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Jellinek Memorial Award für Gerhard Gmel
Anfang Juni wurde Gerhard Gmel, Forscher bei Sucht Schweiz, mit einem der wichtigsten internationalen Preise für herausragende Forschungen zur Alkoholkrankheit ausgezeichnet. Der Jellinek Memorial Award ist gewissermassen der Nobelpreis auf diesem Forschungsgebiet.
«Alkoholkonsum und das Risiko für Verletzungen und Unfälle», «Jugendliche und Rauschtrinken», «alkoholbedingtes Krebsrisiko», «Chancengleichheit (von sozial Schwachen) beim Zugang zu Behandlung und Beratung» – in den letzten 25 Jahren hat der international renommierte Suchtforscher Gerhard Gmel für Sucht Schweiz unzählige Studien und Analysen zur Entstehung, Verbreitung und Prävention von problematischem Suchtmittelkonsum sowie zu dessen Konsequenzen durchgeführt. «Es ist wichtig zu untersuchen, was und welche Mengen von welchen Personen konsumiert werden, welche Gründe dafür verantwortlich sind und welche Auswirkungen ein problematischer Konsum hat, damit die richtigen Präventionsansätze gefunden werden», sagt der Doktor der Psychologie und Master of Science in Statistics.
Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr nach 2015 erneut im Bereich Epidemiologie und Bevölkerungsstudien verliehen - die Preisträger sind Gerhard Gmel und Thomas Greenfield. Das Hauptforschungsinteresse von Gerhard Gmel - er forscht seit über 25 Jahren für Sucht Schweiz -liegt in der Epidemiologie des Substanzgebrauchs, insbesondere des Alkoholgebrauchs. Er besetzt leitende Rollen in mehreren internationalen Forschungsprojekten und ist zudem Berater der WHO bezüglich der Alkoholepidemiologie und Alkoholpolitik. Gerhard Gmel arbeitet mit der WHO an der Schätzung der „globalen Krankheitslast (global burden of disease)“, hervorgerufen durch den Alkoholkonsum. Er ist ebenfalls Senior Editor bei Addiction, dem führenden Journal im Suchtbereich.
Jellinek Memorial Award
Der Jellinek Memorial Fund bestimmt jedes Jahr den spezifischen Forschungsbereich, in dem der Preis vergeben wird, und ernennt ein Wahlkomitee, das die Kandidierenden aus aller Welt prüft. Die Auszeichnung geht zurück auf den im Jahr 1963 verstorbenen Elvin Morton Jellinek. Mit seinen Studien zur Behandlung und Prävention von Alkoholkrankheit setzte er sich weltweit mit der Ansicht durch, dass Alkoholismus eine Krankheit ist.
Auskunft:
Markus Meury
Mediensprecher
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Tel.: 021 321 29 63