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Normalerweise gibt es an Fussballweltmeisterschaften öffentliche Liveübertragungen auf grossen Leinwänden mit Festwirtschaft: Zuschauer*innen treffen sich auf Plätzen und in Restaurants, um die Spiele gemeinsam zu verfolgen. Bei der WM-Ausgabe 2022, die in Katar stattfindet, ist es anders: Das Interesse an solchen Public Viewings ist minim. Zum einen findet die WM ausnahmsweise im Winter statt. Zum anderen steht Katar als Gastgeberland wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. Viele Firmen und Organisationen und auch andere Städte boykottieren die WM offiziell.
In Zürich ist am 3. November ein Gesuch für ein Public Viewing eingegangen. Dieses sollte in einem Zelt mit 800 Plätzen auf öffentlichem Grund stattfinden und gemäss Konzept des Organisators beheizt werden. Die Vorsteherin des Sicherheitsdepartements, Karin Rykart, hat entschieden, das Gesuch nicht zu bewilligen. Der Gemeinderat von Zürich hat am Mittwochabend mit deutlicher Mehrheit ein Postulat an den Stadtrat überwiesen, das diesen auffordert, zu prüfen, an dieser WM keine Public Viewings zuzulassen. Das Parlament hat damit seinen Willen klar zum Ausdruck gebracht. Angesichts der knapp werdenden Energie und der zunehmenden Dringlichkeit, Energie zu sparen, ist es ausserdem nicht angezeigt, für eine solche Veranstaltung ein grosses Zelt zu heizen.