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Vom Schicksal vieler notleidender Kinder berührt, begann David Thagana, der Gründer von GOA Kenya, Waisen- und Strassenkinder bei sich Zuhause aufzunehmen. Dies war der Beginn von Tumaini, dem ältesten und grössten Projekt für Waisenkinder von GOA. Durch die Deckung der Grundbedürfnisse der Kinder und der Möglichkeit zur Bildung soll Tumaini eine neue Hoffnung für die Zukunft geben. Dies gab dem Waisenhaus auch seinen Namen, denn Tumaini bedeutet auf Swahili „Hoffnung“.
Tumaini
Informationen
Ort: Ndunyu Njeru, Nyandarua County
Klima und Lage: Tumaini befindet sich im hügeligen Hochland Zentralkenias auf 2’500 Metern über Meer. Aufgrund der erhöhten Lage ist es oft kalt und regnerisch, was die Region aber sehr fruchtbar macht. Die Landschaft erinnert nicht zuletzt wegen den vielen Kühen und grünen Hügeln ein wenig an die Schweiz.
Anzahl: Ca. 90 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 20 Jahren
Schule: Da sich eine eigene Primar- und Sekundarschule von GOA auf demselben Gelände befindet, können die Kinder und Jugendlichen diese besuchen. Einige Jugendliche mit sehr guter schulischer Leistung erhalten Stipendien für private Sekundarschulen.
Samuel Ikua, Manager
Das Waisenhaus hat zehn Angestellte.
Seit dem Jahr 2017 leitet Samuel Ikua das Waisenhaus Tumaini. Zuvor war er bereits Schulleiter an der GOA Highschool. Er wohnt zusammen mit seiner Frau und den drei Kindern im nahegelegenen Dorf Ndunyu Njeru. Unter der Woche haust er jedoch im Waisenhaus selbst, um dem Heim bestmöglich dienen zu können.
Insgesamt arbeiten acht weitere Personen in Tumaini, sei dies in der Küche, im Garten, als Nachtwächter oder in der Betreuung der Kinder.
Im Jahr 2002 nahmen David Thagana und seine Frau Joyce ein Waisenkind in ihre Familie auf. Dies sollte der Beginn eines gossen Engagements sein. Immer mehr vernachlässigte Kinder fanden bei David ein neues Zuhause, bis sein Haus zu klein wurde und deshalb in ein Waisenheim umgewandelt werden musste. Im Verlauf der Jahre wuchs das Heim von 12 auf über 90 Kinder, was mit einem steten Ausbau des Platzangebots einherging.
Seit 2008 befindet sich auf dem Gelände von Tumaini eine eigene Primarschule, in welcher auch Schüler aus der Umgebung unterrichtet werden. So profitiert zum einen die Region vom Waisenhaus, denn die Schüler haben dort die Möglichkeit, eine qualitativ gute Bildung zu erlangen. Zum anderen hilft dies dem Waisenhaus Kosten zu sparen, da dank dem verdienten Schulgeld die Kosten der eigenen Schüler niedrig gehalten werden können.
Die GOA-Sekundarschule öffnete 2012 am selben Standort ihre Türen und soll längerfristig den Kindern aus den Waisenhäusern von GOA die Möglichkeit bieten, eine weiterführende Schule zu besuchen. Dies erhöht ihre Chancen auf eine gesicherte Existenz im späteren Leben enorm.
Statements
Vor meinem Volontäreinsatz in Tumaini dachte ich, der Hauptzweck davon sei es, zu arbeiten und den Kindern etwas weiterzugeben. Doch vor Ort lernte ich schnell, dass die Erlebnisse, Momente und Erfahrungen mit ihnen viel wertvoller sind und eigentlich ich der Beschenkte bin. Ich unterrichtete an der Schule, machte viel Sport mit den Jugendlichen, übte mit den Klassen Gedichte ein und versuchte mich auch im Kochen. Die Erinnerungen an die Zeit zaubern mir immer noch oft ein Lächeln aufs Gesicht. Nicht zuletzt auch wegen der Gastfreundschaft der Heimeltern ist Tumaini einen Besuch wert.
– Philip, Volontär