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Das Original der Bundesverfassung von 1848 ist ein wertvolles, seltenes und empfindliches Dokument, das im Bundesarchiv aufbewahrt wird und nur schwer zugänglich ist. Glücklicherweise besitzt die Parlamentsbibliothek ihre eigene Abschrift: ein vollkommen identisches Faksimile.
Die Verfassung von 1848 ist eine Handschrift. Die Schrift ist mit Eisengallustinte auf beschichtetem Pergament geschrieben. Das Buch gliedert sich in einen deutschsprachigen, in einen französischen und einen italienischen Teil.
Der Einband besteht aus Maroquinleder und ist in Franzband-Technik gefertigt. Das vergoldete Dekor ist im romantischen Stil. Gewisse Dekor-Elemente kommen jedoch aus dem 18. Jh. und der Hauptteil ist eher im Empirestil gehalten. Das interessante daran ist der Mix der „Stempelstile“.
Solche Unterlagen wurden traditionellerweise mit Unterschriften und einem Siegel aus Schellack versehen. Wegen den Bändel des Siegels, die durch das ganze Dokument laufen und es authentifizieren, kann es nicht verändert werden, ohne dass die Bändel zerstört werden. Das Zerschneiden der Bändel bedeutete denn auch die Ungültigkeit der Vereinbarung.
Die Form des Dokuments, der französische Einband, passt überhaupt nicht zum Siegelzusatz, weil der Buchrücken die dicken Siegelkordeln nicht halten kann. Der Umschlag zerreisst also mit der Zeit. Das gleiche wird mit dem Faksimile passieren, wenn man das Siegel am Platz lässt. Der Zustand des Originals verschlechterte sich schnell, so musste es 1995 restauriert werden. Die Restaurierung dauerte fast fünf Monate.
Das vorliegende Faksimile ist eine exakte Kopie des Originals. Das Unternehmen, das die Bändel und Troddel produzierte, ist das einzige weltweit, das noch solches Zierwerk herstellt. Die schottische Firma Wyedean Weaving ist vermutlich dieselbe Firma, die bereits das Zierwerk für das Original der Verfassung hergestellt hat.
Hier die Bilder dieses aussergewöhnlichen Werks.