Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03650.jsonl.gz/3124

Der Tod von Carrie Fisher (†60) schockte nicht nur Fans auf der ganzen Welt, sondern auch den Disney-Konzern – denn es ist unklar, wie es mit Fishers «Star Wars»-Paraderolle, Prinzessin Leia, in Zukunft weitergehen soll.
Der neue «Star Wars»-Film, «Episode 8» (Kinostart, Dezember 2017), wurde bereits abgedreht, doch Fisher war auch für die weiteren Fortsetzungen fest eingeplant. Ein Disney-Manager erklärte gegenüber «Bild am Sonntag»: «Wir müssen jetzt sorgfältig und gewissenhaft mit der Situation umgehen.»
Fishers Tochter spielt im neuen «Star Wars» mit
Der Gedanke, Prinzessin Leia durch eine andere Schauspielerin zu ersetzen: Undenkbar. Und auch, Leia durch Computertechnik wieder zum Leben zu erwecken, scheint unangebracht. Denn Fishers Tochter Billie Lourd (24) wird im neuen Film, «Episode 9», ebenfalls mitwirken.
«Keiner will, das sich Carries Tochter auf dem Set mit dem Computerbild ihrer Mutter unwohl fühlt», erklärt der Disney-Manager. Allerdings habe man noch nicht ausführlich mit Lourd gesprochen. «Zu frisch sind die Schmerzen über den Verlust von Mutter und Grossmutter.» Nur einen Tag nach Fishers Tod war ihre Mutter, Debbie Reynolds (†84) an einem Schlaganfall gestorben.
Kassiert Disney nach Fishers Tod Millionen?
Trotz der Trauer – der Disney-Konzern könnte aus Fishers Tod ordentlich Profit schlagen. Laut der «New York Post» hatte die Schauspielerin bereits einen neuen Vertrag für drei weitere Filme unterschrieben. Disney sicherte sich mit der höchsten Versicherungssumme ab, die es je für eine einzelne Person gab.
Das heisst: Sollte Fisher nicht in der Lage sein, die Rolle der Prinzessin Leia in allen drei Filmen zu verkörpern, dann steht Disney eine Entschädigung in Höhe von 50 Millionen Dollar (umgerechnet rund 51 Millionen Franken) zu.
Der achte Teil wurde bereits abgedreht
2015 begann die Trilogie. Schon allein Teil Sieben, «Das Erwachen der Macht», spielte weltweit mehr als 2 Milliarden Dollar ein. Der achte Teil mit Fisher wurde bereits abgedreht, wie die Produktionsfirma bestätigte. Nun muss das Drehbuch für den letzten Teil aller Wahrscheinlichkeit nach umgeschrieben werden.
Wie wird Disney mit dem Verlust von Fisher umgehen? Für eine endgültige Entscheidung ist es wohl noch zu früh. Disney-Geschäftsführer Robert A. Iger (65) erklärte nach ihrem Tod in einem Statement: «Millionen verliebten sich in sie als die unbeugsame Prinzessin Leia, sie wird immer einen besonderen Platz in den Herzen der ‹Star Wars›-Fans und von uns allen haben, die das Glück hatten, sie persönlich zu kennen. Sie wird schmerzlich vermisst werden und wir schliessen uns den Millionen Fans und Freunden auf der ganzen Welt an, die ihren Verlust betrauern.» (paf)Publiziert am 02.01.2017 | Aktualisiert am 09.01.2017