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Der Frauenheld Oscar Diggs (James Franco) gaunert sich als Zirkusmagier durchs Leben. Er sehnt sich jedoch danach, etwas Grosses zu schaffen. Als eine seiner Liebeleien auffliegt, flieht er in einem Heissluftballon, der aber gleich von einem Tornado erfasst wird. Wie durch ein Wunder überlebt Oscar den Wirbelsturm und findet sich plötzlich in einem zauberhaften Land wieder, in dem er bald der schönen Hexe Theodora (Mila Kunis) begegnet. Diese erklärt ihm, dass er sich im Land Oz befindet, und verkündet ihm, dass er der Zauberer Oz sein müsse, der laut einer Prophezeiung herangeflogen komme, um das Land Oz vom Bösen zu befreien.
Oscar lässt die hübsche Dame in ihrem Glauben und reist mit ihr nach Emerald City. Dort regiert Theodoras Schwester Evanora (Rachel Weisz). Sie verspricht Oscar, dass er als Zauberer den Thron und den enormen Schatz von Oz haben könne. Dafür muss er allerdings erst die böse Hexe Glinda (Michelle Williams) töten, die vor Jahren ihren eigenen Vater, den damaligen König, ermordet haben soll. Oscar macht sich also mit dem fliegenden Affen Finley (Stimme: Zach Braff) auf dem Weg, um die Hexe zu töten. Doch in Oz ist nicht alles so, wie es zuerst scheint. Und Oscars Umgang mit Frauen soll noch böse Folgen haben...
Seit 1939 kennen wir die "Yellow Brick Lane", die Vogelscheuche und den Löwen ohne Mut. In The Wizard of Oz wurde auch die damals blutjunge Judy Garland zum Hollywoodstar. Seither war die fantastische Welt von Oz diverse Male Mittelpunkt von Filmen, zu denen sich nun auch die Vorgeschichte Oz: the Great and Powerful gesellt. Unter der Regie von Sam Raimi (Spider-Man) präsentiert sich diese Geschichte als farbenfrohes und wunderbar inszeniertes Märchen.
Anfänglich in Schwarz-weiss gefilmt, entwickelt sich die Geschichte mit dem spitzbübisch agierenden James Franco zum bunten Ausflug in ein Reich, in dem man nun fantastische Abenteuer und Spezialeffekte en masse erwarten dürfte. Das bietet Oz: the Great and Powerful zwar in schöner Regelmässigkeit, der Film verliert sich aber auch immer wieder in Dialogen und Nebengeschichten, die ihn unnötig in die Länge ziehen. Dafür sind das Äffchen und die Porzellandame herzallerliebst.
Neben James Franco kommen auch drei Damen zum Zug, von denen man einiges erwarten durfte: Rachel Weisz, Michelle Williams und Mila Kunis geben sich zwar Mühe, kommen aber nur bedingt zur Geltung. Vor allem Williams geht gegen ihre Kolleginnen unter, weil sie schlichtweg die langweiligste Hexenrolle hat. Die anderen zwei Ladys kriegen zwar mehr Tiefgang, werden aber schlussendlich doch ein bisschen verheizt. Immerhin wird man eine der Hexen wohl in einer Fortsetzung wieder sehen...
Fazit: Oz: the Great and Powerful hat wundervolle Momente und ebensolche Bilder. Etwas mehr Speed und Pepp hätten dem Film ebenso gut getan wie ein Schuss mehr Fantasy. Wenn man schon in Oz ist, soll gefälligst auch etwas davon gezeigt werden.
Die Blu-ray von Oz: the Great and Powerful liefert in Sachen Ton und Bild hervorragende Qualität. Der Originalton kommt in glasklarem DTS-HD 7.1 Ton daher und besticht mit genial sauberen Bildern. In der deutschen Synchro hat man immerhin DTS-HD 5.1 zu bieten.
In Sachen Extras lässt man sich auch nicht lumpen. Wir hören James Franco über seine Erlebnisse in der magischen Welt berichten, werden über die Hintergründe der Produktion informiert und staunen ab der Bildsprache von Oz. Auch die Pannen vom Dreh sind okay, und wer Komponist Danny Elfman über seine Arbeit reden hören will, kriegt in einem Bericht über seine Tätigkeit auch die Möglichkeit dazu. Schlussendlich stehen noch zwei Mädels im Mittelpunkt - eins aus Porzellan und das andere mit Namen Mila Kunis. Ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Die Berichte, versteht sich....
Dani Maurer [muri]
Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!
Ich fand den Film ziemlich schwach. Für keine der Figuren konnte ich mich erwärmen. Franco als Schleimbolzen ist nervig. Die gute Fee furchtbar langweilig. Die Porzellanpuppe wunderschön animiert, aber auch so nervig. Disney hat jeden Charme aus der Vorlage vertrieben.
Doch schon. Für mich hat er sein Charakter sehr gut hinbekommen. Die Zerrissenheit zwischen Bühne und richtigem Leben.Deshalb ja auch sein verkrampftes Grinsen. Ich bin halt der Meinung im Märchen darf und muss man gestenhaft und übertrieben spielen. Jedoch bei Springbreakers da hat er mich schon sehr generft, hier hat er für mich "overacted". Gibts das Wort auf deutsch?