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Im Regenwald von Kolumbien wird seit sieben Jahren ein «Agroforst»-Projekt wissenschaftlich begleitet. Agroforst ist eine Kombination von Wald und Weidehaltung auf demselben Grundstück. Es ist eine Massnahme, um die Klimabilanz der Landwirtschaft zu verbessern.
Wie der TV-Sender «Euronews» berichtet, ernähren sich die Rinder unter anderem von Früchten und Blättern von Bäumen und Sträuchern. Früher wurden die Flächen gerodet, um Weideflächen zu gewinnen.
Mit dem Projekt pflanzen die Bauern Bäume. Zudem benötigen die Landwirte weniger Weidefläche und schützen den Boden vor Erosion. Nach Angaben der Weltbank wurden mit dem Modell mehr als 2,6 Millionen Bäume 80 verschiedener Arten gepflanzt.
«Agroforst ist gut für die Boden-Fruchtbarkeit des Bodens. Es bindet CO2 in Pflanzen, im Brennholz und im Boden und reduziert die Emissione der Kühe sowie Stickstoffdioxid. Deshalb ist es ein System, das die Eindämmung des Klimawandels unterstützt», sagt Landwirt Enrique Murgueito, der am Projekt teilnimmt, zu «Euronews».
Die Anzahl Agrofost-Farmen hat sich in den letzten sieben Jahren verzehnfacht. Mit der Waldweide-Bewirtschaftung stossen gemäss «Euronews» die Rinder weniger Methan aus. Die Tiere wachsen schneller und produzieren mehr Milch. Auch wirtschaftlich lohnt sich eine Umstellung: Die durchschnittliche Produktionssteigerung beträgt 36,5 Prozent.