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Merkur - KV 1979
Lehrabschlussgeschenk an die kaufmännische Berufsschule
Als ich endlich meine kaufmännische Lehre beendet hatte, wollte ich zeigen, wie sehr ich der Schule dieser Institution dankbar war. Ein guter Freund, der sie auch durchlitten hatte, zahlte mir einen Sack Gips, mit welchem ich eine Statue modellierte. Auf dem Sockel wurde eine Platte angebracht, worauf ich schrieb: "Merkur, Gott der Kaufleute und der Diebe, der Lichtbringer. Gestiftet in grosser Dankbarkeit für die hier erfahrene Herzensbildung, zwei Schüler." Mir gefiel, dass die Römer keinen Unterschied zwischen Kaufleuten und Dieben gemacht hatten. Die hatten einfach gemeinsam denselben Gott.
In beide Hände des hässlichen Mannes montierte ich je eine Fl-Röhrenfassung, im Inneren war ein Vorschaltgerät installiert. Ich schloss ein genügend langes Kabel an, dass es in der Schule des kaufmännischen Verbands, wo ich den Merkur aufstellen wollte, bis zu einer Steckdose hinreichen würde. Die Leuchtstoffröhre musste leuchten!
Bernd Alder bemalte den Sockel in bunter Marmorierung..
Der Spender des Gipssackes und ein anderer Freund halfen mir, Merkur in einem Fahrradanhänger zu Fuss an den Escher-Wyss-Platz runterzufahren - sehr früh - und Merkur kam an seinen Platz. Niemand bemerkte uns beim Aufstellen. Die Fotos machte mein Bruder Christian Altorfer
Sebastian Schmitt, Felix Trottmann, Bernd Alder