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In Indonesien ist der bisherige Gouverneur der Hauptstadt Jakarta, Joko Widodo, zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt worden. Dem von örtlichen Medien am Dienstag veröffentlichten amtlichen Ergebnis zufolge kam Widodo auf 53 Prozent der Stimmen.
Sein Rivale Prabowo Subianto kam demnach auf 47 Prozent. Er hatte kurz zuvor angekündigt, dass er das Ergebnis nicht anerkennen werde. Prabowo wirft seinem Konkurrenten «massiven und systematischen Betrug» vor.
Kein Suharto-Abkömmling
Sollte er Rechtsmittel einlegen, hätten die Richter bis Ende August Zeit, die Wahl zu prüfen. Der Sieger der Wahl tritt die Nachfolge von Susilo Bambang Yudhoyono an, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr für das höchste Staatsamt kandidieren durfte.
Der von westlichen Politikern und Investoren als Reformer angesehene Widodo ist einer der wenigen Spitzenpolitiker, die während der jahrzehntelangen Diktatur des Machthabers Suharto in Indonesien keinen Posten innehatte. Prabowo hingegen entstammt der politischen Führung der im Jahr 1998 zu Ende gegangenen Suharto-Ära.
(sda/gku/sim)