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In schwindelerregender Höhe.
Genau gleich wie bei der Zähringerbrücke führte zuerst ebenfalls eine Hängebrücke über das Galterntal. Bis die heutige Galternbrücke gebaut wurde, verging viel Zeit: Bereits 1905 spielten die Behörden mit dem Gedanken, eine Bahnbrücke aus Metall zu bauen, auf der die Reisenden in den Sensebezirk gelangen konnten. Obwohl 1919 ein Lastwagen von der Brücke stürzte, zogen noch einmal 40 Jahre ins Land, bis die Bauarbeiten an dieser Bogenbrücke aus Stahlbeton begannen und sie wurde erst 1960 eingeweiht. Allerdings bot sich dem Verkehr in Richtung Sense-Oberland und Marly mit dem Bau der Pérolles-Brücke im Jahr 1922 eine Alternative.
Im 19. Jahrhundert fällt die Wahl auch aus wirtschaftlichen Gründen auf die Hängebrücken: Brücken aus Mauerwerk sind doppelt so teuer. In Freiburg finanziert der Ingenieur und Investor das Bauwerk selber und führt anschliessend eine Mautgebühr ein, um seine Kosten zu amortisieren.
Die 1840 eingeweihte Hängebrücke über das Galterntal, die einen besseren Anschluss des Hinterlands bewirken soll, ist das Gegenstück zur Zähringerbrücke. Mit ihrer schwindelerregenden Höhe von 76 Metern läutet sie eine neue Ära der hohen Brücken ein.
Am 9. Mai 1919 kommt ein mit zehn – statt der erlaubten sechs – Tonnen Holz beladener Lastwagen auf der Galternbrücke von der Fahrbahn ab und stürzt ins Tal, der Chauffeur kommt dabei ums Leben. Der Knall ist in der ganzen Stadt zu hören und der Unfall leitet das Ende der Hängebrücken in Freiburg ein.
Hauptmerkmale:
Bauart: Stahlbeton Bogenbrücke
Gesamtlänge: 169,40 m
Reichweite / Bogenpfeil: 116 / 22,85 m (Verhältnis: 5,1)
Breite der Struktur: 12 m
Höhe des Vorfelds auf dem Gottéron: 80 m
Anzahl der Pfeiler: 2 x 9
Fahrbahnkonfiguration: 2 Fahrspuren 2 Bürgersteige
Jahr der Inbetriebnahme: 1960
Vollständige Sanierung 1995