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Die strategische Entwurmung ist heutzutage ein medizinisch äusserst fragwürdiges und veterinärmedizinisch-ethisch nicht mehr vertretbares Vorgehen, so hielt es die Tierärztliche Umschau 2013 in einem interessanten Artikel fest. Tiere mehrmals jährlich in einem festgelegten Intervall entwurmen, ohne dass vorgängig eine diagnostische Abklärung erfolgt, im Klartext eine völlig ungezielte Entwurmungsaktion, birgt ein erhöhtes Risiko einer falschen Behandlung.
Prophylaktische Wurmkuren ohne Diagnose sollten demnach wohl überlegt sein. Zu solchen Kuren wird aber heutzutage in Abständen von 3 Monaten geraten, gelegentlich sogar noch öfter. Es ist weiter nicht auszuschliessen, dass sich Resistenzen bilden, sodass die Medikamente im Ernstfall oft nicht mehr wirken. Auf der Basis der Erfahrungen aus der Grosstierpraxis, wo Resistenzen nachgewiesenermassen existieren, ist die Wahrscheinlichkeit von Resistenzentwicklungen in grösseren Hundebeständen wie Tierheimen, Zwingern, grossen Zuchten oder ähnlich intensiven Haltungsformen erhöht.