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Normale (a) und vergrößerte (b) Prostata:
Verengung der Harnröhre bei vergrösserter Prostata
(1) Harnblase, (2) Prostata, (3) Harnröhre, (4) Mündung der Harnleiter, (5) Mündung der Samenleiter
Lassen sich die Beschwerden medikamentös nicht ausreichend kontrollieren oder werden die Medikamente nicht vertragen, so kommt eine Operation der vergrösserten Prostata in Betracht. Wenn die vergrösserte Prostata bereits Komplikationen wie Blasenentzündungen, Blasensteine, Harnverhalt und Harnstau in die Nieren zur Folge hatte, ist eine Operation unumgänglich.
Auch eine nur wenig vergrösserte Prostata kann den Abfluss aus der Blase einengen und die typischen Beschwerden bei gutartiger Prostatavergrösserung hervorrufen, hier kann eine operative Einkerbung der Prostata (bipolare Prostatainzision, TUIP) durchgeführt werden.
Das seit Jahrzehnten bewährte Standardverfahren ist die Ausschabung der Prostata durch die Harnröhre mit Hilfe einer elektischen Schlinge, die transurethrale Resektion der Prostata (bipolare TUR-P).
Auf Wunsch nach Erhalt der Ejakulationsfähigkeit kann die sogenannte ejakulationsprotektive transurethrale Resektion der Prostata und des Blasenhalses durchgeführt werden.
Bei Männern in höherem Lebensalter oder mit die Operationsfähigkeit einschränkenden Erkrankungen kommt die Embolisation der Prostatablutgefässe in Betracht. Mit Hilfe eines durch die Blutgefässe in der Leiste eingeführten Katheters können die die Blutgefässe der Prostata verschlossen werden. In der Folge schrumpft die Prostata und die Blasenentleerung ist wieder leichter möglich.