Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03398.jsonl.gz/1287

Sambia
Mopani Copper Mines Plc
Im Jahr 2000 hat Glencore Mopani Copper Mines Plc (Mopani) in Sambia übernommen, welche zuvor von der sambischen Regierung betrieben worden ist. Mopani spielt für die sambische Wirtschaft eine wichtige Rolle. Der Schutz seiner Mitarbeitenden und der lokalen Gemeinden hat für Glencore wie auch Mopani höchste Priorität. Mopani pflegt konstruktive und dauerhafte Beziehungen zu allen Stakeholdern in Sambia und will einen langfristigen Beitrag leisten – sowohl für das Land wie auch die lokale Bevölkerung.
Zahlen zu Mopani
14'000+
Mitarbeitende und Auftragnehmer
4,4 Mia.
USD in die Modernisierung der Anlagen und Infrastrukturen seit 2000 investiert
500 Mio.
USD zwischen 2006 und 2014 investiert, um die Abscheidung von Schwefeldioxidemissionen zu verbessern
50 Mio.
USD für die Sanierung der Schmelzhütte aufgewendet
1,8 Mia.
USD investiert, um die Lebensdauer der Mine um über 25 Jahre zu verlängern
21 Mio.
USD für den Bau einer Schulungseinrichtung aufgewendet
95%
weniger neue Malaria-Fälle seit 2000 dank des Malaria-Schutzprogrammes
Mopani Schmelzhütte: Neubeginn in 2020
Einen verantwortungsvollen Betrieb sicherstellen
Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden und der lokalen Gemeinden hat für Glencore, respektive Mopani, oberste Priorität. Mopani ist seit den 30er Jahren in Betrieb und damit über 80 Jahre alt. Seine Tätigkeit umfasst die gesamte Bandbreite der Kupferproduktionskette: vom Abbau des Erzes unter Tage bis zur Konzentration, Verhüttung, Veredelung und Verpackung des fertigen Metalls für den Export. Mopani war schon immer ein sehr komplexer Betrieb und der jahrzehntelange Betrieb der Schmelzhütte hat hierbei einige Herausforderungen hinterlassen.
Seit 2000 hat Mopani über 4 Milliarden US$ in eine neue Infrastruktur und in die Modernisierung bestehender Einrichtungen investiert und die Umweltleistung der Schmelzhütte kontinuierlich verbessert. Dabei hat Mopani Arbeitsplätze gesichert, die Belastung der Umwelt durch die Betriebe reduziert und einen Beitrag zur sambischen Wirtschaft geleistet.
Zwischen Juni 2019 und Januar 2020 hat Mopani die Schmelzhütte für umfangreiche Sanierungsarbeiten ausser Betrieb genommen. Die Erwartung ist hierbei, dass dank dieser Arbeiten der Schmelzbetrieb zuverlässiger verläuft und sich dadurch die Sicherheit für die Mitarbeitenden und die lokale Bevölkerung erhöht.
Neues Team, neue Betriebsphilosophie
Mopani will verantwortungsvoll handeln und arbeitet unter Einhaltung der Lizenz, welche der Betrieb von der sambischen Umweltbehörde ZEMA erhalten hat.
Das neue Führungsteam von Mopani hat bereits Schmelzhütten in Australien und Kanada geleitet und bringt dadurch wertvolle Erfahrung und Führungsstärke mit. Dies entspricht auch ganz der Philosophie von Glencore, die Expertise im Unternehmen betriebsübergreifend zu nutzen.
Die Sicherheit und das Wohlergehen seiner Mitarbeitenden, der lokalen Bevölkerung und der Umwelt stehen bei Mopani an erster Stelle. Entsprechend hat der Betrieb neue Entscheidungsprozesse, Schulungen und betriebliche Kontrollen eingeführt, die diese Priorität widerspiegeln. In Kombination mit der neuen Führungskompetenz sollen so technische Störungen und Ausfälle zukünftig verhindert werden.
Verbesserung der Luftqualität und Überwachung der Emissionen
Mopani versteht und teilt die Bedenken seiner Stakeholder in Bezug auf die Luftqualität. Obwohl die Emissionen von Mopani unter der Leitung von Glencore zurückgegangen sind, bleibt noch viel zu tun. Deshalb wird weiterhin daran gearbeitet, den Betrieb zu verbessern, um mögliche negative Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und die Umwelt zu minimieren. Massnahmen sind unter anderem folgende:
- Einführung einer neuen Organisationsstruktur und neuer betrieblicher Praktiken, welche darauf abzielen, eine zuverlässigere und sicherere Leistung zu erbringen. Dazu gehört auch, wenn nötig, den Schmelzbetrieb temporär einzustellen.
- Regelmässige Wartungsperioden mit geplanter Abschaltung des Betriebs (Jeden zweiten Monat steht die Anlage während 48 Stunden still, um Wartungsarbeiten durchzuführen)
- Zusammenarbeit mit Experten, welche auf die Modellierung der Luftqualität spezialisiert sind
- Einrichtung von Überwachungssystemen, um mögliche undichte Stellen und zu hohe Emissionen zu identifizieren. Dafür wurden an zentralen Stellen rund um die Schmelzhütte 24 zusätzliche Stationen zur Messung der Luftqualität installiert. Sie ergänzen die 7 bereits bestehenden Messstationen in den umliegenden Gemeinden. Die engmaschigere Überwachung hilft, eine allfällige Überschreitung der Grenzwerte frühzeitig zu erkennen und sofort darauf reagieren zu können. Die Messstationen in den Gemeinden sind mit solarbetriebenen Sicherungssystemen (sogenannten Backupsystemen) verbunden, damit trotz der anhaltenden Stromrationierung im Land eine unterbrechungsfreie Überwachung der Emissionen gewährleistet ist
- Implementierung eines umfassenden Notfallplans, sollten die Grenzwerte für Emissionen überschritten werden. Mopani hat die Gemeinde bei der Entwicklung dieses Plans eingebunden und Sirenentests und Erste-Hilfe-Trainings durchgeführt. Zudem hat es die medizinischen Einrichtungen überprüft, damit diese im Bedarfsfall die medizinische Versorgung sicherstellen können.
Diese betrieblichen Verbesserungen helfen, eine stabilere Leistung zu erreichen, mehr Schwefeldioxid abzuscheiden und unsere Emissionen weiter zu reduzieren.
Einbindung von Behörden und der lokalen Bevölkerung
Mopani tauscht sich regelmässig mit den sambischen Behörden, darunter auch mit der Umweltbehörde ZEMA, sowie den Gemeinden bezüglich seiner betrieblichen Verbesserungsmassnahmen und Leistungen aus.
Ziel ist es, die Häufigkeit von zu hohen Emissionen und deren Volumen zu reduzieren und so auch deren Auswirkungen auf die lokalen Gemeinden so gering wie möglich zu halten. Mopani kann aber nicht ausschliessen, dass es auch in Zukunft zu grenzüberschreitenden Emissionen kommen wird und hat lokale Stakeholder entsprechend informiert.
Es ist Mopani ein grosses Anliegen, offen und transparent mit seinen Stakeholdern zu kommunizieren und auf ihre Bedürfnisse einzugehen.
Blick nach vorn
Der Schmelzbetrieb wurde am 22. Januar 2020 wieder aufgenommen. Ein zweiter Stillstand ist für September 2020 geplant, damit weitere Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität durchgeführt werden können. Ab 2021 soll die Schmelzhütte dann mit voller Leistung arbeiten.
Mopani soll ein nachhaltiges Unternehmen bleiben, welches einen langfristigen Beitrag zur sambischen Wirtschaft leistet und der lokalen Bevölkerung ein bleibendes, positives Erbe hinterlässt. Die neuen betrieblichen Praktiken und Überwachungssysteme sollen sicherstellen, dass frühzeitig auf erhöhte Emissionen reagiert werden kann und dass die Kommunikation mit den lokalen Gemeinde besser funktioniert.
Das könnte Sie auch interessieren
Mopanis Stellungnahme zum Entscheid des Obersten Gerichtshofs von Sambia im Fall Miti
September 2020
Mopani hat grosses Mitgefühl für die Familie von Frau Miti und war von ihrem Ableben im Jahr 2013 zutiefst betroffen.
Mopani ist über den Entscheid des Obersten Gerichtshof in Sambia enttäuscht.
Das Mufulira-Schmelzwerk ist über 80 Jahre alt und bringt eine Reihe komplexer Altlasten mit sich. Glencore hat im Jahr 2000 einen Anteil von 73.1% an Mopani erworben. Die restlichen Anteile gehören dem Sambischen Staat. Bevor Glencore die Anlage übernommen hat, stiess sie während über 60 Jahren ungehindert Schwefeldioxid (SO2) aus. Seit der Übernahme durch Glencore hat Mopani wesentliche operative Verbesserungen vorgenommen, um die Auswirkungen ihrer Aktivitäten besser steuern und minimieren zu können – dazu gehört auch die verbesserte Erfassung von Emissionen. Darüber hinaus hat Mopani neue betriebliche Abläufe eingeführt, bei denen der Schwerpunkt auf einer stabilen und sicheren Leistung liegt, wozu bei Bedarf auch die vorübergehende Stilllegung des Betriebs gehört. Glencore hat bis anhin über USD 4,4 Milliarden in Mopani investiert. Dank laufenden Optimierungen wird mehr SO2 abgefangen, was zu weniger Emissionen führt. Zuletzt wurde 2019 das Schmelzwerk umfassend saniert, um die Emissionen der Hütte nachhaltig zu senken. Hierzu gehörte auch die vorübergehende Stilllegung des Betriebs. Seither überwacht Mopani die Emissionen an SO2 in Echtzeit. Mopani arbeitet mit der Sambischen Umweltbehörde ZEMA und weiteren Behörden an kontinuierlichen, betrieblichen Verbesserungen.
Mopani wird weiterhin mit allen Stakeholdern zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft und die Umwelt möglichst gering sind.
Mopani tauscht sich zur Verbesserung der Luftqualität auch regelmässig mit den betriebsnahen Gemeinden sowie mit den lokalen Behörden (Area Councillors) aus, um deren Anliegen zu verstehen und sie über die Verbesserungen des Betriebs zu informieren. Den Gemeinden steht ein Beschwerdemechanismus zur Verfügung, um ihre Anliegen im Zusammenhang mit Mopani geltend zu machen. Dazu gehören Telefonnummern und Beschwerderegister an öffentlichen Orten. Zudem haben sie die Möglichkeit, an den regelmässig stattfindenden Gemeinschaftsversammlungen und direkt in den Büros von Mopani in Mufulira und Kitwe Anliegen vorzubringen.