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Psychisches Wachstum, nicht Pathologisierung
Im Zentrum meiner Arbeit steht der allgemeine individuelle Bewusstwerdungs-, Selbstverankerungs- und Wachstumsprozess des Klienten, nicht das akribische Diagnostizieren und Klassifizieren von möglichen psychischen Unzulänglichkeiten und potentiellen Störungen, so genannten Psychopathologien.
Es geht mir somit nicht um Kategorien wie «psychisch gesund» versus «psychisch krank», da sich bereits diese Klassifizierungen an bestimmten gesellschaftlichen Konventionen orientieren und einen Normalitätskodex oder eine bestimmte Ideologie voraussetzen. Konsequenterweise arbeite ich daher auch nicht mit psychopathologischen Klassifizierungssystemen wie beispielsweise dem ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen). Ich versuche damit bewusst solche teilweise folgenreichen psychopathologischen Zuschreibungen, Etikettierungen und mögliche gesellschaftliche Stigmatisierungen zu vermeiden.