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Die Organisation
Mit der in den frühen 1980er Jahren gewaltsamen Eskalation des Konflikts zwischen linksgerichteten Rebellen des Sendero Luminoso und der vorherrschenden Militärdiktatur – v.a. in der Region Ayacucho – nahmen politisch moti-vierte Anschläge, bürgerkriegsähnliche Zustände und Repressionen gegen die quechuasprachige Landesbevölke-rung zu. Dies führte zu dramatischen Flüchtlingsströmen in ganz Peru. Vor diesem Hintergrund entstand auf Initiati-ve von Orlando Vásquez und seiner Frau 1981 die erste Kunsthandwerkstatt von Inti Raymi – in Quechua „Fest der Sonne“ – in Lurín, nur 40Km südlich der Hauptstadt.
Dem Ehepaar Vásquez standen primär die Förderung des peruanischen Kunsthandwerks und die Verwirklichung von sozialen Projekten für die vertriebenen Familien im Vordergrund. Um diese Ziele zu verfolgen und das Hand-werk sowie die Textilproduktion kommerziell weiterzuentwickeln entstanden über die Jahre verschiedene Hand-werkszentren in ganz Peru, die heute noch über den Vermarktungsarm Raymisa abgesetzt werden. In den verschie-denen Verarbeitungszentren, welche sich mittlerweile zu richtigen Handwerksdörfern entwickelt haben, findet man heute Wohngemeinschaften, Werkstätten und Lager sowie Schulräume und medizinische Einrichtungen. Während Raymisa sich um den Vertrieb der Produkte kümmert, führt Inti Rayimi als Dachorganisation, welche ca. 400 Produ-zentInnen und MitarbeiterInnen umfasst, Beratungsprogramme durch und stellt finanzielle Unterstützung für die Anschaffung von Werkzeugen und Material zur Verfügung, die für die Verarbeitung notwendig sind. Durch die Er-schliessung neuer Exportmärkte – auch dank der Intensivierung der Zusammenarbeit mit claro und den Verkauf in den Unica-Läden – gelingt es der Organisation bessere Lebensbedingungen für die ProduzentInnen zu schaffen und nach wie vor der Landflucht entgegenzuwirken. So wird ein grosser Teil der benötigten Gelder durch Raymisa erwirtschaftet, die sich auch um die Qualitätskontrolle und um die Designentwicklung kümmert.
Das Produkt
In den verschiedenen Strickateliers werden die Bekleidungsstücke fertiggestellt, d.h. sie werden gemäss Design-vorgaben vernäht, gestrickt, gehäkelt und nach erfolgter Qualitätskontrolle einzeln verpackt. claro führt verschie-dene Alpaca- sowie Tanguis-Baumwoll- und Pima-Baumwollprodukte von Raymisa im Sortiment, die über unsere Unica-Läden erhältlich sind und die warm und modisch durch die Wintermonate begleiten. Des Weiteren bietet claro ein breites Weihnachtssortiment an, mit Krippenfiguren und Windlichter aus Keramik.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Schulung und Ausbildungen in Handwerkstechniken und in der Kunst des Nähens
- Vergabe von Krediten zur Beschaffung von Rohmaterialien sowie Investitionen in Ateliers