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Die Schweiz ist nicht mehr verteidigungsfähig, beschäftigt aber dennoch tausende von Mitarbeitern im VBS, die dort wohl Panzer putzen, die Schlaf- und Wohnsäle reinigen, damit dort nicht die Ameisen eindringen und als Attachés in prächtigen Villen im Ausland residieren, um noch prächtigere Empfänge zu geben. Der griechische Finanzminister sagte kürzlich, mit durchschnittlich 65 000 Franken Jahreseinkommen seien die griechischen Bahnangestellten so gut bezahlt, dass es günstiger wäre, die Bahnreisenden mit dem Taxi zu befördern. Der Eindruck, auch bei uns drehe sich in der Verwaltung vieles im Kreise, wird erst dann deutlich verstärkt, sieht man die Verwaltung „in Arbeit“.
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Tagesarchiv für 7. Dezember 2010
In der Stadt Genf findet ein ausländischer Konzern mit mehreren tausend Mitarbeitern keinen Platz mehr. Es fehlt an Büros und Häusern oder Wohnungen für derart viele Mitarbeiter. Genf, wie Zürich auch, ist am Explodieren. Auch Lausanne, wo sich nach Zürich die zweitgrösste Kantonalbank der Schweiz befindet, expandiert sehr schnell, hat aber grössere Land- und Baureserven.
Der anhaltende Wirtschaftsboom der A-Schweiz, ausgelöst durch den Zuzug von immer mehr ausländischen Konzernen (über 30 Rückversicherungen, dazu Hedge Funds, Firmen wie Yahoo, McDonalds, Vale und Nissan Motors, um nur einige zu nennen) drückt auf die B-Schweiz, deren Ressourcen immer mehr eingeschnürt werden. Die globalen Konzerne brauchen mehr Land, zahlen den Mitarbeitern mehr Geld und verlangen Infrastrukturaufwand wie gute Schulen.
Es wird Zeit, dass wir die Schweiz wie eine grosse Stadt betrachten, wo man an der Zürcher Goldküste aufwacht, die erste Sitzung um 10.00 Uhr in Lausanne ansetzt, in Bern den Nachmittag im Umfeld des Bundeshauses verbringt und am Abend in Zürich das Büro aufräumt. Das ist nicht mehr Zukunft, sondern Gegenwart.