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Die brasilianische Polizei hat am Hafen in Manaus 10.000 Kubikmeter Tropenholz beschlagnahmt. Die enorme Menge stammt aus illegalen Einschlägen im Amazonas-Regenwald. Etwa die Hälfte davon war für den Holzhandel in Europa und den USA bestimmt.
Im Dezember wurde die brasilianische Steuerbehörde Receita Federal auf ein ungewöhnlich hohes Volumen des Holzhandels aufmerksam, das über die Flußhäfen in Manaus abgewickelt wurde. Seitdem waren Umweltbehörde und Bundespolizei am Ermitteln. Am Donnerstag (18.) haben sie dann zugeschlagen und 444 Container beschlagnahmt. Ein Fünftel wurde bisher inspiziert.
Laut Polizeiangaben würden die sicher gestellten Baumstämme aneinanderagereiht eine Strecke von 1.500 Kilometern ergeben. Das entspricht in etwa der Luftlinie zwischen Rom und London. Sichergestellt wurde sowohl einfaches Bauholz als auch edle und seltene Holzarten.
Entdeckt wurde ein Fälschungsschema von offiziellen Dokumenten zum Transport von Holz und Baumstämmen. Bei denen ist unter anderem eine Differenz zwischen der angegebenen und der tatsächlich transportierten Menge festgestellt worden. Andere Dokumente wurden gänzlich gefälscht. Wie es heißt, soll das Holz illegal im Amazonas-Regenwald geschlagen worden sein.
Mindestens 60 Unternehmen sind nach Medienberichten in den aufgedeckten illegalen Holzhandel verwickelt. Die Untersuchungen dazu laufen jedoch noch.
Die Rede ist von einer der größten Beschlagnahmungen im Zusammenhang mit dem kriminellen Holzhandel. Jetzt sind Veränderungen bei der Kontrolle des Transportes im Gespräch, um das illegale Geschäft zu erschweren.