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Am 8. Januar 1889 nahm sie ihren Betrieb auf und ist heute ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Verkehrs der Stadt Zürich: Die Polybahn. Sie verbindet im ungefähren Zweieinhalbminutentakt das Zürcher Central mit der Polyterrasse im Hochschulquartier und ist dementsprechend ein bedeutender Eckpfeiler im Tag eines Studenten der ETH Zürich oder der Universität Zürich, doch schrammte sie bereits zwei Mal haarscharf an der Einstellung vorbei. Das Jubiläumsjahr wird mit einem Video gefeiert.
Video der „Führerstandsfahrt“
Anlässlich ihres 125-Jahr-Jubiläums der Standseilbahn wurde die Fahrt vom Central den Hügel hinauf aus der Perspektive des nicht existenten Lokomotivführers gedreht, auf der offenen Plattform, die bergwärts am Wagen angebracht ist:
1976 von der SBG gerettetDoch die Vergangenheit hatte gezeigt, dass die Polybahn durchaus nicht mehr existieren könnte. 1966 beschloss die Betreibergesellschaft Zürichbergbahn, seit 1950 mehrheitlich in Besitz der Löwenbräu AG, die nach der vorerst letzten Konzessionsverlängerung 1976 auslaufende Konzession nicht mehr erneuern, woraufhin der Verein Pro Polybahn gegründet wurde, mit dem Ziel, die Standseilbahn zu retten. Kurz vor der nahenden Einstellung 1976 wurde sie von der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) übernommen, saniert und die operative Betriebsführung der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) übergeben. Die Bahn, seit 1990 kleinste Verkehrseinheit des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV), befindet sich noch heute in Besitz der UBS, die 1996 durch die Fusion der SBG mit dem Bankverein entstand. Der Besitz der Polybahn obliegt der UBS Polybahn AG. Nach einer Generalsanierung nach einer erneut drohenden Stilllegung 1996 wurde die Konzession vom Bundesrat um 30 weitere Jahre bis 2026 verlängert.
Für Eisenbahnfans sind auch die zwei Abt’schen Weichen von Bedeutung, welche die Ausweiche in der Mitte der Fahrstrecke, leicht oberhalb der Brücke über den Hirschen- und Seilergraben, bilden. Bis 1897 wurde die Polybahn mit Wasserballast betrieben, seither durch Elektrizität.
1981 kam die Polybahn gar zu filmischen Ehren, als im französischen Spielfilm Espion, lève-toi der Protagonist seinen als solchen geglaubten Antipoden erschiesst.