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* 21.02.1885 in Liestal
– † 30.12.1981 in Liestal
Beruf: Kindergärtnerin
Konfession: reformiert
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Tochter des Alfred Gysin (Kaufmann, Buchhalter), und der Sophie, geborene Brodbeck.
Mathilde Gysin wurde in Liestal geboren und wuchs dort auf. Nach der schulischen Grundausbildung verbrachte sie zunächst einige Zeit in der Romandie, danach besuchte sie die Obere Töchterschule in Basel. 1904 legte Gysin das Examen als Kindergärtnerin ab und absolvierte danach Vikariate in Basel und Bottmingen. 1907 gründete sie den Bund abstinenter Frauen. Sie gilt als Förderin der Abstinenzbewegung. 1908 wurde sie in Liestal als Kindergärtnerin gewählt. Der Kindergarten befand sich bis 1918 im Vereinshaus und danach im Gestadeckschulhaus. Gysin war vierzig Jahre lang in der Kinderbetreuung tätig und wurde in dieser Funktion nur ‹Tante Mathilde› genannt. Ab 1926 lebte sie mit ihrer Schwester Dora zusammen. Die beiden nahmen immer wieder Pflegekinder auf. Gysin gründete zudem den Frauenbund, für den sie sich über viele Jahre abwechselnd als Protokollführerin, Vizepräsidentin und Präsidentin engagierte. Der Bund ehrte sie dafür später mit der Ehrenmitgliedschaft. Ebenso betätigte sie sich in der Frauenzentrale Baselland. Mathilde Gysin verstarb Ende 1981 im Alters- und Pflegeheim Frenkenbündten in Liestal.
Autorin: Miriam Baumeister
Mathilde Gysin, alt Kindergärtnerin, Liestal. In: Basellandschaftliche Zeitung, 08.10.1982.
Staatsarchiv Basel-Landschaft, PA 6354, URL: www.archivkatalog.bl.ch/main/?GUID=b3c80c0b-105a-4b69-963c-17384086df52, Zugriff 28.10.2014. Gosteli Stiftung – Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung, Worblaufen, Gosteli Bestand 126 : 62 : 2 (Ortsgruppe Liestal Bund Abstinenter Frauen).