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(Impression mit versinkender Sonne in Japan, dem Land der aufgehenden Sonne. Braucht das Bild Farbe? Braucht Farbe das Bild? Braucht der Moment die Analogien mit dem Kunstwerk – von Shinro Ohtaku, auf Naoshima – mit den Lochungen, in denen drin ich die Sonne auch hätte einfangen können, mit einem einzigen kleinen Schritt nach rechts? Braucht das Kunstwerk den Moment? Braucht der Moment das Kunstwerk?)
("NYC schwebt im Abendlicht davon", schrieb ich anfänglich, um die Distanz zu betonen. Aber das Bild vermittelt eher die Nähe; das Abendrot ist hier wie dort das selbe. Der Ort der Betrachtung ist eine Bahn-Station in Brooklyn, und von dort, wo Manhattan steht, kommt aus Kurven gleich der Zug heran.)
Nur das Licht geht dann mal, das Abendlicht, aber nicht die Skyline von NYC: Sie kommt, da sie bleibt.
(2 pix) Auf dem Tresen steht das Glas und wird schluckweise entleert. Wenn aber das Auto-Rücklicht von draussen für einen Augenblick durch das Trinkglas, das Objektiv, das Auge fliesst und der ausgelöste Auslöser etwas ANDERES aus dem Alltäglichen macht: Epifanie.
'Epifanie' nenne ich es da, wo der Zufall das Gesicht der Notwendigkeit bekommt. Man mag es auch „Wunder“ nennen, aber das Religiöse, das in diesen Begriff gepackt ist, meine ich nicht - wenngleich sich Epifanie eher einstellt, wenn der Glaube an die Wahrnehmung sie schärft und die Bereitschaft steigert, ein anstehendes Ereignis zu erkennen.