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Nach der Entdeckung des Schadens verlangte die amerikanische nukleare Aufsichtsbehörde NRC eine Überprüfung der Druckgefäss-Deckel und -Durchführungen bei allen 69 in den USA in Betrieb stehenden PWR-Einheiten. Die Betreiber mussten bis zum 2. April 2002 zusammenfassende Berichte übermitteln. Nach bisherigen Erkenntnissen des amerikanischen Nuclear Energy Institute beschränkt sich diese Korrosion am Reaktordruckbehälterdeckel auf Davis Besse.
Im Ines-Bericht über das Ereignis schreibt die NRC, die Betreiberin FirstEnergy habe den Materialschwund am 8. März während der Jahresrevision anlässlich der Überprüfung eines Durchführungsstutzens festgestellt: "Die Lizenznehmerin führte wie verlangt eine Inspektion der Steuerstabantriebs-Stutzen am Reaktordruckbehälterdeckel durch. Während der Reparatur an einem der Stutzen wurde der Materialschwund rund um diesen Stutzen festgestellt. Der Reaktordruckbehälterdeckel besteht aus rund 16,5 cm starkem Kohlenstoff-Stahl mit einer inneren Auskleidung aus geschweisstem, rostfreiem Stahl. Nachdem der Stutzen entfernt und die unmittelbare Umgebung gereinigt worden war, entdeckte die Lizenznehmerin im an den Stutzen angrenzenden Kohlenstoff-Stahl bedeutende Materialverluste auf einer ungefähren Fläche von 13 x 18 cm. In diesem Bereich wurde das Reaktordruckbehältermaterial auf eine Mindeststärke von weniger als 7,5 mm reduziert, was der Dicke der Auskleidung entspricht." Gemäss NRC wurde die vorläufige Klassierung als Ines 3 "aufgrund des Ausmasses der strukturellen Schwächung und der erhöhten Möglichkeit eines strukturellen Versagens" vorgenommen.
Quelle
P.B./M.E./M.S. nach NucNet und Mitteilungen IAEO und NEI, 3. April 2002