Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03472.jsonl.gz/73

Nadine Siffert, die zurückgetretene Kaderturnerin aus Wünnewil, wurde ihrer Favoritenrolle im Programm 5 gerecht. Sie turnte ausdrucksstark, bewies Nerven und zeigte Übungen mit einem hohen Schwierigkeitsgrad. Siffert gewann verdient Gold und durfte sich als Schweizer Meisterin im P5 feiern lassen.
Die zweite Freiburgerin im P5, Sarah Bucheli (TSV Düdingen), konnte ihren 10. Qualifikationsrang nicht ganz halten und rutschte auf den 15. Platz zurück. Vor allem am Stufenbarren, wo sie zwei Stürze in Kauf nehmen musste, gelang ihr die Übung nicht optimal.
Nadia Mülhauser holt Bronze am Stufenbarren
Im Programm 6 wurde, wie jedes Jahr, auf sehr hohem Niveau geturnt. 16 Turnerinnen waren am Start, darunter die beiden Freiburgerinnen Nadia Mülhauser (Wünnewil) und Nadia Baeriswyl (Düdingen).
Nadia Baeriswyl, die noch immer eine Verletzung auskuriert, konnte nur am Stufenbarren starten. Mit der Note 12.45 und dem fünften Rang hätte sie ihr Ziel, den Gerätefinal der besten sechs, eigentlich erreicht. Da aber nur jene sechs Turnerinnen am Gerätefinal zugelassen wurden, die sämtliche vier Geräte geturnt hatten, konnte Baeriswyl nicht im Kampf um die Medaillen eingreifen.
Dafür rückte Nadia Mülhauser, die sich als Siebte eigentlich nicht für den Final am Stufenbarren qualifiziert hatte, an Stelle von Baeriswyl nach und packte diese Chance. Ihre Flugelemente und den Doppelsalto als Abgang turnte sie sicher und wurde dafür mit der Note 12.475 belohnt, wofür sie die Bronzemedaille erhielt. Die erst 13-jährige Wünnewilerin, die ihre erste Schweizer Meisterschaft im P6 turnte, zeigte auch sonst einen beinahe fehlerfreien Wettkampf und erreichte den ausgezeichneten 5. Rang im Mehrkampf. Dank ihrer soliden Leistung konnte sie sich nebst dem Stufenbarren auch noch für den Final am Boden (5.) und am Sprung (6.) qualifizieren.
Catanzaros Nervenflattern
Die Augen der Zuschauer waren im P6 in erster Linie auf die junge, sehr talentierte Aargauerin Sara Catanzaro gerichtet. Das Ausnahmetalent, das im vergangenen Jahr die ganze Schweizer Kunstturnelite geschlagen hatte, galt als grosse Favoritin. Sie hielt dem grossen Druck jedoch nicht stand, stürzte sowohl am Stufenbarren wie auch am Schwebebalken und wurde von Giulia Steingruber (Gossau) mit 0.95 Punkten Rückstand auf den zweiten Rang verwiesen.
Zollet ausgezeichnete Dritte
Im Programm 2 verlor die Wünnewilerin Alexandra Zollet (TV Wünnewil) zwar einen Rang gegenüber ihrem Qualifikationsresultat, ihr fehlerfreier Wettkampf reichte dennoch für die Bronzemedaille. Ihre Teamkollegin Alexandra Müller konnte trotz einer soliden Leistung nicht an ihr Qualifikationsresultat anknüpfen und wurde 36.
Im P3 war Charline Macherel (GASF) als einzige Freiburgerin am Start. Sie verbesserte sich vom 34. Qualifikationsrang auf den 29. Platz. Um 13 Ränge verbesserte sich Nathalie Haymoz (Düdingen) im P1 und wurde dank eines fehlerfreien Wettkampfs 26. cm/sh