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Grandioser Medwedew stürzt Alcaraz
Daniil Medwedew folgt Novak Djokovic in den Final des US Open. Der gross auftrumpfende Russe bezwingt im zweiten Halbfinal den Weltranglisten-Ersten und Vorjahressieger Carlos Alcaraz aus Spanien in vier Sätzen.
Natürlich war Alcaraz der Favorit gewesen im vierten Aufeinandertreffen mit Medwedew – nicht nur, weil er als Nummer 1 der Welt angetreten war, sondern auch, weil er die Nummer 3 der Welt in den vorangegangen zwei Duellen in dieser Saison deutlich bezwungen hatte. Im Final im März beim Masters-1000-Turnier in Indian Wells, Kalifornien, und vor zwei Monaten im Halbfinal in Wimbledon war der 20-jährige Spanier ohne Satzverlust geblieben.
In der Nacht auf Samstag stand Alcaraz aber einem anderen Medwedew gegenüber. Der Russe spielte beim 7:6 (7:3), 6:1, 3:6, 6:3 grandios und hatte auch auf den verlorenen dritten Satz eine Antwort parat. Der Lohn war die dritte Final-Qualifikation in Flushing Meadows, dank der er nun die Möglichkeit hat, das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres nach seinem Triumph in der vorletzten Saison zum zweiten Mal zu gewinnen.
Der letzte Schritt zum zweiten Gewinn einer Grand-Slam-Krone wird nicht leichter sein. Auch gegen Djokovic muss selbstredend wieder alles stimmen, um am Ende wie vor zwei Jahren als Gewinner dazustehen. Medwedew wird womöglich auch daran denken, dass Djokovic, der am Montag unabhängig vom Ergebnis Alcaraz wieder als Weltnummer 1 ablösen wird, bei seinen bisherigen neun Final-Teilnahmen beim US Open den Platz nur dreimal als Sieger verlassen hat.
(text:sda/bild:keystone)
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