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Im dritten der ursprünglich auf sechs Teile angelegten Dokumentarfilmreihe «Lebendige Demokratie» schildert Franz Schnyder 1947, wie die der kargen Natur abgerungenen freiheitlichen Verfassungen der bäuerlichen Alpentäler-Gemeinschaften zum Grundpfeiler der Schweizer Demokratie wurden.
Nachdem die Praesens-Film die ersten beiden der drei von Franz Schnyder kurz nach dem Zweiten Weltkrieg hergestellten Episoden der Dokumentarfilmreihe «Lebendige Demokratie» zusammengezogen und unter dem Titel «Der Souverän» 1947 in die Kinos gebracht hatte, erlebte die Episode «Freie Täler» ihre Uraufführung erst 1949. Stand in «Der Souverän» noch die Bauernfamilie als Urzelle der freiheitlichen Verfassung der Schweiz im Zentrum, fokussiert Schnyder in «Freie Täler» auf den freien Zusammenschluss der Bauernfamilien zu Gemeinden beziehungsweise Talschaften. Dort, im Kampf mit den Elementen, mussten sich die freien Bauern zusammenschliessen, um im Gemeinschaftswerk der kargen Natur ihr tägliches Brot abtrotzen zu können. Der freie Zusammenschluss zu Talschaften ist nach Schnyders und Drehbuchautor David Wechslers Überzeugung in der Formation der majestätischen Schweizer Berglandschaft angelegt, welche so zur Keimzelle von Landsgemeinden, und schliesslich des Schweizerischen Bundesstaates mit seiner freiheitlichen demokratischen Verfassung wurde. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges, war es Produzent Lazar Wechsler und seinem Regisseur Franz Schnyder, der für ihn bereits den Erfolgsfilm «Gilberte de Courgenay» gedreht hatte, ein Anliegen zu zeigen, weshalb die Schweiz totalitären Anmassungen – seien sie faschistischer, nazistischer oder kommunistischer Natur – ihrer Ansicht nach immer widerstanden hatte: Es war die Vereinigung freier Bauern zu Talschaften, die sich selbstbestimmt organsierten und so die Grundlagen für die Demokratie schufen.