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geb. --.--.----
Ondansetron und Domperidon beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Domperidon und Ondansetron haben ein bekanntes Potential zur Verlängerung der QT-Zeit im EKG. Additive Effekte sind möglich, wodurch das Risiko für kardiale Arrhythmien ansteigt.
Effekt
Vor allem nach intravenöser Verabreichung von Ondansetron wurde selten eine Verlängerung des QT-Intervalls beobachtet. Domperidon kann ebenfalls die QT-Zeit verlängern [van Noord C, 2010][Rossi M, 2010]. Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich das Risiko für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand.
Empfehlung
Die Kombination ist zu vermeiden. Falls eine gleichzeitige Gabe unumgänglich erscheint, sind regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere wenn Ondansetron i.v. appliziert wird [Freedman SB, 2014], notwendig. Eine Monitorisierung der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) ist ebenfalls durchzuführen. Eine Domperidondosis von 30 mg/d sollte nicht überschritten werden. Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit um 60ms im Vergleich zur Baseline oder übersteigt die QTc-Zeit 500ms, ist die Therapie umzustellen. Domperidon sollte auch abgesetzt werden, falls bei dem Patienten Schwindel, Palpitationen oder Synkopen auftreten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018