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Systematik
|Ordnung||Carnivora|
|Familie||Mustelidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Eira|
|Art||Eira barbara|
Beschreibung
Die Tayra gehört zur Familie der Marder, allerdings ist sie kräftiger gebaut als unsere Marderarten. Sie hat einen langen Hals, kurze Beine, einen breiten Kopf und einen kurzen, dichten Pelz. Der Körper ist dunkelbraun, der Kopf etwas heller. Auf der Kehle trägt die Tayra meist einen gelblichen Fleck. Tayras haben eine Körperlänge von rund 60 cm, hinzu kommen rund 40 cm für den Schwanz. Ihr Gewicht beträgt 4 bis 5 kg.
Biologie
Tayras sind sehr aktive Tiere, welche wie die einheimischen Marder fast ständig in Bewegung sind. Sie können sehr gut klettern und grössere Distanzen auch springend zurücklegen, ausserdem sind sie gute Schwimmer. Man findet sie sowohl als Einzelgänger, als auch in Paaren oder in kleinen Familiengruppen. Zur Nachtruhe legen sie Nester in Baumhöhlen oder verlassenen Bauten anderer Tiere an, manchmal verbergen sie sich auch im hohen Gras. Das Revier der Tayra kann über 20 km² betragen. Es wird jedoch vermutet, dass diese Tiere ihr Territorium nicht sehr aktiv verteidigen. Früher wurden Tayras von den Indios als Jagdgehilfen gebraucht oder zur Bekämpfung von Nagetieren als Haustiere gehalten. Die Tayra ist eine Allesfresserin. Kleine Säugetiere machen jedoch den Hauptbestandteil ihrer Nahrung aus. Daneben frisst sie Vögel, Wirbellose, Früchte, Nüsse und Honig. Tayras bauen ihr Nest in einer Baumhöhle oder einem alten Bau. Dort werden nach einer Tragzeit von 65 bis 70 Tagen eins bis zu drei Jungtiere geboren. Die Augen und Ohren sind bei der Geburt noch geschlossen. Nach rund 2 Monaten beginnen sie feste Nahrung zu sich zu nehmen. Mit sechs Monaten sind die Jungtiere ausgewachsen und können kaum mehr von der Mutter unterschieden werden.
Lebensraum
Der Lebensraum der Tayras erstreckt sich von Südmexiko bis Paraguay und Nord-Argentinien. Tayras bewohnen Wälder und Felder mit dichtem Pflanzenwuchs und halten sich sowohl am Boden als auch in den Bäumen auf.
Bedrohung
In den meisten Gegenden Südamerikas ist die Tayra das häufigste Raubtier. Sie zeigt wenig Angst vor Menschen und wird auch in der Umgebung von Dörfern gesehen, wo sie manchmal Haustiere erlegt. Sie wird deshalb auch gejagt. Auch dieser Art setzt die Zerstörung der Tropenwälder zu. Die mexikanische Unterart (Eira barbara senex) gilt inzwischen als gefährdet. Die Tayra kommt unter anderem auch im Papiliorama-Reservat Shipstern in Belize, Zentralamerika vor (www.itcf.ch). Durch das Reservat kann das Papiliorama nebst der Zucht zur Arterhaltung in der Schweiz auch direkt im Verbreitungsgebiet zum Schutz dieser Tierart beitragen. Das Reservat bietet ein Rückzugsgebiet in Belize, wo der Jagddruck auf das Tayra leider immer noch sehr stark ist. Ohne die Reservate hat diese Tierart wie so viele andere in den Tropen kaum eine Überlebenschance.