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Stressregulation
Stress und seine Folgen
Die körperliche Reaktion bei Stress läuft zunächst immer gleich ab: Die typischen Stresshormone (z.B. Adrenalin, Noradrenalin) werden vermehrt produziert und es kommt zu einer Blutdrucksteigerung.
Die weitere Reaktion ist dann individuell verschieden. Manche Menschen reagieren auf die Stresshormone und die Blutdruckveränderung mit Kopfschmerzen (Migräne-Attacken), Schlaflosigkeit, Herzbeschwerden, Magenschmerzen, Durchfall, gereizter Haut, Allergien, Verspannungen oder Verkrampfungen.
Durch vermehrtes Rauchen, Trinken, Essen und andere schädliche Verhaltensweisen wird versucht chronischen Stress zu „kompensieren". Dadurch kann der Blutdruck, der Blutzucker, die Blutfette, und die Blutgerinnung chronisch erhöht sein. Es kommt auch zur erhöhten Aktivität des sympathischen Nervensystems und dieHormonausschüttung wirkt direkt auf den Herzstoffwechsel und nimmt Einfluss auf die Arteriosklerose. Das zeigt auch, dass Stress direkt auf die Gesundheit des Herzens wirkt. Neueste Studien zeigen ausserdem, dass durch chronischen Stress die Lebensqualität, der Verlauf und auch die Sterblichkeitsrate eines Herzkranken beeinflusst wird.
Was Stress auch noch ist:
Stress ist die Reaktion des Körpers, nach einem irritierenden Reiz so schnell wie möglich wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Das physikalische Gleichgewicht ist die Grundlage für das psychische Gleichgewicht. Deshalb spielen auch Gleichgewichtsübungen eine grosse Rolle hier in unserer Schule. Einfach ausgedrückt ist Stress nichts anderes als ein Missverhältnis zwischen wahrgenommenen Anforderungen und verfügbaren Bewältigungsmöglichkeiten, aus dem eine Bedrohung erwächst. Diese erfreulich einfache Formel zeigt auch sofort die wesentlichen Problemauslöser und Lösungsansätze auf.
Immer geht es um die von einem Menschen wahrgenommenen Anforderungen (Aufgaben, Belastungen, Pflichten usw.). Wer nichts wahrnimmt bzw. sich nichts vorstellt, hat eher selten Stress. Viel Stress hingegen entsteht darum, dass zu viel wahrgenommen bzw. angenommen wird. Die Betroffenen sehen in allem und jedem eine Pflicht oder leiden ständig unter Zeitdruck.
Deshalb besteht eine Lösung darin, zu überprüfen, ob es sich bei dem Vorgestellten um eine tatsächliche oder besonders dringliche Anforderung handelt, die sich zudem speziell gegen den "Gestressten" richtet. Insbesondere sollte man sich immer fragen, ob es sich um selbst auferlegte Anforderungen handelt, die man genau so eigenverantwortlich wieder verringern kann.
(K.Schmid)