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Wer kennt sie nicht oder hat sie nicht schon gesehen, die (zumeist subjektiv) störenden, im mittleren und höheren Lebensalter auftretenden Altersflecken, welche insb. an den Handrücken und im Gesicht auftreten.
Bei den hell- bis dunkelbraunen Flecken handelt es sich um oberflächliche Pigmentierungen, welche in chronisch lichtexponierten Hautarealen auftreten, klassischerweise also im Gesicht und an den Handrücken und an den Unterarmen, bei Frauen auch im Bereiche des Decolletée und an den Unterschenkeln.
Die Flecken sind vergleichbar mit denjenigen, welche typischerweise im Bereiche des Oberkörpers (Schulterpartie) nach einem starken Sonnenbrand auftreten und dann als sog. Sonnenflecken bezeichnet werden.
Wie aus allen Pigmentflecken kann auch aus einem Altersfleck nach Jahren bis Jahrzehnten ein schwarzer Hautkrebs (Melanom) entstehen, wobei wir dann von einer sog. Lentigo maligna (unmittelbares Vorstadium sog. In situ Melanom) resp. einem Lentigo maligna Melanom sprechen.
Eine Lentigo maligna oder auch ein Lentigo maligna Melanom kann von Auge sehr diskrete Veränderungen aufweisen, die nicht selten ohne dermatoskopische Beurteilung verpasst werden. Häufig sind es langsam wachsende Pigmentflecken unterschiedlicher Farbintensität (Dunkelverfärbung oder aber auch Aufhellung bis Farbverlust sowie ein diskreter Graustich) und unregelmässigem Rand.
|Vergrösserte Aufnahme eines "Lentigo maligna Melanom"|
Bei dem Lentigo maligna Melanom handelt es sich um eine Melanom-Variante, welche klassischerweise erst in der zweiten Lebenshälfte auftritt und häufig ein langsames Wachstum aufweist. Infolge der späten Metastasierung ist die Prognose günstiger als bei anderen Melanomtypen.
Da die Altersflecken einen an das Älterwerden erinnern, besteht nicht selten der Wunsch nach deren Entfernung, was von diversen Kosmetikstudios, Ärzten (anderer Fachrichtung) und Dermatologen mittels Curettage, Kryotherapie, depigmentierenden Externa resp. Lasertherapie angeboten wird.
Doch eine Behandlung einer nicht fachärztlich abgeklärten Läsion kann schwerwiegende Folgen haben, weshalb man sich an folgende Regeln halten sollte:
Konsequente Sonnenschutzmassnahmen idealerweise mit Sonnenblockern (SSF 50) resp. schützender Kleidung/Kopfbedeckung sind aufgrund der chronischen Lichtschädigung zu empfehlen.
Stellt der Dermatologe ein suspekter Pigmentfleck fest, wird eine kleine oberflächliche Probe entnommen oder die Läsion im Gesamten entfernt und histopathologisch untersucht.
Wird die Diagnose einer Lentigo maligna gestellt, muss diese entweder vollständig entfernt (mit einem geringen Sicherheitsabstand exzidiert) oder radiotherapeutisch behandelt werden. Eine Laserbehandlung oder andersweitig kosmetische Therapie ist kontraindiziert.
Wird eine bösartige Veränderung festgestellt, muss die Läsion vollständig entfernt werden, wobei auf einen stadiengerechten Sicherheitsabstand geachtet wird. Sie darf auf keinen Fall gelasert werden.
Zudem werden Ihnen in Abhängigkeit des Stadiums weiterführende diagnostische Abklärungen (Lymphknoten Biopsie, radiologische Untersuchungen, Blutuntersuchungen), allfällige Nachfolgebehandlungen sowie regelmässige Nachfolgeuntersuchungen (gemäss den schweizerischen Richtlinien) empfohlen werden.