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Immer mehr Experten warnen Menschen vor der Low Carb Ernährung, denn das Risiko eines frühen Todes wird dadurch erhöht. Die Studien werden durch Daten von 25.000 Teilnehmer untermauert, die zwischen 1999 und 2010 an einem Versuch mit Low Carb Ernährung teilgenommen haben. Nach der Studie haben die Forscher das Sterberisiko der Teilnehmer, die sich extrem kohlenhydratreich mit denen verglichen, die sehr wenig Kohlenhydrate zu sich nahmen.
Erschreckende Ergebnisse
In einem Beobachtungszeitraum von rund 6,4 Jahren lag die Sterblichkeit bei den Personen, die an Kohlenhydraten gespart haben, um ca. 32 % höher. Rund 51 % häufiger starben diese Personen an Herzkrankheiten bzw. etwa 50 % an einem Schlaganfall. Selbst das Risiko an einer Krebserkrankung zu versterben war um 35 % höher als bei den Menschen, die mehr Kohlenhydrate zu sich nahmen. Jedoch muss auch gesagt werden, dass sich die Ernährung mit weniger Kohlenhydraten auf Fettleibige, die einen BMI über 30 haben nicht so schlimm ausgewirkt hat, wie auf die Menschen mit einem normalen Gewicht oder mit einem leichten Übergewicht. Durch eine kohlenhydratarme Ernährung kann man den Insulinspiegel niedrig halten. Dieser wiederum kurbelt die Fettverbrennung an, was zur Folge hat, dass sich der Zuckerstoffwechsel bei einem Diabetiker stabilisieren kann. So kann gesagt werden, dass die positiven Effekte der Low Carb Ernährung unter Umständen die negativen Folgen leicht aufwiegen. Ärzte sind der Meinung, dass eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten kurzfristig durchaus sinnvoll sein kann. Insbesondere dann, wenn man Gewicht verlieren möchte oder seinen Blutdruck senken will. Des Weiteren lässt sich die Glukosekontrolle damit verbessern. Eine langfristige Low Carb Ernährung sollte wegen der negativen Auswirkungen nicht in Betracht gezogen werden.
Bekommt der Körper zu wenig Ballaststoffe und Vitamine?
Es liegen zwar keine eindeutigen Ernährungsprotokolle vor was die Teilnehmer der Studie gegessen haben, dennoch sind sich die Forscher einig, dass es durchaus Theorien gibt, die besagen, dass eine kohlenhydratarme Ernährung der Gesundheit mehr schadet als nützt. Eine wichtige Rolle spiele zum Beispiel die niedrige Einnahme von Ballaststoffen und Vitaminen aus Früchten. Sicherlich können Mineralien und Vitamine von sekundären Phytochemikalien zugeführt werden, jedoch fungieren hier die meisten als Antioxidantien. Dadurch werden aggressive Stoffwechselprodukte im Körper unschädlich gemacht, was wiederum vor Herz-Kreislauferkrankungen schützt. Es gibt aber weitere Gründe, warum tierische Proteine, Cholesterin und gesättigte Fettsäuren ein wichtiger Bestandteil der kohlenhydratarmen Ernährung sind. Durch den Verzehr wird die Entstehung von Krebs und auch die Arteriosklerose deutlich begünstigt.
Gibt es gute und schlechte Kohlenhydrate?
Die Studie soll kein Freibrief sein, bedenkenlos Kohlenhydrate in sich hineinzustopfen. Ob Kohlenhydrate gesund sind oder nicht, hängt immer von der Art der Kohlenhydrate ab. Kohlenhydrate aus Weissmehl oder Nahrungsmittel mit schnell verwertbarem Zucker wirken sich negativ auf den Körper aus. Stattdessen sollte man zu komplexen Kohlenhydraten aus Obst, Vollkornprodukten und Gemüse greifen. Diese enthalten ausreichend Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiss, Mineralien und Vitamine. Nachweislich wird so die Gesundheit gefördert. Experten weisen nochmals explizit darauf hin, dass eine Ernährung mit sehr wenigen Kohlenhydraten für die Gesundheit nicht gut ist und sollte daher auch so weit als möglich gemieden werden.
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