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m Alter von 84 Jahren verliert Antonio Silva seine Frau. Aber es kommt noch schlimmer: Er muss ins Altersheim. Gemeinsam mit anderen Greisen versucht er dort, dem Tod so viel Leben wie möglich abzuringen, und durchläuft so eine ungeahnte Wandlung. Sein Herz öffnet sich, und die Erinnerungen an seine Vergangenheit im Portugal des 20. Jahrhunderts ändern das Bild, das er von sich selbst hat. Silva erkennt immer deutlicher, dass er zwar vordergründig ein guter Mensch war, dass dies in Zeiten einer Diktatur, wie der Salazars, aber nicht genügt. - Mit kantigem Humor und behutsamer Einfühlung erzählt Valter Hugo Mãe eine verblüffende Geschichte über Verantwortung, Freundschaft und Selbsterkenntnis.
Portrait
Valter Hugo Mãe, geboren 1971 in Angola, studierte Jura und portugiesische Literatur. Er schreibt für verschiedene portugiesische Zeitungen und Magazine über Literatur, Kunst und Musik. Für das Jornal de Letras arbeitet er als Kolumnist an einer fiktiven Autobiographie. Mãe hat bislang neben zahlreichen Gedichten und Kinderbüchern fünf Romane veröffentlicht und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der jungen portugiesischen Literatur. 2007 wurde er mit dem Saramago-Preis für seinen Roman o remorso de baltazar serapião ausgezeichnet. Er ist Sänger der Band governo und bildender Künstler. Valter Hugo Mãe lebt im Norden Portugals.