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Corona-Lexikonvon Sandra Dalto
Maskenkette, die
Bezeichnet ein modisches Accessoire, das in Anlehnung an die Brillenkette für die Schutzmaske umfunktioniert wurde, mit dem Zweck, dem Verlust derselben entgegenzuwirken. Angewendet auf Atemschutzmasken wird die M. an den beiden Ohrschlaufen befestigt und um den Hals getragen. Nebst dem modischen Nebeneffekt ermöglicht die M. den spielerischen Umgang mit der Anwendung der Maskenpflicht. Zudem ermöglicht sie nicht nur das ständige Mitsichtragen einer Schutzmaske, sondern, im Falle der Fälle auch das elegante Umschiffen des Dilemmas der sog. ⇑ Freiluftnase.
Impfsticker, der
Wortkombination aus impfen [Verb] und Sticker (engl. für Aufkleber), aus der Kategorie aufmerksamkeitsgenerierende und aktionsimulierende Politideen mit persönlichkeitsrechtlicher Problematik. Idee, die zur Abdämpfung der Angst von Geimpften vor erneuten Restriktionen entstand. Der I. sieht vor, ungeimpfte Personen sichtbar zu kennzeichnen, insbesondere das Gesundheits- und Kitapersonal. Der I. wurde erstmals als Vorschlag von GLP-Nationalrat Jürg Grossen ausgesprochen und inspirierte weitere Politiker*innen, etwa Ruth Humbel (die Mitte) zum Vorschlag, dass durch I. beispielsweise geimpfte Menschen im Gesundheitswesen von der Maskentragpflicht befreit werden könnten. Nichtgeimpfte würden so dank ihrer Schutzmaske weiterhin erkannt werden. Verwandt mit ⇑ Indirekter Impfzwang, Geschichtsunterrichtsschwänzer, ⇑ Impfbutton fürs Facebook-Profilbild. Ein Restrisiko besteht, dass der I. in die Kategorie ⇑ ungewollter Impfwitz fällt.