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Sie musste einmal kommen, die erste Niederlage in der laufenden Meisterschaft. Dass sie ausgerechnet zuhause gegen den Vizemeister (aktuell «nur» auf 5. Rang) kommen wird, ist eher überraschend. Denn einerseits haben die Löwinnen acht Spiele in Folge gewonnen, andererseits haben die Ladies Lugano erst die Hälfte ihrer acht bisherigen Partien siegreich gestalten können. Im Heuried trat allerdings ein «anderes Lugano» an: Die Tessinerinnen scheinen nach der Integration ihrer beiden nordamerikanischen Verteidigerinnen einen Gang höher geschaltet zu haben und erinnerten in ihrer Spielweise an die Leistungen der letzten Jahre. In dieser Form bleiben die Ladies Lugano ein ernstzunehmender Titelkandidat.
Die Lions Frauen hatten eigentlich mehr vom Spiel, erarbeiteten sich mehr und klarere Chancen, doch bei den meisten vielversprechenden Abschlussversuchen fehlte die Genauigkeit. Zudem spielte Lugano-Torhüterin Sofia Decistophoris ihre bisher wohl beste Partie. Sinja Leemann brachte die Zürcherinnen nach einem torlosen Startdrittel mit ihrem sechsten Treffer in Führung, Romy Eggimann glich kurz nach Spielmitte aus. Danach fielen trotz erstklassigen Möglichkeiten (mit Vorteil ZSC) keine Tore mehr, bis in der Verlängerung ein Fehler zu einem Lugano-Konter führte, den Aurora Abatangelo mit etwas Glück zum Siegtreffer nutzte.
Am Samstag hatten die Zürcherinnen auswärts Aufsteiger Langenthal eher knapp mit 3:1 geschlagen. Die Tore schossen Sinja Leemann, Lisa Rüedi und Jessica Schlegel. Trotz der Niederlage vom Sonntag führen die Lions Frauen die Rangliste weiterhin an. Der Vorsprung auf Bomo Thun hat sich auf vier Zähler reduziert, die Thurgau Ladies und Langenthal folgen mit 11 Punkten, Lugano mit 12 Punkten Rückstand.