Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03480.jsonl.gz/2863

TAGBLATT / Patrick Baumann
Im Dorfkern von Tübach unweit der katholischen Kirche steht das ehemalige «Wöschhüsli». Das Gebäude befand sich lange Zeit in Familienbesitz. Laut der Immobilienmaklerin Esther Haltiner gehörte es zuletzt zwei Schwestern aus dem Kanton Zürich. Nun soll das Haus für mindestens 600 000 Franken den Besitzer wechseln. Es soll entweder als Wohnhaus oder beispielsweise als Wohnung mit integriertem Atelier genutzt werden.
Erbaut wurde das «Wöschhüsli» wohl Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein eindeutiges Baudatum ist den Lagerbüchern aber nicht zu entnehmen. Bauherr war höchstwahrscheinlich der damalige Gemeindeammann von Tübach, Peter Andreas Josuran. Beim heutigen «Wöschhüsli» handelt es sich ursprünglich um ein Ökonomiegebäude. Benutzt wurde es von den Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern zum Wäschewaschen.
Das Haus wurde 1985 renoviert und zu einem Wohn- und Ferienhaus umfunktioniert. Dabei wurde sorgfältig auf den Erhalt der Besonderheiten des Hauses geachtet. Zu diesen Besonderheiten zählen insbesondere das überhängende Obergeschoss sowie der gemauerte und verputzte Sockel. Vor der Renovation des Gebäudes gab es im Untergeschoss ein Scheunentor. Dieses wurde teilweise zugemauert. Im ersten Geschoss befindet sich heute ein Art Alkovenbalkon anstelle der ursprünglichen Aufzugsöffnung.
Das Wöschhüsli ist in der kommunalen Schutzverordnung nicht verzeichnet.