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News
Der IWF Prognose für Schweiz, Euro Kurs steigt04 April 2019
Der Internationale Währungsfonds hat eine Prognose veröffentlicht, wonach das Bruttoinlandsprodukt in der Schweiz für das Jahr 2019 bei 1,1% liegen wird. Dies bedeutet eine wirtschaftliche Abschwächung. Eine moderate Erholung wird voraussichtlich im Jahr 2020 stattfinden.
Verlangsamung wird erwartet
Der IMF hat am Montag, den 1. April eine Erklärung nach seiner Mission in der Schweiz veröffentlicht, die an den Tagen vom 21. März bis 1. April stattgefunden hat. Daraus folgert der IWF, dass die anhaltende regionale Abschwächung, sich verschärfenden Spannungen im Welthandel sowie der Brexit die Schweizer Wirtschaft stark beeinflussen werden. Andere Faktoren, die die Wirtschaft in der Schweiz beeinflussen, sind eine schwächere Auslandsnachfrage, das Fehlen von Sportereignissen und eine gedämpfte Binnennachfrage. Insgesamt werden diese Faktoren Ende dieses Jahres zu einer Inflation von weniger als 1% führen. Das Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich bei 1,1% liegen.
Der IWF weist auf Risiken hin
Die IWF-Chefin Rachel van Eiken skizziert einige nationale Risiken, die sich nach Ansicht des Finanzinstituts auf die Konjunkturabkühlung in der Schweiz auswirken werden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Immobilien- und Hypothekendarlehen, da in diesen Bereichen 85% der Vermögenswerte von Banken kumuliert werden. Weitere exponierte Bereiche sind Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen. Der Fonds schien auch besorgt über die Unternehmensbesteuerung oder die Altersrenten zu sein, die die Volatilität für den Geschäftsbetrieb erhöhen könnten. Der IWF stellte fest, dass die Geldpolitik der Schweizer Regierung im Allgemeinen dazu beigetragen hat, negative Auswirkungen des überbewerteten Schweizer Franken zu mildern und die Inflation zu stabilisieren. Der Fonds gab den schweizerischen Behörden jedoch die Empfehlung ab, der Finanzmarktaufsicht FINMA eine stärkere Rolle zuzuweisen und die Zahl der Beschäftigten zu erhöhen. Insbesondere wurde empfohlen, dass die FINMA in grossen Banken mehr Vor-Ort-Kontrollen durchführen sollte.
Andere Institutionen stimmen teilweise zu
Nicht nur der IWF hat in letzter Zeit das Schweizer Wachstum für dieses Jahr vorhergesagt. Das Schweizerische Wirtschaftsinstitut KOF hat für 2019 auch eine eigene Prognose abgegeben. Die Wachstumsaussichten wurden von 1,6% auf lediglich 1% korrigiert. Die Prognose für 2020 blieb unverändert bei 2,1%. Als Gründe für die Senkung der Aussichten gab das KOF ähnliche an wie der IWF: unsichere Brexit-Situation, Abschwächung in China, schlechtere Bedingungen in der Eurozone usw. Die KOF-Prognose ist etwas niedriger als die der Schweizerischen Nationalbank - vor ein paar Tagen wurde eine Wachstumsprognose für das BIP von 1,5% für 2019 veröffentlicht. Das Staatssekretariat für Wirtschaft prognostiziert jedoch auch ein BIP von 1,1% für 2019 – eine Korrektur von 1,5%. Die Ökonomen von UBS senkten den Ausblick von 1,1% auf 0,9%. Im Jahr 2018 lag das BIP-Wachstum bei 2,5%.
Verluste des Finanzsektors
Diese Woche brachte auch die anderen Nachrichten bezüglich des BIP. Der Finanzsektor verliert seinen Anteil am BIP. Im letzten Jahr betrugen sie 62,8 Mrd. Franken, was 9,1% des BIP entsprach, während sie ein Jahrzehnt zuvor bei 67 Mrd. Franken bei 11,1% lag. Die Zahl der Beschäftigten im Finanzsektor sank ebenfalls. Im Vergleich zu zehn Jahren zuvor sank die Zahl der Beschäftigten von 5,9% auf 5,2%. Trotzdem bringt die Finanzbranche immer noch eine Menge öffentlicher Einnahmen, da die Steuereinnahmen im Jahr 2016 bei 6,5 Milliarden Franken lagen, verglichen mit 5,8 Milliarden Franken im Jahr 2012.
Aktueller Franken Euro Kurs
Der Wechselkurs Franken Euro hat sich in den letzten 5 Tagen leicht nach oben verschoben. Für Personen die günstig Geld wechseln wollten war Ende letzte Woche ein sehr guter Moment da der EUR Kurs auf einem langzeittief war. Es ist im Moment also wieder günstiger, wenn jemand Euro wechseln und Franken kaufen möchte. Die politische Unsicherheit in Verbindung mit dem Austritt Grossbritanniens aus der EU könnte jedoch den CHF Euro Kurs weiter drücken.
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