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Chinesischer Chipkonzern Fujian Jinhua weist Vorwurf des Technoklaus zurück
Die chinesische Chip-Entwicklerin Fujian Jinhua rückt im Handelsstreit zwischen China und den USA immer stärker ins Rampenlicht. Nachdem die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen den Konzern verhängt hatten, weist Fujian Jinhua die Vorwürfe des Technologiediebstahls vehement zurück. Zugleich beschuldigten die Chinesen den US-Rivalen Micron, den Aufstieg von Fujian Jinhua mit aller Macht verhindern zu wollen.
Auf der Website von Fujian Jinhua hiess es wörtlich, dass Micron die Entwicklung von Fujian Jinhua als Bedrohung betrachte und verschiedene Mittel anwende, um die Entwicklung von Fujian Jinhua zu behindern und zunichte zu machen. Nach Darstellung des US-Justizministeriums hat Fujian Jinhua dem Konkurrenten Micron Geschäftsgeheimnisse zu Forschung und Entwicklung von Speicherchips gestohlen. Darüber hinaus werden das Unternehmen United Microelectronics aus Taiwan sowie drei Personen, die sich mit Fujian Jinhua zusammengetan haben sollen, mitbeschuldigt. Daher dürfen US-Firmen an Fujian Jinhua und United Microelectronics keine Bauteile mehr liefern. Das dürfte den chinesischen Konzern hart treffen, denn er ist auf Zulieferungen aus den Vereinigten Staaten angewiesen.
Chinesischen Regierungskreisen zufolge ist Fujian Jinhua für die Volksrepublik von grosser strategischer Bedeutung. Der Konzern steht im Zentrum einer Initiative, die Halbleiterproduktion zu stärken und die Abhängigkeit von Importen, insbesondere aus den USA, zu verringern. Der Streit ähnelt demjenigen des chinesischen Technologiekonzerns ZTE, gegen den die Regierung in Washington im April Strafmassnahmen verhängte, weil das Unternehmen gegen Iran- und Nordkorea-Sanktionen verstossen haben soll. Im Juli hoben die USA die Einschränkungen wieder auf, nachdem ZTE eine Strafe von einer Milliarde Dollar (880 Mio. Euro) bezahlt und weitere 400 Millionen Dollar auf ein Treuhandkonto in den USA überwiesen hatte.