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Mit der Flucht von zehntausenden Rohingyas aus Myanmar nach Bangladesch im August 2017 entstanden innerhalb von wenigen Wochen riesige Camps mit Geflüchteten. Eine sichere Rückkehr nach Myanmar in den nächsten Jahren scheint für die Rohingya ausgeschlossen. Die kleinen Unterkünfte aus Bambus von etwa 17 m2 pro Familie stellen jedoch keine dauerhafte Lösung dar. Da sie kein Recht auf Arbeit haben, sind die Rohingya weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Zudem sind während der Monsunzeit das Leben und die Bewegungsfreiheit im Camp sehr schwierig, da starke Regengüsse den Boden in Schlamm verwandeln. Die Häuser an den steilsten Hängen sind durch Erdrutsche stark gefährdet. Das Projekt unterstützt die Menschen im Camp bei der Reparatur und Verbesserung ihrer Unterkünfte.
Projektteilnehmende:
19 500 geflüchtete Rohingya, die in den Camps 14, 15 und 16 leben, sind in das Projekt involviert.
Ziele:
Ziel des Projektes ist die Sicherstellung anständiger Lebensbedingungen für Rohingya-Familien mit angemessenen Unterkünften und einer sicheren Siedlungsinfrastruktur.
Aktivitäten:
Das Projekt unterstützt die Rohingya mit Materialien für den regelmässig notwendigen Unterhalt ihrer Hütten. In einer ersten Phase erhalten die Projektteilnehmenden die Grundausstattung für ihre Unterkünfte. In der zweiten Phase sind die Materialien an ein Gutscheinsystem geknüpft, wobei die Gutscheine je nach Bedürfnissen eingelöst werden können. Die Campbewohner:innen erhalten Schulungen in der Reparatur und Instandhaltung von Unterkünften. In Notfällen und bei Monsun erfolgt eine rasche Schadensprüfung, woraufhin Material für Notunterkünfte verteilt und technische Unterstützung geboten wird.
Durch den Bau von Strassen, Treppen und Brücken wird die Infrastruktur in den Camps verbessert, und die Rohingya können zusätzliches Einkommen erwirtschaften (Cash for work).