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Schweizer Weinmarkt: Roséwein profitiert von Sommerhitze
05.02.2016
Das Observatorium des Schweizer Weinmarkts (OSMV) hat im Dezember 2015 seinen vierten Bericht über die Entwicklung des Schweizer Weinmarkts im Grosshandel für das 3. Quartal 2015 veröffentlicht. In diesem Zusammenhang sei die Zusammenarbeit der KOF mit dem OSMV erwähnt, die den OSMV bei der Erstellung von Modellrechnungen und Prognosen für den Schweizer Weinmarkt wissenschaftlich unterstützt.
Der Sommer 2015 war besonders heiss, wodurch der Absatz von Roséwein stark angekurbelt wurde. Dieser machte im 3. Quartal 2015 beinahe ein Viertel der Schweizer AOC-Weinverkäufe im Grosshandel aus, was einem Zuwachs von 7,5% im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum entspricht.
Die sommerliche Hitze ist auch einer der Faktoren, die den relativ grossen Erfolg der Schweizer Weine im Vergleich zu ausländischen Weinen im 3. Quartal 2015 trotz geringer im Grosshandel befindlicher Mengen und des nach wie vor höheren Preises für einheimische Weine erklären kann (Preisrückgang der Schweizer AOC-Weine um 3,2%, gegenüber 8,2% der italienischen und spanischen sowie 5,6% der französischen Weine). Dennoch liegen die Absatzzahlen der Schweizer AOC-Weine im Grosshandel nach 9-monatiger Verkaufstätigkeit im Jahr 2015 noch immer hinter den Vorjahreszahlen (-4,8 %). Dies ist den Rotweinen geschuldet, die in Zeiten knapper Bestände zunehmend auf den Direktverkauf beschränkt bleiben.