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Erfahren Sie, wie Diamanten nach den verschiedenen Qualitätskriterien graduiert werden.
C wie Carat (Gewicht)
Das Carat, fälschlicher Weise oft verwendet, um die Grösse eines Diamanten zu beschreiben, ist eine Gewichtseinheit. Ursprünglich wog man Diamanten mit den getrockneten Samen des Johannisbrotbaumes, dem so genannten Carob Samen. Daher stammt die Bezeichnung Carat. Da das Gewicht dieser Schoten sehr konstant ist, haben frühe Edelsteinhändler auf Basaren im Orient die Samen als Referenzgewichte für das Wägen der Edelsteine benutzt: 1 Carat entspricht exakt 0.2 Gramm, fünf Carat sind ein Gramm.
Weniger als 5% aller Diamanten, die zu Schmuck verarbeitet werden, weisen ein Gewicht von mehr als einem Carat auf. Da grössere Diamanten bedeutend seltener gefunden werden, liegt ihr Preis höher. Der Wert qualitativ gleicher Diamanten steigert sich überproporzional mit zunehmender Grösse, dh. mit zunehmendem Gewicht. Da kleine Gewichtunterschiede grossen Einfluss auf den Wert haben, werden die Diamanten heute mit Präzisionswagen auf ein hundertstel Carat genau gewogen, wobei zwei Diamanten selben Gewichts von sehr unterschiedlichem Wert sein können. Dies liegt daran, dass die weiteren Bewertungsmerkmale wie Reinheit, Schliff und Farbe ebenfalls von Bedeutung sind.
C wie Cut (Schliff)
Die Natur bestimmt unzählige Eigenschaften eines Diamanten – aber es bedarf meisterlicher Hand, seine aussergewöhnliche Schönheit zu enthüllen. Als unscheinbarer Rohdiamant ans Tageslicht befördert, wird er erst durch den richtigen Schliff zum Strahlen gebracht. Der Schliff ist der entscheidende Faktor für die Brillanz, das Funkeln und das zauberhafte Farbenspiel eines Diamanten. Wenn auch äusserst anspruchsvoll zu analysieren und zu bewerten, hat der Schliff eines jeden Diamanten drei Attribute: Glanz (Totalreflexion des Lichtes), Feuer (Auffächerung des Lichtes in seine Spektralfarben / „Farbflackern“) und Bewegungsbrillanz (Lichtblitze, wenn der Diamant oder die Lichtquelle sich bewegen).
Die Proportionen eines geschliffenen Diamanten beeinflussen seine Lichtreflexionen, woraus wiederum seine Schönheit und seine gesamte Attraktivität ergeben. Das Ziel ist es, einen hohen Prozentsatz des einfallenden Lichts durch Reflexionen im Innern des Steins wieder in Richtung des Betrachters aus dem Stein austreten zu lassen. Wird ein Diamant zu spitz oder zu flach geschliffen, geht Licht durch die Seiten oder die Unterseite verloren. So verringert sich seine Brillanz und dadurch letztlich sein Wert. Der traditionell geschliffene, runde Brillant mit seinen 58 Facetten fächert das Licht optimal in seine Regenbogenfarben auf und reflektiert dadurch praktisch 100% des eingefangenen Lichtes.
Das Gemological Institute of America (GIA) hat in 15 jähriger Forschungsarbeit eine Bewertungsskala für den Schliff von normalen runden Brillanten entwickelt, welche die Qualität des Schliffes von exzellent bis gering einstuft. Diese strenge Bewertung gibt die Sicherheit, dass die Symmetrie des Schliffes, Politur und Proportionen nach strengsten Kriterien ausgeführt worden sind. Ohne diese Präzision wäre ein Brillant nicht annähernd so schön, wie wir ihn kennen.
Bei der Wahl eines Diamanten sollten Sie ihn im Licht bewegen. Sehen Sie, wie er mit dem Licht spielt. Achten Sie darauf wie das Feuer im Farbspektrum des Regenbogens flackert.
C wie Clarity (Reinheit)
Da Diamanten tief im Innern der Erde unter extremer Hitze und hohem Druck entstanden sind, tragen Sie oft Spuren ihrer dramatischen Bildung in sich: die Einschlüsse. Diese naturgegebenen Merkmale aus der Entstehungszeit des Diamanten, verleihen dem Stein eine Signatur, ähnlich einem Fingerabdruck. Es sind winzige, eingeschlossene Minerale oder Risse, die in der Regel mit blossem Auge nicht zu erkennen sind.
Auch dafür wurde eine Skala erstellt, die von “lupenrein” bis “piqué III” geht. Sie erlaubt eine genaue Zuordnung unter Berücksichtigung von Anzahl, Grösse, Farbe und Position der Einschlüsse. Die Reinheit ist unter zehnfacher Vergrösserung bei normalem Licht durch einen geübten Fachmann zu prüfen.
C wie Color (Farbe)
Unter den weissen Diamanten ergibt die Freiheit von jeglichem Farbton den höchsten Wert. Das Auge eines Laien nimmt die meisten geschliffenen Diamanten als praktisch farblos wahr. In Wirklichkeit sind ganz farblose Diamanten sehr selten. Der Fachmann unterscheidet mit Hilfe eines normierten Farbvergleich-Satzes minimste Farbnuancen, welche den Wert eines Diamanten stark beeinflussen.
Die Skala vom Gemological Institute of America (GIA) setzt den international gültigen Standard, der es erlaubt, jeden Diamanten zwischen hochfeinem und getöntem Weiss einzuordnen. Jeder Buchstabe von D bis Z (hochfeines weiss+ bis getönt) steht für einen Farbbereich und sagt aus, wie deutlich die Farbe erkennbar ist. Die Farbnuancen sind dabei oft so subtil, dass sie für das untrainierte Auge kaum wahrnehmbar sind. Aber diese kleinen Unterschiede machen einen sehr grossen Unterschied bezüglich Qualität und Wert. Die Farbe des Diamanten ist somit ein wichtiges Qualitätsmerkmal und ebenso Preis bestimmend wie die anderen C-Faktoren.
Diamanten werden überigens in fast allen Farben des Regenbogens gefunden. Diamanten mit einer intensiveren Farbsättigung als der Farbe Z der normalen Handelsskala werden als „fancy colors“ bezeichnet und sind, weil selten, entsprechend wertvoll. Spurenelemente und Farbzentren erzeugen wunderbare Farbtöne in verschiedenen Intensitäten: gelb, orange, rot, blau, rosa, grün und braun.
C wie Confidence (Vertrauen)
Die 4Cs gelten weltweit als Bewertungsmassstab für die Diamantqualität. Wir halten ein fünftes C (Vertrauen) für ebenso wichtig. Eine ausführliche Beratung ist Grundvoraussetzung für Sie, die richtige Entscheidung zu treffen. Diese Beratung setzt Erfahrung, Kompetenz und Seriosität voraus. Deshalb ist die Auswahl eines seriösen Fachmanns die wichtigste Entscheidung vor dem Kauf. Wir bieten diese Beratung bereits seit vielen Jahrzehnten. Auf Wunsch erhalten Sie beim Kauf Ihres Diamanten ein Zertifikat eines unabhängigen Instituts, wie dem Gemological Institute of America (GIA).
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