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Italien–Schweiz: Ein Programmgebiet im Zentrum Europas
Der vom Programm abgedeckte Perimeter ist sehr heterogen und umfasst mehrere funktionale Räume. Um die einzelnen Aktionen inhaltlich präziser zu fassen, sieht das Programm runde Tische mit Fachleuten und lokalen Akteurinnen und Akteuren vor. Möglicherweise lassen sich auf diese Weise bestimmte Projekttypen oder ein Teil der Mittel gebündelt für einen oder mehrere funktionale Räume einsetzen. Dies würde neue grenzüberschreitende Innovationssysteme ermöglichen oder bestehende konsolidieren, die im Rahmen früherer Programme bereits entwickelt wurden (z.B. Achse Lombardei–Tessin, autonome Provinz Bozen–Tessin usw.).
Ziele
Das Programm umfasst fünf strategische Ziele der EU-Kohäsionspolitik, nämlich ein wettbewerbsfähigeres und intelligenteres Europa (OP1), ein umweltfreundlicheres Europa (OP2), ein stärker vernetztes Europa (OP3), ein sozialeres und integrativeres Europa (OP4) und eine bessere Governance der Zusammenarbeit (OP5).
Insbesondere sollen mit dem Programm grenzüberschreitende Lieferketten und Netzwerke von Kultur- und Tourismusunternehmen geschaffen und lokale Initiativen unterstützt werden, die das jeweilige kulturelle Erbe nutzen, restaurieren und fördern. Bildungsmassnahmen für Akteure des Tourismussektors werden ebenso finanziert wie die Umsetzung von Strategien zur saisonalen Anpassung und Diversifizierung des Tourismusangebots sowie Projekte für eine nachhaltige Mobilität. Ziel ist es, die Wirkung Hunderter bereits früher gestarteter Projekte zu steigern.
In der Auswahlphase wird Projekten Priorität eingeräumt, die auf einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit basieren und Einkommen generieren. Sie sollen sich zudem durch finanzielle Nachhaltigkeit und Beständigkeit auszeichnen, indem sie dauerhafte Arbeitsplätze schaffen und zur internationalen Sichtbarkeit des Gebiets beitragen.
Facts and Figures
- 38 000 km2 Fläche
- 4,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner
- 89'000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger
- Am Programm beteiligte Kantone: GR, TI, VS
Schweizer Beteiligung und Kontaktstelle
Damit die Projekte auf Schweizer Seite diesen Anforderungen gerecht werden, ist vorgesehen, dass die zuständigen kantonalen Fachstellen interessierte Projektträger aus der Schweiz bereits bei der Erarbeitung der Projektidee beraten. Die Beratung soll zudem dazu beitragen, angemessene und adäquate Projektpartnerschaften zu bilden und zu gewährleisten, dass die eingesetzten Ressourcen auch wirklich den Regionen zu Gute kommen.
Ziel ist es, dass Projekte entwickelt werden, die konkrete und nachhaltige Wirkungen in der Grenzregion erzielen und sich in die Vorhaben integrieren, die auf kantonaler Ebene im Rahmen der verschiedenen Sektoralpolitiken umgesetzt werden.
Das Programm Interreg VI A Italien−Schweiz formuliert gemeinsame Absichten und Ziele. Jeder beteiligte Kanton wird jedoch den Akzent auf eigene Prioritäten und Grundlagen setzen. Diese werden bei jeder Ausschreibung klar kommuniziert.
Ansprechpartnerin bei Fragen:
Coordinazione regionale Interreg
Via S. Franscini 17
CH-6501 Bellinzona
+41 91 814 35 45
<email-pii>
Bild: Sandro Almir Immanuel / pixelio.de