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In einem Interview mit der deutschen «Bild»-Zeitung spricht Noah Becker, 17, erstmals darüber, wie es ist, einen berühmten Vater wie Boris Becker, 43, zu haben.
Über die Trennung seiner Eltern Boris und Barbara, 44, sagt Noah: «Wir waren zu klein, um das zu realisieren. Es war halt so, dass es auf einmal nach Miami ging - und Papa plötzlich immer seltener nach Hause kam. Ich habe erst mit der Zeit gemerkt, dass da was nicht stimmt.» Für ihn sei es nicht leicht gewesen, aber seine Familie würde immer zusammen halten, auch wenn vieles ein bisschen komplizierter sei. Er und sein Vater hätten ein gutes Verhältnis zueinander, Boris melde sich jeden Tag bei seinem Sohn und wünsche ihm «gute Nacht», wenn dieser zu Hause sei. Darüber hinaus würden sie sich täglich via Twitter schreiben.
Über seine Freundin sagt Noah: «Rafaela und ich sind jetzt seit zwei Jahren zusammen. Sie war sehr nervös, als ich ihr Papa vorstellte. Er hat ihr auch viele Fragen gestellt. Und dann gemeint: ‹Junge, das ist ein tolles Mädchen.› Aber das Beste ist, dass sie keine Ahnung von Tennis hat.»
Über das Leben als Sohn von Boris Becker mein er: «Man gewöhnt sich irgendwann daran, dass dich Kameras verfolgen. Für mich ist Boris letztlich mein Vater. Und das hat seine Vorteile: Zum Beispiel, dass ich als 17-Jähriger nun Designer einer eigenen T-Shirt-Linie ‹Fancy› bin.» Sein Vater habe ihm für sein Vorhaben Geld geliehen, Noah konnte es ihm aber durch die T-Shirt-Verkäufe bereits wieder zurückzahlen. Er arbeite gerne und habe schon Autos an einer Tankstelle gewaschen, dafür bekam er sieben Dollar in der Stunde.
Das erste T-Shirt hat er für seinen Vater entworfen. Darauf zu sehen ist das Konterfei von Boris Becker bei seinem ersten Wimbledon-Sieg. Für Noah sei das ein Zeichen des Respekts. Als Becker damals Wimbledon gewonnen hat, war er genau so alt wie sein Sohn heute. Er habe stets gewusst, dass sein Papa berühmt ist, habe aber erst viel später realisiert, was er damals alles gewonnen hat. Auf die negativen Eigenschaften seines Vaters angesprochen sagt Noah, dass Boris manchmal ein Dickkopf sei. Aber diesen Charakterzug habe er wohl von ihm geerbt, das würde jedenfalls ihre Diskussionen erklären.
Nach seinem Highschool-Abschluss möchte der Nachwuchs-Designer eine Modeschule in New York besuchen. Noahs grosses Ziel für die Zukunft: «Ich möchte noch erfolgreicher werden als Papa. Das ist mein Traum.» Er und sein Vater würden sich auch ständig duellieren. Ob beim Burger Essen oder beim Basketball. «Das sind die Beckers, wir sind alle sehr ehrgeizig.»