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Bern den 31 Mai 1850.
Mein lieber Freund!
Es mag wohl seyn, daß vieles von deinem Räsonnement ganz richtig ist u will nicht behaupten, daß ihr, als bloße Fraktion der liberalen Mehrheit, ein bessres Resultat hättet erzielen können; ihr könnt das unmögliche nicht möglich machen. Meine Meinung war viel mehr die, daß die ganze liberale Mehrheit besser gethan hätte beyde Sulzern zu behalten statt einen Septembristen aufzunehmen; freilich hätte man auch Str fallen lassen müßen, was ich für kein großes Unglük gehalten hätte. Ich weiß nun freilich, daß dieses nicht durchzusetzen war; es ist eben nur meine Ansicht, daß M. S. viel besser wäre als Str. und E. S. wenigstens so gut als W. – Wir wollen nun die Acten darüber im besten Frieden schließen.
Wegen Tuggener habe ich dir allerdings zu schreiben vergessen, weil ich auftragsgemäß deinen Brief vernichtete. – Ich habe nun von Hrn. Ochsenbein u Oberst Wurstemberger vernommen, daß ein solcher Magazinverwalter ein vollständiger Techniker über alles Kriegsmaterial seyn muß; er hat Zeichnungen für Waffen aller Art auszuführen u da die Arbeit bey den verschiednen Handwerkern zu | überwachen; er soll ferner die Artillerie Wissenschaften bis auf einen gewissen Grad verstehen zB. bey Probeschießen die Tragweite u Elevation bestimmen us. w. Ich glaube nun nicht, daß Hr. T. die hinreichenden Kenntniße besitze u daß er Chancen habe, gewählt zu werden.
Lebe wohl! Meine freundlichen Grüße!
Dein
F.
Morgen früh verreise ich u werde am Sonntag Nachts schon in Lyon anlangen. –