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Die Buche ist in der Schweiz die zweithäufigste Baumart und macht 19% der Gesamtstammzahl aus1. Sie kommt in fast allen Landesteilen vor, fehlt jedoch in den niederschlagsarmen, kontinentalen Alpentälern des Unterengadins, des Münstertals, und des Walliser Haupttals östlich von Martigny1. Natürlicherweise dominiert sie auf frischen Böden der kollinen und montanen Stufe, steigt aber bis 1'400 m ü. M. und bildet im Tessin an manchen Orten die Waldgrenze1.
Die Blüten der Buche sind eingeschlechtig, wobei die männlichen Blüten in einer dichten, hängenden Ähre, einem sogenannten "Kätzchen", angeordnet sind (Abb. 1). Buchenblüten erscheinen gleichzeitig mit den Blättern und blühen ab Mitte April bis Mai.
Die Früchte der Buche – Buchnüsschen oder Bucheckern genannt – sind dreikantige Nüsschen, die zu zweit oder selten zu dritt in einem verholzten, mit weichen Stacheln besetzten Fruchtbecher, der sogenannten Kupula, sitzen (Abb. 2). Die Früchte reifen im Verlaufe des Sommers und werden ab Mitte September von den sich öffnenden Fruchtbechern freigegeben oder fallen zwischen Oktober und November mit diesen ab.
Die Buche hat ein ausgeprägtes Mastverhalten und produziert je nach Witterung, Höhenlage und geographischer Breite alle 2 bis 8 Jahre eine grosse Menge an Früchten2,3. Mastphänomene hängen von der Witterung in den zwei vorangehenden Jahren sowie während der Blütezeit im Frühjahr ab3.
Zeitpunkt: August bis Mitte September. Die Fruchtbecher, welche die Samen umschliessen, verfärben sich im Verlaufe des Sommers braun und sind dann am einfachsten vom Blattwerk zu unterscheiden. Mit einem Fernglas lässt sich dann die Intensität der Buchenmast auch aus grösserer Distanz beurteilen.
Beurteilung des Fruchtbehangs: Samenmast ist ein Phänomen, das nicht den individuellen Baum betrifft, sondern ganze Bestände in einem grösseren geografischen Raum umfasst. Die Intensität einer Buchenmast kann nach dem folgenden Schlüssel eingeschätzt werden: