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Universität Bern • WS 2002/2003
Europas neue Grenzen nach dem Ersten Weltkrieg
Übung (2-stündig)
Europas territoriale Neuordnung nach dem Ersten Weltkrieg wurde von den Siegermächten auf einer Reihe von Friedenskonferenzen sanktioniert (Versailles, St. Germain-en-Laye, Neuilly, Trianon, Sèvres, Lausanne). Dabei stiessen Konzepte der organisierten kollektiven Friedenssicherung und des Nationalitätenprinzips, in der Form des von Lenin und Wilson verkündeten Selbstbestimmungsrechts der Völker, auf die «Realpolitik» der Grossmächte und auf «vollendete Tatsachen», die von unterschiedlichen nationalistischen Unternehmen geschaffen wurden. Anhand verschiedener Fallstudien sowie makro- und mikrohistorischen Perspektivenwechsel soll die Übung den Blick für grundlegende Fragen der Grenzproblematik im Spannungsfeld von Nationalismus und internationaler Politik schärfen.