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Wenn du den Kopf von Horizont zu Horizont wendest, dann sehen deine Augen einen unermesslich weiten Raum, in dem alle Dinge der Erde und des Himmels erscheinen. Doch dieser Raum ist immer dort begrenzt, wo die Erde den Himmel berührt. Der Raum des Geistes ist so klein! In diesem kleinen Raum finden alles unsere Aktivitäten statt: das tägliche Leben und die verborgenen Kämpfe der widerstreitenden Wünsche und Motive. In diesem kleinen Raum sucht der Geist Freiheit, und dabei bleibt er immer ein Gefangener seiner selbst. Meditation ist das Enden dieses kleinen Raums. Und unser Handeln bringt Ordnung in diesen kleinen Raum des Geistes. Aber es gibt noch ein anderes Handeln, das keine Ordnung in diesen kleinen Raum bringt. Meditation ist ein Handeln, das eintritt, wenn der Geist seinen kleinen Raum verloren hat. Dieser unendliche Raum, den der Geist, das Ich, nicht erreichen kann, ist Stille. Der Geist kann nie in sich selbst still sein; er ist nur still in dem unermesslichen Raum, den das Denken nicht berühren kann. Aus dieser Stille kommt ein Handeln, das nicht aus dem Denken hervorgeht. Diese Stille ist Meditation.
Krishnamurti