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3/19 – Il Giardino del Re
Regie: Silvio Soldini
Darst.: Kasia Smutniak, Francesco Colella, Caterina Forza, Paolo Mazzarelli, Martina de Santis, Antonio Zavatteri, Anna Ferzetti, Arianna Scommegna, Guiseppe Cederna u.a.
Die erfolgreiche Mailänder Wirtschaftsanwältin Camilla ist geschieden, hat eine Tochter im Teenageralter und ist mit einem Berufskollegen in einer unverbindlichen Beziehung liiert – kurz, sie bewegt sich in privilegierten Kreisen, in denen man unter seinesgleichen bleibt. Als sie in einer regnerischen Nacht in einen Unfall verwickelt wird, bei dem ein Mann tödliche Verletzungen erleidet, wird sie aus ihrem bisherigen behüteten Dasein herausgerissen. Obwohl sie keine Schuld an dem Unglück trifft, fühlt sich Camilla für den Tod des Unbekannten verantwortlich und beginnt, auf eigene Faust Erkundungen über dessen Identität anzustellen. Beim Bestattungsamt erfährt sie zunächst nur, dass das Unfallopfer der bereits dritte, nicht identifizierte Tote des Jahres 2019 ist – daher die Nummer 3/19. Im Lauf ihrer Nachforschungen findet Camilla heraus, dass der Namenlose ein illegaler Immigrant war. Plötzlich wird sie mit Lebenswelten konfrontiert, die ihr bis anhin fremd waren. Als der Angestellte des Bestattungsamtes ihr nicht nur helfen will, mehr über die Identität des Toten herauszufinden, sondern sich auch noch in sie verliebt, wird ihre Situation ziemlich kompliziert … Der italienisch-schweizerische Erfolgsregisseur Silvio Soldini, der mit «Pane e tulipani» einen Welthit landete, legt erstmals einen Thriller vor und stellt eine der für ihn so typischen, sensiblen Frauenfiguren ins Zentrum. Die Anwältin Camilla wird von der aus Polen stammenden Kasia Smutniak gespielt, die die Zerrissenheit ihrer Figur eindrucksvoll auslotet. Die Schauspielerin begann ihre Karriere als Model, lebt seit über zwanzig Jahren in Rom und spielte in vielen Filmen bekannter italienischer Cineasten wie etwa der Gebrüder Taviani, Paolo Sorrentino, Paolo Genovese und Ferzan Ozpetek. Letztes Jahr erhielt sie am Locarno Film Festival auf der Piazza Grande den Leopard Club Award. Christiano Salmaso schreibt auf silenzioinsala.com: «Die Figur der Camilla unterstreicht die klare Message von ‹3/19›: eine Verurteilung der Bedingungen, unter denen illegale Einwanderer in Italien leben – unsichtbar und unbekannt, sowohl lebendig als auch tot.»