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Patient Blood Management
Obwohl häufig lebensrettend, kann eine Bluttransfusion auch gelegentlich zu Nebenwirkungen führen. Wie bei jeder anderen Therapie werden mögliche Nebenwirkungen in Kauf genommen, wenn die Vorteile überwiegen (wenn ein Patient z.B. nach einem schweren Unfall verbluten würde). Das Patient Blood Management hat in diesem Sinne zum Ziel, den Therapieerfolg bei der behandelten Person zu verbessern, indem die Anwendung von Bluttransfusionen optimal mit anderen heute möglichen Therapiemassnahmen abgestimmt wird.
Ziele und Hintergrund
Der gezielte Einsatz von Fremdbluttransfusionen soll dabei durch drei Massnahmen („drei Säulen des PBM“) verbessert werden.
Während die erste Säule nur im Falle von planbaren Operationen angewandt werden kann, sind die zweite und dritte Säule des PBM bei allen Operationen anwendbar.
- Behandlung einer Blutarmut vor planbaren Eingriffen
Bis zu einem Drittel der Patientinnen und Patienten zeigen bereits vor einer geplanten Operation eine Blutarmut („Anämie“). Sie ist neben chronischen Erkrankungen häufig auf Eisen-, Folsäure- und Vitamin-B12-Mangel zurückzuführen.
- Möglichst rationaler Einsatz von Bluttransfusionen
- Minimierung des Blutverlustes während und nach der Operation
Der zunehmende Einsatz des PBM ist in den letzten Jahren bereits auch in der Schweiz wirksam, sichtbar am deutlichen Rückgang beim Verbrauch von Erythrozytenkonzentraten und Plasma.
Blutspende SRK Schweiz steht hinter den Zielen des PBM und unterstützt die Kliniken in der Umsetzung des Konzepts. Für die Blutspendedienste birgt das PBM die Herausforderung, dass sich der Bedarf an Blut/Blutspenden möglicherweise auch in den nächsten Jahren vorübergehend weiter reduziert, um in den nachfolgenden Jahren (ab ca. 2020) durch Auswirkungen des demographischen Wandels zunächst zu stabilisieren und anschliessend wieder moderat anzusteigen.