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Henri Barbusse, geboren 1873 bei Paris, verkehrte um die Jahrhundertwende in den Pariser Literatenzirkeln um Proust, Mallarmée, Valéry. 1914 meldete er sich, bereits 41-jährig, zum freiwilligen Kriegsdienst an der Front. Aber die Jahre im Schützengraben machten ihn zum überzeugten Kriegsgegner. Henri Barbusse starb 1935 in Moskau.
Henri Barbusse (1873–1935) verkehrt um die Jahrhundertwende in den Pariser Literatenzirkeln um Proust, Mallarmée, Valéry. 1914 meldet er sich, bereits 41-jährig, zum freiwilligen Kriegsdienst an der Front. Aber die Jahre im Schützengraben machen ihn zum überzeugten Kriegsgegner.
Das Feuer, die literarische Verarbeitung seines Kriegstagebuches, wird 1916 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet und führt zu erbitterten Debatten. Der Roman wird in über fünfzig Sprachen übersetzt. Zahlreiche spätere Werke sind auch in deutscher Übersetzung erschienen, u. a. die Romane Klarheit, Die Hölle, sowie Erzählungen und politische Reportagen (»Tatsachen«, »Die Henker«).
Barbusse gehört zu den Gründern der Internationalen Arbeiterhilfe. Um seine Zeitschrift Clarté, später Monde, sammeln sich Schriftsteller wie Upton Sinclair, Heinrich Mann, Stefan Zweig, Romain Rolland, H.G. Wells. 1923 tritt er der Kommunistischen Partei Frankreichs bei. Gegen den erneut heraufziehenden Krieg tritt Barbusse in die erste Linie einer internationalen Bewegung. Er ist u.a. führend beteiligt am »Internationalen Kongress zur Verteidigung der Kultur« in Paris 1935 und Präsident des internationalen Komitees zur Befreiung Thälmanns.
Als Mahner und Vereiner aller antifaschistischen Kräfte zu einer Schlüssel- und Symbolfigur geworden, stirbt er 1935 in Moskau während der Arbeiten des VII. Weltkongresses der III. Internationale.