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«Dezentral» ist das Wort, das die Bündner Olympia-Befürworter immer wieder ins Feld führen. Winterspiele 2026 in Graubünden sollen dezentral werden, also an ganz verschiedenen Orten stattfinden. Unter anderem möchten die Bündner auch Zürich mit ins Boot holen. Ob Zürich allerdings mitmacht, ist nach wie vor unklar.
«Dezentral» und «Olympische Winterspiele», das passte lange nicht zusammen. Die klassischen Austragungsorte waren seit einiger Zeit grössere Städte, an denen die meisten Sportarten im Umkreis von wenigen Kilometern durchgeführt wurden.
Wallis, Bern oder Graubünden?
Die neue Ausrichtung des Internationalen Olympischen Komitees soll aber dezentrale Spiele ermöglichen. Wie gross die Chancen einer solchen Kandidatur sei, lässt Gian Franco Kasper offen: «Ob eine dezentrale Kandidatur schliesslich gegen eine grosse Stadt gewinnen kann, das sei dahingestellt.» Es sei gut möglich, dass das IOC sich für den klassischen Kandidaten entscheiden werde.
Unklar ist aber, ob Graubünden überhaupt kandidieren kann. Der Schweizer Verband Swiss Olympic muss nämlich zuerst einen Kandidaten auswählen. Im Rennen sind neben Graubünden auch das Wallis und eine nationale Kandidatur mit Host City Bern. Kasper meint: «Bevor die Dossiers nicht präsentiert werden, kann man nicht sagen, wer die grössten Chancen hat.»