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Die grossen Entwässerungssysteme der Flüsse Thames und Severn im Süden Englands sind hoffnungslos überfordert. Der Boden ist gesättigt. Der Grundwasserspiegel steigt. Neue Niederschläge stauen sich.
Bis zu 70 Millimeter mehr Regen werden in diesen Gebieten bis zum Ende der Woche erwartet. Die Themse hat an zahlreichen Messpunkten ihre Höchststände überschritten.
Inzwischen spazieren Schwäne durch die Strassen historischer Altstädte wie in Worcester. Eisenbahnlinien sind unterbrochen. Sandsäcke bieten prekären Schutz für Ortschaften entlang der Themse westlich von London.
Hoher Preis für massive Rodungen
Die britischen Politiker stürzen sich derweil in Gummistiefel, um telegen durch überschwemmte Strassen zu waten. Oder sie liefern sich einen Schlagabtausch über die Meriten der Umweltagentur, deren Mittel zum Hochwasserschutz begrenzt sind.
Die vergangenen Sünden bestehen weniger darin, dass die Flussbette nicht mehr regelmässig ausgebaggert wurden. Zu schaffen machen vielmehr die höher gelegenen Hügellandschaften, die mit Aussicht auf EU-Subventionen gerodet wurden. Das Umdenken beginnt in diesen Tagen.