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Ernährung
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind die am meisten verbreiteten organischen Stoffe auf der Erde. Sie werden durch Pflanzen und Mikroorganismen unter Einwirkung des Sonnenlichtes erzeugt. Ihre Grundbausteine sind Einfach-, Zweifach-, Mehrfach- und Vielfachzucker. Sie sind im menschlichen Körper die ökonomischste Energiequelle. Da in ihrer chemischen Struktur auch Sauerstoff enthalten ist, muss zur Verbrennung (Energiegewinnung) weniger Sauerstoff von aussen zugeführt werden. Die wichtigsten Substanzen im Kohlenhydratstoffwechsel sind die Glucose (Traubenzucker) und ihre Speicherform das Glykogen. Die Glykogenspeicher des Menschen fassen 300 bis 400 g. Etwa ein Drittel wird als Leberglykogen, zwei Drittel als Muskelglykogen gespeichert. Die Muskelglykogenspeicher können durch Training und gezielte Ernährung gut verdoppelt werden. Durchlebt man eine Hungerkur, werden die Kohlenhydratvorräte je nach körperlicher Belastung in einigen Stunden bis Tagen verbraucht.
Bedeutung im Sport
Kohlenhydrate spielen im Energiestoffwechsel des arbeitenden Muskels die dominierende Rolle. Sie sind die erste Energiequelle auf die der Körper bei Belastung zugreift. Für kurzzeitige Belastungen wie ein kurzer Spurt, oder eine Treppe hoch rennen sind sie auch in genügender Menge vorhanden. Bei Ausdauersportarten wie Marathonlauf oder Radfahren wird die Zeitdauer der Belastung durch die Glykogenvorräte begrenzt. Gehen die Glykogenvorräte zur neige, macht sich das in einem starken Leistungsabfall bemerkbar. Damit es nicht so schnell so weit kommt, holt sich der Körper einen Teil der Energie aus Fettverbrennung. Die Verbrennung von Fett und Kohlenhydraten werden durch ein komplexes Regelsystem optimiert und aufeinander abgestimmt. Bei untrainierten Menschen, die in der Regel einen unzureichend trainierten Fettstoffwechsel haben, greift der Körper in der Not auf den Blutzucker zu, wodurch dieser stark abzufallen beginnt. Das zentrale Nervensystem, das ganz auf die Versorgung von Glucose angewiesen ist, schlägt wegen Unterzuckerung Alarm. Ein Hungerast tritt auf. Er äussert sich durch plötzliches Hungergefühl, Schwindel, Zittrigkeit und schwarz werden vor den Augen. Ein Stück Brot oder Trockenfrüchte schaffen in einem solchen Fall schnell Abhilfe.