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Milo Rau, geboren in Bern, studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Zürich und Berlin. Seit 2003 ist er als Regisseur und Autor im In- und Ausland tätig. 2007 gründete er für die Produktion und Auswertung seiner künstlerischen Arbeiten die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft ‚IIPM – International Institute of Political Murder‘, die er seitdem leitet. Seine Theaterinszenierungen und Filme tourten durch bisher über 30 Länder und wurden zu den wichtigsten nationalen und internationalen Festivals eingeladen – u.a. Berliner Theatertreffen, Festival d’Avignon, Wiener Festwochen, Festival TransAmériques, Kunstenfestival Brüssel und Biennale Teatro di Venezia.
Neben seiner Arbeit für Bühne und Film ist Milo Rau als Dozent für Regie, Kulturtheorie und soziale Plastik an Universitäten und Kunsthochschulen tätig und leitet an der Zürcher Hochschule der Künste ein Forschungsprojekt zum Thema Reenactment. Der Autor und Regisseur erhielt zahlreiche internationale Preise. Kürzlich war es der erstmals vergebenen Konstanzer Konzilspreis für Europäische Begegnungen und Dialog, und im Februar 2016 erhielt Rau den diesjährigen Preis des Internationalen Theaterinstituts (ITI). Nach früheren Gewinnern wie Frank Castorf, Pina Bausch oder Christoph Marthaler ist er der jüngste Träger der renommierten Auszeichnung.