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Der Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen löst weltweit Reaktionen aus. Im Interview mit SRF lobt Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz, das IOC für seinen Entscheid.
Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz: «Ich finde es ein sehr gutes und mutiges Urteil, das ich so nicht erwartet hätte. Ich bin überrascht. … Der Entscheid wird Russland sehr weh tun. Einerseits ist das russische Olympische Komitee ausgeschlossen, andererseits auch die Funktionäre. Diese dürfen sich also nicht zeigen. … Ich bin dafür, dass saubere Athleten zugelassen werden. Wenn russische Athleten von neutralen Agenturen getestet wurden, sollen diese Sportler auch das Recht haben, an Olympischen Spielen teilzunehmen.»
Nationale Olympische Komitee der USA: «Es gab keine perfekten Optionen, aber dieser Entscheid wird es eindeutig weniger wahrscheinlich machen, dass dies jemals wieder passiert.»
Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes: «Es ist ein ausgewogener Entscheid. Auf der einen Seite drakonische Strafen für die Strippenzieher und das russische NOK, aber auch Wahrung der Rechte hoffentlich sauberer individueller Athleten auf der anderen Seite.»
Alexander Schubkow, Präsident des russischen Bob-Verbands (Schubkow wurden beide Goldmedaillen von Sotschi 2014 aberkannt, er ist lebenslang für Olympia gesperrt): «Ich bin einfach geschockt, was passiert ist und vom Entscheid von Thomas Bach unser Land und unsere Sportler betreffend.»
Dmitri Swischtschew (Präsident des russischen Curling-Verbands): «Ich betrachte den IOC-Entscheid als unprofessionell. Ich bin überzeugt, dass er unter Druck gemacht worden ist. Irgendwer brauchte, dass Russland nicht an den Spielen teilnimmt. Diesen Entscheid kann und sollte man anfechten, denn er bestimmt über das Schicksal einer ganzen Generation von Sportlern und Trainern.»