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Guala Closures vor Börsengang oder Verkauf? – Erlös von über 1 Milliarde Euro erwartet
Der italienische Verschlusshersteller Guala Closures gehört mehrheitlich der Private-Equity-Firma Apriori Capital Partners. Diese will sich nun von der Gruppe trennen, die mit einem Umsatz von 500 Millionen Euro zu den grössten Verschlussherstellern gehört. Eine offizielle Mitteilung dazu gibt es nicht, Agenturen berufen sich bei der Meldung auf Quellen, die dem Vorgang nahestehen. Geplant sei ein Börsengang (IPO) oder ein Verkauf. Der Unternehmenswert wird auf mehr als 1 Milliarde Euro einschliesslich Schulden taxiert. Das wäre das 10- bis 11-fache des für dieses Jahr erwarteten Ebitda von 100 bis 110 Mio. Euro. Mit dieser Ebitda-Rate wäre Guala profitabler als vergleichbare Verpackungsfirmen wie Polyone, Sealed Air, Berry, Bemis und Ball.
Guala Closures S.p.A. ist im direkten Besitz der GLC Holdings S.C.A., deren Hauptinvestor ist Apriori Capital. Weitere Investoren sind das Management des Unternehmens und Fonds Nb Reinassance.
Credit Suisse, die im November 2016 einen Guala-Anleiheverkauf von 510 Millionen Euro organisierte, wird voraussichtlich eine führende Rolle bei dem potenziellen Börsengang oder Verkauf einnehmen, der nach dem Sommer stattfinden könnte.
Die Guala Closures Group produziert jährlich mehr als 14 Milliarden Verschlüsse und ist vor allem auf Flaschenverschlüsse für Weine und Spirituosen spezialisiert. Wichtige Abnehmer sind Spirituosenkonzerne wie Diageo, Pernod Ricard, Remy Cointreau, Fortune Brands, Brown-Forman und UB Group. Guala Closures hat 26 Werke in 20 Ländern. Die Gruppe beschäftigt mehr als 4.000 Mitarbeiter. Sie hat fünf F & E-Zentren in Italien, Großbritannien, Bulgarien, Ukraine und Mexiko und ein Group Technology Center in Luxemburg, wo auch der Hauptsitz ist. Die Gruppe erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 500 Millionen Euro. Guala Closures wurde 2008 von der Börse genommen.
Die Gruppe ist in der Schweiz nicht direkt vertreten.
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