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Ein bestehendes Holzchalet aus den 1920-er Jahren inmitten der Kernzone von Cham soll durch ein adäquates Mehrfamilienhaus ersetzt werden. Der Ort ist geprägt von einer hohen Baudichte, was mit grossen Abständen zu den Nachbarsgrundstücken einhergeht. Dies führt zu einer ausserordentlich konzentrierten und geometrisch anspruchsvollen Baugrundfläche. Aus dieser verdichteten Disposition heraus entwickelt sich der neue Baukörper turmartig in die Höhe. Ein schmaler Weg teilt den Gebäudesockel in zwei unterschiedlich grosse Volumen auf. Darin befindet sich einerseits das südlich ausgerichtete Atelier und anderseits führt der gedeckte Haupteingang zu den Wohnungen.
Erkerförmige, vorspringende Gebäudeteile brechen das turmartige Volumen. Aus dem kleinen Fussabdruck des Gebäudes entwickelt sich eine Grundrisstypologie als Einspänner. Durch die Staffelung in der Gebäudetiefe werden einerseits interessante Ausblicke in die ländliche Umgebung ermöglicht und anderseits wirkt der fünfgeschossige Gebäudekörper in seiner Gestalt kleiner.
Die Materialisierung der Fassade lehnt sich an die industrielle Backsteintradition von Cham an. Mit seiner weiss geschlämmten Backsteinflächen integriert sich der Neubau dezent in das bestehende Wohnquartier.
|Projekt:|
Ersatzneubau mit Wohnungen und Atelier
|Bauherrschaft:|
Privat
|Auftragsart:|
Studienauftrag auf Einladung
|Planung:|
2015