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Magnetband Definition & Begriffserklärung
Technischer Hintergrund des Magnetbandspeichers
Das verwendete Magnetband ist einseitig beschichtet und befindet sich aufgewickelt auf einer Spule. Die Größe und Ausführung der Spule wird von zahlreichen Faktoren wie beispielsweise der Geräte-Art (Kassette, Tonband etc.) oder auch der gewünschten Aufzeichnungsqualität (in Verbindung mit der Bandgeschwindigkeit) beeinflusst. Auch die Art des Einlegens ist zwischen den einzelnen Geräten unterschiedlich. Während beim HiFi-Tonbandgerät die Bandspule noch manuell an den technischen Komponenten vorbeigeführt wurde, um die leere Aufwickelspule zu erreichen, war das bei der kompakten Ausführung (Kassette, Datasette, Videokassette) nicht mehr nötig.
Bei den besagten technischen Komponenten handelt es sich im Wesentlichen um einen Lösch- und einen Lesekopf. Wenn an diesen Köpfen eine Spannung anliegt (Aufnahme, Löschen, Wiedergabe), wurden Impulse auf das vorbeilaufende Magnetband übertragen. Die dort aufgebrachte Magnet-Beschichtung wurde durch die Köpfe neu angeordnet, was ein Speichern (Aufnahme) oder das Lesen (Wiedergabe) der hinterlegten Informationen ermöglichte.
Das Schreiben und Lesen der Daten erfolgte oftmals mit einem so genannten Kombi-Kopf, für das vorherige Löschen (bei neuen Daten) befand sich vor dem Kombi-Kopf noch ein separater Lösch-Kopf, der die ursprüngliche magnetische Ausrichtung auf der Beschichtung wieder aufheben konnte. Dadurch war sichergestellt, dass beim neuen Beschreiben des Bandes keine Datenfragmente oder Reste mehr vorhanden waren.
Bauarten und ihre Unterschiede
Die Bau- und Verwendungsmöglichkeiten eines Magnetbandes und der zugehörigen Geräte waren sehr unterschiedlich. Sehr weit gebracht hat es die Audio-Kassette, dessen Bandbreite bei 3,81 mm lag. Hier wurde das Band mit etwa 4,76 cm/s an den Köpfen vorbeigeführt, was (je nach Dicke des Bandes) eine Laufzeit von bis zu 2 x 120 Minuten ermöglichte. Auch analoge Diktiergeräte arbeiten mit solchen Magnetbändern; hier ist die Geschwindigkeit mit rund 2,4 cm/s wesentlich geringer, was eine schlechtere Sprachqualität zur Folge hat.
Neben der Aufzeichnung von „speziellen Daten“ wie Musik und Sprache wurden Magnetbänder auch zum Speichern direkter Informationen verwendet. Die Kapazität solcher magnetischen Bänder lag zwischen 100 kByte und knapp 1 MByte, aus heutiger Sicht recht bescheidene Werte. Auch das Übertragungsvolumen (zwischen 250 Bit/s bis zu knapp 5 kBit/s) war kaum rekordverdächtig.
Resümee bzgl. Magnetband-Speicher Medien
Inzwischen muten Magnetbänder, ihre Funktion und die niedrigen Werte fast schon etwas nostalgisch an, aber das wäre dann doch etwas respektlos und überheblich. Schließlich war zur Blüte-Zeit der magnetischen Datenspeicherung weder ein USB-Stick, noch eine CD bekannt und auch mit dem Begriff „Gigabyte“ konnte niemand etwas anfangen. Dennoch hatten die Magnetbänder einige Vorteile wie Mobilität und Archivierung von elektronischen Daten oder die nahezu unbegrenzte Wiederverwendung.
Ins Museum kamen sie letztlich wegen gravierender Nachteile wie dem mechanischen Verschleiß, der langen Zugriffszeiten auf einzelne Daten (langes Spulen nötig) und der Anfälligkeit gegenüber Umwelteinflüssen (Hitze, Feuchtigkeit, Magnetfelder etc.). Außerdem war wie bei jeder technischen Errungenschaft ihre Zeit einfach abgelaufen, als sich die optische Datenspeicherung per CD anschickte, die Welt zu verändern.