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Es sind zwei ganz schön unterschiedliche Heilige, die die Kirche am 29. Juni feiert. Petrus, der ursprünglich Simon hiess, stammte aus Bethsaida am See Genezareth und war ein einfacher Fischer, der wahrscheinlich weder lesen noch schreiben konnte. Jesus berief ihn als einen der ersten zur Nachfolge und gab ihm den Namen Petrus, was übersetzt "Fels" bedeutet und auf Petrus' besondere Stellung als "Fundament" der Kirche anspielt ("Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen", Mt 16,18). Petrus gehörte zu den ersten Zeugen der Auferstehung Jesu. Als Sprecher der Apostel sorgte er dafür, dass sich die Jünger nach Jesu Tod wieder in Jerusalem sammelten und die Botschaft von der Auferstehung verkündeten.
Paulus hingegen entstammte einer frommen, wohlhabenden jüdischen Familie und genoss eine hohe Bildung. Als treuer Anhänger seines Glaubens war er zunächste ein erbitterter Gegner der Christen und verfolgte sie. Auf seiner Reise nach Damaskus erschien ihm Jesus (Apg 9,1-31). Dieses Erlebnis bewirkte seine totale Bekehrung: Er ließ sich taufen, ging nach Arabien und verkündete vor allem unter den Heiden das Evangelium. Auf drei großen Missionsreisen gründete er die ersten Kirchen.
Petrus und Paulus erlitten wahrscheinlich um das Jahr 67 unter Kaiser Nero in Rom das Martyrium. Petrus wurde gekreuzigt, Paulus enthauptet.