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Lage
Wangenried liegt auf 473 m ü. M., 2 km südlich des Bezirkshauptortes Wangen an der Aare und 9 km östlich der Stadt Solothurn (Luftlinie). Das Strassenzeilendorf erstreckt sich an einem nach Nordwesten geneigten Hang, am südlichen Rand der Aareniederung, im Oberaargau. Das Gemeindegebiet umfasst einen schwach reliefierten Abschnitt des nördlichen Berner Mittellandes. Der Hauptteil des Gebietes wird von der Höhe von Wangenried eingenommen, einem Grundmoränenwall des eiszeitlichen Rhonegletschers. Auf der Rüti wird mit 492 m ü. M. die höchste Erhebung der Gemeinde erreicht. Im Norden ist diese Höhe mit dem Chnubel durch eine Talsenke vom Gensberg (auf Wangener Boden) getrennt. Nach Osten reicht der Gemeindeboden bis in das Langimoos, nach Süden in das Waldgebiet Ischlag, und gegen Westen bildet ein kleines Tal die Abgrenzung gegen das Plateau des Deitinger Waldes. Ein kleiner Anteil des Gemeindebannes im Nordwesten mit der Flur Schwerzi liegt am Südrand der flachen Aareebene (425 m ü. M.).
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1407 unter dem Namen Ried. Später erschien die Bezeichnungen Wangenried. Der Ortsname geht auf das althochdeutsche Wort riod (Rodung) zurück. Seit dem Mittelalter gehörte Wangenried zur Propstei Wangen und unterstand der Oberhoheit der Kyburger. Im Jahr 1406 gelangte das Dorf unter Berner Herrschaft und wurde in der Folge der Landvogtei Wangen zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Wangenried während der Helvetik zum Distrikt Wangen und ab 1803 zum Oberamt Wangen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt.
Wirtschaft / Verkehr
Wangenried war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau und Obstbau sowie die Viehzucht einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden, unter anderem in zwei Betrieben der Holzverarbeitung. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in der Region Langenthal-Herzogenbuchsee, im Raum Solothurn und in den grösseren Orten entlang des Jurasüdfusses arbeiten.
Die Gemeinde ist verkehrsmässig recht gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstrasse von Wangen a/Aare nach Herzogenbuchsee, besitzt aber eine lokale Ortsumfahrung. Der nächste Anschluss an die Autobahn A1 (Bern-Zürich) befindet sich rund 3 km vom Ortskern entfernt. Durch eine Buslinie, welche die Strecke von Herzogenbuchsee nach Wangen a/Aare bedient, ist Wangenried an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.