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Das musst du wissen
- Senioren mit guter Ausbildung schätzen ihre Lebenssituation positiver ein als solche ohne weiterführende Bildung.
- Das zeigt eine Auswertung, die das Bundesamt für Statistik veröffentlicht hat.
- Die gebildeten Senioren trinken aber regelmässiger Alkohol und tun sich schwerer, mit dem Rauchen aufzuhören.
Je höher der Bildungsstand, desto eher bezeichnen Seniorinnen und Senioren ihre Gesundheit als gut oder sehr gut. Das teilt das Bundesamt für Statistik in einer Publikation mit, die sich auf Daten von fast 8800 Schweizern ab 55 Jahren stützt und in die Resultate der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 eingeflossen sind.
Senioren, die ein Studium an einer Hochschule, einer höheren Fachschule oder einer Berufsakademie absolviert hatten, schätzten ihren Gesundheitszustand überwiegend – genau zu 84 Prozent – als gut oder sehr gut ein. Diejenigen, die nur bis zur Sekundarstufe die Schule besucht, also keine weiterführende Bildung hatten, schätzen ihren Gesundheitszustand nur zu 59 Prozent als gut oder sehr gut ein.
Die Gesundheitsbefragung zeigte auch: Gut ausgebildete Senioren erhalten mehr soziale Unterstützung als Personen mit einer Grundausbildung. Und sie gaben an, dass sie mehr Lebenskraft haben und eher das Gefühl, über ihr Leben selbst bestimmen zu können. Sie treiben mehr Sport und fühlen sich eher fähig, den Alltag alleine bewältigen zu können, als schlecht Ausgebildete.
Der Bildungsstand hat nicht nur Einfluss auf das Wohlbefinden, sondern auch auf die Ernährung. Besonders bei den Frauen zeigen sich hier bildungsabhängige Unterschiede. So leben Frauen im Alter gesünder, wenn sie ein Studium abgeschlossen haben. Sie essen mehr Früchte und Gemüse und sind seltener stark übergewichtig. Dafür sind sie auch eher von Untergewicht betroffen. Etwa vierzehn Prozent der studierten Seniorinnen sind gefährlich untergewichtig. Bei den Frauen ohne weiteführende Bildung sind es nur gerade sieben Prozent.
Bei den Männern zeigen sich Unterschiede beispielsweise beim Rauch-Verhalten. Senioren mit Studienabschluss sind nämlich eher Nichtraucher. Doch Akademiker im Rentenalter sind weniger bereit, das Rauchen aufzugeben, als ihre Kollegen, die nur eine Grundbildung haben. Ausserdem trinken die Studierten mehr Alkohol am Tag. Dennoch haben sie mit 65 Jahren eine um 3,3 Jahre höhere Lebenserwartung, als Nicht-Studierte.