Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03304.jsonl.gz/2455

Mit geschlossenen Augen ruht die schwarz-weiss gestreifte Katze. Die Farbigkeit ihres samtigen Fells nimmt der Künstler Gottfried Mind in der Umgebung wieder auf. Er lässt die Katze vor schwarzem Hintergrund posieren und platziert sie auf weissem Vordergrund. Als einer der ersten Künstler stellt Mind Katzen ohne erzählerische Staffage dar. In unzähligen Werken erschafft er Kat-zenbildnisse, vor allem als Zeichnungen und Aquarelle. In verschiedenen Positionen und Verhal-tensweisen zeigt er die Katzen als Einzeltiere oder in Gruppen. Die liebenswürdige Direktheit der Gestaltung lässt Mind zu einem populären Künstler seiner Zeit werden. Im 18. Jahrhundert werden Katzendarstellungen auch durch seine Werke beliebt. Die französische Malerin Elisabeth Vigée-LeBrun (1755–1842), die für ihre zahlreichen Adelsporträts berühmt wird und Mind in Bern besucht, verleiht Mind den Übernamen «Katzen-Raphael». Der Komponist Richard Wagner rühmt ihn sogar als «Katzen-Apelles» und vergleicht ihn mit dem bekanntesten Maler der griechischen Antike.
Anja Seiler
Der Künstler wird Katzen-Raphael genannt.
Das ist ein Kompliment.
Denn Raphael war ein berühmter Maler in der Antike.
Gottfried Mind machte un-zählige Bilder von Katzen.
Sie sind zusammen in Gruppen
oder alleine, wie hier.
Er beobachtet ihr Verhalten sehr genau.
Hier strahlt die Katze Ruhe aus.
Sara Smidt