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Bittergurke (Momordica charantina)
Familie der Cucurbitaceae - Kürbisgewächse
Engl.: bitter melon, bitter cucumber, bitter gourd, balsam pear
Franz.: margose
Indon.: paria
Nährwert (pro 100g):
keine Angaben verfügbar
Botanik:
Bittergurken wachsen an ca. 1.5m hohen Kletterpflanzen mit zierlichen Stengeln und Blättern, die an Weinlaub erinnern. Aus den kleinen gelblichen Blüten entstehen, an langen Stielen, die bitteren Früchte, welche als traditionelle Zutat vieler afrikanischer und indischer Regionalküchen dienen. Reife Früchte färben sich kräftig gelb, reissen in zwei bis drei Segmenten auf und geben das nun tiefrote Fruchtmark mit den Samenkernen frei. Die Gurken sind dann ungeniessbar, weil sie viel zu bitter sind. Die reifen Samen werden in Indien als Gewürz verwendet.
Herkunft:
Die genaue Herkunft der Bittergurke kennt man nicht, doch mit Sicherheit stammt sie aus der Alten Welt. Von den ca. 60 Arten sind ca. 40 im tropischen und subtropischen Afrika, der Rest in Indien und Südostasien verbreitet. Durch den Sklavenhandel gelangten die Pflanzen nach Brasilien, in die Karibik und die lateinamerikanischen Länder. Heute wachsen sie weltweit in den Tropen.
Anbaugebiete:
Gewerbsmässig baut man die Bittergurke in Indien, Thailand, Indonesien, Malaysia, Singapur und Ostafrika an. In den Niederlanden hat man ebenfalls damit begonnen. Es gibt Sorten mit weniger Bitterstoffen, die vor allem in Taiwan angebaut werden.
Import:
Unregelmässiger Import aus Thailand, Taiwan, Indien und Kenia. Jedoch nur die Früchte.
Frucht:
· Essbar sind die jungen, unreifen Früchte, Triebe und Blätter. Die Samen werden als Gewürz verwendet.
· Die Grösse einer Bittergurke reicht von fingerlang bis ca. 30cm. Ihr Durchmesser beträgt ca. 5-8cm und die Gurke läuft von Stiel zur Blüte spitz zu.
· Die Schale ist mittelgrün bis gelb mit grünen Sprenkeln, wulstig mit dicken Warzen die sich auf der ganzen Frucht verteilen und dabei deutliche Längsrippen bilden.
· Bei unreifen, jungen Früchten ist das Fruchtfleisch fest, hell und gurkenähnlich mit vielen essbaren Kernen. Je reifer die Frucht, desto schwammiger das Fleisch.
· Der Geruch ist neutral.
· Ohne Vorbehandlung ist der Geschmack der Gurke, wie der Name schon sagt, unangenehm bitter. Bei entsprechender Vorbereitung (siehe unten) ist der Geschmack aromatisch und leicht bitter, etwa wie wilder Löwenzahn.
Anwendung:
· Gegart.
Vorbereitung:
· Für einen Salat oder Pickles die Gurken waschen, der Länge nach halbieren und mit einem Teelöffel die Samen herauskratzen. Die Früchte in sprudelnd kochendes Wasser geben und kochen. Sobald sie hell sind, das Wasser abgiessen, kalt abspülen und je nach Rezept zubereiten.
· Auch für Schmorgerichte muss man die Früchte waschen, halbieren und entkernen. Die Gurken je nach Rezept zerkleinern und in einer Schüssel mit grobem Salz mischen (pro Bittergurke 1 TL Salz). Die Früchte ca. 20min ziehen lassen, kalt abspülen, trockentupfen und zubereiten.
· Verwendet man die Bittergurke für indische Curries, muss man sie entkernen, in einer Mischung aus Zitronensaft, Salz und Kurkuma wenden und einige Stunden marinieren. Danach die Früchte auspressen, aber ohne sie zu zerdrücken. Kalt abspülen und abtropfen lassen.
Lagerung:
· Ganze Früchte sind ca. 2 Tage im Kühlschrank haltbar.
Tipps:
· Kleine Früchte schmecken meist weniger bitter.
· Bittergurken sind in China- oder Thailäden erhältlich.
· Mit dem bitteren Geschmack ergänzen sich gut: gebratener Speck, Balsamessig oder eine kräftige Prise Zucker.
· In vegetarischen Gerichten mit fetten, süssen und scharfen Zutaten kombinieren.
· ACHTUNG: Manche Arten von Bittergurken wirken stark abführend!