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Liechtensteiner Prinz kauft Schloss in Landquart GR
Das Liechtensteiner Adelshaus «expandiert» nach Graubünden: Prinz Rudolf von und zu Liechtenstein hat das Schloss Marschlins in Igis-Landquart gekauft.
Das Landquarter Grundbuchamt bestätigte am Mittwoch auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der «Südostschweiz». «Seit dem 2. August ist das Schloss im Besitz von Prinz Rudolf», sagte Amtsleiter Guido Bühler der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Der 45-jährige Prinz ist ein Neffe des liechtensteinischen Monarchen Fürst Hans-Adam II. Er ist der jüngste Sohn von Hans-Adams Bruder Philipp.
Über Prinz Rudolf, seine Frau und Kinder ist wenig bekannt. Sie leben ausserhalb des Rampenlichts. Auf dem Geodaten-Portal des Kantons Graubünden ist als Wohnort des Prinzen Instanbul verzeichnet. Rudolfs Frau Tilsim stammt denn auch aus der Türkei. Über die Pläne, die der Adlige mit seinem neuen «Märchenschloss» verfolgt ist nichts bekannt.
Das vollständig erhaltene Schloss stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Mit seinen vier Türmen hat es die spektakuläre Erscheinung einer Burg.
Das Schloss gilt als wichtiges Kulturgut Graubündens. Es stand dreihundert Jahre im Besitz des bekannten Bündner Geschlechts von Salis. 1935 kaufte es Gadient Engi aus Chur, der als Erfinder in der Basler chemischen Industrie Karriere machte. Seine Erben haben das Schloss nun verkauft.