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Er litt schon lange an Alzheimer. Seine Äthiopien-Stiftung führte deshalb seit Jahren Karlheinz Böhms Frau Almaz. Im Dezember gab sie jedoch ihren Vorstandsvorsitz ab, um sich ganz um ihren kranken Mann kümmern zu können.
Jetzt ist der Schauspieler und Gründer der Hilfsorganisation «Menschen für Menschen» tot. Karlheinz Böhm starb am Donnerstagabend im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Grödig bei Salzburg, wie eine Sprecherin der Stadt am Freitag bestätigt.
Als Schauspieler war Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph durch die «Sissi»-Trilogie bekannt geworden. Er wirkte in insgesamt 45 Filmen mit. In den 80er-Jahren sattelte er aber um: 1981 verpackte er in der Sendung «Wetten, dass..?» einen Spendenaufruf als Wette. Er wettete, dass nicht jeder Zuschauer eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für die notleidenden Menschen in Afrika spenden würden. Ein Millionenbetrag kam dabei zusammen - und Böhm verabschiedete sich aus dem Filmgeschäft und gründete «Menschen für Menschen». Seither war er Entwicklungshelfer und widmete sich notleidenden Menschen in Äthiopien.
Böhm sah sich immer als Weltbürger: 1928 ist er im deutschen Darmstadt geboren. Sein Vater war Grazer, seine Mutter Münchnerin. Seine Jugend verbrachte er in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. In den 30er-Jahren besuchte er in Zuoz ein Internat, das Lyceum Alpinum Zuoz. Seit 1991 war er mit einer Äthiopierin verheiratet, 2003 erhielt er ausserdem die äthiopische Ehrenstaatsbürgerschaft.