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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben aus dem Süden den für Bildung zuständigen stellvertretenden Regierungschef hinrichten lassen. Der 63-jährige Kim Yong Jin sei im vergangenen Monat vor ein Erschiessungskommando gestellt worden.
Zwei weitere hochrangige Funktionäre seien getadelt worden, erklärte das Ministerium für Wiedervereinigung am Mittwoch in Seoul. Einer von ihnen sei der Leiter der Behörde für innerkoreanische Beziehungen. Bei dem anderen handle es sich um einen Angehörigen einer Propaganda-Behörde.
Aus südkoreanische Regierungskreisen verlautete, dem stellvertretenden Regierungschef Kim Yong Jin sei zur Last gelegt worden, bei einer öffentlichen Veranstaltung keine gerade Körperhaltung angenommen zu haben. Erst am Dienstag hatten Medien berichtet, dass in diesem Monat zwei nordkoreanische Funktionäre wegen Ungehorsams gegenüber Kim Jong Un hingerichtet worden seien.
Sollten die Angaben zutreffen, wäre es die Fortsetzung einer Serie von Exekutionen und Fällen, in denen Amtsträger plötzlich verschwanden. Ende 2013 wurde Kims Onkel Jang Song Thaek wegen des Vorwurfs des Hochverrats hingerichtet. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte die Hinrichtung bestätigt. Seit der Machtübernahme 2011 soll Kim Jong Un über 100 Beamte und hochrangige Militär hingerichtet haben.
Oft erweisen sich Berichte aus Südkorea über die angebliche Exekution von hochrangigen Funktionären in dem weithin isolierten Nachbarland im Nachhinein als falsch. Im Mai war der angeblich im Februar hingerichtete frühere Armeechef Ri Yong Gil wieder aufgetaucht. (meg/sda/reu/dpa)