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In San Vittore besteht bereits eine Industriezone. Angrenzend besitzt die armasuisse rund 36 ha Land, welches früher als Militärflugplatz genutzt wurde. Die Bevölkerung von San Vittore hat eine zivile Nutzung ausgeschlossen. Das Grundstück ist im Dispositionsbestand des Bundes aufgeführt. Der Kanton hat gegenüber dem Bund und der Standortgemeinde das Interesse bekundet, in Zusammenarbeit die verfügbare Fläche als Industriezone zu entwickeln und ansiedlungswilligen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Die Regierung hat beschlossen, projektbezogene Grundsatzabklärungen zu tätigen. Mittlerweilen liegen die Ergebnisse vor. Die Regierung entscheidet über die Weiterführung des Projektes. Die nächste Projektphase beinhaltet die Einleitung des Planungsverfahrens und die Konkretisierung des Projektes.
Im Standortwettbewerb ist die kurzfristige Verfügbarkeit von Industriebauland von entscheidender Bedeutung. Der Kanton trägt die Hauptverantwortung für die Optimierung der Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung. Der Produktionsfaktor Boden ist aber fast ausschliesslich in privatem oder im Eigentum der Gemeinden. Die Herausforderung des Kantons besteht darin, unter Berücksichtigung aller relevanten Interessen strategisch geeignete Flächen zu eruieren und in Zusammenarbeit mit Eigentümern und Anspruchsgruppen für die Industrie verfügbar zu machen.
- Verfügbarkeit von Industriebauland
- Ansiedlung von exportorientierten Unternehmen
- Auslösung von Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen
- Federführende Funktion des Kantons (Top-Down-Ansatz)
Das Projekt befindet sich derzeit in der Planungsphase. In Anbetracht der Komplexität des Projektes sind Verzögerungen zu erwarten. Die Entwicklung des Areals zu einer attraktiven Industriezone entspricht dem politischen Willen, dem Wirtschaftsleitbild und dem Umsetzungsprogramm NRP.
Das Projekt hat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn die Bevölkerung der Standortgemeinde und der Region die Notwendigkeit und die Vorteile eines solchen Projektes erkennt. Dies bedingt der frühzeitige Miteinbezug von kommunalen und regionalen Vertretern. Zudem muss laufend über den Entwicklungsstand des Projektes informiert werden.