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Amide StoffgruppenAmide sind organische Verbindungen, welche eine Carbonylgruppe enthalten, an deren Kohlenstoffatom ein Stickstoffatom gebunden ist. Die Kohlenstoff- und Stickstoffatome können unterschiedlich substituiert sein. Die Amidbindung ist eine starke Bindung und für das Leben auf der Erde essenziell. Denn die Peptide und Proteine sind aus Aminosäuren aufgebaut, welche über Amidbindungen verknüpft sind. Amide kommen in zahlreichen pharmazeutischen Wirkstoffen vor.
synonym: AmidbindungDefinition
R1, R2 und R3 können aliphatische und aromatische Reste oder Wasserstoffatome sein.
Amidsynthese, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWikiNomenklatur
Amide werden mit dem Suffix -amid benannt, also beispielsweise Ethanamid (Trivialname Acetamid) oder Propanamid. Amide können aliphatisch, aromatisch und zyklisch sein. Die zyklischen Amide werden als Lactame bezeichnet (siehe auch unter Beta-Lactam-Antibiotika). Anilide sind Amide, die von Anilin abgeleitet sind.
Beispiele
- Benzamid
- Ethanamid
- Dipeptide
- Tripeptide
- Oligopeptide
- Peptide
- Proteine
- Amide können sowohl Wasserstoffbrücken-Donoren als auch -Akzeptoren sein. Donoren sind sie nur, wenn eine NH- oder NH2-Gruppe vorhanden ist.
- Im Unterschied zur den Aminen sind die Amide nicht basisch. Säure-Base-Reaktionen sind nur unter extremen Bedingungen möglich.
- Die Amide sind für das Leben auf der Erde unverzichtbar, denn die Aminosäuren, also die Bausteine der Peptide und Proteine, sind mit Amidbindungen verknüpft. Sie gehören zu den wichtigsten Biomolekülen.
- Arzneimittel-Fachinformation
- Fachliteratur
- IUPAC
- Lehrbücher der Chemie
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