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Die paarig angelegten Nebennieren liegen im Retroperitonealraum und sitzen den oberen Nierenpolen auf. Die rechte Nebenniere liegt im Winkel zwischen V.cava inferior und Nierenvene; die linke Nebenniere hat eine enge Beziehung zur Bursa omentalis, dem Pankreasschwanz und dem Milzhilus.
Die Nebennieren bestehen aus zwei embryologisch und funktionell verschiedenen Strukturen, der Rinde und dem Mark.
Die
Rinde lässt sich wieder in 3 Zonen gliedern:
Zona glomerulosa: Hier werden Mineralokortikoide gebildet, Leithormon ist Aldosteron. Durch vermehrte Bildung entsteht das Conn-Syndrom - durch verminderte Bildung der M. Addison
Zona fasciculata: Hier werden Glukokortikoidhormone gebildet, Leithormon ist Cortisol. Hier kommt es durch Überproduktion zum Cushing-Syndrom.
- Zona reticularis: Androgene und Östrogen (Sexualhormone), Leithormone Dihydroepiandrosteron und Östradiol. Enzymdefekte bewirken hier durch Anhäufung verschieden wirksamer Hormonvorstufen das adrenogenitale Syndrom.
Im
Mark der Nebennieren kommt es zur Bildung von Stresshormonen, Adrenalin und Noradrenalin. Die physiologische Wirkung (u. a. Blutdruck- und Pulsanstieg) kommt durch die Stimulation sympathischer Alpha- und Beta-Rezeptoren zustande. Eine Tumorbildung im Nebennierenmark dieser hormonproduzierenden Zellen geht mit erhöhten Blutdruckwerten bis hin zu Blutdruckkrisen einher (Phäochromozytom).