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Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat seinen britischen Amtskollegen Boris Johnson am Donnerstag in London getroffen, um über die vom Iran ausgehende Bedrohung und eine mögliche Zweistaatenlösung zu sprechen. Netanjahu nannte Johnson einen guten Freund des jüdischen Volkes und Israels und lobte seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für Israels Sicherheit. „Die Aggression und der Terrorismus des Iran sind eine Herausforderung und ich möchte darüber sprechen, wie wir dem gemeinsam zugunsten des Friedens entgegentreten können“, sagte Netanjahu, der bei seinem Kurzbesuch in London auch US-Verteidigungsminister Mark Esper treffen will.
Netanjahu warnt vor Irangesprächen
Vor seiner Abreise nach London drängte Netanjahu die Weltmächte, keine Gespräche mit dem Iran zu beginnen, sondern den Druck auf Teheran zu erhöhen. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angedeutet, dass er sich diesen Monat bei der UN-Generalversammlung mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani treffen könnte. Rouhani hatte am Mittwoch angekündigt, sein Land werde ab Freitag weitere Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb nehmen. Dies wäre die dritte Verletzung des Atomabkommens innerhalb von vier Monaten. Der Iran machte am Mittwoch den Erhalt von europäischen Krediten in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar (13,7 Milliarden Euro) zur Bedingung für weitere Verhandlungen, um das Atomabkommen zu retten. Die USA hatten das Abkommen 2018 aufgekündigt. US-Sanktionen machen der iranischen Wirtschaft, die von Ölexporten abhängig ist, schwer zu schaffen. Am Mittwoch verhängte Trump neue Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor.