Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03545.jsonl.gz/582

Die Studie Feeding ten billion peole is possible within four terrestrial planetary boundaries (Gerten et al. 2020) gibt Anlass zur Hoffnung. Die Erde kann 10 Millionen Menschen ernähren, aber nicht nur mit den Methoden einer effizienten Landwirtschaft. Es braucht andere Massnahmen, damit wir die grossen Probleme von industriellen Monokulturen und Massentierhaltung überwinden, sonst sind die Ernteverluste wegen einer weiteren Überschreitung der globalen Grenzen bei den natürlichen Ressourcen unausweichlich. Die Agrarökologie wird hier eine grosse Rolle spielen.
Die Autoren schlagen Massnahmen innerhalb der vier überschrittenen terrestrischen Grenzen des Planeten vor, nämlich in den Bereichen Schutz der Biodiversität, Wassernutzung, Nitratflüsse und Landnutzung, um Nahrungssicherheit auch zukünfltug zu gewährleisten.
In hoher räumlicher Auflösung können wir in der Studie nachvollziehen, in welchen Gebieten der Erde das Einsparen oder die Audweitung von Bewässerung und Düngung einen Unterschied machen könnten. Es werden die Gebiete aufgezeigt, in welchen Bewaldung und das Aufgeben landwirtschaftlicher Flächen Ressourcen und Biodiversität wiederherstellen könnte, ohne dass die Produktion von Nahrung in Frage gestellt wird. Es werden Regionen der Erde aufgezeigt, die ihren Wert als Kulturland verloren haben und durch sorgfältige ressourcenschonende Bwirtschaftung wieder in produktive landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden könnten.
Die Studie schlägt auf allen Kontinenten Änderungen in der Landnutzung vor. Ein Vorschlag mit Konfliktpotential.
Quelle: Gerten, D. Heck, V., Jägermeyr, J. et al. (2020). Feeding ten billion people is possible within four terrestrial planetary boundaries Nature Sustainability 3, pages 200–208.