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Windows feiert Geburtstag: Heute vor 30 Jahren veröffentlichte der Softwareriese Microsoft
mit Windows 1.0 sein erstes Desktop-Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche. "Swiss IT Magazine" nimmt das Jubiläum zum Anlass, um die Entwicklung von Microsofts Consumer-Betriebssystemen in den vergangenen 30 Jahren aufzuzeichnen.
Am 20. November 1985 präsentierte Microsoft die erste Windows-Ausführung mit der Versionskennung 1.0 auf Basis von MS-DOS, dem hauseigenen Kommandozeilen-Betriebssystems. Die Systemsoftware lief in der Entwicklungsphase ursprünglich unter dem Code-Namen Interface Manager.
Gut zwei Jahre später folgte dann mit Windows 2.0 der zweite Streich, ein Betriebssystem, das für Intels 286er-Prozessoren entwickelt wurde. Erstmals liessen sich Tastaturkürzel verwenden und Fenster konnten übereinander geschoben werden, eine verbesserte Grafikunterstützung machte dies möglich. Windows 2.0 war auch die erste Windows-Version, für die von dritter Seite Programme geschrieben wurden.
Am 22. Mai 1990 folgten dann Windows 3.0 und 1992 Windows 3.1, wovon Microsoft in den ersten beiden Jahren 10 Millionen Exemplare absetzte. Mit der Unterstützung von Intels 386-Prozessoren erlangte Windows einen regelrechten Performance-Schub.
Am 24. August 1995 wird dann Windows 95 lanciert, wovon Microsoft
in den ersten fünf Wochen 7 Millionen Exemplare absetzt. Das nach wie vor auf DOS basierte System unterstützte erstmals native 32-Bit-Anwendungen und öffnete mit dem Internet Explorer das Tor zum World Wide Web. Die Rolling Stones steuern zum Launch ihren Song "Start me up" bei. Als Mindestanforderung nannte Microsoft damals eine 386er-CPU mit 4 MB RAM.
Der Windows-95-Nachfolger erschien drei Jahre darauf und trug bezeichnenderweise die Kennung Windows 98. In dieser Windows-Ausführung stand die Performance im Vordergrund, hinzu kam Unterstützung für DVD-Laufwerke und USB-Geräte. Im Herbst 2000 lieferte Microsoft mit Windows Millennium Edition ein Update für Windows 98, das allerdings hinsichtlich seiner Stabilität massiv in die Kritik geriet. Windows ME war die letzte Windows-Version auf Basis von MS-DOS.
Am 25. Oktober 2001 folgte dann der Release von Windows XP, ein Betriebssystem, das auf der Unternehmens-Systemsoftware Windows NT aufsetzte und sich als deutlich stabiler und schneller als alle Vorgänger erweisen sollte. Mit XP wurde auch die Trennung zwischen Unternehmens-OS (NT, Windows 2000) und Consumer-Betriebssystem aufgehoben. Zu den Neuerungen zählten erweiterte Multimedia- und Netzwerk-Funktionen oder auch der Internet Explorer 6. Ausserdem bemerkenswert: Von Windows XP wurde auch erstmals eine Tablet-PC-Edition veröffentlicht.
Für weniger Begeisterung sorgte dann der XP-Nachfolger Vista, der am 30. Januar 2007 veröffentlicht wurde. Bemängelt wurden neben längeren Boot-Zeiten insbesondere auch die schwächere Performance. Die Neuerungen waren einerseits kosmetischer Natur und betrafen andererseits erweiterte Sicherheitsfunktionen.
Mit dem Release von Windows 7 am 22. Oktober 2009 wurde Windows dann mit einer renovierten Benutzeroberfläche mit erweiterter Taskbar ausgestattet. Hinzu kamen Performance-Verbesserungen sowie die Heimnetzwerk-Funktionen.
Die wohl umfassendste Änderung am Bedienkonzept folgte dann am 26. Oktober 2012 mit Windows 8 und der Einführung der ursprünglich als Metro bezeichneten Kacheloberfläche. Das System wurde speziell für den Tablet-Einsatz fit gemacht und verfügte erstmals über integrierte Cloud-Funktionen. Eine für Low-Cost-Tablets erstellte RT-Version von Windows 8 sollte rund zwei Jahre nach dem Release wieder von der Bildfläche verschwinden.
Am 29. Juli dieses Jahres veröffentlichte Microsoft dann mit Windows 10 die jüngste Version des Betriebssystems. Die von vielen wenig geliebte Kacheloberfläche trat damit auf konventionellen Rechnern wieder in den Hintergrund und das schmerzlich vermisste Startmenü wurde wieder eingeführt. Anfangs November gab der Softwareriese bekannt, Windows 10 sei innert gut drei Monaten 120 Millionen Mal installiert worden.
(rd)