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Vor allem an traditionellen Volksfesten wir die Kunst des Fahnenschwingens noch vorgeführt, welches zu den ältesten Nationalsportarten der Schweiz gehört..
Der Ursprung des Fahnenschwingens lässt sich bis in die früheste Geschichte der Menschheit zurückverfolgen. Bei den Langobarden, ein germanisches Volk, war es Sitte die eigenen Kampfscharen mit einem Kennzeichen zu versehen. Zunächst war die Bedeutung der Fahnen rein symbolische Natur, um z.B. die Kampfesmoral der eigenen Truppen zu Stärken.
Im Mittelalter wurde dann das Fahnenschwingen bei religiösen, zivilen und militärischen Feierlichkeiten angewendet. Im 15. Jahrhundert wurden dann in Europa überall Fahnenschwingerschulen gegründet, welche hinsichtlich des Fahnenspiels die genauen Regeln und Vorschriften des Fahnenspiels erarbeiteten. Ende des 19. Jahrhunderts verliert das militärische Fahnenspiel immer mehr an Bedeutung. Doch heute erlebt das Fahnenschwingen in verschiedenen europäischen Ländern wieder an Beliebtheit.
Heute wird wettkampfmässig in Tracht vor einer vierköpfigen Jury mit einer Schweizer- oder Kantonsfahne geschwungen. Es gibt Einzel- und Duettvorträge. Gruppenvorträge werden nur zur Unterhaltung vorgeführt und werden meist von urigen Alphornklängen begleitet. Bei Wettkampf-Fahnenschwingen, welche meistens an Jodler- oder Schwingfesten durchgeführt werden, werden alle Schwünge und Übungsteile rechts und links ausgeführt. Es gibt 99 verschiedene Schwünge, von den Leibschwüngen über die Teller- bis zu den Hochschwüngen. Ein Vortrag dauert drei Minuten und der Fahnenschwinger beginnt mit einer Punktzahl von 30, wovon für jeden Fehler einen Punkt abgezogen wird.