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Ichthyosaurus
Im Fricker Arietenkalk kann man auch auf Reste von Meeressauriern (Fischsaurier oder Ichthyosaurier) stossen. Meist handelt es sich nur um einzelne Wirbelknochen, die allerdings durch ihre typische, von und hinten eingedellte Form sofort als „Ichthyosaurier-Wirbel“ erkennbar sind. In seltenen Fällen hat man auch mehrere zusammengehörige Wirbel nebeneinander gefunden. Ein wissenschaftlich wertvoller Fund ist der Schädel eines Ichthyosauriers.
Wie die Fischsaurier ausgesehen haben, weiss man recht gut von Skelettfunden aus vergleichbaren Gesteinsschichten in Süddeutschland. Danach müssen die Fischsaurier unseren heutigen Delfinen geglichen haben, d.h. sie besassen eine lange spitze Schnauze, kurze paddelartige Gliedmassen und eine senkrecht stehende, sichelförmige Schwanzflosse.
Die Ichthyosaurier waren hochgradig an eine schwimmende Lebensweise im Meer angepasst. Ihr stromlinienförmiger Körper verfügte über eine senkrecht gestellte Schwanzflosse. Zusätzliche, paddelförmige Vorder- und Hinterflossen, die Finger- und Zehenglieder aufweisen, dienten in erster Linie der Steuerung. Wie andere Reptilien atmeten die Fischsaurier durch die Lunge, sodass sie von Zeit zu Zeit – den heutigen Walen gleich – auftauchen mussten, um Luft zu holen.
Forschung
Der Schädel des Ichthyosauriers wurde untersucht und die Ergebnisse publiziert: «A large skull of Ichthyosaurus (Reptilia: Ichthyosauria) from the Lower Sinemurian (Lower Jurassic) of Frick (NW Switzerland)» Michael W. Maisch et al., Swiss J. Geosci. 101 (2008)