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Ein Börsencrash (Börsenkrach) tritt dann ein, wenn die Börsenkurse in kurzer Zeit dramatisch einbrechen.
Während eines Börsencrashs verkaufen sehr viele Investoren gleichzeitig ihre Aktien und kaum ein Anleger will mehr in Aktien einsteigen. Die Folge: In wenigen Tagen oder Wochen verlieren die Aktien massiv an Wert. Diese Situation schafft ein Überangebot an Aktien, wobei die Kurse weiter abstürzen. Ein solcher Crash wird in der Regel durch panikartige Verkäufe verstärkt. Das heisst, aus Angst vor noch grösseren Verlusten werfen Anleger ihre Aktien sofort und zu jedem Preis auf den Markt. Auf diese Weise entsteht ein sogenannter Schneeballeffekt, der sich immer weiter vergrössern kann. Wobei nicht alle Aktien extrem an Wert verlieren müssen. Manche Kurse brechen weniger ein und gewisse Kurse steigen sogar während eines Crashs. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass es immer Unternehmen gibt, die von einer einbrechenden Börse profitieren und in schlechten Zeiten ihre Umsätze sogar steigern können.
Börsencrashs können verschiedene Gründe haben. In der Regel werden Crashs nach Phasen sogenannter Spekulationsblasen ausgelöst. So platzte zum Beispiel die Internet-Blase von 2000, als bekannt wurde, dass viele Internetfirmen nicht das wert sind, was die Öffentlichkeit und viele „Experten“ angenommen haben. Crashs können auch bei negativen Ereignissen wie der Insolvenz von angesehenen Unternehmen wie Lehman Brothers ausgelöst werden. Diese markierte den Anfang der Finanzkrise von 2008.