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So heisst es in dem am Sonntag veröffentlichten BIZ-Jahresbericht. Die globalen Handels- und Finanzbeziehungen sollten daher gestärkt werden. Man müsse sie jedoch widerstandsfähiger machen und auf nationale und internationaler Ebene gut durchdachte Strategien entwickeln. Die BIZ ist die Dachorganisation der Notenbanken und wird auch als "Zentralbank der Zentralbanken" bezeichnet.
Die Kritik an der Globalisierung hat zuletzt zugenommen, die Vorteile wurden zunehmend infrage gestellt. "Das zeigt, dass wir Gefahr laufen, die Lehren der Vergangenheit zu vergessen und die in den vergangenen 50 Jahren erzielten Verbesserungen von Lebensstandard, Produktivität und Wohlstand als selbstverständlich zu betrachten", schreibt Generaldirektor Jaime Caruana in einem Vorwort zum Jahresbericht.
So hat beispielsweise US-Präsident Donald Trump die Globalisierung für die wirtschaftlichen Probleme der USA verantwortlich gemacht. Auch das Brexit-Votum wird oft als Ablehnung der Globalisierung interpretiert.
"Die Globalisierung wird häufig für die zunehmende Ungleichheit in einigen Industrieländern verantwortlich gemacht", schreibt Caruana. "Empirische Analysen zeigen jedoch, dass andere Faktoren, insbesondere der technologische Fortschritt, eine grössere Rolle spielen." Die BIZ räumt ein, dass die Globalisierung auch negative Effekte hat. So würden oft bestimmte Sektoren oder Regionen den Löwenanteil der Anpassungskosten der Globalisierung tragen. Hier könnten jedoch gezielte Massnahmen in den einzelnen Ländern den Betroffen helfen, um die Probleme zu überwinden.
Die BIZ verteidigt auch das offene globale Finanzsystem. Es neige zwar zu Übertreibungen und finanziellen Exzessen. "Doch die finanzwirtschaftliche Offenheit rückgängig zu machen, ist nicht die richtige Antwort", so Caruana. Die Lösung sei vielmehr, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und eine enge Zusammenarbeit auf internationaler Ebene voranzutreiben. "Ohne internationale Finanzbeziehungen lassen sich die Vorteile von Handel und Investitionen nicht nutzen."
(AWP)