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Die Schweizerische Bankiervereinigung veröffentlicht am Montag (05.02.) im Internet eine neue Liste mit 21'000 Konten, die Holocaust-Opfern gehört haben könnten. Damit solle die Suche nach Angehörigen erleichtert werden, die Ansprüche haben.
Mit der Veröffentlichung der dritten Liste wird eine Bestimmung des Vergleichs zwischen jüdischen Organisation in den USA und Schweizer Banken erfüllt. Die Grossbanken Credit Suisse und UBS hatten sich nach massiven Boykottdrohungen aus den USA im August 1998 bereit erklärt, 1,25 Mrd. Dollar für Opfer des Holocaust zu zahlen.
Die Organisationen verlangen dies mit dem Hinweis, dass die Schweizer Banken nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unter Hinweis auf fehlende Totenscheine oder Kontounterlagen nicht alle Vermögen an Hinterbliebene ausgezahlt hatten. Aus dem Banken-Vergleich sind insgesamt 800 Mio. Dollar für Ansprüche auf Konten reserviert.
Schon früher Liste veröffentlicht
Die Bankiervereinigung hatte bereits 1997 zwei Listen mit fast 17'000 Konten veröffentlicht, die Holocaust-Opfern gehört haben könnten. 5'570 Konten waren von Ausländern eröffnet worden. Auf diesen lag ein Gesamtvermögen von 74 Mio. Franken, deren Inhaber sich seit dem Ende des Krieges nicht mehr gemeldet hatten.
Nur auf die Hälfte dieser Konten wurden Ansprüche angemeldet, dies aber mit fast 10'000 verschiedenen Anträgen. Ein Schiedsgericht lehnte 6'500 Anträge ab. Wie sich herausstellte, gehörte nur ein Teil der Konten Holocaust-Opfern.
Das Schiedsgericht liess 44 Mio. Franken an Menschen auszahlen, die mit dem Holocaust nichts zu tun hatten, 10,6 Mio. Franken an Angehörige von Holocaust-Opfern.
swissinfo und Agenturen