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Eine Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) ist zwar nicht heilbar, die Lebensqualität lässt sich aber mit einer guten Lebenshygiene und geeigneten Behandlungen verbessern.
Eine Kniegelenksarthrose tritt oft zweiseitig auf und gehört zu den häufigsten und einschneidendsten Gelenkabnützungen. Ursachen sind der Alterungsprozess, Übergewicht und eine Überbeanspruchung des Gelenks. Eine Gonarthrose entwickelt sich in Schüben, die von Schmerzen und Schwierigkeiten beim Gehen begleitet sind. Mit dem Fortschreiten der Krankheit werden die Schübe häufiger und schmerzhafter. Für die Schmerzen sind oft entzündete Sehnen, Bänder, Muskeln und Gelenkkapseln verantwortlich – Körperteile also, die nahe unter der Haut liegen, was für lokale Behandlungen spricht.
Lebenshygiene
Während in akuten Phasenvor allem Schonung angezeigt ist, können regelmässige körperliche Aktivitäten dazu beitragen, das Gelenk beweglich zu halten. «Die Beweglichkeit zu erhalten, ist sehr wichtig, allerdings sind Sportarten zu bevorzugen, bei denen die Belastung auf die Füsse nicht zu gross ist», meint Dr. Francis Berenbaum (Rheumatologe). Zu empfehlen sind Velofahren, Schwimmen und Walking sowie gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur.
Aus Ernährungssicht scheint ein zu häufiger Konsum von säurebildenden Nahrungsmitteln und Getränken (Fleisch, Käse, Zucker und andere raffinierte Kohlenhydrate, Kaffee, Alkohol usw.) das Leiden zu verschärfen, während eine Ernährung mit vorwiegend basischen Nahrungsmitteln (Früchte, Gemüse, Soja, Joghurt, Kartoffeln usw.) eine Verbesserung herbeiführen kann. «Eine Gewebeübersäuerung verstärkt die Schmerzen, auch wenn sie nicht direkt für die Krankheit verantwortlich ist», erklärt Dr. Philippe-Gaston Besson. Übergewicht ist ein verstärkender Faktor, weshalb darauf geachtet werden sollte, das Wohlfühlgewicht zu halten oder zu erreichen.
Medikamentöse Behandlungen
In akuten Phasen ist es häufig notwendig, nichtsteroidale Entzündungshemmer wie z. B. Diclofenac zu nehmen. Mit einer äusserlichen Anwendung dieser Substanz in Form von Gels oder praktischen Patches (Pflastern) wird die schmerzhafte Stelle direkt erreicht, gleichzeitig lassen sich die Nebenwirkungen vermeiden, die bei einer Einnahme des Wirkstoffs auftreten können.