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Die „Genossenschaft schweizerischer Käseexportfirmen" (GSK) wird an der Generalversammlung vom 22. August 1914, wenige Tage nach der Kriegsmobilmachung, gegründet. Sie setzt sich zum Ziel - so der Wortlaut aus den Statuten - „die Käseproduktion im In- und Ausland zu einem Preis zu verwerten, welcher dem Handel einen angemessenen Verdienst, dem Käser eine gesicherte Existenz und dem Landwirt einen den Produktionskosten der Milch entsprechenden Preis sichert". Das Stammkapital beträgt fünf Millionen Franken.
1948 entsteht die Aktiengesellschaft „Schweizerische Käseunion" (SKU) mit einem Aktienkapital von ca. 11 Millionen Franken. Die Fortführung der Genossenschaftsform ist mit dem neuen Obligationenrecht, das pro Genossenschafter lediglich eine Stimme vorschreibt, nicht möglich. Mitglieder sind der Zentralverband schweizerischer Milchproduzenten, der Schweizerische Milchkäuferverband und die Käseexportfirmen. Der Bund ist finanziell nicht direkt beteiligt. Da er jedoch für einen kostendeckenden Milchpreis sorgen muss, sind Geschäfts- und Rechnungsführung dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement unterstellt. Die SKU besteht bis 1999; an der Generalversammlung vom 15. Januar 1999 wird ihre Auflösung beschlossen.
Werbung für Schweizerkäse
Die GSK bzw. SKU investiert seit Beginn ihrer Tätigkeit umfangreiche Mittel in die Werbung. Um die „Ordnung des Absatzes von Schweizerkäse im In- und Ausland" - eines ihrer Ziele - zu erreichen, setzen die Verantwortlichen nicht nur auf Zeitungsanzeigen und zahlreiche Broschüren. Sie beziehen auch Film, Radio und Fernsehen ein. Auf diese Weise werden ihre Werbekampagnen zu einem Stück Mentalitätsgeschichte. Wer kennt nicht die Fonduewerbung und das dazugehörige Schlagwort „Figugegl"!
Die Unterlagen im Schweizerischen Bundesarchiv
Der umfangreiche Privatbestand der Schweizerischen Käseunion (J2.254) enthält neben Geschäftsunterlagen und Korrespondenzen eine umfangreiche Dokumentation von in- und ausländischen Werbekampagnen für Zeitungen, Radio und Fernsehen sowie Reportagen und Bücher. Darunter befindet sich auch historische Fotos, Filme, Tonbandkassetten und Reportagen. Der Zugang zum Privatbestand ist gleich geregelt wie der Zugang zu Bundesakten (Bundesgesetzes über die Archivierung (BGA, SR 152.1)).