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Soviel ist sicher: An Beethoven kommt man nicht vorbei. Das gilt insbesondere für die Sinfonien des überragenden Genies, die unter den grossen Meisterwerken der Musikgeschichte einen ganz besonderen Platz einnehmen. Beethoven hatte mit seiner Sinfonik so hohe Massstäbe gesetzt, dass viele Komponisten nach ihm geradezu in Ehrfurcht erstarrten. So erging es auch Johannes Brahms, der sich durch Beethoven wie gelähmt fühlte. "Ich werde nie eine Symphonie komponieren! Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zumute ist, wenn er immer so einen Riesen hinter sich marschieren hört", schrieb der vierzigjährige Komponist seinem Freund Hermann Levi, bevor er sich drei Jahre später mit seiner ersten Sinfonie hervorwagte. Die kompletten Beethoven-Sinfonien sind hier eingespielt von einem wahrhaft königlichen Orchester, dem Royal Philharmonic Orchestra, einem der bedeutendsten Klangkörper der Welt. Mit seinen Konzertreihen, Tourneen und Einspielungen bestätigt es immer wieder aufs Neue den hohen Qualitätsstandard, der seit seiner Gründung durch Sir Thomas Beecham 1946 die musikalische Arbeit auszeichnet. 1993 hat das RPO begonnen, bedeutende Werke klassischer Musik in einer einzigartigen Zusammenstellung - der "Royal Philharmonic Collection" - aufzunehmen. In diesem Zusammenhang enstand auch diese Einspielung von 1994. Die beteiligten Dirigenten können sich ebenfalls sehen lassen. Unter ihnen sind Barry Wordsworth, langjähriger Chefdirigent des BBC Orchestra und James Lockhart, der in den sechziger Jahren an der Covent Garden Opera das musikalische Zepter schwang. Der international erfolgreiche Karajan-Schüler Günther Herbig ist ebenso mit von der Partie wie die vielfach ausgezeichnete Claire Gibault, eine der wenigen Frauen, die am Pult von sich reden machen.