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Die römische Anwesenheit in Seebach wird durch eine wenige Streufunde belegt, doch wird die Anwesenheit meist so interpretiert, dass die Römer auf ihren Wagen durch das unbewohnte Gebiet Seebachs fuhren und gelegentlich soll dabei auf dem Rumpelweg eine Amphore mit Olivenöl oder mit Wein vom Wagen gepurzelt sein. Dabei verlor das eine oder andere Transportgefäss einen Griff. Auch der aufgefundene Ziegel wird nicht einem Haus zugeordnet, sondern soll ebenfalls von einem Transportwagen gefallen sein. Gleiches gilt für die aufgefundenen Münzen, die eine ein «As» und die andere ein «Dupondius», sollen offenbar den Kutschern aus dem Geldbeutel gefallen sein, als sie durch das unbewohnte Seebach fuhren.
Wenn man das so liest, dann merkt man doch gleich, dass da ein bisschen viel Zufall im Spiel ist. Toll ist auch, dass die Forscher alle so genau wissen, dass die Dinger lediglich vom Wagen gefallen sind und dass es absolut keine andere Erklärung dafür gäbe, wie die Sachen nach Seebach gelangten. Nun, es hat wohl eher damit zu tun, dass für einen streng wissenschaftlichen Beweis einer römischen Besiedlung Seebachs die paar Streufunde, die drei Strassen und das Fundament aus Tuffstein auf dem Bühl sowie die beiden vermuteten Gutshöfe nicht ausreichen. Doch das klingt etwa so, wie wenn der schlüssige Beweis, dass die Erde von einem Mond umkreist wird, erst am 20. Juli 1969 erbracht wurde, als Neil Armstrong den Boden des Mondes betrat und sich persönlich von der Existenz des Mondes überzeugen konnte. So gesehen, war Seebach tatsächlich unbewohnt.
Wie beim Mond, von welchem die OGS schon Jahrzehnte bevor Neil Armstrong auf ihm landete «wusste», dass es ihn gibt, geht dieselbe OGS davon aus, dass Seebach römisch besiedelt war, auch wenn der letzte Beweis dafür vielleicht erst in 100 Jahren erbracht wird oder überhaupt nie. Siehe dazu auch die anderen Einträge zu den Römern!