Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03569.jsonl.gz/562

Komoren – Das Land besteht aus der Union der Komoren
- die Hauptinsel Njazidja (Grande Comore),
- die Jasmininsel Anjouan (Nzwani) und
- die Naturinsel Mwali (Mohéli).
Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs, aber aufgrund des tropischen Klimas fruchtbar und grün.
Grande Comore
Diese Insel ist mit 1013 Quadratkilometern knapp so gross wie der Kanton Uri und nicht mal halb so gross wie das Saarland. Die über 60 km von Nord nach Süd sich erstreckende Insel wird in ihrem Inneren von zwei Landschaften dominiert: im Süden ist es der Karthala und im Norden ist es die Steingeröllebenen von La Grille. Entlang der Meeresküste finden sich aber immer wieder ausgedehnte Sandstrände.
Der poröse, vulkanische Untergrund lässt jegliches Wasser einsickern. Es gibt keinen einzigen permanenten Fluss auf Grande Comore.
Anjouan
Mit 424 Quadratkilometern ist Anjouan wesentlich kleiner als die Hauptinsel, dafür aber sehr fruchtbar. Hier wachsen Kartoffeln und Gemüse, aber auch die Duftpflanze Ylang-Ylang und ebenso Vanille und Nelken.
Anjouan versuchte sich von der Hauptinsel abzuspalten und wie Mayotte französisch zu werden. Dieses gelang jedoch nicht.
Mohéli
Mohéli ist wenig besiedelt, naturnah und ein kleines Naturparadies mit Stränden, an denen Schildkröten ihre Eier legen und Wäldern mit den seltenen Fledermäusen.
Karthala
Der Vulkan Karthala bedeckt mit 30 auf 15 km den Süden der Hauptinsel. Der Krater ist auf 2361 müM und hat den weltweit grössten Vulkanschlund (Caldera) von drei auf vier Kilometer Durchmesser. Der Karthala ist ein geologisch junger Vulkan und immer noch unruhig. Alle paar Jahre spuckt er Lava. Immer auch dampft er Schwefel aus.
Die Tour zur Karthala-Caldera ist kein Spaziergang. Der Aufstieg von 6 bis 10 Stunden ist eine Wanderung und keine Felsenkletterei. Beim Caldera-Ring angekommen, beeindruckt der Blick in die unendliche Tiefe des Schlundes. Man kann in mehrstündigen Marsch auch in den Schlund absteigen und über schwarzstaubigen Lavafeldern bis zu einem erneuten Krater marschieren. Rotglühende Lava wird man allerdings nicht sehen.