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Nach kurzer, schwerer Krankheit ist Hannes Meyer am 24. April 2013 gestorben
Keiner unter den Organisten unseres Landes spielt die Orgel so leicht, lustig und lüpfig wie Hannes Meyer, keiner erinnert unbefangener an eine Funktion, die sie einst (auch) hatte – die Orgel freilich nicht als fest eingebautes, grosses Kircheninstrument, sondern in kleinerer, mobiler Bauart und als solche Vermittlerin auch von Unterhaltungs-, sogar, horribile dictu, Tanzmusik.
Hannes Meyer hat sich mit dem Sonare-Quartett aus Frankfurt am Main (Yumiko Noda und Laurentius Bonitz, Violinen; Frowald Eppinger, Viola; Eric Plumettaz, Violoncello) und mit Ichiro Noda (Kontrabass) zusammengetan, um konzertante Werke von Pietro Domenico Paradies (Paradisi), John Stanley, Michel Corrette und Francesco Durante zu spielen.
Er involviert die Streicher aber auch in seine « Suite paysanne », in der aus dem Geiste der schweizerischen (« alpenländischen ») Volkstanzmusik geschaffene kleine Sätze von sehr tänzerischer Eigenart, gelegentlich höchst kunstvoll gesetzt, zu einem reizvoll-bezaubernden Zyklus zusammenstellt sind und in der sich Schlichtheit und Raffinement verbinden.
Das alles wird locker, gegebenenfalls auch virtuos, immer aber mit musikantischem Entrain gespielt.
Neue Zürcher Zeitung, Mai 1986