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Am Sternenhimmel im August 2020
Die Erdachse neigt sich im Spiel der Jahreszeiten nun bereits deutlich von der Sonne ab, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 90m von 14h 52m auf 13h 22m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 10.8. das Sternbild des Krebses, um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Löwen fortzusetzen.
Merkur zieht den ganzen Monat über scheinbar an der Sonne vorbei und kann daher nicht gesehen werden. Am 17.8. steht Merkur in oberer Konjunktion zur Sonne.
Venus zeigt sich den ganzen Monat über als prächtiger Morgenstern über dem östlichen Horizont und steht am 13.8. in ihrer grössten westlichen Elongation zur Sonne in bester Lage.
Der rote Planet Mars durchläuft den ganzen Monat scheinbar weiter das Sternbild der Fische und kann von Nacht zu Nacht immer früher vor Mitternacht über dem östlichen Horizont gesehen werden. Mars und Erde nähern sich den ganzen Monat über auf ihren elliptischen Bahnen weiter an, so dass Mars immer heller und röter erscheint. Am Monatsende ist Mars 82% heller als zu Monatsbeginn.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft den ganzen Monat über weiterhin scheinbar das Sternbild des Schützen und kann den ganzen Monat über vom Abend an scheinbar vor Saturn laufend über dem südöstlichen Horizont gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft den ganzen Monat über ebenfalls scheinbar das Sternbild des Schützen und kann den ganzen Monat über vom Abend an scheinbar hinter Jupiter laufend über dem südöstlichen Horizont gesehen werden.Der Lauf des Mondes:
Vollmond am 3.8. um 17:58 Uhr
Letztes Viertel am 11.8. um 18:44 Uhr
Neumond am 19.8. um 4:42 Uhr
Erstes Viertel am 25.8. um 19:57 Uhr
Die dunklen Nachtstunden im August beginnen nun endlich wieder früh genug, so dass dem Ausflug an das gestirnte Firmament nichts im Wege steht. Die atemberaubend schöne Sommermilchstrasse mitsamt ihrem hellen Zentrum bereitet ihre ganze Pracht direkt vor uns im Süden aus. Flankiert wird sie rechts vom Sternbild des Skorpions und links vom Sternbild des Schützen. Darüber prangt das Sommerdreieck mit den eindrücklichen Sternbildern Leier (mit dem hellen Stern Vega), Schwan (Deneb) und Adler (Altair). Und weiter gegen Osten zeigt sich bereits der mächtige Pegasus während gegen Westen sich die Jungfrau gegen den Horizont neigt. Hoch am Himmel zeigt sich im grossen Teleskop der Sternwarte ein prächtiges Sternenpaar, das seit Hunderttausenden von Jahren in einem innigen Tanz vereint ist. Und unweit davon entfernt lässt sich ein Stern finden, der am Ende seines fast schon unsagbar langen Lebens nochmals alle Register zu einem puren Feuerwerk gezogen hat. Abermals gleich daneben glitzern im Fernrohr eine halbe Million Sterne einem wahren Schatzkästchen gleich und lassen uns Menschen ob der Milliarden von Lebensjahren dieser Sterne in Staunen verharren.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!