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Neue Daten des Bundesamts für Statistik zeigen auf, dass rund 7,5 % der Schweizer Wohnbevölkerung von Einkommensarmut betroffen sind. Die meisten dieser Personen finden kurz- oder mittelfristig aus der Armut heraus; rund 1 % der Bevölkerung bleibt jedoch dauerhaft armutsbetroffen. Fachorganisationen fordern mehr Einsatz der öffentlichen Hand für eine wirksame Armutspolitik.
Im Rahmen der Erhebung "Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) 2016" erfragte das Bundesamt für Statistik bei Haushalten in der Schweiz in vier aufeinander folgenden Jahren (2013-2016) die Einkommenssituation und Lebensbedingungen. Dies ermöglicht neue Erkenntnisse über die Situation und Entwicklung der Armut bei der Schweizer Wohnbevölkerung.
Die wichtigsten Ergebnisse sind: 2016 waren 7,5% der Schweizer Wohnbevölkerung oder rund 615’000 Personen von Einkommensarmut betroffen, darunter 140’000 Erwerbstätige. Im Beobachtungszeitraum (2013-2016) qualifizierte jede achte Person der Schweizer Wohnbevölkerung mindestens einmal als "arm". Während der Grossteil der Armutsbetroffenen nach einem Jahr wieder ein Einkommen oberhalb der Armutsgrenze erzielt, gilt rund 1% der Bevölkerung als dauerhaft arm.
Personen, die alleine oder in Einelternhaushalten mit minderjährigen Kindern lebten, Personen ohne nachobligatorische Ausbildung und Personen in Haushalten ohne Erwerbstätige sind besonders häufig von Armut betroffen. Dieses Bild zeigte sich bereits in früheren Untersuchungen.
Mit 7,5 % im 2016 ist die Armutsquote steigend: 2014 waren es noch 6,7 %, 2015 waren es 7,0 %. Fachorganisationen wie Caritas Schweiz fordern daher ein umfassendes und wirksames Engagement und eine Strategie gegen die Armut, welche Bund, Kantone und Gemeinden gemeinsam erarbeiten sollen.
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