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Laufhöfe bieten den Tieren die Möglichkeit zur Bewegung ausserhalb des Stalles. Im Vergleich zur Weide ist das Platzangebot eingeschränkt, was zu einer stärkeren Verschmutzung der Fläche mit Kot und Harn führt. Diese sind in die Güllegrube zu leiten. Weideställe und Weideunterstände sind Bauten, in die sich die Tiere zum Schutz vor der Witterung zurückziehen.
Laufhöfe
Bei Laufhöfen unterscheidet man zwei Arten von Böden:
- befestigte Böden
- nicht befestigte Böden
Befestigte Böden sind solche aus Beton, welche für Gülle und Wasser undurchlässig sind und die Güllegrube entwässern. Die Tiere haben vom Stall aus freien Zugang zum Laufhof. Für die Entwässerung in die Güllegrube wird pro 100 m2 Laufhof ein zusätzliches Grubenvolumen von 50 m3 in der Tal- und Hügelzone und 60 m3 in der Bergzone benötigt.
Ist der Boden nicht befestigt (Schotter, Kies, Verbundsteine, Holzschnitzel), so ist der Zugang der Tiere auf 2 Stunden pro Tag beschränkt. Oberflächenwasser darf flächig im angrenzenden Wiesland versickern, wenn eine Verunreinigung von Gewässern mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Sickerrohre müssen in die Güllegrube entwässern.
Laufhöfe gelten als Bauten und Anlagen, welche ausserhalb der Bauzone einen Abstand von 20 m an einen See, 10 m an einen Bach und 6 m an ein eingedoltes Gewässer einhalten müssen.
Die Allwetterausläufe für Pferde sind im Merkblatt "Baulicher Gewässerschutz: Pferdehaltung" beschrieben.
Weideunterstände
Für Weideunterstände gelten je nach Belegung beim bauliche Gewässerschutz andere Anforderungen. Bei der Belegung wird unterschieden zwischen:
- Weide dauernd
- Weide ganzjährig extensiv/geringe Zufuhr von Raufutter
- Weide nicht dauernd
- Belegung dauernd ausserhalb Vegetationszeit/Tierhaltung ganzjährig
Die Anforderungen sind im Merkblatt Baulicher Gewässerschutz «Weidestallungen für Raufutterverzehrer» beschrieben.