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Das Wichtigste in Kürze
- Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnt Russland vor dem Einsatz von Chemiewaffen.
- Diese könnten nämlich von der Ukraine aus auch Nato-Territorium kontaminieren.
- Darauf müsste die Nato entsprechend reagieren.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Russland zum Auftakt des Sondergipfels in Brüssel vor dem Einsatz von Chemiewaffen im Ukraine-Krieg gewarnt. Die chemischen Kampfstoffe könnten sich dann auch auf Nato-Territorium ausbreiten, sagte der Norweger. Es gebe immer das Risiko der Kontamination, der Ausbreitung über grössere Gebiete.
Denken Sie, dass der Krieg bald vorbei ist?
Wie die Nato auf einen solchen Fall reagieren würde, sagte Stoltenberg nicht. Zugleich machte er deutlich, dass Russland eine entschiedene Reaktion fürchten müsste.
«Die Nato ist immer bereit (...), auf jegliche Art von Angriff zu reagieren», sagte er. Jeder Einsatz chemischer Waffen würde die Art des Konflikts grundlegend verändern. Er wäre eine «eklatante Verletzung des Völkerrechts» und würde «weitreichende und schwerwiegende Folgen» haben, sagte er.
«Wladimir Putin hat die rote Linie zur Barbarei bereits überschritten», antwortete Johnson am Donnerstag am Rande eines Nato-Sondergipfels auf die Frage, ob der Einsatz von Chemiewaffen eine rote Linie sei.
US-Regierung prüft derzeit Szenarien
Einem Zeitungsbericht zufolge lässt die US-Regierung derzeit von Sicherheitsexperten Szenarien prüfen. Es gehe darum, wie die Nato auf einen Einsatz von atomaren, biologischen und chemischen Waffen Russlands im Ukraine-Krieg reagieren sollte.
Bei einem Einsatz von Chemiebomben etwa könnten Giftwolken auch auf Nato-Gebiet gelangen. Das werfe die Frage auf, ob dies als Angriff auf das westliche Verteidigungsbündnis gewertet werden müsste.