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Der Industrielle Adolf Guyer reiste in seiner Jugendzeit von 1857 bis 1863 nach Frankreich, Oberitalien, Mittelengland, Kanada, den damaligen USA, Kuba, Palästina und Ägypten, vor allem um seine Ausbildung im Baumwollhandel und in den Bereichen Spinnerei, Weberei und Maschinenbau zu vervollkommnen. In sieben Tagebüchern hielt er seine Eindrücke über Land und Leute, Sprachen, Technik, Religion und Handelssitten fest: der Bau des Suezkanals, «Industriespionage» in England, der amerikanische Bürgerkrieg, Sklavenarbeit auf den Baumwollfeldern der Südstaaten, eine Pilgerreise zu den Heiligen Stätten. Weiter kommen auch die Beziehung zu seinen Eltern, seine ideellen Vorbilder von Kolumbus bis Christus, religiöse Bekenntnisse sowie ausführliche und ehrgeizige industrielle und politische Pläne zur Sprache.
Adolf Guyer-Zeller (18391899) war Textilindustrieller, Eisenbahnkönig und Naturfreund. Er betrieb drei Spinnereien im Zürcher Oberland sowie ein Import- und Exportgeschäft für Rohstoffe und Waren in der Stadt Zürich. Nach einer fast zwanzigjährigen Tätigkeit als Kantonsrat stieg er ins Eisenbahngeschäft ein und wurde 1894 Präsident der mächtigen Nordostbahngesellschaft, deren Geschicke er bis zu seinem Tod leitete. Zeuge seines weiteren Engagements im Eisenbahnwesen ist die Jungfraubahn mit dem höchstgelegenen Bahnhof Europas.
Das Buch, das die Tagebücher vollständig zugänglich macht, widerspiegelt nicht nur die Zeit, sondern gibt Einblick in das Leben und Denken dieser schillernden Persönlichkeit.