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Google in Zürich, Verisign in Fribourg: Die Schweiz kann kein so schlechter Wirtschaftssstandort sein...
Wie die Freiburger Zeitung 'La Liberté' heute berichtet, wird der US-Konzern Verisign sein EMEA-Headquarter in den ehemaligen Swisscom-Gebäuden in Fribourg aufschlagen. In Fribourg werden in einer ersten Phase mindestens 70 Hightech- und Management-Jobs entstehen, in fünf Jahren könnten es 100 sein und langfristig sogar 200, berichtet 'La Liberté'.
Der Fribourger Staatsrat (Exekutive) Michel Pittet jubelt: "C'est spectaculaire!". Pittet hofft auf Synergien mit der "Ecole d'ingénieurs et d'architectes" (FH) in Fribourg, die Kandidaten für einen Teil der hochqualifizierten Jobs bei Verisign liefern könnte.
Verisign wurde bereits 1998 zum ersten Mal von der Genfer Wirtschaftsförderung kontaktiert und liess sich vorerst in Genf nieder. Die Genfer Niederlassung von Verisign wird bestehen bleiben, dass Fribourg dass Rennen um den EMEA-Hauptsitz gewann, hat der strukturschwache Kanton aber der Zusammenarbeit mit der Genfer Wirtschaftsförderung zu verdanken, berichtet 'La Liberté'.
Kudelskis Drohung
Erst vor knapp einem Monat drohte André Kudelski, der den gleichnamigen Schweizer Hightech-Konzern leitet, in einem Interview mit der 'HandelsZeitung' mit dem Umzug in die USA, sollten sich die Rahmenbedingungen (Kudelski meinte vor allem die Besteuerung der Unternehmen) weiter verschlechtern. Das Wirtschaftsblatt Cash rechnete dann aber nach und Kudelski vor, dass er an den meisten Standorten in den USA mehr Steuern bezahlen würde als in der Schweiz.
Auch die Tatsache, dass sich Google und IBM für Zürich als EMEA-Hauptquartier und nun Verisign für Freiburg entschieden hat, deutet daraufhin, dass Kudelskis Drohung eher als Stimmungsmache denn als ernstgemeinte Aussage zu werten ist. (Christoph Hugenschmidt)