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Scrum als Methode fusst im agilen Projektmanagement. Damit sind Vorgehensmodelle gemeint, die das Management und die Steuerung von Projekten und Prozessen sehr dynamisch und flexibel handhaben. Das Adjektiv „agil“ weist dabei auf die geringere Planungs- und Führungsintensität hin. Entwickelt wurde Scrum von Ken Schwaber und Jeff Sutherland Mitte der 1990er-Jahre. Die Methode kommt typischerweise in Software-Entwicklungsprojekten zum Einsatz. Ein Kerngedanke dieser Methode ist, dass ein Projekt nicht von Anfang bis Ende im Detail durchgeplant wird.
Vier Prinzipien
Scrum heisst übersetzt „Gedränge“ und wird als Rahmenwerk definiert, „innerhalb dessen Menschen komplexe adaptive Aufgabenstellungen angehen können, und durch das sie in die Lage versetzt werden, produktiv und kreativ Produkte mit dem höchstmöglichen Wert auszuliefern“ (The Scrum GuideTM 2013, S. 3). Scrum geht die Komplexität von (Projekt-)Management-Tätigkeiten mittels vier Prinzipien an:
- Selbstorganisation: Das Team setzt sich aus Spezialisten zusammen. Es soll so arbeiten, wie es das für richtig hält.
- Pull-Prinzip: Der Input wird vom Team kontrolliert. Es bestimmt, wie viel Arbeit oder Produktteile geliefert werden.
- Time-Box: Alle Aktionen innerhalb von Scrum werden zeitlich beschränkt. Am Ende jeder Aktion steht ein Ergebnis. Mittels Intervallen und klaren zeitlichen Vorgaben werden Rahmenbedingungen geschaffen und es können Aussagen über die Zukunft getroffen werden, da wiederholbare Bedingungen entstehen.
- Nutzbare Business-Funktionalität: Erbringt das Team eine Lieferung am Ende eines Sprints, muss diese den Standards, Richtlinien und Vorgaben des Projektes genügen.
Wenn eines dieser vier Prinzipien verletzt ist, dann benutzt die Organisation nicht Scrum.