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Informationen zur SCH-Lautbildung Die Artikulation des Zischlautes Sch bereitet Kindern im Vorschulalter häufig noch Probleme. Die Kinder ersetzen den Laut durch ähnlich klingende Laute, z.B. S oder CH1 oder Ihnen rutscht bei der Bildung die Zunge zwischen die Zähne. In der Fachsprache wird die Schwierigkeit bei der Lautbildung des Lautes SCH Schetismus genannt. Beispiele 1. Auslassung Ule statt Schule 2. Vertauschungen Sule statt Schule 3. Fehlbildung Thule statt Schule Bis zum 4. Lebensjahr entspricht dies der ganz normalen Sprachentwicklung und ist kein Anlass zur Beunruhigung. Wichtig ist zu diesem Zeit nur, dass das Kind in der Lage ist, die Zischlaute S, SCH und CH1 voneinander zu unterscheiden und dass die Mundmuskulatur altersgerecht entwickelt ist. Bis zum Eintritt in die Schule sollte das Kind dann spätestens in der Lage sein, alle Laute der Muttersprache fehlerfrei auszusprechen. Es sollte daher eine Logopädin hinzugezogen werden, wenn Probleme bei der Lautdifferenzierung auftreten, wenn die Zunge nicht nur bei der Lautbildung zwischen die Zähne rutscht oder das Kind den Laut SCH mit 4,5 Jahren noch fehlbildet.
Portrait
Ariane Willikonsky, geboren 1966, ist diplomierte Sprecherzieherin und Sprecherin und arbeitet als Dozentin für Stimmtherapie, Stimmbildung und Sprecherziehung. 2003 gründete sie das FON Institut für Sprache und Stimme in Stuttgart, das sie auch heute noch leitet. Dort bietet sie u.a. Stimmtherapie sowie Rhetorik- und Hochdeutschkurse an.