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Wallfahrt trotz Verbot! (Beatushöhlen BE)
Ort
Beatushöhlen (Kanton Bern)
Gedenktag
9. Mai (nicht gebotener Gedenktag im Bistum Basel
Attribute
Einsiedler vor Höhle, Rosenkranz, Drache
Patron
Beatus ist Patron der Schweiz; er hilft bei Krebs und Pest
erster Missionar der Schweiz; aus England stammend; lebte laut Legende mit seinem Gefährten Achatus in einer Höhle bei Beatenberg am Thunersee als Einsiedler, wo er einen Drachen, der die Gegend verwüstete bekämpft haben soll; gilt als Apostel der Schweiz.
Geschichtliches
Den historischen Hintergrund der Legende bildet wohl der iroschottische Abt Beatus von Honau im Elsass, dessen Mönche im 8./9. Jahrhundert die Innerschweiz missioniert haben sollen. Bei Beatenberg am Thuner See wird seine Höhle gezeigt, die seit dem 13. Jahrhundert Wallfahrtsort ist; die Wallfahrt hatte im 15. Jahrhundert ihren Höhepunkt. 1511 wurde im Auftrag der Chorherren von Interlaken die erste Lebensbeschreibung verfasst vom Basler Franziskanermönch Daniel Agricola, der dabei Motive aus der des Einsiedlers Beatus von Vendôme – er lebte im 3. Jahrhundert- zurückgriff. Das reformierte Bern versuchte, nach der Reformation die Wallfahrt nach Beatenberg zu verbieten Die Katholiken in Obwalden hielten sich jedoch nicht an das Verbot. Nach einem Reliquienfund erlebte die Verehrung des Heiligen Beat in der Innerschweiz einen neuen Boom; 1567 wurde in Lungern die Beatus-Kapelle erbaut, weil nach der Reformation die Beatushöhle am Thunersee für die katholischen Wallfahrer nicht mehr zugänglich war.
Mehr zum heiligen Beatus finden Sie im Artikel vom Berner Pfarrblatt