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23. Februar 1980: Von den Olympischen Spielen 1980 erinnern sich die Amerikaner vor allem an den gloriosen Hockeysieg der US-Amateure gegen die Sowjet-Profis. Dabei schlägt einer sämtliche Olympia-Rekorde.
Die Amerikaner feiern bei den Olympischen Spielen 1980 in Lake Placid nicht nur den wundersamen Eishockey-Olympiasieg, das «Miracle on Ice». Sie hatten auch einen Helden namens Eric Heiden. Der Eisschnellläufer gewinnt in neun Tagen fünfmal Gold.
Unmittelbar nach diesem fünften olympischen Gold erklärt er den Rücktritt vom Eisschnelllauf.
Der amerikanische Kult-Sportsender ESPN führt Eric Heiden als Nummer 63 der grössten Athleten des 20. Jahrhunderts. Seine Schwester Beth holt über 3000 Meter die Bronze-Medaille. Damit gewinnt die Familie Heiden bei diesen Spielen in Lake Placid exakt die Hälfte der insgesamt zwölf Medaillen der Amerikaner (6 Gold/4 Silber/2 Bronze).
Fünfmal Gold – das hat ausser Heiden bisher noch keiner bei Olympischen Winterspielen geschafft. Nur Clas Thunberg war im Eisschnelllaufen noch erfolgreicher: Er holte ebenfalls fünfmal Gold und zusätzlich einmal Silber und einmal Bronze. Aber im Rahmen von zwei Olympischen Spielen (1924 und 1928).
Eric Heiden ist weltberühmt als Eisschnellläufer. Weniger bekannt ist seine Karriere als Radrennfahrer. Er steigt nach 1980 aufs Rennvelo um – an und für sich logisch. Denn als Eisschnellläufer trainiert er im Sommer jeweils auf dem Rennvelo. 1981 kommt er bei der Bahn-WM in Brünn im Punktefahren allerdings nicht über den 19. Platz hinaus.
1985 wird er US-Profimeister. Den Giro d’Italia im gleichen Jahr beendet er auf dem 131. Schlussrang und bei der Tour de France 1986 gibt er als 117. nach einem Sturz in der 18. Etappe auf. Später wird er TV-Kommentator. Der publikumsscheue Olympiaheld lebt mit seiner Familie (verheiratet mit Karen, ein Sohn und eine Tochter) heute in Utah und arbeitet als Sport-Orthopäde.
13. November 1983: Heute stirbt der Mann, der bei den Olympischen Spielen 1912 einen skurrilen Rekord aufstellte. Oder besser: Zu diesem aufbrach. Denn erst 1967 endet sein längstes Rennen der Geschichte. Unterwegs heiratete er und zeugte sechs Kinder.
Olympia ist 1912 noch kein Kassenschlager. Das Stadion in Stockholm ist meist gähnend leer. Bis am letzten Tag, dem 14. Juli 1912 um 13.45 Uhr. Dann steht der Marathon auf dem Programm. Im laufsportverrückten Schweden DAS Ereignis. 22'000 füllen die Arena, Tausende stehen an der Strecke.
Allerdings ist die Freude bei den Organisatoren trotzdem getrübt. Grund ist das Wetter: Bis zu 32 Grad werden gemessen, eine völlig unerwartete Hitze. Schon vier Jahre zuvor brachen beim Marathon in London bei …