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Schwenzer Karl
Karl Schwenzer (26.2.1843 – 29.11.1904) stammte aus Löwenstein in Württemberg. Er liess sich im Jahre 1875 in Stuttgart als Medailleur nieder. Vier Jahre später erhielt er den Auftrag, Stempel für die neuen Kupfer-Nickel und Nickel Münzen der Eidgenossenschaft zu schneiden. Die ersten Stempel für die neuen 10- und 5-Rappen-Stücke lieferte Schwenzer im Jahre 1879, zwei Jahre später folgten die Stempel für das 20-Rappen-Stück. Die Tatsache, dass alle drei Nominale auch heute noch, über 100 Jahre nach der ersten Emission, fast unverändert weitergeprägt werden, ist eine einzigartige Erscheinung in der Münzgeschichte. Wenige Jahre später schnitt Schwenzer die Stempel für das 20-Franken-Stück (Helvetiakopf), dessen Vorlage Albert Walch und Christian Bühler geliefert hatten. Seine letzten Schweizer Arbeiten waren die Entwürfe und die Stempel des 5-Frankenstückes von 1888. Auch hatte sich Schwenzer 1895 am Wettbewerb zu einer Neugestaltung des 20-Franken-Stückes beteiligt, bei dem sein nicht ausgeführter Entwurf den zweiten Preis errang. Abgesehen von Bovy hat der Stempelschneider Schwenzer den grössten Beitrag zum neuzeitlichen Münzwesen der Schweiz geleistet.
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