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Kategorien C / C1 / CE und C1E
Egal, ob man Berufskraftfahrer ist oder nur ab und zu mal einen Lastkraftwagen steuern möchte: Hierzu sind Führerausweise in der Kategorie C obligatorisch. Jedoch wird auch hier wieder mit Zusätzen entscheiden, was für ein Fahrzeug in welcher Kategorie gefahren werden darf. Die grundlegende Kategorie C beinhaltet beispielsweise nur Motorwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen, wahlweise mit einem Anhänger, der bis zu 750 kg Betriebsgewicht hat. Kategorie CE erlaubt darüber hinaus die Kombination aus einem Motorwagen der Kategorie C und einem Anhänger oder Sattelauflieger, dessen Betriebsgewicht die 750 kg übersteigt.
Die Kategorie C1 erlaubt es, Motorwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen (jedoch nur bis maximal 7,5 Tonnen) zu fahren. Auch hier gilt: Wahlweise mit einem Anhänger bis 750 kg Betriebsgewicht. Die ergänzende Kategorie C1E erlaubt das Fahren einer Kombination aus einem Motorwagen der Kategorie C1 und einem Anhänger oder Sattelauflieger mit einem Betriebsgewicht von mehr als 750 kg. Jedoch darf hier das maximale Gesamtzugsgewicht von 12 Tonnen nicht überschritten werden. So gilt es hier genau zu schauen, welche Führerausweise wirklich für das Fahren verschiedener Lasten notwendig sind.
Kategorien D / D1 und D1E
Wer zudem als Busfahrer arbeiten möchte, muss über einen Fahrausweis in der Kategorie D verfügen. Hier ist die Aufteilung der Unterklassen ähnlich der Kategorie C. Ein Führerausweis der Oberkategorie D berechtigt zum Fahren von Motorwagen, die zum Personentransport gedacht sind und über mehr als 8 Sitzplätzen ausser dem Führersitz verfügen. Die Kategorie D1 beinhaltet wiederum Motorwagen zum Personentransport mit mehr als 8, aber nicht mehr als 16 Sitzplätzen ausser dem Führersitz. In der Kategorie D1 (3,5 Tonnen) können Motorwagen zum Personentransport bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen mit mehr als 8, aber nicht mehr als 16 Sitzplätzen ausser dem Führersitz gefahren werden, die Kategorie D1E ermöglicht das Fahren einer Kombination aus einem Motorwagen zum Personentransport der Kategorie D1 und einem Anhänger mit einem Betriebsgewicht von mehr als 750 kg.
Der internationale Führerausweis
Wer viel unterwegs ist und mit dem Auto auch einmal verschiedene Landesgrenzen überquert, der kann schnell mit der Notwendigkeit des internationalen Führerausweises in Berührung kommen. Dieser ist kein eigenständiges Dokument, sondern ist nur als Zusatz in Verbindung mit dem nationalen Führerausweis gültig. Zweck des internationalen Führerausweise ist die „Übersetzung“ des nationalen Führerausweises, damit Polizei oder beispielsweise Mietwagenunternehmen im Ausland Ihre Fahrberechtigung erleichtert überprüfen können.
Generell gilt in den EU-Staaten, dass die schweizerische Fahrerlaubnis im Kreditkartenformat problemlos anerkannt werden sollte. Bei Reisen in andere Länder empfiehlt sich der internationalen Führerausweis jedoch schon, vor allem in Albanien, Russland, der Ukraine und Weissrussland. In anderen Ländern ist der internationale Führerausweis darüber hinaus sogar Pflicht. Beantragen können Sie den internationalen Führerausweis beim zuständigen Strassenverkehrsamt Ihres Wohnsitzkantons. Manchmal ist es auch möglich, sich an den Automobil Club Schweiz oder den Touring Club Schweiz zu wenden – hier erfahren Sie mehr Informationen, beispielsweise über die einzureichenden Dokumente. Der internationale Führerausweis ist drei Jahre gültig, kann jedoch nicht verlängert werden. Die Kosten können von Kanton zu Kanton unterschiedlich ausfallen.
Aberkennung ausländischer Führerausweis
Möchte man in die Schweiz ziehen, berechtigt der bisherige Führerausweis für maximal ein Jahr, hier Motorfahrzeuge zu führen. Der Führerausweis kann bis längstens nach 10 Jahren prüfungsfrei in einen schweizerischen Führerausweis umgetauscht werden. Dabei können unter Umständen Klassen verloren gehen. Sind Sie also zugezogen, können Sie beim zuständigen Strassenverkehrsamt den Tausch beantragen.
Wie kann ein Anwalt Sie beim Thema Führerausweis unterstützen?
Besonders als Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz kann man Gefahr laufen, dass die bisherige Fahrerlaubnis aberkannt wird. Schweizerische Behörden dürfen den ausländischen Führerausweis zwar nicht entziehen, diesen jedoch für die Verwendung in der Schweiz für ungültig erklären. Er wird dann bei der Behörde hinterlegt. Oftmals ist es hier hilfreich, sich rechtlichen Rat und Unterstützung zu suchen. Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Sie hier perfekt unterstützen und Ihren individuellen Einzelfall genau mit Ihnen prüfen – auch wenn Ihre Fahrerlaubnis aus anderen Gründen entzogen werden soll.