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Auf Schildern forderten sie, das Brexit-Votum rückgängig zu machen und die EU nicht aufzugeben. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich rund 40’000 Menschen an dem Protestmarsch. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zum Umfang der Demonstration.
“Ich bin zutiefst verunsichert über meine Zukunft”, sagte ein 25-Jähriger Demonstrant aus Hertfordshire. “Ich akzeptiere das Ergebnis, aber das hier soll zeigen, dass wir es nicht stillschweigend hinnehmen.”
Dagegen hoffen andere darauf, noch die Reissleine ziehen zu können. “Ich denke, die ‘Leave’-Kampagne hat die Menschen in die Irre geführt”, sagte die 37-jährige Demonstrantin Casey, die gelbe und blaue Blumen – die Farben der EU-Flagge – im Haar trug. “Ich möchte die EU nicht verlassen.”
“Wir können den Brexit verhindern, indem wir das Referendum nicht als das letzte Wort akzeptieren und den Finger vom Selbstzerstörungsknopf nehmen”, sagte der Organisator des Protestmarschs, Kieran MacDermott. Stattdessen sollte das Parlament entscheiden, ob Grossbritannien wirklich die EU verlasse, sagte MacDermott dem Sender BBC.
Auch der in den EU-Farben gekleidete Demonstrant David sagte: “Wir können noch etwas tun, solange Artikel 50 noch nicht aktiviert ist.”
Artikel 50 der EU-Verträge regelt den Austritt eines Landes aus der EU. Damit er zum Tragen kommt, muss die britische Regierung aber erst einmal offiziell einen Austrittsantrag stellen. Wann das nach dem historischen Brexit-Referendum vom 23. Juni geschieht, ist derzeit noch unklar.
Knapp 52 Prozent der Briten hatten bei der Volksabstimmung für einen EU-Austritt ihres Landes gestimmt und damit den gesamten Kontinent geschockt.
(SDA)