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BEISPIELE ZUR AUSSTELLUNG
Folgendes sind drei Beispiele von Ausstellungsteilen im Rahmen der ersten Projektphase.
1000 gute Gründe für Stolz
Die Arbeitsgruppe dieses Ausstellungsteils überlegt sich verschiedene Gründe, weshalb wir auf die Schweiz stolz sein können. Gemeint ist hiermit ein nicht chauvinistischer Stolz, der allenfalls als Dankbarkeit gegenüber der Schweiz beschrieben werden kann. Aus der Auswahl werden vier Gründe in einer kritischen Auseinandersetzung weiter vertieft. Dafür kreiert die Arbeitsgruppe für jedes Thema einen Beitrag (normalerweise je ein Plakat). Dieser beinhaltet sowohl positive, als auch negative Aspekte in Form von Stichworten, kurzen Texten, Bildern, etc. Ziel ist einerseits, die Beiträge ansprechend zu gestalten, sodass die Besuchenden sich gerne damit auseinandersetzen. Gleichzeitig sollen die Besuchenden aber auch differenzierte Informationen, die beide Kehrseiten der Medaille aufzeigen, über die vier Themen erhalten. Nach der Lektüre der Plakate – und somit nach einer kritischen Reflexion – sollen sich die Besuchenden entscheiden, welcher Grund für Stolz am Überzeugendsten ist. Vor jedem Plakat steht eine Urne, die ihnen die Möglichkeit bietet, mit einer Murmel abzustimmen. Die Urnen sind durchsichtig, damit die bisherige Anzahl Stimmen ersichtlich ist.
Postkarten zur Schweiz
Als Basis für die Erstellung des „Postkartenspiels“ bekommt die zuständige Arbeitsgruppe eine Sammlung von Postkarten und Bildern. Auf diesen sind unterschiedliche Ortschaften, Gegenstände, Menschen, Situationen, Symbole oder Sprüche, die mit der Schweiz zu tun haben, abgebildet. Nicht alle Motive sind bekannt. Die Arbeitsgruppe sammelt weitere Bilder. Anschliessend denkt sie sich Fragen aus, zu denen sie je fünf Bilder, die eine mögliche Antwort darstellen, auswählt. Eine Frage könnte beispielsweise sein: „Wo würdest du mit einem ausländischen Gast hingehen, der nur einen Tag in der Schweiz ist?“. Als Antwort auf diese Frage könnten Bilder unter anderem das Matterhorn oder die Altstadt von Zürich, aber auch ein Museum, eine Pizzeria oder einen Zoo zeigen. Für die Ausstellung hängen die Fragen jeweils am oberen Ende einer Schnur, an der die fünf passenden Bilder mit Wäscheklammern befestigt sind. Die Idee ist, dass die Besucher_innen die Bilder beliebig von Schnur zu Schnur verschieben können. Nicht alle würden dieselben Bilder denselben Fragen zuordnen.
Fragen zur Schweizer Identität
Dieser Teil der Ausstellung widmet sich der Vielfalt an Meinungen und Ansichten bezüglich Schweizer Identität. Von NCBI wurde ein Grundstock an Audiodateien mit Interviews gesammelt, in denen prominente und unbekannte Protagonist_innen Fragen zur Schweizer Identität beantworten. Diese werden von der zuständigen Arbeitsgruppe lokal ergänzt. Mittels eines bereits vorbereiteten Fragenkatalogs, der zusammen mit dem Aufgabenblatt dieses Ausstellungsteils zur Verfügung gestellt wird, führen die Gruppenmitglieder weitere Interviews durch. Die Interviews werden nicht mit Bild, sondern nur mit Ton aufgenommen. Als Interviewpartner_innen sollen möglichst vielfältige Personen gewählt werden, die einen unterschiedlichen Zugang zu Schweizer Identitäten haben: Frauen und Männer, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, unterschiedliche Altersgruppen, etc. Je nach Infrastruktur vor Ort können die Interviews im Rahmen der Ausstellung an Hörstationen abgehört oder als zusammenfassende PowerPoint-Präsentationen projiziert werden. Die Besucherinnen und Besucher haben also die Möglichkeit, die gesammelten Antworten zu den Fragen bezüglich Schweizer Identität entweder zu hören oder zu lesen und sich selber Gedanken zu machen.