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Bau- und Klassenvorschriften
I. ALLGEMEINES
1. Grundlage
Die Klassen Vorschriften m2 basieren auf:
a) den Originalplänen des Konstruktionsbüros Elvström & Kjaerulff, datiert vom März 1979
b) den detaillierten Bau- und Dimensionsvorschriften der Werft H. Moser AG als Inhaber des Herstellungsrechtes
2. Änderungen
Änderungen der Klassen Vorschriften bedürfen der Zustimmung des Konstruktionsbüros, der Werftleitung H. Moser AG und des einfachen Mehres der, anlässlich der Generalversammlung der m2 Klassenvereinigung anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder.
3. Zweck der Klassenvorschriften
Die Klassenvorschriften sollen sicherstellen, dass alle Boote dieser Klasse bestmöglichst übereinstimmen. Dies insbesondere in Bezug auf Form und Gewicht des Bootskörpers, Form und Gewicht des Kiels, Form des Ruders, Form und Fläche der Segel sowie in einigen anderen Komponenten, welche die Leistungen beeinflussen. Alle Boote müssen in Übereinstimmung mit den offiziellen Plänen und diesen Regeln gebaut werden, mit Ausnahme der Spieren, des stehenden und laufenden Gutes und der Schotanordnungen. Beschläge, Luken und Inneneinrichtungsdetails sind nicht Gegenstand dieser Vorschriften, müssen aber in der minimalen Ausführung gemäss Plänen vorhanden sein.
4. Lizenzrechte
Die Abgabe des Baurechtes unter Lizenz ist der H. Moser AG freigestellt. Sie trägt aber die Verantwortung dafür, dass der Lizenznehmer das Boot nur als m2 verkaufen darf, wenn die vorliegenden Vorschriften vollständig eingehalten werden. Insbesondere dürfen nur von der H. Moser AG gelieferte Negativformen verwendet werden.
5. Sicherung der Einheitlichkeit
Diese erfolgt in mehreren Bereichen:
- Alle Negative müssen von der Urform erstellt werden.
- Die Klassenvereinigung m2 hat das Recht, jederzeit bei jedem Hersteller stichprobenweise die Konformität der von ihm hergestellten m2 zu überprüfen. Sie ernennt zu diesem Zweck eine technische Kommission von drei Mitgliedern, welche in keiner finanziellen Beziehung zur Werft stehen dürfen. Die Kommission rapportiert ihr Ergebnis schriftlich der Klassenvereinigung.
- Die Generalversammlung der Klassenvereinigung entscheidet über Annahme oder Ablehnung der Rapporte. Im letzteren Fall muss sie Empfehlungen abgeben, welche Schritte die Werft unternehmen muss, damit der Rapport angenommen werden kann.
II. BAUVORSCHRIFTEN
6. Allgemeine Vorschriften
Der Bau ist in glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) auszuführen und muss mit den Plänen und der Laminatspezifikation des Konstruktionsbüros übereinstimmen. Für geringfügige Abweichungen beim Bau oder Verformung durch Alterung werden Toleranzen gewährt.
7. Rumpf und Deck
- Rumpf, Deck, Kajüte, Cockpit, Luken und innere Rumpfsektionen müssen in Übereinstimmung mit den Plänen und Laminatspezifikationen gebaut werden. Das Totalgewicht des Bootes darf nicht weniger als 2180 kg sein. Ausgleichgewichte aus Blei, falls erforderlich, müssen dauerhaft und gleichmässig verteilt angebracht sein.
- Die folgenden Teile und Ausrüstungsgegenstände müssen im Totalgewicht inbegriffen sein:
- Kiel - Minimaler Innenausbau gemäss Plan ohne Polster
- Einbaumotor inkl. Batterie, ohne Treibstoff
- Seereling mit 1 Durchzug
- Selbstwendeeinrichtung
- Alle festen Beschläge wie z.B. Winchen, Stopper, Klemmen, Umlenkblöcke, Winchblöcke, Anbindevorrichtungen
- Folgende Ausrüstung muss nicht inbegriffen sein:
- Alle nicht permanent befestigten Ausrüstungsgegenstände wie Spinnakerbaum, Schwimmwesten, Anker mit Leine, Paddel, Oesfass, Pumpe usw.
- Alle Blöcke, Schoten und Seile zum Trimmen der Segel und alle anderen losen Teile
- Das Gewicht von Mast und Baum mit stehendem und laufendem Gut muss separat ermittelt werden.
8. Kiel
Der Kiel muss aus Gusseisen bestehen. Sein Gewicht muss 1210 kg +/- 25 kg betragen. Die Bodenwrangen müssen ebenfalls aus Stahl sein mit einem Mindestgewicht von 40 kg +/- 2 kg. Es sind 10 Kielbolzen zur Befestigung vorgeschrieben.
9. Ruder
Das Ruder muss aus GFK in Übereinstimmung mit den Plänen und Spezifikationen gebaut werden. Der Ruderschaft muss aus solidem, rostfreiem Stahl von 35 mm Durchmesser bestehen. Es müssen zwei Gleit- oder Wälzlager am Bootskörper angebracht sein.
10. Mast und stehendes Gut
Der Mast muss auf dem Kajütdach und mittschiffs stehen. Der horizontale Abstand zwischen der Vorderkante des Mastes und dem Schnittpunkt zwischen Decksoberfläche und Vorstagsmittellinie muss 3340 +/- 25 mm betragen. Der Mast muss aus einer Aluminiumlegierung bestehen. Das Meter-Gewicht des Normalprofils darf 3,2 kg nicht unterschreiten. Der Mast darf gemäss Plan oberhalb des Vorstagsbefestigungspunktes verjüngt werden. Der Mast darf nicht weniger als 58 kg wiegen - d.h. der vollständige Mast in segelklarem Zustand mit allem stehendem und laufendem Gut. Das stehende Gut, bestehend aus Ober- und Unterwanten, Vorstag- und Achterstag, muss entweder aus rostfreiem Drahtseil von 5 mm Durchmesser oder vollem Draht von 4 mm Durchmesser sein. Das Achterstag muss aus Drahtseil von minimal 4 mm Durchmesser bestehen. Es dürfen Hilfswanten als Mastlegehilfe montiert werden. Jeder Mast muss 3 Messmarken aufweisen. Masse:
- Unterkante Mastfuss bis Oberkante untere Messmarke = 835 mm
- Unterkante Mastfuss bis Unterkante Messmarke Vorstag-Ansatzpunkt = 10190 mm
- Oberkante untere Messmarke bis Unterkante Top-Messmarke = 11310 mm
- Unterkante Mastfuss bis Mitte Fockrolle = 10100 mm
- Unterkante Mastfuss bis Ansatz Spinnakerfallrolle = 10200 mm
- Unterkante Mastfuss bis untere Ansatzkante Oberwanten = 10190 mm
- Unterkante Mastfuss bis untere Ansatzkante Vorstag = 10190 mm
- Länge Saling minimal = 900 mm, maximal = 1000 mm
- Unterkante Mastfuss bis oberes Spinnakerbaum-Auge = 1720 mm
- Länge Kranausleger des Spifalls = 120 mm
11. Grossbaum
Der Grossbaum muss aus einer Aluminiumlegierung bestehen und mit einer Führung für das Liektau versehen sein. Das Metergewicht darf nicht weniger als 2,2 kg betragen. Verjüngte und bleibendgebogene Bäume sind verboten.
12. Spinnakerbaum
Der Spinnakerbaum muss aus einer Aluminiumlegierung bestehen. Die Länge darf nicht mehr als 3345 mm betragen, gemessen in der Stellung der grössten Entfernung zwischen Mastvorderkante und Innenkante des äusseren Spibaum-beschlages.
13. Segel
Die Segel müssen, wenn nicht anders angegeben, in Übereinstimmung mit den IYRU Segelvermessungsvorschriften vermessen werden. Die Segel müssen aus synthetischem, gewobenem Material bestehen.
13.1. Gross-Segel
Vier Latten sind im Gross-Segel erlaubt und sollen das Achterliek in annähernd gleiche Teile teilen. Diese können auch durchgehend sein. Ein Fenster im Gross-Segel ist erlaubt. Die Masse des Gross-Segels lauten:
- Vorlieklänge 11300 mm
- Achterliek 11950 mm
- Breite auf 3/4 Höhe inkl. Liektau 1300 mm
- Breite auf 1/2 Höhe inkl. Liektau 2200 mm
- Kopfbreite inkl. Liektau max. 140 mm
Das Gross-Segel muss mit Mastgleitern angeschlagen werden.
Zwei Reffbahnen sind erforderlich, je 1500 mm +/- 100 mm hoch. Tuchgewicht minimal 280 g/m2.
13.2. Fock
Die Fock muss selbstwendend sein. Ein Fockroller ist erlaubt. Wenn ein Profilvorstag verwendet wird, ist das Profil in die Segelfläche einzurechnen. Das Vorsegel-Befestigungssystem muss so sein, dass das Vorsegel während des Segelns geborgen werden kann, ohne das Vorstag losnehmen zu müssen. Das Tuchgewicht für die Fock darf 280 g/m2 oder 6,5 oz nicht unterschreiten. Die Segelmasse lauten:
- Vorliek maximal 10350 mm
- Achterliek maximal 9450 mm
- Fussliek maximal 3280 mm
13.3. Spinnaker
Es sind zwei Spinnaker erlaubt:
Spinnaker Nr. 1
- Tuchgewicht mindestens 20 g/m2 oder 0,5 oz. Folienmaterial ist verboten
- Seitenlieken max. 10400 mm, min. 10200 mm
- Mittelbreite SMW max. 7600 mm, min. 7200 mm
- Fussliek max. 6200 mm, min. 6000 mm
- Länge der Mittelfalte entlang dem Tuch gemessen max. 11600 mm
Spinnaker Nr. 2
- Tuchgewicht mindestens 35 g/m2 oder 0,75 oz. Folienmaterial ist verboten
- Seitenlieken max. 10400 mm, min. 10200 mm
- Mittelbreite SMW max. 5000 mm, min. 4800 mm
- Fussliek max. 5000 mm, min. 4800 mm
- Länge der Mittelfalte entlang dem Tuch gemessen darf 11200 mm nicht überschreiten
14. Ausrüstung
Die folgenden Ausrüstungsgegenstände müssen bei Regatten an Bord sein: Anker minimal 10 kg schwer mit 30 m/10 mm synthetischem Seil.
15. Verbote
Loser Ballast und Ballast, der von der Mannschaft getragen wird, ist verboten. Trapez und ähnliche Vorrichtungen sowie Handgriffe auf Deck, um die Mannschaft nach Aussenbord zu bringen, sind verboten. Befestigungspunkte für Wanten und Stage am Deck dürfen während der Regatta nicht geändert werden. Wanten und Vorstagslängen dürfen nur mit normalen Spannschrauben verändert werden. Backstage sind nicht erlaubt. Achterstag- und Vorstag-Spann-einrichtungen sind erlaubt. Die Spannschrauben für die Wanten müssen über Deck sein. Es dürfen keine Löcher im Deck für Einrichtungen zum Segeltrimmen vorhanden sein. Achterstagspanner dürfen unter Deck sein.
02.12.1982 / revidiert Januar 1994 25.03.2010 (GV) Art. 13.1 & 13.2 angepasst
Geschichte von moser und der m2
moser Firmengeschichte (1971 – 2003)

Geschäftsführer Hubert Moser
- 1971: Firmengründung durch Hubert Moser und Walter Siegenthaler als Moser + Co. Im Gebäude der ehemaligen Skifabrik Attenhofer an der Morgentalstrasse in Zumikon werden die ersten Arbeiten an Booten ausgeführt. Gleichzeitig beginnt man mit dem Verkauf der Regatta-Yachten SOLING (Olympiaklasse) und der Segeljolle WINDY aus Frankreich
- 1972: Die Moser + Co. bringt das erste H-Boot der Marke Elvstrøm in die Schweiz. Die Yacht, 8,30 m lang, ist von Anfang an ein grosser Verkaufserfolg. In der Zwischenzeit sind die H-Boote eine renommierte Bootsklasse mit rund 500 Einheiten in der Schweiz.
- 1974: Umwandlung der Moser + Co. in eine Aktiengesellschaft. (H. Moser AG)
- 1975: Die Suche nach einem kleineren, sportlichen 7-Meter-Boot mit Kajüte ist nicht sehr erfolgreich. Darum soll ein eigenes Schiff lanciert werden. Aus einem klaren Pflichtenheft entsteht das Konzept für den m1. Poul Elvstrøm und Jan Kjærulff als Designer, Hubert Moser als erfahrener Segler mit beruflichem Hintergrund als Ingenieur, waren an dieser Entwicklungsarbeit beteiligt, wobei auch die Partnerschaft mit Walter Siegenthaler Konzeptanstösse und Marketingdenken einbrachte.
- 1976: Mit dem Entschluss, das Boot nicht irgendwo bauen zu lassen, sondern in der eigenen Werft selber zu produzieren, kam die Notwendigkeit nach grösseren Räumlichkeiten. An der gleichen Strasse bot sich die Gelegenheit, ein ehemaliges Lagergebäude der Firma Feinstahl zu mieten. Mit viel Mut und Elan ging es an den Umbau» um sofort nach Fertigstellung die m1-Produktion aufzunehmen.
- 1977: Im Februar wurde das erste Boot zu Wasser gelassen. Die - zum Teil nicht unbescheidenen -Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Der m1 war und ist ein Erfolg (178 Boote, vor-wiegend in der Schweiz).
- 1978: Eine neue 10-Meter-Yacht, lang und schlank, einfach zu segeln und trotzdem schnell, die Bianca Aphrodite 101 wird ins Programm aufgenommen. Das Boot wird in Dänemark gebaut und von der H. Moser AG importiert.
- 1979: Es zeigte sich schon bald, dass die Lücke zwischen m1 und 101 geschlossen werden musste. Also wird bei Jan Kjærulff, der inzwischen zu einem guten Freund geworden ist, der m2 in Auftrag gegeben, Der Prototyp, 8,60 m lang, ebenfalls schlank und schnell (eine "Mini-Aphrodite") erfüllt die Anforderungen an eine schnelle Familienyacht.
- 1980: Neben der bestehenden m1-Fabrikation läuft nun noch diejenige des m2 an.
- 1982: Am 3. Februar findet in Zumikon die Gründungsversammlung der KVm2 statt mit insgesamt 4 Flotten für eine neue Einheitsklasse. (Boden -, Thuner -, Zuger - & Zürichsee)
- 1983: Der Kundenkreis wird immer grösser und damit der Abstand zum See immer spürbarer. Die Suche nach einem Grundstück mit Wasseranstoss im Raum Zürich ist nicht einfach. Langwierige Verhandlungen mit der Stadt Zürich führen endlich zum Erfolg: Aus der ehemaligen Aushubverladerampe im Hafen Tiefenbrunnen soll eine Bootswerft entstehen.
- 1985: Am 1. Februar beginnt der Umbau und planmässig am 15. Mai konnten die Zürcher Architekten Manfred und Helen Heuss den Schlüssel übergeben. Mit dem neuen, idealen Standort will die H. Moser AG die Aktivitäten noch mehr auf Reparaturen, Service und Beratung konzentrieren. Weiterhin werden aber m1 und m2 gebaut sowie alle Typen der dänischen Bianca-Werft verkauft (Segelyachten zwischen 10 und 13 m).
- 1986: Zugunsten der neuen und moderneren Segelyacht Dynamic 35 wird das Bianca-Programm aufgegeben, Die Dynamic 35 ist ein sportliches, 10.70 m langes Boot, welches eine grosse Geschwindigkeit erreicht, Nachdem einige Boote importiert wurden, kann ein Vertrag mit dem dänischen Produzenten gemacht werden, so dass die Dynamic 35 ab Herbst 86 in Zürich in Schweizer Qualität hergestellt werden kann.
- 1987: Die Dynamic 35 Produktion läuft auf vollen Touren, die Boote sind an verschiedene Schweizer Seen verkauft worden. Hervorragende Resultate an bekannten Langstreckenregatten tragen zum Bekanntheitsgrad bei.
- 1988: Das eigene Bootsprogramm von m1, m2 und Dynamic 35 wird mit der Regionalvertretung der dänischen X-Yachten ergänzt. Das Service-Geschäft wird, dank der hervorragenden Lage am See, zu einem wichtigen Pfeiler in der Geschäftstätigkeit. Der Kundenkreis konnte enorm vergrössert werden. Für saubere Neulackierungen, seriöse Reparaturen und Osmosebehandlungen wird die Firma, auch über das Geschäftsgebiet hinaus, bekannt.
- 1989: wird der 100. m2 in der Firma Nobel in Steinach gefeiert.
|Die Moser-Yachten werden alle typengeprüft und müssen somit in der ganzen Schweiz nicht mehr vorgeführt werden. Auf Wunsch der Kundschaft verlassen nun auch Boote mit wunder-schönen Teakdecks die Werft. Der Sieg des Zürichsee-Cup, der Meisterschaft der Segelclubs, durch Hubert Moser auf Dynamic 35 bringt dem Segelclub Männedorf ein grösseres Preisgeld zur Förderung von Junioren und Nachwuchsseglern.|
- 1990: Nach langwierigen Verhandlungen gelingt es der H. Moser AG, das alleinige Baurecht für die Dynamic 35 zu erhalten. Mit der Übernahme der Regionalvertretung der berühmten dänischen Elvstrøm Segel soll die Yachtwerft Moser zur ersten Adresse für ambitionierte Kreuzer- und Regattasegler werden. Am Grundsatzentscheid, keine Motorboote zu verkaufen, sondern sich auf die Yachtsegler zu konzentrieren, wird festgehalten, ist doch die H. Moser AG der einzige Segelschiff-Betrieb im Raum Zürichsee und eine der letzten Werften in der Schweiz, welche noch eigene Segel-Yachten baut. Die idealen Geschäftsräumlichkeiten werden - nebst dem Bootsbau - über das Wochenende zeitweise zu Festhallen umgestaltet, so fanden schon Hochzeiten, Schiffstaufen, Modeschauen, Partys oder verschiedene Segleranlässe mit mehreren hundert Personen statt.
- 1991: Zum 20-jährigen Firmenjubiläum wird das MAC-Projekt lanciert. Die H. Moser AG ist überzeugt, mit diesem, für die Schweiz völlig neuen, Konzept Schwung und Aktivität in die Regattaszene zu bringen.
- 1992: Im Frühjahr ist die erste MAC-Yacht bereit zum Stapellauf und übertrifft in seglerischer Hinsicht alle Erwartungen. Von August bis November sind alle vier Boote an insgesamt 10 Wochenenden in der ganzen Schweiz in Club Match Races im Einsatz (inkl. zwei dreitägige Veranstaltungen).

||Im Frühjahr ist die erste MAC-Yacht bereit zum Stapellauf und übertrifft in seglerischer Hinsicht alle Erwartungen. Von August bis November sind alle vier Boote an insgesamt 10 Wochenenden in der ganzen Schweiz in Club Match Races im Einsatz (inkl. zwei dreitägige Veranstaltungen).|
- 1993: Auch in diesem Jahr sind die MAC-Yachten sehr gut ausgebucht. Weiterhin gebaut werden m1, m2 und Dynamic 35.
- 1994: Die MAC-Yachten werden nun ebenfalls ins Verkaufsprogramm aufgenommen.
- 1995: Das MAC-Projekt Match Race musste wegen mangelnder Unterstützung durch USY und ZSV aufgegeben werden.
- 1996: Als Folge der Rezession stagniert der Verkauf von Neubooten.
- 1997: 1 Sieg & 2 x 2. Ränge für Moser-Yachten am 1. Zürichsee-Langstreckencup (Dy35 , m1 , Chap’s 30).
- 1998: Erster Klassen-Doppelsieg am Zürichsee-Langstreckencup durch Moser-Yachten (Dy35 , m2).
Der Schalenproduzent, Firma Nobel am Bodensee, hat die Produktion eingestellt. Nun werden die Bootsrümpfe und Decks durch die Bootsbauer der Yachtwerft Moser selber produziert.
- 1999: Lancierung m31; leider wurden von diesem Regatta-Boot nur 2 Einheiten gebaut.
- 2000: Verkauf der Yachtwerft Moser AG an Jürg & Matthias Ganz. (Geschenk der KVm2, siehe FOTOS)
- 2001: Ernüchterung im Vorstand der KVm2 nach einer Mitglieder-Befragung mit spärlichem Feedback.
- 2002: Mit dem Datum vom 1.3.2002 erscheint die letzte Preisliste m2 der Yachtwerft Moser AG.
- 2003: Umbenennung Yachtwerft Moser AG in Ganz Yachting AG.
- 2004: Letzte auf Kiel gelegte m2 SUI-128 ausgeliefert. Bauform der m2 durch Fa. Ganz entsorgt!
Zweiter Klassen-Doppelsieg am Zürichsee-Langstreckencup durch Moser-Yachten (Dy35 , m1).
- 2005: Dritter Klassen-Doppelsieg am Zürichsee-Langstreckencup durch Moser-Yachten (Dy35 , m2).
- 2006: An der GV bringt uns Hubert Moser nochmals in die ersten Stunden seiner m1 und m2 zurück.
- 2010: 1 Sieg & 2 x 2. Ränge für Moser-Yachten am Zürichsee-Langstreckencup (m1, m2, Dy35).
- 2011: 1 Sieg & 2 x 2. Ränge für Moser-Yachten am Zürichsee-Langstreckencup (m2, 101, Chap’s 30).
- 2014: 4 Siege & 8 x 2. Ränge für Moser-Yachten am Zürichsee-LC (m1, m2, DY35, Chap’s 30).
- 2015: 5 Siege & 11 x 2. Ränge für Moser-Yachten am Zürichsee-LC (m1, m2, DY35, 101 Chap’s 30).
- 2016: 14 Siege & 17 x 2. Ränge für Moser-Yachten am Zürichsee-LC (m1, m2, DY35, Chap’s 30).
2 Gesamt-Siege R1 (Chap’s 30) und S4 (m1).
- 2017: Definitives Aus für 2-Takt Motoren; einzige Alternativen sind Elektro- oder Diesel-Motoren.
12 Siege & 15 x 2. Ränge für Moser-Yachten am Zürichsee-LC (m1, 7 x m2, DY35, Chap’s 30).
1 Gesamt-Sieg R1 (Chap’s 30) und 2 Gesamt-2te in S2 (Dy35) und S4 (m1).
Am Buchberg-Derby vom 24. Juni waren 5 der 18 teilnehmenden Boote m2. Sieger mit grossem Vorsprung war, wen wundert’s, SUI 93 mit Martin Paur.
- 2018: 4 Siege & 11 x 2. Ränge für Moser-Yachten am Zürichsee-LC (m1, 7 x m2, DY35, Chap’s 30).
keine Gesamt-Sieger, dafür 1 Gesamt-2ter in S4 (m2).
- 2019: -
- 2020: -
- 2021: Hubert Moser tritt am 14. März seine letzte Fahrt an. Die m1 Klassenvereinigung und die KVm2 trauern um den Erfinder und Erbauer der erfolgreichen Moser-Boote, die er selber mit Leidenschaft und grossem Erfolg segelte. Das markante kleine «m» oben im Segel ist ein bleibender Begriff auf vielen Schweizer Seen. Todesanzeige der beiden Klassenvereinigungen.
Vorstellung von moser zum 50. m2
Hundert m1 zum ersten! Fünfzig m2 zum zweiten!
Für schweizerische Verhältnisse ist es beachtlich, dass Eigenkonstruktionen, die als ein-heimische Bootbauerarbeit ganz in der Schweiz gefertigt werden, solche Verkaufszahlen ausweisen. Damit ist auch begründet, weshalb «Yachting 7/1982» über dieses Ereignis berichtet, hier einmal die Bootswerft H. Moser AG vorstellt, nach Hintergründen und Zusammenhängen fragt. Wie alles begonnen hat? Wie es zu diesem «Dauerbrenner» kam?
Ein Blick zurück
Zu Beginn der siebziger Jahre hat die Moser AG mit Beratung, Verkauf und Service-arbeiten im Jollen- und Yachtenbereich begonnen. Das Angebot auf dem Markt war so gross wie die Nachfrage, man hätte sich vielseitig engagieren können, Wollte man das? Marktstudien und die realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten führten zu einem Geschäftskonzept, das vor allem in der Konzentration auf wenige, aber gute Boote lag. In der Konzentration auf den Kunden, auf Sportlichkeit, auf Segelboot und Schnelligkeit: Vor allem aber in der Konzentration auf das, was wir hier an Wind- und Wetterbedingungen vorfinden. Ein erster Schritt dahin und ein erster Werfterfolg gelang mit dem heute noch hoch im Kurs segelnden H-Boot, einer Yacht, die aus unseren Gewässern nicht mehr wegzudenken ist. Die WM 1982 am Bodensee gibt einen Hinweis darauf. Ähnliches gelang mit dem Yngling und dem Windy. Die Moser AG verkaufte nicht Boote mit «Seltenheitswert», sondern Boote, die Klassenboote werden konnten und zahlenmässig auch die Möglichkeit für aktives und lebendiges Regattieren bieten. Das gibt bekanntlich nicht nur mehr Spass am Sport, sondern hat auch die Nebenwirkung, dass die Nachfrage und der Werterhalt Beständigkeit und Niveau haben. Das hilft beiden: den Seglern und der Werft.
Kurz vor Frühlingsanfang 1982 war es soweit: Der hundertste m1 und der fünfzigste m2 konnten eingewassert werden. Beide am Bodensee. Beide im Hafen Steinach. Und der m2 für jenen Mann, der für diese Yachten die Schalen herstellt: Hans Nobel aus Steinach, bekannt als Spezialist für GFK-Verarbeitung.
Wunsch nach Unabhängigkeit
Man schrieb das Jahr 1976. Und zählte darauf, dass man den eigenen Kurs einschätzen konnte: für den Bau einer eigenen Yacht, die sich vor allem für unsere Seen, für unsere Verhältnisse eignet. So wurden aus Ideen handfeste Pläne. Aus einem klaren Pflichtenheft entstand das Konzept für den m1. Gezeichnet von Konstruktionen mit Rang und Namen und inzwischen ausgezeichnet durch die Auslieferung des hundertsten Bootes - und ausgezeichnet auch durch die USY mit der Klassenanerkennung. Poul Elvström und Jan Kjærulff als Designer, Hubert Moser als erfahrener Segler mit dem beruflichen Hintergrund als Ingenieur waren an dieser Entwicklungsarbeit beteiligt, wobei auch die Partnerschaft mit Walter Siegenthaler Konzeptanstösse und Marketingdenken einbrachten. Man wollte ja mit dem m1, kein Boot für alle Meere, sondern ein Boot für alle Fälle, die auf unseren Binnenseen vorkommen: wenig Wind, viel Wind, Flaute, leichte Brise, kurze Wellen, ein Gewitter und dann wieder «Normalzustand», manchmal ein konstanter Wind, dann wieder ein schralender.
All das fand seinen Niederschlag im Konzept: Bei der Bootsform, weil unsere Seen kurze Wellen haben, Beim Rigg, damit man sich den rasch ändernden Winden rasch anpassen kann, damit man aber auch bei leichten bis mittleren Winden den besten Vortrieb hat. Das fand auch Beachtung in der Bedienung: Einer allein kann vom Cockpit aus alles leicht und leicht zugänglich handhaben. Sicherheit war oberstes Gebot. Der Verzicht auf eine Genua war beim m1 ein neuer Gedanke, das 7/8 - Rigg mit der praktischen Selbsl-wendefock eine logische Folge. Dadurch wurde das Grosstuch grösser, der Mast gegenüber herkömmlichen Booten länger. Das flexible Rigg und das leicht zu bedienende Schnellreff sind darum Eigenheiten, die Sportlichkeit beim Segeln bringen und dem Segler die Möglichkeit zu subtilem Trimm.
Made in Switzerland
Bei der Moser AG geht man - wie bei anderen Werften auch - davon aus, dass ein Segler individuell bedient sein will. Bedingt durch die Nähe, kann der künftige Eigner die «Geburt» seiner Yacht miterleben. Und man hat einen nahe liegenden Partner, wenn es um Service und Dienstleistung geht. Dieses Denken spielt darum auch bei der Herstellung der Yachten, braucht es doch gegen 30 Zulieferanten. die mit Produkten und Leistungen zum Bau beitragen. Und die mit Garantien die Sicherheit für Qualität leisten, Die Koordination und das Zusammenfügen von allen Teilen zu einem Ganzen ist Sache von gelernten Bootbauern. Der m1 wird also hier in der Schweiz gebaut. Innert fünf Jahren 100 Einheiten. Als Einheitsklasse.
Gute Ideen haben Freunde
Damit ist die gut funktionierende und aktive Klassenorganisation gemeint. Man weiss es von anderen gut eingespielten Klassenorganisationen: Der Zusammenhalt trägt wesentlich zum Auf- und Ausbau einer Klasse bei. Im Falle des m1 ist diese in acht Flotten auf-geteilt. Man regattiert gemeinsam. Und man debattiert gemeinsam. Etwa nach dem Motto: «Nicht zuviel, aber auch nicht zuwenig," Hier im «Yachting 7/1982» würde es zu weit führen, vergangene Regattaresultate aufzuwärmen. Vermerkt sei nur: Der m1 (wie auch der m2) sind oft in Spitzenpositionen anzutreffen.
Von 7,02 m zu 8,60 m Länge
Jetzt ist die Rede vom m2. Denn in dieser Grössenordnung fehlte im Werftprogramm eine sportliche Yacht. Also baute man sie. Wieder in Zusammenarbeit mit Elvstroem/ Kjærulff und wieder mit den heimischen Zulieferanten. Es hört sich zwar alles so einfach an. aber es gab viele Wenn und Aber. Schliesslich waren doch wieder enorme Investitionen zu tätigen, bis das Projekt ins Rollen kam, bis die Yacht dann auch lief. Gut zwei Jahre sind seit der Jungfernfahrt des m2 vergangen, und auch dieses moderne Yachtkonzept fand viele Freunde. Genau gesagt: deren fünfzig: Darunter trifft man auf bekannte Namen, die im nationalen und internationalen Regattasport von sich reden machten. Unter den Eignern findet man aber auch den Zusammenhalt, den es zum Aufbau einer Klasse braucht. Besondere Merkmale des m2 sind die elegante Form, die hervorragende Geschwindigkeit, die Decksgestaltung und die sinnvolle Einrichtung aller technischen Dinge. Einfachheit und Übersichtlichkeit hat er an sich. Und Funktion in sich.
Max Baltis
|Der fünfzigste m2 kurz vor dem Einwassern:

Stimmt ein Riss in seiner ganzen Form,
ist alles andere Geschick und Trick und Trimm und Taktik.
Quelle: Text (Auszug) und Bild aus Yachting-Wassersport 7/1982
Dokumente zum m2
|Letzte_m2_Preisliste.pdf||1'657 KB|
|m2_Inserate.pdf||7'758 KB|
|m2_Segelplan_Elvström.pdf||266 KB|
|m2_Test_Yacht.pdf||1'665 KB|
|Todesanzeige_Hubert.jpg||190 KB|