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Archivaufgabe 1: Schweizer Filmwochenschau
Krieg und Kino - Einleitung
Die Wurzeln der Filmwochenschauen liegen in den sujets actuels des späten 19. Jahrhunderts, in den 1910er-Jahren begannen sich die ersten, regelmässig erscheinenden Filmwochenschauen zu etablieren. Der endgültige Durchbruch des Mediums war eng verknüpft mit dem Ersten Weltkrieg. Die propagandistische Wirksamkeit der neuen audiovisuellen Massenmedien wurde von den kriegführenden Ländern schnell erkannt und staatliche Unterstützung sowie propagandistische Instrumentalisierung wurden zum Merkmal der Filmwochenschauen. Die Zwischenkriegszeit gilt als das Goldene Zeitalter der Filmwochenschauen, es entwickelte sich ein stark kompetitiver internationaler Markt. Die faschistische Machtübernahme in Deutschland und Italien und der folgende Zweite Weltkrieg führten wieder zur verstärkten staatlichen Einflussnahme in Form von Zensur und der Gründung staatlich gelenkter Wochenschauen. Das Kriegsende änderte daran wenig, der Kalte Krieg bildete den Hintergrund für die weitergehende staatliche Einflussnahme. Wenn überhaupt verdeutlicht die Nachkriegszeit den Zusammenhang zwischen Krieg und Wochenschauen: Die einzige französische Wochenschau der unmittelbaren Nachkriegszeit entstand aus der Résistance; in Deutschland wurden Wochenschauen von der anglo-amerikanischen Psychological Warfare Division betrieben.