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Jährlich fallen in der Schweiz drei Millionen Tonnen vermeidbarer Lebensmittelabfälle an. Etwa ein Zehntel davon wird laut dem Verband Gastrosuisse durch die Gastronomie verursacht.
Der Verein «United Against Waste» hat ein zweijähriges Programm aufgelegt, das Gastronomiebetrieben bei der Reduzierung von Lebensmittelabfällen helfen soll. An dem Projekt haben sich bereits über 100 Gastronomiebetriebe aus vier Kantonen beteiligt, darunter auch das Seniorenzentrum in Emmen im Kanton Luzern. Die dortige Großküche produziert täglich 500 Mahlzeiten und beschäftigt 18 Catering-Mitarbeiter. Sie haben in der Küche recherchiert, um herauszufinden, wie und warum die Lebensmittel weggeworfen werden. Sie stellten fest, dass die Beilagen wie Nudeln, Kartoffeln und Reis meist ungegessen bleiben und weggeworfen werden.
Aufgrund ihrer Erkenntnisse konnte das Seniorenzentrum bereits einige Veränderungen umsetzen, unter anderem das Kochen einer Bouillon aus den Abfällen. Sie haben auch die Fleischportionen von einem großen Stück Fleisch auf zwei kleine Stücke geändert und die Gäste können zwischen einer großen und einer kleinen Portion wählen. Sie haben auch versucht, einen Lieferanten zu finden, der ihnen kleinere Joghurtbecher liefern kann. Die Ergebnisse in Emmen waren zufriedenstellend. Im vergangenen Jahr landeten weniger Fleisch, Fisch, Brot und Gemüse in der grünen Tonne.
Das Bundesamt für Umwelt schätzt, dass die Industrie durch eine Umstellung ihrer Methoden 200.000 Tonnen Lebensmittelabfälle pro Jahr einsparen könnte. Dies würde den Unternehmen auch Geld sparen, da sie für jedes Kilogramm Lebensmittelabfälle 25 CHF zahlen müssen. Bis 2030 wollen der Bund und der Verband Gastrosuisse die vermeidbaren Lebensmittelabfälle in der Branche um 50 % reduzieren.
Bild: (c) SRF / YVONNE HAFNER