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Ein Trainer des kenianischen Leichtathletik-Teams hat bei Olympia eine Urin-Probe unter dem Namen eines Läufers abgegeben. Nun muss der Coach Brasilien verlassen, das IOC ermittelt.
Nach einem Betrugsversuch bei einer Doping-Kontrolle im Olympischen Dorf von Rio de Janeiro hat Kenia einen Leichtathletik-Trainer nach Hause geschickt. Der frühere Sprinter und heutige Coach, John Anzrah, habe eine Urin-Probe unter dem Namen des 800-Meter-Läufers Ferguson Rotich abgegeben, sagte ein kenianischer Funktionär. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) teilte mit, umgehend eine Disziplinarkommission einzurichten, um den Fall zu untersuchen.
«Er ist zur Doping-Kontrollstation gegangen und hat sich als Ferguson Rotich ausgegeben, die Probe abgegeben und unterschrieben», erklärte Kenias Chef de Mission Stephan Arap Soi. «Er war im Besitz der Akkreditierung des Athleten, der auf der Liste für die Trainingskontrollen der Welt-Anti-Doping-Agentur stand.» Das Vergehen, das Anzrah begangen habe, richte sich gegen das Team Kenia. «Deshalb haben wir ihn nach Hause geschickt», sagte Arap Soi dem Fernsehsender Citizen TV.
Erst vier Tage zuvor war der kenianische Leichtathletik-Delegationschef Michael Rotich von den Spielen abgezogen worden. Er soll gegen Geldzahlungen Sportler seines Landes über anstehende Doping-Tests informiert haben. Medienberichten zufolge soll er bei seiner Rückkehr am Flughafen von Nairobi festgenommen worden sein.
aar/dpa/sid