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Wasser bleibt knapp
Das Niederschlagsdefizit bleibt auch nach dem Durchzug der Kaltfront vom letzten Wochenende bestehen. Das Wasserentnahmeverbot hat immer noch Bestand.
Der Durchgang der Kaltfront von Sonntagnacht brachte diesmal verbreitet Niederschläge zwischen 10 und 30 mm. Das Niederschlagsdefizit im Thurgau bleibt über das Kalenderjahr betrachtet bleibt jedoch bestehen. Die bisher gefallenen Niederschläge liegen nun in der Summe zwischen den Normwerten und den Werten des Jahres 2003. Von den Niederschlägen konnten auch die Fliessgewässer mit kleinen Einzugsgebieten kurzfristig profitieren.
Der Wasserstand des Bodensees liegt derzeit insbesondere im Untersee weiterhin auf weit unterdurchschnittlichem Niveau.
Beim Grundwasser ist keine Veränderung der Lage feststellbar. Die Grundwasserstände und Quellabflüsse gehen stetig zurück. Viele Messstationen des Grundwasservorkommens im Thurtal zeigen sehr tiefe Wasserstände auf, z. T. weit unter dem Mittelwert.
Die Wassertemperaturen in den Flüssen schwanken aufgrund des sonnigen Wetters und der nächtlichen Abkühlung stark. Im Rhein werden tagsüber wieder Werte über 22°C erreicht, in Murg und Thur lagen die maximalen Werte bei wenig mehr als 20 bis 21°C.
35 Gemeinden und zwei Zweckverbände melden Engpässe in der Wasserversorgung. Davon rufen 31 Gemeinden und zwei Zweckverbände die Bevölkerung vorsorglich zum Wassersparen auf. In vier Gemeinden gelten nach wie vor Einschränkungen.
Das Trockenheitsrisiko im ganzen Kanton Thurgau wird nach wie vor als gross eingestuft. Aufgrund des trockenen Wetters zum Herbstanfang ohne Aussicht auf ergiebige Niederschläge ist nicht mit einer Entspannung der Trockenheits-Situation im Thurgau zu rechnen. Da sich die Lage der Fliessgewässer nicht entspannt, wird das generelle Entnahmeverbot für alle Oberflächengewässer (mit Ausnahme Bodensee, Seerhein, Untersee und Rhein) vom 10. Juli 2018 aufrechterhalten.