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Huawei besitzt einer Studie zufolge die meisten 5G-Patente. Dies führe trotz der Bemühungen der Trump-Regierung, das Unternehmen aus der Lieferkette zu entfernen, dazu, dass Huawei für seine Entwicklungen bezahlt werde. Dies berichtet 'Bloomberg'.
Der Bericht beruft sich auf eine Studie, die vom Forschungsunternehmen GreyB Services in Zusammenarbeit mit dem Analyseunternehmen Amplified AI erstellt wurde. Dafür wurden Erfindungen identifiziert, die am engsten mit den 5G-Standards verbunden sind. Es zeige sich, dass sechs Unternehmen zusammen mehr als 80% der Erfindungen besitzen. Dabei handle es sich um Huawei, Samsung, LG, Nokia, Ericsson und Qualcomm. Laut der Studie haben die Unternehmen möglichst viele Patente angemeldet, um sicherzustellen, dass sie ihre Rechte später durchsetzen und den Betrag erhöhen können, den sie als Lizenzgebühren einziehen können.
Selbst wenn andere Unternehmen mit dem Aufbau der 5G-Infrastruktur beauftragt würden, werde Huawei wegen des intellektuellen Beitrags zur Entwicklung der Technologie trotzdem bezahlt, zitiert 'Bloomberg' Deepak Syal,
den Direktor des GreyB Services.
Eine weitere Studie des deutschen Marktforschers IPlytics kommt zu einem ähnlichen Schluss und die Autoren gehen bei Huawei von einem zukünftigen Ausbau des Lizenzgeschäfts aus, schreibt 'Heise'.
Huawei spiele auch bei der Spezifizierung des 5G-Standards vorne mit, schreibt 'Heise' weiter: Beim Gremium 3GPP habe das Unternehmen mit mehr als 26'000 Beiträgen fast ein Fünftel aller Vorschläge eingereicht, wovon knapp 6300 genehmigt wurden. Der schwedische Ausrüster Ericsson liege mit 23'000 Beiträgen, davon fast 5600 genehmigt, knapp dahinter.
Huawei habe mehr als 1,4 Milliarden Dollar an Lizenzeinnahmen gesammelt und etwa 6 Milliarden Dollar an andere Unternehmen gezahlt, erklärte der Konzern laut 'Bloomberg' während eines Gerichtsverfahrens. "Huawei schafft viel eigenes geistiges Eigentum – wir müssen nicht das anderer stehlen", sagt Huawei-Sprecher Benjamin Howes in einem Video
. Das Unternehmen erklärte, es habe das Video aufgenommen "als Reaktion auf die Versuche der US-Regierung, Huawei daran zu hindern, mit akademischen Institutionen zusammenzuarbeiten und Innovationen in Bezug auf Forschung und Entwicklung sowie Patente zu entwickeln", zitiert 'Bloomberg'.