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Keine schlechtere Versorgung für Patienten mit psychischen Erkrankungen
Die vaka ist nicht einverstanden mit der vorgesehene Neuregelung der psychologischen Psychotherapie im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP). Im Vergleich zu heute führt sie zu einer schlechteren Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen.
Die vaka äussert sich kritisch zu den Entwürfen für die Änderung der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) und der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) betreffend Neuregelung der psychologischen Psychotherapie im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung.
Die vorgesehene Neuregelung führt im Vergleich zur heutigen Regelung zu einer qualitativen Verschlechterung der Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen.
Die vorgesehene Regelung der KVV und der KLV beinhaltet folgende Mängel:
− Die vorgesehene Dauer der klinischen Erfahrung von einem Jahr in einer psychotherapeutischen-psychiatrischen Einrichtung eines Spitals oder einer anderen privaten oder öffentlichen Organisation, unter der Leitung eines Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie nach Erlangung des Weiterbildungstitels für die Zulassung zur obligatorischen Krankenpflege-versicherung, ist für die Behandlung von Menschen mit komplexen, schweren psychischen Erkrankungen und für den Umgang mit Notfallsituationen unzureichend.
− Ärzte ohne Facharzttitel für Psychiatrie und Psychotherapie oder Kinder- und Jugend-psychiatrie und -psychotherapie verfügen nicht über ausreichende Kenntnisse, um schwere und komplexe psychische Erkrankungen zu erkennen und entsprechend auf diese Erkrankungen abgestimmte Leistungen durch psychologische Psychotherapeuten anzuordnen.
Lesen Sie unten die ganze Stellungnahme der vaka, die sie am 8. Oktober 2019 beim Bundesamt für Gesundheit in Bern eingereicht hat.