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Eine Prothese ist ein künstlich geschaffenes Produkt, welches einen Teil des Körpers funktionell ersetzt. Eine Prothese, welche Gliedmassen wie z.B. Arme, Beine oder Hände ersetzt, nennt man Exoprothese. Bei einer Endoprothese handelt es sich um eine Prothese, die innerhalb des Körpers liegt und dauerhaft implantiert wird.
Endoprothesen werden vor allem beim Gelenkersatz verwendet, also wenn das Gelenk durch degenerative Prozesse oder durch eine Verletzung nicht mehr funktionsfähig ist. Davon sind die Hüft- oder Kniegelenke besonders oft betroffen.
Weiter unterscheidet man bei den Gelenkprothesen die Teilprothese, welche nur die betroffenen Teile des Gelenks ersetzen, und die Totalprothese (oder auch Totalendoprothese). Bei einer Totalendoprothese (TEP) werden die gesamten Gelenkflächen künstlich ersetzt und teilweise mit einem Scharnier gekoppelt.
Das Kniegelenk ist ein komplexes Gelenk, welches durch die Belastung des Körpergewichts, durch Sport oder durch Verletzungen (Trauma) sehr anfällig auf Gelenkverschleiss ist und deshalb häufig (teil-)ersetzt werden muss.
In den allermeisten Fällen ist eine Endoprothese am Knie aufgrund von degenerativen Prozessen (also altersbedingt oder durch Verschleiß) notwendig. Die Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) ist somit die häufigste Ursache für den Teil- oder Totalersatz des Kniegelenks.
Selten kommt es durch Unfälle zu einer so starken Beschädigung des Kniegelenks, dass es ersetzt werden muss.
Wenn du eine starke angeborene Fehlstellung der Beinachse (also bei X- oder O-Beinen) hast, kann eine Knieprothese sinnvoll sein, um die Achse zu korrigieren.
Die Länge der Heilungsdauer ist davon abhängig, welche Prothese du hast. Bei Teilprothesen kannst du nach ca. sechs Wochen wieder den meisten Tätigkeiten nachgehen, wobei es bei einer Totalendoprothese etwas länger dauert.
Dort solltest du nach ca. drei Monaten wieder alle Tätigkeiten ausüben können. Allerdings kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sich deine Muskeln und Bänder an die Prothese gewöhnt und sich vollständig erholt haben.Mit Hilfe von ambulanter Physiotherapie kannst du den Heilungsprozess am Knie positiv beeinflussen.
Da es sich beim Hüftgelenk um ein Kugelgelenk handelt, ist es möglich, dein Bein in verschiedene Richtungen zu bewegen. Gleichzeitig muss das Hüftgelenk aber deinen Oberkörper stabilisieren. Wie beim Kniegelenk kommt es auch hier zu einer starken Belastung und zu degenerativen Prozessen, die verantwortlich für den Ersatz des Hüftgelenks sind.
Kappen-Prothesen: Hierbei werden Schenkelhals und Hüftkopf erhalten. Der Hüftkopf wird – ähnlich wie bei einer Zahnkrone – mit einer Metallkappe überkront. Ein dünner, kurzer Schaft verankert die Kappe im Hüftkopf. Am Hüftknochen wird eine Hüftpfanne eingesetzt. Kappen-Prothesen werden auch als Oberflächenersatz-Prothesen oder – nach ihrem Erfinder – als McMinn-Prothesen bezeichnet.
Die häufigste Erkrankung des Hüftgelenks ist die Arthrose (Coxarthrose). Der allmähliche Abbau von Knorpelsubstanz am Hüftgelenk sorgt dafür, dass die Gelenkfunktion nachlässt und Teile oder das gesamte Gelenk mit einer Prothese ersetzt werden müssen. Eine weitere häufige Ursache für eine Hüft-Endoprothese ist der Oberschenkelhalsbruch. Wenn es dort zu einer stark dislozierten Hüfte und dem Absterben des Oberschenkelkopfes kommt, muss dieser Teil durch eine Hüft-TEP ersetzt werden.
Die Heilungsdauer ist stark von den physischen Faktoren des Patienten abhängig. Also wie alt dieser ist, wie gut der Zustand vor der OP war und wie der allgemeine Gesundheitszustand ist. Bei älteren Patienten ist die Operation an der Hüfte immer mit Risiken und Spätfolgen verbunden.
Im Normalfall erholen sich die Muskulatur und die Gelenkkapsel nach ca. 6 Wochen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten kann man nach 6 – 8 Wochen leichte sportliche Aktivitäten (wie Spazieren, Walking oder Radfahren) ausüben. Eine vollständige Genesung und Rückkehr zum Sport kann man nach etwa 4 – 6 Monaten erwarten.
Die Lebensdauer eines künstlichen Gelenks liegt bei Hüft-TEP ungefähr bei 10 – 15 Jahren, wenn keine anderen Komplikationen oder externe Einwirkungen auftreten.
Die Lebensdauer von künstlichen Gelenken, vor allem beim Hüft- oder Kniegelenk, ist zwar lang, aber nicht unbegrenzt. Deshalb ist es wichtig, dass du dir einige Anhaltspunkte zu Herzen nimmst, wie du am besten mit einer Endoprothese umgehst und wie du’s dir im Alltag leichter machst.
Die Gewöhnung an ein neues künstliches Gelenk kann Anfangs schwierig sein. Nicht alles wird von Anfang an funktionieren und du solltest dich an dein Rehabilitationsprogramm halten, um den Heilungsprozess optimal voranzutreiben.
Achte bei dir zu Hause auf Sturzfallen (z.B. lose Kabel, Stufen oder Teppiche) und beseitige diese wenn möglich noch vor der Operation.
Sowohl das künstliche Hüftgelenk als auch das Kniegelenk dürfen nach der Erholungsphase voll belastet werden. Zur Sicherheit empfehlen wir dir die Benutzung von Unterarmgehstützen in den ersten paar Wochen nach der Operation.
In der ambulanten Physiotherapie helfen dir unsere Physiotherapeuten beim Aufbau der Stabilität und zeigen dir, welche Bewegungen wie ausgeführt werden sollten. Denn deine Muskeln, Bänder und Sehnen sind nach der Operation geschwächt und können das Gelenk meist nicht vollständig stabilisieren.
Bei der Hüft-TEP solltest du besonders bei folgenden Bewegungen vorsichtig sein:
Denn bei diesen Bewegungen besteht die Gefahr, dass der Prothesenkopf aus der Gelenkpfanne springt und du so das Hüftgelenk “auskugelst” (Gelenk-Luxation).
Grundsätzlich ist Bewegung auch mit einem künstlichen Gelenk wichtig und vor allem möglich. Die sofortige Mobilisierung nach der Operation ist für den Heilungsprozess und die Selbständigkeit im Alltag sehr wichtig. Am besten befolgst du dazu die Anweisungen deines Physiotherapeuten.
Sportliche Aktivitäten wie Spazierengehen, Wandern und Walking sind auch am Anfang deiner Rehabilitationsphase machbar.
Sobald die betroffenen Strukturen vollständig geheilt sind, steht deiner Sportlichkeit nichts mehr im Weg. Allerdings empfehlen wir dir, dass du mit einem künstlichen Gelenk auf eine gelenkschonende Sportart umsteigst.
Gelenkschonende Sportarten sind:
Mit einem künstlichen Gelenk solltest du folgende ungeeignete Sportarten meiden. Sie setzen die Lebensdauer der Prothese herab und bieten zudem ein höheres Verletzungsrisiko.
Wie du dich gelenkschonend bewegst oder was bei Gelenkschmerzen helfen kann, liest du in unserem Artikel über Arthrose.
Für ein optimales Ergebnis und eine verbesserte Funktion des Gelenkersatzes ist es essentiell bereits unmittelbar nach dem Spitalaustritt die Physiotherapie zu beginnen. Dies verhindert Verklebungen und Verkürzung der Muskulatur sowie Kraftabbau. Empfohlen werden 1-2 Behandlungen pro Woche während ca. 3-4 Monaten.
In der Regel darf das Knie nach der Operation nach Massgabe der Beschwerden vollbelastet werden. Zur Entlastung des Kniegelenks und zur Unterstützung der Wundheilung wird der Gebrauch von Gehstöcken während 4-6 Wochen empfohlen.
Der therapeutische Fokus liegt in den ersten Tagen auf der Reduktion der Schwellung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Dies erreichen die Physiotherapeut:innen bei Kineo mit Hilfe von aktiver und passiver Mobilisation des Kniegelenks bis zur Schmerzgrenze, Lymphdrainage, Triggerpunkt-Therapie, manueller Therapie oder mit Kältekompressionstherapie (Game Ready).
Im Verlauf der Rehabilitation wird die Narbenpflege, die Beweglichkeit des Kniegelenks und die Stabilisation und Kräftigung vordergründig.
Kineo Physiotherapie legt dabei grossen Wert auf funktionelle Therapie und funktionelles Training um dein neues Gelenk möglichst deinen Alltagsbelastungen entsprechend wieder aufzubauen und zu kräftigen. Speziell um die Wahrnehmung und Stabilität deines Kniegelenks zu fördern, hast du bei Kineo Physiotherapie die Möglichkeit mit dem SensoPro zu trainieren und hast somit neben einem optimalen Training auch noch Spass und Abwechslung während deines Trainings.
Mithilfe der Ganganalyse in unserem Kineo Runners Lab hast du ausserdem die Möglichkeit deinen Gang professionell analysieren zu lassen und mögliche beitragende Faktoren, wie z.B. eine schwache Hüft- oder Fussmuskulatur zu ermitteln und mit individuellen Übungen zu korrigieren.
Anschliessend an die Einzelphysiotherapie, oder auch unterstützend, empfiehlt sich in der Regel eine medizinische Trainingstherapie, um unter professioneller Anleitung und Kontrolle die Stabilität und Kraft deines Kniegelenks weiter aufzubauen, damit du dein Knie wieder optimal im Alltag einsetzen kannst.
Für eine optimale Regeneration nach dem Einsatz deiner neuen Hüftgelenksprothese solltest du unmittelbar nach Spitalaustritt mit der ambulanten Physiotherapie weiterfahren. Empfohlen werden ein bis zwei Behandlungen pro Woche während ca. drei bis vier Monaten. In der Regel darf die Hüfte nach der Operation nach Massgabe der Beschwerden vollbelastet werden.
Zur Entlastung des Hüftgelenks wird der Gebrauch von Gehstöcken während drei bis vier Wochen empfohlen. Der therapeutische Fokus liegt in den ersten Tagen vor allem auf der Reduktion der Schwellung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung.
Dies erreichen die Physiotherapeut:innen bei Kineo mit Hilfe von aktiver und passiver Mobilisation des Hüftgelenks bis zur freigegeben Bewegungslimite oder bis zur Schmerzgrenze sowie durch Lymphdrainage, Triggerpunkt-Therapie, manueller Therapie oder mit Kältekompressionstherapie (Game Ready).
Ausserdem bekommst du von deiner Physiotherapeut:in bereits zu Beginn der Therapie ein Heimprogramm instruiert, welches du täglich zuhause selbstständig durchführen solltest. Ziel dieses Heimprogramms soll ebenfalls eine Schmerz- und Entzündungsreduktion sein, aber auch den Erhalt deines Gleichgewichts fördern, um Stürze vorzubeugen sowie dein Gangbild verbessern und einem Kraftabbau entgegenwirken.
Im Verlauf der Rehabilitation wird die Narbenpflege, die Beweglichkeit des Hüftgelenks und die Stabilisation und Kräftigung der Beinmuskulatur vordergründig. Kineo Physiotherapie legt dabei grossen Wert auf funktionelle Therapie und funktionelles Training um dein neues Gelenk möglichst deinen Alltagsbelastungen entsprechend wieder aufzubauen und zu kräftigen.
Als Sturzprophylaxe, durch Förderung deines Gleichgewichts und zur Verbesserung der Wahrnehmung und Stabilität deines Hüftgelenks, hast du bei Kineo Physiotherapie die Möglichkeit mit dem SensoPro zu trainieren. Der SensoPro bietet neben einem optimalen Training auch noch Spass und Abwechslung.
Mithilfe der Ganganalyse in unserem Kineo Runners Lab hast du ausserdem die Möglichkeit deinen Gang professionell analysieren zu lassen und mögliche beitragende Faktoren, wie z.B. eine schwache Hüft- oder Fussmuskulatur zu ermitteln und mit individuellen Übungen zu korrigieren.
Anschliessend an die Einzelphysiotherapie, oder auch unterstützend, empfiehlt sich in der Regel eine medizinische Trainingstherapie um unter professioneller Anleitung und Kontrolle die Stabilität und Kraft deiner Hüft- und allgemein deiner Beinmuskulatur weiter aufzubauen damit du deine Hüfte wieder optimal im Alltag einsetzen kannst.
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