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Ovarprolaps vs. Gonadenprolaps
Links im Bild: Es liegt ein Ovarialprolaps vor, ein typisches Ereignis für weibliche Säuglinge mit Leistenbruch. Wegen des üblicherweise vergleichsweisen engen Bruchsackhalses und der Form des ausgetretenen Ovars kommt es nicht so oft zur spontanen Reposition des Bruchsackinhaltes wie beim Knaben. Rechts im Bild: Hier besteht ein Verdacht auf eine testikuläre Feminisierung, welcher durch eine Biopsie der Gonade und eine Chromosomenanalyse erhärtet wurde. Wenn bei einem Mädchen wiederholt austretende Inguinalhernien beobachtet werden, die sich rasch spontan reponieren, muss man eine testikuläre Feminisierung denken; in diesen Fällen findet sich ein breit mit der Bauchhöhle kommunizierender Bruchsack.
Bei beiden weiblichen, jungen Säuglingen wurden bei der Revision im Bruchsack Gonaden vorgefunden. Rechts im Bild: Die Leistenrevision erfolgte wegen immer wieder austretender beidseitiger Inguinalhernien. Woran denken Sie? Links im Bild: Hier erfolgte die Revision wegen der Unmöglichkeit, einen einseitigen Leistenbruches zu reponieren (= irreponible Inguinalhernie). Welches ist der Grund dazu? Links im Bild: Man erkennt im Brucksack links ein Ovar und rechts eine Tube. Rechts im Bild: Hier fehlt trotz des breiten Brucksackhalses eine Tube, und die zweigeteilte Gonade entspricht nicht einem normalen Ovar.