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Werbung kann nerven. Das war schon immer so. Denn sie will nur eins: verkaufen. Und wie macht man das? – Logisch, mit Logik! Man tut so, als wäre der Erwerb eines beliebigen Produkts das einzig Logische, um in einer Gesellschaft zu überleben.
In den 1950er Jahren war es logisch, dass Frauen in der Küche Frikadellen brieten und Männer die Kohle nach Hause brachten. Und demnach waren die Männer auch die einzigen, die sich etwas kaufen konnten. Ja, die Logik der 50er hat einen Namen: derber Sexismus.
Beispiele gefälligst? Voilà …
Der libanesische Künstler Eli Rezkallah ist froh, dass die heutige Logik nicht mehr so derb ist. Trotzdem, sagt er, sei Sexismus noch immer ein Problem.
Manchmal stellt er sich ein Paralleluniversum vor, in dem die Rollen vertauscht sind. Erst dann könne einem Mann so richtig bewusst werden, wie absurd die ganze Sache sei.
Auf seinem Instagram-Account hat er diese Phantasie fotografisch umgesetzt. Er knüpfte sich sechs uralte Reklamen vor und stellt den Mann dabei an den Herd und die Frau in den Chefsessel.
Auf die Idee kam der Künstler durch seine Onkel. Auf Instagram beschreibt er seine Musen wie folgt:
Unter einem anderen Bild schreibt er dann:
(jin)
Alles fing damit an, dass sich eine Journalistin über eine Rezension im «Tages-Anzeiger» aufregte. Darin schrieb ein älterer Mann über das Buch einer sehr jungen Frau. Vor allem aber schrieb er darüber, wie er das Aussehen besagter sehr junger Frau auf dem Foto im «New Yorker» empfand. Sie sehe darauf aus «wie ein aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen».
Die Frau heisst Sally Rooney – sie ist 28 Jahre alt und eine mit Literatur-Preisen überhäufte Bestseller-Autorin aus Irland.
Aber anstatt in …