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Die einzige zuverlässge Antwort ist mit einem Test möglich.
1/3 der Neuinfizierten merken rein gar nichts!
Höchstens 70% der Neuinfizierten leiden 2 – 3 Wochen nach der Ansteckung an grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und ähnliches. Diese Symptome verschwinden nach wenigen Tagen oder Wochen von selbst!
Nach einer HIV-Infektion vermehrt sich das Virus schnell und verbreitet sich im Organismus bevor das Immunsystem reagieren kann. In dieser Zeit (bis ca. 6 Monate nach Infekt) ist man hoch ansteckend und bleibt danach auch ansteckend! Man kann also HIV im Körper eine lange Zeit haben, ohne es zu bemerken und ohne Aids zu bekommen. Trotzdem kann der Virus jederzeit auf andere übertragen werden.
HIV, das Immunschwäche-Virus, schädigt das Immunsystem des Menschen. Das Immunsystem ist das Abwehrsystem unseres Körpers und gliedert sich in die humorale und die zelluläre Immunabwehr. Es setzt sich gegen eingedrungene Krankheitserreger, wie beispielsweise Pilze, Viren oder Bakterien zur Wehr, indem die humorale Abwehr so genannte Antikörper (Antikörper sind so genannte Immunglobuline. Sie sind ein wichtiger Teil der Immunabwehr mit der Aufgabe, Erreger (Antigene) zu binden und so Erreger zu bekämpfen) bildet. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann bereits eine harmlose Infektion eine lebensbedrohliche Erkrankung verursachen.
Das HIV gehört zu der Gruppe der Retroviren (Retroviren sind Viren mit einem besonderen Vermehrungsmechanismus).
Das Erbmaterial der Retroviren ist RNA, welche durch das Enzym Reverse Transkriptase in DNA umgewandelt wird. Im Anschluss wird die Erbinformation in die DNA desjenigen Organismus eingebaut, den das Virus infiziert hat. So kann das Virus nicht mehr aus dem Körper entfernt werden – es sei denn, alle befallenen Zellen würden abgetötet. Es schädigt den zellulären Abwehrmechanismus des Körpers, indem es sich auf die T-Helferzellen (Sie gehören zu einer Untergruppe der T-Lymphozyten, die im Thymus gebildet werden, und spielen bei der Regulation der Immunantwort auf einen Erreger eine wichtige Rolle, auch CD4-Zellen, T4-Zellen oder auch T4-Helferzellen genannt) festsetzt und sich in ihnen vermehrt. Es kommt zu einer Abwehrreaktion des Körpers, bei der Antikörper gebildet werden. Doch leider sind diese nicht ausreichend, um das HIV zu bekämpfen. So werden die befallenen T-Helferzellen zerstört, was zu einer Schwächung des Immunsystems führt. Die Folge: HIV – infizierte Patienten erkranken häufig und schwer an anderen (sog. opportunistischen) Infektionen. Je weiter eine HIV-Infektion voranschreitet, desto geringer wird die Zahl der T-Helferzellen im Körper und desto geschwächter wird das Immunsystem.
HIV-Infektionen verlaufen von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Dabei können schwere Krankheitsanzeichen wie Infektionen andere Erreger bereits in frühen Stadien auftreten. Es ist aber auch möglich, dass bei einem voll entwickeltem Immundefekt keinerlei Symptome sichtbar sind. Der Verlauf der Krankheit wird in einzelne Stadien unterteilt:
Bis etwa 6 Wochen nach der Infektion können Beschwerden auftreten, die einem grippalen Infekt ähneln. Infizierte klagen häufig über Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten, ein Hautausschlag kann sichtbar sein (Infos für Ärztinnen zum Primoinfekt). In dieser Krankheitsphase wehrt sich das Immunsystem gegen den viralen Eindringling, und versucht, diesen mittels körpereigenen Abwehrzellen zu stoppen. Es produziert nun Antikörper. Zu diesem Zeitpunkt kann eine Infektion noch nicht im Blut nachgewiesen werden (diagnostisches Fenster von 12 Wochen).
Viele Übertragungen finden während den ersten drei Monaten (Primoinfekt) statt. Obschon wir nichts merken, ist die Virenzahl sehr hoch, da unser Körper noch nicht begonnen hat, sich zu wehren. Entsprechend leicht ist eine HIV-Übertragung möglich.
Bei den Aids-definierenden Erkrankungen handelt es sich meist um opportunistische oder bösartige Erkrankungen, die bei einem gesunden Menschen nicht, oder nicht auf diese Weise auftreten. Dazu gehören folgende Krankheiten:
Durch Viren verursacht:
Durch Bakterien verursacht:
Durch Pilze verursacht:
Durch Parasiten verursacht:
Krebs: