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Hämopyrrollaktamurie (HPU)
Foto: keac.de
Pyrrolurie bedeutet «Ausscheidung von Pyrrolen im Urin». Eine differenziertere chemische analyse der ausgeschiedenen Stoffe führte zu den Begriffen Hämo-pyrrol-laktam-urie (HPU), d.h. «Ausscheidung von Hämopyrrollaktam (HPL)-Komplex im Urin» und Krypto-pyrrol-urie (KPU), d.h. «Ausscheidung von Kryptopyrrol (KP) im Urin». Die Stoffe Kryptopyrrol und Hämopyrrollaktam hängen zwar mit einander zusammen, sind jedoch nicht identisch, so dass die Begriffe HPU und KPU genau genommen verschiedene Phänomene definieren. Der Organismus scheidet Pyrrole unter normalen Bedingungen über die Gallenfarbstoffe im Stuhl aus. Die gängigen Theorien zur Pyrrolurie gehen davon aus, dass die Pyrrol-Ausscheidung über den Urin durch Komplexbildung zu Verlusten vor allem an Pyridoxal-5-Phosphat (P5P), der aktiven Form des Vitamins B6, und Zink führt. Folge sind eine verringerte Aufnahme weiterer Mineralstoffe wie Chrom, Mangan und Magnesium sowie eine Beeinträchtigung der Produktion von Vitamin B3 aus Tryptophan. Etwa 5 – 10 % der Bevölkerung sind nach Schätzungen von Pyrrolurie betroffen, bei Frauen ist der Anteil deutlich höher als bei Männern.
Im Körper führt dies zu einem Mangelzustand, der auch durch eine spezielle Ernährung oder Diät nicht behoben werden kann. Ein weiteres kennzeichnendes Merkmal ist die Stressabhängigkeit von HPU, bei Stress findet eine erhöhte HPU-Ausscheidung und damit eine Vergrösserung des Mangels statt.
Aktives Vitamin B6 (Pyridoxal-5'-Phosphat), Zink und Mangan beeinflussen über 200 Stoffwechselprozesse, weswegen man bei HPU die vielfältigsten Symptomen und Erkrankungen findet.
Es gibt zur Pyrrolurie, wie auch zu den Berührungspunkten mit anderen Krankheitsbildern und der Abgrenzung zu diesen, keine von der Schulmedizin anerkannte Studie. Die Pyrrolurie ist entsprechend nicht als Diagnose im ICD 10 (Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision) verzeichnet und ausserhalb der Orthomolekularen Medizin kaum bekannt.
Unterschied zwischen HPU und KPU
HPU = Hämopyrrollaktamurie.
KPU = Kryptopyrrollurie.
HPU und KPU sind beides Störungen des Häm-Stoffwechsels und ähnlich, aber biochemisch nicht identisch. Bei beiden Stoffwechselstörungen werden Pyrrole ausgeschieden, die der Körper aufgrund enzymatischer Schwächen fehlerhaft zusammengebaut und im Anschluss aufgrund ihrer toxischen Wirkung wieder ausscheiden muss. In den USA werden beide Stoffwechselstörungen einfach als “Pyrrolics” bezeichnet und identisch behandelt.
Bei der KPU-Messung werden Kryptopyrrole im Urin gemessen, die die gesamte Ausscheidungsmenge aller sogenannten Pyrrole anzeigt.
Pyrrole entstehen jedoch auch nach der Einnahme bestimmter Medikamente, bei Fehlbesiedlungen im Darm (Darmdysbiosen) und durch Kontakt mit Giftstoffen.
Bei der HPU-Messung werden dagegen nur die ausgeschiedenen Hämopyrrollaktam-Komplexe gemessen!
Deshalb ist der HPU-Test wesentlich genauer und sensitiver zum Nachweis der dadurch resultierenden Stoffwechselstörung und Entgiftungsstörung, der Hämopyrrollaktamurie (HPU)!
KPU- und HPU-Test überschneiden einander, sind aber grundsätzlich unterschiedlich! Das sagen die einzelnen Testergebnisse:
Im folgenden Text beziehe ich mich auf HPU.
Symptome bei HPU
Pyrrolurie kann eine Vielfalt von Symptomen und Erkrankungen verursachen, die in unterschiedlicher Ausprägung und Kombination auftreten, denn der Körper reagiert sehr individuell auf die Mangelsituation. Viele Symptome lassen sich direkt aus den Funktionen von Vitamin B6 und Zink im Körper ableiten. Zudem kann die Anreicherung von Pyrrolen und Porphyrinen in den Organen aufgrund der Störung der Hämsynthese zu toxischen Effekten führen, die sich durch Symptome des zentralen, peripheren oder vegetativen Nervensystems, der Haut oder des Magen-Darmkanals äussern können. Als sehr typisch bei Pyrrolurie gilt die fehlende Stresstoleranz. Kurze gesagt: HPU ist eine Stoffwechselstörung mit Pyrrolurie, das führt zu folgenden Phänomenen. Wenn Sie von den folgenden Symptomen weniger als 6 davon haben, haben Sie vermutlich eine negative Bewertung bei einem HPU-Test. Aber das bedeutet dann aber nicht das andere Untersuchungsmethoden hier nicht sinnvoll wären oder Therapien.
Bei 7 bis 9 Symptomen ist es fraglich, ob ein HPU-Test positiv sein wird.
Kommen Sie in den Bereich von 10 – 12 Symptomen, dann ist es wahrscheinlich, dass Sie einen positiven Wert haben. Bei 13 bis 14 Symptomen ist es sehr wahrscheinlich.
Körperlich sichtbare Zeichen der HPU
Bei Histaminabweichungen ist oft die zweite Zehe länger als die grosser Zehe.
Beschwerden, verursacht durch Mangel an aktivem Vitamin B6 (Pyridoxal-5-Phosphat), Zink und Mangan:
Beschwerden, verursacht durch eine niedrige Häm-Produktion
Diese Beschwerden kommen überwiegend bei höheren HPU-Werten vor.
Beschwerden durch hormonelle Dysbalance
Das Entstehen dieser sekundären Beschwerden ist abhängig von der HPU Konzentration, dem Alter und belastenden Faktoren wie Stress, Hormoneinnahme (Antibabypille), anderen Krankheiten und Vegetarismus.
Zu den wichtigsten Beschwerden gehören:
Menstruationsbeschwerden
Schwangerschaftsprobleme
Gewichtsprobleme
Gelenkprobleme
Sonnenlichtempfindlichkeit
Allergien
Histamin-Überempfindlichkeit
Zuckerprobleme
Allgemeine gesundheitliche Beschwerden
Charaktereigenschaften
Hochsensibilität.
Symptome bei Kindern
Ursachen für HPU
Genetisch bedingte HPU
Am häufigsten trifft man die erbliche Form von HPU an.Dabei tritt eine Störung in Genen auf, die für Enzyme der Häm-Synthese zuständig sind. Meistens wird diese Störung von der Mutter auf die Tochter vererbt (mütterliche Linie). Man kann sozusagen von einem "HPU-Gen" sprechen, obwohl meist die Synthese mehrer Enzyme beeinträchtigt ist."HPU-Genträger" zu sein bedeutet nicht, auch an HPU zu erkranken, es ist eher eine Veranlagung für verschiedenste Beschwerden.
Der P5P-Zn-Mn-Mangel kann schon in der Kindheit zu Tage treten und führt dann z.B. zu AD(H)S beitragen. Bisweilen bleibt HPU auch latent und führt ein Leben lang zu keinen Beschwerden, so dass innerhalb derselben Familien jemand schon als Kind beeinträchtigt sein kann und ein anderer sein ganzes Leben von dem "HPU-Gen" nichts merkt. Meistens verläuft die erste Phase ohne Probleme, die akute Phase mit merklichen Symptomen beginnt mit einem Auslöser.
Auslöser kann eine hormonelle Umstellung (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre), physischer (körperlicher) Stress (Krankheiten, Unfälle, Operationen) oder psychischer (seelischer) Stress (Tod eines Familienmitglieds, Zerbrechen einer Partnerschaft) sein.
So bekommen viele HPU-Betroffene Beschwerden, wenn sie nach dem Abitur ein Studium beginnen, da hier hormonelle Veränderung durch die Pubertät und der psychische Stress des Selbstständigseins in einer fremden Universitätsstadt aufeinandertreffen und den labilen Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht bringen.
Erworbene Form von HPU
HPU tritt auch bei akuter Vergiftung durch Schwermetalle (Blei, Quecksilber) auf.
Führende Wissenschaftler sehen starke Indizien, dass HPU auch durch oxidativen Stress (freie Radikale) oder Belastung durch Umweltgifte induziert werden kann.
Diagnose / HPU-Test / Hämopyrrollaktamurie Testmessung
Es gibt mehere Anästze zur Diagnostik. Am Anfang mache ich inder Praxis immer ein ausführliches Esrtgespräch, Untersuchungen für Differenzialdiagnosen.
Vor dem eigentlichen Urintest ist im Grunde eine Blutuntersuchung sinnvoll um zu ermitteln welche Mikronährstoffe alles fehlen.
HPU-Urinanalyse, Anleitung:
Die Naturheilpraxis Exer bietet alle diese Testmethoden an.
Therapie von HPU
Der Therapie von HPU gehen das ausführliche Erstgespräch sowie Untersuchungen vorraus, dadurch können fehlende Mikronährstoffe und Schwermetallbelastungen analysiert werden. Danach das Therapiekonzept, Schritt für Schritt individuell angepasst werden sowie die Dosierung von Heilmitteln und die Verlaufskontrolle der Wirksamkeit.
Es kann durch die Analyse sich ergeben dass z.B. noch weitere Mikronährstoffe im Defizit sind, hormonelle Dysbalancen oder genetische Anlagen, die mitbehandelt werden müssen.
Die liebe Leber darf dabei natürlich auch nicht fehlen.
Wenn Sie motiviert sind für ein Erstgespräch kontaktieren Sie mich über die Praxis-Telefonnummer 041 210 10 76 für den Termin.
Ihr Naturheilpraktiker Hans Peter Exer, Luzern
Literaturquelle
https://hpuandyou.de/was-ist-hpu-2/hpu-test/