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Chronische Schmerzen am Bewegungsapparat, gekennzeichnet durch diffuse Muskelschmerzen in Gelenksnähe, nicht jedoch im Gelenk selber, die jeweils auf der rechten und linken Körperseite oder oberen und unteren Körperhälfte auftreten, ist das Leitsymptom des Fibromyalgie-Syndroms. Dazu kommen zahlreiche weitere Beschwerden wie Erschöpfung, rasche Ermüdung, depressive Verstimmung, Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden, verminderte Stressdolenz, Menstruationsstörungen und Blasenbeschwerden, funktionelle Herzbeschwerden, Morgensteifigkeit, funktionelle Atembeschwerden, Ameisenlaufen in Armen und Beinen, Seh- und Hörstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Wetterfühligkeit um nur einige zu nennen.
Die Schmerzwahrnehmung ist je nach Schwere und Empfindung unterschiedlich. Von dumpf und drücken, bis schneidend und brennend. Das Krankheitsbild entwickelt sich schleichend über die Jahre hinweg, was eine schnelle Diagnose erschwert.
Die Beschwerden können im Wechsel zu den Muskelschmerzen auftreten und sich wieder zurückbilden. Wichtig ist, weder Gelenke noch Organe werden geschädigt, aber der Schmerz bleibt ein ständiger Begleiter.
Die Ursache für Fibromyalgie ist noch nicht gänzlich geklärt, verschiedene Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen. Einerseits spielt die Genetik mit, doch Beobachtungen zeigen, dass Stressfaktoren wie Mobbing, Trauma und ungelöste Konflikte das Krankheitsbild begünstigen.
Eine weitere Theorie geht davon aus, dass es sich um eine Fehlfunktion im Mitochondrium Stoffwechsel (Kraftwerk der Zelle) handelt. Mitochondrien kommen in allen Zellen vor, auch in den Muskelzellen. Bei einer Fehlfunktion in den Mitochondrien wird vermehrt Stickstoff gebildet und die eigentliche Funktion der Energiekraftwerke wird eingeschränkt. Stickstoff ist im Körper bei der Regulierung der Blutgefässweite, der Bekämpfung von Bakterien und Viren und als Botenstoff im Nervensystem beteiligt. Zu viel Stickstoff (Nitrostress) fördert die Entzündung und wirkt zellschädigend. Als Ursache für eine solche Fehlfunktion gelten virale und bakterielle Infektionen, Allergene, Umweltgifte und Umweltbelastungen sowie körperliche und seelische Trauma. Dabei spielen auch Nährstoffmängel eine zentrale Rolle.
Wie kann Fibromyalgie behandelt werden…
Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Die Therapie ist sehr individuell je nach Beschwerdebild und je nach Konstitution. Wichtig ist die Zusammenarbeit von Ärzten, Psychologen und den Komplementärmedizinern. Denn einerseits helfen manuelle Therapien wie Lymphdrainage, Faszientherapie sowie die Anwendung von Wärme und Kälte, die Schmerzen zu lindern, andererseits können die Beschwerden mittels angepasster Ernährung, gezielter Anwendung von Vitaminen, Mineralien, Coenzymen und der Anwendung von Heilpflanzen gelindert werden. Auch Bewegung und Entspannungstechniken sind zentrale Elemente der Therapie.
Chronische Schmerzzustände sind eine enorme psychische Belastung, dazu kommen die Ängste, depressive Verstimmungen und die Hilflosigkeit dem Krankheitsbild gegenüber. Daher ist eine psychologische Betreuung empfohlen.