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Im Bericht “State of the World’s Mothers” der Nichtregierungs Organisation Save the Children nimmt Brasilien den 77. Platz ein. Die Studie zeigt jedoch auch, dass Mütter und Kinder in den Favelas weit aus schlechtere Überlebenschancen haben, als in reicheren Stadtvierteln. Eingeflossen sind in die Studie die Kinder- und Müttersterblichkeit, Schulausbildung, Durchschnittseinkommen und die Vertretung in der Politik.
Auch wenn Brasilien nach dem Bericht von 179 untersuchten Ländern mit Platz 77 im Mittelfeld liegt, bedeutet das längst noch nicht, dass dies für alle Frauen gilt. Vielmehr zeigt die Studie von Save the Children eine gewaltige Schere zwischen Reich und Arm. So liegt die Sterblichkeit von Neugeborenen in den Favelas nach einer Studie in Rio de Janeiro beispielsweise um 50 Prozent über der von Babies, die in reicheren Stadtteilen zur Welt kommen.
Dazu beitragen der Mangel an Ärzten und eine unzureichende Ausstattung der Gesundheitseinrichtungen in vielen Favelas und Randgebeiten. Gleichzeitig können besser gestellte Brasilianerinnen auf gut ausgestattete Privateinrichtungen zurückgreifen. Insgesamt werden eine zu hohe Rate von Kaiserschnittgeburten, eine mangelnde Anzahl von gut ausgebildeten Gesundheitsteams und das Verbot der Abtreibung als einige der Barrieren genannt.
Auch wenn in den vergangenen Jahren enorme Verbesserung erreicht werden konnten, stirbt im Mittel in Brasilien nach wie vor eine von 780 Frauen während der Schwangerschaft oder dem Geburtsvorgang. In der Schweiz ist es dem Bericht nach eine von 12.300 Frauen. Auch bei der Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren hat das südamerikanische Land noch einen hohen Aufholbedarf. Während diese für die Schweiz mit 4,2 von 1.000 lebend geborenen Kindern angegeben wird, ist die Rate in Brasilien mit 13,7 mehr als dreimal so hoch.
Mit dem 77. Platz liegt Brasilien zudem hinter China, Südafrika und Rußland. Bei der Vertretung im Kongress nimmt das südamerikanische Land den 151. Platz ein. Obwohl Brasilien eine Präsidentin hat, sind lediglich 9,6 Prozent der Abgeordneten und Senatoren Frauen.