Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03182.jsonl.gz/1797

geb. --.--.----
Clarithromycin und Fluoxetin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Clarithromycin ist ein starker Inhibitor von CYP3A4 und P-Glykoprotein. Fluoxetin wird unter anderem geringfügig durch CYP3A4 metabolisiert [Liu ZQ, 2002], so dass in Kombination erhöhte Fluoxetinkonzentrationen nicht ausgeschlossen sind.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. In einem Fallbericht entwickelte ein Patient unter Therapie mit Fluoxetin und Nitrazepam nach Beginn einer Therapie mit Clarithromycin ein Delirium [Pollak PT, 1995], dies wurde auf eine pharmakokinetische Interaktion zurückgeführt.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Der Patient sollte auf vermehrte unerwünschte Arzneimittelwirkungen überwacht werden und gegebenenfalls eine Dosisanpassung von Fluoxetin erwogen werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018