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|Abt Engilbert (925-933)

Abt Engilbert
Engilbert, 925-933. Engilberts Regierungszeit begann kurz nach dem 21.9.925. Im Profeßbuch von St. Gallen und in den Verbrüderungsbüchern von Pfäfers und Reichenau werden mehrere Mönche dieses Namens genannt. Von 895 bis 914 erscheinen nebeneinander zwei Mönche mit dem Namen Engilbert, wovon der jüngere mit dem späteren Abt gleichzusetzen ist. Im Jahre 895 war Engilbert somit Subdiakon. Mit aller Wahrscheinlichkeit ist er auch der Schreiber von vier Urkunden zwischen 8go und 896. Vielleicht ist er auch identisch mit dem Portarius in der Urkunde vom 2.7.898. Als Abt erscheint er urkundlich erstmals am 26.5.926. Seine Wahl wurde von König Heinrich anerkannt, von dem er am 4.11.926 die Bestätigung der Immunität, des Wahl- und des Inquisitionsrechtes erhielt. In seine Regierungszeit fällt der existenzgefährdende Ungareneinfall (926). Dank der guten Fürsorge des Abtes erlitt das Kloster aber nur geringen Schaden. Die Bibliothek ließ er auf die Reichenau in Sicherheit bringen und zum Schutz der Klosterinsassen zwei Burgen ausbauen. Die Greise und Kinder verbrachte er auf die Wasserburg im Bodensee, er selbst bezog mit seinen Mönchen einen befestigten Platz an der Sitter. Im Jahre 933 resignierte er aus gesundheitlichen Gründen auf sein Amt, behielt sich aber einige Güter zur Nutznießung vor. Er überlebte seinen Rücktritt nur um kurze Zeit und soll am 13.8.934 gestorben sein.
(Duft, Johannes; Die Abtei St.Gallen, St. Gallen 1986)