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Placenta praevia: Wenn die Plazenta den Geburtskanal versperrt
Unter Plazenta praevia versteht man eine Fehllage des Mutterkuchens. Er liegt dabei ganz oder teilweise über dem Muttermund. Diese Schwangerschaftskomplikation bringt ein erhöhtes Blutungsrisiko im dritten Trimester sowie während und nach der Entbindung mit sich. Oftmals wird bei einer Plazenta praevia ein Kaiserschnitt durchgeführt. Eine vaginale Geburt ist in der Regel zu gefährlich.
Placenta praevia: Das Wichtigste in Kürze
- Eine Plazenta praevia ist eine Schwangerschaftskomplikation, bei welcher die Plazenta den Geburtskanal versperrt. Es gibt drei Arten der Plazenta praevia.
- Nur etwa eine von 250 Geburten ist von Plazenta praevia betroffen. Das häufigste Symptom sind hellrote Blutungen.
- Die Schwangere muss sich bei einer Plazenta praevia strikte schonen. Bei jeder Blutung muss sie ins Spital.
- Je nachdem wie schwer die Plazenta praevia ist, wird sie anders behandelt. Meist wird beim Baby vorsorglich eine Lungenreifung durchgeführt. In den meisten Fällen muss ein Kaiserschnitt gemacht werden.
Bei einer Plazenta praevia versperrt die Plazenta deinem Baby den Geburtskanal. Bei dieser Diagnose ist eine vaginale Entbindung meist nicht möglich. Sie wäre für Mutter und Kind aufgrund lebensbedrohlicher Blutungen zu gefährlich.
Placenta praevia Definition: Was heisst Placenta praevia?
Als Plazenta praevia bezeichnet man die Situation, wenn der Mutterkuchen ungewöhnlich tief in der Gebärmutter liegt und zwar in der Nähe des Gebärmutterhalses. Manchmal liegt die Plazenta auch teils oder komplett über dem Gebärmutterhals. Dort versperrt sie dem Baby den Geburtskanal.
💡 Welche Arten der Plazenta praevia gibt es? 💡
Es gibt drei verschiedene Arten der Plazenta Praevia.
- Placenta praevia totalis: Die Plazenta liegt ganz über dem Ausgang der Gebärmutter.
- Placenta praevia partialis: Der innere Muttermund ist zum Teil von der Plazenta überdeckt.
- Placenta praevia marginalis: Die Plazenta grenzt an den Rand des Muttermundes.
Diese Symptome hast du bei einer Placenta praevia
Eine Plazenta Praevia wird oft an plötzlichen, schmerzfreien Blutungen erkannt. Das Blut ist meist hellrot. Auch ein weicher Bauch, der unempfindlich auf Druck reagiert, kann auf eine Plazenta Praevia hinweisen.
Wie häufig ist die Plazenta praevia?
Eine Plazenta praevia tritt bei etwa einer von 250 Geburten auf. In Ländern mit einer erhöhten Kaiserschnittrate ist eine Plazenta Praevia häufiger.
Wie gefährlich ist eine Plazenta praevia?
In der ersten Schwangerschaftshälfte bedeutet die niedrige Lage der Plazenta kein Risiko für Mutter und Baby. Etwa ab dem fünften Monat aber wird die Schwangerschaft mit einer Plazenta praevia zur Risikoschwangerschaft.
Die in den letzten Schwangerschaftsmonaten einsetzenden Vorwehen und die Dehnung von Gebärmutterwand und Gebärmutterhals belasten die Plazenta. Dabei kann die Plazenta teilweise abreissen, was zu Blutungen führen kann. Bei starken Blutungen sind das Leben von Mutter und Kind in Gefahr.
💡 Mögliche Ursachen einer Plazenta praevia 💡
Therapie: Wie behandelt man eine Plazenta praevia?
Die Therapie einer tief liegenden Plazenta hängt von deinem persönlichen Zustand ab. Falls du eine leichte Form hast, können Bettruhe, Schonung und ein Verzicht auf Geschlechtsverkehr schon reichen. Vaginale Untersuchungen werden nicht mehr durchgeführt, um die Plazenta nicht zu verletzen.
Bei schweren Fällen wird eine medikamentöse Therapie gemacht. Dabei werden Wehenhemmer eingesetzt, um eine Frühgeburt zu verhindern. Vorsorglich wird beim Baby auch eine Lungenreifung gemacht, damit es bei einer allfälligen Frühgeburt höhere Überlebenschancen hat.
In manchen Fällen wird entschieden, die Geburt zum Schutz von Mutter und Kind einzuleiten oder einen Kaiserschnitt durchzuführen.
Wie lange kann sich die Plazenta noch verschieben?
Wenn in der ersten Hälfte deiner Schwangerschaft eine Plazenta praevia festgestellt wird, ist das noch kein Grund zur Sorge: Bis etwa zur 24. Schwangerschaftswoche kann die Plazenta noch vom Muttermund wandern.
Ist bei einer Plazenta praevia immer ein Kaiserschnitt nötig?
Um Komplikationen zu verhindern, wird bei einer Plazenta praevia meistens ein Kaiserschnitt gemacht. Dieser wird bereits in der 36. oder 37. Schwangerschaftswoche angesetzt, um den Wehen zuvorzukommen. Als Faustregel gilt, dass eine vaginale Entbindung nicht mehr möglich ist, wenn die Plazenta näher als zwei Zentimeter am Gebärmutterhals liegt. In diesen Fällen wird das Baby per Kaiserschnitt entbunden. Bei starken Blutungen ist ein Notfall-Kaiserschnitt nötig.
Was genau ist eine Plazenta?
Die Plazenta versorgt das ungeborene Baby mit Nährstoffen und Sauerstoff. Die Nabelschnur verbindet ihn mit dem Kind. Die Plazenta produziert zudem auch Hormone, die für die Schwangerschaft wichtig sind. Erfahre in unserem Artikel alles über das leistungsfähige Organ.