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|Das italienischen Erbe||Frankreichs Beitrag||Wege zur Residenz||Traktate||Wege zum Lusthaus||Barocke Treppen||Home|
|Das italienische Erbe

Aus dem italienischen Manierismus am Ende der Hochrenaissance entwickelt sich in Rom um 1600 die barocke Baukunst. Führend im frühen römischen Barock ist Gian Lorenzo Bernini. Francesco Borromini, sein Kontrahent, leitet mit der radikaleren Überwindung des klassischen Reniassancekanons zum kurvierten und bewegten Spätbrock über. Erst gegen Ende des Jahrhunderts findet seine Architektur in den katholischen Gebieten nördlich der Alpen Anklang, vorerst in Prag und Wien, dann mit schneller Verbreitung auch im Westen des Alten Reiches. Borromini und sein Schüler Guarino Guarini sind die Väter des süddeutschen Spätbarocks.
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|Wege zur barocken Residenz

Der erste barocke Residenzbau, der Palazzo Barberini in Rom, wird 1626 in Rom durch Carlo Maderno begonnen. Baumeister aus dem Gebiet der oberitalienischen Seen, aus dem Tessin und dem Misox, bauen schon während des Dreissigjährigen Krieges in Böhmen und Mähren erste barocke Residenzen. Nach dem Ende der Türkenkriege sind es die Prager und Wiener Schlossbauten, deren Architektur den süddeutschen Fürsten Vorbild ist. Erster barocker Schlossbau am Rhein ist Rastatt. Er ist wie Ludwigsburg, Würzburg oder Bruchsal in keiner Weise eine Anlehnung an die klassizistische Architektur Versailles.
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|Frankreichs Beitrag

Frankreichs Baukunst wird seit 1661 von einer klassizistisch orientierten Architekturakademie beherrscht. Der kurvierte und bewegte Spätbarock findet hier keinen Zugang. Die rationalen und monumentalen Barockbauten Frankreichs sind deshalb vor allem im Sakralbau ohne Einfluss in den katholischen deutschen Ländern. Grossen Anklang finden aber bei deutschen Fürsten die französische Gärten und deren Lustschlösser. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts übernehmen deutsche und italienische Stuckateure und Kunstschreiner zunehmend die französische Art der Innenausstattung, die vorerst als Régence und dann als Rokoko stilbestimmend wird.
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|Architekturtraktate des 17. und 18. Jahrhunderts

1615 veröffentlicht Vincenzo Scamozzi die ersten Bände seiner «L’idea della architettura universale». Das Werk knüpft an die bekannten Traktate der Renaissance von Serlio, Vignola und Palladio an. 1691 erscheint der «Cours d’architecture» von Charles Augustin d’Aviler als Nachfolgewerk der Säulenlehre von Vignola. In unzähligen Übersetzungen und Neuauflagen bilden diese Traktate das Rückgrat des Studiums der Baukunst. Trotz des Bezugs zur Renaissance sind diese Traktate, ergänzt mit Vorlagewerken des Barock, Grundlage der Entwürfe von barocken Baumeistern.
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