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Eine vertrauliche Geburt (umgangssprachlich "anonyme Geburt") ermöglicht einer schwangeren Frau, sich während der Schwangerschaft sowie während und nach der Geburt anonym im Spital betreuen zu lassen. Das Umfeld wird nichts von der Schwangerschaft erfahren. Im Gegensatz zum Babyfenster werden bei der vertraulichen Geburt Mutter und Kind medizinisch versorgt, professionell begleitet und in ihrer individuellen Situation unterstützt.
Die Anonymität der Mutter ist geschützt:
- Um die Geheimhaltung der Identität vor, während und nach der Geburt sicherzustellen, erhält die Frau während der gesamten Betreuung einen Pseudonym-Namen.
- Die Identität der Mutter wird ausschliesslich dem Zivilstandesamt und der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde mitgeteilt. Die Behörden sind zur Geheimhaltung verpflichtet.
- Die Krankenkasse bezahlt die Kosten direkt, der Mutter wird keine Rechnung oder andere Post nach Hause zugestellt.
Sechs Wochen nach der Geburt kann die Mutter entscheiden, ob sie Ihr Kind zur Adoption freigeben möchte. Die Adoptiveltern werden die Identität der Mutter nicht erfahren. Wenn das Kind später wissen möchte, wer seine leibliche Mutter ist, kann es ab dem 18. Geburtstag die Personalien der Mutter anfordern.