Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03114.jsonl.gz/128

(ots) - Vaduz, 31. Mai (pafl) - Die Regierung wendet das
Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und der Republik
Tunesien ab dem 1. Juni 2005 vorläufig an. Tunesien setzt das
Abkommen auf das gleiche Datum in Kraft. Die Schweiz wendet das
Freihandelsabkommen ebenfalls ab dem 1. Juni 2005 provisorisch an.
Liechtenstein und die Schweiz haben das am 17. Dezember 2004
abgeschlossene Abkommen noch nicht ratifiziert. Die Eidgenössischen
Räte werden sich erst im kommenden Jahr mit dem Abkommen befassen.
Da die Bestimmungen des Abkommens im Wesentlichen
Zollvertragsmaterie umfassen, ist ein paralleles Vorgehen in
Liechtenstein angezeigt. Der Bericht und Antrag an den Landtag wird
von der Regierung zeigerecht verabschiedet werden.
Im Rahmen des Barcelona-Prozesses der EU soll bis im Jahr 2010 eine
umfassende Freihandelszone in Europa und im Mittelmeerraum
geschaffen werden. Zusammen mit den Abkommen, welche die EFTA
bereits mit der Türkei, Israel, Marokko, der Palästinensischen
Autonomiebehörde, Jordanien und dem Libanon abgeschlossen hat, wird
das neue Abkommen mit Tunesien den EFTA-Staaten die Teilnahme an der
zukünftigen Freihandelszone Europa-Mittelmeer ermöglichen.
Kontakt:
Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Esther Schindler
Tel.: +423/236 60 61