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Am 7. Februar 1971 votierte eine Mehrheit der volljährigen Schweizer Männer für die Ausweitung des Stimm- und Wahlrechts auf Frauen. Am 31. Oktober 1971 folgten die ersten eidgenössischen Wahlen unter Einbezug der Frauen. Am 29. November 1971 traten die ersten elf Nationalrätinnen und die erste Ständerätin ihr Amt an. Fünfzig Jahre später erinnert die Schweizerische Nationalbibliothek mit der Ausstellung «Jetzt wählen!» an diese Ereignisse.
Mit dem Abstand von einem halben Jahrhundert scheint eine Eidgenossenschaft schwer vorstellbar, die Frauen von der politischen Partizipation ausschliesst. Diese Irritation nimmt die Ausstellung «Jetzt wählen!» zum Anlass, um die Frage nach der politischen Mitsprache in der Schweiz zu thematisieren: Ohne Stimme waren die Frauen. Ohne Stimme sind Ausländerinnen und Ausländer, unter Beistandschaft stehende Personen sowie Jugendliche und Kinder unter 18 Jahren. Ohne Stimme bleibt bei fast allen Urnengängen eine schweigende Mehrheit.
Wo liegen die Grenzen politischer Mitsprache auf eidgenössischer Ebene? Wer zieht sie? Wie haben sie sich in den letzten fünfzig Jahren verändert? Wie kann Partizipation geschaffen werden? Diese Fragen stellt die Ausstellung – und nutzt dafür die Sammlungen der Schweizerischen Nationalbibliothek als Reflexionsaum.