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(23.09.2020) Die Schweizer Wirtschaft ist eine der robustesten der Welt, was sich im Umgang mit den Auswirkungen von COVID-19 zeigt. Gemäss einem Bericht des Thinktanks Horizon befindet sich die Schweiz auf Platz 4 der Länder, die am besten auf eine wirtschaftliche Erholung nach der Coronavirus-Krise vorbereitet sind.
Die Schweiz, die nur von Finnland, Norwegen und Deutschland überholt wird, zeichnet sich durch ihr Bildungssystem, ihre Institutionen, ihre finanzielle Robustheit und ihr Gesundheitssystem aus. Im Vergleich zu den anderen wird die Schweizer Wirtschaft als diejenige mit der grössten Resilienz und dem am besten gerüsteten Arbeitsmarkt angesehen.
Das Ranking mit dem Titel "COVID Economic Recovery Index" basiert auf mehr als 100 Indikatoren aus den Bereichen Gesellschaft, Gesundheit und Wirtschaft. Zu den Schwachpunkten der Schweiz gehört insbesondere ihre Industrie, die im Vergleich zu den Ländern des Spitzentrios relativ schwach und weniger diversifiziert ist. Ähnlich verhält es sich mit ihrer Abhängigkeit von internationalen Märkten und ihrer Fähigkeit, Schocks abzufedern, was teilweise der Verwundbarkeit bestimmter Wirtschaftszweige zuzuschreiben ist.
Trotz ihres als sehr leistungsfähig eingestuften Gesundheitssystems (Platz 2 hinter Deutschland) gehört die Schweiz nicht zu den zehn Ländern, die am besten auf Pandemien vorbereitet sind (Platz 11).
Laut den Expertinnen und Experten der Horizon Group dürfte die Krise die Kluft zwischen Industrie- und Schwellenländern weiter vergrössern. Es ist zu befürchten, dass sich COVID-19 drastisch auf die finanzielle Lage, aber auch auf die Gesellschaft und die Lebensmittelversorgung auswirkt. Jedoch könnten die verschiedenen nationalen oder internationalen Wiederaufbaupläne positive Effekte haben.
Letzte Änderung 23.09.2020