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Kakerlak arbeitet als Chauffeur für Roboter
Robotik-Pioniere wie Rodney Brooks vom Massachusetts Institute of Technology predigen seit Jahren, dass man Insekten zum Vorbild nehmen müsse, wenn man Robotern das korrekte Navigieren beibringen wolle.
Dabei gelte es, die schnelle und intuitive Reaktion der Tierchen zu kopieren. Garnet Hertz, Student an der Universität von Kalifornien, hat diese These wörtlich genommen und will Kakerlaken jetzt die Steuerung von Robotern anvertrauen.
Hertz hat zu diesem Zweck ein dreirädriges Gefährt aus Aluminium gebastelt, auf dem er eine Computermaus verkehrt herum montiert hat. Den Trackball hat er aber durch einen leichteren Pingpong-Ball ausgetauscht. Auf diesen setzt er eine Madagaskar-Kakerlake, die er in ein spezielles Laufgeschirr eingespannt hat. Wenn der kleine Krabbler über den Ball saust, erfassen die Sensoren der Maus die Bewegungen und das Gefährt wird über einen 24-Volt-Motor in die entsprechende Richtung gelenkt. Hertz macht sich dabei die Tatsache zu Nutze, dass Kakerlaken Licht nicht mögen: Über dem Kopf der Steuermann-Schabe hat er einen Halbkranz aus Leucht-dioden angebracht. Nähert sich das Vehikel einem Hindernis, so leuchtet das entsprechende Lämpchen und das Tier lenkt automatisch wo anders hin.
Hertz muss aber noch am Sportgeist seiner Schaben arbeiten: Manche von ihnen verharren Minuten lang reglos auf dem Ball. Andere wiederum holen sich offenbar ihren persönlichen Kick, indem sie den Roboter immer wieder gegen eine Wand krachen lassen.