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Kurz darauf wurde zu diesem Namen des Museums, anlässlich des Jahrestages der Gründung des Parlaments der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik, noch der Name „Istiglal“ (Unabhängigkeit) hinzugefügt. Das Museum „Istiglal“ wurde 1919 in Baku gegründet, schaffte es aber nicht, irgendeine Tätigkeit durchzuführen. Damals wurde die gesamte Sammlung des Museums „Istiglal“ dem neu eingerichteten staatlichen Museum übergeben, weil das neue Museum als dessen Nachfolger galt. Am 25. Oktober 1920 wurde es in Staatsmuseum der Aserbaidschanischen SSR umbenannt. Nach dem Kulturrevolutionsprogramm der Sowjetmacht, die zu dieser Zeit die Herrschaft in Aserbaidschan übernommen hatte, mussten die Museen als Bildungsorganisationen fungieren und sich nach dem Prinzip „Alles unter der Führung der Kommunistischen Partei“ an den Richtlinien, Entscheidungen und Anweisungen der Partei orientieren. Das Staatsmuseum begann seine Tätigkeit am 1. Juli 1920 in der ehemaligen Villa des bekannten Unternehmers und Mäzens Seinalabdin Tagijew. Im Mai 1921 empfing das Staatsmuseum seine ersten Besucher mit der Eröffnung der Ausstellung zum ersten Jahrestag der Sowjetisierung Aserbaidschans.
Die Tätigkeit des Staatsmuseums wurde in den nächsten Jahren mit den Regeln des sowjetischen totalitären Regimes in Einklang gebracht. 1928 wurde Davud Scharifov, ein talentierter Wissenschaftler, der fünf Jahre lang erfolgreich im Museum gearbeitet und viel für das Museum getan hatte, aus dem Amt des Direktors entlassen. Der neu ernannte Direktor beschloss, die Überreste des ehemaligen Istiglal- Museums sowie andere wichtige und wertvolle Exponate wie Fahnen der Demokratischen Republik Aserbaidschan, Parlamentssachen oder die originale Unabhängigkeitserklärung an das Revolutionsmuseum in Moskau abzugeben. Diese und ähnliche Massnahmen dienten dazu, die Geschichte der unabhängigen Demokratischen Republik Aserbaidschan für viele Jahre aus dem Gedächtnis des Volkes zu löschen.
Mit der Entscheidung der Sowjetregierung über den Wiederaufbau des Museums vom 31. März 1936 wurde das Aserbaidschanische Staatsmuseum in das Museum für Geschichte Aserbaidschans umgewandelt und in den aserbaidschanischen Zweig der neu gegründeten Akademie der Wissenschaften der Sowjetunion integriert.
Der Erfolg des Museums im Bereich der wissenschaftlichen Forschung hat das Wissen über die Geschichte des Landes bereichert und neue Entdeckungen gebracht. Deshalb ist es oft notwendig, solche Wörter wie„zuerst“ und „zum ersten Mal“ zu verwenden, wenn über die jahrhundertealte Tätigkeit des Nationalen Historischen Museums Aserbaidschans gesprochen wird. Denn das Historische Museum, das damals auch als archäologisches Zentrum galt, führte von 1925 bis in die 1960er Jahre in Khodschali, Nachitschevan, Gabala, Gendsche, Kharaba Gilan, Orangala, Mingetschewir und anderen Orten Ausgrabungen durch, bis die archäologischen Forschungen dem Historischen Institut der Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans anvertraut wurde. Damit hat das Historische Museum den Grundstein für die wissenschaftliche Untersuchung der altertümlichen und kulturellen Denkmäler Aserbaidschans gelegt. Diese Expeditionen sowie das archäologisch-ethnografische Material, das während der vom Museum organisierten ethnografischen Touren gefunden wurde und in den Sammlungen des Museums aufbewahrt ist, bereicherten das Museum und dienten als Quelle für mehrere Bücher und Dissertationen.
Die Änderungen in der Tätigkeitsrichtung des Museums, die seit 1936 durchgeführt wurden, führten dazu, dass einige seiner Abteilungen wie Natur, Atheismus und Religion, Literatur sowie Kunst schrittweise abgetrennt und einschliesslich eigener Sammlungen und Mitarbeiter zu unabhängigen Museen wurden. In den Jahren 1935-1940 organisierte das Historische Museum, das zu einem Propaganda-Instrument des Sozialismus wurde, mehrere Ausstellungen, die das sowjetische Aserbaidschan verherrlichten. In den gleichen Jahren wurde im Palast der Schirwanschahs, in einer Zweigstelle des Museums, eine Ausstellung über die Geschichte Aserbaidschans im 16. und 17. Jahrhundert eröffnet, die den Kampf der Bauern gegen die Feudalherren propagierte.
Massenrepressionen und Krieg haben vom Ende der 1930er bis Anfang der 1940er Jahre die Reihen der Forscher und Museumsmitarbeiter verdünnt. 1943 wurde das Historische Museum durch den Beschluss der aserbaidschanischen Filiale der Akademie der Wissenschaften der UdSSR als unabhängige einheitliche Struktur bestätigt.
Nach der Gründung der Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans im Jahre 1945 begann das Historische Museum als Forschungseinrichtung in deren Abteilung für öffentliche Wissenschaften seine Tätigkeit, die bis heute andauert.
Die Tätigkeit des Historischen Museums in Jahren 1940-1953 war direkt mit dem Museum der Schirwanschahs verbunden. Denn das Museum zog in diesen Jahren von der TagijewVilla in die Altstadt, in den Palast der Schirwanschahs. Selbst Tagijews Villa wurde bis 1953 durch den Rat der Volkskommissare (später Ministerrat) benutzt.
Trotz der Beschränkung der Dauerausstellungsfläche und Verminderung der Zahl der Mitarbeiter wegen des Beginns des Zweiten Weltkrieges führte das Museum auch in dieser Zeit seine Tätigkeit fort und richtete seine Arbeit auf die Erweiterung der archäologischen Erforschung des Landes aus. In diesen Jahren führten die Archäologen des Museums in Gobustan, Gendsche, Mingetschewir, Gabala und anderen Orten archäologische Forschungen durch, aber die spezifischen Museumsarbeiten wie die Durchführung der Ausstellungen und die Bereicherung der Sammlungen blieben im Schatten. Im Jahre 1953 zog das Museum in die Tagijew-Villa zurück und begann hier mit der Organisation einer neuen Exposition. 1956 wurden die Türen des Museums wieder für Besucher geöffnet, wodurch auch eine neue Seite in der Tätigkeit des Museums begann. In diesen Jahren konzentrierten sich die Historiker Aserbaidschans auf der modernisierten Geschichtsschreibung des Landes. Die Mitarbeiter des Historischen Museums waren einerseits weiter in gleicher Richtung tätig, andererseits schufen sie, mit dem Ziel die alte und reiche Geschichte des Landes durch die Museumsexponate darzustellen, eine neue Exposition und organisierten neue Ausstellungen zu verschiedenen Themen.
Das Museum wurde seit den 1960er Jahren zum Zentrum eines neuen Bereichs – der archäologischen Unterwasserforschung. In den Jahren 1968-1972 führte die Tauchergruppe des Museums im Kaspischen Meer und im Uferbereich die Forschungsarbeiten, entdeckte archäologisches Unterwassermaterial und legte damit den Grundstein für die Auffindung und Erfassung der überfluteten mittelalterlichen Wohngebiete in Aserbaidschan.
Dieses erste Staatsmuseum, das seit dem Tag seiner Gründung angefangen hatte, als eine Kultur- und Aufklärungseinrichtung tätig zu sein, befasste sich an erster Stelle mit der Sammlung, dem Schutz, der Forschung und Bekanntmachung des materiellen Reichtums, der die Geschichte des aserbaidschanischen Volks wiederspiegelt. Es entwickelte die Dauerausstellung und bereicherte diese ständig, organisierte Wechselausstellungen und nahm an anderen Aufstellungen teil. In dessen Stiftungen und in seiner zum größten Teil aus seltenen Büchern bestehenden reichen Bibliothek werden zurzeit über dreihunderttausend schriftliche Denkmäler aufbewahrt. Diese Sammlung gibt heute den Besuchern und Forschern die Möglichkeit, die Geschichte Aserbaidschans von den frühesten Zeiten bis heute zu beobachten, die Vergangenheit, den Alltag und die Kultur des aserbaidschanischen Volkes zu beachten, die Fragen bezüglich der Geschichte des Landes zu klären.
Neben ihrem Beitrag zur Entwicklung der Geschichtswissenschaften erfüllen die wissenschaftlichen Forschungsarbeiten, die im Museum durchgeführt werden, ihre Hauptaufgabe: sie formieren das Gesicht des Museums, seine Exposition. In der Museumsexposition werden Ergebnisse verschiedener Expeditionen, das nach den mühsamen Forschungen erhaltene wertvolle archäologische, ethnographische und numismatische Material ausgestellt.
Im Museum funktionieren aktuell neben den elf Stiftungen noch sieben wissenschaftliche Abteilungen, darunter archäologische, ethnographische und numismatische Abteilungen sowie Labore für Restaurierungsarbeiten und Fotoentwicklungen und eine Bibliothek.
Die Entstehung und Entwicklung des Historischen Museums, dessen Verwandlung in eine große Forschungseinrichtung, zum Zentrum der Museumswissenschaften und wichtigen Ort für die Durchführung der Kultur- und Aufklärungsarbeiten, Erarbeitung der Expositionen und Ausstellungen, Organisation der Forschungen und Stiftungen, Veröffentlichung der wissenschaftlichen Arbeiten und Auftritte in den Medien – das alles ist Ergebnis einer harten Arbeit, des Geschicks und Talents der Historiker, deren Tätigkeit in mehreren Generationen mit dem Museum verbunden war. Diese Wissenschaftler stellten das reiche Material der Museumssammlung durch Bücher, Prospekte, Kataloge, Alben und Artikel, die sie in verschiedenen Jahren veröffentlicht hatten, zur Verfügung des breiten Publikums und machten es bekannt. Die wissenschaftliche Sammlung unter dem Titel „Historisches Museum Aserbaidschans“, die seit 2001 (seit 2005 unter dem Titel „Nationales Historisches Museum Aserbaidschans“) jedes Jahr herausgegeben wird, ist eine Fortsetzung der Sammlung der wissenschaftlichen Beiträge über Ergebnisse der Forschungsarbeiten, die schon seit den 1950er Jahren veröffentlicht wurden.
Das 90-jährige Bestehen des Museums, das seit 2005 den Status Nationales Historisches Museum Aserbaidschans (NHMA) hat, wurde auf Anordnung des Präsidenten der Republik Aserbaidschan vom 16. März 2010 auf Landesebene gefeiert. Die dem gewidmeten Veranstaltungen endeten mit der internationalen Konferenz„Museen und kulturelles Erbe“ und einer festlichen Zeremonie. An Konferenz und Zeremonie nahmen neben Regierungsleuten, Wissenschaftlern und Kulturschaffenden aus Aserbaidschan auch die Vertreter Russlands, der Türkei, Irans, Ägyptens, Georgiens, der Ukraine, Katars, Syriens, Weißrusslands, Usbekistans, Kasachstans, Ungarns, Norwegens, Bulgariens und anderer Länder teil. Sie wurden ebenso bei der Eröffnung der Ausstellung „Perlen des Nationalen Historischen Museums Aserbaidschans“ begrüßt, die man anlässlich der Konferenz organisiert hatte. Die Mitarbeiter des Museums erhielten anlässlich des Jubiläums viele staatliche Abzeichen, Medaillen und Ehrentitel.
Die Tätigkeit des einhundert Jahre alten Museums basiert heute auf den jüngsten Errungenschaften der Geschichtswissenschaften sowie den modernen Prinzipien und weltweiten Erkenntnissen der Museumswissenschaften. Das Nationale Historische Museum Aserbaidschans baut seine Aktivitäten in einer Reihe von wichtigen konzeptionellen Bereichen weiter aus: Forschung und Förderung, Demonstration und Schutz der jahrhundertealten historischen Entwicklung des aserbaidschanischen Volkes, gemäß den Anforderungen der Unabhängigkeit und der modernen Entwicklung; Beteiligung an der Gestaltung und Umsetzung der staatlichen Museumspolitik auf der Grundlage der Strategie für nachhaltige Entwicklung; Anwendung neuer Prinzipien und Technologien in der Museumsarbeit; Schaffung eines neuen Bildes des Museums als modernes führendes Hauptmuseum des Landes und Informations- und Touristenzentrum gemäß den Anforderungen der Gesellschaft; Organisation neuer Wechselausstellungen im Museum, ständige Verbesserung der Dauerausstellung, Durchführung neuer Projekte, die auf die Bedürfnisse der Gesellschaft ausgerichtet sind, und Schaffung einer modernen Dienstleistungsinfrastruktur; Organisation moderner Infrastrukturen, um Museumsstiftungen mit neuen Materialien zu versorgen und deren Schutz und Sicherheit zu gewährleisten; Austausch und Zusammenarbeit mit Weltmuseen, Organisation gemeinsamer Ausstellungen, Massenkulturveranstaltungen; Veröffentlichung von Büchern, Alben, Katalogen und Broschüren in Fremdsprachen, Vorbereitung elektronischer Materialien, Teilnahme an internationalen Museumsprojekten zur Förderung der Geschichte und Kultur des aserbaidschanischen Volkes; BekanntmachungdesWissensüberdie Geschichtedurch Massenmedien; Verstärkung der Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten für Museumsausstellungen, Erwerbungsaktivitäten zur Bereicherung der Museumsstiftungen mit neuem Material; Recherche, Veröffentlichung von Museumsmaterialien zur Geschichte Aserbaidschans usw.
Schon während der Sowjetzeit arbeitete das Historische Museum mit Museen anderer ehemaliger Sowjetrepubliken zusammen sowie mit Museen in anderen Ländern der Welt und nahm auch an verschiedenen Ausstellungen, Tagungen und Foren teil.
Diese Tradition setzte das Museum in den Jahren der Unabhängigkeit fort und bemühte sich darum, die internationalen Beziehungen zu erweitern. Das Museum knüpfte Kontakte mit Russland, der Türkei, den USA, Deutschland, China, Norwegen, dem Vatikan, der Tschechischen Republik, Kasachstan und mehreren anderen Ländern. Es zeigte einen Videofilm im Staatlichen Museum für Geschichte Russlands (2005), organisierte Ausstellungen in Norwegen (2007), Deutschland (2008), im Vatikan (2012), in den tschechischen Städten Ostrava (2012-2013) und Prag (2014-2015) sowie in mehreren Städten Aserbaidschans wie Gendsche, Scheki, Gabala. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums hielten Vorträge auf Konferenzen, Foren und Symposien in Norwegen, Russland, der Türkei, Syrien, Israel, Dubai, Ungarn, Italien, Frankreich, Grossbritannien, Spanien, Österreich, Weissrussland, der Ukraine, Usbekistan, Japan, China, Polen, Deutschland, dem Vatikan, der Tschechischen Republik, Indien, Serbien, Albanien, Mazedonien, Ägypten und anderen Ländern.
Die Kooperation mit einheimischen Museen führt ebenfalls zu fruchtbaren Ergebnissen: Dank der Zusammenarbeit mit der Heydar Aliyew Stiftung, dem Kreativhaus„Yarat“ (Schaffe), der staatlichen historischen und architektonischen Denkmalschutzseinrichtung „Itscheri Scheher“ und dem Teppichmuseum konnte NHMA interessante Ausstellungen, Konferenzen, Seminare und verschiedene Treffen organisieren.
Es ist eine der Hauptaufgaben des Historischen Museums, die historische Wahrheit durch die im Museum erhaltenen materiellen Ressourcen zu präsentieren und zu bestätigen. Um die Geschichte und Kultur des Landes zu schützen, müssen die Exponate, die mühsam von Historikern, Archäologen und Ethnographen sowie den Museumsmitarbeitern gesammelt wurden, sorgfältig aufbewahrt werden.
Die in den letzten Jahren auf staatlicher Ebene im Land umgesetzte Kulturpolitik hat zu erfolgreichen Schritten im Bereich des Schutzes des nationalen Erbes geführt. Auf besondere Anordnung des Präsidenten Aserbaidschans wurden 2008-2009 und 2011 durch staatliche Finanzierung viele Kunstwerke von historischer Bedeutung durch NHMA erworben. Es wurden durch diese Unterstützung bis jetzt 6851 neue Exponate vom Museum gekauft, 6532 Exponate restauriert oder wiederhergestellt, und sie alle begannen nun ihr zweites Leben zu führen. Zum Thema der 2010-2012 restaurierten Exponate organisierte das Museum zwei Ausstellungen unter dem Titel „Das zweite Leben der Museumsstücke“ und eine Ausstellung über die neu erworbenen Gegenstände unter dem Titel „Verlorene Perlen unseres Erbes“. Es veranstaltete noch ein wissenschaftlich-praktisches Seminar zum Thema „Aktivitäten und Probleme der Museen beim Schutz des kulturellen Erbes“ und veröffentlichte einen Katalog über die ausgestellten Exponate.
Ausstellungen zu verschiedenen Themen haben im Leben des Museums einen besonderen Platz. Wenn die während der Sowjetzeit organisierten Ausstellungen hauptsächlich die sozialistische Gesellschaft und ihre Erfolge verherrlichten, waren die Ausstellungen in den Jahren der Unabhängigkeit den wichtigsten Phasen der Geschichte Aserbaidschans gewidmet. Im Jahre 1992 organisierte das Historische Museum unter den neuen Bedingungen eine Dauerausstellung zur Geschichte der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik. Die Ausstellungen dieser Jahre, die eine große öffentliche Resonanz hatten, zogen Tausende von Besuchern an.
Das Museum ging ins dritte Jahrtausend mit der Eröffnung der reichhaltigen Waffensammlung, danach folgten thematische Ausstellungen. In den Jahren 2010-2019 organisierte das Museum Ausstellungen zu etwa 40 verschiedenen Themen, führte 8 internationale und 10 nationale wissenschaftliche Konferenzen und Seminare durch und veranstaltete Präsentationen neu veröffentlichter Bücher.
Nachdem im Museum eine gründliche Renovierung in Vorbereitung des 100-jährigen Jubiläums durchgeführt wurde, hat man angefangen, hier noch eine neue Dauerausstellung zu entwickeln. Es wurden dabei die Exposition des Museums auf der Grundlage moderner museologischer Prinzipien rekonstruiert, Pläne für die neuen Ausstellungen erstellt und einige Bücher und Kataloge zu seinem 100-jährigen Jubiläum veröffentlicht. Das Nationale Historische Museum Aserbaidschans trägt auch zum Ausbau und zur Entwicklung der aserbaidschanisch-deutschen Beziehungen ständig bei. Durch die Bemühungen der Museumsmitarbeiter wurden in Deutschland produzierte Waffen, Haushaltsgegenstände, technische Geräte und sogar deutsches Geld, das irgendwann in Aserbaidschan verwendet wurde, gesammelt und aufbewahrt. Ausserdem wurden in der Geschenk- und Souvenirstiftung des Museums symbolische Geschenke zu den aserbaidschanisch-deutschen Beziehungen aus dem 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts sowie Exponate über einige prominente deutsche Persönlichkeiten gesammelt, die man in Dauer- und Wechselausstellungen präsentiert. Deutsche Abzeichen, Medaillen, Kennzeichen, Waffen und Munition haben einen wichtigen Platz in der reichen Sammlung des Museums zum Zweiten Weltkrieg. Eine Reihe von Mitarbeitern deutscher Forschungsinstitute, insbesondere Archäologen, recherchierten in den Sammlungen des Museums und wiesen auf die grosse Rolle der hier aufbewahrten Materialien bei der Erforschung der Geschichte des Kaukasus und des Ostens im Allgemeinen hin. Die Mitarbeiter des Museums nahmen an mehreren wissenschaftlichen Konferenzen und Symposien in Deutschland teil.
Heute gilt das Nationale Historische Museum Aserbaidschans als ein wichtiges wissenschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes. Das Museum, das dank der staatlichen Unterstützung und den Bemühungen der Museumsmitarbeiter, die ihr Leben zu seiner Entstehung und Entwicklung gewidmet haben, den materiellen Reichtum sowie das historische und kulturelle Erbe Aserbaidschans aufbewahrt hat, wird sich ohne Zweifel weiterentwickeln und neue Erfolge erzielen.
Literaturverzeichnis:
- Бахшиева А. Из истории музейного дела в Азербайджане: на материалах Музея Истории Азербайджана. Баку, 2005
- Milli Azərbaycan Tarixi Bələdçi. Daş dövründən XX yüzilədək. Bakı, 2010
- Milli Azərbaycan Tarixi Muzeyi – Bakı, 2015
- Dost ellərin hədiyyələri (Milli Azərbaycan Tarixi Muzeyinin materialları əsasında). Kataloq. Bakı, 2014
Von Naila VALIKHANLI, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans