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Die 54-jährige Draesner, die in Oxford lebt, erhält für ihr vielfältiges schriftstellerisches Werk den mit 20'000 Euro dotierten Hauptpreis. In ihrem jüngsten Roman "Sieben Sprünge vom Rand der Welt" nutze die Autorin sämtliche sprachliche Register, um das Gefühl der Heimatlosigkeit zu erfassen, teilte die Jury mit.
Der mit 10'000 Euro dotierte Nicolas-Born-Debütpreis geht an den in Wien lebenden Autoren, Schauspieler und Regisseur Joachim Meyerhoff. Die Jury lobte die feine Balance zwischen Tragik und Komik in Meyerhoffs inzwischen dreibändigem autobiografischen Romanprojekt. Zuletzt erschien "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke".
Der Literaturpreis wurde 2015 neu gestaltet und berücksichtigt jetzt herausragende deutschsprachige Schriftsteller. Zuvor waren nur Autoren mit Niedersachsen-Bezug ausgewählt worden.
Im vergangenen Jahr gingen die Auszeichnungen an den Schweizer Lukas Bärfuss und die Deutsche Daniela Krien. Der Preis erinnert an den 1937 in Duisburg geborenen Nicolas Born, der 1979 starb. Sein Roman "Die Fälschung" wurde von Volker Schlöndorff verfilmt.
(SDA)