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Der Junge … sah hinab auf die lustigen Villen am See, als Daunenfein einen Schrei ausstiess. »Jetzt weiss ich, wo wir sind! Dort liegt die Stadt, die auf den Wasser schwimmt« Aus Nils Hogersson von Selma Lagerlöff
Das Königliche Stockhlom erstreckt sich auf 14 Inseln. Die Stadt zählt 923’000 Einwohnern und mit den Aussenbezirken 2,2 Millionen. Die Stadtteile der schwimmende Metropole im Mälaren haben alle ihren eigenen Charakter. Ein weltweit erster Nationalstadtpark zieht sich durch die Stadt. So ist sie nicht nur vom Wasser, sondern auch von sehr viel Grün geprägt.
Stockholm bedeutet Pfahlinsel. Vom Inselchen Helgeandsholmen breitet sich die Siedlung zur heutigen Stadt aus. Im 14. Jh. war die Hanse einflussreich. Viele Deutsche lebten hier und stellten die Hälfte aller Stadträte. Im 18. und 19. Jh. zerstörten Brände die Holzhäuser, deshalb zeugen vorwiegend Stein- und Betonbauten aus dieser Zeit. Die Einwohnerzahl wuchs von 75’000 auf 300’000 an. Stockholm hatte bis 1861 keine Kanalisation. Sie galt als einer der schmutzigsten Städte Europas. Epidemien brachen aus. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Problem erfolgreich angegangen. 1912 fanden die V. Olympischen Spiele in Stockholm statt. 2010 ernannte man die Stadt zu Europas ersten Umweltstadt.
Unsere Fahrräder kommen in den Einsatz. Die Altstadt reizt uns. Auf Radwegen erreichen wir den Königsplatz und das überdimensionale Königsschloss, welches zwischen 1690 bis 1750 errichtet wurde.
Das Schloss umfasst 600 Zimmer. Zwar steht eine Wache davor, doch die Königsfamilie residiert im Bernadotte Schloss Drottningholm. König Carl XVI. Gustav hat lediglich seinen Arbeitsplatz hier. Die Repräsentationsräume werden für Empfänge verwendet.
Wir sehen uns die Schlosskappe an, die für jedermann offen ist. Die gesamte Fassade des offiziellen Königssitzes
wird renoviert. Sie erhält eine neue Farbgebung.
Die Västerlånggatan zieht sich durch die Altstadt. Mit ihren zahlreichen Restaurants, Souvenirshops und Geschäften ist sie die hiesige Flaniermeile und mit Touristen wie wir überfüllt. In den Gassen wird es eng. Der schmalste Durchgang von 90 Zentimeter zu fotografieren ist unmöglich.
Die ockerfarbigen Häuser und engen Gassen sind eine Augenweide.
Die im 16. Jh. erbaute Tyska Kyra (St. Gertrud) erinnert, dass einst die Hanse die Ostsee kontrollierte. Jeden Sonntag versammeln sich Gemeindemitglieder zum deutschsprachigen Gottesdienst. Die Schirmherrin ist die Königin Silvia, die ab und zu am Gottesdienst teilnimmt.
Von der aufregenden Stadt haben wir einen klitzekleinen Teil kennengelernt und entfliehen dem Touristengewühl Richtung Wasahamnen.