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Die Schweizer Fussballnationalmannschaft hat in Durban ihr erstes Gruppenspiel der Fussball-Weltmeisterschaft gegen den Turnierfavoriten Spanien mit 1:0 gewonnen. Das Siegestor erzielte Gelson Fernandes – unerwartet und mit viel Glück.Dieser Inhalt wurde am 16. Juni 2010 - 17:55 publiziert
Zu Beginn des Spiels liessen die Schweizer den dominierenden Spaniern kaum Raum, ihr Spiel zu entwickeln. Philippe Sendereros, Verteidiger, verletzte sich in einem Zweikampf und wurde in der 35. Minute ausgewechselt.
Für ihn kam Steve von Bergen auf den Platz. Senderos verletzte sich am Sprunggelenk. Wie schwer die Verletzung ist, muss noch abgeklärt werden.
Die Verteidigung stand während der gesamten ersten Spielhälfte gut und Goalie Diego Benaglio musste in dieser Zeit nur einen ernstzunehmenden Angriff der Spanier abwehren.
In der ersten Halbzeit musste Stéphane Grichting die einzige gelbe Karte der Halbzeit einstecken.
Die Führung
Nachdem das Spiel in der zweiten Halbzeit etwas an Tempo gewonnen hatte, erzielte Gelson Fernandes nach einem weiten Abstoss Benaglios in der 51. Minute völlig unerwartet den Führungstreffer. Die Schweiz führte 1:0 gegen den amtierenden Europameister!
Mehr Druck entfaltete die Schweiz nach dem 1:0. Nach einem Konter wären die Schweizer beinahe zum zweiten Tor gekommen, doch der starke Derdiyok traf nach einem schönen Solo nur den Pfosten (74.).
Die Spanier kamen trotz ihrer klaren Dominanz und obwohl sie die Kadenz nach dem 0:1 noch erhöhten zu keinem Treffer. Das lag einerseits an der guten Verteidigungsarbeit der Schweizer, anderseits am Pech des Europameisters.
Am nächsten kam Xabi Alonso dem Ausgleich, als er mit einem Schuss aus 20 Metern die Latte traf.
Nicht der Favorit
"Wichtig ist, dass man an sich glaubt", sagte Diego Benaglio nach dem Match. Die Schweiz sei wirklich nicht der Favorit gewesen, in diesem Spiel. Die Spanier seien so stark, dass sie gegen jeden Gegner Torchancen kreieren könnten, meinte er.
Auch Othmar Hitzfeld freute sich über den Sieg. Man wolle als Trainer jeden Match gewinnen, aber "es sind sicher drei unerwartete Punkte", sagte er. Man dürfe einen Gegner wie Spanien nicht zu stark unter Druck setzen.
Gelson Fernandes, der Torschütze sagte: "Wir haben super gespielt." Der Match gegen Chile werde schwierig, denn jetzt wüsste die Mannschaft, wie die Schweizer spielen.
Letztes Aufeinandertreffen in den USA
Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams fand vor 16 Jahren an der WM-Endrunde in den USA statt. Damals verlor das Team von Roy Hodgson im Achtelfinal in Washington gegen die "Seleccion" nach Treffern von Fernando Hierro, Luis Enrique und Aitor Beguiristain 0:3.
Die erste Begegnung an einer WM zwischen den beiden Teams fand 1966 statt, als die Schweiz in der Vorrunde in Sheffield 1:2 unterlag.
Chile gewinnt gegen Honduras
Mit einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen Honduras hat sich Chile in der Gruppe H vor dem Schweizer Spiel eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale verschafft.
Vor 32'646 Zuschauern in Nelspruit erzielte am Mittwoch Jean Beausejour in der 34. Minute das Tor des Tages.
Mit der Sensation gegen Spanien liegt die Schweiz in der Gruppe H zusammen mit Chile mit je 3 Punkten in Führung.
swissinfo.ch und Agenturen
Schweiz an der WM
16. Juni, Durban (16h): Spanien-Schweiz: 0:1
21. Juni, Port Elizabeth (16h): Schweiz-Chile
25. Juni, Bloemfontein (20h30): Schweiz-Honduras
Demo vor dem Match
Rund 3000 Südafrikaner haben in Durban vor dem Match Schweiz-Spanien demonstriert.
Sie verlangten von der Regierung, dass sie für die Armen die gleiche Summe zur Verfügung stellt wie für die Fussball-Weltmeisterschaft.
Südafrika hat 33 Mrd. Rand (4,7 Mrd. Fr.) für die WM ausgegeben.
In Südafrika leben 43% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.
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