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Fantasievolle Designs, moderne Mode – Christian Lacroix
Christian Lacroix besass von Anfang an einen Hang zu Kunst und Kreativität. Der 1951 in Trinquetaille in der Camargue in Frankreich geborene Designer studierte nach der Schule französische Literatur an der Hochschule in Montpellier. 1971 wechselte er das Studienfach und die Universität, an der Sorbonne in Paris versuchte machte er seinen Abschluss in Kunstgeschichte.
Lacroix‘ Berufswunsch war es, Museumsdirektor zu werden, seine Doktorarbeit mit dem Thema „Kleidung in Gemälden des 17. Jahrhunderts“ beschäftigte sich aber bereits mit der Mode. Nach seinem Uniabschluss arbeitete Christian Lacroix als Assistent für Modezeichnungen bei namhaften Modehäusern wie Hermès oder Jean Patou – für seine Arbeit bei Patou erhielt er einen Sonderpreis für ausländische Designer des Council of Fashion Designers of America.
Durch die Unterstützung seiner Frau, ihres Freundes dem PR-Manager Jean-Jacques Picart und der Finanzierung des Unternehmens LVHM konnte der Designer 1987 sein eigenes Label gründen.
Bereits die erste eigene Haute Couture Fashion Show war ein voller Erfolg. Der Le Pouf, ein voluminöser Ballonrock, wurde neben den opulenten und gleichzeitig sehr eleganten Damenroben zu seinem Markenzeichen. In den folgenden Jahren brachte das Haus Lacroix neben einer Pret-á-porter-Kollektion für Damen (1988) auch Accessoires, eine Sportswear Collection, eine Jeanskollektion und diverse Parfums auf den Markt. Nebenbei war Christian Lacroix zusätzlich von 2002-2005 als Creative Director für Pucci tätig.
1993 übernahm der Konzern LVMH Lacroix. Nachdem die Kollektionen Bazar und Jeans eingestellt wurden, meldete das Unternehmen Ende Mai 2009 Insolvenz an. Anfang 2010 kam es jedoch schon wieder zu einem Neubeginn – diesmal unter dem seit 1992 für Lacroix tätigen Sacha Walckhoff als Chefdesigner und mit neuen Lizenzgeschäften für Herrenmode, Krawatten, Brautkleider, Parfüm, Brillen, Heimtextilien und Schreibwaren.
Typisch für Christian Lacroix sind die opulenten und fantasievollen Roben in warmen, leuchtenden Farben und grossen floralen Drucken und Stickereien, welche einen Hinweis auf die theatralische, beinahe dramatische Ader des Designers geben. Die Regeln der Kunst standen für Lacroix stets an erster Stelle – und so ignorierte er den klassischen, „normalen“ Modegeschmack und kreierte gekonnt neue Stilbrüche.
Neben seinem Label hatte Christian Lacroix dabei auch immer eine Leidenschaft für die Kostüme an Oper und Theater. Mit 60 Jahren erfüllte er sich seinen grossen Traum und arbeitet heute als Kostümdesigner für freie Theaterprojekte.
Modezitat:
„Wie alles Anregende sollte man auch die vielen Facetten der Mode in Massen geniessen – wie Alkohol und Tabak.“
Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: © Florian Vincent, Wikimedia, GNU