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Julia Fischer, die 1983 in München als Tochter einer slowakischen Pianistin und eines deutschen Mathematikers geboren wurde, erhielt als Vierjährige ersten Klavierunterricht von ihrer Mutter und begann wenig später mit dem Geigenspiel. Bereits 1992 wurde sie Schülerin von Ana Chumachenco an der Münchner Musikhochschule, deren Professur sie 2011 übernommen hat. Als Siegerin des Yehudi-Menuhin-Wettbewerbs 1995 und des Eurovisionswettbewerbs 1996 trat Julia Fischer ins internationale Rampenlicht und arbeitete bald danach mit namhaften Dirigenten und führenden Orchestern zusammen. In der Saison 2014/15 absolvierte sie beispielsweise Tourneen mit dem Russischen Staatsorchester unter Vladimir Jurowski und den St. Petersburger Philharmonikern unter Yuri Temirkanov. Sie konzertierte mit dem Philharmonia Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, der Tschechischen Philharmonie und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Auch von den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Cleveland und dem Philadelphia Orchestra oder dem New York und dem Los Angeles Philharmonic wurde sie eingeladen. 2011 gründete Julia Fischer gemeinsam mit dem Geiger Alexander Sitkovetsky, dem Bratschisten Nils Mönkemeyer und dem Cellisten Benjamin Nyffenegger ihr eigenes Quartett, mit dem sie 2015 u. a. in Wien, Zürich und Berlin auftrat. Ausserdem gab sie Rezitale mit Yulianna Avdeeva und Igor Levit. Für ihre Aufnahmetätigkeit wurde Julia Fischer u. a. mit dem «Gramophone Award», dem «Cannes Classical Award», dem «ECHO Klassik» und dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» ausgezeichnet. 2011 erhielt sie den Deutschen Kulturpreis. Trotz ihrer Karriere als Violinvirtuosin hat Julia Fischer übrigens das Klavierspiel nie aufgegeben: 2008 spielte sie in der Alten Oper Frankfurt an einem einzigen Abend sowohl Griegs Klavierkonzert als auch ein Violinkonzert von Saint-Saëns.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2001 mit Werken von Tartini, Beethoven und Strauss, begleitet von Milana Chernyavska am Klavier.
Juni 2015