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Spaziergänger haben am 5. Dezember im Waldstück «Sangenhölzli» bei Egnach einen menschlichen Kopf mit einer Schussverletzung gefunden. Dieser gehörte zu einer in Bottighofen vermissten 63-jährigen Frau. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Thurgau führten zu einer 55-jährigen Frau, die Vermieterin der Vermissten. Sie wurde am 11. Dezember 2020 festgenommen und befindet sich seither in Haft.
Die Strafuntersuchungen sind inzwischen abgeschlossen und haben ergeben, dass die Tatverdächtige ihre Mieterin am frühen Morgen des 29. Oktober 2020 im Keller des gemeinsamen Wohnhauses in Bottighofen erschoss, den Leichnam zerteilt und in verschiedenen Unterflurcontainer in Bottighofen entsorgt hatte, teilt die Staatsanwaltschaft Thurgau mit. Den abgetrennten Kopf hatte die 55-Jährige in einem Erdloch im Waldstück «Sangenhölzli» bei Egnach vergraben.
Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen vorsätzlicher Tötung und Störung des Totenfriedens erhoben. Es wird eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren und eine Landesverweisung für die Dauer von 15 Jahren beantragt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
(red.)