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Am 6. Februar erschütterten zwei starke Erdbeben den Südosten von Türkiye und den Norden Syriens. Bis heute haben mehr als 21'000 Menschen bei dieser Katastrophe ihr Leben verloren. Hunderttausende von Menschen benötigen sofortige Nothilfe, um ihre Grundbedürfnisse zu decken, während die Winterkälte weiterhin andauert. Viele von ihnen sind Flüchtlinge oder Binnenvertriebene infolge des Konflikts in Syrien und waren bereits vor dem Erdbeben schwer von dieser Krise betroffen.
UNHCR reagiert auf die dringenden Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung
Infolge der Erdbeben haben Hunderttausende Menschen ihr Zuhause verloren und stehen nun plötzlich ohne Schlafplatz da. Ganze Familien sind nun ohne Dach über dem Kopf und ohne Nahrung, und das zu einer Jahreszeit, in der die Temperaturen regelmässig unter Null sinken.
Unter diesen Umständen unterstützt UNHCR in Türkiye die Flüchtlinge und die lokale Bevölkerung, die von der Katastrophe betroffen sind.
Die Situation ist tragisch,
sagte Philippe Leclerc, UNHCR-Vertreter in Türkiye. "Im Moment stellt UNHCR in Zusammenarbeit mit anderen UN-Organisationen das bereit, was von den türkischen Behörden angefordert wird, also hauptsächlich Kochsets, Matratzen und Zelte, um die Bemühungen der türkischen Behörden zu ergänzen, sowohl den türkischen Bürgern als auch den Flüchtlingen zu helfen."
In Syrien, wo UNHCR seit Beginn des Konflikts vor nunmehr zwölf Jahren unermüdlich tätig ist, verdoppelt die Organisation ihre Anstrengungen, um den Menschen zu helfen, die ihr Zuhause verloren haben. Viele von ihnen waren Binnenvertriebene und verloren durch das Erdbeben das Wenige, was sie besassen.
Gebiete bereits unter hohem Druck
Schon lange vor den Erdbeben, sowohl in Türkiye als auch in Syrien, standen die vertriebenen Bevölkerungsgruppen vor enormen Herausforderungen.
Mehr als 3 Millionen Flüchtlinge halten sich heute in Türkiye auf, die meisten von ihnen aus Syrien und dem Irak. Dies entspricht fast einer von 26 Personen der Gesamtbevölkerung des Landes. In den letzten Jahren setzte UNHCR seine Unterstützung für vertriebene Personen an verschiedenen Fronten fort.
Infolge des in Syrien tobenden Bürgerkriegs sind bis heute mehr als 6,7 Millionen Menschen Binnenvertriebene. Ein Grossteil davon befindet sich in der Region Idlib, die von dem Erdbeben stark betroffen war und zum Überleben weitgehend auf humanitäre Hilfe angewiesen ist, wobei sich die Situation nach dem Erdbeben noch weiter verschärft hat.
Eine Stark unterfinanzierte Situatione
Im Jahr 2022 konnten nur 38% der Mittel aufgebracht werden, die für die Bedürfnisse der zur Flucht gezwungenen Menschen in Syrien benötigt wurden, da es dem Land an wichtigen Finanzmitteln fehlt, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken. Darüber hinaus haben auch einige Nachbarländer wie Jordanien und der Libanon einen enormen Bedarf an Unterstützung für die syrischen Flüchtlinge.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, äusserte sich zu der Notwendigkeit, den Erdbebenopfern zu helfen und solidarisch zu sein :
Während meiner Amtszeit als UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, der UN-Flüchtlingsorganisation, habe ich mehrmals in dieser Region gearbeitet, und ich werde nie die aussergewöhnliche Demonstration der Grosszügigkeit der Bevölkerung vergessen. Lassen Sie uns zusammenarbeiten und solidarisch sein, um all jenen zu helfen, die von dieser Katastrophe betroffen sind und von denen viele bereits dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen waren.