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Kanton Solothurn
13 April 2021
Solothurn (Soleure) hat eine lange Geschichte, die bis in die Zeit der Kelten und Römer zurückreicht. Der keltische Name der Siedlung war Salodurum (Wassertor), Die Römer haben diesen Namen übernommen.
Nach Erlangung des Status einer freien Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1281 (nach dem letzten Herzog von Zähringen) erwarb die Stadt in einem Jahrhundertprozess das Gebiet des heutigen Kantons Solothurn (die letzten Erweiterungen stammen aus dem Jahr 1530).
Nach einer Periode von Bündnissen wurde Solothurn 1481 Mitglied der Eidgenossenschaft.
Die kapriziösen Grenzen des Kantons deuten auf einen komplizierten Prozess über viele Jahrhunderte hin. Das Territorium wurde von (Adels-)Familien, (mächtigen) Abteien und anderen Städten (Kantonen) umkämpft.
Die vielen Denkmäler und Gebäude zeigen die religiöse, militärische, politische und kommerzielle Entwicklung der Stadt. Solothurn blieb katholisch, wie die Jesuitenkirche (1680-1689) und der Sitz (seit 1828) der Diözese Basel bezeugen.
Die astronomische Uhr aus 1545 hat drei Funktionen. Die Uhr zeigt die Tages- und Nachtstunden, die Position von Sonne und Mond, sowie die Himmelskörper an.
Der Turm wurde 1152 von Herzog Konrad von Zähringen (1090-1152) als Teil des Schlosses erbaut.
Die Verteidigungsfunktion der Stadt kam zwischen 1667 und 1727 auch durch den Bau einer neuen Stadtmauer und elf Bastionen zum Ausdruck. Zwischen 1835 und 1860 wurde dieses imposante Bauwerk mit Ausnahme des Riedholzturms und des Krummturms fast vollständig abgerissen.
Die vielen schönen Strassen und gut erhaltenen öffentlichen und privaten Gebäude und Denkmäler vermitteln einen guten Eindruck von der Grösse und dem Reichtum dieser Stadt, die über zweihundertfünfzig Jahre lang (1530-1792) die französische Botschaft der Eidgenossenschaft beherbergte.
Die lukrativen Handelsbeziehungen mit Frankreich konzentrierten sich jahrhundertelang auf das Söldnergeschäft.
Der französische König war sehr beeindruckt vom Kampfgeist und der Kraft der Söldner. Dieser Handel finanzierte viele prächtige öffentliche und private Gebäude der Stadt.
Die Stadt bleibt auch heute ein wahres (Barock-)Juwel an der Aare.
Korrektur: Melinda Fechner