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Für Bauten ausserhalb der Bauzone ist eine kantonale Zustimmung notwendig (§ 63 Baugesetz). Für die Beurteilung von Baugesuchen ausserhalb der Bauzone sind das Raumplanungsgesetz (RPG) und die dazugehörige Raumplanungsverordnung (RPV) massgebend.
Bauen ausserhalb der Bauzone
Bauliche Massnahmen ausserhalb der Bauzone sind unter gewissen Bedingungen zulässig:
- wenn das Vorhaben zonenkonform ist (Art. 22 RPG und Art. 34 RPV)
- wenn ein Vorhaben einen Standort ausserhalb der Bauzone erfordert (sogenannte Standortgebundenheit) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 24 RPG)
- wenn eine zonenwidrige Baute rechtmässig erstellt oder geändert worden ist (sogenannter Besitzstand) und die Baute mit dem Vorhaben erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden soll (Art. 24c, Art. 24d und Art. 37a RPG, Art. 41, Art. 42, Art. 42a, Art. 42b, Art. 42c und Art. 43 RPV)
Grundsätzlich können Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone in die folgenden drei Themenbereiche unterteilt werden, für die weitere Informationen und Details (inkl. dazugehöriger Merkblätter) abrufbar sind:
- Landwirtschaftliche Bauvorhaben
- Nichtlandwirtschaftliche Bauvorhaben
- Spezialthemen
Merkblätter Bauvorhaben
Landwirtschaft
Landwirtschaftliches Wohnen
In der Landwirtschaftszone kann Wohnraum in der Regel für die Betriebsleiterfamilie des landwirtschaftlichen Gewerbes und für die abtretende Generation im Sinne des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) geschaffen werden.
Landwirtschaftliche Ökonomiegebäude
Landwirtschaftliche Ökonomiegebäude wie Ställe, Remisen, Silos usw. können in der Landwirtschaftszone zonenkonform sein. Voraussetzung dafür ist, dass sie hinsichtlich des Standorts und der Ausgestaltung für eine zweckmässige Bewirtschaftung notwendig sind.
Innere Aufstockung
Bei der inneren Aufstockung können einem überwiegend bodenabhängig geführten Betrieb Bauten und Anlagen für die bodenunabhängige Produktion angegliedert werden.
Nichtlandwirtschaftliche Nebenbetriebe
Bei landwirtschaftlichen Gewerben können unter gewissen Bedingungen nichtlandwirtschaftliche Nebenbetriebe
bewilligt werden.
Nichtlandwirtschaftliche Bauvorhaben
Besitzstandsgeschützte Bauten ausserhalb der Bauzone
Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone, bei denen der erweiterte Besitzstand nach Art. 24c RPG anerkannt wird, dürfen mit Zustimmung der kantonalen Behörde erneuert, teilweise in ihrem Zweck geändert, wieder aufgebaut und unter Umständen massvoll erweitert werden.
Hobbymässige Pferdehaltung in der Landwirtschaftszone
In unbewohnten Gebäuden oder Gebäudeteilen können hobbymässig Pferde gehalten werden, wenn die Tierhalter in einer nahe gelegenen Wohnbaute wohnen und die Erweiterungsmöglichkeiten dieser Wohnbaute nicht ausgeschöpft sind.
Standortgebundene Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone
Nichtzonenkonforme Bauten und Anlagen oder Zweckänderungen ausserhalb der Bauzone können ausnahmsweise bewilligt werden, wenn deren Zweck einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen.
Zonenfremde gewerbliche Bauten und Anlagen
Gewerbliche Bauten und Anlagen, welche durch die nachträgliche Änderung von Erlassen oder Plänen zonenwidrig geworden sind, können mit Bewilligung der zuständigen Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden.
Spezialthemen
Bauzonengrenzen
Bei Bauparzellen an der Zonengrenze ist zu beachten, dass ausserhalb der Bauzone in der Regel keine Bauten und Anlagen erstellt werden dürfen.
Zweckänderungen ohne bauliche Massnahmen
Rechtmässig erstellte Bauten können ohne bauliche Massnahmen umgenutzt werden, sofern keine neuen Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt entstehen.
Umgebungsgestaltungen und Terrainveränderungen
Wesentliche Veränderungen des Terrains sind baubewilligungspflichtig und nur in Ausnahmefällen bewilligungsfähig.