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Pakistan zählt zu den ärmsten Ländern Asiens und ist häufig mit Naturkatastrophen – Erdbeben, Überschwemmungen, Dürre – konfrontiert. Das SRK engagiert sich im Bereich Gesundheit und hat nach Katastrophen Nothilfe und Aufbauarbeit geleistet.
Durch seine geografische Lage ist Pakistan anfällig für Naturereignisse. Die politische Situation ist instabil und Konflikte haben unter anderem dazu geführt, dass viele Menschen innerhalb des Landes fliehen mussten. Hinzukommen rund eine Million Flüchtlinge aus Afghanistan.
Gesundheitsversorgung verbessern
Pakistan verzeichnet im weltweiten Vergleich ein überdurchschnittlich hohes Bevölkerungswachstum. Die Einwohnerzahl ist von 34 Millionen im Jahr 1947 auf über 200 Millionen angewachsen. Ein Viertel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. In Bezug auf Gleichberechtigung hat Pakistan grossen Nachholbedarf, vor allem bei der Bildung sind Frauen stark benachteiligt. Unzureichend ist auch der Zugang zum Gesundheitssystem. Mit seinem Gesundheitsprogramm für Mütter und Kinder trägt das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) dazu bei, Ungleichheiten abzubauen. Für dieses 2012 gestartete Projekt arbeitet das SRK mit der Aga Khan University in der Provinz Sindh zusammen. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung – insbesondere für Schwangere, Mütter und Kleinkinder – zu verbessern und zugänglicher zu machen. Frauen und Männer werden zu Gesundheitsthemen und Menstruationshygiene sensibilisiert und das Wissen verbessert. Nach einer erfolgreichen ersten Phase in der Provinz Sindh wird das Gesundheitsprogramm auf eine weitere Region in der südöstlich gelegenen Provinz ausgeweitet und erreicht künftig rund 100 000 Frauen.
Hilfe nach Katastrophen
Das SRK ist bereits seit den 1980-er Jahren in Pakistan tätig. So hat es nach Erdbeben in den Jahren 2005 und 2008 Nothilfe geleistet. Nach schweren Überschwemmungen 2010 und 2011 fokussierte es sein Engagement auf Wiederaufbauprojekte in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Norden des Landes. Es stellte Infrastruktur wieder her, richtete für 24 000 Menschen Wasserversorgungsanlagen ein und leistete Aufklärung zu Gesundheit und Hygiene. Erfolgreich war die Beteiligung von Frauen an den Wiederaufbauarbeiten und Sensibilisierungsmassnahmen. Um sie besser einzubeziehen, wurden Initiativgruppen gegründet, die Frauen die Mitsprache ermöglichen. Dieses Programm in Zusammenarbeit mit dem Pakistanischen Roten Halbmond wurde 2017 abgeschlossen.