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Strukturelle Analyse von M418M
Auf dem klaren tonalen Zentrum der Grundtonart A-Dur bilden sich dreizehn kleine Abschnitte von wenigen Minuten Dauer, betitelt mit Sections 1–11, und eingefasst an Anfang und Ende mit den Pulses 1 und 2. Section 3 ist nochmal unterteilt in Section 3A und Section 3B. Zwischen den Pulses und Sections gibt es keine Pause, es sind nahtlose Übergänge. Die Grundstruktur machen elf Akkorde aus, die in der Folge ABCDCBA in den Pulses allesamt erklingen und einen Prolog sowie einen Epilog bilden. In jedem der Sections wird einer dieser Akkorde thematisiert und mit dem Dreiklang dieses Akkords ein kleines Stück aufgebaut. So bestehen diese Sections fast alle aus den gleichen Klängen, in anderer Anordnung. Vorwiegend werden die Töne A, B (in der deutschen Schreibweise: H), D, E und ferner die Töne C, F, G verwendet. Die Noten variieren immer nur leicht und erlauben das Morphen ihrer strukturellen Form in eine andere und wieder zurück.
Die Form des Dreiklangs wird in der Umgebung des Taktes betrachtet und die Form des Taktgefüges innerhalb einer Wiederholung. Diese Repetitionen als Inhalt eines Abschnitts, die verschiedenen, aber formverwandten Sections innerhalb des ganzen Stücks, sie alle sind sich selbst ähnlich. Die Form der Dreiklänge mutiert allmählich (mit der Bassklarinette oder dem Vibrafon als Indikator für den Wechsel) vom einen Akkord in den nächsten, also von Section zu Section.
Auch wird mit dem Rhythmus der einzelnen Stücke über dem Puls immer leicht anders umgegangen, es werden Instrumente für dieselbe Leitmelodie eines Stücks ausgetauscht oder die Stimmen ahmen Instrumente nach und lösen sie so allmählich ab, alles befindet sich im Wandel und mutiert durch Iteration, bildet so aus wenigen Teilen ein komplexes Muster.
Entwicklung des Rasters
Auf den acht Ecken des Quaders wurde die Tonart A-Dur verteilt, auf seinen sechs Flächen die 18 Instrumente arrangiert, immer 3 pro Seite. Ausgehend von den Ecken laufen die acht Töne im Zentrum des Quaders zusammen: A-A, C#-F#, E-H, G#-D. Der Grundton A hat also eine ganze Quaderdiagonale zur Verfügung, die anderen Töne jeweils eine halbe. Diese werden nochmals unterteilt in (am Beispiel von D) D-2, D-1, D1, D2, D3. Die drei Instrumente pro Quaderseite werden auf dem ausgefalteten Würfel so verteilt, dass ihre Positionen dem Aufführungsplan nahekommen. Dabei liegt ein Instrument in einer der vier Ecken des Quadrats, und die beiden anderen auf den gegenüberliegenden Seitenmittelpunkten. Im Würfel (wieder zusammengefaltet) wird ein Instrument gekennzeichnet, indem eine Linie vom Ausgangspunkt des Instruments über einen Kontrollpunkt, den Seitenmittelpunkt, geführt wird und dann weiter zu dem Ton, den es spielt, und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Werden mehrere Töne vom gleichen Instrument simultan gespielt, so werden die Töne nacheinander abgefahren, bevor die Linie wieder zurück zum Ausgangspunkt geführt wird. So wird eine Fläche abgegrenzt, die darstellt, welches Instrument welchen Ton spielt.
Für ein zweidimensionales Gestaltungsraster wurde das Muster auf dem ausgefalteten Würfel weitergeführt. Als ein periodisches Muster entspricht es durchaus dem klaren tonalen Zentrum und Rhythmus der Ausgangsmusik. Jedoch ist hier nicht der Aspekt der Iteration und Mutation vorhanden, wie in einem quasikristallinen. Dieser Aspekt soll sich aber, analog zur Struktur von Music for 18 Musicians im Hinblick auf die Sections, im Aufbau von verschiedenen Anwendungen mit und auf diesem Raster ergeben.