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Das Pilotprojekt für einen Methanisierungsreaktor und die Integration einer Power-to-Gas Anlage in einer Druckreduzier- und Messstation (DRM-Station) in Sitten ist die erste seiner Art in der Schweiz. Das Projekt wurde in den Laboratorien der EPFL-Wallis (Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne) in enger Zusammenarbeit mit Gaznat entwickelt. Die DRM-Station in Sitten wurde aufgrund seiner Nähe zur EPFL Wallis als Pilotprojekt ausgewählt.
OIKEN − Eigentümer der DRM-Station in Sitten − ist ebenfalls Partner im Pilotprojekt, insbesondere bei der Einspeisung des synthetischen Methans in das lokale Verteilnetz.
Seit Anfang September 2020 wird der Methanisierungsreaktor in der DRM-Station von Sitten in einer industriellen Umgebung getestet, mit einer grösseren Kapazität als in den Labortests. Mittelfristig hofft Gaznat, einen Reaktor mit einer Leistung, die 10 bis 20 Mal höher ist als die der DRM-Station in Sitten zu bauen, um ihn zu industrialisieren und für andere Anwendungen auf den Markt zu bringen. Der Betreiber des Hochdruck-Erdgasnetzes will auch eine Machbarkeitsstudie durchführen, um diesen Reaktor in anderen DRM-Stationen in der Westschweiz einzusetzen und den Kohlendioxidausstoss zu reduzieren.
Der in der DRM-Station von Sitten installierte Methanisierungsreaktor wandelt mehr als 99% des CO2 um. Dies ist die höchste Umwandlungsrate auf dem Markt für Power-to-Gas-Technologien. Das angewandte Verfahren besteht in der Umwandlung von Elektrizität aus erneuerbaren Quellen in Wasserstoff durch Elektrolyse. Bei der Methanisierung wird der Wasserstoff dann mit CO2 reagiert, um synthetisches Methan zu erzeugen, das dann in das Verteilnetz von OIKEN eingespeist wird. Das verwendete CO2, das derzeit von einem Industriestandort stammt, wo es eingefangen wird, wird dann in Flaschen gespeichert. In einer zweiten Phase sollen neue, von der EPFL entwickelte Abtrennungstechnologien - wie nanoporöse Graphenmembranen - eingesetzt werden, um CO2 aus Verbrennungsströmen in Kohlendioxid emittierenden Anlagen abzuscheiden.
Das regenerativ erzeugte synthetische Methan in der DRM-Station in Sitten stellt derzeit noch eine geringe Produktionsmenge dar, da es sich um ein Pilotprojekt handelt. In einer späteren Phase der Industrialisierung des Power-to-Gas-Prozesses soll diese erneuerbare Energie kontinuierlich erzeugt werden; eine Energie, die sich als besonders nützlich für Mobilität, stationäre und industrielle Anwendungen erweisen könnte.
Am Freitag 25. September 2020 wurde die Power-to-Gas-Anlage der DRM-Station in Sitten im Beisein der drei Projektpartner offiziell eingeweiht: Gaznat, René Bautz, CEO, OIKEN, François Fellay, CEO, EPFL, Professor Andreas Züttel, Direktor des Labors für Materialien für erneuerbare Energien (LMER), und des Präsidenten der Stadt Sitten, Philippe Varone.
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