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Grundstückgewinnsteuer Aargau
Wer ein Grundstück der eine Immobilie im Kanton Aargau mit Gewinn verkauft, muss auf den Gewinn Steuern entrichten. Der Gewinn errechnet sich im Kanton Aargau aus der Differenz von Kauf- und Verkaufspreis. Jedoch werden zum Kaufpreis noch die Ausgaben für Notariats- und Grundbuchgebühren, Vermittlungskosten, wertvermehrende Investitionen und andere Kosten, die im Zusammenhang mit dem Grundstücksverkauf stehen, hinzugerechnet.
Grundlagen der Grundstückgewinnsteuer im Kanton Aargau
Bei der Berechnung der Grundstückgewinnsteuer im Kanton Aargau wird unter anderem auch eine besonders kurze oder lange Besitzdauer berücksichtigt, um Spekulationen vorzubeugen. In Fällen von Erbgängen, Erbvorbezügen, bei Ersatzbeschaffung und zur Abgeltung von ehe- und erbrechtlichen Ansprüchen kann die Steuerpflicht auch aufgeschoben werden. Von der Grunstückgewinnsteuer geht ein Teil an den zuständigen Kanton und an die Gemeinde. In der Schweiz werden auf diese Steuer zwei Systeme angewendet: Das Monistische und das Dualistische System. Im Monistischen System unterliegen alle Grundstückgewinne einer Sondersteuer. Das Dualisitische System unterscheidet zwei Arten von Grundstücksgewinnen: Der Gewinn durch Veräußerung von Privatgrundstücken natürlicher Personen, der mit einer Sondersteuer belegt wird, und der Gewinn durch Verkauf von Geschäftsvermögen und durch gewerbsmäßigen Handel mit Grundstücken, der der ordentlichen Einkommens- und Gewinnsteuer unterliegt.
Berechnung der Grundstückgewinnsteuer im Kanton Aargau
Im Kanton Aargau sind die zuständigen Gemeinden der verkauften Grundstücke für die Erhebung der Grundstückgewinnsteuer zuständig. Die Grundstücksgewinnsteuer unterliegt dem Dualistischen System. Das heißt, dass Gewinne aus dem Verkauf von Geschäftsvermögen nach der Einkommens- bzw. der Gewinnsteuer festgesetzt sind, und Gewinne aus der Veräusserung von Privatgrundstücken mit der Grundstückgewinnsteuer belegt werden. Hierbei liegt die Besteuerung bei 40% des Gewinns im ersten Besitzjahr. Die Steuer nimmt dann mit Zunahme der Grundstücksbesitzdauer ab und endet bei 5% bei einer Besitzdauer von mehr als 25 Jahren.
Aufschub der Grundstückgewinnsteuer im Kanton Aargau
Dieser Aufschub unterteilt sich im Kanton Aargau in zwei Kategorien:
- Handänderung
- Ersatzbeschaffung
Zu den Handänderungen im Kanton Aargau zählen:
- Erbgang, Erbteilung und Vermächtnis
- Erbvorbezug und Schenkung incl. Gemischter Schenkung
- Rechtsgeschäfte mit Verwandten gerader Linie
- Rechtsgeschäfte verheirateter Partner
- Landumlegung, die der Zusammenlegung verschiedener Güter dient
- Landumlegung, die zur Abrundung des landwirtschaftlichen Heimwesens vorgenommen werden
- Umstrukturierungen, die von juristischen Personen zu besonderen Zwecken getätigt wird
Zu den Ersatzbeschaffungen im Kanton Aargau zählen:
Wohneigentum und landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke. Wichtig hierbei ist, dass diese Objekte nur dauernd der eigenen Nutzung dienen. Somit ist der Erwerb von Bauland, Zweit-, Ferienwohnungen und anderen vermieteten Objekten vom Steueraufschub ausgeschlossen. Eine Ersatzbeschaffung ausserhalb des Kantons Aargau, die an sich einen Steueraufschub genehmigt, wird aber mit der Grundstückgewinnsteuer belegt, wenn sie innerhalb 5 Jahren wieder veräussert wird, ohne eine neue Ersatzbeschaffung zu tätigen. Die Ersatzbeschaffung von juristischen Personen mit besonderem Zweck kann 1 Jahr vor oder bis zu 3 Jahren nach dem Verkauf des eigenen Grundstücks erfolgen. Um den Genuss des Steueraufschubs zu erlangen, muss das verkaufte Grundstück als auch die Ersatzbeschaffung im Sinne des steuerprivilegierten Zwecks genutzt worden sein bzw. werden.