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Die zum Weltkulturerbe zählende malaysische Stadt Malacca wird künftig frei von Tabakqualm sein. Malacca werde ab dem 15. Juni die erste rauchfreie Stadt Malaysias sein, sagte Gesundheitsminister Liow Tiong Lai am Montag.
"Die Idee ist, frische Luft und eine saubere Umwelt für Touristen und Malaysier zu schaffen, um die historische Stadt zu geniessen", sagte er. Ausserdem solle durch die geringere Luftverschmutzung die historische Bausubstanz geschützt werden. Das Rauchverbot betrifft die gesamte Stadtfläche von 4,2 Quadratkilometern sowie vier andere Gebiete im Bundesstaat Malacca.
Ein Verstoss gegen das Rauchverbot wird dem Minister zufolge mit einer Geldstrafe von mindestens 300 Ringgit (rund 84 Franken) bestraft - die Höchststrafe liege bei 5000 Ringgit. Der Regierungschef von Malacca, Mohamad Ali Rustam, sagte der Zeitung "Star", weitere Touristenziele in dem südlichen Bundesstaat sollten in rauchfreie Zonen verwandelt werden. Rauchen ist in dem südostasiatischen Land weit verbreitet.
Weltkulturerbe
Malacca, ein jahrhundertelanger Knotenpunkt für den Handel zwischen Ost und West, ist bekannt für seine reich verzierten Gebäude, Kirchen und Festungen. Im 15. Jahrhundert wurde dort das malaysische Sultanat gegründet, das Anfang des 16. Jahrhunderts von Portugal und später von den Niederlanden erobert wurde.
Im Jahr 2008 nahm die UNO-Kulturorganisation UNESCO Malacca gemeinsam mit Georgetown auf der Insel Penang in die Weltkulturerbe-Liste auf. Aufgrund des Verfalls des historischen Viertels von Malacca gab es zuletzt jedoch Warnungen, die Hafenstadt könne von der Liste entfernt werden.