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Sie werden über einen Kilometer in den See reichen, wie der Energieverbund Bielersee am Donnerstag mitteilte. Für den Bau wurde an der Schlossstrasse in Nidau eine Grube ausgehoben. Von ihr aus wird im Spühlbohrverfahren gearbeitet. Gleichzeitig werden auch das unterirdische Pumpwerk und die Seewasser-Rückgabeleitungen gebaut. Von beiden unterirdischen Bauwerken wird später nichts mehr zu sehen sein.
In den Strassen von Nidau und Biel entsteht etappenweise das Leitungsnetz, um die Kunden mit Wärme und Kälte zu versorgen. So werden im Moment Arbeiten in der Schlossstrasse in Nidau und in der Marcelin-Chippot-Strasse in Biel ausgeführt.
Dereinst wird das Seewasser durch zwei Seeleitungen in 20 und 30 Metern Tiefe gefasst und zum Pumpwerk befördert. Die im Seewasser enthaltene Energie wird dort mittels Wärmetauschern in einen Zwischenkreis übertragen, der als Kältenetz für die Kunden dient und die Energie in die Heizzentrale leitet.
Das abgekühlte Seewasser wird vom Pumpwerk direkt in die Zihl zurückgeleitet. In der Heizzentrale kommen Wärmepumpen zum Einsatz, die einerseits direkt die Wärme aus dem Seewasser und andererseits die Abwärme der Kältekunden in das Fernwärmenetz einspeisen. Über ein Wärmenetz wird die Energie zu der Kundschaft geleitet.
Erste Verträge mit Kunden konnte der Energieverbund nach eigenen Angaben bereits abschliessen. Der Energieverbund Bielersee wird zu den schweizweit grössten Energieverbünden gehören, die Seewasser als Energiequelle nutzen. Er wird grosse Teile der Stadt Nidau sowie das Gebiet von Biel westlich des Bahnhofes versorgen.