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Untertitel: 24. Heitenrieder Lauf an Daniel Brodard und Daniela Lehmann
Autor: Von GUIDO BIELMANN
In der Regel starten an den regionalen Läufen um die 300 Läufer, wenn er nicht zum Cup zählt. Aus dieser Perspektive hat also der 24. Heitenrieder Lauf am Samstag mit 440 Klassierten einen schönen Erfolg verbuchen können. Man staunte nicht schlecht, als im Männerrennen plötzlich zwei Läufer gemeinsam auf dem Zielgelände erschienen, Daniel Brodard (CS Le Mouret) und Valentin Belz (ST Bern), der Bruder des internationalen Bahnläufers Christian, der eine Woche zuvor am Bösinger Waldlauf Ehrenstarter gewesen war.
Man tippte auf Valentin Belz im Spurt, aber es war Daniel Brodard, der sich klar durchsetzte. Brodard kam damit zu seinem zweiten Heitenrieder Sieg in Folge, wobei er zwölf Sekunden langsamer als im Vorjahr war. Brodard und Belz scherzten am Ziel. Daniel Brodard: «Wir fuhren zusammen hierher nach Heitenried. Valentin sagte, wenn er mich schlagen würde, müsse ich heimlaufen.» Dem war also nicht so. Valentin Belz ist übrigens bei «Ryffel Running» verantwortlich für das «Aqua-Fit» oder Aqua-Jogging. Er will am 18. April seinen ersten Marathon laufen, und zwar in London. Über 10000 m weist er eine Bestzeit von 32:01 Minuten (2002) auf.
Daniela Lehmann vermied den Spurt Zunächst lief eine Fünfergruppe mit Brodard, Belz, Veteran Marius Hasler (TSVDüdingen), Adrian Jenny (TVWünnewil) und Ivan Mariano (AC Murten) an der Spitze. Jenny und Mariano fielen zurück. Dafür leistete Marius Hasler Widerstand. Der 43-jährige Hasler ist sichtbar stärker als im Vorjahr, und er heizte der um 20 Jahre jüngeren Konkurrenz gehörig ein. Während Belz für kurze Zeit Brodard distanzieren konnte, arbeitete sich Hasler an Brodard heran. Als er aufgeschlossen hatte, kickte aber Brodard an, und nur Belz kam mit, während Hasler wieder zurückfiel und Dritter wurde.
Im Frauenrennen lief auf der ersten, 3,5 Kilometern langen Schlaufe Monique Zimmer (TSVDüdingen) an der Spitze. Daniela Lehmann (LATSense) folgte mit zehn Sekunden Abstand. Das änderte sich in der zwei Kilometer langen Steigung, wo Lehmann an Zimmer vorbeizog. Für Daniela Lehmann, im Vorjahr Zweite hinter Regula Zahno, verlief das Rennen «tipptopp. Ich habe alles gegeben. Monique kam beim achten Kilometer wieder näher. Ich wusste, ich muss angreifen, sonst würde es zu spät, denn im Spurt wäre sie sicher stärker gewesen.» Daniela Lehmann war 13 Sekunden langsamer als Regula Zahno im Vorjahr.
Monique Zimmer trainiert in Italien
Monique Zimmer war im März an ihrer zweiten Cross-WM-Teilnahme auf der Kurzdistanz 69. gewesen: «Ich habe nun in den vergangenen zehn Tagen knallhart trainiert, 100 km pro Woche. Dies als Basis für das zehntägige Trainingslager jetzt in Italien.» Da wird sie mit Brägger, Weyermann, Caruzzo und Etter trainieren.