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Das Wichtigste in Kürze
- Der Tasmanische Teufel lebt seit 3000 Jahren nicht mehr auf dem australischen Festland.
- Vor knapp einem Jahr wurden 26 Tiere von der Insel Tasmanien aufs Festland gebracht.
- Nun haben die Tiere insgesamt sieben Jungtiere bekommen.
Erstmals seit ihrer Ausrottung auf dem australischen Festland vor 3000 Jahren sind dort wieder Tasmanische Teufel in Freiheit geboren worden. 26 Tiere wurden vor knapp einem Jahr von der Insel Tasmanien aufs Festland gebracht. Die Tiere haben nun im Schutzgebiet von Barrington Tops nördlich von Sydney insgesamt sieben Jungtiere bekommen. Das berichtete die Artenschutzorganisation Aussie Ark am Dienstag.
Australische Wildhunde sind verantwortlich für Ausrottung
Tasmanische Teufel, eine bis zu acht Kilo schwere Beuteltierart, verschwanden vor rund 3000 Jahren vom australischen Festland. Als verantwortlich für ihre Ausrottung gelten Dingos, australische Wildhunde. Lediglich auf der vorgelagerten Insel Tasmanien überlebten die Tiere.
Seit dem Auftreten einer Art von Gesichtstumoren Mitte der 90er Jahre ging ihr Bestand jedoch von 150'000 auf 25'000 zurück. Die Tierart gilt als bedroht.
Artenschützer versuchen daher, die Tiere wieder auf dem Festland anzusiedeln. Nachdem die ersten Exemplare in dem Schutzgebiet ausgesiedelt wurden, konnten die Helfer nur aus der Ferne abwarten, was passiert. Jetzt kontrollierten Ranger die Beutel der Weibchen und fanden sieben Babys «bei bester Gesundheit», wie Aussie Ark berichtete.
Wiederansiedlung wird als «historisch» eingestuft
Naturschützer stufen das Wiederansiedlungsprogramm für die Tasmanischen Teufel als «historisch» ein. Tasmanische Teufel sind bekannt für ihr extrem lautes Knurren, kräftige Kiefer und verbissen ausgefochtene Revierkämpfe. Die schwarzbraunen Beuteltiere sind Fleischfresser, für Menschen im Allgemeinen aber nicht gefährlich.
Aussie Ark will in den kommenden Jahren noch weitere Tasmanische Teufel in dem Schutzgebiet ansiedeln. Das Gebiet ist zur Abwehr von gefrässigen Feinden und zum Schutz vor dem Strassenverkehr umzäunt. Auch die Ansiedlung von Beutelmardern, Nasenbeutlern und Felskängurus ist geplant.