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Traditionelle Verwendung
Der lateinische Name Sambucus ist eine Anspielung auf die kleinen Flöten (sambuca), die die Griechen aus dem weichen Holunderholz schnitzten.
Die Griechen empfahlen Holunder gegen Nasenausfluss und übermässige Schleimbildung. In Europa schreibt man ihm harntreibende und entzündungshemmende Wirkungen zu.
Die Blüten und Früchte dienten lange Zeit zur Herstellung von Erfrischungsgetränken, die dem Organismus halfen, sich von den im Winter angesammelten Toxinen zu reinigen.
Botanik
Holunder ist ein Strauch, der bis zu 2 bis 6 Meter Höhe erreichen kann. Seine sommergrünen Blätter bestehen aus 5 bis 7 ovalen und zugespitzten Teilblättern. Die weissen Blüten sind wohlriechend. Die Früchte bestehen aus schwarzen, runden, glänzenden Beeren, die in kleinen, zum Boden geneigten Dolden zusammengefasst sind und mit einem violetten Saft gefüllt sind.
Er wächst in Wäldchen und Brachland der gemässigten Klimaregionen von Europa, Nordamerika bzw. Asien.
Eigenschaften
Die Holunderbeeren verfügen über entzündungshemmende1, antioxydative2 und antivirale Eigenschaften. Holunder ist besonders gegen den Grippevirus (der klassische Typ und H1N1) sowie den Herpesvirus wirksam: Er bremst die Infektionen, indem er diese Viren daran hindert, in die Zellen einzudringen3; 4; 5; 6.
Indikationen
- Vorbeugung und Behandlung von Virusinfektionen (darunter Grippe und Herpes)
- Reizdarmsyndrom
- Primäre und sekundäre Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Mögliche Kombinationen
Vorsichtsmassnahmen
Abgeraten bei schwangeren Frauen. In seltenen Fällen kann Holunder eine abführende Wirkung haben.