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Mit dem heutigen Start in die Playoffs (17.30 Uhr, St. Leonhard) beginnt für Olympic die Mission Titelverteidigung. Die Viertelfinal-Serie (best of 5) gegen Boncourt sollte für die Freiburger dabei nicht mehr als ein Aufgalopp sein – zu gross war der Niveauunterschied zwischen den beiden Mannschaften im bisherigen Saisonverlauf. Boncourt hat 13 seiner 24 Meisterschaftsspiele verloren und konnte sich nur über die untere Zwischenrunde für die Playoffs qualifizieren.
In Sachen Direktduelle steht es zwischen den beiden Teams in dieser Saison allerdings überraschend 1:1 unentschieden. Dieser Fakt sollte jedoch nicht überbewertet werden. Freiburgs 69:70-Heimniederlage im November dürfte nicht mehr als ein Betriebsunfall gewesen sein, in einer Phase, in der Olympic wegen der Doppelbelastung durch die Einsätze in der Champions League physisch und mental angeschlagen war. Freiburgs 93:71-Auswärtssieg im Februar dürfte da schon eher die wahren Stärkeverhältnisse widergespiegelt haben.
Im Auge zu behalten gilt es bei Boncourt, das vom ehemaligen Elfic-Coach Romain Gaspoz trainiert wird, vor allem Lewis Zachary. Der Amerikaner war mit 22,6 Punkten während der Qualifikation der beste Skorer der Liga – allerdings auch, weil er über 39 Minuten pro Partie auf dem Feld steht und das Parkett somit nur in absoluten Ausnahmefällen verlässt. Mit Brandon Garrett (17,8 Punkte) und Vincent Bailey (17,1) verfügen die Jurassier über zwei weitere gute amerikanische Skorer. Die drei besten Werfer Boncourts haben allesamt den besseren Punkteschnitt als Olympics Topskorer Babacar Toure (15,9). Das lässt bereits erahnen, wo für Freiburg die grössten Vorteile liegen: in der Breite des Kaders. Sie führt dazu, dass alles andere als ein ungefährdeter Halbfinaleinzug des Qualifikationssiegers eine grosse Überraschung wäre.