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Der Sieger des Saudi Cups 2021 kommt überraschend aus England und nicht aus Amerika. Geritten vom 21-jährigen David Egan verwies Mishriff die favorisierten US-Galopper auf die Plätze.
Die zweite Auflage des Saudi Cups fand aufgrund der Pandemie zwar unter restriktiven Bedingungen statt, war aber wie schon die Premiere mit dem Rekord-Preisgeld von 20 Millionen Dollar ausgestattet. Allein zehn Millionen gehen an den Besitzer des Siegers, und selbst der zehnte Rang des rund eine Minute und 50 Sekunden dauernden 1800-Meter-Rennens ist noch mit 200'000 Dollar dotiert.
US-Galopper in der Favoritenrolle
Experten und Buchmacher rechneten damit, dass wie schon vor einem Jahr die amerikanischen Pferde die Hauptrollen spielen würden. Die US-Galopper trafen in Riad nicht nur auf die in Amerika übliche Sandbahn (Dirttrack), sie reisten zudem im Unterschied zu den europäischen oder fernöstlichen Rennställen auch mit ihren aktuellen Topstars an. Die Favoritenrolle teilten sich Knicks Go und Charlatan. Der fünfjährige Knicks Go war seit mehr als 15 Monaten ungeschlagen und hatte zuletzt als Sieger im «Breeders’ Cup» und im «Pegasus World Cup» brilliert. Der ein Jahr jüngere Charlatan wurde nach Siegen zu Beginn der Saison 2020 als heisser Favoriten für das Kentucky Derby gehandelt, musste dann aber verletzungsbedingt eine Pause einlegen. Bei seinem Comeback am zweiten Weihnachtstag liess er in Santa Anita auf Gruppe-I-Ebene der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance, so dass er mit lauter Siegen im Gepäck nach Riad reiste.
Wenn zwei sich streiten …
Lange sah es so aus, als würden die Experten recht behalten und die zwei Favoriten das Rennen unter sich ausmachen. Der von Joel Rosario gerittene Knicks Go stürmte sogleich an die Spitze, Charlatan (Mike Smith) schloss zum Leader auf und setzte ihn von aussen unter Druck. Obwohl Charlatan mehr Weg zu absolvieren hatte, schien er auf der Gegenseite leichter zu galoppieren als sein Rivale. Der Eindruck täuschte nicht. Als Charlatan im Schlussbogen Knicks Go attackierte, war dieser zu keiner Reaktion fähig, so dass Charlatan mit klarem Vorsprung auf die Zielgerade einbog. Als Einziger vermochte sich Mishriff aus dem Feld zu lösen und dem führenden Favoriten zu folgen. Vermochte er in einer ersten Phase kaum Boden gutzumachen, änderte sich das in der Folge: Nach einer dramatischen Endphase verwies er Charlatan auf den letzten Metern noch sicher auf Rang zwei. Mit grossem Respektabstand auf das Spitzenduo folgten der in Saudi-Arabien trainierte Great Scot und Knicks Go auf den weiteren Rängen.
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