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Arbeitsbericht NAB 16-41
ENSI-Nachforderung zum Indikator "Tiefenlage im Hinblick auf bautechnische Machbarkeit" in SGT Etappe 2 – Zusammenfassende Darstellung der Zusatzdokumentation (Hauptbericht)
Im Januar 2015 wurde der Vorschlag der Nagra für die in SGT Etappe 3 weiter zu untersuchenden Standortgebiete durch das BFE veröffentlicht. Der Vorschlag der Nagra sieht für das SMA-Lager eine Einengung von sechs auf zwei Standortgebiete, für das HAA-Lager eine Einengung von drei auf zwei Standortgebiete vor. Für alle in Etappe 1 vorgeschlagenen Standortgebiete wurden gemäss Nagra die im Sachplan vorgegebenen Anforderungen bezüglich der charakteristischen Dosisintervalle und bezüglich der Gesamtbewertung erfüllt; für die Einengung massgebend waren deshalb sogenannte "eindeutige Nachteile", welche verschiedene Aspekte betreffen, unter anderem auch die "maximale Tiefenlage".
Im Rahmen der Prüfung des Vorschlags der Nagra ist das ENSI zusammen mit seinen Experten zum Schluss gekommen, dass die von der Nagra eingereichten Unterlagen zur "maximalen Tiefenlage" zu wenig aussagekräftig sind, um diesbezüglich einen eindeutigen Nachteil aufzuzeigen. Dies hat zu einer Nachforderung des ENSI zum Indikator "Tiefenlage im Hinblick auf bautechnische Machbarkeit" geführt.
Die Nachforderung ist vor allem für das Standortgebiet Nördlich Lägern (NL) relevant. Das Zurückstellen von NL durch die Nagra im Rahmen der Einengung in SGT Etappe 2 ist begründet durch die erforderliche maximale Tiefenlage zum Erreichen eines genügenden Platzangebots bzw. das ungenügende Platzangebot im bevorzugten Tiefenbereich unter Berücksichtigung weiterer optimierungsanforderungen (insbesondere die Berücksichtigung "zu meidender tektonischer Zonen"). Für das Standortgebiet NL war es nicht möglich, einen Lagerperimeter abzugrenzen, welcher die Optimierungsanforderungen sowohl bezüglich genügendem Platzangebot (Indikator 'Platzangebot untertags') als auch bezüglich "maximaler Tiefenlage" (Indikator 'Tiefenlage im Hinblick auf bautechnische Machbarkeit (u.B. Gesteinsfestigkeiten und Verformungseigenschaften)') einhält. Sowohl der für die Einengung massgebende Lagerperimeter (mLE-r) als auch die anderen abgegrenzten Lagerperimeter ergaben für die maximale Tiefenlage und/oder für das Platzangebot eine ungünstige bzw. eine bedingt günstige Bewertung. Dies hat dazu geführt, dass das Standortgebiet NL aus Sicht der Nagra bezüglich Platzangebot und maximaler Tiefenlage im Vergleich zu den vorgeschlagenen Standortgebieten Zürich Nordost (ZNO) und Jura Ost (JO) sowohl für das HAA-Lager als auch für das SMA-Lager eindeutige Nachteile aufweist.