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Schwartz auf Weiss
Beschreibung
Kurz vor ihrer wohlverdienten Pensionierung, werden Herr Weiss und Herr Dr. Schwartz, zwei eher mässig erfolgreiche Reisebuchautoren, von ihrem Verleger nach Südostasien geschickt, um dort gemeinsam einen "alternativen Reiseführer" zu verfassen, wobei sie ihr Hauptaugenmerk auf die "letzten noch verbliebenen kommunistischen Paradiese der Erde" legen sollen, vornehmlich in Kambodscha, Laos und Burma. Das Problem ist, abgesehen von der verqueren Thematik natürlich, dass beide Autoren sich schon seit sehr langer Zeit kennen, sich jedoch schon ebenso lange auf den Tod nicht ausstehen können. Unfreiwillig treten diese beiden schrulligen Möchtegern-Schriftsteller im fortgeschrittenen Alter, denen der grosse literarische Erfolg zeitlebens versagt geblieben ist, aus reiner Geldnot die gemeinsame Arbeitsreise an, womit das Chaos bereits vorprogrammiert ist. Zunächst in Thailand, dann in Kambodscha, und schliesslich in Laos, reagieren und arbeiten sich die beiden erbitterten Widersacher schonungslos aneinander ab...
"Die Handlung entführt den Leser zunächst nach Bangkok und nach Südthailand, nach Krabi, Ao Nang, Railay, Ko Phi Phi, Phang Nga und in die Phang Nga Bucht, dann nach Siem Reap, Angkor und Phnom Penh, ferner nach Vientiane, Luang Phrabang, in die Ebene der Tonkrüge, und schliesslich von den Ufern des Mekong bis an die Grenze Burmas und Chinas. Aber allem voran entführt dieser ironische Reiseroman und moderne Schelmenroman, der gleichzeitig auch ein psychologischer Entwicklungsroman ist und somit ganz in der Tradition des aufklärerischen, bürgerlichen Bildungsromans des 19. Jahrhunderts steht, den Leser in sich selbst, denn dieser wird nicht nur auf eine geographische Reise mitgenommen, sondern vor allem auch in eine innere. Letztendlich handelt es sich bei diesem Buch in erster Linie um eine (fiktive) Selbstfindung." (Patrick Karez, 2004)
Patrick Karez wurde in den Siebziger Jahren als Kind Prager Eltern in Deutschland geboren. Nach seiner Matura lebte er zehn Jahre lang in Paris, wo er an der Université de Paris-Sorbonne in Kunst- und Architekturgeschichte s.c.l. promovierte und als Kunstkritiker für eine dem französischen Ministerium für Kultur anhängige Institution tätig war. In diesem Rahmen publizierte er bereits mit Mitte Zwanzig - so etwa Kunstkritiken, Übersetzungen aus dem Tschechischen, Englischen und Französischen - und verfasste nebenher kontinuierlich belletristische Texte. Nach seinem Studium ging er für ein Vierteljahr nach Südostasien, lebte ferner für mehrere Jahre in Budapest, Rom, New York und Wien, wo er sieben Jahre lang als Mitarbeiter für die Österreichische Nationalgalerie Belvedere samt anhängigen Häusern tätig war. Das 19. Jahrhundert und die Kunst der Jahrhundertwende zählen zu seinen Forschungsschwerpunkten. So stammen etwa aus der Feder des Autors u.a. die beiden Romanbiographien "Gustav Klimt" (erschienen im November 2014 im acabus Verlag, Hamburg; 2. Auflage im Juni 2018; russische Ausgabe bei Molodaya Gvardiya, Moskau, vorauss. Ende 2019) sowie "Egon Schiele" (erschienen im September 2016, im acabus Verlag, Hamburg). Der vorliegende Roman, "Schwartz auf Weiss", entstand im Frühjahr 2004, im Zuge einer dreimonatigen Studienreise des Autors durch Südostasien.