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Aida
1911 wurde die ‚Aida‘ von der Ägyptischen Hafen und Leuchtturm Administration in Auftrag gegeben. Das Dampfschiff wurde als kombiniertes Fracht- und Passagierschiff entworfen und für die Versorgung der Leuchttürme im Roten Meer eingesetzt. Als es 1941 von der deutschen Wehrmacht angegriffen wurde, verfehlte der Pilot das Ziel, da der Kapitän während voller Fahrt eine Kollision durch eine Kursänderung verhindern konnte, so dass die Maschine am Mast des Frachters zerschellte. Das Schiff war zwar schwer beschädigt, konnte aber gerettet und wieder instand gesetzt werden. Nach dem zweiten Weltkrieg überliessen die Briten die ‚Aida‘ der ägyptischen Marine als Transportschiff. Am 15. September 1957 war die Aida mit 157 Mann Militärpersonal an Bord auf dem Weg nach Big Brother Island. Die Stürme peitschten über das Meer, und beim Versuch, am Landungssteg des Leuchtturms anzulegen, rammte der Frachter das Riff und schlug leck. Es drang Wasser ein und die ‚Aida‘ sank langsam am Riff entlang auf das Nordplateau herab. Der mittels Notruf herangeeilte norwegische Schlepper ‚Bergehus‘ übernahm 77 Passagiere, die übrigen Personen wurden auf die Insel evakuiert, so dass glücklicherweise niemand ums Leben kam.
Später wurde die Belastung für den Rumpf zu gross und das Schiff brach vor den mittleren Aufbauten. Das Heck rutschte in die Tiefe während der Bug auf dem Riffdach liegen blieb und von Wind und Wellen zerstört wurde. Heute ruht in 7 Meter Tiefe nur noch die Maschine. In 33 Meter Tiefe erreicht man die Bruchstelle, wo der Rumpf zerriss. Die Schraube liegt am tiefsten Punkt des Wracks in 65 Meter Tiefe.
Das gesamte Wrack ist reich mit Korallen überzogen, die im Licht der Taucherlampen grossartige Fotomotive abgeben.