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«Was soll ich mit dieser Information?» dachte ich mir, als ich las, dass «etwas mehr als die Hälfte der Schweiz zur Mittelschicht gehört». Ein Blick auf die Homepage des Bundesamts für Statistik genügte, um festzustellen, dass es eine reine Definitionssache ist.
Da wird ein Wert für das mittlere Einkommen ermittelt und dann eine Bandbreite festgelegt. Wer in dieser Bandbreite drin ist, gehört zur Mittelschicht. Das sind seit Jahren mehr oder weniger 60% der Bevölkerung. 20% sind darüber («Oberschicht»), 20% darunter («Unterschicht»).
Spannend ist bei dieser Statistik etwas anderes. Das Einkommen der Unterschicht ist 2021 in Franken nicht anders als um die Jahrtausendwende, sprich diese Menschen haben wegen der Teuerung unter dem Strich weniger Geld. Das Einkommen der Mittelschicht wächst seit über zehn Jahren nicht mehr und das der Oberschicht seit sieben Jahren. Über die Gründe schweigt die Statistik.
Rechnet man den Steuerertrag der Gemeinde Huttwil der gut 3'000 Steuerpflichtigen um, so gehört «der Huttwiler» zur «Unterschicht». Also zu den Menschen, die seit der Jahrtausendwende nicht mehr einnehmen und wegen der Teuerung aber mehr ausgeben (müssen).
Mehr als die Hälfte der Schweiz gehört zur Mittelschicht, die Mehrheit der Huttwiler nicht. Ich weiss zwar immer noch nicht, was ich mit der Information soll, bin aber doch um eine Erkenntnis reicher.