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Nachdem die letzten beiden Etappen musikalisch waren, stand bei der nächsten Stadt wirklich der Lärm im Vordergrund. Ich spreche hier nicht von schlechter Musik, sondern von heulenden Motoren. Der Grund des Besuches in Indianapolis war das “Indy 500”-Rennen, welches am letzten Mai-Wochenende zum hundertsten Mal durchgeführt wurde.
Bereits Wochen vor der Abreise haben wir uns Ticket für dieses Spektakel – online – gekauft und gedruckt. Nachdem ich bereits vor zwei Jahren ein NASCAR-Rennen (Los Angeles) gesehen habe, kam nun die zweite grosse Rennserie der USA an die Reihe. Das “Indy 500” Rennen ist wohl das Highlight der IndyCar-Saison. Auch hier, wie bei den meisten Rennen, wird im Kreis gefahren. Trotz der simplen Streckenführung, wurden die 200 Runden (500 Meilen) nur selten langweilig. Besonders interessant waren jeweils die Runden nach den Safety-Car Phasen (welche häufiger vorkommen als bei einem durchschnittlichen Formel 1-Rennen) und die letzten 30 Runden in welchen nochmals um jeden Platz/Punkt gekämpft wird.
Die Veranstaltung rund um das Rennen bestand rund um den Kurs mehrheitlich aus Essens-Ständen. Von aussen war es kaum sichtbar ob es sich hier um ein Autorennen oder anderen Sportanlass handeln würde. Beim NASCAR-Rennen vor zwei Jahren, waren die Brands und Sponsoren der Teams um einiges präsenter. Vor dem eigentlichen Rennen wurde dann viel gesprochen. gesungen und gestanden. Wie es anscheinend üblich ist, haben sich einige hochdekorierte Generäle zu Wort gemeldet. Auch wurden neben der Nationalhymne einige Lieder gesungen, welche offensichtlich zum Standard-Programm in Indianapolis gehören. Perfekt abgestimmt, donnerten nach der Hymne zwei Stealth-Bomber (musste das auch googeln) über unseren Köpfen hinweg, Gemäss Stadionspeaker machten die an diesem Tag die “Race-Tour” über Indianapolis und Charlotte (wo am Abend ein NASCAR Rennen stattfand).
Der Tradition entsprechend wurde dann das Rennen mit dem Satz “Gentlemen, start your engines” freigegeben. Das Rennen war über den grossen Teil recht kurzweilig, auch wenn ein paar ereignislosere Phasen dazwischen kamen. In die Geschichtsbücher wird das Ende aber auf jeden Fall eingehen. In der hektischen Schlussphase konnte sich der Rookie J.R. Hildebrand die Führung schnappen und fuhr dem Sieg entgegen. Manch einer meiner Sitz-Nachbarn munkelte ob es wohl der erste Sieg eines Rookies überhaupt gewesen wäre. In der letzten Kurve bzw. auf der Zielgerade setzte der junge J.R sein Auto dann bei einem missglückten Überrundungs-Mannöver sein Auto in die Seitenwand was ihm den Sieg kostete.
Am Abend und dem Tag danach haben wir die Stadt besichtigt. Ich war sehr positiv überrascht von Indianapolis. Das Stadt-Zentrum ist sehr schön und besteht aus modernen und alten Gebäuden kombiniert. Hätten wir noch mehr Zeit gehabt, wäre vielleicht noch einiges zum besichtigen gewesen.[nggallery id=82]