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Rondell
Das Rondell oder die Rondelle am Waldrand oberhalb vom oberen Horst ist vielen ein Begriff, sei es als schöner Aussichtspunkt, Lieblingsplatz oder - für in Speicher Aufgewachsene - ein romantisches Plätzchen für erste Küsse erwachender Liebe.
Inhaltsverzeichnis
S’ Rondelleli im Horst[Bearbeiten]
Sowohl Heidi Hachfeld-Hörler, wie auch Heinz Naef wissen von besonderen Erinnerungen resp. Erlebnissen im Zusammenhang mit dem Rondelleli zu erzählen.
Früher und noch früher …[Bearbeiten]
Berta Gschwend erinnert sich an ihre frühe Kindheit, als die Sonntagsspaziergänge vom hinteren Birt dorthin führten, wo es etwas Kleines zu essen gab oder wo sie mit ihren Geschwistern auf dem damals noch bestehenden Tischchen in der Mitte Spiele machten. Später, nachdem sie wie viele andere auch, mit ihrem Schatz im Mondschein unvergessene Abende verbracht hatte, fragte sie ihren Vater (Jahrgang 1904), wer denn das Rondell dort aufgestellt habe. Sie erinnere sich noch ganz genau, wie ihr der Vater damals erklärt habe, beim Rondell handle es sich um ein Geschenk von Emil Zürcher an die Gemeinde Speicher. Diese (doppelte) Erinnerung wurde, wie unten ausgeführt, bestätigt, allerdings ohne genaue Jahresangabe.
Rondell im Garten von Zürchers[Bearbeiten]
Das Haus mit der heutigen Adresse Vögelinsegg 3 war seit 1865 im Besitz der Familie Zürcher, Emil (I) Zürcher war seit 5. März 1878 in dessen Besitz. Er war Inhaber der „Appretur E. Zürcher“, sein Sohn Emil (II) Zürcher hatte das Haus am 30. 12. 1919 von seiner Mutter Klara Zürcher-Staib übernommen. Emil (II) Zürcher musste den nun als Bleicherei-Färberei bezeichneten Betrieb 1930 liquidieren. Er verstarb im gleichen Jahr., worauf wiederum seine Mutter in den Besitz des Hauses kam. Niklaus Sturzenegger (Trogen) erinnert sich an seine Urgrosseltern Emil (I) und Klara Zürcher-Staib, die damaligen Besitzer. Tatsächlich fanden sich in Fotoalben von Jürg Zürcher, einem Nachkommen der Zürchers, Bilder, die das Rondell im Garten des Hauses Vögelinsegg 3 zeigen. Im Garten befindet sich vor dem Treppenaufgang heute noch das runde Plätzchen, versehen mit einer Steinmauer, wo das Rondell sicher noch bis in die 1920er-Jahre stand, bis es dannzumal oder in den frühen Dreissigerjahren den Platz wechselte.
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Rondell heute[Bearbeiten]
Wie auf den alten Aufnahmen zu sehen ist, war das Dach des Rondells ursprünglich noch mit einem dekorativen Kranz verziert. Dieser ist im Laufe der Versetzung wohl durch Transportschäden in Mitleidenschaft gezogen worden, später möglicherweise durch Korrosion oder „Bubenstreiche“ ganz verschwunden. Der runde Tisch in der Mitte ist auch dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen.
Was geblieben ist, ist die prächtige Aussicht und der runde Vollmond.
zu privatem Eigentum durch die Familie Schiltknecht erworben. Der Speicherer Hans Rohner (ehem. Eigentümer Skilift), erzählte damals am Rande einer Korporationsversammlung der Birtstrasse, die er viele Jahre präsidierte, dass die Rondelle in den zwanziger Jahren in einem der Gärten unterhalb der späteren Drogerie Rentsch gestanden habe – scheinbar Zwischenlager. Diese war am betreffenden Ort offenbar im Weg, weshalb man (die Gemeinde?) die Rondelle ohne Rücksprache mit den Grundeigentümern auf die Liegenschaft oberer Horst versetzte, wo sie auch heute noch steht. Die damaligen Grundeigentümer der Liegenschaft oberer Horst waren sehr arm. Der obere Horst wurde von einer Familie mit sieben Kindern bewohnt. Der Vater der Familie war Knecht in Teufen, dessen Monatslohn oft den Weg bis zum nächsten Wirtshaus fand, jedoch nicht bis nach Hause zu seiner Familie. Die oft hungrigen Kinder hätten vom Zuckerbäcker im Dorf durch das Backstubenfenster ab und zu etwas Süsses geschenkt bekommen. Aufgrund dieser existenziellen Probleme setzte man sich mit dem Thema „Rondelle“ zu dieser Zeit nicht auseinander. Dies wurde so von einem der Kinder dieser Familie im Alter von neunzig Jahren dem aktuellen Eigentümer überliefert.
Jährlich wird die Rondelle liebevoll geschliffen, gemalt, gepflegt...