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Lugano - Der Challenge-League-Klub FC Lugano will den Aufstieg ins Oberhaus auf dem Rechtsweg erstreiten. Der Klub hat beim Appellationsgericht in Lugano den Antrag gestellt, seinen Meisterschaftsstart auf Eis zu legen. Auch die Spiele des FC Thun sollen verschoben werden.
Die Verantwortlichen des FC Lugano sind der Ansicht, dass der FC Thun wegen der Verwicklung einiger seiner Spieler in eine Wettaffäre von der Sportjustiz bestraft werden müsse.
Es gehe nicht an, dass nur die Spieler zur Rechenschaft gezogen würden. Denn der Verein trage eine "objektive Verantwortung" für seine Spieler, schreibt der FC Lugano in einem Communiqué.
Zur Erinnerung: Die Kontroll- und Strafkommission des Schweizerischen Fussballverbandes hat Ende Mai neun Spieler, darunter zwei Akteure des FC Thun, für mindestens ein Jahr gesperrt.
Der FC Lugano beklagt, dass ihm bisher von verschiedenen Instanzen mit diskutablen Begründungen Einsicht in die Ermittlungsakten verweigert worden sei.
Deshalb wende sich der Verein nun an ein ziviles Gericht, sagte Vizepräsident Gian Battista Pastorello am Mittwoch gegenüber dem Radio der italienischsprachigen Schweiz (Rete 1).
Der FC Lugano verlangt, dass sowohl seine Spiele als auch die Begegnungen des FC Thun auf Eis gelegt werden, und zwar solange, "bis eine definitive Entscheidung im Fall Thun gefällt wird". Eine erste Anhörung vor Gericht sei am Donnerstag anberaumt.
Die Tessiner spekulieren darauf, den Platz von Aufsteiger Thun, der in seinem ersten Meisterschaftsspiel ein 1:1 gegen YB erkämpfte, einnehmen zu können. Der Spielbetrieb in der Challenge League hat hingegen noch nicht begonnen.
"Eine allfällige Bestrafung des FC Thun könnte den direkten Aufstieg des FC Lugano in die höchste Spielklasse zur Folge haben", heisst es im Communiqué der Tessiner. Lugano hatte die letzte Saison auf dem 2. Platz hinter dem FC Thun beendet.
SDA-ATS