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Hauptseminar: Bellsche Ungleichung und Quantenrealität
Das sogenannte Bellsche Theorem besagt, dass aus gewissen Annahmen über die experimentelle Anordnung und über eine kausale Erklärung der Korrelationen die Bellsche Ungleichung folgt. Diese Ungleichung ist experimentell widerlegt, weshalb eine der Annahmen, woraus sie hergeleitet werden kann, falsch sein muss. Die Annahmen drücken unter anderem die Gültigkeit eines lokalen Realismus aus: physikalische Objekte haben eindeutige und vom Messakt unabhängige Eigenschaften und sie sind keinen Fernwirkungen ausgesetzt. Wir wollen in diesem Seminar sowohl die Herleitung der Bellschen Ungleichung selber als auch ihre Voraussetzungen kritisch unter die Lupe nehmen. Dabei soll primär die untenstehende Literatur bearbeitet werden, aber auch bestehende Resultate im Sinne eines Forschungsseminars weiterentwickelt werden.
Literatur:
- Syllabus (pdf)
- Grasshoff et al. (2005): Minimal assumption derivation of a Bell-type inequality (pdf)
- Suarez (2004): Causal processes and propensities in quantum mechanics (pdf)
- Nancy Cartwright (pdf): What Econometrics Can Teach Quantum Physics: Causality and the Bell Inequality (pdf). Kapitel 6 aus: Nancy Cartwright: Nature's Capacities and their Measurement, Clarendon Press, Oxford, 1989.