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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00339 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Gerichtsschreiber Frischknecht Urteil vom 1 3. August 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler Dufourstrasse 140, 8008 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Di e 1964 geborene X.___ meldete sich am 23. September 2013 (Urk. 7/3) unter Hinweis auf psychische Probleme und eine Fibromyalgie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Sie war zuletzt als Verkäuferin tätig (Urk. 7/53). Die Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons Zürich, IV Stelle, tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und veranlasste ins besondere eine polydisziplinäre Begutachtung beim Y.___ ( Gutachten vom 12. Februar 2015; Urk. 7/49). Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/54) leitete die IV-Stelle ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren ein. In der Folge wie s sie das Leistungsbegehren nach durch geführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/83) mi t Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 2) ab. 2. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 12. April 2018 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung der SVA vom 28. Februar 2018 (richtig: 15. Februar 2018) betreffend Abweisung einer Rente der Invaliden versi cherung aufzuheben (1.), ihr sei eine Rente der Invaliden versicherung zuzuspre chen (2.), es sei festzustellen, dass die ihr mit Schreiben der SVA vom 15. Februar 2018 auferlegte Pflicht zur Durchführung einer stationären psychiatri schen Behandlung von sechs bis acht Wochen und anschliessender mehrmonatiger teilstationärer Behandlung mit Neueinstellung der psychophar makologischen Behandlung zu Unrecht erfolgt und nicht gerechtfertigt sei (3.), ihr sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (4.), Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Stadler sei ihr als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen (5.) und ihr sei eine Prozessentschädigung zuzusprechen (6.). Die IV-Stelle schloss am 22. Mai 2018 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 30. Mai 2018 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsscha den mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Auf bietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbs einkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 E. 5, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1 8. November 2015 E. 5.4). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unter nehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG ) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorüber ge hend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesent li che Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit ver spricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumut bare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behand lungs - oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesund heit darstellen, sind nicht zumutbar. Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander an wendbar. Die Sanktion bei verletzter Schadenminderungs- oder Mitwirkungs pflicht hat sich an das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3 mit Hinweisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 2) zusammen ge fasst, dass mit einer mehrwöchigen stationä ren Behandlung eine Verbesserung des Gesundheitszustandes möglich sei. Ohne die Durchführung einer entsprechenden Massnahme sei eine abschlies sende Beurteilung nicht möglich. Solange diese Behandlung nicht durchgeführt werde, müsse ein Anspruch verneint werden (S. 2). 2.2 Dagegen wendet die Beschwerdeführerin (Urk. 1) im Wesentlichen ein, bei ihr liege ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor und es sei nicht gerechtfertigt, eine stationäre beziehungsweise eine teilstationäre Behandlung zu verlangen. Die Beschwerdeführerin sei ihrer Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht recht s genügend nachgekommen (S. 10). 3. 3.1 In seinem psychiatrischen Fachgutachten vom 21. Oktober 2013 (Urk. 7/14) zuhanden des Krankenversicherers der Beschwerdeführerin nannte Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagno sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8): - Mittelgradig bis schwere depressive Episode (F32.1) - Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, histrionischen und emotional instabilen Zügen (F61) - Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt er eine Benzodiazepin-Abhängigkeit (F13.25) fest (S. 8). Zur Arbeitsfähigkeit sowie zur Möglichkeit der Verbesserung postulierte Dr. Z.___, aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin derzeit sowohl in angestammter Tätigkeit im Verkauf als auch in sämtlichen Verweistä tigkeiten nicht arbeitsfähig. Die Arbeitsunfähigkeit ergebe sich aus psychomoto rischen Defiziten, Störungen der sozialen Kommunikation, Hyperarousal sowie erheblich verminderter emotionaler Belastbarkeit. Die depressive Episode der Beschwerdeführerin sollte einer leitliniengerechten psychiatrisch-psychothera peutischen Behandlung zugeführt werden, welche aktuell nur in einem stationä ren Rahmen erfolgsversprechend sei. Dabei sei vorzugsweise eine auf die Behand lung von affektiven Störungen spezialisierte Einrichtung zu wählen (S. 10). 3.2 Vom 20. Februar 2014 bis 27. März 2014 war die Beschwerdeführerin in der A.___ hospitalisiert. Dem Austrittsbericht vom 9. Mai 2014 (Urk. 7/26) können die (Haupt-) Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Stö rung, aktuell mittelgrad ig bis schwer (ICD-10 F33.1), einer chronifizierten post traumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1 ), eines chronischen generalisier ten Schmerzsyndroms (ICD-10 F45.1), eines Vitamin D-Mangels E rstdiagnose Februar 2014 (ICD-10 E55), einer gemischten Hyperlipidämie Erstdiagnose Februar 2014 (ICD10 E78.2) sowie eines Unterschenkelödems beidseits Erstdiag nose Februar 2014 (ICD-10 R60) entnommen werden (S. 1). Im Weiteren wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin vom stationären Aufenthalt habe profitieren können. Sie berichte zwar über eine Zunahme der Schmerzen, welche aber im Zusammenhang der vermehrten körperlichen Aktivi tät gesehen werde. Affektiv sei die Beschwerdeführerin deutlich aufgehellter erlebt worden, sie habe sich flüssiger bewegt und sei insgesamt viel aktiver gewesen. Die dissoziativen Bewusstseinsausfälle hätten sich gegen Austritt [hin] vermindert. Sie habe in gebessertem psychophysischem Zustand entlassen wer den können (S. 3 f.). 3.3 3. 3.1 Die für das Y.___ -Gutachten vom 12. Februar 2015 (Urk. 7/49) verantwortlich zeichnenden Ärzte Dr. med. B.___, Fachärztin für Innere Medizin FMH, Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie, Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, sowie Dr. med. E.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit, S. 9): - Kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61) - Rezidivierende depressive Störung, mittelgradige depressive Episode (F33.1) - Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) nann ten sie (S. 9): - Cervicobrachialgie beidseits bei Fehlhaltung und Verspannung der Cervical muskulatur - Lumboischialgie rechtsbetont bei Spondylarthrose und Diskusprotrusion L5 - Benzodiazepin- und Nikotinabhängigkeit - Senk-/Spreizfuss beidseits - Clavus PIP D IV rechts und PIP D IV und D II linker Fuss - Epicondylitis radialis beidseits - Bursitis trochanterica rechts - Status nach Vitamin D-Mangel 3. 3.2 Summierend gelangten die Experten zum Schluss, dass aktuell vor allem auf psychiatrischem Fachgebiet deutliche Funktionseinschränkungen bestünden. Das Aktivitäts- und Funktionsniveau der Beschwerdeführerin sei durch die psychi schen Beeinträchtigungen erheblich gestört. Aus psychiatrischer Si ch t sei gegen wärtig weder die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkäuferin noch eine andere leidensadaptierte Tätigkeit mit ausreichender Regelmässigkeit möglich. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsfähigkeit (S. 9 f. ). Die diagnostischen Algorithmen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) hingegen seien nicht erfüllt. Die eingehende psychiatrische Exploration der Beschwerdeführerin habe das Bild einer PTBS entsprechend de n Kriterien des ICD-10 beziehungsweise des DSM-IV/DSM-V nicht erhärten können (S. 7). Die Beschwerdeführerin sei zudem internistisch und orthopädisch b egutachtet worden. Aus internistischer Sicht sei die Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig. Irgendwelche L eiden die zu einer Einschränkung führen könnten, seien nicht fest stellbar. Orthopädisch -traumatologisch werde unter der Voraussetzung, dass das Tragen von Lasten über 10 kg künftig vermieden werden könne, volle Arbeits fä higkeit attestiert. Eine Eingliederung mit reduziertem Pensum (50%iger Arbeits umfang für die Dauer von 4 Wochen) sei aus orthopädischer Sicht empfehlens wert. Zusammenfassend gel a ng t en d ie Gutachter daher zu der Einschätzung, dass die Versicherte gegenwärtig in der bisherige n Tätigkeit nicht arbeitsfähig sei. Auch leidensadaptierte Tätigkeiten könne die Versicherte gegenwärtig nicht mit aus reichender Regelmässigkeit ausüben, sodass eine Arbeitsfähigkeit von 0 % resul tiere (S. 10). 3. 3. 3 Zum retrospektiven Verlauf und zur Prognose im polydis ziplinären Konsens notierten sie, seit März 2013 sei eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 % begründet, zu diesem Zeitpunkt habe die Persönlichkeitsstörung vollends dekompensiert und die Depression das beschriebene Ausmass erreicht. Die Prognose sei zweifelhaft, bei Remission der Depression sei allerdings medizin isch -theoretisch eine Arbeits fähigkeit in der Grössenordnung von 50 % erreichbar. Ein langwieriger Thera pieprozess sei aber bereits jetzt prognostiziert, so dass eine Neu-Evaluation nicht vor Ablauf von 12 – 18 Monaten sinnvoll erscheine. Hinsichtlich der Medika tions -Compli a nce sollte durch die behandelnde n Ärzte Aufklärungsarbeit bei der Beschwerdefüh r erin geleistet werden. Nur die kontinuierliche regelmässige Ein nahme eines Antidepressivums könne Wirkung zeigen (S. 11). 3.4 Die Beschwerdegegnerin gelan gte am 28. Juli 2015 (Urk. 7/82/ Feststellungsblatt für den Beschluss ) in Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss, aus medizi nischer Sich t sei noch nicht das Mögliche veranlasst worden. Es sei daher eine medizinische Massnahme beziehungsweise eine Schadenminderungspflicht mit folgenden Angaben aufzuerlegen: M ehrwöchige stationäre Behandlung und eine anschliessende tagesklinische Behandlung (S. 7). In seiner Stellungnahme vom 28. September 201 7 (Urk. 7/106) bestätigte Dipl. med. F.___, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe rapie, ze rtifizierter medizinischer Gutachter SIM, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin diese Einschätzung und präzisierte, die bis herige Therapie sei von der Beschwerdeführerin nicht immer mit der notwendigen Therapieadhärenz in Anspruch genommen worden. Die psychopharmakologische Behandlung sei konsequent durchzuführen und die Neu einstellung im Rahmen einer erneuten stationären psychiatrischen Behandlung durchzuführen. Diese sollte mindestens 6-8 Wochen dauern. In Anbetracht der Schwere der Erkrankung sei nicht nachvollziehbar, warum dies nicht im stationären Rahmen erfolgen solle. Die ambulante Behandlung sei bisher nicht erfolgreich gewesen, so dass gegebenenfalls ein Therapeutenwechsel zu einer Therapeutin in Erwägung gezo gen werden sollte. Nach der stationären Behandlung soll t e eine mehrmonatige teilstationäre Behandlung erfolgen. Durch die se Massnahmen sei ein Erreichen einer Eingliederungsfähigkeit möglich, dies soll t e in sechs Monaten geprüft wer den (S. 1 f.). 3.5 Mit Schreiben vom 20. März 2018 (Urk. 3/6) zuhanden de s Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin nahm der behandelnde Psychiater Dr. med. G.___, Fach arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zur leistungsablehnenden Verfügung vom 15. Februar 2018 Stellung. Seiner Einschätzung nach handle es sich nach wie vor um eine chronifizierte schwerste Depression, eine chronisch somatoforme Schmerzstörung und eine ausgeprägte Angststörung. Die Beschwerdeführerin sei nach verschiedentlichen psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Behandlungsansätzen als austherapiert anzusehen. Von einer Nichtcompliance oder Nichteinnahme der verordneten Medikation könne keine Rede sein, diese werde per Schieber durch die Familienmitglieder kontrolliert. Die Beschwerde führerin sei im Vorstellungsgespräch der H.___ von Seiten der Klinik abgelehnt worden ob der Schwere ihrer Erkrankung und hierfür nicht vor handener entsprechender Behandlungssettings. Ein Bericht des Aufnahmege sprächs sei nicht erfolgt. Von der Nichterfüllung der Auflagen von Seiten der Beschwerdeführerin könne somit keine Rede sein. Er lege sich im Verlauf nun psychiatrischerseits soweit fest, dass die zwangsweise geforderte Auflage einer stationären Behandlung im konkreten Fall nicht zum Nutzen, sondern zum Scha den der Beschwerdeführerin sein dürfte (S. 1). 4. 4.1 Vorwegzuschicken ist, dass sich das Y.___ -Gutachten als für die strittigen Belange umfassend erweist und auf den notwendigen Untersuchungen in psychi atrischer, orthopädischer/traumatologischer sowie internistischer Hins icht basiert. Die Gutachter setzten sich ausführlich mit den von der Beschwerde führerin geklagten Beschwerden auseinander, erstellten ihre Beurteilung in Kenntnis der wesentlichen Vorakten – wobei sie insbesondere in der Darlegung der Anamnese ausführlich Bezug darauf nahmen – und die daraus unter Nennung der medizinischen Zusammenhänge gezogenen Schlussfolgerungen leuchten ein. Namentlich legten sie dar, dass aus psychiatrischer Sicht eine kombinierte Per sönlichkeitsstörung, eine rezidivierende depressive Störung mit einer mittelgra digen Episode sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnosti zieren sind, wobei insbesondere die Schwere der ersten beiden Diagnosen dazu führt, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage ist, die durch die verän derte Schmerzwahrnehmung und – verarbeitung resultierende Hemmung gegen über einer Arbeitsleistung zu überwinden (Urk. 7/49 S. 22). Im Weiter e n zeigten sie anhand der somatisch weitgehend unauffälligen Befunde eine diesbezüglich bloss geringfügige Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin ohne wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf. Die Experten gelangten sodann zum ausführlich begründeten und für das Gericht nachvollziehbaren Schluss, dass die Beschwerdeführerin vornehmlich infolge ihres psychiatrischen Geschehens in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist. Das Gutachten entspricht damit den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage ( E. 1.4 hiervor). 4.2 Die Beweiskraft des Y.___ -Gutachtens ist – soweit ersichtlich – denn auch unstreitig. Zu prüfen ist daher nachfolgend, ob die Beschwerdegegnerin in Anbetracht der gesamten Umstände im Rahmen der Sch a denminderungs- und Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin (E. 1.3 hiervor) rechtmässig auf de r Durchführung einer stationären Massnahme beharren durfte. 5. 5.1 Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/54), 16. September 2016 (Urk. 7/65) sowie mit der massgebenden Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 7/108) auf erlegte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die Pflicht, sich einer stationären Behandlung zu unterziehen. Die Beschwerdegegnerin begründete die von ihr auferlegte Massnahme damit, dass zurzeit nicht beurteilt werden könne, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit bleibend sei oder zumindest längere Zeit andauere. Sie erwarte mit einer stationären psychiatrischen Behandlung eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person jederzeit gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (E. 1.3 hiervor). Diesbezüglich gelangten die Experten im zu R echt nicht bemängelten Y.___ -Gutachten zum Schluss, medizin isch -theoretisch lasse sich bei Remission der Depression eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 % erreichen (E. 3.3.3 hiervor). Sodann ist zu berücksichtigen, dass sich die Beschwerdeführerin seit Februar 2013 in ambulan ter psychiatrischer Behandlung bei zuletzt einer Gesprächstherapie alle vier Wochen befindet (Urk. 7/61 S. 1 f.), wobei sich aus den bekannten Akten – wie die Beschwerdeführerin selber bekennt (vgl. Urk. 1 Rz 29, 32) – gleichwohl keine Verbesserung des Gesundheitszustandes ersehen lässt. In Anbetracht des fach ärztlich einwandfrei ausgewiesenen Verbesserungspotenzials sowie der bisher erfolglosen überwiegend ambulanten Therapie, ist die Schlussfolgerung des RAD über die Notwendigkeit einer Behandlungsintensivierung nicht von der Hand zu weisen. Zudem legte die Beschwerdeführerin weder dar, dass ein alternatives erfolgversprechendes Behandlungsangebot in Frage kommt, noch ist mit Blick auf die medizinische Aktenlage ein solches erkennbar. Die Empfehlung des RAD zur Durchführung einer stationären Behandlung ist in diesem Sinne nachvoll ziehbar. Daran vermag auch der Hinweis der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 12 f. ) auf die bereits erfolgte Hospitalisierung (E. 3.2 hiervor) nichts zu ändern. Zwar erkannten sämtliche mit der Beschwerdeführerin befassten Ärzte übereinstimmend keine fortwährende Verbesserung und Stabilisierung des Gesundheitszustandes (v gl. Urk. 3/6, Urk. 7/49 S. 22, Urk. 7/55). Dennoch lässt sich daraus nich t auf eine zwangsläufige Erfolg losigkeit einer weiteren stationären Behandlung schliessen. Einerseits erfolgte die damalige Hospitalisierung von Februar bis März 2014, weshalb ein solcher Schluss bereits infolge des zeitlichen Geschehens ohne einlässliche Begründung unzulässig erscheint. Andererseits gingen die Gutachter des Y.___ vielmehr gerade in Kenntnis sämtlicher Vorakten weiterhin von ei nem Verbesserungspotenzial aus. Überdies führte auch bereits die erste stationäre The rapie grundsätzlich – wenn auch nur kurzfristig – zu einem gebesserten psycho physischen Zustand der Beschwerdeführerin (E. 3.2 hiervor). Auch ist darauf hinzuweisen, dass die Medikations-Compliance der Beschwerde führerin, deren Verbesserung für eine erfolgreiche Therapie von den Gutachtern als zwingend erachtet wird, entgegen der Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 14) offen bar unzureichend ist. Namentlich stützt sich Dr. G.___ ausschliesslich auf die Aussagen der Familienmitglieder der Beschwerdeführerin, wohingegen die gutachterlich veranlassten Laborunter suchungen (Urk. 7/49 S. 21) Compliance-Probleme zweifelsfrei nachweisen. Ferner kann aus den weiteren Akten keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ersehen werden, womit weiterhin von einer ungenügenden Compliance auszugehen ist. Daher überzeugt die Einschätzung des RAD betref fend die Notwendigkeit einer stationären Behandlung auch in diesem Zusammen hang. Schliesslich erfolgten die Ausführungen des RAD im Rahmen seines Aufgaben bereiches, indem die vorhandenen Befunde aus somatischer und psychiatrischer Sicht fachärztlich gewürdigt wurden. Mithin ging es nur um die fachärztliche Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhaltes, namentlich um die Würdigung eines unbestrittenen polydisziplinären Gutachtens. Eine direkte ärzt liche Befassung mit der Beschwerdeführerin rückte demnach in den Hintergrund und die Beschwerdegegnerin war ohne Weiteres befugt, auf die Empfehlung des RAD abzustellen. Eine Pflicht des RAD zur selbstständigen Befunderhebung, wie dies die Beschwerdeführerin vorbringt, besteht vorliegend nicht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1, mit Hinwei sen ). 5.2 Soweit di e Beschwerdeführerin einwendet, das Erreichen einer Arbeitsfähigkeit sei von vornherein ausgeschlossen und darüber hinaus bewirke eine Hospitalisa tion lediglich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes (Urk. 1 S. 12 f.), kritisiert sie die Zumutbarkeit der von der Beschwerdegegnerin geforderten Mass nahme. Hinsichtlich dessen ist eingangs darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 7a IVG der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme gilt, die der Ein gliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich dient. Damit liegt die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG bei der versicherten P erson (Urteil des Bundesgericht s 8C_741/201 8 vom 22. Mai 2019 E. 3.3, mit Hinweisen). Demnach hätte es der Beschwerdeführerin oblegen, darzutun, inwiefern ihr die Teilnahme an einer stationären Therapie mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zuzumuten ist. H ierzu ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin anfänglich bereit war, sich in eine stationäre Behandlung zu begeben. Auch die erste stationäre Therapie in der A.___ (E. 3.2 hiervor) nahm die Beschwerdeführerin – soweit ersichtlich – ohne weitere Einwände auf sich. Stichhaltige Gründe, inwiefern eine solche Therapie nun nicht mehr zumutbar sein soll, bringt sie indes nicht vor. Insbesondere der Verweis der Beschwerdeführerin auf die im Beschwerdever fahren aufgelegte Beurteilung des behandelnden Psychiaters (E. 3.5 hiervor) ist unbehelflich. So erfolgte diese erst im Nachgang zur leistungsablehnenden Ver fügung und im offenen Widerspruch – ohne weitergehende Begründung – zum Verwaltungsverfahren, währenddessen der g l eiche behandelnde Psychiater eine stationäre Behandlung für dringend indiziert hielt (Urk. 7/60, Urk. 7/72). Eben falls unsubstantiiert bl ie ben die übrigen Ausführungen von Dr. G.___. Während ein Vergleich der die Arbeitsfähigkeit beschlagenden Diagnosen und Befunde (E. 3 hiervor) seit dem psychiatrischen Gutachten von Dr. Z.___ (E. 3.1) im Wesentlichen stets unveränderte Verhältnisse aufzeigt, setzte sich Dr. G.___ weder mit der gutachterlichen Einschätzung betreffend das Ver besserungspotenzial auseinander, noch legte er objektivierbare Pathologien zur Erklärung der – trotz beständiger Diagnosestellung – n eu postulierten Unzumut barkeit e iner stationären Behandlung dar. Auch eine Auseinandersetzung mit den Vorakten und dem Verlauf lässt sich fraglicher Stellungnahme nicht entnehmen. Darüber hinaus ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 mit Hinweis). Im Sinne vorstehender Ausführungen ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass eine stationäre Therapie keinen starken Eingriff in die persönliche Integrität der Beschwerdeführerin darstellt und im Gegensatz zum beispielsweise eine m opera tiven Eingriff inhärenten Risiko unbedenklich ist. Sodann sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruch nahme der Invalidenversicherung infrage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (vgl. Mosimann, Schadenminderungs- und M itwirkungspflichten nach der 5. IV - Revision, SZS 2018 S. 725 f.). F ür die Beschwerdeführerin besteht die Möglichkeit, ihre Arbeits fähigkeit von 0 % ohne nennenswerte Gefahr auf voraussichtlich 50 % zu erhöhen, womit folglich die Zumutbarkeit einer stationären Behandlung grund sätzlich zu bejahen ist. Anzumerken bleibt, dass die Beschwerdeführerin auch aus dem Umstand, dass ihre Aufnahme in die H.___ scheiterte (vgl. dazu Urk. 7/81 und 82 S. 9), nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag. Denn die Obliegenheit der Schadenminderung richtet sich unmittelbar an die Versicherte selbst ( vgl. statt vieler: Ur teil des Bundesgerichts 9C_686/2009 vom 22. Dezember 2009 E. 3 in fine ). Es wäre folglich an der Beschwerdeführerin gewesen, aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare zur Verbesserung ihrer Erwerbsfähigkeit beizutragen und namentlich eine andere geeignete Einrichtung zur stationären Behandlung aus findig zu machen. 5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass seitens der Beschwerdeführerin bei adä quater Therapie medizin isch -theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von voraussicht lich 50 % und damit eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erreicht werden kann. Das bisherige Therapie-Regime zeitigte keine Wirkung und eine stationäre Therapie ist zumutbar. Die Beschwerdeführerin kam der Aufforderung der Beschwerdegegnerin zur Durchführung einer entsprechenden Massnahme bis her nicht nach. 6. 6.1 Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin der ihr zumutbaren Schadenmin derungspflicht nicht nachgekommen ist. Die Beschwerdegegnerin hat sodann das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt (Schreiben vom 2 6. Juli 2015 [ Urk. 7/54], 1 1. Dezember 2015 [ Urk. 7/56] und 1 6. September 2016 [ Urk. 7/65]). 6.2 Wie bereits ausgeführt (oben E. 5.2) sind d ie Anforderungen an die Schadenmin derungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG streng, wo eine erhöhte Inan spruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Ver zicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst resp ektive perpetuiert. Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminde rungspflicht und Ausdruck des Prinzips "Eingliederung statt Rente" der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient. Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt somit bei der versicherten Per son. Nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip müssen das Mass der Sanktion (Leistungskürzung oder -verweigerung) und der voraussichtliche Eingliederungs erfolg (Verbesserung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit) einander entsprechen. Die versicherte Person ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schaden minderungspflicht wahrgenommen hätte. Für die Frage nach dem mutmasslichen Eingliederungserfolg bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine je nach den Umständen zu konkretisierende - gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, erfolg reich gewesen wäre ( Urteil des Bundesgerichts 9C_155/2019 vom 2 4. Juni 2019 E. 2.2.2 ). 6.3 Hätte die Beschwerdeführerin die Therapie zeitgerecht aufgenommen (im Nach gang zur Aufforderung vom 2 6. Juli 2015, Urk. 7/54), so wäre die Erreichung einer Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 50 % allenfalls möglich gewesen. Hiervon ging denn auch Dr. Z.___ aus (Urk. 7/14/12). Wann dies der Fall gewesen wäre, lässt sich den medizinischen Akten nicht entnehmen. Die Y.___ -Gutachter gingen von einem langwierigen Therapieprozess aus und empfahlen eine Neu-Evaluation in 12 bis 18 Monaten; allerdings verwies Dr. C.___ auch auf die wenig erkennbare Veränderungsmo tivation ( Urk. 7/49/23), was einer Verletzung der Schadenminderungspflicht gleichkommt, für welche nicht die Beschwerdegegnerin einzustehen hat. Bei dieser Ausgan g slage hat die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosig keit (betreffend den Zeitpunkt der anzunehmenden Verbesserung) zu tragen, da diese durch sie verschuldet ist. Angesichts der erforderlichen stationären Behand lung zur Verbesserung der Symptomatik und der Erlangung der 50%igen Arbeits fähigkeit ist indes davon auszugehen, dass diese frühestens nach einem Monat eingetreten wäre (minimale stationäre Therapiedauer), bei sofortiger Umsetzung der Vorgaben der Beschwerdegegnerin vom 2 6. Juli 2015 mithin per September 201 5. 6.4 Angesichts der Attestierung einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit ab März 2013 (E. 3.3.3) und der Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin im September 2013 steht ein Rentenanspruch ab 1. März 2014 im Raum, ausgehend von einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit bis Ende August 2015 und hernach von einer 50%igen. Die rechtliche Relevanz der psychischen Einschränkungen (zu erheben mittels eines strukturierten Beweisverfahren gemäss BGE 143 V 409 und 141 V 281 ) wurde bislang ebenso wenig thematisiert wie der Einkommensver gleich. Demgemäss ist die angefochtene Verfügung aufzu heb en und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Relevanz der psychischen Pathologie prüfe, je nach Ergebnis einen Einkommensvergleich durchführe und über den Rentenanspruch der Beschwerde führerin neu entscheide. 7. 7.1 Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 800.-- fest zusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). De r Beschwerdeführer in steht ausgang sgemäss eine Prozessent schädigung zu. Diese ist – nach Einsicht in die Kostennote vom 26. Juni 2018 (Urk. 9 ) und unter Hinweis, dass ein Aufwand von knapp elf Stunden für das Ausarbeiten der 16-seitigen Beschwerdeschrift (enthaltend eine fünfseitige Begründung) als überhöht erscheint – auf Fr. 2‘400.-- (inkl. Bar auslagen und MWSt ) festzusetzen. 7. 3 Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung unter Bestellung einer unent gelt lichen Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) erweist sich damit als gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 5. Februar 2018 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie sen wird, damit diese, nach erfolgte n Ergänzungen i m Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführer in neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, de r Beschwerdeführer in eine Prozessent schädigung von Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubFrischknecht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00339 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Gerichtsschreiber Frischknecht Urteil vom 1 3. August 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler Dufourstrasse 140, 8008 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Di e 1964 geborene X.___ meldete sich am 23. September 2013 (Urk. 7/3) unter Hinweis auf psychische Probleme und eine Fibromyalgie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Sie war zuletzt als Verkäuferin tätig (Urk. 7/53). Die Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons Zürich, IV Stelle, tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und veranlasste ins besondere eine polydisziplinäre Begutachtung beim Y.___ ( Gutachten vom 12. Februar 2015; Urk. 7/49). Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/54) leitete die IV-Stelle ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren ein. In der Folge wie s sie das Leistungsbegehren nach durch geführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/83) mi t Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 2) ab. 2. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 12. April 2018 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung der SVA vom 28. Februar 2018 (richtig: 15. Februar 2018) betreffend Abweisung einer Rente der Invaliden versi cherung aufzuheben (1.), ihr sei eine Rente der Invaliden versicherung zuzuspre chen (2.), es sei festzustellen, dass die ihr mit Schreiben der SVA vom 15. Februar 2018 auferlegte Pflicht zur Durchführung einer stationären psychiatri schen Behandlung von sechs bis acht Wochen und anschliessender mehrmonatiger teilstationärer Behandlung mit Neueinstellung der psychophar makologischen Behandlung zu Unrecht erfolgt und nicht gerechtfertigt sei (3.), ihr sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (4.), Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Stadler sei ihr als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen (5.) und ihr sei eine Prozessentschädigung zuzusprechen (6.). Die IV-Stelle schloss am 22. Mai 2018 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 30. Mai 2018 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsscha den mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Auf bietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbs einkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 E. 5, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1 8. November 2015 E. 5.4). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unter nehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG ) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorüber ge hend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesent li che Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit ver spricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumut bare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behand lungs - oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesund heit darstellen, sind nicht zumutbar. Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander an wendbar. Die Sanktion bei verletzter Schadenminderungs- oder Mitwirkungs pflicht hat sich an das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3 mit Hinweisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 2) zusammen ge fasst, dass mit einer mehrwöchigen stationä ren Behandlung eine Verbesserung des Gesundheitszustandes möglich sei. Ohne die Durchführung einer entsprechenden Massnahme sei eine abschlies sende Beurteilung nicht möglich. Solange diese Behandlung nicht durchgeführt werde, müsse ein Anspruch verneint werden (S. 2). 2.2 Dagegen wendet die Beschwerdeführerin (Urk. 1) im Wesentlichen ein, bei ihr liege ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor und es sei nicht gerechtfertigt, eine stationäre beziehungsweise eine teilstationäre Behandlung zu verlangen. Die Beschwerdeführerin sei ihrer Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht recht s genügend nachgekommen (S. 10). 3. 3.1 In seinem psychiatrischen Fachgutachten vom 21. Oktober 2013 (Urk. 7/14) zuhanden des Krankenversicherers der Beschwerdeführerin nannte Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagno sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8): - Mittelgradig bis schwere depressive Episode (F32.1) - Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, histrionischen und emotional instabilen Zügen (F61) - Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt er eine Benzodiazepin-Abhängigkeit (F13.25) fest (S. 8). Zur Arbeitsfähigkeit sowie zur Möglichkeit der Verbesserung postulierte Dr. Z.___, aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin derzeit sowohl in angestammter Tätigkeit im Verkauf als auch in sämtlichen Verweistä tigkeiten nicht arbeitsfähig. Die Arbeitsunfähigkeit ergebe sich aus psychomoto rischen Defiziten, Störungen der sozialen Kommunikation, Hyperarousal sowie erheblich verminderter emotionaler Belastbarkeit. Die depressive Episode der Beschwerdeführerin sollte einer leitliniengerechten psychiatrisch-psychothera peutischen Behandlung zugeführt werden, welche aktuell nur in einem stationä ren Rahmen erfolgsversprechend sei. Dabei sei vorzugsweise eine auf die Behand lung von affektiven Störungen spezialisierte Einrichtung zu wählen (S. 10). 3.2 Vom 20. Februar 2014 bis 27. März 2014 war die Beschwerdeführerin in der A.___ hospitalisiert. Dem Austrittsbericht vom 9. Mai 2014 (Urk. 7/26) können die (Haupt-) Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Stö rung, aktuell mittelgrad ig bis schwer (ICD-10 F33.1), einer chronifizierten post traumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1 ), eines chronischen generalisier ten Schmerzsyndroms (ICD-10 F45.1), eines Vitamin D-Mangels E rstdiagnose Februar 2014 (ICD-10 E55), einer gemischten Hyperlipidämie Erstdiagnose Februar 2014 (ICD10 E78.2) sowie eines Unterschenkelödems beidseits Erstdiag nose Februar 2014 (ICD-10 R60) entnommen werden (S. 1). Im Weiteren wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin vom stationären Aufenthalt habe profitieren können. Sie berichte zwar über eine Zunahme der Schmerzen, welche aber im Zusammenhang der vermehrten körperlichen Aktivi tät gesehen werde. Affektiv sei die Beschwerdeführerin deutlich aufgehellter erlebt worden, sie habe sich flüssiger bewegt und sei insgesamt viel aktiver gewesen. Die dissoziativen Bewusstseinsausfälle hätten sich gegen Austritt [hin] vermindert. Sie habe in gebessertem psychophysischem Zustand entlassen wer den können (S. 3 f.). 3.3 3. 3.1 Die für das Y.___ -Gutachten vom 12. Februar 2015 (Urk. 7/49) verantwortlich zeichnenden Ärzte Dr. med. B.___, Fachärztin für Innere Medizin FMH, Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie, Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, sowie Dr. med. E.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit, S. 9): - Kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61) - Rezidivierende depressive Störung, mittelgradige depressive Episode (F33.1) - Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) nann ten sie (S. 9): - Cervicobrachialgie beidseits bei Fehlhaltung und Verspannung der Cervical muskulatur - Lumboischialgie rechtsbetont bei Spondylarthrose und Diskusprotrusion L5 - Benzodiazepin- und Nikotinabhängigkeit - Senk-/Spreizfuss beidseits - Clavus PIP D IV rechts und PIP D IV und D II linker Fuss - Epicondylitis radialis beidseits - Bursitis trochanterica rechts - Status nach Vitamin D-Mangel 3. 3.2 Summierend gelangten die Experten zum Schluss, dass aktuell vor allem auf psychiatrischem Fachgebiet deutliche Funktionseinschränkungen bestünden. Das Aktivitäts- und Funktionsniveau der Beschwerdeführerin sei durch die psychi schen Beeinträchtigungen erheblich gestört. Aus psychiatrischer Si ch t sei gegen wärtig weder die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkäuferin noch eine andere leidensadaptierte Tätigkeit mit ausreichender Regelmässigkeit möglich. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsfähigkeit (S. 9 f. ). Die diagnostischen Algorithmen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) hingegen seien nicht erfüllt. Die eingehende psychiatrische Exploration der Beschwerdeführerin habe das Bild einer PTBS entsprechend de n Kriterien des ICD-10 beziehungsweise des DSM-IV/DSM-V nicht erhärten können (S. 7). Die Beschwerdeführerin sei zudem internistisch und orthopädisch b egutachtet worden. Aus internistischer Sicht sei die Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig. Irgendwelche L eiden die zu einer Einschränkung führen könnten, seien nicht fest stellbar. Orthopädisch -traumatologisch werde unter der Voraussetzung, dass das Tragen von Lasten über 10 kg künftig vermieden werden könne, volle Arbeits fä higkeit attestiert. Eine Eingliederung mit reduziertem Pensum (50%iger Arbeits umfang für die Dauer von 4 Wochen) sei aus orthopädischer Sicht empfehlens wert. Zusammenfassend gel a ng t en d ie Gutachter daher zu der Einschätzung, dass die Versicherte gegenwärtig in der bisherige n Tätigkeit nicht arbeitsfähig sei. Auch leidensadaptierte Tätigkeiten könne die Versicherte gegenwärtig nicht mit aus reichender Regelmässigkeit ausüben, sodass eine Arbeitsfähigkeit von 0 % resul tiere (S. 10). 3. 3. 3 Zum retrospektiven Verlauf und zur Prognose im polydis ziplinären Konsens notierten sie, seit März 2013 sei eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 % begründet, zu diesem Zeitpunkt habe die Persönlichkeitsstörung vollends dekompensiert und die Depression das beschriebene Ausmass erreicht. Die Prognose sei zweifelhaft, bei Remission der Depression sei allerdings medizin isch -theoretisch eine Arbeits fähigkeit in der Grössenordnung von 50 % erreichbar. Ein langwieriger Thera pieprozess sei aber bereits jetzt prognostiziert, so dass eine Neu-Evaluation nicht vor Ablauf von 12 – 18 Monaten sinnvoll erscheine. Hinsichtlich der Medika tions -Compli a nce sollte durch die behandelnde n Ärzte Aufklärungsarbeit bei der Beschwerdefüh r erin geleistet werden. Nur die kontinuierliche regelmässige Ein nahme eines Antidepressivums könne Wirkung zeigen (S. 11). 3.4 Die Beschwerdegegnerin gelan gte am 28. Juli 2015 (Urk. 7/82/ Feststellungsblatt für den Beschluss ) in Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss, aus medizi nischer Sich t sei noch nicht das Mögliche veranlasst worden. Es sei daher eine medizinische Massnahme beziehungsweise eine Schadenminderungspflicht mit folgenden Angaben aufzuerlegen: M ehrwöchige stationäre Behandlung und eine anschliessende tagesklinische Behandlung (S. 7). In seiner Stellungnahme vom 28. September 201 7 (Urk. 7/106) bestätigte Dipl. med. F.___, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe rapie, ze rtifizierter medizinischer Gutachter SIM, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin diese Einschätzung und präzisierte, die bis herige Therapie sei von der Beschwerdeführerin nicht immer mit der notwendigen Therapieadhärenz in Anspruch genommen worden. Die psychopharmakologische Behandlung sei konsequent durchzuführen und die Neu einstellung im Rahmen einer erneuten stationären psychiatrischen Behandlung durchzuführen. Diese sollte mindestens 6-8 Wochen dauern. In Anbetracht der Schwere der Erkrankung sei nicht nachvollziehbar, warum dies nicht im stationären Rahmen erfolgen solle. Die ambulante Behandlung sei bisher nicht erfolgreich gewesen, so dass gegebenenfalls ein Therapeutenwechsel zu einer Therapeutin in Erwägung gezo gen werden sollte. Nach der stationären Behandlung soll t e eine mehrmonatige teilstationäre Behandlung erfolgen. Durch die se Massnahmen sei ein Erreichen einer Eingliederungsfähigkeit möglich, dies soll t e in sechs Monaten geprüft wer den (S. 1 f.). 3.5 Mit Schreiben vom 20. März 2018 (Urk. 3/6) zuhanden de s Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin nahm der behandelnde Psychiater Dr. med. G.___, Fach arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zur leistungsablehnenden Verfügung vom 15. Februar 2018 Stellung. Seiner Einschätzung nach handle es sich nach wie vor um eine chronifizierte schwerste Depression, eine chronisch somatoforme Schmerzstörung und eine ausgeprägte Angststörung. Die Beschwerdeführerin sei nach verschiedentlichen psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Behandlungsansätzen als austherapiert anzusehen. Von einer Nichtcompliance oder Nichteinnahme der verordneten Medikation könne keine Rede sein, diese werde per Schieber durch die Familienmitglieder kontrolliert. Die Beschwerde führerin sei im Vorstellungsgespräch der H.___ von Seiten der Klinik abgelehnt worden ob der Schwere ihrer Erkrankung und hierfür nicht vor handener entsprechender Behandlungssettings. Ein Bericht des Aufnahmege sprächs sei nicht erfolgt. Von der Nichterfüllung der Auflagen von Seiten der Beschwerdeführerin könne somit keine Rede sein. Er lege sich im Verlauf nun psychiatrischerseits soweit fest, dass die zwangsweise geforderte Auflage einer stationären Behandlung im konkreten Fall nicht zum Nutzen, sondern zum Scha den der Beschwerdeführerin sein dürfte (S. 1). 4. 4.1 Vorwegzuschicken ist, dass sich das Y.___ -Gutachten als für die strittigen Belange umfassend erweist und auf den notwendigen Untersuchungen in psychi atrischer, orthopädischer/traumatologischer sowie internistischer Hins icht basiert. Die Gutachter setzten sich ausführlich mit den von der Beschwerde führerin geklagten Beschwerden auseinander, erstellten ihre Beurteilung in Kenntnis der wesentlichen Vorakten – wobei sie insbesondere in der Darlegung der Anamnese ausführlich Bezug darauf nahmen – und die daraus unter Nennung der medizinischen Zusammenhänge gezogenen Schlussfolgerungen leuchten ein. Namentlich legten sie dar, dass aus psychiatrischer Sicht eine kombinierte Per sönlichkeitsstörung, eine rezidivierende depressive Störung mit einer mittelgra digen Episode sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnosti zieren sind, wobei insbesondere die Schwere der ersten beiden Diagnosen dazu führt, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage ist, die durch die verän derte Schmerzwahrnehmung und – verarbeitung resultierende Hemmung gegen über einer Arbeitsleistung zu überwinden (Urk. 7/49 S. 22). Im Weiter e n zeigten sie anhand der somatisch weitgehend unauffälligen Befunde eine diesbezüglich bloss geringfügige Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin ohne wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf. Die Experten gelangten sodann zum ausführlich begründeten und für das Gericht nachvollziehbaren Schluss, dass die Beschwerdeführerin vornehmlich infolge ihres psychiatrischen Geschehens in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist. Das Gutachten entspricht damit den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage ( E. 1.4 hiervor). 4.2 Die Beweiskraft des Y.___ -Gutachtens ist – soweit ersichtlich – denn auch unstreitig. Zu prüfen ist daher nachfolgend, ob die Beschwerdegegnerin in Anbetracht der gesamten Umstände im Rahmen der Sch a denminderungs- und Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin (E. 1.3 hiervor) rechtmässig auf de r Durchführung einer stationären Massnahme beharren durfte. 5. 5.1 Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/54), 16. September 2016 (Urk. 7/65) sowie mit der massgebenden Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 7/108) auf erlegte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die Pflicht, sich einer stationären Behandlung zu unterziehen. Die Beschwerdegegnerin begründete die von ihr auferlegte Massnahme damit, dass zurzeit nicht beurteilt werden könne, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit bleibend sei oder zumindest längere Zeit andauere. Sie erwarte mit einer stationären psychiatrischen Behandlung eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person jederzeit gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (E. 1.3 hiervor). Diesbezüglich gelangten die Experten im zu R echt nicht bemängelten Y.___ -Gutachten zum Schluss, medizin isch -theoretisch lasse sich bei Remission der Depression eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 % erreichen (E. 3.3.3 hiervor). Sodann ist zu berücksichtigen, dass sich die Beschwerdeführerin seit Februar 2013 in ambulan ter psychiatrischer Behandlung bei zuletzt einer Gesprächstherapie alle vier Wochen befindet (Urk. 7/61 S. 1 f.), wobei sich aus den bekannten Akten – wie die Beschwerdeführerin selber bekennt (vgl. Urk. 1 Rz 29, 32) – gleichwohl keine Verbesserung des Gesundheitszustandes ersehen lässt. In Anbetracht des fach ärztlich einwandfrei ausgewiesenen Verbesserungspotenzials sowie der bisher erfolglosen überwiegend ambulanten Therapie, ist die Schlussfolgerung des RAD über die Notwendigkeit einer Behandlungsintensivierung nicht von der Hand zu weisen. Zudem legte die Beschwerdeführerin weder dar, dass ein alternatives erfolgversprechendes Behandlungsangebot in Frage kommt, noch ist mit Blick auf die medizinische Aktenlage ein solches erkennbar. Die Empfehlung des RAD zur Durchführung einer stationären Behandlung ist in diesem Sinne nachvoll ziehbar. Daran vermag auch der Hinweis der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 12 f. ) auf die bereits erfolgte Hospitalisierung (E. 3.2 hiervor) nichts zu ändern. Zwar erkannten sämtliche mit der Beschwerdeführerin befassten Ärzte übereinstimmend keine fortwährende Verbesserung und Stabilisierung des Gesundheitszustandes (v gl. Urk. 3/6, Urk. 7/49 S. 22, Urk. 7/55). Dennoch lässt sich daraus nich t auf eine zwangsläufige Erfolg losigkeit einer weiteren stationären Behandlung schliessen. Einerseits erfolgte die damalige Hospitalisierung von Februar bis März 2014, weshalb ein solcher Schluss bereits infolge des zeitlichen Geschehens ohne einlässliche Begründung unzulässig erscheint. Andererseits gingen die Gutachter des Y.___ vielmehr gerade in Kenntnis sämtlicher Vorakten weiterhin von ei nem Verbesserungspotenzial aus. Überdies führte auch bereits die erste stationäre The rapie grundsätzlich – wenn auch nur kurzfristig – zu einem gebesserten psycho physischen Zustand der Beschwerdeführerin (E. 3.2 hiervor). Auch ist darauf hinzuweisen, dass die Medikations-Compliance der Beschwerde führerin, deren Verbesserung für eine erfolgreiche Therapie von den Gutachtern als zwingend erachtet wird, entgegen der Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 14) offen bar unzureichend ist. Namentlich stützt sich Dr. G.___ ausschliesslich auf die Aussagen der Familienmitglieder der Beschwerdeführerin, wohingegen die gutachterlich veranlassten Laborunter suchungen (Urk. 7/49 S. 21) Compliance-Probleme zweifelsfrei nachweisen. Ferner kann aus den weiteren Akten keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ersehen werden, womit weiterhin von einer ungenügenden Compliance auszugehen ist. Daher überzeugt die Einschätzung des RAD betref fend die Notwendigkeit einer stationären Behandlung auch in diesem Zusammen hang. Schliesslich erfolgten die Ausführungen des RAD im Rahmen seines Aufgaben bereiches, indem die vorhandenen Befunde aus somatischer und psychiatrischer Sicht fachärztlich gewürdigt wurden. Mithin ging es nur um die fachärztliche Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhaltes, namentlich um die Würdigung eines unbestrittenen polydisziplinären Gutachtens. Eine direkte ärzt liche Befassung mit der Beschwerdeführerin rückte demnach in den Hintergrund und die Beschwerdegegnerin war ohne Weiteres befugt, auf die Empfehlung des RAD abzustellen. Eine Pflicht des RAD zur selbstständigen Befunderhebung, wie dies die Beschwerdeführerin vorbringt, besteht vorliegend nicht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1, mit Hinwei sen ). 5.2 Soweit di e Beschwerdeführerin einwendet, das Erreichen einer Arbeitsfähigkeit sei von vornherein ausgeschlossen und darüber hinaus bewirke eine Hospitalisa tion lediglich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes (Urk. 1 S. 12 f.), kritisiert sie die Zumutbarkeit der von der Beschwerdegegnerin geforderten Mass nahme. Hinsichtlich dessen ist eingangs darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 7a IVG der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme gilt, die der Ein gliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich dient. Damit liegt die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG bei der versicherten P erson (Urteil des Bundesgericht s 8C_741/201 8 vom 22. Mai 2019 E. 3.3, mit Hinweisen). Demnach hätte es der Beschwerdeführerin oblegen, darzutun, inwiefern ihr die Teilnahme an einer stationären Therapie mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zuzumuten ist. H ierzu ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin anfänglich bereit war, sich in eine stationäre Behandlung zu begeben. Auch die erste stationäre Therapie in der A.___ (E. 3.2 hiervor) nahm die Beschwerdeführerin – soweit ersichtlich – ohne weitere Einwände auf sich. Stichhaltige Gründe, inwiefern eine solche Therapie nun nicht mehr zumutbar sein soll, bringt sie indes nicht vor. Insbesondere der Verweis der Beschwerdeführerin auf die im Beschwerdever fahren aufgelegte Beurteilung des behandelnden Psychiaters (E. 3.5 hiervor) ist unbehelflich. So erfolgte diese erst im Nachgang zur leistungsablehnenden Ver fügung und im offenen Widerspruch – ohne weitergehende Begründung – zum Verwaltungsverfahren, währenddessen der g l eiche behandelnde Psychiater eine stationäre Behandlung für dringend indiziert hielt (Urk. 7/60, Urk. 7/72). Eben falls unsubstantiiert bl ie ben die übrigen Ausführungen von Dr. G.___. Während ein Vergleich der die Arbeitsfähigkeit beschlagenden Diagnosen und Befunde (E. 3 hiervor) seit dem psychiatrischen Gutachten von Dr. Z.___ (E. 3.1) im Wesentlichen stets unveränderte Verhältnisse aufzeigt, setzte sich Dr. G.___ weder mit der gutachterlichen Einschätzung betreffend das Ver besserungspotenzial auseinander, noch legte er objektivierbare Pathologien zur Erklärung der – trotz beständiger Diagnosestellung – n eu postulierten Unzumut barkeit e iner stationären Behandlung dar. Auch eine Auseinandersetzung mit den Vorakten und dem Verlauf lässt sich fraglicher Stellungnahme nicht entnehmen. Darüber hinaus ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 mit Hinweis). Im Sinne vorstehender Ausführungen ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass eine stationäre Therapie keinen starken Eingriff in die persönliche Integrität der Beschwerdeführerin darstellt und im Gegensatz zum beispielsweise eine m opera tiven Eingriff inhärenten Risiko unbedenklich ist. Sodann sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruch nahme der Invalidenversicherung infrage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (vgl. Mosimann, Schadenminderungs- und M itwirkungspflichten nach der 5. IV - Revision, SZS 2018 S. 725 f.). F ür die Beschwerdeführerin besteht die Möglichkeit, ihre Arbeits fähigkeit von 0 % ohne nennenswerte Gefahr auf voraussichtlich 50 % zu erhöhen, womit folglich die Zumutbarkeit einer stationären Behandlung grund sätzlich zu bejahen ist. Anzumerken bleibt, dass die Beschwerdeführerin auch aus dem Umstand, dass ihre Aufnahme in die H.___ scheiterte (vgl. dazu Urk. 7/81 und 82 S. 9), nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag. Denn die Obliegenheit der Schadenminderung richtet sich unmittelbar an die Versicherte selbst ( vgl. statt vieler: Ur teil des Bundesgerichts 9C_686/2009 vom 22. Dezember 2009 E. 3 in fine ). Es wäre folglich an der Beschwerdeführerin gewesen, aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare zur Verbesserung ihrer Erwerbsfähigkeit beizutragen und namentlich eine andere geeignete Einrichtung zur stationären Behandlung aus findig zu machen. 5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass seitens der Beschwerdeführerin bei adä quater Therapie medizin isch -theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von voraussicht lich 50 % und damit eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erreicht werden kann. Das bisherige Therapie-Regime zeitigte keine Wirkung und eine stationäre Therapie ist zumutbar. Die Beschwerdeführerin kam der Aufforderung der Beschwerdegegnerin zur Durchführung einer entsprechenden Massnahme bis her nicht nach. 6. 6.1 Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin der ihr zumutbaren Schadenmin derungspflicht nicht nachgekommen ist. Die Beschwerdegegnerin hat sodann das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt (Schreiben vom 2 6. Juli 2015 [ Urk. 7/54], 1 1. Dezember 2015 [ Urk. 7/56] und 1 6. September 2016 [ Urk. 7/65]). 6.2 Wie bereits ausgeführt (oben E. 5.2) sind d ie Anforderungen an die Schadenmin derungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG streng, wo eine erhöhte Inan spruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Ver zicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst resp ektive perpetuiert. Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminde rungspflicht und Ausdruck des Prinzips "Eingliederung statt Rente" der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient. Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt somit bei der versicherten Per son. Nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip müssen das Mass der Sanktion (Leistungskürzung oder -verweigerung) und der voraussichtliche Eingliederungs erfolg (Verbesserung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit) einander entsprechen. Die versicherte Person ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schaden minderungspflicht wahrgenommen hätte. Für die Frage nach dem mutmasslichen Eingliederungserfolg bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine je nach den Umständen zu konkretisierende - gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, erfolg reich gewesen wäre ( Urteil des Bundesgerichts 9C_155/2019 vom 2 4. Juni 2019 E. 2.2.2 ). 6.3 Hätte die Beschwerdeführerin die Therapie zeitgerecht aufgenommen (im Nach gang zur Aufforderung vom 2 6. Juli 2015, Urk. 7/54), so wäre die Erreichung einer Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 50 % allenfalls möglich gewesen. Hiervon ging denn auch Dr. Z.___ aus (Urk. 7/14/12). Wann dies der Fall gewesen wäre, lässt sich den medizinischen Akten nicht entnehmen. Die Y.___ -Gutachter gingen von einem langwierigen Therapieprozess aus und empfahlen eine Neu-Evaluation in 12 bis 18 Monaten; allerdings verwies Dr. C.___ auch auf die wenig erkennbare Veränderungsmo tivation ( Urk. 7/49/23), was einer Verletzung der Schadenminderungspflicht gleichkommt, für welche nicht die Beschwerdegegnerin einzustehen hat. Bei dieser Ausgan g slage hat die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosig keit (betreffend den Zeitpunkt der anzunehmenden Verbesserung) zu tragen, da diese durch sie verschuldet ist. Angesichts der erforderlichen stationären Behand lung zur Verbesserung der Symptomatik und der Erlangung der 50%igen Arbeits fähigkeit ist indes davon auszugehen, dass diese frühestens nach einem Monat eingetreten wäre (minimale stationäre Therapiedauer), bei sofortiger Umsetzung der Vorgaben der Beschwerdegegnerin vom 2 6. Juli 2015 mithin per September 201 5. 6.4 Angesichts der Attestierung einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit ab März 2013 (E. 3.3.3) und der Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin im September 2013 steht ein Rentenanspruch ab 1. März 2014 im Raum, ausgehend von einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit bis Ende August 2015 und hernach von einer 50%igen. Die rechtliche Relevanz der psychischen Einschränkungen (zu erheben mittels eines strukturierten Beweisverfahren gemäss BGE 143 V 409 und 141 V 281 ) wurde bislang ebenso wenig thematisiert wie der Einkommensver gleich. Demgemäss ist die angefochtene Verfügung aufzu heb en und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Relevanz der psychischen Pathologie prüfe, je nach Ergebnis einen Einkommensvergleich durchführe und über den Rentenanspruch der Beschwerde führerin neu entscheide. 7. 7.1 Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 800.-- fest zusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). De r Beschwerdeführer in steht ausgang sgemäss eine Prozessent schädigung zu. Diese ist – nach Einsicht in die Kostennote vom 26. Juni 2018 (Urk. 9 ) und unter Hinweis, dass ein Aufwand von knapp elf Stunden für das Ausarbeiten der 16-seitigen Beschwerdeschrift (enthaltend eine fünfseitige Begründung) als überhöht erscheint – auf Fr. 2‘400.-- (inkl. Bar auslagen und MWSt ) festzusetzen. 7. 3 Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung unter Bestellung einer unent gelt lichen Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) erweist sich damit als gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 5. Februar 2018 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie sen wird, damit diese, nach erfolgte n Ergänzungen i m Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführer in neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, de r Beschwerdeführer in eine Prozessent schädigung von Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber GräubFrischknecht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2018.00339 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Gerichtsschreiber Frischknecht Urteil vom 1 3. August 2019

IV.2018.00339

IV.2018.00339

IV.2018.00339 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Gerichtsschreiber Frischknecht

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Gerichtsschreiber Frischknecht

Urteil vom 1 3. August 2019

Urteil vom 1 3. August 2019 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler Dufourstrasse 140, 8008 Zürich

Dufourstrasse 140, 8008 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Di e 1964 geborene X.___ meldete sich am 23. September 2013 (Urk. 7/3) unter Hinweis auf psychische Probleme und eine Fibromyalgie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Sie war zuletzt als Verkäuferin tätig (Urk. 7/53). Die Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons Zürich, IV Stelle, tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und veranlasste ins besondere eine polydisziplinäre Begutachtung beim Y.___ ( Gutachten vom 12. Februar 2015; Urk. 7/49). Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/54) leitete die IV-Stelle ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren ein. In der Folge wie s sie das Leistungsbegehren nach durch geführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/83) mi t Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 2) ab.

1. Di e 1964 geborene X.___ meldete sich am 23. September 2013 (Urk. 7/3) unter Hinweis auf psychische Probleme und eine Fibromyalgie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Sie war zuletzt als Verkäuferin tätig (Urk. 7/53). Die Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons Zürich, IV Stelle, tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und veranlasste ins besondere eine polydisziplinäre Begutachtung beim Y.___ ( Gutachten vom 12. Februar 2015; Urk. 7/49). Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/54) leitete die IV-Stelle ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren ein. In der Folge wie s sie das Leistungsbegehren nach durch geführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/83) mi t Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 2) ab. 2. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 12. April 2018 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung der SVA vom 28. Februar 2018 (richtig: 15. Februar 2018) betreffend Abweisung einer Rente der Invaliden versi cherung aufzuheben (1.), ihr sei eine Rente der Invaliden versicherung zuzuspre chen (2.), es sei festzustellen, dass die ihr mit Schreiben der SVA vom 15. Februar 2018 auferlegte Pflicht zur Durchführung einer stationären psychiatri schen Behandlung von sechs bis acht Wochen und anschliessender mehrmonatiger teilstationärer Behandlung mit Neueinstellung der psychophar makologischen Behandlung zu Unrecht erfolgt und nicht gerechtfertigt sei (3.), ihr sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (4.), Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Stadler sei ihr als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen (5.) und ihr sei eine Prozessentschädigung zuzusprechen (6.).

2. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 12. April 2018 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung der SVA vom 28. Februar 2018 (richtig: 15. Februar 2018) betreffend Abweisung einer Rente der Invaliden versi cherung aufzuheben (1.), ihr sei eine Rente der Invaliden versicherung zuzuspre chen (2.), es sei festzustellen, dass die ihr mit Schreiben der SVA vom 15. Februar 2018 auferlegte Pflicht zur Durchführung einer stationären psychiatri schen Behandlung von sechs bis acht Wochen und anschliessender mehrmonatiger teilstationärer Behandlung mit Neueinstellung der psychophar makologischen Behandlung zu Unrecht erfolgt und nicht gerechtfertigt sei (3.), ihr sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (4.), Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Stadler sei ihr als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen (5.) und ihr sei eine Prozessentschädigung zuzusprechen (6.). Die IV-Stelle schloss am 22. Mai 2018 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 30. Mai 2018 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde.

Die IV-Stelle schloss am 22. Mai 2018 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 30. Mai 2018 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsscha den mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Auf bietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbs einkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 E. 5, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1 8. November 2015 E. 5.4).

1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsscha den mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Auf bietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbs einkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 E. 5, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1 8. November 2015 E. 5.4). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unter nehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG ) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorüber ge hend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesent li che Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit ver spricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumut bare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behand lungs - oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesund heit darstellen, sind nicht zumutbar. Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander an wendbar. Die Sanktion bei verletzter Schadenminderungs- oder Mitwirkungs pflicht hat sich an das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3 mit Hinweisen).

1.3 Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unter nehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG ) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorüber ge hend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesent li che Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit ver spricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumut bare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behand lungs - oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesund heit darstellen, sind nicht zumutbar. Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander an wendbar. Die Sanktion bei verletzter Schadenminderungs- oder Mitwirkungs pflicht hat sich an das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3 mit Hinweisen). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 2) zusammen ge fasst, dass mit einer mehrwöchigen stationä ren Behandlung eine Verbesserung des Gesundheitszustandes möglich sei. Ohne die Durchführung einer entsprechenden Massnahme sei eine abschlies sende Beurteilung nicht möglich. Solange diese Behandlung nicht durchgeführt werde, müsse ein Anspruch verneint werden (S. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 2) zusammen ge fasst, dass mit einer mehrwöchigen stationä ren Behandlung eine Verbesserung des Gesundheitszustandes möglich sei. Ohne die Durchführung einer entsprechenden Massnahme sei eine abschlies sende Beurteilung nicht möglich. Solange diese Behandlung nicht durchgeführt werde, müsse ein Anspruch verneint werden (S. 2). 2.2 Dagegen wendet die Beschwerdeführerin (Urk. 1) im Wesentlichen ein, bei ihr liege ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor und es sei nicht gerechtfertigt, eine stationäre beziehungsweise eine teilstationäre Behandlung zu verlangen. Die Beschwerdeführerin sei ihrer Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht recht s genügend nachgekommen (S. 10).

2.2 Dagegen wendet die Beschwerdeführerin (Urk. 1) im Wesentlichen ein, bei ihr liege ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor und es sei nicht gerechtfertigt, eine stationäre beziehungsweise eine teilstationäre Behandlung zu verlangen. Die Beschwerdeführerin sei ihrer Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht recht s genügend nachgekommen (S. 10). 3.

3. 3.1 In seinem psychiatrischen Fachgutachten vom 21. Oktober 2013 (Urk. 7/14) zuhanden des Krankenversicherers der Beschwerdeführerin nannte Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagno sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8):

3.1 In seinem psychiatrischen Fachgutachten vom 21. Oktober 2013 (Urk. 7/14) zuhanden des Krankenversicherers der Beschwerdeführerin nannte Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagno sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8): - Mittelgradig bis schwere depressive Episode (F32.1)

Mittelgradig bis schwere depressive Episode (F32.1) - Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, histrionischen und emotional instabilen Zügen (F61)

Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, histrionischen und emotional instabilen Zügen (F61) - Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4)

Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt er eine Benzodiazepin-Abhängigkeit (F13.25) fest (S. 8).

Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt er eine Benzodiazepin-Abhängigkeit (F13.25) fest (S. 8). Zur Arbeitsfähigkeit sowie zur Möglichkeit der Verbesserung postulierte Dr. Z.___, aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin derzeit sowohl in angestammter Tätigkeit im Verkauf als auch in sämtlichen Verweistä tigkeiten nicht arbeitsfähig. Die Arbeitsunfähigkeit ergebe sich aus psychomoto rischen Defiziten, Störungen der sozialen Kommunikation, Hyperarousal sowie erheblich verminderter emotionaler Belastbarkeit. Die depressive Episode der Beschwerdeführerin sollte einer leitliniengerechten psychiatrisch-psychothera peutischen Behandlung zugeführt werden, welche aktuell nur in einem stationä ren Rahmen erfolgsversprechend sei. Dabei sei vorzugsweise eine auf die Behand lung von affektiven Störungen spezialisierte Einrichtung zu wählen (S. 10).

Zur Arbeitsfähigkeit sowie zur Möglichkeit der Verbesserung postulierte Dr. Z.___, aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin derzeit sowohl in angestammter Tätigkeit im Verkauf als auch in sämtlichen Verweistä tigkeiten nicht arbeitsfähig. Die Arbeitsunfähigkeit ergebe sich aus psychomoto rischen Defiziten, Störungen der sozialen Kommunikation, Hyperarousal sowie erheblich verminderter emotionaler Belastbarkeit. Die depressive Episode der Beschwerdeführerin sollte einer leitliniengerechten psychiatrisch-psychothera peutischen Behandlung zugeführt werden, welche aktuell nur in einem stationä ren Rahmen erfolgsversprechend sei. Dabei sei vorzugsweise eine auf die Behand lung von affektiven Störungen spezialisierte Einrichtung zu wählen (S. 10). 3.2 Vom 20. Februar 2014 bis 27. März 2014 war die Beschwerdeführerin in der A.___ hospitalisiert. Dem Austrittsbericht vom 9. Mai 2014 (Urk. 7/26) können die (Haupt-) Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Stö rung, aktuell mittelgrad ig bis schwer (ICD-10 F33.1), einer chronifizierten post traumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1 ), eines chronischen generalisier ten Schmerzsyndroms (ICD-10 F45.1), eines Vitamin D-Mangels E rstdiagnose Februar 2014 (ICD-10 E55), einer gemischten Hyperlipidämie Erstdiagnose Februar 2014 (ICD10 E78.2) sowie eines Unterschenkelödems beidseits Erstdiag nose Februar 2014 (ICD-10 R60) entnommen werden (S. 1).

3.2 Vom 20. Februar 2014 bis 27. März 2014 war die Beschwerdeführerin in der A.___ hospitalisiert. Dem Austrittsbericht vom 9. Mai 2014 (Urk. 7/26) können die (Haupt-) Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Stö rung, aktuell mittelgrad ig bis schwer (ICD-10 F33.1), einer chronifizierten post traumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1 ), eines chronischen generalisier ten Schmerzsyndroms (ICD-10 F45.1), eines Vitamin D-Mangels E rstdiagnose Februar 2014 (ICD-10 E55), einer gemischten Hyperlipidämie Erstdiagnose Februar 2014 (ICD10 E78.2) sowie eines Unterschenkelödems beidseits Erstdiag nose Februar 2014 (ICD-10 R60) entnommen werden (S. 1). Im Weiteren wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin vom stationären Aufenthalt habe profitieren können. Sie berichte zwar über eine Zunahme der Schmerzen, welche aber im Zusammenhang der vermehrten körperlichen Aktivi tät gesehen werde. Affektiv sei die Beschwerdeführerin deutlich aufgehellter erlebt worden, sie habe sich flüssiger bewegt und sei insgesamt viel aktiver gewesen. Die dissoziativen Bewusstseinsausfälle hätten sich gegen Austritt [hin] vermindert. Sie habe in gebessertem psychophysischem Zustand entlassen wer den können (S. 3 f.).

Im Weiteren wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin vom stationären Aufenthalt habe profitieren können. Sie berichte zwar über eine Zunahme der Schmerzen, welche aber im Zusammenhang der vermehrten körperlichen Aktivi tät gesehen werde. Affektiv sei die Beschwerdeführerin deutlich aufgehellter erlebt worden, sie habe sich flüssiger bewegt und sei insgesamt viel aktiver gewesen. Die dissoziativen Bewusstseinsausfälle hätten sich gegen Austritt [hin] vermindert. Sie habe in gebessertem psychophysischem Zustand entlassen wer den können (S. 3 f.). 3.3

3.3 3. 3.1 Die für das Y.___ -Gutachten vom 12. Februar 2015 (Urk. 7/49) verantwortlich zeichnenden Ärzte Dr. med. B.___, Fachärztin für Innere Medizin FMH, Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie, Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, sowie Dr. med. E.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit, S. 9):

3. 3.1 Die für das Y.___ -Gutachten vom 12. Februar 2015 (Urk. 7/49) verantwortlich zeichnenden Ärzte Dr. med. B.___, Fachärztin für Innere Medizin FMH, Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie, Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, sowie Dr. med. E.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit, S. 9): - Kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61)

Kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61) - Rezidivierende depressive Störung, mittelgradige depressive Episode (F33.1)

Rezidivierende depressive Störung, mittelgradige depressive Episode (F33.1) - Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4)

Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) nann ten sie (S. 9):

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) nann ten sie (S. 9): - Cervicobrachialgie beidseits bei Fehlhaltung und Verspannung der Cervical muskulatur

Cervicobrachialgie beidseits bei Fehlhaltung und Verspannung der Cervical muskulatur - Lumboischialgie rechtsbetont bei Spondylarthrose und Diskusprotrusion L5

Lumboischialgie rechtsbetont bei Spondylarthrose und Diskusprotrusion L5 - Benzodiazepin- und Nikotinabhängigkeit

Benzodiazepin- und Nikotinabhängigkeit - Senk-/Spreizfuss beidseits

Senk-/Spreizfuss beidseits - Clavus PIP D IV rechts und PIP D IV und D II linker Fuss

Clavus PIP D IV rechts und PIP D IV und D II linker Fuss - Epicondylitis radialis beidseits

Epicondylitis radialis beidseits - Bursitis trochanterica rechts

Bursitis trochanterica rechts - Status nach Vitamin D-Mangel

Status nach Vitamin D-Mangel 3. 3.2 Summierend gelangten die Experten zum Schluss, dass aktuell vor allem auf psychiatrischem Fachgebiet deutliche Funktionseinschränkungen bestünden. Das Aktivitäts- und Funktionsniveau der Beschwerdeführerin sei durch die psychi schen Beeinträchtigungen erheblich gestört. Aus psychiatrischer Si ch t sei gegen wärtig weder die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkäuferin noch eine andere leidensadaptierte Tätigkeit mit ausreichender Regelmässigkeit möglich. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsfähigkeit (S. 9 f. ).

3. 3.2 Summierend gelangten die Experten zum Schluss, dass aktuell vor allem auf psychiatrischem Fachgebiet deutliche Funktionseinschränkungen bestünden. Das Aktivitäts- und Funktionsniveau der Beschwerdeführerin sei durch die psychi schen Beeinträchtigungen erheblich gestört. Aus psychiatrischer Si ch t sei gegen wärtig weder die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkäuferin noch eine andere leidensadaptierte Tätigkeit mit ausreichender Regelmässigkeit möglich. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsfähigkeit (S. 9 f. ). Die diagnostischen Algorithmen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) hingegen seien nicht erfüllt. Die eingehende psychiatrische Exploration der Beschwerdeführerin habe das Bild einer PTBS entsprechend de n Kriterien des ICD-10 beziehungsweise des DSM-IV/DSM-V nicht erhärten können (S. 7).

Die diagnostischen Algorithmen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) hingegen seien nicht erfüllt. Die eingehende psychiatrische Exploration der Beschwerdeführerin habe das Bild einer PTBS entsprechend de n Kriterien des ICD-10 beziehungsweise des DSM-IV/DSM-V nicht erhärten können (S. 7). Die Beschwerdeführerin sei zudem internistisch und orthopädisch b egutachtet worden. Aus internistischer Sicht sei die Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig. Irgendwelche L eiden die zu einer Einschränkung führen könnten, seien nicht fest stellbar. Orthopädisch -traumatologisch werde unter der Voraussetzung, dass das Tragen von Lasten über 10 kg künftig vermieden werden könne, volle Arbeits fä higkeit attestiert. Eine Eingliederung mit reduziertem Pensum (50%iger Arbeits umfang für die Dauer von 4 Wochen) sei aus orthopädischer Sicht empfehlens wert.

Die Beschwerdeführerin sei zudem internistisch und orthopädisch b egutachtet worden. Aus internistischer Sicht sei die Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig. Irgendwelche L eiden die zu einer Einschränkung führen könnten, seien nicht fest stellbar. Orthopädisch -traumatologisch werde unter der Voraussetzung, dass das Tragen von Lasten über 10 kg künftig vermieden werden könne, volle Arbeits fä higkeit attestiert. Eine Eingliederung mit reduziertem Pensum (50%iger Arbeits umfang für die Dauer von 4 Wochen) sei aus orthopädischer Sicht empfehlens wert. Zusammenfassend gel a ng t en d ie Gutachter daher zu der Einschätzung, dass die Versicherte gegenwärtig in der bisherige n Tätigkeit nicht arbeitsfähig sei. Auch leidensadaptierte Tätigkeiten könne die Versicherte gegenwärtig nicht mit aus reichender Regelmässigkeit ausüben, sodass eine Arbeitsfähigkeit von 0 % resul tiere (S. 10).

Zusammenfassend gel a ng t en d ie Gutachter daher zu der Einschätzung, dass die Versicherte gegenwärtig in der bisherige n Tätigkeit nicht arbeitsfähig sei. Auch leidensadaptierte Tätigkeiten könne die Versicherte gegenwärtig nicht mit aus reichender Regelmässigkeit ausüben, sodass eine Arbeitsfähigkeit von 0 % resul tiere (S. 10). 3. 3. 3 Zum retrospektiven Verlauf und zur Prognose im polydis ziplinären Konsens notierten sie, seit März 2013 sei eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 % begründet, zu diesem Zeitpunkt habe die Persönlichkeitsstörung vollends dekompensiert und die Depression das beschriebene Ausmass erreicht. Die Prognose sei zweifelhaft, bei Remission der Depression sei allerdings medizin isch -theoretisch eine Arbeits fähigkeit in der Grössenordnung von 50 % erreichbar. Ein langwieriger Thera pieprozess sei aber bereits jetzt prognostiziert, so dass eine Neu-Evaluation nicht vor Ablauf von 12 – 18 Monaten sinnvoll erscheine. Hinsichtlich der Medika tions -Compli a nce sollte durch die behandelnde n Ärzte Aufklärungsarbeit bei der Beschwerdefüh r erin geleistet werden. Nur die kontinuierliche regelmässige Ein nahme eines Antidepressivums könne Wirkung zeigen (S. 11).

3. 3. 3 Zum retrospektiven Verlauf und zur Prognose im polydis ziplinären Konsens notierten sie, seit März 2013 sei eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 % begründet, zu diesem Zeitpunkt habe die Persönlichkeitsstörung vollends dekompensiert und die Depression das beschriebene Ausmass erreicht. Die Prognose sei zweifelhaft, bei Remission der Depression sei allerdings medizin isch -theoretisch eine Arbeits fähigkeit in der Grössenordnung von 50 % erreichbar. Ein langwieriger Thera pieprozess sei aber bereits jetzt prognostiziert, so dass eine Neu-Evaluation nicht vor Ablauf von 12 – 18 Monaten sinnvoll erscheine. Hinsichtlich der Medika tions -Compli a nce sollte durch die behandelnde n Ärzte Aufklärungsarbeit bei der Beschwerdefüh r erin geleistet werden. Nur die kontinuierliche regelmässige Ein nahme eines Antidepressivums könne Wirkung zeigen (S. 11). 3.4 Die Beschwerdegegnerin gelan gte am 28. Juli 2015 (Urk. 7/82/ Feststellungsblatt für den Beschluss ) in Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss, aus medizi nischer Sich t sei noch nicht das Mögliche veranlasst worden. Es sei daher eine medizinische Massnahme beziehungsweise eine Schadenminderungspflicht mit folgenden Angaben aufzuerlegen: M ehrwöchige stationäre Behandlung und eine anschliessende tagesklinische Behandlung (S. 7).

3.4 Die Beschwerdegegnerin gelan gte am 28. Juli 2015 (Urk. 7/82/ Feststellungsblatt für den Beschluss ) in Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss, aus medizi nischer Sich t sei noch nicht das Mögliche veranlasst worden. Es sei daher eine medizinische Massnahme beziehungsweise eine Schadenminderungspflicht mit folgenden Angaben aufzuerlegen: M ehrwöchige stationäre Behandlung und eine anschliessende tagesklinische Behandlung (S. 7). In seiner Stellungnahme vom 28. September 201 7 (Urk. 7/106) bestätigte Dipl. med. F.___, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe rapie, ze rtifizierter medizinischer Gutachter SIM, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin diese Einschätzung und präzisierte, die bis herige Therapie sei von der Beschwerdeführerin nicht immer mit der notwendigen Therapieadhärenz in Anspruch genommen worden. Die psychopharmakologische Behandlung sei konsequent durchzuführen und die Neu einstellung im Rahmen einer erneuten stationären psychiatrischen Behandlung durchzuführen. Diese sollte mindestens 6-8 Wochen dauern. In Anbetracht der Schwere der Erkrankung sei nicht nachvollziehbar, warum dies nicht im stationären Rahmen erfolgen solle. Die ambulante Behandlung sei bisher nicht erfolgreich gewesen, so dass gegebenenfalls ein Therapeutenwechsel zu einer Therapeutin in Erwägung gezo gen werden sollte. Nach der stationären Behandlung soll t e eine mehrmonatige teilstationäre Behandlung erfolgen. Durch die se Massnahmen sei ein Erreichen einer Eingliederungsfähigkeit möglich, dies soll t e in sechs Monaten geprüft wer den (S. 1 f.).

In seiner Stellungnahme vom 28. September 201 7 (Urk. 7/106) bestätigte Dipl. med. F.___, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe rapie, ze rtifizierter medizinischer Gutachter SIM, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin diese Einschätzung und präzisierte, die bis herige Therapie sei von der Beschwerdeführerin nicht immer mit der notwendigen Therapieadhärenz in Anspruch genommen worden. Die psychopharmakologische Behandlung sei konsequent durchzuführen und die Neu einstellung im Rahmen einer erneuten stationären psychiatrischen Behandlung durchzuführen. Diese sollte mindestens 6-8 Wochen dauern. In Anbetracht der Schwere der Erkrankung sei nicht nachvollziehbar, warum dies nicht im stationären Rahmen erfolgen solle. Die ambulante Behandlung sei bisher nicht erfolgreich gewesen, so dass gegebenenfalls ein Therapeutenwechsel zu einer Therapeutin in Erwägung gezo gen werden sollte. Nach der stationären Behandlung soll t e eine mehrmonatige teilstationäre Behandlung erfolgen. Durch die se Massnahmen sei ein Erreichen einer Eingliederungsfähigkeit möglich, dies soll t e in sechs Monaten geprüft wer den (S. 1 f.). 3.5 Mit Schreiben vom 20. März 2018 (Urk. 3/6) zuhanden de s Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin nahm der behandelnde Psychiater Dr. med. G.___, Fach arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zur leistungsablehnenden Verfügung vom 15. Februar 2018 Stellung. Seiner Einschätzung nach handle es sich nach wie vor um eine chronifizierte schwerste Depression, eine chronisch somatoforme Schmerzstörung und eine ausgeprägte Angststörung. Die Beschwerdeführerin sei nach verschiedentlichen psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Behandlungsansätzen als austherapiert anzusehen. Von einer Nichtcompliance oder Nichteinnahme der verordneten Medikation könne keine Rede sein, diese werde per Schieber durch die Familienmitglieder kontrolliert. Die Beschwerde führerin sei im Vorstellungsgespräch der H.___ von Seiten der Klinik abgelehnt worden ob der Schwere ihrer Erkrankung und hierfür nicht vor handener entsprechender Behandlungssettings. Ein Bericht des Aufnahmege sprächs sei nicht erfolgt. Von der Nichterfüllung der Auflagen von Seiten der Beschwerdeführerin könne somit keine Rede sein. Er lege sich im Verlauf nun psychiatrischerseits soweit fest, dass die zwangsweise geforderte Auflage einer stationären Behandlung im konkreten Fall nicht zum Nutzen, sondern zum Scha den der Beschwerdeführerin sein dürfte (S. 1).

3.5 Mit Schreiben vom 20. März 2018 (Urk. 3/6) zuhanden de s Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin nahm der behandelnde Psychiater Dr. med. G.___, Fach arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zur leistungsablehnenden Verfügung vom 15. Februar 2018 Stellung. Seiner Einschätzung nach handle es sich nach wie vor um eine chronifizierte schwerste Depression, eine chronisch somatoforme Schmerzstörung und eine ausgeprägte Angststörung. Die Beschwerdeführerin sei nach verschiedentlichen psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Behandlungsansätzen als austherapiert anzusehen. Von einer Nichtcompliance oder Nichteinnahme der verordneten Medikation könne keine Rede sein, diese werde per Schieber durch die Familienmitglieder kontrolliert. Die Beschwerde führerin sei im Vorstellungsgespräch der H.___ von Seiten der Klinik abgelehnt worden ob der Schwere ihrer Erkrankung und hierfür nicht vor handener entsprechender Behandlungssettings. Ein Bericht des Aufnahmege sprächs sei nicht erfolgt. Von der Nichterfüllung der Auflagen von Seiten der Beschwerdeführerin könne somit keine Rede sein. Er lege sich im Verlauf nun psychiatrischerseits soweit fest, dass die zwangsweise geforderte Auflage einer stationären Behandlung im konkreten Fall nicht zum Nutzen, sondern zum Scha den der Beschwerdeführerin sein dürfte (S. 1). 4.

4. 4.1 Vorwegzuschicken ist, dass sich das Y.___ -Gutachten als für die strittigen Belange umfassend erweist und auf den notwendigen Untersuchungen in psychi atrischer, orthopädischer/traumatologischer sowie internistischer Hins icht basiert. Die Gutachter setzten sich ausführlich mit den von der Beschwerde führerin geklagten Beschwerden auseinander, erstellten ihre Beurteilung in Kenntnis der wesentlichen Vorakten – wobei sie insbesondere in der Darlegung der Anamnese ausführlich Bezug darauf nahmen – und die daraus unter Nennung der medizinischen Zusammenhänge gezogenen Schlussfolgerungen leuchten ein. Namentlich legten sie dar, dass aus psychiatrischer Sicht eine kombinierte Per sönlichkeitsstörung, eine rezidivierende depressive Störung mit einer mittelgra digen Episode sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnosti zieren sind, wobei insbesondere die Schwere der ersten beiden Diagnosen dazu führt, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage ist, die durch die verän derte Schmerzwahrnehmung und – verarbeitung resultierende Hemmung gegen über einer Arbeitsleistung zu überwinden (Urk. 7/49 S. 22). Im Weiter e n zeigten sie anhand der somatisch weitgehend unauffälligen Befunde eine diesbezüglich bloss geringfügige Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin ohne wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf. Die Experten gelangten sodann zum ausführlich begründeten und für das Gericht nachvollziehbaren Schluss, dass die Beschwerdeführerin vornehmlich infolge ihres psychiatrischen Geschehens in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist. Das Gutachten entspricht damit den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage ( E. 1.4 hiervor).

4.1 Vorwegzuschicken ist, dass sich das Y.___ -Gutachten als für die strittigen Belange umfassend erweist und auf den notwendigen Untersuchungen in psychi atrischer, orthopädischer/traumatologischer sowie internistischer Hins icht basiert. Die Gutachter setzten sich ausführlich mit den von der Beschwerde führerin geklagten Beschwerden auseinander, erstellten ihre Beurteilung in Kenntnis der wesentlichen Vorakten – wobei sie insbesondere in der Darlegung der Anamnese ausführlich Bezug darauf nahmen – und die daraus unter Nennung der medizinischen Zusammenhänge gezogenen Schlussfolgerungen leuchten ein. Namentlich legten sie dar, dass aus psychiatrischer Sicht eine kombinierte Per sönlichkeitsstörung, eine rezidivierende depressive Störung mit einer mittelgra digen Episode sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnosti zieren sind, wobei insbesondere die Schwere der ersten beiden Diagnosen dazu führt, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage ist, die durch die verän derte Schmerzwahrnehmung und – verarbeitung resultierende Hemmung gegen über einer Arbeitsleistung zu überwinden (Urk. 7/49 S. 22). Im Weiter e n zeigten sie anhand der somatisch weitgehend unauffälligen Befunde eine diesbezüglich bloss geringfügige Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin ohne wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf. Die Experten gelangten sodann zum ausführlich begründeten und für das Gericht nachvollziehbaren Schluss, dass die Beschwerdeführerin vornehmlich infolge ihres psychiatrischen Geschehens in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist. Das Gutachten entspricht damit den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage ( E. 1.4 hiervor). 4.2 Die Beweiskraft des Y.___ -Gutachtens ist – soweit ersichtlich – denn auch unstreitig. Zu prüfen ist daher nachfolgend, ob die Beschwerdegegnerin in Anbetracht der gesamten Umstände im Rahmen der Sch a denminderungs- und Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin (E. 1.3 hiervor) rechtmässig auf de r Durchführung einer stationären Massnahme beharren durfte.

4.2 Die Beweiskraft des Y.___ -Gutachtens ist – soweit ersichtlich – denn auch unstreitig. Zu prüfen ist daher nachfolgend, ob die Beschwerdegegnerin in Anbetracht der gesamten Umstände im Rahmen der Sch a denminderungs- und Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin (E. 1.3 hiervor) rechtmässig auf de r Durchführung einer stationären Massnahme beharren durfte. 5.

5. 5.1 Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/54), 16. September 2016 (Urk. 7/65) sowie mit der massgebenden Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 7/108) auf erlegte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die Pflicht, sich einer stationären Behandlung zu unterziehen. Die Beschwerdegegnerin begründete die von ihr auferlegte Massnahme damit, dass zurzeit nicht beurteilt werden könne, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit bleibend sei oder zumindest längere Zeit andauere. Sie erwarte mit einer stationären psychiatrischen Behandlung eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin.

5.1 Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/54), 16. September 2016 (Urk. 7/65) sowie mit der massgebenden Verfügung vom 15. Februar 2018 (Urk. 7/108) auf erlegte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die Pflicht, sich einer stationären Behandlung zu unterziehen. Die Beschwerdegegnerin begründete die von ihr auferlegte Massnahme damit, dass zurzeit nicht beurteilt werden könne, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit bleibend sei oder zumindest längere Zeit andauere. Sie erwarte mit einer stationären psychiatrischen Behandlung eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person jederzeit gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (E. 1.3 hiervor). Diesbezüglich gelangten die Experten im zu R echt nicht bemängelten Y.___ -Gutachten zum Schluss, medizin isch -theoretisch lasse sich bei Remission der Depression eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 % erreichen (E. 3.3.3 hiervor). Sodann ist zu berücksichtigen, dass sich die Beschwerdeführerin seit Februar 2013 in ambulan ter psychiatrischer Behandlung bei zuletzt einer Gesprächstherapie alle vier Wochen befindet (Urk. 7/61 S. 1 f.), wobei sich aus den bekannten Akten – wie die Beschwerdeführerin selber bekennt (vgl. Urk. 1 Rz 29, 32) – gleichwohl keine Verbesserung des Gesundheitszustandes ersehen lässt. In Anbetracht des fach ärztlich einwandfrei ausgewiesenen Verbesserungspotenzials sowie der bisher erfolglosen überwiegend ambulanten Therapie, ist die Schlussfolgerung des RAD über die Notwendigkeit einer Behandlungsintensivierung nicht von der Hand zu weisen. Zudem legte die Beschwerdeführerin weder dar, dass ein alternatives erfolgversprechendes Behandlungsangebot in Frage kommt, noch ist mit Blick auf die medizinische Aktenlage ein solches erkennbar. Die Empfehlung des RAD zur Durchführung einer stationären Behandlung ist in diesem Sinne nachvoll ziehbar.

Im Rahmen der Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person jederzeit gehalten, sich im Sinne der Selbsteingliederung einer zumutbaren Behandlung zu unterziehen, wenn die Möglichkeit dazu besteht (E. 1.3 hiervor). Diesbezüglich gelangten die Experten im zu R echt nicht bemängelten Y.___ -Gutachten zum Schluss, medizin isch -theoretisch lasse sich bei Remission der Depression eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 % erreichen (E. 3.3.3 hiervor). Sodann ist zu berücksichtigen, dass sich die Beschwerdeführerin seit Februar 2013 in ambulan ter psychiatrischer Behandlung bei zuletzt einer Gesprächstherapie alle vier Wochen befindet (Urk. 7/61 S. 1 f.), wobei sich aus den bekannten Akten – wie die Beschwerdeführerin selber bekennt (vgl. Urk. 1 Rz 29, 32) – gleichwohl keine Verbesserung des Gesundheitszustandes ersehen lässt. In Anbetracht des fach ärztlich einwandfrei ausgewiesenen Verbesserungspotenzials sowie der bisher erfolglosen überwiegend ambulanten Therapie, ist die Schlussfolgerung des RAD über die Notwendigkeit einer Behandlungsintensivierung nicht von der Hand zu weisen. Zudem legte die Beschwerdeführerin weder dar, dass ein alternatives erfolgversprechendes Behandlungsangebot in Frage kommt, noch ist mit Blick auf die medizinische Aktenlage ein solches erkennbar. Die Empfehlung des RAD zur Durchführung einer stationären Behandlung ist in diesem Sinne nachvoll ziehbar. Daran vermag auch der Hinweis der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 12 f. ) auf die bereits erfolgte Hospitalisierung (E. 3.2 hiervor) nichts zu ändern. Zwar erkannten sämtliche mit der Beschwerdeführerin befassten Ärzte übereinstimmend keine fortwährende Verbesserung und Stabilisierung des Gesundheitszustandes (v gl. Urk. 3/6, Urk. 7/49 S. 22, Urk. 7/55). Dennoch lässt sich daraus nich t auf eine zwangsläufige Erfolg losigkeit einer weiteren stationären Behandlung schliessen. Einerseits erfolgte die damalige Hospitalisierung von Februar bis März 2014, weshalb ein solcher Schluss bereits infolge des zeitlichen Geschehens ohne einlässliche Begründung unzulässig erscheint. Andererseits gingen die Gutachter des Y.___ vielmehr gerade in Kenntnis sämtlicher Vorakten weiterhin von ei nem Verbesserungspotenzial aus. Überdies führte auch bereits die erste stationäre The rapie grundsätzlich – wenn auch nur kurzfristig – zu einem gebesserten psycho physischen Zustand der Beschwerdeführerin (E. 3.2 hiervor).

Daran vermag auch der Hinweis der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 12 f. ) auf die bereits erfolgte Hospitalisierung (E. 3.2 hiervor) nichts zu ändern. Zwar erkannten sämtliche mit der Beschwerdeführerin befassten Ärzte übereinstimmend keine fortwährende Verbesserung und Stabilisierung des Gesundheitszustandes (v gl. Urk. 3/6, Urk. 7/49 S. 22, Urk. 7/55). Dennoch lässt sich daraus nich t auf eine zwangsläufige Erfolg losigkeit einer weiteren stationären Behandlung schliessen. Einerseits erfolgte die damalige Hospitalisierung von Februar bis März 2014, weshalb ein solcher Schluss bereits infolge des zeitlichen Geschehens ohne einlässliche Begründung unzulässig erscheint. Andererseits gingen die Gutachter des Y.___ vielmehr gerade in Kenntnis sämtlicher Vorakten weiterhin von ei nem Verbesserungspotenzial aus. Überdies führte auch bereits die erste stationäre The rapie grundsätzlich – wenn auch nur kurzfristig – zu einem gebesserten psycho physischen Zustand der Beschwerdeführerin (E. 3.2 hiervor). Auch ist darauf hinzuweisen, dass die Medikations-Compliance der Beschwerde führerin, deren Verbesserung für eine erfolgreiche Therapie von den Gutachtern als zwingend erachtet wird, entgegen der Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 14) offen bar unzureichend ist. Namentlich stützt sich Dr. G.___ ausschliesslich auf die Aussagen der Familienmitglieder der Beschwerdeführerin, wohingegen die gutachterlich veranlassten Laborunter suchungen (Urk. 7/49 S. 21) Compliance-Probleme zweifelsfrei nachweisen. Ferner kann aus den weiteren Akten keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ersehen werden, womit weiterhin von einer ungenügenden Compliance auszugehen ist. Daher überzeugt die Einschätzung des RAD betref fend die Notwendigkeit einer stationären Behandlung auch in diesem Zusammen hang.

Auch ist darauf hinzuweisen, dass die Medikations-Compliance der Beschwerde führerin, deren Verbesserung für eine erfolgreiche Therapie von den Gutachtern als zwingend erachtet wird, entgegen der Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 14) offen bar unzureichend ist. Namentlich stützt sich Dr. G.___ ausschliesslich auf die Aussagen der Familienmitglieder der Beschwerdeführerin, wohingegen die gutachterlich veranlassten Laborunter suchungen (Urk. 7/49 S. 21) Compliance-Probleme zweifelsfrei nachweisen. Ferner kann aus den weiteren Akten keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ersehen werden, womit weiterhin von einer ungenügenden Compliance auszugehen ist. Daher überzeugt die Einschätzung des RAD betref fend die Notwendigkeit einer stationären Behandlung auch in diesem Zusammen hang. Schliesslich erfolgten die Ausführungen des RAD im Rahmen seines Aufgaben bereiches, indem die vorhandenen Befunde aus somatischer und psychiatrischer Sicht fachärztlich gewürdigt wurden. Mithin ging es nur um die fachärztliche Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhaltes, namentlich um die Würdigung eines unbestrittenen polydisziplinären Gutachtens. Eine direkte ärzt liche Befassung mit der Beschwerdeführerin rückte demnach in den Hintergrund und die Beschwerdegegnerin war ohne Weiteres befugt, auf die Empfehlung des RAD abzustellen. Eine Pflicht des RAD zur selbstständigen Befunderhebung, wie dies die Beschwerdeführerin vorbringt, besteht vorliegend nicht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1, mit Hinwei sen ).

Schliesslich erfolgten die Ausführungen des RAD im Rahmen seines Aufgaben bereiches, indem die vorhandenen Befunde aus somatischer und psychiatrischer Sicht fachärztlich gewürdigt wurden. Mithin ging es nur um die fachärztliche Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhaltes, namentlich um die Würdigung eines unbestrittenen polydisziplinären Gutachtens. Eine direkte ärzt liche Befassung mit der Beschwerdeführerin rückte demnach in den Hintergrund und die Beschwerdegegnerin war ohne Weiteres befugt, auf die Empfehlung des RAD abzustellen. Eine Pflicht des RAD zur selbstständigen Befunderhebung, wie dies die Beschwerdeführerin vorbringt, besteht vorliegend nicht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1, mit Hinwei sen ). 5.2 Soweit di e Beschwerdeführerin einwendet, das Erreichen einer Arbeitsfähigkeit sei von vornherein ausgeschlossen und darüber hinaus bewirke eine Hospitalisa tion lediglich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes (Urk. 1 S. 12 f.), kritisiert sie die Zumutbarkeit der von der Beschwerdegegnerin geforderten Mass nahme. Hinsichtlich dessen ist eingangs darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 7a IVG der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme gilt, die der Ein gliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich dient. Damit liegt die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG bei der versicherten P erson (Urteil des Bundesgericht s 8C_741/201 8 vom 22. Mai 2019 E. 3.3, mit Hinweisen). Demnach hätte es der Beschwerdeführerin oblegen, darzutun, inwiefern ihr die Teilnahme an einer stationären Therapie mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zuzumuten ist.

5.2 Soweit di e Beschwerdeführerin einwendet, das Erreichen einer Arbeitsfähigkeit sei von vornherein ausgeschlossen und darüber hinaus bewirke eine Hospitalisa tion lediglich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes (Urk. 1 S. 12 f.), kritisiert sie die Zumutbarkeit der von der Beschwerdegegnerin geforderten Mass nahme. Hinsichtlich dessen ist eingangs darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 7a IVG der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme gilt, die der Ein gliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich dient. Damit liegt die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG bei der versicherten P erson (Urteil des Bundesgericht s 8C_741/201 8 vom 22. Mai 2019 E. 3.3, mit Hinweisen). Demnach hätte es der Beschwerdeführerin oblegen, darzutun, inwiefern ihr die Teilnahme an einer stationären Therapie mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zuzumuten ist. H ierzu ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin anfänglich bereit war, sich in eine stationäre Behandlung zu begeben. Auch die erste stationäre Therapie in der A.___ (E. 3.2 hiervor) nahm die Beschwerdeführerin – soweit ersichtlich – ohne weitere Einwände auf sich. Stichhaltige Gründe, inwiefern eine solche Therapie nun nicht mehr zumutbar sein soll, bringt sie indes nicht vor. Insbesondere der Verweis der Beschwerdeführerin auf die im Beschwerdever fahren aufgelegte Beurteilung des behandelnden Psychiaters (E. 3.5 hiervor) ist unbehelflich. So erfolgte diese erst im Nachgang zur leistungsablehnenden Ver fügung und im offenen Widerspruch – ohne weitergehende Begründung – zum Verwaltungsverfahren, währenddessen der g l eiche behandelnde Psychiater eine stationäre Behandlung für dringend indiziert hielt (Urk. 7/60, Urk. 7/72). Eben falls unsubstantiiert bl ie ben die übrigen Ausführungen von Dr. G.___. Während ein Vergleich der die Arbeitsfähigkeit beschlagenden Diagnosen und Befunde (E. 3 hiervor) seit dem psychiatrischen Gutachten von Dr. Z.___ (E. 3.1) im Wesentlichen stets unveränderte Verhältnisse aufzeigt, setzte sich Dr. G.___ weder mit der gutachterlichen Einschätzung betreffend das Ver besserungspotenzial auseinander, noch legte er objektivierbare Pathologien zur Erklärung der – trotz beständiger Diagnosestellung – n eu postulierten Unzumut barkeit e iner stationären Behandlung dar. Auch eine Auseinandersetzung mit den Vorakten und dem Verlauf lässt sich fraglicher Stellungnahme nicht entnehmen. Darüber hinaus ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 mit Hinweis).

H ierzu ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin anfänglich bereit war, sich in eine stationäre Behandlung zu begeben. Auch die erste stationäre Therapie in der A.___ (E. 3.2 hiervor) nahm die Beschwerdeführerin – soweit ersichtlich – ohne weitere Einwände auf sich. Stichhaltige Gründe, inwiefern eine solche Therapie nun nicht mehr zumutbar sein soll, bringt sie indes nicht vor. Insbesondere der Verweis der Beschwerdeführerin auf die im Beschwerdever fahren aufgelegte Beurteilung des behandelnden Psychiaters (E. 3.5 hiervor) ist unbehelflich. So erfolgte diese erst im Nachgang zur leistungsablehnenden Ver fügung und im offenen Widerspruch – ohne weitergehende Begründung – zum Verwaltungsverfahren, währenddessen der g l eiche behandelnde Psychiater eine stationäre Behandlung für dringend indiziert hielt (Urk. 7/60, Urk. 7/72). Eben falls unsubstantiiert bl ie ben die übrigen Ausführungen von Dr. G.___. Während ein Vergleich der die Arbeitsfähigkeit beschlagenden Diagnosen und Befunde (E. 3 hiervor) seit dem psychiatrischen Gutachten von Dr. Z.___ (E. 3.1) im Wesentlichen stets unveränderte Verhältnisse aufzeigt, setzte sich Dr. G.___ weder mit der gutachterlichen Einschätzung betreffend das Ver besserungspotenzial auseinander, noch legte er objektivierbare Pathologien zur Erklärung der – trotz beständiger Diagnosestellung – n eu postulierten Unzumut barkeit e iner stationären Behandlung dar. Auch eine Auseinandersetzung mit den Vorakten und dem Verlauf lässt sich fraglicher Stellungnahme nicht entnehmen. Darüber hinaus ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 mit Hinweis). Im Sinne vorstehender Ausführungen ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass eine stationäre Therapie keinen starken Eingriff in die persönliche Integrität der Beschwerdeführerin darstellt und im Gegensatz zum beispielsweise eine m opera tiven Eingriff inhärenten Risiko unbedenklich ist. Sodann sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruch nahme der Invalidenversicherung infrage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (vgl. Mosimann, Schadenminderungs- und M itwirkungspflichten nach der 5. IV - Revision, SZS 2018 S. 725 f.). F ür die Beschwerdeführerin besteht die Möglichkeit, ihre Arbeits fähigkeit von 0 % ohne nennenswerte Gefahr auf voraussichtlich 50 % zu erhöhen, womit folglich die Zumutbarkeit einer stationären Behandlung grund sätzlich zu bejahen ist.

Im Sinne vorstehender Ausführungen ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass eine stationäre Therapie keinen starken Eingriff in die persönliche Integrität der Beschwerdeführerin darstellt und im Gegensatz zum beispielsweise eine m opera tiven Eingriff inhärenten Risiko unbedenklich ist. Sodann sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruch nahme der Invalidenversicherung infrage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (vgl. Mosimann, Schadenminderungs- und M itwirkungspflichten nach der 5. IV Revision, SZS 2018 S. 725 f.). F ür die Beschwerdeführerin besteht die Möglichkeit, ihre Arbeits fähigkeit von 0 % ohne nennenswerte Gefahr auf voraussichtlich 50 % zu erhöhen, womit folglich die Zumutbarkeit einer stationären Behandlung grund sätzlich zu bejahen ist. Anzumerken bleibt, dass die Beschwerdeführerin auch aus dem Umstand, dass ihre Aufnahme in die H.___ scheiterte (vgl. dazu Urk. 7/81 und 82 S. 9), nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag. Denn die Obliegenheit der Schadenminderung richtet sich unmittelbar an die Versicherte selbst ( vgl. statt vieler: Ur teil des Bundesgerichts 9C_686/2009 vom 22. Dezember 2009 E. 3 in fine ). Es wäre folglich an der Beschwerdeführerin gewesen, aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare zur Verbesserung ihrer Erwerbsfähigkeit beizutragen und namentlich eine andere geeignete Einrichtung zur stationären Behandlung aus findig zu machen.

Anzumerken bleibt, dass die Beschwerdeführerin auch aus dem Umstand, dass ihre Aufnahme in die H.___ scheiterte (vgl. dazu Urk. 7/81 und 82 S. 9), nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag. Denn die Obliegenheit der Schadenminderung richtet sich unmittelbar an die Versicherte selbst ( vgl. statt vieler: Ur teil des Bundesgerichts 9C_686/2009 vom 22. Dezember 2009 E. 3 in fine ). Es wäre folglich an der Beschwerdeführerin gewesen, aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare zur Verbesserung ihrer Erwerbsfähigkeit beizutragen und namentlich eine andere geeignete Einrichtung zur stationären Behandlung aus findig zu machen. 5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass seitens der Beschwerdeführerin bei adä quater Therapie medizin isch -theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von voraussicht lich 50 % und damit eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erreicht werden kann. Das bisherige Therapie-Regime zeitigte keine Wirkung und eine stationäre Therapie ist zumutbar. Die Beschwerdeführerin kam der Aufforderung der Beschwerdegegnerin zur Durchführung einer entsprechenden Massnahme bis her nicht nach.

5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass seitens der Beschwerdeführerin bei adä quater Therapie medizin isch -theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von voraussicht lich 50 % und damit eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erreicht werden kann. Das bisherige Therapie-Regime zeitigte keine Wirkung und eine stationäre Therapie ist zumutbar. Die Beschwerdeführerin kam der Aufforderung der Beschwerdegegnerin zur Durchführung einer entsprechenden Massnahme bis her nicht nach. 6.

6. 6.1 Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin der ihr zumutbaren Schadenmin derungspflicht nicht nachgekommen ist. Die Beschwerdegegnerin hat sodann das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt (Schreiben vom 2 6. Juli 2015 [ Urk. 7/54], 1 1. Dezember 2015 [ Urk. 7/56] und 1 6. September 2016 [ Urk. 7/65]).

6.1 Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin der ihr zumutbaren Schadenmin derungspflicht nicht nachgekommen ist. Die Beschwerdegegnerin hat sodann das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt (Schreiben vom 2 6. Juli 2015 [ Urk. 7/54], 1 1. Dezember 2015 [ Urk. 7/56] und 1 6. September 2016 [ Urk. 7/65]). 6.2 Wie bereits ausgeführt (oben E. 5.2) sind d ie Anforderungen an die Schadenmin derungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG streng, wo eine erhöhte Inan spruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Ver zicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst resp ektive perpetuiert. Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminde rungspflicht und Ausdruck des Prinzips "Eingliederung statt Rente" der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient. Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt somit bei der versicherten Per son. Nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip müssen das Mass der Sanktion (Leistungskürzung oder -verweigerung) und der voraussichtliche Eingliederungs erfolg (Verbesserung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit) einander entsprechen. Die versicherte Person ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schaden minderungspflicht wahrgenommen hätte. Für die Frage nach dem mutmasslichen Eingliederungserfolg bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine je nach den Umständen zu konkretisierende - gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, erfolg reich gewesen wäre ( Urteil des Bundesgerichts 9C_155/2019 vom 2 4. Juni 2019 E. 2.2.2 ).

6.2 Wie bereits ausgeführt (oben E. 5.2) sind d ie Anforderungen an die Schadenmin derungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG streng, wo eine erhöhte Inan spruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Ver zicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst resp ektive perpetuiert. Nach Art. 7a IVG gilt als Ausfluss einer verstärkten Schadenminde rungspflicht und Ausdruck des Prinzips "Eingliederung statt Rente" der Grundsatz der Zumutbarkeit jeder Massnahme, die der Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen Aufgabenbereich dient. Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt somit bei der versicherten Per son. Nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip müssen das Mass der Sanktion (Leistungskürzung oder -verweigerung) und der voraussichtliche Eingliederungs erfolg (Verbesserung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit) einander entsprechen. Die versicherte Person ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie ihre Schaden minderungspflicht wahrgenommen hätte. Für die Frage nach dem mutmasslichen Eingliederungserfolg bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine je nach den Umständen zu konkretisierende - gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Vorkehr, der sich die versicherte Person widersetzt oder entzogen hat, erfolg reich gewesen wäre ( Urteil des Bundesgerichts 9C_155/2019 vom 2 4. Juni 2019 E. 2.2.2 ). 6.3 Hätte die Beschwerdeführerin die Therapie zeitgerecht aufgenommen (im Nach gang zur Aufforderung vom 2 6. Juli 2015, Urk. 7/54), so wäre die Erreichung einer Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 50 % allenfalls möglich gewesen. Hiervon ging denn auch Dr. Z.___ aus (Urk. 7/14/12). Wann dies der Fall gewesen wäre, lässt sich den medizinischen Akten nicht entnehmen. Die Y.___ -Gutachter gingen von einem langwierigen Therapieprozess aus und empfahlen eine Neu-Evaluation in 12 bis 18 Monaten; allerdings verwies Dr. C.___ auch auf die wenig erkennbare Veränderungsmo tivation ( Urk. 7/49/23), was einer Verletzung der Schadenminderungspflicht gleichkommt, für welche nicht die Beschwerdegegnerin einzustehen hat.

6.3 Hätte die Beschwerdeführerin die Therapie zeitgerecht aufgenommen (im Nach gang zur Aufforderung vom 2 6. Juli 2015, Urk. 7/54), so wäre die Erreichung einer Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 50 % allenfalls möglich gewesen. Hiervon ging denn auch Dr. Z.___ aus (Urk. 7/14/12). Wann dies der Fall gewesen wäre, lässt sich den medizinischen Akten nicht entnehmen. Die Y.___ -Gutachter gingen von einem langwierigen Therapieprozess aus und empfahlen eine Neu-Evaluation in 12 bis 18 Monaten; allerdings verwies Dr. C.___ auch auf die wenig erkennbare Veränderungsmo tivation ( Urk. 7/49/23), was einer Verletzung der Schadenminderungspflicht gleichkommt, für welche nicht die Beschwerdegegnerin einzustehen hat. Bei dieser Ausgan g slage hat die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosig keit (betreffend den Zeitpunkt der anzunehmenden Verbesserung) zu tragen, da diese durch sie verschuldet ist. Angesichts der erforderlichen stationären Behand lung zur Verbesserung der Symptomatik und der Erlangung der 50%igen Arbeits fähigkeit ist indes davon auszugehen, dass diese frühestens nach einem Monat eingetreten wäre (minimale stationäre Therapiedauer), bei sofortiger Umsetzung der Vorgaben der Beschwerdegegnerin vom 2 6. Juli 2015 mithin per September 201 5.

Bei dieser Ausgan g slage hat die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosig keit (betreffend den Zeitpunkt der anzunehmenden Verbesserung) zu tragen, da diese durch sie verschuldet ist. Angesichts der erforderlichen stationären Behand lung zur Verbesserung der Symptomatik und der Erlangung der 50%igen Arbeits fähigkeit ist indes davon auszugehen, dass diese frühestens nach einem Monat eingetreten wäre (minimale stationäre Therapiedauer), bei sofortiger Umsetzung der Vorgaben der Beschwerdegegnerin vom 2 6. Juli 2015 mithin per September 201 5. 6.4 Angesichts der Attestierung einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit ab März 2013 (E. 3.3.3) und der Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin im September 2013 steht ein Rentenanspruch ab 1. März 2014 im Raum, ausgehend von einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit bis Ende August 2015 und hernach von einer 50%igen. Die rechtliche Relevanz der psychischen Einschränkungen (zu erheben mittels eines strukturierten Beweisverfahren gemäss BGE 143 V 409 und 141 V 281 ) wurde bislang ebenso wenig thematisiert wie der Einkommensver gleich. Demgemäss ist die angefochtene Verfügung aufzu heb en und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Relevanz der psychischen Pathologie prüfe, je nach Ergebnis einen Einkommensvergleich durchführe und über den Rentenanspruch der Beschwerde führerin neu entscheide.

6.4 Angesichts der Attestierung einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit ab März 2013 (E. 3.3.3) und der Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin im September 2013 steht ein Rentenanspruch ab 1. März 2014 im Raum, ausgehend von einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit bis Ende August 2015 und hernach von einer 50%igen. Die rechtliche Relevanz der psychischen Einschränkungen (zu erheben mittels eines strukturierten Beweisverfahren gemäss BGE 143 V 409 und 141 V 281 ) wurde bislang ebenso wenig thematisiert wie der Einkommensver gleich. Demgemäss ist die angefochtene Verfügung aufzu heb en und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Relevanz der psychischen Pathologie prüfe, je nach Ergebnis einen Einkommensvergleich durchführe und über den Rentenanspruch der Beschwerde führerin neu entscheide. 7.

7. 7.1 Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 800.-- fest zusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

7.1 Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind auf Fr. 800.-- fest zusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). De r Beschwerdeführer in steht ausgang sgemäss eine Prozessent schädigung zu. Diese ist – nach Einsicht in die Kostennote vom 26. Juni 2018 (Urk. 9 ) und unter Hinweis, dass ein Aufwand von knapp elf Stunden für das Ausarbeiten der 16-seitigen Beschwerdeschrift (enthaltend eine fünfseitige Begründung) als überhöht erscheint – auf Fr. 2‘400.-- (inkl. Bar auslagen und MWSt ) festzusetzen.

7.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver wal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). De r Beschwerdeführer in steht ausgang sgemäss eine Prozessent schädigung zu. Diese ist – nach Einsicht in die Kostennote vom 26. Juni 2018 (Urk. 9 ) und unter Hinweis, dass ein Aufwand von knapp elf Stunden für das Ausarbeiten der 16-seitigen Beschwerdeschrift (enthaltend eine fünfseitige Begründung) als überhöht erscheint – auf Fr. 2‘400.-- (inkl. Bar auslagen und MWSt ) festzusetzen. 7. 3 Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung unter Bestellung einer unent gelt lichen Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) erweist sich damit als gegenstandslos.

7. 3 Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung unter Bestellung einer unent gelt lichen Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) erweist sich damit als gegenstandslos. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 5. Februar 2018 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie sen wird, damit diese, nach erfolgte n Ergänzungen i m Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführer in neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 1 5. Februar 2018 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie sen wird, damit diese, nach erfolgte n Ergänzungen i m Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführer in neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, de r Beschwerdeführer in eine Prozessent schädigung von Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, de r Beschwerdeführer in eine Prozessent schädigung von Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler

Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber

GräubFrischknecht