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Einem internationalen Forschungsteam ist es gelungen, eine 768 Bit starke RSA-Verschlüsselung zu knacken. Das Forscherteam, an dem auch die ETH Lausanne beteiligt ist, benötigte insgesamt rund zweieinhalb Jahre für das Zerlegen 232 Dezimalstellen langen Zahl in ihre Primfaktoren, heisst es in einem Artikel
der Forscher. Hätten die Wissenschaftler anstatt auf eine Distributed-Computing-Infrastruktur auf einen einzelnen Computer mit Opteron-Prozessor und 2GByte RAM zurückgegriffen, wäre dieser rund 1500 Jahre mit der Zerlegung der Zahl beschäftigt gewesen, heisst es weiter im Bericht.
Bei der nun entschlüsselten Zahlenreihe handelt sich um eine mit 768 Bit verschlüsselte Zahl, die im Rahmen der RSA Factoring Challenge veröffentlicht wurde. Damit gelten RSA-Verschlüsselungen mit 768 Bit langen Schlüsseln nun als geknackt.
Die Forscher gehen davon aus, dass die Rechenleistung für das Knacken von 1024-Bit-RSA-Schlüsseln in etwa zehn Jahren vorhanden sein wird. Sie raten daher, RSA-Schlüssel mit 1024-Bit-Verschlüsselung bis spätestens im Jahr 2014 zu ersetzen. (bt)