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Washington - Im Währungsstreit mit China erhöhen die USA den Druck auf Peking. Das Repräsentantenhaus stimmte am Mittwoch (Ortszeit) für Strafzölle auf chinesische Importe, weil China seine Währung nach Ansicht der Abgeordneten künstlich unterbewertet hält und sich damit unfaire Wettbewerbsvorteile verschafft.
Die Abgeordneten votierten mit 348 gegen 79 Stimmen für den Entwurf. Vorige Woche hatte sich bereits US-Präsident Obama in einem direkten Gespräch mit Chinas Premier Wen Jiabao noch einmal dafür eingesetzt, dass der Yuan aufgewertet wird.
Nun muss das Gesetz noch den Senat passieren, wo ihm allerdings wenig Chancen eingeräumt werden. Die "New York Times" sprach von einer "symbolischen, aber nicht unbedeutenden" Massnahme der Abgeordneten.
Dennoch reagierte China am Donnerstag gereizt auf die Abstimmung. Der Streit über den richtigen Wert des Yuan werde "als Vorwand für Protektionismus" genommen, sagte die Sprecherin des Aussenministeriums, Jiang Yu, in Peking. "Es schadet ernsthaft dem Handel und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den USA und wird schwere Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft haben."
Die US-Ökonomie weist ein riesiges Leistungsbilanzdefizit auf, das zu grossen Teilen auf einem Defizit im Aussenhandel beruht: Die grösste Volkswirtschaft der Welt importiert deutlich mehr als sie exportiert. Im vergangenen Jahr lag das Minus bei rund 380 Milliarden Dollar. Dabei spielt der Aussenhandel mit China eine grosse Rolle.
SDA-ATS