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Das "funktionale System" ist ein Konzept der soziologischen (funktional-strukturalisten) Systemtheorie von T. Parsons. N. Luhmann bezeichnet Handlungszusammenhänge wie Kunst oder Religion als "funktionale Systeme" (oder als Funktionssysteme). Die "funktionalen Systeme" erfüllen keine vor ihnen exstierende Funktion, sondern sie erzeugen die Funktion, die sie erfüllen.
Beispiel (aus der Luhmannschen Redeweise):
Bevor sich Kunst als "funktionales System" (Institution) etabliert hat, gab es keine Kunst und kein Bedürfnis nach Kunst. Kunst wurde auch nicht von jemandem eingerichtet oder gemacht, sondern hat sich als "autopoietisches funktionales System" selbst erzeugt. Die Künstler und die Kunstwerke fungieren nur als Träger des Systems. Nicht die Künstler machen Kunst, sondern das "funktionale System" Kunst macht Kunst.
Kunst als funktionales System ist ein Subsystem der Gesellschaft. Die funktionale Gesellschaft ist das umfassende "funktionale System", die Gesellschaft macht sich, indem sich ihre Subsysteme machen. Gesellschaft besteht aus Kommunikationen, die kommunizieren. Auch hier gilt, dass nicht Menschen kommunizieren, sondern die Kommunikation kommuniziert.
Funktionale Systeme (im Sinne von Luhmann) sind in der vorliegenden konstruktiven Terminologie keine Systeme, sondern Handlungszusammenhänge, die durch den Diskurs semantischer Koppelungen (Maturana 1985:145) von Beobachtern erzeugt werden, um das Verhalten von Systemen als sinnvolles zu beschreiben (verstehen).
Funkionale Systeme sind keine Systeme, gerade deshalb werden sie "funktionale" Systeme genannt (vergl. den Abschnitt zur Bennenung von Erdbeeren). N. Luhmann stammt aus der aus herrschenden Schulen, er hat seine Postitivismusstreit-Perspektive nie aufgegeben, sondern seine sogenannte Systemtheorie "autopoietisiert". Dabei hat er ein für H. Maturana wesentliches Konzept "skin encapselt" über Bord geworfen. Insbesondere verzichtet N. Luhmann auch auf die logische Buchhaltung, die H. Maturana vorgeschlagen hat.
Funktionssystem Informatik
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