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Die Festung Landskron wurde um 1200 von den Bischöfen von Basel erbaut. Zwischen 1515 und 1530 wurde die Burg stark erweitert und zu einem komfortablen Schloss ausgebaut. Da das Gebäude nun durch Adelige ständig bewohnbar war, wurde das Thema Wasserversorgung zentral. Die Besitzer der Burg liessen deshalb eine mächtige Zisterne von 9 Meter Tiefe und einem Durchmesser von 5 Meter anlegen. Hölzerne Rinnen füllten die Zisterne mit Regenwasser. Da die Wasserqualität nicht genügte, wurde zudem ein Sodbrunnen von rund 60 Meter Tiefe angelegt, aus dem mit Kesseln das kostbare Wasser aus der Tiefe heraufgezogen wurde.
Mit dem Westfälischen Frieden 1648 gingen die habsburgischen Gebiete im Elsass an Frankreich, so auch die Landskron. Der berühmte Festungsbauer Vauban übernahm persönlich den Ausbau der Landskron zu einer Festungsanlage für 350 Mann. Sie war Teil eines Festungsgürtels gegen die habsburgischen Nachbarn im Osten, der nördlich auch die Forts von Huningue und Breisach umfasste. Nach der Niederlage Napoleons in Russland überschritten die gegen Frankreich Verbündeten 1813 den Rhein bei Basel. Ein Teil der Truppen zog ins Elsass und beschoss die Landskron vom St. Annafeld aus. Die Franzosen, bestehend aus Rekruten und Veteranen, wurden nach kurzer Zeit zur Kapitulation gezwungen. Der Trümmerhaufen auf dem Landskronberg eignete sich als Steinbruch und wurde von den Leimentalern für den Bau neuer Häuser genutzt.
Geblieben ist eine mächtige Ruine, die nicht zuletzt wegen ihres attraktiven Ausblicks regelmässig Besucher und Ausflügler anlockt. Ihr zu Füssen liegt das elsässische Sundgaudorf Leymen, das dem Tal (Leimental) seinen Namen gab. Die Landskron sitzt am höchsten Punkt des Landskronberges, einem Faltenschenkel der Vorfalte der Blauenkette. Sie steht somit in vorgeschobener Lage am Südrand des Sundgaus und überblickt diesen weithin nach Norden.
Diese strategisch wichtige Stelle beherrschte die Route am Jura Nordfuss von der Oberrheinischen Tiefebene und vom Hochrheintal in die Burgunderpforte im Westen. Schon die Römer erkannten die vorzügliche Lage und errichteten an dieser Stelle einen Wachtturm.
Im Süden der Landskron erhebt sich die Blauenkette, eine erste Falte des Kettenjuras, zu dem der Blauen strukturell gehört. Den höchsten Punkt mit 837 m ü. M. erreicht der Blauen ziemlich genau südlich der Landskron; er überragt diese um gut 300 Meter. Zwischen Landskronberg und Blauenkamm liegt eine mit Löss und Lehm aufgefüllte Mulde, welche die Dörfer Hofstetten und Metzerlen beherbergt. Im Westen befindet sich das hintere Leimental mit der Quelle des Birsigs und mit Rodersdorf, das seit 1910 eine Bahnverbindung nach Basel besitzt (heute Tram 10). Weiter westlich erhebt sich als Fortsetzung des Blauens der Glaserberg, auf dessen Nordseite der Fluss Ill entspringt, der unterhalb von Strasbourg in den Rhein mündet.
Im Nordwesten und Norden schweift der Blick über die zahlreichen wellenartigen Lösshügel des Sundgauer Hügellandes und in den Rheingraben der Oberrheinischen Tiefebene. Gegen Nordosten eröffnet sich der erhabene Blick ins Leimental, auf das landwirtschaftlich geprägte Eggfeld und auf die beginnende Agglomeration von Basel. Hinter der Stadt, dem Markgräfler Hügelland und dem Dinkelberg wird die Sicht von den Erhebungen des Schwarzwaldes begrenzt. Im Osten durchschneidet bei Flüh die Klus des Flühbaches die Vorfalte des Blauens und lässt auf der gegenüberliegenden Seite den Flüeberg mit dem Hofstetter Chöpfli aufsteigen.
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