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Diskografie
Bei strikt wirbelsäulennahen Schmerzen liegt häufig ein direkt vom Bandscheibengewebe ausgehender Schmerz vor. Dieser ist klinisch – also in der körperlichen Untersuchung – und mittels Bildgebung – Röntgen, CT oder MRI – nicht gut vom sogenannten Facettenschmerz oder von Schmerzen des Iliosakralgelenkes zu trennen.
Gezielte Schmerzauslösung
Hilfreich bei der Identifizierung der direkt vom Bandscheibengewebe ausgehenden Schmerzen ist die sogenannte Provokationsdiskographie. Hierbei wird wenig Flüssigkeit unter kontinuierlicher Druckmessung in die Bandscheibe eingespritzt. Dabei wird geprüft, ob während des kontrollierten Einspritzens ein dem Patienten bekannter Schmerz ausgelöst wird.
Während bei einer gesunden Bandscheibe «kein» oder «wenig» oder ein «anderer» Schmerz – und dies auch nur kurzfristig – vom Patienten angegeben wird, ist bei der erkrankten, sozusagen der verantwortlichen Bandscheibe, ab einem gewissen Druck der dem Patienten gut bekannte Schmerz am gut bekannten Ort zu spüren. Dieser hält im Rahmen der Testung üblicherweise maximal einige Minuten an.
Kurzzeitig mehr Schmerzen
Da bei ca. jedem zwanzigsten Patienten mit einigen Stunden dauernden, zusätzlichen Schmerzen zu rechnen ist, ist für einige Stunden die Überwachung und gegebenenfalls die Therapie auf unserer Tagesklinik notwendig. Bei ungefähr einem von fünfzig Patienten ist von einer einige Wochen anhaltenden Schmerzverstärkung auszugehen.