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An der Team-Tischtennis-WM im schwedischen Halmstad hat sich am Donnerstag Sporthistorisches ereignet: Die Frauen-Teams von Nord- und Südkorea trafen im Viertelfinal aufeinander. Doch statt sich im Viertelfinal zu duellieren, verlangten sie, als geeintes Team zum Halbfinal antreten zu dürfen.
Dieser Antrag kam auf Wunsch der Mannschaftsführer von Nord- und Südkorea sowie dem Internationalen Tischtennisverband ITTF zustande, wie dieser in einer Mitteilung schreibt.
Standing Ovation von den Delegierten
ITTF-Präsident Thomas Weikert sagte zur Situation: «Als ich den Vorstand über diese Entwicklung informierte, erhielt das vereinte Team von den Delegierten Standing Ovation als Zeichen der Unterstützung dieses historischen Ereignisses.»
Die Forderung ist insofern bemerkenswert, als Nord- und Südkorea seit dem Koreakrieg vor 65 Jahren als verfeindet gelten. Letzte Woche hatten sich die beiden Länder jedoch angenähert und angekündigt, das Atomprogramm komplett abbauen und ein dauerhaftes Friedenssystem aufbauen zu wollen.