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Im gleichen Jahr in dem die Gemeinde Netstal eine Strasse durch die Lerchen nach Riedern baute, gründete Jakob Spälty-Heer eine Spinnerei an diesem Verkehrsweg. Die Anlage besteht aus drei parallel gestellten Produktionsgebäuden und einem in der Mittelachse errichteten Büro- und Wohngebäude. Mittel- und Südtrakt sowie das Bürogebäude wurden 1837, der Nordtrakt 1870 gebaut.
Die Gebäudeanordnung ermöglichte eine geradlinige Energieübertragung von der Turbine zu den Webstühlen. Das Löntschwasser wurde über einen Kanal, der im letzten Stück aufgeständert war, auf die Turbine im Keller geleitet. Sie trieb eine lange vom Süd- bis zum Nordtrakt führende Welle, die “Königswelle“ an, von der Transmissionsriemen die Energie auf die Webstühle übertrugen. Nach dem Bau des Löntsch-Kraftwerkes (1905 – 1908) ersetzte elektrische Energie die durch den sogenannten “Spälty-Kanal“ fliessende Wasserkraft.
Die billigeren Importe in den siebziger Jahren machten auch der Spälty & Cie AG zu schaffen. Trotz der zusätzlichen Produktion von Verbandgaze für die Internationale Verbandstoff-Fabrik Schaffhausen konnten die Verluste nicht aufgefangen werden. So mussten schrittweise Produktionszweige aufgegeben werden, 1979 die Weberei und 1987 die Spinnerei.
Heute sind rund 85% der Fabrikgebäude vermietet. Die Mischung aus Industrie- und Handwerksbetrieben, Künstleratelier, Büro- und Lagerräumen sowie Wohnungen hat sich bewährt.