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LSD gegen Covid-Symptome?Mirko Berger
Kann LSD einen durch Covid-19 ausgelösten Geruchsverlust lindern? –
Etwa 40 % aller Corona-Infizierten leiden an Anosmie (Riechstörung, Verlust des Geruchssinns). Ein solcher Geruchsverlust kann in einigen Fällen sogar mit Depressionen und Angstzuständen einhergehen.
LSD ist dafür bekannt, sensorische Eindrücke zu “verstärken” bzw. sie in ihrer Wahrnehmung zu intensivieren. Autor und Schreibcoach Sasha Chapin berichtet in seinem Blog über das Phänomen, seine coronabedingte Anosmie mittels LSD-25 deutlich gelindert zu haben. 125 Mikrogramm der Substanz haben laut Aussage des US-Amerikaners gereicht, um seinen Geruchssinn nach sieben Stunden Trip völlig wiederherzustellen:
»Wir kamen (…) nachhause, etwa sieben Stunden nach Beginn meines Trips, (…). Alle Düfte waren jetzt mit scharfer Präzision zu riechen. Meine Anosmie war verschwunden. Einige der Düfte waren sogar noch angenehmer als zuvor (…). Das war ein Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde. Einige Düfte (…) verursachten bei mir eine Ganzkörpergänsehaut.«
Der ‘endgültigen Heilung’ seiner Symptome ging allerdings eine Parosmiealso eine Veränderung der Geruchssinne voraus:
»Und dann passierte noch etwas Seltsames. Für ein paar Stunden bekam ich kurzzeitig eine akute Parosmie. Meine Nase fühlte sich trocken an, und ein seltsamer, kotzeartiger Geruch erfüllte meinen Geist. Nach einigen Nachforschungen, die ich angestellt hatte, geht die Parosmie bei Anosmie-Patienten manchmal der Genesung voraus, so dass ich, obwohl dies ziemlich unangenehm war, die Hoffnung hatte, dass dies ein Teil des Regenerationsprozesses war. Ich machte das Haus sauber, meine Frau ging mit mir einkaufen, wir fuhren zum Baumarkt und aßen dann zu Abend.«
Eine (gar wissenschaftliche) Erklärung hat Chapin für diese Umstände bisher nicht finden können, verweist allerdings auf eine interessante Spekulation einer Twitter-Userin. Diese vermutet, dass die Verbesserung der spezifischen Corona-Anosmie bzw. -Parosmie auf folgenden Umständen basieren könnte:
»- Umstrukturierung der Systemverarbeitung, um bessere Informationen aus schwächeren Signalen zu erhalten,
– physisches Nachwachsen der Nerven.
Ich bin weniger optimistisch, was die zweite Vermutung angeht, aber es gibt einige vielversprechende aktuelle Studien mit verschiedenen Psychedelika.«