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Angustura
ZENTRALE BEGRIFFE
Einbildungen ohne Realitätsbezug, Phantasie ausser Kontrolle, Utopien.
Vehemenz im Verlangen nach einer Sache, Anspannung aller Kräfte um sie zu erlangen, Verlust des Interesses, sobald er sie hat. Begehrte eine Träumerei und fühlt sich von der Wirklichkeit daher betrogen. Fühlt sich aus Enttäuschung gelähmt, zentnerschwer.
Die Störung des willkürlichen Bewegungsapparates und die phantastischen Projekte machen die Hauptthemen aus.
Fokus der inneren Aufmerksamkeit
Angustura begehrt etwas mit vehementem Verlangen und beschleunigt seine Kräfte, um es zu erreichen. Hat er etwas vollendet, dann verliert die Sache ihren Wert. Er begehrte eben das falsche Objekt, kein reales nämlich, sondern eine Träumerei. Darum fühlt er sich von der Wirklichkeit immer betrogen, er flieht in die Scheinwelt seiner potemkinschen Dörfer.
"All die Dinge, die der Mensch sehnsuchtsvoll verlangt, sind im Moment der Realisation wie Seifenblasen", sagt ein spanisches Sprichwort. Darum will Angustura nichts zu Ende bringen, Pläne und Absichten ersetzen die Taten.
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Die Themenliste umfasst eine inhaltlich gruppierte Sammlung von Original Prüfungssymptomen
Wie zeigt sich das Leiden des Patienten? (Sekundäre Psora)
Wie kompensiert er sein Leiden? (Egotrophie, Egolyse, Alterolyse)
Wie lautet die eigentliche Hypothese „nach Masi“? (Primäre Psora)
Hier finden Sie spannende Interpretationen von einzelnen Themen oder Symptomen
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Hauptthemen
Die Störung des willkürlichen Bewegungsapparates und die phantastischen Projekte machen die Hauptthemen aus.
1. Freie Luft
In freier Luft, Schwindel. RAL 1
In freier Luft bekam sie etwas Kopfweh und Hitze. RAL 3
Zerschlagenheitsschmerz des Gehirns im Vorderhaupte, durch Bücken vermehrt und in freier Luft vermindert. RAL 7
Ein wohllüstiges Jücken an der Spitze der Eichel, was zu reiben nöthigt, beim Gehn im Freien. RAL (90)
Ziehender Zerschlagenheitsschmerz in der rechten Bauchseite, beim Gehen im Freien. RAL (68)
In der äussern Knieflechse heraufgehende Stiche, beim Gehen im Freien. RAL (152)
Absetzende Nadelstiche an der linken Kniescheibe, beim Gehen im Freien. RAL (153)
Beim Gehen im Freien, Gemüth wohl und heiter. RAL (201)
vgl. RAL 57, 63, 83, (162)
2. Trübe Augen und Weitsichtigkeit
Früh, nach dem Aufstehn, ganz trübe vor den Augen, als wenn die Hornhaut verdunkelt wäre. RAL (27)
Schärferes und deutlicheres Gesicht in die Entfernung, als gewöhnlich. RAL (28)
Weitsichtigkeit: er konnte (da er sonst sehr kurzsichtig war) entfernte Gegenstände deutlich wahrnehmen. RAL (29)
Wie ein schwacher Dunst vor den Augen, bald vorüber gehend. RAL 18
In beiden Augen, ein Drücken, als wenn sie ein blendendes Licht drückte und die Augen matt würden. RAL 21
3. Von innen heraus
Kopfweh: Drücken in der Stirne, über beiden Augen, als wenn´s da heraus wollte, bei Ruhe und Bewegung. RAL 5
Bollheit, Taubheit in den Schläfemuskeln, als wenn es da heraus triebe. RAL 10
Ein Spannen erst in dem einen, dann in dem andern Auge, wie von hinten, früh. RAL 17
In der linken Lendengegend, von innen herausschneidender Schmerz. RAL (64)
Drücken im Unterbauche von innen heraus, mit Ängstlichkeit. RAL (69)
Über den Schambeinen, ein klammartiges Drücken beim Sitzen, als bohrte da etwas heraus. RAL (70)
Empfindung im Mastdarme, als wollte er heraustreten und hierauf Ausleerung eines gelben, weichen, sehr reichlichen Stuhls. RAL (81)
Schneidendes Drücken aus der Brusthöhle heraus, mit Gefühl von Beängstigung. RAL (109)
4. Von aussen nach innen
Schneidende Stösse auf dem Brustbeine und am Rückgrate, nach innen zu. RAL ( 103)
Die Nacht im Bette, fühlt er rechts, neben dem Rückgrat, zwischen den Schulterblättern, bei Bewegung, öfters einen Stich, der tief bis in die Brust hinein zu dringen scheint. RAL (117)
5. Müde und zerschlagen
Schmerz in den Kaumuskeln des Backens, als wenn man zu stark gekauet und sie ermüdet hätte. RAL 12
Beim Spazieren, Übelkeit, als wollte er in Ohnmacht fallen; dabei grosse Mattigkeit über und über, welche durch Niedersetzen sich nicht minderte; dann war es ihm, als stiege die Übelkeit in den Kopf und er bekam Hunger. RAL 36
Schmerz in den Brustmuskeln früh, wenn sie sich im Bette bewegt, und am Tage, wenn sie die Arme zusammen legt, schmerzten sie wie zerschlagen; bei Berührung der Theile fühlt sie nichts, auch nicht beim Athmen. RAL 51
Früh, im Bette, Schmerz im Kreuze, als wenn alles gebrochen wäre; sie konnte nach dem Aufstehn nichts von der Erde aufheben bis nach etlichen Stunden, dann Hunger, nachgehends Leibschneiden und Laxiren, zuletzt schleimig. RAL 54
Die ganze Nacht, ein Pressen im Kreuze, wie zerschlagen; sie wachte über diesen Schmerz oft auf; früh um 4 Uhr war´s am schlimmsten, aber wie sie aufstand, war´s weg. RAL 55
Früh, im Bette, Steifigkeitsschmerz zwischen den Schulterblättern und im Nacken, wie Ziehen, sie konnte, beim Aufstehn, vor Schmerz sich mit den Armen nicht bewegen und, den ganzen Vormittag, den Hals nicht wenden — mehre Morgen nach einander, bis Mittag, unter Mattigkeit des ganzen Körpers. RAL 56
In den linken Halsmuskeln, nach der Achsel zu, bloss bei Bewegung, ein Zerschlagenheitsschmerz und wie überdehnt, was sich in freier Luft bessert. RAL 57
Bei Ausstreckung des Arms, Gefühl, als wenn man ein grosses Gewicht lange in der Hand gehalten hätte — eine Art Lähmung. In den linken Halsmuskeln, nach der Achsel zu, bloss bei Bewegung, ein Zerschlagenheitsschmerz und wie überdehnt, was sich in freier Luft bessert. RAL 57
Schmerz am Ellbogengelenke, wie in den Flechsen, als wenn er sich daran gestossen hätte — vermehrt bei Bewegung des Arms und beim Aufstützen (nach Gehn in freier Luft). RAL 63
Schmerz im rechten Mittelfinger, als wenn er ausgerissen würde. RAL 66
Mattigkeit der Untergliedmassen, vorzüglich oberhalb des Kniegelenks empfindbar, wie nach einer weiten Fussreise. RAL 71
In den Füssen (Untergliedmassen) Gefühl von Steifigkeit, fast als wenn die Berührung eines Siechenden ihm die Kraft entzogen hätte. RAL 73
Gefühl im ganzen Körper, als wenn ihm die Kraft entginge und als wenn besonders das Mark in den Knochen steifer und mehr geronnen sey. RAL 82
Nach Gehen im Freien, ausserordentlich müde, besonders in den Oberschenkeln. RAL 83
Der linke Arm wird im Gehen schwer, mit Drücken äusserlich an der Ellbogenbeuge, als würde er herabgezogen, wenn er ihn frei hängen lässt. RAL (124)
Das Hüftgelenk ist oben wie ausgerenkt schmerzhaft und zum Gehen fast untauglich. RAL (138)
Er kann gar nicht schnell gehen; die Beine sind wie zu steif. RAL (151)
Auf dem Schienbeine und um das Fussgelenk herum, im Gehen, ein ziehender, aufliegender (weich drückender) Schmerz und Gefühl, als wollte das Schienbein zerbrechen, welches ihm das Gehen verhinderte. RAL (157)
Pressender Schmerz, wie von Verrenkung, am rechten Unterfusse, beim Gehn im Freien. RAL (162)
Abends, grosse Abgespanntheit und unwiderstehlicher Hang zum Schlafen; er schläft im Sitzen eine Stunde lang, mit Schnarchen, kann dann aber, wenn er sich niederlegt vor 1 Uhr nicht wieder einschlafen. RAL (181)
vgl. RAL 61, 62, 68, 70, 75-79, 84, (116), (118), (123), (134), (135), (139), (145), (161), (163), (174), (182)
6. Kraft
In den Füssen (Untergliedmassen) Gefühl von Steifigkeit, fast als wenn die Berührung eines Siechenden ihm die Kraft entzogen hätte. RAL 73
Gefühl im ganzen Körper, als wenn ihm die Kraft entginge und als wenn besonders das Mark in den Knochen steifer und mehr geronnen sey. RAL 82
Heiterkeit und Selbstvertrauen, alles mit Kraft angreifen zu können. RAL (202)
7. Geistige Arbeit und schnelles Gehen ermüdet
Während des Lesens, ein Fippern zwischen den Augenbrauen. RAL 14
Düsterheit und Dummheit im Kopfe, wie nach einem gestrigen Rausche. RAL (2)
Eingenommenheit und zusammenziehende Empfindung im Kopfe, beim schnell Gehen. RAL (3)
Grosse Zerstreutheit; wenn er sich mit etwas Ernsthaftem beschäftigt, kommen ihm gleich wieder andre Dinge in den Kopf. RAL (5)
Zuweilen verliert er sich selbst bald in Träumereien, bald in völlige Gedankenlosigkeit und schläft beim Lesen leicht ein. RAL (6)
Wenn er nichts Geistiges arbeitet, ist er ziemlich munter und lebhaft; doch wird es ihm düselig, wenn er etwas liest, und er schläft gleich ein. RAL (177)
Früh, Unbehagen, häufiges Gähnen und Unlust zu jeder Arbeit. RAL (178)
8. Hitze
Nachmittags und Abends, mehrmals ein heftiges Brennen in der innern Hälfte der Augen selbst und in ihrem innern Winkel. RAL 16
Die Augen sind roth und Brennen vor Hitze; früh sind sie zugeschworen. RAL 22
Ein Brennen im innern Ohre, in der Gegend des Trommelfelles. RAL 24
Hitze in den Ohrläppchen. RAL 27
Hitze an den Ohren und in beiden Backen. RAL 29
Gefühl von Hitze in beiden Backen, ohne äusserlich fühlbare Wärme. RAL 30
(Ein Brennen nach dem Uriniren; es nöthigt öfters zum Harnen, es gehen aber nur wenige Tropfen dunkelgelb ab, welche jedesmal Brennen verursachen. RAL 45
Nach dem Schauder, eine kleine Hitze. RAL 91
Gegen Abend, mehr Wärme am ganzen Körper. RAL 92
Hitze in der Nacht, vorzüglich um die Stirne, so dass sie früh von 3 Uhr an nicht mehr schlafen kann; dann erfolgt Vormittags, um 9 Uhr, Frostschauder. RAL 94
Abends, Hitzgefühl in den nicht eben warm anzufühlenden Backen. RAL (37)
Brennende Hitzempfindung um den äussern Knöchel des rechten Fusses herum, im Gehen und Sitzen. RAL (165)
9. Pfirsichkerne
Geschmack wie Pfirsichkerne im Mund. RAL 33
10. Gähnen und Dehnen
Öftere Anfälle von Gähnen, ohne Schläfrigkeit, mit einem klammartigen Schmerze in den Kinnbacken. RAL 85
Neigung zu beständigem Dehnen. RAL 86
11. Kein Zutrauen
Kein Zutrauen zu sich selbst, die willkürlichen Bewegungen zu unternehmen und zu vollenden. RAL 95
Heiterkeit und Selbstvertrauen, alles mit Kraft angreifen zu können. RAL (202)
12. (Un)willkürliche Bewegung
Während des Lesens, ein Fippern zwischen den Augenbrauen. RAL 14
Zucken unter der Haut des linken Seitenbeins, auf einer kleinen Stelle, welche beim Aufdrücken wie zerschlagen schmerzt. RAL (22)
Starkes Fippern in den Halsmuskeln der linken Seite. RAL (119)
Kein Zutrauen zu sich selbst, die willkürlichen Bewegungen zu unternehmen und zu vollenden. RAL 95
13. Schwindel bei fliessendem Wasser
Ein Gefühl von Schwindel ergreift ihn, wenn er über ein fliessendes Wasser, oder neben einem Wassergraben geht; er fürchtet zu sinken. RAL (1)
14. Projekt
Nachmittags, unter abermaliger Wärme des Körpers, äusserste Lebhaftigkeit und schnell auffassendes Gedächtnis; er kann aber nichts mit Aufmerksamkeit denken vor einem sich herzu drängenden, nicht unangenehmen Projekte, was er beinahe für wahr und ausführbar hält und vor welchem er ausserdem gar nichts anders sieht oder hört — eine Art äusserst starken, wachenden Traumes. RAL (7)
Nachmittags, grosse Munterkeit und Lebhaftigkeit des Geistes; er begreift alles weit leichter, als am ersten Tage und leichter als ehedem, ist aber nicht im Stande vor einem innerlichen Unruh-Gefühle, wie bei einer bevorstehenden grossen Freude und vor projektirendem Ideendrange, bei seinem Gegenstande zu bleiben. RAL (8)
Heiterkeit und Selbstvertrauen, alles mit Kraft angreifen zu können. RAL (202)
15. Früh
Früh, nach vorgängigem Leibschneiden und Übelkeit erfolgt Durchfall; der letzte Stuhl war blosser Schleim. RAL 41
Früh, im Bette, Schmerz im Kreuze, als wenn alles gebrochen wäre; sie konnte nach dem Aufstehn nichts von der Erde aufheben bis nach etlichen Stunden, dann Hunger, nachgehends Leibschneiden und Laxiren, zuletzt schleimig. RAL 54
Die ganze Nacht, ein Pressen im Kreuze, wie zerschlagen; sie wachte über diesen Schmerz oft auf; früh um 4 Uhr war´s am schlimmsten, aber wie sie aufstand, war´s weg. RAL 55
Früh, im Bette, Steifigkeitsschmerz zwischen den Schulterblättern und im Nacken, wie Ziehen, sie konnte, beim Aufstehn, vor Schmerz sich mit den Armen nicht bewegen und, den ganzen Vormittag, den Hals nicht wenden — mehre Morgen nach einander, bis Mittag, unter Mattigkeit des ganzen Körpers. RAL 56
Früh, Frost im Bette, ohne nachfolgende Hitze. RAL 88
Früh, im Bette, eine Hitze um den Kopf, mit Stirnschweiss. RAL 93
Früh, nach dem Aufstehn, grosse Schwere in der Stirne, ohne Wüstheit. RAL (9)
Früh, Unbehagen, häufiges Gähnen und Unlust zu jeder Arbeit. RAL (178)
16. Gehör
Empfindung, als wenn etwas vor das Ohr getreten wäre und etwas darin stäke. RAL 25
Das Gehör ist viel schärfer als sonst. RAL (31)
17. Trockenheit
Gefühl von Trockenheit unter den obern Augenlidern. RAL 20
Grosse Trockenheit der Lippen und des Mundes, ohne Durst. RAL (38)
Rauhigkeit und Trockenheit hinten am Gaumen und im Rachen, ohne Durst, stärker beim Schlingen. RAL (47)
18. Laute Stimme
Die Stimme ist lauter und herzhafter. RAL (48)
19. Appetit und Durst
Kein Verlangen zu trinken und kein Wohlgefallen daran und dennoch Empfindung von Durst mehr auf warme, als auf kalte Getränke; auf die kalten fror ihn jedoch nicht. RAL 35
Viel Durst nach kaltem Getränke. RAL (52)
Abends, während des Schlummers, hatte er ganz zähen, faden und fauligen Schleim im Munde bekommen, und konnte gar nicht genug trinken. RAL (56)
Vormittags, viel Durst, und eine Stunde drauf, Frostschauder über den Rücken. RAL (191)
Beim Anfangen des Essens, ein schneidender Schmerz im Magen, wie Wundheitsschmerz, welcher sich noch bei Fortsetzung des Essens verlor. RAL (57)
20. Unbefriedigter Stuhl- und Harndrang
Mehrmalige Empfindung in den Därmen, als sollte Durchfall kommen. RAL (76)
Häufiges Drängen im Mastdarme, als sollte sogleich Durchfall erfolgen, mit Schauder über´s Gesicht. RAL (77)
Empfindung, als sei nicht genug Stuhl abgegangen, und als müsste noch mehr kommen. RAL (80)
Schmerzhaftes Pressen, wie von grosser Zusammengezogenheit im After, mit Anschwellung der Hämorrhoidal-Venen, unter brennendem Schmerze, als würde der After angefressen, bei einem weichen Stuhle. RAL (85)
Öfteres, obgleich nicht dringendes Noththun zum Stuhlgange; es war ihm, als wenn der Stuhl nicht erfolgen würde, und als er dann sich auszuleeren bemühte, gingen, bei vielem Drücken und Pressen, doch nur einzelne harte Stücke ab. RAL (87)
Häufiges Drängen zum Harnen, mit wenigem Urinabgange. RAL (88)
21. Atem
Schneidender Druck in beiden Brustseiten, zuerst bloss beim Einathmen, nachher verstärkt zu schneidenden Stössen, welche selbst beim Anhalten des Odems fortdauern. RAL (98)
Wenn er den Athem so tief holt, als er kann, dann hält es gleichsam an unter dem obern Theile des Brustbeins; er fühlt da einen Schmerz, fast wie stumpfes Stechen, oder Druck. RAL (107)
Beim Einziehn des Athems, inwendig eine zitternde Empfindung, wie Schlucksen oder Bockstossen, so dass er den Athem gleichsam auf zwei Rucke einzieht. RAL (108)
22. Beklemmung der Brust
Beim schnell Gehen, Beengung der Brust und Drücken in der linken Seite derselben. RAL (99)
Druck über die ganze rechte Brust- und Bauchseite, als würde sie von vorne und von hinten zusammen gepresst, mit scharfem Einschneiden auf dem Brustbeine, herunter und hinten am Rückgrate, durch Einathmen und jede Bewegung des Rumpfes vermehrt. RAL (101)
Gegen Abend, beim Treppensteigen, grosse Beklemmung und Drücken auf der Brust, mit Drücken an den Seiten des Stirnbeins und starkem Herzklopfen. RAL (102)
Beim Sitzen und Vorbeugen, starkes Herzklopfen, mit schmerzhaftem Gefühle von Zusammenziehung des Herzens. RAL (104)
Abends, im Bette, beim Liegen auf der linken Seite fühlt er ein starkes Herzklopfen; beim Aufsitzen vermindert es sich. RAL (105)
23. Verkürzung und Spannung
Beim Gehen fühlt er hie und da schmerzhaftes Spannen in den Muskeln. RAL (172)
Abends, nachdem er eine Stunde gesessen hat, ist er ganz steif und kontrakt; er kann sich nach dem Aufstehn vom Sitze gar nicht aufrichten. RAL (173)
Grosse Aufgereiztheit und angespannte Munterkeit, mit Ziehen in den Gliedern, als wenn die Flechsen gespannt wären, Nachmittags. RAL (176)
24. Gelenkknacken
Knacken in allen Gelenken. RAL (175)
Knacken fast in allen Gelenken, doch unhörbar. RAL 80
25. Schreck
Er schläft über dem Lesen, im Sitzen ein, schreckt aber durch das geringste Geräusch auf, und fährt mit grossem Frostschauder zusammen, der ihm durch und durch ging. RAL (179)
Er erschrickt leicht und fährt zusammen. RAL (200)
26. Herabziehen
Ein Gefühl von Schwindel ergreift ihn, wenn er über ein fliessendes Wasser, oder neben einem Wassergraben geht; er fürchtet zu sinken. RAL (1)
Der linke Arm wird im Gehen schwer, mit Drücken äusserlich an der Ellbogenbeuge, als würde er herabgezogen, wenn er ihn frei hängen lässt. RAL (124)
27. Viele Dinge im Kopf
Grosse Zerstreutheit; wenn er sich mit etwas Ernsthaftem beschäftigt, kommen ihm gleich wieder andre Dinge in den Kopf. RAL (5)
Lebhafte, theils unangenehme, theils ängstliche Träume, mit öfterm Aufwachen aus dem Schlafe; wieder eingeschlafen träumte er jedesmal etwas Anderes. RAL (185)
28. Verliebtheit
Neigung zur Verliebtheit. Rep
29. Scherz
Missmuth, Unzufriedenheit mit seiner Lage, widrige Empfindlichkeit gegen Scherz; geringe Beleidigungen erfüllen ihn mit Bitterkeit. RAL (199)
In der psorischen Phase klagt Angustura v.a. darüber, dass er keine Absicht zufriedenstellend realisieren kann. Er ist nur enttäuscht über die Ergebnisse. Jemand, der in seiner Vorstellung seine Ziele klar vor Augen hat, dem aber die Kraft für deren Durchsetzung fehlt. Der Appetit ist grösser als der Hunger, d.h. er lädt sich mehr auf, als er dann tatsächlich verlangt. Er klagt über das mangelnde Zutrauen in seine Aufgaben. Alles, was Angustura in den Händen hat, ist nichts wert. Ein Kind, das darüber klagt, immer das kurze Ende der Wurst zu bekommen, obwohl dieses schon zuviel für seinen Hunger ist. Dabei flieht er in künstliche Welten, in denen er der Held ist, dem alles glückt. Im realen Leben ist er schreckhaft und ängstlich.
Egotrophie
In der einen Phase der Egotrophie ist Angustura jemand, dessen Maxime Geschehenlassen und Nichteingreifen ist. Er lässt sich nicht dazu hinreissen, zu tun was zu tun ansteht. Ein falsch verstandener Taoist und Kontemplativer, der glaubt, um so erfolgreicher im Leben zu sein, je weniger er tut. Was, so fragt er, sind schon eure Taten gegen den inneren Reichtum meiner Ideen und Bilder.
Eine andere Möglichkeit der egotrophen Reaktion zeigt jemanden, der mit grosser Kraft und viel Erfolg seine Projekte betreibt. Alle Hindernisse werden überflogen. Er weist gerne darauf hin, wie begünstigt er vom Schicksal ist, ein Glückskind, dem alles in den Schoss fällt. Das Glück ist sein verlässlicher Verbündeter, andere Hilfe braucht er nicht.
Egolyse
Er bringt nichts zu Ende und resigniert. Dabei flieht er aus der Wirklichkeit, die Phantasmen schlagen wie hohe Wellen über ihm zusammen. Voller Bitterkeit akzeptiert er, dass er nichts fertigbringt, es fehlt die Kraft.
Alterolyse
Die Reizbarkeit bei Scherzen ist die Kehrseite der gelassenen Heiterkeit der Egotrophie.
Angustura ersetzt die Betrachtung des realen Objekts durch die Betrachtung seiner utopischen Vorstellungsbilder. Seine Phantasie ist ausser Kontrolle der Intelligenz, die das Realitätsprinzip der menschlichen Seelenkräfte darstellt. Angustura ersetzt die Objekte, die durch Intelligenz und Reflexion angeboten werden, durch Phantastereien und Utopien. Sein Wollen richtet sich auf die falschen, trügerischen Bilder der Vorstellungskraft. Seine Pläne sind wie Chimären, Phantasmen der Einbildungskraft, ohne Realitätsbezug, aber er gibt sich mit ihnen zufrieden, denn sie erscheinen ihm wahr. Von seinen Phantasien will er nicht ablassen, er ist in sie vernarrt.
Wenn er in den realen Besitz einer Sache kommen will, beschleunigt er all seine Kräfte. Ist er jedoch am Ziel, so ist es nicht das rechte, ist wertlos. Ein entscheidender Zug bei Angustura ist also die Vehemenz oder sogar Gier im Verlangen nach einer Sache, die Anspannung aller Kräfte um ihrer willen und der Verlust des Interesses an eben dieser Sache, wenn er sie erlangt.
Transzendenter Wert
Es geht um das Glück beim Besitz des einen, letzten Zieles, der Schau des Summum bonum. Angustura will sich sein letztes Ziel selber setzen, der Wert der Objekte soll durch ihn selbst bestimmt sein. Angustura will die Glückseligkeit, er beneidet Gottes Glückseligkeit, die in sich selbst als letzter Finalität ruht und dazu nichts anderes erreichen muss.
Menschliche Daseinsbedingung
Der Mensch muss sich mit Zielen zufriedengeben, die seinen beschränkten Kräften angemessen sind. Er muss sich den Grenzen seiner Fähigkeiten beugen. Dazu dient zum einen die Taxierung der Absichten und Pläne durch die Intelligenz, die immer das letzte Wort haben sollte bei der Bewertung eines Vorhabens. Zum anderen muss der Wille sich dann auf dieses als gut erkannte Vorhaben richten. Für das letzte Ziel, die Glückseligkeit, ist der Mensch auf die Hilfe Gottes angewiesen. Angustura setzt sich stattdessen eingebildete, eigenen Ziele, die diese Hilfe nicht nötig machen.
Der Wert einer Sache, eines Projektes, bestimmt sich erst im nachhinein. Pläne müssen zu greifbaren Tatsachen werden, um beurteilt werden zu können. Darum gehört zu jedem Ziel, das man sich steckt, der Wille, es wahr werden zu lassen und die Ideen aus dem Käfig der privaten Vorstellungswelt herauszusetzen. Das Selbstvertrauen hängt davon in nicht kleinem Umfang ab. Daher rührt das Problem des mangelhaften Zutrauens bei Angustura.
Kerne
Schuld
Er hat nicht akzeptieren wollen, dass er sein letztes Ziel nicht mit seinen natürlichen Kräften erreichen kann, sondern dabei auf die Hilfe Gottes angewiesen ist. Seine Pläne sollen ohne Umstände verwirklicht sein.
Verlust
Er ist geistig und körperlich bewegungsunfähig. Er kann sich nicht konzentrieren. Er verliert die Fähigkeit, den Wert einer Sache zu beurteilen, mehr noch, die Dinge täuschen ihm einen falschen Wert vor. Darum verliert er jedes Zutrauen, etwas zu unternehmen.
Strafe
Erschrecken, der siechende Invalide raubt ihm alle Kräfte, alles erscheint wie zentnerschwer. Er fühlt sich gelähmt und wie unter Hypnose. Sich ins Bett zu legen bedeutet, sich vielleicht niemals mehr aufraffen zu können. Wenn er etwas tatsächlich in Besitz hat, wenn die Handlung abgeschlossen ist, wird alles wertlos.
Scherz (Thema 29)
Das Verstehen eines Scherzes ist das Überspringen eines Paradoxons durch den Zuhörer. Einen Witz verstehen heisst, eine Distanz überwinden.
(Un)willkürliche Bewegung (Thema 12)
Der Verlust der willentlichen Bewegungsfähigkeit markiert einen entscheidenden Unterschied zur Symptomatik von China. Collin definiert die Bewegungsfähigkeit (S. 387) mit der Fähigkeit, Werke zu tun, bei denen Dinge verändert werden, um bestimmte Ziele zu verfolgen. Angustura steigt nicht in die Aktion ein, es mangelt ihm an der Realisation seiner Absichten, am Antrieb. Deswegen spürt er keinen Bewegungsimpuls.
Projekte, die wie wahr erscheinen (Thema 14)
Die Träumereien sind laut Collin (S.220) ein normaler Anteil des menschlichen Seelenlebens. Doch bei Angustura überwuchern sie die Verstandeskontrolle. Die Intelligenz verliert die Reflexionsfähigkeit und wird Sklave der verrückten Utopien.
Fliessendes Wasser (Thema 13)
Das fliessende Wasser ist zunächst ein Bild für munteres Dahineilen, für die Bewegung, mit der Angustura seine Probleme hat. Dann geht es auch um das Überwinden einer Grenze, um eine Vorsatz zu erfüllen, wie die Geschichte von der Überschreitung des Flusses Rubikon durch Julius Caesar erzählt.
Laute Stimme (Thema 18)
Die laute Stimme ist ein Zeichen der Kraft und des Selbstvertrauens. Ausserdem verweist sie auf ein grosses Angustura-Thema, nämlich den Versuch, Distanzen aufzulösen und zu überbrücken.
Viele Dinge im Kopf (Thema 27)
Die heranstürmenden Ideen rücken ihm zu nah auf den Pelz, es fehlt die Fähigkeit, etwas zurückzutreten, um sie kritisch zu prüfen.
Schreck (Thema 25)
Seine Träume versetzen ihn in eine andere Welt, darum ist er unaufmerksam und unvorsichtig, ein Hans-Guck-in-die-Luft. Man denke auch an den Philosophen Thales, der beim Gehen im Freien so in die Betrachtung der Gestirne vertieft war, dass er in den Brunnen fiel. Dafür wurde er dann verlacht — was Angustura ja nicht ausstehen kann.
Zutrauen (Thema 11)
Ihm fehlt die Entschlusskraft, etwas zu Ende zu bringen. Darum das mangelhafte Zutrauen.
Verhärtetes Knochenmark (vgl. Thema 6)
Das Symbol der sich erneuernden Vitalkraft erstarrt, die Kräfte verlassen ihn.
Weitsichtigkeit (Thema 2)
Die Weitsichtigkeit bedeutet, dass selbst entfernte Objekte ihm nahe vor den Augen und damit verfügbar sind. Es ist ein weiterer Versuch, Etappen zu überspringen, um sich nicht langsam aber stetig der Sache nähern zu müssen.
Beklemmung der Brust (Thema 22)
Die Symptomatik der Lunge steht hier im Zusammenhang mit der Weigerung, sich auf etwas zuzubewegen. Er beschleunigt seine Schritte, um schnell ans Ziel zu kommen, ein Druck auf der Lunge verhindert aber weitere Aktivitäten.
Pfirsichkern (Thema 9)
Der Pfirsichbaum gilt als der Baum des Lebens. Angustura fühlt sich schon an seinem letzten Ziel, weil er sich im Besitz des "Kerns" wähnt.
Durst (Thema 19)
Der Durst ist Zeichen eines heftigen Verlangens und An-Triebs. Bei Angustura steht die Frage im Mittelpunkt, welches Objekt sein Verlangen verdiene.
Der Siechende (Thema 6)
Der Siechende ist der Hilfsbedürftige schlechthin. Er kann aus eigener Kraft nichts mehr verrichten. Als Krankheitsgewinn ist Siechtum für Angustura eine geeignete Rechtfertigung für seine Vollstreckungsschwäche.
ANDERE HYPOTHESEN
Die Hypothese der AFADH 1992 sieht v.a. die Fähigkeit gestört, etwas in die Tat umzusetzen, ein Werk zu erfüllen. Angustura wünscht sich, alles Erdachte zu verwirklichen. Das beneidete Gut ist die göttliche Allmacht, denn Gott erwirkt, was er will. Die abgelehnte menschliche Eigenschaft ist die naturgemäss beschränkte Schaffenskraft.
China
Steckt voller Pläne, doch es verfolgt sein Projekte, Angustura ist hingegen schon am Ziel.
Opium
Sucht ebenfalls die Glückseligkeit, aber dazu quartiert es sich im Paradies ein, dieses ist der Ort des Glücks, dort kehrt er abends ein, da ist er zu Hause, nicht in der Wirklichkeit.
THOMAS VON AQUIN
"Du hast uns auf Dich hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir." (Augustinus "Confessiones" I 1) Es gibt für Thomas ein Gut, das für den Willen dieselbe Bedeutung hat wie die ersten Prinzipien für den Verstand. Der Verstand ist nämlich angesichts der ersten Prinzipien (unabweisbare Axiome wie "das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile") und fähig, seine Zustimmung zu verweigern. Für den Willen gilt dasselbe. Es gibt ein Gut, das notwendig mit der Glückseligkeit des Menschen verbunden ist, angesichts dessen der Wille unfähig ist, seine Zuneigung zu versagen, weil er sonst gegen seine Natur handeln würde. Diesem Gegenstand muss er wie seinem letzten Ziel zugetan sein. Dies kann selbstverständlich nichts Geringeres als das Gut schlechthin sein, die Güte des Schöpfers selbst.
Es gibt aber andere Güter, die nicht notwendig mit der Glückseligkeit des Menschen verbunden sind, dies sind die Einzelgüter des täglichen Umgangs. Sie erschöpfen den Begriff des Guten nicht völlig. Der Wille ist nicht verpflichtet, sie zu wollen, selbst dann nicht, wenn der Verstand sie als wertvoll vorschlägt. Menschliche Freiheit im Wollen gibt es nur gegenüber Einzelgütern, zwischen denen es auch wirklich eine Wahl gibt. Gegenüber dem Gut schlechthin gibt es keine Wahl. So fasst Brennan Thomas zusammen. (ST I 82.1-2)
Bei Angustura scheint das Problem an der Verweigerung zu liegen, in der Ausrichtung auf das letzte Ziel keinen freien Entscheid zu haben. Der freie Wille kann nur über die Mittel entscheiden, die dann zu diesem letzten Ziel führen. Stattdessen versucht Angustura, das letzte Ziel seines Wollens in seine Verfügung zu bekommen.
"Findet sich Willkür in den menschlichen Akten?" (ST II 6.1)
Das entscheidende Prinzip der Willkürbewegung ist, dass sie sich ein Ziel setzt, welches aufmerksam verfolgt wird. Angustura lässt sich zu leicht abbringen, er ist zu ablenkbar. Bei weit entfernten Dingen scheint Angustura noch den Wert abschätzen zu können, rücken die Dinge aber näher, verliert er das Interesse, er ist desillusioniert.
"Kann der Mensch die Glückseligkeit mit eigenen Kräften erlangen?" (ST II 5.5)
"Die unvollkommene Glückseligkeit, die der Mensch hier unten haben kann, kann er mit eigenen Kräften erreichen. Aber die vollkommene Glückseligkeit besteht in der Schau des göttlichen Wesens. Gott in seinem Wesen zu sehen, überschreitet die Natur des Menschen, wie auch die Natur jeder anderen Kreatur."
Angustura will aber aus eigenen Stücken die vollkommene Glückseligkeit. Er weigert sich, seine Grenzen zu akzeptieren. Darum setzt er sich das letzte Ziel als ein für ihn und seine Mittel erreichbares Ziel. Das von der Intelligenz vorgeschlagene Ziel, welches über seinen Fähigkeiten liegt, weist er zurück. Er baut sich ein falsches, aber erreichbares letztes Ziel, denn er will nicht angewiesen sein auf die Mithilfe Gottes.
Das beneidete göttliche Attribut ist die Glückseligkeit Gottes (vgl. ST I 26.2).
Angustura hat sich sein letztes Ziel selber schaffen wollen, er ist gezwungen, sich etwas ausserhalb seiner selbst zu finden. Stattdessen ist Gott glückselig in sich selbst.
ZUR SUBSTANZ
Angustura vera, Galipea officinalis (Familie: Rutaceae) Andere Namen: Angostura cusparia, A. trifoliata, A. vera, Bonplandia angostura, Bonplandia trifoliata, Cusparia angustura, C. febrifuga, C. officinalis, C. trifoliata, Galipea cusparia, G. febrifuga; Angostura-Baum
Die Urtinktur liefert der Angosturabaum oder Cuspa-Baum. Die Rinde dieses Baums sieht dem sogenannten “Falschen Angosturabaum” Strychnos nux vomica (Familie: Loganiaceae) zum Verwechseln ähnlich. Der Echte Angosturabaum ist aber in Südamerika beheimatet, Strychnos findet man vor allem im südlichen und östlichen Asien.
Einige Angustura-vera-Symptome sind offensichtlich, wie schon Hahnemann das vermutet, eher Symptome von Angustura falsa, nämlich von Nux vomica. Dazu zählen diejenigen, welche zur Indikation bei Tetanus geführt haben. Ebenso stammt das Schlüsselsymptom "Verlangen nach Kaffee" nicht von Angustura. Es ist eigentümlich, dass ein Medikament, dessen Kernproblematik sich um die Täuschung über den Wert und die Wahrheit einer Sache dreht, selber Verwechslungen unterliegt.
Eine Ähnlichkeit der Symptomatik mit Chinarinde legt die Vermutung nahe, dass die Prüfsymptomatik z.T. von China herrührt. Aber am Thema der Projekte ist eine Differenzierung möglich: Die Symptome "Grosse Zerstreutheit; wenn er sich mit etwas Ernsthaftem beschäftigt, kommen ihm gleich wieder andre Dinge in den Kopf" RAL (5), oder "Nachmittags, grosse Munterkeit und Lebhaftigkeit des Geistes; er begreift alles weit leichter, als am ersten Tage und leichter als ehedem, ist aber nicht im Stande vor einem innerlichen Unruh-Gefühle, wie bei einer bevorstehenden grossen Freude und vor projektirendem Ideendrange, bei seinem Gegenstande zu bleiben" RAL (8), sprechen so, wie man es von China kennt. Das Symptom "Nachmittags, unter abermaliger Wärme des Körpers, äusserste Lebhaftigkeit und schnell auffassendes Gedächtnis; er kann aber nichts mit Aufmerksamkeit denken vor einem sich herzu drängenden, nicht unangenehmen Projekte, was er beinahe für wahr und ausführbar hält und vor welchem er ausserdem gar nichts anders sieht oder hört — eine Art äusserst starken, wachenden Traumes" RAL (7) aber legt den Schwerpunkt etwas anders: das Projekt ist für Angustura wie schon wahr.
QUELLEN
Autor: Christoph Weihe, Materia Medica Homoeopathica – revidiert nach Dr. Alfonso Masi-Elizalde
|RAL||Hahnemann Samuel, Reine Arzneimittellehre, 4. Nachdruck, Heidelberg 1989, Band 6, Symptomnummern in Klammer stammen aus dem Kapitel „Beobachtungen Andrer“|
|ST||Thomas von Aquino, Summe der Theologie, Hrsg. von Joseph Bernhart, Stuttgart 1985|
|Rep||Synthesis, Schroyens, Greifenberg 1994|
|Co||Collin, Henri, Manuel de Philosophie Thomiste, Paris 1949, Brennan, Thomistische Psychologie, Ergänzungsband der Deutschen Thomas Ausgabe, Graz 1957|
|Bild||Keines|