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Das Militärvelo, auch Ordonnanzrad genannt, ist robust gebaut und hochwertig verarbeitet. Sowohl das Militärvelo aus dem Jahre 1905 als auch jenes aus dem Jahre 1993 kann man heute noch in der Schweiz kaufen. 2003 hob man die Radfahrertruppe der Armee auf. Das erste, 22 kg schwere, Militärvelo führte man 1905 ein; hier war Luftbereifung (1887 von Dunlop erfunden), Freilauf, eine vorne arbeitende Reibungs- und eine hinten wirkende Rücktritt-Bremse – im Jahre 1944 führte man zusätzlich eine Trommelbremse für das Hinterrad ein. Es hatte keine Gangschaltung, jedoch eine Karbidlaterne (später elektrisch beleuchtet) und eine Glocke. 1993 führte man das sogenannteOrdonnanzrad 93"(21,5 kg) ein. Hier waren sieben Gänge vorhanden, ein grösserer Rahmen (es war somit stabiler), sowie ein Gepäckträger auf dem Vorderrad. Man konnte auf dieses Rad auch bis zu 60 kg Gepäck aufladen. In den letzten Jahren der Radfahrertruppe noch führte man als Hilfsmittel der beteiligten Soldaten zusätzliche Bewaffnungen, Restlichtverstärker, Nachtsichtgeräte und Funkstationen ein – ebenfalls wurde in der Ausbildung mit Panzerfaust- und Sturmgewehrsimulatoren gearbeitet. Gepäckträger waren auch über dem Hinterrad montiert. Für den Gepäckträger vorne war die Gefechtspackung gedacht, die aus einem Kampfrucksack mit Doppeltasche und Schanzwerkzeug bestand. Hinten konnte man die Munitionsträger und Waffen anschnallen: entweder eine Panzerfaust oder Munitions- bzw. Minenträger, Lafetten- bzw. Maschinengewehrträger. Die konkreten Aufgaben eines Velosoldaten in der Schweizer Armee konnte darin bestehen, truppenleere Räume zu überwachen. Darüber hinaus konnte ihm aufgetragen werden, wichtige Schlüsselstelle, Objekte und Räume zu sichern sowie auch Luftlandungen im rückwärtigen Korpsraum einzudämmen und zu binden. Weiterhin gehörten in diesen Zusammenhang die beweglich und aggressiv geführte Verteidigung von überbauten und Gebieten – in Krisen- und Ausnahmesituationen konnte man Velofahrer wie ein Kampfverband der Infanterie zur Verteidigung einsetzen. Das Mondia Velo gibt es bereits seit 1933 (die Firma selbst bestand bereits seit 1918). Das typische Gewicht bei einem Mondia Velo ist geringer als 10,5 kg – Mondia Velos wurden in den 1960er bis 1980er Jahren mehrfarbig lackiert. Der Reiserahmen bei einem Mondia Velo war mit einer Vordergabel ausgestattet – deren Neigungswinkel ausgeprägt und gekrümmt war. Somit konnte und kann hier ein komfortables und stabiles Fahren ermöglicht werden.