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Ronny Jackson wollte neuer Veteranenminister werden. Der Leibarzt von Donald Trump ist über seine Vergangenheit gestolpert.
Der Leibarzt von US-Präsident Donald Trump hat seine Kandidatur für das Amt des Veteranenministers zurückgezogen. «Mit Bedauern» verzichte er auf seine Kandidatur, teilte der Mediziner und Konteradmiral Ronny Jackson am Donnerstag in Washington mit.
Er war in den vergangenen Tagen massiv unter Druck geraten. Jackson wird vorgeworfen, Mitarbeiter schlecht behandelt und leichtfertig Medikamente verteilt zu haben, auch soll er bei der Arbeit immer wieder betrunken gewesen sein.
In einer schriftlichen Erklärung bezeichnete der 50-Jährige die Vorwürfe als «komplett falsch und erfunden». Am Mittwoch hatte der Arzt noch gesagt, dass er an seiner Kandidatur festhalte und das Nominierungsverfahren «wie geplant» weitergehe. Doch hatte zuvor der Veteranenausschuss des US-Senats eine Anhörung zu seiner Nominierung wegen der «schweren Vorwürfe» auf unbestimmte Zeit verschoben.
Trump hatte vor einem Monat überraschend bekanntgegeben, dass Jackson das Veteranenministerium übernehmen solle. Noch am Dienstag verteidigte er Jackson angesichts der zunehmenden Vorwürfe als «wunderbaren Mann». Sein Kandidat werde «von einem Haufen Politiker angepöbelt, die nicht nett über unser Land denken», sagte der Präsident.
Jackson war bereits der Leibarzt von Trumps Vorgänger Barack Obama. An der Spitze des Veteranenministeriums sollte er die Nachfolge des von Trump entlassenen David Shulkin antreten. Shulkin war unter anderem durch Enthüllungen über Missstände in dem Ministerium unter Druck geraten.
Das Ressort ist mit 360'000 Beschäftigten und einem Jahresbudget von 186 Milliarden Dollar die grösste US-Bundesbehörde nach dem Verteidigungsministerium.
Bei einer anderen Personalie kann Trump hingegen mit einem Erfolg rechnen. Der Senat sollte am Donnerstag über die Nominierung des bisherigen Direktors des Auslandsgeheimdienstes CIA, Mike Pompeo, für den Aussenministerposten abstimmen. Nachdem Pompeos Nominierung bereits am Montag vom Aussenausschuss der Kongresskammer mit knapper Mehrheit gebilligt worden war, galt das grüne Licht des Plenums als so gut wie sicher. (sda/afp)