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Die Schweiz gliedert sich in 26 Kantone. Die Gliedstaaten der Schweiz besitzen bis heute eine grosse Autonomie.
Während die Schweiz als Bundesstaat 1848 aus der Taufe gehoben wurde, kann die Mehrheit der Kantone auf eine viel längere Geschichte zurück blicken.
Grosse Kompetenzen
Von ihrem staatspolitischen Aufbau her gleichen die Kantone stark der Eidgenossenschaft. Grundlage bildet eine Verfassung, die in vielen Fällen noch aus dem 19. Jahrhundert stammt. Wie der Bundesrat verstehen sich sämtliche kantonalen Exekutiven als Kollegialbehörden; sie zählen sieben oder fünf Mitglieder.
Im Unterschied zur Landesregierung wählt in den Kantonen das Volk und nicht das Parlament die Regierung. Die kantonalen Parlamente umfassen nur eine Kammer und heissen je nach Kanton unterschiedlich: Grosser Rat, Landrat, Kantonsrat oder schlicht Parlament.
In die Kompetenz der Kantone fällt der Erlass von Verfassung und Gesetzen, in deren Rahmen sie sich regieren können. Ebenfalls in kantonale Zuständigkeit fällt die Gerichtsbarkeit.
Unveränderte Territorien
Gemäss Bundesverfassung gliedert sich die Schweiz in 26 Kantone. Davon werden sechs als Halbkantone (Ob- / Nidwalden, Baselland / Basel-Stadt, Appenzell-Ausserrhoden / -Innerrhoden) bezeichnet. Auswirkungen auf die innere Autonomie als Gliedstaat hat dieser Status aber nicht. Lediglich bei der Bestellung der Vertretung in Bern verfügt ein Halbkanton nur über einen Ständeratssitz.
Bei Volksabstimmungen, wo zur Annahme auch die Mehrheit der Kantone der Vorlage zustimmen müssen, wird das Ergebnis eines Halbkantons nur als halbe Stimme gerechnet. Die Mehrheit der Schweizer Kantone hat ihre Wurzeln in der Alten Eidgenossenschaft. Ihre Territorien blieben über Jahrhunderte weitgehend unverändert.
Letzte Veränderungen ergaben sich 1979, als sich der Kanton Jura konstituierte und sich damit drei Bezirke von Bern lossagten. 1993 schliesslich wechselte das Laufental von Bern zum Kanton Baselland.
Flächenmässig kleinster Kanton ist Basel-Stadt mit 37, grösster ist Graubünden mit 7105 Quadratkilometern. Mit Abstand am meisten Einwohner zählt Zürich (knapp 1,3 Mio./2005), am wenigsten Appenzell-Innerrhoden (15'171/2004).