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Der letzte Prinz
Sizilien, 1955: Giuseppe Tomasi ist der Letzte im Geschlecht der Lampedusa. Melancholisch streift er durch das staubige Palermo und ignoriert seine prekäre finanzielle Situation. Als bei ihm ein Lungenemphysem diagnostiziert wird, beschließt Tomasi, etwas Bleibendes zu schaffen. Der 59-Jährige schreibt den weltberühmten Roman ›Der Leopard‹.
Guiseppe Tomasi di Lampedusa wandert durch die glühend heißen und wüstenstaubigen Straßen Palermos, im feinen dunkelblauen Zwirn, jedoch hoffnungslos aus der Mode, behäbig und langsam wie ein altes Reptil, vorbei an den verfallenden und verlassenen Palazzi der großen sizilianischen Adelsgeschlechter, ins Café, wo Männer nachmittagelang Kette rauchen und das Weltgeschehen diskutieren.
Als junger Mann hat Tomasi Europa bereist, hat den 1. Weltkrieg mit einigen äußeren und inneren Blessuren überstanden, hat englische Literatur studiert, spricht fließend mehrere Sprachen und hat die Klassiker seiner Zeit im Original gelesen. Er selbst ist ein Aristokrat von der Spitze seines Spazierstocks bis in die sorgfältig zurückgekämmten Haarspitzen.
Er ist der letzte Spross eines einst mächtigen sizilianischen Adelsgeschlechts und kinderlos verheiratet mit einer schönen und klugen Frau, der lettischen Baronesse Alexandra von Wolff-Stomersee, Tochter der italienischen Opernsängerin Alice Barbi. ›Licy‹ war eine Pionierin der Psychoanalyse, sie studierte in Berlin und in Wien bei Freud, in Italien war sie Mitbegründerin der Psychoanalytischen Gesellschaft und deren einzige Präsidentin.
Tomasi ist ein Relikt der alten Zeiten, die neue Welt, die neue Zeit sind ihm fremd. Als ihm sein Arzt ein Lungenemphysem im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, beschließt Tomasi im Angesicht des Todes, des Untergangs seiner ganzen, ihm bekannten Welt, etwas Bleibendes zu schaffen. Er verfällt in einen Schaffensrausch und schreibt in kaum drei Jahren seinen einzigen Roman: den Weltbestseller ›Der Leopard‹. Der Roman wurde zum Longseller, das meistverkaufte Buch des 20. Jahrhunderts in Italien, wurde in über 20 Sprachen übersetzt und von Luchino Visconti mit Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon verfilmt. Steven Price schaut in seinem opulenten, melancholischen Roman diesem genialischen Autor über die Schulter und beschreibt, wie ein Meisterwerk entstand.
»Total spannend. Vor allem, wenn man den Film kennt, liebt man diese Geschichte.«