Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03286.jsonl.gz/338

Das Wichtigste in Kürze
- Benjamin Caesar ist zurzeit in Kabul stationiert und arbeitet in einem Spital.
- Der britische Armeechirurg beruhigte das Baby, welches von US-Marines gerettet wurde.
- Caeser ist selbst Vater eines 14 Monate alten Kindes.
Oberstleutnant Benjamin Caesar, ein Traumatologe und Orthopäde vom 16. Sanitätsregiment des Royal Army Medical Corps, hat zurzeit keinen einfachen Job. Er arbeitet in einem Spital, das für verletzte Soldaten und Afghanen eingerichtet wurde, die den Evakuierungsprozess am Flughafen Kabul durchlaufen.
Seine behandelten Verletzungen reichten von Schussverletzungen, Blitzschlagverletzungen und Menschen, die in der Menge zerquetscht wurden, bis hin zu solchen, denen die Medikamente ausgegangen waren und die unter der Hitze litten.
Der «Dailymail» erzählt der Chirurg von seinem schlimmen Alltag: «Das Baby, das den US-Marines über die Mauer übergeben wurde, landete hier im Role-2-Spital. Neben vielen anderen Kindern, die von ihren Eltern getrennt wurden, kümmerte sich das Personal hier darum.»
Vater eines 14 Monate alten Kindes
Sowohl die Norweger als auch die Amerikaner und Briten hätten sich abwechselnd um diese Kinder gekümmert. «Wir wollten ihnen die seelsorgerische Betreuung bieten, die sie brauchten, während sie darauf warteten, entweder an ein sicheres Ziel gebracht oder mit ihren Eltern wiedervereint zu werden.»
Das Baby, das den US-Marines über die Mauer gereicht wurde, hätte Mühe gehabt, sich zu beruhigen, während es von einem Kollegen gefüttert wurde. Man nimmt an, dass es zwischen zwei und drei Monate alt ist.
Caesar: «Da ich vor kurzem Vater eines 14 Monate alten Kindes geworden bin, habe ich etwas mehr Erfahrung. Also gingen wir mit ihm spazieren, liefen im Spital herum und schafften es, das Baby ein paar Mal zum Bäuerchen zu bringen.»
Ist Benjamin Caeser für Sie ein Held?
«Das Baby schien sich zu beruhigen und sass dann noch eine halbe Stunde bei mir», so Caesar. Eine Krankenschwester habe es dann in den Schlaf gewiegt.
Das Baby sei jetzt wieder mit seiner Mutter vereint und wurde gemäss Caesar an einen sicheren Ort ausserhalb Afghanistan gebracht.
Oberstleutnant Caesar sieht auch positives in seinem traumatischen Alltag: «Es ist so traurig, all dieses andauernde menschliche Leid zu sehen. Aber umgekehrt sind wir in der Lage, den Menschen zu helfen, wenn sie am Tiefpunkt sind.»