Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03346.jsonl.gz/232

Alexis Pinturault beschenkt sich zu seinem 30. Geburtstag reich. Der Franzose gewinnt beim Finale in Lenzerheide den Riesenslalom und damit auch die Disziplinen- und die Gesamt-Wertung.
Pinturault überflügelte in der Riesenslalom-Wertung Marco Odermatt, der das finale Rennen als Führender mit 25 Punkten Vorsprung in Angriff genommen hatte. In Lenzerheide passte beim Nidwaldner, der Elfter wurde, nicht allzu viel zusammen. Odermatt, der in den neun Weltcup-Riesenslaloms der Saison dreimal gewonnen, sechsmal unter die ersten gefahren und nie schlechter als Fünfter war, kam mit den schwierigen Pisten-Bedingungen in Lenzerheide nicht zurecht. In der Gesamt-Wertung liegt Pinturault vor dem Slalom am Sonntag mit 107 Punkten uneinholbar vorne.
Die kleine Kugel sicherte sich Pinturault als erster Franzose seit 19 Jahren und Frédéric Covili. Noch weiter zurück, nämlich 24 Jahre, liegt der letzte Gesamtsieg eines Franzosen zurück. 1997 hatte Speed-Spezialist Luc Alphand triumphiert. Pinturault ist zudem erst der dritte Fahrer der Grande Nation, der die grosse Kristall-Trophäe gewonnen hat. Der grosse Jean-Claude Killy hatte in den ersten beiden Wintern des Weltcup, in den Jahren 1967 und 1968, dominiert.
In Lenzerheide hatte Pinturault die Weichen zum Sieg schon mit überlegener Bestzeit im ersten Lauf gelegt. Nach halbem Pensum führte er das Klassement mit acht Zehnteln Vorsprung vor dem Österreicher Stefan Brennsteiner an und liess alle anderen Konkurrenten um mehr eine Sekunde hinter sich.
Von dieser grossen Reserve verwaltete Pinturault, der seinen vierten Riesenslalom-Sieg in diesem Winter errang, in der Schlussabrechnung zwei Zehntel. Zweiter wurde der Kroate Filip Zubcic, Dritter der Weltmeister und Pinturaults Landsmann Matthieu Faivre.
Bester Schweizer im letzten Riesenslalom des Winters war Gino Caviezel. Der Bündner sorgte mit dem 7. Rang für einen versöhnlichen Abschluss einer Weltcup-Saison, die mit dem 3. Platz und der Podest-Premiere in Sölden ausgezeichnet begonnen hatte, dann aber nicht ganz nach Wunsch gelungen war. (sda)