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Arrival Zone - Vapour Trail - Departure Zone
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für den Flughafen Narita und Shimbashi Station Tokyon Festival “artists as activists”, Tokyo 2007
arrival zone/departure zone fand unmittelbar nach der Ankunft und vor der Abreise auf dem Flughafen statt – vapour trail inmitten der Woche inmitten von Tokyo.
arrival zone
Erstmals japanischen Boden betretend, begrüssten Klara Schilliger und Valerian Maly die Passagiere der verschiedenen internationalen und nationalen Destinationen mit Tafeln und Blumen – wie es in der arrival zone üblich ist: Hotelboys oder Chauffeure holen ihre unbekannten Gäste ab.
Aber an Stelle von Familiennamen und Unterkunftsorten waren die Tafeln mit Begriffen aus dem Alltag wie „Tod”, „Geld”, „Liebe” ..., den Namen berühmter ausländischer Persönlichkeiten, welche die japanische Geschichte beeinflusst haben, sowie beliebter und unbeliebter japanischer Persönlichkeiten, beschriftet.
Das Resultat war ein kontinuierliches „name- und term-dropping” aus der Geschichte bis zur Gegenwart, von Wörtern aus der Umgangssprache bis zu elaborierten Fachbegriffen (wie „Admiral Matthew Perry”, „Marcel Duchamp” oder „bubble economy”). Eine stille Performance, poetisch, nicht aber ohne Provokation.
vapour trail
Die beiden Schweizer Künstler kamen mit sehr schwerem Gepäck in Tokyo an; sie hatten ihre Koffer mit Steinen aus der Aare – dem Fluss ihrer Heimatstadt – gefüllt. Diese liessen sie in Tokyo in zwei Eisblöcke einfrieren. Auf dem Platz der Shimbashi Station – des meistfrequentierten Bahnhofs in Tokyo – begannen die beiden Künstler an einem grossen imaginären Symbol zu arbeiten. Sie schleppten die Eisblöcke mit den eingefrorenen Steinen über den Platz, Valerian Maly auf seinem Rücken, Klara Schilliger zog ihn an einem Seil hinter sich her. Nach und nach zeichneten sie, mittels dem Wasser der schmelzenden Eisblöcke und der abfallenden Steine, einen Pfad – in Form eines Pentagramms – in die Grossstadt Tokyo. Kondensstreifen, wie am Himmel, so auf Erden.
departure zone
Während „arrival zone” eine stille Performance war – in welcher nur Tafeln mit Namen und Begriffen emporgehalten wurden – war die Performance „departure zone” akustische „soundpoetry”. Klara Schilliger und Valerian Maly verabschiedeten sich mit Namen und Wörtern, die sie in Tokyo gelernt hatten, von Japan. Auch hatten sie in Ihren Jackentaschen aus den Tageszeitungen ausgeschnittene Fotos und Blattgold dabei. Während sie die gelernten Wörter in die Abflughalle hinausriefen, zogen sie nach und nach das Bildmaterial und auch das Blattgold aus den Taschen, um es von der flachen Hand sachte pustend in die Flughafenhalle gleiten zu lassen.
Fotos: ©Yoshinori Niwa, Tokyo