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|Wie eine gesamtschweizerische Auswertung aller registrierten Knaben im Schweizer Fussball zeigt, ist eine ungleichmässige Geburtsquartalverteilung bereits in den Vereinen auf Stufe G bis E vorhanden.
Massnahmen, um das relative Alter (RA) und das biologischen Alter (BA) bereits im Breitensport zu berücksichtigen, sind von Nöten um eine solide Grundlage für die weiteren Selektionen auf höheren Stufen zu gewährleisten. Ein möglicher Lösungsansatz gegen den RAE wäre beispielsweise die Einführung von zwei Stichtagen (statt nur einem) für die Kategorieneinteilung (Abbildung 10).
Bei derartiger Kategorieneinteilung wechseln sich Vor- und Nachteile des RA für die Junioren regelmässig ab. Jeder Spieler gehört abwechslungsweise zu den relativ Älteren und dann zu den Jüngeren seiner aktuellen Kategorie. Damit können sich das Selbstvertrauen und Kompetenzen wie beispielsweise Verantwortung zu übernehmen bei allen Spielern in gleichem Mass entwickeln.
Eine zweite Massnahme dem RAE entgegenzuwirken wäre es, die Spieler desselben Quartals innerhalb eines Jahrgangs gleichmässig auf die Mannschaften zu verteilen. Abbildung 11 zeigt beispielhaft das Vorgehen einer Einteilung der Spieler auf drei Mannschaften innerhalb einer Kategorie.
Damit wäre gewährleistet, dass nicht alle relativ älteren Spieler in den vermeintlich besseren Mannschaften eingeteilt werden und Spieler aus der zweiten Jahreshälfte in die vermeintlich schlechteren Teams abgeschoben werden.
Für spät entwickelte Spieler steht den Verbänden heute bereits die Möglichkeit zur Verfügung den Vereinen sogenannte Cartes Blanches zuzuteilen. Mit einer Carte Blanche wird einem spät entwickelten Junior ermöglicht trotz seines älteren chronologischen Alters in einer tieferen Spielklasse zu spielen. Die Verbreitung der Carte Blanche mittels einer allgemeinen Regelung und Übersicht über Nutzen, Effizienz und Verwendungen zu verbessern wäre ein interessanter Lösungsansatz um das BA bei Junioren zu berücksichtigen.
Das Prinzip der Carte Blanche konsequent und umfangreich umzusetzen, d.h. für jeden einzelnen Spieler das BA bestimmen, endet in der Lösung einer Kategorieneinteilung nach biologischem Alter anstatt nach chronologischem Alter. Das sogenannte Bio-Banding wird in englischen Fussballakademien bereits praktiziert. Auch der SFV startet im August 2018 ein Pilotprojekt zum Bio-Banding.

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