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Eine ganze Generation sang mit, wenn seine Schlager im Radio ertönten: Im Alter von 78 Jahren ist der Sänger, Komponist und Schauspieler Jimmy Fontana nach langer Krankheit in seinem Haus in Rom gestorben.
Zu seinen grössten Hits, vor Jahrzehnten geschrieben, gehören italienische Gassenhauer wie "Che sarà" oder das von Ennio Morricone arrangierte "Il mondo". Die Nachricht von seinem Tod am Mittwoch verbreitete laut "Corriere della Sera" zunächst sein Freund und Kollege Edoardo Vianello auf Twitter.
Jimmy Fontana, der bürgerlich Enrico Sbriccoli hiess, wurde 1934 in Camerino in den Marken geboren. Er begann als Jazzkontrabassist und wandte sich dann mit enormem Erfolg als "Cantautore" der leichten Muse zu. 1971 schrieb er den Welthit "Che sarà" - nicht zu verwechseln mit dem anderen Ohrwurm "Que serà (Whatever Will Be)".
Die erste Interpretation des Fontana-Liedes auf italienisch, spanisch und englisch stammt von José Feliciano. Der Öffentlichkeit präsentiert wurde das Lied auf dem renommierten "Festival di San Remo" - zum Ärger Fontanas jedoch gesungen von einer Newcomerband. Danach wurde es zunächst ruhig um den Singer-Songwriter, bis er 1982 noch einmal an dem Musikwettbewerb San Remo teilnahm.
Terror-Verdacht
Neben weiteren Liedern wie "Non te ne andare" und "La mia serenata" komponierte er Musik fürs Fernsehen, nahm gemeinsam mit anderen Sängern an Schlagersendungen teil und spielte in einigen Kinofilmen mit.
Seine Leidenschaft für Waffen bescherte Jimmy Fontana in den späten 1980er Jahren eine Affäre, die nie ganz aufgeklärt wurde: 1971 hatte er in San Remo in einem Waffengeschäft ein kleines Maschinengewehr erstanden, das später als Tatwaffe bei mehreren Attentaten zwischen 1978 und 1988 identifiziert wurde. Der Sänger gab damals zu seiner Verteidigung an, er habe das Gewehr bereits im Jahr 1977 verkauft.
SDA-ATS