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Hochentropie-Legierungen (High-Entropy-Alloys, HEAs) entstehen durch die Kombination von etwa gleichen Teilen mehrerer – in der Regel fünf oder mehr – Elemente und sind eine aufstrebende Klasse von modernen Werkstoffen, die oftmals besondere mechanische, thermische oder katalytische Eigenschaften besitzen. Ein weiterer Reiz von HEAs besteht darin, dass sie wirksame Alternativen zu Materialien darstellen können, die knapp, gefährlich oder teuer sind oder internationalen Beschränkungen oder Konflikten unterliegen.
Verschiedene Studien wurden bereits dem Verständnis des Hochtemperatur-Korrosionsverhaltens von HEAs gewidmet, wie zum Beispiel der Oxidation an Luft und in sauerstoffhaltigen Atmosphären. Dennoch gibt es derzeit nur wenige Kenntnisse darüber, wie sich HEA-Materialien, insbesondere als Nanopartikel, unter kritischen Bedingungen gegen oxidierende Gasen verhalten, da nur begrenzte Charakterisierungsmethoden für dynamische Prozesse zur Verfügung stehen.
Ein neuer Forschungsbericht in der Fachzeitschrift ACS Nano bietet nun wichtige Einblicke in das Verhalten von HEA-Nanopartikeln unter hochtemperatur-oxidierender Umgebung und ermöglicht einen Ausblick auf zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten von hochstabilen Legierungen für herausfordernde Umgebungsbedingungen.