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1. Zu hohe Energiezufuhr
Zwar sind Katzen nicht ganz so anfällig dafür dick zu werden, wie Hunde. Veränderte Lebensbedingungen (Kastration, Wohnungshaltung etc.) führen aber dazu, dass immer häufiger auch Katzen mit Gewichtsproblemen zu kämpfen haben. Übergewicht hat negative Auswirkungen auf Herz- und Kreislauf, Gelenke, Bänder und verschiedene innere Organe, vor allem Leber und Nieren und kann Folgekrankheiten wie Diabetes nach sich ziehen und sollte daher vermieden werden. Eine Gewichtsreduktion muss langsam erfolgen. Da Katzen gerne über den Tag verteilt immer wieder fressen und beim Betteln sehr einfallsreich und penetrant sein können, empfiehlt es sich, nicht die Menge des Futters zu reduzieren, sondern Futter mit geringerer Energiedichte zu verfüttern. Es gibt verschiedene Angebote kommerzieller Futter zur Gewichtsreduktion. Daneben ist darauf zu achten, dass gerade reine Wohnungskatzen zur Bewegung animiert werden.
2. Fütterung mit Hundefertigfutter
Ein verbreiteter Fehler ist, die Katze mit Hundefertigfutter zu ernähren. Katzen haben jedoch einen fast viermal höheren Proteinbedarf, brauchen mehr als die doppelte Menge an Vitaminen des B-Komplexes, brauchen die Aminosäure Taurin und Vitamin A. Diese grundlegenden Unterschiede in den Nährstoffbedürfnissen von Hund und Katze führen dazu, dass Katzen, die mit Hundefertigfutter ernährt werden, auf die Dauer Mangelschäden entwickeln müssen (z.B. Herzmuskelschwäche, Erblinden, Störung des Immunsystems, Verminderte Fruchtbarkeit).
3. Reine Fleischfütterung
Eine Katze frisst vom Beutetier nicht nur das Muskelfleisch, sondern auch die Knochen. Reine Fleischfütterung daher ist ungesund, denn Fleisch enthält zu wenig Kalzium, so dass ein Kalziummangel auftritt. Das ist vor allem für junge Katzen gefährlich, da es durch den Kalziummangel zu einem fehlerhaften Skelettaufbau mit der Neigung zu Knochenbrüchen kommen kann.
In kommerziell erhältlichem Katzenfutter ist das Kazlium:Phosphor-Verhältnis ideal eingestellt.
4. Zu viel Leber
Viele Katzen fressen sehr gern Leber. Darin ist viel Vitamin A enthalten. Da die Katze Karotin nicht in Vitamin A umwandeln kann, ist zur Deckung des Vitamin A Bedarfs bei Katzen, die mit selbstzubereitetem Futter versorgt werden, die Gabe von 100g Leber einmal wöchentlich zu empfehlen. Wird jedoch einer Katze täglich Leber verfüttert, so kann dies zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen, bei der es zu Störungen des Knochenwachstums und zu Knochenwucherungen kommt. Davon betroffene Katzen zeigen anfänglich Schmerzen und Versteifungen im Halsbereich, mit Fortschreiten der Erkrankung werden dann auch die Extremitäten zunehmend unbeweglich und die Katzen magern ab.
5. Verfütterung von Milch
Milch ist kein Getränk, sondern Nahrung. Allerdings enthält sie viel Milchzucker (Lactose), der von den Verdauungsfermenten der Katze nur unvollständig gespalten werden kann. Daher kann es zu schweren Durchfällen kommen, wenn der Katze Milch verfüttert wird.