Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03164.jsonl.gz/814

James Burton (*1938 in Louisiana) prägte die Geschichte der Country- und Rock’n Roll-Musik wie kaum ein anderer: Er wurde zum Vorbild für eine ganze Generation von Country- und Rock-Gitarristen.
Mit 13 Jahren erhielt er seine erste Gitarre, mit 14 hatte er seinen ersten Auftritt in einer Radioshow. Bereits mit 15 schrieb den Susie Q-Lick, der um die ganze Welt gehen sollte. Von 1958 bis 1964 spielte er in der Band von Rick Nelson («Hello Mary Lou»). Burton wurde zu einem der gefragtesten Sessiongitarristen im amerikanischen Musikbusiness. Sein Sound verhalf nicht zuletzt Elvis Presley zu seinem 1970er-Jahre-Comeback. Außerdem arbeitete er mit Frank Sinatra, Dean Martin, Jerry Lee Lewis, Roy Orbison, Emmylou Harris und Johnny Cash. 1968 wurde der Künstler für den Country Music Award als «Best Lead Guitar» nominiert. Es folgten noch sieben weitere Nominierungen, bevor er den Award erhielt.
Wesentlichen Anteil hatte Burton am Erfolg Elvis Presleys Anfang der 1970er Jahre. Dies machte ihn auch einem breiten Publikum bekannt: Auf beinahe jeder Live-Aufnahme Presleys hört man den Satz «Play it, James!» als Aufforderung Presleys an Burton, ein Solo zu spielen. James Burton hat auf der Grundlage älterer Stile der Country- und Western-Musik eigene Sounds entwickelt, die einen starken Einfluss auf die Gitarristen-Szene ausübten und weiterhin ausüben. Charakteristisch sind u.a. das so genannte Hybrid-Flatpicking und das «Chicken-Picking».
Über seinen ehemaligen Boss Elvis Presley sagt Burton. «Ich war gerne mit ihm zusammen, er war witzig, hatte gerne Spass, konnte aber auch ernst und tiefsinnig sein – er war einfach großartig in der Zusammenarbeit... einer der grössten Künstler unter den vielen, mit denen ich gearbeitet habe. Ein grossartiger Typ».