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Alle befragten Führungskräfte von Schweizer Banken gehen davon aus, dass die Erträge bis 2015 zurückgehen werden.
60 Prozent der Manager in Schweizer Banken erwarten einen leichten Ertragsrückgang zwischen null und zwei Prozent. Die restlichen 40 Prozent gehen von einem starken Rückgang um mehr als zwei Prozent aus. Im Rahmen der Studie wurden Führungskräfte von mehr als 60 Banken in 15 europäischen Ländern befragt.
Auffällig ist, dass die Antworten bezüglich der zukünftigen Ertragsentwicklung stark nach Regionen variieren. Die Banken in den nordeuropäischen Ländern, wozu Roland Berger auch die Schweiz zählt, geben sich vorwiegend pessimistisch und erwarten sinkende Erträge im Kleinkunden-Geschäft. Das gleiche gilt für die Banken in den mitteleuropäischen Ländern.
Optimistisch zeigten sich dagegen die Führungskräfte der Banken in Italien, Spanien und Portugal, "Die südeuropäischen Banken sehen die Talsohle als durchschritten und erwarten sicherlich auch durch den abgeschwächten Wettbewerb - aufgrund der erfolgten Konsolidierung - einen merklichen Anstieg der Erträge", wird Adrian Weber, Bankenexperte bei Roland Berger in einer Medienmitteilung vom Montag zitiert.
Herausforderungen sehen die Banken unter anderem in der erwarteten Konkurrenz durch neue Marktteilnehmer. Die meisten Befragten gehen davon aus, dass Einzelhändler, Internetfirmen, Telekommunikationsunternehmen oder Vermögensverwalter auf den Markt vordringen werden und mit den Banken insbesondere im Bereich des Zahlungsverkehrs konkurrieren werden.
(SDA)