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- Nach dem Leck in der umstrittenen Keystone-Pipeline im US-Staat South Dakota sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange.
- Die Betreiberfirma TransCanada hat nach eigenen Angaben 75 Arbeiter in dem ländlichen Gebiet im Einsatz.
- Dort waren am Donnerstag fast 800'000 Liter Öl ausgetreten. Die Ursache wird weiter untersucht, TransCanada sprach zunächst nur vage von einem «Ausrüstungsversagen».
Hinweise, dass Trinkwasser verseucht wurde, gab es bis zum Wochenende keine. Der Vorfall geschah in einem spärlich bevölkerten Gebiet, in dem nur wenig Vieh gehalten wird.
Doch hätte das Leck für die Betreiberfirma kaum zu einem schlechteren Zeitpunkt kommen können. Sie bewirbt sich derzeit um eine Genehmigung für den Bau einer sogenannten Schwester-Pipeline, der Keystone XL. Es hängt nun von der Entscheidung einer Behörde im Bundesstaat Nebraska ab, ob das Projekt erlaubt wird. Diese Entscheidung wird am Montag erwartet.
Trump hob Bau-Stopp auf
Die Keystone-Pipeline ist Teil eines etwa 4300 Kilometer langen Systems, durch das aus Teersand gewonnenes Öl aus der kanadischen Provinz Alberta nach Oklahoma und Illinois in den USA transportiert wird. Die 1900 Kilometer lange Keystone XL soll zwei Punkte auf der bisherigen Keystone-Route verbinden und damit das System ergänzen. Ein weiterer südlicher XL-Abschnitt von Oklahoma bis zur texanischen Küste am Golf von Mexiko ist bereits in Betrieb.
Das Pipeline-Projekt ist stark umstritten, unter anderem, weil es zum Teil durch ein Wasserreservoir-Gebiet führen würde. So hatte der seinerzeitige US-Präsident Barack Obama den Bau wegen Umweltbedenken untersagt. Sein Nachfolger Donald Trump hob diese Entscheidung auf. Das Unglück in South Dakota hat die Debatte um die Keystone XL neu entfacht.
Um das Leck bei Amherst zu reparieren, muss der betroffene Teil der Röhre ausgegraben werden. Die Arbeiten könnten Wochen dauern. TransCanada hatte am Donnerstagmorgen (Ortszeit) den Pipeline-Betrieb zwischen Kanada und Oklahoma sowie Illinois gestoppt, um den Ölaustritt unter Kontrolle zu bringen. Der südliche Teil bis zum Golf von Mexiko ist nicht betroffen.