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Obwohl Martinique viele Flugstunden entfernt liegt, ist das französische Übersee-Département ein Teil der Europäischen Union. Die über 380.000 Einwohner sind hauptsächlich afrikanischen Ursprungs und arbeiten, wie in allen hoch entwickelten Regionen dieser Erde, vorwiegend im Dienstleistungssektor. Bananen, Rohrzucker, Rum und Ananas gehören zu den wichtigsten Exportgütern. Mit sieben noch in Betrieb befindlichen Destillerien und einer Vielzahl an Rummarken ist Martinique besonders eng mit der Geschichte des Zuckerrohsschnapses verbunden. So könnte man die Insel als die Rum-Hochburg der östlichen Karibik bezeichnen, die allerhöchstens von Guadeloupe oder der Dominikanischen Republik in den Schatten gestellt wird. Zu den destillerie-eigenen Marken zählen Depaz, J.M., La Favorite, La Mauny, Neisson (der unangefochtene Favorit der Einheimischen), Simon und Saint James. Zu noch grösserer Vielfalt tragen die „Habitations“ aus der Kolonialzeit bei, die über keine eigenen Destilliergerätschaften (mehr) verfügen, den frisch erzeugten Rum jedoch aufkaufen, auf dem eigenen Anwesen in Edelstahlbehältern oder Eichenfässern lagern und dann als Eigenmarke abfüllen. Trois Rivieres, Clément und J. Bally sind bekannte Rums landwirtschaftlichen Ursprungs, die auf jener Vorgehensweise basieren.
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