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Asperger-Syndrom
Asperger Syndrom: ICD-10-GM F84.5
Im Unterschied zum Frühkindlichen Autismus besteht beim Asperger-Syndrom keine Entwicklungsverzögerung. Im Gegenteil ist häufig ein sehr früher Sprachbeginn auffällig. Die Kinder eignen sich rasch einen grossen Wortschatz an und verfügen über einen erstaunlich differenzierten, “altklugen” Sprachgebrauch. Das Intelligenzniveau der Kinder ist durchschnittlich bis überdurchschnittlich.
Betroffene sind meistens Einzelgänger. Schon als Kind haben sie sich lieber alleine für sich beschäftigt. Sie haben kaum Kollegen oder Freunde, weil sie nicht wissen, wie sie Kontakt aufnehmen könnten, oder das theoretische, antrainierte Wissen nicht in einer sozialen Interaktion anwenden können. Häufig leiden sie unter ihrer Einsamkeit. Diese Schwierigkeiten können mit einem Sozial-Kompetenz-Training verbessert werden.
Personen mit Asperger-Syndrom haben meist sehr einseitige, spezifische Interessen. Diese Spezialgebiete liegen oft in technischen oder naturwissenschaftlichen Bereichen. Daraus resultiert die Stärke, dass Betroffene in ihrem Interessensgebiet über ein enormes Expertenwissen verfügen.
Auch Personen mit Asperger-Syndrom haben Mühe mit unbekannten Situationen und Übergängen. Um diese Schwierigkeiten besser zu überwinden oder abzuschwächen, sind übersichtliche Strukturen und klare Aufgabenstellungen sehr hilfreich.