Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03096.jsonl.gz/611

Wieder einmal ein Beweis, welche unglaublichen Geschichten das Leben und der Sport schreiben: Leonie Harm holte sich am 30. Juni als erste Deutsche in der 155jährigen Geschichte den Sieg in diesem prestigeträchtigen Amateurturnier.
Vor fünf Jahren wurde die in der Weltrangliste auf Platz 33 geführte Spielerin von einem betrunkenen Automobilisten mit über 70 km/h angefahren und lag mit schwersten Verletzungen im Koma. Die Ärzte gaben ihr eine Überlebenschance von 1%, doch die mittlerweile 20jährige kämpfte sich ins Leben zurück und studiert inzwischen an der University of Houston in Texas.
Harm spielte auf dem direkt neben dem Royal Birkdale gelegenen Hillside Golf Club gross auf, obwohl sie sich nach eigener Aussage nicht besonders gut vorbereitet fühlte und gewann das Halbfinale gegen die Kanadierin 4&3, bevor sie auch Stephanie Lau im Final mit 3&2 klar besiegte.
„Ich freue mich riesig über diesen Erfolg. Diese Woche konnte ich meine Stärken mit den Eisen ausspielen und kam regelmässig nahe an die Fahnen“, erläuterte die Spielerin vom GC St. Leon-Roth nach dem Sieg, der ihr auch eine ganze Reihe von Startberechtigungen zum Beispiel für das Evian Masters und das Ladies British Open einbrachte.
Priscilla Schmid mischte ganz vorne mit
Für einiges Aufsehen sorgte in Abwesenheit von Albane Valenzuela in Southport aber auch eine Baslerin. Von den vier angetretenen Schweizerinnen Elena Moosmann, Priscilla Schmid, Azelia Meichtry, Natalie Armbrüster und Gioa Carpinelli überstanden die beiden Ersteren die Strokeplay-Phase. Für Moosmann war dann in der ersten Matchplay-Runde Endstation, doch die19jährige Schmid vom G&CC Basel kämpfte sich durch drei weitere Runden, bevor sie im Viertelfinal gegen die spätere Siegerin Harm die Segel streichen musste; eine feine Leistung der Studentin von der Indiana University Bloomington.
Text: Peter Hodel
Quellen: Golf Channel / R&A
Foto: © Getty / R&A