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Grund von Los Angeles potenziert Erdbeben
Los Angeles ist gefährlich: Dass die rund 100 Kilometer vom südlichen Bereich des Andreas-Graben entfernt liegende Stadt stark von Erdbeben bedroht ist, ist nicht neu. Dass ihr Grund so beschaffen ist, dass er die Erdbebenwellen verstärkt, wenn es beim Andreas-Graben bebt aber schon. In Los Angeles muss man mit schwereren Folgen rechnen, als bisher angenommen.
Zu dieser Erkenntnis kamen Marine Detrolle und ihre Kollegen von kalifornischen Stanford-University im Zusammenhang mit einer Studie und Dank einer neuen Analysemethode: Diese beruht auf der Tatsache, das nicht nur Erdbeben im Untergrund seismische Wellen werfen, sondern auch die Wellen und Wasserbewegungen in den Ozeanen. Sie erschüttern die Erdkruste ständig leicht und sorgen dort für eine Art Dauerrauschen. Diese Tatsache nutzten Detrolle und ihr Team: Mit Hilfe eines Messnetzes entlang des San Andreas-Grabens registrierten sie Stärke und Richtung des Rauschens. Aus den gewonnen Daten erstellten sie eine Computersimulation, die zeigt, wie ein starkes Beben verlaufen könnte und was dies für Los Angeles bedeuten würde.
Sie kamen zum Schluss, dass der Grund der Stadt, wenn es am Andreas Graben zu einem Beben der Stärke sieben oder mehr kommt, gleich einem Pudding wackelt, was die Wellen des Bebens wiederum massiv verstärkt. Der Grund dafür liegt im Grund von Los Angeles, der aus auf Sediment besteht. Für zusätzliche Erschütterungen sorgt das Gestein, an welches der lockere Grund grenzt: Die Wellen prallen daran ab, was zusätzliche Beben auslösen kann. (mai)