Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03620.jsonl.gz/1571

Für den belgischen Künstler André van Schuylenbergh, geboren 1952 in Aalst, sind die beiden grossen Richtungen “Figuration” und “Abstraktion”, die die Kunst in der Hälfte des 20. Jahrhunderts in zwei konträre Lager gespalten haben, keine so gegensätzlichen Grundhaltungen, als dass sie unvereinbar miteinander wären und nur getrennt nebeneinander existieren könnten.
Schuylenberghs Kompositionen mit Darstellungen von Köpfen lassen grösstenteils nur erahnen, welchem Geschlecht oder welcher Herkunft die Person zuzuordnen ist. Dennoch kann sich der Betrachter immer wieder selbst darin finden; weniger in den dargestellten Formen, als vielmehr in der daraus sprechenden Stimmungslage. Die mit wenigen energischen Linien geformten Papierarbeiten und Gemälde regen durch ihr vibrierendes Kolorit zum Mitfühlen und Erleben an. Der schwungvolle, beinahe wilde Duktus, die Ausdehnung der Flächen und das intensive Leuchten der Farben bestimmen die „emotionale Temperatur” eines jeden Bildes neu.
André van Schuylenbergh lebt und arbeitet in Aalst, Belgien.