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Extreme Hitze im AmazonasgebietÜber 100 tote Delfine entdeckt
Brasilien erlebt derzeit eine historische Dürre und Hitze. Im Lago Tefo, wo die Tiere verendeten, waren zuletzt Wassertemperaturen von über 39 Grad gemessen worden.
Das Amazonasgebiet leidet derzeit unter hohen Temperaturen und einer schweren Dürre. Viele Flüsse in der Region führen deutlich weniger Wasser als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die normale Trockenzeit wird derzeit noch vom Klimaphänomen El Niño verstärkt.
Foto: Michael Dantas (AFP)
Im brasilianischen Amazonasgebiet sind über 100 tote Süsswasserdelfine entdeckt worden. Die verendeten Tiere sind im Laufe der vergangenen Woche im Lago Tefé gefunden worden. Die genaue Todesursache muss noch ermittelt werden.
Es sei allerdings davon auszugehen, dass sie im Zusammenhang mit der aktuellen Hitze und Trockenheit in der Region stehe, teilte das Forschungsinstitut Mamirauá am Freitag (Ortszeit) mit. Zuletzt waren in dem See Wassertemperaturen von über 39 Grad gemessen worden.
Diese Woche hatte sich in den sozialen Medien ein Video eines toten rosafarbenen Delfins verbreitet – neben toten Fischen verschiedener Arten. Neben der Wasserfauna ist auch die Flussufer- und Stadtbevölkerung von der Dürre betroffen. Laut einer am Dienstag vom Zivilschutz von Amazonas veröffentlichten Bilanz sind in Tefé schätzungsweise 13'467'000 Menschen von der Dürre betroffen, darunter über 3 Millionen Familien. In einem anderen von Fischern veröffentlichten Video ist auch ein totes Seekuhbaby zu sehen, das in einem Kanu transportiert wird.
Amazonas-Flussdelfine sind die grössten Flussdelfine. Sie werden etwa 2 bis 2,5 Meter gross und erreichen ein Gewicht von 85 bis 185 Kilogramm. «Die Amazonas-Flussdelfine sind zahlreichen Belastungen ausgesetzt, wie den Auswirkungen von Wasserkraftwerken, der Quecksilberverschmutzung und Konflikten mit Menschen. Jetzt sind diese kleinen Süsswasserdelfine noch direkter von der Klimaproblematik betroffen», sagte Mariana Paschoalini Frias von der Umweltschutzorganisation WWF.
«Wir müssen sofort wirksame Schutzmassnahmen ergreifen, aber langfristig ist mehr Forschung erforderlich, um herauszufinden, wie sie durch den ständigen Klimawandel und die Verringerung der Wasserflächen beeinträchtigt werden.»
SDA
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