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Der Film von Regisseur Vincenzo Natali und Produzent Guillermo del Toro mit Adrien Brody und Sarah Polley in den Hauptrollen behandelt ein sehr aktuelles Thema, nämlich Genexperimente. Das Forscherpaar Clive und Elsa hat sich auf das Splicen von Genen unterschiedlicher Lebewesen spezialisiert. Zuerst waren es nur Tiere, die zu fabelhaften Hybridwesen verschmolzen wurden. In zweiten Teil des Films aber erschaffen sie auch ein menschliches Zwitterwesen (Dren – gespielt von Delphine Chaneac), das wie auch schon in anderen Genrefilmen ihnen bald über den Kopf wächst…
Die Musik zu diesem klinischen (B-) Horrorfilm stammt von dem Franzosen Cyrille Aufort, der mit dem Philharmonia Orchestra in den Angel Studios-London einen orchestralen, aber keinen der sonst üblichen Wall-to-Wall Scores, produzierte.
Der letzte – jazzige – Track der CD, Cut 20: Night and Dren wurde jedoch von Richard Pell und Dylan Heming komponiert und vom Vertigosound Orchestra eingespielt.
Der französische Komponist, Cyrille Aufort, von dem ich bis jetzt nur den Score zu Hell – auf dem nicht mehr existierenden Cinefonia Label – kenne, welcher ebenfalls mit dem Philarmonia Orchestra London eingespielt wurde, war bereits an etwa einem knappen Dutzend Scores des letzten Jahrzehntes beteiligt, darunter auch als Orchestrator für Alexandre Desplat.
Auforts Musik zu dieser Produktion ist – so wie der Film – die meiste Zeit etwas (zu) ruhig und unspektakulär. Einige Tracks, darunter 1: Main Title und 13: The Cat kommen teilweise etwas schriller daher. Bei den etwas Herrmannesquen Tracks 18: Male Dren und 19: Epilogue and End Title sowie dem letzten etwas swingenden Titel der CD: Night and Dren kommt etwas Stimmung auf.
Der Score definiert sich durch zwei Hauptthemen, den melodischen Cut 4: Elsa’s Theme und das weniger melodische Thema für Dren in den Tracks: 6 (Dren is Sick), 14 (Dren’s Tail) und 18 (Male Dren), die auch manchmal etwas übereinandergelagert und miteinander vermischt werden, wie z.B. in Cut 12: Dren Grows Wings.
Laut dem Regisseur ist die Musik wie Dren, der nichtmenschliche Star des Films: „eine Mischung aus sanft und schrill, akustisch und synthetisch, melodisch und atonal, die zusammen etwas Größeres im Gesamtzusammenhang ergeben als die Summe der Teile“. Dem kann ich durchaus zustimmen, obwohl für mich das Endergebnis nicht gänzlich überzeugend ist.
Es gibt in diesem Genre sicherlich viel schlechtere Scores, aber auch einige wenige herausragende.
Dieser hier gehört meines Erachtens zum besseren, aber nicht herausragenden Teil.