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Die Alpen-Goldrute ist im Alpenraum weit verbreitet. Sie ist die kleine Schwester der Gewöhnlichen Goldrute, die in der Schweiz ebenfalls einheimisch ist und vor allem in den tieferen Lagen vorkommt. Die anderen bei uns vorkommenden neophytischen Goldruten-Arten sind zum Teil invasiv und sehr konkurrenzstark und stellen somit ein Risiko für einheimische Arten dar.
Bei der Alpengoldrute handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die 6-40 cm hoch wird. Sie hat lanzettliche Laubblätter und ihr Blütenstand besteht aus mehrere Blütenkörbchen mit goldgelben Röhren- und Zungenblüten. Nach dem Verblühen der Blüten bleibt der sogenannte Pappus übrig, ein Haarkelch, der den Samen als Flugapparat dient und ihnen die Verbreitung mit dem Wind ermöglicht.
Facts and Figures
Der Gattungsname Solidago leitet sich von den lateinischen Worten für „festmachen“, „gesundmachen“ ab. Die Goldrute wurde in der Volksmedizin als Heilpflanze verwendet, vor allem bei Problemen der Harnwege und Nieren. Der Artname virgaurea (virga aurea) bedeutet „goldene Rute“. Der berühmte Schweizer Arzt und Botaniker Albrecht von Haller hat die Pflanzen bereits für seinen berühmten Tee verwendet.
Verbreitung
Die Alpen-Goldrute wächst in den Gebirgen Europas und Nordafrikas. In der Schweiz findet man sie in den Alpen und am Alpenrand sowie im Jura auf steinigen Wiesen und Weiden. Am Gornergrat ist die Art weit verbreitet.