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Für das Staging (Evaluation der Ausdehnung eines Tumors) eignet sich das MRI hervorragend. Dabei wird das Rektum (Enddarm) mit 200 ml Ultraschall-Gel gefüllt. Der Weichteilkontrast ist so gut, dass für die Bildgebung kein intravenöses Kontrastmittel gebraucht wird. Insbesondere kann der Stuhl meist klar vom Tumorgewebe unterschieden werden. Mit dem MRI kann man heute die Substruktur der der Darmwand darstellen uns somit die Eindringtiefe des Tumors in die Wand bestimmen. Nebenstehendes Bild zeigt eine axiale Schichtführung durch das Rektum bei einem Rektumkarzinom.
Ein adäquates Staging ist heute eine unabdingbare Voraussetzung für eine adäquate Therapie. Insbesondere bei tiefsitzenden Rektumkarzinomen ist eine genaue Abklärung bezüglich einer Kontinenz erhaltenden Therapieoption wichtig.
Die sagittale Schichtführung zeigt eindrücklich, wie weit der Tumor sich nach unten Richtung Analkanal ausdehnt.
Perianale Fisteln
Mittels KM-verstärkter MRI des Beckenbodens können perianale Fisteln adäquat dargestellt werden. Es ist die beste Methode, um die genaue Ausdehnung vor einer operativen Sanierung zu bestimmen.
Sphincterdysplasie
Bei Kindern mit chronischer Verstopfung kann die sogenannte Sphincterdysplasie eine Ursache sein. Um diese zu diagnostizieren, ist eine spezielle MRI-Untersuchungstechnik des Beckenbodens nötig. Einen Einblick in diese Thematik finden sie nebenstehend auf dem Poster “Sphincterdysplasie” zum dwonloaden.