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Der Fonds zur Finanzierung der dritten Rhonekorrektur soll mit 60 Millionen Franken dotiert werden und dem Fonds für die grossen Infrastrukturprojekte des 21. Jahrhunderts entnommen werden. Der Betrag ergänzt das ordentliche Budget für die dritte Rhonekorrektur.
Korrektur gefährdet
Innerhalb von zehn Jahren kann der Kanton so die für die Sanierung des Flussbettes und der Dämme nötigen 120 Millionen Franken aufbringen. Der Bund steuert zusätzlich 700 Millionen Franken bei.
Zurzeit ist die dritte Rhonekorrektur durch ungenügende finanzielle Mittel gefährdet. Mehrere Baustellen mussten die Arbeiten unterbrechen.
Kein russisches Roulette
Der Grosse Rat genehmigte die Zusatzfinanzierung am Donnerstag deutlich und verzichtete sogar auf eine zweite Lesung in der Hoffnung, dass die Arbeiten schon bald wiederaufgenommen werden können. Damit machte der Rat allerdings die Rechnung ohne die SVP, denn diese kündigte umgehend ein Referendum an. Sie sprach von einer «Verschleuderung von Staatsgeldern».
Regierungsrat Jacques Melly warnte vergeblich, ein Referendum würde den ganzen Prozess blockieren und die Arbeiten um fast ein Jahr verzögern. Ein FDP-Vertreter appellierte dagegen an Pflicht und Verantwortung: «Wir dürfen mit der Sicherheit der Walliserinnen und Walliser nicht russisches Roulette spielen.»
1994 beschlossen
Die dritte Rhonekorrektur war 1994 als Folge der Unwetter von 1987 und 1993 beschlossen worden. Der erste Spatenstich erfolgte im Oktober 1997. Bei den Unwettern, bei denen weite Teile der Gemeinde Naters und weiterer Gebiete überschwemmt wurden, hatte sich gezeigt, dass zwischen Brig und Martigny rund 40 Kilometer des Rhonebetts den Sicherheitsanforderungen nicht mehr voll genügten.
Das Flussbett soll nun so ausgebaut werden, dass das Tal vor künftigen Hochwassern sicher ist. Ausserdem ist geplant, die Dammstabilität zu verstärken.