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„Alright, I give you the runt. But you take care of it, and you kill it next year“ – Ein nicht ganz so leicht verdaulicher Film, der sich zwischen Haustier-Streicheln und eigener Metzgerei im Keller abspielt.
Die dicke Häsin bekommt Junge, der schmächtige Vater und der kleine Junge sind fürsorglich dabei. Da legt sich der riesig-dicke Onkel wie ein schwarzer Schatten über die Idylle: Das kleinste Junge will er töten, doch der kleine Junge jammert. So einigen sich die beiden auf ein Jahr Galgenfrist und der Wicht von einem Jungen zieht den Wicht von einem Hasen auf. – Ein Jahr geht schnell vorbei. Das Töten des inzwischen massigen Hasen ist auch im Animationsfilm entsetzlich. Und als der Junge das Fleisch im Mund hat, hat sich etwas verändert.
Obwohl der Film die Haltung des Hasen naturnah-idyllisch präsentiert und die Schlachtung als konventionelle Handarbeit einigermassen „natürlich“ und weit entfernt von der Praxis der industriellen Fleischproduktion in grossen Mast- und Schlachtbetrieben ist, bleibt der Tod des Hasen doch grausam und abstossend.
Der Film ist auf diese Weise sehr geeignet, um die Ethik des Umgangs mit Tieren angesichts des enormen Fleischkonsums unserer Gesellschaft zu thematisieren. Der Film stellt die Frage nach dem menschlichen Recht, Tiere zu töten, die Frage nach dem Verzehr von Fleisch und nach der Forderung des Vegetarismus‘ andererseits.
Das filmische Spiel mit der Kategorie der Grösse, das sich nicht nur im Filmtitel „The Runt – Der Wicht“, sondern auch in der Darstellung der grossen und kleinen Hasen, des schmächtigen Vaters und des massigen Onkels sowie des kleinen Jungen widerspiegelt, zeigt zudem Schlachtung und Fleischkonsum als Initiationsritus. Ist das Erwachsen-Werden zwangsläufig mit Grausamkeit und dem Abschied von jeglicher Tierliebe verbunden?
Auf der Website von Andreas Hykade gibt es unter „films“, „the runt“ neben dem Film und den Produktionsangaben auch zahlreiche Videostills, die in der unterrichtlichen Arbeit eingesetzt werden können.