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Zurzeit stehen rund 300 regionale Freihandelsabkommen in Kraft. Mit diesen Vereinbarungen ist neben der geltenden WTO-Ordnung so etwas wie eine neue Ordnung der regionalen Freihandelsabkommen entstanden.
Die vorliegende Publikation verfolgt zwei Ziele. Erstens nimmt sie in zehn Lektionen eine begriffliche Abgrenzung zwischen den verschiedenen regionalen Integrationsabkommen, der Zollunion, der Zollgemeinschaft, der Wirtschaftlichen Partnerschaft und der Präferenzen vor. Sie wägt die handelspolitische Bedeutung der einzelnen Markträume ab und erklärt das Zustandekommen der Handelsverträge. Gleichzeitig geht die Arbeit auf die Inhalte der verschiedenen Integrationsformen ein und verdeutlicht das Ineinandergreifen von Regionalismus und Multilateralismus.
Die lehrbuchartige Darstellung der heutigen Integrationsbewegung bildet zweitens den Hintergrund zur Beantwortung folgender Fragen: Wie lassen sich die aktuellen Integrationsbestrebungen «domestizieren», damit sie einer künftigen Welthandelsordnung als Bausteine dienen und nicht zu Stolpersteinen verkommen? Welcher Reformen bedarf die WTO, um die vielfältigen regionalen Interessen in ein in sich kohärentes Welthandelssystem einzufügen?