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Nicht jedes Land werde bei jedem Gemeinschaftsprojekt mitmachen, so etwa bei der verstärkten Zusammenarbeit in Verteidungsfragen oder bei Wissenschaftsprogrammen. "Wem es in der Küche zu heiss wird, der sucht die frische Luft", sagte Juncker. Im "Orbit" könnten auch Grossbritannien nach dem Brexit oder die Türkei der EU verbunden bleiben - "oder andere, die davon noch nichts wissen".
Die Kommission wird nach Junckers Worten wahrscheinlich kommende Woche ihr angekündigtes Weissbuch zur Zukunft der EU vorlegen - früher als ursprünglich geplant. Es soll Vorschläge enthalten, wie sich die Gemeinschaft in den nächsten Jahren weiter entwickeln könnte. Doch handelt es sich nach Junckers Worten nicht um eine "Bibel", sondern um eine Grundlage für eine Debatte "ohne Tabus".
Juncker hatte am Mittwochabend in Berlin mit Bundeskanzlerin Merkel gesprochen, die bereits Anfang Februar die Idee eines Europas unterschiedlicher Geschwindigkeiten aufgegriffen hatte. Die EU debattiert seit Monaten, wie sie sich nach dem erwarteten Ausscheiden Grossbritanniens neu aufstellen will. Erste Weichen sollen bei der Feier zum 60. Jubiläum der Römischen Verträge am 25. März gestellt werden./vsr/DP/he
(AWP)