Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03375.jsonl.gz/3137

|HOME||INDEX

STUMMFILM
|DER
DEUTSCHE

STUMMFILM
|Käthe
von Nagy

1904 - 1973
|.

.
Die Schauspielerin Käthe von Nagy wurde als Ekaterina Nagy von Cziser (Kato Nagy) in Szatmar, Ungarn geboren.
Sie wuchs in einem behüteten Elternhaus auf und ihr Vater, ein Bankdirektor, unterstützte sie in allen Interessengebieten. So bekam sie auch Reit- und Fechtunterricht. Nur die Schauspielerei als spätere Berufswahl wollte nicht so recht in deren Weltbild passen.
Nach der Schule konnte sie einige Novellen in einer Budapester Zeitung veröffentlichen, besuchte gleichzeitig die Schauspielschule von Béla Gáal.
Nach heftigem Widerstand seitens ihrer Eltern gegen den gewünschten Schauspielerberuf konnte sich Käthe von Nagy letztendlich durchsetzen und ging nach Berlin, wo sie mehrere Jahre lang vergebens Arbeit als Schauspielerin suchte. In dieser Zeit verdiente sie ihr Geld als Korrespondentin für die ungarische Zeitung Pester Hirlop.
1927 wurde sie erstmals in einer Nebenrolle für den Film "Männer
vor der Ehe" engagiert, eine Rolle, die ihr in den nächsten Jahren
den Ruf als "Backfischdarstellerin" einbrachte. Den Regisseur dieses Filmes
- Constantin J. David - heiratete sie kurz darauf.
Anfangs der 30er Jahre nahm sie Abschied vom Image des Backfisches und
verkörperte vermehrt den mondänen Typ auf der Leinwand. Ihre
meist Tonfilmoperetten und musikalische Komödien umfassenden Arbeiten
feierten grosse Erfolge und bestätigten die hoffnungsvollen Erwartungen
Ende der 20er Jahre in Käthe von Nagy.
Durch ihre mehrsprachige Schulausbildung konnte sich Käthe von Nagy auch im französichen Raum als Star etablieren, wo sie meist in den französischen Versionen ihrer deutschen Filme spielte. Als Kate de Nagy wurde sie auch in Frankreich ein Star. Zu ihren französischen Produktionen zählen "La Capitaine Craddock" (31), "La route impériale - Unter falschem Verdacht" (35), "Cargaison blanche - Weisse Fracht für Rio" (36) und "La bataille silencieuse" (37).
Mit dem Beginn des Krieges zog sich Käthe von Nagy weitgehend vom Film zurück. Sie spielte in "Mahlia la métisse" (39-42), danach erschien sie nur noch zweimal auf der Leinwand mit den Filmen "Cargaison clandestine - Alarm in St. Juano" (50) und "Die Försterchristl" (52).
Als 1956 in Ungarn der Volksaufstand entbrannte, befand sich Käthe
von Nagy in Budapest. Sie kümmerte sich um die Verwundeten und wurde
später selber verletzt.
Weitere Filme mit Käthe von
Nagy:
|Back|