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Eine wichtige und allgemein bekannte Aufgabe der Nieren ist es, das Blut zu filtrieren und dabei überschüssiges Wasser angereichert mit Substanzen, welche der Körper entfernen muss, auszuscheiden. Diese als Urin oder Harn bezeichnete Flüssigkeit wird in die Nierenbecken beidseits abgeleitet und gelangt von dort über feine schlauchartige Röhrchen, die man als Harnleiter bezeichnet, in die Harnblase. Aufgabe der Harnblase ist es, etwa 3 - 5 dl Urin zu sammeln, um sich bei genügender Füllung reflexartig zusammenzuziehen, was zum Wasserlösen führt.
Der Urin fliesst dabei über die Harnröhre ab. Diese als Harnwege bezeichneten Abflusswege vom Nierenbecken bis zur Harnröhre sind mit einer speziellen Innenschicht ausgekleidet, welche einen für die Harnwege charakteristischen Zellaufbau aufweist und die man als Übergangsepithel oder Urothel bezeichnet.
Von diesen Zellen können Krebskrankheiten ausgehen. Mit wenigen Ausnahmen sind fast alle bösartigen Tumoren respektive Krebserkrankungen, welche ihren Ursprung in den Harnwegen nehmen, von diesen Übergangsepithelzellen hergeleitet und haben unter dem Mikroskop betrachtet einen charakteristischen Aufbau.
Andere Tumorarten, welche in den Harnwegen auch entstehen können, sind ausserordentlich selten und werden in der Folge nicht erwähnt.