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Alois Thalmann-Hasler ist am 23. April 1929 als Sohn des Lienhard und der Adelina Thalmann-Siffert auf die Welt gekommen. Zusammen mit einer Schwester und sechs Brüdern erlebte er eine zufriedene Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof in den Riedern. In Überstorf besuchte er die Schule und später die Fortbildungsschule.
Bei der Firma Bernasconi in Bümpliz fand Alois Thalmann-Hasler eine Anstellung. Es folgte die Rekrutenschule und 1950 vermählte er sich mit Philomene Hasler aus St. Antoni. Den beiden wurden zwei Kinder, ein Sohn und eine Tochter, geschenkt.
1956 starb sein Vater. Alois Thalmann-Hasler übernahm den Bauernbetrieb. Er wurde ein guter und exakter Bauer, der seine Arbeit liebte. Aber neben der Arbeit gab es immer auch Zeit für das Musizieren. Er spielte Schwyzerörgeli. Mit seinen Musikkameraden trat er auf Festen auf, aber auch zuhause in den Riedern wurde oft musiziert. Da traf man sich für viele gemütliche Stunden.
Daneben schätzte Alois einen Jass, und er genoss auch die Ferien mit seiner Frau und mit Schwägerin und Schwager, etwa in Pertisau im Tirol. Alois Thalmann-Hasler war ein bescheidener, liebenswürdiger Mensch, der nichts Unrechtes haben wollte. Von seinen Nachbarn und von den Menschen, die ihn kannten, wurde er geschätzt. An seinen vier Grosskindern hatte er viel Freude und er war ihnen ein guter Grosspapa.
1994 übergab er die Verantwortung für den Bauernbetrieb seinem Sohn. Er half noch mit, wo es nötig war. Aber schon bald kamen die ersten gesundheitlichen Probleme. Sie zwangen ihn, es ruhiger zu nehmen. Die letzten Jahre waren für Alois nicht einfach und haben ihm viel abverlangt. Seine Kräfte liessen nach. Er war müde und schwach. So vieles, was ihm wichtig war, musste er nach und nach aufgeben, auch das Musizieren.
Zwei Ereignisse haben diese Zeit erhellt. Zum einen war es das Fest der diamantenen Hochzeit, das er und Philomene am 12. August 2010 feiern durften. Und die Geburt seines Urgrosskindes, am 14. Juli 2010, war für ihn ein grosses Glück. Der kleine Cyrill hat seinem «Päpä» viel Lebensfreude in die schwere Zeit gebracht.
In seinen letzten Lebenswochen war er im Spital Tafers. Er hat sich auf den Weg gemacht in das Land der Hoffnung, das er ersehnte. Am 18. Juli 2012 durfte er alles loslassen und sich von Gott heimführen lassen. Eing.