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Der Bruder des mutmasslichen Flugzeug-Entführers Hailemdhin Abera Tegegn von Genf äussert sich zu der spektakulärsten Asyl-Anfrage der letzten Zeit. Zu der Schweiz am Sonntag sagt sein Bruder Endalamaw, dass der Co-Pilot seit einigen Monaten psychisch labil sei und unter Verfolgungswahn leide. Er habe überall in seiner Wohnung Kameras angebracht. «Mein Bruder leidet unter Paranoia», so Endalamav.
In Behandlung befinde er sich aber nicht, obwohl die Familie ihm eine solche nahegelegt habe. Endalamaw ist das älteste, Tegegn das zweitjüngste von elf Kindern einer gebildeten Familie, die im Nordwesten Äthiopiens lebt. Politische und wirtschaftliche Gründe schliesst der Bruder aus, da Tegegn nicht politisch aktiv sei und sich mit dem Beruf des Piloten einen Kindheitstraum erfüllt habe. (rey)
Der portugiesische Innenminister Eduardo Cabrita ist wegen der Verwicklung seines Dienstfahrzeugs in einen tödlichen Verkehrsunfall zurückgetreten. Er dürfe nicht zulassen, dass die «absolut inakzeptable politische Ausschlachtung» des Unfalls dem Ministerpräsidenten António Costa oder dessen Sozialistischer Partei (PS) vor der Parlamentswahl am 30. Januar 2022 Schaden zufüge, sagte Cabrita am Freitagabend in Lissabon. Wenige Stunden zuvor war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft gegen seinen Fahrer Anklage wegen fahrlässiger Tötung erheben wird.