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Diagnostik einer undislozierten Claviculafraktur rechts, welche im Thoraxröntgen nicht diagnostiziert werden konnte. Auch im später angefertigten Thorax-CT ist die Fraktur fast nicht sichtbar.
Die suprascapuläre Region ist mittels Sonographie sehr einfach einsehbar. Wird die lineare Sonde medial des Akromion plaziert, kann man den M. trapezius sowie den darunterliegenden Supraspinatus identifizieren. Die kleine Grube am Boden des Bildes entspricht der Incisura scapulae mit dem darin befindlichen N. suprascapularis, welche für die hinteren 2/3 Schultersensibilität verantwortlich ist. Die Blockade dieses Nerven ist daher eine hervorragende Notfalltherapie bei degenerativ bedingten Schulterschmerzen. Für Schulterrepositionen reicht die Blockade indes nicht aus.
Die lange Bizepssehne entspringt am Tuberculum supraglenoidale und biegt über dem Humeruskopf 90° nach unten um, um im Sulcus intertubercularis unter dem Lig. transversum humeri zu liegen zu kommen. Dieser außergewöhnliche Verlauf führt dazu, dass 96% aller Sehnenrisse des Bizeps an dieser Stelle zu finden sind. In der Regel ist die dominante Seite betroffen. Neben degnerativen Ursachen (Verschleiß) sind wichtige Risikofaktoren rheumatische Erkrankungen, höheres Lebensalter, Kortisoninjektionen, Durchblutungsstörungen oder genetische Veranlagung.