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- 13.08.2015
- Kinderhilfe
Der Kinderhilfe-Fonds «KID» wurde im Mai 2015 durch den Fonds «Child Welfare» (CHILD) ersetzt. Dieser soll noch gezielter zur Sicherheit, Gesundheit, Bildung und Würde der Kinder beitragen, deren Grundrechte nicht respektiert werden. Der Fonds kommt dabei den am meisten gefährdeten Kindern in Entwicklungsländern zugute.
Jeden Tag sterben 30’000 Kinder unter 5 Jahren an vermeidbaren Krankheiten. 3,1 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Unterernährung. Weltweit werden 85 Millionen Minderjährige ausgebeutet und 124 Millionen gehen nicht zur Schule[1].
Die Glückskette unterstützt seit ihrer Gründung Projekte im Bereich Kinderhilfe. Um die Wirkung und Nachhaltigkeit dieser Projekte zu stärken, hat die Stiftung nun ihre Projektkriterien revidiert. Die Glückskette finanziert mit dem Fonds CHILD nun zielgerichtete und umfangreiche Projekte in den folgenden Bereichen:
- Gesundheit von Kindern von 0 bis 14 Jahren, die von einer Krankheit, einer Behinderung oder anderen physischen und psychischen Beeinträchtigungen betroffen sind oder zu einer entsprechenden Risikogruppe gehören, und die deshalb ernsthaft in ihrem Wohlbefinden eingeschränkt sind.
- Prävention und Problemlösungen im Bereich Schutz, zum Beispiel bei Missbrauch, Vernachlässigung, Ausbeutung und Gewalt gegenüber Kindern von 0 bis 14 Jahren. Die Projekte richten sich an stark benachteiligte Kinder, zum Beispiel durch ihre familiäre Situation, ihr Geschlecht, ihre ethnische Zugehörigkeit, ihren sozio-ökonomischen Status oder ihren Flüchtlings- oder Vertriebenenstatus.
- Zugang zu einer guten Grundausbildung für Kinder von 0 bis 14 Jahren, mit einem Fokus auf die frühkindliche Entwicklung. Die Projekte richten sich an stark benachteiligte Kinder, zum Beispiel Mädchen, Opfer von Konflikten und Naturkatastrophen, ethnische Minderheiten, Arme oder Kinder mit einer Behinderung.
Die Glückskette will mit dem Fonds «CHILD» Projekte zugunsten von Kindern von 0 bis 14 Jahren unterstützen, da Kinder in diesem Alter besonders gefährdet sind. Die Projekte können zweitrangig auch zugunsten von Personen, die sich um Kinder kümmern, oder schwangeren Frauen realisiert werden.
Der Fonds «CHILD» setzt sich ausserdem für die Professionalisierung der Interventionen ein, indem Mindeststandards für die Qualität angewendet werden, und bemüht sich darum, dass der Fonds für Kinderhilfe auch auf andere Kontexte ausgedehnt wird.
Mit diesem neuen Fonds können Organisationen nicht nur in Krisensituationen, sondern auch in stabileren Zeiten Projekte einreichen. Diese können jedoch nur Ländern zugute kommen, die zur weniger entwickelten Hälfte der Welt gehören.
[1] Quellen: UNDP, WFP, IAO, UNESCO
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