušej und Matthias Hartmann am Opernhaus Zürich mit und liess sich am renommierten Lee Strasberg Theatre & Film Institute in Los Angeles weiterbilden.
Für ihre künstlerische Tätigkeit und ihr schauspielerisches Engagement erhielt sie den Förderpreis des Kantons Graubünden und den Anerkennungspreis der Stadt Chur. Sie gewann den Wettbewerb für professionelles Kulturschaffen und entwickelte daraus ihr eigenes Bühnensolo. In der Schweiz wohnhaft, führt sie ihr beruflicher Weg seit Jahren über die Grenze, wo sie zum Kernensemble der Gandersheimer Domfestspiele gehört und stets in prominenten Rollen zu sehen ist.
David Flepp, Jahrgang 1975. Wächst in Danis-Tavanasa auf. An der Klosterschule in Disentis erlangt er die Maturität und in Fribourg das Sekundarlehrerdiplom. Bis im Jahr 2007 unterrichtet er an der Oberstufenschule Rueun und Umgebung. Dann hängt er den Lehrerbleistift an den Nagel. 2008 bis 2009 macht er ein Nachdiplomstudium In Theaterpädagogik an der Schule "Till Theaterpädagogik" in Zürich. Seitdem arbeitet er als freischaffender Schauspieler und Theaterpädagoge. Seine neuesten Rollen als Schauspieler hat er u.a. in Hubert Gigers "La stria da Dentervals", im musikalischen Theater "Die Seiltänzerin", in der historischen Kriminalkomödie im Freien "Comander", im Fernsehfilm "Kauffmann anghel" (Produktion von SRF).
Er ist Ideengeber, künstlerischer Leiter und Regisseur des Theaterspektakels "Oh Tavanasa - ina story denter sulegl ed umbriva. In spitachel pil giubileum da 1250 onns Danis-Tavanasa.", im Juli 2015. Er leitet Tages- und Wochenworkshops mit Schülern, Laientheatergruppen und in der Lehrerfortbildung. Flepp ist zudem Mitbegründer und Mitglied des rätoromanischen Cabaret Trios "DaMa&co", sowie Mitglied und Leiter des Schauspielensembles für inszenierte Altstadtführungen in Ilanz, Mitglied der Theatergruppe "BAGAT" und Mitglied des Jungen Theaters Graubünden. Zudem ist er Sprachförderer der Lia Rumantscha in Teilzeitanstellung. Er lebt mit seiner jungen Familie in Danis.
Musikalischer Leiter
Peter Werlens Karriere begann am Walliser Lehrerseminar in Sitten, wo er seinen ersten Dirigierunterricht von Hansruedi Kämpfen erhielt. Danach studierte er an der Musikhochschule Luzern Chorleitung. Es folgte ein Jahrzehnt, in dem Peter Werlen mehrere Chöre leitete, unter anderem das Ensemble da capo, die Aargauer Lerche der Engadiner Kantorei. Er war Mitgründer und Leiter der Singschule Oberwallis und Lehrer für Chorleitung an der Musikschule Oberwallis. Weiter wurde er von verschiedenen Chören als Stimmbildner, Chor-Coach oder Gastdirigent angefragt. Daneben leitete er Chorwochen im In- und Ausland, so die Herbstsingwoche im Kulturzentrum Laudinella St. Moritz, die Mozartwoche Herzberg, die Oberwalliser Singwoche und das Internationale Europa Cantat Treffen in Nevers und Linz. Zwischen 2002 und 2004 verbrachte Peter Werlen je ein Studienjahr und ein Sabbatjahr in Los Angeles. In den fünf folgenden Jahren beschäftigte er sich ausgiebig mit Orchesterdirektion.
Er absolvierte zwei Nachdiplomstudien in Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste und beim International Conducting Institute ICI New York/Boulder. Zudem besuchte er Meisterkurse bei Volker Hempfling, Laszlo Heltay und Kirk Trevor. Peter Werlen arbeitete im Laufe seiner Karriere mit den zahlreichen Orchestern zusammen. Im Zusammenhang mit Dirigier- und Meisterkursen leitete Peter Werlen das Akademische Orchester Zürich, die Westböhmische Philharmonie Marienbad, die Nordböhmische Philharmonie Teplice, die Bohuslav-Martinu-Philharmonie Zlin, das Berg Kammerorchester Prag, das Boulder Chamber Orchestra sowie das Astoria Symphonie Orchestra New York.
Zurzeit ist Peter Werlen Kapellmeister am Kloster Gymnasium Disentis. Weiter leitet er die Camerata Walchwil, den Kirchenchor Walchwil und den Chor XANG aus Zug.
Darsteller Rolle
Hanspeter Müller-Drossaart Sigisbert
Erwin Ardüser Placidus
Erwin Ardüser, Jahrgang 1962, ist in Laax zu Hause. Seit seiner Jugend engagiert er sich immer wieder auf den Bühnen des Volkstheaters, so zum Beispiel auch bei den grossen Freilichtaufführungen in seiner Heimatgemeinde, und letztlich in der historischen Kriminalkomödie “Comander” (2017) oder als Bunderat Felix Calonder in der Produktion “1918.ch - 100 Jahre Landesstreik“ (2018).Seit 27 Jahren arbeitet Erwin Ardüser in verschiedensten Funktionen bei Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR), aktuell in der Funktion als “Referent servetschs centrals”.
René v. Niederhäusern (Lehrer am GKD) Präses Victor
Flurin Jacomet (6. Klasse) Hofkaplan
Not Soliva (6. Klasse) Teufel
Quirina Lechmann (freischaffende Sopranistin und Lehrerin am GKD) Druidin
Julian Zurfluh (3. Klasse) Hofkanzler Horatius
Paul Gartmann (2. Klasse) und Elia Malin (3. Klasse) Retus und Columbin
Kim Deragisch (4. Klasse) Dienstmädchen/ Frauen Desertina* & Frau des Jägers
Estella Mazzetta (5. Klasse)
Valeria Schmid (4. Klasse)
Ilu Demont (5. Klasse)
Jael Capaul (6. Klasse) Svenja Furger (5. Klasse)
Sarah Albin (6. Klasse) Anna Palaia (6. Klasse) Mägde
Anna Tuor (4. Klasse) Lia Sauser (6. Klasse)
Elia Montalta (3. Klasse) 3 junge Männer*
Lucas Maissen (3. Klasse)
Armon Kreiliger (5. Klasse)
Noé Capaul (4. Klasse) Jagdgeselle*
Elia Montalta (3. Klasse) Verletzter Jäger*
Julius Scharf (3. Klasse) Mörder
Anna Palaia (6. Klasse) Voratmerin Sprechchor
Anian Camathias (5. Klasse) Sprechchor
Gian Maria Ernst (5. Klasse)
Robin Holdener (5. Klasse)
Ramon Carabelli (4. Klasse)
Luca Zanetti (4. Klasse)
Sarah Deplazes (4. Klasse)