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Wie wird Weißwein hergestellt?
Einer der größten Unterschiede zwischen Rotwein und Weißwein ist die Maischegärung, die bei Ersterem unverzichtbar ist, bei Letzterem hingegen nicht zum Einsatz kommt. Weißweine werden quasi aus dem Traubensaft gewonnen, und zwar nach der Auspressung der Trauben. Rotweine hingegen setzen voraus, dass man die Trauben samt Schalen zu Maische vergärt und mehrere Tage lang fermentieren lässt. Natürlich denkt man beim Weißwein sofort an die helle Farbe und schließt automatisch darauf, dass er aus "weißen" Trauben gekeltert wird. Das ist jedoch ein Irrglaube, denn sogar hellrote Rebsorten eignen sich als Basis für Weißweine. Es kommt nämlich darauf an, dass das Fruchtfleisch hell ist und dass die Farbpigmente aus den Traubenschalen nicht freigesetzt werden. Im Grunde greift man jedoch fast immer auf gelbliche bis grünliche Trauben zurück. Die Herstellung von Weißwein umfasst die frühzeitige Auspressung der Weintrauben, was zu einem golden, bernsteinfarbenen oder blassgelb leuchtenden Wein führt. Das Ergebnis wird noch dadurch bestimmt, wie genau man die Weißweine produziert. So erhält man durch das Unterbrechen der alkoholischen Gärung einen süßen Weißwein mit höherem Restzuckergehalt. Darf der Most länger gären, entsteht ein trockener Wein. Nicht vergessen sollte man, dass Weißweine gern als Grundweine für die Schaumweinproduktion verwendet werden. So manch ein Champagner, Prosecco und Sekt basiert auf Weißwein, der dank Kohlensäure einen schäumenden oder prickelnden bis perlenden Charakter aufweist. Der Ausbau im Barrique ist bei Weißweinen weniger üblich und komplizierter als bei Rotweinen. Dafür wird nicht selten auf eine nachträgliche Flaschenreifung gesetzt.
Weißweine aus Europa
Will man Weißwein online kaufen, trifft man auf unzählige hochwertige Erzeugnisse aus den europäischen Weinländern, welche Genießer in aller Welt begeistern. Deutsche Weißweine beispielsweise gelten vielen als Vorbild und sind vom Markt nicht wegzudenken. Manche Weinbaugebiete in Deutschland legen den Fokus fast ausschließlich auf die weißen Rebsorten, wohingegen in den Mittelmeerländern wie Spanien und Frankreich oft die roten Trauben im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Neben deutschen Weißweinen sollte man unbedingt dem Weißwein aus der Schweiz eine Chance geben. Er ist teilweise mengenmäßig weniger vertreten und bedeutungsvoll als der Rotwein aus der Schweiz, doch es führt kein Weg an ihm vorbei. Bei Schweizer Weißweinen trifft man in erster Linie auf Chasselas, den einheimischen Klassiker. Fast zwei Drittel der Weinproduktion entfallen auf diese Rebsorte. Müller-Thurgau, Weißburgunder, Muscat du Valais, Petit Arvine, Semillon und Gewürztraminer runden das Angebot ab und machen die Schweiz zu einem wahren Paradies der Weißweinherstellung. Weißweine aus der Schweiz, z. B. aus dem Kanton Wallis, stehen für animierenden, fruchtigen Genuss und basieren auf anderen Rebsorten wie im Nachbarland Österreich. Dieses hat sich mit Weißweinen auf der Basis von Riesling, Grüner Veltliner und französischen Sorten wie Chardonnay oder Sauvignon Blanc eine stetig wachsende Fangemeinde gesichert. Grüner Veltliner ist häufig die erste Wahl beim eher auf Klasse statt auf Masse setzenden Weinbau in Österreich. Zahlreiche Weingüter setzen für Weißweine aus Österreich zudem auf Welschriesling oder Rivaner. Italien spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle bei Weißweinen, wobei Weinbaugebiete wie Venetien, Piemont, Toskana, Trentino und Südtirol das Bild bestimmen. Feiner Weißwein aus Italien favorisiert Pinot Grigio Trauben, begleitet von regionaltypischen Rebsorten wie Garganega (für Soave), Cortese aus Gavi und Trebbiano. Weitere Alternativen sind Verdicchio und Grechetto. Spanien steuert Weißweine aus Airén bei.
Der richtige Weißwein für jeden
Möchte man Weißwein kaufen, hat man die Qual der Wahl. Jedes Land, jedes Weinbaugebiet und jedes Weingut bietet Spezialitäten mit verschiedensten Geschmacksnoten und Nuancen im Aroma. Gemeinsam ist den Weißweinen, dass sie auf Frische und Zugänglichkeit sowie schön viel Frucht setzen. Sie passen gut zu Fischgerichten und leichter Kost. Das Säurespiel und die Balance zwischen Süße und Trockenheit sind das A und O für den Erfolg von Weißwein. Warum sind Weißweine für viele Genießer die idealen Sommerweine und Terrassenweine? Unter anderem, weil sie sich leicht und lebhaft geben. Für ein besonderes Erlebnis sollte man die unterschiedlichen Weißweinsorten einmal durchprobieren und dabei sowohl die Weißwein Rebsorten als auch die Herkunftsgebiete variieren.
Italienische Weissweine - Eine grosse Auswahl
Als grösster Weinproduzent der Welt bringt Italien nicht nur hervorragende Rotweine hervor sondern auch eine Reihe excellenter Weissweine. Es gibt nicht eine der 20 Regionen, wo in Italien keine Weine angebaut werden. Durch die unterschiedlichsten klimatischen und geographischen Unterschiede können die unterschiedlichsten Weine und Aromen entstehen.
Im Piemont, mit einer der ambitioniertesten Weinregionen wird im aufstrebenden Anbaugebiet Roero, nördlich des Tanaro-Flusses bei Alba der berühmte Roero Arneis vinifiziert. In der hügeligen Weissweinzone Gavi südöstlich von Alessandria gedeiht mit der Cortese Traube ein leichter, etwas säurhaltiger Weisswein. Das gesamte südliche Monferrato umfassende Hügelgebiet ist das Zuhause der berühmten süssen Schaumweine Asti und Moscato d'Asti.
In Südtirol werden zunehmend die traditionellen Sorten Traminer, Weissburgunder und Lagrein angebaut. Die interessantesten Südtiroler Weine werden derzeit aber noch aus Chardonnay und Sauvignon Trauben erzeugt. Das Trentino wurde zum wichtigsten Chardonnay und Pinot-Grigio Anbaugebiet Italiens, wobei Chardonnay vor allem an Italiens Spumante Industrie verkauft wird und Pinot Grigio zu einfachen Leichtweinen vergoren wird.
Im Friaul gedeihen teilwiese sehr gute Weine. Besonders die Weissweine sind berühmt für Ihren Körperreichtum und ihre frischen, fruchtigen Primäraromen und gelten als die besten Italiens. Im Soave Anbaugebiet, die Weisswein Zone östlich von Verona kann mit einigen bemerkenswerten Weissweinen um die Dörfer Soave und Monteforte aufwarten. Hauptsorte des Soave ist die Garganega Traube. Anbaugebiete um den südlichen Gardasee bringen einfache aber saubere Weissweine ebenfalls aus der Garganega Traube und der Trebbiano Traube hervor. Gleiches gilt für das Anbaugebiet Lugana. dort werden fruchtige und vollmundige Weine aus den Trebbiano Trauben erzeugt.
In der Toskana werden die weniger bekannten Weissweine aus den Sorten Vermentino und Sauvignon Blanc hergestellt. Im Val di Cornia werden in kleinen Mengen auch Trebbiano toscana, Biancone, Ansonica und in den letzten Jahren vermehrt auch Pinot Bianco und Chardonnay angebaut. Ein sehr bekannter und sehr populärer Weisswein ist der Vernaccia di San Gimignano aus den gleichnamigen Vernaccia Trauben, ein erfirischender, manchmal auch gehaltvoller Wein. Im Montecarlo einem alten Weissweinanbaugebiet werden die heimischen Sorten Trebbiano Toscano, Sauvignon blanc Pinot Grigio und Pinot Bianco immer mehr durch die roten Sorten zurückgedrängt.
Das Orvieto ist das bedeutendste Weissweingebiet Umbriens, wo Trebbiano- und Grechetto Trauben für die einfacheren Weine vorherrschen. Bessere Qualitäten liefern Chardonnay und Sauvignon Blanc. In Latium, Marken und in den Abruzzen werden vorwiegend einfache aber ansprechende Weissweine aus Trebbiano oder Verdicchio Trauben gekeltert. Im Süden Italiens in Kampanien Basilikat und Sizilien werden solide und frische Weissweine im meditteranen und modernen Stil hergestellt. Aus Sardinien kommen vor allem leichte und frische Sommerweine.
Österreich - Weissweine von Weltklasse
Als Weinproduzent ist Österreich auf dem Weinmarkt erst spät wahrgenommen worden. Geringe Produktionsmengen, das geringe Wissen um österreichische Weine und der relativ späte Umkehr zur Qualitätsweinproduktion hat hierzu beigetragen. Nicht wenige der Weissweine gehören heute zur Weltspitze!