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Schwüle Gewitterluft
Über der ganzen Schweiz lag heute schwülwarme, teils gar schwülheisse Gewitterluft. Nach einem sonnigen Tag entwickelten sich gebietsweise kräftige Gewitter. Die gute Nachricht: Auf morgen wird die schwülwarme Luft ausgeräumt.
Wetterlage
Die Schweiz lag heute auf der Vorderseite von einer Tiefdruckrinne, die sich vom Nordmeer über die Britischen Inseln bis zu den Benelux-Ländern erstreckte. Die gestern an dieser Stelle beschriebene Luftmassengrenze hat sich nach Osten verlagert, dementsprechend wurden auch die nordöstlichen Landesteile von der schwülwarmen Luftmasse erfasst und die Taupunkte sind gegenüber gestern um rund 5 Grad angestiegen.
Viel Sonne und stellenweise ein Hitzetag
Abgesehen von etwas Restbewölkung von den gestrigen Gewittern über Frankreich startete der Tag in weiten Teilen der Schweiz sonnig, lediglich in der West- und Zentralschweiz sowie im Wallis und Tessin hatte es am Vormittag noch etwas dichtere Bewölkung und letzte lokale Schauer.
In der Folge konnte die starke Juni-Sonne weitgehend ungehindert einstrahlen und führte am Nachmittag insbesondere im zentralen und östlichen Mitteland zu Temperaturen von rund 30 Grad. In Zürich-Kloten wurden sogar 31 Grad registriert.
Erste Gewitter - vorerst aber eher unorganisiert
Durch die starke Erwärmung bildeten sich allerdings relativ rasch wieder erste Quellwolken, vor allem über den Bergen. Diese blieben vorerst noch harmlos. Die ersten Schauer entwickelten sich kurz vor 14.00 Uhr entlang des Jura und der Voralpen.
Kurz vor Redaktionschluss um 17.00 Uhr wurden im zentralen und östlichen Mittelland einige - vorerst noch eher wenig organisierte - Gewitter ausgelöst. Eines zog genau über den Flughafen Kloten. Dabei regnete es kurzzeitig intensiv, der Wind frischte mit Böen von knapp 70 km/h auf und innert kurzer Zeit ging die Temperatur um 8 Grad zurück.
Langgestreckte Gewitterlinie
Von Frankreich her näherte sich eine Kaltfront der Schweiz, in ihrem Vorfeld entwickelte sich im Laufe des Nachmittags eine langgestreckte Linie mit teils heftigen Gewitter. Diese erstreckte sich am Nachmittag von Holland über Frankreich bis zu den östlichen Pyrenäen und weiter nach Spanien hinunter. Details zu dieser Entwicklung erfahren Sie morgen an dieser Stelle.
(Vorübergehende) Abkühlung in Sicht
Egal wie die Gewitteraktivität heute Abend und in der Nacht auf morgen verläuft - mit der Kaltfront fliesst auf morgen im Norden deutlich kühlere Luft ein. Eine weitere Abkühlung erfolgt in der Nacht auf den Samstag, sodass alle Schwüle- und Hitzegeplagten ihre Wohnungen ausgiebig durchlüften können. Die tiefsten Temperaturen erwarten wir am Samstagmorgen - der Blogger freut sich auf die rund 12 Grad...