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Das Wichtigste in Kürze
- Carles Puigdemont wurde am Donnerstag auf Sardinien festgenommen.
- Nun ist der Ex-Regierungschef von Katalonien wieder auf freiem Fuss.
- «Ich bin frei und werde weiter kämpfen», sagte er.
Der katalanische Ex-Regierungschef Carles Puigdemont wurde wieder freigelassen. In der Stadt Alghero auf Sardinien liess er sich am Samstag von Anhängern feiern.
Puigdemont zeigte sich bei einem Treffen in der katalanisch geprägten Stadt im Westen der Insel zufrieden. Er konnte wie geplant an einem Kulturfestival teilnehmen.
«Ich bin daran gewöhnt, von Spanien verfolgt zu werden», sagte der 58-Jährige. «Aber es geht immer gleich aus: Ich bin frei - und ich werde weiter kämpfen.»
Puigdemont war nach seiner Ankunft auf der italienischen Mittelmeerinsel am Donnerstag auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls zunächst festgenommen worden. Er konnte das Gefängnis aber am Freitagabend wieder verlassen.
Vorwurf der Rebellion
Der Politiker war der führende Kopf bei der Ausrufung der Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien 2017. Nach seiner Absetzung durch die Zentralregierung in Madrid musste er im Oktober 2017 nach Belgien ins Exil gehen. Dies, um der Strafverfolgung in Spanien zu entgehen.
2018 war er auf Ersuchen Spaniens bereits einmal in Deutschland festgenommen worden. Wenige Tage später wurde er jedoch wieder freigelassen. Die deutsche Justiz anerkannte den von Spanien erhobenen Vorwurf der «Rebellion» nicht als Auslieferungsgrund. 2019 eroberte er ein Mandat im EU-Parlament, doch wurde seine Immunität später aufgehoben.
Die spanische Justiz verurteilte die in Katalonien verbliebenen Mitstreiter Puigdemonts 2019 zu mehrjährigen Haftstrafen. Ende Juni dieses Jahres wurden sie von der Regierung des Sozialisten Pedro Sánchez jedoch begnadigt.
Puigdemont fiel nicht darunter. Ihm will die spanische Justiz weiterhin wegen Rebellion und Veruntreuung öffentlicher Gelder den Prozess machen.