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Inhalte und Ziele des Forschungsprojekts
Eine traumatische Querschnittlähmung wird durch eine mechanische Einwirkung von aussen, zum Beispiel durch einen Unfall, hervorgerufen. Eine Querschnittlähmung ist nicht heilbar und führt abhängig vom Schweregrad zu einem lebenslangen Verlust von Körperfunktionen, einer erhöhten Krankheitslast, Verlust von Funktionsfähigkeit, Behinderung sowie sozioökonomischer Benachteiligung. Dementsprechend zeigen Daten aus diversen Ländern, dass die Lebenserwartung von Betroffenen verkürzt ist. Für die Schweiz liegen Angaben zur Lebenserwartung jedoch nicht vor, was einer gezielten, evidenzbasierten Gesundheitspolitik bezüglich Querschnittlähmung im Wege steht.
In diesem SNF-geförderten Projekt werden die allgemeine und die todesursachen-spezifische Sterblichkeitsrate von Menschen mit einer traumatischen Querschnittslähmung untersucht und mit der Allgemeinbevölkerung verglichen. Die Datengrundlage bildet die Schweizer Kohortenstudie für Menschen mit einer Rückenmarksverletzung SwiSCI (Swiss Spinal Cord Injury Cohort Study). Kollaborationspartner ist die Schweizer Nationalkohorte SNC (Swiss National Cohort). Die Verknüpfung zwischen SwiSCI und SNC Daten ermöglicht die Zusammenführung von soziodemographischen und sozioökonomischen Informationen und Todesursachen. So können dann beispielsweise Zusammenhänge zwischen der sozioökonomischen Situation (z.B. Bildung, Einkommen) von Betroffenen und deren Lebenserwartung untersucht werden.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Das Projekt führt Daten von zwei umfassenden nationalen Kohortenstudien zusammen und wertet sie integral aus. Ein Vergleich der Lebenserwartung trägt dazu bei, Ursachen für die kürzere Lebenserwartung von querschnittgelähmten Menschen zu identifizieren und Prioritäten für Massnahmen gegen vermeidbare Todesursachen zu setzen.