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Lebensraumveränderung und Vernetzung
Lebensräume verändern sich ständig, sei es durch natürliche Prozesse oder durch Tätigkeiten des Menschen. Wir untersuchen die Veränderungen und deren Ursachen und ermitteln die Auswirkungen künftiger Landnutzung und Klimaverhältnisse auf Lebensräume.
Natürliche Prozesse wie etwa Überflutungen an Flussläufen gestalten Ökosysteme um und neu. Organismen in den entsprechenden Lebensräumen sind gut an diese natürlichen Veränderungen angepasst. Auf zusätzliche Einflüsse durch den Menschen wie etwa vermehrter Düngereintrag, invasive Arten oder den Klimawandel reagieren sie aber empfindlich.
Einige Lebensräume wie Moore oder Trockenwiesen existieren nur, weil der Mensch sie bewirtschaftet und nutzt. Wird die Bewirtschaftung aufgegeben, verschwinden diese wertvollen Lebensräume.
Systematisch erhobene Biodiversitätsdaten und Daten aus der Fernerkundung, um zum Beispiel Veränderungen in den Lebensräumen zu untersuchen. In Experimenten versuchen wir, die Auswirkungen künftiger Landnutzung und Klimaverhältnisse auf Arten und Lebensräume zu ermitteln. Mit den Resultaten erstellen wir Modelle, die es uns erlauben, Szenarien zukünftiger Entwicklungen zu simulieren.
Zwischen Lebensräumen finden Austauschprozesse und Wechselbeziehungen statt, insbesondere an der Grenze zwischen Wasser und Land, aber auch zwischen dem Wald und dem Offenland und anderen Lebensräumen. Oft behindern Barrieren diesen Austausch, wie zum Beispiel Strassen, die Lebensräume zerschneiden, oder Stauwerke in Flüssen, die die natürliche Dynamik stören.
Wir untersuchen, wie Revitalisierungs- und Vernetzungsmassnahmen die Qualität von Lebensräumen verbessern können. Mit Besenderung oder genetischen Methoden können wir den Grad der Vernetzung zwischen Populationen bestimmen und so auch die Wirksamkeit von durchgeführten Vernetzungsprojekten überprüfen.