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So, 8. April 2018 17:00 St. Gallen, Tonhalle
Unter dem Titel «Idyllen» führt das Sinfonieorchester St. Gallen, geleitet von seinem Chefdirigenten Otto Tausk, Werke für Singstimme und Orchester von Gustav Mahler und Wolfgang Amadeus Mozart auf. Die Solopartien übernimmt die südkoreanische Sopranistin Sunhae Im, deren lyrischer Koloratursopran für diese Werke prädestiniert ist.
Den Auftakt macht eine der wenigen erhaltenen Jugendsinfonien, die Mozart als Neunjähriger schrieb und die bereits ein kompositorisches Geschick aufweist, mit dem der Komponist seinen Zeitgenossen voraus war. Mozart schrieb das Exsultate Jubilate, KV 165, während seines Aufenthaltes in Mailand. Die leicht opernhafte Empfindsamkeit und die filigranen Koloraturen passte er den vokalen Qualitäten des Kastraten Venanzio Rauzzini an, der das Werk uraufführte.
Die vierte Sinfonie gehört zu Gustav Mahlers populärsten Werken. Aus dem bayrischen Kinderlied «Das himmlische Leben» ist ein viersätziges sinfonisches Werk geworden, das sich allerdings im Gegensatz zu Mahlers vorherigen Sinfonien in Form und Orchesterbesetzung auf bescheidenere Masse beschränkt. Es ist ein Werk, das damals neue Massstäbe setzte und trotz seiner Heiterkeit eine empfindsame Tiefgründigkeit in sich birgt.