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Neutestamentliche Wissenschaft untersucht die die für den christlichen Glauben grundlegenden Texte, das Neue Testament, in ihrem historischen Kontext. Dabei geht es um die Entstehung der Texte und deren Umstände, die Verankerung der Überlieferung in der zeitgenössischen jüdischen Tradition (in Palästina und der Diaspora) und die Einbettung des entstehenden Christentums in die griechisch-römische Kultur der frühen Kaiserzeit. Ihre Bezugswissenschaften sind neben der klassischen Philologie und alten Geschichte auch die Judaistik, die Archäologie, die Kunde von Inschriften und Papyri. Neben der historisch-philologischen Rekonstruktion steht die hermeneutische Interpretation der Texte, die deren Sinngehalt und Tragweite herausarbeitet und die Verbindung zu den anderen Disziplinen der Theologie und zur gegenwärtigen Lektüre biblischer Texte herstellt.
Forschungsschwerpunkte der neutestamentlichen Arbeit in Zürich sind am Lehrstuhl von Prof. Frey insbesondere die Bezüge des Neuen Testaments zum Antiken Judentum (Qumran-Schriften, Apokalyptik), die Erforschung der johanneischen Literatur (Johannesevangelium, Apokalypse) sowie die frühchristlichen Apokryphen. Die Professur von Prof. Krauter hat als Schwerpunkte die Paulusforschung sowie die Einbettung des frühen Christentums in die griechisch-römische Kultur und Literatur.