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1977-2009 Senbukan Luzern
seit 2009 Budoschule Luzern
seit 2018 Budoschule Luzern – Senbukan
2020 Budoschule Luzern – Senbukan
Geschichte Schule:
Meine Eltern, Bruno (9. Dan Karate, 3.Dan Kendo) und Helen Koller (2. Dan Kendo) erlernten Karate und Kendo in Japan, wo sie 1975 bis 1977 mit ihrem ersten Kind lebten. Zurück aus Japan gründeten sie 1977 die berühmte „Senbukan Karate Schule Luzern“. Die Karateschüler lernten das traditionelle Shotokan Karate mit den Erweiterungen des legendären Karatepioniers Tetsuhiko Asai. Die Kendoschüler lernten traditionelles Kendo.
Kendo erlernten Bruno und Helen Koller in Sendai von Kyoshi Shime Sensei und von Horigome Sensei, welcher im Mito-Dojo Kendo lehrte. Das Mito-Dojo war ursprünglich eine alte Samuraischule und blickt auf eine 300 jährige Tradition zurück.
Karate erlernte Bruno Koller in Sendai bei Yuji Sato Sensei und im Hauptdojo von Tokyo bei den Gründern und Top-Leadern der JKA (u.a. Masatoshi Nakayama Sensei und Hiroshi Shoji Sensei).
Nach dem 2-jährigen Aufenthalt in Japan folgten jährlich weitere Trainingsaufenthalte in Japan. Aufgrund eines Kampftrainings im Budokan Sendai, in welchem Bruno Koller sämtliche Kämpfe ohne Ausnahme gewonnen hatte, erhielt er die Einladung zum Instruktorentraining im Hauptdojo von Tokyo. Als einziger Schweizer trainierte Bruno Koller daraufhin im Instruktoren Training im Honbu-Dojo Tokyo unter der Leitung von Masatoshi Nakayama Sensei.
Nach dem Tod von Nakayama Sensei war Bruno Koller zwei Jahre ohne Verbandszugehörigkeit. Eine Einladung von Asai Sensei kam für ihn in dieser Zeit der Führungslosigkeit wie eine Erlösung. Dieser Entscheid hat ihm Tür und Tor geöffnet. Von Asai Sensei bekam er alles und wurde zu seinem Lieblingsschüler Nr.1.
Nach dem Tod von Tetsuhiko Asai Sensei im Jahre 2006 war für Bruno Koller klar, dass er in Taiwan trainieren musste, da Asai Sensei mehr in Taiwan unterrichtete, als in Japan. Bruno Koller hatte die Ehre, in Japan an Asai Senseis Beerdigung die Grabrede zu halten. 2007 verliess BK die Schweiz und trainierte in Taiwan, Japan und Thailand. Er verkaufte die Senbukan Schule an einen seiner Schüler, welcher anschliessend kurz darauf leider zu einer anderen Organisation wechselte. Nach der Rückkehr in die Schweiz im Mai 2009 machte BK zusammen mit Tochter Selina einen Neuanfang mit der Budoschule Luzern. Die Schule blühte als Familienbetrieb neu auf. Wegen diagnostizierter Demenzerkrankung von BK übernahm Selina Koller 2010 die Schulleitung.
SK ist seit 2009 Mitglied des Schweizer Kendo Nationalkaders. Sie nimmt jährlich teil an Europa- und Weltmeisterschaften. Jedes Jahr reist sie nach Japan, um Kendo im Ursprungsland zu trainieren. Seit 2016 ist auch ihr ältester Sohn Erik Mitglied des Schweizer Nationalkaders. Auch nach B.Kollers Tod 2018 lebt die Schule mit viel Dynamik und Energie weiter. Guido Fessler, Lebenspartner von SK, übernimmt die Trainingsleitung im Karate und steigt 2018 in die Geschäftsleitung mit ein. Wichtige Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Zur Weiterbildung reist Guido Fessler jedes Jahr nach Taiwan, um im Hauptdojo des IJKA Karateverbandes zu trainieren. Damit sind in Kendo und Karate fortwährend qualitativ hochstehende Trainings und die Vermittlung der ursprünglichen, unverfälschten Kampfkunst garantiert.
Helen Koller, die erste Ehefrau von Bruno Koller, ist Gründungsmitglied der Senbukan Karate Schule (1977). Sie hat 1975 – 1977 in Japan gelebt und gearbeitet. Dort hat sie den 2. Dan (Kendo) erreicht und in der Schweiz trainiert und unterrichtet. Sie hat für die Schule die organisatorische Arbeit für Events und Wettkämpfe übernommen und tat dies über Jahrzehnte zuverlässig und mit enormem Engangement. Damit hat sie entscheidend zum Erfolg der Schule und deren Existenz beigetragen. In der Zeit in Japan hat sie auch Ikebana kennengelernt. Sie wurde privat von Sensei Akiyama Chiyoko Meikyo in Ikenobo unterrichtet und erhielt das Kasho Diplom (Lehrerassistentin) HK praktiziert Ikebana regelmässig und besucht auch in der Schweiz Ikenobo Weiterbildungskurse. Sie hat auch die Tuschemalerei Sumi-e bei der renommierten jap. KünstlerinIn Sanae Sakamoto erlernt und den Künstlernamen „Kô-mei“ (Strahl der Sonne) erhalten. Sie war stets fasziniert vom japanischen Bambusflötenspiel Shakuhachi und nahm darin Fernunterricht bei ihrem japanischen Lehrer Ootomo Sensei. HK wurde 2020 mit dem Wechsel in die neue Lokalität in Kriens zur Kulturbeauftragten und ist damit verantwortlich für das kulturelle Angebot der Budoschule Luzern.