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Lernstrategien in der Unterstufe
Die Kinder beginnen bereits im Mutterlaib zu lernen und entwickeln im Kleinkindalter erste Lernstrategien, die sie für ihre Entwicklung brauchen. In der Unterstufe führen wir Lernstrategien ein, die sie beim Lernen von Inhalten unterstützt.
Natürlich können diese Lernstrategien weit über die Unterstufe eingesetzt werden. Ob in der Mittel-, oder Oberstufe, in der Lehre oder im Gimi und natürlich auch im Studium, diese Strategien unterstützen das Lernen.
Imagery Strategie
Die Kinder zeichnen den verstandenen Inhalt auf.
Beschreibung:
Lernende werden angehalten, beim Lesen oder Hören von neuen Inhalten eigene Vorstellungsbilder zu generieren. Diese Vorstellungsbilder können auch gemalt werden. Das Übersetzen von Worten in Bilder, also die Visualisierung des neuen Wissens führt zu einem besseren Verständnis und einer tieferen Abspeicherung. Sehr hilfreich ist es, wenn die Lehrperson den Einsatz der Imagery-Strategie mittels Lautem Denken den Lernenden demonstriert (Modellierung).
Erklärungsfilm:
Sortiertechnik
Die Kinder sortieren Begriffe in einen gut beherrschten und einen noch zu lernenden Stapel.
Beschreibung:
Bei dieser Strategie werden die zentralen Begriffe eines Themas auf Kärtchen geschrieben (entweder von der Lehrperson oder von den Lernenden). Die Begriffskarten werden anschliessend in zwei Stapel aufgeteilt. Auf den einen Stapel kommen alle Begriffe, die bereits sicher erklärt werden können. Auf dem anderen Stapel sind alle Begriffe, die noch nicht oder erst teilweise verstanden worden sind. Nach dem Sortiervorgang wird in Einzel- oder Partnerarbeit versucht, die Informationslücken zu schliessen.
Erklärungsvideo:
Strukturlegetechnik
Die Kinder vernetzen ihr vorhandenes Wissen.
Beschreibung:
Die Strukturlegestrategie baut auf der Strategie des Sortierens auf. Wenn alle Begriffskarten verstanden sind, sollen die Karten so gelegt werden, dass sie eine für den Lernenden sinnvolle Struktur ergeben. Zu zweit oder in einer Gruppe werden die verschiedenen Strukturen erklärt, verglichen und besprochen. Wichtig ist, dass die Kinder begründen, warum sie ihre Struktur so gelegt haben. Mit dieser Strategie wird das neue Wissen nicht nur strukturiert, sondern auch mehrmals wiederholt. Durch das Legen und Erklären wird das Erlernte zudem visualisiert und verbalisiert – dies erhöht die Behaltensleistung.
Erklärungsfilm:
Mindmap
Die Kinder stellen ihr Wissen in einer Mindmapstruktur dar.
Beschreibung:
Bei einem Mind-Map steht der Oberbegriff des Lernstoffs in der Mitte und die wichtigsten Begriffe werden um ihn herum geordnet und verbunden (Untergliederung in Hauptäste, Äste und Zweige). Das Ziel eines Mind-Maps ist, Sachverhalte in einer gezeichneten Struktur zusammenzufassen und zu veranschaulichen. Gedankengänge und Sinnzusammenhänge können somit besser nachvollzogen werden. Förderlich sind auch Zeichnungen und Symbole.
Erklärungsvideo:
Placemat
Beim Placemat tragen die Kinder ihr (Vor-) Wissen zusammen.
Beschreibung:
Für die kooperative Strategie Placemat dient ein grosser Bogen Papier (das Placemat) als Grundlage für die Gruppenarbeit. Dieses Papier wird in ein Gruppenfeld und Einzelfelder unterteilt. Das Gruppenfeld befindet sich in der Mitte und die Anzahl Einzelfelder entspricht der Anzahl Gruppenmitglieder. Jedes Kind schreibt in einer ersten individuellen Nachdenkphase in sein Feld, was ihm zum genannten Thema einfällt. In der anschliessenden Austauschphase vergleichen und diskutieren die Gruppenmitglieder ihre Gedanken. Danach wird gemeinsam überlegt, welche Inhalte in das Gemeinschaftsfeld übertragen werden. Dieses Feld wird schliesslich der Klasse oder einer anderen Gruppe präsentiert.
Video: