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Problemstellung
In Nepal sind die meisten Frauen nicht berufstätig. Sie bleiben zuhause und erledigen den Haushalt ohne dafür eine Entlöhnung zu erhalten. Die Partizipation von Frauen, insbesondere von indigenen Bevölkerungesgruppen wie den Dalits, ist generell sehr tief und in den oberen Entscheidungsebenen praktisch nicht vorhanden. Die Dalits stehen auf der untersten Stufe des Kastensystems und werden deshalb von der Gesellschaft ausgegrenzt. Am meisten leiden darunter die Mädchen und jungen Frauen. Kinderheiraten und häusliche Gewalt stehen bei Ihnen an der Tagesordnung. Nepal hat zwar einige Gesetze zugunsten der Gleichberechtigung von Frauen verabschiededet, in Tat umgesetzt wurden diese jedoch nur teilweise. Insbesondere in ländlichen Regionen werden Dalitmädchen und -frauen noch immer stark ausgeschlossen und sie haben praktisch keine Möglichkeit, ihre Rechte einzufordern.
Projektschwerpunkte
Das Projekt hilft jungen Frauen dabei, sich selbst und damit auch die Gemeinschaft in der sie leben, weiterzuentwickeln. Den jungen Frauen und Mädchen wird vermittelt, wie sie ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit erreichen, ihre Rechte einfordern und sich positiv in der Gemeinschaft einbringen können. Sie lernen, wie man ein eigenständiges Leben führt und zugleich zum wirtschaftlichen Fortschritt der Gemeinschaft beiträgt. Das Projekt besteht aus drei Komponenten:
- Schulung für ein selbstbestimmtes Leben: Die jungen Frauen werden in unterschiedlichen Themen unterrichtet, wie z.B. Gleichberechtigung, Kinderrechte und sexuelle Gesundheit. Zusätzlich werden sie in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert.
- Gründung von Frauenkooperativen: In jedem Dorf werden Frauenorganisationen gegründet, in denen sich die jungen Frauen und Mädchen über ihre Probleme austauschen und gemeinsam gegen Probleme, wie etwa häusliche Gewalt, vorgehen können.
- Wirtschaftliche Stärkung der jungen Frauen: Die jungen Frauen haben die Möglichkeit unterschiedliche Ausbildungen zu absolvieren. So lernen sie beispielsweise, wie man Gemüse in grösseren Mengen anbaut und was es dabei alles zu beachten gibt. Dank der Ausbildung haben die jungen Frauen eine Chance auf eine bessere Zukunft.
Begünstigte des Projekts
6’565 Mädchen und junge Frauen profitieren von diesem Projekt.
Die Erfahrung von Plan International
Plan International arbeitet seit 1978 in Nepal. Im vorgängigen Projekt für eine bessere Schul- und Berufsbildung im Distrikt Baglung, absolvierten über 5’000 Mädchen und junge Frauen die unterschiedlichen Weiterbildungen. Sie wurden aufgeklärt, wie man mit typischen Problemen des Erwachsenwerdens umgeht und wurden dadurch selbstbewusster. Sie haben eine wirtschaftliche Tätigkeit in Angriff genommen und stehen auf eigenen Füssen. Sie haben Frauenkooperativen ins Leben gerufen, um über Gleichberechtigung zu sprechen und dafür zu kämpfen. Diese Frauen werden auf ihrem Weg weiterhin von Plan International begleitet.