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Banken unter Dauerbeschuss
Der Finanzsektor ist Anfang 2012 öfter und intensiver von sogenannten DDOS-Attacken (Distributed Denial-Of-Service) heimgesucht worden.
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Dies berichtet die Security-Firma Prolexic. Das Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Florida überwacht DDOS-Attacken und versucht seine Kunden, vor solchen Angriffen zu schützen. Eigenen Angaben zufolge betreut Prolexic zehn global tätige Grossbanken.
Nach den jüngsten Statistiken der Firma hat sich die Anzahl der DDOS-Attacken auf die Finanzinstitute in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres verdreifacht. So registrierte Prolexic im ersten Quartal 2012 ein DDOS-Volumen von 9,5 Petabyte. Dies sei so viel, wie die Firma im ganzen Jahr 2011 registriert habe, heisst es.
Doch nicht nur das: Laut Prolexic wurden die einzelnen Angriffe auch intensiver. So benutzen die Attacken eine grössere Bandbreite und schickten mehr Datenpakete pro Sekunde. Konkret erhöhte sich die Angriffsbandbreite von 5,2 Gigabit pro Sekunde (Gbps) im vierten Quartal 2011 auf 6,1 Gbps im ersten Quartal 2012. Immerhin: Die durchschnittliche Dauer der Attacken ging im selben Zeitraum von 34 auf 28,5 Stunden zurück. «Die Kombination aus kürzerer Dauer sowie einer höheren Anzahl von Bytes und Paketen, zeigt an, dass die Angreifer kürzere, heftigere DDOS-Stösse in ihren Kampagnen benutzen», berichtet die Firma.
Mehr als 70 Prozent des Datenverkehrs der Hacker kommt dabei aus China, weiss Prolexic. Konkret kommen die meisten Angriffe aus zwei chinesischen Netzen, dem AS 4134, das der China Telecom gehört, und dem AS 4837, das der China Unicom zugeordnet wird. Der Grund sei die gute, schnelle Internet-Infrastruktur im asiatischen Raum sowie die vielen ungepatchten Windows-Systeme in der Region, die sich für die Errichtung der für DDOS-Angriffe benötigten Botnetze eignen.
Prolexic betreibt ein Netz von Rechenzentren, durch die der Angriffsverkehr, der eigentlich einem ihrer Kunden gilt, geroutet und gefiltert wird.