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Die Gruppe der Karotinoide nimmt in der grossen Familie der Antioxydantien eine wichtige Stellung ein. Von ihrer Struktur her sind sie mit dem Betakarotin (Provitamin A) verwandt. Einige, wie zum Beispiel das Astaxanthin, sind sehr potente Antioxydantien.
Betakarotin ist eine Vorstufe des Vitamin A. Es ist in allen farbigen Früchten und Gemüsen unserer Nahrung enthalten und verwandelt sich im Körper in Vitamin A. Diese Umwandlung wird vom Körper entsprechend seinen Bedürfnissen vorgenommen. Eine Überdosierung kann somit nicht stattfinden, wie dies mit Gaben von reinem Vitamin A der Fall sein könnte. Eine wichtige Funktion des Betakarotins und der Karotinoide ist die Neutralisierung der freien Radikale, also die antioxydative Wirkung.
Unser Organismus ist eine biochemische Fabrik, welche mehr oder weniger stark durchgehend 24 Stunden in Betrieb ist. Die «Abfälle» der zahlreichen chemischen Reaktionen, die im Körper ablaufen, werden entweder wiederverwendet oder ausgeschieden. Es bilden sich dabei auch chemische Elemente, die freie Radikale genannt werden. Diese sind sehr reaktionsfähig, da sie ein oder mehrere freie Elektronen besitzen, mit denen sie versuchen zu «oxydieren». Ein Teil dieser freien Radikale richtet gezwungenermassen Schäden an unseren Zellen an und bewirkt unter anderem eine vorzeitige Alterung.
Es scheint, dass sich die von freien Radikalen verursachten Schäden durch Antioxydantien, zumindest teilweise, eingrenzen lassen. Letztere hindern die freien Radikale am Erreichen des Ziels. Sie werden deshalb auch «chemische Schutzfaktoren» genannt. Karotinoide spielen eine spezifische Rolle in der Fixierung des Singulett-Sauerstoffes. Dies ermöglicht ihnen, vor Schäden durch ultraviolette Strahlen und Sonneneinwirkung zu schützen: eine wertvolle Hilfe vor und während der Sonnenexposition. Diese verschiedenen Eigenschaften würden die Vorteile der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Antioxydantien untermauern, natürlich nebst der reichlichen Einnahme von Früchten und Gemüsen.
Astaxanthin gehört zu der grossen Familie der karotinoiden Farbstoffe (Xanthophyllen), deren antioxydativen Eigenschaften es besitzt. Es wird durch mehrere Arten von Algen und von Plankton produziert. Es ist der rote Farbstoff, der die Färbung der Pelikane und der Lachse erzeugt. Die höchste natürliche Konzentration ist bei der Alge Haematococcus pluvialis zu finden.
Seit über zehn Jahren wird Astaxanthin auf seine Wirkung auf den Organismus unter Belastung untersucht. Ein japanisches Team von Forschern hat gezeigt, dass Astaxanthin den Fettmetabolismus verbessert und somit auch die muskuläre Ausdauer. Es erlaubt auch, Entzündungen zu behandeln und würde somit eine bessere Regeneration ermöglichen. Die Substanz hat bei Gelenk- und Muskelschmerzen sowie bei Sehnenscheidenentzündungen interessante Resultate gezeigt.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Fachleute noch nicht alle Wirkmechanismen und nicht alle Eigenschaften des Astaxanthins kennen. Dieser Farbstoff scheint jedoch eine vielversprechende Zukunft in vielen Gebieten zu haben.