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Am 12. Oktober 1917 erblickte Luise Krattinger als Tochter des Josef und der Marie Krattinger, geborene Pürro, in Düdingen das Licht der Welt. Mit ihren sechs Schwestern verbrachte sie dort eine harte, jedoch glückliche Jugendzeit. Nach der obligatorischen Schulzeit arbeitete sie in Bern.
Mit Kanis Schwaller aus Berg bei Schmitten schloss sie den Bund fürs Leben. Ihr neues Heim richtete das junge Paar im Hause der Schwiegereltern in Berg ein. Der hamonischen Gemeinschaft wurde ein Sohn und eine Tochter geschenkt. Stets war sie eine liebende Gattin und eine überaus fürsorgliche Mutter.
Im Jahre 1957 zog die Familie nach Blumisberg. Luise Schwaller-Krattinger war eine gesellige Frau und genoss Familienfeste sowie Vereinsausflüge. Die Krönung der langen Ehegemeinschaft war das Diamantene Hochzeitsfest. Messbesuche an Sonn- und Werktagen waren ihr immer ein Bedürfnis und gaben ihr Kraft. Eine grosse Freude bereiteten ihr auch die Wallfahrten nach Lourdes und Einsiedeln. Über Besuche der Gross- und Urgrosskinder sowie der Nichten und Neffen freute sie sich immer besonders.
Im Jahre 1968 zog das Ehepaar Schwaller-Krattinger ins Dorf an die Lohnmatte 5. Ein grosser Schicksalsschlag war die Erkrankung ihres Mannes. Während 14 Jahren pflegte sie ihn zuhause. Die letzten zehn Jahre durfte sie mit Unterstützung in ihrer Wohnung leben.
Am 15. Februar 2010 musste sie ins Spital Tafers eingeliefert werden. Nach 4 1/2 Wochen kam sie ins Pflegeheim Sonnmatt. Dort verbrachte sie fünf Wochen, bevor sie erneut hospitalisiert werden musste. Statt sich erholen zu können, wurde ihr Gesundheitszustand, trotz guter Betreuung und Pflege durch die Ärzte und das Pflegepersonal, stetig schlechter. Sie war eine geduldige Patientin und klagte nie über Schmerzen. Am Samstag, dem 15. Mai 2010, wurde sie von ihren Altersbeschwerden erlöst und konnte ruhig einschlafen. Der göttliche Sohn möge sie hinführen ins Haus des himmlischen Vaters, an den sie zeitlebens geglaubt hat, und ihr die Fülle des Lebens schenken in seinem ewigen Reich. Eing.