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SCB – ZSC: Sechs magische Buchstaben im Eishockey, hunderte von Duellen auf höchstem Niveau im Männerhockey, spannende, dramatische, langweilige, mitreissende. Nun steht auch im Frauenhockey ein Finalduell der magischen sechs Buchstaben an. Eigentlich ist es auch bei den Frauen das Aufeinandertreffen zweier Traditionsvereine, denn das SCB-Frauenteam ging aus dem EV Bomo-Thun, dem letztjährigen Finalgegner der Löwinnen, hervor. Bomo Thun wurde 1984 gegründet und spielt seit 2006 in der obersten Spielklasse, die ZSC Lions entstanden 1983 und stiegen ein Jahr nach Bomo auf.
Seither gehören die Duelle SC Bern oder Bomo Thun gegen die Zürcher Löwinnen zum jährlichen Programm der Meisterschaft. Mehrheitlich waren die Rollen jedoch eindeutig verteilt zugunsten der Lions mit ihren 15 Finalteilnahmen und acht Meistertiteln. Beide Teams waren Teil des dramatischsten Playoff-Finals im Frauenhockey im letzten Frühling. In Spiel vier hätten damals die Bernerinnen alles klar machen können, doch die Löwinnen erzwangen ein fünfte Spiel. Dort zuerst im Rückstand, konnten die Löwinnen kurz vor dem Ende der regulären Zeit ausgleichen und dann nach 47 Sekunden in der Verlängerung den Titel gewinnen.
Wie verteilen sich die Favoriten-Gene in dieser Saison auf die beiden Teams? Wer hat (am Schluss) die Nase vorne? Es bedarf einiger Spitzfindigkeit, um einen Favoriten auszumachen. Oder um es in einem gebräuchlichen Beziehungsstatus auszudrücken: «Es ist kompliziert.» Die meisten Statistiken, die man zu einer profunden Analyse heranzieht, ergeben ein Fifty-Fifty-Bild:
- Meisterschaft ZSC-Bern: 3:4 / 4:1 / 4:2 / 1:4
- Torhüterinnen: Leichter Vorteil für den SCB mit seinen beiden Nati-Goalies
- Verteidigung: erhaltene Tore in der Regular Season = 47 bei beiden Teams
- Sturm: Vorteil SCB mit seinem Topskorer-Traumduo Estelle Duvin (Liga-MVP) und Maija Otamo (letztjährige Liga-MVP)
Tatsache ist: Erhalten die beiden besten Ausländerinnen in der Women’s League zusammen mit ihrer kongenialen Partnerin Emma Ingold genügend Platz für ihr Kombinationsspiel und bleibt ihre Treffsicherheit erhalten, dann ist der SCB Favorit. Gelingt es den Löwinnen hingegen – wie in der Halbfinal-Serie gegen die HCAP Girls mit ihrem Top-Duo Fanny Rask und Theresa Knutson – die Kreise des Trios einzuengen, dann entscheiden andere Leistungsträgerinnen den Final. Wie etwa Lisa Rüedi, Alessia Baechler, Kristina Kontny, Alina Marti oder Sinja Leemann im Halbfinal gegen Ambri. Oder anders formuliert: Wird das «Secondary Scoring» zum Zünglein an der Waage, dann liegt der Vorteil auf Seiten der ZSC Lions. In den neun Spielen gegeneinander seit dem Final 2022/23 teilen sich Lisa Rüedi und Sinja Leemann mit je fünf Toren und vir Assists die Top-Position. Maija Otamo folgt mit gleich vielen Punkten, aber einem Tor weniger. Estelle Duvin kommt auf acht Punkte (sechs Tore), Dominique Scheurer auf sieben und Alina Marti auf sechs Punkte.
Man kann die Analyse drehen und wenden, wie man will: Keines der beiden Final-Teams steigt in einer Favoritenrolle in die Serie. Die Details werden entscheiden, vielleicht auch das Glück, mit Sicherheit jedoch die Effizienz und die Disziplin.
Unterstützt die Löwinnen vor Ort in der Swiss Life Arena: Sonntag, 17. März 2024, 14:30 Uhr
Saisonkartenbesitzer*innen ZSC Lions, GCK Lions und Kinder haben freien Eintritt. Ansonsten sind Tickets für 10 Franken an der Tageskasse erhältlich. Türöffnung jeweils eine Stunde vor Spielbeginn. Foodbox und Parkgarage Swiss Life Arena sind geöffnet.
Virtuelle Tickets zur Unterstützung der Lions Frauen für 10 Franken können via <email-pii> bezogen werden.