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MEINE GESCHICHTE.
EINE REISE VOLL DER ENTSCHEIDUNGEN.
Es fing alles mit ca. 10 Jahren an, als ich den Traum hegte, nach der Schule nach Frankreich zu gehen. Das Bemerkenswerte war, dass der Traum sich in eine Gewissheit verwandelte, lange bevor der Traum in die Wirklichkeit umgesetzt wurde. Nach dem Abitur nahm das Unausweichliche seinen Gang: ein Jahr Frankreich als freiwillige Helferin in einem christlichen Gästehaus, mehrere Monate in Süditalien in einer Handweberei mitarbeitend und nach der Ausbildung zur fremdsprachlichen Wirtschaftskorrespondentin winkte ein Job als Technische Übersetzerin in Paris.
Alles Bestens könnte man meinen. Anfangs schon, aber nach fünf Jahren stellte ich mir die Frage, ob dies die Verwirklichung des anfänglichen Lebenstraums war und kam zum Schluss, dass eine „intellektuelle Fließbandarbeit“ nicht meinem Wunsch nach einer kreativen Tätigkeit in Kombination mit meiner besten Begabung - dem Umgang mit Zahlen - erfüllte. Eine Zeit des Zweifelns und des Suchens folgte und eine weitere Tür ging auf, die Möglichkeit in Paris ein Studium der Wirtschaftswissenschaften auf dem zweiten Bildungsweg zu absolvieren. Nach einem zweijährigen Grundstudium bekam ich die Chance an der renommierten Grande École „Sup de Co de Paris“ aufgenommen zu werden. Es folgten drei schöne und spannende Studienjahre, ein Semester davon an der Universität St. Gallen und ein zweimonatiges Praktikum bei der Henkel Co. KG in der Schweiz.
Neben dem Studium nahm der Sport eine wichtige Rolle ein: zusammen mit meinen Kommilitoninnen trainierte ich im Ruderfrauenachter und nahm an prestigewürdigen Wettkämpfen wie etwa den französischen Universitätsmeisterschaften sowie an einem internationalen Wettkampf auf dem Canal de Versailles gegen Oxford und Cambridge teil.
1996 erhielt ich dann das Abschlussdiplom in Wirtschaftswissenschaften der École Supérieure de Commerce de Paris mit Schwerpunkt Strategie und Finanzen. Einmal mehr stellte sich nun die Frage, in welchem Land die berufliche Karriere gestartet werden soll. Frankreich bzw. Paris schien weniger geeignet, da es keinen geeigneten Rahmen für meinen inzwischen geborenen Sohn bieten konnte, und da in der französischen Arbeitswelt Erfolg vom richtigen Einzelkampf abhing und nicht auf Konsens aufgebaut wurde wie in den protestantisch geprägten Ländern Deutschland und Schweiz.
Es verschlug mich nach Düsseldorf zum Aufbau eines Startups, der Filiale eines japanischen Konzerns betreut durch die Europazentrale in Frankreich. Gefragt waren Sprachkenntnisse, bereits routiniertes Arbeiten im Tagesgeschäft aber auch konzeptionelles Denken bei den zukünftigen strategischen Entscheidungen. Acht Jahre blieb ich nun bei der Ryobi Technologies GmbH, wurde vom anfänglichen Administration Manager zum Finance Manager befördert, bis 2004 das plötzliche Ende kam, bedingt durch die Restrukturierung der Filiale und das Zusammenlegen der Finanzabteilung mit einer weiteren Tochtergesellschaft. Ein Schlag aus damaliger, ein Glücksfall aus heutiger Sicht.
Nach einer zweijährigen Projektteammitarbeit bei DKV Euroservices Co. KG zur Gründung einer neuen Gesellschaft in den Niederlanden kam Anfang 2007 plötzlich und unerwartet ein Angebot aus der Schweiz als Finance Manager in der EMEA Zentrale des amerikanischen Benzinmotorenherstellers Briggs&Stratton mitzuarbeiten. Die Entscheidung musste in weniger als zwei Wochen fallen und in weniger als zwei Monaten galt es die ganze Familie zu verpflanzen. Es galt einen geeigneten Wohnraum zu finden, der in erreichbarer Distanz Kindergarten und Schulen sowie Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stellte. Die Herausforderung wurde angenommen und das Ziel erreicht.
Etwas länger dauerte der Verkauf des Reiheneckhauses in Düsseldorf, aber auch dieser konnte noch im selben Jahr erfolgreich zu den vorab gesetzten Bedingungen realisiert werden. Ein neues Leben begann in der Schweiz nach zehn Jahren in Paris und zehn Jahren in Düsseldorf. Beruflich gab es nach zwei Jahren bei Briggs&Stratton nochmals eine Veränderung: ich wechselte zu ADP Dealer Services Switzerland Gmbh als Manager Finance & Administration, weil ich näher bei den Kunden und dem Tagesgeschäft sein wollte.
Nach wenigen Jahren in der Schweiz erwachte der Wunsch nach einem Eigenheim wieder. Die Voraussetzungen in der hochpreisigen Schweiz ein bezahlbares Eigenheim ohne das zur Verfügung stehende nötige Eigenkapital zu finden standen schlecht. Ein strategischer Plan war notwendig. Mit der Hausbank wurden frühzeitig die Eckdaten geklärt. Eine gutvermietete Eigentumswohnung in Paris sollte verkauft werden, um das nötige Eigenkapital zu generieren. Um den Mieter nicht vor den Kopf zu stossen wurde das Projekt frühzeitig mit ihm besprochen und ihm wurde die Wohnung zu einem fairen Preis angeboten. Als er ausschlug wurde der bestmögliche Preis auf dem freien Immobilienmarkt erzielt. Parallel dazu wurde eine monatelange systematische Suche der zur Verfügung stehenden Immobilien rund um den Obersee/Zürichsee gestartet, bis schließlich ein geeignetes Objekt in der Gemeinde Wald im Kanton Zürich gefunden wurde. Da das Preis-Leistungsverhältnis stimmte, wurde der Kompromiss eingegangen, die direkte Seelage von Lachen SZ zu verlassen. Ein Irrtum, wie sich später herausstellte. Denn je näher der Umzugstermin kam, desto unwohler wurde es den Familienmitgliedern, die die Vorstellung einer erneuten Änderung des sozialen Umfelds nur schwer ertrugen.
Es kam anders. Zwei Tage nach der Eigentumsübertragung fiel ein Reihenhaus in Lachen „vom Himmel“, innerhalb weiterer zwei Tage wurde man sich mit den Verkäufern und der Bank einig. Was wie eine Kurzschlussreaktion aussieht, war Teil eines durchdachten Finanzierungsplans, der sich ständig den äußeren Bedingungen angepasst hat bzw. angepasst wurde. Heute ist das Haus in Wald vermietet und erwirtschaftet eine stattliche Rendite, die die Finanzierung des Eigenheims in Lachen erlaubt. Auch wenn der ursprüngliche strategische Plan anders aussah, so konnte all dies nur realisiert werden, weil ein solcher Plan existierte und weil ich aber gleichzeitig zu den Wünschen und Träumen der Familienmitglieder stand und mich dem Zufall nicht verwehrte.
In 2012 wurde mein Arbeitsplatz einmal mehr Teil einer Restrukturierung und demzufolge abgebaut. Auch dieses Mal sollte ein an sich negatives Ereignis eine neue Chance bieten. Während meinem Studium und meiner langjährigen Berufserfahrung habe ich sehr viel über Finanzen gelernt und dies sowohl beruflich als auch privat eingesetzt. Immer wieder neue Herausforderungen im privaten und beruflichen Umfeld haben mich gelehrt Entscheidungen, manchmal in kürzester Zeit, manchmal über einen längeren Zeitraum hinweg, zu treffen. Die meisten dieser Entscheidungen sind mir leicht gefallen, da ich mein theoretisches Wissen einsetzen konnte, um mir Entscheidungshilfen zu erarbeiten.
Heute nun möchte ich dieses Wissen Menschen zur Verfügung stellen, die in den Bereichen Immobilien (Lebensmittelpunkte), Altersvorsorge und Budgetplanung (Lebenszeitpunkte) und Wohnortwechsel (Lebenswendepunkt) vor einer wichtigen Entscheidung stehen.