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zu neun Monaten Haft auf Bewährung und 160’000 Franc (etwa 40’000Franken) Geldstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Paris fasste mitseiner Berufungsentscheidung fünf einzelne Verurteilungen zusammen.
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Roberto Calvi, Bankier des Vatikans.
85jährige Ex-Kommunist wurde der Leugnung von Verbrechen gegen dieMenschlichkeit, der Rassendiffamierung sowie der Aufstachelung zum Rassenhassschuldig gesprochen. Für sein Buch „Die grundlegenden Mythen der israelischenPolitik“ war Garaudy im Februar in erster Instanz lediglich zu 120’000Franc Strafe verurteilt worden.
Die Richter hoben jetzt auch den Freispruch von Garaudys Verleger PierreGuillaume auf. Der Chef des Verlages La vielle taupe (Der alte Maulwurf)wurde wegen Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu einem halbenJahr Haft auf Bewährung und 30’000 Franc verurteilt.
In dem umstrittenen, 1995 erschienenen Buch werden die Existenz derGaskammern in den Konzentrationslagern des nationalsozialistischen Deutschlandsbestritten und Berichte von KZ-Überlebenden in Frage gestellt. DasVerfahren gegen Garaudy hatte in Frankreich für grosses Aufsehen gesorgt,nachdem sich der Armenpriester Abbé Pierre schützend vor denAutor gestellt hatte. Der populäre Geistliche hatte sich spätervon diesem Schritt distanziert.
Verfahren auch in der Schweiz
Auch in der Schweiz lief ein Gerichtsverfahren aufgrund des umstrittenenBuches. Ein Buchhändler aus Montreux, der die Schrift Garaudys vertriebenhatte, wurde im vergangenen Juli in zweiter Instanz vom WaadtländerKantonsgericht freigesprochen worden. Damit hatte das Kantonsgericht einUrteil des Strafgerichts in Vevey aufgehoben. Das Strafgericht hatte denBuchhändler im Dezember 1997 zu vier Monaten Gefängnis bedingtverurteilt.
Der Waadtländer Staatsanwalt Jean-Marc Schwenter hatte gegen denFreispruch eine Beschwerde beim Bundesgericht angekündigt. Im Februarwar in Genf ebenfalls ein Buchhändler zu einer Busse von 1000 Frankenverurteilt worden. Er hatte in seiner arabischen Buchhandlung GaraudysBuch verkauft. Das Genfer Polizeigericht verurteilte ihn wegen Rassendiskriminierung.
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