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Kriminalroman
Rezension von Meret Husy
Eine der wichtigen Personen im Buch, nämlich der Kriminalkommissar Beat Streiff, der in allen Büchern von Isabel Morf vorkommt, hatte einen gutartigen Hirntumor, der operiert wurde. Er befindet sich der langwierigen Rekonvaleszenz. Diesen Prozess beschreibt Morf im Buch:
Valerie trödelt Ende November am Fusse des Selbsanft entlang, Leute sind nicht viele unterwegs, das Restaurant ist geschlossen.
Die Ruhe ist trügerisch: Ein toter Mann liegt am Boden. Neben ihm liegt eine leere Schnapsflasche.
Bei der Autopsie finden die Ärzte im Blut des Toten neben Alkohol auch Schlafmittel. Was ist da geschehen?
Kommissar Zwicky kümmert sich um die möglichen Ursachen.
Ein paar Tage später taucht der zweite kuriose Fall in der Umgebung auf: Eine Ärztin stirbt an einer Pilzvergiftung in ihrer Wohnung. Melchior Zwicky übernimmt auch die Klärung dieses Vorfalls.
Besuche bei Familien und Freunden der Verstorbenen stehen an. Aber auch nach den ersten Befragungen von Bekannten der beiden Toten bleibt die Wahrheit rätselhaft.
Was sind die wirklichen Gründe für das Sterben der beiden Personen?
Suizid? Mord?
Oder handelt es sich um Unfälle?
Aber gehen Alkoholiker am Wochenende auf Wanderungen? War die gefundene Frau eine Pilzsammlerin?
Die Idee, dass die Geschehnisse unfallbedingt sein könnten, verwirft Zwicky bald wieder. Viel eher vermutet er einen kriminellen Zusammenhang der zwei Fälle.
Der Kommissar besucht Mitarbeitende der beiden.
Warum war der Mann so unbeliebt in seinem Arbeitsumfeld? Gibt es Motive der Unterärztin für ein Vergiften ihrer Chefin?
Mit einem Tagebuch, Informationen über giftige Pilze, mit einem alten Zugbillet, einer Zeugin, die sich jahrelang nicht erinnern, aber auch nicht vergessen kann sowie Besuchen bei Bekannten der beiden Toten, gelingt es Zwicky, die Rätsel der Todesfälle bei etlichen Kaffees nach und nach zu lösen.
Selbsanft
Isabel Morf
Isabel Morf, 1957 geboren, wuchs im Kanton Glarus, wo der Selbsanft liegt, und im Mittelland auf. Sie wohnte bereits in Zürich, als sie für ein Jahr des Germanistikstudiums nach Wien zog. Nach dem Studium schrieb sie als freie Journalistin über Gesellschaftsthemen. Mit besonders viel Interesse verfasste sie Berichte über Gerichtsprozesse am Obergericht Zürich, was sich im Nachhinein als nützliche Weiterbildung erweist. Heute arbeitet sie Teilzeit als Protokollführerin und Online-Redakteurin für das schweizerische Parlament in Bern. Das lässt ihr Zeit, sich allerhand Kriminelles für ihre Romane auszudenken.
Isabel Morfs fünfter Kriminalroman erzählt eine spannende und verwinkelte Geschichte.
Verlag: Gmeiner
ISBN: 978-3-8392-2038-2