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Gentechnisch veränderte Bäume, das ist die Spezialität des US-Unternehmens ArborGen. Momentan erzielen sie damit Umsätze von 25 Millionen Dollar, doch bis 2017 sollen diese bis zu 500 Millionen Dollar betragen, hofft das Unternehmen. Nun drängt es darauf, dass die US-Behörden einen gentechnisch veränderten Eukalyptus-Baum zur kommerziellen Nutzung zulassen.
Das Center for Food Safety (CFS) warnt davor, Gentechnik-Wälder als Mittel im Kampf gegen Entwaldung und Klimawandel zu betrachten. In einem umfassenden Bericht über transgene Bäume kommen sie zum Schluss, dass diese viele Risiken für das Ökosystem Wald, aber keinen Nutzen bringen. Deshalb fordern sie ein Moratorium auf Freisetzungen von genmodifizierten Bäumen.
In den USA wurden schon mehr als 250’000 der gentechnisch veränderten Eukalyptus-Bäume zu Versuchszwecken gepflanzt. Auch in Europa können transgene Bäume wie Pappeln bereits zu experimentellen Zwecken freigesetzt werden. Weltweit dürfen momentan nur fünf transgene Sorten kommerziell genutzt werden: In den USA Papaya- und Pflaumenbäume, in China eine andere Papaya und zwei Pappelarten. Die virusresistente Papaya wird in den USA nur auf Hawaii angepflanzt, dort haben sie die gentechnikfreie Papaya-Produktion unmöglich gemacht. In China wachsen über eine Million Gentechnik-Pappeln, ihnen wurde ein Bakteriengen eingesetzt, mit welchem sie ein Bt-Insektizid produzieren.
Oft wird aber auch die Holz-Zusammensetzung verändert, zum Beispiel um die Papierproduktion zu erleichtern oder mehr Biomasse zu erzeugen. Diese Bäume, deren Lignin-Gehalt verändert wurde, sind meist schwächer und weniger widerstandsfähig als die natürlichen Bäume. Es ist auch möglich, dass sie weniger CO2 speichern können, welches eine wichtige Funktion der Wälder ist.
Zudem steigt mit den Gentech-Wäldern auch die Umweltbelastung durch Chemikalien. ArborGen empfielt, vor der Pflanzung des Gentech-Eukalyptus Herbizide auszubringen, anschliessend intensiv zu düngen und auch in den Folgejahren Spritzmittel einzusetzen. Nach drei Jahren werden die Bäume bereits gefällt und der Zyklus beginnt von neuem. Ein Nebeneinander von natürlichen und Gentechnik-Bäumen schliesst das CFS aus. Denn durch den Wind werden Pollen und Samen kilometerweit verbreitet, so könnten die Gentechnik-Eigenschaften auf andere Bäume übergehen.
Bild: Danielle Langlois [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons