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Der britische Theologe und Naturforscher William Derham (1657-1735) verfasste neben Arbeiten aus dem Bereich Physik auch solche zu Biologie, Meteorologie, Astronomie, Geologie und Medizin. The artificial clock-maker war seine erste Publikation (Erstausgabe 1696) und wurde mehrfach neu aufgelegt. Derham zeigt darin den Aufbau und die Mechanik verschiedenster Uhren, sowie einen geschichtlichen Abriss über die Uhrmacherkunst. Er war ein Vertreter der so genannten Uhrmacher-Analogie, die bereits von René Descartes und Robert Boyle ins Feld geführt wurde. Die Analogie besagt, dass die komplexe Konstruktion eines Uhrwerks einen intelligenten Konstrukteur erfordert. Daraus wird gefolgert, dass Naturphänomene wie beispielsweise das Weltall einen Schöpfergott implizieren.
Stereometric Diagram of a Clock Interior
1702 wurde Derham zum Fellow der Royal Society gewählt und publizierte diverse Arbeiten in den Transactions oft the Royal Society. Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist das eigentliche Vermächtnis Derhams weniger in seinen zahlreichen eigenen Arbeiten zu sehen, sondern vielmehr in der posthumen Herausgabe der Werke seines grossen Zeitgenossen Robert Hooke, den Philosophical experiments and observations, London 1726.
Links:
The artificial clock-maker (Rar 2002) im Bibliothekskatalog NEBIS
Faksimile der Erstausgabe von Derhams Philosophical experiments and observations of the late Robert Hooke im Bibliothekskatalog NEBIS