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Darnach wäre also anzunehmen, dass es sich bei der Germanisierung jener Gebiete weniger um eine Verdrängung des romanischen Elements durch die alemannische Einwanderung als um einen Sprachwechsel der eingesessenen romanischen Bevölkerung handelte und dass die eingewanderten Alemannen, die zwar die besitzende und herrschende Klasse bildeten, aber in Minderheit waren, sich in dem einen Punkte der sprachlichen Mehrheit fügten. Jedenfalls haben wir hier einen weitern Beweis für die längere Erhaltung romanischer Sprache in den westlichen Bodenseegegenden.
Wie lange sie sich erhielt, lässt sich nicht mit Sicherheit angeben doch muss man aus dem ganz deutschen Charakter der Flurnamengebung schliessen, dass der Uebergang zum Deutschen im 9. und 10. Jahrhundert im wesentlichen abgeschlossen war, um Jahrhunderte früher als im südlichen churrätischen Gebiet. Auffälligerweise fehlt nun aber jenes lautliche Merkmal den Mundarten im Toggenburg, Appenzellerland und untern Rheinthal, die doch auch zum alten Rätien gehörten. Ob das damit zusammenhängt, dass diese Gebiete zur Zeit der alemannischen Besitznahme nur schwach von Romanen bevölkert waren, so dass das deutsche Element von Anfang an überwog? Ich sehe keine andre Möglichkeit der Erklärung 1). [1) Die Verhältnisse müssen also ähnlich gewesen sein wie im westlich anstossenden Helvetien, wo das Romanische auch keine erkennbare Spur in der deutschen Mundart zurückgelassen hat.] Verhältnismässig früh muss auch der westliche Teil des Gasterlandes und das Glarnerland deutsch geworden sein.
Immerhin erlauben noch heute erhaltene Reste romanischer Flurnamen im letztern Kanton nicht, die Germanisierung früher als etwa ins 11. Jahrhundert zu setzen; beträchtlich länger hielt sich das Romanische auf dem Kerenzerberg am Südufer des Walensees. Jenseits einer Linie, die ungefähr von Schännis im Gaster, die oberste Thalstufe des Toggenburgs (Wildhaus 2) einschliessend, [2) Wenn Wildhaus heute im Gegensatz zum angrenzenden Rheinthal jene «romanische Fortis» nicht (mehr?) hat, also tekχə, teŋkχə spricht, so ist das natürlich toggenburgischer Einfluss, wie denn die heutige Mundart von Wildhaus der Toggenburger Mundart auch sonst näher steht als der Rheinthaler.] zum Hirschensprung im Rheinthal verlief, das heisst innerhalb der Grenzen Churrätiens, sass noch im 9. Jahrhundert fast unvermischte romanische Bevölkerung (vergl. dazu das Zeugnis der Flurnamen bei W. Götzinger: Die romanischen Ortsnamen des Kantons St. Gallen. 1891). Gerade das 9. Jahrhundert aber leitete die entscheidende Wendung zu gunsten des Deutschtums ein: zu Anfang desselben verliert Churrätien durch Einführung der fränkischen Grafschaftsverfassung seine bisherige Sonderstellung, vermöge deren römische Einrichtungen und Kulturtradition sich im Lande lebendig erhalten hatten; 843 kommt es an das ostfränkische Reich, gleichzeitig wird das Bistum Chur aus dem Verbande mit Mailand gelöst und ans Erzbistum Mainz angeschlossen; das Jahr 917 endlich bringt die Vereinigung mit dem Herzogtum Alemannien.
Damit waren die Fäden, die Rätien an den romanischen Süden, an Italien geknüpft hatten, endgiltig durchschnitten und das Land politisch und kulturell deutschem Einfluss preisgegeben. Freilich vermochte sich dieser, zumal in der Sprache, nicht so schnell durchzusetzen, ist doch Rätien zum Teil heute noch romanisches Land. Wohl erscheinen fortan mehr und mehr Deutsche als Inhaber der geistlichen und weltlichen Aemter und in ihrem Gefolge zahlreiche deutsche Dienstleute; das Deutsche wird die Sprache der tonangebenden Kreise, später an Stelle des Lateins auch die Sprache des amtlichen Verkehrs: es herrscht in den Urkunden und Rechtsaufzeichnungen selbst in Gebieten, die noch jetzt romanisch sind. 3) [3) Auch die deutschen Burgnamen auf romanischem Gebiet finden hier ihre Erklärung.] Aber die Masse des Volkes verharrte zunächst überall bei dem angestammten rätoromanischen Idiom; nur langsam, Schritt für Schritt gewann hier das Deutsche Boden. Am frühesten naturgemäss in Unterrätien, wo der Einfluss der alemannischen Nachbarschaft sich am stärksten geltend machte. Im Churer Rheinthal und in Chur selbst ist das Deutsche als Volkssprache erst um die Wende des 15. Jahrhunderts zu unbestrittener Herrschaft gelangt, zu einer Zeit, da es, wie wir sehen werden, in den von den Walsern kolonisierten bündnerischen Hochthälern längst feste Wurzeln geschlagen hatte.
Es erübrigt nun noch, im Anschluss an die bisherigen Ausführungen die Entwicklung der Sprachgrenze seit dem spätern Mittelalter bis zur Gegenwart zu verfolgen. Mit Bezug auf die Westgrenze wurde im allgemeinen festgestellt, dass dieselbe im Mittelalter teilweise in erheblichem Masse östlicher verlief als heutzutage. An Hand der toponomastischen Tatsachen und urkundlicher Nachrichten ergibt sich, dass folgende heute deutschen Gebiete einst zum romanischen Sprachbereich gehörten: 1. die Umgebung von Biel (das trotz seines deutsch klingenden Namens wahrscheinlich selbst keine deutsche Gründung ist) und das Westufer des Bielersees. 2. das sog. Berner Seeland zwischen Bielersee, Zihl und Neuenburger See, der heutige Bezirk Erlach. 3. der südlich angrenzende Teil des Freiburger Seebezirks mit Murten als Zentrum und 4. das Gebiet der Gemeinden Giffers, St. Silvester, Plasselb und Plaffeien im Sensebezirk.
Die Zeit dieser deutschen Eroberungen ist vielfach nicht genau festzustellen. Sicher ist, dass sie im Norden, Westen und Süden des Bielersees noch ins Mittelalter zurückgehen. Wie früh deutsche Sprache im Berner Seeland mächtig wurde, zeigt der dieser Gegend angehörige Graf Rudolf von Neuenburg (Fenis), der älteste bekannte Minnesänger unsres Landes, der gegen Ende des 12. Jahrhunderts provenzalische Liebeslyrik in deutschen Strophen nachahmte.
Bestimmte Daten lassen sich für das Westufer geben. Die Weinberge von Twann waren seit alter Zeit im Besitz deutschschweizerischer Grundherren, die sie wohl durch deutsche Hintersassen bebauen liessen. Schon fürs 13. Jahrhundert bezeugen dort deutsche Flurnamen den im Fluss befindlichen Germanisierungsprozess. Nicht viel später wird dieser in den nördlicher gelegenen Orten Tüscherz und Vingelz vor sich gegangen sein. Das südlichere Ligerz dagegen ist anscheinend erst seit dem 17. Jahrhundert davon ergriffen und erst seit etwa 100 Jahren völlig deutsch geworden. In dem benachbarten zu Neuveville gehörigen Weiler Chavanne vollzieht sich der Uebergang zum Deutschen vor unsern Augen. - Im Freiburger Seebezirk reichen die ältesten Vorstösse des Deutschen ohne Zweifel ebenfalls tief ins Mittelalter zurück.
Doch war der westliche Teil des Murtenbiets bis ins 15. Jahrhundert noch rein oder vorwiegend romanisch, desgleichen Murten selbst, wenn sich auch deutsche Elemente unter seiner Einwohnerschaft schon in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts nachweisen lassen. Kräftig setzte die Germanisierung erst seit dem ausgehenden Mittelalter ein und führte im Laufe des 16.-18. Jahrhunderts zu einer nachhaltigen Verschiebung der Sprachgrenze, zum Teil sogar über die heutige Grenze hinaus. Indessen hat eine jüngere rückläufige Bewegung vorgeschobene Posten wie Cressier, Courtaman, Courtepin, Barberêche teils dem Welschtum neuerdings gewonnen, teils deren Wiedergewinnung vorbereitet. Anderseits sind noch im 19. Jahrhundert eine Anzahl Orte (Meyriez, Greng, Coussiberlé, Courlevon) dem deutschen Gebiet zugewachsen. - Wieder ins Mittelalter zurück gehen die Verluste, die das romanische Gebiet südöstlich von Freiburg, im Thal der obern Gérine und von Plaffeien erlitten hat.
Auch hier griff die deutsche Offensive über die jetzige Sprachgrenze hinaus, noch weit kräftiger als im Seebezirk, und erfüllte die Gegenden westlich gegen die Saane, südwärts bis La Roche im Greierzerland, nordwärts bis Marly, mit deutschen Ansiedlern. Zu einer durchgreifenden Germanisierung kam es indessen nicht, überall behauptete sich das romanische Element neben dem deutschen in wechselnder Stärke. So blieben die Dinge bis ins 18./19. Jahrhundert, wo das exponierte Deutschtum dieses Gebietes dem Umschwung der Verhältnisse grösstenteils zum Opfer fiel. Nur Marly hat nach mannigfachen Schwankungen seinen gemischtsprachigen Charakter bis ¶
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zur Gegenwart bewahrt, ebenso Pierrafortscha, wo das deutsche Element noch überwiegt. - Von grosser Bedeutung für die Entwicklung der sprachlichen Machtverhältnisse in freiburgischen Landen war der Verlauf der Sprachbewegung in der Hauptstadt. Durch die deutschen Zähringer 1177 als Stützpunkt ihrer Hausmacht gegen Westen gegründet, war Freiburg ursprünglich eine deutsche Stadt. Sie büsste aber diesen Charakter schon sehr bald ein. Ihre Lage an der deutsch-romanischen Grenze, die Vorteile, die sie in politischer und ökonomischer Beziehung dem Ansiedler bot, die Vorliebe des Welschen für städtisches Zusammenleben, all das hatte einen erheblichen Zuzug aus dem welschen Hinterlande zur Folge; dazu kam, dass der Klerus (die Stadt gehörte zum Sprengel von Lausanne) überwiegend französisch war und seinen starken Einfluss in diesem Sinne geltend machte.
Seit der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts herrschte das Französische in der städtischen Kanzlei; auch die ältesten Schulen waren französisch. Eine Wendung zu gunsten des Deutschen brachte dann im 15. Jahrhundert die politische Annäherung an die deutsche Eidgenossenschaft, und mit seinem Eintritt in den Bund nach Abschüttelung der savoyischen Herrschaft wurde Freiburg offiziell wieder deutsch, das Deutsche die einzig anerkannte Amts-, Schul- und Kirchensprache, und das Französische sah sich auf den Privat- und Familienverkehr zurückgedrängt. An Zahl hielt die französische Bevölkerung der deutschen nach wie vor ungefähr die Wage. Im 17. und 18. Jahrhundert, in der Zeit der literarischen, überhaupt kulturellen Hegemonie Frankreichs, erlangte das Französische insofern wieder das Uebergewicht, als die gebildeten und sozial höher stehenden Kreise sich ihm zuwandten.
Um so leichter konnte es geschehen, dass die politische Umwälzung um die Wende des 18. Jahrhunderts mit dem alten Regiment auch die offizielle Herrschaft des Deutschen beseitigte. 1830 wurde das Französische ausdrücklich als Staatssprache des neuen Kantons Freiburg erklärt und genoss fortan der selben Förderung von oben herab, die unter den frühern Verhältnissen dem Deutschen zu gute gekommen war. Dass seitdem grundsätzlich die Gleichberechtigung beider Sprachen proklamiert wurde, änderte daran in Wirklichkeit nicht viel, zumal in der Hauptstadt, deren Verwaltung in allen Zweigen ausschliesslich französisch blieb.
Auch die Kirche hielt an der alten Bundesgenossenschaft mit dem Französischen fest. So konnte es nicht ausbleiben, dass das numerische Verhältnis des französischen und deutschen Elements sich zu Ungunsten des letztern verschob, das bei der jüngsten Zählung nur noch ⅓ der Bevölkerung ausmachte (5595 Deutsche auf 9701 Welsche). Dass es nicht noch stärker zurückging, ist der anhaltenden starken Zuwanderung aus dem deutschen Kantonsteil und der übrigen deutschen Schweiz zuzuschreiben. Die alte lokale Scheidung zwischen der deutschen Unterstadt und der französischen Oberstadt hat heute keine Berechtigung mehr.
Auf den engen Zusammenhang, der zwischen der Entwicklung der westlichen Sprachgrenze und gewissen grossen Tatsachen unsrer Geschichte besteht, hat namentlich H. Morf (Deutsche und Romanen in der Schweiz. S. 24 ff.) hingewiesen. Jene mittelalterlichen Vorstösse des Deutschen am Bielersee und im Freiburger Mittelland fallen ohne Zweifel zusammen mit der Ausbreitung der zähringischen Herrschaft im 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts. Eine neue, dem Deutschtum günstige Epoche leiteten die Burgunderkriege ein: teils wurde der ältere deutsche Besitzstand befestigt, teils neues Gebiet hinzugewonnen.
Letzteres war besonders in der Herrschaft Murten der Fall, die 1476 an Bern und Freiburg kam und unter dem Einfluss Berns nicht nur endgiltig germanisiert, sondern auch der Reformation zugeführt wurde, womit ein neues wichtiges Moment in die Sprachbewegung eintrat. Einen französischen Rückstoss, dessen Wirkungen noch heute nicht abgeschlossen sind, brachte die französische Revolution und die durch sie herbeigeführte Umbildung der Eidgenossenschaft. In Freiburg gewinnt dadurch das Französische die Oberhand und gefährdet, von Staat und katholischer Kirche begünstigt, eine der noch nicht gefestigten deutschen Positionen um die andere. Anderseits erweist sich das deutsche protestantische Murten als «kirchliches und wirtschaftliches Germanisierungszentrum» und hält den von der Hauptstadt ausgehenden romanisierenden Einflüssen innerhalb seiner Einflusssphäre erfolgreich das Gegengewicht. Im Zeichen dieses Gegensatzes steht die moderne freiburgische Sprachbewegung.
In ähnlichen, auch zeitlich entsprechenden Etappen wie im Freiburgischen verlief die Entwicklung der deutschen Sprachgrenze im Wallis. Als ältestes deutsches Gebiet, von dessen Besitznahme früher die Rede war, haben die obersten Thalstufen bis gegen Brig und Naters hinunter, also die Bezirke Goms und Mörel zu gelten; es ist als solches gekennzeichnet durch das Fehlen romanischer Flurbezeichnungen Von hier aus wurde, wahrscheinlich im 12./13. Jahrhundert, das Gebiet bis zur Mündung der Lonza (Bezirke Brig, Visp und Raron) dem Deutschtum gewonnen: hier finden sich noch zerstreut romanische Flurnamen an der Lonzamündung die letzten deutschen Ortsnamen (Steg, Hohtenn).
Ein neuer Vorstoss, seit dem 14. Jahrhundert erkennbar, führte zur Germanisierung des Bezirks Leuk und schuf dem Deutschen auch in Siders und Sitten das Uebergewicht. Wieder ist der Flurnamenbefund charakteristisch: im Bezirk Leuk sind romanische Flurnamen noch häufig, schon in Leuk machen sie ⅔ des ganzen Bestandes aus, in Salgesch, dem untersten Dorf des Bezirks, ebenso in Siders und Sitten bilden sie die Regel. Auch im Wallis liegt der Zusammenhang der sprachlichen Verschiebungen mit dem Gang der Landesgeschichte offen zu Tage: sie sind nichts als Begleiterscheinungen des grossen Kampfes, den die in ihrer Mehrheit deutschen Bauerngemeinden des Oberwallis mit dem Haus Savoyen, bezw. dem ihm dienstbaren Landadel und dem Bischof von Sitten um die Vorherrschaft im Rhonethal führten und der 1475 mit der Eroberung des Unterwallis endete, das fortan (bis 1798) Untertanenland des Oberwallis war. Nur in der ältern Zeit geschah die Ausbreitung der deutschen Siedelungen wohl auch wie anderwärts mit Zustimmung oder auf direkte Veranlassung und Befehl der Feudalherren, um unbebaute Gegenden ihres Besitzes zu bevölkern und nutzbar zu machen; wie denn die deutsche Besiedelung des Lötschenthals den Herren von Thurn zugeschrieben wird, denen das Thal im 13. und 14. Jahrhundert gehörte.
Schon im 14. Jahrhundert scheinen die obern Gemeinden des Zendens Leuk deutsch geworden zu sein; im untern Teil vollzog sich der Uebergang im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts: Salgesch war im 15. Jahrhundert noch romanisch, Leuk um die Mitte des 16. noch doppelsprachig. Das Gleiche ist aus der selben Zeit für Siders bezeugt, ebenso für Sitten, wo die ersten sichern Anzeichen deutscher Einwanderung im Anfang des 15. Jahrhunderts auftreten. Während aber Leuk später vollständig verdeutscht wurde, war das in Siders wohl niemals der Fall, und noch weniger in Sitten, wenn auch das Deutsche im 17. und 18. Jahrhundert nicht nur das ganze öffentliche Leben beherrschte, sondern auch die entschiedene Mehrheit der Bevölkerung für sich hatte.
Dazu kam, dass, im Gegensatz zu den obern Bezirken, in Siders und Sitten die Germanisierung sich im wesentlichen auf das Weichbild dieser Orte beschränkte, während das umliegende Land romanisch blieb (das bei Sitten gelegene und wirtschaftlich mit ihm zusammengehörige Bramois ausgenommen). Wie in Freiburg, so leitete im Wallis die Umwälzung von 1798 eine Wendung zu gunsten des Französischen ein. Das Oberwallis verlor seine politischen Vorrechte. Indem die Verfassung von 1840 für die Bestellung der Staatsbehörden den Grundsatz der proportionalen Vertretung aufstellte, musste die politische Vorherrschaft dem numerisch weit stärkern romanischen Landesteil zufallen.
Das Französische wurde, wenn auch nicht gesetzlich, so doch in Wirklichkeit die eigentliche Staatssprache. Die Folge war ein rascher Rückgang des Deutschtums vor allem in der Hauptstadt. Während noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts ¾ ihrer Bewohner deutsch sprachen, hatten die Deutschen schon 1860 die Mehrheit eingebüsst und machten im Jahr 1900 kaum mehr ¼, noch dazu den wirtschaftlich schwächsten Teil der Bevölkerung aus. In der gleichen Richtung ging die Entwicklung im benachbarten Bramois, das um 1800 noch 60-70% Deutsche zählte, heute aber eine starke französische Mehrheit hat. Ebenso in Siders, wo das deutsche ¶