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Erste Säule
Die Schweiz ist bei der Absicherung gegen Armut und Notfälle in einem sogenannten Drei-Säulen-Modell mehrfach abgesichert. Es werden hierbei entgegen den deutschen Bemühungen zu der finanztechnischen Absicherung und parallel die Zuständigkeit verschiedener Versorgungseinheiten geführt. Die erste Säule ist staatlich organisiert und umfasst die Alters- und Hinterlassenenrenten, Invalidenversicherung und die Ergänzungsleistungen.
Diese erste Säule soll der Existenzsicherung dienen und ein Grundniveau der Bevölkerung erhalten. Die zweite Säule umfasst die berufliche Vorsorge, die durch private Einrichtungen organisiert werden und zusammen mit der ersten Säule 60 % des durchschnittlichen Einkommens der Bevölkerung abdecken sollen. Desweiteren unterscheidet sich die zweite Säule von der Ersten durch die Finanzierung. Die erste Säule wird durch das Umlageverfahren finanziert und die zweite Säule wird durch Kapitaldeckung abgesichert.
Den Abschluss bildet die dritte Säule, die aus einer individuellen privaten Selbstvorsorge besteht, die bei privaten Geldinstituten in Form von Anlagen, wie Wertpapieren, Bausparer und Devisen getätigt werden können.
Im Einzelnen betrachtet, besitzt die Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV) folgende Merkmale:
Die Finanzierung der AHV wird durch ein Umlageverfahren gesichert. Das Umlageverfahren bedeutet, dass zum einen die gesetzlichen Beiträge, die zu gleichen Teilen (jeweils 50%) vom Arbeitgeber, wie auch Arbeitnehmer getragen werden. Desweiteren sind Selbstständige auch pflichtversichert und müssen einen gesetzlich vorgeschriebenen Beitrag zahlen. Der heutige Satz umfasst ca. 11,0 Prozent. Auch Arbeitslose sind verpflichtet Beiträge zu zahlen und dies mit der Berechnungsgrundlage ihres Vermögens und anderer “Einkommensarten”. Als Mindestabgabe werden 289,00 Euro genannt.
Die Anwartschaft auf die staaltiche Rente beträgt Minimum 5 Jahre. Bei der Altersgrenze wird bei den Fraün 63 Jahre und bei den Männern 65 Jahre genannt. Es können auch sogenannte Frührenten beantragt werden, welche aber dann bestimmte Abzüge beinhalten. über das gesetzliche Mindestalter kann die Rente auch hinausgeschoben werden, maximal hier jedoch 5 Jahre.
Die Rentenanpassung an den Lebensstandard erfolgt in der Schweiz ungefähr alle zwei Jahre und beinhaltet auch eine Feststellung des Lebensqualitätsindices. Hierbei werden die Lebenshaltungskosten und die Lebensqualität verglichen und damit das Lebensniveau und die Voraussetzungen festgestellt.
Wichtig in diesem Zusammenhang zu erwähnen sei, dass der Lebensstandard hoch angesetzt wird aber, dass der Besserverdienende nur eine Maximalrente erlangen kann und somit im Alter mit dem Gesamtpool der Bevölkerung gleich gestellt wird.