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|Von 2. bis 5. Januar 2016 fand das 20. 3 Königsturnier in Rankweil (AT) statt. Wiederum waren zahlreiche Schweizer an diesem aussergewöhnlichen Turnier vor Ort.
Murat Ayas, Martin Hasler, Sinan Cetinkaya, Marc Weibel, Rafael Giger, Marvin Losi, Dominik Haug, Luis Vetter, Mike Toth, Urs Freitag, Alexander Ursenbacher, Umar Ali Shaikh und Franz Stähli repräsentierten die Schweiz in Österreich. Mit Patrick Rohner und Roger Hohl waren auch zwei bisher unbekannte Gesichter aus der Schweiz am Turnier anwesend.
1. Gruppentag
Los ging es am 2. Januar mit den ersten Gruppenspielen. In der ersten Vormittagsgruppe befand sich Sinan, der leider nicht in die Top 32 aufsteigen konnte. So mit ihm ach Überraschenderweise Jürgen Kesseler der den 3. Gruppenplatz erreichte.
In der zweiten Gruppe waren Luis Vetter und Marc Weibel. Luis zeigte eine unglaubliche Leistung und erreichte den 1. Gruppenplatz! Er verwies zudem das Jungtalent Florian Nüssle mit einem 2:1 Sieg auf den 3. Gruppenrang. Marc konnte seine Leitung leider nicht abrufen und wurde Gruppenvierter.
So folgte Marc leider auch Rafael Giger, welche sich in der dritten Gruppe befand und ebenfalls Gruppenvierter wurde.
In der vierten Gruppe befanden sich mit Marvin Losi und Dominik Haug ebenfalls zwei Schweizer, welche Platz 1 und 2 der Gruppe belegen konnten. Marvin sicherte sich verdient den ersten Platz.
In der ersten Nachmittagsgruppe befand sich Patrick Rohner, welcher sich auch prompt den zweiten Gruppenplatz hinter Andreas Ploner (AT) und vor Alexander Trinkl (AT) und Irina Gorbataya (RUS) sicherte.
In der zweiten Gruppe konnte sich Roger Hohl leider nicht durchsetzen und blieb auf dem 4. Gruppenplatz.
Gruppe drei hatte wiederum zwei Schweizer, welche Murat Ayas und Martin Hasler waren. Murat konnte sich mit dem 2. Platz ein Weiterkommen sichern, wohingegen Martin leider auf dem 3. Platz blieb.
Somit hatten sich am Samstag 2. Januar 5 Schweizer für die letzten 32 am Montag 4. Januar qualifiziert.
2. Gruppentag
Der 3. Januar startete ebenfalls mit weiteren Gruppenspielen.
Am Vormittag waren lediglich zwei Schweizer, Alexander Ursenbacher und Franz Stähli, anwesend.
Alex konnte in Gruppe 3 seiner Favoritenrolle gerecht werden und sich den 1. Gruppenplatz vor Umar, welcher den zweiten Platz erreichte, sichern. Alex erzielt das bis dato höchste Break von 136 Punkten! Stark.
Franz hatte eine starke Gruppe und musste sich in seiner Gruppe hinter Michael Haferung (D) und Hans Nirnberger (AT) einreihen.
Am Nachmittag waren mit Mike Toth und Urs Freitag ebenfalls noch zwei Schweizer anwesend.
Mike erwischte Tony Drago (Malta) und Andreas Hartung (D). Es war von vornherein klar, dass der Gruppenzweite zwischen Mike und Andreas ausgetragen wird. Da konnte sich Mike durchsetzen und den 2. Gruppenplatz sichern.
In der Gruppe von Urs waren ebefalls zwei Spieler, Jurian Heusdens (B) und Dikme Umut (D). Leider konnte sich Urs nicht durchsetzen und blieb auf dem 3. Platz.
Somit waren nach dem zweiten Gruppentag drei Schweizer für die letzten 32 qualifiziert.
K.O. Phase
Leider traf es die Auslosung gleich zweimal, dass zwei Schweizer in der ersten Runde gegeneinander spielen mussten.
Murat gegen Marvin und Alex gegen Dominik hiessen die ersten Partien.
Murat konnte sich mit 2:0 gegen Marvin durchsetzen und so auch Alex gegen Dominik mit 2:0.
Später am Tag spielte Luis gegen Thomas Cesal (D) und vollbrachte eine Überraschung. Luis gewann das Spiel souverän mit 2:0 und war damit in den Achtelfinals.
Mike spielte gegen den Österreicher Manuel Pomwenger und verschlief den ersten Frame und konnte keine Gegenwehr setzen. Auch der zweite konnte er nicht holen und musste sich 0:2 geschlagen geben.
Umar lieferte sich einen harten Kampf gegen Michael Haferung. Musste sich dann aber mit 1:2 knapp geschlagen geben.
Patrick Rohner erwischte Brian Cini (Malta) und wurde ebenfalls mit 0:2 geschlagen.
Last 16
Murat traf in den letzten 16 auf Tony Drago und hatte dementsprechend zu kämpfen. Der Schlussstand war dann auch 3:0 für Tony und wieder ein Schweizer musste das Feld verlassen.
Alex traf auf Christian Hackl und rannte förmlich durch den Match. 3:0 für Alex sollte dann der Endstand sein.
Luis hatte ein hartes Los und traf auf Bjorn Hanneveer aus Belgien. Der ehemalige Profspieler spielte stark und beendete das Match mit 3:0.
Viertelfinals
Nun traf Alex auf Tony und konnte sich am Anfang ziemlich gut halten.
Drago startete in das Match mit einem 139er Break und überholte damit das Break von Alex. Im zweiten Frame konnte Alex mit zwei kleineren Breaks zum 1:1 ausgleichen. Tony dann konnte aber zum 3:1 vorpreschen, allerdings ohne nennenswerte Breaks.
Alex seinerseits gab noch nicht auf und verkürzte zum 3:2. Doch der nächste Frame gehörte wieder in die Hände von Tony und brachte den Endstand von 4:2 für Tony.
Erwähnenswert ist auch das Duell zwischen den beiden Belgiern Bjorn Hanneveer und Thomasz Skalski. Im dritten Frame bei einem Stand von 1:1 brauchte Bjorn bereits zwei Snooker. Diese holte er sich, konnte den Tisch räumen und eine respottet Black erwirken. Thmoasz machte den ersten Stoss und lag die Schwarze sicher ab. Bjorn seinerseits versuche einen Safe und legte die Schwarze dummerweise direkt vor die Ecktasche. Da war es um Bjorn geschehen. Er konnte sich nicht beherrschen und schlug mit der Faust auf den Tisch.
Er erholte sich nicht von diesem Horror-Frame und musste sich zu Ende mit einem 2:4 geschlagen geben. Dies beschäftigte ihn so sehr, dass er sein Cue gegen eine Wand stellte und mit einem Fusstritt dieses entzwei brach.. Emotionen pur, welche aber niemals in solchen Aktionen ausarten sollten..
Halbfinals
Die Partie zwischen Tony Drago und Andreas Ploner war einfach ein Kracher. Andreas verschoss im ganzen Match nur 3 Kugeln!!! Leider aber zum jeweils falschen Zeitpunkt wodurch Tony aus einem 1:3 Rückstand mit einem 4:3 Sieg aus dem Match ging. Tony sagte nach dem Match, dass Andreas der klar bessere Spieler war, jedoch Tony mit seiner Erfahrung das Blatt wenden konnte.
Die Partie war extrem spannend.
Im anderen Halbfinale konnte sich Brian Cini gegen Thomasz Skalski mit 4:1 durchsetzen.
Finale
Das Finale war ein rein maltesisches Duell und versprach spannend zu werden. Es wurde Best of 9 gespielt. Vor der Pause war das Match noch spannend, jedoch konnte Tony mit 3:1 in Führung gehen. Nach der Pause war alles anders. Brian konnte sich überhaupt nicht konzentrieren und somit auch keine Gegenwehr geben. Das Match endete mit einem 5:1 Sieg von Tony.
Während der Schlussworte von Joachim Gantner war Tony sichtlich auf 180 und diskutierte lautstark mit dem Manager von Brian. Irgendwas war das wohl vorgefallen. Wie ich dann im Gespräch mit Brian und Tony erfuhr, hatte der Manager von Brian den beiden vorgeworfen das Match manipuliert und sich abgesprochen zu haben. Brian verletzte dies sichtlich, sodass er sich in keinster Weise mehr auf das Match konzentrieren konnte und auch im Nachhinein war er sehr geknickt. Tony seinerseits hatte eine enorme Wut in Sich, was auch verständlich ist.
Leider ist es bei vielen Profiturnieren oftmals so, dass sich die Top 4 absprechen und dann das Preisgeld untereinander teilen. Es ist leider auch naheliegend, dass auch so ein Match abgesprochen werden könnte, zumal beide aus Malta kommen, jedoch waren die Reaktionen meiner Meinung nach Echt. Ich finde es schade, dass durch solche Aussagen und Vorwürfen ein fader Beigeschmack entstehen kann.
Fazit
Nichtsdestotrotz ist und bleibt das 3 Königsturnier in Rankweil ein aussergewöhnliches Turnier mit einer Atmosphäre dies seinesgleichen sucht. Es ist jedes Jahr eine Freude dabei zu sein, und dass es bereits in 80 Stunden nach Anmeldeeröffnung ausgebucht war spricht wohl sich.
Von daher schade ist es vorbei, aber mit jedem Tag wird die Zeit zum nächsten Turnier kleiner.
Es war toll euch alle wieder zu sehen.
Sportliche Grüsse und bis bald