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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2019.00630 V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Kuoni Urteil vom 10. Dezember 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. D ie 1963 geborene X.___ verlegte ihren Wohnsitz im Jahr 1985 in die Vereinigten Staaten, heiratete dort und kehrte im Deze mber 2008 in die Schweiz zurück. Ab April 2013 war sie als Betreuungsassistentin in unterschiedlichen Pensen i n einem Kinderhort tätig. Unter dem Hinweis auf seit dem 12. Januar 2017 bestehende Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates meldete sie sich am 2. August 2017 (E ingang) bei der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/ 3/1-2, Urk. 7/4 f., vgl. auch Urk. 7/69/1, Urk. 7/72, Urk. 7/74 f. und Urk. 7/50/2 ). Diese klärte die medizini schen und erwerblichen Verhältnisse ab und entschied am 8. Februar 2018, dass keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/17). Am 13. Oktober 2018 er teilte die IV-Stelle der Versicherten sodann Kosten gutsprache für einen Rollator (Urk. 7/39). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Vorbescheid vom 22. März 2019 [ Urk. 7/56 ]; Einwand vom 7. Juni 2019 [ Urk. 7/77 ] ), ver neinte sie hingegen m it Verfügung vom 30. Juli 2019 einen Anspruch der Ver si cherten auf eine Rente (Urk. 2 [= Urk. 7/81] ). 2. Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 12. September 2019 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht und be antragte, die Verfügung vom 30. Juli 2019 sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente der Invalidenversicherung ab Februar 2018 zuzusprechen; eventu ell sei eine psychiatrische Untersuchung durchzuführen und der Rentenanspruch neu zu prüfen. In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2019 (Urk. 6) schloss die Be schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 21. Oktober 2019 angezeigt wurde (Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer In validität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und sei ner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fach ärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich minde s tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 1.3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.3.2 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktio nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerun gen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bun desgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4). 1.4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gemäss der me dizinischen Beurteilung sei die bisherige Tätigkeit als Betreuungsassistentin auf grund der gesundheitlichen Einschränkung nicht mehr zumutbar. In einer ange passten Tätigkeit, unter Berücksichtigung von folgendem Belastungsprofil, sei je doch eine volle Arbeitstätigkeit in einem Pensum von 100 % zumutbar: Leichte Tätigkeit im Sitzen, k eine Arbeit auf Leitern und Gerüsten, k ein Verharren in Zwangshaltungen ( Urk. 2). 2.2 Demgegenüber wurde in der Beschwerde vom 12. September 2019 im Wesent lichen vorgebracht, d ie Stellungnahme des RAD, worauf sich die angefochtene Verfügung in medizinischer Hinsicht stütze, sei in keiner Weise nachvollziehbar. Mit der Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer ange passten Tätigkeit von 100 % widerspreche der RAD-Arzt den übrigen Arztberich ten in den IV-Akten diametral. Er habe keine eigene Untersuchung vorgenom men. Er stelle in seiner Stellungnahme zwar auf die Diagnosen der Arztberichte ab, komme aber ohne nähere Begründung zur gegenteiligen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Die RAD-Stellungnahme sei nicht schlüssig und vermöge d en Anforderungen an eine beweiskräftige Aktenbeurteilung nicht zu genügen. Auf grund der medizinischen Akten stehe fest, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeits- und erwerbsfähig sei. Von der Spitex würden mittlerweile nicht nur hauswirtschaftliche Leistungen, sondern auch Leistungen in psychiatrischer Hin sicht erbracht. Es sei von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit Januar 2017 auszugehen. Auch die Pensionskasse Z.___ gehe von einer vollständi gen Erwerbsunfähigkeit aus und richte der Beschwerdeführerin eine Rente aus. Nebst dem Hinweis des Hausarztes werde auch im Bericht des Vertrauensarztes vom 16. November 2018 darauf aufmerksam gemacht, dass eine psychiatrische Abklärung notwendig sei. Diese sei für den Fall, dass die Beschwerdeführerin nicht als V ollzeit e rwerbstätige zu qualifizieren sein sollte, nachzuholen und es sei unter Berücksichtigung der psychiatris chen Einschränkungen d er Renten anspruch neu zu berechnen (Urk. 1). 3. 3.1 Im pro visorischen Austrittsbericht der Reha klinik A.___ vom 17. Mai 2017 wurden folgende Diagnosen festgehalten (Urk. 7/13/6): - Chronisches Schmerzsyndrom zervikal und lumbal - Hemikranielle Kopfschmerzen rechts mit dezentem sensomotorische m He misyndrom links EM 11.01.2017 - St atus n ach Gastric By-Pass (Juni 2014) Es wurde festgehalten, d ie Beschwerdeführerin sei in das multimodale angepasste Therapieprogramm aufgenommen worden. Es sei eine deutliche Verbesserung der Schmerzen im Bereich der Nacken- sowie auch der lumbalen Region mit elektro stimulierender Therapie erreicht worden. Bei Austritt habe die Beschwerdeführe rin noch Schmerzen gehabt, diese hätten sich jedoch deutlich reduziert gezeigt und der Umgang mit den eigenen Schm erzen habe sich positiv entwickelt. Die Beschwerdeführerin habe sich auch beim Gehtest stark verbessert (Urk. 7/13/7). 3.2 Im Bericht des Vertrauensarztes Dr. med. B.___, Facharzt FMH für innere Medizin und Rheumatologie, vom 16. Juni 2017 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/11/2) : - Mehrsegmental degenerative Veränderungen, MRI der ganzen Wirbelsäule vom 7. Februar 2017 - Diskopathien ohne neurale Kompromittierung C5/C6 und C6/C7, kleine Diskushernie thorakal 5/thorakal 6 ohne Myelopathie. Mässiggradige Spondylarthrose L4/L5, degenerative neuroforaminale Stenosierung L5/S1 mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 links - Konsekutive Belastbarkeitseinschränkung - Nicht näher spezifizierbares, die linke Körperhälfte betontes weichteil rheumatisches Schmerzsyndrom im Sinne einer Fibromyalgie - m it ungünstiger Wirkung auf die axiale Belastbarkeit - und m uskulärer Dekonditionierung mit ungenügender muskulärer Abstützung Dr. B.___ hielt sodann fest, am 12. Januar 2017 sei es zu ein e r Dekompensation gekommen, wofür er den Grund nicht angeben könne. Es habe sich eine Somati sierungsstörung im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung entwickelt, wie dies differenziert im Bericht der Klinik A.___ vom 17. Mai 2017 ausgeführt wor den sei. Die Einschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden seit dem 12. Januar 201 7. Für die angestammte Tätigkeit gehe er von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein niedriges Pensum aus. In einer weniger rückenbelastenden Tätigkeit ohne repetitiv gebückte Arbeit sabläuf e bestehe eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit hinsichtlich jedes Pensums. Es liege ein nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Syndrom im Sinne multipler Tender points vor, welches einer Fibromyalgie entspr eche. Dieses befinde sich in der lin ken Körperhälfte, wobei die Achsenskelette gut kompensiert seien. Es lägen keine anderen pathologischen somatisch-rheumatologisch fassbaren Befunde vor (Urk. 7/11). 3.3 Im Bericht vom 20. März 2018 zur Verlaufskontrolle vom 9. März 2018 führte Dr. B.___ aus (Urk. 7/18/ 3), grundsätzlich ändere sich nichts an seiner Beurtei lung (Urk. 7/18/3). Der klinische Befund entspreche demjenigen im Juni 2017 (Urk. 7/18/6). Zusammenfassend bestehe anhaltend eine linksseitige Tenderpoint bildung mit Generalisierungstendenz im Sinne einer linksseitigen lokalisierten Fibromyalgie, wobei die rechte Körperhälfte kaum mehr Tenderpoints aufweise. Der übrige Untersuch sei schmerzfrei und unauffällig, insbesondere auch im Be reiche des Achsenskelettes. Offensichtlich bestehe gemäss der Schmerzevaluation durch Frau Dr. C.___ eine erhebliche psychosoziale und psychische Belastungs situation; diese habe zusammen mit der Dekonditionierung zu einer chronischen Schmerzentwicklung ohne somatisches Korrelat geführt (Urk. 7/18/6). E r (Dr. B.___ ) gehe von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus für eine monoton stehende und zum Teil gewichtsbelastende Tätigkeit, bezogen auf jedes Pensum. Für jede andere, weniger rückenbelastende Tätigkeit mit Wechsel zwischen stehenden und sitzenden Arbeitsabläufen attestiere er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die beste « Therapie » sei aus seiner Sicht eine berufliche Integration in eine Verweistätigkeit mit einem Mindestpensum wie das a ngestammte (Urk. 7/18/4). 3. 4 Im Austrit tsbericht vom 2. August 2018 des Universitätsspital s D.___, Kli nik für Neurologie, über den stationären Aufenthalt vom 25. Juli 2018 bis am 2. August 2018 wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin sei am 25. Juli 2018 bei rasch progredienten brennenden Schmerzen der Beine mit zunehmender Kraftminderung notfallmässig zugewiesen worden. Sie habe vorgängig dazu an einem gastrointestinalen Infekt gelitten, der über 14 Tage mit Metronidazol be handelt worden sei. In der Zusammenschau bleibe die Ursache für die beschrie bene Symptomatik ( bei Verdacht auf Polyneuropathie) bei verschiedenen Diffe rentialdiagnosen noch unklar. Aufgrund der fluktuierenden Klinik und der vor b ekannten Depression sei ätiologisch eine funktionelle Überla gerung möglich (Urk. 7/47/28). Die neuropathischen Schmerzen der Beine und die initiale Gangunsicherheit hätten sich während des Aufenthaltes gebessert. Die Beschwer deführerin sei am 2. August 2018 in gutem Allgemeinzustand ins Rehabilita tionszentrum E.___ verlegt worden (Urk. 7/47/28). 3. 5 Im Austrittsbericht vom 1. September 2018 de s Rehabilitationszentrums E.___, Klinik für Neurologie, über den stationären Aufenthalt vom 2. August 2018 bis zum 1. September 2018 wurde ausgeführt, d er stationäre Aufenthalt sei zur neu rologischen Rehabilitationsbehandlung erfolgt. Ziele der Rehabilitation seien die Verbesserung der Gehsicherheit, die Erweiterung der maximalen Gehstrecke und das Erreichen einer Selbständigkeit im Alltag gewesen. Klinisch im Vordergrund gestanden seien sensible Dysästhesien mit wechselnden Lokalisationen ohne Der matomzugehörigkeit. Bei Verdacht auf eine multifaktorielle Genese der Be schwerden und Funktionseinschränkungen sei die Beschwerdeführerin während des stationären Aufenthaltes engmaschig psychotherapeutisch betreut worden. Sie habe sich hinsichtlich der Belastbarkeit steigern können. Auch im Mobilitäts training habe sie Fortschritte gemacht. Insgesamt habe eine zufriedenstellende Leistungssteigerung erreicht werden können (Urk. 7/36/ 4 f. ). 3. 6 D e r Vertrauensarzt Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, hielt in seinem Bericht vom 16. November 2018 fest, es sei seit dem letzten Bericht von Dr. B.___ zu einer deutlichen Verschlechterung des Ge sundheitszustandes mit einer Ab nahme der allgemeinen Belastbarkeit gekommen. Ende Juli 2018 sei die Verdachtsdiagnose einer Polyneuropathie gestellt worden, somatische Ursachen seien aber nicht gefunden worden (Urk. 7/45/8 ). Er emp fehle eine psychiatrische Begutachtung (Urk. 7/45/10). Dr. F.___ attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bezüglich jeder Tätig keit (Urk. 7/45/2). 3. 7 Der Arzt des RAD, Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, ging in seine r Stellungnahme vom 18. März 2019 von einer 100 %igen Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit und von einer 100 %ige n Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit mit entspre chendem Belastungsprofil aus. Eine 100%ige Erwerbsunfähigkeit sei anhand der objektivierbaren Befunde nicht nachvollziehbar. Es sei nicht zu erwarten, dass sich der Gesundheitszustand wesentlich ändern werde, die degenerativen Verän derungen würden im Laufe des Lebens zunehmen. Es sei nicht davon auszugehen, dass weitere medizinische Massnahmen zu einer relevanten Reduktion der Ar beitsunfähigkeit führen würden, jedoch sei eine psychiatrische Therapie zu emp fehlen. Es liege eine schwere Erkrankung vor, welche alle Lebensbereiche betreffe. Es bestehe teilweise eine Therapieresistenz. Ob bei der Beschwerdeführerin Res sourcen bestünden, sei nicht bekannt (Urk. 7/55/6 f. ). 4. 4.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in der angefoch tenen Verfügung im Wesentlichen auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. G.___ vom 18. März 2019 (Urk. 7/55/7). Diese vermag jedoch nicht zu über zeugen: Aufgrund der Akten ist ersichtlich, dass verschiedene Beurteilungen über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vorliegen. Dabei ist fraglich, ob es sich bloss um divergierende Beurteilungen des gleichen Sachverhaltes handelt oder ob es im Verlauf zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes ge kommen ist. Anlässlich des Klinikaufenthaltes in E.___ wurde für die Beschwer deführerin ein Rollator bestellt (Urk. 7/38), für welchen die Beschwerdegegnerin schliesslich Kostengutsprache erteilte (Urk. 7/39). Ausserdem ergaben sich wie derholt Hinweise auf das Vorliegen einer psychischen Symptomatik. So diagno stizierte beispielsweise der Hausarzt Dr. med. H.___ in seinem Bericht vom 19. November 2018 eine chronische Depression mit Schwierigkeiten hin sichtlich der Lebensbewältigung (Urk. 7/47/5). Auch im Austrittsbericht des D.___ vom 2. August 2018 wurde eine rezidivierende depressive Störung, bestehend seit 2002, erwähnt (Urk. 7/47/23). Dr. G.___ setzte sich jedoch zu wenig mit den sich in den Akten befindenden Arztberichten auseinander. Er äusserte sich ins besondere auch nicht zur hier interessierenden Frage, inwiefern die aus somati scher Sicht – zu einem nicht unerheblichen Teil – nicht erklärbaren Schmerzen psychisch überlagert sind. Bei der vorliegenden multifaktoriellen Genese der Be schwerden (vgl. E. 3.5), der im Raum stehenden Schmerzverarbeitungsstörung (Urk. 7/11/2; vgl. auch Urk. 7/47/7) sowie der erheblichen psychosozialen und psychischen Belastungssituation (E. 3.3) kann die psychische Komponente nicht ausser Acht gelassen werden, zumal bereits mehrere Ärzte zu einer psychiatri schen Abklärung (Urk. 7/13/2 und Urk. 7/45/10) oder Behandlung geraten haben (Urk. 7/11/4 und Urk. 7/47/7). Der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin einer konsequenten psychologischen oder psychiatrischen Behandlung entzieht (vgl. Urk. 7/9, Urk. 7/30 und Urk. 7/42), ändert daran nichts. Selbst Dr. G.___ empfahl eine psychiatrische Therapie (Urk. 7/55/7). Weshalb er in Anbetracht dessen keine psychiatrische Abklärung empfahl, lässt sich daher nicht nachvoll ziehen. Des Weiteren erscheint es widersprüchlich, dass er einerseits von einer schweren Erkrankung mit Einschränkung in allen Lebensbereichen ausging (Urk. 7/55/7), ander erseits aber trotzdem eine 100% ige Arbeitsfähigkeit in an gepasster Tätigkeit attestierte. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aufgrund der vorstehenden Berichte kein schlüssiges Bild über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ergibt. 4.2 Vor diesem Hintergrund fehlt es an einer vollständigen Sachverhaltsermittlung betreffend den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Damit mangelt es an verlässlichen medizinischen Voraussetzungen zur Beurteilung der gesundheitli chen Situation und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und an der Grundlage für einen Entscheid. Entsprechend ist die angefochtene Verfügung vom 30. Juli 2019 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zu weiteren Abklärungen in psychiatrischer und somatischer Hinsicht und zum erneuten Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zu rückzuweisen. Je nach Resultat der medizinischen Abklärungen ist auch die Statusfrage zu klä ren und zu prüfen, ob die (alleinstehende) Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall als Vollerwerbstätige oder als (Teil-)Erwerbstätige zu qualifizieren ist. Sie war ab April 2013 zwar in tiefen Pensen zwischen 27 % und 50 % tätig (Urk. 7/3, Urk. 7/69/1, Urk. 7/72, Urk. 7/74, Urk. 7/75 und Urk. 7/50/2). Sie machte jedoch geltend, sie habe ihr tiefes Pensum immer erhöhen oder eine andere Teilzeittätig keit annehmen wollen (Urk. 1 S. 9). Dies zeige sich auch darin, dass sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung für ein Pensum von 100 % angemeldet habe (Urk. 7/71). 5. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen ( Art. 6 9 Abs. 1 bis IVG ). Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin auf zuerlegen sind. Damit erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um Ge währung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 3 0. Juli 2019 aufgehoben und die Sache an diese zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen ver fahre und hernach über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu zustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin VogelKuoni

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2019.00630 V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Kuoni Urteil vom 10. Dezember 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. D ie 1963 geborene X.___ verlegte ihren Wohnsitz im Jahr 1985 in die Vereinigten Staaten, heiratete dort und kehrte im Deze mber 2008 in die Schweiz zurück. Ab April 2013 war sie als Betreuungsassistentin in unterschiedlichen Pensen i n einem Kinderhort tätig. Unter dem Hinweis auf seit dem 12. Januar 2017 bestehende Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates meldete sie sich am 2. August 2017 (E ingang) bei der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/ 3/1-2, Urk. 7/4 f., vgl. auch Urk. 7/69/1, Urk. 7/72, Urk. 7/74 f. und Urk. 7/50/2 ). Diese klärte die medizini schen und erwerblichen Verhältnisse ab und entschied am 8. Februar 2018, dass keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/17). Am 13. Oktober 2018 er teilte die IV-Stelle der Versicherten sodann Kosten gutsprache für einen Rollator (Urk. 7/39). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Vorbescheid vom 22. März 2019 [ Urk. 7/56 ]; Einwand vom 7. Juni 2019 [ Urk. 7/77 ] ), ver neinte sie hingegen m it Verfügung vom 30. Juli 2019 einen Anspruch der Ver si cherten auf eine Rente (Urk. 2 [= Urk. 7/81] ). 2. Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 12. September 2019 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht und be antragte, die Verfügung vom 30. Juli 2019 sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente der Invalidenversicherung ab Februar 2018 zuzusprechen; eventu ell sei eine psychiatrische Untersuchung durchzuführen und der Rentenanspruch neu zu prüfen. In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2019 (Urk. 6) schloss die Be schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 21. Oktober 2019 angezeigt wurde (Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer In validität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und sei ner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fach ärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich minde s tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 1.3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.3.2 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktio nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerun gen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bun desgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4). 1.4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gemäss der me dizinischen Beurteilung sei die bisherige Tätigkeit als Betreuungsassistentin auf grund der gesundheitlichen Einschränkung nicht mehr zumutbar. In einer ange passten Tätigkeit, unter Berücksichtigung von folgendem Belastungsprofil, sei je doch eine volle Arbeitstätigkeit in einem Pensum von 100 % zumutbar: Leichte Tätigkeit im Sitzen, k eine Arbeit auf Leitern und Gerüsten, k ein Verharren in Zwangshaltungen ( Urk. 2). 2.2 Demgegenüber wurde in der Beschwerde vom 12. September 2019 im Wesent lichen vorgebracht, d ie Stellungnahme des RAD, worauf sich die angefochtene Verfügung in medizinischer Hinsicht stütze, sei in keiner Weise nachvollziehbar. Mit der Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer ange passten Tätigkeit von 100 % widerspreche der RAD-Arzt den übrigen Arztberich ten in den IV-Akten diametral. Er habe keine eigene Untersuchung vorgenom men. Er stelle in seiner Stellungnahme zwar auf die Diagnosen der Arztberichte ab, komme aber ohne nähere Begründung zur gegenteiligen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Die RAD-Stellungnahme sei nicht schlüssig und vermöge d en Anforderungen an eine beweiskräftige Aktenbeurteilung nicht zu genügen. Auf grund der medizinischen Akten stehe fest, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeits- und erwerbsfähig sei. Von der Spitex würden mittlerweile nicht nur hauswirtschaftliche Leistungen, sondern auch Leistungen in psychiatrischer Hin sicht erbracht. Es sei von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit Januar 2017 auszugehen. Auch die Pensionskasse Z.___ gehe von einer vollständi gen Erwerbsunfähigkeit aus und richte der Beschwerdeführerin eine Rente aus. Nebst dem Hinweis des Hausarztes werde auch im Bericht des Vertrauensarztes vom 16. November 2018 darauf aufmerksam gemacht, dass eine psychiatrische Abklärung notwendig sei. Diese sei für den Fall, dass die Beschwerdeführerin nicht als V ollzeit e rwerbstätige zu qualifizieren sein sollte, nachzuholen und es sei unter Berücksichtigung der psychiatris chen Einschränkungen d er Renten anspruch neu zu berechnen (Urk. 1). 3. 3.1 Im pro visorischen Austrittsbericht der Reha klinik A.___ vom 17. Mai 2017 wurden folgende Diagnosen festgehalten (Urk. 7/13/6): - Chronisches Schmerzsyndrom zervikal und lumbal - Hemikranielle Kopfschmerzen rechts mit dezentem sensomotorische m He misyndrom links EM 11.01.2017 - St atus n ach Gastric By-Pass (Juni 2014) Es wurde festgehalten, d ie Beschwerdeführerin sei in das multimodale angepasste Therapieprogramm aufgenommen worden. Es sei eine deutliche Verbesserung der Schmerzen im Bereich der Nacken- sowie auch der lumbalen Region mit elektro stimulierender Therapie erreicht worden. Bei Austritt habe die Beschwerdeführe rin noch Schmerzen gehabt, diese hätten sich jedoch deutlich reduziert gezeigt und der Umgang mit den eigenen Schm erzen habe sich positiv entwickelt. Die Beschwerdeführerin habe sich auch beim Gehtest stark verbessert (Urk. 7/13/7). 3.2 Im Bericht des Vertrauensarztes Dr. med. B.___, Facharzt FMH für innere Medizin und Rheumatologie, vom 16. Juni 2017 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/11/2) : - Mehrsegmental degenerative Veränderungen, MRI der ganzen Wirbelsäule vom 7. Februar 2017 - Diskopathien ohne neurale Kompromittierung C5/C6 und C6/C7, kleine Diskushernie thorakal 5/thorakal 6 ohne Myelopathie. Mässiggradige Spondylarthrose L4/L5, degenerative neuroforaminale Stenosierung L5/S1 mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 links - Konsekutive Belastbarkeitseinschränkung - Nicht näher spezifizierbares, die linke Körperhälfte betontes weichteil rheumatisches Schmerzsyndrom im Sinne einer Fibromyalgie - m it ungünstiger Wirkung auf die axiale Belastbarkeit - und m uskulärer Dekonditionierung mit ungenügender muskulärer Abstützung Dr. B.___ hielt sodann fest, am 12. Januar 2017 sei es zu ein e r Dekompensation gekommen, wofür er den Grund nicht angeben könne. Es habe sich eine Somati sierungsstörung im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung entwickelt, wie dies differenziert im Bericht der Klinik A.___ vom 17. Mai 2017 ausgeführt wor den sei. Die Einschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden seit dem 12. Januar 201 7. Für die angestammte Tätigkeit gehe er von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein niedriges Pensum aus. In einer weniger rückenbelastenden Tätigkeit ohne repetitiv gebückte Arbeit sabläuf e bestehe eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit hinsichtlich jedes Pensums. Es liege ein nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Syndrom im Sinne multipler Tender points vor, welches einer Fibromyalgie entspr eche. Dieses befinde sich in der lin ken Körperhälfte, wobei die Achsenskelette gut kompensiert seien. Es lägen keine anderen pathologischen somatisch-rheumatologisch fassbaren Befunde vor (Urk. 7/11). 3.3 Im Bericht vom 20. März 2018 zur Verlaufskontrolle vom 9. März 2018 führte Dr. B.___ aus (Urk. 7/18/ 3), grundsätzlich ändere sich nichts an seiner Beurtei lung (Urk. 7/18/3). Der klinische Befund entspreche demjenigen im Juni 2017 (Urk. 7/18/6). Zusammenfassend bestehe anhaltend eine linksseitige Tenderpoint bildung mit Generalisierungstendenz im Sinne einer linksseitigen lokalisierten Fibromyalgie, wobei die rechte Körperhälfte kaum mehr Tenderpoints aufweise. Der übrige Untersuch sei schmerzfrei und unauffällig, insbesondere auch im Be reiche des Achsenskelettes. Offensichtlich bestehe gemäss der Schmerzevaluation durch Frau Dr. C.___ eine erhebliche psychosoziale und psychische Belastungs situation; diese habe zusammen mit der Dekonditionierung zu einer chronischen Schmerzentwicklung ohne somatisches Korrelat geführt (Urk. 7/18/6). E r (Dr. B.___ ) gehe von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus für eine monoton stehende und zum Teil gewichtsbelastende Tätigkeit, bezogen auf jedes Pensum. Für jede andere, weniger rückenbelastende Tätigkeit mit Wechsel zwischen stehenden und sitzenden Arbeitsabläufen attestiere er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die beste « Therapie » sei aus seiner Sicht eine berufliche Integration in eine Verweistätigkeit mit einem Mindestpensum wie das a ngestammte (Urk. 7/18/4). 3. 4 Im Austrit tsbericht vom 2. August 2018 des Universitätsspital s D.___, Kli nik für Neurologie, über den stationären Aufenthalt vom 25. Juli 2018 bis am 2. August 2018 wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin sei am 25. Juli 2018 bei rasch progredienten brennenden Schmerzen der Beine mit zunehmender Kraftminderung notfallmässig zugewiesen worden. Sie habe vorgängig dazu an einem gastrointestinalen Infekt gelitten, der über 14 Tage mit Metronidazol be handelt worden sei. In der Zusammenschau bleibe die Ursache für die beschrie bene Symptomatik ( bei Verdacht auf Polyneuropathie) bei verschiedenen Diffe rentialdiagnosen noch unklar. Aufgrund der fluktuierenden Klinik und der vor b ekannten Depression sei ätiologisch eine funktionelle Überla gerung möglich (Urk. 7/47/28). Die neuropathischen Schmerzen der Beine und die initiale Gangunsicherheit hätten sich während des Aufenthaltes gebessert. Die Beschwer deführerin sei am 2. August 2018 in gutem Allgemeinzustand ins Rehabilita tionszentrum E.___ verlegt worden (Urk. 7/47/28). 3. 5 Im Austrittsbericht vom 1. September 2018 de s Rehabilitationszentrums E.___, Klinik für Neurologie, über den stationären Aufenthalt vom 2. August 2018 bis zum 1. September 2018 wurde ausgeführt, d er stationäre Aufenthalt sei zur neu rologischen Rehabilitationsbehandlung erfolgt. Ziele der Rehabilitation seien die Verbesserung der Gehsicherheit, die Erweiterung der maximalen Gehstrecke und das Erreichen einer Selbständigkeit im Alltag gewesen. Klinisch im Vordergrund gestanden seien sensible Dysästhesien mit wechselnden Lokalisationen ohne Der matomzugehörigkeit. Bei Verdacht auf eine multifaktorielle Genese der Be schwerden und Funktionseinschränkungen sei die Beschwerdeführerin während des stationären Aufenthaltes engmaschig psychotherapeutisch betreut worden. Sie habe sich hinsichtlich der Belastbarkeit steigern können. Auch im Mobilitäts training habe sie Fortschritte gemacht. Insgesamt habe eine zufriedenstellende Leistungssteigerung erreicht werden können (Urk. 7/36/ 4 f. ). 3. 6 D e r Vertrauensarzt Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, hielt in seinem Bericht vom 16. November 2018 fest, es sei seit dem letzten Bericht von Dr. B.___ zu einer deutlichen Verschlechterung des Ge sundheitszustandes mit einer Ab nahme der allgemeinen Belastbarkeit gekommen. Ende Juli 2018 sei die Verdachtsdiagnose einer Polyneuropathie gestellt worden, somatische Ursachen seien aber nicht gefunden worden (Urk. 7/45/8 ). Er emp fehle eine psychiatrische Begutachtung (Urk. 7/45/10). Dr. F.___ attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bezüglich jeder Tätig keit (Urk. 7/45/2). 3. 7 Der Arzt des RAD, Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, ging in seine r Stellungnahme vom 18. März 2019 von einer 100 %igen Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit und von einer 100 %ige n Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit mit entspre chendem Belastungsprofil aus. Eine 100%ige Erwerbsunfähigkeit sei anhand der objektivierbaren Befunde nicht nachvollziehbar. Es sei nicht zu erwarten, dass sich der Gesundheitszustand wesentlich ändern werde, die degenerativen Verän derungen würden im Laufe des Lebens zunehmen. Es sei nicht davon auszugehen, dass weitere medizinische Massnahmen zu einer relevanten Reduktion der Ar beitsunfähigkeit führen würden, jedoch sei eine psychiatrische Therapie zu emp fehlen. Es liege eine schwere Erkrankung vor, welche alle Lebensbereiche betreffe. Es bestehe teilweise eine Therapieresistenz. Ob bei der Beschwerdeführerin Res sourcen bestünden, sei nicht bekannt (Urk. 7/55/6 f. ). 4. 4.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in der angefoch tenen Verfügung im Wesentlichen auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. G.___ vom 18. März 2019 (Urk. 7/55/7). Diese vermag jedoch nicht zu über zeugen: Aufgrund der Akten ist ersichtlich, dass verschiedene Beurteilungen über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vorliegen. Dabei ist fraglich, ob es sich bloss um divergierende Beurteilungen des gleichen Sachverhaltes handelt oder ob es im Verlauf zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes ge kommen ist. Anlässlich des Klinikaufenthaltes in E.___ wurde für die Beschwer deführerin ein Rollator bestellt (Urk. 7/38), für welchen die Beschwerdegegnerin schliesslich Kostengutsprache erteilte (Urk. 7/39). Ausserdem ergaben sich wie derholt Hinweise auf das Vorliegen einer psychischen Symptomatik. So diagno stizierte beispielsweise der Hausarzt Dr. med. H.___ in seinem Bericht vom 19. November 2018 eine chronische Depression mit Schwierigkeiten hin sichtlich der Lebensbewältigung (Urk. 7/47/5). Auch im Austrittsbericht des D.___ vom 2. August 2018 wurde eine rezidivierende depressive Störung, bestehend seit 2002, erwähnt (Urk. 7/47/23). Dr. G.___ setzte sich jedoch zu wenig mit den sich in den Akten befindenden Arztberichten auseinander. Er äusserte sich ins besondere auch nicht zur hier interessierenden Frage, inwiefern die aus somati scher Sicht – zu einem nicht unerheblichen Teil – nicht erklärbaren Schmerzen psychisch überlagert sind. Bei der vorliegenden multifaktoriellen Genese der Be schwerden (vgl. E. 3.5), der im Raum stehenden Schmerzverarbeitungsstörung (Urk. 7/11/2; vgl. auch Urk. 7/47/7) sowie der erheblichen psychosozialen und psychischen Belastungssituation (E. 3.3) kann die psychische Komponente nicht ausser Acht gelassen werden, zumal bereits mehrere Ärzte zu einer psychiatri schen Abklärung (Urk. 7/13/2 und Urk. 7/45/10) oder Behandlung geraten haben (Urk. 7/11/4 und Urk. 7/47/7). Der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin einer konsequenten psychologischen oder psychiatrischen Behandlung entzieht (vgl. Urk. 7/9, Urk. 7/30 und Urk. 7/42), ändert daran nichts. Selbst Dr. G.___ empfahl eine psychiatrische Therapie (Urk. 7/55/7). Weshalb er in Anbetracht dessen keine psychiatrische Abklärung empfahl, lässt sich daher nicht nachvoll ziehen. Des Weiteren erscheint es widersprüchlich, dass er einerseits von einer schweren Erkrankung mit Einschränkung in allen Lebensbereichen ausging (Urk. 7/55/7), ander erseits aber trotzdem eine 100% ige Arbeitsfähigkeit in an gepasster Tätigkeit attestierte. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aufgrund der vorstehenden Berichte kein schlüssiges Bild über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ergibt. 4.2 Vor diesem Hintergrund fehlt es an einer vollständigen Sachverhaltsermittlung betreffend den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Damit mangelt es an verlässlichen medizinischen Voraussetzungen zur Beurteilung der gesundheitli chen Situation und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und an der Grundlage für einen Entscheid. Entsprechend ist die angefochtene Verfügung vom 30. Juli 2019 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zu weiteren Abklärungen in psychiatrischer und somatischer Hinsicht und zum erneuten Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zu rückzuweisen. Je nach Resultat der medizinischen Abklärungen ist auch die Statusfrage zu klä ren und zu prüfen, ob die (alleinstehende) Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall als Vollerwerbstätige oder als (Teil-)Erwerbstätige zu qualifizieren ist. Sie war ab April 2013 zwar in tiefen Pensen zwischen 27 % und 50 % tätig (Urk. 7/3, Urk. 7/69/1, Urk. 7/72, Urk. 7/74, Urk. 7/75 und Urk. 7/50/2). Sie machte jedoch geltend, sie habe ihr tiefes Pensum immer erhöhen oder eine andere Teilzeittätig keit annehmen wollen (Urk. 1 S. 9). Dies zeige sich auch darin, dass sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung für ein Pensum von 100 % angemeldet habe (Urk. 7/71). 5. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen ( Art. 6 9 Abs. 1 bis IVG ). Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin auf zuerlegen sind. Damit erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um Ge währung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 3 0. Juli 2019 aufgehoben und die Sache an diese zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen ver fahre und hernach über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu zustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin VogelKuoni

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2019.00630 V. Kammer Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Kuoni Urteil vom 10. Dezember 2020

IV.2019.00630

IV.2019.00630

IV.2019.00630 V. Kammer

V. Kammer

Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Kuoni

Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Kuoni

Urteil vom 10. Dezember 2020

Urteil vom 10. Dezember 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste

vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht

lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich

Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. D ie 1963 geborene X.___ verlegte ihren Wohnsitz im Jahr 1985 in die Vereinigten Staaten, heiratete dort und kehrte im Deze mber 2008 in die Schweiz zurück. Ab April 2013 war sie als Betreuungsassistentin in unterschiedlichen Pensen i n einem Kinderhort tätig. Unter dem Hinweis auf seit dem 12. Januar 2017 bestehende Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates meldete sie sich am 2. August 2017 (E ingang) bei der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/ 3/1-2, Urk. 7/4 f., vgl. auch Urk. 7/69/1, Urk. 7/72, Urk. 7/74 f. und Urk. 7/50/2 ). Diese klärte die medizini schen und erwerblichen Verhältnisse ab und entschied am 8. Februar 2018, dass keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/17). Am 13. Oktober 2018 er teilte die IV-Stelle der Versicherten sodann Kosten gutsprache für einen Rollator (Urk. 7/39). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Vorbescheid vom 22. März 2019 [ Urk. 7/56 ]; Einwand vom 7. Juni 2019 [ Urk. 7/77 ] ), ver neinte sie hingegen m it Verfügung vom 30. Juli 2019 einen Anspruch der Ver si cherten auf eine Rente (Urk. 2 [= Urk. 7/81] ).

1. D ie 1963 geborene X.___ verlegte ihren Wohnsitz im Jahr 1985 in die Vereinigten Staaten, heiratete dort und kehrte im Deze mber 2008 in die Schweiz zurück. Ab April 2013 war sie als Betreuungsassistentin in unterschiedlichen Pensen i n einem Kinderhort tätig. Unter dem Hinweis auf seit dem 12. Januar 2017 bestehende Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates meldete sie sich am 2. August 2017 (E ingang) bei der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/ 3/1-2, Urk. 7/4 f., vgl. auch Urk. 7/69/1, Urk. 7/72, Urk. 7/74 f. und Urk. 7/50/2 ). Diese klärte die medizini schen und erwerblichen Verhältnisse ab und entschied am 8. Februar 2018, dass keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/17). Am 13. Oktober 2018 er teilte die IV-Stelle der Versicherten sodann Kosten gutsprache für einen Rollator (Urk. 7/39). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ( Vorbescheid vom 22. März 2019 [ Urk. 7/56 ]; Einwand vom 7. Juni 2019 [ Urk. 7/77 ] ), ver neinte sie hingegen m it Verfügung vom 30. Juli 2019 einen Anspruch der Ver si cherten auf eine Rente (Urk. 2 [= Urk. 7/81] ). 2. Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 12. September 2019 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht und be antragte, die Verfügung vom 30. Juli 2019 sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente der Invalidenversicherung ab Februar 2018 zuzusprechen; eventu ell sei eine psychiatrische Untersuchung durchzuführen und der Rentenanspruch neu zu prüfen. In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2019 (Urk. 6) schloss die Be schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 21. Oktober 2019 angezeigt wurde (Urk. 8).

2. Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 12. September 2019 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht und be antragte, die Verfügung vom 30. Juli 2019 sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente der Invalidenversicherung ab Februar 2018 zuzusprechen; eventu ell sei eine psychiatrische Untersuchung durchzuführen und der Rentenanspruch neu zu prüfen. In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2019 (Urk. 6) schloss die Be schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 21. Oktober 2019 angezeigt wurde (Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer In validität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer In validität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und sei ner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fach ärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4).

Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und sei ner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fach ärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er halten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich minde s tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich minde s tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3

1.3 1.3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

1.3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 1.3.2 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktio nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).

1.3.2 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktio nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).

Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerun gen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bun desgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).

Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerun gen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bun desgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4). 1.4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

1.4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrelevante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gemäss der me dizinischen Beurteilung sei die bisherige Tätigkeit als Betreuungsassistentin auf grund der gesundheitlichen Einschränkung nicht mehr zumutbar. In einer ange passten Tätigkeit, unter Berücksichtigung von folgendem Belastungsprofil, sei je doch eine volle Arbeitstätigkeit in einem Pensum von 100 % zumutbar: Leichte Tätigkeit im Sitzen, k eine Arbeit auf Leitern und Gerüsten, k ein Verharren in Zwangshaltungen ( Urk. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gemäss der me dizinischen Beurteilung sei die bisherige Tätigkeit als Betreuungsassistentin auf grund der gesundheitlichen Einschränkung nicht mehr zumutbar. In einer ange passten Tätigkeit, unter Berücksichtigung von folgendem Belastungsprofil, sei je doch eine volle Arbeitstätigkeit in einem Pensum von 100 % zumutbar: Leichte Tätigkeit im Sitzen, k eine Arbeit auf Leitern und Gerüsten, k ein Verharren in Zwangshaltungen ( Urk. 2). 2.2 Demgegenüber wurde in der Beschwerde vom 12. September 2019 im Wesent lichen vorgebracht, d ie Stellungnahme des RAD, worauf sich die angefochtene Verfügung in medizinischer Hinsicht stütze, sei in keiner Weise nachvollziehbar. Mit der Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer ange passten Tätigkeit von 100 % widerspreche der RAD-Arzt den übrigen Arztberich ten in den IV-Akten diametral. Er habe keine eigene Untersuchung vorgenom men. Er stelle in seiner Stellungnahme zwar auf die Diagnosen der Arztberichte ab, komme aber ohne nähere Begründung zur gegenteiligen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Die RAD-Stellungnahme sei nicht schlüssig und vermöge d en Anforderungen an eine beweiskräftige Aktenbeurteilung nicht zu genügen. Auf grund der medizinischen Akten stehe fest, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeits- und erwerbsfähig sei. Von der Spitex würden mittlerweile nicht nur hauswirtschaftliche Leistungen, sondern auch Leistungen in psychiatrischer Hin sicht erbracht. Es sei von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit Januar 2017 auszugehen. Auch die Pensionskasse Z.___ gehe von einer vollständi gen Erwerbsunfähigkeit aus und richte der Beschwerdeführerin eine Rente aus. Nebst dem Hinweis des Hausarztes werde auch im Bericht des Vertrauensarztes vom 16. November 2018 darauf aufmerksam gemacht, dass eine psychiatrische Abklärung notwendig sei. Diese sei für den Fall, dass die Beschwerdeführerin nicht als V ollzeit e rwerbstätige zu qualifizieren sein sollte, nachzuholen und es sei unter Berücksichtigung der psychiatris chen Einschränkungen d er Renten anspruch neu zu berechnen (Urk. 1).

2.2 Demgegenüber wurde in der Beschwerde vom 12. September 2019 im Wesent lichen vorgebracht, d ie Stellungnahme des RAD, worauf sich die angefochtene Verfügung in medizinischer Hinsicht stütze, sei in keiner Weise nachvollziehbar. Mit der Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer ange passten Tätigkeit von 100 % widerspreche der RAD-Arzt den übrigen Arztberich ten in den IV-Akten diametral. Er habe keine eigene Untersuchung vorgenom men. Er stelle in seiner Stellungnahme zwar auf die Diagnosen der Arztberichte ab, komme aber ohne nähere Begründung zur gegenteiligen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Die RAD-Stellungnahme sei nicht schlüssig und vermöge d en Anforderungen an eine beweiskräftige Aktenbeurteilung nicht zu genügen. Auf grund der medizinischen Akten stehe fest, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeits- und erwerbsfähig sei. Von der Spitex würden mittlerweile nicht nur hauswirtschaftliche Leistungen, sondern auch Leistungen in psychiatrischer Hin sicht erbracht. Es sei von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit Januar 2017 auszugehen. Auch die Pensionskasse Z.___ gehe von einer vollständi gen Erwerbsunfähigkeit aus und richte der Beschwerdeführerin eine Rente aus. Nebst dem Hinweis des Hausarztes werde auch im Bericht des Vertrauensarztes vom 16. November 2018 darauf aufmerksam gemacht, dass eine psychiatrische Abklärung notwendig sei. Diese sei für den Fall, dass die Beschwerdeführerin nicht als V ollzeit e rwerbstätige zu qualifizieren sein sollte, nachzuholen und es sei unter Berücksichtigung der psychiatris chen Einschränkungen d er Renten anspruch neu zu berechnen (Urk. 1). 3.

3. 3.1 Im pro visorischen Austrittsbericht der Reha klinik A.___ vom 17. Mai 2017 wurden folgende Diagnosen festgehalten (Urk. 7/13/6):

3.1 Im pro visorischen Austrittsbericht der Reha klinik A.___ vom 17. Mai 2017 wurden folgende Diagnosen festgehalten (Urk. 7/13/6): - Chronisches Schmerzsyndrom zervikal und lumbal

Chronisches Schmerzsyndrom zervikal und lumbal - Hemikranielle Kopfschmerzen rechts mit dezentem sensomotorische m He misyndrom links EM 11.01.2017

Hemikranielle Kopfschmerzen rechts mit dezentem sensomotorische m He misyndrom links EM 11.01.2017 - St atus n ach Gastric By-Pass (Juni 2014)

St atus n ach Gastric By-Pass (Juni 2014) Es wurde festgehalten, d ie Beschwerdeführerin sei in das multimodale angepasste Therapieprogramm aufgenommen worden. Es sei eine deutliche Verbesserung der Schmerzen im Bereich der Nacken- sowie auch der lumbalen Region mit elektro stimulierender Therapie erreicht worden. Bei Austritt habe die Beschwerdeführe rin noch Schmerzen gehabt, diese hätten sich jedoch deutlich reduziert gezeigt und der Umgang mit den eigenen Schm erzen habe sich positiv entwickelt. Die Beschwerdeführerin habe sich auch beim Gehtest stark verbessert (Urk. 7/13/7).

Es wurde festgehalten, d ie Beschwerdeführerin sei in das multimodale angepasste Therapieprogramm aufgenommen worden. Es sei eine deutliche Verbesserung der Schmerzen im Bereich der Nacken- sowie auch der lumbalen Region mit elektro stimulierender Therapie erreicht worden. Bei Austritt habe die Beschwerdeführe rin noch Schmerzen gehabt, diese hätten sich jedoch deutlich reduziert gezeigt und der Umgang mit den eigenen Schm erzen habe sich positiv entwickelt. Die Beschwerdeführerin habe sich auch beim Gehtest stark verbessert (Urk. 7/13/7). 3.2 Im Bericht des Vertrauensarztes Dr. med. B.___, Facharzt FMH für innere Medizin und Rheumatologie, vom 16. Juni 2017 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/11/2) :

3.2 Im Bericht des Vertrauensarztes Dr. med. B.___, Facharzt FMH für innere Medizin und Rheumatologie, vom 16. Juni 2017 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/11/2) : - Mehrsegmental degenerative Veränderungen, MRI der ganzen Wirbelsäule vom 7. Februar 2017

Mehrsegmental degenerative Veränderungen, MRI der ganzen Wirbelsäule vom 7. Februar 2017 - Diskopathien ohne neurale Kompromittierung C5/C6 und C6/C7, kleine Diskushernie thorakal 5/thorakal 6 ohne Myelopathie. Mässiggradige Spondylarthrose L4/L5, degenerative neuroforaminale Stenosierung L5/S1 mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 links

Diskopathien ohne neurale Kompromittierung C5/C6 und C6/C7, kleine Diskushernie thorakal 5/thorakal 6 ohne Myelopathie. Mässiggradige Spondylarthrose L4/L5, degenerative neuroforaminale Stenosierung L5/S1 mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 links - Konsekutive Belastbarkeitseinschränkung

Konsekutive Belastbarkeitseinschränkung - Nicht näher spezifizierbares, die linke Körperhälfte betontes weichteil rheumatisches Schmerzsyndrom im Sinne einer Fibromyalgie

Nicht näher spezifizierbares, die linke Körperhälfte betontes weichteil rheumatisches Schmerzsyndrom im Sinne einer Fibromyalgie - m it ungünstiger Wirkung auf die axiale Belastbarkeit

m it ungünstiger Wirkung auf die axiale Belastbarkeit - und m uskulärer Dekonditionierung mit ungenügender muskulärer Abstützung

und m uskulärer Dekonditionierung mit ungenügender muskulärer Abstützung Dr. B.___ hielt sodann fest, am 12. Januar 2017 sei es zu ein e r Dekompensation gekommen, wofür er den Grund nicht angeben könne. Es habe sich eine Somati sierungsstörung im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung entwickelt, wie dies differenziert im Bericht der Klinik A.___ vom 17. Mai 2017 ausgeführt wor den sei. Die Einschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden seit dem 12. Januar 201 7. Für die angestammte Tätigkeit gehe er von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein niedriges Pensum aus. In einer weniger rückenbelastenden Tätigkeit ohne repetitiv gebückte Arbeit sabläuf e bestehe eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit hinsichtlich jedes Pensums. Es liege ein nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Syndrom im Sinne multipler Tender points vor, welches einer Fibromyalgie entspr eche. Dieses befinde sich in der lin ken Körperhälfte, wobei die Achsenskelette gut kompensiert seien. Es lägen keine anderen pathologischen somatisch-rheumatologisch fassbaren Befunde vor (Urk. 7/11).

Dr. B.___ hielt sodann fest, am 12. Januar 2017 sei es zu ein e r Dekompensation gekommen, wofür er den Grund nicht angeben könne. Es habe sich eine Somati sierungsstörung im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung entwickelt, wie dies differenziert im Bericht der Klinik A.___ vom 17. Mai 2017 ausgeführt wor den sei. Die Einschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden seit dem 12. Januar 201 7. Für die angestammte Tätigkeit gehe er von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein niedriges Pensum aus. In einer weniger rückenbelastenden Tätigkeit ohne repetitiv gebückte Arbeit sabläuf e bestehe eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit hinsichtlich jedes Pensums. Es liege ein nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Syndrom im Sinne multipler Tender points vor, welches einer Fibromyalgie entspr eche. Dieses befinde sich in der lin ken Körperhälfte, wobei die Achsenskelette gut kompensiert seien. Es lägen keine anderen pathologischen somatisch-rheumatologisch fassbaren Befunde vor (Urk. 7/11). 3.3 Im Bericht vom 20. März 2018 zur Verlaufskontrolle vom 9. März 2018 führte Dr. B.___ aus (Urk. 7/18/ 3), grundsätzlich ändere sich nichts an seiner Beurtei lung (Urk. 7/18/3). Der klinische Befund entspreche demjenigen im Juni 2017 (Urk. 7/18/6). Zusammenfassend bestehe anhaltend eine linksseitige Tenderpoint bildung mit Generalisierungstendenz im Sinne einer linksseitigen lokalisierten Fibromyalgie, wobei die rechte Körperhälfte kaum mehr Tenderpoints aufweise. Der übrige Untersuch sei schmerzfrei und unauffällig, insbesondere auch im Be reiche des Achsenskelettes. Offensichtlich bestehe gemäss der Schmerzevaluation durch Frau Dr. C.___ eine erhebliche psychosoziale und psychische Belastungs situation; diese habe zusammen mit der Dekonditionierung zu einer chronischen Schmerzentwicklung ohne somatisches Korrelat geführt (Urk. 7/18/6). E r (Dr. B.___ ) gehe von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus für eine monoton stehende und zum Teil gewichtsbelastende Tätigkeit, bezogen auf jedes Pensum. Für jede andere, weniger rückenbelastende Tätigkeit mit Wechsel zwischen stehenden und sitzenden Arbeitsabläufen attestiere er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die beste « Therapie » sei aus seiner Sicht eine berufliche Integration in eine Verweistätigkeit mit einem Mindestpensum wie das a ngestammte (Urk. 7/18/4).

3.3 Im Bericht vom 20. März 2018 zur Verlaufskontrolle vom 9. März 2018 führte Dr. B.___ aus (Urk. 7/18/ 3), grundsätzlich ändere sich nichts an seiner Beurtei lung (Urk. 7/18/3). Der klinische Befund entspreche demjenigen im Juni 2017 (Urk. 7/18/6). Zusammenfassend bestehe anhaltend eine linksseitige Tenderpoint bildung mit Generalisierungstendenz im Sinne einer linksseitigen lokalisierten Fibromyalgie, wobei die rechte Körperhälfte kaum mehr Tenderpoints aufweise. Der übrige Untersuch sei schmerzfrei und unauffällig, insbesondere auch im Be reiche des Achsenskelettes. Offensichtlich bestehe gemäss der Schmerzevaluation durch Frau Dr. C.___ eine erhebliche psychosoziale und psychische Belastungs situation; diese habe zusammen mit der Dekonditionierung zu einer chronischen Schmerzentwicklung ohne somatisches Korrelat geführt (Urk. 7/18/6). E r (Dr. B.___ ) gehe von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus für eine monoton stehende und zum Teil gewichtsbelastende Tätigkeit, bezogen auf jedes Pensum. Für jede andere, weniger rückenbelastende Tätigkeit mit Wechsel zwischen stehenden und sitzenden Arbeitsabläufen attestiere er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die beste « Therapie » sei aus seiner Sicht eine berufliche Integration in eine Verweistätigkeit mit einem Mindestpensum wie das a ngestammte (Urk. 7/18/4). 3. 4 Im Austrit tsbericht vom 2. August 2018 des Universitätsspital s D.___, Kli nik für Neurologie, über den stationären Aufenthalt vom 25. Juli 2018 bis am 2. August 2018 wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin sei am 25. Juli 2018 bei rasch progredienten brennenden Schmerzen der Beine mit zunehmender Kraftminderung notfallmässig zugewiesen worden. Sie habe vorgängig dazu an einem gastrointestinalen Infekt gelitten, der über 14 Tage mit Metronidazol be handelt worden sei. In der Zusammenschau bleibe die Ursache für die beschrie bene Symptomatik ( bei Verdacht auf Polyneuropathie) bei verschiedenen Diffe rentialdiagnosen noch unklar. Aufgrund der fluktuierenden Klinik und der vor b ekannten Depression sei ätiologisch eine funktionelle Überla gerung möglich (Urk. 7/47/28). Die neuropathischen Schmerzen der Beine und die initiale Gangunsicherheit hätten sich während des Aufenthaltes gebessert. Die Beschwer deführerin sei am 2. August 2018 in gutem Allgemeinzustand ins Rehabilita tionszentrum E.___ verlegt worden (Urk. 7/47/28).

3. 4 Im Austrit tsbericht vom 2. August 2018 des Universitätsspital s D.___, Kli nik für Neurologie, über den stationären Aufenthalt vom 25. Juli 2018 bis am 2. August 2018 wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin sei am 25. Juli 2018 bei rasch progredienten brennenden Schmerzen der Beine mit zunehmender Kraftminderung notfallmässig zugewiesen worden. Sie habe vorgängig dazu an einem gastrointestinalen Infekt gelitten, der über 14 Tage mit Metronidazol be handelt worden sei. In der Zusammenschau bleibe die Ursache für die beschrie bene Symptomatik ( bei Verdacht auf Polyneuropathie) bei verschiedenen Diffe rentialdiagnosen noch unklar. Aufgrund der fluktuierenden Klinik und der vor b ekannten Depression sei ätiologisch eine funktionelle Überla gerung möglich (Urk. 7/47/28). Die neuropathischen Schmerzen der Beine und die initiale Gangunsicherheit hätten sich während des Aufenthaltes gebessert. Die Beschwer deführerin sei am 2. August 2018 in gutem Allgemeinzustand ins Rehabilita tionszentrum E.___ verlegt worden (Urk. 7/47/28). 3. 5 Im Austrittsbericht vom 1. September 2018 de s Rehabilitationszentrums E.___, Klinik für Neurologie, über den stationären Aufenthalt vom 2. August 2018 bis zum 1. September 2018 wurde ausgeführt, d er stationäre Aufenthalt sei zur neu rologischen Rehabilitationsbehandlung erfolgt. Ziele der Rehabilitation seien die Verbesserung der Gehsicherheit, die Erweiterung der maximalen Gehstrecke und das Erreichen einer Selbständigkeit im Alltag gewesen. Klinisch im Vordergrund gestanden seien sensible Dysästhesien mit wechselnden Lokalisationen ohne Der matomzugehörigkeit. Bei Verdacht auf eine multifaktorielle Genese der Be schwerden und Funktionseinschränkungen sei die Beschwerdeführerin während des stationären Aufenthaltes engmaschig psychotherapeutisch betreut worden. Sie habe sich hinsichtlich der Belastbarkeit steigern können. Auch im Mobilitäts training habe sie Fortschritte gemacht. Insgesamt habe eine zufriedenstellende Leistungssteigerung erreicht werden können (Urk. 7/36/ 4 f. ).

3. 5 Im Austrittsbericht vom 1. September 2018 de s Rehabilitationszentrums E.___, Klinik für Neurologie, über den stationären Aufenthalt vom 2. August 2018 bis zum 1. September 2018 wurde ausgeführt, d er stationäre Aufenthalt sei zur neu rologischen Rehabilitationsbehandlung erfolgt. Ziele der Rehabilitation seien die Verbesserung der Gehsicherheit, die Erweiterung der maximalen Gehstrecke und das Erreichen einer Selbständigkeit im Alltag gewesen. Klinisch im Vordergrund gestanden seien sensible Dysästhesien mit wechselnden Lokalisationen ohne Der matomzugehörigkeit. Bei Verdacht auf eine multifaktorielle Genese der Be schwerden und Funktionseinschränkungen sei die Beschwerdeführerin während des stationären Aufenthaltes engmaschig psychotherapeutisch betreut worden. Sie habe sich hinsichtlich der Belastbarkeit steigern können. Auch im Mobilitäts training habe sie Fortschritte gemacht. Insgesamt habe eine zufriedenstellende Leistungssteigerung erreicht werden können (Urk. 7/36/ 4 f. ). 3. 6 D e r Vertrauensarzt Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, hielt in seinem Bericht vom 16. November 2018 fest, es sei seit dem letzten Bericht von Dr. B.___ zu einer deutlichen Verschlechterung des Ge sundheitszustandes mit einer Ab nahme der allgemeinen Belastbarkeit gekommen. Ende Juli 2018 sei die Verdachtsdiagnose einer Polyneuropathie gestellt worden, somatische Ursachen seien aber nicht gefunden worden (Urk. 7/45/8 ). Er emp fehle eine psychiatrische Begutachtung (Urk. 7/45/10). Dr. F.___ attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bezüglich jeder Tätig keit (Urk. 7/45/2).

3. 6 D e r Vertrauensarzt Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, hielt in seinem Bericht vom 16. November 2018 fest, es sei seit dem letzten Bericht von Dr. B.___ zu einer deutlichen Verschlechterung des Ge sundheitszustandes mit einer Ab nahme der allgemeinen Belastbarkeit gekommen. Ende Juli 2018 sei die Verdachtsdiagnose einer Polyneuropathie gestellt worden, somatische Ursachen seien aber nicht gefunden worden (Urk. 7/45/8 ). Er emp fehle eine psychiatrische Begutachtung (Urk. 7/45/10). Dr. F.___ attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bezüglich jeder Tätig keit (Urk. 7/45/2). 3. 7 Der Arzt des RAD, Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, ging in seine r Stellungnahme vom 18. März 2019 von einer 100 %igen Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit und von einer 100 %ige n Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit mit entspre chendem Belastungsprofil aus. Eine 100%ige Erwerbsunfähigkeit sei anhand der objektivierbaren Befunde nicht nachvollziehbar. Es sei nicht zu erwarten, dass sich der Gesundheitszustand wesentlich ändern werde, die degenerativen Verän derungen würden im Laufe des Lebens zunehmen. Es sei nicht davon auszugehen, dass weitere medizinische Massnahmen zu einer relevanten Reduktion der Ar beitsunfähigkeit führen würden, jedoch sei eine psychiatrische Therapie zu emp fehlen. Es liege eine schwere Erkrankung vor, welche alle Lebensbereiche betreffe. Es bestehe teilweise eine Therapieresistenz. Ob bei der Beschwerdeführerin Res sourcen bestünden, sei nicht bekannt (Urk. 7/55/6 f. ).

3. 7 Der Arzt des RAD, Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, ging in seine r Stellungnahme vom 18. März 2019 von einer 100 %igen Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit und von einer 100 %ige n Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit mit entspre chendem Belastungsprofil aus. Eine 100%ige Erwerbsunfähigkeit sei anhand der objektivierbaren Befunde nicht nachvollziehbar. Es sei nicht zu erwarten, dass sich der Gesundheitszustand wesentlich ändern werde, die degenerativen Verän derungen würden im Laufe des Lebens zunehmen. Es sei nicht davon auszugehen, dass weitere medizinische Massnahmen zu einer relevanten Reduktion der Ar beitsunfähigkeit führen würden, jedoch sei eine psychiatrische Therapie zu emp fehlen. Es liege eine schwere Erkrankung vor, welche alle Lebensbereiche betreffe. Es bestehe teilweise eine Therapieresistenz. Ob bei der Beschwerdeführerin Res sourcen bestünden, sei nicht bekannt (Urk. 7/55/6 f. ). 4.

4. 4.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in der angefoch tenen Verfügung im Wesentlichen auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. G.___ vom 18. März 2019 (Urk. 7/55/7). Diese vermag jedoch nicht zu über zeugen: Aufgrund der Akten ist ersichtlich, dass verschiedene Beurteilungen über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vorliegen. Dabei ist fraglich, ob es sich bloss um divergierende Beurteilungen des gleichen Sachverhaltes handelt oder ob es im Verlauf zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes ge kommen ist. Anlässlich des Klinikaufenthaltes in E.___ wurde für die Beschwer deführerin ein Rollator bestellt (Urk. 7/38), für welchen die Beschwerdegegnerin schliesslich Kostengutsprache erteilte (Urk. 7/39). Ausserdem ergaben sich wie derholt Hinweise auf das Vorliegen einer psychischen Symptomatik. So diagno stizierte beispielsweise der Hausarzt Dr. med. H.___ in seinem Bericht vom 19. November 2018 eine chronische Depression mit Schwierigkeiten hin sichtlich der Lebensbewältigung (Urk. 7/47/5). Auch im Austrittsbericht des D.___ vom 2. August 2018 wurde eine rezidivierende depressive Störung, bestehend seit 2002, erwähnt (Urk. 7/47/23). Dr. G.___ setzte sich jedoch zu wenig mit den sich in den Akten befindenden Arztberichten auseinander. Er äusserte sich ins besondere auch nicht zur hier interessierenden Frage, inwiefern die aus somati scher Sicht – zu einem nicht unerheblichen Teil – nicht erklärbaren Schmerzen psychisch überlagert sind. Bei der vorliegenden multifaktoriellen Genese der Be schwerden (vgl. E. 3.5), der im Raum stehenden Schmerzverarbeitungsstörung (Urk. 7/11/2; vgl. auch Urk. 7/47/7) sowie der erheblichen psychosozialen und psychischen Belastungssituation (E. 3.3) kann die psychische Komponente nicht ausser Acht gelassen werden, zumal bereits mehrere Ärzte zu einer psychiatri schen Abklärung (Urk. 7/13/2 und Urk. 7/45/10) oder Behandlung geraten haben (Urk. 7/11/4 und Urk. 7/47/7). Der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin einer konsequenten psychologischen oder psychiatrischen Behandlung entzieht (vgl. Urk. 7/9, Urk. 7/30 und Urk. 7/42), ändert daran nichts. Selbst Dr. G.___ empfahl eine psychiatrische Therapie (Urk. 7/55/7). Weshalb er in Anbetracht dessen keine psychiatrische Abklärung empfahl, lässt sich daher nicht nachvoll ziehen. Des Weiteren erscheint es widersprüchlich, dass er einerseits von einer schweren Erkrankung mit Einschränkung in allen Lebensbereichen ausging (Urk. 7/55/7), ander erseits aber trotzdem eine 100% ige Arbeitsfähigkeit in an gepasster Tätigkeit attestierte.

4.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in der angefoch tenen Verfügung im Wesentlichen auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. G.___ vom 18. März 2019 (Urk. 7/55/7). Diese vermag jedoch nicht zu über zeugen: Aufgrund der Akten ist ersichtlich, dass verschiedene Beurteilungen über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vorliegen. Dabei ist fraglich, ob es sich bloss um divergierende Beurteilungen des gleichen Sachverhaltes handelt oder ob es im Verlauf zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes ge kommen ist. Anlässlich des Klinikaufenthaltes in E.___ wurde für die Beschwer deführerin ein Rollator bestellt (Urk. 7/38), für welchen die Beschwerdegegnerin schliesslich Kostengutsprache erteilte (Urk. 7/39). Ausserdem ergaben sich wie derholt Hinweise auf das Vorliegen einer psychischen Symptomatik. So diagno stizierte beispielsweise der Hausarzt Dr. med. H.___ in seinem Bericht vom 19. November 2018 eine chronische Depression mit Schwierigkeiten hin sichtlich der Lebensbewältigung (Urk. 7/47/5). Auch im Austrittsbericht des D.___ vom 2. August 2018 wurde eine rezidivierende depressive Störung, bestehend seit 2002, erwähnt (Urk. 7/47/23). Dr. G.___ setzte sich jedoch zu wenig mit den sich in den Akten befindenden Arztberichten auseinander. Er äusserte sich ins besondere auch nicht zur hier interessierenden Frage, inwiefern die aus somati scher Sicht – zu einem nicht unerheblichen Teil – nicht erklärbaren Schmerzen psychisch überlagert sind. Bei der vorliegenden multifaktoriellen Genese der Be schwerden (vgl. E. 3.5), der im Raum stehenden Schmerzverarbeitungsstörung (Urk. 7/11/2; vgl. auch Urk. 7/47/7) sowie der erheblichen psychosozialen und psychischen Belastungssituation (E. 3.3) kann die psychische Komponente nicht ausser Acht gelassen werden, zumal bereits mehrere Ärzte zu einer psychiatri schen Abklärung (Urk. 7/13/2 und Urk. 7/45/10) oder Behandlung geraten haben (Urk. 7/11/4 und Urk. 7/47/7). Der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin einer konsequenten psychologischen oder psychiatrischen Behandlung entzieht (vgl. Urk. 7/9, Urk. 7/30 und Urk. 7/42), ändert daran nichts. Selbst Dr. G.___ empfahl eine psychiatrische Therapie (Urk. 7/55/7). Weshalb er in Anbetracht dessen keine psychiatrische Abklärung empfahl, lässt sich daher nicht nachvoll ziehen. Des Weiteren erscheint es widersprüchlich, dass er einerseits von einer schweren Erkrankung mit Einschränkung in allen Lebensbereichen ausging (Urk. 7/55/7), ander erseits aber trotzdem eine 100% ige Arbeitsfähigkeit in an gepasster Tätigkeit attestierte. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aufgrund der vorstehenden Berichte kein schlüssiges Bild über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ergibt.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aufgrund der vorstehenden Berichte kein schlüssiges Bild über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ergibt. 4.2 Vor diesem Hintergrund fehlt es an einer vollständigen Sachverhaltsermittlung betreffend den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Damit mangelt es an verlässlichen medizinischen Voraussetzungen zur Beurteilung der gesundheitli chen Situation und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und an der Grundlage für einen Entscheid. Entsprechend ist die angefochtene Verfügung vom 30. Juli 2019 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zu weiteren Abklärungen in psychiatrischer und somatischer Hinsicht und zum erneuten Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zu rückzuweisen.

4.2 Vor diesem Hintergrund fehlt es an einer vollständigen Sachverhaltsermittlung betreffend den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Damit mangelt es an verlässlichen medizinischen Voraussetzungen zur Beurteilung der gesundheitli chen Situation und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und an der Grundlage für einen Entscheid. Entsprechend ist die angefochtene Verfügung vom 30. Juli 2019 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zu weiteren Abklärungen in psychiatrischer und somatischer Hinsicht und zum erneuten Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zu rückzuweisen. Je nach Resultat der medizinischen Abklärungen ist auch die Statusfrage zu klä ren und zu prüfen, ob die (alleinstehende) Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall als Vollerwerbstätige oder als (Teil-)Erwerbstätige zu qualifizieren ist. Sie war ab April 2013 zwar in tiefen Pensen zwischen 27 % und 50 % tätig (Urk. 7/3, Urk. 7/69/1, Urk. 7/72, Urk. 7/74, Urk. 7/75 und Urk. 7/50/2). Sie machte jedoch geltend, sie habe ihr tiefes Pensum immer erhöhen oder eine andere Teilzeittätig keit annehmen wollen (Urk. 1 S. 9). Dies zeige sich auch darin, dass sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung für ein Pensum von 100 % angemeldet habe (Urk. 7/71).

Je nach Resultat der medizinischen Abklärungen ist auch die Statusfrage zu klä ren und zu prüfen, ob die (alleinstehende) Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall als Vollerwerbstätige oder als (Teil-)Erwerbstätige zu qualifizieren ist. Sie war ab April 2013 zwar in tiefen Pensen zwischen 27 % und 50 % tätig (Urk. 7/3, Urk. 7/69/1, Urk. 7/72, Urk. 7/74, Urk. 7/75 und Urk. 7/50/2). Sie machte jedoch geltend, sie habe ihr tiefes Pensum immer erhöhen oder eine andere Teilzeittätig keit annehmen wollen (Urk. 1 S. 9). Dies zeige sich auch darin, dass sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung für ein Pensum von 100 % angemeldet habe (Urk. 7/71). 5. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen ( Art. 6 9 Abs. 1 bis IVG ). Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin auf zuerlegen sind. Damit erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um Ge währung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos.

5. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen ( Art. 6 9 Abs. 1 bis IVG ). Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin auf zuerlegen sind. Damit erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um Ge währung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 3 0. Juli 2019 aufgehoben und die Sache an diese zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen ver fahre und hernach über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 3 0. Juli 2019 aufgehoben und die Sache an diese zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen ver fahre und hernach über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste

Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu zustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu zustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

VogelKuoni