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Im Jugendalter werden neue Impfungen gegen Infektionskrankheiten wichtig. Deshalb empfiehlt sie das BAG für alle 11- bis 15-Jährigen. In diesem Alter sollten auch früher erhaltene Impfungen wieder aufgefrischt werden.
Im Jugendalter werden neue Impfungen gegen Infektionskrankheiten wichtig. Deshalb empfiehlt sie das BAG für alle 11- bis 15-Jährigen. In diesem Alter sollten auch früher erhaltene Impfungen wieder aufgefrischt werden.
Hepatitis B
Jede vierte Neuinfektion mit Hepatitis-B-Viren geschieht in der Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen. Das Hepatitis-B-Virus wird durch Blut oder Speichel oder bei ungeschütztem sexuellen Kontakt (durch Sperma, Vaginalsekret) übertragen. Die Hepatitis ist eine Entzündung der Leber. Sie verursacht Müdigkeit, Fieber, Bauchschmerzen, manchmal eine Gelbsucht, dunklen Urin und hellen Stuhl. Die akute Infektion, welche auch unbemerkt verlaufen kann, dauert mehrere Monate. Sie verläuft meist gutartig. Das Hauptrisiko der Hepatitis B ist jedoch ein chronischer Verlauf: Unbemerkt kann er zu schweren, lebensbedrohliche Komplikationen führen (fortschreitende Leberzerstörung, Zirrhose, Leberkrebs). Mit der Impfung reduziert sich das Ansteckungsrisiko um rund 95%, deshalb ist sie allen Jugendlichen als Basisimpfung empfohlen (sie kann aber in jedem Alter verabreicht werden).
Humane Papillomaviren (HPV)
Eine Infektion mit HPV ist in der Schweiz und weltweit die am häufigsten sexuell übertragene Infektion. Man schätzt, dass mehr als 70% der sexuell aktiven Frauen und Männer sich im Laufe ihres Lebens damit anstecken. Die Ansteckung mit HPV-Viren kann in den Geschlechtsorganen von Frauen und Männern Warzen oder Krebsvorstufen verursachen. Aus Krebsvorstufen entsteht in einigen Fällen Krebs, insbesondere am Gebärmutterhals und am After. Die Impfung bietet einen wirksamen und sicheren Schutz gegen die HPV-Typen, die 70% der Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses, rund 80% aller Analkrebserkrankungen und mehr als 90% aller Genitalwarzen verursachen. Das BAG empfiehlt die HPV-Impfung daher allen Jugendlichen im Alter von 11 bis 14 Jahren. Da Erkrankungen in Verbindung mit HPV bei Frauen häufiger vorkommen als bei Männern, ist die Impfung den Mädchen als Basisimpfung und den Jungen als ergänzende Impfung empfohlen. Der Nutzen der Impfung ist am grössten, wenn sie vor einer allfälligen HPV-Infektion gemacht wird, also vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Aber auch für 15- bis 26-Jährige kann die HPV-Impfung Sinn machen; sie ist daher für diese Altersgruppe als Nachhol- bzw. ergänzende Impfung empfohlen.
Windpocken
Die Windpocken oder „wilde/spitze Blattern" sind eine sehr ansteckende Krankheit. Das verursachende Virus wird durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Sprechen) übertragen. Die Krankheit tritt meistens im Kindesalter auf und verursacht Fieber und juckenden Ausschlag. Der Ausschlag beginnt meist im Kopfbereich, besteht zuerst aus roten Flecken, welche sich rasch in Knötchen und dann in Bläschen umwandeln und später verkrusten. Die Windpocken sind bei Kindern eine unangenehme, aber meistens komplikationslos verlaufende Krankheit. Das Risiko für Komplikationen ist viel höher, wenn Erwachsene erkranken. Ein erhöhtes Komplikationsrisiko besteht auch für schwangere Frauen (schwer verlaufende Lungenentzündung, Missbildungen beim Kind), für Neugeborene und für Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle Jugendlichen, welche die Windpocken noch nicht durchgemacht haben, mit der Impfung schützen.
Auffrischimpfungen und Nachholimpfungen
Gewisse Impfungen wie diejenigen gegen Diphtherie oder Tetanus bieten keinen lebenslangen Schutz vor der Krankheit. Um anhaltend geschützt zu sein, muss die Impfung in regelmässigen Abständen wiederholt werden. Aber auch ein fehlender Basisschutz oder unvollständige Impfungen sollten unbedingt nachgeholt werden. Hier sind vor allem die Impfung gegen Starrkrampf, Masern, Mumps und Röteln sowie gegen Keuchhusten wichtig.
Impfungen für Risikogruppen
Nicht alle Personen haben dasselbe Risiko, sich mit einer Krankheit anzustecken oder eine gefährliche Komplikation zu entwickeln. Ein erhöhtes Risiko kann verschiedene Ursachen haben wie: chronische Krankheiten, ein schwaches Immunsystem, Verhaltensweise, Beruf Alter oder Lebensraum (gefährdete Region). Personen, die einer Risikogruppe angehören, ist empfohlen, sich gegen verschiedene weitere Krankheiten zu schützen. Zum Beispiel gegen:
- Hepatitis A
- Grippe
- Pneumokokken
- Meningokokken
- Zeckenenzephalitis (FSME)
IMPF-INFOLINE: 0844 448 448
(Beratung gratis, Telefongebühren Fernbereich Schweiz)
Dokumente
Schweizerischer Impfplan (PDF, 219 kB, 01.03.2017)Zusammenfassung des Impfplans
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Letzte Änderung 16.05.2017