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Soforthilfe für Honduras und Einsätze für Menschenrechtsbeobachtung
Der Kirchenrat hat einen Soforthilfebeitrag von insgesamt 22 000 Franken
für Einsätze in Honduras beschlossen, einerseits für materielle
Nothilfe nach den schweren Überschwemmungen und Erdrutschen im Oktober
2011, die von HEKS geleistet wird, und andererseits zur Unterstützung
von Einsätzen zur Beobachtung der Menschenrechtssituation in Honduras
durch Peace Watch Switzerland.
Im Oktober 2011 haben über zwei Wochen schwerste Regenfälle im Süden von Honduras zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Die Verwüstungen
betrafen neben der Landwirtschaft auch das Trinkwassersystem. Wohnhäuser wurden zerstört, ganze Dörfer, auch in den Projektgebieten von HEKS, von der Umwelt abgeschnitten. Der Kirchenrat hat einen Soforthilfebeitrag von 10 000 Franken für die materielle Nothilfe von HEKS in Honduras bewilligt.
Dazu kommt die äusserst problematische politische Situation in Honduras, seit im Juni 2009 in Honduras der demokratisch gewählte Präsident Manuel Zelaya abgesetzt und durch eine Militärjunta ersetzt wurde. Die politische Gewalt hat seit dem Putsch stark zugenommen. Schwere Menschenrechtsverletzungen häufen sich, Honduras gilt als gewalttätigstes Land des Kontinentes.
Im Juli 2011 erhielt Peace Watch Switzerland (PWS) von der Menschenrechtskoordination PROAH in Honduras einen dringenden Aufruf zur Entsendung von erfahrenen Personen zur Beobachtung von Menschenrechten. Bei politischen Spannungen und Gewalt hat sich der Einsatz von internationalen Menschenrechtsbeobachtenden als effizientes Mittel gegen Willkür und Gewaltbewährt. An die Ausbildung Ehrenamtlicher für die Menschenrechtsbeobachtung zahlt der Kirchenrat 12 000 Franken als einmaligen Beitrag. Die Ehrenamtlichen bezahlen ihre Reisen und die persönliche Versicherung selbst.
Meldung verfasst von: Informationsdienst.
Aufgeschaltet am 4. Januar 2012
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