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Bastia
16.06.2017 Bastia
Ich fahre ins rund fünf Kilometer entfernte Stadtzentrum – es herrscht ein einziger Verkehrsstau und ich zwischen durch - und parkiere am Quay des Martirs de la Liberation. Erst laufe ich zum alten Hafen, dann zurück zur Place St. Nicolas, wo der Stadtrundgang meines Reiseführers beginnt. Ich laufd die Rue Cardinal Viale hinunter zum alten Hafen, dann um ihn herum bis zum Phare du Dragon (dem roten der beiden Leuchttürme beim Hafeneingang). Von hier aus hat man eine schöne Aussicht auf das von der Morgensonne beschienene Bastia. Ueber eine steile Treppe erreiche ich die Zitadelle. Hier besuche ich das Musee de Bastia. Es gibt ein Stadtmodell und einige historische Stadtansichten, z.B. von Frederic Bourgeois de Mercey, Vue du port de Bastia (1839). Im Untergrund hat es Zisternen für Trinkwasser und Gefängniszellen. Die weiteren Räume zeigen Familienwappen, Gemälde von Notablen der Stadt, natürlich darf auch ein Gemälde von Pascal Paoli nicht fehlen, Erinnerungen an die bekannte Firma Mattei, die den Cap Corse Aperitiv hergestellt hat, sowie einige Gemälde aus der Sammlung von Kardinal Fesch. Das herausragendste ist aus der Schule von Carlo Amalfi, der Billardspieler (1740-74). Ausserhalb des Museums kann man noch das genuesische Pulverlager besichtigen, in dem eine Ausstellung über die Goldschmiedefamilie Filippi ist, sowie die „hängenden Gärten“, eigentlich ein Dachgarten auf der Festung. Das Mittagessen im Restaurant „Sampiero“ wird zur Geduldsübung: Eine geschlagene Stunde muss ich warten, bis ich etwas kriege. Das Essen ist nicht besonders. Kellner, Küchenangestellte und Hilfskraft sind alle restlos überfordert. Nach eineinhalb Stunden kann ich endlich weiter. Ich besuche die Kathedrale St. Marie de l’Assomption und das gleich dahinterliegende Oratorium der Bruderschaft vom heiligen Kreuz. Unweit davon steht der Turm des alten Seminars. Ich laufe wieder in die Unterstadt, wo jetzt das Oratorium der Bruderschaft Saint-Roch von der Sonne beschienen ist. Ich besuche aber am Marktplatz die Eglise Saint Jean-Baptiste, deren angeblich hochwertigen Gemälde derart eingeschwärzt sind, dass man nichts mehr sieht. Nun kehre ich zur Place Saint-Nicolas zurück. Als ich ein öffentliches WC benutze, will ich es verriegeln, aber an die Verriegelung ist die automatische Reinigungsanlage gekoppelt und so werde ich etwas nassgespritzt. Bei dieser Hitze kein Problem. Aber eine sehr unlogische Bauweise. Auf der Place Sain-Nicolas steht der Turm des Uboots Casabianca, das den Ausfständischen im zweiten Weltkrieg Waffen geliefert hat. Ich laufe etwas kreuz und quer durch den mittleren Teil der Stadt und danach zum Jardin de l'Annonciade. Die Bäume haben riesige Wurzeln, die auf dem Boden wachsen. Ich kehre zur Place St. Nicolas und zum Scooter zurück, mit dem ich zum Hotel fahre.