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Prinz Maximilian zu Wied war ein Naturforscher und Entdecker. Er wollte die Welt, ihre tierischen und menschlichen Bewohner erforschen und darüber berichten. Sein berühmtestes Unterfangen: Eine Reise zu den Ureinwohnern Nordamerikas. Im Jahr 1832 brach er auf, an seiner Seite der Schweizer Künstler Karl Bodmer.
Die bedeutendste Begegnung ihrer Reise ereignete sich zufällig. Nach einem plötzlichen Wintereinbruch verbrachten zu Wied und Bodmer gezwungenermassen mehrere Monate mit den Mandan-Ureinwohnern. Häuptling Mato-Tope, ein berüchtigter Krieger, gab den Reisenden sein Wissen über die indianische Lebensweise weiter. Ebenso bereitwillig stand das Stammesoberhaupt für Bodmers Gemälde Modell.
Diese Bilder und Informationen bereicherten zu Wieds Berichte, die letztlich unser Wissen über die Ureinwohner Nordamerikas prägten. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Karl May von den Abbildungen Mato-Topes und von zu Wieds Tagebüchern zu seinen Winnetou-Romanen inspiriert wurde.
Das Erbe der Mandan
Die Nachkommen Mato-Topes leben heute im US-Bundesstaat North-Dakota. Der Alltag im Fort-Berthold-Reservat ist geprägt von Armut, Drogen- und Alkoholmissbrauch. Der grösste Arbeitgeber, wie in den meisten Reservaten, ist ein Spielcasino.
Dennoch gibt es Bemühungen, das Erbe der Mandan und anderer Stämme zu erhalten. Der finnische Forscher Indrek Park arbeitet zum Beispiel daran, die fast verlorene Sprache der Mandan zu dokumentieren und sie den Stammesmitgliedern weiterzugeben. Einen grossen Beitrag dazu leisten die Tagebücher von Maximilian zu Wied.
Stufe: Sek I, Sek II
Fächer: Geschichte, Geografie, Deutsch
Stichwörter: Indigene Völker, Missouri, Old Shatterhand, Bison, Vertreibung, Eroberung, Rocky Mountains, Fort Union, Fort McKenzie
Produktion: Peter Adler, NDR Metafilm 2017.
Verkauf: Nicht im Angebot.
VOD: Bis 31.07.2020.