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Blasenentzündungen sind nicht nur unangenehm, sie sind oft auch hartnäckig. Gut die Hälfte der Frauen, die an einer unkomplizierten Harnwegsinfektion erkranken, bekommen nach Abklingen des Infektes innerhalb eines Jahres erneut Beschwerden. Die Symptome lassen sich mit einem Antibiotikum zwar meist schnell in den Griff bekommen. Doch angesichts der zunehmenden Resistenzen braucht es andere Strategien.
Um Harnwegsinfekte zu lindern oder ihnen vorzubeugen, wird immer geraten, viel zu trinken. Mit der grösseren Trinkmenge steigt das Harnvolumen, was die Elimination der Erreger erleichtert, so die Annahme. Jetzt berichtet die ÄrzteZeitung von einer Studie mit 140 Frauen, welche die Richtigkeit dieser Empfehlung stützt.
Tägliche Trinkmenge um 1,5 Liter erhöhen
Alle Probandinnen waren in den vorausgegangenen zwölf Monaten mindestens dreimal an einer Zystitis erkrankt und tranken im Durchschnitt eher wenig Wasser. Die Hälfte der Frauen wurde angehalten, während der einjährigen Studiendauer die tägliche Trinkmenge um 1,5 Liter Wasser zu erhöhen. Die anderen 70 behielten ihren Wasserkonsum bei.
Tatsächlich gaben die Frauen der Wassergruppe 50 Prozent weniger Blasenentzündungen an als Frauen der Kontrollgruppe. Auch wurden in der Wassergruppe deutlich weniger Antibiotika verschrieben. In der Wassergruppe lagen zwischen den einzelnen Harnwegsinfekten im Durchschnitt 142,8 Tage, in der Kontrollgruppe bloss 84,4 Tage.
Den täglichen Wasserkonsum zu erhöhen, ist für Frauen, die unter wiederkehrenden Harnwegsinfekten leiden und insgesamt wenig trinken, eine effektive Strategie, um weiteren Zystitiden vorzubeugen, resümieren die amerikanischen Studienautoren.