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Autor: Lukas Schwab
Am meisten Diskussionsstoff lieferte ein Kreditbegehren von 540 000 Franken für den Kauf von Bauland von der Erbschaft Etter «Ruedis» im Dorfzentrum. Gemeindepräsident Heinz Etter erläuterte, hinter dem Kauf stecke die Absicht, Einfluss auf das Ortsbild nehmen zu können und für die Realisierung von im Dorf fehlenden Wohnungen zu sorgen. «Es gilt aber klar festzuhalten, dass die Gemeinde Ried nicht als Bauherr auftreten wird», so Etter. Stattdessen biete sich das Land für den Verkauf im Baurecht oder als Tauschland an. Das künftige Vorgehen sei jedoch noch offen. Der Kauf soll laut Gemein-derat mit 350 000 Franken aus der Erbschaft Fricker und mit 190 000 Franken Investitionen finanziert werden.
Angeregte Diskussion
Einige Anwesende waren der Meinung, für den Bau von Wohnungen zu sorgen, sei Aufgabe der Privatwirtschaft, nicht der Gemeinde. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten sollte man nicht unbedingt notwendige Investitionen vermeiden. Zudem sei das Land zu teuer und durch den Lärm eines nahen Geschäfts nicht für Wohnungen geeignet.
Befürworter hielten entgegen, das Geld sei in Form von Land sicherer angelegt als bei der Bank. Zudem sei es bezüglich des neuen Finanzausgleichs unter den Gemeinden sinnvoller, das Geld selber zu investieren, statt es später als Ausgleich abgeben zu müssen. Das Kreditbegehren wurde schliesslich mit 44 Ja-Stimmen unter den 73 Anwesenden angenommen.
Der Gemeinderat präsentierte ein ausgeglichenes Budget 2009: Bei einem Gesamtaufwand von 3 143 100 Franken ist ein Einnahmenüberschuss von 510 Franken vorgesehen.
Eine Änderung des Trinkwasserreglements wurde ebenso angenommen wie die Kreditbegehren für die Sanierung der Abwasserleitung Bäumliacher von 70 000 Franken, für eine Meteorwasserleitung im Rebacher von 55 000 Franken und den Abbruch der Biberabrücke bei der Mühle Gutknecht von 15 000 Franken.
Zudem wurde ein erster Anteil von 28 000 Franken für das Rückhaltebecken Ulmiz im Rahmen der Hochwasserschutzmassnahmen WBU Mitte gesprochen.