Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03302.jsonl.gz/2235

Die Landfriedensbündnisse
Im Hochmittelalter werden auf dem Gebiet der heutigen Schweiz Städte wie Bern, Burgdorf usw. neu gegründet oder ältere Städte wie Zürich oder Basel gewinnen an Macht und Einfluss. Die Städte erreichen meist ihre Unabhängigkeit von Stadtgründern und werden sog. «reichsunmittelbar«, d.h. sie sind nur noch dem König unterstellt und defacto unabhängig. Sie versuchen ihren Einfluss und Macht zu vergrössern, indem sie ihr Umland unter ihre Herrschaft bringen (Stadtstaaten). Auf dem Land entwickeln sich sog. «Landorte«, welche von einer Oberschicht regiert werden. Die Landorte schliessen sich im Spätmittelalter mit teilweise mit andern Landorten oder Städten in sog. «Landfriedensbündnissen» zusammen, um sich gegenseitig zu schützen. Diese Bündnisse werden meist mit einem Eid bestätigt, daher stammt der Name «Eidgenossenschaft». Neben dem Bundesbrief von 1291 gab es in dieser Zeit über 80 verschiedene Landfriedensbündnisse.
Der Bundesbrief von 1291
- Lesen sie die Übersetzung und Zusammenfassung des Bundesbriefes von 1291 (M3, S. 209)
- Zeigen Sie auf, dass es sich beim Bündnis von 1291 um ein Landbündnis handelt und nicht um eine Gründungsurkunde (Verfassung) eines neuen Staates.
- Der Bundesbrief wurde erste im 19. Jh. zum dem (einzigartigen) Bundesbrief hochstilisiert und erst 1936 erhielt er sogar ein eigenes Museum vgl. Bild im Buch S. 219. Erklären Sie, weshalb dem Bundesbrief von 1291 wohl eine so einzigartige Bedeutung zugewiesen worden war.