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Im Rahmen der «Climate Action 100» Initiative meldet sich Ethos heute an der Nestlé-Generalverammlung zu Wort, um den Verwaltungsrat zur Ergreifung zusätzlicher Massnahmen gegen klimabedingte Risiken anzuhalten. Ausserdem fordert Ethos den Verwaltungsrat auf, alles zu unternehmen, um die derzeitigen Spannungen mit verschiedenen Stakeholdern des Unternehmens abzubauen.
Nestlé gehört zu den 100 bedeutendsten Treibhausgasemittenten weltweit und befindet sich damit im Fokus der «Climate Action 100+ » Initiative, zu der sich mehr als 260 institutionelle Anleger mit verwalteten Vermögen von 28'000 Milliarden Dollar zusammengeschlossen haben. Ethos ist in Zusammenarbeit mit der niederländischen Pensionskasse APG für die Dialogaufnahme mit Nestlé zu diesem Thema verantwortlich. Ethos begrüsst die von Nestlé in diesem Zusammenhang bereits unternommenen Anstrengungen, wie z.B. die Festlegung von Reduktionszielen für Treibhausgasemissionen, die mit der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2 Grad vereinbar sind, sowie das Ziel des Unternehmens, zu 100% erneuerbare Energien zu beschaffen. Angesichts der Risiken, die der Klimawandel für das Geschäftsmodell von Nestlé darstellt, fordert Ethos den Verwaltungsrat auf, die folgenden zusätzlichen Massnahmen zu ergreifen:
- Stärkung der Governance-Struktur und der Kompetenzen des Verwaltungsrats in den Bereichen Klimawandel sowie Umwelt- und Sozialverantwortung
- Umsetzung der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD), die bereits von zahlreichen Unternehmen, darunter auch einigen Konkurrenten von Nestlé, unterstützt werden
- Verbesserung der Transparenz der konkreten Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen in der Lieferkette, welche 90% der Emissionen des Konzerns ausmachen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf das festgelegte Ziel, die Gesamtemissionen bis 2050 um 50% zu senken. In diesem Zusammenhang sollte Nestlé Zwischenziele festlegen, welche die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen bestätigen