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Wie in der heutigen Ausgabe des Tages-Anzeigers (online verfügbar) zu lesen ist, hat der langjährige Glencore CEO Ivan Glasenberg vor fünf Jahren vom russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin den Freundschaftspreis der Russischen Föderation erhalten. Es war der Dank für Abermilliarden, die Glencore in den Staatskonzern Rosneft gesteckt hat. Ein Teil des Riesenbetrags dürfte in Putins Kriegskasse geflossen sein. Weiter ist Glencore mit 11% an der russischen EN+- Gruppe beteiligt; kontrolliert den weltweit zweitgrössten Aluminiumhersteller Rusal. Auch aus diesem Posten dürfte Putins Kriegskasse alimentiert worden sein. Zudem besitzt Glencore Teile des grössten russischen Minenkonzerns Norilsk Nickel, des ehemaligen russischen Vizepräsidenten Vladimir Potanin.
Die Glencore (früher Marc Rich AG), war eng mit der Sowjetunion und dann mit den neuen Oligarchen verbunden. Willie Strothotte, Namensgeber der Glencore und Vorgänger von Ivan Glasenberg, hatte als Nummer 2 im Marc-Rich-Imperium, den Übernamen „Eastman“, Mann der Ostgeschäfte. Zu den Oligarchen im Glencore-Dunstbereich gehören auch Viktor Vekselberg und Wladimir Potanin.
Kürzlich hat eine Ukrainische Zeitung berechnet, dass die Steuerzahlungen der Nestlé in Russland den jährlichen Kauf von 500 Panzern ermöglichen (NLZ, 18. März 2022). Die Gelder, die Putin der Glencore verdankt, dürften den Kauf von bedeutend mehr Kriegsmaterial ermöglicht haben. Glencore hat angekündigt, ihre Beteiligungen an Rosneft und EN+ zu überprüfen. Die Alternative – die Grünen Kanton Zug fordern Glencore auf, diese sofort aufzugeben und jeglichen Geldfluss in Putins Kriegskasse zu stoppen. Wir verlangen von Glencore zudem, dass sie alle ihre russsischen Beteiligungen und Geschäfte offenlegen, ihre Beteiligungen an den erwähnten Konzernen aufzugeben und jeglichen Geldfluss in Putins Kriegsmaschine zu stoppen.
Die bürgerliche Zuger Regierung muss eine viel klarere und kritischere Haltung gegenüber den Zuger Geldern für Putins Krieg einnehmen. Wir fordern den Regierungsrat auf, alles zu tun, dass der laufende Geldfluss aus Zug in Putins Krieg sofort gestoppt wird und sich dazu auch in Bundesbern für die Sanktionen gegen die besagten Rohstofffirmen einzusetzen.
Kontakt:
Luzian Franzini,
Kantonsrat ALG Stadt Zug,
079 781 77 36