Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03180.jsonl.gz/1817

Das Wichtigste in Kürze
- Im Sommer 2016 stiessen zwei Dampfschiffe in der Luzerner Bucht zusammen.
- Dies aufgrund einer Fehlprogrammierung der Steuersoftware.
- Beim Zusammenprall wurde niemand verletzt.
Der Zusammenstoss zweier Dampfschiffe in der Luzerner Bucht im Sommer 2016 ist auf eine Fehlprogrammierung der Steuersoftware zurückzuführen. Diese verhinderte, dass ein ungewollter Ruderausschlag rechtzeitig korrigiert werden konnte.
Die beiden über hundertjährigen Dampfschiffe Unterwalden und Schiller der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) waren m Kurseinsatz. Dies, als sie im Luzerner Seebecken zusammenprallten
Über fünf Jahre später hat die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) den Schlussbericht zum Unfall veröffentlicht.
Ruderausschlag konnte nicht rechtzeitig korrigiert werden
Als Ursache hält sie fest, dass der Ruderausschlag des DS Unterwalden in Richtung Backbord nicht rechtzeitig korrigiert werden konnte. Dies aufgrund von zwei fast gleichzeitig getätigten Steuerbefehlen in zwei Fahrstände. Das Schiff fuhr plötzlich eine Linkskurve und kollidierte seitlich mit dem DS Schiller.
Die Software der Rudersteuerung war so programmiert, dass sie den ersten Steuerbefehl auch ausführte, als gleichzeitig weitere Befehle gegeben wurden. Dies über andere Steuersignalgeber.
Auf den beiden Schiffen waren 460 Passagiere unterwegs, verletzt wurde niemand. An den Dampfern entstanden kleinere Risse und Dellen, sie konnten kurz nach der Havarie den Betrieb wieder aufnehmen.