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Titel
Sturm,
1) Friedrich, Genre- und Dekorationsmaler, geboren zu Wien, lernte schon als Knabe auf Porzellan malen, gravieren und emaillieren, trieb auf der dortigen Akademie die Blumenmalerei, war auf seinen Wanderungen in Ungarn und Serbien Porträt-, Heiligen- und Theatermaler und griff dann zum Genre, worin er durch manche Bilder großen Beifall erntete, z. B.: vom Markt heimkehrende Zigeuner, Dominospieler, Schusterfamilie u. a. Später verlegte er sich auf die dekorative Malerei und malte mit erstaunlicher Leichtigkeit Allegorien, Amorinenscenen und sonstige Dekorationsbilder auf Plafonds, Wände und Thürfüllungen in jeder Manier und jeder Technik in den Palästen und Villen in und um Wien, z. B. in der Villa des verstorbenen Herzogs von Braunschweig zu Hietzing Kompositionen aus Walter Scott.
2)
Fritz (Friedr.
Ludwig Christian), Marinemaler, geb. zu Rostock, war anfangs
Seemann, dann Stubenmaler, ging als solcher nach Berlin, besuchte von 1859 an die Akademie und 1861-64 das Atelier von
Eschke,
bereiste Schweden und Norwegen, Holland und die Schweiz und vollendete seine Studien 1865-70 in Karlsruhe unter der Leitung
von
Gude. 1870-75 wohnte er in Düsseldorf und siedelte dann nach Berlin über. Seine Bilder sind von
großartiger Auffassung, trefflicher Behandlung und besonders gelungen in Luft und Wasser. Dahin gehören: Wismar von der
Seeseite, Gewitter
sturm auf der See, Schiffbruch (alle drei im Museum zu
Schwerin), Hamburger Hafenansicht (1866), Fahrzeuge
zur Rettung Schiffbrüchiger (1867), Mannschaft ein untergehendes
Schiff verlassend, Brigg an der norwegischen
Küste und zwei Seestücke aus dem Jahr 1877 in der Nationalgallerie.