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In all den Jahren, während denen ich meine Zeit mit Unihockey verbracht habe, wurde mir viel zugemutet: Untalentierte Schiedsrichter, holprige Hallenböden, schimmlige Hot Dogs, Kaffee aus Styropor-Bechern und baufällige Garderoben. Ein extremes Beispiel bezüglich Umkleide war der Container, den der Veranstalter uns an der WM 2012 zur Verfügung gestellt hat. Anstatt eine glamouröse Hallenstadion-Garderobe, erwarte die Deutsche Unihockey Nationalmannschaft ein schäbiges Provisorium.
In einer ähnlichen Liga spielt die Garderobe, welche wir am Samstag von unserem Gastgeber Floorball Köniz zugeteilt bekamen. Zwar war diese weder baufällig noch provisorisch, doch empfand ich die fünf Stockwerke, die wir hinauf- und hinuntergejagt wurden, doch etwas ambitioniert. Ich behaupte sogar, dass sich zwischen Garderobe und Spielfeld mindestens eine Zeitzone befand, welche die Kommunikation zwischen dem einen Teil der Mannschaft, der sich bereits in der Garderobe befand, und dem anderen Teil der Mannschaft, der unten noch auf den Lift warten musste, praktisch verunmöglichte. Kein Wunder kamen wir nach der ersten Drittelpause – vermutlich wegen Zeitverschiebung und Jetlack – eher etwas knapp zum Spiel zurück und hatten bereits früh sämtlichen Goodwill der Schiedsrichter aufgebraucht.
Was also tun, wenn man mit einer Garderobe in einem fernen Land schikaniert wird? Am besten mit einer starken Reaktion auf dem Spielfeld! Und das taten wir dann auch! Wetten wir, dass uns Floorball Köniz bei ihrem nächsten Heimspiel ihre Delux-Garderobe zur Verfügung stellt…..
Autor: Marco Rusterholz