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Der Kreisverkehr ist gar nicht so ohne. Wie man im Kreisel richtig fährt, scheint selbstverständlich zu sein, ist aber nicht immer einfach.
Der Vortritt, das Blinken, der Fahrstreifenwechsel in einem zweispurigen Kreisel, das Überholen, das Einfahren und Verlassen des Kreisels sowie das Verhalten von Radfahrern sind Punkte, die Probleme verursachen können. Die nachfolgenden Regeln sind zu beachten.
Er ist in der Schweiz am häufigsten und auch die sicherste Form der Kreisverkehrsanlagen. Es gibt nur wenige Konfliktpunkte (auf dem Schema orangefarben).
Die Grundregeln (siehe oben) gelten für diese Kreiselart.
Um den Verkehrsfluss in einem einfachen (einspurigen) Kreisel zu verbessern, kann ich meine Richtung bei der Einfahrt und im Innern des Kreisels signalisieren. Das ist allerdings nicht vorgeschrieben. Obligatorisch ist jedoch, das Verlassen des Kreisels rechtzeitig mit dem Blinker anzuzeigen.
Beispiel beim Linksabbiegen: Ich stelle den Blinker links, wenn ich mich dem Kreisel nähere und die Ausfahrt zu meiner Linken nehmen will (und dafür also ¾ des Kreisels befahren muss). Ich kann den linken Blinker eingeschaltet lassen, um den übrigen Fahrzeuglenkenden anzuzeigen, dass ich im Kreisel weiterfahre. Nach dem Passieren der zweiten Ausfahrt stelle ich den Blinker rechts, um das Verlassen des Kreisels anzuzeigen.
In diesem Fall hat das Fahrzeug auf dem linken Fahrstreifen den Vortritt vor demjenigen auf der rechten Spur.
Dasselbe Prinzip gilt im Falle eines Kreisels mit zwei Fahrstreifen und einer Zufahrtsstrasse mit drei Spuren.
Der Bus hat keine besonderen Vortrittsrechte: Das Fahrzeug, das sich auf der linken Spur befindet, hat Vortritt vor jenem auf der rechten Spur.
Das korrekte Verhalten in einem einspurigen Kreisel ist zwar den meisten Fahrzeuglenkenden bekannt, auf den Kreisel mit zwei Fahrstreifen trifft das jedoch weniger zu. Das kann zu Unsicherheiten, ja zu Unfällen führen. Diese problematischen Situationen können folgendermassen vermieden werden:
Ein Kreisel mit Bypass verfügt über einen separaten Fahrstreifen für das Rechtsabbiegen, ohne dass man in den Kreisel selbst einfahren muss.
Der Doppelkreisel besteht aus zwei miteinander verbundenen Kreisringen.
Es gibt Kreisel, die von einem Tram- oder Bahngeleise durchquert werden. Bei solchen Kreiseln hat das Tram oder die Bahn immer Vortritt vor den übrigen Fahrzeugen und den Fussgängern.
Der Grosskreisel hat einen Aussendurchmessser von mindestens 40 m. Er ist in der Schweiz ziemlich selten, jedoch im Ausland häufiger anzutreffen. Die Grundregeln gelten auch für diese Kreiselform.
Der Mini-Kreisel hat einen Aussendurchmessser bis etwa 24 m. Seine Insel ist teilweise überfahrbar. Die Grundregeln gelten auch für diesen Kreiseltyp. Achtung: Der Radius solcher Kreisel erlaubt es längeren Fahrzeugen, ja zum Teil selbst Personenwagen nicht, sie ganz zu umfahren.
Dieser Kreiseltyp ist mit einem getrennt geführten Radweg ausgestattet, dank dem die Velofahrenden den Kreisel ausserhalb des motorisierten Verkehrs umfahren können. Man findet ihn vor allem im Ausland.