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Das Rennen beim Diamond-League-Final gewann Jeffery Gibson von den Bahamas in 48,72 Sekunden. Wie schon in den Halbfinals bei den Weltmeisterschaften in Peking musste der Schweizer auf der Zielgeraden noch einen Konkurrenten passieren lassen. Bershawn Jackson (USA) schnappte sich Rang 2. Der Weltmeister Nicholas Bett (Ken), der Hussein in den Peking den Finaleinzug verwehrt hatte, enttäuschte als Siebenter.
Noemi Zbären durchmass die 100 m Hürden zum 15. Mal in dieser Saison unter 13 Sekunden. Die WM-Finalistin kam in einem Weltklassefeld in 12,96 Sekunden als Sechste ins Ziel. Die Emmentalerin nahm wie gewohnt erst im zweiten Teil des Laufs richtig Fahrt auf. Beinahe hätte sie noch Cindy Roleder (De) abgefangen, die in Peking überraschend Silber gewonnen hatte.
Dafne Schippers sorgte für das internationale Highlight des Abends. Die Holländerin musste ihren WM-Titel über 200 m gegen Allyson Felix bestätigten. Die Amerikanerin hatte in Peking wegen des engen Terminplans ausschliesslich die 400-m-Rennen bestritten. Felix zeigte den besseren Kurvenlauf. Die ehemalige Siebenkämpferin Schippers, die nach Rio 2016 auch im Weitsprung die Weltspitze aufmischen will, wendete das Blatt auf den letzten 50 Metern mit ihrem raumgreifenden Schritt. Die Holländerin siegte in 22,12 Sekunden, Felix büsste einen Zehntel ein.
Habiba Ghribi senkte über 3000 m Steeple die Jahresweltbestzeit auf 9:05,36 Minuten. Die Tunesierin ist nun die drittschnellste Frau in der ewigen Bestenliste. In Brüssel, wo die Mittel- und Langstrecken eine grosse Tradition haben, enttäuschten auch die 5000-m-Läufer nicht. Der erst 18-jährige (!) Äthiopier Yomif Kejelcha zeigte in 12:53,98 Minuten den schnellsten Lauf des Jahres. Die dritte Jahresweltbestzeit des Abends ging auf den Konto von Faith Chepngetich Kipyegon. Die Kenianerin schaffte dies über die selten gelaufene Distanz von 1 Meile in 4:16,71 Minuten.
Wie schon bei Weltklasse Zürich wird auch in Brüssel das Jahr 2015 nicht als eines der grossen Meetings in die Geschichte eingehen. Dies lag auch am Umstand, dass die grossen Tenöre wie Usain Bolt, David Rudisha oder Mo Farah die Saison bereits beendet hatten. Justin Gatlin musste für seinen Erfolg über 100 m hart kämpfen. Der Amerikaner gewann in 9,98 Sekunden vor dem zeitgleichen Femi Ogunode (Katar). Der 28-jährige Franzose Renaud Lavillenie setzte sich zum sechsten Mal in Folge im Diamond Race durch - ein Rekord.