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Französische Ermittler wollen am 26. November nach Ramallah im Westjordanland reisen, um den Leichnam des verstorbenen Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat zu exhumieren. Sie erhoffen sich Informationen zur Todesursache Arafats.
Es werde „womöglich mehrere Wochen dauern, vielleicht einen Monat“, um Proben vom Leichnam Arafats zu nehmen und diese analysieren zu können, hiess es in Ermittlerkreisen. Experten des Radiophysik-Instituts des Lausanner Universitätsspitals (CHUV) würden zur gleichen Zeit vor Ort sein.
Experten des CHUV hatten im Juli mitgeteilt, sie hätten an persönlichen Gegenständen Arafats eine erheblich Konzentration des radioaktiven Stoffes Polonium nachgewiesen. Das sei aber kein Beweis für eine Vergiftung.
Die Palästinenserbehörde hatte einer Exhumierung Arafats zugestimmt. Arafats Neffe Nasser al-Kidwa hatte sich jedoch dagegen ausgesprochen, weil ein im Juli ausgestrahlter Dokumentarfilm des katarischen Fernsehsenders Al-Dschasira Arafats Vergiftung längst bewiesen habe.
Im Zuge der Ermittlungen zum Tod von Arafat befragten französische Untersuchungsrichter auch dessen Witwe Suha. Suha Arafat sei Mitte September im französischen Nanterre bei Paris zu ihrer Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung ihres Mannes angehört worden, verlautete am Mittwoch aus Ermittlerkreisen. Die Witwe vermutet, dass ihr Mann vergiftet wurde.
Suha Arafat, die auf Malta lebt, hatte im Juli Anzeige in Frankreich erstattet. Dort war ihr Mann im Jahr 2004 unter bis heute ungeklärten Umständen in einem Militärspital bei Paris gestorben. Die Palästinenser verdächtigen Israel seit Jahren, Arafat ermordet zu haben, was Israel zurückweist.