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Der Weltwasserentwicklungsbericht 2023 der Vereinten Nationen wurde von der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) veröffentlicht, während die führenden Politiker der Welt in New York zur ersten internationalen Konferenz über Wasser seit fast einem halben Jahrhundert zusammenkamen.
Sieben Jahre vor dem Ende des Jahrzehnts haben 26 % der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 46 % keinen Zugang zu einer grundlegenden sanitären Versorgung, so der Bericht.
Die anhaltende Trinkwasserknappheit wird durch einen raschen Anstieg des Wasserverbrauchs in den letzten Jahrzehnten verursacht, wobei der Verbrauch in den letzten 40 Jahren um 1 % pro Jahr gestiegen ist. Das ist auf eine Kombination aus Bevölkerungswachstum, sozioökonomischer Entwicklung und sich ändernden Verbrauchsmustern, auch in der Landwirtschaft, zurückzuführen. Es wird erwartet, dass sich der jährliche Anstieg des Wasserverbrauchs bis mindestens 2050 in diesem Tempo fortsetzen wird.
In einigen der am stärksten betroffenen Regionen der Welt müssten die Fortschritte bei der Schließung der Lücke beim Wasserzugang und der Erfüllung dieses Aspekts des sechsten UN-Ziels für nachhaltige Entwicklung vervierfacht werden.
«Wasser ist unsere gemeinsame Zukunft und wir müssen gemeinsam handeln, um es gerecht zu teilen und nachhaltig zu bewirtschaften», sagte Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO. «Während die Welt zur ersten grossen Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Wasser seit einem halben Jahrhundert zusammenkommt, haben wir die Verantwortung, einen gemeinsamen Weg zu finden, um Wasser und sanitäre Versorgung für alle zu gewährleisten.»
Neben der Wassernutzung, so die UNESCO, haben auch die Beschleunigung und Ausbreitung der Süsswasserverschmutzung - deren grösste Quelle ungeklärte Abwässer sind - und die Klimakrise dazu beigetragen, dass Wasserknappheit «endemisch» ist, insbesondere in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen.