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von Tobias Schneider, Anästhesie, Universitätsspital Basel
Dass die Verabreichung von Placebos (Substanz ohne medizinisch aktiven Wirkstoff) Schmerzen bedeutsam verringern kann ist lang untersucht und bekannt. Bisher ging man davon aus, dass für diese Effekte eine Täuschung des Patienten durch den Behandler notwendig ist. Neue Studien zeigen, dass sich offen (der Patient ist informiert) verabreichte Placebos in ihrer Effektivität nicht von den klassisch verblindeten Placebos unterscheiden. Diese Erkenntnisse erlauben nun den ethisch vertretbaren Einsatz von Placebos in der klinischen Praxis, da Patienten nicht mehr bzgl. deren Anwendung getäuscht werden müssen.
Das Studienprojekt untersucht daher erstmals die Wirksamkeit von offen verabreichten Placebos zur Behandlung von Schmerzen nach wirbelsäulenchirurgischen operativen Eingriffen als ergänzende Option zur etablierten Schmerzbehandlung.
Konkret wird untersucht, ob die zusätzliche wiederholte Gabe eines Placebos innerhalb der ersten 2 Tage nach einer Operation, den Bedarf an Opioiden und weiteren Schmerzmedikamenten senken kann und somit auch die typischen Nebenwirkungen einer Opiat-Basierten Schmerzbehandlung verringert werden können. Patienten könnten so von einem verbesserten Wirkungs-/Nebenwirkungsprofil profitieren.
Fördersumme CHF 25‘000
Zusammenarbeit mit Wirbelsäulenchirurgie, Psychologie und Statistik.