Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03592.jsonl.gz/1948

Fasola, Gustave
(Fergus Greenwood)
Fergus O'Conner wurde in Clayton-le-Moors in Lancashire geboren. Als Teenager tart er mit seinem Freund James Lee als “Professor Greenwood, sleight-of-hand entertainer” in Schulen und kleinen Varietés auf. Die beiden begingen wiederholt Zechprellerei und wurden nach einer Diebstour zu einem Monat Gefänigs verurteilt.
1894 fand das Talent von Fergus vermehrt Anerkennung und er wurde von einem Agenten als "Professor Greenwood, the boy illusionist, acknowledged to be the youngest prestidigitateur in the World" und als "Professor Greenwood&.. Scientific Illusionist and Conjurer" angepriesen.
In den 1890er-Jahren arbeitete Fegus während ein par Jahren als Assitent für die Fays, Alexander Fay und dessen Schwester Annie.
1895 heiratete er Annie, die Tochter der Fays. 1897 verliess er die Fays und begann als "Gustave Fasola" auftzutreten.
1907, drei Jahre nachdem Fasola in die Freimaurerloge Duchy of Cornwall aufgenommen worden war, strengte Horace Goldin eine Untelassungsklage gegen ihn an. Goldin wollte Fasloa, der unter dem Titel "The Famous Indian Fakir" auftrat, verbieten lassen, eine Illusion vorzuführen, bei der eine Dame aus einer Kanone in eine über der Bühne hängend Kiste geschossen wurde. Goldin behauptete, das Patent für die Illuison zu besitzen. Die Klage wurde abgewiesen und die Illusion wurde von verschiedenen Künstlern weiterhin vorgeführt.
1911 trat Fasola mit seiner Illusionsshow in Australien auf, 1912 in Neuseeland. Dort wurde im gleichen Jahr in Auckland sein Sohn Fergus Greenwood Jr geboren. Ein Jahr darauf, kurz vor seine Rückkehr nach England, wrude Fasola bei einem Zugsunglück in Perth verletzt und verlor einige seiner Requsisiten. Einige Wochen später ging er jedoch wieder auf Tournee. Der Unfall bleib allerdings nicht ohne Folgen. Zurück in England zog er sich zunehmend von der Bühne zurück und eröffnete ein Zauberfachgeschäft. Der Erfolg blieb jedoch aus und er hatte Mühe, aufgelaufenen Rechnungen zu bezahlen.
Mitte der 1920er-Jahre ging er nach Amerika, wo er in Kinos, Varietés und an Jahrmärkten auftrat. Dort lernte er auch Thurston kennen und gab diesem die Erlaubnis, seine Illusion "Lady to Lyon" vorzuführen, mit der er in Neusseland grossen Erfolg gehabt hatte. Da Fasola in Amerika nicht mehr an seine Erfolge in Neueseland anknüpfen konnte, beschloss er, nach Europa zurückzukeheren und eine neue Illusionsshow auf die Beine zu stellen, in der er auch einige Illusionen von Thurston vorzuführen plante, wie u. a. das "Million Dollar Mystery" für das er von Thurston die Vorführrechte erhielt.
Nachdem er 1928 nach England zurückgekehrt war, wurde die Absprache mit Thurston für die alleinigen Vorführrechte für Europa jedoch gegenstandslos, als Dante, der sich die Vorführrechte für Südamerika gesichert hatte, mit seiner Show nach Europa kam. Dadurch wurden Fasolas Pläne für einen Neustart seiner Karrriere zunichte gemacht. 1929, in der Zeit der Weltirtschaftskrise, ohne Erfolgsaussicht, verfiel Fasola in eine Depression, aus der er sich nicht mehr erholte und sich in seiner Wohnung erhängte.