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Der Süssstoff Stevia – auch bekannt als Süsskraut, Süssblatt, Honigkresse oder Honigkraut – ist eine Pflanze aus der Gattung der Stevien. Entdeckt und erforscht wurde die Stevia rebaudiana Bertoni vom Schweizer Botaniker Moisés Bertoni und Ovidio Rebaudi, Chemiker aus Buenos Aires. Ihnen verdankt die Stevia-Pflanze ihren vollständigen Namen.
Die Ureinwohner von Paraguay nannten die Pflanze «Caa-Hee», was so viel wie Honigblatt oder süsses Kraut bedeutet. Fein gemahlen verwendeten die Einwohner Südamerikas die Blätter seit Jahrhunderten zum Süssen ihres Getränk Mate-Tees. Auch weisen Berichterstattungen darauf hin, dass die Stämme die Stevia rebaudiana zur Stabilisierung des Blutdrucks, bei Verdauungsbeschwerden sowie zur Linderung von Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und Wirbelsäulenleiden einsetzten. Für naturheilkundliche Anwendungen werden meistens getrocknete Stevia-Blätter verwendet.
Woher stammt Stevia?
Die Stevia rebaudiana hat ihre Herkunft in Südamerika. Ursprünglich wuchs die Pflanze nur auf dem Südamerikanischen Kontinent. Vorrangig auf den Hochflächen in Paraguay, Argentinien und Brasilien. Das Klima dort ist mässig-feucht und der Boden sandig und tonartig, was eher auf unfruchtbaren Boden deutet. Heute zählen auch asiatische Länder wie Japan, Thailand, Südkorea und China als Hauptproduzenten des beliebten Süsskrautes. Angebaut wird die Pflanze seit kurzem auch in verschiedenen Staaten der Europäischen Union. Die frostempfindliche Stevia rebaudiana fühlt sich vor allem in mediterranen Gebieten wie Spanien, Frankreich und Portugal wohl. In Deutschland kommt der Anbau der Stevia-Pflanze nur sehr langsam voran. Bereits seit 1998 setzt sich die Universität Hohenheim mit dem Potenzial des natürlichen Zuckerersatz auseinander, Feldversuche zum Anbau des Süssstoffs laufen seit 2002 im Rheinland. Die Zulassung in der EU erhielt Stevia als Zuckerersatz erst im Dezember 2011.
Welche Inhaltsstoffe hat Stevia?
Die Süsskraft und Geschmack der Blätter geht im Wesentlichen von zwei Steviolglykosiden aus: dem Steviosid und dem Rebaudiosid A. Die Steviolglykoside wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Ovidio Rebaudi entdeckt.
Heute werden 11 verschiedene Steviolglykoside analysiert: Steviolbiosid, Rubusosid, Dulcosid A, Steviosid, Rebaudioside A, B, C, D, E, F sowie M. Dabei ist der Anteil von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. Mengenmässig nehmen Stevioside (2 bis 10 % der Pflanzenmasse) und die Rebaudioside A und C (2 bis 4 % bzw. 1 bis 2 %) den grössten Platz unter den süsslichen Komponenten der Stevia ein. Von allen Steviolglykosiden verfügt Rebaudiosid A über die stärkste und neutrale Süsskraft und ist zu grösserem Anteil in der Pflanze enthalten. Rebaudiosid M oder E sind geschmacklich sehr interessant aber nur in kleinsten Spuren vorhanden. Bei anderen kann ein bittererer Nachgeschmack entstehen. Verschiedene Hersteller sind stark damit beschäftigt, die optimale Zusammensetzung der Steviolglykoside zu finden, um möglichst wenig Nachgeschmack und eine optimale Süsse zu erzielen.
In welcher Form gibt es Stevia?
Das natürliche Süssungsmittel kann seit der EU-Zulassung 2011 in diversen Formen gekauft werden: Tabletten, Pulver, Flüssig oder als getrocknete Steviablätter. Stevia hat eine sehr hohe Süsskraft, 200 - 300 mal süsser als Zucker. Um die Dosierung zu vereinfachen, wird das Stevia-Extrakt mit zusätzlichen Zutaten angereichert. Für das SteviaSweet Crystal
verwenden wird daher Erytrithol, welches zum Beispiel auch in Birnen, Mais und Wassermelonen natürlich vorkommt, als Trägerstoff. So entsteht ein gesunder Zucker-Ersatz ohne Kalorien. Unsere vielseitigen zuckerfreien SteviaSweet Produkte kannst du hier finden.