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Füllwörter
Ähm ja, genau!
Jeder kennt Verben, Nomen und Adjektive. Wissen Sie aber, was ein „ähm“ ist?
Wörter wie „ähm“, „genau“, „okay“, „eben“ und viele andere, nutzen wir, wenn wir beim Sprechen stocken. Sie geben uns einen Moment zum Überlegen. Gleichzeitig zeigen sie unseren Gesprächspartnern, dass wir noch nicht ausgeredet haben. Man nennt solche Füllwörter Häsitations- oder Diskursmarker, oder Diskurspartikel.
Lange Zeit wurden diese Füllwörter als negativ angesehen und vor allem im professionellen Umfeld gemieden. In einem Interview mit dem SWR bestehen Sprachforscher allerdings auf dem Gegenteil. Füllwörter seien notwendig, um beim Sprechen natürlicher und persönlicher zu wirken. Ohne Diskurspartikel erscheinen Sprecher als robotisch und weniger authentisch.
Unten im Bild sehen Sie eine zufällige Rede, verarbeitet von einer älteren Version unserer Software. Der Sprecher hat 6 Minuten lang gesprochen. In der Transkription zählen wir 20 «ähm»s, also durchschnittlich 3-4 «ähm»s pro Minute. Laut Sprachwissenschaftlern ist das genau im Rahmen der guten Redenskunst. Heutzutage empfehlen Rhetoriktraining bis zu 6 «ähm»s pro Minute. Bei zu vielen Füllwörtern wirkt der Sprecher wieder weniger charismatisch.
Seit diesem Frühjahr filtert unsere Software Füllwörter wie «ähm» oder «äh» automatisch heraus, da diese für Wortprotokolle nicht relevant sind. In der Rhetorik sind sie jedoch unerlässlich. Achten Sie bei der nächsten Gelegenheit auf die Füllwörter, Sie werden erstaunt sein.