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Die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) hat eine Strafuntersuchung eröffnet gegen den malaysischen Staatsfonds «1 Malaysia Development Berhad» (1MDB). Es geht um undurchsichtige Geldtransfers, unter anderem über Banken in der Schweiz.
Die BA bestätigte eine entsprechende Meldung der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps». Die am 14. August eröffnete Untersuchung betreffe Korruption ausländischer Beamter, ungetreue Geschäftsführung und Geldwäscherei, präzisierte BA-Sprecher André Marty.
Auch Finma schaltet sich ein
Bereits diese Woche schaltete sich auch die Finanzmarktaufsicht Finma in den Fall ein, berichtete die «Handelszeitung». Zahlreiche verdächtige Finanzströme liefen über hiesige Banken. Darunter befinden sich auch die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse.
«Die Finma steht betreffend der Korruptionsaffäre in Malaysia mit verschiedenen Schweizer Banken in Kontakt», sagt Tobias Lux, Sprecher der eidgenössischen Finma. Man kläre im Rahmen der Aufsichtstätigkeit ab, «ob und inwiefern die Banken involviert sind und wie dabei die Bestimmungen des Schweizerischen Aufsichtsrechts umgesetzt wurden.»
Fokus auf Genf
Involviert ist die Erdölfirma PetroSaudi International, die ein Büro in Genf hat. Bei einem Deal zwischen PetroSaudi und 1MDB im September 2009 sollen rund 700 Millionen US-Dollar abgezogen und an einen Vertrauten von Regierungschef Najib Razak überwiesen worden sein - unter anderem über Banken in der Schweiz und in Singapur.
In der Affäre war am letzten Montag ein Genfer Geschäftsmann in Thailand zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der ehemalige Angestellte der Genfer Filiale von PetroSaudi International soll die Firma erpresst haben.
Die malaysischen Behörden ermitteln seit Monaten wegen des hoch verschuldeten Staatsfonds. Der seit 2009 amtierende Najib hatte 1MDB selbst aufgelegt.
(sda/chb)