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Laut Schweizerischem Zivilgesetzbuch darf eine Person, die an einer psychischen Störung oder einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, gegen ihren Willen in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, falls die notwendige Behandlung oder Betreuung nicht anders (z.B. ambulant) erfolgen kann. Für die Anordnung einer Unterbringung ist die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) des entsprechenden Kantons zuständig. Die Kantone können ausserdem Ärztinnen und Ärzte bzw. Ärztegruppen bezeichnen, die neben der KESB eine Unterbringung für maximal sechs Wochen anordnen können. Die ärztliche Anordnung wird spätestens dann von der KESB geprüft.
Der Indikator bezieht sich ausschliesslich auf Eintritte aufgrund einer «Fürsorgerischen Unterbringung» (FU) in Psychiatrische Kliniken oder psychiatrische Abteilungen somatischer Spitäler oder Rehabilitationskliniken. Der Indikator wird ab 2016 abgebildet. Aufgrund mangelnder Vollständigkeit der Daten werden keine früheren Jahre dargestellt.
Der Indikator bezieht sich auf Hospitalisierungen in Psychiatrischen Kliniken oder psychiatrischen Abteilungen von Spitälern oder Kliniken. Gezählt werden die Eintritte aufgrund einer Fürsorgerischen Unterbringung (FU). Die im Indikator dargestellte Aufenthaltsdauer wurden gemäss TARPSY-Definition berechnet (SwissDRG, 2016).
Die standardisierte Rate wurde anhand der direkten Methode wie folgt berechnet:
Nij: Zahl der Personen in der Altersgruppe i und Geschlecht j in der Standardbevölkerung
rij: Alters- und geschlechtsspezifische Rate
Als Standardbevölkerung wurde die europäischen Standardpopulation 2010 (Eurostat, 2013) verwendet.
Das Vertrauensintervall ist ein Mass für die Präzision der Schätzung. Es definiert Grenzen, innerhalb derer der Wert mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% zu finden ist. Der Standardfehler und die 95% Konfidenzintervalle wurden basierend auf einer Gamma-Approximation der Varianz der Rate berechnet (Tiwari et al., 2006).