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Kein Land auf der Welt hat eine grössere Rebfläche als Spanien, trotzdem wird dort weniger Wein produziert als in Frankreich und Italien.
D.O.C. (Denominación de Origen Calificada)
Diese Bezeichnung wurde 1988 eingeführt und kann nur an Weine, die unter strengen Produktionsbedingungen hergestellt worden sind, vergeben sind. Die Rebberge müssen eingetragen sein, und die Region muss mindestens zehn Jahre als DO bestanden haben. Strikte Auswahl der verwendeten Rebsorten, tiefe Erträge und eine vorgeschriebene Ausbaudauer müssen über mehrere Jahre hohe Qualitätsweine hervorbringen. Die Weine werden analytisch und organoleptisch geprüft und dürfen nur als Originalabfüllungen in den Handel kommen. Zur Zeit dürfen nur die Regionen Rioja und Priorat diese Klassierung verwenden. D.O. (Denominación de Origen): Bezeichnung für Qualitätsweine aus rund sechzig Weinbaugebieten. Ihre Herstellung unterliegt Einschränkungen wie die Benutzung vorgeschriebener Rebsorten und Ertragslimiten. Die geographische Herkunft muss den Weincharakter prägen.
Vino de Pago
Diese Qualitätsbezeichnung wurde 2003 eingeführt und bezeichnet einen Wein aus einer besonderen Einzellage. Ein eigenes Mikroklima muss sie von seiner Umgebung unterscheiden, die Lage muss dafür bekannt sein, besondere Weinqualität hervorzubringen. Der Vino de Pago unterliegt den Richtlinien für eine DOC und wird durch ein Qualitäts-Kontrollsystem überwacht. Bisher wurden erst zwei Lagen in der Region La Mancha klassifiziert.
Vino de Calidad con Indicación Geográfica (VCIG)
Diese Bezeichnung wird für einen Vino de la Tierra mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung verwendet. Sie ist die Vorstufe zur D.O. und wurde 2003 eingeführt.
Indicación Geográfica Viñedos de España
Diese Ursprungsbezeichnung für Qualitätsweine wurde im August 2006 eingeführt. Sie bezieht sich auf Landweine, Liköre, Weine aus Spätlese sowie Perlweine, die aus einem als Vino de la Tierra klassifizierten Gebiet stammen. Die Weissweine dürfen einen Alkoholgehalt von 11 Vol.-% und 4 g/L Säure nicht unterschreiten, die Rotweine müssen mindestens 12 Vol.-% und 4 g/L aufweisen.
VdT
Diese Bezeichnung entspricht dem Vins de Pays in Frankreich. Die spanischen "Vino de la Tierra" müssen auf der Etikette die geographische Herkunft und die enthaltenen Rebsorten vermerken. Der minimale Alkoholgehalt ist festgelegt, und der Wein muss vor der Kommerzialisierung verkostet werden. Etwa 30 Regionen sind berechtigt, diese Klassierung zu tragen.
VdM
Vino de Mesa bezeichnet wie in Europa üblich die unterste Kategorie der Tafelweine. Er ist üblicherweise ein Verschnitt aus Weinen verschiedener Regionen. Ein Jahrgang oder eine Ursprungsbezeichnung darf nicht angegeben sein. Er wird unter einem Markennamen und der Bezeichnung "Vino de Mesa / Product of Spain" verkauft.
Für jeden Weintyp ist genau festgelegt, wie lange er im Holzfass bzw. in der Flasche reifen muss. Die folgenden Vorgaben beziehen sich auf Rotweine. Joven. So wird ein Wein genannt, der nicht oder nur sehr kurz, maximal sechs Monate, im Eichenfass gelagert wurde. Es handelt sich um einen leichten, fruchtbetonten Wein, der jung getrunken ist und kein grosses Reifungspotential aufweist.
Crianza
Ein Wein dieser Klasse hat mindestens sechs Monate im Eichenfass und anschliessend achtzehn Monate in der Flasche verbracht, bevor er kommerzialisiert wird.
Reserva
So darf sich nur ein Wein nennen, der mindestens zwölf Monate in einem Eichenfass gelagert wurde und anschliessend zwei Jahre in der Flasche gereift ist. Diese Bezeichnung ist D.O.- und D.O.C-Weinen vorbehalten.
Gran Reserva
Das ist die höchste Klasse, die ein spanischer Wein erreichen kann. Sie bedeutet, dass er mindestens 60 Monate gereift ist, davon mindestens achtzehn Monate im Barrica und der Rest in der Flasche. Diese Bezeichnung ist D.O.- und D.O.Ca-Weinen vorbehalten.