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Mali : Der Wiederaufbau hat begonnen
Die Kirchen in Mali organisieren sich, um den Flüchtlingen aus dem Norden beizustehen. Jedermann wartet auf das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen vom 28. Juli, um Entscheidungen zu treffen.
Die Sicherheit hat sich im Norden des Landes dank des Einsatzes der französischen und afrikanischen Truppen erheblich verbessert. In Gao und in Timbuktu herrscht Ruhe, nur vereinzelte Zwischenfälle werden gemeldet. Die öffentlichen Dienste wie Wasser und Strom werden nach und nach wiederhergestellt. Trotzdem wollen die aus dem Norden geflohenen Christen noch nicht nach Hause zurückkehren. Sie warten vorerst ab, um zu sehen, wie sich die Lage entwickeln wird.
Auch ist die Region Kidal weiterhin in den Händen der Islamisten. Obwohl die Regierung am 18. Juni mit den Rebellen einen Friedensvertrag unterzeichnet hat, wird es der künftige Präsident schwer haben, um den Frieden aufrechtzuerhalten.
Die Christen sind noch traumatisiert von allem Leiden, das ihnen die Islamisten zugefügt haben. Eine riesige Wiederaufbauarbeit ist für die Rückkehr zur Normalität erforderlich. Nahezu alle Kirchen und Kultstätten im Norden wurden geplündert. Die Christen flohen und liessen all ihr Hab und Gut zurück. Die Bedürfnisse sind unermesslich. So organisieren die im Süden gelegenen Kirchen Geldsammlungen, um jenen zu helfen, die alles verloren haben.
Während die Wahlkampagne im Gange ist, haben die Christen ihre eigene Kampagne gestartet, und zwar für den Frieden. Sie strahlen Radio- und Fernsehsendungen aus, die zur Versöhnung aufrufen und von der Bevölkerung positiv aufgenommen werden. (Bild: Verteilung von Hilfsgütern für die Flüchtlinge aus dem Norden von Mali)
Anmerkung: Mali wird eines der drei Länder im Fokus des Sonntags der Verfolgten Kirche sein im kommenden November.