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Im Afrikanischen wird das Wort ‚glauben‘ mit den Worten ‚über den Horizont blicken‘ umschrieben. Das Ende des Horizontes ist dort, wo man meint, dass es nicht mehr weitergeht. ‚Über den Horizont hinaus‘ bedeutet: Es geht weiter!
Petrus fällt es schwer über den Horizont hinauszublicken. Als Jesus seinen Tod ankündigt und von seiner Auferstehung spricht, will Jesus den Blick der Jünger über den Horizont hinaus richten. Doch Petrus reagiert aufgebracht: „Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!“ Er sagt damit eigentlich: „Nicht dein Wille geschehe, sondern mein Wille! Ich will nicht, dass du leiden und sterben musst. Du musst bei uns bleiben!“
Wir können das wahrscheinlich alle gut nachvollziehen. Petrus will nicht, dass Jesus leiden muss. Er will von Leiden und Tod nichts hören und behält seinen Blick am Ende des Horizonts. Er hat überhört, dass das Leiden und der Tod von Jesus nicht das Ende, sondern mit seiner Auferstehung verbunden sind. Jesus hat seine Freunde ermutigen wollen, dass es nach seinem Tod weitergeht, dass er auf eine andere Art und Weise bei ihnen sein wird.
Geht es uns manchmal ähnlich wie Petrus? Wir tun uns schwer, wenn es nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. Haben wir vielleicht auch etwas überhört oder übersehen? Und erinnern uns an das ‚Vater unser‘, wo Jesus uns lehrt, wie wir beten sollen: „Dein Wille geschehe!“ Wenn sein Wille geschieht, kommt unsere Seele zur Ruh und sein Reich zu uns.