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Im Dezember 2003 zerstörte ein Erdbeben die Stadt Bam im Iran. Rund 30 000 Einwohnerinnen und Einwohner starben in den Trümmern. Etliche mehr wurden obdachlos.
Das Erdbeben erschütterte auch den Alltag der Überlebenden. Es zerriss soziale Bindungen, verursachte emotionalen Stress und Traumata.
Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung
Rund 300 Kinder und Jugendliche profitierten zwischen 2004 und 2006 von einem täglichen Sportangebot. Beim Fussball-, Handball-, Gymnastik- oder Taekwondo-Training lernten die Kinder und Jugendlichen ihre Emotionen zu kanalisieren. Der Sport verbesserte das körperliche und seelische Wohlbefinden der Teilnehmenden, gleichzeitig vermittelten die Spiele die Grundregeln eines friedlichen Zusammenlebens.
Die SAD und ihre lokalen Partnerinnen und Partner nutzten die Trainings auch als Rahmen für Bildung und Prävention, besonders in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Hygiene, Drogenmissbrauch oder Gewalt.
Sport und Spiel wirken
Mit einem konsequenten Monitoring dokumentierte die SAD ihre Erfahrungen mit dem Pilotprojekt. Die Schlussevaluation zeigte, dass Eltern, Trainerinnen und Trainer und die Projektleitung positive Veränderungen im Verhalten der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen beobachteten. Die von der SAD ausgebildeten Coaches spielten eine zentrale Rolle in dieser Entwicklung: Sie figurierten als Vertrauenspersonen für die Kinder und Jugendlichen, wurden bei persönlichen Problemen um Rat gefragt und nahmen bei familiären Konflikten eine Vermittlerrolle zwischen Kindern und Eltern ein.
Im Juni 2006 übergab die SAD die Verantwortung für das Projekt an ein lokales Team, das die Aktivitäten in Eigenregie weiterführte.