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Die Umfrage des Bundesamtes für Statistik von 1995 hatte unter anderem ergeben, dass rund 80 Prozent der Studierenden neben dem Studium einer bezahlten Arbeit nachgehen. Dabei arbeiteten rund 45 Prozent der Befragten mit einem Pensum von mehr als 20 Prozent. Hauptquelle für das Einkommen waren aber die Eltern, die 45 Prozent beitrugen. Die Eltern von Studierenden wiesen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung eine höhere Schuldbildung auf: Rund ein Drittel der Befragten haben mindestens ein Elternteil mit einer Ausbildung auf Tertiärniveau (bei der 45-65-jährigen Gesamtbevölkerung betrug dieser Anteil sieben Prozent).
Zehn Jahre später will das Bundesamt für Statistik wissen, was sich bei den Studierenden verändert hat und wie es bei den Fachhochschulen aussieht. Rund 130'000 Personen wird daher die Grundgesamtheit umfassen. Daraus sollen per Stichprobe rund 26'000 Personen ausgewählt werden. Diese erhalten im April 2005 per Post eine Anfrage, ob sie sich an der Erhebung beteiligen möchten. Mitgeliefert wird ein Zugangscode zum persönlichen Fragebogen im Internet.
Auch dieses Mal sollen sowohl die Arbeits- als auch die Lebenssituation erfragt werden: In welchen Wohnformen leben Studierende? Wie finanzieren sie sich? Wer hat Zugang zur nationalen und internationalen Mobilität?
Erste Ergebnisse werden voraussichtlich Ende 2005 vorliegen. Das Bundesamt für Statistik erhofft sich davon Auskunft über die Anforderungen an die moderne Hochschulausbildung und Grundlagen für die Hochschulpolitik der Zukunft. Einbezogen in die Entwicklung des Fragebogens war auch die Sozialkommission des Verbandes der Schweizer Studierendenschaften (VSS). Der VSS erhofft sich gemäss Sekretär Theodor Schmid von der Studie Grundlagen für seine Arbeit, etwa was die aktuelle Frage nach der Möglichkeit von Teilzeitstudien anbelangt.