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Roland Barthes, geboren 1915 in Cherbourg, gestorben 1980 in Paris, war ein französischer Literaturkritiker, Schriftsteller und Philosoph. Neben seinen zahlreichen Beiträgen zum Strukturalismus prägte er die Literaturwissenschaft nachhaltig durch eine 1968 veröffentlichte Polemik, in der er die Relevanz des Autors für die Interpretation von Texten anzweifelte und gar den »Tod des Autors« sowie die darauf folgende »Geburt des Lesers« verkündete. In seinen späteren Texten hielt ihn das jedoch nicht davon ab, den Autor »Roland Barthes« als subjektive Position in seine Texte einfließen zu lassen. Er gehört zu den neugierigsten und anregendsten französischen Denkern der Nachkriegszeit. Zuletzt lehrte er Semiologie am Collège de France.
Christian Linder, 1949 in Lüdenscheid geboren, studierte in Bonn Philosophie und Literaturwissenschaft. Seit 1974 Autor des Deutschlandfunks, arbeitete er von Köln aus auch für das Feuilleton der »Süddeutschen Zeitung«, schrieb Reisereportagen für die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« und Hörspiele für den WDR. Er lebt zur Zeit in der Eifel.