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7.1. Die Sicherheit aller Passagiere ist für MSC von grösster Bedeutung, weshalb alle Passagiere garantieren, dass sie für Reisen auf dem Seeweg (und gegebenenfalls in der Luft) geeignet sind und dass ihr Verhalten oder ihr Zustand die Sicherheit oder den Komfort des Schiffes oder des Flugzeugs und der anderen Passagiere nicht beeinträchtigt und dass sie in Übereinstimmung mit den geltenden Sicherheitsanforderungen des internationalen, EU- oder nationalen Rechts sicher befördert werden können.
7.2. MSC informiert im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtungen über Gesundheitsvorschriften, die für die Reise und die jeweiligen Länder der einzelnen Zielhäfen gelten. Darüber hinaus ist MSC weder berechtigt, noch verpflichtet, Ratschläge, Empfehlungen oder Hinweise zu gesundheitlichen Voraussetzungen, Risiken, Folgen oder Prophylaxemassnahmen zur Reiseteilnahme zu geben.
7.3. Es obliegt demnach ausschliesslich dem Reisenden selbst, durch Einholung entsprechender Informationen, Inanspruchnahme geeigneter reisemedizinischer Beratung und durch ärztliche Untersuchung sicherzustellen, dass eine Teilnahme an der konkret gebuchten Reise unter Berücksichtigung der persönlichen Disposition und Verfassung des Reisenden für ihn ohne gesundheitliche Gefahren oder Beeinträchtigungen oder die Gefahr des Auftretens oder Verschlimmerung einer Erkrankung, insbesondere eines bereits bestehenden Dauerleidens, möglich ist. Der Kunde/Reisende sichert mit seiner Buchung die Erfüllung dieser Obliegenheiten zu.
7.4. MSC ist jederzeit berechtigt, aber nicht verpflichtet, vom Reisenden die Vorlage eines ärztlichen Attestes zu verlangen, welches dem Reisenden die Reisefähigkeit für die konkrete Reise und die konkreten Zielländer bestätigt.
7.5. Sollten MSC, der Beförderer, der Schiffskapitän oder der Schiffsarzt den Eindruck haben, der Reisende wäre aus irgendeinem Grund nicht reisefähig, könnte seine eigene Sicherheit gefährden, MSC oder den Beförderer für seine Pflege, Unterstützung oder Rückführung haftbar machen oder es könnte ihm in irgendeinem Hafen die Erlaubnis, an Land zu gehen, verweigert werden, dann ist MSC resp. der Schiffskapitän jederzeit berechtigt, dem Reisenden in jedwedem Hafen das Recht zur Einschiffung zu verweigern oder die Ausschiffung des Reisenden in jedwedem Hafen zu veranlassen oder den Reisenden in eine andere Koje oder Kabine zu verlegen. Der Schiffsarzt hat das Recht, Erste Hilfe zu leisten und Medikamente, Therapien oder andere medizinische Behandlungen zu verabreichen bzw. den Reisenden in das Schiffsspital oder eine ähnliche Einrichtung zu überweisen und/oder dort festzuhalten, falls eine solche Massnahme vom Arzt für erforderlich gehalten und von den Befugnissen des Schiffskapitäns getragen wird. Eine Weigerung des Reisenden, sich einer solcher Behandlung zu unterziehen, kann dazu führen, dass der Reisende in irgendeinem Hafen ausgeschifft wird, erforderlichenfalls auch mit Hilfe der einheimischen Polizei oder anderer zuständiger Behörden, und weder MSC noch der Beförderer haften für jegliche Aufwendungen, Ausgaben und Ersatzleistungen an den Reisenden.
7.6. Falls dem Reisenden die Einschiffung aus Gründen der Gesundheit und/oder Reisefähigkeit verweigert wird, sind weder MSC noch der Beförderer gegenüber dem Reisenden in irgendeiner Weise haftbar.
7.7. Es obliegt dem Reisenden, sicherzustellen, dass die Verfügbarkeit notwendiger Medikamente durch Mitführung ausreichender Vorräte (auch unter Berücksichtigung etwaiger Reiseverzögerungen) durch eigene Mitnahme und/ oder Verfügbarkeit in den jeweiligen Zielländern gegeben ist. Der Reisende klärt vor der Einschiffung ab, ob die von ihm mitgeführten Medikamente in die Zielländer (resp. Transitländer) eingeführt werden dürfen. Zu den vertraglichen Verpflichtungen von MSC gehört weder die Überprüfung der Verfügbarkeit von Medikamenten in den Zielländern noch die Information des Kunden hierüber, noch eine entsprechende Bevorratung an Bord und zwar auch dann nicht, wenn nach der Leistungsausschreibung ein Schiffsarzt und/oder eine entsprechende Bordapotheke vorhanden sind.
7.8. Für Schwangere gilt:
a) Schwangere Frauen sind gehalten, vor der Reise einen Arzt zu konsultieren. Zum Leistungsumfang von MSC gehören auf keinem ihrer Schiffe entsprechende medizinische Einrichtungen für Geburten.
b) MSC lehnt eine Buchung und Beförderung von Frauen, deren Kreuzfahrt in der 24. Schwangerschaftswoche oder später beendet sein wird, ab.
c) Schwangere Frauen, die bis zum Zeitpunkt der Ausschiffung weniger als 24 Wochen schwanger sind, müssen eine ärztliche Reisefähigkeitsbestätigung vorweisen.
d) MSC behält sich ausdrücklich das Recht vor, einer Reisenden, die sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft befindet, die Einschiffung zu untersagen.
e) Falls eine Reisende zum Zeitpunkt der Buchung einer Reise nicht sicher wusste oder nicht wissen konnte, dass sie schwanger war, wird MSC – bezugnehmend auf Ziffer 7.8.b) – der Reisenden die Möglichkeit bieten, eine andere Kreuzfahrt aus dem Katalog und/oder der Webseite zu buchen (sofern verfügbar), welche dieselbe Qualität aufweist wie die gebuchte Kreuzfahrt und den vorgängig genannten Voraussetzungen gerecht wird oder die Reise zu stornieren. In letzterem Fall wird der gesamte bezahlte Preis zurückerstattet, sofern die Stornierung unverzüglich nach Feststellung der Schwangerschaft mitgeteilt wird (ein ärztliches Attest muss vorliegen). Diese Rückerstattung gilt nicht für bezahlte Versicherungsprämien. Diese sind auf keinen Fall erstattungsfähig. Noch fällige Versicherungsprämien bleiben geschuldet.
7.9. Für Reisende mit besonderen Bedürfnissen und Reisende mit eingeschränkter Mobilität gilt:
a) Die Priorität von MSC und der Beförderer ist immer der Komfort und die Sicherheit ihrer Passagiere, und um dies zu erreichen, wird der Kunde bei der Buchung gebeten, so viele Details wie möglich zu den unten aufgeführten Punkten anzugeben, damit MSC und der Beförderer ihre Verpflichtung, den Passagier auf eine sichere oder betriebsfähige Weise zu befördern, berücksichtigen können, unter Berücksichtigung aller Fragen im Zusammenhang mit der Konstruktion des Kreuzfahrtenschiffes oder der Hafeninfrastruktur und -ausrüstung, einschliesslich der Hafenterminals, die das Ein- und Ausschiffen oder die Beförderung des Passagiers unmöglich machen oder erheblich erschweren können und die Auswirkungen auf die Sicherheit und den Komfort der Fahrgäste haben können.
b) Es obliegt Reisenden mit einer physischen oder psychischen Behinderung (einschliesslich Reisende, die einen Rollstuhl benötigen), die eine spezielle Behandlung oder Hilfeleistung benötigen, besondere Sitzplatzanforderungen haben, MSC vor der Buchung die Natur ihrer Behinderung, die medizinischen Geräte, welche sie an Bord bringen werden bzw. jede speziell benötigte medizinische oder sonstige Unterstützung schriftlich mitzuteilen. Gleiches gilt, wenn der Passagiere einen anerkannten Assistenzhund an Bord des Schiffes bringen will (dieser muss die entsprechenden gesetzlichen Bedingungen erfüllen). Dies gilt insbesondere für Hilfeleistungen entsprechend der EU VO 1177/2010, soweit anwendbar.
MSC macht darauf aufmerksam, dass nur eine begrenzte Anzahl Kabinen zur Verfügung stehen, welche für Reisende mit eingeschränkter Mobilität (z.B. rollstuhlgängig) geeignet sind.
c) Wenn MSC und/oder der Luftfrachtführer es für notwendig halten, um die Sicherheit und den Komfort des Passagiers zu gewährleisten und damit der Passagier die Kreuzfahrt in vollem Umfang geniessen kann, kann es erforderlich sein, dass ein behinderter Passagier oder Passagier mit eingeschränkter Mobilität von einer anderen Person begleitet wird, die in der Lage ist, die dem behinderten Passagier oder Passagier mit eingeschränkter Mobilität erforderliche Unterstützung zu leisten. Diese Anforderung basiert ausschliesslich auf der Beurteilung der Bedürfnisse des Fahrgastes durch MSC und/oder den Beförderer aus Sicherheitsgründen und kann von Schiff zu Schiff und/oder von Reiseroute zu Reiseroute variieren. Passagiere, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, finden weitere Informationen unter Ziffer 7.7.e).
d) Hat der Passagier besondere Bedingungen, Behinderungen oder eingeschränkte Mobilität, die eine persönliche Betreuung oder Überwachung erfordern, so muss diese vom Passagier auf eigene Kosten organisiert werden. Entsprechende Hilfeleistungen seitens MSC, ihrer Erfüllungsgehilfen, Mitarbeitern, Leistungsträgern oder Beauftragten, gehören nicht zum Umfang der vertraglichen Leistungen von MSC, soweit etwas anderes nicht ausdrücklich vereinbart ist oder sich aus zwingenden gesetzlichen Vorschriften (insbesondere bei Flugreisen der Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 vom 5. Juli 2006 über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität sowie aus der EU VO 1177/2010 über die Fahrgastrechte im See- und Binnenschiffsverkehr) ergibt.
e) Reisende, die einen Rollstuhl benötigen, müssen mit ihrem eigenen Rollstuhl in Standardgrösse (max. L:1270mm B:720mm H:1270mm) ausgerüstet sein und von einer Person begleitet werden, die fähig und in der Lage ist, ihnen Hilfe zu leisten.
f) Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass gewisse Bereiche an Bord auf Grund ihrer Baulichkeit für Rollstuhlfahrer oder für Personen mit eingeschränkter Mobiität nicht zugänglich sind. Eine generelle Eignung der Schiffe und aller ihrer Einrichtungen zur Benutzung und Begehung durch behinderte Reisende und Reisende mit eingeschränkter Mobilität ist vertraglich nicht geschuldet.
g) Der Reisende, welcher auf medizinische Geräte angewiesen ist, hat dies anlässlich der Buchung ausdrücklich mitzuteilen. MSC wird aufgrund dieser Angaben und den technischen Möglichkiten usw. an Bord des Schiffes entscheiden, ob die Geräte an Bord genommen werden können oder nicht. Es ist wichtig, dass der Reisende beim Hersteller bzw. Lieferanten entsprechende Informationen einholt, um zu gewährleisten, dass die medizinischen Geräte, die er mit an Bord zu bringen beabsichtigt, gebrauchssicher sind. Der Reisende ist dafür verantwortlich, vor der Abfahrt die Lieferung aller medizinischen Geräte zum Kai zu organisieren.
Der Reisende hat sicherzustellen, dass alle medizinischen Geräte betriebsfähig sind und die Geräte sowie eventuelle Batterien, Zubehör und dergleichen für die gesamte Reise ausreichen. Das Schiff nimmt keinen Ersatz mit, und der Zugang zu entsprechender Betreuung oder Geräten an Land kann schwierig und teuer sein. Die Reisenden müssen mit der Bedienung aller Geräte vertraut sein.
h) Für Landausflüge ist Ziffer 16 zu beachten.
7.10. MSC behält sich das Recht vor, einem Reisenden mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität oder besonderen Bedürfnissen, der seinen in diesen Reisebedingungen festgelegten Obliegenheiten nicht nachgekommen ist, die Buchung abzulehnen, die Einschiffung zu untersagen oder den Reisevertrag zu kündigen, soweit eine Teilnahme objektiv eine Gefährdung oder schwerwiegende Beeinträchtigung des Reisenden selbst, von Mitreisenden, Schiffsbesatzung und Mitarbeitern oder für die sichere Durchführung der Reise selbst erwarten lässt. Dem abgelehnten Passagier steht es frei unter Beibringung aller für diese Entscheidung massgeblich erscheinenden Unterlagen eine erneute Überprüfung durch den Mobilitätsbeauftragten der Reederei vornehmen zu lassen.
7.11. Wenn der Passagier zwischen dem Datum der Buchung der Reise und dem Datum des Reisebeginns feststellt, dass er eine besondere Pflege oder Unterstützung benötigt, wie oben beschrieben, wird er gebeten, MSC unverzüglich zu informieren, damit MSC und der Luftfrachtführer eine sachkundige Beurteilung vornehmen können, ob der Passagier auf eine sichere oder betriebsmässig durchführbare Weise befördert werden kann oder nicht.
7.12. Reisende sind verpflichtet, bei jedweden auftretenden Erkrankungen, insbesondere bei Magen-Darmerkrankungen sofort den Schiffsarzt zu konsultieren und diesem gegenüber vollständige und wahrheitsgemässe Angaben über sämtliche Umstände der Erkrankung zu machen. Sie sind verpflichtet, entsprechende Anweisungen von Schiffsärzten oder Gesundheitsbehörden, insbesondere auch zu Quarantäne- und
Hygienemassnahmen, zu befolgen.
7.13. MSC und/oder der Beförderer und/oder die Gesundheitsbehörden eines Hafens sind berechtigt, in ihrem eigenen Namen einen Fragebogen zur Gesundheit auszugeben. Der Reisende muss darin genaue Angaben über jegliche Krankheitssymptome einschliesslich Magen-Darm- Erkrankungen und H1N1 machen. Wenn MSC oder der Beförderer den Eindruck hat, dass ein Reisender Symptome irgendeiner Krankheit einschliesslich Virusinfekten und bakteriellen Erkrankungen, sowie Norovirus und H1N1 zeigt, darf MSC oder der Beförderer die Einschiffung verweigern. Sollte sich ein Reisender weigern, den Fragebogen auszufüllen, kann ihm die Einschiffung verweigert werden.
7.14. Reisende mit Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind verpflichtet, diese bereits bei der Buchung anzugeben und das entsprechende Formular auszufüllen sowie bei Reisebeginn nach Ankunft an Bord dem Maître d‘Hôtel anzuzeigen. MSC wird bemüht sein, diesen Wünschen nachzukommen, ohne aber eine Verpflichtung zu übernehmen, diese vollumfänglich erfüllen zu können.
7.15. MSC wird sich im Rahmen des Möglichen bemühen, spezielle Diätwünsche der Reisenden zu berücksichtigen. Diese müssen bei der Buchung so detailliert wie möglich bekannt gegeben werden. Die Erbringung entsprechender Diät- Verpflegungsleistungen ist jedoch nur dann Bestandteil der vertraglichen Leistungsverpflichtungen von MSC, wenn diesbezüglich eine ausdrückliche Zusicherung erfolgt ist oder eine ausdrückliche Vereinbarung getroffen wurde. Im Falle mehrerer Allergien/Intoleranzen, auch wenn sie entsprechend informiert wurden, kann MSC oder der Beförderer das Risiko einer Kreuzkontamination bei der Zubereitung von Lebensmitteln möglicherweise nicht vermeiden, so dass weder MSC noch der Beförderer für eine solche Kontamination haftbar gemacht werden können.
7.16. In Ermangelung solcher Informationen betreffend Allergien und/oder Nahrungsunverträglichkeiten sind weder MSC noch der Beförderer für die Zubereitung spezieller Mahlzeiten für den Passagier oder anderer vom Passagiere konsumierter Fertiggerichte verantwortlich.
7.17. Für Kreuzfahrten mit Abfahrthäfen in den USA oder der Karibik gilt: Passagiere unter 21 Jahren dürfen nur mit einer Begleitperson von mindestens 21 Jahren zum Zeitpunkt der Einschiffung an Bord gehen, die in der gleichen Kabine oder in einer benachbarten Kabine reist. Die Begleitperson muss sich ausdrücklich dazu bereit erklären, die Verantwortung für die Passagiere unter 21 Jahren zu übernehmen.