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Nach einer Infektion mit dem Coronavirus und einer Lungenentzündung war Ty eigentlich schon wieder auf dem Weg der Besserung.
Im März hatte sich der englische Rapper Ty mit dem Coronavirus infiziert und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Nachdem Ärzte ihn zwischenzeitlich in ein künstliches Koma versetzt hatten, befand er sich eigentlich schon wieder auf dem Weg der Besserung. Umso erschütternder wirkt daher die Nachricht vom Tod des Künstlers infolge einer Lungenentzündung. Ben Chijioke, wie Ty mit bürgerlichem Namen hieß, wurde nur 47 Jahre alt.
Freunde sammelten Spenden
Mithilfe einer Spendenkampagne hatten Freunde und Verwandte zuvor bereits 20.000 Pfund gesammelt, um Ty zu unterstützen. “Er ist dieser Freund, dem man alles anvertrauen kann, ohne verurteilt zu werden. Der immer hilft und teilt, aber sich selbst nicht traut, andere um Hilfe zu bitten“, heißt es auf der von seiner guten Freundin Diane Laidlaw erstellten Spendenseite. “Ich habe diese Seite erstellt, damit er nach GAR NICHTS fragen muss, wenn er wieder aus dem Krankenhaus raus ist. Das einzige, das er dann tun muss, ist sich ausruhen und sich erholen. Ty war ein Leuchtturm in der Gemeinschaft, jetzt benötigt er deren Hilfe” erklärte sie.
Ihr vorletztes Update am 19. April machte Hoffnung, dass Ty sich wieder erholen werde. Er habe die Intensivstation verlassen und es gehe ihm schon viel besser, schrieb sie: “Wir freuen uns so. Wir haben die Spendenkampagne nun beendet. Vielen Dank, Leute.”
Leider erkrankte Ty auf der Normalstation dann an einer Lungenentzündung, die seine Genesung stark beeinträchtigte. “Am Ende konnte Tys Körper nicht mehr dagegen ankämpfen. Das ist ein Schock für uns alle“, sagte Laidlaw.
Hip Hop als Ausweg
Für den 1972 in London geborenen Sohn einer Einwandererfamilie aus Nigeria bot Hip Hop einen Weg, um Anerkennung zu finden. Dies gelang ihm gleich zu Beginn seiner Karriere mit dem ersten Album “Awkward“, aber auch schon zuvor mit seinen ersten Schritten in der Spoken Word-Poetry-Szene. Seine zweite LP “Upwards” brachte ihm sogar eine Mercury Prize-Nominierung ein.
Kollegen trauern um Ty
Kollegen und Weggefährten wie Ghostpoet und Talib Kweli reagierten mit Trauer auf die Nachricht. “Hip Hop, unsere Künstler sind überproportional hart von Covid-19 betroffen, weil wir aus Gemeinden kommen, die überproportional stark betroffen sind“, gab US-Rapper Talib Kweli zu Bedenken. De La Soul, mit dem Ty.
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