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Namentlich die USA und Grossbritannien intensivieren an der NATO-Ostflanke die Aufklärung. Über der Ostsee entfaltet zudem Schweden eine intensive Erkundung und Überwachung.
Zwei weitere Schwerpunkte lassen Routenkarten über der Ukraine und dem Schwarzen Meer erkennen. Auf dem Festland ballen sich mehrere Bereitstellungsräume rund um das bedrohte Land: in Weissrussland und in den Grossräumen Woronesch und Rostow am Don.
Über dem Schwarzen Meer teilen sich Aufklärer der Royal Air Force und der US Navy in den Auftrag. Die Amerikaner kommen auch vom Stützpunkt an der kretischen Soudabucht oder von Siganella auf Sizilien her (Siganella liegt 16 Kilometer westlich Catania, die Souda Bay in Kretas Nordwesten nahe Chania).
Die Aufklärer beobachten den gegnerischen Aufmarsch permanent. Sie erkennen: Zum früh dezentralisiert bereitgestellten Material, zu den T-72- und T-80-Kampfpanzern, den Tausenden Schützenpanzern, Geschützen, Raketenwerfern und Fliegerabwehrsystemen rücken jetzt die Truppen ein. Es kommt Leben in die Wagenburgen. Bis in den Süden zeigen die Luftfotos Schnee und Eis. Das Terrain ist (noch) gefroren.
Überdies hat heute, am 10. Februar 2022, die Kernphase der Manöver begonnen, die Russland und Belorus gemeinsam begehen. Aus den Manövern können die Russen jederzeit zur Offensive übergehen. Das Übungsende ist per 20. Februar angekündigt. Die einzelnen Teilphasen finden in Weissrussland statt – im Vorfeld der Ukraine, aus dem recht offenes Panzergelände nach Kiew führt.