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Rudolf Häsler - Amerikanische Landschaft. Brooklyn., 1978-1979
Öl auf Leinwand
43,3 x 152,4 cm
Rudolf Häsler (*29.7.1927 Interlaken - 18.1.1999 Sant Cugat del Vallès) gehört zu den eigenständigsten Schweizer Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts. In den 1970er-Jahren entwickelte Häsler einen akribischen Realismus, welcher der Schule der Hyperrealisten zugeordnet werden kann und Vergleiche mit dem Schaffen von Franz Gertsch, Ralph Goings oder Antonio López Garcia erlaubt. In den Werken, welche während seinem Aufenthalt in den USA entstanden sind, ist dieser Wandel zu einem kritischen Realismus besonders sichtbar.
Das querformatiges Werk Amerikanische Landschaft. Brooklyn. zeigt das New Yorker Stadtviertel in einem industriellen, ja fast schon entvölkerten Zustand. Lediglich der hintere Teil eines Autos auf der linken Seite des Bildes weist darauf hin, dass die Menschheit noch besteht. Häsler war immer schon mehr als ein Künstler, so beschäftigte er sich sein ganzes Leben lang auch mit der Philosophie und den politischen Gegebenheiten. Durch seine hyperrealistische Darstellungsweise, präsentiert er seine Gedanken als Wahrheit, was dazu führt, dass sich der Betrachter beginnt zu hinterfragen, was Realität eigentlich ist.