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Erste Schritte mit Styropor
Schon in den ersten Wochen des Studiums wird Architekturstudent Jannik Marcazzan mit spannenden Aufgaben konfrontiert. Zum Beispiel das Erstellen eines Stadtmodells aus Styropor.
In den ersten Wochen des ersten Semesters haben wir die Aufgabe erhalten, ein Stadtmodell aus Styropor zu erstellen, basierend auf einer Fantasiestadt. Für mich ist das etwas Neues, jedoch bin ich neugierig und kann kaum warten loszulegen. Der erste Schritt besteht darin, sich eine Stadt vorzustellen und zu planen. Danach muss ich die Stadt für den Modellbau auf das Styropor übertragen. Nach kurzer Zeit habe ich alle Bauten im Umriss gezeichnet und kann mit der ‹Styrocut›-Maschine die Volumen der Häuser ausschneiden. Das geht sehr leicht, da die Maschine einen dünnen Draht besitzt, der erhitzt wird, um sich durch das Styropor zu schmelzen. Man kann damit leicht gerade Linien schneiden, etwas schwieriger sind hingegen die Rundungen. Um diese sauber hinzubekommen, muss ich entweder eine sehr ruhige Hand haben oder zu einem Cuttermesser greifen. Ich habe in den meisten Fällen das Messer benutzt, dabei musste ich aber langsam und vorsichtig durch das Styropor schneiden, sonst zerbröckelt oder zerquetscht es.
Nach einiger Zeit sind alle Gebäudevolumen ausgeschnitten, sodass ich beginnen kann, die Dächer zu bearbeiten und zu modellieren. Bei jedem Haus muss ich mich entschieden, welchen Charakter es bekommen soll. Diesen Schritt kann ich zu einem Grossteil mit der ‹Styrocut›-Maschine ausführen, da man bei dieser auch Winkel einstellen kann, die zum Beispiel das Schneiden von Giebeldächern um einiges einfacher machen.
Als meine Gebäudesammlung fertiggestellt ist, muss ich sie nur noch auf der Grundplatte, dem Terrain, platzieren und befestigen. Dazu verwende ich doppelseitiges Klebeband, da sich die Gebäude mit diesem befestigen lassen, ohne dass man sieht, dass sie geklebt sind. Auch hat diese Methode den Vorteil, dass ich die Kuben wieder lösen kann, wenn ich noch etwas ändern oder verbessern möchte, ohne dabei das Terrain zu beschädigen.
Gegen Ende des Semesters werden wir auch ein Gipsmodell bauen. Wir werden wieder Styropor verwenden, jedoch nicht, um wie im Stadtmodell Gebäudekörper und ein Terrain darzustellen, sondern um es als Schalungsmaterial einzusetzen. Es wird am Ende entfernt und erscheint nur noch als Hohlform. In diesem Prozess können Texturen in die Oberfläche des Styropors geschnitten und so ein Relief auf das Gipsmodell übertragen werden.
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* Jannik Marcazzan studiert im 1. Semester an der ArchitekturWerkstatt St.Gallen der Ostschweizer Fachhochschule.