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Maya ist ja eher ruhig und wollte sich nicht aufdrängen, aber jetzt hat sie sich doch bereit erklärt mit mir über ihre langjährige Shar Pei Erfahrung zu sprechen.
Maya, magst du uns ersteinmal etwas über dich erzählen? Wo du herkommst, wie du zu uns gekommen bist und wie du zu deinem Namen gekommen bist?
Ich komme aus Kunming in Yunnan, das ist im Südwesten von China. Du hast da ja auch lange gelebt. Ich war noch ziemlich klein als wir uns getroffen haben. Ich habe mit ein paar Federn unter einem Busch gespielt als ich dich das erste Mal gesehen habe. Du bist überall herum gelaufen und hast immer “Paula” gerufen. Als du mich ganz alleine gesehen hast, hast du nach Menschen gesucht, denen ich gehören könnte. Aber niemand wusste wer ich war. Dann sind wir zusammen zu dir nach Hause gegangen. So kam ich zu euch.
Mein Name Maya, der bedeutet nichts und du hast mir gesagt das du den einfach schön fandest.
Bist du ein Rassehund?
Nicht so wie die Shar Pei mit denen ich zusammen wohne. Und da du mich auf der Strasse gefunden hast weisst du nichts über meine Eltern. Aber ein paar Chinesen haben uns gesagt das ich zu einer Gruppe Hunden gehöre, die Liangshan Hunde ernannt wird. Mir ist das alles egal. Ich bin nur froh bei euch zu sein.
Damals warst du unser jüngster Hund, heute bist du unsere älteste. Und weil wir immer mehrere Hunde hatten, bist du sehr erfahren. Wie lebt es sich mit so vielen anderen Hunden?
Das war und ist immer sehr unterschiedlich. Als ich bei euch eingezogen bin gab es die Paula, den Einstein und den Balu. Paula wollte nichts mit mir zu tun haben, aber sie wollte auch mit den anderen nichts zu tun haben. Einstein wurde anfangs immer wütend wenn ich mit einem seiner Spielzeuge spielen wollte. Er hat nicht gerne seine Sachen geteilt. Balu mochte ich immer am liebsten. Wir haben zusammen gespielt und miteinander gekuschelt.
Dann gab es grosse Veränderungen. Wir alle gingen auf eine riesengroße Reise um die halbe Welt. In einem Flugzeug. Und dann wohnten wir kurz in Berlin. Allerdings nur der Balu, der Einstein und ich. Die Paula wollte nicht mit und hatte sich entschieden bei Freunden von euch zu wohnen. Da wohnt sie bis heute und ist inzwischen fast 15 Jahre alt.
Kurz danach sind wir alle zusammen auf eine weitere Reise gegangen, mit dem Auto. Und seitdem leben wir in der Schweiz. Leider ist kurz danach mein bester Freund Balu gestorben und das hat mich sehr traurig gemacht. Und auch Einstein ist eine Weile danach gestorben. Du warst ja auch so traurig als der Balu gestorben ist und bist ein paar Monate danach zurück nach China geflogen und mit der Diting zurück gekommen. Ich fand sie ja ok, aber spielen wollte ich nicht mit ihr.
Ich mache das inzwischen wie Paula damals. Ich ignoriere sie. Aber so richtig funktioniert das nicht, denn sie will immer bei mir liegen. Aber da sie mich sonst nicht weiter nervt, lasse ich sie das tun.
Letztes Jahr kam auf einmal noch der Panhu dazu. Du sagtest mir das ich den vielleicht mehr mögen würde, weil er ja ein Rüde ist. Und ich mag ihn auch. Wir verstehen uns sehr gut. Aber ich mag nicht mehr spielen. Ich glaube ich bin zu alt dazu. Ich liege lieber auf dem Sofa, laufe draussen herum und schnüffele an Blumen. Und ich habe ja dich und Pierre. Das ist alles was ich brauche im Leben.
Ende letzten Jahres ist ja dann auch noch die Lily aufgetaucht. Mit ihr wollte ich die ersten Wochen rein gar nichts zu tun haben. Ich dachte mir, wenn ich sie von Anfang an ignoriere, dann lernt sie direkt mich in Ruhe zu lassen. Doch das hat nicht so richtig funktioniert. Ich verstehe das nicht. Sie will jetzt auch immer bei mir liegen und mit mir spielen. Ich glaube ich habe das irgendwie falsch gemacht. Aber ich verspreche dir, das ich das beim nächsten mal besser machen werde falls ihr noch einen Hund hier wohnen lasst!
Was gefällt dir am besten an den Shar Pei?
Das sie draussen nichts fressen und alles was wir finden für mich ist, wenn ich schnell genug von dir weglaufe, denn du möchtest das nie das ich irgendwas fresse. Was ich auch an ihnen mag ist das alle so gerne Mäuse auf den Feldern suchen wie ich. Dann sind die sogar mal richtig nützlich.
Und was magst du am wenigsten an ihnen?
Da fällt mir nichts spezielles ein. Im grossen und ganzen sind die schon in Ordnung.
Du bist ja viel in der Welt herum gekommen. Verstehst du denn auch mehrere Sprachen?
Natürlich. Also zumindest die Wörter, die du benutzt damit ich etwas bestimmtes mache. Denn dafür gibt es oft etwas leckeres. Du findest es ja scheinbar toll wenn ich sitze wenn du es sagst, oder zu dir komme wenn du es sagst, auch wenn ich draussen eigentlich mit etwas anderem beschäftigt bin. Jedenfalls kenne ich diese Wörter alle auf Deutsch, Englisch und Chinesisch.
Wenn du dir etwas wünschen könntest, was wäre das?
Ein Steak, nein, zwei Steak, nein, einen Braten! Ach Quatsch, eine halbe Kuh!
Vielen Dank Maya für dieses Interview.