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Aus einem einfachen Grundthema hat Bach durch Variation, durch Kombination mit zusätzlichen Themen und durch den Einsatz aller kontrapunktischen und kanonischen Künste das erste rein instrumentale Grosswerk der Musikgeschichte geschaffen. Jedes der zwanzig Einzelstücke hat, entsprechend der barocken Musikauffassung, seinen eigenen "Affekt": Es ist Musik, der man sich hörend aussetzen soll, nicht nur ein theoretisches Lehrwerk. Die Aufführung auf zwei Cembali erlaubt die konsequente Gestaltung jeder Stimme, und die Zuweisung einzelner Teile an die Orgel in dieser Aufführung schafft eine deutliche Gliederung des Gesamtwerks.
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Die Kunst der Fuge, BWV 1080