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März 2023
Ursprünglich Fest der Fruchtbarkeit der Erde und der reichen Ernten ist Holi heute als Fest der Farben bekannt, mit dem der anbrechende Frühling gefeiert sowie Vishnu, Krishna und dessen Gefährtin Radha verehrt werden. Für einige wird der Name des Fests von Holika abgeleitet, der Dämonin, deren übernatürliche Kräfte Prahlad, ein begeisterter Verehrer Vishnus, zunichte macht.
Am Vorabend des Fests werden Feuer entzündet und Bildnisse Holikas verbrannt. An Holi, in einer ausgelassenen, an den Karneval gemahnenden Atmosphäre, bespritzen die Menschen einander mit gefärbtem Wasser und bunten Pigmenten von Farben (gelb, rot, violett, grün usw.), die als glückbringend gelten. Das Fest versetzt die Bevölkerung in heitere Stimmung, vergleichbar jener, die zwischen dem Gott Krishna und den Kuhhirtinnen (gopi) im mythischen Wald von Vrindavan herrscht. Gegen Ende des Fests waschen sich alle und besuchen in weissen Kleidern ihre Familien und ihre Freunde. Damit setzen sie auch der temporären Aufhebung der Schranken, die unter den Mitgliedern der Gesellschaft normalerweise gelten, ein Ende. Holi ist auch eine Gelegenheit, festliche Speisen mit anderen Menschen zu teilen.
Der Fastenmonat Ramadan ist der neunte Monat des Hidjra-Kalenders. Das Fasten im Ramadan, eine der Fünf Säulen des Islam, ist im Koran, namentlich in Sure 2, vorgeschrieben.
Das Fasten im Ramadan verlangt von allen erwachsenen und gesunden Musliminnen und Muslimen, dass sie von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang weder essen noch trinken, noch irdische Substanzen zu sich nehmen (auch nicht rauchen) und sich des Geschlechtsverkehrs enthalten. Eine Dispens oder eine Verschiebung auf später ist vorgesehen für Reisende, für schwangere Frauen und natürlich für Kranke.
Muslime treffen sich oft bei Einbruch der Dämmerung zum Fastenbrechen bei Milch und Datteln. Zum darauf folgenden Festmahl sollen auch Bedürftige eingeladen werden – als Zeichen der Solidarität zwischen den Mitgliedern der gleichen Gemeinschaft. Der Ramadan ist für die Gläubigen eine Zeit der Selbstdisziplin und Selbstfindung. Sie vereinigt Körper, Herz und Geist im Bemühen, den Gott geschuldeten Vorrang auszudrücken. Der Nahrungsverzicht ist nicht Selbstzweck, sondern er gibt dem Ruf Gottes Raum – Gott, dem Schöpfer aller Dinge, voller Barmherzigkeit für jene, die sich ihm zuwenden.
Vielen Muslimen ist der Fastenmonat auch Anlass, öfter als sonst eine Moschee zu besuchen. Der Ramadan endet mit dem Fest des Fastenbrechens (‘Id al-Fitr), zu dem sich Muslime in der Freude über die zu Ehren Gottes vollbrachte Anstrengung zusammenfinden.