Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03558.jsonl.gz/2524

Laborantin EFZ
Jasmin Herrmann, 18
Als Laborantin Fachrichtung Biologie kann ich viele interessante Experimente durchführen, bei denen ich immer etwas Spannendes entdecke und dabei Neues lernen kann.
Lieblings-Stärken
Diese Lieblings-Stärken helfen mir in meinem Beruf
Wenn jemand eine Analyse durchführt, bedeutet dies, dass er etwas zunächst gedanklich und in Folge dessen eventuell auch in der Realität zerlegt. Dabei wird nicht einfach so, wahllos, sondern nach einem durchdachten Prinzip vorgegangen. Der Sinn ist meist herauszufinden, aus welchen Einzelteilen etwas zusammengesetzt ist. Wer „analytisch“ vorgeht, möchte erfahren, wie diese Einzelteile zusammenhängen, und vielleicht herausbekommen, ob alle Einzelteile funktionieren.
In der Alltagssprache verwendet man den Begriff Präzision wenn man ausdrücken möchte, dass etwas besonders genau ist oder besonders genau gemacht wird. Wird von einer mit Präzision durchgeführten Arbeit gesprochen, meint man eine exakte, mit sehr grosser Sorgfalt und Detailgenauigkeit durchgeführte Arbeit.
Will man sprachlich „präzise“ sein, so bedeutet dies, dass man etwas klar, auf den Punkt genau und eindeutig beschreiben muss.
Als technischer Fachbegriff beschreibt Präzision etwas, das auch bei ständiger Wiederholung, immer genau gleich, und mit sehr geringen Abweichungen abläuft. „Präzise“ Menschen zeichnen sich durch diese besondere Genauigkeit aus.
„Logische“ Menschen denken strukturiert. Sie gehen von einer gegebenen Situation oder Aussage aus und überlegen, was folgerichtig daraus resultiert. Das Resultat ihrer Überlegungen ist oft das Ergebnis einer Kette von aufeinander aufbauenden Schlussfolgerungen und hat somit nicht den Charakter eines spontanen Einfalls. Logische Menschen sind deshalb meist in der Lage, ihr Ergebnis oder ihren Standpunkt Schritt für Schritt zu begründen. Beim Schlussfolgern können sie gut Regeln folgen, wie sie z.B. von einem Spiel oder der Mathematik vorgegeben werden.
Berufsalltag
Ein typischer Arbeitstag
Am Anfang des Tages erstellt man einen Tagesplan oder einen Wochenplan, in dem man die einzelnen Schritte seines Versuches niederschreibt. Somit wird ein klar strukturierter Arbeitstag geschaffen. Hier sollten auch Dinge wie Gerätebedienung und die Versuchsvorbereitung geklärt werden. Da ein Versuch mehrere Tage oder Wochen dauern kann, ist es wichtig stets einen Überblick auch über die kommenden Tage zu haben.
Der Zeitpunkt der Versuchsvorbereitung und somit auch der praktischen Arbeit variiert natürlich immer. Bevor man mit dem eigentlichen Versuch beginnt, sollte man sich jedoch bewusst sein, welche Reagenzien man benötigt und dementsprechend Lösungen, welche gebraucht werden, vorher herstellen.
Nach ausführlicher Planung und Vorbereitung kann man den Versuch starten. Hierbei unterscheiden sich die angewendeten Methoden bei den verschiedenen Fachgebieten. Auch die Spezialisierung kann einen Einfluss haben. Biologielaboranten, welche sich auf in vivo spezialisiert haben, arbeiten oft mit Tieren und führen teilweise Tierversuche durch. Biologielaboranten, welche sich auf in vitro spezialisiert haben, arbeiten unter anderem in den Fachgebieten Molekularbiologie oder Biochemie und haben dort zum Beispiel mit DNA oder Proteinen zu tun.
Die Dokumentation in Protokollen ist sehr wichtig im Alltag des Biologielaboranten. Es muss so dokumentiert werden, dass alle Arbeitsschritte, welche man gemacht hat nachvollziehbar sind und es muss auch danach gearbeitet werden können. Daher protokolliert man simultan, also parallel zum Versuch und so zeitnah wie möglich.Die Auswertung und korrekte und saubere Darstellung der Resultate eines Versuches ist ebenfalls wichtig. Diese können einerseits während des Versuches relevant sein und andererseits auch wenn man die Resultate vor seinen Kollegen präsentieren und interpretieren muss.
Berufsweg
Mein Berufsweg
Fragen & Antworten
Fragen und Antworten, die dich interessieren könnten
Ich habe mich schon zur Bezirksschulzeit sehr für Biologie interessiert und hatte dort auch als Freifach das Biologiepraktikum gewählt. Dort haben wir einige kleinere Versuche durchgeführt, welche der Arbeit von Biologielaboranten ähneln sollte. Als mir dann ein Bekannter der Familie den Beruf empfohlen hat, habe ich mich für den Schnupperkurs gemeldet, welcher mich schlussendlich vollständig überzeugte.
Geduld bei den einzelnen Versuchen ist wichtig, da diese auch über längere Zeit stattfinden. Ebenso ist die Fähigkeit mit Frust umzugehen wichtig, da nicht jeder Versuch sofort gelingt und man damit auch umgehen können muss. Ein Interesse an Naturwissenschaften und praktischem Arbeiten sollte man natürlich auch haben.
Ich denke der Gedanke, dass das Experiment, an welchem man arbeitet, die Forschung weiterbringen könnte oder auch anderen Menschen geholfen werden kann (wenn man z.B. in der Pharmabranche arbeitet) ist ein interessanter Aspekt dieses Berufes und kann eine grosse Motivation sein.
Die Zeit so effizient einzuteilen, um keinen Moment zwischen den Wartezeiten zu verlieren, kann eine Herausforderung sein. Man kann ausserdem schnell frustriert sein, wenn ein Versuch mehrere Male nicht gelingt.
Ich würde diesen Beruf motivierten Leuten empfehlen, welche auch ein Interesse an Biologie und der praktischen Arbeit mit den Händen haben. Sie sollten zielstrebig sein und präzise arbeiten können.