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Geschäftshaus Claridenhof
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Geschäftshaus Claridenhof
Adresse
8002 Zürich
ZH
Architektur
Kunst am Bau
Der in den späten 1940er-Jahren von Walter Henauer realisierte Claridenhof stellt auch noch heute einen sehr imposanten Bau dar. Er zeichnet sich neben seinem riesigen Volumen, das durch eine differenzierte Gliederung geschickt aufgebrochen wird, auch durch stadträumliche Qualitäten aus: Das im Inventar der schützenswerten Denkmäler der Stadt Zürich eingetragene Geschäftshaus ist nicht nur attraktiv gelegen, sondern bietet auch einen grosszügigen, begrünten Innenhof.
Chronologie
Das Geschäftshaus Claridenhof in Zürich wurde von 1946 bis 1948 nach einem Entwurf von Walter Henauer gebaut. Es ersetzte ein gleichnamiges Herrschaftshaus mit Ökonomietrakt und Stallungen, das bis 1931 bewohnt war und danach als Sitz eines Konsulats diente. Bauherrin war die unter der Verwaltung von Ernst Göhner stehende Baugesellschaft Zürich AG. Die Errichtung des Claridenhofs ist im Kontext der Stadtentwicklung zu lesen, die das Gebiet der neuen Börse, des Schanzenhofes, des Schanzenecks und des Bleicherhofs in ein modernes Geschäftszentrum transformierte. Im Innern wurde das Gebäude mehrfach umgebaut.
Lage
Das als Blockrandbebauung konzipierte Geschäftshaus befindet sich westlich der Limmat in unmittelbarer Nähe zum Zürichsee. Das orthogonale Strassenraster ist parallel zum Fluss hin angelegt. Die nahezu quadratische Parzelle wird von der Beethoven-, der Gotthard-, der Clariden- und der Dreikönigsstrasse eingefasst. Entlang der Einbahnstrassen ziehen sich Parkplätze. Im Süden dockt das von Haefeli Moser Steiger entworfene Kongresshaus an.
Beschreibung
Der sechsgeschossige Bau mit Tiefgarage wird im Erdgeschoss durch eine Geschäftszone unter weit auskragendem Sichtbetonvordach und durch sechs siebengeschossige, als Risalite ausgebildete Treppenhäuser gegliedert. Bis auf die Fenstereinfassungen aus Kunststein sind diese beiden Bereiche in Tessiner Granit verkleidet. Die Lochfassade der Obergeschosse ist graubeige gestrichen, das flache Satteldach mit Gauben durchsetzt. Die vier primären Erschliessungskerne sind auch im Innenhof an den Gebäudeecken sichtbar. Der Eingang auf der Südseite ist mit der liegenden Bronzefigur «Merkur» des Bildhauers Emilio Stanzani geschmückt. Auf der Westseite gibt es zwei weitere Treppenhäuser, die aber hinter Loggien mit perforierten Brüstungselementen aus Stein zurücktreten. Über zwei grosse Durchgänge an der West- und Ostseite ist im Innenhof ein grosszügiger Park zugänglich.
Literatur