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Das Wichtigste in Kürze
- Germanwatch stellt Ägypten nach der Klimakonferenz ein vernichtendes Zeugnis aus.
- Die Präsidentschaft habe nicht im Interesse der Verletzlichsten gehandelt.
- So sei der Text der Abschlusserklärung abgeschwächt worden.
Die Umweltorganisation Germanwatch stellt der ägyptischen Präsidentschaft bei der Weltklimakonferenz ein vernichtendes Zeugnis aus. «Sie trat intransparent auf, schränkte die Zivilgesellschaft ein und fand keine Balance», teilte Germanwatch am Sonntag zum Ende der Konferenz mit.
Die «überwältigende Mehrheit der Staaten» habe ein Runterfahren aller fossiler Energien wie Öl und Gas gefordert, was die Abschlusserklärung aber nicht abbilde. «Abschwächungen des Textes, die nur wenige Länder um Saudi-Arabien herum forderten, wurden hingegen den Staaten in »Friss-oder-Stirb«-Manier vorgelegt», hiess es weiter.
Die Präsidentschaft habe nicht im Interesse der Verletzlichsten beim Klimawandel gehandelt, sondern «Interessen Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten sowie Chinas begünstigt», sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.
«Dieser Weltklimagipfel war ein Abwehrkampf gegen die Öl- und Gas-Lobby. Die Lobby hat lange versucht, aus der aktuellen Energiekrise Kapital zu schlagen. Aber letztlich hat sich eine grosse Allianz progressiver Staaten dagegengestemmt.» Der weltweite Klimaschutz bleibe nach der Konferenz in Scharm el Scheich «gerade noch auf Kurs».