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Leukose
- Katzenaids - FeLV
FIP
(Feline Infektiöse Peritonitis)
Katzenschnupfen
Katzenseuche
Tollwut
Mikrosporie
Tetanus
Chlamydien

Katzen-Krankheiten
Leukose
- Katzenaids - FeLV
FIP
(Feline Infektiöse Peritonitis)
Katzenschnupfen
Katzenseuche
Tollwut
Mikrosporie
Tetanus
Chlamydien
Diese
Zusammenstellung ist aus diversen Seiten aus dem Internet zusammengetragen.

(impfbar) Leukose - Katzenaids - FeLV
(tödlich)

Die Leukose, auch Leukämie genannt, ist eine ansteckende Krankheit die
häufig in Tierheimen auftritt. Übertragen wird die Krankheit von Katze
zu Katze. Es gibt Tiere die nur als Wirt des Virus fungieren. Bei ihnen
bricht die Krankheit nicht aus, sie stecken jedoch andere Tiere damit
an. Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Zeitpunkt dem
Krankheitsausbruch können Jahre vergehen. Ist die Krankheit jedoch erst
einmal ausgebrochen, wird das Tier daran sterben.

Die ersten Symptome ist wie bei den meisten Krankheiten erst mal eine
allgemeine Schwäche. Nicht immer wird die Leukose gleich erkannt, da oft
Tumore an inneren Organen wachsen und diese sich erst im weit
fortgeschrittenen Stadium erkannt werden. Kranke Tiere werden schwächer,
bekommen Probleme mit der Verdauung und oftmals wird eine andere
Krankheit wie der Katzenschnupfen durch die Leukose ausgelöst. Dieses
Auslösen anderer Krankheiten liegt am schwachen Immunsystem, dass durch
die Leukose entsteht. Die meisten infizierten Katzen leiden an Blutarmut
und haben häufi Fieber. Auch das Zahnfleisch einer erkrankten Katze
wird in Mitleidenschaft gezogen, indem es sich häufig entzündet. Erst
durch eine Blutuntersuchung kann der Tierarzt feststellen, dass die
Katze an Leukose erkrankt ist. Nicht bei jeder infizierten Katze bricht
das Virus auch aus. Bei einigen Tieren ist die Immunabwehr so stark,
dass das Virus vom Körper abgetötet wird. Sind noch keine Symptome
erkennbar, ist ein erneuter Bluttest nach etwa 10 Wochen notwendig. Ist
dieser Test dann negativ hat die Katze das Virus möglicherweise besiegt.
Hat die Katze bereits Symptome ist die Heilung nicht mehr möglich.
Lediglich die Symptome können gelindert werden. Je nach Stadium der
Krankheit wird der Tierarzt zum Einschläfern raten. Entstandene Tumore
können unter Umständen operativ entfernt werden. Dies ist jedoch nur
sinnvoll, wenn die Katze ansonsten keine Symptome hat und die Tumore an
einer gut zugänglichen Stelle liegen. Für eine Immungeschwächte Katze
ist eine Narkose eine weitere Belastung, die wenn möglich vermieden
werden sollte.
Es gibt einen Impfstoff gegen Leukose der jedoch nur wirksam ist, wenn
das Tier noch keinen Kontakt mit dem Leukosevirus hatte. Tiere die aus
dem Tierheim oder vom Züchter kommen, waren häufiger mit infizierten
Tieren in Kontakt, als Tiere die in einem privaten Katzenhaushalt
geboren wurden.
War die Katze noch nicht mit dem Virus in Kontakt, bietet die Impfung
einen sicheren Schutz. Sie sollte bereits bei Jungtieren im Alter von
c.a. 10 Wochen das erste mal gegeben werden. Eine weitere Auffrischung
erfolgt nach Angaben des Tierarztes.
In der Regel sind Hauskatzen die alleine gehalten werden sicherer, als
freilaufende Tiere. Da jedoch auch der Mensch als Träger des Virus
fungieren kann, ist eine Infektion bei einer Hauskatze nicht
ausgeschlossen. Zudem kann auch im Wartezimmer beim Tierarzt der Kontakt
mit einer infizierten Katze entstehen, weshalb die Impfung für
Hauskatzen genauso angezeigt ist. In Haushalten mit zwei Katzen, von
denen jedoch nur eine infiziert ist, sollten beide Tiere getrennt
werden.
Leukose ist eine Viruserkrankung der
Katzen, welche Katzen jedes Alters befallen kann. Das
Feline Leukosevirus (FeLV) gehört zu den Retroviren
(wie z.B. auch HIV des Menschen). Die Infektion ist
weltweit verbreitet, die Häufigkeit der infizierten
Katzen liegt in der Schweiz bei ca. 8%. Im Volksmund
redet man auch vom Katzenaids oder vom Katzenleukämie-Virus.
Die Bedeutung der FeLV-Infektion ist
in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Einerseits
existiert ein Bluttest, mit welchem infizierte Katzen
frühzeitig (vor dem Anzeichen von Krankheitssymptomen)
erkannt und von nichtinfizierten getrennt werden können,
andererseits gibt es, anders als bei HIV des Menschen,
eine wirksame Schutzimpfung.
Übertragung
Infizierte
Tiere scheiden das Virus mit Körpersekreten (Speichel,
Kot, Urin) aus. Der Speichel spielt dabei die grösste
Rolle. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich direkt
über gemeinsame Futternäpfe oder Katzenklos, gegenseitiges
Belecken oder durch Bissverletzungen beim Kämpfen. Eine
Übertragung vom Muttertier auf die Welpen kann im Mutterleib
oder auch über die Milch beim Säugen erfolgen. Das Virus
überlebt an der Aussenwelt unter optimalen Bedingungen
ca. 48 Stunden. Katzenwelpen bis 16 Wochen sind hochempfänglich
für eine Infektion, aber auch ältere Tiere können natürlich
infiziert werden.
Symptome
Bei
der FeLV-Infektion gibt es verschiedene Krankheitsbilder,
welche alle zum Tod führen. Am häufigsten finden sich
Tumore des lymphatischen Systems, sogenannte Lymphosarkome.
Oft kommt es auch zur Ausbilddung einer Anämie (Blutarmut)
und einer Immunschwäche durch den Befall des Knochenmarks
(daher auch der Name Katzenaids). Diese Symptome entwickeln
sich über Wochen bis Monate. Weniger häufig kommt eine
Leukämie vor, welche dem Virus ursprünglich seinen Namen
gab.
Beim klinischen Untersuch von FeLV-infizierten
Tieren findet man Vergrösserung der äusserlich tastbaren
Lymphknoten, Entzündungen des Zahnfleisches (oft bereits
im sehr jungen Alter), unerklärliches Fieber, schlecht
heilenden Wunden oder anderen unspezifische Krankheitssymptome.
All diese Symptome deuten auf eine Schwächung des Immunsystems
hin.
Diagnose
Es
gibt Schnelltests, welche das Virus-Antigen in Blut
oder Speichel nachweisen können. Bei positivem Schnelltest
empfiehlt sich eine Nachkontrolle des Bluts durch eine
Referenzlabor. Da ein gewisser Prozentsatz der Katzen
in der Lage ist, mit dem Immunsystem das Virus zu eliminieren
empfiehlt sich bei allen positiven Katzen eine Nachkontrolle
des Blutes nach einigen Monaten.
Prophylaxe
Anders
als bei HIV des Menschen gibt es eine Impfung, mit welcher
Katzen wirkungsvoll vor einer Infektion geschützt werden
können. Da ca. 8% der Katzenpopulation mit dem Virus
infiziert sind, empfiehlt es sich, vorgängig einen Schnelltest
zu machen. Das Impfen einer infizierten Katze schadet
ihr zwar nicht, bringt aber auch keinen Impfschutz.
Auch sollten Leukose-positive Katzen nicht nach draussen
gelassen werden.
Nochmals
mit anderen Worten:
Welcher Erreger verursacht
die Katzenleukose?
Es handelt sich um ein Virus, das Feline Leukose-Virus, abgekürzt
FeLV. Eine infizierte Katze scheidet das Virus über den Speichel, den
Harn und Kot aus. Eine nicht infizierte, ungeimpfte Katze kann sich also
via gemeinsame Futter- und Wassergefässe resp. über gemeinsam benutzte
Katzenkistli mit dem Leukosevirus anstecken. Das mit der Maulhöhle
aufgenommene Virus gelangt ins Knochenmark, wo es sich massenhaft
vermehrt und in die Blutbahn übertritt (=Virämie). Das Blut verteilt das
Virus überall im Körper, so unter anderem auch in die Blasen- und
Darmwand sowie in die Speicheldrüsen. Folge: das Virus wird anschiessend
mit dem Speichel, dem Harn und dem Kot ausgeschieden und gefährdet
dadurch andere, gesunde, nicht geimpfte Katzen. Ein verhängnisvoller
Kreislauf!
Wie wird eine FeLV-Infektion
diagnostiziert?
Dem Tierarzt stehen für den Nachweis des FeLV im Blut verschiedene
Testmethoden zur Verfügung, wobei zu sagen ist, dass eine Katze mit
positivem Bluttest nicht zwingend an Leukose erkranken muss. Man weiss
heute, dass ungefähr 40 Prozent der noch gesunden Katzen mit einem
positiven Testresultat später negativ, d.h. immun werden. Andererseits
bedeutet ein negatives Testresultat nicht zwingend, dass keine Infektion
stattgefunden hat. Das Leukose-Virus hat die Tendenz, lange Zeit
latent, d.h. gleichsam "schlafend", in der Katze vorhanden zu sein.
Stress-Situationen, wie z.B. Umzüge, Tierheim-Aufenthalte, Aufnahme
eines weiteren Büsis etc. können die Infektion erneut aufflammen lassen,
und das Virus kann im Blut wieder nachgewiesen werden.
Welche Krankheiten
verursacht das FeLV-Virus?
Leukose-positive Katzen haben ein schwächeres
Abwehrsystem als gesunde Katzen und sind damit eher anfällig für
Sekundärinfektionen. In manchen Fällen kann die Leukoseinfektion auch zu
einer Krebserkrankung der Lymphdrüsen oder Organschäden führen.
Normalerweise präsentieren sich Leukose-positive Katzen aber völlig
normal und lebensfroh.
Können angesteckte
und bereits erkrankte Katzen geheilt werden?
Früher konnten mit dem FeLV infizierte Katzen nicht geheilt werden.
Heute hat sich die Situation diesbezüglich verbessert, indem den
Tierärzten durch die Einführung des Interferons Omega eine
Therapiemöglichkeit zur Verfügung steht. Der Einsatz von Interferon kann
empfohlen werden, wenn eine Katze positiv getesetet aber noch nicht
erkrankt ist, denn es kann das Immunsystem stärken und unter Umständen
helfen, das Virus aus dem Körper zu verbannen, bevor es ins Knochenmark
gelangt. Schwer kranke Katzen heilt es nicht, es kann aber die
Symptomatik ein wenig verbessern.
Bis heute gibt es verschiedene Meinungen über den Einsatz und die
Wirkung des Medikaments. Gegen Tumoren kann mit Chemotherapeutika ein
Therapieversuch gestartet werden. Und natürlich kann man etwaige
Begleiterkrankungen behandeln. Allgemein ist aber ein Therapieversuch
erkrankter Katzen relativ aufwändig und häufig mit erhöhtem finanziellen
Aufwand verbunden.
Wichtig ist zudem, FeLV-positive Katzen möglichst keinem Stress
auszusetzen, d.h. wenn immer möglich nicht umzuziehen, den Katzen keinen
Tierheimaufenthalt zuzumuten und überhaupt, den Tieren zu Hause eine
möglichst ruhige, stressfreie Situation zu bieten. Denke auch
daran: FeLV-postitive Katzen sollten in der Wohnung gehalten werden und
keinen Auslauf bekommen - die Gefahr der Ansteckung der draussen
lebenden, ungeimpften Katzen wäre zu gross.

(bedingt impfbar)
FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)
(tödlich)

Die Krankheit FIP (feline infektiöse Peritonitis) wird durch das
Coronavirus ausgelöst und endet tödlich. Das Coronavirus selbst ist
harmlos, wenn es jedoch zum FIP Virus mutiert ist, kommt jede Hilfe zu
spät. Zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsausbruch können jedoch
Monate oder gar Jahre vergehen. Treten jedoch die ersten Symphtome auf,
wird der Tierarzt zum Einschläfern raten, da der Prozess der Krankheit
für das Tier sehr unangenehm wird.
FIP ist eine ansteckende Krankheit, die nicht nur von Katze zu Katze
weitergegeben wird, sondern auch über Futternapf, Katzentoilette oder
andere Gegenstände, mit denen ein erkranktes Tier in Kontakt gekommen
ist.
Die Symphtome treten keinesfalls unmittelbar nach der Infektion auf. Bei
einigen Katzen vergehen zwischen Ansteckung und Ausbruch mehr als zwei
Jahre.
Die ersten Symphtome der FIP ist zum einen die allgemeine Schwäche des
Tieres und zum anderen Appetitlosikeit und daraus resultierende
Gewichtsabnahme.
Bei vielen Katzen arbeitet das Verdauungssystem nicht mehr richtig. Bei
sehr weit vorangeschrittener FIP bemerkt der Besitzer oft eine
Wasseransammlung im Bauch des Tieres.
Der Tierarzt sollte bereits bei ersten Auffälligkeiten aufgesucht
werden. Das gilt jedoch generell, nicht nur beim Verdacht auf FIP.
Der Tierarzt wird dem kranken Tier Blut abnehmen, um auf Antikörper zu
testen. Ebenfalls kann ein Test auf Antikörper gegen Coronaviren gemacht
werden, jedoch ist dieser nicht als alleiniges Diagnoseinstrument zu
verwenden. Der Virentest zeigt auch dann Antikörper, wenn die Katze mit
harmlosen Coronaviren befallen ist.
Hat der Tierarzt FIP diagnostiziert, gibt es für das Tier keine Hilfe
mehr. Um dem Tier einen angenehmen Abschied zu bereiten, sollte auf
sämtliche Therapiemassnahmen verzichtet werden. FIP ist nicht heilbar und
das Voranschreiten der Krankheit ist eine reine Qual für das Tier. Hat
der Besitzer noch weitere Katzen, sollten diese unbedingt auch auf FIP
getestet werden. Wird eine Infektion festgestellt, bevor die ersten
Symphtome aufgetreten sind, ist es möglich den Ausbruch zu verzögern.
Seit 1993 gibt es einen Impfstoff gegen Coronaviren. Dieser ist jedoch
nicht in allen europäischen Ländern verfügbar. Er schützt die Katze nur
dann, wenn sie vorher noch nie in Kontakt mit Coronaviren kam. Die
meisten Katzen die aus einem Tierheim kommen oder als Freigänger
unterwegs sind, hatten jedoch schon Kontakt mit den harmlosen
Coronaviren. In diesem Falle kann eine Impfung keinen Schutz bringen.
Hat eine Mutterkatze in mehreren Würfen FIP-kranke Katzen zur Welt
gebracht, sollte das Muttertier untersucht werden und eine weitere
Vermehrung unterbunden werden.
In einem Haushalt mit mehreren Katzen ist es nicht ausgeschlossen, dass
nur ein Tier an FIP erkrankt. Um die anderen Katzen vor einer Infektion
zu schützen, müssen einige Dinge beachtet werden. Plätze an denen sich
das erkrankte Tier aufgehalten hat, sollten desinfiziert werden. Ebenso
sollten der Futternapf und die Katzentoilette ausgetauscht werden.
Gerade bei der Toilette ist der Austausch dringend erforderlich, da im
Kot der Katze sehr viele FIP Viren enthalten sind.

(impfbar) Katzenschnupfen
(heilbar)

Katzenschnupfen ist eine komplexe Erkrankung, die ansteckend ist.
Befallen sind die Augen, die Nase und die Schleimhäute im Mund der
Katze. Auslöser sind sowohl Viren, als auch Bakterien. Der häufigste
Erreger ist das Herpesvirus. Das Calcivirus ist ebenfalls ein häufiger
Auslöser das Katzenschnupfens. Meist ist es kombiniert mit Bakterien.
Die Krankheit ist auf andere Katzen übertragbar, die Inkubationszeit
liegt bei 24 Stunden. Mit den ersten Symphtomen ist nach 3 Tagen zu
rechnen.
Der Katzenschnupfen äussert sich mit verschiedenen Symphtomen. Das
erkrankte Tier fühlt sich matt und zieht sich zurück. Sie wirkt abwesend
und müde, hat an gemeinsamen Spielen kein Interesse. Eine gesunde Katze
erkennt man an klaren Augen. Bei einer an Katzenschnupfen erkrankten
Katze wird das Fell matt, die Augen trübe und aus Nase und Augen läuft
gelbliches Sektret. Die betroffene Katze verspürt weniger Appetit und
trinkt weniger.
Besonders bei jungen Tieren kann die Krankheit einen schweren Verlauf
nehmen, da die Immunabwehr noch nicht ausgereift ist und sich der Körper
des Jungtieres nicht ausreichend gegen die Krankheit zu Wehr setzen
kann.
Der Tierarzt ist sich häufig bereits anhand der Symphtomatik sicher,
dass die Katze unter Katzenschnupfen leidet. Es gibt
Laboruntersuchungen, die das Virus in aufwendigen Untersuchungen
feststellen lassen. Es muss Nasen oder Augensektret des erkannten Tieres
eingeschickt werden. Darin ist das Virus bereits 24 Stunden nach der
Ansteckung feststellbar.
Jeder Katzenbesitzer kann sein Tier gegen Katzenschnupfen impfen lassen.
Die erste Impfung sollte etwa im Alter von acht Wochen erfolgen,
anschliessend ist eine regelmässige Auffrischung notwendig. Diese Impfung
ist auch für Hauskatzen zu empfehlen, da es nie auszuschliessen ist, dass
die Katze doch einmal mit einer infizierten Katze in Kontakt kommt.
Werden die Impfungen regelmässig und vollständig gegeben, ist es ein
sicheres Mittel zur Vorbeugung von Katzenschnupfen.
Ist die Katze bereits erkrankt, sollte der Gang zum Tierarzt nicht
aufgeschoben werden. Je eher behandelt wird, desto grösser ist die Chance
die Krankheit komplett auszuheilen.
Die umgehende Vorstellung beim Tierarzt ist sehr wichtig, da der
Katzenschnupfen unter Umständen tödlich enden kann. In erster Linie
werden die Symphtome behandelt. Der Besitzer muss die Augen und die Nase
regelmässig vom Sekret befreien, damit es sich nicht weiter ausbreitet.
Der Tierarzt verordnet ein Antibiotikum, welches das Abtöten der Viren
beschleunigt. Da nicht jede Katze freiwillig Tabletten schluckt, sollte
die Tablette zerkleinert und mit einem Brocken Futter gereicht werden.
Neben der Antibiotikagabe ist die wichtigste Massnahme, das Stärken des
Immunsystems. Gesundes Essen, eine nicht zu kalte Umgebung und viel
Zuspruch hilft der Katze bei der Genesung.
Wichtig ist der Aufbau von körpereigenen Abwehrkräften, die der Katze
helfen, das Virus zu bekämpfen. Der Besitzer sollte darauf achten, dass
die Katze ausreichen frisst und trinkt. Da häufig auch Fieber eine Rolle
spielt, ist ausreichend Wasser unbedingt Notwendig, um die Genesung der
Katze nicht zu gefährden.

(impfbar) Katzenseuche - Panleukopenie
(manchmal heilbar)

Die gefährlichste Krankheit, von der unsere
„Samtpfoten“ getroffen werden können, ist die „Panleukopenie“, die auch als
Katzenseuche bekannt ist. Übertragen wird diese, oft tödlich verlaufende
Erkrankung, durch den Parvovirus, der sich über Kot und Urin, sowie durch das
Nasensekret des Tieres, immer weiter ausbreiten kann. Die Inkubationszeit( Zeit
zwischen der Infektion und dem ersten Krankheitssymptom) liegt zwischen 2 und 10
Tagen.
Krankheitsbeschreibung
Der gefährliche und äusserst
widerstandsfähige Virus befällt hauptsächlich die Darmzellen, das Knochenmark
und das Lymphsystem, verursacht eine Abnahme der weissen Blutkörperchen und
schwächt so das Immunsystem. Das Tier erbricht und wird von schweren Durchfällen
geplagt, die schleimig und blutig sein können. Die Körpertemperatur steigt
zunächst bis ca. 40°C an, normalisiert sich einige Tage später wieder, um dann
noch einmal extrem zu steigen. Wird das Tier nicht rechtzeitig vom Tierarzt
behandelt, überlebt es diese Viruserkrankung nicht.
Bei der Panleukopenie ist
der so genannte „perakute Verlauf“ besonders gefürchtet. Die Katze erscheint
völlig normal und ausgeglichen, und doch kann bei dieser Erkrankung, innerhalb
weniger Stunden, der Tod des Tieres, durch Schock, eintreten. Nur eine Impfung
der Katze kann einen verlässlichen Schutz vor der Katzenseuche
bieten.
Erkennen der Krankheit, Diagnose und Merkmale
Wichtig ist,
sein Tier immer wieder genau zu beobachten, denn dann besteht eine gute Chance,
die ersten Anzeichen rechtzeitig zu erkennen. Befallen werden können Tiere in
jedem Alter, doch bei Tieren unter 2 Jahren wurde die Katzenseuche am häufigsten
diagnostiziert. Es ist sogar eine Infektion des ungeborenen Tieres im Mutterleib
möglich.
Sind Tiere befallen, wirken sie lustlos, matt und teilnahmslos.
Sie verweigern das Futter und erbrechen immer wieder. Es stellen sich Durchfälle
ein, wodurch eine Austrocknung der Katze erfolgen kann, und es kommt zu
Fieberschüben, bis schliesslich der Tod eintritt. Nur eine schnelle Behandlung
durch den Tierarzt kann das Tier retten. Bei der Diagnose wird das Alter des
Tieres, das ev. Fehlen der Impfung und die beobachteten Symptome
berücksichtigt.
Der Tierarzt kann, mit Hilfe eines Tests, am frischen Tierkot
die Erkrankung nachweisen oder über eine Blutuntersuchung den Leukozytenabbau im
Blut feststellen. Gezielte Untersuchungen des Dünndarms, der Lunge, Niere und
Milz können ebenfalls über die Erkrankung aufklären.
Behandlung:
Wenn
eine Katze erkrankt ist wird als erstes versucht, das Tier zu stabilisieren und
seine Kräfte durch eine Dauertropfinfusion wieder aufzubauen. Die Infusion ist
mit einer Salzlösung und auch mit Traubenzucker angereichert. Starke Durchfälle
können zu einem hohen Eiweissverlust führen. In diesem Fall wird häufig eine
Blutübertragung vorgenommen. Welche Massnahme ergriffen werden müssen,
entscheidet der Tierarzt. Um das Abwehrsystem zu stärken und die Bildung
krankmachender Bakterien zu unterbinden, werden Antibiotika
eingesetzt.
Ist die Katze an einer Panleukopenie erkrankt, sind die
Heilungssaussichten abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und einer effektiven
Behandlung. Für die Gesundung einer Katze ist aber auch der Zeitpunkt der
Behandlung äusserst wichtig. Je früher die Katzenseuche bekämpft werden kann,
umso besser sind die Aussichten auf Heilung. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass
Katzen, die diese gefährliche Krankheit überlebt haben, nicht wieder an der
Infektion erkrankten.
Damit Tiere von dieser lebensbedrohlichen
Erkrankung verschont bleiben, sollten Katzenbesitzer ihre Tiere rechtzeitig
impfen lassen. Die Impfung wird bei 8-9 Wochen alten Katzenkindern vorgenommen
und nach einem weiteren Monat noch einmal aufgefrischt. Auch im weiteren Verlauf
des Katzenlebens sind Auffrischungen nötig, um eine Infektion zu verhindern.

(impfbar) Tollwut
(tödlich)

Bei Tollwut handelt es sich um eine
Viruserkrankung, die sowohl bei verschiedenen Tierarten als auch beim Menschen
auftreten kann. Tollwut kommt nur bei warmblütigen Tieren vor. In den meisten
Fällen sind Säugetiere betroffen, davon hauptsächlich Fleischfresser, manchmal
auch Nagetiere oder Kaninchen. Vögel können ebenfalls von der Tollwut befallen
werden, allerdings sind sie aufgrund ihrer höheren Bluttemperatur weniger
anfällig für den Virus als Säugetiere. Häufigste Überträger der Krankheit sind
Füchse oder in manchen Gegenden auch streunende Hunde. Fledermäuse, vor allem
Vampirfledermäuse, können die Krankheit ebenfalls übertragen.
Tollwut wird
im Fachjargon auch "Rabies" genannt, da dies der lateinische Ausdruck ist. Eine
weitere umgangssprachliche Bezeichnung ist "Wutkrankheit", was ebenso wie der
Begriff "Tollwut" auf ein typisches Symptom der Krankheit zurückgeht. Die
Tollwuterreger lösen normalerweise eine Gehirnentzündung, eine Encephalitis aus.
Unbehandelt führt die Krankheit nach Ausbruch fast immer innerhalb kurzer Zeit
zum Tode. In wenigen Ausnahmefällen hat der Patient überlebt, allerdings schwere
Gehirnschäden erlitten.
Die Übertragung der Krankheit erfolgt über den
Speichel, in dem die Viren vorhanden sind. Die Konzentration ist für eine
Tröpfcheninfektion allerdings zu gering. Erst, wenn der infizierte Speichel über
eine Wunde in den Blutkreislauf gelangt, kann eine Infektion stattfinden. In
vielen Fällen geschieht dies über einen Biss, da erkrankte Tiere meist aggressiv
werden und zu Beissattacken neigen. Aber auch vorher vorhandene kleinere
Hautverletzungen können bei einem Kontakt mit infiziertem Speichel den Viren als
Eintrittspforte dienen.
Der Ausbruch der Krankheit erfolgt bei Tieren nach
zwei bis acht Wochen. Bei Menschen ist die Inkubationszeit, das heisst die Zeit
zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, länger, sie kann sogar bis zu
zwei Jahre betragen.
Die Symptome der Krankheit sind teilweise abhängig
von der betroffenen Spezies. Während beim Menschen zunächst als Frühsymptom oft
Schmerzen im Bereich der Infektionsstelle gefolgt von Empfindungsstörungen
auftreten, äussert sich die Krankheit bei Tieren zunächst meist in
Wesensänderungen. Vor allem bei Rindern kann sich die Tollwut auch in
Magen-Darm-Problemen zeigen. Bei typischen Verläufen treten, durch die
Gehirnentzündung bedingt, fast immer Verhaltensänderungen auf. Dazu gehören
Aggressivität, Erregung, ein gesteigerter Geschlechtstrieb, gesteigerte
Lautäusserungen wie Bellen, Miauen, Blöken etcetera sowie bei Wildtieren ein
Verlust der Scheu vor Menschen. Die Aggressivität kann sich zu Wutanfällen und
Beissattacken steigern ("rasende Wut"), die auch durch kleinste Umweltreize wie
Lichteinfall oder ein Geräusch hervorgerufen werden können. Typisch ist auch
Angst vor Wasser (Hydrophobie). Bei einer stillen Form kann es statt zu
Wutanfällen und Raserei auch zur Zurückgezogenheit und Apathie kommen. In einem
späteren Stadium treten Lähmungen vor allem im Rachenbereich auf. Dies führt zum
Sprachverlust, beziehungsweise heiserem Bellen, Grunzen u.s.w., vor allem aber
auch zu Schluckbeschwerden und einem vermehrten Speichelfluss. Daher der
typische "Schaum vorm Maul". Auch im Bereich der Hinterbeine treten im
Endstadium Lähmungen auf.
Tollwut ist bisher nicht heilbar. Es gibt aber
eine Impfung, die einen Ausbruch der Symtome verhindern und auch nach der
Ansteckung noch erfolgen kann, solange noch keine Symptome aufgetreten sind.
Impfungen von Haustieren sind in Deutschland vorgeschrieben, bei Wildtiere
erfolgt die Immunisierung durch Schluckimpfungen.

(bedingt impfbar)
Mikrosporie
(heilbar)

Die Mikrosporie ist eine unter Katzen weit
verbreitete Pilzerkrankung. Häufig tritt sie in Tierheimen oder bei Zuchtieren
auf. Ist eine Katze erkrankt, dauert es meist nicht lange, bis die Tiere in der
Umgebung auch an dem Pilz erkranken. Anders als die meisten Katzenkrankheiten,
ist die Mikrosporie auch auf den Menschen übertragbar.

Wie stark die
Symptome beim Tier ausgeprägt sind macht sich wesentlich am allgemeines
Gesundheitsstatus fest. Eine Katze die über starke Abwehrkräfte verfügt hat
meist bessere und schnellere Heilungschancen als eine immunschwache Katze. Da
der Pilz auf die inneren Organe übergreifen kann, sollte bei ersten Anzeichen
sofort der Tierarzt aufgesucht werden.
Die ersten Anzeichen sind
abgebrochene Haare, um die sich ein roter Ring bildet. Oftmals jucken diese
Stellen stark, so dass die infizierte Katze sich blutig kratzt. Bei einigen
Katzen gehen einfach nur die Haare aus, ohne erkennbare Schädigungen der Haut.
Durch den Pilz können sich die Krallen gelblich verfärben. Sie werden brüchig
und im schlimmsten Fall entzündet sich das Krallenbett. Für das Tier ist das ein
sehr unangenehmer Prozess, da es beim laufen zu Schmerzen kommt.
Um
herauszufinden um welchen Pilz es sich handelt, hat der Tierarzt die Möglichkeit
eine Pilzkultur anzulegen. Er entfernt einige Haare, bei offensichtlichen
Hautverkrustungen auch einen Teil der Kruste. Im Labor wird hieraus dann eine
Pilzkultur angelegt, die nach einigen Wochen ersehen lässt, um welchen Erreger
es sich genau handelt. Da diese Untersuchung einige Zeit in Anspruch nimmt, wird
die Katze unterdessen auf Symptome behandelt. Es werden Salben gegen Pilze
verordnet. Der Besitzer sollte beim Auftragen der Salbe immer Handschuhe tragen,
da die Mikrosporie ansteckend ist.
Beim ersten Auftreten von
Hautveränderungen am Menschen sollte dieser direkt den Hautarzt aufsuchen und
einen Hinweis auf Mikrosporie geben.
Einem gesunden Menschen wird eine
Pilzerkrankung nichts anhaben. Bei Kindern und immunschwachen Menschen können
jedoch die inneren Organe angegriffen werden.
Leidet die Katze besonders
am Kopf unter starkem Juckreiz, kann der Tierarzt einen sogenannten Trichter
anpassen. Das Tier kommt dann mit den Krallen nicht mehr an die juckenden
Stellen und die Wunden heilen. Viele Tiere lecken die Salbe direkt nach dem
Auftragen wieder ab. Auch hier kann ein Trichter helfen, das Tier daran zu
hindern. Bei starkem Juckreiz kann über einen kurzen Zeitraum Kortison
verabreicht werden, das den Juckreiz lindern soll.
Um eine Verbreitung
der Pilzsporen in der Wohnung zu verhindern, sollte der Katze nur ein Raum zur
Verfügung stehen. Pilze fühlen sich besonders in feuchtwarmen Verhältnissen
wohl, daher sollte die Temparatur nicht zu hoch sein.
Forscher haben
einen Impfstoff gefunden der sowohl vorbeugend, als auch bei akuten Befall
eingesetzt werden kann. Leidet die Katze unter einem starken Pilzbefall, kann
die Entfernung der Haare angeraten sein. Die Katze wird anschliessend mit
pilztötenden Salben behandelt und bekommt das Impfserum gespritzt. Die Impfung
ist nicht günstig, jedoch ist die Behandlung einer an Mikorsporie erkrankten
Katze oftmals noch kostspieliger.

(impfbar) Tetanus
(heilbar)

Erreger von Tetanus

Tetanus zählt zu den
Infektionskrankheiten, die durch eine Infektion mit Bakterien verursacht werden.
Das die Krankheit auslösende Bakterium heisst Clostridium tetani, ein Bakterium,
das Sporen bildet und sich unter Ausschluss von Luft entwickeln kann. Es sondert
ein Gift ab, das so genannte Tetanospasmin, das die Krankheit letztendlich
auslöst.
Kleine Wunden genügen, um den Erreger der Krankheit in den Körper
gelangen zu lassen. Das Bakterium selbst kommt in den obersten Erdschichten vor
und kann zum Beispiel durch eine kleine Verletzung in den Körper gelangen. Sehr
häufig ist die Ansteckung durch erkrankte Menschen oder Tiere. Bei Tieren ist
die Übertragung durch Bissverletzungen sehr häufig. Über das Blut-,
beziehungsweise das Lymphensystem wandern die Erreger bis in das zentrale
Nervensystem. Von dort aus werden sie an den Nervenzellen
fixiert.
Symptome und Diagnose der Krankheit
Die Inkubationszeit von
Tetanus ist sehr unterschiedlich und kann je nach Anzahl der eingedrungenen
Erreger von zwei bis zu vierzehn Tagen betragen. Teilweise wurde sogar schon
eine Inkubationszeit von 56 Tagen beobachtet. Insgesamt sind die Symptome bei
der Tetanusinfektion bei Mensch und Tier vergleichbar. Allgemeine Lustlosigkeit
ist das erste Anzeichen, was allerdings noch wenig aussagekräftig ist. Doch
schon bald treten Schmerzen im Bereich der Kau-, Bauch- und Rückenmuskulatur
auf, was bei Tieren durch erhöhte Empfindlichkeit und Schonung der
entsprechenden Bereiche deutlich wird. Als nächsten folgt ein Spasmus der
Kaumuskulatur, das heisst, diese ist gelähmt. Nun kommt es des Weiteren zu
schmerzhaften Muskelkontraktionen, die nicht kontrolliert werden können. Im
Gesichtsbereich sind daher häufig Entstellungen zu beobachten. Ausserdem sind
diese Kontraktionen der Muskeln mit Schluck- und Atembeschwerden
verbunden.
Wird die Tetanusinfektion nicht behandelt, so führt sie in der
Regel innerhalb von drei bis vierzehn Tagen nach dem Zeigen der ersten Symptome
zum Tod.
Behandlung und Vorbeugung
Da Tetanus eine
Infektionskrankheit ist, die rasch zum Tode führen kann und deren Behandlung
nicht immer komplikationslos verläuft, ist eine Immunisierung zu empfehlen.
Diese erfolgt bereits kurz nach der Geburt, da der von der Mutter mitgegebene
Nestschutz bald nachlässt. Die Grundimmunisierung muss durch mehrere Impfungen
erfolgen. Später sind regelmässige Impfungen zur Auffrischung nötig, deren
zeitliche Abstände im Impfplan vorgegeben werden. Die Infektion mit Tetanus ist
durch die Impfungen sehr unwahrscheinlich.
Kommt es zur Infektion mit
Tetanus, so wird die Diagnose aufgrund der klinischen Befunde gestellt, die sehr
typisch sind (siehe oben). Liegt eine Wunde vor, beispielsweise durch einen Biss
oder Kratzer eines Tieres, so kann der Tetanuserreger nachgewiesen werden. Das
ist allerdings nur selten durch Züchtung einer Kultur möglich, in der Regel
erfolgt der Nachweis am Tierversuch. Im Anfangsstadium der Krankheit sind die
Heilungschancen gut. Wird der Erreger nachgewiesen, wird ein
Tetanus-Hyperimmunglobin verabreicht. Zusätzlich müssen Antibiotika gegeben
werden. Tiere erhalten ausserdem ständig Beruhigungsmittel, um die Einwirkung
äusserer Reize möglichst gering zu halten, da diese die Beschwerden verstärken.
In der Regel gilt die erste Woche der Behandlung als die kritischste, ist sie
überstanden, überleben die Erkrankten auch meist.
Tetanus ist eine
Krankheit, die durch den richtigen Impfschutz vermeidbar ist und das Risiko
einer Erkrankung sollte nicht eingegangen werden.

Chlamydien
(heilbar)

Die für den Menschen gefährliche Infektion mit
Chlamydien kann ebenso auch Tiere betreffen. Eine Krankheitsübertragung von Tier
zu Mensch, bedingt auch umgekehrt, ist möglich. Nahezu alle wildlebenden Tiere
und Haustiere sind Träger dieser Mikroorganismen. Die inkubationszeit beträgt
ca. 1-4 Wochen. Fruchtbarkeitsstörungen, Fehlgeburten, Augenentzündungen sind
die häufigsten Merkmale bei Haus- und Nutztieren, die auf eine Infektion mit
Chlamydien hinweisen. Ebenso können Erkrankungen des Zentralen Nervenstystems
und des Bewegungsapparates auf eine Infektion mit Chlamydien hindeuten. Auch
Vögel, Amphibien und Reptilien können Träger dieser Bakterien sein. Zur
eindeutigen Diagnose muss eine Blut- und Zellprobe dem Tier entnommen werden. Bei
Vögeln kann ein aufgeplustertes Gefieder, eingehend mit hohem Fieber, Depression
und Futterverweigerung auf eine Infektion hinweisen. Desweiteren kann bei
Papageienvögeln der Kot gelblich verfärbt sein. Die sogenannte Psittakose und
auch Ornithose gilt als anzeigepflichtige Tierseuche und muss gemeldet werden.
Die Einzelheiten der Bekämpfungs- und Schutzmassnahmen müssen mit dem
behandelnden Veterinär besprochen werden. Die Ornithose kann im Übrigen von
Nutzgeflügel in Schlachtereien auch auf den Menschen übertragen werden, auch
hier gilt die Meldepflicht der betroffenden Betriebe. Bei Katzen beginnt die
Krankheit in der Regel mit Niesen und Husten - ähnlich wie beim Katzenschnupfen,
angeschwollenen Augen und einem Vorfall der Nickhaut. Schleimiger Nasenausfluss
und rasselnde Atemgeräusche lassen ebenfalls auf eine Infektion mit
Chlamydienbakerien deuten.
Absolute Quarantäne, kein Freilauf und äusserste
Hygiene sind für Patient und Tierhalter nun wichtig. Eine sofortige Behandlung
mit Antibiotika und immunystemstärkende Mittel können die Katze heilen. Eine
Heilung bei verspätetem Tierarztbesuch kann unter Umständen nicht mehr möglich
sein, die Infektion kann unbehandelt oder zu spät behandelt zum Tode
führen.
Bei Nutztieren wie Rindern Schafen und Schweinen ist eine Infektion
mit Chlamydien hauptursächlich für seuchenhafte Augenentzündungen, Fehlgeburten
und Manifestationen am Genitial- und Respirationstrakt. Ausserdem können
grippeähnliche Symptome bis hin zu massiven Fruchtbarkeitsstörungen mit der
Krankheit einhergehen.Beim Kontakt mit infizierten Tieren ist auf äusserste
Hygiene zu achten, d. h. Gummihandschuhe, Overall, desinfizierbare Kleidung und
Schuhe ( Gummistiefel) und Mundschutz müssen getragen werden um eine Verbreitung
und Ansteckung der Krankheit weitläufig zu vermeiden. Die Behandlung
infizierter Tiere erfolgt in der Regel mit speziell auf den Erreger abgestimmten
Medikamenten, z. B. Breitbandantibiotika. Wie bei allen bakteriellen Infektionen
kann aber nicht mit Gewissheit die Genesung eines erkrankten Patienten im Voraus
gesichert werden, da eine Resistenz der Bakterien gegenüber der eingesetzten
Antibiotika möglich ist. Generell ist eine Schutzimpfung zur Vorbeugung einer
Chlamydien-Infektion möglich, jedoch ist diese vor allem bei Katzen nicht ganz
unumstritten. Überempfindlichkeitsreaktionen und geringe Schutzwirkung werden
von einigen Katzenhaltern oft beklagt, sind aber nicht die Regel. Eine Impfung
des Tieres oder der Nutztierbestände ist immer in Absprache mit dem Tierarzt zu
entscheiden. Eine Infektion mit Chlamydien ist insbesondere für schwangere
Frauen in jedem Fall höchst gefährlich und der Kontakt zum erkrankten Tier
sollte in jedem Fall unterbleiben.