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Tössthalbahn
|Kürzel||TTB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1875-05-04|
|Mutiert||Ab 1918-01-01 Schweizerische Bundesbahnen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1875 eröffnete TTB gehörte einer Aktiengesellschaft und führte von Winterthur durch das Tösstal über Bauma bis nach Wald. Sie war im Grunde Bestandteil des (zu) ehrgeizigen Bahnprojekts der Schweizerischen Nationalbahn (SNB), überlebte jedoch dank eigenständiger Finanzierung deren Debakel. Allerdings sah es auch für die TTB lange Zeit gar nicht rosig aus. Nach 1878 wurde das Rollmaterial für den Personenverkehr massiv reduziert. In diesem Jahr zählte man noch 964 Sitzplätze, fünf Jahre später waren es nur mehr 551. Als «Betriebssubventionen» sind in der Datenbank die Anleihenzinsen aufgeführt, die ab 1877 anstelle der zahlungsunfähigen Bahn Gemeinden des Tösstals begleichen mussten, weil sie entsprechende Garantien geleistet hatten. Einige gerieten dadurch an den Rand des Ruins und mussten Steuererhöhungen vornehmen. 1888 musste die TTB unter anderem durch eine Reduktion des Nennwerts der Aktien und den Abbau von Schulden (Umwandlung von festen Anleihen in Aktien) saniert werden, worauf sich die Lage besserte. Das durch die Refinanzierung gewonnene Kapital stellte die Statistik 1888 teilweise als Betriebssubventionen ein. Gemäss der Gesellschaftsstatuten war die TTB verpflichtet, jedes Jahr 10'000 Franken des Kapitals der Prioritätsaktien zu amortisieren, was zumindest 1888 bis 1905 auch geschah.
1901 bis 1904 übernahm die TTB vorübergehend den Betrieb der Uerikon–Bauma-Bahn (UeBB, deshalb der plötzliche Anstieg des Personalbestands), später denjenigen der Wald–Rüti-Bahn (WR). Auf den 1. Januar 1918 ging die TTB in den Besitz des Bundes über und wurde in die SBB integriert. Sie verschwand infolgedessen aus der Statistik. Der Kaufpreis betrug 2.5 Mio. Franken bei einem Bilanzwert von 8.4 Mio. Franken. Warum die TTB zu diesem tiefen Preis veräussert wurde, ging aus den verfügbaren Angaben nicht schlüssig hervor, zumal sie 1916 und 1917 die bislang besten Betriebsergebnisse vorweisen konnte. Ebenfalls nicht transparent sind die Vorgänge auf dem Rückstellungskonto im Jahr 1912.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: