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Der breit gefasste S&P-500-Index fiel am Freitag um 0,61 Prozent auf 2092,38 Punkte. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 büsste 0,71 Prozent auf 4499,39 Punkte ein.
Die US-Wirtschaft hatte im Mai viel weniger Arbeitsplätze als erwartet geschaffen. Zudem wurde der Jobaufbau in den beiden Vormonaten deutlich nach unten korrigiert. Dennoch sank die Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent im Vormonat auf 4,7 Prozent. Dies ist der tiefste Stand seit November 2007.
"Der Arbeitsmarktbericht fällt enttäuschend aus, auch weil die Erwerbsquote gesunken ist, wodurch der Rückgang der Arbeitslosenquote zu relativieren ist", kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. "Damit dürfte die Zinserhöhung im Juni endgültig vom Tisch sein. Die Märkte reduzieren entsprechend ihre Erwartungen."
Im Dow litten Finanzwerte besonders deutlich unter der Aussicht auf wohl erst einmal weiter niedrige Zinsen. So büssten die Papiere von JPMorgan und Goldman Sachs jeweils knapp 3 Prozent ein. Die Banken leiden bereits seit langem unter der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken, die sich negativ auf das Zinsergebnis der Institute niederschlägt.
Unter den Einzelwerten stachen ansonsten die Aktien der lateinamerikanischen Fluglinie Avianca mit einem Gewinn von knapp 17 Prozent heraus. Die US-Airlines United Continental und Delta interessieren sich laut einem Pressebericht für einen Einstieg bei Avianca.
Berater von Avianca hätten bei möglichen Investoren um eine Kapitalspritze von einer halben Milliarde US-Dollar nachgefragt, hiess es. Die Kapitalerhöhung könnte in einer Übernahme enden: Avianca ist einer der grössten Luftfahrtkonzerne Lateinamerikas. Die Anteilsscheine von United Continental und Delta büssten jeweils rund 2 Prozent ein./la/he
(AWP)