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En septembre dernier, treize étudiant·e·s germanophones et quatre francophones ont commencé leur bachelor en écriture littéraire. Quels que soient leur parcours, leur bagage littéraire, leurs projets pour l’avenir, ils et elles ont tous et toutes le même désir de se consacrer durant trois ans à leurs textes. Afin de mieux faire leur connaissance, quelques un·e·s ont accepté de se présenter en mots et en images !
A toutes et tous les étudiant·e·s de première année, nous vous souhaitons un bon début dans ce nouveau chapitre de vos études !
Linda
Où et comment écris-tu le mieux ?
Quand je ne suis pas chez moi, où un milliard d'occupations diverses et variées vont me déconcentrer et m'empêcher d'écrire ! Typiquement, dans un bar avec un bruit de fond, c'est parfait pour moi. Le train est aussi un endroit assez propice à l'écriture. Je préfère utiliser un cahier et un crayon, pour pouvoir raturer à mon aise ; je tape ensuite mon texte à l'ordinateur, dans un second temps.
Que fais-tu quand tu n’écris pas ?
Un tas de choses! Trop, peut-être... ce qui m'empêche de mettre l'écriture au centre, justement. Je joue avec mon chat, fais les courses, vois mes amies, lis, regarde des séries... J'ai tendance à me perdre un peu. Quand je ne suis pas en année sabbatique, je travaille en tant qu'enseignante avec tout ce que cela implique (préparations, corrections, déplacements...)
Quel livre aimerais-tu oublier pour redécouvrir le bonheur de le lire une première fois ?
Rien ne s'oppose à la nuit de Delphine de Vigan est le premier titre qui me vient à l'esprit, mais il y en aurait beaucoup d'autres. La thématique abordée dans ce livre m'intéresse particulièrement, ainsi que la structure développée par l'autrice.
Qu’attends-tu de ces trois ans à l’Institut littéraire ?
J'attends de pouvoir justement trouver l'impulsion pour mettre l'écriture au centre de ma vie et de ma pratique quotidienne. Le soutien de mon mentor et les échéances qu'il me donne sont essentiels pour cela. Pouvoir discuter avec d'autres personnes qui écrivent aussi au quotidien se révèle aussi d'une richesse insoupçonnée.
Alors que je ne m'en doutais pas, ces trois ans vont me permettre également de me questionner sur ce que je souhaite réellement faire comme métier (est-ce que prof me convient toujours? Si oui, à quel pourcentage, dans quel branche, à quel degré ?) et où je souhaite vivre, pour quelle qualité de vie.
Quelle question avons-nous oublié de te poser dans ce questionnaire ?
Je ne sais pas... je ne vois pas! Mais s'il y en a d'autres, j'y répondrai volontiers!
Paulina
Wo oder wie schreibst du am liebsten?
Auf diese Frage gibt es zwei Antworten. Wenn man es darauf bezieht, wo meine besten Texte entstehen, dann wäre die Antwort um 2 Uhr morgens in meinem Bett, eine kleine Nachtischlampe aus Beton leuchtet und ich friere, weil mir die Bettdecke immer wieder von den Schultern rutsch. Wenn man es darauf bezieht, wo ich gerne meine besten Texte schreiben würde, dann ist die Antwort auf meiner Holzplatte, die mir als Kind als Künstlertisch gedient hat und es jetzt auch wieder tut. Sie steht auf zwei Böcken und in ihr sind viele Kerben, durchgedrückte Buchstaben und Farbkleckse, die alle nicht mehr weg gehen und es auch nicht sollen. Ich liebe die Platte und dort zu schreiben. Der Tisch steht so, dass ich nur die Bäume draußen sehen kann, obwohl ich an einer Hauptstraße wohne. Auch gibt es keine Menschen um mich herum. Alles muss ruhig sein. Außer das Hupen der Fähre, die auf dem Bielersee vor sich hin schippert, und der beruhigende Lärm der Straße gibt es nichts. Ach und am besten nicht um 2 Uhr morgens.
Was tust du, wenn du nicht grad schreibst?
Lesen. Meistens jedenfalls … Klischee ,oder?
Welches Buch würdest du gern für einen Moment vergessen gelesen zu haben – um es dir nochmal frisch vorzuknöpfen?
Keins. Ich liebe es, Bücher mehrmals zu lesen, weil ich immer wieder Neues finde, das ich beim ersten Mal einfach total übersehen oder einfach nicht verstanden habe.
Was wünscht du dir für deine Zeit am Institut?
Gerade? Verbundenheit. Ich merke jetzt schon, nach nur 3 Wochen, wie schön es ist, so viele Menschen um mich zu haben, die es alle lieben zu schreiben. Ich mag es auch, wie unterschiedlich wir alle sind und wie unterschiedlich wir alle schreiben. Und dieses Verständnis für die Geschichten, die alle mitbringen.
«Man fängt selten an zu schreiben, wenn alles super ist», hat Verena, meine Mentorin, bei unserem ersten Treffen gesagt. Deshalb schummert in vielen von uns ein großes Verständnis. Das zu wissen beruhigt.
Und generell? Unendlich viel Zeit zum Schreiben.
Die wichtigste Frage, die wir dir hier nicht stellten?
Wie es sich anfühlt hier zu sein.
Es fühlt sich nämlich extrem unreal an und es geht nicht nur mir so. Dieses Gefühl, gerade noch so «reingerutscht» zu sein bei der Aufnahme. Der Gedanke, «Wahrscheinlich haben sie noch eine Person gebraucht und deshalb noch mich genommen». Natürlich kompletter Bullshit, aber Tiefstapeln kann der Verstand sehr gut. Das gilt es abzulegen, wir sind super! ^^
Tanja
Wo oder wie schreibst du am liebsten?
Ich hege die romantische Vorstellung davon, meine Texte in Cafés sitzend schreiben zu können. Dort bin ich aber stets so abgelenkt, dass ich nichts konkretes verfassen kann. Unter anderen Menschen mäandern meine Gedanken, sie lassen sich nicht auf einen Punkt bringen. Das kann ich aber auch geniessen. In Zügen oder Cafés schreibe ich mir von der Seele, vermenge die Aussen- mit meiner Innenwelt und picke später aus diesen wirren Textcollagen die Perlen heraus. Diese kann ich jedoch nur in völliger Einsamkeit, am liebsten bei mir zuhause auf dem Bauch im Bett oder auf dem Boden liegend, zu Texten verarbeiten. Der letzte Punkt kann sehr quälend sein. Mir fliegen die Worte in ihrer Doppeldeutigkeit um die Ohren. Ich fühle den Text bereits in mir, meissle aber so lange an ihm herum, bis er diesem Gefühl entspricht.
Was tust du, wenn du nicht grad schreibst?
Schreiben und Leben lassen sich schwer trennen, weil man im Alltag ja stets auf der Suche nach Rohstoff für neue Texte ist. Wenn ich zum Beispiel über Menschen aus meinem Umfeld nachdenke, verfasse ich gedanklich Briefe an sie. Ich schreibe aber auch ausserhalb meiner Gedanken viele Briefe und Postkarten. Womit ich mich gerne befasse, wenn ich nicht schreibe, sind die Kunst und die Natur. Letztere nehme ich gerne mit nach Hause und verarbeite sie zu allerhand. Ich sehne mich andauernd sehr nach Langsamkeit und Musse. An schlechten Tagen fühlt sich das Leben rund ums Schreiben wie ein Freischaufeln an Zeit für ebendieses an.
Welches Buch würdest du gern für einen Moment vergessen gelesen zu haben – um es dir nochmal frisch vorzuknöpfen?
Ich wünschte, ich hätte das Buch «Fern von hier» von Adelheid Duvanel noch nicht zu Ende gelesen. Es handelt sich um eine Sammlung aus sehr kurzen Kurzgeschichten, die mich in ihrer Dichte beeindrucken. Die darin lebenden Figuren empfinde ich als radikal frei. Sie ringen der Realität etwas Fantastisches, manchmal gar Magisches ab. Ich habe das Buch, obwohl es wohl einen Kilo wiegt, ständig in meiner Tasche, um immer wieder darin lesen zu können.
Was wünscht du dir für deine Zeit am Institut?
Dass die Geschichten, die in mir stecken, ihren Weg nach draussen finden. Sie existieren bereits, suchen aber noch nach der richtigen Form. Ich wünsche mir, dass das in der ersten Antwort beschriebene Meisseln schneller geht. Dazu muss ich wohl vor allem Vertrauen in mich selbst gewinnen, weniger verkopft sein.
Die wichtigste Frage, die wir dir hier nicht stellten?
«Was will dein Schreiben?»