Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/124952

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Leistungen von Betrieben mit einem hohen Anteil an steilen Mähwiesen (mit einer Hangneigung von über 35 Prozent) im Rahmen der Agrarpolitik 2014-2017 besser abgegolten werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat erkannt, dass die Bewirtschaftung von Mähwiesen in Hang- und Steillagen in Zukunft noch besser gefördert werden muss. Deshalb schlägt er in der Botschaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014-2017 (Agrarpolitik 2014-2017) vom 1. Februar 2012 gezielte Änderungen bei den Hangbeiträgen vor.</p><p>Neu soll neben den bisherigen beiden Abstufungen (18 und 35 Prozent) eine dritte Stufe für Flächen mit einer Neigung von mehr als 50 Prozent eingeführt werden. Dies, um dem hohen Anteil an Handarbeit bei der Bewirtschaftung solcher Flächen Rechnung zu tragen. Weiter ist eine deutliche Erhöhung der Beiträge vorgesehen. Insgesamt sind bei gleichbleibendem Zahlungsrahmen zusätzlich rund 15 Millionen Franken eingestellt. Dies erlaubt beispielsweise den Beitrag für Steillagen (ab 50 Prozent Neigung) von bisher 620 Franken auf rund 1000 Franken (ein Plus von 61 Prozent) pro Hektare anzuheben. Dazu kommt, dass die in der Regel höhere Biodiversität von steilen Mähwiesen im Rahmen der Agrarpolitik 2014-2017 ebenfalls mit erhöhten Biodiversitätsbeiträgen gefördert werden soll.</p><p>Der Bundesrat ist überzeugt, dass mit den genannten Massnahmen, insbesondere den höheren Beiträgen, die Anliegen des Postulates beziehungsweise der Berglandwirtschaft berücksichtigt werden. Er erachtet daher einen zusätzlichen Beitrag nach Anteil steiler Mähwiesen je Betrieb als nicht angezeigt. Ein solcher Beitrag wäre ausserdem problematisch, da für die gleiche Fläche unterschiedliche Beiträge ausgerichtet würden, je nachdem von welchem Betrieb sie bewirtschaftet wird. Da die Mittel nicht weiter aufgestockt werden können, müsste der zusätzliche Bedarf bei anderen Instrumenten kompensiert werden bzw. könnte die Aufstockung der Hangbeiträge nicht im geplanten Umfang erfolgen. Im Übrigen können Betriebe mit grösseren gegenüber Betrieben mit kleineren Flächen in Hang- und Steillagen die Mechanisierungskosten über eine bessere Auslastung zumindest teilweise ausgleichen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.