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Die Titelverteidigerin und Weltnummer 1 Serena Williams wurde von den ungesetzten Wesnina nie gefordert. Nach nur 48 Minuten verwandelte sie ihren ersten Matchball. “Ich war sehr fokussiert, ich war bereit”, sagte die Amerikanerin. “Es ist unglaublich, dass ich es wieder in den Final geschafft habe.” Die 34-Jährige strebt ihren siebten Titel in London und 22. Grand-Slam-Sieg insgesamt an und würde damit mit Steffi Graf gleichziehen.
Gegen die Weltranglisten-50. Wesnina hatte sie nie Probleme. In 28 Minuten sicherte sich die jüngere Williams-Schwester den ersten Satz. Der zweite Abschnitt verlief noch einseitiger. Mit einem erfolgreichen Netzangriff machte die Favoritin den Final-Einzug perfekt.
In Wimbledon hatte Serena Williams vor einem Jahr ihren bislang letzten Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere gewonnen. In Melbourne Ende Januar unterlag sie im Final der erneuten Finalgegnerin Kerber und vor fünf Wochen in Paris Garbiñe Muguruza,, die beide ihre ersten Grand-Slam-Titel feierten. “Jetzt habe ich zweimal im Final verloren, nun möchte ich wenigstens noch einen Titel”, sagte Serena Williams.
Im Final trifft sie nicht wie erhofft auf ihre Schwester Venus, mit 36 Jahren die älteste Halbfinalistin seit Martina Navratilova 1994, die noch ein Jahr älter war. Sie lieferte sich mit Kerber einen attraktiven Schlagabtausch, bei dem die 28-jährige Deutsche immer leicht die Oberhand hatte. Vor allem im ersten Satz schlug die Amerikanerin zudem schwach auf und musste gleich viermal ihren Service abgeben.
Nach 72 Minuten verwertete Kerber mit einem grandiosen Passierball gleich ihren ersten Matchball. “Es ist unglaublich, Venus im Halbfinal zu schlagen. Venus ist ein Champion und hat hier schon so oft gewonnen”, sagte die 28-Jährige aus Kiel freudestrahlend.
Dennoch ist ein Williams-Sieg gemäss Statistik schon fast sicher. Zum elften Mal erreichten beide Schwestern gemeinsam die Halbfinals eines Grand-Slam-Turniers, jedes Mal hielt am Ende eine der beiden die Trophäe in den Händen.
Martina Hingis und Sania Mirza können ihren Wimbledontitel im Doppel nicht verteidigen. Die gemeinsamen Nummern 1 der Weltrangliste unterlagen im Viertelfinal dem ungarisch-kasachischen Duo Timea Babos/Jaroslawa Schwedowa deutlich 2:6, 4:6. Im zweiten Satz holten die Ostschweizerin und ihre indische Partnerin zwar einen 1:5-Rückstand fast noch auf, beim Stand von 5:4 servierte Babos aber souverän mit einem Zu-null-Game aus.
Hingis/Mirza konnten dem druckvollen Spiel von Babos und Schwedowa nichts entgegen halten. Vor allem die Inderin zeigte beim Return Schwächen. Von ihrer Deuce-Seite brachte sie weniger als zwei Drittel der Aufschläge zurück, bei Hingis waren es 80 Prozent.
(SDA)