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AI (1 Sitz): Der Wahlausgang ist klar
Der einzige Nationalratssitz von Appenzell Innerrhoden wird im Majorzverfahren gewählt. Wer am meisten Stimmen macht, gewinnt, eine absolute Mehrheit braucht es nicht. Seit 1848 hat stets die CVP diesen Sitz gewonnen, nur ein einziger Liberaler schaffte es zwischen 1880 und 1906, diese Phalanx zeitweise zu durchbrechen.
Derzeit ist es Daniel Fässler, amtierender Landammann, der die Tradition fortsetzt. Er gewann 2011 haushoch gegen Martin Pfister, den damaligen Präsidenten der Gruppe für Innerrhoden (GFI), die seit 1970 als «ständige Bürgerinitiative» in Appenzell oppositionell politisiert. 2012 hat sich Pfister von der GFI gelöst und die SP Appenzell Innerrhoden gegründet, als deren Präsident er dieses Jahr Fässler erneut herausfordern will. Für beide dürfte interessant sein, wie sie im Vergleich zu vor vier Jahren abschneiden werden. Die Prognose ist aber einfach: Der CVP-Kandidat wird klar wiedergewählt.
Die Ständeratswahl findet in Appenzell Innerrhoden jeweils im Frühjahr des Wahljahrs an der Landsgemeinde statt, gewählt wird mit offenem Handmehr. Im April wurde Ivo Bischofberger (CVP) im Amt bestätigt, er ist damit der einzige nationale Parlamentarier, der bereits gewählt wurde.
AR (1 Sitz): Es bleibt spannend
Appenzell Ausserrhoden hatte bis 1931 drei Nationalratssitze, ab 1932 zwei und seit 2003 wegen der Bevölkerungsentwicklung nur noch Anspruch auf einen Sitz. Von 1919 bis 1999 wurden die Sitze im Proporz gewählt: Bis 1931 stellte die im Kanton dominierende FDP zwei Nationalräte, seither einen. Den übrigen Sitz besetzten die Minderheitsparteien: 1908 bis 1983 die SP; 1983 bis 1995 eroberte ein unabhängiger Grüner den Sitz, der sich der Fraktion der LdU anschloss; 1995 bis 2003 folgte ein SVP-Nationalrat. Seit der Kanton nur noch einen Sitz hat, wird er im Majorzsystem vergeben. Dreimal ging er an die FDP.
Der amtierende Nationalrat Andrea Caroni kandidiert dieses Jahr für den Ständerat. Für den Nationalrat tritt die FDP deshalb neu mit dem Teufner Gemeinderat Markus Bänziger an, die SP mit dem früheren Trogner Gemeinderat Jens Weber und die SVP mit Kantonsrat David Zuberbühler. Die CVP, die Grünen und die in Appenzell wichtigen Parteiunabhängigen verzichten auf eine Kandidatur. Die FDP ist zwar Favoritin, sowohl für die SVP als auch für die SP liegt ein Drittel der Stimmen aber durchaus in Reichweite. Es dürfte also knapp werden.