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(grch.) oder Paraphernalgut, in der Rechtssprache dasjenige, was die
Ehefrau, falls in der
Ehe Dotalrecht
gilt, außer der
Mitgift(dos) im Vermögen hat. Da die
Bestellung als
Mitgift eine besondere Übertragung erfordert, so bleibt
das Vermögen der Frau regelmäßig selbst dann Paraphernalgut, wenn es der
Verwaltung des Ehemanns überlassen ist.
In einem engern
Sinne verstehen manche unter Paraphérnen, gegenüber dem der eigenen
Verwaltung von der
Ehefrau vorbehaltenen Vermögen
(sog. bona receptitia), nur das dem
Manne zur
Verwaltung anvertraute Vermögen der Frau, im gemeinen sächs.
Recht das Gut der
Ehefrau, welches sie im Lauf der
Ehe erworben hat, im Gegensatz zu dem bei Eingehung der
Ehe Eingebrachten.
Für die ihm anvertrauten Paraphérnen haftet der Ehemann als Verwalter; er hat aber nur diejenige Sorgfalt zu vertreten,
welche er in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegt. Das Rückforderungsrecht war vielfach durch ein gesetzliches Pfandrecht
gesichert. Entsprechende Vorschriften wie das Gemeine
Recht enthält auch das Österr.
Bürgerl. Gesetzb.
§§. 1237 fg., ohne jedoch den
Ausdruck zu wählen. Der
Codecivil und das
Badische Landr. Art. 1574 fg. enthalten im wesentlichen
dem Gemeinen
Recht sich anschließende Vorschriften über biens paraphernaux für den Fall, daß das
Dotalsystem in der
Ehe
gilt (s.
Eheliches Güterrecht). Das
BadischeLandrecht übersetzt «zugebrachtes Gut». Das
Preuß. Allg.
Landr. II, 1, §§. 205 fg. unterscheidet für die Verwaltungsgemeinschaft (s. d.)
nur eingebrachtes und vorbehaltenes Vermögen. Das Sächs.
Bürgerl. Gesetzb. §§. 1640, 1655 fg. trennt vorbehaltenes und
zugebrachtes Vermögen. Beide haben das Wort Paraphernalgut nicht.
(grch.),
spanischer Kragen, derjenige Zustand, bei welchem die abnorm enge
Vorhaut über
die
Eichel zurückgezogen ist und wegen hinzutretender entzündlicher Schwellung nicht wieder vorgebracht werden kann, führt,
sich selbst überlassen, leicht zu heftiger
Entzündung, selbst brandiger Zerstörung und bedarf deshalb möglichst frühzeitiger
ärztlicher Behandlung. Dieselbe besteht zunächst in dem Versuch, durch gewisse Handgriffe die umgestülpte
Vorhaut wieder
in ihre richtige
Lage zubringen; gelingt das nicht, so muß zur
Operation geschritten, d. h. das innere
Vorhautblatt der Länge nach eingeschnitten werden.
auch die in den
Archegonien und
Antheridienständen vieler
Moose
[* 4] befindlichen haarartigen Gebilde werden als Paraphysen bezeichnet,
ebenso die in den Sporenhäufchen mancher
Farne
[* 5] zwischen den Sporangien vorkommenden
Haare.
[* 6]
Bei manchen
Basidiomyzeten finden sich auf der Hymenialschicht zwischen den sporenabschnürenden
Basidien sterile
Hyphen, die auch Paraphysen heißen.
(grch.), Querlähmung, diejenige Form der
Lähmung, bei welcher beide untern Extremitäten, zuweilen mit
den Schließmuskeln der
Harnblase und des
Mastdarms, gelähmt sind und infolgedessen Unfähigkeit zum
Gehen
sowie unfreiwilliger
Harn- und Stuhlabgang bestehen.
Die Paraplegie ist in der Regel durch eine Erkrankung des Rückenmarks bedingt.
(S.
Lähmung.)
(grch.), eigentlich jemand, der an der Seite eines andern speist; insbesondere
nannte man im alten
Griechenland
[* 7] Parasit gewisse priesterliche
Gehilfen und Unterbeamte, ferner
Beisitzer höherer
Beamten, die wie
diese auf Staatskosten gespeist wurden. Später findet sich das Wort gewöhnlich in verächtlichem
Sinne
und bezeichnet eine besondere
Klasse von Schmarotzern, die sich bei den
Reichen und Vornehmen meist ungeladen zur Tischzeit
einstellten und für den Genuß einer freien
Mahlzeit vom Gastgeber wie von den Gästen die erniedrigendste Behandlung und
gemeinsten Späße sich gefallen ließen. Die Parasit waren ein stehendes Charakterbild der neuern
griech. Komödie (s.
Griechische Litteratur, Bd. 8, S. 359) und sind auch von
Lucian in einem Dialog, «Der Parasit», geschildert worden.
oder Schmarotzergewächse,Pflanzen, die ihre Nährstoffe ganz oder zum
Teil lebenden
Pflanzen oder
Tieren entnehmen.
Die Art, wie die Parasiten den Nähr- oder Wirtspflanzen, d. h.
den
Pflanzen, auf denen sie schmarotzen, die Nährstoffe entnehmen, ist sehr verschieden. Die meisten parasitischen
Pilze
[* 8] durchdringen
mit ihrem Mycelium die Gewebe
[* 9] der Wirtspflanze und ihre
Hyphen wachsen entweder in die Zellen selbst hinein oder sie senden
Haustorien (s. d.) in das
Innere derselben, während die eigentliche Mycelentwicklung in den Intercellularräumen
stattfindet. In beiden Fällen verursachen sie krankhafte
Veränderungen einzelner Organe oder der ganzen Wirtspflanze.
Teils
rufen sie Anschwellungen,
Hypertrophien, Gallenbildungen hervor, teils auch bewirken sie ein vollständiges
Absterben, Faulen
u. dgl. entweder bloß der befallenen Organe oder auch der ganzen
Pflanze (s.
Gallen und Pflanzenkrankheiten).
[* 10]
Oft kommen beide Erscheinungen zusammen vor in der
Weise, daß nach vorher stattgefundener krankhafter
Veränderung schließlich ein vollständiges
Absterben eintritt, z. B. häufig bei den
Brandpilzen, bei der Kartoffelkrankheit,
bei zahlreichen
Krankheiten der Obst- und
Waldbäume.
Außer den im Innern der Pflanzengewebe lebenden endophytischen Parasiten giebt
es unter den
Pilzen noch eine Anzahl epiphytischer, deren Mycelium sich auf der Oberfläche der befallenen
Pflanzen entwickelt und
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