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(Pizzo)(Kt. Tessin
und Wallis).
3197 m.
Höchster Berg des Gotthardmassives, in der Pesciorakette ö. und s. über dem
Gerengletscher,
w. über dem Pescioragletscher und n. über dem Ruinogletscher. Bildet einen kühn aufstrebenden
Turm, von dem nach NW. ein
Grat abzweigt, der auf eine zweiteSpitze (Nordgipfel; etwa 3170 m) führt.
Zum erstenmal 1869 von Viktor
Haller mit J. M. Tresch und Angelo Boffa über die O.-Flanke erstiegen;
zweite Besteigung ebenfalls 1869 über die NW.-Flanke.
«Dem Gipfel ist auf verschiedenen Routen beizukommen. Die einfachsten, aber auch
am wenigsten Abwechslung bietenden führen über die SW.-Flanke. Am interessantesten sind die
Wege der
O.-Flanke; als mittelschwer sind wohl nur die Routen der SW.-Flanke zu bezeichnen, alle andern sind schwieriger.»
Umfassende Aussicht und schöner Tiefblick ins Bedrettothal.
Das Gestein (Granit) ist äusserst faul, und die grossen Blöcke
auf den
Graten wackeln oft bedenklich.
1157 m. Gruppe von 2
Häusern, am Weg nach
Taveyannaz und über den
Col de la Croix
und 1 km nö. der Kirche
Gryon. 16 reform. Ew. Kirchgemeinde
Gryon. 1840 fand hier infolge unterirdischer Erosion des Gipses
ein Erdfall statt, wo noch nach mehreren Jahren ein Trichter mit einem stark geneigten
Baum sichtbar war.
1200 m.
Brücke über die oberste
Rhone (im Volksmund Rotten
oder Rodden genannt), unterhalb dem Dorf
Niederwald.
Schon
Simler erwähnt (16. Jahrhundert), dass hier eine einstige Holzbrücke
durch eine
Brücke aus Mauerwerk ersetzt worden sei.
Die Rottenbrücke blieb der am stärksten begangene
Rhoneübergang im
Goms bis zum Bau der Furkastrasse, die dem rechten Ufer des Flusses folgt und die
DörferAernen,
Mühlibach
und
Steinhaus abseits liegen lässt.
Seither dient die
Brücke nur noch dem Lokalverkehr.
Ackerbau und Viehzucht. Zu oberst
ein Restaurant-Pension mit schöner Aussicht.
Ruine der Burg Rotzberg.
Diese gehörte zuerst dem Kloster
St. Leodegar in Luzern,
kam
dann an das
Haus Oesterreich, das den Edeln von
Wolfenschiessen als Landvogt hierher setzte, und wurde
in der Neujahrsnacht 1308 von den Unterwaldnern zerstört.
Die Ueberlieferung erzählt, dass eine in der Burg dienende
Magd
in jener Nacht ihren Liebsten und seine Mitverschworenen mittels einer Strickleiter in ihre
Kammer und damit in die Burg eingelassen
habe.
Zum Andenken an die im Kampf gegen die Franzosen 1798 gefallenen Nidwaldner Helden hat man am Rotzberg 1900 ein
Denkmal errichtet. 1178: Rozzo.