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Dabei stieg die Zahl der erwerbstätigen Männer um 1,5 Prozent, jene der erwerbstätigen Frauen um 1,7 Prozent. Saisonbereinigt erhöhte sich die Zahl der arbeitstätigen Bevölkerung zwischen dem ersten und dem zweiten Quartal 2022 um 0,2 Prozent. Das geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) hervor, die das Bundesamt für Statistik am Donnerstag veröffentlichte.
Die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen stieg mit 4,8 Prozent deutlich stärker an als jene der Schweizerinnen und Schweizer mit 0,1 Prozent. Unter den ausländischen Erwerbstätigen war die Zunahme bei den Kurzaufenthaltern, die über einen L-Ausweis verfügen und seit weniger als zwölf Monaten in der Schweiz sind, am stärksten, gefolgt von den Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung B oder L. Bei den Menschen mit einer Niederlassungsbewilligung nahm die Beschäftigung um 2,7 Prozent zu.
Gut 200'000 Arbeitslose
Die Erwerbslosenquote gemäss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sank im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal auf 4,1 von 5,0 Prozent, wie der Statistik weiter zu entnehmen ist. In absoluten Zahlen waren damit nach Definition der ILO 201'000 Personen hierzulande arbeitslos. Saisonbereinigt ging die Erwerbslosenquote gegenüber dem ersten Quartal 2022 um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent zurück.
Die ILO-Erwerbslosenquote ist damit deutlich höher als die Arbeitslosenquote gemäss Definition des Seco, bei welcher nur die gemeldeten arbeitslosen Personen gezählt werden. Das Seco veröffentlich zudem nicht Quartals-, sondern Monatswerte. Der letzte Wert (Juli) lag bei 2,0 Prozent, was so tief ist wie zuletzt vor über 20 Jahren.
Abnehmende Jugendarbeitslosigkeit
Laut ILO hat auch die Arbeitslosigkeit bei den jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in der Schweiz zwischen dem zweiten Quartal 2021 und 2022 deutlich abgenommen. Die entsprechende Quote ging auf 6,9 Prozent von 8,3 Prozent im Vorjahr zurück.
Ein ähnliches Bild zeigte sich auch in der EU, wenn auch dort die Jugenderwerbslosenquote deutlich höher ist als in der Schweiz: Sie sank auf 13,6 Prozent nach 17,6 Prozent im Vorjahr.