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Schon 2015 haben unsere Kämpfer eine reife Leistung gegen die besten der Welt erzielt, darunter der fünfte Platz von Ludovic Chammartin (-60kg) und sogar eine Medaille für Evelyne Tschopp, der hervorragenden Finalistin in der Kategorie -52kg. Haben sich aber auch schon andere Schweizer Kämpfer in Paris einen Namen gemacht? Welche Leistungen wurden bisher in der Arena von Bercy und davor im legendären Stadion Coubertin vollbracht? Ein kleiner historischer Rundgang…
Born und Schaffter im Jahr 1991
Seit der Gründung des internationalen Turniers in 1971, konnten die Generationen der 70er und 80er Jahre keinen Sieg für unser Land verbuchen. Erst im Jahr 1991, zwanzig Jahre nach dem ersten Pariser Stelldichein, welches vom grossen Shozo Fiji ins Leben gerufen wurde, änderte sich alles. In diesem Jahr gab es gleich zwei Schweizer Medaillen, einmal für Eric Born in der Kategorie -65 kg und für Oliver Schaffter in der Kategorie -78 kg. Diese Siege waren sozusagen die Vorboten des Europameistertitels des ersteren im selben Jahr, sowie seiner WM-Medaille 1993, ebenso deuteten sie auch die Finalteilnahme an den Europameisterschaften des zweiten im Folgejahr an.
Aschwanden besiegelt sein olympisches Schicksal
Die Aschwanden-Saga beginnt 1999 mit der Pariser Bronzemedaille in der Kategorie -81 kg. Im Jahr darauf erkämpft er sich seinen ersten Europameistertitel. Zwei Jahre später (2001), erringt sich der Berner seine erste Medaille an den Weltmeisterschaften, gefolgt von derjenigen im Jahr 2003. In 2004 platziert er sich nochmals auf dem siebten Rang in Paris, noch vor seinen letzten Medaillen an den Europameisterschaften in 2005 und 2006. 2008 gelingt es ihm nochmals, den siebten Platz zu erreichen und im gleichen Jahr krönt er seine Karriere mit der olympischen Bronzemedaille in Peking. Währenddessen reiht sich Thilo Pachmann 2001 auf dem siebten Platz ein.
Goeldi, die einzige Goldmedaille
2003 beginnt die Erfolgsgeschichte von Lena Goeldi in Paris. Damals klassiert sie sich noch auf dem fünften Platz. Diese Leistung wird gefolgt von ihrer Finalteilnahme an den Europameisterschaften in Düsseldorf. Im Folgejahr erkämpft sie sich den siebten Platz, 2006 den fünften (in diesem Jahr holt sich Esther Durtschi ebenfalls den fünften Platz in der Kategorie -52 kg) und krönt 2007 schliesslich ihren Siegeszug mit dem Titelgewinn, der einzige in der Geschichte des Schweizer Judo in Paris!
Es ist zwar nicht unabdinglich, doch man kann nicht abstreiten, dass einige der grossen internationalen Erfolgsgeschichten oft mit einem Triumph in Paris begonnen haben. Haben demzufolge Chammartin und Tschopp eine neue Ära eingeläutet, indem sie 2015 in der französischen Hauptstadt von sich reden gemacht haben? Die Möglichkeit ist durchaus in Betracht zu ziehen.