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Aktueller Projektstand ab 2011
Abwanderung der Nomaden wegen sehr harten, klimatischen Bedingungen
Die Nomaden von Kharnak werden innerhalb der nächsten Jahre alle ins Indus-Tal abwandern. Die Gründe sind von klimatischer und wirtschaftlicher Natur. Die letzten drei Winter waren alle aussergewöhnlich hart und die Nomaden haben sehr viele Tiere verloren. Einige Familien so viele, dass die Herden zu klein geworden sind, um das Nomadenleben weiterzuführen.
Es hat sich letzten Herbst 2010 abgezeichnet und ist im folgenden Winter definitiv geworden. Wir haben zusammen mit den Nomaden nach einer Lösung für die Schule gesucht, da der Betrieb dieser Zeltschule im Nomadengebiet ohne die Nomaden natürlich keinen Sinn mehr macht.
Sämtliche Kinder gehen vom Frühling 2011 weg in eine sehr gute Schule im Indus-Tal, in die Druk White Lotus School. Infos unter www.dwls.org.
Die Wahl dieser Schule hatte folgende Gründe:
- Es ist im Moment eine der besten Schulen in Ladakh.
- Die Schule ist unweit von dem Ort, wo die Nomaden hinziehen werden, so ist ein guter Kontakt mit den Eltern möglich.
- Die Schule wird unter dem Patronat von Dukchen Rinpoche geführt, welcher auch das religiöse Oberhaupt der Nomaden von Kharnak ist.
- Alle Nomadenkinder gehen in dieselbe Schuleund so sind sie in "der Fremde" nicht ganz alleine.
Der Schulbetrieb in Kharnak war ein grosser Erfolg. Die Schule hat von vielen hohen buddhistischen Würdenträgern aber auch von der Indischen Regierung grosse Unterstützung erhalten. Das Schulniveau war sehr gut, die Kinder waren beim Eintrittstest in der Druk White Lotus School deutlich über dem Klassendurchschnitt.
Wir unterstützen mit den Spendengeldern nach wie vor diese Kinder und kommen für das gesamte Schulgeld auf.
Hinweis zu Spenden:
Wir brauchen aber zur Zeit keine weiteren Spenden, die nächsten Jahre sind die Schulgelder gesichert und mittelfristig werden wir nach individuellen Patenschaften für die Kinder suchen. Für einige Kinder haben wir bereits Patenschaften gefunden.
Falls Sie an einer Patenschaft interessiert sind, dann melden Sie sich bei uns.
Projekt bis 2011
Thomas und Martina Zwahlen haben mit ihrem 1½-jährigen Sohn während Monaten die Nomaden von Kharnak begleitet. Kharnak ist ein Gebiet auf dem Changthang-Hochplateau in einer Höhe von 4500 bis 5000 Metern in der Region Ladakh. Ladakh gehört zu Indien und liegt im Himalayagebirge an der Grenze zu Tibet.
Heute leben in Kharnak noch 25 Familien (ca. 110 Personen) als Nomaden in einer Gemeinschaft. Mehr als zwei Drittel der Familien (ca. 200 Personen) haben Kharnak bereits verlassen und sind nach Leh, dem Hauptort von Ladakh gezogen. Vor zehn Jahren waren es noch 80-90 Familien; Tendenz abnehmend.
Angesichts dieser prekären Situation ist bei Thomas und Martina Zwahlen der Wunsch gewachsen, die Nomaden darin zu unterstützen ihre einzigartige Kultur und Lebensgrundlage auch für künftige Generationen zu erhalten und damit den Nomadenkindern eine reale Zukunftsperspektive zu geben.
In vielen intensiven Gesprächen mit den Nomaden hat sich herausgestellt, dass die fehlende Schule und fehlende Transportmöglichkeiten für Notfälle in den ca. 150 km entfernten Hauptort die Hauptbeweggründe sind, das Leben auf der Hochebene aufzugeben.
Thomas und Martina Zwahlen haben darum beschlossen den Nomaden bei ihrem dringlichsten Problem zu helfen, indem sie eine mobile Nomadenschule für die Grundstufe (Primarschule) einrichten: Der Lehrer wird zusammen mit der Nomaden-Gemeinschaft vom Frühjahr bis im Herbst mitsamt dem Schulzelt und den Lehrmaterialien umherziehen.