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Brückenschläge. Eine integrierte ‘turkoarabische’ Romangeschichte (Mitte 19. bis Mitte 20. Jhdt.)
|Verantwortlicher||Prof. Dr. Stephan Guth|
|Trägerschaft||Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Phililogie|
|Betreuung|
|Finanzierung||Kantonale Mittel|
Diese erste detailierte und systematische Zusammenschau zweier moderner vorderorientalischer Literaturen stellt mit ihrem komparatistischen Ansatz am Beispiel des Genres Roman das Konzept einer arabischen bzw. türkischen "Nationalliteratur" in Frage und postuliert die Möglichkeit einer gemeinsamen Betrachtung und übergreifenden Periodisierung der modernen nahöstlichen Literaturen.
Drei breit angelegte Gegenüberstellungen repräsentativer Werke aus verschiedenen Epochen zeigen die vielfältigen Berührungspunkte türkischer und arabischer Romane in Inhalt, Form und Funktionalität. Schliesslich wird der Blick geweitet und durch den Vergleich der arabischen und türkischen Romangeschichten demonstriert, dass die Parallelität System hat. Abschliessend wird eine gemeinsame "turkoarabische" Romangeschichte entworfen, aus deren Perspektive die "nationalen" Entwicklungen als Besonderungen eines Allgemeinen erscheinen. Die syn- und diachrone Parallelität wird auf die jeweils ähnliche Beschaffenheit des literarischen Feldes und der ausserliterarischen Kontexte zurückgeführt.