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Bettwanzen - Chemische Bekämpfung

Bisher kamen vor allem chemische Präparate in Form von Insektiziden zum Einsatz. Diese radikalen Methoden haben jedoch Nachteile:
- Matratzen sollten nicht besprüht werden und müssten daher ausserhalb des Zimmers einer Wärme-, Kälte, Gas-, oder Waschbehandlung unterzogen werden, was hohe Kosten verursacht.
- Für eine effiziente Bekämpfung müssen alle Verstecke gefunden und behandelt werden. Überleben einzelne Exemplare, ist eine Nachbehandlung nötig.
- Eier werden mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht abgetötet, so dass eine oder mehrere Nachbehandlungen vorprogrammiert sind, was entsprechende Kosten nach sich zieht.
- Es treten vermehrt Resistenzen gegen die verwendeten Wirkstoffe auf.
Alternatives Verfahren
Um den Menschen vor diesen Giften zu bewahren, wenden wir ein effizientes und für Menschen und Haustiere völlig harmloses Verfahren an. Das Thermo- oder Wärmeverfahren beruht auf der Tatsache, dass tierische Enzyme oberhalb von 42°C sich zu verändern beginnen. Dadurch kommen Stoffwechselvorgänge und Biosynthesen zum Erliegen. Der Schädling samt Eiern stirbt ab. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist, dass die Temperaturen an allen Stellen des Raumes einwirken. Es darf keine Kältebrücken oder gut isolierte Schlupfwinkel geben, die ein Überleben ermöglichen.
Um ein Verschleppen der Bettwanzen in andere Räume zu verhindern, bleiben grundsätzlich alle Gegenstände im zu behandelnden Raum. Allerhöchstens kann Bettwäsche in einem verschlossenen Sack in die Wäscherei gebracht werden, wo sie mit mindestens 50°C gewaschen werden muss. Die empfohlene Wärmedesinfektion für Matratzen – weil sie nicht mit Insektiziden eingesprüht werden sollten – erfolgt bei Wärme-Behandlungen im gleichen Raum und im selben Arbeitsgang.