Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03651.jsonl.gz/3020

Über die Anzahl der Waisenkinder auf Kap Verde gibt es keine genauen offiziellen Angaben. Aufgrund der schwierigen Lebenssituation der Waisen und der von ihren Eltern verlassenen Kinder auf den Inseln beschloss SOS-Kinderdorf dennoch, das Konzept Hermann Gmeiners in diesem Inselstaat einzuführen. Obwohl die Regierung der Kapverden eine Reihe von Gesetzen zum Schutz der Kinder vor den schlimmsten Formen der Kinderarbeit verabschiedet hat, müssen immer noch viele Kinder sehr harte Arbeit verrichten. Hunderte kleiner Jungen arbeiten in der Landwirtschaft, wo sie gefährliche Maschinen bedienen müssen und Pestiziden ausgesetzt sind. Berichten zufolge arbeiten viele Kinder als Hausangestellte, verkaufen Kleinwaren auf den Straßen und putzen Windschutzscheiben an Ampeln. Häufig müssen Kinder arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. Viele von ihnen bekommen daher keine vernünftige Grundausbildung. Die kapverdische Regierung hat gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) ein Sozialprogramm verabschiedet, um die schlimmsten Formen der Kinderarbeit auszurotten.
Kinder aus unserem Familienstärkungsprogramm genießen die Möglichkeit zu spielen (Foto: C. Ladavicius).