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Der Umsatz im dritten Quartal sank um 12 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar, wie Syngenta am Donnerstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen hätte er sich gegenüber dem Vorjahresquartal nicht verändert. Dasselbe Bild zeigt sich im Umsatz der ersten neun Monate: Er sank um 11 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar. Ohne den Wechselkurseinfluss wäre er um 2 Prozent gestiegen.
Im dritten Quartal gesellten sich zu schwierigen Bedingungen in Lateinamerika noch die Bedenken gegen den Unkrautvertilger Glyphosat. Die Weltgesundheitsorganisation hatte das Mittel als möglicherweise krebserregend eingestuft und Syngenta reduzierte deswegen den Verkauf bewusst.
Hinzu kamen geänderte Verkaufsbedingungen in Brasilien und die dortige Abwertung des Real. Bereinigt um diese Faktoren fielen die Umsätze in Lateinamerika 8 Prozent geringer aus. In der Region Asien/Pazifik setzten die anhaltende Dürre in den Asean-Staaten und der schwache Monsun in Indien dem Konzern zu.
In Europa, Afrika und dem Nahen Osten stagnierte der Umsatz verglichen mit dem Vorjahresquartal und das trotz des Hitzesommers. In Nordamerika sank der Absatz von Pflanzenschutzmitteln, einerseits wegen des Glyphosats, andererseits wegen einer Umsatzverschiebung bei den selektiven Herbiziden. Zudem beeinflussten die tiefen Rohstoffpreise den Umsatz mit Düngemitteln.
Syngenta hatte im August einen Übernahmeversuch des US-Konkurrenten Monsanto abgeblockt. Konzernchef Mike Mack geht für den Rest des Jahres von weiterhin schwierigen Bedingungen in Lateinamerika aus. Der Umsatz dürfte in etwa auf der Höhe von 2014 liegen. Der Betriebsgewinn könnte hingegen “im mittleren einstelligen Bereich” zurückgehen, hiess es weiter.
(SDA)