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Der Begriff „Wiesel“ umfasst zwei sehr ähnliche Tierarten – das Hermelin (Mustela erminea) und das Mauswiesel (Mustela nivalis). Gemeinsam mit dem Iltis (Mustela putorius), dem nächsten Verwandten der zwei Wieselarten, bilden sie die Gattung „Mustela“.
Das Mauswiesel ist das kleinste Raubtier der Welt. Es ist deutlich kleiner als das Hermelin und besitzt einen kurzen Schwanz mit einer braunen Schwanzspitze. Das Hermelin hingegen besitzt eine schwarze Schwanzspitze und färbt sich im Winter weiss um.
Beide Arten ernähren sich grösstenteils von Wühlmäusen, anderen Mäusen, Vögeln, Amphibien und Wirbellosen. Durch ihre typische Körperform – langgestreckter Körper und kurze Beine – sind sie optimal an die Mäusejagd angepasst und folgen ihrer Beute selbst in die engsten Gänge. Sie leben einzelgängerisch und verteidigen ihr Revier gegen Konkurrenten.
Aufgrund des ständig schwankenden Beuteangebots schwankt auch die Dichte der Wieselpopulation enorm.
Wegen ihrer Vorliebe für Wühlmäuse sind Wiesel gern gesehene Bewohner von Landwirtschaftsflächen. Wiesel brauchen aber nicht nur eine gute Nahrungsgrundlage, sondern auch Verstecksmöglichkeiten, wie zum Beispiel Asthaufen, wo sie sich bei Gefahr verkriechen können oder wo sie ihre Jungtiere aufziehen. Ausserdem benötigen sie Verbindungsstrukturen, denen sie folgen können und Schutz vor Beutegreifern bei der Ausbreitung. Hecken können beispielsweise solche Strukturen bieten, da sich die Wiesel daran orientieren und im Falle von Gefahr darin verstecken können.
Eine Frage, die so einfach nicht zu beantworten ist. Leider weiss man nur sehr wenig über die Wieselpopulationen in der Schweiz. Es ist bekannt, dass die zunehmende Zerstückelung der Lebensräume den Wieseln zusetzt. Doch wie es um das Nahrungsangebot dieser flinken Tiere steht, ist nach wie vor ungeklärt.
Mit dem Mauswiesel und dem Iltis sind zwei der drei Arten der Gattung Mustela auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten der Schweiz als gefährdet aufgeführt. Dies heisst, dass ein hohes Risiko besteht, dass diese Arten in unmittelbarer Zukunft in der Natur aussterben könnten.
Seit vielen Jahren fördert die Stiftung WIN Wieselnetz in der Schweiz Wiesel und koordiniert und begleitet viele lokale Förderprojekte.