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Neuer Durchbruch für Patienten mit Reizdarmsyndrom
Wien (ots/PRNewswire) - Wissenschaftler haben heute auf der UEG Week bekanntgegeben, dass fäkale Bakterienprofile bei Patienten mit Reizdarmsyndrom, die auf eine low-FoDMAP-Diät ansprechen sich von denen unterscheiden, die nicht darauf ansprechen. Dadurch können Ärzte vorhersagen, welche Patienten von der Einhaltung der Diät profitieren werden, anstatt Patienten dazu aufzufordern, den herausfordernden Diätplan auszuprobieren.
Die low-FODMAP-Diät ist inzwischen eine etablierte Behandlung für an Reizdarmsyndrom erkrankte Menschen, doch die Diät ist umstritten und schwer einzuhalten, und nicht alle Reizdarmsyndrom-Patienten reagieren vorteilhaft auf die Behandlung.
Die Ergebnisse wurden das erste Mal bei einer offenen Plenarsitzung auf der UEG Week 2016 vorgestellt. Dr. Sean Bennet teilte Delegierten mit, dass bei den richtigen Personen eine low-FODMAP-Diät eine hocheffiziente Wirkung haben kann, aber bisher konnte nicht identifiziert werden, auf wen dies zutrifft. "Eine neue Studie hat gezeigt, dass eine low-FODMAP-Diät die Symptome des Reizdarmsyndroms bei der Hälfte der Personen reduzierte", erklärte er. "Leider handelt es sich hierbei um eine sehr anspruchsvolle Diät, die vorsieht, dass eine gesamte Lebensmittelgruppe ausgeschlossen wird. Daher haben wir versucht, herauszufinden, wer die größten Vorteile durch die Diät haben wird."
Die Studie enthielt die Analyse von 61 Patienten mit moderaten bis schweren Reizdarmsyndrom-Symptomen, die an einer vorherigen klinischen Studie teilnahmen. Bei dieser Studie hielten die Patienten für 4 Wochen eine "traditionelle" beziehungsweise eine low-FODMAP-Diät ein, wobei Stuhlproben vor und nach den Ernährungsinterventionen genommen wurden.
Das Bakterienprofil der Proben zeigte, wie unterschiedlich die Diäten auf die Zusammensetzung der Darmbakterien wirkten. Darüber hinaus wurde auch gezeigt, dass sich die fäkalen Bakterienprofile unter den Patienten, die auf die Diät ansprachen und die nicht darauf ansprachen, unterschieden.
"Patienten, die nicht auf die low-FODMAP-Diät reagierten, wiesen vor dem Beginn der Diät mehr Abnormalitäten in ihrem Darmbakterienprofilen auf als diese, die positiv auf die Diät ansprachen", erklärte Dr. Bennet. "Es könnte daher in Erwägung gezogen werden, ein fäkales Bakterienprofil vorzunehmen, bevor die Ernährungsinterventionen in Betracht gezogen werden."
"Wenn vorhergesagt werden kann, ob ein Patient auf die low-FODMAP-Diät anspricht, dann können eher andere Therapien in Erwägung gezogen werden und den entsprechenden Patienten kann eine sehr anspruchsvolle Diät erspart bleiben, die möglicherweise keinen Effekt haben oder die Symptome noch verschlimmern würde."
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