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Henri Matisse war nicht nur einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, sondern auch einer der grossen Pioniere der modernen Kunst, der in seinen Bildern alle Möglichkeiten der Figuration und der Abstraktion ausschöpfte. Bis in unsere Zeit ist er ungeheuer einflussreich geblieben. Am 31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis (Nordfrankreich) geboren, begann Matisse zunächst Jura zu studieren, bis er sich 1891 ganz der Kunst widmete.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er der führende Künstler des farbbetonten und expressiven Fauvismus. Seine Kunst war in der Folgezeit geprägt von der Hinwendung zu einer experimentellen Einfachheit, zu einer archaisierenden Figuration, die sich auf reine Farben und Formen konzentrierte. Nach den durch ornamentale Figuration bestimmten 1920er Jahren, die wiederum zu einer Konzentration auf Fläche und Farbe als Formprinzipien führte, fand Matisse in den 1940er Jahren trotz schwerer Erkrankung zu seinem monumentalen Spätstil: Den grossen farbigen Scherenschnittkompositionen, für ihn die Erfüllung seiner lebenslangen Suche nach der perfekten künstlerischen „Décoration“.
Matisse starb am 3. November 1954 in Cimiez oberhalb von Nizza.