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|Rekkenze Brass|

Rekkenze- das war 1135 die altslawische Bezeichnung einer Dorfsiedlung, aus der die Stadt Hof hervorgegangen ist.
REKKENZE BRASS - das ist ein Blechbläserquintett das 843 Jahre später von Mitgliedern der Hofer Symphoniker gegründet wurde und zu einem der international anerkanntesten Ensembles seiner Art gewachsen ist. Seit Anfang an war es das Bestreben, mit einem weitgespannten Repertoire, mit Charme und Heiterkeit, gekonnten Arrangements und Originalkompositionen zu zeigen, wie durchlässig die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Musikgattungen sein können. ® BRASSzination: mit Brass (Messingblech) zu faszinieren, das ist ihre Devise und längst zum geflügelten Wort für ihre Art der Musikpräsentation geworden. Das Ensemble ist im ganzen deutschsprachigen Raum unterwegs, begeistert das Publikum aber auch auf Festivals im Ausland. Tourneen führten die Musiker wiederholt auch in die USA, nach Japan und Taiwan.
Im Juni 1995 wurde REKKENZE BRASS mit dem Kulturpreis der Oberfrankenstiftung ausgezeichnet.
Kurzbiographien:
PETER KNUDSVIG - Trompete - aus Williston, Nord Dakota, in den USA, erhielt seine musikalische Grundausbildung am Concordia College Moorhead, Minnesota. An der machte er 1970 den "Bachelor of Music " und setzte seine Studien an der "Catholic University of America" in Washington fort, die er 1975 mit dem "Doctor of Music" abschloss. Seine berufliche Erfahrung sammelte er in verschiedenen Orchestern Amerikas, Südafrikas und in Europa. Er war Mitglied der "U.S. Army Band", des "National Ballet Orchestra" und des Symphonieorchesters Kapstadt bevor er als Solo-Trompeter zu den Hofer Symphonikern nach Deutschland kam. Peter Knudsvig schreibt die meisten Arrangements für REKKENZE BRASS.
PATRICK HOFFMAN - Trompete - Patrick Hoffman´s Liebe zur Musik, ganz besonders zur klassischen Musik begann wahrscheinlich bereits schon vor seiner Geburt. Seine Eltern sind begeisterte Musikliebhaber und Amateurmusiker. Sein Vater spielt Kornett wenn er gerade einmal nicht an der Universität Chemie unterrichtet und seine Mutter spielt Klarinette. Tatsache ist, dass jeder in seiner Familie ein Musikinstrument spielt. Sein Bruder spielt Posaune und seine Schwester Waldhorn. Bei soviel familiärer Beeinflussung war es unvermeidlich, dass er eines Tages auch ein Instrument lernen musste. Logischerweise fehlte nur noch die Trompete um ein Familien-Quartett zu gründen. Man nannte sich folglich "Hoffman Brass", spielte zu Gottesdiensten in der heimatlichen Kirche und jahrelang auch auch zu den verschiedensten Anlässen in der Gemeinde, bis dann das College und anderweitige Aktivitäten dazwischen kamen. Bei dem gemeinsamen Musizieren in jungen Jahren machte Patrick wichtige Erfahrungen für das Ensemblespiel. Nicht nur dass er sich in die Blechbläserkammermusik verliebte, er lernte auch, wie rauh es bei Blechbläsern zugehen kann: - seine Mutter durfte nämlich absolut nicht mitspielen. Warum? Weil Sie das falsche Instrument gewählt hatte! Patrick grübelte lange darüber nach. Er stand zwischen seiner klarinettespielenden Mutter und den vor ihm liegenden Noten, die sie daran hinderte, mit dem Rest der Familie zusammenzuspielen. Dies ist stellvertretend jedoch nur ein Opfer, welches Mütter auf der ganzen Welt für ihre Familie bringen müssen. Während Patrick´s Collegezeit war er nicht nur einer der fanatischen blechbläsenden "Fachidioten" sondern sammelte auch wertvolle Erfahrungen durch sein Spielen in Orchestern, Blasorchestern, Jazz-Bands und anderen kleineren Musikgruppen. Merkwürdig war dann jedoch, dass er sich in seiner Schulzeit dann nicht für Musik als Hauptfach, sondern für den kaufmännischen Bereich entschied. Er spielte zwar noch regelmässig in den verschiedensten Colleg-Ensembles mit, jedoch nur aus Spass an der Freude. Vier Jahre später machte er seinen kaufmännischen Abschluss und hatte gleich ein Angebot in einer Firma. Trotz der wirtschaftlichen Sicherheit in seinem kaufmännischen Beruf beschloss er nach sechs Monaten dann endgültig Musiker zu werden. Nach nicht ganz einem Jahr schrieb er sich in der berühmten "Indiana University - School of Music" als Musikstudent ein und machte wenige Jahre später seinen Abschluss als "Master of Music". Er spielte in verschiedenen professionellen Ensembles in Amerika und Japan, bevor er ein Stipendium an der Universität von Georgia, als Student bei Fred Mills, dem ehemaligen Trompeter von Canadian Brass, bekam. Kurz vor Abschluss seines Studiums in Georgia bewarb er sich bei Rekkenze um die Position des Trompeters/Pikkolotrompeters und gewann das Probespiel. Er ist das neueste Mitglied von Rekkenze Brass.
DEBRA LUTTRELL - Horn - 1974, als die Möglichkeiten für weibliche Blechbläser gerade im Begriff waren sich zu verbessern, verliebte sich Debra Luttrell im zarten Alter von elf Jahren in das Horn und weigerte sich hartnäckig, im Schulorchester ein anderes Instrument zu erlernen. Diese Liebe und der Wunschtraum, eines Tages beruflich Horn spielen zu dürfen, brachte sie zu David Ohanian - dem ehemaligen Hornisten von Canadian Brass - an die "Boston University". Nachdem sie dort ihr Diplom erlangt hatte, stand sie vor der schweren Entscheidung, eine gutbezahlte Position in einer Stellenvermittlungsagentur anzunehmen oder bei ihrer ersten Liebe, dem Horn, zu bleiben. Sie entschied sich für das Erstere, um sich 1991, nach einigen erfolgreichen Jahren ihren Traum zu erfüllen und die ihr angebotene Hornstelle bei REKKENZE BRASS anzunehmen.
RENÉ JAMPEN - Posaune - kam in der französischen Schweiz, in Fleurier im Kanton Neuenburg zur Welt. Aufgewachsen in der Nähe von Zürich, waren seine ersten musikalischen Eindrücke geprägt durch die in der Schweiz sehr verbreitete Blasmusik. Nach mehreren Unterbrechungen auf dem Flügelhorn und halbherzigen Versuchen auf der Trompete fand er als Sechzehnjähriger endlich sein Instrument: die Posaune. Es folgte nach guter Schweizer Sitte das Erlernen eines "seriösen" Berufes. Er wurde Photolithograph. Nach erfolgreichem Lehrabschluss studierte er an der Musikakademie Zürich und am Konservatorium Biel Musik 1970 kam René Jampen zu den Hofer Symphoniker.$
Rainer Streit - Tuba - Für jemanden, dessen erster Tubalehrer meinte "es klinge wie ein Traktor", hat Rainer Streit allerdings grosse Fortschritte gemacht. Geboren und aufgewachsen ist er in Kulmbach/Oberfranken, einer Stadt, die von vielen als Deutschlands heimliche Hauptstadt des Bieres angesehen wird. Rainer sammelte seine erste musikalischen Erfahrungen als Schlagzeuger, indem er das Geschirr aus der Küche seiner Eltern seinem Bruder über den Kopf stülpte und darauf herumklopfte. Niemand war glücklicher wie Rainer, als er an Weihnachten ein kleines Schlagzeug geschenkt bekam, ausser natürlich sein Bruder. Schliesslich gab er das Schlagzeugspielen auf und wechselte zur Tuba. Rainer besitzt ein starkes, natürliches musikalisches Gespür, das man normalerweise nicht mit der Tuba verbindet und welches zusammen mit seinem Musikstudien in Deutschland und im Ausland dazu beigetragen hat, sich einen Ruf als guten vielseitigen Musiker aufzubauen, der mit gleicher Leichtigkeit ein Dixieland-Solo, sowie eine Bach Cello-Suite spielen kann.