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(Ergänzt um Stellungsnahme der New Yorker Staatsanwaltschaft im 4. Abschnitt nach dem Lead und Lloyds im letzten Abschnitt)
Zürich (awp/sda) - Die Credit Suisse steht nach eigenen Angaben kurz vor einem Vergleich mit den US-Behörden wegen Dollar-Transaktionen an Länder, die unter US-Sanktionen fallen. Der Schweizer Grossbank droht eine Busse von 536 Mio USD.
Die Devisenlieferungen gehen gemäss CS-Communiqué vom Dienstagabend auf die Jahre zwischen 2002 und 2007 zurück. 2006 hatte die Credit Suisse ihr Geschäft mit Ländern, die unter US-Sanktionen fallen eingestellt. Darunter gehört auch eine Vertretung im Iran.
Die Verhandlungen seien im fortgeschrittenen Stadium, schreibt die Bank weiter. Beteiligt an den Verhandlungen sind die New Yorker Staatsanwaltschaft, das US-Justizministerium, das Board of Governors of the Federal Reserve System und die Federal Reserve Bank of New York, sowie die für die Finanzbeziehungen zum Ausland zuständige Regierungsbehörde (OFAC).
Unter dem Strich dürfte die Busse das CS-Ergebnis im 4. Quartal mit 360 Mio USD nach Steuern belasten. Rückstellungen wurden bereits im 3. Quartal gebildet. Ob die mögliche Busse im Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen mit dem Iran steht, wollte CS-Sprecher Marc Dosch auf Anfrage der SDA nicht bestätigen.
Alicia Maxey-Greene, die Sprecherin des zuständigen New Yorker Staatsanwalts Robert Morgenthau, bestätigte, dass Verhandlungen im Gange seien. "Eine definitive Einigung liegt aber noch nicht vor", sagte sie.
Alle anderen involvierten Stellen wie das Justiz- und das Finanzministerium sowie das Federal Reserve Board in Washington und die Federal Reserve Bank of New York lehnten eine Stellungsnahme ab.
Im Januar 2009 hatte die US-Justiz mitgeteilt, dass sie gegen neun europäische Banken ermittelt. Die Institute sollen bei der Umgehung von US-Sanktionen gegen den Iran und den Sudan geholfen haben.
Damals gab die Credit Suisse an, dass sie seit zwei Jahren wegen möglicher Verletzungen von US-Sanktionen eine interne Untersuchung durchführe. Dass sie im Visier der US-Justiz war, wollte sie damals nicht bestätigen.
2006 hatte die Credit Suisse bekanntgegeben, dass sie keine neue Geschäftsverbindungen mit Kunden im Iran, in Syrien und in Nordkorea pflegen wolle. Die drei Länder befinden sich auf einer Schwarzen Liste der USA.
Bereits im Januar dieses Jahres war bekannt geworden, dass die britische Bank Lloyds wegen verbotener Finanzgeschäfte mit dem Iran und dem Sudan 350 Mio USD Strafe in den USA zahlen wird. Lloyds habe zugegeben, bei Finanztransaktionen in die USA die Identität von iranischen und sudanesischen Kunden verschleiert zu haben, hatte Morgenthau damals erklärt.
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(Ergänzt um Stellungsnahme der New Yorker Staatsanwaltschaft im 4. Abschnitt nach dem Lead und Lloyds im letzten Abschnitt)