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de. Der Bundesrat hat beschlossen, die Einfuhrkontingente für Weisswein in den nächsten vier Jahren zu versteigern. Ab 2001 werden die Rot- und Weissweinkontingente zusammengelegt.
In diesem Jahr wurde das Kontingent von 150,000 hl Weisswein noch nach dem Windhundverfahren abgegeben. Dies heisst: "Wer zuerst kommt wird auch als Erster bedient." Innerhalb von nur drei Tagen war die Kontingentsmenge ausgeschöpft. Dieses Verfahren führte zu starken Verzerrungen auf dem Weinmarkt. Der Handel fordert schon lange ein globalisiertes Weinkontingent, in dem Weiss- und Rotwein zusammengelegt sind. Gegen die sofortige Zusammenlegung spricht aber gemäss Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die Forderung, dass dem schweizerischen Rebbau eine angemessene Anpassungsfrist gewährt werden müsse. In der Schweiz wird zur Zeit zu viel Weisswein produziert. Der Rotweinkonsum macht etwa zwei Drittel des Gesamtkonsums aus. Zur Umstellung von weissen auf rote Reben braucht es aber einige Zeit, deshalb sollen die inländischen Weissweinproduzenten noch vier Jahre von einem Schutz profitieren können. In diesem Jahr betrug das Rotweinkontingent 1,550,000 hl, währenddem das Weissweinkontingent nur 150,000 hl beinhaltete. Der Nationalrat hat dem Globalkontingent erst für das Jahr 2001 zugestimmt. Der Bundesrat wurde deshalb vom Parlament aufgefordert, in einer Übergangsphase bis ins Jahr 2000 ein neues Verteilsystem zu entwickeln. Der Bundesrat hat nun beschlossen, die Anteile am Zollkontingent für Weisswein in den nächsten vier Jahren zu versteigern. Das Weissweinkontingent soll dabei jährlich um 10,000 hl aufgestockt werden.
Wird der Schweizer Weinimport zur Lotterie?
Jeder der rund 800 Importeure kann sich um Kontingentsanteile bewerben. Die Menge, die er kaufen will, und den Preis, den er für eine bestimmte Qualität zu bezahlen bereit ist, kann er dabei selber bestimmen. Die Menge ist allerdings auf 10,000 hl pro Importeur beschränkt. Nach dem Ablaufen der Meldefrist werden alle Steigerungsangebote nach Preisklassen zusammengefasst. Danach wir zuerst das Kontingent mit der höchsten Preisklasse ausgeschöpft, dann das zweithöchste etc. bis das Gesamtkontingent von 160,000 hl Weisswein im nächsten Jahr ausgeschöpft ist. Die Anbieter der tiefsten Preisklasse werden im Extremfall leer ausgehen. Das BLW schätzt, dass für Qualitätsweine im höchsten gebotenen Preissegment eine Menge von etwa 60,000 hl Kontingent beantragt wird. Es blieben dann noch etwa 100,000 hl Kontingent für billigere Weine übrig. Im Gegensatz zum Handel ist das BLW der Meinung, dass die Versteigerung keine übermässigen Preiserhöhungen zur Folge haben wird. LID