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Zur Geschichte des Oratorienchores Baselland
TS 2023-11-04
1963 traten 48 Sängerinnen des «Frauenchors HarmonieLiestal» aus dem Chor aus, um einen neuen Chor zu gründen, weil ihrer Meinung nach beim gemeinsamen Singen (z. B. für Oratorien) mit dem Männerchor Liestal die Männer zu dominant auftraten. Sie wählten den Namen «Oratorienchor Baselland» weil sie Oratorien und andere anspruchsvolle Chorwerke aufführen wollten.
Jetzt galt es einen Dirigenten zu finden. Weil sie anspruchsvolle Musik machen wollten, fragten sie Albert E. Kaiser an, den Leiter des von ihm gegründeten professionellen Collegium Musicum Basel. Er hörte sich den Chor an und sagte: «Wenn so viele Frauen singen wollen, gründen wir einen Chor.» Als Bedingung verlangte er, dass die Frauen Männer für einen gemischten Chor mitbrächten. Diese Männer wurden gefunden, auch aus dem Männerchor Liestal.
Schon im Jahr darauf führten der Oratorienchor Baselland in der Stadtkirche Liestal Haydns Schöpfung auf, zusammen mit dem Collegium Musicum Basel und dem dazugehörigen Laienchor. Es wurde hart geübt und gearbeitet. Der Mitgliederbestand verdoppelte sich rasch.
In den darauffolgenden Jahren wurden zuerst zwei, aber bald nur noch ein Werk jährlich in Liestal und Basel, aber auch in der näheren Region mit viel Erfolg aufgeführt. Das Repertoire umfasste Bach, Beethoven, Brahms, Dvořák, Fauré, Händel, Haydn, Lortzing, Mendelsson, Orff, Rossini, J. Strauss, Suter, Telemann, Schubert, Schumann, Verdi, Vivaldi, Weber und Williams. Alle paar Jahre wurden Auslandsreisen, zusammen mit lokalen Aufführungen, unternommen (Wien, Italien, Israel, Polen, Prag, Tübingen, Hamburg).
Albert E. Kaiser starb 2003. Das Collegium Musicum Basel musste sich deshalb von seinem dazugehörigen Laienchor trennen. Dieser trat dann dem Oratorienchor Baselland bei, mit dem er schon jahrelang eng zusammengearbeitet hatte. Aurelia Pollak übernahm das Dirigentenpult. Sie hatte schon vorher Albert E. Kaiser unterstützt.
Als 2014 Aurelia Pollak ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt nach Zürich verlegte, wurde Fritz Krämer der neue Dirigent. Für die Zukunft will der Chor weiterhin hohen musikalischenAnsprüchen genügen. Er wünscht sich musikalische Highlights, eine gute Zusammenarbeit von alten und jungen Sängern, Chorreisen und den Erhalt des guten sozialen Zusammenhangs.