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Wie die Hochschule dazu mitteilte, sorgt ein höherer Anteil von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre in den Weizenkörnern für eine Verringerung der Gehalte an Proteinen und Gluten. Ausserdem komme es zu einer veränderten Zusammensetzung der Proteine. Beidem müsse die Verarbeitung des Getreides künftig eventuell angepasst werden.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht schlügen vor allem sinkende Nährstoffgehalte zu Buche. Dadurch könne das Problem der Fehlernährung in vielen Regionen der Erde verstärkt werden, berichtete die Universität. Deren Projekt war 2012 mit Experimenten in Klimakammern gestartet.
In der zweiten Phase des Vorhabens werden mit finanzieller Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) jetzt entsprechende Tests auch im Freiland vorgenommen. Die technische Versuchsanordnung Free-Air Carbon dioxide Enrichment (FACE) erlaube es, das Treibhausgas über dünne Leitungen direkt in die Pflanzenbestände abzugeben.
Modellpflanzen seien die qualitativ hochwertige Weizensorte Triso und die auf Ertrag gezüchtete Sorte Tybalt. Bei ihnen würden Messungen zum Wasserhaushalt, zum Saftfluss und zur Photosyntheseleistung durchgeführt. Ziel sei es, die Verteilung von Kohlen- und Stickstoff in den Pflanzen zu ermitteln sowie deren Inhaltsstoffe zu bestimmen.