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Rückblick auf den 1. Weltkrieg: Vom Ende der Pickelhaube
Als die deutsche Offensive in Nordfrankreich an der Marne im September 1914 gescheitert war, ging der Erste Weltkrieg in einen zermürbenden Stellungskrieg über. Dies war auch eine Folge der modernen Militärtechnik, die den Krieg sozusagen revolutionierte. Spektakuläre Luftkämpfe der als “Fliegerasse” verehrten Piloten katapultierten den Krieg in die dritte Dimension, auf hoher See verbreiteten deutsche U-Boote Angst und Schrecken. Entscheidend aber war die neue Bewaffnung der Soldaten und die Schlagkraft der Artillerie. Die Feuerkraft, Zielgenauigkeit und Reichweite der Waffen hatte sich dramatisch verändert. Die modernen Mehrladegewehre Mauser 98 der Infanterie besaßen eine größere Reichweite und konnten zehnmal in der Minute feuern, die Kugeln erreichten eine viel höhere Geschwindigkeit und Durchschlagskraft als früher. Dem traditionellen Angriff mit Degen, Bajonett und Sturmgewehr machte aber eine andere Waffe den Garaus: das Maschinengewehr. Es wurde im Ersten Weltkrieg erstmals systematisch und auf breiter Front eingesetzt. Wegen seiner tödlichen Effizienz wurde es zum Inbegriff des modernen Krieges und des Massentodes. Das deutsche Maxim MG 08/15 konnte Hunderte Schuss pro Minute abgeben und angreifende Soldaten reihenweise “niedermähen”.
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