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Fischerstubengässchen 2. Die Fischerstube wurde 1390 erstmals erwähnt. 1580 wurde sie in spätgotischem Stil um- beziehungsweise neu gebaut. 1810 wurde das bestehende Gebäude abgebrochen und durch einen schlichten Neubau ersetzt. 1854 sah sich die Zunft zun Fischern gezwungen ihr Versammlungshaus für 10‘000 Franken an den Schiffmeister Carl Eberhard Oechslin zu verkaufen. Seit 1957 dient das ehemalige Zunfthaus als Restaurant. 1975 übernahm André Jäger von seinem Vater das Restaurant „Fischerzunft“. Mit 19 Gault Millau Punkten gehört es zu den schweizweit besten Restaurants. Ende Juni 2015 gehört diese Ära der Vergangenheit an.
Bachstrasse 8. Ehemalige Trinkstube der Gerberzunft. Um 1376 wurde die Gerberstube erstmals bezeugt. 1599 entstand ein Neubau. Zwischen 1708 und 1710 wurde die Fassade im Stil des beginnenden Rokoko, zur Zierde des am jetzt zugedeckten Gerberbach gelegenen Gerberviertels, umgestaltet.1733/34 wurde die Innenausstattung erneuert. Im ersten und zweiten Obergeschoss wurden von Johann Ulrich Schnetzler wertvolle Stuckdecken aufgezogen. Im ersten Stock ist eine Szene aus der antiken Mythologie dargestellt: Die Königin Dido gründet die Stadt Karthago nach einem Kupferstich von Matthäus Merian von 1630. Aussenrenovierung 1943. Das Gebäude ist unter den Schutz der Eidgenossenschaft gestellt. 1980 Renovierung des Festsaals im zweiten Obergeschoss unter finanzieller Mithilfe der Schaffhauser Gesellschaften und Zünfte. Bis 2011, während fast 90 Jahren, wurde das Restaurant von der legendären Familie Guidi betrieben. Dann wurde die sanierungsbedürftige Liegenschaft von Rudi Bindella gekauft und im September 2013 wieder auf zwei Stockwerken eröffnet.
Das ehemalige Zunfthaus und Trinklokal der Schuhmacher (Vordergasse 18) liegt zwischen der Vordergasse und der Brunnengasse gleich hinter dem “Tellenbrunnen”.. Ursprünglich war das Trinklokal der Schuhmacher in der Vordergasse 41 beheimatet, an der Stelle der späteren Weberstube. Die erste Erwähnung am heutigen Standort ist im Jahr 1434. 1606 erfolgte die erste bekannte Renovation. 1763 wurde das Gebäude um- beziehungsweise neu gebaut. 1835 erfolgten weitere grössere bauliche Veränderungen. 1849 wurde die Liegenschaft an Privat verkauft und trägt seither den etwas seltsamen Namen “Granate”. Der auf der Fassade stehende Name des Hauses ist nicht im militärischen Sinne zu verstehen, sondern nimmt Bezug auf den Granatapfel. Der Granatapfel ist ein Symbol für Fruchtbarkeit und für das Leben, aber auch für die Macht, Blut und Tod.
Vordergasse 51/Schneidergang 7. Bis 1394 befand sich in diesem Haus eine der beiden Patrizier-Trinkstuben der Stadt. Von 1394 bis 1411/12 wurde die Liegenschaft als zweites Rat- und Gerichtshaus der Stadt Schaffhausen genutzt. 1414 kaufte die Zunft zun Schneidern, die aus den gewerblichen Berufen Schneider, Tuchscherer und Kürschner bestand, das ehemalige Rathaus und nutze es bis 1843 als Zunfthaus und Trinkstube. Im 16. Bis 18 Jahrhundert wurden verschiedene Umbauten und Renovationen vorgenommen. 1843 wurde das Haus an Private verkauft. Das Haus weist noch stark gotische Züge auf, so an der Fassade mit Doppelkreuzstock und in der ehemaligen Trinkstube im ersten Obergeschoss. Es handelt sich dabei um einen ganz in Holz gehaltenen Raum mit einer gewölbten Balkendecke. Der Raum wurde 1983/84 durch die Zünfte renoviert. Von 1984 bis 1999 genoss die Zunft als Untermieter das Gastrecht in der ehemaligen Trinkstube. Von 1999 bis 2015 war die ehemalige Trinkstube der Zunft zun Schneider nicht mehr zugänglich. Im Februar 2015 konnte das erste Obergeschoss von Elke und Peter R. Jezler als Wohnung und Kurslokal gemietet werden, womit wieder ein Schneiderzünfter das Haus belebt.
1653 / Vordergasse 61 / Der Vorläufer des heutigen Zunfthauses befand sich schon im frühen 15. Jahrhundert an dieser Stelle. 1471 wurde das Haus vergrössert und 1590 neu gebaut. 1653 erfolgte ein Umbau. Das Haus der Zunft zun Schmieden zeichnet sich durch den iposanten, 1653 erbauten Eck-Erker aus. Besonders bemerkenswert ist das prachtvoll gestaltete Eingangsportal, dessen Zentrum das Zunftwappen, eine gekrönte Schlange umstellt von Zange und Hammer, bildet.
1780 / Vordergasse 58 / Die Gesellschaft zun Kaufleuten beschloss 1780, das an derselben Stelle stehende Gesellschaftshaus volständig zu erneuern. Das Haus wurde im Wettstreit mit dem Zunfthaus zum Rüden erbaut, zeigt aber frühklassizistische Formen. 200/2001 wurde der Festsaal im Obergeschoss mit tatkräftiger Unterstützung der Gesellschaft zun Kaufleuten wiederhergestellt und mustergültig restauriert. Dieser Festsaal, mit Rokokostuckdecke und klassizistischer Wandgestaltung, stellt gleichsam den letzten Höhepunkt der Zunftherrschaft dar, bevor diese 1798 unterging. Der Sall kann für Anlässe gemietet werden.
Beckenstube 8. Ehemaliges Zunfthaus der Zunft zun Becken. Das Haus gehörte ursprünglich dem Chorherrenstift Oehningen. Erwerb durch die Beckenzunft am 17. März 1412 für 125 Pfund Haller. 1751/52 grosser Umbau unter der Leitung von Werkmeister Hans Conrad Spengler (1710-1780). Innenausstattung von Stukkateur und Kunstmaler Hans Ulrich Schnetzler (1704-1763). Hofmauer mit Freifenstern und Portal, dessen Oberlicht das Zunftwappen (Mühlrad zwischen Weggen und Brezel) enthält. Am 22. Juli 1850 verkaufte die Zunft das Haus an den Kanton Schaffhausen. Das Haus dient seitdem als Gerichtsgebäude. Die Bombardierung Schaffhausens vom 1. April 1944 verursacht schwere Schäden am Gebäude. Von der Innenausstattung von 1751 ging damals vieles verloren. Nach Kriegsende wurden nur notdürftige Reparaturen durchgeführt. Erst 1975 erfolgte eine grundlegende Ausbesserung der Bombardierungsschäden. Im Jahre 2014 wurden bestehnde Risse in der Aussenmauer repariert und die Aussenfassade neu verputzt.
1945 / Rebleutegang 2 / Die Zunft zun Rebleuten erwarb das Haus 1448. Am 1. April 1944 wurde das Haus durch Bomben (Bombardierung der Stadt Schaffhausen durch ein amerikanisches Bombengeschwader) vollständig zerstört und anschliessend als modernes Gebäude wieder aufgebaut.
1783 / Oberstadt 20 / 1423 kaufte die Zunft das Haus “Zum schwarzen Rüden” und liess es nach dem Ankauf des oben angrenzenden Hauses zur Raumgewinnung 1779 – 1783 als spätbarockes Stadtpalais neu erbauen. Im Innern ist die Ausstattung des Zunfthauses weitgehend erhalten geblieben. Das Haus wurde 1996 aufwendig restauriert und erstrahlt in alter Pracht.
Im Oktober 2015 Schwelbrand im Boden des Zunftsaals. Der Parkettboden im Zunftsaal und die Decke im Erdgeschoss werden teilweise zerstört, an der historischen Stuckdecke im Saal entstehen glücklicherweise keine nennenswerten Schäden.
1748 / Fronwagplatz 3 / Vornehmstes Schaffhauser Gesellschaftshaus mit prächtiger spät-barocker Fassade. Restauriert 1984. Schon im 14. Jahrhundert Trinkstube des Schaffhauser Adels. Beim Einsturz des Fronwagturmes 1746 schwer beschädigt. 1747 zusammen mit Fronwagturm wieder aufgebaut. Prächtiges Barockportal.
1655/56 / Fronwagplatz 7 / Die Zunft zun Metzgern kaufte das Haus im Jahre 1517 und liess es 1655/56 neu bauen. Das Zunfthaus ist ein stattliches Gebäude mit Balustrade. Im Innern ist im 1. Obergeschoss ein Raum des ehemaligen Zunfthauses erhalten geblieben. Das Haus ist heute im Privatbesitz einens Metzgerzünfters.
Im Mittelalter «Am Markt» genannt. Hier standen die Marktstände der Gemüsebauern, die Brotlauben der Bäcker und die Schlachtbänke der Metzger, während sich der Fischmarkt an der Vordergasse beim St. Johann und der Rindermarkt in der Vorstadt beim Gasthaus «Zum Goldenen Ochsen» befanden.
1775 /Vordergasse 41 / Bei diesem Gebäude handelt es sich um das 2. Zunfthaus der Zunft zun Webern. 1775 kaufte die Zunft zun Webern diese Liegenschaft und liess unmittelbar darauf ein neues Zunfthaus bauen. Damit gelang der Zunft der Schritt aus der nicht mehr als gut genug empfundenen Webergasse an eine der besten Lagen der Stadt. In der Kartusche über den Eingangsportal findet sich das Zunftwappen und der Wahlspruch er Zunft zun Webern.
Vorstadt / 17. Jahrhundert. Eines der grossartigsten Häuser des alten Schaffhausen, am ehemaligen Rindermarkt gelegen. Es diente u.a. bis 1608 auch als Gastherberge. Beim Umbau 1608 in ein vornehmes Bürgerhaus bekam die spätgotische Fassade den Prunk deutscher Renaissance in Form von Erker und Portal. Die Fresken an der Fassade zeigen einen goldenen Ochsen als Hauszeichen und Personen aus der babylonischen Geschichte und der griechischen Antike. So vor allem die Helden aus dem trojanischen Krieg.
1248 erstmals bezeugt. Gotisch, im Innern verschiedene Baustile. Kirche an der Vordergasse am ehemaligen Fischmarkt gelegen, 1515 – 1517 zu einer fünfschiffigen Kirche erweitert. 1990 Einweihung der renovierten Kirche St. Johann. Aufführungsort der Internationalen Bach-Feste. Gesamtbreite 34 m.
12./13. Jh. / Der grösste Kreuzgang der Schweiz. Teils romanisch 12. Jh., teils gotisch 13 Jh. umschliesst er den romantischen, bezaubernden Kreuzganggarten, den sogenannten «Junkerfriedhof» in dem von 1582 – 1874 hohe Schaffhauser Magistraten wie Bürgermeister, Ratsherrn, Pfarrer und andere verdiente Bürger- und Bürgerinnen beigesetzt wurden.
1747 / Fronwagplatz 4 / In diesem Turm hing früher die grosse Marktwaage (heute im Museum zu Allerheiligen). Im Giebelfeld astronomische Uhr von Joachim Habrecht aus dem Jahre 1564. Die astronomische Uhr zeigt 10 verschiedene Möglichkeiten:
1. Stunden
2. Wochentage
3. Mondlauf durch die Sternzeichen
4. Auf- und Absteigen des Mondes am Himmel
5. Stand der Sonne zum Zodiac (Tierkreis)
6. Jahreszeiten
7. Tag- und Nachtgleichen
8. Mondknoten
9. Finsternisse
10. Aspekte zwischen Sonne und Mond
Die schwarz-goldene Kugel über der römischen XII der Uhr zeigt das Ab- und Zunehmen des Mondes.
Die eindrucksvolle Stadtfestung hoch über Stadt und Rhein. Neben dem Rheinfall das Wahrzeichen von Schaffhausen. Von 1564 bis1589 von den Schaffhauserbürgern in Fronarbeit erbaut. Das Bauprinzip des Munots kann mit Albrecht Dürers Idee einer kreisrunden Bastei verglichen werden, die nach allen Seiten frei ist und von einem erweiterten Stadtgraben so umfasst wird, dass eine ideale Rundumverteidigung möglich wird.
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