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Maurice Lacroix ist eine der wenigen unabhängigen Uhrenmarken und gehört mit weltweit rund 220 Mitarbeitenden national und international zu den erfolgreichsten Unternehmen der Uhrenbranche.
Jährlich werden bei Maurice Lacroix an den beiden Produktionsstätten in Saignelégier und Montfaucon 120’000 Uhren gefertigt, davon 50’000 mit mechanischem Uhrwerk. „Maurice Lacroix“ war der Name eines Mitglieds des Vorstandes des Mutterunternehmens. Zu der Zeit, als über die Lancierung einer eigenen Uhrenmarke nachgedacht wurde, verstarb er. Ihm zu Ehren wählte man seinen Namen als Markennamen.
Gründer der Marke Maurice Lacroix war der Präsident und Delegierte des Verwaltungsrats, der Desco von Schulthess AG, Dr. Peter Brunner. Bis jedoch die ersten Uhren unter dem Namen Maurice Lacroix lanciert wurden, war es noch ein langer Weg.
1961 erwarb die Zürcher Desco von Schulthess AG im jurassischen Saignelégier einen Assemblagebetrieb um die Fertigung von Private Label-Uhren für den nationalen und internationalen Markt voranzutreiben.
Ausgerechnet im Gründungsjahr der Marke (1975) durchlitt die mechanische Uhrmacherei angesichts der Quarz-Revolution einer ihrer schwersten Existenzkrisen. Dennoch lancierte das Unternehmen in Österreich die erste Uhr unter dem Namen Maurice Lacroix.
In den 1980er Jahren wurde ein internationales Vertriebsnetz aufgebaut und in Pforzheim wurde die Deutschland-Zentrale des Unternehmens eröffnet.
Bekannt wurde Maurice Lacroix u.a. mit dem stilisierten M im Signet. Die großen Stärken des Modellangebots lagen damals besonders im mittleren Preissegment, wo sich die überdurchschnittlich gut ausgestatten Uhren aus Saignelegier gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten. Die Führungsriege der Desco von Schulthess AG, einem seit 1946 im Vertretungsgeschäft hochwertiger Armbanduhren und seit 1964 mit „Tiara“ im Private Label Bereich tätigen Unternehmen, war mit dem Erfolg der Lancierung der Marke Maurice Lacroix höchst zufrieden und betrachteten den Vorstoß von dem damaligen Entwicklungs-Chef René Baumann zur Schöpfung einer Kollektion von mechanischen Uhren mit liebevoll veredelten und zum Teil historischen Uhrwerken zunächst mit Skepsis. Mechanische Uhrwerke waren zum damaligen Zeitpunkt ein eben erst überwundener Anachronismus ohne Zukunft. Erschwerend kam hinzu, dass sich die Herrenuhren mit mechanischem Innenleben neben den funkelnden, verspielten Pretiosen der Stammkollektion eher etwas unscheinbar ausnahmen.
Doch mit der ihm eigenen grossen Überzeugungskraft konnte Rene Baumann sein Konzept von der Rückbesinnung auf die alten, erhaltenswerten Tugenden und Fähigkeiten plausibel machen und endlich durchsetzen. 1985 war damit der gedankliche Grundstein für die künftige Mechanik-Kollektion gelegt. 1989 erwarb Maurice Lacroix die Schweizer Gehäusefabrik Queloz SA, in der auch für andere namhafte Uhrenmarken Gehäuse produziert werden.
Im Jahre 1990 wird unter dem Namen Masterpiece Collection eine mechanische Uhren-Kollektion mit technischen Innovationen als Markenzeichen lanciert. Als stärkstes Verkaufsargument führte Maurice Lacroix die fein dekorierten, mit gebläuten Schrauben und geschliffenen Brücken versehenen sowie sinnvoll verbesserten Uhrwerke ins Feld. Dekorierte Uhrwerke waren in der Frühzeit des neuen Mechanik Booms bestenfalls von den weit etablierteren Genfer Luxusmarken bekannt. Um dieses Qualitätsmerkmal gebührend zu würdigen, schuf Maurice Lacroix als einer der ersten Hersteller die willkommene Möglichkeit zum Blick ins Uhrwerk durch gläserne Gehäuseböden.
Im Herbst 2001 wurde die Maurice Lacroix S.A., bislang eine Division der Desco von Schulthess AG, zur eigenständigen juristischen Einheit. Seit Januar 2007 gehört Maurice Lacroix innerhalb der Desco Gruppe zur neu gegründeten Desco Luxury Holding AG.
Seit dem 1. Juni 2004 vertrat Roger Federer, die aktuelle Nummer 1 im Herren-Tennis, als Botschafter die Schweizer Uhrenmarke Maurice Lacroix weltweit. In dieser Zeit feierte der Schweizer Tennisstar viele sportliche Höhepunkte: unter anderem seine Etablierung an der Spitze des Welttennis sowie seine triumphalen Siege 2004 und 2005 in Wimbledon und am US Open sowie am diesjährigen Australian Open. Maurice Lacroix konnte als offizieller Uhrenpartner den jungen aufstrebenden Sportler auf seinem Weg bis ganz an die Spitze begleiten. Im Gegenzug verlieh der Tennisspieler Maurice Lacroix ein sympathisches, glaubhaftes Gesicht und verhalf der jungen, dynamischen Marke zu einer weiteren Emotionalisierung. Dabei war es für beide Seiten wichtig, dass sowohl Roger Federer als auch Maurice Lacroix die gleichen Werte vertreten und sich beide miteinander stark identifizieren konnten.
Nach zwei Jahren enger Partnerschaft zieht Philippe C. Merk, CEO Maurice Lacroix, ein positives Resümee: «Unsere Zusammenarbeit mit Roger Federer verlief für uns sehr erfreulich und überaus erfolgreich. Wir konnten die Ziele, die wir uns mit der Konzentration auf ihn als einzigen Markenbotschafter gesetzt hatten, vollauf erreichen. Nun wollen wir mit unserer Marke den nächsten Schritt gehen.» Mit der Lancierung des ersten eigenen Manufakturwerks an der diesjährigen BASELWORLD verfolgt Maurice Lacroix konsequent den Weg in Richtung Manufakturmarke. Aber auch mit der Neulancierung der erfolgreichen Kollektionen Pontos und Miros sowie mit der neuen Damenlinie Divina konnte Maurice Lacroix grosse Erfolge verzeichnen. Dieses neue, selbstbewusste Markenbild soll nun auch in einem angepassten Kommunikationsauftritt zum Ausdruck kommen, der das Unternehmen mit Sitz in Saignelégier weiter voran bringen wird.
2006 hat Maurice Lacroix sein erstes vollkommen eigenständig entwickeltes Chronographen-Kaliber (ML 106) vorgestellt. Die komplexen Werkkomponenten für mechanische Kaliber werden in eigenen Werkstätten in Montfaucon in der Nähe von Saignelégier gefertigt. Damit kann Maurice Lacroix zu den Schweizer Uhrenmanufakturen gezählt werden.