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Paterson
Von Montag bis Sonntag, mit Gedichten kommentiert
Wie die Obertöne in einem musikalischen Werk, Akkord für Akkord, so begleiten die sieben Gedichte, Zeile für Zeile, welche vor und nach der Arbeit entstanden und in die Handlungen eingeflossen sind, die visuellen Beobachtungen, sie vertiefend und überhöhend. Die vom Busfahrer Paterson verfassten Gedichte stammen aus der Feder von Ron Padgett, einem 1942 in Tulsa, Oklahoma, geborenen Schriftsteller.
«Here is the most beautiful match in the world,
so sober and furious
and stubbornly ready to burst into flame,
lighting, perhaps, the cigarette of the woman you love,
for the first time, and it was never really the same after that.
All this will we give you.
That is what you gave me, I
become the cigarette and you the match, or I
the match and you the cigarette, blazing
with kisses that smoulder toward leaven.»
«Leuchten.
Wenn ich vor dir aufwache
und dein Gesicht mir zugewandt ist,
das Gesicht auf dem Kissen,
die Haare ringsherum ausgebreitet,
riskiere ich es, dich anzustarren,
von Liebe verzückt und voller Angst,
dass du die Augen öffnest
und vor Schreck das Augenlicht verlierst.
Doch ohne dein Augenlicht würdest du vielleicht sehen,
wie meine Brust und mein Kopf für dich implodieren.
Darin sind Stimmen gefangen
wie ungeborene Kinder,
die fürchten, niemals das Tageslicht zu erblicken.
Die Öffnungen in der Wand leuchten nun schwach.
Es ist regnerisch blau und grau.
Ich binde meine Schuhe und gehe nach unten,
um Kaffee zu machen.»
«The Run
I go through
trillions of molecules
that move aside
to make way for me
while on both sides
trillions more
stay where they are.
The windshield wiper blade
starts to squeak.
The rain has stopped.
I stop.»
«Die Zeile
Es gibt ein altes Lied,
das mein Grossvater immer sang,
und das die Frage stellt:
Oder wärst du lieber ein Fisch?
In demselben Lied
gibt es die gleiche Frage,
jedoch mit einem Maultier und einem Schwein.
Doch die, die ich manchmal in meinem Kopf höre,
ist die mit dem Fisch.
Nur diese eine Zeile.
Wärst du lieber ein Fisch?
Als müsste es den Rest des Liedes
gar nicht geben.»
aus der-andere-film
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Kritik und Presse
Bericht in der NZZ