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Der italienische Komponist Fausto Romitelli (1963-2004) war einer der radikalsten «postmodernen» Komponisten der zeitgenössischen, komponierten Musik. Romitellis Grenzen sprengende Leidenschaft fusste in der Subkultur der angelsächsischen Popmusik. Romitelli liebte das Archaische, Spontane und das Verführerische, das in der subkulturellen Popmusik zum Ausdruck kommt. Romitellis Qualitäten offenbaren sich in einer seiner typischsten Kompositionen, der Trilogie des «Professor Bad Trip», basierend auf der Lektüre jener Werke, die Henri Michaux unter dem Einfluss halluzinogene Drogen verfasst hat. In dieser Komposition, die von seiner Vorliebe für das Deformierte und Künstliche zeugt, kombinierte Romitelli seine klanglichen Untersuchungen der Rockmusik mit der elektroakustischen Behandlung des Klangs und der instrumentalen Gesten. Wie in «Blood on the floor, Painting 1996», wo der gewalttätige und destruktive Aspekt der Projektion von Realität auf Fiktion verstärkt wird, ist auch die Trilogie deutlich vom Werk Francis Bacons inspiriert. Eine schwere Krankheit beendete das Leben des 41-jährigen Fausto Romitelli am 27. Juni 2004 in Mailand.