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St. Galler Kulturgüter aus Zürich
Im Toggenburgerkrieg von 1712, dem letzten Konfessionskrieg der Alten Eidgenossenschaft, unterlag der Fürstabt von St. Gallen den Orten Zürich und Bern. Die Sieger führten nach ihrem Einmarsch in das Kloster St. Gallen die Bibliothek und weitere Kulturgüter weg und teilten sie untereinander auf. Nach dem Friedensschluss von 1718 wurde ein Teil der Güter wieder zurückgegeben, doch eine Anzahl wertvoller Handschriften verblieb in Zürich. Der deswegen entstandene, einmal stärker, einmal weniger stark schwelende "Kulturgüterstreit" zwischen St. Gallen und Zürich konnte nach fast dreihundert Jahren im Frühling 2006 beigelegt werden. Die Kompromisslösung enthielt unter anderem für den Kanton St. Gallen die Auflage, die als Dauerleihgabe an die Stiftsbibliothek zurückgegeben Handschriften bis Ende 2007 zu digitalisieren und auf dem Internet bereitzustellen. Diese Digitalisierung wurde unterstützt vom Katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen und dem Amt für Kultur, St. Gallen.