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Bern - Die Zahl der in der Schweiz nachgewiesenen Schweinegrippe-Erkrankungen hat in der letzten Woche deutlich zugenommen. Wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilte, hat sich die Zahl der Labornachweise gegenüber der Vorwoche auf 295 Fälle verdreifacht.
Besonders betroffen waren die Kantone Tessin mit 86 Fällen und Genf mit 73 Fällen, wie Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) erklärte. Damit sei klar: "Etwas passiert in der Schweiz." Wie sich die Lage entwickeln werde, könne aber nicht genau vorausgesagt werden.
Zahlen aus dem Ausland zeigten, dass die Grippe nun auf der nördlichen Halbkugel um sich greift. "Die pandemische Welle ist in der nördlichen Hemisphäre angekommen", sagte Mathys. In Irland habe sich das Virus H1N1 explosionsartig verbreitet. Praktisch 100 Prozent der Grippefälle seien auf das Schweinegrippe-Virus zurückzuführen und nicht auf das saisonale Grippevirus.
Mathys betonte dabei, dass gegen die pandemische Verbreitung der Schweinegrippe auf der nördlichen Halbkugel nun nichts mehr unternommen werden könne. "Egal was wir noch tun, der Vormarsch der Grippe ist nicht mehr zu stoppen", sagte Mathys. Die Massnahmen, die in der Ukraine getroffen würden, seien deshalb übertrieben.
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