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Das Fahnenschwingen ist ein alter Volkssport, bei dem Personen kurze und mit einem schweren Handgriff versehene Fahnen in verschiedene kunstvolle Schwingungen versetzen, die Fahnen hochwerfen und wieder auffangen.
Seit dem Ausgang des 17. Jahrhunderts war das Fahnenschwingen aus der Mode gekommen, Reste hatten sich noch in der Schweiz erhalten.
Mit der neuen Attraktivität des Mittelalters ab den 2000er Jahren haben sich europaweit auch wieder viele Gruppen organisiert, die das Fahnenschwingen bei Schützenfesten, Vereinsfesten, Stadtfesten, aber auch auf Mittelalter-Märkten und bei Ritterspielen aufführen. Dazu wird Musik gespielt, typischerweise von Alphornbläsern, Blaskapellen oder Tambour-Corps.
Am 10. September 2016 fand in Tauberbischofsheim die Weltmeisterschaft im Fahnenhochwerfen statt. Diese wurde vom Landesverband der Fahnenschwinger in Baden-Württemberg und dem Spielmannszug Tauberbischofsheim ausgerichtet.
In der Schweiz ist das Fahnenschwingen ein Teil der klassischen Volksfeste und des Brauchtums wie Jodeln, Alphornblasen, Ländlermusik oder Schwingen. Rund um das Fahnenschwingen sind in der Schweiz der Eidgenössische Jodlerverband, welcher auch Fahnenschwinger umfasst, sowie die Fahnenschwinger-Vereinigung der Nordwestschweiz erwähnenswert.