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Alumni Sinfonieorchester Zürich
Jordanka Milkova, Mezzosopran
Johannes Schlaefli, Leitung
Programm
Felix Mendelssohn
Ouvertüre «Die Hebriden», op. 26
Gustav Mahler
Lieder eines fahrenden Gesellen
Richard Strauss
Ein Heldenleben, op. 40
Felix Mendelssohn begann die Hebriden-Ouvertüre «Fingal’s Cave» im Jahr 1829, angeregt durch eine Reise nach England und Schottland. Der Name der Konzert-Ouvertüre bezieht sich auf die Hebriden, eine 50 Kilometer vor der Nordwestküste Schottlands gelegene Inselgruppe. Das Werk wurde besonders bei den Briten zum Erfolg, und selbst Richard Wagner lobte den Komponisten als «erstklassigen Landschaftsmaler».
Die Lieder eines fahrenden Gesellen von Gustav Mahler sind der anonymen Geliebten aus seinen Briefen, der Sopranistin Johanna Richter, gewidmet. Sie die Angebetete, Rätselhafte und Unnahbare, ist Grund für das quälende Wechselbad bittersüsser Gefühle. «Ich möchte jeden Blutstropfen für sie hingeben», schrieb Mahler. «Aber ich weiss doch, dass ich fort muss. Ich habe alles dafür getan, aber noch immer zeigt sich mir kein Ausweg.» Wie so oft in seinem Leben wird Kreativität zum Ventil für Konflikte und Seelenpein. Das Ergebnis ist ein Liederzyklus, der insgeheim ihr gewidmet ist. «Sie kennt die Lieder nicht, was können sie ihr anderes sagen, als was sie weiss», schreibt Mahler später. «Die Lieder sind so zusammengedacht, als ob ein fahrender Geselle, der ein Schicksal gehabt hat, nun in die Welt hinauszieht, und so vor sich hin wandert.»
Held und Welt. Zwei Worte, die Richard Strauss knapp, aber vielsagend über die ersten Skizzen seiner neuesten sinfonischen Dichtung «Ein Heldenleben» schrieb. Es wurde ein gigantischer Sinfoniesatz, ein üppig besetztes Werk für grosses Orchester: Acht Hörner, fünf Trompeten, vierfach besetzte Holzbläser und mindestens 64 Streicher. Richard Strauss hatte München verlassen, um in Berlin Karriere zu machen. Ein Angebot der Met in New York hatte er trotz eines noch grösseren Gehalts ausgeschlagen. Auch in der Reichshauptstadt ging es schnell aufwärts, und er wurde Direktor der Königlichen Hofoper. «Ein Heldenleben» vollendete er 1898 und wurde seine erste Berliner Komposition. Aus der grössenwahnsinnig besetzten Musik tönt die Vita eines Genies: Ein Komponist zieht gegen seine Musikkritiker in den Krieg, um nach siegreich gewonnener Schlacht sich selbst und seine Friedenswerke zu feiern und zu seiner bezaubernden wie launischen Diva zurückzukehren.
Die bulgarisch-schweizerische Mezzosopranistin Jordanka Milkova studierte in ihrer Heimatstadt Sofia und war Mitglied des Schweizerischen Opernstudios an der Hochschule der Künste Bern sowie Ensemblemitglied in Pforzheim und Nürnberg. Eine internationale Gasttätigkeit führte sie an die Opernbühnen in Essen, Basel, Luxemburg, Ferrara, Modena, St. Petersburg, Halle, Augsburg, Freiburg i. Br., Gelsenkirchen, Lübeck, Bern, Metz und in die grossen Konzertsäle Europas. Von der Fachzeitschrift «Opernwelt» wurde die Mezzosopranistin als «Beste Nachwuchskünstlerin» nominiert.
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