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(1485-1539)
überprägt auf einen antiken Sesterz,
o.J. [um 1535]
Vs. drapierte und gepanzerte Büste in
antiker Manier nach rechts
Rs. Victoria von links reicht einer weiblichen Figur
(Europa?) auf nach rechts galoppierendem Stier einen Palmzweig,
darunter Amphore und Füllhorn
Messing, geprägt auf antikem Sesterz
Dm. 30-31 mm, Gewicht 18,829 g,
Stempelstellung 180 °
Inv. 2006.205.
Der Geehrte, Guido Rangoni, erscheint in antiker Manier, mit Panzer und Mantel, und auch die Rückseite orientiert sich - ganz im Stil der Zeit - an antiken Vorlagen. Niccolò Cavallerino, ein Zeitgenosse des Giovanni da Cavino, hat diese Medaille auf den Feldherrn Guido Rangoni nicht nur in der Grösse und nach Art antiker römischer Sesterzen angefertigt, sondern in seinem Streben nach idealer, antikischer Authentizität hat er sogar einen antiken Sesterz mit seinen eigenen Stempeln überprägt. Das Stück, das ebenfalls aus der Sammlung Voltolina stammt, kann somit als eines der ganz wenigen Originalprägungen angesehen werden und ergänzt die bereits bestehenden Exemplare bester Provenienz, einen Guss der Sammlung Marquis de Rochefort aus dem Amerbach-Kabinett (1906.2314.) und eine vergoldete Prä-gung aus dem Legat R. Brüderlin, erworben aus der Sammlung Greene (1917.966.).