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Bernal mit zwei Minuten Reserve ins Abschlusszeitfahren
Egan Bernal startet am Giro d'Italia mit einer Reserve von knapp zwei Minuten auf den Italiener Damiano Caruso, dem Sieger der zweitletzten Etappe, ins Abschlusszeitfahren nach Mailand.
Bernal schwächelt in dieser letzten Woche der 104. Giro-Ausgabe fast täglich. Aber dennoch bleibt der Kolumbianer der stärkste Fahrer im Feld - zumindest bis vor dem abschliessenden Einzelzeitfahren am Sonntag nach Mailand. Auch in der zweitletzten Etappe, die grossmehrheitlich durch die Schweiz führte, aber mit einer Bergankunft auf der Alpe Motta in Italien endete, musste der 24-Jährige einen Konkurrenten um den Gesamtsieg ziehen lassen.
Diesmal war es der Gesamtzweite Damiano Caruso, der sich solo durchsetzte und Bernal (um 24 Sekunden) distanzierte. Aber auch Caruso, der seinen ersten Giro-Etappensieg feierte, vermochte Bernal nicht entscheidend zu distanzieren. Und so fehlt dem Gewinner der Tour de France 2019 noch ein Teilstück, um zum ersten Mal auch die Italien-Rundfahrt zu gewinnen.
In der Gesamtwertung liegt Bernal nach der 164 km langen Fahrt durchs Tessin sowie über den San-Bernardino- und den Splügenpass 1:59 Minuten vor Caruso und 3:23 vor dem Briten Simon Yates. Yates, der die Etappe am Freitag gewonnen hatte, büsste diesmal 51 Sekunden auf Caruso und 27 Sekunden auf Bernal ein - zuviel, um noch um den Gesamtsieg mitzufahren.
Caruso ist ein ganz passabler Zeitfahrer, er wird es aber schwer haben, den Rückstand auf Bernal auf den gut 30 flachen Kilometern von Senago nach Mailand wettzumachen. Bernal jedenfalls zeigte sich zufrieden: «Wir hatten die Situation im Griff. Ich bin nun in einer guten Position.» Auf der Alpe Motta hatte er mit dem Etappendritten, seinem Landsmann Daniel Martinez, einen Teamkollegen der starken Ineos-Equipe zur Seite, auf dem Weg nach Mailand muss es Bernal nun alleine zu Ende bringen.
Von den Schweizern setzte sich bei der «Heimetappe» einmal mehr Simon Pellaud in Szene. Der Westschweizer gehörte der Ausreissergruppe an, die aber bereits am Splügenpass und damit noch vor dem 7,3 km langen Schlussanstieg gestellt wurde. Matteo Badilatti klassierte sich mit sieben Minuten Rückstand als bester der vier noch im Rennen verbliebenen Schweizern im 29. Rang.