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Mit dem Materialwart verhält es sich ein bisschen so wie mit dem Schiedsrichter: Am besten ist er, wenn man ihn nicht bemerkt. «Das Ziel ist, dass der Spieler nicht mehr an die Schuhe denkt», erklärt Jean-Benoit Schüpbach.
Captain Stephan Lichtsteiner habe beispielweise zwei unterschiedlich lange Füsse. «Er trägt einen Schuh mit Grösse 40,5 und den anderen mit Grösse 41.»
Der Romand ist ein echter Tüftler. Sein Metier existiere eigentlich gar nicht, sagt er. «Es ist eine Verbindung aus Schuhmacher und Sohlenhersteller.»
Beim Match gegen Frankreich war er besonders gefragt. Der schlechte Zustand des Rasens in Lille zwang Schüpbach zum Handeln. Er empfahl den Spielern einen Nockenschuh, bei welchem einige Stollen durch längere Eisenstollen versehen waren. «Den Stollen in der Mitte nahm ich raus, damit der Rasen aussen nicht kleben bleibt», erklärt Schüpbach.
Die Nati-Akteure rutschten zwar dennoch aus, aber nicht unbedingt öfter als die Franzosen. «In Brasilien waren wir noch das einzige Team, das nicht ausgerutscht ist», sagt Schüpbach stolz. Es bleibt aber zu hoffen, dass seine Künste am Samstag in Saint-Étienne nicht gefragt sind.
Der Kampf der Schuhmarken
Der Material-Spezialist muss mit verschiedensten Modellen umgehen können. Die 23 Nati-Spieler verteilen sich nämlich auf 4 Schuhmarken:
- 15 stehen bei Nike unter Vertrag (u.a. Shaqiri)
- 6 bei Adidas (u.a. Schär, Seferovic)
- 1 bei Puma (Lichtsteiner)
- 1 bei Under Armour (Xhaka)
Sendebezug: Laufende Berichterstattung zu Fussball-Nationalmannschaft