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Knieendoprothese BPK-S Integration Ceramic
Neues Kniegelenk trotz Allergie oder Unverträglichkeit
Das Problem: Metallallergien und Unverträglichkeitsreaktionen
Obwohl die meisten Patienten erfolgreich mit einem Knie-Standardimplantat versorgt werden können, spielt auch Implantatunverträglichkeit zunehmend eine Rolle in der multifaktoriellen Pathogenese von Implantatversagen.7,15 Diese Problematik ist im Wesentlichen noch unzureichend beleuchtet. Allergie und Unverträglichkeit (oder Intoleranz) werden häufig synonym gebraucht, beschreiben aber zwei unterschiedliche Pathologien, die für betroffene Patienten einen erheblichen Leidensdruck und längeren Leidensweg bedeuten können. Der Begriff «Unverträglichkeit» wird für mannigfaltige Beschwerden gegenüber Implantat-Materialien verwendet (z. B. Beschwerden unklarer Ursache, Schmerzpersistenz oder -zunahme nach Ausschluss der häufigsten Differentialdiagnosen, funktionelle Verschlechterung, unspezifisch-anderweitige Entzündung).15
Metallallergien treten zwar selten auf, meist in den ersten 4 Jahren nach der Implantation. Allergisch bedingte Komplikationen können jedoch zu signifikanten funktionellen Einschränkungen und möglicherweise frühzeitiger Endoprothesenlockerung führen. Angesichts der steigenden Implantationszahlen wird davon ausgegangen, dass künftig mehr mit Hypersensitivitätsreaktionen gerechnet werden muss. Denn die Patienten, die eine Knieendoprothese erhalten, werden immer jünger. Jüngere Menschen und Frauen neigen häufiger zu Allergien. Die Literatur verzeichnet eine zunehmende Anzahl von Untersuchungsserien und Fallberichten.1, 2, 3, 5, 11, 14
Was sagen Register und Studien?
Endoprothesenregister und Studien verschiedener Arbeitsgruppen geben deutliche Hinweise darauf, dass eine Metallallergie bei Patienten mit Prothesenbeschwerden häufiger auftritt, als bei Patienten ohne beschwerdebehaftete Endoprothetik.4,5,9,12,14
In einer Studie zeigten Patienten nach Implantation einer Knieendoprothese signifikant mehr positive Reaktionen im Epikutantest auf Metalle. Bei Patienten mit festsitzenden Implantaten war die Metallallergikerrate in etwa 2,5-mal und bei Patienten mit gelockerten Implantaten sogar 3-mal höher als in der Bevölkerung ohne Gelenkersatz.5
Zudem haben Patienten mit einer Knieprothese ein höheres Risiko ein Kontaktekzem zu entwickeln als Patienten ohne Gelenkersatz.18 Die Gegenüberstellung des Knieregisters und des Kontaktallergieregisters in Dänemark zeigte, dass bei Patienten mit 2 oder mehr Knie-Revisionen eine Kontaktallergie signifikant häufiger auftritt.12
Warum kommt es zu Unverträglichkeitsreaktionen?
Weshalb es Menschen gibt, die deutlich anfälliger als andere mit Unverträglichkeit auf Metallimplantate reagieren, ist nicht hinreichend geklärt. Es wird angenommen, dass Co-Faktoren wie Zahnmaterialunverträglichkeit, atopische Erkrankungen (z. B. Heuschnupfen, allergisches Asthma, Neurodermitis) oder das Vorliegen einer individuellen genetischen Prädisposition (Genpolymorphismen) für die erhöhte Neigung zu einer unerwünschten unspezifischen Entzündungsreaktion und eine beschwerdebehaftete Endoprothese verantwortlich sind.
Eine Vielzahl unterschiedlicher Metallbelastungen durch umweltbedingte Einflüsse könnte zur Folge haben, dass bei genetisch suszeptiblen Menschen aufgrund eines komplexen Zusammenspiels von genetischer Disposition und Umweltfaktoren eine individuell nicht tolerierbare Gesamtbelastung entsteht. Hierzu bedarf es weiterer Untersuchungen, um Risikofaktoren zu identifizieren. Auch die Rolle einer überschiessenden Entzündungsantwort auf periimplantären Metallabrieb, die durch das Verhältnis der im Rahmen der Immunantwort freigesetzten pro- und antientzündlichen Zytokine bestimmt wird, steht im Fokus der Forschung.6,8,10,14,15
Die Lösung: BPK-S Integration Ceramic
Die PETER BREHM GmbH ist der einzige Hersteller weltweit, der eine vollkeramische primäre Knieendoprothese zur Versorgung von Patienten mit Metallallergien anbietet, um den Patienten diesbezüglich eine langfristige Beschwerdefreiheit zu ermöglichen.
Auch für Patienten mit Unverträglichkeiten, die sich Sorgen über eine Belastung ihres Körpers durch Metalle machen und kein persönliches Risiko eingehen möchten, stellt dieses vollkeramische primäre Knieimplantat eine Option dar.
Allergien und Unverträglichkeiten: Prävention minimiert Risiko
Die aus Materialsicht beste präventive Massnahme ist ein Knieimplantat aus Vollkeramik.
Keramik bietet nachweislich eine hohe immunologisch-allergologische Verträglichkeit15 sowie exzellente biologische und tribologische Eigenschaften:
- hypoallergen (kein Metallabrieb)
- gewebefreundlich
- sehr gut verträglich für den Organismus
- kein Toxizitätsrisiko
- geringere Biofilmausbildung
- exzellentes Abriebverhalten
- deutlich reduzierter Verschleiss des Polyethylens
- hoher Widerstand gegen Dreikörperverschleiss
- hohe Verschleiss- und Korrosionsbeständigkeit
Wie sicher ist die keramische Knieprothese?
Mittelfristige klinische Erfahrungen bestätigen die klinische Effizienz und Sicherheit der Knietotalendoprothetik mit vollkeramischen Komponenten. Die BPK-S Keramik-Knieprothese hat sämtliche Vorteile einer konventionellen Knieprothese und ist integraler Bestandteil des bewährten BPK-S Kniesystems (vom Oberflächenersatz bis zum Total-Hinged-Knie), so dass für den Operateur die OP-Abläufe unverändert bleiben und eine identische sichere, präzise Instrumentation gewährleistet ist. Das spart OP-Zeit und -Kosten im Vergleich zu anderen patientenindividuellen Lösungen, wie etwa Sonderanfertigungen.11, 17, 19
Die Literaturangaben stellen wir Ihnen auf Nachfrage gerne zur Verfügung.