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Die Brust- und Bauchflossen sind groß. Erstere hängen entweder frei herab (Haie), oder sind horizontal ausgebreitet und geben,
indem sie vorn bis zur Schnauze, hinten bis zu den Bauchflossen reichen, dem Körper die Gestalt einer breiten Scheibe (Rochen).
Die Bauchflossen befinden sich stets in der Nähe des Afters und sind beim Männchen mit eigentümlichen
knorpeligen Anhängen, welche bei der Begattung als Hilfswerkzeuge dienen, versehen. Von unpaaren Flossen sind eine oder zwei
Rückenflossen vorhanden, die Afterflosse kann fehlen; die Schwanzflosse ist äußerlich stark heterocerk (s.
Flossen).
Das Skelett ist knorpelig. Von Rippen existieren nur Rudimente. Die Zähne
[* 5] sind bei einigen Formen noch den
Knochenkörnern der Haut sehr ähnlich und bedecken alsdann einfach die ganze Mundhöhle
[* 6] bis zum Anfang der Speiseröhre. Überhaupt
stecken sie immer nur in der Haut, nie in den Kiefern selbst; meist sind sie entweder dolchförmig oder sägeförmig mit gezähneltem
Rand (Haie) oder pflasterförmig (Rochen). Die Kiemen sind an die Wände von meist 5 (selten 6 oder 7) Paar
hintereinander befindlichen Kiemensäcken, von denen jeder mit einer besondern äußern Öffnung versehen ist, angewachsen.
Besondere Kiemendeckel fehlen; vor den echten Kiemen liegt gewöhnlich noch ein Paar sogen. Spritzkiemen, deren äußere Öffnungen
Spritzlöcher heißen. Eine Schwimmblase fehlt gänzlich oder ist höchstens als eine unbedeutende Ausstülpung
des Schlundes vorhanden. Der Darmkanal ist sehr kurz; der
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Dünndarm enthält die sogen. Spiralklappe, d. h. eine wie eine Wendeltreppe im Innern verlaufende Hautfalte, welche
den Durchgang der Nahrungsstoffe verlangsamt und zugleich die resorbierende Oberfläche der Darmhaut vergrößert. Das Gehirn,
[* 8] von dem knorpeligen Schädel beschützt, ist verhältnismäßig groß. Die Augen sind durch bewegliche Lider verschließbar;
die Nase
[* 9] wird durch zwei große Öffnungen, über welche sich Hautklappen legen, dargestellt; ein äußeres
Ohr
[* 10] fehlt.