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Fedeline freut sich unglaublich, wenn die Briefe von Ihrer Patin aus der Schweiz ankommen. Sie ist 18 Jahre alt und lebt in Lascahobas in Haiti. Seit zehn Jahren besucht sie ein Kinderzentrum von Compassion. „Viele Kinder benutzen gerne die Vorlagen, um ihren Paten zu schreiben. Aber ich formuliere lieber selber und suche genau die richtigen Worte, um meiner Patin zu schreiben.
Die Kinder schreiben mindestens zwei Briefe pro Jahr an ihre Paten. Fedeline bekommt selber häufig Post und antwortet auf jeden Brief ihrer Patin umgehend. „Ich schreibe ungefähr fünfmal pro Jahr“, erklärt sie. „Meine Patin schreibt mir immer, wie sehr sie mich gernhat und dass Gott mich auch so liebt. Ich spüre durch diese Briefe, dass ich ihr wirklich viel bedeute.“
„Ich bin ein Teil ihrer Familie“
Briefe ihrer Patin zu bekommen bedeutet für Fedeline mehr als bloss ein Austausch mit jemandem in einem fremden Land. „Es ist, als ob ich ein Teil ihrer Familie wäre“, sagt Fedeline. „Von meiner Patin spüre ich mehr Interesse an meinem Leben als von einigen meiner eigenen Verwandten.“
Die Briefe sind für sie so wichtig, dass sie sie in einem speziellen Versteck aufbewahrt, in einer Schachtel in ihrem Zimmer. „Wenn meine Patin mich einmal in Lascahobas besuchen wird, werde ich ihr diese Schachtel zeigen. Dann wird sie sehen, wie wichtig ihre Briefe für mich sind.“
Briefe zu schreiben ist eine wunderbare Möglichkeit, eine persönliche Beziehung zum Patenkind aufzubauen und Ermutigung in sein Leben hineinzusprechen. Seit Compassion den Briefversand umgestellt und weitgehend digitalisiert hat, gehen die Briefe bedeutend schneller hin und her.