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Bandanadruck,
Bandanasdruck, Bandanendruck, ein Verfahren des Zeugdrucks (s. d.), das nach dem Vorbilde der seit langer Zeit im Orient üblichen Herstellungsweise weißer Muster auf gefärbten Zeugen angewendet wird und darin besteht, daß die Stellen des Zeugs, welche die Farbe nicht annehmen sollen, vor dem Einbringen in die Farbbrühe mit Schnüren fest zusammengebunden und nachher gepreßt werden.
Von dieser primitiven Methode unterscheidet sich das neuere, die ¶
1. Bänder der linken Hand, Handrücken.
2. Äußere Bänder des linken Kniegelenks, von vorn.
3. Innere Bänder des linken Kniegelenks, von vorn.
4. Bänder des linken Fußes, Sohlenfläche.
5. Bänder des obern Teils der Wirbelsäule.
6. Bänder des Kopfgelenks, von innen.
7. Bänder des untern Teils der Wirbelsäule.
8. Bänder des rechten Schultergelenks, von vorn.
9. Bänder des linken Fußes, äußerer Fußrand. ¶
forlaufend
Nachahmung der berühmten ostind. Bandanastücher bezweckende Verfahren dadurch, daß weiße oder hellfarbige Muster auf dunklem, meist türkischrotem Grunde durch stellenweise Zerstörung des Farbstoffs mittels bleichend wirkender Agentien hervorgebracht werden. Gewöhnlich wird der Stoff in 10-14facher Lage zwischen zwei genau sich deckende Bleiplatten gelegt, die an bestimmten Stellen, den farblosen Stellen des Musters entsprechend, mit Punkten oder Linien durchbohrt oder durchschnitten sind.
Man preßt die Platten unter einer hydraulischen Presse [* 4] stark gegeneinander und läßt dann eine mit Schwefelsäure [* 5] angesäuerte Lösung von Chlorkalk [* 6] hindurchsickern, wodurch der Farbstoff in den freiliegenden Partien zerstört und ein scharf abgegrenztes weißes Muster erzeugt wird. Behandelt man die weißen Stellen mit Schwefelsäure uud salpetersaurem Blei, [* 7] so entsteht schwefelsaures Blei, das durch chromsaures Kalium orangene, gelbe und grüne Nuancen liefert.