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Neue Forschungen finden Zusammenhänge zwischen chemischer Abtreibung und depressivem Verhalten.
Über drei Jahre untersuchte ein Team um Prof. Dr. Stephen Sammut an der Franziskanischen Universität in Steubenville (Ohio, USA) bei Ratten die Wirkung von Mifepriston und Misoprostol. Diese Substanzen verwendet man für chemische Abtreibungen.
An Ratten wird häufig geforscht, um zu Kenntnissen über die menschliche Fortpflanzung zu gelangen. Für die in Frontiers in Neuroscience im Mai 2019 veröffentlichte Studie beobachteten die Forscher mehrere Gruppen von Ratten.
Ratten, die eine Abtreibung mit den Abtreibungspillen hatten, zeigten gegenüber solchen mit natürlichen Aborten oder mit Lebendgeburten ein depressionsartiges Verhalten. Sie reduzierten die Nahrungsaufnahme. Sie verloren an Gewicht und bewegten sich weniger. Auch zogen sie sich von anderen Ratten zurück. Die dabei untersuchten biochemischen Prozesse weisen einen potentiell langfristigen Charakter auf.
Weitere Forschungen sind nötig, so Sammut. Sie sind auch wichtig. Denn in vielen Ländern, auch in der Schweiz, wird häufig mit diesen Substanzen abgetrieben.