Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03487.jsonl.gz/1064

Das Jahr 2022 weltweit
In zwei wesentlichen Gebieten, beide in den Polarregionen, lag die Jahrestemperatur um mehr als 2 °C über dem Durchschnitt 1991–2020: In der Arktis vom nördlichen Zentralsibirien über die Karasee bis zur Inselgruppe Spitzbergen, und vor der Küste der antarktischen Halbinsel, im Weddell- und Bellingshausenmeer, wo die Packeiskonzentration während eines Grossteils des Jahres unterdurchschnittlich war.
Andere Regionen mit überdurchschnittlicher Jahrestemperatur waren Grönland, Nordwestafrika, grosse Teile Europas, der Nahe Osten und Zentralasien, Teile der Ostantarktis sowie grosse Gebiete im nördlichen und südwestlichen Pazifik. Einige von Regionen erlebten das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. So gab der neuseeländische Wetterdienst beispielsweise bekannt, dass 2022 das wärmste Jahr im Land seit Beginn der Messungen im Jahr 1909 war.
Die grössten negativen Abweichungen zeigten sich im zentralen und östlichen tropischen Pazifik, in Zentral- und Ostaustralien und in Zentralkanada mit Werten bis zu 1,5 °C unter dem Durchschnitt 1991–2020. Die niedrigen Temperaturen im tropischen Pazifik spiegeln die La-Niña-Bedingungen für einen Grossteil des Jahres und das dritte Jahr in Folge wider. Relativ niedrige Temperaturen und starke Niederschläge über Australien sind ebenfalls typische Merkmale von La-Niña-Ereignissen. In keiner Region gab es das kälteste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.