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Sauna: Gestern wie heute ein ursprüngliches Erlebnis.
Durch die Entdeckung, dass Steine die Hitze des Feuers speichern können, wurde der Mensch in die Lage versetzt, seinen Aufenthaltsort zu erwärmen und - mit Steigerung der Temperatur - sich darin zum Schwitzen zu bringen. Heute kann man belegen, dass unsere Vorfahren bereits in der Steinzeit diese Gewohnheit hatten.
Auch in Mitteleuropa und besonders in deutschen Landstrichen war die "Badestube" überall anzutreffen. Gegen Ende des Mittelalters starb dieses Baderitual, mit Ausnahme in Finnland und großen Teilen Russlands, aus.
Aber auch in südlicheren Regionen entwickelten sich Heißluftanwendungen. Hier sind besonders die Römer mit ihrer hohen Badekultur zu erwähnen. Aber auch im Orient war das türkische Dampfbad schon früh gebräuchlich. Während in fast allen Ländern die Geschichte des Badewesens wechselvoll verlief, können die Finnen auf eine rund zweitausend Jahre alte Saunatradition zurückblicken. Und zwar durch alle gesellschaftlichen und sozialen Schichten.
Die Finnen haben die Sauna aus ihrem Herkunftsland, dem asiatischen Grenzgebiet am Ural, nach Finnland gebracht. Ursprünglich wurde das Saunabad in Zelten oder Hütten über Erdgruben mit heißen Steinen durchgeführt. Die älteste Form der Sauna war eine in die Erde oder Hang gegrabene Grube. Dies ist eine uralte Bauweise, die Baumaterial und Arbeit sparte. Erdsaunas waren noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in ganz Finnland in Gebrauch. Sie waren die Saunas der ärmeren Volksschichten Finnlands.