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Das WEF sieht es richtig: Die ICT sei ein wesentlicher Treiber für Wohlstand und Fortschritt, weshalb die Entwicklung in diesem Bereich genau zu verfolgen sei. Es hat dafür ein Set von 54 Indikatoren entwickelt, die in zehn Bereiche zusammengefasst werden. Diese Indikatoren reichen von der Anzahl Breitbandanschlüsse und Patentanmeldungen bis zur Gewaltentrennung und dem Anteil an Raubkopien bei der Software. Für jedes Land werden die Indikatoren mit einer Note (1 bis 7) bewertet und dann aggregiert. Und so kommt die Schweiz zum erwähnten fünften Rang. Gliedern wir die Resultate nach Bereichen, entsteht folgendes Bild:
- Die Schweiz gehört weltweit zur Spitze bei der Bildung; die Untergewichtung der MINT-Fächer und die tiefe Gymnasialquote sorgen für Abzüge.
- Die Schweiz ist auch führend beim ICT-Einsatz durch Firmen und in der Umsetzung von ICT in den Unternehmen (wirtschaftliche Auswirkungen).
- Einen besonders hohen Rückstand zur Spitze hat die Schweiz hingegen bei Kosten/Nutzen und bei der Nutzung von ICT durch Behörden. Der Bedarf für ein stärkeres Engagement der Schweiz in Sachen E-Government wird also auch hier offensichtlich.
Die führenden Nationen im IC-Ranking sind:
- Schweden (Gesamt-Ranking und vier von zehn Bereichen): Infrastruktur, Individuelle Nutzung, Firmennutzung, wirtschaftliche Auswirkungen.
- Singapur (2 Bereiche): Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
- Südkorea (2 Bereiche): Behördennutzung und soziale Auswirkungen
- Indien (Kosten/Nutzen)
- Finnland (Bildung)
Und hier noch ein paar Resultate von eher anekdotischem Wert:
- Die grösste Verbreitung von Mobiltelefonen gibt es in Uruguay.
- Den schärfsten Wettbewerb gibt es in Taiwan.
- Die tiefsten Unternehmenssteuern gibt es in Osttimor.
- Die günstigsten Internet-Flatrates gibt es in Israel.
[Dieser Post entspricht einem Beitrag, den ich für den Swico Newsletter verfasst habe]