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Der folgende Text wurde von der Homepage des VSG übernommen. Einzelheiten finden Sie hier: https://vsg-sspes.ch/publikationen/vernehmlassungsantworten/
Der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer (VSG) dankt der EDK, dem SBFI und der Steuergruppe für den sorgfältigen und ausgewogenen Bericht, der eine gute Grundlage für die künftige Arbeit bildet. Der VSG dankt insbesondere auch dafür, dass die Betroffenen von Beginn an in den Prozess einbezogen wurden. Der VSG ist grundsätzlich mit den Aussagen und der Stossrichtung des Berichts einverstanden und hält die aufgezeigten Handlungsfelder für richtig. Die Erkenntnisse decken sich sehr gut mit den Eckwerten des VSG zu einer allfälligen Revision von MAR (verabschiedet im März 2019) und RLP (verabschiedet im September 2018). In diesen Papieren sind folgende Hauptforderungen des VSG formuliert:
- Der Artikel 5 des MAR ist im Kern zu belassen und als Referenzpunkt zu verwenden.
- Der RLP ist differenziert und im Hinblick auf das allenfalls angepasste MAR zu überarbeiten.
- Der Fächerkanon, die Wahlmöglichkeiten, die Gewichtung und Verteilung der Fächeranteile und die Bestehensnormen sind koordiniert zu überdenken.
- Lehrfreiheit und Möglichkeit für Innovationen sind unbedingt zu gewährleisten.
- Die bewährte Autonomie der Kantone und Schulen ist zu bewahren.
- Alle Betroffenen sind einzubeziehen.
- Für den ganzen Prozess sind genügend Zeit und Ressourcen einzuplanen.
Das Gymnasium leidet unter dem kontinuierlichen Entzug von Unterrichtszeit
Eine Studie des Vereins Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer ergibt, dass die Unterrichtszeit an den Schweizer Gymnasien in den letzten 30 Jahren trotz zunehmender Aufgaben teilweise massiv gesunken ist.
Dr. Lucius Hartmann, Vizepräsident des Vereins Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer, weist in einer Studie nach, dass die Unterrichtszeit seit der Einführung des Maturitätsanerkennungsreglements Ende der 90er Jahre an den Gymnasien je nach Kanton um bis zu 10% gesunken ist. Zudem gibt es markante Unterschiede bei der Unterrichtszeit zwischen den Kantonen. Die Unterrichtsziele, auf die sich die Universitäten abstützen, sind jedoch gleich geblieben.
Der VSG ist überzeugt, dass der Unterricht an den Gymnasien nach wie vor von hoher Qualität ist, dass jedoch die Zeit fehlt für die notwendige Vertiefung des Unterrichtsstoffs und die nachhaltige Aneignung der von Hochschulen und Gesellschaft verlangten Kompetenzen.
Die Politik ist gefordert, den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die notwendige Unterrichtszeit zur Verfügung zu stellen. Für zusätzliche Bildungsziele wie zum Beispiel im Fach Informatik ist zusätzliche Unterrichtszeit erforderlich.
Die Studie finden Sie unter: Lucius Hartmann, Studie Unterrichtszeit am Gymnasium 2000-2017. (Übernommen von http://www.vsg-sspes.ch)
Um zur Ausbildung als Gymnasiallehrperson zugelassen zu werden, soll künftig kein Universitäts-Master mehr nötig sein. Ein Fachhochschul-Master in einem MAR-Fach (z.B. Informatik, Chemie, Sport) sowie Zusatzleistungen an der Universität sollen reichen. Auf Primar- und Sekundarstufe I soll neu eine Berufsmaturität ohne Prüfung in allgemeinbildenden Fächern, dafür mit Zusatzleistungen genügen. Für die Ausbildung als Primarlehrperson sollen Inhaberinnen und Inhaber einer Fachmaturität für das Berufsfeld Pädagogik definitiv zugelassen werden. Das schlägt die EDK in ihrer Anhörung zur Revision der Lehrdiplome vom 5. Februar 2018 vor. Ziel ist eine Zusammenführung mehrerer Rechtstexte und eine formale Bereinigung vor dem Hintergrund des neuen Hochschulgesetzes 2011. Die Anhörungsfrist dauert bis zum 30. Juni 2018. (übernommen von http://www.vsg-sspes.ch)
Damit Lehrpersonen qualitativ hochstehende Arbeit leisten können, brauchen sie entsprechende Arbeitsbedingungen. Der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer VSG hat an seiner Delegiertenversammlung diesbezüglich zehn zentrale Forderungen aufgestellt.
Der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer VSG hat an seiner Delegierten-versammlung vom 27. November 2015 in Brig eine Stellungnahme zum “Unterrichten auf hohem Niveau” an den allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe II, namentlich an den Gymnasien und Fachmittelschulen, diskutiert. Um das hohe Niveau auch in den allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe II zu erhalten, müssten die Rahmenbedingungen für die Lehrpersonen an die Anforderungen der heutigen Gesellschaft angepasst werden. Um diese Forderung zu präzisieren, hat der VSG ein entsprechendes Positionspapier mit zentralen Forderungen ausgearbeitet. Dieses macht insbesondere Angaben zu Lektionenzahlen, Klassengrössen, Weiterbildung, Sabbaticals, Lohn, Anstellungsbedingungen usw.
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