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2890, 2993, 2556, 3002, 2922 und 3036 m. Felsgruppe,
deren einzelne
Spitzen den
Fingern einer Hand gleich anfragen, im Gebirgsstock des
Titlis nw. über dem von
Meiringen nach
Wassen
(an der Gotthardbahn) führenden
Sustenpass.
Die einzelnen Zacken sind ziemlich schwierig zu besteigen und werden nur selten
besucht, am ehesten noch vom kleinen Gasthof
Stein am Steingletscher
(Sustenpass) aus.
Weiler: 17
Häuser, 84 Ew. Zwei Burgen,
deren eine im 13. Jahrhundert erbaut wurde und zunächst Eigentum des
Bischofes von
Chur war, in dessen Namen hier ein Beamter
mit der Erhebung der Steuern und der Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit beauftragt war. Um die Mitte
des 19. Jahrhunderts war hier die kantonale Zwangsarbeits- und Korrektionsanstalt untergebracht, die seither nach
Realta am
linken Ufer des
Rhein verlegt worden ist.
Ums Jahr 1870 wandelte Peter von Planta das
Schloss zu einem
Spital um, der aber nur
kurze Zeit bestand.
Beide Burgen heute Eigentum der Familie von Planta.
SchlossFürstenau war einst befestigt
und hatte eine Umfassungsmauer mit 2 Toren.
Heimat des Geschichtsschreibers Fortunatus de
Juvalta, der hier den grössten
Teil seines Lebens zubrachte.
(Kt. St. Gallen,
Bez.
Wil,
Gossau,
Tablat und Rorschach).
Name der 4 nördlichen Bezirke des Kantons St. Gallen,
die einst zusammen das dem Fürstabt
von St. Gallen
eigene Gebiet bildeten. Es verlor seinen Charakter als politische und historische Einheit durch die
helvetische Verfassung vom Jahr 1798 und wurde 1803 dem Kanton St. Gallen
angegliedert. Heisst auch die alte Landschaft, weil es der älteste
Kern der Besitzungen des Fürstabtes war, unter dessen
Herrschaft sich seine Bevölkerung zum grössten Teil aus Hörigen
zusammensetzte. Nach der Schlacht von
Kappel 1531 wurden die meist schon der Reformation beigetretenen
Fürstenländer gezwungen, wieder zum alten Glauben
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zurückzukehren. Die Gemeinden der Landschaft besassen keinerlei Freiheiten und durften weder Gemeindeversammlungen abhalten
noch ihre Vorsteher selber wählen, noch neue Bürger aufnehmen. Diese alte Landschaft zerfiel in eine obere und eine untere
Vogtei. Erstere war ihrerseits wieder in fünf Unterämter eingeteilt: das Landshofmeisteramt und die Untervogteien Rorschach,
Oberberg, Wil und Romanshorn. Der Landshofmeister residierte auf der 2 km w. St. Gallen
gelegenen «Burg»
(Gemeinde Straubenzell) und verwaltete das die Gemeinden Straubenzell, Gaiserwald, Bernhardzell, Lömmiswil, Wittenbach, Berg und
Rotmonten umfassende sog. fürstliche Gericht und ferner die Gerichtshoheiten Tablat und Muolen.
Die Untervogtei Wil stand unter einem in Wil wohnenden geistlichen Verwalter und umfasste die Stadt Wil und die Gerichtshoheiten
Zuzwil, Lenggenwil, Niederhelfentswil, Zuckenriet und Niederbüren, ferner den Schneckenbund und das sog. Freigericht. Die heute
dem Ober Thurgau
zugeteilten Ländereien der Untervogtei Romanshorn standen nur in Zivilgerichtssachen unter dem Fürstabt
von St. Gallen,
während die hohe Gerichtsbarkeit dem Landvogt des Thurgaues zustand. Dem geistlichen Vogt zu St. Gallen
endlich unterstand die Herrschaft
Ober Arnang. Die obersten Gerichtsbehörden waren die beiden Reichsräte zu St. Gallen
und Wil, das Kriminalgericht und die Kurie.
Infolge des gütlichen Vertrages vom und der Verzichtleistung des Fürstabtes auf seine Hoheitsrechte
vom gestaltete sich die Verwaltung der alten Landschaft allmählig um, bis sie endlich ganz in die Brüche ging.
Zweimal, im Frühjahr 1798 und Herbst 1802, hatte sich das ehemalige Fürstenland als eigene unabhängige Republik erklärt,
die sich nach dem Muster von Appenzell
A. R. in die Abschnitte «diesseits und jenseits der Sitter» gliederte aber
beidemale nur wenige Wochen Bestand hatte. Die Führer der damaligen Volksbewegungen waren der sog. rote Gerster und der Pfarrer^[Berichtigung: Briefträger] Künzli in Gossau.
Die Bewohner des einstigen Fürstenlandes zeichnen sich durch Bedachtsamkeit und Anhänglichkeit an ihre
engere Heimat und die alten Sitten und Gebräuche aus. Die Bauern leben der Hauptsache nach von Kartoffeln und Most. Ihre
Erwerbsquellen sind vornehmlich Acker- und Obstbau. An Stelle der früher weit verbreiteten Leinen- und Hanftuchweberei ist
heute die in grossem Umfang betriebene Maschinenstickerei getreten. Die der grossen Mehrzahl nach katholische
Bevölkerung beträgt mehr als 50000 Köpfe.