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Die Wallfahrtskirche von Heiligkreuz
1344 baut Johannes von Aarwangen, ein Zisterzienserbruder aus St. Urban, gemeinsam mit Mitbrüdern in Witenbach, wie Heiligkreuz damals noch hiess, eine Kapelle und ein Eremitenhaus zum Zweck der Verehrung des Kreuzes Christi. 1469 zogen die letzten Eremiten weg.
Gemäss Urkunde vom 15. Oktober 1344 sichert Herzog Friedrich von Österreich den Eremiten die Hofstatt Witenbach brieflich zu und stellt sie unter den besonderen Schutz des Vogts von Wolhusen. 1386 geht die Schirmherrschaft an die Stadt Luzern. Im Januar 1479 erteilt Papst Sixtus IV. den Bewohnern des Entlebuchs das Privilegium, das Kreuz, die Dornenkrone und Nägel in ihr Landesbanner mit der Buche aufzunehmen. 1480 erscheint erstmalig der Name Heiligkreuz.
Die Legende besagt: Die heilige Helena, Mutter von Kaiser Konstantin, findet im Jahre 320 das Kreuz Christi auf Golgotha. Sie schenkt ein Stück des Holzes einem Soldaten, der es auf wundersame Weise nach Arras (Nordfrankreich) bringt.
Um die Echtheit der Reliquie zu prüfen, wird das Holzstückchen einem in der Gegend wütenden, wilden Ochsen zwischen die Hörner gebunden, um zu sehen, ob er darob gezähmt werde. Der Ochse wird zahm und trottet, begleitet von einem Boten, durchs Elsass bis zum Tor des Entlebuchs. In Wolhusen ruht er sich aus. Er zieht weiter bis Witenbach ob Hasle. Dort wird mit einem „glänzenden himmlischen Licht und durch engelsgleiche Musik“ den Hirten das Holzstück (Kreuzpartikel) offenbart.
Daraufhin baut man ein Bethäuschen und verehrt die Kreuzpartikel innigst.