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Die Geschichte der Orgeln reicht weit ins Mittelalter zurück. In der Zeit seit dem barocken Umbau der Kirche begnügte man sich lange mit den beiden Chororgeln, die 1768 und 1770 von Viktor Ferdinand Bossard (1699–1772) gebaut worden waren. Erst 1808–1810 erhielt die Kirche eine grosse Westempore für eine neue, grosse Hauptorgel, die 1811–1815 von Franz und Josef Frosch (München) erbaut wurde. Dieses Instrument hatte 60 Register auf vier Manualen und Pedal. Das Orgelgehäuse wurde 1811 von dem Stuckateur und Bildhauer Josef Simon Mosbrugger (Tschoppernau, Bregenzer Wald) erbaut. Die „Frosch“-Orgel wurde von 1872 bis 1875 von Johann Nepomuk Kuhn völlig umgebaut, wobei ein Manual wegfiel. Es hatte 55 Register, von denen 14 ganz oder teilweise neu gefertigt wurden. Das Gehäuse blieb unverändert.
Artikel von Orgelbau Kuhn zur Emporenorgel: Die Kirche des irischen Wandermönchs Gallus (PDF)
Im Zuge der Gesamtrestaurierung der Kirche (1961 bis 1967) wurde die heutige Hauptorgel konzipiert und 1968 durch Orgelbau Kuhn (Männedorf) gebaut. Von der alten Orgel von 1815 wurden nur die beiden seitlichen Pedaltürme übernommen. Im Übrigen wurde der Aufbau völlig neu entworfen. Das Instrument hat Schleifladen und mechanische Trakturen.
Die beiden Chororgeln wurden 1768 und 1770 von Viktor Ferdinand Bossard (1699–1772) erbaut. Sie sind spiegelbildlich zueinander angeordnet und befinden sich im Chorraum, jeweils seitlich über dem Chorgestühl. Die Spieltische sind links und rechts in das Chorgestühl eingebaut. Die Orgeln wurden 1966–1967 durch Orgelbau Mathis restauriert.