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29 Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen
Regulatorische und wettbewerbsrechtliche Verfahren
Die Weko ist im November 2015 in ihrer Untersuchung zur 2008 erfolgten Ausschreibung eines Firmennetzwerks der Post zum Schluss gekommen, dass Swisscom eine marktbeherrschende Stellung auf dem Markt für Breitbandanbindungen im Geschäftskundenbereich einnimmt. Bei dieser Ausschreibung soll Swisscom die den Wettbewerbern verrechneten Vorleistungspreise so hoch angesetzt haben, dass diese nicht in der Lage gewesen seien, mit dem Endkundenangebot von Swisscom zu konkurrieren. Als Folge dieser unzulässigen Verhaltensweise verfügte die Weko eine direkte Sanktion von CHF 8 Millionen. Swisscom hat die Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Sie hält aus heutiger Sicht eine letztinstanzliche Sanktionierung für nicht wahrscheinlich und hat deshalb im Konzernabschluss per 31. Dezember 2016 keine Rückstellung erfasst.
Eventualforderungen aus Rechtsverfahren
2015 hat die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) Telecom Italia für unzulässige Verhaltensweisen als marktbeherrschendes Unternehmen mit einer Sanktion von EUR 104 Millionen verurteilt. In der gleichen Sache stellte Fastweb Schadenersatzforderungen gegenüber Telecom Italia und reichte eine entsprechende Klage ein. Im vierten Quartal 2015 schlossen Fastweb und Telecom Italia eine aussergerichtliche Einigung ab. Diese beinhaltete gegenseitig bestrittene Forderungen der beiden Parteien. Telecom Italia leistete im zweiten Quartal 2016 eine Zahlung in Höhe von EUR 55 Millionen (CHF 60 Millionen). Aus der Einigung besteht für Fastweb per 31. Dezember 2016 weiterhin eine unsichere, an Bedingungen geknüpfte Forderung. Aus vertraglichen und verfahrensrechtlichen Gründen wird auf eine Offenlegung des Forderungsbetrags verzichtet.