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Ar 656
Für die Konsultation der Unterlagen im Lesesaal vereinbaren Sie bitte telefonisch (043 268 87 50) einen Termin, da die Platzzahl im Lesesaal aufgrund der Corona-Situation beschränkt ist. Der Zugang zum Lesesaal ist nur mit bestätigter Platzreservation möglich.
Ar 656
1971-1992
0.3 m
Ursula Knecht-Kaiser wurde 1945 geboren und starb am 19. September 2017. Sie studierte Theologie, war in Frauen- und Flüchtlingsprojekten engagiert und lebte in Wallisellen bei Zürich. Zusammen mit anderen Frauen hat sie das Zürcher Frauenlabyrinth gegründet. Neben ihrem Studium in Theologie forschte sie über Themen wie «Geistesgegenwärtigkeit» und «Care». Ferner arbeitete sie als Autorin und war u.a. an der Buchpublikation «ABC des guten Lebens» beteiligt.
Schon sehr früh, fast seit Gründung, war sie in der Gruppe Seebach tätig. Die Gruppe Seebach wurde im Herbst 1986 auf Initiative von Peter Walss, Klaus Fürst, Cornelius Koch und Willi Spieler gegründet und setzte sich für das Kirchenasyl ein. In diesem Zusammenhang wurden diverse Aktionen durchgeführt, u.a. ein Hungerstreik für Chileninnen und Chilenen.
Auch in der Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende war Ursula Knecht aktiv. Die Beratungsstelle wurde ebenfalls um 1986 gegründet und betreute in erster Linie Flüchtlinge aus der Türkei, aus Ostasien und Lateinamerika, Osteuropa und dem Iran. In der AG Parlament der Beratungsstelle wirkte unter anderem Trix Heberlein mit. Sie wurde am 17. Juli 1942 geboren und ist eine Schweizer Rechtsanwältin und Politikerin, welche der Freisinnig-Demokratischen Partei angehört. Von 1991-2003 war sie Nationalrätin und von 2003-2007 vertrat sie den Kanton Zürich im Ständerat. Schliesslich war Ursula Knecht in der Solidaritätsgruppe engagiert, die 1991 entstand und Aktionen und Initiativen zum Schutze von türkischen und kurdischen Flüchtlingen durchführte.
Der Bestand gelangt am 07.06.2018 ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Übergabe wurde von Jonathan Pärli vermittelt.
Die Dokumentation von Ursula Knecht umfasst Unterlagen der Gruppe Seebach (Protokolle, Berichte, Korrespondenzen (u.a. mit Ursula Knecht, Peter Walss, Mitgliedern und S.A.W Schmitt Verlag) Zeitungsartikel, Diverses), der Arbeitsgruppe Parlament der Asylkoordination Zürich 1987/1988 (Bericht, Korrespondenzen (u.a. mit Ursula Knecht, Regierungsrat), Protokolle, Zeitungsartikel und Zeitungsausschnitte) sowie der Solidaritätsgruppe (1991). Ferner sind diverse Publikationen und Unterlagen zu asylpolitischen Themen vorhanden.
Folgende Unterlagen wurden kassiert: Bewilligungen, Einladungen, Dubletten, Unterschriftenbögen, Einzahlungsscheine, Briefumschläge, Jahresbericht SEK 1990, einzelne Zeitungsausschnitte.
Neuzugange werden nicht erwartet.
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Die Verzeichnung erfolgte durch N. Baumgartner im September 2018.