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Eine im Nuklearbereich verwendete Bezeichnung für sich im Reaktorkühlkreislauf befindliche Partikel, unter anderem Korrosionsprodukte, die bei Bestrahlung aktiviert (also radioaktiv) werden und sich an Komponenten des Kühlkreislaufs ablagern. Diese Ablagerung wird als CRUD bezeichnet. CRUD setzt sich in der Regel aus den Hauptbestandteilen Eisen, Chrom, Nickel und/oder Zink-Spinell zusammen.
CRUD-Ablagerungen sind eine typische Begleiterscheinung beim Betrieb eines Kernreaktors. Die Ablagerung erfolgt normalerweise homogen an den Brennstäben, wobei sich die Schichtdicke des CRUD über den Lebenszyklus eines Brennelementes erhöht.
Die in der Vergangenheit im KKL festgestellten CRUD-Ablagerungen befinden sich hingegen vornehmlich im oberen Bereich der Brennstäbe, haben eine V-Form, sind relativ dick und bestehen hauptsächlich aus Zinkoxid und Zinksilikat.
Die Bezeichnung CRUD stammt aus dem Englischen und steht für „Chalk River Unidentified Deposits“, da die Ablagerungen erstmals in einer kanadischen Forschungseinrichtung in Chalk River festgestellt wurden.