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Südafrika liegt nahezu vollständig in der warmgemässigten Zone der Subtropen. Das Klima ist überwiegend mild und für Mitteleuropäer ausgesprochen angenehm. Beeinflusst wird es durch die Höhenlage und durch die zwei Meeresströmungen ‐ der warme Agulhas‐ Strom im Indischen Ozean und der kalte Benguela‐ Strom im Atlantik. Die Jahreszeiten sind durch die Lage ausserhalb des Wendekreises auf der Südhalbkugel denen in Mitteleuropa entgegengesetzt: Von Dezember bis März ist Sommer und von Juni bis September Winter.
Die mittleren Temperaturen liegen im Juli an der Westküste in Kapstadt bei 12°C, an der Ostküste in Durban bei 17°C und im zentralen Hochland in Johannesburg bei 10°C. Im Januar erreicht das Thermometer in Kapstadt durchschnittlich 21°C, in Durban 26°C und in Johannesburg 25°C. Im Binnenland, besonders in der Grossen Karoo, in der Provinz Freestate und in der Kalahari, gibt es beträchtliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie zwischen Sommer und Winter. In kalten Winternächten kann es hier, ebenso wie in den Gebirgen, auch Frost geben.
An der Süd‐ West‐ Spitze in der Kapregion herrscht Mittelmeerklima mit Winterregen. Die übrigen Landesteile haben im Sommer ihre Hauptregenzeit. In den südlichen und östlichen Küstenregionen gibt es heftige, in KwaZulu fast tropische, Regenschauer. Das zentrale Hochland ist von starken Gewittern mit Wolkenbrüchen geprägt, die regelmässig während des Sommers am späten Nachmittag aufkommen. Durch die vom Indischen Ozean wehenden feuchtwarmen Südostpassate liegen die Niederschlagswerte an der Ostküste mit 1700 mm höher als in den deutlich trockeneren westlichen Landesteilen. In trockenen Jahren können hier sogar 100 mm unterschritten werden und von Zeit zu Zeit treten Dürren auf. Im äussersten Südwesten bringen Westwinde vom Atlantischen Ozean durchschnittliche Jahresniederschläge von 560 mm.
Typisch für Südafrika ist die hohe tägliche Sonnenscheindauer. In Kapstadt scheint die Sonne 8,7 h, in Pretoria 8,9 h und in Durban 6,8 h pro Tag im Jahresmittel. Subtropische Hochdruckzonen im Indischen und Atlantischen Ozean sorgen für diese Annehmlichkeit. Wie in allen Ländern dieser geografischen Breite dämmert es nur sehr kurz und zwischen 18 und 19 Uhr fällt rasch und unvermittelt Dunkelheit über das Land.