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Protokoll Halbklassendikussion: »Sein oder Schein«
Donnerstag, ?? Februar 2015, 11:45-12:20
Leitung: WaP
Anwesend: Alle
Zu Beginn wird das Prinzip der Normalverteilung erläutert: Die Kurve stellt die Anzahl Messung im Bezug zum Durchschnittswert dar. Diese lässt auf eine zufällige Eigenschaft anwenden, zwei Drittel der Gemessenen sollten im inneren Bereich der Kurve liegen.
Die Gruppe wird aufgefordert, sich selbst zu folgenden Eigenschaften einzuschätzen: Spontanität, Schusseligkeit, physische Stärke, psychische Stärke, Intelligenz, Attraktivität.
EINSCHÄTZUNG
Im Anschluss auf diese Aufgabe beginnt die Diskussion mit der Frage, ob man von sich selbst oder von anderen besser eingeschätzt werden kann.
Mehrfach wird erwähnt, dass einige „verborgene“ Seiten von aussen nicht beurteilt werden können, weswegen Lara der Meinung ist, dass die ideale Einschätzung auf einem gesunden Ausmass zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung beruht.
Cybel wirft ein, dass für eine Einschätzung immer eine gewisse Distanz benötigt wird. Laut WaP wird diese jedoch nicht immer genommen.
WaP schliesst gleich an mit einem Zitat des Rektors, laut dessen der Lehrer immer intelligenter sein soll als die Hälfte der Klasse.
Das Thema Intelligenz sorgt für Gesprächsstoff.
Von WaP wird angefügt, dass sich einige Menschen einen Partner wünschen, der »besser« ist als die jeweilige Person.
Vivienne ist mit dieser Aussage nicht einverstanden, da sie sich wünscht, dass ihr Partner das gleiche Niveau hat. Danny meint hierzu, dass sich die Schwächen und Stärken des Paares ergänzen sollen.
Erneut meldet sich WaP zu Wort und berichtet von der Paar-Einschätzung und ob sich Paare wohl einig sind, wer der intelligentere sei.
Arianna und Lara teilten die Meinung, dass sich offensichtliche Punkte, wie Grösse, besser beurteilen lassen, wobei Intelligenz subjektiv sei.
Unverblümt wirft Vera in den Raum, dass sie sich als die Schlauste im Raum befindet, und sie sei ziemlich sicher, dass jeder so denkt, da die eigenen Gedanken am meisten Sinn ergeben. WaP stimmt ihr zu wobei Sonja anfügt, dass dies auf das Umfeld der Kindheit zurückzuführen sei, da ihre älteren Geschwister ihr fortwährend zu verstehen gegeben hätten, dass sie nicht die schlauste sei.
SCHEIN
Auf die Frage, ob es Bereiche gäbe bei denen es nicht in Ordnung sei, einen Schein zu kreieren, fügt Beth an, dass sie sich nur zu Wort meldet, wenn sie ihre Aussage als klug erachtet und daher wohl intelligenter eingeschätzt wird.
Vivienne findet es in Ordnung, intelligenter zu scheinen, jedoch nicht dümmer.
Nach einer kurzen Anekdote von Vera über ihre eigenen »unnötig doofen« Fragen im Verlauf der Bezirksschulzeit, meint sie, dass man besonders um das Offensichtliche keinen Schein erzeugen soll.
WaP ist der Meinung, dass Schein das Sein beeinflusst, während Céline schlechtweg findet, dass diese sehr ähnlich, wenn nicht gar gleich sind. Dies führt sie mit dem Beispiel aus, ob schüchtern sein und schüchtern scheinen nicht dasselbe seien.
Lara ergänzt, dass man irgendwann zu seinem Schein wird.
Vivienne weist hierbei auf »Your Body Language makes who you are«, einen Film vom Amy Cuddy, der mit dem Motto »Fake it ‚till you become it« spielt.
Cybel stimmt dem zu indem sie auf ein Zitat von WaP hinweist: »Es macht keinen Unterschied ob man glaubt, jemanden zu lieben oder ob man jemanden liebt.«
Vera ist jedoch unklar, wieso Paare sich nach 20 Jahren doch noch trennen.
Hierauf erläutert WaP, wie die Wahrnehmung von sich selbst zu Konflikten führen kann, bevor Cybel anschliesst, dass, mit der Zeit, andere Seiten von sich selbst entdeckt und gezeigt werden.
Céline bekräftigt dies und weist darauf hin, dass sie sich bei ihren Grosseltern anders verhält wie mit ihren Freunden.
Hierbei schliesst WaP ab indem er ein weiters mal sein Können als Philosoph beweist und einwendet, dass wir uns in gewisser Weise verstellen müssen um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden, bevor die Klasse in eine andächtige Mittagspause entlassen wird.
~ciel