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Die drei Filme zeigen die Arbeit von internationalen Argarforschungsinstitutionen, die von EIARD unterstützt werden, und ihren Partnerorganisationen in Kambodscha und Afrika. Die Schweiz ist ein Mitglied von EIARD (siehe Box).
Lokale Fischer am Tonle-Sap-See vernetzen sich
In Kambodscha hat «WorldFish» 2009 ein 15-monatiges Projekt lanciert , mit dem Ziel, die lokalen Süsswasserfischer am Tonle-Sap-See zu vernetzen und zu stärken, damit diese ihre Anliegen und Bedürfnisse gegenüber den Behörden besser kommunizieren und vertreten können. Tonle Sap ist der grösste See Südostasiens und eine der ergiebigsten Fischereizonen der Welt. Am Tonle-Sap-See leben über vier Millionen Menschen, die auf Fisch als Nahrungs- und Einkommensquelle angewiesen sind.
Der Zugang zum See und die Fischereibewilligungen sind begehrt. Vor der Reform standen die lokalen Fischer in permanentem Konkurrenzkampf mit kommerziellen Fischfabriken und waren illegaler Fischerei gegenüber machtlos.
Dank des Projekts kam es zu Gesprächen zwischen lokalen Fischern, Fischhändlern und Dorfältesten. Die lokalen Fischer lernten die Bedrohungen ihrer Lebensgrundlage zu erkennen, sich zu vernetzen und sich für ihre Anliegen einzusetzen. Schritt für Schritt verlagerten sich die Verhandlungen von der lokalen auf die nationale Ebene, was zu ausserordentlichen Änderungen führte: 2010 entzog die kambodschanische Regierung der kommerziellen Fischerei 2500 Hektaren des Sees und gab das Gebiet den lokalen Gemeinden für die Fischer frei. Im Februar 2012 verbot die Regierung sogar die gesamte kommerzielle Fischerei im Tonle-Sap-See – ein enormer Gewinn für die lokalen Fischer, deren Einzugsgebiet sich dadurch vergrössert hat.
Bäume als natürlicher Dünger
Ein weiterer Video-Film zeigt das «EverGreen Agriculture»-Projekt von ICRAF, ein von der DEZA mitfinanziertes Agrarforschungsinstitut im Bereich Forstwirtschaft mit Hauptsitz in Nairobi in Kenia.
«EverGreen Agriculture» läuft seit den 1980er-Jahren. Dabei werden Bäume – zum Beispiel solche aus der Pflanzengattung Faidherbia – auf Feldern oder Weiden als natürliches Düngemittel eingesetzt. Landwirtschaftliche Studien in Sambia belegen, dass Maisernten dank dieser Bäume reichhaltiger ausfielen.
Die Mischkultur von Bäumen und Äckern ist mittlerweilen äusserst beliebt: In Sambia zum Beispiel bepflanzen über 160‘000 Bauern und Bäuerinnen ihre Felder mit Faidherbia-Bäumen. In Niger konnten mittels dieser Bäume 4.8 Millionen Hektaren Land fruchtbarer gemacht und begrünt werden.
Bekämpfung von tödlichen Aflatoxinen in Afrika
Aflatoxine sind Gifte, die vom Pilz «Aspergillus flavus» produziert werden. Diese Gifte bedrohen nicht nur die Gesundheit von Millionen armer Familien in Afrika, sondern auch deren Viehbestand und die landwirtschaftliche Produktivität. Der Pilz breitet sich auf landwirtschaftlichen Nutzflächen und deren unmittelbarer Umgebung aus und setzt sein Wachstum auch bei der Lagerung des Ernteguts fort.
Obwohl gute Lagerungsbedingungen die Aflatoxinmenge reduzieren, suchten Forschende des internationalen Instituts für tropische Landwirtschaft (IITA) nach Wegen, um die Ackerfrüchte direkt auf den Feldern zu schützen. Dies gelang mit einer neuen Methode, die schädliche Aspergillusstämme in den Feldern verdrängt und so die Feldfrüchte schützt. Daraufhin wurde mit Partnern das leicht einzusetzende Produkt «Aflasafe» entwickelt.
Kenia, Sambia, Burkina Faso und Senegal haben mit der Entwicklung ihrer eigenen Versionen von «Aflasafe» begonnen. Als natürliche, sichere und kosteneffiziente Lösung für die Bekämpfung von Aflatoxinen könnte die Entwicklung von «Aflasafe» in großem Massstab den afrikanischen Ländern helfen, wichtige Handelsverbindungen wiederherzustellen und die Gesundheit von Millionen von Menschen, die derzeit von Erkrankungen durch Aflatoxine bedroht sind, zu schützen.