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Eine pragmatische Güterabwägung könnte hilfreich sein
Bei der Diskussion, ob Organspenden am Lebensende zulässig sein sollen, habe ich auch als Nichtmediziner Verständnis für die gegensätzlichen Positionen. Damit man in dieser Frage zu einem brauchbaren Entscheid gelangt, könnte eine pragmatische Güterabwägung hilfreich sein. Die Frage, die sich dabei stellt, lautet: Ist es sinnvoller, einen sterbenden Menschen in Ruhe sterben zu lassen und dann gezwungenermassen brauchbare «Ersatzteile» mit ihm zu «entsorgen», oder jüngeren Menschen, welche ohne diese «Ersatzteile» zum Sterben verurteilt wären, die Möglichkeit zu geben, für weitere x Jahre ein lebenswertes Leben zu führen? Falls die zweite Variante von einer Mehrheit getragen würde, müsste lediglich der frühestmögliche Zeitpunkt für die Organexplantation(en) festgelegt werden. Auch hier kann man das Fell des Bären nicht waschen, ohne dass es nass wird.
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