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Es war eine Überraschung, als die britische Private-Equity-Gesellschaft CVC im April 2017 den Kauf von Breitling bekannt gab, einer der letzten Uhrenmanufakturen in Familienbesitz. Der bisherige Eigner und Patron Théodore «Theddy» Schneider sollte mit 20 Prozent beteiligt bleiben. Er hatte die Firma 1998 von Vater Ernest Schneider übernommen und auf geschätzte 400 Millionen Franken Umsatz wachsen lassen.
Im November hat Schneider nun auch die letzten 20 Prozent an CVC verkauft. Der Grund dafür ist menschlicher Natur: Schneider konnte nicht mit Georges Kern, dem von CVC eingesetzten neuen CEO.
«Es hat nicht funktioniert zwischen den beiden»
«Die beiden sind wie Feuer und Eis», sagt ein Vertrauter von Schneider. «Es hat nicht funktioniert zwischen den beiden», bestätigt eine Quelle im Umfeld von Breitling. Schneider gilt ebenso wie Kern als starker Charakter.
2017 wurde der Wert Breitlings auf 870 Millionen Franken geschätzt, über den jetzigen Preis ist nichts bekannt. Schneider, so hört man, will sich nun philanthropischen Projekten widmen. Ex-IWC-Chef Kern ist an Breitling mit fünf Prozent beteiligt. Er soll die Fliegeruhren-Marke breiter aufstellen.