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Im Sommer 1897 kam Karl Horisberger als Bäckergeselle nach Frutigen. Dem kräftigen Turner war es daran gelegen, seine Leibesübungen weiterhin zu pflegen. Da aber noch kein Turnverein bestand, sammelte er ein paar Gleichgesinnte um sich und gründete den Turnverein Frutigen.
Die ersten Mitglieder waren:
von Allmen Fritz, Brunner Jakob, Christen Louis, Eppler, Gyseler Samuel, Horisberger Karl, Müller Johann, Ryter David, Schmid Fritz, Schmid Karl, Schmid Gottfried, Wäfler Adolf, Zurbrügg Alfred, Zurbrügg Samuel und Zurbrügg Jakob.
Lehrer Adolf Wäfler liess sich als Oberturner wählen und ergriff sofort mit fester Hand die Zügel. Neue Mitglieder traten ein, so dass bald mehr als 20 Aktive dem Verein angehörten. Für den Oberturner war es keine leichte Sache, den zum Teil etwas ungelenken Burschen turnerischen Schneid beizubringen, und einige von ihnen sind nach kurzer Zeit wieder abtrünnig geworden.
Als Uebungslokal diente der Badsaal. Die ersten Geräte wurden geliehen und konnten nur nach und nach als Eigentum angeschafft werden. Subventionen gab es keine, aber mit frischem Mut machten sich die Turner ans Werk, um die nötigen Mittel aufzubringen. Eine Vorstellung wurde in Szene gesetzt. Diese hatte recht guten Erfolg und brachte dem jungen Verein auch die Sympathie der Bevölkerung; denn recht viele liessen sich als Passivmitglieder einschreiben, um, wenigstens für ein Jahr, den Beitrag zu bezahlen.