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Kinder zu haben und diese aufzuziehen entspricht einem elementaren menschlichen Bedürfnis. Gleichwohl wird die Verwirklichung des Kinderwunschs – insbesondere wenn eine ungewollte Kinderlosigkeit mit Hilfe der Fortpflanzungsmedizin oder durch Adoption überwunden werden soll – durch zahlreiche staatliche Verbote eingeschränkt. Die vorliegende Dissertation untersucht, welchen verfassungsrechtlichen Schutz die Erfüllung des Kinderwunschs geniesst. Es wird die Frage gestellt, ob es ein Recht auf Kinder gibt und was Inhalt eines solchen Rechts sein könnte. Die Arbeit legt dar, unter welchen Voraussetzungen es dem Staat gestattet ist, die natürliche Zeugung, die medizinisch assistierte Fortpflanzung oder die Adoption einzuschränken. Mit Blick auf den verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtsgleiche und diskriminierungsfreie Behandlung wird erörtert, ob sich die Bevorzugung von Ehegatten gegenüber homo- und heterosexuellen Lebenspartnern bei der Adoption und der Anwendung von Fortpflanzungsverfahren rechtfertigen lässt. Neben Beschränkungen der natürlichen Zeugung (Sterilisationsgesetz, Inzestverbote) und der künstlichen Fortpflanzung (Fortpflanzungsmedizingesetz) werden auch die zivilrechtlichen Regelungen über die Entstehung des Kindesverhältnisses zur Mutter und zum Vater (Art. 252 ff. ZGB) auf ihre Verfassungsmässigkeit hin geprüft.