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Blödheit ist u.a. auch die hohe Kunst sich vor allen Pflichten zu drücken, andere für sich arbeiten zu lassen.....Diese Sonderform von Blödheit kommt in meiner nächsten Umgebung gehäuft vor.
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Gibt es hier noch andere Angehörige der menschlichen Rasse, die sich manchmal wünschen, einfach nur blöd, dumm, beschränkt, einfältig zu sein, um so reibungslos durch's Leben zu flutschen, wie das offenbar einige Individuen schaffen?
Sicherlich gibt es auch hier noch andere solcher Menschen. Vermutlich gibt es sogar sehr viele Menschen, die sich zumindest einmal im Leben denken, einfach mal zumindest für einen Tag blöd bzw. geistig äußerst beschränkt und weniger wissend sein zu wollen als sie sind.
Ich möchte dies aber definitiv nicht sein, denn würde mich jemand oder irgendetwas blöd machen, wäre ich dann sehr sicher nicht mehr dazu in der Lage darüber nachzudenken, ob ich wirklich weiterhin blöd sein möchte. Also selbst wenn diese Blödheit technisch reversibel wäre, könnte ich mich dann wahrscheinlich nicht mehr dazu entschließen, wieder so klug wie zuvor sein zu wollen, da ich darüber eben nicht einmal mehr nachdenke. Ohne Nachdenken über eine Sache, wird auch kein Entschluss fallen.
Technisch formuliert ist man als klügerer Mensch zwar abwärtskompatible, aber als blöder nicht aufwärtskompatible. Daher bevorzuge ich es, mich als klügerer Mensch für dümmere selbst einfach etwas dümmer zu stellen, anstatt selbst dümmer werden zu wollen.
Problem bei der "Blödheit" ist jedoch, dass dieser nicht absolut, sondern relativ definiert ist. Viele Menschen sind blöder oder klüger als andere, aber niemand kann objektiv sagen, wann jemand blöd, normal oder klug ist. Außerdem ist niemand in allen Dingen gleich blöd oder gleich gut. Ein Mathegenie kann gleichzeitig eben auch ein Physikidiot sein. Prüft man diesen Menschen nur in Physik, wird man ihm vermutlich "Blödheit" unterstellen.Zitat von cindy
Intelligenz ist nicht messbar, alle Tests sind von Menschen entwickelt, der IQ sagt für mich nichts aus, entscheidend ist, ob der Mensch den gestellten Anforderungen entspricht und Aufgaben lösen kann.
Man darf Intelligenz nicht mit Wissen verwechseln. Ein dummer Mensch kann sich eben sehr viel Wissen aneignen und dessen Anwendungen sehr intensiv üben, um dadurch auch hochqualifizierten Tätigkeiten nachgehen zu können. Deswegen ist jener aber nicht intelligenter als zuvor, er weiß eben nur mehr. Genauso kann man auch IQ-Test so weit lernen und üben, dass man in solchen Test höhere Testergebnisse erzielen kann.
Intelligenz ist objektiv gesehen als nicht richtig messbar, aber empirisch gesehen ist es das schon. Wenn man einen Menschen lang genug kennt, dann erkennt man auch, ob er recht intelligent ist, eher durchschnittlich oder deutlich unter dem Schnitt.
Intelligenz beschreibt letztendlich auch nur die kognitive Fähigkeit, zwei verschiedene Dinge logisch miteinander verbinden bzw. eine Anwendungstechnik in andere Anwendungsbereiche transferieren zu können. Kennt man bispielsweise die Grammatik von Latein, wäre es sehr intelligent 1. dahinter eine klare Logik zu erkennen und 2. diese Logik auf andere Sprachen ao anwenden zu lernen, so dass man sehr schnell auch die Grammatik anderer Sprachen erlernen kann. Ein intelligenter Mensch lernt also nicht simple die Grammatik anderer Sprachen, sondern transeriert bereits erlerntes Wissen zur Sprache auf andere Sprachen. Ein dümmerer Mensch hingegen lernt letztendlich Sprache für Sprache stur nach dem Lehrbuch, ohne gemeinsame Logiken zwischen den Sprache zu erkennen und im Lernen anzuwenden.
Als Ausgangsfrage für diesen Thread fände ich daher auch folgende besser?
-> Möchte jemand hier nicht blöd, sondern einfach nur wieder weniger wissend sein?
Diese Frage würde ich mir "Ja" beantworten, da höhere Intelligenz gekoppelt mit viel Wissen tatsächlich der größte Fluch sein kann. Ein Fluch, weil es kaum noch etwas gibt, wozu man nicht effkitv nachdenken kann. Ich denke z.B. über alles mögliche nach, weil ich viel zu viel weiß, worüber es sich nachzudenken lohnt.
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Also selbst wenn diese Blödheit technisch reversibel wäre, könnte ich mich dann wahrscheinlich nicht mehr dazu entschließen, wieder so klug wie zuvor sein zu wollen, da ich darüber eben nicht einmal mehr nachdenke.
Hoi SavAntin
Dieser Satz bringt das ganze Thema so herrlich auf den Punkt, daher musste ich ihn einfach gerade hervorheben.
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Diese Frage würde ich mir "Ja" beantworten, da höhere Intelligenz gekoppelt mit viel Wissen tatsächlich der größte Fluch sein kann. Ein Fluch, weil es kaum noch etwas gibt, wozu man nicht effkitv nachdenken kann. Ich denke z.B. über alles mögliche nach, weil ich viel zu viel weiß, worüber es sich nachzudenken lohnt.
Du sagst es! ......Ich wollt ich wär mein Hund! Der relaxt den ganzen Tag ist selbstzufrieden und seine größte Sorge ist, dass ihm jemand zur Fütterungszeit etwas wegfressen könnte!
Und jetzt noch was, ohne jemanden verletzen zu wollen:
Ich kenne etliche Menschen mit Downsyndrom. Nicht näher aber ich sehe sie öfters. Mich frisst der Neid , wenn ich sehe wie glücklich sie aussehen, nichts vom Wahnsinn dieser Welt wissen, nichts hinterfragen, lachen und die simpelesten Arbeiten mit Freude machen....Freut ihr euch vielleicht, wenn ihr stundenlang Kugelschreiber zusammen bauen sollt???
Ich kenne auch Menschen die mit diesen Leuten arbeiten, Behindertenbetreuer und die bestätigen mir meine Ansicht über jene Menschen.
Als ich mit 40 noch mal schwanger wurde, war für die Ärzteschaft natürlich die Fruchtwasseruntersuchung ein Thema (das Risiko für Trisomie erhöht sich stark mit dem Alter der Schwangeren), damit man sehen könnte und dann vielleicht....aber ich winkte sofort ab, denn ich wusste von Anfang an, ich nehme ein Downsyndromkind ebenso gerne wie jedes andere...
Manchmal denke ich auch, ich wäre gerne ein Mensch mit Downsyndrom...viel wäre mir erspart geblieben im Leben...
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Manchmal denke ich auch, ich wäre gerne ein Mensch mit Downsyndrom...viel wäre mir erspart geblieben im Leben...
Warum nicht einfach von diesen Menschen lernen, wie man glücklicher leben kann? Es gibt viele Menschen mit teils starken Behinderungen, die uns tagtäglich vorleben, wie man glücklich leben kann.
Es ist doch paradox, dass die "Gesunden" über Gott und die Welt nachdenken und sich somit das Leben selbst schwer machen, aber die "Kranken", deren Leben ohne ihre eigene Schuld unausweichlich schwierig ist, nicht darüber nachdenken, sondern das beste daraus machen und damit glücklich werden. Eigentlich würde man ja das Gegenteil erwarten, aber gerade Menschen mit dem Down-Syndrom beweisen das ja.
Radikal zu denken, lieber dumm und dafür glücklich sein zu wollen, ist doch bereits dumm, oder nicht? Was hindert uns daran, Dinge, die man selbst so und so nicht ändern kann, so sein lassen zu wollen, wie sie sind und stattdessen sich auf die schönen Dinge des Lebens zu konzentrieren? Sind wir denn Sklaven unserer eigenen Intelligenz und Gesundheit?
Ich selbst bin jedenfalls darum bemüht, einige Dinge einfach so zu akzeptieren, wie sie sind, anstatt mich damit nur zu stressen. Das ist wahrscheinlich auch die wahre Intelligenz, seine eigene Intelligenz intelligent und zielgerichtet gemäßigt einzusetzen, anstatt sie regelrecht auszubeuten.
Das ist doch überall so. Selbst wenn man ein Auto mit 300PS hat, ist es nicht gerade sinnvoll damit dann 300km/h auf deutschen Autobahnen zu fahren, denn es fährt einen auch mit 130km/h von A nach B und ist dann auch weniger stressend für einen selbst.
Viele sind eben deswegen nicht glücklich, weil sie immer mehr und das maximalst mögliche ausreizen wollen, bis nichts mehr geht und sind dann unglücklich, weil nicht mehr mehr geht bzw. weil sie ihr eigenes Ziel (z.B. ewiges Wachstum) nie erreichen können werden.
Dagegen hilft aber keine Verblödung seiner selbst, sondern ein reines Umdenken. Anstatt darüber nachzudenken, was man nicht hat, aber haben möchte, sollte man sich einfach mal darüber freuen, das zu haben, was man hat, denn dies ist nicht selbstverständlich. Auch ein kleines 20 Jahre altes Auto ist ein Grund zur Freude, aber kein Grund zum Neid, nur weil andere alle 2 Jahre einen Neuwagen kaufen können. Das ist eher ein Grund zum Mitleid, weil andere mit ihrem eklatanten Konsumverhalten eher unglücklicher werden als glücklich.
Die Kunst des Glücklichseins ist das kleine vermeindlich Unbedeutende schätzen zu lernen. Und genau dies machen offenbar auch die Menschen mit dem Down-Syndrom und anderen gravierenden Behinderungen.
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gegen die Reifung der Persönlichkeit und das erworbene Wissen kann man nichts machen, selbst wenn man sich dumm stellen will, gelingt das für einen Augenblick aber nicht auf Dauer...., weil schon einzelne ganz kleine Reize reichen, die Denkmaschinerie und dann die dementsprechenden Äußerungen und Handlungen hervorzurufen, gewisserweise eine Art Schutzmechanismus.
Ich habe das schon probiert, mich dumm zu stellen, um nicht gross aufzufallen, das klappte anfangs, aber eben nicht lange. Ich wollte keinesfalls als Streber ausgegrenzt werden, mit der Zeit war das aber so, ich konnte es nicht verhindern, nicht zuletzt wollte ich auch nicht durch die Prüfung rauschen ! Da war es mir dann egal, als was die anderen mich bezeichnen.
Ziele im Leben zu haben finde ich gut, auch wenn sie nicht immer oder so erreicht werden, wie man sich das vorstellt und oft der Zufall und das Schicksal das Ziel durchkreuzt, jedoch ist es ein roter Faden, an dem man sich festhalten kann, wenn man will.
liebe Grüsse von Cindy2003
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