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Advocatus diaboli, der „Anwalt des Teufels“, war in der römisch-katholischen Kirche die Person, die im Rahmen von Selig- bzw. Heiligsprechungen die Gegenposition einnahm. Er musste Argumente gegen die Person resp. gegen deren Selig- oder Heiligsprechung suchen und vortragen.
Aus dem kirchlichen Rahmen herausgelöst und allgemein betrachtet ist der advocatus diaboli jemand, der die Position einer Gegenpartei einnimmt, ohne dieser Gegenpartei anzugehören.
Wie sehe ich den advocatus diaboli?
Meine Interpretation des advocatus diaboli geht über die Rolle hinaus, die ihm ursprünglich in der Kirche zugedacht war. So wird mein advocatus diaboli hinterfragen und querdenken. Er sieht nicht nur die Notwendigkeit der Gegenargumente sondern gerade auch die Chancen und Möglichkeiten, die sich aus Gegenargumenten und Querdenken im weitesten Sinne ergeben können.
Hieraus ergeben sich weitere Rollen, die der advocatus diaboli in diesem Blog einnimmt. Er ist Coach, Scout und Sparringpartner. Coaching zur Optimierung von Entscheidungsprozessen. Scouting und Sparring als Hilfe um ausgetretene Pfade zu verlassen und um neue Wege und Gelegenheiten zu finden. Ich freu mich, wenn es mir gelingt, zum Quer- und Nachdenken anzuregen, Möglichkeiten aufzuzeigen und sehe einer lebendigen Diskussion gespannt entgegen.