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Am Fuße der Pyrenäen, in der Provinz Aude, liegt auf 350 m Höhe das Weingut von Marc Leseney, Château Marco. Das Gut wird seit 35 Jahren biologisch bewirtschaftet. Marc folgt den Prinzipien der Permakultur und gestaltet seine Weinberge im Einklang mit der Natur. Eine der Aktivitäten des Betriebs ist der Zwischenfruchtanbau. Das Mikroklima in diesem Gebiet ist für den Anbau von weißen Trauben besonders geeignet. Die Trauben werden morgens von Hand geerntet, wenn sie am frischesten sind.
Languedoc bedeutet übersetzt aus dem Französischen "Langue" und vom Okzitanischen "Oc" die "Ja-Sprache". Oder im Falle der Weinregion auch ein hervorgehobenes, ausgesprochenes Ja und nicht nur ein stilles Ok. Das Languedoc ist eine historische Provinz im mittleren Teil Südfrankreichs zwischen Rhone und Garonne. Es erfasst einen grossen Teil der heutigen Region Okzitanien sowie das Département Ardèche und Teile der Haute-Loire. Ihre Hauptstadt war das chique Toulouse. Die wichtigsten Städte oder Städtchen der Region sind zudem Montpellier, Nîmes, Béziers, Narbonne, Albi, Carcassonne und Sète.
Was den Wein angeht blickt das Anbaugebiet Languedoc auf eine lange Tradition zurück. Im 19. und 20. Jahrhundert gab es mehrere einschneidende Veränderungen im Weinbau. Durch Reblaus und Mehltau wurde der Weinbau stark geschädigt, daher begann man in den 60er Jahren gezielt ertragreiche Sorten anzubauen. So wurde die Region zwar sehr bedeutend für die Weinproduktion Frankreichs, dem Wein haftete aber ein schlechtes Image an, nämlich das eines "Billigweins". Hauptverantwortlich dafür war auch der weite Produktionsüberschuss in den 70er Jahren, der als "Weinsee" bekannt wurde. Man musste umdenken und begann sich wieder auf die Qualitätsweine zu besinnen. Dieser Entwicklung wird von Kenner*innen respektvoll zugenickt, sie stellen heute einige Weine des Languedoc qualitativ mit den besten Weinen aus Bordeaux gleich. Es ist wie in einer langen Liebesbeziehung, das Gebiet musste immer wieder neue Wege finden, spannend zu bleiben.