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Der noch 18-jährige Stricker und der 19-jährige Riedi gehören zu den derzeit grössten Talenten im Schweizer Tennis. Stricker ist seit dem Final-Sieg im Juniorenturnier des French Open im vergangenen Oktober gegen Riedi nach dem Übertritt ins Profilager bisher einen Schritt weiter als ein Kollege.
Stricker hat in Lugano bereits ein Challenger-Turnier gewonnen und bei den ATP-Veranstaltungen in Stuttgart und Genf mit Viertelfinal-Teilnahmen für Furore gesorgt. Dank diesen Erfolgen hat es der Linkshänder in der Weltrangliste unter die besten 300 gebracht. Zur Zeit ist er auf Position 281 zu finden.
Mit den Erfolgen stiegen selbstredend auch die Erwartungen. So war Stricker auch in Gstaad zugetraut worden, zumindest die 1. Runde zu überstehen. Der Berner bekam es wohl mit einem Gegner zu tun, der noch zu den unbekannteren Spielern gehört, zuletzt aber mit guten Ergebnissen aufhorchen liess und seit Montag im Ranking zum ersten Mal, als Nummer 100, zu den besten 100 zählt.
Stricker fand gegen den stark aufschlagenden Rinderknech nicht das nötige Rezept, um die Niederlage abzuwenden. Der Berner besass nur im ersten Satz (im vierten Game) zwei Möglichkeiten zum Servicedurchbruch. Dem am Freitag 26 Jahre alt werdenden Franzosen genügte so in beiden Sätzen je ein Break zum Sieg.
Riedi ist im Ranking gegenwärtig auf Platz 748 zu finden. Die Partie gegen Delbonis, die Nummer 46 der Welt, war, dank einer Wildcard, die erste des Zürchers im Hauptfeld eines ATP-Turniers. Riedi zeigte dabei gute Ansätze. Nach Fehlstarts in beiden Sätzen vermochte er sich zu steigern und mit dem routinierten Argentinier über weite Strecken gut mitzuhalten - gegen einen Kontrahenten, der im ersten Halbjahr auf seiner bevorzugten Unterlage Sand stark gespielt hat. In Hamburg hatte Delbonis in der vergangenen Woche die Halbfinals erreicht, beim French Open die Achtelfinals. Im ersten Satz hatte Riedi beim Stand von 2:4 sogar zweimal die Möglichkeit, sich das verlorene Aufschlagspiel zurückzuholen.
Das Turnier in Gstaad geht nach dem Scheitern von Stricker und Riedi in der Einzel-Konkurrenz ohne Schweizer Beteiligung weiter. Am Montag hatten auch Marc-Andrea Hüsler, Sandro Ehrat und Johan Nikles ihre Erstrunden-Partien verloren.