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Am Morgen des 9. April 2018 wurde im Gebiet Gerschnialp oberhalb Engelberg ein Braunbär beobachtet. Es handelt sich wahrscheinlich um das gleiche Tier, das sich letztes Jahr in Uri und Bern aufgehalten hat. Es ist völlig offen, wohin sich der Braunbär bewegt.
Nach Angaben der Jagdverwaltung Uri konnte aufgrund von Spuren festgestellt werden, dass der Braunbär vom Meiental über den Grassen nach Engelberg eingewandert ist. Die Wahrscheinlichkeit, als Wanderer oder Spaziergängen auf einen Bären zu treffen ist sehr gering. Dennoch: Der Bär ist ein Raubtier. Zu ihm ist Distanz zu halten.
In Gebieten mit Präsenz von Bären gilt allgemein:
- Bleiben Sie auf den Wanderwegen
- Meiden Sie dichtes Beerengebüsch oder abgelegene Pilzgründe
- Machen Sie mit Sprechen oder unaufgeregtem Lärm auf sich aufmerksam
- Lassen Sie keine Essensreste oder Abfälle liegen
- Nehmen Sie ihren Hund an die Leine
Was tun, wenn ich einen Bären sehe?
- Bleiben Sie ruhig stehen und versuchen Sie die Situation zu erfassen
- Machen Sie mit möglichst natürlichem Reden auf sich aufmerksam
- Versuchen Sie auf keinen Fall, sich dem Bären zu nähern
- Ziehen Sie sich langsam zurück (niemals rennen, Bären sind viel schneller als wir)
- Vermeiden Sie alles, was der Bär als Bedrohung auffassen könnte (Stock rumfuchteln, Steine werfen, schreien etc.)
- Locken Sie niemals freilebende Bären mit Futter an
- Verzichten Sie zugunsten ihrer Sicherheit auf einen «Bärenschnappschuss»
- Verfolgen Sie niemals einen Bären, der sich zurückzieht
Falls Sie einen Braunbären beobachten, oder frische Bärenspuren (Tatzenabdrücke, Kot) entdecken, notieren Sie den genauen Fundort und dokumentieren Sie die Beobachtung nach Möglichkeit. Bei Beobachtungen, Meldungen oder Fragen, kontaktieren Sie bitte die ortszuständige Wildhut.
Mehr Informationen über den Bären in der Schweiz finden Sie bei KORA.