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Zur angestrebten Top-10-Platzierung in seiner Spezialdisziplin fehlte dem BMC-Profi Küng in der norwegischen Küstenstadt Bergen mehr als eine Minute. Auf den hoch überlegenen Sieger Dumoulin verlor Küng auf den 31 welligen km gleich 2:45 Minuten.
Den kleineren Teil des grossen Zeitverlusts handelte sich Küng durch ein Missgeschick ein. Er stürzte im serpentinen-ähnlichen Teil der durchschnittlich 9,1 Prozent steilen Schlussrampe hinauf zum Mount Flöyen, dem Hausberg von Bergen. Der 23-jährige Thurgauer, beim Auftaktzeitfahren der Tour de France starker Zweiter, hatte allerdings vom Start weg kontinuierlich Zeit auf die Konkurrenz eingebüsst.
Reto Hollenstein wies im Ziel gar rund dreieinhalb Minuten Rückstand auf. Vor Jahresfrist auf dem absolut flachen Parcours in Katar hatte der Thurgauer den überraschenden 9. Platz belegt. Nun in Bergen ging er allerdings nicht in Bestform an den Start. Neben den Folgen seines Sturzes an der Grossbritannien-Rundfahrt (Rippenquetschung) machten Hollenstein in den letzten Tagen Magenprobleme zu schaffen.
Vor gut einem Jahr in Rio de Janeiro war Tom Dumoulin im olympischen Zeitfahren nur vom Berner Fabian Cancellara geschlagen worden. Am Mittwoch sicherte sich der Niederländer, der im Mai den Giro d’Italia und am Sonntag bereits mit seinem Team Sunweb WM-Gold im Mannschaftszeitfahren gewonnen hatte, den Titel mit 57 Sekunden Vorsprung vor dem Slowenen Primoz Roglic.
Bronze ging wie im letzten August in Rio de Janeiro an den Briten Chris Froome (1:21 Minuten zurück), heuer an der Tour de France und der Spanien-Rundfahrt siegreich. Titelverteidiger Tony Martin wurde vor mehreren 10’000 Fans mit gut eineinhalb Minuten Rückstand nur Neunter. Der Deutsche ist wie Cancellara vierfacher Zeitfahr-Weltmeister.
(SDA)