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Merkel liess erneut Zweifel an möglichen Umbauten an Motoren älterer Diesel erkennen, um den Schadstoff-Ausstoss zu senken. Es nütze nichts, "wenn wir dafür drei oder vier oder fünf Jahre brauchen, um das alles zu realisieren, und gleichzeitig nicht in die Zukunft investieren können. Wir müssen uns das jetzt sehr genau anschauen." Zur Machbarkeit solcher Hardware-Nachrüstungen werden auch noch Gutachten im Regierungsauftrag erwartet. Die Branche lehnt sie ab.
Viele betroffene Städte würden mit bereits laufenden Programmen in kurzer Zeit die Grenzwerte einhalten können, machte Merkel deutlich. Für andere wenige Städte müssten sicherlich "besonders spezifische Massnahmen" entwickelt werden. "Das wird die neue Bundesregierung als erstes mit in Angriff nehmen." Merkel bekräftigte das Ziel, vor allem flächendeckende Fahrverbote zu vermeiden.
Angesprochen auf den am Dienstag bekanntgegebenen Milliardengewinn von Volkswagen sagte Merkel: "Ich freue mich, wenn es Gewinne gibt, weil dann vielleicht auch Geld in die Zukunft investiert werden kann." Trotzdem sei sie "schon erstaunt" gewesen, "dass es dann auch sehr hohe Zuwachsraten bei bestimmten Gehältern gibt". Die Vergütung der Mitglieder des Konzernvorstands stieg im vergangenen Jahr auf rund 50,3 Millionen Euro nach 39,5 Millionen Euro im Jahr zuvor./sam/DP/tos
(AWP)