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Am 23. Juli 1887 fand die Gründungs Generalversammlung in der Brauerei Trog in Olten statt. Anwesend waren 12 Mann. Der Vorsitz hatte Gottlieb Brunner. Bis zum 08. August 1887 zählte der Verein 23 Mitglieder.
In den Statuten wird beschrieben, dass neben der Ausbildung und Pflege der Pontonierwaffe auch eine treue Kameradschaft und Geselligkeit gepflegt werde. Da keine eigenen Schiffe vorhanden waren, wurden solche von Privaten entlehnt.
Die Abteilung für Genie hat sich dann bald des jungen Wasserfahrervereins angenommen und ihm durch die damals schon üblichen Bundessubventionen, und später durch Abgabe von Pontons und Weidlingen, in seinen Bestrebungen unterstützt.
Mit den Erlösen aus Anlässen und Beiträgen der Bürgergemeinde und Stadt Olten konnte im Jahre 1918 der erste Langweidling angeschafft werden. (ka,2004)
Vereinslokale
Anfänglich befand sich das kleine Vereins-Depot auf der rechten Aareseite im steinernen Brückenpfeiler der Holzbrücke. Durch die Aarestauung ist dann eine gewisse Existenzgefahr entstanden. Mit Unterstützung der Oltner Bürgergemeinde, der Stadt Olten, des elektrischen Werkes Olten, der Abteilung Genie sowie des Kantons ist es im Jahre 1917 möglich geworden, oberhalb der Badschule ein neues Materialdepot zu erstellen.
Das Fehlen der Möglichkeiten für das Versorgen der Schiffe etc. führte zur Notwendigkeit des Baues eines grossen Vereinshauses mit Schuppen, Werkstätte und einem heimeligen Vereinszimmer samt Küche und den nötigen Toilettenräumen. Am 15. August 1926 konnte das neue Vereinshaus vis a vis dem Materialdepot eingeweiht werden. Dieses Gebäude wurde am 2. Juli 1961 ein Raub der Flammen. In den folgenden Jahren erbaute der Verein das neue Vereinshaus, welches am 25. September 1965 eingeweiht wurde. (ka,2004)
Anlässe und Fahrten
Der Pontonierfahrverein Olten hat die Bevölkerung zu verschiedenen Anlässen eingeladen und auf diese Weise sich nebst sportlichen Anlässen auch kulturell in der Stadt engagiert. Die jährlich durchgeführten Familienabende mit Theater-, Konzert- und Tanzunterhaltungen waren gut und gern besuchte Anlässe und waren für den Verein eine gute Einnahmequelle.
Im Jahre 1937 ist in einem Zeitungsartikel zu lesen: „Wenn Pontoniere etwas veranstalten, sei es auf rauschenden, wogenden oder – lieber natürlich – auf geglätteten Wassern, oder sei es in einem Saale, zwischen vier Wänden, dann weiss man schon im voraus, dass es ein urchiges, bodenständiges Fest geben wird, an welchem man steife Allüren, die bei gewissen Anlässen in Erscheinung treten, nicht kennt. Es war früher schon so .... und so wird es bleiben, solange es Pontoniere, solange es Wasserratten gibt!"
Bereits nach einjährigem Bestehen des Vereins wurde gemeinsam mit den Aarauer Pontonierkameraden eine Fahrt von Biel nach Olten ausgeführt.
Am 10./12. Juli 1910 organisierte der Pontonierfahrverein Olten das VI. Eidgenössische Wettfahren. Es haben sich 28 Sektionen mit ca. 620 Fahrern angemeldet. Nebst dem Wettkampf wurden nautische Spiele organisiert: Flusskrokodil, Schaukel, Räuberhütte, Flusspferdchen, Entenfang, Hampelmanns Aarefahrt usw. Unserem Verein wurde für die gute Organisation ein Betrag von Fr. 1'500.-- vom Verband überreicht. Ansonsten resultierte ein Reingewinn von Fr. 2'300.--.
Im Jahre 1912 unternahmen wir die erste Fernfahrt ins Ausland, nach Köln. Dank diversen Gönner- und Freundesbeiträgen musste jeder Teilnehmer einen Betrag von Fr. 30.-- aufwenden.
Aus finanziellen Gründen verzichtete man in den folgenden Jahren auf eine weitere Fernfahrt und blieb in schweizerischen Gewässern, so zum Beispiel die Fahrten Murten – Olten, Biel – Olten, Thun – Olten, Zürich – Basel, Olten – Basel und Chur – Basel.
Noch zwei Fahrten ins Rheinland nach Köln wurden durchgeführt, nämlich 1937 und 1960.
Im Jahre 1975 ging eine Fernfahrt von Basel nach Rotterdam. (ka,2004)
Mitgliederzahlen
Die Mitgliederzahl von damals 23 Aktiven erhöhte sich kontinuierlich und erreichte mit 82 Aktiven im Jahre 1927 den Höhepunkt. Danach gingen die Mitgliederzahlen zurück. Heute zählt unser Verein 36 Aktivmitglieder und 12 Jungfahrer.
Präsidenten
1887 - 1901 Lienhardt Rudolf
1902 - 1910 von Arx Adolf
1911 - 1916 Metzger Jean
1917 - 1926 Nobs Richard
1927 - 1938 Wildi Adolf
1939 - 1945 Jäggi Hans
1946 - 1946 Merkle Adolf
1947 - 1950 Plüss Hans
1951 - 1954 Lehmann Walter
1955 - 1968 Wernli Willy
1969 - 1972 Wernli René
1973 - 1979 Huber Max
1980 Schwaller Willy
1981 - 1987 Wernli René
1988 - 1993 Wernli René jun.
1994 - 1997 Schwaller Adrian
1998 - 2012 Brugger Kurt
2013 - 2015 Roos Heinz
2015 - heute Strub Peter