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Basel, 1. Hälfte 18. Jh.
Irdenware, Muster patroniert
H. 20, L. 20, T. 12,6 cm
Inv. 1928.108.
Das Modell zeigt den einfachen Stubenofen, wie er zur Beheizung kleinerer Räume in Stadthäusern und vor allem auch in der ländlichen Umgebung Basels üblich war. Die Form ist auch für den gewöhnlichen Stubenofen in Zürich nachzuweisen. Ein entsprechender Ofen ist im Obergeschoss des Hauses zum Kirschgarten im Mägdezimmer zu sehen. Die Verzierung der Kacheln mit patronierten Motiven ist eine in der Region weitverbreitete Musterungsart des 16., und dann des 18. bis 20. Jahrhunderts. Der noch ungebrannten oder leicht vorgeschrühten Kachel wird eine mit dem Muster perforierte Lederschablone aufgelegt und weisser Tonschlicker darübergestrichen. Beim Abheben der Patrone steht das Muster hell auf dunklem Grund. Eine grüne transparente Bleiglasur verstärkt den Hell/dunkel-Effekt und verleiht dem Motiv Struktur und Glanz. Aufsatzknöpfe und Füsse wurden auf der Drehscheibe gefertigt bzw. überarbeitet. Die Rückenlisenen sind ausgemodelt und tragen die Inschrift "Got gib gnad".