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Die Trichomoniasis (Trichomonaden-Infektion) gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Die Infektionskrankheit wird durch den Parasiten Trichomonas vaginalis verursacht.
Die Trichomoniasis kommt weltweit vor. Der Erreger ruft eine Entzündung der Schleimhäute der Geschlechtsorgane sowie der Harnwege hervor, die jedoch meist ohne Beschwerden abläuft.
Wenn bei der Trichomoniasis Symptome auftreten, stehen Juckreiz im Genitalbereich, Ausfluss sowie Schmerzen im Vordergrund. Der Arzt diagnostiziert eine Trichomonaden-Infektion, indem er die Erreger in einem Abstrich nachweist, oder durch die kulturelle Anzucht der Erreger aus Gewebeproben. Die Trichomoniasis-Therapie erfolgt durch die Gabe von Antibiotika und ist nur erfolgreich, wenn auch der Partner mitbehandelt wird. Die Heilungschance bei einer Trichomonaden-Infektion ist sehr gut.
Die Trichomoniasis (Trichomonaden-Infektion) ist eine durch Parasiten hervorgerufene Infektionskrankheit. Sie führt zu einer Entzündung der Schleimhäute der Geschlechtsorgane und der Harnwege. Trichomoniasis wird durch Geschlechtsverkehr übertragen und gehört somit zu den sexuell übertragbaren Krankheiten (engl. sexually transmitted diseases = STD).
Die Trichomoniasis (Trichomonaden-Infektion) ist die häufigste heilbare, sexuell übertragbare Krankheit bei jungen, sexuell aktiven Frauen. Der Erreger Trichomonas vaginalis kommt weltweit vor. Jährlich erkranken weltweit etwa sieben Millionen Menschen an dieser Geschlechtskrankheit.
Manchmal kommen Trichomonaden auch bei gesunden Menschen vor, zum Beispiel lässt sich der Parasit bei acht bis zwölf Prozent der gesunden Frauen im gebärfähigen Alter nachweisen.
Bei Trichomoniasis (Trichomonaden-Infektion)sind die Ursachen parasitäre Krankheitserreger: Trichomonas vaginalis. Der Name deutet bereits auf den bevorzugten Aufenthaltsort des Parasiten hin: die Vagina (Scheide). Bei Männern kommt der Trichomoniasis-Erreger vorzugsweise in den Harnwegen und der Prostata (Vorsteherdrüse) vor. Daher bezeichnet man den Parasiten manchmal auch als Trichomonas urogenitalis.
Trichomonas vaginalis ist ein etwa 25 μm langer und 15 μm breiter Parasit und gehört zu den einzelligen Lebewesen (Protozoen).
Innerhalb der Protozoen gibt es verschiedene Untergruppen, die sich hinsichtlich ihrer Bewegungsorganellen unterscheiden. Trichomonas vaginalis gehört zur Untergruppe der Geisseltierchen (Flagellaten), die sich mithilfe ihrer Geisseln (Flagellen) aktiv fortbewegen können.
Die Untergruppen Trichomonas tenax und Trichomonas hominis verursachen keine Krankheiten (apathogen). Sie kommen beim Menschen in der Mundhöhle sowie im Darm vor.
Bei der Trichomoniasis besteht der Übertragungsweg in direktem Schleimhautkontakt beim Geschlechtsverkehr. Schmierinfektionen, etwa durch das gemeinsame Benutzen von Handtüchern, auf der Toilette oder beim Saunabesuch, sind unwahrscheinlich. Eine Infektion durch analen Geschlechtsverkehr ist nahezu unmöglich, da sich die Erreger im Darm nicht vermehren können.
Bei Trichomoniasis beträgt die Inkubationszeit zwischen 3 und 21 Tagen. Die Inkubationszeit ist jene Zeit, die nach der Ansteckung mit den Erregern verstreicht, bis die ersten Symptome auftreten.
Bei Frauen löst eine Trichomoniasis meist Symptome einer Scheidenentzündung aus. Bei Männern verläuft die Infektion in der Regel ohne Beschwerden. Bei einer lange andauernden Trichomoniasis können Symptome auch ganz fehlen.
Bei einer Trichomoniasis der Frau sind typische Symptome ein unangenehmer Juckreiz und Brennen in der Scheide. Zusätzlich besteht bei dieser Geschlechtskrankheit ein gelblich bis grüner, schaumiger, oft übel riechender Ausfluss. Gehen die Trichomanden auf die Harnröhre und die Harnblase über, treten ausserdem Schmerzen beim Wasserlassen sowie häufiger Harndrang auf.
Etwa die Hälfte aller Frauen mit nachgewiesener Trichomonas vaginalis-Infektion haben jedoch keine Beschwerden.
Männer mit Trichomoniasis haben oft keine Symptome. Treten dennoch Beschwerden auf, stehen Juckreiz, Schmerzen und ein milchig-weisslicher Ausfluss im Vordergrund. Beim Mann lösen Trichomonaden Entzündungen aus, vor allem an der Eichel und der Vorhaut. Über die Harnröhre kann die Trichomoniasis auf die Harnblase, die Prostata sowie die Nebenhoden übergreifen. Es kann zu Schmerzen beim Wasserlassen und nach dem Samenerguss (Ejakulation) kommen.
Bei Anzeichen einer Trichomoniasis ist es wichtig, für die Diagnose einen Arzt aufzusuchen. Der Urologe ist auf die Diagnose einer Trichomoniasis spezialisiert, ebenso wie ein Venerologe, also Arzt für Geschlechtskrankheiten. Frauen können alternativ auch ihren Frauenarzt (Gynäkologen) aufsuchen. Der Arzt weist die Trichomonaden in Gewebeabstrichen nach. Dazu entnimmt er Schleimhaut aus der Scheide oder der Harnröhre. Bereits ohne Anfärbung des Präparats (Nativpräparat) sind bei akuter Trichomoniasis unter dem Mikroskop eine Vielzahl beweglicher Trichomonaden zu sehen. Bei einer schon länger andauernden Infektion ist es manchmal nötig, die Erreger mithilfe einer Kultur im Labor nachzuweisen.
Die Trichomoniasis-Therapie erfolgt durch die Gabe von Antibiotika. Besonders wirksam sind Metronidazol, Ornidazol sowie Tinidazol. Frauen können die Medikamente als Zäpfchen direkt in die Scheide einbringen oder als Tabletten einnehmen.
Für eine erfolgreiche Trichomoniasis-Therapie sollte Ihr Partner unbedingt mitbehandelt werden, auch wenn er keine Beschwerden hat. Während der Dauer der Therapie von etwa sieben bis zehn Tagen sollten Sie auf Geschlechtsverkehr verzichten.
Bei Trichomoniasis ist der Verlauf in der Regel sehr gut. Bei konsequenter Therapie (einschliesslich der Therapie des Partners) beträgt die Heilungsquote der Trichomoniasis 99 Prozent.
Thrichomoniasis kann verschiedene Komplikationen verursachen. Bei Schwangeren kann eine Trichomoniasis-Infektion Frühgeburten auslösen. Frauen mit Trichomoniasis sind anfälliger für HIV beziehungsweise Frauen mit HIV können das Virus bei einer Trichomoniasis-Infektion leichter auf ihren Geschlechtspartner übertragen.
Einer Trichomoniasis lässt sich relativ gut vorbeugen. Da die Trichomonaden beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, lässt sich eine Trichomonas-Infektion durch die konsequente und richtige Verwendung von Kondomen vermeiden. Auf öffentlichen Toiletten und in Saunen genügt es in der Regel, wenn Sie die üblichen Hygienemassnahmen einhalten.