Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/95690

<h2>SubmittedText<h2><p>Die SBB verfügen über verschiedene Mittel, um Störungen zu analysieren und Verbesserungsmassnahmen zu erarbeiten, damit die Pünktlichkeit der Züge sowie die Qualität des Schienennetzes garantiert werden. So wurde beispielsweise in der Westschweiz im Jahr 2008 nach einer Zunahme der Störfälle eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingerichtet.</p><p>Kann der Bundesrat im Zusammenhang mit der Verbesserung des Eisenbahnnetzes sagen, welche Bedeutung den Ersatzstrecken im Störungsmanagement beigemessen wird, und insbesondere folgende Fragen beantworten?</p><p>1. Gibt es einen Plan der bestehenden Bahnlinien, die auch als Ersatzstrecken dienen können, um namentlich die Verbindungen in die Städte und Kantonshauptorte, aber auch den Anschluss an den Hochgeschwindigkeitsverkehr zu garantieren?</p><p>2. Wurde oder wird diesem Umstand in den zukünftigen Investitionen in den Ausbau und die Verstärkung des Bahnnetzes Rechnung getragen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. In der Schweiz ist der Fahrplan der Züge vertaktet und in die Anschlussknoten integriert. Bei Verkehrsunterbrechungen werden die Züge grundsätzlich nicht auf eine andere Strecke umgeleitet, sondern fahren in die entgegengesetzte Richtung. Damit können die Kompositionen kontinuierlich im Umlauf bleiben, und die Fahrplanstabilität auf dem ganzen nationalen Streckennetz kann aufrechterhalten werden. Nach diesem Dispositiv werden die Reisenden mit Ersatztransportmitteln (z. B. mit Bussen) zum nächsten Bahnknoten (Grossstädte) gebracht.</p><p>Das Konzept sieht keine Ersatzlinien vor, sondern einen Aktionsplan (mit Checklisten). Im Fall von Verkehrsstörungen können damit sofort nachvollziehbare Entscheide getroffen werden. Die Checklisten bestimmen die Züge, die umkehren müssen oder eventuell umgeleitet werden, und definieren das Vorgehen bei den Ersatzbussen.</p><p>Ausserdem kann ein Teil des Rollmaterials aus technischen oder reglementarischen Gründen nicht auf dem ganzen Streckennetz verkehren, was Umleitungen verunmöglicht.</p><p>Hingegen kann der Grundsatz von Umleitungen im internationalen Verkehr von Fall zu Fall angewendet werden. Bei jedem Fahrplanwechsel werden dafür besondere Massnahmen mit den betroffenen Gesellschaften geplant.</p><p>2. Die Neuinvestitionen in die Bahninfrastrukturen erhöhen die Fahrplanstabilität zusätzlich und ermöglichen ein wirkungsvolleres Störungsmanagement. Auf diese Weise tragen die neuen Infrastrukturen zur Verstärkung des Netzes und zur Verbesserung des Störungsmanagements bei.</p>  Antwort des Bundesrates.