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Der Sitz des Berner Stadtpräsidenten, der Erlacherhof, wird saniert. Verschiedene Teile müssen überholt werden, so etwa die Gebäudehülle.
Auch die rund 40-jährigen Fenster müssen teilweise ersetzt werden, wie aus einer Mitteilung der städtischen Präsidialdirektion vom Montag hervorgeht. Auch Notbeleuchtungen in Treppenhäusern und Türen für den Brandfall werden eingebaut oder ergänzt.
Für die Bevölkerung am spürbarsten dürften die Veränderungen im Eingangsbereich sein. Künftig wird es nicht mehr möglich sein, ohne Anmeldung am Empfang in den Veranstaltungs- und Bürotrakt zu gelangen.
Das Berner Stadtparlament, der Stadtrat, hat im Oktober 2018 für die erste Etappe der Sanierung einen Projektierungs- und Baukredit von 4,79 Mio. Franken bewilligt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis im März 2020 dauern. Eine zweite Sanierungsetappe soll in rund zehn Jahren umgesetzt werden.
Der Erlacherhof befindet sich an der Junkerngasse im historischen Zentrum von Bern. Das von 1745 bis 1757 errichtete Stadtpalais mit Gartenanlage gehörte bis 1795 der Berner Patrizierfamilie von Erlach.
Dann wurde es zu verschiedensten Zwecken genutzt, etwa als Mietshaus, als Quartier für französische Truppen, als Schulhaus, als Botschaft und ab 1832 schliesslich als Verwaltungsgebäude.
Mit der Gründung der modernen Schweiz 1848 wurde der Erlacherhof bis 1857 Sitz der Bundesverwaltung und diente zugleich als erstes Bundeshaus. Danach beanspruchte die Berner Stadtverwaltung wieder das gesamte Gebäude – bis heute.