Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03343.jsonl.gz/763

Zugs Vorsprung auf die Konkurrenz beträgt neu 15 und mehr Punkte. Der Rekordvorsprung des EVZ ist nicht unerheblich. Schliesslich hat die National League schon festgelegt, was sein wird, sollten die Playoffs im Frühling nicht beendet (oder nicht gespielt) werden können. Der Gewinner der Qualifikation würde zum Meister erklärt, sofern alle Teams mindestens 39 Partien (= 75 Prozent der Regular Season) bestritten haben.
Die Liga plant, die Qualifikation über den 22. März hinaus zu verlängern, damit alle Klubs möglichst viele der geplanten 52 Runden spielen können.
Das relevanteste Ranking derzeit ist jenes der gewonnenen Punkte pro Spiel. In dieser Wertung führt der EV Zug (2,34 Punkte pro Spiel) weniger klar. Erster Verfolger ist Lausanne (2,05 Punkte pro Partie). Lausanne bestritt am Freitag in Ambri das erste Spiel seit drei Wochen und setzte sich souverän 6:0 durch.
Das Verfolgerduell zwischen Fribourg (3.) und Servette (5.) gewann Gottéron mit 3:2. Davos führte beim 9:2-Erfolg über die SCL Tigers schon nach 20 Minuten 6:1. Und Biel gewann das zweite von drei Duellen gegen die Rapperswil-Jona Lakers innerhalb von neun Tagen mit 3:1.
Biels Blitzstart
Schon letzten Sonntag legte Biel die Basis zum Sieg über die Rapperswil-Jona Lakers (damals 2:1) im ersten Abschnitt. Fünf Tage später siegte Biel gegen die Lakers erneut, diesmal mit 3:1, und wiederum fiel im ersten Abschnitt mehr als eine Vorentscheidung.
Innerhalb von weniger als sechs Minuten ging Biel gegen Rapperswil-Jona 3:0 in Führung. Mike Künzle (12.), Toni Rajala (13.) und Michael Hügli (18.) erzielten die Tore.
Die erfreulichste Nachricht für die Lakers gab es am Freitag neben dem Eis: Melvin Nyffeler, der Rapperswils Keeper, hat sich entschieden, mindestens eine weitere Saison lang das Tor der Lakers zu hüten. In jenen sechs Minuten, in denen Biel aus dem 0:0 das 3:0 machte, vermochte aber auch Nyffeler bloss einen von vier Schüssen zu parieren.
Good News kamen auch aus der Bieler Kabine: Seit mehr als einem Monat konnte Stürmer Damien Brunner wieder mittun. Brunner fügte sich sofort gut ein und bereitete nach elf Minuten das 1:0 vor.
Schaulaufen nach Startfurioso
Die Partie Davos – SCL Tigers ergab ein klares Verdikt (9:2) und den sechsten Sieg in Folge der Bündner gegen die Emmentaler.
Die Partie bot indessen auch Kuriositäten. So schossen die SCL Tigers im ersten Abschnitt öfter aufs Tor als die Davoser (16:15), lagen aber in der ersten Pause schon 1:6 (!) zurück. Andres Ambühl, die Davoser Integrationsfigur, buchte fünf Assists und verliess das Eis dennoch nicht mit einer Plus-Bilanz. Dies, weil Ambühl bei zwei Powerplay-Toren assistierte, bei beiden Gegentoren auf dem Eis stand und bei einem Assist kein Plus erhielt, weil er zum Zeitpunkt des Tores das Eis bereits verlassen hatte.
Langnau ging in Davos nach drei Minuten durch Marcus Nilsson in Führung, lag aber schon nach sechseinhalb Minuten 1:3 hinten. Innerhalb von 164 Sekunden erhöhte Davos in der Schlussphase des ersten Abschnitts von 3:1 auf 6:1. Fabrice Herzog erzielte seine Saisontore Nummern 10 bis 12 und den zweiten Hattrick in der National League. Sein persönlicher Rekord in der Qualifikation steht bei 14 Toren (letzte Saison mit Davos).
Fribourgs seltener Sieg gegen Servette
Gottéron revanchierte sich erfolgreich für seine 1:4-Heimniederlage vor fünf Tagen gegen Servette. Und vor allem feierte das Überraschungsteam dieser Saison einen seiner seltenen Siege gegen ein Top-5-Team. Im elften Spiel gegen eine der Elite-Mannschaften kamen die drittplatzierten Freiburger erst zum zweiten Erfolg.
Die Basis legte einmal mehr eine starke Defensive mit Goalie Reto Berra (45 Paraden) als sicherem Rückhalt – und dazu eine Portion Dusel. Vor dem letztlich entscheidenden 3:1 Fribourgs im Mitteldrittel, drückte Servette vehement, aber glücklos auf den Ausgleich. Ein vermeintlicher Treffer Tyler Moys wurde wegen zu hohem Stock aberkannt, dazu kamen zwei Pfostenschüsse.
So kam Gottéron auch ohne seinen angeschlagenen Topskorer Killian Mottet nach fünf Niederlagen zum ersten Sieg gegen Servette seit November 2019.
Lausanne wie vor der Pause
20 Tage Isolation und Quarantäne und die vielen Fälle mit der neuen Corona-Mutation konnten dem Lausanne Hockey Club nichts anhaben. Wie vor der verordneten Pause in Genf (4:1) und gegen Bern (7:1) erwies sich die beste Abwehr der Liga immer noch als äusserst sattelfest. In Ambri setzte sich Lausanne mit 6:0 durch.
Lausanne feierte bereits den siebenten Sieg hintereinander gegen Ambri-Piotta. Tobias Stephan kam mit 38 Paraden den zweiten Shutout in dieser Saison.
Die Vorentscheidung realisierte Lausanne im zweiten Abschnitt, in dem Joel Genazzi (26.), Cory Emmerton (29.) und Cory Conacher in Überzahl (39.) von 1:0 auf 4:0 stellten.