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Schwarze Identität im Theater
Schwarze Identität wurde in der langen Geschichte des weissen europäischen Theaters beinahe ausschliesslich aus einer einseitigen, exotistischen Perspektive gezeigt. Ein beliebtes Mittel um „schwarzsein“ darzustellen war dabei das „Blackfacing“. Dabei malten sich weisse Schauspieler schwarz an und verkörperten somit automatisch das fremde, nichtweisse. Eine Beleuchtung einer realen schwarzen Identität fand wenn überhaupt nur sehr vereinzelt statt; schwarze Kultur wurde marginalisiert und fand in der breiten Öffentlichkeit keine Beachtung. Rosina Kaleab gibt einen aktuellen Einblick in die aktuelle Situation schwarzer Identitäten an deutschen Bühnen. Sie ist Schauspielerin und Drehbuchautorin mit eritreischer Abstammung und arbeitet in Berlin und Köln. Für die Neuinszenierung der grand opera L’Africaine durch ein europäisch-afrikanisches Produktionsteam arbeitet sie gemeinsam mit einer Performancegruppe an der Neuschreibung von Rollen.