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Vulkanausbruch zerstört auch methodistische Einrichtungen
27. Mai 2021
Beim Ausbruch eines Vulkans im Osten des Kongo wurden auch Einrichtungen der dortigen Methodistenkirche zerstört. Ein Nothilfeprogramm läuft an.
Am 22. Mai 2021 wurden beim Ausbruch des Mount Nyiragongo im Osten der Demokratischen Republik Kongo mindestens 15 Menschen getötet. Viele Menschen werden noch vermisst, darunter sind laut UNICEF auch 170 Kinder.
Methodistenkirche zerstört
In der nahegelegenen Millionenstadt Goma löste der Ausbruch eine Panik aus. Zahlreiche Menschen flohen über die Grenze ins benachbarte Ruanda. Die Lavamassen zerstörten Aussenbezirke von Goma. In den zerstörten Gebieten befand sich auch eine methodistische Kirche und die Gebäude weiterer methodistischer Einrichtungen.
Obdachlos geworden
Die Majengo United Methodist Church und die Häuserblocks um sie herum wurden durch den Vulkanausbruch beschädigt. In diesem Gebiet wohnten auch zahlreiche Mitglieder der Kirche. «Über 100 haben ihre Häuser verloren», sagt Henry Jean Robert Kasongo Numbize, der methodistische Superintendent des Distrikts Goma, gegenüber dem methodistischen Nachrichtenportal UM News. Während der Evakuierung sei es ausserdem zu zahlreichen Plünderungen gekommen.
Überstürzt geflohen
Als der Vulkan am 22. Mai ausbrach, flohen die Menschen aus Goma ins nordwestlich gelegene Sake und nach Süd-Kivu, aber auch in das Nachbarland Rwanda. «Viele von ihnen gingen, ohne etwas mitzunehmen», erzählt Valentin Amsini. Er ist der Pfarrer der Majengo United Methodist Church. «Als die Leute am 23. Mai zurückkehrten, waren ihre Häuser von Lava bedeckt.»
Gesundheitszentrum beschädigt
Auch in einem methodistischen Gesundheitszentrum in Goma hat der Ausbruch Spuren hinterlassen. Leonard Shako, ein Krankenpfleger, berichtet, dass mindestens fünf Krankenpfleger:innen und 20 Patient:innen ebenfalls ihre Häuser und ihr Eigentum verloren haben. Die anhaltenden Erdbeben in der Stadt Goma hätten zudem Risse in den Wänden des Krankenhauses verursacht.
Patient:innen verlegt
«Auf Empfehlung der Gesundheitsbehörden von Goma werden nun alle Patient:innen, die vom Ausbruch betroffen sind, in allgemeine Krankenhäuser in der Umgebung gebracht», sagt Sako. Bis zum Sonntag wurden bereits mehr als 60 Patient:innen mit Verbrennungen und Traumata verlegt.
Waisenhaus evakuiert
Okako Okenge Adolphine, Leiterin eines methodistischen Waisenhauses in Goma, sagt, sie habe aufgrund des Ausbruchs alle Waisenkinder evakuiert. Das führe allerdings zu neuen Schwierigkeiten vor allem bei der Beschaffung von Lebensmitteln.
Nothilfe läuft an
Das United Methodist Committee on Relief (UMCOR), das Hilfswerk der weltweiten Methodistenkirche, bereitet ein Nothilfeprogramm vor. «Während der vergangenen vier Jahre hat UMCOR Training und Ausrüstung für ein neues Büro für Katastrophenmanagement in Ostkongo zur Verfügung gestellt, das auf eine Reihe von Notsituationen in der Region reagiert hat», sagt Roland Fernandes, leitender Mitarbeiter von UMCOR. «Wir werden die Methodistinnen und Methodisten im Ostkongo weiterhin unterstützen, damit sie humanitäre Hilfe leisten können für die Überlebenden des Vulkanausbruchs und die Menschen, die durch den jüngsten Ausbruch vertrieben wurden.»
Hilfe kommt auch aus der Schweiz
Auch Connexio, das Hilfswerk der Methodistenkirche in der Schweiz, wird mithelfen, die betroffenen Menschen zu unterstützen. Hierzu ist ebenfalls ein Nothilfeprojekt mit der Methodistenkirche im Ostkongo in Vorbereitung.