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Als Tourist auf Japan Rundreisen ist es leicht, unbeabsichtigt gegen lokale Sitten zu verstossen. Die feinen Nuancen des Benehmens reflektieren Japans lange kulturelle Geschichte, tief verankerte Werte und etablierte soziale Gepflogenheiten. Die Priorität der Harmonie und die Vermeidung von Konflikten sind im gesellschaftlichen Zusammenleben tief verankert, was sich in einer Vielzahl von Handlungsweisen und Gebräuchen zeigt, die den Schutz der Gefühle anderer anstreben. Es ist üblich, dass individuelle Bedürfnisse hinter das Wohl der Gruppe gestellt werden, und die Einhaltung der Etikette wird als Zeichen von Kultiviertheit, Achtung und sozialer Intelligenz betrachtet. Hier sind 20 Verhaltensregeln, die in Japan Beachtung finden:
Do's in Japan
- Beim Betreten einer Wohnung ist das Ausziehen der Schuhe obligatorisch, und für Toiletten sollten spezielle Schuhe verwendet werden.
- In der Öffentlichkeit sind Kopfhörer zu benutzen, um niemanden zu stören.
- Die Natur ist zu respektieren, insbesondere Kirschblüten geniessen grossen Respekt.
- Öffentliches Essen wird akzeptiert, wenn man dies abseits von Menschenansammlungen macht.
- Die Warteschlangenordnung ist stets zu wahren.
- Auf Rolltreppen gilt: Stehen auf der linken Seite.
- Bei Krankheit oder Allergien wird das Tragen einer Maske erwartet.
- Das Aufessen der Mahlzeiten wird erwartet, um Verschwendung zu vermeiden.
- Vor dem Betreten eines Onsen ist gründlich zu duschen.
- Zu Verabredungen erscheint man idealerweise 5-10 Minuten früher.
Dont's in Japan
- Essen und Trinken in öffentlichen Verkehrsmitteln ist tabu.
- Laute Unterhaltungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sind zu unterlassen.
- Schuhe ausziehen, wenn Sie Tatami-Matten betreten.
- Barzahlungen geben Sie nicht direkt in die Hände, Sie legen das Geld in vorgesehenen Schalen/Behälter.
- Trinkgeld ist unüblich und kann als abschätzig verstanden werden.
- In der Öffentlichkeit ist das Naseputzen unangebracht.
- Essstäbchen sollten nicht senkrecht in Reis gesteckt werden, da dies an Beerdigungen erinnert.
- Sushi ist in einem Bissen zu essen.
- In Gesellschaft wird das eigene Glas nicht selbst nachgefüllt, sondern von den anderen.
- Direktes Zeigen mit dem Finger auf Personen oder Gegenstände ist zu vermeiden.
Etikette
Zur Etikette gehört auch die traditionelle japanische Begrüssung, die Verbeugung, deren Intensität vom gesellschaftlichen Status der Personen abhängt. Ausländer werden oft durch einen Händedruck begrüsst. Vor dem Betreten eines Hauses oder eines traditionellen Etablissements werden die Schuhe ausgezogen. Ohne angebotene Hausschuhe geht man in Socken. Auf Tatami-Matten sind grundsätzlich keine Schuhe erlaubt. In manchen Onsen könnten Tätowierungen ein Hindernis darstellen, daher ist es ratsam, sich im Voraus zu informieren. Am Esstisch ist es tabu, mit den Stäbchen in einem gemeinsamen Gericht zu wühlen oder Essen direkt in den Mund zu schieben. Mit Stäbchen zu fuchteln oder damit zu zeigen, gilt als unfein. In buddhistischen Tempeln und Shinto-Schreinen wird eine unaufdringliche Haltung erwartet, und beim Betreten dieser heiligen Stätten ist das Schuhwerk abzulegen. Im Bereich LGBTQI+ ist sexuelle Offenheit kein Tabu, sollte aber diskret gehandhabt werden, besonders ausserhalb der Metropolen.