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Aus seiner Sicht des Verbandes geht es insbesondere darum, sich in den Bereich qualitativ hochwertiger und frischer Produkte sowie in den Bereichen Genetik und Lebendvieh zu positionieren. „In China gibt es ein unglaubliches Entwicklungspotential für französische Rindfleischexporte“, betonte der auf Drittlandsexporte spezialisierte FNB-Vizepräsident Guy Hermouët im Vorfeld der Generalversammlung in dieser Woche.
Nach seinen Worten fehlt es nicht an Perspektiven für die heimische Rinderbranche. Beispielsweise hätten kürzlich zwei französische Unternehmen die Zulassung zum Rindfleischexport nach Japan erhalten. FNB-Generalsekretär Jean-Pierre Fleury ergänzte, dass der Inlandsmarkt auch weiterhin Priorität habe, es aber zugleich notwendig sei, sich im Export zu positionieren. Einige ausländische Märkte seien ein „echtes Eldorado für französische Rinderhalter“.
Auf der Suche nach Absatzmärkten komme es aber nicht darauf an, Brasilien oder Indien Konkurrenz zu machen, die zu sehr niedrigen Preisen Massenmärkte mit tiefgekühltem Rindfleisch versorgten. Auch der für den Export von Lebendvieh in Drittländer zuständige FNB-Vizepräsident Patrick Bénézit sieht die Zukunft für französische Lieferungen von Rindfleisch in Nischenmärkten, die auf Qualität und Frische der Produkte setzen. An der Spitze dieser Liste stünden der Mittelmeerraum und Asien.
Diese Märkte seien zum einen aufgrund ihrer geographischen Nähe, und zum anderen wegen der dort vorliegenden Nachfrageform vielversprechend. So seien dort auch Lebendtiere stark gefragt. Bénézit erklärte, ausserdem lägen in einigen dieser Länder klimatische Bedingungen vor, die nicht immer einen Ausbau der Rinderhaltung erlaubten, zugleich steige aber die Nachfrage nach Rindfleisch.