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Der Kato Shuntai-Ofen wurde 1907 von Kato Shuntai I., dem 3. Sohn von Kato Shunsen IX. gegründet. Die Kato Familie gilt als die älteste Töpferfamilie in Seto und reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. 1961 folgte Kato Shuntai II. seinem Vater als Namensträger nach.
Stilistisch orientierte er sich stärker als dieser an den monumentalen Formen und kraftvollen Glasuren der Momoyama-Periode. Er ist insbesondere für seine weißen Shino- und die schwarzen Seto-Glasuren berühmt.
Kato Shuntai II. war Direktor der Seto Pottery Association und wurde mit dem 1. Aichi Art Selection Encouragement Award sowie dem Prefectural Education and Cultural Merit Award ausgezeichnet. Eine seiner Teeschalen im alten Seto-Stil wurde für „die Sammlung der ewigen Stücke“ der Stadt Seto ausgewählt.
Preis: CHF 650.–
Shino Keramik
Die genauen Ursprünge der Shino-Glasur sind bis heute ungeklärt. Möglicherweise geht sie auf einen Teemeister, Shino Soshin (?-1480) des 15. Jahrhunderts zurück. Die ältesten erhaltenen Gefäße mit Shino-Glasur stammen allerdings erst vom Ende des 16. Jahrhunderts und wurden in der Töpferstadt Mino hergestellt. Die Shino-Chawan mit dem Namen „Unohanagaki“ („Maiblütenzaun“), ist eine von lediglich drei japanischen Teeschalen, die in den Rang des Nationalschatzes (Kokuho) erhoben wurde.
Im 16. und frühen 17. Jahrhundert war die weiße Shino-Glasur außerordentlich beliebt. Ihre Herstellung ist extrem schwierig, da sowohl sehr hohe Temperaturen als auch starke Reduktion während des Brandes zusammenkommen müssen, damit das Weiß seine typische opake Qualität erhält. Brenntechnik und Zusammensetzung für die Shino-Glasur waren im Verlauf des 18. und 19. Jahrhunderts in Vergessenheit geraten und wurden erst in den 1930 und 40er Jahren durch die beiden berühmtesten Keramiker der Momoyama-Revial-Bewegung, Kato Tokuro (1897-1985) und Arakawa Toyozo (1894 - 1985), auf Grundlage von Ofenrekonstruktionen, Feuerungs- und Glasurversuchsreihen wiederentdeckt.