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Die Gezeichneten
Opera in three acts by Franz Schreker (1878-1934)
Libretto by the composer
In German with German and English surtitles. Duration 2 H. 50 Min. incl. interval after 1st part after approx. 1 H. 25 Min. Introduction 45 min before the performance.
Introductory matinee on 9 Sep 2018.
Supported by Atto primo
September 2018
October 2018
02Oct
19.30
Die Gezeichneten
Opera by Franz Schreker, Tuesday subscription B, AMAG people's performance subscription
09Oct
19.00
Die Gezeichneten
Opera by Franz Schreker, Tuesday subscription C, Mixed subscription C
17Oct
19.00
Die Gezeichneten
Opera by Franz Schreker, Wednesday subscription A, Choice subscription
20Oct
19.00
Die Gezeichneten
Opera by Franz Schreker, Saturday subscription, Modern subscription, Opera House Day
Die Gezeichneten
Abstract
Die Gezeichneten
Franz Schreker’s large-scale opera, Die Gezeichneten (The Branded), is one of the early 20th century’s most scandalous works. It revolves around artistic visions, erotic transgression, perversion and violence. The deformed nobleman Alviano Salvago has realised his dream of artistic beauty on an island outside the city of Genoa and created an Elysium of untrammelled revelry, although he never enters it himself. A clique of aristocratic Genoese gentlemen uses the island to celebrate secret orgies in the catacombs and to violate young girls from the bourgeoisie whom they have abducted. Alviano intends to open his artistic Elysium to the public. The scandalous goings-on are exposed. Following its première in 1918, Die Gezeichneten became one of the most-performed operas in the repertoire – until the National Socialists’ artistic policies brought the work and life of the Jewish artist Schreker to an abrupt end. The composer’s operas began to reappear increasingly on programmes in the 1980s, and Die Gezeichneten is currently enjoying a second Renaissance; prominent directors have tackled the influential work in several major theatres. The subject matter is an amalgamation of the most heterogeneous influences, ranging from Nietzsche to Sigmund Freud’s interpretation of dreams. Traces of Wagner, Debussy, Mahler and early Schönberg can be heard in the enchanting, iridescently colourful music.
The conductor Vladimir Jurowski will be giving his début at Zurich Opera House with this production, and the acclaimed director Barrie Kosky will be presenting his interpretation of this extraordinary score. Catherine Naglestad can be heard in the principle female role of Carlotta, an artist and painter of souls who has a weak heart. The tenor John Daszak, an experienced performer of Schreker, will be performing the role of the misshapen Alviano Salvago.
«Die Gezeichneten» - Barrie Kosky & Vladimir Jurowski in conversation
The sculptures in «Die Gezeichneten»
With thanks to the «Fondazione Canova, Gypsotheca e Museo Antonio Canova»
In our new production of the «Gezeichneten» by Franz Schreker you can see 19 sculptures by the sculptor Antonio Canova, which are exhibited in the small «Gypsotheca e Museo» in Possagno. But how do you put them on stage? They were photographed in Italy, carved from polystyrene according to these models in our theatre sculpture and reproduced in detail. Our sculptors needed about six weeks for each sculpture.
Die Gezeichneten
Synopsis
Die Gezeichneten
Erster Aufzug
Der reiche, missgestaltete Alviano Salvago ist von Selbstzweifeln zerfressen. Er ist sicher, dass er bei seinen Mitmenschen nur Entsetzen und Abscheu auslöst. Auf einer Insel vor der Stadt Genua hat er sich mit seinem «Elysium» einen Platz überirdischer Schönheit erschaffen; er selbst hat dieses Paradies jedoch nie betreten. Dort feiern seine adligen Freunde im Geheimen wilde Orgien mit entführten jungen Mädchen. Alviano plagen Gewissensbisse. Er hat daher beschlossen, das Elysium den Einwohnern der Stadt zu schenken. Die Männer sind über Alvianos Vorhaben entsetzt, fürchten sie doch das Ende ihres Treibens. Sie hoffen auf ihren Anführer, Graf Vitelozza Tamare, der die Schenkung durch eine Intrige beim Herzog Adorno verhindern soll. Doch Tamare verfolgt eigene Interessen: Er begehrt eine unbekannte Schöne. Wie sich später herausstellt, handelt es sich um die Künstlerin Carlotta Nardi, Tochter des Podestà.
Alviano empfängt den Podestà, der in Begleitung seiner Frau, seiner Tochter Carlotta und Senatoren erscheint, um mit ihm die Formalitäten der Schenkung zu besprechen. Tamare ergreift die Gelegenheit, um sich Carlotta anzunähern, doch sie weist ihn kühl ab. Vielmehr fühlt sich Carlotta, die an einem rätselhaften Herzfehler leidet, von Alviano angezogen. Im Geheimen hat sie be gonnen, ihn in einem ihrer Kunstwerke zu verewigen. Nun bittet sie Alviano, für sie Modell zu stehen, um das Werk beenden zu können. Alviano glaubt, dass sie ihn verspotte, willigt aber ein, nachdem er erkannt hat, dass ihr Anliegen ernst gemeint war.
Zweiter Aufzug
Der Podestà und die Senatoren sind beim Herzog Adorno vorstellig geworden, um ihn um Zustimmung für die Schenkung zu bitten. Doch der Herzog hat Ausflüchte gemacht und um Bedenkzeit gebeten.
Tamare sucht den Herzog Adorno auf und gesteht ihm seine Liebe zu Carlotta. Carlottas Zurückweisung will er nicht hinnehmen, sondern sie sich notfalls mit Gewalt gefügig machen. Doch Adorno ermahnt ihn zur Zurückhaltung, da die Stimmung in der Stadt wegen der verschwundenen jungen Mädchen aufgeheizt sei. Da verrät ihm Tamare das Geheimnis der Lustorgien und bittet ihn, Alvianos Schenkung zu verhindern. Adorno ist gewillt, die Verbrechen zu decken und Alviano die Schenkung vorerst zu verbieten. Auch will er für Tamare bei Carlotta werben.
Carlotta porträtiert Alviano in ihrem Atelier. Sie erzählt ihm von einer Freundin, die nichts als Hände male. Eine Hand habe ausgesehen wie die Hand eines Toten – ein Bild, das sie als Schrei nach Erlösung gedeutet habe. Alviano ahnt, dass Carlotta von sich selbst spricht, von ihrem Schmerz, ihren Ängsten und geheimen Sehnsüchten. Carlottas Geständnis, ihn zu lieben, trifft ihn wie ein Schlag. Alviano überwindet sein Misstrauen und öffnet sich ihr. Carlotta entdeckt in seinen Augen jenen Ausdruck des Glücks, wonach sie bei ihrer Kunst so begierig suchte. Alviano hat den Glauben an sich selbst wiedergefunden.
Dritter Aufzug
Alviano hat sein Elysium der Bevölkerung zugänglich gemacht. Er hört Stimmen. Alviano ruft nach Carlotta. Doch Carlottas Gefühle Alviano gegenüber sind verblasst, seit sie ihr Kunstwerk vollendet hat. Sie folgt Tamare.
Alviano glaubt, Carlotta überall zu sehen und zu hören. Die Huldigungen des Volkes verstärken seinen Wahn zusätzlich. Da erscheint der Capitaneo di giustizia: Der Herzog lasse Alviano wegen Mädchenraub, Verführung und Schändung junger Mädchen anklagen. Das Elysium, eine Hölle des Lasters, solle in Brand gesetzt werden. Der Capitaneo nennt den Kronzeugen des Herzogs: Tamare. Alviano ahnt jetzt, bei wem Carlotta ist.
Alviano begegnet Tamare, den er zur Rede stellt. Doch Tamare lässt ihn wissen, dass sich ihm Carlotta freiwillig und aus Lust hingegeben habe. Alviano tötet Tamare. Er versucht, Carlotta wieder für sich zu gewinnen, doch sie ent ziehtsich ihm. Sie verlangt nach Tamare. Alviano wird vollends vom Wahn ergriffen.
Giedrė Šlekytė, Musikalische Leitung
Giedrė Šlekytė
Giedrė Šlekytė, geboren in Vilnius/Litauen, studierte Dirigieren an der Kunstuniversität Graz, an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig sowie an der Zürcher Hochschule der Künste. Meisterkurse besuchte sie bei Bernard Haitink, Ricardo Muti und Mario Venzago. Sie ist u.a. Preisträgerin des Internationalen Malko-Dirigentenwettbewerbs 2015 und wurde im März 2015 für den Young Conductors Award der Salzburger Festspiele nominiert. Als Gastdirigentin leitete sie u.a. das Royal Stockholm Philharmonic, RTV Slovenia Symphony Orchestra, das Orchester der Komischen Oper Berlin, das Orchestre Philharmonique de Luxembourg, das Tiroler Sinfonieorchester Innsbruck, das Tonkünstlerorchester Niederösterreich, Lithuanian National Symphony Orchestra, die Göteborgs Symfoniker, die Bochumer Symphoniker, die Duisburger Philharmoniker sowie das MDR Leipzig. Als Operndirigentin war sie am Theater Basel (Die Zauberflöte), an der Oper Leipzig (Schwanensee, Hänsel und Gretel Mobil), bei den Salzburger Festspielen (Die Zauberflöte für Kinder) und am Staatstheater Mainz (Pascal Dusapins Perelà) zu erleben. Zur Saison 2016/17 wurde sie für zwei Spielzeiten als 1. Kapellmeisterin beim Stadttheater Klagenfurt verpflichtet, wo sie Neuproduktionen von Die Entführung aus dem Serail, Das Land des Lächelns, Maria Stuarda, La traviata und Don Giovanni dirigierte. Zukünftige Engagements umfassen eine Neuproduktion von Schneewittchen an der Oper Leipzig, sowie Konzerte mit der Staatskapelle Dresden, hr-Sinfonieorchester, Orchestra di Teatro Bologna, Bruckner Orchester Linz, Brno Philharmonic und dem Orchestre de Chambre de Lausanne.
Vladimir Jurowski, Musikalische Leitung
Vladimir Jurowski
Vladimir Jurowski stammt aus Moskau. Nach seinem Studium an den Musikhochschulen in Dresden und Berlin gab er 1995 sein internationales Debüt beim Wexford Festival sowie mit Nabucco sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London. 2003 wurde er zum Ersten Gastdirigenten des London Philharmonic Orchestra ernannt, seit September 2007 steht er dem Ensemble als Chefdirigent vor. 2017/18 übernahm er das Amt des Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters des Rundfunk Sinfonieorchesters Berlin. Im März 2018 wurde er zum Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper ab der Spielzeit 2021/22 ernannt. Ausserdem ist er Principal Artist des Orchestra of the Age of Enlightenment und Künstlerischer Leiter des Russian State Academic Symphony Orchestra. 1997–2001 war er Erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin, 2000–2003 Erster Gastdirigent am Teatro Comunale di Bologna, 2005–2009 Erster Gastdirigent beim Russian National Orchestra und 2001–2013 Musikalischer Leiter der Glyndebourne Festival Oper. Vladimir Jurowski gastiert bei den führenden Orchestern Europas und Nordamerikas, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Concertgebouw Orkest Amsterdam, das New York Phiharmonic, das Tonhalle-Orchester Zürich und das Gewandhausorchester Leipzig. Opernengagements führten ihn u.a. an die New Yorker Met, Opéra National de Paris, Mailänder Scala, Bolschoi-Theater und an die Semperoper Dresden. Höhepunkte der jüngsten Zeit waren Moses und Aron an der Komischen Oper Berlin, Der feurige Engel an der Bayerischen Staatsoper, die Uraufführung von Brett Deans Hamlet in Glyndebourne sowie sein Debüt bei den Salzburger Festspielen mit Wozzeck. 2017/18 dirigierte er u.a. Enescus Oper Oedipe in London und Bukarest sowie Boris Godunow an der Pariser Oper.
Barrie Kosky, Inszenierung
Barrie Kosky
Barrie Kosky ist Schauspiel- und Musiktheaterregisseur sowie Intendant und Chefregisseur an der Komischen Oper Berlin. Er inszeniert an Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper in München, dem Teatro Real Madrid, der Oper Frankfurt, dem Royal Opera House Covent Garden in London, dem Opernhaus Zürich und dem Opernhaus Amsterdam, bei den Bayreuther Festspielen und dem Glyndebourne Festival sowie an Schauspielhäusern wie dem Deutschen Theater Berlin und dem Schauspiel Frankfurt. 1996 war er Künstlerischer Leiter des Adelaide Festivals, von 2001 bis 2005 Co-Direktor des Wiener Schauspielhauses, seit 2012 ist er Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin. Für seine Inszenierung von Aus einem Totenhaus an der Staatsoper in Hannover erhielt er 2009 den Theaterpreis Der Faust, für seine Inszenierung von Castor et Pollux an der English National Opera 2011 den Laurence Olivier Award. 2014 wurde er in der Kategorie Regisseur des Jahres mit dem International Opera Award ausgezeichnet und 2016 in der Kritikerumfrage der internationalen Zeitschrift Opernwelt zum Regisseur des Jahres gewählt. Die Komische Oper Berlin wurde in derselben Zeitschrift für die Spielzeit 2012/13 zum Opernhaus des Jahres ernannt, 2015 folgte der International Opera Award in der Kategorie Ensemble des Jahres. Am Opernhaus Zürich inszenierte Barrie Kosky bereits Puccinis La fanciulla del West, Macbeth und Jewgeni Onegin. Im Sommer 2017 debütierte er mit einer Inszenierung von Wagners Die Meistersinger von Nürnberg bei den Bayreuther Festspielen.
Rufus Didwiszus, Bühnenbild
Rufus Didwiszus
Rufus Didwiszus studierte Bühnen- und Kostümbild in Stuttgart bei Jürgen Rose und arbeitet seither als freier Bühnenbildner in Theater-, Opern- und Tanzproduktionen, u.a. mit Barrie Kosky (La belle Hélène und Die Perlen der Cleopatra an der Komischen Oper Berlin sowie La fanciulla del West am Opernhaus Zürich), Thomas Ostermeier (Unter der Gürtellinie, Shoppen & Ficken in der Baracke des Deutschen Theaters Berlin mit Einladung zum Berliner Theatertreffen und nach Avignon); Der blaue Vogel am Deutschen Theater, Feuergesicht am Schauspielhaus Hamburg, Der Name bei den Salzburger Festspielen und an der Berliner Schaubühne, The Girl on the Sofa beim Edinburgh International Festival und an der Schaubühne, Der starke Stamm und Vor Sonnenaufgang an den Münchner Kammerspielen, Sasha Waltz (Dialoge 2 im Jüdischen Museum Berlin), Sidi Larbi Cherkaoui (Foi mit Les Ballets C de la B in Gent), Tom Kühnel (Wagners Ring des Nibelungen am TAT Frankfurt) sowie Christian Stückl, Stefan Larsson, Tomas Alfredson und Christian Lollike. Seit 2004 entwirft und inszeniert Rufus Didwiszus mit Joanna Dudley eigene Musik-Theater-Performances, u.a. in den Sophiensaelen, an der Schaubühne und im Radialsystem in Berlin sowie im BOZAR in Brüssel. Mit seiner Band «Friedrichs» war er in Der weisse Wolf am Staatstheater Stuttgart zu sehen. Zudem war er als Gastdozent an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee tätig. In jüngster Zeit entwarf Rufus Didwiszus u.a. Bühnenbilder für Medea an der Oper Stockholm, für das Ballett Zürich (Nussknacker und Mausekönig) und für die Komische Oper Berlin (Fiddler on the roof).
Klaus Bruns, Kostüme
Klaus Bruns
Klaus Bruns, geb. in Mülheim a.d. Ruhr, arbeitet seit fast 30 Jahren als Kostümbildner in Oper und Schauspiel, u.a. an den Schauspielhäusern von Zürich, Frankfurt, Stuttgart, Köln, Leipzig, Hannover, Düsseldorf, Graz, Bochum, dem Residenztheater und den Kammerspielen München, dem Thalia-Theater und dem Schauspielhaus Hamburg, dem Deutschen Theater Berlin, dem Burgtheater Wien, neben anderen vor allem mit der Regisseurin Karin Henkel. Mit Barrie Kosky entstanden Strindbergs „Traumspiel“ am Deutschen Theater Berlin und Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ am Schauspiel Frankfurt. In der Oper arbeitet er mit Barrie Kosky, Michael Talke, Andreas Homoki, Olivier Tambosi, Michael Schulz, Harry Kupfer, Götz Friedrich, Roger Vontobel, Damiano Michieletto, Christof Loy, Karin Henkel u.a. an den drei Berliner Opernhäusern, der Nürnberger Oper, der Hamburgischen Staatsoper, de Vlaamse Opera Antwerpen, dem Teatro Massimo Bellini in Catania, der Bayerischen Staatsoper München, der Oper Leipzig, dem Teatro Regio Turin, dem Theater an der Wien, den Nationaltheatern in Mannheim und Weimar, dem Rossini Opera Festival in Pesaro und der Oper Amsterdam. Mit Barrie Kosky entstanden neben den genannten Schauspielen an der Oper „Der Ring des Nibelungen“ an der Staatsoper Hannover, „Rusalka“, „Moses und Aron“, „Eugen Onegin“ und „Anatevka“ an der Komischen Oper Berlin, „La fanciulla del West“ und „Macbeth“ am Opernhaus Zürich, „Der feurige Engel“ an der Bayerischen Staatsoper München sowie „Die Meistersinger von Nürnberg“ bei den Bayreuther Festspielen.
Franck Evin, Lichtgestaltung
Franck Evin
Franck Evin, geboren in Nantes, ging mit 19 Jahren nach Paris, um Klavier zu studieren. Nachts begleitete er Sänger im Café Théâtre Le Connetable und begann sich auch für Beleuchtung zu interessieren. Schliesslich entschied er sich für die Kombination aus Musik und Technik. Dank eines Stipendiums des französischen Kulturministeriums wurde er 1983 Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u.a. mit Ken Russel und Robert Wilson zusammen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus begann er 1986 als selbstständiger Lichtdesigner zu arbeiten und legte 1993 die Beleuchtungsmeisterprüfung ab. Besonders eng war in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit Werner Schröter und mit dem Dirigenten Eberhard Kloke. Es folgten Produktionen u.a. in Nantes, Strassburg, Paris, Lyon, Wien, Bonn, Brüssel und Los Angeles. Von 1995 bis 2012 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung der Komischen Oper Berlin und dort verantwortlich für alle Neuproduktionen. Hier wurden besonders Andreas Homoki, Barrie Kosky, Calixto Bieto und Hans Neuenfels wichtige Partner für ihn. Im März 2006 wurde Franck Evin mit dem «OPUS» in der Kategorie Lichtdesign ausgezeichnet. Seit Sommer 2012 arbeitet er als künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung an der Oper Zürich. Franck Evin wirkt neben seiner Tätigkeit in Zürich weiterhin als Gast in internationalen Produktionen mit, etwa an den Opernhäusern von Oslo, Stockholm, Tokio, Amsterdam, München, Graz sowie der Opéra Bastille, der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, der Vlaamse Opera und bei den Bayreuther Festspielen.
Janko Kastelic, Choreinstudierung
Janko Kastelic
Janko Kastelic ist seit Mai 2017 als Nachfolger von Jürg Hämmerli Chordirektor am Opernhaus Zürich. Der slowenisch-kanadische Pianist, Organist und Dirigent, studierte Komposition, Dirigieren und Musiktheorie an der University of Toronto, Faculty of Music. Nach seinem Studium zog es Janko Kastelic nach Europa, wo er unter anderem an der Pariser Opéra National als Korrepetitor und an der Wiener Staatsoper als Korrepetitor, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Opernschule tätig war. Von 2008 bis 2011 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. 2011 kehrte er nach Wien zurück, wo er an der Wiener Staatsoper die musikalische Leitung der Kinderopern Aladdin und die Wunderlampe und Die Feen übernahm. Von 2012 bis 2013 war er Gastchordirektor an der Staatsoper Hamburg und seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten CULTUREpoint Piran. 2015-17 war er an der Kammeroper des Theaters an der Wien als Studienleiter tätig. Ebenfalls seit 2015 ist er Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Janko Kastelic hat sich als freischaffender Dirigent, Korrepetitor und Komponist neben der barocken Musik ebenfalls der modernen Musik gewidmet. Sein vielseitiges musikalisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Arrangements auch Kompositionen von Pop- und Filmmusik sowie Solo- und Kammermusik. Es ist ihm ein Anliegen, junges Publikum für Musik zu begeistern und die Liebe zur Musik an die nächste Generation weiterzugeben.
Christopher Purves, Herzog Antoniotto Adorno / Der Capitaneo di giustizia
Christopher Purves
Der britische Bariton Christopher Purves war Student und Chorschüler am King’s College in Cambridge sowie Mitglied der experimentellen Rockband Harvey and the Wallbangers. Heute tritt er mit einem breit gefächerten Repertoire auf allen internationalen Bühnen auf. Höhepunkte der letzten Zeit waren u.a. die Titelrolle in Barrie Koskys Inszenierung von Händels Saul in Glyndebourne und beim Adelaide Festival, Alberich (Götterdämmerung) an der Houston Grand Opera und an der Bayerischen Staatsoper, der Förster (Das schlaue Füchslein) in Glyndebourne, sein Debüt an der Pariser Oper in Romeo Castelluccis Inszenierung von Schönbergs Moses und Aron, The Protector (George Benjamins Written on Skin) in Covent Garden, Madrid und Barcelona, Schönbergs Gurrelieder bei den BBC Proms mit dem London Symphony Orchestra und Sir Simon Rattle, eine Europa-Tournée mit Händels Messiah mit Emmanuelle Haïm und Le Concert d’Astrée sowie Balstrode (Peter Grimes) beim Edinburgh Festival. Seine Affinität zu zeitgenössischen Kompositionen zeigte Christopher Purves zudem in seiner Interpretation von Walt Disney in der Uraufführung von Philip Glass’ The Perfect American am Teatro Real in Madrid und an der English National Opera sowie in diversen Werken des Komponisten Sir James Macmillan. Zu seiner Diskografie gehören das Solo-Album Handel’s Finest Arias for Base Voice, Written on Skin mit George Benjamin und dem Mahler Chamber Orchestra wie auch Donizettis Maria di Rohan mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und Mark Elder. In der Spielzeit 2017/18 sang Christopher Purves u.a. den Dreieinigkeitsmoses (Mahagonny) am Opernhaus Zürich und Golaud (Pelléas et Mélisande) in Hong Kong und Glyndebourne.
Thomas Johannes Mayer, Graf Andrae Vitelozza Tamare
Thomas Johannes Mayer
Thomas Johannes Mayer absolvierte seine Gesangsausbildung an der Kölner Musikhochschule bei Liselotte Hammes und Kurt Moll. Nach Engagements in Regensburg und Darmstadt gastierte er erfolgreich am Theater Basel als Don Giovanni sowie als Achilles in Othmar Schoecks Penthesilea. Er sang Wotan/Wanderer in Wagners Der Ring des Nibelungen am Staatstheater Karlsruhe. 2008 wechselte er an die Hamburgische Staatsoper, wo er u.a. mit den vier Bösewichten (Les Contes d’Hoffmann), als Kaspar (Der Freischütz), Rigoletto, Scarpia und Jochanaan zu erleben war. Seit 2010 ist er freischaffend tätig. Seine internationale Karriere begann 2007/08 mit der Titelpartie von Bergs Wozzeck an der Mailänder Scala, die ihn daraufhin als Posa in Don Carlo (2008) engagierte. Seitdem gastiert er an Opernhäusern wie De Nederlands Opera, Théatre Royal de la Monnaie, Deutsche Oper Berlin, Staatsoper unter den Linden, Komische Oper Berlin, Deutsche Oper am Rhein, Bayerische Staatsoper, Opéra National de Paris, Theater an der Wien, Bregenzer Festspiele, Bayreuther und Salzburger Festspiele. Zu seinem Repertoire gehören nicht nur die großen Strauss- und Wagnerpartien wie Barak (Die Frau ohne Schatten), Johanaan, Mandryka (Arabella), Amfortas (Parsifal), Telramund (Lohengrin), Wotan/Wanderer (Der Ring des Nibelungen) und die Titelrolle in Der fliegende Holländer, sondern auch Partien wie Moses in Schönbergs Moses und Aron, Thoas in Glucks Iphigénie en Tauride oder Mizguir in Rimski-Korsakovs Snegurocka. In der Spielzeit 2017/18 ist Thomas J. Mayer u.a. Falstaff an der Opera Vlaanderen, als Jochanaan an der Berliner Staatsoper und als Friedrich von Telramund (Lohengrin) in Covent Garden zu erleben.
Albert Pesendorfer, Lodovico Nardi, Podestà der Stadt Genua
Albert Pesendorfer
Albert Pesendorfer studierte Gesang und Flöte in Linz und Wien. Festengagements führten ihn von 2002 bis 2005 an das Theater Erfurt, 2005 und 2006 an das Tiroler Landestheater Innsbruck und von 2006 bis 2011 an die Staatsoper Hannover. Von 2012 bis 2016 war er Ensemblemitglied an der Deutschen Oper Berlin. Hier war er in den grossen Partien seines Fachs zu erleben, so als Hans Sachs („Die Meistersinger von Nürnberg“), Gurnemanz („Parsifal“), Baron Ochs („Der Rosenkavalier“), König Heinrich („Lohengrin“), Fasolt („Das Rheingold“), Hagen („Götterdämmerung“), Sarastro („Die Zauberflöte“), Banquo („Macbeth“) und Sparafucile („Rigoletto“). Zahlreiche Gastspiele führten ihn ausserdem an die Staatsoper Stuttgart, Hamburgische Staatsoper, Aalto Theater Essen, Vlaamse Opera Antwerpen, Wiener Staatsoper und Theater an der Wien sowie an die Opernhäuser in Graz und Linz, den Bregenzer und den Bayreuther Festspielen. Bei letzteren gab er 2016 unter Marek Janowski sein Debüt als Hagen in der Premiere der „Götterdämmerung“. Konzertauftritte führten ihn u.a. in den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, die Berliner Philharmonie sowie nach Japan und in die USA. In der Spielzeit 2017 / 2018 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper als Hagen und war in derselben Partie an der Nationaloper Tokyo zu hören. Als Rocco („Fidelio“) kehrte er an die Hamburgische Staatsoper zurück. Zukünftige Pläne umfassen u.a. die Uraufführung von Detlev Glanerts Oper „Oceane“ an der Deutschen Oper Berlin, Osmin an der Opéra de Monte Carlo sowie Landgraf Hermann („Tannhäuser) an der Deutschen Oper Berlin. Seit 2015 ist er Professor für Gesang an der Universität der Künste in Berlin.
Catherine Naglestad, Carlotta Nardi, seine Tochter
Catherine Naglestad
Catherine Naglestad, geboren in Kalifornien, studierte Gesang in San Francisco, Rom, Mailand sowie New York und ist heute als Sopranistin international präsent. Die Bandbreite ihrer Rollen umfasst Konstanze, Alcina, Alceste, Fiordiligi, Salome, Cio-Cio-San, Norma und Manon Lescaut und wurde in letzter Zeit ergänzt durch Wagnerpartien wie Senta (Der fliegende Holländer) an der Nederlandse Opera mit Hartmut Haenchen, Brünnhilde (Siegfried) an der Bayerischen Staatsoper mit Kent Nagano und Sieglinde (Die Walküre), erneut mit Hartmut Haenchen in Amsterdam. Auch Verdi nahm einen wichtigen Platz ein in ihrem Schaffen der letzten Zeit. So war sie etwa als Amelia (Un ballo in maschera), Elisabetta (Don Carlo) und Leonora (La forza del destino) zu erleben. Besonders aufgefallen ist sie als Tosca, die sie u.a. in Wien, Berlin, München, Paris, Orange, Zürich und London verkörperte. 2006 wurde Catherine Naglestad in Stuttgart zur Kammersängerin ernannt und von der Zeitschrift Opernwelt zur Sängerin des Jahres gewählt. Neben vielen weiteren Preisen erhielt sie den Maria Callas Debut Artist of the Year Award der Oper Dallas für ihre Interpretation der Tosca. Zahlreiche Produktionen mit Catherine Naglestad sind auf DVD erschienen, darunter Der fliegende Holländer, La clemenza di Tito, Alceste, Alcina und Die Entführung aus dem Serail. In Zürich war sie bereits als Minnie, Tosca, Salome und Santuzza zu hören. Zuletzt war sie als Salome und Tosca an der Deutschen Oper Berlin, als Tosca zudem in Wien und Tokyo und als Carlotta Nardi (Die Gezeichneten) an der Bayerischen Staatsoper zu Gast. In dieser Spielzeit wird sie am Opernhaus Zürich neben Carlotta auch als Abigaille in Nabucco zu hören sein.
John Daszak, Alviano Salvago
John Daszak
Der britische Tenor John Daszak gab sein Debüt an der English National Opera als Števa (Jenůfa) nach seinen Studien an der Londoner Guildhall School of Music and Drama, dem Royal Northern College of Music in Manchester und der Accademia d’Arte Lirica in Osimo. Wichtige Stationen der jüngeren Zeit waren sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen 2015 als Loge (Das Rheingold) unter Kirill Petrenko sowie Rollendebüts als Captain Vere (Billy Budd) an der New Yorker Met, in der Titelrolle von Zemlinsky Der Zwerg an der Bayerischen Staatsoper in München und als Tambourmajor (Wozzeck) an der Berliner Staatsoper unter Daniel Barenboim wie auch in Salzburg unter Vladimir Jurowski. Zudem sang er in letzter Zeit u.a. in Lady Macbeth von Mzensk (Sergej) an der ENO, der Opéra de Lyon und am Moskauer Bolschoi-Theater, Alviano Salvago (Schrekers Die Gezeichneten) an der Bayerischen Staatsoper und Albrecht von Brandenburg in Hindemiths Mathis der Maler an der Semperoper Dresden. 2017/18 gab John Daszak zwei Rollendebüts: als Herodes (Salome) am Royal Opera House Covent Garden unter Henrik Nanasi und als Hauptmann in Wozzeck am Theater an der Wien. Bei den diesjährigen Salzburger Festspielen sang er erneut den Herodes in Strauss’ Salome. Konzertant war er mit der NDR Elbphilharmonie unter Thomas Hengelbrock mit Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher zu erleben. Auf DVD ist John Daszak u.a. in Pfitzners Palestrina unter Simone Young (Bayerische Staatsoper) und in der spektakulären Inszenierung von La Fura dels Baus von Das Rheingold unter Zubin Mehta (Palau de les Arts in Valencia) zu sehen.
Paul Curievici, Guidobald Usodimare
Paul Curievici
Paul Curievici studierte Gesang an der Guildhall School of Music and Drama in London bei John Evans. Sein Debüt gab er am Royal Opera House Covent Garden in Gerald Barrys The Importance of Being Ernest und kehrte später als Eames (The Virtues of Things), Titorelli/Flogger/Student in der Uraufführung von Philip Glass’ The Trial und in Salome dorthin zurück. Als Barry war er später am Barbican und am Lincoln Center mit den New Yorker Philharmonikern zu erleben. Weitere Rollen in modernen und zeitgenössischen Werken waren Painter in Olga Neuwirths American Lulu mit der Opera Group am Young Vic, in Bregenz und beim Edinburgh Festival sowie Sam Kaplan (Street Scene) mit The Opera Group im Liceu Barcelona und am Théâtre du Châtelet in Paris. Zudem sang Paul Curievici Don Curzio/ Don Basilio (Le nozze di Figaro) an der Scottish Opera in Glasgow, Jack (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny) am Salzburger Landestheater, Kudrjas (Katja Kabanova) mit der Opera Holland Park und erst kürzlich Raúl in Thomas Adès’ The Exterminating Angel an der Königlichen Dänischen Oper in Kopenhagen und Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) am Grange Festival in Northington. Geplant sind neben Guidobald in Schrekers Die Gezeichneten am Opernhaus Zürich u.a. Melot (Tristan und Isolde) und Flute in einer Neuproduktion von A Midsummer Night’s Dream an der Opéra National de Montpellier.
Iain Milne, Menaldo Negroni
Iain Milne
Iain Milne stammt aus Aberdeenshire/Schottland. Er schloss sein Studium an der Royal Academy of Music in London mit Auszeichnung ab, war Mitglied des National Opera Studio in London und des Internationalen Opernstudios in Zürich. Sein Operndebüt gab er in der Titelrolle von Mozarts La clemenza di Tito. Seither sang er u. a. in Peter Maxwell Davies’ The Lighthouse an der Royal Academy und Tamino an der Hampstead Garden Opera. Engagements als Solist in Oratorien führten ihn zudem nach Hamburg (Händels Messiah), nach Aberdeen (Haydns Schöpfung) und in die Fairfield Halls in Croydon (Elgars Dream of Gerontius). Als Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich war er u.a. als Erster Priester (Die Zauberflöte), Brighella (Ariadne auf Naxos) sowie in Lohengrin, Fälle, Elektra, Il viaggo a Reims und Le Comte Ory zu hören. In der Märchenoper Der Zauberer von Oz von Pierangelo Valtinoni sang er die Vogelscheuche und in Haydns Orlando paladino war er als Orlando zu erleben. Seit der Spielzeit 2016/17 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich und war hier bisher in Lucia di Lammermoor als Normanno, in Otello als Roderigo und in Prokofjews Der feurige Engel als Jakob Glock zu hören. Er sang Jack in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Pong in Turandot, Gastone in La traviata und Menaldo Negroni in Die Gezeichneten und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Fabio Luisi, Nello Santi, Giovanni Antonini und Gianandrea Noseda.
Oliver Widmer, Michelotto Cibo
Oliver Widmer
Oliver Widmer, in Zürich geboren, studierte bei seinem Vater Kurt Widmer in Basel, bei Dietrich Fischer-Dieskau und Silvana Bazzoni. Preise gewann er u.a. beim ARD-Wettbewerb München, beim Internationalen Hugo-Wolf-Wettbewerb Stuttgart und beim Othmar-Schoeck-Wettbewerb Luzern. Mit Liederabenden war er bei der Schubertiade Feldkirch, den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, in der Londoner Wigmore Hall, in der Berliner Philharmonie, der Münchner Residenz, der Alten Oper Frankfurt, im Pariser Louvre, bei den Fêtes musicales en Touraine (mit Svjatoslav Richter), beim Aldeburgh Festival und im Lincoln Center New York mit Partnern wie Vladimir Ashkenazy, Hartmut Höll, Graham Johnson, András Schiff und Roger Vignoles zu Gast. Als gefragter Solist in Konzert und Oper unter Dirigenten wie Chailly, Dohnányi, Dutoit, Gardiner, Jansons, Harnoncourt, Henze, Hogwood, Koopman, Luisi, Santi, Schreier und Welser-Möst singt er mit den grossen Orchestern Europas (u.a. Wiener und Berliner Philharmoniker) und Amerikas (Pittsburgh Symphony, San Francisco Symphony etc.) Werke von Bach bis Holliger. 1991/92 kam er als lyrischer Bariton zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er u.a. als Papageno, Guglielmo, Olivier (Capriccio), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Agamemnon (La Belle Hélène), Dandini (La cenerentola), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Creonte (L’anima del filosofo), Belcore, Malatesta, Graf Almaviva, Dr. Falke, Valentin, Wolfram, Barbier (Die schweigsame Frau), Raimbaud (Le comte Ory), Ottokar (Der Freischütz) und Don Alfonso zu hören war. Über 20 CD-Aufnahmen entstanden mit ihm, u.a. unter Harnoncourt und Gardiner sowie mit verschiedenen Liedrezitalen.
Cheyne Davidson, Gonsalvo Fieschi
Cheyne Davidson
Cheyne Davidson erhielt seine musikalische Ausbildung an der Case Western Reserve University, dem Cleveland Institute of Music und der Manhattan School of Music. Unmittelbar nach seinem Studium wurde er eingeladen, als Escamillo mit Peter Brooks Tragédie de Carmen auf Europa-, Japan- und Israel-Tournee zu gehen. Nach Auftritten in den USA und Europa war er ein Jahr lang Mitglied des Internationalen Opernstudios. Seit 1992/93 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er u.a. als Marcello und Schaunard (La bohème), Escamillo (Carmen), Silvio (Pagliacci), Amfortas (Parsifal), Paolo Albiani (Simon Boccanegra), Donner und Gunther (Der Ring des Nibelungen), Alfio (Cavalleria rusticana), Cecil (Maria Stuarda), Faninal (Rosenkavalier), Lescaut (Manon Lescaut), Marco (Gianni Schicchi), Barone Douphol (La traviata), Enrico (Lucia di Lammermoor), Werschinski (Drei Schwestern), Eisenhardt (Die Soldaten) und erst kürzlich als Chang in Das Land des Lächelns, als Le Bailli in Massenets Werther und als Bill (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny) auftrat. Gastverträge führten ihn u.a. an die Opernhäuser Stuttgart, Köln und Hamburg, nach Basel und Luzern, an das Théâtre du Châtelet in Paris, die Oper Nancy, zur Hamburger Opernwoche, Belgrad, Budapest, zu den Bregenzer Festspielen und zum Classic Open Air Solothurn. Bei der ZKO Opera Box war er in Die schöne Galathée, in Il campanello di notte sowie in Il signor Bruschino zu erleben. Sein Salzburger Festspieldebüt gab er zu Pfingsten 2016 als Doc in der West Side Story; im Sommer 2016 war er ebenfalls in Salzburg in der Uraufführung von Thomas Adès’ Oper The Exterminating Angel zu erleben.
Ildo Song, Julian Pinelli
Ildo Song
Ildo Song, Bass, stammt aus Südkorea. Er absolvierte seine Gesangsausbildung an der Universität von Seoul und ist Preisträger zahlreicher südkoreanischer Wettbewerbe. In Europa wurde er 2014 mit dem 3. Preis beim Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Düsseldorf ausgezeichnet. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Sarastro (Die Zauberflöte), Sparafucile (Rigoletto), die Titelpartie in Le nozze di Figaro und Don Alfonso (Così fan tutte), die er auf verschiedenen Bühnen in Seoul, darunter das Seoul Art Center, verkörperte. Von Herbst 2015 bis Sommer 2017 gehörte er zum Internationalen Opernstudio in Zürich und war hier u.a. in Il viaggio a Reims, La traviata, Orlando paladino, Don Carlo, Un ballo in maschera und L’Heure espagnole/L’Enfant et les sortilèges zu erleben. Seit der Spielzeit 2017/18 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich. Zuletzt sang er den Onkel Bonze in Madama Butterfly, L’arbre in der Wiederaufnahme von L’Heure espagnole/L’Enfant et les sortilèges und La Voce in Idomeneo.
Ruben Drole, Paolo Calvi
Ruben Drole
Ruben Drole stammt aus Winterthur und studierte an der Musikhochschule Zürich bei Jane Thorner Mengedoht. 2004 wurde er ins Internationale Opernstudio und 2005 ins Ensemble des Opernhauses Zürich aufgenommen, wo er u.a. als Lucio Cinna (J.C. Bachs Lucio Silla), Haly (L’italiana in Algeri), Argante (Rinaldo), Wurm (Luisa Miller) und als Papageno in der von Nikolaus Harnoncourt geleiteten Zauberflöte zu erleben war. Als Papageno hat er auch kürzlich sein Debüt an der Semperoper Dresden gegeben. Weitere Projekte mit Harnoncourt waren u.a. Kezal (Die verkaufte Braut) bei der Styriarte Graz, Beethovens Christus am Ölberg in Wien und Luzern, Haydns Schöpfung bei der Styriarte Graz, eine Japan-Tournee (Mozarts Requiem und Händels Messiah) sowie Leporello (Don Giovanni) am Theater an der Wien. Im Zürcher Zyklus der Mozart/Da Ponte-Opern von Sven-Eric Bechtolf und Franz Welser-Möst wirkte er als Guglielmo (Così fan tutte), Figaro (Le nozze di Figaro) und Leporello (Don Giovanni) mit. Dieselben Partien interpretierte er unter Welser-Möst auch beim Cleveland Orchestra. 2006 gastierte er als Haly in Aix-en-Provence. Bei den Salzburger Festspielen 2012 sang er den Achilla (Giulio Cesare) und trat dort 2013 in Haydns Il ritorno di Tobia und in Walter Braunfels’ Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna auf. Auf dem Konzertpodium ist er u.a. unter Ton Koopman, Nikolaus Harnoncourt und Emmanuelle Haïm aufgetreten. In Zürich war er zuletzt als Graf Robinson (Il matrimonio segreto), Lord Rochefort (Anna Bolena), Papageno, in den Titelrollen von Le nozze di Figaro sowie Das verzauberte Schwein und als Alaskawolfjoe in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny zu sehen.
Jungrae Noah Kim, Diener
Jungrae Noah Kim
Jungrae Noah Kim stammt aus Südkorea und studierte Gesang in seiner Heimatstadt Seoul am College of Music bei Kwang Chul Youn. 2015 war er Preisträger beim «Francisco Viñas» Wettbewerb in Spanien und Finalist beim «Neue Stimmen» Wettbewerb in Deutschland. Im Sommer 2016 debütierte er als Masetto in Don Giovanni bei den Bregenzer Festspielen sowie als Solist in Webbers Requiem. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich und sang hier bereits in Schrekers Die Gezeichneten.
Thobela Ntshanyana, Ein Jüngling
Thobela Ntshanyana
Thobela Ntshanyana stammt aus Capetown (Südafrika) und studierte in seiner Heimatstadt sowie am Royal College of Music in London. Zu seinem Opernrepertoire gehören Partien wie Alfredo (La traviata), Rinuccio (Gianni Schicchi), Mr. Owen (Dominick Argentos Postcard from Morocco), Chevalier (Dialogues des Carmélites), Parpignol (La bohème), Un ufficiale (Il barbiere di Siviglia) und Zefirino (Il viaggio a Reims). Er gewann u.a. erste Preise beim Schock Foundaton Prize for Singing 2014 in Capetown und beim Clonter Opera Prize 2016 in Cheshire. Im Konzertfach sang er bisher Dvořáks Stabat mater, Mendelssohns Elias, Haydns Schöpfung, Gounods Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile sowie verschiedene Mozart-Messen. Seit 2017/18 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios und singt hier neben dem 1. Priester in der Zauberflöte, Harry (La fanciulla del West), Belfiore (La finta giardiniera) sowie in Le Comte Ory, Parsifal, L’incoronazione di Poppea und La traviata.
Sen Guo, Ein Mädchen
Sen Guo
Sen Guo wurde in Shanxi/China geboren. Ihre Ausbildung erhielt sie am Konservatorium in Shanghai und am Zhou Xiao Yan Opera Center. Sie war Preisträgerin der China Vocal Competition, des Shanghai International Master Class Institute und der Hong Kong Competition for Young Asian Musicians. An der Oper Shanghai war sie als Violetta in La traviata zu hören. In der Spielzeit 2001/02 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich, wo sie in der Studioproduktion Die Pilger von Mekka die Dardané verkörperte. Die Königin der Nacht (Die Zauberflöte) sang sie an der Semperoper Dresden, an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, an der Deutschen Oper Berlin, an der Hamburgischen Staatsoper, am Theater St. Gallen und am Theater an der Wien, Olympia (Les Contes d’Hoffmann) in der Tonhalle Zürich, Gilda am Grand Theatre in Shanghai. Als festes Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich seit der Spielzeit 2002/03 war Sen Guo u.a. als Königin der Nacht, Frasquita (Carmen), Blumenmädchen (Parsifal), Voce dal cielo (Don Carlo), Cecilio (Lucio Silla) von Johann Christian Bach), Musetta (La bohème), Fiakermilli (Arabella), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Amaltea (Mosè in Egitto), Giulia (La scala di seta) und Gilda (Rigoletto) zu erleben. 2014/15 war sie am Opernhaus Zürich u.a. als Königin der Nacht und Clorinda in La cenerentola zu sehen.
Nathan Haller, Erster Senator
Nathan Haller
Nathan Haller stammt aus Kanada und studierte Gesang an der Juilliard School in New York. 2013 war er Teilnehmer bei der Internationalen Meistersinger Akademie (IMA), wo er mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Paul Hofstetter und als Solist in Bachs h-Moll Messe unter Helmuth Rilling sang. Er war von 2015 bis 2017 Mitglied des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel, wo er u.a. als Tamino (Zauberflöte), als Romeo in Blachers Romeo und Julia, in der Uraufführung Melancholia von Sebastian Nübling und Ives Thuwis, als Enoch Snow (Carousel) und als Oronte in Alcina zu erleben war. Im Sommer 2016 sang er Belmonte (Entführung aus dem Serail) am Akko Opera Festival in Israel. Auf der Konzertbühne war er u.a. am New York Festival of Song in der Carnegie Hall, mit dem russischen Kammerorchester St. Petersburg, in La Resurrezione unter William Christie und mit Masaaki Suzuki in Boston, New York, Leipzig und London zu hören. Zuletzt gastierte er an der Neuen Oper Wien als Francois in Leonard Bernsteins Quiet Place.
Dean Murphy, Zweiter Senator
Dean Murphy
Dean Murphy, Bariton, absolvierte seine Gesangsausbildung an der Hartt School of Music und an der Yale School of Music. Er war Stipendiat der Bel Canto Vocal Scholarship Foundation und der Opera Foundation, in deren Zusammenhang er Mitglied im Ensemble der Deutschen Oper Berlin war. Zudem war er Preisträger beim Lynne Strow Piccolo Award, bei der Amici Vocal Competition, der Peter Elvins Vocal Competition und der Classical Singer Competition. 2013/14 war er Ensemblemitglied an der Opera Connecticut, wo er in Gianni Schicchi, in Pasatieris Signor Deluso und in Salieris Kleine Harlekinade zu erleben war. Zudem sang er Melisso in Alcina, Yamadori in Madama Butterfly an der Connecticut Lyric Opera und Peter in Hänsel und Gretel. Auf der Konzertbühne sang er u.a. in Brahms’ Ein deutsches Requiem, in Händels Messiah, in Faurés Requiem, in Charpentiers Magnificat und in Händels Esther. An der Deutschen Oper Berlin war er 2017/18 u.a. als Fiorello (Il barbiere di Siviglia), als Dancaïre (Carmen), als zweiter Richter (Das Wunder der Heliane), als Polizist (Lady Macbeth von Mzensk), Silvano (Un ballo in maschera), als Schaunard (La bohème) sowie als Wagner in Faust zu erleben. Seit 2018/19 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und sang hier bereits in Schrekers Die Gezeichneten.
Alexander Kiechle, Dritter Senator
Alexander Kiechle
Alexander Kiechle, Bass, stammt aus Bayern. Er studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Andreas Schmidt. 2012 war er zudem Richard-Wagner-Stipendiat in Ulm. Zu seinem Opernrepertoire gehören u.a. Sarastro (Die Zauberflöte), Caronte und Plutone in Monteverdis Orfeo, Falstaff (Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor), Wassermann (Rusalka), Osmin (Die Enführung aus dem Serail), Commendatore (Don Giovanni) und Hunding (Die Walküre). Im Rahmen der Münchener Biennale 2014 sang er die Bass-Partie in Claude Viviers Oper Kopernikus. 2015 war er als Stani (Joseph Beers Polnische Hochzeit) mit dem Rundfunkorchester des BR unter Ulf Schirmer zu erleben. 2016/17 war er Mitglied im Opernstudio der Opéra de Lyon, wo er u.a. Der Lautsprecher in Ullmanns Der Kaiser von Atlantis sang. Seit 2017/18 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und war hier u.a. in Salome, Fidelio, La fanciulla del West, Parsifal, La traviata und Die Gezeichneten zu hören. Im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2018 war er in der Uraufführung Der verschwundene Hochzeiter von Klaus Lang in der Titelpartie zu erleben.