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Lexikon
Polyphenole
Polyphenole sind eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen und positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Die Inhaltsstoffe kommen in vielen pflanzlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel in Gemüse, Obst, Rotwein, Tee und dunkler Schokolade vor. Polyphenole wirken im Körper als Antioxidantien, das bedeutet, sie schützen den Körper und neutralisieren freie Radikale, welche die Zellen schädigen können.
Freie Radikale sind sehr aktive Sauerstoffmoleküle, die in normalen Zellprozessen, aber auch durch externe Faktoren, wie Luftverschmutzung, Strahlung, chemische Belastungen oder Rauchen entstehen. Ohne die Neutralisierung der freien Radikale werden die Körperzellen geschädigt. Dadurch erhöht sich das Risiko von Herzerkrankungen, Diabetes oder Krebs.
Im Laufe der Zeit haben Forscher mehr als 8000 Polyphenole entdeckt und in folgende Gruppen aufgeteilt:
+ Phenolsäure (Hauptsächliche Vorkommen: Beeren, Trauben, Nüsse, Schokolade, Kaffee)
+ Flavonoide (Hauptsächliche Vorkommen: Grünkohl, Zwiebeln, Soja, Tee, Rotwein)
- + Polyphenolische Amide (Hauptsächliche Vorkommen: Chilischoten, Pfeffer, Hafer)
- + Andere Polyphenole (Hauptsächliche Vorkommen: Trauben, Rotwein, Kurkuma, Sesam)
Gesundheitliche Vorteile
Gesundheitlichen Vorteile bieten Polyphenole als Antioxidantien, also beim Schutz der Zellen vor freien Radikalen. Der Verzehr von ausreichend Polyphenole trägt dazu bei, die Körperzellen gesund zu halten und das Risiko für bestimmte Erkrankungen zu senken.
Forscher habe ausserdem entdeckt, dass Polyphenole dabei helfen, den Blutzuckerspiegel in einem gesunden Bereich zu halten. Ein regelmässiger Konsum von Tee, Beeren oder Trauben kann das Risiko von Diabetes verringern.
Eine der Ursachen für den Typ-2-Diabetes ist die Insulinresistenz der Körperzellen. Insulin resistente Zellen reagieren weniger auf das Hormon Insulin. Das bedeutet, die Glukose bleibt länger im Blutkreislauf.
Die Erhöhung der Empfindlichkeit der Zelle gegenüber Insulin hilft dabei, mehr Glukose aus dem Blut aufzunehmen, um den Blutzuckerspiegel in einem gesunden Bereich zu halten.
Pflanzliche Ernährung wird häufig mit einer Verringerung des Krebsrisikos in Verbindung gebracht. Untersuchungen zeigen, dass Polyphenole dabei helfen, die Risiken für einige Krebsarten zu verringern. Flavonoide können das Wachstum von Tumorzellen beeinflussen und den Zelltod signalisieren, um die Krebszellen zu entfernen.
Eine Erhöhung der Polyphenole im Körper durch die Ernährung kann die Herzgesundheit verbessern und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Sie können folgende Risikofaktoren senken:
+ Niedriger Blutdruck
+ Senkung des LDL-Cholesterins
+ Erhöhung des HDL-Cholesterins
+ Verhinderung von Blutgerinnseln
Der Verzehr von Polyphenolen kann die Verdauung verbessern, indem das Wachstum nützlicher Bakterien gefördert und gleichzeitig das Wachstum schädlicher Bakterien begrenzt wird.
Forschungsergebnisse deuten ausserdem darauf hin, dass Polyphenole die Gehirnfunktion verbessern und vor neurodegenerativen Krankheiten schützen kann. Die Vorteile für die Gehirnfunktion könnten mit den antioxidativen Wirkungen und der Verbesserung der Durchblutung des Gehirns zusammenhängen.