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Für 2023 werden sieben Silomaissorten, drei Körnermaissorten und drei Doppelnutzungssorten neu empfohlen. Drei Körnermais- und acht Silomaissorten wurden von der Liste gestrichen.
Für den Anbau 2023 können in der Schweiz 17 Körnermais-, 35 Silomais- und 10 Doppelnutzungssorten empfohlen werden, davon zwei Körnermais- und eine Silomaissorte für den Anbau südlich der Alpen.
Das Pflanzenwachstum war im 2022 durch einen überdurchschnittlich heissen und trockenen Sommer geprägt. Dank guter Bedingungen (Saatbeet und Temperaturen) konnte mit der Maissaat bereits im April begonnen werden. Aufgrund der regional geringen Niederschlagsmengen entwickelten sich dann spätere Saaten – insbesondere nach der Nutzung von Kunstwiesenfutter – weniger gut und die Pflanzen blieben auch kürzer im Wuchs. Dem Sommer mit vielen Hitzetagen folgten ein durchschnittlicher September und ein warmer Oktober und November. Wo das Wasser nicht limitierend wirkte, wurden gute bis sehr gute Maiserträge erzielt, während in knapp mit Wasser versorgten Lagen die Erträge unterdurchschnittlich ausfielen. Aufgrund der Erfahrungen im Vorjahr entschieden sich einige Landwirte bei Körnermais im 2022 für frühreifere Sorten, welche aufgrund der Witterung dann in gewissen Regionen bereits im August mit Wassergehalten unter 20 % geerntet werden konnten – nicht überall jedoch mit hohen Erträgen.
Die zunehmenden Fallenfänge des Maiswurzelbohrers haben 2023 erstmals zur Folge, dass alle Kantone von Einschränkungen in der Flächenwahl im Maisanbau betroffen sind. Um die Etablierung dieses Schädlings weiterhin zu unterbinden, ist die Anwendung eines Fruchtwechsels wichtig. Es gilt weiterhin die Richtlinie Nr. 6, welche die vom BLW erarbeitete Strategie für die Bekämpfung des Quarantäneschädlings beinhaltet.
Die Überwachung des Japankäfers (Popillia japonica) fand im Jahr 2022 in allen Kantonen statt. In den Kantonen Solothurn und Tessin wurden Einzelfänge ausserhalb der Befalls- und Pufferzone entlang von Verkehrsachsen gemacht. Im 2023 wird in den betroffenen Kantonen eine intensivierte Überwachung durchgeführt. Nur eine frühzeitige Erfassung erlaubt eine effektive Bekämpfung des Schädlings. In der Schweiz sind bis anhin keine Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Japankäfers zugelassen. Agroscope untersucht im Rahmen eines EU-Projektes biologische Bekämpfungsmethoden mit entomopathogenen Pilzen.