Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03579.jsonl.gz/1067

GUPPY
(Poecilia reticulata)
Guppymännchen und -weibchen unterscheiden sich deutlich in Grösse und Färbung. Die Männchen sind kleiner und graziler (1,5 bis 2,8 cm) als die grösseren, längeren und kräftigeren Weibchen (2 bis 4 cm). Die Färbung der Männchen ist sehr variabel und häufig sehr bunt; ihre Rücken- und ihre Schwanzflosse sind länger und ganz oder teilweise gefärbt. Die Weibchen hingegen sind dezent grau-beige gefärbt. Es gibt mittlerweile sehr viele Zuchtformen.
HERKUNFT
Guppys sind in den Gewässern der südamerikanischen Länder Guyana, Venezuela, Barbados sowie in Trinidad und Nordbrasilien beheimatet. Guppys sind enorm anpassungsfähig und kommen in den unterschiedlichsten Gewässern mit unterschiedlicher Strömung vor. Sie besiedeln eher flachere Gewässer wie kleine Teiche, Weiher, Bäche, Flussufer, aber auch Abwasserkanäle.
VERHALTEN
Guppys leben sozial und müssen in Gruppen gehalten werden. Sie sind tagaktiv und ihre Aktivität hängt von Lichtdauer und -intensität ab. Guppys pflanzen sich ganzjährig fort. Weibliche Guppys können stabile soziale Beziehungen bilden, die Männchen zeigen ein interessantes Balzverhalten.
EINRICHTUNG
Das Aquarium sollte teilweise dicht bepflanzt sein, aber auch viel offenen Schwimmraum bieten.
PFLEGE
Guppys sind sehr anpassungsfähig. Dennoch müssen sie sorgfältig gepflegt und der Wasserwechsel regelmässig durchgeführt werden. Sie sollten eine abwechslungsreiche Kost erhalten aus feinem Futter (Flocken, Artemien), aber auch pflanzenhaltiger Nahrung.
WASSERWERTE
Mittelhartes bis hartes Wasser, Gesamthärte 10–30 °dGH, Temperatur 18–28 °C, pH-Wert 6,8 bis 8,0.
VERGESELLSCHAFTUNG
Guppys sollten mit Arten gleicher Grösse und ähnlichem Temperament vergesellschaftet werden, z. B. mit Mollys, Platys, Keilfleckbärblingen, aber auf keinen Fall mit grösseren Fischen wie Skalaren oder mit Arten, die an Flossen zupfen wie die
Sumatrabarben.
ZUCHT
Guppys sind sehr vermehrungsfreudig. Bereits im Alter von 10 bis 20 Wochen pflanzen sie sich fort. Auf den Kauf von Formen mit überlangen Schleierflossen sollte aus Tierschutzgründen verzichtet werden.