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Enttäuschung für Schlittlerin Martina Kocher
Die dritte Olympia-Teilnahme endet für Martina Kocher mit einer Enttäuschung. Der 28-jährigen Bernerin gelingt im Einsitzer keine Verbesserung. Sie verpasst als Neunte einen Diplomplatz.
Am Ende fehlte der Sportlehrerin aus Hinterkappelen eine Zehntelsekunde zum Diplom, der Rückstand auf Platz 3 betrug mehr als eine Sekunde. Wie 2006 in Turin belegte Kocher Platz 9, ihr bestes Olympia-Ergebnis bleibt somit der siebte Platz vor vier Jahren in Vancouver.
Mit zwei schwächeren Läufen waren Kochers Chancen auf eine Topklassierung bereits am ersten Tag auf ein Minimum gesunken, nachdem sie im Training überzeugt und sich sogar Hoffnungen auf Edelmetall hatte machen dürfen. Aufgrund der knappen Abstände schien für die erfahrene Schweizerin am zweiten Tag aber immerhin noch eine Verbesserung in die Top 8 möglich, doch auch dies gelang ihr nicht.
Gold ging erwartungsgemäss an die Deutsche Natalie Geisenberger. Die 26-Jährige aus Bayern fuhr im "Sanki Sliding Center" in Sotschi in einer eigenen Liga. In jedem Lauf stellte Geisenberger Bestzeit auf, am Ende betrug ihr Vorsprung auf ihre Landsfrau Tatjana Hüfner 1,139 Sekunden. Der Olympiasieg ist für die Dominatorin der letzten Jahre im Eiskanal der grösste Erfolg in ihrer bisherigen Karriere. Nach mehreren WM-Medaillen und Olympia-Bronze 2010 gewann Geisenberger erst 2013 ihren ersten WM-Titel im Einsitzer.
Hinter Geisenberger komplettierte Hüfner mit Silber ihren Medaillensatz an Olympischen Spielen. Nach Bronze 2006 in Turin hatte die heute 30-Jährige vor vier Jahren in Vancouver Gold geholt. Hinter den beiden Deutschen gewann die Amerikanerin Erin Hamlin, die Weltmeisterin von 2009, die Bronzemedaille.