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Development and Cooperation: how to manage a Development Aid Project
Bericht über das dritte Treffen in Kunice (Polen)
vom 25.–31.10.2015
Das dritte Treffen im Rahmen unseres Erasmus+ Projekts fand Ende Oktober bei unserem polnischen Partner in Kunice statt, einer kleinen Stadt ca. 60 Kilometer westlich von Breslau (Südschlesien).
Ziel der Woche war es, Designs für unsere T-Shirts auszuwählen und mit Hilfe eines Experten deren Vertrieb in den vier Ländern zu planen.
Alex Tscheulin, einer der drei Geschäftsführer der Firma 3Freunde, die unsere T-Shirts produzieren werden, begleitete uns während der zwei ersten Arbeitstage. Er stellte seine Firma vor, die Fair Trade Oberbekleidung herstellt, präsentierte ihren Nähbetrieb Mila Fairtrade Company in Indien und die dortigen Produktionsbedingungen und erklärte auch den Druckprozess der T-Shirts. Danach führte eine kurze Reportage über eine Baumwollkooperative im Senegal allen Teilnehmern die positiven Folgen eines erfolgreichen Fair Trade Projekts für die dortige Dorfgemeinschaft vor Augen.
Nachdem alle Schulen ihr Konzept zur Vermarktung der T-Shirts im Plenum vorgestellt hatten, führte Herr Tscheulin die Teilnehmer ins Projektmanagement ein und stellte die einzelnen Phasen eines Projekts vor.
Am Mittwoch Vormittag erarbeiteten die Schüler Kriterien, mit deren Hilfe sie anschliessend die Designs der T-Shirts auswählen sollten. Die vier Schulen stellten insgesamt 15 Designs vor, die von allen Schülern in zwei Auswahlrunden mit Hilfe der zuvor definierten Kriterien bewertet wurden.
Der Gewinner kam aus Polen, Rang 2 teilten sich Spanien und die Schweiz. Das Schweizer Design stammt von der amerikanischen Gastschwester von Carla Herzig (ehemals G2d), die im letzten Schuljahr Projektteilnehmerin war und jetzt für ein Jahr in den USA lebt. Die drei Siegerdesigns werden bei 3Freunde auf die T-Shirts gedruckt und in allen vier Ländern verkauft werden.
Beste Erasmus-Shirts: Polen (Platz 1, links), Spanien und Schweiz (Platz 2, mitte und rechts)
Um die gemeinsame Vertriebsstruktur zu schaffen, arbeiteten alle Schüler in unterschiedlichen Abteilungen (departments) zusammen. Die Arbeit in den multinationalen Gruppen war sehr intensiv - die Schüler waren aber hoch motiviert, da sie alle ihre Vorüberlegungen nun konkret umsetzen konnten. Die Ergebnisse wurden am Ende der Woche Gästen und interessierten Eltern mit grossem Stolz präsentiert.
Die Firma erhielt den Namen „T-Shirts 4 all“, in dem die vier teilnehmenden Schulen als Zahl auftauchen. Die Endversion des Logos stammt von unserer Schülerin Katja Gisler, G3d
Ein Fazit der dritten und offiziell letzten Projektwoche: Wir haben intensive Tage mit unseren Partnern erlebt. Der Druck, das Projekt erfolgreich zu einem ersten Abschluss zu führen, war für alle Seiten recht gross. Die erfolgreiche Zusammenarbeit der Schüler und die Arbeitsergebnisse erfüllen uns mit Stolz. Jugendliche aus vier Nationen unterschiedlichen Alters und mit heterogenen Voraussetzungen haben es geschafft, dieses ambitionierte Projekt während eines Jahres zu beginnen, regelmässig daran zu arbeiten und ein Ziel zu erreichen.
Unsere Arbeit geht noch weiter: Wir werden in den kommenden Wochen T-Shirts produzieren lassen und versuchen, sie in den jeweiligen Schulen und Städten zu verkaufen.
Anfang März 2016 wird es noch ein letztes Treffen bei uns an der KSM in Luzern geben, an dem wir eine Evaluation durchführen werden.
Daneben werden unsere europäischen Partner unsere Schule und die Stadt Luzern kennenlernen, worauf sich alle bereits sehr freuen. Wir hoffen, dass das Treffen an der KSM ein gelungener Abschluss unseres Projekts sein wird!
Hier Rückblicke unserer Schülerinnen:
Als wir ankamen, wurden wir von unseren Gastfamilien bei der Schule freundlich in Empfang genommen. Wir alle haben unsere Familien in dieser Woche sehr lieb gewonnen.
An den ersten zwei Tagen der Austauschwoche in Polen kam einer der drei Geschäftsführer der Organisation 3Freunde, bei der wir unsere T-Shirts produzieren lassen. Er erzählte uns viele interessante Dinge über Fair Trade und informierte uns über die Herstellung und Lieferung der T-Shirts seines Unternehmens. Um zu wissen, welche nächsten Schritte wir in den einzelnen Schulen machen können, stellte er uns das SMART-Modell vor. Dieses Modell ist eine Hilfestellung, mit der wir eine konkrete To-Do-Liste erstellen konnten. Wir freuen uns auf das nächste Treffen in Luzern, um all unsere Freunde wieder zu sehen.
(Solvej Canova und Livia Caviglia, G3b)
Am Mittwochmorgen trafen wir uns alle in der Turnhalle. Jede Nation musste den anderen kurz ihre Designs, die zur Auswahl standen, vorstellen. Danach ging es daran drei Designs auszuwählen. In der Vorrunde waren noch drei unserer Designs mit dabei. Schliesslich haben wir uns für drei endgültig entscheiden müssen. Eines der Polen, der Spanier, und eines von uns wurden gewählt. Nach der Wahl der T-Shirts trafen wir uns in den nationalen Gruppen um unsere nächsten Schritte zum T-Shirt Verkauf, Planung usw. nach der SMART-Methode zu strukturieren, ordnen und unsere Ziele genau festzulegen. Unser Konzept zum Projekt-Management mussten wir uns anschließend gegenseitig vorstellen.
Nachdem wir die T-Shirts gewählt hatten, wurden wir in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Es gab die Gruppen die für die Webseite und Facebook verantwortlich waren, andere kümmerten sich um die Gestaltung von Flyern. Ich war in der Gruppe der Nachhaltigkeit. Wir befassten uns also mit der Frage, wie man unser Projekt möglichst lange weiterführen kann, auch wenn wir nicht mehr an der Schule sind. Ideen wurden zunächst grob aufgelistet, so dass wir am Freitag nur noch die Feinarbeit leisten konnten.
Mir hat es überraschend gut in Polen gefallen. Ich hatte eine sehr nette Gastfamilie. Alle waren sehr freundlich und überaus grosszügig mit dem Essen.
(Aline Hunkeler, G3b)
Am Mittwoch Nachmittag fuhren wir nach Legnica, wo wir von den polnischen Schülern durch die Stadt geführt wurden. Die Stadt hat mir sehr gefallen, und nach der Führung hatten wir noch etwas Freizeit in Legnica.
(Carmen Aeschbacher, G3d)
On Thursday we had a wonderful day in Breslau. In the morning we had a nice guided tour through this town, where we were surprised by the nearly 250 dwarves, spread over the whole town. Polish people are very superstitious when it comes to touch different objects. Of course we also touched some of them. After lunch we had some spare time to explore the town ourself and then we started quiz about Breslau. Before we went back to the school, we bought a lot of polish sweets.
(Séraphine Pagnier, G3b)
Am Freitag Vormittag haben wir in internationalen Gruppen die letzten wichtigen Arbeiten erledigt. In meiner Gruppe haben wir den Namen unseres Unternehmens bestimmt und das Logo designt, was ziemlich lange dauerte. Dieser Auftrag hat mir sehr viel Spass gemacht. Bei diesen Arbeiten entstand auch die Abschlusspräsentation, die dann am Abend den Gastfamilien präsentiert wurde. Meine Gastschwester war zwar recht pubertär, aber die Familien waren alle sehr warmherzig und fürsorglich. Am meisten Eindruck hat mir gemacht, dass die Polen extrem gastfreundlich und grosszügig sind.
(Katja Gisler, G3d)
Am Freitagabend feierten die Schüler, Lehrer und Gasteltern den Abschluss der Woche in der Schule. Die Gasteltern hatten ein grosses Buffet mit vielen leckeren Sachen vorbereitet. Der Abschied am nächsten Tag fiel uns allen schwer, da unsere Gastfamilien extrem gastfreundlich und herzlich waren. Ich war nicht ganz ohne Sorgen in diese Woche gegangen, aber bin nun froh, dass wir die Gelegenheit hatten, dieses Land besser kennenzulernen.
(Carmen Aeschbacher, G3d)
I have to say I was very surprised by Poland and the polish people. I spent a really nice week with very friendly and welcoming people. Also in the school, we had a nice time and could advance a lot in our project.
(Séraphine Pagnier, G3b)