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Doch Vorsicht, obschon ein Elternteil die alleinige Obhut zugesprochen bekommt und das Kind im Haushalt lebt, bedeutet dies nicht, dass das andere Elternteil keine „elterliche Obhut“ mehr hat. Die elterliche Obhut beschreibt im eigentlichen Sinne nur die Betreuungsverantwortung für das Kind.
Somit hat auch der Elternteil, bei dem das Kind nach der Scheidung nicht wohnt, eine Betreuungsverantwortung, wenn das Kind bei ihm ist.
Hierfür werden meist andere Begriffe wie beispielsweise Besuchsrecht, persönlicher Verkehr oder alternierende Obhut verwendet. Nichtsdestotrotz hat der betreuende Elternteil auch das Recht und die Pflicht, angemessen für die alltäglichen Bedürfnisse des Kindes zu sorgen.
Hierfür muss er den anderen Elternteil nicht einbeziehen. Prinzipiell gilt, dass jeder Elternteil sich während der Betreuungszeit nicht in die Art der Betreuung des anderen Elternteils einmischen soll (Aktivitäten, Ernährung, etc.).
Jedoch werden diese Freiheiten dort eingeschränkt, wo das Kindeswohl gefährdet ist.