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Alte Holzfenster mit Verbund-Thermoglas
Fenster werden meistens komplett ausgetauscht. Die Rahmen werden herausgerissen, sodass man außer Schmutz anschließend auch noch die Maurer im Haus hat. Ich entschied mich, nur die Glasscheiben gegen Thermo-Verbundglasscheiben auszuwechseln. Die alten Holzfenster ließen den Wechsel mit wenig Aufwand zu (Abb.n 1 u. 2).
Die in die beiden zusammengeschraubten Rahmen der Fensterflügel gekitteten Scheiben wurden entfernt, und zwischen die Rahmen wurde eine Thermoscheibe geklemmt. Damit der Metallrahmen rund um die Thermoscheibe vom inneren Holzrahmen verdeckt wird, wurde die lichte Rahmen-Weite etwas vergrößert. Ein entsprechendes Fräsen war ohnehin notwendig, weil die Nase zum Anschlag der alten äußeren Glasscheibe im äußeren Rahmen im Wege war. Sie wurde ganz entfernt, und der umgekehrte Anschlag im äußeren Rahmen wurde durch Einbauen von 3 Leisten pro Flügel hergestellt (unten wurde verkittet, um den Abfluß des Regenwassers zu erleichtern).
In die Mehrzahl der Fenster baute ich 2-fache Thermoscheiben ein (Abb.1). Nur die relativ große dreiflüglige Kombination (2 Fensterflügel + 1 Terrassentüre) stattete ich mit 3-fachen Thermoscheiben aus (Abb.2).
Wenige Jahre, nachdem ich schon einige Fenster erneuert hatte, wurde eine Wärme-Isolierung an der Hausfassade angebracht. Jetzt wären die Fenster bei üblichem Vorgehen zu breit und zu hoch gewesen, denn auf den Laibungen der Maueröffnungen wird ebenfals eine Isolationsschicht angebracht. Diese ist mit üblicherweise etwa 3 cm Dicke nicht sehr wirksam. Ich ließ sie dennoch anbringen und gestaltete deren Anschlußpartie an die Fenster in besonderer Weise (s. Abb. 1 und 2, rechts):
Der fixe Fensterrahmen ist seitlich und oben mit einer zusätzlichen Leiste erweitert. An einer Leistenfläche stößt die Isolation der Laibung, an der gegenüberliegenden Fläche der äußere Rahmen des Fensterflügels von innen her an. Der von außen sichtbare Tei der neuen Verglasung befindet sich noch deutlich innerhalb der Wandöffnung. Meine Fenster sind relativ zur Wandöffnung größer als bei üblichem Vorgehen, wobei man die Fenster gegen absolut kleinere austauscht.
In die Leisten-Kontaktfläche mit dem Fensterflügel wurde die Nut für die neu vorgesehne Wind-Dichtung gefräst. Eine solche Dichtung wurde auch in einem der beiden Flügel an deren Zusammentreffen in der Mitte eingebaut (s. Abb. 1 und 2, links). Die Dichtungen der Flügel gegen die metallene Schwitzwasserrinne auf dem fixen Rahmenunterteil sind ebenfalls in Flügel-Nuten eingeschoben.
Abb.5 (links) Außenansicht: oben - Fenster vor, unten - nach der Erneuerung (Fassade bereits isoliert)
Die Fenster waren vor ihrer Erneuerung ziemlich "kleinteilig". Jeder Flügel hatte ein Sprossenkreuz mit je 4 kleinen Glasscheiben dazwischen. Die 2 mal vier kleinen Glasscheiben wurden durch eine einzige Thermo-Verbundglas-Scheibe ersetzt (das Sprossenkreuz wurde heausgesägt). Das alte Erscheinungsbild habe ich angenähert in Form einer Zweiteilung erhalten, indem ich eine abnehmbare, in der Höhe mittige Sprosse von außen vor jedem Flügel anbrachte.
Die etwa 60 Jahre alten Fenster haben einen aufgesetzten Drehstangenbeschlag. Durch Drehen der Stange um ihre eigene Achse werden je ein Haken über und unter den Flügeln in am fixen Rahmen befestigte Ösen eingedreht. In offener Stellung sind beide Flügel frei beweglich. Ich habe unterhalb des Betätigungshebels eine zusätzliche Hakenschraube am Flügel mit der Drehstange angebracht. Auf diese Weise lässt sich dieser Flügel verriegeln, während der andere Flügel offen bleiben kann.
Siegfried Wetzel, CH 3400 Burgdorf, Juli 2014
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