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Koffein - sind wir alle abhängig?
Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee oder Energydrinks sind auf der ganzen Welt beliebt. Doch was passiert eigentlich genau in unserem Körper, wenn wir Koffein trinken? Sind wir alle abhängig von dieser Substanz? Kann man bei Kaffee gar von einer Droge sprechen? Diese Fragen beantworten wir im Wochenthema.
Beim Konsumieren von Kaffee, Schwarztee oder anderen koffeinhaltigen Getränken, gelangt Koffein in den Blutkreislauf und wird dann zum Gehirn transportiert. Dort blockiert es vorübergehend eine Substanz namens Adenosin, die normalerweise Müdigkeit signalisiert. Durch diese Blockade fühlt man sich wacher und aufmerksamer. Koffein kann auch die Freisetzung von bestimmten Hormonen wie Cortisol stimulieren, die die Herzfrequenz und den Blutdruck erhöhen, was zu einem Energieschub führen kann. «Wie sensibel Menschen auf Koffein reagieren, ist unterschiedlich», so Apotheker Andrea Robbi, «wie schnell Koffein im Körper wieder abgebaut wird, hat auch mit der Veranlagung zu tun.»
«Ich brauche erstmal eine Tasse Kaffee». Egal ob am Morgen in der Küche oder nach dem Mittag im Büro, diesen Satz hören wir öfters. Selten steckt aber wirklich eine Abhängigkeit dahinter, sagt Markus Meury, Mediensprecher von Sucht Schweiz. «Das ist häufig eine Redensart. Wenn man merkt, ich kann wirklich nicht ohne Kaffee und wenn ich keinen trinke habe ich Entzugserscheinungen – dann ist eine gewisse Abhängigkeit da.» Einen Kaffee trinken sei aber für viele ein Ritual. Dennoch besteht eine Möglichkeit koffeinabhängig zu werden. «Koffeinsucht ist bei der Weltgesundheitsorganisation als mögliche Sucht aufgeführt. Allerdings betrifft das nur Leute, die wirklich sehr viel Kaffee trinken», ergänzt Markus Meury.
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