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Die endgültige Statistik liegt zwar noch nicht vor, doch offenbar hat Großbritannien Frankreich als fünftgrösste Volkswirtschaft der Welt überholt - jedenfalls, wenn man das BIP als Maßstab akzeptiert. Der Grund ist, daß Großbritannien den Vorgaben der EU folgend Prostitution und illegale Drogen jetzt im Wirtschaftsprodukt mitzählt, wodurch 8,9 Mrd.$ bzw. 10,3 Mrd.$ hinzukommen. (Aus den öffentlichen Berichten ist nicht ersichtlich, inwieweit die bekanntlich großen überschneidungen zwischen diesen beiden „Wirtschaftszweigen“ doppelt gerechnet werden.) Frankreich dagegen weigert sich dankenswerterweise, die EU-Maßgabe umzusetzen, weil es Rauschgifthandel und Prostitution nicht als „freiwillige Wirtschaftsaktivität“ einstuft. Eric DUBOIS vom Vorstand des französischen Statistikamtes INSEE erklärte, in diesen Bereichen herrsche „kein freier Wille, sondern Abhängigkeit und Mafia-Netzwerke“.
Bei dem statistischen Trick der EU gibt es natürlich einen Hintergedanken: Wenn das BIP wächst, erscheint die Verschuldung im Verhältnis dazu niedriger und mehr staatliche Ausgaben sind erlaubt.
Caroline Hartmann redigiert den wöchentlichen Newsletter des Schiller-Instituts e.V., aus dem dieser Text entnommen ist. Das Schiller-Institut mit Sitz in Laatzen bei Hannover wurde 1984 gegründet und wendet sich «gegen die trotzigen Anmassungen der Fürstengewalt» (Schiller).
Der lesenswerte Newsletter kostet 250 € im Jahr. Er wird vom E.I.R.-Verlag herausgegeben, zu bestellen bei: Caroline Hartmann, <email-pii>