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Cannabis zu Genusszwecken soll im Rahmen von Forschungsstudien kontrolliert abgegeben werden können. Im zweiten Anlauf legte die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NR) die Bedingungen für die Studien im Sinne des Bundesrates fest. Sie beantragt jedoch, dass nur Cannabisprodukte aus Schweizer Biohanf verwendet werden dürfen.
Der Nationalrat war in der Wintersession 2019 entgegen dem Antrag der SGK-NR auf die Vorlage über einen Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz eingetreten. Die Kommission führte nun nochmals die Detailberatung durch und folgte weitgehend den Anträgen des Bundesrates.
So muss der Kreis der Studienteilnehmenden auf über 18-jährige Cannabiskonsumierende beschränkt sein. Während den Studien sollen die Teilnehmenden zudem eng begleitet und die Entwicklung ihres gesundheitlichen Zustandes stetig überwacht werden. Abweichend vom Entwurf des Bundesrates beantragt die Kommission mit 13 zu 7 Stimmen bei 4 Enthaltungen, dass ausschliesslich Cannabisprodukte aus schweizerischer Biolandwirtschaft verwendet werden. Auf diese Weise kämen die Versuche der Schweizer Landwirtschaft zugute, wurde in der Kommission argumentiert.
Zur Vorlage wurden mehrere Minderheitsanträge eingereicht mit dem Ziel, die Hürden für die Durchführung der Studien aus Sicherheitsgründen zu erhöhen. Demnach sollen insbesondere die Arbeitgeber und die Schulen über die Teilnahme der Cannabiskonsumenten an einer Studie informiert werden. In der Gesamtabstimmung unterstützte die Kommission die Vorlage mit 17 zu 8 Stimmen. Diese ist damit bereit für die Frühjahrssession 2020.