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Endokrine Therapie
Viele Brustkrebsformen sind «hormonabhängig». In den Tumorzellen gibt es Bindungsstellen (Rezeptoren) für die weiblichen Geschlechtshormone. Werden diese Rezeptoren durch die Geschlechtshormone stimuliert, führt das zum Wachstum der Zellen. Durch antihormonelle Therapien können die Rezeptoren blockiert oder die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone unterdrückt werden. Hierdurch wird der Krebs sehr effektiv bekämpft.
Je nach Alter der Patientin und Art der Erkrankung werden die antihormonellen Therapien 1x täglich mit einer Tablette eingenommen oder in regelmässigen Abständen gespritzt. Die typischen Nebenwirkungen einer antihormonellen Therapie sind Symptome ähnlich die der Menopause. Dies sind Hitzewallungen, Knochen-, Muskel oder Gelenkschmerzen, trockene Schleimhäute und Stimmungsschwankungen.
Jede dritte Patientin klagt über eine oder mehrere dieser Nebenwirkungen. Diese Beschwerden sind vor allem in ihrer Summe lästig, aber nicht gefährlich und richten also keinen zusätzlichen Schaden an. Die Beschwerden lassen sich durch pflanzliche Medikamente und komplementär-medizinische Angebote lindern oder gar beseitigen. Besonders wichtig ist hier im Rahmen der Nachsorge das Gespräch und die Beratung mit den nachbetreuenden Gynäkologen. Auf keinen Fall sollte die Therapie zu früh abgebrochen werden.