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Oreet Ashery Arbeiten erforschen die Beziehungen zwischen Repräsentationspolitik und dem Minoritäten-Diskurs. After Duchamp ist ein Selbstporträt, inspiriert von Man Ray’s Tonsur de Marcel Duchamp (ca. 1920). Es zeigt Ashery als eine nackte Figur unbestimmbarem Geschlechts mit ausrasiertem Davidstern und afrikanischen Haarflechten. Der Haarschnitt wurde von Ashery entworfen und von dem Künstler Faisal Abdu’allah ausgeführt. Ihre Gender-Zugehörigkeit, ihr Emigranten-Status und ihre jüdische Ethnizität machten aus der durch Londons Straßen spazierenden Ashery eine Art lebender Skulptur.
Auch Nicole Ahland setzt sich mit Klassikern der Fotografie auseinander. Sie arrangiert Reproduktionen aus ihrem Fundus in unterschiedlichen Räumen. Dieses Setting erlaubt neue Formen des fotografischen und des betrachtenden Blicks. Ahland stellt sich der Herausforderung, angesichts der massenhaften Verbilderung der Welt, im (fotografischen) Blick, den Blick des Anderen und damit den Anderen selbst zu finden – und sie stellt den Betrachter vor die Herausforderung, sich vom Antlitz des Anderen und vom Antlitz des Fremden angehen zu lassen.