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Petite Glâne Logbuch
von Liliane Waldner
Einführung in die Petite Glâne
Die Quelle der Petite Glâne liegt auf 675 m.ü.M. in der freiburgischen Exklave Vuissens. Sie mündet nach ihrem gut 30 Kilometer langen Lauf im waadtländischen Salavaux auf 430 m.ü.M. in die Broye. Die Mündung liegt nahe dem Murtensee.
Mehr über die Petite Glâne auf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Petite_Glâne
Bild der Mündung der Petite Glâne in die Broye vom 6. Juni 2015 bei meiner Broye-Tour unten:
16. Juni 2019: Salavaux - Payerne aérodrome
Ab der Bushaltestelle bei der Schule überquere ich die Broye Brücke und habe ein Wiedersehen mit der Mündung der Petite Glâne, welche ich am 6. Juni 2015 bei meiner Broye-Tour fotografiert habe.
Es gibt keinen Wanderweg und ich muss rein nach Karte laufen und mir die teils asphaltierten, teils naturbelassenen Wege zusammen suchen. Am Anfang folge ich dem ersten Strässchen nach links, das in einen überwachsenen Feldweg übergeht. Auf 1,6 Kilometern Länge steht das Gras kniehoch. Es ist wie Schneeschuhlaufen und ich wende dieselbe Technik an, um gegen das widerständige Gras voranzukommen. Vor der Pré du Moulin quere ich auf den asphaltierten Weg und danach geht es zur Hauptstrasse.
Ich gelange auf der Hauptstrasse nach Saint Aubin hinein. Ich erhasche einen Blick zum Schloss weiter oben. Uferwege sind bis dort entweder nicht vorhanden oder brechen bei der Kantonsgrenze ab. Ich wechsle heute immer wieder zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt. Im Zentrum von Saint Aubin gehe ich nach links in die Strasse hinunter und danach nach rechts in einen asphaltierten Feldweg, auf dem ich unterhalb von Missy durchkomme. Der Feldweg endet. Ich gehe zur Hauptstrasse hinauf und danach auf einem anfänglich asphaltierten Feldweg bis zur grossen Schweinemästerei Le Chaffard. Ich quere sie und entdecke danach einen wie in Stücke gehauenen Baum, der offenbar das Opfer des nächtlichen Gewitters geworden ist.
Ab dort kann ich immer am Ufer oder in Ufer-nähe bis zum Militärflugplatz von Payern und zur Bushaltestelle Payern aérodrome gehen. Weit oben fällt mir der Wasserturm von Grandcour auf. Auf meiner Broye-Tour passierte ich den riesigen Militärflugplatz-Komplex auf der anderen Seite.
Die Wegdistanz beträgt 12,9 Kilometer. Es gibt keinen Rastplatz unterwegs, aber es gäbe Einkehrmöglichkeiten in St-Aubin. Beim Aérodrome gibt es Bänke, um die lange Wartezeit bis zur Busabfahrt zu vertreiben.
Links:
http://www.swisscastles.ch/Fribourg/staubind.html
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002579/2007-07-17/
http://www.swisscastles.ch/Vaud/chateau/grandcour_d.html
https://www.vtg.admin.ch/de/organisation/kdo-op/lw/flpl-pay.html
http://www.clindailes.ch
23. Juni 2019: Payern aérodrome - Nuvilly
Der Verkehr beim Militärflughafen ist an einem Sonntagmorgen sehr mässig. Bequem gehe ich dem Strässchen entlang der Petite Glâne. Ich fotografiere Kirche und Gehöft bei Derrière de la Cure sowie Bussy am Hang oben. Das Strässchen unterquert die Autobahn. Bei Moulin de Glâne gehe ich das Strässchen nach rechts hinauf. Von diesem Strässchen führt beim Flur Lécherel zur Glâne. Sie mäandriert oberhalb der Ferme de Glâne. Die Broye-Ebene endet und die Petite Glâne fliesst mir aus dem Vallée de Glâne in einem naturnahen Flussbett entgegen.
Der Feldweg quert die Bahnlinie und ich gelange bei Les Iles nach Montet. Beim grossen Hof entdecke ich ein altes Stöckli sowie einen Brunnen, über dem fast museal uraltes Gerät hängt. Ich gehe die Hauptstrasse bis zur grossen Kreuzung der Hauptstrassen entlang und dort nach links in ein leicht gebogenes Strässchen. Es führt an Les Favresses vorbei, ist danach ein Natursträsschen und biegt in die Strasse von Granges de Vesin. Dort folge ich bei einer Gabelung der linken Strasse und bei der Abzweigung nach Aumont wieder der Richtung nach Franex. Bei einem Brunnen mit kleinem Rastplatz gehe ich das kleine Strässchen nach links hinunter zur Pré à Losel. Das Strässchen wird zu einem Naturweg, der im bewaldeten Flusstal ruppig wird. Ich wundere mich, dass ich es mit meinen Lowa-Halbschuhen so gut packe. Von einem einheimischen Ehepaar erfahre ich, dass das Vallée de la Glâne ein Naturreservat sei. Das Westschweizer Fernsehen soll einen kurzen Dokumentarfilm gedreht haben, den ich aber mittels Google und RTS-Website nicht finde.
Der Weg geht in ein Strässchen über und bei Le Moulin folge ich dem Wanderwegzeichen nach Nuvilly hinauf. Ich freue mich, heute zeitig heimzukommen und stelle mich beim Bus-Haltestellen-Schild und der gelben Bodenmarkierung auf. Der Bus fährt auf der anderen Strassenseite einfach vorbei und beachtet mich nicht. Auf der anderen Strassenseite gibt es weder Haltestellen-Schild noch Markierung. Ich schreie und schwenke meine Stöcke umsonst und bin aufgebracht. Danach laufe ich aufgeregt in das Café Bistro an der Kreuzung. Die Gäste haben die Sache mitgenommen. Eine Familie ist so freundlich und hilfsbereit, mich nach Cugy mit ihrem Auto mitzunehmen. Ein nächster Bus wäre erst zwei Stunden später gefahren.
Das Wegstück heute beträgt 12,7 Kilometer.
8. Juli 2019: Nuvilly - Vuissens
Beim Umsteigen in Fribourg kreuze ich zufälligerweise Théo, der auf dem Weg nach Bern ist. Die Schweiz ist ein kleines Land.
Die heutige Wegdistanz nach Vuissens beträgt 8,7 Kilometer. Bei der Ankunft in Nuvilly am 23. Juni habe ich einen Brunnen gesehen und gedacht, ich könnte meine Trinkflaschen dort für die Fortsetzung mit frischem Wasser füllen. Heute sehe ich die Warnung „kein Trinkwasser“ auf Französisch. Ich quere auf dem stillen Strässchen die Petite Glâne und hoffe auf Trinkwasser in Treytorrens. Auch dort prangt die Warnung „kein Trinkwasser“ am Brunnen. Schloss und Schlosskirche sind alt und hinterlassen einen schlecht unterhaltenen Eindruck.
Bei Les Molliettes habe ich Glück: kein Warnschild und das erquickende Nass fliesst reichlich! Von Les Molliettes geht meine Zickzacktour entlang der Petite Glâne nach Pontet und quert bei einem Gehöft, das nach Schweinehaltung riecht, wieder das Flüsschen. Jetzt geht es durch den Bois de la Chaux, danach wieder auf ein asphaltiertes Strässchen bis Vers le Moulin. Dort beginnt die Petite Glâne, in dem sie aus einem Schacht unterhalb einer Brücke hervorquillt. Oberhalb der Brücke fliesst kein Wasser, sondern steht ein Gebäude samt Spielplatz. Vorsichtig steige ich das steile, mit hohem Gras und Brennesseln verwachsene Bord hinunter, um den Beginn der Petite Glâne zu fotografieren.
Ein asphaltierter Fahrweg führt an einem kleinen Feuchtgebiet und einem Golfplatz vorbei nach Vuissens. Übrigens verfolgen und stechen mich die Bremen vom Schweine-Bauernhof an bis nach Vuissens hinein. Ich frage mich, ob das Mini-Feuchtgebiet zwischen dem Brachland oberhalb der Quelle und dem Golfplatz vielleicht ursprünglich grösser war und trockengelegt wurde. Diente es als eine Art Schwemmland als Wasserreservoir für die Petite Glâne und erinnern die zahlreich zustechenden Bremen, dass da früher einmal etwas anderes war?
Schloss Vuissens dient als Infrastruktur für den Golfclub und verfügt über ein Restaurant.
Links:
http://www.swisscastles.ch/Vaud/chateau/treytorrens_d.html
http://www.swisscastles.ch/Fribourg/vuissensd.html