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KMU tragen gemäss einem am Montag von der ILO veröffentlichten Bericht 34,8% zur globalen Beschäftigung bei. In den letzten Jahren ist dieser Anteil gemäss ILO kontinuierlich gewachsen. 2016 dagegen hat sich der Anteil lediglich um 0,2 Prozentpunkte erhöht.
Die ILO bewertet diese Entwicklung als besorgniserregend. "Wir brauchen eine Politik, die KMU fördert und ganz allgemein die Rahmenbedingungen für Unternehmen verbessert", sagte Deborah Greenfield von der ILO an einer Medienkonferenz in Genf.
Insgesamt arbeiteten 2016 gemäss der Studie 2,8 Mrd Personen in privaten Unternehmen, was 87% der gesamten globalen Beschäftigung ausmacht. In den Entwicklungsländern bieten dabei die KMU rund die Hälfte aller Arbeitsplätze an. In den Schwellenländern beträgt der Anteil 34%, in den Industrieländern 40%.
KMU MIT HÖHERER FRAUENQUOTE
Die ILO stellt dabei in ihrem Bericht fest, dass innovative Unternehmen eine höhere Produktivität, ein grösseres Stellenwachstum und höhere Frauenquoten aufweisen. Letzteres gilt auch ganz allgemein für KMU. Diese Betriebe beschäftigten im Durchschnitt 30% Frauen. In Grossbetrieben dagegen beträgt der Frauenanteil nur etwas mehr als 25%.
Ein weiterer Faktor, der die Beschäftigung erhöht, ist der Export. So sorgen Exportunternehmen laut ILO nicht nur für ein stärkeres Beschäftigungswachstum als die Binnenwirtschaft, sondern sie zahlen auch um 5% höhere Löhne und sind um 10% produktiver als jene. 2016 boten Exportunternehmen weltweit rund ein Drittel der Arbeitsplätze an. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil noch leicht höher.
(AWP)