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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch IV.
2.
[S. 44] Der Peratiker Euphrates und Akembes aus Karystos und ihr übriger Reigen benützen diese Aufstellungen, benennen sie nach dem Worte der Wahrheit und reden vom Weltaufruhr und vom Abfall der guten Kräfte zum Bösen und von einer Eintracht des Guten mit dem Bösen; sie sprechen von Toparchen1 und Proastiern2 und von einer Menge anderer Namen. Ich will ihren ganzen Lehrversuch darlegen und zurückweisen, wenn wir zum Bericht darüber kommen. Für jetzt aber will ich, damit ja niemand die Meinungen der Chaldäer bezüglich der Astrologie für glaubwürdig und verlässig halte, sofort den Gegenbeweis in Kürze führen und dartun, daß ihre Lehre nichtig ist und den Geist eher in eitlem Hoffen in die Irre führt und zugrunde richtet als fördert. Da haben wir es nicht mit der theoretischen Wissenschaft zu tun, sondern es handelt sich um die Erkenntnis der praktischen Folgerungen. Die in dieser Wissenschaft gearbeitet haben und Schüler der Chaldäer geworden sind, nahmen Namensänderungen vor, als ob sie den Menschen fremde wunderbare Geheimnisse mitteilten, und begründeten so eine Häresie. Und da sie die Wissenschaft der Astrologen für bedeutungsvoll halten und mit dem Aufgebot ihrer Beweise ihre Lehren geglaubt wissen wollen, so werden wir vorläufig die Astrologie als unwissenschaftlich erweisen; wir beabsichtigen, später auch die peratische Lehre zu entkräften, als einen Sproß, der aus einer unwissenschaftlichen Wurzel hervorgegangen ist.
1: Ortsherrscher.
2: Vorstädter.