Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/88709

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, verschiedene Modelle für einen Vaterschaftsurlaub auszuarbeiten, inklusive Kostenschätzung, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle aufzuzeigen und mögliche Finanzierungsvorschläge auszuarbeiten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat lehnt die Einführung eines bezahlten Vaterschaftsurlaubes ab, wie seiner Stellungnahme zur Motion Nordmann 06.3662 zu entnehmen ist. Er vertritt die Ansicht, dass sich die sozialpartnerschaftliche Lösung bewährt und dass der Einführung eines Vaterschaftsurlaubes aus sozialpolitischer Sicht keine Priorität zukommt. Der Bundesrat hat sich zudem in seiner Stellungnahme zum Postulat Nordmann 08.3315 gegen die Erstellung eines umfassenden Berichts über die volkswirtschaftlichen und arbeitsmarktlichen Auswirkungen eines mehrwöchigen bezahlten Vaterschaftsurlaubes ausgesprochen, weil ein solcher Bericht zu keinen neuen Erkenntnissen führen würde.</p><p>Das Parlament ist dem Antrag des Bundesrates zur eingangs erwähnten Motion gefolgt und hat damit die Einführung eines Vaterschaftsurlaubs ebenfalls abgelehnt. Zudem hat der Nationalrat erst kürzlich, am 11. Dezember 2008, die parlamentarische Initiative Teuscher 06.448 klar abgelehnt, die einen Vaterschaftsurlaub von mindestens acht Wochen verlangte. Überdies hat er sich bereiterklärt, das Postulat Schmid-Federer 08.3507, "Elternschaftsurlaub. Änderung des Erwerbsersatzgesetzes", teilweise anzunehmen und das Modell C zu prüfen, welches es den Vätern erlauben würde, einen unbezahlten Vaterschaftsurlaub zu beziehen. </p><p>Vor diesem Hintergrund erachtet es der Bundesrat - auch eingedenk der limitierten Ressourcen in der Bundesverwaltung - als nicht zielführend, einen Bericht zu möglichen Modellen für einen Vaterschaftsurlaub zu erstellen. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass andere Massnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie als die Einführung eines Vaterschaftsurlaubes prioritär zu verfolgen sind. Hierbei im Zentrum stehen die Reform der Familienbesteuerung, die Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung sowie die Förderung flexibler Arbeitszeitmodelle auf betrieblicher Ebene.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.