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ERZ 002 — Die Ruinen von Przemysl
Blick auf zerstörte Häuser der kaiserlich und königlichen (k.u.k.) österreichisch-ungarischen Festungsstadt Przemysl, die zu Beginn des Ersten Weltkrieges von russischen Truppen erobert worden war.
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View of the destroyed houses of the Austrian-Hungarian fortress city Przemysl, conquered by the Russian Army in the early days of the First World War.
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Вид на разрушенные дома императорского и царского (императорского и королевского) города-крепости Перемышль, завоеванного русскими войсками в начале Первой мировой войны.
[Zeichnung, recto:] K. MAY
- Emil Rybitschka (1924): Original-Typoskript: Kapitel 1, Seite 1: „Przemysl war gefallen und die Russen fluteten durch die Gassen. Ein niederschmetternder Eindruck für die Verteidiger. Böse Ahnungen bezüglich unseres Schicksals verwoben mit der Sehnsucht nach meinen Lieben, wie auch die jüngst erhaltenen Weisungen, sich zum Abtransport in die Kriegsgefangenschaft bereit zu halten, hatten auch mich traurig gestimmt. Alsbald flammte aber in mir der Entschluss auf, nicht lange in der Gewalt der Feinde zu bleiben. Aber schon mein erster Plan, in Przemysl versteckt zurückzubleiben und dort die Rückeroberung der Festung durch unsere Armee abzuwarten, stellte sich als aussichtslos heraus, weil ich nirgends das nötige, sichere Versteck fand, in dem ich monatelang hätte verproviantiert werden können.“
- Emil Rybitschka (1927): Im gottgegebenen Afghanistan, Seite 1.
- Wikipedia (13.01.2018): Die Belagerung von Przemyśl war die größte Belagerung des Ersten Weltkriegs und eine schwere Niederlage für Österreich-Ungarn. Wegen der verkehrswichtigen Lage von Przemyśl wurde um die Stadt ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch Österreich-Ungarn einer der größten Festungskomplexe bis zum Zeitpunkt des Ersten Weltkrieges gebaut. Der Komplex bestand aus einem 45 Kilometer langen Festungsgürtel mit mehreren Dutzend Forts, die ihrerseits mit Wällen verbunden waren. […] Eine erste Einschließung durch russische Streitkräfte erfolgte vom 16. September 1914 bis zum 11. Oktober. Am 9. November begann ein zweiter Belagerungsversuch, der 133 Tage andauerte. Die noch aus 110.000 Soldaten bestehende österreichische Garnison kapitulierte am 22. März 1915 und ging in russische Gefangenschaft. […] In russische Gefangenschaft gerieten insgesamt 9 Generäle, 2300 Offiziere und 110.000 österreichisch-ungarische Soldaten. […] Erst als sich die Front wieder nach Osten zum San verschob, gelang am 3. und 4. Juni 1915 dem k.u.k. X. Korps im Zusammenwirken mit der 11. bayerischen Division die Rückeroberung der Festung Przemyśl.