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wodurch sehr rasch Blutanhäufung im
Gehirn,
[* 2]
Betäubung und
Schlagfluß entstehen kann. Bei manchen Erdrosselung (z. B. der in
Spanien
[* 3] als gesetzliche
Strafe üblichen Erwürgung
[Garrotte] und beim
Erhängen) kann auch eine schnelltötende Verletzung des Rückenmarks,
sogar der Halswirbel stattfinden.
Das Haupterkennungszeichen des Erdrosselungstodes ist die durch den
Strang oder das einschnürende Werkzeug
hervorgebrachte blutunterlaufene, auch wohl pergamentartig trockne Furche um den
Hals oder einen
Teil desselben herum, die
sog.
Strangrinne oder Strangulationsmarke. Sie hat gewöhnlich eine Kreisform und verläuft bei Erhängten meist zwischen
Kehlkopf
[* 4] und Zungenbein quer über den Vorderhals, wogegen sie beim Erdrosselten gewöhnlich tiefer, etwa in der Mitte
des
Halses, angetroffen wird; auch bilden sich durch die Ausführung der
Strangulation leicht Excoriationen
und
Sugillationen in und an der
Strangrinne. Die
Strangrinne kann fehlen, wenn das Strangulationswerkzeug sofort nach dem
Tode
wieder vom
Halse entfernt wurde oder wenn die Erdrosselung durch einen weichen Gegenstand, wie z. B.
ein seidenes
Tuch, erfolgte. Übrigens ist es häufig genug eine der schwersten
Aufgaben des Gerichtsarztes,
selbst bei stattfindender Sektion, festzustellen, wie in dem einzelnen Falle die
Tötung bewerkstelligt wurde. -
Vgl.
Casper,
Praktisches Handbuch der gerichtlichen
Medizin (8. Aufl., von Liman bearbeitet, Berl. 1889);
Hofmann, Lehrbuch der gerichtlichen
Medizin (5. Aufl.,
Wien
[* 5] 1891).
Bei der Behandlung Erdrosselter hat man vor allen Dingen den einschnürenden Körper zu lösen oder (z. B.
den
Strang des Erhängten) durchzuschneiden, wobei man die Vorsicht anwenden muß, daß der Erhängte nicht zur Erde falle,
dann die Kleider zu öffnen, dem Körper eine halbsitzende
Lage zu geben, kühle Luft zuzufächeln, kaltes Wasser
anzuspritzen und besonders auf Wiederanregung der Atembewegungen hinzuarbeiten. Im übrigen hat man ganz wie beim Scheintod
(s. d.) zu
verfahren. -
Vgl.
Ed. H.
Müller, Die Behandlung Verunglückter bis zur Ankunft des
Arztes (2. Aufl., Berl. 1868);
Esmarch,Die erste Hilfe bei plötzlichen Unglücksfällen (10. Aufl., Lpz.
1891).
[* 1] ein namentlich bei Glühlichtanlagen angewendeter Hilfsapparat, der dazu dient,
jederzeit über das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Erdschlusses in der Leitung Aufschluß zu erteilen, d. h.
also eines Isolationsfehlers,
durch den dieselbe mit der Erde in leitender
Verbindung steht und der zu Stromverlusten
Anlaß
giebt. Eine der einfachsten Einrichtungen dieser
Art ist folgende, in nachstehender Abbildung veranschaulichte: Eine Umschaltekurbel
K, deren
Drehpunkt D mit der Erde verbunden ist, steht für gewöhnlich auf dem mittlern M von drei Schaltknöpfen
L, M und R, in welchem Falle der
Apparat ausgeschaltet ist.
Stellt man dagegen die Kurbel
[* 6] auf L resp. R, so hat der positive (+) resp.
der
negative (-)
PolVerbindung mit der Erde. Erglüht dabei die eine der in der betreffenden Abzweigung
befindlichen beiden
Glühlampen GG, so ist
das ein Zeichen, daß auch der andere
Pol Erdschluß hat, dort also ein Isolationsfehler
vorhanden ist, denn nur so kann die Lampe
[* 7]
Strom erhalten. Glüht beispielsweise die linke Lampe bei Umlegen der Kurbel
auf L, so deutet dies auf Erdschluß des negativen Pols, durch welchen der vom positiven
Pol in die Lampe geflossene
Strom
zur Dynamomaschine zurückkehrt.
(Pezoporus), Gattung der
Sittiche, mit stufigem, verlängertem
Schwanze, etwas verlängerten Läufen und
Zehen, gestreckten Zehennägeln.
Die einzige Art (Pezoporus formosus Illig.)
ist von grünlicher, auf der Oberseite mit braunschwarz vermischter Färbung, 31 cm lang, lebt in
Süd- und
Westaustralien,
ist eine ausgesprochene Bodenform, läuft sehr schnell, fliegt ungern und legt seine
Eier
[* 8] ohne weitere Unterlage auf die nackte
Erde.
Erdquader,
Pisésteine, aus Erde oder
Lehm durchPressen oder Rammen in eisernen Formen
hergestellte künstliche
Steine, welche in Ermangelung gebrannter
Steine zu den Obermauern einfacher ländlicher
Gebäude verwendet
werden. Solche
Mauern bedürfen zum Schutze gegen die Erdfeuchtigkeit einer sichern und trocknen Fundamentierung aus natürlichen
Steinen oder gebrannten Ziegeln bis 40 cm Höhe über dem
Terrain und ebenso zum Schutze gegen die atmosphärischen
Niederschläge eines dichten überragenden Daches.
Die Erdsteine werden bei genügender
Größe trocken versetzt, bei kleinerm Format mittels eines Mörtels aus dünnem, mit Flachsscheben
vermischtem
Lehm verbunden.
Thür- und Fenstergewände werden aus Holz
[* 10] gebildet, oder es werden bei Aussparung der Öffnungen
eichene, keilförmige
Klöße (Holzziegel) mit eingemauert, an denen die Befestigung der Verkleidungen
stattfindet. Die innern
Wände der aus Erdsteine gebildeten
Mauern werden gewöhnlich mit
Lehmmörtel geputzt, die äußern am besten
mit einem mehrmaligen Teeranstrich und zuletzt mit
Anstrich von Weißkalk versehen.