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"Ich hätte gerne etwas in einer pivotalen Studie in den nächsten zwei Jahren", sagte Firmenchef Thomas Meier am Dienstag. Im Auge hat er Projekte, die in drei bis sieben Jahren zur Marktreife gebracht werden können.
Santhera werde sich im angestammten Therapiebereich der neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen umschauen, sagte Meier. Die großen neurologischen Therapiegebiete Alzheimer oder Parkinson will er aber nicht angehen: Einerseits weil das dafür erforderliche Fachwissen fehle und andererseits weil grossangelegte und damit teure klinischen Studien dazu erforderlich seien. Optionen seien auch Arzneien zur Behandlung von Augen- und Stoffwechselkrankheiten sowie für die Kindermedizin, wo Santhera ebenfalls über Expertise verfüge. Ebenfalls denkbar sei ein Deal, um die fehlende eigene Forschung auszugleichen. Zur Grössenordnung einer möglichen Transaktion hielten sich die Santhera-Manager bedeckt. "Wenn wir eine strategische Transaktion durchführen, wird es eine Möglichkeit zur Finanzierung geben", sagte Finanzchef Christoph Rentsch.
Santhera verfügte Ende Juni - auch dank der Emission einer Wandelanleihe im Februar - über 78 Millionen Franken freie Mittel. Der Verlust stieg im ersten Halbjahr wegen Investitionen in den Vertrieb und die US-Tochter um gut ein Viertel auf 22,7 Millionen Franken. Der Umsatz wuchs um die Hälfte auf 10,9 Millionen Franken. Für das gesamte Jahr bekräftigte Meier die Umsatzprognose von 21 bis 23 Millionen Franken. Schub für die Zukunft verspricht eine breitere Anwendung von Raxone: Santhera rechnet in den nächsten Wochen mit einer Entscheidung über die Zulassung zur Behandlung von Muskelschwund (DMD) in Europa.
(Reuters)