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Komplementärmedizin
Mir sind keine Studien oder Berichte bekannt, die Auskunft darüber geben, ob Komplementärmedizin bei einem Morbus Sudeck wirksam ist. Ich würde aber meinen, dass ergänzend zur Behandlung mit Medikamenten, Physiotherapie und Ergotherapie auch Verfahren aus der Komplementärmedizin eingesetzt werden können.
Dazu eignet sich wahrscheinlich die Akupunktur, ein Teilbereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Mit der Akupunktur können bei verschiedenen Erkrankungen die Schmerzen zum Teil sehr wirksam bekämpft werden. (Die Nadeln sollten aber nicht in den betroffenen Körperteil gesetzt werden.)
Persönlich empfehlen würde ich heute am ehesten die Osteopathie. Dies ist eine sehr sanfte Behandlungsmethode, die den Organismus als untrennbare Einheit begreift und versucht, die Selbstregulierungskräfte des Körpers wieder zu aktivieren. Osteopathie wurde bereits am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und ist z.B. in den USA und Grossbritannien ein staatlich anerkannter Bestandteil des Gesundheitssystems. Osteopathen sind Physiotherapeuten, manchmal auch Ärzte, die eine 5-jährige Zusatzausbildung absolviert haben. (In D geschützter Titel: D.O. = diplomiert in Osteopathie)
Zu Beginn meiner Erkrankung war ich in Behandlung bei einer Ärztin für Homöopathie. Bei anderen Erkrankungen half mir diese Methode sehr gut, beim Sudeck verspürte ich leider keine Wirkung. Andere Patienten haben mir aber berichtet, dass bei ihnen eine homöopathische Behandlung, ergänzt mit Physiotherapie etc., die Heilung beschleunigte.
Eine Betroffene, die seit 3 Jahren an einem Sudeck am Knie
leidet, hat mir mitgeteilt, dass sie gute Erfahrungen mit der Feldenkrais-Therapie,
ausgeführt von einer Physiotherapeutin mit Feldenkrais-Zusatzausbildung,
gemacht hat. Sie schreibt:
"Dank der sehr feinen Bewegungsabläufe und ruhigen Handhabung konnte sich mein erregtes vegetatives Nervensystem immer beträchtlich beruhigen, die Krämpfe lösten sich etwas und die Beweglichkeit des steifen Gelenkes hat sich über längere Behandlungsdauer erhöht. Zudem wurde mein Körperempfinden um ein Vielfaches erhöht und verfeinert. Die Therapie macht Mut, auf sachte, aber gründliche Weise, die eigene Beweglichkeit und Belastbarkeit zu erhöhen, sowie neue Bewegungsformen und -muster zu erlernen und der eigenen Diagnose mit Geduld und etwas mehr Vertrauen zu begegnen."
Eine andere Betroffene, mit einem Sudeck an der Hand, hat sehr gute Erfahrungen mit der Neuraltherapie gemacht, nachdem ihr die Schulmedizin nicht mehr helfen konnte. Die Schmerzen gingen zurück und die Hand wurde wieder viel beweglicher.
Neuraltherapie wird von Schulmedizinern mit Zusatzausbildung ausgeführt.
Ein Hausmittel, bei geschwollenem, überwärmtem Gelenk,
ist der Quarkwickel und der Kohlwickel.
Kohlblätter (Wirz) werden, z.B. mit einem Teigroller, stark zerquetscht und über Nacht auf das betroffene Gelenk aufgelegt und mit einem Tuch fixiert. Die Behandlung ist sehr geruchsintensiv, kann aber nach ca. 1 Woche schmerzlindernde Resultate bringen.
Wenn Sie Erfahrungen mit der Komplementärmedizin gemacht haben, bitte ich Sie, mir darüber zu berichten <email-pii> damit auch andere von Ihren Erfahrungen profitieren können. Danke!
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