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Im Schienengüterverkehr gingen in den Jahren vor der Liberalisierung laufend Marktanteile an die Strasse verloren. Mit einer Liberalisierung des Güterverkehrs sollte dieser Trend gestoppt und umgekehrt werden.
Die Rahmenbedingungen im Güterverkehr haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Mit den bilateralen Verträgen von 2001 stieg die Gewichtslimite von 28 t auf 40 t. Gleichzeitig hiess die EU die Verlagerungspolitik der Schweiz gut. Dazu gehörte die Einführung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA), der Bau der NEAT und flankierende Massnahmen. Damit wurden die Rahmenbedingungen zu Gunsten des Güterverkehrs auf der Schiene angepasst.
Gleichzeitig wurden auch Effizienzsteigerungen seitens des Güterverkehrs auf der Schiene verlangt. Die EU - und in der Folge auch die Schweiz - ging den Weg der Liberalisierung und des Wettbewerbs.
Neue Marktordnung
Mit der Einführung des Netzzugangs ist es möglich, dass Anbieter von Güterverkehr auf allen Schienen in der Schweiz Verkehre führen. Die Anbieter können sich so gegenseitig konkurrenzieren. Dieser Wettbewerb führte und führt zu Leistungssteigerungen und damit zu einer Verbesserung der Position der Schiene im Vergleich zur Strasse.
Die Subventionierung von Güterverkehr wurden in den letzten Jahren abgebaut. Subventioniert werden nur noch gezielte Bereiche, die der Verkehrspolitik des Bundes entsprechen:
Auswirkungen der Liberalisierung im Güterverkehr
Positive Auswirkungen des Wettbewerbs durch die Liberalisierung im Güterverkehr lassen sich im europäischen Vergleich sehr gut belegen. In Ländern, die mehr Wettbewerb zugelassen haben, stiegen die Leistungen des Güterverkehrs auf der Schiene. Länder, die zusätzlichen Wettbewerb verhindert haben, stagnierten diese Leistungen - zum Teil nahm sie sogar ab. Dies bestätigt eine Studie zum Grad der Liberalisierung der Bahn in Europa.
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