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Ist es notwendig, Strategien zu entwickeln, um heute zu malen? Der Ort der zeitgenössischen Malerei ist nicht mehr rein optisch oder materiell, sondern kommunikativ und erstreckt sich über verschiedene Formen von Netzwerken. In diesem Zusammenhang könnte die zeitgenössische Malerei mehr denn je als ein Surrogat ihrer selbst gesehen werden, das seinen Bildrahmen für alle Arten von Bildern zur Verfügung stellt, die ihr Feld bevölkern würden. Wenn Malerei außerhalb ihrer selbst stattfindet, wie können Maler heute einen Platz für Subjektivierung und Handlungsfähigkeit zurückgewinnen?
Die Friart Kunsthalle Fribourg versammelt 4 Künstler von La Réforme de Pooky: Elise Corpataux, Gritli Faulhaber, Jasmine Gregory und Sophie Reinhold, um diese Fragen vor dem Hintergrund ihrer Praktiken und Beiträge zur Ausstellung zu diskutieren. Das Gespräch wird sich auf ihre Gesten der Übertreibung, der Aneignung spezifischer Bilder, der Herstellung von Postkartenbildern, der Weiblichkeit in der Malerei, der Rahmung einer bestimmten Landschaft (materiell, geografisch oder diskursiv) und ganz allgemein einer gemeinsamen Dosis Toleranz gegenüber einem vergangenen Erbe konzentrieren, die mögliche Antworten auf diese malerischen Rätsel und möglicherweise auf die Frage der “Strategie” hervorbringt. Der runde Tisch wird moderiert von Paolo Baggi (Ko-Kurator der Ausstellung) und Fabrice Stroun (unabhängiger Kurator und Kritiker).