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Skoliose
Als Skoliose wird eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule bezeichnet. Die Behandlung umfasst konservative Massnahmen wie Physiotherapie, Gymnastik oder das Tragen eines Korsetts. Die operative Behandlung stellt bei starker Ausprägung der Verkrümmung mit erheblichen Beschwerden eine Option dar.
- Was ist eine Skoliose?
- Wie entsteht eine Skoliose?
- Symptome der Skoliose
- Diagnose
- Arten der Skoliose
- Konservative Therapie
- Operative Therapie
Von hinten betrachtet verläuft eine gesunde Wirbelsäule in einer geraden, senkrechten Linie. Kommt es zu einer Wirbelsäulenverkrümmung nach Links oder Rechts hin, wird diese als Skoliose bezeichnet. Häufig tritt die Neigung zur Seite im Bereich der Brust- oder Lendenwirbelsäule auf.
Die Skoliose entwickelt sich oft während des Wachstums im Kindes- und Jugendalter. Mädchen sind häufiger betroffen als Knaben. Die genaue Ursache, warum es bei Manchen im Wachstum zur Entwicklung einer Skoliose kommt, ist nicht bekannt. Die andere häufige Form ist die Skoliose im Alter, die als Folge von Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule entsteht.
Rückenschmerzen und Verspannungen der Muskulatur, aber auch Knieschmerzen oder Nackenschmerzen aufgrund der Schiefhaltung sind typische Beschwerden bei einer Skoliose. Ein Schiefstand des Beckens oder ungleich hochstehende Schultern sind äussere Symptome einer Skoliose.
Äusserlich ist die Verkrümmung der Wirbelsäule am besten von hinten bei Beugung des Oberkörpers nach vorn zu erkennen. Mit einem Röntgenbild wird das genaue Ausmass der seitlichen Verkrümmung gemessen und in Winkelgraden angegeben. Der Krümmungswinkel der Verkrümmung gibt Aufschluss über die Schwere der Erkrankung und gibt
Schweregrad der Skoliose *
|Krümmungswinkel der Wirbelsäule
||Schweregrad der Skoliose
||Häufige Art der Behandlung

|10-40 Grad
||Leichte Skoliose
||Krankengymnastik

|40-50 Grad
||Mittelschwere Skoliose
||Korsett

|>50 Grad
||Schwere Skoliose
||Operative Behandlung

* Die Angaben entsprechen Richtwerten. Für eine genaue Diagnose konsultieren Sie bitte einen Arzt.
Die Skoliose lässt sich u.a. nach der Herkunft unterteilen: Man unterscheidet zwischen einer idiopathischen und sekundären Wirbelsäulenverkrümmung. Während sich für die idiopathische Skoliose kein Auslöser finden lässt, basiert die sekundäre Skoliose auf einer bestimmten Ursache.
Die Wirbelsäulenverkrümmung lässt sich auch nach Zeitpunkt des Auftretens differenzieren. Die Skoliose kann als besonders frühe Form im Säuglingsalter auftreten – hier spricht man von einer Säuglingsskoliose. Diese Form der Verkrümmung bildet sich in vielen Fällen von alleine zurück. Bei einer Erkrankung bis zum dritten Lebensjahr spricht man von einer infantilen Skoliose. Bei einer Erkrankung bis zum zehnten Lebensjahr ist von einer juvenilen Skoliose die Rede.
Die häufigste Form der Skoliose (Adoleszenten-Skoliose) tritt erst ab dem elften Lebensjahr ein. Hierbei sind häufiger Mädchen als Jungen betroffen.
Die Behandlung einer Skoliose richtet sich nach dem Schweregrad und nach dem Alter des Patienten. In leichten Fällen genügt oft schon die gezielte Stärkung der Rückenmuskulatur. In schwereren Fällen im Jugendalter muss gelegentlich ein Stützkorsett getragen werden. Das Hauptziel der Behandlung besteht darin, das Fortschreiten der seitlichen Verkrümmung aufzuhalten.
Die operative Behandlung kommt zum Einsatz, wenn die Beschwerden sehr stark ausgeprägt sind oder die fortschreitende Verkrümmung der Wirbelsäule mit einer konservativen Therapie alleine nicht genügend aufgehalten werden kann. Bei einer Operation wird beim Patient der betroffene Teil der Wirbelsäule aufgerichtet und mit Platten und Schrauben stabilisiert.
In 80 Prozent aller Erkrankungsfälle gibt es keine Ursache für die Erkrankung, weshalb man ihr auch nicht wirkungsvoll vorbeugen kann.