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COPD Studie: Indacaterol-Glycopyrronium im Vergleich mit Salmeterol-Fluticasone
In der kürzlich im NEJM publizierten Studie war die LABA-LAMA Kombination Indacaterol-Glycopyrronium der LABA-Glukokortikoid Kombination Salmeterol-Fluticasone überlegen in der Verhinderung von Exazerbationen.
Die meisten Richtlinien empfehlen entweder einen langwirksamen Betaagonisten (LABA) plus ein Glukokortikoid oder einen langwirksamen Muskarinantagonisten (LAMA) als Erstlinientherapie bei COPD Patienten mit einem hohen Exazerbationsrisiko.
Ziel der Studie war, die Wirksamkeit der LABA-LAMA Kombination bei diesen Patienten zu untersuchen. Die randomisierte, kontrollierte Studie über 52 Wochen war als nicht-inferiore Studie angelegt. Verglichen wurde die Kombination Indacaterol (110 μg) plus Glycopyrronium (50 μg) einmal täglich mit Salmeterol (50 μg) plus Fluticasone (500 μg) zweimal täglich.
Insgesamt wurden 3362 Patienten mit mindesten einer Exazerbation in den vergangenen 12 Monaten in die Studie eingeschlossen, 1680 in die LABA-LAMA Gruppe und 1682 in die LABA-Glukokortikoid Gruppe. Primärer Outcome war die jährliche Exazerbationsrate.
Patienten in der Indacaterol-Glycopyrronium Gruppe hatte eine tiefere Exazerbationsrate als Patienten in der Salmeterol-Fluticasone Gruppe: 3.59 vs. 4.03; p=0.003. Die relative Risikoreduktion betrug 11%.
Die Zeit bis zur ersten Exazerbation war in der LABA-LAMA Gruppe zudem länger als in der LABA-Glukokortikoid Gruppe: 71 Tage vs. 51 Tage; p<0.001. Dies entspricht einem 16% tieferem Risiko.
Diese Ergebnisse waren unabhängig vom Ausgangswerte der Eosinophilen Zahl im Blut. Die Inzidenz von Nebenwirkungen und Mortalität waren in beiden Gruppen gleich. Pneumonien traten bei 3.2% unter LABA-LAMA auf und bei 4.8% unter LABA-Glukokortikoid (p=0.02).
Fazit der Autoren: Die Kombination LABA-LAMA (Indacaterol-Glycopyrronium) ist wirksamer als die Kombination LABA-Glukokortikoid (Salmeterol-Fluticasone) in der Verhinderung von Exazerbationen bei Patienten mit COPD.
Link zu der Studie
09.06.2016 - fgr