Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03162.jsonl.gz/3141

Brukner P et al. Br J Sports Med. 2014;48(11):929-938
Studienziel:
Das Ziel dieser Studie war es, ein spezielles Programm namens "Seven-Point Programme" zu entwickeln und zu testen, um wiederkehrende Hamstring-Verletzungen im professionellen Fussballsport zu behandeln und zukünftige Verletzungen zu verhindern. Das Programm wurde auf der Grundlage begrenzter wissenschaftlicher Beweise entwickelt, die in der professionellen Fussballumgebung verfügbar waren.
Das Seven-Point Programme:
Das "Seven-Point Programme" besteht aus sieben Schlüsselelementen, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Fussballspielern mit wiederkehrenden Hamstring-Verletzungen zugeschnitten sind:
1. Frühzeitige Diagnose und Bildgebung: Eine schnelle und genaue Diagnose ist entscheidend, um das Ausmass der Verletzung zu bestimmen und die geeignete Behandlung einzuleiten. Hierzu werden klinische Untersuchungen und bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt.
2. Kontrollierte Entzündung: Die Behandlung zielt darauf ab, Entzündungen zu kontrollieren und Schwellungen zu reduzieren, um den Heilungsprozess zu fördern. Dies kann durch Ruhe, Kühlung, Kompression und die Verwendung von entzündungshemmenden Medikamenten erreicht werden.
3. Verbesserung der Beweglichkeit: Gezielte Massnahmen zur Verbesserung der Flexibilität und Beweglichkeit der Hamstrings werden in das Programm integriert. Dies umfasst Stretching-Übungen und Techniken zur Verbesserung der Muskellänge.
4. Kräftigung der Muskulatur: Ein spezielles Training wird durchgeführt, um die Hamstring-Muskulatur gezielt zu stärken und zu stabilisieren. Dies trägt dazu bei, die Belastbarkeit der Muskulatur zu erhöhen und das Verletzungsrisiko zu verringern.
5. Verbesserung der Rumpfstabilität: Die Rumpfmuskulatur spielt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Hamstrings. Durch ein gezieltes Training wird die Stabilität des Rumpfes verbessert, was Überlastungsverletzungen vorbeugen kann.
6. Funktionelles Training: Athleten werden in sportartspezifischen Bewegungen und Situationen geschult, um eine erfolgreiche Rückkehr zum Training und Wettbewerb zu gewährleisten. Hierbei werden Übungen durchgeführt, die den Anforderungen des Fussballsports entsprechen.
7. Einbinden der Spieler: Die Zusammenarbeit mit den Athleten ist von grosser Bedeutung. Sie werden aktiv in den Rehabilitationsprozess eingebunden, um ihre Motivation zu fördern und sie für die Umsetzung des Programms zu begeistern.
Ergebnisse:
Die Studie zeigt vielversprechende Ergebnisse bezüglich des "Seven-Point Programmes". Es konnten positive Auswirkungen auf die Genesung und das Verletzungsrisiko beobachtet werden. Durch die Kombination der verschiedenen Elemente des Programms wurde eine umfassende Herangehensweise an die Prävention und Rehabilitation von wiederkehrenden Hamstring-Verletzungen ermöglicht.
Schlussfolgerung:
Das "Seven-Point Programme" stellt einen vielversprechenden Ansatz dar, um wiederkehrende Hamstring-Verletzungen im professionellen Fussballsport zu behandeln und zukünftige Verletzungen zu verhindern. Es betont die Bedeutung einer ganzheitlichen Herangehensweise an die Prävention und Rehabilitation von Verletzungen. Allerdings wird betont, dass weitere Forschung notwendig ist, um die Wirksamkeit dieses Programms weiter zu optimieren und zu validieren.
Noch nicht genug über Hamstrings erfahren? Dann meldet euch jetzt zum grossen Fussballsymposion an und lernt direkt von den Profis.
Erweitert euer Wissen und profitiert von bewährten Strategien zur Prävention und Rehabilitation von Verletzungen. Seid dabei und erlebt ein unvergessliches Symposium! Worauf wartet ihr? Sichert euch jetzt euren Platz!
Euer SART Vorstand
Hinweis: Für weitere Informationen und zur Anmeldung zum Workshop besucht unsere Homepage. www.sart.ch
Referenz:
Brukner P, Nealon A, Morgan C, Burgess D, Dunn A. Recurrent hamstring muscle injury: applying the limited evidence in the professional football setting with a seven-point programme. Br J Sports Med. 2014;48(11):929-938.