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Von Dr. phil. Martha von Jesensky
Einleitend Wir verfügen über zwei Hauptarten von Intelligenzformen, die zusammen den Intelligenzquotient (IQ) ausmachen. IQ-Tests werden ermittelt zur Bewertung der intellektuellen Leistungsfähigkeit im Allgemeinen.
Die sogenannte «kristalline Intelligenz » umfasst unsere Erfahrungen, das Fachwissen und das Sprachvokabular sowie die soziale Kompetenz. Diese Form der Intelligenz nimmt erst mit 60, 70 Jahren ab, bei manchen Menschen gar nie.
Die zweite, die fluide Intelligenz ist eine spezifische Fähigkeit, Probleme intuitiv lösen zu können, ohne sich zuvor auf erworbene Kenntnisse oder Erfahrungen zu stützen. (TA / Forschung, 11.12.2018)
Im Jahre 1990 wurde noch die Terminologie «emotionale Intelligenz» von John D. Mayer eingeführt; die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle zu verstehen und zu beeinflussen.
Verstehen mit dem inneren Geist
Während die oben genannten Intelligenzen messbar sind, ist es bei der religiösen Intelligenz ganz anders. Es gibt sie! Sie ist aber nicht mit psychometrischen Mitteln messbar, weil sie durch die übergeordnete Einwirkung Gottes, durch seine Gnade geschieht. Gnade ist diejenige Güte und die daraus folgende Gabe Gottes, mit der Er uns Menschen liebt und uns den Weg zu Ihm öffnet. Nur so werden wir fähig, seine Gebote liebend zu verstehen und zu befolgen. Demzufolge ist auch der Glaube an Gott nur demjenigen möglich, der sich im Zustand der Gnade befindet (vgl. hierzu R. Guardini, 1948).