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Wenn sich NHL-Teams mit Mannschaften aus Europa messen, für die einen eine überflüssige Show, reiner Kommerz und Geldmacherei, für die anderen die Faszination des Direktvergleichs zwischen zwei unterschiedlichen Eishockey-Welten.
Im Kindesalter lese ich zum ersten Mal von den Super-Series, welche zwsichen den 70ern und 90ern ausgespielt werden. Dabei gehen meistens zwei sowjetische Teams über Weihnachten und Neujahr auf eine NHL-Tournee. Faszinierenderweise gewinnen die «Bösen», also die Sowjets, jeweils mehr Partien als «die Guten» NHL-Profis.
Wobei der ZSKA Moskau zu dieser Zeit absolut nicht als böse betrachtet werden darf. Die unschlagbaren Sowjets zauberten nämlich während der Herbst- und Winterzeit auch auf unserer Strasse, die Duelle wurden nicht nur auf dem Asphalt nachgespielt, sondern auch auf Nintendo-Ice-Hockey oder dem Stiga-Hockeykasten.
Im September 1990 gastiert dann der aktuelle Stanley-Cup-Sieger Edmonton Oilers erstmals in Westeuropa und duelliert sich mit dem Deutschen Meister Düsseldorfer EG, auch dieses Duell ist zu diesem Zeitpunkt absolut faszinierend. Die Deutschen, welche in Schweizer Reichweite liegen, schlagen sich hervorragend gegen den Stanley-Cup-Sieger und die St. Louis Blues.
Was mit den Super-Series seinen Anfang nimmt, geht über die NHL-Challenge und die NHL-Premiere zu den heute bekannten Global-Series über. Für die NHL-Teams ist es die Hauptprobe zum Meisterschaftsstart, für die Europäer, welche schon mitten in der Meisterschaft stehen, ist es das Spiel des Jahres. Unterschiedliche Voraussetzungen mit unterschiedlichen Zielen, doch der «Nordamerikaner» verliert grundsätzlich nicht gerne, schon gar nicht gegen einen Aussenseiter aus Europa.