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Freud hält 1917 fest, dass die durch den Fortschritt wissenschaftlicher Erkenntnis ausgelösten "narzisstischen Kränkungen der Menschheit" den Menschen zu einer Möglichkeit unter vielen machen. Die Ausstellung "Alles zerfällt" zeigt, wie die Schweizer Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts diese Verdrängung bildlich zu fassen versuchte: Der Mensch löst sich in der gleichgültigen Monumentalität der Landschaft auf, eine Aura der Rätselhaftigkeit, der unergründlichen Spannung oder gar der Verzweiflung und Bedrohlichkeit zeichnen die friedvolle Natur, und es tauchen vermehrt Spiegel, Zwitterwesen und wilde Tiere in ihr auf. Bilder von schlafenden, kranken oder betrunkenen Menschen veranschaulichen, wie der Mensch in Träumen, Ängsten, Instinkten und einem vielschichtigen Verlangen aufgeht.