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Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner hat bei Vorwahlen für die Präsidentenwahl im Oktober einen deutlichen Sieg eingefahren. Wie die Behörden nach der Auszählung der Hälfte der Stimmzettel mitteilten, erhielt sie bei der Abstimmung am Sonntag 50 Prozent der Stimmen.
Mit grossen Abstand landete der Sohn des ehemaligen Präsidenten Raúl Alfonsín, Ricardo Alfonsín, auf Platz zwei. Er geht im Oktober für die sozialdemokratisch orientierte Radikale Bürgerunion ins Rennen und erhielt bei den Vorwahlen knapp 13 Prozent der Stimmen.
Auf den dritten Platz kam Ex-Präsident Eduardo Duhalde mit zwölf Prozent. Er gehört wie Kirchner der Peronistischen Partei an, vertritt aber einen anderen Parteiflügel.
In Argentinien besteht Wahlpflicht. Auch an den Vorwahlen, die in diesem Jahr zum ersten Mal stattfanden, müssen alle Wahlberechtigten teilnehmen.
Stimmungstest
Präsidentschaftskandidaten, die bei der Vorwahl weniger als 1,5 Prozent der Stimmen erhalten, dürfen an der eigentlichen Wahl am 23. Oktober nicht mehr teilnehmen. Weil die meisten Parteien nur einen Kandidaten ins Rennen schickten, galt die Vorwahl als wichtiger Stimmungstest für die Wahl.
Kirchner trägt seit dem Tod ihres Mannes Néstor Kirchner, der im vergangenen Oktober im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben war, Trauer. Néstor Kirchner war von 2003 bis 2007 Präsident des südamerikanischen Landes.
Seine 58-jährige Ehefrau Cristina, mit der er zwei Kinder hat, trat 2007 seine Nachfolge im Präsidentenamt an. Im Juni hatte sie ihre Kandidatur für eine zweite Amtszeit bei den Wahlen im Oktober bekanntgegeben.