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Es war eine simple Idee und trug zudem nur wenig Gewicht zur Apollo-11-Mission bei: Das Sonnenwindsegel der Universität Bern durfte 1969 als einziges Nicht-US-Experiment bei der Mondlandung dabei sein. Es war praktisch eine normale Haushaltsfolie, die mit unterschiedlichen Verfahren beschichtet und bearbeitet wurde, bevor sie zum Mond flog.
Mithilfe des Segels sollten erstmals die von der Sonne kontinuierlich ins Weltall strömenden Teilchen ausserhalb des schützenden Magnetfelds der Erde eingefangen und später im Labor untersucht werden. Daraus liessen sich Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Sonne ziehen.
Tatsächlich war es die erste Aufgabe von Astronaut Buzz Aldrin, der 20 Minuten nach Neil Armstrong die Mondoberfläche betrat, das Sonnenwindsegel zu entrollen. Dies weil die Aufenthaltsdauer auf dem Mond bei dieser Mission noch sehr knapp bemessen war und die Folie während der rund zweieinhalb Stunden möglichst viel Sonnenwind einfangen sollte.
So wurde diese Schweizer «Flagge» noch vor der amerikanischen entrollt. Und sie war auch bei den weiteren Mondlandungen dabei: Bei allen Apollo-Missionen ausser der abgebrochenen Apollo-13- und der Apollo-17-Mission war ein Berner Sonnenwindsegel dabei.