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Das Wichtigste in Kürze
- Charles Leclerc könnte als erster Monegasse den Grossen Preis von Monaco gewinnen.
- Es wäre auch sein erster Sieg in der Formel 1.
Monaco ist sein Revier. Hier ist Charles Leclerc geboren, hier ist er aufgewachsen, hier kennt er jeden Winkel. Im Ort der Schönen und Reichen ist er zum Formel-1-Piloten geworden, der am Sonntag Historisches schaffen könnte. Denn noch nie gewann ein Monegasse den Grossen Preis von Monaco.
«Um ehrlich zu sein, gibt es berühmtere Fahrer als mich, die in Monaco leben», sagte Leclerc. «Aber klar, ich bin Monegasse, das ist schon ein bisschen was anderes.»
Das Konterfei des smarten und hochehrgeizigen 21-Jährigen ziert die Magazine in den Kiosken in Monte Carlo. Die Monaco-Ausgabe der Wirtschaftszeitschrift «Forbes» titelt: «Charles regiert.» Im offiziellen Trailer zum Rennen wird der Ferrari-Jungstar direkt nach Formel-1-Ikone und Monaco-Rekordsieger Ayrton Senna gezeigt.
Zerbrechen unter dem Druck, der jetzt schon auf dem Hoffnungsträger der Scuderia lastet, dürfte Leclerc kaum. Mehrfach schon betonte er, dass er seine frühere mentale Schwäche zu einer Stärke gemacht hat.
Tragische Ereignisse in seinem noch jungen Leben haben dazu beigetragen, ihn im Schnellverfahren reifen zu lassen. 2014 verunglückte sein guter Freund Jules Bianchi in Japan und starb an den Folgen des Unfalls im Jahr darauf. 2017 starb Leclercs Vater.
Leclerc will gewinnen, Rennen, die WM, den Klassiker vor der Haustür. Man wisse, wie viel Leclerc das Heimrennen bedeute, betonte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. In den bisherigen fünf Saisonrennen hat man ihn eingebremst, zugunsten von Sebastian Vettel. Das wird sich Ferrari nicht leisten können, nicht in den Häuserschluchten von Monaco.