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Die kleine Oksana musste ins Krankenhaus. Die Ärzte entdeckten ein Geschwulst an ihrer Niere, das dringend entfernt werden musste. Diese Operation konnte nur in der ukrainischen Hauptstadt Kiew durchgeführt werden. Ausserdem brauchte Oksana mehrere Medikamente, die sehr teuer und für ihre Eltern unerschwinglich sind.
Jurij wohnt mit seiner Frau Olga (geb. 1979) und ihren zwei Töchtern bei seiner Schwiegermutter Walentina in der Stadt. Eigentlich hat er ein eigenes Häuschen in der Vorstadt, aber nach einem Brand vor einigen Jahren ist es unbewohnbar geworden. Eine Renovation würde zu viele Kosten mit sich bringen, welche für die Familie zu hoch sind. Jurij ist Maschinenschlosser von Beruf und arbeitete früher in einem Werk. Aber wegen der dortigen gesundheitsschädigenden Arbeitsverhältnisse musste er seine Arbeitsstelle aufgeben. Seit mehr als zwei Jahren ist der Mann arbeitslos und macht verschiedene Gelegenheitsjobs, um das Nötigste für seine Familie besorgen zu können. Seine Frau ist Rechtsanwältin und momentan im Mutterschaftsurlaub. Die ältere Tochter Margarita (geb. 2001) besucht die 2. Klasse einer städtischen Schule. Die Schwiegermutter ist Rentnerin und erhält eine karge Rente, welche nur für ihre eigenen Bedürfnisse ausreicht. Sie leidet an der Zuckerkrankheit und muss ständig Medikamente einnehmen. Jurij wandte sich an gutherzige Menschen in der Hoffnung auf Unterstützung und auf Rettung seines Kindes. Die Hilfe kam rechtzeitig: Dank dem spendierten Geld konnte Oksana operiert werden, und die Familie konnte die nötigen teuren Arzneien besorgen. Danach verordneten ihr die Ärzte eine Chemotherapie, damit sich die Metastasen nicht verbreiten. Nach der planmässigen medizinischen Untersuchung muss sie die Therapie noch während ein paar Monaten fortsetzen. Nun hat Oksana die Hälfte ihrer Behandlung hinter sich.