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Es war einmal ein junge Frau, die vor langer Zeit aus den Centovalli nach Amerika auswanderte. Für den Englischunterricht in einem „Girls College“ musste sie einen Aufsatz mit vielen Adjektiven schreiben. Sie erinnerte sich dabei an ihre Kindheit und Mädchenzeit und vermisste das elterliche Sommerhaus in Costa. Leider weiss ich nicht in welchem Costa des Centovalli sie lebte, denn ich fand den Aufsatz ohne weitere Angaben – wie ein Buchzeichen – in einem zerfledderten amerikanischen Roman im Buchantiquariat. Sie nannte den Aufsatz „An unforgettable place“:
„When I was a child from the age of 2 to 18, we had a summerhouse in the alps in Switzerland. My parents ended up selling it, but the memories will always be in my heart und I’m sure this place gave me the great respect for nature that I have.
The house is in a small village south of Switzerland, called Costa. It is a place in the middle of the hundred valleys and has a population of approximately 4.
There is an old, gothic roman catholic church that always gives me goose bumps not because it is always very cool inside and smells spicy, sweet and heavy, but because it almost seems that you can feel God there. The church is more than 300 years old and you can tell it has seen a lot; on the outside there are old holy scriptures which are faded from the sun, time, and the weather. The church is built out of rocks, carefully one on top of the other. You could pull a string that connects the bells in the church tower to make them sound. When those bells are ringing, it sounds sad and happy – and probably a little bit uncanny. You get a feeling like time is standing still and you are not in 1900 but in 1800. The little cemetery next to the church is only 12 by 25 feet, and there are only 3 or 4 families buried there. Even though almost nobody lives there anymore, there are always flowers on the graves which shows the truthful respect for the ones who left.
Our house is standing on a hill at the end of the little village and is built out of rocks, like the church. It was once a goat stable that we rebuilt with an addition of a new part. The house looks always like it smiles and seems to be so passionate and strong, and impervious to bad weather. The charming wildflowers around the house flatter it, as if they help the house to be prouder than it already is.
In the middle of the yard is a birch tree whose trunk looks like the coat of a silver fox. This birch is always growing fast as if it wanted to be taller than the house, but we always pruned it because we couldn’t see the impressive view of the alps with all the different hues, trees and little villages scattered all over the land; however, the tree grew again like a weed.
It was summer and a clear sunny day, so I could hear sporadic noises from the other little villages far away somewhere in the mountains. There was a dog barking, either upset or excited about something. Later I heard the buzzing noise of a sawing machine cutting wood. Around 6 o’clock the church bells started to ring with a sweet melody one after the other in great harmony unison. The air was full of a fragrant smell from all the wildflowers and herbs.
I felt wonderful in my own little world where all the problems seemed to disappear, and what was left was this place full of innocence an unforgettable beauty.“
Sind diese Erinnerungen nicht wunderschön und wecken Emotionen?Wir würden die Frau gerne nochmals treffen um sie zu fragen, wie sie mit ihrem Heimweh später umgegangen ist. Ob sie vielleicht als Grossmutter auch heute noch ihren Enkeln von diesem idyllischen Flecken erzählt? Wer weiss, vielleicht liest sie diesen Blog und freut sich darüber?
Dieser Blog hat bekanntlich eine einfache Übersetzungsfunktion integriert, aber weil der Text so schön ist, hat Deepl.com diesen gleich noch auf Deutsch übersetzt.
„Als ich ein Kind im Alter von 2 bis 18 Jahren war, hatten wir ein Sommerhaus in den Alpen in der Schweiz. Meine Eltern haben es schließlich verkauft, aber die Erinnerungen werden immer in meinem Herzen bleiben und ich bin sicher, dass dieser Ort mir den großen Respekt vor der Natur gegeben hat, den ich habe.
Das Haus steht in einem kleinen Dorf im Süden der Schweiz, das Costa heißt. Es ist ein Ort in der Mitte von hundert Tälern und hat eine Bevölkerung von etwa 4 Personen.
Dort gibt es eine alte, gotische, römisch-katholische Kirche, die mir immer eine Gänsehaut verursacht, nicht weil es drinnen immer sehr kühl ist und würzig, süß und schwer riecht, sondern weil es fast so scheint, als könne man dort Gott spüren. Die Kirche ist über 300 Jahre alt, und man sieht ihr an, dass sie schon viel gesehen hat; an der Außenseite befinden sich alte heilige Schriften, die von der Sonne, der Zeit und dem Wetter verblasst sind. Die Kirche ist aus Steinen gebaut, die sorgfältig übereinander gelegt wurden. Man kann an einer Schnur ziehen, mit der die Glocken im Kirchturm verbunden sind, um sie zum Klingen zu bringen. Wenn diese Glocken läuten, klingt es traurig und fröhlich und wahrscheinlich auch ein bisschen unheimlich. Man hat das Gefühl, dass die Zeit stehen geblieben ist und man sich nicht im Jahr 1900, sondern im Jahr 1800 befindet. Der kleine Friedhof neben der Kirche ist nur 12 mal 25 Fuß groß, und es sind nur 3 oder 4 Familien dort begraben. Obwohl fast niemand mehr dort wohnt, liegen immer Blumen auf den Gräbern, was den aufrichtigen Respekt für die Verstorbenen zeigt.
Unser Haus steht auf einem Hügel am Ende des kleinen Dorfes und ist, wie die Kirche, aus Steinen gebaut. Früher war es ein Ziegenstall, den wir mit einem neuen Teil wieder aufgebaut haben. Das Haus sieht immer so aus, als würde es lächeln und scheint so leidenschaftlich und stark zu sein – und unempfindlich gegen schlechtes Wetter. Die zauberhaften Wildblumen um das Haus herum schmeicheln ihm, als würden sie dem Haus helfen, noch stolzer zu sein, als es ohnehin schon ist.
In der Mitte des Hofes steht eine Birke, deren Stamm wie das Fell eines Silberfuchses aussieht. Diese Birke wächst immer schnell, als ob sie das Haus überragen wollte, aber wir haben sie immer beschnitten, weil wir die beeindruckende Aussicht auf die Alpen mit all den verschiedenen Farbtönen, Bäumen und kleinen Dörfern, die über das Land verstreut sind, nicht sehen konnten; doch der Baum wuchs weiter wie Unkraut.
Es war Sommer und ein klarer sonniger Tag, so dass ich sporadische Geräusche aus den anderen kleinen Dörfern weit weg irgendwo in den Bergen hören konnte. Ein Hund bellte, entweder verärgert oder aufgeregt über irgendetwas. Später hörte ich das brummende Geräusch einer Säge, die Holz zersägt. Gegen 6 Uhr fingen die Kirchenglocken an, mit einer süßen Melodie zu läuten, eine nach der anderen, im Einklang mit der großen Harmonie. Die Luft war erfüllt von dem duftenden Geruch der vielen Wildblumen und Kräuter.
Ich fühlte mich wunderbar in meiner eigenen kleinen Welt, in der alle Probleme zu verschwinden schienen, und was übrig blieb, war dieser Ort voller Unschuld und unvergesslicher Schönheit.„
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