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Lara Gut-Behrami fand sich in Val di Fassa, das für die abgesagten Rennen in China einsprang und zur Weltcup-Premiere gelangte, auf der Piste La Volata auf Anhieb bestens zurecht. Die 29-Jährige sichert sich - wie schon vor Jahresfrist in Crans-Montana - souverän das Abfahrts-Double.
Mit ihrem 32. Triumph im Weltcup ist Gut-Behrami aus Schweizer Sicht nun alleinige Zweite hinter Vreni Schneider (55 Siege) und vor Erika Hess (31).
107 Punkte Vorsprung vor Vlhova
Im Gesamtweltcup, wo sie am Vortag an die Top-Position vorgestossen war, beträgt der Vorsprung der Tessinerin bereits 107 Punkte. Die Slowakin Petra Vlhova klassierte sich in der zweiten Abfahrt nur im 12. Rang. Ausstehend sind noch neun Rennen, wovon deren vier Slaloms sind. In diesen tritt Gut-Behrami nicht an, wohingegen Vlhova zu den Topanwärterinnen auf den Sieg gehört.
Im Kampf um die kleine Abfahrts-Kristallkugel kommt es Mitte März beim Weltcup-Finale in Lenzerheide zu einem Dreikampf. Die mit 480 Punkten führende Italienerin Sofia Goggia muss bei der letzten Abfahrt des Winters aus der Ferne zuschauen, wie ihre zwei Schweizer Konkurrentinnen abschneiden.
Dreikampf um Abfahrts-Disziplinensieg
Abfahrts-Weltmeisterin Suter (410) reicht der 2. Platz in jedem Fall, um sich wie im Vorjahr den Disziplinensieg zu holen. Auch Gut-Behrami (383) kann mit einem neuerlichen Sieg noch knapp an Goggia vorbeiziehen. Doch das für sie erste Abfahrts-Kristall gäbe es nur, wenn sich zumindest noch eine Konkurrentin zwischen sie und Suter schiebt.
Die Obwaldnerin Michelle Gisin (7.) und die Bündnerin Jasmine Flury (8.) rundeten das Schweizer Top-Ergebnis in der zweiten Abfahrt in Val di Fassa ab. Weltcup-Punkte gab es auch für Joana Hählen (17.), Priska Nufer (18.), Jasmina Suter (22.) und Noémie Kolly (28.).
Mit Ausnahme von Hählen, der dazu nach sieben Saisonrennen gerade einmal ein Punkt fehlt, und Kolly sind sie alle fürs Weltcup-Finale in Lenzerheide qualifiziert, wo pro Disziplin nur noch die Top 25 der Saison startberechtigt sind.
Gut-Behrami vor Gewinn von Super-G-Kristall
Das Speed-Wochenende im Trentino findet seinen Abschluss mit einem Super-G, dem zweitletzten des Winters. Super-G- und Riesenslalom-Weltmeisterin Gut-Behrami ist in ihrer Paradedisziplin nach vier Weltcupsiegen in Serie unangefochtene Leaderin.
Die Tessinerin kann sich die kleine Kristallkugel zum dritten Mal nach 2014 und 2016 sichern. Dazu reicht ihr selbst bei einem Sieg von Corinne Suter - ihrer letzten verbliebenen Konkurrentin - der 26. Platz.