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Hans Bachmann (*30.4.1852 Winikon - 12.11.1917 Luzern) war ein Schweizer Interieur-, Landschafts- und Porträtmaler. Ab 1870 besuchte er in Düsseldorf die Kunstakademie. 1880 musste er aus gesundheitlichen Gründen einen zweijährigen Kuraufenthalt in den Schweizer Bergen machen, wo er vor allem Naturstudien betrieb und ländliche Genreszenen schuf. Nach seiner Rückkehr nach Düsseldorf schloss er sich dem Kreis um Benjamin Vautier den Älteren an und malte volkstümliche Szenen, mit denen er internationale Erfolge erntete. 1887 erhielt er an der Londoner Kunstausstellung im Crystal Palace eine Goldmedaille für das Gemälde «Weihnachtssingen» und 1888 eine Auszeichnung von der Königlichen Akademie der Künste in Berlin. 1895 kehrte Bachmann in die Schweiz zurück und liess sich in Reiden nieder. 1894–97 lieferte er Illustrationen für die Gotthelf-Ausgabe des Neuenburger Verlegers Frédéric Zahn und 1902 für Theodor Curtis Geschichte der Schweiz im 19. Jahrhundert. 1897–1905 unterrichtete er an den Kunstgewerbeschulen Zürich und Luzern, ab 1903 auch an einer privaten Malschule für Damen in Luzern. Von 1899 bis1901 war er Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission. 1903 erhielt er den Auftrag zur Ausmalung der Tellskapelle in der Hohlen Gasse, 1905 wurden die zwei Fresken Gesslers Tod und Tells Tod – an denen aus zeitlichen Gründen auch Ernst Hodel der Jüngere mitgewirkt hat – feierlich eingeweiht. In seinem Spätwerk finden sich auch diverse Bildnisse. 1909 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Luzerner Sezession. 1918 widmete ihm das Kunstmuseum Bern eine Gedächtnisausstellung. Mit Albert Anker verband Bachmann eine besondere Vorliebe für Kinderdarstellungen und schlichte bäuerliche Themen; beide haben mit nüchterner Distanz die ländlichen Lebensgewohnheiten und Sitten ihrer Epoche beschrieben.