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Vogesenschulhaus
Adresse
4056 Basel
BS
Architektur
Diener & Diener Architekten schufen mit der Vogesenschule einen grosszügigen Bau, der als einen Wegbereiter der kubischen Schweizer Architektur der 1990er- und 2000er-Jahre gelten kann. Das Schulhaus erfüllt höchste funktionale Ansprüche und ergänzt den historischen Bestand in einer selbstbewussten Geste.
Chronologie
Das Vogesenschulhaus gehört zu einem Schulhaus-Ensemble aus der Zeit um 1900. Es wurde anlässlich der Einführung der Orientierungsschulen im Jahr 1991 konzipiert. Zwischen 1992 und 1996 errichteten Diener & Diener Architekten in zwei Etappen einen Erweiterungsbau. Die erste Bauetappe schloss an eine bereits 1980 erbaute Turnhalle an. In der zweiten Etappe wurde die Turnhalle durch eine unterirdische Anlage ersetzt. 2019 musste das Turnhallendach saniert werden, zeitgleich wurde der Pausenhof neu gestaltet.
Lage
Das Vogesenschulhaus befindet sich in der Nähe des St. Johanns-Tors in Grossbasel. Es bildet zusammen mit den beiden historischen Schulhäusern einen Hof, der sich nach Südwesten öffnet. Hier verläuft die Spitalstrasse, an der sich mehrere Institute der Universität Basel als auch das Universitätsspital angrenzen. Im Nordwesten folgt das Vogesenschulhaus dem St. Johanns-Ring.
Beschreibung
Das Vogesenschulhaus nimmt mit seinen vier Geschossen den Massstab und die Proportionen der bestehenden Schulhäuser auf. Anders als die symmetrisch konzipierten historischen Bauten mit Walmdächern, formt sich der Neubau aus zwei miteinander verzahnten, flach gedeckten Kuben. Im Bereich der Verzahnung ist dem Westtrakt ein Attikageschoss aufgesetzt, welches eine Dachterrasse erschliesst und die hofseitige Fassade akzentuiert. Das Schulhaus wird über grosszügige, gerasterte Fenster belichtet. Der höhere Gebäudeteil ist mit kleineren Fenstern versehen. Ein flaches Sockelgeschoss gleicht Höhenunterschiede aus und entzieht das Eingangsgeschoss den Blicken der Passantinnen und Passanten. Die Fassaden sind mit grün-grau schimmernden Kunststeinplatten verkleidet. Die Farbgebung der Storen orientiert sich an den Steinplatten: Der Bau besitzt damit eine ausgesprochen ruhige und homogene Wirkung.
Die Stahlbetonkonstruktion ermöglichte einen raschen Baufortschritt, bietet jedoch vor allem eine hohe Flexibilität bei der Unterteilung der Räume rund um den zentralen Korridor. Ziel war es, im dichten innerstädtischen Kontext helle Räume zu gestalten. Neben den grossen Fenstern tragen hier ein reflektierendes Wandtonkonzept und eine pastellfarbige Wandbemalung des Künstlers Peter Suter bei.
Literatur