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Ehefrau Johanna Kollegger (1963) aufgewachsen in Sent im Unterengadin, erwarb das eidg. Fähigkeitszeugnis in den Fachrichtungen Kunstgewerbe und Textil in der damaligen "Tessanda" in Scuol (Kunstgewerbe, Stickerei und Weberei). In Samedan besuchte sie die Berufsfachschule. Später belegte sie in der Folge verschiedene Weiterbildungs-Kurse in den kunsthandwerklichen Fächern: Kreuz- Filet- und Flammen- sowie Trachten-Stickereien in Richterswil / ZH und in Sils i.E. (Val Fex). Bereits in dieser Zeit amtete sie als Haupt-Prüfungsexpertin im Kanton Graubünden für diese beiden Spezialgebiete. Im Jahre 1987 lernte sie ihren späteren Ehemann kennen und liess sich nicht nehmen, nochmals eine zweite Ausbildung als Musikinstrumenten-Fachhändlerin zu absolvieren, welche sie im Jahre 1992 mit Erfolg und dem entsprechenden Diplom abschloss. Die Berufsfachschule besuchte sie in dieser Zeit bei Prof. Edmund Schönenberger in Zürich. Nach ihrer Ausbildung absolvierte sie zusammen mit ihrem Mann die kantonalen Lehrmeisterkurse und betätigte sich alsdann mit Freude und Genugtuung in der Ausbildung von Lernenden, wobei sie nebst ihrer Tätigkeit als fordernde und fördernde Ausbildnerin, vielfach als herzliche und freundschaftliche Partnerin und "mütterliche Beraterin..." der Lehrlinge wahrgenommen wurde. Bald darauf wurde auch das Berufsbildungsamt des Kantons Graubünden auf Johanna aufmerksam und ernannte sie zur Prüfungs-Expertin für das Detailhandelsfach Musik (Musikinstrumente, Musikalien und Tonträger). Bereits in ihrer Jugendzeit erlernte sie das Spiel auf der klassischen Gitarre u.a. bei Maria Zindel. In der Folge erteilte sie einige Jahren Gitarren-Unterricht an der Musikschule Mittelbünden. Nebst ihrer heutigen Tätigkeit als Buchhalterin bzw. als wichtige Bürokraft im Musikhaus Kollegger, widmet sie sich in erster Linie dem kleinen "Junior-Chef" und Stammhalter Jon-Beat (geb. 2005).
Musik ist das „halbe Leben“ von Beat Kollegger (1960). Geboren und aufgewachsen in St.Moritz erwarb er sich anfänglich in der Engadiner Lehrwerkstatt das eidg. Fähigkeitszeugnis als Schreiner, besuchte anschliessend während drei Jahren die Meisterkurse auf dem Bürgenstock und holte sich dann bei Hohner in Trossingen/D (Handzuginstrumente) und in der Instrumentenmacherschule Zimmerwald (Blasinstrumente) das nötige Rüstzeug als Musikinstrumentenbauer/ Reparateur. Nebst dieser beruflichen Tätigkeit zog es ihn nach Zürich an die Musikakademie, wo er sich zum Blasorchesterdirigenten ausbilden liess. Nebenbei machte er das Diplom als Chorleiter und begann selber Stücke für die Blasmusik zu komponieren. Er erteilte Musikunterricht, leitete fünf Jahre lang den Musikverein Innerdomleschg und war von 1991 bis 1997 Dirigent der Musikgesellschaft Davos. Er amtete als Experte am Eidg. Jungmusikanten-Treffen in Zug und am Eidgenössischen Volksmusikfest 2011 in Chur war er im OK als Mitglied tätig. Beat Kollegger ist Mitbegründer der Huusmusig Kollegger, die in im vergangenen Jahr 2022 das 50-jährige Bühnenjubiläum feiern konnte. Schon in der Lehre packte ihn die Leidenschaft für konstruktive und klangliche Perfektion. Sein erstes selbst gebautes Instrument war ein Hackbrett, die originalgetreue Nachbildung eines Bündner Hackbretts aus dem Jahre 1776. „Ich habe es genau 200 Jahre später nachgebaut.“ Auch ein erstes Schwyzerörgeli, eine Engadiner Harfenzither, ein Büchel sowie viele weitere Instrumente entstanden bereits in der Lehrzeit. Bald habe ihn eine Frage beschäftigt, die ihn fortan nie mehr ruhen liess: „Warum“, habe er sich gewundert, „können wir Heutigen trotz besserer Maschinen und Messgeräte keine derart einzigartigen Instrumente mehr bauen, wie das früheren Generationen gelang?“ Der damals erst 19-jährige Lehrling beschloss, es seinen legendären Vorbildern im Instrumentenbau einmal gleichzutun. Die Suche nach der absoluten Perfektion lässt ihn bis heute nicht mehr los. Beat Kollegger arbeitet momentan an einer Publikation über den Schweizer Instrumentenbau.