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Wissenswertes
Wie holen die Wurzeln die Nahrung aus dem Boden?
Antwort:
Die Wurzeln versorgen den Baum dank ihren Feinwurzeln mit rohem Saft. Diese saugen das Wasser und die gelösten Stoffe durch die Wände ihrer jungen Zellen, wobei sie von den sie überziehenden Wurzelpilzen wirksam unterstützt werden. Die Wurzel selbst ernährt sich von dem in den Blättern aufbereiteten Saft, der durch die Rinde transportiert wird.
Die Wurzeln gewisser Bäume können den Stickstoff der Luft mit Hilfe von Knöllchenbakterien (Erle) oder mit Hilfe von Pilzen (Robinie) binden.
Wozu dienen die Blätter?
Antwort:
Sie spielen eine wesentliche Rolle, indem sie den rohen Saft (Wasser und Nährstoffe aus dem Boden) in den zuckerhaltigen, aufbereiteten Saft umwandeln. Aus anorganischen (d.h. nicht von Lebewesen stammenden) Substanzen bilden sie organische Verbindungen, die von der grossen Mehrzahl der Pflanzen- und Tierarten aufgenommen werden können. Zudem produzieren die Blätter den zum Atmen notwendigen Sauerstoff und binden gleichzeitig Kohlenstoff. Wir Menschen können uns nicht von Kohlendioxid der Luft, von Sonnenenergie, Wasser und Nährstoffen aus dem Boden ernähren. Das Chlorophyll der Blätter dagegen ist durch Fotosynthese, in der Lage, diese verschiedenen Elemente zu Kohlehydraten (Zucker) umzuwandeln, welche die Grundstoffe für die Synthese der Fette und Eiweisse bilden. Ohne diesen Assimilierungsprozess durch das Chlorophyll gäbe es auf der Erde keine Wälder, keine Vögel, keine Pilze, keine Säugetiere, keine Fische, keine Menschen.
Wo fliesst der Saft durch?
Antwort:
Von den Wurzeln steigt der rohe Saft im Splintholz, der äusseren und noch lebenden Holzschicht aufwärts in den Baum, wobei vor allem die jüngsten Jahrringe benützt werden. Der in den Blättern gebildete aufbereitete Saft wird durch den Bast, die innere Schicht der Rinde in alle lebenden Teile des Baumes, bis hinunter zu den Wurzeln, transportiert. Das Splintholz, das aus den frischen Jahrringen besteht, enthält Reservestoffe sowie die Leitgefässe, durch welche das Wasser und die Nährstoffe bis zu den Blättern geführt werden. Das Kernholz in der Mitte des Stammes dagegen ist völlig verschlossen. Die enormen Kräfte, welche die Wassersäulen bis in eine Höhe von 50, ja sogar 100 Meter hinaufpumpen, resultieren aus verschiedenen Vorgängen. Während die Wurzeln mithelfen, die Säfte einige Meter weit durch die Leitgefässe zu drücken, ist es vor allem der Unterdruck infolge der Verdunstung in den Blättern, welcher den Saft, unter anderem in Verbindung mit den Kapillarkräften nach oben saugt.
Stammt der Tannzapfen von einer Tanne oder Fichte?
Antwort:
Wenn man am Boden einen ganzen Zapfen findet, stammt er von einer Fichte. Unter der Weisstanne findet man nur Schuppen, da bei ihr die Zapfen bereits am Baum zerfallen. Ein anderer Unterschied: Am Baum erkennt man die Fichtenzapfen, weil sie hängen, wogegen die Zapfen der Weisstanne aufrecht stehen.
Quelle: Bürgergemeinde Burgdorf