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Die Stadt Belfort (Beffert) hatte, bedingt durch ihre Lage in der Burgundischen Pforte, früher eine grosse strategische Bedeutung. Bis zum Westfälischen Frieden 1648 gehörte das französischsprachige Belfort zum elsässischen Sundgau und zum Heiligen Römischen Reich, danach zu Frankreich. 1686-1703 wurde die Zitadelle der Stadt im Auftrag von Ludwig XIV. von Vauban zur Festung ausgebaut, die Stadt ummauert und mit einer Vielzahl heute noch erhaltener Wehrtürme versehen. 1813-1814 widerstand die Festung 113 Tage lang unter dem Kommandeur Legrand der Belagerung der Koalitionsarmee von Österreichern, Bayern und Russen. Im Juni/Juli 1815 leistete General Lecourbe mit 8000 Mann erfolgreich Widerstand gegen eine Armee von 40‘000 Österreichern.
Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 widerstanden die Truppen unter Oberst Pierre Philippe Aristide Denfert-Rochereau 103 Tage lang einer Belagerung durch Preussen; erst auf ausdrücklichen Befehl der frz. Regierung wurden Festung und Stadt im Februar 1871 den feindlichen Truppen übergeben. Im Friedensvertrag von Frankfurt wurden das Elsass und Lothringen ans Deutsche Reich abgetreten, Belfort blieb bei Frankreich.
Die Kirche Saint-Christophe de Belfort wurde in den Jahren von 1727 bis 1752 aus Vogesen-Sandstein am Place d’Armes erbaut, in der Zeit der Französischen Revolution zum „Tempel der Vernunft“ erklärt und mit der Errichtung des Bistums Belfort-Montbéliard im Jahr 1979 zur Kathedrale erhoben.
Innenansicht, die omnipräsente Statue der Hl. Thérèse von Lisieux und der Pilgerstempel
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Die Zitadelle und der Löwe von Bartholdi