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Die Kastanie galt einst als «Brot der armen Leute»; sie verlor erst ihre Bedeutung ab dem 19. Jahrhundert mit der Verbreitung von Mais und anderen Getreidearten. Seit der Römerzeit und vor allem im Mittelalter war sie ein wichtiger Bestandteil des Lebensunterhalts der ländlichen Gemeinschaften im Tessin. Daher wurden die Kastanienwälder zum Reichtum und Stolz verschiedener Patrizier. Die Wälder von Robasacco, die zu den prächtigsten im ganzen Tessin zählen, wurden wiederinstandgesetzt und aufgewertet. Das Vorhandensein von Kastanienbäumen, die sogar Jahrhunderte alt sind, inmitten einer als Weideland genutzten Wiese, bildet ein Ökosystem mit einer grossen Artenvielfalt.