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Schilddrüse
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Schilddrüsenvergrösserungen
Die Schilddrüse ist ein schmetterlings-förmiges Organ, das wie ein Schild, unterhalb des Kehlkopfs sitzt. Die Schilddrüse neigt dazu sich im Laufe des Lebens zu vergrössern. Ist davon das ganze Organ betroffen, spricht man von einem Kropf oder einer Struma. Wachsen nur einzelne Bereiche der Schilddrüse übermässig, spricht man von Schilddrüsenknoten. Schilddrüsenvergrösserungen sind oft nicht sichtbar, auch wenn sie schon sehr ausgeprägt sind und zu Beschwerden führen. Symptome entstehen, wenn benachbarte Organe im Hals verdrängt werden. Typische Symptome sind Schluckstörungen, ein Gefühl als ob etwas im Hals steckt (Globus Gefühl) und Heiserkeit. Schilddrüsenvergrösserungen sind in der Regel gutartig. Um sicher zu gehen braucht man jedoch eine Gewebsprobe. Diese kann, relativ schmerzlos mit einer einfachen Nadel, ambulant entnommen werden (Feinnadel Punktion). Falls damit keine diagnostische Klarheit erzielt werden kann oder die, durch die Schilddrüsenvergrösserung verursachten Symptome zu schwerwiegend sind, kann die Schilddrüse bzw. Anteile der Schilddrüse operativ entfernt werden.
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Die Schilddrüse bildet die beiden Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Schilddrüsenhormone wirken sich auf viele Stoffwechselvorgänge im Körper aus. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) bildet die Schilddrüse mehr Hormone, als der Körper benötigt. Dies führt zu einer Überversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen.
Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sind mannigfaltig. Zu den Anzeichen einer Hyperthyreose zählen:
- Gewichtsabnahme
- Gesteigerter Appetit
- Haarausfall
- Durchfall
- vermehrtes Schwitzen und Wärmeintoleranz
- Unruhe und Schlaflosigkeit
- Hohe Puls Rate
- Herzklopfen
Die häufigsten Ursachen für eine Überfunktion der Schilddrüse sind:
- eine Autoimmunerkrankung (z.B. Morbus Basedow)
- eine Schilddrüsenautonomie („heisser Knoten“).
Um eine Hyperthyreose zu diagnostizieren, muss eine Erhöhung der Schilddrüsenhormone im Blut nachgewiesen werden. Ausserdem können auch die verursachenden Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Manchmal wird eine Schilddrüsen Szintigraphie angeordnet, mit der die Überaktivität von Schilddrüsenbereichen nachgewiesen werden kann.
Eine Schilddrüsenüberfunktion wird mit Medikamenten (z.B. Carbimazol und Propylthiouracil) behandelt, welche die Bildung von Schilddrüsenhormonen hemmen oder die Symptome der Hyperthyreose lindern. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der endgültigen Behandlung durch Radiojodtherapie oder, in seltenen Fällen, eine Schilddrüsenoperation (Thyreoidektomie).
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Bildet die Schilddrüse weniger Schilddrüsenhormone als der Körper benötigt, spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Ungefähr 4% der Bevölkerung sind davon betroffen.
Zu den typische Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion zählen:
- Verlangsamung
- gesteigertes Kälteempfinden
- Spröde Haare und trockene Haut
- in ausgeprägten Fällen Gewichtszunahme
- heisere Stimme
Mit Abstand die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist eine Autoimmunerkrankung (z.B. Hashimoto Thyreoiditis), die zur langsamen Zerstörung der Schilddrüsenzellen führt.
Um eine Hypothyreose zu diagnostizieren, muss eine Erniedrigung der Schilddrüsenhormone im Blut nachgewiesen werden. Ausserdem können auch die verursachenden Antikörper im Blut nachgewiesen werden.
Die Behandlung beruht auf der Einnahme von Schilddrüsenhormonen (meist Thyroxin) bei regelmässigen Blutkontrollen. Die optimale Dosierung der Schilddrüsenhormone ist für jeden Patienten unterschiedlich; üblicherweise 1 – 1.5 Mikrogramm pro kg Körpergewicht pro Tag.
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