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Mit der Schaffung des Finanzmarktaufsichtsgesetzes (FINMAG) wurde die Selbstregulierung als Regulierungsform ausdrücklich gesetzlich verankert (Art. 7 Abs. 3 FINMAG). Demnach unterstützt die FINMA die Selbstregulierung und gewährt ihr den nötigen Raum, soweit sich dies als sinnvoll erweist.
Die FINMA unterscheidet drei Arten von Selbstregulierung:
Selbstregulierung, die als Mindeststandard anerkannt wird
Obligatorische Selbstregulierung
Die FINMA kann gestützt auf Art. 7 Abs. 3 FINMAG Selbstregulierung als Mindeststandard anerkennen. In der Folge gelten solche Normen nicht mehr nur für die Mitglieder der entsprechenden Selbstregulierungsorganisation sondern sind auch von den übrigen Branchenzugehörigen als Mindeststandards zu beachten. Die Einhaltung anerkannter Mindeststandards wird von der FINMA oder von den Selbstregulatoren durchgesetzt.
Im Rahmen der Anerkennung einer Selbstregulierung als Mindeststandard achtet die FINMA insbesondere darauf, dass diese breit abgestützt ist. Selbstregulierungen werden vom Verwaltungsrat der FINMA anerkannt.
Die FINMA fordert die Selbstregulierungsverbände auf, die Grundanliegen der an die FINMA gestellten Anforderungen an die Regulierung ebenfalls zu beachten. Ist der Inhalt einer Selbstregulierung von grosser materieller Tragweite, kann die FINMA zusätzlich eine öffentliche Konsultation vorsehen.
Obligatorische Selbstregulierung beruht auf einem Auftrag des Gesetzgebers an die Selbstregulatoren, einen Sachverhalt durch Selbstregulierung zu regeln. Solche Regulierungsaufträge sind beispielsweise im Bankengesetz (Art. 37h BankG, Einlagensicherung) oder im Geldwäschereigesetz (Art. 24 ff.) enthalten. Die obligatorische Selbstregulierung muss von der FINMA genehmigt werden.