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Arbeitern, das Asphaltbergwerk in Travers mit 150 Arbeitern, in Couvet eine Ziegelei mit 100 Arbeitern;
10 Sägen mit zusammen 50 Arbeitern, 12 Absinth- und Branntweinbrennereien mit 60 Arbeitern;
in Saint Sulpice eine Holzstofffabrik mit 60 Arbeitern;
in Môtiers eine Schaumweinfabrik mit 30 Arbeitern, je eine Zündholz-, Akkumulatoren- und Asphaltmastixfabrik.
Die Kleinmechanik beschäftigt etwa 1000 Arbeiter, von denen 350 in der Strickmaschinen- und Schraubenfabrik zu Couvet tätig sind. Das Baugewerbe zählt 500 Arbeiter. Bedeutender Viehhandel; Viehmärkte in Môtiers und Couvet. Die Bodenerzeugnisse finden im eigenen Lande Absatz.
4. Im Bezirk Val de Ruz arbeiten Möbelfabriken, so eine in Cernier mit 100 Arbeitern und eine in Les Geneveys sur Coffrane mit etwa 15 Arbeitern. In Convers eine Zement- und Kalkfabrik, die ihre Produkte in der Schweiz absetzt. In Les Geneveys eine Backsteinfabrik, in Fontainemelon eine Fabrik für Uhrenrohteile (ébauches).
5. Bezirk Le Locle: eine Maschinenfabrik mit 50 Arbeitern, eine Schaumweinfabrik, ein Stahlstreckwerk mit 15 Arbeitern, die weit bekannte Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik Klaus mit 220 Arbeitern. 135 Uhrenfabriken und -werkstätten.
6. Der Bezirk La Chaux de Fonds zählt gegenwärtig 358 Uhrengeschäfte. Die Uhrenmacherei ist in den Neuenburger Bergen von Daniel Jean Richard, genannt Bressel, eingeführt worden, unter dessen zahlreichen Schülern besonders Jacob Brandt, genannt Gruyerien, aus La Chaux de Fonds, der ältere Favre und Jonas Perret zu nennen sind. Die von geschickten Arbeitern unterstützten Söhne Richard's stellten pro Jahr etwa 200 Schlüsseluhren mit nur einem (dem Stunden-) Zeiger her.
Zur gleichen Zeit führte Jean Jacques Henri Vaucher, der Schüler eines der besten Arbeiter von Jean Richard, die neue Industrie 1730 auch in Fleurier ein, welches jetzt so industriereiche Dorf (29 Uhrenfabrikanten) noch 1770 nur eine einzige Uhrenmacherwerkstätte besass. In diesem bescheidenen Betrieb machte der in Plancemont über Couvet geborene Ferdinand Berthoud (1727-1807), der Erfinder des Schiffschronometers, seine Lehrzeit. Sinnreiche Verbesserungen verdankt man Louis Berthoud (dem Neffen des eben genannten Ferdinand Berthoud), der dem Schiffschronometer die Grösse einer gewöhnlichen Taschenuhr gab, dem Mitglied des Institut de France und des Bureau des Longitudes in Paris Abram Louis Bréguet (1729-1826), der die Repetieruhr und die nach ihm benannte Uhrfeder erfand, ferner Phinée Perret (1777-1851), dem ersten Fabrikanten von astronomischen Pendeluhren.
Andere Künstler warfen sich auf die Verbesserung der Uhrenmacherwerkzeuge, so Moïse Perret-Gentil (1744-1815), der Erfinder der Guillochierscheibe. Die Jaquet-Droz erwarben sich mit ihren automatischen Musikwerken einen europäischen Ruhm. Für die Verzierung und den künstlerischen Schmuck der Uhren sorgten die Anregungen von Fritz Kundert, Adolphe Dubois, Henri Grandjean-Perrenoud, Jules Jacot, Pierre Besançon, Fritz Klentschy. Medailleure, Edelsteinschleifer, Graveure und Emailleure wetteiferten miteinander, um die Uhrengehäuse möglichst kunstvoll zu gestalten, und brachten die Juwelenuhren (Châtelaines genannt) in den Handel, die als wahre Miniaturwerke in Armbänder und Fingerringe eingelassen werden.
Eine solche allgemeine, fieberhafte Tätigkeit konnte der neuen Industrie, deren Mittelpunkt immer noch das «grosse Dorf» ist, nur zahlreiche und schmeichelhafte Erfolge bringen. An der Weltausstellung zu Paris 1900 erhielten die 59 gemeinsam ausstellenden Geschäfte von La Chaux de Fonds zusammen einen Grand Prix, wozu noch ein anderer Grand Prix und goldene Medaillen für die einzeln ausstellenden Fabrikanten kamen. Es werden jetzt alle möglichen Werke, von der billigsten Taschenuhr bis zum feinsten Chronometer mit Datumzeigern, hergestellt. Alle diese Meisterwerke (Chronometer, Chronographen, Weckeruhren, Uhren mit Minuten- und Sekundenschlag, gewöhnliche Taschenuhren etc.) werden mit äusserster Genauigkeit gestellt und haben einen exakten und gleichmässigen Gang.
Folgende Tabelle gibt eine Uebersicht über den bedeutenden Aufschwung, den die Uhrenfabrikation im Kanton Neuenburg genommen hat:
|Zahl der Uhrenfabrikanten.|
|La Chaux de Fonds||357|
|Les Éplatures||1|
|Bezirk La Chaux de Fonds:||358|
|Le Locle||77|
|Les Brenets||48|
|Les Ponts de Martel||9|
|La Chaux du Milieu||1|
|Bezirk Le Locle:||135|
|Neuenburg (Bez. Neuenburg):||23|
|Colombier||7|
|Cormondrèche||2|
|Bezirk Boudry:||9|
|Couvet||1|
|Boveresse||1|
|Saint Sulpice||1|
|Fleurier||29|
|Buttes||2|
|Les Verrières||3|
|Les Bayards||2|
|Bezirk Val de Travers||39|
|Chézard und Saint Martin (Bez. Val de Ruz):||1|
|Total Uhrenfabrikanten im Kanton:||565|
In dieser Zusammenstellung sind die grossen Fabriken für Uhrenrohteile (ébauches) u. Uhrsteinschleiferei in Fontainemelon und Le Landeron nicht mitgezählt. Wenn wir ferner anführen, dass in La Chaux de Fonds allein 7518 Uhrenmacher beider Geschlechter tätig sind, so kann man sich eine Vorstellung davon machen, wie viele Arbeitskräfte diese Industrie im Kanton beschäftigt.
Ueber die Anzahl der fertiggestellten Uhren gibt uns die Statistik der von den eidgenössischen Kontrolbureaux für Gold- und Silberwaren 1902 und 1903 aufgedrückten Stempel Auskunft. Wenn die in folgender Tabelle zusammengestellten Ziffern gegenüber denen früherer Jahre etwas kleiner sind, so ist dies der jetzt fast in allen Industriezweigen herrschenden Krisis zuzuschreiben.
|Kontrolbureaux||Uhrgehäuse Goldene||Uhrgehäuse Silberne|
|1902||1903||1902||1903|
|La Chaux de Fonds||397386||413913||57223||62733|
|Fleurier||8677||6786||135195||104394|
|Le Locle||67523||68917||74699||79709|
|Neuenburg||-||-||24368||14491|
Zur Förderung der Uhrenindustrie hat man in jedem dieser vier Mittelpunkte der Fabrikation eine besondere Uhrenmacherschule eingerichtet. Diejenige zu La Chaux ¶