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Die Dünnern ist normalerweise ein sehr friedlicher Fluss, er entwässert das Thal, durchfliesst das Gäu und mündet in Olten in die Aare. Sollte es heftig regnen, wie es statistisch einmal alle 100 Jahre vorkommt, würde die Dünnern jedoch zwischen Oensingen und Olten enorme Schäden anrichten. Der Kanton Solothurn plant deshalb, den Hochwasserschutz zu verbessern und den Flusslauf gleichzeitig ökologisch aufzuwerten.
Olten will keine Mauern
Eine der beiden Varianten («Ausbauen und Aufwerten») würde für Olten bedeuten, dass hohe Schutzbauten nötig wären. Brücken und Mauern müssten erhöht werden, im Extremfall um bis zu 1,7 Meter. Vor allem das Gebiet Schützenmatte kurz vor der Mündung der Dünnern in die Aare wäre betroffen. Der Oltner Stadtrat wehrt sich deshalb gegen diese Variante, wie er in einer Mitteilung schreibt - zumal die Stadt Olten im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz eingetragen ist.
Die zweite Hochwasserschutz-Variante («Rückhalten und Aufwerten») wäre für den Oltner Stadtrat die bessere. Sie würde bei einem Hochwasser die Abflussspitzen brechen, so dass am Unterlauf in Olten die Schutzbauten bis zu einem Meter tiefer gebaut werden können.
Wasser zurückbehalten ist günstiger
Die Variante mit dem Rückhalten von Dünnern-Wasser ist mehrere Millionen Franken günstiger als die Durchleitungs-Variante. Sie verbraucht aber mehr Kulturland im Gäu, weshalb sich landwirtschaftliche Kreise stark gegen diese Variante engagieren.
Den Entscheid, mit welcher Variante der Hochwasserschutz an der Dünnern letztlich verbessert wird, fällt der Solothurner Kantonsrat und letztlich das Volk. Die Kosten betragen Dutzende Millionen, und die Bauzeit für den 20 Kilometer langen Flussabschnitt wird mit 15-20 Jahren beziffert.