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Die Modezeitschrift «Vogue» machte den Anfang und porträtierte Asma al-Assad noch im März 2011 in einem Artikel als modebewusste und weltoffene Frau, berichtet die «New York Times». Im gleichen Monat begann das Regime mit der blutigen Niederschlagung der Protestbewegung seiner Bürger.
Die New Yorker PR-Agentur Brown Lloyd James bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Montag, dass Syriens First Lady sie für «logistische» Absprachen mit «Vogue» bezahlt habe. Der Vertrag sei Ende 2010 ausgelaufen, sagte ein Sprecher der Agentur, Marc Smrikaroz, der dpa.
Nach Angaben der Zeitung hatten PR-Berater von Brown Lloyd James zuvor auch den Clinton- und Bush-Regierungen zur Seite gestanden. Das Londoner Werbeunternehmen Bell Pottinger, zu dessen Kunden einmal die britische Regierungschefin Margaret Thatcher gehörte, wurde nach dem Bericht ebenfalls von den Assads zu Rate gezogen.
«Lichtelement in schattenreichem Land»
Bald darauf sei eine Reihe von Artikeln über Asma al-Assad in «Paris Match», der französischen «Elle» und der amerikanischen «Huffington Post» erschienen, hiess es weiter. «Paris Match» nannte die bildschöne und gebildete First Lady «ein Lichtelement in einem schattenreichen Land».
«Vogue» macht späten Rückzieher
Das Magazin «Vogue» zog den Artikel über Syriens First Lady vom März 2011 inzwischen online zurück. Chefredakteurin Anna Wintour verurteilte das grausame Vorgehen der Assad-Regierung gegen die eigene Bevölkerung am Sonntag in einer Erklärung.
(chb/sda)