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Im Vorwort erzählt Hanns-Josef Ortheil, daß er diesen Text nach einer Berlinreise mit seinem Vater im Mai 1964 geschrieben hat. Auf dieser Reise hat er, wie seit seinem siebten Lebensjahr gewohnt, Notizen gemacht und sie bis Weihnachten zu einem Buch für seinen Vater ergänzt, erweitert. Und er versichert, daß dieser Text nicht überarbeitet wurde. Da ich meine eigenen Tagebücher aus meinem zwölften Lebensjahr kenne, habe ich erstmal nur in diesem Buch "rumgeblättert". Und war dann sehr erstaunt! Es ist perfekt! Was dieser Junge an der Seite seines Vaters beobachtet, kommentiert, wie er an Berlin sowohl "psychologisch", wie auch "politisch" herangeht, ist unglaublich. Die Atmosphäre der Stadt, sowohl im West-, wie auch im Ostteil, fängt dieses Kind genauestens ein. Wenn ich annehme, daß der Autor mir mit dem Vorwort keinen "Bären" aufbindet, ist es ein unglaublich schönes Reise- und Vater-Sohn-Buch. Allerdings machen mich immer wieder solche Sätze stutzig: (S. 126 z.B.) " . . nicht richtiger Krieg, sondern Beobachtungskrieg." Genau an solchen Stellen denke ich, ich würde zu gerne mal das Originaltagebuch aus Ortheils "Familien-Archiv" (S:9) sehen.
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