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Mundmaler
Jahrgang 1941
Bruno Carati kam 1941 mit einer spastischen Lähmung zur Welt. Den
damaligen Umständen zum Trotz schloss er seine Hauptschulausbildung ab und
begann bereits mit 13 Jahren mit dem Mund zu malen. Er nahm Privatunterricht in
Malerei und Kunstgeschichte und erweiterte so seine Kenntnisse und Fähigkeiten.
Schon bald wurde die Presse auf ihn aufmerksam und das staatliche italienische
Fernsehen RAI widmete ihm eine Folge der Sendung „Auch heute ist Sonntag“
(Anche oggi ê Domenica).
Im Jahre 1956 erhielt er ein Stipendium der VDMFK zur
Ausbildung und Förderung seiner künstlerischen Interessen. Bereits 1961 wurde
er als Vollmitglied bei der VDMFK aufgenommen. Seither werden zahlreiche seiner
Werke anlässlich internationaler Ausstellungen, unter anderem bei
Kunstausstellungen des Kunstverlag Au in Bern, Zürich und Lugano gezeigt. Bruno
Carati organisiert auch selbst zahlreiche Einzelausstellungen. So machte er seine
Werke etwa in Varese, Piacenza, Gallarate und Busto Arsizio einer breiten
Öffentlichkeit zugänglich.
Die Ehe mit seiner Frau Angela und die Geburt ihres gemeinsamen Sohnes beschreibt Carati als Sprungbrett für noch viel mehr. Er beginnt Skulpturen für das gemeinsame Heim zu gestalten. Er kreiert Stoffe und Schnittmuster für die Kleider seiner Frau und seines Sohnes. Bruno Carati ist mehr als nur Mundmaler. Er ist Künstler, Bildhauer, Keramiker und Designer. Und er ist Erfinder! Um im Alltag nicht so sehr auf andere angewiesen zu sein, beginnt er Konstruktionen für das Telefon, den Rasierapparat oder zum Löten zu entwickeln. Er erfindet ein Fahrrad, das er trotz der Spastiken steuern kann. Durch seine Entwicklungen und unter seiner Anleitung wurde ein Auto im Inneren derart angepasst, dass Bruno Carati es mit dem Mund fahren kann.
Mehr über Bruno Carati: www.bcarati.it