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Es ist schwierig, zu den Weltbesten seines Fachs zu gehören. Es zu bleiben ist noch schwieriger. Zwei Sportler aus der Region haben eindrücklich aufgezeigt, was passiert, wenn dabei Grenzen überschritten werden. Die Leistungsdichte der Supersport-Weltmeisterschaft ist sehr hoch und trotzdem dominierte Dominique Aegerter die Meisterschaft in eindrücklicher Manier bis er mit einer Unsportlichkeit von seiner Leistung ablenkte. Mathias Flückiger ist einer der erfolgreichsten Mountainbiker, doch seit eine verbotene Substanz in einer Dopingprobe gefunden wurde, spricht niemand mehr davon.
Wieviel Absicht bei Beiden war, ist mir egal, denn Beide sind das Produkt einer Gesellschaft, die dem Fehlenden mehr Aufmerksamkeit schenkt als dem Erreichten. Das ist nichts Neues. Bereits in der griechischen Mythologie wird mehr betont, dass sich Ikarus die Flügel verbrannte, und weniger, dass er dank einer Erfindung seines Vaters Daidalos fliegen konnte und dass sein Vater sicher gelandet ist.
Seit drei Wochen wird nur noch über die Verfehlungen diskutiert. Hat Ihre Zeitung darüber berichtet, welche Resultate Dominique Aegerter am Sonntag in der MotoE erzielt hat? Nein? Finden Sie das normal? Ich nicht. Wenn wir vergessen, dass ein Aegerter gleichzeitig zwei Weltmeisterschaften anführt, weil wir den Fokus auf das fehlende Prozent legen, dann fördern wir zerstörerische Grenzüberschreitungen.
P.S. erstens hat Dominique Aegerter eine phantastische Entschuldigung für sein Verhalten veröffentlicht und zweitens wurde er am letzten Wochenende einmal Zweiter und einmal Dritter und führt die MotoE-Weltmeisterschaft immer noch an.