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Die Sperrung der Bündner Passübergänge von Süden her wurde schon ab 1936 geplant und ab 1937 errichtet. Die Sperrstelle von Laret gehört jedoch nicht dazu. Zusammen mit den vorgelagerten
Sperrstellen bei Pardenn und Schlappin wurde sie erst mit der Planung der Festung Sargans und deren Erweiterung geplant und realisiert.

In Laret versuchte man 1941 die anspruchsvolle Aufgabe zu lösen, den topografisch sehr unübersichtlichen Übergang zwischen Klosters und Davos zu sperren. Entstanden ist eine Sperrstelle, bestehend
aus drei Verteidigungslinien, die bis hinauf zur Schwarzseealp und zum oberen Ende des Davosersees reichen. Die erste Linie sperrte vom Ausgang des Mönchalptal durch den Dürrwald bis
bis hinauf zur Schwarzseealp. Hier entstand eine Kette von zehn Bunkern, ausgerüstet mit MG und Lmg, die so positioniert waren, dass sie sich gegenseitig decken konnten und kaum schusstote Räume
vorhanden waren. Die zweite Linie entstand am Südwestende der Ebene von Unter Laret. Zwei der drei MG Bunker konnten auch in Richtung der ersten Linie wirken. Die dritte und letzte Linie
schliesslich entstand auf Davoserseite des Wolfgangpasses am oberen Ende des Davosersees. Hier errichtete man zwei MG Bunker, welche sowohl Kantonsstrasse, als auch Bahnlinie unter Feuer nehmen
konnten.
Was bei diesen Anlagen auffällt ist wiederum ihre meisterhafte Tarnung. Während einige Bunker ungetarnt im Wald stehen, wurden andere als Waldhütten gestaltet. Hier oben befindet sich auch eines der
"Wasserreservoirs", die es in die Landeskarten geschafft haben, obwohl sie im Inneren alles andere als nass sind. Der Bunker A7716 Schwarzsee rechts ist so einer. Er liegt direkt am See und die
vielen Spaziergänger haben keine Ahnung, woran sie da vorbei laufen. Nicht überall, wo Wasser drauf steht, ist auch Wasser drin.
Plan des MG Bunkers A7712 Auf dem Boden
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Verrat!
Bereits kurz nach dem Bau der Sperrstelle war ihr Wert gegen Null gesunken. Dafür gesorgt hat der Landesverräter Vinzens. Dieser war von Juni bis November 1941 als Grenzposten am Schlappiner Joch
im Dienst. Er verriet den deutschen Agenten nicht nur die Anlagen an seinem Einsatzort, sondern auch die rückwärtige Sperre bei Laret. So ist im Bericht des Generals zum Zweiten Weltkriegs dazu
zu lesen: "Dazu verriet er die rückwärts gelegene Talsperre bei Laret mit genauen Angaben über den Standort der Bunker, die Lage der Sprengobjekte, der Telephonleitungen zwischen den Bunkern,
die Schussrichtung der Bunker, die Lage der Sprengobjekte und des Bunkers, in dem sich die Auslösestelle befindet. Er übergab eine darüber erstellte Skizze mit Erklärungen den Deutschen zur Einsicht
und kontrollierte nachher die von ihnen erstellte Nachzeichnung. Das hätte bei überfallartigem Angriff den Zugriff auf Davos von Norden und die Beherrschung der Gegend bis Chur hinaus erleichtert".
Vinzens war auch sonst sehr aktiv. So verriet er auch zahlreiche Anlagen der Festung Sargans. Für diesen schweren Verrat erhielt er die Todesstrafe.

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Anlagen 1. Linie - Dürrwald
Anlagen 1. Linie - Schwarzsee
Anlagen 2. Linie - West