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Viele Kahnbeinbrüche sind stabil und kaum verschoben. In diesen Fällen kann eine konservative Behandlung mit einer Gipsruhigstellung für acht bis zwölf Wochen erfolgen. Alternativ können diese Frakturen über einen kleinen Hautschnitt (percutan) verschraubt werden. Dies hat den Vorteil, dass nicht so lange ruhiggestellt werden muss. Wenn der Bruch verschoben ist, sollte eine Operation erfolgen. Hierbei wird der Knochen wieder in die richtige Stellung gebracht und verschraubt. Besteht eine Defektzone im Knochen, muss diese mit Knochen aus dem Speichenende gefüllt werden.
Die Behandlungsziele sind einerseits, den Knochen zur Abheilung zu bringen, andererseits wieder die korrekte Form des Knochens herzustellen. Dies ist eine Voraussetzung für eine gute Funktion des Handgelenkes. Bei der Operation muss das Falschgelenk entfernt werden. Der dadurch entstehende Defekt wird mit Knochen, der in der Regel aus dem Beckenkamm entnommen wird, aufgefüllt. Die Fixation erfolgt ebenfalls mit einer Schraube. Wenn die Frakturfragmente nicht oder nicht mehr gut durchblutet sind, muss ein Stück Knochen mitsamt einem Gefäss eingesetzt werden. Die Nachbehandlung besteht in einer Ruhigstellung des Handgelenkes während sechs bis acht Wochen.
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