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Wichtiger Bestandteil des energieeffizienten Bauens und Wärmeschutzes sind die Dämmstoffe. Die Rohdichten [kg/m³] und die daraus resultierende Wärmeleitfähigkeit λ [W/mK] ist die entscheidende Kenngrösse zur Beurteilung ihrer Eigenschaft: je geringer die Rohdichte und der λ-Wert umso besser das Dämmvermögen.
Neben der Dämmleistung müssen im Planungsprozess aber weitere Eigenschaften, wie die Brandschutzklasse, Druckfestigkeit, Wasseraufnahme, Verrottbarkeit oder der Energieaufwand in der Produktion in der Bewertung eines Dämmstoffs Beachtung finden. Da alle Dämmstoffe über unterschiedliche Eigenschaften verfügen, muss eine objektbezogene Festlegung getroffen werden.
Bei dem Dämmmaterial Schaumglas bleiben die charakteristischen Eigenschaften von Glas weitgehend erhalten. Es ist ein aus silikatischem Glas durch Zugabe von Treibmitteln werksmässig aufgeschäumter, geschlossenzelliger Dämmstoff. Das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Schaumglas ist üblicherweise Sand, der mit Spezialzusätzen zu Glas geschmolzen wird. Dieses wird abgekühlt, zerkleinert und zu Pulver gemahlen. Dem Pulver wird Kohlenstoff in feinst verteilter Form zugemischt. Beim Erhitzen in Öfen auf über 1.000°C oxidiert der Kohlenstoff unter Bildung von Glasblasen, die den Aufschäumprozess auslösen. Die Herstellung von Schaumglas erfolgt in Formen, da wegen der beim Abkühlen auftretenden Spannungen eine kontinuierliche Strangfertigung kaum möglich ist. Die in beheizten Kühlöfen abgekühlten Blöcke werden besäumt und auf Solldicke geschnitten.
Mineralfaserdämmstoffe, auch Glaswolle oder Steinwolle genannt, bestehen aus Basalt, Hochofenschlacke oder anderen Mineralien. In der Herstellung werden mittels feiner Düsen oder Dampfstrahler aus deren dünnflüssiger Schmelze Fasern geformt, aus denen dann die Dämmplatten entstehen können.
Polyurethan-Hartschaum (PUR) zählt wie EPS und XPS zu den Schaumkunststoffen, PUR-Hartschaum ist die Bezeichnung für eine Dämmstoff-Familie, die auch sogenannte Polyiso-Hartschaumdämmstoffe (PIR-Schäume) mit einschliesst. PUR-Produkte verfügen über eine der niedrigsten Wärmeleitfähigkeiten aller in der Praxis bekannten Dämmstoffe. Sie sind überwiegend geschlossenzellige, harte Schaumstoffe, die durch chemische Reaktion flüssiger Grundstoffe unter Zusatz von Treibmitteln entstehen. Ausgangsstoffe sind neben Erdöl auch nachwachsende Stoffe, wie z.B. Zuckerrüben, Mais oder Kartoffeln. Als Treibmittel werden hauptsächlich Kohlenwasserstoffe (Pentan) eingesetzt. Die Entwicklung auf dem Gebiet der Treibmittel ist noch nicht abgeschlossen.