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Sergej Belous schliesst gerade die Schule ab und und möchte den Beruf des Ingenieurs ergreifen. Seine Mutter (49) ist als Putzfrau in einem Werk tätig, der Vater Michail (50) ist Schlosser. Zusammen verdienen sie so wenig, dass sich die Familie mehr schlecht als recht über die Runden bringt. Sergej hat zwei ältere Brüder, Iwan (25) und Wladimir (26). Wladimir ist schon verheiratet und bewohnt mit seiner Frau eine winzige Mietwohnung. Sergej, Ivan und die Eltern teilen ein kleines Einfamilienhaus, das nur drei Zimmer hat. Um ein bisschen Geld für das Studium zu sparen, jobbte der Junge während der letzten Sommerferien auf dem Bau.
Doch im Herbst musste der Vater ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er hatte Hexenschuss und die Rückenschmerzen waren so qualvoll, dass er einige Tage nicht aufstehen konnte. Die Ersparnisse der Familie waren für die Spitalbehandlung schnell aufgebraucht. Der Vater fühlt sich jetzt zum Glück schon viel besser. Er muss sich aber immer noch regelmässig untersuchen lassen und darf nur noch leichte Arbeit verrichten. Auch Sergejs Gesundheit ist angeschlagen: Man diagnostizierte bei ihm Herzstörungen und eine leichte Nierenentzündung. Auch für diese Behandlung benötigt die Familie viel Geld. Von einem Studium kann jetzt nicht mehr die Rede sein.