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Brasilien will sich bei der Internationalen Walkommission für die Einrichtung eines Wal-Schutzgebietes im Südatlantik stark machen.
Unterstützung erhält der Umweltminister dabei von der Bevölkerung mittels einer Unterschriftensammlung, die von 800.000 Brasilianern unterzeichnet worden ist.
Zwei Kisten voll mit unterschriebenen Dokumenten zur Forderung der Einrichtung des Wal-Schongebietes sind am Donnerstag (20.) an Umweltminister José Sarney Filho übergeben worden. Gesammelt wurden sie unter anderem von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace und SOS Mata Atlântica.
Die Diskussion um die Ausweisung des Schutzgebietes im Südatlantik für die riesigen Meeressäuger ist indes nicht neu. Schon seit 1999 versucht Brasilien, auch andere Länder von der Notwendigkeit dieses Vorhabens zu überzeugen.
Bei den internationalen Konferenzen hat sich das südamerikanische Land bisher allerdings nicht durchsetzen können. Jetzt wird dennoch auf einen Erfolg gehofft. Immerhin haben bei der Abstimmung im Jahr 2014 lediglich fünf Stimmen gefehlt, wie Sarney Filho betont.
Nach seinen Aussagen sind alle Anliegerstaaten Südamerikas für die Ausweisung des Walschutzgebietes. Mit ihm soll die Jagd der Meeressäuger verboten werden.
Darüber hinaus würde es für Forschungen dienen und soll der nachhaltige Tourismus mit Hilfe von Walewatching gefördert werden. Letztlich würde damit aber auch das Gleichgewicht des Südatlantik geschützt.
Der ist Heimat von 51 Wal- und Delfinarten. An der Küste Brasliens wurden bisher 33 Arten registriert, unter ihnen Buckelwal, Südlicher Glattwal, Brydewal, Omurawal, Pottwal und Blauwal.
An verschiedenen Abschnitten der Küste wird das Walewatching als Touristenattraktion angeboten, wie in den Bundesstaaten Santa Catarina und Bahia.
In Brasilien selbst ist die Waljagd seit 1986 verboten. In den internationalen Gewässern können andere Länder hingegen Jagd auf die Giganten des Meeres machen.
Die Internationale Walkommission tritt vom 20. bis zum 28. Oktober in Portoroz in Slowenien zusammen. Über die Einrichtung des Schongebietes Südatlantik wird voraussichtlich am 24. Oktober abgestimmt.