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Definitionen
Es wurden 119 Definitionen gefunden.
AnkünfteAnzahl Gäste, die mindestens eine Nacht in einem Beherbergungsbetrieb verbringen.
Arbeitslose, registrierte
Personen, die bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) registriert, ohne Stelle und sofort vermittelbar sind.
Arbeitslosenquote
Anzahl registrierte Arbeitslose im Verhältnis zur Anzahl Erwerbspersonen. Als Basis dienten bis 2009 die Erwerbspersonen gemäss jeweils letzter eidgenössischer Volkszählung; von 2010 bis 2013 die Erwerbspersonen gemäss Strukturerhebung 2010; seither die Erwerbspersonen gemäss Strukturerhebung der Jahre 2011 bis 2014 (Mehrjahres-Durchschnitt).
Arbeitslosenquote in den Branchen
Die branchenspezifischen Quoten sind im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Quote leicht überschätzt. Die Arbeitslosenquote nach Branchen zeigt das Verhältnis der Arbeitslosen zu den Erwerbstätigen – und nicht zu den Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose), wie dies bei der Arbeitslosenquote normalerweise der Fall ist. Die Arbeitslosenquote nach Branchen fällt aufgrund dieser methodischen Besonderheit geringfügig höher aus. Die Arbeitslosen werden der Branche ihres letzten Arbeitgebers zugeordnet.
Arbeitspendler/innen
Erwerbstätige, die ihr Wohngebäude verlassen, um sich zur Arbeit zu begeben. Als Wohnort berücksichtigt wird in der Strukturerhebung der Ausgangswohnort für den Weg zur Arbeit, in der eidgenössischen Volkszählung bis 2000 der wirtschaftliche Wohnsitz. Im Bereich 11 Mobilität und Verkehr werden zusätzlich die Pendlerströme von Personen in Ausbildung betrachtet.
Siehe auch: Pendlerinnen und Pendler
Arbeitsstätte (AS)
Örtlich isolierte Produktionseinheit, in der Regel ein Grundstück, Gebäude, Gebäudekomplex oder Gebäudeteil, in der eine wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt wird. Eine oder mehrere Arbeitsstätten zusammen bilden eine institutionelle Einheit. In der Statistik der Unternehmensstruktur werden alle Arbeitsstätten erfasst, in denen mindestens ein/e Beschäftigte/r tätig ist.
Aufenthaltsdauer, mittlere (Beherbergungsstatistik)
Anzahl Logiernächte im Verhältnis zur Anzahl der Ankünfte.
Ausgangswohnort für den Weg zur ArbeitWohnort, von wo aus sich eine Person normalerweise zur Arbeit begibt.
Auslastung (Beherbergungsstatistik)
Anzahl Logiernächte geteilt durch die gesamte Betten-/Zimmerkapazität der betreffenden Periode in Prozent. Ausgewiesen wird die Nettoauslastung (Logiernächte im Verhältnis zur Nettokapazität; die Nettokapazität entspricht der Anzahl Betten/Zimmer eines Betriebs multipliziert mit der Anzahl Öffnungstage).
AussenbeitragIn der Aussenhandelsstatistik: Differenz zwischen dem Gesamtwert von exportierten und importierten Waren und Dienstleistungen.
Beherbergungsbetrieb
Betriebe, der gegen Entgelt eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten. Folgende Beherbergungsarten werden unterschieden:
- Hotels: Hotels, Pensionen, Gasthäuser, Motels usw.
- Kurbetriebe: Kurhäuser mit ärztlicher Leitung oder Betreuung, Höhenkliniken, Volksheilbäder usw.
- Camping-Plätze: Vermietung und Verpachtung von abgegrenztem Gelände zum Aufstellen von Wohnwagen/-mobilen oder Zelten
- Ferienwohnungen und -häuser: Unterkünfte in gemieteten Ferienwohnungen und -häusern, Privatzimmern, Gästeunterkünften, Studios usw.
- Kollektivunterkünfte: Gruppenunterkünfte mit meist minimalem Komfort wie Touristen- und Massenlager, Vereins- und Clubhäuser, Jugend- und Sportquartiere, Berghütten usw.
Als geöffnet gelten Betriebe mit mindestens einem Öffnungstag im Erhebungsmonat. Erfasste Betriebe sind entweder geöffnet oder vorübergehend geschlossen. Die Zahl der in einer Periode geöffneten/erfassten Betriebe wird als Durchschnitt der einzelnen Monatswerte ermittelt.
Beschäftigte (BS)
Besetzte Stellen. Eine Person kann mehrmals als Beschäftige/r geführt werden, wenn sie in verschiedenen Unternehmen tätig ist. Die Statistik der Unternehmensstruktur erfasst alle unselbstständig und selbstständig beschäftigen Personen mit einem AHV-pflichtigen Lohn (2011: ab 2‘300 Fr. jährlich).
BeschäftigungsdichteVerhältnis der Anzahl Beschäftigten eines Gebiets zur Anzahl Einwohner/innen (mittlere Wohnbevölkerung) dieses Gebiets. Wohngegenden sind durch eine tiefe Beschäftigungsdichte charakterisiert, während die wirtschaftlichen Zentren mit vielen Zupendlern höhere Werte aufweisen.
Betreibungen und Konkurse
Diese werden im Allgemeinen durch das Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) geregelt. Die Schuldbetreibung beginnt mit der Zustellung des Zahlungsbefehls und wird entweder auf dem Weg der Pfändung, der Pfandverwertung oder des Konkurses fortgesetzt. Für ungedeckte Forderungseingaben von Gläubigern werden Verlustscheine ausgestellt.
Betrieb
Der Begriff wird oft als Synonym für Arbeitsstätte verwendet.
Bio-BetriebLandwirtschaftsbetrieb mit biologischem Landbau.
Biologischer LandbauUmweltschonende Produktionsform nach den Regeln des ökologischen Leistungsnachweises sowie zusätzlichen Anforderungen nach der Bio-Verordnung vom 22. September 1997. Gefordert wird unter anderem der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie auf gentechnische Eingriffe und Embryotransfer in der Nutztierhaltung.
BrennholzNebenprodukt der Waldpflege und Holzernte, wird zur Energiegewinnung genutzt.
Bruttoinlandprodukt (BIP)
Mass für die wirtschaftliche Leistung eines Landes oder einer Region in einem bestimmten Zeitraum. Das BIP kann nach dem Produktions-, dem Verwendungs- und dem Einkommensansatz berechnet werden (vgl. unter "Erhebungen" Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung). Der Produktionsansatz misst das BIP als Summe der Bruttowertschöpfung zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen. Berücksichtigt wird die gesamte auf dem Gebiet des Landes oder der Region erbrachte Wertschöpfung, unabhängig vom Wohnort bzw. Firmensitz (Inlandkonzept).
BruttoinvestitionenBauinvestitionen (Hoch- und Tiefbau), Ausrüstungsinvestitionen (Maschinen, Geräte, Fahrzeuge), Vorratsveränderungen (Zu- oder Abnahme der vorrätigen Mengen) sowie Nettozugang an Wertsachen (Differenz zwischen Zu- und Abgang von Wertsachen).
Bruttonationaleinkommen (BNE)
Das BNE (zu Marktpreisen) entspricht dem BIP abzüglich der an die übrige Welt geleisteten Primäreinkommen und zuzüglich der aus der übrigen Welt empfangenen Primäreinkommen (Inländerkonzept). Das einkommensbasierte BNE löste 2003 das produktionsbasierte Bruttosozialprodukt (BSP) als Referenzaggregat ab.
DetailhandelsumsatzWert aller Warenverkäufe an Endverbraucher (private Haushalte) sowie der Reparaturen für Endverbraucher zu Verkaufspreisen (inkl. MWSt, abzüglich jeglicher Preisreduktionen).
DevisenAuf ausländische Währung lautendes Buchgeld. Das Buchgeld umfasst Forderungen, insbesondere Guthaben auf Konten. Von ihm unterschieden wird das Bargeld, womit der Noten- und Münzenumlauf bezeichnet wird. Für Devisen kommen andere Wechselkurse zur Anwendung als für ausländisches Bargeld.
Direktzahlungen in der LandwirtschaftBeiträge der öffentlichen Hand zur Abgeltung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen (allgemeine Direktzahlungen) und speziellen ökologischen Leistungen (ökologische Direktzahlungen). Zu den allgemeinen Direktzahlungen gehören Flächenbeiträge, Beiträge für Raufutter verzehrende Nutztiere sowie Hangbeiträge und Beiträge für Tierhaltung unter erschwerten Bedingungen für Bewirtschafter/innen in Hügel- und Bergregionen. Die ökologischen Direktzahlungen werden für ökologische Leistungen erbracht, die über den ökologischen Leistungsnachweis hinausgehen. Dazu gehören Öko-, Etho-, Öko-Qualitäts-, Sömmerungs- und Gewässerschutzbeiträge.
Doppelverdiener-EhepaareEhepaare, bei denen beide Teile erwerbstätig sind und über ein steuerbares Erwerbseinkommen verfügen.
Eigenveredelungsverkehr
Einfuhr und Ausfuhr
Die Einfuhr umfasst alle aus dem Ausland stammenden, beim Eingang in die Schweiz verzollten oder zollfrei zugelassenen Handelswaren. Zur Ausfuhr gehören sämtliche ins Ausland gehenden Handelswaren schweizerischen Ursprungs, nationalisierte Waren und der Veredelungsverkehr. Der Einfuhr- und Ausfuhrkanton leitet sich aus dem Standort des Importeurs respektive des Exporteurs ab. Dienstleistungsexporte und -importe werden in der Aussenhandelsstatistik nicht erfasst.
Einfuhr- und Ausfuhrland
Als Einfuhrland gilt seit 2012 das Ursprungsland. Dieses bezeichnet jenen Staat, in dem die Handelsware vollständig gewonnen und überwiegend hergestellt worden ist. Vor 2012 wurde das Erzeugungsland berücksichtigt (Ursprungsland oder, falls das Produkt in den freien Verkehr einer Zollunion gelangt ist, Versendungsland). Das Ausfuhrland entspricht dem Bestimmungsland (Staat, in dem die Ware ihrem Verwendungszweck zugeführt oder veredelt werden soll).
EinkommensansatzDer Einkommensansatz betrachtet die Bezahlung der Produktionsfaktoren (Boden, Arbeit und Kapital):
Entgelt an zur Verfügung gestellten Produktionsfaktoren
+ Abschreibungen
+ Berichtigungen für Steuern und Subventionen
= BIP
Siehe auch: Bruttoinlandprodukt (BIP)
ElementarschädenDie bei der Gebäudeversicherung Luzern eingehenden Schadenfälle werden in Feuer- und Elementarschäden unterteilt. Letztere umfassen Schäden an Gebäuden, die durch Sturmwind, Hagel, Hochwasser, Überschwemmung, Sturmflut, Lawine, Schneedruck oder -rutsch, Erdrutsch, Steinschlag oder Felssturz verursacht werden.
Erwerbslose
Als erwerbslos gelten im Rahmen der Strukturerhebung Personen im Alter ab 15 Jahren, die nicht erwerbstätig sind und aktiv eine Stelle suchen. Eine Registrierung bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) wird nicht vorausgesetzt.
Siehe auch: Erwerbstätige
Erwerbslosenquote
Anzahl Erwerbslose im Verhältnis zur Anzahl Erwerbspersonen.
Erwerbspersonen (aktive Bevölkerung)Personen im Alter ab 15 Jahren, die entweder erwerbstätig oder erwerbslos sind.
Erwerbsquote
Prozentualer Anteil der Erwerbspersonen an der Wohnbevölkerung. Der Anteil der Erwerbspersonen an der gesamten Wohnbevölkerung heisst auch Bruttoerwerbsquote, während die Nettoerwerbsquote den Anteil der Erwerbspersonen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre) bezeichnet.
Erwerbstätige
Personen im Alter ab 15 Jahren, die mindestens eine Stunde pro Woche einer bezahlten Arbeit nachgehen, unentgeltlich im Familienbetrieb mitarbeiten oder der Arbeit wegen Krankheit, Ferien, Mutterschaftsurlaub, Militärdienst usw. vorübergehend fernbleiben.
Siehe auch: Erwerbslose
Exportgewichteter FrankenkursArithmetisches Mittel des Wechselkurses gegenüber den Währungen der 40 wichtigsten Handelspartnern, gewichtet mit den entsprechenden Exportvolumina.
Ferienwohnungen und -häuser
Unterkünfte in gemieteten Ferienwohnungen und -häusern, Privatzimmern, Gästeunterkünften, Studios usw.
Feuerschäden
Die bei der Gebäudeversicherung Luzern eingehenden Schadenfälle werden in Feuer- und Elementarschäden unterteilt. Feuerschäden umfassen unter anderem Schäden, die durch Heizungen, Elektrizität, Blitzschläge oder Explosionen verursacht werden, sowie Selbstentzündungen und Brandstiftungen.
Gastbetten, Gästezimmer (verfügbare, vorhandene)
In geöffneten Betrieben befinden sich verfügbare, in erfassten Betrieben vorhandene Gastbetten/Gästezimmer. Die Zahl der in einer Periode verfügbaren/vorhandenen Betten/Zimmer wird als Durchschnitt der einzelnen Monatswerte ermittelt.
GeldmengeDie Geldmengenaggregate M1, M2 und M3 dienen dazu, die Entwicklung des vom Bankensystem im Zusammenspiel mit der Notenbank geschaffenen Geldes abzubilden. Die Abgrenzung trägt der Funktion des Geldes als Zahlungsmittel und als Wertaufbewahrungsmittel Rechnung. Man unterscheidet:
Geldmenge M1 beziehungsweise Publikumsgeld: Geld im Besitz von privaten Haushalten und Unternehmen (Bargeld und Sichteinlagen auf Bank- und Postkonten). Es dient als Zahlungsmittel auf den Güter- und Dienstleistungsmärkten.
Geldmenge M2: Geldmenge M1 plus Spareinlagen ohne die gebundenen Vorsorgegelder. Letztere stehen unter restriktiven Auszahlungsbedingungen, sodass sie kein eigentliches Substitut für Zahlungsmittel darstellen.
Geldmenge M3: Geldmenge M2 plus Termineinlagen. Die Termineinlagen weisen eine geringere Liquidität auf als die Spareinlagen, deren Gelder bis zu einer bestimmten Limite jederzeit verzugslos zurückgezogen werden können.
Siehe auch: Notenbankgeldmenge
GrossbankAls Folge verschiedener Fusionen existieren heute in der Schweiz mit UBS und Credit Suisse (CS) noch zwei Grossbanken. Bis 1989 wurden fünf Institute zur Gruppe der Grossbanken gerechnet: Schweizerische Bankgesellschaft, Schweizerischer Bankverein (beide heute UBS), Schweizerische Kreditanstalt, Schweizerische Volksbank und Bank Leu AG (alle drei heute CS).
GütersteuernSteuern, die pro Einheit einer produzierten oder gehandelten Ware zu entrichten sind. Sie können entweder als bestimmter Geldbetrag pro Mengeneinheit einer Ware oder wertbezogen festgesetzt werden.
GütersubventionenSubventionen, die pro Einheit einer produzierten oder gehandelten Ware/Dienstleistung geleistet werden.
Halbstamm-FeldobstbaumFeldobstbäume mit einer Stammhöhe von über 1 Meter und unter 1,2 Metern bei Steinobst sowie unter 1,6 Metern bei den übrigen Feldobstbäumen.
Handelsbilanz
Die Differenz zwischen Ein- und Ausfuhren bildet den Saldo der Handelsbilanz. Ein Handelsbilanzdefizit liegt vor, wenn die Einfuhren höher sind als die Ausfuhren. Anderenfalls resultieren ein Exportüberschuss respektive Aktiven.
Haupterwerbsbetrieb in der LandwirtschaftAls Haupterwerbsbetrieb gilt, wenn die Erwerbstätigkeit der Betriebsleitung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb den grösseren Teil ihrer jährlichen Arbeitszeit ausmacht. Im Zweifelsfall ist es jene Tätigkeit, die das grössere Einkommen abwirft.
Hochstamm-FeldobstbaumSteinobstbaum mit einer Mindeststammhöhe von 1,2 Metern und übrige Feldobstbäume mit einer Mindeststammhöhe von 1,6 Metern.
Hotellerie
Vgl. Beherbergungsbetrieb.
Hotels und Kurbetriebe
Vgl. Beherbergungsbetrieb.
Importpreise
Preise für Importprodukte bei der Einfuhr ohne MWST und seit 2011 ohne Verbrauchssteuern und Zölle.
IndustrieholzHolz, das für die Herstellung von Zellulose, Papier und Span- sowie Faserplatten verwendet wird.
Inflation
Anhaltender Geldwertverlust. Die Inflation wird meist an der prozentualen Zunahme des Jahresdurchschnitts des Landesindex der Konsumentenpreise gemessen.
Institutionelle Einheit
Kleinste, juristisch selbstständige betriebliche Einheit. Eine institutionelle Einheit besteht aus einer oder mehreren Arbeitsstätten (Hauptsitz, Nebenbetriebe, Filialen). Es werden die Typen marktwirtschaftliche Unternehmen, private Organisationen ohne Erwerbszweck (z.B. Verbände und Freizeitvereine) sowie Verwaltungseinheiten (z.B. Kantons- oder Gemeindeverwaltungen) unterschieden. In der Statistik der Unternehmensstruktur werden nur produktive Einheiten mit mindestens einer/m Beschäftigen gezählt.
KantonalbankBank im Sinne des Bankengesetzes (Art. 3a), die durch kantonalen gesetzlichen Erlass errichtet wurde. Der Kanton muss eine Beteiligung von mehr als einem Drittel des Kapitals halten und über mehr als ein Drittel der Stimmen verfügen. Er kann für die Verbindlichkeiten die vollumfängliche oder teilweise Haftung übernehmen.
KapitalgesellschaftJuristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit. Zu den reinen Kapitalgesellschaften gehören in der Schweiz die Aktiengesellschaft (AG) und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Im Gegensatz zu Personengesellschaften haften die Gesellschafter nicht persönlich, sondern nur mit ihrer Einlage, und sie müssen nicht zwangsläufig in der Geschäftsführung tätig sein.
Kassenobligation (auch Kassaobligation)Mittelfristige Obligation der Bank, die fortlaufend nach dem Begehren der Kunden und den Bedürfnissen der herausgebenden Bank verkauft wird.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
Abhängig von ihrer Grösse werden Unternehmen in Mikro- (< 10 Vollzeitäquivalente), Klein- (10 bis < 50 Vollzeitäquivalente), Mittel- (50 bis < 250 Vollzeitäquivalente) und Grossunternehmen (250+ Vollzeitäquivalente) unterteilt. Als KMU können Unternehmen mit weniger als 250 Vollzeitäquivalenten bezeichnet werden.
KollektivunterkünfteGruppenunterkünfte mit meist minimalem Komfort wie Touristen- und Massenlager, Vereins- und Clubhäuser, Jugend- und Sportquartiere, Berghütten usw.
Konsumausgaben des Staates
Sie entsprechen dem Wert der Güter, die vom Staat selbst produziert werden. Nicht eingerechnet werden selbsterstellte Anlagen und Verkäufe sowie Ausgaben für Güter, die als soziale Sachtransfers den privaten Haushalten für ihren Konsum zur Verfügung gestellt werden. Ausgaben für das Bildungswesen, die Landesverteidigung oder die öffentliche Statistik sind Beispiele staatlichen Konsums. Da für solche Leistungen normalerweise keine Marktpreise existieren, wird die Bewertung zu Herstellungskosten vorgenommen.
Konsumausgaben privater HaushalteWaren- und Dienstleistungskäufe der inländischen privaten Haushalte zu Konsumzwecken. Neben den tatsächlichen Käufen, zu denen unter anderem Entgelte für häusliche Dienste gehören, sind auch bestimmte unterstellte Käufe enthalten, wie der Eigenverbrauch der Unternehmenden oder der Nutzungswert von Eigentümerwohnungen. Konsum auf Geschäftskosten wird nicht den Konsumausgaben privater Haushalte zugerechnet, sondern den Vorleistungen.
Kurzarbeit
Vorübergehende Reduktion oder vollständige Einstellung der Arbeit in einem Betrieb, wobei das Arbeitsverhältnis weiter andauert. Statistisch erfasst werden die von den Arbeitslosenkassen abgerechneten Kurzarbeitsentschädigungen.
Landesindex der Konsumentenpreise
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) ist ein gesamtschweizerischer Indikator für die Preisentwicklung der für Konsumenten bedeutsamen Waren und Dienstleistungen.
Landwirtschaftliche Nutzfläche
Einem Betrieb zugeordnete, für den Pflanzenbau genutzte Fläche, die dem Bewirtschafter ganzjährig zur Verfügung steht (ohne Sömmerungsfläche).
Landwirtschaftliche RegionenDie landwirtschaftlich genutzte Fläche der Schweiz wird in mehrere Regionen unterteilt. Bei den Förderungsmassnahmen des Bundes soll damit den unterschiedlichen landwirtschaftlichen Produktionbedingungen besser Rechnung getragen werden. Die wichtigsten Abgrenzungskriterien sind: Klima, Verkehrslage, Oberflächengestaltung, Höhenlage, Exposition. Die zentrale Auswertung der Buchhaltungsdaten unterscheidet zwischen Talregion, Hügelregion und Bergregion.
Landwirtschaftsbetrieb
Als Landwirtschaftsbetriebe im Sinn der Landwirtschaftlichen Betriebszählung gelten seit 1996 nur solche, die mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllen:
- mindestens 1 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche,
- mindestens 30 Aren Spezialkulturen,
- mindestens 10 Aren in geschütztem Anbau,
- mindestens acht Mutterschweine oder 80 Mastschweine oder 80 Mastschweinplätze,
- mindestens 300 Stück Geflügel.
Langzeitarbeitslose
Registrierte Arbeitslose, die seit über einem Jahr bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als arbeitslos gemeldet sind.
Letzter VerbrauchLaufende Ausgaben der privaten und der öffentlichen Haushalte sowie der Sozialversicherungen.
LIBOR (London Interbank Offered Rate)(Durchschnitts-)Zinssatz, den die grossen, internationalen Banken in London untereinander für Termineinlagen verrechnen und der täglich neu ermittelt wird. Der LIBOR ist einer der wichtigsten Referenzzinssätze für variabel verzinste Forderungs- bzw. Schuldtitel.
LogiernächteAnzahl Nächte, die von Gästen in Beherbergungsbetrieben verbracht werden.
LohnveredelungsverkehrWare geht für die Veredelung ins Eigentum einer im Veredelungsland domizilierten Person über.
Siehe auch: Veredelungsverkehr und Eigenveredelungsverkehr
Marktwirtschaftliches Unternehmen
Privatrechtliche oder öffentlich-rechtliche institutionelle Einheit, deren Produkte/Dienstleistungen mehrheitlich für den Markt bestimmt sind. Die Menge der marktwirtschaftlichen Unternehmen wird in der Statistik der Unternehmensstruktur auf Basis der Haupttätigkeit gemäss NOGA 2008 und der Rechtsform bestimmt.
Siehe auch: Wirtschaftszweigsystematik NOGA
Median (Zentralwert)Der Median ist die Zahl, welche an mittlerer Stelle steht, wenn Werte nach ihrer Grösse sortiert werden. Bei den Löhnen erzielt somit die eine Hälfte der Arbeitnehmenden einen Lohn unterhalb des Medians, die andere Hälfte einen höheren.
Nichterwerbspersonen
Personen im Alter ab 15 Jahren, die weder erwerbstätig noch erwerbslos und auch nicht auf Arbeitssuche sind. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Rentner/innen, Personen in Ausbildung und Hausfrauen und -männer.
Niederstamm-FeldobstbaumFeldobstbäume mit einer maximalen Stammhöhe von 1 Meter.
Nominallohnindex und ReallohnindexDer Nominallohnindex misst die Entwicklung der Bruttolöhne bei konstanter Beschäftigungsstruktur. Das heisst, bei der Berechnung des Lohnindexes werden Lohnentwicklungen ausgeklammert, die auf strukturelle Veränderungen innerhalb der Arbeitnehmerschaft (Wechsel zwischen den Branchen, erhöhtes Qualifikationsniveau, stärkere Frauenerwerbstätigkeit etc.) zurückzuführen sind. Zur Berechnung des Reallohnindexes wird der Nominallohnindex mit dem Jahresdurchschnitt des Landesindexes der Konsumentenpreise deflationiert.
Normalarbeitszeit
Vertraglich festgelegte Dauer der Arbeitszeit für Arbeitnehmende.
NotenbankgeldmengeDie Notenbankgeldmenge – das von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) geschaffene Geld – umfasst den gesamten Notenumlauf in der Wirtschaft und die Sichteinlagen, welche die Banken auf ihren Girokonten bei der SNB halten. Der Notenumlauf ist etwas grösser als der Bargeldumlauf, weil er auch die von den Banken gehaltenen Noten umfasst. Die Münzen, die zwar Teil des Bargeldumlaufs, nicht aber des Notenumlaufs sind, fallen weniger stark ins Gewicht.
Öffentlicher SektorAls Arbeitsstätten des öffentlichen Sektors gelten die öffentliche Verwaltung und die öffentlichen Unternehmen. Zur öffentlichen Verwaltung zählen die nicht marktwirtschaftlich orientierten Institutionen des Bundes, der Kantone, Bezirke und Gemeinden, öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie staatlich anerkannte Kirchen. Öffentliche Unternehmen sind marktwirtschaftlich orientiert, gehören aber zu mindestens 50 Prozent der öffentlichen Hand und sind von dieser beeinflusst. Alle übrigen Unternehmen, ob marktwirtschaftlich oder nicht, gehören zum privaten Sektor.
Ökologischer Leistungsnachweis (ÖLN)
Seit 1999 gilt der Ökologische Leistungsnachweis (ÖLN) als Grundvoraussetzung für den Bezug von Direktzahlungen. Er zielt auf eine umweltschonende Bewirtschaftung ab. Wichtige Grundsätze sind: artgerechte Nutztierhaltung, ausgeglichene Düngerbilanz, vorschriftsgemässe Bewirtschaftung von Objekten in Inventaren von nationaler Bedeutung, geregelte Fruchtfolge, geeigneter Bodenschutz, angemessener Anteil an ökologischen Ausgleichsflächen und reduzierter Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln.
ParahotellerieOberbegriff für die Beherbergungsarten Camping- Plätze, Ferienwohnungen und -häuser sowie Kollektivunterkünfte.
Perzentile (Arbeit und Erwerb)Die Perzentile teilen eine Menge von Werten, die nach ihrer Grösse geordnet sind, in 100 gleich grosse Stücke. Bei den Löhnen liegen somit 25 Prozent der Löhne unterhalb dem 25. Perzentil, die übrigen darüber.
Private Organisationen ohne Erwerbszweck (POoe)Die POoE sind Einheiten, die ohne Gewinnabsichten Dienstleistungen für bestimmte Gruppen von privaten Haushalten erbringen und deren Einnahmen hauptsächlich aus freiwilligen Beiträgen privater Haushalte stammen. Typische Beispiele sind Hilfswerke oder kulturelle Vereinigungen.
ProduktionsansatzNach dem Produktionsansatz wird das BIP alsWertschöpfung berechnet, welche die verschiedenen Wirtschaftssubjekte im Verlauf einer Periode erwirtschaften:
Produktionswert von Waren und Dienstleistungen
– Vorleistungen
+ Gütersteuer
– Gütersubventionen
= BIP
Siehe auch: Bruttoinlandprodukt (BIP)
Produktive WaldflächeNicht auf der gesamten statistisch ausgewiesenen Waldfläche wird Holz produziert. Es müssen zum Beispiel forstliche Betriebsgebäude, Freiflächen, Pflanzgärten und Wälder mit einer nachhaltig geringen Holzproduktion abgezogen werden.
Produzentenpreise
Preise für in der Schweiz hergestellte Produkte des primären und sekundären Sektors (ohne Baugewerbe) ab Werk ohne MWST und seit 2011 ohne Verbrauchssteuern. Für Exportgüter werden seit 2011 die Preise „free on board” erhoben (inkl. Transport- und Verladekosten vor der Ausfuhr).
RaiffeisenbankGenossenschaftlich organisierte, dem Schweizer Verband der Raiffeisenbanken (SVRB) angeschlossene Bank. Die einzelnen Institute beschränken sich auf das lokale Bankgeschäft.
Regionalbanken und SparkassenUrsprünglich Bodenkredit-, Lokal- und Regionalbanken sowie Sparkassen. Im Lauf der Zeit zeichnete sich bei diesen Instituten der Trend zur Universalbank ab. Sie weisen heute einen ähnlichen Geschäftsbereich auf wie die Kantonalbanken.
RindviehbestandDer Rindviehbestand umfasst alle Kälber, Rinder, Kühe, Stiere und Ochsen.
Selbständigerwerbende (Steuerstatistik)
Personen, deren Haupteinnahmequelle aus selbständiger Erwerbstätigkeit gemäss Steuererklärung resultiert (inkl. Landwirte). Personen, die von der eigenen Firma (juristische Person) angestellt sind, gelten in der Regel als Unselbständigerwerbende.
SichteinlagenEinlagen, die dem Kunden uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Ohne einzuhaltende Kündigungsfrist (auf Sicht zahlbar) dienen sie zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Bei einer Forderung bedeutet der Vermerk „auf Sicht“, dass der betreffende Betrag sofort fällig wird, sobald der Gläubiger dem Schuldner das entsprechende Schuldverpflichtungsdokument bzw. den Zahlungsauftrag vorlegt.
SIX Swiss ExchangeDer vollelektronische Börsenhandel der SIX Swiss Exchange (früher: SWX) ersetzte 1996 den traditionellen Ringhandel der Börsen Genf, Zürich und Basel. An der SIX werden Aktien in- und ausländischer Unternehmen und Investmentfonds, Exchange Traded Funds (ETF), inund ausländische Obligationen und strukturierte Produkte wie Optionen gehandelt.
SpareinlagenEinlagen, die für eine unbefristete Zeit hinterlegt werden. Auf grössere Spareinlagen kann nur unter Einhaltung einer Kündigungsfrist zugegriffen werden.
StammholzDer nutzbare Stammteil, ohne Stumpf, Wipfel oder Geäst, der zum Beispiel zur Verarbeitung in den Sägereien und für Furnierwerke genutzt wird.
Standardisierter monatlicher BruttolohnIm Rahmen der Lohnstrukturerhebung werden die monatlichen Bruttolöhne zur besseren Vergleichbarkeit standardisiert. Die Bruttolöhne werden umgerechnet auf ein einheitliches Arbeitspensum von 41/3 Wochen zu 40 Arbeitsstunden und enthalten anteilsmässig den 13. Monatslohn und die jährlichen Sonderzahlungen/Boni.
Swiss Market Index (SMI)Index der Notierung der 20 höchstkapitalisierten und liquidesten Aktien des SPI.
Swiss Performance Index (SPI)
Index der Aktienkurse von über 200 ausgewählten, an der SIX Swiss Exchange gehandelten Titeln.
Teilzeitbeschäftigte
Zu den Teilzeitbeschäftigten 1 zählen Personen, die während 50 bis 89 Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit beschäftigt sind (Primärsektor: 50 bis 74 Prozent). Zu den Teilzeitbeschäftigten 2 zählen Personen, die unter 50 Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit beschäftigt sind, jedoch mindestens sechs Stunden pro Woche.
TermineinlagenEinlagen, die für eine bestimmte Zeit fest gebunden sind und auf einen vereinbarten Termin an den Besitzer zurückbezahlt werden.
Teuerung
Prozentuale Preisveränderung bestimmter Waren zwischen zwei Zeitpunkten; meist berechnet anhand der prozentualen Veränderung eines Preisindex.
Transaktionskonten
Einlagen in Spar- und Anlageform für Zahlungszwecke
Überlebensrate
Die Überlebensrate neu gegründeter Unternehmen zeigt den prozentualen Anteil der neu gegründeten Unternehmen, die ein bis fünf Jahre nach ihrer Gründung noch aktiv sind.
Unselbstständigerwerbende (Steuerstatistik)
Personen, deren haupteinnahmequelle die unselbstständige Erwerbstätigkeit gemäss Steuererklärung darstellt.
Unternehmen, marktwirtschaftliches
Privatrechtliche oder öffentlich-rechtliche institutionelle Einheit, deren Produkte/Dienstleistungen mehrheitlich für den Markt bestimmt sind. Die Menge der marktwirtschaftlichen Unternehmen wird in der Statistik der Unternehmensstruktur auf Basis der Haupttätigkeit gemäss NOGA 2008 und der Rechtsform bestimmt.
Unternehmensgründung
Die Unternehmensdemografie versteht unter neu gegründeten Unternehmen „ex nihilo“ neu entstandene, aktive Produktionseinheiten mit mindestens einer/m Beschäftigten und marktwirtschaftlicher Tätigkeit im sekundären oder tertiären Sektor (vgl. Unternehmen, marktwirtschaftliches). Unternehmen, die aufgrund von Fusionen, Übernahmen oder Spaltungen entstehen, werden nicht berücksichtigt.
Unternehmensschliessung
Eine Unternehmensschliessung liegt vor, wenn ein Unternehmen seine marktwirtschaftliche Tätigkeit definitiv einstellt und kein anderes Unternehmen an ihm beteiligt ist. Erfasst werden auch ruhende Einheiten, die ihre Tätigkeit innerhalb von zwei Jahren nicht wieder aufnehmen. Diese Karenzfrist von zwei Jahren führt dazu, dass die Daten zu Unternehmensschliessungen mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei Jahren verfügbar sind.
Veredelung (Landwirtschaft)Umwandlung von pflanzlichen Produkten (Futterpflanzen) in ökonomisch höherwertige, tierische Produkte (Fleisch, Eier, Milch).
Veredelungsverkehr
Vorübergehende Einfuhr von in der Schweiz zu veredelnder ausländischer Ware sowie Wiedereinfuhr von im Ausland veredelter schweizerischer Ware. Es wird unterschieden zwischen Eigenveredelungsverkehr (Ware geht ins Eigentum einer im Veredelungsland domizilierten Person über) und Lohnveredelungsverkehr (Ware bleibt im Eigentum einer nicht im Veredelungsland domizilierten Person).
VerwendungsansatzDer Verwendungsansatz zeigt, wie die verschiedenen Wirtschaftssubjekte ihr Einkommen verwenden (Konsum und Investition):
Konsumausgaben
+ Investitionen
+ Export
– Import
= BIP
(Lager- bzw. Vorratsveränderungen sind bei den Investitionen berücksichtigt.)
Siehe auch: Bruttoinlandprodukt (BIP)
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR)
Im Sinn einer nationalen Buchhaltung kontenmässige Erfassung der Güter- und Einkommensströme einer Volkswirtschaft zur Wiedergabe eines quantitativen Gesamtbilds des wirtschaftlichen Geschehens.
Vollzeitäquivalente (VZÄ)
Auf Vollzeitstellen umgerechnetes Arbeitsvolumen, d.h. Verhältnis des geleisteten Arbeitspensums einer Person zu einem Vollzeitpensum (100%). Beispiele: Eine dauernd zu 40 Prozent angestellte Person entspricht 0,4 Vollzeitäquivalenten. Oder: In einem Betrieb arbeiten 2 Personen mit einem Beschäftigungsgrad von je 50 Prozent. Der Betrieb zählt also 2 Beschäftigte und weist 1 Vollzeitäquivalent aus.
VollzeitbeschäftigteAls Vollzeitbeschäftigte gelten Personen, die während mindestens 90 Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit beschäftigt sind (Primärsektor: mindestens 75 Prozent).
VorleistungenWert der im Produktionsprozess verbrauchten, verarbeiteten oder umgewandelten Waren und Dienstleistungen.
Warenkorb
Grundlage für die Berechnung des Landesindex der Konsumentenpreise bildet der sogenannte Warenkorb. Darin wird definiert, mit welchem prozentualen Gewicht die Preise der einzelnen Waren und Dienstleistungen in die Indexberechnung eingehen. Der Warenkorb wird nach Bedarfsgruppen (Nahrungsmittel, Bekleidung etc.) gegliedert. Der Warenkorb wird bei Bedarf neu zusammengestellt, und die Gewichte der einzelnen Positionen werden jährlich neu festgesetzt.
WertsachenNichtfinanzielle Vermögensgüter, die primär als Wertangabe dienen (und nicht der Produktion oder dem Konsum) und die normalerweise ihren physischen Wert erhalten.
WertschöpfungWert der Bruttoproduktion abzüglich der Vorleistungen. Der Produktionsansatz misst das Bruttoinlandprodukt als Summe der Wertschöpfung, welche die Wirtschaftssubjekte eines Gebiets im Lauf eines Jahrs erbringen.
Wirtschaftszweige
Die Wirtschaftszweigsystematik (NOGA) ordnet die Betriebe nach den geleisteten Tätigkeiten. Die wichtigsten Hierarchiestufen sind die Wirtschaftssektoren, die Wirtschaftsabschnitte und die Wirtschaftsabteilungen.
Siehe auch: Wirtschaftszweigsystematik (NOGA)
Wirtschaftszweigsystematik NOGADie Wirtschaftszweigsystematik NOGA (NOmenclature Générale des Activités économiques) dient der systematischen Klassifizierung der Betriebe nach den geleisteten Tätigkeiten. Jeder Betrieb wird, entsprechend seiner wirtschaftlichen Haupttätigkeit, einer einzigen Position der NOGA zugeordnet. Als Haupttätigkeit gilt jene mit dem grössten Personaleinsatz.
In Übereinstimmung mit der Statistischen Systematik der Wirtschaftszweige der Europäischen Gemeinschaft (NACE) klassiert die derzeit gültige NOGA 2008 die wirtschaftlichen Tätigkeiten wie folgt:
|21 Abschnitte||

1 Grossbuchstabe
|88 Abteilungen||

2 Ziffern
|272 Gruppen||

3 Ziffern
|615 Klassen||

4 Ziffern

Die 5. und 6. Position (Art) erlauben zusätzlich nationale Feingliederungen.
Siehe auch: Wirtschaftssektoren
Wohnsitz (wirtschaftlicher und zivilrechtlicher Wohnsitz, Haupt- und Nebenwohnsitz)
Die eidgenössische Volkszählung (VZ) stützte sich bis 2000 primär auf den wirtschaftlichen Wohnsitzbegriff: Jede Person wurde der Gemeinde zugeteilt, in der sie sich während der Woche hauptsächlich aufhielt und deren Infrastruktur sie somit am stärksten beanspruchte. Zusätzlich wurde 1990 und 2000 auch der zivilrechtliche Wohnsitz erfasst, also die Gemeinde, in der die Schriften hinterlegt sind und wo in der Regel die Steuern entrichtet werden. Nach dem zivilrechtlichen Wohnsitz richten sich auch die übrigen Bevölkerungsstatistiken des BFS und die kantonale Bevölkerungsstatistik. Ab 2010 liegen mit STATPOP zusätzlich zu den Angaben zur ständigen und nichtständigen Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz auch Informationen zur Bevölkerung am Nebenwohnsitz vor. In der Schweiz wohnhafte Schweizerinnen und Schweizer haben immer genau einen, ausländische Personen einen oder keinen Hauptwohnsitz. Unabhängig von der Nationalität begründet einen Nebenwohnsitz, wer 90 Übernachtungen am Stück oder innerhalb eines Jahres in einer Gemeinde verbringt, die nicht der Hauptwohnsitz ist. Jede Person kann demnach keinen, einen oder mehrere Nebenwohnsitze haben. Die Strukturerhebung berücksichtigt Personen und Haushalte der ständigen Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz.