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Der Anteil an Buben und jungen Männern, die zu viel Kilos auf die Waage bringen, ist höher als bei Mädchen und jungen Frauen. Insbesondere bei den 14- bis 16-Jährigen zeigt sich dieser Unterschied.
Von den 14’197 im Schuljahr 2019/20 untersuchten Kindern und Jugendlichen aus den Städten Basel, Bern und Zürich bringt jedes und jeder Sechste (17,1 Prozent) zu viel auf die Waage. Knapp ein Viertel davon (4,2 Prozent) leidet unter Adipositas, das heisst, das Schulkind hat einen Body Mass Index (BMI) von über 30. Das Normalgewicht liegt zwischen einem BMI von 18,5 bis 25. Die Messung im Vorjahr hatte ähnliche Werte hervorgebracht: Damals wurden 17,6 Prozent der Schulkinder als übergewichtig eingestuft.
Die erhobenen Daten ergeben erstmals statistisch signifikante Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen auf allen untersuchten Schulstufen, wie Gesundheitsförderung Schweiz in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Insbesondere gilt dies für die Altersklasse der 14- bis 16-Jährigen. Dort sind 26,8 Prozent der jungen Männer übergewichtig, während es bei den jungen Frauen 21,8 Prozent sind.
44 Prozent der normalgewichtigen 15-jährigen Mädchen denken, dass sie «zu dick» seien. Diese Werte gehen gemäss Gesundheitsförderung Schweiz aus einer Studie aus dem Jahr 2018 von Sucht Schweiz hervor. Bei den jungen Männern beträgt dieser Anteil 17 Prozent. Bei den übergewichtigen Jungen sind zudem 39 Prozent der Ansicht, dass sie normalgewichtig oder gar zu dünn seien, bei den Mädchen sind es 16 Prozent.
Gemäss der aktuellen Erhebung ist der Anteil der älteren Schulkinder, die zu viel überflüssige Pfunde auf die Waage bringen, deutlich höher als bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern. Bei den Kindergärtlern und Erstklässlern sind 12,1 Prozent übergewichtig oder adipös, auf Unter- und Mittelstufe 18,2 Prozent.
Einen Einfluss auf das Gewicht der Kinder und Jugendlichen scheinen die soziale Herkunft und das Bildungsniveau der Familie zu haben. So sind Kinder von Ausländerinnen und Ausländern mit 21,9 Prozent öfter übergewichtig als von Schweizerinnen und Schweizern. Aber: «Das grösste Risiko, übergewichtig zu sein, haben Kinder von Eltern ohne nachobligatorischen Schulabschluss», schreibt Gesundheitsförderung Schweiz. Von ihnen bringen 31,9 Prozent zu viele Kilos auf die Waage.
Wie in den Vorjahren gibt es in der Stadt Bern am wenigsten übergewichtige Kinder und Jugendliche (15,1 Prozent). In Basel sind es 18,3 Prozent, in Zürich 17,3 Prozent. (aeg/sda)