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Es sind die ersten Daten, die direkt auf einem Kometen gesammelt werden konnten. Und sie haben viel Schweiss und Herzklopfen gefordert (siehe Video unten). Nun wurden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Messungen von Philae, einer kleinen Sonde in über 500 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde, in einer Serie von sieben Artikeln in der Fachzeitschrift «Science» veröffentlicht. Einige Ergebnisse im Überblick:
Erstaunlich harte Oberfläche
- Unter der Zentimeter dicken Schicht aus lockerem Staub ist der Komet stahlhart. Vermutlich ist es eine Schicht aus porösem, aber dennoch festem Eis – ähnlich wie alter fester Schnee auf der Erde, der schmilzt und wieder gefriert.
Die extreme Härte des Kometen ist die grösste Überraschung für die Forscher. Sie könnte schon bei der Entstehung des Kometen zustande gekommen sein. Eine andere Erklärung wäre, dass sich das Kometen-Material bei seinen wiederholten Vorbeiflügen an der Sonne durch deren Wärme verändert. Das würde die bisherige Vermutung infrage stellen, dass sich Kometen seit ihrer Entstehung vor rund 4,5 Milliarden Jahren praktisch nicht verändert haben.
Viele organische Stoffe
- 16 organische Stoffe wurden im Oberflächenstaub des Kometen gefunden – darunter auch vier, die noch nie auf einem Kometen entdeckt wurden: Methyl-Isocyanat, Aceton, Propionaldehyd und Acetamid. Alle vier Substanzen enthalten Kohlenstoff und Wasserstoff, drei auch Stickstoff. All diese Moleküle sind recht klein.
- Es wurden auch Hinweise auf grössere kettenförmige Moleküle entdeckt, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen.
- Komplexere Moleküle wie Aminosäuren konnten nicht gefunden werden, weil durch die turbulente Landung von Philae keine Bodenproben möglich waren.
Viele dieser organischen Verbindungen könnten als Ausgangspunkt für wichtige biochemische Reaktionen dienen. Sie könnten sich etwa zu Zuckern oder Aminosäuren entwickeln. Es gibt die Theorie, dass Material von Kometen zur Entstehung des Lebens auf der Erde beitrug.
Grosse unterirdische Hohlräume
- Etwa 75 bis 85 Prozent von Tschuris Innenleben besteht einfach nur aus leerem Raum.
Die eisigen Schmutzbälle, als die Kometen oft beschrieben werden, sind offenbar sehr lose gepackt. Was nicht herausgefunden werden konnte: ob die beiden Teile von Tschuri einst unabhängige Kometen waren, oder ob der entenartige Körper durch die Erosion während der Annäherungen an die Sonne entstanden ist.
Es ist kalt
- Für die Forscher am wenigsten überraschend: Die Temperaturen auf Tschuri liegen zwischen minus 180 und minus 140 Grad Celsius.
- Bestätigt wurde auch die Annahme, dass der Komet kein eigenes messbares Magnetfeld besitzt.
Nachdem Philae mit ihrer letzten Energie die wissenschaftlichen Daten übermittelt hatte, wurde sie in einen Winterschlaf versetzt. Auf dem Weg des Kometen zur Sonne sollte sie sich über Solarpanels wieder mit Energie aufladen. Am 13. Juni ertönte dann ein Lebenszeichen. Doch die Signale wurden schwächer und seit dem 9. Juli wurde von Philae nichts mehr gehört. Vermutlich funktioniert sie, kann aber nicht mit der Erde kommunizieren.