Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03514.jsonl.gz/753

Weitere Konzerte in Russland
Auf der Russlandreise im März 2018 haben Sophie Branson und Ilva Eigus nicht nur bei der Premiere von iGeneration mitgewirkt, sondern auch weitere Konzerte gegeben.
Vor der Vorpremiere von iGeneration in der Fabrikhalle und der Premiere im Konzertsaal von Novosibirsk präsentierten Ilva und Sophie jeweils ihre „Ballett-Programme“: Ilva spielte vier Stücke aus Prokofievs Cinderella und Sophie vier Stücke aus Stravinskys Pulcinella, einmal mit Klavierbegleitung und einmal in einer speziell für den Anlass arrangierten Bearbeitung für Kammerorchester.
Im Rahmen des Festivals hatte Ilva auch Gelegenheit, einem ihrer grossen Idole, Gidon Kremer, vorzuspielen. Kremer, der wie Ilvas Mutter aus Riga stammt, gab wenige Tage vor der Premiere von iGeneration zwei Konzerte und nahm sich trotz seiner vollgepackten Agenda Zeit für eine halbstündige Audition. Ilva spielte je eine Gavotte von J.S. Bach und von Sergej Prokofjev und erhielt von Kremer viel Lob für ihre Interpretation und wertvolle technische Tipps für ihr Geigenspiel.
Szenenwechsel am Tag nach der Premiere: zusammen mit drei anderen jungen MusikerInnen traten die beiden Mädchen im Kulturzentrum von Iskitim auf, einer kleinen Stadt rund 60 km von Novosibirsk entfernt. Sophie präsentierte Stücke aus der Suite Italienne von Stravinsky, Ilva Prokofievs Cinderella. Am Piano begleitete sie Lev Terskov, ein junger, sehr talentierter Musiker, dessen brillantes, sehr orchestrales Spiel die beiden Mädchen enorm motivierte. Auch dieses Konzert war ausverkauft. Das Publikumwar nicht mehr so zahlreich wie am Tag zuvor, aber äusserst herzlich, und überhäufte die Auftretenden mit Blumen und Schokolade. Unsere beiden Schülerinnen gaben Autogramme wie Weltstars und gewährten dem lokalen Fernsehen Interviews.
Das erste Konzert auf dieser Russland-Reise hatte jedoch gleich am Tag nach der Ankunft in Moskau stattgefunden. Am Samstag um 18 Uhr war das Flugzeug gelandet, es war unglaublich kalt, rund minus 20 Grad. Um 20 Uhr war eine erste Probe mit der Pianistin, am Sonntagmorgen eine zweite, ca. fünf Minuten, und am Nachmittag das Konzert. Die Spivakov-Wohltätigkeits-Stiftung, die mit der ZBSM seit einigen Jahren einen Schüler-Austausch unterhält, hatte den Anlass am Tag der russischen Präsidentenwahl organisiert. Im Publikum sass auch ein Korrespondent des Weltmagazins „Strad“. Kinder aus dem ganzen Land nahmen teil, mit Ilva und Sophie als einzigen ausländischen Gästen. Es wurde getanzt und gesungen, das Spektrum reichte von Klassik über Volks- bis Militärmusik. Ilva spielte Stücke aus Cinderella, Sophiedie Tarantella und das Finale aus Pulcinella.