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1 Lebensort: Moosige, offene Stellen von Bergrippen
2 Kanne mit gefransten Kannenflügeln und "tentakelartigen" Haaren auf der Deckeloberseite
Nepenthes tentaculata Hook.f. wächst als Hochland-Art in Borneo und Sulawesi (= Celebes) bevorzugt auf moosigen, offenen Bergrippen. Kriechende Sprossachsen bilden klein bleibende Rosetten oder kletternde Triebe von wenigen Metern Länge aus.
Die folgenden Aufnahmen stammen von Exemplaren aus dem Gebiet "Kambarangoh", das entlang des Gipfelpfades zum Kinabalu liegt.
Kannendeckel
Deckeloberseite
Der eiförmig-lanzettliche Deckel trägt ringsum in Randnähe Fransen. Gelegentlich sind aber Fransen zerstreut auf der ganzen Deckeloberseite zu finden (siehe Macfarlane 1908); sie können aber auch völlig fehlen (Populationen in Sulawesi). Geradezu büschelig gehäuft stehen Fransen beidseitig des breit-kurzen Spitzchens.
1,2 Deckel eiförmig bis lanzettlich
3 Fransen stehen parallel zum Deckelrand in einer Reihe
4 Zwei einzelne Fransen
5 Büschelig gehäufte, gelegentlich gegabelte Fransen beidseitig des Spitzchens
Deckelunterseite
Auf der Deckelunterseite gibt es zerstreut runde, flache, umwallte Nektardrüsen. Nicht ganz vorn an der Deckelspitze fällt ein kegelartig gerundeter Buckel auf (ob immer vorhanden?).
1,2 Nektardrüsen
3,4 Buckel
Peristom (Kragen)
Das Peristom weist eigentlich keine Besonderheiten auf! Einzig der Umriss des Kanneneingangs scheint ein konstantes Merkmal zu sein. Die Form des Umrisses erscheint rhombisch-abgerundet (erwähnt z.B. auch von McPherson 2009). Ein Hals ist praktisch nicht ausgebildet. Die Rippen sind abgerundet. Innen läuft das Peristom in kleine, aber deutliche Zähne aus!
Fein gerilltes Peristom
Zähne, daneben Drüsenmündungen mit tropfenförmigen Sekreten
Verdauungsdrüsen
Form und Verteilung der Verdauungsdrüsen
Auch die Verdauungsdrüsen der unteren, bauchigen Kannenzone weisen keine Besonderheiten auf. Die Drüsen sind nicht extrem klein und stossen nicht aneinander. Sie haben aber fast keine darüber liegende Epidermistasche ausgebildet. Die Form der Drüsen ist meist rundlich, wird aber im Grenzgebiet "Verdauungszone-Gleitzone" gelegentlich oval bis länglich-elliptisch.
Blätter und junge Sprossachsen sind nicht selten dunkel, ja sogar schwärzlich gefärbt (übertönen Anthocyane das Chlorophyll?). Die schmalen, wenignervigen Blätter laufen am Stängel herab und enden oft stängelumfassend-herzförmig. Gelegentlich ist die Blattbasis asymmetrisch.
Blätter; Blattansatz
Links: Blattbasis
Rechts: Querschnitt durch Blattspreite mit asymmetrischer Blattbasis