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Beim Automatenfood-Betreiber Selecta verhinderte der Schuldenberg 2019 den geplanten Börsengang. Mit der Pandemie brachen die Umsätze ein, und zahlreiche Kaderleute gingen von Bord. Mit dem Ziel eines tiefgreifenden Umbaus übernahm schliesslich 2020 ein Duo der US-Investmentfirma Kohlberg Kravis & Roberts (KKR) das Unternehmen.
Das Führungsteam um den Amerikaner Joe Plumeri, habe in den beiden Jahren einiges bewegt, schreibt die Bilanz
. Die angestossene Transformation habe funktioniert. Der Umsatz ist um 13,5 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro gestiegen und bewege sich damit fast wieder auf Vor-Corona-Niveau (1,4 Milliarden). Das in 16 europäischen Ländern aktive Unternehmen sei jetzt wieder auf dem Weg zurück in die Gewinnzone. Während Selecta 2019 noch einen negativen Cashflow aufwies, wurde letztes Jahr ein operativer Free Cashflow von 86 Millionen Euro erzielt.
Nach Analysen habe das Unternehmen unrentable Geschäfte abgebaut. Selecta habe mit den roten Verkaufsautomaten an Bahnhöfen, insbesondere in Märkten wie Italien, Frankreich und Spanien, aufgeräumt. Die Zahl der Mitarbeiter schrumpfte von 10 000 auf 6500 und Selecta habe seine Verkaufsmaschinen «verknüpft». So rechne zum Beispiel ein Algorithmus aus, wann wo was nachgefüllt werden müsse, so die Bilanz weiter. In der Schweiz betreibt Selecta über 100 Selbstbedienungs-Foodmärkte - in Europa über 1100.