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Seit April 2004 entwickeln und produzieren Samsung und Sony in einem S-LCD genannten Joint Venture LCD-Panels. Sony bezieht aus den gemeinsamen 7G- und 8.5G-Werken zur Verarbeitung von 4,1 respektive 5,5 qm grossen Muttergläsern (Glassubstraten) in erster Linie TV-Panels. Da das TV-Geschäft für das japanische Unternehmen seit Jahren zu einem immer grösseren Milliardengrab wurde, hat es im Oktober bereits angedeutet, seine Anteile an S-LCD verkaufen zu wollen.
Nun übernimmt Samung Sonys Hälfte an dem Gemeinschaftsunternehmen für 1,08 Billionen Won oder umgerechnet 880 Millionen Schweizer Franken, womit S-LCD ganz in den Besitz des südkoreanischen Partners übergeht. Sony wird aber wohl weiterhin Panels von S-LCD beziehen.
Beide Parteien gehen davon aus, den Deal schon im Januar 2012 in trockene Tücher zu bekommen. Sony hat auch schon eine einmalige Abschreibung aufgrund einer Neubewertung der Anteile an S-LCD bekannt gegeben und setzt dafür 66 Milliarden Yen oder umgerechnet 791,8 Millionen Schweizer Franken an. Der Verkauf der 50 Prozent an dem Joint Venture sollen aber jährliche Ersparnisse von 50 Milliarden Yen oder rund 600 Millionen Franken einbringen, so die Hoffnung der Japaner. (kh)