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Den Waldboden verstehen - Vielfalt und Funktion der Waldböden in der Schweiz
Walser, M.; Köchli, R.; Walthert, L.; Zimmermann, S.; Brunner, I., 2021: Den Waldboden verstehen - Vielfalt und Funktion der Waldböden in der Schweiz. Merkblatt für die Praxis, 68. 12 p.
Diese Publikation ist auch auf Französisch erschienen.
Waldböden sind im Gegensatz zu vielen landwirtschaftlich genutzten Böden weitgehend ungestört und natürlich aufgebaut, da sie weder gepflügt noch gedüngt werden. Ihre charakteristischen Bodenmerkmale erlauben einerseits Rückschlüsse auf die abgelaufenen Prozesse der Bodenbildung, und andererseits geben Bodenmerkmale wichtige Hinweise auf Eigenschaften von Waldböden und die Funktionen, welche die Böden erbringen. Dadurch kann der Boden, auf dem forstwirtschaftlich gearbeitet wird (Abb. 1), eingeordnet und interpretiert werden.
Bodenbildungsprozesse sind seit dem Gletscherrückzug bis heute wirksam. Je nach Boden verändert sich mit der Tiefe das Aussehen und damit die Bodenmerkmale mehr oder weniger deutlich.
In der Bodenklassierung werden solche unterschiedlichen Schichten mit spezifischen Merkmalskombinationen zu genetischen Horizonten klassiert. Spezifische Horizontabfolgen wiederum lassen sich in Bodentypen zusammenfassen.
In der Schweiz mit ihren vielfältigen Geländeformen und geologischen Formationen haben sich auf engstem Raum unterschiedliche Waldbodentypen (Abb. 2) entwickelt.
Wichtige Kriterien, die zur Bewertung eines Waldbodens beigezogen werden, sind seine Funktionen (Regulation des Nährstoff- und Wasserhaushalts, Filter- und Pufferfunktionen, sowie die Lebensraumfunktion für Bodenlebewesen).