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Wer ist eigentlich ein Held oder eine Heldin? Für die einen ist es ein Elternteil, für manche eine Sportlerin oder ein Sportler und für manche sind sie es selber. Das definiert jeder anders.
Wo wir uns aber alle einig sein dürften, ist, dass die folgenden Menschen diesem Status schon ziemlich nahekommen. Sie haben zum Teil Unglaubliches geleistet und dabei ihr eigenes Leben unter das von Fremden gestellt. Aber damit ihr wisst, wovon wir reden, lest ihr am besten einfach die folgenden acht Geschichten.
Zum einen war Scharwasch Karapetjan ein erfolgreicher Schwimmer (11 Weltrekorde, 17-maliger Weltmeister, 13-maliger Europameister und 7-maliger UdSSR-Meister), zum anderen ist er ein mehrfacher Lebensretter.
Im September 1976 rettete der damals 23-Jährige 20 Menschen das Leben. Sie waren in einem Bus eingesperrt, welcher von der Strasse abkam und in einen See stürzte. Scharwasch tauchte 10 Meter tief und konnte trotz der schlechten Sicht ein Fenster finden, welches er mit den Beinen eintrat – zur Erinnerung: 10 Meter unter Wasser (!). Ach ja, und das alles nach einer 20 Kilometer langen Trainings-Laufeinheit.
Die Kehrseite der Medaille: Nach seiner Rettungsaktion fiel er für 45 Tage ins Koma. Seine erlittenen Schnittverletzungen führten aufgrund des schmutzigen Wassers im See zu einer Sepsis sowie zu Lungenkomplikationen. Dies bedeutete das Ende seiner sportlichen Karriere ... jedoch nicht derer als Held.
1985 rettete er mehrere Menschen aus einem brennenden Gebäude. Er selber zog sich dabei schwere Verletzungen zu und war wieder für lange Zeit im Krankenhaus. Heute lebt er in Moskau.
Quelle: Wikipedia.
Amanda Hess, eine Ärztin aus Kentucky, war im Krankenhaus, um ihre eigene Entbindung einzuleiten. Dabei hörte sie, dass das Kind der Frau, die gerade im Nebenzimmer gebar, in Not geraten war. Sie war kurz davor, ihre eigenen Wehen einzuleiten, als sie sich in das andere Zimmer begab, um nach dem Rechten zu sehen.
Dort traf sie auf die Frau, welche zufällig eine ihrer Patientinnen war. Eine Woche zuvor hatten sich die beiden noch zum letzten vorgeburtlichen Termin getroffen. Hess erkannte im Zimmer sofort, dass das Baby ihrer Patientin viel schneller als erwartet kam. Zudem hatte sich die Nabelschnur um den Hals des Kindes gewickelt – die Patientin benötigte also sofort Hilfe. Der diensthabende Arzt des Krankenhauses hatte das Zimmer für eine Pause verlassen.
Hess reagierte und half der Patientin mit der Geburt und sorgte für das Wohl des Kindes, solange bis der Bereitschaftsarzt eintraf, um die Behandlung zu Ende zu führen. Danach begab sie sich wieder in ihr Zimmer und brachte kurze Zeit später ihr eigenes Kind zur Welt.
Quelle: Washingtonpost
Gleich geht es weiter mit unseren Helden, aber vorab eine kurze Werbeunterbrechung:
Und nun zurück zur Story...
Das ist Tiernan McCready, damals 9 Jahre alt, aus Bogside, Grossbritannien. Als er sah, wie drei Männer ein 18-jähriges Mädchen packten und versuchten, sie in ihren Lieferwagen zu bekommen, reagierte er sofort. Er fing an, die Männer anzuschreien. Diese wurden dadurch so verunsichert, dass sie von der Frau abliessen. Tiernan brachte das Mädchen in Sicherheit und bat seine Mutter, die Polizei zu rufen. Von der Polizei wurde er für seine Heldentat ausgezeichnet.
Quelle: Irish Post.
Am 11. März 2011 war Hideaki Akaiwa auf der Arbeit, als sich in der Tōhoku Region ein Erdbeben und daraus resultierend ein Tsunami ereignete. Er verliess daraufhin sofort seinen Arbeitsort und begab sich auf den Heimweg. Auf diesem musste er feststellen, dass sein gesamtes Wohnquartier bis zu drei Meter unter Wasser stand. Er konnte einen Neoprenanzug organisieren und schwamm, tauchte und watete rund 200 Meter weit durch das zerstörte Viertel, bis er zu seinem überfluteten Haus kam. Dort fand er seine Frau, welche sich im Obergeschoss in Sicherheit bringen konnte. Er schaffte es, sie sicher aus den Trümmern zu befreien.
Damit jedoch nicht genug: Da seine Mutter Tage nach dem Beben immer noch vermisst war, begab er sich selber auf die Suche nach ihr. Tagelang kämpfte er sich durch die Gegend, in welcher sie zuletzt gesehen worden war, als er sie schliesslich am 15. März – vier Tage nach der Katastrophe – fand. Sie befand sich im zweiten Stock eines überfluteten Hauses, in welchem sie auf Hilfe gewartet hatte. Während der Suche nach seiner Mutter konnte er vielen weiteren Menschen helfen, welche ebenfalls in der Nachbarschaft wohnten.
Quelle: Wikipedia.
Was an diesem Bild speziell ist? Es soll einen iranischen Lehrer zeigen, der mit seinem Auto zu einem Mädchen fährt, welches zu weit entfernt von der Schule wohnt. Um ihr das Wichtigste beizubringen, benutzt er sein Auto als Whiteboard.
Jim Rice ist ein amerikanischer Baseball-Spieler, der mittlerweile im Ruhestand ist. Neben seinen sportlichen Fähigkeiten bleibt er aber auch mit einer anderen Aktion in Erinnerung.
Während eines Spiels im August 1982, welches landesweit im Fernsehen übertragen wurde, wurde ein kleiner Junge von einem Ball am Kopf getroffen. Während Spieler und Fans geschockt waren, reagierte Rice am schnellsten. Er sprintete von der Spielerbank auf die Tribüne zu dem blutüberströmten Jungen. Er hob ihn hoch und trug ihn durch den Unterstand der Spieler in das Clubhaus. Dort konnte das Ärzteteam der Mannschaft den Jungen sofort medizinisch behandeln.
Da die Sanitäter vermutlich nicht rechtzeitig im Stadion eingetroffen wären, rettete Rice mit seiner Aktion dem Jungen das Leben. Und als ob das nicht bereits genug wäre, übernahm Rice auch noch die Krankenhausrechnung. Der Junge konnte sich von dem Vorfall komplett erholen.
Quelle: Wikipedia.
Als es in Nepal zu einem Erdbeben kam, löste dieses eine Lawine aus, welche das Everest-Basislager und deren Bewohner und Bewohnerinnen verschüttete. Darunter befand sich auch Dr. Rachel Tullet, welche im Lager für die medizinische Versorgung zuständig war.
Die damals 34-jährige Engländerin wurde dabei an einen Felsen gedrückt, wodurch sie sich schwer am Bein verletzte. Dennoch schaffte sie es, sich nach einigen Minuten aus den Schneemassen zu befreien. Sie leitete sofort die Rettungsaktion für die anderen Verschütteten ein. Es gelang ihr, 25 Menschen zu bergen. Damit nicht genug: Die Ärztin hielt die Schwerverletzten zusammen mit weiteren Helferinnen für weitere 24 Stunden am Leben, bis endlich ein Hubschrauber für die Evakuierung eintraf. Sie leitete sogleich die Organisation der Abtransporte.
Zwischen der Bergung der Verschütteten und deren Evakuierung kümmerte Tullet sich um ihre eigenen Verletzungen: einen Bänderriss, einen Bruch der Kniescheibe und eine klaffende Wunde am Bein, welche sie sich selbst ohne Betäubung nähte.
Von den 25 geborgenen Menschen überlebten 23, zwei erlagen später ihren Verletzungen.
Quelle: The Guardian.
Der damals 10-jährige Om Prakash Yadav (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen indischen Politiker, den du ja bestimmt kennst) war auf dem Weg zur Schule, als er einen brennenden Schulbus bemerkte. Er stellte fest, dass sich der Fahrer nicht mehr im Fahrzeug befand, jedoch noch acht seiner Schulfreunde und -freundinnen darin eingeklemmt waren.
Der Junge lief ohne zu zögern zum Schulbus, riss die Tür auf und rettete die Acht einzeln aus den Flammen. Dabei zog er sich schwere Verbrennungen im Gesicht, am Rücken, an den Ohren und seinen Armen zu. Er war rund zwei Monate im Krankenhaus, bevor er entlassen werden konnte.
Für seine Taten wurde Prakash 2012 vom damaligen Premierminister mit dem «Indian Council for Child Welfare National Bravery Award» ausgezeichnet. Zudem erhielt er von der damaligen Präsidentin Indiens eine Urkunde, die sagt: «Die Nation ist stolz auf dich».
Quelle: Indianexpress.