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Das Trial Observation Project wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert. Das Team um Prof. Dr. Sarah Summers besteht aus vier Juristinnen und Juristen und einem Experten für statistische Datenerhebung.
Mittels Prozessbeobachtungen und Befragungen von Verteidigerinnen und Verteidigern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten sowie Beschuldigten soll die gelebte Fairness im Strafprozess untersucht werden. Dazu wurden erstinstanzliche Gerichtsverhandlungen in Basel-Stadt, Bern, Genf und Zürich evaluiert. Die empirische Erhebung der Daten erfolgte in einem Zeitrahmen von zwei Jahren.
Im Mittelpunkt der statistischen Erhebungen standen die Verteidigungsrechte gemäss Artikel 6 EMRK (Recht auf ein faires Verfahren). Diese umfassen unter anderem:
Sowohl in der Lehre als auch in der Rechtsprechung gibt es viele Abhandlungen zum Thema Fairness im Strafverfahren. Gleichwohl fehlen empirische Daten über den inhaltlichen Ablauf sowie Erhebungen zur Anwendung der oben genannten Verteidigungsrechte in der Praxis.
Der Mangel an empirischem Datenmaterial ist problematisch, da bei der Ausgestaltung von Verfahrensrechten die vorherrschende Meinung zum Grossteil auf Annahmen basiert, die bislang nicht angemessen untersucht wurden. Diese umfassen beispielsweise:
Das Trial Observation Project verfolgt das Ziel, eine umfangreiche Datenbasis zur gelebten Fairness in Strafverfahren aufzubauen. Anhand der gesammelten Daten analysierten die Projektbeteiligten auch die Umsetzung der seit 2011 vereinheitlichten Strafprozessordnung. Vor dem Hintergrund kultureller und rechtshistorischer Gegensätze sollen eventuelle kantonale Unterschiede bei der Umsetzung der Strafprozessordnung aufgezeigt werden können.