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Die Aufteilung der soziokulturellen Angebote zwischen der privaten Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren und den städtischen Sozialen Diensten soll verbessert werden. Die Zürcher Gemeinschaftszentren decken zukünftig die Wohnquartiere ab und konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft, Einrichtungen mit Animationsauftrag zu führen. Kleinere Betriebe, die ausschliesslich Räume vermieten oder Nischen besetzen, werden von den Sozialen Diensten geführt. Diese konzentrieren sich auf die Kreise 1, 4 und 5, wo es wichtig ist, in enger Abstimmung mit anderen Verwaltungseinheiten schnell agieren zu können. Durch den Betrieb eigener Angebote sichert sich das Sozialdepartement das operative Know-how, das nötig ist, um private Angebote kompetent beurteilen zu können, und hat die Möglichkeit, Innovationen zu erproben und neue Entwicklungen in die Wege zu leiten.
Abtausch des GZ Altstadthaus und der Quartietreffs Höngg und Rütihof
Vor diesem Hintergrund werden einige Angebote die Trägerschaft wechseln. Das GZ Altstadthaus wird an die Sozialen Dienste übertragen. Es wird dem Quartier weiterhin Räume und Angebote für Kinder zur Verfügung stellen, jedoch keine weiteren Dienstleistungen mehr anbieten. Diese Reduktion des Angebots hatte das Sozialdepartement bereits 2008 angekündigt und die Weiterführung des bisherigen Betriebs bis Ende 2012 befristet.
Im Gegenzug übernehmen die Zürcher Gemeinschaftszentren von den Sozialen Diensten den Quartiertreff Höngg und den Quartiertreff Rütihof. Deren Betrieb wird im gleichen Rahmen weitergeführt. Durch die drei Rochaden werden netto 3,5 Stellenwerte von den Sozialen Diensten an die Zürcher Gemeinschaftszentren übertragen. Die im Altstadthaus frei werdenden Ressourcen stehen privaten Trägerschaften in der ganzen Stadt zur Verfügung.
Quartierzentrum Aussersihl weiterhin von der Stadt betrieben
Das Quartierzentrum Aussersihl hingegen soll weiterhin durch die Sozialen Dienste betrieben werden, wobei noch über eine Kooperation mit dem Institut für Soziokulturelle Entwicklung an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit verhandelt wird. Der Gemeinderat hatte die Weiterführung des Quartierzentrums Aussersihl durch die Sozialen Dienste 2008 befristet bis 2012 bewilligt, mit der Auflage, eine quartiernahe Trägerschaft zu finden oder das Angebot öffentlich auszuschreiben. Eine quartiernahe Trägerschaft konnte leider nicht gefunden werden. Die öffentliche Ausschreibung führte zu Offerten der Hochschule Luzern und der Zürcher Gemeinschaftszentren. In Gesprächen mit den beiden Anbietern zeigte sich, dass sich mit einer anderen Herangehensweise eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten schaffen lässt. Nach einer Auslegeordnung haben die Zürcher Gemeinschaftszentren und das Sozialdepartement den gemeinsamen Vorschlag zur territorialen Bereinigung der verschiedenen soziokulturellen Einrichtungen erarbeitet.
Die vorgeschlagenen Änderungen werden dem Gemeinderat im Frühling 2012 zum Entscheid vorgelegt, im Rahmen einer umfassenden Vorlage zur anstehenden Erneuerung der Kontrakte auf die Periode 2013–2016 hin. Mit dieser Vorlage sollen die Mitsprachemöglichkeiten des Gemeinderats erhöht werden, indem ihm zukünftig alle Leistungsvereinbarungen zur Genehmigung vorgelegt werden und die bisherige Liste soziokultureller Angebote mit dauernder Rechtsgrundlage aufgehoben wird. Wenn der Gemeinderat zustimmt, sollen die Übertragungen per 1. Januar 2013 vollzogen werden.