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Informationen
Fritz Morgenthalers Traumtheorie und seine Methode des Traumseminars mit dem Ziel der Stellung einer Traumdiagnose (d.h. Aufdeckung der Tendenz der Traumerzählung und damit Verstehens des Übertragungsgeschehens), sind in der Schweiz äusserst einflussreich geworden und haben unser Verständnis von und Arbeiten mit Träumen entscheidend geprägt. Häufig taucht das Missverständnis auf, dass Morgenthalers Theorie und Methodik eine Alternative zu derjenigen Freuds darstellen. In Wahrheit sollte sie Freuds Traumtheorie nicht ersetzen, sondern erweitern; sie setzt letztere also voraus und nicht ausser Kraft.
Das Ziel dieses Seminars ist es herauszuarbeiten, auf welche Weise sich Morgenthalers Konzepte an Freuds Theorie anschliessen und selbige erweitern. Der praktische Zweck des Seminars besteht darin aufzuzeigen, wie die Methoden der Traumdeutung und Traumdiagnose einander wechselseitig ergänzen und vertiefen.
Wir wollen das Seminar möglichst anschaulich mit einer gemeinsamen Visionierung und Diskussion des Filmes Serkalo von Tarkowski (SU 1975) beginnen. Die Konklusion des Seminars soll mit einer Besprechung eines Klartraumes erfolgen, zu dem wir eine kombinierte Traumdeutung und Traumdiagnose vorschlagen und diskutieren möchten. Diese soll praktisch vorführen, wie Traumdeutung und Traumdiagnose zusammenspielen und wie man sich Klarträumen psychoanalytisch nähern kann.