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Hintergrund
In der Schweiz nimmt die Bedeutung alternativ-religiöser Konzepte und Praktiken aufgrund der tiefgreifenden Veränderung der religiösen Landschaft stetig zu. Das Projekt untersucht solche Konzepte hinsichtlich der Gestaltung des Lebensendes. Merkmale einer alternativen Religiosität sind vielfach der Bezug auf das Individuum, Weltbejahung, Skepsis gegenüber der Konzeption eines personalen Gottes und religiösen Institutionen sowie die Berufung auf "Spiritualität" anstatt "Religion".
Ziel
Im Zentrum des Projektes stehen drei Fallstudien, anhand derer alternativ-religiöse Vorstellungen hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Handeln von Institutionen, Betroffenen und Pflegepersonal untersucht werden. Das Projekt konzentriert sich dabei auf die Phase des Lebens, in der Ärzte und Ärztinnen, Pflegepersonal und Betroffene von einem kurz bevorstehenden Tod ausgehen. Im methodischen Zentrum der Studie stehen Interviews, mit denen Erfahrungen, Bedürfnisse und Problematiken hinsichtlich des Umgangs mit dem Lebensende eruiert werden sollen, sowie die textbezogene Analyse von Wertvorstellungen, die diese Praktiken steuern. Es sollen also nicht nur Bedürfnisse, sondern auch Umsetzungsproblematiken erhoben werden und die dahinter stehenden Theorien erhoben werden.
Bedeutung
Das Projekt vermittelt Kenntnisse über die Konsequenzen, mit denen aufgrund der Veränderungen des religiösen Kontexts im medizinisch-pflegerischen Umgang mit dem Lebensende gerechnet werden muss. Zudem werden lösungsorientierte Strategien für den Umgang mit Problemfeldern der alternativ-religiös beeinflussten Gesundheitspraxis und der Schulmedizin formuliert.