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Stranger than fiction. Zu ungenau für einen Tatsachenbericht, zu absurd für einen Roman. Leichte Unterwegsunterhaltung für Leute, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.
Leider können Bücher, deren Verfilmungen ich zuvor gesehen habe, für mich selten mit den Filmen mithalten. Leider habe ich die meisten Romane, die ich wirklich dringend lesen möchte, bereits in Filmform gesehen. Fight Club verliert in Buchform jede Spannung, wenn man den Plottwist bereits kennt. Auch die deutsche Übersetzung gefällt mir gar nicht. Abgesehen von einigen Typo-Fehlern (in der 9. Auflage? Come on!) ist mir vor allem eine Stelle negativ aufgefallen, in der Marlas Figur die Doppeldeutigkeit des englischen "you"/"yours" ausnutzt, was im Deutschen (zwangsläufig) mangelhaft wiedergegeben wird. Last but ganz und gar nicht least möchte ich das Ende bemängeln, das mich durch und durch unbefriedigt lässt - wohl vor allem wegen der beinahe unschlagbaren alternativen Inszenierung von David Fincher.
Kurzweiliger Lesespaß eines Musiktypen, der ein Buch schreiben wollte, das andere Musiktypen erreichen und gleichzeitig von Nichtmusiktypen verstanden werden sollte. Mittelwege sind immer die einfachsten - und meistens die langweiligsten. Zu wenig Bissigkeit in der Businesskritik, mittelmäßiger Wortschatz ("Parker"? Wirklich?), unbefriedigendes, weil weltfremdes und harmloses Ende, insgesamt zu wenig Mut und zu viele Ansätze, die nicht weiter verfolgt werden.
Been there, done that.
Business is not my business.