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Die französische Regierung wird einen Gesetzentwurf zur Anhebung des Rentenalters auf 64 Jahre vorlegen, wie die französische Premierministerin Elisabeth Borne am Dienstag auf einer Pressekonferenz bekannt gab. Die Pläne zur Reform des französischen Rentensystems sind sehr umstritten.
Borne sagte, die Reform sei notwendig, um in den kommenden Jahren größere Engpässe auf dem Arbeitsmarkt zu vermeiden. Der Premierminister fügte hinzu, dass es nun Aufgabe der Regierung sei, die Unterstützung der Öffentlichkeit zu gewinnen. Borne und der französische Präsident Macron haben keine Mehrheit mehr im Parlament.
Macrons Pläne zur Reform des Rentensystems im Jahr 2020 wurden wegen der Corona-Pandemie verschoben. Die französischen Gewerkschaften haben bereits mit scharfen Maßnahmen gedroht.
Seit Jahrzehnten versuchen Politiker, in Frankreich eine Rentenreform durchzuführen. Frédéric Souillot, Gewerkschaftsführer von Force Ouvrière, der größten Gewerkschaft im öffentlichen Dienst Frankreichs, fasste es so zusammen: „Wenn dieser Präsident dies zur Mutter aller Reformen machen will, wird es auch die Mutter aller Schlachten sein.“
„Der Präsident muss aufpassen. Wenn er hartnäckig bleibt, könnte er einen Flächenbrand auslösen, dessen Folgen nicht absehbar sind“, warnte Souillot.