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Schreib einen Brief… und schick ihn dann an jemanden, der auch in diesem Dorf lebt… Selbst wenn du die Person, die den Brief erhalten wird nicht kennst, verbringe mit ihr ein paar Minuten.
Auf diese Art werden wir alle zusammen eine Kette aus Worten knüpfen, die so lang ist, dass sie bis in die Stadt reicht…
Dies ist Teil eines ungewöhnlichen „Kettenbriefes“, den die 80jährige Rosa in dem kleinen spanischen Ort Porvenir auf den Weg bringt. Denn die Briefträgerin Sara, Rosas Nachbarin, Freundin und mit ihren Kindern auch Ersatzfamilie soll nach Madrid versetzt werden, weil es im Ort für sie nichts mehr zu tun gibt.
So schreibt Rosa einen Brief an die Heimatadresse ihrer besten Freundin aus Jugendzeiten, die vor langer Zeit unbekannt verzogen ist, und der ihr seit 60 Jahren auf dem Herzen liegt. Dieser Brief wird ihre Freundin nie erreichen, doch zufällig ist jemand anderes im Haus, liest ihn und schreibt weiter. So kommt es, dass sich bald völlig unterschiedliche und einander wildfremde Menschen in ihren Briefen Dinge anvertrauen, von denen sonst niemand weiß. Sie schreiben sich ihre Sorgen und Träume von der Seele, anonym, aber nicht folgenlos.
Der beste Tag, um glücklich zu sein, ist heute, Alma. Alles, was wir auf später verschieben, werden wir vielleicht nicht mehr erleben. Wer weiß, was in einer Woche sein wird?