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Die Meiji-Restauration veränderte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die politischen und sozialen Verhältnisse Japans grundlegend. Einen wichtigen Faktor des Transformationsprozesses bildete dabei die Neuordnung der Besitzverhältnisse. Die ehemals regierende Klasse der Samurai wurde dazu verpflichtet, ihre Lehen an den Kaiser zurückzugeben. Im Anschluss daran wurden diese in Präfekturen umgewandelt, um die Funktionsfähigkeit eines zentralisierten Staates zu gewährleisten. Eine Vorbedingung für die Errichtung eines modernen Zentralstaates war allerdings, dass die ehemaligen Eliten sich von ihrem Landbesitz trennten. Dies ermöglichte es der Meiji-Regierung, auf dieses Land als Wirtschafts-, Ansiedlungs-, Verwaltungs- und Einkommenspotenzial zuzugreifen und die Präfekturen erfolgreich in den neuen Staat zu integrieren.
Diese Neuordnung beziehungsweise Umstrukturierung der bestehenden Besitzverhältnisse, die mit einer Reform des Steuersystems einherging, rief nicht nur den Protest der entmachteten Samurai, sondern auch den der Bauern, die unter den finanziellen Lasten des japanischen Transformationsprozesses zu leiden hatten, hervor.
Der Beitrag untersucht Ursachen, Ablauf sowie Folgen der Neuordnung der Besitzverhältnisse im Japan der Meiji-Restauration ab 1868 und analysiert dabei die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen einer solchen Umverteilung und des damit einhergehenden politischen und sozioökonomischen Wandels.