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Clinton fuhr sehr wichtige Siege in Florida und Ohio ein, ausserdem gewann sie in North Carolina und Illinois. Das sichert ihr eine grosse Zahl weiterer Delegierter auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur. In Missouri wurde ihr vom Sender NBC ebenfalls der Sieg zugerechnet, doch lag sie dort kurz vor Schluss der Auszählung fast gleichauf mit ihrem Rivalen Bernie Sanders.
“Wir kommen näher, uns die Nominierung der Demokratischen Partei zu sichern und diese Wahlen im November zu gewinnen”, sagte die frühere Aussenministerin vor Anhängern. Clinton liegt nicht nur bei den an Vorwahlergebnisse gebundenen Delegierten klar vor Sanders, sondern hat auch die überwältigende Unterstützung der sogenannten Superdelegierten – ranghohe Parteivertreter, die automatisch ein Wahlrecht auf dem Parteitag haben.
Bei den Republikanern gewann der umstrittene Quereinsteiger Trump Florida, Illinois und North Carolina. Er verlor aber den zweiten Alles-oder-Nichts-Staat Ohio an dessen Gouverneur John Kasich. “Wir werden den ganzen Weg bis nach Cleveland gehen und uns die republikanische Nominierung sichern”, sagte Kasich. In der Stadt in Ohio findet im Juli der Nominierungsparteitag der Republikaner statt.
Kasich verspricht sich von seinem Triumph im Heimatstaat zwar neuen Schwung für seine Kampagne: “Viele Menschen schliessen sich uns an”, verkündete er. Doch de facto hat der Gouverneur keine Chance mehr, Trump im Vorwahlrennen einzuholen. Was er und Ted Cruz hingegen womöglich schaffen könnten: den umstrittenen Immobilienmagnaten daran zu hindern, die nötige Delegiertenzahl für seine Nominierung zusammenzubringen.
Trump hat nun rund die Hälfte der 1237 Delegiertenstimmen zusammen, die er beim Parteitag im Juli für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten braucht. “Dies war ein unglaublicher Abend”, rief Trump in seiner Siegesrede in Palm Beach in Florida aus. “Wir werden gewinnen, gewinnen, gewinnen, und wir bleiben nicht stehen.” Auch bei den Republikanern gab es in Missouri ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Sender NBC sah Trump als Sieger.
Floridas Senator Marco Rubio zog noch am Abend die Konsequenz aus der Niederlage in seinem Heimatstaat. Er beendete seinen Wahlkampf. “Es ist nicht Gottes Wille, dass ich 2016 Präsident werde – vielleicht niemals”, sagte Rubio bei seinem Abschied von der Wahlkampfbühne. “Wir sind zwar auf der richtigen Seite, aber wir werden dieses Jahr nicht auf der Seite der Gewinner sein”, sagte er.
Das Feld der Republikaner hat sich damit von einst 17 auf nur noch drei Bewerber reduziert. Neben den Führenden Trump und Cruz ist nur noch der Gouverneur von Ohio, John Kasich, im Rennen.
Die Mathematik der Delegiertenzählung bei den Vorwahlen ist sehr kompliziert. Bei den Republikanern sind eine Kampfabstimmung auf dem Parteitag in Cleveland im Juli und ein zähes Rennen bis dahin immer wahrscheinlicher.
(SDA)