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Fettercairn
Der Name Fettercairn stammt aus dem Gälischen und bedeutet so viel wie: am Fuss des Berges. Die Gründung der Destillerie geht auf das Jahre 1824 zurück. Der Name des Gründers lautete Alexander Ramsay. Er errichtete seine Destillerie in Aberdeenshire in Schottland. Die Destillerie erlebte nach den ersten 60 Jahren ihres Bestehens ein schlimmes Unglück. Ein Brand zerstörte die Destillerie beinahe komplett. Es dauerte ganze drei Jahre bis wieder produziert werden konnte.
Die Produktion des Fettercairn Whiskys
Für die Produktion des Whiskys wird Wasser aus der Region genutzt, es stammt also aus den Highlands, genauer aus den östlichen Highlands. Zwei Quellen speisen aus Cairngorms spenden der Destillerie das Wasser für die Herstellung ihres Whiskys.
Zu Beginn produzierte Fettercairn wie die meisten Destillerien eigenes Malz auf den eigenen Malzböden. Fettercairn stoppte die eigene Produktion im Jahre 1960 und bezog von da an Malz von einer Grossmälzerei, welche Gerste aus der Gegend der Destillerie nutzt. Diese Entwicklung war zu dieser Zeit normal, viele lagerten damals das Mälzen aus.
Die Kühlung findet in Destillerie auf unkonventionelle Weise statt, es wird mit einem sogenannten cooling ring gearbeitet, dieser lässt kaltes Wasser an der Aussenseite der Brennblase herabläuft. Dadurch wird das Kupfer am Hals der Brennblase abgekühlt, was dazu führt dass ein Teil der Alkoholdämpfe, welche in den Hals aufsteigen, an diesem kondensieren. Aufgrund dessen entsteht mehr “Reflux”, das bedeutet das der Alkohol besser getrennt wird, wie mit anderen Verfahren. Die öligen Bestandteile gehen dabei wieder in den Topf zurück und die leichten Bestandteile können durch den Hals in den Kondensator und bleiben ein Bestandteil des Rohbrandes. In Schottland ist Fettercairn die einzige Destillerie, welche einen “cooling ring” nutzt.
Die Lagerung der Fässer findet auf dem Gelände der Destillerie statt, dabei gibt es vierzehn Lagerhäuser, in welchen bis zu 30’000 Fässer Single Malt gelagert werden können. Für die Fässer wird eine Mischung aus Sherry-, Hogshead– und Bourbonfässern verwendet und so der Geschmack der Whiskys abgerundet.
Geschichte
Fettercairn war die zweite Destillerie, die eine offizielle Brennlizenz erhielt, vor ihr erhielt nur Glenlivet eine Lizenz. Dem Gründer Sir Alexander Ramsey gehörten die Ländereien, auf denen die Destillerie errichtet wurde. Die Destillerie hiess nicht immer Fettercairn, zu Beginn wurde sie auf den Namen “Nethermil” getauft. Den Namen erhielt sie damals, weil für die Destillerie ein altes Mühlegebäude umgewandelt wurden, war. Den Ausschlag für die Gründung gab der Customs and Excise Act von 1823, welcher die Steuern für die Whiskyproduktion massiv senkte. Nach der Gründung durch Sir Alexander Ramsay gab es eine Vielzahl von Besitzerwechseln. Der erste Wechsel geschah mit dem Verkauf an James Durie, welcher für Sir Ramsey die Destillerie geführt hatte. Danach blieb die Destillerie lange in der Hand der Familie Durie. Für einige Zeit wurde die Destillerie auch von einem Bruder des Premierministers William Ewart Gladstone geführt. Der Bruder war Sir Thomas Gladstone.
Im Jahre 1887 verwüstete ein Brand die Destillerie und der Wiederaufbau dauerte bis 1890 an. Die Wiedereröffnung wurde triumphal gefeiert. Nach der Wiedereröffnung war es eher still um die Destillerie, was dazu führte, dass sie 1926 den Betrieb einstellte. Der Stillstand dauerte bis in das Jahr 1939 an, als sie von der Associated Scottish Distillers Ltd. Gekauft wurde. Die Produktion wurde direkt nach dem Kauf wieder hochgefahren. Im Jahre 1960 wurden die eigenen Malzböden aufgegeben, was sich als gute Entscheidung erwies, den nur 6 Jahre später, konnte die Anzahl Brennblasen von zwei auf vier erhöht werden. Dadurch erreichte die Destillerie bereits 1960 ihre heutige Kapazität. Die 70er Jahre waren eine stürmische Zeit für Fettercairn, durch Unternehmenszusammenschlüsse kam es zu vielen Besitzerwechseln.
Erst die Übernahme durch Whyte & Mackay Fettercairn im Jahre 1973 brachte wieder Ruhe rein. Viele andere Destillerien in den östlichen Higlands gaben zu dieser Zeit die Produktion auf, da das wirtschaftliche Klima in den 80er Jahren sehr rau war. White & Mackay wurden 2007 samt Fettercairn an die indische The UB Group verkauft wurden. Durch den Verkauf an die indische UB Group wurde Fettercairn als Luxusmarke aufgebaut. So sollte ein 24-jähriger, ein 30-jähriger und ein 40-jähriger Whisky produziert werden und so der langfristige Erfolg der Marke gesichert werden. Doch 2014 gab es dann bereits den nächsten Besitzer Wechsel. Seit 2014 gehören beide der Emperador International Ltd. an.