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Telefon.
Klassisches Begrüssungsspiel meinerseits: "Pharmama's Apotheke, Pharmama, Grüezi"
Frau: "Grüezi. Ich hab da eine Frage .."
Sie hat keinen Namen gesagt, finde ich unschön. Aber … ok.
Frau: "Ist ein Rezept gefaxt worden?"
Pharmama: "Auf was für einen Namen?"
Frau: "Ich meine heute."
Pharmama: "Ja. Aber der Name des Patienten für den das Rezept ist, den brauche ich zum nachschauen."
Frau (Widerstrebend) : "Mahler."
Pharmama: "Moment … für diesen Namen habe ich nichts."
Frau: "Es könnte auch für einen anderen Namen sein. Ich gebe nicht gerne meinen Namen heraus. Der Arzt hat vielleicht einen anderen …"
Pharmama: "Okay, welchen?"
Frau: "Das möchte ich lieber nicht sagen. Haben Sie denn heute ein Fax bekommen für jemanden?"
Pharmama: "Also die Faxmaschine funktioniert. Ob und für wen ich sonst einen Fax bekommen habe … das darf ich ihnen nicht sagen. Patientengeheimnis und so. Ich darf Ihnen nur sagen ob für Sie etwas gekommen ist … Und das kann ich nur, wenn Sie mir den Namen sagen."
Frau: "Ich komme vorbei und frage dann noch einmal …"
*klick*
Okay?
Nicht dass die Auskunft dann anders sein wird. Ich fange ganz sicher nicht an mit: "Da hätten wir ein Blutdruckmittel für Müller, ein Antibiotikum für Meier und ein Schlafmittel für Schulze … was darf's denn sein?"
16 Kommentare zu „Zwischen Paranoia und Patientengeheimnis“
Manche Leute sind da komisch… :-D
Auf meine freundliche Standard-Frage, auf welchen Namen ich denn ein Produkt (Nahrungsergänzungsmittel) bestellen darf, bekam ich einmal folgende Antwort:
„Das MUSS ich Ihnen nicht sagen. Dazu bin ich nicht verpflichtet!! Sie können mich nicht zwingen Ihnen meinen Namen zu sagen! Und überhaupt, wozu brauchen Sie den Namen denn? Wo müssen Sie meinen Namen angeben? Ich will nicht registriert werden!!“
Ich habe der Kundin dann erklärt, dass wir die Sachen zum Abholen nach Alphabet geordnet haben, und ich den Namen nur auf ein „Klebe-Etikettli“ schreiben werde.
Die Kundin wollte mir den Namen trotzdem nicht sagen und so habe ich eine Nummer auf ihren Abholzettel geschrieben und ihre Bestellung mit der selben Nummer angeschrieben.
Später hat mir der Chef gesagt, wie die Dame denn heisst; sie war eine Kundin die schon öfter ein Rezept eingelöst hatte… Jeder im Geschäft wusste ihren Namen auswendig, nur ich war neu und hatte sie das erste Mal bedient.
Ich habe die Bestellung dann unter dem Namen eingeräumt – mit der Nummer hätte das niemand mehr gefunden! ;-)
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Das ist natürlich albern. Manche Erfahrungen die ich als Kunde mache sind aber auch gruselig. Der Mediamarkt Mitarbeiter erzählt mir nebenbei was meine Familie die letzten zehn Jahre dort an Produkten gekauft hat. Alles was per Rechnung gekauft wurde wurde zusammen mit unserer Adresse anscheinend dauerhaft gespeichert.
Anruf bei einem Pizzalieferservice. Ich hatte dort einmal drei Jahre zuvor bereits bestellt. „Meine Adresse lautet..“ „Brauchen wir nicht, ich sehe ihre Adresse hier auf dem Telefon, oder sind sie die letzten drei Jahre umgezogen?“
Auch schön bei der Telekom an der Kasse, ich möchte eine Telefonkarte kaufen: „So dann brauche ich noch ihre Postleitzahl“ „Ich möchte bitte einmal ohne Postleitzahl“ „Tut mir leid dann kann ich ihnen dass Produkt nicht verkaufen“. Nachdem ich dann noch einmal deutlich nachgefragt habe gab er schließlich zu dass er auch ohne Wissen meiner Postleitzahl eine Telefonkarte an mich verkaufen darf.
Ich denke zum Teil sind auch solche Erfahrungen für „schräge Reaktionen“ von Kunden verantwortlich.
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Das mit der Postleitzahl ist wohl zur Zeit grosse Mode. Im Möbelgeschäft habe ich auch schon einmal eine andere Postleitzahl als meine angegeben. Dient dort wohl eher der Statistik, woher die Kunden so kommen.
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Der Mediamarkt Mitarbeiter untersteht ja auch weder Patientengeheimnis noch Schweigepflicht. Schön ist das trotzdem nicht.
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Natürlich nicht, meine Familie kauft auch nichts was ich nicht wissen dürfte bei Mediamarkt. Was mich gestört hatte war, dass hier über viele Jahre gespeichert wird ohne vorher klar nachzufragen ob der Kunde das wünscht.
Bei meiner Apotheke bin ich da natürlich auch vertrauensvoller- ich habe mich bewusst entschieden „Stammkunde“ zu werden, sprich alle Produkte die ich kaufe werden mit meinem Willen und Einverständnis gespeichert.
Hat für mich in Deutschland drei Vorteile:
Ich habe ein geringes Einkommen und die Zuzahlungen müssen im Jahr ein Prozent nicht überschreiten.
Falls das mal der Fall ist kann ich mir eine Übersicht ausdrucken und bei der Kasse einreichen lassen.
Wichtigster Punkt: Der Apotheker hat als einziger den vollen Überblick darüber was ich nehme. Sollte sich da mal was von zwei Fachärzten nicht vertragen kann er mich warnen. Wenn die Dosierung verändert wird werde ich auch darauf hingewiesen und gefragt ob das gewollt war, dass ich nachdem ich bisher 150 mg verschrieben hatte nun nur noch 75 mg ausgehändigt wird.
Und last but not least bekomme ich auf nicht verschreibungspflichtige Medis drei Prozent Rabatt.
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Hm, find ich etwas überzogen, ihr Gehabe, aber bei meiner Stammapotheke bekommt man auch nur Nummern zur Abholung. Ist ja irgendwie auch eindeutiger, es kann durchaus drei Müllers geben die was abholen wollen, aber jede Nummer wird nur einmal vergeben.
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Es ist aber am Telefon ein wenig schwierig, eine Abhol-Nummer AUSZUHÄNDIGEN. Und wenn ich jemanden bediene, steht er mir gegenüber. Wenn ich jemanden am Telefon habe, finde ich es aber einfach UNHÖFLICH, wenn derjenige mir seinen Namen nicht sagt.
Vielleicht sollte man da eine Analogie zu anderen Händlern ziehen. Wer bestellt schon gerne für jemanden Unbekannten Ware auf „Verdacht“? Habe ich auch schon gemacht – zu oft wurde der Käse NIE abgeholt… oder derjenige hat das vor Ort NOCHMAL bestellt, weil er nicht dazu gesagt hat, dass es telefonisch bestellt war – und regt sich noch tierisch auf, dass das nicht da ist, und schließlich hätte man doch wissen müssen, dass Oma Meier das telefonisch vorbestellt hätte usw usw. Klar, ich habe ingesamt auch nur 2 Kunden – Oma Meier und Oma Müller – da föllt die Zurordnung der unbekanten telefonischen Bestellung nicht schwer… ;-)
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Ja, aber nicoretta hat auch Recht: mit der Nummer alleine dürfte das (auch bei uns) nur sehr schwer wiederzufinden sein.
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Also ich gebe meinen Namen auch nicht jedem X-beliebigen, aber Apotheke und Arzt kann man den schon anvertrauen.
Ich dachte, ich wäre paranoid, aber das ist um Längen… ähm… extremer. ^^
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Der Arzt wird den echten Namen doch eh über die Krankenkassenkarte wissen, oder ist das in Österreich großartig anders geregelt? Und selbst wenn man privat versichert ist, müsste man doch seinen echten Namen angeben, weil ich mir schlecht vorstellen kann das die Kasse Medikamente für andere Personen abrechnen würde.
Und über den Umweg muss halt die Apotheke dann auch echten Namen kennen. Vorsicht und Datenschutz ist schön und gut, aber alleine mit dem Nachnamen kann man jetzt nicht wirklich viel Schindluder treiben.
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Schweiz – aber, ja der Arzt müsste den richtigen Namen auch haben. Könnte natürlich sein, dass sie frisch verheiratet oder umgekehrt frisch geschieden ist, oder oder oder. Trotzdem seltsam.
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Ich verstehe das so, dass die gute Frau der Meinung war, dass das Rezept-in-die-Apotheke-faxen was besonderes ist und nur alle Jubeljahre mal vorkommt. Und wenn eins gekommen wäre, das dann auf jeden Fall ihr Rezept sein muss.
„Hören Sie, wir haben alleine heute 47 Rezepte gefaxt bekommen, dazu liegen hier noch 24 von gestern und vorgestern, die noch nicht abgeholt worden sind. Dass Ihres dabei ist, wäre möglich, aber ich kann es ohne weitere Angaben nunmal nicht genau sagen.“
Das hätte vermutlich für mehr Klarheit gesorgt am anderen Ende der Telefonschnur.
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Ich kann mir da gar keinen logischen Reim drauf machen.. „Vielleicht hat der Arzt einen anderen Namen benutzt“?!
Wie ist es denn mit einer Betrugsmasche? Herausfinden, auf welchen Namen ein Rezept in der Apotheke liegt und anschließend hingehen und das irgendwie erhalten? Ist das möglich?
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Habe ich mir auch kurz gedacht, aber nein. Sie kam dann noch einmal – und der Fax irgendwann später auch.
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„[…]Frau: „Es könnte auch für einen anderen Namen sein. Ich gebe nicht gerne meinen Namen heraus. Der Arzt hat vielleicht einen anderen …“[…]“
Lese ich daraus, dass die nicht mal ihrem Arzt den richtigen Namen nennt?
Da würde ich doch mal einen Besuch bei einem Psychiater empfehlen!?!
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Nützt ja nichts. Dem Psychiater sagt sie ja auch einen falschen Namen..! ;-P
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