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Der Islam ist nach dem Christentum die zweitgrößte Weltreligion, und ebenso wie das Christentum gehört der Islam zu den monotheistischen Religionen. Im Zentrum steht der Glaube an nur einen Gott, neben dem es keine anderen Götter gibt. Weiterer zentraler Bestandteil ist der Glaube an Mohammed als Prophet Gottes.
Textliche Grundlage des Islams ist zum einen der Koran, der als Rede Gottes gilt, die dem Propheten Mohammed offenbart wurde. Zum anderen sind es auch die Hadithe, die vor allem die Taten und Worte von Mohammed beinhalten. Die Normen, die sich aus diesen Texten ergeben, werden als Scharia bezeichnet.
Aus einem Hadith gehen auch die fünf Grundregeln, beziehungsweise die fünf Säulen hervor, die als Hauptpflichten der muslimischen Gemeinde angesehen werden:
- das islamische Glaubensbekenntnis
- das Pflichtgebet
- die Almosengabe
- das Fasten im Ramadan
- die Pilgerfahrt nach Mekka.
Das Glaubensbekenntnis enthält das Bekenntnis zu nur einem Gott sowie die Bestätigung von Mohammed als Propheten Gottes.
Das Pflichtgebet ist das rituelle Gebet, das Muslime fünfmal am Tag in Richtung Mekka vollziehen müssen.
Die Almosengabe fordert, einen bestimmten Teil des Besitzes an Bedürftige zu geben.
Im Ramadan ist es für erwachsene und gesunde Muslime vorgesehen, von Sonnenauf- bis -untergang zu fasten. Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders, in dem nach islamischer Auffassung der Koran herabgesandt wurde.
Ergänzt werden diese Grundlagen von der Pilgerfahrt nach Mekka, die jeder Muslim einmal im Leben vollziehen sollte, soweit ihm dies möglich ist.
Geschichte des Islam
Die Geschichte des Islam beginnt mit dem Propheten Mohammed, der von einem Engel den Verkündungsauftrag des einen wahren Gottes erhielt. Zunächst teilte Mohammed seinen neuen Glauben nur mit seinem familiären Umfeld. Erst einige Jahre später begann er öffentlich zu predigen. Da zu dieser Zeit in Mekka ein henotheistischer Glaube vorherrschend war, mussten einige der monotheistischen Religion des Islam angehörige Gläubige fliehen, wodurch die Verbreitung des Islam außerhalb Arabiens begann. Es folgte die Durchsetzung des Glaubens in Arabien, verbunden mit einigen Kämpfen und schließlich der Einnahme Mekkas im Jahr 630. Bis zur Mitte des 7. Jahrhunderts erlangten die Muslime die Herrschaft über den Irak, Syrien, Palästina, Ägypten und auch über große Teile des Irans.
Der Islam verbreitete sich auf unterschiedlichen Wegen, zum Beispiel durch Gläubige, durch Handel und somit entstandene familiäre Verbindungen. Auch der europäische Kolonialismus hat einen Teil zur Verbreitung im 19 Jahrhundert, besonders in Afrika, beigetragen.
Im Laufe der Zeit haben sich im Islam zahlreiche Untergruppen herausgebildet, die sich in ihrer religiösen Praxis teils deutlich unterscheiden, wie zum Beispiel Schiitentum und das Sunnitentum.