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Beantwortet von: Katrin Endtner, Psychiatrischer Dienst Spital Emmental
Es gibt verschiedene Konzepte, die sich mit dem Borderlinesyndrom befassen. Eines davon hat Marsha Linehan entwickelt, es nennt sich Dialektisch-Behaviorale Therapie. Sie definiert das Borderlinesyndrom als Emotionsregulationsstörung. Das heisst, dass die Betroffenen grosse Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle wahrzunehmen und damit umzugehen. Oft werden die Gefühle weggedrückt, aus Angst davor, nicht mit ihnen umgehen zu können. Dann kann eine starke Spannung aufkommen, die die Betroffenen entweder mit einem selbstschädigenden (gegen sich selber gerichtet) oder mit einem impulsiven (gegen aussen gerichtet) Verhalten zu reduzieren versuchen. Angehörige oder nahe Bezugspersonen bekommen diese Verhaltensweisen mit und können sie nicht verstehen oder einordnen. Das ist meist für sie sehr belastend.