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pharma-kritik: vier neue Medikamente (Dezember 2021)
Trifaroten: Mit Trifaroten (Aklief® ) kann – wie mit anderen Retinoiden – eine mittelschwere Akne lokal behandelt werden. Die Trifaroten-Crème beeinflusst im Vergleich mit einer Placebo-Crème die Hautläsionen signifikant besser. Das Präparat scheint ähnlich wirksam zu sein wie z.B. Adapalen (Differin® ), ist aber nicht kontrolliert mit diesem verglichen worden.
Bempedoinsäure: Die oral verabreichbare Bempedoinsäure (Nilemdo®) hemmt die Cholesterinsynthese und kann mit anderen lipidsenkenden Medikamenten zusammen gegeben werden. Sie kann die unerwünschten Wirkungen von Statinen verstärken und führt zum Anstieg der Harnsäurewerte. Bisher sind keine Resultate zu klinischen Endpunkten bekannt.
Inclisiran: Inclisiran (Leqvio® ) besteht aus einer kleinen Ribonukleinsäure. Mit Inclisiran-Injektionen alle 6 Monate können die LDL-Cholesterinwerte um rund 50% gesenkt werden, weshalb es bei Personen verwendet werden kann, bei denen Statine nicht genügen oder nicht vertragen werden. Ob das Mittel kardiovaskuläre Ereignisse verhindert, ist noch unklar.
Andexanet alfa: Mit Andexanet alfa (Ondexxya®) steht ein Medikament zur Verfügung, mit dem die antikoagulierende Wirkung von Faktor-Xa-Hemmern wie z.B. Rivaroxaban (Xarelto®) aufgehoben werden kann. Ob es bei bedrohlichen Blutungen besser wirkt als eine Therapie mit Prothrombinkomplex-Konzentraten, ist noch nicht sicher.
Die bei COVID-19 verwendeten mRNA-Impfstoffe entsprechen denjenigen Abschnitten der viralen mRNA, die für die Kodierung des infektiösen Spike-Proteins verantwortlich sind.
In der Schweiz sind aktuell zwei mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 erhältlich: BNT162b2 (Tozinameran, BioNTech/Pfizer) und mRNA-1273 (Elasomeran, Moderna). Diese Impfstoffe haben in den grossen initialen Studien eine ähnliche Wirksamkeit gezeigt.
Seit Mitte 2021 ist die Delta-Variante von SARS-CoV-2 weltweit für die meisten COVID-19-Infektionen verantwortlich. Seither kommen vermehrt Durchbruch-Infektionen («break-throughs») bei vollständig (zweimal) Geimpften vor. Es ist zurzeit nicht klar, ob beide mRNA-Impfstoffe gleich gut gegen Infektionen mit der Delta-Variante schützen.
Es sind bereits Milliarden von Impfdosen verabreicht worden. Zahlreiche unerwünschte Wirkungen sind bekannt; gefährliche Folgen der Impfung sind jedoch nach bisherigem Wissen extrem selten.
Es zeigt sich, dass die Wirksamkeit der Impfung mit der Zeit abnimmt. Zurzeit wird deshalb eine dritte Impfdosis («Booster») diskutiert und teilweise bereits empfohlen.
Die hier vorgestellten beiden Studien erinnern an einen vorsichtigen und zurückhaltenden Einsatz von Opioiden. Für Paracetamol in der Tageshöchstdosis von 4 g ist die Nutzen-Risiko-Abwägung ebenfalls negativ. Viel hilft nicht viel – sondern schadet viel!