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Der Begriff Ulcus cruris venosum bezeichnet ein Ulcus cruris („offenes Bein“), das infolge eines fortgeschrittenen Venenleidens aufgetreten ist.
Das Ulcus ist meist im unteren Drittel des Unterschenkels zu finden. Verantwortlich für sein Auftreten ist letztlich der im Rahmen des Venenleidens in diesem Bereich besonders hohe Druck des Blutes in den Venen. Das Ulcus cruris venosum stellt die schwerste Form der chronisch-venösen Insuffizienz dar. Gleichzeitig ist es je nach Studie, mit 57 bis 80 % aller chronischen Ulzerationen die häufigste Ursache nicht spontan abheilender Wunden am Unterschenkel.
Von einem Ulcus cruris sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Vor dem 40. Lebensjahr kommt das Ulcus cruris kaum vor. Ab dem 80. Lebensjahr steigt die Häufigkeit nach unterschiedlichen Studien auf etwa ein bis über drei Prozent an. Etwa 80 % bis 90 % aller Ulcera gelten als venös bedingt und etwa 10 % sind auf arterielle Durchblutungsstörungen zurückzuführen.