Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03117.jsonl.gz/1506

Nick Heidfeld vom Sauber-Team fuhr auf Platz 6. Glücklicher Sieger in Spanien war Michael Schumacher: Er "erbte" den Sieg von Häkkinen, der in der letzten Runde aufgeben musste.Dieser Inhalt wurde am 30. April 2001 - 08:56 publiziert
Als Häkkinen die Schlussrunde mit über 40 Sekunden Vorsprung auf Michael Schumacher in Angriff nahm, hatten sich die 80 000 Zuschauer auf dem Circuit de Catalunya damit abgefunden, einem mehrheitlich langweiligen Rennen beigewohnt zu haben. An der Reihenfolge gab es während der gut anderthalb Stunden wie befürchtet kaum Verschiebungen; Überholmanöver waren rar. Die Stimmung änderte sich schlagartig, als aus dem Heck von Häkkinens McLaren-Mercedes Flammen züngelten und Rauch aufstieg. Rund zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel, mit dem 19. GP-Triumph vor Augen, wurde der Finne zur Aufgabe gezwungen.
Malheur ausgerechnet während 150. Grand Prix
Anstatt Katalonien zum vierten Mal hintereinander als Sieger zu verlassen, avancierte Häkkinen somit zum tragischen Helden - und dies ausgerechnet während seines 150. Grand Prix. Er habe schon einige Runden zuvor Probleme mit der Kupplung gehabt, sagte ein überraschend gefasster Häkkinen nach dem Rennen. "Als dann anderthalb Runden vor Schluss die Warnlichter aufleuchteten, wusste ich, dass ich nicht durchkommen würde."
Freudloser Schumacher
"Auf diese Weise zu gewinnen, macht natürlich keinen Spass" ,sagte Michael Schumacher, der in Montmelo nach 1995 und 1996 zum dritten Mal siegte. "Ich habe Mika mein Mitgefühl ausgedrückt. So auszuscheiden, ist hart, denn er hat alles richtig gemacht und war heute besser als ich."
Ohne Probleme kam indes auch Michael Schumacher nicht durch. Wegen eines nicht optimalen Reifensatzes hatte der Weltmeister im letzten Rennviertel mit Vibrationen zu kämpfen. Aus Angst vor einem Reifenplatzer habe er vor allem auf den Geraden das Tempo gedrosselt, berichtete Schumacher nach seinem 47. Grand Prix-Sieg.
Nick Heidfeld auf Rang 6
Nachdem Rubens Barrichello im zweiten Ferrari mit gebrochener Aufhängung als Drittplatzierter hatte aufgeben müssen, rückte ein erstes Mal Heidfeld auf den 6. Platz vor. Über den einen WM-Punkt, seinen bereits achten in diesem Jahr, konnte sich der Mönchengladbacher vorerst aber nur kurze Zeit freuen. Fünf Runden vor Schluss musste er David Coulthard passieren lassen, womit zum bereits 23. Mal Platz 7 für das Sauber-Team Tatsache schien. Statt dessen durfte sich die Sauber-Crew am Ende völlig unverhofft über den insgesamt 99. WM-Punkt freuen.
Montoya Zweiter - Villeneuve Dritter
Imola-Sieger Ralf Schumacher fiel nach dem ersten Renndrittel als Viertplatzierter nach einem Dreher aus, doch BMW-Williams hatte dennoch Grund zur Freude. Der Kolumbier Juan Pablo Montoya, der als einziger Fahrer in den ersten vier Grands Prix dieses Jahres ausgeschieden war, wurde Zweiter und gewann so seine ersten WM- Punkte. Rang 3 ging an Jacques Villeneuve. Der Kanadier, der letztmals im August 1998 im Grand Prix von Ungarn als ebenfalls Dritter auf dem Podest stand, bescherte BAR-Honda den ersten Platz unter den ersten drei überhaupt.
swissinfo und David Bernold (SDA)
Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: <email-pii>