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SEOUL (awp international) - Der südkoreanische Stahlhersteller Posco fährt wegen des erwarteten grossen Stahlbedarfs in Japan nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe seine Produktion hoch. "Wir tun alles, um die Anfragen aus Japan zu erfüllen", sagte Vize-Chef Hwang Eun-Yeon am Donnerstag in Seoul. Der Konzern erhöhte wegen der Japan-Krise sein Absatzziel um eine Tonne auf 35 Millionen Tonnen.
Die japanischen Stahlproduzenten Nippon Steel , JFE Steel und Sumitomo mussten wegen der Katastrophe und der Stromknappheit ihre Produktion in einigen Werken aussetzen, wollen aber den Betrieb inzwischen wieder aufnehmen. Stahl wird für den Wiederaufbau gebraucht. Aktien von Posco hatten nach dem Unglück in Japan deutlich angezogen.
Nach wie vor Probleme hat Posco damit, die steigenden Rohstoffkosten an seine Kunden weiterzugeben. "Wir müssen die Stahlpreise um 200.000 Won (125 Euro) pro Tonne erhöhen, aber ich fürchte, dass wir das nicht ganz schaffen", sagte Hwang. Zuletzt hatte der grösste koreanische Stahlkonzern im Juni 2010 die Preise angehoben. Das Unternehmen litt Ende vergangenen Jahres unter einer zurückhaltenden Nachfrage und musste deshalb einen Gewinneinbruch im vierten Quartal von rund 60 Prozent hinnehmen./RX/enl/stw/tw
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