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Nach dem ersten Tag des Fedcup-Halbfinals zwischen Weissrussland und der Schweiz steht es 1:1. Timea Bacsinszky gewinnt wie erwartet, Viktorija Golubic verliert einen Krimi.
Timea Bacsinszky (WTA 22) holte gegen die 18-jährige Arina Sabalenka (WTA 125) mit einem 6:4, 7:5-Sieg den erwarteten Punkt zum Ausgleich. Damit ist am Sonntag mit den zwei restlichen Einzeln und dem abschliessenden Doppel alles offen. Die Schweiz strebt den zweiten Finaleinzug nach 1998 an, als sie den Titel durch eine 2:3-Niederlage gegen Spanien in Genf nur knapp verpasste.
Sabalenka machte die Aufgabe für die klar favorisierte Bacsinszky alles andere als einfach. Sie schlug ungemein hart, mit ersten Aufschlägen bis 190 km/h, mochte es aber wie erwartet nicht, in die Defensive gedrängt zu werden. Am Ende gelang es der Schweizerin, genügend Bälle zurückzubringen und die Weissrussin in Positionen zu bringen, die ihr nicht behagten: mit Bällen über ihrer Schulter und unter Kniehöhe.
Bacsinszky war sich aber bewusst, dass die Partie durchaus auch über drei Sätze hätte gehen können. Im ersten Satz machte sie aus einem 1:3 ein 5:3, im zweiten lag sie wiederum 1:3 und danach sogar 3:5 im Hintertreffen. Die letzten vier Games gewann aber dank ihrer Erfahrung und Kampfkraft die 27-jährige Waadtländerin. "Nach dem Gewinn des erstes Satzes sagte ich mir, im schlimmsten Fall gibt es einen dritten Satz", erklärte Bacsinszky. "Und in langen Matches bin ich stark." So aber kann sie nach knapp eindreiviertel Stunden Einsatz relativ frisch in des erste Einzel am Sonntag (11.00 Uhr Schweizer Zeit) gegen Alexandra Sasnowitsch gehen. Ihr zuletzt lädiertes Handgelenk, das keine Probleme bereitete, wird es ihr danken.
Golubics verpasste Chancen
Vor dem Sieg Bacsinszkys hatte die Schweizer Nummer 2 Viktorija Golubic (WTA 54) 3:6, 7:5, 5:7 gegen die 41 Plätze schlechter klassierte Sasnowitsch verloren. Nach 2:48 Stunden in der nur zu etwa zwei Dritteln gefüllten Tschischowka-Arena in Minsk verwertete die weissrussische Teamleaderin gleich ihren ersten Matchball. Wie bereits bei ihrer Zweisatz-Niederlage vor einer Woche beim Ladies Open in Biel fand die 24-jährige Zürcherin lange kein Mittel gegen die druckvollen Grundlinienschläge der 41 Plätze schlechter klassierte Weissrussin.
Erst ab dem zweiten Satz gelang es ihr, die Ballwechsel länger zu gestalten und mehr Fehler von Sasnowitsch zu provozieren. Im zweiten Durchgang vergab Golubic eine 4:0-Führung, ehe es doch zum Satzausgleich reichte. Und im Entscheidungssatz führte sie nach einem Break 3:1, konnte diesen Vorteil aber ebenfalls nicht konservieren. Beim Stand von 5:4 stand sie bei Aufschlag von Sasnowitsch zwei Punkte vor dem Sieg - zum Happy-End reichte es aber nicht.
Golubic zeigte sich mit ihrer Leistung im Grossen und Ganzen zufrieden, aber "enttäuscht, dass ich den Punkt für die Schweiz nicht holen konnte". Es sei ein besseres Spiel gewesen als noch in Biel, als sie 1:6, 4:6 verloren hatte - und zwar von beiden. "Ich habe aber im ersten Satz und auch am Ende, als ich die Partie für mich hätte entscheiden können, nicht optimal gespielt", stellte die Zürcherin fest. "Ich bin aber mental immer dabei geblieben." Insbesondere trauerte sie einem 0:40 beim Stand von 3:2 nach, als sie bei einer grossen Chance mit der Vorhand das 4:2 vergab.
SDA-ATS