Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03451.jsonl.gz/348

Seit 1994 werden am Inforama Rütti in Zollikofen (BE) auf einem mittelschweren Boden die beiden Anbausysteme «Direktsaat» (DS) und «Pflug» (PF) innerhalb einer Ackerfruchtfolge ohne Bracheperioden miteinander verglichen. Von der Fruchtfolgeperiode 1999 bis 2005 wurden mittels Ökobilanz die Umweltwirkungen der beiden Systeme berechnet. Die Berechnungen zeigen, dass mit dem Verzicht auf jegliche Bodenbearbeitung im System DS die Umweltwirkungen des Ressourcen-, Nährstoff- und Schadstoffmanagements im Ackerbau sowohl bezogen auf eine Hektare Ackerfläche und Jahr als auch bezogen auf ein Kilogramm geerntete Trockensubstanz vermindert werden. Positive Veränderungen zugunsten des Systems DS lassen sich ebenfalls bei der Beurteilung der Bodenqualität feststellen. Die Auswirkungen des leicht erhöhten Bedarfs an Herbiziden im System DS gilt es weiter abzuklären; die Beeinflussung des Schadstoffmanagements in beiden Systemen erweist sich als stark abhängig von der Wahl der eingesetzten Wirkstoffe. Modellartig durchgeführte Berechnungen mit verschiedenen Hangneigungen zeigen, dass das Risiko für Bodenerosion und Phosphor-Abschwemmung im System DS bis zu einer Neigung von 18 % konstant tief bleibt; dagegen nimmt das Abschwemmungsrisiko im System PF mit steigender Hangneigung markant zu.
Wer Biodiversität in der Landwirtschaft mittels ergebnisorientierter Programme fördern will, braucht aussagekräftige Indikatoren. Ein Überblick über vorgeschlagene und verwendete Indikatoren zeigt Entwicklungen und Herausforderungen auf.
Sind tierische Lebensmittel Freund oder Feind? Dies hängt von den Bedürfnissen der Konsumierenden und von den lokalen Produktionsbedingungen ab, wie eine grosse Übersichtsstudie mit Beteiligung von Agroscope aufzeigt.
Im Gemüsebau ist es üblich, Ernterückstände auf dem Feld zu belassen. Werden sie entfernt, so sinkt die Stickstoffauswaschung deutlich. Dies zeigen Messungen von Agroscope.