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Die Röhrenbefürworter verstecken ihre wahren Absichten, den Gotthard auf vier Spuren auszubauen, meist hinter der Formulierung, man wolle ja nur je eine Spur nutzen und die andere frei lassen. Im Artikel der neuen Urner Zeitung vom 11.6.15 zum Ja der SAB zur zweiten Röhre am Gotthard macht Isidor Baumann klar, dass er alle vier Spuren öffnen will. Sonst könnte er nicht suggerieren, dass rollender Verkehr dem Alpenschutz mehr diene als Stau. Zitat: «Es stellte sich aber allgemein die Frage, ob Stau dem Alpenschutz mehr dient als rollender Verkehr. Oder ob es mehr bringt, die Fahrzeuge zu Umwegen zu zwingen, statt sie durch einen Tunnel zu führen.»
Weniger Stau? Da kann er nur die vier Spuren und die freie Fahrt meinen. Das aber widerspricht den Versprechen von Bundesrätin Doris Leuthard, keine neuen Transitkapazitäten zu schaffen. Das widerspricht auch dem Gesetz, welches das Parlament abgesegnet hat und über das die Schweiz im nächsten Jahr abstimmen wird. Der Schluss ist einfach: Wer keine Verdoppelung des Verkehrs am Gotthard will, sagt Nein zur 2. Gotthardröhre. Das Versprechen, nur je eine Spur zu nutzen, steht für mich auf ganz wackeligen Beinen. Auch Isidor Baumann, als von mir hoch geschätzter Politkollege, zeigt hier, was die wahren Absichten der Röhrenbefürworter sind.
Sebastian Züst
SP Uri