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Bei der Auswahl der 180 für die diesjährige Ausgabe von Visions du Réel programmierten Filme sei ein Thema besonders in den Vordergrund gerückt: «Die Filme des diesjährigen Programms sind von Personen bevölkert, die auf gewisse Art und Weise Widerstand leisten», so Luciano Barisone, der künstlerische Direktor des Festivals. «Daher ist es nicht wirklich erstaunlich, dass das Thema Jugend allgegenwärtig ist: rebellisch oder verträumt, auf der Suche nach Freiheit und willentlich zukunftsorientiert, ist sie der Vektor dieses ganz besonderen, dem Dokumentarfilm eigenen Widerstands», fügt er hinzu. Das Engagement von jungen Peschmerga-Kämpferinnen (Gulîstan, Land of Roses), die reine und sorgenfreie Unbeschwertheit der Kindheit (Chiens des champs), die Wegelagereien einer afghanischen Jungenbande (Land of the Enlightened), der flüchtige Funken der Jugend während eines Sommers (The Cormorants), ein patriotischer Gesangswettbewerb für Kinder in Polen (Patriotic Lesson), die scheinbare Trivialität des Alltags zweier norwegischer Brüder, die 8 Jahre lang von ihrer Mutter gefilmt wurden (Brothers)… All dies sind Beispiele für einen Blick auf die Jugend der Welt von heute – zwischen Widerstand und Poesie. (Aus dem Programmtext)
Neben drei Wettbewerbssektionen, dem internationalen Talentprogramm mit zwanzig Langfilmen junger Filmemacher, einem Schweizer Fenster mit zwölf langen Dokumentarfilmen und einem Grand-Angle-Programm, das Weltpremieren bzw. an anderen Festival gelobte Dokumentarfilme aus aller Welt präsentiert, ist ein Atelier-Programm mit Filmen und Gesprächen mit den beiden Filmemachern Dominic Gagnon aus Kanada und Audrius Stonys aus Litauen geplant. Mit einem Maitre-du-Réel-Lifetime-Achievement-Award geehrt wird Peter Greenaway, als Fokusland zu Gast ist Chile.