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“Im Rahmen der JAMES-Studie 2010 wurden über 1000 Schweizer Jugendliche befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ in Bezug auf die Grundgesamtheit (Schülerinnen und Schüler der Schweiz im Alter von 12 bis 19 Jahren). In den ersten Analysen wird der Fokus auf Unterschiede zwischen den Geschlechtern, zwischen den vier Altersgruppen (12-/13-; 14-/15-; 16-/17-; 18-/19-Jährige) und zwischen den drei grössten Sprachregionen gelegt.
Das Treffen mit Freunden steht bei den non-medialen Freizeitbeschäftigungen der Schweizer Jugendlichen an erster Stelle. 83% der Befragten geben an, dies täglich oder mehrmals pro Woche zu tun. An zweiter Stelle wird «Sport treiben» genannt, wobei hier starke Geschlechter- und Altersunterschiede auftreten. Knaben treiben häufiger Sport als Mädchen. Je älter die Jugendlichen, desto seltener wird Sport als Freizeitbeschäftigung angegeben. Auf dem dritten Rang folgt «ausruhen und nichts tun». Zirka ein Viertel der Befragten macht mehrmals pro Woche selbst Musik.
Bei den medialen Freizeitbeschäftigung stehen Handy und Internet gemeinsam an erster Stelle. Im Vergleich zur JIM Studie 2009 hat das Fernsehen seinen Spitzenrang eingebüsst. Insbesondere bei den Computer- und Videogames ist ein starker Geschlechterunterschied erkennbar. Mit zunehmendem Alter der Adoleszenten steigt die Nutzungshäufigkeit des Handys, des Internets, des Radios und der Tageszeitung (print und online) an. Dem gegenüber werden Fernseher sowie Computer- und Videogames mit steigendem Alter weniger häufig genutzt.” zur Studie
Archiv für Februar 2011
“Im Rahmen der JAMES-Studie 2010 wurden über 1000 Schweizer Jugendliche befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ in Bezug auf die Grundgesamtheit (Schülerinnen und Schüler der Schweiz im Alter von 12 bis 19 Jahren). In den ersten Analysen wird der Fokus auf Unterschiede zwischen den Geschlechtern, zwischen den vier Altersgruppen (12-/13-; 14-/15-; 16-/17-; 18-/19-Jährige) und zwischen den drei grössten Sprachregionen gelegt.
Eine Bericht und eine Auswertung von Internetnutzung in Bezug auf kulturelle Aktivitäten vom November 2010. Die Zahlen sind beeindrucken: über 50% der Online-Bevölkerung hat das Internet in den letzten 12 Monaten auch zu kulturellen Zwecken genutzt. Die Art und der Weise der Nutzung ging von Informationsbeschaffung zu kulturellen Events über Ticketkauf zu Lernen und Erfahrungen sammeln über Teilen bis hin zum Produzieren von kulturellen Inhalten im Netz. Der ausführliche Bericht ist unter anderem beim Arts Council downloadbar.
“Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, den so genannten Nuller-Jahren, haben sich die technologischen Grundlagen der Medienlandschaft tiefgreifend verändert: die wichtigsten Schlagworte lauten: Vernetzung, Internet und soziale Medien. Im zweiten Jahrzehnt wird es weniger darum gehen, neue Technologien zu finden, die das Produzieren von Inhalten noch leichter, schneller und kostengünstiger gestalten. Stattdessen wird es darum gehen, angemessene Reaktionen auf diese Medienrevolution zu entwickeln – sie politisch, kulturell und gesellschaftlich zu integrieren und konstruktiv zu nutzen. Das Konzept “Slow” – Slow wie in Slow Food und nicht wie in Slow Down – ist ein wichtiger Schlüssel hierfür. Analog zu Slow Food geht es bei Slow Media nicht um schnelle Konsumierbarkeit, sondern um Aufmerksamkeit bei der Wahl der Zutaten und um Konzentration in der Zubereitung. Slow Media sind auch einladend und gastfreundlich. Sie teilen gerne.” weiterlesen
Die Geschichte eines kleinen Ortes in Nordamerika – aus fünf Perspektiven dargestellt in einer Online-Ausstellung, die zwar schon einige Jahre auf dem Buckel hat aber nichtsdestotrotz ein sehenswertes und spannendes Projekt ist. Auf der Startseite hat man die Möglichkeit, sich dem Konflikt zwischen den kolonisierenden Ländern England und Frankreich und den kolonisierten Gruppierungen der Kanienkehaka, der Wendat und der Wôbanaki unterschiedlich zu nähern: Mit einer Einführung aus dem Off, aus Sicht jeder der fünf beteiligten Kulturen, historisch per Zeitleiste oder direkt hinein ins Kampfgetümmel. Hat man sich durch die diversen Informationsseiten und Bildleisten durchgeklickt – und sich vielleicht ein eigenes Bild der Geschichte gemacht – kann man dieses noch spielerisch testen und das Erlernte festigen. Eine Einführung für Lehrer sowie der Konzeptentwurf des gesamten Projektes sind ebenfalls transparent und übersichtlich abzugreifen.
Am Spannendsten meiner Meinung nach das eher implizite Wissen, das BesucherInnen der Seite vielleicht mitnehmen: Neben den vielen Facts&Figures wird klar, dass es nicht EINE Geschichte gibt, sondern, dass die Ereignisse von allen Beteiligten unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert wurde – dass also nur jede/r die eigene Geschcihte schreiben oder erzählen kann, ansonsten geht die Kolonisierung weiter.
Google lanciert ein neues Projekt: Per Street View durch Museen, auf der Suche nach Kunst, schlendernd durch die grossen, bekannten Häuser. Über 1000 Werke aus momentan 17 Museen können in guter Auflösung betrachtet werden, Infos zu den Arbeiten und die Künstler sind direkt ans Werk geheftet, weitere Arbeiten des Künstlers verlinkt. Jede Arbeit ist verschlagwortet, leider (noch) sehr rudimentär. Vielleicht gibt es ja bald die Möglichkeit, sowas wie ARTigo mit dem neuen Google Art Project zu verknüpfen, so dass das Projekt ein bisschen Dynamik erhält? Wäre auf jeden Fall zu wünschenswert. Momentan stellt sich mir die Frage, ob das Projekt längeren Atem haben wird, als beispielsweise die Dresden Gallery im Second Life? Leichter zugänglich scheint es allemal, der Schritt in ein weiteres Google-Tool ist einfacher als der ins Second Life. Alle Arbeiten, die grossaufgelöst zu sehen sind, sind nicht mehr copyrightgeschützt, die alten Fragen nach dem zur-Verfügung-Stellen von Werken bleiben bestehen, bearbeitbar und herunterladbar sind die Bilder selbstverständlich nicht. Ob weniger Menschen ins Museum kommen? Oder mehr? Es wird sich zeigen, ob die Möglichkeit, van Goghs Pinselstriche en detail zu sehen, neue BesucherInnen herbei lockt – oder nicht. Mein erster Eindruck: Einfach und gut aufgemacht, einzelne Bilder hochaufgelöst, jedoch statisch (in Bezug auf die Möglichkeiten, als User selbst etwas einzugeben), noch nicht mal eine Kommentarfunktion gibt es, wenn ich das richtig sehe – und in der Auswahl der Werke nicht besonders extravagant. Der Kanon wird bedient, sowohl in der Auswahl der Werke als auch in der Art der zur Verfügung gestellten Informationen. Aber vielleicht ein Schritt in die Richtung, das Sehen zu erleichtern?