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Die Rebberge prägen in vielen Gegenden der Schweiz das Landschaftsbild. Bekannte Beispiele sind die Bündner Herrschaft, das Wallis oder das Lavaux-Gebiet am Genfer See. In nicht weniger als 23 Kantonen werden Reben kultiviert – vom Kanton Wallis mit über 5’000 Hektaren bis zum Kanton Uri mit einigen wenigen Rebstöcken. Das Wallis, das Waadtland und Genf sind die grössten Weinbaukantone. Insgesamt werden nicht weniger als 40 verschiedene Rebsorten angebaut. Etwa 6’500 Betriebe bewirtschaften eine Rebfläche von fast 15'000 ha. Mehr als die Hälfte der Fläche wird nach den Richtlinien der Integrierten Produktion angebaut. Der Anteil des Weinbaus an der landwirtschaftlichen Endproduktion beträgt ungefähr vier Prozent und übertrifft somit den Kartoffelbau.
In einem durchschnittlichen Jahr werden ungefähr 100 Millionen Liter Wein gekeltert, wovon etwas mehr als die Hälfte Weisswein. Importiert werden etwa 184 Mio. Liter, 70 Prozent davon Rotwein. Die Importmenge für Wein ist kontingentiert, zusätzlich wird bei der Einfuhr ein Zollzuschlag belastet. Wer in der Schweiz Reben anbauen will, muss vom Bund die Bewilligung sowohl für den Ort wie für die Rebsorte einholen. Um Überschüsse bei der inländischen Produktion zu verhindern, bestehen seit 1993 Vorschriften darüber, wie viele Trauben pro Quadratmeter geerntet werden dürfen.