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Dell hat im zweiten Quartal 2016 erstmals weltweit mehr Server verkauft als der bisherige Marktführer HPE (Hewlett Packard Enterprise). HPE bleibt aber weiterhin die Nummer eins bei den Umsätzen. Kurz vor der Übernahme von EMC ist es Dell also offenbar gelungen, dem Erzrivalen im Servermarkt auf die Pelle zu rücken.
Allerdings muss man beachten, dass Dell in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) HPE auch bei den Stückzahlen nicht vom Thron stossen konnte. In dieser Region bleibt HPE mit einem Marktanteil von 35,3 Prozent unangefochtener Marktführer. Dell folgt auf Platz zwei mit 18 Prozent. Die Server-Umsätze im EMEA-Raum gingen um 5,6 Prozent auf noch knapp 2,97 Milliarden Dollar zurück.
Laut Gartner sind ausser in den Regionen Asia-Pazifik (plus 5,6 Prozent) und Nordamerika (drei Prozent) in allen anderen Regionen weniger x86-Maschinen verkauft worden als im Vorjahresquartal.
Umsatzverlierer IBM
Die grössten Einbussen bei den Umsätzen der Topfünf-Hersteller musste IBM verbuchen. Big Blue erwirtschaftete diesmal satte 34,4 Prozent Umsatz weniger als im zweiten Quartal 2015, bleibt aber mit rund 1,2 Milliarden Dollar bei den Umsätzen auf Platz drei vor Lenovo mit rund 0,97 Milliarden Dollar und Cisco mit rund 0,86 Milliarden Dollar. IBM hat bekanntlich das x86-Server-Business im Januar 2015 an Lenovo verkauft.
Aufschwung der White-Box-Hersteller
Auffallend ist, wie gross der Marktanteil der Hersteller ist, die nicht zu den Top-5-Marken gehören. Im August 2014 lag der Marktanteil unter "Andere" noch bei 16 Prozent.
Heute machen die "Anderen" bereits viel mehr Umsatz als die Nummer 1. Dies ist zweifellos auf den Siegeszug des Cloud-Computing zurückzuführen. Cloud-Player wie Google bauen ihre Server selber, andere wie Facebook entwickeln ihre Server selber und lassen sie von taiwanisch-chinesischen ODMs wie Quanta produzieren. (hc / vri)