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Korruptionsindex: Schweiz fällt von Rang drei auf den siebten Platz zurück
Noch immer gehört die Schweiz zu den zehn am wenigsten von Korruption betroffenen Ländern der Welt. Verglichen mit Staaten wie Norwegen, Finnland oder Neuseeland hat sie aber an Boden verloren. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Corruption Perceptions Index (CPI), den die Anti-Korruptionsorganisation Transparency International (TI) erstellt hat. Auf dieser Rangliste hat die Schweiz 2021 seit dem Vorjahr einen Punkt verloren und weist noch 84 von 100 möglichen Punkten auf. Dies teilte TI Schweiz am Dienstag mit.
Weil sich andere Staaten gehalten oder im Fall von Finnland und Norwegen verbessert haben, rutschte die Schweiz vom dritten Platz auf Rang sieben ab. «Bei der Korruptionsbekämpfung im öffentlichen Sektor verpasst die Schweiz noch immer klar die möglichen Bestwerte und wird derzeit von anderen Ländern überholt», kritisiert Martin Hilti, Geschäftsführer von TI Schweiz, laut einer Medienmitteilung : «Wir sollten deshalb endlich die noch immer weit verbreitete Vetternwirtschaft unterbinden und den Umgang mit Interessenskonflikten verbessern.» Auch bei der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Transparenz des politischen Lobbyings müsse die Schweiz vorwärts machen, so Hilti: «In diesen Bereichen braucht es rasch deutliche Verbesserungen.»
Die von Staaten, internationalen Institutionen sowie Stiftungen und Konzernen finanzierte TI misst mit dem Index die «wahrgenommene Korruptionsanfälligkeit», also nicht die effektive Korruption. Sie stützt sich dabei auf eine Auswertung von Berichten verschiedener Organisationen. Den Staaten werden dabei Punkte vergeben, wobei das Maximum bei 100 Punkten liegt. Bewertet wird ausschliesslich die Korruption im öffentlichen Sektor, nicht jene in der Privatwirtschaft. (wap)