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Wenn du Talent hast für die Liebe
Die Gedichte
Aus dem Englischen übertragen und mit Anmerkungen versehen von Christa Schuenke. Mit einem Vorwort der Autorin
Lernen Sie die weltberühmte Romanautorin Muriel Spark von einer völlig neuen Seite kennen: als Lyrikerin. Ihre rund siebzig Gedichte aus sechs Jahrzehnten erinnern laut dem langjährigen britischen Literaturpapst, Frank Kermode, »im Stil und in der wunderbaren Ökonomie der Mittel an W. H. Auden« (›The Spectator‹, London).
Mehr zum Inhalt
Zwölfjährig wurde ihr bereits aufgrund ihres ersten Gedichts eine große Schriftstellerkarriere prophezeit – von ihrer Schullehrerin Christina Kay, Vorbild der Titelheldin von ›Die Blütezeit von Miss Jean Brodie‹! Mit zweiundzwanzig füllte Muriel Spark schon eine halbe Anthologie, zu der kein Geringerer als John Buchan (›Die neununddreißig Stufen‹) das Vorwort schrieb, mit dreißig veröffentlichte sie ihr erstes Buch, eine Gedichtsammlung. In dieser Zeit wurde sie auch Herausgeberin der britischen Lyrik-Zeitschrift ›Poetry Review‹, die sie aber bald in einem Eklat verließ … um ab dann, ermutigt von Graham Greene, Evelyn Waugh und W.H. Auden Vollzeitschriftstellerin zu werden – allerdings mehrheitlich von Kurzgeschichten und Romanen, die sie praktisch über Nacht zum Star machten. ›Wenn du Talent hast zur Liebe‹ versammelt (fast) sämtliche Gedichte der Autorin, die sie zwischen 1943 und 2003 schrieb; über die Hälfte wurden vom ›New Yorker‹ abgedruckt, die anderen u.a. im ›Times Literary Supplement‹ und in der ›New York Times‹. Sie sind sowohl in Form (Balladen, Oden, satirische Gedichte …) als auch im Inhalt sehr abwechslungsreich. Mal dicht und geschlossen, mal kryptisch, mal unbeschwert und wie hingetupft. Einige Gedichte sind geradezu sehnsuchtsvoll und wehmütig, andere frech und respektlos, und viele klingen, als wären sie gestern geschrieben worden.
»Muriel Sparks Gedichte zeugen von messerscharfem Verstand gepaart mit trockenem Witz. Und dann gibt es die Fragen, auf die es keine Antworten gibt, und Verse, die so leicht sind wie Kinderreime.«
Ian Sansom / The Guardian, London