Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/1630

2. Bildgalerie
Am zweiten Tag sind wir über den Pass beim grossen Gletscher Mittivakkat vorbei zur dänischen Forschungshütte (Uni Kopenhagen)gelaufen. Hier die Fotos:
Idyllische Campingathmosphäre mit einem speziellen Gast. Einem Polarfuchs ( Erklärung Polarfuchs am Ende der Seite):
Der Polarfuchs oder Eisfuchs (Alopex lagopus) ist ein arktischer Wildhund.
Die Gestalt des Polarfuchses ist typisch fuchsartig, allerdings ist er hochbeiniger als beispielsweise ein Rotfuchs. Er ist knapp 60 Zentimeter lang (Kopfrumpf), hinzu kommen 35 Zentimeter Schwanz. Bis zur Schulter steht er 30 Zentimeter hoch, sein Gewicht beträgt etwa 5 Kilogramm.
Es gibt zwei Farbvarianten des Polarfuchses, die im Sommerfell einander ähneln, im Winterfell aber vollkommen unterschiedlich aussehen. Man nennt diese Farbschläge "Weißfuchs" und "Blaufuchs". Blaufüchse sind im Sommerfell grau mit bläulichem Schimmer; im Winter sind sie meistens hellgrau, manchmal aber auch schwarz oder stahlblau. Dagegen ist der Weißfuchs im Sommerfell hellbraun, im Winterfell aber rein weiß. Die blaue Morphe scheint dominant zu sein. Trotzdem setzen sich unter extremen Bedingungen die Weißfüchse durch; dies geschieht wahrscheinlich durch Auslese, weil die Blaufüchse in Schneelandschaften häufiger Raubtieren zum Opfer fallen.
Das Verbreitungsgebiet des Polarfuches liegt nördlich des Polarkreises und ist zirkumpolar. Er kommt in Skandinavien, Island, Spitzbergen, Sibirien, Kanada, Alaska und Grönland vor. Sein Habitat ist vor allem die Tundra. Einige Polarfüchse leben aber selbst auf dem Treibeis des Nordpolarmeers.
In seinem kargen Lebensraum kann es sich der Polarfuchs nicht leisten, bei der Ernährung wählerisch zu sein. Am liebsten fressen Polarfüchse Nagetiere wie Mäuse und Lemminge. Der Berglemming (Lemmus lemmus), der Halsbandlemming (Dicrostonyx torquatus), der Sibirische Lemming (Lemmus sibiricus), die Sumpfmaus (Microtus oeconomus) und die Graurötelmaus (Clethrionomys rufocanus) stellen den Hauptanteil der Beutetiere dar. Ihre Nester kann der Polarfuchs mit Hilfe seines sehr guten Geruchssinnes auch noch durch eine dicke Schneedecke hindurch aufspüren, was für die Art im Winter überlebensnotwendig ist. Des Weiteren stellen Vögel, die in der Arktis brüten sowie deren Eier und Küken einen wichtigen Nahrungsbestandteil der Polarfüchse dar. Es gibt aber kaum einen tierlichen oder pflanzlichen Stoff, den ein Polarfuchs in der Not verschmähen würde. So frisst er auch Insekten, Beeren und Aas. Die an der Küste lebenden Polarfüchse suchen die Strände nach angeschwemmten Kadavern ab. Wenn es Eisbären in der Nähe gibt, folgen Polarfüchse diesen manchmal in sicherem Abstand und machen sich über die Reste ihrer Mahlzeiten her. Ist die Not besonders groß, fressen sie sogar den Kot anderer Tiere. Polarfüchse legen einen Bau in einem Lehm- oder Sandhügel an. Ist dies wegen Dauerfrost nicht möglich, begnügen sie sich mit einer Felsspalte. Große Fuchsbaue haben bis zu acht Eingänge und werden seit Generationen genutzt. Bewohnt werden sie von einem losen Familienverband: einem Männchen, zwei Weibchen und den Jungen. Eines der Weibchen entstammt dem Wurf des Vorjahrs und hilft bei der Jungenaufzucht, ohne selbst zu werfen. Polarfüchse sind monogam und bleiben ein Leben lang als Paar zusammen.
Weil sein Pelz sehr begehrt ist, wurde und wird der Polarfuchs stark bejagt. Diese Jagd hat ihn in Skandinavien und Island sehr selten gemacht, während die Bestände in Nordamerika, Sibirien und Grönland nicht im geringsten bedroht sind.
E- Mail : <email-pii>