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11 In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens; 12 damit wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf Christus gehofft haben. 13 In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit - in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, 14 welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.
Gottes Volk der Juden erhielt als Ausdruck des irdischen Segens das Land Israel zum Erbteil (Josua 14,1). Davon unberührt war der uralte geistliche Segen: die Zusage des jüdischen Retters aus ihrer Mitte (1. Mose 3,15;49,10;5. Mose 18,15). Darauf nimmt Paulus mit "wir" Bezug (11), um gleich darauf die Christen in Kleinasien durch "auch ihr" mit einzubeziehen (13).
Ware, für die bereits eine Anzahlung geleistet und die zu einem späteren Zeitpunkt abgeholt werden sollte, wurde versiegelt. Der Abdruck auf dem Wachssiegel gab darüber Aufschluss, wer diesen geschäftlichen Abschluss bestätigte. Bei Menschen in der Gemeinschaft mit Christus bezeugt der Heilige Geist dessen Bestimmung als Erben (14). Gottes Geist ist der Garant dafür, dass das zukünftige Erbe kein leeres Versprechen darstellt. DAs aus dem Handel stammende Wort Unterpfand kann auch mit Angeld oder Anzahlung übersetzt werden. Ein Unterpfand wird bei Abschluss eines Vertrages zum Nachweis und zur Sicherung der Vertragserfüllung hinterlegt.
1. Wodurch wird ersichtlich, dass das "wir" in Vers 11 tatsächlich Nachfolger von Jesus aus dem Judentum meint? Lies dazu nochmals Vers 12!
2. Mit welchen Begriffen definiert Paulus in Vers 13 die Botschaft von Jesus Christus?
3. Zu welchem Zeitpunkt verbindet sich der Heilige Geist mit einem Menschen (13)?
4. "Versiegeln" – was bedeutet dieser Begriff in anderen Zusammenhängen? Lies Epheser 4,30; 2. Korinther 1,22; Offenbarung 7,3.
Es gibt ein Christentum, das durch allgemein übernommene Normen der Bibel das öffentliche Leben geprägt hat, wie etwa die Rechtsprechung und auch das künstlerische Schaffen. Dazu gehört ein Gottesglabuen, der das Denken und Handelnl von Menschen positiv beeinflusst. Das sind nicht gering zu schätzende Errungenschaften, von deren Substanz die westliche Kultur noch immer zehrt.
Im Epheserbrief spricht Paulus jedoch von einer Lebensgemeinschaft des Einzelnen mit Gott. Die stets wiederkehrende Wendung "in ihm" weist dem Glauben einen festen Bezugspunkt bei Jesus Christus selbst zu. Das Bild vom aufgedrückten Siegel veranschaulicht, dass das Vertrauen zu Jesus keine vage Investition des Menschen ist. Vielmehr beglaubigt ihm der Heilige Geist die Zugehörigkeit zu Gott. Dieses Zeugnis steht für den Unterschied zwischen "Christen" und Christen. In einer vom Christentum dominierten Gesellschaft aufzuwachsen ist deshalb nicht ds Gleiche, wie die Botschaft von Jesus Christus im Glauben angenommen zu haben.