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Informationen Coronavirus
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Informazioni coronavirus
Die Luftqualität in Schulzimmern hat einen Einfluss darauf, wie viele Ansteckungen mit dem Coronavirus in der Schule stattfinden. Dies belegt erstmals ein Pilotprojekt in 150 Schulzimmern auf Volksschulstufe in Graubünden.
Lüften ist immer dann sinnvoll, wenn die CO2-Konzentration einen bestimmten Messwert überschreitet. Als Richtwert ist dies alle 20 Minuten der Fall.
Es hat sich gezeigt, dass alle 20 Minuten ein drei- bis vierminütiges Stosslüften mit Durchzug die Luftqualität am schnellsten und besten reguliert, ohne dass dadurch die Raumtemperatur für längere Zeit absinkt.
Die Umgebungsluft wird im Inneren des Messgeräts von einem Laser beschossen. Ausschliesslich CO2-Partikel reagieren auf diesen Laser. Dabei erzeugen sie ein für das menschliche Ohr unhörbares Geräusch, das von einem Spezialmikrofon im Messgerät erfasst wird. Je mehr CO2-Partikel sich in der Umgebungsluft befinden, desto stärker ist das Signal des Spezialmikrofons. Die Stärke des Signals wird vom CO2-Messgerät gemessen und gibt die aktuelle CO2-Belastung im Raum je nach Modell akustisch oder visuell wieder.
Es hat sich gezeigt, dass alle 20 Minuten ein drei- bis vierminütiges Stosslüften mit Durchzug die Luftqualität am schnellsten und besten reguliert, ohne dass dadurch die Raumtemperatur für längere Zeit absinkt.
Es ist in jedem Fall sinnvoll, Räumlichkeiten regelmässig zu lüften, auch wenn Sie sich alleine im Raum aufhalten. Dies verbessert das Raumluftklima, senkt die CO2- und Aerosolbelastung und fördert die Konzentration.
Dass eine Ansteckung in jedem Fall verhindert werden kann, kann nicht bestätigt werden. Dank richtigem und regelmässigem Lüften kann das Ansteckungsrisiko mit SARS-CoV-2 (und anderen Viren) jedoch markant gesenkt werden.
Bei der Übertragung von SARS-CoV-2 spielen Aerosole eine zentrale Rolle: Personen, die sich mit dem neuen Coronavirus angesteckt haben, atmen neben CO2 auch Aerosole aus, die mit Viren beladen sind. Je mehr solche Aerosole in einem Raum zirkulieren, desto höher ist die Gefahr, dass andere Personen in diesem Raum sich auch anstecken; vor allem dann, wenn sie sich längere Zeit in diesem Raum aufhalten.
Aerosole sind kleine Teilchen in der Umgebungsluft, das können beispielsweise Gerüche aber auch geruchslose Teilchen wie Viren oder Bakterien sein.
Ausbrüche an Schulen tragen zur aktuellen COVID-19-Situation im Kanton Graubünden und der Schweiz bei. Deshalb rückt die Pandemiebekämpfung in den Schulzimmern in den Mittelpunkt. Um Schülerinnen, Schüler, Lernende, Studierende und Lehrpersonal vor weiteren Ausbrüchen zu schützen und damit den Präsenzunterricht aufrechterhalten zu können, müssen die Ansteckungen in den Klassenzimmern reduziert werden. Das regelmässige Lüften der Klassenzimmer ist deshalb auch im Winterhalbjahr sehr wichtig und als Sofortmassname schnell und einfach umsetzbar.
Die Messungen der Luftqualität werden seit Oktober 2021 in 150 Klassenzimmern von 59 Bündner Primarschulen durchgeführt. Pro Zimmer wurden jeweils zwei CO2-Sensoren installiert. Eine erste Auswertung, mit Datensätzen erhoben zwischen dem 1. und 19. November 2021, liegt nun vor. Dabei konnte ein statistischer Zusammenhang zwischen den Fallzahlen in den wöchentlichen Schultestungen bei den Schulklassen und der gemessenen CO2-Konzentration festgestellt werden: In schlecht belüfteten Klassenzimmern wurden signifikant mehr Personen mit SARS-CoV-2 infiziert.