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Wer kann kontrolliert werden?
Die Anti-Doping-Bestimmungen gelten für alle Sportlerinnen und Sportler mit einer Lizenz oder einer Mitgliedschaft bei einem Verein bzw. Verband, welcher Swiss Olympic angeschlossen ist. Dasselbe gilt für Teilnehmende an Wettkämpfen solcher Organisationen. Entsprechend können all diese Sporttreibenden jederzeit Dopingkontrollen unterzogen werden.
Bei Dopingkontrollen gibt es kein Mindestalter, d.h. es können auch minderjährige Sportlerinnen und Sportler kontrolliert werden. Jedoch geniessen diese aufgrund ihres Alters besonderen Schutz. Über Rechte und Pflichten sollten minderjährige Sporttreibende und ihre Eltern Bescheid wissen.
Wer kann Dopingkontrollen durchführen?
In der Schweiz führt hauptsächlich Antidoping Schweiz Dopingkontrollen durch. Daneben können Anti-Doping-Organisationen anderer Nationen, die internationalen Sportverbände und bestimmte Sportveranstalter ihre Athletinnen und Athleten kontrollieren bzw. kontrollieren lassen. Antidoping Schweiz wird regelmässig von solchen Organisationen beauftragt, die Kontrollen in der Schweiz in deren Namen durchzuführen.
Wann werden Dopingkontrollen durchgeführt?
Grundsätzlich gibt es für die Durchführung von Dopingkontrollen keine zeitliche Begrenzung. Sie können auch früh morgens oder nachts angesetzt werden. Beim Durchführungszeitpunkt von Dopingkontrollen wird zwischen «im Wettkampf» und «ausserhalb des Wettkampfes» unterschieden. In der Regel gilt eine Dopingkontrolle, die im Zeitraum von zwölf Stunden vor dem Wettkampf bis nach Beendigung des Wettkampfes stattfindet, als «im Wettkampf». Alle anderen Zeiträume gelten als «ausserhalb des Wettkampfes». Diese Unterscheidung ist von Bedeutung, da «im Wettkampf» mehr Substanzen verboten sind.
Wo werden Dopingkontrollen durchgeführt?
Dopingkontrollen können überall durchgeführt werden. Zu Hause, am Trainingsort, am Arbeitsplatz oder in der Schule – alles ist möglich.
Kontrollplanung
Im Mittelpunkt des Kontrollsystems von Antidoping Schweiz steht die Planung und Koordination von Dopingkontrollen im Spitzensport. Zum Schutz der sauberen Athletinnen und Athleten werden Kontrollen sowohl innerhalb als auch ausserhalb von Wettkämpfen organisiert.
Einzelsportlerinnen und Einzelsportler sowie Teams nationaler und internationaler Leistungsniveaus werden in Kontrollpools eingeteilt. Sie haben Meldung zu ihren Aufenthaltsorten (Whereabouts) einzureichen. Ihre Angaben zu Aufenthaltsorten vereinfachen die Planung und Durchführung von unangemeldeten Dopingkontrollen.
Kontrolldurchführung
Dopingkontrollen werden von ausgebildetem Dopingkontrollpersonal durchgeführt, den sogenannten Doping Control Officers (DCO). Der Ablauf ist in den Ausführungsbestimmungen klar geregelt. Athletinnen und Athleten sind angewiesen den Anweisungen des Kontrollpersonals Folge zu leisten.
Analytik
Die erhobenen Dopingproben dürfen ausschliesslich durch ein von der WADA akkreditiertes Labor analysiert werden. Neben dem direkten Nachweis verbotener Substanzen, werden die Analyseergebnisse auch in Langzeitprofilen (Biologischer Athletenpass) aufgezeichnet und interpretiert.
Resultatmanagement
Das Labor informiert die zuständige Anti-Doping-Organisation über das Analyseergebnis. Antidoping Schweiz informiert alle kontrollierten Athletinnen und Athleten innerhalb von vier bis sechs Wochen über das Ergebnis. Bei positiven Analyseresultaten werden von den Betroffenen zusätzliche Informationen eingeholt.