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Newsletter BDS Schweiz - 11. Dezember 2017

"Botschafterin Israels" Batsheva in Genf
Das Genfer BDS-Kollektiv hat erfahren, dass die israelische Tanzkompanie Batsheva in Genf ihr Werk "Last Work" vom 17.-19. Dezember 2017 aufführen wird. Batsheva wird vom israelischen Kulturministerium als "die vielleicht bekannteste globale Botschafterin der israelischen Kultur" angepriesen.
Offener Brief zum Auftritt von Batsheva in Genf
VCS beharrt auf Werbung für Sodastream
Der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) macht in seinem letzten Magazin Werbung für Sodastream. Auf Kritik an der Zusammenarbeit mit dem israelischen Unternehmen, das sich an der Diskriminierung der palästinensischen Bevölkerung (sei es früher in den besetzten Gebieten oder heute im Naqab/Negev) beteiligt und aktiv die israelische Politik verharmlost, geht der VCS nicht ein. Stattdessen antwortet er mit einem Statement der Firma, in dem behauptet wird, sie "setze sich für Frieden und Koexistenz ein".
BDS Schweiz kritisiert diese Reaktion vonseiten des VCS, der für sich in Anspruch nimmt, fortschrittlich und ökologisch zu sein. BDS Schweiz bittet insbesondere VCS-Mitglieder, sich mit einem möglichst individuell formulierten Schreiben an die Organisation zu wenden und sie aufzufordern, die Werbeaktion sofort zu stoppen.
Unter israelischem Druck anerkennt der Giro d'Italia die Annexion Jerusalems
Nachdem israelische Minister_innen wegen der Verwendung des Begriffs „Westjerusalem“ mit dem Rückzug von Sponsorengeldern für den Giro d'Italia drohten, entscheiden sich die Organisator_innen des Rennens, Israels illegale Annexion von Ostjerusalem anzuerkennen.
Fordert die Organisator_innen des Giro d'Italia auf, nicht für israelische Verbrechen in die Pedale zu treten: bdsmovement.net/giro
Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels durch die USABDS Schweiz verurteilt die Erklärung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Während dieser Schritt auf der einen Seite als klare Provokation und als ein hoch symbolische Geste angesehen werden kann, sehen wir darin gleichzeitig aber auch die äusserlich sichtbare Bestätigung einer Parteinahme der Vereinigten Staaten, die Israel seit Jahrzehnten ungeachtet aller Völker- und Menschenrechtsverletzungen politisch, militärisch und finanziell massiv unterstützen. Die verbale Verurteilung durch nahezu alle anderen Staaten der Welt darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese bislang darauf verzichtet haben, wirksame Druckmittel gegenüber Israel anzuwenden, um dieses zu einer völkerrechtskonformen Politik zu drängen. Die Verhängung von Sanktionen ist überfällig.
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