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Eine Titanunverträglichkeit folgt den selben Regeln einer unspezifischen Entzündung durch Makrophagen.
Wird ein Titanimplantat gesetzt kommt es immer zu einem Abrieb von Titanpartikeln in umgebenden Gewebe mit einer lokalen unspezifischen Entzündungsreaktion, da die Makrophagen diese Titanpartikel abzubauen versuchen. In der Regel erfolgt dies problemlos.
Es gibt jedoch bei einigen Menschen genetische Abweichungen (Polymorphismen), welche für eine höhere Zytokinfreisetzung sorgen und somit ein deutlich massiveres Risiko für periimplantäre Entzündungen darstellen (circa 6-12 fach erhöht). Die Abläufe der Entzündung sind ähnlich wie bei einer Parodontitis.
Es sollte daher im Vorfeld einer Implantation immer eine mögliche Titanunverträglichkeit mittels Titanstimulationstest geprüft werden. Eine klassische Allergie auf Titan ist jedoch wegen der schnellen Reaktion von Titan mit Sauerstoff zu Titanoxid und der damit verbundenen Abschottung gegenüber dem Körper in der Praxis nicht relevant.