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Soziale Auswirkungen: positiv (prosozial)
- Autonome Sicherheitssysteme in Fahrzeugen können die etablierten Reziprozitätsnormen zwischen Menschen beeinträchtigen.
- Autonome Bremssysteme fördern kooperatives Verhalten wie Ausweichen, beeinflussen aber die Reziprozität (Rücksichtnahme) nicht.
- Automatische Lenksysteme verringern sowohl Kooperation als auch Reziprozität, da sie Entscheidungen für die Fahrer treffen.
- Fahrassistenztechnologien können die Sicherheit erhöhen, aber möglicherweise soziale Normen im Strassenverkehr beeinträchtigen.
Soziale Auswirkungen: negativ (antisozial)
- Koordinationsprobleme in Gruppen können durch ein gewisses Mass an Zufälligkeit verbessert werden.
- (KI-)Bots mit geringem Grad an Verhaltenszufälligkeit, zentral im Netzwerk platziert, beschleunigen die Problemlösung um ca. 56%.
- Diese Verbesserung ist besonders deutlich bei komplexen Koordinationsaufgaben.
- Die Zufälligkeit im Verhalten der Bots beeinflusst nicht nur direkt verbundene Menschen, sondern auch die Interaktionen im gesamten Netzwerk und trägt so zu einer verbesserten globalen Koordination bei.
Soziale Auswirkungen: positiv (prosozial)
- KI wird zunehmend als Berater im täglichen Leben genutzt, was Bedenken hinsichtlich der Beeinflussung ethischer Entscheidungen aufwirft.
- Ein grossangelegtes Verhaltensexperiment untersucht, ob KI-generierte Ratschläge Menschen korrumpieren können. Dabei werden anhand eines GPT-2-Algorithmus (Vorläufer von ChatGPT) Ratschläge generiert, die Ehrlichkeit oder Unehrlichkeit fördern.
- Ergebnisse zeigen, dass KI-generierte Ratschläge Menschen korrumpieren, selbst wenn die Quelle des Ratschlags bekannt ist; die Korruptionskraft der KI ist ebenso stark wie die von Menschen.
Soziale Auswirkungen: negativ (antisozial)
- Die Studie zeigt die Entwicklung von Beziehungen zwischen Menschen und dem KI-Chatbot Replika von anfänglicher Neugier hin zu tiefen emotionalen Verbindungen.
- Nutzer erfahren durch die Interaktion mit Replika eine Steigerung ihres Wohlbefindens und empfinden die Gespräche als sinnvoll und unterstützend.
- Die Ergebnisse betonen das Potenzial von KI, eine emotional unterstützende Rolle in der psychischen Gesundheit und persönlichen Unterstützung zu spielen.
Soziale Auswirkungen: positiv (prosozial)
- Die Studie analysiert, wie die Identifikation mit sozialen Rollenbildern die Präferenzen für automatisierte Produkte beeinflusst.
- Automatisierung bietet offensichtliche Konsumvorteile, doch diese kann bei identitätsgetriebenem Konsum unerwünscht kann; Menschen neigen dazu, sich gegen Automatisierung zu wehren, wenn sie ihre persönlichen Fähigkeiten überdeckt.
- Die Ergebnisse haben bedeutende theoretische Implikationen für die technologische Formung unserer Identität. Entsprechend relevant ist diese Diskussion im Business-Kontext mit Bezug auf Zielgruppenansprache, Produktinnovation und Kommunikation.
Soziale Auswirkungen: ambivalent
- Menschen ändern ihr Verhalten und ihre Entscheidungen oft, um sich an andere anzupassen, selbst bei offensichtlich falschen Tatsachen.
- Mit der Entwicklung von KI und Robotik nehmen Roboter zunehmend eine neue soziale Präsenz in menschlichen Umgebungen ein.
- Die Studie zeigt, dass besonders Kinder sich den Robotern anpassen, was sowohl Chancen als auch Bedenken für den Einsatz sozialer Roboter bei jungen und verletzlichen Gesellschaftsgruppen aufwirft.
Soziale Auswirkungen: negativ (antisozial)
KI wird in den nächsten Jahren verstärkt Einzug halten in Unternehmen und immer mehr Funktionen übernehmen können. Aus ökonomischer Sicht sind die Vorteile von KI ziemlich offensichtlich: Effizienzsteigerung durch Automatisierung und Assistenz auf Expertenniveau (man denke für letzteres an ChatGPT). Und auch aus der sozialen Perspektive kann Künstliche Intelligenz das Wohlbefinden steigern und eine emotional unterstützende Rolle einnehmen. Die sozialen Nebenwirkungen der KIs sind jedoch nicht ausschliesslich vorteilhaft und können sogar potenziell schädliche Folgen mit sich bringen. Die Forschung zeigt, dass die negativen Nebenwirkungen von KI Mitarbeitende und Kunden demotivieren können und dies sich letztlich auch schädlich auf den Erfolg von Unternehmen auswirken kann.
Wenn Sie mehr zu den sozialen Nebenwirkungen – positiv und negativ – von KI erfahren möchten, dann besuchen Sie uns am 20. Europäischen Trendtag, am 13. März 2024. Dort werden uns Petter Brandtzaeg, Nils Köbis und Stefano Puntoni weitere faszinierende Einblicke in ihre Forschung gewähren und Sie darüber informieren, wie Sie sich optimal auf die bevorstehende KI-Wende vorbereiten.