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Eng an sich herangedrückt, schmiegt das Mädchen ihr Gesicht an die schwarze Katze. Ihre Haare sind adrett mit einer Schleife zusammengebunden. Anmutig hält sie die Augen geschlossen, während die Katze beinahe neckisch in die Richtung der Betrachtenden blickt. Nach einer längeren Schaffensphase, in der die Künstlerin Ruth Stauffer sich vorwiegend dem Stillleben widmet, tauchen Figuren in ihren Bildern auf. Dies sind vorwiegend sinnende Mädchen und Frauenbildnisse. Stauffer tastet sich mit Bedacht an ihre Werke heran. Den Gemälden gehen meist Skizzen und Zeichnungen voraus, sie macht Studien und überlegt sorgfältig. Zeit ihres Lebens hat Ruth Stauffer, wie viele Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts in einer männlich dominierten Kunstszene arbeiten, für ihre Ankerkennung als Künstlerin kämpfen müssen. Im gleichen Jahr wie der Entstehung der Lithografie, schenkt die Künstlerin das Werk der Sammlung des Kunstmuseum Thun.
Katrin Sperry
Die Malerin war 75 Jahre
als sie das Mädchen mit Katze
zeichnete und druckte.
Ruth Stauffer malte zu dieser Zeit häufig Mädchen und Frauen.
Sie musste für ihre Anerkennung als Künstlerin kämpfen,
wie viele Frauen im letzten Jahr-Hundert.
Die Künstlerin schenkte dieses Bild dem Kunstmuseum Thun.