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Die Weltnummer 1, Alessandra Keller (27), bewies ein weiteres Mal ihre herausragenden Qualitäten, in einem Schweizer Meisterschaftsrennen mit Weltklasse-Besetzung. Die immer stärker werdende Nidwaldnerin verwies die Olympiasiegerin von Tokio 2020, Jolanda Neff (Trek Factory Racing XC), und die Olympiadritte Linda Indergand (Liv Factory Racing) diskussionslos auf die weiteren Plätze.
Alessandra Keller, die sich in Crans Montana bereits den Short Track Titel am Freitag gesichert hatte, führte das Rennen auf der streckenweise staubigen Piste vom Start weg an. Anfangs befand sie sich noch in Begleitung von Jolanda Neff, die langsam wieder in Form kommt. Neff musste rasch abreissen lassen, kämpfte sich jedoch zum Schluss couragiert wieder an Keller heran, ohne sie gefährden zu können. Alessandra Keller war kaum im Ziel, da schaute sie bereits auf das kommende Wochenende, den Heim-Weltcup auf der Lenzerheide. Darum sei sie zum Ende des Rennens eher energieschonend gefahren, verriet sie ihre Taktik.
In der U23 Kategorie gewann die aufstrebende Ronja Blöchlinger (Liv Factory Racing) den Titel vor Ginia Caluori (Thömus Akros – Youngstars) und Noëlle Buri (Bixs Performance Race Team).
Dreifach-Sieg von Thömus Maxon
Bei den Männern ging gleich das ganze Podest an Thömus Maxon, das dominierende Elite-Team der Schweiz. Mathias Flückiger (34) sicherte den vierten XCO-Elite-Schweizer Meistertitel insgesamt und nach 2021 und 2022 den dritten in Folge, was ihn besonders freute. Er setzte sich in Abwesenheit von Nino Schurter, der seinen zehnten Meistertitel hätte gewinnen können, mit einem Start-Ziel-Sieg mit zweieinhalb Minuten Vorsprung vor Lars Forster durch. Dritter wurde Vital Albin. Mit dem undankbaren vierten Platz musste Thomas Litscher (Lapierre Mavic Unity) Vorlieb nehmen. Der Ostschweizer hatte noch am Freitag den Short-Track-Titel gewonnen.
Triple für Mathias Flückiger
Mathias Flückiger zeigte auf dem WM-Kurs von 2025 deutlich, dass er eine Klasse für sich ist. Der beim Männerrennen einsetzende Regen «spielte für mich keine Rolle», so der Berner unbeeindruckt. Begeistert war er nicht nur von seinem souveränen Sieg und vom Thömus-Maxon-Podest, sondern auch von der neu errichteten WM-Strecke, die aus seiner Sicht keine Wünsche offenlässt. «Ein wirklich sehr schöner Kurs mitten in der Natur, der zugleich auch technisch anspruchsvoll ist und einem Härte abverlangt. Eine Super-Strecke!», so sein Urteil.
Bei den U23 Fahrern holte sich der klare Favorit Dario Lillo (Scott Davos MTB Project) mit fast einer Minute Vorsprung vor Finn Treudler (JB Brunex Superior Factory Racing) das begehrte Trikot mit dem Schweizer Kreuz. Dritter wurde Luke Wiedmann von Thömus Maxon.
Anja Grossmann, ein Versprechen für die Zukunft
Sehr gute bis überragende Leistungen zeigte auch der Nachwuchs am Meisterschafts-Wochenende im Wallis. Insbesondere die erst 14-jährige Rickenbacherin Anja Grossmann vom neu gegründeten Specialized XC Junior Team Switzerland ist ein grosses Versprechen für die Zukunft. Sie gewann die U17 Kategorie mit einem Vorsprung von fast fünf Minuten (!) und hätte sich bei den Junioren, in deren Rennen sie von hinten aufschloss, wohl weit im vorderen Drittel platzieren können. U17 Swiss Champion wird Lewin Iten (Ägeri Cycling Race Team).
Bei den Junioren setzte sich Nicolas Halter (KA Boom Krapf) durch, bei den Juniorinnen war es Anina Hutter (JB Brunex Superior Factory Racing) – auch diese beiden mit souveränem Vorsprung.
Bei den Masters setzte sich Emilien Barben (32) vom Team VTT Papival Scott Grand Rais BCVS) durch.