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Ob eine mediterrane Ernährung einen Einfluss auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (inklusive Rückfallrisiko) und auf Risikofaktoren (wie Bluthochdruck) hat, ist trotz einer grossen Zahl eingeschlossener Studien weiterhin unsicher. Die Evidenz für einen bescheidenen Nutzen beim Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist schwach bis mässig. Nur wenige Studien berichten über minimale unerwünschte Wirkungen. Studien, die zurzeit im Gange sind könnten diesbezüglich mehr Klarheit schaffen.
Die Qualität der Evidenz ist schwach. Die Unterschiede im Risiko sind zudem sehr klein. Es wurden 30 Studien mit 12461 Teilnehmern eingeschlossen. Zeitraum der eingeschlossenen Studien: bis April 2019.
Es ist erwiesen, dass die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt. Die so genannte "mediterrane" Ernährung ist von besonderem Interesse, da Beobachtungen zeigen, dass die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den Ländern des Mittelmeerbeckens, wie Griechenland und Italien, niedriger ist als in Nordeuropa. Die mediterrane Ernährung ist hauptsächlich durch einen hohen Anteil von Obst, Gemüse, Getreide und Olivenöl, einen mässigen Konsum von Milchprodukten, Eiern und Wein, einen begrenzten Konsum von Fisch und einen geringen Fleischkonsum gekennzeichnet.
Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit einer solchen Diät zur Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Wiederauftreten auf der Grundlage von wissenschaftlichen Belegen aus randomisierten kontrollierten klinischen Studien und nicht auf der Grundlage von Daten aus Beobachtungsstudien zu bestimmen.