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Geni Bissig
Elektrotechniker TS
Ich bin im Kanton Uri aufgewachsen und habe dort gelebt bis 24. Ich
machte erst eine Ausbildung als Elektromonteur. Danach bildete ich mich
weiter zum Fernmeldespezialisten und absolvierte zusätzlich die
Abendschule zum Elektrotechniker TS. Ich war passionierter Bergsteiger,
Wanderer, Velofahrer, Motorradfahrer und Gleitschirmflieger.
20 Minuten nach dem Start von der Führenalp mit dem Gleitschirm
verunglückte ich und lag anschliessend sieben Wochen im Koma. Dann
folgten drei Jahre Aufenthalt in verschiedenen Spitälern.
Ich unternahm verschiedene Versuche, eine für mich ideale Wohngelegenheit zu
finden. Erst in einer WG der Pro Infirmis, später im Haus meiner Eltern.
Nach langen Recherchen stiess ich auf IWB (Integriertes Wohnen für
Behinderte) in Zürich. Dort lernte ich meine jetzige Freundin kennen.
In der Psychotherapie wollten sie mir das Autofahren ausreden.
Ich überzeugte Therapeuten und Ärzte, dass ich den Rollstuhl nur
zeitweise brauchen werde und unbedingt Auto fahren will.
Heute arbeite ich drei Tage pro Woche bei der Behindertenkonferenz
Zürich (BKZ) als Bauberater. Regelmässig singe ich als Bassstimme im
"Tremolo" Chor mit.
Die Physiotherapeutin sagte mir, ich dürfe auf keinen Fall aufstehen.
Ich versuchte es trotzdem und schaffte es.
Meine Renten erhalte ich von der SUVA, der IV und der Pensionskasse.
Diese 3 Renten dürfen zusammen nicht mehr als 90% meines Lohns vor dem
Unfall ergeben. Davon bezahle ich meinen Lebensunterhalt (Preis für IWB,
Steuern, Auto, Alimente usw).
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