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NOB Bahnstrecke Winterthur-Bülach-Koblenz
Schweizerische Nordostbahn
Die Bahnlinie Winterthur-Koblenz war heiss umkämpft, ende der 1860er Jahren strebten die Winterthurer Demokraten ein ganzes Eisenbahnnetz mit dem Mittelpunkt Winterthur an. Unter den angestrebten Eisenbahnlinien war auch die Bahnlinie Winterthur-Waldshut, die sogenannte Rheinbahn.
Die Rheinbahn sollte den Anschluss Winterthur an das Badische Eisenbahnnetz und eine Verbindung nach Basel herstellen. Die Bahnstrecke wurde nicht über Bülach geplant das Initiativkomitee plante die Strecke vom Embrach via Wagenbreche (In der Nähe der Tössegg) zu bauen. In Koblenz sollte die Bahnstrecke vor der NOB Station Koblenz über den Rhein gelangen. Die Eisenbahnkonzession für die Strecke wurde dem Komitee am 25. Oktober1870 erteilt.
Verlust der Rheinbahn Konzession
Das Komitee freute sich zu früh über die erteilte Konzession, obwohl der Kanton Zürich und die Bundesversammlung die Konzession erteilten, erhob die Schweizerische Nordostbahn 1871 ihre Prioritätsrechte geltend. Da blieb dem Kanton Zürich nichts anderes übrig, die Konzession der Rheinbahn auf die Schweizerische Nordostbahn zu übertragen.
Der Verlust der Rheinbahnkonzession war ein harter Schlag für die Winterthurer Demokraten, die gemeinsam mit der Rheinbahn eine Linie von Winterthur-Bülach-Baden plante, wobei das Trasse, bis Embrach gemeinsam geführt werden sollte. Daraufhin planten sie Ihre Bahn von Winterthur über Kloten nach Baden.
Die Schweizerische Nordostbahn passte die geplante Linienführung der Rheinbahn überhaupt nicht, sie beantragte einige Abänderungen der Trassenführung. Die Eisenbahnlinie sollte von Embrach über Bülach durch den Datenberg geführt werden und über Eglisau dem linken Rheinufer entlang bis nach Koblenz geführt werden. In Koblenz würde die Strecke bis zu bestehenden Station Koblenz geführt.
Durch die Übertragung der Konzession an die Nordostbahn und die strittigen Änderung, der Linienführung musste für den Bau der Eisenbahnlinie eine Fristerstreckung eingereicht werden. Erst 1874 konnte die endgültige Linienführung geklärt werden. Das Rheinbahn-Komitee die ursprünglich die Konzession erteilt wurde, beharrte lange auf ihrer Streckenführung.
Bau und Eröffnung der Bahnlinie Winterthur-Koblenz
Beim Bau der Eisenbahnlinie Winterthur-Koblenz waren 1874 durchschnittlich 1’400 Arbeiter beschäftigt. Das wichtigste Bauwerk der Linie war ohne Zweifel, der Datenbergtunnel zwischen Embrach und Bülach, der Tunnel wurde im Februar 1876 fertiggestellt.
Die Eisenbahnlinie von Winterthur nach Koblenz sollte im Juni 1876 eröffnet werden, doch der Eröffnungstermin musste mehrmals verschoben werden. Erst am 3. August 1876 konnte die Schweizerische Nordostbahn die Bahnstrecke Winterthur-Koblenz eröffnen.
Die Verzögerung bei der Eröffnung ist auf schlechtes Wetter zurückzuführen, nicht weil die Ehrengäste keinen Regenschirm besassen, sondern weil das Bahntrasse durch Rutschungen beschädigt wurde verzögerte sich die Eröffnung.
Mit dem Bau der Bahnlinie Winterthur-Koblenz musste der Bahnhof Bülach an den heutigen Standort verlegt werden. Das alte Bahnhofsgebäude von Bülach steht heute in Otelfingen.
Bildquellen
- Winterthur-Koblenz Tössbrücke: Bildarchiv ETH / Wikimedia.org