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Rassistische Diskriminierung und Rassismus in der Schweiz: Übersicht über die Datenlage
Die vielen Facetten von rassistischer Diskriminierung werden mit unterschiedlichen Ansätzen beobachtet. Erst die Zusammenstellung der verschiedenen Daten kann ein realitätsnahes Bild über die rassistische Diskriminierung in der Schweiz vermitteln. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht «Rassistische Diskriminierung in der Schweiz» der Fachstelle für Rassismusbekämpfung nimmt eine solche Zusammenstellung und Einordnung der Daten vor.
Der Staat erfasst rassistische oder diskriminierende Handlungen, die zu einer polizeilichen Meldung, einem Verfahren oder einer Verurteilung aufgrund von Zuwiderhandlungen gegen die Rassismus-Strafnorm (Artikel 261bis StGB) geführt haben.
Zusätzlich erhebt er erlebte Diskriminierungen der Wohnbevölkerung in der Schweiz.
Einzelne staatliche Erhebungen befassen sich mit den Einstellungen der Wohnbevölkerung zu Fragen in Zusammenhang mit Rassismus und Gleichberechtigung/Gleichbehandlung.
Demgegenüber erfassen unabhängige Beratungsstellen, Organisationen und Medien diskriminierende Vorfälle, die den Polizei- oder Justizbehörden nicht zwingend zugetragen werden (etwa in Zusammenhang mit Arbeits- oder Mietstreitigkeiten oder mit Einlassverweigerungen in Clubs).
Die Medienbeobachtung deckt naturgemäss nur die Vorfälle ab, die als berichtenswert eingestuft werden. Bei den sozialen Medien ist zudem aufgrund der hohen Anzahl von Plattformen und Inhalten sowie der internationalen Dimension der Plattformen eine vollständige Beobachtung unmöglich.
Es muss daher von einer Dunkelziffer ausgegangen werden, denn nur ein Teil der Vorfälle wird in eine Beratung getragen und noch weniger werden der Polizei gemeldet oder von einem Gericht behandelt. Viele rassistische Erlebnisse werden nur im privaten Umfeld angesprochen oder ganz einfach verschwiegen.
Nachfolgend eine Übersicht über die verfügbaren Daten: