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STAN, DER SOCIAL-MEDIA-KÖNIG
Auch wenn er punkto Tennis seit jeher in Roger Federers, 31, Schatten steht - in Sachen Twitter hat er die Nase vorn. Während Federer erst im Mai diesen Jahres den Weg zur Social-Media-Plattform fand, ist Stan längst auf dem sozialen Netzwerk aktiv. Beinahe täglich versorgt er seine rund 120'000 Follower mit unterhaltsamen Tweets, und ebenso auf seiner Facebook-Fanseite vergeht kaum ein Tag ohne Nachricht. Dort nimmt er sich auch gerne mal selbst auf die Schippe: 2011 postet er regelmässig Comic-Episoden von sich und Homer Simpson.
STAN, DER STEINER-SCHÜLER
Stanislas Wawrinka wächst auf einem Bauernhof in Saint-Barthélemy auf, einem Dorf im Kanton Waadt mit 700 Einwohnern. Dem Hof ist ein Behindertenheim angeschlossen. Stan ist ein schüchterner Junge, gilt als verklemmt und besucht die Steiner-Schule, wo er gemäss «Das Magazin» immer in der Mitte sass. «Ich war der Typ, den man übersieht», wird er im Porträt zitiert. Später ändert sich das kaum: Geduldig erträgt er jahrelang, im Schatten des grossen Federers zu stehen. Sein Rat an junge Menschen kommt deshalb wohl nicht von ungefähr: «Du musst geduldig sein.»
STAN, DER MARATHON-MAN
Geduld muss der 28-Jährige auch auf dem Tennis-Court beweisen. Weil er immer wieder hart umkämpfte Spiele über die volle Distanz - über drei beziehungsweise fünf Sätze - spielt, wird er gerne auch als «Marathon-Man» oder «Marathon-Stan» betitelt. Über vier Stunden lange Matches sind bei ihm keine Seltenheit. Das epische Doppel von Wawrinka und Marco Chiudinelli gegen die Tschechen Tomas Berdych und Lukas Rosol Anfang 2013 dauerte gar 7 Stunden und 2 Minuten - Rekord in der Davis-Cup-Geschichte.
STAN, DER EHEMANN
Der Tennisprofi hat mit seiner Frau Ilham, 39, bewegte Monate und Jahre hinter sich. Am 12. Dezember 2009 heiratet das Paar - schon Anfang 2011 zieht sie mit der gemeinsamen Tochter Alexia, damals gerade knapp einjährig, aus dem gemeinsamen Haus aus. Nur wenig später heisst es, Wawrinka hätte eine Neue: Ihm wird eine Liaison mit einer Südamerikanerin nachgesagt, offiziell bestätigt wird das aber nie. Knapp ein Jahr nach dem Beziehungs-Aus findet das Paar wieder zueinander. In seiner Kolumne im «Le Matin» verkündet er im Februar 2012 die frohe Botschaft.
Erst im Juni 2013 blickt Wawrinka im Gespräch mit der «Schweizer Illustrierten» auf die turbulente Zeit zurück. Heute weiss er: «Ich bin 28 und nicht mehr der Gleiche wie mit 23.» Er habe ein Gleichgewicht gefunden. Beide seien reifer geworden. «Wenn wir damals zusammengeblieben wären, hätte uns ein anderes Ereignis aus der Bahn geworfen.»
STAN, DER WEINENDE VATER
Seine dreijährige Tochter Alexia ist sein Ein und Alles. Und seine Energiespenderin. «Ein Kind bedeutet zwar viel Arbeit. Aber dann gibt es die kleinen Momente, wo meine Tochter mich anlächelt, mir irgendetwas gibt. Das gibt dir die Kraft für alles», sagt Wawrinka im Herbst 2012 zur «Schweizer Illustrierten». Die Kleine sei für ihn wie eine Droge. Und deshalb könne er, wenn er fürs Tennis auf der ganzen Welt unterwegs sei, auch nicht mit ihr skypen. «Wenn meine Frau nur schon neue Fotos von Alexia schickt, könnte ich losheulen.»
STAN, DER KOCH
Hätte es mit der Tennis-Karriere nicht geklappt, wäre Wawrinka wohl Koch geworden, wie er selbst sagt. Und noch heute ist er vom Wirteberuf angetan. «Ich würde gerne eines Tages ein Restaurant eröffnen», verrät er Anfang 2012 der indischen Zeitung «Deccan Chronicle».
Halbfinale der US Open: Stanislas Wawrinka vs. Novak Djokovic: Samstag, 7. September, ab 18.10 Uhr live auf SRF 2.