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Dicht an der Reuss, am alten Gotthardsaumweg,steht die Wegkapelle St. Leonhard. Die kleine Kirche dürfte um 1490 zur Zeit von Pfarrer Leonhard Bessler erbaut worden sein. Sie wurde 1993/94 renoviert. Sie war lange Zeit im Privatbesitz und ging um 1700 an die Pfarrei über.
Jahrhunderte lang hielten hier die Leichenzüge, es läutete ein Glöcklein und dabei wurde für die Seelenruhe der Verstorbenen gebetet. Kostbar sind die beiden spätgotischen Statuen, die hl. Leonhard und Markus: Sie sind vor 1450 datiert und stammen vermutlich aus der Jagdmattkapelle. 1993/94 wurde die Kapelle renoviert und restauriert.
St. Leonhard war Einsiedler und lebte im 6. Jahrhundert. Er wurde als Patron der Säumer und Reisenden früher hoch verehrt. Vor einiger Zeit hat ihn der heilige Christophorus verdrängt, der als Schutzpatron der Autofahrerinnen und -fahrer gilt (Kappellen- und Kirchenführer).