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Die Bildungsverordnung 2012 und der dazugehörige Bildungsplan setzen den mit
der neuen kaufmännischen Grundbildung eingeschlagenen Weg konsequent fort.
Sie bringen aber notwendige Anpassungen und Vereinfachungen. Die Organisationen der Arbeitswelt haben ein Informations- und Ausbildungskonzept ausgearbeitet, welches darauf hinzielt, die bestmögliche Umsetzung zu garantieren.
Die massgebende Änderungen zu Gunsten des Lehrbetriebs sind:
- Der 3-wöchige Basiskurs am Anfang des ersten Jahres wird abgeschafft, hingegen steigen die subventionierten überbetrieblichen Kurse im Durchschnitt von 12 auf 16 Tage (Lernende sind 11 Tage mehr im Betrieb). Einige Branchen (ca. 5, darunter Bank, Hotel, Reisebüro, Treuhand) schreiben ausserdem zusätzliche Tage vor, welche im Prinzip nicht subventioniert sind.
- Die Arbeits- und Lernsituationen (ALS), welche die Unternehmen mit den Lernenden verwirklichen müssen, sind mit mehr Flexibilität bei der Wahl der Zielsetzungen anwendbar. Dies entspricht einer besseren Übereinstimmung mit den Tätigkeiten des Unternehmens.
- Die Prozesseinheiten (PE), welche die Unternehmen mit den Lernenden verwirklichen müssen, sinken von 3 auf 2. Eine Branchenminderheit (5 von 19), streichen die PE zugunsten der Kompetenzkontrollen, die im Rahmen der überbetrieblichen Kurse verwirklicht wurden.
Die Ausbildungs- und Prüfungsbranchen gewährleisten die Information und Ausbildung der Lehrbetriebe.
Alle Betriebe, welche im Besitze einer Bildungsbewilligung in einer anerkannten Branche sind, werden im Laufe des Herbstes durch die Branche über das branchenspezifische Bildungsangebot, welches ab Januar 2012 angeboten wird, informiert.
Auf der Internetseite der Schweizerischen Konferenz der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen (SKKAB) sind schon jetzt mehrere Dokumente aufgeschaltet, die eine Übersicht der Neuheiten darstellen.
Im Hinblick auf das Erstellen der neuen Lehrverträge, empfehlen wir Ihnen insbesondere die " Basisdokumentation zur Bildungsverordnung 2012 ", sowie das Dokument " B-Profil oder E-Profil? Eine Orientierungshilfe ".
Die Lehrverträge müssen fortan die Bezeichnung Kauffrau/Kaufmann EFZ - erweiterte Grundbildung oder Basisbildung sowie die genaue Bezeichnung der Ausbildungs- und Prüfungsbranche beinhalten.
Für zusätzliche Informationen :