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Das Gebiet der Gemeinden Meisterschwanden, Fahrwangen und Seengen war zu Beginn des letzten Jahrhunderts mehrheitlich reformiert.
Durch die immer stärker werdende Mobilität und die immer offener werdenden christlichen Konfessionen zogen vermehrt auch katholische Menschen in dieses Gebiet. 1943 wurden deshalb die Gemeinden Meisterschwanden, Fahrwangen und Seengen durch den Beschluss des Grossen Rates des Kantons Aargau in die katholische Kirchgemeinde Sarmenstorf eingegliedert.
Je grösser die Gemeinschaft der Katholiken der drei Gemeinden wurde, umso grösser wurde auch das Bedürfnis nach einem eigenen Ort für die Feier der Gottesdienste. Deshalb gründeten die Gläubigen im Dezember 1949 den Römisch Katholischen Kultusverein. Zweck dieses Vereines war die Vertretung der Interessen der in den drei Gemeinden lebenden Katholikinnen und Katholiken sowie die Schaffung einer eigenen Gottesdienstgelegenheit.
Im Jahre 1951 war es dann soweit: Nach Absprache mit dem katholischen Pfarrer von Sarmenstorf wurde in Fahrwangen eine Bruder-Klaus-Kapelle eingeweiht. Zuständig für die Betreuung und das Feiern der Gottesdienste blieben auch weiterhin die Priester von Sarmenstorf.
Aufgrund der immer grösserer werden Anzahl Katholiken wuchs jedoch der Ruf nach einem eigenen Priester. So wurde im August 1957 der Priester Edwin Lengen als erster Vikar mit der Seelsorge für Meisterschwanden, Fahrwangen und Seengen betreut.
Das Bedürfnis nach pfarreilicher Selbstständigkeit wuchs. 1958 errichtete der Bischof von Basel das Pfarr-Rektorat Seetal. Und im Januar 1962 setzte er den Priester Josef Unternährer als Nachfolger von Edwin Lengen ein.
Wegen der steigenden Anzahl Katholikinnen und Katholiken wurde die Kapelle in Fahrwangen allmählich zu klein. Im Jahr 1962 kaufte der Kultusverein deshalb Land für eine Kirche an der Flurengasse in Meisterschwanden. Im Jahr darauf wurde dort eine grössere Notkirche eingeweiht. Nachdem in Seengen ein Stück Land gekauft werden konnte, wurde die Kapelle von Fahrwangen nach Seengen verlegt.
Logische Folge des ständigen Wachstums war der Wunsch nach Veränderung des rechtlichen Status. So wurden die Gemeinden Meisterschwanden, Fahrwangen und Seengen 1972 von der Mutterpfarrei Sarmenstorf abgespalten und zur eigenen Pfarrei erklärt.
Im Gottesdienst vom eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag überreichte Bischof Anton Hänggi dem ersten Pfarrer der neu gegründeten Pfarrei Bruder Klaus, Josef Unternährer, das offizielle Errichtungsschreiben. Nachdem auf dem dafür vorgesehenen Grundstück bereits ein Pfarrhaus errichtet worden war, wurde nun auch die Planungen für eine eigene Kirche vorangetrieben.
Am 3. Oktober 1976 feierte die Pfarrei zusammen mit Abt Dominikus Löpfe die Grundsteinlegung. Und am Festtag des heiligen Niklaus von Flüe, am 25. September 1977, wurde die neue Bruder-Klaus-Kirche der Pfarrei Meisterschwanden–Fahrwangen–Seengen durch Bischof Anton Hänggi feierlich eingeweiht
Vier Monate nach der Einweihung der neuen Kirche verliess Pfarrer Josef Unternährer die Pfarrei.
Zwei Monate später wurde Josef Ritz zum neuen Pfarrer ernannt. Ihm folgten Vilmos Kalasz (1982–1983), Joseph Karinattu (1983–1984), Hans Waldispühl (1984–1993) und Joseph John (1993–1999).
Unter Pfarrer Waldispühl wurde 1990 die neue Orgel der Firma Hauser aus Kleindöttingen eingeweiht.
Von 1999 bis 2004 blieb die Pfarrei vakant. Die Seelsorge wurde durch den Einsatz von Laien und mit Aushilfspriestern aufrechterhalten.
Wichtigste Bezugsperson der Seelorge wurde in dieser pfarrerlosen Zeit Xaver Bachmann. Er diente der Pfarrei von 1959 bis zu seinem überraschenden Tod im Jahre 2007 als Sakristan. Xaver Bachmann übernahm viele Aufgaben in der Seelsorge. Durch seinen langjährigen Dienst in der Pfarrei und die vielen Besuche in Heimen und Spitälern wurde er für die Pfarreiangehörigen zur wichtigsten und sehr geachteten Ansprechperson.
Am 1. Februar 2004 wurde der Theologe Christoph Heldner als erster Nicht-Priester zum Leiter der Pfarrei Bruder Klaus eingesetzt. Während 14 Jahren wirkte er segensreich in der Pfarrei.
Im Jahre 2007 wurde das Jubiläum 30 Jahre Pfarrkirche Meisterschwanden gefeiert. Als Geburtstagsgeschenk durfte die neue, grosse Krippe eingeweiht werden.
Im Sommer 2018 wurde die Theologin Dorothea Wey als Nachfolgerin von Christoph Heldner mit der Leitung der Pfarrei beauftragt.
An der Kirchgemeindeversammlung vom November 2019 wurde der langjährige Finanzverwalter der Kirchgemeinde, Martin Freiburghaus, mit herzlichem Applaus verabschiedet. Seit dem Bestehen der Kirchgemeinde im Jahre 1971, also 48 Jahre lang, stellte er sich in den Dienst der Kirchgemeinde und führte die Buchhaltung tadellos.
Zur Zeit leben in der Pfarrei Bruder Klaus Meisterschwanden–Fahrwangen–Seengen gut 2300 Katholikinnen und Katholiken. Aus der früheren Minderheit in der Diaspora wuchs eine katholische Pfarrei heran, die mit den reformierten Schwesterkirchen, der reformierten Kirchgemeinde Meisterschwanden–Fahrwangen und der reformierten Kirchgemeinde Seengen, ein herzliches Verhältnis pflegt und in verschiedenen Bereichen fruchtbringende gemeinsame Arbeit leistet, zum Wohle aller.