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Am 24. März 1898 beschloss die Konferenz der Altevangelischen Taufgesinnten-Gemeinden der Schweiz, dass künftig jede dem Verband angeschlossene Einzelgemeinde ein Mitgliederverzeichnis führen solle. Aufgrund der traumatischen Erfahrungen aus Verfolgungszeiten in früheren Jahrhunderten hatte man bis zu jenem Zeitpunkt darauf verzichtet – aus Angst vor allfälligen neuen Drangsalen.
Man liess entsprechende Formulare drucken, worauf die Gemeindeglieder die persönlichen Daten eintragen konnten: Neben Name, Wohn- und Heimatort, Geburtsjahr und Geburtsort wurde hier auch gefragt nach den Personalien der Eltern, nach Ort und Datum einer allfälligen früheren Mitgliedschaft in einer Mennonitengemeinde, nach dem Namen des Ehepartners und nach Geburtstagen und Geburtsorten allfälliger Kinder.
All diese Daten übertrugen Älteste und Prediger der Gemeinde in ein grosses voluminöses Registerbuch – unterteilt in eine alphabetische, eine chronologische, und eine nach einzelnen Familien geordnete Auflistung.
Die teils weit hinter 1850 zurück gehenden Daten machen das Buch zu einer wertvollen Quelle für die Geschichte der einzelnen Gemeinden, aber auch zu einer Fundgrube für die Familienforschung.
In der Regel sind diese Registerbücher – wo noch vorhanden – nicht zentral, sondern in den Archiven der einzelnen Mennonitengemeinden aufbewahrt. Ausnahmsweise liegen die Daten auch publiziert vor, so etwa im Fall der heute nicht mehr existierenden Gemeinde von Les Bressels (1898-1910) sowie teilweise (bis 1924) für die Gemeinde Les Bulles bei La Chaux-de-Fonds – beide im Neuenburger Jura. (Vgl. Mennonitica Helvetica 17 (1994), 151-171).