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Beschreibung
Im Frühjahr 2021 wurde der Neubau des Kunsthaus Zürich mit einer Installation von William Forsythe eröffnet. Daneben befanden sich im und beim Neubau Werke von Lawrence Weiner, Alexander Calder, Robert Delaunay, Urs Fischer, Max Ernst (Bar), Dan Graham (vor dem Garten der Kunst) und neu auf dem Platz ein Kopf von Kader Attia.
Das einzige Werk einer Frau war von Pipilotti Rist im Aussenraum.
Das skandalöse Geschlechterverhältnis veranlasste Elisabeth Eberle/Ruth Righetti gegenüber in einem Privatgarten ein Denkmal für die unbekannte Künstlerin* aufzustellen und den schmiedeisernen Zaun mit Bildern unbekannter Künstlerinnen in transparenten Plastiksäcken zu behängen, sodass diese im Wind flatterten und den Blick der Passant:innen anzogen, dies auch aus dem Tram.
Das Memorial besteht aus mit Granitfarbe besprühter Platte mit dunkelgrauer Inschrift, einem Grabkranz und mit Goldlettern beschrifteter Grabschleife.
Die Aktion führte zu heftigen Diskussionen mit Passant:innen.
Künstler:in(en)
Elisabeth Eberle/Ruth Righetti
Bemerkungen
Das Werk wird im Herbst Gegenstand eines Dokumentarfilms auf einem französischen Fernsehsender sein, für den auch andere aktivistische Künstlerinnengruppen in den USA und in der Schweiz portraitiert wurden.
Werk
DER UNBEKANNTEN KÜNSTLERIN*
(2021)
Künstler:in(en)
Elisabeth Eberle/Ruth Righetti
Beschreibung
Das Memorial besteht aus mit Granitfarbe besprühter Sperrholzplatte mit dunkelgrauer Inschrift DER UNBEKANNTEN KÜNSTLERIN* IN MEMORIAM, einem Grabkranz und mit Goldlettern beschrifteter Grabschleife. Es war eine Mischung aus Performance und temporärer Installation, gut sichtbar für Passsant:innen vis à vis des Neubau Kunsthaus Zürich.
Am eisernen Gartenzaun wurden in transparenten Plastiksäcken etwa 20 unbekannte Künstler:innen (minus Künstler) vorgestellt. Diese wehten im Wind und lockten Leute an.
Die Aktion führte zu heftigen politischen Diskussionen mit Passant:innen um den mit 118 Millionen staatlich mitfinanzierten Neubau, der im Frühjahr 2021 vollständig mit männlicher Kunst eingeweiht wurde und dann mit drei Privatsammlungen dreier Männer mit vorwiegend weisser, männlicher Kunst gefüllt werden sollte. Der Aussenraum des Kunsthaus beherbergt etwa 12 Werke, wovon nur dasjenige von Pipilotti Rist von einer Künstlerin ist. Es handelt sich nicht nur um tote historische Künstler.
Material
Sperrholzplatte, Granitfarbe, Buchstaben, Grabkranz mit Schleife, Platiksäcke, Prints
Technik
Installation / Performance
Zugänglichkeit
Trottoir, sichtbar von der Strasse und aus dem Tram, vom Garten der Kunst des Kunsthaus Zürich, Blick durch schmiedeeisernen Zaun mit brutalen Spitzen, Rämistrasse 44
Zustand
renovationsbedürftig