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Pocken-Impfstoff
Die "Mutter aller Impfungen". Erstmals wurde vor ca. 300 Jahren in Experimenten beobachtet, dass eine Krankheit, die im wieder genesenen Organismus bleibende Immunität hinterlässt, durch Einimpfen des Erregers oder eines nah verwandten Keimes verhindert werden kann. Das führte später zur systematischen Durchimpfung der Bevölkerung, damit wurden die Pocken nach derzeitigem Wissensstand ausgerottet.
Die Impfnosode ist in der Homöopathie seit langer Zeit gebräuchlich, und es gibt umfangreiche Arzneimittelbilder. Ich erwähne hier deshalb nur die Anzeichen, die sich in meiner Praxis als deutliche Hinweise für ihren Einsatz bewährt haben:
Ergänzend bei wiederkehrenden Infekten der oberen Atemwege; siehe auch Fallbeispiel "Pseudokrupp"; hier war es eines der wichtigsten Mittel, um die nächtlichen Hustenanfälle abzufangen.
Ich gebe Vaccininum sehr häufig zusammen mit anderen Impfnosoden, oft aus einem Glas. Die Potenz wähle ich nach einer kurzen Anfangsphase meist schnell höher als bei "jüngeren" Impfnosoden.
Es kommt immer als Ergänzung in Frage, wenn der Fortschritt stagniert, auch bei jungen Patienten, die selbst nicht mehr geimpft wurden. Das Trio "Frost, Rückenschmerzen, Hautaffektionen" findet sich fast immer in der Patientengeschichte, wenn auch nicht unbedingt gleichzeitig.