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Nico Selenati war drauf und dran, der Schweiz an der Heim-EM die erste Medaille zu sichern. Der 25-Jährige zeigte in der Elimination ein starkes Rennen und durfte lange vom Sprung auf das Podest träumen. Als nur noch 4 Fahrer dabei waren, blieb Selenati allerdings chancenlos und musste sich mit Rang 4 zufriedengeben.
Gold ging an den Russen Sergej Rostowtsew vor dem Portugiesen João Matias und dem Franzosen Thomas Boudat.
Vierer bringt sich in Position
Der im Vergleich zu den Olympischen Spielen neu formierte Bahnvierer mit Claudio Imhof, Valère Thiébaud, Simon Vitzthum und Alex Vogel – nur Thiébaud war in Tokio dabei – legte in der Qualifikation der Teamverfolgung die 4000 m in 3:53,398 Minuten zurück.
Damit blieben die Schweizer zwar mehr als 4 Sekunden über dem Landesrekord, liessen aber die ebenfalls in veränderter Besetzung angetretenen Olympia-Finalisten Dänemark und Italien hinter sich. Am Mittwoch in der Hauptrunde der Top 8 treffen sie auf Russland. Bei einem Sieg kämpft die Schweiz um Gold, bei einer Niederlage kann sie immer noch Bronze holen.
In der Teamverfolgung der Frauen schied das Schweizer Quartett mit Michelle Andres, Fabienne Buri, Léna Méttraux und Cybèle Schneider als Neunte aus.
Thièry mit Lungenembolie
Cyrille Thièry ist mit einer Lungenembolie von den Olympischen Spielen in Tokio zurückgekehrt. Der Bahnrad-Fahrer, der mit der Schweiz in Japan den 8. Platz belegte, glaubt, dass die Embolie die Folge einer Thrombose ist, die auf dem Rückflug von Tokio aufgetreten ist. Der 31-jährige Thièry wird seine Karriere Ende Saison beenden.
Seitz im Scratch Zehnte
Im 1. Final der Titelkämpfe war mit Aline Seitz auch eine Schweizerin am Start. Im Scratch schaffte es die 24-Jährige auf den 10. Platz. Gold sicherte sich die Britin Katie Archibald vor der Französin Valentine Fortin und der Polin Daria Pikulik.
Sendehinweis
Die Bahnrad-EM in Grenchen können Sie bis Samstag täglich jeweils ab 17:50 Uhr im kommentierten Livestream auf der Webseite srf.ch/sport sowie in der Sport App mitverfolgen.
Niederländerinnen mit Weltrekord zu Gold
Gleich zum Auftakt der EM in Grenchen hatten die niederländischen Frauen im Teamsprint für ein Highlight gesorgt. Shanne Braspennincx, Kyra Lamberink und Steffie van der Peet stellten in der Qualifikation in 46,759 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. Im Final gegen Deutschland unterboten sie die Marke mit 46,551 Sekunden noch einmal und holten Gold. Russland gewann Bronze.
Auch im Teamsprint der Männer setzte sich die Niederlande durch. Dahinter reihten sich Frankreich und Polen ein.
Das Programm bei der Bahn-EM in Grenchen
|Wann?||Was?||Welche Schweizer?|
|Mittwoch||Punktefahren M||Nicolo de Lisi|
|Ausscheidungsfahren F||Michelle Andres|
|Zeitfahren 1 km M|
|Teamverfolgung F & M||Claudio Imhof/Valère Thiébaud/Simon Vitzthum/Alex Vogel|
|Donnerstag||Einzelverfolgung M||Imhof, Thiébaud|
|Scratch M||Tristan Marguet|
|Omnium F||Aline Seitz|
|Sprint F|
|Freitag||Omnium M||Vitzthum|
|Sprint M|
|Einzelverfolgung F||Fabienne Buri, Cybèle Schneider|
|Punktefahren F||Léna Mettraux|
|Zeitfahren 500 m F|
|Samstag||Madison M||Imhof/Marguet|
|Madison F||Mettraux/Andres|
|Keirin M & F|
|SRF überträgt täglich ab 17:50 Uhr live im Stream|