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Solange ich mich zurückerinnern kann, sah ich meinen Vater auf den Balkon verschwinden, sobald ein Gewitter eintraf. Er fand die Klänge des Regens, den tobenden Wind und den Donner beruhigend. Mir hingegen machten der laute Donner und die Blitze grosse Angst, als ich etwa fünf Jahre alt war. Mein Vater setzte sich dann zu mir und erklärte, dass man durch Zählen herausfinden könne, wie weit weg ein Gewitter und wie gefährlich es wirklich ist. Man müsse nur zählen, wie lange es dauert, bis man nach einem Blitz den Donner hört. So machte er ein Spiel daraus und nahm mir die Angst vor Gewittern. Seither schleiche auch ich bei Gewittern nach draussen, um zu zählen und den Klängen zu lauschen.
- Vater: 1964, Händler
- Tochter: 2004, Schülerin
- Jahr der Geschichte: 2009