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Wiederbegegnung mit grossen Autoren der Literaturgeschichte und unserer Gegenwart von einer überraschend-unterhaltsamen Seite Franz Hohler ist keineswegs nur ein Meister der kleinen Form, er kennt sich in kurzen Geschichten auch hervorragend aus. In seiner Sammlung von 112 Geschichten aus der Weltliteratur, von denen keine länger als eine Buchseite ist, kommen Johann Peter Hebel ebenso zu Wort wie Otto Waalkes, Bertolt Brecht, Anja Tuckermann oder Franz Kafka. Hohler hat eine abgrundtief vergnügliche Sammlung von Geschichten zusammengetragen, die keinen Hehl daraus machen, dass „das Leben viel zu kurz für lange Geschichten“ (Alfred Polgar) ist, dafür aber bunt und reich an Überraschungen, auch unheimlichen.
Portrait
Franz Hohler, geboren am 1.3. 1943 in Biel (Schweiz), wuchs auf in Olten, machte 1963 in Aarau das Abitur und begann in Zürich, Germanistik und Romanistik zu studieren. Der Erfolg seines ersten Soloprogramms "pizzicato" veranlasste ihn, sein Studium nach fünf Semestern abzubrechen. Mit verschiedenen Ein-Mann-Programmen gastierte er in vielen Ländern West- und Osteuropas, in Kanada, Marokko, Tunesien u.a.. Franz Hohler lebt als Kabarettist und Schriftsteller in Zürich. Seine Gedicht, Theaterstücke und Erzählungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2002 erhielt er den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2005 den Kunstpreis der Stadt Zürich, 2013 den Solothurner Literaturpreis und im Jahr 2014 den Johann-Peter-Hebel-Preis.