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Ist Ihnen schon aufgefallen, dass viele der alten Bergahorne einen hohlen Stamm aufweisen? Am Bergahorn, der etwa 30 m unterhalb des Wanderweges am Rand des Grabens steht, kann man dieses Phänomen aus nächster Nähe beobachten.
Die Ursache für die hohlen Stämme ist ein spezieller Pilz, der Schuppige Porling (Polyporus squamosus). Dieser Pilz befällt das tote Kernholz der Bäume und baut es ab. Die lebenden Teile des Baumes werden in der Regel nicht befallen, sodass die Bäume – abgesehen vom Stabilitätsverlust – keinen direkten Schaden nehmen. Die ansehnlichen Fruchtkörper des Schuppigen Porlings können einen Durchmesser von 60 cm erreichen. Meist werden sie im Frühsommer (Mai bis Juni) gebildet. Im jungen Zustand ist der Schuppige Porling essbar, sein kulinarischer Wert wird aber als eher gering eingestuft. Im hohlen Stamme dieses Baumes wächst ein junger Bergahorn heran. Der Jungwuchs wird gerne von Wild und Weidevieh gefressen. Meist überlebt der Bergahorn den Verbiss, jedoch kann aus dem unterbrochenen Höhenwachstum ein Konkurrenznachteil gegenüber kaum verbissenen Baumarten, wie z.B. der Fichte folgen. Vielleicht wird dieser junge Bergahorn seinen von Alter, Wind und Wetter gezeichneten Beschützer eines Tages ersetzen.
Die gesamte Broschüre zum Bergahornweg kann hier heruntergeladen werden.