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Den Tod teilte auch das Unternehmen Playboy Enterprise am heute Mittwoch in einem Communiqué mit. Hefner «starb friedlich und unter natürlichen Umständen in seinem Haus der ‹Playboy Mansion› im Kreis geliebter Menschen», heisst es in der Mitteilung des «Playboys».
Der Pionier der Mainstream-Erotikpresse lebte auch selbst die sexuelle Freizügigkeit aus. In seiner «Playboy Mansion» in Los Angeles feierte er ausschweifende Sex-Partys — stets zeigte er sich in Begleitung junger Frauen. Legendär ist sein roter Samt-Bademantel, in dem er häufig für Fotos posierte.
Die Twitter-Mitteilung enthielt ein Foto von Hefner und den Satz: «Das Leben ist zu kurz, um den Traum von jemand anderem zu leben.» Hefner hatte vor mehr als 60 Jahren den «Playboy» gegründet. Das Magazin mit Ablegern in zahlreichen Ländern setzt bis heute auf eine Mischung aus Erotikfotos und Berichten über Mode, Kultur und Politik. Immer wieder lassen sich prominente Frauen nackt für den «Playboy» ablichten.
Hefner gründete den «Playboy» in einer Zeit als im US-Fernsehen sogar das Wort «schwanger» verpönt war. 1953 veröffentlichte er die erste Ausgabe mit Nacktbildern von Marilyn Monroe, die bereits Jahre zuvor aufgenommen worden waren.
Hefner versprach dem Leser «Humor, Raffinesse und Pepp». Der Verleger schaffte es, Sex von seinem Schmuddel-Image zu lösen und ihn für Alltagsgespräche salonfähig zu machen.
Als ihn die «New York Times» 1992 fragte, worauf er stolz sei, antwortete Hefner: «Das ich die Einstellungen gegenüber Sex verändert habe. Das nette Menschen nun zusammenleben können. Dass ich die Auffassung von Sex vor der Ehe entgiftet habe. Das gibt mir grosse Genugtuung.»