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Die Entscheidung in den europäischen Wettbewerben im August finden wie erwartet in Lissabon (Champions League) und in Nordrhein-Westfalen (Europa League) statt. Die EM 2021 findet wie geplant in 12 Städten statt.
Die wichtigsten Entscheidungen im Überblick
- Champions League: Final-8-Turnier in Lissabon (12 bis 23. August)
- Europa League: Final-8-Turnier in Deutschland (10 bis 21. August)
- Transfers: Neue Spieler dürfen bis Saisonende nicht spielen
- EURO 2021: 11. Juni bis 11. Juli – alle Ausrichter bleiben an Bord
EURO 2021: Alle 12 Spielorte bestätigt
Die auf das nächste Jahr verschobene EM-Endrunde findet im Juni 2021 in den vorgesehenen zwölf Spielorten statt. Wie die UEFA bekannt gibt, sind alle zwölf Städte bestätigt.
In den letzten Wochen waren Bedenken zu hören, ob Bilbao, Rom und Baku auch im kommenden Jahr EM-Spiele würden durchführen können. Man könne die EM auch in acht, neun oder zehn Städten spielen, liess UEFA-Präsident Aleksander Ceferin vor wenigen Tagen verlauten. Dazu kommt es nun nicht.
Für die Schweizer Nationalmannschaft bedeutet dies, dass sie ihre Vorrundenspiele in der Gruppe A in Baku und in Rom austragen wird. Die EM wird am 11. Juni 2021 mit dem Spiel Italien – Türkei in Rom eröffnet, einen Tag später tritt die Schweiz in Baku gegen Wales an. In den weiteren Partien trifft die Schweiz in Rom auf Italien (16. Juni) und in Baku auf die Türkei (20. Juni). Der EM-Final ist am 11. Juli in London.
Am Zeitplan der Nations League im nächsten Herbst will die UEFA festhalten. Die von der FIFA vorgegebenen Zeitfenster für Nationalteams im September, Oktober und November bleiben bestehen und werden für die ursprünglich geplanten Termine genützt.
Schweiz trifft am 3. September auf die Ukraine
Damit findet das erste Länderspiel des Jahres für die Schweiz mit grosser Wahrscheinlichkeit am 3. September auswärts gegen die Ukraine statt – nur elf Tage nach dem Champions-League-Final der Saison 2019/20. Drei Tage später empfängt die Schweiz den Nachbarn Deutschland. Im Oktober folgen die Auswärtsspiele gegen Spanien (10. Oktober) und Deutschland (13. Oktober), ehe die Gruppenphase der Nations League im November mit den Heimspielen gegen Spanien (13. November) und die Ukraine (13. November) abgeschlossen wird. Die Ansetzungen der Nations League könnten nach Mitteilung der UEFA in einzelnen Fällen um einen Tag verschoben werden.
Die Nationalmannschaftstermine von Oktober und November nützt die UEFA, um die EM-Playoffs um die letzten vier Plätze an der Endrunde durchzuführen. Die Hinspiele finden am 8. Oktober statt, die Rückspiele sind am 12. November. Die Länder, welche die EM-Playoffs nicht bestreiten – also auch die Schweiz -, haben die Möglichkeit, an diesen Terminen Testspiele auszutragen.
Europacup-Finals in Lissabon und Köln
Während in der Königsklasse ab Viertelfinals alle Spiele in Portugals Hauptstadt ausgetragen werden, finden die ausstehenden Spiele der Europa League ab den Viertelfinals in Düsseldorf, Gelsenkirchen, Duisburg und Köln statt.
Der Final in der Champions League ist für den 23. August terminiert, derjenige in der Europa League in Köln am 21. August.
Die noch ausstehenden Achtelfinal-Rückspiele gehen vom 5. bis 8. August über die Bühne. Noch ist allerdings unklar, ob sie auch tatsächlich im Stadion des offiziellen Heimteams gespielt werden können oder an einem neutralen Ort. In der Champions League würden sie in diesem Falle ebenfalls in Portugal – wohl in Porto und Guimarães – gespielt, in der Europa League wie das Finalturnier in Nordrhein-Westfalen. Bis zum 10. Juli will die UEFA diesbezüglich einen Entscheid fällen.
Der FC Basel siegte im Hinspiel auswärts bei Eintracht Frankfurt 3:0. Die Finalturniere mit den jeweils acht verbliebenen Teilnehmern steigen ab dem 10. bzw. 12. August.
Champions League 2020/21 ab Oktober
Das UEFA-Exekutivkomitee legte den Terminplan für die Klubwettbewerbe über die aktuelle Saison hinaus fest. Die Gruppenphase der Champions League 2020/21 beginnt am 20. Oktober, die Europa League startet zwei Tage später. Wie gewohnt soll die Vorrunde vor Weihnachten abgeschlossen werden. Die Qualifikationsphase, in der nur ein Spiel ausgetragen wird, beginnt Ende August. Welches Team Heimrecht hat, entscheidet das Los. Erst die Europacup-Playoffs von Anfang Oktober werden in Hin- und Rückspielen absolviert.
Der Schweizer Meister steigt in der Champions-League-Qualifikation in der 2. Runde am 15./16. September in den europäischen Wettbewerb ein. Der Dritte der Super League beginnt mit der Europa-League-Qualifikation schon Ende August, am 17. September folgt der Europacup-Start für den Zweiten der Meisterschaft und am 24. September für den Cupsieger.
Vorberichterstattung
Das Wirrwarr aus offenen Fragen und Problemen bei der Kalenderplanung verlangte den Machern der Europäischen Fussball-Union schon am Dienstag alles ab. In internen Beratungen wurden die Beschlussfassungen für die wegweisende Videoschaltung des Exekutivkomitees diskutiert.
Am Mittwoch (ab 12:00 Uhr) und Donnerstag schauen Europas Fussballklubs und Verbände nun gebannt nach Nyon, wo die UEFA nach wochenlangen Diskussionen den Terminkalender nach der Corona-Krise definieren will. Zur Debatte stehen die Rahmenbedingungen für die Mini-Finalturniere in Champions League und Europa League, die mögliche Neuvergabe von EM-Spielen sowie heikle Vertragsfragen. Die Öffentlichkeit wird ab 15:30 Uhr informiert – Bluewin überträgt den Stream live.
Wie soll es in der Champions League weitergehen?
In der Königsklasse stehen mit PSG, Atlético Madrid, Atalanta Bergamo und RB Leipzig die Hälfte aller Viertelfinalisten fest. Bei den anderen Paarungen stehen die Rückspiele noch aus. Verschiedene Medien berichten, dass diese Spiele wie geplant in den jeweiligen Städten ausgerichtet werden sollen.
Ab dem Viertelfinale wird wohl nur noch in einem Land in mehreren Stadien gespielt – Lissabon gilt als favorisierter Austragungsort. Aller Voraussicht nach wird der Sieger im Viertel- und Halbfinal in einem Spiel ermittelt und nicht wie üblich in einem Hin- und Rückspiel. Das Endspiel soll angeblich am 23. August stattfinden. Ursprünglich war Istanbul als Gastgeber des Finals auserkoren worden.
Hinspiel-Resultate der noch offenen Achtelfinal-Paarungen:
▶ Real Madrid – Manchester City 1:2
▶ Olympique Lyon – Juventus Turin 1:0
▶ Chelsea – Bayern München 0:3
▶ Napoli – Barcelona 1:1
Wie soll es in der Europa League weitergehen?
Inter Mailand gegen Getafe sowie der FC Sevilla gegen die AS Rom haben ihre Achtelfinalhinspiele noch nicht absolviert. Alle weiteren Klubs stehen vor ihren Rückspielen. Wie die UEFA die Fortführung im Detail plant, wird sich heute zeigen. Der FC Basel hat sein Hinspiel in Frankfurt mit 3:0 gewonnen und darf auf die Viertelfinal-Qualifikation hoffen.
Wie in der Champions League, dürften auch in der Europa League ab dem Viertelfinale alle Spiele in einem einzigen Land ausgetragen werden. Laut «Bild» wird das Final-8-Turnier vom 10. bis 21. August in Nordrhein-Westfalen (Gelsenkirchen, Duisburg, Köln und Düsseldorf) stattfinden. Das Endspiel soll in Köln über die Bühne gehen und nicht wie ursprünglich geplant in Danzig.
Was ist mit Zu- und Abgängen?
Dürfen Neuzugänge schon – und Abgänge noch – auflaufen? Diese Frage dürfte der UEFA Kopfzerbrechen bereitet haben. Die FIFA empfiehlt, die Saisons mit dem alten Kader zu beenden. Folgt die UEFA diesem Rat, dürfte sie für im Juli wechselnde Profis keine Spielberechtigung ausstellen. Dies könnte etwa Timo Werner treffen, der mit RB Leipzig den Viertelfinaleinzug geschafft hat, nun aber vor einem Wechsel zu Chelsea stehen soll oder Leroy Sané, der von Manchester City zu Bayern München wechseln könnte. Und die beiden sind bei Gott nicht die einzigen betroffenen Spieler.
Welche Entscheidungen werden für die EM getroffen?
In «normalen» Zeiten wäre die EM bereits in vollem Gange, doch sie wurde in den Sommer 2021 verschoben. Möglicherweise werden sich einige Ausrichterstädte zurückziehen. Bilbao, Rom und Baku gelten als fraglich. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin sagte, dass der Plan mit zwölf Stadien weiterhin bestehe, notfalls würde es aber auch mit zehn, neun oder acht Stadien gehen.
Sollte sich Baku zurückziehen, wären das für die Schweizer Nati und ihre Fans keine schlechten Nachrichten. Die Schweiz hätte zwei ihrer drei Gruppenspiele in Baku ausgetragen und grosse Reisestrapazen auf sich nehmen müssen. Noch ist nichts in Stein gemeisselt. Zwischen den beiden Spielen in Baku hätte die Schweiz in Rom gegen Italien gespielt.
Bislang stehen Anfang September die ersten beiden Länderspieltage in der Nations League auf dem Programm. Die Schweiz sollte am 3. September gegen die Ukraine und drei Tage später gegen Deutschland antreten. Priorität dürften aber die Playoffs zur EM haben, weshalb der Nations-League-Start in den Herbst geschoben werden könnte. Beteiligt an der Qualifikation sind 16 Mannschaften in zwölf noch ausstehenden Partien für vier EM-Teilnehmer.
Ab 15.30 Uhr werden Antworten auf diese Fragen erwartet. Bluewin berichtet live.