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Der Hinterrad-Pneu meines Puch-Maxi’s war zwei Mal wöchentlich ziemlich flach, weil oben ein ultraschwerer, klobiger Peavey Classic Amp auf dem Gepäckträgerli prangte – notdürftig von einer Gummispinne und meiner linken Hand festgehalten. Die Instabilität wurde durch den zum Rucksack umfunktionierten Gitarrenhardcase perfektioniert. Die Reise ging nach Ebmatingen, wo im Kellerraum meines Kollegen Viktor erste Stones Nummern verunstaltet wurden. Seine Brüder spielten Bass und Schlagzeug, was bereits bei der zweiten Zusammenkunft zur unvergesslichen Musiker-Startschuss-Frage seiner russisch-schweizerischen Mutter wurde: «Macht ihr ein Band?» Ja, gerne – aber bitte ohne seine Brüder! Es mussten also neue Band-Mates her. Schwierig, verlässliche Typen zu finden, in einer Zeit, wo Kiffen neben normalen Zigaretten rauchen, die Hauptbeschäftigung war. Kein Gig in der gleichen Formation; zugedröhnte Drummer, die von der Bühne kippten, Bassisten, die per Footswitch abgestellt werden mussten, weil sie nach regelmässig verpassten Anfängen nicht mehr in die Songs fanden, keine Gagen, keine Groupies – lustig war’s trotz allem. Doch so richtig cool ist es, seit vor 100 Jahren Martin, Peter und Safet dazu kamen. Immer noch keine Gagen, keine Groupies aber Groove a gogo.