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Kraus' letztes Buch, nach seinen Plänen 1937 von Philipp Berger herausgegeben, vereinigt die wichtigsten Beiträge, die zumeist zwischen 1921 und 1932 in der Fackel zu Fragen der Sprach- und Dichtungslehre erschienen sind. Mit ungemeinem Spürsinn deckt Kraus in diesen Aufsätzen und Glossen den Sinn grammatischer und poetischer »Normen und Formen« auf - vom Unterschied der Relativpronomina »der« und »welcher« bis hin zu den Bedingungen eines mehr als bloß »richtigen« Reimgebrauchs. Die Darlegungen zeichnen sich durch ein Höchstmaß an Treffsicherheit und Anschaulichkeit aus, ganz zu schweigen von dem Reichtum an Witz, der wie alle Schriften Karl Kraus auch seine sprachkritischen Arbeiten charakterisiert. Vor allem aber ist in diesem Buch der Grund gelegt für das Verständnis eines polemischen und satirischen Wirkens, das wie kein anderes den Umgang mit der Sprache zum Maßstab des Urteils macht.