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Ich bin zur Schule zurückgekommen, ich habe keine Angst mehr vor dem Erdbeben.
Am 25. April 2015 spielte gerade Krishla mit ihren Freunden im Hof, als die Erde erschütterte und die Trümmer ihres Hauses und der umliegenden Gebäude auf ihr fielen.
Krishla blieb eine halbe Stunde unter den Trümmern. Nachdem sie aus den Trümmern gegraben wurde, erhielt sie für die schweren Verletzungen am Kopf dringende medizinische Heilungen. Heute lächelt sie vor der Kamera, und scheint nicht aus, als noch vor 6 Monaten, auch wenn der Stand ihrer Familie noch problematisch ist.
Rama, die 32-jährige Mutter von Krishla erzählt uns: „Mein Mann arbeitet zum Glück in einem Restaurant in Kathmandu. Wir können aber unser zerstörtes Haus nicht wiederaufbauen, weil wir leider viele Kosten haben, und zuerst müssen wir uns um unsere Kinder, ihren Lebensunterhalt und Ausbildung kümmern.“
Die lokale Gemeinschaft verlangt nämlich 20´000 Rupien (ungefähr 170 €), um die Trümmer der von dem Erdbeben beschädigten Gebäude zu entfernen. „Alle unsere Eigentume warten noch in dem umstürzten Haus, und deswegen leben wir jetzt in der Unterkunft, die zur Schule gehört. Es wurde uns gesagt, dass wir hier maximal für 6 Monate leben konnten, und jetzt ist die Zeit schon vorbei“, erzählt weiter Rama.
Vorausgesetzt, dass das Land, auf dem das Haus aufgebaut wurde, jetzt voll an Trümmern ist, ist es unmöglich für diese Familie, die die Gefahr gelaufen hat, viel mehr als ein Dach über dem Kopf zu verlieren, ein neues Haus wiederzubauen.
Krishlas Schwester, Kristina, die 7 Jahre alt wie Krishla ist, wurde eigentlich während des Erdbebens unter den Trümmern begraben, aber sie hatten beide Glück gehabt. Trotz der schweren Verletzungen wurden sie rechtzeitig gerettet. 2 Freunde von Krishla sind nicht so glücklich gewesen. Sie gehören leider zu den 9´000 Opfern, die aus den Trümmern in jenen tragischen Tagen geborgen wurden.
“Kristina spricht manchmal über ihren Freund, der zusammen mit ihr von den Trümmern ihres Hauses begraben wurde – erzählt uns Rama – und sie erschreckt, jedes Mal der Himmel dunkel wird oder es regnet. Aber seitdem sie zur Schule noch gehen kann, fühlt sie sich viel besser und die Verletzungen am Kopf, Beinen und Büste sind auch komplett geheilt.“
Es gibt ja aber das Problem des Hauses. Rama möchte so bald wie möglich die temporäre Unterkunft verlassen, auch wenn sie denkt, dass es noch ein Jahr dafür brauchen wird. „Alle die hier leben – sagt sie mal –, erleben gerade die selben Schwierigkeiten, aber wir glauben, dass durch die Hilfe von allen, wir werden es schaffen.“