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Pebble Beach Golf Links steht sicher bei vielen Golfenden auf der ganzen Welt auf der „bucket list“ und einmal abgehakt, möchte man wohl am liebsten einige der berühmten Löcher wie das kurze Siebte, eine kleines Biest mit nur knapp 110 Meter Länge, oder das auf der ganzen linken Seite vom Pazifik begleitete malerische 18. Loch nochmals angehen.
Beim alljährlichen AT&T Pro-Am spielen auch die Amateure von den Blue Tees und werden damit vor die gleichen Herausforderungen wie die Profis gestellt. Doch wie sieht es auf dem legendären, 1919 von Jack Neville und Douglas Grant gebauten Platz während dem U.S. Open aus?
Platzlänge
Mit einer Länge von 6‘202 Metern ist der Pebble Beach der kürzeste Platz auf der PGA TOUR (AT&T Pro-Am), satte 800 Meter kürzer als Torrey Pines (Farmers Insurance Open). Doch wenn das Majorturnier ansteht, „findet“ die USGA als Platzgestalter „versteckte“ Abschläge, die beim AT&T nicht genutzt werden und daraus resultieren knapp 240 Meter mehr Länge. Am kürzesten war der Platz 2019 am dritten Tag (6‘407 Meter) und am längsten in der Finalrunde (6‘464 Meter) angelegt.
Par
Für Hobbygolfer sind es Par 72, für die Open Teilnehmer aber nur Par 71, denn seit der Austragung im Jahr 2000 wird das 2. Loch – früher ein Par 5 – als mächtiges, fast 470 Meter langes Par 4 gespielt. Damit ist dieses Par 4 nur rund sechs Meter kürzer als das Par-5 Sechste (476 Meter).
Fairways
Wenn die Greenfeespieler über den Platz gehen, sind die Spielbahnen im Schnitt etwa 40 Meter breit gemäht. Weil aber nicht weniger als zehn Löcher am Meer entlang führen, fühlt sich das deutlich beengter an und zudem lauern 118, teils tiefe Bunker auf Bälle die aus der Richtung geraten.
Beim Open werden die Fairways massiv enger gehalten. Im Durchschnitt haben die Spieler nur noch 27 Meter breite Streifen vor sich und am ersten, zweiten und achtzehnten Loch beträgt die Breite bei den Landezonen sogar nur etwa 22 Meter – sehr wenig Raum für auch nur leicht verzogene Abschläge. Zusätzlich werden an den Löchern 4, 6, 8, 9, 10 und 18 die küstenseitigen Roughstreifen so kurz gestutzt, dass Bälle nur zu leicht Richtung Wasser rollen.
Greens
Pebble Beach hat notorisch kleine Greens, im Schnitt nur etwa 325 m2 (üblich sind Greens mit einer Grösse von ungefähr 550 m2), die zudem teilweise noch stark onduliert sind. Während der Saison beträgt die Geschwindigkeit um die 10 auf dem Stimpmeter, doch am Open geht es deutlich nach oben, bis gegen 14! Kein Wunder dass alle Pros darauf aus sind, die Bälle unter den Löchern zum Stoppen zu bringen.
Platzrating
Trotz seiner, gemessen an modernen U.S. Open Courses wie Erin Hills (7‘100m) oder Chambers Bay (7‘000m), moderaten Länge weist der Platz ein Course Rating von 75.1 und ein Slope Rating von 145 auf. Bei den Austragungen 2000 und 2010 blieb nur der Gewinner, ein gewisser Tiger Woods, unter Par und die Scores in diesem Jahr – Sieger Gary Woodland war bei -13 – sind etwas trügerisch. An den vier Tagen herrschte fast völlige Windstille – die absolute Ausnahme am Pazifik – und die Temperaturen blieben recht tief, so dass sich auch die Greens nicht so schnell wie sonst üblich präsentierten.
Pebble Beach spielen
Ja, das geht, hat allerdings seinen Preis. Die Greenfees liegen je nach Saison zwischen 495 und 525 US Dollar und zudem kriegt man nur eine Startzeit, wenn man Gast in der Lodge direkt neben dem 18. Green ist – und dafür werden auch nochmals ein paar Hundert Dollar fällig.
Hier geht’s zur Webseite: https://www.pebblebeach.com/golf/
Text: Peter Hodel
Quelle: GolfNewsNetwork
Fotos: Pebble Beach Company