Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03199.jsonl.gz/71

(27.11.2019) Die kleinen und mittleren Unternehmen in der Industrie beklagen einen Rückgang ihrer Geschäfte. Der von der Bankgenossenschaft Raiffeisen berechnete Index KMU PMI sank zwischen September und Oktober von 49,9 auf 46,6 Punkte und damit auf den niedrigsten Wert seit seiner Einführung im März 2018.
Die Zahl der kleinen und mittleren Unternehmen, die über einen Geschäftsrückgang berichten, ist innert Monatsfrist deutlich gestiegen. Diese Verschlechterung ist in erster Linie auf die abnehmenden Auftragseingänge zurückzuführen. Die Komponente "Auftragsbestand", die bei der Zusammensetzung des KMU PMI stark ins Gewicht fällt, erreicht mit 43,4 Punkten ein Rekordtief. Die Wachstumsschwelle liegt bei 50 Punkten.
Im Vergleich zum September bleiben die Bewertungen der Produktion und der Beschäftigung durch die KMU stabil mit jeweils 50 Punkten. Diese Stabilität führt dazu, dass der Index insgesamt nicht zu tief abrutscht, denn die Einschätzung der Lieferfristen und der Einkaufslager entwickelte sich ähnlich negativ wie der Auftragsbestand mit 44,2 respektive 44,9 Punkten.
Raiffeisen schätzt, dass bei einem derartigen Rückgang der Komponente "Auftragsbestand" im Oktober die Bewertung der Produktion in den kommenden Monaten ebenfalls unter die Schwelle von 50 Punkten fallen wird.
Der Index KMU PMI wird auf der Basis einer Umfrage bei 200 Schweizer Industrieunternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten erstellt. Indem gezielt die Einkaufsmanager befragt werden, liefert die Studie jeden Monat eine präzise Beurteilung der Stimmung bei den hierzulande ansässigen KMU. Für den Index werden mehrere Subkomponenten zusammengefasst: der Auftragsbestand, die Produktion, die Beschäftigung, die Lieferfristen und die Einkaufslager.
Letzte Änderung 27.11.2019