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Man benutzt auch ein Maximumthermometer, dessen schwarze
Kugel in einer größeren luftleeren
Kugel eingeschlossen
ist. Vergleicht man die Angaben dieses
Instruments mit einem möglichst gleichen Maximumthermometer, welches unter sonst gleichen
Umständen im
Schatten
[* 7] sich befindet, so erhält man den größten
Wert der I. für den
Tag der
Beobachtung. Der
Sonnenscheinautograph
von
Campbell und
Stokes mißt die Dauer der I., indem die durch eine kugelförmige Glaslinse konzentrierten
Strahlen auf eine schalenförmige Umgebung mit
Skala wirken.
Die I. ist im
Sommer und zur Mittagszeit am größten. Die Sonnenkonstante beträgt 2,5 Wärmeeinheiten,
von welchen je nach dem Sonnenstand und der
Beschaffenheit der
Atmosphäre 25-50 Proz. von letzterer absorbiert werden. Je
höher die
Sonne steht, desto mehr brechbare
Strahlen werden absorbirt.
In den obern
Schichten der
Atmosphäre
ist die Erwärmung durch
Absorption gering, die direkte I. dagegen sehr stark; in den untern Luftschichten wächst die
Absorption,
doch erwärmen sich dieselben wesentlich durch die dunkeln Wärmestrahlen, welche der Erdboden reflektiert. - In derMedizin
ist I. gleichbedeutend mit
Sonnenbad (apricatio) und
Sonnenstich (s. d.).
(lat.), eigentlich s. v. w.
Besichtigung, Untersuchung, z. B. Inspectio legalis, gerichtlichem Untersuchung,
namentlich eines
Leichnams (s.
Totenschau); Inspectio ocularis,
Okularinspektion, richterlicher
Augenschein, ein Beweismittel,
welches im strafrechtlichen
Verfahren wie in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten anwendbar ist (s.
Augenschein).
Meist aber versteht man unter I. die
Aufsicht, Beaufsichtigung seitens staatlicher Behörden, die dann auch Inspektionen heißen,
über Leistungen, welche besondere technische Kenntnisse und Fertigkeiten erfordern, wie im
Schul-,
Forst-, Bauwesen u. dgl.;
im Militärwesen namentlich die
Aufsicht über die Thätigkeit der sogen.
Spezialwaffen.
Strenge aber haben die Reformatoren im Interesse ihres Schriftprinzips den Inspirationsbegriff wieder geltend gemacht, was
jedoch Luther nicht hinderte, sich auch gelegentlich freiere Äußerungen über die I. einzelner biblischer Bücher zu erlauben.
Erst von der lutherischen und reformierten Orthodoxie ward in der Polemik gegen die römische Kirche sowie gegen die
Socinianer und Arminianer, welche den herkömmlichen Begriff von der I. ermäßigten, derselbe als unmittelbare Erleuchtung (s. d.)
gefaßt und auf eine Höhe getrieben, auf welcher zuletzt der gesamte Inhalt, jedes Wort, auch die hebräische Punktation, als
vom HeiligenGeist eingegeben erschien.
Die heiligen Schriftsteller waren demnach nichts weiter als »Notarien«
des ihnen diktierenden Geistes. Diese strenge Theorie mildernd, hielten schon ältere Theologen für das
den heiligen Autoren menschlicherweise Bekannte eine bloß Irrtümer verhütende Thätigkeit des Geistes (assistentia spiritus
sancti) für hinreichend. Je mehr sich aber ein wissenschaftliches Verständnis der Heiligen SchriftBahn brach, desto weniger
konnte der Begriff einer I., sofern er einen übernatürlichen Ursprung der biblischen Litteratur aussagte,
noch aufrecht erhalten werben, und so hat ihn selbst die Vermittelungsrichtung auf die ursprüngliche Frische der Begeisterung
oder auf den religiösen Takt zurückgeführt, welche den Aposteln und Propheten innewohnten.