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Nach den Themen „Der Kapitalismus ist Gescheitert“ und „Wieso der Kommunismus Gescheitert ist“, sowie „Das Gemeinschaftssystem (Das Urvolkprinzip)“ stelle ich euch nun das Alttestamentarische Wirtschaftssystem vor. Obwohl die Bibel das meistverkaufte Buch der Welt ist, und somit wahrscheinlich auch das meistgelesene, wird das Alttestamentarische Wirtschaftssystem meistens völlig Ignoriert, und das zu Unrecht wie ich euch nun aufzeigen werde.
Einleitung
Im Grundprinzip basiert das Alttestamentliche Wirtschaftssystem auch auf einem Kapitalistischen Grundprinzip, das jedoch im Gegensatz zum „Modernen Kapitalismus“ viel strengeren Regulationen unterstellt ist, und von daher Konservativ ist, auch wenn es auf freiem Handeln beruht. Denn die Regeln zum Schutz von Tieren, Menschen und der Gesellschaft durch Kapitalanhäufung sind viel höher Entwickelt als in jedem Land der Erde zur heutigen Zeit. Und auch das Sozialsystem ist fast jedem Land in der heutigen Zeit überlegen, nur das Sozialsystem der Schweiz, Deutschland und Österreichs sowie ein paar weniger anderer Europäischer Länder können damit mithalten. Die Punkte in denen das heutige Sozialsystem dem alttestamentarischen vielleicht überlegen ist, liegen nicht an der Ideologie des Alttestamentarischen Systems, sondern, da dies Technisch zu der Zeit gar nicht Umgesetzt hätte werden können. Ausserdem Bejaht das Alttestamentarische System das Gewisse Zweige von Staat Kontrolliert werden sollten.
Aber genug daher geschrieben lasst uns nun ins Detail gehen. (Aber keine Angst, ich verzichte auf Bibelzitate)
Das Alttestamentarische Sozialsystem
Das „Alttestamentarische Sozialsystem“ hat ein sehr stark ausgeprägtes Sozialsystem. Die Bauern sollten ihre Felder nicht bis auf den Feldrand abernten, damit die Nahrung am Feldrand für die armen zur Verfügung stand. Zudem sollte auf dem Feld keine Nachlese gehalten werden damit Witwen und Waisen das Getreide das den Trägern während der Ernte runterfiel für sich aufsammeln konnten. Ausserdem war es klar, dass sich Verwandte um Waisen und Witwen kümmern sollten. Zusätzlich gab es eine Pflicht, das diejenigen die Genug haben, denen die Not leiden wenn sie gefragt wurden Geld leihen mussten und das Zinslos, als Fürsorge (Die Schuld wurde bei Unfähigkeit der Zurückerstattung erlassen, dazu später mehr). Zudem sei erwähnt das ausser Behinderte eigentlich gar niemand hätte Mangel leiden sollen, da eigentlich jeder sein Land haben sollte, auf damit er sich selbst versorgen kann (dazu später mehr). Zudem wäre der in der Bibel definierte Mindestlohn, anhand dessen, wie bezahlt werden sollte, weit höher als der momentan höchste auf der Welt herrschende Mindestlohn. (Anhand der Schweizer Lebenshaltungskosten sicher höher, als die CHF 4‘000, die von den Gewerkschaften gefordert wurden).
Dass es nicht einfach eine steuerfinanzierte Sozialhilfe gab lag daran, dass das zu der Zeit Bürokratisch nicht möglich gewesen wäre.
Zudem gab es auch das Gesetz das fremde (Ausländer) nicht unterdrückt werden sollten.
Das Alttestamentarische Geldsystem und der Schutz vor zu grossen Kapitalanhäufungen
Das Alttestamentarische Geldsystem war ein Vollgeldsystem, schlicht und einfach dadurch dass das Geld aus Silber oder Gold Hergestellt war. Damit hatte das System im Gegensatz zu heute kein Fiatgeld.
Das Alttestamentarische Geldsystem lehnt Schulden ab, und ist von daher kein Schuldgeldsystem. (In manchen Ländern sind heutzutage über 90% des vorhandenen Geldes kein Geld der Nationalbank, sondern schlicht und einfach Schulden).
Nach dem Alttestamentarischen Wirtschaftssystem musste der Staat Ersparnisse ansammeln um die Ausgaben zu bezahlen und konnte nicht einfach mehr und mehr Schulden aufnehmen. (König David erliess auch eine Spezielle zusätzliche Steuerabgabe, damit sein Sohn Salamon den Bau des Tempels bezahlen konnte).
Es gab ebenso ein Wucherverbot und ein Verbot aus Notsituationen von Menschen Profit zu schlagen. (Das heisst die Nahrungsmittel Spekulation auf überrissene Preise wäre Verboten, da man die Not der Leute nicht ausnützen dürfte das sie Essen müssen, um zu überleben, also hätte nicht viel mehr als üblich verlangt werden dürfen. Genauso wären die überrissenen Mieten in Zürich und anderen Metropolen gar nicht zustande gekommen, da sie gegen das Wuchereiverbot verstossen würden).
Es gab auch ein Verbot Zinsen von Menschen zu nehmen, die Geld zur Befriedigung von Grundbedürfnissen leihen mussten.
Zudem kennt das Alttestamentarische Geldsystem ein generelles Zinsverbot. Von Landsleuten (und Fremden die in Israel lebten) durfte kein Zins genommen werden. (Da es durch das Vollgeld keine Inflation gab, gab es auch keinen Kaufkraftverlust der durch Zinsen hätte ausgegelcihen werden müssen).
Es gab ein Verbot Zinsen von Menschen zu nehmen, die Geld zur Befriedigung von Grundbedürfnissen leihen mussten.
Zudem gab es zwei Staatlich vorgeschriebene Schuldenerlasse, die sogenannten Erlassjahre. Alle sieben Jahre gab es ein Sabbatjahr, in dem Sämtliche Schulden erlassen wurden. (Natürlich gab es eine Pflicht geliehenes Geld zurückzuzahlen, falls man es konnte). Zusätzlich gab es alle 49 Jahre ein Sogenanntes Jobeljahr an dem nicht nur alle Schulden erlassen wurden, sondern auch alles verkaufte Land und die darauf befindlichen Häuser wieder an die Ursprünglichen Besitzer oder ihre Erben zurückging. Auf diese Weise hatte jeder ein Anrecht auf eigenes Land, und zu grosse Kapitalanhäufungen (wie sie es heute des Fall sind, wurden verhindert). Zudem wurden beim Stichtag des Jobeljahres auch alle „Gebunden Angestellten“ Freigelassen.
Das Wort „Gebundene Angestellte“ werdet Ihr in der Bibel nicht finden, ich verwende es, da die beiden gängigen Übersetzungen „Sklaven“ oder „Knechte und Mägde“ beide einfach so nicht stimmen, aber wir haben in der deutschen Sprache schlicht und einfach kein Wort, welches den Rechtsstatus dieser Menschen auch nur annähernd korrekt wiedergibt.
Ich werde Euch nun genauer erläutern was „Gebundene Angestellte waren“, und während dieser Erklärung werden wir gleich auch noch tiefer in das Alttestamentarische Geldsystem eintauchen. Falls jemand zum Beispiel sich einer Straftat mit Finanziellem Schaden schuldig gemacht hat, zum Beispiel in dem er eine Schaf oder eine Ziege gestohlen hat, der musste je nach Ware den 3 bis 4 fachen wert als Strafe an den geschädigten Zahlen (3 facher Wert bei einem Schaf, 4 facher Wert bei einer Ziege). Falls er diese Strafe nicht an den geschädigten Zahlen konnte, wurde er als Arbeitskraft als „Gebundener Angestellter“ Verkauft. Dort musste er dann 6 Jahre lang für den Besitzer arbeiten. Nun bis jetzt tönt e einfach nach einem Zeitlich begrenzten Sklaven, nur ist das nicht zutreffend, denn es gibt noch ein paar andere Punkte die hierbei zu berücksichtigen sind. Klar der Gebundene Angestellte konnte sich die arbeiten die er zu erledigen hatte nicht aussuchen, aber im Gegensatz zu einem Sklaven musste er seinem „Besitzer“ nicht für alles zu Verfügung stehen, und der „Besitzer“ durfte auch nicht alles mit ihm machen. Zum Beispiel durfte ein Gebundener Angestellter nicht Sexuell ausgebeutet werden. Ein „Gebundener Angestellter“ durfte auch nur Arbeit im normalen ausmass zugewiesen bekommen (Vielleicht 10%-20% mehr als ein Tagelöhner, da er ja auch noch die Infrastruktur des Hauses benutze, die dadurch mehr gereinigt werden musste, denn wer sein eigenes Haus hat, braucht da ja auch Zeit zum Reinigen wenn er keine Ehefrau hat, die es für ihn erledigt, und als Grundarbeitszeiten sind hier wesentlich niedrigere Arbeitszeiten gemeint, als Sie in den Ausbeuterfabriken der 3 Welt üblich sind.). Der „Besitzer“ durfte ihn zwar züchtigen, aber nur, wenn er die Arbeit verweigerte, oder nicht richtig arbeitete (ansonsten könnte er ja einfach auf der faulen Haut liegen und die ganze Strafaktion wäre nichts Wert) aber er durfte in nicht misshandeln. Es gab eine Begrenzung wie viel jemand geschlagen werden durfte, damit er seine würde nicht verlor, und falls jemand zu fest geschlagen wurde, kam er vorzeitig frei. Zudem musste er (und falls er Familie hatte) auch seine Familie ausreichend mit den Gütern des Täglichen Lebens versorgt werden, und einen Anständigen Platz zum Schlafen mussten sie auch haben. Und ausreichend heisst nicht nur das sie satt werden mussten, sondern auch, das es zu keiner Mangelernährung kam. Nur durch diese Tatsache hätte es ein Gebundener Angestellter besser als mehr als 27% der heutigen Weltbevölkerung (2 Milliarden Menschen) den so viele leiden unter Mangelernährung und können sich ihre Arbeit auch nicht aussuche (800 Millionen Hungern sogar). Aber das ist noch nicht alles zusätzlich gab es auch noch die Pflicht, den „Gebundenen Angestellten“ reichlich zu entschädigen wenn die Zeit als „Gebundener Angestellter“ vorbei war, den er kam seinem „Besitzer“ immer noch wesentlich günstiger als ein Stundenlöhner gekommen wäre. Wie hoch das Volumen dieser Entschädigung wäre ist nicht ganz leicht zu sagen, lässt sich aber so ausrechnen, Was verdient ein Stundenlöhner, wie viel Prozent davon geht für den Existenzlohn drauf und was bleibt im Jahr vorig. Sechs Jahre dauerte die Anstellung und er kommt dem „Besitzer“ wesentlich Günstiger und wird dennoch reichlich entschädigt. Also bekommt er vielleicht den Überschuss des Existenzlohnes von einem Drittel seiner Arbeitszeit, also von zwei Jahren. In der Schweiz wäre das eine Abgangsentschädigung nach dem vorhin definierten Mindestlohn von immerhin einer 5 Stelligen Summe, wodurch er dann wesentlich besser dran ist, als jemand in Deutschland oder der Schweiz, der gerade eine Privatinsolvenz abgeschlossen hat, den der ist dann bei 0. Ausserdem ist das auch noch ein Bar Lohn zusätzlich zum Materiallohn in Form der Verpflegung, was einen „Gebundenen Angestellten“ ebenfalls von einem Sklaven unterscheidet.
Ebenfalls zu einem „Gebundenen Angestellten“ wurde man, wenn man Schulden nichtbezahlen konnte, die nicht aus einer Notsituation Erwachsen sind. Das heisst falls jemand ein Auto auf Rechnung kaufen würde, jedoch dann die Rechnung nicht bezahlen könnte, oder wenn jemand in vollem Wissen darum, dass er die Ware nicht bezahlen kann Ware bestellt. Einen Vandalen, der seinen Schaden nicht hätte bezahlen können, hätte das gleiche Schicksal ereilt. Jedoch gab es auch den Grundsatz der Angemessenheit, also wegen 50 Franken wäre man nicht zum „Gebundenen Angestellten“ geworden. Natürlich gab es auch die Möglichkeit sich freiwillig jemanden als „Gebundener Angestellter“ anzubieten, oder sein Kind als „Gebundenen Angestellten“ an jemanden zu verkaufen, aber das war eher ein Theoretisches Unterfangen, denn ich halte es für unwahrscheinlich das sich jemand bei diesem Sozialsystem sich selbst verkauft hätte, ausser jemand wusste wie gut jemand seine Leute behandelt. Und falls jemand sein Kind verkaufen würde, bei dem ist ein Kind nicht gut aufgehoben, da hat es das Kind bei einem normalen Besitzer Wahrscheinlich besser, auch besser als ein Strassenkind in der