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Mietek Pemper war einer der wichtigsten Helfer des Fabrikanten Oskar Schindler, der etwa 1200 Häftlinge vor der Ermordung durch die Nazis bewahrte. Nun ist Pemper im Alter von 91 Jahren in Augsburg gestorben.
Im Zweiten Weltkrieg hatte Pemper im Konzentrationslager Krakau-Plaszow als persönlicher Schreiber des dortigen KZ-Kommandanten Amon Göth unter Lebensgefahr die Namen von Häftlingen an den Fabrikanten Oskar Schindler geliefert. Durch dessen Engagement wurden insgesamt 1200 Menschen vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten bewahrt.
US-Regisseur Steven Spielberg holte sich für seinen Film "Schindlers Liste" den Rat des 1920 in Krakau geborenen Pemper. Mietek Pemper lebte seit 1958 in Augsburg. Nach dem Krieg hatte er Psychologie und Soziologie studiert und als Unternehmensberater in Augsburg gearbeitet.
Für seine Bereitschaft zur Versöhnung und seine mutige Tat unter der Vernichtungsdiktatur der Nazis wurde Pemper 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse geehrt und ist ausserdem Ehrenbürger der Stadt Augsburg.
Pemper soll im engsten Familienkreis auf dem Jüdischen Friedhof beigesetzt werden. In der Synagoge ist nach Angaben der Stadt zu einem späteren Zeitpunkt eine Trauerfeier geplant.
SDA-ATS