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Die als Hersteller von Schokolade bekannte Firma Gartmann liess die Geräte für den automatischen Verkauf ihrer Produkte in eigener Regie herstellen. Am 2. Dezember 1903 wurde ein von Gartmann eingereichtes Gebrauchsmuster für ein „Hänge-Automatengehäuse mit Türe auf der Vorderseite und ohne Schiebladen und Zugringe“ eingetragen, das am 11.4.1906 erneuert wurde.
Die selbständige Ausgabe der Schokoladerollen erfolgte nach einem Prinzip, wie es bereits 1901 in einem Gebrauchsmuster von Conrad Heppe entwickelt worden war. Demnach werden die „rollenden Gegenstände“ im Gehäuse in einen vertikalen „schlangenförmigen Gang“ eingefüllt. Die eingeworfene Münze entriegelt ein Rad mit vier Nocken als Sperrmechanismus, wodurch eine Rolle durch ihr Eigengewicht in den Ausgabeschacht herabfällt. Ist der Warenschacht geleert, so wird ein entsprechendes „Leer“-Schild in dem schmalen Fenster an der Front sichtbar, das durch die Ware nach hinten gedrückt wird und bei der Ausgabe der letzten Rolle durch ein einfaches Gewicht nach vorne kippt. Der Hinweis „Mit Serienbildern“ auf dem Giebel des Automaten lässt erkennen, dass Gartmann durch Bilderserien, die der Schokolade beigefügt waren und die Sammelleidenschaft und damit den Umsatz anregen sollten, dem Erfolgsrezept von Stollwerck gefolgt war.