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Wir besitzen ein Einfamilienhaus in der Umgebung von Bern und ein Ferienhaus im Wallis. Beide Häuser sind mit Hypotheken der Gewerbekasse in Bern belastet. Auf den 1. Mai 1998 hat die Bank den Zinssatz für die Hypothek unseres Einfamilien-hauses von 4,25 auf 4 Prozent gesenkt; soweit erfreulich. Leider tat sie dasselbe nicht mit der Hypothek im Wallis. Dies mit der Erklärung, dass Ferienhäuser höher belastet werden. Eine Begründung für diesen Entscheid wurde nicht abgegeben. I.K.
Die Banken können die Hypothekarsätze verlangen, die sie wollen. Sie sind nicht verpflichtet, diese zu senken - selbst wenn das Zinsniveau nach unten rutscht. Und selbst wenn eine Bank lauthals verkündet, eine Senkung der Hypothekarzinsen vorzunehmen, haben Sie noch immer keine Gewähr, dass auch Sie in den Genuss dieser Senkung kommen. Wenn nämlich eine solche Senkung angekündigt wird, so gilt dies meistens nur für erstklassige Schuldner mit erstklassigen Objekten.
Hier sind wir nun bei Ihrem Fall angelangt: Massgebend bei der Festsetzung des Hypothekarzinses sind - neben dem Zinsnvivau - die Bonität des Schuldners und die Bonität des Objektes. Ihr Einfamilienhaus in der Nähe von Bern hat vermutlich eine sehr gute Bonität; ihr Ferienhaus im Wallis eine etwas weniger gute. Aus diesem Grunde ist es verständlich, dass die Bank unterschiedliche Hypozinssätze verlangt.
Erschienen in der BZ am 24. Februar 2009