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Auswirkungen des Kühlturmbetriebes
Der 150 Meter hohe Kühlturm ist als markanter Baukörper in der Landschaft zwischen Olten und Aarau weitherum sichtbar. Bereits vor Erteilung der Baubewilligung untersuchte die Meteorologische Anstalt (SMA) mögliche Auswirkungen des Kühlturmbetriebs auf die Umgebung. Die umfangreichen Untersuchungen wurden 1984 abgeschlossen. Sie ergaben keine nennenswerte Beeinträchtigung der Umwelt durch den Betrieb des Kühlturms.
Die Niederschlagsschwankungen im Umfeld des Kühlturms sind gemäss den Ergebnissen der meteorologischen Beweissicherung nicht signifikant. Zusätzliche Nebel- oder Glatteisbildungen konnten nicht nachgewiesen werden. Eine Änderung der mittleren jährlichen Temperatur über Boden um weniger als 0,2 °C und eine Zunahme der jährlichen Luftfeuchtigkeit um maximal 3 Prozent wurden festgestellt; diese geringen Schwankungen liegen im Bereich der Messgenauigkeit für solche Erhebungen.
Zur Beobachtung der Schattenbewegungen durch die Dampffahne wurde in den Jahren 1980 bis 1984 ein zusätzliches umfangreiches Untersuchungsprogramm durchgeführt. Unter anderem wertete die SMA über 2,5 Millionen Fotoaufnahmen der Schattenbewegungen aus. Zwischen 1976 und 1983 wurden überdies an acht Stellen in der Umgebung Sonnenscheinmessgeräte betrieben. Die Untersuchungen ergaben, dass die Verminderung der Sonnenscheindauer wetterabhängig variiert und im Wesentlichen auf ein kleines Gebiet nördlich des Kühlturms beschränkt ist. Dort beträgt sie, soweit sie auftritt, im Mittel deutlich weniger als eine Stunde pro Tag. Die Dampffahne, die aus reinem Wasserdampf besteht, ist im Sommer meist unter 200 Meter hoch; sie kann jedoch, je nach Luftfeuchtigkeit, über 800 Meter erreichen. Im Umkreis des KKG wurde nirgends eine unzumutbare, entschädigungspflichtige Beschattungsdauer festgestellt. Ein positiver Nebeneffekt des Kühlturms ist, dass er Luftschadstoffe auswäscht.