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Wimbledon 2017 war vor den US Open Pironkovas letztes Turnier auf der Tour gewesen. Wegen einer Schulterverletzung musste sie danach aussetzen, ehe sie im Frühjahr 2018 Mutter eines Sohnes wurde.
«Nach 2 Jahren Pause begann ich die Tour zu vermissen», sagte Pironkova. Im März dieses Jahres verkündete sie ihre Rückkehr, ehe die Coronavirus-Pandemie die Tennis-Welt für knapp 5 Monate zum Erliegen brachte.
Mehr Zeit dank Corona
«Natürlich hatte ich danach Zweifel, ob es der richtige Entscheid war», sagte Pironkova in New York. «Aber dadurch hatte ich mehr Zeit, um mich vorzubereiten.»
Ich weiss, dass ich das in mir habe.
Wie gut die Bulgarin, die kein Ranking besitzt, bereits wieder in Form ist, bewies sie nun in der 2. Runde gegen Garbiñe Muguruza. Pironkova gewann gegen die Wimbledon-Siegerin von 2017 mit 7:5, 6:3. Nun trifft sie auf Donna Vekic.
Überrascht? Nein!
Überrascht über den Sieg gegen die Australian-Open-Finalistin Muguruza war Pironkova nicht. Sie habe schon früher gelegentlich Top-Spielerinnen geschlagen. «Ich weiss, dass ich das in mir habe.»
2010 erreichte sie in Wimbledon den Halbfinal, zudem stand sie in 2 weiteren Grand-Slam-Viertelfinals. Ihre beste Klassierung in der Weltrangliste war Position 31 - vor genau 10 Jahren.
Familie nimmt ihr den Druck
Heute sei sie reifer und erfahrener. Zudem könne sie es viel mehr geniessen, sagte Pironkova. «Ich habe diesen zusätzlichen Druck nicht mehr.» Früher sei es für sie im Tennis praktisch um Leben und Tod gegangen.
Inzwischen haben sich die Prioritäten verschoben. Die Familie steht über allem. «Für sie würde ich keine Kompromisse machen.» Das Leben auf der Tour als Mutter sei nicht einfach, es gebe viele Herausforderungen und viel Arbeit. «Aber die gibt es auch sonst.»