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"Der seltsame Fall des Benjamin Button" war der große Favorit bei den Oscars 09, wurde aber schlussendlich von dem charmanten "Slumdog Millionär" übertrumpft. Aber auch ohne alle Oscars, für die der Film nominiert war, eingeheimst zu haben, präsentiert uns David Fincher ganz besonderes Kino. Fincher, der eigentlich für Thriller steht, man nenne nur "Sieben", "Fight Club" oder "Panic Room", ließ es schon mit seiner Mörderstudie "Zodiac" ruhiger angehen und setzt mit "Benjamin Button" noch eins oben drauf. Die Geschichte um einen Mann, der körperlich alt geboren wird und schlussendlich als Säugling stirbt, präsentiert der Amerikaner als problemgebeutelte Liebesgeschichte zweier Menschen, die ungleich altern. Lediglich in der Mitte ihrer Leben haben sie eine alterstechnische Gleichheit. Aus dieser Situation holt Fincher das Bestmögliche heraus und dies ist ein Drama auf entsprechend hohem Niveau. Was man dem Film aber vorwerfen kann ist, dass er sich zu Beginn zu viel Zeit lässt und somit auch dem Trend der Überlänge erliegt, Sitzfleich ist durchaus von nöten. Aber dafür entschädigen einige nette Details wie eine rückwärts laufende Schlachtenszene oder der Mann, der 9 Mal vom BLitz getroffen wurde (immer wieder ein Lacher). David Fincher zeigt, dass ers auch dramatisch kann und bietet großes Kino im Stile von "Forrest Gump".
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