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Ein Rückgang der US-Ölreserven kann ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein geringeres Angebot sein und sorgt in der Regel für Auftrieb bei den Ölpreisen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Mittag 51,71 Dollar. Das waren 33 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur November-Lieferung stieg um 21 Cent auf 50,84 Dollar.
Allerdings kommen widersprüchliche Signale aus dem wichtigen Förderland Russland: Nachdem der russische Präsident Wladimir Putin angekündigt hatte, sich persönlich an den Bemühungen zu einer Begrenzung der Fördermenge führender Ölnationen zu beteiligen, signalisierte Rosneft, der grösste Ölkonzern des Landes, eine Ausweitung der Produktion. Rosneft sei in der Lage, die Förderung um bis zu vier Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen, wenn es hierfür genügend Nachfrage gäbe, sagte Konzernchef Igor Sechin.
Am Donnerstag waren die Ölpreise zeitweise deutlich unter Druck geraten. Am Markt wurde dies vor allem mit dem auf breiter Front stärkeren US-Dollar erklärt. Rohöl wird durch einen steigenden Dollarkurs für viele Nachfrager teurer, weil Erdöl in der amerikanischen Währung gehandelt wird. Ein wesentlicher Grund für den starken Dollar sind Erwartungen, dass die US-Notenbank zum Jahresende hin ihren Leitzins anheben könnte./jkr/jsl/das
(AWP)