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Im Alter von etwa 22 Jahren weckten in mir
die französischen Impressionisten die Freude
an der Malerei. Darunter finden sich vor allem
Leute wie Delacroix, Courbet, Berthe Morisot,
Manet, Monet, Corot, Marie Cassatt, Pissarro
und Degas.
Durch das Kopieren jener vorbildlichen Fran-
zosen erarbeitete ich mir das malerische
Handwerk. Zuerst begann ich zu aquarellieren,
dann wechselte ich zur Ölkreide (auf Papier),
dann zum Öl (auf Canvas oder Holz), weiter
zur Pastellkreide und zum Acryl (auf Baumwolle).
Am meisten Freude aber machte mir zeitlebens
das Pastell. Es ist meine favorisierte Technik.
Ich habe mitlerweile eine sehr enge und inten-
sive Beziehung zu dieser Technik. Ich male mit
den Fingern und bin somit in direktestem Kontakt
mit meiner Schöpfung. Es ist ein herrliches
Gefühl! Obwohl beim Pastell Verbesserungen
möglich sind, müssen diese äusserst behutsam
erfolgen, um das Bild frisch aussehen zu lassen,
leicht, einzigartig und unwiederholbar.
Pastellkreiden bestehen aus pulverisierten
Farben, die normalerweise mit Gummi arabicum
gebunden werden. Die Mischungen werden in
Zylinder gepresst, so dass man empfindliche
Stäbe von etwa Fingerlänge erhält.
Die Pastellmalerei ist erstmals richtig populär
geworden in der Zeit des Barock (anfangs 18.
Jahrhundert). Einen grossen Anteil daran hatten
die venezianische Malerin Rosalba Carriera,
die "unter" Louis XV sehr erfolgreich malte
und Quentin de la Tour, der wohl grösste Pastell-
maler seiner Zeit. In späteren Zeiten ist vor
allem Edgar Degas mit seinen Tänzerinnen
oder etwa Marie Cassatt mit ihren Mutter-Kind
Bildern bekannt geworden und dies bis heute
geblieben.
Das Grossartige an der Pastelltechnik sind
die unglaublichen Möglichkeiten der Farbein-
drücke, das Flüchtige, Leichte und Ver...gäng...
li...