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Von 1861 bis 1876 erster Staatsschreiber des Kantons. Und darüber hinaus einer der bedeutendsten Dichter, welche die Schweiz je hatte. Nicht verwunderlich, dass es auf Stadtgebiet eine ganze Reihe von Gedenkorten für ihn gibt: Eine Gottfried-Keller-Strasse selbstverständlich. Und mehrere Gedenktafeln an Häusern, in denen er gelebt und gewirkt hatte.
Mit einem Denkmal für Keller tat die Stadt sich allerdings lange schwer. Zwar präsentierte 1892 der Bildhauer Richard Kissling (1848–1919) eine Büste Kellers, die er im Auftrag des Regierungsrats gestaltet hatte und die zunächst provisorisch und dann dauerhaft im Rathaus aufgestellt wurde. Und 1900 wurde bekannt, dass die Regierung wiederum bei Kissling ein Relief in Auftrag gegeben hatte, mit dem im Friedhof Sihlfeld ein Gedenkgrab für Keller gestaltet wurde. Aber die Versuche, ein repräsentatives Denkmal auf öffentlichem Grund zu schaffen, blieben jahrzehntelang erfolglos.
Erst 1964 kam Zürich dann doch noch zu einer Gedenkanlage – weil sie ihr von der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft aus Anlass ihres 100. Geburtstag geschenkt wurde. Geschaffen wurde das Denkmal von Otto Charles Bänninger (1897–1973).