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Bildungszentrum Uster (BZU)
Berufsschulstrasse 1, 8610 Uster
Um- und Neubau sowie Provisorium
Der Inhalt des Video-Films wird im nachfolgenden Text erklärt.
Rundflug mit Kameradrohne im April 2017. Zu sehen sind die verschiedenen Etappen des Rohbaus, die die bestehende ehemalige Berufsschule sowie die alte Turnhalle baulich miteinander verbinden. Die Fertigstellung des Gebäudes erfolgt Ende 2018.
Rundflug mit Kameradrohne im April 2017. Zu sehen sind die verschiedenen Etappen des Rohbaus, die die bestehende ehemalige Berufsschule sowie die alte Turnhalle baulich miteinander verbinden. Die Fertigstellung des Gebäudes erfolgt Ende 2018.
Bauaufgabe
Der Kantonsrat beschloss am 7. Februar 2005, als Ersatz für die Kantonsschule Glattal (KGL) in Dübendorf eine neue Kantonsschule in Uster zu errichten und Schulen, die sich auf dem gleichen Areal befinden, in das Projekt einzubeziehen. Es handelte sich um die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Uster (GIBU), die Wirtschaftsschule KV Uster (WSKVU) und die Höhere Fachschule Uster (HFU). Der Kantonsrat bewilligte für den Neubau der Kantonsschule Uster einstimmig einen Kredit von 73,7 Millionen Franken. Der Regierungsrat beschloss als gebundene Ausgabe einen Kredit für die Sanierung des bestehenden Berufsfachschulhauses, einschliesslich der erforderlichen Provisorien, von rund 55 Millionen Franken. Als Gesamtkredit stehen 128,7 Millionen Franken zur Verfügung. Umgesetzt wird das siegreich aus einem Wettbewerb hervorgegangene Projekt von Voelki Partner Architekten aus Zürich.
Baukörper / Architektur
Fünf bauliche Eingriffe erweitern die bestehende Anlage zum neuen Bildungszentrum: Der Südtrakt wird verbreitert, der neue Westtrakt verbindet diesen mit der bestehenden Dreifachsporthalle, der neue Nordtrakt schliesst den Umlauf um den Schulhof, der Haupteingang wird geklärt und die neue Dreifachsporthalle, die auch als Mehrzweckhalle genutzt werden kann, wird westseitig an die bestehende Dreifachsporthalle angebaut. Die Parkgestaltung wird an das Gebäude herangeführt.
Die neue Fassade integriert den Altbau, löst dessen energetische Probleme und gibt dem öffentlichen Gebäude einen angemessenen Ausdruck. Der Neubau umfasst 151 Unterrichts- und Unterrichtsnebenräume, 57 Gemeinschafts-, Sport- und Nebenräume, 66 Verwaltungs- und Diensträume, Aussensitzplätze, Sportflächen und 170 Autoabstellplätze.
Nachhaltigkeit
Das Energiekonzept der Gebäudetechnik im BZU orientiert sich am Minergie-A ECO Standard. Der Aufwand für Raum-, Wassererwärmung und Temperierung der Lufterneuerung wird vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt. Ein Erdspeicher mit ca. 5,5 km Erdsonden liefert im Winter die benötigte Wärme für die Raumtemperierung und die Erwärmung des Brauchwarmwassers für Duschen und Mensa. Mehrstufige Wärmepumpen mit hohem Wirkungsgrad bringen die Wärme auf das jeweilige Temperaturniveau. Reicht dies nicht aus, kann aus dem Netz der kalten Fernwärme (ARA Uster) zusätzliche Energie bezogen werden. Da das Gebäude infolge hoher Personendichte eine hohe Eigenerwärmung aufweist, wird in der Übergangszeit und im Sommer die überschüssige Wärme ohne Einsatz von Kühlmaschinen wieder an den Erdspeicher oder ans die Fernwärmenetz abgegeben. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des BZU liefert primär die elektrische Energie für die gebäudetechnischen Anlagen, allfällige Überschüsse werden ins Haus oder ans öffentliche Netz abgegeben. So erreicht das BZU einen Energiekennwert von <0 kWh/m2,a und gilt somit als Nullenergiegebäude- energieneutral und C02-frei. Dank ECO Richtlinien werden auch gesundheitliche Aspekte wie Licht, Lärm und Raumluft berücksichtigt. Die Kriterien Rohstoffe, Herstellung und Rückbau beinhalten bauökologische Anforderungen, die beim Bau des BZU berücksichtigt werden.
Etappierung
Entsprechend einer Planungsstudie ist eine Ausführung des Bauvorhabens in Etappen mit einem Ergänzungs-Provisorium in etwa kostenneutral zu einer Ausführung ohne Etappierung mit einem umfassenden Provisorium für eine komplette Auslagerung des Schulbetriebs. Zudem lassen sich die Belastung und die Risiken für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerschaft mit einer Komplettauslagerung reduzieren und eine überlange Bauzeit kann vermieden werden, wodurch sich auch die Belastung durch Bau-und Verkehrslärm für die Anwohner entsprechend reduziert. Für die Dauer der Projektumsetzung wird deshalb ein Schulraumprovisorium erstellt, nach den Anforderungen der Berufsschulen ausgebaut und primär mit Mobiliar aus dem Altbau ausgestattet.