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Bis Ende Oktober wird die ehemalige Kaserne in Losone TI für zwei Millionen Franken zu einer Unterkunft für Asylsuchende umgebaut. Die Nutzungsdauer der 170 Betten zählenden Anlaufstelle ist zunächst auf drei Jahre befristet.
Die Asylunterkunft wird als Aussenstelle des Empfangs- und Verfahrenszentrum in Chiasso TI geführt, wie BFM-Sprecherin Gaby Szöllösy erklärte. Sämtliche Asylverfahren werden weiterhin von Chiasso aus bearbeitet, sagte Szöllösy. 20 Arbeitsplätze entstünden in Losone in den Bereichen Sicherheit und Verpflegung, die von einem privaten Anbieter, der ORS Service AG, abgedeckt werden.
Vier Bewohner Losones hatten sich juristisch gegen eine Eröffnung der Asylunterunterkunft in ihrer Gemeinde zu Wehr gesetzt. In letzter Instanz hatte das Bundesgericht im August diese Beschwerde abgelehnt. Die Bundesrichter wiesen in ihrem Urteil darauf hin, dass das BFM keiner Erlaubnis durch den Kanton oder die Gemeinde bedarf, wenn es eine vorübergehende Einrichtung für Asylsuchende eröffnen will.
Gemeindepräsident Corrado Bianda erklärte hinsichtlich der Befürchtungen, die aus der Bevölkerung an ihn herangetragen wurden, eine Notfall-Hotline einrichten zu wollen, sobald die Asylunterkunft in Betrieb sei. (whr/sda/bellinzona)