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Drei Schweizer WM-Medaillen
Vom 25. bis 29. September 2019 fanden in Kisber (Ungarn) die Weltmeisterschaften der 1-, 2- und 4- Spänner der Ponyfahrer statt. Sieben Schweizer Fahrer konnten sich im Vorfeld qualifizieren. Bei den 1-Spännern Doris Schmid, Suhr/Vera Büttikofer, Guntershausen/Cédric Scherrer, Lommis; bei den 2-Spännern Lea Schmidlin, Biel-Benken/Christof König, Stammheim und bei den 4-Spännern Dominik Falk, Heimberg BE/Yannik Scherrer, Weinfelden.
Reitsport Die Wettkämpfe begannen am Mittwoch mit der Dressur der Einspänner. Die handicapierte (Schlüsselbeinbruch) Vera Büttikofer zeigte eine beherzte Fahrt und wurde mit dem 8. Rang und 55,10 Punkten belohnt, was das Bestresultat der Schweizer Einspännerfahrer bedeutete. Cédric Scherrer hatte mit einem leicht übermotivierten Pony Dusty zu kämpfen und erreichte nach einem Patzer in der Galopplektion den 10. Platz mit 57,16 Punkten.
Am Donnerstag begannen auch für die Zweispänner die Titelkämpfe. Christoph König platzierte sich auf Rang 18 mit 59,03 Punkten. Am Freitag, zu guter Letzt, absolvierten die Vierspänner ihre Dressur. Eine ausgezeichnete Leistung gelang Yannik Scherrer mit seinen vier Füchsen. Mit einem Total von 47,71 Punkten klassierte er sich mitten in der Weltspitze auf dem 3. Zwischenrang. Nach der ersten Teilprüfung belegte das Schweizer Team in der Nationenwertung Rang 3.
Marathon
Die Bedingungen am Samstag waren ideal. Der bedeckte Himmel sorgte für angenehme Temperaturen. Die Hindernisse im Gelände waren sehr lang, schnell und kräfteraubend, aber technisch nicht allzu schwierig. Das kam Cédric Scherrer mit seinem Dusty sehr entgegen. Er gewann mit seinem Beifahrer Philip Scherrer mit 2 Punkten Vorsprung souverän diese Teilprüfung bei den Einspännern. Was nach Tag zwei den 3. Zwischenrang bedeutete.
Auch bei den Zweispännern gab es einen Schweizer Sieg. Christof König und seine Beifahrerin Iva Schmid gewannen überraschend den Marathon mit rund 0,5 Punkten Vorsprung. Überraschend vor allem, da er kurzfristig ein unerfahrenes Pony einsetzen musste, weil sich eines seiner bewährten Marathonponies kurz vor der WM verletzte.
Yannik Scherrer und seine Beifahrer Marisa Guggisberg und Adi Lang beendeten den Marathon auf dem 11. Platz. Sie verloren in Hindernis 7 durch einen Steher etwas viel Zeit. Das warf sie in der Gesamtwertung nach zwei Tagen auf den sechsten Zwischenrang zurück. In der Nationenwertung konnte die Schweiz so ihren 3. Rang verteidigen.
Kegelfahren
Am Sonntag wurde die letzte Teilprüfung, das “Töggele” ausgetragen. Der Hindernisparcours war extrem schwierig angelegt mit vielen kniffligen Wendungen und Linien, also absolut weltmeisterschaftstauglich. Zudem war die Zeit so knapp bemessen, dass nur richtig schnelle Fahrer eine Chance hatten, die Zeit einhalten zu können.
Vera Büttikofer startete als erste Schweizerin in dieser Disziplin und musste sich 6,29 Punkte für Zeitüberschreitung anrechnen lassen. Cédric Scherrer musste zwingend einen reinen Nuller fahren um eine Medaille auf sicher zu haben.Der Druck war also sehr gross. Seine Nerven und Dusty spielten aber einwandfrei mit. Er fuhr fehlerfrei, in der Zeit und hat sich so eine Medaille gesichert. Nur, welche? Auch Katja Berlage (D), die auf dem 2. Zwischenrang lag, gelang ein fehlerfreier Durchgang. Nicht gut lief es Tamara Pijl (NL). Die Führende riss drei Bälle und fiel am Schluss auf Rang 5 zurück. Jetzt war klar: Cédric Scherrer ist nach 2017 ein zweites Mal Vize-Weltmeister!
Bei den Zweispännern schloss Christof König seine WM im 6. Schlussrang ab. Auch bei den Vierspännern wurde das Klassement noch einmal richtig durchgeschüttelt. Yannik Scherrer fuhr ganz stark, blieb fehlerfrei und musste nur 2,47 Punkte für Zeitüberschreitung in Kauf nehmen. Jetzt kam es auf die vor ihm liegenden Fahrer an. Tinne Bax (BEL) warf einen Ball, dadurch gewann Yannik bereits einen Rang. Auch Roger Campbell (GBR) und Edith Chardon (NL) patzten arg, was bedeutete, dass Yannik Scherrer schlussendlich in der Einzelwertung Bronze gewann.
Als Tüpfelchen auf dem i gewannen die schweizer Fahrer auch noch die Bronzemedaille in der Nationenwertung. Herzliche Gratulation auch den Teamfahrern Doris Schmid, Lea Schmidlin, Dominik Falk, Christof König, Yannik Scherrer und Cédric Scherrer.
red