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Montreux, Schweiz, 8. September 2018 - Während sich die Türkinnen mit einem 3:0 (25-21, 25-21, 25-22) gegen die Gastgeberinnen aus der Schweiz den Gruppensieg holen, überfahren die Russinnen das junge polnische Team mit 3:0 (25-16, 27-25, 25-18). Zum Schluss sichern sich die Brasilianerinnen mit einem 3:0-Sieg gegen Kamerun den Sieg in Pool A.
Währenddem sich am Donnerstag bereits die Italienerinnen fürs Halbfinale des 33. Montreux Volley Masters mit einem Sieg gegen die Schweiz qualifizierten, ging es zwischen dem amtierenden Montreux-Masters-Titelverteidiger Brasilien, dem Rekordweltmeister Russland und dem jungen und aufstrebenden Team aus Polen um die zwei verbleibenden Plätze im Halbfinale.
Zuerst hatten jedoch die Türkinnen die Chance sich mit einem Sieg gegen die Gastgeberinnen aus der Schweiz den ersten Platz in Pool A zu sichern. Und Giovanni Guidettis Mannschaft erwies sich als eine Nummer zu gross für die Gastgeberinnen. Die Spielerinnen unter der Führung von Timo Lippuner zeigten reichlich Teamgeist, was man etwa bei ihrem Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Punktestand 20-19 ansah. Doch wenn es jeweils heiss wurde, hatten sie nicht die Mittel, um die ausschlaggebenden Punkte zu holen. “Es gab individuelle Fehler, die uns wertvolle Punkte gekostet haben.”, offenbarte der Schweizer Trainer, “Und als der Gegner das Spiel anzog, wurde es uns zu schnell.”
Die grosse Frage, die sich einem am Freitag stellte, war jedoch, ob Polen oder Russland sich für das Halbfinale qualifizieren würden. Nach ihrem überraschenden - jedoch nicht unverdienten - Sieg gegen Brasilien sah es so aus, als ob die Polinnen den Erzrivalen aus Russland auch schocken könnten. Polen hätte nur zwei Sätze gebraucht um Weiterkommen zu sichern. Doch die Russinnen liessen sich davon nicht einschüchtern. Vadim Pankovs Spielerinnen waren gut vorbereitet auf die polnische Starspielerin Malwina Smarzek, die im Spiel gegen Brasilien auf 31 Punkte gesammelt hatte, und konnten zudem auf eine besonders durchschlagende Nataliya Goncharova zählen. Die “Sbornaya” war dann auch ganz klar überlegen. So kamen die Russinnen ausser im zweiten Satz, der 27-25 ausging, auch nicht wirklich ins Schwitzen. Dank diesem Sieg wird das russische Team im Halbfinale am Samstagabend um 21 Uhr auf die Türkei treffen.
Im anderen Duell der Gruppe B zeigte sich Brasilien erbarmungslos mit dem Montreux-Masters-Debütantinnen aus Kamerun. Der brasilianische Coach Zé Roberto liess nichts anbrennen - denn sein Team übernahm in allen drei Sätzen rasch die Führung, während die kamerunische Gegenseite über das gesamte Spiel hinweg nur 39 Punkte erzielen konnte. Doch die Kamerunerinnen liessen sich partout nicht entmutigen. Sie spielten durchweg mit Elan und feierten jeden Punkt, den sie machen konnten. Was Brasilien jedoch diesen Samstag erwartet, wird von anderem Kaliber sein. Denn das Duell um 18.30 Uhr gegen Italien gilt im Volleyball als einer der grössten Klassiker.
Im Spiel um den 7. und 8. Platz werden am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr die Schweiz und Kamerun gegenüberstehen. Beide Teams sind kürzlich auch in Vorbereitungsspielen aufeinandergetroffen. Das verspricht, ein ausgeglichenes Duell zu werden.