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mein Atelier
Mein Atelier ist recht klein, aber es ist mein Atelier. Ehrlich gesagt ist der Arbeitsraum normalerweise ziemlich aufgeraeumt, denn ich funktioniere am besten in einem geordneten Umfeld. Das dekorative "kuenstlerische Chaos" hab ich hauptsaechlich fuer diese Fotoserie so belassen. Fuer mich muss das kuenstlerische Chaos innerhalb eines selbstgesteckten Rahmes stattfinden, ob diese Begrenzung nun die Groesse einer Leinwand definiert oder was auch immer sonst. Farbkleckse am Boden und an den Waenden gehoeren in die Kategorie filmreifer BohemeKlischees.
Nach dem Tod meiner Mutter hat mein Vater das Familienhaus verkauft und ist in eine "Altersresidenz" uebersiedelt. Deshalb musste ich alle meine frueheren Arbeiten (inklusive die Kinder- und Schulzeichnungen), die dort gelagert waren, zu mir nehmen. Um die Fuelle an Werken einigermassen fachgerecht lagern zu koennen, hab ich von einem cleveren Schreinermeister frei zusammensetzbare Archivierungskisten mit hoehenverstellbaren Tablaren anfertigen lassen.
Natuerlich ist mein eigentlicher Arbeitsplatz dadurch erheblich geschrumpft. Was das Platzproblem noch pointiert ist die Tatsache, dass ich meist an mehreren Projekten gleichzeitig arbeite. Auch nehme ich immer wieder fruehere Themen auf, manchmal sogar nach vielen Jahren, und entwickle sie weiter. Aeltere BildSerien und auch einzelne Arbeiten werden korrigiert, vervollstaendigt, ergaenzt, teilweise vernichtet, ueberarbeitet ...