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Das slowenische Unternehmen Air Adriatic, welches dem montenegrinischen Geschäftsmann Izet Rastoder gehört, hat die gescheiterte slowenische Fluggesellschaft Adria Airways für gerade mal 45'000 Euro gekauft. Eine grosse Überraschung ist das nicht: Rastoder gehörte seit langem zum bekannten Bieterkreis für die Restwerte von Adria Airways. Da diese zuletzt nur mit geleasten Flugzeugen unterwegs war, sind deren Flugbetriebslizenz (AOC) sowie die Slots die einzig verbliebenen Assets, um welche es noch ging. Und nun hat sich also Rastoder gegenüber anderen Bewerbern (dem Vernehmen nach das in Slowenien registrierte Unternehmen Croatian Comfort sowie Deal.Aero, ein neues Unternehmen eines früheren Adria-Airways-Piloten) durchgesetzt - offenbar hatte Rastoder als einziger ein verbindliches Angebot abgegeben.
Rastoder ist übrigens nicht Slowene, sondern Montenegriner, aber seit langem in Ljubljana ansässig. Dort ist er als Bananenimporteur und -verkäufer sowie als Immobilienhändler bekannt, und hatte Air Adriatic bereits wenige Tage nach dem Konkurs von Adria Airways, also Ende September letzten Jahres, gegründet. Er hat bereits angekündigt, Adrias AOC für die Entwicklung seines Unternehmens zu verwenden. Zu diesem Zweck hat er bereits zwei Flugzeuge beschafft. Das zurzeit nicht aktive AOC wird wieder rechtskräftig, sobald bestimmte Verpflichtungen gemäss den slowenischen Vorschriften für die Zivilluftfahrt erfüllt sind.
Rastoder erwog es laut slowenischen Medien, eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Ljubljana zu gründen. Aktuell soll Air Adriatic mit dem nun ersteigerten AOC von Adria Airways aber demnächst Charterflüge im Geschäftsflug-Bereich anbieten. Ein Comeback der Marke Adria Airways scheint kein Thema zu sein.