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Im Auftrag des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) berechnet EBP die Verkehrsbelastungen für den durchschnittlichen Tagesverkehr (DTV) im Personen- und Güterverkehr auf Schiene und Strasse und erstellt auf dieser Basis Belastungskarten. Die Ergebnisse werden für verschiedene weitergehende Auswertungen verwendet.
Verkehrsbelastungen für den durchschnittlichen Tagesverkehr
EBP erstellt in Zusammenarbeit mit der Firma SSP Consult die Modellzustände für den durchschnittlichen Tagesverkehr (DTV) 2015 für den Personen- und Güterverkehr auf der Strasse und der Schiene. Diese dienen zur Ableitung von Umweltwirkungen, zur Ermittlung der Fahr- und Verkehrsleistungen, zu räumlich differenzierten Analysen und zu netzbasierten Darstellungen (Belastungskarten).
Methodenvergleich
In der Vergangenheit wurden die DTV-Belastungen durch Kalibration von DWV-Matrizen auf DTV-Zählwerte mit Hilfe eines Matrixkorrekturverfahrens ermittelt. Die DWV-Matrizen für den Personenverkehr stammen aus dem Nationalen Personenverkehrsmodell (NPVM) und die DWV-Matrizen für den Güterverkehr aus der Aggregierten Methode Güterverkehr (AMG). EBP vergleicht die bisher angewandte Methode mit einem neuen Interpolationsverfahren von Umrechnungsfaktoren. Nach Auswertung des Methodenvergleichs wird entschieden, für die Berechnung der Belastungen die bisherige Methode anzuwenden.
Zähldaten als Grundlage
Als Grundlage für die Berechnung der Belastungskarten dienen die bereits erstellten Modellzustände des durchschnittlichen Werktagsverkehrs (DWV) 2010 für den Personen- und Güterverkehr (aktueller Basiszustand), die ASTRA-Zählungen 2015 sowie hochgerechnete kantonale Zähldaten, ausgewählte SBB-Zähldaten 2015 und die vom Bundesamt für Verkehr (BAV) zur Verfügung gestellten Teilzugsdaten 2015 zum Schienengüterverkehr.
Gute Übereinstimmung mit den Zähldaten
EBP erstellt folgende Zustände für das Jahr 2015:
- DTV Fahrzeuge auf der Strasse, untergliedert nach Personenwagen, Lieferwagen, Lastwagen und Last-/Sattelzügen
- DTV Passagierzahlen des öffentlichen Verkehrs (ÖV)
- DTV Tonnenströme auf der Strasse für den Lieferwagen- und schweren Güterverkehr
- DTV Tonnenströme für Wagenladungsverkehr (WLV), unbegleiteter Kombiverkehr (UKV) und Rollende Landstrasse (RLS) auf der Schiene.
Die Ergebnisse der verschiedenen Modellzustände zeigen sehr gute Übereinstimmungen mit den Zähldaten.
Auf einem Grossteil des MIV-Netzes hat die Streckenbelastung zwischen 2010 und 2015 zugenommen. Aus dem Vergleich der berechneten Fahrleistungen im DTV für die Jahre 2010 und 2015 konnte EBP im Detail folgende Veränderungen feststellen: Die mittleren jährlichen Zu- oder Abnahmen der Fahrleistungen sind: Personenwagen +2.1%, Lieferwagen +3.5%, Lastwagen -0.3% sowie Last- und Sattelzüge +0.7%.
Im Personenverkehr auf dem Schienennetz zeigt der Vergleich der Verkehrsleistung im DTV zwischen 2010 und 2015 eine mittlere jährliche Zunahme der Personenkilometer von 1.8%.
Im Strassengüterverkehr ergibt sich eine jährliche Zunahme der Tonnenkilometer um 0.4% im Vergleich mit 2010 (nur schwere Güterfahrzeuge).
Im Schienengüterverkehr zeigt sich kein Wachstumstrend, sondern es sind vielmehr konjunkturell bedingte Schwankungen festzustellen. Die Umlegung der Teilzugsdateien ergibt eine Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr von 10‘036 Mio. Netto-Tonnen-Kilometer im Jahr 2015.