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Aus John Bunyans Pilgerreise.
Nachdem sie noch dies und jenes miteinander geredet hatten, sagte der Retter zu ihnen: „Mich wundert sehr, dass ihr, als ihr an der Pforte gastliche Aufnahme fandet, nicht den Herrn um einen Führer gebeten habt, da ihr wusstet, dass ihr doch schwache Frauen seid. Sicherlich würde Er euch einen solchen gewährt haben, und ihr wäret solcher Bedrängnis und Gefahr enthoben gewesen.“
„Ach“, erwiderte Christin, „wir waren von der gegenwärtigen Segnungen so hingenommen, dass wir der kommenden Gefahr ganz vergassen. Und wer hätte auch denken sollen, dass so nahe bei des Königs Palast solche Bösewichter lauern könnten? Allerdings haben wir es versäumt, um einen Führer zu bitten; aber da unser Herr wusste, was uns zustossen konnte, so wundert’s mich, dass Er uns nicht einen solchen mitgegeben hat.“
Retter. Es ist nicht immer ratsam, Dinge ungebeten zu gewähren, weil sie hierdruch weniger geschätzt werden. Wenn man aber den Mangel einer Sache empfindet, dann erhält sie in den Augen des Betreffenden den Wert, der ihr gebührt, und wird demgemäss hernach auch angewendet. Hätte mein Herr euch ungebeten einen Führer gewährt, so würdet ihr euer Versäumnis nimmermehr so beklagt haben, wie ihr jetzt dazu Veranlassung findet. Also muss alles zum Guten wirken und dazu dienen, euch künftig vorsichtiger zu machen.