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Requabatterien,
im nordamerikanischen Bürgerkrieg verwendete Orgelgeschütze mit 25 auf einem fahrbaren Gestell nebeneinander liegenden Gewehrläufen, die gleichzeitig geladen und abgefeuert wurden.
im nordamerikanischen Bürgerkrieg verwendete Orgelgeschütze mit 25 auf einem fahrbaren Gestell nebeneinander liegenden Gewehrläufen, die gleichzeitig geladen und abgefeuert wurden.
(spr. -kena, das antike Lobetum), Bezirksstadt in der span. Provinz Valencia, in sehr fruchtbarer Gegend, ehemals befestigt, hat Seidenkultur und (1878) 13,527 Einw.
s. Maître des requêtes.
(lat.), in der römisch-kath. Kirche die musikalische Seelen- und Totenmesse (Missa pro defunctis), die ihren Namen von den Anfangsworten: »Requiem aeternam dona eis« (»die ewige Ruhe gib ihnen«) erhalten hat. Das Requiem wird entweder am Tag des Begräbnisses oder am Jahrestag des Todes oder am Tag aller Seelen (2. Nov.) administriert. Es fehlt ihm das Gloria in excelsis der gewöhnlichen Messe, an dessen Stelle nach dem Dominus vobiscum und einer Oratio pro defunctis die Sequenz: »Dies irae, dies illa« gesungen wird. Auch das Credo fällt weg, und es folgt sogleich das Offertorium, dann die Praefatio, Sanctus, Osanna, Benedictus; das Agnus Dei schließt mit den Worten: »Dona eis requiem aeternam« und die Messe mit »Requiescat in pace«. Hiermit endigt der Altardienst, und der Priester tritt nun an den Katafalk oder die Tumba und spricht das »Libera nos, Domine«, das Vaterunser und eine Absolution. Bei seitlichen Seelenmessen werden die einzelnen Sätze von dem Singchor mit Orchester oder mit der Orgel begleitet oder auch in einer kunstvollen Figuralmusik ausgeführt. Ausgezeichnete Kompositionen des Requiem lieferten Palestrina, Asola und O. Pitoni, nach ihnen Mozart und Cherubini, in neuester Zeit Berlioz, Schumann (Requiem sur Mignon), Lachner, Brahms, Kiel und Verdi.
in pace (lat.), »möge er in Frieden ruhen«, Formel, mit welcher in der katholischen Kirche die Seelenmesse beendet wird (s. Requiem);
auch häufig Inschrift auf Grabsteinen.
(lat.), Ruhestätte, Grab.
(lat.), etwas als erforderlich für sich in Anspruch nehmen, darum nachsuchen, es fordern, betreiben. S. Requisition.
(lat.), Bedürfnis, Erfordernis;
besonders heißen in der Bühnensprache Requisiten die nicht zur Dekoration oder Garderobe gehörenden, zur Aufführung eines Stücks erforderlichen Gerätschaften;
Requisiteur (lat.-franz., spr. -tör), Angestellter des Theaters, der die Requisiten verwaltet, auch besorgt.
(lat., »Auf-, Nachsuchung«),
im Verkehr der Behörden untereinander die Aufforderung zur wechselseitigen Unterstützung, namentlich das Ersuchen (Hilfsschreiben, Requisitionsschreiben) der Gerichte um Gewährung der Rechtshilfe (s. d.). Im Kriegswesen ist Requisition das Herbeischaffen von Lebensmitteln und militärischen Bedürfnissen von den Bewohnern in Feindesland. Die Requisition geschieht auf Anordnung der höhern Truppenbefehlshaber möglichst bei den Ortsbehörden durch die Intendantur, die auch die ordnungsmäßige Verausgabung an die Truppen bewirkt.
Bei den Avantgarden, größern Rekognoszierungen, plötzlicher Änderung der Marschrichtung wird die Requisition meist von den Truppen selbst, aber stets unter Leitung eines Offiziers auf Befehl der vorgesetzten Truppenbehörde ausgeführt, welche auch die amtlichen Empfangsbescheinigungen ausstellt. Eine Requisition, ohne letztern von Mannschaften eigenmächtig ausgeführt, gilt heute als Plünderung oder Brandschatzung (s. d.), war aber in frühern Jahrhunderten Gebrauch.
Das im 18. Jahrh. streng befolgte System der Magazinverpflegung hemmte die Bewegungen der Heere außerordentlich, da diese vor dem Weitermarsch das Eintreffen der Lebensmitteltransporte abwarten mußten. Während der Kriege der französischen Revolution begann man die Requisition einzuführen, die von Napoleon systematisch angewendet wurde und seitdem in allen Kriegen allgemeine Geltung fand. Die Magazinverpflegung tritt nur dann in Feindesland ein, wenn die Requisition nicht mehr ausreicht, wie z. B. 1870 bei den Belagerungen.
s. Hilfsschreiben.
(lat.), Gegenstand, Sache, namentlich im juristischen Sinn, d. h. ein für sich bestehender, räumlich begrenzter Gegenstand, welcher keine Person ist. Res accessoria, Nebensache;
res dubia, zweifelhafte Sache;
res judicata, rechtskräftige Entscheidung;
res litigiosa, streitige Sache;
res mobilis, bewegliche, res immobilis, unbewegliche Sache, Grundstück;
res nullius, herrenloses Gut;
res publica, das Gemeinwesen, der Staat;
res sacrae, Kirchensachen.
Alpenpaß in Tirol, westlich von den Ötzthaler Alpen, 1491 m hoch, mit mehreren kleinen Seen und Kunststraße von Finstermünz (Inn) nach Mals und Glurns (Etsch).
Pascha (Reschid Mustafa Pascha), türk. Staatsmann, geb. zu Konstantinopel, erhielt 1820 im Departement des Auswärtigen eine Anstellung als Amedi (Berichterstatter). Nachdem er 1833 den Frieden von Kutahia unterhandelt, ging er 1834 als Gesandter nach London und von da nach Paris. Im November 1837 zum Minister des Auswärtigen ernannt, war er Hauptbeförderer der Reformbestrebungen Mahmuds. Infolge der Gegenbestrebungen der alttürkischen Partei ward er im Herbst 1838 plötzlich entlassen und ging als außerordentlicher Gesandter des Sultans nach London, Berlin und Paris, wo er die Interessen der Pforte dem Vizekönig von Ägypten gegenüber vertrat.
Nach Sultan Mahmuds I. Tod von der Mutter des neuen Sultans Abd ul Medschid nach Konstantinopel zurückberufen, übernahm er 5. Sept. abermals das Ministerium des Auswärtigen. Auf seinen Betrieb ward der Hattischerif von Gülhane erlassen. Auch gelang es ihm mit Hilfe der Mächte, den ägyptischen Krieg zu einem glücklichen Ende zu führen. Serailintrigen führten im März 1841 seinen Sturz herbei, worauf er im Juli wieder als Gesandter nach Paris ging. Im Januar 1843 von da abberufen, ward er, beim Sultan als Verächter des Türkentums verdächtigt, als Statthalter nach Adrianopel verbannt, nahm die Stellung aber nicht an, sondern kehrte nach Paris zurück. Nach dem Sturz Riza Paschas Ende 1845 war er wieder Minister des Auswärtigen, 1846-52 Großwesir, seit Mai 1853 von neuem auswärtige Minister und Hauptstütze der antirussischen Politik, 1856 und 1857 wieder Großwesir. Er starb
(Räscht), Hauptstadt der pers. Provinz Gilan, unfern der Südwestküste des Kaspischen Meers, an einem Mündungsarm des Sefid-Rud, hat einen großen Bazar und lebhafte Seidenmanufakturen und ist der Hauptstapelplatz Persiens für Seide, die früher hier auch in größter Menge erzeugt wurde. Da jedoch seit 1863 die Raupenkrankheit wiederholt großen Schaden gethan, hat man sich neuerdings mehr auf den Anbau von Reis und Tabak geworfen. Rescht hatte früher 60,000, dagegen jetzt (mit den Vorstädten) nur 40,000 Einw. und hat viel von seiner frühern Blüte verloren. Als Hafenplatz dient Enzeli, ein armseliges Dorf von 200 Häusern.