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Bis 1965 im Einsatz bei der EBT (heute RM), vormals EB.
In den Jahren 1899-1914 beschaffte die Emmentalbahn insgesamt 4 Dampflokomotiven des Typs Ed 4/5. Sie trugen die Betriebsnummern 5 - 8. Es waren sogenannte Tenderloks für gemischten Dienst, wie sie in ähnlicher Bauart auch für andere Schweizerische Privatbahnen gebaut wurden. Die Loks 5 -7 waren anfänglich Nassdampfmaschinen und arbeiteten nach dem nicht ganz einfachen Zweizylinder-Verbundsystem. Die Lok Nr. 8, mit Jahrgang 1914 die jüngste der Serie, wurde als Heissdampf-Zwillingsmaschine erbaut. Der Betrieb mit überhitztem Dampf brachte einmal einen deutlich kleineren Verbrauch an Kohle und Wasser und zum anderen eine Leistungssteigerung gegenüber den anderen Loks. Mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und der Leistung von 700 PS war sie für die Beförderung schwerer Züge auf den Strecken der Emmentalbahn optimal konzipiert.
Gelegentlich musste sie auch auf der steigungsreichen Linie der an sich elektrisch betriebenen Burgdorf-Thun-Bahn (BTB) aushelfen.
Mit der Elektrifikation der Emmentalbahn wurde Lok 8 arbeitslos. Sie wurde als fahrdrahtunabhängige Reservelok behalten und in Moutier (SMB) remisiert. 1948 erfolgte in der Herstellerfirma SLM Winterthur nochmals eine gründliche Revision. Ihr Einsatz beschränkte sich danach auf Bauzüge bei Fahrleitungsumbauten. Beim Ersatz der Eisenbrücke über die Emme im Farbschachen (zwischen Lützelflüh und Ramsei) durch eine Spannbetonbrücke kam sie für das Verschieben der SBB-Kranwagen auf dem Umfahrungsgleis und dem neuen, noch nicht elektrifizierten Gleis im Herbst 1960 und Frühling 1961 noch einmal zu einem grösseren Einsatz.
1965 wurde sie von der EBT ein letztes Mal für öffentliche Dampffahrten zwischen Solothurn, Langnau und Thun eingesetzt. Nach diesen Fahrten wurde die Lok im Lokschuppen von Eriswil (VHB) remisiert.
1972 wurde Lok 8 dem Verein Dampfbahn Bern (DBB) von der EBT geschenkt! So kam der DBB zu seiner ersten eigenen Lok. Sie wurde nach Bern überführt und im Depot SBB begann eine gründliche Hauptrevision. Diese konnte 1978 erfolgreich abgeschlossen werden.
Von Seiten der EBT bestand ein echtes Interesse, die Lok wieder auf ihrem Netz für Extrafahrten einzusetzen. Im alten Depot in Burgdorf, von wo sie seither eingesetzt wird, fand sie Unterschlupf. Nach 81 Jahren treuen Diensten wurde im Jahre 1995 der Kessel abgesprochen, er musste durch einen kostspieligen Neubau ersetzt werden. 1999 konnte die Lokomotive, nach grösseren Revisionsarbeiten und mit neuem Kessel versehen, den Dienst wieder aufnehmen.