Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/2014

Buch des Monats November
Die Bibliothek Mellingen empfiehlt: "Der englische Liebhaber" von Federica de Cesco
Die grosse deutsche Liebesgeschichte der Nachkriegszeit
Mit Hilfe einer geheimen Tagebuchaufzeichnung erfährt Charlotte über die damalige Liebesbeziehung ihrer Mutter Anne, welche nach dem Kriege als Dolmetscherin Dienst bei der britischen Besatzungsmacht leistet und dabei den sympathischen britischen Offizier Jeremy kenne und lieben lernt.
Eine Beziehung, die wegen den Umständen in einer sehr schwierigen Zeit nur für einen kurzen Zeitraum bestimmt ist. Trotzdem ist es für Anne die große Liebe. Jeremy verschwindet jedoch eines Tages aus ihrem Leben ohne eine Nachricht zu hinterlassen.
Anne erwartet ein Kind von Jeremy und trotz Nachforschungen kann sie die Adresse ihres Geliebten nicht ausfindig machen. Charlotte wird geboren. Die Gesellschaft der Nachkriegszeit hat kein Verständnis für solche Affären und diese Umstände erschweren Annas Leben und auch ihre Beziehung zu ihrer Tochter.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Am Anfang in der Gegenwart durch die Tochter Charlotte und anschliessend im Rückblick aus der Sicht von Anne.
Der Leser wird gleich zu Beginn in die spannende Geschichte mit einbezogen und nimmt Anteil am Schicksal dieser Frau. Eine eindrückliche, auf wahre Begebenheiten basierende Liebesgeschichte, verstrickt mit einem grossen Frauenschicksal.
Federica de Cesco, Der englische Liebhaber, Roman, Europa-Verlag, 2018
Autorentext
Federica de Cesco wurde als Tochter eines italienischen Vaters und einer deutschen Mutter im norditalienischen Pordenone geboren und studierte Kunstgeschichte und Psychologie in Lüttich. Mit 15 schrieb sie ihr erstes Buch, den Jugendbestseller Der rote Seidenschal, dem über 50 Kinder- und Jugendbücher folgten, bis ihr mit Silbermuschel ein aufsehenerregendes Debüt in der Belletristik gelang. Weitere große und erfolgreiche Romane folgten. Heute lebt sie mit ihrem Mann, dem japanischen Fotografen Kazuyuki Kitamura, in der Schweiz.