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Beschäftigung bei der Tabakernte
Für die Ernte 2022 suchen wir nicht mehr nach Personal. Es ist unnötig, uns in diesem Jahr Ihre Bewerbung per Mail oder Post zukommen zu lassen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und auf Wiedersehen im Jahr 2023!
Vorstellung der Produktion
In der Schweiz stützt sich der Tabakanbau auf eine über 300 Jahre alte Tradition. Um 1680 erscheinen die ersten Tabakfelder in der Region von Basel und etwas später im Tessin. Der Höhepunkt des Anbaus wurde Ende des Zweiten Weltkriegs mit 6000 Pflanzern erreicht. Tatsächlich ist die Schweiz das einzige Land, welches den Tabak nicht rationiert hat. Die Tabakfläche hat sich während dieser Zeit fast verdoppelt und ist zwischen 1939 und 1946 von 784 auf 1450 angestiegen. Heute wird Tabak noch in acht Kantonen, von ungefähr 140 Bauernbetrieben auf zirka 400 Hektaren angebaut. 85 % der angebauten Tabakfläche befindet sich in der Westschweiz, im Freiburgischen und Waadtländischen Broyetal. Der Rest der Produktion verteilt sich auf verschieden Deutschschweizer Kantone, auf den Jura und auf das Rhonetal.
In der Schweiz, findet man heute die folgenden zwei Tabaktypen:
- Burley : wird in traditionellen Tabakscheunen an natürlicher Luft getrocknet
- Virgin: ab 1992 in der Schweiz eingeführt, wird künstlich im Ofen getrocknet.
Diese Kultur, oft verkannt und voll von Traditionen, verlangt ein Können, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Im Gegensatz zu anderen landwirtschaftlichen Kulturen in der Schweiz, geht der Tabakanbau nicht mit der Ernte eines Produktes auf dem Feld zu Ende, sondern erstreckt sich weiter auf die Trocknung der Blätter, die eine entscheidende Rolle spielt. Es handelt sich dabei um einen komplexen und wesentlichen Vorgang, der schliesslich zu einem marktgerechten Produkt führt.
Der Tabakanbau fängt im März mit der Setzlingsproduktion in Folientunnels an.
Mitte Mai werden die Setzlinge mechanisch ausgepflanzt. Danach werden verschiedene Pflegemassnahmen durchgeführt, um die Entwicklung der Pflanzen zu fördern. Anfang Juli beginnt die Ernte der Blätter, welche die volle Aufmerksamkeit der Produzenten verlangt. Die Ernte beginnt an der Pflanzenbasis und verläuft aufwärts im Rhythmus der Blattentwicklung und deren Reife. Die Burleyernte erfolgt in 3 bis 5 Durchgängen, während bei der Virginernte deren 7 bis 9 erforderlich sind.
Trotz Mechanisierungsfortschritten wird die Ernte von Hand durchgeführt. Dabei sitzen die Pflücker und Pflückerinnen auf Erntemaschinen, welche das Laden und Transportieren der Blätter erleichtern. Die Ernte dauert beim Burley bis Mitte September und beim Virgin bis Mitte Oktober.
Vorstand
Fabrice Bersier
Präsident
Marc Binder
Vize-Präsident
Serge Bonny
Mitglied
Daniel Freléchoux
Mitglied
René Haefliger
Mitglied
Eloi Moret
Mitglied
Florian Savary
Mitglied
Francis Egger
Generalsekretär
Verwaltungs- und technisches Personal
Carole Clément
Sekretärin-Buchhalterin
Jean-François Vonnez
Tabak-Vulgarisator