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Es ist das kleine Taggeld?
Das kleine Taggeld entspricht 10 % des Höchstbetrages des versicherten Tagesverdienstes gemäss UVG.
Ausnahme: Versicherte in der erstmaligen beruflichen Ausbildung, die eine Ausbildung abgeschlossen hätten und durch deren gesundheitliche Einschränkung den Abschluss verhindert worden ist. Dieses IV-Taggeld beträgt 30 % des Höchstbetrages des versicherten Tagesverdienstes gemäss UVG.
Was ist das grosse Taggeld?
Beim grossen Taggeld beträgt die Grundentschädigung 80 % des Erwerbseinkommens, welches eine Person in Ihrer letzten beruflichen Tätigkeit vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens verdient hat. Bezieht sie eine Invalidenrente und nehmen an Wiedereingliederungsmassnahmen teil, ist allerdings das vor der Durchführung der Massnahme tatsächlich erzielte Einkommen massgebend.
Wie wird das Taggeld der IV berechnet?
Bruttolohn geteilt durch 365 (= Tage) mal 0.8 (= 80%)
Bruttolohn beinhaltet neben normalem Monatslohn alle weitern Einkünfte wie Provision, Bonus, 13. Monatslohn etc...
Wie hoch sind die Ansätze des kleinen Taggelds pro Tag?
Das kleine Taggeld beträgt jeweils 10% des Höchstbetrages des grossen Taggeldes. Da sich dieser Höchstbetrag zurzeit auf 407 Franken beläuft, beträgt das kleine Taggeld 40.70 Franken pro Tag.
Wer in erstmaliger beruflicher Ausbildung steht und diese Ausbildung ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bereits abgeschlossen hätte und im Erwerbsleben stünde, erhält ein Taggeld in der Höhe von 30% des Höchstbetrages des grossen Taggeldes und somit von 122.10 Franken pro Tag.
Bei welchen Versicherten muss man die gemischte Methode anwenden?
Bei Versicherten, die in Teilzeit arbeiteten oder in Teilzeit arbeiten würden.
Wann hat man Anspruch auf eine Rente?
Die Rente wird nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft:
mindestens 40 Prozent -> ein Viertel
mindestens 50 Prozent -> ein Zweitel
mindestens 60 Prozent -> drei Viertel
mindestens 70 Prozent -> ganze Rente
Wie berechnet die IV den IV-Grad bei einem Hausmann?
Die IV macht in der Regel eine Haushaltsabklärung vor Ort und prüft die einzelnen Einschränkungen wie Einkaufen, Putzen, Heben etc., welche je nach Haushalt verschieden gewichtet werden, was schliesslich dann den IV-Grad bzw. die Einschränkung im Haushalt ergibt.
Severin Kern verdiente Fr. 9'000.- pro Monat als Polier und hatte noch einen 13. Monatslohn. Er leidet an schwerer MS und ist seit dem 1. März 2014 zu 100% arbeitsunfähig. Seine Arbeitsstelle hat er unterdessen verloren. Die IV-Stelle stellt im Rahmen ihrer Abklärungen fest, dass Severin Kern eine Erwerbsunfähigkeit von 50% auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt hat und geht von einem Invalideneinkommen von Fr. 60'000.- für ein volles Pensum aus.
Nach welcher Methode wird der IV-Grad vorliegend bemessen und ab wann hat er Anspruch auf eine IV Rente?