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Als Gleis (oder Geleise) bezeichne ich die meistens aus zwei Schienen bestehende Fahrbahn für Schienenfahrzeuge, etwa der Eisenbahn. Es ist eine Alternative zu Strasse mit wohl gleicher Keinform: die Spuren von Wagen.
Bahnsteige in Bahnhöfen werden als Gleis numeriert .
Quasi-Etymologie:
Als Gleis wurde im 14. Jahrhundert eine Radspur oder ein getretener Pfad bezeichnet. Es ist eine Kollektivbildung des mittelhochdeutschen leis bzw. leise für Spur. Dies geht wiederum auf das althochdeutsche leisa zurück, in Verbindung mit Wagen als waganleisa, also Wagenspur. Ursprünglich waren damit die von einachsigen Karren (u. a. Ochsenkarren) oder zweiachsigen Wagen (Pferdefuhrwerke) in den Boden eingedrückten, parallelen Spurrillen bezeichnet. Im römischen Straßenbau – und dann wieder ab dem Mittelalter – kannte man die in den Fels eingehauenen Spuren, die den Fahrzeugen besonders im Gebirge eine sichere Fahrt auf dem exponierten Weg ermöglichten. Diese Karrengeleise bedingten eine wenigstens regional normierte Spurweite der Fuhrwerke. Vereinzelt kamen schon in antiken Straßen weichenähnliche Verzweigungen vor.
Eine sachliche Herkunft hat der Ausdruck in "gehe leise".