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Jede fünfte Pflanzenart der Region Winterthur ist eine Waldpflanze. Von diesen Pflanzen ist fast jede dritte Art gefährdet oder bereits ausgestorben. Dieser Anteil hört sich im Vergleich mit unseren Magerwiesen bescheiden an, denn von den Magerwiesenpflanzen unserer Region sind bereits siebzig Prozent aller Arten gefährdet oder ausgestorben
Die Bedeutung des Waldes für die Stadt Winterthur hat sich im Laufe der Zeit verändert: Lange Zeit war die höchstmögliche Rendite fast alleiniger Massstab allen forstwirtschaftlichen Strebens. Was primär interessierte, war das Quantum an nutzbarem Holz, kaum der Zustand des Waldes als Lebensraum.
Für viele Wildtiere wird’s eng in unserer monotonen Kulturlandschaft. Entwässerte Feuchtgebiete, regulierte Flussläufe, gerodete Hecken- und Ufergehölze, begradigte Waldränder, ausgeräumte Agrarlandschaften und zubetonierte Grünräume: Die menschlichen Eingriffe der letzten Jahrzehnte haben die natürlichen Lebensräume vieler wild lebender Tierarten stark eingeschränkt.
Wie das natürliche Pflanzenkleid der Winterthurer Landschaft ohne das Zutun des Menschen heute aussehen würde, darüber wissen wir recht gut Bescheid. Über weite Flächen würde sich hier ein Laubwald ausbreiten, der von der Buche beherrscht wäre. Nur auf extrem trockenen, nassen, sauren oder basischen Standorten müsste die Buche anderen Baumarten Platz machen. Jenen Baumarten, die […]
Jede Lebensgemeinschaft wird durch ihre Umwelt geprägt. Den Wald prägen natürliche Umwelteinflüsse wie Temperatur, Niederschlag, Sonneneinstrahlung, Hangneigung, Gestein oder Bodenbeschaffenheit. Unter ähnlichen Umwelteinflüssen gedeihen von Natur aus ähnliche Pflanzengemeinschaften. Solche für einen bestimmten Standort typische Gemeinschaften nennt man Pflanzengesellschaften oder Waldgesellschaften.