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Empfehlungen für (möglichst) geschlechtergerechte Schreibweise
Paarformeln: Sowohl männliche als auch weibliche Personenbezeichnungen
Beispiele:
Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren begeistert.
Die Turner und Turnerinnen zeigten eine grandiose Leistung.
Die Professorinnen und Professoren applaudierten.
Pluralformen: Wirkt vereinfachend und macht Texte flüssiger
Beispiele:
Die Mitarbeitenden (statt die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen)
Die Studierenden (statt die Studentinnen und Studenten)
Die Teilnehmenden (statt die Teilnehmer und Teilnehmerinnen)
Geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen
Beispiele:
Das Publikum war fasziniert.
Alle Anwesenden waren sich einig.
Das Volk stimmte mehrheitlich für die Vorlage.
weitere: Die Jugendlichen, das Personal, die Lernenden
nach Funktion: Die Ärzteschaft, das Präsidium, die Führungscrew
Ohne Nennung von Personen
Beispiele:
Das Konzert wurde mit einer stehenden Ovation bedacht. (Aber: unschöne Passivkonstruktion)
Die Vorlage stiess auf Ablehnung.
Auf die eigenwillige Rede folgte betretenes Schweigen.
Verwendung bzw. Verzicht bestimmter Wortarten
ohne Possessivpronomen: das Diplom statt ihr Diplom resp. sein Diplom
adjektivistischer Gebrauch statt Genitiv: die hausärztliche Vereinigung statt die Vereinigung
der Hausärztinnen und Hausärzte
Ausgewogene und alternative Formulierungen
Beispiele:
Computerfachperson statt Computerexperte bzw. Computerexpertin
Texttalente statt Texterinnen und Texter
Bücherfans statt Bücherfreunde und Bücherfreundinnen
Ausnahmen
Feststehende Bezeichnungen für Organisationen wie Kantonale Ärztevereinigung, Anwaltskammer usw. müssen nicht angepasst werden, da ansonsten ihre Identität oder Erkennbarkeit leiden würde.
Personenbezeichnungen ohne weibliches Pendant, für die eine Umformulierung oder eine Ersatzbezeichnung nicht sinnvoll erscheint, werden wie bisher verwendet (z. B. Gast).
Kurzformen
Bei Kurzformen für Formulare, Stelleninserate, Protokolle etc. gilt es eine firmeninterne Variante zu finden und zu vereinheitlichen. Aktuell sind folgende Varianten «im Trend»:
Genderstern: Mitarbeiter*in
Doppelpunkt: Mitarbeiter:in
Unterstrich: Mitarbeiter_in
Querstrich: Mitarbeiter/-in
Abkürzungen: Mitarbeiter (m/w/d)
Anrede von genderfluiden Menschen in der Korrespondenz
Geschlechterbezeichnung weglassen und nur den Vor- und Nachnamen schreiben:
Guten Tag Andrea Meier
Neutrale Anreden verwenden:
Liebes Vertriebsteam
Lieber Lehrkörper
Liebe Belegschaft