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Für die Göttin Astarte errichteten die Phönizier einen Tempel an der westlichsten Spitze der Insel Erytheia. Dieser Tempel stand vermutlich auf dem "Punta del Nao", einem Riff, welches dem Castillo Santa Catalina vorgelagert ist und sich heute ausser bei Ebbe vollständig unter Wasser befindet.
Man machte auf diesem Riff diverse archäologische Funde, welche auf einen Opferkult für die Göttin Astarte hinweisen. Vom Tempel selbst wurden bisher keine Überreste entdeckt. Funde wie diverse Statuen, einem Gegenstand, der dem Verbrennen von wohlriechenden Stoffen diente und diversen Schmuckstücken werden im Museum von Cádiz ausgestellt.
Gegenstand zur Verbrennung wohlriechender Stoffe
Astarte war eine der drei Hauptgötter der Phönizier aus Tyros und die wichtigste weibliche Göttin dieses Volkes. Als Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit wurde sie verehrt und mit Gaben beschenkt. Ein verbreitetes Merkmal der Astarte ist die Schlange, die sie in den Händen hält. Ein weiteres ihrer Symbole ist ihre Krone, die teils als Kuhgehörn, teil als Mondsichel, dem universellen Symbol der Weiblichkeit, teils als Kombination aus beidem verstanden wird. Oft wird diese Form noch durch die Sonnenscheibe ergänzt. Im antiken Griechenland wurde Astarte mit Hera oder Aphrodite gleichgesetzt.
Bei den Römern mit Juno oder Venus. Später galt sie auch als Kriegsgöttin, welcher Opfergaben erbracht werden mussten, um erfolgreich aus einem Krieg hervorgehen zu können.
Standort des Tempels der Astarte
Überlieferungen berichten, dass dieser Tempel nur aus einem Raum bestand. Darin befand sich ein bronzener Sockel auf welchem eine Statue der Kriegsgöttin stand. Ihr Körper war mit einem Schleier bedeckt und sie sass auf einen Löwen. In der einen Hand hielt sie eine Lotusblüte in der anderen eine Schlange. Dieser Tempel konnte in Grösse nicht mit dem des Melkarts mithalten, aber sein Inneres beherbergte ein Geheimnis. Die Legende besagt, dass in einer geheimen Kammer der grösste von der menschlichen Rasse ersehnte Schatz aufbewahrt wurde:
Die Unsterblichkeit in Form eines funkelnden, grünen Steines.