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Carl Walter Liner hat verschiedene Gesichter. Da ist auf der einen Seite der Kunstmaler, der Landschaften wiedergibt, beeinflusst von den Impressionisten. Auf der anderen Seite ist da der Maler, der experimentiert, sich von den Kunstrichtungen der 1950er- und 60er-Jahre beeinflussen lässt, diese aber eigenwillig interpretiert. «Innerhalb von knapp zwei Jahrzehnten hatte Liner ein eigenständiges Werk entwickelt. Er hatte sich einen nationalen und internationalen Ruf erschaffen», sagt Roland Scotti, Kunsthistoriker und Kurator der Stiftung Liner Appenzell.
Carl Walter Liner ist am 17. August 1914 in St. Gallen geboren. Seinen ersten Zeichen- und Malunterricht erhielt er bei seinem Vater Carl August Liner im elterlichen «Landhaus» in Appenzell. Nach einem halbjährigen Aufenthalt in Ägypten 1936/37 studierte er 1938/39 an der Pariser Académie de la Grande Chaumière. Nach 1945 lebte und arbeitete er in Zürich und Appenzell. Ab 1950 bis zu seinem Tod im April 1997 waren Paris und Appenzell seine Lebenszentren.
Bis zu seinem Tod hat Carl Walter Liner 2500 Öl-Bilder und rund 4000 Coachen gemalt. Liner-Kurator Scotti schätzt, dass mindestens nochmals gleich viele Bilder existieren, die noch nie ausgestellt wurden.
Die Ausstellung «Pendler zwischen den Welten» ist bis am 17. August 2014 in der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell zu sehen.