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Die Geschichte der Korporation Ursern reicht viele Jahrhunderte zurück. Bis 1240 war Ursern eine Vogtei des Klosters Disentis. Danach hatte die Talschaft über hundert Jahre lang den Status einer Reichsvogtei inne, bis sie 1382 von König Wenzel die Reichsunmittelbarkeit erlangte und eine souveräne Talgemeinde wurde. Mit dem Ewigen Landrecht mit Uri (1410) behielt die Talgemeinde ihre Selbstständigkeit, ausgenommen die beiden Bereiche Aussenpolitik und Strafrecht.
In ihrer heutigen Form existiert die Korporation Ursern seit 1888. Damals, mit der Totalrevision der Kantonsverfassung, trennten sich die Korporation Ursern und die Korporation Uri vom Kanton und erhielten als öffentlich-rechtliche Körperschaften eine eigene Gesetzgebung.