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Ich wollte schon lange einen Teil meines Vermögens in Aktien anlegen. Entsprechend Ihrer Empfehlung warte ich seit längerem auf eine grössere Korrektur. Die ist nun eingetreten. Wie soll ich jetzt vorgehen? Soll ich zu meiner Hausbank gehen? B. K., via E-Mail.
Die Hausbank ist wohl eine Möglichkeit, aber kaum die optimale. Wohl könnte man sagen: Eine gute Beratung hat ihren Preis. Leider dürfen Sie als Kleinanleger kaum erwarten, von der Bank gut beraten zu werden.
Nehmen wir mal an, Sie möchten insgesamt 50000 Franken in Aktien anlegen. Was wird Ihnen die Bank empfehlen? Der Fondsverkäufer der Bank wird Sie nach Ihrer Risikofreudigkeit befragen. Je nach Risikoneigung wird er Ihnen einen Strategiefonds mit mehr oder weniger Aktien verkaufen. Für ihn ist die Sache erledigt, das Geschäft unter Dach und Fach. Sollten später die Aktienkurse auf Rekordniveau notieren, werden Sie von der Bank keinen Tipp erhalten, zumindest einen Teil der Gewinne ins Trockene zu bringen. Sie müssten also von sich aus tätig werden. Da können Sie ebenso gut alles selber machen.
Ich empfehle Ihnen: Halten Sie sich an die folgenden vier Regeln.
Regel 4: Investieren Sie gestaffelt. Heute 5000 Franken; bei weiteren Kursverlusten wieder um die 5000 Franken und so weiter. Beispiel: Kaufen Sie 280 Stück des «Ishares S&P 500». Das kostet Sie grob gerechnet um die 5000 Franken. Damit sind Sie an den 500 grössten US-Unternehmen beteiligt. Das nächste Mal kaufen Sie Anteile des XMTCH on SMI, womit Sie Ihr Aktienportefeuille mit den grössten Schweizer Unternehmen ergänzen. Und so weiter.
Erschienen im BLICK am 22. August 2007