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Die Covid-19-Verordnung 2 sieht in Art. 10c für besonders gefährdete Personen mit bestehender Vorerkrankung folgendes vor: Besonders gefährdete Arbeitnehmer haben ihre arbeitsvertraglichen Pflichten von zu Hause aus zu erledigen. Wenn die Verrichtung der Arbeit nur am üblichen Arbeitsort möglich ist, sind die Arbeitgeber verpflichtet, mit geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen die Einhaltung der Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und physischer Distanz sicherzustellen. Können die beiden genannten Vorgehensweisen nicht umgesetzt werden, muss der Arbeitgeber die besonders gefährdeten Arbeitnehmer unter Lohnfortzahlung beurlauben.
Bei der schrittweisen Öffnung gewisser Dienstleistungen und Betriebe ab dem 27. April 2020 sollen besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umfassend geschützt werden. Der Bundesrat hat deshalb die Definition der besonders gefährdeten Personen und die Schutzmassnahmen in seiner Sitzung vom 16. April präzisiert:
Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, besonders gefährdete Personen von zu Hause aus arbeiten zu lassen, wenn nötig durch eine angemessene Ersatzarbeit. Ist die Präsenz vor Ort unabdingbar, muss der Arbeitgeber die betreffende Person schützen, indem er die Abläufe oder den Arbeitsplatz entsprechend anpasst. Eine besonders gefährdete Person kann eine Arbeit ablehnen, wenn sie die Gesundheitsrisiken als zu hoch erachtet. Ist eine Arbeitsleistung zuhause oder vor Ort nicht möglich, hat der Arbeitgeber die Person unter Lohnfortzahlung freizustellen. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen, das aufzeigt, weshalb eine angestellte Person zu einer besonders gefährdeten Personengruppe gehört.
Die Bestimmungen über den Schutz von besonders gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern finden Sie im Artikel 10c der Covid-19-Verordnung 2.