Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/194538

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Stadt Neuenburg will aus Gründen des Umweltschutzes Trinkhalme aus Kunststoff (Plastik) verbieten. Die EU plant noch weitreichendere Verbote. Trotz solch fragwürdiger Tendenzen setzt die öffentliche Hand etwa bei der Wasserversorgung auf Kunststoffrohre.</p><p>- Leistet das Verbot von Trinkhalmen aus Plastik einen wichtigen Beitrag an den Umweltschutz?</p><p>- Macht es in diesem Kontext Sinn, bei der Wasserversorgung Plastikrohre zu verbauen?</p><p>- Gibt es in der Wasserversorgung Alternativen zu Plastikrohren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ein Verbot von einzelnen Produkten wie Trinkhalmen aus Plastik kann das Problem mit der Verschmutzung der Landschaft, der Gewässer und schlussendlich der Meere durch Plastik nicht lösen. Die Trinkhalme aus Kunststoff machen nur einen sehr kleinen Teil des Kunststoffs aus, der in Gewässer, Böden und Lebewesen gelangt. Ein solches Verbot kann aber für die Umweltproblematik sensibilisieren. Um eine Gesamtsicht über wirkungsvolle Massnahmen im Kunststoffbereich zu gewinnen, empfiehlt der Bundesrat unter anderem das Postulat Thorens Goumaz 18.3196 zur Annahme. Die Verwendung von Plastikrohren in der Wasserversorgung und in der Abwasserentsorgung ist zweckmässig und sinnvoll. Die alternativen Materialien wie Stahl oder Beton sind anfälliger für Schäden, und ihre Herstellung ist energieintensiver. Die Lebensdauer von hochwertigen Plastikrohren in der Wasserversorgung beträgt 50 bis 100 Jahre. Plastikrohre zeigen keine chemischen Reaktionen gegenüber Wasser, deshalb ist nicht von einem Plastikeintrag durch diese Rohre auszugehen. In einer Untersuchung des Kantons Zürich von Grund- und Trinkwasser wurden keine Plastikteilchen nachgewiesen. Auch diese Resultate deuten darauf hin, dass Rohre keine nennenswerte Quelle von Plastikeinträgen darstellen.</p>