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In einer Patientenverfügung kann eine handlungsfähige Person für den Fall künftiger Urteilsunfähigkeit vorausschauend festhalten, welche medizinischen Massnahmen sie ablehnt und welchen sie zustimmt. Die betroffene Person hat zudem die Möglichkeit, in der Patientenverfügung eine natürliche Person zur Vertretung bei medizinischen Massnahmen zu ermächtigen und dieser in der Verfügung Weisungen zu erteilen.
Der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin muss bei Urteilsunfähigkeit der Patientin oder des Patienten der Patientenverfügung grundsätzlich entsprechen. Davon kann ausnahmsweise abgesehen werden, wenn die Verfügung gegen das Gesetz verstösst oder wenn begründete Zweifel daran bestehen, dass sie dem mutmasslichen Willen der betroffenen Person entspricht und auf deren freiem Willen beruht.
Falls der Patientenverfügung nicht entsprochen wird, die Interessen der urteilsunfähigen Person gefährdet sind oder die Verfügung nicht auf deren freiem Willen beruht, kann sich jede Person, die der urteilsunfähigen Person nahesteht, an die KESB wenden. Diese prüft den Sachverhalt und entscheidet über das weitere Vorgehen.
Weitergehende Informationen und Mustervorlagen zu der Patientenverfügung stellen die FMH und CURAVIVA Schweiz bereit.