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Grusswort des Urner Regierungsrats
Ich freue mich sehr, Sie im Namen des Urner Regierungsrats heute hier im Schloss A Pro begrüssen zu dürfen. Das schöne Weiherschlösschen ist Mitte des 16. Jahrhunderts von Jacob «A Pro» – wie der Name sagt – aus Prato in der Leventina erbaut worden. Er war als Militärunternehmer im Dienste des französischen Königs und mit lukrativen Handelsgeschäften über den Gotthard zu Reichtum und Ansehen gelangt. Das umfriedete Weiherschlösschen diente ihm – ganz dem damaligen Zeitgeist entsprechend – der aristokratischen Macht- und Prachtentfaltung.
Zwischen Zürich und Uri besteht eine lange, über 1000-jährige Tradition von vielfältigen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen! Diese engen Bande wurden erstmals im Jahr 853 urkundlich verbrieft, als der karolingischer König Ludwig der Deutsche seiner Tochter Hildegard, der Äbtissin der Fraumünsterabtei, seinen Zürcher Hof mit den dazugehörigen Besitztümern in Uri schenkte.
In der Zeit der alten Eidgenossenschaft kamen sich die Zürcher und Urner immer wieder gegenseitig militärisch freundeidgenössisch zuhilfe. Den Zürchern wird ein besonderes Engagement zugunsten Uris bei dessen «ennetbirgischen» Angelegenheiten jenseits des Gotthards in der Leventina zugeschrieben.
Auch berichten die Chroinisten von ausschweifenden Festen! So von einer Zürcher Fahrt an die Urner Kirchweih im Jahr 1487. Es folgte ein dreitägiges Festgelage, an dem man den Zürchern die besten Speisen und Wein im Übermass auftrug, wie wilde Gämsen, Steinböcke, Hirsche, Wildschweine, verschiedene fremde weisse und rote Weine. Umgekehrt nahmen die Urner beispielsweise am glänzenden, grossen Zürcher Freischiessen von 1504 teil, an dem sich über 20’000 Schützen und Gäste, darunter auch viele Frauen, aus der ganzen Eidgenossenschaft einfanden.
Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Gotthardroute für die Zürcher Wirtschaft im Handelsverkehr nach Süden immer wichtiger. Grosse Mengen von Seidenballen und Baumwolle-Collo fanden den Weg über den Gotthard zur Weiterverarbeitung in der Zürcher Textilindustrie.
Verschiedene Zürcher haben hier in Uri Hervorragendes geleistet. Allen voran der grosse Zürcher Staatsmann und Eisenbahnpionier Alfred Escher, dem wir die erste Eisenbahntransversale durch den Gotthard zu verdanken haben. Und es war der bekannte Zürcher Bildhauer Richard Kissling, der unserem Nationalhelden im Altdorfer Telldenkmal die prägende Form verliehen hat.
Seit kurzem gehört Uri zur Greater Zurich Area. Es zeugt von der Weitsicht des Zürcher Finanzdirektors, wenn er sich mit seinem engsten Mitarbeiterstab hier nach Uri zum Strategieseminar zurückzieht!
Wir Urner sind ausserordentlich dankbar, dass uns Zürich als bevölkerungsreichster und wirtschaftlich stärkster Kanton immer sehr wohlgesinnt war und immer noch ist. Als NFA-Empfängerkanton sind wir Urner an einem starken Zürich interessiert. Deshalb zeigen wir durchaus auch Verständnis, wenn der Zürcher Finanzdirektor als mit Abstand grösster NFA-Nettozahler auf Korrekturen beim NFA-Mechanismus pocht. Danken möchte ich Ihnen auch dafür, dass Sie aus Ihrem Lotterie-Fonds immer wieder in Uri gemeinnützige Projekte grosszügig unterstützen.
Ich bin froh, hier in Uri in der Regierung tätig zu sein. Uri ist ein spannender Ort! Seitdem der ägyptische Milliardär Samih Sawiris nach Andermatt gekommen ist, herrscht im Urserntal touristische Aufbruchstimmung. Im Urner Talboden will der Regierungsrat die zentrale Lage direkt an der Gotthardroute nutzen. Mit einem neuen Autobahnhalbanschluss Altdorf-Süd und dem neuen Kantonsbahnhof Altdorf stellen wir auf der Kantonsliegenschaft «Werkmatt Uri» ein attraktives Areal mit einer Fläche von über 120’000 m2 für die Ansiedlung neuer Unternehmen zur Verfügung.
Uri ist wirtschaftsfreundlich, steuergünstig und ideal gelegen. Bei uns stehen Unternehmungen kurze Wege zu Regierung und Verwaltung offen. Zur modernen und zuverlässigen Infrastruktur kommt die sichere Umgebung. Kinder und Jugendliche können sich im Urner Alltag frei und selbstständig bewegen. In Uri lässt sich gut leben! Zwischen Urnersee und Alpenpässen erwartet Sie eine spannende Landschaft für vielfältige sportliche und kulturelle Aktivitäten. Ich lade Sie ein: Kommen Sie am Wochenende und in Ihrer Freizeit nach Uri, im Sommer zum Wandern, Surfen und Golfen, im Winter zum Skifahren oder auf Skitouren!