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(Spitzpocken, Schafpocken, Varicellae), Kinderkrankheit, welche mit den echten Pocken gar nichts
zu thun hat, befällt Geimpfte und Nichtgeimpfte. Die Windpocken sind eine leichte, aber ansteckende Krankheit. Sie pflegen in Epidemien
aufzutreten, welche zuweilen Pockenepidemien begleiten, denselben vorhergehen oder auf dieselben folgen, in andern Fällen
aber auch neben Masern- und Scharlachepidemien herrschen. Nicht selten treten sie auch in ganz vereinzelten Fällen auf.
Der Hautausschlag beginnt unter der Form kleiner roter, getrennt stehender Flecke, welche sich nach wenigen Stunden in linsen-
bis erbsengroße, wasserhelle Bläschen verwandeln. Ihr Inhalt wird am zweiten Tag trübe, fast niemals aber eigentlich eiterig,
und schon am vierten Tag bilden sich durch Eintrocknen flache Schorfe, welche nach wenigen Tagen abfallen,
ohne Narben zu hinterlassen. Da es nur selten bei einem einzigen Ausbruch bleibt, vielmehr gewöhnlich mehrere Tage hindurch
neue Bläschen aufschießen, so zieht sich die Krankheit oft 14 Tage und noch länger hin. Eine besondere ärztliche Behandlung
der Windpocken ist überflüssig, nur muß man während der Dauer des Ausschlags¶
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die Patienten vor nachteiligen Einflüssen bewahren, sie im Zimmer halten und die Diät regulieren.