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Viele Menschen glauben heute daran, dass die Bibel in einem sehr dunklen Zeitalter entstanden ist. Diese Schriften wurden hunderte von Jahren nach den Ereignissen abgefasst. Das Neue Testament enthält Legenden und Mythen. Diese Ansicht ist aber eigentlich wissenschaftlich nicht haltbar. Anhand von drei Personen aus der frühen Kirchengeschichte können wir einige sehr wichtige Fakten ableiten.
Die erste Person ist Irenäus von Lyon. Er verfasste im 2. Jahrhundert nach Christus (ca. 180 n. Chr.) fünf Bücher: «gegen die Häresien». Alle Schriften die ich erwähne sind von der Universität Freiburg kostenlos zur Verfügung gestellt. In seinen Büchern zitiert Irenäus von fast allen Neutestamentlichen Schriften. Die Zusammenstellung des Neuen Testaments muss also vor dem Jahr 180 n. Chr. geschehen sein. Es scheint sinnvoll aufgrund der geografischen Distanz die Zusammenstellung des kompletten Kanons auf das Jahr 140 n. Chr. anzusetzen.
Die zweite Person ist Polykarp von Smyrna. Polykarp verfasst um das Jahr 120 n. Chr. einen Lehrbrief an die Philipper. Dieser Brief ist ganz in der Sprache des Neuen Testaments gehalten. Obwohl er selten ihre Schriften zitiert. Polykarp hatte noch persönlichen Kontakt mit einigen Aposteln.
Die dritte Person ist Clemens von Rom. Clemens schickt ungefähr um das Jahr 90 n. Chr. einen Brief an die christliche Gemeinde in Korinth. In dieser Schrift weist er sie an, einen Brief von Paulus auf ihre aktuelle Gemeindesituation anzuwenden. Ebenso schreibt er über die Apostel Paulus und Petrus als «den Kämpfer der neuesten Zeit». Es waren die Ereignisse, welche in den Erinnerungen der Gläubigen seiner Zeit lebendig waren.
Durch diese frühchristlichen Texte ist es angebracht an der Authentizität des Neuen Testaments festzuhalten. Können wir mit David daran glauben, dass diese Schrift «vollkommen, zuverlässig, richtig, lauter, lauter rein und gerecht» ist? Mit diesen Worten beschreibt David die Heilige Schrift. An dieser Frage hängt das grundsätzlich Vertrauen, ob Gott durch die Bibel uns Menschen begegnen möchte.