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Tamedia: Sparprogramm stoppen!
Tamedia beginnt offenbar, sein 34-Millionen-Sparprogramm umzusetzen: Heute kündigte Tamedia den Abbau von 20 Stellen in ihrer Lausanner Druckvorstufe an. syndicom verlangt einen Abbaustopp und die Einberufung eines runden Tisches.
Tamedia will die Inserateproduktion in Lausanne 2014 outsourcen. Die Begründungen sind für syndicom alles andere als überzeugend; Tamedia zieht die rückläufigen Inseratemengen und die technologische Entwicklung zur Rechtfertigung des Stellenabbaus herbei. Nicht, dass syndicom solche Entwicklungen bestreiten würde, doch sind sie für syndicom kein Grund, um bei Tamedia Stellen zu streichen. syndicom erinnert daran, dass Tamedia allein im ersten Halbjahr schon wieder 55 Millionen Franken Reingewinn auswies und für 2012 dem Unternehmen 48 Mio. Franken in Form von Dividenden für die Besitzer entzogen wurden!
syndicom geht davon aus, dass dieser Stellenabbau Teil des im Frühjahr angekündigten 34-Millionen-Sparpakets ist, mit dem Tamedia seine horrenden Gewinnmargen auf Dauer sichern will. Weitere Gerüchte über Abbaumassnahmen zirkulieren auch in andern Bereichen von Tamedia. syndicom verlangt von Tamedia den sofortigen Stopp des Stellenabbaus und die Einberufung eines runden Tisches mit allen Personalkommissionen und Gewerkschaften, um die Zukunft der Arbeitsplätze und die Sicherung der Qualität der Tamedia-Produkte offen zu diskutieren und bessere Lösungen zu erarbeiten als phantasielosen Stellenabbau und das Füllen der Taschen der Aktionäre.