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Im europäischen Raum ist Campari schon so etwas wie ein Synonym für "Kräuterlikör" oder "Bitter". Manche wissen nicht einmal, dass es sich hierbei um einen Markennamen und keine Kategorienbezeichnung handelt. Der Aperitif mit der auffallend roten Farbe ist ein "Must Have" für jede Bar, da Hauptbestandteil beliebter Cocktails wie Campari-Soda, Campari-Orange, Americano, Negroni und Boulevardier. Natürlich setzen einige gewiefte Gastronomen auch billigere Nachahmungen ein, doch in diesem Fall gilt: Das Original ist die beste Wahl. Das Rezept, welches in seinen Einzelheiten streng geheim gehalten wird und angeblich nur dem Campari-Chef höchstpersönlich bekannt ist, wurde 1860 von Gaspare Campari entwickelt. Dieser begann auch direkt, einen Cocktail mit rotem Wermut zuzubereiten und seinen Gästen auszuschenken - der Americano war geboren. Danach dauerte es über vier Jahrzehnte, bis man die erste Fabrik erbaute und eine Bar im Herzen Milans eröffnete. Anfang des 20. Jahrhunderts schaltete man die ersten Werbekampagnen in Form von Postern und Plakaten - 1984 kam Campari dann erstmals ins Fernsehen. Die Firma widmete sich lange Zeit einzig und allein ihrem Bitter. Die Wende kam im Jahr 1995 mit der ersten von einer nicht enden wollenden Reihe an Übernahmen. Ins Portfolio aufgenommen wurden u.a.: Cinzano, SKYY Vodka, Aperol, GlenGrant, Frangelico und der Bulldog Gin. Heutzutage vertreibt die Campari Gruppe Dutzende Marken auf globalem Massstab. Campari macht da "nur" noch 10% des gesamten Portfolios aus. Dennoch bleibt der Kräuterlikör aus angeblich über 80 Zutaten ungeschlagen und zählt Italien, Deutschland, Brasilien und Frankreich zu seinen Hauptabsatzmärkten.
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