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Hans–Jürg Meiers Musikerlaufbahn begann mit einem Blockflötenstudium bei Conrad Steinmann an der Schola Cantorum Basiliensis; er pflegte dabei nicht nur die alte, sondern widmete sich auch intensiv der zeitgenössischen Blockflötenmusik. Von Anfang an interessierte ihn ebenfalls das Schreiben von Musik, und er studierte Komposition bei Roland Moser. Diese beiden Inspirationsquellen, die alte und die neue Musik, verband Hans-Jürg Meier auf subtile Weise in vielen seiner Kompositionen. Er kreierte zudem zahlreiche Klanginstallationen, in denen er die musikalischen Möglichkeiten des Raumes auslotete; und er beschäftigte sich auch intensiv mit Improvisation. Er war Chorleiter, und er rief verschiedene Konzertreihen ins Leben. Seit einigen Jahren war er Mitveranstalter bei GNOM, der Gruppe für Neue Musik Baden. Ausserdem war er Präsident der Schweizer Musikedition (sme). Hans-Jürg Meier engagierte sich weit über seine eigenen Interessen hinaus, er schuf Netzwerke und dachte immer in grösseren Zusammenhängen; er hat damit auf diskrete, aber sehr wesentliche und wirksame Weise das kulturelle Leben der Schweiz angestossen. In seiner eigenen kompositorischen Arbeit setzte sich Hans-Jürg Meier nachhaltig mit Architektur auseinander. Für beides – für die Musik und für die Architektur – braucht es die Kraft der Vorstellung, denn bei beiden sieht man zu Beginn nur einen Plan, einen Grundriss, eine Partitur. Es ging Hans-Jürg Meier darum, die Sinnlichkeit der Musik greifbar und erfahrbar zu machen. So sind seine letzten Kompositionen ein freies und zugleich befreiendes Zusammenwirken von Natur, Form und Schönheit.
Eine ausführliche Würdigung von Hans–Jürg Meier gibt es in der nächsten Ausgabe von dissonance, die am 1. März 2016 erscheint.
Ein Artikel von Andreas Fatton über die kompositorische Arbeit von Hans-Jürg Meier findet sich in dissonance Nr. 131.
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