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Der ehemalige Fifa-Funktionär Rafael Esquivel aus Venezuela ist am Montag von der Schweiz an die USA ausgeliefert worden. Zwei US-Polizeibeamte übernahmen ihn in Zürich und begleiteten ihn auf dem Flug nach New York.
Der ehemalige Präsident des venezolanischen Fussballverbands und Vizepräsident des Südamerikanischen Fussballverbands (Conmebol) war am 27. Mai 2015 zusammen mit sechs weiteren Fifa-Funktionären aufgrund eines US-Verhaftsersuchens in Zürich festgenommen worden. Am 23. September 2015 bewilligte das Bundesamt für Justiz (BJ) seine Auslieferung an die USA. Seine Beschwerde gegen diesen Entscheid wurde vom Bundesstrafgericht am 27. Januar 2016 abgewiesen.
Beschwerde beim Bundesgericht zurückgezogen
Rafael Esquivel reichte daraufhin beim Bundesgericht Beschwerde ein. Am 26. Februar informierte Esquivel das BJ, dass er die Beschwerde beim Bundesgericht zurückgezogen habe und eine möglichst rasche Auslieferung wünsche. Das BJ bewilligte noch am gleichen Tag seine Auslieferung an die USA.
Vor der amerikanischen Justiz wird er sich wegen Korruption verantworten müssen. Ihm droht eine Gefängnisstrafe von bis zu zwanzig Jahren. Esquivel wird vorgeworfen, an einem internationalen Bestechungskomplott beteiligt gewesen zu sein. Dieses soll insbesondere in Zusammenhang mit dem Verkauf von Vermarktungsrechten für die Copa America stehen.
Zwei Auslieferungen noch offen
Mit Esquivel wurde der sechste der neun Fifa-Funktionäre, die letztes Jahr bei zwei Aktionen in Zürich festgenommen worden waren, an die USA ausgeliefert. Alfredo Hawit, Jeffrey Webb, José Maria Marin, Juan Angel Napout und Eduardo Li wurden bereits den US-Behörden übergeben.
Eugenio Figueredo wurde an Uruguay ausgeliefert. Über die Auslieferung von Julio Rocha und Costas Takkas muss das Bundesstrafgericht noch entscheiden.
(sda/me)