Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03225.jsonl.gz/394

Die Ausstellung richtet den Blick auf moderne Glasarbeiten aus dem Umfeld Muranos, wo der italienische Architekt Carlo Scarpa bereits in den 1930er-Jahren eine revolutionäre neue Formensprache prägte. Für Vasen und Schalen griff er auf längst vergessene Techniken wie die Schleiftechniken des Battuto und Inciso zurück. Zudem setzte er das opake Pulegosoglas sowie die aus farbigen Glasstangen gefertigten Murrinen als Werkstoff ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg sorgten Fulvio Bianconi, Ercole Barovier, Flavio Poli und viele Weitere für neuen Aufschwung und lösten den Zulauf von internationalen Künstlerinnen und Künstlern aus. Bis in die heutige Zeit entstehen meisterhafte Objekte im Sinne der Muraneser Glaskunst etwa durch Monica Guggisberg/Philip Baldwin (Schweiz/USA), Yoichi Ohira (Japan), Mary Ann Toots Zynsky (USA) und den Schweizer Thomas Blank. Das Museum Bellerive zeigt rund 300 seltene und aussergewöhnliche Glasarbeiten, entstanden in den bekannten Glasmanufakturen von Murano sowie in Künstlerateliers.