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Biotope
Biotope
Dank der vielfältigen Landschaft des Kantons Wallis finden sich hier viele Biotope von nationaler Bedeutung. Mit 367 eingetragenen Objekten in den diversen Bundesinventaren stellt das Wallis allein rund 9 % der als Biotope von nationaler Bedeutung in der Schweiz geschützten Flächen.
In den Inventaren des Bundes sind folgende Biotope aufgelistet:
- Trockenwiesen und -weiden (Steppen, Trockenwiesen) besetzen eine grosse Fläche talaufwärts des Rhoneknies (ab Martigny), vor allem auf der rechten Seite des Rhonetals und in den Seitentälern (Vispertal, Val d'Anniviers, Val d'Hérens ...).
- Moore (Flachmoore, Hochmoore) sind in den letzten Jahrzehnten in der Schweiz als Folge der Intensivierung der Landwirtschaft verschwunden. Umso wichtiger ist es, die noch verbleibenden Moore mit ihrer teils seltenen Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten.
- Amphibienlaichgebiete dienen der langfristigen Erhaltung von Kröten, Fröschen und Molchen.
- Auengebiete sind natürliche Flusslandschaften. Solche dynamischen Lebensräume befinden sich im Wallis z.T. entlang der Rhone (Goms, Pfynwald) sowie in einigen Seitentälern (Auengebiete im Lötschental und in den Regionen Evolène, Derborence, Trient,etc.).
- Moorlandschaften sind weiträumige Landschaften, welche zu einem grossen Teil durch Moore geprägt sind. Im Kanton Wallis gibt es nur zwei solche Moorlandschaften (Albrun im Binntal und das Vallon de Réchy).
Die Zerstörung und Zerschneidung der natürlichen Lebensräume bedrohen die Artenvielfalt in der Talebene besonders stark. Um dieser Zerstörung entgegenzuwirken, erarbeitet der Kanton auf Basis des REN (Réseau écologique nationale) und des REC (Réseau écologique cantonale) regionale Konzepte, welche Massnahmen zum Erhalt der ökologischen Vielfalt und zur Sicherstellung der Vernetzung enthalten. Mit dem Regionalen Naturschutzkonzept für die Talebene zwischen Brig und Salgesch (RNSK Brig-Salgesch) hat der Staatsrat im September 2015 ein erstes solches Konzept homologiert. Weitere Konzepte sind in der Region Martigny und im Chablais in Ausarbeitung.
Auf kantonaler Ebene werden Gebiete durch einen Entscheid des Staatsrates unter Schutz gestellt. Diese Schutzgebiete enthalten oft Lebensräume von nationaler Bedeutung, können aber auch weitere Aspekte wie zum Beispiel wichtige Landschaften oder wichtige Zielarten enthalten. Die Entscheide der kantonalen Biotop-Schutzgebiete sind im Folgenden dargestellt:
Entscheide Schutzgebiete (Karte)
Auengebiet „Gletschboden“, Obergoms
Kontakt
Oberwallis
Zentralwallis
Unterwallis
RechtsgrundlagenGesetzgebung Bund
- 451 Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG)
- 451.1 Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (NHV)
- 451.31 Verordnung über den Schutz der Auengebiete von nationaler Bedeutung (Auenverordnung)
- 451.32 Verordnung über den Schutz der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung (Hochmoorverordnung)
- 451.33 Verordnung über den Schutz der Flachmoore von nationaler Bedeutung (Flachmoorverordnung)
- 451.34 Verordnung über den Schutz der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung (Amphibienlaichgebiete-Verordnung; AlgV)
- 451.35 Verordnung über den Schutz der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung (Moorlandschaftsverordnung)
- 451.37 Verordnung über den Schutz der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung (Trockenwiesenverordnung, TwwV)