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Bisphosphonate können Knochenbrüche (Frakturen) bei Patienten mit Osteoporose verhindern. Es ist jedoch nicht klar, ob die Medikamente auch im Vorstadium der Osteoporose bei Frauen wirksam sind. Viele Frakturen ereignen sich bereits im Vorstadium der Osteoporose der sogenannten Osteopenie.
Studie: In einer 6 jährigen doppelblinden Studie sollte die Wirksamkeit von Bisphosphonaten zur Frakturverhinderung bei Patientinnen mit Osteopenie überprüft werden.
Methode: 2000 Frauen (älter als 65 Jahre) mit Osteopenie am Hüftgelenkshals wurden in die Studie in Neuseeland eingeschlossen. Die Patientinnen wurden in 2 Gruppen eingeteilt, wobei eine Gruppe alle 18 Monate eine Infusion mit einem Bisphosphonat (zo***) erhielt. Die Vergleichsgruppe erhielt eine Placeboinfusion mit 0,9% Nacl. Den Patientinnen erhielten eine genügende Vitamin D Versorgung und Ihnen wurde empfohlen 1 Gramm Kalzium pro Tag mit der Ernährung aufzunehmen. Der Endpunkt war die Zeit bis zum Auftreten einer Osteoporosefraktur (Wirbelbruch oder Arm, resp Beinbruch).
Resultate: Das Durchschnittsalter zu Beginn der Studie war 71 Jahre (+/- 5 Jahre), der mit DEXA untersuchte Messwert T-Score am Hüfthals war -1.6 (+/-0.5) und das durchschnittliche 10 Jahresrisiko für eine Hüftfrakur war 2.3%.
Eine Osteoporosefraktur trat bei 190 Frauen in der Placebo Gruppe auf und bei 122 Frauen in der Bisphosphonat Gruppe. Das heisst, dass 15 Frauen behandelt werden sollten um bei einer Frau eine Fraktur zu verhindern. Frauen, die in der aktiven Bisphosphonatgruppe waren hatten ein geringeres Risiko eine Osteoporosefraktur und eine Verringerung der Körperhöhe zu erleiden.
Die Häufigkeit der Nebenwirkungen war in beiden Gruppen vergleichbar. In der aktiv behandelten Gruppe traten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Osteonekrosen vom Kiefer oder der Hüfte auf. In der Bisphosphonatgruppe ereignten sich 3 Fälle von Augenentzündungen (1).
Schlussfolgerung: Diese Studie zeigt eindrücklich, dass sich die Häufigkeit von Osteoporose Frakturen bereits durch eine i.v. Behandlung mit Bisphonsphonat (Z) bei Frauen mit einem Vorstadium von Osteoporose , d.h. der Osteopenie, reduzieren lässt. Das Risiko/Nutzenverhältnis erscheint vertretbar. Da osteoporose bedingte Knochenbrüche meistens mit einem Sturz verbunden sind, sollte neben der medikamentösen Therapie auch eine nicht-medikamentöse Trainingstherapie durchgeführt werden. Diese besteht aus einem Muskelkräftigungs-, Koordinations- und Gleichgewichtsprogramm.
- Reid Ian et al. Fracture Prevention with Z in older women: N Engl J Med 379; 25: 2407-2416