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Die Pflanzen der Mangroven
Der massgebende Mangrovenbaum bildet den Hauptteil des Mangrovenwaldes. Aber auch etliche andere zum Teil nur lokal bekannte Pflanzen, deren Früchte sowohl den Tieren als auch den Menschen als Nahrungsgrundlage dienen, gedeihen üppig in den warmen Gefilden der Gezeitenzone.
Die Pflanzengemeinschaft der Mangroven wirkt als Auffangbecken der Wassermassen und gleicht dadurch die Tiden in der Gezeitenzone aus. Gleichzeitig gilt der Mangrovenwald als wichtiger Faktor zur Vermeidung der Erosion. Ausserdem wirkt der Stoffwechselvorgang der Mangroven als natürliche Filteranlage zur Reinigung des Wassers.
Als auffälligste Pflanzenart ist hier der Mangrovenbaum aus der vielzähligen Familie der Rhizophoragewächse zu erwähnen. Im Laufe seiner Entwicklung hat sich der Mangrovenbaum optimal an die herrschenden Umweltbedingungen angepasst. Manche Mangrovenbäume können der drohenden Salzsukkulenz mittels spezieller Salzdrüsen in den Blättern gegenhalten. Diese sind in der Lage die für den Organismus schädlichen Salzionen auszuscheiden.
Die natürliche Vermehrung des Mangrovenbaumes hat sich ebenfalls der Umgebung angepasst. Einige Arten bilden noch innerhalb der Mutterpflanze keimende und schwimmfähige Setzlinge aus, die sich am günstigen Standort ansiedeln und sofort Wurzeln bilden können. Bei anderen wird eine schwimmfähige Frucht ausgebildet, die eine lange Drift übersteht und so zur Verjüngung beiträgt.
Das auffällige Wurzelsystem des Mangrovenbaumes, bestehend aus Luftwurzeln sowie den Wasserwurzeln und den unterirdischen Wurzeln, ermöglicht der Pflanze erst durch die spezielle Bildung eines Belüftungssystems eine Sauerstoffaufnahme in den Standorten mit Schlickboden des Gezeitenbereiches.