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Um den US-Mobilnetzbetreiber Sprint scheint sich ein unerwarteter Überahmekampf zu entwickeln. Der Satelliten-TV-Anbieter Dish hat angekündigt, dass er eine Übernahmeofferte in der Höhe von rund 25,4 Milliarden Dollar abgeben wolle. Der Dish-Chef Charles Ergen möchte die beiden Unternehmen fusionieren und damit zu einem kombinierten Anbieter von Satelliten-TV, Festnetztelefonie und -Internet (über Satellit) und Mobiltelefonie werden. Das Problem dabei: Dish ist ein vergleichsweise deutlich kleineres Unternehmen. Sprint, die Nummer drei im US-Mobilfunkmarkt, machte letztes Jahr mit 35,3 Miliarden Dollar mehr als dreimal soviel Umsatz wie Dish. Das kombinierte Unternehmen müsste zudem eine riesige Schuldenlast von wohl über 40 Milliarden Dollar tragen.
Eigentlich hat der Verwaltungsrat von Sprint schon im letzten Oktober ein Übernahmeangebot des japanischen Telcos SoftBank angenommen. SoftBank will insgesamt rund 20 Milliarden Dollar investieren. Davon sollen etwa 12 Milliarden Dollar für die Übernahme von 70 Prozent der Aktien von Sprint ausgegeben werden. Etwa 8 Millliarden Dollar sind für die Modernisierung der Infrastruktur von Sprint bestimmt. Der Deal hat sich aber unter anderem aufgrund von Sicherheitsbedenken von US-Behörden verzögert. Diese bemängelten die geplante Anschaffung von Infrastruktur von chinesischen Herstellern. Ende März versprachen Sprint und SoftBank darum, dass sie nach einer Übernahme nur begrenzt Ausrüstung aus China einsetzen würden. Zudem sollen Vertreter von US-Behörden Änderungen der Infrastruktur kontinuierlich überwachen können. (hjm)