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Hydrologie: Kleiner Fluss, der bei der Flur Schatthole in Ottiswil (Grosshöchstetten) auf 545 m.ü.M. entspringt und nach einem 19.3 km langen Lauf auf 458 m.ü.M. in die Emme mündet. In Kräiligen wird mit einem kleinen Seitenkanal Wasser vom Limpach abgezweigt, welches dann den Dorfbach in Bätterkinden bildet und weiter bis zum Kraftwerk Hof an der Emme geführt wird, wo es mit dem Wasser der Urtenen und der Emme ergänzt in einem Kanal noch zwei Kilometer weiter fliesst und der Stromproduktion durch Kleinkraftwerken dient. Diese Abzweigung besteht immer noch. Der Limpach hat nahe seiner Quelle noch drei weitere Quellbäche, die aber alle kürzer sind. Er durchfliesst das gleichnamige, meist ein bis zwei Kilometer breite Tal, verlässt bei Messen für eine kurze Strecke den Kanton Bern und wechselt in den Kanton Solothurn, um kurz danach bis fast zur Mündung die Grenze zwischen den beiden Kantonen zu bilden. Er hat ein Einzugsgebiet von 78.4 km² und liefert bei der Einmündung kurz vor Gerlafingen in die Emme knapp 1 m³ Wasser pro Sekunde.
Etymologie: Die alten Dorfnamen von Limpach (heute zu Fraubrunnen gehörend) können für die Deutung des Flussnamens herangezogen werden, denn das Dorf Limpach bekam seinen Namen sekundär vom Flüsschen. Bekannt sind Limpach 1276, Linbach 1290, Limpach 1321. Der Name bedeutet 'mit Linden bestandener Bach', von ahd. linta = Linde
Flussnamentyp: ahd.
Geologie: Aufgefüllt ist die Talsenke mit tonigen Silten, welche im Lauf der Zeit auf den umliegenden Höhen abgetragen wurden; darüber liegt eine mächtige Torfschicht (Wikipedia).
Flussgeschichte: Bereits im 15. Jahrhundert begannen man mit der Entsumpfung des Limpachtales. Einige Abschnitte des Limpachs wurden ab 1746 kanalisiert. Eine kantonsübergreifende Melioration des Limpachtals wurde von 1939 bis 1951 durchgeführt, um neues Kulturland zu gewinnen (Wikipedia). Der Limpach ist heute ab Scheunenberg auf dem gesamten Lauf kanalisiert. Bei starkem Hochwasser kann der Limpach bis auf 38 m³ pro Sekunde anschwellen, was allerdings sehr selten ist. Übliche Hochwasser erreichen meist nur gegen 20 m³ pro Sekunde. Der Limpach hat bei Kirchdorf BE einen Namensvetter, der ebenfalls Limpach heisst.
Quellen: Topografische Landeskarten, Wikipedia, GLS 1905, Bd. III, S. 144, Hubschmied 1938, BENB, LSG 2005.