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Politik
Wahl- und Abstimmungsresultate; Statistik der im Stimmregister eingetragenen Auslandschweizer
Aargauer Stimmregister der Auslandschweizer/-innen 2021
Auslandschweizer/-innen können sich bei der Schweizer Vertretung im Land, in dem sie residieren, anmelden, um ihre politischen Rechte in der Schweiz auszuüben. Im Kanton Aargau wird das Stimmregister seit 2010 zentral von der Staatskanzlei geführt. Dieses enthält per 31. Dezember 2021 insgesamt 11‘529 Personen. Seit 2010 nahm die Anzahl der registrierten Personen um 92 Prozent zu. Etwas mehr als die Hälfte der Personen lebte im Jahr 2021 in Deutschland, Frankreich, den Vereinigten Staaten oder Italien. Die andere Hälfte verteilte sich über 136 Länder.
Auslandschweizer/-innen im Aargauer Stimmregister können sich an den eidgenössischen Wahlen und Abstimmungen beteiligen. Von 2010 bis 2021 hat sich die Beteiligung an eidgenössischen Abstimmungen von 41 auf 24 Prozent reduziert. Auch bei den Nationalratswahlen hat sich die Beteiligung über die Zeit reduziert: Im Jahr 2011 beteiligten sich 31 Prozent und im Jahr 2019 beteiligten sich 18 Prozent der Auslandschweizer/-innen.
Grossratswahlen 2020
Resultate auf Kantonsebene
Panaschierverhalten 2020
Das Panaschierverhalten zeigt, von welchen Parteilisten (inklusive Listen ohne Bezeichnung) die Stimmen zu Kandidierenden anderer Parteien geflossen sind. Den grössten Anteil an Panaschierstimmen haben die Grünen bekommen (29,4 Prozent), den geringsten Anteil die SVP (8,8 Prozent). Die grösste Anzahl an Panaschierstimmen einer einzelnen Partei haben die Grünen von der SP erhalten (20‘476). Umgekehrt hat auch die SP von den Grünen viele Stimmen erhalten (15‘542). Am wenigsten Panaschierstimmen hat die EVP erhalten (13‘993). Die EVP selbst hat 7‘855 Stimmen an andere Parteien abgegeben.
Entwicklung der Wähleranteile
Seit 1953 weisen die Parteien CVP, FDP, SP und SVP die grössten Wähleranteile auf. In diesem Zeitraum sind die Parteien LdU, SD, Grüne, FPS, BDP und glp entstanden. Allerdings sind die BDP, der LdU, die SD und die FPS wieder weggefallen. Die EVP ist die einzige Partei, welche über die Jahrzehnte konstant geringe Wähleranteile erzielte. Seit 1997 ist die SVP die stärkste Partei im Kanton Aargau (2020: 30,3 Prozent). Die glp konnte dieses Jahr ihren Wähleranteil auf 9,2 Prozent (+4,0 Prozent) vergrössern und damit den grössten Zuwachs verzeichnen. Den grössten Verlust bei diesen Wahlen musste die SP hinnehmen (–2,4 Prozent).
Frauenanteil
Der Frauenanteil bei den Kandidierenden war 37,9 Prozent. Dahingegen beträgt der Frauenanteil im neu gewählten Grossrat 31,4 Prozent. Die SP weist mit 52,2 Prozent den höchsten Frauenanteil auf (12 von 23 Mandaten). Der tiefste Anteil Grossrätinnen findet sich bei der EVP (1 von 5 Mandaten). Bei den Parteien SP und SVP ist der Anteil der gewählten Frauen höher als jener der Kandidierenden. Bei den restlichen Parteien ist dieser tiefer. Auf den "übrigen" Wahllisten befanden sich 12 Kandidatinnen (37,0 Prozent), von denen keine gewählt wurde.
Resultate auf Bezirksebene
Basierend auf der Bevölkerungszahl pro Bezirk, werden die 140 Grossratsmandate auf die Bezirke verteilt. Mit je sieben Sitzen erhalten die Bezirke Laufenburg, Muri und Zurzach am wenigsten und mit 30 Sitzen der Bezirk Baden mit Abstand am meisten Mandate.
Die SVP ist in allen elf Bezirken die stärkste Partei (über 20 Prozent). In sieben Bezirken ist jeweils die SP die zweitstärkste Partei. Die FDP kommt in vier Bezirken auf über 15 Prozent der Wähleranteile. Die CVP hat die höchste Variabilität zwischen den Bezirken.
Resultate auf Gemeindeebene
Wahlergebnisse in den Gemeinden
Die SVP ist in der Mehrheit der Gemeinden (191 von 210) die wählerstärkste Partei. Allerdings ist ersichtlich, dass sie in wählerstarken Gemeinden weniger erfolgreich ist als in kleineren Gemeinden. Bei der FDP und der SP zeigt sich dagegen genau das Gegenteil. Bei der CVP ist kein eindeutiger Trend ersichtlich.
Die SP und die CVP weisen in je acht Gemeinden den grössten Wähleranteil auf. Die FDP, die glp und die Grünen sind jeweils in einer Gemeinde die wählerstärkste Partei.
Kandidierende
140 Sitze werden bei den Grossratswahlen am 18. Oktober 2020 vergeben. Für die Grossratswahlen 2020 haben sich 1'027 Kandidierende angemeldet. Dabei stellen die SVP, die SP, die FDP und die Grünen mit je 140 Personen die meisten Kandidierenden. Die kleinste Liste hat die FFF – Frecher Frischer Fischer mit einem Kandidierenden im ganzen Kanton Aargau.
Kandidierend nach Geschlecht
Der Frauenanteil der Kandidierenden liegt über alle Parteien hinweg bei 37,9 Prozent. Bei den letzten Grossratswahlen im 2016 lag dieser Anteil noch bei 34,6 Prozent. Über alle Parteien variiert der Frauenanteil der Kandidierenden dieses Jahr von 0,0 Prozent zwischen der FFF respektive der PPAG und 50,0 Prozent bei der SP. Die Grünen stellen am zweitmeisten Frauen (47,1 Prozent) auf. In den grossen vier Parteien sinkt der Frauenanteil unter den Kandidierenden von der SP (50,0 Prozent) über die CVP (41,5 Prozent) und FDP (31,4 Prozent) bis zur SVP, die mit 19,3 Prozent.
Kandidierende nach Alter
Der Altersdurchschnitt aller Kandidierenden liegt bei 43,9 Jahren. Im Vergleich dazu lag er im Jahr 2016 bei 43,6 Jahren. Die Parteien mit dem tiefsten Durchschnittsalter sind die Grünen und die glp mit jeweils 40,3 Jahren, dahingegen weist die EDU mit 49,0 Jahren das höchste Durchschnittsalter auf. In den grossen vier Parteien steigt das Durchschnittsalter von der SP (43,8 Jahre) über die FDP (44,0 Jahre) und die SVP 45,6 (Jahre) hin zur CVP 46,6 (Jahre).
Die grösste Altersklasse bilden die 50–54-Jährigen (141), die kleinste die über 75-Jährigen (4). Der Anteil der jüngsten Altersklasse (18–24-Jährigen) über alle Parteien liegt bei 10,8 Prozent. 39,1 Prozent aller Kandidierenden ist zum Zeitpunkt der Wahl zwischen 45 und 59 Jahre alt. Von allen Kandidierenden sind 47 Personen 65 Jahre oder älter, das entspricht einem Anteil von 4,6 Prozent.
Weitere Angaben zu den Grossratswahlen (Datenportal von Statistik Aargau)
Nationalratswahlen 2019
Panaschierverhalten
Das Panaschierverhalten zeigt, von welchen Parteilisten (inklusive Listen ohne Bezeichnung) die Stimmen zu Kandidierenden anderer Parteien geflossen sind. Den grössten Anteil an Panaschierstimmen hat die BDP bekommen (42,8 Prozent), den geringsten die SVP (7,1 Prozent). Die grösste Anzahl an Panaschierstimmen einer einzelnen Partei hat die SP von den Grünen erhalten (22‘530). Umgekehrt haben auch die Grünen von der SP viele Stimmen erhalten (21‘198). Von den gewählten Kandidierenden haben Thierry Burkart (FDP) die grösste Anzahl (24‘042) und Jean-Pierre Gallati (SVP) die tiefste Anzahl (2‘889) an Panaschierstimmen erhalten.
Entwicklung der Wähleranteile
Seit 1947 weisen die Parteien CVP, FDP, SP und SVP die grössten Wähleranteile auf. Im gleichen Zeitraum sind die Parteien LdU, SD, Grüne, FPS, BDP und glp entstanden, wobei der LdU, die SD und die FPS wieder verschwunden sind. Die EVP ist die einzige Partei, die über die Jahrzehnte konstant geringe Wähleranteile erzielte. Seit 1991 ist die SVP die stärkste Partei im Kanton Aargau (2019: 31,5 Prozent). Die Grünen konnten bei diesen Wahlen ihren Wähleranteil auf 9,8 Prozent fast verdoppeln. Auch die glp konnte merklich zulegen (8,5 Prozent). Der Anteil der SP bleibt seit der Kandidatur der Grünen mehr oder weniger stabil.
Entwicklung der Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung im Kanton Aargau ist mit 44,7 Prozent tiefer als noch vor vier Jahren (2015: 48,3 Prozent). Die Abschaffung des Wahl- und Stimmzwangs und die Einführung des Frauenstimmrechts 1971 sind in der Entwicklung der Wahlbeteiligung deutlich zu erkennen. Gesamtschweizerisch lag sie 2019 bei 45,1 Prozent. In den Kantonen Zürich, Bern, Luzern und Basel-Stadt war die Wahlbeteiligung ähnlich wie im Kanton Aargau (zwischen 48,4 Prozent im Kanton Luzern und 44,4 Prozent im Kanton Zürich).
Ständeratswahlen
Regierungsräte, Landammänner und Landstatthalter
Abstimmungen
Kantonale Abstimmungen
Eidgenössische Volksabstimmungen