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Einer von acht Franzosen besitzt entweder Goldbarren oder Goldstücke. Wider Erwarten gehören aber nicht nur die Gutbetuchten zu dieser Gruppe: 10 % der Personen mit bescheidenem Einkommen und 11 % der französischen Arbeiter besitzen Gold in Form von Napoleon-Münzen oder Barren. Eine echte nationale Tradition.
Die Vorliebe der Franzosen für Gold ist darauf zurückzuführen, dass sie sich nur ungern davon trennen: Mehr als 7 von 10 Goldbesitzer behalten ihre Investition mindestens 10 Jahre lang. So kommt der private Markt nicht in Gang. Worauf ist diese enge Bindung zum Edelmetall zurückzuführen? Erstens handelt es sich oft um ein Erbstück oder eine Schenkung.
Andererseits dient für 76 % der Franzosen, die Gold besitzen, das Edelmetall als Fluchtwährung, insbesondere in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Und die Tatsache, dass der Weiterverkauf von Gold höher besteuert wird als in vielen anderen EU-Ländern, wirkt auch nicht verkaufsstimulierend. Wann wird mit einer vorteilhafteren Gesetzgebung zu einer Belebung des Markts beigetragen?
ATCBG/EYS/ATC