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Alfred Giger war wohl einer unserer interessantesten Mitbrüder. Er lebte zwar nur knapp 50 Jahre, aber wo er wirkte, hat man ihn bis heute nicht vergessen. Er war eigentlich für unser erstes Missionsgebiet, die Mandschurei in Nordost-China vorgesehen. Aber nach der Aussendung nach China 1946, kamen die 13 Neumissionare nicht weiter als Beijing. Denn die Mandschurei war damals schon ganz in der Hand der Kommunisten. Nach dem Chinesisch-Studium arbeitete Alfred vier Jahre in einer Pfarrei in Beijing, wo er interne Flüchtlinge getreute.
Japan
Vor seiner sicheren Ausweisung erhielt er ein Visum für Japan. In Tokyo und Ichinoseki studierte er Japanisch, als Vorbereitung eines Einsatzes in Taiwan, wo nach der 50-jährigen Besetzung Japanisch noch die «Lingua Franca» war.
Taiwan
In Taidong war er mit Jakob Hilber und Lukas Stoffel einer der Gründer der Katholischen Kirche im Distrikt Taidong. Sein Wirkungsfeld war vor allem Malan, einem Zentrum der Ureinwohner-Volksgruppe der Amis und Luye, einem Gebiet der Bunun-Volksgruppe. Im zweiten Jahr baten ihn einige seiner Christen, er solle doch auf die Orhideeninsel gehen, um dort eine Gruppe aus ihrem Dorf zu besuchen, die dort den Reisanbau fördern sollten.
Orchideeninsel
Alfred Giger hatte gehört, wie bedürftg die Bewohner der Insel waren und reiste mit mehreren Säcken gebrauchter Kleider und andern Hilfsgütern auf die Insel.