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Nationale Entscheidungscalls
Diese Richtlinien ermöglichen es Klimastreik Schweiz, online legitime nationale Entscheidungen zu treffen, ausserhalb der nationalen (physischen) Treffen. Die folgenden Richtlinien bzw. das Format der nationalen Entscheidungscalls können an nationalen (physischen) Treffen angepasst werden.
Dieser Artikel enthält Anweisungen und Regeln, damit nationale Entscheidungscalls legitim sind. Nationale online Entscheidungen, die nicht nach diesen Richtlinien akzeptiert werden, sind nicht legitim.
Diese Richtlinien wurden am 12.11. 2022, dem 10. nationalen Treffen des Klimastreiks mit 100% angenommen.
FR Version: Appel de décision
Inhaltsverzeichnis
- 1 Vorgaben für einen nationalen Entscheidungscall
- 2 Durchführung eines nationalen Entscheidungscalls
- 3 Ablauf eines nationalen Entscheidungscalls
- 4 Änderungsvorschläge
- 5 TG National Calls
- 6 Aufgaben der TG National Calls
- 7 Archiv der Entscheide
Vorgaben für einen nationalen Entscheidungscall
Wenn eine Gruppe eine nationale Entscheidung treffen will (nationale Entscheidungen sind Entscheidungen, die normalerweise während einem nationalen Treffen getroffen werden müssten), sollte sie sich bewusst sein, dass dieser Prozess einige Zeit in Anspruch nimmt. Auch wenn dieser Prozess schneller als der bisherige Entscheidungsprozess und schneller als bei einem Nationalen Meeting sein mag, wird es nicht möglich sein, in weniger als einer Woche eine Entscheidung zu treffen.
Diese Punkte müssen erfüllt sein, damit ein Entscheidungscall durchgeführt wird:
- Bevor du irgendetwas kommunizierst, wende dich bitte an die Task Group (TG) National Calls, die den Prozess ermöglichen wird. Dazu gehört die Überprüfung, ob die Vorlagen korrekt ausgefüllt sind, ob der Vorschlag wirklich eine nationale Entscheidung erfordert usw.
- Die Entscheidung kann nicht durch frühere Entscheidungen oder die Forderungen bzw. den Aktionskodex des Klimastreiks legitimiert werden. Die Haltung gegenüber Geschehnisse in der institutionellen Politik wie Referenden oder Initiativen brauchen einen Entscheid. Ebenfalls strategische Fragen, die eine breite Debatte benötigen.
- Nationale Arbeitsgruppen, überregionale Einheiten und Regionen können einen Vorschlag einreichen. Zusätzlich dazu kommen Gruppen des Klimastreiks, welche offen sind, d.h. ihre Existenz wird in Klimastreik-Kanälen kommuniziert und Menschen aus der Bewegung können der Gruppe beitreten, um an der Ausarbeitung mitzuhelfen. Es sollten mindestens zwei Personen an der Ausarbeitung/Formulierung der Proposal beteiligt sein.
- Ein korrekt ausgefülltes Proposal (hier das Template, nur kopieren!) muss rechtzeitig der Taskgroup geschickt werden.
- Kurze Zusammenfassung für die Ankündigungsnachricht soll der Taskgroup vermittelt werden.
- Die Proposalgruppe kommuniziert einen Datumsvorschlag, wann der Entscheidungscall gewünscht wird.
- Bitte sei vorbereitet: Wenn dein Vorschlag kontrovers sein könnte oder Themen enthält, die ein Feedback-Verfahren erfordern könnten, organisiere bitte unbedingt ein solches. Wie das Feedback-Verfahren aussieht, könnt ihr selber entscheiden, damit es euch und eurem Proposal möglichst gut dient. Es ist nicht zwingend notwendig, vorher einen Feedback-Prozess durchzuführen.
Durchführung eines nationalen Entscheidungscalls
Kurzfristige nationale Entscheidungscalls
- Das Meeting muss an einem Sonntag stattfinden.
- Es kann nur ein Treffen pro Woche erfolgen.
- Der Prozess muss zeitlich eingehalten werden
- Ein kurzfristiger nationaler Entscheidungscall muss mind. 5 Tage vorher auf Französisch, Deutsch und Italienisch angekündigt werden. Die Taskgroup ist für die Versendung der Mobilisierungsnachrichten in die beiden Infokanälen, CS Priority Chat und ‘Klimastreik/Grève du Climat/Sciopero per il Clima OPEN CHAT’ verantwortlich.
- Ein kurzfristiger nationaler Entscheidungscall findet nur statt, wenn die Proposalgruppe differenziert begründen kann, weshalb die Entscheidung nicht bis zum nächsten nationalen Treffen oder dem nächsten Entscheidungscall-Tag warten kann.
Nationale Entscheidungscall-Tage
- Ungefähr zwei bis vier Mal im Jahr, zwischen den nationalen Treffen.
- Die Daten der nationalen Entscheidungscall-Tage werden von der Taskgroup durch eine intern gestreute Umfrage mind. zwei Monate im Voraus festgelegt und auf Französisch, Deutsch und Italienisch in den beiden Infokanälen, CS Priority Chat und Open Climatestrike Chat kommuniziert.
- Die Proposals können bis spätestens einen Monat vor dem Entscheidungstag bei der Taskgruppe angemeldet werden. Max. drei Proposals können an einem Entscheidungscall-Tag besprochen werden. Die Taskgruppe organisiert den Tag und entscheidet über das Programm. Falls es keine Proposals gibt, kann der Tag genutzt werden, um einen offenen Austausch für die Bewegung zu bieten, falls gewünscht.
- Die Proposals müssen drei Wochen vor dem nationalen Entscheidungscall-Tag der Taskgroup übermittelt werden und nach kurzer Überprüfung der Arbeitsgruppe möglichst zeitnahe mit der Bewegung geteilt werden.
- Die Regionen und Arbeitsgruppen werden dazu aufgerufen, in den drei Wochen vor dem Entscheidungscall-Tag die Proposals in den Regionen zu diskutieren und der Proposalgruppe Feedbacks zu geben. Die Task Group unterstützt diesen Prozess.
Ablauf eines nationalen Entscheidungscalls
Wichtig: Fülle die Vorlage nicht aus, sondern kopiere sie zuerst und verwende dann diese!
- Beginne mit einer Einführungsrunde
- Nach 20 Minuten können neue Leute immer noch beitreten, aber nicht mehr abstimmen oder an der Diskussion teilnehmen.
- Das Abstimmungssystem ist das gleiche wie bei den letzten nationalen Treffen (seit dem 5. nationalen Treffen). Dies bedeutet Konsens bei identitären/strukturellen Entscheidungen und 2/3-Mehrheit bei strategischen Entscheidungen.
- Es kann auf Französisch, Deutsch, Italienisch oder Englisch gesprochen werden - es wird zwischen Deutsch und Französisch simultan gedolmetscht. Italienisch und Englisch werden nach Bedarf ins Französische und/oder Deutsche (simultan oder konsekutiv) gedolmetscht. Eine Verdolmetschung ins Italienische oder Englische findet nur auf Anfrage statt. Eine entsprechende Anfrage muss so früh wie möglich, jedoch spätestens fünf Tage vor der Entscheidung gestellt werden. Teilnehmende werden gebeten, eine ruhige Umgebung sicherzustellen und sich mit einer stabilen Internetverbindung zuzuschalten, im Idealfall mit gekabeltem Mikrofon, z.B. am Kopfhörersatz, damit sie von den Dolmetscher*innen und anderen Teilnehmenden gut verstanden werden.
- Der Call muss auf einer Videokonferenz-Plattform erfolgen (von der TG bereitgestellt)
- Am Schluss des Proposal-Dokuments ist es möglich Feedback im Vornherein zu geben. Das Feedback muss während des Calls berücksichtigt werden, bevor die Entscheidung getroffen wird, sofern es möglich ist relativ kleine Anpassungen am Vorschlag vorzunehmen.
- Ohne die Initiator*innen eingerechnet müssen mindestens 20 Menschen aus mindestens 5 unterschiedlichen Regionen aus mindestens 2 Sprachgebieten am Call teilnehmen.
Änderungsvorschläge
- Im Unterschied zu Proposals können auch Einzelpersonen Änderungsvorschläge einreichen. Es ist jedoch vorzuziehen, dass Vorschläge von mehreren Personen zusammen oder einer Arbeitsgruppe/Regionalgruppe Vorschläge formuliert werden.
- Jedes Proposal hat ein begleitendes Dokument für Änderungsvorschläge: TEMPLATE . Änderungsvorschläge sollen über das Dokument weitergeleitet werden.
- Es können bei kurzfristigen nationalen Entscheidungscalls bis spätestens 24 Stunden vor dem Entscheidungscall Änderungsvorschläge gestellt werden. Bei langfristig geplanten Calls (nationalen Entscheidungscall-Tage) werden die Änderungsvorschläge spätestens drei Tage vor dem Entscheid der Proposalgruppe zugestellt.
- Das Proposal kann durch die Proposalgruppe im Vorschlagmodus verändert werden, um zu versuchen, die Feedbacks und Änderungsvorschläge zu integrieren. Dies kann bis vier Stunden vor dem Call im Proposal-Dokument gemacht werden.
- Wenn die Gruppe, die das Proposal geschrieben hat, ein Amendement nicht annimmt, wird während dem Call darüber abgestimmt (mit Diskussion, wenn nötig), mit 2/3 Mehrheit.
- Über das endgültige Proposal wird nach der Abstimmung über die Amendments abgestimmt.
TG National Calls
Die TG National Calls muss kontaktiert werden, um ein Proposal einzureichen.
Es handelt sich um eine offene Gruppe, der jede Person beitreten kann. Die einzige Bedingung ist, dass man aktiv in der Gruppe mitarbeitet.
Man kann der Gruppe auch als Zuschauer*in beitreten. Dabei muss aber angegeben werden, ob man aktiv mitarbeiten möchte oder nicht. Nur aktive Mitglieder können über technische Punkte entscheiden und am Prozess teilhaben.
Wenn du dich der TG National Decision Calls anschliessen willst, wende dich an @tildiii oder @jahalloda über Telegram.
Aufgaben der TG National Calls
- Überwachung des Prozesses
- Überprüfung, ob die Proposalvorlage korrekt ausgefüllt ist.
- Bereitstellung der Agenda
- Bereitstellung einer Moderation
- Organisation der Simultanübersetzung bzw. ausreichenden Übersetzung
- Bereitstellung eines Videokonferenz-Call (ohne Zeitbegrenzung)
- Aufzeichnung des Meetings
- Nur die Protokollierenden haben Zugriff auf die Aufzeichnung
- Sie wird nicht weiterverbreitet.
- Sie wird nur angeschaut, wenn mensch sich beklagt.
- Nach dem Treffen muss die TG National Calls die Entscheidung durch eine Nachricht mit der Bewegung teilen und in das Archiv der Entscheide eintragen.
- Festlegen und kommunizieren der Nationalen Entscheidungscall-Tage.
Alle Entscheide, welche Klimastreik Schweiz auf nationaler Ebene trifft, sollen in einem dafür zu erstellenden Bereich auf dem Klimastreik-Wiki aufgeschrieben werden. Nur so kann die notwendige Öffentlichkeit, Zugänglichkeit und langfristige Legitimität der Entscheide gewährleistet werden, die es braucht, damit die Entscheide wirksam sind. Der Link zum Wiki-Artikel, welcher die Entscheide verzeichnet, soll auf der Klimastreik-Webseite und regelmässig in den Kanälen des Klimastreiks geteilt werden.