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Mehr als 1400 Palästinenser haben - zumindest auf Teilstrecken - am ersten Marathon im Gazastreifen teilgenommen. Vor allem Schulkinder rannten am Donnerstag durch das palästinensische Gebiet.
Viele von ihnen trugen Jeans, einige waren trotz des heissen Strassenbelags barfuss unterwegs. Die Schüler rannten in einer Art Staffelwettbewerb jeweils einen bis vier Kilometer.
Für die ganze Marathon-Strecke von gut 42 Kilometern hatten sich nur neun Läufer angemeldet, der schnellste von ihnen war am Ende der 31-jährige Nader al-Masri. "Das ist für mich ein Tag der Freude, denn es war der erste Marathon im Gazastreifen", sagte der Sieger, der bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 auf der 5000-Meter-Strecke angetreten war.
"Die Menschen finden das komisch", kommentierte ein Zuschauer den vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) organisierten Marathon. "Wenn man jemanden rennen sieht, denkt man bei uns, er ist verrückt." Eigentlich gebe es für Palästinenser nur einen wahren Grund zu rennen: "Wenn es Luftangriffe gibt oder wenn man Angst hat."
SDA-ATS