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Zwischen 2014 und 2018 nahm die Menge an Bio-Milch, die tatsächlich zu Bio-Milchprodukten verarbeitet wurde, kontinuierlich zu, und zwar von 190 522 Tonnen auf 217 435 Tonnen (+14,1 %). Dieser Nachfrageanstieg ging mit einer Steigerung der Bio-Milchproduktion im gleichen Zeitraum einher (+10,6 % auf 245 056 t). Die Menge verarbeiteter Bio-Milch stieg im Jahr 2019 weiter an und erreichte im April ihren höchsten Stand seit Januar 2014 (22 733 t), was 7,2 % der Gesamtmenge an verarbeiteter Milch entspricht. Während die Menge verarbeiteter Bio-Milch in den letzten fünf Jahren einen Anstieg zu verzeichnen hatte, zeigt der Trend für die Nicht-Bio-Milch nach unten.
Allerdings lässt sich zwischen der Menge an produzierter Bio-Milch und der tatsächlich zu Bio-Produkten verarbeiteten Menge eine anhaltende Differenz feststellen. Diese Differenz hat sich allerdings in den letzten zwei Jahren deutlich verkleinert, von 32 050 Tonnen im Jahr 2016 auf 27 621 Tonnen im Jahr 2018 (−13,8 %). Von Januar bis Juli 2019 verkleinerte sich die Differenz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum weiter um 5,9 %. Hintergründe für die anhaltende Differenz sind unter anderem die saisonalen Schwankungen der Produktion und die ungleichmässige Verteilung der Produktions- und Verarbeitungsstätten.
Produzentenpreis für Bio-Milch steigt, ist 2019 aber unter Druck
Das anhaltend hohe Nachfragewachstum bei der Bio-Milch bewirkte den Anstieg des Produzentenpreises. Dieser erhöhte sich auf 82.34 Rp./kg im Jahr 2018, dem höchsten Stand seit 2014. Die Entwicklung des Produzentenpreises für Bio-Milch ist jedoch durch saisonale Schwankungen gekennzeichnet. Die höchsten Werte werden in den produktionsschwachen Sommermonaten beobachtet. Was den Produzentenpreis für Nicht-Bio-Milch betrifft, zeigt der Trend im Betrachtungszeitraum eher nach unten. Der Unterschied zwischen dem Produzentenpreis für Bio-Milch und demjenigen für Nicht-Bio-Milch ist folglich grösser geworden und erhöhte sich von 11.68 Rp./kg im Jahr 2014 auf 19.45 Rp./kg im Jahr 2018.
Seit März 2019 steht der Produzentenpreis für Bio-Milch jedoch unter Druck. Dieser verzeichnete folglich bis Juli 2019 niedrigere Werte als in der Vorjahresperiode.
Die Beobachtung des Marktes für Bio-Milch in den kommenden Monaten wird es ermöglichen, den Umfang der Produktions- und Nachfragesteigerung genauer abzuschätzen und die Auswirkungen auf den an die Produzentinnen und Produzenten gezahlten Preis zu analysieren.
Immer mehr Bio-Milchbetriebe
Die Attraktivität des Bio-Milchmarktes bewirkte eine Zunahme der Anzahl Bio-Milchbetriebe. Diese vergrösserte sich zwischen 2016 und 2018 um 9,2 %. Die Anzahl der Nicht-Bio-Milchbetriebe nahm im gleichen Zeitraum um 8,3 % ab. Der Anteil der Bio-Milchbetriebe an der Gesamtzahl aller Milchbetriebe stieg in den letzten fünf Jahren kontinuierlich von 9,8 % im Jahr 2014 auf 11,9 % im Jahr 2018. Es muss angemerkt werden, dass die Anzahl der Bio-Milchbetriebe allerdings zwischen 2014 und 2016 rückläufig war (−3,3 %), bevor sie bis 2018 wieder grösser wurde. Der Unterschied zwischen den Preisen für Bio-Milch und denjenigen für Nicht-Bio-Milch dürfte unter anderem ein Motivationsfaktor sein, um auf biologische Milchwirtschaft umzustellen.