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Beliebte Fragen zum Thema Bier
Was ist das Reinheitsgebot (von 1516)?
Herzog Wilhelm von Bayern erliess 1516 ein Gesetz, welches ausschliesslich die Verwendung der Rohstoffe Wasser, Malz, Hopfen und später Hefe zur Herstellung von Bier erlaubt. In Augsburg gibt es allerdings schon eine gleichlautende Verordnung von 1156 von Friedrich Barbarossa! In der Schweiz muss man nicht ausschliesslich nach dem Reinheitsgebot brauen. Wir glücklichen Schweizerbrauer.
Was ist Stammwürze?
Unter dem Begriff Stammwürze versteht man den Dichtegrad des Bieres vor dem Vergären. Während dem Brauprozess wird die Stärke des Malzes in Malzzucker umgewandelt, der anschliessend während dem Gärungsprozess mit Hilfe von Hefe zu Alkohol, Kohlensäure und Wärmeenergie wird. Je höher die Stammwürze, umso stärker das Bier! Eine Stammwürze von 13% bedeutet 13g feste Bestandteile in 100g Würze. Grob geschätzt entsteht aus 2.5% Stammwürze 1% Alkohol im Bier.
Was ist der Unterschied zwischen unter- und obergärigem Bier?
Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Bierhefe: Die untergärige und die obergärige Hefe. Die untergärige Hefe entfaltet sich am besten bei einer Temperatur von 5-12° und sinkt während der Vergärung des Bieres zu Boden (-> Untergärung). Die obergärige Hefe benötigt eine Temperatur zwischen 12 und 20° und steigt während der Vergärung nach oben (-> Obergärung). Untergärige Biere werden auch als Lagerbiere bezeichnet. Diese lagern in unseren tiefen und kalten Bierkellern.
Die Hefe beeinflusst massgeblich den Geschmack des Bieres.
Beispiele für untergäriges Bier: BZW Kellerbier oder
Beispiele für obergäriges Bier: BZW Sommerweizen oder BZW Stout
Was ist Malz?
Malz wird hauptsächlich aus der Braugerste und dem Weizen erzeugt. Beim Brauprozess wird durch die Hilfe von Enzymen die Stärke in Malzzucker umgewandelt. Die Enzyme sind im rohen Gersten oder Weizen nicht vorhanden. Sie entstehen erst durch das so genannte “Mälzen”. Beim Mälzen werden die rohen Getreidekörner im Wasser aufgeweicht und anschliessend zum Keimen gebracht.
Nach einigen Tagen wird das Grünmalz wieder geröstet: “Darren”. Dunkles Malz wird beispielsweise länger und heisser (105°) gedarrt als helles (80°). Malz hat einen süsslichen Geschmack.
Was ist Hefe?
Die Hefe gehört zu den einzelligen Kleinstlebewesen und ist den Pilzen zugeordnet, die sich durch Sprossung vermehren. Seit altersher hat es der Mensch verstanden, Hefe für ganz bestimmte Zwecke auszuwählen. So kennen wir z.B. die Backhefe, die Weinhefe und die Bierhefe. Sie werden als Reinkulturen weitergezüchtet und sind frei von begleitenden Bakterien oder unerwünschter Wildhefe. Man unterscheidet zwischen der unter- und der obergärigen Bierhefe.
Was ist Ein-, Zwei- und Dreimaischverfahren?
Während dem Brauprozess wird die Malzstärke in Zucker umgewandelt, die dann später im Brauprozess mit Hilfe von Hefe zu Alkohol umgewandelt wird. Die Umwandlung in Zucker geschieht, indem das Wasser-Malz-Gemisch (Biermaische) in einem stufenweisen Prozess von 40° auf 78° erwärmt wird. Dies kann nun auf zwei verschiedene Arten geschehen:
Infusionverfahren: Würze wird wie Wasser auf dem Kochherd erhitzt. Dieses Verfahren wird in den meisten Brauereien angewandt. Dieses weniger aufwendige Verfahren findet auch bei uns Hauptsächlich seine Anwendung.
Ein-, Zwei- und Dreimaischverfahren: Es wird ein Teil der Maische abgezogen und gekocht. Dieser Teil wird anschliessend der Hauptmaische wieder beigefügt. Dabei findet eine Temperaturerhöhung statt. Dies kann nun 1 – 3 mal geschehen (daher der Name Ein-, Zwei- und Dreimaischverfahren). Aufwendig, aber besser im Geschmack! Durch diesen Kochprozess wird das Malz stärker eingemaischt und es werden mehr Geschmacksstoffe herausgelöst. Das Bier wird dadurch leicht dunkler, und erhält einen vollmundigen Geschmack.
Wie lange dauert der Brauprozess?
Der eigentliche Brauprozess bis zur gekühlten Würze dauert ca. 6 - 10 Stunden. Anschliessend wird sie vergärt. Die Gärung dauert je nach Hefe 5 (obergärige Hefe) oder 10 (untergärige Hefe) Tage. Im Anschluss wird das Bier bis zu 90 Tage oder länger gelagert. Der Weg vom Malz und Hopfen bis zum fertigen Bier dauert ca. 4 Wochen – 3 Monate oder noch viel länger!
Was ist ein Weissbier, Weizenbier?
Weiss- oder Weizenbier ist ein obergäriges Bier, das aus mindestens 50 % Weizenmalz hergestellt ist. Dieses Bier ist hauptsächlich in Süddeutschland verbreitet, insbesondere unseres BZW Sommer- oder BZW Winterweizen findet Anklang! Es zeichnet sich durch eine milde Hopfenbittere und dem typischen Weizengeschmack aus.
Wie entsteht unser BZW Dunkel?
Beim Brauprozess wird ein Teil dunkles Malz hinzugefügt. Daher erhält das Bier seinen typischen dunklen Farbcharakter. Das dunkle Malz entsteht durch längeres Darren (rösten) des Grünmalzes bei höherer Temperatur (105°-120°) als helles Malz (80°).
Welche Rolle spielt das Wasser beim Brauprozess?
Das Wasser spielt bei der Bierzubereitung eine sehr wichtige Rolle! Bei uns wird deshalb reines Wasser ab dem Hahn zum Brauen verwendet!
Wie hoch ist der Alkoholgehalt unsere BZW Bieres?
Der Alkoholgehalt unseres Bieres wird in Volumen Prozent angegeben (alc. Vol. %). Der Alkoholgehalt ist abhängig vom Stammwürze Gehalt (Siehe Stammwürze) vor dem Vergären. Hier eine Übersicht:
- BZW Sommerweizen 4,7 alc. Vol %
- BZW Braunes 4,7 alc. Vol %
- BZW Kellerbier 4,7 alc. Vol %
- usw.
Wie wird unsere Alkoholfrei Bier hergestellt?
Alkoholfrei bedeutet nicht 0 % Alkohol. Beim alkoholfreien Bier sind per Gesetz 0,5 vol % Alkohol erlaubt. Ein Glas alkoholhaltiges Bier (mit 5 % Alkohol) hat also genauso viel wie 10 Gläser Alkoholfrei.
Derzeit macht das alkoholfreie Bier nur rund 3 Prozent des Bierverbrauchs aus, aber wir werden nie ein solches Herstellen – Blöde Frage…..
Macht Bier dick?
Nein. – Erstaunlich aber wahr. In vernünftigen Mengen getrunken macht Bier nicht dicker als andere Getränke. Bier hat ca. gleich viele Kalorien wie z. B. Apfel- oder Orangensaft. Bier ist aber appetitanregend, was sich auch auf Ihr Gewicht auswirken könnte. Allerdings gibt es mittlerweile Bierdiäten, was alleine schon davon zeugt, dass unser Bier nicht dick macht!
Enthält Bier weibliche Hormone?
Bier enthält weibliche Hormone, aber in so geringen Mengen, dass sie keinen Einfluss auf den menschlichen Organismus haben. Die Konzentration müsste dazu einige hundert male grösser sein.
Wie viele Kalorien hat Bier?
Helles Lagerbier hat 43 kcal. (180 kJ.) pro dl. Dunkles Bier hat 49 kcal. (205 kJ.) pro dl.
Was bewirkt der Alkohol und wie funktionieren die Promille?
Für den BZW Freund ist der Alkohol im Bier nicht das Wichtigste. Er erfreut sich am angenehmen Geschmack, an der kühlen Frische und an der Wirkung des Bieres auf sein Gemüt, die ihn fröhlich und gesellig macht und seine Unruhe besänftigt. Mit einem Wort am Genuss. Mit der Behauptung, Biertrinken berge die Gefahr, Alkoholiker zu werden, wird dem Bier Unrecht getan. Begegnet man einem schwer berauschten Trinker, der torkelnd das Wirtshaus verlässt, so ist es gewöhnlich nicht der Alkohol im Bier, der ihn so zugerichtet hat, sondern es sind allerlei scharfe Schnäpse, die er sich so nebenher einverleibte.
Man kann sagen, dass es gar nicht so einfach ist, vom Bier einen Rausch zu bekommen. Der Alkoholgehalt des Bieres beträgt nur 3 bis 4,5 Gewichtsprozent, das sind etwa 3,8 bis 5,6 Volumenprozent, mit denen der Alkoholgehalt im Handel gewöhnlich angegeben wird. Damit hat das Bier von allen alkoholischen Getränken am wenigsten Alkohol. Im Vergleich dazu enthält Wein mehr als das Doppelte, nämlich 8 bis 15 Volumenprozent, und Branntwein wie Cognac, Whisky und Wodka weisen rund 40 Volumenprozent auf.
Hört man von Promille, so denkt man an die Verkehrspolizei, die darauf zu achten hat, dass keine angetrunkenen Autofahrer den Verkehr gefährden. Was aber versteht man unter Promille?
Die durch den Genuss alkoholhaltiger Getränke ins Blut gelangende Alkoholmenge bezeichnet man als Blutalkoholkonzentration und nennt ihre Masseeinheit Promille. Ein Promille entspricht dem tausendsten Teil der Gesamtmenge des Blutes im menschlichen Körper. Lässt sich im Blut eines Trinkenden 1 Teil Alkohol in 1000 Teilen seines Blutes nachweisen, so hat er eine Blutalkoholkonzentration von einem Promille. In diesem Fall ist der Betroffene schon angetrunken und darf sein Auto nicht mehr lenken.
Kennt man die Menge des getrunkenen Alkohols, so kann man daraus die Promille annährend bestimmen. Genauere Promillewerte ergeben sich, wenn man auch das Körpergewicht des Trinkenden nebst dessen Konstitution (normal, schlankwüchsig, fettleibig) berücksichtigt. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle. Da der Körper der Frau verhältnismäßig mehr Fettgewebe aufweist als der des Mannes, das den Alkohol kaum aufnimmt, der Mann aber mehr Muskelfleisch, in dessen Zellen der Alkohol eindringt, verteilt sich der genossene Alkohol auf einen kleineren Teil des Körpers. Dadurch tritt die gleiche Alkoholmenge bei der Frau stärker in Erscheinung.
Auch die seit dem Beginn des Trinkens verflossene Zeit sollte berücksichtigt werden, da schon kurz nach dem Trinken der Abbau des ins Blut gelangenden Alkohols durch die Leber einsetzt. Wissen sollte man auch, ob das Bier zu einer reichlichen Mahlzeit oder in den nüchternen Magen getrunken wurde. Während des Essens vermischt sich das Bier mit den aufgenommenen Speisen, so dass der Alkohol langsamer in die Blutbahn gelangt und ein Anstieg des Blutalkoholgehaltes verzögert eintritt.
Die Gewöhnung an den Alkohol, die bei Trinkern oft angenommen wird, hat kaum Bedeutung, da die Leber nur eine beschränkte Alkoholmenge abbauen kann, nämlich pro Stunde und Kilogramm Körpergewicht 0,1 Gramm, das sind bei einem 70 Kilogramm schweren Menschen etwa 7 Gramm Alkohol. Logischerweise benimmt sich eine Person, die nur selten ein alkoholhaltiges Getränk zu sich nimmt, nach außen hin ganz anders als ein Gewohnheitstrinker nach dem Genuss der gleichen Alkoholmenge.
Erich Meierhofer