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PATEX-P: AuslösungEntwicklungsfehler
Wenige haben es noch nie erlebt: Auf einmal bricht die Verbindung zusammen, ja, es scheint sogar so häufig vorzukommen, daß schon "Ansagetexte" wie
PATEX-D: Auslösung - Veranlassung durch Durchfall
im GeoNet zu finden sind.
Warum das passiert, liegt häufig daran, daß durch Übertragungsstörungen die zwei an einer Paketübermittlung beteiligten Rechner total aus der Synchronisation laufen, d.h. jede Seite "vermutet" etwas falsches über den Zustand der anderen Seite.
Unglücklicherweise ist nun das X.25 Protokoll, der internationale Standard für viele Strecken im Paketnetz, so konstruiert, daß es nicht selbstsynchronisierend ist. Eine Paketübermittlung mit X.25 ist in einem labilen Gleichgewicht; zu Beginn der Übertragung werden spezielle Initialisierungspakete ausgetauscht, die nur einen eindeutigen Zustand herstellen, wenn die Sende/Empfangspuffer auf beiden Seiten geleert sind.
Resultat: Nach dem Herstellen einer virtuellen Verbindung "vergißt" das Netz manchmal, welche Pakete schon "abgeliefert" sind. Resultat:
DATEX-P: Auslösung - Ablauffehler
Die Gründe dafür sind historischer Natur:
Folge: Ein Alptraum an Komplexität und Sonderfallbehandlung für jeden Systemprogrammierer, der ein X.25 Protokoll implementieren muß. Zusätzlich ist der Wortlaut in den CCITT Dokumenten so vieldeutig, daß Implementationen, die sich an den Text gehalten haben, inkompatibel sind.
Für eine ins einzelne gehende Kritik und - vor allem - einen konstruktiven
Vorschlag für ein selbstsynchronisierendes Protokoll (in Pseudo-Pascal),
das sehr einfach zu implementieren ist: "Serial Link Protocol Design: A
Critique of the X.25 Standard, Level T' by John G. Fletcher, Lawrence Livennore
Lab, erschienen in einem Konferenzbericht der SIGCOMM (ACM) 1984 -Communications
Architectures & Protocols"
[HaBi 2]
PATEX-P: Auslösung