Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03396.jsonl.gz/1526

Die Opposition in Venezuela hat bei der Parlamentswahl eine Zweidrittelmehrheit erhalten. Das Oppositionsbündnis Mesa de la Unidad Democrática (MUD) kam bei der Abstimmung auf 109 der 167 Sitze in der Nationalversammlung, wie das Wahlamt am Dienstagabend mitteilte.
Zudem werden drei Sitze für indigene Parteien zum MUD gerechnet. Mit einer Zweidrittelmehrheit kann die Opposition verhindern, dass Staatschef Nicolás Maduro per Dekret am Parlament vorbeiregiert. Zudem könnte ein Referendum zur Absetzung Maduros auf den Weg gebracht werden. Das neue Parlament trifft sich am 5. Januar zur konstituierenden Sitzung.
Auf die Sozialisten von Staatschef Nicolás Maduro entfielen demnach 55 Sitze. «Wir sind 112 Abgeordnete», sagte MUD-Generalsekretär Jesús Torrealba. Er forderte die sozialistische Regierung auf, wirtschafts- und sozialpolitische Notfallmassnahmen zu ergreifen. «Hört auf zu heulen und fangt an zu arbeiten», sagte er. Das ölreiche Land leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise und einer hohen Inflation.
Der MUD strebt eine liberalere Wirtschaftspolitik an und fordert die Freilassung prominenter Oppositioneller. Die Regierung wirft dem Sammelbecken konservativer, liberaler und sozialdemokratischer Parteien hingegen vor, Sozialreformen rückgängig machen zu wollen. (sda/dpa)
Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.