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Von Melanie G. Host
E wie Echinacea
Auch «Sonnenhut» genannt, zählt zur Familie der Korbblütler. Ursprünglich stammt Echinacea aus Nordamerika, wo sie sowohl in feuchten als auch in trockenen Prärien und Waldgebieten vorkommt. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu 140 cm und bildet haarige, raue Blätter.
Obwohl man in der Naturheilkunde fast ausschliesslich Echinacea purpurea (Purpur-Sonnenhut) verwendet, welche als beliebte Gartenpflanze weltweit kultiviert wird, gibt es glaubwürdige Hinweise und Versuche, dass Echinacea angustifolia (Schmalblättriger Sonnenhut) eine viel grössere Wirksamkeit besitzt. Der Purpur Sonnenhut wird wahrscheinlich deshalb fast ausschliesslich verwendet, weil er leichter anzubauen ist und schneller wächst. Am einfachsten und erfolgversprechendsten ist es, wenn Sie sich die getrockneten E.-angustifolia-Wurzeln im Internet von gut ausgestatteten Händlern bestellen und eine Tinktur ansetzen. Es gibt Studien, wonach sogar lange gelagerte Wurzeln genauso effektiv sind wie die frischen.
Die Indianer Nordamerikas benutzen den Sonnenhut seit mehreren Jahrhunderten gegen Wunden, Rachenund Atemwegsinfektionen, Mumps, Masern, Verbrennungen, Insektenstiche, Verdauungsstörungen sowie bei rheumatischen Erkrankungen. Dieses uralte Wissen fand dann schliesslich Einzug in die moderne amerikanische Medizin und Naturheilkunde. Naturheilkundige in den USA wurden aufgrund der Wirksamkeit des Sonnenhuts bei Schlangenbissen auf die Pflanze aufmerksam. Seither benutzen sie sie für ähnliche Zwecke wie die Ureinwohner. Zusätzlich wird Echinacea von ihnen auch noch bei Diphterie oder Blutvergiftung in hoher Dosierung eingesetzt. In unseren Breiten setzt man Echinacea purpurea unterstützend bei Erkältungen, grippalen Infekten, Harnwegsinfektionen oder schlecht heilenden Wunden ein.