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Auch mit mittlerweile 34 Jahren bleibt Serena Williams für die 28-jährige Maria Scharapowa eine zu hohe Hürde. Hätte die Amerikanerin nicht den Start ins Spiel verpasst, die Niederlage hätte noch deutlicher ausfallen können. Serena Williams gewann gegen Maria Scharapowa zum 18. Mal hintereinander. Vor vier Jahren an den Sommerspielen von London verpasste Williams ihrer russischen Rivalin eine 6:0, 6:1-Ohrfeige. Seither hatte Scharapowa gegen die Weltranglistenerste nie mehr höher verloren als am Dienstag in Melbourne.
Maria Scharapowa konnte von Serena Williams’ lethargischem Start nicht profitieren. Sie führte mit 2:0, verspielte den Vorsprung aber gleich wieder. Die Vorentscheidung fiel nach 50 Minuten. Scharapowa vergab beim Stand von 4:4 zwei Breakmöglichkeiten, geriet 4:5 in Rückstand und verlor anschliessend bei eigenem Aufschlag und Williams’ viertem Satzball den ersten Satz. Was folgte, war ein schlechter Witz: Serena Williams liess sich zwischen den Sätzen und beim ersten Seitenwechsel des zweiten Satzes von der Physiotherapeutin pflegen, obwohl sie in dieser Phase sieben Games hintereinander gewann. Scharapowas Widerstand war nach dem ersten Satz gebrochen.
Entscheidend war die unterschiedliche Aufschlagsleistung. Maria Scharapowa, die noch im Achtelfinal gegen Belinda Bencic mit 21 Assen (!) geglänzt hatte, gelangen gegen Williams bloss drei Asse, aber immerhin zwei bei Breakbällen. Dazu unterliefen ihr sieben Doppelfehler, immerhin keiner bei einem Breakball. Serena Williams servierte 13 Asse in neun Aufschlagspielen, neu alleine im ersten Satz.
In den Halbfinals trifft Serena Williams am Donnerstag auf die Polin Agnieszka Radwanska, Ende Oktober Gewinnerin des Masters in Singapur. Radwanska besiegte die Spanierin Carla Suarez Navarro 6:1, 6:3. Serena Williams hat am Australian Open noch nie einen Halbfinal oder einen Final verloren.
(SDA)