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Im Jahre 1957 begann der Bau des HFR in Petten. Vier Jahre später nahm der Forschungsreaktor seinen Betrieb auf. Noch während des Baus wurde der Reaktor der Europäischen Kommission unterstellt, um den Zugang zur internationalen Forschung zu gewährleisten. Die anfängliche thermische Leistung von 20 MW wurde in den 1970er-Jahren auf die heutigen 45 MW erhöht. Seit 2005 untersteht der Betrieb des HFR der NRG. Der Forschungsreaktor ist heute sowohl für die Isotopenproduktion wie auch die Forschung unverzichtbar. Der HFR ist der grösste Produzent von Radioisotopen für die medizinische Anwendung in Europa und der zweitgrösste weltweit. Täglich werden, so die NRG, über 24'000 Patienten mit Isotopen aus Petten behandelt. Die NRG verweist denn auch auf die Bedeutung eines Nachfolgereaktors für den nun in die Jahre gekommenen HFR.
Finanzierung von Pallas harzt
Ein Nachfolger für den HFR ist seit längerem in Planung – der Pallas genannte Hochflussreaktor mit einer Leistung von 80 MW. Das Projekt ist indessen wegen Finanzierungsfragen ins Stocken geraten. Ein Ausschreibungsverfahren für die Wahl des Reaktorlieferanten wurde im Juni 2008 lanciert, musste jedoch Anfang 2010 wegen der ungeklärten Finanzierung gestoppt werden. Die NRG appellierte denn auch an die niederländische Regierung, ihre Meinung zur Finanzierung von Pallas zu überdenken. Die Projektanten rechnen mit Gesamtkosten von EUR 500 Mio. (CHF 620 Mio.) für Entwicklung und Bau des Reaktors. Während seiner Lebensdauer sollten die geplanten Einnahmen vollumfänglich die Finanzierungskosten decken.
Quelle
D.S. nach NRG, Medienmitteilung, 8. November 2011, und www.pallasreactor.eu