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Die Programmierung des FIFF23 - Teil 1
Um die nächste Ausgabe des FIFF - die vom 17. bis 26. März 2023 stattfinden wird - vorzubereiten, besuchen Mitglieder des Programmationsteams einige der wichtigsten Filmfestivals. Nach Cannes und Locarno besuchte das FIFF, vertreten durch die Programmgestalterin Simone Jenni, das Sarajevo Film Festival.
Simone Jenni, die seit vielen Jahren in der Filmfestivalwelt aktiv ist und an der Programmgestaltung für das FIFF beteiligt ist, besuchte zum ersten Mal das Filmfestival in Sarajevo. Während ihrer sechs Tage vor Ort lernte sie die verschiedenen Facetten des Festivals kennen. Wie Simone uns mitteilt, gelingt es dem Festival, das zu den wichtigsten in Südosteuropa gehört, "in einer sehr festlichen Atmosphäre sowohl das breite Publikum, aufsteigende Talente aus der ganzen Welt, Film-Profis und einige internationale Stars, die auf dem roten Teppich funkelten, zu vereinen." Die Programmgestalterin des FIFF besuchte das Festival jedoch nicht, um ein Selfie mit Ruben Östlund (der dieses Jahr in Cannes die Goldene Palme für Triangle of Sadness gewann), Mads Mikkelsen oder Jesse Eisenberg zu ergattern.
Die Relevanz des Festivals in Sarajevo für das FIFF beruht auf zwei Elementen, wie Simone erklärt: "Das SFF bietet in seinen Wettbewerben für Lang- und Kurzfilme eine grosse Anzahl an Werken, die in Ländern Südosteuropas produziert wurden. Darüber hinaus organisiert das Festival Diskussionen und Treffen für Fachleute aus der Filmindustrie. Dies ist eine Gelegenheit, einen Blick auf neue und zukünftige Produktionen aus dieser für das FIFF wichtigen Weltregion zu werfen."
Neben den Filmvorführungen besuchte Simone auch sogenannte Pitching-Sessions. "Es geht darum, dass Filmschaffende und/oder Produzentinnen und Produzenten ihr Kurz- oder Langfilmprojekt, das sich noch in der Entwicklungsphase befindet, in wenigen Minuten vorstellen. Ihr Ziel ist es, Finanzierungsunterstützung oder eine Vereinbarung über die Verteilung ihres Films in den Kinos zu finden, oder auch eine mögliche zukünftige Aufnahme auf einem internationalen Festival, wie zum Beispiel beim FIFF." Unsere Kollegin kann noch keine Titel preisgeben, die im März 2023 in Freiburg zu sehen sein könnten. Sie hat jedoch einige Highlights mit nach Hause gebracht, die sie gerne mit ihren Kolleginnen und Kollegen in den künstlerischen Kommissionen teilen würde, sowie einige Titel, die in die Sektion Neues Territorium aufgenommen werden könnten, an der der künstlerische Leiter des FIFF, Thierry Jobin, bereits eifrig arbeitet.
Während des Aufenthalts in der bosnischen Hauptstadt gab es schliesslich auch erfreuliche Wiederbegegnungen. Die Regisseurin Maryna Er Gorbach, die mit Klondike den diesjährigen Grand Prix des FIFF gewonnen hatte, und der Produzent Mehmet Bahadir Er waren mit der Hauptdarstellerin des Films in Sarajevo. Die ukrainische Regisseurin gewann dort übrigens den Preis für die beste Regie. Eine weitere FIFF-Preisträgerin, Jasmila Žbanić, die bosnische Regisseurin, die 2021 beim FIFF mit Quo vadis, Aida? den Publikumspreis gewann, bot eine Masterclass an. " Dieses Gespräch war engagiert und zugleich persönlich. Sie hat das gesamte Publikum einen Vormittag lang gefesselt", berichtet Simone. Nicht zu vergessen das Wiedersehen mit dem montenegrinischen Regisseur Milorad Milatović (Someone Else auf dem FIFF21 und Mar auf dem FIFF22), dessen neues Kurzfilmprojekt, wie Simone sagt, "sehr vielversprechend" ist.
Sehen wir uns im März 2023, um das gesamte Festivalprogramm der 37. Ausgabe des FIFF zu entdecken und zu versuchen, die Titel zu erraten, die beim Sarajevo Film Festival aufgespürt wurden?