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Sechsmal gewannen seine Motoren das legendäre «Indy 500», zweimal ermöglichte er McLaren-Mercedes mit Mika Häkkinen den WM-Titel in der Formel 1. Und ja, auch bei Max Verstappens Triumph 2021 hatte Motorenpapst Mario Illien seine Finger im Spiel.
Mittlerweile ist der Churer Motoreningenieur Mario Illien 72 Jahre alt – und noch immer ein gefragter Mann im Motorsport.
Seine ersten Erfahrungen als Motorenkonstrukteur sammelte der Bündner als Jugendlicher – beim Töffli-Frisieren. Formel-1- Luft schnupperte er bereits Anfang der 1970er-Jahre: Während seines Maschinenbau-Studiums arbeitete er als Mechaniker des in Lausanne wohnenden schwedischen Formel-1- und Sportwagen-Piloten Jo Bonnier. Nach Abschluss des Studiums und einigen Jahren bei der Mowag in Kreuzlingen, wo er sich an der Entwicklung von Dieselaggregaten für Panzer beteiligt hatte, wechselte er 1979 zum Motorenhersteller Cosworth nach England. Dort lernte er auch seinen späteren Geschäftspartner Paul Morgan kennen, mit dem er 1984 die Firma Ilmor gründete.
Gemeinsam mit Financier und Teamchef Roger Penske entwickelten Illien und Morgan den Ilmor-Chevrolet-Motor, der zwischen 1987 und 1993 nicht weniger als 86 Indycar-Rennen gewann, allein sechsmal die legendären Indianapolis 500, und fünf Indycar-Titel holte. Später konzentrierte sich Ilien auf die Formel 1. So debütierte das Sauber-Team 1993 mit einem 3,5-Liter-V10 von Ilmor. Nach Paul Morgans Unfalltod im Jahr 2001 übernahm Mercedes schrittweise die Aktien von Ilmor und nannte die Firma in Mercedes-Benz HighPerformanceMotors um.
Illien und sein alter Weggefährte Roger Penske kauften die Namensrechte an Ilmor von Mercedes zurück und gründeten 2005 die Ilmor Engineering Ltd. Auf der Website verweist man stolz auf «beinahe 30 Jahre», in denen in der Fabrik in Brixworth Rennmotoren designt, entwickelt und produziert wurden. Racing sei nach wie vor das Kernstück des Ilmor-Business: «Ilmor agiert heute als Berater für Motorsport-Kunden in allen Arten des Motorsports.» Beispielsweise Honda.