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Louis Vierne (1870-1937)
Louis Vierne steht in der reichen Tradition der grossen Orgelvirtuosen Frankreichs, die gleichzeitig komponierten. Er gilt neben César Franck und Charles Marie Widor als der grösste Orgelimprovisator.
Geboren wurde er 1870 in Poitiers und starb 1937 in Paris. Ein Schlüsselerlebnis war ein Orgelkonzert mit César Franck, das er 1890 an der Eglise St. Clotilde in Paris hörte und seinen Entschluss bekräftigte, Organist zu werden.
Nach einem Orgelstudium bei Charles Marie Widor, zu dessen Nachfolger er später als Organist an der Kirche St. Sulpice ernannt wurde, nahm er auch Kompositionsunterricht bei César Franck. 1900 avancierte er zum Titularorganisten der Kirche Notre Dame de Paris, eine Stelle, die heute noch als das höchste zu vergebende Musikamt an einer französischen Kirche gilt.