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Der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic hat sich bestürzt über die Haftstrafe von zweieinhalb Jahren gegen seinen früheren Trainer Boris Becker gezeigt. «Es hat mir das Herz gebrochen. Er ist ein langjähriger Freund, er war drei Jahre lang mein Trainer, er ist jemand, der mir nahe steht und der viel zu meinem Erfolg beigetragen hat», sagte Djokovic am Rande des Masters-Turniers in Madrid. «Als Freund» sei er «sehr traurig».
Er hoffe, führte der Serbe aus, dass Becker «diese Zeit überstehen wird und dass er, wenn er aus dem Gefängnis entlassen wird, sein Leben leben kann.» Er bete für Becker und äusserte seine Hoffnung, dass es dem 54-Jährigen «in Bezug auf seine geistige Gesundheit gut geht, denn das wird der schwierigste Teil sein.»
Becker, der zwischen 1985 und 1996 sechs Grand-Slam-Titel gewonnen hatte, war von Ende 2013 bis Ende 2016 der Erfolgstrainer von Djokovic.
Becker war am Freitag vor einem Londoner Gericht verurteilt worden, er musste seine Strafe unmittelbar antreten. Ihm werden Vergehen in seinem seit 2017 laufenden Insolvenzverfahren zur Last gelegt. Dabei geht es um eine vermeintliche Nicht-Offenlegung von Besitztümern und die Verschleierung von Schulden. Die Jury des Gerichts hatte ihn in vier von 24 Anklagepunkten schuldig gesprochen.
(dd,sid)
Noch selten hat eine Personalie im Trainerstaff eines WM-Teams für so viele Schlagzeilen gesorgt wie in diesem Jahr: Mit Jessica Campbell gehört bei Deutschland zum ersten Mal eine Frau zum Trainerstaff eines Männer-Teams. Die 29-jährige Kanadierin ist beim DEB-Team Assistenztrainerin von Headcoach Toni Söderholm. Weil der Deutsche Eishockey-Bund so viele Medienanfragen kriegte, wurde am Mittwoch allein für Campbell eine Pressekonferenz arrangiert.