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Zwei Quadrate liegen verschoben übereinander, das hintere in hellbrauner Farbe, das vordere dunkelgrau gefärbt. Umrundet wird dieses von einer rot-violetten Linie, wobei auf der rechten Seite weisse, horizontale Linien sichtbar sind. Diese werden begleitet von zwei braunen Balken, die die gleichen Texturen wie die Quadrate aufweisen. Bei dieser Monotypie richtet die Künstlerin Marguerite Saegesser den Fokus auf Technik und Material. Erzählerische oder gegenständliche Elemente entfallen in dieser Werkgruppe, die sie 1990 kreiert. Diese Blätter verbindet ihr experimenteller Charakter, der sich in der Verwendung diverser zusätzlicher Materialien zeigt: Nach dem eigentlichen Druck hat die Künstlerin die Monotypien mit Kohle, Pastell- und Ölkreide sowie Ölfarbe nachbearbeitet, hat zudem Papier und Wellpappe als collagierende Elemente aufgeklebt. Der Kraft des Materials kommt bei Saegessers Monotypien eine Schlüsselrolle bei der Wirkung zu: Der Druck ist eine Einladung an die Betrachter:innen, sich den kreativen Prozess vorzustellen. Diese Monotypie wird aus der Ausstellung «Marguerite Saegesser. American Monotypies» 2023 angekauft.
Anja Seiler
Wie viele Recht-Ecke sind hier zu sehen?
Im Vorder-grund ist ein dunkles.
Dahinter ragt ein helles hervor.
Eine violette Linie bildet noch ein Recht-Eck.
Wir sehen Spuren von gewelltem Papier.
Das kommt vom Drucken.
Die Künstlerin klebt auch Papier auf das Bild.
Zusätzlich malt sie mit Kohle und Kreide darüber.
Die Künstlerin zeigt so den kreativen Prozess.
Es geht ums Ausprobieren.
Sara Smidt