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Das persistierend offene Foramen ovale ist häufig. Viel seltener als früher angenommen führt es zu Problemen die es sinnvoll machen, diese mit einem Device ("Schirmchen") zu verschliessen.
Ab der 4. Woche der Embryonal-Entwicklung wird das Foramen ovale dazu verwendet, das aus der Nabelschnur kommende oxigenierte (Sauerstoffhaltige) Blut an der Lunge vorbei in den Körperkreislauf zu transportieren.
Bei 25-30 Prozent der Menschen verschliesst sich das Foramen ovale nach der Geburt (bis zum Alter von 2 Jahren) nicht und erlaubt daher kleinen Mengen Blut von der rechten auf die linke Seite des Herzens zu gelangen. In den meisten fällen ist dies harmlos, im Extramfall kann dies jedoch dazu führen, dass kleine Thromben, zum Beispiel aus einem Bein, ins Gehirn gelangen und zu einem Hirnschlag führen. Ein solches Erreignis ist viel seltener als früher vermutet, daher werden heute solche Eingriffe nur durchgeführt, wenn junge Patienten einen Hirnschlag bekommen und keine andere Ursache dafür gefunden werden kann. Für Taucher kann ein PFO gefährlich werden, weil sich bei zu schnellem Austauchen Stickstoffblasen bilden können, die über ein PFO ins Gehirn gelangen. Man hat vermutet, dass bei Patienten mit Migräne PFO eine Rolle spielt und sein Verschluss die Migräne in Vielen Fälle verschwinden lassen kann, neuere Studien zeigen jedoch, dass dem nicht so ist.
Starten Sie den Clip um den Fluss des Blutes von der linken Seite durch das PFO auf die rechte Seite zu sehen. Das Echo stammt von einer Patientin, die einen Hirnschlag gehabt hat dessen Ursache unbekannt war.
Mittels Bubbles (einem Gemisch aus Kochsalzlösung und einer winziger Menge Luft) kann nachgewiesen werden, dass das Blut auch von der rechten auf die Linke Seite übetrtreten kann. Klicken Sie auf das unter stehende Bild um eine kleines Video dieser Untersuchung zu sehen. Man erkennt deutlich, dass die in grosser Menge in den rechten Herzhölen (RA und RV) vorliegenden Bubbles (Luft ist Echo-dicht, daher sehr gut erkennbar) plötzlich (nach einem Valsalva Manöver) im linken Ventrikel (LV) erkennbar werden (auftretende Pfeile). Im linken Vorhof (LA) sind sie schwieriger erkennbar.
Bei dieser Patientin fand sich auch ein interatriales Septumaneurysma (IASA), diese Kombination (IASA und PFO) ist bei Patienten mit unklaren Hirnschlägen (kryptogenem cerebrovaskulären Insult) gehäuft.
Das nebenstehenden Bild zeigt wie die maximale Exkursion des inter atrialen Septums mittels M-Mode vom subcostalen Echofenster gemessen werden kann.
Ein PFO kann heute kathetertechnisch verschlossen werden. Dazu wird über die Vene von der Leiste aus ein zusammengefaltetes 'Schirmchen' ins Herz geschoben und damit der das PFO verschlossen.
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