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Ernst wacht mitten in der Nacht auf und bemerkt als erstes Ernsts Handy neben Ernsts Futon. Es ist angeschaltet und blinkt. Ernst klickt Ernst ein und sieht Ernsts Traum, den Ernst sonst nicht mehr erinnert hätte.
Ernst ruft: «Ja, das war Ernsts Traum! Es wurde geteert, gehobelt und dann kam dieser Tank, der an einem Seil heruntergelassen wurde und dann wuchs die Mauer in die Höhe.» Es ging alles sehr schnell, fast hektisch, und was Ernst auch jetzt wieder auffällt, ist der oberste Jackenknopf des Bauführers, den man im Film ab 00:55 blinken sieht:
Ernst dreht Ernst auf Ernsts Rücken und ist nahe daran wieder einzuschlafen. Doch der Traum ist mit dem Bau des Hauses noch nicht zu Ende, denn da ist ja noch dieses Eichhörnchen, das auf der verschneiten Brüstung hin und her hüpft. Ernst offeriert ihm eine Nuss, die es manierlich auffrisst. Und damit wird Ernst klar, dass Ernst etwas versäumt hat: Ernst ass Zedernnusskerne und hat versäumt, dem Murmeltier auch einige zu geben! O que fazer?
Da gibt es nur eins: Ernst springt auf und rennt zur Büchse mit dem fidelen Schneemann, wo Ernst die piemontischen Haselnüsse aufbewahrt.[1] Dann nimmt Ernst die Büchse mit den Paranüssen vom Gestell und zum Schluss die Büchse mit der Schabmadonna, auf der bekanntlich die frivolen Eichhörnchen, das flinke Wiesel und der freche Dachs abgebildet sind. Ernst füllt eine flache Teeschale mit den Nüssen und geht zum Kastanienbaum, dessen Krone um diese Zeit noch immer ins Dunkel der Nacht ragt.
Es dauert nicht lange, da hört Ernst, wie das Murmeltier von Ast zu Ast springt und Ernst mit dem wohlbekannten Pfiff begrüsst. Ernst entschuldigt Ernst und sagt: «Dass Ernst vergessen hat, Nüsse zu bringen, liegt wohl auch daran, dass Ernsts Gedanken noch immer bei der Schabmadonna waren.» Das Murmeltier sagt giocosamente: «Kleine Ursache, grosse Wirkung! Dafür gibt es ja das wunderbare Mittel des Traums!»
Ernst stellt die Teeschale mit der Nussmischung neben das Murmeltier und fragt: «Und was bedeutet der erste Teil des Traums?» Das Murmeltier pfeift, nimmt eine paraguayische Paranuss, knabbert und sagt: «Da wird für Ernst ein Haus gebaut, ein Hausbau ist ein Neuanfang, dieser Hausbau ist ein Prospect.» Ernst wagt nicht, das Murmeltier um eine Erklärung des ‹Prospects› zu bitten und sagt vorsichtig: «Dann ist Ernsts Traum auch ein Blick nach vorn in Ernsts Zukunft?» Das Murmeltier pfeift, nimmt eine piemontische Haselnuss, knabbert und sagt: «Auch die Haselnüsse sind köstlich! Aus dem Piemont?» Ernst nickt und wagt jetzt doch noch die Frage: «Und der Prospect?» Das Murmeltier pfeift, nimmt einen sibirischen Zedernnusskern, knabbert und sagt Qui vivra verra und verschwindet im Dickicht der Nacht.
Ernst steckt das leere Teeschälchen in Ernsts Manteltasche und schlendert begeistert und benommen zum Fluss hinunter. Dort legt Ernst Ernst auf Ernsts Futon und schläft bald einmal ein.
Als es tagt, schaut Ernst Ernsts Traum noch einmal an und es gelingt Ernst sogar, ihn etwas aufzuhellen.
Ernsts ist gespannt, was sich aus dem vom Murmeltier angekündigten ‹Prospect› entwickeln wird und hofft auf einen weiteren Traum.
[1] Episode 20