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Alterskorrelierte Maculadegeneration (AMD)
Es handelt sich hierbei um eine Erkrankung der zentralen Netzhaut (Makula), welche die dahinterliegende Aderhaut (Gefäss führende Schicht) und die dazwischen liegende Pigmentschicht (Bruch’sche Membran und retinales Pigmentepithel) betrifft.
Die Makula, welche nur rund fünf Quadratmillimeter gross ist, enthält die Photorezeptoren oder Sehzellen. Kompartimente Aderhaut und Pigmentepithel können im Krankheitsfall ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen und die Sehzellen gehen zu Grunde. Dies führt für den Betroffenen dazu, dass in erster Linie die Lesearbeit deutlich erschwert ist, häufig auch Linien und Buchstaben verzerrt erscheinen, oder einzelne Teile eines Wortes nicht mehr identifziert werden können. Auch kann in einem fortgeschritteneren Stadium der Erkrankung im Zentrum des Gesichtsfeldes oder unmittelbar neben dem Zentrum ein grauer Schatten (sog. Skotom) wahrgenommen werden, wobei das periphere Gesichtsfeld aber erhalten bleibt. Es kommt also in aller Regel nicht zu einer vollständigen Erblindung. Bei der Erkrankung der AMD werden zwei Formen, nämlich die trockene und die feuchte (exsudative) Maculadegeneration unterschieden.
Welches sind die gesicherten Risikofaktoren für das Entstehen der AMD:
– genetische Veränderungen (Vererbung) stellen das grösste Risiko für die AMD dar
– das Risiko, an der AMD zu erkranken, nimmt mit dem höheren Alter deutlich zu – Raucher und ehemalige Raucher sind zwei bis viermal stärker gefährdet
Welches sind die möglichen Risikofaktoren für das Entstehen der AMD:
– hoher Blutdruck oder Herzerkrankungen, sowie erhöhte Blutfette können negative Auswirkungen auf die Blutgefässe haben und werden als mögliche Risikofaktoren angesehen.
Bei der „feuchten“ exsudativen Maculadegeneration bilden sich im Verlaufe der Erkrankung unter der Makula neue, krankhafte Gefässe, die durch die mitgeschädigte Pigmentschicht bis unter die Netzhaut vorwachsen. Dabei werden die Sehzellen geschädigt. Aus diesen krankhaften Gefässen können Blutbestandteile unter bzw. in die Netzhaut gelangen. Bei der exsudativen Form steht heute eine Therapie mit Substanzen zur Verfügung, welche in Lokalanästhesie ins Auge injiziert werden.
Bei der „trockenen“ atrophen Maculadegeneration sind in der Makula Ablagerungen (unter der Netzhaut) erkennbar und es kommt zum Umbau und Rückbildung der für den Stoffwechsel sehr wichtigen Pigmentschicht. Für die trockene Form der Maculadegeneration steht leider aktuell für die Spätstadien der Erkrankung noch keine Therapie zur Verfügung. Im frühen Krankheitsstadium können Präparate (u.a. mit Lutein und Zeaxanthin) , welche für die Makula wichtige Substanzen enthalten, zur Anwendung kommen. Die Kosten für diese Präparate werden von den Krankenkassen nicht rückerstattet, müssen also von der Patientin/dem Patienten übernommen werden. Lutein/Zeaxanthin finden sich auch in Nahrungsmitteln wie Eigelb, Lachs, Getreide, Mais, Aprikosen, Orangen, Kiwi, Weintrauben, Broccoli, Zucchetti und Spinat.