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Wann ist denn der Break-even erreicht?
Das ist dann der Fall, wenn man auch im Ausland ausreichend Waren absetzen kann. Der Markt in der Schweiz ist zu klein für unser Geschäft. Um die notwendigen Mengen abzusetzen, müssen wir unsere Produkte im Ausland anbieten. Als man im Januar 2015 den Franken vom Euro löste, reduzierte sich unser beachtliches Auslandsgeschäft plötzlich auf null, da die Preise in den Euroländern um etwa 15 bis 20 Prozent anstiegen.
Haben Sie schon daran gedacht, Ihre Produkte günstiger in Deutschland herstellen zu lassen?
Wir haben uns 2014 aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, in der Schweiz zu produzieren; somit werden wir auch daran festhalten.
Ist es überhaupt möglich, mit nur einem Produkt langfristig erfolgreich zu sein?
Natürlich. Viele Unternehmen haben das geschafft. Die Voraussetzung dafür ist aber eine hohe Qualität. Billig kann jeder, wir wollen was Wertiges und Tolles anbieten, das hat seinen Preis. Bei uns spüren die Kunden den Einsatz für ein einzigartiges Produkt.
Wie viele Produkte werden in Ihrem Betrieb produziert und wie hoch ist die Absatzmenge?
Wir produzieren bis zu 400 Dinos täglich, aber entscheidend ist, dass wir in den letzten Jahren von den 50 Zentimeter grossen Spardosen über 100 000 Dinos verkauft haben. Das ist eine beachtliche Anzahl, wenn man denkt, dass dieses Produkt immerhin 110 Franken kostet.
Haben Sie vor, das Sortiment zu erweitern?
Ja, wir produzieren auch andere Tierfiguren, Hunde, Krokodile und Drachen. Wir planen auch, Gegenstände für andere Bereiche zu produzieren, zum Beispiel für Souvenirläden und Coffeeshops, ausserdem könnten wir unser Sortiment auf andere Spielwaren oder sogar Möbel erweitern.
Sie produzieren in der Schweiz? Woher beziehen Sie die Rohstoffe?
Die Rohstoffe, zum Beispiel das Holz und das Pulver, beziehe ich aus dem Kanton St. Gallen. Es ist mir wichtig, eine Partnerschaft mit Unternehmen aus der Region zu pflegen, aus dem Grunde beziehen wir keine Rohstoffe aus dem Ausland.
Sie arbeiten mit der Pulverbeschichtung. Wie funktioniert das, und was ist das Besondere daran?
Die energieeffiziente Niedertemperatur-Pulverbeschichtung wird seit etwa fünfzig Jahren für Metall praktiziert. Nur wenige Unternehmen in Europa wenden dieses Verfahren bei Holzprodukten an, und wir sind die Einzigen, welche Spielwaren lackieren und über eine Methode für zweifarbige Beschichtung verfügen.
Warum ist die Methode besonders umweltfreundlich?
Wir arbeiten ohne Lösungsmittel und es entstehen auch keine flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Pulver, das während der Verarbeitung überschüssig ist, wird aufgefangen und wiederverwendet. Das Pulver wird im Ofen eingebrannt, die Oberfläche wird dadurch unempfindlicher und kratzfester. Wöchentlich besuchen uns Vertreter grosser Unternehmen aus der ganzen Welt, die sich für dieses Verfahren interessieren.
Kann man Ihr Verfahren auch für andere Produkte anwenden?
Ja, wir beschichten auch Kücheneinrichtungen. Ich bin der Meinung, dass diese Technik in Zukunft sehr erfolgreich sein wird.