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Muskelkraft für Bildung
Auf dem Weg von Basel nach Carnamah bin ich geradelt, um die Länder unterwegs zu sehen, um den Menschen zu begegnen, und um nicht einfach anonym über ihre Köpfe hinweg zu fliegen, sondern mich ihnen zu zeigen.
Zwischen Basel und Lahore (Pakistan) konnte ich Fr. 3280.- sammeln und damit zwei Basler Ausbildungsprojekte in Lahore unterstützen:
- die Swiss Model School und
- das Dorothea Center for special children.
Ganz herzlichen Dank für eure Beiträge!
Dorothea Center for special children, Lahore, Pakistan
siehe PDF (ca. 500kb)
Swiss Model School in Lahore, Pakistan
siehe auch PDF (ca. 3Mb)
SEPP - der Vereinneue Lehrkräfte angestellt werden müssen,
Der Verein SEPP - Swiss Educational Project Pakistan - wurde 1997 in Basel gegründet. Ziel ist, in Pakistan Kindern und besonders Mädchen aus armen Familien eine Schulbildung zu ermöglichen. Die Gründung kam auf Initiative von Frau Dr. Dorothea Roth und einer Gruppe ihr nahe stehender Personen zustande. Im April 1999 wurde in Lahore die SMS - Swiss Model School - von einem ehemaligen pakistanischen Flüchtling als politisch und religiös unabhängige Primarschule mit Koedukation eröffnet.
SMS - eine private Schule in einem kinderreichen Quartier
Die SMS - Swiss Model School - befindet sich in einem kinderreichen Armenquartier der 7 Millionenstadt Lahore in der Provinz Punjab. Laut Landesstatistik sind davon etwa drei Millionen Kinder im Alter zwischen 0-14 Jahren. Die meisten von ihnen stammen aus armen und ärmsten Familien. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen, weil ihren Familien die Mittel dazu fehlen oder es trotz allgemeiner Schulpflicht zu wenige staatliche Schulen gibt. Den Kindern droht der sehr frühe Einbezug in die Arbeitswelt. Die SMS ist auch eine Alternative zu den sehr verbreiteten unentgeltlichen Koranschulen, die ausschliesslich für Knaben reserviert sind.
Über 200 Schülerinnen und Schüler
Mittlerweile besuchen mehr als 200 lernmotivierte und fröhliche Mädchen und Knaben während sechs Tagen in der Woche die Schule oder den Kindergarten. Die jüngsten sind fünf, die ältesten bereits 15 Jahre alt. Beim Aufnahmeverfahren wird darauf geachtet, dass wirklich die ärmsten Kinder aus dem Quartier Kot Lakhpat die Chance zu einer Schulbildung erhalten. Dabei sollen Mädchen gleichberechtigt wie die Knaben zur Schule gehen können und die Kinder aus christlichen Familien sollen im muslimischen Staat keine Ausgrenzung erfahren.
Die Entwicklung von SEPP
Mit den vorgegebenen Idealen und Leitlinien von SEPP und mit dessen alleiniger Unterstützung hat sich die SMS Jahr für Jahr weiterentwickelt. Von der Elementary-School (Kindergarten und Primarklassen 1 bis 4) hat sich die SMS zur Middle-School (Klasse 5 bis 7) erweitert. Nun steht der Ausbau zu einer High-School (Klassen 8 bis 10) als dringende und unumgängliche Notwendigkeit an.
Ein High-School-Abschluss garantiert, dass die begonnene Schulausbildung sinnvoll abgeschlossen werden kann und den Jugendlichen der Weg zu weiteren Ausbildungsmöglichkeiten und zu einem Beruf offen steht.
Dies bedeutet, dass...
der Lehrplan und die Lernziele neu definiert und adaptiert werden müssen,
neue Unterrichtsfächer wie z.B. Computerunterricht angeboten werden sollen,
das Schulgebäude neu eingerichtet, vergrössert oder ausgebaut werden muss,
bei den Behörden eine erweiterte Schulbewilligung eingeholt werden muss.
Das Kollegium
Die Mitglieder des Kollegiums sind Einheimische. Damit können wichtige Arbeitsplätze vor allem für Frauen in einem Drittweltland geschaffen werden. Das Kollegium besteht heute aus einem Projekt-Manager, einer Schulleiterin, den Lehrkräften sowie dem "supporting staff". Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für ihre Aufgaben entsprechend ausgebildet und qualifiziert. Sie kennen die Stadt und das Quartier, die lokalen Sitten und Gebräuche und sprechen sowohl die einheimischen Sprachen wie auch englisch. Und sie pflegen einen engen Kontakt zu den Eltern der Schülerinnen und Schüler. Denn der bestmögliche Einbezug der Eltern hilft, deren Verantwortung gegenüber der Schule zu sichern und gewährleistet die Verbundenheit zum Quartier und zu seinen Bewohnerinnen und Bewohnern. Auf diese Weise wird die Schule zu einer Institution mit breiter öffentlicher Ausstrahlung und Anerkennung.
Leitbild und Guidelines von SEPP und SMS
Schulbildung, ein Recht für alle Kinder
Überwindung von Armut, Bildung für Kinder aus armen Familien
Unentgeltlichkeit des Schulunterrichts
Schulbesuch statt Kinderarbeit
Chancengleichheit für Mädchen und Knaben
Koedukation, gleiche Zahl Mädchen und Knaben
Integration, gleiche Zahl Kinder aus muslimischen und christlichen Familien
Förderung und Einübung friedlichen Zusammenlebens der Religionen