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Mursi, der 2012 als Kandidat der Muslimbrüder angetreten war, hatte bei der Präsidentenwahl 13,2 Millionen Stimmen der rund 83 Millionen Einwohner Ägyptens erhalten.
Der Rückhalt in der Bevölkerung aber bröckelt. Sieben Millionen Ägypter haben bislang eine Rücktrittsforderung unterschrieben. Die «Rebellion»-Kampagne will bis Ende Juni insgesamt 15 Millionen Unterschriften sammeln, um Neuwahlen zu erzwingen.
Aus Sicht der Islamisten ist die Aktion nur eine «Meinungsumfrage», die Mursis Mandat nicht infrage stelle. Die Unzufriedenheit mit dem Regierungsstil der Islamisten ist elf Monate nach Mursis Amtsantritt gross, vor allem wegen der hohen Arbeitslosigkeit, der gestiegenen Kriminalitätsrate und ständiger Stromausfälle.
Mursi versprach, die Regierung werde mehr für die unterentwickelten Gebiete auf dem Sinai und im Süden des Landes tun. Ausserdem wolle man sich der Strassenkinder annehmen. Deren Zahl schätzen Hilfsorganisationen auf rund eine Million.