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Wegen heraushängendem Gurt kommt es zur übereilten Notlandung
Ein unbekanntes Geräusch hat einen Helikopterpilot in Mendrisio im Südtessin 2017 zu einer hastigen Notlandung bewogen. Dabei war mit dem Flugzeug alles in Ordnung, wie der am Donnerstag publizierte Unfallbericht zeigt.
Das unbekannte Geräusch rührte aller Wahrscheinlichkeit nach von einem aus dem Helikopter heraushängenden Sicherheitsgurt. Das ergaben Abklärungen der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). Dass das unbekannte Geräusch an einen Gurt erinnere, der gegen den Helikopter schlage, hatte demnach schon der Pilot nach der Notlandung gesagt.
Die Sust untersuchte den Vorfall, weil das Heck des Helikopters bei der Notlandung mit dem Boden kollidierte. Die beiden Passagiere sowie der Pilot blieben unverletzt.
Die missglückte Notlandung führt die Sust auf das «überhastete» Agieren des Piloten zurück. «Das geringe aktuale Training des Piloten spielte bei der Problemanalyse und Entscheidungsfindung eine Rolle», heisst es im Bericht.
Aufschlussreiche Tonspur
Für die Untersuchung hatte die Sust die Tonspur der Videoaufnahmen eines Passagiers genutzt, der den gesamten Flug bis zur Einleitung der Notlandung aufgezeichnet hatte. Wie die Analysen ergaben, konnten damit rotierende Komponenten als Herkunft des Geräusches ausgeschlossen werden - ebenso alternative Unfallursachen, wie weitere Untersuchungen ergaben.
Letztlich zeigten die Untersuchungen, dass ein Sicherheitsgurt von der Länge her tatsächlich aus dem Helikopter hängen könnte. Ein Testflug mit heraushängendem Gurt ergab zudem ein Geräusch, das jenem auf dem Video sehr ähnlich war.