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Riesen-Drama im WM-Slalom: Holdener scheidet mit Goldchancen aus
Drama pur im WM-Slalom in Méribel: Wendy Holdener war auf dem besten Weg zu WM-Gold. Die 29-Jährige schied mit grossem Vorsprung wegen eines Einfädlers aus und verpasst somit ihre dritte Medaille an der SKi-WM. Weil Mikaela Shiffrin, die im ersten Lauf am schnellsten war, im zweiten Lauf nicht brillierte, hätte es der Schweizerin zum klaren Sieg gereicht. Zum Zeitpunkt des Einfädlers lag die 29-Jährige mit der besten Zwischenzeit vor der überraschenden Gewinnerin Laurence St-Germain.
Die 28-jährige Kanadierin gewinnt mit 0.57 Sekunden Vorsprung auf die amerikanische Ausnahmekönnerin Mikaela Shiffrin. Die Deutsche Lena Dürr (+0.69 Sekunden) komplettiert das Podest.
Ratlos und sichtlich enttäuscht schritt Wendy Holdener zum SRF-Interview nach dem Rennen. Es fiel ihr schwer eine Erklärung für das unmittelbar Geschehene zu finden. «Ich bin vom Schatten in die Sonne gekommen, ich verstehe es auch nicht ganz. Ich weiss es nicht.»
Für einen Schweizer Lichtblick sorgte Aline Dianoth. Nach einem überzeugenden ersten Lauf, in welchem sie sich auf dem neunten Zwischenrang klassierte, verbesserte sie sich im Zweiten gar auf den sechsten Schlussrang. Es ist das beste Slalom-Resultat der Urnerin. Auf das Podest fehlten ihr gar nur 28 Hundertstel. Camille Rast fiel vom 21. Rang des ersten Laufs auf den 27. Rang zurück.
Michelle Gisin verzichtete auf einen Start im zweiten Lauf des Slaloms, obwohl sie auch mit einem Resultat ausserhalb der Top 30 startberechtigt gewesen wäre. Gisin verlor in ihrem Lauf unglücklich den Griff an ihrem rechten Stock. «Ich habe in meiner ganzen Karriere glaube ich noch nie meinen Stock verloren. Dieses Jahr kommt alles zusammen. Ich kanns mir nicht erklären», sagte Gisin enttäuscht zu SRF.