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Kurze Vorstellung
Jedes Jahr sterben weltweit 585.000 Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft, während oder infolge der Geburt. 99% dieser Frauen leben in armen und unterentwickelten Ländern. Obwohl die Müttersterblichkeit ein Gesundheitsproblem darstellt, das in allen sozialen Schichten auftritt, sind die Frauen aus mittleren bis niederen Gesellschaftsgruppierungen besonders betroffen. Es zeigt sich hier der enge Zusammenhang zwischen Müttersterblichkeit, Armut und Ungleichheit beim Geltendmachen des eigenen Rechts auf reproduktive Gesundheit.
In Nicaragua herrscht große Ungleichheit beim Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung, vor allem was die Landbevölkerung angeht: 10 von 10 Frauen, die während der Geburt versterben, kommen aus ländlichen Regionen des Landes. Obwohl die Müttersterblichkeit kontinuierlich sinkt (100 verstorbene Mütter auf 100.000 Lebendgeborene im Jahr 2012 gegenüber 190 verstorbenen Müttern im Jahr 1990), hat diese Verbesserung nicht den Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Regionen verringert. Seit 1990 wurden tatsächlich keine Verbesserungen bei der Geburtshilfe in perifären Gebieten festgestellt: Geburten werden dort nur in 40% der Fälle ärtzlich begleitet (in städtischen Gebieten hingegen 75%). In 20% der Fälle gebären die Frauen alleine zu Hause.
Die Mutterhäuser in den ländlichen Regionen im Norden Nicaraguas tragen dazu bei, die notwendigen Maßnahmen zu verwirklichen, um den Tod von Müttern zu verhindern. In diesen Einrichtungen steht das Personal während der Geburt bereit, den Müttern mit Hochrisikoschwangerschaften wird dort Unterkunft gewährt und medizinische Betreuung zuteil, und es werden Informationskurse zu Verhütung und Familienplanung abgehalten.
Sottoprogetti
Wir beteiligen uns seit 2001 an der Finanzierung der Verwaltung des Mutterhauses in Matagalpa. Wir unterstützen unter anderem die Organisation von Ausbildungskursen für Hebammen und Hausbesuche des Gesundheitspersonals in der Gemeinde. Die Aktivitäten des Mutterhauses von Matagalpa richten sich besonders an Frauen mit Hochrisikoschwangerschaften, die weit entfernt von den bewohnten Zentren in sehr entlegenen Gebieten leben, wo man kaum mit ausgebildetem medizinischen Personal oder nahgelegenen Krankenhäusern rechnen kann. Ziel ist es, Komplikationen bei der Geburt und in vielen Fällen den Tod der Mutter und des Kindes zu verhindern. Frauen mit Hochrisikoschwangerschaften werden vom Personal des Mutterhauses erkannt, und es wird ihnen ab der 36. Schwangerschaftswoche Unterkunft, Pflege, medizinische Kontrollen und der Transport ins Krankenhaus zur Geburt geboten.
Jedes Jahr nimmt das Mutterhaus von Matagalpa ungefähr 600 schwangere Frauen auf.
Wir unterstützen das Mutterhaus von Quilalí seit 2004. Diese Einrichtung hat seitdem eine sehr wichtige Rolle bei der Geburtshilfe gespielt, insbesondere für minderjährige Mütter (in Nicaragua sind bei 25% aller Geburten die Mütter minderjährig). Neben der Aufnahme von Schwangeren bietet das Mutterhaus von Quilalí einen Hebammen-Dienst an, die in das Land ausgeschickt werden, um sich mit jungen Mädchen, Frauen in gebärfähigem Alter und Männern zum Zweck der gemeinschaftlichen Aufklärung zu treffen. So werden Informationskurse über Gesundheit, Geburt, Familienplanung und Prävention gegeben. Innerhalb dieser Einrichtung gibt es eine Gruppe von Hebammen, die für die aufgenommenen Frauen sorgen, sie in das Gesundheitszentrum oder Krankenhaus zur Geburt begleiten, sich um sie und die Neugeborenen nach der Entlassung kümmern und sie auf ihrem Heimweg in ihre Gemeinden begleiten. Es werden außerdem Gruppen zur Aufklärung über Themen wie Risiken während der Schwangerschaft, Wochenbett, Pflege des Neugeborenen und Familienplanung organisiert. Die Frauen werden an das Mutterhaus ab der 36. Schwangerschaftswoche überwiesen, um eine unbegleitete Hausgeburt und, in nicht so seltenen Fällen, den Tod der Frau wegen Unterernährung zu verhindern. Jährlich werden im Mutterhaus in Quilalí durchschnittlich 350 Schwangere aufgenommen und ca. 100 Hausbesuche durchgeführt.
Spesso un progetto prevede attività e costi che non sono coperti dai padrinati, oppure vengono segnalate emergenze o bisogni straordinari. Per far fronte a queste necessità vengono utilizzati i fondi delle donazioni libere.