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Eines ist sicher: In den geistig beweglichsten Teilen jener Menschen, die sich im Umfeld der Ludendorff-Bewegung bewegen, gibt es bis heute überdurchschnittlich viele Menschen mit Lehrerausbildung
Entsteht eine .... "Volkslehrer-Bewegung"?
Nikolai läßt sich vermutlich von den richtigen "Instinkten" leiten
Mathilde Ludendorff hat 1930 die erste "Erziehertagung" der Ludendorff-Bewegung abgehalten. Sie hat auf dieser gemeinsam mit praktizierenden Lehrern den "Lehrplan für Lebenskunde" formuliert für den Lebenskunde-Unterricht an deutschen Schulen. Ihr Lehrplan war - wie so oft - der erste. Erst mehrere Jahre später hat auch die "gottgläubige" Bewegung von Jakob Wilhelm Hauer während des Dritten Reiches einen solchen Lehrplan formuliert. Allerdings viel, viel schwammiger. Heute gibt es - aus dieser Traditionslinie hervorgehend - an deutschen Schulen Ethik-Unterricht.
Damals - 1930 - strömten viele begeisterte Volkslehrer in die Ludendorff-Bewegung. Der Autor dieser Zeilen hat noch viele der ersten Generation dieser Volkslehrer in der Ludendorff-Bewegung in seiner Jugendzeit kennengelernt. Sie brachten, wo sie auch waren, immer viel Schwung mit sich - geradeso wie Nikolai heute. Diese Lehrer bildeten bald die "Arbeitsgemeinschaft für Lebenskunde". In dieser arbeiteten viele Lehrer aus allen Teilen Deutschlands mit. In allen größeren Städten Deutschlands und auf vielen Dörfern wurden damals Lebenskunde-Abende einmal in der Woche oder am Wochenende abgehalten, sowohl von Lehrern wie Eltern wie von sonstigen "Laien". Die Bewegung war damals von viel Enthusiasmus und Idealismus, von Einsatzfreude getragen.
Die Ludendorff-Bewegung war spätestens seit dieser Tagung von 1930 immer auch ausgesprochenermaßen und im wortwörtlichen Sinne eine "Volkslehrer-Bewegung". Der Mann, von dem Mathilde Ludendorff erwartete, daß er die Ludendorff-Bewegung nach ihrem Tod weiter führen würde, war Dr. Werner Preisinger, nichts anderes als ein Volkslehrer. Aus seinem Selbstverständnis als Volkslehrer gründete Werner Preisinger in den frühen 1970er Jahren die Zeitschrift "Die Deutsche Volkshochschule". Diese besteht bis heute weiter (siehe Parallelblog). Es kann insgesamt gesagt werden, daß bis heute unter den fortschrittlichsten und geistig beweglichsten Teilen der Menschen, die sich im Umfeld der Ludendorff-Bewegung bewegten und bewegen, überdurchschnittlich viele Menschen befinden, die eine Lehrerausbildung durchlaufen haben. Insofern ist die Ludendorff-Bewegung selbst immer schon eine Volkslehrer-Bewegung gewesen. Mathilde Ludendorff hatte selbst eine Lehrerinnen-Ausbildung durchlaufen, bevor sie Medizin studierte.