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10. 02. 2021
10. 02. 2021
Der Kombinierte Verkehr – wichtiges Rückgrat im Schweizer Gütertransport
Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat am 9. Februar 2021 die neue Statistik zum Kombinierten Güterverkehr publiziert. Der Kombinierte Güterverkehr gewinnt laufend an Bedeutung – insbesondere in der Schweizer Verkehrspolitik.
Kombinierter Verkehr beschreibt das Transportieren von intermodalen Transporteinheiten (Container, Wechselbehälter, Sattelauflieger und verladene Strassengüterfahrzeuge) auf verschiedenen Verkehrsträgern (Schiene, Wasser, Strasse). Der überwiegende Teil der zurückgelegten Strecke wird mit der Eisenbahn oder dem Schiff bewältigt (Hauptlauf), der Vor- und Nachlauf auf der Strasse wird so kurz wie möglich gehalten. Vor allem mit Blick auf die Schweizer Verlagerungspolitik ist der Kombinierte Verkehr von grosser Bedeutung, da er massgeblich zur Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene und somit zur Umsetzung des Alpenschutzartikels in der Bundesverfassung beiträgt. Im unbegleiteten Kombinierten Verkehr wurden 2019 insgesamt 19'251'000 Netto-Tonnen in den vier Verkehrskategorien Transit, Binnen und Import- und Export transportiert – 84 Prozent davon im Transitverkehr, plus zusätzlich noch 1'446'000 Netto-Tonnen im begleiteten Kombinierten Verkehr (Rola). Rund ein Drittel des gesamten Schienengüterverkehrs wird über den Kombinierten Verkehr abgewickelt.
Die neue Statistik zeigt ausserdem die Warenströme in den vier Verkehrsarten Transit, Binnen-, Import- und Exportverkehr. Im Transit durch die Schweiz werden die grössten Mengen zwischen Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Italien transportiert. Im Binnenverkehr fliessen die Ströme vor allem aus und in die Nordwestschweiz. Interessant ist, dass die Güter zwischen der Schweiz und den Nachbarländern Frankreich und Österreich praktisch kaum im Kombinierten Verkehr transportiert werden.
Das neue Datenangebot des Bundesamtes für Statistik zum kombinierten Güterverkehr orientiert sich an den Empfehlungen des statistischen Dienstes der Europäischen Union (Eurostat) und deckt die Jahre 2016 bis 2019 ab. Es basiert auf der Auswertung vorhandener Daten aus dem System CIS-Infra von SBB Infrastruktur. Ein langfristiges Ziel der KV-Statistik bildet die Darstellung von verkehrsträgerübergreifenden Transportketten vom Versandort des Behälters bis zu seinem endgültigen Zielort. Resultate und Erläuterungen der neuen Statistik zum Kombinierten Güterverkehr finden sich auf den Internetseiten des Bundesamts für Statistik: www.statistik.ch / www.kvs-d.bfs.admin.ch
Für weitere Auskünfte
Michael Ruefer, Stv. Geschäftsführer LITRA | 079 272 51 04
Roger Baumann, Kommunikation VöV | 031 359 23 15