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Text: Walter Rudin
Die ehemalige Beachvolleyballerin Heidi Ulrich kam erst als 27-Jährige durch ihren Freund zum Surfsport, legte dann aber gleich richtig los. Ein Jahr später war sie bereits an den ersten Wettkämpfen anzutreffen und spezialisierte sich schnell. Nicht Slalom, Foil, Wave oder Freestyle interessierte sie, ihr Herz schlug ganz klar für Schnelligkeit: Dichtnehmen und los geht’s, das sind Speedrennen.
2019 hatte sie die verrückte Idee, drei Weltrekorde zu brechen. In einer Crowdfunding-Aktion kamen für das Projekt «Weltrekordjagd» 25’000 Franken zusammen, der Startschuss fiel. Beim Event „Prince of Speed“ erzielte sie den Weltrekord über die nautische Meile noch im selben Jahr, dieser hatte 12 Jahre gehalten. Den Weltrekord über die Stunden brach sie kurze Zeit später ebenfalls in Frankreich gleich beim ersten Versuch.
Nur mit dem dritten Rekord, der Königsdisziplin über 500 Meter, da wollte es bisher nicht klappen. Die Bestmarke von 46,5 Knoten zu knacken, ist nur in einem speziell einmal im Jahr ausgebaggerten Kanal in Namibia möglich. 2019 hat sie dort den Rekord nur um 0.3 Knoten verfehlt. Diesen Herbst soll nach der coronabedingten Zwangspause ein neuer Versuch unternommen werden. Wir drücken die Daumen.