Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/3796

Die Chemikalie löse vermutlich auch keine Veränderungen des menschlichen Erbguts aus. Die Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widersprechen den Ergebnissen einer Untersuchung der Internationalen Behörde für die Krebsforschung (IARC), die zur WHO gehört. Die IARC hatte Glyphosat im März 2015 als wahrscheinlichen Krebserreger eingestuft.
Die EU stimmt in dieser Woche über die weitere Zulassung des Pestizids ab. Nach einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf soll Glyphosat für weitere neun Jahre zugelassen werden.
Damit kam die EU-Kommission bereits Bedenken entgegen, denn ursprünglich sollte die Nutzung von Glyphosat für weitere 15 Jahre genehmigt werden. Das EU-Parlament hatte sich dagegen für eine auf sieben Jahre befristete Wiederzulassung ausgesprochen.
Glyphosat wird seit den 70er Jahren in der Landwirtschaft eingesetzt. Monsanto vertreibt es unter dem Markennamen Roundup und erzielte damit im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar. Auch andere Konzerne produzieren das Mittel.
Glyphosat ist seit vielen Jahren umstritten. Umweltschützer halten den Stoff für hochgiftig und fordern seit Jahren ein Verbot von des Mittels.