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Die ägyptische Justiz hat die Befragung des gestürzten Staatschefs Husni Mubarak und seiner Söhne zu der Gewalt gegen die Demonstranten Anfang des Jahres angeordnet.
Generalstaatsanwalt Abdel Magid Mahmud habe entschieden, den Ex-Präsidenten und seine Söhne Gamal und Alaa zu den Vorwürfen zu befragen, die sie mit den tödlichen Angriffen auf Demonstranten in Verbindung brächten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Mena am Sonntag.
Die drei sollten zudem zu Korruptionsvorwürfen befragt werden. Ein Datum für die Anhörung wurde nicht genannt. Bei den wochenlangen Protesten gegen Mubarak waren rund 800 Menschen ums Leben gekommen und tausende weiter verletzt worden. Der langjährige Staatspräsident Mubarak sah sich am 11. Februar zum Rücktritt gezwungen.
Gruss aus Scharm el Scheich
Am Sonntag meldete sich der 82-Jährige, der seit seinem Sturz im Badeort Scharm el Scheich lebt, auf dem arabischen Fernsehsender Al Arabija erstmals wieder zu Wort, um eine "ungerechte Kampagne" zu beklagen. Zudem versicherte er, weder er noch seine Frau besässen Konten oder Güter im Ausland.
Die Demokratiebewegung wirft dem Ex-Präsidenten und seiner Familie vor, während seiner fast 30-jährigen Herrschaft Milliarden-Dollar-Summen veruntreut und im Ausland angelegt zu haben.
SDA-ATS