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Das Kernkraftwerk Fukushima I hat bei dem Atomunfall vom 11. März 2011 radioaktives Cäsium weit und breit über Japan zerstreut. Die Gemeinden im Nordostjapan zerbrechen sich heute noch den Kopf über die Entsorgung der radioaktiven Abfälle vom Agrar- und Forstwesen.
Die Stadt Ichinoseki in der Präfektur Iwate verbrennt mit Radioaktiv verseuchtes, jedoch den Grenzwert von 8000 Bq/kg nicht überschrittenes Grasfutter mit normalen Abfall zusammen. Bis Ende November 2016 wurden laut der Lokalzeitung Kohoku Shinpo rund 60 % des geschätzten Gesamtgewichts von 6’538 Tonnen, die aus Ichinoseki und Hiraizumi stammen, verbrannt. Die Asche wird vergraben. Die Cäsium-Konzentration des Grasfutters beträgt im Schnitt 1’786 Bq/kg. Allerdings stellte es sich auch heraus, dass zwischen 2012 und 2013 stärker verseuchtes Weidegras dort verbrannt worden war. Ab dieses Jahr wird das Gras vor der Verbrennung pelletisiert, um es vor Verderb zu schützen. Reisstroh, Misthaufen und Holzstück mit höherer Radioaktivität werden nach wie vor in 80 Zelten, die in der Stadt Ichinoseki verteilt sind, aufbewahrt.
Die Stadt Kurihara in der Präfektur Miyagi hat entschieden, das mit Radioaktivität verschmutzte Grasfutter zu kompostieren. Die Recycle-Firma Kyowa Kako in Tokyo hatte im Auftrag von der Stadt getestet und bestätigt, dass die radioaktiven Stoffe vom Kompost auf die Pflanze nicht übertragen waren.
Auch die Stadt Tome will Gras und Holzstück von niedriger Verseuchung (<4’000 Bq) mit der Erde mischen und in den Boden zurückversetzen.