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Nach dem Ausbruch eines Vulkans in der Demokratischen Republik Kongo sind Tausende Menschen aus der Millionenstadt Goma auf der Flucht. «Jetzt fliesst die Lava auf das Stadtzentrum zu, ähnlich wie beim Ausbruch im Jahr 2002», sagte der Vulkanologe Dario Tedesco der Nachrichtenagentur Reuters. Damals starben 250 Menschen und rund 120'000 wurden obdachlos.
Goma mit seinen rund zwei Millionen Einwohnern liegt rund 10 Kilometer von dem Vulkan Nyiragongo entfernt, der erstmals seit knapp 20 Jahren wieder ausgebrochen ist. Die Lavamassen haben bereits den Flughafen der Stadt erreicht. Es sei ungewiss, ob die Lavamassen bis zur Innenstadt vordringen oder vorher stoppen könnten, sagte Vulkanologe Tedesco. Es öffneten sich neue Spalten im Vulkan.
Die Eruption hatte bei vielen Bewohnern der afrikanischen Stadt zu Panik geführt. Zum Teil flohen sie in Richtung der Grenze zum nahe gelegenen Ruanda. Die Behörden setzten einen Evakuierungsplan in Kraft. Er sei am Samstag aktiviert worden, twitterte Regierungssprecher Patrick Muyaya.
Der Nyiragongo gehört zu den weltweit aktivsten Vulkanen. Die Vulkan-Observatorim in Goma hatte am 10. Mai erhöhte seismische Aktivität am Nyiragongo festgestellt. (sda/reu)