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- Die Story: Der 30-jährige Truman Burbanks wird seit seiner Geburt gefilmt und weiss nichts davon.
- Komiker Jim Carrey etablierte sich mit dieser Rolle als ernsthafter Schauspieler.
- Später wurde eine Krankheit nach dem Film benannt: das «Truman-Syndrom».
Grösste Reality-Show aller Zeiten
Truman Burbanks ist ein glückseeliger 30-Jähriger, der nach und nach erfährt, dass sein Leben eine grosse Lüge ist.
Seit seiner Geburt lebt er in einem gigantischen TV-Studio und ist ahnungsloser Hauptdarsteller in der grössten Reality-Show aller Zeiten. Das Publikum erlebt mit, wie sich Truman aus seinem TV-Käfig zu befreien versucht.
Der Film thematisierte kritisch eine damals boomende Entwicklung im Fernsehen: die Reality-Shows. In den USA waren Formate wie «Real World» oder «Cops», der Urahnen aller Reality-Formate, seit längerem Quotenhits.
Wenig später eroberten «Big Brother» und «Survivor» die globalen TV-Stuben. «The Truman Show» drehte den Fokus um und hielt den Zuschauern dieser Formate den Spiegel vor.
Zynisches Lebenswerk
Die scheinbar heile Welt von Truman Burbanks bricht im Lauf des Films in sich zusammen, als ihm klar wird, dass alle seine Freunde, seine Ehefrau, seine Eltern Schauspieler sind und seine Heimat nur Kulisse.
Dirigiert wird diese Kunstwelt von Christof (Ed Harris), einem genialen Manipulator der Massen. Als Truman das zynische Spiel durchschaut und von der Flucht träumt, bangt Christof um sein Lebenswerk.
Carrey ohne Grimassen
Die Paramount Studios gingen mit dem Film ein beträchtliches Risiko ein. Mit 60 Millionen Dollar Budget war es nicht nur der bisher teuerste vom Studio produzierte Film.
Als Hauptdarsteller wurde der erfolgreiche Comedian Jim Carrey engagiert, obwohl der Charakter des Truman Burbanks nur wenig komödiantisches Potential hatte.
Jim Carrey meisterte die Aufgabe scheinbar mit Leichtigkeit und empfahl sich damit auch für das dramatische Fach. Carrey wurde für seine überzeugende Darstellung mit einem Golden Globe ausgezeichnet.
Jim Carrey musste die Bedeutung dieser Rolle für seine weitere Karriere früh erkannt haben. Als hochbezahlter Schauspieler mit Gagen um die 20 Millionen Dollar verzichtete er auf einen beträchtlichen Teil der üblichen Entlöhnung, um Truman Burbanks spielen zu können.
Das Truman-Syndrom
Der Film über die Totalüberwachung eines Individuums hat zehn Jahre nach seinem Erscheinen auch in Medizinbüchern Einzug gehalten: als «Truman-Syndrom».
An der Krankheit leiden Menschen, die von der Wahnvorstellung überzeugt sind, dauerhaft von versteckten Kameras gefilmt zu werden.
In der Realität kann diesen Patienten nur durch eine Psychotherapie geholfen werden. Im Film reichte Truman Burbanks ein Segelschiff und eine Treppe, um seine konstruierte Welt endlich zu verlassen.