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Die Forscher fanden in Experimenten heraus, dass feinste Veränderungen im chemischen Aufbau des Wachses die Aggressionen auslösen können. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie nun in der britischen Fachzeitschrift “Royal Society Open Science”.
In der sogenannten sozialen Phase ist eine Hummelkolonie von äusserster Effizienz geprägt. Die Arbeiterinnen kümmern sich um Nahrungssuche, Brutpflege und Abwehr von möglichen Feinden. Sie können zwar männliche Nachkommen hervorbringen, konkurrieren aber nur in der sogenannten kompetitiven Phase um die Fortpflanzung.
Der Übergang zur Konkurrenzphase erfolgt plötzlich. Es sei ein “vollkommener Verhaltenswechsel in der gesamten Hummelkolonie von einem zum anderen Tag” zu beobachten, erklärte die Hauptautorin der Studie, die Biologin Ann-Marie Rottler-Hoermann von der Universität Ulm. Die Hummeln attackieren sich gegenseitig und fressen fremde Eier auf.
Die Zusammensetzung des Wachses im Nest ändert sich im Laufe der Kolonieentwicklung und spiegelt ihre Grösse wieder. Sie könnte den Arbeiterinnen somit das Signal liefern, in die Konkurrenzphase einzutreten. Daher prüften Rottler-Hoermann und ihre Kollegen, welche Auswirkung der chemische Aufbau des Wachses auf das Verhalten der Arbeiterinnen hat.
Die Wissenschaftler brachten Hummeln aus einem neu gebauten Nest mit Wachs aus einer älteren Kolonie zusammen. Die Insekten begannen umgehend damit, um die Fortpflanzung zu konkurrieren. “Die Aggression ist derart ausgeprägt, dass sie sogar zum Tod der Königin führen kann”, sagt Rottler-Hoermann.
(SDA)