Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03561.jsonl.gz/796

Mittwoch, 6. Februar 2013
“The Perks of Being a Wallflower" von Stephen Chbosky
Inhalt: Charlie erzählt einem unbekannten Jungen durch anonyme Briefpost alles, was in seinem Leben als frischgebackener Highschoolschüler gerade so passiert. Er schreibt über seine Freunde Sam und Patrick und vorallem auch über seine hoffnungslosen Gefühle zu Sam. Er erzählt ihm, wie unglaublich schön und klug er Sam findet, dass sie ihm aber gesagt habe, er solle nicht "auf diese Art" an sie denken. Charlie kann aber nicht anders, als "auf diese Art" an Sam zu denken, obschon er alles tut, um seine Gefühle zu verdrängen, denn er will um keinen Preis die Freundschaft mit ihr aufs Spiel setzen. Im Verlaufe des Jahres macht Charlie erste Erfahrungen mit Drogen und schreibt seinem Briefempfänger, den er immer mit "Dear Friend" anspricht, sogar einen Brief auf seinem ersten und letzten LSD- Trip. Charlie ist kein Typ wie jeder andere, er ist äusserst sensibel, will es immer allen recht machen und weint viel. Manchmal nimmt ihn eine abgrundtiefe Traurigkeit gefangen, die seine Eltern nicht anders zu bekämpfen wissen als mit einem Psychiater. Diese Traurigkeit hängt mit dem Tod von Charlies Tante Helen zusammen, die bei einem Autounfall an Charlies 7. Geburtstag ums Leben kam. Immer wieder schreibt Charlie von seiner Tante Helen, sie scheint eine grosse Rolle in seinem Leben gespielt zu haben, aber erst am Schluss erfährt man, weshalb sie Charlies Leben sosehr beeinflusst hat.
Bill, Charlies geliebter Englischlehrer sagt ihm einmal, er solle "am Leben teilnehmen". Immer wieder während des Jahres fragt sich Charlie, was er damit gemeint hat und sucht nach einer Antwort darauf, die ihm Sam ganz am Ende seines ersten Highschooljahres schliesslich gibt.
Meine Meinung: Ich habe das Buch in Englisch gelesen, es ist leicht verständlich und angenehm zu lesen. Das Schöne an der Briefromanform ist, dass man sich fast so fühlt, als würde Charlie seine Worte direkt an dich richten. Dies wird noch verstärkt dadurch, dass der Empfänger von Charlies Briefen keine bekannte Person ist und daher irgendwer sein könnte. Stephen Chbosky hat es geschafft, die Unsicherheit und Zerbrechlichkeit, die die meisten Jugendlichen in sich tragen unglaublich authentisch herüberzubringen, so dass ich persönlich mich augenblicklich mit Charlie identifizieren konnte. Es war, als hätte ich jemanden gefunden, der die selbe Art des Denkens hat wie ich. Natürlich ist dies meine ganz subjektive Auffassung und da alle Menschen verschieden sind, erwarte ich auch nicht, dass jeder sich sosehr von Charlies Weltauffassung angesprochen fühlt wie ich. Aber ich denke, der Autor hat in diesem Buch viele wichtige Themen und Gefühle, die Jugendliche (und vielleicht auch Erwachsene, aber da ich nicht weiss wie es ist erwachsen zu sein kann ich nicht viel dazu sagen :)) beschäftigen behandelt und auch einige wunde Punkte getroffen. Das Buch hat mir viel zu Denken gegeben und ich finde, dass ist etwas vom Wichtigsten und Schönsten, was ein Buch uns geben kann.