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Während sich viele von der Militärintervention in Rio de Janeiro mehr Sicherheit erhofft haben, sind die Diebstähle von Autos gestiegen. Im März sind in dem Bundesstaat täglich 173 Wagen geraubt worden, sieben pro Stunde. Insgesamt waren es 5.358. Erreicht wurde damit ein neuer trauriger Rekord.
Der Überfall geht schnell vor sich, wie die Aufnahmen von Sicherheitskameras zeigen. Ein Wagen hält vor einem anderen, bewaffnete Kriminelle steigen aus, ziehen den Fahrer aus dem ausgebremsten Auto und verschwinden mit der Beute.
Die Daten sind vom Instituto de Segurança Pública (ISP) veröffentlicht worden. Laut diesem sind in einem Monat noch nie so viele Autos geraubt worden, wie im März 2018. Aufzeichnungen führt das Institut seit 1991. Wird das erste Vierteljahr 2018 mit dem von 2017 verglichen hat der Autoklau um 15 Prozent zugenommen.
Die meisten der Auto-Diebstähle und Überfälle geschehen zwischen 18 und 24 Uhr in Bereichen, in denen die Geschwindigkeit reduziert werden muß, wo die Straßenbeleuchtung geringer ist und die Opfer leichter überwältigt werden können.
Bei den Rauben von Frachtgut konnte eine leichte Abnahme verzeichnet werden. Dennoch sind im vergangenen Monat insgesamt 917 Lastwagen und Fracht transportierende Wagen beraubt oder gleich ganz geraubt worden. Im Januar waren es 977.
Nach wie vor hoch ist die Zahl der Morde. Sie ist von 498 im März 2017 auf 503 im gleichen Monat dieses Jahres gestiegen. Um 11,4 Prozent gesunken ist hingegen die Zahl der Todesopfer bei Polizeieinsätzen. Im März sind dabei 109 Menschen getötet worden
Laut den Daten des Institutes für öffentliche Sicherheit konnten mit der Militärintervention dennoch Verbesserungen erreicht werden. Zumindest gilt das für die Bereiche, in denen es verstärkt und regelmäßige Einsätze gegeben hat. Dort hat sowohl die Zahl der gewaltsamen Todesopfer als auch der Autodiebstähle abgenommen, wie es in dem Bericht des ISP heißt.