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Sokei-an Shigestu Sasaki (1882-1945) lebte seit 1906 in den USA. Sein Wirken als Zen-Meister begann 1930 in New York, wo er das First Zen Institute of America gründete. Obwohl er sich gewissermassen ausserhalb des traditionellen japanischen Zen-Etablissement bewegte, zeugten seine Worte und Taten von der Echtheit seiner Erfahrung und seiner Verbundenheit mit der universalen Weisheitslehre des Zens. Beides spiegelt sich auch in seinem Namen, der Bezug nimmt auf den unorthodoxen, aber wegen seiner unverstellten Weisheit sehr einflussreichen Zen-Meisters Hui-neng (638-713), der im Tal namens Sokei lebte und lehrte. Wie dieser verfügte Sokei-an über ein geniales Talent, das tiefe und vielseitige Gedankengut des ursprünglichen Buddhismus in der Sprache seiner Zeit neu zu beleben und im Alltag zu verwirklichen.
In den Jahren nach Sokei-ans Tod wurde ein grosser Teil seiner Lehrreden und Anleitungen publiziert. Sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Das lebendige Zen, das er in Amerika eingeführt hatte, kann allerdings nicht in Worte eingefangen werden. Dieses Erbe kam in der Person seines Schülers H. Platov in die Schweiz und wird heute von dessen Schülerin Agetsu Wydler Haduch weiter gepflegt.