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In den schottischen Highlands des Mittelalters wächst Prinzessin Merida (Stimme: Kelly MacDonald) zum temperamentvollen Wildfang heran. Während ihr Vater, König Fergus (Stimme: Billy Connolly), stolz auf ihre Künste im Bogenschiessen ist, versucht ihre Mutter Elinor (Stimme: Emma Thompson) vergebens, ihre Tochter zu einer würdevollen Dame zu erziehen. Denn Merida hat keine Lust auf Etikette und Manieren; viel lieber reitet sie auf ihrem Pferd Angus durch die Wildnis und tobt sich bei kleinen Abenteuern aus.
Umso geschockter ist sie, als ihr verkündet wird, dass die Clans Macintosh, MacGuffin und Dingwall zu einer Zusammenkunft gerufen wurden, bei der Meridas zukünftiger Ehemann in einem Wettstreit der erstgeborenen Clan-Söhne bestimmt werden soll. Merida möchte ihr Leben aber selbst bestimmen; als Erstgeborene nimmt sie deshalb am Wettkampf teil und kann ihre Verehrer mühelos im Bogenschiessen schlagen. Königin Elinor platzt nun endgültig der Kragen: Es kommt zu einem heftigen Streit, nach dem sich Merida in den Wald flüchtet. Ein Irrlicht führt sie zum Haus einer alten Hexe, die ihr einen Zauber verkauft, mit dem Merida ihr Schicksal ändern könne. Doch der Zauber wirkt völlig anders als erwartet...
Die Animationsstudios von Pixar sind bekannt für ihre tollen Filme. Nachdem sie einst mit Toy Story gestartet haben, sind sie nun über die Insektenwelt (A Bug's Life) oder Autos (Cars) in Schottland angekommen. Brave schickt ein rothaariges Mädchen ins Getümmel. Es muss dort einen Fluch auflösen und sich dabei allerlei Widerständen stellen. In den USA alleine spielte der Film 235 Millionen Dollar ein. Für Pixar-Verhältnisse ist das nicht überragend, aber immerhin mehr als bei Cars 2.
Die Geschichte kommt überraschend erwachsen daher. Zwar darf weiterhin gelacht werden, beispielsweise, wenn die drei kleinen Brüder der Hauptfigur ihren Schabernack treiben, aber die Mission des Mädels ist ernst. Geheimnisvolle Nordlichter, alte Hexen und etwas gfürchig wirkende Bären bestimmen die Story. Zwar wird immer wieder versucht, durch die kurrligen Clans etwas Humor in die Sache zu bringen, doch schlussendlich ist Brave eine überraschend ernsthafte Produktion, die jedoch optisch eine tolle Figur macht.
Nicht nur die roten Haare der Hauptfigur fallen positiv auf, sondern auch die Landschaft, in der sich die Geschichte abspielt. Traumhafte Gegenden, mystische Plätze und tolle Farben beeindrucken den Zuschauer, der sich damit etwas von der einfachen Geschichte ablenken lassen kann. Dort hat der Film für einmal seine Schwäche, denn die Handlung wird ohne grosse Überraschungsmomente erzählt, und man weiss schon bald, wie sich die Ereignisse entwickeln werden.
Fazit: Keine Frage, Brave ist ein sehr gut produzierter und zeitweise wunderbar in Szene gesetzter Animationsfilm. Trotzdem lässt der Film die Frische und Leichtigkeit früherer Pixarfilme etwas vermissen und kommt schlussendlich zu ernst und dunkel daher. Technisch ist er zwar weiterhin genial, aber inhaltlich nicht ganz auf der Höhe seiner Kollegen.
Die Blu-ray von Brave überzeugt in technischer Hinsicht mit gewohnt toller und brillianter Ton- und Bildqualität und zeigt in den vielen dunklen Sequenzen hervorragende Klarheit. In Sachen Bonusmaterial bietet man einen informativen Audiokommentar an, der von Regisseur, Co-Regisseur, Cutter und Story-Supervisor gesprochen wird - viele Stimmen, aber ebenso jede Menge Informationen aus allerlei Blickwinkeln. Ausserdem werden einige interessante Berichte über die Produktion und deren Hintergründe geboten. Wie wurden die Bären animiert? Wie wurde die grosse Schlägerei in Szene gesetzt oder die Magie produziert? Ausserdem sind erweitere Szenen anwählbar und natürlich zwei Kurzfilme, wobei einer direkt auf der im Film vorgetragenen Legende von Mor'Du basiert. Dazu ein paar aktuelle Trailer, und der Fan ist mehr als zufriedengestellt.
Dani Maurer [muri]
Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag von Animation über alte Monsterfilme bis zu intergalaktischen Abenteuern alles, was ansteht. Bei öden Rom-Coms kriegt er vielfach Bauchweh, aber im IMAX überlebt er auch das.
ich muss jedes mal so heulen, dieser Film macht mich einfach fertig. Er ist so gut, die Geschichte geht auf und die Musik ist superschön!! <3 Immer wenn ich diesen Film sehe, wird mir bewusst, wie sehr ich meine Mom eigentlich gern habe<3<3<3
Pixar typisch, ist auch dieser Film mit sehr viel Liebe fürs Detail umgesetzt. Trotzdem fehlt dem Film die gewisse Magie. In der Mitte ist die erzählweise sehr hastig - hier hätten 10 weitere Minuten gut getan.