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Nicht verwertbare Abfälle müssen behandelt und abgelagert werden. Um den unterschiedlichen Schadstoffgehalten der Abfälle Rechnung zu tragen, bestehen in der Schweiz drei verschiedene Deponietypen.
Die Technische Verordnung über Abfälle (TVA) enthält strenge Anforderungen an die abzulagernden Abfälle, vorab jene für Inertstoffdeponien. Die für Reststoffdeponien zugelassenen Materialien sollten in der Regel ein Sickerwasser ergeben, das ohne vorgängige Behandlung direkt in ein Gewässer geleitet werden darf. Reaktordeponien verursachen über lange Zeiten einen Aufwand zur Überwachung und Behandlung der Gase und des mit Schadstoffen belasteten Sickerwassers. Die Prozesse im Deponiekörper gehen über Jahrzehnte weiter und können im Störungsfall nicht, wie der Ofen einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA), innert wenigen Stunden abgestellt werden. Trotz den Einrichtungen zum Auffangen der Gase entweichen aus Reaktordeponien während Jahrzehnten beträchtliche Mengen von Methan und anderen unerwünschten Gasen in die Atmosphäre. Das Risiko von Defekten in der Abdichtung und nachfolgender Grundwasserverschmutzung ist nicht vernachlässigbar. Dies sind entscheidende Gründe für das Verbot der direkten Ablagerung von Siedlungsabfällen, Klärschlamm und weiteren brennbaren Abfällen ab dem Jahr 2000. Die verfügbare Kapazität an Reaktordeponievolumen belief sich Ende 2002 auf rund 19.1 Millionen Kubikmeter, davon 10.8 Millionen für Verbrennungsschlacke. Bei den Reststoffdeponien verfügt die Schweiz über eine Reserve von etwa 2.5 Millionen Kubikmetern. Mit einer jährlichen Ablagerungsmenge von knapp 500'000 Kubikmeter Schlacke und 50 000 Kubikmeter Reststoffe reicht dies für mehr als 25 Jahre. Über die verfügbaren Volumen der in Betrieb stehenden Inertstoffdeponien liegen derzeit nur lückenhafte Angaben vor. Auch wenn insgesamt genügend Ablagerungsvolumen bereit steht, ist in geologisch ungünstigen Regionen ein Mangel an Deponieraum zu verzeichnen. Die rasche Entwicklung der Abfallflüsse zwingt die Kantone auch weiterhin zur koordinierten Nachführung ihrer Deponieplanung. Zudem wird die sachgerechte Finanzierung von Unterhalt und Nachsorge der Deponien in Zukunft grosse Bedeutung gewinnen.
In Inertstoffdeponien dürfen nur gesteinsähnliche, schadstoffarme Materialien eingelagert werden, die beim Auswaschen mit Wasser kaum Schadstoffe abgeben. Hierzu gehören zum Beispiel Bauabfälle wie Beton, Ziegel, Glas, Strassenaufbruch sowie unverschmutztes Erdreich, das nicht anderweitig verwendet werden kann. Inertstoffdeponien benötigen an geeigneten Standorten keine speziellen Abdichtungen. Somit wird eine solche Deponie kostengünstiger und der Überwachungsaufwand geringer als bei den anderen Deponietypen.
Reststoffdeponien sind bestimmt für schwermetallreiche Materialien mit bekannter Zusammensetzung und mit nur geringen organischen Anteilen, die weder Gase noch leicht wasserlösliche Stoffe abgeben können. Typische Reststoffe sind verfestigte Filteraschen und Rauchgasreinigungsrückstände aus KVA sowie verglaste Behandlungsrückstände. Für die Standorte gelten höhere Anforderungen als bei Inertstoffdeponien. Die Basis und die Flanken der Deponie müssen wasserdicht ausgekleidet sein, das Sickerwasser muss gesammelt und nötigenfalls behandelt werden.
Alle übrigen für die Ablagerung zugelassenen Abfälle müssen in eine Reaktordeponie geführt werden, in der mit chemischen und biologischen Prozessen zu rechnen ist. Auch hier ist die kontrollierte Entwässerung vorgeschrieben. Zusätzlich müssen die entstehenden Gase aufgefangen und behandelt werden. Reaktordeponien tragen wegen der unübersichtlichen Zusammensetzung ihres Inhalts das grösste Risikopotential für spätere kostspielige Sanierungsfälle. Gewisse Abfälle müssen in isolierten Deponieabschnitten abgelagert werden. So wird die KVA-Schlacke in sogenannten Schlackekompartimenten von den übrigen Reaktorabfällen getrennt deponiert. Aufgrund des basischen pH der Schlacke würden bei einer Durchmischung der Abfälle viel mehr Schwermetalle gelöst und ins Sickerwasser gelangen. Auf etlichen Reaktordeponien sind auch Reststoffkompartimente eingerichtet.
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