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China hat eine Reihe gravierender Probleme beim Prestigeprojekt Drei-Schluchten-Damm eingeräumt. Neben Umweltproblemen gebe es auch geologische und wirtschaftliche Schwierigkeiten, räumte der Staatsrat in einer Stellungnahme ein.
Zwar sei das 23 Milliarden Dollar teure Projekt erfolgreich, gleichwohl müssten aber Massnahmen ergriffen werden, um die Umweltverschmutzung zu verringern und die Gefahr von Naturkatastrophen zu verringern. Auch die Lebensverhältnisse von 1,4 Millionen Menschen, die zum Wegzug gezwungen wurden, müssten verbessert werden.
In der Stellungnahme werden Entwürfe für eine saubere, sichere und nachhaltigere Zukunft der Region rund um den Damm skizziert. Diese befindet sich in einer landschaftlich schönen Gegend am Jangtse, wo ein 660 Kilometer langes Reservoir aufgestaut wurde.
Das Projekt wird bereits seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Gepriesen wurde der Damm stets als beste Möglichkeit, die sich wiederholenden Hochwasser des Jangste zu beenden und zugleich Energie für die boomende Wirtschaft zu liefern.
Geologen haben allerdings gewarnt, dass ein Stauen von zu viel Wasser das Risiko von Erdrutschen und Erdbeben erhöhe und sich negativ auf die Ökologie des Flusses auswirke.
Die Regierung hat eingeräumt, dass das Füllen des Reservoirs die Zahl der Erdbeben erhöht hat. Sie bestreitet aber, dass das schwere Beben vom Mai 2008 etwas mit dem Damm zu tun hat. Damals starben in der Provinz Sichuan 87'000 Menschen.
SDA-ATS