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Gluten ist ein Eiweiss (das sog. Klebereiweiss), das in verschiedenen Getreidesorten enthalten ist: Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer – und damit in den meisten unserer täglichen Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Pasta, Kekse, Kuchen usw., aber auch beispielsweise in Bier.
In der Schweiz leiden mehr als 70’000 Personen an einer Autoimmunkrankheit, die ausbricht, wenn man Gluten isst. Diese Krankheit wird «Zöliakie» (oder auch «Sprue») genannt. Zöliakie führt zu einer starken Entzündung des Dünndarms, die wiederum mit der Zerstörung der Darmzotten einhergeht, die für die Nährstoffaufnahme zuständig sind. Mit der Zeit führt diese chronische Malabsorption zu umfassenden Nährstoff-Mangelerscheinungen.
Symptome:
Viele Symptome können auf eine Zöliakie hinweisen. Wenn Sie von Zöliakie betroffen sind, leiden Sie möglicherweise an Magen-Darm-Symptomen, wie Durchfall (Diarrhoe), Blähungen, Geschwüren oder Aphten im Mund oder Bauchschmerzen. Aber die Krankheit kann sich auch in Form von anderen Symptomen manifestieren. Beispielsweise in Form von Hautausschlägen mit Juckreiz, Menstruationsbeschwerden sowie Gelenk- oder Muskelschmerzen.
Was sind die Risiken?
Aufgrund der Zerstörung der Darmzotten kommt es bei einer Person, die unter Zöliakie leidet, zu chronischen Nährstoffmängeln. Dieser Zustand führt langfristig zu Gesundheitsproblemen, wie z. B. Anämie, Osteoporose, Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und Missbildungen von Foeten, aber auch zu Formen von Magen-DarmKrebs.
Die Diagnose
Die Simtomax®-Methode beruht auf einem Bluttest zum Nachweis von spezifischeren Antikörpern. Dieser Test ist ganz einfach und schnell, wird von Ihrem Apotheker ausgeführt und ermöglicht einen Hinweis, ob Sie unter Zöliakie leiden. Ein Blutstropfen aus
der Fingerkuppe reicht aus, um mit dieser Testkassette ein sicheres Ergebnis zu erhalten. Sie erhalten das Ergebnis bereits nach 10 Minuten!
Die Behandlung
Durch eine lebenslange glutenfreie Ernährung kann man die Schäden der Darmschleimhaut heilen und die Symptome vollkommen zum Verschwinden bringen. Sich glutenfrei ernähren heisst, keinen Weizen, keine Weizenhybride und Weizenderivate
(wie Stärke, Weizenkeime oder -kleie) sowie keinen Roggen und keine Gerste mehr zu essen (oder zu trinken!). Diese Diät ist ziemlich einschränkend. Deshalb sollte man erst dazu übergehen, nachdem die Diagnose von einem Arzt bestätigt wurde.