Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03529.jsonl.gz/347

Der therapeutische Effekt von Schwefel ist schon seit langem bekannt. Bereits in der Antike war das Baden in schwefelreichen, heissen Quellen, meist vulkanischen Ursprungs, eine beliebte Methode gegen Schmerzen, vor allem rheumatischer Art. Auch bei vielen heutigen Kurorten ist das Wasser reich an Schwefelverbindungen. MSM hat ein sehr niedriges Molekulargewicht, wodurch es leicht über die Haut aufgenommen wird.
Viele der Wirkungen, die MSM zugeschrieben werden, basieren auf den Untersuchungen von DMSO (Dimethylsulfoxid). Im Körper werden etwa 15% des DMSO in MSM umgesetzt (MSM wird auch DMSO2 genannt). MSM bleibt viel länger im Körper als DMSO, wodurch manche Forscher davon ausgehen, dass die langfristigen Auswirkungen von DMSO auf den Teil von DMSO, der in MSM umgesetzt wird, zurückzuführen sind. Ein anderer Teil von DMSO wird im Körper in DMS (Dimethylsulfid) umgesetzt, das einen unangenehmen Körpergeruch verursacht. MSM wird nicht in DMS umgesetzt und verursacht demzufolge keinen unangenehmen Körpergeruch.
Ein praktisch noch unerforschtes Gebiet ist der therapeutische Effekt von MSM als Methylspender. Ein Blick auf die molekulare Struktur von MSM zeigt, dass zwei Methylgruppen an das Schwefelatom gebunden sind. Mit der Verfügbarkeit des Schwefels in MSM stehen gleichzeitig auch zwei Methylgruppen zur Verfügung. Methylierung ist ein wichtiger Prozess im Stoffwechsel und eine unzureichende Methylierung hat weitreichende Folgen, die sich unter anderem in Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Morbus Alzheimer und rheumatoider Arthritis äussern. Zukünftige Forschungen werden die Rolle von MSM als Methylspender weiter verdeutlichen müssen.
MSM eignet sich sehr gut zur äusserlichen Anwendung. MSM, beispielsweise als Gel, wird schnell und sehr gut durch die Haut aufgenommen. Aufgrund dieser raschen Penetration von MSM in die tiefer liegenden Zellschichten der Haut und der (nicht fettigen) Gelform verstopfen die Porien nicht und ist die Wirkung schnell zu merken. MSM-Gel bietet Linderung von Schmerzen und bringt darüber hinaus Schwefel in Kollagen und Bindegewebe, das die Elastizität und Geschmeidigkeit davon fördert. Schwefel ist gleichzeitig für die Funktion der Gelenke bedeutend.
Darüber hinaus kann Gel, das MSM enthält, als erste Hilfe bei kleineren Verletzungen eingesetzt werden. Es versorgt die Haut auch beispielsweise nach der Rasur. Und ein derartiges MSM-Gel oder Creme kann gut als feuchtigkeitsspendende Creme verwendet werden.
Bei empfindlichen Personen können zu Beginn der Einnahme von MSM unter anderem gastrointestinale Störungen (u.a. Darmkrämpfe, leichter Durchfall) auftreten. In derartigen Fällen wird empfohlen, die Einnahme von MSM über den Tag zu verteilen oder die Dosierung zu verringern und langsam wieder aufzubauen. Eine derartige Empfehlung gilt auch beim Auftreten typischer Entgiftungserscheinungen, induziert durch die entgiftende Wirkung von MSM.
Für die äusserliche Anwendung von MSM sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bei sehr tiefen Wunden sollte darauf geachtet werden, dass manchmal Gewebebildung über der Wunde auftreten kann, während die tieferen Stellen der Wunde noch nicht abgeheilt sind. Dies könnte zu Abszessen führen.
Für die äusserliche Anwendung von MSM sind keine Wechselwirkungen bekannt. Wechselwirkungen mit herkömmlichen Arzneimitteln oder Naturheilmitteln sind möglich. Holen Sie hierfür sachkundigen Rat ein.
Für eine therapeutische Wirkung kann die Dosierung vorübergehend bis zu 4000 mg oder mehr pro Tag erhöht werden. Danach genügt eine Erhaltungsdosis von 1000 bis 3000 mg pro Tag. Wenn hohe Dosierungen angewendet werden müssen ist es ratsam, die Dosis langsam aufzubauen, um plötzliche Detoxifizierungserscheinungen zu vermeiden. Manchmal kann es einige Wochen dauern, bis die Effekte von MSM sichtbar werden. Doch erfahren viele Menschen die ersten Resultate bereits nach ein paar Tagen.