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29.05.2014 | Inverkehrbringen
Erfolgreiche Kampagne: Im Jackson County stimmten 66 Prozent für ein Anbauverbot. Bild: Family Farms Coalition/ Facebook
In zwei Counties von Oregon dürfen keine gentechnisch veränderten Pflanzen mehr angebaut werden. Das lokale Verbot wurde in Volksabstimmungen in Jackson County und dem benachbarten Josephine County beschlossen. Der Protest begann, nachdem der Schweizer Agrokonzern Syngenta vor zwei Jahren bekannt gegeben hatte, dass er herbizidresitente Zuckerrüben anbauen werde. Für kontroverse Schlagzeilen sorgte ein handfester Protest: im vergangenen Juni wurden im Jackson County 6500 Zuckerrüben auf Feldern von Syngenta zerstört. Die Farmer von Jackson County starteten darauf eine politische Kampagne, denn sie befürchteten, dass ihre Felder durch die gentechnisch veränderten Pflanzen kontaminiert werden könnten. Sie wollten ein Anbauverbot erreichen. Die großen Agrarfirmen, darunter Syngenta, DuPont Pioneer und Monsanto ließen sich eine Gegenkampagne angeblich eine Million Dollar kosten, offenbar vergeblich.
Am 20. Mai stimmten die 120 000 Stimmberechtigten von Jackson County mit 66 Prozent und von Josephine County mit 58 Prozent für ein Verbot, gentechnisch veränderte Pflanzen anzubauen. Sie glaubten den Argumenten der Koalition der Family Farmer, beispielsweise des Zuckerrübenbauern Chuck Burr, der einen Verlust von mehr als 4000 Dollar hinnehmen musste, da sein Saatgut unverkäuflich wurde, nachdem es mit gentechnisch veränderten Pollen kontaminiert worden war.
Weitere Verbote wird es aber in Oregon nicht geben. Der Gouverneur John Kitzhaber hat im vergangenen Jahr ein Gesetz unterzeichnet, das lokale Abstimmungen über Anbauverbote für genveränderter Pflanzen verbietet. Die Referenden in den beiden Counties waren zu dieser Zeit bereits beschlossen und durften noch stattfinden. Der Gouverneur will eine im ganzen Bundesstaat einheitliche Regelung und unterschiedliche Bestimmungen in Oregons Bezirken verhindern.