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Bachblüten-Therapie beim Hund
Patient:
Mischlingshündin, Alter 4 Jahre, Name Thulai
Lebensbedingungen:
Haushund bei einer Familie mit 1 Kind. Täglicher Spaziergang. Besitzerin selbständig - Thulai ist mit im Ladenlokal und somit nie allein.
Wie kam der erste Kontakt zustande?
Frau D. war über eine Heilpraktikerin zu mir gekommen, die mich empfohlen hatte. Durch einen psychischen Schock, den der Hund bei einem Spaziergang erlebte, hatten sich körperliche Symptome entwickelt.
Anamnese:
Bisher war Thulai noch nie ernsthaft erkrankt. Sie war komplett durchgeimpft und wurde 2 x jährlich entwurmt. Kastration im Alter von 18 Monaten. Mit 42 kg hatte "Thulai" leichtes Übergewicht. Der Schock wurde 6 Wochen vor dem ersten Besuch ausgelöst. Thulai kam beim Freilauf an einen Elektrozaun, der eine Kuhweide eingrenzte. Durch den Schmerz und den Schreck rannte der Hund völlig panisch weg. Die Besitzer fanden sie 2 Stunden später zitternd und apathisch in einem Waldstück.
Seit diesem Erlebnis geht der Hund nicht mehr an Weiden vorbei, da sie den Schock mit den Kühen verbindet, die sich zum Zeitpunkt des "Unfalls" auf der Elektrozaunweide befanden.
Patientenstatus:
"Thulai" zeigte mehrere körperliche Symptome. Durch die psychische Störung haben sich einige somatische Symptome gezeigt, die den Hund sehr belasten.
Leckgranulom an der rechten Vorderpfote, an beiden Flanken und den Ohren aufgebissene, nässende, juckende Stellen. Die Haut ist gerötert, heiss und teilweise verkrustet.
Auffallend ist, daß der Hund sich immer dann blutig kratzte, wenn die Besitzerin nicht die nötige Aufmerksamkeit aufbrachte, weil Kunden im Laden waren. Immer wenn Thulai alle Aufmerksamkeit für sich haben wollte, kratzte sie sich blutig.
Ob positive Aufmerksamkeit oder negative, in Form von "Ausschimpfen" war in diesem Falle egal.
Sobald der Besitzer sich um den Hund kümmerte, ihn streichelte oder mit ihm redete war alles in Ordnung und das Tier kratze an keiner der betroffenen Stellen.
Exploration:
Schleimhäute, Augen, Plus, Herzfreuquenz, sowie Atmung o.B., Temperatur 38,5
Auf laute Geräusche wie das Knallen einer Tür reagierte der Hund gelassen. Alles bezog sich auf diesen einen Vorfall mit den Kühen und dem Eletrozaun. Das Fell war stumpf, die Haut roch stark nach Käse.
Therapie:
Bachblütenmischung bestehend aus: Cherry Plum, Walnut, Mimulus und Star of Bethlehem 5 x täglich 2 Tropfen direkt ins Maul.
Futterumstellung auf Senior(Trockenfutter mit 12% Rohprotein und 8% Rohfett).
Aufstellung eines genauen Futterplanes.
Subcutane Injektion: Cutis comp. 2,2 ml
Nach einer Woche Folgetermin: Psychisch zeigte sich eine leichte Besserung, worauf die Bachblütenmischung beibehalten wurde. Die Besitzer befolgten den aufgestellten Futterplan und auch die im Haus lebende Grossmutter akzeptierte die neue Fütterung von "Thulai". Somit fielen Brote mit Leberwurst, Fleischwurststücke und dergleichen weg. Als Folge erholte sich das Fell des Hundes langsam. Da immer noch offene Stellen vorhanden waren injizierte ich nochmals eine Ampulle Cutis com. s.c.
Diese Therapie wurde insgesamt 4 Wochen lang durchgeführt. Die Bachblütenmischung musste noch weitere 3 Wochen verabreicht werden.
Danach war die Haut, das Fell und die Psyche des Hundes wieder gesund.