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| Origenes († 253/54) - Gegen Celsus (Contra Celsum)

Erstes Buch
59.
Man hat die Beobachtung gemacht, dass bei dem Eintritt großer Ereignisse und gewaltiger Veränderungen auf Erden solche Sterne erscheinen, um entweder den Umsturz von Königreichen oder den Ausbruch von Kriegen oder irgendwelche andere menschliche Vorkommnisse anzuzeigen, die die irdischen Verhältnisse zu erschüttern vermögen. In der Abhandlung des Stoikers Chaimeron Über die Kometen haben wir aber gelesen, wie die Kometen manchmal auch bei dem Eintritt glücklicher Ereignisse erschienen seien; für diese Behauptung legt er auch den Bericht über diese Ereignisse vor. Wenn nun beim Entstehen neuer Reiche oder oder anderen wichtigen Begebenheiten auf Erden Kometen oder andere Sterne ähnlicher Art erscheinen, wen darf es dann wundernehmen, wenn die Erscheinung eines Sternes die Geburt desjenigen begleitete, der in dem Menschengeschlechte eine Neugestaltung vollziehen und seine Lehre nicht bloß den Juden, sondern auch den Griechen und vielen barbarischen Völkern kundmachen sollte? Ich möchte nun sagen, dass über die Kometen keine Prophezeiung vorliege nach welcher bei Errichtung dieses oder jenes Reiches oder zu dieser oder jener Zeit ein solcher Komet erscheinen würde; von dem Stern aber, der bei der Geburt Jesu erschienen ist, hat Balaam geweissagt in den Worten, die wir bei Moses lesen: "Es wird ein Stern aufgehen aus Jakob und ein Mann aufstehen aus Israel"1 . Wenn ich aber auch die Erzählung des Evangeliums von den Magiern und von der Erscheinung des Sternes bei der Geburt Jesu prüfen muß, so möchte ich darüber teils zu den Griechen, teils zu den Juden folgendes sagen.
1: Num 24,17