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Eine Schweizer Holdinggesellschaft wird für gewöhnlich in Form einer GmbH oder AG gegründet. Diese Unternehmensart hält und verwaltet langfristige finanzielle Investitionen und Beteiligungen an Unternehmen.
Ein Holdingunternehmen ist eine perfekte Lösung für Investoren, die die Mehrheit der Anteile anderer Unternehmen verwalten müssen. Die Schweiz zählt momentan zu den Ländern, die die besten Steuervorteile für ausländische Investoren bieten.
Müssen Sie sich entscheiden, welche Holdinggesellschaftsart Sie in der Schweiz gründen sollten, dann besteht die beste Option wahrscheinlich in einer AG oder einer Aktiengesellschaft, da diese viele Vorteile bieten.
Steuervorteile einer Holdinggesellschaft in der Schweiz
Befinden sich die Partner in ausländischen Zuständigkeitsbereichen, so genießt eine Schweizer Holdinggesellschaft bestimmte Steuervorteile, die - je nachdem, um welchen Schweizer Kanton es sich handelt - durch Doppelbesteuerungsabkommen und andere Vorteile reguliert werden.
Auch die Art der Einkünfte des Unternehmens wirkt sich auf den Steuersatz aus. Holdinggesellschaften bieten die meisten Steuervorteile, wenn die Investitionen in ausländische Unternehmen mindestens zwei Drittel des Gesamtvermögens oder Umsatzes ausmachen.
Das vorteilhafteste Steuersystem liegt bei ca. 8%, wobei sich 7,8% aus der Körperschaftssteuer auf Kapital zusammensetzen, die zwischen 0,35% und 0,075% des Kapitals liegt.
Obwohl der gewöhnliche Steuersatz –aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen - für eine Quelle in der Schweiz bei 35% liegt, kann diese Rate auf 5%-15% reduziert werden. Die Vorteile beziehen sich auch auf Dividenden, da Dividenden, die von einer Tochtergesellschaft einer Schweizer Holdinggesellschaft gezahlt werden, abhängig von unterschiedlichen Konditionen nicht steuerpflichtig sind. Die Schweiz ist daher in der Lage, Dividenden aus anderen Ländern der Europäischen Union zu erhalten, ohne darauf eine Quellensteuer zu zahlen.
Beachtet man, dass die Kantone das Recht haben ihre eigenen Steuern zu erheben, so ist es sehr wichtig anzumerken, dass Schweizer Holdinggesellschaften von sämtlichen Einkommenssteuern ausgeschlossen sind, was ein deutliches Privileg darstellt. Auf diese Weise wird Holdinggesellschaften ermöglicht sich nicht auf die Abschläge aus Kapitalanlagen verlassen zu müssen.
Dank all dieser Privilegien und Regulierungen für Schweizer Unternehmen ist das Resultat, dass sämtliche Dividenden und Profite, sowie Zinserträge von Steuerzahlungen ausgeschlossen sind.
Voraussetzungen und Konditionen, um eine Holdinggesellschaft in der Schweiz zu gründen
Um sich vor den Schweizer Steuerbehörden als Holdinggesellschaft zu qualifizieren, müssen die folgenden Konditionen erfüllt sein:
- Abgesehen von langfristiger Vermögensverwaltung des Unternehmens und zur Vermögensverwaltung seiner Tochtergesellschaften, darf das Unternehmen keine kommerziellen Aktivitäten in der Schweiz vornehmen.
- Das Unternehmen muss mindestens 20% oder 2 Millionen CHF anderer offener Aktiva von Unternehmen besitzen. Der Gesamtumsatz oder Gesamtertrag kann aus Dividenden oder Kapitalgewinnen, aber auch aus Aktien, Cooperatives LLCs und Aktienzertifikaten bezogen werden.
Eine AG oder eine GmbH in der Schweiz zu gründen ist ein sehr einfacher Prozess, der nicht mehr als zwei oder drei Wochen in Anspruch nehmen sollte. Beide Unternehmensarten müssen registriert werden. Der Vorteil der AG besteht jedoch darin, dass die Anteilseigner auf Wunsch anonym bleiben können.
Vor der Entscheidung eine Holdinggesellschaft in der Schweiz zu gründen, ist wichtig, dass Sie verifizieren, ob die Schweiz über ein Steuerabkommen mit dem jeweiligen Land verfügt und unter welchen Konditionen und Regulierungen dies der Fall ist. Länder, die über ein Steuerabkommen mit der Schweiz verfügen, ermöglichen Ihnen von allen Vorteilen zu profitieren, die das Land besonders in Hinsicht auf die Besteuerung verdient hat. Sie sollten außerdem die Steuerraten der einzelnen Schweizer Kantone prüfen, da manche Kantone über eine wesentlich höhere Steuerrate verfügen, während andere signifikant weniger Steuern erheben.