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Haus zum Licht, ob. Kirchgasse 16
oberen Kirchgasse 16
8400 Winterthur
Das dreistöckige Eckhaus mit Rundbogentor und gotischen Fenstergruppen an der oberen Kirchgasse 16, welches an das Gewerbemuseum anstösst, gehört zu den besterhaltenen gotischen Häusern in der Altstadt.
Das an der oberen Kichgasse 16 errichtete Gebäude diente als Wohnsitz für die seit 1445 erwähnten Inhaber der Kaplanei zu Peter und Paul, mit der 1475 überdies noch das Predigeramt an der Stadtkirche verbunden wurde. Hier wohnte ferner 1525 Heinrich Lüthy, der damals auf Empfehlung Zwinglis hin die zweite Pfarrstelle erhielt und an der Einführung der Reformation in Winterthur einen entscheidenden Anteil hatte. 1789 wurde das Haus von einem Kirchenpfleger im Namen des Siechenamtes an David Sulzer zum Schönenberg verkauft. 1793 erwarb es der Buchhändler Johannes Ziegler. 1836 wurde darin die erste Druckerei des Landboten eingerichtet. Den Namen "Haus zum Licht" führt es seit 1789. Im Innern weist es gut erhaltene Stuckdecken und Türen auf. Die Stadt erwirbt das Haus im Jahre 1972 zum Kaufpreis von Fr. 550'000.- und renoviert es. Für Fr. 240'000.-entstehen drei abgeschlossene 3 ½-Zimmerwohnungen. Die Stadt sicherte damit den Erhalt eines städtebaulichen Kleinodes, das einen ernsthaften Wert für den Altstadtcharakter bildet.