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Nomen est omen: Dieses Sprichwort passt zum Sonnenweg, wird doch dieser Strassenzug vom Aufgang bis zum Untergang von den wärmenden Sonne bestrahlt. In den 50er und 60er Jahren begann die Gemeinde als Zeichen der Moderne, Strassennamen zu ändern und anzupassen. Wege und Gassen schienen zu kleinkariert, zu bürgerlich, zu provinziell, sie mussten zu Strassen umbenannt werden. Die Bienenstrasse hiess zum Beispiel früher Bienenweg. Ein Weg, der sein Attribut beibehalten durfte, ist der Sonnenweg. Bis anfangs der 50er Jahre war der Sonnenweg unverbaut und nur ein schmaler Saumpfad. Unterhalb des Sonnenweges gegen die Wehrlingasse hin befindet sich der Pfaffeinrain, ein heute gänzlich vergessener Flurname. Das Wort Pfaff stammt vom Mittelhochdeutschen „Pfaff, Pfaffe“ und steht für Geistliche. Eventuell lagen hier der Kirche gehörende Güter.
Bild links: Sonnenweg ca. 1946
Marie Ryf-Seiler mit ihren Grosskindern auf dem Sonneweg, der damals noch ein kleiner Saumpfad war. Das Haus im Hintergrund gehörte Marie Ryf-Seiler und stand an der Hauptstrasse 2
Bild oben: Sonnenweg März 2021
Auf dem Plan ist der Sonnenweg nur als kleiner Pfad (von links nach rechts) zwischen den Parzellen 357 und 308 eingezeichnet (A Ry)
Etwas weiter vorne in der Mitte des Sonnenweges befindet sich der Geissacker. Die Liegenschaft Sonnenweg 5 ist auf dem Grundbuchamt als Geissacker aufgeführt. Ein Geissacker ist ein Acker, auf dem die Gänse weideten. Geiss ist auch alte Mundartform von Gänse, weshalb Geiss nicht immer die Bedeutung „Ziege“ hat. Seit dem ausgehenden Altertum gewann die Haltung von Gänsen wegen den Federn und des schmackhaften Fleisches an Bedeutung.
Auf der topografischen Karte von 1945 ist der Geissacker eingetragen (StABL)
Grundstück „Im Geissacker“ vor der Überbauung. Im Hintergrund sind die Liegenschaften an der Lettengasse zu erkennen. Aufnahme 1953 (A Bä)
Blick vom Geissacker in Richtung Hauptstrasse. Links ist die Liegenschaft der Familie Ryf-Seiler zu sehen, unten die Häuser der Familie Düblin und Hügin, 1953. Im Hintergrund sind die Häuser des Brauereiquartieres auf der anderen Dorfseite („äne am Jordan“) zu erkennen (A Bä).
Das Haus am Sonnenweg 5 wurde im Jahre 1954 erbaut. (A Bä).
Auto von Paul Ryf und Cécile Brunschwiler vor der Liegenschaft Sonnweg 5 im Jahre 1972. (A Ry2)
Haus der Familie Bärfuss-Jundt am Sonnenweg 5 auf der Parzelle „Geissacker“ um 1954 (A Bä)
Südansicht der Liegenschaft Sonnenweg 5
Die Liegenschaft am Sonnweg 5 wurde 1954 erbaut, damaliger Besitzer war Achilles Bärfuss-Jundt. Aufnahme kurz vor dem Umbau 2014 (Ry)
Sicht aus dem Garten des Bärfuss-Hauses auf die gegenüberliegende Dorfseite: heute befinden sich dort die Überbauungen „Auf den Hallen“ und „Goldbrunnen“ (A Bä)
Die Liegenschaft Sonnweg 8 kurz vor dem Umbau 2013 (Ry)
Der Garten der Liegenschaft Sonnenweg 8, 2013 (Ry)
Die umgebaute Liegenschaft Sonnenweg 8 anfangs April 2018 (Ry)
Blick vom Sonnenweg 8 in Richtung Coop bis zur Pfeffingermatte, 2013 (Ry)
Blick auf die grünen Gärten am Sonnenweg, im Hintergrund ist der Blauen zu erkennen (Ry)
Blick vom Sonnenweg zur Wehrlingasse im Jahre 2013 (Ry)
Das Brügger-Haus wird abgerissen, Aufnahme 2011 (Ry)
Der wunderschöne Garten der Familie Brügger ist bereits durch Baumaschinen zerstört (Ry)
Anstelle der kleinen Stützmauer werden bald Parkplätze vorzufinden sein (Ry)
Das Fundament für das neue Mehrfamilienhaus wird errichtet (Ry)