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Untersuchung des Potenzials von GIS-basierten Planungsinstrumenten zum Vergleich der Erreichbarkeit von Aktivitätsstandorten und lokalen soziodemografischen Faktoren
Auf einen Blick
Beschreibung
Die methodischen Entwicklungen zur Analyse von räumlicher Erreichbarkeit beschäftigen sich häufig mit der für praktische mobilitäts- oder landnutzungsbezogene Fragestellungen wichtigen Erhöhung der räumlichen und zeitlichen Auflösung. Ein weiterer, für die Regionalplanung zunehmend bedeutender Faktor ist die Berechnung und Bewertung der Ungleichheit der Erreichbarkeit, zum Beispiel für alltägliche Aktivitäten wie Arbeiten, Teilnahme an Bildungsveranstaltungen oder Freizeitgestaltung. Ungleichheit wird in diesem Kontext verstanden als die quantitative Differenz der Erreichbarkeit zwischen geografischen Regionen und/oder aufgrund der berücksichtigten Verkehrsmittel. Im Rahmen dieses Projekt wurde untersucht, wie bestehende GIS- und Datenbankplattformen zusammen mit frei verfügbaren Daten und Software-Tools von Regionalplanern optimal genutzt werden können, um die Beziehung zwischen den soziodemografischen Faktoren und der räumlichen Erreichbarkeit in der zu untersuchenden Region besser zu verstehen. Die Erkenntnisse sollen dazu dienen, die richtigen Werkzeuge einzusetzen um damit zukünftig bessere, datenbasierte Planungsentscheide fällen zu können. Um die oben genannten Ziele zu erreichen, wurden Masse für die räumliche Erreichbarkeit entwickelt, die benötigten Reisezeiten berechnet (Daten: Fahrplandaten von Västtrafik im GTFS-Format, Strassennetz von OpenStreetMap etc.; Tools: OpenTripPlanner, pgRouting) und schließlich die Methoden implementiert und angewendet. Die Erreichbarkeitswerte wurden dabei innerhalb des Untersuchungsperimeters (i) zwischen den soziodemographischen Einheiten untereinander und (ii) je Einheit für die berücksichtigten Verkehrsmodi (öffentlicher Verkehr, motorisierter Individualverkehr, Fahrrad- sowie Fussverkehr) verglichen. Mit den Analysen konnte unter anderem gezeigt werden, dass tatsächlich teilweise sehr grosse regionale Unterschiede bei der Erreichbarkeit bestehen und dass häufig ein klarer Zusammenhang zu soziodemografischen Faktoren (z.B. der Einkommensstruktur) besteht. Es zeigte sich auch, dass die entwickelten Methoden und eingesetzten Tools und eine gute Basis zur praktischen Unterstützung von Regionalplanern darstellen. Das Projekt war Teil des Hauptprojekts «Accessibility Planning Lab». Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Online-Workshops einem breiten Teilnehmerkreis von verschiedenen Institutionen vorgestellt. Darüber hinaus sind Teile der Ergebnisse auch in einer Aktualisierung des sogenannten «Accessibility Atlas» enthalten, welcher von der Gruppe Humangeographie der Universität Göteborg herausgegeben wird.