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Das Ranking hat gesprochen
Während sich EGOI langsam dem Ende zuneigt, wurde am Freitag das endgültige Ranking veröffentlicht
Am Freitagmorgen hiess es für die Teilnehmer wieder: Hirn und Computer startklar machen. Um 10:00 Uhr MESZ brachen sie zu ihrer zweiten fünfstündigen Reise ins Wettbewerbsland auf, wo Algorithmen einen aus den merkwürdigsten Situationen befreien können.
In einer der Aufgaben gingen die Mädchen zum Beispiel auf die Mission, Bergwanderer vor verrückt gewordenen Kühen zu schützen. Sie mussten einen Algorithmus für die strategische Platzierung für Mauern programmieren, um von Kühen bevölkerte Gebiete von Wandergebieten zu trennen, ohne die für Wanderungen reservierten Bereiche voneinander zu isolieren. In der ersten Aufgabe mussten die Teilnehmerinnen den minimalen Gesamtpreis herausfinden, den man für den Kauf einer bestimmten Menge von Artikeln auf einer Einkaufsliste zahlen würde, wobei man verschiedene Verkaufsaktionen und den Einfluss ihrer Regeln auf den Preis berücksichtigen musste. Eine weitere Aufgabe führte die Mädchen auf eine Zugfahrt von Zürich nach Lugano und durch die vielen Tunnels auf dem Weg. Die Herausforderung bestand darin, herauszufinden, ob aufgrund der Fahrweise der Züge und der Eigenschaften der Tunnel und Gleise eine Kollision zu erwarten ist.
Die letzte Aufgabe war in Form eines Spiels formuliert. Anhand der Regeln mussten die Teilnehmerinnen die Anzahl der Szenarien finden, in denen jeder der beiden Spieler gewinnen könnte. Bei EGOI selbst geht es natürlich auch um das Gewinnen - in diesem Fall um Medaillen. Knapp eine Stunde nach dem offiziellen Ende des Wettbewerbs um 15:00 Uhr MESZ war der große Moment gekommen: Das Ranking des zweiten Tages wurde auf der Website eingepflegt und die Teilnehmer konnten ihren Platz in der Rangliste sehen.
Nach dem Wettbewerb und der Diskussion der Lösungen kam die Schweizer Delegation im Technopark vorbei, um den dort arbeitenden Organisatoren Hallo zu sagen. Eine normale Begrüßung bekamen sie jedoch nicht. Stattdessen begannen Wasserballons hin und her zu fliegen. Ob Teilnehmerinn, Leiter oder wissenschaftliches Komitee, am Ende saßen alle in einem der Brunnen auf dem Platz vor dem Technopark und bespritzten sich gegenseitig mit Wasser. Man sah Leute, die versuchten, ihre nassen Socken auf dem heißen Beton zu trocknen oder ihre durchnässten T-Shirts gegen die nagelneuen EGOI-Kapuzenpullis auszutauschen.
Am Abend gingen einige Teilnehmerinnen für eine letzte Nacht zum Social Gaming auf Discord. Gemeinsam mit Freiwilligen spielten sie Tichu mit virtuellen Karten oder verhielten sich verdächtig auf dem Raumschiff "Among Us". Ein paar Leute konnte man auch im Kanal "just-chilling-and-talking" entdecken, was genau das ist, wonach es klingt. Viele Teilnehmer verbrachten wahrscheinlich Zeit mit ihren Delegationen und feierten eine erfolgreiche EGOI. Auch die EGOI-Organisatoren wollten am Abend in einem Restaurant essen gehen, unterschätzten aber, wie viel Zeit sie in Meetings verbracht hatten. Nach zehn Uhr abends würde kein Restaurant mehr seine Küche für sie öffnen. Der Ersatzplan war, auf der malerischen Dachterrasse des Hauses zu essen, in dem die EGOI-Vorsitzende Stefanie Zbinden lebt. Leider braute sich, als sie auf der Terrasse ankamen, ein Gewitter zusammen und der Himmel war beleuchtet. Am Ende quetschten sich alle erfolgreich in Stefanies Wohnung für eine improvisierte Pasta-Party!