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Die Zentralschweizer Kantone haben 2021 die Kampagne «Aquatische Neobiota» mit dem Slogan «Vorsicht blinde Passagiere!» gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Auch andere Kantone haben ähnliche Projekte ins Leben gerufen. Je mehr Menschen über die einfachen Verhaltensregeln an Gewässern Bescheid wissen und sie umsetzen, desto besser können wir unsere Seen und Flüsse schützen!
Gewässermonitoring
Um den Erfolg der Massnahmen zu überprüfen und mögliche neue Arten frühzeitig festzustellen, überwachen die Kantone die Artenzusammensetzung in den Zentralschweizer Gewässern. Sie nehmen Proben und analysieren diese im Labor. Immer häufiger wird sogenannte Umwelt-DNA (environmental DNA, eDNA) analysiert. Bei dieser Methode werden einzelne Arten über DNA, die in Wasserproben zu finden ist (durch Haut-/Schuppenpartikel, Ausscheidungen etc.) nachgewiesen.
Gesetzliche Grundlagen
Verschiedene Gesetze und Verordnungen regeln direkt oder indirekt den Umgang mit invasiven Neobiota. Das Umweltschutzgesetz (USG) und die Freisetzungsverordnung (FrSV) bilden die massgeblichen gesetzlichen Grundlagen für alle Artengruppen. Zusätzlich können noch spezifische Rechtsnormen zur Anwendung kommen, z.B. für Fische das Bundesgesetz über die Fischerei (BGF) mit zugehöriger Verordnung. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Gesetzen und Verordnungen sind in der Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten zu finden.
Weiterführende Informationen:
- Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten (BAFU)
- Bundesgesetz über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG)
- Verordnung über den Umgang mit Organismen in der Umwelt (Freisetzungsverordnung, FrSV)
- Anwendung von eDNA-Methoden in biologischen Untersuchungen und bei der biologischen Bewertung von aquatischen Ökosystemen (Richtlinien, BAFU)