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St. Antonius im Zeller Ortsteil Kollbrunn ist die ältere der beiden erhaltenen Kirchen, die nach einem Bautypus gestaltet sind, der Ende des 19. Jahrhunderts bei katholischen Gotteshäusern im Kanton Zürich mehrfach angewendet wurde: eine einschiffige Kirche mit einem an den Chor angefügten Pfarrhaus. Der zweite Bau der gleichen Art ist St. Pirminius in Pfungen.
|Patrozinium||Hl.|
|Baujahr||19|
|Architekt|
|Pfarreigrösse|
|Politische Gemeinde

Geschichte
Infolge der Industrialisierung siedelten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zahlreiche katholische Arbeiterfamilien im Tösstal an. Für den Besuch eines Gottesdienstes mussten sie weite Wege auf sich nehmen. Dem Katholikenverein Kollbrunn war es deshalb ein Anliegen, Gottesdienste im eigenen Dorf abzuhalten.
Mit Hilfe der Inländischen Mission begann man dann 1897 mit dem Bau von St. Antonius. Im Mai 1898 wurde im Rohbau der Kirche die erste Messe gefeiert. Die Ausstattung wurde in den folgenden Jahren vervollständigt. So erhielt das Gotteshaus 1898 Kreuzwegstationen, 1899 Bänke und 1900 einen Hochaltar. 1910 ernannte der Bischof St. Antonius zur eigenständigen Pfarrei und trennte sie von St. Peter und Paul Winterthur ab.
1964 renovierte man St. Antonius aussen und 1968–1970 im Innern, wobei das Gotteshaus an die Vorgaben des II. Vatikanums angepasst wurde. 2006 erfolgten weitere Sanierungsarbeiten sowie der Bau eines Pavillons mit dem Sekretariat und einem Sitzungsraum; 2009 wurde die Kirche im Innern erneuert.
Architektur & Kunst
Das ursprüngliche Innere von St. Antonius blieb lange Zeit praktisch unverändert und wurde erst 1968 nach dem damaligen Zeitgeschmack erneuert. Die runden Glasfenster stammen noch aus der frühen Zeit; die sechs rechteckigen gestaltete Heinrich Stäubli für die Renovation von 1968.