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Das Wichtigste in Kürze
- Im Salpeterkrieg Ende des 19. Jahrhunderts verlor Bolivien den Zugang zum Meer.
- Seither befindet man sich in einem über 100-jährigen Grenzstreit mit Chile.
Bolivien hat in seinem mehr als 100 Jahre währenden Grenzstreit mit Chile weiter Ambitionen auf einen Zugang zum Pazifik. Dies auch nachdem der Internationale Gerichtshof in Den Haag eine Klage Boliviens 2018 zurückgewiesen hatte.
«Bolivien bekräftigt gegenüber der internationalen Gemeinschaft, dass der souveräne Zugang zum Meer eine offene Frage ist», sagte Präsident Luis Arce. Die Aussage tätigte er laut bolivianischen Medien bei der Zeremonie zum «Tag des Meeres» am Regierungssitz La Paz am Dienstag. Dabei erinnerte der Andenstaat an die Verteidigung der heute chilenischen Stadt Calama vor 142 Jahren.
Die Lösung müsse durch Dialog und gute Nachbarschaft mit Chile erreicht werden, sagte Arce. Senatspräsident Andrónico Rodríguez kündigte eine Reise des Staatschefs in das Nachbarland in diesem Jahr an. Bolivien unterhält seit Jahrzehnten keine diplomatischen Beziehungen zu Chile.
Gericht verpflichtet Länder zum Dialog
Das südamerikanische Land hatte den eigenen Zugang zum Pazifischen Ozean Ende des 19. Jahrhunderts im Salpeterkrieg an Chile verloren. Bolivien wollte das vor dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen korrigieren. Das Land verspricht sich von einem eigenen Zugang zum Meer einen Impuls für den Handel.
Alle Gespräche beider Länder waren bis dahin ohne Ergebnis verlaufen. Bolivien machte dafür Chile verantwortlich und meinte, dass das Nachbarland sich zu Verhandlungen verpflichtet habe. Chile hatte angeführt, dass es zu Gesprächen bereit, aber nicht zu Grenzverhandlungen verpflichtet sei. Das Gericht forderte die Staaten dazu auf, den Dialog fortzusetzen.