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Was wir Menschen von den Schmetterlingen lernen können. Zuerst aber einige Fakten über den Schmetterling...
Weltweit gibt es ca. 160'000 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Das Wort Schmetterling stammt aus dem Slawischstämmigen Wort Schmetten (Rahm, Schmand), von dem einige Arten oft angezogen werden. Das englische Wort 'Butterfly' weist in die ähnliche Richtung, da die Tiere beim Butterschlagen angezogen werden.
Das altgriechische Wort für Schmetterling war (psukhḗ oder: psyche)‚ Hauch, Atem, Seele, da sie als Verkörperung der menschlichen Seele angesehen wurden.
Vom Ei zum Schmetterling (Beispiel Zitronenfalter)
Um die 100 Eier legt ein Weibchen im Frühjahr auf mehreren Zweigen ab. Nach ein bis zwei Wochen schlüpft eine Raupe aus dem Ei.
Als Raupe bezeichnet man die Larven der Schmetterlinge. Die Raupe ist das eigentliche Fressstadium des Schmetterlings. Bei manchen ist es das einzige, in dem sie überhaupt Nahrung zu sich nehmen. Dadurch, dass sich das Körpervolumen der Raupen stark vergrößert, müssen sie sich mehrmals häuten, bis sie ihre endgültige Größe erreicht haben. Sie bilden von Zeit zu Zeit eine neue, größere Haut, die unter der alten wächst. Zur Häutung schwillt die Raupe an, bis die alte Haut platzt und durch Muskelbewegungen nach hinten weg geschoben werden kann.
Die Raupen führen meist ein verstecktes Leben und sind auch gut an ihre Umgebung angepasst.
Nach einigen Wochen befestigt sich die Raupe mit dünnen Fäden an einem Zweig. Dies nennt am verpuppen. In der Puppe (Kokon) wächst der Schmetterling nun langsam heran. Sobald der Schmetterling fertig ist, schält er sich aus der Hülle. Die Flügel sind noch feucht und zerknittert. Der Falter pumpt Blut hinein, damit sie sich entalten.
Dann fliegt er los.
Quelle:
https://www.tk.de/tk/a-z-navigation/z/vom-ei-zum-schmetterling-10005640/536372
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmetterlinge
Spirituelle Bedeutung des Schmetterlings
Das Krafttier Schmetterling hat für den Menschen seit jeher eine spezielle Bedeutung. Durch seine Verwandlung vom leblosen Kokon zum zarten Falter sehen ihn viele Menschen als Sinnbild für die Wiedergeburt. Im alten Griechenland bezeichnete das Wort ‚Psyche’ den Schmetterling, denn man hielt sie für die Seelen der Toten. In der griechischen und römischen Mythologie erscheint die Seele daher auch oft mit Schmetterlingsflügeln.
Folgende Begriffe stehen für die Eigenschaften eines Schmetterlings wenn wir ihm begegnen: Leichtigkeit, Transformation, Freude.
Der Schmetterling ist Sinnbild einer kraftvollen Metarmophose. Der Schmetterling zeigt sich, wenn die Zeit der Vorbereitung, des Wartens, des Ausharrens und der Prüfung vorbei ist. Jetzt gilt es, die alten Muster und Strukturen zu durchbrechen und sich der anstehenden Verwandlung vertrauensvoll hinzugeben. Wenn uns ein Schmetterling begegnet, heisst das, dass wir geschehen lassen sollen, was geschehen muss. Flügel ausbreiten und davonfliegen. Der Schmetterling möchte uns Freude, Leichtigkeit und Verspieltheit schenken. Wir sollen loslassen von schweren Dingen, die uns nach unten gezogen haben. Durch die Verpuppung möchte uns der Schmetterling sagen, dass wir einen Schlussstrich ziehen sollen unter alles alte, belastende - und ein unbeschwertes, leichtes Leben beginnen.
Quelle:
http://www.viversum.de/online-magazin/krafttier-schmetterling
http://www.spirituell-auf-deine-weise.de/blog/die-welt-der-seele-krafttier-bedeutung-schmetterling/die-welt-der-seele-krafttier-bedeutung-der-schmetterling.html http://www.schamanische-krafttiere.de/krafttier-schmetterling.html
Meine eigenen Gedanken zum Schmetterling
Lange Zeit habe ich die Schmetterlinge wohl gesehen, mir aber keine nachhaltigen Gedanken zu ihnen gemacht. Im Sommer sind sie hier, im Winter verschwinden sie wieder. Durch eine Meditation in der Retreat Woche auf Ibiza, bei welcher ich teilnehmen durfte, wurde ich wieder auf die Schmetterlinge aufmerksam. Mir wurde bewusst, welch starke und transformierende Bedeutung ein Schmetterling auf uns Menschen hat. Wenn ich es mit diesen Augen anschaue, wird mir plötzlich bewusst, wieviel wir von den Schmetterlingen lernen können.
Es heisst, dass die Raupe das eigentliche Fressstadium des Schmetterlinges ist. Diese Aussage hat mich zuerst befremdet. Es tönt auf den ersten Blick ein wenig abwertend und grob. Fressen um zuzunehmen, damit später ein Schmetterling entstehen kann? Ein zartes feines Geschöpf? Bei näherer Betrachung und reinfühlen was dies für uns Menschen zu bedeuten hat, wird mir der Zusammenhang dann doch klar. Auch wir leben in Phasen unseres Lebens im konsumierenden Überfluss, auch wir können bisweilen alles verschlingen und ausprobieren - ohne uns Gedanken zu machen, was wir überhaupt wollen, wer wir sind. Leben ohne Reflexion, leben ohne Achtsamkeit, leben ohne die nötige Tiefe. Wir leben mal im Gestern, mal im Morgen, mal im Nirgendwo. Überleben könnte man es auch nennen. Diese Zeiten in unserem Leben sind immens wichtig, denn sie lassen uns vielleicht irgendwann aufwachen. Lassen uns über uns selber nachdenken. Und so neues Bewusstsein erleben.
Das Glück ist wie ein Schmetterling. Wenn wir es jagen, vermögen wir es nie zu fangen, aber wenn wir innehalten, dann lässt es sich auf uns nieder.
(Unbekannt)
So besinnt sich die Raupe, dankbar über das was sie erlebt hat, das was sie durchmachen musste. Jeder Lebensabschnitt ist für die weitere Entwicklung notwendig. So wie der Schmetterling durch das Stadium der Raupe gehen musste, haben auch wir auf unserem Weg Hindernisse zu überwinden. Doch noch weitere Dinge lehrt uns der Schmetterling: Finde heraus wer Du wirklich bist! Der Schmetterling hat dazu eine geniale Methode entwickelt. Er verpuppt sich und lässt sich Zeit, zu dem heran zu wachsen, was er wirklich ist. Er geht in die Stille. Doch wie können wir dies erreichen? Es gibt eine kraftvolle Methode, sich selber näher zu kommen: Die Meditation. Wenn wir ruhig sind und meditieren, kommen wir uns selber auf den Grund. Ich meditiere noch nicht so lange, kann mich deshalb nicht als Expertin bezeichnen. Doch eines weiss ich: In der Hektik des Alltages habe ich mir häufig abends gedacht, wo war denn ICH jetzt den ganzen Tag. (In meinem 1. Blog Beitrag schreibe ich noch mehr dazu). Ich hatte keinen Zugang mehr zu mir. Keinen Zugang mehr zu meinem Herzen und meiner Seele. Seitdem ich regelmässig meditiere, komme ich mir immer näher. Einfach Ruhe und Stille um mich herum, kein Lärm, keine Hektik, kein Stress. So findet auch der Schmetterling zu sich selber.
So lehrt uns der Schmetterling, wie wir selber zum Schmetterling werden können. Indem wir unser altes Leben hinter uns lassen, dankend dafür was wir erleben durften. Indem wir aufspüren, welche Glaubensmuster uns noch belasten. Indem wir uns Gedanken machen, was uns Freude bereitet. Indem wir zur Ruhe kommen, nicht nur im äusseren, sondern auch im innern. Indem wir akzeptieren, wer wir sind und was wir haben. Frieden finden, uns selber akzeptieren, uns nicht daran messen was wir nicht haben, sondern stolz sind auf das was wir haben und sind. Glücklich sein ist unser oberstes Gebot. Genau das strahlt der Schmetterling aus. Er ist glücklich. Er fliegt voller Leichtigkeit und scheinbar schwerelos durch die Lüfte. Und er erfreut uns Menschen. Genau so können wir andere Menschen erfreuen und anstecken, wenn wir Freude, Leichtigkeit und Glück ausstrahlen. Ich empfinde das als unsere grösste Lebensaufgabe.
Das Leben eines Schmetterlinges ist realtiv kurz. Doch in dieser kurzen Zeit lebt er sein Leben mit Freude und Leichtigkeit. Genau das möchte uns der Schmetterling sagen: Seit fröhlich und glücklich. Trübsal blasen bringt nichts. Geniesst das Leben, denn es ist kostbar. Und lebt es anderen vor! Hinterlässt eine Spur in dieser Welt, eine Spur der Liebe und des Friedens. Genau das macht der Schmetterling auch!
Und so kann es sein, dass ich am Ende der Retreat-Woche auf Ibiza voller Freude in den Pool springe, mitsamt den Kleidern. Ein Sprung ins Leben! Es kann so befreiend sein.
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.
Hans Christian Andersen
Ich danke allen Frauen, die an der Yin Ibiza Woche 2016 teilgenommen haben. Es war für mich eine herzerfüllte Woche, im Kreise all der zauberhaften Frauen. Durch Euch und mit Euch sind anschliessend auch diese beiden Blog-Beiträge entstanden. Es ist meine Art, meine Gedanken zu sortieren und auszusprechen. Ich hatte Gefühle, die ich schon lange nicht mehr gefühlt hatte. Und vor allem habe ich mein Herz endlich wieder intensiv gespürt. Die Kraft eines solchen Kreises kann wirklich eine sehr heilsame Wirkung haben. Meine Aufgabe wird es nun sein, dran zu bleiben. Im Moment fühle ich mich wie der Schmetterling, der die Flügel mit Blut pumpt, bereit nachher weg zu fliegen.
Mein grösster Dank gilt Dir, liebe Daniela.
Eine kleine Auswahl Fotos aus der Ibiza-Woche:
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