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Giuseppe Balsamo, auch bekannt als Alessandro Graf von Cagliostro, war ein italienischer Okkultist, Alchemist und Abenteurer. Als begabtem Hochstapler, Quacksalber und Scharlatan gelang es ihm immer wieder, das Vertrauen einflussreicher Zeitgenossen zu erlangen und auszunutzen. Und er hat ein Testament hinterlassen, das für einen späteren genialen Musiker von lebenswichtiger Bedeutung gewesen ist: Otto Jägermeier.
Schon früh wurde sein Genie im Knabeninternat entdeckt und von den Patres schamlos ausgebeutet. Dennoch konnte er seine Karriere systematisch auf- und ausbauen. Kompositionen wie Der physiologische Schwachsinn des Weibes, Psychosen, Titanenschlacht, Meerestiefe, Im Urwald und Das sterbende Schwein, um nur einige zu nennen, sind legendär. 1936, drei Jahre nach seinem Tod, wurde der gesamte Nachlass dem Kölner Stadtarchiv übergeben. Durch den Einsturz des Archivs am 3. März 2009 sind leider alle Unterlagen und Dokumente unwiderbringlich verloren gegangen.
Diese Geschichten werden durch ein einzigartiges Trio vermittelt, das nach dem Verzehr von gemüsebedecktem Rindfleisch bei einem Glas Tokaji Aszúeszencia (Jahrgang 1889) in der Bibliothek der Wiener Hofburg sitzt: SM Kaiser Franz-Joseph und seine Geliebte Katharina Schratt, Hofburgschauspielerin, zusammen mit Alexander Girardi, dem sehr beliebten Schauspieler in der Operette Cagliostro in Wien von Johann Strauss.
Portrait
geb. 1947 in Berneck im St.Galler Rheintal. Studium der Germanistik, Allgemeinen Geschichte und Schweizer Geschichte an der Universität Zürich. Daneben Violin- (René Armbruster) und Kompositionsausbildung (Paul Müller) an der Musikakademie in Zürich. Promotion. Wissenschaftliche Publikationen und Lehrmittel in verschiedenen Verlagen und Lexika. Tätig gewesen als Professor für Deutsche Literatur an der Pädagogischen Hochschule sowie Lehrbeauftragter am Deutschen Seminar der Universität Zürich.