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Tierschmuggel ist nach Drogen- und Waffenschmuggel das drittgrösste Geschäft der Welt. Und es ist vielleicht das allerdreckigste! Der grösste Teil davon bezieht sich auf Nashorn-Horn und Elfenbein, die illegal nach China und Vietnam verscherbelt und x-fach mit Gold aufgewogen werden. Der Bestand der Afrikanischen Elefanten leidet sehr darunter: In den Siebziger- und Achtzigerjahren wurden rund 100 000 Afrikanische Elefanten gewildert, bis 1989 das CITES Handelsabkommen in Kraft trat. Seit 2000 rechnet man mit jährlich rund 50 000 gewilderten Elefanten – dies sind mehr als pro Jahr geboren werden. Die Ressourcen schwinden rasant, der Elefant steht knapp vor der Ausrottung!
1940 wurde der Weltbestand an Afrikanischen Elefanten auf rund 3 Millionen geschätzt. Schon 1970, nur drei Jahrzehnte später, war er auf die Hälfte geschrumpft: 1 1/2 Millionen waren es da noch. Wieder zwanzig Jahre später, 1989, war nur noch ein Drittel da: eine halbe Million. Rettungsaktionen liefen an, spät, sehr spät, vielleicht zu spät. 2006 hatte sich der Bestand ein ganz klein wenig erholt: da waren es wieder 600 000. Doch zur Hoffnung gibt es leider keinen Anlass: Die letzten Zahlen aus dem Jahr 2013 weisen erneut deutlich nach unten: Der Weltbestand beträgt gerade noch 450 000 Tiere.
Die Zahlen aus Tanzania, woher unsere Bilder stammen, entsprechen leider dem Trend. Gab es 2009 noch 110 000 Elefanten im Land, waren es 5 Jahre später, 2014, nur noch 43 000, und Ostafrikas grösste Population im südtansanischen Ruaha-Rungwa-Gebiet schrumpfte von 35 400 im Jahr 2006 auf knapp die Hälfte, nämlich 15 800 im Jahr 2015.
Das Geschäft mit dem Elfenbein boomt weiter, und es sind nicht zuletzt Frauen, welche die Strippen ziehen: Ende des letzten Jahrhunderts machte sich Kenyas First Lady Mama Kenyatta, die Frau von Präsident Jomo Kenyatta, einen Namen als Anführerin der dreckigen Geschäfte mit Elfenbein, und vor kurzem wurde in Tansania die sog. „Ivory Queen“, eine alte Chinesin, verhaftet, die das dreckige Geschäft mit den Stosszähnen jahrelang kontrolliert hatte. Auch in Zimbabwe ist die Frau von Präsident Robert Mugabe, die es von der kleinen Sekretärin zur First Lady gebracht hat, tief in die Wilderei-Geschäfte mit Elfenbein verstrickt.
Geht es in diesem Tempo weiter, werden diese „Damen“ und viele, viele weitere schmutzige Händler die Ausrottung der letzten Elefanten schon in wenigen Jahren vollzogen haben. Es ist 5 vor 12 – und viele der betroffenen Länder werden erst merken, was das bedeutet, wenn die Toursitenströme ausbleiben, die jetzt leicht verdientes Geld in die Länder bringen und den Handel mit Kaffee, Tee und Getreide längst weit überflügelt haben.
Afrika ohne die sanften Riesen der Savannen? Wer sich unsere Bilder aus den tansanischen Wildparks anschaut, kann vielleicht ein ganz klein bisschen erahnen, was das heisst….
Arme Elefanten. Arme Welt.