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Der Weg ist das Ziel – das war das heutige Motto!
Etwa um 07:40 Uhr verliessen wir heute das Hotel in Baie Comeau. Das Wetter beglückte uns mit stahlblauem Himmel. Als wir das Hotel verliessen, bewegten sich die Temperaturen im einstelligen Bereich, stiegen aber kurz vor dem Ziel bis auf 22°C! Diese hohe Temperatur ist sehr aussergewöhnlich, denn das langjährige Mittel der Höchsttemperatur beträgt 12°C.
Wir bewegten uns heute den ganzen Tag auf dem Québec-Labrador Highway 389 in Richtung Norden. Die ersten rund 220km führten uns bis zum Kraftwerk Manic 5. Wie du den Zahlen entnehmen kannst, gibt es fünf Kraftwerke, welche alle zusammengehören. Gesehen haben wir Teile von Nummer 2 und eben die Staumauer von Nummer 5. Diese Staumauer ist mit einer Höhe von 214m die höchste Pfeilerstaumauer der Welt und etwa ähnlich hoch, wie die Verzasca-Staumauer in der Schweiz (220m). Erbaut wurde sie zwischen 1959 und 1968. Mit dem hier verbauten Beton könnte man übrigens ein Trottoir (für deutsche Leser „Bürgersteig“) vom Nord- zum Südpol bauen (hier in Kanada sind die Trottoir’s in der Regel aus Beton gebaut).
Unmittelbar nach dem Kraftwerk in Richtung Norden war dann die Strasse nicht mehr asphaltiert! Die Strasse war einfach eine sehr breite Schotterpiste, welche uns über etwa 110km bis zum Punkt „Relais Gabriel“ führte. Diese Piste war aber so breit und in so gutem Zustand, dass ich hier ohne Probleme 90-100km/h fahren konnte. In „Relais Gabriel“ genehmigten wir uns einen Kaffee mit Kuchen. Hier an diesem Punkt befindet sich ein kleines Motel sowie eine Tankstelle. Auf der Karte findest du diesen Punkt in der Mitte des kreisförmigen See’s. Dieser See ist einer der grössten Süsswasservorkommen der Erde und heisst „Daniel Johnson Reservoir“. Die kreisrunde Form entstand durch einen Meteoriteneinschlag vor rund 214 Millionen Jahren.
Nach „Relais Gabriel“ wechselte die Strasse wieder auf Asphaltbelag, was natürlich wesentlich angenehmer war. Ungefähr 100km vor dem Tagesziel war dann wieder für etwa 75km Schotterpiste angesagt. Dieser Strassenabschnitt war dann nicht mehr so gut zu fahren wie der erste Schotterpistenteil. Die Strasse war sehr kurvenreich und holprig, überquerte mindestens 10x die Bahnstrecke und wies auch mehr Lastwagenverkehr auf.
Ziemlich genau um 17:30 Uhr Ortszeit (Québec ist eine Stunde später wie Labrador) trafen wir in Labrador City ein. Labrador City ist übrigens eine Kleinstadt mit knapp über 7’000 Einwohnern und lebt hauptsächlich von den riesigen Eisenerzvorkommen in der Gegend.
Autostrecke: 590km