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Doch erst 40 Jahre später erhielt der Bund mit einer Verfassungsrevision das Notenmonopol. Bis dahin war die Banknotenausgabe Kantonssache. Im Land kursierten Geldscheine von rund 60 Kantonal- und Privatbanken.
Im Jahr 1907 eröffnete die SNB ihre Schalter. Weil die Zeit nicht reichte, um neue Noten zu schaffen, behalf man sich damals mit so genannten Interimsnoten. Sie basierten auf dem Bildmuster der früheren Emissionsbanken und wurden mit einer roten Rosette mit Schweizer Kreuz versehen.
Schon die erste Serie beinhaltete eine 1000-Franken-Note. Bis heute blieb diese eine der wertvollsten Banknoten der Welt. Nur Singapur druckte bis 2014 mit einem Nennwert von 10’000 Dollar (7000 Franken) eine noch teureren Schein.
1911 folgten die von Ferdinand Hodler und Eugène Burnand gestalteten Noten mit bekannten Motiven wie “Holzfäller” und “Stickerinnen”. Dazu gehörte auch eine Fünffranken-Note. Sie blieb von allen Abschnitten am längsten im Umlauf und verlor erst 2000 ihre Gültigkeit. Die zugleich produzierte 40-Franken-Note diente lediglich als Reserve.
Ab 1956 kam eine vom Grafiker Pierre Gauchat gestaltete Serie in den Verkehr. Als bekanntestes Motiv bleibt der heilige Martin auf der Hunderternote in Erinnerung, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Der Tausender von damals war mit einer Länge von 288 Millimeter ein wirklicher “Lappen”.
1976 wurde eine vom Grafikerpaar Ursula und Ernst Hiestand kreierte Serie in Umlauf gesetzt – mit Menschen, die in Wirklichkeit existiert hatten wie dem Architekten Francesco Borromini auf der Hunderternote.
1995 folgte die bis heute aktuelle Serie, die von Jörg Zintzmeyer entworfen wurde und punkto Sicherheit neue Massstäbe setzte. Sie zeigte Künstler und Schriftsteller, darunter erstmals eine Frau, die Künstlerin Sophie Taeuber-Arp (50-Franken-Note). In dieser Serie ersetzte eine 200-Franken-Note den 500-Franken-Schein.
Die neusten Geldscheine, die ab diesem April in Umlauf kommen, bilden die insgesamt neunte Notenserie. Von den bisherigen acht Auflagen bekam die Öffentlichkeit nicht alle zu Gesicht.
Neben so genannten Kriegsnoten (1918-30) produzierte die SNB auch mehrere Reserveausgaben. Dies für den Fall, dass das Land mit Falschgeld überschwemmt worden wäre. So gestalteten 1938 Hans Erni und Viktor Surbeck eine Reihe von Industriemotiven. Seit der letzten Reserveserie von 1984 vertraut die SNB auf neue Sicherheitstechnologien.
(SDA)