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Elektrische Fahrräder und Roller sind in ganz Frankreich allgegenwärtig geworden. Die folgenden Ausführungen befassen sich mit diesen neuen Mobilitätstrends, die eine innovative Form der Fortbewegung darstellen.
Elektrische Unterstützungsfahrräder sind sehr gefragt
Elektrische Unterstützungsfahrräder (eBikes) erfreuen sich großer Beliebtheit. So berichtet die Sport & Cycle Union, die die Branche repräsentiert, von 738.454 verkauften Fahrrädern im letzten Jahr, was einem Anstieg von 12% entspricht. Jérôme Valentin, Vizepräsident der Organisation und Geschäftsführer von Cycleurope, einem der führenden französischen Fahrradhersteller, bezeichnet diese Leistung als außergewöhnlich. Entgegen der Annahme, dass sich das Ende der Gesundheitskrise negativ auf die Nachfrage auswirken würde, ist die Nachfrage nach elektrischen Fahrrädern keineswegs zurückgegangen.
Fahrradfachhändler, die auf den Verkauf und die Reparatur von Fahrrädern spezialisiert sind, profitieren in hohem Maße von der Beliebtheit der elektrischen Fahrräder. Auch große Sportgeschäfte wie Decathlon und Intersport, die zuvor ins Hintertreffen geraten waren, konnten 2022 eine außergewöhnliche Umsatzsteigerung verzeichnen, unter anderem durch günstigere Angebote. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für eBikes, die teurer sind als herkömmliche Fahrräder, beliefen sich auf 1.965 €, wobei auch Subventionen eine Rolle spielten.
Fahrräder bleiben die Verkaufsschlager
Mit 2,5 Millionen verkauften Einheiten im Jahr 2022, laut der Sport und Cycle Union Observation 2022, sind Fahrräder das meistverkaufte Transportmittel in Frankreich. Fahrradverkäufe übertreffen bei weitem die Verkäufe von elektrischen Rollern (1,6 Millionen). Autos (1,58 Millionen) liegen auf dem dritten Platz, gefolgt von Motorrädern, Rollern und Autos ohne Führerschein. Fahrräder machen allein 43% der Gesamtzahl der in Frankreich verkauften Transportfahrzeuge im Jahr 2022 aus.
Laut Cycle Observatory wird das Wachstum der eBikes wahrscheinlich weitergehen und bis 2030 die Hälfte aller Fahrradverkäufe ausmachen. In den Niederlanden wurde diese Zahl bereits überschritten (57%), und Deutschland dürfte bald folgen (48% im letzten Jahr). Die finanziellen Anreize der Regierung zum Kauf von eBikes tragen zur positiven Entwicklung der Branche bei. Der gesamte Umsatz der Fahrradbranche – einschließlich der Fahrradverkäufe sowie der Verkäufe von Teilen und Zubehör – erreichte 3,6 Milliarden €, wobei trotz der gesundheitlichen Krise ein Wachstum von 52% innerhalb von vier Jahren verzeichnet wurde.
Die Nutzung von elektrischen Rollern
Eine Umfrage von OpinionWay zeigt, dass 63 % der Nutzer von elektrischen Rollern oder Einrädern diese Transportmittel primär zum Zeitsparen verwenden. Für 24 % spielen Umweltaspekte eine Rolle bei der Entscheidung. Die Hälfte der Nutzer fährt täglich oder fast täglich mit diesen Geräten, und 48 % kombinieren sie mit anderen Verkehrsmitteln wie Auto, Bus oder Bahn. Etwa 34 % der Befragten legen zwischen 5 und 10 Kilometer zurück.
Die Umfrage zeigt auch, dass 29 % der Nutzer über ein öffentliches Verkehrsmittelabonnement verfügen und 21 % auf den Kauf von Autos oder motorisierten Zweirädern verzichtet haben. Schließlich berichten 50% der Nutzer, dass sie durch den Gebrauch dieser Fortbewegungsmittel jeden Monat zwischen 30 und 100€ einsparen.
Eine Aufwertung von elektrischen Rollern
Der professionelle Verband für Mikromobilität (FPMM) veröffentlichte eine Bilanz der Elektroroller-Verkäufe in Frankreich für das Jahr 2022. Nach fünf Jahren starken Wachstums stagnierten die Verkaufszahlen im letzten Jahr. Trotzdem erlebt der Markt eine Konsolidierung und Aufwertung der Roller.
In Bezug auf den Wert sind die Verkäufe um 14,5 % gestiegen und erreichen einen Gesamtwert von 345 Millionen €. Der durchschnittliche Preis für Roller ist exponentiell um 33,2 % gestiegen, von 341€ im Jahr 2021 auf 455€ im Jahr 2022. Die Nachfrage nach günstigeren Einstiegsmodellen ist rückläufig, während Modelle mit höherer Qualität zwischen 300 und 800€ zunehmen. Dieses Umschwung ist eine gute Nachricht für den Markt der Mikromobilität, da es zeigt, dass immer mehr Benutzer bereit sind, in zuverlässigere und reparaturfähige Modelle zu investieren.