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Eine 1490 am Standort der heutigen Kirche gebaute St.-Jakobs-Kapelle wurde während des Ersten Villmergerkriegs am 11. Februar 1656 von den Schwyzern zerstört, 1668 neu erstellt und 1768 um einen Anbau erweitert. 1855 beschlossen die Kirchgenossen, die enge, dunkle und feuchte Kapelle durch eine neue Kirche zu ersetzen, und zwar nach Plänen des Zürcher Staatsbauinspektors Johann Kaspar Wolff (1818-1891). Sie konnte am 20. Juli 1856 eingeweiht werden.
Die neugotisch-neuklassizistische Kirche hat ihren ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt. Dem langgestreckten Saal schliesst sich auf der nördlichen Schmalseite ein eingezogener, gerade geschlossener Chor an. Schiff und Chor befinden sich unter eigenen Satteldächern und werden von Eckstreben gestützt. Beide Längsseiten weisen drei Rundbogenfenster auf und die Ostfassade zusätzlich einen Seiteneingang in der Mittelachse. Der Chor hat ein Fenster in jeder der drei Wände und ein rundes Fensterchen mit Sechspass im Giebelfeld.
Der schlanke Turm steht über quadratischem Grundriss in der Mitte der Südseite. Sein Erdgeschoss dient als Vorhalle.
Ein Gurt oberhalb des Dachs des Schiffs gliedert den Turm. Unterhalb davon weist jede Seite ein Rundbogenfenster und ein rundes Fenster mit Sechspass auf. Oberhalb liegen die grossen Rundbogen-Schallöffnungen, darüber ist je ein Zifferblatt angebracht, und den Abschluss bildet ein niedriges Pyramidendach über kräftigem Konsolengesims. Die vier Glocken von 1856 stammen aus der Giesserei Rosenlaecher in Konstanz.
Die letzte Innenrenovation erfolgte 1994/95; sie stellte weitgehend den Originalzustand der Kirche von 1856 her. Zudem gelang es, unter dem 1953 aufgetragenen Verputz die 1894 im Kircheninnern angebrachte dezente Farbgebung freizulegen. Die an der Emporenrückwand restaurierte und an den Seitenwänden und der Stuckdecke rekonstruierte Dekorationsmalerei in beige-gelblichen Farbtönen erweckt die Illusion einer Holzbalkenfassung. Am westlichen Rand des Chorbogens steht die originale Kanzel. Der Taufstein mit achtseitigem Becken und den Jahreszahlen 1752 und 1856 stammt noch aus der alten Kapelle. Das Farbfenster in der Nordwand des Chors, mit neoklassizistischem Auferstehungs-Christus, wurde 1872 von Georg Röttinger in Zürich geschaffen. Auf der 1952/53 verbreiterten Empore an der südlichen Schmalseite steht die aus der Kirche Ottenbach stammende Orgel von 1939. [pzi]
Link zu ref. Kirchen Schönenberg, Hütten
www.ref-schoenenberg-huetten.ch