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Diakon (griech. diakonos = Diener) heißt der Inhaber eines kirchlichen Amtes, das schon in der apostolischen Kirche deutlich greifbar ist: Es ist direkt dem Bischof zugeordnet (Phil 1,1; 1 Tim 3,8 ff) und hat als Aufgabenbereich caritative und verwaltende Funktionen. Wenn die 7 Männer von Apg 6, 1 ff Diakone und so Leiter der hellenistischen Gemeinde waren, dann kam dem Diakon auch eine Lehr- und Leitungsaufgabe zu. In der ältesten und alten Kirche gehörten zu den Aufgaben des Diakons: der Dienst bei der Eucharistiefeier mit Lesung des Evangeliums und Austeilung der Kommunion, besonders an Abwesende, die Katechese, die Leitung der kirchlichen Caritas und die Vermögensverwaltung, auch die Predigt. Im Frühmittelalter (spätestens) verschwand in der lateinischen Kirche das eigenständige Amt des Diakons, der Diakonat wurde zur bloßen Durchgangsstufe zum Priestertum. Der Diakonat ist nach allgemeiner und sicherer Lehre ein Sakrament, also wenigstens insofern von Jesus Christus gewollt, als er die hierarchische Leitungsgewalt in der Kirche konstituiert hat, an der der Diakon durch die bischöfliche Handauflegung Anteil erhält (vgl. DS 1776 3860; NR 718), wobei zu beachten ist, daß der konkrete Umfang der Anteilgabe am apostolischen Amt von der Kirche zu verschiedenen Zeiten verschieden bestimmt werden kann, vorausgesetzt, daß der Wille zu dauernder Anteilnahme gegeben ist. Das II. Vat. hat den ständigen Diakonat in der lateinischen Kirche (wieder) eingeführt (Kirche 29; vgl. auch Miss. 17), wobei es in der Motivation noch zu stark vom Priestermangel ausging. Der Amtsauftrag des Diakons in Glaubensverkündigung, Liturgie und christlichem Bruderdienst wird je nach dem Pastoralkonzept differenziert ausgestaltet sein; die Aufgaben (bei Randgruppen, im Gemeindeaufbau usw.) verlangen aber (gleichgültig, ob der ständige, sakramental mitgeteilte Diakonat haupt-, neben- oder ehrenamtlich ausgeübt wird) fachliche und religiöse Heran- und ständige Weiterbildung. kthW
SchreibenIuvenescit Ecclesia der Glaubenskongregation an die Bischöfe
Hier lesen Sie das gesamte SchreibenIuvenescit Ecclesia an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben im Leben und in der Sendung der Kirche.
Einleitung
Gaben des Heiligen Geistes in der missionarischen Kirche
1. Die Kirche wird durch die Kraft des Evangeliums verjüngt, und der Geist erneuert, erbaut und leitet sie allezeit „durch die verschiedenen hierarchischen und charismatischen Gaben”1. Immer wieder hat das Zweite Vatikanische Konzil auf das wunderbare Wirken des Heiligen Geistes verwiesen, der das Volk Gottes heiligt, lenkt, mit Kraft erfüllt und mit besonderen Gnaden für seinen Aufbau bereichert. Vielfältig ist die Tätigkeit des göttlichen Beistandes in der Kirche, wie die Väter zu unterstreichen pflegen. Johannes Chrysostomus schreibt: „Welche Gnaden, die unser Heil wirken, werden uns nicht durch den Heiligen Geist gespendet? Durch ihn sind wir von der Sklaverei befreit und zur Freiheit gerufen, sind wir zur Annahme an Kindes Statt geführt und gleichsam neu geschaffen, nachdem wir das schwere und widerwärtige Joch unserer Sünden abgelegt haben. Durch den Heiligen Geist sehen wir Versammlungen von Priestern und haben wir Scharen von Lehrern; dieser Quelle entspringen Gaben der Offenbarung, Gnaden der Heilung und alle anderen Charismen, die die Kirche Gottes schmücken“2. Iuvenescit Ecclesia weiterlesen →
31. Katechese von Papst Franziskus über Ehe und Familie (während der Synode)
Papst Franziskus hat am Mittwoch, 14. Oktober 2015, während der Synode zum Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ eine weitere Generalaudienz auf dem Petersplatz vor Zehntausenden Gläubigen abgehalten. Die Lesung bezog sich auf einen Abschnitt aus dem Mätthäusevangelium:
Wehe der Welt mit ihrer Verführung! Es muss zwar Verführung geben; doch wehe dem Menschen, der sie verschuldet. Wenn dich deine Hand oder dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Es ist besser für dich, verstümmelt oder lahm in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen und zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden. Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Leben zu gelangen, als mit zwei Augen in das Feuer der Hölle geworfen zu werden. Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters. (Mt 18,7-10)
39. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus
Im Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Epheser (vgl. Eph 2,19-20): Brüder und Schwestern! Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes. Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Es folgt zuerst eine Zusammenfassung der Katechese des Heiligen Vaters in deutscher Sprache: Liebe Brüder und Schwestern, im Glaubensbekenntnis bezeugen wir, dass die Kirche apostolisch ist. Damit bringen wir ihre tiefe, ursächliche Verbindung mit den Aposteln zum Ausdruck, jenen zwölf Jüngern, die Jesus zu sich gerufen, die er bei ihren Namen genannt und zur Verkündigung des Evangeliums ausgesandt hat.
38. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus
Im Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Johannes Evangelium (vgl. Joh 17,20-23): Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. … So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich. Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Liebe Brüder und Schwestern, wir glauben die katholische Kirche. Was meint das Wort „katholisch“ im Glaubensbekenntnis? Es kommt aus dem Griechischen und besagt so viel wie „allgemein“, „allumfassend“.
Hintergrundbericht zum missverstandenen Thema ‚Kirchenamt für Frauen‘
Sollte die katholische Kirche ein neues Amt einrichten für Frauen – etwa das der Gemeindehelferin? Oder sollten Frauen sogar Diakon werden können, ohne sakramentale Weihe oder mit einer Weihe? Die Debatte ist nach einer Äußerung von Erzbischof Robert Zollitsch von Freiburg aufgekommen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hatte an diesem Wochenende [Anm. d. R.: 27./28. April 2013] Schlussfolgerungen aus der Diözesanversammlung seines Erzbistums gezogen. Und dabei erklärte er, er werde für ein spezifisches Diakonenamt für Frauen eintreten. Das dreistufige Weiheamt in der Kirche steht nur Männern offen: Diakon, Priester, Bischof. Zollitsch hat klargemacht, dass es ihm nicht um die Öffnung des bestehenden Weihe-Diakonats für Frauen geht, sondern um ein Amt anderer Art.