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Naturlehrpfad Savognin Bivio Albula
Segantini 07: Ritorno all'ovile – Rückkehr zum Schafstall, 1888
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Beschreibung
Schafe in Savognin
Zur Zeit Segantinis hat noch jede Familie ihre eigenen Schafe. Das Fleisch trägt zur Ernährung bei, die Wolle wird zu Kleidern verarbeitet. Das Schären der Schafe ist Frauenarbeit. Die Wolle wird gesponnen, gefärbt und daraus für die ganze Familie Pullover, Socken und Handschuhe gestrickt.
Ab Mitte des 20. Jahrhunderts werden Schafe auf höhere Fleischproduktion hin gezüchtet. Der Wert der Wolle hingegen sinkt, sie wird teilweise verbrannt. Das Schären kostet heute mehr, als die Wolle Ertrag bringt. In Savognin halten heute noch vier Landwirtschaftsbetriebe Schafe zur Fleisch-Erzeugung.
Segantini und die Tiere
Giovanni Segantini thematisiert die tiefe und innige Verbundenheit von Mensch und Tier, sowie die gegenseitige Abhängigkeit. Im Tagebucheintrag vom Januar 1891 schreibt er: «Ich will, dass die Menschen die guten Tiere lieben, die nämlich, von denen sie Milch, Fleisch, Fell erhalten, und darum malte ich ‹die zwei Mütter› [...] und das gute Pferd vor dem Pfluge [...]. Überall habe ich die guten Tiere mit Augen voll Sanftmut dargestellt; sie, die alles dem Menschen geben: ihre Kraft, ihre Jungen, ihr Fleisch, ihre Haut, und von den Menschen geschlagen und misshandelt werden.»
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