Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03466.jsonl.gz/1867

2018 brach in Kolumbien ein Damm und Schadstoffe aus einem Rückhaltebecken einer Goldmine des Unternehmens Mineros überschwemmten Feuchtgebiete und Moore. Die Lebensgrundlagen vieler Fischer und Bauernfamilien wurden zerstört. Die Partnerorganisation IPC dokumentiert nun zusammen mit betroffenen Indigenen und afrokolumbianischen Gemeinschaften die Schäden des Unglücks.
Das Instituto de Capacitación (IPC) ist eine Organisation der kolumbianischen Zivilgesellschaft. Sie setzt sich, ausgehend von den Friedensverträgen, für die Demokratisierung Kolumbiens, für den Schutz der Menschenrechte und für eine ein nachhaltiges Entwicklungsmodell ein.
Im Mai 2018 brach in Kolumbien ein Damm und Schadstoffe aus einem Rückhaltebecken einer Goldmine des Unternehmens Mineros überschwemmten Feuchtgebiete und Moore. Die Lebensgrundlagen zahlreicher Fischer- und Bauernfamilien wurden dadurch zerstört. IPC organisiert die betroffenen Indigenen und afrokolumbianischen Gemeinschaften und verteidigt ihre Interessen den staatlichen Autoritäten und dem Unternehmen gegenüber.
Mit dem vorliegenden Projekt werden Treffen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften organisiert, um diese über ihre Rechte aufzuklären und die Strategie für Entschädigungen durch das Bergbauunternehmenzu entwickeln. Gemeinsam werden die Schäden des Unglücks dokumentiert. Diese Dokumentation dient als Grundlage für Verhandlungen mit dem Unternehmen und den Behörden mit dem Ziel, dass das Unternehmen seine Verantwortung wahrnimmt und für die Schäden geradesteht. Die von den Betroffenen eingeforderten Entschädigungen betreffen sowohl die konkreten Verluste für die Fischer- und Bauerngemeinden wie auch die Zerstörungen der Umwelt. So fordern die Gemeinschaften, dass die verschmutzten Gebiete und die Biodiversität wiederhergestellt werden.
In die Projektaktivitäten sind 25 Führungspersonen direkt einbezogen. Diese 25 Personen bilden zusammen die grupo de interés (Interessensgruppe) und setzt sich hälftig aus Frauen und Männern zusammen. Jede Person repräsentiert eine der betroffenen Gruppen und Ethnien der betroffenen Region.