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Karawanentee
Als Karawanentee wurde Tee bezeichnet, der nicht über den Seeweg nach Europa kam sondern über den Landweg per Karawanen aus China. Die verschiedenen Handelswege zeichnen sich auch in den unterschiedlichen Bezeichnungen für Tee ab. In Ländern welche auf dem Landweg mit Tee versorgt wurden überwiegt der Ausdruck "Chai" (hergeleitet von "Cha") für Tee während in Ländern welche via See beliefert wurden der Ausdruck "Tea" oder "Tee" (hergeleitet von "Te") überwiegen.
Geschichte
Die ersten Importe von Tee nach Europa erfolgten um das Jahr 1610 per Handelsschiff durch die Niederländische Ostindien-Kompanie. Die salzige, feuchte (und im Frachtraum modrige) Seeluft beeinträchtigte die Qualität. Der alternative Landtransport nahm dabei die Route meistens über die viel umschriebene Seidenstrasse. Für diesen Tee bürgerte sich der Name "Karawanentee" ein. Zunächst wurde er nur in Russland getrunken, dann aber auch ins weitere Europa transportiert.
Als eine Besonderheit des Tees wurde früher das Aufbewahren des Tees neben den Lagerfeuern während den langen Reisen mit Karawanen gesehen. Dadurch, so die Annahme, hat sich das Raucharoma auf die Teeblätter übertragen. Dieser Rauchtee fand seine Liebhaber und das Raucharoma ist deshalb eine Eigenschaft der noch heute angebotener Karawanentees.
Als „Russischer Tee“ oder „Russischer Karawanentee“, wie der Karawanentee wegen seines Weges über Russland auch genannt wurde, bezeichnete man später eine feinere Mischung aus verschiedenen chinesischen Teesorten wie Oolong, Qimen und Lapsang Souchong.