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Nach Abschluss der Follikelreifung schüttet die Hirnanhangdrüse das luteinisierende Hormon (LH) aus. Dieser abrupte Hormonanstieg löst den Eisprung (die Ovulation) aus, das heisst, der reife Follikel platzt. Welcher der beiden Eierstöcke die Eizelle ausstösst, ist reiner Zufall.
Das trichterförmige Eileiterende, das sich über den Eierstock stülpt, fängt eine oder mehrere Eizellen auf. An dieser Stelle treffen die in den letzten 2 Stunden durch die Scheide und Gebärmutter aufgestiegenen Samenzellen auf die reife Eizelle. Um schwanger zu werden, muss mindestens ein Spermium die Eihülle durchbrechen, damit die weiblichen und männlichen Erbanlagen sich vereinigen.
Wenig Zeit zum Schwangerwerden
Gerade einmal 24 Stunden ist die Eizelle lebens- und befruchtungsfähig – der Zeitraum, in dem überhaupt neues Leben entstehen kann, ist sehr kurz. Allerdings überleben die Spermien 3 bis 5 Tage im Körper der Frau und bleiben zeugungsfähig. Darum ist es aber so wichtig zu wissen, wann der Tag des Eisprungs ist: Nur zwei Tage vorher bis einen Tag nach der Ovulation besteht die Chance auf eine Befruchtung. Da sich der Eisprung und damit die fruchtbaren Tage nicht genau berechnen lassen, gilt der Zeitraum zwischen 9. und 16. Zyklustag als ideal für die Empfängnis.