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Aluminiumchlorid
(Chloraluminium) Al2Cl6 , entsteht, wenn man fein verteiltes
Aluminium in
Chlor erhitzt oder über ein erhitztes Gemisch von
Aluminiumoxyd
(Thonerde) und
Kohle einen Chlorstrom leitet. Das
Aluminiumchlorid verflüchtigt
sich, ohne zu schmelzen, und bildet nach der
Verdichtung eine weiße, durchscheinende
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kristallinische Masse, welche an der Luft stark raucht, begierig Feuchtigkeit anzieht und sich in Wasser, Alkohol und Äther löst.
Die Lösung von Aluminiumhydroxyd in Salzsäure gibt beim Verdampfen zerfließliche Kristalle
[* 3] von
Aluminiumchlorid mit 12H2O, welche beim
Erhitzen erst Wasser, dann Salzsäure verlieren und Aluminiumoxyd hinterlassen. Das Chloraluminium-Chlornatrium Al2Cl6+2NaCl
wird erhalten, wenn man über eine erhitzte Mischung von Aluminiumoxyd, Kohle und Chlornatrium Chlor leitet.
Es gleicht dem
Aluminiumchlorid, ist aber weniger hygroskopisch und bildet jetzt den Ausgangspunkt zur Aluminiumfabrikation.
Eine unreine (blei- und arsenhaltige) Lösung von
Aluminiumchlorid, aus schwefelsaurer Thonerde und Chlorcalcium dargestellt, kommt unter
dem Namen Choralum (Chloralium) als Desinfektionsmittel in den Handel, steht aber in ihrer desinfizierenden
und klärenden Kraft
[* 4] dem Alaun
[* 5] und Eisenvitriol nach und wird jetzt zum Karbonisieren (Entkletten) der Wolle benutzt.