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Arnaud des Pallières
Vor den Bildern eine Stimme, die sagt: «Dem klassischen Altertum war das Phänomen der Einsamkeit durchaus vertraut. Man wusste schon damals, dass ein einsamer Mensch kein Mensch mehr ist, sondern zwei, dass beim Abbruch der Interaktion zwischen mir und meinen Artgenossen die Interaktion zwischen mir und meinem Selbst beginnt». Auf dem Bildschirm: ein Mann ohne Namen. Er lenkt ein Auto, spricht von einer Berufung, seinem Vorgehen, seinen Problemen, seinem Scheitern, dem Fehlen jeglicher Inspiration. Dann erteilt er einer Frau das Wort, deren Rolle im folgenden Spiel ungewiss bleibt. Eine Texttafel – «die alte Geschichte des Dichters und der Muse» – verwischt die Spuren. In-und Off-Stimmen wechseln sich ab. ‘Ich’ mischt sich mit ‘er’. Gegenwart wird zu Vergangenheit. Eine Figur wird zu vielen, und das Schreiben zu einem Labyrinth, in dem Anfang und Ende nur ein Spiegelkabinett sind, die endlose Wiederholung desselben Aktes. Vorher, nachher. Dazwischen kreiert des Pallières Filme, wie andere Solitär spielen.
Frankreich | 1993 | 15 min
Sprache : Französisch
Luciano Barisone (Übersetzung BMP Translations)