Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03571.jsonl.gz/3797

Erstmals musste YB 1994/95 die Auf-/Abstiegsrunde bestreiten, welche vorerst zweimal problemlos gemeistert wurde.
1997, erstmals seit der Saison 1946/47, stieg YB in die NLB ab. Mit einem neuen Trainergespann aus Schweden, Roland Andersson und Thomas Sjöberg, platzierte man sich auf dem ersten Platz nach der Qualifikation. In der Auf-/Abstiegsrunde sah die Welt etwas anders aus, nach knapp der Hälfte des Pensums musste die beiden Trainer ihren Platz räumen. Mit Robert Schober und Admir Smajic auf der Trainerbank konnte YB nach dem letzten Spiel und dem 2:1-Sieg in Lugano doch noch jubeln und den Aufstieg feiern. Es folgte eine spielerisch ansprechende NLA-Saison, welche mit einem Überraschungssieg über den amtierenden Meister GC begann. Viele unglückliche Niederlagen, meistens mit einem Tor Differenz, zwangen die Young Boys erneut in die Auf-/Abstiegsrunde. Der wirtschaftliche und sportliche Notstand endete in der Entlassung von Trainer Claude Ryf und dem erneuten Abstieg in die Nationalliga B.
Beinahe das ganze Kader verliess die Hauptstadt und YB bestritt mit einer Rumpfmannschaft die nächste Saison. Das Resultat war verheerend: Drittletzter Platz nach der Qualifikation 1999 - Abstiegsrunde. Der Fall in die erste Liga drohte! Im Herbst hatte Marco Schällibaum das Traineramt übernommen und für die Abstiegsrunden Verstärkungen geholt, welche sich positiv auswirkten. Schlussendlich wurde der Klassenerhalt problemlos geschafft. Im Dezember 1999 wurde die BSC Young Boys Betriebs AG mit einem Kapital von CHF 500'000.00 gegründet. Sie übernahm die Geschäfte der ersten Mannschaft, während die restlichen Mannschaften weiterhin dem Verein BSC Young Boys untergeordnet sind. Mittlerweile wurde das Aktienkapital erhöht.
Die endgültige Sanierung des Vereins wird aber noch einige Jahre dauern und wird wohl erst mit Eröffnung des neuen Stadions abgeschlossen werden können. Die darauffolgende Meisterschaft konnte mit einer schlagkräftigen Equipe in Angriff genommen werden. Mit Spielern wie Harutyun Vardanyan und Gürkan Sermeter hatte man sich gezielt verstärkt. YB errang im Herbst Sieg um Sieg und begeisterte die treuen Fans mit tollem Offensivfussball. Das Erreichen des ersten Tabellenplatzes und die Teilnahme an der Auf-/Abstiegsrunde war der verdiente Lohn der Anstrengungen.
Mit grossen Hoffnungen wurden die Aufstiegsspiele in Angriff genommen und das Team enttäuschte nicht. Im Gegenteil; dank der enormen Heimstärke konnte YB bereits drei Runden vor Schluss den Wiederaufstieg feiern. Nur gerade zwei Gegentore mussten in sieben Heimspielen hingenommen werden, insgesamt verlor YB kein einziges Heimspiel in der ganzen Saison.
In Bern brach eine neue Euphorie aus, die Mannschaft und das Umfeld wurde gefeiert. Zum Start in die Saison 2001/2002 stand das letzte Spiel im alten Wankdorfstadion auf dem Programm. Der FC Lugano war zu Gast, das Spiel endete vor 22'200 Zuschauern 1:1-Unentschieden.
Erich Hänzi und die YB-Fans feiern den Aufstieg 2001.