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o.v.e. hat geschrieben:
Rolf's Erkenntnisse und Erfahrungen zu dem Thema beschränken sich nach eigenem Bekunden auf
- die Montage eines Bausatzes von Sattler (!)
- einer sicherlich eingehenden theoretischen Befassung mit der Materie
Die Eigenkonstruktion und der Bau einer jedweden Uhr aus Rohmaterialien spielen aber bitte schön doch in einer ganz anderen Liga, selbst wenn sie den Kriterien einer PPU nicht genügen würde. Das es solche offiziell überhaupt nicht gibt, haben wir aber auch bereits festgestellt. Ich frage mich damit schon, woher er die Chuzpe nimmt, diese Uhr als "kompliziert gemachte Dekouhrbausätze ohne hinreichende Funktion" zu bezeichnen.
Hallo o.v.e.,
die Chuzpe nehme ich mir,
weil in sehr vielen posts von Seeschiffer und Alexander Strigun , mit allem Respekt, einfach falsche Reaktionen der Pendeluhr beschrieben werden (Temperatur, Luftdruck, Vibration),
Versuchsaufbauten vorgeschlagen werden, die unverständlich bzw. ungeeignet sind (Barograph im Pendeltank, Messaufbau zur Temperaturschichtung),
auf entsprechende Hinweise nicht eingegangen bzw. mit "ehrabschneidenden" Bemerkungen reagiert wird,
aber vor allem eine Uhr im Vakkumtank gezeigt wird, der keinen Unterdruck halten kann, weil ein Werk mit Federhaus verbaut wurde, welches, meiner Erwartung nach, über eine Aufzugswelle ja wohl von außen aufgezogen werden muss. Aus diesem Grund haben die mir bekannten, im Unterdruck betriebenen Uhren auch einen elektrischen Aufzug.
Wenn dann noch von Alexander Strigun eine Temperaturkompensation angesprochen wird, welche mechanisch einstellbar sei, dann erwartet man doch auf einen fundierten Einwand (nicht hinreichend sensibel) auch eine entsprechende Reaktion und keine unqualifizierte Bemerkung.
Zur Temperaturkompensation noch ein Wort: Ziel des Pendels einer Uhr ist es ja, eine konstante Schwingung auszuführen. Dazu darf das Pendel aber nicht seine Länge verändern, erreicht wird dies seit hundert Jahren mit Invar und einem auf dem Stab aufgestülpten Korrekturrohr aus einem anderen Material zur Eliminierung des Restfehlers. Besser wäre noch eine Keramik, aber entsprechende Stäbe sind auch sehr bruchanfällig.
Damit ist das Problem vollständig gelöst.
Rolf