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René Weiler (45) wird als Trainer des FC Luzern freigestellt. Luzern reagiert damit auf drei Niederlagen in Serie zum Rückrunden-Start.
Vorderhand übernehmen die bisherigen Assistenten, Thomas Binggeli und Manuel Klökler, die Verantwortung beim Tabellensiebten der Super League. Weilers Vertrag wäre noch bis Sommer 2021 gültig gewesen.
Der Klub aus der Zentralschweiz liegt aktuell sechs Punkte vor dem Vorletzten Neuchâtel Xamax. Der Vorletzte wird nach Abschluss der Rückrunde die Auf-/Abstiegs-Barrage gegen den Zweiten der Challenge League bestreiten müssen.
Der Start in die Rückrunde missriet Luzern komplett. Gegen Xamax (1:2), Sion (1:3) und Lugano (0:3) verliessen die Luzerner den Platz als Verlierer. Nach 21 Runden der Super League belegt der FCL den 7. Platz.
Bei der Ablösung von Weiler handelt es sich um den fünften Trainerwechsel in der aktuellen Saison. Vor Weiler hatten Raphael Wicky (Basel), Maurizio Jacobacci (Sion), Guillermo Abascal (Lugano) und zuletzt Michel Decastel (Xamax) gehen müssen.
«Es hat sich in den letzten Wochen herauskristallisiert, dass zwischen dem Cheftrainer und der sportlichen Leitung des Vereins, unterschiedliche Auffassungen betreffend der Qualität des Teams und der weiteren Entwicklung der Mannschaft und des Kaders bestanden», begründet Sportchef Remo Meyer die Freistellung von Weiler.
Weiler war von Luzern erst am 21. Juni 2018 als Trainer und Nachfolger Gerardo Seoane (nun YB) verpflichtet worden. Einige Monate davor hatte sich der Winterthurer mit dem belgischen Spitzenklub Anderlecht, bei dem er im September 2017 nur vier Monate nach dem Gewinn des Meistertitels entlassen worden war, auf die Auflösung des bis 2019 laufenden Kontrakts geeinigt.
Luzern war für Weiler die zweite Stelle als Trainer eines Super-League-Klubs. Zwischen 2011 und 2014 hatte der einstige NLA-Verteidiger mit einem Länderspiel-Einsatz für die Schweiz den FC Aarau gecoacht und den Klub 2013 in die höchste Liga zurückgeführt. Mitte November 2014 übernahm Weiler den Posten des Cheftrainers beim deutschen Zweitligisten Nürnberg, mit dem er in der Saison darauf den Bundesliga-Aufstieg nur knapp verpasste. (sda)