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Die Kiefernholznematode (Bursaphelenchus xylophilus) kann gesunde Bäume innert 2-3 Monaten zum Absterben bringen. In Südeuropa verbreitet sie sich seit 1999 von Portugal her. Bis jetzt ist der Schadorganismus noch nicht in der Schweiz angekommen.
Bild: Rotfärbung der Nadeln einer befallenen Kiefer (WSL)
Gefährdet von einem Befall sind vor allem trockene Gebiete mit Sommertemperaturen von über 20 Grad. Die Nadeln befallener Föhren färben sich rötlich-braun, lassen sie aber nicht fallen. Der Tod einer Föhre geht schnell, denn unter trockenen, warmen Verhältnissen dauert es nur gerade 2-3 Monate. Befallen werden verschiedene Arten, unter anderem auch die Waldföhre (Pinus sylvestris) und die Schwarzföhre (Pinus nigra).
Übertragen werden die Nematoden durch Bockkäfer, auch heimische, die ins Holz der Bäume gelangen, sich stark vermehren und die Wasserleitgewebe (Xyleme) verstopfen. Dies ist der Grund, warum die Bäume so schnell absterben, da der Wassertransport unterbrochen wird.
Durch junge, geschlüpfte Bockkäfer werden die Kiefernnematoden auf andere Kiefern übertragen und können so innert kurzer Zeit gesunde Bäume befallen. Ein einziger Bockkäfer kann unter Umständen mehrere Tausend Nematoden beherbergen.
Die Einfuhr des gefährlichen Schadorganismus kann über minderwertige Holzverpackungen erfolgen. Deshalb werden an den Grenzen strenge Kontrollen durchgeführt und Hitzebehandlungen angeordnet, die zum Absterben von Nematodenlarven oder Bockkäfern im Holz führen.
Bis Spätherbst 2013 wurden in der Schweiz noch keine befallenen Kiefern gefunden.