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Was ist PEA eigentlich? PEA ist eine Abkürzung für Palmitoylethanolamid, ein Molekül, das sich aus Palmitinsäure und Ethanolamid zusammensetzt. Es wird in den Körperzellen durch einen zellschützenden Mechanismus synthetisiert. Sobald Schäden an Zellen oder Gewebe auftreten oder aufzutreten drohen, wird die Produktion von körpereigenem PEA gesteigert.
PEA unterstützt die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers. In chronischen Situationen sind die Körperzellen jedoch nicht immer in der Lage, genügend PEA zu produzieren. Dieser Mangel kann sich als Schmerz im Zusammenhang mit verschiedenen pathologischen Zuständen manifestieren. Hier kann PEA als Supplement erfolgreich eingesetzt werden, um natürliche Ressourcen wieder aufzufüllen und damit Erkrankungen zu verhindern oder zu bekämpfen.
Mehrere klinische Studien zeigen positive Ergebnisse in der präventiven und therapeutischen Behandlung von Erkältungen und Grippe. Eine Einnahme von PEA in der akuten Phase der Infektion konnte insbesondere Symptome wie Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Fieber erheblich reduzieren. Außerdem verkürzte sich die Anzahl der Krankheitstage. Als Prophylaxe vermindert PEA das Risiko des Krankwerdens durch Grippe und Erkältungen um 30 bis 60 Prozent. PEA ist dabei gut verträglich und ohne Nebenwirkungen. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass keinerlei Resistenz von Influenzaviren gegenüber PEA beobachtet werden konnte.
Ein gemeinsamer Nenner von verschiedenen entzündlichen Erkrankungen ist eine Überaktivität von TNF-a. Dies ist unter anderem der Fall bei rheumatische Erkrankungen, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Daher kann die Behandlung mit PEA den Krankheitsverlauf bei diesen Erkrankungen positiv beeinflussen. Dies gilt ebenso für weitere Erkrankungen, bei denen die Regulierung der Entzündungsprozesse mit dem PPAR-a-Rezeptor im Zusammenhang steht. Neben einer guten Wirksamkeit ist auch die Verträglichkeit von exogener PEA im Vergleich zu regulären Medikamenten bei den obengenannten Krankheiten wesentlich größer.
Die Wirksamkeit von PEA wurde bei unterschiedlichen Schmerzsyndromen in mehreren Studien an Tausenden von Patienten nachgewiesen. Eine Vielzahl von Studien zeigt, dass PEA sinnvoll auf dem Gebiet der chronischen Schmerzen eingesetzt werden kann. Die therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten sind daher zahlreich. Zu denken ist hier unter anderen an viszerale Schmerzen wie zum Beispiel Endometriose und Menstruationsschmerzen, aber auch an Erkrankungen wie Fibromyalgie und chronische Rücken- und Kieferschmerzen. Sowohl bei gleichzeitiger Anwendung mit normalen Schmerzmitteln als auch in der Monotherapie mit PEA wurde eine signifikante Reduktion der Schmerzintensität beobachtet. Weiterhin wurden Nebenwirkungen, ein häufiges Problem bei der Verwendung von Schmerzmitteln, bei der ausschließlichen Supplementierung mit PEA nicht beobachtet.
Da PEA sowohl schmerzstillende als auch entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, kann es gut zur Behandlung von Schmerzen bei neuropathischen Erkrankungen eingesetzt werden. Obwohl neuropathische Schmerzen zu den chronischen Schmerzen zählen, sind diese Schmerzen oft von anderer Art, werden durch andere Faktoren verursacht und sind oft schwieriger zu behandeln. Mehrere klinische Studien zeigen eine positive Wirkung von PEA bei neuropathischen Schmerzen. Unter anderem aus einer RCT an 636 Patienten mit einer schweren Hernie geht hervor, dass die Aufnahme von PEA in einer Dosierung von 600 mg pro Tag nach einigen Wochen zu einer deutlichen Abnahme der Schmerzen im Vergleich zum Placebo führt.
Neben pathologischen Zuständen, die mit chronischen Schmerzen und/oder Entzündungen einhergehen, deuten verschiedene Studien außerdem auf eine positive Wirkung bei neurodegenerativen Erkrankungen einschließlich Alzheimer- und Parkinson-Krankheit hin.