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Rund 10'000 Menschen haben am Sonntag in Sydney gegen die umstrittene Sperrstunde im australischen Bundesstaat New South Wales protestiert. Dort ist es seit 2014 gesetzlich verboten, nach 1.30 Uhr am Morgen eine Bar zu betreten.
Im Zentrum von Sydney, der Hauptstadt des Bundesstaates, ist zudem der Ausschank von Getränken nach 3 Uhr morgens untersagt sowie ab 22 Uhr abends der Verkauf von alkoholischen Getränken zum Mitnehmen.
Die Organisatoren der Demonstration fürchten, dass die Sperrstunde dem Nachtleben der Metropole schaden könnte und fordern Gouverneur Mike Baird auf, das Gesetz aufzuheben. Es war nach einer Reihe von Ausschreitungen eingeführt worden, bei denen es unter dem Einfluss von Alkohol auch zu Todesfällen gekommen war.
Seit Einführung der Sperre seien die Besucherzahlen bei Konzerten um 40 Prozent gefallen, beklagen die Aktivisten. «Sydney kann dieselbe Nachtkultur von Weltklasse habe wie Berlin, New York und Amsterdam. Das ist unsere Stadt, wir kämpfen bis sie das Gesetz ändern», sagte Organisator Tyson Koh. Die Staatsregierung versprach, sich bis Ende des Jahres zu dem umstrittenen Gesetz zu äussern. (sda/dpa)