Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03336.jsonl.gz/1669

| Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)

20. Vortrag.
1.
Die Worte unseres Herrn Jesus Christus, besonders jene, die der Evangelist Johannes anführt, der nicht umsonst an der Brust des Herrn lag, indem er die Geheimnisse seiner höheren Weisheit trinken und das, was er liebend getrunken hatte, durch Verkündigung von sich geben wollte, sind so geheimnisvoll und so tief für das Verständnis, daß sie alle verwirren, die verkehrten Herzens sind, und alle in Anspruch nehmen, die geraden Herzens sind. Sonach gebe eure Liebe acht auf das Wenige, was gelesen wurde. Sehen wir zu, wenn wir irgendwie können mit Hilfe und Unterstützung dessen, der wollte, daß uns seine Worte vorgelesen werden, die damals gehört und niedergeschrieben wurden, damit sie jetzt vorgelesen würden, sehen wir zu, was das bedeutet, was ihr ihn eben sagen hörtet: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, als was er den Vater tun sieht; denn was immer der Vater tut, das tut auch der Sohn auf gleiche Weise".