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Abenteuer Gegenwartslyrik
Was macht aktuelle Lyrik aus? Welche Themen werden gegenwärtig dichterisch ‘besungen’? Wie arbeiten heutige Gedichte an und mit Worten, Begriffen und Sätzen? Wie positioniert die Lyrik sich in Diskursen? Wie verhält sie sich zur Tradition? Was ist überhaupt die Stellung von Dichtung in der Gegenwart? Diesen Fragen widmete sich ein literaturwissenschaftliches Seminar an der Universität Basel im letzten Semester. Mit den provisorischen Antworten, vor allem aber mit einem Haufen weiterer Fragen wagen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun ans Lyrikfestival. Dem Gespräch mit den Studierenden stellen sich Meret Gut und Raphael Urweider.
Meret Gut (*1989 in Zürich) lebt in Herrliberg. Ihr Studium an der Universität Zürich und an der University of Cambridge schloss sie mit einem Master in Molekularbiologie ab. Zurzeit unterrichtet sie Biologie an der Mittelschule und ist für Naturschutzorganisationen tätig. Sie hat in verschiedenen Zeitschriften Gedichte und Kurzgeschichten publiziert und wurde an der Zürcher Hochschule der Künste aufgenommen. 2017 erschien ihr erster Gedichtband «Einen Knochen tauschen»
Raphael Urweider (*1974 in Bern) wurde für seine Gedichte vielfach ausgezeichnet, u.a. 1999 mit dem Leonce-und-Lena-Preis und dem Schillerpreis (2008). Er schreibt Theaterstücke, war Ko-Leiter des Schlachthaus Theaters Bern und tritt als Musiker auf. Er übersetzt aus dem Schweizerdeutschen, Englischen und Französischen. Zuletzt erschien von ihm «Wildern» (2018).