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Eigentlich kennt Hans Donner jedes Kind in Brasilien auf der Strasse. Mit nichts in der Tasche, aber mit vielen Ideen flog der österreichische Designer Hans Donner 1974 nach Rio und wurde zum Superstar. Seither gestaltet sich das Land auch nach seinen Entwürfen. Nun will er die Welt mit seinem Time=Design erobern.
Vor zwanzig Jahren kontaktierte mich Hans Donner, damals war ich freier Journalist mit dem Spezialgebiet Luxusgüterindustrie insbesondere der Uhrenindustrie und publizierte in den renommiertesten Printmedien, produzierte TV- und Radio-Sendungen und moderierte Veranstaltungen.
Hans hatte einen Traum der hiess Timedimension, eine Armbanduhr, die nicht herkömmlich die Zeit mit Zeigern, sondern mit drei Scheiben anzeigt. Die kleine Scheibe in der Mitte hat die Sekundenfunktion. Die mittlere Scheibe ist für die Stunde zuständig und die äußere Scheibe ist die Minute. Das Besondere an der Konstruktion ist, dass die Scheiben nicht übereinander angeordnet sind, sondern ineinander laufen. Er liess sich in Sao Paulo einen Prototypen der Armbanduhr anfertigen, war aber über das Resultat nicht zufrieden. Er bat mich, ob ich ihm nicht einen Hersteller in der Schweiz organisierten könnte, der ihm seinen Traum realisieren konnte. Mit René Bundeli von der Sigma Watch AG fand ich einen adäquaten Partner für Hans Donner. Rasch und unkompliziert realisierte er den Prototypen. Hans Donner war fasziniert und trug sofort die Uhr 24 Stunden.
Bis Bernhard Lederer, der Aschaffenburger Uhrenhersteller ins Spiel kam, der meinte die Anordnung der Scheiben sei falsch. Also wurde ein neuer Prototyp erstellt, mit der Sekunde am äusseren Rand, der Minute im mittleren Ring und der Stunde im Zentrum auf Scheiben anzeigte. Dieser Prototyp ging dann in Serie. Mit Bernhard Lederer wurde dann aus der Timedimension die Blue, weil Lederers damalige Firma Blue hiess.
Die PR-Arbeit für Hans Donner Timedimension übernahm damals Peter Braun, Chefredakteur von Armbanduhren International. Er platzierte gegen Honorar Timedimension Pressemitteilungen in „Armbanduhren International“, wo er als Chefredakteur tätig war, und in verschiedenen anderen Medien. So plazierte er auch die Timedimension auf das Cover des Armbanduhren Katalog. Die Hans Donner Timedimension Armbanduhr wurde für 3500 US$ angeboten, ein kommerzieller Erfolg wurde die Uhr jedoch nicht, da es sich um ein Nischenprodukt handelte.
In der übernächsten Woche will mir Hans Donner sein neues TIME=Design Konzept vorstellen, das er bereits an Jorge Paulo Lehman, dem Brasilianisch-Schweizerischen Investor und Milliardär vorstellte. Jorge Paulo Lehmann, der leider keine Affinität zu Uhren hat – er trug bei dem Meeting eine Swatch – , mailte sofort seinen Freund Ernst Tanner VRP von Lindt&Sprüngli und Vorstandsmitglied in der Swatch Group, an. Tanner meinte jedoch, dass das Konzept von Hans Donner nicht in die Swatch Group passen würde. Das ist auch meine Meinung, denn das Time-Design Konzept braucht Unabhängkeit und benötigt auf der anderen Seiten Synergien in Richtung Produktion und weltweite Vermarktung. Hierfür kommen nur wenige Anbieter in Frage, die prädestiniert wären.
Mehr demnächst ……