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Marius Risse wurde am 8. Februar 1936 als drittes Kind von Marie Risse-Meyer und Raymond Risse in Heitenried geboren. Während der Schulzeit musste er bereits anpacken und als Käsereibub bei Bauern aushelfen. Er erlebte eine harte Jugendzeit, hatte aber stets ein herzliches Zuhause. Nach der Schulentlassung arbeitete er bei verschiedenen Bauern, ging ins Welschland und absolvierte die Rekrutenschule als Minenwerferkanonier. Danach war Marius Risse bei verschiedenen Bauern als Melker angestellt und liess sich zum Landwirt ausbilden.
1959 lernte er Elisabeth Zbinden kennen. Drei Jahre später wurde die Hochzeit gefeiert. Der Ehe folgten vier Kinder. Das junge Paar konnte das Heimwesen der Schwiegereltern in Lanthen in Pacht nehmen. Während den folgenden Jahren betrieb die Familie Landwirtschaft im Nebenerwerb und Marius Risse arbeitete zudem auswärts als Aushilfe. 1973 erwarben sie ein Heimwesen in Schweni und nahmen gleichzeitig einen Teil eines Heimwesens im Grabach in Pacht. Marius Risse war mit Leib und Seele Bauer und langjähriger Saatzüchter. Sein Stolz war eine Heerschar Tiere und gepflegte Äcker und Wiesen. Seinen Hof in Schweni hat er stetig modernisiert, er hat zusätzliche Räume geschaffen und den Maschinenpark regelmässig angepasst. 1980 erkrankte seine Gattin Elisabeth an einer unheilbaren Krankheit und wurde total arbeitsunfähig. Die Familienhilfe musste bis zur Besserung ihrer Gesundheit beigezogen werden.
Eine Abwechslung zum Alltag fand Marius Risse in der Musikgesellschaft Heitenried. Er wurde 2009 für 50 Jahre als aktiver Musikant ausgezeichnet. Er war ein geselliger Mensch und kannte viele Leute. Er war für seine freundliche Art bekannt und engagierte sich in Vereinen, wie dem Chuermutzeklub und dem Ornithologischen Verein. Er war zudem zwei Jahre im Gemeinderat St. Antoni tätig. Während vieler Jahre war er Lektor und später auch als Hilfssakristan bei der Pfarrei Heitenried aktiv.
Wann immer er Zeit hatte, zog es ihn in die Berge. Mehrere Male hielt er am Bettag die Lesung an der Brecca-Messe. 2001 übergab er den Hof an seinen Sohn und zügelte mit seiner Gattin nach Heitenried. Freude bereiteten ihm seine drei Enkel. Das ruhende Glück währte aber nicht lange. Schon 2007 folgten gesundheitliche Komplikationen mit der Diagnose Lymphdrüsenkrebs. Viele Chemotherapien waren nötig. Von da an war es ihm nicht mehr möglich, in die Berge zu gehen, wie er sich dies wünschte. Wann immer möglich machte er einen Besuch auf dem Schweni-Hubel. Am 12. August 2013 musste er wieder ins Spital. Während einem Monat konnte die Familie von ihm Abschied nehmen, bevor er am Bettag, am 15. September 2013, von seinem Leiden erlöst wurde. Eing.