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Das Grosse Mausohr kann rund 8cm lang werden und wiegt zwischen 35-40 Gramm. Seine Flügelspannweite beträgt 35-40 cm. Damit ist es die grösste Fledermaus in der Schweiz.
Mausohren leben in Kolonien in Dachstöcken. Diese Dachstöcke müssen frei zugänglich und ruhig sein. Da Dachstöcke fast überall geschlossen wurden, herrscht bei den Mausohren akute Wohnungsnot.
Mausohren jagen vor allem in Wäldern und Wiesen im tiefen Flug nach bodenbewohnenden Insekten. Ihre Leibspeise besteht aus Nachtfaltern und grossen Käfern. Die Mausohren hören auf die Eigengeräusche der Beutetiere und landen oft kurz am Boden, um sie zu fangen.
Im April treffen die Weibchen zu Dutzenden oder zu Hunderten in ihren Wochenstubenquartieren ein. Ein Mausohrweibchen bringt im Juni-Juli frei hängend ein einzelnes Junges zur Welt, dessen Gewicht ungefähr bei 6 Gramm liegt. Die Mausohrmutter säugt ihr Junges während rund sechs Wochen.
Ab August müssen die Jungtiere selbständig auf Nahrungssuche gehen und sich im Laufe des Herbstes genügend Fettreserven anfressen, um den Winter zu überstehen.
Die Mausohrweibchen paaren sich erneut, sobald ihre Jungen entwöhnt sind. Die Spermien werden im Weibchen in der Gebärmutter aufbewahrt und erst im Frühling kommt es zur Befruchtung.
Den Winter verbringen die Mausohren in Höhlen, Kellern und Stollen. In diesen unterirdischen, frostsicheren Verstecken überwintern die Mausohren und fallen in einen tiefen Winterschlaf. Dabei sinkt ihre Herzschlagfrequenz von über 600 auf nur noch 18 bis 60 Schläge pro Minute ab. Die Körpertemperatur sinkt auf die Umgebungstemperatur von meist nur wenigen Grad Celsius hinunter und es treten Atempausen von mehr als 60 Minuten auf.
Deshalb ist es unbedingt wichtig, dass Mausohren in ihren Winterquartieren nicht gestört werden, denn jede Störung hat einen Aufwachvorgang zur Folge, der mit grossem Energieverlust verbunden ist.