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Vor genau drei Monaten sind im Weltall zwei Satelliten miteinander kollidiert. Der Zusammenstoss 800 Kilometer über Sibirien hat eine Menge Weltraumschrott hinterlassen, den die US-Weltraumbehörde nun zusätzlich mit überwachen muss. Inzwischen werden fast 1000 verschiedene Teilchen gezählt, die sich auf Bahnen zwischen gut 200 und 2000 Kilometer über der Erde verteilt bewegen. Dies berichtet die Webseite spaceweather.com. Gut 25 der ursprünglich gezählten Trümmerteile sind inzwischen in der Erdatmosphäre verglüht. Satelliten-Beobachter Daniel Deak hat jetzt eine aktualisierte 3D-Karte zusammengestellt, welche die Verteilung der Trümmerteile der beiden Satelliten - jeweils über den Nordpol gesehen - zeigt: Iridium-33 (USA) und Kosmos 2251 (Russland). Die Karten scheinen die These zu untermauern, dass amerikanische Satelliten tatsächlich robuster sind als russische.
Iridium-33-Überbleibsel mit blossem Auge am Nachthimmel sichtbar
Übrigens: Wir hatten vor zwei Monaten berichtet, dass der Hauptkörper des amerikanischen Iridium-33 noch intakt zu sein scheint, was verschiedene Beobachtungen bestätigt hatten. Dieser Rumpf des Iridium torkelt zurzeit in etwa 4,7 Sekunden einmal um seine eigene Achse und benötigt im Augenblick etwa 1 Stunde und 41 Minuten für einen Erdumlauf. Die Umlaufe werden jedoch von Umlauf zu Umlauf kürzer, je näher der Corpus an die Erdatmosphäre kommt. In klaren Nächten können auch Sie die Überreste am Himmel sehen. Auf der Seite Spaceweather.com hat es einen «Satelliten-Verfolger», welcher auflistet, wann und wo und zu welcher Zeit welcher Himmelskörper zu sehen ist. Dieser Link führt zur Übersicht der nächsten 10 Tage für die Stadt Aarau - hier gelangen Sie zur Hauptseite des «Satelliten-Trackers».