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Die Mastopathie ist eine häufige, gutartige Veränderung des Drüsengewebes der Brust: Bei mehr als der Hälfte aller Frauen entwickelt sich eine solche Umbildung der Brustdrüse – in der Regel geschieht dies während der Geschlechtsreife bis zum Beginn der Wechseljahre.
Je nach Art der Gewebeveränderungen lassen sich verschiedene Formen von Mastopathie unterscheiden:
Die mit einer Mastopathie verbundenen Symptome reichen von zyklusabhängigen Schwellungen und Schmerzhaftigkeit der Brust (sog. Mastodynie) bis zur Bildung von Knoten und Zysten. Die Mastopathie ist durch Abtasten der Brust, Sonographie (Ultraschall) und Mammographie diagnostizierbar. In einigen Fällen ist es schwierig, die gutartige Mastopathie anhand ihres Erscheinungsbilds von Brustkrebs abzugrenzen, so dass eine Gewebeprobe (Biopsie) der Brust erforderlich ist.
Mithilfe dieser Probe lässt sich auch der Schweregrad der Veränderung des Brustdrüsengewebes bestimmen, nach dem man die Matopathie in drei Gruppen (Grad I bis III) unterteilt. Diese Einteilung ermöglicht es, das Brustkrebsrisiko der betroffenen Frauen einzuschätzen. Dabei stellt jedoch selbst eine hochgradig ausgeprägte Mastopathie keine echte Krebsvorstufe dar. Allerdings haben Frauen mit einer Mastopathie von Grad II oder III ein leicht höheres Risiko für Brustkrebs als solche ohne Mastopathie oder mit einer Grad-I-Mastopathie.
Eine Mastopathie erfordert meist keine Behandlung; manchmal ist es sinnvoll, störende oder verdächtige Knoten und Zysten zu entfernen und mit Medikamenten die Schmerzen in der Brust zu lindern. Da eine schwere Mastopathie das Risiko für Brustkrebs leicht erhöht, ist es wichtig, Veränderungen in der Brust regelmässig zu überwachen und zu kontrollieren.
Die Mastopathie (auch als Mammadysplasie bezeichnet) ist eine gutartige Veränderung des Drüsenkörpers der Brust. Sie tritt bei mindestens jeder zweiten Frau auf und ist somit die häufigste Brustdrüsenerkrankung der Frau. Die betroffenen Frauen sind meist 35 bis 50 Jahre alt; eine Mastopathie bei Frauen, die jünger als 25 Jahre oder schon in den Wechseljahren sind, ist sehr selten.
Je nachdem, wie das Drüsengewebe der Brust verändert ist, lassen sich verschiedene Formen von Mastopathie unterscheiden:
Bei der Mastopathie erfolgt ausserdem eine Einteilung in drei Gruppen, deren Definition sich nach dem Schweregrad der Veränderung des Brustdrüsengewebes richtet. Durch die Bestimmung des Schweregrads lässt sich das Risiko der betroffenen Frauen für Brustkrebs einschätzen. Allerdings gilt auch eine hochgradig ausgeprägte Mastopathie nicht als echte Krebsvorstufe. Im Vergleich zu Frauen ohne Mastopathie oder mit einer Grad-I-Mastopathie haben Frauen mit einer Mastopathie von Grad II oder III ein leicht erhöhtes Risiko für Brustkrebs.
Eine einfache Mastopathie oder Mastopathie Grad I liegt per Definition vor, wenn die sehr feinen Gewebsschichen, die die Milchgänge nach innen auskleiden (Epithelien), nicht verändert sind. Die vorliegenden Veränderungen des Drüsengewebes der Brust können durch ein vermehrtes Bindegewebe (fibröse Mastopathie), durch ein umgebautes Brustdrüsenläppchensystem und durch erweiterte Milchgänge entstanden sein. Die Erweiterung der Milchgänge kann dabei bis zu einem blasenartigen Aufbau (sog. Zysten) fortschreiten – es entsteht eine sogenannte fibrozystische Mastopathie.
Eine gering fortschreitende Mastopathie oder Mastopathie Grad II ist per Definition eine Wucherung des Milchgangepithels. Die Zellen des Milchgangepithels sehen aber trotz des stärkeren Wachstums weitgehend normal aus.
Eine Sonderform der Mastopathie Grad II stellt die sklerosierende Adenose dar. Dies ist eine Auswucherung innerhalb einzelner beziehungsweise mehrerer Brustdrüsenläppchengrenzen. Genau betrachtet findet sich hierbei eine überschiessende Wucherung der Drüsenendstücke und der kleinen Ausführungsgänge. Unter Umständen kann dies zu tastbaren Knötchen führen. Die fortschreitende Mastopathie ist jedoch in all ihren Erscheinungsformen ein gutartiger Tumor. Allerdings kann die Unterscheidung zwischen der Mastopathie Grad II und einem bösartigen Brustkrebs (Mammakarzinom) sehr schwierig sein.
Die Mastopathie Grad III oder auch atypische fortschreitende Mastopathie bezeichnet per Definition eine Wucherung der Epithelien des Milchgangsystems. Der entscheidende Unterschied zur Mastopathie Grad II besteht jedoch darin, dass die Zellformen und Zellkerne untypisch aussehen. Zudem teilen sich die Zellkerne ungewöhnlich häufig. Diese Veränderungen der Zellen und Zellkerne sind ein Schritt in Richtung einer Wucherung, die später Grundlage für einen bösartigen (malignen) Tumor sein kann.
Dennoch gilt keine Form der Mastopathie als Vorstufe von Brustkrebs: Aus dieser gutartigen Umbildung des Drüsenkörpers der Brust entsteht fast nie Krebs. Allerdings ist es für Frauen mit einer Mastopathie Grad II oder III empfehlenswert, sich regelmässig untersuchen zu lassen, damit die Chance besteht, jegliche Veränderungen der Brust, die ein grösseres Risiko bedeuten, frühzeitig zu erkennen.
Für eine Mastopathie kommen als Ursachen die am weiblichen Zyklus beteiligten Hormonen Östrogen und Progesteron infrage: Vermutlich löst ein Ungleichgewicht zwischen diesen Hormonen eine Mastopathie aus. Bei Frauen, die von dieser gutartigen Veränderung des Drüsengewebes der Brust betroffen sind, liegt zu viel Östrogen vor. Dabei kann der Östrogenspiegel entweder normal und nur in Bezug auf die anderen Hormone erhöht sein, oder der Körper bildet tatsächlich zu viel Östrogen. Dieser (relative oder absolute) Östrogenüberschuss verursacht die für eine Mastopathie typischen Gewebsveränderungen in der Brust
Diese Vorgänge können sowohl fortschreitend wuchernd als auch rückbildend (regressiv) sein. Die Tatsache, dass vorwiegend geschlechtsreife Frauen von der Mastopathie betroffen sind, spricht dafür, dass Sexualhormone die Mastopathie verursachen. Mit Einsetzen der Wechseljahre und der damit verbundenen Hormonumstellung gehen auch die Beschwerden einer Mastopathie meist zurück. Auch hormonelle Erkrankungen wie Funktionsstörungen der Schilddrüse können eine Mastopathie verursachen.
Die bei einer Mastopathie auftretenden Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein: Zum einen äussert sich eine Mastopathie nicht bei jeder Frau gleich, wobei der Schweregrad der Gewebsveränderungen meist weder durch die Art noch durch das Ausmass der Symptome bestimmbar ist. Zum anderen sind auch im Einzelfall die auftretenden Symptome im Zeitverlauf Veränderungen unterworfen.
Die Symptome der Mastopathie sind abhängig vom weiblichen Zyklus: Sie verstärken sich vor der Menstruation und klingen mit dem Einsetzen der Regelblutung ab. Typischerweise treten die Beschwerden bei einer Mastopathie beidseitig auf, selten nur einseitig, meist im oberen äusseren Bereich der Brust. Die Anzeichen einer Matopathie sind:
Bei einer möglichen Mastopathie erfolgen zur Diagnose zunächst eine ausführliche Befragung der betroffenen Frauen und ein sorgfältiges Abtasten der Brüste. Um die knotigen Veränderungen genauer beurteilen zu können, ist bei allen Frauen mit einer Mastopathie eine Ultraschalluntersuchung der Brust ratsam. Auch bei einem anfänglich unauffälligen Befund ist zumindest einmal jährlich eine Kontrolle der Brust ratsam.
Bei einer Mastopathie erscheint der Drüsenkörper beim Betasten unregelmässig, lässt sich jedoch sowohl unter der Haut als auch auf der Unterlage gut verschieben. Die Knoten in der Brust sind meist gut zu ertasten. Der Tastbefund ist dabei meist vor der Menstruation ausgeprägter als danach. Weil sich eine gutartige Veränderung durch den Tastbefund nicht immer von einem bösartigen Geschwür (Karzinom) unterscheiden lässt, sind zur Diagnose meist Gewebeproben (Biopsien) notwendig, um ein Karzinom ausschliessen zu können.
Für die Diagnose einer Mastopathie ist auch eine Mammographie hilfreich, da sie weiteren Aufschluss über die ertasteten Auffälligkeiten geben kann. Kleinste Verkalkungsherde, sogenannte Mikroverkalkungen, sind häufig in der Mammographie erkennbar. Verstreute oder grüppchenweise angeordnete Mikroverkalkungen sind immer zu entfernen, da fast drei Viertel aller entarteten Gewebezellen solche Mikroverkalkungen aufweisen. Das entfernte Gewebe lässt sich dann mikroskopisch untersuchen. Liegen vereinzelte Zysten in der Brust vor, kann der Arzt diese punktieren. Der Inhalt dieser Zysten, das sogenannte Punktat, wird anschliessend auf Zellveränderungen untersucht.
Tritt bei der Mastopathie auch Sekret aus der Brustwarze aus, folgen zusätzliche Untersuchungen. Zur weiteren Diagnose gehört es, das Sekret – ebenso wie das Punktat aus Zysten – auf seine Bestandteile zu untersuchen. In seltenen Fällen kann zum Beispiel eine aufplatzende Zyste in der Brust, die sich ins Milchgangsystem entleert hat, Ursache für solch einen Ausfluss aus der Brustwarze sein. Mithilfe der sogenannten Galaktographie kann der Arzt danach die Milchgänge radiologisch beurteilen. Hierzu spritzt er eine Flüssigkeit über die Brustwarze in die Milchgänge. Diese Flüssigkeit enthält Stoffe, die im Röntgenbild sichtbar sind und so eine Beurteilung des Milchgangsystems ermöglichen.
Bei der Mastopathie-Diagnose ist auch die Bestimmung des Schweregrads der Brustdrüsengewebeveränderung wichtig, anhand dessen die Einteilung der Mastopathie in drei Gruppen erfolgt. Der Schweregrad ergibt sich aus dem mikroskopischen Befund des Milchgangepithels (einer sehr feinen Gewebsschicht, die die Milchgänge nach innen auskleidet), der Endstücke der Milchdrüsen sowie des umgebenden Gewebes. Durch diese Einteilung sind die Prognose und möglicherweise die Ursache der Gewebsveränderungen in der Brust bestimmbar.
Liegt eine einfache Mastopathie vor, bei der die Diagnose keine Veränderungen an den feinen, die Milchgänge nach innen auskleidenden Gewebsschichen (Epithelien) ergibt, erfolgt eine Einteilung in Grad I. Bei den feststellbaren Veränderungen des Drüsengewebes der Brust kann es sich um vermehrtes Bindegewebe (fibröse Mastopathie), ein umgebautes Brustdrüsenläppchensystem und erweiterte Milchgänge handeln. Eine sogenannte fibrozystische Mastopathie ist diagnostizierbar, wenn die Erweiterung der Milchgänge bis zu einem blasenartigen Aufbau (den sog. Zysten) fortgeschritten sind.
Wenn bei der Mastopathie-Diagnose eine Wucherung des Milchgangepithels feststellbar ist, wobei Zellen des Milchgangepithels trotz des stärkeren Wachstums weitgehend normal aussehen, erfolgt eine Einteilung der Mastopathie in Grad II.
Liegt eine Auswucherung innerhalb einzelner beziehungsweise mehrerer Brustdrüsenläppchengrenzen vor, bei der sich genau betrachtet eine überschiessende Wucherung der Drüsenendstücke und der kleinen Ausführungsgänge findet, liegt eine sklerosierende Adenose vor. Dies ist eine Sonderform der Mastopathie Grad II, die unter Umständen zu tastbaren Knötchen führen kann. Die Mastopathie Grad II ist jedoch in jedem Fall ein gutartiger Tumor. Allerdings kann es bei der Diagnose schwierig sein, die Mastopathie Grad II von einem bösartigen Brustkrebs (Mammakarzinom) zu unterscheiden.
Zeigt sich neben der Wucherung der Epithelien des Milchgangsystems bei der Mastopathie-Diagnose ein untypisches Aussehen der Zellformen und Zellkerne, liegt eine Mastopathie Grad III (bzw. atypische fortschreitende Mastopathie) vor. Bei diesem Schweregrad teilen sich die Zellkerne zudem ungewöhnlich häufig. Diese Veränderungen der Zellen und Zellkerne sind ein Schritt in Richtung einer Wucherung, die später möglicherweise die Grundlage für einen bösartigen (malignen) Tumor bilden kann.
Dennoch gilt keine Form der Mastopathie als Vorstufe von Brustkrebs: Unabhängig von der Einteilung in verschiedene Schweregrade entsteht aus dieser gutartigen Umbildung des Drüsenkörpers der Brust fast nie Krebs. Allerdings ist es für Frauen mit einer Mastopathie Grad II oder III empfehlenswert, sich regelmässig untersuchen zu lassen, um bei allen Brustveränderungen mit erhöhtem Risiko eine frühzeitige Diagnose zu ermöglichen.
Bei einer Mastopathie zielt die Therapie in erster Linie darauf ab, die durch die Veränderungen des Brustdrüsengewebes entstehenden Symptome zu lindern. Da ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt für die Mastopathie verantwortlich ist, besteht die Behandlung vor allem darin, den Östrogenüberschuss durch Gestagen auszugleichen. Die Einnahme des Gestagens erfolgt zyklusabhängig vom 16. bis 25. Zyklustag.
Gegen die bei einer Mastopathie auftretenden Spannungszustände und die immer wiederkehrenden zystischen Veränderungen der Brust können Ihnen möglicherweise als Prolaktinhemmer bezeichnete Medikamente helfen. Wenn die Mastopathie bei Ihnen schwere Symptome verursacht, kann der Arzt Ihnen zur Therapie auch den Wirkstoff Danazol verabreichen, der die Freisetzung von Östrogen hemmt.
In sehr seltenen Fällen von Mastopathie kann es auch notwendig sein, die Brust zu entfernen. Diese Therapie kommt besonders bei Frauen infrage, die sehr grosse Angst vor Brustkrebs haben und bei denen mehrere Risikofaktoren für eine Entartung der Mastopathie zusammentreffen. Dazu zählen eine mehrfach durch Gewebeentnahmen gesicherte Mastopathie Grad III, eine schlechte mammographische Überwachbarkeit der Mastopathie und Fälle von Brustkrebs in der Familie. Diese Risikofaktoren sind vor allem dann von Bedeutung, wenn sich die Mastopathie vor dem 40. Lebensjahr ausbildet.
Eine Mastopathie zeigt in der Regel einen milden Verlauf: In den meisten Fällen ist keine Therapie nötig. Auch die Prognose der Mastopathie ist gut: Eine einfache Mastopathie Grad I stellt kein erhöhtes Risiko für Brustkrebs dar. Dennoch ist für Frauen mit einer solchen gutartigen Veränderung des Brustdrüsengewebes ratsam, zumindest einmal jährlich eine Ultraschallkontrolle der Brust vornehmen zu lassen.
Auch eine höhergradige Mastopathie gilt nicht als echte Vorstufe von Krebs: Die meisten Frauen mit ausgeprägter Mastopathie entwickeln im weiteren Verlauf niemals Brustkrebs. Da eine Mastopathie vom Grad II und III jedoch mit einem leicht erhöhten Risiko, Brustkrebs zu entwickeln, verknüpft ist, ist eine regelmässige und engmaschige mammographische Kontrolle der Brust ratsam.
Sie können einer Mastopathie nicht vorbeugen: Es sind keine Massnahmen bekannt, die Veränderungen des Drüsengewebes der Brust verhindern könnten. Für alle Frauen ist es jedoch ratsam, einmal im Monat ihre Brüste selbst abzutasten, um Veränderungen so früh wie möglich zu erkennen und gegebenenfalls ärztlich abklären zu lassen.