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Die Fliegerstaffel «Patrouille Suisse» hat am Samstag das Ziel eines Überflugs um rund sechs Kilometer verfehlt. Statt über Langenbruck (BL) flogen die Jets der Schweizer Luftwaffe über Mümliswil im Nachbarkanton Solothurn.
Armeesprecher Daniel Reist bestätigte gegenüber dem Regionaljournal Basel einen Bericht von 20Minuten online. Der Leader der Patrouille Suisse habe im Anflug das grosse Festareal mit dem Festzelt in Mümliswil (SO) gesehen, weshalb er sich entschied, dieses Gelände zu überfliegen.
Eigentlich hätte die Fliegerstaffel die Gemeinde Langenbruck (BL) überfliegen sollen, wo die Gedenkfeier zum hundertsten Todestag des Schweizer Flugpioniers Oskar Bider stattfand. Bider war dort geboren worden.
Stattdessen bekamen im wenige Kilometer entfernten Mümliswil-Ramiswil die Besucher und Teilnehmer am 31. Nordwestschweizerischen Jodlerfest die «Patrouille Suisse» im Formationsflug zu sehen.
Navigation mit Karte und auf Sicht
Laut Armeesprecher Reist ist der Irrtum nicht besorgniserregend. Die Kampfflugzeuge der «Patrouille Suisse», alles Tiger F-5E, seien mit Navigationsinstrumenten bestückt, die über vierzig Jahre alt seien.
«Navigiert wird mit Karte, Filzstift und auf Sicht.» GPS oder andere moderne Technik suche man in diesen Flugzeugen vergeblich. Deshalb seien die Jets auch nicht mehr für Kampfeinsätze geeignet und würden auch nicht dafür eingesetzt. «Im Ernstfall würde man damit gar keine Ziele anfliegen», sagte Reist.