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Florence Jung infiltriert mit ihrer Kunst Kontexte und Situationen. Möglicherweise hat jemand von den Philosophen gehört, die durch sie zu israelischen Geheimagenten wurden, von der geheimen Hühnerfarm, versteckt in der französischen Provinz, von den zwei Leuten, die beauftragt waren, das exakt gleiche Leben an entgegengesetzten Enden der Welt zu führen, von dieser weissen Tür, die sich abrupt schliesst, oder vom mysteriösen Mathias Sander. Die Werke von Florence Jung hinterlassen kaum Spuren. Sie existieren vornehmlich als Schilderungen der Personen, die Zeugen waren, und wandeln sich zu individuellen Erzählungen. Einige davon verbreiten sich endlos, andere sind für immer vergessen.
Florence Jung lebt in Amsterdam als Artist in Residence an der Rijksakademie van beeldendekunsten. Sie wurde 2013 mit dem Performancepreis Schweiz, 2017 mit dem Swiss Art Award und dem Dr. Georg und Josi Guggenheim-Preis ausgezeichnet.