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Der Staat Wallis hat von der gemeinsamen schriftlichen Erklärung der Bundesämter für Verkehr (BAV) und Umwelt (BAFU), den SBB und den Industriekreisen betreffend Massnahmen zur Risikoverminderung bei Chlortransporten auf der Schiene Kenntnis genommen. Er begrüsst die Vereinbarung, die die Chlorlieferung an die Walliser Industriestandorte gewährleistet und gleichzeitig die Erhöhung der Sicherheitsnormen dieser Transporte sicherstellt. Er erinnert an die Bedeutung der Chlorversorgung für die Walliser Wirtschaft und an die zahlreichen Arbeitsplätze, die davon abhängen.
Die gemeinsam erarbeitete Erklärung des Bundes, der SBB und der Industriekreise besteht aus einem ersten bis 2018 umsetzbaren Massnahmenpaket um die Sicherheit der Chlortransporte deutlich zu verbessern. Die Erklärung sieht unter anderem die Suche nach näheren Bezugsstandorten, den Einsatz immer sichererer Kesselwagen, die Beseitigung allfälliger Hindernisse und die Optimierung der Transportvolumen und der Geschwindigkeit der Züge vor. Ab 2019 sind weitere Schritte vorgesehen, um schlussendlich das höchstmögliche Sicherheitsniveau zu erreichen.
Der Kanton Wallis ist von dieser Problematik besonders betroffen. Die Chemieindustrie (13.3% des Walliser BIP) ist für ihre Produktionsaktivitäten von den Chlortransporten stark abhängig. In den Standorten Visp und Monthey sind mehr als 3?000 Arbeitsstellen unmittelbar mit Produktionen, die Chlor benötigen, verbunden. Weitere rund 1?000 Stellen, zum Beispiel bei den Subunternehmern, sind indirekt betroffen.
Der Staat Wallis unterstützt die ausgearbeitete Lösung, die zum Ziel hat, die Personensicherheit und den Umweltschutz zu gewährleisten. Eine Lösung, diegleichzeitig die Interessen der Wirtschaft und die Arbeitsplätze in den betroffenen Industriestandorten berücksichtigt. Der Staat Wallis begrüsst ebenfalls, dass bis 2025 weitere Diskussionen zur Risikoverminderung geplant sind.