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Zino Davidoff 1972 über die Kultur des Zigarrenrauchens
- Montag, 13. Januar 2014, 9:40 Uhr
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Erste Ausstrahlung:
- Montag, 13. Januar 2014, 9:40 Uhr, Radio SRF Musikwelle
Am 14. Januar 2014 jährt sich der Todestag von Zigarrenhändler Zino Davidoff zum 20. Mal. Im «Sinerzyt» sendet SRF Musikwelle Interview-Ausschnitte aus dem Jahr 1972. Zino Davidoff war damals auf Besuch in Genf und hat über die Kultur des Zigarrenrauchens gesprochen.
Im Interview von 1972 revidiert Zino Davidoff das Bild des Zigarrenrauchers. Wer sich reiche und füllige Männer in teuren Anzügen vorstelle, liege falsch, meinte Davidoff. Seinen Beobachtungen zu Folge würden auch Arbeiter sich ein paar Mal pro Woche eine teure Zigarre gönnen.
Zino Davidoff und die Havanna-Zigarre
Zino Davidoff wurde am 11. März 1906 in Nowgorod-Sewerski im Russischen Reich geboren. Seine Familie übersiedelte 1911 nach Genf, wo sein Vater einen Tabakladen eröffnete. In diesem Tabakladen wurde Zino Davidoff mit Tabak und Zigarrendrehen vertraut. Obwohl er eigentlich Dirigent werden wollte, liess er sich später dann doch ins väterliche Unternehmen einspannen. Seine Lehrzeit absolvierte er in Südamerika, in Kuba lernte er die edle Havanna-Zigarre kennen. Im Wissen, dass diese Tabaksorte nur in einem feucht-schwülen Klime gedeihen kann, richtete er später in seinem eigenen Genfer Unternehmen eine für jene Zeit revolutionäre Klimakammer ein. Das Tabakgeschäft in Genf wurde mit den Jahren zur bevorzugten Adresse für erlesenen Tabakgenuss. Zu Zino Davidoffs prominenter Kundschaft gehörten etwas Faruk von Ägypten, die Rotschilds, Onassis, Orson Welles oder Artur Rubinstein.
Massvoll geniessen
Im Umgang mit seinen luxuriösen Tabakerzeugnissen empfahl Zino Davidoff einen mass- sowie genussvollen Umgang: «Pläsier hat nur der, der wenig raucht. Für eine Zigarre muss man sich mindestens eine Stunde Ruhe verschaffe oder eine Stunde, in der man nur Musik hört oder nur gute Konversation macht. Sonst schmeckt eine Havanna nicht so, wie sie schmecken kann...»