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"Das Rust-Projekt ist nicht in existentieller Gefahr"17. August 2020 um 12:48
Der grosse Stellenabbau bei Mozilla bedrohe die Programmiersprache nicht, so das Core-Team.
Die Entwickler-Community rund um die Programmiersprache Rust kann sich wieder beruhigen.
In einem Tweet schrieb das zuständige Rust-Team an seine 60'000 beunruhigten Follower: "Das Rust Core-Team ist zutiefst betrübt wegen unserer Kollegen, die durch die Mozilla-Entlassungen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Wir möchten allen versichern, dass das Rust Projekt nicht in existenzieller Gefahr ist. Wir werden in den kommenden Wochen im Blog darüber schreiben!"
Die Klärung war auch nötig, denn diverse Teile des Firefox-Browser sind in Rust geschrieben und einige Entwickler von Mozilla engagieren sich stark für die Sprache und in der Community. Zudem wird die Programmiersprache laut diversen Rankings immer beliebter und gehört langsam zu den Top-20-Sprachen.
Auch Microsoft "adaptiert" Rust in einem Projekt.
Allerdings unternimmt die Rust-Community seit einiger Zeit Anstrengungen, sich von der Mozilla Foundation zu lösen, um das Klumpenrisiko zu senken, wie 'Golem' berichtete.
Bei der Ankündigung, dass 250 Mozilla-Mitarbeitende - ein Viertel der Belegschaft - ihre Stelle verlieren, hatte CEO Mitchell Baker auch gesagt, dass Investitionen in Angebote für Software-Entwickler zurückgefahren werden sollen.
Eine gewisse Sicherheit zur Zukunft von Mozilla und dem Firefox-Browser könnte auch geben, dass Mozilla und Google ihre Vereinbarung verlängern, womit Google bis mindestens 2023 als Standard-Suchmaschine im Firefox-Browser integriert ist. Laut 'ZDnet' ist die Vereinbarung mit einem Schätzwert von 400 bis 450 Millionen Dollar pro Jahr noch nicht formell bekannt gegeben worden, aber das werde noch geschehen.
Finanzielle Probleme bei Mozilla
Der letzte publizierte Geschäftsbericht von Mozilla deutet die Bedeutung des Deals an: Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete die Mozilla Corporation 435,7 Millionen Dollar aus Lizenzgebühren, Abonnements und Werbeeinnahmen, verglichen mit 542 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2017.
Firmen wie Google (Europa, Americas) sowie Yandex in Russland und Baidu in China zahlen dafür, dass ihre Search Engine bei Firefox als Default-Suche integriert ist. Es die wichtigste Einnahmequelle von Mozilla, um die verbleibenden 750 Mitarbeitenden zu entlöhnen und F&E zu finanzieren.
Gleichzeitig sinkt die Bedeutung des Firefox-Browsers kontinuierlich: Hatte er 2010 weltweit noch einen Marktanteil von 34%, so sind es heute noch 5%.
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