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Alltagspraxis und Heterogenität an integrativen Primarschulen
Das Forschungsprojekt zielt auf die Rekonstruktion der alltäglichen Praxis integrativer Primarschulen (4.-5. Jahrgang) des Kantons Zürich im Spannungsfeld zwischen Peerkultur und schulinstitutionellen Normen. Im Zentrum steht hierbei die Frage, wie in Interaktionssystemen der Peergroupkultur und des Unterrichtsgeschehens Heterogenität hervorgebracht bzw. bearbeitet wird und in welcher Relation dies zur Differenzkategorie des „besonderen Förderbedarfs“ steht. Die qualitativ angelegte empirische Studie nimmt einen kontrastiven Vergleich von Integrationsschulen vor, die in unterschiedlichen sozialen Rahmenbedingungen arbeiten (sozial benachteiligte/privilegierte Milieus), um eine Relationierung differenter Milieus und Problemlagerungen der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Auf der methodologischen Basis der Dokumentarischen Methode mit ihrem zentralen Begriff des konjunktiven Erfahrungsraums werden mit Hilfe von Gruppendiskussionen und videogestützter Beobachtung die Prozessstrukturen der Alltagspraxis und die handlungsleitenden Orientierungen der Kinder rekonstruiert.