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Motility Assessment Software
January 2008 - January 2011
Stephan Raible
In der Magnetresonanz-Tomografie (MRT) werden Bilder aus dem Körperinnern durch ein starkes Magnetfeld erzeugt. Das Verfahren ist seit Jahren eine etablierte Technik für die medizinische Diagnostik. Die technische Entwicklung der MRT erlaubt immer schnellere Bildaufnahmen, sodass heute Untersuchungen an sich bewegenden Strukturen im menschlichen Körper durchführbar sind. Neben der heute bereits etablierten Darstellung des Herzens erlauben neue Entwicklungen auch die Analyse der Darmbewegung. Im Gegensatz zum Herzen wird aber für den Darmbereich Neuland beschritten. Es besteht heute keine Alternativ-Technik zur Darstellung und Quantifizierung der Motilität, also der Bewegung des Darmes.
Um die Darmbewegung zu messen, werden Serien von 30 bis 1000 Schnittbildern der Frontalebene (Koronalebene) des Bauchraums aufgenommen. Ein Beispielbild einer solchen Serie ist im ersten Bild links dargestellt. Da die einzelnen Organe in der Messschicht ihre Helligkeit im Verlauf der Sequenz ändern können, müssen die Bilder erst aufbereitet und normiert werden (mittleres Bild). Ein durch uns entwickelter Segmentierungsalgorithmus findet darin mit hoher Genauigkeit die Ränder der Darmwand, wie im rechten Bild gezeigt, sodass entlang einer Messlinie (blau) eines gewählten Darmabschnitts (rot) die Dicke bestimmt werden kann.