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Immer das gleiche Lied! Die PISA-Studie bringt es an den Tag. In Mathe sind wir spitze, in den Naturwissenschaften sind wir überdurchschnittlich und in der Lesekompetenz sind wir durchschnittlich gut. Wieder haben rund 6000 15-jährige Schülerinnen und Schüler mitgemacht. Die Resultate sind enttäuschend. Rund 20 Prozent unserer jungen Leute sind nach 9 Schuljahren auf dem Stand von funktionalen Analphabeten. Im Klartext heisst das: Jede(r) fünfte ist ausserstande, einem Text Informationen zu entnehmen, diese Informationen mit anderen zu verknüpfen und vernünftige Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Die Wirtschaft läuft Amok. Wie wollen diese Jungs und Girls zu Jobs kommen, wenn sie kaum eine Gebrauchsanweisung lesen oder eine Steuererklärung ausfüllen können? Und dabei haben wir das zweitteuerste Schulsystem, nur Luxemburg gibt für Schüler noch mehr Geld aus. Ein Primarschüler kostet im Jahr rund 16’000 Franken, ein Sekundarschüler gar rund 20’000 Franken. Was ist zu tun? Kleinere Klassen? Weniger Stunden? Die Gelder dazu fehlen. Spardruck allüberall. Was aber auch gesagt werden muss: Die PISA-Studie ist nicht über alle Kritik erhaben. Ein Kritikpunkt ist sicher, dass den Schülern beim PISA-Test vor allem fiktionale Texte vorgesetzt werden. Die jungen Frauen verfügen bei fiktionalen Texten in der Regel über eine bessere Lesekompetenz als die jungen Männer. Also warum nicht mal die Lesekompetenz testen mit Botschaften aus dem Smartphone oder Sachtexten aus der Wissenschaft? Wetten, dass die Lesekompetenz bei unseren Jungs sprunghaft ansteigt?