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Die Bewegung der Abtreibungsgegner:innen hat auch die Schweiz erfasst. Pro-Life-Anhänger:innen versuchen, das Recht auf Abtreibung zu beschneiden – indem sie Lobbyarbeit betreiben, Schwangerenberatungsstellen einrichten, Babyklappen anbieten und Rabatte auf Versicherungen vermitteln.
"Die Anti-Abtreibungs-Bewegungen haben sich modernisiert, professionalisiert und politisiert", sagt Neil Datta. Er ist Generalsekretär des Europäischen Parlamentarischen Forums für Bevölkerung und Entwicklung, eines unabhängigen Netzwerks europäischer Parlamentsfraktionen, das sich für die Verbesserung der Gesundheit und der Rechte im Bereich Sexualität und Fortpflanzung einsetzt.
Nachdem der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten am 24. Juni 2022 das Bundesrecht auf Abtreibung aufgehoben hat, beobachtet Neil Datta nun mit Sorge den Aufstieg der Pro-Life-Bewegung auf dem europäischen Kontinent. "Seit einem Jahrzehnt häufen sich die Versuche, das Recht auf Abtreibung zu beschneiden, in Portugal, Spanien, Litauen, der Slowakei, Polen, Österreich, Finnland und sogar in Schweden", stellt er fest.
Das Phänomen betrifft auch die Schweiz. Auch wenn sich nur wenige Schweizer:innen offen gegen Abtreibung aussprechen, sind die Organisationen, die gegen den Schwangerschaftsabbruch eintreten, erfinderisch, wenn es darum geht, ihre Ideen zu verbreiten.