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Was "road pricing" in einer anderen Form bedeutet, kann man im südlichen Afrika sehen. Ich vermute das dies auch in anderen Ländern so ähnlich läuft.
Eine Person in unserem Umkreis hat ihre Arbeitsstelle im Stadtzentrum. Und wohnt in der Agglomeration ausserhalb der Stadt. Weil die Mieten im Stadtzentrum in der Nähe des Arbeitsplatzes unbezahlbar sind. Obwohl diese Person als "Staatsbedienstete" eigentlich eher dem Mittelstand angehören sollte. Mangels eines ÖV wie es diesen In Europa und insbesondere in der Schweiz gibt, muss diese Person mit dem dort verfügbaren ÖV an den Arbeitsplatz und zurück. ÖV heisst dort die Sammeltaxis in kleiner Personenwagen. Minibusse sind im städtischen Umfeld die Ausnahme.
Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde verfügt, dass in solchen Fahrzeugen ebenfalls die Abstandsregeln eingehalten sein müssen. Das hatte zur Folge, dass die Taxis dann nur zur Hälfte gefüllt werden durften. Und weiter in der Folge stiegen dann die Fahrpreise praktisch auf das Doppelte an. Und das hat sich nun etabliert, obwohl inzwischen die Massnahmen wieder gelockert wurden.
Das bedeutet, dass diese Person nun die doppelten Kosten hat, um an den Arbeitsplatz zu gelangen. Und Alternativen dazu gibt es nicht. Ausser für diejenigen, welche noch genug Kapital haben, um sich günstigere Varianten der Fortbewegung zu ermöglichen.
Im konkreten Einzelfall bedeutet es, dass diese Person derzeit fast einen Drittel des Nettoeinkommens dafür aufwenden muss, um überhaupt noch an den Arbeitsplatz gelangen zu können.
Gibt ja auch etwas zu denken, oder nicht?