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Im süditalienischen Apulien geboren, wuchs Teodoro Anzellotti in der Nähe von Baden-Baden auf. Sein Musikstudium im Fach Akkordeon absolvierte er an den Hochschulen von Karlsruhe und Trossingen und begann seine Karriere als Gewinner verschiedener internationaler Wettbewerbe. Seit den achtziger Jahren ist er regelmässiger Gast bei bedeutenden Festivals und wird als Solist von führenden Orchestern engagiert: etwa vom RSO Wien und von der Dresdner Philharmonie, vom Konzerthausorchester Berlin oder von den Sinfonieorchestern des Bayerischen, des West- und Norddeutschen sowie des Hessischen Rundfunks. Teo-doro Anzellotti hat wesentlich zur Integration des Akkordeons in das klassische Musikleben beigetragen. Dabei stellte er seine Kunst insbesondere in den Dienst der zeitgenössischen Musik: Durch neu entwickelte Spieltechniken hat er die Klangfarben seines Instruments erheblich erweitert und das Hörbild profiliert. Mehr als 300 neue Werke wurden für Teodoro Anzellotti geschrieben: von Komponisten wie Heinz Holliger, Toshio Hosokawa, Mauricio Kagel, Wolfgang Rihm oder Salvatore Sciarrino. Luciano Berio schuf für ihn seine Sequenza XIII, die Anzellotti 1995 in Rotterdam uraufführte und danach in aller Welt interpretierte. Seit 1987 unterrichtet Teodoro Anzellotti an der Hochschule der Künste in Bern, seit 2002 hat er überdies einen Lehrauftrag an der Musikhochschule in Freiburg i. Br. inne. Seine Diskographie umfasst Werke von Bach bis Pintscher und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der «Preis der deutschen Schallplattenkritik», der «Cannes Classical Award», der «Diapason d’Or» und der «Choc du Monde de la Musique». 2011 erhält Anzellotti als «Instrumentalist des Jahres» den «Echo Klassik».
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 6. September 2003 mit Isabel Mundrys Traces des Moments in einem Konzert des ensemble recherche.
August 2011