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Am 24. April 1970 schlug im Berner Bürgerhaus die Geburtsstunde der Schweizer Damenfussball-Liga (SDFL). Zu den Gründungsmitgliedern gehörte in der Funktion des Sekretärs auch der heute 73-jährige Ueli Bayer.
Er sei per Zufall zu dieser Aufgabe gekommen, sagt Ueli Bayer, der Sekretär, der auf dem Foto des Gründungskomittees der SDFL ganz links neben Kassiererin Georgette Morisod, Präsident Jean Boll, ZUS-Präsident René Favre (Zusammenschluss der Unteren Serien), Beisitzerin Sonja Furrer und Vizepräsident Franz Moser zu sehen ist. Die berühmte Tochter von Jean Boll, Madeleine, erinnert gerne an den Pioniergeist ihres Vaters: "Nach der Gründung der Damensektion beim DFC Sion hat er sich an die anderen Clubs in der Romandie gewandt, um die Association Romande du Football Féminin (ARFF) zu gründen. Es kam dann zu Gesprächen mit der Famile Moser aus Zürich, die zu dieser Zeit den FCZ führte, und daraus entstand dann die Schweizerischen Damenfussball-Liga."
Das offizielle Logo der Schweizerischen Damenfussball-Liga, die 1970 gegründet wurde und 1992 in den Schweizerischen Fussballverband (SFV) überging.
Erste Spuren des Frauenfussballs in der Schweiz sind einigen Quellen zu Folge bereits in den 30er Jahren beim FC Adliswil zu finden. Bis zur Austragung der ersten offiziellen Meisterschaft, organisiert durch die Schweizerische Damenfussball-Liga (SDFL), dauerte es aber 40 weitere Jahre.
Video: SDFL-Sekretär Ueli Bayer blickt zurück in eine Zeit, zu der die Grundsteine für den heutigen Frauenfussball gelegt wurden:
Hitorische Eckdaten aus 50 Jahren Ligabetrieb in der Schweiz:
- 24.04.1970
Gründung der Schweizerischen Damenfussball-Liga (SDFL).
- 1970/71
Erste offizielle Meisterschaft der Frauen - der erste Meistertitel geht an den DFC Aarau.
- 1975/76
Die SDFL fügt dem nationalen Spielbetrieb einen Cup-Wettbewerb hinzu. Erster Cupsieger wird der DFC Sion.
- 1987/88
Die höchste Spielklasse wird erstmals Nationalliga genannt.
- 1990/91
Die Nationalliga B wird geschaffen.
- 1992/93
Die Schweizerische Damenfussball-Liga wird aufgelöst und in den Schweizerischen Fussballverband (SFV) integriert.
Das sportliche Geschehen der SDFL wurde in den Anfangsjahren durch den DFC Aarau geprägt. Die ersten vier Titel zwischen 1971 und 1974 gingen allesamt in den Aargau. In den 80er- und 90er-Jahren drückten dann der DFC Bern und der SV Zürich Seebach der NLA den Stempel auf teilten den Grossteil der zu vergebenden Titel unter sich auf. Einzig dem FC Rapid Lugano gelang es im Jahr 1989 diese Phalanx zu unterbrechen. Das erste Jahrzehnt der 2000er Stand im Zeichen der Vorherrschaft der Innerschweizerinnen. Der FC Sursee und LUwin.ch waren tonangebend, ehe die Zürcherinnen sich ab 2008 wieder ins Rampenlicht spielten und unter dem Namen FC Zürich Frauen neun der letzten elf Titel erringen konnten.
Pokalübergabe an die Meisterinnen des DFC Aarau nach ihrem vierten Titel in Serie im Jahre 1974.
Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzichtet der SFV auf zusätzliche Würdigungen und wird dies, sobald die äusseren Umstände es wieder zulassen, nachholen.
(Fotos: Keystone-SDA/SFV/Bayer)
Links zum Thema:
► SRF-Dokumentation: «Belächelt, beschimpft, bejubelt – 50 Jahre Frauenfussball in der Schweiz»
► Sonderausstellung im FCZ-Museum: «Eine eigene Liga! 50 Jahre Frauenfussball in der Schweiz»
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