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Kriens–Luzern
|Kürzel||KLB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1886-10-25|
|Mutiert||Ab 1899-01-01 Trambahn der Stadt Luzern|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1886 eröffnete KLB gehörte einer Aktiengesellschaft und entstand auf Initiative von Industrieunternehmen in Kriens (Bell Maschinenfabrik, Florettspinnerei). Sie verband den Vorort Kriens mit dem Bahnhof Luzern. Die KLB ging auf den 1. Januar 1899 durch Kauf in den Besitz der Gemeinde Luzern über, wobei der Bilanzwert um 73'000 Franken, der Bauaufwand um 45'980 Franken verringert wurde. Diesen in der Statistik nicht ausgewiesenen Betrag haben wir als Handänderungsverlust erfasst. Den Kaufpreis von 300'000 Franken behandelte die Statistik ab 1899 als Aktienkapital.
1898 hatten sich die Stimmbürger Luzerns mit klarem Mehr dafür ausgesprochen, dass die Stadt in eigener Regie eine Trambahn erstellen und betreiben solle. Dies bedingte den Aufkauf der KLB, da diese für wichtige Streckenteile der vorgesehenen Trambahn die Konzession besass. Die Stadt Luzern ging weitreichende Verpflichtungen zum Weiterbetrieb des Warentransports auf der KLB ein (festgelegte Minimalfrequenzen der Bahn, Defizitdeckungen), um die Güterversorgung der Krienser Industrieunternehmen zu garantieren. Den Personenverkehr übernahm ab 1900 die Trambahn Luzern (TrL). Die KLB wurde zu einer reinen Güterbahn. In allen den Personenverkehr betreffenden Datenreihen stehen deshalb ab 1900 für die KLB Nullwerte. Nach 1899 verschwand die KLB für einige Jahre aus der Statistik, kam aber im Band 1909 wieder dazu. Für die meisten Variablen fehlen für diese Zeit folglich die Zahlen.
Im Zuge des Neubaus des Luzerner Bahnhofs und den damit verbundenen Änderungen der Zufahrtslinien musste um 1900 für die KLB ein neuer Anschluss an das Schienennetz hergestellt werden. Dieser befand sich ursprünglich beim Pilatusplatz und führte über das Trassee der Centralbahn (SCB) via Pilatusstrasse zum alten Bahnhof. Nachdem diese Gleisanlagen abgebrochen worden waren, benützte die KLB ab der Station Eichhof das Trassee der Brünigbahn.
Im beobachteten Zeitraum – soweit die Zahlen in der Statistik verfügbar waren – lagen die Betriebsergebnisse der KLB stets im positiven Bereich. Bis 1899 spielte dabei der Personentransport eine klar wichtigere Rolle als der Güterverkehr. Passivsaldi musste die KLB nie vortragen. In den meisten Jahren konnte sie eine zwar nicht berauschende, aber solide Dividende ausrichten.
1926 wurde die KLB teilweise elektrifiziert (Gleichstrom), 1968 auf Dieselbetrieb umgestellt. 1997, nach langen Querelen um den Fortbestand der hoch defizitären Bahn, verkaufte die Gemeinde Luzern die KLB für 25'000 Franken an eine Genossenschaft, die den Betrieb kurzfristig weiterführte, dann aber definitiv einstellte.
Vergleiche auch den Kommentar zur Trambahn Luzern (TrL).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: