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Den heutigen Beitrag verdanke ich meinem aufmerksamen Bruder, der neulich beim Lesen des deutschen Qualitätsmagazins Spiegel beinahe vom Hocker fiel, als er diese Werbung sah. Tatsächlich gibt es also auch im Jahr 2010 noch Werbeagenturen, die vor Kolonialcharme nicht zurückschrecken und es völlig OK finden, einen Schwarzafrikaner als halbwegs zivilisierten Wilden darzustellen, den man auf einer Studienreise (Safari?) besichtigen kann.
Eno, wie der gute Mann genannt wird, sitzt artig an einen Tisch, auf dem auch sein indigenes Musikinstrument zu finden ist. So weiss man, dass es nicht etwa er ist, der die Bleichgesichter besucht, sondern er das Objekt der Neugierde ist. Umringt wird er dabei von den weissen Invasoren, die bei der Reiseunternehmung Studiosus einen Abenteuerurlaub gebucht haben. Bemerkenswert dabei ist auch, dass zwei weisse Frauen anwesend sind, aber nur ein weisser Mann. Impliziert das, dass die eine Frau möglicherweise gar ein Abenteuer der horizontalen Art sucht? Da wäre sie bei Eno richtig, zumal Afrikaner ja für ihre Potenz berüchtigt sind, oder?
Die Szene beschwört nicht zuletzt auch zweifelhafte Assoziationen mit dem bekannten, bitterbösen Sketch "Herr Tschabobo" des deutschen Komikers Gerhard Polt herauf. Wer spätestens jetzt noch nicht gemerkt hat, dass diese Werbung total in den Bastrock ging, der hat sie wohl entworfen.
Note: 2.0/6.0