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Dass Babys ab dem siebten Schwangerschaftsmonat die Stimme ihrer Mutter hören, ist aus früheren Untersuchungen bekannt. Nun konnte ein Forschungsteam der Università di Padova, der Université Paris Cité und des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) mithilfe von EEG-Untersuchungen zeigen, wie Neugeborene auf die Sprache reagieren, die sie im Mutterleib gehört haben. Die EEG-Untersuchungsmethode ermöglicht es, elektrische Ströme im Gehirn mithilfe von Elektroden zu erfassen und aufzuzeichnen.
Für die Untersuchung setzte das Team 33 Neugeborenen von Französisch sprechenden Müttern EEG-Hauben auf. Zunächst wurde während drei Minuten die Gehirnaktivität im Ruhezustand gemessen. Dann wurde eine Aufzeichnung des Märchens "Goldlöckchen und die drei Bären" in Französisch, Englisch und Spanisch abgespielt. Im Anschluss wurde erneut drei Minuten lang die Gehirnaktivität im Ruhezustand gemessen.
Beim Auswerten der EEG-Messwerte stellte das Forschungsteam eine Zunahme von Langzeitkorrelationen fest, wenn die Babys die Geschichte auf Französisch hörten. Sie alle werden zu einer Art gezählt, die bislang mit der Wahrnehmung und Verarbeitung von Sprache in Verbindung gebracht worden waren. Eine vertiefte Analyse der Daten deutet zudem darauf hin, dass sich die Gehirne der Säuglinge auf sprachliche Elemente der im Mutterleib gehörten Sprache eingestellt hatten. Die neuronale Reaktion der Säuglinge war ausserdem am stärksten, wenn die Geschichte auf Französisch vorgelesen wurde. Das Forschungsteam zieht daraus den Schluss, dass das Gehirn eines Babys auf eine einzigartige Weise beeinflusst wird, wenn es im Mutterleib einer bestimmten Sprache ausgesetzt ist.
Quelle: medicalexpress.com