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Wollen Sie eine Kommanditgesellschaft gründen? – Das müssen Sie über die Kommanditgesellschaft wissen
Überlegen Sie sich ein eigenes Unternehmen zu gründen? Vielleicht ist eine Kommanditgesellschaft die richtige Rechtsform dafür. Der primäre Vorteil einer Kommanditgesellschaft besteht in der Möglichkeit zusätzliches Eigenkapital zu erhalten, ohne einen neuen Teilhaber in die Unternehmensführung einbinden zu müssen.
Kommanditgesellschaft gründen einfach erklärt
Die Kommanditgesellschaft ist eine Schweizer Gesellschaftsform, die in Art. 594 ff. OR geregelt ist. Bei der Kommanditgesellschaft handelt es sich um eine besondere Rechtsform, die sich durch zwei Arten von Gesellschaftern auszeichnet. Während der Komplementär mit seinem privaten Vermögen für Unternehmensschulden haftet, sind die Kommanditäre nur zur Leistung einer bestimmten Einlage (der Kommanditsumme) verpflichtet. Im Gegenzug sind die Kommanditäre nicht an der Geschäftsführung beteiligt und verfügen nur über beschränkte Kontrollrechte im Unternehmen. Während Kommanditäre auch juristische Personen sein können, müssen der oder die Komplementäre zwangsläufig natürliche Personen sein. Häufig entstehen Kommanditgesellschaften durch die Umwandlung von Einzelfirmen oder Kollektivgesellschaften die neues Eigenkapital benötigen, aber keine Kontrolle über die Geschäftstätigkeit abgeben wollen.
Wer eine Kommanditgesellschaft gründen will sollte sich der Vor- und Nachteile dieser Rechtsform bewusst sein.
Vorteile einer Kommanditgesellschaft
Der grösste Vorteil der Kommanditgesellschaft ist ihre duale Gesellschafterstruktur. Sie erlaubt es Eigenkapitalgeber einzubinden, welche kein Mitbestimmungsrecht bei der Geschäftsführung haben. Andere Gesellschaftsformen bieten zwar auch Möglichkeiten der Eigenkapitalbeschaffung, doch ist damit immer auch eine Kontrollabgabe verbunden. Werden beispielsweise Aktien ausgegeben, erhalten die Aktionäre automatisch auch ein Mitbestimmungsrecht im Rahmen der Generalversammlung. Anders als die AG erfordert die Gründung einer Kommanditgesellschaft keine Mindestkapitaleinlage. Es ist den Gesellschaftern überlassen wie viel sie in ein Unternehmen investieren wollen. Auch die Gewinn- und Verlusttragung in der Kommanditgesellschaft ist speziell. Während Kommanditäre Verluste nur bis zum Betrag der im Handelsregister eingetragenen Kommanditsumme tragen, können die Gesellschafter eine eigenständige Regelung bezüglich der Gewinnverteilung vorsehen.
Nachteile einer Kommanditgesellschaft
Während die Kommanditäre Verluste nur im Umfang der Kommanditsumme tragen, haften der oder die Komplementäre unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen. Dies ist ein grosses Risiko, dass nicht viele einzugehen bereit sind. Aus diesem Grund gibt es in der Schweiz nur wenige Kommanditgesellschaften. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 38 Kommanditgesellschaften gegründet. Ein weiterer Grund für die Seltenheit der Kommanditgesellschaft liegt darin, dass nur wenige Personen bereit sind einem Unternehmen grosse Summen an Eigenkapital zur Verfügung zu stellen, ohne die Möglichkeit den Geschäftsgang kontrollieren zu können. Investoren bevorzugen es in der Regel Aktien zu erwerben oder ein Fremdkapitaldarlehen zu geben, weil ihre Mittel auf diese Weise stärker besser sind.
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