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Wie die Ernährungsexperten aus Bonn am Dienstag vergangener Woche (7.1.) mitteilten, verzehren Männer im Schnitt mit fast 1,1 kg pro Woche fast doppelt so viel Fleisch, Fleischerzeugnisse und Wurstwaren wie Frauen.
Damit überschritten sie den von der DGE empfohlenen Orientierungswert von wöchentlich 300 g bis 600 g deutlich; Frauen lägen am oberen Grenzwert. Die Auswertung von Daten der Nationalen Verzehrsstudie II über den Lebensmittelverbrauch von knapp 14 000 Männern und Frauen zwischen 14 und 80 Jahren habe zudem bei Getränken geschlechtsspezifische Unterschiede deutlich gemacht, erläuterte die DGE. Demnach trinken die Herren etwa doppelt so viel Limonade und mehr als sechsmal so viel Bier wie die Damen.
Nicht bestätigt hat sich nach Angaben der Ernährungsspezialisten dagegen die Behauptung, dass Frauen „süße Schleckermäuler“ seien. Im Gegenteil: Die männliche Bevölkerung verzehrt laut DGE mehr Zucker, Süßwaren, Kuchen, Torten und Gebäck sowie Fruchtsäfte und Nektar als die weibliche. Frauen haben dagegen beim Obst die Nase vorn. Sie essen durchschnittlich 182 g pro Tag, Männer nur 143 g. Damit wird der von der DGE genannte Orientierungswert von mindestens 250 g pro Tag von beiden Geschlechtern nicht erreicht.
Ähnlich sieht das bei Gemüse aus, wobei Frauen mehr Rohkost und Männer mehr erhitztes Gemüse bevorzugen. Die empfohlenen Verzehrsmengen für Fisch - 80 g bis 150 g fettarmer Seefisch und 70 g fettreicher Seefisch pro Woche - werden ebenfalls geschlechterunabhängig deutlich unterschritten. Insgesamt betrachtet essen die Deutschen laut DGE zu wenig Lebensmittel pflanzlichen und zu viel tierischen Ursprungs.