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Die brasilianische Staatschefin Dilma Rousseff ist am Freitag in São Paulo von ihrer regierenden Arbeiterpartei (PT) als Kandidatin für die Präsidentschaftswahl im Oktober nominiert worden. Rousseff strebt eine zweite Amtszeit an.
Auf einer Massenversammlung des Partido dos Trabalhadores in der Wirtschaftsmetropole São Paulo proklamierte PT-Chef Rui Falcão die ehemalige Guerillakämpferin am Freitag (Ortszeit) zur neuerlichen Bewerberin für das höchste Amt im Staat.
Rousseff hatte im Januar 2011 die Nachfolge von Luiz Inacio Lula da Silva angetreten, der mit ihr an der Parteiversammlung teilnahm. Lula war zwei Mandate lang, von 2003 bis 2010, im Amt und hatte in den Umfragen bis zum Schluss hohe Beliebtheitswerte.
Damit sieht es bei Rousseff derzeit weniger gut aus. Seit Jahresbeginn kämpft sie mit sinkenden Umfragewerten. Zwar bleibt sie weiter die Favoritin für die Wahl im Oktober, doch ist ihre Beliebtheit von 43,7 Prozent im Februar auf 37 Prozent im April eingebrochen.
Es könnte daher eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern geben. Rousseffs Hauptkontrahenten, der Sozialdemokrat Aécio Neves und der Sozialist Eduardo Campos, legten jeweils um mehrere Prozentpunkte auf 21,6 beziehungsweise 11,8 Prozent zu.
Abgeordnete einer kleineren an der Koalitionsregierung beteiligten Partei hatten kürzlich die Rückkehr von Rousseffs Vorgänger und Mentor gefordert, Lula hatte jedoch mehrfach bekräftigt, dass er nicht gedenke zu kandidieren und stattdessen Rousseff im Wahlkampf unterstützen wolle. (aeg/sda)
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