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Galaktischer Nebel NGC 7822
Geschichte
Dieser Nebel wurde am 16. November 1829 von John Herschel mit seinem 18.3 Zoll Spiegelteleskop entdeckt und als h 2302 (GC 5051) katalogisiert. Er beschrieb ihn mit den Worten: «Der zentrale Teil dessen, was ich sicher bin, ist ein enorm großer, aber extrem schwacher Nebel von runder Gestalt, obwohl ich seine Grenzen nicht verfolgen kann. Die Nacht exquisit. Ich bin zwar oft darüber hinweggefegt, aber immer wieder an die gleiche Stelle zurückgekehrt. zweifellos, kann aber nie gesehen werden, außer im besten Zustand der Luft und des Himmels. Durchmesser 10' ±.» [277, 466] Die Entdeckung wurde später von Dreyer als NGC 7822 hinzugefügt. [313]
Physikalische Eigenschaften
Es handelt sich um einen etwa 3° großen, komplexen Emissionsnebel voller junger, heißer Sterne, welche durch ihre starke Ultraviolettstrahlung das Gas aufheizen, ionisieren und so zum Leuchten anregen. Einige Schwaden dunklen Staubs verdecken teilweise den leuchtenden Nebel. Bei einer geschätzten Entfernung von rund 3000 Lichtjahren misst dieser Gasnebel rund 150 Lichtjahre im Durchmesser. Der lockere Sternhaufen in seinem Zentrum enthält etwa 40 O und B Sterne, von welchem der Spektraltyp O7 der jüngste und heißeste ist. Das geschätzte Alter liegt bei etwa fünf bis sechs Millionen Jahre. [145, 196]
Abb. 1 zeigt einen Ausschnitt des südlchen Teil des Nebels, auch bekannt als Cederblad 214 oder LBN 581. Der bogenförmige, schwächere nördliche Teil trägt auch die Bezeichnung LBN 589. Der ganze Nebelkomplex wird auch als Sharpless 171 (Sh2-171) bezeichnet. Manche Atlanten bezeichnen den ganzen Nebelkomplex mit NGC 7822, andere wiederum nur den nördlichen Teil. In Abb. 2 sieht man den ganzen Nebel abwechslungsweise im sichtbaren Licht und im Infraroten. Das Infrarotlicht durchdringt die Dunkelwolken und es werden so teils neue Nebelstrukturen und Sterne sichtbar.
Auffindkarte
NGC 7822 befindet sich im östlichen Teil des Sternbilds Cepheus zwischen dem «Giebel» des «windschiefen Hauses des Königs Cepheus» und dem «W» der Cassiopeia. In Mitteleuropa ist der Nebel zirkumpolar und steht in den Monaten Mai bis Dezember am höchsten am Nachthimmel.