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Istanbul - Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank haben zum Abschluss ihrer Jahrestagung die Mitgliedsländer aufgerufen, die Weltwirtschaftskrise als Chance zu Reformen zu nutzen.
Beide Institutionen und die Regierungen der 186 Mitgliedsländer müssten weiter an langfristigen Lösungen arbeiten, um das Vertrauen in die Weltwirtschaft wiederherzustellen und Schwachstellen zu bekämpfen, sagte der Vorsitzende der Plenarsitzung, Nguyen Van Giau, nach viertägigen Beratungen in Istanbul.
Abermals kam es zu Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten. Die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein, um einen Protestzug von mehreren hundert Menschen rund einen Kilometer vom Tagungsort entfernt zu beenden, berichteten Augenzeugen. Maskierte warfen Steine und Brandsätze auf die Ordnungskräfte und zerstörten die Auslagen mehrerer Geschäfte. Wie schon am Vortag gab es Festnahmen.
Die Weltbank will bis zum nächsten Frühjahr die Stimmrechtsanteile für ärmere Länder um mindestens drei Prozentpunkte auf 47 Prozent anheben. Der IWF plant eine Erhöhung um mindestens fünf Prozentpunkte, über die bis Januar 2011 entschieden werden soll. Die in der G24 zusammengeschlossenen Schwellen- und Entwicklungsländer kritisierten die Pläne und forderten sechs Punkte mehr bei der Weltbank und sieben beim IWF.
Die nächsten beiden Jahrestagungen im Herbst 2010 und 2011 finden am Sitz der Organisationen in der US-Hauptstadt statt. Im Jahr danach treffen sich die Banker und Mitgliedsländer in Ägypten.
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