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Gilles Vonsattel, der 1981 in Lausanne geboren wurde, wuchs in den Vereinigten Staaten auf und absolvierte eine zweigleisige Ausbildung. Zum einen studierte er Politische Wissenschaften und Betriebswirtschaft an der Columbia University und schloss diesen Studiengang als Bachelor ab. Zum anderen aber liess er sich zum Pianisten ausbilden, zunächst bei David Deveau in Boston und dann an der New Yorker Juilliard School bei Jerome Lowenthal, einem Schüler von Eduard Steuermann und Alfred Cortot. Schon 2002 gewann Vonsattel die renommierte «Naumburg Competition» in New York; 2006 ging er als Jahrgangsbester aus dem «Concours de Genève» hervor, und 2008 wurde ihm schliesslich der «Avery Fisher Career Grant» verliehen. Gilles Vonsattel wurde seither zum Aspen Music Festival, nach La Roque d’Anthéron, zum Chopin-Festival nach Warschau, zu den «Young Artists in Concert» nach Davos und zum irischen West Cork Festival eingeladen. Er trat in der New Yorker Alice Tully Hall, der Londoner Wigmore Hall sowie im Pariser Musée d’Orsay auf und stellte sich mit Rezitalen in Washington, Atlanta, Zürich und München vor. Nach Auftritten mit den Sinfonieorchestern von Utah, Santa Fe und Nashville konnte Vonsattel 2010 beim Boston Symphony Orchestra unter Leitung von Herbert Blomstedt debutieren; 2011 folgte sein Einstand beim San Francisco Symphony. Als passionierter Kammermusiker, der 2012 zum Mitglied der Chamber Music Society New York ernannt wurde, arbeitet Gilles Vonsattel mit Kollegen wie Kim Kashkashian, Cho-Liang Lin, Heinz Holliger, Gary Hoffman und Yo-Yo Ma zusammen. Seine jüngste CD-Einspielung, die 2011 erschien, ist Musik von Ravel und Debussy, Honegger und Holliger gewidmet. Seit September 2010 lehrt er als Assistenzprofessor für Klavier an der University of Massachusetts in Amherst.
Mai 2013