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Ende der 1960er-Jahre entstand im Westen von Bern eine neue Siedlung mit Wohnbauten, Freizeit- und Einkaufseinrichtungen sowie einer neuen Schulanlage. Das Schulhaus wurde in den Jahren 1971/72 realisiert und soll ersetzt werden: die Schulräume sind kaum gedämmt und werden strukturell den heutigen pädagogischen Anforderungen nicht mehr gerecht.
Ein parallel zum sanft abfallenden Hang gesetzter flacher Baukörper schafft zwischen den beiden Wohngebieten ein räumliches Kontinuum und verbindet diese. Ein grosszügiger Landschaftsraum wird zwischen Quartierzentrum und Waldhügel aufgespannt, so dass ein neuer identitätsstiftender, offener Ort für das Quartier entsteht. Zusammen mit dem Turnhallengebäude bildet der Neubau ein frei gesetzter Solitär und hebt sich von den umliegenden Bauten ab. Die eingeschossigen Nebenbauten, wie der Musikpavillon oder die Wohnung des Hauswarts, gliedern zusätzlich den Raum und schaffen dadurch eine angemessene Massstäblichkeit.
Die verschiedenen Nutzungen werden klar getrennt und den jeweiligen Aussenräumen zugeordnet. Die Basisstufe mit direktem Zugang von der Rehhagstrasse ist zweigeschossig als Duplex organisiert und schafft zusammen mit dem bestehenden Kindergarten eine räumliche Einheit. Eine gemeinsame Erschliessungs- und Arbeitszone verbindet die Einheiten untereinander und ermöglicht so verschiedene Arbeits- und Unterrichtsmethoden.
Die Primarschule ist auf einem Geschoss organisiert und in Clustereinheiten nutzbar. Ein umlaufender Fluchtbalkon ermöglicht die grösstmögliche Nutzungsflexibilität und erlaubt es, die Korridorzone auch als Arbeitsort zu nutzen. Die Arbeitsplätze der Lehrer sind hier zentral zwischen den Aussenräumen der Basis- und Primarschule angeordnet.
Die Bauweise mit Fertigbetonelementen der umliegenden Wohnbauten wird neu interpretiert und als Struktur sichtbar gemacht. Rippendecken aus vorfabrizierten Betonelementen tragen die vertikalen Deckenlasten zu den Fassaden und Kernen. Randunterzüge in den Fassaden und Abfangunterzüge zwischen Stützen und Kernen übernehmen die Lasten von den Rippen und leiten diese über die Stützen und Kerne in die Fundation. So entstehen hochflexible, geometrisch sauber strukturierte, 8 m überspannte stützenfreie Räume.