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Ein früher Kontakt zu Fremdeiweiss, wie Milcheiweiss oder Hühnereiweiss, kann, besonders bei allergiegefährdeten Kindern, eine Allergie auslösen. Das kann zum einen der Fall sein, wenn Risikobabys mit normaler Säuglingsersatznahrung gefüttert werden. Zum anderen kann zu frühe Beikost bei gefährdeten Kindern eine Allergie auslösen. Babys, die ein erhöhtes Allergierisiko haben, sollten daher mindestens sechs Monate (davon mindestens vier Monate voll) gestillt oder mit Säuglingsnahrung auf Hydrolysatbasis ernährt werden.
Eine Milcheiweissallergie bei Babys und Kindern äussert sich meistens durch Hautreaktionen wie Ausschlag und Juckreiz oder Magen-Darm-Probleme wie Blähungen und Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung, seltener auch starkes Erbrechen. Seltenere Symptome sind Kreislaufprobleme und Atemwegsbeschwerden wie anhaltender Schnupfen oder Asthma.
Eine Kuhmilchallergie kann ausserdem die Ursache für verschiedene Krankheiten sein, wie einer chronischen Mandelentzündung (Tonsillitis) oder chronischen Lungenerkrankungen. Auch Wachstumsstörungen können ein Anzeichen für eine Milcheiweissallergie sein.
Milcheiweisse sind in vielen Fertigprodukten zu finden und Milch und Milchprodukte sind Bestandteil der meisten Mahlzeiten in einer ausgewogenen Ernährung. Der tägliche Kalziumbedarf wird vorwiegend über Milchprodukte gedeckt. Das Hauptproblem bei einer Milcheiweissallergie besteht darin, dass man, um keine Symptome auszulösen, in der Ernährung auf Milch und Milchprodukte verzichten muss.
Für Säuglinge und Kleinkinder steht, so sie nicht gestillt werden, spezielle Ersatznahrung zur Verfügung. Hydrolysierte Säuglingsnahrung basiert auf Kuhmilcheiweiss und enthält Restallergene. Daher kann auch Hydrolysatnahrung in seltenen Fällen bei Kinder allergische Reaktionen hervorrufen.
Als tatsächlich non-allergen wird Nahrung auf Basis von Aminosäuren (Aminosäuren-Formula), den kleinsten Eiweissbausteinen, angesehen. Diese Nahrung ist bei einer Milcheiweissallergie besonders sicher.
Sojanahrung sollten Kinder frühestens nach dem ersten Geburtstag erhalten. Sojanahrung kann hormonähnliche Inhaltsstoffe enthalten und ist häufig nicht optimal zusammengesetzt.
Milch anderer Tiere, wie Ziege oder Schaf, ist selten geeignet, da auch hier allergische Reaktionen möglich sind.
Eine Milcheiweissallergie oder Kuhmilchallergie ist eine Allergie gegen bestimmte Eiweisse (Proteine) in Kuhmilch. Es gibt auch andere Milchallergien, jedoch ist die Kuhmilchallergie die häufigste.
In Kuhmilch kommen verschiedene Eiweisse vor, die allergische Reaktionen hervorrufen können:
Die meisten Kuhmilchallergien beruhen auf einer Allergie gegen Kasein und β-Laktoglobulin, seltener auf die restlichen Proteine. Häufig reagiert der Betroffene allergisch auf mehrere Milchallergene, meistens in der Kombination Kasein, β-Laktoglobulin und α-Laktoglobulin.
Die Milcheiallergie kann zum einen eine Allergie vom Typ I sein. Das heisst, das Baby oder Kind zeigt gewöhnlich nach Kontakt zum Allergen innerhalb von Minuten erste Symptome (Sofortreaktion). Bei Kindern mit Milcheiweissallergie ist diese jedoch zu etwa 50 Prozent eine Allergie vom Typ IV: Hier zeigt sich erst nach wenigen Stunden bis Tagen eine Reaktion (Spätreaktion).
Typ-I-Allergien sind durch sogenannte IgE-Antikörper (Immunglobulin E) vermittelte allergische Reaktionen. Bei Kontakt mit dem Allergen bildet der Körper spezifische IgE-Antikörper, die sich an bestimmte Zellen des Immunsystems binden. Daraufhin werden Entzündungsbotenstoffe freigesetzt. Es entstehen akute Entzündungsreaktionen, die sich in den typischen Symptomen der Allergie äussern.
Allergien vom Typ IV (T-Zell-vermittelter, verzögerter Typ; Spättyp) nehmen unter den allergischen Reaktionen eine Sonderstellung ein. Anders als bei anderen Allergieformen wird dieser Typ nicht durch Antikörper vermittelt und ist daher nicht im Blut nachweisbar.
Etwa 2,5 Prozent der Säuglinge zeigen im ersten Lebensjahr eine allergische Reaktion auf Kuhmilch, wenn sie frühen Kontakt dazu hatten.
Bei etwa 80 Prozent der betroffenen Kinder kommt es bis zum Schulalter zu einer Spontanheilung.
70 bis 90 Prozent der Kuhmilchallergiker reagieren ausserdem allergisch auf Ziegenmilch, daher stellt diese keine Alternative in der Ernährung dar.
Besonders junge Kuhmilchallergiker, die auf β-Laktoglobulin reagieren, entwickeln häufiger eine Persistenz, das heisst die Kuhmilchallergie bleibt bestehen und klingt nicht ab.
Eine Milcheiweissallergie ist bei Erwachsenen seltener als eine Laktoseintoleranz, also eine Milchzuckerunverträglichkeit. Bei Babys und Kindern kommt die Kuhmilchallergie wesentlich häufiger vor. Allerdings ist es oft schwer, beides voneinander abzugrenzen.
Es ist nicht vollständig geklärt, was alles Ursache für eine Milcheiweissallergie (Kuhmilchallergie) sein kann. Sicher ist jedoch, dass zu früher Kontakt zu Milch und zu frühe Beikost bei allergiegefährdeten Kindern eine Milcheiweissallergie auslösen kann.
Sowohl das Immunsystem als auch der Magen-Darm-Trakt von Säuglingen sind noch nicht vollständig entwickelt. Daher besteht kein 100-prozentiger Schutz vor Allergenen, also den Stoffen, die Allergien auslösen können. Säuglinge sind also besonders gefährdet, je jünger sie sind – das gilt besonders für Kinder, die ein erhöhtes Allergierisiko haben, etwa weil ein Elternteil an Allergien leidet.
Seltener kann die Allergie durch die Ernährung der Mutter beim Stillen über die Muttermilch ausgelöst werden. In der Regel gilt Stillen im Säuglingsalter als die beste Vorsorge gegen Allergien.
Milch ist versteckt in vielen Produkten enthalten, beispielsweise als Bindemittel für Sossen. Schon kleinste Mengen an Milchbestandteilen können eine allergische Reaktion hervorrufen.
Wenn Ihr Kind eine Milcheiweissallergie (Kuhmilchallergie) hat, wird es in der Regel innerhalb von wenigen Minuten bis zwei Stunden Symptome zeigen. Treten erst später Beschwerden auf, werden diese als Spätreaktion bezeichnet. Diese ist jedoch häufig sehr schwer auf das auslösende Allergen zurückzuführen.
Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Symptome meist ausgeprägter als bei älteren Kindern und Erwachsenen. Die typischen Symptome einer Kuhmilchallergie bei Säuglingen und Kleinkindern sind:
Seltener treten bei Säuglingen und Kleinkindern folgende Beschwerden auf:
Äusserst selten, aber lebensbedrohlich ist der anaphylaktische Schock, der auftreten kann, wenn das allergische Kind Kuhmilcheiweisse zu sich nimmt.
Um die Diagnose Milcheiweissallergie (Kuhmilchallergie) zu stellen, braucht es einen allergologisch spezialisierten Kinderarzt.
Wenn Sie mit Ihrem Kind aufgrund verschiedener Symptome den Kinderarzt aufsuchen, wird dieser zunächst Fragen zur Krankheitsgeschichte und zu den Beschwerden stellen. Besteht aufgrund der Symptome ein Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie, ist es sinnvoll, über eine Zeit von etwa zwei bis vier Wochen ein Symptom- und Nahrungstagebuch zu führen. Kann der Kinderarzt den Verdacht auf eine Milcheiweissallergie einschränken, wird er Ihnen zunächst eine 14-28 tägige kuhmilchfreie Ernährung empfehlen, um die anschliessende Diagnose zu erleichtern.
Um die Diagnose abzusichern, sollte nach der kuhmilchfreien Ernährung eine sogenannte gezielte Provokation durchgeführt werden: Unter ärztlicher Aufsicht wird dann das Lebensmittel, das vermutlich die Allergie auslöst, verabreicht. Bei schweren Symptomen wird eine solche Provokation bei stationärem Aufenthalt durchgeführt.
Weiteren Aufschluss können Blutuntersuchungen geben. Die Kuhmilchallergie ist in einigen Fällen eine durch sogenannte IgE-Antikörper (Immunglobulin E) vermittelte allergische Reaktion. Bei Kontakt mit dem Allergen bildet der Körper spezifische IgE-Antikörper, die im Blut nachgewiesen werden können. Wenn ein bestimmter Schwellenwert an IgE-Antikörpern im Blut überschritten wird, ist eine Allergie sehr wahrscheinlich. Trotzdem sind weitere Allergietests, wie der Prick-Test oder der Intrakutan-Test, nötig, um die Diagnose einer Milcheiweissallergie zu sichern.
Die nicht-IgE-vermittelten Allergien sind im Blut nicht nachweisbar, kommen aber bei Kindern sehr häufig vor. Hier gibt der Bluttest keine Aussage über das Vorliegen einer Allergie. In allen Verdachtsfällen ist die sogenannte Eliminationsdiät die wichtigste Massnahme zu Diagnosestellung.
Beim Prick-Test markiert der Arzt die Haut am Unterarm oder am Rücken mit einem speziellen Stift. Dort tropft er dann verschiedene Testlösungen oder das Lebensmittel auf und sticht mit einer feinen Nadel die Haut unter dem Tropfen an. Keine Sorge: Ausser einem kurzen Pieken wird das Kind nichts spüren. Um einen Vergleich zu den Proben mit Allergenen zu haben, trägt der Arzt eine Kochsalzlösung (keine Hautreaktion) und eine Histaminlösung (i.d.R. immer eine Hautreaktion) auf benachbarte Hautstellen auf.
Wenn sich nach 15 bis 20 Minuten eine Rötung oder Schwellung (Quaddel) an einer oder mehreren der getesteten Hautstellen bildet, vergleicht der Arzt die Reaktion mit der Histaminkontrolle. So kann er die Stärke der Allergie beurteilen.
Der Prick-Test lässt sich auch als sogenannter Prick-in-Prick-Test durchführen. Dabei sticht der Arzt die Prick-Lanzette zuerst in die zu untersuchenden Substanz und dann anschliessend in die Haut. Mit diesem Test können aber nur die Sofortreaktionen erfasst werden.
Beim Intrakutan-Test spritzt der Arzt industrielle Testlösungen, welche die Allergene enthalten, direkt in die Haut. Zur Kontrolle und um die Reaktion dieses Allergietests besser zu beurteilen, trägt er gleichzeitig sowohl eine Kochsalzlösung (keine Hautreaktion) als auch eine Histaminlösung (i.d.R. immer eine Hautreaktion) auf benachbarte Hautstellen auf. Nach 15 bis 20 Minuten überprüft er die Hautreaktionen. Liegt eine Allergie vor, ist die Haut dort, wo das Allergen eingespritzt wurde, geschwollen und gerötet. Mit diesem Test können aber nur die Sofortreaktionen erfasst werden.
Eine Milcheiweissallergie (Kuhmilchallergie) lässt sich nicht heilen, man kann lediglich die Beschwerden lindern beziehungsweise Symptome vermeiden, indem man die auslösenden Stoffe (Allergene) meidet. Das geschieht in der Regel über eine gezielte Diät, die besonders bei Kindern von einem speziell ausgebildeten Diätassistenten begleitet werden sollte.
Ausserdem ist eine solche Ernährungsumstellung bei Kindern immer auf 6-18 Monate begrenzt. Nach dieser Zeit müssen die Beschwerden erneut überprüft werden, da Kinder häufig mit der Zeit eine Toleranz gegen die Allergene entwickeln und eine Diät dann überflüssig ist.
Im Rahmen der Ernährungsumstellung muss auf Milcheiweisse verzichtet werden. Das ist insofern problematisch, als dass der Kalzium- und Eiweissbedarf des Kindes vorwiegend über Milch und Milchprodukte gedeckt wird und bei einer Allergie eine Alternative gegeben werden muss. Solange der Säugling lediglich Milchnahrung bekommt, wird der Kalziumbedarf über das Stillenoder die Flaschennahrung gedeckt. Später muss das Kind lernen, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten und andere gezielt zu sich zu nehmen, um eine ausgeglichene Ernährung zu gewährleisten. Die Nahrung muss ausserdem häufig um Vitamine und Nährstoffe angereichert werden.
Spezielle Ersatznahrung für Babys und Kinder mit Kuhmilchallergie versorgt diese mit allen Nährstoffen, die das Kind ansonsten über die Milch aufnehmen würde.
Säuglinge sollten mindestens in den ersten vier Monaten ausschliesslich Milchnahrung bekommen. Die ideale Ernährung für Säuglinge ist Muttermilch: Neben der nötigen Flüssigkeit und der optimalen Nährstoffzusammensetzung enthält sie auch Antikörper, die als Schutz vor Infektionen dienen. Gestillte Kinder entwickeln ausserdem seltener eine Allergie als ungestillte. In seltenen Fällen kann sich das Kind aber auch über die Muttermilch enthaltenen Allergene aus der mütterlichen Ernährung sensibilisieren und allergische Symptome, zum Beispiel gegen Kuhmilch, entwickeln.
In seltenen Fällen kann eine Allergie über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden. Wenn Sie aus diesem oder einem anderen Grund nicht stillen möchten oder können, steht Ihnen sogenannte hydrolysierte Säuglingsnahrung zur Verfügung. Die Milcheiweisse werden hier in einem speziellen Verfahren teilweise aufgespalten, um so ihre allergene Wirkung zu verringern:
Aminosäurenformula: Diese Nahrungen sind für Kinder mit einer Milcheiweissallergie oder multiplen Nahrunsmittelallergien geeignet. Hier werden als Eiweissquelle die non-allergenen Aminosäuren verwendet, das sind die kleinsten Eiweissbausteinen und völlig frei von Kuhmilch. Deshalb sind diese Nahrungen bei Allergien besonders sicher.
Nicht-gestillte Kinder, die keine allergischen Symptome zeigen und nicht allergiegefährdet sind, erhalten in der Regel sogenannte Formula-Nahrung. Hierbei handelt es sich um künstlich hergestellte Säuglingsnahrung auf Kuhmilchbasis, deren Milcheiweisse nicht aufgespalten wurden.
Sojaersatznahrung ist nicht geeignet, da es hier sowohl gesundheitliche Bedenken gibt und ein vorbeugender Effekt nicht nachgewiesen werden konnte.
Kuhmilch enthält neben den Milcheiweissen wichtige Nährstoffe wie Kalzium, Vitamin B2 und Jod. Der tägliche Bedarf an Vitamin B2 und Jod kann über andere Nahrungsmittel problemlos gedeckt werden, bei Kalzium ist das hingegen kaum möglich. Milch ist ausserdem ein wichtiger Eiweisslieferant für Kinder.
Wichtig in der Ernährung von Kleinkindern mit Milcheiweissallergie ist es ausserdem, allergene Produkte zu erkennen. Auf Lebensmittelverpackungen weisen folgende Begriffe auf Milcheiweisse hin:
Man muss gezielt darauf achten, dass das Kind ausreichend Kalzium aufnimmt. Anders als Säuglinge und Kleinkinder können Kinder und Erwachsene mit Kalzium angereicherte Sojaprodukte zu sich nehmen. Hilfreich ist auch kalziumhaltiges Mineralwasser. Milch anderer Tiere, wie Ziegen- oder Schafsmilch, ist nur in wenigen Fällen geeignet, da sie ebenfalls allergische Reaktionen hervorrufen kann. Auch nachdem ersten Lebensjahr sollten Kinder mit Milcheiweissallergie Milchersatznahrung, die es entsprechend für verschiedene Altersstufen gibt, erhalten, um den Kalziumbedarf zu decken.
Da der Körper unter Anwesenheit von Vitamin D besser Kalzium verwerten kann, sind auch ausreichende Sonneneinstrahlung (viel Bewegung an der frischen Luft) und häufig Fisch auf dem Speiseplan wichtig.
Besonders viel Kalzium ist ausserdem in Brokkoli, Grünkohl, Fenchel, Hülsenfrüchten und Gartenkräutern enthalten. Leider reichen diese Quellen jedoch nicht aus.
Kokosmilch, Sojamilch, Reismilch und andere können als Flüssigkeitsersatz beim Kochen und Backen dienen, decken aber nicht den Nährstoffbedarf ab und sind daher keine Alternative für Kuhmilch.
Eine Milcheiweissallergie (Kuhmilchallergie) hat gerade bei Säuglingen und Kleinkindern meistens einen günstigen Verlauf. Wenn die allergieauslösenden Stoffe (Allergene), also Milcheiweisse, gemieden werden, entwickeln bis zu 80 Prozent der betroffenen Kinder spätestens bis zur Schulzeit, meistens im Lauf des zweiten Lebensjahres, eine spontane Heilung. Diese beruht darauf, dass in dieser Zeit der Magen-Darm-Trakt vollständig ausreift und nicht mehr so anfällig für Allergene ist wie zuvor.
15 Prozent der Kinder entwickeln jedoch eine Persistenz, das heisst, die Milcheiweissallergie bleibt bestehen. Hiervon sind besonders Kinder betroffen, die neben der Kuhmilchallergie noch Asthma oder einen chronischen Schnupfen (Rhinitis) haben.
Bei Kindern mit Milcheiweissallergie besteht ausserdem ein erhöhtes Risiko (40-80%), im Laufe der Zeit weitere Allergien, besonders Lebensmittelallergien, zu bekommen.
Um Symptome zu lindern oder ganz zu vermeiden, müssen Kuhmilchallergiker eine spezielle Diät einhalten, die alle Milchprodukte und Lebensmittel, die Milcheiweisse enthalten, ausschliesst. Bei Säuglingen ist das relativ einfach: Sie werden gestillt oder erhalten spezielle hydrolysierte Säuglingsnahrung oder eine Nahrung auf Basis von non-allergenen Aminosäuren.
Bei älteren Kindern mit einer Milcheiweissallergie sollte man jedoch wissen, welche Lebensmittel «gut» (+) und welche «schlecht» (-) sind.
Einer Milchallergie (Kuhmilchallergie) kann man nur bedingt vorbeugen, indem man das Risiko für die Erkrankung senkt. Verzichten Sie bei der Ernährung Ihres Kindes in dessen erste Lebensmonaten vollständig auf Kuhmilch und Kuhmilchprodukte, besonders, wenn der Kinderarzt ein erhöhtes Risiko für eine Allergie festgestellt hat (bspw. wenn ein Elternteil an Allergien leidet). Später können dann kleine Mengen an Milch in den Speiseplan eingebaut werden.
Am besten für Säuglinge ist es, wenn sie mindestens sechs Monate gestillt werden, davon mindestens vier Monate voll, also ohne andere Lebensmittel zuzufüttern – je länger die Stilldauer, später auch neben der Beikost, desto besser. Beginnen Sie frühestens im 5. Lebensmonat mit Beikost und führen Sie diese schrittweise ein: Pro Woche können Sie ein weiteres Nahrungsmittel dazu nehmen und in den folgenden Tagen schauen, ob Ihr Kind dieses verträgt.
Wenn bei Ihrem Kind ein erhöhtes Risiko besteht, eine Kuhmilchallergie zu entwickeln, Sie aber nicht stillen können oder möchten, greifen Sie auf hydrolysierte Säuglingsersatznahrung zurück, sogenannte Hydrolysatnahrung (HA-Nahrung).