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Christine Blasey Ford hat sich bereit erklärt, vor dem Justizausschuss gegen Brett Kavanaugh auszusagen. Allerdings sind nicht alle Einzelheiten geklärt.
Die Anwälte von Christine Blasey Ford haben am Samstag bekannt gegeben, dass ihre Mandantin am Donnerstag vor dem Justizausschuss des US-Senats öffentlich gegen Brett Kavanaugh aussagen wird. «Dr. Ford akzeptiert die Bitte des Komitees, ihre Kenntnisse aus erster Hand über Brett Kavanaughs sexuelles Fehlverhalten vorzulegen», heisst es in einem Schreiben.
Die Anhörung soll am kommenden Donnerstag stattfinden. Allerdings hat die Anklägerin einige Bedingungen gestellt – und daran könnten die Verhandlungen immer noch scheitern, wie die New York Times berichtet.
Ungeklärt ist unter anderem, wie viele Medienvertreter für die Anhörung zugelassen werden und wer die Befragung durchführen wird. Während die Republikaner dazu einen externen Kandidaten fordern, wünscht Blasey Ford direkt durch die Senatoren befragt zu werden. Zudem möchte die Anklägerin, dass der angebliche Augenzeuge des Vorfalls, Mark Judge, ebenfalls vorgeladen wird. Dieser bezeichnet die Vorwürfe als Lüge.
Die Verhandlungen über die Details der Anhörung werden am Sonntag fortgesetzt. Sollte keine Einigung erzielt werden, wird Senator Charles E. Grassley – republikanischer Vorsitzender des Justizausschusses – entscheiden müssen, wann Kavanaughs Nominierungsprozess weitergeführt wird.
Die Republikaner werfen den Demokraten vor, die Wahl von Brett Kavanaugh zum Richter am Obersten Gerichtshof verzögern zu wollen. Mit 51 zu 49 Sitzen besitzen die Konservativen im Senat eine knappe Mehrheit. Wegen den Anschuldigungen von Blasey Ford wird befürchtet, dass einige Republikaner nun gegen Kavanaugh stimmen könnten.
Das Anwaltteam der Anklägerin hat indes prominente Verstärkung erhalten. Neu wird Blasey Ford neben Debra Katz und Lisa Banks durch Michael R. Bromwich vertreten, wie die New York Times schreibt.
Der ehemalige Generalinspektor des Justizministeriums steht auch wegen einem anderen bekannten Fall in der Öffentlichkeit. Er vertritt den früheren FBI-Vizechef Andrew McCabe, der von US-Präsident Donald Trump zwei Tage vor seiner Pensionierung entlassen wurde. (vom)