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In schöner Regelmäßigkeit wird in Ducati-Foren diskutiert, ob und wie sich der serienmäßige Kennzeichenhalter nicht durch etwas „Kürzeres“ ersetzen lässt. Ist ja auch nicht jedermanns Geschmack, das kann ich nachvollziehen.
Allerdings gibt es da ein paar Restriktionen, und man kann/darf nicht einfach die Säge ansetzen oder eine beliebige Eigenkonstruktion montieren.
- darf das Kennzeichen maximal 30° gegen die Vertikale schräg gestellt werden.
- darf das Kennzeichen auch bei maximal eingefedertem Hinterrad nicht das Hinterrad berühren
- darf das Kennzeichen das Rücklicht nicht verdecken
Im Grunde gibt es da nichts zu diskutieren, denn die simple Kinematik der Schwinge definiert den Lösungsraum eindeutig:
Das Hinterrad bewegt sich auf einer Kreisbahn um den Schwingendrehpunkt. Unter der Annahme, daß das abgebildete Motorrad ein vernünftig eingestelltes Federbein aufweist, mit einer statischen Einfederung unter Eigengewicht von 10% des Gesamt-Federwegs, kann sich die Kontur des Hinterrads (roter Kreis) um 15 mm nach unten bewegen, oder um bis zu 135 mm nach oben, bei 150 mm Gesamtfederweg (grüne Kreise).
Die dicke gelbe Linie ist um 30° geneigt, also an der Grenze des Erlaubten, und hat eine Länge von 20 cm, der Höhe eines Motorradkennzeichens in Deutschland, ohne einen evtl. Kennzeichenhalter und Reflektor zu berücksichtigen.
Die Oberkante des Kennzeichens darf sich bei Einhaltung aller Randbedingungen nur im gelb schraffierten Bereich befinden (Bild anklicken um vergrößerte Darstellung zu sehen).
Abgesehen davon, daß es meiner Meinung nach #$%’@* aussieht, steht, wer sein Kennzeichen flacher als 30° anstellt (rot schraffierter Bereich), mit einem Bein im Knast. Jedenfalls in Deutschland.
Mit dem abgebildeten Seitenarm-Halter hat man derartige Probleme übrigens nicht.