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An der Straße zum Reschen-Paß liegt der Soldaten Friedhof von Spondinig, welcher 1915 für die Gefallenen der Ortler-Front angelegt wurde. Außerdem wurde neben dem Friedhof eine Aufbewahrungskapelle für diese erbaut. Der Standort wurde nicht zufällig gewählt – in Spondinig befand sich der Verwundetensammelstelle des Frontabschnitts mit entsprechendem Bahnanschluss (Vinschgerbahn) zum Weitertransport in die Heimat.
An den Pfosten des Eingangstoren sieht man zwei betende Soldaten mit Karabiner. Auf den Gräberfeld nach dem Tor wurden am Stufenabsatz über jedem Grab kleine Halbkreis angebracht. Diese enthalten über dem Eintrag ein Eisernes Kreuz und darunter die Inschrift: „Hier ruht in Gott“. Unter dem Namen und der militärischen Einteilung wird auf die Todesursache hingewiesen, gefolgt von Buchstaben „R. I. P.“
Ausserdem gibt es auf dem Gräberfeld ein Kameradengrab und ausserhalb der (christilichen) Einfriedung eine Begräbnisstätte für Soldaten der k.u.k Armee islamischen Glaubens.
Im hinteren Teil des Friedhof findet man ein Monument mit der unteren Inschrift unter einem Adler. Auf dem Inschriftenblock steht ein Kreuz mit einer Eichenband umhangen. Auf dem Sockel wird der Erbauer L. Hujer und der Renovierende Mayr von 1977 genannt. Dieses Monument und die Platten im Hintergrund sind aus dem Marmor der Region. An der Wand hinter dem Monument hängen vier Tafeln mit der Geschichte des Friedhofes, sowie den gefallenen Österreichern, österreichischen Protektoranern und Südtiroler.
Inventarnummer: –
Kategorie: Open Air / Gedenkstätten
Standort: Spondinig
Datierung: 1915 – 1941 – 1977
Erfassung: September 2019 / ACC
Antal Brodacs war Infanterist und gehörte dem Reservebataillon des ungarischen Regiments 29 an. In Spondinig finden sich keine Südtiroler Gefallenen - diese wurden in der Regel auf den Friedhöfen ihrer Wohngemeinde bestattet.
Objektgeschichte
Der Soldatenfriedhof wurde 1915 für die Opfer des Ersten Weltkrieges angelegt, welche am Stilfserjoch-Frontabschnitt ihr Leben hingaben.
Hier wurden über 150 Krieger verschiedener Nationalität in Ehren begraben.
1940-1941 wurden ihre sterblichen Überreste vom Faschistischen Regime aus politischen Gründen in andere Friedhöfe überführt.
Der Friedhof wurde vergessen und verwahrloste. 1976 nahmen sich Männer des SKFV des Friedhofs an. Beim Wiederaufbau halfen unter anderem die Gemeinden Schluderns und Laas mit, das Forstinspektorat Schlanders und der Landesbauhof Lichtenberg. Seit 1977 wird alljährlich am Seelensonntag der Gefallenen beider Weltkriege gedacht.