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Toggenburger Alpen
Das Toggenburger Alpgebiet erstreckt sich auf einer Länge von ca. 40 km von der Alp Flies am Säntis über die Churfirsten, Gräppelengebiet, Luterental, Speergebiet bis zum Hörnli. Im Toggenburg gibt es 143 Alpen mit annähernd 470 Alpbetrieben. Mit wenigen Ausnahmen liegen alle Toggenburger Alpen im Sömmerungsgebiet mit total 7200 Normalstösse.
Allgemein
Im obersten Toggenburg, Wildhaus-Alt St.Johann, herrschen die privat-rechtlichen Alpkorporationen vor. In der Gemeinde Nesslau findet man alle Besitzverhältnisse. Die Alpen gehören hier öffentlich-rechtlichen Körperschaften, wie Ortsgemeinde oder Kreisalpenkorporation oder privatrechtlichen Korporationen wie Säntisalp und Lütisalp oder sind in Privatbesitz wie z.B. die Klosteralp, Obergössigen oder Elisiten. Im unteren Teil gibt es auch einige Alpgenossenschaften, wie z.B. das Schwämmli oder Alpvereine wie z.B. die Meiersalp. In Zahlen heisst das 58 der 143 Alpen sind in Privatbesitz; sie verfügen aber nur über 12% der Alpfläche. 33 Alpen oder 20% der Alpweiden sind in Besitz von öffentlich-rechtlichen Körperschaften und 52 Alpen gehören privat-rechtlichen Korporationen mit Anteilsrechten mit einem Anteil von 68% der Alpweiden.
Die Toggenburger Alpwirtschaft ist nicht isoliert, sondern als Einheit mit dem Heimbetrieb wirtschaftlich zu beurteilen. Ausreichend Winterfutter kann nur durch die Abwesenheit des Viehs vom Hof im Sommer erwirtschaftet werden. Eine günstige Sömmerung des Viehs ist Voraussetzung dafür.Alpprodukte wie Alpkäse und Milch für die Dorfkäsereien während den Sommermonaten bringen zusätzliches Geld. Der Bund entschädigt die Bauern mit Sömmerungsbeiträgen für ihre Leistungen wie das Offenhalten der Landschaft und dadurch die Verhinderung der weiteren Ausdehnung des Waldes.
Die Arbeit auf der Alp ist streng und die Arbeitstage sind lang. Viele Alpen werden im "Pendlerbetrieb" bewirtschaftet, dadurch sind die Bauernfamilien während den Sommermonaten stark belastet. Dies nicht zuletzt deshalb weil die Heimbetriebe grösser geworden sind und neben der täglichen Arbeit auf der Alp (Melken, Zäunen, Weidepflege etc.) zusätzlich das Winterfutter eingebracht werden muss.
Die Alpen im Toggenburg sind gut bestossen. Die enge Verbindung der Toggenburger Heim- und Alpbetriebe und die gelebten Traditionen tragen dazu bei, dass das Toggenburger Alpsystem wenig krisenanfällig ist.