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Anis
(
Anissamen,
Anisfrüchte, lat. fructus s. semen
Anisi;
franz.
anisette; engl.
anise; ital.
anace, anici); die Früchte der
Anispflanze, Pimpinella Anisum, ein Artikel des Droguenhandels. Die Pflanze wird in ganz
Süd- und Mitteleuropa angebaut, so daß nur noch kultivierte Ware in den Handel kommt. Die Körnchen
haben eine eiförmige Gestalt und bestehen aus den noch nicht getrennten Teilfrüchtchen der Pflanze, sie sind grünlichgelb
bis graugrün und sind mit äußerst zarten, kurzen, angedrückten
Haaren bedeckt. An der Berührungsstelle sind die beiden
Teilfrüchte flach, am Rücken gewölbt; sie besitzen einen starken aromatisch süßlichen Geruch und
Geschmack.
Die Größe der Körnchen ist verschieden, am größten ist der von Malta und der sp
anische, am kleinsten der russische;
letzterer spielt jetzt die Hauptrolle im Handel;
er kommt hauptsächlich aus der Umgegend von Charkow;
Hauptmärkte sind Nishnij Nowgorod und Petersburg. In Deutschland wird A. hauptsächlich in der Gegend von Bamberg, Erfurt, Gotha, Magdeburg u. s. w. gebaut;
der Anbau hat jedoch in der letzten Zeit sehr nachgelassen, weil die Produzenten nicht mit der billigen russischen Ware konkurrieren können.
Ferner sind noch zu erwähnen: mährischer, böhmischer, italienischer,
französischer und sp
anischer Anis. Auch chilenischer A. kommt seit einiger Zeit in den Handel; er ist
jedoch von sehr geringer Qualität. - Zoll: S. Tarif im Anh. Nr. 9 d.