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Inhaltsverzeichnis
Widerristhöhe: Rüden bis zu 70 cm / Hündinnen bis zu 65 cm
Gewicht: Rüden 30 – 40 kg / Hündinnen 25 – 35 kg
Lebenserwartung: 12 – 16 Jahre
Herkunft: Deutschland
Art: Gebrauchshund / Wachhund
Charakter: der Hovawart ist wachsam, intelligent, selbstbewusst, mutig, arbeitswillig
Farben: schwarz, blond, schwarzmarken
Verhalten und Wesen vom Hovawart
Der Hovawart ist ein sehr temperamentvoller und zuverlässiger Hund. Er braucht im Alltag eine Aufgabe und dabei eine entsprechende Auslastung. Dies ist auf seine ursprüngliche Aufgabe als Hofhund zurückzuführen.
Andererseits liebt es der Hovawart, gestreichelt zu werden und in der Nähe seiner Liebsten zu sein. Auch tägliche Ruhephasen sind der Rasse wichtig, solange er seinen täglichen Bewegungsdrang ausleben kann.
Ursprung und Geschichte
Der Name Hovawart besteht aus den Bestandteilen
- „Hova= Hof“
- und „Wart= Wächter“.
Klar ist also, dass die Rasse früher als Wächter für Hof und Haus eingesetzt worden ist. Schon ab dem 13. Jahrhundert wurde der Hovawart in verschiedenen Schriften wie dem „Sachsenspiegel“ oder dem „Schwabenspiegel“ erwähnt.
Er zeichnete sich durch seine hervorragende Wach- und Schutzeigenschaft sowie sein soziales Verhalten gegenüber anderen Tieren und Menschen aus. Über sein damaliges Aussehen gab es aber keinerlei Hinweise. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts bezeichnete man Hofhunde allgemein als Hovawart.
Kurt Friedrich König begann Anfang des 20. Jahrhunderts einen neuen Hundetyp zu züchten. Sein Ziel war es, einen intelligenten Wachhund zu erschaffen. Dieser sollte seinen Liebsten treu sei und sich mutig zeigen, wenn Gefahr droht. Zudem sollte der Hund niemals grundlos aggressiv reagieren oder schnell die Nerven verlieren.
Vom Aussehen her sollte der Hund nicht zu klein und nicht zu groß sein. Das lange Fell des Hovawartes ist sehr wetterfest und der Körper eher kräftig gebaut.
Ein weiteres Ziel bei der Zucht war, dass der Hund schnell agieren kann und eine große Ausdauer aufweist. Diese Eigenschaften waren für seine frühere Arbeit sehr wichtig. Im Jahre 1937 erlangte der Hovawart die offizielle Anerkennung als eigenständige Hunderasse in Deutschland.
Haltungsempfehlung
Der Hovawart ist ein sehr lebendiger Hund, der täglich Bewegung und Beschäftigung braucht. Weiterhin hat er einen sehr temperamentvollen Charakter, weshalb eine konsequente Erziehung Pflicht ist. Da die Rasse familienbezogen ist, spricht einer Haltung im Haus mit Kindern nichts dagegen.
Der Hund muss jedoch täglich ausgepowert werden, sodass er zur Ruhe kommen kann. Weiterhin ist es ein Vorteil, wenn der Hovawart seiner ursprünglichen Aufgabe als Beschützer nachkommen kann. Er ist deshalb auch heute noch auf Bauernhöfen anzutreffen.
Beschäftigungsmöglichkeiten
Ein Hovawart muss gut ausgelastet werden. Hierfür eignen sich Ausflüge mit dem Rad, lange Spaziergänge oder auch diverse Hundesportarten.
Weiterhin kommen Hovawarte heutzutage bei folgenden Aufgaben immer erfolgreich zum Einsatz:
- Fährtenhund
- Rettungshund
- Schutzhund
- Therapiehund
Krankheiten
Folgende Krankheiten können beim Hovawart auftreten. Viele dieser Krankheiten können aber durch eine seriöse Zucht verhindert werden.
Degenerative Myelopathie (DM)
Eine Degenerative Myelopathie ist eine fortschreitende Rückenmarkserkrankung, welche bei älteren Hunden auftritt. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, die die Zerstörung der Nervenhülle im Rückenmark bewirkt.
Hunde, die an dieser Erkrankung leiden, können die hinteren Beine nicht mehr richtig koordinieren. Sie heben die Pfoten nicht mehr korrekt und die Reflexe nehmen mit der Zeit ab. Die Krankheit führt letztendlich zu einer kompletten Lähmung der hinteren Gliedmaßen.
Hüftgelenksdysplasie (HD)
Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne, was zu mannigfaltigen Schwierigkeiten und Schmerzen führen kann.
Die Krankheit ist vererbbar und bei manchen Hunderassen oft feststellbar. Bei einer genetischen Ursache hilft als Vorbeugung eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Mehr Informationen hier zu Hüftgelenksdysplasie.
Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
Die Schilddrüse, auch Thyreoidea genannt, ist ein hormonproduzierendes Organ. Sie ist zuständig für die Ausscheidung sowie die Speicherung und Herstellung von den beiden Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4).
Diese wiederum beeinflussen das Wachstum, die Organentwicklung und das Nervensystem des Hundes. Besteht eine Unterfunktion der Schilddrüse, entsteht ein reduzierter Stoffwechsel, was wiederum zu einer Selbstzerstörung des Schilddrüsengewebes führt. Hier mehr Infos über Hypothyreose.
Katarakt / Grauer Star
Katarakt, auch grauer Star genannt, ist eine häufig auftretende Krankheit beim Hovawart. Es ist eine der häufigsten Erblindungsursache beim Hund. Katarakt bezeichnet eine Trübung der Linse im Auge.
Dies kann Folge von einer Erkrankung oder Verletzung sein und muss unbedingt tierärztlich behandelt werden. Leider wird die Krankheit oftmals vererbt. Hier mehr Infos zu der Krankheit Katarakt.
Portosystemischer Shunt (Lebershunt)
Ist der Hund von einer Lebershunt betroffen, leidet er an einer angeborenen Fehlbildung. Dadurch kommt es dann zu einer Störung der Leberdurchblutung kommt.
Das Blut fließt nicht wie gewohnt direkt durch die Leber, sondern durch ein Gefäß neben der Leber durch. So wird das Blut nicht entgiftet und Abfallstoffe gelangen direkt in den großen Blutkreislauf. Daraus resultieren dann Schäden am Gehirn und anderen Organen als Folge.
Osteochondrose (OC)
Leidet der Hund an einer OC, bedeutet dies, dass das Skelett des Tieres von einer Entwicklungsstörung betroffen ist. Genauer gesagt, entwickelt sich der Knochen aufgrund einer Fehlbildung des Knorpels nicht korrekt, was zu einer Gelenkknorpelablösung führt. Abbauprodukte werden freigesetzt und es entstehen starke Entzündungen.