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Ein Paukenschlag am Dienstag Morgen: Die CS bestätigte in einer Medienmitteilung entsprechende Medienberichte, wonach Brady Dougan den Posten als CS-Chef abgeben werde.
Ende Juni also kommt es an der Spitze der Schweizer Grossbank zu einem Wechsel: Der Amerikaner Dougan verlässt nach acht Jahren CEO die CS, seinen Posten übernimmt der Französisch-Ivorische Doppelbürger Tidjane Thiam.
Thiam ist in der Finanzbranche kein unbeschriebenes Blatt. Der gebürtige Ivorer lancierte seine Karriere beim Unternehmensberater McKinsey bevor er in der Elfenbeinküste Minister für Planung und Entwicklung wurde. 1999 verliess er den Staat. Schliesslich landete er beim britischen Versicherungskonzern Prudential, von den Briten kurz Pru genannt.
Die Reaktionen auf die Berufung von Thiam an die CS-Spitze fielen mehrheitlich positiv aus. Dennoch gibt es einige kritische Stimmen. Vor allem die millionenschwere Übernahme der AIG-Tochter AIA 2010 wird Thiam mitunter angelastet. Die Financial Times zitiert einen Rivalen des Franzosen mit den Worten: «Tidjane soll ein Banker werden? Ich bezweifle, dass das eine gute Idee ist.» Dass ein ausgewiesener Versicherungsspezialist nun eine Grossbank führen soll, schätzen einige Beobachter als gewagte Strategie ein.
Thiam ist erst der zweite Schwarze an der Spitze einer Grossbank nach Stanley O'Neal. O'Neal wurde 2003 CEO der amerikanischen Grossbank Merryl Linch, musste aber im Zuge der Finanzkrise seinen Posten räumen.
Thiam sagte zur Ernnennung als CEO: «Es ehrt mich, dass ich die Gelegenheit erhalte, dieses grossartige Unternehmen zu leiten und in dieser Rolle auf Brady Dougan zu folgen, der ein hervorragender CEO war.»
Tidjane Thiam ist verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern und spricht Englisch, Französisch und Deutsch. Er ist Bürger von Frankreich und der Elfenbeinküste. (wst)
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