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Untertitel: Kommission soll neue Vorschläge prüfen
«Ich habe mich getäuscht», sagte Stamm am Dienstag auf Anfrage. Bisher habe sie stets dafür plädiert, dass das Rütli am 1. August für alle offen sein solle – und sie habe geglaubt, dass sich auch die Rechtsextremen an gewisse Grundregeln hielten. «Aber was am Montag passiert ist, war unwürdig.» Zwar sei schon Kaspar Villiger während seiner Ansprache auf dem Rütli im Jahr 2000 von Rechtsradikalen ausgepfiffen worden. Aber damals seien die Störmanöver bloss punktuell gewesen. Zudem sei Villiger nicht derart respektlos persönlich angegriffen worden wie Samuel Schmid dieses Jahr. Für Stamm ist klar, dass die veranstaltende Rütlikommission bei ihrer nächsten Sitzung entscheiden muss, ob und in welcher Form die nächste Rütlifeier stattfindet. Möglichkeiten, die Störung durch die Skinheads zu verhindern, gibt es verschiedene. Und Stamm betont, dass nach den diesjährigen Vorfällen alle geprüft werden müssten. Allerdings sehe sie überall auch Nachteile. Probleme ergäben sich etwa, wenn die Feier für nächstes Jahr abgesagt würde. Wenn man das tue, müsse die Wiese faktisch vom 31. Juli bis 2. August geschlossen werden, sagte Stamm. Heikel sei auch die Idee, nur noch geladene Gäste zur Feier zuzulassen, weil die Polizei in diesem Fall die Rechtsextremen von der Feier fernhalten müsste.