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Zwischen den Siebziger und Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Nationalstrasse N2 (die heute die Nord- und Südschweiz von Basel über Luzern bis Chiasso miteinander verbindet) durch das Verbindungsstück zwischen Bellinzona Süd und Rivera erweitert. Dies war eine strategische Massnahme, um den Engpass bei der Überwindung des Ceneri Passes zu umgehen.
Der Plan, über den Ceneri-Pass, eine Alternative zur Kantonsstrasse zu bauen, wurde bereits in den Sechziger Jahren gefasst. Die Arbeiten starteten 1976. 1981 wurde der Streckenabschnitt der N2 Bellinzona Süd-Robasacco-Pontiva eröffnet; 1985 wurde der 1’430 Meter lange Autobahntunnel eingeweiht, somit war die N2 von Bellinzona Süd nach Rivera fertig gestellt.
Auf dem Teilstück mit einem maximalen Gefälle von 4,7 % entstanden sieben über 100 Meter lange Viadukte. Neben dem funktionalen Aspekt erzielte man mit der N2 auch eine ästhetische Wirkung: Sie gilt als «eine der am besten geplanten Strassen des 20. Jahrhunderts».
Die Autobahn N2 von Airolo nach Chiasso wird denn auch als Meisterwerk des Architekten Rino Tami (1908-1994) betrachtet, der als einer der Väter der zeitgenössischen Architektur im Tessin gilt. Die Zweigstelle des Bundesamts für Strassen ASTRA in Bellinzona hat 2018 mit umfassenden Sanierungsarbeiten des unter freiem Himmel verlaufenden Teilstücks begonnen, mit einer Investition von 73 Millionen Franken.