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Wie kommt das Sekundäraroma eines Weins zustande?
Die Aromen, die einen Wein auszeichnen, unterteilt man in drei Gruppen: Primäraromen stammen aus der Beere und dem Traubensaft, dabei hat die Rebsorte einen grossen Einfluss. Primäraromen werden als blumig, würzig, oder fruchtig wahrgenommen. Sekundäraromen entstehen durch die Verarbeitung des Traubenmaterials. Die Art der Mostbehandlung und der Gärverlauf sind hier von Bedeutung. Sekundäraromen haben zum Beispiel eine erdige Ausprägung. Tertiäraromen bilden sich während der Lagerung des Weins im Tank, Fass und in der Flasche. Sie können einem Wein eine schokoladige oder pilzige Note verleihen.
Welchen Namen gaben die Römer dem Gott des Weines?
Die Römer beteten Bacchus als den Gott des Weines und der Ekstase an. Er stand aber auch für Fruchtbarkeit und Vegetation. Wie viele andere Götter auch, übernahmen die Römer diese Gottheit aus der griechischen Mythologie. Die Griechen nannten den Gott des Weines Dionysos. Seinen Namen fand man schon auf einer Tafel, die aus dem 13. Jahrhundert vor Christus stammt. Wo der Bacchus-Kult seinen Ursprung hat, ist dagegen nicht klar. Den Überlieferungen nach hatte der Bacchus-Kult fremdländische Wurzeln. Da er den (Lebens-)Saft repräsentierte, feierten die Römer üppige Feste zu seinen Ehren. Bacchus ist ausserdem der Name einer gezüchteten weissen Rebsorte. Ceres hingegen ist die Göttin der Erde und der Fruchtbarkeit.
Was bedeutet der Begriff Terroir?
Das Klima, die Böden und die Landschaftszüge, sowie die Verarbeitung beeinflussen, wie ein Wein schmeckt. So kann man charakteristische Merkmale eines Weins einer begrenzten geographischen Region zuordnen. Aus Trauben, die mehr Sonnenlicht erhalten haben, wird später ein Wein, der weniger Säure, dafür mehr Zucker enthält. Der Boden beeinflusst das Weinaroma hauptsächlich durch seine Fähigkeit, die Rebe mit Wasser zu versorgen. Ob seine mineralische Zusammensetzung den Geschmack des Weins beeinflusst, ist aber umstritten.
Wieso verfärben sich Lippen und Zunge bläulich anstatt rötlich, wenn wir Rotwein trinken?
Der Farbstoff Anthocyan kommt nicht nur in Blumen vor, sondern verleiht auch dem Rotwein seine charakteristische Farbe. Bei der Gärung löst Alkohol den Farbstoff in der Haut der blauen Trauben. Anthocyane reagieren auf eine Änderung des pH-Werts. Während im Wein ein tiefer pH-Wert vorliegt, der also sauer ist, herrscht im Mund ein neutraler pH-Wert von etwa sieben. Wenn Anthocyane mit dem höheren ph-Wert in Kontakt kommen, ändert sich ihre Farbe von rot auf blau. Auch wenn eine Blaufärbung unangenehm sein kann: Sie deutet auf eine gesunde Mundflora hin. Wenn Forscher die Anthocyane im Labor analysieren, können sie ausserdem Rückschlüsse über die Herkunft und die Reinheit eines Weins ziehen.
Alkoholkonsum kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Doch für einen Stoff, der positive Auswirkungen hat, ist Wein bekannt. Welcher ist es?
Alle drei dieser Stoffe sind in Wein enthalten. Die Mengen an Vitamin C sind allerdings umstritten und auf jeden Fall gering. Es sind die Polyphenole, pflanzliche Farb- und Gerbstoffe, denen verschiedene Gesundheitswirkungen nachgesagt werden. Zu ihnen gehören übrigens auch die Anthocyane – die besagten Farbstoffe. Sie bekämpfen Krankheitserreger im Mund, sorgen für eine vielfältige Darmflora und schützen vor Krankheiten, die das Gehirn betreffen, wie Alzheimer und Parkinson . Glycerin ist ein Alkohol und entsteht am Anfang der Gärung. Wird Wein künstlich hergestelltes Glycerin zugeben, wird er vollmundiger. Dies gilt aber als Verunreinigung und ist strafbar.