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Beinahe 30 Mitglieder reisten mit unserem Mitglied Hptm Urs Ledermann zu den Ereignissen "DER FALL ROT - die Schlacht um Frankreich im Juni 1940 und die Schweiz".
Ich werde Euch hier nur eine Sequenz aus dem lebendig gehaltenen Vortrag aufzeigen. Den ganzen Vortrag (inklusive den gezeigten Folien) haben wir für interessierte auf unserer Internetseite abgelegt.
Urs Ledermann gab uns zuerst eine Übersicht über den sogenannten Westfeldzug und blendete kurz auf den entscheidenden Vorstoss nach Sedan mit dem Übergang über die Maas zurück (1. Teil; Vortragsunterlagen im Internet unter Archiv, 2009 vorhanden). Anschliessend erklärte er uns den 2. Teil des Falles GELB mit den Maas-Übergängen nördlich von Sedan und den Ereignissen bis zum Erreichen der Kanalküste (2. Teil; Vortragsunterlagen im Internet unter Archiv, 2013 vorhanden).
Der deutsche Deckname, Fall GELB war übrigens nicht der einzige "farbige" Fall in der Geschichte des 2. Weltkrieges. Es gab viele mehr, wie den Fall ROT (2. Phase Westfeldzug), Fall BLAU (Sommeroffensive Richtung Stalingrad-Kaukasus 1942), Fall WEISS (Polenfeldzug 1939), Fall GRÜN (Besetzung Tschechoslowakei 1938) oder Fall BRAUN (Angriff der Heeresgruppe C gegen Frankreich).
"Der FALL ROT" entsprechend der ursprünglichen Konzeption von Manstein, war der Frankreichfeldzug aus deutscher Sicht in 2 Grossoperationen aufgeteilt. Fall Gelb zielt auf die Einkesselung des alliierten Nordflügels an der Kanalküste, anschliessend sollte im Fall Rot der alliierte Südflügel, der sich von Sedan bis zur Schweizer Grenze erstreckte eingeschlossen werden. Gleichzeitig hatten starke Kräfte in die Tiefe Frankreichs vorzustossen. Entgegen den deutschen Planungen von 1870 und 1914 war diesmal Paris und dessen Einnahme nicht Ziel der Operationen, sondern eine logische Konsequenz daraus.
Für Frankreich war die Lage Anfang Juni 1940 äussert prekär. Das vor Beginn des deutschen Angriffs bestehende Kräfteverhältnis zugunsten der Alliierten hatte sich nun ins Gegenteil verkehrt.
Der neue französische Oberbefehlshaber, General Maxime Weygand, den die französische Regierung zwei Wochen zuvor aus dem Libanon zurück geholt hatte, verfügte nun noch über 66 Divisionen. Erschwerend kam dazu, dass ein guter Teil dieser Divisionen in der Maginot Linie eingesetzt war, so dass schlussendlich nur 43 Inf Div, 3 geschwächte Pz Div und 2 britische Divisionen verfügbar waren. Die deutsche Wehrmacht konnte dagegen 104 Divisionen antreten lassen und hatte noch 19 Divisionen in Reserve.... (Text in diesem Abschnitt: Aus dem Vortrag von Hptm Urs Ledermann)
Im Anschluss an den Vortrag wurde angeregt diskutiert und philosophiert und so liessen wir den Abend langsam ausklingen.
Unser aller Dank gilt unserem Mitglied Hptm Urs Ledermann, der uns kompetent und engagiert durch den Abend führte.