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Geschichte
Anfänge
Zellerbalsam
Aufschwung
Reorientierung
1977 wurde die Fabrik durch ein Laborgebäude für Forschung und Entwicklung sowie Qualitätskontrolle ergänzt.Es war klar, dass ein nur auf den Schweizer Markt ausgerichtetes pharmazeutisches Unternehmen zu klein ist, um die ständig wichtiger werdende Forschung und Entwicklung und die dazu erforderliche Technologie finanzieren zu können. 1985 führten diese Umstände zur Zusammenarbeit mit Ciba-Geigy (heute Novartis). Durch die intensive Zusammenarbeit konnten Forschung und Entwicklung sowie Qualitätskontrolle in neuen Dimensionen betrieben werden. Dazu gehörte auch die Zusammenarbeit mit Hochschulen wie der ETH Zürich, Universität Basel und Bern. 1990 wurden 15% des Gesamtumsatzes für Forschung und Entwicklung eingesetzt. Durch eine verbesserte klinische Forschung konnte mit interessierten Firmen auf neuer wissenschaftlicher Basis verhandelt werden.
Expansion
1996 wurde die Zeller Medical AG gegründet mit dem Ziel, ausgewählte Produkte direkt bei den Ärzten zu bewerben. Zeller-Produkte sollten eine kostengünstige therapeutische Alternative für den Patienten sein, da diese durch die Krankenkassen gedeckt werden. Mit Zeller Medical wurde der Grundstein für evidenzbasierte Phytotherapie gelegt und ein zusätzlicher Absatzmarkt erschlossen.In den 1990er Jahren wurden Zeller Produkte erstmals auch in Übersee angeboten. In der Firmenentwicklung gilt der europaweite Verkauf von Remotiv als Meilenstein. Mit der Einführung von Ivel-Schlaf—Dragées in Mexiko 1996 fasste Zeller erstmals Fuss in Amerika und konnte später in Chile und Argentinien neue Märkte erschliessen. Anfang der 2000er Jahre erlitt Zeller einen Markteinbruch für Johanniskraut, da bei verschiedenen Johanniskrautprodukten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten festgestellt wurden. Das beharrliche Forschen auf diesem Gebiet führte erfreulicherweise zu einer Erholung der Johanniskrautprodukte von Zeller.
Wertschöpfungskette
Mit dem wachsenden Erfolg von Zeller war der Bedarf an Rohmaterial enorm geworden und konnte nicht mehr von bäuerlichen Sammlern gedeckt werden. Die Gewinnung der Pflanzen konnte nicht mehr dem Zufall überlassen werden. Die Lösung: ein kontrollierter Anbau in grossem Massstab, in genau analysierten Böden, in den verschiedensten Ländern, um möglichen Klimakatastrophen, Dürre oder zu starken Regenfällen auszuweichen. Daher lieferte Zeller den Bauern Saatgut und kontrollierte den grossflächigen Anbau, legte also einen Qualitätsstandard fest.Diese Kontrolle wurde 2008 durch die Übernahme der Aktienmehrheit der VitaPlant weiter erleichtert. Heute sorgt die Zeller VitaPlant für den idealen Anbau der Pflanzen und forscht stets nach optimalen Bedingungen für das effizienteste Wachstum der Arzneipflanzen. Damit gewährleistet Zeller die Kontrolle der gesamten Wertschöpfungskette.
1864: Apotheke in Romanshorn
Zellers Wunderbalsam wurde nach traditioneller Klostermedizin hergestellt.
Zeller setzt heute auf rationale Phytopharmaka. Diese müssen im Gegensatz zu den traditionellen Arzneimitten und analog zu den chemisch-synthetischen Arzneimitteln allen Anforderungen der präklinischen/toxikologischen und klinischen Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien der Gesundheitsbehörden genügen.
Hauptgebäude der Max Zeller Söhne AG Romanshorn