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Der Untersuchungszeitraum des Forschungsprojekts reicht von der Zwischenkriegszeit bis zur formalen Unabhängigkeit Simbabwes 1980. Die katholische Missionsbewegung der Schweiz verzeichnete in der Zwischenkriegszeit einen ausserordentlichen Aufschwung, insbesondere da sie sich auf die ausgeprägten Strukturen des katholischen Milieus stützen konnte. Erst gegen Ende der 1960er Jahre begannen sich diese zunehmend aufzulösen, wodurch sich die Mission vor neue Herausforderungen gestellt sah. Dies hing auch mit der Konkurrenzsituation durch die aufkommende staatliche und private Entwicklungshilfe in Afrika zusammen.
In (Süd)Rhodesien selbst vollzog sich in dieser Zeitspanne der Wandel von der britischen Kolonialherrschaft zum rhodesischen Siedlerregime und schliesslich zur formalen Unabhängigkeit Simbabwes.
Teilprojekt A
Simone Bleuer untersucht die Auf- und Ausbauphase der katholischen Mission von der Zwischenkriegszeit bis Anfang der 1960er Jahre. Fokussiert wird auf die Aushandlung von Deutungsangeboten und Positionierungen in sich verändernden politischen, sozialen und religiösen Kontexten sowie bei wachsendem Erfahrungshorizont in der schweizerisch-südrhodesischen Begegnung.
Teilprojekt B
Barbara Miller untersucht die Umbruchs- und Erosionsphase der katholischen Mission von Anfang der 1960er Jahre bis 1980. In dieser Zeit wandelte sich die Missionsarbeit und "Entwicklungshilfe" gewann immer mehr an Bedeutung. Ihr Projekt fokussiert auf die missionarischen Zielsetzungen, Praktiken und Wissensbestände im Übergang von der kolonialen zur nachkolonialen Phase.