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«Faust» – Die Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe gilt als das bedeutendste und meistzitierte Werk der deutschen Literatur. Die Kabarettisten Michael Quast und Philipp Mosetter zeigen «Faust» als Humorbuch ersten Ranges. Darf man sich über das große deutsche Nationalepos lustig machen? Ja, man darf – zumindest, wenn es so gekonnt geschieht wie bei Michael Quast und Philipp Mosetter.
Daten:
Mi 30. MRZ 16 19:30 Uhr
INHALT
Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust … Goethe selbst hat im Text des «Faust» verankert, dass nur zwei Darsteller vorgesehen sind. Auf der Bühne daher: Michael Quast, Meister der multiplen Rollengestaltung, zuständig für Personal und Geräuschkulisse (allein im Osterspaziergang sind das 19 Rollen!), und Herr Mosetter, der Meister der Fussnote, zuständig für Subtext und Bühnenbild. Faust I. ist das Schlachtfeld für den Kampf zwischen Herrn Quast («der immer strebend sich bemüht») und Herrn Mosetter («dem Geist, der stets verneint») unter Hinzuziehung der Psychoanalyse, der Quantentheorie und
der Kunst, Papierflieger zu falten.
Die Laufbahn von MICHAEL QUAST begann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Als Künstler mit den unterschiedlichsten Talenten war er von 1982 bis 1985 Mitglied des Düsseldorfer «Kom(m)ödchens» unter Kay und Lore Lorentz und arbeitete danach an seinen Solokabarett-^Programmen. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Künstler gründete im Dezember 2008 mit Gleichgesinnten die «Fliegende Volksbühne Frankfurt». Michael Quasts Bühnenpartner Philipp Mosetter lebt und arbeitet als freier Autor in Wien und Frankfurt / Main.
BESETZUNG
PRODUKTION Fliegende Volksbühne Frankfurt
MIT Michael Quast, Philipp Mosetter
BIOGRAPHIEN
MICHAEL QUAST SCHAUSPIELER
Michael Quast wurde 1959 in Heidelberg geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Es folgten Engagements am Theater Ulm, am Düsseldorfer Kom(m)ödchen, am Schauspiel und an der Oper Frankfurt, am Staatstheater Stuttgart, an den Hamburger Kammerspielen, am Theater Heidelberg und im Tigerpalast in Frankfurt am Main. Zugleich war Quast ab 1985 als Kabarettist mit den Soloprogrammen «Satyr im Getriebe» (1985), «Die Wüste lebt» (1989), «Unter Geiern/Lovesongs» (1992), «Henkersmahlzeit» (1995) und «Hörsturz» (2000) unterwegs. Quast machte sich auch mit gewitzten Adaptionen von großen Stoffen für kleine Besetzung, darunter zahlreiche Offenbach-Operetten, einen Namen. Zusammen mit Philipp Mosetter führte er «Goethe. Faust I» und «Schiller – Verrat, Verrat und hinten scheint die Sonne» und zusammen mit Sabine Fischmann Don Giovanni «Der komplette Wahnsinn für zwei Stimmen und ein Klavier» auf. Quast ist Mitbegründer und Protagonist des Sommerfestivals Barock am Main Der Hessische Molière, bei dem im Park des Bolongaropalastes in Frankfurt-Höchst die hessischen Molière-Bearbeitungen von Wolfgang Deichsel zur Aufführung kommen. Zur Spielzeit 2009/2010 sollte Michael Quast Mit-Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Frankfurter Volkstheaters werden. Er sagte jedoch ab, da es mit den Erben der Theatergründerin Liesel Christ zu keiner Einigung über die wirtschaftliche Führung des Theaters kam. Daraufhin gründete Quast mit Gleichgesinnten im Dezember 2008 die Fliegende Volksbühne Frankfurt.
PHILIPP MOSETTER SCHAUSPIELER
Philipp Mosetter wurde 1956 in Schramberg/Schwarzwald geboren und
lebt und arbeitet heute als freier Autor in Wien und Frankfurt am Main.
Seit 1976 ist er als Autor, Kabarettist und Schauspieler tätig, zunächst mit
der Theatergruppe «Karl-Napps-Chaos-Theater», später mit insgesamt 7
Soloprogrammen. Derzeit ist Philipp Mosetter zusammen mit Michael Quast mit den Klassikerbearbeitungen «Faust I» und «Schiller Verrat, Verrat und hinten scheint die Sonne» zu sehen.