Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/182113

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) überwacht den Kampf gegen Cyberkriminalität und erlässt Richtlinien dazu. Eine im Dezember 2016 veröffentlichte Studie (www.kmu.admin.ch) zeigt auf, dass momentan nur 2,5 Prozent der KMU über ausreichenden Schutz vor Cyberkriminalität verfügen. Angesichts der Tatsache, dass die Hacker immer häufiger KMU angreifen und schon einen Schaden in der Höhe mehrerer Millionen Franken verursacht haben, frage ich den Bundesrat:</p><p>1. Wie beurteilt er die Situation?</p><p>2. Was gedenkt er zu tun, um den Schutz der Schweizer KMU vor Cyberkriminalität zu verbessern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) beschäftigt sich primär mit dem Schutz der kritischen Infrastrukturen vor Cyberangriffen in der Schweiz. Sie arbeitet eng mit der Privatwirtschaft zusammen, um gemeinsam gegen Cyberangriffe besser vorbereitet zu sein. Ein wichtiger Bestandteil des Cyberschutzes ist und bleibt aber die Eigenverantwortung jeder einzelnen Firma, auch von KMU.</p><p>1. Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass KMU in letzter Zeit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen waren. Melani informiert regelmässig über solche Angriffe und unterstützt die KMU auch mit konkreten Hinweisen, wie sie ihre Sicherheit verbessern können.</p><p>2. Der Schutz vor Cyberrisiken ist eine Daueraufgabe und muss immer aktuell sein. Die nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken von 2012 ist einer Wirksamkeitsprüfung unterzogen worden. Dabei ist der Bedarf nach einer stärkeren Unterstützung des Wirtschaftsstandortes Schweiz erkannt worden, und es sollen entsprechende Massnahmen vorgeschlagen werden. Der Bundesrat wird voraussichtlich noch im Frühjahr 2017 das weitere Vorgehen zum Schutz vor Cyberrisiken festlegen.</p>