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Zuletzt hatte Menendez angesichts einer vorausgegangenen Korruptionsanklage vor Gericht in New York auf nicht schuldig plädiert, wie auch seine Ehefrau und zwei Geschäftspartner. Der demokratische Senator für den Bundesstaat New Jersey musste seinen Pass abgeben und eine Kaution in Höhe von 100 000 US-Dollar hinterlegen.
Die Staatsanwaltschaft hatte Menendez bereits in der ersten Anklage vorgeworfen, politische Entscheidungsprozesse im Sinne der ägyptischen Regierung beeinflusst und im Gegenzug persönliche Vorteile erlangt zu haben. Ermittler hatten bei ihm etwa 500 000 US-Dollar (rund 469 000 Euro) in bar gefunden - versteckt in Umschlägen und in Jacken des Senators, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Auch von einer «Menge Gold» war die Rede. In der Anklageschrift heisst es, Menendez und seine Frau hätten sich von Geschäftsleuten bestechen lassen.
Über 20 demokratische Senatoren, darunter Menendez' langjähriger Vertrauter Cory Brooker, der zweite Senator aus New Jersey, hatten Menendez zum Rücktritt aufgefordert. Der Sohn kubanischer Einwanderer stellte sich bislang als Opfer einer Hetzkampagne dar. Er habe jahrzehntelang Tausende Dollar von seinem persönlichen Konto abgehoben und in bar aufbewahrt - für Notfälle und aufgrund der Geschichte seiner Familie, die mit Konfiszierung von Geldern auf Kuba konfrontiert gewesen sei.