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Sie umfasst die vier Gemeinden des Ausseramtes: Feuerthalen-Langwiesen, Dachsen, Flurlingen und Laufen-Uhwiesen. Dieser nördlichste Teil des Kantons Zürich ist wirtschaftlich ganz nach Schaffhausen und Neuhausen ausgerichtet.
Die Pfarrei wurde erst im Jahre 1971 errichtet. Bis 1965 erfolgte die Betreuung dieses Gebiets durch die Pfarreien St. Maria Schaffhausen und Hl. Kreuz Neuhausen. Danach wurde ein eigenes Pfarr-Rektorat geschaffen, welches zu Stammheim-Andelfingen gehörte.
Die 1966 eröffnete Kirche auf dem Lindenbuck in Feuerthalen war dem Hl. Leonhard geweiht. Schon die mittelalterliche Kapelle und heutige reformierte Kirche hatte diesen Schutzpatron, da diese am Weg nach Winterthur lag und der Hl. Leonhard bekanntlich der Schutzpatron der Fuhrleute und der Pferde ist. Nach der Reformation wurde keine hl. Messe mehr gefeiert. Die Kirche wurde jedoch später renoviert und dient seit 1675 als reformierte Pfarrkirche.
Wann und wie viele Katholiken nach der Reformation hier ansässig waren, ist nicht bekannt. Diese hatten nach 1578 die Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch in der Klosterkirche Paradies oder in der Klosterkirche Rheinau. Um 1850 waren ca. 60 Katholiken hier ansässig, welche nach einer Vereinbarung der Bischöfe von Chur und Basel von Schaffhausen aus betreut wurden. Diese Regelung endete am 1. Juli 1966 mit der Errichtung des Pfarr-Rektorates.
Nach 1900 nahm die Zahl der Katholiken sehr rasch zu und der Wunsch nach einer eigenen Kirche wurde immer grösser. Die erste Station auf dem Weg dazu war die Gründung der Kirchenbaustiftung St. Leonhard am 4. April 1962. Diese brachte noch im selben Jahr genügend Mittel zusammen, um das Grundstück auf dem Lindenbuck kaufen zu können.
Im Jahr 1963 brachte die öffentlich-rechtliche Anerkennung der Katholiken im Kanton Zürich die Möglichkeit, ab 1964 Steuern zu erheben. Für die Betreuung durch Schaffhausen und Neuhausen mussten an diese erhebliche Pastorationsbeiträge entrichtet werden. Dies förderte den Wunsch nach einem eigenen Geistlichen und einer eigenen Kirche. Die hohen Kosten für einen Kirchenbau mit Pfarrhaus dämpften diese Bestrebungen. Man entschied sich für einen provisorischen Bau, welcher im November 1965 von der Gemeindeversammlung genehmigt wurde.
Auch der Wunsch nach einem eigenen Pfarrer ging rasch in Erfüllung: Am 1. Dezember 1965 nahm Pfarrer Anton Selva seinen Dienst unter der Betreuung von Schaffhausen seinen Dienst auf. Am 1. Juli 1966 trat dann das Dekret über die Errichtung des Pfarr-Rektorates Feuerthalen in Kraft.
Noch im Jahr 1966 konnte am 14. August die neue Kirche auf dem Lindenbuck eingeweiht werden. Als rechtliche Besonderheit sei hier noch aufgeführt, dass der Kirchenbau zwar der Kirchgemeinde gehörte, das Grundstück jedoch bei der Kirchenstiftung verblieb mit einem Baurechtsvertrag auf 99 Jahre. 1968 erfolgte dann auch noch der Bau eines Kirchenturmes mit drei Glocken.
Pfarrer Anton Selva erkrankte 1967 schwer und musste deshalb im Frühling 1968 demissionieren. Er blieb bis zu seinem Tod 1973 in Feuerthalen wohnhaft.
Als neuer Pfarr-Rektor wurde vom Bischof Pfarrer Paul von Rickenbach ernannt.
Am Osterfest 1971 wurde das Pfarr-Rektorat zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Gemäss zürcherischem Kirchenrecht musste der vom Bischof vorgeschlagene Pfarrer durch Volkswahl für sechs Jahre bestimmt werden. Pfarr-Rektor Paul von Rickenbach wurde einstimmig gewählt.
1969 konnte dann endlich auch noch ein Pfarrhaus an der Höhenstrasse errichtet werden. Der bisher in einer Mietwohnung lebende Pfarrer konnte 1970 darin einziehen.
Nach rund vierzig Jahren Provisorium der Holzkirche drängten sich grundlegende Sanierungen auf. Diese wären jedoch unverhältnismässig hoch gewesen. Die Bedürfnisse der Pfarrei und ihrer räumlichen Anforderungen hatten sich im Laufe der Zeit stark verändert. Es bestand kaum Platz für Begegnungen, für Religionsunterricht oder für Kinder und Jugendliche. Mit einem Neubau eines Kirchenzentrums konnte man für diese Probleme Abhilfe schaffen. Im November 2004 wurde ein Projektkredit gutgeheissen Nach einem Wettbewerbsentscheid 2005 erfolgte 2006 auch die Zustimmung des Baukredits von 4,66 Mio. Franken. Bereits im August 2006 erfolgte der erste Spatenstich, im März 2007 die Grundsteinlegung und im Dezember gleichen Jahres die Baufertigstellung. Im Juni 2008 wurde die Kirche von Bischof Vitus Huonder feierlich dem Hl. Leonhard geweiht. Im März 2009 konnte der Abt des Klosters Disentis, Daniel Schönbächler, die neu erstellte Winterhalder-Orgel einweihen.
Seit November 2008 ist die Pfarrei Feuerthalen näher zur Schwesterpfarrei Stammheim-Andelfingen gerückt. Der Pfarrer von Stammheim-Andelfingen, Werner Läuchli, wurde auch zum Pfarradministrator ernannt und im Jahr 2009 als Pfarrer der Pfarrei Feuerthalen gewählt.
Im Jahr 2011 wurden die Pfarreien Stammheim-Andelfingen und Feuerthalen zu einem Seelsorgeraum verbunden.