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Eine Geschichte zur Nachhaltigkeit
"Hundert Jahre"
Wenn ich heute einen Samen sähe, wird in 20 Jahren ein Baum daraus gewachsen sein, der Früchte tragen kann. Wenn ich meine Kinder bitte, die Samen seiner Früchte ebenfalls anzpflanzen, wird es in 40 Jahren einen Wald haben, wo meine Enkel darin spielen können. Diese Erfahrung der Kindheit wird ihnen erlauben, ihre eigenen Kinder, meine Urenkel, so aufzuziehen, dass diese in 60 Jahren mit innerer Ruhe und Klarheit beginnen können, dem gegenseitigen Respekt und der Liebe zur Schöpfung mehr Raum zuzugestehen. Indem sie dies machen, werden ihre Kinder, wieder 20 Jahre später die Möglichkeit haben, einzusehen, dass eine Reduktion des materiellen Überflusses förderlich ist. Das erlaubt ihnen, ihren Kindern mehr Zeit zu widmen und mehr Liebe zu geben. Es dauert so vielleicht 100 Jahre, bis die Kinder der fünften Generation dann schliesslich erwachsen geworden sind und aus eigenem Antrieb, mit Überzeugung, im Andenken an ihre Vorfahren die Samen säen, die den alten Wald wieder durch junge Bäume ersetzen werden. So ist das, was ich heute säe, was ich heute tue, welche Emotionen ich zulasse und welche Gedanken ich pflege, das, was denen nach mir blüht - Welch eine Verantwortung!
(Geschichte zum Nachdenken)