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Mit Fahrleitungs-Endstück wird das Ende der Fahrleitung auf dem Modul bezeichnet. Zunächst werden die Längen der jeweiligen letzten Fahrleitungsfelder auf dem Modul ermittelt. Mit diesen Maßen werden dann Zeichnungen bzw. Schablonen im Maßstab 1 : 1 für das betreffende Fahrleitungsfeld gefertigt, wobei der Fahrdraht zur Aufnahme des Kupfer- (bzw. Messing-)plättchens um 20 mm und das Tragseil zur Befestigung am Isolator entsprechend verlängert wird. Die zugeschnittenen Drähte (Tragseil, Hänger und Fahrdraht) werden auf der Zeichnung ausgelegt und verlötet. Zur Fixierung der Teile eignen sich kurze Nägelchen oder Holzschrauben mit Unterlegscheiben, die in ein unter der Zeichnung liegendes Holzbrett befestigt werden. Das so verlötete Fahrleitungsfeld wird provisorisch zwischen den beiden letzten Modulmasten eingehängt und die Lage des Seitenhalters des Modul-"Endmastes" mit einem Filzstift o.ä. auf dem Fahrdraht markiert.
Als nächstes wird eine Messing-Gewinde-Schraube M 1,6 x 6 mm mit dem untergelegten Fahrdrahtaufhänger in das Loch des kürzeren Kupfer- (bzw. Messing-)plättchens (8 x 4 mm) gesteckt und mit diesem verlötet. Das Gewinde der Schraube zeigt zur Modul-Rückseite, der Schraubenkopf aus optischen Gründen zur Betrachter-Seite! Der Fahrdrahtaufhänger wird gemäß Zeichnung aus 0,5 mm Fahrdrahtmaterial gefertigt. Als weitere Schablone wird in die Holzunterlage ein 1,6 mm Loch gebohrt, in das die Gewindeschraube mit dem Kupfer- (bzw. Messing-)plättchen gesteckt wird. Ein waagerechter Strich auf der Unterlage, deckend mit der Unterkante des Plättchens, stellt den Fahrdrahtverlauf dar. 10 mm vor oder hinter dem Loch wird durch einen senkrechten Strich im rechten Winkel zum Fahrdrahtverlauf die Mastmitte des Modul-"Endmastes" markiert.
Jetzt wird das provisorisch montierte Fahrleitungsfeld wieder auf der Holzunterlage befestigt und zwar so, daß die Markierung des Seitenhalters mit der auf der Unterlage markierten Mastmitte übereinander liegen. Das Kupferplättchen wird mit dem Gewinde zur Modul-Rückseite auf seiner ganzen Länge mit dem Fahrdraht verlötet. Das überstehende Ende des Fahrdrahtes (6 mm) wird als Auslauf leicht nach oben gebogen.
Nach Beendigung der Lötarbeiten werden die Lötstellen mit einer feinen Feile sauber nachgearbeitet, um unnötige Lötzinnansammlungen zu entfernen. Besonders ist darauf zu achten, daß sich kein Lötzinn an der Unterseite des Fahrdrahtes befindet! Dieses muß unbedingt mit Rücksicht auf einen einwandfreien Lauf des Stromabnehmers entfernt werden! Zum Abschluß werden alle Fahrleitungsteile mit etwas Nitroverdünnung oder Benzin von den Lötfettrückständen gereinigt, damit später noch die farbliche Nachbehandlung erfolgen kann.
Nach Beendigung dieser Arbeiten kann das Fahrleitungsfeld eingebaut werden. Der auf dem Kupfer- (bzw. Messing-)plättchen verlötete Fahrdrahtaufhänger wird jetzt an den Seitenhalter des Modul-"Endmasten" gelötet. Hierbei ist durch Nachmessen der genaue Abstand (= 70 mm) von der schon erwähnten Meßleiste bis zur Gewindeschraube im Kupfer- (bzw. Messing-)plättchen zu kontrollieren. Gleichzeitig muß darauf geachtet werden, daß sich das Fahrleitungs-Endstück am Endmast genau in der Gleisachse befindet. Das Tragseil soll ganz auf dem Tragseil-Isolator aufliegen und wird gemäß der Sommerfeldt-Anleitung von beiden Seiten des Isolators mit einer Bandage aus dünnen Kupferdraht und einem Tropfen Sekundenkleber befestigt. Anschließend wird das Fahrleitungsfeld am vorletzten Modulmast angelötet und so mit der weiteren Fahrleitung verbunden. Es ist ohnehin ratsam, erst die Fahrleitung zwischen den jeweils vorletzten Modulmasten fertig zu verlegen und zu testen, bevor die beiden Endstückegefertigt und eingebaut werden. Zum Schluß werden überstehende Enden an Fahrdraht und Tragseil vorsichtig abgeschnitten und die Unterseite des Fahr-drahtes auf einwandfreien Lauf des Stromabnehmers geprüft.
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