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Arbeitsstelle für praktische Biologie
|Efeu-

Hühner-
augen-
pflaster

Die Pflanze
Die immergrüne Kletterpflanze mit ihren Haftwurzeln findet man an Mauern, in Parkanlagen oder wildwachsend auf Bäumen, wie der Buche oder der Pappel, vorzugsweise in milden Lagen, da die Pflanze frostempfindlich ist. Als Frucht entwickelt sich eine schwarze Beere mit mehreren Samen. Sie ist für den Menschen giftig, wird aber von Vögeln gern gefressen.
Die Wirkung
Zur Herstellung der wirksamen
"Droge" verwendet man ausschliesslich die im
unteren Bereich wachsenden dunkelgrünen, gelappten,
ledrigen Blätter . Sie verströmen, zerrieben, einen
angenehmen Duft. Die Blätter enthalten bis zu 4% Saponin.
Deshalb ist bei der inneren Anwendung grosse Vorsicht
geboten. Im Grunde genommen sind nämlich die Saponine
ausgeprochene Zellgifte, die die roten Blutkörperchen
zerstören. Bei Aufnahme in den Magen können somit Entzündungen
der Magen- und Darmschleimhäute bis hin zum Erbrechen
oder Durchfall die Folge sein.
Grossmutter Annas Schlafkissen
Meine Grossmutter verwendete die Efeublätter ausschliesslich gegen Hühneraugen. Sie legte ein Efeublatt kleingefaltet auf das Hühnerauge. und verschloss die Stelle fest mit einem Heftpflaster. Nach vierundzwanzig Stunden wiederholte sie diesen Vorgang mit einem neuen Efeublatt, dann ein drittes Mal. Anschliessend konnte sie in fast allen Fällen das Hühnerauge schmerzlos abheben.