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Die New York Times
hat in einen Artikel auf die Tatsache hingewiesen, dass heute Lesegewohnheiten von Lesern von elektronischen Büchern
routinemässig analysiert werden. So weiss der Herausgeber, wie lange ein Leser liest, ob sie im hinteren Teil das Ende nachschauen und natürlich, welche
Bücher von wem wie weit gelesen werden. Auch Apps von Zeitungen lassen solche Analysen machen, denn Apps sind einem Benutzer zugeordnet.
Auch online Movie streaming services wie Netflix wissen genau, was, wann, und wo gesehen wird.
Es gibt immer mehr Firmen, die solche Information verarbeiten und verkaufen. Das kann für ein Autor und Herausgeber nützlich sein.
Die "Consumer Analytics", Kundenanalyse ist wertvoll.
So zeigen Daten, dass Leser die Bücher eher fertig lesen, wenn
der Inhalt in kleine Kapitel aufgeteilt ist.
Die Strategie könnte zur Folge haben, dass Autoren
pflegeleicht und für die Massen zu schreiben beginnen.
Der Artikel nennt das das "Sizzler Problem". Es ist die Geschichte von einer Restaurant Kette, die in den 90er Jahren
eine "All you can eat" (man kann soviel essen wie man will) Salatbuffet einführte. Mit mehr Kunden sank auch die
Qualität des Essens. Das Restaurant ging bankrott.
Es könnte auch sein, dass die Leser sich mehr bewusst werden, dass ständig
über ihre Schulter geguckt wird und rebellieren.
Die Leserdaten werden zwar anonymisiert verkauft. Man kann sich jedoch vorstellen, dass
die ursprünglichen Daten ins Netz gelangen.