Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03341.jsonl.gz/372

9’000 kamen am 14. September in den Park Kameido Chuo in Tokyo. Sie drückten damit ihren Wunsch aus, dass Japan so lange wie möglich ohne Atomstrom auskommen soll. Auf dem japanischen Archipel ist seit dem 15. Sep. wieder kein AKW im Betrieb, weil der Reaktor des AKW Oi in der Präfektur Fukui, der einzig am Netz war, wegen der Revision eingestellt worden war.
An der Kundgebung waren, wie oft, der Nobelpreisträger Kenzaburo Oe und die beliebte Schriftstellerin Keiko Ochiai zu sehen. Sie kritisierte den Prämierminister Abe, der vor IOC sagte, die Einflüsse des kontaminierten Wassers seien blockiert.
„Wer hat wo die Radioaktivität blockiert?“, fragte Keiko Ochiai vor dem Publikum. „Auch in diesem Moment fliessen 400 Tonnen Grundwasser pro Tag in die zerstörten Reaktorgebäude und danach überlaufen in die Umwelt. Stehen sie wirklich unter Kontrolle? Werden sie wirklich blockiert? Die Verantwortung des Atomunfalls hat bis heute niemand übernommen, von Tepco ganz zu schweigen.“
Auch in der Stadt Fukui wurde eine Kundgebung abgehalten. Dort hielten auch Prominente wie Takashi Hirose (Schriftsteller) und Toyohiro Akiyama (Astronaut) einen Vortrag gegen Kernenergie.