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Mit der geplanten Entlastungsstrasse soll der Verkehr in der Klus verflüssigt, das Städtchen Klus vom Durchgangsverkehr entlastet und die Wohnqualität verbessert werden.
Die Kantonsstrasse im historischen Städtchen Klus in Balsthal ist durch den starken Pendlerverkehr stark überlastet und führt zusammen mit dem Bahnübergang der OeBB zu regelmässigen Staus. Entsprechend wird die Wohnqualität durch Lärm und Abgase erheblich beeinträchtigt. Mit der geplanten Entlastungsstrasse soll die Region Thal grösstenteils ohne Stauzeiten erreichbar sein und das Städtchen Klus vom Durchgangsverkehr entlasten. Dadurch werden letztlich auch die Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung des Städtchens Klus, der Gemeinde Balsthal und der gesamten Region Thal verbessert. Die Linienführung der Entlastungsstrasse wurde aufgrund eines umfassenden Variantenstudiums festgelegt und anschliessend optimiert. Sie verläuft westlich des Städtchens Klus und reicht von der Wengimattstrasse bis zur Thalstrasse unmittelbar westlich des Augstbaches. Zum Schutz der Felsnase Guntenflüeli wurde das Trassee bergseitig in einen Tunnel verlegt.
Der Tunnel Gunthenflüeli durchörtert die anstehende Felsnase in einem Bogen. In den Portalbereichen sind sehr geringe bis gar keine Lockergesteinsüberdeckungen vorhanden. Der Tunnel befindet sich über dem Grundwasserspiegel des Felses und wird im Hufeisenprofil ausgebildet. Der Tunnelausbruch erfolgt im steigenden Sprengvortrieb (1.8%). Wegen der hohen Druckfestigkeit des Kalks wurde ein maschinell gestützter Vortrieb als Alternative nicht in Betracht gezogen. Basierend auf der geologischen Erkundung sind Karsthöhlen mit> 1 m sehr wahrscheinlich ausgeschlossen. Lediglich kleine Hohlräume(Karstschläuche) werden erwartet. Die Ausbruchsicherung erfolgt mit Spitzbeton und Felsankern (SPV I-III) und wird lokal mit dem Ausbau von Bögen (SPV V) unterstützt. Der Bogeneinbau erfolgt in den Portalbereichen (bei denen infolge des engständigeren Trennflächengefüges und des verwitterten Felsens vermehrt mit kleinen Niederbrüchen gerechnet werden muss, im Bereich allfälliger Störzonen oder bei mit Lockergestein gefüllten Karsthohlräumen. Die Tunnelabdichtung wird als nicht druckhaltend mit einer Regenschirmabdichtung ausgeführt. Neben dem Südportal befindet sich das Technikgebäude, welches gestalterisch in das Portalbauwerk integriert ist.
Felssicherung / Steinschlagschutz
Im Bereich des Südportals wurde während der Projektierung die bereits gesicherte Felsnase untersucht. Die bestehende Sicherung wird durch einen Betonriegel und Felsanker zusätzlich gesichert um das Abrutschen einer Felsmasse mit bis zu 10’000m³ Volumen zu verhindern. Ausserdem wird im Portalbereich die freiliegende Felswand durch Steinschlagschutznetze ausgerüstet, um im Bau und Endzustand Personen- und Sachschäden zu verhindern.
Trassierung
Die Strasse verläuft zum Grossteil auf Kunstbauten. Die horizontale und vertikale Linienführung wird durch den urbanen Raum und durch die Anforderungen des Hochwasserschutzes der Dünnern und des Augstbach vorgegeben.