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Hypovereinsbank, Luxembourg
Wettbewerb: 1993, 1. Preis
Fertigstellung: 2000
Auftraggeber: Hypovereinsbank Luxembourg SA
Innenarchitektin: Ursula Staub-Feller
Kunst am Bau: Michael Majerus
Die Hypovereinsbank wurde in einem Quartier errichtet, das fast ausschliesslich für Bankgebäude reserviert ist. Hier wurden gemäss einem früheren Bebauungsplan Solitärbauten den Strassen entlang aufgereiht. Dem entgegen folgt der Neubau für die Hypovereinsbank einem neuen, städtischeren Konzept: Indem er die Strasse über 120 Meter begleitet, verleiht er ihr mehr Urbanität und erzielt – in deutlichem Kontrast zu den einzeln stehenden Gebäuden – eine räumliche Wirkung. Darüber hinaus macht die Bank ihre beiden Hauptfunktionen mit zwei völlig unterschiedlichen Gebäudekörpern kenntlich. Einem kompakten, nach aussen sehr offenen Kopfbau mit Empfangshalle, Konferenzräumen und Restaurant schliesst sich ein schmaler, langer, eher geschlossen wirkender Körper an, in dem sich die Arbeitsplätze befinden.
Als Arbeitsräume waren hauptsächlich kleine Büros für ein bis vier Personen und nur für einige Mitarbeiter Grossraumbüros verlangt. Durch den Einbau gläserner Abtrennungen der Büros gegen den durch Kolonaden geprägten Gang wird trotz der Kleinteiligkeit eine Transparenz geschaffen, die die Mitarbeiter in eine grössere Gruppe einbindet ohne sie den Nachteilen eines Grossraumbüros auszusetzen. Gleichzeitig erlauben es die französischen Balkone dem Einzelnen seinen Bezug nach aussen gemäss seinen Bedürfnismässig zu verändern. Dies ist ein für Bürobauten zwar ungewöhnliches, aber wirksames Mittel, um der Eigenständigkeit des einzelnen mehr Raum zu gewähren.