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"Macht der Stein ein Loch ins Wasser?" fragt das Kind und setzt dabei seine früheren Erfahrungen in Bezug zu neuen. Neues verbindet das Kind mit Bekanntem, so lernt es seine Mitmenschen und Umwelt verstehen. Im Sinne dieses induktiven Denkens sucht das Kind nach Gleichem, nach Ähnlichem und fragt zum Beispiel beim Anblick eines Sonnenuntergangs am Meer: "Warum zischt es nicht, wenn die Sonne ins Wasser geht?".
Einzelne Gegenstände oder Ereignisse versucht das Kind als Teil eines geordneten, grösseren Ganzen zu verstehen. Wiederholungen und Gesetzmässigkeiten geben Orientierung und Sicherheit, sie sind bedeutend beim Aufbau eines Weltbildes, und so fragt das Kind "wo geht am Morgen das Dunkel hin?" oder "wer hat zum lieben Gott geschaut, als er noch klein war?".
Das Kind ist Kind - und hat als Kind eine Neigung zu Beziehungen und Gesetzmässigkeiten.
Beziehungen und Gesetzmässigkeiten
brauchen dem Kind nicht nahgebracht zu werden,
sie gehen ihm von selber nah.
*Zusammenzug aus "Umsetzungshilfe zum Richtziel Beziehungen und Gesetzmässigkeiten erkennen und darstellen - Anregungen zur Arbeit mit dem Lehrplan", Erziehungsdirektion des Kantons Bern, 2004