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Mit der Nutzung von Abwärme aus den KVA und dem Abwasser könnten theoretisch rund 30 Prozent der Gebäude in der Schweiz beheizt und gekühlt werden. Diese Abwärmenutzung ist umweltfreundlich und CO2-neutral, die Technologie seit Jahren erprobt und im Vergleich zu konventionellen Erdöl- und Erdgasheizungen wirtschaftlich konkurrenzfähig.
Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) verursachen durch die Verbrennung von Abfällen viel Wärme, die in Fernwärmenetze eingespeist wird welche ganze Quartiere oder sogar grosse Teile von Städten versorgen. Dabei können Wohnbauten, aber auch Gewerbe- und Industriebauten mit höheren Temperaturanforderungen beheizt werden.
Auch aus dem Abwasser kann Wärme gewonnen werden. Seit über 30 Jahren gibt es in der Schweiz sogenannte Abwasserwärmenutzungsanlagen, die zuverlässig und umweltfreundlich Gebäude beheizen. Mit Hilfe eines Wärmetauschers, der dem Abwasser die Wärme entzieht, und einer Wärmepumpe wird die gewonnene Energie zur Beheizung von Gebäude nutzbar gemacht. Mit der gleichen Technik kann auch Wärme aus dem Trinkwasser gewonnen werden. Ebenfalls möglich ist die Erzeugung von Kälte, indem die entstehende Abwärme dem Abwasser oder Trinkwasser abgegeben wird.