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Wawrinka nahm dem 2,03m-Hünen Anderson gleich zu Beginn zwei Mal den Aufschlag ab und liess danach bei eigenem Service keine Breakbälle zu. Beim Stand von 5:1 kam der Romand zu drei weiteren Break- und somit Satzbällen. Anderson beendete den ersten Durchgang mit einem Doppelfehler.
Auch im zweiten Satz erspielte sich Wawrinka früh zwei Breakbälle, Anderson wehrte jedoch beide Versuche ab. Der Südafrikaner zeigte sich danach deutlich stärker als noch im ersten Durchgang und kam beim Stand von 1:1 seinerseits zu Breakmöglichkeiten, doch auch Wawrinka wehrte sich erfolgreich gegen das frühe Break. Beim Stand von 4:3 erarbeitete sich der Schweizer die nächsten Breakbälle – und realisierte den zweiten Servicedurchbruch. Nach insgesamt nur 73 Minuten nutzte Wawrinka seinen ersten Matchball.
Vier der letzten fünf Direktbegegnungen gegen Anderson hatte Wawrinka vor dem Aufeinandertreffen in Toronto verloren. Diesmal kam er mit dem harten Service des Südafrikaners bestens zurecht. 50 Prozent der Punkte bei Aufschlag Anderson entschied er für sich – eine ganz starke Quote.
Im Halbfinale trifft Wawrinka auf Kei Nishikori (ATP 6), der Grigor Dimitrov (ATP 40) in drei Sätzen (6:3 3:6 6:2) bezwang. Gegen den Japaner Nishikori liegt Wawrinka im Direktduell mit 3:1 in Führung.
Für Wawrinka ist es die zehnte Teilnahme am Masters-1000-Turnier in Kanada, das abwechslungsweise in Toronto und Montreal ausgetragen wird. Der Schweizer erreicht dabei erstmals die Halbfinals. Dank dem Sieg gegen Anderson wird Wawrinka am Montag in der Weltrangliste vom 5. auf den 4. Platz vorrücken. Er profitiert dabei auch vom verletzungsbedingten Ausfall von Rafael Nadal.(jsc/sda)
Vor der Winterpause sah alles nach der elften Meisterschaft des FC Bayern München in Folge aus. Doch nach dem Bundesliga-Re-Start eröffnen die Bayern ungewohnte Schwächen, welche die Konkurrenz um Union Berlin, RB Leipzig und Borussia Dortmund zu nutzen weiss. Der Kampf um die deutsche Meisterschaft ist so eng wie seit langem nicht mehr. Selbst Eintracht Frankfurt auf Platz sechs liegt nur fünf Punkte hinter dem Rekordmeister zurück.