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The Fortuny Dome: eine Revolution im Theater
Mariano Fortunys Passion war es, mit Licht zu experimentieren. Er begann, Modelle und Miniaturbühnen zu bauen und innovative Lichtlösungen auszutüfteln. In den späten 1890-Jahren zog er nach Venedig, um sich mit andersartiger Bühnenbeleuchtung und ihrer künstlerischen Wirkungen auseinander zu setzen. Er glaubte, dass die Verwendung von indirektem diffusem Licht die einzige Methode war, die es ermöglichte, dem Publikum Plausibilität zu vermitteln.
So wurde das legendäre „Fortuny System“ geboren, eine echte Revolution in der szenischen Tradition des italienischen Theaters.
Die gemalten Hintergründe, wie es zu dieser Zeit Usus war, wurden entfernt und durch mobile Projektoren ersetzt, um den Freiluft-Effekt und ein Lichtspiel zu erzielen. Das System bestand aus einer Kuppel aus Eisen und Stoff, einem konkaven Abschnitt in Form einer Viertelkugel, der als Scheinwerfer fungierte und dessen Baumwollwände von einer faltbaren Metallschale mit Rohrbögen getragen wurden ein indirekter Beleuchtungsmechanismus, der Lampen, drehbare Seidenbänder, Spiegel und Projektionsgeräte umfasste. Das Endergebnis war eine homogen beleuchtete Szene, in der sich Farbtöne abwechselten und die es dem Publikum ermöglichte, sich in ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Action und Licht zu vertiefen – ein quasi 4D-Kino anno dazumal.
Seine Entwicklungen werden noch heute in namhaften Theatern weltweit verwendet. Die Fortuny Stehleuchte ist das Ergebnis seines Experimentierens mit indirektem und gestreutem Licht.