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Inhalt
Zunächst wurde die Löslichkeit der verfärbten Übermalung und des Firnis eruiert. Danach konnte eine Methode für deren Abnahme entwickelt werden: Mit einem Lösungsmittelgemisch (Shellsol T + Aceton, 1+1) lassen sich die nichtoriginalen Schichten vom Original trennen.
Da das Lösungsmittelgemisch relativ schnell verdunstet und damit nicht lange genug auf die zu lösenden Schichten einwirken kann, wird es verdickt (Filmstill 1). Zusätzlich wird eine Folie aufgelegt. Diese hat ebenfalls die Funktion die Verdunstung zu verhindern und die Einwirkzeit zu verlängern. Das Lösungsmittelgemisch ist so gewählt, dass nur das Kunstharzbindemittel der Übermalung gequollen wird. Das Ölbindemittel des Originals wird davon nicht angelöst.
Der Firnis und die Übermalungsschichten können in einem abgenommen werden. Sind die unterschiedlich dicken Übermalungsschichten erweicht, kann man sie mit einem Holzstäbchen vom Original abschieben (Filmstill 2).
Dort wo das Original unter der Übermalung durch Kratzer oder Fehlstellen verletzt ist, haften die Übermalungsschichten besser. Hier ist der Aufwand der Abnahme grösser, weil vorsichtiger vorgegangen werden muss. Durch die Abnahme der Übermalung werden die alten Fehlstellen sichtbar (Filmstill 3).
Nach der Übermalungsabnahme zeigte sich, dass es etliche kleine Bereiche gibt, wo die originale Malerei verloren gegangen ist. Diese finden sich in den Randzonen, aber z.T. auch im Bildmittelgrund. Deutlich zeigt sich, dass die meisten dieser Verluste von der Abnahme von der Wand in den späten 50er Jahren herrührt. So gibt es in der oberen Plattenreihe fast durchgehend Bereiche, wo das Original eine Bruchkante mit Fehlstellen aufweist.
Die Abnahme der Übermalung hat zudem z.T. massive Verfärbungen aufgedeckt (s. Zwischenzustand). Sie sind zum einen als ganzflächige Verdunklungen erkennbar, zum anderen bilden sie ein gitterartiges, bräunliches Raster.