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Palmer Station USA
Koordinaten : 64°46′S- 64°03′W
Betriebszeit : Jan 1965 bis heute
ursprünglich 2 Hütten für 9 Personen, auf Fels 5m.ü.M.,
Biologische und glaziologische Station im Arthur Hafen auf Anvers Insel gelegen.
Klima Polar maritim,
Maximaltemperatur 10°C
Minimaltemperatur -15°C
Palmer-Forschungsstation – Anvers Island – 64° 46′ S/64° 05′ W
Die Palmer-Forschungsstation ist die kleinste und nördlichste der drei US-amerikanischen Stationen in der Antarktis. Sie steht auf einer felsigen Landzunge an der
Südwestküste der Anversinsel und ist seit 1968 in Betrieb. Damals ersetzte sie eine ältere hölzerne Konstruktion, die inzwischen vollständig aus der Antarktis entfernt wurde. Vor der Haustür weitet sich der Arthur Harbour, ein natürlicher, durch die vorgelagerten Inseln geschützter Hafen.
Den Namen erhielt die Station von dem Amerikaner Nathaniel PaImer aus Connecticut. Als Kapitän eines kleinen Segelschiffes suchte er im Jahre 1820/21 südlich
der Südshetlandinseln nach neuen Robbenfanggründen. Nach dieser Reise beanspruchte er die erste Sichtung des antarktischen Kontinents für sich und gilt den
Amerikanern noch heute als der Entdecker des antarktischen Festlandes.
Die Palmer-Station umfasst zwei Haupt- und drei Nebengebäude. Hier ist Raum für Unterkünfte, Aufenthaltsräume, Laboratorien, Küche und Lagerräume, für Werkstätten und die Energieversorgung. Des weiteren gehören zwei grosse Öltanks, ein Helikopterlandeplatz und eine kleine Schiffsanlegestelle zur Station. Im Sommer halten sich hier etwa 40 Forscher und Techniker auf, den Winter über bleiben nur 10 Personen.
ie Witterungsbedingungen, unter denen die Antarktisforscher ihrer Arbeit nachgehen, sind für antarktische Verhältnisse recht milde. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei -3°C, die Monatsmittel betragen in den Sommermonaten Januar und Februar +2 °C, in den Wintermonaten Juli und August -10 „C, Die Extremtemperaturen reichen von -31 bis +9 „C.
Mit ihrer technischen Ausrüstung, den Laboratorien und Seewasserbassins bietet die Station besonders den Biololen einzigartige Forschungsmöglichkeiten. Schwerpunkt ihrer Arbeit idz die langfristige Untersuchung des marinen Oekosystems, seiner inneren Zusammenhänge. Dazu werden u.a. die Veränderungen in den Pinguin- und Robbenpopulationen verfolgt und die Verhaltensweisen und Emährungsgewohnheiten der Tiere studiert.
Eine ganz aktuelle Fragestellung ist durch das Ozonloch über der Antarktis entstanden: Wie wirkt sich die dadurch erhöhte ultraviolette Strahlung auf die Kleinlebewesen im Meer aus, was bedeutet das für das gesamte Ökosystem? Weitere Forschungsbereiche sind Meteorologie, Glaziologie, Geologie und Atmosphärenphysik. Ein interessanter Anziehungspunkt ist sicherlich das Meerwasserbecken, das mit Mamorbarsch, Seestern, Napfschnecke und
Seespinne einige der hiesigen Meeresbewohner zeigt. In einem anderen Bassin lässt sich das zentrale Glied der antarktischen Nahrungskette bewundern – der Krill .