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Glücklicherweise sind die meisten Augenallergien eher frustrierend als tatsächlich gefährlich. Einige der Symptome einer allergischen Reaktion sind, wenn Ihre Augen rot werden, jucken, gereizt, wässrig, geschwollen und empfindlich sind. Eine Augenallergie kann unter anderem durch Kosmetika und Medikamente verursacht werden, aber es gibt häufigere wie Pollen, Haustiere, Hausstaubmilben, Federn und andere Allergene. Sie können diese Reaktionen vermeiden, indem Sie draußen eine Sonnenbrille tragen, um die Aufnahme von Pollen und anderen Allergenen zu minimieren, sich niemals die Augen kratzen, egal wie sehr sie jucken, Ihre Fenster zu Hause schließen und vieles mehr. Wenn Sie eine allergische Reaktion entwickeln, können Sie diese am besten mit Augentropfen beseitigen. Tatsächlich wirken einige der Medikamente, die bei Nasenallergien verwendet werden, auch bei Augenallergien und können helfen, Beschwerden zu lindern.
Möchten Sie mehr wissen? Lesen Sie unten den Artikel von Dr. Yan Guex-Crosier.
AUGENALLERGIEN: WORUM HANDELT ES SICH?
Das Auge ist anfällig für Allergien, da es ständig im Kontakt mit der Umwelt ist. Ca. 20% aller Menschen leiden an einer Augenallergie, die sich meist als Bindehautentzündung manifestiert. Bei 50% aller Betroffenen ist die ganze Familie daran erkrankt. Häufig sind zugleich andere allergische Erkrankungen festzustellen (atopische Dermatitis, Asthma, Nahrungsmittelallergien, usw.). In der Luft schwebende Allergene lagern sich auf der Schleimhaut ab, die das Auge und die Innenseite der Augenlider (Bindehaut) auskleidet. Dieser Kontakt stimuliert das Immunsystem. Eine Bindehautentzündung ist die Folge. Die häufigste Form der Augenallergie tritt im Zusammenhang mit Heuschnupfen auf. Geschwollene Augenlider mit juckenden, roten Augen werden oft von einer laufenden oder verstopften Nase begleitet.
SYMPTOME
• Juckreiz
• tränende Augen
• gerötete Augen
• geschwollene Augenlider
MEIN AUGE TRÄNT UND IST GEREIZT: WAS IST LOS?
Eine Allergie hat immer den gleichen Verlauf: Nach einer Sensibilisierungsphase, die beim ersten Kontakt mit dem Allergen erfolgt, verursacht jede weitere Exposition eine allergische Bindehautentzündung, die sich in den folgenden Symptomen ausdrückt: Juckende, gerötete, gereizte sowie tränende Augen. Ausgeprägte Formen der Bindehautentzündung werden von einem Brennen und von Lichtempfindlichkeit (Photophobie) begleitet. Bei Kindern kann eine einfache Allergie in eine seltene, aber schwerere Form übergehen: die sogenannte gigantopapilläre Frühjahrsbindehautentzündung. Diese kann nur durch einen Augenarzt diagnostiziert werden. Bei länger bestehenden Augenallergien, insbesondere der Patient nicht auf die verordneten Therapien anspricht, sollte ein Augenarzt konsultiert werden.
Läsion der Hornhaut (Pfeile), d. h. des durchsichtigen Abschnitts der Augapfelhülle auf der Vorderseite des Auges. Diese Läsion entsteht infolge einer häufig im Frühjahr auftretenden, schweren Keratokonjunktivitis (Frühjahrskatarrh). Sie erfordert unbedingt die Behandlung durch einen Augenarzt.
Welche andere Krankheiten können einer Augenallergie gleichen?
• Virale Bindehautentzündungen (inklusive Herpes simplex)
• Bakterielle Bindehautentzündungen
• Chlamydienbedingte Bindehautentzündungen
• Expositionen gegenüber toxischen Substanzen.
Im Frühjahr und Sommer treten virale Bindehautentzündungen besonders häufig auf. Sie werden durch ein besonders ansteckendes Virus, das Adenovirus, verursacht. Die Übertragung erfolgt durch Tränenflüssigkeit, die an Händen, Hygieneartikeln und Schminkutensilien haftet. Nach indirektem Kontakt mit Tränenflüssigkeit und nach einer Inkubationszeit von 2 bis 7 Tagen tritt eine starke Augenrötung mit Tränenfluss auf. Diese kann manchmal von einer erhöhten Lichtempfindlichkeit begleitet sein. Meistens verschwindet die Erkrankung komplikationslos nach ein bis zwei Wochen spontan. Manchmal erfordert sie die Anwendung von Befeuchtungsmitteln für die Augen (künstliche Tränen) oder Antibiotika enthaltende Augentropfen. Um eine weitere Verbreitung der Infektion einzudämmen müssen nach jedem Kontakt mit Tränen die Hände mit einer antiseptischen, antiviralen Lösung desinfiziert werden.
Des Weiteren sollten keine Utensilien mit anderen Personen geteilt werden. Die Infektion mit dem Herpesvirus äussert sich am häufigsten durch den Ausbruch von Bläschen, wie zum Beispiel der Fieberbläschen. Die Viren sind im Blasensekret enthalten und können auf das Auge übertragen werden, wo sie eine Augeninfektion verursachen. Häufiger wandert das Virus via Nervenfasern zum Auge. Eine Behandlung mit einer antiviralen Salbe ist angezeigt.
Im Falle der bakteriellen Bindehautentzündung sind die Augen durch eine gelbliche, eitrige Absonderungen verklebt. Eine Behandlung mit lokalen Antibiotika hilft meistens. Bei Kindern stammen die Keime meistens von den oberen Atemwegen. Die chlamydienbedingte Bindehautentzündung kann ebenfalls eine Augenrötung verursachen. Es handelt sich glücklicherweise um eine seltene Erkrankung. Chlamydien befallen im Allgemeinen den Genitalbereich. Ungenügende Hygiene, insbesondere die Benutzung eines verschmutzten Handtuches durch eine andere Person, kann den Befall der Augen nach sich ziehen. Eine Behandlung mit einer speziellen antibiotikahaltigen Salbe ist notwendig.
Bei einer Exposition gegenüber einer toxischen Substanz besteht hohe Gefahr für die Augen. Eine toxische Substanz kann ein starkes Reinigungsmittel, eine Säure oder auch Zement, Farbe, Leim sein. Eine solche Exposition verursacht das Absterben von Zellen der Augenoberfläche. Die Kontaktzeit muss sofort unterbrochen werden, indem man die Augen reichlich während mindestens 5 Minuten mit fliessendem (lauwarmen) Wasser spült. Das Herunter- bzw. Hochziehen der Augenlider unterstützt das Auswaschen der Substanzen. Danach sollte man umgehend einen Arzt (wenn möglich Augenarzt oder Augenklinik) aufsuchen. Dabei hilft es, wenn dem Arzt genaue Angaben über das Produkt gemacht werden können (Flasche oder Etiketten, usw. mitnehmen).
Akute Allergie
(Bindehautentzündung)
ZU BEACHTEN: Rote Augen können viele verschiedene, harmlosere und weniger harmlose Ursachen haben. Eine Untersuchung durch den Augenarzt ist notwendig, damit eine korrekte Diagnose gestellt werden kann.
WAS TUN, WENN ICH AN EINER AUGENALLERGIE LEIDE?
Oft ist es möglich, aufgrund eines Allergietestes, den verantwortlichen Stoff herauszufinden und eine Desensibilisierung durchzuführen. Wenn ein Allergietest negativ ausfällt, bedeutet dies nicht zwingend, dass keine Allergie besteht. Einige Formen der Allergie treten ausschliesslich an den Augen auf und manifestieren sich nicht anderswie. Bei einer mit Heuschnupfen verbundenen Allergie muss der Pollenkalender konsultiert werden, um den für die Allergie verantwortlichen Pollen zu identifizieren. Je nach Wetterlage und aufgrund des Vorsprungs oder der Verspätung der Vegetation sind Abweichungen vom Kalender möglich.
Informationen in Echtzeit erhalten Sie im Internet auf folgender Website: www.pollenundallergie.ch. Augenprobleme, die alljährlich zur gleichen Jahreszeit auftreten und von Juckreiz, manchmal sogar einem Brennen begleitet sind, weisen auf eine sekundäre Pollenallergie hin.
Augenkontrolle: Untersuchung der mit der Spaltlampe sichtbaren Bindehautpapillen. Die Fluorescein-Färbung mit Blaulichtbeleuchtung hilft, sie zu unterscheiden.
WIE BEHANDLE ICH MEINE AUGENALLERGIE?
Im Kampf gegen Augenallergien ist die Vermeidung des Allergenkontaktes am wichtigsten. In Zeiten starken Pollenaufkommens muss der Kontakt mit den Pollen, auf die man empfindlich reagiert, so weit wie möglich reduziert werden. Folgendes wird empfohlen: Fenster schliessen, während der Zeit der Pollenverbreitung das Lüften reduzieren, Haare, Gesicht und Hände häufig waschen, Kleider häufig wechseln, Sonnenbrille tragen etc. Wenn die Exposition nicht vermieden werden kann, muss man die allergische Entzündung in den Griff kriegen. Verschiedene Medikamentenklassen stehen dazu zur Verfügung (in Tropfenform oder als Tabletten). Das Ziel besteht darin, die allergische Entzündungskettenreaktion zu unterbrechen oder die Entzündung selbst zu behandeln. Dazu dienen verschiedene Substanzen wie z. B. Cromoglykate oder Antihistaminika. Kortison ist eines der wirkungsvollsten Medikamente und muss manchmal eingesetzt werden, um schwerwiegende Augenkomplikationen zu verhindern. Es sollte jedoch nur durch einen Augenarzt verschrieben werden, da es zu Nebenwirkungen führen kann.
DIE BEHANDLUNGSFORMERN DER AUGENALLERGIE:
• Prävention: Vermeidung von Allergenen, gegen die man empfindlich ist. Augenreiben vermeiden. Antigene mittels Augentropfen zur Augenbefeuchtung verdünnen. Kontaktlinsen sind bei Allergikern kontraindiziert.
• Medikamentöse Augentropfen: Antihistaminika, Mastzellenstabilisatoren, topische Kortikoide (je nach Zubereitung unterschiedlich wirksam), topische Immunosuppressoren (Cyclosporin A) Systemisch: vom Allergologen verschrieben
• Desensibilisierung vom Allergologen vorgeschlagen.