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Die Marktsituation bei den Mostbirnen bzw. beim Birnensaftkonzentrat ist gegenwärtig sehr angespannt. Der Hauptgrund für die schwierige Situation ist die sehr grosse Birnenernte 2011. Die Lager mit Birnensaftkonzentrat sind daher nach wie vor sehr hoch. Der Lagerbestand beträgt gegenwärtig fast das 3-fache eines Jahresverbrauchs. Ohne eine gezielte Marktentlastung wäre diesen Herbst mit sehr hohen Rückbehalten bei den Mostbirnen zu rechnen.
Bei einer grossen Ernte wäre sogar die Uebernahme der gesamten Ernte fraglich. Der Nachtragskredit, den das Parlament zur Marktentlastung in der laufenden Sommersession gesprochen hat, ist daher sehr wichtig. Die wertvollen Hochstammbirnbäume werden nur erhalten bleiben, wenn auch die Birnen verkauft werden können. Es ist aber sehr wichtig, dass sich Produzenten, Verarbeitung und Handel zusammensetzen und mit innovativen Produkten auf der Basis von Birnensaft neue Märkte aufbauen. Nur so können die Hochstammbirnbäume langfristig als markante Elemente unserer Kulturlandschaft erhalten werden.
Die Konsumenten müssen den Zusammenhang zwischen dem Konsum Schweizer Obstprodukte und der Freude blühende Bäume im Frühling sehen zu können, erkennen. Diese Mehrwerte gilt es aufzuzeigen und mit guten Preisen für erstklassige Schweizer Obstprodukte zu entschädigen.