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Wechselvolle Vergangenheit mit spannender Zukunft
Der Turmhof aus dem 13. Jahrhundert zählt zu den markantesten historischen Bauten am Untersee. Er ist das Wahrzeichen Steckborns. Entsprechend der Stiftungsurkunde bezweckt die Stiftung den Erwerb, die Instandstellung und den weitgehend eigenwirtschaftlichen Betrieb des Turmhofs und seiner Nachbarliegenschaften. Zu diesem Zweck kann sie kulturelle, soziale und gewerbliche Einrichtungen selber betreiben oder durch Dritte betreiben lassen.
Kulturelle Perle zwischen Kreuzlingen und Schaffhausen
Bei der Entwicklung eines Konzeptes für den Turmhof und seinen Nachbarliegenschaften schwebte dem Stiftungsrat ein kulturelles Begegnungszentrum vor. Neben einem Museum und Ausstellungsräumen hätten auch Kleinkunst, Konzerte, Vorträge, Filme, Lesungen, Theater, Openair-Veranstaltungen etc. das kulturelle Leben von Steckborn und Umgebung beleben sollen. Diese Absichten konnten aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden.
- Die Eidgenössischen Kommissionen für Heimatschutz und Denkmalpflege haben ein Gutachten erstellt, das anstelle des modernen Mehrzweckgebäudes die Erhaltung der sogenannten Kleinkörnigkeit empfahl. Der Stadtrat Steckborn hat aufgrund dieser Empfehlung den Schutzstatus für die Remise erhöht,das wiederum hat die ursprüngliche Planungsfreiheit eingeschränkt.
- Die Ausstellungsfläche des Museums wäre aufgrund des Turmhofprojektes zu Gunsten von Wohnungen um ein Drittel reduziert worden. Das neue Nutzungskonzept hätte zwar den Verlust weitgehend reduziert, aber leider auch den Betrieb erschwert.
- Im Frühjahr 2015 konnte eine Einigung zwischen Stiftung und Museumsverein erzielt werden. Die Ausstellungsfläche des Museums wird nicht reduziert. Die Stiftung verzichtet auf einen Mehrzwecksaal und auf ein Museumscafe. Im Foyer und auf dem Turmhofareal sollen vor allem in den Sommermonaten jedoch verschiedenste kulturelle Veranstaltungen angeboten werden.