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von Ernst Dörig
Sie haben einen vielfältigen literarischen Nachlass hinterlassen und sind dadurch in bleibender Erinnerung geblieben. Gemeint sind Paul Oberholzer, Redaktor (1901 – 1992), Alois Blöchliger, Spitalverwalter (1897 – 1979), Pater Laurenz Kilger, Missionsbenediktiner (1890 – 1964) und Karl Blöchlinger, Bankverwalter, alias Pius Rickenmann (1896 – 1987).
Von 2015 bis 2016 hielt das Museum im Rahmen einer grossen Sonderausstellung Rückschau auf die Gemeinde- und Stadtjubiläen, die in Uznach in den Jahren 1941, 1969, 1978 und 1991 stattfanden. Das Museum würdigte damals auch die genannten vier Persönlichkeiten, denn sie haben sich um die Erforschung, Erschliessung und Bearbeitung der Gemeindegeschichte besondere Verdienste erworben.
Paul Oberholzer hat zur Uznacher Geschichte viele Bücher und Schriften verfasst und/oder herausgegeben. Zur Zwölfhundertjahrfeier von 1941 hat er im Rathaussaal die Ausstellung «Alt Uznach» organisiert. Zahlreiche Ausstellungsstücke bildeten danach den Grundstock für die im Jahr 1953 eröffnete Heimatkundliche Sammlung, dem heutigen Uznacher Museum.
Alois Blöchliger, Vizeammann der Politischen Gemeinde und Präsident der Ortsgemeinde, verfasste verschiedene Schriften zur Uznacher Geschichte. Er war Initiant der von Pius Rickenmann verfassten Freilichtspiele zum 650-Jahrjubiläum des Rütlischwurs und zum 1200-Jahrjubiläum der Gemeinde im Jahr 1941.
Pater Laurenz Kilger war Missionsbenediktiner und lebte von 1936 bis 1958 in Uznach. Er war ein hervorragender Wissenschaftler und Historiker und befasste sich eingehend mit der Lokalgeschichte des Linthgebietes. Dazu betrieb er zeitraubende Forschungen und verfasste einschlägige Literatur. Für die Abfassung der Ortsgeschichte von Schmerikon verlieh ihm die Nachbargemeinde das Ehrenbürgerrecht.
Karl Blöchlinger verfasste unter dem Pseudonym Pius Rickenmann Theaterstücke mit geschichtlichem Hintergrund und Gedichte. Er schrieb auch zahlreiche Festspiele. Dazu gehörte das Festspiel «Die Einrosenstadt» zum Jubiläumsjahr 1941. Wie für Uznach üblich, besorgte Karl Blöchlinger unter seinem richtigen Namen auch die Inszenierung.
Ehrenplatz im Museum
Die Angehörigen haben dem Museum unlängst das schmiedeiserne Kreuz vom ehemaligen Grab von Pius Rickenmann und dessen Frau auf dem Friedhof Uznach geschenkt. Das Kreuz hat im Museum einen Ehrenplatz gefunden. Ausgestellt ist auch der Gedenkstein, den die Gemeinde auf dem Grab platziert hatte. Auch sind hier Fotos vom Pius Rickenmann-Weg auf dem Steinenbachdamm zu sehen. Der neue Ehrenplatz im Museum ist nicht nur Pius Rickenmann, sondern allen vorgenannten Persönlichkeiten gewidmet. Kilian Oberholzer hat in einem Blatt (zum Mitnehmen gedacht) ihre lokalhistorischen Verdienste beschrieben.
Erstmals zu sehen ist der beschriebene Ehrenplatz im Museum Uznach anlässlich der Oeffnung vom Sonntag, 3. April 2022, von 10 bis 12 Uhr.