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Autos brauchen jederzeit einen wachsamen, aufmerksamen Fahrzeuglenkenden hinter dem Steuer – auch mit modernsten Fahrassistenzsystemen. Trotzdem müssen diese als wichtige Sicherheitsunterstützung im Hintergrund verfügbar bleiben.
Euro NCAP veröffentlichte im Oktober 2018 ein Gutachten über Fahrassistenzsysteme in zehn Neufahrzeugen. Es soll den Automobilisten helfen, die Grenzen der Systeme besser zu verstehen. Auf Teststrecken wurde dabei bei unterschiedlichen Fahrzeugmodellen die Leistung von Fahrassistenzsystemen auf Autobahnen in kritischen Situationen verglichen. Getestet wurden: Audi A6, BMW 5er, DS 7 Crossback, Ford Focus, Hyundai NEXO, Mercedes-Benz C-Klasse, Nissan LEAF, Tesla Model S, Toyota Corolla und Volvo V60.
Wie der Generalsekretär von Euro NCAP, Michiel van Ratingen, mitteilte, ist das Fazit aus diesen Tests eindeutig: Autos, auch solche mit fortschrittlichen Fahrassistenzsystemen, brauchen jederzeit einen wachsamen, aufmerksamen Lekner hinter dem Steuer. Gleichzeitig sei es unerlässlich, dass modernste passive und aktive Systeme als wichtige Sicherheitsunterstützung im Hintergrund verfügbar bleiben.
Die wichtigsten Schlussfolgerungen von Euro NCAP
- Kein Auto auf dem Markt fährt heute schon vollständig autonom.
- Autos, die heute auf dem Markt sind, können Fahrassistenz bieten, aber das sollte nicht mit automatisiertem Fahren verwechselt werden. Der Fahrer bleibt vollumfänglich verantwortlich für das sichere Fahren.
- Richtig eingesetzt, können diese Technologien dem Fahrer helfen, einen Sicherheitsabstand und eine Geschwindigkeit einzuhalten und sich in der Spur zu halten.
- Diese Systeme sollten nicht in Situationen eingesetzt werden, für die sie nicht ausgelegt sind, und sie sollten nicht als Alternative zum sicheren und kontrollierten Fahren herangezogen werden.
- Verschiedene Automobilhersteller haben unterschiedliche Ansätze für die Anwendung von Fahrassistenzsystemen in Bezug auf ihren Unterstützungsgrad.
- Die Tests von Euro NCAP bewerten und verdeutlichen diese Unterschiede und den unterschiedlichen Grad der Fahrunterstützung, den jeder Hersteller bietet.
Die Automobilhersteller müssten, laut Avery, bei der Gestaltung der Systeme den Spagat meistern, einerseits den Fahrer zu unterstützen, ihm aber andererseits keinen Zweifel daran zu lassen, dass er die Kontrolle behalten muss.
Gemäss Rob Cummings, Direktor von Motor & Liability bei der Association of British Insurers werde die Einführung autonomer Fahrzeuge zweifellos viele Vorteile für die moderne Gesellschaft bringen, vor allem durch mehr Sicherheit und mehr Komfort. Die Forschung habe aber gezeigt, dass es immer noch grosse Missverständnisse über den aktuellen Stand der Fahrzeugtechnik gibt. Es sei wichtig, dass die Fahrzeuglenkenden genau wissen, was ihr Auto kann und was nicht.