Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/96024

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt:</p><p>- wissenschaftliche (epidemiologische) Grundlagenforschung in Auftrag zu geben, welche insbesondere Ausmass, Umfang und Art der Problemlasten im Bereich der problematischen Nutzung von Online-Medien mit besonderer Berücksichtigung von Online-Games und der spezifischen Gefährdung Jugendlicher untersucht. </p><p>- zu prüfen, ob die regelmässig vom Bundesamt für Statistik durchgeführte schweizerische Gesundheitsbefragung zusätzliche Fragen zur Nutzung von Bildschirmmedien und Online-Spielen aufnehmen könnte.</p><p>- die Verantwortlichkeiten betreffend problematische Nutzung von Online-Medien/Online-Sucht, mit besonderer Berücksichtigung von Online-Spielen und der spezifischen Gefährdung Jugendlicher, innerhalb der Bundesverwaltung zu klären respektive dem für Suchtprävention zuständigen Bundesamt für Gesundheit einen entsprechenden Auftrag und Ressourcen zuzuteilen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat sich zu dieser Thematik bereits in seiner Antwort vom 28. November 2007 zur Interpellation Forster 07.3617, "Bildschirm-Sucht. Vorausschauend handeln", geäussert. Die Situation bezüglich des problematischen Gebrauchs des Internets ist grundsätzlich unverändert, soweit sie überprüfbar ist. Nach wie vor liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor, welche umfangreiche Massnahmen rechtfertigen würden. Da im Zuge der stark wachsenden Bedeutung des Internets auch die damit zusammenhängenden gesundheitlichen Probleme zunehmen könnten, ist der Bundesrat bereit, im Rahmen der im Budget und im Finanzplan eingestellten Mittel die Zusammenhänge zwischen exzessiver Internet- und Computerspielnutzung und gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Störungen abzuklären und entsprechende Empfehlungen für die Präventionsarbeit zu formulieren. Er sieht vor, das federführende Bundesamt für Gesundheit mit einem Bericht zu beauftragen. Dabei sind die vom Bundesamt für Sozialversicherungen geführten Arbeiten zum Kinder- und Jugendmedienschutz sowie die entsprechenden Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2007 des Bundesamtes für Statistik zu berücksichtigen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.