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Der Erweiterungsneubau gründet auf strengen Winkeln, welche die Grundstruktur aus vier Haupträumen und einem Binnenraum bilden. In der Materialisierung dieses in erster Linie dualen Raumsystems setzt sich das Gebäude mit sich selbst und dem bestehendem Kontext auseinander.
Die Schulanlage Sonnenberg befindet sich in der Zürichsee-Gemeinde Thalwil. Der Neubau ist eine von mehreren Schuleinheiten, die von einem Wohnquartier umgeben ist und über geschützte Aussenbereiche verfügt. Erstellt wurde die Anlage 1975 vom Zürcher Architekten Hans Zangger.
Das Ensemble der bestehenden Schuleinheiten wird um einen Neubau erweitert, der sich in die Gesamtanlage einfügt und über eine einfache und klare räumliche Organisation verfügt. Das Anordnungsprinzip des gestaffelt positionierten Bestandes wird dabei konzeptionell fortgeführt. Der Haupteingang, der sich zum bestehenden zentralen, hofartigen Erschliessungsraum ausrichtet, bildet eine eindeutige Adresse.
Die Gebäudetiefe erlaubt eine Setzung der Klassenräume in den Geschossecken, wodurch eine Korridorerschliessung umgangen werden kann. Ein offener Bereich entsteht, der sich als kreuzförmiger Binnenraum zwischen den Klassenräumen bis zur Fassade aufspannt und mit Durchläufigkeit und Transparenz besticht. Die wechselnden Sonnenstände erlauben unterschiedliche Lichtstimmungen im Binnenraum und erzeugen eine angenehme Atmosphäre, in der man sich gerne aufhält.
Die «weiche» Fläche der vertikalen Zedernholzschalung auf der Aussenseite kontrastiert zu den vorgehängten Betonelementen, die ihrerseits die innere Raumstruktur nachzeichnen und gleichzeitig optisch auf die Betonbauten des Bestandes verweisen.