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Alles, was du aktuell für deinen Hund oder deine Katze zum Virus wissen musst
Wo man sich im März 2020 aus virologischer Sicht noch sicher war, dass eine Übertragung des Coronavirus zwischen Mensch und Haustier unwahrscheinlich ist, sehen die →Forschungsergebnisse von 2022 anders aus.
So informiert das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im Zusammenhang mit der Virusübertragung zwischen Mensch und Hund oder Katze darüber, dass eine Ansteckung von Haustieren nicht auszuschließen sei.
Ein →positiver Corona-Test bei Hunden bedeutet nicht, dass im Körper deines Hundes eine Ausbreitung oder Ausscheidung des Virus über Nasensekret oder Hustenauswurf stattfindet. So konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass eine Ansteckung mit dem Coronavirus von Hunden zu einer Erkrankung mit Symptomen oder sogar zum Tod geführt hat. Das FLI bezieht dazu wie folgt Stellung:
"Weltweit wurde das Virus bzw. dessen Erbmaterial bei wenigen Hunden nachgewiesen. Keiner der Hunde verstarb aufgrund einer Covid-19 Erkrankung. Eine erste tierexperimentelle Studie aus China und die beiden Einzelfälle aus Hong Kong weisen auf eine geringe Empfänglichkeit von Hunden für SARS-CoV-2 hin."
Anders verhält es sich →bei Katzen, die im Zusammenhang mit einem positiven Corona-Test durchaus Symptome wie trockenen Husten zeigten. Die jeweiligen Tiere, die aus verschiedenen Ländern stammen, hatten laut FLI Kontakt zu ihren positiv getesteten BesitzerInnen.
So wurden auch in einem New Yorker Zoo 8 Großkatzen positiv auf das Coronavirus getestet, nachdem sie Kontakt zu ihrem positiv getesteten Pfleger hatten und auch eine chinesische Studie zeigte die mögliche Übertragung des Virus auf Katzen. Bisher sind jedoch keine Fälle bekannt, in denen sich die Samtpfoten nicht von der Infektion erholten.
Es besteht außerdem eine Meldepflicht für SARS-CoV-2-Infektionen bei Tieren. Begründet liegt diese darin, dass eine Meldepflicht dabei helfen kann, die mögliche Rolle von gehaltenen Tieren (gehaltene Tiere nach §2 Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) ohne Forellen, Karpfen, Hummeln und Bienen) in der Corona-Pandemie besser zu verstehen.
"So kann gegebenenfalls ihre Bedeutung als Überträger besser eingeordnet werden und es werden weitere Informationen zu möglichen Ansteckungsszenarien gewonnen. Die Meldepflicht bündelt die gemeldeten Fälle und verschafft einen deutschlandweiten Überblick."
Trotz dieser möglichen Übertragung von Mensch auf Tier ist die aktuelle Forschungssituation nach FLI und der WHO die folgende:
"Hunde, Katzen, Kaninchen, Goldhamster und Frettchen sind empfänglich für eine Infektion mit SARS-CoV-2, Meerschweinchen hingegen nicht. Trotzdem gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass diese Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. [...] Bei der Covid-19-Pandemie ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Verbreitung.
Auch Hund können sich bei engem Kontakt mit infizierten Personen anstecken. [...] In Hunden kann sich das Virus nach derzeitigem Kenntnisstand aber nur in geringem Ausmaß vermehren, sodass sie es nicht in genügenden Mengen ausscheiden, um andere Hunde zu infizieren. [...] Aus verschiedenen Ländern wurden SARS-CoV-2 positive Katzen, welche zum Teil Krankheitssymptome zeigten, gemeldet. Die Katzen hielten sich in Haushalten mit an Covid-19 erkrankten Personen auf und wurden wahrscheinlich von diesen Personen angesteckt."
Geht es dir also gesundheitlich gut, spricht nichts dagegen, dass du deinen Vierbeiner auch weiterhin mit Streicheleinheiten verwöhnst. Das FLI informiert außerdem darüber, dass infizierte Tierhalter*innen auf eigenen Wunsch einen Test des Tieres auf das Coronavirus über das zuständige Veterinäramt anfordern können.
Was aber, wenn du infiziert bist? Wer geht Gassi, wer kauft Futter? Wie sollst du dich deinem Hund oder deiner Katze gegenüber verhalten? Berechtigte Fragen. Die haben wir uns auch gestellt. Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit empfiehlt:
"Haustiere wie Hunde und Katzen können und sollten im Haushalt verbleiben. Unbedingt beachtet werden sollten jedoch allgemeine Hygieneregeln wie Händewaschen vor und nach Kontakt mit den Tieren und die Vermeidung von engem Kontakt zu den Tieren. Zum Schutz der Haustiere vor Infektionen durch infizierte Personen empfiehlt das Friedrich-Loeffler-Institut ebenso das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch infizierte Tierhalter. Eine „Maskenpflicht“ für Tiere ist aus Gründen des Infektionsschutzes nicht relevant, da die Infektionen von infizierten Menschen ausgehen. Sie ist aus diesem Grund sowie aus Gründen des Tierschutzes abzulehnen."
Bist du in Quarantäne, solltest du dir zum Gassigehen am besten außerhalb deines Haushalts Menschen, die dir zur Hand gehen können. Entweder das sind Nachbarn, Familienmitglieder oder du hast einen Dogsitter. Logischerweise sollte aber jeder, der mit unseren lieben Vierbeinern zu tun hat, an die generellen Hygieneprinzipien denken und sich mindestens regelmäßig die Hände waschen. Auch, wenn dein Vierbeiner selbst keine Menschen infizieren kann, kannst du das Virus durch Berührung von Halsband, Leine und Fell an andere weitergeben.
Wir hoffen, dass du und deine Lieben, egal ob Menschen oder Tiere, gesund bleiben und freuen uns, wenn wir bald wieder gemeinsam bessere Zeiten erleben dürfen.
Bleib tapfer! Bleib gesund!
Falls du dir Sorgen wegen der Lieferung machst, haben wir hier alle wichtigen Fragen und Antworten zusammengefasst.