Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03217.jsonl.gz/2545

Der Lauf von Nina Betschart und Tanja Hüberli ist an der EM in den Niederlanden im Final gestoppt worden. Dem Duo standen mit Sanne Keizer und Madelein Meppelink zwei entfesselte Gegnerinnen gegenüber. Die Niederländerinnen wurden vom Heimpublikum getragen und siegten 21:16, 26:24.
Vielleicht können wir uns in einigen Tagen über Silber freuen.
Die Schweizerinnen hatten zuvor Moral gezeigt und drei Matchbälle abgewehrt. Doch der vierte war der eine zu viel: Die Niederländerinnen hatten das Glück auf ihrer Seite und konnten nach einem Netzroller jubeln.
Erste EM-Medaille seit 4 Jahren
«Vielleicht können wir uns in einigen Tagen über Silber freuen», so Hüberli. Direkt nach dem Final trauerten sie und Betschart jedoch der Goldmedaille nach. «Es ist schade, weil wir wissen, dass wir nicht unser Bestes zeigen konnten.»
Für die Schweiz ist es die erste EM-Medaille seit 2014, als Hüberli mit ihrer damaligen Partnerin Tanja Goricanec überraschend Silber geholt hatte.
Im Halbfinal noch Matchbälle abgewehrt
Im Halbfinal hatten Betschart/Hüberli wie schon in den K.o.-Spielen einen Satzrückstand wettmachen können: Gegen die Spanierinnen Liliana Fernandez/Elsa Baquerizo mussten sie im 2. Satz beim Stand von 18:20 zwei Matchbälle abwehren.
Doch die Zentralschweizerinnen kämpften sich zurück und schafften mit 23:21 den Satzausgleich. Im Tiebreak verbuchten sie 6 der letzten 7 Punkte und machten den Final-Einzug mit 15:13 perfekt. Im Endspiel war das Glück aber nicht mehr auf ihrer Seite.
Niederlagen für Männer-Duos
Keine Medaille gibt es hingegen für Nico Beeler und Marco Krattiger. Das Schweizer Duo verlor im Viertelfinal gegen die Spanier Pablo Herrera und Adrian Gavira mit 19:21, 18:21, nachdem sie Stunden zuvor im Achtelfinal gegen das lettische Duo Martins Plawins/Edgars Tocs in 3 Sätzen gewonnen hatten.
Zu Ende ist das Turnier auch für Mirco Gerson und Adrian Heidrich. Der Zürcher Blocker und der Berner Defensivspezialist blieben in der Runde der letzten 16 an den Russen Oleg Stojanowski/Igor Welitschko hängen. Das Schlussresultat lautete 17:21, 21:16, 12:15.
Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 20.7.2018, 22:25 Uhr