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Montag
Schon am ersten Tag meines Experiments vergesse ich aufzupassen. Ich bin spät dran. Weil ich vor der ersten Sitzung einen Wachmacher brauche, hole ich mir einen «Coffee to go». Erst als ich den Kartonbecher in der Hand halte, merke ich, dass er mit einem Plastikdeckel verschlossen ist. Später im Büro nehme ich das weisse Stück Plastik genauer unter die Lupe. «Compostable lid» steht drauf, kompostierbarer Deckel. Immerhin. Ich google und erfahre, dass er aus dem Biokunststoff PLA besteht, bei dessen Produktion Maisstärke mithilfe von Milchsäurebakterien fermentiert wird. Muss ich jetzt ein weniger schlechtes Gewissen haben, weil der Deckel biologisch abbaubar ist?
Ich realisiere, dass ich nicht so viel Ahnung von Plastik habe. Ich google weiter: Plastik ist gleich Kunststoff, und Kunststoffe bestehen aus kleinen chemischen Bausteinen, die sich zu grösseren Strukturen zusammenschliessen. Viele Alltagsgegenstände bestehen ganz oder teilweise aus Plastik: Kreditkarten, Kugelschreiber, Kleiderbügel … Zum Glück muss ich für meinen Versuch nur auf Plastik verzichten, das nach einmaligem Gebrauch im Abfall landet.
Den Rest des Tages bin ich im Büro und komme ohne Plastik aus.