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Woran könnte man kritische Soziale Arbeit erkennen?
Das Schwarzbuch BFH Soziale Arbeit auf dem Prüfstand. Eine exemplarische Erkundung „der Kritik“ in der Sozialen Arbeit
In der vorliegenden Bachelorarbeit «Woran könnte man kritische Soziale Arbeit erkennen? - Das Schwarzbuch BFH Soziale Arbeit auf dem Prüfstand. Eine exemplarische Erkundung ‚der Kritik‘ in der Sozialen Arbeit» beschreiben die Autoren David Fürst und Alexander Grossniklaus Merkmale, anhand derer man eine kritische Soziale Arbeit erkennen könnte. Dabei wird zuerst ein Bestimmungsversuch vom Wesen der Kritik vorgenommen. Anschliessend wird die Kritische Theorie als Grundlage einer kritischen Sozialen Arbeit beleuchtet und darauf aufbauend theoretische Fragmente zur kritischen Sozialen Arbeit näher beschrieben. Dies bildet den ersten Teil der vorliegenden Arbeit. Daran anknüpfend wird das Schwarzbuch BFH Soziale Arbeit, welches im Herbst 2017 erschienen ist und als Erzeugnis von kritischen Sozialarbeitenden betrachtet werden kann, erkundet. Anhand der in der Theorie abgeleiteten Merkmale einer kritischen Sozialen Arbeit wird dieses Schwarzbuch BFH auf den Prüfstand gestellt und untersucht, ob es sich hierbei tatsächlich um ein kritisches Projekt handelt. Anhand weiterführender Theorien, der Framing-Theorie, der Politischen Ikonographie sowie der Memtheorie wird dieser Beobachtungsgegenstand auf weitere Aspekte hin untersucht. Die Herangehensweise ist eine theoretische, da Theorien aufgearbeitet und beschrieben werden und erst in einem zweiten Schritt auf das Schwarzbuch BFH bezogen werden.
Die Merkmale einer kritischen Sozialen Arbeit, die aus der Theorie entnommen werden konnten, sind nicht abschliessend und stehen zur Diskussion. Allerdings finden sich viele dieser Merkmale auch im Schwarzbuch BFH wieder, das demnach ein kritisches Projekt darstellt.
Anhand der Perspektiven, die sich unter Bezugnahme auf weiterführenden Theorien ergeben, wird jedoch deutlich, dass das Schwarzbuch BFH auch als strategisches Instrument verstanden werden kann, um eine bestimmte Perspektive auf die Soziale Arbeit zu verbreiten. Dies wird anhand einer sprachlichen Analyse von Metaphern sowie Begriffen, die aus der politischen Ikonographie entnommen werden, aufgezeigt.
Im Fazit werden Schlussfolgerungen im Hinblick auf das Selbstverständnis von Professionellen der Sozialen Arbeit, die Praxis der Sozialen Arbeit sowie die Theoriebildung der Sozialen Arbeit erläutert. Dabei werden die erarbeiteten Merkmale einer kritischen Sozialen Arbeit auf diese Bereiche bezogen. Insbesondere die Forderung nach einem politischen Mandat Sozialer Arbeit, einer reflexiven Haltung von Sozialarbeitenden sowie die Suche nach den (gesellschaftlichen) Ursachen von sozialen Problemen, welche aus Sicht einer kritischen Sozialen Arbeit als hochrelevant erscheinen, werden diskutiert.