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Die Swissair-Gruppe ist mit Forderungen von insgesamt 72,3 Mrd. Franken konfrontiert. Betroffen sind vor allem die SairGroup, SAirLines und Flightlease.
Gegen die zusammengebrochene Swissair-Gruppe ist eine Lawine von Forderungen losgetreten worden. Dies geht aus dem von Sachwalter Karl Wüthrich im Internet veröffentlichten Status per 5. Oktober 2001 hervor.
SairGroup: 38 Milliarden
Allein bei der einstigen Luftverkehrsholding SAirGroup summieren sich die Forderungen auf 38,06 Mrd. Franken. Zur Deckung waren 1,56 Mrd. Franken vorhanden.
Der Löwenanteil der Forderungen entfiel mit 37,891 Mrd. Franken auf Forderungen dritter Klasse. Darin enthalten sind neben rund 4 Mrd. Franken aus Obligationenanleihen auch Forderungen ausländischer Fluggesellschaften wie Sabena und Air Littoral. Von diesen Drittklassforderungen anerkennt die SAirGroup 11,84 Mrd. Franken.
Unbestritten und gedeckt sind 20 Mio. Franken an Forderungen der Nachlassmasse für Löhne, Räume und Beratungen.
Privilegierte Forderungen erster Klasse - vor allem Löhne - machen rund 149 Mio. Franken aus; davon werden 93 Mio. Franken anerkannt. 1,09 Mio. Franken entfallen auf privilegierte Zweitklassforderungen; anerkannt sind 1,07 Mio. Franken.
Die Höhe der Nachlass-Dividende hängt davon ab, in welchem Umfang die bestrittenen Forderungen anerkannt werden. Die voraussichtliche Nachlass-Dividende bei der SAirGroup beträgt 3,7 bis 12,2 Prozent.
SAirLines: 19 Milliarden
Ein düsteres Bild zeigt der Status des Sachwalters auch bei der SAirLines AG. Diese hielt die Beteiligungen an Swissair, Crossair, Sabena und weiteren Fluggesellschaften. Bei ihr betragen die Forderungen insgesamt 19,09 Mrd. Franken. Davon werden aber 17,79 Mrd. Franken bestritten.
An Aktiven waren bei der SAirLines 641,5 Mio. Franken vorhanden. Die Erwartungen der Nachlass-Dividende klaffen weit auseinander. Sie beträgt im schlechtesten Fall, im besten Fall 48,4 Prozent.
Flightlease: 15 Milliarden
Von Fligthlease werden insgesamt 15,17 Mrd. Franken gefordert. 15,05 Mrd. Franken entfallen auf Drittklassforderungen, von denen 2,466 Mrd. Franken anerkannt sind. Zur Deckung standen 256 Mio. Franken zur Verfügung. Als Nachlassdividende werden 1,1 bis 6,6 Prozent erwartet.
Die Nachlassstundung für die drei Gesellschaften läuft am Mittwoch aus. Den zuständigen Nachlassrichtern sei die Verlängerung um sechs Monate beantragt worden, hiess es bei der Anwaltskanzlei, wo Sachwalter Wüthrich tätig ist.
swissinfo und Agenturen