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Alfred Niggli (1922–1985)
Professor für Kristallstrukturforschung an der ETH Zürich
Am 1. April 1922 in Zürich geboren, studierte Alfred Niggli 1942 bis 1947 Naturwissenschaften an der Universität Zürich. Anschliessend arbeitete er als Assistent am Institut für Allgemeine Metallkunde der ETH Zürich und anschliessend am Mineralogisch-petrographischen Institut der ETH Zürich.
Preisgewinn und Promovierung
1951 erhielt er den Hauptpreis der Philosophischen Fakultät II der Universität Zürich für eine Preisarbeit, die anschliessend unter dem Titel "Die symmetriebedingte Vieldeutigkeit in der Molekülspektroskopie" in den Schweizerischen Mineralogischen und Petrographischen Mitteilungen erschien. 1952 promovierte er an der Universität Zürich mit dem Hauptfach physikalische Chemie.
Tätigkeiten an Universitäten und Hochschulen
Die Jahre 1953 bis 1955 verbrachte Alfred Niggli in Schweden, um am Chemischen Institut der Universität Uppsala Forschung auf dem Gebiet der Kristallstrukturen zu betreiben. Daraufhin kehrte er nach Zürich zurück und betreute im Lehrauftrag Vorlesungen und Übungen über Kristallstrukturbestimmung an der Universität Zürich und der ETH Zürich. Vor seiner Berufung auf ein neu errichtetes Extraordinariat für Kristallstrukturforschung an der ETH Zürich und der Universität Zürich im Jahre 1960 weilte er als Visiting Professor an der Pennsylvania State University. 1966 wurde Alfred Niggli zum ordentlichen Professor an den beiden Hochschulen befördert. Am Institut für Kristallographie und Petrographie wirkte er auch manche Jahre als Institutsleiter. In den Jahren 1972 bis 1974 diente Alfred Niggli der Universität Zürich als Rektor. Während seiner Amtszeit setzte er sich mit Erfolg für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Universität und ETH Zürich ein. Alfred Niggli starb am 15. Januar 1985 in seinem 63. Lebensjahr.
Handschrift
Unterschrift von Alfred Niggli in einem Brief von 1947, in dem er im Namen des Presseamtes des Verbandes der Schweizerischen Studentenschaften zu einer Redaktorenkonferenz der studentischen Zeitschriften einlädt.
(Hochschularchiv der ETH Zürich: Hs 1227:8596).
Bestand
Zu Alfred Niggli liegt ein biographisches Sammelmäppchen mit Zeitungsartikeln vor, das beim Hochschularchiv der ETH Zürich eingesehen werden kann. Dank der Nachlässe anderer Professoren sind vereinzelt weitere Dokumente von Alfred Nigglis Hand überliefert. Sämtliche Dokumente der Sammlungen und Archive können im Lesesaal Sammlungen und Archive konsultiert werden. Weiter enthält der Bestand der ETH-Bibliothek gedruckte Werke von Alfred Niggli, die über das Suchportal der ETH-Bibliothek (external link) bestellt werden können.