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Der Verteidiger der ZSC Lions, Josef Boumedienne, wurde vom Einzelrichter der Schweizerischen Eishockey Nationalliga GmbH, Reto Steinmann, für die nächsten drei Meisterschaftsspiele gesperrt und mit einer Busse von CHF 1’000.- belegt. Josef Boumedienne beging im Meisterschaftsspiel der Nationalliga A zwischen dem HC Lugano und den ZSC Lions vom 16. September 2005 einen zweifachen Crosscheck von hinten gegen den Rücken und Kopf von Petteri Nummelin vom HC Lugano.
Nach Auffassung des Einzelrichters sei die Attacke von Josef Boumedienne klarerweise mit Absicht erfolgt. Die potentielle Verletzungsgefahr – insbesondere beim zweiten Crosscheck – sei vorhanden gewesen, umso mehr in dieser Aktion kein Zusammenhang mehr mit dem Spielgeschehen bestanden habe. Der Verteidiger der ZSC Lions hätte um die Folgen des Stockeinsatzes auf diese Art wissen müssen, was bedeute, dass er eine – schliesslich glücklicherweise ausgebliebene – Verletzung nicht primär bezweckt, aber billigend in Kauf genommen habe, heisst es in der Begründung des Einzelrichters. Das Verschulden von Josef Boumedienne wiege nach Auffassung des Einzelrichters erheblich bis schwer. Der Spieler hätte wissen müssen, dass diese völlig unmotivierte Aktion gegen den Kopf des Gegenspielers, der ohne Helm auf dem Eis kniete, eine Verletzung hätte verursachen können. Fouls dieser Art würden erfahrungsgemäss zu den gefährlichsten zählen und verursachen regelmässig Verletzungen, führte Reto Steinmann weiter aus.