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Es ist bereits der fünfte Streiktag in etwas mehr als zwei Monaten. Die Staatsangestellten versammelten sich auf der der Rue de la Paix, in der Nähe der Büros des Waadtländer Finanzdepartements, und marschierten dann in einem Protestzug bis zur Place du Château de la Cité statt.
Nach Angaben des Waadtländer Bildungsministeriums beteiligten sich rund 1000 Lehrkräfte an dem Streik, deutlich weniger als an den vorhergegangen Streiktagen, als zwischen 1500 und 1700 Personen streikten. 15 von 93 Grundschulen waren betroffen.
Ein Ende des Arbeitskonfliktes ist bisher nicht absehbar. Ein nächstes Treffen zwischen Gewerkschaften und der Regierung ist für den 22. März geplant.
Grund für den Ärger des Staatspersonals: Die Waadtländer Regierung hatte im Dezember beschlossen, die Löhne für die Staatsangestellten ab Anfang 2023 um 1,4 Prozent nach oben anzupassen. Den Arbeitnehmenden im öffentlichen Dienst ist dies aber zu wenig, sie verlangen einen vollen Teuerungsausgleich von 3 Prozent.
Der Staatsrat weigert sich nach wie vor, die Indexierung der Löhne zu revidieren, hat den Gewerkschaften am vergangenen Donnerstag aber Ausgleichsmassnahmen vorgeschlagen. Der Kanton bekräftigte jedoch, dass er nicht beabsichtigt, die Frage des vollen Teuerungsausgleichs im Jahr 2023 neu zu bewerten.
Nach Ansicht der Gewerkschaften sind die Massnahmen für 2024 zu vage. Die Gewerkschaftsbasis und die Staatsbediensteten fordern, dass die Regierung "konkrete und quantifizierbare" Ausgleichsmassnahmen beschliesst.
An den Streiktagen nahmen vor allem Beschäftigte des Bildungssektors teil, aber auch Beschäftigte des Gesundheitswesens, insbesondere des Waadtländer Universitätsspitals (CHUV) in Lausanne. An den Kundgebungen marschierten teilweise auch Polizisten mit.