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Medienberichten zufolge hat das oberste schwedische Verwaltungsgericht kurz vor dem Jahreswechsel Einsprüche gegen die geplante Regulierung des Wolfsbestands zurückgewiesen und damit den Abschuss von insgesamt 24 Tieren erlaubt. Die ersten beiden Tiere sollen bereits vergangenen Dienstag erlegt worden sein.
Population: 340 Wölfe
Die Jagd muss laut dem Gerichtsurteil bis zum 15. Februar beendet sein. Sollte die Quote bis dahin nicht erreicht sein, könnten daher auch weniger Tiere abgeschossen werden. Zugleich gelten für jede Region zusätzliche strenge Vorschriften, die einen „günstigen Erhaltungszustand“ der Wolfpopulation garantieren sollen.
Den Medienberichten zufolge soll der Bestand mit der Bejagung auf einem Niveau gehalten werden, das sowohl dem Wolf als auch typischen Beutetieren und der Landwirtschaft den nötigen Freiraum erhält. Aktuell wird die Population an Wölfen von der schwedischen Regierung auf rund 340 Tiere geschätzt.
In Norwegen Abschüsse abgesagt
Die Kläger, darunter die schwedische Gesellschaft zur Erhaltung der Natur (SSNC), nahmen das Urteil des Verwaltungsgerichts zur Kenntnis, bekräftigten aber zugleich ihre Kritik an der Bejagung des Wolfs. Die SSNC-Vorsitzende Johanna Sandahl verwies darauf, dass der Tierbestand in den letzten Jahren ohnehin gesunken sei und warnte, dass der Wolf durch den Abschuss rasch wieder auf der Liste der bedrohten Tierarten landen könnte.
Unterdessen sind die Pläne zum Wolfsabschuss im Nachbarland Norwegen wieder auf Eis gelegt worden. Die Regierung in Oslo folgte damit Ende Dezember den Argumenten des Naturschutzverbandes „Freunde der Erde Norwegen“, der die Rechtmässigkeit des geplanten Abschusses von 47 Wölfen in Naturschutzgebieten angezweifelt hatte.