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* 3. April 1932
† 9. Februar 2013
Er war der Stammvater aller Boogie Woogie Interpreten in Deutschland. Seit den frühen sechziger Jahren setzte er sich für diesen einzigartigen Pianostil ein und entwickelte ihn weiter. Damals war der Boogie Woogie selbst in den USA so gut wie ausgestorben. In Kontakt mit dieser Musik kam der 1932 geborene Tontechniker des WDR Ende der vierziger Jahre über den amerikanischen Soldatensender AFN. Zusammen mit Manfred Roth spielte er nach Kriegsende zusammen, beide waren sie damals Amateure. 1964 gründete er zusammen mit dem Gitarristen Ali Claudi und dem Schlagzeuger Kalle Hoffmeister die Boogie Woogie Company Cologne, die bis heute erfolgreich tourt und begeistert. Leo von Knobelsdorff verliess die Band 1989 aus Altersgründen, inzwischen spielen ausser den beiden anderen Gründungsmitgliedern der Pianist Christoph Oeser und der Bassist Paul G. Ulrich. Bis heute hat die Gruppe weit über 2'500 Konzerte gegeben. 2011 wurde er in die Hall of Fame des German Boogie Award Pinetop aufgenommen. Der 2009 ins Leben gerufene Preis wird jährlich verliehen und ist nach dem Pianisten und Sänger Clarence «Pinetop» Smith benannt. Leopold von Knobelsdorff war ohne Zweifel einer der Pioniere der schwarzen Musik nicht nur in Deutschland. Er stammte aus einem Adelsgeschlecht im heutigen Sachsen, das bereits im dreizehnten Jahrhundert erwähnt wird und in erster Linie Offiziere hervor gebracht hat.