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Sechseinhalb Formel-1-Saisons hat Jo Siffert im Sommer 1968 bereits hinter sich, mit einem 3. Rang (GP USA, 1964) als Bestergebnis. Den GP Grossbritannien am 20. Juli nimmt der damals 32-Jährige von Startplatz 4 aus in Angriff.
Siffert sitzt für das private Robert-Walker-Racing-Team in einem Lotus, dem damals überlegenen Boliden. Ganz vorne stehen mit den Briten Graham Hill und Jackie Oliver ebenfalls zwei Lotus-Fahrer. Beide müssen das Rennen aber mit Defekten aufgeben.
Aufstieg zum Nationalhelden
Siffert übernimmt in der 44. von 80 Runden die Führung und behauptet sie bis zuletzt gegen die hartnäckigen Ferrari-Fahrer Chris Amon (NZL) und Jacky Ickx (BEL). Der Sieg macht Siffert zum Nationalhelden. «Joseph Siffert: fantastique!», titelt etwa das Feuille d’Avis de Lausanne.
Drei Jahre später, kurz nach seinem 2. GP-Sieg auf dem Österreichring, tritt Siffert erneut in Brands Hatch an. In der 14. Runde bricht eine Radaufhängung, sein BRM überschlägt sich und fängt Feuer. Der eingeklemmte Siffert stirbt im Alter von 35 Jahren.