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Insgesamt resultierte im Februar gegenüber der Norm von 1981 bis 2010 ein Wärmeüberschuss von knapp 2 bis über 4 Grad, wie der Wetterdienst Meteonews am Sonntag mitteilte. Damit ist der Februar 2021 einer der mildesten seit Messbeginn.
Örtlich reiht sich der Monat unter den zehn wärmsten je gemessenen ein, etwa auf dem Säntis oder in Vaduz FL. Für den Wetterdienst ist das einigermassen erstaunlich, da in den zweiten zehn Tagen eine Kälteperiode dem Flachland Eistage brachte, also Tage, an denen die Temperatur nicht über den Gefrierpunkt stieg. Das konnte den milden Monatsbeginn und die warme zweite Monatshälfte aber nicht ausgleichen.
Niederschlag fiel im Süden zu viel. Im Norden ergab sich mit wenigen Ausnahmen ein Mangel. Dabei fiel der gesamte Niederschlag im Süden in den ersten zehn Februartagen, ab dem 11. war es dann trocken.
Die Sonne schien vielerorts leicht mehr als im Durchschnitt. Lokal gab es vor allem im Jura und in den Alpen allerdings auch Sonnenscheindefizite.
Zwei Kältephasen
Im ganzen brachte der am Sonntag beendete meteorologische Winter zwar viel Schnee, war aber deutlich zu warm. Wie SRF Meteo bilanzierte, lag der Wärmeüberschuss im Vergleich mit der ausschlaggebenden Norm der Jahre 1961 bis 1990 im Norden bei 2 Grad. Im Süden betrug der Überschuss zwischen 1 und 1,5 Grad, in den Hochalpen 1 Grad. Im Vergleich zum vielerorts wärmsten Winter 2019/2020 war es über alle drei Wintermonate gesehen 1 Grad kühler.
Zwei wenn auch kurze Kälteperioden kennzeichneten den vergangenen Winter. Diese waren nicht vergleichbar mit den letzten richtigen Kältephasen im Februar 2012 sowie im Januar 1985 und 1987.
Die erste Kältewelle erreichte am 11. Januar den Höhepunkt mit minus 29,6 Grad in Samedan GR. Im Mittelland wurde es erst am 16. Januar sehr kalt, etwa in Koppigen BE minus 16,3 Grad.
Die zweite Kältewelle kam Mitte Februar. Am Valentinstag (14. Februar) registrierte Samedan minus 30,5 Grad. Verbreitet gab es an diesem Tag im Osten die tiefsten Werte.
Vorher und nachher war es hingegen ausgeprägt warm. Ziemlich extrem war das in Elm GL: Am 14. Februar wurden minus 16,6 Grad gemessen, eine Woche später plus 15,4. In einer Woche stieg die Temperatur damit um 32 Grad.
In der letzten Februarwoche fielen lokal die bisherigen Februar-Höchstwerte. In Sevelen SG etwa wurde es 21,9 Grad warm und in Glarus 19,4 Grad. In La Brévine NE, dem Sibirien der Schweiz, stammen fünf von zehn Februar-Höchstwerten aus der letzten Februarwoche.
Ergiebige Schneefälle
In weiten Teilen des Landes fiel überdurchschnittlich viel Niederschlag. Im Westen und im Wallis war es leicht zu trocken. Schon im Dezember fielen riesige Schneemengen vor allem in den südlichen Alpen. Die Schneefälle griffen auf den Norden über.
Im Januar folgten ausgiebiger Schneefälle auf der Alpennordseite. Am 18. und 19. Januar lagen in St. Gallen 72 Zentimeter Schnee. Mancherorts brach ein Schneechaos aus, zum Beispiel in Zürich.
Rar machte sich die Sonne. Vielerorts war es zu trüb. Die Sonnenscheindauer lag 100 Stunden unter jener eines Durchschnittswinters. Im Osten hingegen kam an manchen Orten dank Föhnphasen und des sonnigen Februars ein Sonnenüberschuss zustande.