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Käpnick entwickelte 1998 ein Merkmalssystem zur Kennzeichnung einer mathematischen Begabung, das fachspezifische Begabungsmerkmale und begabungsstützende Persönlichkeitseigenschaften umfasst. Daran anknüpfend wurden inzwischen einige Anschlussuntersuchungen durchgeführt, die unterschiedliche Aspekte fokussieren. So wurden Studien zu speziellen mathematikspezifischen Begabungsmerkmalen (Ehrlich, 2013; Berlinger, 2015) und zu Begabungsausprägungen (Fuchs, 2006; Benölken, 2011) durchgeführt. Da bisher Forschungsergebnisse zu begabungsstützenden Persönlichkeitseigenschaften fehlen, soll in einem Promotionsvorhaben nun ein diesbezüglicher Aspekt untersucht werden, und zwar die selbstregulativen Kompetenzen kleiner Matheasse zur Zielsetzung und zur Zielumsetzung beim Problembearbeiten – mit einer fundierten Einschätzung darüber, ob diese Kompetenzen eine wesentliche begabungsstützende Persönlichkeitseigenschaft für mathematisch begabte Kinder darstellen. Dazu werden u. a. zwei qualitative Studien durchgeführt, indem 60 mathematisch potenziell begabte Dritt- und ViertklässlerInnen klinisch interviewt werden – zunächst im Anschluss an das Bearbeiten von Problemaufgaben und dann losgelöst von diesen. Ein Hauptziel der Untersuchungen ist es zu ergründen, inwieweit sich mathematisch potenziell begabte Kinder selbstständig Ziele beim Problembearbeiten setzen und sie diese im Problemlöseprozess bewusst umsetzen. Der Workshop gibt Einblicke in erste Ergebnisse des Promotionsvorhabens.