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Angesichts der vielen Diskussionen bezüglich der neuen parteipolitischen Zusammensetzung des Bundesrates würde ich mich auch gerne dazu äussern.
Die FDP sei die Schwesterpartei der SVP weil sie für einen zweiten SVP-Bundesrat einsteht und gefährde damit die Demokratie und die Souveränität der Schweiz. Es sei inakzeptabel, dass die SVP, die die Schweiz nur abschotten will, noch mehr Macht im Bundesrat bekäme. Ein zweiter SVP-Sitz wäre schlicht ein Schlag ins Gesicht unserer Demokratie.
So die Kritik, die meist von den Linken kommt. Nun würde ich gerne zuallererst nachfragen, ob wir dasselbe unter dem Begriff 'Demokratie' verstehen. Ich weiss nicht, wie ihr das seht, aber für mich heisst Demokratie nicht 'die Herrschaft der richtigen Meinungen' oder 'die Herrschaft der besten Partei' sondern 'die Herrschaft des Volkes'. Auch ich bin mit der Politik der SVP nicht einverstanden, schliesslich ist es die Partei, die am Donnerstag im Nationalrat ein Asylmoratorium forderte, sich strikt gegen die gleichgeschlechtliche Ehe einsetzt und die Schweiz abschotten will (um nur einige Besipiele zu nennen). Nur in wenigen Punkten teile ich die Meinung dieser Partei, jedoch ist das völlig egal, inwiefern man einer Partei zustimmt oder eben nicht. Die SVP ist die mit Abstand (welcher sich am 18.Oktober sehr wahrscheinlich noch vergrössern wird) wählerstärkste Partei der Schweiz. Es kann folglich nicht sein, dass die zweit- und drittstärkste Partei zwei Bundesräte hat und die wählerstärkste nur einen. Selbstverständlich gab es einen Grund, weshalb die SVP ihren Sitz 'an die neue BDP abgeben musste' jedoch ist dies, meines Erachtens, so bald wie möglich zu korrigieren. Denn nur aufgrund der politischen Einstellung einer Partei, mit der man selbst nicht einverstanden ist, sollte man dieser nicht einen zweiten Bundesrat verweigern. Die SVP ist die wählerstärkste Partei und deshalb steht ihr der zweite Sitz zu, Punkt.