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Puschlaverbach durchbrochene
Schwelle soll nach der geologischen Karte der
Schweiz (Dufouratlas) aus anstehendem Gneis bestehen,
ist aber nach den Forschungen von Prof.
Heim in Wirklichkeit der Rest eines grossen prähistorischen
Bergsturzes, dessen Schuttfeld
sich noch weit gegen
Brusio hin verfolgen lässt. So erklärt sich auch die grosse
Tiefe des
Sees, die nicht
auf Rechnung der Glazialerosion gesetzt werden kann.
Der See erstreckte sich einst noch etwa 4 km weiter nach NNW., d. h.
bis zum heutigen
FleckenPuschlav hin und ist hier dann durch die Alluvionen des
Puschlaverbaches und seiner Nebenadern allmählig
zu der jetzt viele Häusergruppen und
Weiler tragenden schönen Puschlaverebene verlandet.
Die zu beiden
Seiten des
Thales abgelagerten bedeutenden Moränen, in die grosse
Blöcke verschiedenartiger Gesteine eingebacken sind, sind an dieser Stelle durch Regengüsse ausgewaschen und durch die
Bäche abgetragen worden, wobei das gerade unter einem Felsblock liegende Material durch diesen vor weiterer
Zerstörung geschützt wurde und in Form einer Pyramide oder eines Pfeilers erhalten blieb.
«Die zarten, weissen, im Sonnenlicht
leuchtenden Türme sind hoch übereinander aufgebaut, und die meisten derselben tragen auf ihrer
Spitze einen grossen Felsblock,
der die unter ihm befindliche Erdmasse vor weiterer Auswaschung schützte. Einige dieser Hüte sind beim
letzten Erdbeben abgeworfen» und andere anlässlich von Manövern der Gebirgsartillerie weggeschossen worden.
Die Fahrstrasse
des Eringerthales
(Val d'Hérens) führt mit einem
Tunnel mitten durch diese phantastischen Gebilde hindurch und gestattet
ihre Besichtigung von allen
Seiten.
Die Pyramides d'Useigne gehören zu den schönsten in den
Alpen und zeigen viele Aehnlichkeit
mit den berühmten Erdpyramiden auf dem Ritten bei Bozen (im Tirol).
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