Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/3976

Der 37-jährige Baselbieter gewann das erste Aufeinandertreffen der beiden seit März 2017 und dem Final in Indian Wells nach 2:16 Stunden mit 6:7 (2:7), 7:6 (8:6), 6:2.
Im Halbfinal am Samstag trifft der Federer auf den Belgier David Goffin (ATP 11), der sich gegen Juan Martin Del Potro zweimal im Tiebreak durchsetzte. Der Schweizer gewann sechs von sieben Duellen gegen Goffin, das letzte in den Halbfinals an den ATP-Finals in London verlor er allerdings.
Die Entscheidung im Thriller zu später Stunde zwischen Federer und Wawrinka fiel kurz nach Wiederaufnahme der Partie, die zu Beginn des dritten Satzes wegen eines Gewitters für knapp eine halbe Stunde unterbrochen werden musste. Im achten Anlauf schaffte Federer endlich sein erstes Break zum 4:2 und brach damit den Widerstand seines Kollegen.
Kurz vor Mitternacht Ortszeit beendete er mit einem weiteren Break die Partie und damit einen langen Tag, war es doch für beide Spieler bereits die zweite Partie, nachdem die Achtelfinals am Donnerstag wegen Regens hatten verschoben werden müssen. Federer schlug bei seinem ersten Auftritt Leonardo Mayer ebenso in zwei Sätzen wie Wawrinka Marton Fucsovics aus Ungarn.
Gegen Wawrinka machte sich Federer das Leben lange selber schwer. Im ersten Satz vergab er als Rückschläger beim Stand von 6:5 zwei Satzbälle, ehe er sich im Tiebreak mit zwei einfachen Fehlern in Rücklage brachte. Den einzigen Breakball im zweiten Satz bot sich Federer beim Stand von 5:5. Im Tiebreak nützte er dann erst seinen dritten Satzball, nachdem Wawrinka beim Stand von 6:6 nur zwei Punkte vor dem Sieg gestanden hatte.
Für Federer war es im 24. Duell der beiden der 21. Sieg, auf Hartplatz gewann der 20-fache Grand-Slam-Champion alle 16 Duelle. Trotz der Niederlage reist Wawrinka mit positiven Gefühlen weiter nach New York, wo er dank einer Wildcard Aufnahme ins Haupttableau des in neun Tagen beginnenden US Open gefunden hat.
Der Waadtländer setzte in Cincinnati seinen in Toronto begonnenen Aufwärtstrend fort und gewann erstmals seit seinen beiden Knieoperationen vor gut einem Jahr drei Partien in Folge. Und gegen Federer bewies er, dass er auch mit den Besten zumindest wieder mithalten kann. Im Ranking verbessert er sich wieder in Region der Top 100.
Djokovic ebenfalls mit Mühe
Im zweiten Halbfinal in Cincinnati kommt es zum Duell zwischen Marin Cilic und Novak Djokovic. Während sich Cilic gegen Pablo Carreño Busta aus Spanien in zwei Sätzen durchsetzte, hatte Djokovic wesentlich mehr zu kämpfen, ehe sein 7:5, 4:6, 6:3-Sieg gegen Milos Raonic feststand. Aus Ärger über seine Leistung im ersten Satz zertrümmerte Djokovic sein Racket.
Djokovic strebt in Cincinnati seinen ersten Turniersieg an. Schafft er dies, wäre er der erste Spieler, der alle neun Masters-1000-Turniere gewonnen hätte. Alle seine fünf bisherigen Finals in Cincinnati verlor der Serbe.