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Die Geschichte der Glasfaser begann bereits in den 1870er Jahren, als Wissenschaftler begannen, sich mit Licht als Kommunikationsmedium zu beschäftigen. Im Jahr 1880 führte der Physiker und Erfinder Alexander Graham Bell ein Experiment durch, bei dem er mithilfe eines Lichtstrahls ein Telefonat über eine Strecke von 213 Metern führte. Obwohl dieses Experiment erfolgreich war, war es zu dieser Zeit technisch noch nicht möglich, Licht auf eine ausreichend grosse Distanz zu übertragen.
In den 1930er Jahren gelang es schliesslich dem Physiker und Ingenieur Narinder Singh Kapany, Licht über eine Faser zu übertragen, die aus einem Kern aus hochreinem Glas und einem Mantel aus einem weniger reinen Glasmaterial bestand. Kapany nannte diese Faser „Lichtleiter“ und präsentierte seine Entdeckung erstmals auf der Weltausstellung 1939 in New York.
In den 1950er Jahren begannen Forscher, an der Entwicklung von Glasfasern zu arbeiten, die aus einem einzigen Material bestanden. Der Chemiker Robert Maurer, der Physiker Peter Schultz und der Ingenieur Donald Keck entwickelten 1970 die erste Glasfaser, die ausschliesslich aus Quarzglas bestand. Diese Faser war wesentlich effizienter als die zuvor entwickelten Fasern, da sie das Licht auf eine viel grössere Entfernung übertragen konnte.
In den folgenden Jahren wurden immer bessere und effizientere Glasfasern entwickelt, die schliesslich in den 1980er Jahren zu einem wichtigen Teil der Telekommunikationsindustrie wurden. Heute sind Glasfasernetzwerke in der Lage, Daten mit sehr hohen Geschwindigkeiten zu übertragen, und sie sind in vielen Teilen der Welt weit verbreitet.
Die Entstehung der Glasfaser ist ein gutes Beispiel dafür, wie Forschung und Entwicklung in der Wissenschaft zu bedeutenden Fortschritten führen können. Die Arbeit von Kapany, Maurer, Schultz und Keck hat dazu beigetragen, die Kommunikation auf der ganzen Welt zu revolutionieren und hat dazu beigetragen, dass die Menschheit in der Lage ist, schneller und effizienter zu kommunizieren als je zuvor.