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Die Wettbewerbskommission will den Deal vertieft prüfen.
Die Wettbewerbskommission (Weko) teilte heute mit, dass sie den Verkauf von Fust an Coop vertieft prüfen wird. Jelmoli hatte Ende Mai
die Handelskette Dipl. Ing. Fust und die Mehrheit des Online-Retailers netto24 für 990 Millionen Franken an Coop verkauft. Damals waren Jelmoli und Coop zuversichtlich, dass die Weko spätestens Mitte Juni den Kauf absegnen würde, damit die Übernahme Mitte Juli abgeschlossen werden könne.
Die vertiefte Prüfung durch die Weko wird maximal bis 26. November 2007 dauern. Die vorläufige Prüfung habe ergeben, dass "Anhaltspunkte bestehen, dass die Übernahme eine marktbeherrschende Stellung begründen oder verstärken wird", schreibt die Weko. Einer vertieften Prüfung unterzogen wird namentlich der Absatzmarkt für Elektrogeräte, insbesondere Kleinhaushaltsgeräte, Audio und Vision.
Weko-Vizedirektor Patrick Krauskopf wollte auf Anfrage nicht sagen, welcher Bereich von Fust - Haushaltselektronik oder Unterhaltungselektronik - näher unter die Lupe genommen wird. Coop würde mit der Fust-Übernahme gemäss Schätzungen einen Marktanteil von 20 Prozent im Bereich der Weisswaren (Kühlschränke etc.) einnehmen. Doch Analysten gehen davon aus, dass eher der Unterhaltungselektronik-Bereich bei der Weko näher untersucht wird, weil Coop ja mit Interdiscount bereits einen beträchtlichen Marktanteil hat.
Coop-Chef Hansueli Loosli sagte im Mai jedoch: "Wir erreichen nirgends kritische Marktanteile."
Jelmoli gab sich in einer Mitteilung zuversichtlich, dass der Verkauf nach der vertieften Prüfung abgeschlossen werden könne. (Maurizio Minetti)