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Nach den Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden zur globalen Überwachung versuchen viele Schweizer Internet-Anbieter, ihren schweizerischen Standort als scheinbaren Vorteil gegenüber ausländischen Anbietern darzustellen. Für den «Swiss Secure Data Room» beispielsweise werden – symbolisiert durch einen wuchtigen Tresor mit Schweizerkreuz – anderem «Sicherheit ohne Kompromisse» und «Bank Level Verschlüsselung mit 256-bit SSL» versprochen.
Die Sicherheit endet allerdings bereits beim Aufrufen der «Swiss Secure Data Room»-Website. Die Internet-Anbieterin hat kein gültiges SSL-Zertifikat für ihren öffentlich beworbenen Domainnamen swisssecuredataroom.com erworben, sondern ein SSL-Zertifikat mit 128- statt 256-Bit-Verschlüsselung für einen anderen Domainnamen selbst erstellt (via Patrick Sollberger). Aus diesem Grund verweigern alle gängigen Browser aus Sicherheitsgründen den verschlüsselten Zugriff auf die Website:
Dieses grundlegende Sicherheitsproblem ist durch ein SSL-Zertifikat, das auf den verwendeten Domainnamen lautet, mit geringem Aufwand zu lösen. Offen bleibt , ob eine Internet-Anbietern, die ein solches Problem übersieht, die versprochene «Sicherheit ohne Kompromisse» für ihren «Swiss Secure Data Room» gewährleisten kann.