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Sadikovic (WTA 168) hatte durchaus Chancen, ihr Karriere-Bestresultat in der kolumbianischen Hauptstadt noch weiter in die Höhe zu treiben. Die 1,86 m grosse Aargauerin startete gegen Soler-Espinosa jedoch nervös und verlor gleich ihre ersten zwei Aufschlagspiele. Bis zum 4:4 kämpfte sie sich zwar nochmals heran, doch nach einem weiteren Break zum 4:5 verlor sie den ersten Satz. Im zweiten Durchgang reichte der Spanierin, die 2012 die Nummer 54 der Welt war, ein einziger Aufschlagdurchbruch zum 4:3, um nach gut eineinviertel Stunden in den Halbfinal einzuziehen.
Sadikovic darf mit ihrer Woche dennoch zufrieden sein. Die 26-Jährige aus Birr, die vor zwei Jahren bereits einmal zurückgetreten war und im letzten Juni ihr Comeback startete, wird sich im neuen Ranking am Montag erstmals den Top 150 der Welt annähern. Sie liess sich bei ihrer Rückkehr auf die Profitour unter anderem vom fulminanten Comeback Timea Bacsinszkys inspirieren. “Ich geniesse das Tennis jetzt viel mehr”, verrät Sadikovic.
Zudem klappt die Zusammenarbeit mit Coach Muhamed Fetov, ebenfalls ein Aargauer, hervorragend. Die beiden reisten schon früh nach Bogota, um sich gut an die Höhenlage 2600 m über Meer zu gewöhnen. Sadikovic nützte ihre Chance beim Turnier, das während der Fedcup-Woche mit nur fünf Top-100-Spielerinnen schwach besetzt war, resolut.
Sadikovic musste am Freitag noch ein zweites Mal als Verliererin vom Platz. Im Doppel mit der Amerikanerin Maria Sanchez verlor sie nur eineinhalb Stunden nach ihrem Einzel im Halbfinal.
(SDA)