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„Finanzmärkte“ sind ein Oberbegriff für alle Bereiche, in denen Finanz- und Nicht-Finanzberater den Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen, Derivaten und Fondsanteilen tätigen. Finanzmärkte können in nationale und internationale Finanzmärkte unterschieden werden. Am Primärmarkt werden Wertpapiere zum Zeitpunkt der Emission gekauft. Dieses Sammeln von Kapital wird von wenigen ausgewählten Teilnehmern abgewickelt, wie Banken, Versicherungen und großen Investmentfonds. Auf den Sekundärmärkten werden die Wertpapiere dann versteigert und zugeteilt. Hier erfolgt daher auch die Weiterveräußerung durch den Anleger. Angebot und Nachfrage auf diesen Sekundärmärkten bestimmen den Preis. Auf den Punkt gebracht: Auf dem Primärmarkt erfolgt die Erstemission von Aktien, Anleihen und Investmentanteilen, während auf dem Sekundärmarkt der Weiterverkauf erfolgt. Die Finanzaufsichtsbehörde FINMA „beaufsichtigt Schweizer Finanzmarktinfrastrukturen“ 1 .
Der Finanzmarkt ist schon seit längerer Zeit keine physischen Orte mehr, sondern Computer Plattformen, die als „Handelsplätze“ bezeichnet werden. Hier kreuzen sich die Kauf- und Verkaufsangebote. Die Struktur des Schweizer Finanzplatzes wird von der SIX Group bereitgestellt, die für die SIX Swiss Exchange verantwortlich ist. Von den Benchmarks, die SIX in der Schweiz anbietet, ist der Swiss Market Index (SMI) am repräsentativsten: Er besteht aus den kapitalstärksten und liquidesten Unternehmen der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Man kann aber auch, je nach dem Gegenstand der gehandelten Finanzkontrakte, in Geld-,Kredit- und Kapitalmärkte unterscheiden, ohne den Devisenmarkt und den sogenannten OTC-Markt zu vergessen. Auf dem Geldmarkt erfolgt das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage nach Geld zwischen Banken und Nichtbanken. Kurz gesagt haben die Geldmärkte die entscheidenden Funktionen, Handel und Industrie zu finanzieren, rentabel zu investieren, die Selbstständigkeit der Geschäftsbanken zu verbessern und der Zentralbankpolitik die Liquidität zu bieten. Der Geldmarkt handelt typischerweise mit Produkten (Geldmarktpapiere) mit hoch liquiden, kurzfristigen Laufzeiten (bis zu zwei Jahren). Dieser zeichnet sich außerdem durch ein hohes Maß an Sicherheit und eine relativ niedrige Zins Rendite aus. Der Geldmarktsatz basiert auf dem Zinssatz, zu dem das Geld von den Zentralbanken gehandelt wird.
Der Kreditmarkt besteht hauptsächlich aus Banken, die Geld von der Zentralbank leihen oder Spareinlagen bündeln. Dann wird dieses Geld in Form von Krediten vor allem an Unternehmen verliehen. Die Banken können daher ihre zukünftigen Forderungen aus diesen Krediten auch an Finanzinvestoren weiterverkaufen (zum Beispiel zur Verbriefung). Der Kapitalmarkt lässt sich vom Geldmarkt unterscheiden, indem er sich durch langfristige Kapitalaufnahmen bzw. Kapitalanlagen auszeichnet. Auf dem organisierten Kapitalmarkt werden längerfristige Transaktionen unter Einschaltung von Kreditinstituten und Kapitalsammelstellen abgewickelt. Am Kapitalmarkt werden langfristige Finanzinstrumente (mit einer Laufzeit von mindestens 2 Jahren) eingesetzt. Eine eindeutige Trennung der Fristen zwischen Geld- und Kapitalmarkt existiert aber nicht. Der organisierte Kapitalmarkt unterliegt der staatlichen Aufsicht und die Börse ist die typischste Form dafür. Der nicht organisierte Kapitalmarkt betrifft hingegen Kreditbeziehungen zwischen Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und Privathaushalten.
Der Devisenmarkt ist der Markt, auf dem die Teilnehmer Währungen kaufen, verkaufen, tauschen und diesbezüglich spekulieren können. Der Devisenmarkt wickelt tägliche Transaktionen in Höhe von mehr als 5 Billionen US-Dollar ab. Dies ist mehr als die Summe aus Futures- und Aktienmärkten. Der Devisenmarkt, auch als Forex-Markt bekannt, ist dezentralisiert und wird aus einem globalen Netzwerk von Computern und Brokern aus der ganzen Welt gebildet. Die Akteure auf dem Forex-Markt sind Banken, Handelsunternehmen, Zentralbanken, Investment-Management-Firmen, Hedgefonds sowie Forex-Einzelhandelsmakler und -Investoren. Da Bargeld das liquideste Kapital ist, zeichnet sich der Devisenmarkt als der liquideste Markt der Welt aus.
Dann gibt es noch eine Reihe von Transaktionen zwischen Marktteilnehmern, die nicht über die Börse abgewickelt werden, wie zum Beispiel den OTC-Handel, besser bekannt als Telefonhandel. Auch wenn der Handel überwiegend auf elektronischem Wege abläuft, wird der Begriff „Telefonhandel“ auch heute noch häufig benutzt. „OTC“ bedeutet auf Englisch „over the counter“. Die OTC-Märkte (außerbörsliche Märkte) zeichnen sich dadurch aus, dass an ihnen auch Instrumente gehandelt werden können, die auf geregelten Märkten nicht die entsprechenden erforderlichen Anforderungen erfüllen. Es sind Märkte, deren Handel außerhalb der offiziellen Börsenkrise stattfindet.
Eine Finanzinvestition besteht in der produktiven Nutzung wirtschaftlicher Ressourcen. Im Finanzbereich kann dies als Einsatz eines bestimmten Geldbetrags an den Finanzmärkten in Form eines Finanzprodukts definiert werden. Eine umfassendere Definition könnte folgendermaßen lauten: Finanzinvestitionen sind die produktive Nutzung eines Vermögens für eine bestimmte Dauer mit dem Ziel, dessen Wert zu erhöhen. Auf diese Weise können Hypothekendarlehen und Kredite auch als Finanzinvestitionen klassifiziert werden.
Es gibt viele Arten von Finanzinvestitionen. Ein roter Faden, um sich zwischen ihnen zu orientieren, kann darin bestehen, sie nach Dauer, Risiko und Rendite zu klassifizieren. Es gibt langfristige, mittel- oder kurzfristige Investitionen. Ebenso können Anlagen ein niedriges, mittleres oder hohes Risikoprofil aufweisen. Entscheidend für den Investor ist immer das Risiko-Ertrags-Verhältnis, d.h. wie hoch die Ausschüttung - ob in Form von Dividende oder Zinsen - sein im Verhältnis zum eingesetzten Kapital und der Wahrscheinlichkeit, dieses zurückzuerhalten. Auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen -Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) und Finanzinstitutsgesetz (FINIG) - müssen die Anlageprodukte den Anlegern sowohl unter Risikogesichtspunkten als auch im Hinblick auf die Gebühren so transparent wie möglich vorgelegt werden.
Für diejenigen, die nach sicheren Investitionen suchen, gibt es bestimmte Formen der Anlage ihres Vermögens (z. B. die Fonds mit garantiertem Kapital). Der allgemein bekannteste Weg zum Schutz vor Risiken ist jedoch die Diversifizierung der Anlagen. Die Diversifizierung von Investitionen bedeutet den Aufbau eines Anlageportfolios, das sich aus Wertpapieren aus verschiedenen Märkten zusammensetzt, die möglicherweise nur wenig oder negativ miteinander korreliert sind.
Es gibt viele Finanzdienstleister, die befugt sind, Finanzprodukte anzubieten und daher Investitionen sowohl seitens Unternehmen als auch seitens Privatanlegern zu ermöglichen. Als Erstes sind hier Banken zu nennen, aber auch Kapitalverwaltungsgesellschaften und Vermögensverwaltungsgesellschaften sollten nicht vergessen werden. Finanzberater sind Fachleute, die qualifiziert sind, auf Sparer ausgerichtete und auf Finanzprodukten basierende Anlagestrategien auszuarbeiten. Sie können Mitarbeiter von Banken und Unternehmen sein, auf eigenen Namen arbeiten oder unabhängig sein.
Je nach voraussichtlicher Laufzeit, werden Anlagen eingeteilt in:
Kurzfristige Anlagen haben eine Laufzeit von höchstens 12 bis 18 Monaten. Ein kurzfristiger Zeithorizont wird normalerweise gewählt, um die den normalen Bedarf an Barmitteln überschreitenden Liquidität zu verwalten. Diese Anlagen können gewöhnlich bei Bedarf leicht aufgelöst werden. Es ist daher kein Zufall, dass dieser Anlagetyp auch „taktische“ Gründe haben kann und man erst entscheidet, ob man genaue Vorstellungen hat oder die Märkte höhere Sicherheiten bieten.
Mittelfristige Anlagen beziehen sich normalerweise auf Zeiträume, die zwischen einem kurzfristigen Zeithorizont und 3 Jahren liegen. Langfristige Anlagen beziehen sich auf einen Zeithorizont von mehreren Jahren und fallen unter die Anlagen, die normalerweise einer professionellen Beratung bedürfen. Anders als die kurzfristigen Anlagen benötigen die mittel- und langfristigen Anlagen einen „strategisch“ ausgerichteten Ansatz.
Jeder Anleger muss bei seinen Anlageentscheidungen in erster Linie seine Ziele festlegen, um daraufhin die weiteren Entscheidungen aufzugliedern. Diese Ziele sind in drei Ebenen zu unterteilen:
Wenn man über Risiken im Anlagebereich spricht, spricht man über Unsicherheit oder Veränderung.
Eine Investition zu diversifizieren bedeutet, den Gesamtbetrag auf mehrere Finanzanlagen aufzuteilen. Wenn Sie also in mehrere Aktivitäten investieren, können Sie Ihr Risiko senken.
Eine Finanzanlage weist folgende Risikokomponenten auf:
Das Geheimnis bei der Erstellung eines „risikoarmen“ Portfolios oder, besser gesagt, bei der Minderung des Risikos eines Portfolios besteht daher darin, die Komponenten des Portfolios selbst zu diversifizieren, indem die Anzahl der darin enthaltenen Finanzanlagen erhöht wird. Diese Aktivitäten sollen keine in Wechselbeziehung stehende Performance haben.
Das Wesentliche dieses vom Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Markowitz beschriebenen Prinzips besteht darin, dass es nicht korrelierenden Vermögenswerten gelingt, das spezifisch definierte Risiko, d.h. das Risiko des einzelnen Instruments, zu eliminieren. Es besteht jedoch immer noch ein systemisches Risiko, das nicht vollständig beseitigt werden kann.
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