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Ein Schwein und eine Ziege für den Start in ein neues Leben
Hochschwanger, mit zwei kleinen Kindern und ihrem Mann, wohnt Kerline in einer armseligen Hütte in einer der ärmsten Regionen von Haiti, als die Betreuer des CLM Programms sie kennenlernen. Die Familie lebt von dem Lohn, den Loce, ihr Ehemann als Tagelöhner verdient. Das Einkommen eines Tagelöhners ist jedoch niedrig und unregelmässig. Im Schnitt verdient Loce ca. 50 bis 100 Gourde am Tag, das entspricht 0,70 bis 1,40 Franken. Dazu bekommt die Familie ein klein wenig Geld, weil sie auf ein Huhn eines Onkels aufpasst. Auf dem Grundstück baut Kerline ein wenig Straucherbsen, Zuckerrohr und Bohnen an. Das alles reicht nicht aus, um die Familie zu ernähren. In der Hütte steht ein Bett, kein Stuhl oder Tisch oder sonstiges Mobiliar. Auch das Essen ist knapp. Bei dem Besuch von Opportunity Schweiz im Februar 2018 hatten sie nur noch eine kleine Schüssel Cazique, das sind die Reiskrümel, die bei der Verarbeitung überbleiben.
Mit dem CLM-Programms beginnt für Kerline ein neues Leben mit einer hoffnungsvollen Zukunft. Inzwischen ist das dritte Kind geboren. Da Kerline wegen des Neugeborenen momentan nicht arbeiten kann, entscheidet sie sich für ein Schwein und eine Ziege, um langfristig Einkommen zu generieren. Das Fördergeld von 4,35 Franken hilft am Anfang, den Stress des Überlebenskampfes zu durchbrechen. Ausserdem kann sie sich so auf die Schulungen konzentrieren. Sie lernt die Unterbringung, Pflege, Fütterung und Aufzucht von Schweinen und Ziegen. Weiterhin wird sie Verkaufspraktiken, Einkauf, Umsatz und einfache Buchhaltung erlernen. Die Trainings werden alle drei Monate für jeweils drei Tage wiederholt um das Erlernte aufzufrischen und zu vertiefen. Bei den wöchentlichen Besuchen des Betreuers, erhält Kerline Informationen zu Gesundheitsthemen. Die Kinder werden auf Unterernährung geprüft. Damit sich die Gesamtsituation der Familie langfristig verbessert, erhält Kerline und ihre Familie einen einfachen Wasserfilter, Material und Hilfe zum Bau einer Latrine und einer einfachen Hütte.
Kerline freut sich auf die Zukunft. Sie wird selbstständig Einkommen generieren können, die Kinder zur Schule schicken und sich Stück für Stück in die Dorfgemeinschaft eingliedern.