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Die Tür ist allen offen, krank oder gesund, nicht nur Katholiken,
sondern auch Heiden, den Juden, Ketzern, Faulenzern, den Eitlen.
Und, wie ich kurz erwähnen will, auch den Guten und Weltlichen.
aus einem Gedicht aus Roncesvailles, Ende 12. Jh.
Ursprünglich haben die Klöster für die Beherbergung der Pilger gesorgt. Später konnten die Klöster den grossen Andrang von Pilgern nicht mehr bewältigen und es entstand entlang der Pilgerwege eine eigene Infrastruktur von Gasthäusern, welche die Pilger beherbergten. Nach der Reformation kamen die Fernpilgerziele in Verruf (Stichwort: Ablasswesen). Gleichzeitig verkümmerte auch die einst blühende Infrastrukur entlang der Pilgerwege. Seit den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts boomt der Jakobsweg wieder. Unzählige alte Herbergen sind in Spanien wieder reaktiviert und neue gebaut worden.
Auch in der Schweiz entstanden in den letzten zwanzig Jahren eine Reihe von neuen Pilgerherbergen, die allesamt von ehemaligen begeisterten Jakobspilgern initiiiert werden. Träger der meisten Pilgerherbergen sind i.d. R. nicht gewinnorientierte Vereine.
Zum Beispiel Frieda und Klaus
Sie haben nach ihrer Heimkehr von Santiago ein Haus gesucht, wo sie ihren Traum von einer Pilgerherberge verwirklichen konnten. In Heitenried sind sie fündig geworden. Aus einer alten Käserei ist ihre Pilgerherberge entstanden. Die Herberge wurde 2010 eingeweiht.