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Am nächsten Morgen stellt man bestürzt fest, dass niemand den Salon, in dem sich alle befinden, verlassen kann. Nicht verschlossene Türen, sondern eine seltsame Willensschwäche hindert sie daran. Es vergehen Tage und das Haus wird von den Behörden unter Quarantäne gestellt. Durch das Fehlen von Nahrungsmitteln, Intimsphäre und Hygiene verkommen Etikett und Ordnung zunehmend zu anarchistischen Strukturen. Einer der Gäste stirbt, ein junges Liebespaar begeht Selbstmord. Buñuel zeichnet in seinem surrealistischen Film den Zerfall einer machtverwöhnten Gesellschaft mit ironischem Witz. Trotz losen Handlungssegmenten, allegorischen Bildern und fragmentierten Dialogen warnt der Filmemacher im Vorspann vor einer voreiligen Interpretation: «Wenn Ihnen der Film rätselhaft oder anstössig erscheint, so deshalb, weil auch das Leben so ist…»
Jan-Eric Mack ist Regisseur. Mit seinen Kurzfilmen «Wandelzeit», «Alfonso» und «Facing Mecca» gewann er bereits mehrere Preise, unter anderem den Kurzfilmpreis der Stadt Winterthur.