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Vendetta
Commissario Brunettis vierter Fall
Aus dem Amerikanischen von Monika Elwenspoek
Niemand hätte wohl je erfahren, warum jemand von einer venezianischen Bar aus in die ganze Welt telefoniert; und warum einige der angewählten Nummern in den Adreßbüchern zweier Männer stehen, die binnen einer Woche sterben; wären nicht acht rumänische Frauen verunglückt, die nach Italien geschmuggelt werden sollten. Dieser Fall führt Commissario Brunetti tief in die Unterwelt Venedigs.
Mehr zum Inhalt
Wer telefoniert von einer heruntergekommenen Bar vor den Toren von Venedig im Industrievorort Mestre mit Osteuropa, Ecuador und Thailand? Und warum finden sich ein paar der angewählten Nummern ohne Namen in den Adressbüchern von zwei einflussreichen Männern, die binnen einer Woche sterben? Fragen, die niemand stellen würde, wäre nicht jener LKW-Unfall in den Dolomiten. Die acht rumänischen Frauen, die in dem Laster nach Italien einschmuggelt werden sollten, verunglücken. Kurz darauf wird im Nachtzug von Padua nach Venedig die Leiche eines Anwalts für internationales Recht entdeckt, der in Kreisen einflussreicher Banker und Industrieller verkehrte. Weitverzweigt sind die Unglücksfälle, doch weitverzweigt sind auch die Connections des aufrechten Commissario Brunetti. Er ist nie um Leute verlegen, die ihm einen Gefallen schulden und auch gerne erweisen: Einiges weiß Richter Beniamin über die besseren Kreise in Venedig zu berichten; Tochter Chiara hört sich bei ihren Schulfreundinnen um, und die Verbindungen der Sekretärin von Brunettis Chef reichen bis in die Telecom. Gerne steht man Brunetti mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, unsauberen Machenschaften auf die Schliche zu kommen und Tätern das Handwerk zu legen, die sich an unschuldigen Opfern vergreifen. ›Vendetta‹ ist ein ebenso eindringliches wie feinfühliges Buch von einer Menschlichkeit und Wärme, die ihresgleichen sucht.