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WM Pruszkow
Der Schweizer Vierer reiht sich als Sechster ein
Der Schweizer Bahnvierer hat an den Weltmeisterschaften im polnischen Pruszkow mit dem starken 6. Rang in der Mannschaftsverfolgung den Grundstein für eine erfolgreiche Olympiaqualifikation gelegt.
In der Hauptrunde fuhr das Quartett mit Claudio Imhof, Stefan Bissegger, Robin Froidevaux und Frank Pasche im Duell mit Deutschland eine Zeit von 3:59,108 Minuten heraus. Dies reichte in der Endabrechnung vor den Polen und dem gestrauchtelten Mitfavoriten Neuseeland für den sechsten Schlussrang.
Damit egalisierten die Schweizer in der Königsdisziplin des Bahn-Radsports die WM-Resultate von 2017 und 2018. Dies darf durchaus als erfreuliche Überraschung gewertet werden, standen im Jahr vor den Olympischen Spielen 2020 in Tokio doch sämtliche Nationen mit ihren Topfahrern am Start. Weil die WM-Resultate im Vergleich zum Weltcup doppelte Punkte für das Qualifikations-Ranking abwerfen, erfreut das gute Resultat aus Schweizer Sicht umso mehr. Damit kann die Schweiz ihren achten Rang mindestens halten. An den Olympischen Spielen sind nur die acht besten Nationen zur Mannschaftsverfolgung zugelassen.
Die Teilnahme an der Hauptrunde der besten acht Teams hatten sich die Schweizer dank eines starken Auftritt in der Qualifikation verdient. Mit dem angeschlagenen Cyrille Thièry anstelle von Pasche war das Schweizer Quartett am Nachmittag gut 1,3 Sekunden schneller gewesen als am Abend. Der Waadtländer Thièry hatte in der Qualifikation auf die Zähne gebissen, nachdem er vergangene Woche an einer Grippe erkrankt war.
«In der Qualifikation war die Leistung sehr gut, in der ersten Runde war sie nicht so gut. Aber wenn mir vor der WM jemand Platz 6 angeboten hätte, hätte ich sofort unterschrieben“, liess Nationaltrainer Daniel Gisiger verlauten.
Grosses Pech bekundete Aline Seitz im Scratch. Die 22-jährige Aargauerin war im Massenstartrennen über 10 km gut unterwegs gewesen, ehe sie zwei Runden vor Schluss in einen Massensturz verwickelt wurde. Seitz konnte das Rennen nicht beenden, blieb aber unverletzt.