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In den drei an den Projekten der ASF-CH beteiligten Ländern (Niger, Senegal und Madagaskar) wütet die Coronavirus-Pandemie in unterschiedlichem Ausmass. Die afrikanischen Länder werden nicht verschont, und die Regierungen haben landesweit allgemeine Massnahmen und auf regionaler Ebene noch drastischere Massnahmen ergriffen.
Dazu gehören der Ausnahmezustand und die Ausgangssperre bzw. -beschränkung, das Verbot öffentlicher Versammlungen, geschlossene Gebetsstätten und Schulen, eingeschränkte oder unterdrückte Bewegungsfreiheit usw. In Niger ist die Stadt Niamey zum Beispiel völlig isoliert.
Die derzeitige Situation hat die Durchführung der Projekte vor Ort und für die Verantwortlichen der ASF-CH in der Schweiz verändert. Bislang hielten sich aber die Auswirkungen auf die Projektentwicklung in Grenzen. Die Projektleiter bemühen sich um regelmässigen Kontakt, überwachen die Aktivitäten und bieten Unterstützung und Beratung mithilfe virtueller Plattformen oder sonstige Apps. Die Missionen in Niger und Madagaskar wurden vorerst abgesagt, während die Mission in den Senegal, die dieses Jahr im November stattfinden soll, noch bestätigt werden muss. Die ASF-CH unterstützt ihre lokalen Partner so weit wie möglich. Es ist unerlässlich, die Ziele der einzelnen Projekte bis 2020 zu verfolgen und vor allem deren Weiterführung nach der Pandemie zu ermöglichen.
In Niger waren die Ernten im Anbaugebiet von Bonkoukou zufriedenstellend. 600 Tonnen Kartoffeln wurden eingelagert, 150 davon werden sich etwa vier Monate lang im Kühlraum von Hamdallaye befinden. Das Ertragsziel wurde erreicht. Durch die Verkehrsbeschränkungen aufgrund der Pandemie gab es jedoch Probleme bei der Einlagerung von Kartoffelsäcken. Der Transport musste tagsüber durchgeführt werden, obwohl die Nacht für eine gute Konservierung der Knollen (weniger Licht und Wärme) eigentlich vorzuziehen ist. Da die Stadt Niamey abgeriegelt ist, haben die Techniker grosse Schwierigkeiten bei der Überwachung und Kontrolle der Lagerhäuser. Hier ist oft Einfallsreichtum gefragt! Die Lagerverwaltung und die Umsetzung der Vermarktungsstrategien werden täglich durch den Projektleiter und unseren nigerianischen Partner sichergestellt.