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Solothurn wird nicht ohne Grund als schönste Barockstadt der Schweiz bezeichnet. Hinter den teils noch aufrechten Mauern dieser Stadt befinden sich etliche Gebäude aus der Barockzeit. Doch woher haben die Wahrzeichen von Solothurn eigentlich ihren Namen?
Woher kommt die Solothurner Zahl «Elf»?
Obwohl Solothurn als Barockstadt bezeichnet wird, wurde die Stadt einst von den Römern besiedelt und von ihnen wurde sie auch benannt als «Castrum Salodurum» woraus später dann Solothurn abgeleitet wurde. Die beiden Stadtheiligen «Urs und Victor» dienten zu dieser Zeit der 11. Thebäischen Legion (als Legion bezeichnet man einen selbstständig operierenden Millitärischen Grossverband zur Zeit des Römischen Reiches). Da sie den Christlichen Glauben lebten, wurden sie in Salodurum enthauptet. Somit wurde die Stadt Solothurn an elfter Stelle der Auflistung aller Eidgenössischen Kantone aufgeführt und die Zahl 11 wurde heilig gesprochen.
St. Ursen-Kathedrale
Dem Stadtheiligen «Ursus» verdankt das Wahrzeichen von Solothurn, die «St. Ursen-Kathedrale», ihren Namen. Die Kathedrale wurde Legenden zufolge auf der Grabstätte des Heiligen errichtet und somit nach ihm benannt. Das Gebäude bildet das Meisterwerk der «magischen Elf». Somit besteht die Freitreppe aus drei mal elf Stufen, der Glockenturm misst sechs mal elf Meter, im Turm hängen elf Glocken und die Kathedrale wird von elf Altären geschmückt. Auch die Bauzeit dauerte von 1762 bis 1773 genau elf Jahre.
Der Krumme Turm
Die Geschichte des «Krummen Turms» von Solothurn geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Damals wurde er nämlich errichtet. Da er so nahe an der Aare stand, erhielt er eine fünfeckige Form, um als «Wellenbrecher» allfälligen Überschwemmungen stand zu halten. Das schlanke Dach jedoch, wurde erst im 15. Jahrhundert gebaut. Durch seine unterschiedlich langen Dachgrate wirkt es auf dem eigentlich symmetrischen Turm, als wäre es je nach Blickwinkel in eine Richtung geneigt. Dadurch erhielt der Turm seinen Namen.
Die Muttitürme
Anfangs des 16. Jahrhunderts errichtete die Stadt Solothurn die sogenannten «Muttitürme» rund um die Stadt. Solothurn bot mit seinen Mauern und dem Graben davor zwar bereits Schutz vor Angriffen, die Umwallung lag jedoch zu nahe bei den Häusern. Somit wurden, sobald die ersten Feuergeschütze aufkamen, die drei Türme als Abwehrbauten gebaut. «Mutti» ist ein Dialektbegriff für «Dickwanst», «Mutten» sind grosse Quadersteine. Der bekannteste Turm ist wohl der «Kulturm», der früher als «Buristurm» bezeichnet wurde und bereits in den 1970er Jahren als Schauplatz von Kunst und Kultur diente. Nebst dem Kulturm steht auch der «Riedholzturm» in der Nähe des Baseltors heute noch. Die Überreste des dritten, des «Haffnerturms» wurden während der Bauarbeiten am Postplatz in Solothurn ausgegraben.
Der Dornacherplatz
In der Vorstadt befindet sich der «Dornacherplatz», der ein beliebter Standort für Food-Festivals, Weihnachts- und Jahrmärkte ist. Seinen Namen hat er vom «Dornacherbrunnen», der 1930 von der Bruderschaft «St. Margarithae» (die heute noch besteht) errichtet wurde. 1499 zogen die Eidgenossen (wo auch Solothurn vertreten war) gegen die Schwaben in die «Schlacht bei Dornach» und gewannen diese.