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Peter Falck lebte Ende des 15. und Anfangs des 16. Jahrhunderts und war ursprünglich Notar. «Das war in Freiburg die Basis für eine Karriere», sagt Historikerin Kathrin Utz Tremp.
Sie und ihr Ehemann Ernst Tremp, er ist ebenfalls Historiker, beschäftigen sich schon länger mit Peter Falck und seiner Geschichte.
Peter Falck war Stadtpräsident und Schultheiss von Murten und Freiburg. Die Schweiz galt nach den Burgunderkriegen als Militärmacht. Falck wurde Schweizer Diplomat im Ausland – und verhandelte den ewigen Frieden zwischen der Schweiz und Frankreich 1516.
Er verhandelte mit dem französischen König.
Peter Falck wäre auch gerne ein echter Humanist gewesen, war aber nie an einer Universität, was die Voraussetzung war. Er pflegte jedoch Kontakte zu Humanisten wie Erasmus oder dem späteren Reformator Zwingli. Peter Falck starb allerdings noch vor der Reformation. «Vielleicht wäre Freiburg nicht katholisch, wenn Falck länger gelebt hätte», sagt Ernst Tremp.
Peter Falck hat eine grosse Bibliothek hinterlassen. Die 110 Werke waren 300 Jahre im Kapuzinerkloster Freiburg – heute sind sie in der Universitätsbibliothek. «Seine Nachkommen hatten die Sammlung gepflegt», sagt Kathrin Utz Tremp. Nun ist ein Teil davon im Gutenberg Museum Freiburg, Link öffnet in einem neuen Fenster zu sehen.