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Die Europäischen Börsen bringen sich für die zum Verkauf stehende Euronext in Stellung – darunter auch die SIX Group.
Die IntercontinentalExchange Group, welche die Börsen in Paris und Amsterdam betreibt und mit dem Kauf der NYSE auch die Euronext erhalten hat, will an die Börse.
Bevor sie das tut, wird aber der Verkauf der Euronext erwartet – oder zumindest eines Anteil von 30 Prozent. Wie Urs Rüegsegger, Chef der SIX Group, der Nachrichtenagentur «Bloomberg» sagte, könnte der Kauf einer Euronext-Beteiligung in Frage kommen.
«Wir warten jetzt auf die offizielle Dokumentation, was da dann tatsächlich auf den Markt kommt», sagte er. Gehe man davon aus, dass die Euronext nicht als Ganzes verkauft werde, dann «wäre es vielleicht eine Option, wenigstens mit einem Minderheits-Stake am gleichen Tisch zu sitzen».
Rüegsegger sieht grosses Synergiepotenzial
Die Berater von Euronext wollen womöglich noch diesen Monat Gespräche mit potenziellen Käufern aufnehmen. «Bloomberg» schreibt unter Berufung auf nicht genannten Quellen, kein Einzelinvestor dürfe mehr als 10 Prozent an Euronext ohne aufsichtsrechtliche Genehmigung halten.
«Wer immer die Euronext-Märkte kauft, wird die Börsenlandschaft massgeblich ändern», meinte Rüegsegger. «Individuelle Firmen müssen sich fragen, was die eigene Rolle ist und wie man mitspielen möchte».
Rüegsegger hatte bereits vor knapp einem Jahr erklärt, es gebe bedeutendes Synergiepotenzial mit Euronext. Er ziehe ein Gebot in Erwägung, falls diese zum Kauf angeboten würden.