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Im Oktober 2016 organisierte die ETH Zürich den ersten Cybathlon vor stimmungsvoller Kulisse in der ausverkauften SWISS Arena in Kloten. Knapp 70 Teams aus 25 verschiedenen Nationen nahmen in einem gross angelegten Wettbewerb teil, in dem Wettkämpfer mit starken körperlichen Behinderungen in sechs anspruchsvollen Disziplinen als Piloten ihrer technischen Assistenzsysteme gegeneinander antraten. Die Wettkämpfer überwanden Hindernisse mit neuartigen Rollstühlen, bewiesen ihre Geschicklichkeit im Einsatz modernster Prothesen für Beine und Arme oder navigierten durch Parcours mit robotischen Exoskeletten.
SRF Schweizer Radio und Fernsehen übertrug den Cybathlon live, rund 150 Medienschaffende berichteten international. In der derzeitigen Planung wird ein zweiter Cybathlon für 2020 angestrebt, bis dahin soll die Veranstaltung auf internationale Reise gehen.
Die Fachrichtung Game Design trägt mit einem eigenen Forschungsprojekt wesentlich zum Cybathlon bei: In einer der sechs Disziplinen absolvieren die Teilnehmer einen Rennwettkampf in einem gedankengesteuerten Racing Game, wobei sie die Spielfiguren des Rennens über Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCIs) steuern.
Die Motorik der BCI-Piloten ist ab dem Hals wegen einer Rückenmarksverletzung, einer neurologischen Erkrankung o.ä. stark beeinträchtigt oder gar nicht vorhanden. Die Piloten steuern daher mit Hirnsignalen, die mittels Elektroenzephalografie (EEG) oder Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) erkannt werden, ihre Spielfiguren ins Ziel. Die Piloten senden in Brain Runners gedankliche Signale im richtigen Augenblick aus, um Avatare im Rennen zu beschleunigen oder sie Hindernisse überwinden zu lassen. Falsche Signale führen zu Abzügen.
Das Rennen simuliert so das Steuern zukünftiger BCI-Unterstützungsgeräte, die sich in Zuverlässigkeit und Präzision bewähren müssen.