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MEINUNG
3D-Technologie wird immer billiger; bald werden viele Leute 3D-Geräte besitzen. Vielleicht ist es ein 3D-Fernseher, oder ein Nintendo 3DS, oder sogar ein Handy mit einem 3D-Bildschirm. Die aktuelle 3D-Technolgie ist aber nicht perfekt; sie hat Probleme, die sich beim Gebrauch schnell bemerkbar machen.
Problem Nummer 1: Fokussieren.
Wenn wir unsere Augen auf ein Objekt fokussieren, dann passieren zwei Dinge:
Normalerweise tun unsere Augen immer beides gleichzeitig; wenn sie den ersten Punkt nicht erledigen, dann sehen wir Dinge doppelt.
Erledigen sie den zweiten Punkt nicht, dann erscheinen Dinge unscharf.
3D-Bildschirme funktionieren aber anders, weil sie nur Punkt 1 simulieren, nicht aber Punkt 2.
3D-Bildschirme simulieren nur die zwei verschiedenen Blickwinkel der beiden Augen. Die eigentliche Distanz ist fix; alle Objekte auf dem Bildschirm sind immer gleich weit weg vom Auge, egal wie weit entfernt sie im 3D-Bild sind. Das heisst, dass unsere Augen beim Betrachten von 3D-Bildschirmen etwas tun, was sie in der Realität nie tun: sie stellen ihre Ausrichtung auf eine bestimmte Distanz ein, ohne gleichzeitig die Schärfe auf diese Distanz anzupassen.
Dies ist vermutlich einer der Faktoren, der dazu führt dass 3D-Bildschirme oft ermüdend sind und Kopfschmerzen verursachen können. Es ist möglich, dass sich unser Hirn mit der Zeit an dieses seltsame Verhalten vo 3D-Bildschirmen anpassen werden, und wir keine negativen Effekte mehr spüren. Vorläufig müssen wir aber mit diesem Effekt leben.
Problem Nummer 2: Die Butterzone.
Wenn wir ein Objekt in der Realität betrachten, dann erscheint es immer dreidimensional. Egal aus welchem Blickwinkel wir es betrachten, egal ob wir liegen oder stehen, ob wir uns vor oder hinter dem Objekt befinden: das Objekt ist dreidimensional.
3D-Bildschirme funktionieren anders. Damit der 3D-Effekt funktioniert, muss sich der Betrachter innerhalb einer ganz spezifischen Zone befinden (der sogenannten "Butterzone"), und er muss seinen Kopf in einer ganz spezifischen Position halten. Tut er dies nicht, so sieht er plötzlich alles doppelt.
Das Zonen-Problem tritt hauptsächlich bei brillenlosen 3D-Geräten wie dem 3DS auf. Der 3D-Effekt funktioniert nur, wenn der Betrachter direkt vor dem Bildschirm sitzt. Sobald er den Bildschirm etwas abdreht, oder sich zu sehr aus dem Zentrum des Bildes bewegt, sehen die beiden Augen nicht mehr das jeweils korrekte Bild. Der tatsächliche Effekt ist etwas komplexer als hier dargestellt, aber grundsätzlich kann man sich das (von oben betrachtet) folgendermassen vorstellen:
Befindet sich der Kopf nicht direkt vor dem Bildschirm, so sehen die Augen nicht das jeweils für sie bestimmte Bild.
Dieses Problem tritt bei Bildschirmen mit Brillenzwang weniger stark auf, da dort die beiden Augen immer das jeweils korrekte Bild sehen, egal wo sich der Betrachter befindet. Das 3D-Bild sieht trotzdem seltsam aus wenn man nicht vor dem Bildschirm sitzt, aber der 3D-Effekt funktioniert wenigstens.
Es gibt aber noch ein weiteres Problem, welches bei beiden Arten von 3D-Bildschirmen auftritt. Liegen die Augen des Betrachters nicht einigermassen parallel mit dem Bildschirm, so kann das Hirn die beiden Bilder nicht in ein 3D-Bild umwandeln.
Das bedeutet, dass man mit einem 3D-Bildschirm nicht mehr einfach auf dem Sofa liegen kann, ohne den Fernseher ebenfalls schräg zu positionieren; liegt der Kopf des Betrachters nicht parallel zum Fernseher, so geht der 3D-Effekt verloren.
Fazit
Die aktuelle 3D-Technologie ist echt cool, und für viele Games eine enorme Verbesserung gegenüber den traditionellen 2D-Bildschirmen. Fakt ist aber, dass diese Technologie auch Probleme hat, die man nicht einfach umgehen oder ignorieren kann. Beim Spielen mit dem 3DS ist es glücklicherweise einfach, den 3D-Effekt schnell und problemlos ein- und auszuschalten. Leider ist das auch des öfteren nötig; gerade Spiele bei denen man den 3DS bewegen muss (wie Augmented Reality-Games) funktionieren nicht mit dem 3D-Effekt zusammen, bei dem man den Kopf ruhig vor dem Bildschirm halten muss.
Vielleicht werden wir irgendwann Hologramm-Bildschirme haben, die all diese Probleme lösen. Bis dahin ist klar: 3D ist zwar cool, aber nicht für alle Inhalte und für alle Situationen geeignet.
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