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Ziele Förderung der Biodiversität
Durch die Intensivierung der Landwirtschaft während und nach dem zweiten Weltkrieg und durch die rege Bautätigkeit, die bis heute unvermindert anhält, verschwand ein Grossteil unserer naturnahen bzw. extensiv bewirtschafteten Lebensräume. Auch die Zahl der Hochstammobstgärten, die einst wie ein grüner Wall alle Bauerndörfer umgaben, hat dramatisch abgenommen. Da diese Lebensräume natürlicherweise besonders artenreich sind, wurde mit ihrem Verschwinden die Lebensgrundlage vieler Tier- und Pflanzenarten entzogen oder zumindest massiv geschmälert. Viele Arten dieser Lebensräume sind denn heute auch selten geworden, stehen auf der roten Liste oder sind bereits ausgestorben.
Mit Einführung der Integrierten Produktion (IP) 1993 bzw. dem Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) in der Direktzahlungsverordnung (DZV) versuchte man erstmals, dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken: jeder Betrieb, der Direktzahlungen beziehen will, muss mindestens 7 % der Landw. Nutzfläche (LN) (ohne Spezialkulturen) bzw. 3.5 % der LN, die mit Spezialkulturen belegt ist, als ökologische Ausgleichsfläche bewirtschaften. Leider genügten diese Flächen den hohen Erwartungen an die Qualität in den seltensten Fällen. Mit Einführung der Ökoqualitätsverordnung (ÖQV) im Jahr 2001 wurden schliesslich Grundlagen geschaffen, um mit zusätzlichen finanziellen Mitteln einen Anreiz zu geben, die Qualität sowie die Vernetzung solcher Flächen zu verbessern. 2014 wurde die Ökoqualitätsverordnung in die Direktzahlungsverordnung integriert. Die ökologischen Ausgleichsflächen heissen nun Biodiversitätsflächen.