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Schon seit einigen Jahren ist die Vergabepraxis des norwegischen Friedensnobelpreiskomitees umstritten. Nachdem eine Klage vor einem schwedischen Gericht zu keinem Ergebnis geführt hat, interessiert sich nun trotzdem die Regierung des Läns (Provinz) Stockholm für die Frage, wie heute in der schwedischen Zeitung Dagens Nyheter zu lesen ist. Das Länsstyrele Stockholm hat die Aufsicht über die Nobelstiftung inne, und verlangt von der Stiftung Auskunft darüber, ob sich das norwegische Nobelkomittee an das Testament Alfred Nobels hält, wenn es um die Auswahl der Preisträger geht.
In Nobels Testament heisst es, der Preis stehe «demjenigen oder derjenigen» zu, «der oder die am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat und für die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere sowie für die Bildung und Austragung von Friedenskongressen». Diese Bedingungen erfüllen wohl nicht alle Nobelpreisträger, aber sicher die beiden Berner Nobelpreisträger Charles Alber Gobat und Elie Ducommon bzw. das bei der Verleihung noch in Bern ansässige Ständige Internationale Friedenbüro.