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Auf ausgedehnten gemeinsamen Spaziergängen und in vielen Gesprächen erforschten sie das Terrain, auf dem sie sich bewegten:
Wie nehmen wir die fremde, exotische Landschaft wahr und wie bewegen wir uns in ihr?
Gibt es in dieser Landschaft eine mystische Dimension?
Welches sind die visuellen und atmosphärischen Phänomene, die die Wüste wie verschiedene Zimmer eines Hauses erscheinen lassen?
Die Auseinandersetzung mit solchen Fragen führte zu zwei sehr unterschiedlichen Methoden der Annäherung an die fremde Landschaft.
Regina Hügli begann mit der fotografische Erforschung von Gartenstrukturen in der Wüste und legte schliesslich sogar selbst einen Garten an: Sie bepflanzte Ritzen und zwei Schachtgräber mit Pflanzen und Bäumchen und markierte mit Fundobjekten und Installationen den nackten Fels, womit sie sofort in Konflikt mit den sesshaften Einheimischen geriet, während die nomadisierenden Beduinen ihre temporäre Landnahme billigten.
Claude Spiess zog es in ein bewachsenes Tal, wo in der Regenzeit Wasser hinunterflutet, das Unrat, Pflanzen, sogar Tiere mit sich reisst, die dann liegenbleiben und sich zu einem undurchdringlichen Dickicht, einem Wirrwarr von vergänglichem und unvergänglichem Material verdichten. Das Erlebnis dieses spannungsgeladenen Ortes versucht die Künstlerin mit einer grossflächigen Bildprojektion mit Ton zu vermitteln.
Konzept: Claude Spiess, Regina Hügli
Projektverantwortliche: Eva Bächtold, Anette Gehrig
Kaskadenkondensator, 02.2003