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Sie sollten aus dem Lager an der Grenze zu Mazedonien in staatlich organisierte Lager ziehen. Wenn Idomeni nicht gewaltsam geräumt werden solle, müssten auch die Hilfsorganisationen zur Umsiedlung aufrufen, erklärte der griechische Minister für Migration, Ioannis Mouzalas, der Athener Tageszeitung "Kathimerini" vom Donnerstag zufolge.
Seit fast sieben Wochen halten Flüchtlinge bei Idomeni den für die griechische Wirtschaft wichtigen Bahnübergang nach Mazedonien besetzt. Bewohner des Dorfes beschweren sich zunehmend über die Probleme, die durch das improvisierte Flüchtlingslager entstünden.
Dem Bericht zufolge erwartet Mouzalas, dass 40'000 Flüchtlinge für einen längeren Zeitraum in Griechenland bleiben werden. Wegen der Schliessung der mazedonischen Grenze stecken mehr als 54'000 Menschen im Land fest. Die meisten wollen weiter nach Mittel- und Nordeuropa, viele geben Deutschland als Ziel an.
Nach der Schliessung der Balkanroute und dem am 20. März in Kraft getretenen EU-Abkommen mit der Türkei über eine Rücknahme illegaler Einwanderer ist der Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland abgeebbt.
Binnen 24 Stunden kamen bis Donnerstagmorgen nur 87 Flüchtlinge an. Das teilte der Stab für die Flüchtlingskrise in Athen mit. Am Vortag waren es 55 gewesen. Im April waren insgesamt 3469 Menschen angekommen. Bislang sind knapp 400 Menschen in die Türkei zurückgeschickt worden.
(SDA)