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Der Kurs lag zuletzt bei 5,50 Franken. Die am Montag erstmals an der SIX gehandelten Papiere starteten damit deutlich über dem Niveau, auf dem sie am Freitag vor dem "Umzug" an der Wiener Börse geschlossen hatten (4,39 Euro).
Am Montag wurden 225,4 Mio Inhaberpapiere der Gesellschaft an der SIX kotiert. Sie wird damit zur Hauptbörse für die Valoren, welche aber weiterhin zusätzlich an der Wiener Börse handelbar sind. Dort wird die Gesellschaft einen Wechsel vom "prime market"-Segment in das tiefere "standard market"-Segment per Ende März 2017 beantragen. So sollen auch die Voraussetzungen für eine Aufnahme der Aktien in den Swiss Performance Index (SPI) geschaffen werden.
Die Pläne für den "Umzug" der Primärkotierung von Wien nach Zürich wurden erst am letzten Freitag bekannt. Durch die Erstkotierung in der Schweiz verspreche sich KTM Industries einen besseren Zugang zu den hiesigen und den internationalen institutionellen Anlegern, hiess es damals.
Die Fahrzeug-Gruppe besteht aus den Motorrad-Marken KTM und Husqvarna, den Herstellern von Performance-Teilen Pankl Racing Systems und WP Performance Systems, den Engineering-Firmen Kiska und KTM sowie dem Karbon-Komponentenhersteller Wethje. KTM ist nach eigener Darstellung Weltmarktführer im Offroad-Segment und grösster Motorradhersteller in Europa. Der Absatz von KTM ist in den vergangenen zehn Jahren von rund 66'000 Stück auf zuletzt 183'000 im Jahr 2015 gestiegen.
Im Geschäftsjahr 2015 hatte die Gruppe den Umsatz um 13% auf 1,22 Mrd EUR gesteigert und den Betriebsgewinn um 21% auf 113 Mio EUR erhöht. Unter dem Strich erzielte die Gesellschaft einen Gewinn von 65 Mio EUR.
KTM Industries wird vom Österreicher Stefan Pierer kontrolliert, der gleichzeitig auch CEO ist. Seine Beteiligungsgesellschaft hält 75,9% am Unternehmen. Um die Liquidität der Titel zu erhöhen und die Aktionärsbasis zu erweitern, will Pierer einen "begrenzten" Teil seiner Aktien institutionellen Anlegern anbieten, wie es am Freitag weiter hiess. Diese Platzierung soll voraussichtlich im ersten Quartal 2017 im Rahmen eines prospektfreien Angebots erfolgen. Gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" betonte Pierer aber, dass er Mehrheitsbesitzer bleiben wolle.
(AWP)