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Fragen rund um gesellschaftliche Ungleichheit haben in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit erhalten. Einige sehen etwa jüngste politische Ereignisse wie den BREXIT, die US Präsidentschaftswahlen und das Erstarken der AFD als eine Folge zunehmender ökonomischer Ungleichheiten und eines mangelnden Funktionierens von demokratischen Institutionen, um diesen zu begegnen. Auch der Bestseller von Thomas Piketty hat das Bewusstsein um Ungleichheit geschärft. In diesem wurde auf Basis einer historischen Analyse von Steuerdaten das Argument entwickelt, dem Kapitalismus wohne eine Tendenz zu zunehmender Ungleichheit inne. Pikettys historische Untersuchung wurde nicht zuletzt dadurch untermauert, dass in den letzten Jahrzehnten eine Zunahme der Einkommensungleichheit besonders im anglo-amerikanischen Raum beobachtet werden konnte. Diese wird häufig in Zusammenhang mit dem technologischen Wandel gesehen, der zu einschneidenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen führe. Doch nimmt die Ungleichheit dadurch unausweichlich zu? Die sozialwissenschaftliche Forschung kann zum Verständnis dieser aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen einen Beitrag leisten, indem sie aufzeigt, in welchem Ausmass Ungleichheiten vorliegen, wie sie sich verändern und welche Faktoren für die Veränderung eine Rolle spielen.
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Grundlagenwissen für die Beantwortung dieser Fragen. Aufbauend auf den Arbeiten des SNF-Projektes „Ungleichheit der Einkommen und Vermögen in der Schweiz“ (-> zur alten Webseite im Archiv) arbeitet das Projekt mit einer Verknüpfung von kantonalen Steuerdaten mit weiteren Administrativ- und Befragungsdaten. Damit wird eine neue Grundlage für die Untersuchung ökonomische Ungleichheit in der Schweiz geschaffen, die die Mängel bisherige Ansätze angeht und neue Möglichkeiten eröffnet.
SNF-Projekt 178973