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Produktionskürzungen werden umgesetzt.
Offiziell beteiligen sich die USA nicht an den Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, doch die Ölförderung nimmt trotzdem spürbar ab. Für Mitte März hätte das DOE noch eine Rekordförderung von 13,1 Mio. B/T gemeldet, beim letzten Bericht vergangene Woche Mittwoch lag die Förderung nur noch bei rund 12,1 Mio. B/T.
Betroffen sind auch die Schwergewichte der Branche, wie etwa Chevron, ExxonMobil und ConocoPhillips. ExxonMobil hat in New Mexico und West Texas bereits 100.000 B/T reduziert, während Chevrons Vorstandsvorsitzender, Mike Wirth, die eigenen Kürzungen im Mai und Juni auf 200.000 bis 300.000 B/T schätzt. Zusammen werden ExxonMobil, Chevron und ConocoPhillips Ende des zweiten Quartals zusammen mehr als etwa 0,5 Mio. B/T unter den eigentlichen Produktionsplänen liegen.
OPEC mitProduktionssteigerung im April
Der neue Deal der OPEC+ Gruppe tritt offiziell am 1. Mai in Kraft, womit rund 9,7 Mio. B/T vom Markt genommen werden. Zwar haben einige Produzenten schon vor dem Stichtag begonnen ihre Förderung zu reduzieren (27.04.2020 Saudi-Arabien tut es Kuwait gleich), doch im April stieg die Ölproduktion der OPEC insgesamt dennoch an. Die Produktionssteigerungen der OPEC+ Länder im April ist nach dem Ende des vergangenen Abkommens keine Überraschung. Diesen Effekt hatte man mit dem Preiseinbruch im März/April bereits weitestgehend eingepreist, sodass es an den Ölbörsen aktuell keinen Einfluss auf die Preisbildung hat.
Neuer Handelsstreit mit China?
Fasst vergessen scheint der Handelskrieg zwischen den USA und China 2018 und 2019. Der Streit um Importe und neue Zölle zwischen den beiden Ländern hatte das Wirtschaftswachstum bedroht und damit auch die Ölnachfrage. Die Situation hatte die Ölpreise belastet, bis sich die Länder schließlich auf einen Deal einigen konnten.
Mit der Corona-Krise könnte der Handelsstreit wieder neu aufleben. Die USA machen Peking den Vorwurf den Ausbruch in einer frühen Phase vertuscht zu haben. Zudem sieht man laut Aussenminister, Mike Pompeo, "enorme Beweise", dass ein Labor in Wuhan den Ausbruch zu verantworten habe, ohne jedoch Beweise vorzulegen.
Die Geheimdienstallianz "Five Eyes", soll mit ihrem Untersuchungsergebnis zumindest den Verdacht der versuchten Vertuschung untermauern. Diese Allianz setzt sich aus den Geheimdiensten der USA, Kanada, dem Vereinten Königreich (UK), Neuseeland und Australien zusammen.
Quellmaterial: Futures-Services Mineralöldienst