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Universitätsrat will eine leistungsfähige Chemie für Basel
Die Chemie ist ein unverzichtbarer Teil des Fächerkatalogs der Universität Basel. Der Universitätsrat hat sich an seiner letzten Sitzung für ein qualitativ hochstehendes Departement Chemie ausgesprochen. Er verlangt allerdings zielgerichtete Verbesserungen der Leistungsfähigkeit. Er behält sich vor, einen Teil der Universitätsmittel für die Chemie zu flexibilisieren und von den konkreten Massnahmen und Leistungsverbesserungen abhängig zu machen.
22. Juni 2001
Die Wissenschaft der Chemie macht zur Zeit einen grundlegenden Wandel durch. Die Grenzen zwischen den einzelnen Fachgebieten innerhalb der Chemie und zu den Nachbardisziplinen Biologie und Physik verschwinden zusehends. Neue, zukunftsträchtige Forschungsfelder eröffnen sich in den Grenzbereichen zu den "Life Sciences" ebenso wie in den Kerngebieten der Chemie. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, muss die universitäre Lehre und Forschung dieser Entwicklung Rechnung tragen. Eine flexiblere und attraktivere Gestaltung des Curriculums sowie die Neuaus
richtung der Forschung sind demzufolge die wichtigsten Ziele einer Restrukturierung des Departements Chemie.
Der Universitätsrat hat folgende Richtlinien zur Beförderung des Reformprozesses in der Chemie beschlossen: Eine Reihe von bevorstehenden altersbedingten Rücktritten erlaubt es, die Zahl der festen Forschungsgruppen zu reduzieren und Raum für so genannte "Junior Groups" zu schaffen. Die Neubesetzung von Professuren ermöglicht eine Fokussierung der Arbeitsfelder und der Forschung.
Die Schaffung eines modernen Curriculums, die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Industrie und anderen Hochschulen tragen zur Steigerung von Attraktivität und Leistungskraft der Chemie an der Universität Basel bei. Die organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Departements werden durch eine Betriebsanalyse verbessert.
Der Universitätsrat erwartet die enge Zusammenarbeit von Rektorat und Departement und verlangt die Vorlage präziser Massnahmen im November dieses Jahres. Dann wird auch über die Flexibilisierung eines Teils der Universitätsmittel und zugrundeliegenden Kriterien entschieden.