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Die Soll-Frequenz im Stromnetz liegt in ganz Europa synchron bei 50 Hertz (Hz). Damit die Frequenz immer stabil bleibt, muss das Gleichgewicht zwischen Produktion und Verbrauch elektrischer Leistung immer gegeben sein. Die Frequenz schwankt in Abhängigkeit der tatsächlichen Netzbelastung: Ist der Verbrauch elektrischer Leistung geringer als die Produktion, so ist die Frequenz höher. Ist der Verbrauch grösser als die Produktion, so ist die Frequenz tiefer.
Die Netzzeitabweichung zeigt die Abweichung der Netzzeit von der Weltzeit (UTC-Zeit), die durch Frequenzschwankungen verursacht wird. Im Normalfall entspricht eine Sekunde der Weltzeit immer genau 50 Schwingungen des Wechselstroms. Ist die Frequenz tiefer als 50 Hz, so dauern die 50 Schwingungen etwas länger. Ist sie höher, dann dauern die 50 Schwingungen kürzer.