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Die Arteriitis temporalis zählt zu den häufigsten Vaskulitiden, ein Sammelbegriff für alle Arten von Gefäßentzündungen, sowohl Arterien als auch Venen einschließend. Bei den Vaskulitiden unterscheidet man solche, die nur kleine Gefäße und solche, die nur große Gefäße betreffen. Die Arteriitis temporalis gehört zu Letzteren, sie tritt vor allem an der Schläfenarterie auf, weniger häufig auch an anderen Arterien des Gehirns oder an der Hauptschlagader. Ihren Namen verdankt die Riesenzellarteriitis den histologisch nachweisbaren Riesenzellen, die im Rahmen einer Entzündung durch Verschmelzung mehrerer Zellen entstehen und nicht nur besonders groß sind, sondern auch mehrere Zellkerne aufweisen. Da die Symptome der Arteriitis temporalis häufig recht unspezifisch sind und lang als simpler Kopfschmerz abgetan werden, vergeht nicht selten viel Zeit, bis der passende Spezialist gefunden wird (Facharzt für Rheumatologie) und die Diagnose eindeutig feststeht.