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Löhne im Kanton Luzern 2016
Luzerner/innen verdienen im Mittel 6'000 Franken pro Monat
Im Jahr 2016 betrug der Medianlohn der Beschäftigten in Luzerner Privatunternehmen 6'000 Franken brutto pro Monat. Median bedeutet, dass die eine Hälfte der Löhne über diesem Wert lag, die andere Hälfte darunter. Seit der letzten Erhebung im Jahr 2014 hat sich der Lohn nur unwesentlich verändert.
Bei den ausgewiesenen standardisierten monatlichen Bruttolöhnen handelt es sich jeweils um einen Zwölftel des Jahresbruttolohns; der 13. Monatslohn, Sonderzahlungen usw. sind darin eingeschlossen. Sofern nicht anders ausgewiesen, werden im Folgenden die Löhne des privaten Sektors analysiert.
Die aktuellen Resultate stammen aus der Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik, die alle zwei Jahre bei einer repräsentativen Auswahl an Unternehmen durchgeführt wird.
In der Ostschweiz und im Tessin sind die Löhne tiefer als in Luzern
Mit 6'000 Franken lag der monatliche Bruttomedienlohn 2016 im Kanton Luzern unter dem Schweizer Mittel von 6'200 Franken. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2014 veränderte sich diese Differenz nicht.
Im Mittel am meisten Lohn erhielten die Arbeitnehmenden im Kanton Zürich. Dort betrug der monatliche Bruttomedianlohn 6'700 Franken. Es folgte die Nordwestschweiz (AG, BL, BS) mit 6'500 Franken pro Monat. Tiefer als im Kanton Luzern waren die Löhne im Tessin mit 5'300 Franken pro Monat und in der Ostschweiz (AR, AI, GL, GR, SG, SH, TG) mit 5'900 Franken pro Monat. Der Medianlohn für die gesamte Zentralschweiz lag mit 6'300 Franken pro Monat leicht über dem Schweizer Mittel.
Werden die Löhne des öffentlichen Sektors mitberücksichtigt, lag der Bruttomedianlohn im Kanton Luzern gegenüber der letzten Erhebung bei unveränderten 6'200 Franken pro Monat. Sowohl der gesamtschweizerische als auch der zentralschweizerische Bruttomedianlohn (inkl. öffentl. Sektor) stieg im gleichen Zeitraum von 6'400 Franken auf 6'500 Franken pro Monat an.
Männer verdienen 16 Prozent mehr als Frauen
Frauen verdienten 2016 in Luzerner Privatunternehmen pro Monat im Mittel 16 Prozent weniger als Männer (Frauen: 5'300 Fr.; Männer: 6'400 Fr.). Bei der letzten Erhebung im Jahr 2014 war die Geschlechterdifferenz mit 14 Prozent leicht kleiner gewesen (5'400 Fr. vs. 6'300 Fr.).
Die Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern sind teilweise mit Unterschieden bei lohnrelevanten Personen-, Arbeitsplatz- und Unternehmensmerkmalen begründbar. Zum Beispiel haben erwerbstätige Frauen tendenziell einen weniger hohen Bildungsabschluss, besetzen seltener eine Kaderstelle und arbeiten häufiger in Tieflohnbranchen als Männer. Zudem steigt – wie in der Grafik ersichtlich – der Lohn der Männer über einen längeren Zeitraum der beruflichen Karriere an und ist somit im Mittel höher.
Mit einem mittleren Einstiegslohn von 4'200 Franken pro Monat (Frauen) respektive 4'400 Franken pro Monat (Männer) besteht zu Beginn einer Karriere eine geringe Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern. Mit zunehmendem Alter wird die Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern grösser. Bei den Frauen nimmt der Bruttomedianlohn zwischen den Altersgruppen "20–29 Jahre" und "30–39 Jahre" am deutlichsten zu, nämlich von 4'700 Franken auf 5'600 Franken. Danach steigt er bis zur Pensionierung nur noch wenig an. Bei den Männern zeigt sich hingegen auch eine klare Lohnsteigerung im Alter ab 40 Jahren. Der Bruttomedianlohn steigt bei ihnen von 5'100 Franken in der Altersgruppe "20–29 Jahre" auf 6'300 Franken in der Altersgruppe "30-39 Jahre" und weiter bis auf 7'000 Franken in der Altersgruppe "40–49 Jahre" an.
Eine von LUSTAT durchgeführte Analyse der Lohnsituation in den Luzerner Privatunternehmen ergibt, dass sich 2016 rund die Hälfte der Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern durch Faktoren, wie die oben erwähnten, erklären lässt. Übertragen auf das Medianlohngefälle zwischen den Geschlechtern von insgesamt 16 Prozent bleibt ein nichterklärter Lohnunterschied von 8 Prozent bestehen. Er wird als potenziell diskriminierend bezeichnet.
Unabhängig vom Ausbildungsniveau verdienen Männer besser als Frauen
Die Löhne steigen mit zunehmendem Ausbildungsniveau. Im zeitlichen Vergleich veränderten sich die mittleren Löhne bei sämtlichen Ausbildungsabschlüssen gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2014 kaum.
Männer aller Ausbildungsniveaus verdienten im Mittel deutlich mehr als die Frauen. Die einzige Ausnahme bildet das nicht mehr neu verliehene Diplom "Lehrpatent". Dass Männer mehr verdienen, hängt unter anderem damit zusammen, dass sie insgesamt häufiger Kaderpositionen bekleiden als Frauen. Werden die Löhne auf den einzelnen Kaderstufen direkt miteinander verglichen, waren die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern grösstenteils deutlich kleiner.
Frauen mit einem FH-/PH-Abschluss, die im obersten, oberen und mittleren Kader arbeiteten, verdienten im Jahr 2016 im Mittel 10'200 Franken pro Monat, Männer mit derselben Ausbildung und auf derselben Kaderstufe 10'900 Franken monatlich. 2014 war die Differenz noch wesentlich grösser gewesen (Frauen 9'100 Fr./Monat, Männer 11'000 Fr./Monat). 2016 erhielten Männern mit einem Uni-/ETH-Abschluss und einer Anstellung auf der unteren und untersten Kaderstufe monatlich 9'100 Franken, Frauen mit derselben Ausbildung und auf gleicher Kaderstufe 8'300 Franken. 2014 war auch diese Differenz wesentlich grösser gewesen – Männer verdienten damals pro Monat 10'400 Franken, Frauen 8'500 Franken.
Einkommensunterschiede im Gastgewerbe und im Bergbau am geringsten
Den tiefsten Bruttomedianlohn wies 2016 im Kanton Luzern das Gastgewerbe aus (4'300 Fr./Mt.). Gleichzeitig war das Gastgewerbe auch die Branche mit der geringsten Lohnspanne: 50 Prozent der Löhne lagen zwischen 3'900 Franken und 5'000 Franken. Ebenfalls eine kleine Lohnspanne zeigte sich in der Branche "Bergbau, Steine, Erde". Die mittleren 50 Prozent verdienten hier zwischen 5'400 Franken und 6'600 Franken pro Monat.
Grosse Lohnspannen zwischen den tiefsten und den höchsten Löhnen (25. und 75. Perzentil) zeigten sich hauptsächlich in Branchen des dritten Sektors wie zum Beispiel "Information, Kommunikation", "Finanz- und Versicherungsdienstleistungen" oder "Freiberufliche, wissenschaftliche, technische Dienstleistungen", die eine Lohndifferenz von 4'000 Franken und mehr pro Monat haben.
Über alle Branchen hinweg gesehen, bewegten sich 50 Prozent der Löhne der Arbeitnehmenden im Kanton Luzern in der Spanne zwischen 4'900 und 7'600 Franken (Median: 6'000 Fr.).