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Chronische Erschöpfung, auch «Fatigue» genannt, ist eines der häufigsten Symptome einer MS. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen stark. Ihre Ursachen sind bisher nicht klar. Es wird angenommen, dass bei jeder betroffenen Person unterschiedliche Prozesse daran beteiligt sein könnten, dass es zu einer Fatigue kommt. Dies erschwert unter anderem die Suche nach wirkungsvollen Therapien.
In ihrem Forschungsprojekt setzen Dr. med. Zina-Mary Manjaly (Schulthess Klinik, Zürich) und Ines Pereira (Universität Zürich und ETH Zürich) die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI) als modernes, nicht-invasives Verfahren ein, um nach möglichen Ursachen einer Fatigue zu suchen. Mithilfe dieser Technik ist es möglich, bildlich darzustellen, welche Hirnbereiche zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiv sind. Die beiden Forscherinnen wollen so prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen Gewebeschäden in bestimmten Hirnregionen und dem Auftreten einer Fatigue gibt. Im Weiteren werden sie versuchen, funktionelle Verbindungen innerhalb des Gehirns zu identifizieren, die mit dem Ausmass der Fatigue korrelieren.
Die Sportwissenschaftlerin Nadine Patt (Rehabilitationszentrum Valens) untersucht in ihrem Projekt zwei unterschiedlich gestaltete 3-wöchige Trainingsprogramme: Intervalltraining mit hoher Intensität kombiniert mit der Schulung des Energiemanagements wird verglichen mit einem kontinuierlichen Training bei mittlerer Intensität kombiniert mit progressiver Muskelentspannung. Ziel des Projekts ist herauszufinden, wie sich die beiden Programme auf die Lebensqualität und verschiedene weitere Faktoren wie Fitness, Blutwerte, Stimmung oder Fatigue auswirken.
Erste Ergebnisse von 100 Personen mit MS aus dem noch laufenden Projekt zeigten: drei Wochen hoch-intensives Intervalltraining wird von den Teilnehmenden gut toleriert und verbessert die Herz-Kreislauf-Fitness. Zudem gaben die Teilnehmenden nach den Trainingseinheiten eine hohe Motivation an.