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Mikro- und Kleinunternehmen sind eine wichtige Stütze der Schweizer Volkswirtschaft.
2013 gab es in der Schweiz mehr als 500‘000 Mikro- und Kleinunternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern.1 Das sind mehr als neun von zehn aller Schweizer Unternehmen. Sie tragen beachtlich zum Bruttoinlandsprodukt bei. Werden alle Beschäftigungsverhältnisse auf Vollzeitbasis2 ausgewiesen, arbeiteten 2013 rund eine Million Personen in Mikro- und Kleinunternehmen.
Bei ihrer Absicherung stellen Sie sich teilweise schlechter als ihre Angestellten.14% aller Berufstätigen sind hauptberuflich Selbständigerwerbende, davon sind rund 2/3 auf eigene Rechnung tätig und 1/3 als Arbeitnehmende im eigenen Betrieb angestellt. Aus Kostengründen schliessen je nach Beschäftigungsgrad zwischen 25 - 50% der auf eigene Rechnung tätigen Selbständigen keine Krankentaggeldversicherung ab. 23.8% zahlen weder in die 2., noch die 3. Säule ein. Und gegen Arbeitslosigkeit kann sich der Selbständige nicht versichern.3
Ihre Gesundheit kann in Gefahr sein.Mit durchschnittlich 51,7 Arbeitsstunden pro Woche, teilweise zu Nacht- und Wochenendzeit, und im Schnitt 19.7 Tage jährlichem Urlaub, ist der Arbeitseinsatz der Selbständigen hoch und die Erholungszeiten gering.3 Kleinunternehmer weisen ein erhöhtes gesundheitliches Risiko auf: 64% von ihnen haben physische Risiken; 59% haben lange Arbeitszeiten und hohe Arbeitsanforderungen zu bewältigen.4 Die Wissenschaft geht davon aus, dass jede fünfte Person innerhalb ihres Lebens an einer Depression erkrankt.5 Bei regelmässig zehn Stunden täglicher Arbeit ist das Depressionsrisiko bereits deutlich höher. «Wer regelmässig elf Stunden täglich und mehr arbeitet, erhöht sein Depressionsrisiko um das 2.5-Fache».6 Dadurch, dass diese Arbeitsbelastung bei den Kleinunternehmern vielfach Realität ist, besteht bei ihnen die vergrösserte Gefahr länger gesundheitsbedingt auszufallen, als dieses bei «normalen» Angestellten der Fall ist.
Und was wären mögliche Folgen meiner Krankheit?Fällt ein Selbständiger, welcher auf eigene Rechnung tätig ist, krankheitsbedingt längerfristig in seinem Unternehmen aus, so besteht für ihn nur ein unzureichender obligatorischer Versicherungsschutz.
Ist keine auf Dauer angelegte Stellvertretung im Unternehmen organisiert, so kann nicht nur der Unternehmer, sondern auch das Mikrounternehmen in existenzielle Schwierigkeiten geraten.
Welches aktuelle Angebot steht mir zur Verfügung?Wenn überhaupt, gibt es für Selbständigerwerbende in der Schweiz nur vereinzelte Angebote von Seiten der Sozialversicherungsträger, Berufs- oder Branchenverbände sowie den ambulanten und stationären Behandlungs- bzw. Wiedereingliederungseinrichtungen. Die dortigen Angebote greifen meist nicht ineinander bzw. deren Schnittstellen sind kaum aufeinander abgestimmt. Die Betroffenen sehen sich mit einer Vielzahl an unabhängig voneinander operierenden Dienstleistungsanbietern konfrontiert, deren Dienste sie benötigen. Als Folge ihrer Erkrankung können sie diese in den meisten Fällen jedoch nicht eigenständig koordinieren.
Four Balance hilft.Auf diese Mängel im Versorgungssystem will Four Balance reagieren und ein neues Dienstleistungsangebot für Deutschschweizer Mikrounternehmer und ihre Unternehmen entwickeln. Das Angebot soll Mikrounternehmer und ihre Unternehmen vor, während und nach einem längerfristigen gesundheitsbedingten Ausfall Unterstützung bieten. Ziel ist es, dass die berufliche, finanzielle, soziale und gesundheitliche Dimension wieder zu ihrer Balance findet.
Dazu prüft Four Balance zurzeit die Entwicklung von Dienstleistungen in den vier Dimensionen:
- Arbeit (Berufliche Reintegration / Unternehmenshilfe), Leistung, Freizeit
- Materielle Sicherheit
- Umfeld, Soziale Beziehung, Werte
- Gesundheit
Die Mission der Four Balance ist die Erhaltung oder Wiederherstellung der Balance von Selbständigen und ihren Klein- und Mikrounternehmen im Hinblick auf gesundheitliche Krisen.