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Stellen Sie sich einmal Folgendes vor: Sie wachen am Morgen auf und versuchen sich noch halb verschlafen zu recken und zu strecken … aber einer Ihrer Arme kommt nicht über eine bestimmte Position hinaus! Zwei Jahre lang konnte Aliou seinen rechten Arm nicht völlig durchdrücken und musste sich mit dem gesunden Arm behelfen, um all das zu tun, was ein Kind in seinem Alter gern tut.
Es ist noch früh am Morgen und die meisten Erwachsenen sind unterwegs auf die Felder, während die Kinder sich auf den Weg in die Schule machen. Der 3-jährige Aliou und seine Zwillingsschwester sind noch zu klein für die Schulbank. Im allgemeinen Durcheinander rücken sie etwas näher an die Feuerstelle, um sich aufzuwärmen. Der Morgen ist so frisch, dass die dünne Decke nicht reicht, um Aliou warm zu halten, und er weiss, dass die Flammen willkommene Wärme spenden. Das Feuer knistert und es macht Spass, dem Flackern zuzusehen …
Doch plötzlich fängt Alious Decke Feuer. Der Kleine schreit aus Leibeskräften. Jemand reisst ihn fort, aber es ist schon zu spät. Arm und Oberkörper haben schwere Verbrennungen erlitten und die Schmerzen sind unerträglich. Alious Zwillingsschwester wird schnell fortgebracht, damit sie das Drama nicht mit ansehen muss. Der Papa eilt mit seinem Sohn zur Apotheke, aber mehr als eine Salbe zum Auftragen auf die Wunden und einen Sirup, der die Schmerzen lindern soll, kann man ihm dort nicht geben. Das ist sehr wenig und reicht bei weitem nicht aus. Die Diagnose ist ernüchternd – Verbrennungen dritten Grades – und man bangt um Alious Leben.
Bintou, die Grossmama, schreitet ein. Es muss doch irgendwo Hilfe für ihren Enkel geben. Sie macht sich mit ihm auf ins Spital in der nächsten grossen Stadt, etwa eine Stunde entfernt. Doch dort angekommen muss sie schnell erkennen, dass ihr Einsatz nicht viel bringt. Die Kosten für eine Behandlung sind astronomisch und für sie unerschwinglich!
Alle Hoffnung scheint vergebens. Die Türen bleiben zu. Doch Bintou lässt die Arme nicht sinken. Sie nimmt den kleinen Aliou zu sich und widmet sich mit Leib und Seele und mehr schlecht als recht seiner Pflege. Mit der Zeit beginnen die Wunden zu heilen. Die Narben sind nicht schön und haben die Haut am Arm ganz seltsam zusammengezogen, so dass er von ganz allein einen Winkel von 90 Grad bildet. Trotz allem kehrt Aliou allmählich zu einer gewissen Normalität zurück, soweit das mit nur einem gesunden Arm möglich ist.
Zwei Jahre vergehen. Da wird im Radio plötzlich eine erstaunliche Durchsage gemacht. Ein Spitalschiff soll in den Hafen von Dakar kommen! Bintou hat die Hoffnung nie ganz aufgegeben, dass ihr Enkel eines Tages wieder ein normales Leben führen und seinen Arm bewegen kann. Aber wie das geschehen sollte, das ahnte sie nicht. Und plötzlich zeichnet sich eine Lösung ab, die erst noch völlig kostenlos ist!
Eine Operation und sechs Wochen später machen sich Bintou und Aliou auf den Heimweg zu ihrer Familie. Ihr Leben ist neu geworden. „Er kann jetzt alles machen, was vorher nicht ging! Mercy Ships hat ihm die Tür in eine neue Zukunft geöffnet. Gott allein kann Ihnen vergelten, was Sie für ihn getan haben!“ Bald schon kann Aliou mit seiner Schwester mit der Schule beginnen. Und wie schön, wenn man sich morgens beim Aufwachen so richtig recken und strecken kann!
Diese Geschichte wird ermöglicht durch die Unterstützung unserer Spender. Sie erlauben es, den Ärmsten eine chirurgische Versorgung zu bieten.
Auch Sie können mit einer Spende helfen, Kindern in Not Hoffnung zu geben.