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Angeln in der Simme (Grosse und Kleine)
Bei der Simme wird die durch die Ortschaft Lenk fliessende "Grosse Simme" mit dem Gewässercode 150 von der "Kleinen Simme" (153), welche durch die Ortschaft Saanenmöser fliesst, unterschieden. Die beiden Flüsse vereinigen sich bei Zweisimmen. Von da bis unterhalb von Weissenburg gilt der Abschnitt mit dem Gewässercode 151 und bis zur Einmündung in die Kander der Abschnitt mit dem Gewässercode 152.
Simme von der Quelle im Rezliberg bis Zweisimmen (150)
Der oberste Abschnitt der Simme mit dem Gewässercode 150 beginnt auf einer Höhe von 1'400 Metern über Meer. Er endet nach einer Strecke von 22 Kilometern bei Zweisimmen auf einer Höhe von 930 Meter über Meer bei der Einmündung der Kleinen Simme auf der linken Uferseite. Die mittlere Breite misst 9,3 Meter. Die Simme durchfliesst breite, von der Berglandwirtschaft genutzte Talböden und verschiedene Siedlungen.
Der Bach ist mehrheitlich begradigt und auf der ganzen Strecke mit harten Uferverbauungen versehen. Einige Abschnitte weisen einen schmalen Gehölzsaum auf. Die Geschiebedynamik ist nicht beeinträchtigt und die Abflussspitzen liegen in der Regel in den Monaten Juni und Juli.
Simme von Zweisimmen bis Weissenburg (151)
Der mittlere Abschnitt der Simme mit dem Gewässercode 151 misst von Zweisimmen bis zur Ortschaft Weissenburg, welche auf einer Höhe von 740 Metern über Meer liegt, insgesamt 17,5 Kilometer. Die mittlere Breite beträgt in dieser Strecke bereits 15,9 Meter. Die Simme durchfliesst im oberen, flacheren Teil vor allem Wiesenland. Im unteren, stärker eingeschnittenen Teil ist sie mehrheitlich von Wald umgeben. Fast auf der ganzen Länge verlaufen Kantonsstrasse und/oder Bahnlinie in unmittelbarer Gewässernähe.
Der Fluss ist im oberen Teil (mit Ausnahme des Laubeggfalls) stark begradigt und beidseitig durchgehend hart verbaut. Im unteren Teil sind strassenseitig ebenfalls harte Ufersicherungen vorhanden, während das rechte Ufer wenig beeinflusst ist. Die Geschiebedynamik ist nicht beeinträchtigt und die Abflussspitzen liegen in den Monaten Mai und Juni.
Simme von Weissenburg bis zur Mündung in die Kander (152)
Der unterste Abschnitt der Simme mit dem Gewässercode 152 von Weissenburg bis zur Einmündung in die Kander auf einer Höhe von 588 Metern über Meer hat eine Länge von 15,5 Kilometern und eine mittlere Breite von 18,2 Metern. Der Alpenfluss fliesst bis Erlenbach in breiten Bögen – zum Teil mit auentypischer Dynamik – durch land- und forstwirtschaftlich genutztes Gebiet. Die Uferbestockung ist intakt und naturnah. Auch auf der weniger dynamischen Restwasserstrecke unterhalb Erlenbach sind ausgedehnte Auenwälder vorhanden.
Nach einem begradigten Abschnitt und der Stauhaltung von Port folgt bis zur Kander noch eine tief eingeschnittene, bewaldete Strecke. Nebst einigen Abschnitten mit harten Ufersicherungen weist die Simme auf weiten Teilen nur punktuelle Ufersicherungen auf. Die Abflussspitzen liegen in der Regel in den Monaten Mai und Juni. Die Geschiebedynamik ist durch Entnahmen und Wasserkraftnutzung teilweise beeinträchtigt.
Kleine Simme vom Oberlauf bis zur Mündung in die Simme (153)
Die Kleine Simme mit dem Gewässercode 153 fliesst vom Oberlauf von einer Höhe von 1'500 Metern über Meer bis zur Einmündung in die Simme in Zweisimmen auf einer Höhe von 930 Metern über Meer. Sie ist insgesamt 10,4 Kilometer lang und hat eine mittlere Breite von 4,2 Metern. Die Kleine Simme fliesst mit Ausnahme des untersten Abschnittes durch Zweisimmen auf der ganzen Länge in einem tief eingeschnittenen Waldgraben. Der Bach ist im untersten Teil durch die Siedlung kanalisiert und mit harten Sohlen- und Ufersicherungen versehen, weist aber ansonsten nur lokale Verbauungen auf. Die Abflussspitzen liegen in der Regel in den Monaten Mai und Juni. Die Geschiebedynamik ist kaum beeinträchtigt.
Fischarten
Angeltechniken
Die in der oberen Simme und in der Kleinen Simme am meisten angewandte Angeltechnik ist das Tippfischen. Weiter flussabwärts in der Gewässerstrecke 152 wird auch häufig mit dem Zapfen oder Spinner gefischt. Als Köder beim Tippfischen werden meistens Würmer oder Bienenmaden verwendet. Beim Spinnfischen kommen kleine Meppsspinner und der tote Köderfisch am System zum Einsatz.
Bis zum Wehr in Wimmis unterhalb der Stauhaltung von Port dient die Simme im Herbst und Winter den vom Thunersee über die Kander aufsteigenden Seeforellen als Laichgewässer. Es gilt in diesem Zusammenhang besonders zu beachten, dass, um das Ablaichen der im Herbst aufsteigenden Seeforellen garantieren zu können, vom Wehr Port bis zur Einmündung in die Kander ein so genanntes Fenstermass gilt, welches im Monat September nur das Behändigen von Forellen zwischen 24 und 45 Zentimetern erlaubt. Im Übrigen sind Seeforellen, welche im Fluss gefangen werden, in der Fischfangstatistik als Bachforellen registriert.