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Nach den Siegen mit der 4×100- und 4×200-m-Crawlstaffel sowie über 200 m Delfin triumphierte der 31-jährige Amerikaner in der Nacht auf Freitag auch über 200 m Lagen. Damit gewann er seine 22. olympische Goldmedaille.
Nach den ersten zwei Bahnlängen (Delfin und Rücken) lag mit Phelps, seinem Landsmann Ryan Lochte und dem Brasilianer Thiago Pereira ein Trio nur durch einen Hundertstel getrennt deutlich voraus. Doch bereits auf der Bruststrecke zog der Rekord-Olympiasieger weg.
Am Ende lag Phelps in 1:54,66 um fast zwei Sekunden vor dem Japaner Kosuke Hagino. Dritter wurde der Chinese Wang Shun. Lochte (5.) und – zur grossen Enttäuschung des brasilianischen Publikums – Pereira (7.) mussten hingegen ihrem (zu) hohen Anfangstempo Tribut zollen.
Über 100 m Crawl der Frauen setzte es für die Australierinnen Bronte und Cate Campbell eine empfindliche Niederlage ab. Die favorisierten Schwestern aus Down Under blieben gar ohne Medaille. Überraschende Siegerinnen in 52,70 Sekunden wurden die 20-jährige Amerikanerin Simone Manuel und die erst 16-jährige Kanadierin Penny Oleksiak. Bronze ging an die Schwedin Sarah Sjöström, die in 52,99 ebenfalls unter 53 Sekunden blieb.
Die weiteren Goldmedaillen am sechsten Finalabend gingen an den Amerikaner Ryan Murphy (über 200 m Rücken) und an Rie Kaneto (200 m Brust). Die Japanerin gewann mit rund eineinhalb Sekunden Vorsprung vor der umstrittenen Russin Julia Jefimowa. Murphy seinerseits hatte zuvor in Rio schon über 100 m Rücken triumphiert.
(SDA)