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Im Heimspiel vom Freitag gegen Aufsteiger HC Ajoie ist der EVZ klarer Favorit.
Die vielzitierte Ausgeglichenheit der National League bringt immer wieder überraschende Sieger und unerwartete Verlierer hervor. In einem Punkt waren sich die Prognosen vor dem Saisonstart jedoch einig: Für Aufsteiger Ajoie wäre alles andere als der dreizehnte und letzte Platz in der Regular Season bereits ein Erfolg. Vor dem Abstieg braucht sich die Mannschaft mit dem kleinsten Budget trotzdem nicht zu fürchten, weil es auch in dieser Saison keinen Absteiger geben wird.
Mit dem sensationellen Gewinn des Schweizer Cups haben die Jurassier in der letzten Saison gezeigt, dass sie auch National League-Teams wie Lausanne, die ZSC Lions, Biel und Davos niederringen können. Dennoch verfügt das aktuelle Kader nicht über genügend Qualität und Breite, um in einer ganzen Saison in der höchsten Liga über einen der letzten Tabellenplätze hinauszukommen und allenfalls im Kampf um die Playoff-Plätze ein Wort mitzureden. Nach fünf Runden liegt Ajoie mit vier Niederlagen denn auch am Schluss der Tabelle. Nach dem ersten Saisonsieg am letzten Samstag zu Hause in Pruntrut gegen Ambri (4:0) blieb das seit der Saison 2014/15 vom kanadischen Head Coach Gery Sheehan (57) geführte Team am Dienstag in Bern wieder chancenlos (0:6).
Die bekanntesten Spieler beim Aufsteiger sind die beiden 31-jährigen Kanadier Jonathan Hazen und Philip-Michaël Devos. Die beiden wechselten auf die Saison 2015/16 aus der italienischen Liga in den Jura und sorgten in den letzten sechs Jahren in der Swiss League für Offensivspektakel: Flügelstürmer Hazen mit 518 Punkten in 327 Spielen, Center Devos mit 594 Punkten in 340 Spielen. In der laufenden Saison haben die beiden Torjäger allerdings noch nicht getroffen. Nach dem überraschenden Aufstieg dank dem Sieg im Playoff-Final gegen das favorisierte Kloten sind zwei weitere Kanadier verpflichtet worden: Der 29-jährige Stürmer Guillaume Asselin empfahl sich mit zwei starken Saisons beim Swiss League-Vertreter Sierre (93 Spiele/123 Punkte) und einem erfolgreichen Kurzeinsatz bei Genf-Servette in der letzten Saison (4 Spiele/6 Punkte). Der 29-jährige Verteidiger Jérôme Leduc spielte letzte Saison bei Vienna Capitals in Österreich und überzeugte dort mit 36 Punkten in 56 Spielen.
Von den zwölf Direktbegegnungen mit Ajoie in der höchsten Liga in den Saisons 1988/89, 1989/90 und 1992/93 haben die Zuger elf gewonnen. Die einzige Niederlage kassierten sie am 8. Dezember 1992 in Pruntrut mit 1:2 nach Verlängerung. Alles andere als ein Zuger Sieg wäre auch diesmal eine grosse Überraschung. Nach der ersten Saisonniederlage am Dienstag in Lugano (2:3 n.V.) und vor dem schweren Auswärtsspiel am Samstag in Rapperswil will der Meister wieder auf die Siegesstrasse zurück!