Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03200.jsonl.gz/2313

Das Ausmaß der Enthaltung bei den Präsidentschaftswahlen in Venezuela gestattet nicht, den Sieg von Nicolas Maduro als einen eindeutig demokratischen zu bestätigen. Die Teilnahme ist jedoch mitten im Wirtschaftskrieg weitgehend ausreichend, um die öffentliche Unterstützung der nationalen Institutionen zu veranschaulichen. Denn wegen der anhaltenden Aggression geht es nicht um das einfache An-der-Machtbleiben der Chavez-Anhänger, sondern viel mehr um die Zukunft des Landes.
Die Präsidentschaftswahlen in Venezuela hätten die Gelegenheit sein sollen, eine neue Etappe in der Vorbereitung der Zerstörung des “karibischen Beckens“ einzuleiten. Das ist zumindest das, was das SouthCom erhoffte [1].
Es gibt mehrere Lesarten der Krise, die Venezuela durchmacht. Für die westlichen Länder ist sie das Ergebnis der Misswirtschaft des Präsidenten Maduro und seines sozialistischen Trugbildes. Für die Armee, die die militärischen Vorbereitungen von Panama, Kolumbien, Brasilien und Guyana beobachtet, ist die Krise stattdessen das Ergebnis eines schrecklichen Krieges….