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Joseph (Joschka) Fischer wurde am 12.04.1948 in Gerabronn geboren. Seit 1982 ist er Mitglied der Grünen, für die er 1983 erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Von 1985-1987 hatte er das Amt des Ministers für Umwelt und Energie in Hessen inne. Gleichzeitig war er stellvertretendes Mitglied des Bundesrates. 1987 übernahm er den Fraktionsvorsitz der Grünen im Hessischen Landtag, den er bis 1991 ausübte.
In den Jahren 1991-1994 war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten des Landes Hessen und Hessischer Minister für Umwelt, Energie und Bundesangelegenheiten. Von 1994 bis 2006 war Joschka Fischer erneut Mitglied des Deutschen Bundestages. Bis 1998 vertrat er die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen als deren Sprecher. Vom 27.10.1998 bis zum 22. November 2005 war Joschka Fischer Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler in der rot-grünen Regierung unter Bundeskanzler Schröder. Von 2006 bis 2007 war er Gastprofessor an der Woodrow Wilson School, Princeton University.
Joschka Fischer gilt als einer der beliebtesten und weltweit angesehensten deutschen Politiker. 1998 wurde er zum Bundesminister für Auswärtiges und Vizekanzler der rot-grünen Regierung ernannt. Damit verhalf Fischer seiner Partei Bündnis 90/ Die Grünen zu mehr politischen Einfluss auf Bundes- und Europaebene. Nach der Bundestagswahl 2005 endete seine Amtszeit.
Während seiner steilen Karriere als Bundesaußenminister wurde ihm u.a. 2002 die Ehrendoktorwürde der Universität Haifa verliehen. Außerdem ist er seit 2005 auch Träger des Leo-Baeck-Preises, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt. Einer Umfrage von TNS-Infratest zufolge war Fischer auch 2005 noch Deutschlands beliebtester Politiker.