Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03311.jsonl.gz/437

Orpheus’ Schmerz kennt keine Grenzen, als er seine grosse Liebe Eurydike verliert. Seine Trauer erweicht die Götter: Sie erlauben ihm, in die Unterwelt hinabzusteigen, um seine Frau aus der Schattenwelt zu befreien. Die Erlaubnis ist allerdings an eine Bedingung geknüpft: Will er Eurydike wiederhaben, darf er sich auf dem Weg zurück nicht nach ihr umsehen. Doch weil Orpheus sie nicht ansieht, glaubt Eurydike, dass Orpheus sie nicht mehr liebt. Orpheus verliert für einen Augenblick die Fassung – und dreht sich nach ihr um … «Orphée et Euridice» wurde 1774 in Paris mit sensationellem Erfolg uraufgeführt. Das Libretto verfasste Pierre-Louis Moline nach der italienischsprachigen Vorlage Ranieri de’ Calzabigis. Die hoch emotionale und doch so schlichte Musiksprache Christoph Willibald Glucks begeistert das Publikum damals wie heute. Es inszeniert Anna Drescher («Weisse Rose», «Dido and Aeneas», «Zaïs»), die Ausstattung übernimmt Tatjana Ivschina («Zaïs»). Am Dirigentenpult steht der gefeierte Barockspezialist Jan Tomasz Adamus.