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HIV/Hepatitis C-Koinfektion: Review zu Medikamenteninteraktionen mit den neuen HCV-Medikamenten (DAA's)
Ein Review zu pharmakokinetischen Interaktionen von Direct-Acting Antivirals gegen Hepatits C mit antiretroviralen Medikamenten soll dem Kliniker bei der Therapieplanung weiterhelfen.
Am meisten Daten gibt es zu den 1.Generations-Proteasehemmern Boceprevir und Telaprevir. Neu HCV-DAA’s wie Faldaprevir, Simeprevir, Sofosbuvir und Daclatasvir werden demnächst in der Schweiz zur Behandlung einer chronischen Hepatitis C in den Einsatz kommen, voraussichtlich auch bei HIV-/HCV-koinfizierten Patienten. Die verfügbaren Interaktionsdaten stammen hauptsächlich von Phase 1-Studien an wenigen, gesunden Probanden. Die klinische Relevanz der gefundenen Interaktionen ist z.T. ungewiss. Zu Patienten mit Leberzirrhose/eingeschränkter Leberfunktion gibt es kaum Daten.
Für Faldaprevir und Daclatasvir werden für ein boosted HIV-Proteashemmer-basiertes Regime andere Dosierungen vorgeschlagen als für eine Efavirenz-basierte HIV-Therapie. HIV-Proteasehemmer scheinen die Simeprevir-Blutspiegel deutlich zu erhöhen. Im Moment ist somit nur eine Kombination von Simeprevir mit einer Rilpivirin- oder Raltegravir-basierten ART empfohlen. Interaktionen von Sofosbuvir und den meisten HIV-Medikamente scheinen klinisch nicht relevant zu sein und es braucht keine Dosisanpassungen.
Hier eine Uebersicht der erwarteten Interaktionen der neuen HCV-DDA’s mit den gängigsten HIV-Medikamenten:
Die klinischen Bedeutung dieser Interaktione bedarf weiterer Evaluation, v.a. für spezielle Patienten-Gruppen (wie z.B. Patienten mit Leberzirrhose). Vor einer Hepatitis C-Therapie müssen Interaktionen immer überprüft werden, z.B. auf www.hep-druginteractions.org/