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| Gregor v. Nazianz († 390) - Reden

IV. Rede
40.
Wer hätte nicht gehofft, den Julian schließlich wenigstens noch durch Ehrenerweisungen milder und auf Grund des Vertrauens, das ihm wider Gebühr geschenkt worden ist, gerechter zu machen? Es war ein gerechtes und königliches Urteil, das den einen bestrafte und den anderen emporkommen ließ. Der, welcher den jüngeren Bruder in einer Weise ehrte, wie es niemand, selbst nicht der Geehrte, erwartet hatte, konnte selbstverständlich den älteren Bruder nicht ohne gerechten Zorn gestraft haben. Im einen Fall zeigte sich die [S. 95] Voreiligkeit des Gallus, im anderen Fall, in der Ehrung, die Güte des Konstantius.