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Dauer: 01.04.2013 bis 31.03.2022
In einer explorativen Längsschnittstudie sollen Bedingungen, Verläufe und Erleben solcher Entwicklungen erforscht werden, die zu einer Abkehr von delinquentem Verhalten beitragen können. Dafür werden die Entwicklungen von insgesamt 50 ehemaligen Straftätern vergleichend in den Blick genommen.
Im Rahmen dieser Untersuchung werden ausführliche qualitative Interviews mit Männern geführt, die strafrechtlich auffällig und verurteilt worden sind. Nachdem in früheren Projektphasen bereits vier Interviews geführt wurden, sollen die Untersuchungsteilnehmer in einem weiteren Interview dazu befragt werden, wie sie ihr soziales Umfeld (Familie, Freundschaften, Partnerschaften), Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse sowie professionelle Hilfe erleben. Auf diese Weise soll ermittelt werden, wie ihre weitere Entwicklung verlaufen ist und welche Faktoren dazu beitragen können, ein Leben ohne Straffälligkeit zu führen. Abschliessend wird ein Interview mit einer Bezugsperson (z.B. Familienangehörige/r oder Fachperson) geführt, die den Untersuchungsteilnehmer über einen längeren Zeitraum begleitet hat.
Auf diese Weise sollen a) die Bedingungen und Verläufe der Reintegration ehemaliger Straftäter über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren erforscht und in diesem Zusammenhang b) das Erleben professioneller Unterstützung erhoben sowie c) Reintegrationsverläufe und -bedingungen zusätzlich aus der Perspektive einer langjährigen Bezugsperson beleuchtet werden. Auf dieser Grundlage soll auch geklärt werden, in welchen Konstellationen und in welcher Weise Prozesse der Reintegration fachlich sinnvoll und nachhaltig begleitet und unterstützt werden können.
Das Forschungsprojekt wird durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziell unterstützt.
Hier finden Sie eine Auflistung der Publikationen und Vorträge, die bisher aus diesem Projekt hervorgegangen sind (Stand 24.07.2019): Publikations- und Vortragsliste Forschungsprojekt Reintegration (PDF, 168 KB)