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Die Refinanzierung deines aktuellen Kredits bei einem anderen Kreditgeber kann von Vorteil sein. In diesem Artikel wird erklärt, warum dies nicht dasselbe ist wie eine Umschuldung.
Der Anbietervergleich lohnt sich auch bei einem laufenden Privatkredit
Es ist sinnvoll, bei Dienstleistungen wie Handyverträgen und Krankenversicherungen den Anbieter zu wechseln, wenn du dabei Geld sparen kannst. Ein Beispiel dafür wäre, wenn du durch den Wechsel deines Handyvertrags 10 Franken pro Monat sparen würdest. Das macht dich zwar nicht reich, aber es könnte sich über ein Jahr hinweg zu genügend Ersparnissen summieren, wie z.B. für ein Zugticket von Basel nach Paris oder Karten für ein beliebtes Konzert im Hallenstadion. Wenn man dieses Konzept weiterdenkt, liegt es auf der Hand, dass man auch durch den Wechsel des Kreditgebers sparen kann.
Schuldensanierung ≠ Kredit aufnehmen
Die gute Nachricht ist, dass du Geld sparen kannst, indem du deinen Kredit umstrukturierst. Zunächst müssen wir klären, was wir meinen, wenn wir von der Optimierung eines Privatkredits sprechen. Wir beziehen uns auf die gängige Praxis, Schulden durch Kredite zu konsolidieren. Das ist nicht korrekt, denn eine «Umschuldung» bedeutet, dass du mit den Gläubigern einen Zahlungsplan erstellt hast, um die bestehenden Schulden zu begleichen, und nicht, dass du einen weiteren Kredit aufnimmst, um sie zu begleichen.
Im Gegenteil, nach der Umschuldung wirst du überhaupt keine Schulden mehr haben. Es ist nicht möglich, eine Umschuldung durchzuführen, indem man einen neuen Kredit aufnimmt – dies wird als «Umschuldung» bezeichnet.
Eine Betreibung verhindert die Umschuldung
Eine Umschuldung ermöglicht es dir, deinen Kreditbetrag beizubehalten, vorausgesetzt, du hast eine einwandfreie Zahlungsmoral bei deinem bisherigen Kreditgeber. Der neue Kreditgeber prüft deine Kreditwürdigkeit genauso wie der alte Kreditgeber; wenn gegen dich ein Mahnbescheid vorliegt, ist es unwahrscheinlich, dass er dich als Kunden akzeptiert. Das wäre bedauerlich, da die Umschuldung dann nicht stattfinden könnte.
Auch wenn eine Umschuldung wie ein «Sprung vom Regen in die Traufe» erscheinen mag, kann sie in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Vor allem, wenn du dir bei deinem neuen Kreditgeber einen niedrigeren Zinssatz sichern kannst. Das kann sich sofort positiv auf deine Finanzen auswirken: Eine Senkung des Zinssatzes von 9.9 % auf 7.9 % für einen Kreditbetrag von 50’000 Franken würde zum Beispiel eine jährliche Ersparnis von eintausend Franken bedeuten (als vereinfachte Berechnung ohne Berücksichtigung des Zinseszinses).
Wenn du mehrere Kredite von verschiedenen Anbietern hast, kann das verwirrend sein, aber wenn du sie bei einem einzigen Kreditgeber konsolidierst, ist es einfacher, weil du nur noch eine Rate im Auge behalten musst. Es ist sinnvoll, deine Kreditsituation regelmäßig zu überprüfen und zu sehen, ob sie verbessert werden kann. Das ist nur möglich, wenn du deine Raten pünktlich bezahlst und einen guten Kredit-Score hast. Wenn das der Fall ist, sind die Kreditgeber gerne bereit, dir bei der Refinanzierung einen attraktiven Zinssatz zu gewähren.