Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03323.jsonl.gz/804

14.07.2017 Autor: Roman Korn
Frage:
Beim Loch 5 im GCU befand sich ein Streifen Boden in Ausbesserung (blau) direkt angrenzend an ein seitliches Wasserhindernis (rot).
Der Ball liegt derart im Wasserhindernis, dass der Spieler seinen Stand im Boden in Ausbesserung einnehmen müsste.
Darf der Spieler Erleichterung nehmen?
Antwort:
Nein. Dies ist in Regel 25-1 ‘Ungewöhnlich beschaffener Boden’ beschrieben (Boden in Ausbesserung ist eine der Formen davon).
Im speziellen gilt hier Regel 25-1/b und Anmerkung 1 dazu:
b) Erleichterung:
Ausgenommen der Ball ist in einem Wasserhindernis oder seitlichem Wasserhindernis, darf ein Spieler von Behinderung durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden folgendermaßen Erleichterung in Anspruch nehmen….: usw. usw.
Anmerkung 1:
Ist ein Ball in einem Wasserhindernis (seitliches Wasserhindernis eingeschlossen), darf der Spieler straflose Erleichterung wegen Behinderung durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden nicht in Anspruch nehmen.
Er muss den Ball spielen wie er liegt (es sei denn, eine Platzregel verbietet dies) oder nach Regel 26-1 verfahren.
Begründung:
Ein Ball, der im Wasserhindernis gelandet ist, wird als schlecht gezielt/gespielt angesehen.
Die Tatsache, dass der Ball deshalb in einem Hindernis liegt, wird dadurch unterstützt, dass es bei der Spielfortsetzung Einschränkungen und allenfalls Strafschläge gibt. (z. Bsp. darf bei einem mit Wasser gefüllten Bunker auch nicht straflos ausserhalb des Bunkers gedroppt werden).
Da im GCU das spielen im Boden in Ausbesserung erlaubt ist, darf der Ball gespielt werden wie er liegt oder dann muss nach den anderen Möglichkeiten von Regel 26.1 - Erleichterung im Wasserhindernis - (natürlich dann mit Strafschlag) verfahren werden.