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Der Ausserrhoder Strassenverkehr hat im Jahr 2020 um rund 6 Prozent abgenommen. Grund dafür ist die Corona-Pandemie: Die Kurven des Mobilitätsverhaltens zeigen den starken Einbruch während des Lockdowns im Frühjahr, dann den Wiederanstieg im Sommer und folgend die erneute Abnahme im Spätherbst und gegen die Weihnachtstage, als die Arbeitnehmenden wieder vermehrt ins Homeoffice wechselten und die Gastronomie eingeschränkt wurde.
Insgesamt nahm der Verkehr in Appenzell Ausserrhoden weniger stark ab als in den Agglomerationen des Mittellandes. Das ist einerseits auf die Siedlungs- und die Wirtschaftsstruktur des Kantons und andererseits auf den Tagesausflugsverkehr zurück zu führen. Die geschlossenen Grenzen, das gute Wetter, die wegfallenden Alternativen und das Bedürfnis draussen zu sein, führten tageweise auch zu Verkehrsspitzen auf den einschlägigen Routen in den Alpstein.
Insgesamt sind die Verkehrszahlen des Jahres 2020 wegen der speziellen Situation mit der Pandemie nicht aussagekräftig als Grundlage für technische Aspekte oder für das Erkennen langfristiger Trends. Für fachliche Betrachtungen wie etwa Lärmberechnungen sind weiterhin die Verkehrszahlen 2019 massgebend, die auf der Homepage des Tiefbauamts der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.