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Cignani
(spr. tschinjani), Carlo, ital. Maler, geb. zu Bologna, lernte zuerst bei Giov. Batt. Cairo, dann bei Albani und studierte daneben die Werke Tizians, Guido Renis, der Carracci und Correggios. In Bologna malte er im Farnesischen Palast zwei Gemälde in Fresko, den König Franz I. darstellend, wie er auf der Durchreise durch Bologna die Kranken berührt, und den Einzug Papst Pauls III., ¶
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im Auftrag des Herzogs Ranuccio von Parma
[* 3] die Empfängnis der Maria für die Kirche dieses Namens und als sein Hauptwerk, woran
er 20 Jahre arbeitete, die Fresken in der Kuppel der Kirche der Madonna del Fuoco zu Forli, die Himmelfahrt der Maria darstellend.
Seine letzte Arbeit war die Geburt Jupiters, die er in seinem 80. Jahr für den Kurfürsten von der Pfalz
ausführte (jetzt in der Münchener Pinakothek).
Cignani starb in Bologna. Papst Clemens XI. ernannte ihn zum Direktor der
Malerakademie zu Bologna, der Herzog Ranuccio von Parma zum Ritter.
Cignani war der letzte große Maler der Bologneser
Schule. Sein Stil ist originell, die Auffassung geistreich;
bei Behandlung heroischer Gegenstände übertraf er selbst den Albani an Erfindung und Ausdruck;
seine Zeichnung ist richtig, sein Kolorit heiter, aber nicht ohne Wärme; [* 4]
seine weiblichen und Kinderfiguren sind voll Geschmack und Grazie.