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Clomipramin und Amiodaron beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhte Wirkstoffkonzentrationen und Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Amiodaron ist ein potenter Hemmer diverser CYP-Isoenzyme (u.a. CYP3A4 und CYP2D6) sowie von P-Glykoprotein. Auch Clomipramin hemmt CYP2D6 moderat und CYP3A4 schwach. Da beide Medikamente auch Substrate für diese Enzyme sind, kann es in Kombination zu erhöhten Wirkstoffkonzentrationen kommen.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Dieses Risiko ist bei erhöhten Wirkstoffkonzentrationen zusätzlich verstärkt.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Aufgrund der langen Halbwertszeit von Amiodaron (20-100 Tage) kann die Interaktion auch lange nach Absetzen des Antiarrhythmikums noch auftreten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018