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Um 11.00 Uhr hat die Jury in Oslo das Geheimnis um den diesjährigen Friedensnobelpreisträger gelüftet. Es sind die Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi aus Indien und die 17-jährige Malala Yousafzai aus Pakistan.
Die beiden werden für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen und ihren Einsatz für das Recht auf Bildung für alle Kinder ausgezeichnet, wie das Nobelkomitee verkündete.
Die 17-jährige Malala war bereits im vergangenen Jahr als Favoritin für die Ehrung gehandelt worden. Auf das junge Mädchen hatten die Taliban 2012 einen Mordanschlag verübt, weil sie sich für das Recht auf Bildung einsetzte.
Der 60-jährige Inder Kailash Satyarthi habe in der Tradition von Gandhi grossen Mut bewiesen und viele friedliche Demonstrationen und Proteste angeführt, die sich gegen die Ausbeutung von Kindern richteten.
Der Preis ist mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 1,061 Millionen Franken) dotiert und wird an Alfred Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen. Anders als die anderen Auszeichnungen wird der Friedenspreis in Oslo übergeben.
Während Tipper im Internet auch auf einen Preis für UNO-Chef Ban Ki Moon oder Altkanzler Helmut Kohl setzten, sehen manche Friedensforscher kurz vor der Verkündung die Japaner vorne, die sich für den Erhalt ihrer pazifistischen Verfassung einsetzen.
Mit der Bekanntgabe des Friedensnobelpreisträgers geht die Woche die Nobelpreisverleihung zu Ende. Seit Montag hatten Jurys in Stockholm Preisträgern Auszeichnungen in Medizin, Physik, Chemie und Literatur zugesprochen. (aeg/sda/dpa)