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Eine kleine Volkswirtschaft wie die der Schweiz kann nicht alle Bedürfnisse ihrer Bevölkung abdecken und gleichzeitig einen sehr hohen Wohlstand sichern. Um letzteres zu erreichen, muss sie sich spezialisieren und auf Produkte mit hohem Mehrwert setzen. Diese Spezialisierung zwingt die Schweiz, viele Konsumgüter aus dem Ausland zu importieren. Zudem muss sie fast alle Rohstoffe, die ihre hochentwickelte Industriewirtschaft braucht, im Ausland beschaffen.
Deshalb sind gute Beziehungen mit anderen Exportnationen und Rohstoffproduzenten von höchster Bedeutung. Zudem braucht unser Land Absatzmärkte für seine eigenen Produkte. Um diese notwendigen internationalen Wirtschaftsbeziehungen zu sichern und um Kosten für Firmen in der Schweiz zu senken, wurde ein ausgedehntes Netz von Handels-, Investitionsschutz- und Steuerabkommen aufgebaut, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Diese Abkommen senken Zolltarife, beseitigen technische Handelshemmnisse, verhindern Doppelbesteuerungen, schützen Investitionen im Ausland und regeln das Vorgehen bei Konflikten. Für die Handelsabkommen ist in erster Linie das WBF zuständig.
Weiter vertritt das WBF die Schweiz in wichtigen multilateralen Wirtschaftsorganisationen wie der WTO, der EFTA, der Weltbank und der OECD.
Letzte Änderung 07.01.2021
« Es macht keinen Sinn, Güter mit niedriger Wertschöpfung in einem so stark industrialisierten Land wie dem unseren herzustellen. Wir müssen ganz im Gegenteil einerseits die Zusammenarbeit mit unseren Partnern stärken, um die globalen Wertschöpfungsketten vor nationalistischen Reaktionen weitestgehend zu schützen, und andererseits unser Netz von Freihandelsabkommen weiter ausbauen, indem wir neue Partnerschaften knüpfen, die für beide Seiten Vorteile bieten. »
Guy Parmelin
Bundespräsident
2.6.2020