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Takahiro Murakami, Ameisenexperte der Universität Kyushu, mahnte die Bürger in einem Beitrag für Japans grösste Tageszeitung "Yomiuri Shimbun" zur Ruhe. Die Wahrscheinlichkeit, von solchen Ameisen gebissen zu werden und daran zu sterben, sei gering. Die Ameisen injizieren ein Gift in die Beissstelle. Die Haut wird rot und brennt, es bilden sich Pusteln. Gefährlich ist dies vor allem für Allergiker.
Im jüngsten Fall steckten die Feuerameisen in einer vom Hafen der Stadt Nagoya in die Stadt Kasugai transportierten Containerladung. Die Tiere wurden vernichtet und die Ladung entsorgt. Die Nachrichten über die Ameisenfunde lösten Besorgnis aus, Aktien von Firmen für Insektenvernichtungsmittel legten zu. Woher die in Japan bislang entdeckten Ameisen stammen, ist noch unklar. Es gebe aber Vermutungen, dass sie aus Südchina nach Japan gelangten, so Murakami.
Von lokal zu global
Ursprünglich aus Südamerika stammend waren Rote Feuerameisen (Solenopsis invicta) anfangs vermutlich auf einem Frachtschiff in den Süden der USA gelangt. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts breiteten sie sich nur lokal aus. Dann aber starteten die Tiere im Gefolge des weltweiten Handels und Tourismus ihren Siegeszug um grosse Teile der Welt, darunter China, Hongkong, Macao, Taiwan, Australien und Neuseeland.
Kürzlich hatte auch eine Studie unter Leitung der Universität Lausanne beleuchtet, wie sich verschiedene invasive Ameisenarten seit 1750 über die Welt verbreitet haben. Demnach erreichten Ameisen ab Mitte des 19. Jahrhunderts in zwei grossen Wellen neue Gebiete, in denen sie vorher nicht heimisch waren. Dabei waren sie Trittbrettfahrer des internationalen Handels, der zeitweise durch die beiden Weltkriege und den Börsencrash von 1929 gebremst wurde.