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Abstract
Das Königreich Bhutan im östlichen Himalaya war bis 2008 eines der wenigen Länder der Welt ohne archäologische Forschung. Bis heute gibt es nur einzelne archäologische Einblicke in die Kulturgeschichte von Bhutan. Aufgrund des enormen Ansturms von Touristen und dem kulturellen Austausch nehmen Baukonstruktionen rapide zu und gefährden archäologische Fundstellen.
Diese MA-Arbeit steht im Rahmen des laufenden bhutanisch-schweizerischen Archäologie-Kooperationsprojekt (Bhutan-Swiss Archaeology Project) zwischen dem Königreich Bhutan, Helvetas und SLSA. Im Zuge der dritten Phase des Bhutan-Swiss Archaeology Project wurden im Frühling 2018 geophysikalische Prospektionen an sechs Hügeln im Phobjikha-Tal, Bezirk Wangdue Phodrang, durchgeführt. Aufgrund der geophysikalischen Messungen wurde der Hügel M31 für eine erste Feldkampagne ausgewählt und im Herbst 2018 sorgfältig untersucht und dokumentiert.
Die Ziele der vorliegenden Arbeit sind einerseits eine detaillierte Auswertung der geophysikalischen Prospektionsdaten und der archäologischen Befunde vom Hügel M31, andererseits ein Vergleich der ausgegrabenen Befunde mit den geophysikalischen Messbilder sowie eine kulturhistorische Einordnung des Befundes.
Neben der detaillierten Analyse der geophysikalischen Messdaten, u.a. der eine zusammenhängende Auswertung von GPR (Radar) und ERT (Elektrik), der Auswertung der ausgegrabenen Befunde und deren kulturhistorischen Einbettung, liegt der Fokus dieser Arbeit auf dem Vergleich der Prospektions- und Grabungsergebnissen. Anhand der ausgegrabenen Befunde sollen Rückschlüsse auf die archäologische Interpretation von geophysikalischen Messbildern gezogen werden.