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Krebse mit kreativen Häuschen
Krebse mit kreativen Häuschen
Einsiedlerkrebse tragen – normalerweise – Schneckenhäuschen mit sich herum. Manche sind aber etwas kreativer in der Wahl ihrer Behausung: Auf den Malediven ist uns ein Einsiedler begegnet, der eine Plastik-Getränkeflasche besitzt, resp. besetzt. Die PET-Flasche ist in der Mitte durchtrennt. Ob der Krebs dies selber bewerkstelligte oder ob ihm jemand dabei half, hat er uns nicht verraten.
In Kenia habe ich ein Krebschen entdeckt, das sich ebenfalls ein extravagantes Häuschen gewählt hatte: den Deckel einer Zahnpasta-Tube.
Möglich sind diese ausgefallenen Krebs-Behausungen – leider – weil extrem viel Zivilisationsmüll in den Meeren treibt, sich nicht zersetzt und an die Strände gespült wird.
Einsiedlerkrebse schlüpfen in fremde Kalkschalen, um ihren weichen Hinterleib zu schützen. Bei Gefahr zieht sich der Einsiedler ganz ins Häuschen zurück und verschliesst die Öffnung mit der Schere. Die Schneckenhäuser sind Wohnungen auf Zeit: Wenn die Krebse wachsen, müssen sie sich neue suchen. Gute Häuschen sind rar, oft kämpfen die Krebse drum. An den Malediven-Stränden findet man kaum ein Schneckenhaus, das nicht bewohnt ist.