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CTG zahlt 2,7 Milliarden Euro und wird Hauptaktionär von EDP. Bei der Privatisierungsausschreibung hatten die Chinesen am vergangenen Donnerstag vor dem grössten deutschen Energiekonzern Eon sowie auch vor zwei Unternehmen aus Brasilien den Zuschlag bekommen.
Die grösste Privatisierung in der Geschichte Portugals ist für das hoch verschuldete Euro-Land sehr wichtig. «Das zeigt, dass Portugal für ausländische Investoren attraktiv ist», sagte Finanzminister Vítor Gaspar nach der Unterzeichnungszeremonie in seinem Ministerium.
Three Gorges stellt Investionen in Aussicht
Zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen will Portugal nach Absprache mit den internationalen Geldgebern nach EDP unter anderem auch die Airline TAP, den Fernsehsender RTP, die Eisenbahngesellschaft CP, den Betreiber des Stromverteilernetzes REN, die Bank CGD und andere Firmen völlig oder zum Teil privatisieren. Davon erhofft man sich in den nächsten eineinhalb Jahren Einnahmen von 7 Milliarden Euro.
Three Gorges hatte in seiner Offerte Investitionen von mindestens 4 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Der Wasserkraft-Erzeuger will zudem in Portugal den Bau einer Windturbinenfabrik finanzieren, die für Exporte im Wert von mindestens 500 Millionen Euro pro Jahr sorgen werde, hiess es.
EDP ist einer der grössten Energieversorger Europas und auch im Bereich der erneuerbaren Energien führend. Im Ausland ist der Konzern unter anderem in den USA, Spanien, Belgien, Frankreich, Polen, Rumänien und Brasilien präsent. Mit rund 12'000 Mitarbeitern machte er 2010 einen Umsatz von 14,17 Milliarden Euro bei einem Nettogewinn von 1,234 Milliarden Euro.
Der Staat hält noch knapp 4 Prozent am EDP-Kapital, die aber auch bald abgestossen werden sollen.
(tno/awp/sda)