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Der vorliegende Bericht präsentiert die Resultate der hydrogeologischen Interpretation aller analysierbaren Einfachpacker-, Doppelpacker- und H-Log-Tests, welche in der Bohrung Kaisten durchgeführt wurden. Zusätzlich beinhaltet der Bericht eine kurze Diskussion der Test- und Interpretationsmethoden. Die Datenanalyse wurde mittels des Intera-Programms GTFM ('Graph Theoretic Field Model') durchgeführt, welches erlaubt, die Bohrlochdruckgeschichte und thermisch induzierte Effekte in der Analyse zu berücksichtigen.
Für neun Testintervalle konnten die Formationsdrücke (und die entsprechenden äquivalenten Süsswasserdruckspiegelhöhen bestimmt werden. Die berechneten äquivalenten Süsswasserdruckspiegelhöhen der Sedimentaquifere liegen bei 296.8 m ü.M. (Buntsandstein) und bei 323.7 m ü.M. (im Perm). Im oberen Kristallin liegen die berechneten Süsswasserdruckspiegelhöhen bei 322.5 m ü.M. (Tiefe 310.38 m) und bei 324.6 m ü.M. (Tiefe 282.5 m). Im tieferen Kristallin liegen die berechneten Süsswasserdruckspiegelhöhen im Bereich von 354.8 – 351.0 m ü.M. (Tiefe 818.86 -1275.6 m).
Anhand von 53 hydraulischen Tests der Bohrung Kaisten konnten hydraulische Leitfähigkeiten ermittelt werden. Die interpretierten hydraulischen Leitfähigkeiten liegen zwischen > 1.0E-06 ms-1 bis < 1.0E-12 ms-1. Ungefähr 60 % aller Testintervalle zeigten hydraulische Leitfähigkeiten grösser oder gleich 1.0E-09 ms-1. Diese Intervalle sind über den gesamten Bohrlochbereich verteilt. Der grösste Bohrlochabschnitt mit mittleren bis tiefen hydraulischen Leitfähigkeiten (< 1.0E10 ms-1) umfasst 137 m und liegt im Tiefenbereich 666 – 803 m.
Als Basiswert für den spezifischen Speicherkoeffizienten im Kristallin wurde 2.1E-08 m-1 verwendet. In speziellen Fällen wurden Sensitivitätsstudien durchgeführt, um den Einfluss dieses Parameters auf die hydraulische Leitfähigkeit zu bestimmen. In diesen Fällen wurde der spezifische Speicherkoeffizient um zwei Grössenordnungen erhöht. Für Testintervalle, welche hydraulische Leitfähigkeiten > 1.0E-09 ms-1 aufwiesen, hatte diese Variation des spezifischen Speicherkoeffizienten keinen signifikanten Effekt auf den besten Schätzwert der hydraulischen Leitfähigkeiten. Für diejenigen Testintervalle, welche hydraulische Leitfähigkeiten < 1.0E-11 ms-1 aufwiesen, hatte eine Erhöhung des spezifischen Speicherkoeffizienten auf 2.1E-06 m-1 zur Folge, dass die resultierende hydraulische Leitfähigkeit um etwa eine halbe Grössenordnung reduziert wurde.