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|FMA Ergebnisse|
Foto-/Video-Beobachtung
Fotografische Beobachtung:
Die Fotografie von Meteoren in Bezug auf den Sternenhintergrund erlaubt die Bestimmung des Radianten eines Meteorstroms, also des Ortes am Firmament, aus dem die Meteoroide zu kommen scheinen. In Verbindung mit Aufnahmen, die mit einer den Sternen nachgeführten Kamera gewonnen wurden, kann die Radiantendrift, also die zeitliche Veränderung der Radiantenposition, eruiert werden.
Allsky-Beobachtung:
Die sog. Allsky-Beobachtung eignet sich zur permanenten Überwachung des Nachthimmels. Sie dient in erster Linie zur Detektion von hellen Meteoren, Feuerkugeln und Boliden und, im Verbund mit weiteren Allsky-Kamera-Stationen, zur Bestimmung der Bahnform resp. des Aufschlagpunktes eines allfälligen Meteoriten-Falls.
Die Allsky-Beobachtung benötigt eine stationäre Kamera, die mit einem 180°-Objektiv ausgerüstet ist. Damit wird das gesamte Himmelsareal permanent fotografiert und das gewonnene Bildmaterial anschliessend auf Meteore, Feuerkugeln oder Boliden untersucht.
Um die Feuerkugeln über der Schweiz sicher nachweisen und eine nahtlose Anbindung an benachbarte Feuerkugelnetze gewährleisten zu können, suchen wir weitere Allsky-Stationen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie bereits eine solche Beobachtungsstation betreiben oder in absehbarer Zeit in Betrieb nehmen und sich unserem Verbund anschliessen möchten.
Simultanbeobachtung:
Die gleichzeitige Fotografie desselben Meteors von verschiedenen Standorten aus erlaubt dessen Triangulation und somit die Bestimmung seiner Bahn relativ zur Erdoberfläche. Dieser Aspekt erhält dann besondere Bedeutung, wenn die Möglichkeit besteht, dass ein Meteoroid in der Erdatmosphäre nicht vollständig verdampft, sondern bis zum Erdboden vorgedrungen ist.
In diesem Falle dienen die simultan angefertigten Aufnahmen zur Bestimmung des ungefähren Aufschlagpunktes.
Bei der Simultanbeobachtung von Meteoren werden zwei oder mehrere Kameras, die ca. 20-50 Kilometer voneinander entfernt aufgestellt sind, so ausgerichtet, dass sich deren Blickrichtungen im gewünschten Himmelsareal in etwa 100 km über der Erdoberfläche schneiden.
Video-Aufzeichnung:
Bei der videotechnischen Überwachung wird ein ausgewähltes Himmelsareal permanent auf Meteore dedektiert. Sobald sich im Bildfeld ein Lichtpunkt bewegt, wird davon eine Videosequenz gespeichert. Die dafür eingesetzten Videokameras sind sehr empfindlich und "sehen" auch sehr schwache Meteore.
|Simultanbeobachtung von Meteoren|