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A-Nationalteam
Die Schweiz startete in die zweite Olympiasaison der Geschichte. Insgesamt 23 Länderspiele sollten die Eisgenossinnen bestreiten und ganze 15 davon gewinnen.
Dem Staff stand die ganze Saison das ganze mögliche Kader inkl. der Spielerinnen aus der U18 zur Verfügung.
Dabei wurden aus den Lehren von Turin diverse Massnahmen umgesetzt um das Ziel eines Top 6 Platz zu erreichen.
Eines jedoch blieb dasselbe. Der Start auf Eis fand in Lugano statt. Zum zweiten Mal nach 2005 trainierten und spielten die Schweizerinnen im August in der Sonnenstube der Schweiz welche sich von ihrer schönsten und wärmsten Seite zeigte. So heiss dass man notfallmässig kurze Hosen beschaffen musste.
Als Gast kam Deutschland ins Tessin. Sie zeigten sich als hartnäckige Gegnerinnen, welche den Schweizerinnen nur ein Tor mehr zugestanden und somit ein Unentschieden retteten.
Im September gings in den Westen, genauer nach Saignelégier. Dort wartete Frankreich für 2 Spiele. Ihnen sollte kein Tor gelingen, den Schweizerinnen jedoch 16.
Im Oktober kam Tschechien nach Huttwil und trotze wie die Deutschen den Eisgenossinnen einen Punkt ab. Nur mit Mühe gelang den Schweizerinnen an jenem Wochenende ein Tor mehr als den Gästen. Nach dem Camp nahmen die Trainer der Schweiz die ersten Selektionen vor.
Im November stand die erste Austragung des Halloween Cup auf dem Programm. In Prievidza, Slowakei, standen die Teams aus der Schweiz, Deutschland, Tschechien und Gastgeber Schweiz im Einsatz. Die Eisgenossinnen starteten gut, besiegten die späteren Gegnerinnen an den olympischen Spielen aus der Slowakei mit 5:2. Gegen Tschechien gab es ein 4:2. So musste das letzte Spiel gegne Deutschland entscheiden. Dort jedoch ging nichts mehr nach vorne und Deutschland holte sich den Cup mit einem 3:0. Eine bittere, aber lehrreiche Niederlage.
Der dritte Mountain Cup wurde aufgrund des Saisonplans gezwungenermassen verschoben. Das Turnier fand vor den Weihnachten statt.
Geschenke jedoch verteilten die Schweizerinnen keine. In den total vier Spielen (wovon eines Freundschaft) erzielten die Schweizerinnen nicht weniger als 28 Tore und rächten sich an Kasachstan für die Schmach von Hämeenlinna gleich mit 10:2. Der Cup kam wieder in die Schweiz zurück, denn auch Österreich und die tapfere Slowakei blieben ohne Chance.
So reisten die Schweizerinnen zum letzten Test vor Vancouver nach Ravensburg. Dort stieg ein weiterer MLP Nations Cup.
Das Startspiel gegen Kanada U22 wurde eines der besten Spiele der Saison. Mit ungeheurem Laufpensum wurden die Kanadierinnen gefordert. Nur gerade 1:4 verloren die Schweizerinnen und holten sich so viel Respekt von den Anwesenden. Jedoch nutzte die gute Leistung nichts, wenn nicht Deutschland besiegt werden könnte. Für Deutschland, welches mit dem MLP die Saison abschloss hätte ein Sieg gegen die Schweiz alles bedeutet. Entsprechend motiviert stiegen sie ein und forderten die Schweiz bis in die Verlängerung. Dort jedoch sicherte Stefanie Marty der Schweiz den Sieg und den Einzug ins Halbfinale.
Nach dem kräfteraubenden Spiel gegen die Nachbarn trat noch ein Magen-Darm-Virus in Aktion welches etwa die Hälfte der Delegation erfasste und dem Medical Team viel Arbeit bescherte.
Fast hätte man nicht zum Hablfinal antreten können. Die verbliebenen Schweizerinnen jedoch liessen sich nicht unterkriegen und beschlossen, das Spiel trotzdem zu bestreiten. So standen denn 13 Feldspielerinnen überraschend dem vollen Olympialine-up Russlands gegenüber. Russland hatte zuvor Schweden und Finnland geschlagen und sich als Gruppenerster durchgesetzt.
Die Halle wartete auf einen "ehrenvollen Tod" der Schweiz. Diese jedoch hatte etwas dagegen und war motiviert, einmal mehr Geschichte zu schreiben. Sie gingen gar in Führung, mussten dann aber die Russinnen doch ziehen lassen. Unbändiger Wille und letzte Energiereserven jedoch liessen die Schweizerinnen nochmals herankommen und die Halle stand ein erstes Mal Kopf, als Katrin Nabholz noch vor der zweiten Pause zum 5:5 ausglich. Das letzte Drittel blieb torlos und so musste gar noch die Verlängerung her.
Khomich musste nach 44 Sekunden der Overtime in die Kühlbox und 4 Schweizerinnen schnürten 3 Russinnen in ihrem Drittel ein. Dann doch noch eine Schrecksekunde: Burina entwischte und stand alleine vor Slongo. Diese wehrte aber mit der Fanghand gegen den Slapshot der Russin. So ging es wieder auf die andere Seite und dieses Mal sollte die Entscheidung fallen. Just als die Strafe ablief fand Meier die Lücke in der Abwehr und passte auf den weiten Pfosten wo Riechsteiner den goldenen Treffer ins Finale markierte! Die Halle stand Kopf als die Schweizerinnen in einer Jubeltraube explodierten während die Russinnen weinend zusammensanken. Die Schweizerinnen wurden mit Standing Ovations in die Kabine entlassen.
Im Final jedoch fehlten den Eisgenossinnen die Kräfte um noch einmal einen Fight wie zu Beginn des Turniers abzuliefern. Die silberne Auszeichnung jedoch zeugte von einer unglaublichen, ja gar sensationellen Willensleistung an diesem Cup 2010.
Trotz aller Euphorie musste ein Olymiakader selektiert werden. Dies blieb nicht ohne Nebengeräusche. Angesichts der Tragweite der Entscheide musste aber auch damit gerechnet werden.
Die selektierten Spielerinnen trafen sich Ende Januar in Rothrist zur Übernahme der Olympiakleider. Ein schöner, ein emotionaler Moment für viele Sportlerinnen und deren Betreuerstäbe.
Ausgerüstet mit Koffern, Kleidern und viel Material stieg die Schweizer Delegation Anfang Februar in den Flieger. Erste Station war Winnipeg, wo die unmittelbare Vorbereitung bestritten wurde. In der Doppeleishalle (!) einer kleinen Vorortgemeinde trainierten die Schweizerinnen auf das grosse Turnier hin, schlugen Balmoral Hall in einem ersten Test mühelos mit 9:0. Am andern Tag ging's zur "Abkühlung" an den Red River, welcher zu diesem Zeitpunkt im Jahr dick zugefroren ist und es erlaubt mit Schlittschuhen "bewandert" zu werden oder wo man Curling und Eisstockschiessen spielen kann. Es war bitterkalt aber ein Riesenspass für das ganze Team.
Die Truppe dislozierte für die letzten beiden Tage noch in das MTS-Centre. Ein Ort mit symbolischem Wert, spielten doch die Eisgenossinnen 2007 genau in diesem Stadion die WM mit dem historischen 1:0 über Deutschland.
Spontan erhielten sie gar eine Einladung an ein AHL-Spiel der Manitoba Moose!
Auch selbst spielten die Schweizerinnen am letzten Tag nochmals. Gegen die University of Manitoba Bisons mussten die Schweizerinnen lange beissen. Erst im Penaltyschiessen fiel die Entscheidung nach über 10 Versuchen. Christine Meier war es, welche traf und Florence Schelling im Gegenzug, welche hielt.
Mit zwei Siegen im Sack ging die Reise weiter. Am 9. Februar landeten die Schweizerinnen schliesslich in Vancouver wo 2 Wochen voller Erlebnisse und Emotionen warteten welche kaum mehr je zu toppen wären.
Olympische Winterspiele, Eishockey und Kanada - mehr geht nicht.
Dies merkten die Eisgenossinnen schnell. Denn am ersten Tag in Vancouver ging es nach Squamish auf halben Weg nach Whistler gelegen. Dort spielte man am Nachmittag gegen Russland. Schon im Vorfeld wurde klar, was dieser Event für die kleine Gemeinde bedeutete und als dann Passanten spontan ins Restaurant kamen wo die Schweizerinnen gerade ihr Mittagessen einnahmen war allen klar: jetzt geht die Post ab. Es wurden Fotos gemacht, der Wirt mutierte zum Lokalhelden und die Eishalle war voll, als sich die Sbornaja und die Schweizer Auswahl gegenüber standen. Die Hymnen wurden in der jeweiligen Landessprache (!) von einer Sängerin live gesungen, der Bürgermeister hielt eine Ansprache und die beiden Teams kämpften hart bis in die Verlängerung hinein. Anders als am MLP traf es die Schweiz mit einer Strafe und dem Gegentreffer zum Sudden Death.
Trotzdem wurden die sympathischen Schweizerinnen lange gefeiert und die anschliessende Autogrammstunde - für viele die erste in ihrer Karriere - war so gut besucht, dass selbst nach "Türschluss" noch eine lange Schlange vor der Halle ausharrte. Gänsehaut pur!
Am 11. Februar trainierten die Schweizerinnen zum ersten Mal in der wunderschönen UBC Thunderbird Arena. Es wurden die Teamfotos gemacht und sich auf die kommenden Ereignisse eingestimmt.
Den 12. Februar werden die Spielerinnen wohl nie vergessen, als sie im BC Stadium vor weit über 60'000 Fans an der Eröffnungsfeier einliefen. Trotzdem verliessen sie die Feier nach knapp einer Stunde wieder, schliesslich wartete am anderen Tag die schwere Startaufgabe gegen Schweden.
Man hatte viel getan für dieses Spiel. Die Schweiz war gerüstet für ein Wunder. Doch das Wunder sollte ausbleiben. Trotz eines ausgeglichenen Spiels und einigen guten Chancen war es nur Schweden, welches die Tore machte. 3:0 gewannen die Skandinavierinnen und plötzlich waren die Medaillenträume jäh beendet worden. Viel vorzuwerfen hatten sich die Schweizerinnen nichts.
Das nächste Spiel gegen Kanada versprach nicht viel mehr Erfolg. Diese hatten im Startspiel die Slowakinnen glatt mit 18:0 vom Eis gefegt. Ein Resultat, das noch ein Nachspiel mit sich ziehen sollte.
Die Schweizerinnen, in der Rolle des Underdog, machten ihre Sache hervorragend, ja schon wieder historisch. Nur Sekunden vor Ende des zweiten Drittels schoss Darcia Leimgruber das erste Schweizer Tor gegen Kanada an einem IIHF-Turnier überhaupt! Und sie sollte eine von nur zwei Torschützinnen gegen Kanada im ganzen Turnier bleiben!
Die "Rache" der Kanadierinnen war zwar fürchterlich, jedoch blieb Dominique Slongo, welche noch für die letzten knapp 8 Minuten kam ohne Gegentreffer.
So mussten die Schweizerinnen gegen die Slowakei versuchen, wenigstens noch eine gute Ausgangslage für die Kreuzspiele zu erreichen. Gegner dabei war die Slowakei, welche sich wohl ihrerseits speziell auf dieses Spiel vorbereitete. Culikova brachte die Osteuropäerinnen gar zweimal in Führung. Doch die Schweiz stand wieder auf und Stefanie Marty begann ihre einmalige Serie. Sie schoss gegen die Slowakei in nur 24 Minuten 3 Treffer während Sara Benz und Kathrin Lehmann ebenfalls trafen und so den 5:2 Sieg sicherten.
Dies bedeutete, dass die Schweiz nun auf China traf. Der Sieger würde dann ins Spiel um den fünften Platz eingreifen können. Die Coaches legten sich ins Zeug und hielten offenbar eine der passendsten Spielbesprechungen der Saison. Auf jeden Fall hatte China nicht den Hauch einer Chance. Einzig Sun Rui konnte zweimal gefährlich vors Tor dribbeln. Sie fand aber wie alle Chinesinnen ihre Meisterin in der starken Florence Schelling. Nach vorne machte es Stefanie Marty gar noch besser als zwei Tage zuvor! Nicht 1, 2 oder 3, nein! 4 Treffer erzielte sie in dieser Partie gegen ein China welches es nie schaffte, die Schweizer Nr. 9 zu kontrollieren. Ein Spiel, bereits wieder für die Geschichtsbücher.
So kam es dann zum grossen Duell gegen Russland. Nicht nur um den 5. Platz am Turnier, nein, aufgrund der Ausgangslage auch um den 5. Platz in der Weltrangliste. Das Spiel wurde denn auch zum Thriller, zum würdigen Abschluss der Turnierspiele in der UBC Thunderbird Arena.
Schon die erste Strafe gegen die Schweiz nutzte Tatjana Burina aus. Sie schloss das starke Powerplay der Russinnen eiskalt ab. Das Spiel wogte hin und her, viele Chancen auf beiden Seiten. Doch es dauerte bis in die 35. Minute ehe wieder Torjubel durch die Halle brandete. Sergina sass auf der Strafbank als Christine Meier Luccy Nussbaum bediente. Ihr Direktabnahme konnte Irina Gashennikova nur bis zu Stefanie Marty abwehren. Diese reagierte wohl schneller als ihr eigener Schatten nachziehen konnte und hämmerte die Scheibe zum Ausgleich und ihrem bereits 8. Treffer im Turnier in die Maschen! Wahnsinn! Die Halle bebte und die Zuschauer trieben die beiden Teams zu einem epischen Kampf auf dem Eis an. Beide Teams hatten die Chance zur Entscheidung, die beiden Torhüterinnen jedoch blieben Herrinnen der Lage und brachten die Partie in die Verlängerung.
Beide Teams waren physisch am Limit in den 10 langen Minuten der Overtime. Die Schweiz vergab zwei dicke Chancen zur Entscheidung, Russland versuchte mit Kontern zu stechen. Einige Spielerinnen mussten nach Zusammenstössen gepflegt werden, die Minuten wollten und wollten nicht zerrinnen.
So klang die Sirene vielleicht wie eine Wohltat, der Spannung jedoch lud sie nochmals unerträgliches Gewicht auf. Die letzte Partie, ein Meilenstein in Vancouver! Doch gewinnen konnte nur ein Team und das wurde in der Penaltyentscheidung gesucht.
Die Schweiz begann mit Captain Kathrin Lehmann. Sie schickte Gashennikova zwar in die falsche Ecke, der Puck jedoch hüpfte über ihre Stockschaufel und vermasselte einen perfekten Start. Russlands Jungstar Sosina lief an und schaffte was nur wenige vor ihr taten: sie bezwang Florence Schelling mit einem sehenswerten Backhandschuss. Eine Last fiel bei den Russinnen ab. Ihr Freude währte jedoch nicht lange. Nicole Bullo übernahm die Verantwortung für den zweiten Versuch. Sie schüttelte die Last und schliesslich auch die Torfrau ab und markierte den Ausgleich mit einem technisch einwandfreien Trick. Die hockeybegeisterten Fans hielt nichts mehr auf den Sitzen. Klatschen, kreischen, jubeln, stampfen. Sie lebten wie in allen Partien in Vancouver unglaubliche Emotionen vor. Wahnsinn!
Dann war die Reihe an Ija Gavrilova, eine der Topstars in der Sbornaja. Sie wollte wieder vorlegen, lief nahe an Schelling heran und versuchte sie hoch unter die Latte zu bezwingen. Schelling wehrte jedoch cool mit der Stockhand. Der Lärmpegel in der Halle erreichte ein neues Hoch und nun kam Stefanie Marty. Sie lief über rechts aufs Tor zu begann eine lange Querbewegung und ehe es sich Gashennikova versah schlenzte Marty den Puck über ihre Fanghand in die Maschen! Oh was für eine Rückkehr, was für eine Explosion der Gefühle. Russland stand mit dem Rücken zur Wand.
Es war Deulina, welche versuchte, den Rückstand noch wett zu machen. Ihr Versuch war gut, aber Florence Schelling einfach besser! Sie wehrte mit dem Beinschoner in einem langen Slide und war in Sekundenbruchteilen wieder auf den Beinen um die lange Reihe der heranstürmenden Schweizerinnen zu empfangen welche unter dem ohrenbetäubenden Jubel in der Halle auf sie losrannten. Die Schweiz hatte wieder ein kleines Wunder vollbracht, gewann 3 der 5 Partien, schoss eines von nur zwei Toren gegen Kanada im ganzen Turnier, stellten mit Stefanie Marty eine der beiden Topskorerinnen der Spiele und hatten in Florence Schelling eine Weltklassetorfrau als tragende Sicherheit. Aber es wäre falsch, nur einzelne zu loben. Das ganze Team leitstete eine hervorragende Arbeit und machte mit ihrem Auftritt die durchzogene Bilanz von Turin mehr als wett. Sie hatten die Herzen der Kanadier erobert, welche die Schweizerinnen noch lange feierten.
Selbst Viktor Tichonov gratulierte René Kammerer im Kabinengang. Eine verdiente Würdigung des erfolgreichen Schweizer Coach.
Jedes Märchen geht einmal zu Ende und so landeten die Schweizerinnen zusammen mit unter anderem Simon Ammann in Zürich wo einige hundert Fans auf alle Olympiahelden und -heldinnen warteten.
Emotionen und Bilder, Jubel und Tränen. All das und noch viel mehr nahmen die Schweizerinnen mit nach Hause.
Was für eine Saison!
- 2. Rang am MLP Nations Cup in Ravensburg, Deutschland
- interne Page
Teamleitung: Philipp Steiner
Coaches: René Kammerer, Michael Fischer, Daniel Hüni
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U18-Nationalteam
Für die U18 begann im April ein neuer Abschnitt mit einem neuen Headcoach. Nik Schär, 38, mit verschiedenen Referenzen aus dem Herren- und Juniorenhockey übernimmt das vakante Amt. Schär, zweifacher Familienvater wohnt in Langenthal und betritt mit dem Frauenhockey Neuland.
Seine erste Mission mit den Nachwuchsnationalspielerinnen ist bereits explizit. Er muss die U18 wieder in die Top Division-WM führen, dies nachdem sie an der letzten WM absteigen mussten.
Mit einem grösseren Evaluationskader startete die U18 bereits im März, im Frühling wurde dann unter dem neuen Trainer fleissig Off Ice trainiert. Im Juli wurde ein zweites Try Out durchgeführt und im August ging's nach Le Sentier. Dort verbrachten die Eisgenossinnen zwar nur einen Tag, spielten aber zum ersten Mal gegen eine veritable A-Nationalmannschaft. Schär's Debut gegen die Nati aus Holland endete mit einem 3:1-Sieg!
Im September und Oktober wurde das Team weiter aufgebaut und es wurde gegen Novizenteams getestet.
Im November startete der Tross Richtung Radenthein in Österreich wo zweimal gegen die Altersgenossinnen des Nachbarn gespielt wurde. Das erste Spiel ging noch verloren, das zweite jedoch konnte gewonnen werden.
Im selben Takt ging es weiter, im Dezember kam Deutschland nach Zuchwil und stellte die Schweizerinnen, ohne ihre Olympiakandidatinnen, vor einen ersten Härtetest. Wiederum wurde die erste Partie verloren und die Zweite anderntags siegreich abgeschlossen.
In Amstetten, Österreich gewannen die Schweizerinnen dann in der Altjahreswoche den Christmas Cup mit Siegen über Tschechien, die Slowakei und nach Verlängerung auch gegen Österreich. Evelina Raselli gelang nach nur 35 Sekunden der entscheidende Treffer.
Im Februar kam Finnland nach Zuchwil. Die traditionelle SUI-FIN-Trophy begann sogleich mit einem Paukenschlag als Finnland mit 9:0 vorlegte. Die Schweizerinnen, mit diversen Absenzen kämpfend, jedoch reagierten hervorragend und verlangten den Suomi alles ab. Zwar ging das zweite Spiel ebenfalls verloren, das Resultat von 3:4 blieb jedoch knapp. Im letzten Aufeinandertreffen dann gelang den Schweizerinnen gar ein Sieg. 4:3 hiess das Verdikt nach Stalders Entscheidung im Powerplay. Die Torschüsse jedoch lauteten 21:58 für Finnland!
Nach den olympischen Spielen kam die Truppe von Nik Schär zum ersten Mal vollständig zusammen. Da sassen sie bereits im Bus in Richtung Piestany, Slowakei, wo die Div. I-WM stattfinden würde!
Unterwegs, in Amstetten (AUT) verbrachten die Schweizerinnen die WM-Vorbereitung. Dort schlugen sie Nachbarn Österreich im Test mit 8:1.
Es sollte das erhoffte gute Omen sein.
Angeführt von den langjährigen Teamstützen kannten die Schweizerinnen an der WM keine Gnade mit ihren Gegnerinnen. Kasachstan, Österreich, Norwegen, die Slowakei und zum Schluss Frankreich wurden mit einem Total von 44:5 Treffern regelrecht zerzaust.
Der erhoffte sofortige Wiederaufstieg war Tatsache und somit die Premierensaison von Nik Schär mit einem wichtigen Erfolg gekrönt.
Unter den besten 11 Skorerinnen waren nicht weniger als 7 Schweizerinnen zu finden. Sara Benz gelangen fantastische 18 Skorerpunkte. Dahinter reihten sich (wohl einmalig) die Schwestern Nina und Isabel Waidacher ein, welche zusammen 25 Punkte sammelten und sich dabei je 6 Treffer notieren liessen.
- 1. Rang am Christmas Cup in Amstetten, Österreich
- 3 Spiele an der SUI-FIN-Trophy im Februar, ein Sieg
- 1. Rang an der U18 Div. I-WM in Piestany, Slowakei - Teamroster
- interne Page
Teamleitung: Daniel Monnin
Coaches: Nik Schär, Martin Inniger, Bernhard Wittwer, Pat Gilomen
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U15 Nationalteam
Das Projekt U15 wurde definitiv weiter geführt. Im August traf sich das Team in Küssnacht am Rigi wieder. Dort wurde ein weiteres Try-Out abgehalten. Schliesslich galt es, die 94er-Jahrgänge zu ersetzen welche altersmässig in die U18 nachrückten.
Es folgte im Oktober ein Trainingswochenende in Leysin bevor es im Dezember nach Schruns im grenznahen Österreich ging. Dort fuhr die Truppe von Nick Heim zwei Siege ein. Obwohl die Schweizerinnen überlegen waren mussten sie aufgrund mangelnder Chancenauswertung gerade im zweiten Spiel noch um den Sieg zittern.
Im Februar stand dann eine weitere Ausgabe des Bodensee Cup an. Dieser fand in Füssen statt. Zeitgleich mit dem Start der olympischen Winterspiele massen sich neu vier U15-Nationalteams. Neben Gastgeber Deutschland sowie der Schweiz und Österreich kam nun noch die tschechische U15 dazu.
Und diese sollten sich gleich ordentlich einführen.
Die Schweizerinnen gewannen ihr erstes Spiel noch glatt mit 8:0 (Anja Wyss glänzte mit 3 Toren) mussten aber am anderen Tag zum ersten Mal eine Länderspielniederlage einstecken. Die Tschechinnen spielten wie entfesselt und fuhren mit dem 9:0 nur "dank" Goalie Janine Alder keinen zweistelligen Sieg ein. Das abschliessende Spiel gegen Deutschland brachte ebenfalls keine Schweizer Tore mehr. 0:2 ging auch dieses Spiel verloren und somit nahmen die jungen Eisgenossinnen gerade noch Bronze nach Hause.
- 3. Rang am Bodensee Cup in Füssen, Deutschland
Teamleitung: Thomas Matter
Coaches: Nick Heim, Marc Heiniger, Richard Wittwer, Peter Reist
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International
Als Reaktion auf die (berechtigten) Einwände der Nationen, welche nicht für die olympischen Spiele qualifiziert sind beschliesst die IIHF, in den Olympiajahren Ersatzturniere zu organisieren. Sie sollen dem "Loch" Abhilfe verschaffen, welches durch den Ausfall der Weltmeisterschaften entsteht. Zum ersten Mal umgesetzt werden soll es 2014.
Auf der U18-Stufe jedoch wurden die Weltmeisterschaften wie gewohnt gespielt.
Die Top Division traf sich im Land des bisher einzigen Weltmeisters, den U.S.A.
In Chicago wollten die Amerikanerinnen ihren dritten Titel in Folge feiern.
Wie erwartet überrannten sie auf dem Weg ins Finale alles und jeden. Auch Kanada machte mit seinen Gegnern kurzen Prozess. Im Halbfinal trafen sie auf Deutschland, welches sich nicht unerwartet an diesem Turnier hervorragend schlug. Trotzdem waren sie gegen die Canucks chancenlos und mussten sie mit 10:0 ins Finale ziehen lassen.
Im Spiel um Bronze gewann Schweden gegen die Deutschen glatt mit 7:3. Bis zur 35. Minute hatten sich die Skandinavierinnen einen komfortablen 7:1 Vorsprung herausgespielt.
Im Finale kam es zum grossen Showdown zwischen den beiden Favoriten. Die Gastgeberinnen liessen keinen Zweifel an ihren Ambitionen und lagen immer in Führung. Jedoch hielten die Kanadierinnen immer dagegen. So kam es denn auch dass Jenna Mc Parland 7 Minuten vor Ende der Partie nochmals ausgleichen konnte. Die Partie musste in die Overtime.
Nach etwas mehr als 3 Minuten traf Kanadas Captain und Turnier MVP Jessica Campbell und stürzte die U.S.A. vom Thron, ausgerechnet in deren eigenem Stadion.
Im EWCC musste Meister Lugano erst in der zweiten Runde ran. In der Vorquali setzte sich Berlin (GER), Prag (CZE), Riga (LAT) und Agordo (ITA) durch.
Die Qualiturniere für den Superfinal erwiesen sich dann als Reisser. Lugano musste in der Gruppe F in Slany (CZE) antreten. Dort verloren sie das Schlüsselspiel gegen Slavia Prag mit 4:7. Da nutzte auch der überraschende Punkt gegen Turniersieger Tornado Moskau nichts mehr. Somit fand erst zum zweiten Mal ein Superfinale ohne Schweizer Beteiligung statt. Für Prag war es ein grosser Erfolg. Ebenso für den OSC Berlin, welcher zum ersten Mal überhaupt die Farben Deutschlands an einen Superfinal brachte.
Berlin war denn auch Austragungsort und die Teams aus Moskau, von den Espoo Blues (FIN), der OSC Berlin und eben Slavia Prag. Dort gewann Moskau gleich zu Beginn die Schlüsselpartie gegen die Finninnen und sicherte sich den ersten und für Russland den zweiten EWCC-Vollerfolg in Serie. Dahinter teilten sich die drei Teams die Punkte, was aufgrund der Direktpartien und Tordifferenzen den Finninnen Vorrang auf Platz zwei gab während sich Gastgeber Berlin die bronzene Auszeichnung sicherte.
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Liga / Klubs
Die Qualifikation erlebte ein wohl einmaliges Novum. Ein Team gewann die Qualifikation ohne einen einzigen Punktverlust. Die ZSC Lions mit Schwedenrückkehrerin Christine Meier holten 10 Siege am Stück. Dahinter folgten Meister Lugano mit 2 Niederlagen gegen Zürich, dann Reinach und Langenthal. Visp verlor eine entscheidende Partie gegen Bomo Thun und musste in die Auf- Abstiegsrunde.
In der Zwischenrunde blieben die Lions fast perfekt bei 7 Siegen und nur einer Niederlage. Meister Lugano wurde von Langenthal noch überspurtet, welches sich nach den Weihnachten mit Manuela Anwander aus Deutschland verstärkte und noch vom 4. auf den zweiten Rang vorstiess. Für Bomo ging die Saison mit 8 Niederlagen in Folge auf Platz 5 zu Ende.
Die Frage für die Play Offs blieb, ob noch jemand die Dominanz der Zürcherinnen brechen könnte. Die Halbfinals liessen da wenig Hoffnung, die Lions setzten sich klar mit 2:0 gegen Reinach durch. Lugano und Langenthal schlugen sich je einmal auswärts, so dass die dritte Partie im Schoren entscheiden musste. Dank einer starken Carly Haggard in den Reihen der Luganesi war der Unterschied bald gefunden und der Meister ein weiteres Mal im Final.
Dort traf man sich zum ersten Spiel in Zürich. Im Duell der Giganten waren bei Zürichs Treffer immer Christine Meiers Hände (resp. Stock) im Spiel, während bei Lugano Carly Haggard an allen Toren beteiligt war. Und da dieses Kunststück der Kanadierin einmal mehr gelang holte sich Lugano etwas überraschend das Break.
Eine Woche später stand das zweite Spiel auf dem Plan. Selbstredend schon fast, dass die beiden vorgenannten Akteurinnen auch dieses Mal bei allen Treffern direkt beteiligt waren. An diesem Tag jedoch war Lugano stärker als die Lions aus Zürich und holten sich bereits den 4. Titel innert 5 Jahren. Eine Dynastie war an ihrem vorläufigen Höhepunkt angelangt.
Im Kampf um Bronze lieferten sich Langenthal und Reinach einen intensiven Fight. Hier holte sich Anja Stiefel 5 Skorerpunkte, da Sara O'Toole deren 4. So stand es nach 60 Minuten immer noch 5:5 ehe Aline Heiz in der Overtime das Edelmetall ins Wynental holte. So ging Langenthal trotz einer starken zweiten Saisonhälfte noch leer aus.
In der Promotionsrunde LKB/LKA kam es für Visp knüppeldick. Die beiden Ostschweizer Teams aus Rapperswil und Weinfelden spielten in einer eigenen Liga und liessen die serbelnden Walliserinnen hinter sich. Dank den Punkten aus der Direktbegegnung schafften die Rosenstädterinnen die Überraschung und stiegen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte auf. Und das aufstrebende Weinfelden musste einen weiteren Anlauf in der LKB planen.
Für Visp war der Abstieg letal. Das Team löste sich im folgenden Sommer mangels an verbliebenen Spielerinnen auf.
Schweizer Meisterschaft LKA: 1. Lugano 2. ZSC Lions 3. Reinach 4. Langenthal 5. Bomo Thun 6. Visp
Absteiger: Visp, Aufsteiger: Rapperswil-Jona.
Swiss Ice Hockey Woman of the year 2009/2010: Claudia Riechsteiner, SC Reinach
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