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Gottes Hintern
Wussten sie, dass Gott einen Hintern hat? Exodus 33, Vers 23 liesse sich wörtlich so übersetzen: «Dann werde ich meine Hand wegziehen und du wirst meinen Hintern sehen.»
«Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen.» heisst es aber doch im 2. Gebot. Ist der eifernde Gott, der die ersten vier seiner Gebote sich selbst widmet, ein verletzlicher Gott? Vielleicht liegt diesem 2. Gebot eine Erfahrung zugrunde, die Gott tief gekränkt hat: die Geschichte vom goldenen Kalb. Sein Volk, dem er das gelobte Land versprochen hatte, wollte ihm da Hörner aufsetzen. Aufs erste tönt es auch ziemlich böse wenn Gott im 2. Gebot dann weiter formuliert «Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten Generation von denen, die mich hassen». Aber aus der Perspektive des Gehörnten könnte dies auch als nichts weiter als der Wunsch nach einer guten Beziehung gemeint sein, wenn er nämlich weiter spricht«der aber Gnade erweist an Tausenden von Generationen von denen, die mich lieben und meine Gebote halten.»
Der Hintern Gottes übrigens ist das Einzige, was Mose, als einziger Mensch, der Gott zu Gesicht bekommen haben soll, je von ihm zu sehen bekam. Verarscht uns Gott? Man könnte auch etwas pietätvoller von Gottes Rückseite sprechen, Gott würde dann in Exodus 33, Vers 23 zu Mose über die bevorstehende Begegnung sagen: «Dann werde ich meine Hand wegziehen und du wirst meine Rückseite sehen.» Damit zeichnet sich hier ein Bild, in dem Gott dem Menschen voraus geht. Ein Vor-Bild also.
AutorIn: Jan Tschannen
Gesendet am 19. November 2012
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Aufgeschaltet am 19. November 2012
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