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Die Römer waren die ersten, die ein flächendeckendes Währungssystem in Mitteleuropa einführten. Sie aktivierten auch den Fernhandel. Warentransfer über grosse Strecken war allerdings nichts Neues und bereits einige tausend Jahre vorher in der Steinzeit über Hunderte von Kilometern betrieben worden.
Durch die Einführung einer einheitlichen Währung aktivierten sie den Handel, und durch die Entlöhnung von Soldaten und Beamten mit Geld anstatt mit Natural- und Gewerbeprodukten förderten sie den Übergang vom Tauschhandel zum Geldhandel.
Der Wert einer römischen Münze ergab sich durch das verwendete Metall (Gold, Silber, Bronze, Messing und Kupfer) und dessen Gewicht.
Das Geld war aber gleichzeitig auch Propagandamittel, d.h. üblicherweise war das Porträt des jeweilig regierenden Kaisers darauf abgebildet. Durch die kontinuierlichen Soldzahlungen an die Soldaten gelang dieses Münzgeld rasch in den Umlauf und war deutliches Prädikat, wer derzeit in Rom das sagen hatte.
Die häufigsten Münzen waren: Aureus /Denar /Sesterz /Dupondius /As /Quadranten
Das römische Münzsystem beruhte weitgehend auf dem 12er Prinzip. Das heute bei uns gebräuchliche 10er, also Dezimalsystem ist wie auch die Null arabischer Herkunft.
Vergleicht man die beiden einheitlichen Währungssysteme, römisches Geld und EURO und deren Verbreitung, so wird rasch ersichtlich, dass der römische Wirtschaftsraum, das Mittelmeer, heute seinen Einfluss eingebüsst hat.
Allerdings ist auch festzustellen, dass nicht nur die Währung, sondern auch der Sinn des Geldes sich im Umbruch befindet. Bis vor kurzem handelte es sich um einen Tausch, Ware gegen Geld. Mit dem immer mehr aufkommenden Plastikgeld (Kreditkarte) verschwindet diese Tauschrelation gänzlich. Es existiert nur noch ein Zutritts- und Ausweiseffekt; die Transaktion verschwindet.