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Die Fahrkurse begannen Ende Juli und werden in israelischen Gemeinden in Judäa und Samaria durchgeführt. «In jeder Gemeinde werden wir den Kurs zwei bis drei Mal durchführen. Wir unterrichten jeweils 20 bis 25 Personen», sagt Nitsana Darshan-Leitner, Leiterin des Shurat HaDin-Israel Law Center, das den Kurs sponsert. «Wir möchten nicht tatenlos zusehen, wenn der Terrorismus auf den Strassen zunimmt und eskaliert. Deshalb haben wir beschlossen, es auf uns zu nehmen und die Mittel und Ressourcen für diese Kurse aufzubringen», so Darshan-Leitner. Während des vierstündigen Trainings fahren die Teilnehmer durch einen simulierten Spiessrutenlauf aus Tennisbällen, Paintball-Pistolen, Wasserballons und brennenden Reifen. Laut Darshan-Leitner bietet der von Fachleuchten geleitete Kurs genug Realitätsnähe, um den Teilnehmern das Thema nahezubringen. «Die Tennisbälle und Wasserballons imitieren Felsen. Sie fühlen sich an wie Steine und klingen auch so, wenn sie gegen das Auto prallen. Die Farbpistole klingt sehr ähnlich wie eine echte Pistole», sagt Darshan-Leitner. Die Kursteilnehmer lernen so, dass sie über einen brennenden Reifen fahren können und auch mit einem platten Reifen weiterfahren können. Dadurch sollen sich die Menschen bei einem echten Terroranschlag eher trauen, vorwärts zu fahren, anstatt stehen zu bleiben oder auf das Fahren zu verzichten. Darshan-Leitner hofft nun, dass die Regierung die Kurse mitfinanziert. Es sei ein Notfallkurs, deshalb wollten sie sofort damit beginnen. «Die Regierung hätte das nie geschafft», ist Darshan-Leitner überzeugt. Sie sei zu langsam und bürokratisch, um so etwas zu initiieren. Die Kurse will sie jedoch unabhängig einer finanziellen Unterstützung seitens der Regierung weiterführen.
Meldung auf factum 06/2023