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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2014.00946 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Gerichtsschreiberin Fischer Urteil vom 12. März 2015 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte Lutherstrasse 36, 8004 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1971 geborene X.___ meldet sich am 10. Juni 2013 unter Hinweis auf ein Herzleiden zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration, Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (Urk. 11/2). Die Sozialversiche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin berufliche, erwerbli che und medizinische Abklärungen. Am 16. Juli 2013 teilte sie dem Versicher ten mit, dass sich berufliche Eingliederungsmassnahmen derzeit als unmöglich erwiesen (Urk. 11/10). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 11/19) verfügte die IV Stelle – un ter Hinweis auf eine 100%ige Arbeits fähigkeit in einer behinderungs an gepassten Tätigkeit beziehungsweise einen Invaliditäts grad von 0 % - am 6. August 2014 die Abweisung des Rentenbe gehrens (Urk. 2). Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass er im Hinblick auf ein späteres erneutes Leistungsgesuch im Rahmen seiner Schad enminderungs pflicht gehal ten sei, sich einer nachhaltigen ambulanten Herzrehabilitat ion zu unterziehen (Urk. 11/41). 2. Gegen diese Verfügung (Urk. 2) liess der Versicherte am 15. September 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2): „1. Es sei die Verfügung vom 6. August 2014 aufzuheben und es sei Herrn X.___ mit Wirkung ab 11.06.2013 eine halbe IV-Rente zuzusprechen. 2. Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle vom 06.08.2014 aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ergänzende medizinische Berichte beim Y.___, Kardiologie, einzu holen. Nach Einholung dieser Akten sei über den Anspruch auf eine IV Rente er neu t zu verfügen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu bewilli gen und in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsbei ständin beizugeben.“ Die IV-Stelle schloss am 17. Oktober 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Beschwerdeantwort, Urk. 10), was dem Beschwerdeführer am 25. November 2014 zur Kenntnis gebracht wurde. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2014 (Urk. 14) reichte der Beschwerdeführer Akten betreffend eine Mitte Oktober 2014 begonnene ambulante Herzrehabilitation im Z.___ ein (Urk. 15 /1-2 ). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min destens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier tels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalidenein kommen ), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkom men ). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkom mensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 2. 2.1 Die IV-Stelle begründete die Leistungsverw eigerung damit, dass der Beschwer deführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig und damit in der Lage sei, ein rentenausschliessendes E inkommen zu erzielen (Urk. 2 S. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber – unter Hinweis auf die Beur teilung der Kardiologen des Y.___ - auf den Standpunkt, er sei in einer leidensangepassten Tätigkeit lediglich noch zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 1 S. 4). Korrekterweise sei b ei der Ermittlung sowohl des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf d en Tabellenl ohn für Hilfsarbeiten gemäss Tabelle TA1 Ziffer 2 bis 96 der LSE abzustellen, weshalb er vorderhand Anspruch auf eine halbe Rente habe (Urk. 1 S. 5). Ob und gegebenenfalls ab wann aufgrund rehabilitativer Massnahmen eine (von den Ärzten prognostisch erwartete) höhergradige Arbeitsfähigkeit bestehe, habe die IV-Stelle – ebenso wie das Anforderungsprofil einer leidensangepassten Tätigkeit - ungenügend abgeklärt. Eventualiter sei die Sache daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese entsprechende Abklärungen tätige und hernach über den Renten anspruch neu befinde (Urk. 1 S. 5 f.). 3. 3.1 Die Ärzte des Y.___, Herzkreislaufzentrum, Klinik für Kardio logie, stellten am 6. Mai 2013 fo lgende Diagnosen (Urk. 11/1 S. 1 ): - Valvuläre, postrheumatische Kardiomyopathie mit zuletzt normaler LV-Funktion - am 27. Juli 2006 Aortenklappenersatz mittels SJM 25 mm bei Degene ration des 1992 implantierten Homografts (schwere AI), Reduktionsplastik der Aorta ascendens, Mitralklappenrekonstruktion bei mittelschwerer Mitralinsuffizienz ( Annuloplasty Ring, 32 mm) - Kammerflimmern mit elektromechanischer Reanimation am 15. und 20. Januar 2007 - Koronarangiographie vom 18. Januar 2007: stenosefreie Koronarien - CRT-D-Implantation (SJM) am 22. Januar 2007, Explantation und Neuimplantation (Medtronic) bei Batterieerschöpfung und Austausch SJM Riata -Sonde RV am 4. Juli 2012 - TTE vom 6. Mai 2013: normal grosser linker Ventrikel mit e r haltener systolischer Funktion (EF biplan = 59 %), SJM-Prothese in aortaler Position: mittlerer systolischer Druckgradient 7 mmHg, rekonstruierte Mitralklappe (Ring 32 mm), verdickte Mitralsegel : mittlerer diastoli scher Druckgradient 2 mmHg - Spiroergometrie vom 10. November 2011: VO2 max. 16,70 ml/min/kg, ME T s 4,8 (61,5 % des Soll) - cvRF : Nikotin (20-30 py ), Adipositas - Vitamin D-Mangel D ie Ärzte führten aus, d er Beschwerdeführer gebe eine gegenüber der letzten Kontrolle vor sechs Monaten subjektiv unveränderte, eventuell geringgradig schlechtere Leistungsfähigkeit an. Nach zwei bis drei Stockwerken Treppenstei gen beziehungsweise nach 30 Minuten Gehen in der Ebene komme es zu einer generellen Ermüdung in den Beinen und zu Atemnot (S. 2). Anlässlich der regulären Verlaufskontrolle habe sich beim kardiopulmonal kompensierten Pati enten ein stabiler Verlauf gezeigt. Problematisch seien indes die weitere Gewichtszunahme (aktueller BMI von 38,13 kg/m 2 ) und der persistierende Nikotinabusus. Die CRT-Kontrolle habe eine einwandfreie Funktion ohne Auf zeichnung höhergradiger Rhythmusstörungen ergeben. Echokardiographisch habe zudem ein stabiler Verlauf dokumentiert werden können. Der Beschwer deführer gehe, nachdem er das selbständig geführte Gastronomieunternehmen Anfang Jahr aufgrund körperlicher Limitationen aufgegeben habe, derzeit kei ner Arbeit nach. Er sei daher angehalten worden, sich bei der IV anzumelden und eine Umschulung anzustreben (S. 3). 3.2 Dr. med. A.___, Praktischer Arzt FMH, stellte am 24. August 2013 nachste hende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/12 S. 1): - Valvuläre, postrheumatische Kardiomyopathie - Aortenklappenersatz 2006 - Kammerflimmern mit Reanimation zweimal, 2001 und 2007 - CRT-Implantation am 22. Januar 2007 - Adipositas Grad II Der Beschwerdeführer leide seit Jahren an einer valvulären Herzkrankheit. In der letzten Zeit habe sich eine Kardiomyopathie mit Leistungseinbusse ent wickelt. Die Prognose sei ungünstig. In t herapeutisch er Hinsicht seien eine Fortführung der medikamentösen Behandlung und eine Gewichtsreduktion indi ziert. Betreffend die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seien keine sicheren Angaben möglich. Eine sehr leichte Tätigkeit sei ihm – seit zirka An fang 2013, als es zu einer starken Zunahme der Beschwerden gekommen sei - noch im Pensum von maximal 20 % zumutbar (S. 2 ff. ). 3.3 Am 24. Juli 2013 gaben die Ärzte des Y.___, B.___, an, aufgrund der vom Beschwerdeführer geklagten gering gradigen Leistungsverminderung seit der letzten Kontrolle sei vorgesehen, bei der nächsten Konsultation zur Beurteilung des Leistungsvermögens eine Spiro ergometrie durchzuführen. Die Arbeitsunfähigkeit sei dem Beschwerdeführer bis anhin nicht von ihnen attestiert worden. Eine genaue Beurteilung der Arbeits fähigkeit könne – nach Durchführung der spirometrischen Untersuchung – in etwa einem halben Jahr erfolgen. Schwere körperliche Tätigkeiten sollte der Beschwerdeführer meiden; er sei aber sicher in der Lage, einer sitzenden Bürotätigkeit nachzugehen. Die Einschränkungen liessen sich durch medizini sche Massnahmen noch vermindern. Es seien eine deutliche Gewichtsreduktion und ein umgehender Nikotinstopp angezeigt. Des Weiteren lasse sich auch durch eine kardiale rehabilitative Physiotherapie noch eine Verbesserung erzie len (Urk. 11/13 S. 2). 3.4 In seiner gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme vom 9. Oktober 2013 (Urk. 11/17 S. 3) gelangte Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, zer tifizierter Gutachter SIM, Arzt des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) der IV, zum Schluss, dass aufgrund der valvulären Herzkrankheit mit Zustand nach Klappenersatz und Defibrillator-Implantation eine stark verminderte körperliche Leistungsfähigkeit bestehe. Während in der angestammten Tätigkeit – wohl seit Jahren – eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe, sei dem Beschwerdeführer eine körperlich sehr leichte, sitzende Tätigkeit noch uneingeschränkt zumutbar. Insofern stünden aus rein medizinischer Sicht berufliche Massnahmen im Vor dergrund. 3.5 Die Kardiologen des Y.___ hielten am 2. April 2014 fest, die gesundheitliche Situation sei stabil. Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit sei eine ambulante kardiale Rehabilitation angezeigt. Es seien ein Nikotinstopp und eine Gewichtsreduktion zu empfehlen. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerde führers, der zuletzt als Kellner tätig gewesen sei, sei aktuell aufgrund einer Dekonditionierung eingeschränkt (Urk. 11/31 S. 2). Die angestammte Tätigkeit sei ihm nicht mehr beziehungsweise – gemäss dem Ergebnis der im März 2014 durchgeführten Spiroergometrie - nur noch zu 50 % zumutbar (S. 2 f.). Es sei die Ausübung einer sitzenden Tätigkeit zu empfehlen. Nach erfolgter Rehabili tation sei die Leistungsfähigkeit neu zu beurteilen; allenfalls könne der Beschwer deführer dann auch wieder einer Tätigkeit im Gastgewerbe nachgehen. Nach Abschluss der rehabilitativen Massnahmen se i mit einer 75 bis 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (S. 3). 3.6 Am 6. Mai 2014 hielt der RAD-Arzt Dr. C.___ fest, aus dem aktuellen Bericht der Kardiologen des Y.___ gehe hervor, dass der Gesundheits zustand sich nicht verändert habe und – aufgrund der langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt – eine vollständige Dekonditionierung vorliege. Im Hinblick auf deren Überwindung sei der Beschwerdeführer – unter Hinweis auf seine Scha denminderungspflicht – zu einer ambulanten kardialen Rehabilitation aufzufor dern. In einer optimal leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/40 S. 2). 3.7 Den vom Beschwerdeführer am 16. Dezember 2014 eingereichten Unterlagen ist zu entnehmen, dass dieser sich seit 14. Oktober 2014 einer ambulanten Herzre hab ilitation unterzieht (Urk. 14 f. ). 4. 4.1 Aus den zitierten medizinischen Berichten geht übereinstimmend hervor, dass der Beschwerdeführer an kardialen Beschwerden leidet und deswegen in seiner physischen Belastbarkeit eingeschränkt ist. Körperlich schwere Tätigkeiten sind ihm daher nicht mehr zumutbar (vgl. hiezu insbesondere Bericht Y.___ vom 24. Juli 2013, Urk. 11/13 S. 2). Fest steht zudem, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit mittels einer ambulanten kardialen Rehabilitation (Physiotherapie) noch steigern lässt (Urk. 11/13 S. 2, Urk. 11/31 S. 2, Urk. 11/40 S. 2). Zudem ist aus den Akten zu schliessen, dass sich auch ein Rauchstopp (betreffend welchen de r Beschwerdeführer die von den Ärzten des Y.___ angebotene Unterstützung abgelehnt hat [vgl. Urk. 11/1 S. 3]) sowie eine - dem adipösen Beschwerdeführer (ebenfalls) wiederholt dringend empfoh lene – Gewichtsreduktion positiv auf dessen Leistungsvermögen auswirken würden (Urk. 11/1 S. 3, Urk. 11/12 S. 2, Urk. 11/13 S. 2, Urk. 11/31 S. 2). 4.2 4.2.1 In der zuletzt ( bis zum Eintritt der Verschlechterung des Ge sundheitszustandes Anfang 2013 [ vgl. Urk. 11/1 S. 3, Urk. 11/12 S. 2 ]) ausgeübten Tätigkeit als Kellner besteht gemäss den Kardiologen des Y.___, jeden falls bis zum Abschluss der rehabilitativen Massnahmen (Urk. 11/31 S. 2 f.), eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. 4.2.2 Eine leidens angepasste Tätigkeit ist dem Beschwerde führer nach Lage der Akten nach wie v or vollzeitlich zumutbar. So legten die Kardiologen des Y.___ dem Beschwerdeführer (nach Kenntnisnahme seiner Arbeitslosigkeit) am 6. Mai 2013 die Anmeldung bei der IV nur deshalb nahe, weil sie eine Umschulung auf eine behinderungsgerechtere Tätigkeit als die bisherige Arbeit im Gastronomiebereich für sinnvoll erachteten, und nicht etwa, weil sie Grund für eine Berentung sahen (Urk. 11/1 S. 3). In ihrem Bericht vom 24. Juli 2013 hiel ten sie in der Folge fest, dass der Beschwerdeführer ohne Weiteres in der Lage sei, einer sitz enden Bürotätigkeit nachzugehen. Eine Verminderung der Leis tungsfähigkeit in quantitativer Hinsicht attestierten sie dabei nicht, und auch die von den genannten Ärzten erhobenen Befunde lassen nicht auf eine Unzu mutbarkeit der vollzeitlichen Ausübung einer Verweistätigkeit schliessen (Urk. 11/13 S. 2). Die im März 2014 durchgeführte Spirometrie ergab betreffend die körperlich belastende - Tätigkeit als Kellner eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit, die sich mittels rehabilitativer Massnahmen, mithin durch ein geeignetes Konditions training, wieder auf 75 bis gar 100 % steigern lasse. Dass auch in einer von den Ärzten des Y.___ erneut ausdrücklich empfohlenen - sitzenden Tätigkeit bis zu m Abschluss der Physiotherapie noch eine Leistungs einbusse bestehe (Urk. 11/31 S. 2 f.), ist aufgrund der Natur der Beschwerden und angesichts des Anforderungsprofils der Verweistätigkeit nicht anzunehmen. Der Beschwerdeführer gab hinsichtlich seiner Leistungseinschränkung denn auch lediglich an, beim Treppensteigen nach zwei bis drei Stockwerken und beim Gehen auf ebenem Grund nach 30 Minuten (mithin bei gerade ausge schlossenen körperlichen Belastungen in einer Verweistätigkeit ) eine generelle Ermüdung der Beine sowie Atemnot zu verspüren (Urk. 11/1 S. 3 und Urk. 11/13 S. 1 ). Funktionelle Einschränkungen, die darauf schliessen liessen, dass er (in einer Verweistätigkeit) nur noch ein 50%- Pensum zu bewältigen imstande sei (Urk. 1), beschrieb er nicht und sind auch den medizinischen Akten nicht zu entnehmen. Eine allfällige Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit ist nicht erkenn bar und wäre ohnehin ausschliesslich mit der Dekonditionierung zu erklären, welche sich mittels einer ambulanten kardialen Physiotherapie innert kurzer Zeit verbessern liesse und bei der Beurteilung der Invalidität rechtsprechungs gemäss ausser Acht zu lassen ist (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versi cherungsgerichts I 884/05 vom 15. März 2006 E. 2.2). Die IV-Stelle ging demnach zu Recht von einer uneingeschränkten Arbeits fähig keit in einer leidensangepassten Tätigkeit aus (Urk. 2 S. 2 ). Dass weitere medizinische Abklärungen (Urk. 1 S. 2) zu einem anderen Ergebnis führen wür den, ist nicht anzunehmen, weshalb davon abgesehen werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen). Angesichts der konkreten Umschreibung des Anforderungsprofils der Verweistätigkeit (körper lich sehr leicht und sitzend; vgl. Urk. 2 S. 2) bestehen – entgegen den einschlä gigen Ausführungen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 5) – auch keine Unklar heiten betreffend die ihm im Rahmen einer behinderungsgerechten Tätigkeit noch zumutbaren physischen Belastungen. 4.3 Ob bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads das Valideneinkommen basierend auf dem Tabellenlohn für Hilfsarbeiten in der Gastronomie (Urk. 2 S. 2) oder wie auch bei der Festsetzung des Invalideneinkommens auf de m Tabel len lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert) zu bemessen ist (Urk. 1 S. 5), kann vor liegend offen bleiben. Angesichts der 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer Ver weistätig keit resultierte nämlich, selbst wenn man dem Valideneinkommen zugunsten des Beschwerdeführers den Zentralwert für Hilfsarbeitertätigkeiten zugrunde legte und überdies den maximal möglichen leidensbedingten Abzug von 25 % vom Invalideneinkommen vornähme, ein lediglich 25%iger und damit renten ausschliessender Invaliditätsgrad. 4. 4 Da sich die Rentenverweigerung nach dem Gesagten als rechtens erweist, ist die Beschwerde abzuweisen. 5. 5.1 Da die Voraussetzungen erfüllt sind, ist dem Beschwerdeführer antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu bewilligen und ist ihm in der Person von Rechtsanwältin Christine Fleisch, Zürich, eine unent geltliche Rechtsvertreterin zu bestellen. 5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61 lit. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 700.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 5.3 Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers machte mit Hono rarnote vom 4. März 2015 (Urk. 16) einen Aufwand von 8 Stunden und 25 Minuten sowie Barauslagen im Betrag von Fr. 51.10 geltend. Der verrechnete Zeitaufwand er scheint angemessen. Unter Berücksichtigung eines praxisgemäs sen Stundenansatzes von Fr. 200. -- (für den Zeitaufwand bis 31. Dezember 2014) beziehungsweise von Fr. 220.-- (für den Zeitaufwand ab 1. Januar 2015) sowie der Barauslagen von Fr. 51.10 (je zuzüglich Mehr wertsteuer) ist die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit einem Betrag von Fr. 1‘894.70 aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 15. September 2014 wird dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Christine Fleisch als unentgeltliche Rechtsbeiständin für das vorliegende Verfahren bestellt, und erkennt sodann : 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Christine Fleisch, Zürich, wird mit Fr. 1‘894.70 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Christine Fleisch - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 14 und Urk. 15 /1-2 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubFischer

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2014.00946 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Annaheim Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Gerichtsschreiberin Fischer Urteil vom 12. März 2015 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte Lutherstrasse 36, 8004 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Der 1971 geborene X.___ meldet sich am 10. Juni 2013 unter Hinweis auf ein Herzleiden zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration, Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (Urk. 11/2). Die Sozialversiche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin berufliche, erwerbli che und medizinische Abklärungen. Am 16. Juli 2013 teilte sie dem Versicher ten mit, dass sich berufliche Eingliederungsmassnahmen derzeit als unmöglich erwiesen (Urk. 11/10). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 11/19) verfügte die IV Stelle – un ter Hinweis auf eine 100%ige Arbeits fähigkeit in einer behinderungs an gepassten Tätigkeit beziehungsweise einen Invaliditäts grad von 0 % - am 6. August 2014 die Abweisung des Rentenbe gehrens (Urk. 2). Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass er im Hinblick auf ein späteres erneutes Leistungsgesuch im Rahmen seiner Schad enminderungs pflicht gehal ten sei, sich einer nachhaltigen ambulanten Herzrehabilitat ion zu unterziehen (Urk. 11/41). 2. Gegen diese Verfügung (Urk. 2) liess der Versicherte am 15. September 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2): „1. Es sei die Verfügung vom 6. August 2014 aufzuheben und es sei Herrn X.___ mit Wirkung ab 11.06.2013 eine halbe IV-Rente zuzusprechen. 2. Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle vom 06.08.2014 aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ergänzende medizinische Berichte beim Y.___, Kardiologie, einzu holen. Nach Einholung dieser Akten sei über den Anspruch auf eine IV Rente er neu t zu verfügen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu bewilli gen und in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsbei ständin beizugeben.“ Die IV-Stelle schloss am 17. Oktober 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Beschwerdeantwort, Urk. 10), was dem Beschwerdeführer am 25. November 2014 zur Kenntnis gebracht wurde. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2014 (Urk. 14) reichte der Beschwerdeführer Akten betreffend eine Mitte Oktober 2014 begonnene ambulante Herzrehabilitation im Z.___ ein (Urk. 15 /1-2 ). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min destens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier tels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalidenein kommen ), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkom men ). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkom mensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 2. 2.1 Die IV-Stelle begründete die Leistungsverw eigerung damit, dass der Beschwer deführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig und damit in der Lage sei, ein rentenausschliessendes E inkommen zu erzielen (Urk. 2 S. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber – unter Hinweis auf die Beur teilung der Kardiologen des Y.___ - auf den Standpunkt, er sei in einer leidensangepassten Tätigkeit lediglich noch zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 1 S. 4). Korrekterweise sei b ei der Ermittlung sowohl des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf d en Tabellenl ohn für Hilfsarbeiten gemäss Tabelle TA1 Ziffer 2 bis 96 der LSE abzustellen, weshalb er vorderhand Anspruch auf eine halbe Rente habe (Urk. 1 S. 5). Ob und gegebenenfalls ab wann aufgrund rehabilitativer Massnahmen eine (von den Ärzten prognostisch erwartete) höhergradige Arbeitsfähigkeit bestehe, habe die IV-Stelle – ebenso wie das Anforderungsprofil einer leidensangepassten Tätigkeit - ungenügend abgeklärt. Eventualiter sei die Sache daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese entsprechende Abklärungen tätige und hernach über den Renten anspruch neu befinde (Urk. 1 S. 5 f.). 3. 3.1 Die Ärzte des Y.___, Herzkreislaufzentrum, Klinik für Kardio logie, stellten am 6. Mai 2013 fo lgende Diagnosen (Urk. 11/1 S. 1 ): - Valvuläre, postrheumatische Kardiomyopathie mit zuletzt normaler LV-Funktion - am 27. Juli 2006 Aortenklappenersatz mittels SJM 25 mm bei Degene ration des 1992 implantierten Homografts (schwere AI), Reduktionsplastik der Aorta ascendens, Mitralklappenrekonstruktion bei mittelschwerer Mitralinsuffizienz ( Annuloplasty Ring, 32 mm) - Kammerflimmern mit elektromechanischer Reanimation am 15. und 20. Januar 2007 - Koronarangiographie vom 18. Januar 2007: stenosefreie Koronarien - CRT-D-Implantation (SJM) am 22. Januar 2007, Explantation und Neuimplantation (Medtronic) bei Batterieerschöpfung und Austausch SJM Riata -Sonde RV am 4. Juli 2012 - TTE vom 6. Mai 2013: normal grosser linker Ventrikel mit e r haltener systolischer Funktion (EF biplan = 59 %), SJM-Prothese in aortaler Position: mittlerer systolischer Druckgradient 7 mmHg, rekonstruierte Mitralklappe (Ring 32 mm), verdickte Mitralsegel : mittlerer diastoli scher Druckgradient 2 mmHg - Spiroergometrie vom 10. November 2011: VO2 max. 16,70 ml/min/kg, ME T s 4,8 (61,5 % des Soll) - cvRF : Nikotin (20-30 py ), Adipositas - Vitamin D-Mangel D ie Ärzte führten aus, d er Beschwerdeführer gebe eine gegenüber der letzten Kontrolle vor sechs Monaten subjektiv unveränderte, eventuell geringgradig schlechtere Leistungsfähigkeit an. Nach zwei bis drei Stockwerken Treppenstei gen beziehungsweise nach 30 Minuten Gehen in der Ebene komme es zu einer generellen Ermüdung in den Beinen und zu Atemnot (S. 2). Anlässlich der regulären Verlaufskontrolle habe sich beim kardiopulmonal kompensierten Pati enten ein stabiler Verlauf gezeigt. Problematisch seien indes die weitere Gewichtszunahme (aktueller BMI von 38,13 kg/m 2 ) und der persistierende Nikotinabusus. Die CRT-Kontrolle habe eine einwandfreie Funktion ohne Auf zeichnung höhergradiger Rhythmusstörungen ergeben. Echokardiographisch habe zudem ein stabiler Verlauf dokumentiert werden können. Der Beschwer deführer gehe, nachdem er das selbständig geführte Gastronomieunternehmen Anfang Jahr aufgrund körperlicher Limitationen aufgegeben habe, derzeit kei ner Arbeit nach. Er sei daher angehalten worden, sich bei der IV anzumelden und eine Umschulung anzustreben (S. 3). 3.2 Dr. med. A.___, Praktischer Arzt FMH, stellte am 24. August 2013 nachste hende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/12 S. 1): - Valvuläre, postrheumatische Kardiomyopathie - Aortenklappenersatz 2006 - Kammerflimmern mit Reanimation zweimal, 2001 und 2007 - CRT-Implantation am 22. Januar 2007 - Adipositas Grad II Der Beschwerdeführer leide seit Jahren an einer valvulären Herzkrankheit. In der letzten Zeit habe sich eine Kardiomyopathie mit Leistungseinbusse ent wickelt. Die Prognose sei ungünstig. In t herapeutisch er Hinsicht seien eine Fortführung der medikamentösen Behandlung und eine Gewichtsreduktion indi ziert. Betreffend die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seien keine sicheren Angaben möglich. Eine sehr leichte Tätigkeit sei ihm – seit zirka An fang 2013, als es zu einer starken Zunahme der Beschwerden gekommen sei - noch im Pensum von maximal 20 % zumutbar (S. 2 ff. ). 3.3 Am 24. Juli 2013 gaben die Ärzte des Y.___, B.___, an, aufgrund der vom Beschwerdeführer geklagten gering gradigen Leistungsverminderung seit der letzten Kontrolle sei vorgesehen, bei der nächsten Konsultation zur Beurteilung des Leistungsvermögens eine Spiro ergometrie durchzuführen. Die Arbeitsunfähigkeit sei dem Beschwerdeführer bis anhin nicht von ihnen attestiert worden. Eine genaue Beurteilung der Arbeits fähigkeit könne – nach Durchführung der spirometrischen Untersuchung – in etwa einem halben Jahr erfolgen. Schwere körperliche Tätigkeiten sollte der Beschwerdeführer meiden; er sei aber sicher in der Lage, einer sitzenden Bürotätigkeit nachzugehen. Die Einschränkungen liessen sich durch medizini sche Massnahmen noch vermindern. Es seien eine deutliche Gewichtsreduktion und ein umgehender Nikotinstopp angezeigt. Des Weiteren lasse sich auch durch eine kardiale rehabilitative Physiotherapie noch eine Verbesserung erzie len (Urk. 11/13 S. 2). 3.4 In seiner gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme vom 9. Oktober 2013 (Urk. 11/17 S. 3) gelangte Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, zer tifizierter Gutachter SIM, Arzt des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) der IV, zum Schluss, dass aufgrund der valvulären Herzkrankheit mit Zustand nach Klappenersatz und Defibrillator-Implantation eine stark verminderte körperliche Leistungsfähigkeit bestehe. Während in der angestammten Tätigkeit – wohl seit Jahren – eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe, sei dem Beschwerdeführer eine körperlich sehr leichte, sitzende Tätigkeit noch uneingeschränkt zumutbar. Insofern stünden aus rein medizinischer Sicht berufliche Massnahmen im Vor dergrund. 3.5 Die Kardiologen des Y.___ hielten am 2. April 2014 fest, die gesundheitliche Situation sei stabil. Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit sei eine ambulante kardiale Rehabilitation angezeigt. Es seien ein Nikotinstopp und eine Gewichtsreduktion zu empfehlen. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerde führers, der zuletzt als Kellner tätig gewesen sei, sei aktuell aufgrund einer Dekonditionierung eingeschränkt (Urk. 11/31 S. 2). Die angestammte Tätigkeit sei ihm nicht mehr beziehungsweise – gemäss dem Ergebnis der im März 2014 durchgeführten Spiroergometrie - nur noch zu 50 % zumutbar (S. 2 f.). Es sei die Ausübung einer sitzenden Tätigkeit zu empfehlen. Nach erfolgter Rehabili tation sei die Leistungsfähigkeit neu zu beurteilen; allenfalls könne der Beschwer deführer dann auch wieder einer Tätigkeit im Gastgewerbe nachgehen. Nach Abschluss der rehabilitativen Massnahmen se i mit einer 75 bis 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (S. 3). 3.6 Am 6. Mai 2014 hielt der RAD-Arzt Dr. C.___ fest, aus dem aktuellen Bericht der Kardiologen des Y.___ gehe hervor, dass der Gesundheits zustand sich nicht verändert habe und – aufgrund der langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt – eine vollständige Dekonditionierung vorliege. Im Hinblick auf deren Überwindung sei der Beschwerdeführer – unter Hinweis auf seine Scha denminderungspflicht – zu einer ambulanten kardialen Rehabilitation aufzufor dern. In einer optimal leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/40 S. 2). 3.7 Den vom Beschwerdeführer am 16. Dezember 2014 eingereichten Unterlagen ist zu entnehmen, dass dieser sich seit 14. Oktober 2014 einer ambulanten Herzre hab ilitation unterzieht (Urk. 14 f. ). 4. 4.1 Aus den zitierten medizinischen Berichten geht übereinstimmend hervor, dass der Beschwerdeführer an kardialen Beschwerden leidet und deswegen in seiner physischen Belastbarkeit eingeschränkt ist. Körperlich schwere Tätigkeiten sind ihm daher nicht mehr zumutbar (vgl. hiezu insbesondere Bericht Y.___ vom 24. Juli 2013, Urk. 11/13 S. 2). Fest steht zudem, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit mittels einer ambulanten kardialen Rehabilitation (Physiotherapie) noch steigern lässt (Urk. 11/13 S. 2, Urk. 11/31 S. 2, Urk. 11/40 S. 2). Zudem ist aus den Akten zu schliessen, dass sich auch ein Rauchstopp (betreffend welchen de r Beschwerdeführer die von den Ärzten des Y.___ angebotene Unterstützung abgelehnt hat [vgl. Urk. 11/1 S. 3]) sowie eine - dem adipösen Beschwerdeführer (ebenfalls) wiederholt dringend empfoh lene – Gewichtsreduktion positiv auf dessen Leistungsvermögen auswirken würden (Urk. 11/1 S. 3, Urk. 11/12 S. 2, Urk. 11/13 S. 2, Urk. 11/31 S. 2). 4.2 4.2.1 In der zuletzt ( bis zum Eintritt der Verschlechterung des Ge sundheitszustandes Anfang 2013 [ vgl. Urk. 11/1 S. 3, Urk. 11/12 S. 2 ]) ausgeübten Tätigkeit als Kellner besteht gemäss den Kardiologen des Y.___, jeden falls bis zum Abschluss der rehabilitativen Massnahmen (Urk. 11/31 S. 2 f.), eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. 4.2.2 Eine leidens angepasste Tätigkeit ist dem Beschwerde führer nach Lage der Akten nach wie v or vollzeitlich zumutbar. So legten die Kardiologen des Y.___ dem Beschwerdeführer (nach Kenntnisnahme seiner Arbeitslosigkeit) am 6. Mai 2013 die Anmeldung bei der IV nur deshalb nahe, weil sie eine Umschulung auf eine behinderungsgerechtere Tätigkeit als die bisherige Arbeit im Gastronomiebereich für sinnvoll erachteten, und nicht etwa, weil sie Grund für eine Berentung sahen (Urk. 11/1 S. 3). In ihrem Bericht vom 24. Juli 2013 hiel ten sie in der Folge fest, dass der Beschwerdeführer ohne Weiteres in der Lage sei, einer sitz enden Bürotätigkeit nachzugehen. Eine Verminderung der Leis tungsfähigkeit in quantitativer Hinsicht attestierten sie dabei nicht, und auch die von den genannten Ärzten erhobenen Befunde lassen nicht auf eine Unzu mutbarkeit der vollzeitlichen Ausübung einer Verweistätigkeit schliessen (Urk. 11/13 S. 2). Die im März 2014 durchgeführte Spirometrie ergab betreffend die körperlich belastende - Tätigkeit als Kellner eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit, die sich mittels rehabilitativer Massnahmen, mithin durch ein geeignetes Konditions training, wieder auf 75 bis gar 100 % steigern lasse. Dass auch in einer von den Ärzten des Y.___ erneut ausdrücklich empfohlenen - sitzenden Tätigkeit bis zu m Abschluss der Physiotherapie noch eine Leistungs einbusse bestehe (Urk. 11/31 S. 2 f.), ist aufgrund der Natur der Beschwerden und angesichts des Anforderungsprofils der Verweistätigkeit nicht anzunehmen. Der Beschwerdeführer gab hinsichtlich seiner Leistungseinschränkung denn auch lediglich an, beim Treppensteigen nach zwei bis drei Stockwerken und beim Gehen auf ebenem Grund nach 30 Minuten (mithin bei gerade ausge schlossenen körperlichen Belastungen in einer Verweistätigkeit ) eine generelle Ermüdung der Beine sowie Atemnot zu verspüren (Urk. 11/1 S. 3 und Urk. 11/13 S. 1 ). Funktionelle Einschränkungen, die darauf schliessen liessen, dass er (in einer Verweistätigkeit) nur noch ein 50%- Pensum zu bewältigen imstande sei (Urk. 1), beschrieb er nicht und sind auch den medizinischen Akten nicht zu entnehmen. Eine allfällige Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit ist nicht erkenn bar und wäre ohnehin ausschliesslich mit der Dekonditionierung zu erklären, welche sich mittels einer ambulanten kardialen Physiotherapie innert kurzer Zeit verbessern liesse und bei der Beurteilung der Invalidität rechtsprechungs gemäss ausser Acht zu lassen ist (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versi cherungsgerichts I 884/05 vom 15. März 2006 E. 2.2). Die IV-Stelle ging demnach zu Recht von einer uneingeschränkten Arbeits fähig keit in einer leidensangepassten Tätigkeit aus (Urk. 2 S. 2 ). Dass weitere medizinische Abklärungen (Urk. 1 S. 2) zu einem anderen Ergebnis führen wür den, ist nicht anzunehmen, weshalb davon abgesehen werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen). Angesichts der konkreten Umschreibung des Anforderungsprofils der Verweistätigkeit (körper lich sehr leicht und sitzend; vgl. Urk. 2 S. 2) bestehen – entgegen den einschlä gigen Ausführungen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 5) – auch keine Unklar heiten betreffend die ihm im Rahmen einer behinderungsgerechten Tätigkeit noch zumutbaren physischen Belastungen. 4.3 Ob bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads das Valideneinkommen basierend auf dem Tabellenlohn für Hilfsarbeiten in der Gastronomie (Urk. 2 S. 2) oder wie auch bei der Festsetzung des Invalideneinkommens auf de m Tabel len lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert) zu bemessen ist (Urk. 1 S. 5), kann vor liegend offen bleiben. Angesichts der 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer Ver weistätig keit resultierte nämlich, selbst wenn man dem Valideneinkommen zugunsten des Beschwerdeführers den Zentralwert für Hilfsarbeitertätigkeiten zugrunde legte und überdies den maximal möglichen leidensbedingten Abzug von 25 % vom Invalideneinkommen vornähme, ein lediglich 25%iger und damit renten ausschliessender Invaliditätsgrad. 4. 4 Da sich die Rentenverweigerung nach dem Gesagten als rechtens erweist, ist die Beschwerde abzuweisen. 5. 5.1 Da die Voraussetzungen erfüllt sind, ist dem Beschwerdeführer antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu bewilligen und ist ihm in der Person von Rechtsanwältin Christine Fleisch, Zürich, eine unent geltliche Rechtsvertreterin zu bestellen. 5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61 lit. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 700.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 5.3 Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers machte mit Hono rarnote vom 4. März 2015 (Urk. 16) einen Aufwand von 8 Stunden und 25 Minuten sowie Barauslagen im Betrag von Fr. 51.10 geltend. Der verrechnete Zeitaufwand er scheint angemessen. Unter Berücksichtigung eines praxisgemäs sen Stundenansatzes von Fr. 200. -- (für den Zeitaufwand bis 31. Dezember 2014) beziehungsweise von Fr. 220.-- (für den Zeitaufwand ab 1. Januar 2015) sowie der Barauslagen von Fr. 51.10 (je zuzüglich Mehr wertsteuer) ist die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit einem Betrag von Fr. 1‘894.70 aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 15. September 2014 wird dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Christine Fleisch als unentgeltliche Rechtsbeiständin für das vorliegende Verfahren bestellt, und erkennt sodann : 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Christine Fleisch, Zürich, wird mit Fr. 1‘894.70 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Christine Fleisch - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 14 und Urk. 15 /1-2 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubFischer

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2014.00946 IV.2014.00946

IV.2014.00946 III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtsschreiberin Fischer

Urteil vom 12. März 2015

Urteil vom 12. März 2015 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch

vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte

Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte Lutherstrasse 36, 8004 Zürich

Lutherstrasse 36, 8004 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1971 geborene X.___ meldet sich am 10. Juni 2013 unter Hinweis auf ein Herzleiden zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration, Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (Urk. 11/2). Die Sozialversiche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin berufliche, erwerbli che und medizinische Abklärungen. Am 16. Juli 2013 teilte sie dem Versicher ten mit, dass sich berufliche Eingliederungsmassnahmen derzeit als unmöglich erwiesen (Urk. 11/10). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 11/19) verfügte die IV Stelle – un ter Hinweis auf eine 100%ige Arbeits fähigkeit in einer behinderungs an gepassten Tätigkeit beziehungsweise einen Invaliditäts grad von 0 % - am 6. August 2014 die Abweisung des Rentenbe gehrens (Urk. 2). Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass er im Hinblick auf ein späteres erneutes Leistungsgesuch im Rahmen seiner Schad enminderungs pflicht gehal ten sei, sich einer nachhaltigen ambulanten Herzrehabilitat ion zu unterziehen (Urk. 11/41).

1. Der 1971 geborene X.___ meldet sich am 10. Juni 2013 unter Hinweis auf ein Herzleiden zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration, Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (Urk. 11/2). Die Sozialversiche rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin berufliche, erwerbli che und medizinische Abklärungen. Am 16. Juli 2013 teilte sie dem Versicher ten mit, dass sich berufliche Eingliederungsmassnahmen derzeit als unmöglich erwiesen (Urk. 11/10). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 11/19) verfügte die IV Stelle – un ter Hinweis auf eine 100%ige Arbeits fähigkeit in einer behinderungs an gepassten Tätigkeit beziehungsweise einen Invaliditäts grad von 0 % - am 6. August 2014 die Abweisung des Rentenbe gehrens (Urk. 2). Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass er im Hinblick auf ein späteres erneutes Leistungsgesuch im Rahmen seiner Schad enminderungs pflicht gehal ten sei, sich einer nachhaltigen ambulanten Herzrehabilitat ion zu unterziehen (Urk. 11/41). 2. Gegen diese Verfügung (Urk. 2) liess der Versicherte am 15. September 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2):

2. Gegen diese Verfügung (Urk. 2) liess der Versicherte am 15. September 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2): „1. Es sei die Verfügung vom 6. August 2014 aufzuheben und es sei Herrn X.___ mit Wirkung ab 11.06.2013 eine halbe IV-Rente zuzusprechen.

„1. Es sei die Verfügung vom 6. August 2014 aufzuheben und es sei Herrn X.___ mit Wirkung ab 11.06.2013 eine halbe IV-Rente zuzusprechen. 2. Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle vom 06.08.2014 aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ergänzende medizinische Berichte beim Y.___, Kardiologie, einzu holen. Nach Einholung dieser Akten sei über den Anspruch auf eine IV Rente er neu t zu verfügen.

2. Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle vom 06.08.2014 aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ergänzende medizinische Berichte beim Y.___, Kardiologie, einzu holen. Nach Einholung dieser Akten sei über den Anspruch auf eine IV Rente er neu t zu verfügen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu bewilli gen und in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsbei ständin beizugeben.“

Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu bewilli gen und in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsbei ständin beizugeben.“ Die IV-Stelle schloss am 17. Oktober 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Beschwerdeantwort, Urk. 10), was dem Beschwerdeführer am 25. November 2014 zur Kenntnis gebracht wurde. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2014 (Urk. 14) reichte der Beschwerdeführer Akten betreffend eine Mitte Oktober 2014 begonnene ambulante Herzrehabilitation im Z.___ ein (Urk. 15 /1-2 ).

Die IV-Stelle schloss am 17. Oktober 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Beschwerdeantwort, Urk. 10), was dem Beschwerdeführer am 25. November 2014 zur Kenntnis gebracht wurde. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2014 (Urk. 14) reichte der Beschwerdeführer Akten betreffend eine Mitte Oktober 2014 begonnene ambulante Herzrehabilitation im Z.___ ein (Urk. 15 /1-2 ). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen.

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein zugehen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er werbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min destens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min destens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier tels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier tels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). 1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalidenein kommen ), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkom men ). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkom mensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalidenein kommen ), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkom men ). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkom mensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 2.

2. 2.1 Die IV-Stelle begründete die Leistungsverw eigerung damit, dass der Beschwer deführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig und damit in der Lage sei, ein rentenausschliessendes E inkommen zu erzielen (Urk. 2 S. 2).

2.1 Die IV-Stelle begründete die Leistungsverw eigerung damit, dass der Beschwer deführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig und damit in der Lage sei, ein rentenausschliessendes E inkommen zu erzielen (Urk. 2 S. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber – unter Hinweis auf die Beur teilung der Kardiologen des Y.___ - auf den Standpunkt, er sei in einer leidensangepassten Tätigkeit lediglich noch zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 1 S. 4). Korrekterweise sei b ei der Ermittlung sowohl des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf d en Tabellenl ohn für Hilfsarbeiten gemäss Tabelle TA1 Ziffer 2 bis 96 der LSE abzustellen, weshalb er vorderhand Anspruch auf eine halbe Rente habe (Urk. 1 S. 5). Ob und gegebenenfalls ab wann aufgrund rehabilitativer Massnahmen eine (von den Ärzten prognostisch erwartete) höhergradige Arbeitsfähigkeit bestehe, habe die IV-Stelle – ebenso wie das Anforderungsprofil einer leidensangepassten Tätigkeit - ungenügend abgeklärt. Eventualiter sei die Sache daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese entsprechende Abklärungen tätige und hernach über den Renten anspruch neu befinde (Urk. 1 S. 5 f.).

2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber – unter Hinweis auf die Beur teilung der Kardiologen des Y.___ auf den Standpunkt, er sei in einer leidensangepassten Tätigkeit lediglich noch zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 1 S. 4). Korrekterweise sei b ei der Ermittlung sowohl des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf d en Tabellenl ohn für Hilfsarbeiten gemäss Tabelle TA1 Ziffer 2 bis 96 der LSE abzustellen, weshalb er vorderhand Anspruch auf eine halbe Rente habe (Urk. 1 S. 5). Ob und gegebenenfalls ab wann aufgrund rehabilitativer Massnahmen eine (von den Ärzten prognostisch erwartete) höhergradige Arbeitsfähigkeit bestehe, habe die IV-Stelle – ebenso wie das Anforderungsprofil einer leidensangepassten Tätigkeit - ungenügend abgeklärt. Eventualiter sei die Sache daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese entsprechende Abklärungen tätige und hernach über den Renten anspruch neu befinde (Urk. 1 S. 5 f.). 3.

3. 3.1 Die Ärzte des Y.___, Herzkreislaufzentrum, Klinik für Kardio logie, stellten am 6. Mai 2013 fo lgende Diagnosen (Urk. 11/1 S. 1 ):

3.1 Die Ärzte des Y.___, Herzkreislaufzentrum, Klinik für Kardio logie, stellten am 6. Mai 2013 fo lgende Diagnosen (Urk. 11/1 S. 1 ): - Valvuläre, postrheumatische Kardiomyopathie mit zuletzt normaler LV-Funktion

Valvuläre, postrheumatische Kardiomyopathie mit zuletzt normaler LV-Funktion - am 27. Juli 2006 Aortenklappenersatz mittels SJM 25 mm bei Degene ration des 1992 implantierten Homografts (schwere AI), Reduktionsplastik der Aorta ascendens, Mitralklappenrekonstruktion bei mittelschwerer Mitralinsuffizienz ( Annuloplasty Ring, 32 mm)

am 27. Juli 2006 Aortenklappenersatz mittels SJM 25 mm bei Degene ration des 1992 implantierten Homografts (schwere AI), Reduktionsplastik der Aorta ascendens, Mitralklappenrekonstruktion bei mittelschwerer Mitralinsuffizienz ( Annuloplasty Ring, 32 mm) - Kammerflimmern mit elektromechanischer Reanimation am 15. und 20. Januar 2007

Kammerflimmern mit elektromechanischer Reanimation am 15. und 20. Januar 2007 - Koronarangiographie vom 18. Januar 2007: stenosefreie Koronarien

Koronarangiographie vom 18. Januar 2007: stenosefreie Koronarien - CRT-D-Implantation (SJM) am 22. Januar 2007, Explantation und Neuimplantation (Medtronic) bei Batterieerschöpfung und Austausch SJM Riata -Sonde RV am 4. Juli 2012

CRT-D-Implantation (SJM) am 22. Januar 2007, Explantation und Neuimplantation (Medtronic) bei Batterieerschöpfung und Austausch SJM Riata -Sonde RV am 4. Juli 2012 - TTE vom 6. Mai 2013: normal grosser linker Ventrikel mit e r haltener systolischer Funktion (EF biplan = 59 %), SJM-Prothese in aortaler Position: mittlerer systolischer Druckgradient 7 mmHg, rekonstruierte Mitralklappe (Ring 32 mm), verdickte Mitralsegel : mittlerer diastoli scher Druckgradient 2 mmHg

TTE vom 6. Mai 2013: normal grosser linker Ventrikel mit e r haltener systolischer Funktion (EF biplan = 59 %), SJM-Prothese in aortaler Position: mittlerer systolischer Druckgradient 7 mmHg, rekonstruierte Mitralklappe (Ring 32 mm), verdickte Mitralsegel : mittlerer diastoli scher Druckgradient 2 mmHg - Spiroergometrie vom 10. November 2011: VO2 max. 16,70 ml/min/kg, ME T s 4,8 (61,5 % des Soll)

Spiroergometrie vom 10. November 2011: VO2 max. 16,70 ml/min/kg, ME T s 4,8 (61,5 % des Soll) - cvRF : Nikotin (20-30 py ), Adipositas

cvRF : Nikotin (20-30 py ), Adipositas - Vitamin D-Mangel

Vitamin D-Mangel D ie Ärzte führten aus, d er Beschwerdeführer gebe eine gegenüber der letzten Kontrolle vor sechs Monaten subjektiv unveränderte, eventuell geringgradig schlechtere Leistungsfähigkeit an. Nach zwei bis drei Stockwerken Treppenstei gen beziehungsweise nach 30 Minuten Gehen in der Ebene komme es zu einer generellen Ermüdung in den Beinen und zu Atemnot (S. 2). Anlässlich der regulären Verlaufskontrolle habe sich beim kardiopulmonal kompensierten Pati enten ein stabiler Verlauf gezeigt. Problematisch seien indes die weitere Gewichtszunahme (aktueller BMI von 38,13 kg/m 2 ) und der persistierende Nikotinabusus. Die CRT-Kontrolle habe eine einwandfreie Funktion ohne Auf zeichnung höhergradiger Rhythmusstörungen ergeben. Echokardiographisch habe zudem ein stabiler Verlauf dokumentiert werden können. Der Beschwer deführer gehe, nachdem er das selbständig geführte Gastronomieunternehmen Anfang Jahr aufgrund körperlicher Limitationen aufgegeben habe, derzeit kei ner Arbeit nach. Er sei daher angehalten worden, sich bei der IV anzumelden und eine Umschulung anzustreben (S. 3).

D ie Ärzte führten aus, d er Beschwerdeführer gebe eine gegenüber der letzten Kontrolle vor sechs Monaten subjektiv unveränderte, eventuell geringgradig schlechtere Leistungsfähigkeit an. Nach zwei bis drei Stockwerken Treppenstei gen beziehungsweise nach 30 Minuten Gehen in der Ebene komme es zu einer generellen Ermüdung in den Beinen und zu Atemnot (S. 2). Anlässlich der regulären Verlaufskontrolle habe sich beim kardiopulmonal kompensierten Pati enten ein stabiler Verlauf gezeigt. Problematisch seien indes die weitere Gewichtszunahme (aktueller BMI von 38,13 kg/m 2 ) und der persistierende Nikotinabusus. Die CRT-Kontrolle habe eine einwandfreie Funktion ohne Auf zeichnung höhergradiger Rhythmusstörungen ergeben. Echokardiographisch habe zudem ein stabiler Verlauf dokumentiert werden können. Der Beschwer deführer gehe, nachdem er das selbständig geführte Gastronomieunternehmen Anfang Jahr aufgrund körperlicher Limitationen aufgegeben habe, derzeit kei ner Arbeit nach. Er sei daher angehalten worden, sich bei der IV anzumelden und eine Umschulung anzustreben (S. 3). 3.2 Dr. med. A.___, Praktischer Arzt FMH, stellte am 24. August 2013 nachste hende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/12 S. 1):

3.2 Dr. med. A.___, Praktischer Arzt FMH, stellte am 24. August 2013 nachste hende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/12 S. 1): - Valvuläre, postrheumatische Kardiomyopathie

Valvuläre, postrheumatische Kardiomyopathie - Aortenklappenersatz 2006

Aortenklappenersatz 2006 - Kammerflimmern mit Reanimation zweimal, 2001 und 2007

Kammerflimmern mit Reanimation zweimal, 2001 und 2007 - CRT-Implantation am 22. Januar 2007

CRT-Implantation am 22. Januar 2007 - Adipositas Grad II

Adipositas Grad II Der Beschwerdeführer leide seit Jahren an einer valvulären Herzkrankheit. In der letzten Zeit habe sich eine Kardiomyopathie mit Leistungseinbusse ent wickelt. Die Prognose sei ungünstig. In t herapeutisch er Hinsicht seien eine Fortführung der medikamentösen Behandlung und eine Gewichtsreduktion indi ziert. Betreffend die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seien keine sicheren Angaben möglich. Eine sehr leichte Tätigkeit sei ihm – seit zirka An fang 2013, als es zu einer starken Zunahme der Beschwerden gekommen sei - noch im Pensum von maximal 20 % zumutbar (S. 2 ff. ).

Der Beschwerdeführer leide seit Jahren an einer valvulären Herzkrankheit. In der letzten Zeit habe sich eine Kardiomyopathie mit Leistungseinbusse ent wickelt. Die Prognose sei ungünstig. In t herapeutisch er Hinsicht seien eine Fortführung der medikamentösen Behandlung und eine Gewichtsreduktion indi ziert. Betreffend die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seien keine sicheren Angaben möglich. Eine sehr leichte Tätigkeit sei ihm – seit zirka An fang 2013, als es zu einer starken Zunahme der Beschwerden gekommen sei noch im Pensum von maximal 20 % zumutbar (S. 2 ff. ). 3.3 Am 24. Juli 2013 gaben die Ärzte des Y.___, B.___, an, aufgrund der vom Beschwerdeführer geklagten gering gradigen Leistungsverminderung seit der letzten Kontrolle sei vorgesehen, bei der nächsten Konsultation zur Beurteilung des Leistungsvermögens eine Spiro ergometrie durchzuführen. Die Arbeitsunfähigkeit sei dem Beschwerdeführer bis anhin nicht von ihnen attestiert worden. Eine genaue Beurteilung der Arbeits fähigkeit könne – nach Durchführung der spirometrischen Untersuchung – in etwa einem halben Jahr erfolgen. Schwere körperliche Tätigkeiten sollte der Beschwerdeführer meiden; er sei aber sicher in der Lage, einer sitzenden Bürotätigkeit nachzugehen. Die Einschränkungen liessen sich durch medizini sche Massnahmen noch vermindern. Es seien eine deutliche Gewichtsreduktion und ein umgehender Nikotinstopp angezeigt. Des Weiteren lasse sich auch durch eine kardiale rehabilitative Physiotherapie noch eine Verbesserung erzie len (Urk. 11/13 S. 2).

3.3 Am 24. Juli 2013 gaben die Ärzte des Y.___, B.___, an, aufgrund der vom Beschwerdeführer geklagten gering gradigen Leistungsverminderung seit der letzten Kontrolle sei vorgesehen, bei der nächsten Konsultation zur Beurteilung des Leistungsvermögens eine Spiro ergometrie durchzuführen. Die Arbeitsunfähigkeit sei dem Beschwerdeführer bis anhin nicht von ihnen attestiert worden. Eine genaue Beurteilung der Arbeits fähigkeit könne – nach Durchführung der spirometrischen Untersuchung – in etwa einem halben Jahr erfolgen. Schwere körperliche Tätigkeiten sollte der Beschwerdeführer meiden; er sei aber sicher in der Lage, einer sitzenden Bürotätigkeit nachzugehen. Die Einschränkungen liessen sich durch medizini sche Massnahmen noch vermindern. Es seien eine deutliche Gewichtsreduktion und ein umgehender Nikotinstopp angezeigt. Des Weiteren lasse sich auch durch eine kardiale rehabilitative Physiotherapie noch eine Verbesserung erzie len (Urk. 11/13 S. 2). 3.4 In seiner gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme vom 9. Oktober 2013 (Urk. 11/17 S. 3) gelangte Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, zer tifizierter Gutachter SIM, Arzt des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) der IV, zum Schluss, dass aufgrund der valvulären Herzkrankheit mit Zustand nach Klappenersatz und Defibrillator-Implantation eine stark verminderte körperliche Leistungsfähigkeit bestehe. Während in der angestammten Tätigkeit – wohl seit Jahren – eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe, sei dem Beschwerdeführer eine körperlich sehr leichte, sitzende Tätigkeit noch uneingeschränkt zumutbar. Insofern stünden aus rein medizinischer Sicht berufliche Massnahmen im Vor dergrund.

3.4 In seiner gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme vom 9. Oktober 2013 (Urk. 11/17 S. 3) gelangte Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, zer tifizierter Gutachter SIM, Arzt des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) der IV, zum Schluss, dass aufgrund der valvulären Herzkrankheit mit Zustand nach Klappenersatz und Defibrillator-Implantation eine stark verminderte körperliche Leistungsfähigkeit bestehe. Während in der angestammten Tätigkeit – wohl seit Jahren – eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe, sei dem Beschwerdeführer eine körperlich sehr leichte, sitzende Tätigkeit noch uneingeschränkt zumutbar. Insofern stünden aus rein medizinischer Sicht berufliche Massnahmen im Vor dergrund. 3.5 Die Kardiologen des Y.___ hielten am 2. April 2014 fest, die gesundheitliche Situation sei stabil. Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit sei eine ambulante kardiale Rehabilitation angezeigt. Es seien ein Nikotinstopp und eine Gewichtsreduktion zu empfehlen. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerde führers, der zuletzt als Kellner tätig gewesen sei, sei aktuell aufgrund einer Dekonditionierung eingeschränkt (Urk. 11/31 S. 2). Die angestammte Tätigkeit sei ihm nicht mehr beziehungsweise – gemäss dem Ergebnis der im März 2014 durchgeführten Spiroergometrie - nur noch zu 50 % zumutbar (S. 2 f.). Es sei die Ausübung einer sitzenden Tätigkeit zu empfehlen. Nach erfolgter Rehabili tation sei die Leistungsfähigkeit neu zu beurteilen; allenfalls könne der Beschwer deführer dann auch wieder einer Tätigkeit im Gastgewerbe nachgehen. Nach Abschluss der rehabilitativen Massnahmen se i mit einer 75 bis 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (S. 3).

3.5 Die Kardiologen des Y.___ hielten am 2. April 2014 fest, die gesundheitliche Situation sei stabil. Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit sei eine ambulante kardiale Rehabilitation angezeigt. Es seien ein Nikotinstopp und eine Gewichtsreduktion zu empfehlen. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerde führers, der zuletzt als Kellner tätig gewesen sei, sei aktuell aufgrund einer Dekonditionierung eingeschränkt (Urk. 11/31 S. 2). Die angestammte Tätigkeit sei ihm nicht mehr beziehungsweise – gemäss dem Ergebnis der im März 2014 durchgeführten Spiroergometrie - nur noch zu 50 % zumutbar (S. 2 f.). Es sei die Ausübung einer sitzenden Tätigkeit zu empfehlen. Nach erfolgter Rehabili tation sei die Leistungsfähigkeit neu zu beurteilen; allenfalls könne der Beschwer deführer dann auch wieder einer Tätigkeit im Gastgewerbe nachgehen. Nach Abschluss der rehabilitativen Massnahmen se i mit einer 75 bis 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (S. 3). 3.6 Am 6. Mai 2014 hielt der RAD-Arzt Dr. C.___ fest, aus dem aktuellen Bericht der Kardiologen des Y.___ gehe hervor, dass der Gesundheits zustand sich nicht verändert habe und – aufgrund der langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt – eine vollständige Dekonditionierung vorliege. Im Hinblick auf deren Überwindung sei der Beschwerdeführer – unter Hinweis auf seine Scha denminderungspflicht – zu einer ambulanten kardialen Rehabilitation aufzufor dern. In einer optimal leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/40 S. 2).

3.6 Am 6. Mai 2014 hielt der RAD-Arzt Dr. C.___ fest, aus dem aktuellen Bericht der Kardiologen des Y.___ gehe hervor, dass der Gesundheits zustand sich nicht verändert habe und – aufgrund der langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt – eine vollständige Dekonditionierung vorliege. Im Hinblick auf deren Überwindung sei der Beschwerdeführer – unter Hinweis auf seine Scha denminderungspflicht – zu einer ambulanten kardialen Rehabilitation aufzufor dern. In einer optimal leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/40 S. 2). 3.7 Den vom Beschwerdeführer am 16. Dezember 2014 eingereichten Unterlagen ist zu entnehmen, dass dieser sich seit 14. Oktober 2014 einer ambulanten Herzre hab ilitation unterzieht (Urk. 14 f. ).

3.7 Den vom Beschwerdeführer am 16. Dezember 2014 eingereichten Unterlagen ist zu entnehmen, dass dieser sich seit 14. Oktober 2014 einer ambulanten Herzre hab ilitation unterzieht (Urk. 14 f. ). 4.

4. 4.1 Aus den zitierten medizinischen Berichten geht übereinstimmend hervor, dass der Beschwerdeführer an kardialen Beschwerden leidet und deswegen in seiner physischen Belastbarkeit eingeschränkt ist. Körperlich schwere Tätigkeiten sind ihm daher nicht mehr zumutbar (vgl. hiezu insbesondere Bericht Y.___ vom 24. Juli 2013, Urk. 11/13 S. 2). Fest steht zudem, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit mittels einer ambulanten kardialen Rehabilitation (Physiotherapie) noch steigern lässt (Urk. 11/13 S. 2, Urk. 11/31 S. 2, Urk. 11/40 S. 2). Zudem ist aus den Akten zu schliessen, dass sich auch ein Rauchstopp (betreffend welchen de r Beschwerdeführer die von den Ärzten des Y.___ angebotene Unterstützung abgelehnt hat [vgl. Urk. 11/1 S. 3]) sowie eine - dem adipösen Beschwerdeführer (ebenfalls) wiederholt dringend empfoh lene – Gewichtsreduktion positiv auf dessen Leistungsvermögen auswirken würden (Urk. 11/1 S. 3, Urk. 11/12 S. 2, Urk. 11/13 S. 2, Urk. 11/31 S. 2).

4.1 Aus den zitierten medizinischen Berichten geht übereinstimmend hervor, dass der Beschwerdeführer an kardialen Beschwerden leidet und deswegen in seiner physischen Belastbarkeit eingeschränkt ist. Körperlich schwere Tätigkeiten sind ihm daher nicht mehr zumutbar (vgl. hiezu insbesondere Bericht Y.___ vom 24. Juli 2013, Urk. 11/13 S. 2). Fest steht zudem, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit mittels einer ambulanten kardialen Rehabilitation (Physiotherapie) noch steigern lässt (Urk. 11/13 S. 2, Urk. 11/31 S. 2, Urk. 11/40 S. 2). Zudem ist aus den Akten zu schliessen, dass sich auch ein Rauchstopp (betreffend welchen de r Beschwerdeführer die von den Ärzten des Y.___ angebotene Unterstützung abgelehnt hat [vgl. Urk. 11/1 S. 3]) sowie eine - dem adipösen Beschwerdeführer (ebenfalls) wiederholt dringend empfoh lene – Gewichtsreduktion positiv auf dessen Leistungsvermögen auswirken würden (Urk. 11/1 S. 3, Urk. 11/12 S. 2, Urk. 11/13 S. 2, Urk. 11/31 S. 2). 4.2

4.2 4.2.1 In der zuletzt ( bis zum Eintritt der Verschlechterung des Ge sundheitszustandes Anfang 2013 [ vgl. Urk. 11/1 S. 3, Urk. 11/12 S. 2 ]) ausgeübten Tätigkeit als Kellner besteht gemäss den Kardiologen des Y.___, jeden falls bis zum Abschluss der rehabilitativen Massnahmen (Urk. 11/31 S. 2 f.), eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit.

4.2.1 In der zuletzt ( bis zum Eintritt der Verschlechterung des Ge sundheitszustandes Anfang 2013 [ vgl. Urk. 11/1 S. 3, Urk. 11/12 S. 2 ]) ausgeübten Tätigkeit als Kellner besteht gemäss den Kardiologen des Y.___, jeden falls bis zum Abschluss der rehabilitativen Massnahmen (Urk. 11/31 S. 2 f.), eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. 4.2.2 Eine leidens angepasste Tätigkeit ist dem Beschwerde führer nach Lage der Akten nach wie v or vollzeitlich zumutbar. So legten die Kardiologen des Y.___ dem Beschwerdeführer (nach Kenntnisnahme seiner Arbeitslosigkeit) am 6. Mai 2013 die Anmeldung bei der IV nur deshalb nahe, weil sie eine Umschulung auf eine behinderungsgerechtere Tätigkeit als die bisherige Arbeit im Gastronomiebereich für sinnvoll erachteten, und nicht etwa, weil sie Grund für eine Berentung sahen (Urk. 11/1 S. 3). In ihrem Bericht vom 24. Juli 2013 hiel ten sie in der Folge fest, dass der Beschwerdeführer ohne Weiteres in der Lage sei, einer sitz enden Bürotätigkeit nachzugehen. Eine Verminderung der Leis tungsfähigkeit in quantitativer Hinsicht attestierten sie dabei nicht, und auch die von den genannten Ärzten erhobenen Befunde lassen nicht auf eine Unzu mutbarkeit der vollzeitlichen Ausübung einer Verweistätigkeit schliessen (Urk. 11/13 S. 2).

4.2.2 Eine leidens angepasste Tätigkeit ist dem Beschwerde führer nach Lage der Akten nach wie v or vollzeitlich zumutbar. So legten die Kardiologen des Y.___ dem Beschwerdeführer (nach Kenntnisnahme seiner Arbeitslosigkeit) am 6. Mai 2013 die Anmeldung bei der IV nur deshalb nahe, weil sie eine Umschulung auf eine behinderungsgerechtere Tätigkeit als die bisherige Arbeit im Gastronomiebereich für sinnvoll erachteten, und nicht etwa, weil sie Grund für eine Berentung sahen (Urk. 11/1 S. 3). In ihrem Bericht vom 24. Juli 2013 hiel ten sie in der Folge fest, dass der Beschwerdeführer ohne Weiteres in der Lage sei, einer sitz enden Bürotätigkeit nachzugehen. Eine Verminderung der Leis tungsfähigkeit in quantitativer Hinsicht attestierten sie dabei nicht, und auch die von den genannten Ärzten erhobenen Befunde lassen nicht auf eine Unzu mutbarkeit der vollzeitlichen Ausübung einer Verweistätigkeit schliessen (Urk. 11/13 S. 2). Die im März 2014 durchgeführte Spirometrie ergab betreffend die körperlich belastende - Tätigkeit als Kellner eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit, die sich mittels rehabilitativer Massnahmen, mithin durch ein geeignetes Konditions training, wieder auf 75 bis gar 100 % steigern lasse. Dass auch in einer von den Ärzten des Y.___ erneut ausdrücklich empfohlenen - sitzenden Tätigkeit bis zu m Abschluss der Physiotherapie noch eine Leistungs einbusse bestehe (Urk. 11/31 S. 2 f.), ist aufgrund der Natur der Beschwerden und angesichts des Anforderungsprofils der Verweistätigkeit nicht anzunehmen. Der Beschwerdeführer gab hinsichtlich seiner Leistungseinschränkung denn auch lediglich an, beim Treppensteigen nach zwei bis drei Stockwerken und beim Gehen auf ebenem Grund nach 30 Minuten (mithin bei gerade ausge schlossenen körperlichen Belastungen in einer Verweistätigkeit ) eine generelle Ermüdung der Beine sowie Atemnot zu verspüren (Urk. 11/1 S. 3 und Urk. 11/13 S. 1 ). Funktionelle Einschränkungen, die darauf schliessen liessen, dass er (in einer Verweistätigkeit) nur noch ein 50%- Pensum zu bewältigen imstande sei (Urk. 1), beschrieb er nicht und sind auch den medizinischen Akten nicht zu entnehmen.

Die im März 2014 durchgeführte Spirometrie ergab betreffend die körperlich belastende - Tätigkeit als Kellner eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit, die sich mittels rehabilitativer Massnahmen, mithin durch ein geeignetes Konditions training, wieder auf 75 bis gar 100 % steigern lasse. Dass auch in einer von den Ärzten des Y.___ erneut ausdrücklich empfohlenen sitzenden Tätigkeit bis zu m Abschluss der Physiotherapie noch eine Leistungs einbusse bestehe (Urk. 11/31 S. 2 f.), ist aufgrund der Natur der Beschwerden und angesichts des Anforderungsprofils der Verweistätigkeit nicht anzunehmen. Der Beschwerdeführer gab hinsichtlich seiner Leistungseinschränkung denn auch lediglich an, beim Treppensteigen nach zwei bis drei Stockwerken und beim Gehen auf ebenem Grund nach 30 Minuten (mithin bei gerade ausge schlossenen körperlichen Belastungen in einer Verweistätigkeit ) eine generelle Ermüdung der Beine sowie Atemnot zu verspüren (Urk. 11/1 S. 3 und Urk. 11/13 S. 1 ). Funktionelle Einschränkungen, die darauf schliessen liessen, dass er (in einer Verweistätigkeit) nur noch ein 50%- Pensum zu bewältigen imstande sei (Urk. 1), beschrieb er nicht und sind auch den medizinischen Akten nicht zu entnehmen. Eine allfällige Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit ist nicht erkenn bar und wäre ohnehin ausschliesslich mit der Dekonditionierung zu erklären, welche sich mittels einer ambulanten kardialen Physiotherapie innert kurzer Zeit verbessern liesse und bei der Beurteilung der Invalidität rechtsprechungs gemäss ausser Acht zu lassen ist (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versi cherungsgerichts I 884/05 vom 15. März 2006 E. 2.2).

Eine allfällige Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit ist nicht erkenn bar und wäre ohnehin ausschliesslich mit der Dekonditionierung zu erklären, welche sich mittels einer ambulanten kardialen Physiotherapie innert kurzer Zeit verbessern liesse und bei der Beurteilung der Invalidität rechtsprechungs gemäss ausser Acht zu lassen ist (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versi cherungsgerichts I 884/05 vom 15. März 2006 E. 2.2). Die IV-Stelle ging demnach zu Recht von einer uneingeschränkten Arbeits fähig keit in einer leidensangepassten Tätigkeit aus (Urk. 2 S. 2 ). Dass weitere medizinische Abklärungen (Urk. 1 S. 2) zu einem anderen Ergebnis führen wür den, ist nicht anzunehmen, weshalb davon abgesehen werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen). Angesichts der konkreten Umschreibung des Anforderungsprofils der Verweistätigkeit (körper lich sehr leicht und sitzend; vgl. Urk. 2 S. 2) bestehen – entgegen den einschlä gigen Ausführungen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 5) – auch keine Unklar heiten betreffend die ihm im Rahmen einer behinderungsgerechten Tätigkeit noch zumutbaren physischen Belastungen.

Die IV-Stelle ging demnach zu Recht von einer uneingeschränkten Arbeits fähig keit in einer leidensangepassten Tätigkeit aus (Urk. 2 S. 2 ). Dass weitere medizinische Abklärungen (Urk. 1 S. 2) zu einem anderen Ergebnis führen wür den, ist nicht anzunehmen, weshalb davon abgesehen werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen). Angesichts der konkreten Umschreibung des Anforderungsprofils der Verweistätigkeit (körper lich sehr leicht und sitzend; vgl. Urk. 2 S. 2) bestehen – entgegen den einschlä gigen Ausführungen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 5) – auch keine Unklar heiten betreffend die ihm im Rahmen einer behinderungsgerechten Tätigkeit noch zumutbaren physischen Belastungen. 4.3 Ob bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads das Valideneinkommen basierend auf dem Tabellenlohn für Hilfsarbeiten in der Gastronomie (Urk. 2 S. 2) oder wie auch bei der Festsetzung des Invalideneinkommens auf de m Tabel len lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert) zu bemessen ist (Urk. 1 S. 5), kann vor liegend offen bleiben. Angesichts der 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer Ver weistätig keit resultierte nämlich, selbst wenn man dem Valideneinkommen zugunsten des Beschwerdeführers den Zentralwert für Hilfsarbeitertätigkeiten zugrunde legte und überdies den maximal möglichen leidensbedingten Abzug von 25 % vom Invalideneinkommen vornähme, ein lediglich 25%iger und damit renten ausschliessender Invaliditätsgrad.

4.3 Ob bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads das Valideneinkommen basierend auf dem Tabellenlohn für Hilfsarbeiten in der Gastronomie (Urk. 2 S. 2) oder wie auch bei der Festsetzung des Invalideneinkommens auf de m Tabel len lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert) zu bemessen ist (Urk. 1 S. 5), kann vor liegend offen bleiben. Angesichts der 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer Ver weistätig keit resultierte nämlich, selbst wenn man dem Valideneinkommen zugunsten des Beschwerdeführers den Zentralwert für Hilfsarbeitertätigkeiten zugrunde legte und überdies den maximal möglichen leidensbedingten Abzug von 25 % vom Invalideneinkommen vornähme, ein lediglich 25%iger und damit renten ausschliessender Invaliditätsgrad. 4. 4 Da sich die Rentenverweigerung nach dem Gesagten als rechtens erweist, ist die Beschwerde abzuweisen.

4. 4 Da sich die Rentenverweigerung nach dem Gesagten als rechtens erweist, ist die Beschwerde abzuweisen. 5.

5. 5.1 Da die Voraussetzungen erfüllt sind, ist dem Beschwerdeführer antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu bewilligen und ist ihm in der Person von Rechtsanwältin Christine Fleisch, Zürich, eine unent geltliche Rechtsvertreterin zu bestellen.

5.1 Da die Voraussetzungen erfüllt sind, ist dem Beschwerdeführer antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu bewilligen und ist ihm in der Person von Rechtsanwältin Christine Fleisch, Zürich, eine unent geltliche Rechtsvertreterin zu bestellen. 5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61 lit. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 700.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.

5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61 lit. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 700.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 5.3 Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers machte mit Hono rarnote vom 4. März 2015 (Urk. 16) einen Aufwand von 8 Stunden und 25 Minuten sowie Barauslagen im Betrag von Fr. 51.10 geltend. Der verrechnete Zeitaufwand er scheint angemessen. Unter Berücksichtigung eines praxisgemäs sen Stundenansatzes von Fr. 200. -- (für den Zeitaufwand bis 31. Dezember 2014) beziehungsweise von Fr. 220.-- (für den Zeitaufwand ab 1. Januar 2015) sowie der Barauslagen von Fr. 51.10 (je zuzüglich Mehr wertsteuer) ist die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit einem Betrag von Fr. 1‘894.70 aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

5.3 Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers machte mit Hono rarnote vom 4. März 2015 (Urk. 16) einen Aufwand von 8 Stunden und 25 Minuten sowie Barauslagen im Betrag von Fr. 51.10 geltend. Der verrechnete Zeitaufwand er scheint angemessen. Unter Berücksichtigung eines praxisgemäs sen Stundenansatzes von Fr. 200. -- (für den Zeitaufwand bis 31. Dezember 2014) beziehungsweise von Fr. 220.-- (für den Zeitaufwand ab 1. Januar 2015) sowie der Barauslagen von Fr. 51.10 (je zuzüglich Mehr wertsteuer) ist die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit einem Betrag von Fr. 1‘894.70 aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Das Gericht beschliesst:

Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 15. September 2014 wird dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Christine Fleisch als unentgeltliche Rechtsbeiständin für das vorliegende Verfahren bestellt,

In Bewilligung des Gesuchs vom 15. September 2014 wird dem Beschwerdeführer die unent geltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Christine Fleisch als unentgeltliche Rechtsbeiständin für das vorliegende Verfahren bestellt, und erkennt sodann :

und erkennt sodann : 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Christine Fleisch, Zürich, wird mit Fr. 1‘894.70 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Christine Fleisch, Zürich, wird mit Fr. 1‘894.70 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Christine Fleisch

Rechtsanwältin Christine Fleisch - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 14 und Urk. 15 /1-2

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 14 und Urk. 15 /1-2 - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubFischer