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Eine Unterversicherung liegt vor, wenn die Versicherungssumme tiefer ist als der effektive Wert des Hausrats. Sie hat für den Versicherungsnehmer im Schadenfall unangenehme Folgen. In der Regel wird die Leistung in dem Verhältnis gekürzt, in dem eine Unterversicherung besteht. Manche Versicherungsgesellschaften verzichten auf die Geltendmachung einer Unterversicherung. Damit keine Unterversicherung vorliegt, lohnt es sich, den Wert seines Hausrats richtig zu kalkulieren und von Zeit zu Zeit anzupassen. Von einer allfälligen Unterversicherung unabhängig sind Versicherungsleistungen auf «Erstrisikodeckung».
Beispiel:
Luca und Nicole sind vor ein paar Jahren zusammengezogen und schlossen eine Hausratversicherung für 60'000 Franken ab. In den letzten Jahren kauften die beiden viele neue Möbel, elektronische Geräte, Kleider etc. Dadurch stieg der Wert des gesamten gemeinsamen Hausrats auf 90'000 Franken. Es liegt jetzt eine Unterversicherung vor. Werden nun durch einen Wasserschaden Möbel und Gegenstände im Wert von 60'000 Franken beschädigt oder zerstört, würde die Versicherung aufgrund der Unterversicherung nur 2/3 des Schadens bezahlen, also 40'000 Franken:
Die Unterversicherung berechnet sich aus den versicherten CHF 60'000/CHF 90'000 = 2/3. Die Versicherung bezahlt deshalb nur 2/3 x 60'000 = CHF 40'000. Die restlichen 20'000 Franken müssen Luca und Nicole selber bezahlen.