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Das über die Vorgänge im HP-Verwaltungsrat oft gut informierte 'Wall Street Journal' hat diese Woche einige Hintergründe über den seltsamen Vorgang am kalifornischen HP-Hauptsitz enthüllt. Offenbar stolperte Hurd weniger über die konkreten Vorgänge rund um die freie Mitarbeiterin Jodie Fisher, eine gut aussehende Ex-Schauspielerin, als darüber, wie er damit umging.
Fisher, die als "Greeter" (eine Art Begrüsserin) bei HP-Veranstaltungen gearbeitet hatte, beschuldigte Hurd im Juni in einem Schreiben, er habe ihr keine weiteren Jobs mehr verschafft, weil sie nicht mit ihm ins Bett gegangen sei. Hurd bestritt den Vorwurf und Fisher selbst nahm in später zurück. Auch Hewlett-Packard liess verlauten, Hurd habe Frau Fisher nicht belästigt. Doch tauchten danach Spesenabrechnungen auf, die Hurd angeblich nicht richtig deklariert hatte.
Dies alles hätte aber - so die New Yorker Zeitung - nicht zur Entlassung des CEOs geführt. Denn der Verwaltungsrat verlor das Vertrauen in Hurd erst, als dieser sich privat mit Fisher auf eine Entschädigung einigte und damit eine firmeninterne Untersuchung der Vorfälle und ein geplantes Einigungsgespräch mit ihm, Fisher und Firmenvertretern (sowie - of course - Anwälten) unterlief. Zwei Tage nachdem sich Hurd mit Fisher auf eine Entschädigung geeinigt hatte, verlief eine Abstimmung im HP "Board" gegen den CEO, worauf er dann seien Hut nahm.
Remember Schnüffelaffäre
Der Skandal sorgte für grosses Medienecho, Hurd musste sich damals im Namen der Firma entschuldigen und die damalige Präsidentin des Verwaltungsrats musste zurücktreten.
(Christoph Hugenschmidt)