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Werke des chinesischen Künstlers wurden in der Vergangenheit bereits in Frankreich gezeigt, unter anderem im Pariser Museum Jeu de Paume. Ai erklärte nun, in einem Kaufhaus auszustellen bedeute, "ein neues Medium" zu nutzen und "einem neuen Publikum zu begegnen, das so zahlreich ist wie in einem Museum, das aber im Prinzip nicht kommt, um Kunst zu sehen". "Die Ausstellung ermöglicht es mir, unter anderen Bedingungen zu arbeiten als in einem Museum oder einer Galerie."
Der berühmteste zeitgenössische Künstler Chinas war im Jahr 2011 wegen seines Einsatzes für Menschenrechte und Demokratie für insgesamt 81 Tage inhaftiert. Anschliessend stand er unter Hausarrest, sein Pass wurde ihm entzogen. Im Juli vergangenen Jahres gaben die chinesischen Behörden ihm seinen Pass zurück und erlaubten ihm die Ausreise.
Ai Weiwei reiste daraufhin nach Europa, unter anderem nach Berlin, wo er derzeit eine Gastprofessur an der Universität der Künste hat. Vergangene Woche kündigte er an, er wolle ein Mahnmal für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos errichten.