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Welchen Effekt hat das Artensterben auf die Evolution der überlebenden Arten? Diese Frage haben Evolutionsbiologen der Universität Zürich anhand eines Feldexperiments mit Gallfliegen und ihren Raubparasiten untersucht. Es zeigte sich, dass der Verlust von natürlichen Feinden die Anpassung an zukünftige Umweltveränderungen erschweren könnte.
Carl von Linné, Begründer der uns vertrauten binären Namensgebung der Pflanzen- und Tierarten, kannte den Begriff der genetischen Mutation noch nicht. Zu seiner Zeit hielt man Arten für Konstanten der Schöpfung. Die gelegentlichen Abweichungen bezeichnete er als vom Schöpfer gestatteten «Humor der Natur».
Welche Auswirkungen hat der Wandel des Klimas auf die genetische Diversität von Lebewesen? Forscher haben das jetzt am Beispiel des Alpenmurmeltiers und seiner Anpassung an das Klima untersucht. Der überraschende Befund: Diese Spezies besitzt die geringste genetische Vielfalt, die bislang bei einem wildlebenden Säugetier nachgewiesen wurde.
Um von einem Wirt zum anderen zu gelangen, verändern gewisse Parasiten deren Verhalten. Je besser ein Parasit seinen Wirt manipuliert, desto grösser ist sein evolutionärer Vorteil. Er vererbt die Eigenschaften daher an seine Nachkommen weiter, zeigt eine Studie der Eawag.