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Bei staatlichen Investitionen schneide Deutschland dagegen seit "geraumer Zeit" schwächer ab, hiess es weiter. Dies führt international regelmässig zu Kritik. Das Finanzministerium wies diese erneut zurück: "Forderungen nach einem "Mehr" an staatlichen Investitionen, um die Gesamtinvestitionen zu stärken, greifen zu kurz", hiess es. "Falsch wäre es, mit staatlichen Investitionen niedrige private Investitionen kompensieren zu wollen." In erster Linie müssten die Bedingungen für privates Engagement verbessert werden. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.
In Deutschland würden rund 89 Prozent aller Investitionen von Unternehmen und privaten Haushalten getätigt. "Deutschland ist bei den privaten Investitionen solide aufgestellt", heisst es in dem Bericht, der demnächst veröffentlicht werden soll. Die Investitionsquote Deutschlands - der Anteil privater und staatlicher Investitionen in Relation zur Wirtschaftsleistung - insgesamt befinde sich seit 2013 über dem Durchschnitt des Euroraums. 2015 seien es 20 Prozent gewesen. Seit Ausbruch der Finanzkrise übersteige Deutschlands Investitionsquote die Quote der USA.
Das von SPD-Chef Sigmar Gabriel geführte Wirtschaftsministerium betonte, es bleibe bei Investitionen in Deutschland noch viel zu tun. Es gehe nicht nur um rein physische Investitionen in eine moderne Infrastruktur. Es gehe vielmehr darum, alle Aufgaben in den Blick nehmen, die Wirtschaft und Gesellschaft in der Zukunft besser machten und helfen, den Wohlstand zu bewahren. Dies bedeute, dass die finanziellen Anstrengungen auch bei Fachkräftesicherung, Bildung, Integration und Digitalisierung verstärkt werden müssten./sl/DP/fbr
(AWP)