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Im Februar 2005 bekennt sich das kommunistische Regime in Pjöngjang erstmals offiziell zum Besitz von Atomwaffen. Eineinhalb Jahre später lässt es den ersten unterirdischen Atomtest durchführen.
Die Vereinten Nationen verhängen daraufhin Sanktionen gegen Nordkorea, die nach weiteren Tests in den Folgejahren verschärft werden. Südkoreas Regierung vergleicht die Sprengkraft der ersten Explosion vom Oktober 2006 mit der von weniger als einer Kilotonne TNT. Das damals ausgelöste Erdbeben der Stärke 4,2 dient dabei als wichtiger Indikator, da auf die Stärke nordkoreanischer Kernwaffen nur über die Heftigkeit der Detonation bei Tests geschlossen werden kann.
Im Mai 2009 unternimmt Nordkorea einen zweiten Atomtest, der nach Schätzungen Seouls die Kraft von zwei bis sechs Kilotonnen hat. Der dritte Atomtest folgt im Februar 2013: Südkoreas Verteidigungsministerium spricht von einer Sprengkraft von sechs bis sieben Kilotonnen. Dagegen errechnet die deutsche Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe eine Ladungsstärke von 40 Kilotonnen TNT-Äquivalent. Zum Vergleich: Die Atombombe, die 1945 über Hiroshima gezündet wurde, hatte eine Sprengkraft von rund 13 Kilotonnen.
Am 6. Januar dieses Jahres meldet Pjöngjang schliesslich erstmals den Test einer Wasserstoffbombe, deren Sprengkraft die von Atombomben üblicherweise um ein Vielfaches übertrifft. Westliche Experten gehen jedoch eher davon aus, dass eine herkömmliche Atombombe gezündet wurde. Zum Vergleich: Die im November 1952 gezündete erste US-Wasserstoffbombe mit zehn Megatonnen rund 700-mal so stark wie die Atombombe von Hiroshima. Die Sowjetunion zündete 1961 eine 58-Megatonnen-Wasserstoffbombe.