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Das Synonym von Porzellan ist China. Porzellan und Tee waren Zwillingsbrüder, die die Tafelkultur und die kulinarische Geschichte bereichern. Warum waren Menschen in Europa so beeindruckt von Porzellan? Warum finanzierten europäische Höfe im 18. Jahrhundert, alchemistische Experimente durchzuführen, um die Geheimnisse des Porzellans zu entlüften? Vielleicht muss man die Geschichte aus einem anderen Blickwinkel lesen.
1596 schrieb ein holländischer Reisender in seinem Reisebericht im Osten über seine Begegnung mit chinesischem Essen: „Auf dem Tisch werden raffinierte Speise in schönen verschiedenen Porzellan oder Silbergeschirr präsentiert. Fleisch wurde fein geschnitten, Fisch wurde exakt portioniert… Man darf nicht das Essen mit Hände zu sich nehmen, sondern mit zwei schwarze dünne Stäbchen. Es fehlt nichts runter, so dass man keine Serviette bräuchte.“ (Die Weltgeschichte des Tees) Diese Beschreibung widerspiegelt der damaligen europäischen kulinarischen Kultur. Das Essen hatte keinen besonderen Stellungswert und die Kochkunst war armselig. Gewürze und Aromastoffe waren Luxuswaren und mussten von Orient importiert werden. Pfeffersack war eine Bezeichnung der Reichen. Im 15. Jahrhundert wurde die italienische Kochkunst durch die arabischen Einflüsse bereichert, während die französische Küche erst im 16. Jahrhundert Bedeutung gewann. Das Hauptthema des Kochens war den schlechten unerwünschten Geruch des konservierten Fleischs, das Eiweißquelle war, zu bedecken.
Eine Malerei von Nicolas Muys aus Holland im 18. Jahrhundert. Die feine Dame saß vor einem Wasserkocher. Zwei Hausmädchen bedienten, während der Herr einen Besuch empfang.
Persönliche Gabel und Messer wurden erst richtig populär in dem 16. Jahrhundert. Man aß wie heutige Inder mit Händen. Gemeinschaftsgabel und -messer waren zwar vorhanden, aber man muss mit Hände eigenes Speise zu sich nehmen. Vor 16. Jahrhundert musste man bei einer Einladung selbst Messer mitnehmen und zwar meistens nur für Brot schneiden. Becher gab es aus Stein, privilegierte Schichte benutzten Zinkbecher. Becher werden von Anwesenden gemeinsam benutzt. Persönliche Gabel wurde im 16. Jahrhundert in Venedig zum ersten Mal erwähnt und später über Italien nach Spanien übermittelt. In England wurde die Benutzung von persönlicher Gabel erst 1750 bekannt. Vor dieser Zeit benutzte man einfach seine Hände und putzte seine Hände mit Servietten, wenn sie beschmutzt wurden. Dieser Vorgang wurde innerhalb einer Mahlzeit öfters wiederholt.
In diesem historischen Hintergrund war es nicht wunderlich, dass Porzellan sofort den Einzug in die europäische Alltagskultur fand. Menschen in Europa kannten diese Art von Tafelkultur nicht und ließen sich beeindrucken. Tee und das Geschirr, das Tee präsentiert wurden von europäischen Höfen mit Leidenschaft aufgenommen. Der Stil Chinoiserie, die sich durch Porzellankabinette, Teehäuser und chinesische Pagode zum Ausdruck gebracht wird, zeigen die Verklärung und Respekt vor der vermeintlichen anderen Kultur, die ihrer Eigenen widerspiegelt.