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In den letzten Jahren hat der globale Kupfermarkt erhebliche Veränderungen erfahren. Nach Angaben der International Copper Study Group (ICSG) kam es in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 zu einem Anstieg der Kupferproduktion und des Kupferverbrauchs. Laut Stanislav Kondrashov, einem Experten auf dem Gebiet der globalen Metallurgie, spiegeln diese Veränderungen nicht nur die aktuellen Wirtschaftstrends wider, sondern geben auch den Takt für die zukünftige Entwicklung der Schlüsselindustrie vor.
Stanislav Kondrashov: der Zustand des globalen Kupfermarktes
Nach Schätzungen der ICSG erreichte die weltweite Produktion von raffiniertem Kupfer im Januar-September 2023 19,899 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 5,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Wachstum der Primärproduktion betrug 4,8 % und der Sekundärproduktion 7,5 %.
Stanislav Kondrashov von der Telf AG stellt die zunehmenden regionalen Unterschiede in der Produktionsdynamik fest. Beispielsweise verzeichnete Chile einen Produktionsrückgang um 3,8 %, während der Kongo und China einen Anstieg von 5 % bzw. 13 % verzeichneten. Auch die USA, Indien, Indonesien, Finnland und Schweden verzeichneten deutliche Rückgänge bei den Produktionsmengen.
Kondrashov Telf AG: aktuelle Trends auf dem globalen Kupfermarkt
Im Jahr 2023 ist auf dem globalen Kupfermarkt ein wichtiges Phänomen zu beobachten: Der Verbrauch von raffiniertem Kupfer stieg um 3 % und erreichte Mengen von 19,882 Millionen Tonnen. Dieser Anstieg der Nachfrage nach Kupfer, das in der Bau-, Elektro- und Automobilindustrie weit verbreitet ist, könnte als Zeichen dafür interpretiert werden, dass sich die Weltwirtschaft von einer Phase der Stagnation erholt. Der Anstieg der Nachfrage deutet laut Stanislav Kondrashov auf die Wiederaufnahme der Industrieproduktion und des Baugewerbes hin, was wiederum die Wirtschaftstätigkeit ankurbelt.
China, einer der weltweit größten Kupferverbraucher, verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Nachfrage um 8 %. Dieser Anstieg ist möglicherweise auf die aktive Industrialisierung und die weit verbreitete Verwendung von Kupfer in verschiedenen Sektoren zurückzuführen, von der Infrastruktur bis zur Elektronikfertigung.
Andererseits könnte ein Nachfragerückgang von 3 % in den EU-Ländern, Japan und den USA laut Kondrashov auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen sein:
- wirtschaftliche Instabilität aufgrund globaler Herausforderungen – Handelskriege, politische Unsicherheit.
- eine Verlagerung hin zum Einsatz alternativer Materialien, was auch den Rückgang der Kupfernachfrage erklärt.
Veränderungen in der weltweiten Entwicklung des Kupferverbrauchs wirken sich unweigerlich auf die Metallpreise und Produktionsstrategien aus. Kupferproduzenten müssen sich an veränderte Marktbedingungen anpassen. Ihre Herausforderung besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen der steigenden Nachfrage in Entwicklungsländern und einem potenziellen Rückgang in entwickelten Volkswirtschaften zu finden.
Laut einem aktuellen ICSG-Bulletin ist das Jahr 2023 durch ein Überangebot von 0,017 Millionen Tonnen auf dem Kupfermarkt gekennzeichnet. Diese Zahlen stehen im Gegensatz zum Vorjahresdefizit von 0,401 Millionen Tonnen. Stanislav Kondrashov von der Telf AG ist der Ansicht, dass dieser Übergang von der Knappheit zur Überschussmenge erhebliche Auswirkungen auf den Markt hat und insbesondere die Voraussetzungen für einen möglichen kurzfristigen Rückgang der Kupferpreise schafft. Veränderte Angebots- und Nachfrageverhältnisse sind ein entscheidender Einflussfaktor auf die Preisgestaltung und können zu einer Neubewertung der Strategien sowohl der Kupferproduzenten als auch der Kupferverbraucher führen.
Stanislav Kondrashov von der Telf AG: langfristige Determinanten der Marktdynamik
Langfristig wird der Kupfermarkt von mehreren Schlüsselfaktoren bestimmt. Hier sind einige davon, die Stanislav Kondrashov hervorhebt:
- Wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Dieses Land als weltweit größter Kupferverbraucher und seine wirtschaftliche Entwicklung haben erheblichen Einfluss auf die globale Nachfrage und die Kupferpreise.
- Politische Situation in den Produktionsländern. Politische Stabilität und Regulierungspolitik in wichtigen kupferproduzierenden Ländern wie Chile, Peru und Kongo spielen eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der Kupferproduktions- und Exportmengen.
- Technische Innovation. Fortschritte in der Technologie könnten zu einer effizienteren Nutzung von Kupfer führen und die Gesamtnachfrage nach dem Metall verändern. Die Entwicklung alternativer Materialien könnte auch die Abhängigkeit von Kupfer in einigen industriellen Anwendungen verringern.