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https://idw-online.de/de/news726260...Mitochondrien sind die energieumwandelnden Zentren lebender Zellen. Sie sind kleine Organellen, die – mit Ausnahme der roten Blutkörperchen – innerhalb jeder Zelle in größerer Zahl vorkommen. Mitochondrien haben eine glatte Außen- und eine faltige Innenmembran. Die sich nach innen hin erstreckenden Falten heißen „Cristae“.
Man ging jahrelang davon aus, dass die Mitochondrien ähnlich wie Haushaltsbatterien funktionieren und Energie aus einer chemischen Reaktion in einer einzelnen Kammer gewinnen und speichern. Man nahm an, dass der Zweck der Faltenstruktur der inneren Membran lediglich darin bestand, die Oberfläche für die Energieumwandlung zu vergrößern.
Das Forschungsteam um Prof. Dr. Orian Shirihai und Prof. Dr. Marc Liesa von der UCLA in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andreas Reichert vom Institut für Biochemie und Molekularbiologie I der HHU zeigten nun, dass Mitochondrien stattdessen aus vielen einzelnen, unabhängigen bioelektrischen Einheiten bestehen, die Energie in einem Array umwandeln und speichern. Sie ähneln damit einer Elektrofahrzeugbatterie, in die parallel Tausende von einzelnen Batteriezellen gepackt wurden, um Energie sicher zu verwalten und einen schnellen Zugang zu sehr hohen Stromstärken zu ermöglichen. Ein solches Gesamtsystem kann weiter funktionieren, auch wenn einzelne Batteriezellen ausfallen.
...
Das hat doch die Natur genial eingerichtet, daß das System im ganzen weiter funktionieren kann, obwohl einzelne Batteriezellen ausfallen.
Grüsse,
Oregano