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Hummler zeichnete in seinem Referat die Ursachen und den Verlauf der Finanzkrise nach. Er kritisierte in alter Manier sowohl die Banken, die nach wie vor zu hohe Löhne bezahlten und den Staat, der mit seinen Reglementierungen vor allem Kosten verursache.
Als Lehre aus der Finanzkrise regt Hummler die Schaffung von zwei Kategorien von Banken an: Systemrelevante, konservative Banken, die sich um Retailgeschäfte kümmern und Banken, die riskantere Geschäfte tätigen. Risikobehaftete Banken könnten notfalls auch Pleite gehen und müssten nicht mit Staatsgeldern gerettet werden, so Hummler.
Schweigen zu Wegelin
Bereits eingangs machte Konrad Hummler klar, dass er sich wegen der Vereinbarung mit der US-Steuerbehörde nicht zum Fall Wegelin äussern werde. Gesprächiger war er, als es um seine beruflichen Pläne ging. Er werde nie mehr eine Bank gründen, aber er werde am kommendem Mittwoch das erste Mal seit eineinhalb Jahren einen Anlegerbrief herausgeben. Dies unter seinem neuen Label «Bergsicht».