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Was hat das Immunsystem mit den Muskeln zu tun?
Das Immunsystem stellt das Abwehrsystem unseres Körpers dar.
Das Immunsystem schützt uns vor Krankheitserregern und hilft darüber hinaus bei der Regeneration von Infektionen. Da unser Körper täglich den Einflüssen von Viren und Bakterien ausgesetzt ist, ist unser Immunsystem ständig damit beschäftigt, uns vor diesen Erregern zu schützen. Ist das Immunsystem stark genug, werden die Erreger abgeschwächt und unsere Gesundheit kann gewährleistet werden.
Unser Immunsystem besteht aus einem angeborenen und einem erworbenen Immunsystem. Während das angeborene Immunsystem für die Bekämpfung von allgemeinen, körperfremden Erregern da ist und nicht beeinflusst werden kann, dient das erworbene Immunsystem der Abwehr von spezifischen, körperfremden Erregern und ist durch den individuellen Lebensstil beeinflussbar!
Was bedeutet „Körperzusammensetzung“?
Für das Immunsystem ist die Körperzusammensetzung Voraussetzung.
Der Körper wird aus Anthropologischer Sicht in unterschiedliche Strukturen aufgeteilt. Dabei hilft das Modell der Körperkompartimente. Diese Körperkompartimente stehen für die verschiedenen Gewebe und Flüssigkeiten im menschlichen Körper. Das Ein-Kompartiment-Modell kennen wir von unserer Badezimmer-Waage, denn es betrachtet unseren Körper als Ganzes und befasst sich somit lediglich mit dem Gesamtkörpergewicht. Eine qualitative Aussage über das Immunsystem und mögliche Gesundheitsrisiken ist über das Ein-Kompartiment-Modell nicht möglich, da nicht erkannt werden kann, woraus unsere Körpermasse besteht.
In der modernen Therapie und Forschung setzt man daher auf das Vier-Kompartiment-Modell, welches unseren Körper in Wasser, Fett, Proteine und Mineralien unterteilt.
Muskulatur
Unsere Skelettmuskulatur steht in direkter Verbindung mit unserem Immunsystem. In einer Studie wurde festgestellt, dass bei Personen mit einer höheren Skelettmuskelmasse auch eine höhere Anzahl an Immunzellen im Blut vorliegt*1. Umgekehrt belegen zahlreiche Studien die negativen Auswirkungen einer geringen Skelettmuskelmasse, wie ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – unsere Todesursache Nr.1.
Die positiven Effekte unserer Muskulatur auf das Immunsystem kommen insbesondere bei körperlicher Aktivität zum Vorschein, denn eine erhöhte Muskelaktivität führt zu einer verstärkten Ausschüttung von Myokinen. Die Myokine sind hormonähnliche, körpereigene Botenstoffe mit unterschiedlichen, positiven Einflüssen auf den gesamten Organismus. Grob zusammengefasst: Sie fungieren als Entzündungshemmer, verbessern den Stoffwechsel und tragen zum viszeralen Fettabbau bei (der Quelle für Entzündungsreaktionen und zahlreiche Folgeerkrankungen).
»Muskeln sind das größte Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers«
Myokine sind biochemisch gesehen Interleukine. Interleukine spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation von Entzündungsprozessen im Körper. Da entdeckt wurde, dass sie teilweise nicht von den Immunzellen, sondern von den Muskelzellen hergestellt werden, wurden sie „Myokine“ (für „Muskel“ und „Bewegung“) genannt.
Neben den positiven Effekten der Myokine wurde bei regelmäßigem Training eine starke Zunahme an T-Zellen – den Immunzellen unseres erworbenen Immunsystems – festgestellt. Die Anzahl an erschöpften T-Zellen sank dagegen. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt des aktuellen Forschungsstandes, doch auch die anderen Effekte deuten darauf hin, dass ein regelmäßiges moderates Training dazu beiträgt, die Stärke unseres Immunsystems zu verbessern oder aufrechtzuerhalten.
FAZIT:
Eine höhere Muskelmasse und eine Aktivierung der Muskulatur hat also – im Gegensatz zu einer geringeren Muskelmasse – zahlreiche positive Effekte, welche zu einer Stärkung des Immunsystems beitragen! Damit einhergehend wird das Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen verringert.
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