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Das Handy kann Gespräche allein durch seine Anwesenheit stören. Britische Forscher der University of Essex teilten 68 Teilnehmer in zwei Gruppen ein. Jedem Freiwilligen wurde ein Gesprächspartner zugeordnet, mit dem er sich zehn Minuten lang entweder über Belanglosikeiten oder über tiefgründige Themen unterhalten sollte. Bei der ersten Gruppe lag während des Experiments ein (fremdes) Handy mit auf dem Tisch. Bei der zweiten Gruppe wurde dieses entfernt.
Daraufhin erkundigten sich die Forscher mittels Fragebögen nach der Empathie und dem Vertrauen zwischen den Gesprächspartnern.
Das Handy übte eine negative Wirkung auf die subjektiv empfundene Qualität der Gespräche aus. Besonders, wenn tiefgründige Themen erörtert wurden.
Warum das so ist, können die Forscher nur vermuten. Möglich sei, dass die Handys auf dem Tisch unbewusst stets die Nähe eines grossen sozialen Netzwerks suggerieren, und damit die Intimität eines Vis-à-Vis-Gesprächs stören. Möglich sei auch, schliessen die Forscher, dass die Probanden eigene Assoziationen zum Handy und ihrem gewohnten Verhalten dazu abrufen und damit im «Hier und Jetzt» gestört würden.