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Zofingen ist eine Frohburgerstadt
Zum Artikel von Philippe Hofmann zu Flurnamen in Zofingen, in der Ausgabe vom 18. Februar.
In seinem Beitrag «Eine Lichtung im weiten, dunklen Wald – Wie der ‹Heitere› und ‹Finkenhärd› in Zofingen zu ihren Namen kamen» behauptet Philippe Hofmann, «Zofingen ist eine alte, stolze Zähringerstadt.*» Dies trifft nicht zu. Zofingen ist eine Frohburgerstadt, zusammen mit Aarburg, Liestal, Olten, Waldenburg und Wiedlisbach. Die beiden weiteren Frohburgerstädte Friedau, die 1375 von den Guglern zerstört wurde, und Falkenstein, die im Dorf Balsthal aufging, existieren nicht mehr. Der von den Grafen von Frohburg gegründete Zofinger Chorherrenstift wird erstmals 1201, die Stadt selbst 1231 erwähnt. Diese ging 1299 an die Habsburger über. Zu den zwölf Zähringer Städten gehören Bern, Burgdorf, Fribourg, Murten sowie im Aargau Rheinfelden.
Der Passus, wonach früher im Gebiet Reutene den Bürgern Land zur Verfügung gestellt wurde, um Obst anzubauen, ist nicht ganz vollständig. Diese Möglichkeit besteht nämlich heute noch. Für 15 Franken pro Jahr kann man bei der Ortsbürgerverwaltung eine Reute mit vier bis sechs Obstbäumen mieten.
Der Finkenherd verdankt seinen Namen der Aussetzung von Finken in diesem nach dem 2. Villmergerkrieg gerodeten Gebiet durch die Studenten Samuel Ringier und Cornelius Suter. Schliesslich ist der Heiternplatz ein künstlicher militärischer Übungsplatz, der 1745 unter der Leitung des inzwischen zum Stadkompaniekommandanten aufgestiegenen Hauptmanns Samuel Ringier angelegt und 1955 im Zusammenhang mit dem Bau der Schiessanlage erweitert und mit neuen Linden bepflanzt wurde.
Herbert H. Scholl, Zofingen
*in der Online-Version hat das Zofinger Tagblatt den Fehler natürlich bereits korrigiert! Anm. d. Red)