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Teil 6: Die Obama Jahre und ein Foto Studio in Oregon
Meine ersten digitalen Bilder fotografierte ich im Jahr 2004 mit einer Nikon-Coolpix-Kamera. Die Fotos erschienen in dem Terra-Magica-Bildband „Kreuzfahrt im Hohen Norden“. Die digitalen Bilder waren lediglich Info-Aufnahmen, den Rest fotografierte ich noch auf Diafilm. In den Oman nahm ich 2005 noch Fuji-Velvia-Filme und eine Nikon D70 mit und merkte, dass ich mehr mit der digitalen Kamera fotografierte als mit der Film Kamera. 2006 in Argentinien stieg ich mit der Nikon Dx2 komplett auf digital um. Da war Schluss mit Dias und das gerade rechtzeitig, denn ich hatte die Nase voll von Reisefotografie und Filmen.
Nun hatte ich schon bald 200 Bildbände fotografiert und es wurde alles zur Gewohnheit. Vor allem die Kalenderbilder-Produktion wurde langweilig. Aber dann kamen die digitale Technik sowie Photoshop und neue Möglichkeiten taten sich auf. Es machte wieder Spass zu fotografieren und die digitale Herausforderung anzunehmen. Der Dynamikumfang der digitalen Bilder war besser als bei Dias. Die Filme-Schlepperei war vorbei.
Wir planten und starteten den Bau unseres kleinen Hauses in Mexiko und ärgerten uns über Bush und die Republikaner während wir weiter durch die Welt reisten. Der Bucher-Verlag publizierte eine Reihe von Büchern, in denen auch Hotels vorgestellt wurden und wir durften auf Einladung drei Monate die Luxus- Lodges im Südlichen Afrika fotografieren und lebten im Ritz und in den Four Seasons- und Mövenpick-Hotels in Arabien. Wir fotografierten Bücher über New York, London und Marokko und produzierten mehrere DuMont-Bildatlanten. Für die Balderama-Familie in Mexiko fotografierten wir ein Buch über den Copper Canyon, eine wenig erschlossene Canyon-Landschaft in der Sierra Madre. Es lief alles noch recht gut, auch wenn die Bild-Honorare sich nicht nach oben bewegten.
Zwischen unseren Produktionen kam die Finanzkrise und Barack Obama wurde zum US-Präsidenten gewählt. Es bestand Hoffnung auf eine bessere Zeit in den USA. Ich traute Obama nicht viel zu. Mir war bewusst, dass er viele Versprechen nicht halten würde, weil seine Hände gebunden waren. Wer so viel Geld braucht um zu gewinnen, steht zu sehr in der Schuld der Reichen und der Industrie. Als er dann prompt auch die Gauner an der Wall Street laufen liess und die Kriminellen der Bush-Regierung nicht investigierte, war klar, wo es hinging.
Unser Haus in Mexiko war fertig und wir hatten nun zwei Häuser, obwohl wir nie ein Haus gewollt hatten. Seltsam, wie das Leben manchmal spielt. Wir genossen es, im Winter in der Sea of Cortez vor dem Haus zu baden und Kayak zu fahren. Mit Obama im Weißen Haus beschlossen wir US-Bürger zu werden. Wir wollten verhindern, dass wir plötzlich, Green Card hin oder her, aus dem Land geworfen wurden. Unsere Rechnung ging auf. Nachdem wir einige Fragen beantwortet hatten, waren wir Amis. Oder eher eine Art Schweiz-Amerikanische Weltbürger mir Zweitwohnsitz in Mexiko. Nun war es noch leichter für uns, in die USA ein- und auszureisen. Bei der Einreise hiess es jetzt lediglich „Welcome back“.
Im Jahre 2010 waren wir in Thailand für DuMont und danach in Neuseeland für den Stürtz-Verlag. Für den DuMont-Bildatlas gab es 16 000 Euro und die Produktion kostete uns mit Flug etwa 15 000 Euro. Wir hatten für fünf Wochen einen lokalen Führer mit Fahrer und wohnten in guten Hotels. Wir hatten immer unser Geld mit den Nebenverwertungen der Fotos gemacht, also mit den daraus resultierenden Bildverkäufen über Agenturen, Kalender und Bücher. So würde sich auch Thailand am Ende für uns lohnen, aber ich war diesmal etwas skeptisch. Die Honorare der Agenturen brachen ein und die Verlage zahlten weniger als vor zehn Jahren. Die digitale Bilderflut nahm zu und ich fragte mich, wie die Zukunft für uns aussehen würde.
In Neuseeland fotografierten wir bei den Pancake Rocks, einer verwitteten Küstenlandschaft auf der Südinsel. Dort trafen wir ein Schweizer Pärchen, das gerade auf Weltreise war. Der Mann fotografierte auch und als wir gemeinsam zum Parkplatz liefen, sagte er „Fötelisch Du au gern?“. Was so viel hiess wie „Knipst du auch gern?“. Ich war etwas konsterniert. War ich nicht seit zwanzig Jahren Profi? Sah ich denn aus wie ein Knipser? Was in der Tat ja sein konnte, denn ich verhielt mich sehr ungern wie ein Profi-Fotograf und liebte es, „Low Profile“ zu arbeiten. Roli, wie der Mann hiess, stellte seine Bilder auf „I Stock“ und verkaufte ganz gut, wie er sagte. Er dachte daran, eine Karriere als Fotograf aufzubauen. Ich sagte, dass ich “I Stock” für Mist hielt und man davon nicht leben könnte, aber er war anderer Ansicht. Sagte, es sei Zeit, dass der Markt aufgemischt und wir Profis endlich Konkurrenz bekommen würden. Mir war bewusst, dass die Zukunft für Fotografen schlecht aussah, denn am Ende würde lediglich der Markt kaputtgehen und es sich für niemanden mehr richtig lohnen.
Zwar hatten wir noch viele Projekte am Laufen. Dominikanische Republik für Stürtz und weitere Bücher für Bucher und Bruckmann, aber ich hatte nun echt keine Lust mehr. Das Finanzierungsmodell „Auftrag, Agentur und Zweitverwertung“ funktionierte nicht mehr. Die Tourismus-Ämter wurden geiziger, die Agenturen verkauften weniger und die Verlage wurden knausriger. Bei den Kalender-Verlagen waren nun Erbsenzähler an der Macht, die einem vorschrieben, welche Motive man wie fotografieren sollte. Keine Menschen, nicht zu abstrakt, nicht zu dunkel. Am liebsten die abgedroschensten Motive langweilig, aber schön. Der Verleger Ernst Brücher von DuMont hatte uns das schon vor langer Zeit prophezeit.
Manchmal wusste ich beim Betrachten einer Verlagsvorschau selber nicht mehr, ob das Bild von mir oder einem Kollegen fotografiert worden war. Das Motiv war dasselbe und manchmal auch das Licht. Die Zeiten, als Harenberg im Sehnsuchts-Kalender ein Bild von Regula in High Heels am Pink Cadillac abgedruckt hatte, waren vorbei.
In den USA war die Immobilienblase geplatzt und die Leute verloren ihre Häuser en masse. Es war Notstand angesagt, aber wir waren noch relativ flüssig, obwohl wir die Rancho Las Hierbas in Oregon umgebaut und Mexiko fertig gebaut hatten. Die Immobilien in Bend waren bis zu 50 Prozent eingebrochen. Unser Haus war wieder so viel wert, wie es beim Bau gekostet hatte, was uns egal war. Wir wollten unser Traumhaus nicht verkaufen.
Auf der mondänen Westseite von Bend gab es ein modernes Bürogebäude mit acht einzelnen Teilen, das uns immer gefallen hatte. Der Spekulant ging in Konkurs und die Bank hatte die restlichen noch nicht verkauften Teile übernommen. Ein Loft, das uns gefiel, war für 245 000 Dollar zu haben. Noch vor einem Jahr hatte es 540 000 Dollar gekostet. Wir boten 180 000 Dollar in bar und die Bank verkaufte es uns, da niemand bereit war, bar zu zahlen. Wir wussten, dass die Krise vorbeigehen und Bend wieder anziehen würde. Wir glaubten, dabei nicht verlieren zu können. Der Plan war, dort ein Fotostudio mit Workshop-Zentrum und Galerie zu starten. Wir hatten bereits vor zwei Jahren wieder damit begonnen, Fotoreisen zu veranstalten, was wir zehn Jahre lang nicht mehr gemacht hatten. Wir hofften, damit den Niedergang der Reisefotografie finanziell etwas eindämmen zu können. Wir hatten für die Schweizer „Background Tours“ eine Fotoreise durch Namibia konzipiert und planten nun wieder unsere eigenen Touren.
In Bend hatte ich zufällig angefangen, Porträts mit weissem Hintergrund von Menschen zu machen. Ich nannte das Projekt „99 People of Central Oregon“. Das Echo war gigantisch, so dass ich daraus ein Buch produzierte und im Ort wieder einmal auffiel. Ich hatte ja schon vorher oft Bilder in den lokalen Magazinen veröffentlicht. „99 People“ aber fiel noch mehr auf. Das passte sehr gut um unser neues Studio damit zu bewerben. Wir mussten auffallen und den Namen unseres Cascade Center of Photography bekanntmachen, wenn daraus etwas werde sollte. Regula wurde Mitglied einer Business-Gruppe und trabte einmal in der Woche zum Networking hin. Ich „brandete“ mich mit einem Fedora-Hut, den hier in der gegen niemand trug. Dazu starteten wir den „Photo Walk of Bend“ und die lokale Presse berichtete darüber. Wir wurden im Fernsehen interviewt und plötzlich kannten sie uns alle. Im Supermarkt und auf der Strasse wurde ich angesprochen. Der Hut machte den Unterschied.
Wie wir mit nur wenigen Fotografen und einem jungen Angestellten sieben Jahre lang den Laden gewinnbringend unterhielten, ist eine lange Geschichte. Kurz gesagt, warfen die lokalen Workshops guten Profit ab und waren auch eine gute Werbung für unsere Fotoreisen, da wir dort mögliche Kunden aus den USA und Europa anheuern konnten. Unsere Touren waren schneller ausgebucht. Alle hatten Spass an der kulturellen Völkerverbindung und haben das noch immer.
Unser bester Coup war, mit den Fotografen der Photo-Cascadia-Fotogemeinschaft zusammenzuarbeiten. Besonders David Cobb und Sean Bagshaw öffneten für uns die Türen des US-Marktes, was wir allein nie geschafft hätten.
Die Arbeit im Studio führte zu den „American Dreamscapes“. Die Produktion meiner Midlife-Crisis- (Regula) oder Redneck-Serie, wie ich sie nannte, dauerte fünf Jahre und wurde als Buch in der Edition Panorama publiziert.
Es war spannend, zum ersten Mal im Studio zu arbeiten und ein Lernprozess, das Studio Lighting zu verstehen und aufzubauen. Ein befreundeter Fotograf, der während der Krise pleitegegangen war und nun Schulbus fahren musste, verkaufte uns sein komplettes Studio Equipment, das ich dann noch erweiterte. Im Studio muss man alles aufbauen und nicht wie in der Reisefotografie auf die Umstände reagieren. In der Landschaft wartet man auf das richtige Licht, im Studio kreiert man es selbst.
Ich fotografierte nun auch Porträts und Lifestyle für die lokalen Magazine und die lokale Zeitung. Als ich Tony Lawrence, den Besitzer der Boneyard-Brauerei, fotografierte und ihn mit zwei entfesselten Nikon-Blitzen ausleuchtete, erzählte er mir von seiner Freundin Lisa Marie und dass sie gerne von einem Fotografen porträtiert würde. Lisa war wunderschön, hatte ein Gesicht wie aus Elfenbein geschnitzt und war von Kopf bis Fuß tätowiert. Warum nicht, sagte ich mir und vereinbarte einen Termin mit ihr, auch um meine Licht-Technik in den Griff zu bekommen. Ich verabredete mich mit ihr bei uns zu Hause, um auf dem Grundstück bei einem umgefallen Baum, dessen Wurzeln besonders fotogen waren, zu fotografieren. Regula war in der Stadt auf einen Termin und ich ging mit Lisa in den Wald, nachdem wir ihre Kleidung bestimmt hatten. Doug Bowser war als Assistent dabei. Als wir im Wald waren, kam Regula nach Hause und sah nur zwei fremde Autos auf dem Vorplatz, leere Bierdosen und weibliche Wäsche verstreut auf dem Wohnzimmertisch. So begann die Produktion der „American Dreamscapes“. Wenn Regula damals gewusst hätte, was noch auf sie zukommt, hätte sie mich wahrscheinlich gleich zur Rede gestellt.
In der Zwischenzeit veranstalteten wir – wie gehabt – unsere Fotoreisen, jetteten durch die Welt und schmissen gemeinsam mit unserem Angstellten David das Studio und das Workshop-Zentrum. Wir veranstallteten Porträt-Workshops, Landschaftskurse, Makro-Kurse und so weiter. Einiges mit viel, anderes mit weniger Erfolg.
Es zeigte sich bald, dass unsere One-on-One-Kurse und Exkursionen am besten gingen. Regula war nur noch im Office und nahm Buchungen entgegen, machte Buchhaltung und updatete die Webseiten. Ich war dauernd im Studio mit Porträts oder Produktfotografie beschäftigt, machte Porträts in der Stadt oder leitete Workshops, wenn wir in Oregon waren. Wenn wir unterwegs waren, fotografierte der Kollege Doug Bowser. Wir waren extrem beschäftigt und arbeiteten rund um die Uhr. David wunderte sich immer, wie ich das schaffte, zum Beispiel gleich nach der Rückkehr von einem langen Brasilien-Trip zehn Porträts im Studio zu fotografieren, bevor ich zu einem Workshop weiterfuhr.
Lisa Marie inspirierte mich dazu, eine Bildserie zu starten, die ich zuerst „High Desert Noir“ nennen wollte, sie aber dann in „American Dreamscapes“ umbenannte. Als ich mehrmals für die Mode-Ausgabe des „TS Weekly“ fotografierte, stiess ich auf mehr Models – unter anderem Rita Gonzalez, eine noch intensiver tättowierte junge Frau, der ich anbot, für meine allerste Dreamscape zu posieren. „Rita and the Gun“ wurde zum Symbolbild der Dreamscapes und ich schrieb sogar einen Song dazu, der von Andy Trinkler supertoll gesungen wurde. Die Dunkelheit am Rande der Stadt (Bruce Springsteen) und das verwarloste, abgefuckte Amerika abseits der grossen Städte wurden mein Thema. Jedes Model führte zu weiteren Models und ich freundete mich mit Melanie Kehoe an, die mit ihrem Mann ein Tatoo-Studio in Bend führte. Melanie sandte mir immer wieder Models und kannte Leute mit coolen Autos. Ich war mit Ross Hall befreundet, einem Händler für Oldtimer und Rick Steber, einem Cowboy Poet, der wie Kris Kristofferson als Cowboy aussah. Das waren alles gute Kontakte, die mir bei den Dreamscapes zugute kamen.
Meine Bilder wurden immer komplexer. Ich benutzte inzwischen bis zu acht Blitzlampen um alles auszuleuchten. Ich war wie besessen von den Dreamscapes, konnte ich doch endlich mein Amerika-Bild neu definieren und alle meine alten Obsessionen abarbeiten. Zudem gab es niemand, der Amerika so fotografierte, ausser vielleicht mein Vorbild Gregory Crewdson, der mit riesigem Budget und Aufwand arbeitete. Für mich war auch cool, dass mir das so schnell keiner nachmachen konnte, die Licht -Technik war schwierig, die Models, die Autos und die Locations waren alle nicht einfach zu finden.
Regula dachte, ich hätte eine Midlife Crisis. Meine Freunde dachten, ich hätte Affären mit den ganzen Frauen und einige Leute glaubten gar, ich wäre zum Waffennarr mutiert. Dabei verarbeitete ich nur meine katholische Erziehung und meine fast dreissig Jahre, während denen ich Amerika immer nur im Glanzlicht dargestellt hatte. Ich hatte null Interesse an den jungen Frauen, die ich fotografierte, war kein Tattoo-Fan und erst recht kein Waffennarr. Ein Grund, warum ich so viele hübsche Frauen als Models fand, war auch, dass ich eben null sexuelles Interesse an ihnen zeigte, sie respektierte und immer sicherstellte, dass ich Assistenten dabei hatte oder die Models mindestens eine Freundin oder Freund mitbrachten. Alleine fotografierte ich sie nur, nachdem wir uns besser kannten. Alles lief völlig professionell ab.
Gute Locations fand ich überall in Amerika, nachdem ich darauf sensiblisiert war. Models aller Art liefen mit pausenlos über den Weg und alle sagten willig zu. Mittlerweile bekam ich Anfragen, ob ich sie nicht bitte fotografieren würde.
Es dauerte fünf Jahre, bis ich mit den Dreamscapes fertig war und das Buch erschien. Regula hatte längst genug, denn sie schmiss den Laden, während ich pausenlos irgendwo am Fotografieren war. Zu Hause war ich in Gedanken versunken und hörte kaum zu, wenn sie redete. Gut, dass ich nun endlich fertig war.
Neben der Arbeit in Bend produzierte ich noch einige Bücher, unter anderem ein Buch über Brasilien und eines über Rio de Janeiro, für die ich mit Sprachen-Genie und Autorin Karin Hanta fünf Wochen das Land bereiste. Sonst aber lohnte es sich kaum mehr, Bücher zu machen und einige publizierten wir nur, weil wir seit Jahrzehnten mit Dieter Krause vom Stürtz Verlag zusammengearbeitet hatten.
Mit dem Center und unseren letzten Produktionen vergingen die Obama-Jahre wie im Fluge. Die Fotoreisen nahmen enorm zu und plötzlich machten wir mehr Fotoreisen als Foto-Produktionen. Die Agentur-Verkäufe fielen um 60 Prozent, die Buch-Tantiemen gingen zurück, aber die Workshops und Reisen füllten die Löcher. Unsere zwei Häuser waren abbezahlt und Schulden hatten wir keine. Die Konten waren voll. Eigentlich war alles gut und es war nun an der Zeit, etwas weniger zu arbeiten. Dann wurde Donald Trump Präsident der USA und wir ahnten, dass die guten Zeiten damit endgültig vorbei waren.
Der Schock war gigantisch. Der Gedanke, dass ein narzistischer Rassist, der eindeutig an Grössenwahn litt, Präsident werden konnte und ihn so viele Leute gewählt hatten, erschütterte unseren letzten Glauben an Amerika als positive Weltmacht. Es fühlte sich an, als wäre Amerika gestorben. Es war an der Zeit, das Center zu verkaufen. Ich wusste, dass mein Nachbar Interesse an dem Gebäude hatte. Zwei Wochen nach Trumps Wahl verkauften wir das Studio, kündigten unserem Mitarbeiter und liessen nur noch die Touren und Workshops online weiterlaufen. Der Nachbar gab uns eine halbe Million Dollar für das Gebäude, das wir für 180 000 Dollar gekauft hatten. Kapitalismus pur im Zeitalter von Donald Trump. Danach fuhren wir durch das öde Hinterland von Nevada und Kalifornien nach Mexiko, wo wir unser Haus vergrössert hatten und blieben einige Monate weit weg von Amerika und weit weg von Donald Trump. Es war der Anfang vom Ende unserer Karriere als Reisefotografen.
FORTSETZUNG FOLGT…!
Christian Heeb gilt als einer der erfolgreichsten Reisefotografen der Welt. Er ist Bildautor von über 200 Bildbänden sowie unzähligen Kalendern und Magazinartikeln. Wenn er nicht gerade unterwegs ist um für einen neuen Bildband zu fotografieren, bietet er Fotoreisen und Workshops an. Hier können seine Angebote ausgewählt und gebucht werden: Fotoreisen und Workshops mit Regula & Christian Heeb
© Fotos: Christian Heeb