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Insbesondere im Spätherbst, wenn die ersten grossen Schneefälle auf sich warten lassen, oder wenn es im Frühling früher taut als erwartet, stellt sich in vielen Skigebieten ein Problem: Perfekte Pisten zum Snowboarden, Skifahren und Langlaufen lassen sich unter diesen Wetterbedingungen mit Naturschnee allein nicht präparieren. Heutige Wintertouristen sind aber nicht gewillt, sich in ihren teuren Ferien mit unberechenbaren Schwankungen von Klima und Schneefall abzufinden und ausgerechnet auf den Sport zu verzichten, der sie in die Berge geführt hat. Beschneiungsanlagen sind deshalb unumgänglich und werden gemäss dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) schweizweit auf 36% der Pistenfläche eingesetzt.
Diese Beschneiungsanlagen produzieren mit Hilfe von viel Wasser, Luft und Strom technischen Schnee oder „Kunstschnee“, wie er umgangssprachlich genannt wird. Künstlich ist an diesem Schnee nicht das Material (er besteht wie Naturschnee aus gefrorenem Wasser), aber bedingt durch seine Herstellungsart unterscheidet er sich doch spürbar von der weissen Pracht, die auf natürliche Weise vom Himmel gefallen ist.
Mit Kanonen und Lanzen gegen grüne und braune Stellen
Für die Erzeugung von Kunstschnee gibt es verschiedene technische Verfahren, die auf einem ähnlichen Prinzip beruhen: Wasser wird zusammen mit Druckluft versprüht, wobei sich die Luft ausserhalb der Düse schlagartig ausdehnt und dabei aufgrund thermodynamischer Gesetze abkühlt. Aus den Wassertröpfchen bilden sich in diesem Moment kleine Eiskristalle.