Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03253.jsonl.gz/2393

Zum Ende konnte die Schweiz doch noch jubeln. Zwar hatten Viktor Röthlin bei seiner Dernière als 5. und Tadesse Abraham als 9. die erhoffte Einzel-Medaille verpasst. Doch kurz darauf traf der dritte Schweizer Finisher, Christian Kreienbühl, als 23. ein. Damit war klar, dass die Schweiz Italien in der Team-Wertung um 10 Sekunden distanziert - dies bedeutete die Bronze-Medaille hinter Russland und Frankreich. Im offiziellen Medaillenspiegel findet diese Auszeichnung allerdings keine Aufnahme. Da es sich nur um eine sogennante Europacup-Wertung handelt, wie im Nachhinein präzisiert worden war.
Chabowski versucht Solo
Ein wahres Volksfest und strahlender Sonnenschein hatten am Sonntagmorgen die Kulisse für die Abschiedsvorstellung von Röthlin und die restlichen 67 Startenden gebildet. Nach dem Start am Bürkliplatz gehörten der Titelverteidiger und Abraham zu den tonangebenden Läufern in der Spitzengruppe.
Bei der 10-Kilometer-Marke setzte sich der Pole Marcin Chabowski ab und in der Folge zog sich auch das Feld in die Länge. Chabowski setzte alles auf die Karte Risiko und zog weiter vorne weg.
Abraham ohne Chance, Röthlin blieb dran
Davon liessen sich Abraham und Röthlin nicht beeindrucken und liefen weiter ihr Tempo ganz vorne an der Spitzengruppe. Dann aber kam die 30-km-Marke und mit dieser verlor Abraham den Anschluss an Röthlin und musste in der Endabrechnung mit einem für ihn enttäuschenden Rang 9 vorliebnehmen.
Rund 10 km vor Schluss trat der Italiener Daniele Meucci in Aktion und holte Chabowski ein, der kurz darauf für sein hohes Tempo büsste und aussteigen musste. Der 6. des 10'000-m-Rennens am Mittwoch blieb in der Folge unangetastet an der Spitze und gewann schliesslich in 2:11,08 vor dem Polen Yared Shegumo (2:12,00) und dem Russen Aleksey Reunkow (2:12,15).
Hervorragende Team-Leistung
Röthlin indes musste in der Folge hart kämpfen, um an der Spitze noch eine Rolle zu spielen. Getragen vom Zürcher Publikum lief der fast 40-jährige Obwaldner bei seinem letzten Rennen in 2:13,07 Stunden auf den sehr guten Rang 5. Die weiteren Schweizer klassierten sich auf den Rängen 37 (Michael Ott), 44 (Patrick Wieser) und 46 (Adrian Lehmann) und sind ebenfalls Teil des Schweizer Bronze-Teams.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.08.2014, 08:30