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Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert änderte sich die Familienstruktur. Die Fabrikarbeit trennte die Haus- von der Erwerbsarbeit. Sowohl Frauen als auch Männer und Kinder mussten einer ausserhäuslichen Arbeit nachgehen. Die Hausarbeit galt weitgehend als Sache der Frau.
Im Zuge der schnell voranschreitenden Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand eine neue Gesellschaftsschicht: das Bürgertum. In dieser Schicht konnten es die Männer sich leisten, die Frauen zuhause zu lassen. Diesen Frauen war die Rolle als Mutter, Hausfrau und Gattin zugedacht.
Chronik
Mütterschule
Schweizer Filmwochenschau vom 15.05.1942
Die Frau in der Zeit
Schweizer Filmwochenschau vom 09.02.1945
Strassenumfrage zu Frauenlohn
Rendez-vous vom 30.04.1966
Auch die Frauen...
Schweizer Filmwochenschau vom 12.05.1972
Schulung und Bildung der Mädchen
CH Magazin vom 15.11.1974
Hausmann
Blickpunkt vom 29.01.1980
Fabrikarbeit in der Textilindustrie im sozialen Wandel
SR DRS: Mosaik vom 10.11.1988
Fifty-Fifty – Frauen arbeiten zu viel: Forderungen
Lipstick vom 28.04.1996
Die Zukunft der Schweizer Frau
SR DRS: DRS 1 vom 11.11.2009
Umfrage unter Detailhandelsschülern über Emanzipation
CH aktuell vom 12.01.2011
Frauenstreiktag: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
SRF: Echo der Zeit vom 14.06.2011
Die Rolle der Frau ändert sich langsam
Während der beiden Weltkriege übernahmen dann viele Frauen, deren Männer als Soldaten eingezogen wurden, vormals typische Männerarbeiten. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 1950er Jahren setzte sich das traditionelle Familienmodell erneut durch. Es gab jedoch schon damals Frauen, die diesem Familienideal nicht entsprachen und Wege fanden, sich im Berufsleben oder in der Wissenschaft zu engagieren.
Mit der Zunahme der erwerbstätigen Frauen einerseits und der Einführung des Frauenstimmrechts anderseits wurde auch die Forderung nach gesellschaftlicher Gleichberechtigung stärker. Insbesondere in den 1980er Jahren organisierten sich zahlreiche Frauenverbände und Interessengruppen, um für die gesellschaftlichen Rechte der Frauen zu kämpfen. Nachdruck verliehen die Frauen ihren Forderungen am ersten nationalen Frauenstreiktag am 14. Juni 1991.
Heute sind Frauen in allen Bereichen des Erwerbslebens rechtlich gleichberechtigt. Doch trotz des Gleichstellungsgesetzes, das seit dem 1. Juli 1996 in Kraft ist, bleibt die tatsächliche Gleichstellung ein Ziel. Frauen erhalten heute im Beruf noch nicht den gleichen Lohn und dieselben Chancen wie Männer.