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„Orogenese“ ist der Titel für eine raumspezifische Arbeit. „Orogenese“ bezeichnet eine Arbeit, in welcher Malerei reduziert wird und dabei in den Raum hinausgreift. Leinwandbahnen sind gefaltet und gebügelt, es entstehen mehreckige und geschichtet Gebilde. Diese werden im Raum installiert. Das geschieht an einigen Stellen mit Tackern, manche Ecken werden aber auch unfixiert gelassen. Die Gebilde gehen ein auf die Gegebenheiten des Raumes, sie sind zum Teil über Eck gespannt oder liegen entlang den Wänden oder am Boden.
Wässerige Farbe wird auf die Leinwand aufgetragen. Das Wasser und der in der Farbe enthaltene Gummi arabicum spannen die Leinwand; die Gebilde formen sich um. Die Farbe wird in mehreren Schichten aufgetragen, es entstehen so unterschiedlich dicht bemalte Farbflächen.
Durch diesen Prozess entstehen Gebilde, die auf der Schwelle zwischen Bild und Objekt stehen. Sie wölben sich heraus in den Raum und lösen sich von der Idee, das Malerei auf einem Keilrahmen aufgezogen sein muss.