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Allgemeine Informationen zum Turniersport
Islandpferde sind sehr vielseitig und erlauben daher, ein breites Spektrum pferdesportlicher Aktivitäten auszuüben. Der Islandpferde-Turniersport ist geprägt von den Spezialgangarten Tölt und Pass. Zu diesen Turnieren sind nur reinrassige, mindestens 5 Jahre alte Islandpferde zugelassen.
Turniere werden in verschiedenster Form ausgetragen: Vom Haus- oder Clubturnier im kleineren Rahmen über regionale bis hin zu nationalen Turnieren, welche einen bis vier Tage dauern. Nationaler Höhepunkt der Turniersaison sind jeweils die Schweizermeisterschaften. Alle zwei Jahre werden zudem die Weltmeisterschaften, die Mitteleuropäischen Meisterschaften und der FEIF Youth Cup ausgetragen.
Tölt
Für die Durchführung von Islandpferdeturnieren sind spezielle, auf die Anforderungen des Gangartenreitens zugeschnittene Bahnen notwendig. So werden die Tölt- und Mehrgangprüfungen auf einer 200 bis 250m langen Ovalbahn durchgeführt. Passrennen und die Passprüfungen werden auf einer 250m langen, geraden Strecke ausgetragen. Automatische Startboxen und elektronische Zeitmessung ermöglichen eine faire und speditive Abwicklung des Passrennens. Die Prüfungen werden in Altersklassen der Reiter - Erwachsene, Junioren, Jugendliche und Kinder - und in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade hinsichtlich der Anforderungen an die Pferde und Reiter unterteilt.
Islandpferde werden vor allem auf ihre Gangeignung hin geprüft. In Tölt-, Viergang- (ohne Pass) und Fünfgangprüfungen werden auf der Ovalbahn Gangsicherheit, Gangvermögen, Ausdruck und Harmonie von drei oder fünf Richterpaaren mit Noten zwischen Null und Zehn bewertet. Das Islandpferd soll in jeder Gangart und jedem Tempo taktrein, gelöst, energisch, geradegerichtet, harmonisch und geregelt vorwärts gehen.
Die Gangart Tölt wird in den schweren Prüfungen in der gesamten Tempovarianz, also vom langsamen Tempo Tölt bis zum starken Tempo gezeigt.
Rennpass
Beim Rennpass wird besonders Wert auf das Tempo gelegt. In dieser Gangart werden auch Rennen geritten, in denen nur die Zeit und das Einhalten der Gangart für den Sieg ausschlaggebend ist. Mit Spitzenzeiten unter 22 Sekunden über 250m erreichen diese kleinen Pferde erstaunlich hohe Geschwindigkeiten, nämlich über 45 Stundenkilometer.
Neben diesen islandpferdespezifischen Disziplinen kommen auch noch Gehorsamsprüfungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zur Austragung; Ziel dieser Prüfungen ist es, die Grundausbildung zu testen. Die Islandpferdeprüfungsordnung (FEIF Rules & Regulations) enthält neben den eigentlichen Sportprüfungen auch noch weitere Prüfungen als Disziplinen für die ganz jungen Nachwuchsreiter, wie z.B. die Führzügelprüfung. Für Freizeitreiterturniere gibt es Geländeritt, , Fahnenrennen, Geschicklichkeitsprüfung, usw.
Der Turniersport ist ein Schaufenster, welches zeigt, was bei gezielter Ausbildung von Reiter und Pferd erreicht werden kann. Um die Gangarten optimal präsentieren zu können, müssen die Pferde korrekt ausgebildet sein. Das Training und die optimale Präsentation eines isländischen Gangpferdes stellen hohe Anforderungen an Talent und Können des Reiters.