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Entsprechend schliesst die Rechnung wie im Vorjahr mit einem Gewinn von nur SFr 50 Mio. ab, obschon der Erlös aus dem Stromverkauf als Haupteinnahmequelle um SFr 30 Mio. auf SFr 1669 Mio. gestiegen ist und der Finanzertrag SFr 161 Mio. erreichte. Neben den ordentlichen Abschreibungen, die in den letzten Jahren stetig erhöht wurden und im letzten Geschäftsjahr SFr 260 Mio. überschritten, haben die NOK nochmals Sonderabschreibungen auf den Kraftwerken Sarganserland und Ilanz von zusammen SFr 140 Mio. vorgenommen. Diese beiden Wasserkraftwerke werden von den NOK als "stranded investments" bezeichnet; Ziel ist, sie so weit abzuschreiben, dass die NOK beim Startschuss zur Marktöffnung durch keine "nicht amortisierbaren Investitionen" belastet sein wird. Die grossen Abschreibungen waren 1997/98 möglich, weil bei der Energiebeschaffung für gleich viel Geld rund 15% mehr Strom zu haben war als noch vor vier Jahren. Günstig ausgewirkt hat sich auch, dass die Brennstoffkosten für das Kernkraftwerk Beznau stetig weiter gesunken sind und nur noch SFr 38 Mio. erreicht haben. Die Rückstellungen für die nukleare Entsorgung wurden plangemäss weiter geäufnet und erreichen in der Bilanz jetzt SFr 2315 Mio. Das stabile Geschäftsergebnis erlaubt es den NOK, die den Kantonen der Nordostschweiz gehören und in diesem Gebiet für Kantons- und Gemeindewerke auch als Wiederverkäufer Strom beschaffen und transportieren, eine allgemeine Tarifsenkung um 0,3 Rp./kWh vorzunehmen. Die Absicht ist, die Behauptung zu widerlegen, von der Marktöffnung würden nur Grosskonsumenten profitieren, und die NOK als günstigen Stromlieferanten zu profilieren.
Quelle
P.B. nach NOK-Pressemitteilung, 18. Februar 1999