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Synopsis
Nachdem er jahrelang zunächst als Ethnologe, dann als Filmemacher, in einem feuchten Wald am anderen Ende der Welt unterwegs war, aus dem er ungezählte Träumereien und viele Filme mitbrachte, verstummt Stéphane Breton. Das liegt daran, dass der Horizont wie eine klaffende Wunde vor seinem Objektiv liegt. Wie eine Reminiszenz filmt er das Zittern des Steppengrases, die Unermesslichkeit des «in einem Garten erahnten Himmels», die Wolken nur Schatten auf der ausgedehnten, von den Tian-Shan-Bergen eingerahmten Ebene. Ein Kamerablick mit sehr engem Bildausschnitt in der Jurte erzählt als Gegenschuss der Landschaft von Nähe und weiss, was Ferne ist. Un Eté silencieux wurde während der Sommerwiesenzeit der kirgisischen Hirten gedreht und ist ein Film über einen Streit zwischen zwei Familien, die im gleichen Zelt leben – ein kleiner Klassenkampf zwischen «Ausbeutern» und «Ausgebeuteten», zwischen dem Besitzer der Herde und seinem Arbeiter. Der Filmemacher bleibt in diesem Antagonismus allein und stellt keine Verbindung mehr her zwischen seinem Inneren und diesem Aussen, für das er sich freiwillig gemeldet zu haben scheint. Er ist in seinen stummen Gedanken verloren und filmt seinen Blick mit absoluter Gleichgültigkeit.
Emmanuel Chicon
Länge: 52'
Land: France
Jahr: 2005
Sprache(n): Kirgisisch
Produktion
Serge Lalou
(Les Films d'Ici)