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Figurentheater-Museum
Oberdorfstrasse 18
CH-9100 Herisau
Telefon +41 (0)76 520 79 09
<email-pii>
Öffnungszeiten:
Jeweils mittwochs 14 bis 17 Uhr
und sonntags 11 bis 17 Uhr
"WUNDERWELTEN DES FIGURENSPIELS"
WIR HABEN WIEDER GEÖFFNET!
Ein General kämpft für die Freiheit
Der Militärputsch in Burma versetzt viele Menschen in Angst und Hoffnungslosigkeit. Auch uns vom Figurentheatermuseum machen die Ereignisse betroffen. In unserer Ausstellung über Burma haben wir aber einen General, der nicht wie die aktuellen Generäle zur Junta gehört: General Maha Bandula hat im 19. Jahrhundert – als Burma noch aus mehreren Königreichen bestand – für die Freiheit seines Volkes gegenüber den Briten gekämpft.
Er wurde 1782 als Maung Yit geboren. Mit sechs Jahren trat er zur Ausbildung in ein buddhistisches Kloster ein, wie das bei burmesischen Jungen damals üblich war. Nach dem Tod seines Vaters musste er diese Ausbildung mit 13 Jahren wieder abbrechen und früh Verantwortung übernehmen. Er arbeitete mit seiner Mutter auf den Sesamfeldern und kümmerte sich um seine jüngeren Geschwister. Später zog er nach Amarapura, der damaligen Königshauptstadt und trat in den Dienst des Kronprinzen. Er bewährte sich in seinem Dienst und wurde 1813 zum Gouverneur seiner Heimatstadt ernannt.
1814 zog Maung Yit in seine erste Schlacht gegen ein anderes Königreich. Er befehligte 3000 Mann und die birmanische Armee nahm die Stadt mit Leichtigkeit ein. In den weiteren Jahren war er an Kriegen gegen andere Königreiche beteiligt. Im ersten anglo-birmanischen Krieg (1824-1826) war er Oberbefehlshaber der birmanischen Armee und kämpfte gegen die Briten für die Freiheit seines Landes bis zu seinem Tod in einer Schlacht 1825.
Bis heute wird der General für seinen Mut geehrt. Aufgrund seiner Führung war der erste anglo-birmanische Krieg der einziger der drei anglo-birmanischen Kriege, in denen die Burmesen kämpfen konnten. Maung Yit oder Maha Bandula wird als Held verehrt. Es gibt überall in Burma Strassen oder Plätze, die nach ihm benannt sind. Dieses Heldentum bescherte ihm auch einen Platz im burmesischen Puppentheater und so auch bei uns in der Ausstellung über Burma.
Sehen und erleben
In einem historischen Haus, absolut zentral in Herisau gelegen, ist ein Museum für Figurentheater eingerichtet.
Jede Saison ist eine spannende Schweizer Bühne proträtiert mit ihrer speziellen, überraschenden, oft jahrzehntelangen Arbeit. Dazu kommt eine thematische Ausstellung mit internationalen Beiträgen, sowie Puppen und Objekte in Dauerausstellung (2-3 Jahre).
Durchs Haus führt aber auch ein Erlebnisweg, wo die Sinne von Kindern (und Erwachsenen!) auf ihre Rechnung kommen – und am Schluss kann man selber spielen!
Die 8 Räume ermöglichen eine persönliche, intime Ausstellungsweise. Nähe zu den Figuren und Objekten, in bunter Vielfalt gezeigt, ergeben für Familien, Grosseltern und Enkel, ein wunderbares Besuchs- und Ausflugsziel!
Kinder und Erwachsene können eintauchen in eine verspielte, fantasieanregende Welt.
Die Einrichtung dieses Museums wurde grosszügig unterstützt durch:
• Metrohm Stiftung, Herisau
• Steinegg Stiftung, Herisau
• Friedrich und Anita Frey-Bücheler-Stiftung, Herisau
• Lienhard-Stiftung, Degersheim
• Johannes Waldburger-Stiftung, Herisau