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Die Doyenne der Schweizer Literatur, Erika Burkart, erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2002. Zusammen mit Elazar Benyoëtz und Robert Menasse.
Eine "Meisterin der Wahrnehmung und Dichterin einer Welt, die zu versinken droht und zugleich strahlend gegenwärtig ist," nannte die Jury in ihrer Begründung die gerade 80 Jahre alt gewordene Schweizer Lyrikerin zu ehren.
Erika Burkart wurde 1922 in Aarau geboren. Bis 1955 war sie Volksschul-Lehrerin. Seither lebt sie als freie Schriftstellerin. Erika Burkart lebt in Althäusern im Kanton Aargau und ist mit dem Schriftsteller Ernst Halter verheiratet.
Ihr Schaffen wurde wiederholt ausgezeichnet. 1957 mit dem Meersburger Droste-Preis, 1961 C.-F.-Meyer-Preis, 1978 J.-P.-Hebbel-Preis und 1980 mit dem Literaturpreis des Kantons Aargau.
1953 erschien ihr erster Gedichtband "Der dunkle Vogel", 1970 der erste Roman "Moräne". Ein Grossteil des Schaffens von Erika Burkart sind Gedichte.
Der Preis 2002 wird am 20. September im Plenarsaal der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz übergeben.
Breitbach-Preis seit 1998
Den Büchern des seit 1939 in Jerusalem lebenden Schriftstellers Elazar Benyoëtz attestierte das Gremium, sie seien "Ideenparadiese". Und an Menasses 2001 erschienenem Roman "Die Vertreibung aus der Hölle" lobte die Jury die einzigartige Weise, mit der der erzählerische Umgang mit der Geschichte neu bestimmt werde.
Der Joseph-Breitbach-Preis wird seit 1998 von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz gemeinsam mit der Stiftung Joseph Breitbach an deutschsprachige Autoren aller Literaturgattungen vergeben. Stiftung und Akademie entsprechen damit dem Willen des 1980 in München verstorbenen Literaten Joseph Breitbach.
Bisherige Schweizer Preisträger waren Hans Boesch (1998), Markus Werner (2000) sowie Thomas Hürlimann (2001).
swissinfo und Agenturen