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Hätten die Wahlberechtigten schon anfangs August '99 den Nationalrat neu bestellt, hätte die Schweizerische Volkspartei SVP die grössten Gewinne verbuchen können. Zu diesem Schluss kommt das vierte SRG-Wahlbarometer, erstellt vom GfS-Forschungsinstitut.Dieser Inhalt wurde am 19. August 1999 - 05:34 publiziert
Wären die Wahlberechtigten der Schweiz schon anfangs August '99 aufgerufen gewesen, den Nationalrat neu zu bestellen, hätten die Schweizerische Volkspartei SVP starke (plus 6 Prozent) und die Sozialdemokratische Partei SPS beschränkte (plus 1 Prozent) Gewinne verzeichnen können. Die Christlich Demokratische Volkspartei CVP wäre so stark wie noch nie (minus 4 Prozent) abgerutscht. Auch die FDP, die Freisinnig Demokratische Partei, hätte ihren WählerInnen-Anteil von 1995 nicht halten können (minus 2 Prozent). Die Parteien ausserhalb des Regierungslagers wären höchstens gleich stark geblieben. Zur Bedeutungslosigkeit abgestiegen wären insbesondere die Freiheitspartei und der Landesring. Dies geht aus dem vierten Wahlbarometer 99 der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR idée suisse hervor, das vom GfS-Forschungsinstitut erstellt wurde.
Aus dem vierten SRG-Wahlbarometers 99 lassen sich folgende Trends ablesen:
Die SVP scheint ihren Siegeszug fortzusetzen, der anfangs der 90er Jahre begann. Momentan liegt die Partei - laut Befragung - bei einem Stimmenanteil von 21 Prozent (plus 6 Prozent) und würde damit nicht nur die CVP, sondern auch die FDP überrunden.
Die SPS liegt in der Befragung gegenwärtig bei 23 Prozent (plus 1 Prozent). Damit würde sich der Aufschwung der Partei, der 1995 einsetzte, nur noch beschränkt fortsetzen.
Die zwei anderen Regierungsparteien - die FDP und die CVP - riskieren, nachdem sie bereits 1995 historische Tiefststände erreicht hatten, nochmals zu verlieren. Bei der FDP würde der Rückgang beschränkt bleiben (minus 2 Prozent), bei der CVP könnte er - laut der jüngsten Momentaufnahme - erheblich ausfallen. (minus 4 Prozent).
Alles in allem spricht derzeit vieles dafür, dass es bei den Eidgenössischen Wahlen 1999 am 24. Oktober 1999 in der schweizerischen Parteienlandschaft zu einer Umgruppierung kommt. Vor allem bei der SVP und der CVP könnten die Ausschläge über dem bisher üblichen Mass liegen.
Das SRG-SSR-Wahlbarometer 99, erstellt vom GfS-Forschungsinstitut basiert auf der Repräsentativ-Befragung von 2081 wahlberechtigten Personen in der ganzen Schweiz mittels telefonischer, computergestützter Interviews. Die Interviews für das vierte Wahlbarometer 99 wurden vom 26. Juli bis zum 7. August realisiert.
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