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1988: Marco van Basten, Niederlande - UdSSR 2:0
Kaum ein Fussballer legte auf dem Platz eine solche Eleganz an den Tag wie Van Basten. Den ultimativen Beweis dafür erbrachte er am 25. Juni 1988 im EM-Final, als er gegen die Sowjetunion mit einer Direktabnahme aus schier unmöglichem Winkel zum 2:0 für «Oranje» traf. Rückblickend sagte Van Basten zu seinem Kunststück: «Ich habe keine Ahnung, wie ich aus dieser Position treffen konnte.»
2012: Mario Balotelli, Italien - Deutschland 2:0
Der ehemalige Stürmer von Manchester City, der AC Milan und Liverpool machte im EM-Halbfinal 2012 womöglich sein bestes Spiel für Italien überhaupt. Mit einem Doppelpack war Balotelli hauptverantwortlich für den Einzug der «Azzurri» in den Final von Kiew. Mindestens für genauso viele Schlagzeilen wie sein strammer Schuss zum 2:0 gegen die Deutschen sorgte der «Oben-Ohne-Jubel».
2004: Zlatan Ibrahimovic, Schweden - Italien 1:1
Als damals 22-Jähriger galt Ibrahimovic an der EM in Portugal als grosses Versprechen für Schwedens Zukunft. Und der grossgewachsene Stürmer versteckte sein Können nicht. Beim Stand von 0:1 rettete Ibrahimovic seinen Farben im Gruppenspiel gegen Italien mit einem athletisch hochstehenden Hackentor einen Punkt.
2000: Antonio Conte, Türkei - Italien 1:2
Mittlerweile erfolgreich im Trainer-Business etabliert, zeigte Conte im Jahr 2000 in Belgien und den Niederlanden seine Klasse als Spieler. Nach einem misslungenen Abschluss von Filippo Inzaghi schien die Chance bereits vorbei, doch Conte brachte Italien gegen die Türkei mit einem Fallrückzieher doch noch in Führung.
1996: Paul Gascoigne, England - Schottland 2:0
Der schottische Verteidiger Colin Hendry dürfte auch 24 Jahre später noch Kopfschmerzen bekommen beim Betrachten dieses Treffers. Im Spiel gegen England liess er sich durch einen Lob von Gascoigne düpieren. Wenige Sekunden später traf der exzentrische Mittelfeldspieler zum 2:0.
2004: Ruud van Nistelrooy, Niederlande - Deutschland 1:1
Van Nistelrooys Präsenz im Strafraum stellte jeden Verteidiger vor Probleme. Der Deutsche Christian Wörns erfuhr dies im Gruppenspiel an der EM 2004 am eigenen Leib. Trotz rigorosem Zurückhalten konnte er den schlaksigen Niederländer nicht am Torerfolg hindern.
1996: Karel Poborsky, Tschechien - Portugal 1:0
4 Gegenspieler um sich, den Torwart noch vor sich: Kein Problem für Poborsky. Der Shootingstar der Tschechen an der EM 1996 improvisierte und übertrumpfte die gesamte Abwehr der Portugiesen mit einem traumhaften Lob.
2004: Henrik Larsson, Schweden - Bulgarien 5:0
Wer sagt, mit dem Kopf könne man keine spektakulären Tore erzielen? Die Flugeinlage von Schwedens Larsson gegen die Bulgaren war aller Ehren wert. Wer ein Lehrbeispiel für Flugkopfbälle sucht, sollte sich diesen Treffer immer wieder anschauen.
1996: Davor Suker, Kroatien - Dänemark 3:0
Nach einem Spurt über das ganze Feld hatte es Dänemarks Goalie Peter Schmeichel gerade noch rechtzeitig wieder ins eigene Gehäuse geschafft. Doch es sollte nichts nützen. Kroatiens Davor Suker lupfte den Ball mit einem feinen Touch über die Torwart-Legende und machte mit dem 3:0 alles klar.
2016: Xherdan Shaqiri, Schweiz - Polen 1:1; 4:5 n.P.
Das Endresultat im Achtelfinal gegen Polen trübte die Freude über das Shaqiri-Tor merklich. Dennoch gehört es in jede Highlight-Show der besten EM-Tore aller Zeiten. Ohne Rücksicht auf Verluste hob der Schweizer 16 Meter vor dem Tor ab und setzte zum Seitfallzieher an. Weder die polnischen Verteidiger noch Goalie Lukasz Fabianski konnten den Einschlag verhindern.