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Der SNF lanciert eine Sonderausschreibung für Forschungsprojekte zu Coronaviren. Das Ziel ist mehr Wissen über das Virus zu erlangen sowie die klinischen und gesundheitspolitischen Massnahmen zu verbessern.
Am 30. Januar 2020 hat die WHO den Ausbruch der Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) zu einer „gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“ erklärt. Forschung zum besseren Verständnis des neu identifizierten Virus ist dringend nötig. Es geht auch um die zukünftige Entwicklung des Virus, die Verhinderung seiner Verbreitung sowie um Verbesserungen in der Diagnostik, der Krankenpflege und im Bereich der gesundheitspolitischen Massnahmen.
Der SNF hat deshalb beschlossen mehrere Millionen Franken zur Erforschung von Coronaviren bereitzustellen. Am 6. März 2020 lanciert er eine Ausschreibung mit Eingabetermin in der zweiten Märzhälfte. Projektgesuche müssen das Potenzial aufweisen, innerhalb von zwei Jahren zu einem vertieften Verständnis des Virus sowie zu Verbesserungen der klinischen und gesundheitspolitischen Massnahmen beizutragen. Die Ausschreibung stützt sich auf die Forschungsagenda der WHO, die Prioritäten des Bundeamts für Gesundheit und das vom SNF identifizierte Forschungspotenzial in der Schweiz. Alle relevanten Forschungsgebiete inklusive der Sozialwissenschaften können sich beteiligen.
Zum ersten Mal überhaupt lanciert der SNF eine kurzfristige Ausschreibung aus aktuellem Anlass. Er wird die Erfahrung in einem zweiten Schritt auswerten und definieren, nach welchen Prinzipien er in Zukunft auf ähnliche Situationen reagieren wird.