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Do, 19. Oktober 2017 19:30 Bern, Kursaal
Selten steht das Klavierkonzert in a-Moll, op. 7, von Clara Schumann auf einem Konzertprogramm. Obwohl es nach der Uraufführung viel Lob erhielt - vor allem Robert Schumann rühmte es in blumigen Worten –, gab es eine negative Kritik. So äusserte sich damals ein Rezensent dahingehend, dass eine ernsthafte Kritik nicht angebracht sei, weil man es mit dem Werk einer Dame zu tun habe. Kit Armstrong und das Berner Symphonieorchester werden diesen Kritiker Lügen strafen. Das zweite Werk des Abends, Clara Schumanns «Variationen über ein Thema von Robert Schumann», ist eine wunderschöne Hommage an ihren Ehemann. Clara selbst zählte zu den brillantesten Klaviervirtuosinnen und -virtuosen, fand aber ihr eigenes Stück ganz schön «knaupelich» zu spielen.
Franz Liszts «Faust-Symphonie» ist eigentlich eine sinfonische Dichtung, inspiriert durch Goethes epochale Tragödie «Faust». In drei musikalischen Bildern charakterisiert Liszt deren Hauptfiguren und verlässt damit die eigentliche Form der Sinfonie. Den verklärten Schlussteil mit Tenorsolo und Männerchor komponierte Liszt als Alternative zum ursprünglichen Finale erst später hinzu. Das gleiche Konzertprogramm wird am 20. Oktober 2017 an gleicher Stätte aufgeführt.
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