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Open-Source-Modell des wichtigen Anbieters von Entwicklungswerkzeugen für Java soll beibehalten werden. Kaufpreis zeigt: Open Source ist Big Business.
Der Virtualisierungsspezialist VMware übernimmt den US-Java-Spezialisten SpringSource für 362 Millionen Dollar. Java-Entwickler kennen SpringSource vor allem von der einfach "Spring" genannten Entwicklungsumgebung her. Spring wird im Open-Source-Modell, also kostenlos, angeboten. Unternehmen können zusätzlichen Support im Abonnement beziehen.
Weiter verkauft SpringSource eine "Enterprise"-Version des bekannten Open-Source-Applikationsservers Tomcat und hat nach eigenen Angaben in den letzten zwei Jahren 95 Prozent aller Bugfixes zu Tomcat beigetragen. Tomcat wird angeblich von 60 Prozent aller Organisationen, die eine Java-Server-Applikation betreiben, eingesetzt. Weiter bietet SpringSource Unterstützung für die Programmiersprache Groovy und für die Web-Entwicklungsumgebung Grails.
Für VMware besonders interessant dürften die Überwachungswerkzeuge von SpringSource sein. Mit 'Hyperic HQ' kann man Webapplikationen überwachen, wo immer sie betrieben werden: in einer "Cloud" oder auf virtualisierten Servern. und 'Hyperic IQ' dient dazu, die Leistungsdaten der verschiedenen Komponenten einer Plattform zu messen und festzuhalten.
Zusammen mit den Entwicklungsressourcen von SpringSource will VMware vermehrt Lösungen für "Plattform-as-a-Service" anbieten, sich also im viel gehypten "Cloud Computing" als Software-Anbieter festsetzen. Die EMC-Tochter VMware verspricht, die Prinzipien von SpringSource, Interoperabilität und das Open-Source-Modell, weiterhin zu achten und zu fördern.
Entscheidend für die Frage, ob Spring für die Java-Entwicklergemeinde weiterhin eine wichtige Rolle spielen kann, wird sein, ob es VMware gelingen wird, die Köpfe hinter SpringSource zu halten.
Nach dem Kauf von mySQL durch Sun
), wird mit SpringSource ein weiterer wichtiger Player in der Java- und Open-Source-Welt zum Bestandteil eines US-Multis. (Christoph Hugenschmidt)