Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03389.jsonl.gz/5

Frankreich, im Jahre 1815. Der 19-jährige sehr wohlhabende Edmond Dantès wird am Tag seiner Hochzeit fälschlicher Weise verhaftet und der Treue zu Napoleon angeklagt. Wegen seiner Rivalen Danglars und Fernand gibt es kein ordentliches Verfahren und so wird Edmond Dantès 14 Jahre lang im Gefängnis Château d If eingesperrt. Im Gefängnis wird ihm von Abbé Faria, ebenfalls ein Gefangener, anvertraut, dass er einen Schatz auf der Insel Monte Christo lagernd hat und vermacht ihm diesen auch. Als Faria stirbt, lässt sich Dantès als Faria s Leiche ins Wasser werfen und reist nach Monte Christo. Mit dem Schatz begibt er sich anschließend nach Paris, wo er als der noble Graf von Monte Christo auftritt. Dort trifft er auch auf die Schuldigen für seine ungerechtfertigte Haftstrafe und lässt beide dafür büßen
Alexandre Dumas der Ältere (1802-1870) wächst als Sohn eines napoleonischen Generals in der nordfranzösischen Provinz auf. Früh verwaist und arm, doch von seinen Talenten überzeugt, begibt er sich als Neunzehnjähriger nach Paris, wo er zum Theater will. Sein Kapital: eine schöne Handschrift, ein paar erwilderte Rebhühner und eine schier unerschöpfliche Phantasie. Die Theaterstücke, die er zunächst schreibt, sind heute vergessen. Doch zwanzig Jahre später, 1844, ist er mit "Der Grafen von Monte Christo" der König des literarischen Feuilletons. Denn Dumas hatte den Nerv des Leserpublikums getroffen. Er bot eine intrigenreiche Handlung, Spannung, Illustion auf einem geschichtlichen Hintergrund, den man in groben Zügen kannte. Er bot historische Wahrheit, phantasievoll aufgefüllt mit Dichtung, und mischte ihr jenen feinen Schuß Ironie bei, der seine Romane bis heute so lesenswert macht.
Alexandre Dumas