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- In mehreren südasiatischen Ländern hat starker Monsunregen zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt.
- Die meisten Toten wurden bislang aus Nepal gemeldet: In dem Himalaya-Staat fielen bislang mindestens 65 Menschen Überschwemmungen und Erdrutschen zum Opfer
- In Indien sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Im Nordosten des Landes stehen hunderte Dörfer unter Wasser.
Die nepalesische Hauptstadt Kathmandu und der Osten des Landes wurden besonders hart vom tagelangen Regen getroffen. Viele Flüsse sind über die Ufer getreten. Durch Erdrutsche wurden mindestens zehn Autobahnen blockiert.
Im Nachbarstaat Indien richtete der Monsun schwere Schäden an. Im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh wurden seit Mittwoch mindestens 19 Menschen durch Stromschläge und einstürzende Häuser getötet, wie der Katastrophenschutz mitteilte. In Assam starben nach offiziellen Angaben im selben Zeitraum mindestens sieben Menschen als Folge von Überschwemmungen. Mindestens 30 Menschen werden noch vermisst, die von Überschwemmungen oder Schlammlawinen mitgerissen wurden.
In dem nordöstlichen Staat waren demnach mehr als 1,5 Millionen Menschen betroffen. Viele flohen vor dem Regen in sicheres Gebiet, andere wurden von den Wassermassen von der Umwelt abgeschnitten. Mehr als 20'000 Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht. Auch die Ernten auf den Feldern hätten Schaden genommen. Neun weitere Menschen kamen in den nordöstlichen Bundesstaaten Meghalaya, Arunachal Pradesh und Mizoram ums Leben.
Monsun: Überlebenswichtige Gefahr
- Die Monsunzeit in Südasien dauert gewöhnlich von Juni bis September.
- Die Regenfälle sind für die Landwirtschaft lebenswichtig.
- Allerdings richten sie auch immer wieder grossen Schaden an. Jedes Jahr kommen hunderte Menschen ums Leben.
Über 1500 Dörfer betroffen
Rettungsteams bemühten sich darum, Menschen aus mehr als 1500 überfluteten Dörfern zu bergen. Staatliche Stellen versorgten die Flutopfer mit Nahrung und Medikamenten.
Der Wasserstand des Flusses Brahmaputra und seiner Nebenflüsse sei in den vergangenen Tagen ständig gestiegen und habe umliegende Gebiete überflutet, hiess es weiter. Betroffen war auch der Kaziranga-Nationalpark, in dem die grösste Gruppe von Panzernashörnern weltweit zu Hause ist.
16 Tote in Bangladesch
In Bangladesch kamen mindestens 16 Menschen ums Leben, wie die Behörden mitteilten. 13 wurden bei heftigen Gewittern von Blitzen erschlagen. Drei weitere starben als Folge von Überschwemmungen und Erdrutschen.
Etliche Menschen suchten auch in Bangladesch Schutz in Notunterkünften. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Im Norden des Landes waren mehrere Tausend Menschen durch die Wassermassen von der Umwelt abgeschnitten.