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Ihr Arzt sagte ihr, sie sei «zu fett zum Laufen». Das liess sich die Londonerin Julie Creffield nicht bieten und zeigte beeindruckende Reaktion.
«Mein Arzt hat mir direkt ins Gesicht gesagt, ich sei zu fett zum Laufen», erzählt Julie Creffield (auf dem Bild vorne). Die Aussage habe sie erst erschüttert, schliesslich aber motiviert – zum Laufen. «In den letzten sieben Jahren habe ich mehr als 30 Halbmarathons, Marathons und Ultramarathons gemacht», erzählte die 41-jährige Britin der Nachrichtenagentur AFP. Bei ihrem ersten Lauf über eine kurze Distanz sei sie abgeschlagen als Letzte ins Ziel gekommen und habe sich total geschämt. Aufgeben sei aber nie eine Option gewesen.
Julie Creffield lief weiter, wurde wieder Letzte, ging wieder an den Start – und inszenierte alsbald einen Blog unter dem Titel «Too Fat to Run?», um andere Frauen in einer ähnlichen Situation zu motivieren. Mittlerweile hat Creffield unter dem Label «Too Fat to Run?» gar einen eigenen Verein gegründet und ein Buch veröffentlicht («The Fat Girls› Guide to Marathon Running»). Bei ihrem Heimrennen, beim London-Marathon am 28. April 2019, will sie erneut beispielhaft vorangehen – «oder hinterher», wie sie lachend hinzufügt, «Zeit und Rang sind nebensächlich». Wichtiger sei, dass «Ärzte und andere Menschen» sehen, wozu auch Umfangreiche fähig sind.