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Der Boden ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Er ist verantwortlich für unser
Trinkwasser und unsere Ernährung. Wenn wir längerfristig die Weltbevölkerung
ernähren wollen, sind wir auf gesunde und fruchtbare Böden angewiesen. Dies
erreichen wir mit verschiedenen Massnahmen:
die Fruchtfolge
Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten sind müssen wir einenTeil unserer Felder mit Klee/Gras ansäen. Bei uns sind immer 2.5 Jahre der 8-jährigen Fruchtfolge Grasland. In dieser Zeit kann der Boden ruhen, da er nicht bearbeitet/gepflügt wird. Viele einjährige Unkräuter keimen bei der Ansaat der Grassaat, da durch wird der Unkrautdruck in den Folgekulturen kleiner.
Durch die Kleearten (Leguminosen) wird der Boden mit Stickstoff angereichert. Das Wechseln der Kulturen führt dazu, dass sich schädliche Insekten und Pilzkrankheiten weniger schnell ausbreiten können und mehr Antagonisten produzieren.
Der Kompost
Für das Wachstum nehmen die Pflanzen wertvolle Nährstoffe auf dem Boden, die eine späteren Fruchtfolge fehlen. Um die Bodenfruchtbarkeit erhalten zu können, ist es deshalb unerlässlich, das organische Material im Form von Kompost wieder zurück zu geben.
Kühe spielen eine wichtige Rolle, weil ihr Dung eine Quelle organischer Substanz ist. Wir kompostieren ihn mit pflanzlichen Abfällen, d.h. wir rühren ihn um, um die Arbeit der Bakterien zu aktivieren, die seine Zersetzung in Gang setzen. Der Kompost wird auf den Feldern verteilt, wo er von den Bodenorganismen, die sich von ihm ernähren, zu Humus abgebaut wird. Humus besteht aus Kohlenstoffatomen, an die Nährstoffe gebunden sind, so dass sie bei Regen nicht weggespült werden können. Sie verleiht sehr fruchtbaren Böden ihre schwarze Farbe. Eine Erhöhung des Humusanteils im Boden erhöht also nicht nur die Fruchtbarkeit, sondern speichert auch Kohlenstoff und begrenzt so seinen Anteil in der Luft in Form von Treibhausgasen (wie CO2).