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Jeder Mensch verfügt in seinem Organismus über einen Blutzuckerwert, der einen entscheidenden Einfluss auf die gesundheitliche Verfassung nimmt. Allgemeinhin wird dieser Blutzuckerwert als Glucosanteil im menschlichen Blut verstanden. Glucose ist als Energielieferant für den Körper bekannt und trägt dazu bei, dass das Gehirn sowie das Nierenmark und die roten Blutkörperchen im Körper mit der notwendigen Energie versorgt werden. Aus medizinischer Sicht ist der Blutzuckerwert ein wichtiges Messkriterium.
Die Folgen einer Unterzuckerung
Die Folgen einer Unterzuckerung sind für den Betroffenen durchaus körperlich spürbar, da sich die Unterzuckerung mit den Symptomen der zittrigen Hände, Schweissausbrüche sowie schlimmstenfalls in Krampfanfällen äussern kann. Es ist medizinisch erwiesen, dass durch die Unterzuckerung die Hirnleistung vermindert wird und durchaus einen Schock nach sich ziehen kann. Mit einer ballaststoffreichen Mahlzeit oder einem süssen Getränk kann jedoch bei gesunden Menschen sehr schnell der medizinische Normalzustand wieder hergestellt werden.
Die normalen Blutzuckerwerte des Menschen
Die Blutzuckerwerte des Menschen können, je nach Gesundheitszustand und Alter sowie körperlicher Verfassung des Menschen durchaus variieren. Für gewöhnlich betragen die Werte jedoch vor der Einnahme einer Tagesmahlzeit im sogenannten nüchternen Zustand 70 - 99 mg/dl, was einem Blutzuckerwert von 3,9 - 5,5 mmol/l entspricht. Nach einer reichhaltigen Mahlzeit mit entsprechenden Kohlehydraten entspricht der Wert für gewöhnlich 160 mg/dl / 8,9 mmol/l, allerdings sinkt der Wert nach einem zeitlichen Ablauf von 2 Stunden wieder unter 140 mg/dl / 7,8 mmol/l. Erhöhte Blutzuckerwerte werden medizinisch als Hyperglykäme bezeichnet während Unterzuckerung als Hypoglykämie deklariert wird. Sind die Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum dauerhaft erhöht, so kann dies als Indiz für die Krankheit Diabetis mellitus gewertet werden.
Die Messung des Blutzuckerwertes erfolgt im Wege einer Blutanalyse des Kappilarblutes. Nach heutigem Stand der medizinischen Technik gibt es drei überaus zuverlässige Messmethoden, mit denen der Blutzuckerwert festgelegt werden kann. Bei der Optikmessung wird das, auf dem Teststreifen befindliche Blut, mittels einer Kapillare eingezogen. Die dort vorhandenen chemischen Stoffe reagieren auf das Blut und verändern sich entsprechend farblich, so dass der Blutzuckerwert bestimmt werden kann. Die zweite Methode zur Messung des Blutzuckerwertes erfolgt ebenfalls über eine Kapillare, jedoch wird das Blut eingesaugt und kommt auf dem Teststreifen in Kontakt zur sogenannten Glucose-Oxidase sowie mit diversen Elektroden. Die eigentliche Analyse erfolgt via Strom über einen bestimmten Zeitraum. Die dritte Methode ist die sogenannte nichtinvasive, also verletzungsfreie, Methode, bei welcher der Blutzuckerwert ohne Blutentnahme via Monitoring gemessen werden kann. Das Monitoring umfasst eine sogenannte optische Spektralanalyse, welche über die Analyse des Augenhintergrundes erfolgt. Da der Augenbereich des Menschen von Natur aus gut durchblutet wird, liefert dieses Verfahren grundsätzlich sehr exakte Werte.
Nach aktuellem Stand der medizinischen Forschung befindet sich das nichtinvasive Verfahren über Laser noch in der Entwicklungsphase, doch wird in der jüngeren Zukunft eine massenmarktkompatible Version eines Heimtests erwartet. Äusserst vielversprechend ist ebenfalls die Forschung an der amerikanischen Brown-Universität, welche sich mit der Analyse des Zuckerwerts im menschlichen Speichel beschäftigt und auf diese Weise den Blutzuckerwert bestimmen möchte. Diese Forschung ist allerdings ebenfalls noch in der Anfangsphase und wird voraussichtlich erst in einer weiter entfernten Zukunft perfektioniert werden können.