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Der heutige Weltfeuchtgebietstag wird seit 13 Jahren begangen und erinnert an die Unterzeichnung der Konvention über Feuchtgebiete internationaler Bedeutung (Ramsar-Konvention) in der iranischen Stadt Ramsar am 2. Februar 1971. Im Jahr 2010 steht dieser Tag unter dem Motto „Caring for Wetlands – an answer to climate change“. Das Sekretariat der Ramsar-Konv
Hauptziel der Ramsar-Konvention, die bis dato von 159 Staaten unterzeichnet wurde, ist es, die Feuchtgebiete weltweit zu erhalten und beeinträchtigte oder zerstörte Gebiete wiederherzustellen. Zu diesem Zweck soll sichergestellt sein, dass sie ausgewogen und nachhaltig genutzt werden. Die Schweiz hat bislang 11 solcher Feuchtgebiete internationaler Bedeutung gemeldet. Das Sekretariat der Ramsar-Konvention befindet sich in Gland am Genfersee.
„Das Motto des Weltfeuchtgebietstages 2010 unterstreicht die Bedeutung des Erhalts von Feuchtgebieten im Rahmen des Klimaschutzes. Denn intakte Moore und Feuchtgebiete erfüllen wichtige ökologische Funktionen und spielen darüber hinaus als Kohlenstoff-Senken eine bedeutsame Rolle.“ sagte Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des deutschen Bundesamtes für Naturschutz (BfN), anlässlich des Weltfeuchtgebietstages. „Feuchtgebiete sind nicht nur Hot Spots der biologischen Vielfalt, sondern kommen den Menschen auf vielfältige Weise zugute, da sie Wasser speichern und damit den Abfluss von Hochwassern verzögern. Zusätzlich tragen Quellen, Flüsse, Moore, Seen und Auen zur Grundwasserreinigung und Grundwasserneubildung bei und sichern so die natürlichen Trinkwasservorräte,“ so Beate Jessel.
In der Schweiz beherberge Feuchtgebiete – von größeren und kleineren Fließgewässer mit ihren Auen bis hin zu den Seen, Weihern, Teichen und Tümpeln, Mooren und Sümpfen – eine große Anzahl spezialisierter Tier- und Pflanzenarten. Durch die Zerstörung von Feuchtgebieten sind viele von ihnen stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Über dreißig Prozent aller Süßwasserfische und siebzehn Prozent aller Wasservögel gelten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Mit den Amphibien steht durch stetig voranschreitende Lebensraumzerstörung und weltweite Seuchen sogar eine gesamte Tiergattung am Abgrund. Von den 6.285 erfassten Fröschen und Lurchen sind bereits 1.900 Arten in der höchsten Bedrohungskategorien der Roten Liste eingestuft. Sie stehen damit kurz vor der Ausrottung. Der Schutz der Feuchtgebiete ist angesichts solcher Zahlen besonders wichtig.