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Die Lichttherapie ist ein Ansatz zur Behandlung von Störungen des zirkadianen Rhythmus und bestimmter damit verbundener Pathologien. Sie wurde in den 1980er Jahren entwickelt und wird heute hauptsächlich zur Bekämpfung saisonaler Depressionen eingesetzt. Sie besteht darin, die Augen einem sonnenähnlichen Licht auszusetzen, um den von manchen Menschen empfundenen Mangel an Sonnenlicht auszugleichen.
Ab dem Herbst reagieren manche Menschen besonders empfindlich darauf, dass die Tage kürzer werden und ihre Laune sinkt deswegen. Etwa 3% der Schweizer Bevölkerung leiden jedes Jahr an einer saisonalen Depression. Darüber hinaus verändert der Lichtmangel unsere biologische Uhr und stört unseren Schlaf, was unsere Stimmung trübt.
Mit Lichtwellen die Stimmung wiederherstellen
Ohne Sonnenlicht schüttet das Gehirn weniger Serotonin – das berühmte Glückshormon – aus, weshalb der Blues im Herbst/Winter häufig auftritt. Ausserdem fühlen wir uns insgesamt müder und haben weniger erholsamen Schlaf.
Der Grund für die Schlafstörungen liegt darin, dass das Schlafhormon Melatonin in der Dunkelheit, während der Nacht, produziert wird. Daher kann ein Rückgang des Sonnenlichts zu einer Störung dieses Prozesses führen, einschliesslich des Gefühls, «nicht wach» zu sein.
Wenn Sie der Mangel an Licht belastet, kann eine Lichttherapie-Lampe Ihre Laune verbessern. Eine 30-minütige Lichtexposition pro Tag reicht aus, um die Stimmung zu heben und den biologischen Zyklus wiederherzustellen. Sie sollten etwa 30 Zentimeter von der Lampe entfernt sitzen, am besten morgens nach dem Aufwachen.
Nach dem Aufwachen in Topform
Das von der Lampe erzeugte Licht, das von der Netzhaut aufgenommen wird, hemmt die Produktion von Melatonin, welches das Wachsein begünstigt. Sie fühlen sich am Morgen besser und vor allem ausgeruht.
Dieser Ansatz ist nicht nur bei der Bekämpfung von Depressionen wirksam, sondern wird auch empfohlen, um einen Jetlag schneller zu überwinden. Es ist auch erwiesen, dass die Lichttherapie das prämenstruelle Syndrom lindert.
Man sollte beachten, dass diese Geräte zwar die Lichtintensität der Sonne imitieren, aber keine UV-Strahlen abgeben und daher nicht schädlich für die Haut sind. Dagegen ist ihre Verwendung verboten, wenn Sie lichtsensibilisierende Medikamente einnehmen oder wenn eine Augenkrankheit vorliegt (Katarakt, Glaukom usw.).