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Aus der Geschichte der Thuner Heilsarmee
Am 2. Mai 1901 hat alles angefangen. In einem kleinen Lokal an der Oberen Hauptgasse 28 wurde zum ersten Gottesdienst eingeladen. In Thun gab es keine Verfolgung der Salutisten.
Eine Tageszeitung infomierte die Bevölkerung, dass die Heilsarmee nach der Bundesverfassung hier tätig sein darf. So verliefen die Gottesdienste von Anfang an ruhig. Fast jeden Abend war das Säli zum Bersten voll. Das kleine Korps wuchs stetig.
Neue Räumlichkeiten
1921 musste das Lokal an der Hauptgasse geräumt werden. Für kurze Zeit fand man im Restaurant Grütli am Speditionsweg eine Bleibe. 1922 zogen die Thuner Heilsarmeeleute für 37 Jahre an den Eichmattweg. Auf der einen Seite befand sich eine staubige Kohlenhandlung und auf der anderen Seite war der Rangierbahnhof der SBB. Trotz dieser eher ungeeigneten Unterkunft, erweiterten sich die Tätigkeiten der Heilsarmee. Ein Musikkorps, eine Gitarrenbrigade (Gesangsgruppe) und der Heimbund (Frauenstunde) wurde gegründet.
Musik
Die Musik wurde zu einer wertvollen Hilfe als Begleitung und Unterstützung der Gottesdienste im Saal wie auch im Freien. Die Gitarrenbrigade leistete in der jungen Heilsarmee wichtige Dienste. Zur Förderung des Nachwuchses wurden Gitarrenstunden für Kinder angeboten. Die Musik und die Gitarrenbrigade wurden immer wieder von umsichtigen Leitern geführt und sie erfüllen auch heute noch einen guten Dienst im Korps.
Beliebte Tätigkeiten
Zu den beliebten Tätigkeiten der Thuner Heilsarmee gehörten die Freiversammlung in Thun und Umgebung. Von Linden bis Sigriswil konnte man an schönen Sonntagen die Heilsarmee im Freien sehen und hören. Als die Motorisierung und das Fernsehen überhand nahmen, schwand das Interesse an den Freiversammlungen zusehends. Einzig am Bahnhof in Thun sind wir heute im Sommer noch ab und zu zu hören.
Grosszügiger Neubau
In den 1950er-Jahren konnte man an der Mittleren Strasse 19 ein Grundstück erwerben, das einen grosszügigen Neubau für Saal und Offizierswohnung erlaubte. Auf dem Grundstück befand sich ein altes Bauernhaus, das mit übernommen werden musste. in diesem schützenswerten Haus richtete man das Passantenheim ein. Beide Gebäude der Heilsarmee erfuhren in den letzten Jahren eine gründliche Sanierung. So sind wir gut gerüstet für weitere hundert Jahre.