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Den grössten Bestandteil der Lohnsumme macht in der Schweiz der Basislohn aus. Doch der Anteil an Bonus und Lohnnebenleistungen nimmt deutlich zu. Anlässlich des Equal Pay Day 2013, fordern die BPW Switzerland auf, diese Lohnnebenleistungen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, denn auch hier verstecken sich Unterschiede zwischen Frauen und Männern.
Bonus
Die jährliche Zahlung eines Bonus zusätzlich zum Fixgehalt betrifft 30% der Gehälter und nimmt seit 1998 kontinuierlich zu. Die Höhe der jährlich ausbezahlten Boni variiert stark nach Branchen und nach Geschlecht.
Der Bonus existiert im Primärsektor praktisch nicht.
- Die Gewährung von Boni ist im Primärsektor (Landwirtschaft) so wenig verbreitet, dass sie statistisch nicht erfasst werden kann.
Industrie: Die Anzahl der Frauen, die Boni bekommen, sind höher, aber die Beträge sind im Durchschnitt niedriger als bei den Männern.
- Im Sekundärsektor -im produzierenden Gewerbe- bekommen 33.5% der Angestellten Boni, mehrheitlich Frauen (35,8% gegenüber 32,9 Männern). Allerdings sind die durchschnittlichen Boni der Frauen niedriger: CHF 4'805 im Vergleich zu CHF 7'342 für die Männer.
Tertiärsektor: Viele grosszügige Boni für die Männer.
- Im Tertiärsektor -den Dienstleistungen- bekommen 26.2 der Angestellten einen Bonus, 22.2% der Frauen und 30.7% der Männer. Die Boni, die die weibliche Angestellten bekommen, betragen im Durchschnitt, CHF 4'856 im Vergleich zu CHF 17'849 für die männlichen Angestellten.
Branchen, die die Männer sehr grosszügig entschädigen.
- In der Tabakindustrie, der Produktion von Transportmaterial, der Informatik, der Versicherungsbranche bekommen die Männer viel häufiger einen Bonus als die Frauen (+10 Punkte).
Branchen mit grosszügigen Boni wie die Pharmaindustrie oder die Finanzdienstleistungen.
- Während die Pharmaindustrie den männlichen und weiblichen Angestellten mehr oder weniger vergleichbare Boni anbietet, verhält es sich bei den Finanzdienstleistungen ganz anders, wo der durchschnittliche Unterschied zwischen den Boni bei CHF 31'776 liegt (CHF 12'650 für die Frauen und 44'426 für die Männer).
Die grössten Boni-Unterschiede Frau/Mann (CHF 10'000 und mehr) gibt es in diesen Branchen:
- Finanzdienstleistungen; Dienstleistungen für das Finanz- und Versicherungswesen
- Juristische Aktivitäten, Treuhand, Verwaltung, Architektur, Ingenieurwesen
- Versicherungen
- Personalwesen
- Immobilien
- Informatik und Informationstechnologie
- Grosshandel und Autohandel
Erfahren Sie hier mehr über die Situation der Boni in der Schweiz.
Quelle: Bundesamt für Statistik
Wie sieht es in Ihrer Branche aus? Wie hoch ist der Anteil Bonuszahlungen an dem Gesamtlohn?
Quelle: Bundesamt für Statistik
«Wie viel verdienen Männer, wie viel Frauen?» Resultate Lohnstrukturerhebung 2010 Kanton Zürich, FFG 2012 (PDF, 344 kB)
Lohnnebenleistungen (Fringe-Benefits)
Zahlreiche Unternehmen gewähren Ihren Angestellten sogenannte Lohnnebenleistungen. Zu den am häufigsten gewährten Lohnnebenleistungen gehören der Firmenparkplatz, das Auto für den Privatgebrauch, das Mobiltelefon für den Privatgebrauch, eine überobligatorische Beteiligung an der Zweiten Säule, unentgeltliche oder verbilligte Dienstleistungen und Produkte, Reka-Checks, Vaterschaftsurlaub, Bahnabonnements, Krankenversicherungsprämien, Sportzentren und Vergnügungsanlagen, Lebensversicherungsprämien, Übernahme von Verzugszins und Kostenreduktion von Finanztransaktionen.
Wie sieht es in ihrer Firma?
Quelle: Bundesamt für Statistik
Total Remuneration Survey
Das international tätige Beratungsunternehmen Mercer veröffentlicht jährlich mit dem Total Remuneration Survey eine vergleichende Lohnuntersuchung, die sie in 130 Ländern durchführt.