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1990 gründeten die drei Inuit Filmschaffenden Zacharias Kunuk (*1957), Paul Apak Angilirq (1954–1998) und Pauloosie Qulitalik (1939–2012) zusammen mit dem gebürtigen US-Amerikaner Norman Cohn (*1946) das Künstlerkollektiv Isuma in Igloolik, Nunavut, im Norden Kanadas. Ihr Ziel: Filme und Videos aus einer eigenen Perspektive und in ihrer Sprache Inuktitut zu produzieren. Mit ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm Atanarjuat / The Fast Runner (2001) gelang ihnen ein weltweiter Hit. Es folgten weitere erfolgreiche Spiel- und Dokumentarfilme und TV-Serien und im Jahr 2008 die Lancierung von Isuma.tv, der ersten VOD-Website für indigene Medienproduktionen in über 80 Sprachen, welche auch die Werke des Frauenkollektivs Arnait Video Productions vertreibt. Mit ihrem aktuellsten Spielfilm One Day in the Life of Noah Piugattuk bildeten Kunuk, Cohn und das Isuma-Medienkunst-Kollektiv die kanadische Vertretung an der Kunst-Biennale in Venedig 2019. Zusammen mit der schweizerisch-kanadischen Filmwissenschaftlerin Marcy Goldberg und dem Filmpodium-Publikum werden sich Zacharias Kunuk und Norman Cohn online über ihre künstlerische und medienpolitische Zusammenarbeit austauschen und über die Wichtigkeit, die Geschichte, den Alltag und die Erzähltraditionen der Inuit zu dokumentieren und zu inszenieren.