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Ein Erdbeben der Stärke 6.9 hat am Freitag den Inselstaat Papua-Neuguinea erschüttert. Eine zunächst ausgerufene Tsunami-Warnung wurde später wieder aufgehoben. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.
Allerdings liegen die Gebiete, die betroffen sein könnten, in abgelegenen Regionen. Deswegen kann es Tage dauern, bis Behörden oder Hilfsorganisationen von Zerstörungen erfahren.
Das Beben ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS rund 162 Kilometer von der Stadt Rabaul entfernt in 35 Kilometern Tiefe. Es folgten zwei Nachbeben mit einer Stärke von 5.3 und 5.1.
Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum gab zunächst eine Warnung heraus. Demnach könnten «gefährliche» Wellen von bis zu einem Meter Höhe die Küste treffen. Später erklärte das Warnzentrum, die Gefahr sei vorüber.
Papua-Neuguinea war erst Ende Februar von einem schweren Erdbeben der Stärke 7.5 getroffen worden. Dabei kamen mindestens 125 Menschen ums Leben.
Papua-Neuguinea liegt nördlich von Australien und gehört zum Pazifischen Feuerring, einer hufeisenförmigen Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans. Sie wird häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht. Hier treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. (sda/dpa/afp)