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Schutz durch Vitamin C
(Ascorbinsäure)
EPIC-Norfolk-Studie
Eine Erhöhung der Vitamin C-Konzentration im
Blut um 0,35 mg/dl kann das Mortalitätsrisiko um 20 Prozent senken.
Diese Beobachtung machten englische Wissenschaftler bei einer Untersuchung
an 19 496 Männern und Frauen im Alter zwischen 45 und 79 Jahren.
Betrachtet wurde die Gesamtsterberate, die Sterberate an Koronaren Herzerkrankungen
(KHK) und Krebserkrankungen. Beim Vergleich der Sterberaten wurden die
Personen in Abhängigkeit von ihrem Vitamin C-Spiegel in 5 unterschiedliche
Konzentrationsgruppen unterteilt. Die Vitamin C-Konzentration im Blut
verhielt sich umgekehrt proportional zu den Mortalitätsraten für
alle Todesfälle und für Todesfälle durch Herz-Kreislauferkrankungen.
Das Mortalitätsrisiko in der Gruppe mit der besten Vitamin C-Versorgung
war nur etwa halb so groß wie das in der Gruppe mit der niedrigsten
Vitamin C-Konzentration. Bei dieser Studie handelt es sich um eine prospektive
Studie, d.h. bei den Teilnehmern wurde über einen Zeitraum von 4
Jahren die Sterberate und die Vitamin C-Versorgung beobachtet.
Der Vitamin C-Spiegel bei Frauen in der Gruppe mit der höchsten Vitamin
C- Konzentration lag bei 1,50 mg/dl und bei Männern bei 1,30 mg/dl.
Bei Personen in der niedrigsten Konzentrationsgruppe fanden sich Vitamin
C-Spiegel von 0,53 mg/dl (Frauen) und 0,37 mg/dl (Männer). Die jeweilige
Steigerung der Vitamin C-Konzentration im Blut um 0,35 mg/dl senkte die
Gesamtmortalität um jeweils 20 Prozent (p<0,0001), unabhängig
von Alter, systolischem Blutdruck, Cholesterinspiegel, Rauchen, Diabetes
oder der zusätzlichen Einnahme von Vitaminpräparaten . Nach
Meinung der Autoren kann bereits eine extra Portion an Obst und Gemüse
(ca. 50g) die erforderliche Konzentrationserhöhung im Blut von 0,35
mg/dl ermöglichen (Khaw, K.-T. 2001).
Der Vitamin C-Gehalt der einzelnen Früchte- bzw. Gemüsesorten
variiert jedoch und unterschiedliche Anbau-, Lager- und Zubereitungsbedingungen
tragen ferner dazu bei, dass die tatsächliche Vitamin C-Aufnahme
sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Studien zur Aufnahme von Vitamin C in Form von Tabletten oder Pulver verdeutlichen,
dass es wichtig ist Vitamin C in kleinen Portionen (vorzugsweise 100-200mg)
mehrfach über den Tag oder Langzeitwirkungspräparate einzunehmen.
Vitamin C-Konzentrationen im Blut von 1,3 1,5 mg/ dl, wie man sie
bei der o.g. Studie gefunden hat, entsprechen einer optimalen Vitamin
C - Versorgung. Eine Konzentrationssteigerung über diesen Wert hinaus
ist bei einer Vitamin C-Zufuhr über die Nahrung bzw. mittels Vitamin
C-Tabletten kaum möglich.
Untersuchungen bei gesunden Probanden zeigen, dass bei einer täglichen
Vitamin C - Einnahme von 1000 mg eine Sättigung der Blutspiegel erreicht
wird (Levine 1996). Bei Patienten kann die benötigte Vitamin C- Menge
aufgrund eines verstärkten Vitamin C- Verbrauchs oder eines erhöhten
Bedarfs durch die Art der Erkrankung höher liegen.
Literatur:
Khaw, K.-T. et al. Relation between plasma ascorbic acid and mortality
in men and women in EPIC-Norfolk prospektive study: a prospective population
study. Lancet 357, 657-63 (2002).
Levine, M. et al. Vitamin C pharmacokinetics in healthy volunteers: Evidence
for a recommended dietary allowance. Proc. Natl. Acad. Sci. USA 93, 3704-9
(1996)
ausführlich
über Vitamin C hier klciken
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