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Das Leben als Kinderschauspielerin ist nicht einfach. Für einige kann der Druck, quasi auf der Leinwand aufzuwachsen, zu gross werden. Andere schaffen den Sprung in eine erfolgreiche Karriere in der Schauspielerei oder anderswo. Was geschah mit den Dutzenden junger Mädchen, die in die Rolle der Film-Heidi geschlüpft sind?
Die Geschichte des aufgeschlossenen Waisenmädchens spricht die Massen – und deshalb auch die Produzenten – seit fast 100 Jahren an. Von der Schweiz über Japan bis nach Hollywood und Bollywood garantiert die Kombination von tollen Landschaften, einem niedlichen Mädchen und einem Happyend Erfolge an den Kinokassen (ausser bei einigen Fehlkalkulationen).
Wie sah Autorin Johanna Spyri ihre Heldin? Sie gibt zwar keine genaue Beschreibung, schreibt aber über "ein Kind (…), dessen Wangen so glühend waren, dass sie selbst die sonnverbrannte, völlig braune Haut des Kindes flammendroth durchleuchteten. (…) Das kleine Mädchen mochte kaum fünf Jahre zählen". Im Buch fragt ihre Freundin Klara: "Hast du immer nur so kurzes, krauses Haar gehabt?"
Aus praktischen Gründen machten Produzenten und Regisseure ihre Heidis ein paar Jahre älter. Die meisten Schauspielerinnen waren um die zehn Jahre alt. Viele der amerikanischen Heidi-Girls hatten blonde Zöpfe, mit der bemerkenswerten Ausnahme von Shirley Temple und ihrem Markenzeichen, den Korkenzieherlocken.
Spyris Beschreibung am nächsten kam vielleicht Katia Polletin, auch wenn Anuk Steffen in der aktuellen Filmversion ihr auch sehr ähnelt, ist erst einmal ihr Haar abgeschnitten. Wie haben Sie sich Heidi vorgestellt, als Sie das Buch gelesen haben?
(Text: Thomas Stephens, swissinfo.ch)