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Das Wichtigste in Kürze
- Christine Mboma darf nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen.
- Die 18-Jährige wies nach einem Bluttest zu hohe Testosteron-Werte auf.
- Sie galt als nahezu unumstrittene Favoritin im Rennen über 400 Meter.
Auf den Olympiasieg über 400 Meter in Tokio galt sie als nahezu unumstrittene Favoritin. Nun wurde Christine Mboma von der Teilnahme ausgeschlossen. Grund dafür sind ihre Hormonwerte, wie das Nationale Olympische Komitee von Namibia berichtet.
Komitee aus Namibia machte Blutuntersuchung
Erst vergangene Woche lief die 18-Jährige in Polen mit 48,54 Sekunden die beste Zeit des Jahres auf der Stadionrunde. Damit hat sie die Bestzeit von Shanae Miller-Uibo um ganze 54 Hundertstelsekunden unterboten und einen neuen Junioren-Weltrekord aufgestellt. Doch Blutuntersuchungen haben ergeben, dass der natürliche Testosteronwert der Läuferin über fünf Nanomol pro Liter liegt.
Damit ist Mboma von Rennen über Distanzen von 400 Meter bis zur Meile ausgeschlossen. Ausser sie lässt sich ihren Testosteronwert medikamentös oder durch einen chirurgischen Eingriff senken. «Es gibt keine Gerechtigkeit auf der Welt», sagt Henk Botha, ihr Trainer, dazu. «Nicht wenige Menschen in Afrika glauben, dass diese Regel nur für Afrika gilt.»
Auch Caster Semenya, zweimalige Olympiasiegerin und dreimalige Weltmeisterin über 800 Meter, wurde aus demselben Grund gesperrt. Sie klagt nun gegen diese Regel vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.