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Fluconazol und Alfuzosin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Fluconazol ist ein potenter Inhibitor von CYP2C9 und CYP2C19 sowie ein mässiger Inhibitor von CYP3A4. Alfuzosin wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert, so dass es in Kombination zu erhöhten Alfuzosin-Konzentrationen kommen kann.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Bei erhöhten Alfuzosin-Konzentrationen ist mit dem vermehrten Auftreten von Hypotonie und Schwindel zu rechnen.
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation ist die gleichzeitige Gabe von Fluconazol mit Arzneimitteln, welche über das Cytochrom P450-Isoenzyms CYP3A4 metabolisiert werden und das QT-Intervall verlängern können formal kontraindiziert. Zudem sollten regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie, erfolgen. Der Patient sollte auf das vermehrte Auftreten von Hypotonie und Schwindel überwacht werden und die Dosis gegebenenfalls eine Dosisanpassung erwogen werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018