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Heute veröffentlichte das «British Medical Journal» die lange erwartete Tamiflu-Studie des unabhängigen Forschernetzwerkes Cochrane, das zu folgenden Schlüssen zum Grippemittel Tamiflu des Pharma-Konzerns Roche kommt (siehe Link unten):
- Die Tamiflu-Einnahme hatte keine Abnahme der Spitaleinweisungen und der Komplikationen wie Lungenentzündungen zur Folge.
- Die Übertragung und Weiterverbreitung des Grippevirus wurde durch Tamiflu nicht eingedämmt.
- Die Grippesymptome wurden durch Tamiflu nur um einen halben Tag verkürzt.
- Tamiflu erhöhte das Risiko für Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, psychische Störungen und Nierenprobleme.
Der Pharma-Konzern Roche machte mit Tamiflu ein Milliardengeschäft, ohne seine Versprechungen einzulösen. In ihrer Analyse üben die Cochrane-Forscher harte Kritik an Roche und den Bewilligungsbehörden. Sie sprechen von «Multisystemversagen» und fordern unabhängige Studien und volle Transparenz im Verfahren der Medikamentenzulassung.
Infosperber hat bereits im Januar 2013 über den Kampf der Cochrane-Forscher gegen den Pharma-Konzern Roche unter dem Titel «Roche wegen Milliarden-Tamiflu am Internet-Pranger» berichtet und dabei auch die Rolle der Schweizer Zulassungsbehörde Swissmedic unter die Lupe genommen.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
keine