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Chibodia - an der Zukunft Kambodschas bauen
Als ich Sam von Chibodia im Sommer 2008 das erste Mal traf, war er grade dabei, in einem kleinen Ort unweit von Udong eine Schule für mehrere Hundert Kinder zu bauen. «Die Kinder kommen zum Teil von Orten hierher, die fast zehn Kilometer entfernt liegen», erklärte mir Sam die prekäre Schulsituation in dem historischen Ort, der einst Hauptstadt Kambodschas war. Der Grundriss der Schule war bereits gebaut, die Rückwände standen auch schon, doch es sollte noch ein paar Wochen dauern bis zur Eröffnung der vier neuen Schulräume. Und dann erwähnte Sam beiläufig noch, dass er in Phnom Penh vor ein paar Tagen gerade ein Kinderheim eröffnet habe.
Die Dinge in Kambodscha ändern sich ausserordentlich schnell. Seit 2007 besuche ich dieses wunderbare Land mindestens einmal pro Jahr, und dennoch lässt mich das Tempo der Entwicklung jedes Mal für ein paar Momente staunen. Noch erstaunlicher ist allerdings, was Chibodia in dieser Zeit auf die Beine gestellt hat: Zusammen mit seiner Frau Anne und Mitstreitern Chibodias (darunter auch Nader, der verstorbenen Gründer von Aziza’s Place) hat der ehemalige Krankenpfleger Sam nicht nur die eingangs erwähnte Landschule für rund 400 Kinder ausgebaut, sondern auch zwei Kinderheime und ein Studentenwohnheim in Phnom Penh eröffnet, drei Motomedix-Kliniken aus dem Boden gestampft und ein riesiges Ab- und Trinkwasser-Projekt in Andoung verwirklicht.
Mit Letzterem erreicht Chibodia eine Stufe der Entwicklung, die der Bewältigung von Kernproblemen im krisengeschüttelten Kambodscha etwas entgegen zu setzten vermag. Das «Clean Drinking Water Project» (verwirklicht in Zusammenarbeit mit dem lokalen NGO "Organisation of the Devolopment for the People of Cambodia" unter der Leitung von Hang Abrahamsimiting) versorgt den grössten Slum Kambodschas, Andoung Village, nicht nur mit sauberem Trinkwasser, sondern bringt gleichzeitig ein Abwassersystem in den regelmässig überfluteten Slum. Dadurch soll der Slum endlich trocken gelegt werden, was schliesslich auch die Ausbreitung von Krankheiten reduziert.
Wir unterstützen Chibodia, weil es sich in all den Jahren nicht vor den überwältigenden Problemen hat erdrücken lassen, die den kambodschanischen Alltag prägen. Wir bewundern den Enthusiasmus, die Energie und den Willen, mit dem Sam, Anne und alle anderen Mitarbeiter von Chibodia in den letzten Jahren die Situation für viele kambodschanische Kinder und Erwachsene verbessert haben. Erwähnenswert ist ausserdem, dass die Verwaltungsausgaben von Chibodia voll vom Kreis der aktiven Chibodia-Mitglieder getragen werden. Somit kommt jeder gespendete Franken direkt bei den Menschen in Kambodscha an.
Für Details über die einzelnen Projekte von Chibodia verweisen wir auf die Website der Organisation: www.chibodia.org
Stand: Oktober 2011