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Die Belesar Bogenstaumauer, im Besitz von Gas Natural Fenosa SLU, wurde zwischen 1957 und 1963 auf dem Fluss Miño, im Nord-Westen Spaniens gebaut. Die Staumauer ist 129 m hoch und staut ein Volumen von 655 hm³, welches hauptsächlich zur Energiegewinnung genutzt wird. Sie ist mit einem Grundablass (160 m³/s) im mittleren Bereich des Mauerkörpers und zwei verschliessbaren Hochwasserentlastungen in den beiden Widerlagerbereichen der Mauer (totale Kapazität 4‘000 m³/s) ausgestattet. Die totale Mauerkronenlänge beträgt etwa 500 m, unter Berücksichtigung des Bogens (268 m) und der zwei Widerlager (Gewichtsmauern).
In den 1970ern, kurz nach dem Bau, wurden bleibende Verschiebungen Richtung Oberwasser, sowie vertikale Verformungen des Sperrenkörpers beobachtet. Ausserdem ist ein horizontal verlaufender Riss auf der Unterwasserseite in Fundamentnähe entstanden. Dieses Phänomen ist durch eine AAR verursacht worden, welche eine Ausdehnung des Dammkörpers durch Betonquellen verursacht. Die irreversiblen Verformungen haben bis heute Werte von 10 cm in radialer Richtung an der Dammkrone erreicht, ohne bis jetzt einen Gleichgewichtszustand erreicht zu haben.
Nach 50 Jahren im Dienst, wurde die Lombardi AG von der Gas Natural Fenosa SLU mit der Sicherheitsbeurteilung der Staumauer beauftragt. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Analyse der Auswirkungen der AAR auf die Sicherheit der Mauer. Die Expertise beinhaltet die Beurteilung für die mittel- bis langfristige Sicherheit und die Betriebsbedingungen, sowie einen Vorschlag für potenzielle Sanierungsmassnahmen. Diese werden voraussichtlich aus vertikalen, mittels diamantbesetzten Stahlseilen hergestellten Schlitzen bestehen, um die durch die AAR verursachten Druckspannungen abzubauen.