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EntstehungUm die vorige Jahrhundertwende wurde in einer stürmischen Zeit und mit pionierhaftem Geist der Weg zur öffentlichen Versorgung in der Gemeinde Steffisburg geebnet. Es wurde eine Gemeindeabteilung «Elektrizitäts- und Wasserversorgung» (EWV) eingerichtet, welche die lokale Strom- und Wasserversorgung sicherstellen sollte. 1898 wurde das erste Reservoir mit den dazugehörigen Quellleitungen und dem öffentlichen Leitungsnetz in Betrieb genommen.
Im Jahre 1902 wurde die Elektrizität eingeführt. Am 8. September erstrahlte erstmals elektrisches Licht im Dorf Steffisburg. Parallel dazu wurde ab 1914 auch die Gasversorgung der Gemeinde durch einen Gasliefervertrag mit Thun sichergestellt (seit 1992 auf eigene Rechnung). Als viertes Standbein konnte 1999 mit der ersten Anlage der Aufbau der Wärmeversorgung realisiert werden. Ab dem Jahre 2001 ergänzte man die hoheitlichen Versorgungsleistungen durch zusätzliche Dienstleistungen rund um die Energie. Im Zuge der Strommarktliberalisierung und der dadurch zu erwartenden, veränderten Marktgegebenheiten stand die EWV Steffisburg zum zweiten Mal in ihrer Geschichte vor existentiellen Herausforderungen und wegweisenden Entscheidungen. Nach mehrjähriger politischer Diskussion hat das Steffisburger Stimmvolk im Dezember 2001 beschlossen, die Gemeindeabteilung in eine eigenständige Aktiengesellschaft umzuwandeln. Am 2. April 2002 nahm die neue Gesellschaft mit dem Namen «NetZulg AG» offiziell ihre Geschäftstätigkeit auf. Diese Umwandlung wurde am 2. August 2005 durch die Übernahme des neuen, nach Minergie gebauten Betriebsgebäudes an der Bernstrasse 138 optisch abgeschlossen.
Anfangs 2012 konnte auf dem Flachdach des Betriebgebäudes eine eigene PV-Anlage mit einer installierten Leistung von 77 kWp in Betrieb genommen werden. Weitere Anlagen wurden vorallem auf gemeindeeigenen Objekten wie Schulhäusern, Kindergärten und dem Feuerwehrmagazin installiert. Zur Zeit (Januar 2017) besitzt die NetZulg AG sieben solcher Anlagen mit einer installierten Leistung von ca. 370 kWp. Zudem produziert seit dem November 2013 ein eigenes Trinkwasserkraftwerk an der Hombergstrasse Strom aus der Quellwasserzuleitung.
Im gleichen Jahr feierte die NetZulg AG ihr 10-Jahre-Jubiläum. Anstelle eines «Tag der offenen Türe» wurde ein spezielles Theater "Magie der Elektrizität " von Regisseur Ueli Bichsel durchgeführt. Magie der Elektrizität brachte in über 30 ausgebuchten Vorstellungen den insgesamt 1500 Besuchern die Elektrizität näher. Schauplätze waren verschiedene Standorte innerhalb des Betriebsgebäudes.
Im Herbst 2003 wurde der Betrieb nach ISO 9001:2008 zertifiziert. 2015 konnte zudem das Umweltmanagement ISO 14001:2004 erreicht werden.
Im Jahr 2000 gründete die NetZulg AG mit 28 weiteren Partnern aus der Elektrizitätsbranche die Youtility AG. Eine weitere Gesellschafts-Gründung fand 2008 aufgrund des Bauprojekts Bypass Thun-Nord statt: Mit umliegenden lokalen Wasserversorgern wurde die Wasserversorgung Region Thun AG (WARET AG) gegründet.