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Infolge des Klimas, das in unserem Bett herrscht (Wärme und Feuchtigkeit) und der Nahrung (Hautschuppen) die wir täglich liefern, vermehren sich Milben schnell und in grossen Mengen. Egal, ob natürliche oder synthetische Matratze, Luft- oder Wasserbett, überall vermehren sich die Milben wunderbar. Latex-Matratzen stellen zusätzlich das Risiko einer weiteren Sensibilisierung (Allergie auf Latex) dar.
Neue Matratzen und Kissen zu beschaffen, hilft nur sehr kurzfristig. Innerhalb weniger Monate sind sie wieder voller Milben. Nach 6 Monaten kann eine neue Matratze mehrere 100'000 Milben enthalten!
Um allergischen Reaktionen vorzubeugen sollte man keinen Kontakt mit dem Allergen haben. Die einfachste und effektivste Methode ist das Überziehen der Matratze, des Duvets und Kopfkissens mit einem milbenallergendichten Schutz.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass durch die Verminderung der Allergenexposition mittels allergendichten Überzügen folgende Vorteile zu verzeichnen sind:
Die Überzüge müssen allergendicht sein und gleichzeitig Wasserdampf durchlassen, da der Körper während der Nacht bis zu 0,8 Liter Wasser durch Schwitzen verliert.
Zusammengefasst müssen die milbenallergendichten Überzüge (encasing), nach den Empfehlungen der Spezialisten7, folgende Kriterien erfüllen:
1) Wickmann, Allergy 1996; 51:511 & Ehnert, JACI 1992, Halken, JACI 2003. 2) Herbert, A.I.R.C.C.M. 1995; 12:369. 3) Nishioko, J.Allergy Clin.Immunol. 1998; 101:28. 4) Marks GB, Allergy 1998; 53 (suppl48): 108-114. 5) Custovic, Thorax 1998; 53:63. 6) Lau, JACI 1997. 7) Ewers, U; Allergo J 2000; 9 (5): 261-270. 8) Mahakittikun, J.Allergy Clin. Immunol. 2006;118:1164-8.
Erwünschte Resultate für die Prävention bei einer Milbenallergie kann man nur mit der richtigen Wahl eines Antimilben-Bezugs erzielen. Unzählige Milbenschutzbezüge kursieren auf dem Markt, die bei wissenschaftlichen Studien kläglich versagt haben. Das Journal of Allergy and Clinical Immunology, eines der bekanntesten Zeitschriften in der Allergologie, hat eine Vergleichsstudien über die Effizienz von verschiedenen Encasings veröffentlicht. Nur die enggewobenen Textilien haben sich als wertvoll und effizient herausgestellt. Die Resultate haben gezeigt, dass andere Arten von Bezügen, wie wachsartige, tissus-no-tissus (Vlies aus Polypropylene), Gewebe mit Membran (Teflon), Gewebe mit Membran in Polyurethane sowie Gewebe mit Akariziden durchlässig sind und/oder innerhalb von wenigen Tagen von Milben kolonisiert werden. Auf diese Weise wird die Wirkung als Barriere zunichtegemacht.
Es ist eine undurchdringliche Barriere und verhindert, dass die Milben seine Oberfläche besiedeln. MICROAIR® ist luft- und wasserdampfdurchlässig, raschelt nicht und wird nicht von Pilzen und Bakterien kolonisiert. Die Veredlung wird weder durch intensiven Gebrauch noch durch Waschvorgänge abgebaut oder reduziert.
Sie werden nicht nur schnell von Milben kolonisiert, sondern halten den Staub gar fest (dies wegen ihrer unordentlichen Struktur). Diese grosse Ansammlung von Allergenen werden dann von den Menschen beim Schlafen inhaliert.
Das Bild zeigt Milbeneier eingeklemmt in der unordentlichen Struktur eines Tissus-no-Tissus-Bezugs.
Das TNT wird dank der besonderen Fähigkeit "Staub einzufangen", seit längerem als Einweg-Staubsaugerfilter genutzt. Die Zertifikate, die für die Qualität dieser Materialien ausgestellt wurden, basieren NUR auf der Fähigkeit Staub aufzufangen. Ein Encasing ist jedoch keinen Staubsauger!
Sehr oft werden Baumwolltextilien mit einer Membrane von Polyurethan gekoppelt. Dadurch kann die Luft nicht zirkulieren und man beginnt zu schwitzen. Folgen sind Schimmel und unangenehme Gerüche.
Generell sind diese Textilien aus Baumwolle oder synthetischen Fasern mit chemischen Substanzen (wie z.B. Pyrethrum oder Permethrin) behandelt worden, welche eine Antimilbenwirkung abgeben. Da diese Gewebe nicht enggewoben sind, können sie keine physische Barriere der Allergene darstellen. Auch wenn am Anfang die Akarizide einen gewissen Effekt vorweisen können, werden die Milben sehr schnell neue Nahrungsmittel (in Form von unseren Hautschuppen) finden und sich weitervermehren.
Es wird versucht, die Natürlichkeit der Baumwolle in den Vordergrund zu stellen. Jedoch kann Baumwolle keine physikalische Barriere gegen Milben und deren Allergene darstellen, da der Faden zu dick und unregelmässig ist. Um diesen Eigenschaften entgegenzuwirken, wurden sie mit einer atmungsaktiven Harzschicht kombiniert. Die Wirksamkeit ist limitiert, da sobald Falten und Kluften gebildet werden, die Dichtheit nicht mehr gewährleistet ist. Dies ist insbesondere nach einem Waschvorgang bei 60°C der Fall, welcher aber für die Beseitigung der Milben unerlässlich ist.
Es gibt auch Produkte, die als Milbenfänger angeboten werden. Wie Sie bereits wissen, wird die Milbenallergie durch den Kot der Milben verursacht und nicht durch das Tier Milbe. Diese Allergene sind sehr stabil und bleiben über Jahre in Ihrem Bett, Sofa, etc. und zudem ist es sehr unwahrscheinlich, alle Milben einzufangen. Aus diesem Grund müsste der Vorgang immer wieder wiederholt werden, was zu sehr hohen Kosten und zu nicht zufriedenstellenden Ergebnissen führen würde.
Sie bestehen aus ultradichtem Mikrofaser-Gewebe, das normalerweise für die Herstellung von Schutzkleidung in Sterilräumen verwendet wird. Solche Gewebe sollten auch als Barriere für Katzenallergene dienen (dessen Grösse 2 Mikron beträgt, während die Milbenallergene 10 Mikron messen). Aufgrund ihrer zu dichten Textur sind diese Stoffe für die Herstellung von Anti-Milbenschutz-Bezüge nicht geeignet. Während sie den Luftdurchgang ermöglichen, beschränken sie nämlich den Durchgang von Feuchtigkeit. Das hat zwei negative Folgen:
Diese Abdeckungen müssen sehr oft gewaschen werden (mindestens einmal pro Monat), damit die Matratze "atmen" kann, und können leicht von Schimmel und Pilzen befallen werden (im Gegensatz zum Microair® sind sie nicht permanent antimikrobiell geschützt).
Hinzu werden häufig Kissen, Duvets und Matratzen für "Milbenallergiker" angeboten. Meistens werden diese Bettwaren mit chemischen Substanzen, die die Nahrung der Milben ungeniessbar machen, behandelt. Sobald aber der Mensch sich zum Schlafen hinlegt, wird er Hautschuppen und Haare verlieren, die die neue Mahlzeit der neuen Generation der Milben darstellt. Somit sind solche Lösungen ohne Garantie für Milbenallergiker.