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1)
Ludwig Philipp,
Graf von Bombelles, österr.
Diplomat, geb. zu
Regensburg, wurde bei der
Geheimen Staatskanzlei in
Wien
[* 10] angestellt,
dann der österr. Gesandtschaft in
Berlin beigegeben und war dort später Gesandtschaftsrat und Geschäftsträger, seit 1815 österr.
Gesandter in Kopenhagen.
[* 11] Dort vermählte er sich 1816 mit
IdaBrun, Tochter der Schriftstellerin Friederike
Brun (s. d.) und ging dann als österr. Gesandter nach
Dresden,
[* 12] wo sein Haus Mittelpunkt der musikalischen und litterar.
vulkanische, nennt man rundliche, keulenförmige oder ellipsoidisch gestaltete, faust-
bis über kopfgroße Lavaklumpen, welche, in noch halbflüssigem Zustande durch die Luft geschleudert, infolge rasch rotierender
Bewegung diese ihre Gestalt erlangten.
Sie finden sich auf den Abhängen und in der Umgebung fast jeden
Vulkans.
nach ihrem Erfinder, einem franz.
General, auch wohl Paixhans genannt,
waren
glatte
Geschütze großen
Kalibers, die Hohlkugeln,
Bomben, im flachen
Bogen
[* 24] forttrieben. Die
Röhre
der Bombenkanonen stand mit einer Seelenlänge von etwa zehn Kugeldurchmessern zwischen der
Röhre der
Kanone und der kurzen
Röhre der
Haubitze in der Mitte. Die Seele der Bombenkanonen war nach dem
Boden zu mit einer schwach verjüngten konischen Kammer
mit gerundetem
Boden versehen. Die am häufigsten angewandten Bombenkanonen hatten ein
Kaliber von 23 und 28 cm. Die Bombenkanonen sind seit 1822 bekannt
und wurden hauptsächlich zur
Bewaffnung von
Kriegsschiffen (namentlich Kanonenbooten und Dampfschiffen) und
Strandbatterien
gebraucht. Doch hatte man die 23centimetrigen auch in die
Belagerungsartillerie hineingezogen und dann
öfters zum
Schießen
[* 25] von
Vollkugeln gegen gedecktes
Mauerwerk verwendet. So
Ausgezeichnetes die Bombenkanonen leisteten, wurden sie doch
von den schweren gezogenen
Kanonen in der Wirkung wesentlich übertroffen und daher durch diese bald gänzlich verdrängt.
(auch
Kumpen oder Kumpeln genannt), ein
Verfahren, durch das Blechplatten in eine hohle
Form gebogen werden.
Beim Dampfkesselbau wird das Durchbiegen der flachrunden Kesselböden durch das in der Art erreicht,
daß die kreisrunden Platten schwach rotwarm in eine der zu erzielenden Wölbung entsprechend ausgehöhlte gußeiserne Form,
den sog.
Kump, durch Hämmern oder in besser eingerichteten Fabriken durch hydraulischen Druck mittels des
Preßkopfes oder Kumpkopfes eingetrieben werden.
Beim Brückenbau werden die zum
Belegen der
Brückenbahn angewendeten viereckigen Blechplatten, um ihre Tragfähigkeit zu erhöhen,
schwach hochgewölbt, bombiert (bombierte
Bleche oder
Buckelplatten, s. d.).
Wellbleche werden bombiert, d. h. in die Form eines
Cylinderabschnittes gebogen, indem man die Wellblechtafel an den
Enden durch Tragleisten unterstützt und
eine dritte, über die Tafelbreite reichende
Leiste in der Mitte zwischen den Stützpunkten gegen die
Tafel preßt.
(spr. bongfing),JoséLucio Travassor
Baldes,
Graf von, portug.
General und Führer der konstitutionellen Partei,
geb. zu Peniche in Estremadura, studierte zu Coimbra, nahm aber,
als 1807 die franz.
Armee in
Portugal
[* 30]
¶
mehr
einrückte, Kriegsdienste. Er war 1828 Oberst eines Regiments und kämpfte gegen DomMiguel, bis er auf Madeira
[* 32] der Übermacht
unterlag. Als Dom Pedro 1832 in Portugal landete, war Bomfim einer der ersten, die sich unter seine Fahne stellten. Er zeichnete
sich als General im Kriege gegen den Usurpator aus, stand auch als konstitutionell Gesinnter in den innern
Kämpfen der nächsten Jahre auf seiten der Königin. Nachdem er im Sept. 1837 den absolutistischen Aufstand in Gemeinschaft
mit Bandeira niedergeschlagen hatte, übernahm er im Kabinett des letztern das Kriegsministerium.
Von den Absolutisten und Radikalen angefeindet, sah er sich jedoch 1841 veranlaßt, sein Portefeuille
niederzulegen. Nach dem Siege der Absolutisten im Jan. 1842 beschränkte sich Bomfim mit seinen Parteigenossen anfangs auf die
parlamentarische Opposition. Als jedoch das Ministerium Costa-Cabral die Cortes auflöste, begann er zu Gunsten der Verfassung
von 1837 den offenen Kampf gegen die Regierung, sah sich aber genötigt, zu kapitulieren und
nach Spanien zu flüchten.
Später beteiligte sich an der Erhebung gegen das Ministerium Saldanha, stellte sich an die Spitze des aufständischen Landvolks
in den Provinzen, schlug die königl. Truppen im Nov. 1846 bei Marcella, unterlag aber 22. Dez. gegen Saldanha bei Torres-Vedras
und wurde durch ein Kriegsgericht zur Deportation nach Afrika
[* 33] verurteilt. Die Amnestie vom Mai 1847 öffnete
ihm die Rückkehr nach Portugal. Ende 1848 beteiligte er sich nochmals an den polit. Kämpfen, zog sich aber seitdem vom öffentlichen
Schauplatz zurück und starb