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Die Quallen / Pixelwald
Auszug aus dem JULL Ready-Print Nr. 3
geschrieben von der Abschlussklasse 3BA, Sekundarschule Heiligberg
Das Mädchen, das dachte, dass sie eigentlich eine Qualle wäre
Dili
Es fühlte sich an wie ein Traum. Pipilotti ging spazieren und sah viele
Quallen am Fliegen. Es war wie unter Wasser, nur hatte sie keine Taucherausrüstung
dabei. Praktisch konnte sie unter Wasser atmen.
Pipilotti folgte den Quallen und sah weitere Tausende Quallen, kleine
und grosse; ein paar bewegten sich nicht mehr.
Wie gesagt, es fühlte sich an wie ein Traum. Pipilotti konnte schweben
und bewegte sich langsam voran.
(Oder hatte sie Pilze gegessen, dass sie die Quallen fliegen sah?)
Pipilotti bestaunte die Quallen, sie beobachtete die Quallen sehr sorgfältig,
es gefiel ihr sehr, wie sie voran schwammen. Sie wünschte sich,
dass sie auch eine Qualle wäre anstatt ein Mensch.
Darum baute Pipilotti in ihre Ausstellung Quallen-artige Seile mit LED,
dass es schön leuchtete, manchmal Regenbogen-artig, manchmal
Sonnenuntergang-artig und manchmal einfarbig mit Sound-Effekten.
Immer noch ging Pipilotti gern zu den Quallen, weil sie dachte, sie wäre
eine von ihnen.
[...]
Das Mädchen, das eine Meerjungfrau sein wollte
Merjem
Es war einmal ein junges Mädchen. Mit ihren zehn Jahren träumte sie
oft davon, eine Meerjungfrau zu sein. In ihrer Lieblingsserie kamen oft
farbige Quallen und Meerjungfrauen vor. Da sie aber selten Fern schauen
durfte, zeichnete sie manchmal. Sie malte oft farbige Quallen auf
ihre Bilder, neben den Quallen waren meistens Sprechblasen, da die
Quallen in ihrer Fantasie sprechen konnten.
Bei jedem Gebet wünschte sich das Mädchen, eines Tages eine Meerjungfrau
zu sein. Ihre strenggläubige Mutter aber redete ihr oft ein, dass
es keine Meerjungfrauen gibt. Trotzdem lebte das Mädchen in ihrer eigenen
Fantasiewelt. Auch noch nach zehn Jahren glaubte sie, eines Tages
eine Flosse zu kriegen. Sie wuchs in einem Jahrhundert auf, in dem
sich die Jugendlichen noch nicht mit tausenden von Kilos Make-up
bemalten und jedes Wochenende in den Ausgang gingen. Sie wuchs
in einem Jahrhundert auf, in dem Leute ihre eigene Meinung besassen.
Aus diesem Grund liess sie sich nichts einreden.
Eines Tages erlaubte ihre Mutter ihr, mit einigen Freunden ans Meer
zu fahren. Obwohl das Mädchen jetzt schon zwanzig war, musste sie
jedes Mal um Erlaubnis fragen. Als sie am Meer ankamen, sahen sie ein
Schild auf dem stand: "Achtung! Quallen-Gefahr!"
Ihre Freunde haben ihr abgeraten, nach farbigen Quallen zu suchen,
aber sie hörte nicht hin. Nach einiger Zeit kam sie enttäuscht aus dem
Wasser. Sie hat keine einzige Qualle gesehen. Als sie wieder nachhause
fuhren, machte sie sich Gedanken. Was, wenn es doch keine Meerjungfrauen
und farbige Quallen gibt?
Heute besitzt das Mädchen eine Ausstellung: Ein farbiger Quallenschwarm,
Pipilottis farbige Quallen. Weil alle Welt an ihrer Fantasie
zweifelte, erstellte das Mädchen ihren eigenen Quallenschwarm.
Sie lebt noch heute in ihrer Fantasiewelt.
[...]
Die kleine Qualle mit den Blitzarmen
Davide
Zwischen den Meeren und den Ozeanen und all den Gewässern befindet
sich eine kleine Qualle. Sie schwimmt gerade an einem Strand
vorbei, wo sie einen kleinen Jungen mit ihren Blitzarmen verbrennt. Als
das Kind schreit, springt sein Vater vom Sonnenstuhl und rennt geradewegs
zu seinem Sohn. Er nimmt natürlich seinen Kessel mit, um das
Wassertier einzufangen.
Sie fahren sofort nach Hause, in ein grosses Haus.
Die Mutter ist gerade zur Stelle, um den Jungen zu versorgen, sie ist ja
Ärztin. Der Vater ist Forscher und spezialisiert auf Meerestiere.
Er nimmt den Eimer mit dem Tier und läuft die Treppe runter in sein Labor.
Als die Untersuchung beendet ist, ist es offensichtlich ein seltenes
Exemplar.
Der Vater fährt mit dem Auto zurück an den Strand und spült die Qualle
wieder ins Wasser. Wäre es kein seltenes Exemplar gewesen, hätte er
sie gegrillt, gewürzt und aufgegessen.
So könnte das Leben einer Qualle enden.
[...]
Ein Wald mit Fantasie
Venera
Mitten im Pixelwald. Dieser Wald hat schöne Farben. Es ist ein wunderschöner
Wald mit verschiedenen Arten von Bäumen.
Der Pixelwald hat viel Natur, man kann machen, was man will. Es gibt
viele Lichterketten, die in jeder Sekunde die Farben wechseln. Man
kann es schön geniessen, diese Farben.
Dieser Wald und die Lichterketten erinnern an die Sterne. Die Lichterketten
haben dieselbe Form, der Wald hat einen schönen Glanz, es
leuchtet so schön.
Bisher habe ich noch nie so was gesehen in meinem Leben. Es hat
mich sehr überzeugt, das zu sehen, diese verschiedenen Farben zu
sehen, man kann dabei nur an etwas Schönes denken.
Dieser Wald ist etwas Besonderes. Er ist anders als alle anderen Wälder.
Er hat die Entspannung. In diesem Wald kann man relaxen, sich
beruhigen mit diesen schönen Farben. Es ist eher ein dunkler Wald.
Sonst sieht man die schönen Farben der Lichterketten nicht.
Es ist nicht so ein kalter Wald, aber auch kein warmer Wald.
Dieser Wald hat viel Fantasie. Man kann darin sogar mit einem Auto
durch eine schmale Strasse fahren.
[...]
Die beste Freundin
Alessandra
Es war einmal eine Qualle, aber die war nicht eine normale Qualle,
sondern das war Pipilottis Qualle. Sie war 5 Jahre alt und Pipilottis
Haustier. Pipilotti und ihre Qualle machten alles zusammen, egal was.
Pipilotti und ihre Qualle waren unzertrennlich.
Pipilottis Leben hatte sich sehr verändert, seit sie die Qualle kennengelernt
hatte. Früher hatte sie niemand ausser ihrer Familie, und es war
ihr auch immer sehr langweilig. Aber seit sie ihre Qualle kennengelernt
hatte, war alles in ihrem Leben besser geworden. Sie und ihre Qualle
waren wie beste Freundinnen. Jetzt war es Pipilotti nicht mehr langweilig
und wenn sie etwas machen wollte, dann hatte sie jetzt nicht nur ihre
Familie, sondern auch ihre Qualle. Pipilotti konnte sich jetzt ein Leben
ohne ihre Qualle nicht mehr vorstellen. Pipilotti und ihre Qualle lebten
bis zum Lebensende zusammen.
[...]
In einem verpixelten Wald
Alex
Eines Tages, sitzend auf der Couch, Videospiele spielend: Ich bin in
einem verpixelten Wald, muss vor Leuten flüchten, die mich bedrohen.
Der Wald ist lauter Pixel, sodass ich nicht weiss, wo ich lang laufen soll.
Der Pixelwald ist so gross, dass man sich leicht verlaufen kann. Ich
komme an einen Fluss, ich laufe über den Fluss, um die Gegner abzuschütteln,
doch es bleibt erfolglos. Die Verfolgung geht weiter, aber das
Durchqueren des Flusses verschafft mir genug Zeit, um meine Gegner
im Pixelwald abzuhängen. Es kommt mir vor wie ein nicht endender
Marathon.
Bald wird mir vom Rennen schlecht. Das bedeutet, dass ich meine
Gegner im Pixelwald so schnell wie möglich loswerden muss.
Auf einmal steht da ein verlassenes altes Haus. Ich gehe rein, verstecke
mich, um eine Pause zu machen. Währenddessen suchen mich meine
Gegner, solange, bis sie aufgegeben haben und fortgehen.
Die Frage ist jetzt: Wo muss ich lang, um dem Pixelwald zu entkommen?
Wie schon gesagt, der Wald ist so gross, da kann man sich leicht
verlaufen. Ich versuche, Fusspuren zu finden, um zurück zu finden,
aber da sind keine.
In einem Videospiel, in dem der Wald Pixelwald heisst, kann man nicht
erwarten, dass man Nahrung findet. Aber ich habe Glück und finde im
Spiel zurück nach Hause.
Abschlussklasse 3BA, Sekundarschule Heiligberg
Schreibcoach: Peter Weber