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Die Unterteilung wird in der Norm genutzt, um unterschiedliche Anforderungen an die verschiedenen möglichen Verriegelungsprinzipien zu formulieren. Die Norm unterteilt Verriegelungseinrichtungen in vier Bauarten:
■ Bauart 1: Unkodierter mechanisch betätigter Positionsschalter
■ Bauart 2: Kodierter mechanisch betätigter Positionsschalter
■ Bauart 3: Unkodierter berührungslos wirkender Positionsschalter
■ Bauart 4: Kodierter berührungslos wirkender Positionsschalter
Unkodierte Bauarten benötigen keinen speziellen Betätiger
Diese Bauarten gibt es sowohl bei Verriegelungseinrichtungen als auch für Zuhaltungen. Bei einer berührungslos wirkenden Zuhaltung, wie z.B. beim CET und CTP, ist damit nicht das Prinzip für die Zuhaltung gemeint, sondern das Prinzip für die Verriegelung, die in jeder Zuhaltung integriert ist. Unkodierte Bauarten benötigen keinen speziellen Betätiger, sondern reagieren z.B. auf Annäherung von Metall. Kodierte Positionsschalter benötigen immer einen speziellen Betätiger. Die Bauart sagt nichts über die Stufe der Codierung aus, die von niedrig bis hoch reicht. In den Anhängen A bis D der Norm sind Beispiele für die Anwendungsbereiche sowie Vor- und Nachteile der Bauarten aufgelistet. Es gibt drei Codierungsstufen von Betätigern:
■■ Niedrig: Es sind bis zu 9 unterschiedliche Betätiger verfügbar
■■ Mittel: Es sind 10 bis zu 1000 unterschiedliche Betätiger verfügbar
■■ Hoch: Es sind mehr als 1000 unterschiedliche Betätiger verfügbar
In der Norm bezieht sich diese Angabe auf die Anzahl der unterschiedlichen Betätiger. Mechanische Sicherheitsschalter der Bauart 2 entsprechen der Codierungsstufe niedrig. Transponderkodierte Sicherheitsschalter von Euchner gibt es in der Ausführung niedrig und hoch kodiert. Niedrig kodiert sind Geräte in der Ausführung Multicode, dagegen sind alle Unicode-Geräte hoch kodiert. Die Codierung hat nichts mit der Sicherheitseinstufung der Geräte zu tun. Der erreichbare Performance Level (PL) wird dadurch nicht beeinflusst.
Alle Systeme muss man gegen Manipulation sichern
Die Codierungsstufe ist wichtig als Massnahme gegen Manipulation von Sicherheitseinrichtungen. Generell ist bei einem hoch kodierten Sicherheitsschalter weniger Aufwand notwendig, um das System gegen Manipulation zu schützen, als bei einem niedrig kodierten. Allerdings stellt sich davor die Frage, ob überhaupt ein Anreiz zum Umgehen der Verriegelungseinrichtung vorliegt und daher Massnahmen gegen Manipulation ergriffen werden müssen. Grundsätzlich müssen alle Systeme gegen Manipulation gesichert sein.
Der Sicherheitsschalter sollte den normativen Anforderungen entsprechen. Diese Forderung erfüllen alle Verriegelungen und Zuhaltungen aus dem Euchner-Programm. Für die Auswahl kommen über die normativen Verweise hinaus auch noch sehr viele praktische Erwägungen zum Tragen, die teilweise durch die Norm vorgegeben werden. Dies ist sowohl im normativen Teil in Abschnitt 6 als auch in den informativen Anhängen zu finden.
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