Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/117453

<h2>SubmittedText<h2><p>Um eine transparentere Übersicht über die Finanzierungsflüsse der Berufsbildung in den verschiedenen Kantonen zu ermöglichen, wird der Bundesrat ersucht, die entsprechenden Informationen bei den Kantonen anzufordern und zusammenzustellen. Dabei sollen die Finanzierungsflüsse zwischen der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe B und, innerhalb der Tertiärstufe B, zwischen den höheren Fachschulen und den Vorbereitungskursen zur eidgenössischen Berufsprüfung betrachtet werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das 2004 in Kraft gesetzte neue Berufsbildungsgesetz brachte eine Änderung der Berufsbildungsfinanzierung mit sich. Leistungsorientierte Pauschalen des Bundes an die Kantone lösten die bisherigen aufwandorientierten Beiträge ab. Den Kantonen wird ein selbstverantwortlicher, gezielter Mitteleinsatz ermöglicht, da die Bundessubventionen nicht mehr an bestimmte Angebote oder Investitionen gebunden sind. Gerade im Hinblick auf die höhere Berufsbildung können die Kantone selbst entscheiden, welche Angebote sie unterstützen und in welchem Umfang.</p><p>Die Aufteilung des gesamten Pauschalbeitrags des Bundes an die Kantone wird aufgrund der Anzahl beruflicher Grundbildungsverhältnisse vorgenommen. Im Gegensatz zu anderen möglichen Verteilschlüsseln lässt sich diese Zahl anhand der genehmigten Lehrverträge und der Schulstatistik genau bestimmen. In den entsprechenden Beträgen ist auch der Anteil der höheren Berufsbildung enthalten, der rund 15 Prozent an den Gesamtkosten der Berufsbildung beträgt (2009: 492 Millionen Franken).</p><p>Im Zusammenhang mit der Frage, wie die höhere Berufsbildung gestärkt werden kann, wird auch die Finanzierung diskutiert. Die dafür notwendigen Entscheidungsgrundlagen werden zurzeit von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt im Rahmen der Verbundpartnerschaft vertieft untersucht. Dabei werden auch die im vorliegenden Postulat zum Ausdruck gebrachten Anliegen berücksichtigt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.