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Mi, 10. Juni 2020, Ralf Hersel
Die Perlenschnur am nächtlichen Himmel ist kein neues Sternbild namens Tux, sondern eine Reihe von Starlink-Satelliten des Unternehmens SpaceX. Diese können mit blossem Auge in den frühen Morgenstunden beobachtet werden. In der Nacht vom 4. Juni hat Elon Musks Firma erneut 60 dieser Kommunikationssatelliten mit der Falcon 9 Rakete ausgesetzt. Damit befinden sich nun 540 der kleinen Internet-Satelliten in Umlaufbahnen um die Erde.
In einer Ask-Me-Anything Session auf Reddit, gaben sechs Mitglieder des SpaceX Entwicklerteams interessante Details zur Softwareausstattung der Mission preis. Sowohl in der Falcon 9 Trägerrakete, als auch in der Dragon Transportkapsel werden GNU/Linux Betriebssysteme verwendet. Jede Charge von 60 Starlink-Satelliten enthält mehr als 4000 Linux-Computer.
Matt Monson, der die Starlink-Software bei SpaceX leitet, erläuterte, dass die Starlink-Konstellation derzeit mehr als 30.000 Linux-Knoten und mehr als 6.000 Mikrocontroller im Weltraum hat. Ein weiteres Teammitglied, Josh Sulkin, der das Software-Design für Crew Dragon leitet, erklärte, dass auf allen Bordcomputern Linux mit dem Patch PREEMPT_RT läuft, um eine bessere Echtzeitleistung zu erzielen. SpaceX verwendet keine Distribution eines Drittanbieters, sondern pflegt eine eigene Kopie des Kernels und der zugehörigen Werkzeuge.
Das Entwicklerteam von SpaceX hat grosse Anstrengungen unternommen, um Linux anzupassen und in eine zuverlässige Plattform für Echtzeitsteuerung zu verwandeln und der interessierte Sternengucker darf sich über mehr Freiheit am Himmel freuen.