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Die Deutschen sahen gegen Österreich lange wie der Verlierer aus. Nach dem 14:15 (36.) zogen sie eine Schwächephase ein und gerieten bis zur 49. Minute 16:21 in Rückstand. Nach dem 22:18 (50.) brachten die Österreicher aber kein Tor mehr zu Stande. 51 Sekunden vor dem Ende zeichnete Christoph Steinert mit seinem einzigen Tor in dieser Partie für den viel umjubelten Ausgleich zum 22:22 verantwortlich.
Beide Torhüter präsentierten sich in Topform. Der österreichische Goalie Constantin Möstl brachte es mit 17 Paraden auf eine Abwehrquote von 46 Prozent, jene von Andreas Wolff, der 14 Schüsse abwehrte, betrug 39 Prozent.
Für Österreich mit Kadetten-Spieler Lukas Herburger (1 Treffer) war es selbstredend ein ärgerlicher Punktverlust. Das Team von Trainer Ales Pajovic ist an diesem Turnier weiter ungeschlagen, was einer grossen Überraschung gleichkommt. Schon gegen Kroatien (28:28) und Spanien (33:33) hatten die Österreicher unentschieden gespielt, Ungarn bezwangen sie gar 30:29. Die bisher beste Klassierung der ÖHB-Auswahl an einer EM-Endrunde ist der 8. Platz 2020.
Frankreich dürfte einer von zwei Halbfinalisten der Hauptrundengruppe 1 sein. Die «Equipe tricolore», die an dieser EM bisher einzig gegen die Schweiz einen Punkt (26:26) abgegeben hat, führt die Rangliste mit zwei Zählern Vorsprung auf Österreich und Ungarn (je 4) an. Deutschland weist drei Punkte aus. Es stehen vor den Halbfinals noch je zwei Partien an.