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Kino-Highlights
Von packend über kurios bis hin zu erschütternd – entdecke die neuen Kino-Highlights im Februar 2020.
Ein Junge mit Down-Syndrom, der Profi-Wrestler werden möchte, ein Seitensprung, der eine Ehe zu zerstören droht, ein Mafia-Pate, der sein Schweigegelübde bricht, eine Fotojournalistin, die vom Bürgerkrieg in Zentralafrika berichtet oder ein sprechendes Känguru, das einen Anti-Terror-Anschlag plant – der Februar 2020 im kult.kino lässt keine Wünsche offen.
Little Women | ab 30. Januar
Vier junge Frauen im Amerika Mitte des 19. Jahrhunderts, die ihr Leben selbstbestimmt nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen und dabei teils grosse gesellschaftliche Hindernisse überwinden: «Little Women» folgt den unterschiedlichen Lebenswegen der March-Schwestern Jo (Saoirse Ronan), Meg (Emma Watson), Amy (Florence Pugh) und Beth (Eliza Scanlen) zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten für Frauen begrenzt waren. Erzählt aus der Perspektive von Jo March, dem Alter Ego von Autorin Louisa May Alcott, und sowohl basierend auf dem Roman wie auch auf den persönlichen Schriften Alcotts.
Von Greta Gerwig, USA 2019, 135 Min.
Honeyland | ab 6. Februar
In einem entlegenen mazedonischen Dorf steigt Hatidze, eine etwa 50-jährige Frau, täglich einen Berghang hinauf. Sie macht sich auf den Weg zu ihren zwischen den Felsspalten lebenden Bienenvölkern. Ohne Gesichts- oder Handschutz entnimmt sie sanft die Honigwaben und singt dabei ein uraltes Lied …
Von Tamara Kotevska & Ljubomir Stefanov, Nordmazedonien 2019, 90 Min.
Il Traditore | ab 6. Februar
In den frühen 1980ern erreichen die Machtkämpfe der Paten der sizilianischen Mafia ihren Höhepunkt. Tommaso Buscetta, angesehenes Mitglied der Cosa Nostra, hat sich nach Brasilien abgesetzt. Als er verhaftet und nach Italien ausgeliefert wird, trifft Buscetta eine Entscheidung, die die Mafia erdbebengleich erschüttert: Vor dem Richter Falcone bricht er sein der Cosa Nostra gegenüber geleistetes Schweigegelübde … Kraftvoll, virtuos, packend: Ein Film, der unter die Haut geht.
Von Marco Bellocchio, Italien 2019, 151 Min.
Moskau Einfach!* | ab 6. Februar
Herbst 1989: Während in Berlin bald die Mauer fällt, überwacht in der Schweiz die Geheimpolizei Hunderttausende. Viktor (Philippe Graber), ein braver Polizeibeamter, wird von seinem Vorgesetzten (Mike Müller) verdeckt ins Zürcher Schauspielhaus eingeschleust, um Informationen über linke Theaterleute zu sammeln. Als er sich in die Schauspielerin Odile (Miriam Stein) verliebt, jene Person die er eigentlich observieren soll, gibt es kein Zurück mehr: Er muss sich entscheiden zwischen seinem Auftrag und seinem Herzen.
Von Micha Lewinsky, Schweiz 2019, 98 Min.
*Vorpremiere am Donnerstag, 6. Februar 2020 um 18 Uhr im kult.kino atelier. Im Anschluss Gespräch mit Regisseur Micha Lewinsky und Hauptdarsteller*innen des Films.
La Gomera | ab 13. Februar
Der korrupte rumänische Polizist Cristi kollaboriert mit der Mafia und reist auf die kanarische Insel La Gomera, um die uralte Geheimsprache «El Silbo» zu erlernen. Der lokale Dialekt soll dem permanent überwachten Cristi die weitere Kommunikation mit den Gangstern ermöglichen. Die Sprache ist allerdings alles andere als einfach … Dieser temporeiche Film voller Verstrickungen wartet mit hinreissenden Zitaten aus der Filmgeschichte auf. Ein fesselnder Neo-Noir-Thriller voller Esprit und Witz.
Von Corneliu Porumboiu, Rumänien 2019, 97 Min.
J'Accuse | ab 13. Februar
1894 wird der französische Offizier Alfred Dreyfus angeklagt, zugunsten Deutschlands Militärgeheimnisse verraten zu haben, und nach Guyana verbannt. Vier Jahre später deckt der Schriftsteller Emile Zola in einem Zeitungsartikel auf, dass ein Unschuldiger verurteilt wurde, weil er jüdischen Glaubens ist … Die bildgewaltige und hochaktuelle Inszenierung der Dreyfus-Affäre, die vor 120 Jahren Frankreich zutiefst erschütterte und heute die Aktualität von Fake News eindringlich in Erinnerung ruft.
Von Roman Polanski, Frankreich 2019, 132 Min.
Jagdzeit | ab 13. Februar
Alexander Meier (Stefan Kurt) kämpft als Finanzchef für das Überleben der Traditionsfirma Walser. Als mit Hans-Werner Brockmann (Ulrich Tukur) ein skrupelloser Topmanager eingesetzt wird, verstrickt er sich in einen Machtkampf, der ihn zunehmend aus der Bahn wirft, denn der Topmanager soll die Firma umstrukturieren. Der neue Thriller von Regisseurin Sabine Boss, die für «Der Goalie bin ig» mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet wurde.
Von Sabine Boss, Schweiz 2019, 90 Min.
The Peanut Butter Falcon | ab 20. Februar
Der 22-jährige Zak will raus! Raus aus dem Altenheim, in das er wegen seines Down-Syndroms gesteckt wurde. Aber seine Betreuerin Eleanor weiss die Fluchtpläne ihres Schützlings immer wieder zu durchkreuzen. Angetrieben von seinem grossen Traum, Profi-Wrestler zu werden, gelingt Zak eines Nachts doch noch der Ausbruch. Nur mit einer Unterhose bekleidet, stürzt er sich ins grösste Abenteuer seines Lebens.
Von Tyler Nilson & Michael Schwartz, USA 2019, 97 Min.
Chambre 212 | ab 20. Februar
Maria lebt seit 20 Jahren glücklich mit Richard zusammen, doch der entdeckt zufällig, dass sie sich ab und an mit jüngeren Männern amüsiert. Während sie ihre Seitensprünge als bedeutungslose Vergnügungen abtut, bricht für ihn eine Welt zusammen … In dieser erfrischenden Variante der Geschichte vom Ehepaar, das nach einem Seitensprung in die Krise schlittert, übernimmt für einmal die Frau den untreuen Part. Virtuos und verspielt lässt Christophe Honoré die Kraft des Theaters und den Zauber des Kinos miteinander verschmelzen.
Von Christophe Honoré, Frankreich 2019, 86 Min.
The County – Mjólk | ab 20. Februar
In einem idyllischen Tal in Island betreibt Inga mit ihrem Mann Reynir einen Milchwirtschaftsbetrieb, der Teil einer Kooperative ist. Nach dem plötzlichen Tod Reynirs beginnt sich Inga gegen die missbräuchliche Monopolpraxis der Kooperative zu wehren. Authentisch und mit trockenem Humor erzählt der Film von der nordländischen Kultur, von Sturheit und Wortkargheit aber auch von Bauernschläue und Gemeinschaftssinn.
Von Grímur Hákonarson, Island 2019, 90 Min.
Camille | ab 27. Februar
Die junge Fotojournalistin Camille Lepage reist voller Idealismus nach Zentralafrika, um in Bildern über den Bürgerkrieg zu berichten. Was sie dort zu sehen bekommt, verändert ihr Leben. Würdevoll erzählt Boris Lojkine die wahre Geschichte einer jungen Frau, die mit seltener Intensität lebt, die Welt wahrnimmt und verzweifelt die Konflikte und Dramen von Schwarzafrika ins Bewusstsein zu rücken versucht, welche der Westen nur zu gerne ausblendet.
Von Boris Lojkine, Frankreich 2019, 90 Min.
Die Känguru-Chroniken* | ab 5. März
Die Verfilmung der aberwitzigen Alltagsgeschichten von Marc-Uwe Kling, einem Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund, der mit einem Känguru zusammenlebt. Doch die ganz normale Kreuzberger WG ist in Gefahr: Ein rechtspopulistischer Immobilienhai bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes. Das findet das Känguru gar nicht gut. Ach ja! Es ist nämlich Kommunist. Jedenfalls entwickelt es einen genialen Plan, der in einem grossen Anti-Terror-Anschlag und … äh… gipfelt. Jedenfalls ist der Film ziemlich witzig.
Von Dani Levy, Deutschland 2020, 95 Min.
*Premiere am Freitag, 6. März 2020 um 20.30 Uhr im kult.kino atelier. Im Anschluss Gespräch mit Regisseur Dani Levy und Darsteller*innen des Films.
La Vérité | ab 5. März
Schauspielerin Fabienne (Catherine Deneuve) gilt als Ikone des französischen Kinos. Als ihre Memoiren veröffentlicht werden, kehrt ihre Tochter Lumir (Juliette Binoche), selbst erfolgreiche Drehbuchautorin, mit Ehemann Hank (Ethan Hawke) und dem gemeinsamen Kind von New York nach Paris zurück. Das Wiedersehen von Mutter und Tochter ist mit grossen Spannungen verbunden, wobei in dessen Verlauf pikante Wahrheiten ausgesprochen werden und verschiedenste Geheimnisse ans Licht kommen.
Von Hirokazu Kore-eda, Frankreich 2019, 106 Min.
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