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Die Kämpfe um die Südkaukasusregion Berg-Karabach toben ungeachtet diplomatischer Bemühungen um ein Ende der Waffengewalt weiter. Die armenischen Behörden teilten am Samstag in der Hauptstadt Eriwan mit, dass die Zahl der getöteten Soldaten um 36 auf 963 angestiegen sei. Die aserbaidschanische Seite macht wegen der Zensurbestimmungen während des geltenden Kriegsrechts keine Angaben zu Verlusten bei den Streitkräften. Die Militärführung in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku meldete den Abschuss eines Flugzeugs der armenischen Luftwaffe. Eriwan bestritt das.
Seit 27. September dauern die schweren Gefechte um Berg-Karabach an. Aserbaidschan verlor in einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren die Kontrolle über das bergige Gebiet mit etwa 145 000 Bewohnern. Seit 1994 galt eine brüchige Waffenruhe. Aserbaidschan kann sich in dem Konflikt auf seinen «Bruderstaat» Türkei berufen. Russland wiederum ist Schutzmacht Armeniens.
Die zuletzt unter Vermittlung Russlands vereinbarten Waffenruhen hatte nicht gehalten. Mit Blick auf eine Reise aserbaidschanischer und armenischer Diplomaten in die USA begüsste der russische Präsident Wladimir Putin die Bemühungen der Amerikaner um Frieden. Putin hatte am Donnerstag bei einer im Fernsehen übertragenen Expertenrunde auch gesagt, dass bei dem Krieg knapp einen Monat nach Beginn der Kämpfe bisher rund 5000 Menschen ums Leben gekommen seien. Bislang vermittelt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unter dem Vorsitz von Frankreich, Russland und den USA weitgehend erfolglos in dem jahrzehntealten Konflikt. (sda/dpa)