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Karat (engl. Carat) ist das Gewicht des Diamanten, d. h. die Größe. Karat wird mit ct abgekürzt und hat nichts mit Karat bei Gold zu tun. Das wiederum ist ein Maß dafür, wie viel Gold tatsächlich im Gold enthalten ist. Ein Karat Diamant entspricht 0,2 Gramm. Ein Karat kann wiederum in Hundertstel geteilt werden, z. B. 0,25 Karat. Der Diamant auf dem Bild hat 10 Karat und kostet etwas mehr als 100 000 CHF.
Bei der Bestimmung des Wertes eines Diamanten ist die Größe der offensichtlichste Faktor. Die Größe ist zudem am einfachsten zu beurteilen, indem man den Diamanten auf eine sehr präzise Waage legt. Möchten Sie in die Sprache der Diamantenwelt eintauchen, drücken Sie sich in Worten wie 35 Punkte aus. Was bedeutet ein Diamant mit 35 Punkten? Ein Karat wird in 100 Punkte aufgeteilt. Ein Diamant mit einem Gewicht von 0,35 Karat wird so zu einem 35-Punkte-Diamanten und ein Diamant mit einem Gewicht von 0,03 zu einem 3-Punkte-Diamanten.
Grob gesagt entspricht ein runder Diamant mit einer von oben gesehenen Oberfläche von 5 mm 0,5 Karat und 6,5 mm 1 Karat. Je größer der Diamant, desto seltener wird er und damit teurer. Zwei Diamanten mit 0,5 ct sind preiswerter als 1 Diamant mit 1 ct, auch wenn die zwei Diamanten insgesamt 1 ct ergeben. Das Bild zeigt einen Ring mit 4 x 0,25 ct Diamanten im Prinzessschliff und einen Ring mit einem Diamanten im Prinzessschliff in der Mitte, der 1 ct beträgt. Viele Menschen träumen von einem Einkaräter auf dem Finger, und natürlich ist es wirklich wunderbar. Da kan ich nur zustimmen!
Meinen Kunden, die für ihr Geld den größtmöglichen Diamanten wollen und denen eine gerade Karatzahl nicht wichtig ist, sage ich immer, dass sie sich auch die Diamanten in Betracht ziehen können, die knapp ein ganzes oder halbes Karat haben, da das ungerade Gewicht preiswerter ist. D.h schauen Sie sich z.b Diamanten die 0,95-0,99 beziehungsweise 1,45 Karat sind.
Man sieht keinen Unterschied zwischen einem Diamanten, der 0,96 Karat und einem der 1,00 Karat ist, aber wie vieles im Leben geht es um das Gefühl. Einen Diamanten trägt man für sich selber und weiss man, dass es einem ein besonderes Gefühl gibt. 1 Karate zu tragen, dann folgen Sie am besten Ihrem Gefühl.
Runder Diamant mit 1,20 Karat und der Farbe F links, 1 Karat mit Farbe H rechts
Die schönste Farbe eines Diamanten ist überhaupt keine Farbe. Das ist jedoch Geschmackssache, deshalb sollte ich eigentlich anmerken, dass der Träger des Diamanten entscheidet, welche Farbe er für die schönste hält. Je weißer der Diamant, desto exklusiver ist er, d. h. es gibt weniger weiße Diamanten als gelb-graue Töne, und deshalb sind weiße teurer.
Der Diamant im Smaragdschliff auf der linken Seite hat die Farbe G und der auf der rechten Seite die Farbe D.
Die Farbe des Diamanten kann durch das Gold, in das er gefasst ist, beeinflusst werden. Ein in Platin oder Weißgold gefasster Diamant sieht im Allgemeinen etwas weißer aus als ein in Gelb- oder Rotgold gefasster Diamant. Andere sind der Meinung, dass es schöner ist, Gelb oder Rotgold für einen Diamanten mit einer etwas „schlechteren“ Farbe zu wählen.
Die gelbliche/gräuliche/bräunliche Farbe, die die meisten Diamanten aufweisen, ist durch das Eindringen von Stickstoff in den Kohlenstoff entstanden. Komplett weiße Diamanten sind sehr selten. Diamanten sind auch in anderen Farben wie grün, rot, blau oder rosa erhältlich. Hierbei handelt es sich um andere Substanzen, die sich in der Kohlenstoffstruktur ausgebreitet haben. Diese anderen Farben sind äußerst ungewöhnlich und können oft teurer sein als die komplett weißen Diamanten.
Es ist wichtig zu wissen, dass die meisten bunten Diamanten auf dem Markt nicht von Natur aus farbig sind, sondern gefärbt wurden. Beachten Sie also, wenn Sie nach den heute so beliebten schwarzen Diamanten suchen, dass meisten gefärbt sind. Die natürlichen schwarzen Diamanten sind teuer, und man kann allgemein sagen, dass ein natürlicher schwarzer Diamant eine „Null“ teurer ist als ein farbiger.
In Schweden ist man häufig der Auffassung, dass Reinheit und Farbe wichtiger sind als Karat, während man in vielen anderen Ländern lieber in Größe investiert, d. h. in einen stattlichen Diamanten, der leicht gelblich ist und viele Einschlüsse aufweist.
Manchmal hört man die Worte River, Top Wesselton, Wesselton usw. als Farbbezeichnung des Diamanten. Die Buchstaben sind genauer, also fragen Sie immer nach dem Buchstaben. Aber nicht nur danach, sondern bitten Sie darum, das Zertifikat einsehen zu dürfen! Wenn Sie sich Diamanten anschauen, die etwas größer sind, d. h. näher an einem Karat oder darüber liegen, dann unterscheidet sich der Preis von D-E sehr stark, ganz zu schweigen von D-G! Natürlich ist auch ein deutlicher Farbunterschied zwischen G und D erkennbar.
Manchmal kann man einen kleinen Diamanten als weißer empfinden als einen größeren, auch wenn beide die gleiche Farbe haben.
Der Diamant sollte nicht nur so weiß wie möglich, sondern auch so rein wie möglich sein. Je weniger Einschlüsse (Inclusions) im Diamanten vorhanden sind, desto wertvoller wird er. Es ist das Funkeln des Diamanten, an dem wir uns erfreuen wollen, und wenn der Diamant zu viele Einschlüsse enthält, brechen diese den Weg des Lichts und der Diamant funkelt weniger. Der Diamant ist der Edelstein, der unter idealen Bedingungen am meisten funkeln kann.
Die fachkundigen Gemmologen, die die Reinheit der Diamanten beurteilen, benutzen ein Vergrößerungsglas (Lupe), das zehnfach vergrößert. Manchmal wird gesagt, dass der Diamant lupenrein ist, d. h. bei 10-facher Vergrößerung sind keine Einschlüsse sichtbar. Die Gemmologen beurteilen außerdem die Diamanten mit einem Mikroskop.
Als der Diamant vor Millionen von Jahren durch harten Druck und Hitze im Erdinneren entstand, wurden Spuren von mikroskopisch kleinen Partikeln hinterlassen. Es können auch andere Mineralien sein, oder mit der Struktur des Diamanten selbst war etwas „falsch“. Manchmal finden sich sogar Risse im Inneren des Diamanten. Geologische Erinnerungen ganz einfach. Dadurch ist es nicht möglich, zwei identische Diamanten zu finden.
Die wirklich kleinen Einschlüsse sind weder mit dem bloßen Auge noch mit der Lupe zu erkennen. Ist man dagegen auf der Suche nach Diamanten mit der Graduierung I1-I3, sollte man wissen, dass diese nicht nur viele Einschlüsse haben, die den Weg des Lichts stören, sondern auch spröde sind und zerbrechen, wenn man sie im falschen Winkel trifft.
Je weniger Facetten der Diamant aufweist, desto wichtiger ist seine Reinheit. Wenn Sie sich für einen Diamanten mit Smaragdschliff entscheiden, sollte er in seiner Reinheit mindestens Vs1 entsprechen. Wenn Sie einen Diamanten im Prinzessschliff wählen, d. h. einen quadratischen Diamanten mit scharfen Ecken, ist es wichtig, dass sich die Einschlüsse nicht in der Nähe der Ecken befinden, da diese beschädigt werden und sich sogar spalten können. Bei einem runden Diamanten können Sie bis auf Si1 hinuntergehen.
Diamanten, die 1 ct oder größer sind, werden normalerweise mit einem Zertifikat verkauft, in dem klar beschrieben und gezeichnet ist, wo im Diamanten sich die Einschlüsse befinden und von welcher Art sie sind. Sind die Diamanten unter 1 ct, wird im Zertifikat nur die Art der Einschlüsse, nicht aber die Stelle, angegeben.
FL,IF (flawless, internally flawless)
VVS1,VVS2 (very, very small inclusions)
VS1,VS2 (very small inclusions)
SI1,SI2 (small inclusions)
Kleine Einschlüsse, die man mit einem geschulten Auge und mit einer Lupe sehen kann, sind auch für das ungeübte Auge deutlich sichtbar.
Pique I1- I3 (inclusions).
Diese Diamanten haben sichtbare Einschlüsse.
Die Qualität des Schliffs eines Diamanten wird in fünf Kategorien unterteilt:
Was bedeutet eigentlich dreifach exzellent?
Ich empfehle grundsätzlich 3 x EXC. Wählt man sich einen Diamanten aus, möchte man, dass er so stark wie möglich funkelt. Hierbei empfiehlt es sich, nicht nur den Schnitt, sondern auch den Schliff und die Symmetrie auszureizen alles rauszuholen was geht.
Bei der Symmetrie geht es darum, wie gut es gelungen ist, den Diamanten Facetten zu geben und wie diese im Verhältnis zueinander stehen. Ist das Zentrum des Diamanten wirklich in der Mitte?
Auch das Polieren ist sehr wichtig, denn Sie wollen nicht, dass der Diamant nach dem Schleifen matte Oberflächen oder Kratzer zeigt.
Dreifach exzellent gibt dem Diamanten die absolut besten Voraussetzungen, Ihr bezauberndster Freund zu werden.
Um also all dies zusammenzufassen und einen Tipp für einen Diamanten zu geben, der für immer am Ringfinger der linken Hand getragen werden soll würde ich einen brillantgeschliffenen runden Diamanten wählen: E, Vs1, 3 x EXC, leicht oder nicht fluoreszierend.
Meiner Meinung nach sollte man sich Diamanten zwischen F und D aussuchen, die nicht fluoreszieren oder äußerst gering fluoreszieren. Hier gehen jedoch die Meinungen auseinander.
Fluoresziert der Diamant wird er oft für einen etwas geringeren Preis verkauft. Solche Diamanten sehen in Tageslicht und im Licht einer Glühbirne normal aus, aber wirken im UV-Licht bläulich.
Im Falle eines G Diamanten (oder “schlechtere” Farbe) kann eine gewisse Fluoreszenz den Diamanten weißer wirken lassen und es kann durchaus besser sein einen fluoreszierenden Diamanten zu kaufen. Wichtig ist, dass der Diamant gründlich studiert wurde und keine matte Oberfläche aufweist. Sollte es sich um einen Diamant der Farbe H (oder geringer) handeln, hat Fluoreszenz keine Einwirkung mehr auf einen günstigeren Preis.
Um die gesamten Artikel zusammenzufassen und Ihnen einen Tipp für den Diamanten, der für immer am Ringfinger der linken Hand getragen werden soll, zu geben, würde meine Wahl folgendermaßen lauten:
Ein runden Diamanten, der zu einem Brillanten geschliffen wurde: E, Vs1, 3 x EXC, leicht oder nicht fluoreszierend. Die Größe hängt von dem Budget ab.
Denken Sie an eine Kette, Ohrringe oder ein Armband würde ich jedoch anders wählen.