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Weshalb sollte etwas einen Wert haben, was keinerlei Nutzen bringt? Weil es IN SICH schon wertvoll wäre? Aber müsste man diesen Wert denn nicht auch wieder irgendwie legitimieren? "L'art pour l'art" ist eine Formel für eine Selbstzweckhaftigkeit, deren Wert durchaus in Frage zu stellen ist. Die Frage "Weshalb braucht es Bildung, nicht nur Ausbildung?" ist sehr berechtigt und als Antwort genügt die Behauptung nicht, dass Bildung an sich selbst schon wertvoll sei. Die Frage "Wozu?" ist stets berechtigt, so schnöde sie auch klingen mag.
Gibt es also keinen Wert des Unnützen? Ist die Themenformulierung einfach nur widersprüchlich und unsinnig? Ich hoffe, dass man mich am Mittwoch vom Gegenteil überzeugt! Gute Argumente sind gefragt ...
There are 2 Comments
Beitrag von E* Herzig
Tinguely, wie viele andere Künstler auch, hat aus völlig unnützen
Wegwerfteilen eine verspielte, ja kindliche Lust an seiner Kunst gezeigt, hat
grosse wie kleine Werke geschaffen, die materiell zunächst keinerlei Wert
hatten, bis sie plötzlich wieder einen bekamen, je bekannter und geachteter
er wurde, einen materielllen, personellen, künstlerischen Wert ...
Da könnte man noch viele andere "Werte" entdecken.
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Künstlerischer Wert
Der materielle Wert steigerte sich, je bekannter Tinguely wurde, der künstlerische nicht. Wie bemisst man den künstlerischen Wert? Nicht über einen "Nutzen" für die Kunst? Etwas Originelles, das die Leute anspricht, zum Denken anregt - das wäre wieder ein Nutzen. Gibt es Wert, der nicht über Nutzen (auf irgendeiner Ebene) definierbar ist?
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