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Ende letzten Jahres lehnte der Richter den Antrag des britischen „Verschwörungstheoretikers“ David Icke auf Einreise in die Niederlande ab. Das gegen Icke verhängte Einreiseverbot in den Schengen-Raum wurde bis heute nicht aufgehoben.
Icke wollte im November in die Niederlande reisen, um auf einer Friedensdemonstration von Samen voor Nederland in Amsterdam zu sprechen. Der Staatssekretär für Justiz und Sicherheit verweigerte ihm daraufhin die Einreise in die Niederlande (und alle Länder des Schengen-Raums).
Der Staatssekretär sieht in Icke einen „Verbreiter von Verschwörungstheorien“. Seine Einreise stelle eine Gefahr für die öffentliche Ordnung dar.
Icke ist überzeugt, dass es in seinem Fall keinen Grund gebe, ihm die Einreise zu verweigern und der Staatssekretär seine Macht missbraucht habe. Er legte Berufung ein, über die gestern verhandelt wurde. Wie erwartet stellte sich der Richter auf die Seite der Regierung.
„Natürlich. Die Niederlande sind – wie immer mehr Länder – keine Demokratie. Es ist keine freie Gesellschaft, sondern ein faschistischer Staat. „Es gibt vor, eine freie Gesellschaft zu sein, um zu verbergen, dass es ein faschistischer Staat ist“, antwortet Icke in einer Videobotschaft.
„Ich bin drei Wochen lang von den Medien verteufelt worden. Sie haben mich nie um eine Antwort gebeten“, fügt er hinzu.
Die Filmemacherin Christianne van Wijk war im Gerichtssaal anwesend und bemerkte, dass die Richterin ein wenig beschämt war, als sie das Urteil verlas. Icke meinte nur: „Und das zu Recht.“
„Hätte der Richter zu meinen Gunsten entschieden, wäre in den Niederlanden kurz vor den Wahlen ein großer politischer Skandal ausgebrochen.“ Entsprechend groß war der Druck auf den Richter.