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Digoxin-Sandoz ist ein Herzpräparat, welches ausschliesslich auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin verwendet und nur gegen ärztliches Rezept abgegeben wird. Es enthält als Wirkstoff Digoxin, ein Herzglykosid, das aus der Fingerhutpflanze (lateinisch: Digitalis) gewonnen wird.
Das Herz ist ein Muskel. Digoxin-Sandoz erhöht durch seine Wirkung auf die Herzmuskelfasern Kraft und Wirkungsgrad des Herzmuskels. Es verbessert so die Herzfunktion und normalisiert den Herzrhythmus. Dadurch wird die Blutversorgung der Körperorgane verbessert und einer Ansammlung von Flüssigkeit (z.B. in den Beinen) entgegengewirkt.
Digoxin-Sandoz wird zur Behandlung der vorübergehend oder andauernd verminderten Leistungsfähigkeit des Herzens (Herzinsuffizienz) bei Erwachsenen und Kindern angewendet. Digoxin-Sandoz wird ebenfalls bei der Behandlung gewisser Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden.
Bei Überempfindlichkeit auf Digoxin, ein anderes Herzglykosid oder einen anderen Bestandteil von Digoxin-Sandoz.
Bei Verdacht auf Digitalisvergiftung.
Bei bestimmten Störungen der Reizbildung und Reizleistung im Herzen, unregelmässigem Herzschlag und gewissen Erkrankungen des Herzmuskels (Herzvergrösserung).
Bei Ungleichgewichten von gewissen Salzen im Blut (zuwenig Kalium und Magnesium, zuviel Kalzium).
Bei verminderter Sauerstoffversorgung der Gewebe.
Bei vorbestehender Erweiterung der Schlagader.
Wie alle Arzneimittel, die aus der Digitalispflanze gewonnen werden, ist Digoxin in hohen Dosen giftig.
Der Arzt oder die Ärztin wird Digoxin-Sandoz bei Ihnen mit spezieller Vorsicht einsetzen, wenn Sie in den letzten 2-3 Wochen mit Digoxin oder anderen Herzglykosiden behandelt wurden, an Störungen des Säure-Basen-und Elektrolythaushaltes (Kalium z.B. durch Dialyse, Unterernährung, Durchfall oder längeres Erbrechen, Magnesium oder Calcium im Blut), an einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, einer Nierenkrankheit, an schweren Lungen- oder Atmungskrankheiten, gewissen Verdauungsstörungen (Störungen der Aufnahme von Stoffen vom Darm ins Blut) oder gewissen Störungen des Herzens leiden sowie bei älteren Patientinnen oder Patienten und nach einer Operation im Magen-Darm-Trakt.
Ferner können viele andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel die Wirkung von Digoxin-Sandoz verstärken oder vermindern.
Zu diesen gehören:
?solche, die die Aufnahme von Digoxin aus dem Darm vermindern, wie z.B. solche, die Digoxin an sich binden, wie Aktivkohle, Kaolin-Pektin, cholesterin- und fettbindende Arzneimittel mit Wirkstoffen Colestipol, Colestyramin, ferner Präparate, die die Verweildauer im Darm verändern, wie Abführmittel, oder solche, die den Wirkstoff Metoclopramid (gegen Erbrechen) enthalten, Sucralfat. In diesen Fällen sollen die beiden Arzneimittel im Abstand von mindestens 4 Stunden eingenommen werden,
?Arzneimittel, die die Aufnahme aus dem Darm verstärken, mit den Wirkstoffen Erythromycin, Clarithromycin, Azithromycin, Tetracyclin oder Abkömmlinge, Gentamicin, Trimethoprim, Neomycin (gegen bakterielle Infektionen), Sulfasalazin (gegen entzündliche Darmkrankheiten), Loperamid (gegen Durchfall),
?Arzneimittel mit Wirkstoffen, die die Ausscheidung durch die Nieren vermindern, wie Atorvastatin, Calciumantagonisten (z.B. Verapamil, Felodipin, Bepridil), Captopril, Spironolacton, Itraconazol, Chinin, Atropin, Ciclosporin, Ritonavir und Saquinavir, Antiarrhythmika (Chinidin, Amiodaron, Flecainid, Propafenon), Indomethacin und Alprazolam. Solche, die den Gehalt an Kalium, Magnesium oder Calcium im Blut stören können, wie gewisse harntreibende Mittel, in diesem Zusammenhang sind auch die möglichen Verluste an Kalium bei schwerem Durchfall oder die Einnahme von Kaliumsalzen zu erwähnen,
?eine Reihe von Arzneimitteln, die auf anderen Wegen die Wirkung von Digoxin beeinflussen, wie Arzneimittel gegen Bluthochdruck oder gegen Reizleitungsstörungen des Herzens (mit den Wirkstoffen Amiodaron, Propafenon, Verapamil), Kreislaufmittel mit Wirkstoffen wie Adrenalin oder Asthmamittel mit dem Wirkstoff Theophyllin und weitere Arzneimittel wie Benzylpenicillin, Amphotericin B, Kortikosteroide, ACTH, Salicylate, Lithiumsalze, Prazosin, Betablocker, Suxamethoniumchlorid, Reserpin, trizyklische Antidepressiva, Sympathomimetika, Rifampicin, Johanniskraut (Hypericum perforatum) und Acarbose, PAS, Zytostatika, Sulfasalazin, Salbutamol, Phenytoin, Penicillamin, P-Glykoprotein Hemmer und schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel, wie Aspirin, Indomethacin, Nicht-steroidale-anti-inflammatorische Medikamente (NSAIDs).
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden. Er oder sie wird entscheiden, welche Sie zusammen mit Digoxin-Sandoz anwenden können.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!
Digoxin-Tabletten enthalten Laktose. Wenn Sie Laktose nicht vertragen, sollten Sie Digoxin-Tabletten nicht einnehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
?an anderen Krankheiten leiden,
?Allergien haben oder
?andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Im Falle einer Schwangerschaft oder wenn Sie schwanger werden möchten sowie während der Stillzeit entscheidet Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin, ob dieses Arzneimittel eingenommen werden darf.
Es ist unbedingt notwendig, sich an die Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin zu halten.
Die für die einzelne Kranke oder den einzelnen Kranken erforderliche Dosis ist von Fall zu Fall verschieden, insbesondere bei älteren Patientinnen und Patienten, Patientinnen und Patienten mit einer verminderten Nierenfunktion und bei Kindern. Je nach Schwere der Erkrankung kann die Dosis am ersten Tag deutlich höher sein als die anschliessend einzunehmende Dosis bei der Dauerbehandlung. Nachdem Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die für Sie geeignete Dosis ermittelt hat, sollte diese einmal täglich immer zur gleichen Zeit eingenommen werden.
Digoxin-Tabletten können vor oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden, wobei der Wirkstoff nach einer Mahlzeit langsamer vom Körper aufgenommen wird.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Digoxin-Sandoz auftreten:
Häufig: Nebenwirkungen am Herz (z.B. zu schneller oder zu langsamer Herzschlag, Herzstottern), Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Energielosigkeit, Schmerzen im Gesicht.
Selten: Sehstörungen, falsche Farbwahrnehmung, Bauchschmerzen, Verwirrtheit, Desorientierung, Sprachstörungen, Albträume, Wahrnehmungsstörungen, Depressionen, Delirium, Psychosen, Halluzinationen, Anfälle.
Sehr selten: Vergrösserung der Brust beim Mann, Krampfanfälle, Veränderungen des Blutbildes.
Sollten sich derartige Nebenwirkungen bemerkbar machen, ist dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unverzüglich mitzuteilen. Überempfindlichkeit (Juckreiz, Ausschlag).
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Vor Feuchtigkeit geschützt und bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Digoxin-Sandoz enthält als Wirkstoff Digoxin sowie Milchzucker (Laktose-Monohydrat) und weitere Hilfstoffe.
Tabletten zu 0.125 oder 0.25 mg Digoxin.
26728 (Swissmedic)
In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.
Tabletten zu 0.125 mg: 100.
Tabletten zu 0.25 mg: 100.
Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz
Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.