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Eine aufwändig produzierte israelische Fernsehserie ist vor kurzem beim Streamingdienst Netflix ins Programm aufgenommen worden. „Beauty Queen of Jerusalem“ spielt Anfang des 20. Jahrhunderts und dreht sich um das Leben sephardischer Juden vor der Staatsgründung.
Das israelische Drama „Beauty Queen of Jerusalem“ („Die Schönheitskönigin von Jerusalem“) startete vor kurzem auf dem Streaming Portal Netflix. Vorerst ist die Serie nur in den USA, Grossbritannien, Frankreich und Spanien zu sehen.
Die Serie spielt in Israel Anfang des 20. Jahrhunderts, es geht um die Spannungen zwischen Juden, Arabern und Christen in Jerusalem in der Zeit vor der Staatsgründung. Die Handlung beginnt im Jahr 1917 und begleitet eine Familie sephardischer Juden namens Armoza, die sich im Land behaupten muss: Gabriel Armoza und seine Ehefrau Rosa und deren drei Töchter Rivka, Rachel und Luna.
Die bildgewaltige Serie gilt als eine der bislang aufwändigsten und teuersten israelischen Filmproduktionen. Eine Besonderheit ist zudem das häufige Vorkommen von Ladino, einer Sprache, die von jüdischen Spaniern im Osmanischen Reich gesprochen wurde und Einflüsse des mittelalterlichen Spanisch, Hebräisch, Aramäisch, Türkisch, Griechisch und Arabisch beinhaltet.
Die israelische Tageszeitung Haaretz lobt die grosse Liebe zum Detail und die Treue zum historischen Hintergrund. Die Serie gewann vier „Israeli TV Academy Awards“.
In der Hauptrolle ist der bekannte israelische Schauspieler Michael Aloni zu sehen, der durch die Netflix-Serie „Shtisel“ berühmt wurde. Die ersten zehn Episoden sind seit Mitte Mai online, eine zweite Staffel wird am 29. Juli veröffentlicht.
Aloni und seine Schauspielkollegen haben aufgrund des Erfolgs und der Qualität des Romans von Sarit Yishai-Levi schnell zugesagt, erzählten sie den Zuhörern bei einer Veranstaltung im Streicker Center des Temple Emanu-El in New York City. Aloni sagte, er habe das Buch in weniger als zwei Tagen gelesen und beim Lesen geweint; Swell Ariel Or, die Alonis Tochter in der Show spielt, sagte, sie habe das Buch in zwei Stunden gelesen.
Produziert wurde „Beauty Queen of Jerusalem“ von der israelischen Firma „Yes Studios“, die auch die Netflix-Erfolgsserie „Shtisel“ über das Leben einer ultraorthodoxen jüdischen Familie in Jerusalem sowie den IDF-Thriller „Fauda” produzierten.
Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Buch der israelischen Autorin Sarit Yishai-Levi, die selbst aus einer seit acht Generationen in Jerusalem ansässigen sephardischen Familie stammt. Die Journalistin arbeitete als Korrespondentin für verschiedene israelische Zeitungen und Zeitschriften und war die erste Israelin, die Jassir Arafat interviewte (während des ersten Libanonkrieges in Beirut). Derzeit ist sie Chefkorrespondentin für das Magazin Olam Ha’Isha und moderiert Fernsehshows.
Yishai-Levis Buch, das der Serie zugrunde liegt, stand in Israel über 100 Wochen lang auf den Bestsellerlisten und gewann die Publishers Association’s Gold und Platin Preise (2014) und den Steimatzky Preis für das meistverkaufte Buch des Jahres (2014). Es erschien 2016 auf Deutsch übersetzt unter dem Titel „Die Schönheitskönigin von Jerusalem“ im Aufbau Verlag.
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