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PDF Workflow -- was kommt beim RIP an?
Herr Borg,
der Prinergy-Workflow ist ein auf dem Adobe PostScript Extreme Konzept basierender Workflow. Der zum Einsatz kommende RIP ist eine spezielle Ausprägung eines Adobe PostScript 3 RIPs, welcher um das Kozept eines bzw. mehrerer Jobticket Prozessoren erweitert wurde (eine Extreme-typische Erweiterung, da viele Bearbeitungsprozesse auf den RIP verlagert werden). Jobticket Prozessoren erlauben die Verarbeitung der in PJTFs (Portable Job Ticket Format) hinterlegten Steuerinformationen. Diese betreffen z.B. die Farbseparation, Trapping und Bogenmontage.
Das PJTF wird wohl in absehbarer Zeit durch das Nachfolgeformat JDF (Job Definition File) ersetzt werden. Das Prinzip bleibt aber unverändert.
Eine PJTF oder JDF Datei kann entweder extern als getrennte Datei oder eingebettet in die zu verarbeitende PDF-Datei zur Verfügung gestellt werden. Wie dies geschieht ist Implementierungs- und damit Workflow-spezifisch.
Der PostScript 3 RIP von Adobe konvertiert bekanntermassen alle PDF-Dateien im ersten Arbeitsschritt in eine PostScript-Datei. Dies geschieht mit Hilfe der integrierten PDFLib. Technologisch ist diese nahezu ebenbürtig mit den Routinen die in Acrobat 4 und 5 verwendet werden, um eine PDF-Datei als PostScript-Code auszudrucken.
Dieser entstehende PostScript-Code wird wie gewohnt interpretiert, gerendert und gerastert und wird im Falle der Ansteuerung eines Film-/Plattenrecorders als hochauflösende, gerasterte und in die einzelnen Farbkanäle zerlegte SW-Bitmaps ausgegeben. Letzteres kann aber auch wieder vom Workflow-Entwickler beeinflußt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Zacherl
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