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Als ich vor einiger Zeit den Hauptsitz von Google in Seattle besuchte, stellte ich fest, dass mich dort keine Dollar-Millionäre und –Milliardäre begrüssten, sondern junge Mitarbeiter, die kaum 2000 USD im Monat verdienten. Während die Google-Gründer mit ihren engsten Mitarbeitern Milliarden verdienten, ging es dem normalen Mitarbeiter eher mässig.
Jetzt hat Elon Musk, dessen Autos sich in der Schweiz glänzend verkaufen, ein Problem in Deutschland. Für ca. 150 Mio Euro hat er die Grohmann Engineering GmbH in Rheinland-Pfalz gekauft, nicht weit vom Ort entfernt, woher auch Grossvater Trump stammt, dessen Enkel jetzt US-Präsident ist. Grohmann war Lieferant von BMW und Daimler, seither aber nur noch von Tesla.
Den Mitarbeitern zahlte der gebürtige Südafrikaner und naturalisierte Amerikaner Elon Musk, 45, aber nur Saläre, die 25% tiefer waren als der in Deutschland übliche Metall-Flächentarif vorsieht. Musk konterte: „Ich glaube nicht, dass die IG Metall unsere Mission teilt.“
Das ist wohl wahr. „Our mission“ heisst, die Bosse verdienen, die Mitarbeiter dürfen beten und hoffen. Was in den USA geht, ist in Europa noch nicht üblich. Firmengründer Klaus Grohmann, 74, hat sein Unternehmen fluchtartig verlassen. Das Taschengeld für den Verkauf durfte er behalten.