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Der Schwarzsee liegt im gleichnamigen Ort und ist in die Freiburger Berglandschaft eingebettet. Die Geschichte seiner Entstehung wird in einer alten Sage erzählt.
Vor vielen hundert Jahren gab es den Schwarzsee noch nicht. Dort lag bloss eine Wiese, die von einem Fluss durchquert wurde. Alle Berggüter, von Tal bis Berg, gehörten dem wohlhabenden Bernhard Riggi. Trotz seines Reichtums war er fleissig, er zog täglich mit seiner Viehherde auf die Riggisalp. Seine Herden blieben von Seuchen verschont, er war sich seines Glücks bewusst.
Fein schmeckender Nidel für die Zwerge
Die Hilfe der Zwerge schätzte Bernhard sehr, sie kamen ihm nachts zu Hilfe und bewahrten die Tiere vor Abstürzen in den Abgrund. Als Lohn erhielten sie vom Senn von der fein schmeckenden Nidel. Sie schlürften sie umgeben von Rehen und Gemsen. Sie waren zutraulich und lebten mit den Menschen in Frieden. Doch Bernhard hatte etwas, das ihm Sorgen bereitete. Sein Sohn Ubald folgte nämlich nicht den weisen Lehren seines Vaters. Im Gegenteil, das Hirtenleben war ihm zu gering und er strebte nach mehr.
Mit Ubald änderte sich alles
Als sein Vater ihn, dem Hergott für sein schönes Leben dankend, verliess, trat er sein Erbe an. Schnell änderte sich alles. Ubald wurde zum Jäger und verscheuchte die Tiere. Auch die Zwerge wollte er in seinem Reich nicht mehr dulden, und die Tiere stürzten in die Abgründe. Kurz darauf zog in der Ferne ein Gewitter auf. Donner krachte in der Dunkelheit. Sturzbäche von Regen preschten hinunter. Die Menschen flohen, sie befürchteten, die Welt würde untergehen. Ein lautes Krachen ertönte und der Berg hatte sich gespaltet und Erde und Gesteine rollten ins Tal hinunter. Dort versperrte das Geröll dem Wasser den Weg und es stieg immer weiter an. Ein tiefer, dunkler See hat sich gebildet – der Schwarzsee. Heute liegt der Schwarzsee friedlich umgeben von Wäldern und Wiesen, sein klares Wasser glänzt im Sonnenschein. Sowohl im Sommer wie auch im Winter lockt er einen in die Freiburger Voralpen. Bei niedrigen Temperaturen verwandelt er sich nämlich in ein glitzerndes Eisfeld, das zum eislaufen einlädt!
Bild: hostellerieamschwarzsee.ch