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Die Anämie ist ein häufiges, aber unterschätztes und folglich ungenügend behandeltes Problem bei Tumorpatienten. Die Anämie hat einen grossen Einfluss auf die Lebensqualität, die Behandlung und die Prognose der Patienten. Leider wird nur in 40% der Fälle eine Anämie behandelt. In der palliativen Situation ist die Behandlung mit Erythropoietin effizient. Sie senkt einerseits die Transfusionshäufigkeit und steigert andererseits die Lebensqualität der Patienten. Bei Patienten, die in kurativer Intention behandelt werden, ist die Indikationsstellung für eine Behandlung mit EPO vorsichtig zu stellen, da die lokoregionäre Kontrolle und das Gesamtüberleben in verschiedenen Studien schlechter waren. Als Alternative bleiben in dieser Situation die Behandlung mit Eisen und die Transfusion.