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Als Teil des zweiten Schweizer Beitrags an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten trägt das schweizerisch-bulgarische Kooperationsprogramm (SBCP) zu den strategischen Reformen Bulgariens bei. Es zielt darauf ab, das Leben der bulgarischen Bevölkerung zu verbessern, und wird bestehende schweizerisch-bulgarische Partnerschaften zwischen öffentlichen Institutionen und privaten Organisationen auf allen Ebenen stärken und neue schaffen. Das SBCP zielt auf Bereiche ab, in denen Bulgarien anerkannte Bedürfnisse hat und in denen die Schweiz mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung einen Mehrwert schaffen kann.
Das im September 2022 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der bulgarischen Regierung unterzeichnete Rahmenabkommen sieht 11 separate Programme vor für:
- Förderung des Wirtschaftswachstums und des sozialen Dialogs, Abbau der (Jugend-) Arbeitslosigkeit;
- Steuerung der Migration und Unterstützung der Integration. Erhöhung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung;
- Schutz der Umwelt und des Klimas;
- Stärkung der Sozialsysteme;
- ziviles Engagement und Transparenz.
Der zweite Schweizer Beitrag an Bulgarien beläuft sich auf 92,5 Millionen Franken, und alle Projekte und Initiativen müssen bis Ende 2029 umgesetzt werden.
Wissenschaftliche Zusammenarbeit und Austausch
Das schweizerisch-bulgarische Forschungsprogramm ist das erste Programm, das am 1. August 2023 mit der Umsetzung begonnen hat. Es fördert die wissenschaftliche Zusammenarbeit und den Austausch zwischen bulgarischen und schweizerischen Forschenden, vernetzt Forschungsinstitutionen auf internationaler Ebene und lockt vielversprechende junge Talente nach Bulgarien.
Das Programm bietet Forschenden und Forschungsinstitutionen aller Disziplinen über drei verschiedene Finanzierungsinstrumente Zuschüsse für multilaterale gemeinsame Projekte, Besuche an Schweizer Forschungsinstitutionen und die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlern. Es wird erwartet, dass mehr als 40 verschiedene Forschungsprojekte im Rahmen der drei Komponenten des Programms unterstützt werden.
Das Gesamtbudget des Programms beläuft sich auf fast 12 Millionen Schweizer Franken, wobei der Schweizer Beitrag 85% beträgt (10 Millionen Schweizer Franken). Das Programm wird vom Schweizerischen Nationalfonds und der Direktion für Wissenschaft des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft durchgeführt.