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Der ehemalige Ministerpräsident des Landes Raila Odinga klagt. Der 68jährige Verlierer der Präsidentschaftswahlen spricht von Unregelmässigkeiten und Manipulationen. Die Wahl sei «nicht frei und fair» gewesen; schon bei der Wählerregistrierung seien die Vorschriften ignoriert worden.
Sowohl der Gewinner der Wahl, Uhuru Kenyatta, wie auch die Wahlkommission weisen die Vorwürfe zurück.
Das Wahlergebnis birgt allerdings politische Sprengkraft, weil Kenyatta, der als reichster Mann des Landes gilt, vom Weltstrafgericht in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist.
Odinga hatte bei der Abstimmung am 4. März ganz knapp verloren. Der ehemalige Vize-Präsident Kenyatta gewann am 4. März 50,04 Prozent der Stimmen. Diese absolute Mehrheit macht laut Verfassung Kenias eine Stichwahl überflüssig. Odinga hatte demnach nur 43,2 Prozent der Stimmen bekommen.