Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03104.jsonl.gz/1397

1898
Bristol-Myers’ erstes Produkt, das landesweit Beachtung fand, wurde vom Chefchemiker J. Leroy Webber Entspannungsbad für arme Leute genannt: es handelte sich um ein Mineralsalz, das in Wasser aufgelöst, den Geschmack und die Wirkung der natürlichen Mineralwasser in Böhmen entfaltete. Unter dem Namen Sal Hepatica lief der Verkauf des neuen Produktes zunächst schleppend an. Bis 1903 jedoch hatte sich Sal Hepatica zum Verkaufsschlager entwickelt.
1898
Bristol und Myers firmierten Clinton um in Bristol, Myers Company (1899, als das Unternehmen in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wurde, wurde aus dem Komma ein Bindestrich). Erst 1900 begann Bristol-Myers, schwarze Zahlen zu
schreiben – woran sich seitdem nichts mehr geändert hat.
Ein weiterer Renner jener Zeit war die Zahnpasta Ipana, die erste Zahnpasta mit einem Desinfektionsmittel, das bei Zahnfleischbluten vor einer Infektion schützte. Die Nachfrage nach Sal Hepatica und Ipana brachte Bristol-Myers auch international ins Geschäft.
Die Squibb-Söhne verkauften das Unternehmen an Lowell M. Palmer und Theodore Weicker und das Unternehmen wurde eine Kapitalgesellschaft. Im selben Jahr wurde in New Brunswick, New Jersey ein Grundstück für den Bau einer weiteren Produktionsanlage erworben. Etwa um dieselbe Zeit wurde der Prototyp für das Squibb-Logo entworfen. Das Logo stand für die Einheitlichkeit, Reinheit, Wirksamkeit und Zuverlässigkeit der Produkte, untermauert durch Forschungsergebnisse.
1905
1938
Die Nachkriegsdepression bewog Bristol-Myers, das pharmazeutische Geschäft ganz abzustoßen und sich vollständig auf seine Spezialgebiete zu konzentrieren: Sal Hepatica und Ipana, die beiden Verkaufsschlager, sowie etwa ein Dutzend ausgewählter Körperpflegemittel, Antiseptika und Hustensäfte. Die Hauptverwaltung des Unternehmens wurde in Manhattan angesiedelt und nach der Umstrukturierung des Unternehmens in einen Hersteller von Konsumgütern begann
Bristol-Myers, seine Produkte direkt in der Öffentlichkeit zu bewerben - wie etwa Vitalis, ein Haarwasser für Männer, oder Mum, ein Deo zum Auftragen unter der Achsel.
1938
Das Squibb Institute for Medical Research wurde in New Brunswick, New Jersey, gegründet. Das Institut erzielte große Fortschritte in der Pharmazie, vor allem im Hinblick auf Antibiotika.
Squibb ließ sich aus Großbritannien
Penicillium-notatum-Kulturen schicken und entwickelte für die Penicillin-Herstellung das Verfahren der Submersfermentation. Um 1943 produzierte Squibb am Standort New Brunswick, New Jersey, Penicillin in 15.000-Gallonen-Tanks
[ca. 56.800 l] und unterhielt damit die weltweit größte Pencillin-Produktionsstätte.
1940
Bristol-Myers kaufte die Cheplin Laboratories
auf – einen in Syracuse, New York, ansässigen Hersteller von Acidophilus-Milch – und machte den ersten Spatenstich für den Bau einer weiteren Penicillin-Produktionsstätte. Cheplin wurde im zweiten Weltkrieg Haupt-Penicillinlieferant der alliierten Streitkräfte. Nach dem Krieg war klar, welche enormen Chancen Penicillin und andere Antibiotika Bristol-Myers boten. Cheplin wurde 1945 in Bristol Laboratories umbenannt und Frederic N. Schwartz übernahm das Ruder.
1943
Von 1945 bis in die 1960er Jahre waren
Bristol-Myers und Squibb entscheidend an der Entwicklung von Antibiotika beteiligt. Die Betriebsstätten wurden ausgebaut und Streptomycin, Tetracyclin und andere Neuentdeckungen wurden dort produziert.
Squibb International wurde als Kapitalgesellschaft eingetragen und das Unternehmen expandierte nach Südamerika und Europa, wo Produktionsstandorte in Mexiko, Italien und Argentinien gebaut wurden.
1946
Squibb erhielt für die Entdeckung der tuberkulostatischen Wirkung von Nydrazid (Isoniazid), einem Antibiotikum zur Tuberkulosebehandlung, den Lasker Award, einen der weltweit renommiertesten Wissenschaftspreise.
1955
Frederic N. Schwartz (links) wurde Präsident und Geschäftsführer von Bristol-Myers, als Henry Bristol im Alter von beinahe 70 Jahren einen Teil
seiner Zuständigkeiten abgab und Aufsichtsratsvorsitzender wurde. Schwartz war der erste Vorstandsvorsitzender, der nicht der Familie Bristol entstammte.
1957
1958
Schwartz und der damalige Finanzdirektor Gavin K. MacBain, der später Schwartz als CEO nachfolgen sollte, beschlossen, dass Bristol-Myers gut geführte kleinere Unternehmen akquirieren sollte.
Bristol-Myers übernahm Clairol, ein Unternehmen, das das Ehepaar Lawrence Gelb und Joan Clair gemeinsam gegründet hatten. Clairol sorgte dafür, dass Haarcolorationen von schwer zu handhabenden Spezialprodukten zu einem höchst erfolgreichen Verbrauchsgut für Jedermann wurden. Der älteste Sohn der Clairol-Gründer, Richard L. Gelb, folgte MacBain 1972 als Vorstandsvorsitzender nach.
1959
E.R. Squibb & Sons brachten 1961 die weltweit erste elektrische Zahnbürste auf den Markt. Bis zum Jahre 1990 kamen über 150 andere Marken elektrischer Zahnbürsten auf den Markt, die alle auf dem ursprünglichen von Professor Philippe G. Woog Squibb-Modell basierten.
1961
1967
Bristol-Myers übernahm Mead Johnson & Company, ein führendes Unternehmen für wissenschaftlich fundierte Säuglings- und Kindernahrung. Mead Johnson hatte 1910 die erste Säuglingsmilch auf den Markt gebracht und das Angebot im Lauf der Jahrzehnte um Vitamine, pharmazeutische Produkte und pränatale Ernährung ergänzt. Die Marke Enfamil® galt als weltweit führend im Bereich der Säuglings- und Kindernahrung.
1967
Squibb nahm sich auch der Krebsforschung an und erforschte und entwickelte Hydroxyurea zur Therapie bei Leukämie und fortgeschrittenem Eierstockkrebs.
Eine Zeitlang machte Bristol-Myers auch einen Ausflug ins Show-Business. 1970 gründete die Firma Palomar Pictures, die „The Taking of the Pelham One, Two, Three“ mit Walter Matthau und Robert Shaw in den Hauptrollen und „The Stepford Wives“ mit Katharine Ross und Paula Prentiss produzierte. Palomar wurde 1974 aufgelöst.
1970
Squibb verlegte die weltweite Hauptverwaltung nach Princeton, New Jersey. Die Infrastruktur des Squibb Institute in Princeton, New Jersey, wurde ebenfalls ausgebaut. Diese Erweiterung erlaubte Squibb weitere wegweisende Entdeckungen und Fortschritte in der medizinischen Forschung.
1971
Richard L. Gelb übernahm das Amt des Vorstandsvorsitzenden von MacBain. 1976 wurde Gelb zum Aufsichtsvorsitzenden gewählt. In den 1970ern, als Onkologie praktisch nur in Hinterzimmern betrieben wurde, trieb Bristol-Myers als erstes Unternehmen die Krebsforschung
und -behandlung voran und schuf somit überhaupt erst die Möglichkeit, mit Arzneimitteln in die Krebsbehandlung einzugreifen.
1972
In den 1970er Jahren brachte Bristol-Myers eine Reihe neuer Medikamente auf den Markt, angefangen 1973 mit BLENOXANE® (Bleomycinsulfat) zur Behandlung von Plattenepithelkarzinomen im Hals- und Kopfbereich sowie non-Hodkins-Lymphomen, gefolgt 1974 durch MUTAMYCIN® (Mitomycin) zur Behandlung von Knochenkrebs und Magen- bzw. Bauchspeicheldrüsenkrebs, 1976 durch CEENU® (Lomustin), ein Zytostatikum zur Behandlung von Hirntumoren und Morbus Hodgkins, 1977 durch BICNU (Carmustin) zur Behandlung von Hirn- und Lymphdrüsenkrebs bis hin zu den Krebsmitteln PLATINOL und LYSODREN(Mitotane) im Jahr 1978.
1973
Die Squibb-Forscher Miguel A. Ondetti (links) und David W. Cushman entwickeln CAPOTEN® (Captopril) und begründen damit unter der Bezeichnung ACE-Hemmer [Hemmstoffe des Angiotensin-konvertierenden Enzyms] eine neue Klasse von Medikamenten zur Therapie des Bluthochdrucks. CAPOTEN® war eine wichtige medizinische Neuentwicklung für die Behandlung von Bluthochdruckpatienten.
1975
1978
Squibb vertrieb in den 1970er Jahren einen zahnmedizinischen Verband, der auch auf warmen, feuchten Oberflächen haftete. Zu jener Zeit waren Stomapatienten gezwungen, Versorgungsbeutel mit hautreizenden Stoffen wie Gummikit oder Klebeband an ihrem Körper zu befestigen. Squibb baute ConvaTec 1978 um in eine separate Abteilung für die Entwicklung von selbstklebenden Hautbarrieren und Spezialprodukten, die eine neue Lebensqualität für Stomapatienten bedeuteten. Mit Sitz in Skillman, New Jersey, wuchs ConvaTec zu einem internationalen Unternehmen mit 3.000 Mitarbeitern in 100 Ländern.
1978
Bristol-Myers brachte das Krebsmittel VEPESID® (Etoposid) auf den Markt.
1983
Bristol-Myers eröffnete in Wallingford, Connecticut, einen hochmodernen Forschungskomplex mit Platz für über 800 Wissenschaftler und wissenschaftliche Mitarbeiter. 1995 erhielt diese Anlage den Namen „Richard L. Gelb Center for Pharmaceutical Research and Development“ nach dem früheren Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer von Bristol-Myers.
1986
Bristol-Myers fusionierte mit Squibb und wurde zu einem weltweit führenden Unternehmen in der Gesundheitsindustrie. Durch die Fusion entstand Bristol-Myers Squibb, das zu diesem Zeitpunkt zweitgrößte Pharmaunternehmen der Welt.
1989
PARAPLATIN® (Carboplatin) wurde für die Behandlung von rezidivierten Ovarialkarzinomen zugelassen.
Die Food and Drug Administration (Gesundheitsbehörde) in den USA erteilte die Zulassung für VIDEX® (Didanosin).
1991
Die Zulassungen im Jahr 1991 umfassten auch die beiden Herz-Kreislaufmittel PRAVACHOL® (Pravastin-Natrium) und MONOPRIL® (Fosinopril-Natrium). Pravasin® ist in Deutschland seit 1999 verfügbar; Fosinorm® (Fosinopril) seit 1997.
Bristol-Myers Squibb entwickelte mit TAXOL® (Paclitaxel) eine neue Substanz. Das Unternehmen investierte Hunderte Millionen Dollar, um TAXOL für klinische Versuche zur Verfügung zu stellen, die Daten für den Zulassungsantrag bei den Aufsichtbehörden zusammenzustellen und alternative Herstellungsformen für TAXOL zu entwickeln (das ursprünglich aus der Rinde der vom Aussterben bedrohten Pazifischen Eibe gewonnen wurde). TAXOL wurde 1993 auf den Markt gebracht.
Charles A. Heimbold Jr. wurde Geschäftsführer und im darauffolgenden Jahr zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Das Unternehmen schloss die Akquisition von Union Pharmacologique Scientifique Appliquee (UPSA) ab, einem führenden, in Frankreich ansässigen Hersteller von Pharmazeutika und verschreibungsfreien Medikamenten. Bristol-Myers Squibb erhielt die Zulassung der FDA für ZERIT® (Stavudin) (Zulassung in Deutschland 1996).
1994
Das Unternehmen verzeichnete über 60 Produktlinien mit einem weltweiten jährlichen Umsatz von je mindestens 50 Millionen US-Dollar. PRAVACHOL® (Pravastatin-Natrium) wurde von der FDA für weitere Indikationen zugelassen (in Deutschland: Pravasin® Protect).
1995
Das Unternehmen nahm in Hopewell, New Jersey, ein 175 Hektar [433 acre] großes Forschungsgelände in Betrieb. Zwei wichtige neue Arzneimittel, entwickelt in Kooperation mit Sanofi-Sythelabo, erhielten die Zulassung: AVAPRO® (Irbesartan; Karvea® in Deutschland) und PLAVIX® (Clopidogrel-Bisulfat; Iscover® in Deutschland 1998 eingeführt). PLAVIX® sollte für das Unternehmen das führende Produkt werden.
1997
1998
Präsident Bill Clinton verlieh Bristol-Myers Squibb die National Medal of Technology, die höchste
US-amerikanische Auszeichnung für technologische Innovationen „zur Verlängerung und Verbesserung des menschlichen Lebens durch innovative pharmazeutische Forschung und Entwicklung und zur Weiterentwicklung der Wissenschaft klinischer Studien durch bahnbrechende und hochkomplexe klinische Studien, die in der Branche als vorbildlich anerkannt sind.“
1998
Bristol-Myers Squibb rief das SECURE THE FUTURE®-Programm mit einem Budget von 100 Mio. US-Dollar ins Leben, um in sieben afrikanischen Ländern die HIV/AIDS-Forschung und gemeindebasierte Hilfsprojekte voranzutreiben: Botsuana, Namibia, Lesotho, Swasiland, Uganda, Burkina Faso und Tansania.
1999
Zusammen mit vier weiteren Pharmaunternehmen und internationalen Organisationen trat Bristol-Myers Squibb der „UNAIDS Drug ACCESS Initiative“ bei. Ziel der ACCESS-Kampagne ist es, durch Preissenkungen in afrikanischen Ländern den Zugang zu antiretroviralen Medikamenten und Therapien zu verbessern. Das Unternehmen bot an, in diesen Ländern die Preise für HIV/AIDS-Medikamente um 90 Prozent zu senken.
2000
Bristol-Myers Squibb gab weitere 15 Mio. US-Dollar für die Ausweitung von SECURE THE FUTURE® auf vier westafrikanische Länder – Burkina Faso, Elfenbeinküste, Mali und Senegal.
Bristol-Myers Squibb kündigte eine neue Strategie an – mit einem eindeutigen Fokus auf Arzneimittel und einem dynamischen externen Entwicklungsprogramm. Im Rahmen der neuen Strategie trennte sich das Unternehmen vom Clairol-Geschäft.
Das FORTUNE Magazine wählte Bristol-Myers Squibb zu „Amerikas angesehenstem Pharmaunternehmen“.
2001
Das Bristol-Myers Squibb Kinderkrankenhaus nahm im März 2001 als Teil des Robert Wood Johnson-Universitätskrankenhauses in New Brunswick, New Jersey, seine Arbeit auf. Als erstes eigenständiges Kinderkrankenhaus des Bundesstaates bietet es gesundheitliche Versorgung in mehr als 45 pädiatrischen Disziplinen, ungeachtet der finanziellen Verhältnisse der Familie.
Peter R. Dolan, zu dem Zeitpunkt seit 13 Jahren im Dienst des Unternehmens, übernahm von Charles A. Heimbold Jr. das Amt des Geschäftsführers. Dolan wurde auch zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Im Juni 2005 beschloss der Vorstand eine Trennung der Ämter des Geschäftsführers und des Vorstandsvorsitzenden und James D. Robinson III wurde zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Dolan blieb bis September 2006 Geschäftsführer.
Das Unternehmen verkündete die Akquisition der DuPont Pharmaceuticals Company für 7,8 Mrd. US-Dollar, um das Arzneimittelgeschäft von Bristol-Myers Squibb weiter zu verstärken. Mit der Übernahme von DuPont erweiterte Bristol-Myers Squibb sein Portfolio um SUSTIVA® (Efavirenz) und COUMADIN® (Warfarin-Natrium). Außerdem erwarb das Unternehmen die Firma Bristol-Myers Squibb Medical Imaging.
Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte im November die Zulassung für ABILIFY® (Aripiprazol), Zulassung in Deutschland: 2004. Das Medikament wird gemeinsam von Bristol-Myers Squibb und Otsuka vertrieben.
2002
Das Unternehmen arbeitete mit dem Krebsbezwinger und Tour de France-Sieger Lance Armstrong, der eine Krebserkrankung überwunden hatte, zusammen und sponserte die TOUR OF HOPE™ von Bristol-Myers Squibb, ein beispielloses Radsportevent, das in über einer Woche quer über den US-amerikanischen Kontinent führte. Unterwegs sensibilisierte das 26-köpfige Team aus ehemaligen Krebspatienten, Betreuern, Ärzten, Krankenpflegepersonal und Forschern die Öffentlichkeit für die Krebsforschung und die Bedeutung klinischer Studien für die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten. Basierend auf dem Erfolg der Verstanstaltung im Jahre 2003 beschlossen Armstrong und Bristol-Myers Squibb, auch 2004 wieder die durchzuführen.
2003
Im Juli wurde REYATAZ® (Atazanavirsulfat) in den USA zugelassen, in Deutschland 2004.
Im März wurde BARACLUDE® (Entecavir) von der FDA zugelassen, Zulassung in Deutschland im Jahr 2006. Ende Dezember erteilte die FDA die Zulassung für ORENCIA® (Abatacept), in Deutschland erhielt das Medikament 2007 die Zulassung.
2005
Die FDA erteilte im Juni die Zulassung für SPRYCEL® (Dasatinib), die Zulassung in Deutschland erfolgte 2007.
2006
Im Juli verkündeten Bristol-Myers Squibb und Gilead Sciences die Zulassung von ATRIPLA® (Efavirenz 600 mg/Emtricitabin 200 mg/Tenofovir Disoproxil Fumarat 300 mg) durch die US-Gesundheitsbehörde FDA. Die europäischen Behörden erteilten 2007 die Zulassung.
Peter Dolan trat als Vorstandsvorsitzender zurück. James M. Cornelius wurde zum vorläufigen CEO ernannt. Cornelius gehörte seit Januar 2005 dem Vorstand an. Am 20. April 2007 wählte der Vorstand Cornelius in das Amt des Vorstandsvorsitzenden (CEO).
Bristol-Myers Squibb verkündete seine neue Strategie, sich von einem mittelgroßen Pharmunternehmen in ein BioPharmaunternehmen der nächsten Generation zu entwickeln, das sich auf die Erforschung und Entwicklung innovativer Arzneimittel zur Bekämpfung schwerer Erkrankungen konzentriert. Zur Beschleunigung dieses Wandels führte das Unternehmen die „Perlenketten“ (String of Pearls) ein, um seine eigenen Fähigkeiten durch eine Auswahl innovativer Allianzen und Partnerschaften mit kleinen und großen Unternehmen sowie gezielte Akquisitionen zu ergänzen und zu verstärken.
2007
Bristol-Myers Squibb erwarb Adnexus Therapeutics, den Entwickler einer neuen Klasse von Biologika unter dem Namen Adnectin™. Die Akquisition half Bristol-Myers Squibb bei der Umsetzung seiner Biologika-Strategie in diversen Therapiegebieten und umfasste auch CT-322, ein Biologikum zur Krebstherapie in klinischen Studien der Phase 1. Adnexus war die erste Firmenübernahme im Rahmen der Perlenketten-Strategie des Unternehmens, die auf die Erforschung und Entwicklung neuer Therapien durch innovative Allianzen und Partnerschaften sowie Akquisitionen ausgerichtet ist.
Zur Unterstreichung seines weltweiten Engagements zugunsten von Kindern mit HIV/AIDS eröffnete Bristol-Myers Squibb ein neues Klinikum am Bristol-Myers Squibb Kinderkrankenhaus des Robert Wood Johnson-Universitätskrankenhauses in New Brunswick, New Jersey. Dieses widmet sich der Erforschung und Behandlung von Störungen des kindlichen Immunsystems und Infektionserkrankungen. Das Bristol-Myers Squibb Zentrum für pädiatrische Infektiologie und Immunologie wurde durch eine 5 Mio. US-Dollar Spende der Bristol-Myers Squibb Stiftung ermöglicht.
Bristol-Myers Squibb veräußerte seine Sparte für medizinische Bildgebung für 525 Mio. US-Dollar an die private Beteiligungsgesellschaft Avista Capital Partners, um sich stärker auf sein pharmazeutisches Kerngeschäft und seine Entwicklungen zu konzentrieren. Bristol-Myers Squibb verkaufte außerdem für 4,1 Mrd. US-Dollar das ConvaTec-Geschäft an Nordic Capital F und VII und Avista Capital Partners. ConvaTec war international führend in der Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte im Bereich Wundversorgung und Stomatherapie.
2008
Bristol-Myers Squibb kündigte im April 2008 an, ca. 10-20 % der Anteile an Mead Johnson Nutrition Company an die Börse bringen und verkaufen zu wollen, dabei aber auf absehbare Zeit mindestens 80 % der Unternehmensbeteiligung selber zu halten. Diese Ankündigung war – zusammen mit den Veräußerungen von Medical Imaging und ConvaTec – Teil der Umwandlung in ein BioPharmaunternehmen, damit sich Bristol-Myers Squibb stärker auf sein biopharmazeutisches Geschäft konzentrieren kann.
Bristol-Myers Squibb traf eine Exklusivvereinbarung mit KAI Pharmaceuticals, Inc., einem Biotechnologie-Unternehmen in Privatbesitz, für die globale Entwickung und den Vertrieb einer Therapie gegen Herz-Kreislauferkrankungen.
Bristol-Myers Squibb erwarb für ca. 190 Mio.
US-Dollar Kosan Biosciences, einen in Kalifornien ansässigen Entwickler und Hersteller von Krebsmedikamenten. Die Übernahme erweiterte die Unternehmenspipeline um Präparate in zwei wichtigen Klassen von Krebsmedikamenten.
Bristol-Myers Squibb schloss eine Exklusivvereinbarung mit PDL BioPharma in Redwood City, Kalifornien, für die Entwickung und den globalen Vertrieb einer Therapie zur Behandlung des multiplen Myeloms.
Bristol-Myers Squibb startete eine globale Kooperation mit Exelixis, einem Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, für die Entwickung und den Vertrieb zweiter neuartiger Therapien: eine zur Behandlung des medullären Schilddrüsenkarzinoms und eine zur Therapie fortgeschrittener solider Tumore.
2009
Bristol-Myers Squibb begründete eine globale Kooperation mit ZymoGenetics in Seattle, Washington, für die Entwickung und den Vertrieb von PEG-Interferon Lambda, einer neuen Therapie zur Behandlung von Hepatitis C.
2009
Bristol-Myers Squibb startete eine globale Kooperation mit Nissan Chemical Industries und Teijin Pharma für die Entwickung und den Vertrieb eines oralen atrial-selektiven Antiarrhythmikums.
Ende Juli verkündete Bristol-Myers Squibb die Zulassung von ONGLYZA™ (Saxagliptin) durch die US-Gesundheitsbehörde FDA, die europäische Zulassung erfolgte im Oktober 2009.
Bristol-Myers Squibb übernahm Medarex Inc., ein Biotechnologieunternehmen und seit 2005 Partner des Unternehmens. Die Firmenübernahme war die bis dato größte Transaktion im Rahmen der Perlenketten-Strategie und bedeutete eine erhebliche Erweiterung der onkologischen und immunologischen Pipeline von Bristol-Myers Squibb. Gleichzeitig brachte sich das Unternehmen langfristig als Marktführer in Sachen Biologika in Stellung und erwarb die vollen Rechte an Ipilimumab.
Bristol-Myers Squibb begründete eine globale Kooperation mit Alder Biopharmaceuticals Inc. in Bothell, Washington, für die Entwickung und den Vertrieb eines neuartigen experimentellen Biologikums zur Therapie rheumatoider Arthritis.
Am 23. Dezember beendete das Unternehmen den strategischen Verkauf der Anteile an der Tochtergesellschaft Mead Johnson. Die Abspaltung erlaubte Bristol-Myers Squibb die vollständige Konzentration auf das biopharmazeutische Kerngeschäft und markierte den Abschluss der Umwandlung des Unternehmens in ein führendes BioPharmaunternehmen.
Bristol-Myers Squibb und Allergan Inc. verkündeten eine globale Vereinbarung für die Entwicklung und den Vertrieb eines oralen Medikamentes zur Behandlung neuropathischer Schmerzen.
2010
Am 4. Mai 2010 wurde Lamberto Andreotti Vorstandsvorsitzender (CEO) von Bristol-Myers Squibb. Andreotti hatte zuvor zwölf Jahre lang unterschiedliche leitende Positionen in den USA und im Ausland inne gehabt. Jim Cornelius, der frühere Geschäftsführer, blieb Aufsichtsratsvorsitzender.
Im Dezember erwarb Bristol-Myers Squibb von Oncolys BioPharma Inc. die weltweiten Rechte für die Herstellung, Entwickung und Vermarktung von Festinavir, einem einmal täglich oral einzunehmenden Nukleosid Reverse-Transkriptase-Hemmer (NRTI).
Im März wurde YERVOY™ (Ipilimumab) von der US-Gesundheitsbehörde FDA zugelassen, im Juli 2011 erteilten die europäischen Behörden die Zulassung.
2011
Im Juni wurde NULOJIX® (Belatacept) von der FDA und den europäischen Behörden zugelassen.
Im Juli verkündeten Bristol-Myers Squibb und Innate Pharma eine globale Vereinbarung über die Entwicklung und den Vertrieb eines experimentellen immuno-onkologischen Biologikums.
Im September übernahm Bristol-Myers Squibb Amira Pharmaceuticals, ein auf kleinmolekulare Wirkstoffe spezialisiertes Pharmaunternehmen mit einem Schwerpunkt auf der Erforschung und frühen Entwicklung von neuen Medikamenten zur Behandlung entzündlicher und fibrotischer Erkrankungen.
Im September unterzeichneten Bristol-Myers Squibb und Ono Pharmaceutical Co., Ltd. ein strategisches Abkommen zur Ausdehnung der regionalen Rechte von Bristol-Myers Squibb an einer experimentellen Krebsimmuntherapie, einem anti-PD-1 Antikörper, und für die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung von Orencia in Japan.
Im September kündigten Bristol-Myers Squibb und Ambrx, Inc. eine Zusammenarbeit für die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung eines neuartigen Biologikaprogramms zur Behandlung von Diabetes und Herzversagen an.
Im Oktober vermeldeten Bristol-Myers Squibb und Gilead Sciences eine Lizenzvereinbarung für die Entwicklung und Vermarktung eines neuen
Fix-Dosis-Kombinationspräparates zur Behandlung von HIV/Aids.
Im November verkündeten Bristol-Myers Squibb und ASLAN Pharmaceuticals eine innovative Partnerschaft für die Lizensierung und Entwicklung eines neuen experimentellen Zytostatikums.
Gewisse, in den folgenden Rubriken erwähnten Medikamente sind weder in Europa noch der Schweiz verfügbar.