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Der Löwe brüllt für die Schwachen
Die Preise an der Architekturbiennale in Venedig sind verteilt. Álvaro Siza Vieira erhält den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Jener für den besten Länderpavillon geht an Japan, das ein Wiederaufbauprojekt zeigt. Die ETH-Professoren Alfredo Brillembourg und Hubert Klumpner erhielten den Goldenen Löwen für ihre Slum-Dokumentation in der internationalen Ausstellung.
Die Preise an der Architekturbiennale in Venedig sind verteilt. Álvaro Siza Vieira erhält den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Jener für den besten Länderpavillon geht an Japan. Das Land präsentierte ein Wiederaufbauprojekt für eine vom Tsunami betroffene Region. Der Entwurf entstand unter der Leitung von Toyo Ito, der mit mit jungen Architekten und der lokalen Bevölkerung zusammenarbeitete. Die Präsentation sei aussergewöhnlich und für ein breites Publikum verständlich, urteilt die Jury. Der Goldene Löwe für das beste Projekt der internationalen Ausstellung «Common Ground» geht an die ETH-Professoren Alfredo Brillembourg und Hubert Klumpner sowie an Justin McGuirk. Die Auszeichnung erhielten sie für ihre Installation «Torre David/Gran Horizonte», die den Bewohnern eines besetzten Hochhauses in Venezuela gewidmet ist. Das Team vom Büro Urban Think Tank untersuchte das Leben im Turm ein Jahr lang. Das Projekt zeige die Bedeutung informeller Gemeinschaften auf und könne als inspirierendes Vorbild dienen, meint das Preisgericht. Mit dem Silbernen Löwen zeichnete die Jury Grafton Architects aus Irland für ihre Präsentation eines neuen Universitätscampus in Lima aus.