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Model Kendall Jenner schwört schon lange darauf und jetzt ist es auch wissenschaftlich bewiesen: Gewichtsdecken helfen bei Schlafstörungen. Schwedische Forscher berichten in der Fachzeitschrift "Journal of Clinical Sleep Medicine", dass Patienten, die für eine Studie solche Decken verwendet hatten, tatsächlich besser schliefen und sich tagsüber weniger müde fühlten.
Ansatz aus der Psychotherapie
Die Idee ist nicht neu: Früher wurden mit Sand befüllte Westen zur Therapie von Autismus oder ADHS eingesetzt. Heute zählen die Decken zu den wichtigsten Werkzeugen bei der professionellen Behandlung von Angstzuständen, Depressionen, Alzheimer, dem Restless Leg Syndrom oder bei Tourette. Das Prinzip ist einfach: Gravity-Decken wiegen idealerweise etwa zehn Prozent des eigenen Körpergewichts und wirken wie eine feste Umarmung. Durch den gleichmässigen Druck entspannt man sich. Zudem fällt es einem schwerer, sich ständig umzudrehen, was für nächtliche Ruhe und schlussendlich mehr Energie sorgen soll.
Schlaflosigkeit vollständig verschwunden
Für die schwedische Studie mussten die Teilnehmer während vier Wochen, sechs bis acht Kilogramm schwere Decken verwenden. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, welche normale Decken benützte, war die Wahrscheinlichkeit, Schlaflosigkeit um die Hälfte zu reduzieren, 26-mal höher. Dass sie komplett verschwand, trat mit den Gewichtsdecken 20 mal häufiger ein als in der Kontrollgruppe.
Nach vier Wochen durften beide Gruppen ihre Wunschdecken auswählen. Die meisten entschieden sich für die schwere Variante. Teilnehmer der Kontrollgruppe zeigten schon bald die gleichen positiven Effekte wie die Patienten, die schon länger mit einer Gewichtsdecke geschlafen hatten. Nach zwölf Monaten zeigten 92 Prozent der Benutzer schwerer Decken positive Ergebnisse, und bei 78 Prozent war die Schlaflosigkeit vollständig verschwunden.
Simuliertes Tastgefühl
Weshalb die Decken so gut nützen, ist allerdings noch nicht wissenschaftlich belegt. «Eine mögliche Erklärung für die beruhigende und schlaffördernde Wirkung ist der Druck, den die Decke auf verschiedene Stellen des Körpers ausübt und damit das Tastgefühl stimuliert, ähnlich wie bei Akupressur und Massage», sagte Psychiater Dr. Mats Alder von der Abteilung für klinische Neurowissenschaften am Karolinska Institutet in Stockholm.
Habt ihr Erfahrungen mit Gravity-Decken gemacht? Erzählt uns in den Kommentaren davon!