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Frankreichs neue Gesundheitsministerin wegen Annahme nicht deklarierter Geschenke unter Beobachtung
Gegen die neue französische Gesundheitsministerin wird wegen des Verdachts der Annahme nicht deklarierter Luxusgeschenke ermittelt. Agnès Firmin Le Bodo soll zwischen 2015 und 2020, als sie als Apothekerin in der Normandie arbeitete, Geschenke im Wert von mehr als 20.000 Euro erhalten haben, die sie nicht versteuerte. Das geht aus einer Recherche der französischen Internetseite Mediapart hervor.
Laut Mediapart erhielt sie in den fraglichen Jahren 21 Lieferungen von Luxusgütern, darunter Uhren, Champagnerflaschen, Smartphones und einen Fernseher, von den Urgo-Labors, die sie nicht versteuerte. Kern des Falles sind die französischen Gesetze gegen Geschenke, die Transparenzregeln sowohl für Unternehmen, die Geschenke machen, als auch für Berufstätige, die Geschenke erhalten, vorschreiben.
Die Behörden leiteten im Juni 2024 eine strafrechtliche Untersuchung ein und eine Anhörung ist für Januar 2024 geplant. Ein Sprecher von Le Bodo sagte gegenüber Mediapart, dass das Unternehmen bei der Anhörung im Januar „nur den zuständigen Behörden“ antworten werde.
Die Untersuchung ist Teil einer größeren Untersuchung illegaler Geschäftspraktiken der Urgo-Laboratorien, die zwischen 2015 und 2021 mehr als 55 Millionen Euro an Geschenken an Apotheker im ganzen Land angeboten haben sollen, berichtete Mediapart. Urgo wurde im Januar 2024 wegen Verstoßes gegen das Anti-Geschenkgesetz verurteilt.
Le Bodo übernahm das Amt am Mittwoch, nachdem der bisherige Gesundheitsminister Aurélien Rousseau wegen des umstrittenen Einwanderungsgesetzes zurückgetreten war.