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Erratiker Pierre Agassiz
46.961706
7.075799
Der Erratiker trägt heute den Namen von Jean-Louis Agassiz, eines der berühmtesten Wissenschaftler der Schweiz aus dem 19. Jahrhuntert.
Der Findling wurde auf dem Rücken des Rhonegletschers vom Furka zum Mont Vully transportiert.
Der ovale Block und parallel texturierte Augengneis misst etwa 10 x 5 x 5 m und hat ein geschätztes Volumen von 175m³.
Gemäss Yves Schumacher - 'Steinkultbuch Schweiz' heisst der Stein Palais Roulant und bezieht sich auf Roland, den Neffen von Karl dem Grossen und Held der Schlacht von Roncesvalles (Spanien) gegen die Araber. In Frankreich tragen viele Megalithen und Erratiker diesen Namen.
Im Buch 'Magisch Reisen' von Kurt Derungs heisst der Stein Palet Tournant. Das bedeutet Dreh- und Wurfstein. So soll einst der Riese Gargantua ins Seeland gekommen sein und nach einer Auseinandersetzung mit dem Teufel, der seine Behausung im Mont Vully hatte, den Stein in Richtung des Kulthügels geworfen haben, wo er dort niederfiel, wo er nun zu bewundern ist.
Egal wie man ihn nun nennen will, faszinierend ist er allemal.
Foto: Daniel Reichmuth