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Acker- und Weinbau. Der 1260 Aren umfassende
Rebberg von Malessert ist sehr alten
Ursprunges und kam
schon 996 zusammen mit den benachbarten
Häusern,
Wiesen und Aeckern an das Kloster
Romainmôtier. 1542 wurde das
ganze
Gut von der
Berner Regierung an den Schultheissen Hans Franz Nägeli, den Eroberer der Waadt,
in Anerkennung seiner Verdienste
verschenkt;
1582 kam es durch Heirat an das Geschlecht von Wattenwyl, 1807 durch Kauf an Paul Coulon aus Neuenburg
und 1872 ebenfalls
durch Kauf an Édouard de
Saugy.
Der Wein von Malessert wurde lange Zeit hauptsächlich nach der Stadt
Bern verkauft.
(Kt. Wallis,
Bez. Monthey).
460 m. Geneigte kleine Rasenterrasse 500 m n. vom
FleckenMonthey, an einem mit
Kastanienbäumen bestandenen
und von erratischen Blöcken übersäten Hang. An die Stelle des hier einst stehenden Landhauses ist
vor wenigen Jahren eine Heilanstalt für Geisteskranke getreten, die von Dr. Repond, dem gewesenen Direktor der kantonalen
Freiburger Irrenheilanstalt zu
Marsens, mit finanzieller Unterstützung des Staates Wallis
gegründet wurde. Die Anstalt besteht aus
drei Pavillons, kann etwa 60 Kranke beiderlei Geschlechtes aufnehmen und wird von Schwestern des Ordens
vom h. Joseph (aus
Bourg en Bresse) verwaltet.
beginnt am O.-Fuss des
Gribellakopfes,
steigt auf eine Länge von 4 km nach SO. ab und mündet 1,7 km n. der Spissermühle aus.
Vom
Malfragbach durchflossen und
durch Felsschwellen in 3 Thalstufen geteilt.
Der Bach bildet die Grenze zwischen der
Schweiz und Oesterreich,
so dass das rechtsseitige Gehänge zu jener, das linksseitige dagegen zu
diesem gehört. Im
Vordergrund östlich die
Heuberge
der Zanderswiesen, gegenüber auf eine Strecke von etwa 500 m
Wald, weiter hinten
Wiesen und Alpweiden. Im mittleren Abschnitt
etwas sumpfig.
Der geologische Aufbau dieses Kontaktgebietes zwischen den Bündner Schiefern und den krystallinen Massengesteinen
ist ein ausserordentlich verwickelter.
Die Bezeichnung Malfrag ist korrumpiert aus dem welschtiroler Dialektausdruck val fraida
= kaltes Thal.
später
Malrhuere, Malre, Malrey, Mallerey und Malleray;
1179: Mallereia. Vom mittellatein. malgeria = Viehweide herzuleiten.
Spuren
einstiger Eisenerzausbeute.
Römischer Wachtposten.
Ruine einer als Sitz der Edeln von Spender bekannt gewordenen alten Burg.
In der Nähe wurden 1367 die Truppen des Bischofes von Basel
Johann von Vienne von den Bernern und Solothurnern
geschlagen, die zwei Banner eroberten.