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15.08.2017
Die Besitzerin dieses damals 9-jährigen Isländers hat sich schon Gedanken über eine Barhufumstellung gemacht und wollte ihn auch längerfristig umstellen, jedoch noch nicht jetzt… bis der Herr während eines Ausrittes von der Besitzerin völlig unbemerkt ein Eisen verlor. Also wurden die restlichen 3 Eisen die Tage darauf dann vom Hufschmied (Anmerkung: normalerweise bevorzuge ich die Eisen selber zu entfernen, jedoch war dies in diesem Fall terminlich leider nicht möglich) entfernt. Eine Woche später, am 15.08.2017, beginnt meine Dokumentation, ich zeige hier den rechten Vorderhuf, jeweils vor der Bearbeitung (dorsal, lateral, medial, solear in der Reihenfolge).
15.08.2017: auffällig sind die hebelnden Wände, die Zehenwand, die für die Knochenachse viel zu flach ist und im oberen Bereich gut sichtbar steiler nachwächst sowie im Bereich der Seitenwände markante Längsrillen sowie Einblutungen im Bereich der hinteren Seitenwand über die ganze Höhe (am bearbeiteten Huf zu sehen), ein sichtlich unbequemer Huf
7.11.2017: 3 Termine und 12 Wochen später, der Huf hat sich insgesamt etwas harmonisiert, die Zehenwand weist nur noch im unteren Bereich einen Hebel auf, es hat sich ein durchgehender Tragrand gebildet
1.10.2018: ein knappes Jahr später, der Huf hat eine Form angenommen, die zum Rest der Gliedmasse passt, die Zehenwand ist nun gestreckt und vom Winkel her passend zur Knochenachse
26.11.2019: die Hufe haben ihre optimale Form gefunden und bleiben bei gleichbleibenden Umwelteinflüssen mehr oder weniger gleich.