Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03529.jsonl.gz/2378

3 Generationen Familie Bossi
1898 wurde das Hotel von Caspar Bossi gekauft und für zwei Jahre an Peter Margreth vermietet, da der Käufer sein Geld noch im Ausland als Oberkellner verdienen musste. Das verdiente Geld investierte Caspar Bossi in sein Hotel. Ein grosses Mass an Mut attestierte man dem neuen Besitzer des Hotels. An einem nahezu unerschlossenen Ort ein Hotel zu erwerben, keine klaren Zukunftsperspektiven und die grossen wirtschaftlichen Unsicherheiten sagten nichts Gutes voraus. Als „Pionier“ bezeichnet nahm somit Caspar Bossi auf die Jahrhundertwende die Gastgeber-Aufgaben im Hotel Lenzerhorn war. Dank seinen vormaligen Tätigkeiten als Oberkellner im Engadin, Sudan und an der Côte d’Azur war er ausgestattet mit der sogenannten nötigen Gastronomie-Fachkompetenz um die ersten, schwierigen Jahre zu überstehen. Mit Frida Isler aus Wohlen gründete der gebürtige Brienzer eine Familie, deren Ehe fünf Kinder entsprossen.
Nach dem ersten Weltkrieg sollte es endlich aufwärts gehen. Aber ein schwerer Schicksalsschlag ereilte die Familie im Dezember 1918. Caspar Bossi starb an den Folgen einer Lungenentzündung. Als Witwe blieb Frida mit den fünf Kindern und der Aufgabe das Lenzerhorn selbständig zu führen zurück.
1929 bekam das Hotel Lenzerhorn in einer Renovierung die noch heute sichtbare Fassadenform. Doch statt dem erhofften Aufschwung kamen die schwierigen dreissiger Jahre auf Frida Bossi zu.
1936 übernahmen Paul und Anna Bossi das Hotel erstmals in einer Kollektivgesellschaft. Obwohl die Zeitzeichen schlecht standen, kamen immer wieder prominente Gäste auf die Lenzerheide. So auch in den Jahren 1936 und 1937 als “Lady Churchill“ als Gast im Lenzerhorn abstieg und dank Paul Bossi als Privat-Skilehrer auch diese Künste erlernte.
1957 wurde das Hotel Lenzerhorn zum zweiten Mal renoviert und erweitert. Seitlich wurde die Bar inklusive die darüberliegenden neuen Zimmer 204/205, 304/305 angebaut.
1979 ging das Hotel in die dritte Generation Bossi über. Als Kollektivgesellschaft unter der Leitung von Paul und Aldo Bossi erfuhr das Lenzerhorn eine grosse Veränderung. Der Zeit und den Gästewünschen entsprechend, wurden verschiedene Arten von Gaststuben geschaffen. Ein rustikaler Grill-Room, ein uriges Bündnerstübli, eine Apero-Bar mit Live-Musik und einer grossen Sonnenterrasse zum Sportplatz hin. Das Zimmerangebot umfasste 25 Zimmer ausgestattet mit Bad, Radio und Telefon.