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Sehen wir uns zunächst einmal an, warum wir uns im Herbst anders fühlen. Die Wissenschaftler sind sich nicht hundertprozentig sicher, was SAD verursacht, aber es wird allgemein angenommen, dass es irgendwie mit der geringeren Sonneneinstrahlung zusammenhängt, die für die kurzen Herbst- und Wintertage typisch ist. Es scheint, dass ein solcher Mangel an Sonnenlicht zu einem sinkenden Spiegel des Hormons Serotonin führt, welches unsere Stimmung, unseren Appetit und unseren Schlaf beeinflusst. Gleichzeitig führt weniger Sonnenlicht zu einer gesteigerten Produktion eines anderen Hormons – Melatonin, das schläfrig und depressiv machen kann. Ausserdem erscheinen noch andere Ursachen möglich, wie eine genetische Veranlagung oder Veränderungen in unserem Verhalten, denn bei schlechterem Wetter neigen wir dazu, mehr Zeit zu Hause zu verbringen und uns weniger zu bewegen.
Lang anhaltender Stress greift fast sämtliche Systeme in unserem Körper an – wie das Immun-, das Verdauungs- oder das Fortpflanzungssystem. Er verstärkt das Risiko, an Diabetes zu erkranken, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, und er beschleunigt sogar den Alterungsprozess. Die bekanntesten äusseren Ursachen für chronischen Stress sind zu hoher Druck um Beruf, finanzielle Schwierigkeiten, Beziehungsprobleme oder grosse Veränderungen im Leben. Die bekanntesten inneren Ursachen sind Pessimismus, überhöhte Erwartungen, Perfektionismus und Angst vor Unsicherheit.