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Breakfast at Tiffany's
Regie: Blake Edwards
Darst.: Audrey Hepburn, George Peppard, Patricia Neal, Buddy Ebsen, Martin Balsam, José Luis de Vilallonga, John McGiver, Mickey Rooney u.a.
«Sie trug ein enges, schlichtes schwarzes Kleid, schwarze Sandaletten und eine breite Perlenkette, die ihren Hals wie ein Reif umschloss. Bei all ihrer schicken Magerkeit strahlte sie eine Haferflockengesundheit aus, eine Seifen- und Zitronenreinlichkeit, und auf ihren Wangen lag eine raue Röte. Sie hatte einen grossen Mund und eine Stupsnase. Eine Sonnenbrille verbarg ihre Augen. Es war ein Gesicht, das nicht mehr ganz in der Kindheit zu Hause war …» So beschreibt Truman Capote die Heldin seines Romans, der vom grossen Komödienspezialisten Blake Edwards verfilmt wurde und Audrey Hepburn unsterblich machte. Holly ist auf der Suche nach dem Schönen, gierig nach jenem Schwips, den Champagnercocktails und fette Portemonnaies erzeugen, und verrückt nach dem traumwandlerischen Lebensgefühl der Fifth Avenue. Unvergesslich ist die Eröffnungsszene, in der Audrey Hepburn im schwarzen Etuikleid von Givenchy vor den Schaufenstern von Tiffany’s steht. Ihr äusseres Erscheinungsbild sowie ihre ergreifende Darbietung von Henry Mancinis «Moon River» zählen bis heute zu den grossen Momenten der Kinogeschichte. Capote wünschte sich Marilyn Monroe als Hauptdarstellerin, doch deren Beraterin Paula Strasberg riet ihr davon ab, da diese Rolle schlecht für ihr Image sei. Auch Audrey Hepburn zögerte verständlicherweise zunächst bei der Anfrage, doch gab ihr die Figur der Holly Golightly die Möglichkeit, ihr Bild in der Öffentlichkeit neu zu erfinden. Auch Paramount sah das Risiko, dass sie mit dieser Rolle einging und betonte, Holly sei nur eine Exzentrikerin und ein Freigeist, und auch der Film liess viele der sexuellen Anspielungen des Romans bewusst vieldeutig erscheinen. «Ironischerweise erfuhr Hepburn durch ihre Rolle als verschrobenste Exzentrikerin, die es jemals geschafft hat, zur Hollywood-Heldin aufzusteigen, eine Umdeutung zur kultivierten Frau von Welt», schrieb Thomas Wiseman im Sunday Express. So konnten sich viele Frauen, die nach Unabhängigkeit und Glück strebten, mit dem Film identifizieren, wodurch Hepburns Status als moderne Ikone gefestigt wurde. Hintergrund der Geschichte ist die Stadt New York, im Film präsentiert als Ort der unbegrenzten Möglichkeiten.