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Im vergangenen Jahr stellte man in den Maisfeldern einen eher verstärkten Befall an Beulenbrand fest. Dieses grau-weiss-schwarze puddingähnliche geschwulstähnliche bis über ein faustgrosses Gewächs am Stängel oder vielfach auch auf einem Maiskolben ist alles andere als appetitlich. Dabei handelt es sich um einen parasitären Brandpilz. Im vergangenen Jahr fand er während der Vegetationsperiode ideale Bedingungen vor. Befallen wird der Mais vor allem bei extremen Wetterlagen mit schnellem Wachstum zwischen einem schnellen Wechsel zwischen Sommertrockenheit und hohem Wasserangebot. «Grundsätzlich ist der Beulenbrand entgegen vielen Gerüchten ungiftig», erklärt Hanspeter Hug von UFA-Samen. Er kann aber zu grösseren Ertragsverlusten führen, wenn die Kolben sehr stark befallen sind.
Ganz anders präsentiert sich die Situation in Mexiko. Dort ist er ein Nahrungsmittel und gilt gar als Delikatesse. Die infizierten Maiskolben werden dafür noch bevor der Pilz vollständig ausgereift ist und mit der Sporenbildung beginnt geerntet. Der Pilz wird dann in der Regel mit Knoblauch und weiteren Zutaten gebraten und auf Tacos (Tortillia) und Quesadillas serviert. Er findet aber auch als Bestandteil von Aufläufen oder in Suppen seine Verwendung als Genusspilz. In Europa und den USA wird er nur noch in der hohen Gastronomie als Spezialität angeboten, wobei diese ihn auch als mexikanischer Trüffel bezeichnet. Grundsätzlich kann er auch in der Schweiz gehandelt und konsumiert werden, weil er in der entsprechenden Speisepilzverordnung zu gelassen ist.