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Alles was wir konsumieren, wird früher oder später zu Abfall. Wer die Abfallmenge reduzieren will, kommt nicht umhin, seinen Konsum zu überdenken: Vermeiden, Vermindern, Verwerten, Nutzen, so lange es geht. Dies reduziert Aufwand, Ressourcenverbrauch und Umweltgefährdung.
Abfallarten sind nicht immer klar voneinander abgrenzbar. Aus gesetzlicher Sicht unterscheidet man Siedlungsabfälle, übrige Abfälle und Sonderabfälle. Diese Abfallarten unterscheiden sich vor allem bezüglich der Art und Weise, wie sie gesammelt werden, sowie bezüglich ihres Transportes zur Behandlung. Die weitaus grösste Menge an Abfall bilden die Bauabfälle, gefolgt von den Siedlungsabfällen.
Die Abfallwirtschaft hat sich seit ihrer Entstehung stark gewandelt. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts hatte sie primär die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse in den Siedlungen zum Ziel. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren rückte der Gewässerschutz zunehmend ins Zentrum des Interesses. Zu Beginn der Achtzigerjahre wurde die Luftreinhaltung die treibende Kraft in der Abfallwirtschaft. Dann setzten Bestrebungen zur stofflichen Wiederverwertung verschiedenster Materialien ein. In den letzten Jahren sind Energienutzung und Metallrückgewinnung die Katalysatoren von Entwicklungen bei der Abfallverbrennung.
Der Wandel in der Abfallwirtschaf schlägt sich auch in der Schweizerischen Gesetzgebung nieder: In den letzten Jahrzehnten nahm die Regelungsdichte stark zu, während zu Beginn der Siebzigerjahre noch kaum gesetzliche Vorschriften bestanden.