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Aufgrund einiger Herpes-Virus-Fälle (EHV) in Frankreich in diesem Jahr und einer Zunahme im April – was jetzt eben zu Absagen von Turnieren führte – empfiehlt die Veterinärkommission des Schweizerischen Verbands für Pferdesport, eine Herpes-Impfung für Pferde, die in Frankreich an den Start gehen sollen, mit dem persönlichen Tierarzt zu diskutieren.
Es gibt verschiedene Meinungen zur Impfung gegen Herpes. Im Allgemeinen geht es hierbei jedoch nicht darum, dass die Pferde vermehrt auf die Impfung reagieren, sondern ob die Wirkung ausreichend ist, um eine Erkrankung wirkungsvoll zu verhindern. Der heutige Stand der Wissenschaft ist, dass sich mit einer Herpesimpfung eine Erkrankung (vor allem die neurologische Form) nicht verhindern lässt. Jedoch wird davon ausgegangen, dass geimpfte Pferde weniger stark erkranken. Weiterhin wird vermutet, dass ein Herpesausbruch in einem geimpften Bestand/Stall weniger wahrscheinlich ist. Pferde im Impfimmunitätsaufbau scheinen stärker gefährdet als nichtgeimpfte Pferde.
Je nach Zeitpunkt eines Starts in einem EHV-gefährdeten Gebiet ist ein möglicher Impftermin genau zu planen.
Dr. med. vet. Marco Hermann, Präsident Veterinärkommission