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Angolas Generalstaatsanwalt Hélder Fernando Pitta Gróz hofft, schon "in dreissig bis vierzig Tagen" genügend Beweise gesammelt zu haben, um den ehemaligen Verwalter des angolanischen Staatsfonds vor Gericht zu bringen. Das sagte Pitta Gróz am Donnerstag in Bern der Zeitung, nachdem er Bundesanwalt Michael Lauber zu einem offiziellen Arbeitsgespräch getroffen hatte. Thema war auch die Affäre um Bastos.
Jean-Claude Bastos soll unrechtmässig eine halbe Milliarde Dollar aus Angolas Staatskasse abgezogen haben, lautet der Vorwurf. Via seine Firmengruppe Quantum Global mit Hauptsitz in Zug verwaltete Bastos den fünf Milliarden US-Dollar schweren Staatsfonds, bevor er nach einem Machtwechsel Anfang Jahr abgesetzt wurde.
Dokumente aus dem Datenleck Paradise Papers hätten im November aufgezeigt, wie Bastos persönlich vom Mandat profitierte, so der Bericht. Einerseits erhielt er riesige Verwaltungsgebühren. Anderseits leitete er hohe Beträge aus dem Staatsfonds in eigene Projekte, darunter einen Hafenbau, in dem zeitweise SBB-Präsidentin Monika Ribar mittat. Ribar distanzierte sich laut "Tagesanzeiger" bis heute weder vom Projekt noch von Bastos.
Im Fall Bastos gehe es nicht nur um die Gelder des Staatsfonds, sondern auch um solche der angolanischen Nationalbank, von der Bastos ebenfalls Mandate erhalten hatte, schreibt der "Tagi". Die Bundesanwaltschaft gab gestern auf Anfrage der Zeitung bekannt, dass sie auf Schweizer Bankkonten inzwischen 210 Millionen Dollar sperren liess. Offenbar kam es zuvor zu mehreren Verdachtsmeldungen an die Meldestelle für Geldwäscherei MROS.
mk/yr
(AWP)