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Älterwerden ist durch einen fortschreitenden Rückgang der Skelettmuskelmasse und -kraft gekennzeichnet. Bei gesunden Menschen nimmt die Muskelmasse zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr um etwa 1 % pro Jahr ab. Dieser Abbau beschleunigt sich ab dem Alter von 50 Jahren. Ein solcher beschleunigter Rückgang wird als Sarkopenie bezeichnet, ein geriatrisches Syndrom, das einen Verlust von Muskelmasse und Funktion beinhaltet, der zu körperlichen Behinderungen und einer Abnahme der Lebensqualität führt.
Zu den Mechanismen, die zu Sarkopenie führen, wurde bereits viel geforscht. Zahlreiche Studien haben inzwischen den wichtigen Einfluss der Mitochondrien auf altersbedingte degenerative Prozesse nachgewiesen. Viele therapeutische Behandlungen sind daher zentral auf die Mitochondrien gerichtet.
Vor allem oxidativer Stress und Entzündungen spielen eine wichtige Rolle bei der Alterung der Skelettmuskulatur, bei der die Muskelfasern allmählich ihre Fähigkeit verlieren, nicht mehr funktionierende Mitochondrien zu entfernen. Diese Situation kann zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der mitochondriale Atmung führen und die ROS-Bildung steigern, was zur Entstehung von Sarkopenie beitragen kann.
Frühere Studien hatten bereits darauf hingedeutet, dass körperliche Aktivität diese altersbedingten Muskelverluste kompensieren kann, da sie die mitochondriale Biogenese fördert. Andere Studien haben jedoch gezeigt, dass körperliche Aktivität auch oxidative Schäden in den Skelettmuskeln vergrößern kann. Deshalb untersucht die Wissenschaft auch, ob körperliche Aktivität am besten durch eine antioxidative Therapie begleitet werden sollte, um die negativen Auswirkungen von Bewegung bei älteren Menschen zu verhindern. Und dabei erweist sich das Coenzym Q10 als interessanter Kandidat für die Prävention von oxidativem Stress und Unterstützung der Muskelfunktionalität.
In einer Studie der italienischen Universität von Camerino wurde eine bestimmte Art von Mäusen verwendet: SAMP8, eine Abkürzung, die für Senescence Accelerated Mouse-Prone 8 steht. Dies ist eine natürlich vorkommende Art von Mäusen, die durch frühes Altern und ein hohes Maß an oxidativem Stress gekennzeichnet sind.
Die SAMP8-Mäuse wurden verwendet, um zu untersuchen, ob eine kombinierte Trainingsintervention mit Ubichinol-Supplementierung (der aktiven Form von Q10) in der Lage ist, die mitochondriale Funktion zu verbessern und die Gesundheit der Skelettmuskulatur während des Alterns zu erhalten. Dies war in der Tat der Fall. Die Ergebnisse der Studie wurden in Hindawi Oxidative Medicine und Cellular Longevity veröffentlicht.
Für die Studie wurden 5 Monate alte SAMP8-Mäuse in einer präsarkopenischen Phase verwendet und in vier Gruppen randomisiert (n=10): eine unbehandelte Kontrollgruppe, Mäuse, die entweder körperliche Bewegung (30 Minuten auf einem Laufband mit einer Steigung von 5 %, Gehgeschwindigkeit 0,5 km pro Stunde), Ubichinol (500 mg pro kg pro Tag) oder eine Kombination aus Bewegung und Ubichinol erhielten.
Zwei Monate Bewegung führten – im Vergleich zur Kontrollgruppe – zu erhöhten mitochondrialen Schäden in den Muskeln der Mäuse, die sich nur bewegt hatten. Im Gegensatz dazu hatte sich bei der Gruppe, die einer Kombination aus Ubichinol und Bewegung ausgesetzt worden war, der Zustand der Skelettmuskulatur deutlich verbessert, während die mitochondriale Funktion erhalten geblieben war.
Aus dieser Studie lässt sich der Schluss ziehen, dass die Kombinationsbehandlung einen synergistischen Effekt auf die Verbesserung der mitochondrialen Funktion ausgeübt hatte: Sie hatte den schädlichen Auswirkungen von ROS (oxidativem Stress) entgegengewirkt und die mitochondriale Funktion bei SAMP8-Mäusen verbessert. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Ubichinol – zusätzlich zu ausreichender Bewegung – ein wirkungsvolles Supplement für ältere Menschen sein kann.
Andreani, C., Combination of Coenzyme Q10 Intake and Moderate Physical Activity Counteracts Mitochondrial Dysfunctions in a SAMP8 Mouse Model, Hindawi Oxidative Medicine and Cellular Longevity Volume 2018, Article ID 8936251, 15 pages https://doi.org/10.1155/2018/8936251,Research Article