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4 Punkte beträgt Stokes Rückstand bei 3 verbleibenden Spielen auf einen Nichtabstiegsplatz. Geht die Partie gegen Liverpool verloren, ist der Abstieg so gut wie besiegelt.
An den Klassenerhalt glaubt hier niemand mehr.
Wie konnte es so weit kommen? Journalist Martin Spinks kennt die Antwort: «Kurz zusammengefasst: Schlechte Transfers.» Der Kader sei nicht Premiere-League-tauglich, dazu kämen charakterliche Schwächen. «Ein paar Beispiele gefällig?»:
- Ibrahim Afellay: «Wurde für den Rest der Saison suspendiert, weil er Teamkollegen beleidigt hat.»
- Erik Pieters: «Vor einem Heimspiel gegen Everton tauchten Bilder von ihm in einem Nachtklub auf.»
- Jesé Rodriguez: «Verschwand auf einmal spurlos. Floh nach Spanien und weigerte sich, zurückzukommen.»
Martin Spinks
Der Brite arbeitet seit 1994 als Stoke-Korrespondent für den Stoke Sentinel. Seit 1999 hat der Journalist aus Birmingham keine einzige Heim- oder Auswärtspartie verpasst. Erlebt hat Spinks dabei schon fast alles – ein Abstieg wäre allerdings eine Premiere.
Der neue Coach Paul Lambert habe zwar aufgeräumt. Das Team war sportlich aber bereits derart in Schieflage geraten, dass nur noch kleine Feuer gelöscht werden konnten.
Mittlerweile brennt es lichterloh. Nur ein Sieg gegen Liverpool würde noch einmal Hoffnung zurückbringen. «Daran glaubt hier aber eigentlich niemand mehr», so Spinks resigniert.
Im Audio-Interview (in Englisch) spricht Spinks ungeschönt über die grossen Personalprobleme in Stoke sowie den drohenden Abstieg.