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Das Schädel-Hirn-Trauma, auch Commotio cerebri genannt, bezeichnet eine Verletzung oder Schädigung des Hirns infolge eines Schlages oder heftigen Stosses auf den Kopf. Eine Gehirnerschütterung ist die leichteste Form eines Schädel-Hirn-Traumas.
- Definition Schädel-Hirn-Trauma
- Schweregrad des Traumas
- Beschwerden und Symptome
- Diagnose eines Schädel-Hirn-Traumas
- Behandlung
- Folgen
Das Hirn ist durch den Schädelknochen eigentlich gut geschützt. Trotzdem kann es bei heftiger Gewalteinwirkung auf den Kopf zu einer Schädigung des Hirns kommen. Stürze und Verkehrsunfälle sind die häufigsten Ursachen für ein Schädel-Hirn-Trauma.
Je nachdem, ob bei der Verletzung eine Öffnung der Schädelhöhle vorliegt oder nicht, spricht man von offenem oder geschlossenem Schädel-Hirn-Trauma.
Je nach Schweregrad der Hirnschädigung kann es zu unterschiedlichen Beschwerden und Folgen kommen. Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma bedeutet Lebensgefahr und ist eines der häufigsten Todesursachen bei jungen Menschen.
Bei einer leichten Gehirnerschütterung treten häufig folgende Symptome auf:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Schwindel
- Erbrechen
Bei einer schweren Gehirnerschütterung kann es auch zu folgenden Beschwerden kommen:
- Gedächtnisstörungen
- Verwirrtheit
- Sprachstörungen
- epileptischen Anfällen
Die Beschwerden können dabei unmittelbar nach der Verletzung auftreten oder sich erst innerhalb von mehreren Stunden oder Tagen entwickeln. Ein Hinweis für ein schweres Schädel-Hirn-Trauma ist eine länger anhaltende Bewusstlosigkeit nach dem Ereignis. Je länger die Bewusstlosigkeit dauert, desto schwerer ist in der Regel die Hirnverletzung.
Um den Schweregrad der Hirnschädigung festzustellen, werden verschiedene Abklärungen durchgeführt. Dazu gehört eine neurologische Untersuchung mit speziellem Fokus auf die Funktion der Nerven und der Augen. Insbesondere bei bewusstlosen Patienten werden radiologische Untersuchungen wie Computertomographie und MRI des Hirns durchgeführt, um das Ausmass der Kopfverletzung zu erkennen.
Bei schweren Hirnverletzungen mit Blutungen kann eine Notfalloperation nötig sein, um die Blutung zu beheben und das Blut aus dem Schädel zu entfernen. Häufig werden die Patienten nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma in einem künstlichen Koma gehalten, um das Gehirn zu schonen. Manchmal muss auch ein Stück Schädelknochen entfernt und das Gehinr für einige Zeit offen gehalten werden, um dem lebensgefährlichen Druckanstieg im Gehirn entgegenzuwirken. Zur Reduktion der Hirnschwellung werden zusätzlich starke entzündungshemmende Medikamente eingesetzt.
Je nach Schweregrad der Verletzung ist nach einem Schädel-Hirn-Trauma ein intensives Rehabilitationsprogramm notwendig. Unter Umständen müssen grundlegende Funktionen wie Gehen oder Sprechen wieder erlernt werden. Häufig bleiben nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma dennoch Spätfolgen in Form von neurologischen Defiziten beim Patienten zurück.