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Dieser Ort hat vielen Fussballfans, besonders den Fans des Grasshopper Clubs Zürich (GCZ), in den letzten Jahren Kummer & Sorge bereitet. Aber Beginnen wir von vorn. Das Stadion wurde im Jahr 1929 mit einer Kapazität von 27’500 Zuschauern eröffnet. 1952 fand im Hardturm die Handball-Weltmeisterschaft statt und zwei Jahre später diente das Stadion sogar als Austragungsort der Fussball-Weltmeisterschaft. 1998 erfolgte durch den Bau der Westtribüne die letzte von zahlreichen Modernisierung. Das Stadion umfasste zuletzt 17’666 Plätze – davon 16’066 Sitzplätze – nach neusten UEFA-Richtlinien.
Der Klugscheisser: Die Haupttribüne des Hardturm Stadions brannte zwei Mal komplett nieder. Das erste Mal bereits 5 Jahre nach der Eröffnung. Die Brandursache blieb dabei bis heute ungeklärt. Der zweite Brand folgte im Jahr 1968.
Bereits im Jahr 2003 gab die Betreiberin des Stadions – die Stadion Zürich AG, eine Tochtergesellschaft der Credit Suisse – bekannt, dass an Stelle des Stadion Hardturm ein neues Gebäude erreichtet werden soll. Das Projekt umfasste ein neues Stadion mit 30’700 Sitzplätze sowie die Nutzung der Ummantelung des geplanten Stadions, unter anderem als Shopping-Mall und Bürohaus. Obwohl der Kredit in der Höhe von 47’667 Millionen Franken, der die Stadt Zürich zum Bau des Stadions beitragen sollte, durch eine Volksabstimmung im September 2003 gut geheissen wurde, regten sich schnell Widerstände unter Anwohnern und Umweltgruppierungen. Die Gruppierungen legten Widerspruch gegen den Neubau der Mantelnutzung ein, welcher zu einem Rechtsstreit führte und den Bau des Stadions zum erliegen brachte.
Obwohl bereits klar war, dass es zu Verzögerungen im Bau des neuen Stadions kommen würde, wurde der Betrieb im Jahr 2007 aufgrund seines schlechten baulichen Zustands komplett eingestellt. In der 91. Minute des letzten offiziellen Spiels am 1. September wurde der allerletzte Ball im Stadion Hardturm durch den GCZ-Spieler Raúl Bobadilla im Netz versenkt. Darauf folgte im Dezember 2008 der Abbruch des Stadions. Im Juni 2009 trat die Credit Suisse offiziell vom Bau des Stadions zurück. Die Stadt Zürich selbst plante daraufhin auf dem Grundstück ein kleineres Stadion mit Restaurant und Bar sowie gleich nebenan ein Komplex mit 160 Wohnungen zu errichten. Am 22. September 2013 entschied die Bevölkerung in einer Volksabstimmung über das Projekt. Das Wohnprojekt fand eine Mehrheit, der Bau des Stadions jedoch wurde knapp – mit einer Differenz von 1747 Stimmen – abgelehnt.
Amy – die Geniesserin: Im Jahr 2011 wurde das über drei Hektare grosse Grundstück des ehemaligen Hardturms dem Verein Stadionbrache in „Gebrauchsleihe“ zur nicht kommerziellen, quartierverträglichen Zwischennutzung überlassen. Seither werden auf dem Areal kreative, sportliche, grosse & kleine, nahrhafte & bunte Projekte durchgeführt, bei welchen jeder Besucher, welcher sich an die Nutzungsregeln hält, willkommen ist. Vorbeischauen lohnt sich!