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Trinkwasserkraftwerke
Die Schweiz als Alpenland besitzt unzählige Quellfassungen für Trinkwasser oder Bewässerung, die häufig grosse Gefälle zwischen der Fassung, dem Reservoir und dem Verteilnetz aufweisen. Der entstehende Druck ist für das Verteilnetz meist zu hoch und muss reduziert werden.
Bisher wurden dafür sehr häufig Druckreduzierventile oder Druckbrecherschächte eingesetzt. Mit dem Druck vernichten diese auch die potenzielle Energie des Wassers und wandeln sie in nutzlose Wärme um. Genausogut lässt sich die Energie aber mittels einer Turbineneinheit in Strom umwandeln. Viele Wasserversorgungen verfügen in Quellwasserleitungen und im Versorgungsnetz über Druckgefälle, die zur Stromproduktion genutzt werden können. Der Bau von Trinkwasserkraftwerken ermöglicht nicht nur die optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen, sondern ist auch deshalb interessant, weil dafür nur ein kleiner Mehraufwand nötig ist.
Abwasserkraftwerke
In der Schweiz sind beinahe 900 Abwasserreinigungsanlagen (ARA) in Betrieb. Diese Anlagen verarbeiten täglich fast 5 Millionen Kubikmeter Wasser. Einige Anlagen werden über Druckleitungen mit Wasser aus höher gelegenen Agglomerationen beschickt. Sowohl bei Abwasserreinigungsanlagen, die sich in der Agglomeration selber befinden, als auch bei tiefer gelegenen Anlagen ist häufig – vor oder nach der ARA – ein nutzbares Gefälle vorhanden.
Es gibt zwei mögliche Nutzungsprinzipien:
- Eine Druckleitung transportiert Abwasser zu einer tiefergelegenen ARA; dort wird das ungereinigte Abwasser turbiniert;
- Eine Druckleitung transportiert gereinigtes Wasser von der ARA zurück in ein natürliches Gewässer; dort wird das gereinigte Abwasser turbiniert.
weitere Anwendungen
- Dotierkraftwerke sind gewissermassen Kraftwerke in Kraftwerken. Sie sind in der Wehranlage von Kraftwerken integriert und nutzen die gesetzlich vorgeschriebene Restwassermenge zur Turbinierung.
- Wässerwasserkraftwerke – auch Bewässerungskraftwerke genannt – sind relativ selten und nutzen Potenziale in Bewässerungskanälen
- Beschneiung: Die für die Beschneiung von Pisten notwendige Infrastruktur (Druckleitung, Pumpen, Netzanschluss) kann in den Sommermonaten zur Stromproduktion umgenutzt werden. Die zusätzlichen Kosten für die Energiegewinnung sind somit gering.
- Tunnelwasserkraftwerke: In Tunnels anfallendes Wasser (z.B. Karstwasser) wird in Entwässerungsleitungen gefasst und kann vor der Rückgabe turbiniert werden.
- Strömungskraftwerke: Strömungskraftwerke nutzen die kinetische Energie in Fliessgewässern. Die entsprechende Technologie ist jedoch noch nicht ausreichlich erforscht und es gibt noch keine Anlagen in der Schweiz, welche diese Technologie nutzen