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Wirksamkeit
Solmucalm Erkältungshusten Sirup enthält zwei Wirkstoffe: N-Acetylcystein, welches den Schleim löst und Chlorphenamin, ein Antihistaminikum der ersten Generation, welches hustenberuhigende Eigenschaften besitzt. Durch die schleimlösende Wirkung des N-Acetylcysteins wird der Schleim in den Atemwegen dünnflüssiger, so dass er tags darauf leichter ausgehustet werden kann. Da Chlorphenamin den Hustenreiz nicht vollständig blockiert, ist eine natürliche Reinigung der Atemwege, trotz Hustendämpfung, gewährleistet.
N-Acetylcystein
N-Acetylcystein ist eine leicht abgeänderte Form einer in unserem Körper vorkommenden Aminosäure, nämlich des Cysteins (siehe dazu auch Wirksamkeit von Solmucol). N-Acetylcystein wird nach oraler Einnahme im Körper verteilt und erscheint unter anderem als Cystein und Glutathion, in welches das Cystein eingebaut wird. Alle drei Moleküle (N-Acetylcystein, Cystein und Glutathion) wirken mukolytisch weil sie dieselbe aktive Gruppe teilen.
Acetylcystein wirkt mukolytisch dank der freien Sulfhydrilgruppe (-SH), welche die Schleimproteine spaltet und so den zähen Schleim auflöst. Die selbe Sulfhydrilgruppe ist in den Metaboliten von Acetylcystein, Cystein und Glutathion wiederzufinden. Alle drei Moleküle wirken mukolytisch und auch antioxidativ.
Chlorphenamin
Chlorphenamin ist ein Histamin H1-Rezeptor-Antagonist (Antihistaminikum) der ersten Generation. Dieser Wirkstoff wird weltweit seit über 50 Jahren gegen Husten eingesetzt und hat sich, aufgrund der Erfahrungen in diesen Jahrzehnten, als ein gut verträgliches Hustenmittel erwiesen. Im Unterschied zu anderen herkömmlichen Hustenmitteln wirkt Chlorphenamin sowohl im ZNS als auch ausserhalb des ZNS. Die zentrale Wirkung des Chlorphenamins kommt durch die Interaktion mit Histamin-Rezeptoren zustande, die durch das Chlorphenamin blockiert werden. Ausserhalb des ZNS ist bekannt, dass Chlorphenamin, ebenfalls über Histamin-Rezeptoren, die Sekretion in den Atemwegen mildert, so dass übermässige Schleimflüsse, welche Husten auslösen würden, erst gar nicht entstehen.
Chlorphenamin hemmt die Erregbarkeit der TRPV1-Rezeptoren in den afferenten Nervenfasern, welche für die Entstehung des Hustenreizes verantwortlich sind (Sadofski et al. Exp Lung Res 34: 681-693; 2008).
Neuere Untersuchungen legen zudem nahe, dass das Chlorphenamin die Reizung der Hustenrezeptoren im Bereich der luftleitenden Atemwegen und die zentralnervöse Leitung des Hustensignals abschwächt. Dies geschieht über die Modulation der Aktivität der neu entdeckten TRPV1-Rezeptoren in den afferenten Nervenbahnen. Das hat zur Folge, dass insgesamt die Entstehung des Hustenreizes in der Peripherie abgeschwächt wird. Diese neu entdeckte Wirkungsweise von Chlorphenamin ist zukunftsweisend und entspricht den Anforderungen moderner Hustenmittel. Interessant bei der Wirkung von Chlorphenamin ist, dass der Hustenreiz so moduliert wird, dass der Hustenreflex nicht vollständig blockiert wird, so dass die schützende Reinigungsfunktion des Hustens erhalten bleibt.