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„Moving Forward“ – Video Empfehlung
Heute stelle ich dir das Video „Moving forward“ vor. Diese professionelle Doku überzeugt durch die vielen Informationen und Ideen, die einem die Augen öffnen.
Abschrift aus dem Film [ein alter Herr erzählt]: Als ich ein Junger Mann war, der in New York City aufwuchs, weigerte ich mich, den Treueid auf die [US] Fahne zu schwören. Natürlich wurde ich ins Büro des Schulleiters geschickt und dort gefragt: „Warum willst du nicht den Treueid auf die Fahne schwören? Alle machen das.“ Ich sagte: „Früher glaubten auch alle, dass die Erde eine Scheibe sei aber das machte sie nicht flach.“ Ich erklärte, dass Amerika alles das es besitzt, anderen Kulturen und anderen Nationen zu verdanken hat; Und das ich den Treueid stattdessen auf die Erde und ihre Bewohner schwören würde. Ich muss wohl nicht mehr sagen, dass ich kurz darauf die Schule ganz verliess und ein Labor in meinem Schlafzimmer einrichtete. Dort begann ich über die Wissenschaft und die Natur zu lernen. Damals wurde mir klar, dass das Universum Gesetzen unterliegt und das der Mensch, zusammen mit seinen Gesellschaften von diesen Gesetzen nicht ausgenommen ist. Dann kam der Crash von 1929. Es begann die Zeit, die wir heute „die grosse Depression“ nennen. Ich fand es schwierig zu verstehen, warum Millionen keine Arbeit und kein Zuhause hatten und hungerten, während die Fabriken still standen. An den Ressourcen hatte sich nichts geändert. Zu dieser Zeit erkannte ich, dass die Spielregeln der Wirtschaft von Grund auf unrichtig waren. Kurz danach kam der zweite Weltkrieg, in dem sich verschiedene Nationen systematisch gegenseitig zerstörten. Ich rechnete später aus, dass all die Zerstörung und all die verschwendeten Ressourcen, die in diesem Krieg vergeudet wurden, mit Leichtigkeit die Bedürfnisse aller Menschen auf dem Planeten hätten decken können. Seitdem musste ich dabei zusehen, wie die Menschheit ihre eigene Auslöschung vorbereitet. Ich musste dabei zusehen, wie im Namen des Profits und der freien Märkte unsere wertvollen und endlichen Ressourcen verschwendet und zerstört werden, wie die sozialen Werte der Gesellschaft zusammenschrumpften auf die künstliche Basis von Materialismus und gedankenlosem Konsum. Ich musste dabei zusehen, wie die Macht des Geldes die politische Struktur so genannter „freier Gesellschaften“ kontrolliert. Ich bin mittlerweile 94 Jahre alt und ich fürchte, meine Einstellung ist die gleiche wie vor 75 Jahren: „Diese Scheisse muss ein Ende haben.“
„Zweifle niemals daran, dass eine kleine Gruppe aufmerksamer und entschlossener Bürger die Welt verändern kann. Tatsächlich ist dies das einzige, was jemals die Welt verändert hat.“
Eine weitere Abschrift aus dem Film:
Heutzutage hört man selten jemanden über den Fortschritt in seinem Land oder seiner Gesellschaft in Bezug auf körperliches Wohlbefinden, Glück, Vertrauen oder soziale Stabilität sprechen. Vielmehr wird der Fortschritt in Form von Wirtschaftlichen Abstraktionen präsentiert. Wir haben Das Brutto-Inlandsprodukt, den Verbraucherpreisindex, den Aktienindex, Inflationsraten und so weiter. Aber sagt da irgendetwas über den wahren Wert der Lebensqualität der Menschen aus? Nein. All diese Zahlen haben mit den Geldströmen zu tun, sonst nichts.
Zum Beispiel ist das BIP eines Landes ein Mass für den Wert der Güter und Leistungen die verkauft werden. Dieses Mass korreliert angeblich mit dem Lebensstandard der Bevölkerung eines Landes. In den USA war der Anteil des Gesundheitswesens am BIP 2009 ca. 17%. Mehr als 2,5 Billionen Dollar wurden dafür ausgegeben. Somit hatte das einen positiven Effekt auf diesen Statistischen Wert basierend auf dieser Logik wäre es sogar noch besser für die US Wirtschaft, wenn die Leistungen im Gesundheitsbereich noch weiter stiegen, vielleicht auf 3 Billionen, oder auf 5 Billionen Dollar, weil das zu mehr Wachstum führen wurde. Es gäbe mehr Arbeitsplätze und Ökologen würden es als Zunahme des Lebensstandards in ihrem Land deuten.
Aber Moment mal! Wofür stehen Gesundheits-Ausgaben wirklich? Für kranke und sterbende Menschen?! Je mehr ungesunde Amerikaner es gibt desto besser ist das für die Wirtschaft. Das sind keine Übertreibung und kein Zynismus. Wenn wir Statistiken mit genügend Abstand betrachten, erkennen wir, das das BIP die wahre öffentliche oder soziale Gesundheit nicht nur in keiner Weise wiederspiegelt, es ist in der Tat ein Mass für Industrieelle Ineffizienz und sozialen Abbau. Und je weiter es wächst, desto schlechter wird die Situation unserer persönlichen Gesellschaftlichen und ökologischen Unversehrtheit.
Man muss Probleme erzeugen um Profit zu erzeugen. Man macht kein Profit in dem derzeit herrschenden Wirtschaftssystem, indem man Leben rettet, zum Gleichgewicht auf dem Planeten beiträgt, Frieden schafft oder ähnliches. Damit macht man schlicht keinen Profit. (…)
Was genau verlangt unser wirtschaftliches Modell? Was hält unser wirtschaftliches System am Laufen? Der Konsum. Oder genauer gesagt: Zyklischer Konsum. Wenn wir das Fundament der Klassischen Marktwirtschaft freilegen, stossen wir auf ein Muster von Geldströmen die einfach nicht aufhören dürfen oder erheblich verlangsamt werden dürften, wenn die Gesellschaft, wie wir sie kennen, funktionsfähig bleiben soll.
Es gibt drei Hauptdarsteller auf der wirtschaftlichen Bühne: Den Angestellten den Arbeitgeber und den Konsumenten. Der angestellte verkauft seine Arbeit gegen Einkommen an den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber verkauft seine Produktionsleistung und somit Güter, gegen Einkommen an den Konsumenten. Und der Konsument, der natürlich zugleich entweder Arbeitgeber oder Arbeitnehmer ist, speist das Geld zurück ins System, um so den Konsumkreislauf aufrecht zu halten. Mit anderen Worten: Das globale Marktsystem basiert auf der Annahme, dass es immer genug Nachfrage nach Produkten in der Gesellschaft geben wird, um immer genug Geld im Umlauf zu halten, das den Konsumprozess aufrecht erhält. Und je schneller die Konsumrate, desto grösser wird das so genannte Wirtschaftswachstum und so geht es immer weiter.
Aber Moment mal! Ich dachte eine Wirtschaft sollte… haushalten? Hat dieser Ausdruck nicht genau mit Erhaltung, Effizienz und Abfallvermeidung zu tun? Wie schafft es also unser System, das Konsum benötigt – und zwar je mehr desto besser – die Effizienz zu erhalten oder überhaupt zu wirtschaften? Nun… es schafft es nicht.