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Die Bauarbeiten für die Bahnverbindung zwischen Genf und der französischen Stadt Annemasse beginnen im November. 2017 soll die neue SBB-Linie in Betrieb genommen werden. Die Baukosten werden auf rund 1,5 Milliarden Franken veranschlagt.
Mit einer offiziellen Zeremonie wird am 15. November die "Baustelle des Jahrhunderts" für das SBB-Projekt CEVA eröffnet. Seit 1912 sei dieser Augenblick erwartet worden, sagte der Genfer Regierungspräsident Mark Muller am Donnerstag vor den Medien.
An der Zeremonie zum Baubeginn wird voraussichtlich auch Verkehrsministerin Doris Leuthard teilnehmen. Laut Muller werden die Arbeiten rund sechs Jahre dauern. 2017 soll die neue SBB-Linie in Betrieb genommen werden. Ihr Zweck ist es, die angrenzenden Gebiete in Frankreich besser an die Stadt Genf anzubinden.
Beschwerden hängig
Der Kanton geht mit den Baubeginn ein gewisses Risiko ein: Denn noch immer sind drei Beschwerden beim Bundesgericht hängig. Die von den Beschwerdeführern gestellte Forderung nach aufschiebender Wirkung - um den Baubeginn zu verhindern - wurde jedoch vom Gericht zurückgewiesen.
Die Kosten für die CEVA betragen rund 1,5 Milliarden Franken. Davon übernimmt der Bund 56 Prozent. Die restlichen 44 Prozent gehen zu Lasten des Kantons Genf.
Schweizweit in die Schlagzeilen geraten ist das Projekt vor einer Abstimmung im Herbst 2009 durch Inserate der Genfer SVP: Darin wurden die Einwohner der französischen Grenzstadt Annemasse als "Gesindel" bezeichnet.