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Der grosse Jahresrückblick 2017 Abschied: Diese Stars gingen von uns
Schock für die WM-Bronzemedaillen-Gewinnerin Giulia Steingruber: Im Februar musste die Kunstturnerin von ihrer vier Jahre älteren Schwester Desirée Abschied nehmen. Die 26-Jährige, die seit der Geburt schwer behindert war, war an einer viralen Lungenentzündung erkrankt.
Sie war mit ihrem zweiten Kind im sechsten Monat schwanger. Im März dieses Jahres mussten Annina Campell und ihr Mann Marc Müller vom Ungeboren Abschied nehmen: «Wir haben unsere Tochter Elisa Anaiah letzte Woche im sechsten Schwangerschaftsmonat verloren», sagte sie damals. «Es sind die wahrscheinlich dunkelsten Tage unseres Lebens.»
Am 26. März beging Clay Adler Selbstmord. Der MTV-Reality-Star und Jugendfreund von Jennifer Lawrence fuhr mit Freunden in die Wüste, wo sie verschiedene Waffen ausprobieren wollten. Plötzlich richtete Adler die Waffe gegen seinen Kopf und drückte ab - vor den Augen seiner Freunde. Offenbar litt der 27-Jährige unter psychischen Problemen. Drogen und Alkohol seien nicht im Spiel gewesen.
Am 28. März tat Christine Kaufmann ihren letzten Atemzug - sie wurde 72 Jahre alt. Eine Woche zuvor war die deutsche Schauspielerin bewusstlos zusammengebrochen. Im Spital wurde schliesslich die Diagnose Leukämie erstellt und Kaufmann in ein künstliches Koma versetzt. Kaufmann wurde schon als Kind berühmt, spielte an der Seite von Kirk Douglas und heiratete Tony Curtis.
Die letzten Jahre im Leben von Willi Nef waren geprägt vom Kämpfen - 2011 lag er wegen einer Nervenkrankheit monatelang im Koma, dann folgte ein Herzinfarkt. Seinen letzten Kampf hat der Vater von Ex-Skirennfahrerin Sonja Nef verloren. Im Alter von 73 Jahren ist er Anfang April am Non-Hodgkin-Lymphon, einer seltenen Krebserkrankung, gestorben.
Am 15. April hörte sein Herz auf zu schlagen - ausgerechnet in seinen Ferien, in denen er sich eigentlich erholen wollte. Radio- und TV-Moderator Kurt Zurfluh starb im Alter von 67 Jahren auf Kuba. Seine Familie schrieb später in einer bewegenden Todesanzeige: «Kurt liebte die Menschen - und das Reisen. Auf Kuba war seine irdische Reise nach einer Herzschwäche zu Ende. Wir sind traurig und erinnern uns an die vielen schönen Momente, die wir mit Kurt verbringen durften.»
Am 16. April nahm sich Bernd Fritz das Leben - er wurde 71 Jahre alt. Vor 30 Jahren narrte er mit seiner Schummel-Wette bei «Wetten, dass..?» alle: 1988 trat er als Thomas Rautenberg auf und versprach, 36 Farbstifte am Geschmack erkennen zu können. Noch in der Sendung gab der damalige Journalist beim Satire-Magazin «Titanic» den Betrug zu. Thomas Gottschalk zum Tod: «Er hatte seinen Job gemacht, ich war ihm deswegen nie gram und muss nun traurig zur Kenntnis nehmen, dass sich auch ein Spassvogel nicht ewig durchmogeln kann.»
Am 20. April wurde Katharina Paholo, die Königin von Kamerun, nach kurzer, heftiger Krankheit überraschend aus dem Leben gerissen - 12 Jahre nachdem sie Moosseedorf bei Bern verliess, um in ihrer Wahlheimat Kamerun und an der Seite ihres Angebeteten, Prinz Marcelin Paholo, glücklich zu werden.
Am 27. April 1944 geboren und am 20. April 2017 gestorben: Cuba Gooding Sr. (l., hier neben seinen Sohn Cuba Gooding), wurde tot in seinem am Strassenrand parkierten Auto in Los Angeles aufgefunden. Wiederbelebungsversuche blieben zwecklos. Es heisst, er habe eine Überdosis gehabt. Cuba Gooding Sr. wurde 72 Jahre alt.
Der Schweizer Bergsteiger Ueli Steck verunglückte am 30. April bei einem Rekordversuch im Himalaya-Gebirge tödlich. Es wird vermutet, dass der 40-Jährige ausgerutscht und gestürzt sei. Wie es auf seiner Webseite heisst, passierte das Unglück um 9 Uhr Ortszeit auf rund 7600 Metern Höhe. Seine Leiche sei 1000 Meter tiefer geborgen worden.
Das war Ueli Stecks Plan: erst auf den Mount Everest dann auf den Lhotse. Und das innerhalb von 48 Stunden und ohne Sauerstoff.
Erst stand Chris Cornell noch auf der Bühne, dann nahm er sich wenige Stunden später das Leben: Chris Cornell starb am 18. Mai im Alter von 52 Jahren - als Teenager litt er bereits unter Depressionen und hatte mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen. Seine Frau, Vicky Karayiannis, wandte sich in einem Brief an die Öffentlichkeit und schrieb: «Wir hatten im vergangenen Jahrzehnt die Zeit unseres Lebens.» Sie entschuldigte sich dafür, in der letzten Nacht nicht bei ihrem Mann gewesen zu sein. «Ich weiss, dass das nicht du warst, mein lieber Christopher. Auch deine Kinder wissen das, darum kannst du in Frieden ruhen.»
Mit 89 Jahren ist er dem Krebs erlegen: Am 23. Mai ist «James Bond»-Legende Sir Roger Moore in der Schweiz verstorben. 1973 spielte Moore erstmals den Geheimagenten 007 in «Live and Let Die» und blieb der Rolle bis 1985 treu. Später engagierte er sich als Unicef-Botschafter.
Am 10. Juni, einen Tag vor seinem 75. Geburtstag, stürzte Gunter Gabriel die Treppe hinunter und brach sich dabei einen Halswirbel gleich dreifach. Drei Operationen folgten, doch sie konnten den deutschen Schlagersänger nicht mehr retten: Gabriel verstarb schliesslich am 22. Juni. In den 70ern machte sich Günter Caspelherr, wie der Komponist und Sänger eigentlich heisst, mit Hits wie «Hey Boss, ich brauch' mehr Geld» oder «Komm unter meine Decke» einen Namen. Danach folgten immer wieder Krisen.
Helmut Kohl starb am 16. Juni 2017 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim. Von 1982 bis 1998 war er der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zu dieser Zeit wurde er bekannt als «Kanzler der Einheit». Die Wiedervereinigung Deutschlands fand während seiner Amtszeit statt.
Andrea Jürgens: Sie lag drei Tage lang im Koma und erlag dann am 20. Juli im Alter von 50 Jahren einem akuten Nierenversagen. Ihre Karriere als Schlagersängerin begann die Deutsche bereits als Zehnjährige. 1970 entdeckte sie der erfolgreiche Musikproduzent Jack White. Als Erwachsene konnte Jürgens jedoch nicht an ihre alten Erfolge anknüpfen.
Am 21. Juli ist Schauspieler John Heard im Alter von 72 Jahren gestorben. Er wurde im Film «Kevin allein zu Haus» als Peter McCallister (Kevins Vater) bekannt. Gemäss dem familiären Umfeld soll der Hollywoodstar in einem Hotel in Palo Alto in Kalifornien von einem Zimmermädchen tot aufgefunden worden sein. Er erlitt einen Herzinfarkt.
Im Juli verlor die Schweiz einen ihrer beliebtesten Künstler: Polo Hofer verstarb im Alter von 72 Jahren. In seiner selbst verfassten Todesanzeige schrieb Hofer: «Am Samschtig, 22. Juli, churz vor Mitternacht het mys letschte Stündli gschlage und i bi zfriede deheime ygschlafe.» Und: «I säge: ‹Tschou zäme, es isch schön gsy!›» Schon seit einigen Jahren hatte Hofer mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im letzten Sommer erhielt er die Diagnose: Lungenkrebs.
Am 8. August musste Königin Máxima der Niederlande von ihrem Vater Abschied nehmen. Der 89-jährige Jorge Zorreguieta erlag in Buenos Aires seinem Krebsleiden. Da er als Staatssekretär des Landwirtschaftsministerium unter der Diktatur von General Jorge Rafael Videla diente, galt er am niederländischen Hof als Persona non grata. Er durfte deshalb auch nicht an der Hochzeit seiner Tochter 2002 teilnehmen.
Er war der erste Schweizer Mime und ein Vorreiter der visuellen Kunst. Einer grossen Öffentlichkeit bleibt er vor allem als kultiger «René» in der Sendung «Spielhaus» in Erinnerung. Am 17. August ist René Quellet 86-jährig friedlich eingeschlafen.
Er galt als «Genie» und «Komödien-Ikone»: Am 20. August verstarb Jerry Lewis im Alter von 91 Jahren in Las Vegas eines natürlichen Todes und friedlich im Kreise seiner Angehörigen. Unzählige Stars zollten Lewis Tribut. So schrieb Schauspieler Jim Carrey: «Jerry Lewis war ein unbestreitbares Genie, ein unfassbarer Segen, das Absolute der Komödie.» Und Robert De Niro sagte: «Jerry war ein Pionier in Comedy und Film. Und er war ein Freund.»
Nach langer Krankheit verstarb der Lebensgefährte von Esther Schweins am 11. September auf Mallorca. Die Schauspielerin und Lorenzo Mayol Quetlas waren seit zwölf Jahren ein Paar und hatten zwei gemeinsame Kinder. Er wurde nur 53 Jahre alt. Quetlas soll unter Darmkrebs gelitten haben.
Am 15. September hörte das Herz von Harry Dean Stanton auf zu schlagen. Der Schauspieler («Alien», «Paris, Texas») wurde 91 Jahre alt. Wie sein Agent sagte, sei Stanton in einem Spital in Los Angeles im Schlaf gestorben.
Sängerin Joy Fleming starb am 27. September im Alter von 72 Jahren. Sie sei «ohne Vorerkrankung friedlich eingeschlafen», hiess es in einer Mitteillung ihres Managements. Joy Fleming, mit bürgerlichem Namen Erna Liebenow, startete im Alter von 14 Jahren ihre Karriere als Musikerin. Zu ihren bekanntesten Liedern zählt «Ein Lied kann eine Brücke sein», mit dem sie 1975 Deutschland am «Eurovision Song Contest» vertrat und den 17. Platz belegte.
Am 2. Oktober verstarb Musiklegende Tom Petty. Er erlitt in seinem Haus in Malibu einen Herzstillstand und konnte trotz Reanimierungsversuchen im Spital nicht wiederbelebt werden. Er wurde 66 Jahre alt. Petty wurde in den 1970er-Jahren durch die Band Tom Petty & the Heartbreakers berühmt.
Am 25. Oktober 2017 ging Blueslegende Fats Domino im Alter von 89 Jahren von uns. Er sei eines natürlichen Todes gestorben, sagte der Gerichtsmediziner. Die Familie habe den Musiker tot in seinem Zuhause aufgefunden.
Zu seinen wohl berühmtesten Hits zählte «I'm walking».
Am 18. November 2017 ist Malcolm Young im Alter von 64 Jahren gestorben. Der AC/DC-Gründer erlitt 2014 einen Schlaganfall und litt unter Demenz, weshalb er sich aus dem Bandalltag zurückzog. Sein Bruder Angus schrieb: «Als Gitarrist, Songwriter und Visionär war er ein Perfektionist und ein einzigartiger Mann.»
Der 70er-Jahre-Mädchenschwarm David Cassidy ist tot. Der Schauspieler, Sänger und Herzensbrecher der US-Serie «Partridge Family» starb am 21. November im Alter von 67 Jahren an einem Leberversagen.
Am 5. Dezember erlag der ehemalige König von Rumänien Michael I. in seinem Haus in der Schweiz seinem Krebsleiden. Er wurde 96 Jahre alt.
Er füllte ganze Stadien und hatte ein Chalet in der Schweiz: Rocker Johnny Hallyday verstarb in der Nacht auf 6. Dezember mit 74 Jahren. Er war an Lungenkrebs erkrankt.
Gleich zwei tödliche Unfälle erschütterten im Herbst die Ski-Welt: Mitte November war der Franzose David Poisson, †35, bei einem Sturz im Training des Abfahrtsteams im kanadischen Skigebiet in der Provinz Alberta ums Leben gekommen. Wenige Wochen später, Anfang Dezember ,...
... verunglückte die deutsche Nachwuchshoffnung Max Burkhart beim Training tödlich. Der 17-Jährige soll die Orientierung verloren und bei einem Sprung statt nach links nach rechts gezogen haben. Er sei dann in einem unglücklichen Winkel in den Sicherheitszaun gestürzt und habe diesen mit seinen seinen messerscharfen Kanten zerschnitten, sagte Alpindirektor Martin Rufener, der als Kurssetzer auf der Unfallstrecke involviert war.