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Magenspiegelung (= Gastroskopie)
Das Ziel der Magenspiegelung oder Gastroskopie ist es, Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens oder des Zwölffingerdarmes zu erfassen. Diese Technik stellt heute die Standardmethode dar, organische Veränderungen der genannten Organe zu erkennen, ggf. auch sofort zu behandeln und damit Ihre Beschwerden zuverlässig abzuklären.
Untersuchungstechnik
Die Magenspiegelung wird bei uns unter Zuhilfenahme eines etwa 5mm dünnen (naso-gastralen) Endoskops oder eines Standardgastroskop ("Schlauchs") durchgeführt. Der Schlauch wird in der Regel unter Beruhigungsmittel (Propofol)-Gabe in die Speiseröhre geführt ("gespiegelt"). Die Untersuchung - dank unseres nasogastralen Endoskops - kann auch auf Wunsch des Patienten durch die Nase und in der Regel ohne Schlafmittel erfolgen. Die Naseninnenwände werden in dem Fall mit einem Gel unempfindlich gemacht. Um die Schleimhaut gut beurteilen zu können, wird während der Untersuchung etwas Luft in den Magen geblasen.
Das Endoskop enthält eine Mikrokamera, die mit einer Lichtquelle verbunden ist. Dadurch können Speiseröhre, Magen und Dünndarm abgebildet, Bilder gewonnen und Videoaufnahmen angefertigt werden. Mittels einer Zange können Proben entnommen werden, die es ermöglichen, z.B. Magenbakterien ("Helicobacter pylori") aufzufinden oder Gewebsveränderungen mikroskopisch (durch Pathologen) untersuchen zu lassen.
Überwachung
Zur Sedation wird Disoprivan® (Propofol) angewendet. Während der Untersuchung wird der Patient vom Untersucher und von speziell ausgebildeten medizinischen Praxisassistentinnen unter Zuhilfenahme von Geräten ununterbrochen überwacht. Unter anderen erfolgt die kontinuierliche Kontrolle Ihres Kreislaufs und Ihrer Atmung. Anschließend bieten wir Ihnen die Möglichkeit an, sich auszuruhen und ggf. ein Getränk zu sich nehmen zu können.
Wenn Sie die Sedation wählen, können und dürfen Sie in den anschließenden 12 Stunden kein Fahrzeug lenken. Hierauf weisen wir Sie ausdrücklich hin! Bringen Sie bitte Angehörige oder Freunde mit, um Sie abzuholen. Sie können auch selbstverständlich mit Taxi nach Hause fahren werden.
Falls keine Propofol-Gabe erfolgt, können die gewohnten Tätigkeiten nach der Untersuchung unverzüglich aufgenommen werden.
Das Endoskop wird gründlich in einer automatischen Spülmaschine gereinigt. In unserer Praxis finden regelmässig strenge Hygienekontrollen statt.
Komplikationen
Im Allgemeinen verläuft die Untersuchung komplikationslos. Dennoch kann es in unglücklichen Fällen zu Verletzungen der Zähne kommen, wenn diese nicht fest sind. Auftreten können in ebensolchen Fällen sehr selten auch Verletzungen des Rachens und der zu untersuchenden Organe sowie Blutungen nach Probeentnahme (Risiko geringer als 0,1 Prozent nach Angaben der Fachliteratur).