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«Wie ist die Entwicklung des neuen Quartiers geplant? Welches sind die Visionen? Es ist schwierig, eine Entscheidung zu treffen ohne weiterführende Informationen», sagte ein Burger der Stadt Freiburg an deren Versammlung vom Donnerstagabend. Zuvor hatte die Vize-Syndique von Freiburg, Antoinette de Weck (FDP), der Burgergemeinde beantragt, sich mit einer Summe von 2,25 Millionen Franken am Studienkredit für die Überdachung der Autobahn A 12 zu beteiligen. Das Projekt, von dem bereits seit den 1980er-Jahren die Rede ist, soll zum einen die Anwohner vor Lärm schützen, zum anderen wird damit neues Terrain geschaffen.
Wie das neue Quartier genau aussehen werde, könne im Moment niemand sagen, erklärte Antoinette de Weck. Diesbezüglich Klarheit zu schaffen sei jedoch genau das Ziel der geplanten Studien. So müsse geklärt werden, wie lange die Überdachung werde und wie das neu geschaffene Terrain genutzt werden sollte.
Die Burger genehmigten die Mitfinanzierung des Studienkredits bei zwei Enthaltungen. Finanziert wird der Studienkredit durch den Verkauf von Land an den Kanton für die neue Zufahrtsstrasse zum Freiburger Spital HFR (die FN berichteten).
Umstrittene Pächterwahl
Für kritische Bemerkungen bei den Burgern sorgte die für das kommende Jahr geplante Investition von 1,12 Millionen Franken für das Restaurant Aigle Noir in Freiburg. Mit der Summe von 743 260 Franken sollen Räume und Einrichtungen instandgesetzt werden. Zudem erhält die Stiftung St-Louis, die das Restaurant übernehmen wird, ein Darlehen von 378 840 Franken.
«Hat es auch andere Anwärter für die Pacht des Restaurants gegeben? Jemand, der daraus nicht einfach eine Brasserie gemacht hätte?», stellte ein Burger die Pächterwahl infrage. Eine öffentliche Ausschreibung habe nicht stattgefunden, sagte dazu Antoinette de Weck. Als Gault-Millau-Restaurant sei das Aigle Noir lange Zeit einem gewissen Publikum vorbehalten gewesen. Der Konzeptwechsel mit einer Pächterin, die sich sozial engagiere, entspreche dem Zeitgeist, so de Weck. Ganz damit einverstanden waren nicht alle 57 Anwesenden; nur 34 Personen stimmten der Investition zu, 22 enthielten sich und eine Person stimmte dagegen.
Diskussionslos und mit grosser Mehrheit genehmigte die Burgerversammlung hingegen die Budgets der verschiedenen Institutionen sowie zwei Investitionen in der Höhe von je 90 000 und 68 000 Franken, um das Kapellendach und die Friedhofsmauer von Bürglen zu renovieren.
Weiter beschloss sie, eine Fläche von 3665 Quadratmetern in Schmitten im Baurecht zu vergeben. Dort will ein Architekturbüro Wohnungen für elektrosensible Menschen erstellen.