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Auftrag / Vorgehen
Während den Sanierungsarbeiten am Grundablass von 2018 war der Seestand während über drei Monaten auf einem Minimalstand von 1'735 m ü.M. Aufgrund der bereits im April 2018 eingesetzte Schneeschmelze und den dadurch entstandenen hohen Zuflüssen, wurden grosse Sedimentmengen im Staubereich umgelagert und in Richtung Grundablass befördert. Insgesamt gehen die Kraftwerke Zervreila davon aus, dass ca. 300'000 m3 Sedimente verfrachtet wurden. Die Kraftwerke Zervreila AG verfolgen nun das Ziel die jährlich in die Stauanlage eingetragenen Sedimente ins Ausgleichsecken um zu lagern und somit die volle Funktionstüchtigkeit des Grundablasses sicher zu stellen. Im Stauraum befinden sich insgesamt mehrere 100'000 m3 (geschätzt 1'500'000 m3) Sedimente. Die wsb AG führte im Frühjahr 2021 in einem begrenzten Zeitfenster von rund vier Wochen, bei dem der Seepegel durch die KWZ auf 1'750 m ü.M. (+/- 2 m) gehalten wurde, eine erste Sedimentumlagerung aus. Mit einem schwimmenden Saugbagger / Dreger wurde das Sediment aus dem Bereich des Grundablasses via schwimmender Förderleitung durch die in der Staumauer vorhandenen Spülleitung ins talseitig gelegenen Ausgleichsbecken gepumpt. Der vollautomatische Saugbagger wurde im 24h Betrieb eingesetzt und durch das Personal der wsb AG überwacht. Die Zugänglichkeit zum 110 m unterhalb der Mauerkrone liegenden Wasserspiegels wurde über einen Fassadenlift sichergestellt. Die aufwändige Installation des Dredgers erfolgte mittels einem Autokran.