Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03655.jsonl.gz/1995

Geschichte des Weinanbaugebiets Kalifornien
Die Geschichte des amerikanischen Weinbaus beginnt im 16. Jahrhundert, als die spanischen Eroberer in Mexiko erstmals eine europäische Rebe einführten; sie erhielt den Namen Criolla.
Im Jahr 1769 pflanzte der Franziskanermönch Junipero Serra (1713–1784) im kalifornischen San Diego die erste Rebe, da er für seine Missionsstationen Messwein benötigte. Sehr wahrscheinlich stammten die Rebstöcke hierfür aus dem benachbarten Mexiko.
1833 legte dann der Franzose Jean-Louis Vignes in der Nähe von Los Angeles den ersten Weinberg mit selbst importierten Reben an. General Mariano Vallejo schliesslich gründete in Sonoma als erster einen modernen Weinbaubetrieb. Sein Nachbar war Agoston Haraszthy, ein abenteuerlustiger Ungar, der im Jahre 1861 100 000 Reben von 300 verschiedenen Sorten aus Europa mitbrachte und im neuen Weinanbaugebiet Kalifornien kultivierte. Er gründete das Weingut Buena Vista und brachte in Kalifornien die Entwicklung des Weinbaus in Schwung. Weitere Pioniere des modernen amerikanischen Weinbaus waren der Deutsche Jacob Gundlach sowie Charles Lefranc (mit dem legendären Almadén-Wein) und sein Schwiegersohn Paul Masson, der als Schaumweinkönig galt.