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Seoul - Die USA wollen nach Angaben von Aussenministerin Hillary Clinton neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängen. Sie seien Teil der Massnahmen, um Nordkorea an der Weitergabe von Massenvernichtungswaffen zu hindern, sagte Clinton am Mittwoch nach Gesprächen mit der südkoreanischen Regierung in Seoul.
Ziel sei es, illegale Aktivitäten des Regimes in Pjöngjang zur Finanzierung seiner Waffenprogramme zu stoppen und "weitere Provokationen zu verhindern".
Clinton und US-Verteidigungsminister Robert Gates waren zuvor zu einem gemeinsamen Treffen mit ihren südkoreanischen Amtskollegen, Aussenminister Yu Myung Hwan und Verteidigungsminister Kim Tae Young, zusammengekommen.
Clinton hatte zuvor die innerkoreanische Grenze besucht, auch um Südkorea die Unterstützung der USA nach dem Untergang des Kriegsschiffes "Cheonan" zuzusagen.
Die "Cheonan" war am 26. März im Gelben Meer gesunken, dabei kamen 46 Seeleute ums Leben. Eine internationale Untersuchung ergab, dass die Korvette von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt wurde. Die Regierung in Pjöngjang bestreitet jedoch jegliche Verwicklung. Auch der UNO-Sicherheitsrat verurteilte den Untergang des Kriegsschiffes, ohne allerdings Nordkorea direkt die Schuld zuzuweisen.
Clinton und US-Verteidigungsminister Robert Gates besuchten das Dorf Panmunjom in einer entmilitarisierten Zone an der Grenze zwischen beiden Ländern und setzten kurz einen Fuss auf nordkoreanischen Boden. Clinton hatte kurz vor ihrer Anreise gesagt, der Besuch sei eine "Solidaritätsbekundung" gegenüber Südkorea.
SDA-ATS