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Äh wer?
Es gibt Berühmtheiten, bei denen man sich manchmal fragt, was aus ihnen geworden ist: Steven Seagal, Meg Ryan, Larusso. Wo steht Jordan Belfort in seinem Leben? Für den Mann, der es zu Reichtum gebracht hat, dann bankrott ging, dann wieder zu Reichtum kam und schliesslich im Gefängnis landete, läuft das Leben im Moment ziemlich glatt.
Als erfahrener Jetsetter ist er derzeit in Mykonos und lässt es sich gut gehen. Am Samstag, 9. Juli, feierte er seinen 60. Geburtstag im Principote Beach Club. Hier feierten schon Stars wie Sängerin Nicole Scherzinger und Fussballer André Carrillo. Jordan Belfort wurde von seinen Freunden und seiner neuen Frau, Christina Invernizzi Belfort, begleitet.
Er postete mehrere Storys auf Instagram, in denen man ihn stehend auf seinem Stuhl tanzen sieht, während er dabei Servietten im Stil von Patrick Sébastien herumwirbelt. Er hat sich also kein Stück verändert.
Aber Jordan kümmert sich nicht um die Meinung anderer. Zuletzt schrieb er auf Instagram eine Nachricht an seine Hater und nahm kein Blatt vor den Mund: «Wenn jemand denkt, dass ich oberflächlich oder materialistisch bin, dann geht und nehmt einen Job bei McDonald's an, denn dort ist euer verdammter Platz.» Classy.
Jordan Belfort scheint finanziell wieder auf die Beine gekommen zu sein, seit er 2004 wegen Betrugs und Geldwäsche im Gefängnis sass. Er hält Vorträge über Unternehmensschulungen und Verkaufsstrategien und lässt dafür 30'000 Dollar pro Vortrag bezahlen.
Er ist auch bei OnlyFans, aber nicht, wofür du jetzt denkst. Vielmehr reitet er auf der Erfolgswelle vom Film «The Wolf of Wall Street», für den er Tantiemen erhalten hat. Du kannst auf seinem Kanal dafür bezahlen, herauszufinden, was im Film wahr ist und was nicht. Für jedes pikante Detail über seine Jahre als Börsenhändler wird ein bestimmter Betrag fällig. Laut der Zeitung «Les Echos» schuldet er seinen geschädigten Kunden immer noch 100 Millionen Dollar.
Im März kollabierte die Grossbank Credit Suisse. Nach einer schier unglaublichen Serie von Skandalen und einer Bankenkrise in den USA ergriffen die Kunden scharenweise die Flucht. Der Bundesrat «verschacherte» die CS in einer Hauruck-Übung mit Notrecht an die UBS. Und nun sorgt schon wieder eine Schweizer Bank für negative Schlagzeilen.