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30 mar IVO POGORELICH, Klavir – Zentrum Paul Klee, Bern
International Piano Series im Zentrum Paul Klee
Samstag 30. März 2019 17:00
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Adagio h-Moll KV 540
Franz Liszt (1811-1886)
Klaviersonate h-Moll G 178
Robert Schumann (1810-1856)
Symphonische Etüden op. 13 – mit den Variationen op. posth.
«Pogorelich ist nun mal ein Ritter der Extreme. Das Mittelmass überlässt er anderen. Eine Wohltat.» Wiener Zeitung, 2018
«Sein Klangreichtum ist überbordend, kein anderer Pianist der Gegenwart erreicht ihn.» Der Standard 2018
Die Klavierlegende Ivo Pogorelich – The Pianist zählt seit nunmehr vier Jahrzehnten zu den Kapazitäten seines Fachs. Ein Künstler, der schon immer nach Lösungen gesucht hat, die so ganz und gar nicht vertraut sind und dazu auffordert, Hörgewohnheiten beiseite zu legen und sich existentiellen wie kompromisslosen Interpretationen jenseits des Mainstreams zu stellen – ein packender Geschichtenerzähler, der es versteht, jeder Note Leben und Sinn einzuhauchen – ein Monolith unter den Pianisten, ein Musiker, der etwas zu sagen hat.
Geboren in Belgrad im Jahre 1958 als Sohn eines Kontrabassisten, erhielt Ivo Pogorelich mit sieben Jahren seinen ersten Klavierunterricht und setzte im Alter von zwölf sein musikalisches Studium an der Zentralen Musikschule in Moskau und sodann am Tschaikowsky-Konservatorium fort. Nach fünf Jahren wechselte er zu Aliza Kezeradze, einer Pianistin und Pädagogin, die ihm eine völlig neue musikalische Welt eröffnen sollte und die er 1980 heiratete.
Bereits 1978 gewann Ivo Pogorelich den 1. Preis beim Alessandro-Casagrande-Wettbewerb in Terni (Italien) und ging zwei Jahre später als erster Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs in Montreal hervor. Doch es war ein anderer Wettbewerb, der ihn 1980 auf spektakuläre Weise über Nacht weltberühmt machte: Beim internationalen Chopin-Wettbewerb im Oktober 1980 in Warschau war es ihm nicht gestattet, in der Schlussrunde als Solist mit Orchester aufzutreten, woraufhin das damalige Jury-Mitglied Martha Argerich, gefolgt von weiteren Mitgliedern der Jury, den Wettbewerb nach heftigen Kontroversen unter Protest mit den Worten «Er ist ein Genie!» verliess. Dies verhalf Ivo Pogorelich zu grösserer Bekanntheit als der Gewinn des begehrten Preises es jemals vermocht hätte.
Nach seinem triumphalen Debüt-Recital an der New Yorker Carnegie Hall im Jahre 1981 glänzte Ivo Pogorelich mit sensationellen Auftritten in den bedeutendsten Konzertsälen in den USA sowie auf vier Kontinenten. Einladungen von Ausnahme-Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, allen grossen Londoner Orchestern, dem New York Phiharmonic Orchestra und vielen anderen namhaften Klangkörpern führten Ivo Pogorelich in die Musikmetropolen dieser Welt.
Ivo Pogorelich hat eine beeindruckende Anzahl an CDs bei der Deutschen Grammophon eingespielt, mit einem Repertoire, das vom Barock über die Klassik und Romantik bis ins 20. Jahrhundert reicht. Im März 2015 hat die Deutsche Grammophon das vollendete Frühwerk (Pogorelich Complete Recordings) in umfassender Edition veröffentlicht, das in Frankreich bereits mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet wurde.
Das exklusive Konzert beginnt mit dem melancholischen Adagio h-Moll KV 540 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gefolgt von der monumentalen h-Moll Klaviersonate von Franz Liszt (1811-1886), die nicht nur als ein Höhepunkt seines kompositorischen Œuvres, sondern auch als Meilenstein der Klavierliteratur gilt. Liszt widmete sie Robert Schumann, im Gegenzug zu dessen Zueignung seiner Fantasie in C-Dur an Liszt im Jahre 1839.
Im zweiten Konzertteil erklingen die Symphonischen Etüden op. 13 von Robert Schumann (1810-1856). Das Werk, das als eines der glänzendsten und wirkungsvollsten in Schumanns gesamtem Schaffen gilt, hat Ivo Pogorelich genau vor 40 Jahren zum ersten Mal aufgeführt: «Seine Interpretation [von Schumanns Symphonischen Etüden] ist die sensibelste und tiefgründigste von allen, an die ich mich erinnern kann» (William Mann, The Times, 12.2.1982). «Die Brillanz, die Kühnheit des imaginären Rollenspiels bei Schumann und die Fülle herrlicher und überraschender Einfälle ist einmalig » (Richard Osborne, Gramophone, Oktober 1983). Die 1985 bei der Deutschen Grammophon entstandene Debüt-CD, worauf Schumanns Symphonische Etüden grandios eingespielt sind, hat bis heute nichts von ihrer Faszination verloren; sie gehört seit Jahren zu den Klassikern und die aussergewöhnliche Leistung von Ivo Pogorelich bleibt bis heute unerreicht.
Tickets
CHF 115
CHF 25 bis 25 Jahre
CHF 10 Jugendliche bis 16 Jahre
Mit Ausstellungsbesuch CHF 10 Aufpreis an der Museumskasse
Die Ausstellungen schliessen um 17:00.
Abonnemente und Tickets
International Piano Series
www.pianoseries.ch / Tel 078 942 2772 / <email-pii>
Abonnemente
Wahl-Abonnement ab 3 Konzerte: 10 % Ermässigung auf den Gesamtpreis
Die Konzerte können individuell zusammengestellt werden.
Abonnement mit 6 Konzerten: 15 % Ermässigung auf den Gesamtpreis
(Abo-)Tickets sind frei übertragbar.
Vorverkauf
www.ticketcorner.ch / Tel 0900 800 800 (CHF 1.19/Min)
Rollstuhlplätze vorhanden (bitte anmelden)
Programmänderungen vorbehalten.