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Wetter und Klima: Ist das nicht das Gleiche?
Vier Jahreszeiten gibt es. Im Sommer scheint die Sonne, im Winter schneit es. So weit so gut. Immer wieder erhalten wir bei MeteoSchweiz Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, wo die genauen Unterschiede zwischen Wetter und Klima denn nun überhaupt liegen.
Was ist Wetter?
Die nüchterne Definition von Wetter lautet: «Wetter ist der aktuelle Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort». Viel einfacher und verständlicher könnte man es aber auch so formulieren: «Wetter ist das, was der Mensch gerade spürt und sieht, wenn er sich draussen in der Natur befindet».
Die einzelnen Wetterelemente, wie zum Beispiel Sonne, Wolken, Regen, Wind oder Gewitter und so weiter bilden also den aktuellen Zustand der Atmosphäre und damit das Wetter ab. Diesen Zustand kann man messen. MeteoSchweiz macht dies mit einer Vielzahl von verschiedenen Messgeräten und Messverfahren, sei es am Boden oder in der Atmosphäre.
Was sind Wetterprognosen?
Die erhobenen Daten zum aktuellen Wetter bilden die Grundlage, um den weiteren Verlauf des Wettergeschehens vorhersagen zu können. Dafür betreibt MeteoSchweiz verschiedene Prognosemodelle. Diese berechnen mit Hilfe von komplexen physikalischen Gleichungen den Zustand der Atmosphäre - also das Wetter - für die Zukunft.
Ob beruflich oder in der Freizeit, diese Prognosen helfen den Nutzerinnen und Nutzern bei der Planung. Sei es zur Bestimmung der Essensvorräte einer SAC-Hütte oder als Planungsgrundlage für den Flugverkehr. Übrigens erbringen solche Prognosen alleine den Branchen Verkehr und Energie jährlich einen Nutzen von 100 Millionen Schweizer Franken.
Was ist das Klima? Und was hat es mit dem Wetter zu tun?
Der Begriff «Klima» bedeutet grundsätzlich nichts Anderes als alle Wetterereignisse über eine längere Zeit zusammengenommen. Zur Beschreibung des Klimas werden langjährige Durchschnittswerte verschiedener meteorologischer Messgrössen wie Temperatur, Niederschlag oder Sonnenscheindauer verwendet. Das Klima wird unter anderem global oder aber auch national beschrieben.
Die Berechnung der Durchschnittswerte erfolgt weltweit über den gleichen Zeitraum von 30 Jahren. Damit können wir das Klima verschiedener Regionen miteinander vergleichen. Die Dauer von 30 Jahren für eine Klimanormperiode wurde 1935 von der Weltorganisation für Meteorologie definiert.
Mit der Klima-Norm zur Klimaänderung
In den letzten Jahrzehnten lag die Temperatur immer häufiger über der Norm. Dazu gibt es eine spannende Darstellung der Schweizer Jahrestemperatur als Abweichung zur Norm 1961−1990. Sie zeigt eindrücklich, wie die Temperatur seit Ende der 1980-er Jahre kräftig angestiegen ist.
Das Klima der Zukunft
Basierend auf den heutigen Klima-Normwerten können Szenarien für die Klimaänderung in den nächsten Jahrzehnten berechnet werden. So hat MeteoSchweiz zusammen mit anderen namhaften Instituten die CH2018-Klimaszenarien erstellt. Diese zeigen die möglichen zukünftigen Entwicklungen basierend auf verschiedenen, global getroffenen Annahmen zum Treibhausgasausstoss. In diesem Sinn unterscheiden sich Klima-Szenarien grundsätzlich von Wetterprognosen.