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Chile gilt als das Paradies des Weinbaus. Die Weinbauern können auf extrem lange Wachstumsperioden bauen. Das anggezogene Land hat eine Ausdehnung von mehr als 39 Breitengrade. Dies entspricht der Distanz von Moskau nach Madrid. Die Höhenunterschiede durch die Anden, in Richtung West-Ost, betragen mehrere tausend Meter. Die geografischen Extreme sorgen für eine Vielfalt verschiedenster Klimata und Landschaften. Sie sind auch der Grund der immensen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die meisten der 55 000 ha Reben wachsen südlich von Santiago de Chile. Der Rebsortenspiegel zeigt, dass Frankreich den grössten Einfluss auf den Weinbau genommen hat. Paris war Mitte des 19. Jahrhunderts chic. Ein Landgut mit Weinbau zu besitzen, das vorzugsweise von einem französischen Flüchtling geleitet wurde, galt als Statussymbol. 1851 kamen eine grosse Auswahl von klassischen französischen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Malbec, Merlot und Carménère ins Land. Bis heute werden sie meistens sortenrein ausgebaut.