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Zu den freiwilligen Mitarbeiterinnen im Dienst der Schweizer Kinderhilfe gehörten die Krankenschwestern Friedel Bohny-Reiter und Anne-Marie Im Hof-Piguet. Die beiden Frauen schafften es, einzelne jüdische Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen. Doch ihr humanitäres Engagement gefiel den Schweizer Behörden nicht.
Friedel Bohny-Reiter
Als Kinderkrankenschwester kam Friedel Bohny-Reiter (1912–2001) 1941 nach Rivesaltes. Hier in einem Internierungslager in Südfrankreich waren in 150 Baracken zeitweise über 15‘000 Menschen untergebracht. Sie betreute dort Roma-Kinder, spanische und jüdische Flüchtlinge. Darunter waren auch Kinder und Jugendliche, die in der Schweiz Zuflucht gesucht hatten, jedoch von Grenzbeamten abgewiesen wurden.
Anne-Marie Im Hof-Piguet
In Lausanne und Wien studierte Anne-Marie Im Hof-Piguet (1916–2010) französische und deutsche Sprache und Philosophie. Danach war sie für die Schweizer Kinderhilfe des Roten Kreuzes in Südfrankreich tätig. Im Schloss La Hille in der Nähe von Toulouse betreute sie zwischen 1942 und 1944 jüdische Flüchtlingskinder. Oft musste sie aber zusehen, wie diese deportiert wurden. 12 Menschen konnte sie das Leben retten. Ihr Engagement hörte nach dem Zweiten Weltkrieg nicht auf. Noch bis ins hohe Alter setzte sich Anne-Marie Im Hof-Piguet für entrechtete und verfolgte Menschen ein.