Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03497.jsonl.gz/232

Bis 2030 erzielen wir 50% unseres Umsatzes mit Produkten, die höchsten ökologischen und sozialen Standards genügen.
Führen Sie eine Analyse der Risiken in Bezug auf die Nachhaltigkeit Ihrer Produkte/Produktgruppen durch und priorisieren Sie die Produkte/Produktgruppen, welche Ihrer Einschätzung nach die grössten Nachhaltigkeitsrisiken aufweisen. Zum Beispiel weil sie einen grossen Treibhausgas oder Biodiversitätsfussabdruck haben oder weil die Arbeitsbedingungen im Herstellungsland mit Risiken verbunden sein könnten. Definieren Sie pro Produkt oder Produktgruppe, welche Nachhaltigkeitskriterien kurz-, mittel- und langfristig zum Tragen kommen sollen. Dies kann beinhalten, dass die Produkte aus nachhaltigen Materialien hergestellt werden, eine geringe Treibhausgasbilanz aufweisen, kreislauffähig sind oder umweltschonende Herstellungs- und Verpackungsprozesse durchlaufen haben. Integrieren Sie Nachhaltigkeitskriterien auch in Ihre Beschaffungsprozesse. Dies kann in enger Abstimmung mit Ihren Einkäuferinnen und Einkäufern und Lieferanten über einen abgestuften Zeitraum geschehen.
Arbeiten Sie, wenn immer möglich, mit Lieferanten zusammen, die sich höchsten Standards verpflichten und setzen Sie sich gemeinsame Ziele, um die Auswirkungen auf Umwelt und Mensch entlang der Wertschöpfungskette zu verbessern. Nutzen Sie Ihr Einkaufsvolumen, um Lieferanten mit langfristigen Verträgen eine Entwicklung Richtung nachhaltigerer Produktion zu ermöglichen.
Ergreifen Sie Massnahmen, um den Lebenszykluskreislauf von Produkten zu schliessen, indem Sie die Kundschaft einbeziehen. Denken Sie dabei möglichst ganzheitlich und entwickeln Sie Angebote in den Bereichen Repair, Reuse und Recycling. Dies umfasst beispielsweise die Einführung des Gebrauchtwarenvertriebs oder Rücknahmesystemen, bei denen Kundinnen und Kunden gebrauchte Produkte zurückgeben können, um sie recyceln oder wiederverwerten zu lassen. Sensibilisieren Sie Ihre Kundschaft für das Thema und machen Sie nachhaltige Produkte einfach zugänglich. Eine weitere Möglichkeit für die Förderung einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft besteht in ausgewählten Partnerschaften mit Lieferanten, die ihre Beschaffung entsprechend nachhaltiger Kriterien gestalten oder Wettbewerbern und Branchenorganisationen, welche ähnliche Ziele verfolgen. Identifizieren Sie, wer sich in Ihrem Umfeld für das Thema Nachhaltigkeit engagiert und wie die Kräfte gebündelt werden können.
Zeigen Sie Ihrer Kundschaft, welche Auswirkungen auf Umwelt und Mensch ihre Kaufentscheidung hat und wie sie bessere Entscheidungen treffen können. Dies können Sie beispielsweise analog zum Energieeffizienzlabel tun, welches viele der Konsumentinnen und Konsumenten bereits kennen. Machen Sie die nachhaltigere Option leicht zugänglich und verzichten Sie auf eine aktive Bewerbung von weniger nachhaltigen Produktgruppen.
Der Gross- und Detailhandel spielt eine wesentliche Rolle in der Wirtschaft und im täglichen Leben der Menschen. Konsumgüter sind durchschnittlich für 38% des persönlichen CO2-Fussabdrucks verantwortlich. Da 80% der Umweltauswirkungen eines Produkts durch das Design bestimmt werden, unterstützt die Förderung von Produkten im Ökodesign und das Angebot nachhaltiger Konsumoptionen die Reduzierung des ökologischen und sozialen Fussabdrucks und fördert den Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft.