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Jetzt ist auch mal Timmy dran! 11 Fun Facts zu "James Bond - The Living Daylights"
So, Roger Moore hat fertig! Zeit für einen neuen Bond-Darsteller. Timothy Dalton übernimmt, macht dabei einige Stunts selber und benutzt für seine erste Mission auch mal ein Schwein.
Eine Kurzgeschichte zu Beginn
The Living Daylights war bis Casino Royale der letzte Bond-Film, der einen Original-Ian-Fleming-Titel trug. Im der Original-Kurzgeschichte geht es darum, wie Bond einen Russen aus dem Osten in den Westen schmuggelt, welcher von einem Scharfschützen verfolgt wird. Diesen Teil hat man für den Anfang des Films übernommen. Alles andere dachten sich die Drehbuchautoren Richard Maibaum und Michael G. Wilson aus.
Endlich darf Timothy auch mal
Der damalige Neu-Bond Timothy Dalton war schon zuvor Anwärter für die Rolle des 007. Bereits 1969 kam er in Frage, doch er selbst fand sich damals zu jung. In den 1980er-Jahren, als man bei Roger Moore niemals sicher war, ob er nochmals Bond spielen würde, stand Dalton ebenfalls auf der Warteliste. 1986 hatten die Produzenten schon ein Auge auf Piece Brosnan geworfen. Der allerdings war bei der Serie Remington Steele fest unter Vertrag. Dalton hingegen war gerade wieder frei geworden und konnte so die Rolle des James Bond annehmen.
Wien oder Bratislava, Hauptsache Österreich
Wien spielt im Film eine wichtige Rolle. Dafür war ein über 250 Mann starkes Team für zwei Wochen in der österreichischen Hauptstadt am Werk. Beispielsweise wurde das Riesenrad auf dem Prater für drei Tage gesperrt. Produzent Broccoli wollte auch in Bratislava drehen, bekam allerdings keine Genehmigung. So stand auch Wien für einen Teil von Bratislava Pate. Die Verfolgungsjagd auf dem zugefrorenen See mit dem Aston Martin DBS V8 Volante wurde am Weissensee in Kärnten gedreht.
Bye, bye, Barry
Zum letzten Mal schwang John Barry hier den Taktstock für einen Bond-Film. Er kreierte den Score und musste für den Titelsong mit der Band a-ha zusammenarbeiten. Diese Kollaboration artete in Streitigkeiten aus. Daraufhin kam als Ersatz die Band The Pretenders dazu, worauf Barry weitere Aufnahmen mit ihnen machte. Letztlich blieb die Titelmelodie von a-ha bestehen und die zusätzlichen Tracks von The Pretenders fanden auch im Film ihren Platz. Barry selbst hat gegen Ende des Films einen Cameo-Auftritt als Dirigent.
Über München zu Bond
Bond-Girl Maryam d'Abo kam über Umwege zu ihrer Rolle. Sie wurde 1985 für Screentests angeheuert - bei diesen ging es aber um die Rolle des James Bond. So agierte d'Abo neben vielen Bond-Anwärtern, darunter auch Timothy Dalton. Für den Part des Bond-Girls kam sie aber nicht in Frage. Wenig später reiste d'Abo nach München, um im Film Laughter in the Dark mitzuwirken. Als dieses Projekt jedoch abgebrochen wurde, wurde aus dem bereits abgedrehten Material ein Demo-Tape zusammengeschnitten, welches die Broccolis von den Qualitäten von d'Abo überzeugte und dank welchem sie dann auch verpflichtet wurde.
Schwein muss man haben
Die Pipeline, die im Film zwischen Österreich und der Tschechoslowakei zu sehen ist, war ein Teil der Transsibirischen Pipeline, die Gas beförderte. Auch das Gerät, das sogenannte "Schwein", das für die Reinigung und die Überprüfung der Pipeline zuständig war, gab es wirklich. Für den Film veränderte man das "Schwein" so, dass sie eine Person (Jeroen Krabbés General Georgi Koskov) befördern konnte.
Nicht die einzige Doppel-0
Die Besetzung von Frederick Warder und Glyn Baker als 004 und 002 war aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit George Lazenby bzw. Roger Moore beabsichtigt. Für die Eröffnungsszene des Films wollten die Autoren mit den Erwartungen des Publikums spielen. Die Zuschauer sollten selbst merken, wer von den 00-Agenten Bond ist.
Prince Charles und der Ghetto-Blaster
Die Bond-Crew durfte königlichen Besuch am Set empfangen: Prinz Charles und Prinzessin Diana schauten während den Dreharbeiten im Pinewood-Studio vorbei. Gedreht wurde gerade die Szene, in der ein Mitarbeiter von Q eine Rakete aus einem Ghetto-Blaster abfeuert. Die Crew montierte extra eine Fernzündung, sodass Prinz Charles auf den Knopf drücken konnte, damit die Rakete losging.
Teufelskerl Dalton
Timothy Dalton gehört zu den Bond-Darstellern, die einige Stunts selber ausführten. Beispielsweise fuhr er in seinen Szenen den Jeep durch Gibraltar - bis zu dem Zeitpunkt, wo der Jeep über eine Klippe raste und dann abstürzte. Dieser Shot entstand dann nicht mehr in Gibraltar, sondern an der Südküste Englands in Beachy Head.
Kriegsspiele
Der millionenschwere Verleger und Sammler für Militär-Objekte, Malcolm Forbes, besass eine Villa in Tanger, Marokko. Von den Bond-Produzenten wurde er angefragt, ob er seine Villa für Dreharbeiten zu Verfügung stellen würde, was Forbes dann auch bewilligte. Er gab auch Produzent Wilson die Idee, dass der Waffenhändler Whitaker (Joe Don Baker) Kriege nachspielen sollte.
Kostengünstiger 007
Timothy Dalton wurde als neuer James Bond-Darsteller weitgehend vom Publikum als auch von der Presse gut aufgenommen. Der Film hatte ein Budget von ca. 30 Millionen US-Dollar und konnte weltweit ca. 191 Millionen einspielen. Daltons Gage für seinen ersten Bond-Film war hingegen eher lächerlich: Für seinen Dienst bekam er nur 500.000 Britische Pfund ohne irgendwelche prozentuale Gewinnbeteiligung. Dies hielt ihn aber nicht davon ab, noch ein weiteres Mal als Bond aufzutreten.