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Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Deponit ist ein Arzneimittel in Form eines Pflasters, mit dem ein bewährter Wirkstoff (Glyceroltrinitrat) durch die Haut in den Körper gebracht wird. Der Wirkstoff ist im Klebefilm des Pflasters enthalten.
Deponit erweitert die zum Herzen hinführenden Blutgefässe. Die Folgen:
Deponit eignet sich zur Dauerbehandlung der Angina pectoris bei koronarer Herzkrankheit und wird auch angewendet zur
Deponit darf nicht angewendet werden bei:
Wenn Sie als Patient mit einer Herzerkrankung (z.B. Angina pectoris) unter Behandlung mit Deponit stehen, dürfen Sie keinesfalls Sildenafil (Viagra, Vardenafil (Levitra) oder Tadalafil (Cialis) Medikamente zur Behandlung der Impotenz des Mannes) einnehmen. Die gleichzeitige Anwendung von Viagra kann eine gefährliche Verstärkung der Wirkung von Deponit in Form von Blutdruckabfall und Kreislaufzusammenbruch verursachen.
Sollten Sie aber Viagra, Levitra oder Cialis dennoch eingenommen haben, ist die Anwendung von Deponit innerhalb von 24 Stunden nach Einnahme von Viagra, Levitra oder Cialis strikt verboten. Dies gilt auch im Falle von plötzlich auftretenden Herzbeschwerden. Wenden Sie sich in dieser Notfallsituation an einen Arzt oder eine Ärztin und informieren Sie ihn bzw. sie über die Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Impotenz des Mannes.
Bei Neigung zu Kreislaufstörungen durch niedrigen Blutdruck (orthostatische Kreislaufregulationsstörungen) sollte Deponit mit Vorsicht angewendet werden.
Bei einem verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes (Hypoxämie) aufgrund einer Blutarmut (Anämie) ist bei der Anwendung von Deponit Vorsicht geboten.
Bei Gabe von Deponit kann, bedingt durch eine relative Umverteilung des Blutflusses in minderbelüftete Lungenabschnitte, eine vorübergehende Verminderung des Sauerstoffgehaltes im Schlagaderblut auftreten, wodurch bei Patienten mit Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff ausgelöst werden kann.
Bei Patienten, welche mit Diuretika behandelt werden sollte der Volumenmangel vor Anwendung von Deponit behandelt werden.
Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit kann das Symptom der Brustenge verstärkt werden, bzw zu niedrigem Blutdruck und Ohnmacht führen.
Die gleichzeitige Einnahme von blutdrucksenkenden Präparaten (Antihypertensiva z.B. Kalziumantagonisten, ACE-Hemmern), anderen gefässerweiternden Mitteln (Vasodilatatoren), trizyklischen Antidepressiva, Neuroleptika und Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Deponit verstärken.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Deponit und Dihydroergotamin (DHE) wird der systolische Blutdruck im Stehen stärker erhöht als unter alleiniger DHE-Verabreichung.
Die Wirkung von Deponit kann durch die Einnahme von Entzündungshemmern/Antirheumatika (z.B. Indometacin) abgeschwächt werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Deponit und Acetylsalizylsäure (z.B: Aspirin) kann den blutdrucksenkenden Effekt von Deponit verstärken.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Sapropterin ist Vorsicht geboten.
Eine Langzeitbehandlung sollte nicht plötzlich beendet werden.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch. Dies gilt in verstärktem Masse im Zusammenwirken mit Alkohol.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (bei Externa)!
In der Schwangerschaft sollte Deponit nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden. Während der Behandlung mit Deponit soll nicht gestillt werden.
Soweit nicht anders verordnet, wird zur Dauerbehandlung von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe und zur Vorbeugung von Angina-pectoris-Anfällen im Allgemeinen mit einem Pflaster pro Tag begonnen, bei Bedarf kann die Dosis erhöht werden.
Die Anwendung und Sicherheit von Deponit bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
Die Anwendung bei älteren Patienten sollte im Allgemeinen mit Vorsicht erfolgen, da diese empfindlicher auf eine Behandlung mit Deponit reagieren können.
Wie bei allen Nitraten kann es auch unter Glyceroltrinitrat-Pflastern bei einigen Patientinnen und Patienten während einer Dauertherapie zu einer Abschwächung der Wirkung kommen. In diesen Fällen sollte das Pflaster während der Schlafenszeit entfernt werden. Bei Patientinnen und Patienten mit überwiegend nächtlicher Angina pectoris wird das Pflaster nur während der Nacht verwendet.
Die Dosierung von Deponit wird vom behandelnden Arzt oder von der behandelnden Ärztin individuell entsprechend dem Krankheitsbild festgelegt. Zum Schutz des Patienten vor Angina-pectoris-Anfällen ist ein plötzliches Absetzen zu vermeiden und bei Umstellung auf ein anderes Wirkprinzip eine überlappende Behandlung durchzuführen.
Deponit kann im gesamten Brustbereich aufgeklebt werden, jedoch auch auf dem Oberarm, dem Oberschenkel, dem Bauch oder dem Schulterbereich.
Die Hautstelle sollte täglich gewechselt werden. Die Körperpartie muss unbedingt trocken, gesund, glatt und möglichst wenig behaart sein.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
1.2.
Deponit haftet sicher beim täglichen Duschen und Baden, bei aller Art von Bewegung und sogar beim Schwimmen. Das Pflaster darf nicht zerschnitten werden.
Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit grösseren Mengen von Deponit ist das (sind die) Pflaster unverzüglich zu entfernen und sofort ein Arzt zu benachrichtigen.
Sehr häufig: Kopfschmerzen.
Häufig: Schwindel (einschliesslich hypotoner Schwindel), Schläfrigkeit.
Häufig: Erhöhung der Pulsfrequenz (Tachykardie).
Gelegentlich: Verstärkung der Angina-Pectoris-Symptomatik.
Unbekannte Häufigkeit: Herzklopfen.
Häufig: Abfall des Blutdrucks und/oder Benommenheit beim Aufstehen.
Gelegentlich: Kollapszustände manchmal begleitet von Herzrhythmusstörungen mit Verlangsamung der Pulsfrequenz und plötzlichem Bewusstseinsverlust (Synkopen).
Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen.
Sehr selten: Sodbrennen.
Gelegentlich: allergische Hautreaktionen (z.B. Rash), allergische Kontaktdermatitis.
Häufig: Schwächegefühl.
Gelegentlich: Hautrötung (Erythem), Juckreiz, brennendes Gefühl, Reizung.
Schwerwiegende hypotensive Reaktionen sind bei organischen Nitraten berichtet worden, einschliesslich Übelkeit, Erbrechen, Ruhelosigkeit, Blässe und übermässigem Schwitzen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Deponit soll nicht bei Temperaturen über 25 °C aufbewahrt werden.
Pflaster vor und nach Gebrauch ausser Reichweite der Kinder aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Pflaster Deponit 5 enthält 18,7 mg Glyceroltrinitrat.
1 Pflaster Deponit 10 enthält 37,4 mg Glyceroltrinitrat.
45986 (Swissmedic).
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Deponit 5: 10, 30 und 100 transdermale Pflaster.
Deponit 10: 10, 30 und 100 transdermale Pflaster.
UCB - Pharma AG, Bulle.
Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.