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Der September beginnt sehr schön und angenehm.
Nach einem kurzen Regenintermezzo um den 8./ 9. folgt ein wunderschöner Spätsommer: sehr warm, sehr trocken. Mit dem 30. September, dem letzten Tag des Monats, beginnt dann schlimmes Katastrophenwetter: heftige Stürme, Regen, Unwetter.
«Ist der September lind, wird der Winter ein Kind.»
Die Auswertung von Wetterdaten zeigt, dass bei einem überdurchschnittlich warmen September in drei von vier Fällen ein zu warmer Winter folgt. So dürfte es auch in diesem Jahr der Fall sein.
Wintereinbruch in den Bergen
Vom 1. bis zum 4. September dominierte ein Tiefdruckgebiet das Wettergeschehen. Dabei fielen vor allem in der Nordostschweiz anhaltend kräftige Niederschläge. Von der Linth-Ebene über das St. Galler Rheintal bis nach St. Gallen kamen über drei Tage Niederschlagssummen zusammen, die nur alle 50 bis 100 Jahre zu erwarten sind. Dementsprechend haben sie Überschwemmungen verursachten. Am Morgen des 3. September führte die markante Abkühlung zur Entstehung von mehreren Wasserhosen über dem Bodensee in der Region Rorschach-Altenrhein (Bild). Die Entstehung dieser Saugwirbel wurde durch die labile Kaltluft verursach, die über den warmen See strömte. Vom 5. bis zum 8. September brachte ein Hochdruckgebiet wieder warmes Wetter.
Doch schon ab dem 9. September führte ein Tiefdruckgebiet über Nordeuropa erneut kühle und feuchte Luft zum Alpenraum. In den Bergen fiel Neuschnee bis auf 1100 Meter hinunter. Vom 12. bis 14. September war die Witterung wechselhaft und stürmische Südwest- und Westwinde brachten verbreitet Windspitzen von 60 bis 90 km/h. Mit dem Zustrom von feuchter Polarluft vom 16. bis 20. September sank die Tagesmitteltemperatur verbreitet 3 bis 5 Grad unter die Norm, in den Bergen sogar 6 bis 8 Grad. Am 19. und 20. September sank die Schneefallgrenze schliesslich wieder, diesmal bis auf 1300 Meter. Am Morgen des 20. September führte der Kälteeinbruch noch einmal zur Bildung mehrere Wasserhosen über dem Bodensee in der Region Romanshorn-Arbon. Vom 21. bis am 25. September sorgte ein Hochdruckgebiet über Mittel- und Osteuropa in der ganzen Schweiz für viel Sonne. Die herbstlichen Morgennebel lösten sich überall bis gegen Mittag auf und die Minimumtemperaturen lagen am frühen Morgen verbreitet unter 10 Grad, während die Höchstwerte am Nachmittag auf 18 bis 22 Grad stiegen. Die letzten Septembertage waren mehrheitlich mild mit zum Teil leichten Regenfällen.
Bildlegende: Wasserhose Rorschacherberg. Am 3. September (Bild) und am 20. September entstanden jeweils mehrere Wasserhosen über dem Bodensee (Standort: Rorschacherberg).
Foto: Andreas Walker