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Die Übernahme der französischen Möbelkette Conforama durch den Konkurrenten BUT scheint nur noch eine Sache von Tagen zu sein. Wie das Magazin BFM Business unter der Headline «BUT wird Conforama übernehmen» online berichtete, soll der finale Vollzug in Woche 26 offiziell bekanntgegeben werden. Damit wolle man die für Conforama drohende Insolvenz abwenden. Am 23. Juni 2020 will Conforama die mit BUT ausgehandelten Übernahme-Konditionen offiziell seinen Mitarbeitern und deren Vertretern vorstellen. Die Transaktion soll Ende Juli final unterzeichnet werden und bis Ende August abgeschlossen sein.
Nach jetzigem Stand will BUT angeblich alle 165 französischen Conforama-Filialen mit ihren 8’000 Mitarbeitern übernehmen. Ausserdem will BUT auch die 150 Mio. Euro Schulden zahlen, die Conforama bei seinen überwiegend französischen Lieferanten aufgehäuft hatte. Und schliesslich soll auch die Übernahme der Kosten für den Abbau von 1’900 Stellen durch BUT zum Deal gehören. Dafür werde die Bank BNP Paribas nunmehr ein Darlehen von 322 Mio. Euro für Conforama bereitstellen, das sie ohne den BUT-Einstieg nicht gewähren wollte. Ausserdem sollen die Aktionäre rund 200 Mio. Euro als Finanzspritze ins Unternehmen pumpen.
Die beiden Ketten BUT und Conforama sollen nach der Übernahme nicht zusammengelegt werden, gab der Übernehmer bekannt. Allerdings werde man den Einkauf bündeln sowie diverse Management-, Finanz- und Rechts-Funktionen zusammenlegen. Im Einkauf will BUT dem Bericht zufolge den Lieferanten die Auftrags-Volumina für die nächsten drei Jahre garantieren «um Lieferanten zu beruhigen, die diese Allianz bevorzugen, anstatt das Risiko eines Konkurses von Conforama einzugehen», so ein BUT-Repräsentant.
Die Verhandlungen hatten mehrere Monate gedauert. An vielen Gesprächen war auch Bertrand Lefort beteiligt, der seit 2017 in der XXXLutz-Gruppe als Vizepräsident für das internationale Geschäft verantwortlich ist. Er war vorher 15 Jahre im Management von Conforama tätig. Bekanntlich ist die XXXLutz-Gruppe an BUT beteiligt.
Erst vor kurzem hatte die Steinhoff-Gruppe bekannt geben müssen, dass der fast schon vollzogene Verkauf von Conforama Iberia (rund 30 spanische und portugiesische Filialen) wegen «erheblicher Unsicherheiten» durch die Corona-Pandemie gescheitert ist. Die Filialen stehen seitdem wieder im Verkaufsregal. Mit dem Conforama-Hauptgeschäft scheint Steinhoff dagegen mehr Glück zu haben.
Quelle: www.moebelnews.de