Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03184.jsonl.gz/2558

In den Jahren 1996 bis 1998 untersuchten wir bei Grassilagen den Einfluss der biologisch-dynamischen, der organisch-biologischen und der konventionellen Bewirtschaftungsart auf die Silagequalität. Bei allen Verfahren wurde unter einheitlichen Standortbedingungen dieselbe Gras-Klee-Mischung angebaut und die Parzellen je nach Bewirtschaftungsart unterschiedlich gedüngt. Pro Bewirtschaftungsart wurden zudem zwei Düngungsstufen angelegt. Die Parzellen wurden jeweils fünf Mal pro Jahr am gleichen Tag geschnitten. Für die Silierversuche haben wir Futter von verschiedenen Aufwüchsen auf durchschnittlich 27 % TS angewelkt und in Laborsilos einsiliert. Die botanische Zusammensetzung der Kunstwiesen veränderte sich in allen Varianten während den drei Jahren. Im ersten Jahr bestand die Mischung vorwiegend aus englischem Raigras und Weissklee, im dritten Jahr dominierte das Knaulgras, wobei dessen Anteil durch die Höhe der N-Düngung beeinflusst wurde. Die unterschiedliche Bewirtschaftungsart, respektive die Düngermenge, beeinflusste die botanische Zusammensetzung, die Rohnährstoffe und auch die Gärqualität der Silagen. Im organisch-biologischen und im konventionellen Verfahren wiesen die Silagen der höheren Düngungsstufe ein schlechtere Gärqualität auf als diejenigen der tieferen Düngungsstufe. Hingegen konnte beim biologisch-dynamischen Verfahren kein Einfluss der Düngungsintensität festgestellt werden. Die Unterschiede bei der Gärqualität zwischen den drei Erhebungsjahren und Aufwüchsen waren grösser als zwischen den Bewirtschaftungsarten.
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.
Nutztiere
Lazzari G., Münger A., Eggerschwiler L., Borda-Molina D., Seifert J., Camarinha-Silva A., Schrade S., Zähner M., Zeyer K., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Zur Verminderung des Methanausstosses bei Milchkühen zeigen tanninhaltige Futtermittel wie Akazie oder Esparsette einen messbaren Effekt. Da diese Futtermittel jedoch teilweise zu Produktivitätseinbussen führen, ist ihr Einsatz mit Sorgfalt zu bewerten.