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Dies sagte Roberto Salvarani, Chef der Umweltabteilung im Generaldirektorat Energie und Verkehr der Europäischen Kommission, an einem Workshop des Zentrums für Europäische Studien anfangs Mai 2000 in Brüssel. Die EU-Kommission überprüfe im laufenden Jahr die gemeinsame Energiepolitik, um zwei Hauptfaktoren Rechnung zu tragen: den Kioto-Verpflichtungen zur Verringerung des CO2-Ausstosses und der bevorstehenden EU-Erweiterung gegen Osten. Heute decke die Kernenergie rund 35% des EU-Strombedarfs, ohne Treibhausgase abzugeben und sauren Regen zu verursachen. Neben der Einhaltung der Kyoto-Verpflichtungen gehörten zu den Zielen einer EU-Energiepolitik eine nachhaltige Entwicklung und der Erhalt der Versorgungssicherheit. Entsprechend umsichtig sei der richtige Energiemix zu finden und ein nachhaltiger Beitrag der Kernenergie beizubehalten: "Kernenergie hat in diesem Sinne eine ernsthafte Option zu bleiben. Ich würde sie nicht einmal eine Option nennen. Sie ist eine ernstzunehmende Komponente des Energiemixes nicht nur während der kommenden 20 Jahre, und wir werden sie sorgfältig darüber hinaus zu prüfen haben." Salvarani rechnet mit einem beträchtlichen Rückgang beim Einsatz von Kohle, die durch Gas ersetzt werde. Der Anteil der erneuerbaren Energien werde zunehmen und derjenige der Kernenergie stabil bleiben oder höchstens schwach abfallen.
Quelle
P.B. nach Mitteilung des Foratom, 5. Mai 2000