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Der grüne Grinch (deutsche Stimme: Otto Waalkes) hasst Weihnachten. Dumm nur, dass seine Höhle genau oberhalb des Dorfes Whoville liegt. Dessen Bewohner sind die wohl grössten Festtags-Fans auf Erden.
Der Grinch schmiedet einen fiesen Plan: Zusammen mit seinem treuen Hund Max will er Weihnachten stehlen.
Das kritischste Zitat
«All der Überfluss, der Wahnsinn, es ging nur um Gier. Und das bedeutungslose Zeug brauchte niemand hier.»
So reimt der Erzähler, während der Grinch auf Diebestour durch Whoville ist. Tonnenweise Geschenke, Blinklichter und aufblasbare Schneemänner sackt er ein.
Natürlich stellt sich wie so oft in Weihnachstfilmen heraus, dass es gar nicht um das Materielle geht. Sondern ums Zusammensein.
Der Grinch-Papa
Dr. Seuss zählt in den USA zu den bekanntesten Kinderbuch-Autoren. Er schrieb und illustrierte über 45 Werke. Unter anderem «The Cat in the Hat» oder eben «How The Grinch Stole Christmas».
Theodor Seuss Geisel gab sich den Künstlernamen «Seuss» während seiner Zeit am Dartmouth College. Damals herrschte in den USA absolutes Alkohol-Verbot. Da Theodor Seuss Geisel trotzdem getrunken hatte, durfte er unter seinem richtigen Namen nicht mehr für das Uni-Magazin schreiben.
Später arbeitete er als Autor und Illustrator für Magazine, Dokumentarfilme und Werbungen. Sein erstes Buch «And To Think That I Saw It On Mulberry Street» erschien 1937. Er unterschrieb es mit «Dr. Seuss».
Eine Doktorarbeit hat Dr. Seuss aber nie geschrieben. Erst 1956 verlieh ihm das Dartmouth College offiziell den Ehrendoktortitel.
Dr. Seuss starb 1991 mit 87 Jahren. 13 Jahre später wurde er mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.
Fakten, die man wissen sollte
Verantwortlich für den neuen Grinch sind die Macher der gelben Animationsfiguren «Minions». Es ist bereits die vierte Version des Monsters.
1957 erschien Dr. Seuss’ Buch. In den USA zählt es zu den 100 erfolgreichsten Kinderbüchern aller Zeiten. Dr. Seuss arbeitete selber am Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1966 mit.
2000 folgte die Realverfilmung mit Jim Carrey als Grinch. Ron Howard («Illuminati») übernahm die Regie. Sowohl der Zeichentrickfilm als auch die Realverfilmung gelten heute als Weihnachts-Klassiker.
Das Urteil
Fans der älteren Filme werden enttäuscht sein. Der Grinch ist diesmal ziemlich weichgespült – knuddelig und mitleiderregend statt hinterlistig und böse.
Doch für sich betrachtet ist «The Grinch» zwar ein gar braver, aber süsser Animationsfilm. Die Figuren sind sympathisch. Die Weihnachtslandschaft liebevoll gestaltet. Die Gags lustig.
Und die Message ganz im Zeichen von Dr. Seuss’ Vorlage: An Weihnachten geht es nicht um Geschenke und Lichterketten. Sondern um die Liebe.
Kinostart: 29.11.2018