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Er schlägt vor, alle Todesurteile in 30-jährige Haftstrafen umzuwandeln. Das Moratorium ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Abschaffung der Todesstrafe. Bereits 2009 hatte der mongolische Staatspräsident die Todesurteile von drei Gefangenen in Haftstrafen umgewandelt.
In der Mongolei werden die Exekutionen an einem geheimen Ort durchgeführt. Eine offizielle Statistik über die Anzahl der verhängten oder vollstreckten Todesurteile wird nicht veröffentlicht. Die Haftbedingungen der zum Tode Verurteilten sind schrecklich. Die Angehörigen werden weder über den Vollstreckungstermin informiert, noch wird ihnen der Leichnam übergeben.
«Durch die Aussetzung der Todesstrafe bekennt sich die mongolische Regierung zu den Menschenrechten», sagt Roseann Rife, stellvertretende Leiterin des Asien-Pazifik-Programms von Amnesty International. «Amnesty International fordert die anderen Länder in der Region auf, diesem Beispiel zu folgen.»