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Mit der nachstehenden Fabel „von den Fröschen und der Eule“ reagiert Vitus auf die gegenwärtige Medienkampagne gegen Berater und Beratungsunternehmen.
Die Frösche waren in grosser Sorge: Ständig wurden die Jungfrösche von den Störchen gefressen. Der Ältestenrat der Frösche war völlig ratlos, die Zukunftssicherung der Frösche war gefährdet. Da machte ein Mitglied des Ältestenrates einen Vorschlag, der sofort begeisterte Zustimmung fand: Eine Delegation sollte zu der weisen Eule geschickt werden und sie um Rat bitten.
Gesagt, getan. Die Eule bewies ihre Klugheit und Erfahrung damit, dass sie einige sehr weise und gut überlegte Fragen stellte, dann lange schwierig und bedächtig mit dem Kopf hin und her wiegte. Schliesslich sagte sie: Ich glaube, ich kann euch eine gute Antwort geben. Eure Jungfrösche müssen ein ganz böses Gesicht machen, dann bekommen die Störche Angst und fliegen wieder weg.
Die Froschdelegation eilte hocherfreut nach Hause und erstattete Bericht. Der Ältestenrat war rasch überzeugt vom guten Rate der Eule, doch niemand wusste recht, wie man den quicklebendigen und lustigen Jungfröschen das Böse-Gesicht-Machen beibringen sollte.
Wieder ging die Delegation des Ältestenrates, diesmal verstärkt durch ihren Chef, zur weisen Eule, um Rat zu fragen, wie sie denn dies den Jungfröschen beibringen könnten. Die Eule machte ein böses Gesicht und meinte ärgerlich: „Ich habe euch gesagt, was ihr zu tun habt, machen müsst ihr dies aber schon selbst!“
Quelle: vgl. Organisator 9/97