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Im «Academic Ranking of World Universities 2010» (ARWU 2010), das zunächst von der «Jiao Tong University» in Shanghai erstellt und 2009 von der «ShanghaiRanking Consultancy», einer unabhängigen Institution, übernommen wurde, liegt die Universität Zürich an 51. Stelle der weltweit besten Universitäten. Damit hat sich die UZH gegenüber dem Vorjahr um drei Ränge verbessert. Das ARWU-Ranking misst anhand sechs quantitativer Indikatoren – darunter Anzahl Publikationen und Zitationen sowie Nobelpreise - in erster Linie die Forschungsleistung einer Universität. Neben der Gesamtwertung veröffentlicht die «ShanghaiRanking Consultancy» auch Ranglisten zu einzelnen Fächern und Fachgebieten.
Das ARWU-Ranking ist nur einer von vier international beachteten Hochschul-Vergleichen, die in den vergangenen Wochen erschienen sind. Die Vielzahl macht deutlich, dass die geografische und fachliche Ausrichtung der Rankings verschieden und die Methoden der Qualitätsmessung umstritten sind. Interpretation und Vergleich verschiedener Resultate ist deshalb unabdingbar, um ein umfassendes Bild zu erhalten.
Verschiedene Indikatoren
Das «Centre for Science and Technology Studies» in Leiden, misst in seinem Ranking ebenfalls die Forschungsleistung von Universitäten. Leiden verfolgt einen so genannten «multiple-indicator approach». Das heisst, dieselben Daten werden auf unterschiedliche Arten gewichtet und ergeben je nachdem ein völlig anderes Bild. Insbesondere spielen die Grösse der Institutionen und die unterschiedliche Zitierhäufigkeit je nach Fachbereich eine Rolle.
Insgesamt resultieren daraus fünf verschiedene Indikatoren. Je nach Gewichtung erreicht die Universität Zürich in den Leiden Rankings Ränge von 68 bis 101. Werden nur die grössten 100 Universitäten verglichen, erreicht die Universität Zürich bei der Anzahl der Zitationen pro Publikation den 35. Rang weltweit.
Im Umbruch befindet sich das «Times Higher Education»-Ranking (kurz THE-Ranking), das heute Donnerstag erschienen ist. Die Universität Zürich belegt dort den 90. Gesamtrang. THE hat die bisherige Zusammenarbeit mit dem «Quacquarelli Symonds»-Ranking (kurz QS-Ranking) beendet und dieses Jahr ein eigenes Ranking mit neuer Methodik und neuen Daten erstellt. Insbesondere misst das THE-Ranking neu nicht nur die Forschungsleistung, sondern auch die Qualität der Lehre sowie den Wissenstransfer.
Für die Beurteilung der Lehre werden Kriterien wie die finanziellen Mittel, das Betreuungsverhältnis, das Verhältnis von Bachelor- zu Master- und Doktoratsstudierenden gemessen, sowie eine Umfrage zur Reputation der Universitäten in der Lehre berücksichtigt. Die Lehre wird im Gesamtranking mit 30 Prozent bewertet, die Forschungsleistung – bestehend aus zwei Kategorien (Zitationen und Forschung allgemein) – mit 62,5 Prozent. Berücksichtigt werden zudem die internationale Durchmischung von Studierenden und Dozierenden sowie die Forschungsgelder aus der Wirtschaft. Da das Ranking in dieser Form neu ist, sind Vergleiche mit Vorjahren wenig aussagekräftig.
Das aus der THE herausgelöste QS-Ranking erschien bereits in der vergangenen Woche. Die Universität Zürich rangiert dort auf Platz 101. Das QS-Ranking gewichtet insbesondere die akademische Reputation einer Institution, die aufgrund von Umfragen unter Akademikern ermittelt wird.
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