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George Clooney beschimpft einen Casino-Mogul und verlässt den gemeinsamen Tisch – eine Filmszene? Mitnichten. Der Streit war echt und mit derben Worten gewürzt. Der Kontrahent des Schauspielers legte später noch ordentlich nach.
George Clooney gilt als smarter, gelassener Dressman, den nichts aus der Ruhe bringen kann. Doch jetzt hat er bei einem Geschäftsessen in Las Vegas die Beherrschung verloren. «Du bist das Arschloch», soll er dem Casino-Betreiber und Milliardär Steve Wynn an den Kopf geworfen haben. Anschliessend verliess er das Restaurant. Der Grund: Wynn soll zuvor – ebenfalls recht unsachlich — den US-Präsidenten Barack Obama und dessen Gesundheitspolitik kritisiert haben.
Laut der Tageszeitung «Las Vegas Review Journal» ereignete sich der Vorfall vor zwei Wochen. In dem Bericht schildern beide Beteiligten ihre Version der Ereignisse – und beide geizten nicht mit deutlichen Worten. Nach einem Witz über einen ehemaligen Präsidenten der Sowjetunion sei Clooney auf Krawall gebürstet gewesen, so Wynns Version. Der Alkohol hätte dann sein Übriges dazu getan: «Clooney ist angenehme Gesellschaft, wenn er nüchtern ist. Wenn man mit ihm trinken geht, sollte man früh ankommen und nicht allzu lange bleiben», stichelte Wynn. Er habe schlicht seine Meinung zu Obamas Gesundheitspolitik zum Besten gegeben. «Wenn Clooney betrunken ist, denkt er, er sei ein guter Kumpel des Präsidenten.»
Clooney ist als aktiver Unterstützer des amerikanischen Präsidenten bekannt. Er sammelte Millionen US-Dollar für Obamas Kandidatur und war schon mehrfach im Weissen Haus zu Gast.
Die Zeitung zitiert auch aus einer Mail von Clooneys Sprecher. Darin schildert der Schauspieler den Streit folgendermassen: «Er hat den Präsidenten ein Arschloch genannt. Ich sagte: ‹Der Präsident ist mein Freund›. Darauf er: ‹Dein Freund ist ein Arschloch›». Nachdem Steve Wynn ihn den ganzen Abend über provoziert habe, sei ihm nach dieser Aussage schliesslich Kragen geplatzt: «Ich habe ihm gesagt, dass er das Arschloch ist und dass ich nicht weiter mit ihm an einem Tisch sitzen will, wenn er sich wie ein Idiot verhält». Natürlich seien dabei auf beiden Seiten auch noch ein paar andere Adjektive gefallen. «Das hatte gar nichts mit Politik, sondern nur etwas mit Charakter zu tun», wird Clooney zitiert.
(tam)