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Melodrāma
(griech.), früher ein Drama mit Musik, d. h. Oper; jetzt eine Deklamation mit ¶
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Instrumentalbegleitung, sei es innerhalb eines Bühnenstücks, wie im »Egmond«, sei es als selbständiges Kunstwerk, wie z. B.
die Balladen für Deklamation mit Klavierbegleitung. Das ist im allgemeinen eine ästhetisch verwerfliche Zwittergattung, da
nicht einzusehen ist, warum nicht die Rede bis zum Recitativ und weiter gesteigert wird, wo einmal die Stimmung
durch die illustrierende Musik gehoben ist. Da auch die Sprache
[* 3] sich des Stimmorgans bedient und die Sprechtöne eine definierbare
Tonhöhe haben, so muß entweder der Vortragende sich möglichst der Tonart, den Harmonien der Begleitung akkommodieren, oder
es ist ein Widerspruch zwischen den Sprechtönen und der Musik unvermeidlich. In einzelnen Fällen ist indes
das
Melodrama doch zu rechtfertigen, wie im »Fidelio« (in der Kerkerszene),
wo es als Steigerung gegenüber dem Gesang erscheint. Das als selbständiges Bühnenstück brachten zuerst J. J. Rousseau (»Pygmalion«) und Georg Benda (»Ariadne« u. a.) zu Ehren.