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Barbara Dennerlein (hammond B3)
Romero (guitar, vocals)
Offbeat präsentiert im 2020 einige «Schwergewichte» des Hammond-B-3 Sounds. Die groovende Orgel ist derzeit im Jazz wieder hip und allgegenwärtig! Barbara Dennerlein ( geb. 25. September 1964 in München) verhalf der Hammond-Orgel im Jazz schon Mitte der 1980er Jahre in Deutschland zu einer neuen Popularität. Ihr früher Ruf als «Orgeltornado aus München» führte 1982 zu ersten Fernsehauftritten, etwa in Michael Schanzes Sendung «Hätten Sie heut’ Zeit für uns?» zur Förderung junger Musiktalente. 1983 wurde die erste Schallplatte als Konzertmitschnitt aufgenommen, ein Jahr später das erste Studioalbum.
Europaweite Konzerttourneen folgten, 1988 gab sie in Ost-Berlin ein vom Fernsehen der DDR ausgestrahltes Konzert, das später unrechtmässig auf CD erschien. 1989 wurde ihre Hammond-B3 mit MIDI-Technik ergänzt, so dass über Pedal und Manuale nun auch zusätzlich fremde Tonerzeuger (Synthesizer, Sampler) angesteuert werden konnten. Der ein- oder beidfüssig auf dem Pedal gespielte Bass erhielt dadurch mehr Biss und gehört seitdem mit zum Dennerlein-Sound. Diese Spieltechnik unterscheidet Dennerlein von früheren Jazz-Organisten wie z. B. Jimmy Smith, die mit der linken Hand die kontinuierliche Bassbegleitung spielen. Ende der 1980er Jahre entstanden verschiedene Band-Projekte und Kooperationen, u. a. mit Peter Herbolzheimer und mit Friedrich Gulda, Enfant terrible der Klassik-Szene und Grenzgänger zum Jazz, 1989 erschien die CD «Live On Tour» mit dem Trompeter Oscar Klein und dem Drummer Charly Antolini (CD Bebab 250965, aufgenommen im Jazzland in Wien). 1994 setzte sie sich erstmals bei den Bach-Tagen in Würzburg mit der Kirchenorgel auseinander. In den Folgejahren entstand eine Konzertreihe mit Jazz auf der Kirchenorgel, die 2002 in der Produktion eines Albums mündete.
Hauptsächlich spielt Dennerlein Jazz auf der Hammond-Orgel, sowohl solo als auch im Duo mit Schlagzeugbegleitung sowie mit ihrer Formation «Bebab» in Trio- bis Quintett-Besetzung. Ihre inzwischen internationale Präsenz festigte sie in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre mit drei bei dem internationalen Jazz-Label Verve erschienenen Alben. Für diese Aufnahmen gewann sie so renommierte Jazzmusiker wie Ray Anderson, Randy Brecker, Dennis Chambers, Roy Hargrove, Mitch Watkins oder Jeff Tain Watts.
2015: Studiokonzert
2015: Christmas Soul
2016: My Moments