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Der Konsument ist nicht bereit, mehr Bio zu kaufen
FALSCH
Die Nachfrage nach Produkten, die ohne Pestizide angebaut werden (Bio- oder bestimmte IP-Suisse-Produkte), nimmt ständig zu. Im Konsumentenpreis ist der Anteil, der dem Produzenten bezahlt wird, gering. Die Marktentwicklungsmöglichkeiten für Produkte, die ohne Pestizide angebaut werden, sind enorm.
Nicht nur Bioprodukte
Eine starke Einschränkung oder Abschaffung der chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel wird nicht nur zu einer Diversifizierung der Bioproduktepalette (Demeter, Bio Suisse, Bio nach Schweizer oder EU-Bio-Verordnung usw.) führen, sondern auch zum Aufkommen (das bereits begonnen hat) von nichtbiologischen Lebensmitteln, deren Rohstoffe ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel angebaut werden. Ein Beispiel ist teilweise das IP-Suisse-Getreide.
Linsen werden in der Schweiz seit etwa einem Jahrzehnt sowohl bei konventionellen als auch bei Bio-Produzenten wieder angebaut
Grosse Möglichkeiten für die Entwicklung des Biomarktes
Der Konsum von Bioprodukten macht derzeit nur 10-15% der Gesamtnachfrage aus, aber er steigt seit mehreren Jahren stetig an, trotz der hohen Preise, die von den Grossverteilern verlangt werden.
Der Preis, den die Bauern erhalten, macht im Preis, der von den Kosumenten bezahlt wird, nur einen kleinen Anteil aus. Andererseits sind die Gewinne der Grossverteiler hoch (siehe Punkt 5.1), so dass nach Möglichkeiten gesucht werden muss, diese Gewinne zu senken.
Die Marktentwicklungsmöglichkeiten für Bioprodukte sind enorm. Die Gesellschaft und die Behörden müssen sich viel stärker in dieser Richtung engagieren.
Ein Beispiel ist die Entwicklung des Direktverkaufs von biologischen und lokalen Produkten. Obwohl genaue Zahlen fehlen, wird davon ausgegangen, dass diese Entwicklung nicht zu einer Verlagerung von Kunden (von den Supermärkten zum Direktverkauf), sondern wahrscheinlich zu einer allgemeinen Zunahme der Kunden für Bioprodukte führt.
Eine weitere Möglichkeit ist die verstärkte Verwendung ökologischer und lokaler Produkte in öffentlichen Einrichtungen. Die Schweiz dürfte in diesem Bereich gegenüber anderen Ländern im Rückstand sein. In Frankreich schreibt ein neues Gesetz vor, dass bis zum 1. Januar 2022 Verpflegungsdienste in folgenden Institutionen mindestens 50% qualitativ hochwertige und nachhaltige Produkte anbieten müssen (davon mindestens 20% biologisch): Kinderhorte, Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Spitäler, Alters- und Pflegeheime, Gefängnisse.
Der Direktverkauf von Bio-Produkten wächst stark