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Strassburg, um 1780/86
Gips
H. 31,8, B. 19,2, T. 13,4 cm
Inv. 1983.927.
Eine Inschrift auf der Standfläche des Sockels gibt über die Entstehung der Büste nur unvollständig Auskunft, doch wenigstens, dass sie von einem gewissen Ja... de Viller, wohnhaft beim Goldschmied Büttner in der rue des halles Bardes gegenüber der Buchhandlung le Roux in Strassburg verfertigt wurde. Mit dem Porträtstich von Christophe Gurin, Strassburg 1781, zeigt sie enge Verwandtschaft. Der Dargestellte, ein Sizilianer mit bürgerlichem Namen Giuseppe Balsamo (1743-1795), verrufen als Scharlatan und bewundert als Hellseher und Wunderheiler, hatte in dem Basler Seidenbandfabrikanten Jakob Sarasin im "Weissen Haus" einen überzeugten Anhänger. Cagliostro war auf Vermittlung Lavaters 1781 in Strassburg die hoffnungslos scheinende Heilung von Sarasins Frau Gertrud gelungen, ein Erfolg, der seinen Ruhm verbreitete und ihm grossen Zulauf verschaffte. Ein Besucher im Hause Sarasin schildert 1787 die Begegnung mit dieser schillernden Persönlichkeit: "Er ist eine kleine sehr dicke Figur, an welcher der Kopf das frappanteste ist, welcher einer marmornen Büste ganz gleichet, die Sarasin von ihm in einem kleinen Kabinet aufgestellet hat. Wenn ich einen Zauberer malen sollte, so würde ich diesen Kopf zum Ideal nehmen. Sein Blick ist drohend, verschlingend und flüchtig." Cagliostro gründete in Basel eine Freimaurerloge nach ägyptischem Ritus, deren Zusammenkünfte im "Glöcklihof" in Riehen bei Basel stattfanden.