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Mika Horie wurde 1984 in Kyoto, Japan, geboren. Ihr Interesse an Fotografie und japanischer Papierherstellung erwachte während ihres Bachelor-Studiums an der Kyoto University of Art and Design. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als freiberufliche Fotografin und verbrachte 2008 ein Jahr in England für einen MA European Arts Practice (Fine Art) an der Kingston University in London. Im Jahr 2013 richtete sie ihr eigenes Studio in Kaga-Stadt ein. Nach einer Lehre bei einem traditionellen Papiermacher in Shiga begann sie, die Ästhetik des japanischen Papiers und die Drucktechnik der Cyanotypie in ihrem eigenen Werk umzusetzen.
Hories Kunstwerke sind handgefertigt. Das Papier wird von ihr aus lokalen, organischen und qualitativ hochwertigen Rohstoffen hergestellt. Ihr fotografischer Prozess ist fast so aufwändig wie die Papierherstellung. Sie transportiert eine alte Grossformat-Kamera in die umliegenden Hügel, wo sie zugleich Gampi-Pflanzen für ihr Papier erntet. Dort fängt sie mit ihrer Kamera Berglandschaften und fast vergessene Dörfer ein. Sie behandelt ihr Papier mit Eisensalzen, legt die übergrossen Negative direkt auf das Papier und lässt sie von der Sonne in Cyan- und tiefen Indigo-Tönen belichten.
Horie hat ihre Arbeiten mehrmals in Japan, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und in England ausgestellt. Ihre Werke wurden zudem an internationalen Messen wie der Photo London, der Photo Basel oder der Paper Position in Berlin präsentiert.
Im Jahr 2022 erschien ihr erstes Buch «trees, water and light» in Zusammenarbeit mit Ibasho und the(M) éditions in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren.