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CS-Manager kassierten jahrelang nicht vermerkte Sonderboni
Nach der Pleite der Credit-Suisse hat der Nationalrat in Bern kürzlich ein Boniverbot für die neue, fusionierte UBS sowie weitere systemrelevante Banken beschlossen. Bei der Credit Suisse in Zürich sei die Belegschaft nun in Aufruhr, weil sie einen Teil der versprochenen Boni nicht erhält.
Nicht vermerkte Gewinnbeteiligungen
Jetzt wird bekannt, dass sich ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung und einige Spitzenmanager des Asset-Managements der Credit Suisse (CSAM) über Jahre hinweg riesige Lohnsummen und Gewinnbeteiligungen auszahlten, die meist nicht im Geschäftsbericht vermerkt wurden. Dies zeigt eine Recherche der «SonntagsZeitung».
Begünstigt von den Zahlungen sei vor allem eine Gruppe Amerikaner im CSAM gewesen. Die versteckten Gewinnbeteiligungen würden auf den früheren CS-CEO Brady Dougan zurückgehen, der 2015 die Bank verliess. Er habe Robert Shafir, dem ehemaligen Chef der CSAM, und einigen seiner Getreuen 2008 eine direkte Gewinnbeteiligung an risikoreichen Anlagefonds gewährt.
50 Millionen Franken Sonderzahlung
Diese Sonderboni haben gemäss Zeitungsbericht in den Folgejahren zu Sonderzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe geführt. Allein im Jahr 2019 ist es zweimal zu Auszahlungen von 50 Millionen Franken gekommen. Dies gab Shafirs Nachfolger Eric Varvel an einem Personalanlass bekannt.
(baz)