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Bern - Rund 150 Personen haben in Bern gegen den Putsch und die bevorstehenden Wahlen in Honduras demonstriert. Die Protestierenden fordern von der Schweizer Regierung, dass sie das Wahlresultat vom 29. November im zentralamerikanischen Land nicht anerkennt.
Angesichts der gegenwärtigen Situation in Honduras sei es ein Witz, von Wahlen zu sprechen, sagte Dieter Drüssel, Sprecher des Zentralamerika-Sekretariats, einer der zahlreichen Vereinigungen, die den Protestmarsch durch Bern organisiert haben. Viele Politiker hätten deshalb ihre Kandidaturen zurückgezogen.
Bevor die Demonstrierenden vom Stadtzentrum via US-Botschaft durch Bern zogen, hielten sie Reden auf Spanisch und Deutsch ab. Auf Plakaten und Transparenten kritisierten sie die Putschregierung Roberto Michelettis und forderten freie Wahlen in Honduras.
Micheletti war nach einem Putsch am 28. Juni an die Stelle des gewählten Präsidenten Manuel Zelaya getreten. Zelaya kehrte Ende September heimlich in seine Heimat zurück und hält sich seither in der brasilianischen Botschaft in der Hauptstadt Tegucigalpa auf. Die Amtszeit Zelayas endet offiziell am 27. Januar.
Brasilien und Argentinien wollen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Honduras nicht anerkennen, sollte Putschpräsident Micheletti bei der Abstimmung noch im Amt sein. Die Wiedereinsetzung des gestürzten Staatschefs Zelaya ist für sie unverzichtbar.
Kein Problem mit der Abhaltung der Präsidentenwahl ohne vorherige Wiedereinsetzung Zelayas haben die USA. Das Ergebnis der Wahl werde je nach den Umständen anerkannt, liess das US-Aussenministeriums kürzlich mitteilen.
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