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© wikicommons – Emilio del Prado
Die Stechpalme gehört selbstverständlich nicht zu den echten Palmen. Die stechend spitzen Blattzähne der Blätter, zusammen mit dem Brauch, dass Stechpalmenzweige an Palmsonntag Kirchen schmücken, gaben diesem giftigen Strauch oder Baum seinen Namen.
Zur Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem werden am Palmsonntag vielerorts in der christlichen Welt aus Mangel an echten Palmen Zweige von Stechpalmen und anderen meist immergrünen Pflanzen als «Palm» geweiht.
Das früher als Unkraut angesehene, leicht frostempfindliche Laubgehölz wird in Zentraleuropa nur wenige Meter hoch, in milderen Regionen kann die Stechpalme bis zu einem 15 Meter hohen Baum heranwachsen. Nur die weiblichen Pflanzen tragen im Mai und Juni kleine weiße Blüten, aus denen sich im Oktober große rote Steinfrüchte entwickeln, die den ganzen Winter leuchten und als Vogelnahrung dienen.