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Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie steht Antonio Canovas (1757-1822) Porträtstatue der Paolina Bonaparte Borghese als Venus Victrix, deren Genese und Bedeutung anhand potenzieller Vorbilder aus Antike und Renaissance dokumentiert wird. Da das Werk für den betont männlichen Blick geschaffen worden ist, werden in dieser Publikation die vom Künstler bewusst eingesetzten "verführerisch-traditionellen" Bildmittel von verschiedenen Gesichtspunkten (Literatur und Kunst) aus betrachtet. Was wir heute als "Star" bezeichnen, ist mit dieser modernen Venus geboren worden. Paolina Borghese steht mit ihrem eigenen Leben wie mit ihrer von Canova geschaffenen marmornen Existenz am Beginn einer genealogischen Linie von moderner Weiblichkeit.
Portrait
Die Autorin, Maria Anna Flecken, hat ihr Studium der Kunstgeschichte bei Werner Busch mit einer Dissertation über Canovas weibliche Porträtstatuen der Familie Bonaparte abgeschlossen. Sie arbeitet freiberuflich u.a. als Dozentin in Dresden.