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Die Sonnenstrahlung, auch Globalstrahlung genannt, die durch die Atmosphäre hindurch auf die Erdoberfläche gelangt, hat ein Spektrum unterschiedlicher Wellenlängen, wobei es sich um kurzwellige Strahlung handelt. Der Anteil des sichtbaren Lichtes (^=380 nm -780 nm) beträgt etwa 44%, ungefähr 53% die kurzwellige Wärmestrahlung im so genannten nahen Infrarotbereich (X-780 nm). Der Restanteil von ca. 3% ist das ultraviolette Licht (X.-380 nm). Eine Strahlung, die man nicht sehen und nicht fühlen kann, die aber dennoch durch Bräunung und Sonnenbrand indirekt auf den Körper einwirkt. Die durch das Glas hindurch in den Raum gelangende kurzwellige Strahlung trifft dort auf den Boden des Glasanbaus, auf die angrenzende Hauswand, auf die Möbel und andere Einrichtungsgegenstände, die sich dadurch erwärmen. Durch das Erwärmen dieser Gegenstände beginnen diese nun, in dem Bestreben einen Temperatur-Gleichgewichtszustand herzustellen, selbst Wärme abzustrahlen und zwar in einem ganz anderen Wellenlängenbereich als die auftreffende Strahlung, nämlich im langwelligen Infrarot-Bereich. Aus der schemenhaften Zeichnung wird weiterhin ersichtlich, dass die langwellige Infrarotstrahlung von der Verglasung nicht mehr nach außen durchgelassen wird. Dieser Effekt wird zur passiven Solarenergiegewinnung genutzt und führt zur sukzessiven Aufheizung des Glasbaus. Selbst an sonnenlosen Tagen wird so ein Wärmepotential erzeugt, das die Hälfte desjenigen erreichen kann, das bei direkter Sonneneinstrahlung, erreicht werden würde - man spricht dann von diffuser Strahlung im Glashaus.
Es bedarf daher einer sorgfältigen Planung, damit Lüftung und Sonnenschutz eine optimale Klimaregelung ermöglichen können. Eine thermische Abschattung gegenüber dem Außenklima funktioniert ohne Lüftung und Sonnenschutz nicht.
Nur eine Beschattungsanlage im
Überkopfbereich verhindert, dass die in den Sommer-
monaten sehr hoch stehende Sonne die Dachfläche übermäßig erhitzt. Der erforderliche Abminderungsfaktor ist in der DIN 4108 festgehalten. Der Abminderungsfaktor sollte 60% betragen, also z = 0,4.
Parallel zur Beschattung muss die Lüftung geplant werden, denn sonst nutzt auch die beste Verschattung nichts. Entsprechend der Thermik sollen in Bodennähe des Wintergartens Zuluft- und am höchsten Punkt des Wintergartens Abluft-Öffnungen eingeplant werden. Optimal ist eine Luftwechselrate von 2,5 Raumvolumen pro Stunde.
Ein Art des Entlüftens ist die Dachentlüftung. Durch die geringe Bauhöhe muss die Außenbeschattung nicht angehoben werden.
Eine weitere Variante ist die Querlüftung mit Kippfenstern die von Hand oder elektrisch gesteuert werden kann.
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