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Ornithologische Beobachtungen im März 2012
1.3. Wintergäste und frühe Rückkehrer aus dem Mittelmeerraum sind gleichzeitig am Rhein. Die kleinen Krickenten werden bald Richtung Norden fliegen. Die Goldammer mit leuchtendem Gelb an Kopf und Brust mag die Sträucher am Rheindamm. Trotzdem ist sie schwer zu entdecken. Ihr kurzes, eher leises Lied ist leicht zu überhören.
2.3. Hansheiri und Pirkko Schindler beobachten einen Bisam am Giessen beim Nistmaterialeintrag. Die Bezeichnung Bisamratte ist zoologisch irreführend, denn die Bisamratte ist keine Rattenart. Der Bisam gehört zu den Wühlmäusen, von denen er der größte lebende Vertreter ist. Bisamratten halten sich überwiegend im Wasser auf. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer und können bis zu zehn Minuten tauchen. An Land wirkt die Bisamratte dagegen eher unbeholfen. Das scheue Tier nimmt fast jedes einigermaßen geeignete Fließ- und Stillgewässer als Lebensraum an. Die Bisamratte ist mit einer Kopf-Rumpf-Länge von rund 35cm und einer Schwanzlänge von etwa 22cm kleiner als ein Nutria oder ein Biber und größer als eine Wanderratte. Das Gewicht liegt in der Regel zwischen 0,8 und 1,6 Kilogramm (maximal: 2,3 Kilogramm). Der Schwanz ist fast nackt und seitlich abgeplattet. In Gebieten, in denen sie relativ ungestört sind, sind sie häufig auch tagsüber zu beobachten. Bisamratten ernähren sich hauptsächlich von Wasser- und Uferpflanzen.
3.3. Schwarzkehlchen sind angekommen. Sie sitzen gerne oben auf Sträuchern oder einzelnen Stauden.
6.3. Die ersten Schwalben fliegen vorbei, es sind Felsenschwalben. Ursprünglich klebten sie ihre Nester unter Felsvorsprünge, ähnlich der Mehlschwalben. Seit einiger Zeit haben sie Brücken, Galerien und höhere Gebäude besiedelt.
7.3. Die Störche fliegen wieder im Saxerriet. Von öffentlichen Spazierwegen aus kann man sie sehr gut beobachten, auf den Wiesen oder auf den Horsten. Besonders eindrücklich ist es, wenn sie sich vom Aufwind in die Höhe tragen lassen.
15.3. Die Mönchsgrasmücken sind da. Ihr melodisches und einfallsreiches Lied tönt laut aus den Sträuchern am Waldrand. Das graue Männchen hat eine schwarze Kopfplatte, das Weibchen eine braune. Sie sind sehr anpassungsfähig in Bezug auf Nistplatz und Nahrung. Deshalb gehören sie zu den wenigen Vogelarten, deren Bestand zugenommen hat. Sie bewohnen auch Gärten mit dichten Sträuchern.
23.3. Die Flussregenpfeifer sind auf die Kiesbänke im Rhein zurückgekehrt, aus Gebieten südlich der Sahara. Sie legen ihre Eier in flache Mulden zwischen den Steinen. Die geschlüpften Jungvögel, Nestflüchter, können sofort laufen und fressen, aber erst nach vier Wochen fliegen. Deshalb sind sie stark gefährdet. Bitte Hunde nicht frei über die Kiesflächen rennen lassen, am Rande gehen, am besten auf dem Sand, höchste Stellen meiden, spielen im Wasser stört kaum.
25.3. Der Hausrotschwanz singt sein kratziges Lied von den Hausdächern herab. Er nistet oft in Menschennähe, auf Dachbalken, in immer zugänglichen Hausteilen oder in halboffenen Nistkästen. Rücken und Vorderseite sind dunkelgrau bis schwarz, nur der rote Schwanz leuchtet.