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Der kleine Franklin wird im Februar 2012 zwei Jahre alt. Mit seiner Mutter und seinen beiden Schwestern wohnt er in San Carlos de Chuquira, einem kleinen Andendorf in der Region Chimborazo, Ecuador. Auf 3500 Meter Höhe pflanzt seine Mutter auf knapp vier Hektaren Gemüse, Gerste und Medizinalpflanzen an. Richtig reden kann Franklin noch nicht, als SWISSAID ihn im November 2011 trifft. Seine ältere Schwester Maria Ines, 13, erzählt, "uns fehlt es nie an Geborgenheit und Nestwärme". Sie verweist auf die schwierigen Familienverhältnisse, denn ihre Mutter muss die drei Kinder allein aufziehen.
Franklins Mutter, Maria Martina Yasaca, 39, arbeitet hart. Morgens ist früh Tagwach und sie kocht die Gersten- oder Weizenfladen, die die Kinder essen. Dann steht die Feldarbeit an - Pflügen zum Beispiel, harte Arbeit. Dennoch verdient die Frau nicht genug, um sich und ihre Kinder gegen die Kälte schützen zu können und genug zu Essen zu produzieren.
Die Familie hält eine Kuh und Meerschweinchen, deren Dung für die Düngerherstellung verwendet wird. Seit Mama Maria Martina einige Workshops zum Thema Biolandwirtschaft besucht hat, stellt sie den Dünger selber her, setzt auf Mischkulturen und lässt Felder auch brach liegen. Mit der neuen Bewässerungsanlage, die das kostbare Nass auf ihre Felder bringt, wird sich ihr Ertrag verdoppeln. Die Überschüsse wird die ältere Schwester, Ana Maria, 17, auf dem regionalen Markt in Alausi verkaufen.