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- Gold für den Schweizer Viererbob (Scherrer, Neveu, Schläppi, Schläppi von rechts nach links), Winterspiele 1924 in Chamonix
Geschichte
Die Tradition Olympischer Spiele reicht bis ins neunte Jahrhundert v. Chr. zurück (mehr auf Wikipedia und olympic.org). 1896 fanden die ersten Olympischen Sommerspiele der Neuzeit auf Initiative des französischen Humanisten Baron Pierre de Coubertin (1863–1937) hin in Athen statt. Es nahmen 241 Athleten teil – und nein, wir haben die weibliche Form hier nicht vergessen: Frauen waren noch nicht zugelassen. De Coubertin schwebten nämlich die Olympischen Spiele als Anlass zur Demonstration der Manneskraft vor, dem die Frauen lediglich als Zuschauerinnen beiwohnen durften.
Der Mythos männlicher Stärke begann allerdings bald zu bröckeln: Bereits an den zweiten Olympischen Spielen 1900 in Paris waren die ersten Frauen vertreten. Seither hat sich der Frauenanteil sukzessive erhöht. In «London 2012» machten die Frauen zwar immer noch weniger als die Hälfte aus, nämlich rund 44 Prozent, waren aber erstmals in allen 204 nationalen Delegationen vertreten.
Die ersten Olympischen Winterspiele fanden 1928 in St. Moritz statt. Für die Schweiz als Wintersportnation war dies eine wichtige Innovation im olympischen Programm. Die Skirennfahrerin Vreni Schneider ist die bisher erfolgreichste Schweizer Olympionikin: Sie gewann 1988 in Calgary und 1994 in Lillehammer drei Gold- und je eine Silber- und Bronzemedaille. Die erfolgreichsten Winterspiele für die Schweiz waren die Spiele von Sotschi mit insgesamt sechs Siegen, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen.
Für die Durchführung der Olympischen Spiele bewerben sich Städte in einem Konkurrenzverfahren. Sieben Jahre vor dem Anlass wählt das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Austragungsort.
Mehr Informationen zu den Olympischen Spielen gibt es auf der Webseite des IOC.
Bedeutendster Sportanlass der Gegenwart
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- Eröffnungsfeier Atlanta 1996
Die Zahl der Athletinnen und Athleten und der Wettkämpfe ist im Laufe der Zeit kontinuierlich gestiegen. Waren es 1896 überschaubare 241 Olympioniken, nahmen in «London 2012» mehr als 10‘500 Sportlerinnen und Sportler teil. Ebenso gewachsen ist die Zahl der Journalisten, der Zuschauer, der Funktionäre, der Fernsehsender, die von den Olympischen Spielen berichteten, der Umfang der Berichterstattung in der Presse. Dazu gehört auch, dass eine Menge Geld im Spiel ist. Fernseh- und Radioanstalten bezahlen enorme Summen, um sich die exklusiven Übertragungsrechte zu sichern. Strenge Vorschriften regeln, wer, wie, wann und wofür die olympischen Symbole und Logos verwenden darf.
1948 wurden die Olympischen Spiele erstmals im Fernsehen ausgestrahlt. Damals erreichten sie Schätzungen zufolge rund eine halbe Million Menschen. Mit den Olympischen Sommerspielen 2012 in London haben wir nun den bisherigen medialen Höhepunkt erreicht: Dank TV und Live-Streams auf unzähligen Online-Plattformen kamen die Spiele ins Wohnzimmer von fast fünf Milliarden Menschen auf der ganzen Welt. In Grossbritannien und in den USA konnte jeder einzelne der 302 Wettbewerbe live verfolgt werden. In den USA wurde «London 2012» zum meistgeschauten TV-Ereignis der bisherigen amerikanischen Geschichte.
Der Siegeszug von Facebook & Co.
Noch rasanter wachsen die Social-Media-Aktivitäten rund um die Olympischen Spiele. Die sozialen Plattformen sind von grossen Sportanlässen nicht mehr wegzudenken. Längst sind sie sowohl für Athletinnen und Athleten als auch für Organisatoren und Sponsoren das Mittel schlechthin, um direkt mit den Fans in Kontakt zu treten und Informationen schnell und unkompliziert weiterzugeben.
Den offiziellen «London 2012»-Kanälen folgten über viereinhalb Millionen Menschen. Rund um die Spiele soll es 150 Millionen Tweets gegeben haben. Die Athletinnen und Athleten gewährten den Fans damit spannende – oder auch lustige – Einblicke in ihren olympischen Alltag. So erfuhr die ganze Welt, dass Mountainbiker Nino Schurters rosarotes Zimmer ihn am Ende zu Olympiasilber führte. Oder dass Kanute Mike Kurt immer mal wieder von Roger Federer zum gemeinsamen Foto gezwungen wird. Und wie gross ist der Grössenunterschied zwischen Beachvolleyballern und Kunstturnern tatsächlich? Dank dem Foto von Sébastien Chevallier und Sascha Heyer auf Twitter kennen wir die Antwort.
Die neuen Medien haben eine unglaubliche Dynamik in die Berichterstattung von und über die Olympischen Spiele gebracht. Die immense Medienaufmerksamkeit und die Möglichkeit, dass alle unmittelbar und über eine Vielzahl von Kanälen kommunizieren können, birgt allerdings auch gewisse Gefahren. Manchmal wird schneller veröffentlicht als nachgedacht. Ein Schweizer Fussballer wurde 2012 aus der Delegation ausgeschlossen, nachdem er über Twitter die Südkoreaner beleidigt hatte.
Wie man die sozialen Plattformen richtig nutzt und wie man sich auf ihnen anständig verhält, erfährt man übrigens in unserem Social-Media-Ratgeber.
Wer wissen will, was die Schweizer Athletinnen und Athleten aus «Sochi 2014» berichten, besucht unseren Social-Media-Stream. Hier gibt es alle News rund um das Swiss Olympic Team.
Zukunft
Die Olympischen Spiele sind eine Erfolgsgeschichte. Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts haben sie sich zum wichtigsten Sportereignis der Gegenwart entwickelt. Die Teilnahme an einem olympischen Wettbewerb ist für viele Athletinnen und Athleten die bedeutendste Herausforderung in ihrer Karriere – insbesondere für jene aus weniger populären Sportarten. Dank der Spiele treten sie alle vier Jahre einmal in den Fokus der Weltöffentlichkeit.
Gerade das konstante Wachstum wirft aber auch Fragen auf. Einige fordern das Ende des Gigantismus. Die Reduktion des Programms und damit der Kosten steht ebenso auf der Agenda des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wie die Frage der Nachhaltigkeit der Sportstätten. Die olympische Bewegung wird mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die Abhängigkeit zu Politik, Wirtschaft und Massenmedien scheint zuzunehmen, Tendenzen zu Betrug und Manipulation wie Doping oder Korruption zwingen zum Nachdenken.
Swiss Olympic setzt sich im Rahmen zahlreicher Projekte und Programme für einen fairen, sauberen und erfolgreichen Schweizer Sport ein.