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- Länderinfo
- Malediven
Die Malediven sind ein Inselstaat im Indischen Ozean, nahe der Südspitze Indiens. Die Malediven bestehen aus mehreren Atollen und 1‘196 Inseln, von denen 220 von Einheimischen bewohnt und etwa 90 für den Tourismus genutzt werden.
Geschichte
Die ersten Reisenden, die die Malediven entdeckten waren vermutlich Araber auf dem Weg nach China. Der Kontakt mit den Arabern ist wohl auch der Grund, weshalb die Hauptreligion des Inselstaates der Islam ist. Die Malediven waren eine bedeutende Handelsnation im 16. Jahrhundert, vor allem auch weil der Weg über den Indischen Ozean - gerade für Grossbritannien, das regen Handel mit seinen Kolonien betrieb - unerlässlich war. Deshalb wurden sie Ende des 18. Jahrhunderts unter das britische Protektorat gestellt. Erst 1965 wurden die Malediven unabhängig und zur demokratischen Republik. Für den Tourismus öffnete sich das Land noch später - im Jahr 1972 – und zunächst äusserst zaghaft. Heute gelten die Malediven als das Traum-Ferienziel schlechthin. Auch bei Honeymoonern ist der verträumte Inselstaat äusserst beliebt, versprechen die wunderschönen Hotels in der traumhaften Insellandschaft doch Romantik vom Feinsten. Taucher begegnen einer phantastischen Unterwasserwelt, wie sie so auf der Welt einmalig ist. Die Malediven sind aber auch für Nicht-Taucher jederzeit einen Besuch wert.
Geografische Lage
Die Malediven sind eine Kette (der Name «Malediven» bedeutet Inselkette) von 19 Inselgruppen im Indischen Ozean, südwestlich von Indien und Sri Lanka gelegen. Sie erstrecken sich über 823 Kilometer in Nord-Südlicher Richtung und enden fast auf der Höhe des Äquators. Die Inseln sind verteilt auf 26 Atolle mit Korallenriffen. Die Inseln liegen alle rund 1 Meter über dem Meeresspiegel, was sie besonders anfällig für den stetig ansteigenden Meeresspiegel macht. Ein Drittel der maledivischen Bevölkerung lebt auf der Hauptinsel Male, die als einzige richtige Stadt der Malediven zählt. Male ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt: Auf gerade einmal 5,7 km2 drängt sich ein Hochhaus an das andere, über 123’400 Menschen leben in der Metropole.
Klima
Die Malediven haben konstant heisses, tropisches Klima. Die Temperaturen fallen selbst nachts selten unter 25 Grad. Prägend für das Klima sind der Südwest-Monsun von Mai bis Oktober und der Nordost- Monsun von November bis April. Der Südwest-Monsun bringt normalerweise im Juni und Juli Wind und intensivere Niederschläge. Als beste Reisezeit gelten die Monate November bis April.
Einreisebestimmungen
Ein Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist, ist erforderlich.
Tourismus Der Tourismussektor des Landes wächst schnell und stetig. Die Malediven gehören zu den ärmsten Ländern der Welt, doch dank dem Tourismus wurden 22’000 Arbeitsplätze geschaffen.
Daten und Fakten
Einwohner: ca. 395'650
Sprache: Die maledivische Sprache, Dhivehi, leitet sich vom mittelalterlichen Singhalesisch ab.
Religion: Der Islamist die alleinige Staatsreligion.
Strom: 230 Volt. Es wird empfohlen einen Adapter mitzunehmen.
Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied beträgt während der Sommerzeit MEZ + 3 Stunden, während der Winterzeit MEZ + 4 Stunden.
Währung
Die Landeswährung, die Maledivische Rufiyaa, darf weder ein- noch ausgeführt werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Dollars mit sich zu führen, da diese als weit verbreitetes Zahlungsmittel gelten und in den Hotels überall akzeptiert werden.
Infrastruktur
Nur in der Hauptstadt Malé, auf dem Addu-Atoll und der Insel Fuvamullah gibt es Strassen und Autos. Fahrzeuge haben eine geringe Bedeutung, da man mit Schiffen oder zunehmend mit Wasserflugzeugen bevorzugt reist. Fahrräder und Mopeds sind auch sehr beliebt, weil es sich für viele nicht lohnt, auf den kleinen inseln Auto zufahren. Auf den Malediven gilt Linksverkehr.
Der einzige internationale Flughafen (Flughafen Malé) befindet sich auf der Insel Hulhumalé (ehemals Hulule), nur wenige Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Zudem gibt es Regionalflughäfen. Die längste Strasse (asphaltiert und mit Autos befahrbar) geht von Hithadhoo bis Gan im Addu-Atoll. Drei durch Dämme verbundene Inseln werden durchquert.
Umweltschutz
Jede touristisch genutzte Insel betreibt obligatorisch eine eigene Müllverbrennungsanlage und eigene Meerwasserentsalzungsanlagen. Der dazu benötigte Strom wird mit Dieselgeneratoren erzeugt. Metall- & Plastikabfälle werden gesammelt und auf der Müllinsel Thila Fushi deponiert.
Um die naturnahe Attraktivität für Touristen zu erhalten, wurden strenge Regeln erlassen. Die früher traditionell für den Hausbau der Bewohner verwendeten Korallen dürfen, da sie onehin z.B. von Korallenbleiche bedroht sind, überhaupt nicht mehr genutzt werden. Statt dessen wird versucht, der Unterwasserwelt mit künstlichen Riffen zu helfen. Nur 20 Prozent einer Insel dürfen bebaut werden, kein Gebäude darf höher als die höchte Palme sein.
Tauchen & Schnorcheln
Auf den Malediven finden Sie – verteilt auf 21 Atolle - mehr als 1200 Inseln. Die Malediven gehören nach wie vor zu den besten Tauchzielen der Welt. Die Tauchplätze sind abwechslungsreich: von flachen Korallengärten über Steilwände, rasanten Drift Tauchgängen in Atollkanälen und Schiffswracks wird für jeden Geschmack etwas geboten. Die vielen farbenfrohen Fischschwärme und die an vielen Tauchplätzen anzutreffenden Riffhaie, Schildkröten, Mantas und Adlerrochen vermögen zu überzeugen. Fast jede Insel hat ihren Mantapoint, viele können auch ein Hai-light bieten. Die Unterwasserwelt besteht mehrheitlich aus Hartkorallen, es gibt aber auch ein paar Tauchplätze wo schöne Weichkorallengärten zu finden sind. Die besten Spots liegen in der Regel in den Atollkanälen und an den Thilas, kleinen Riffen mit Überhängen und Höhlen, welche die Wasseroberfläche nicht erreichen. Viele Inseln besitzen ein eigenes Hausriff, das man sehr bequem vom Strand aus betauchen oder mit der Schnorchelausrüstung besuchen kann.
Tauchen
Die maximal erlaubte Tauchtiefe auf den Malediven beträgt, abhängig von der Ausbildungsstufe, 18 bis 30 Meter. Eigenverantwortliches Tauchen benötigt eine Erfahrung von ungefähr 30 geloggten Tauchgängen (oft in den letzten 12 bis 18 Monaten absolviert) und auch ein geführter Checktauchgang kann verlangt werden.
Viele der Inseln verfügen über eigene Tauchschulen, die unter anderem auch im Voraus buchbare Tauchpakete anbieten. Gerne übernehmen wir diese Reservation für Sie.
Schnorcheln
Bei den meisten Hotels ist die Schnorchelausrüstung im Zimmerpreis inbegriffen. Es steht ihnen also nichts mehr im Wege die Geheimnisse der farbenfrohen Unterwasserwelt mit den zur Verfügung gestellten Utensilien - Schnorchel, Maske und Flossen – auf eigene Faust und vom Strand, beziehungsweise ihrer Villa aus zu erkunden.
Tauchsaison
Für gelungene Tauchgänge auf den Malediven sind Kenntnisse über Strömung und Wetter unerlässlich. Generell kann gesagt werden, dass von Dezember bis April, während des Nordostmonsuns, möglichst Resorts mit Zugang von der Ostseite der Atolle gewählt werden sollten. Die Meeresströmungen sind zu dieser Zeit sehr stark und die Sichtweiten betragen zwischen 25 und 40 Metern. Bevorzugt taucht man an den grossen Kanälen oder an den Steilhängen um grosse Tiere wie Haie, Adlerrochen, Thunfische oder Stachelmarkrelen zu bewundern. Bedenken Sie, dass einige dieser Tauchplätze für Anfänger nicht geeignet sind.
Während des Südwestmonsuns von Mai bis November sollten Resorts mit Zugang an der Westseite der Atolle gewählt werden. Trotz teiweise kräftiger Regenfälle und tropischen Stürmen können gerade Mantas während dieser Zeit sehr gut beobachtet werden. Wegen des Planktons ist die Sicht jedoch auf 10 bis 15 Meter reduziert. Im September steigen zudem die Chancen einen Walhai oder Hammerhai zu sehen. Ideal an den Malediven ist zudem, dass die Wassertemperatur das ganze Jahr hindurch zwischen 25 und 31°C bleibt.
Schutz der Riffe
Helfen Sie mir bitte mit, die einmalige Unterwasser-Landschaft auch für kommende Generationen zu erhalten. Korallen sind sehr fragile Lebewesen und wachsen nur sehr langsam. Jeder Taucher und Schnorchler sollte das Betreten, Abbrechen, Anfassen und Mitnehmen von jeglichen toten oder lebendigen Meeresbewohnern als Tabu betrachten.
Transfers
Der Transfer vom internationalen Flughafen zur Ferieninsel erfolgt je nach Lage der Insel, per Schiff oder Wasserflugzeug. Alle Inseln im Nord- und Südmale- Atoll führen die Transfers normalerweise mit dem Boot durch. Die Atolle welche sich weiter weg befinden werden mit dem Wasserflugzeug angeflogen. Die Wasserflugzeuge sind übrigens ein sehr sicheres Verkehrsmittel. Sie landen in der Regel neben einer Plattform in der Nähe der Insel, letzten Meter zum Resort werden mit dem Schiff zurückgelegt.
Die Atolle
Die Baumeister der Atolle, dieser ringförmigen sowohl unter als auch über Wasser liegenden Gebilde aus Kalkstein, sind Korallenpolypen. Genau diese Atolle sind aus der Vogelperspektive auch die Eyecatcher, die in unseren Köpfen sofort mit der traumhaften Inselwelt der Malediven in Verbindung gebracht werden. Zu jedem dieser Atolle gehören türkisfarbene Lagunen und meist herrlich weisse Sandstrände und kleine Sandinselchen.
Das Nordmale-Atoll mit der Hauptinsel Male und dem internationalen Flughafen bildet das geografische Zentrum der Malediven. Speziell im Norden des Atolls finden Sie spektakuläre Kanaltauchplätze. Zwischen Juni und November bestehen gute Chancen, auf Mantas zu treffen. Schildkröten, Barrakudas, Thunfische, Schnapper und Muränen erfreuen den Taucher bei fast jedem Tauchgang das ganze Jahr über. In diesem Atoll finden Sie auch das interessante Wrack der “Victory“, einem 110 Meter langer Frachter, welcher 1981 gesunken ist.
Der 5 km breite und 500 Meter tiefe Vaadhoo-Kanal trennt das Südmale-Atoll von seinem nördlichen Bruder. Von dessen 32 Inseln wurden 17 für den Tourismus freigegeben, nur 3 sind von Einheimischen bewohnt. Der Kanal ist berühmt-berüchtigt für seine teils kräftigen Strömungen, so dass Taucher herrliche Drifttauchgänge mit unglaublich vielen Fischen erleben können: bekannt unter Insidern ist diese Region als Embudu-Express. Für erfahrene Taucher ist dann in diesem Naturschutzgebiet viel Action mit Grauhaien, Adlerrochen und Thunfischen angesagt. Am besten ist der Tauchgang wenn das klare Wasser gerade vom offenen Ozean in das Atoll fliesst. Für manches Schiff wurde war hier die Endstation, bevor sie danach relativ schnell von Korallen in Besitz genommen wurden, deshalb sind Schiffswracks keine Seltenheit. Ähnlich geht’s im südlichen Guraidhoo-Kanal zu, der ebenfalls zum Naturschutzgebiet deklariert wurde. Südlich der gleichnamigen Insel sind zwei Kanäle, der eine ist wunderschön mit Weichkorallen verziert, der andere ähnelt dem Eingang des Embudu-Kanals. Hier wird immer mit der Chance getaucht, grössere Meeresbewohner vor die Maske zu bekommen. Von Mai bis Oktober gibt es zudem einige Manta-Sports zu betauchen.
Das Ari-Atoll ist das zweitgrösste Atoll und bietet Tauchern und Schnorchlern nur das Allerfeinste! Das Taucheldorado wird in Nord und Süd unterteilt und verfügt über eine Menge exzellenter Inseln und Tauchspots. Die Tauchplätze sind üppig mit Hart- und Weichkorallen in allen Farbnuancen bewachsen und weisen einen riesigen Fischbestand auf. Die unzähligen Fischschwärme, welche sich in der sanften Strömung tummeln, bieten ein einmaliges Naturspektakel. Barrakudas, Thunfische, Napoleons, diverse Hai- und Rochenarten runden das Taucherlaubnis ab. Hier finden Sie auch einige der besten Manta-Plätze der Malediven. An den Aussenriffen im Süden hat man das ganze über gute Chancen mit Walhaien tauchen zu können, im Norden des Atolls sind Begegnungen mit grauen Riffhaien and der Tagesordnung.
Das generell eher selten betauchte Baa-Atoll bietet für jeden Geschmack traumhafte Hotspots. Das 12.5 Thila ist ein Hai-light – so können dort oft Riffhaie beobachtet werden. Die unberührte Gegend kann mit einem grossen Fischreichtum aufwarten und Adlerrochen und Riesenschildkröten sind keine Seltenheit. Erst kürzlich wurde ein neuer Manta- Platz entdeckt, an dem Sie bei guten Sichtweiten bis zu 10 Mantas miteinander “tanzen“ sehen. Auch die Korallenarten vermögen hier mit einer grossen Vielfalt und guter Qualität zu überzeugen. Das schönste an dieser Region ist mitunter die Unberührtheit die es erlaubt, noch neue Tauch-Spots zu entdecken.
Das Süd-Nilandhe-Atoll (Dhaalu) bietet beste Möglichkeiten für alle Tauchansprüche. Das Vilu Reef Hotel befindet sich im nördlichsten Teil des Atolls, wo auch die besten Tauchspots zu finden sind. Kanäle und Thilas bieten ausgezeichnete Tauchgänge direkt vor der Haustür. Die Tauchgebiete bieten alle erdenklichen Arten maritimen Lebens; Haie, Mantas, Adlerrochen, Gebiete mit grosser Anzahl an Hart- und Weichkorallen, juvenile Fische wie Oktopus und Langusten, Schildkröten sowie zwei Wracks – das 1879 gesunkene Wrack Liffey und die Utheemu, welche 1960 auf Grund lief – erwarten Sie.
Das Nord-Nilandhe-Atoll (Faafu) ist ein abgeschiedenes Tauchgebiet für alle Bedürfnisse. Im Innern des Atolls finden Sie an die 20 Tauchplätze mit ruhigen Bedingungen. Trotzdem bieten diese Steilwände mit intakter Unterwasserflora. Die Ostseite des Atolls ist ein Paradies für Strömungstauchgänge,
Das kleine Lhaviyani-Atoll bietet mit über 50 Tauchplätzen sehr viel Abwechslung und ist ein Paradies für Unterwasserfotografen. Besonders ist das Tauchen an den Überhängen, in Steilwänden und Thilas sind hier einmalig.