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Strom sparen in Japan
Viele von euch haben sich wahrscheinlich gefragt, wie Japaner Strom sparen. Sie werden staunen, wie die disziplinierte Nation Strom spart. Einige verzichten sogar auf die Waschmaschine!
Viele Japaner haben nach der AKW-Katastrophe in Fukushima angefangen über den Stromverbrauch nachzudenken. Bis zu 50% mehr Haushalte haben ihre Verteilerkästen heruntergeschraubt, wenn man mit dem Jahr zuvor vergleicht. Das ist sehr ambitioniert, wenn man dieses Zahlen mit anderen Ländern vergleicht.
Stromsparen als Pflicht
Die Japaner gehen nach der Umweltkatstrophe vorsichtig mit der Energie um. Ihre Energieeffizienz steigerten sie um 37% in den letzten 40 Jahren. Nach dem März 2011 wurde aber Stromsparen zur Pflicht jedes Bürgers. Elektrizität wurde knapp und viele Atomreaktoren wurden abgeschaltet. Stromausfälle passierten jeden Tag.
Mit der Bewegung Ampere Down solidarisieren sich immer mehr Japaner. Ihr Ziel war mit einem Minimum an Strom oder sogar ohne Strom auszukommen. Die Organisation wurde im Jahr 2007 von Peter Howlett (kanadischer Englischlehrer) gegründet.
Wie sparen Familen Strom in Japan?
Eine Familie die in der Nähe von Tokio lebt, hat den Sicherungskasten auf 10 Ampere heruntergeschraubt. Die Frau wäscht die schmutzige Wäsche auf einem Waschbrett und statt den Elektroherd benutzt sie für die Mahlzeiten einen Kohlegrill. Es gibt keine elektrische Heizung, sondern einen alten Holzofen. Nachts wird kein Strom gebraucht.
Bild: Rita Thielen / pixelio.de