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Reis.
Das größte Exportland ist Britisch-Birma, von dessen in Kultur befindlicher Gesamtfläche 88% mit R. bestellt
sind. Die
Reisausfuhr von dort nach England betrug im Jahre 1881 872968 t, nach dem übrigen Europa im
Jahre 1882 781000 t, 1881 738000 t, 1880 667000 t. In Birma gibt es 49 große
Reisdampfmühlen (28 in Rangoon und je 7 in
Bassein, Moulmein und Akyab), von denen 20 weißen R., d. h. fertig zum Verbrauch,
nach Europa liefern, während die anderen nur „Cargo-
Reis“ herstellen, der erst in Europa gereinigt wird und aus vier
Teilen geschältem R. und einem Teil ungeschältem R.
(Paddy genannt) besteht. Im Lande selber wird ein der Ausfuhr gleichkommendes
Quantum verbraucht.
Obgleich London und Liverpool immer noch die beiden Haupthäfen für R. sind, so nimmt doch der Handel
der kontinentalen Häfen rascher zu als der englische, und während früher in London und Liverpool zwei Drittel des ganzen
Importes gemahlen wurden und nur ein Drittel auf die Häfen des Kontinents entfiel, mahlen heutzutage Bremer Mühlen mehr
R. als Londoner und Liverpooler. Der in den Mühlen entstehende Abfall wird an die Baumwollenfabriken,
Brauereien, Bäcker und
Müller verkauft; in England schätzt man diesen Abfall auf 150000 t jährlich und 150000 Säcke
Reismehl
sollen alljährlich dort beim Brotbacken Verwendung finden. - Zoll s. S. 457.