Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03274.jsonl.gz/1138

Boxen - Yves Studer (28) verteidigt in Bern mit einem zäh erkämpften Remis erstmals den IBC-WM-Titel im Mittelgewicht.
Aniya Seki eroberte sich davor als zweite Schweizer Profiboxerin nach Christina Nigg (1998) diskussionslos einen WM-Titel.
Studer wahrte im vielleicht härtesten Profikampf seiner Karriere mit einem Kraftakt in der letzten Runde den Besitzstand als Titelträger und seine Ungeschlagenheit (jetzt 26:0 Siege und zwei Remis als Profi). Der weissrussische Herausforderer Sergej "The Ghost" Chomizki (nun 24:8 Siege, 2 Remis, 10 vorzeitig) forderte dem Lokalmatadoren aber alles ab. Der Kampf stand bis zuletzt auf Messers Schneide.
Jeder der drei Punktrichter wertete den Kampf im Total mit einem anderen Ausgang (je einmal für Studer beziehungsweise Chomitzki sowie einmal remis). Fabian Guggenheim sah den Fight ausgeglichen 114:114, sein Schweizer (!) Kollege Beat Hausamann sah Studer mit 112:117 kaum nachvollziehbar krass im Hintertreffen, während der einzige ausländische Punktrichter Ernst Salzgeber (Ö) in Studer mit 115:114 den Sieger sah. Damit lautete das Verdikt remis, wodurch Studer den Titel behielt.
Neben Studer kämpfte auch Aniya Seki um einen WM-Gürtel. Die 32-jährige Tochter eines Japaners und einer Schweizerin besiegte die Deutsche Natascha Guthier (jetzt 8:4 Siege, 2 Remis) ungefährdet über zehn Runden einstimmig nach Punkten (100:91, 100:91, 98:92). Seki eroberte sich dadurch den WM-Titel nach GBU-Version im Superfliegengewicht. Aus einer sicheren Deckung heraus beherrschte Seki ihre Gegnerin klar. Die deutsche Herausforderin wirkte in ihren Angriffsaktionen zu ungestüm und schlug weit weniger präzis als die Lokalmatadorin.
Bislang einzige Schweizer Profibox-Weltmeisterin war die Berner Oberländerin Christina Nigg, die 1998 IBC-Titelträgerin im Superfedergewicht war.
Boxen - Yves Studer (28) verteidigt in Bern mit einem zäh erkämpften Remis erstmals den IBC-WM-Titel im Mittelgewicht.