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Das Wichtigste in Kürze
- Vor der Geberkonferenz forderte Selenskyj am Donnerstag humanitäre Hilfe für die Ukraine.
- Für eine Rückkehr zur Stabilität benötige sein Land einen modernen Marshall-Plan.
- Laut Polens Ministerpräsident erhalte die Ukraine momentan nur 25 % der benötigten Hilfe.
Die Ukraine braucht für ihren Wiederaufbau nach Ansicht von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine moderne Version des Marshall-Plans. Für die Rückkehr zu einem sicheren Leben werde sein Land Geld, Technologie, Fachleute und Wachstumsperspektiven benötigen, sagte Selenskyj am Donnerstag. Per Videoschalte sprach er vor den Teilnehmern der internationalen Geberkonferenz in Warschau. «Das wird eine Investition in die Stabilität von ganz Mittel- und Osteuropa sein.»
Die von Polen und Schweden gemeinsam organisierte Geberkonferenz soll Geld für humanitäre Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine sammeln. Partner der Konferenz sind die Präsidenten der Europäischen Kommission und des Europäischen Rates. Auch die Vereinten Nationen beteiligen sich.
Ukraine erhält momentan nur ein Viertel der benötigten Hilfe
Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagte, die Ukraine benötige 12'000 Tonnen humanitäre Hilfe jeden Tag. Momentan erhalte sie aber nur etwa ein Viertel davon. «Wir werden gemeinsam demonstrieren, dass europäische Werte keine leeren Worte sind.»
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen benötigen in der Ukraine mehr als 12 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Vor allem Nahrung, medizinische Versorgung und Unterkünfte werden dringend gebraucht. Vor Beginn des russischen Angriffskrieges am 24. Februar lebten in der Ukraine Land 44 Millionen Menschen.