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Die Schweizer Sektion von Reporter ohne Grenzen (RSF) Schweiz hat heute, am 6. November, bei der belarussischen Vertretung in Bern ein Paket mit Briefen, Postkarten und E-Mails abgegeben. Sie wurden in der Schweiz von unserer Organisation gesammelt und an den belarussischen Botschafter adressiert, um die Freilassung der Journalistin Maryna Zolatava zu fordern.
Die anderen RSF-Vertretungen in Paris, Berlin, London, Stockholm, Wien, Washington und Taipeh haben dasselbe bei den belarussischen Vertretungen in ihren Ländern getan.
Heute ist der Geburtstag von Maryna Zolatava. Sie wird ihn wieder einmal im Gefängnis feiern. Unsere Kollegin, ehemalige Chefredaktorin des populärsten Online-Mediums TUT.BY, ist seit dem 18. Mai 2021 ihrer Freiheit beraubt. Sie wurde nach einem unfairen Prozess verurteilt und verbüsst derzeit eine zwölfjährige Haftstrafe wegen Anschuldigungen, die angeblich mit der nationalen Sicherheit in Zusammenhang stehen.
RSF bekräftigt heute nachdrücklich, dass Maryna Zolatava völlig unschuldig an den ihr vorgeworfenen Taten ist. Sie bezahlt lediglich, wie leider auch viele andere belarussische Journalistinnen und Journalisten, den Preis dafür, dass sie ihren Beruf in einem Land ausübt, das die Pressefreiheit ständig mit Füssen tritt. Unsere Organisation fordert daher, dass sie sofort freigelassen wird.
Belarus belegt in der RSF-Rangliste der Pressefreiheit 2023 den 157. Platz von insgesamt 180 Ländern.