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5. Januar 1967: Erstmals überhaupt findet ein Weltcuprennen im Ski statt. Seither ist viel passiert. In der noch heute wichtigsten Rennserie hat es schon manch denkwürdige Leistung gegeben.
Ein Slalom der Männer stand am Ursprung. In Berchtesgaden in den bayrischen Alpen setzte sich am 5. Januar 1967 überraschend Heinrich Messner vor dem Franzosen Jules Melquiond und dem Schweizer Dumeng Giovanoli durch. Der Österreicher machte sich also zum ersten Ski-Weltcupsieger aller Zeiten, es blieb aber sein einziger Triumph in der neu gegründeten Serie.
Ins Leben gerufen hat den Weltcup der französische Sportjournalist Serge Lang mit der Unterstützung der Franzosen und Amerikaner. In der ersten Saison gab es zur Unzufriedenheit vieler immer wieder Überschneidungen mit anderen Skirennen, was den Internationalen Skiverband auf den Plan rief. Die FIS fand an ihrem Kongress im Mai 1967 zu einer pragmatischen Lösung: Sie übernahm die Rennserie kurzerhand.
So werden die wichtigsten Skirennen neben der WM und den Olympischen Spielen als Weltcup zusammengefasst. Und dieser hat bis heute schon einige grosse Leistungen und Ski-Persönlichkeiten hervorgebracht. Hier eine kleine Auswahl:
Es gibt keinen erfolgreicheren Weltcup-Athleten als Ingemar Stenmark. Der heute 60-jährige Schwede entscheidet unerreichte 86 Rennen für sich (46 Slaloms, 40 Riesenslaloms). Dies hat auch den Gewinn von 19 Kristallkugeln zur Folge, drei Mal für den Gesamtweltcup und je acht Mal in seinen Spezialdisziplinen Slalom und Riesenslalom. Dazu stellt Stenmark in der Saison 1978/79 mit 13 Siegen den Rekord bei den Männern auf.
In den 1970er Jahren wird der Weltcup bei den Frauen von Annemarie Moser-Pröll dominiert. Die Österreicherin gewinnt insgesamt 62 Rennen und sichert sich sechs Mal die grosse Kristallkugel – alleinige Bestmarke. Daneben gewinnt sie sieben Mal die Disziplinenwertung in der Abfahrt und drei Mal jene im Riesenslalom (der Super-G wurde erst nach Abschluss ihrer Karriere eingeführt).
Marc Girardelli hat Vorfahren aus Italien, stammt aus Österreich, startet im Weltcup aber für Luxemburg. Und dies sehr erfolgreich: Der Allrounder ist einer der wenigen, der in allen Disziplinen zuoberst auf das Treppchen steigt und verpasst nur im Super-G den Gewinn der kleinen Kristallkugel. Dafür gewinnt er die grosse insgesamt fünf Mal, ein Bestwert den er unterdessen zusammen mit Marcel Hirscher teilt.
Die stolze Skination Schweiz darf in einer Weltcup-Aufzählung natürlich nicht fehlen, allen voran Vreni Schneider. Die Glarnerin dominiert in den 80er Jahren, insbesondere in der Saison 1988/89 als sie gleich zwei Rekorde setzt: Schneider gewinnt 14 Rennen und acht davon in Serie. Man muss aber anfügen, dass sie davon profitiert, dass in dem Zeitraum keine Abfahrten stattfinden.
Pirmin Zurbriggen überragt in der Saison 1986/87 alles und jeden. Der Walliser gewinnt neben dem Gesamtweltcup auch die Disziplinenwertungen im Riesenslalom, Super-G, Abfahrt und in der Kombination. Das ist bis heute niemandem mehr gelungen. Am nächsten kommt der Dominanz Zurbriggens Lindsey Vonn, die zwei Mal je vier Kristallkugeln gewonnen hat.
In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
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