Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03117.jsonl.gz/108

Schon bei vergangenen Abstimmungen hat sich das Volk für eine Milizarmee ausgesprochen. Erfahrungen im Ausland zeigen, dass die Abschaffung der Wehrpflicht der Einführung einer Berufsarmee gleichkommt. Dies ist klar abzulehnen.(Text: Markus Hausammann, Nationalrat, Langrickenbach)
Eine Berufsarmee ist zwar halb so gross, kostet dafür doppelt so viel. Kleine Staaten wie die Schweiz haben weder die finanziellen Mittel eine Berufsarmee zu unterhalten, noch würden sich genügend Soldaten finden lassen, welche den verfassungsmässigen Auftrag der Armee garantieren können. Auch der Zivildienst wäre in Frage gestellt, da es schwierig werden würde, genügend Freiwillige zu finden. Damit gefährdet die GSoA Initiative wichtige Grundpfeiler der Sicherheit und Solidarität der Schweiz.
Im Gegensatz zur Milizarmee, welche den aktuellen Wissensstand stetig weitergibt, muss eine Berufsarmee dauernd beschäftigt werden. Grosse Auslandseinsätze wären ein verlockendes Beschäftigungsmittel. Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Milizarmee gegen den Willen des Volkes in einem Konflikt zum Einsatz kommt, ist bedeutend geringer als bei einer Berufsarmee.
Bleiben wir bei einer Armee, die das Volk repräsentiert und legen am 22. September ein Nein in die Urne!