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Es scheint ein warmer Frühlingstag im Juni zu sein. Eine junge Frau im leichten, sommerlichen Kleid lehnt sich ans Fenster. Ihre Arme sind ineinander verschränkt und ihr Blick schweift über die Landschaft vor ihr. Hängt sie ihren Gedanken nach oder beobachtet sie ihre Umgebung? Für das Gemälde «Fenster im Juni» wählt Marguerite Frey-Surbek den Ausblick ihrer Wohnung an der Junkerngasse 51 in Bern, in der sie seit 1914 mit ihrem Malermann Victor Surbek lebt. Der Ausblick zeigt das Berner Mattenquartier mit der grünlichen Aare und dem kleinen Waldabschnitt, der direkt an den Fluss grenzt. Es ist ein Motiv, welches sie vermehrt wählte, ob mit Modell oder ohne. In ihrer Arbeit ist das Spiel mit Licht und dunklen Farbtönen zentral. Während ihrer Lehrjahre in Paris wird sie von den Impressionisten beeinflusst. Obwohl selten datiert, kann vermutet werden, dass diese Arbeit vor den 1930er-Jahren entstand. Denn erst mit einer Italienreise 1932 ändert sie ihre Farbpalette hin zu helleren, kräftigeren Farbtönen. Nach dem Tod ihres Mannes Victor Surbek hinterlässt sie im Namen von beiden dem Kunstmuseum Thun Werke aus ihrer eigenen Kunstsammlung. So kommt auch dieses Werk 1977 nach Thun.
Katrin Sperry
Es ist ein warmer Tag im Juni.
Die junge Frau sitzt am Fenster.
Sie trägt ein helles Sommer-Kleid.
Ihre Arme sind verschränkt.
Ihr Blick schweift über die Stadt.
Die Künstlerin lebt in dieser Wohnung.
Die Wohnung liegt in Bern.
Im Matten-Quartier.
Die Künstlerin hat das Quartier oft gemalt.