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Was ist Rasa?
RASA ist der Nährsaft aus dem Nährbrei vom Darm.
Manchmal wird RASA auch Plasma oder nährstoff-führende Lymphe genannt. RASA ist das erste von sieben Kerngeweben auch Dhatu genannt. Am Ende jeder Gewebesynthese wird aus der Essenz des Überschusses das nächste Gewebe gebaut. Von Rasa leitet sich der Begriff Rasayana ab: die legendären ayurvedischen Verjüngungsmittel.
Die sieben Kerngewebe sind:
RASA, Blut, Fleisch, Fett, Knochen, Nerven, Stammzellen. Die Essenz die übrig bleibt ist OJAS.
Rasa bezieht sich vorwiegend auf das Element Wasser im Körper. Das Wort Rasa bedeutet nährende Sauce, Juice, Saft, Fluid oder Flüssigkeit. Im physischen Körper hat Rasa einen direkten Bezug zum Blutplasma und zum Zwischenzellgewebe, das aus den Blutarteriolen austritt, um mit den darin gelösten Nährstoffen in die Zellen zu wandern. Der flüssige Teil der Muttermilch zählt auch zum Plasma.
Das nährstoffreichste Gewebe
Obwohl Rasa eine wässrige Grundnatur hat, ist Plasma das gehaltvollste Gewebe und der Starting Point für Verjüngung. Im Plasma und in der Nährlymphe schwimmen die gelösten Nährstoffe wie Glukose, Aminosäuren, Fettsäuren sowie sekundäre Nährstoffe. Sie werden zum Aufbau von allen anderen sechs Geweben und zur Bildung von Ojas, der Ausstrahlung und Vitalität nötig sind.
Rasa-Plasma entsteht durch vollmundige, armomatische Ernährung und eine intakte Verdauung mit nährstoffreichem Essen, das von Agni, dem Verdauungsfeuer gut aufgespalten wird und perfekt resorbiert wird. Nicht zuträgliches Essen bildet mangelhaftes Rasa.
Zufrieden und vergnügt
Wenn Rasa voll und gesund ist, fühlt sich die Person gesättigt, gestillt, zufrieden und in ihrer Mitte. Dieses Rasa-Wohlgefühl wird physisch und psychisch empfunden. Vollmundiges Rasa besitzt die Kraft die anderen Gewebe ideal zu durchnähren für das Gefühl von Gesundheit, Kraft, Vitalität, geistige Ausgeglichenheit und Schönheit.
Gesundes Rasa bildet das Fundament für das Wachstum bei Kindern, die Regeneration aller Zellen im Verlaufe des Lebens und besonders wenn es um aktive Verjüngung im Sinne von Zell-Reset für Reverse Aging geht.
Gesundes RASA bildet nach Ayurveda ebenso das Fundament für gesunde geistige Funktionen wie Weisheit, Güte, Weitsicht, Rücksicht, Toleranz, Liebesfähigkeit, Mut zu Grossem und ein Blick für die Gesellschaft und die Weiterentwicklung der menschlichen Spezie. Ein vollständiges Verdauungs-RASA aus Ernährung hilft dem Menschen aus dem Mangel von Geld, Gütern, Freunden zu steigen um das Leben zu geniessen und sich in dieser Welt genährt zu fühlen.
Wie ist RASA zusammengesetzt
Gemäss den Eigenschaften des Elementes Wassers zusammen mit wenig Element Erd-Element weist Rasa diese Qualitäten auf:
Kalt, schwer, feucht, weich, stabil, unten, flüssig, trüb, voll, reich.
Rasa ist Kapha ähnlich
Diese Qualitäten ähneln der Kapha-Typologie. Kapha besteht aus den Elementen Wasser, Mineral und Erde. Wasser wie pures Wasser aber auch Fettsäuren, welche Feuchtigkeit stabil halten und nicht wie Wasser verdunsten. Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Kalium, Natrium, Zink, Mangan, Kupfer, Eisen und andere Spurenelemente. Erde wie Aminosäuren und Kohlehydrate.
Alterung ist eine Abnahme, Verlust von Substanz sowie der mangelnde Wiederaufbau von wohlgeformter, funktionstüchtiger Substanz.
Das VATA-und das PITTA-Prinzip im Körper muss mit dem KAPHA-Prinzip ausgeglichen werden um den Alterungsprozess zu verlangsamen.
RASA nimmt deshalb die bedeutendste Rolle in der Formierung von physischer Substanz ein, wie Blutaufbau, Muskelbildung, Unterhautfettgewebe, Polsterfett, Hautstraffung, dichtes Haar, volle Lippen, befeuchtete Gelenke, dichte Knochen und genügend hohe Hormonlevel.
Wenn das RASA Gewebe unvollständig ist oder sich erschöpft
Kommt oft vor bei Kindern, Jugendlichen oder jungen Frauen in den Stressjahren der Kariere durch Junk-Mangelernährung, geschieht dies auf Kosten von Kapha-Qualitäten.
Ca. ab 37, spätestens ab 43 werden die physisch, unterernährten Gewebestrukturen durch die ersten Fältchen sichtbar. Wasser-, Mineral- und Erdelementvorräte erschöpfen sich.
VATA leidet besonders unter schwachem RASA
VATA Qualitäten wie trockene, raue Haut, Haarausfall, Muskelschwäche, dünnere Haut, Hormonrückgang, Verdauungsschwäche, Verstopfungsneigung, trockene Schleimhäute in Vagina, Rachen und Augen nehmen zu.
Wenn RASA schon viele Jahre unterversorgt war, neigen Menschen zu Infektionen, Unfruchtbarkeit, Abborte in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten, zu wenig oder keine Muttermilch, Blutmangel, Menstruationsausfälle, Zehennägelprobleme.
Psychologisch neigen Menschen, besonders VATA dominante Menschen mit jahrelangem RASA-Mangel zu nervösem Geist, Gefühl von nicht angenommen sein, Unzufriedenheit mit sich und der Welt.
Sie leiden unter Zukunftsangst und dauernd zu wenig Energie um für sich eine lebenswerte, stabile und vergnügte Existenzsicherung im Kreise von lieben Menschen zu erschaffen. Das Gefühl von ungenügend sein um reich, wohlhabend und begütert zu sein fehlt.
Es tönt vielleicht komisch, aber Existenzsicherung beginnt mit sich wirklich durch das Essen nähren.
Rasayanas sind RASA bildende ayurvedische Nahrungsergänzung
Im Ayurveda werden sehr nährstoffreiche, reizfreie und leicht resorbierbare, aufgeschlossene quasi durch spezielle Verarbeitung vorverdaute/aufgeschlossene Konzentrate, Rasayanas, genannt. Rasayanas sind die Verjüngungsmittel.
AGNI, Voraussetzung für RASA Bildung
Die Voraussetzung für volles RASA ist ein starkes AGNI = Verdauungsfeuer.
AGNI ist eine Kombination aus hochenzymatischen Magen-, Leber- und Pankreassäften, der Durchblutung / Durchwärmung der Dünndarm-Zotten, der Zusammensetzung des Mikrobioms und der vegetativen Peristaltikkraft.
AGNI charakterisiert sich durch die Umwandlung von Körperfremdem zu Körpereigenem.
Nicht nur von Essen, sondern auch von Eindrücken und eigenen Gedanken. Als AGNI wird im Ayurveda nicht nur die Verdauungskraft verstanden sondern der ganze Metabolismus, sowohl der Zell- und Gewebeaufbauende Anabolismus wie auch der Stoffwechsel-Endprodukt verwertende Katabolismus.
Zungenprobe
Wenn du den Zustand deines Darmes anschauen möchtest, schaue deine Zunge vor dem Spiegel an.
Ist sie weiss pelzig oder schleimig belegt ist ein schlechtes KAPHA (Schleim) im Darm angesammelt. Ist die Zunge rot, sekretarm und rissig ist zuviel PITTA und VATA im Körper.
An was erkennst du krankhaftes RASA
Krankhaftes RASA führt zu Wasserstauungen im Zwischenzellgewebe, Schwellungen, Schleimabsonderung in Nase, Rachen und Vagina, Käsefüsse, Fetteinlagerung, Cellulite, Lipödem bis zu gutartigen und malignen Tumoren.
RASA ist trüb, stinkt und wird schleimig. Diese Schlacken werden Ama genant.
Setzt sich Ama als Ablagerungen und Auskristallisierung erst mal fest im Körper bedarf es einen längeren Prozess Ama wieder aus dem Körper auszuscheiden.
Das Blut wird dicker und verklebt. Die Menstruation wird kuagulös, dauert länger und kommt häufiger im Versuch Schlacken auszuscheiden. Der Urin wird trüb und stinkt, der Stuhlgang massig, schmierig, stinkig und breiig.
Krankes RASA trübt den Geist
Das Hirn wird durch die trübe Lymphe im Kopf benebelt, Mückensehen in den Augen. Der Geist wird träge und die Energie und Lebensfreud sinkt ab.
Der Charakter wird anhaftend an materielle Dinge, da dem Wesen der Zugang zum Kreieren und Erbauen von Neuem mangelt. Ganz im Spiegel der Unfähigkeit neue Zellen und intakte Körpergewebe aufbauen zu können.
Frauen mit schwachem RASA neigen zur Gewichtszunahme bei gleichzeitigem Abbau schöner, jugendlicher Gewebe. Mehr Fett, weniger Muskeln. Mehr Aufgedunsenheit, weniger Straffe.
VATA und Pitta Doshas verbrauchen am meisten RASA
VATA mit dem Element Luft und den Eigenschaften windig, ätherisch und kalt trocknet das RASA-Fluid aus. Pitta mit dem Element Feuer und den Eigenschaften heiss, ätzend, scharf brennt RASA aus.
KAPHA-Qualitäten vermehren RASA
RASA vermehrt KAPHA-Gewebe wie volle, pralle, dicke Haut, dichtes, weiches, glänzendes Haar, starke Nägel, weiche Gelenke. Aber auch volle ruhige Stimme, gütige Augen, friedliches Gemüt, ein genährtes und getragenes Lebensgefühl.
Die Falle der gesundheitsbewussten VATA’s
Gerade gesundheitsbewusste Frauen mit einer VATA und/oder PITTA Dominanz missachten in ihrer Ernährung und Lebensführung dieses Verjüngungs-Gesetz und nähren ihr RASA nicht. Sie folgen über Jahre modernen Programmen die kaphareduzierend sind.
Es ist vor allem das Wasser-Element das RASA-Plasma und KAPHA-Gewebe fördert.
Wasser im Körper halten
Damit ist aber nicht nur Wasser trinken gemeint, sondern die Fähigkeit Feuchtigkeit im Körper zu speichern.
Wasser in Kombination mit Mineral- und Erdelement
Eine Verjüngungsernährung für VATA ist deshalb schwer, feucht, dicht an Kohlehydrate, Proteine und Fette, dicht an sekundären Stoffen wie Mineralien, Vitamine, Enzyme, Präbiotikas.
Um PITTA’s Feuer zu besänftigen ist eine RASAYANA Ernährung nicht zu heiss, zu sauer, zu scharf, unnatürlich, zuckerreich, alkohlig oder gebraten.
RASA für feinstofflichen Körper
In den feinstofflichen Körpern und Energiekanälen bewirkt RASA elektrische Eigenschaften für den Energiefluss um tieferes Gewahrsein zu ermöglich. Es wird vermutet, dass Hyaloron das Fluid ist, welches durch die Meridiane fliesst. Wenn RASA bis zum Ätherkörper vordringt wird ein Mensch natürlicherweise reich an Mitgefühl, Dankbarkeit und die Fähigkeit präsent zu bleiben.
Wenn RASA in Balance ist, kommen die besten Charaktereigenschaften zum Erblühen. Wenn RASA kränkelt leidet der Mensch unter emotionaler Instabilität und hat Mühe ihr ganzes Leben in Balance zu halten.
Wenn RASA mangelt wirkt sich dies nicht nur ungünstig auf die Gewebebildung aus, sondern auch die Energieflüsse und die Chakradurchflutung wird in Mitleidenschaft gezogen. Im westlichen würde man sagen: die Psycho-Neuro-Hormonale Achse ist in Disbalance.
Tatsächlich sind vegetative Störungen sehr verbreitet und werden dem Stress zugeschrieben.
Aus ayurvedischer Sicht ist die Stressintoleranz eine direkte Folge von mangelndem RASA, das jedoch sehr leicht durch Ernährung und Nahrungsergänzung ausgeglichen werden kann.
Ein Vorgehen, das völlig ohne Mithilfe von aussenstehenden Faktoren von der Person selber vollbracht wird.
Heilendes RASA bedeutet die Zunahme von energetisiertem Wasser im Körper.
Wasser ist viel mehr als das feuchte klare Etwas was 70% der Erde und der Menschenkörper ausmacht.
Wasser als Fluid oder Plasma ist eher eine Energie mit flüssiger Konsistenz.
KAPHA hat Vorteile in Sachen Jugendlichkeit
Menschen mit mehr Kapha in ihrer Kernkonstitution neigen zu einer besseren Wasserversorgung bis ins hohe Alter. Sie können sich lange über eine faltenarme Haut und volles, glänzendes Haar mit starken Knochen und prallen Geweben erfreuen.
Frauen mit mehr VATA und PITTA Konstitution neigen zum RASA-Verlust
Sie müssen in einem ganzheitlichen Verjüngungs-Kontext mehr zur Bildung eines vollen RASA’s von Aussen beitragen. Ihre Verjüngungs-Strategie ist umfassender und aufwendiger.
Sie werden deshalb von KAPHA dominanten Menschen gerne für ihre strengen Gesundheits-Prinzipien kritisiert oder mindestens belächelt. PITTA Naturelle besitzen etwas mehr Vorrat, doch wenn sie ihr Feuer nicht im Griff halten, wie zb überhitzendes, saures oder säurebildendes Essen, hitziger Lifestyle, kämpferischer Charakter, häufig Orgasmus oder Stress jeglicher Art, neigen dazu die RASA-Bildung anzugreifen oder zu drosseln.
Zutaten von RASA
Die zwei wichtigsten Zutaten von RASA sind nach Ayurveda Salz und Zucker. Hierbei ist nicht nur Steinsalz oder Meersalz gemeint sondern alle Mineralsalze.
Unter Zucker ist nicht der Weisszucker, schnelle Kohlehydrate wie glutenhaltige sowie glutenfreie Weissmehle gemeint, sondern essentielle Zucker. Vollwertige langkettige Kohlehydrate und mineralstoffreiche Früchte und Gemüse.
Salz hält Wasser im Körper und Zucker nährt ihn
Zuviel Salz trocknet hingegen aus und macht durstig, indem der Körper versucht Wasser nachzuziehen. Auch scharfes, bitteres, herbes und ätherisches trocknet stark aus und Fluid verdunstet.
Viele Detoxbewusste Frauen verwenden über zu lange Zeiträume zu hohe Mengen an Bitter (Lebermittel), Scharf (Schleimausleitung), Heiss (koffeinhaltige Energiedrinks), Herb (Parasitenausleitung) und Äther (Alkohol und ätherische Öle als NEM).
Sie neigen dann zu porösen Schleimhäuten bist zu Blasenentzündungen, hypersensible, schuppige Haut, roten Augen, überempfindlicher Darm, rissige Lippen und Hände, Haarbruch trotz Biopflege, vor Trockenheit juckenden Ohren und Vagina, schmerzenden Gelenken bis zu unstillbarem Durst.
Agnianregung
Am besten würden verdünnte sehr süsse farbige Früchte helfen. Doch viele Frauen leiden gleichzeitig an Candida wegen Toxinbelastung und bekommen von Fruchtzucker Blähungen. Gase trocknen leider noch mehr aus und verhindern eine optimale Nährstoffresorption.
VATA-Frauen oder generell Frauen nach den Wechseljahren, besonders ab 60, die sich in einem chronsichen RASA-Mangel befinden, leiden häufig parallel an einem schwachen AGNI.
Die AGNI-Anregung braucht Scharfes, Salziges und Saures. Geeignete Gewürze hierfür sind frischer Ingwer am Schluss übers Essen reiben, Thymian, Oregano, Bohnenkraut, Mayoran, Galgant, Kreuzkümmel, Fenchelsamen, Kümmelsamen, Anis, Pipali = langer Pfeffer, der wie schwarzer Pfeffer schmeckt. Grüne Limette, die im Gegensatz zu Zitrone süss verstoffwechselt wird, verpasst den Frischekick.
Befeuchtendes Essen soll breiig, suppig, saucig, saftig gekocht sein. Agni erfreut sich an fermentierten hocharomatischen Würzen wie Misopaste, Misopulfer oder Bio Soyasauce.