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erschienen bei tagesschau.de
Im Streit um Friedensgespräche mit den afghanischen Taliban hat sich Verteidigungsminister Thomas de Maizière für Verhandlungen mit den Aufständischen ausgesprochen.
Voraussetzung sei aber, dass die radikalislamischen Taliban die Verfassung Afghanistans anerkennen und sich vom Terrornetz Al Kaida distanzierten, sagte de Maizière in der westafghanischen Provinzhauptstadt Herat.
… Die Taliban hatten am Dienstag ein Verbindungsbüro in Doha im Golf-Emirat Katar eröffnet. An dem Büro enthüllten sie eine Plakette mit der Aufschrift „Islamisches Emirat Afghanistan“, auf dem Gelände hissten sie die Taliban-Flagge. Die USA kündigten wenige Stunden nach der Eröffnung des Büros an, direkte Friedensgespräche mit den Taliban in Doha aufzunehmen.
… Angesichts des Protests von Karsai wurde der für die nächsten Tage geplante Beginn der Gespräche zwischen den USA und den Taliban auf unbestimmte Zeit verschoben.
De Maizière betonte, jeder, der zu einer friedlichen Lösung des Afghanistan-Konflikts beitragen könne, sei willkommen.
… Von den einst mehr als 5000 deutschen Soldaten sind noch 4100 in Afghanistan. 2015 sollen es nur noch 600 bis 800 sein.
Quelle: tagesschau.de