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Es lief die letzte Runde im Shorttrack-Final über 1000 Meter. Steven Bradbury belegte, wie erwartet, abgeschlagen den 5. und letzten Platz. Es waren die Cracks um Topfavorit Apolo Ohno, die erbittert um Platz 1 kämpften. Doch in der letzten Kurve schossen sich die 4 Läufer an der Spitze gegenseitig ab. So kam es, dass Bradbury an den strauchelnden Favoriten vorbei als Erster ins Ziel glitt.
Entgegen aller Erwartungen
Seit diesen Vorkommnissen – es ist einer der sensationellsten Olympiasiege der Geschichte – existiert in Australien der Begriff «Doing a Bradbury». Er umschreibt den Erfolg eines Aussenseiters entgegen aller Erwartungen.
Denn schon die Finalqualifikation des damals 28-Jährigen war eine Sensation gewesen: Die Vorrunde überstand er nur, weil ein vor ihm klassierter Athlet disqualifiziert wurde. Im Halbfinal profitierte er von einem Sturz, bei dem sich drei Athleten kurz vor dem Ziel aus dem Rennen nahmen.