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Beschreibung
Schröpfen ist eine alte, naturheilkundliche Methode, die in der westlichen Medizin neu entdeckt wurde. Durch das Setzen von unter Vakuum stehenden Schröpfgläsern wird auf die Haut und das darunterliegende Gewebe (Faszien) eine Saugwirkung ausgeübt. Dies führt zu einer Hyperämie (übermässiges Blutangebot) im Gewebe. Beim gezielten Setzen von Schröpfgläsern auf Reflexzonen können auch innere Körperorgane wie z. B. die Leber, der Magen erreicht werden.
Man unterscheidet zwischen drei Schröpftechniken: Schröpfkopfmassage, trockenem Schröpfen und blutigem Schröpfen. Ich führe keine Behandlungen mit blutigem Schröpfen durch.
Wirkung
Schröpfen hat eine starke durchblutungsfördernde Wirkung auf die Haut, die Muskeln, die Faszien (Bindegewebe) und die Bänder. Durch diese Technik werden sie mit mehr Sauerstoff versorgt.
Die gleiche Wirkung wird über die Reflexzonen auf die Organe erreicht. Auch der Lymphfluss wird angeregt. So können sich die Stoffwechsel-Endprodukte (Ablagerungen) lösen und werden vom Körper ausgeschieden. Oft sind solche Ablagerungen der Grund für Muskelverhärtungen und Verspannungen und können dank der Schröpftechnik gelöst werden.
Im weiteren hat Schröpfen in der Regel eine positive Wirkung bei chronischer Müdigkeit, Stress, Rückenschmerzen, Hexenschuss, Nacken-und Schulterverspannungen, Kopfschmerzen, Migränen und Verdauungsproblemen. Der Heilungsprozess kann unterstützt und beschleunigt werden.
Herkunft
Die Schröpftechnik ist eine Jahrtausend alte Methode, älter als der Aderlass und die Blutegeltherapie. Erste Hinweise auf Schröpfbehandlungen sind zu finden bei einem mesopotamischen Arztsiegel ca. 3000 v. Chr. (Mesopotamien, das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris ist eine altbekannte Kulturlandschaft in Vorderasien).
Im klassischem Griechenland gab es einen Gott des Schröpfens. Schröpfen wurde so geschätzt, dass die Schröpfglocke zum Emblem des Arztes wurde.
In Europa wurde in früheren Jahrhunderten mit Kuhhörnern geschröpft.