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Thierry Spicher
Nina Meurisse
Miou Miou
Seit 1.1.2013 werden alle Filme, welche in Kinos öffentlich vorgeführt werden von der "Schweizerischen Kommission Jugendschutz im Film" nach Alterskategorien eingestuft. Das Alter "Zugelassen ab" bedeutet, dass ein Kind/Jugendlicher durch das anschauen des Films keinen Schaden erleiden sollte. Ein Kind/Jugendlicher, welches(r) dieses Alter erreicht hat, wird alleine zugelassen. In Begleitung einer erziehungsberechtigten Person, kann dieses Alter um maximal zwei Jahre unterschritten werden (z.B. Zugelassen ab: 10, ein(e) 10-jährig(e)r wird alleine zugelassen. ein(e) 8-jährig(e)r wird in Begleitung einer Erziehungsberechtigen Person zugelassen.
"Empfohlen ab" bedeutet, dass Ein Kind/Jugendlicher den Inhalt des Films verstehen kann.
Weitere Informationen unter: filmrating.ch
INHALT
Léa ist 28 und hat mit ihrer Umgebung gebrochen. Sie hasst ihren Brotberuf als Verkäuferin, verweigert die Zuwendung von ihrem Freund und überhaupt hat sie das Verhältnis zu ihren Mitmenschen schlecht im Griff. Léa artikuliert ihre Bindungen zur Aussenwelt durch Videoaufnahmen. Die notorische Filmerei hat ein zentrales Motiv: ihre geisteskranke Mutter Suzanne. Fasziniert von den psychischen Turbulenzen ihrer Mutter, verdrängt Léa die mit der Krankheit verbundenen Probleme. Sie versteht nicht, warum ihr Vater und ihre Tante sie stationär untergebracht haben. Noch weniger versteht sie, warum ihre Mutter das mit sich hat machen lassen. Léa ringt mit Bewunderung und Ablehnung, Verleugnung der Krankheit und der Angst, der Mutter zu ähneln.
An einem Wochenende – Suzanne hat Ausgangs-Erlaubnis, um ihren Mann zu besuchen – fährt Léa, gegen den Willen der anderen, mit ihr zum alten Haus der Familie. Sie bringt es nicht über sich, die Mutter wieder in der Klinik abzuliefern, und brennt mit ihr durch. „On the road“ entdecken Léa und Suzanne das erlösende Gefühl der Freiheit, weit weg von familiären Erwartungen.
Im Laufe ihres Zusammenseins beginnen Mutter und Tochter, einander zu verstehen und sich der Krankheit anzunähern. Suzanne, die sonst ständig ihre Ausbrüche unterdrücken muss, kann endlich ihren Impulsen freien Lauf lassen. Ihr innerer Zustand tritt hervor. Léa wird grausam konfrontiert mit einer Realität, der sie nicht weiter entfliehen kann. Sie muss ihre Mutter akzeptieren, wie sie ist.
In dem Film AVANTI stellt Emmanuelle Antille die Frage nach dem Anderssein und nach dem Umgang mit einer Geisteskrankheit. Sie untersucht den Wandel in einer betroffenen Familie; die Art und das Vermögen jedes Einzelnen, die neue Realität zu akzeptieren. Suzanne ist gleichzeitig ergreifend und komisch. Ihr Schalk kontrapunktiert die Härte der Situation. Léa muss erfahren, was es bedeutet, ihre Mutter wirklich zu verstehen und wieder zu sich selbst zu finden.