Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/75928

<h2>SubmittedText<h2><p>Technische Lösungen zur Nachrüstung von Dieselfahrzeugen (Partikelfilter, DeNOx-Katalysatoren usw.) tragen entscheidend zur Reduktion der gesundheitschädigenden Emissionen von Dieselmotoren, wie beispielsweise Feinpartikel und Stickoxid, bei. </p><p>In den letzten Jahren hat die Schweiz beim Einbau von Partikelfiltern in Bussen des öffentlichen Verkehrs und Personenwagen grosse Fortschritte erzielt. Ab 1. Januar 2008 bietet der Bund Unternehmen des öffentlichen Verkehrs durch Steuerbegünstigungen einen Anreiz, ihre Fahrzeugflotte mit den besten technischen Lösungen zur Reduktion von Partikelemissionen nachzurüsten. Diese Unternehmen veröffentlichen regelmässig Zahlen zur Ausrüstung ihrer Fahrzeugflotte, wodurch der Anteil an Fahrzeugen mit Partikelfilter relativ leicht ermittelt werden kann. Im Bereich der Personenwagen gibt die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure (Auto-Schweiz) regelmässig die Anzahl verkaufter Personenwagen und deren technische Ausstattung bekannt. Daher weiss man, dass rund 80 Prozent der neuen Dieselfahrzeuge, die in der Schweiz verkauft werden, mit einem Partikelfilter ausgestattet sind. </p><p>Leider sind jedoch diese Informationen für den Bereich des Schwerverkehrs noch nicht öffentlich zugänglich. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband (Astag) veröffentlicht keine Zahlen zu den von den Lastwagen seiner Mitglieder gefahrenen Kilometern, die nach Schadstoffklassen (Euronorm 0, I, II usw.) einzuteilen wären.</p><p>Wie viele Lastwagen sind, gemessen an der Gesamtzahl Lastwagen, mit einem Partikelfilter oder einem DeNox-Katalysator ausgestattet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Anfrage kann heute nicht signifikant beantwortet werden. Schlüssige Zahlen liegen vor über die Gesamtzahl der schweren Motorfahrzeuge mit Dieselmotoren für den Personen- und Sachentransport (rund 60 400). Aus der Datenbank Mofis des Bundes (beinhaltet Busse, Gelenkbusse, Lastwagen, Sattelmotorfahrzeuge und Sattelschlepper) kann entnommen werden, dass davon rund 3260 Fahrzeuge mit Partikelfiltern ausgerüstet sind. Die tatsächliche Anzahl dürfte allerdings höher sein, weil die Angabe "Partikelfilter" erst seit Mai 2007 bei der Fahrzeugzulassung obligatorisch eingetragen wird.</p><p>Im Gegensatz zum Partikelfilter wird die Ausrüstung mit DeNox-Katalysatoren nicht erhoben. Aus diesem Grund ist die Anzahl der damit ausgerüsteten Motorfahrzeuge aus der Mofis-Datenbank nicht ersichtlich.</p><p>Da die Schweiz (wie die EU) bezüglich der Abgasvorschriften Wirk- und keine Bauvorschriften kennt, ist die Entwicklung ungewiss. Erst mit der nächsten Verschärfung der Abgasvorschriften (Euro 6 ab etwa 2014) kann aus heutiger Sicht angenommen werden, dass diese nur mit Partikelfiltern und DeNox-Systemen eingehalten werden können. Die Nachrüstung mit Partikelfiltern der in Verkehr stehenden schweren Motorwagen mit Dieselmotoren ist nicht obligatorisch.</p>  Antwort des Bundesrates.