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2001 Kantonale Steuern 409

2001 Kantonale Steuern 409 91 Sofortabschreibung auf beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens (§ 24 lit. b Ziff. 2 aStG, § 15 aStGV) - Sind die Buchungsvorschriften gemäss § 15 Abs. 2 aStGV er- füllt und liegt die Abschreibungstabelle vor, ist die Sofortab- schreibung zu gewähren. Weitergehende formelle Anforderun- gen müssen nicht erfüllt werden. 11. Oktober 2001 in Sachen R., RV.2001.50032/K 6279 Aus den Erwägungen 2. a) Vom Roheinkommen werden die zur Erzielung des Ein- kommens unmittelbar notwendigen Aufwendungen abgezogen, zu denen bei selbstständig Erwerbenden insbesondere die geschäfts- mässig begründeten Abschreibungen und Rückstellungen gehören (§ 24 lit. b Ziff. 2 aStG). Einzelheiten sind in den §§ 14 und 15 der Verordnung zum Steuergesetz vom 13. Juli 1984 (aStGV) geregelt. b) Auf beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens kann die Differenz zwischen dem Anlagewert und dem Endwert sofort abgeschrieben werden. Endwert ist der Wert, den der abzuschrei- bende Gegenstand in dem Zeitpunkt haben wird, in welchem er aus dem Betrieb ausscheidet, in der Regel 20 % des Anlagewertes (§ 15 Abs. 1 aStGV; vgl. auch Baur/Klöti/Koch/Meier/Ursprung, Kom- mentar zum Aargauer Steuergesetz, Muri-Bern 1991, N, 153d zu § 24 aStG; Mühlebach/Bürgi, Kommentar zum aargauischen Aktiensteuergesetz, Brugg 1982, S. 163; Altorfer, Abschreibungen auf Aktiven des Anlagevermögens aus steuerlicher Sicht, Schriftenreihe der Treuhand-Kammer, Band 105, S. 88/89). c) Gemäss § 15 Abs. 2 aStGV sind Gegenstände, für welche die Sofortabschreibung beansprucht wird, auf separatem Konto zu ver- buchen, das Anlagewert und Endwert jedes einzelnen Postens im Detail ausweist. Den Steuerbehörden ist nebst der Bilanz eine Ab- schreibungstabelle zur Verfügung zu stellen. Steuerpflichtige, welche diese buchmässigen Anforderungen nicht erfüllen, können die So- fortabschreibung nicht geltend machen.

91 Sofortabschreibung auf beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens (§ 24 lit. b Ziff. 2 aStG, § 15 aStGV) - Sind die Buchungsvorschriften gemäss § 15 Abs. 2 aStGV er- füllt und liegt die Abschreibungstabelle vor, ist die Sofortab- schreibung zu gewähren. Weitergehende formelle Anforderun- gen müssen nicht erfüllt werden. 11. Oktober 2001 in Sachen R., RV.2001.50032/K 6279 Aus den Erwägungen 2. a) Vom Roheinkommen werden die zur Erzielung des Ein- kommens unmittelbar notwendigen Aufwendungen abgezogen, zu denen bei selbstständig Erwerbenden insbesondere die geschäfts- mässig begründeten Abschreibungen und Rückstellungen gehören (§ 24 lit. b Ziff. 2 aStG). Einzelheiten sind in den §§ 14 und 15 der Verordnung zum Steuergesetz vom 13. Juli 1984 (aStGV) geregelt. b) Auf beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens kann die Differenz zwischen dem Anlagewert und dem Endwert sofort abgeschrieben werden. Endwert ist der Wert, den der abzuschrei- bende Gegenstand in dem Zeitpunkt haben wird, in welchem er aus dem Betrieb ausscheidet, in der Regel 20 % des Anlagewertes (§ 15 Abs. 1 aStGV; vgl. auch Baur/Klöti/Koch/Meier/Ursprung, Kom- mentar zum Aargauer Steuergesetz, Muri-Bern 1991, N, 153d zu § 24 aStG; Mühlebach/Bürgi, Kommentar zum aargauischen Aktiensteuergesetz, Brugg 1982, S. 163; Altorfer, Abschreibungen auf Aktiven des Anlagevermögens aus steuerlicher Sicht, Schriftenreihe der Treuhand-Kammer, Band 105, S. 88/89). c) Gemäss § 15 Abs. 2 aStGV sind Gegenstände, für welche die Sofortabschreibung beansprucht wird, auf separatem Konto zu ver- buchen, das Anlagewert und Endwert jedes einzelnen Postens im Detail ausweist. Den Steuerbehörden ist nebst der Bilanz eine Ab- schreibungstabelle zur Verfügung zu stellen. Steuerpflichtige, welche diese buchmässigen Anforderungen nicht erfüllen, können die So- fortabschreibung nicht geltend machen.

91 Sofortabschreibung auf beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens (§ 24 lit. b Ziff. 2 aStG, § 15 aStGV) Sind die Buchungsvorschriften gemäss § 15 Abs. 2 aStGV er- füllt und liegt die Abschreibungstabelle vor, ist die Sofortab- schreibung zu gewähren. Weitergehende formelle Anforderun- gen müssen nicht erfüllt werden. 11. Oktober 2001 in Sachen R., RV.2001.50032/K 6279 Aus den Erwägungen 2. a) Vom Roheinkommen werden die zur Erzielung des Ein- kommens unmittelbar notwendigen Aufwendungen abgezogen, zu denen bei selbstständig Erwerbenden insbesondere die geschäfts- mässig begründeten Abschreibungen und Rückstellungen gehören (§ 24 lit. b Ziff. 2 aStG). Einzelheiten sind in den §§ 14 und 15 der Verordnung zum Steuergesetz vom 13. Juli 1984 (aStGV) geregelt. b) Auf beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens kann die Differenz zwischen dem Anlagewert und dem Endwert sofort abgeschrieben werden. Endwert ist der Wert, den der abzuschrei- bende Gegenstand in dem Zeitpunkt haben wird, in welchem er aus dem Betrieb ausscheidet, in der Regel 20 % des Anlagewertes (§ 15 Abs. 1 aStGV; vgl. auch Baur/Klöti/Koch/Meier/Ursprung, Kom- mentar zum Aargauer Steuergesetz, Muri-Bern 1991, N, 153d zu § 24 aStG; Mühlebach/Bürgi, Kommentar zum aargauischen Aktiensteuergesetz, Brugg 1982, S. 163; Altorfer, Abschreibungen auf Aktiven des Anlagevermögens aus steuerlicher Sicht, Schriftenreihe der Treuhand-Kammer, Band 105, S. 88/89). c) Gemäss § 15 Abs. 2 aStGV sind Gegenstände, für welche die Sofortabschreibung beansprucht wird, auf separatem Konto zu ver- buchen, das Anlagewert und Endwert jedes einzelnen Postens im Detail ausweist. Den Steuerbehörden ist nebst der Bilanz eine Ab- schreibungstabelle zur Verfügung zu stellen. Steuerpflichtige, welche diese buchmässigen Anforderungen nicht erfüllen, können die So- fortabschreibung nicht geltend machen. 2001 Steuerrekursgericht 410

2001 Steuerrekursgericht 410 3. a) Die Vorinstanz ist der Auffassung, dass aus der Bilanz er- sichtlich sein muss, auf welchen Positionen eine Sofortabschreibung vorgenommen wurde (Einspracheentscheid vom 2. November 2000, Vernehmlassung vom 28. Februar 2001). Damit ist offensichtlich gemeint, dass die Vornahme einer Sofortabschreibung im Text der Bilanz zum Ausdruck kommen muss. Das geht jedoch über die in § 15 Abs. 2 aStGV formulierten Anforderungen hinaus, wo lediglich eine Verbuchung auf einem separaten Konto verlangt wird, das An- lage- und Endwert jedes einzelnen Postens im Detail ausweist. b) Die Rekurrenten haben im Abschluss 1996 ein neues Konto "1111 Laser" eröffnet (neben dem bestehenden und weitergeführten Konto 1110 Maschinen + Apparate). Dieses Konto stellt sich wie folgt dar: KONTO-AUSZUG Kontoauszug. Silvia 96 01.01.1996 bis 31.12.1996. 04.10.1997. Seite 1 Datum Beleg Set-Id Text GegKto Wäh RefW-Soll RefW-Haben % N RefW-Saldo · 1111 - Laser 31.12.1995 CHE 23.12.1996 1.562 Polymed/Laser 2000 CHE 48'990.00 48'990.00 31.12.1996 1.907 Sofortabschr.Laser:80% 4400 CHE 39'990.00 9'000.00 48'990.00 39'990.00 9'000.00 Anlage- und Endwert des Lasers können dem Konto ohne wei- teres entnommen werden. Die Vornahme der Sofortabschreibung von 80 % der Anlagekosten ist im Buchungstext ausdrücklich erwähnt (wie übrigens auch im Konto 4400 Abschreibungen). Damit ist den Anforderungen von § 15 Abs. 2 aStGV Genüge getan. Wohl mag es für die Steuerbehörden wünschbar sein, die Sofortabschreibung di- rekt aus der Bilanz ersehen zu können, doch reicht dies nicht aus, um die Gewährung einer an sich zulässigen Sofortabschreibung zu ver- weigern. Dass die Abschreibungstabelle nicht bereits mit der Steuer-

3. a) Die Vorinstanz ist der Auffassung, dass aus der Bilanz er- sichtlich sein muss, auf welchen Positionen eine Sofortabschreibung vorgenommen wurde (Einspracheentscheid vom 2. November 2000, Vernehmlassung vom 28. Februar 2001). Damit ist offensichtlich gemeint, dass die Vornahme einer Sofortabschreibung im Text der Bilanz zum Ausdruck kommen muss. Das geht jedoch über die in § 15 Abs. 2 aStGV formulierten Anforderungen hinaus, wo lediglich eine Verbuchung auf einem separaten Konto verlangt wird, das An- lage- und Endwert jedes einzelnen Postens im Detail ausweist. b) Die Rekurrenten haben im Abschluss 1996 ein neues Konto "1111 Laser" eröffnet (neben dem bestehenden und weitergeführten Konto 1110 Maschinen + Apparate). Dieses Konto stellt sich wie folgt dar: KONTO-AUSZUG Kontoauszug. Silvia 96 01.01.1996 bis 31.12.1996. 04.10.1997. Seite 1 Datum Beleg Set-Id Text GegKto Wäh RefW-Soll RefW-Haben % N RefW-Saldo · 1111 - Laser 31.12.1995 CHE 23.12.1996 1.562 Polymed/Laser 2000 CHE 48'990.00 48'990.00 31.12.1996 1.907 Sofortabschr.Laser:80% 4400 CHE 39'990.00 9'000.00 48'990.00 39'990.00 9'000.00 Anlage- und Endwert des Lasers können dem Konto ohne wei- teres entnommen werden. Die Vornahme der Sofortabschreibung von 80 % der Anlagekosten ist im Buchungstext ausdrücklich erwähnt (wie übrigens auch im Konto 4400 Abschreibungen). Damit ist den Anforderungen von § 15 Abs. 2 aStGV Genüge getan. Wohl mag es für die Steuerbehörden wünschbar sein, die Sofortabschreibung di- rekt aus der Bilanz ersehen zu können, doch reicht dies nicht aus, um die Gewährung einer an sich zulässigen Sofortabschreibung zu ver- weigern. Dass die Abschreibungstabelle nicht bereits mit der Steuer-

3. a) Die Vorinstanz ist der Auffassung, dass aus der Bilanz er- sichtlich sein muss, auf welchen Positionen eine Sofortabschreibung vorgenommen wurde (Einspracheentscheid vom 2. November 2000, Vernehmlassung vom 28. Februar 2001). Damit ist offensichtlich gemeint, dass die Vornahme einer Sofortabschreibung im Text der Bilanz zum Ausdruck kommen muss. Das geht jedoch über die in § 15 Abs. 2 aStGV formulierten Anforderungen hinaus, wo lediglich eine Verbuchung auf einem separaten Konto verlangt wird, das An- lage- und Endwert jedes einzelnen Postens im Detail ausweist. b) Die Rekurrenten haben im Abschluss 1996 ein neues Konto "1111 Laser" eröffnet (neben dem bestehenden und weitergeführten Konto 1110 Maschinen + Apparate). Dieses Konto stellt sich wie folgt dar: KONTO-AUSZUG Kontoauszug. Silvia 96 KONTO-AUSZUG Kontoauszug. Silvia 96 01.01.1996 bis 31.12.1996. 04.10.1997. Seite 1 01.01.1996 bis 31.12.1996. 04.10.1997. Seite 1 Datum Datum Beleg Beleg Set-Id Text Set-Id Text GegKto GegKto Wäh Wäh RefW-Soll RefW-Soll RefW-Haben RefW-Haben % N % N RefW-Saldo RefW-Saldo · 1111 · 1111 - Laser - Laser 31.12.1995 31.12.1995 CHE CHE 23.12.1996 23.12.1996 1.562 1.562 Polymed/Laser Polymed/Laser 2000 2000 CHE CHE 48'990.00 48'990.00 48'990.00 48'990.00 31.12.1996 31.12.1996 1.907 1.907 Sofortabschr.Laser:80% Sofortabschr.Laser:80% 4400 4400 CHE CHE 39'990.00 39'990.00 9'000.00 9'000.00 48'990.00 48'990.00 39'990.00 39'990.00 9'000.00 9'000.00 Anlage- und Endwert des Lasers können dem Konto ohne wei- teres entnommen werden. Die Vornahme der Sofortabschreibung von 80 % der Anlagekosten ist im Buchungstext ausdrücklich erwähnt (wie übrigens auch im Konto 4400 Abschreibungen). Damit ist den Anforderungen von § 15 Abs. 2 aStGV Genüge getan. Wohl mag es für die Steuerbehörden wünschbar sein, die Sofortabschreibung di- rekt aus der Bilanz ersehen zu können, doch reicht dies nicht aus, um die Gewährung einer an sich zulässigen Sofortabschreibung zu ver- weigern. Dass die Abschreibungstabelle nicht bereits mit der Steuer- 2001 Kantonale Steuern 411

2001 Kantonale Steuern 411 erklärung, sondern erst im Einspracheverfahren eingereicht wurde, hat die Veranlagungsarbeit ebenfalls nicht erleichtert. Auf der ande- ren Seite ist nicht recht einzusehen, weshalb die Abschreibungsta- belle nicht im Veranlagungsverfahren einverlangt wurde, als ihr Fehlen festgestellt wurde. Nachdem die Buchungsvorschriften im Sinne von § 15 Abs. 2 aStGV erfüllt waren und die Abschreibungs- tabelle vorlag, hätte die Sofortabschreibung im Einspracheverfahren gewährt werden müssen. erklärung, sondern erst im Einspracheverfahren eingereicht wurde, hat die Veranlagungsarbeit ebenfalls nicht erleichtert. Auf der ande- ren Seite ist nicht recht einzusehen, weshalb die Abschreibungsta- belle nicht im Veranlagungsverfahren einverlangt wurde, als ihr Fehlen festgestellt wurde. Nachdem die Buchungsvorschriften im Sinne von § 15 Abs. 2 aStGV erfüllt waren und die Abschreibungs- tabelle vorlag, hätte die Sofortabschreibung im Einspracheverfahren gewährt werden müssen. erklärung, sondern erst im Einspracheverfahren eingereicht wurde, hat die Veranlagungsarbeit ebenfalls nicht erleichtert. Auf der ande- ren Seite ist nicht recht einzusehen, weshalb die Abschreibungsta- belle nicht im Veranlagungsverfahren einverlangt wurde, als ihr Fehlen festgestellt wurde. Nachdem die Buchungsvorschriften im Sinne von § 15 Abs. 2 aStGV erfüllt waren und die Abschreibungs- tabelle vorlag, hätte die Sofortabschreibung im Einspracheverfahren gewährt werden müssen.