Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03622.jsonl.gz/1151

Die Schweizer Delegation.
Leo Duschèn mit Cheyenne-Varuna (L) u. Josty Linard mit Asta-Berner Jura (J).
Bericht von Manfred Pircher, Vize-Präsident der FCI-Kommission für Laufhunde der 6. Gruppe
Unglücklicherweise konnten die Hunde nicht aufs Zimmer genommen werden, sie mussten privat untergebracht oder im Auto bleiben. Die Auswahl des Hotels war auch nicht optimal, denn es hielten sich viele Touristen dort auf, für die offensichtlich reserviert war und es war schwierig einen Platz zum Essen zu bekommen. Die Organisation hatte dies einfach vergessen, sonst war die Unterkunft sauber und gepflegt. Das Buffet war reichlich und gut, jedoch für den Billigtouristen ausgerichtet der mit Bussen anreiste hauptsächlich aus Österreich und Deutschland.
Die Gegend ist am Meer gelegen und ein Paradies für Familien mit Kindern und ältere Leute. Die Richtersitzung fand in der Nähe in einem anderen Hotel, dass zu der Gruppe gehörte statt, wie auch die Kommissionssitzung. Bei der Sitzung ging es sehr turbulent her, die Disziplin der Redner und auch bei den Übersetzungen fehlten einfach die Führung und eine gewisse Ordnung.
Die Traktanden gingen nur sehr schleppen voran, es wurde immer wieder zu anderen Themen abgeschweift. Präsident Curt-Christer Gustafsson gab sein Amt nach 22 Jahren ab und es wurden Manfred Pircher und Dr. Carlo Bosio zur Wahl empfohlen, es musste zweimal geheim abgestimmt werden und es ging beide Male mit 6 : 6 aus, also wurde die zwei Namen auf zwei Zettel geschrieben und das Los für Dr. Carlo Bosio gezogen.
Am Abend dann war die Richtersitzung im gleichen Saal, eine Mensa mit Bühne und es ging im gleichen Stil weiter. Es fehlten die Reglemente in den Sprachen Englisch und Deutsch, die normalerweise zur Sitzung bereitstehen und die Zu Losung wurde erst jetzt gemacht, Mappen für die beiden Richter erst am andern Morgen verteilt.
Am Samstag früh bis alle Richter und Hundeführer abgeholt wurde, war ein kleineres Chaos und die Nat. Richter die Gebiete fanden, wo sich dann die Gebiets Fürer wieder einfanden. Das Terrain war mit Steinen nur so übersät und für die Hunde war es äusserst schwierig, der Boden sehr hart und mit vielen Preiselbeesträuchern bewachsen, wo sich einige Hunde verletzten. Die Resultate fielen dementsprechend mager aus, Hasenlosung war sehr viel vorhanden, jedoch wurde von mir kein Hase gesehen. Fast die Hälfte der Hunde konnten nicht gewertet werden, die Gebiete lagen auch teilweise ziemlich weit weg und dann wieder fast aufeinander.
Schade war dann am Abend bei der Rangverkündigung, wenn man überhaupt von einer sprechen kann, in dem Speisesaal statt inmitten der Touristen und die während dem Essen was unter allen Kanonen war, denn man hätte dies feierlich in dem anderen Hotel in der Mensa abhalten können. Aus Schweizer Sicht war es natürlich wieder ein Erfolg für unsere Laufhunde. Gewann doch Linard Josty mit der Jura Hündin mit 123 Punkten und den 3. Rang errang Leo Duschen mit der Luzerner Hündin mit 106 Punkten. Herzliche Gratulation!
Nun habe ich viel auszusetzen gehabt und viele Sachen kritisiert über die Organisation, aber zuletzt kann man ja nur lernen und dies alles besser machen, natürlich haben die Kroaten es zum ersten Mal durchgeführt und man muss Ihnen auch einiges nachsehen. Für den nächsten Europa-Cup in Monte Negro hoffe ich auf frühere Gespräche mit dem Vorstand, der die Leitlinien vorgibt und dass solche Fehler nicht mehr passieren.
Nochmals Herzlich Dank und verzeihen Sie mir die klaren Worte.
Bericht von Marie Luna Durán, Marketing u. Public Relations der FCI
Kroatien war Gastgeber des 24. Europapokals für Laufhunde sowie des damit verbundenen Treffens der FCI-Kommission der 6. Gruppe. Die Veranstaltung fand statt im wunderschönen Zadar, genauer gesagt in der touristischen Einrichtung Borik, die traditionell eine Basis für alle wichtigen Hundeveranstaltungen ist, vom Jagdbereich bis hin zu Shows.
An diesem Europapokal nahmen 18 individuelle Bewerber aus 9 Ländern sowie 3 Meuten aus zwei Ländern statt. Darüber hinaus beherbergten wir auch die insgesamt 42 Preisrichter dieses Events.
Die Eröffnungszeremonie fand am Freitagnachmittag, den 14. Oktober im Hotelpark statt. Das Programm bestand aus einer Präsentation der Teams aus den einzelnen Ländern, die - mit Nationalhymne und Flagge - die Preisrichter, die geladenen Gäste und die Mitbewerber begrüßten. Es folgte eine Cocktailparty, ein Dinner und die Gelegenheit der Teilnehmer, sich untereinander auszutauschen.
Am Morgen vor der Eröffnung fand das Treffen der FCI-Kommission für Laufhunde statt.
Curt-Christer Gustafsson, der 20 Jahre lang als Präsident der Kommission tätig war, dankte allen Mitgliedern für ihr Vertrauen in dieser langen Zeit. Im Anschluss wurde ein neuer Präsident gewählt: GianCarlo Bosio aus Italien. Vizepräsident der Kommission ist Manfred Pircher aus der Schweiz, Schriftführer ist Giovanni Brumana.
Früh am Samstagmorgen des 15. Oktobers machten sich die Teilnehmer und Richter auf zu den mehr als 21 Orten, sodass der Wettbewerb genau um 8 Uhr beginnen konnte. Sie arbeiteten auf ganz speziellen Böden unserer Region, mit viel Grundgestein und spärlicher Vegetation, aber einer sehr hohen Anzahl an Hasen. Die Jagdgründe erstreckten sich von der Insel Pag bis zum westlichen Vorort von Zadar über einen Bereich von etwa 70 Kilometern.
Am Nachmittag fand dem Protokoll zufolge das Treffen aller Preisrichter statt, bei dem auch die Gewinner bestätigt wurden, die bei einem gemeinsamen Abendessen später am Abend verkündet und ausgezeichnet wurden. Zwei Hunde erhielten einen 1. Preis, drei Hunde einen 2. Preis und fünf Hunde einen 3. Preis.
Der kroatische Kennel Club präsentierte dem nächsten Veranstalter die Flagge des Europapokals für Laufhunde, dem Kennel Club von Montenegro. Der Pokal findet spät im September rund um Podgorica statt.
Bericht von Giovanni Brumana, Schriftführer der FCI-Kommission für Laufhunde der 6. Gruppe
„Ich danke dem kroatischen Kennel Club für die Gastlichkeit und Freundlichkeit mir, insbesondere aber allen Teilnehmern und Preisrichtern gegenüber.
Die Organisation war meiner Meinung nach sehr gut, es gab gute (wenn auch schwierige) Jagdgründe, wo es möglich war, Unterschiede zu erkennen und den Besten zu finden.
Die sehr komplizierte logistische Unterstützung war fehlerlos. Es gab einige kleine Missverständnisse, die jedoch nicht Fehler des Kennel Clubs waren, sondern auf linguistische Schwierigkeiten zurückzuführen waren.
Ich möchte der gesamten Organisation meine Glückwünsche aussprechen. Obwohl es die erste grössere Veranstaltung von derartiger Bedeutung war, seitdem der kroatische Kennel Club einen neuen Präsidenten hat, hat er ausgezeichnete Leistungen erbracht.
Der neue Präsident der FCI-Kommission für Laufhunde, Dr. Giancarlo Bosio, und ich möchten Ihnen erneut danken und wir hoffen, dass es in Zukunft möglich sein wird, den Europapokal erneut in Kroatien stattfinden zu lassen.
An dieser Stelle meine Glückwünsche und viele Grüße.“