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Verstärkte Massnahmen (VM) werden den Schulen ab Schuljahr 2018/19 grösstenteils als Pauschale zugeteilt. Mit der Änderung der Ressourcierung wird auf das markante Wachstum der verstärkten Massnahmen reagiert. Besonders die sozialen Beeinträchtigungen haben stark zugenommen (90 Prozent innert fünf Jahren). Im Auftrag des Grossen Rats wurde 2016 ein Bericht zum Ressourceneinsatz im Bereich Sonderpädagogik erstellt (Botschaft 16.13). In der Folge beauftragte der Grosse Rat den Regierungsrat zu prüfen, welche Massnahmen das Kostenwachstum bremsen können. Aus diesem Grund hat der Regierungsrat beschlossen, die Zahl der VM-Lektionen zu plafonieren, jedoch nicht zu reduzieren.
Anträge für verstärkte Massnahmen für das Schuljahr 2017/18
Anträge für verstärkte Massnahmen, die das aktuelle Schuljahr 2017/18 betreffen, werden mit dem bisherigen Prozess und den entsprechenden Formularen beantragt.
Zuteilung per Schuljahr 2018/19
Die Lektionen für verstärkte Massnahmen (VM-Lektionen) werden den Schulen neu mittels drei Komponenten zugeteilt, erstmals für das Schuljahr 2018/19.
Komponente 1 (Schulstufe): pauschale Zuteilung
In den Behinderungskategorien 'Sprechen und Sprache', 'soziale Beeinträchtigung' und 'tiefgreifende Entwicklungsstörung' werden die VM-Lektionen allen Schulen pauschal zugeteilt.Die Schülerzahl jeder Schule wird mit einer VM-Pauschale multipliziert; das ergibt ein Lektionenkontingent. Pro Schule wird ein Erfahrungswert miteingerechnet. Es handelt sich dabei um eine Übergangslösung bis 2020 (geplante Einführung 'Neue Ressourcierung Volksschule').
Übertrag auf das Folgejahr: Nicht beanspruchte VM-Ressourcen können auf das Folgejahr übertragen werden. Der Übertrag wird auf 6 Lektionen beschränkt. Es wird keine Kumulation von Überträgen über mehrere Schuljahre zugelassen. Lektionen, die nicht übertragen werden können, verfallen.
Komponente 2 (Schulträger): auf Antrag
An einzelnen Schulen gibt es Voraussetzungen, die mehr VM-Lektionen rechtfertigen. Diese Schulen können zusätzliche VM-Lektionen beantragen. Massgeblich für die Bewilligung ist ein ausgewiesener zusätzlicher Bedarf aufgrund struktureller Bedingungen.
Verstärkte Massnahmen für Schulträger beantragen
Komponente 3 (Einzelfall): auf Antrag
Bei erheblicher kognitiver Beeinträchtigung, sensorischer Beeinträchtigung und gesundheitlicher oder körperlicher Beeinträchtigung erfolgt der Antrag für jedes einzelne Kind aufgrund der massgeblichen schulpsychologischen oder medizinischen Fachberichte.
Verstärkte Massnahmen für Einzelfälle beantragen
Ressourcen- und Personaleinsatz
Einsatz der Lektionen für verstärkte Massnahmen
Der Einsatz erfolgt zweckgebunden gemäss Bildungs- und Entwicklungszielen des standardisierten Abklärungsverfahrens.
Einsatz von Assistenzpersonen
Anstelle von Förderunterricht mit schulischer Heilpädagogik können Assistenzpersonen eingesetzt werden. Dabei entspricht der Wert einer Jahreslektion Förderunterricht 110 Arbeitsstunden einer Assistenzperson. Die Schulen können eigenständig über die Umwandlung der verstärkten Massnahmen in Assistenzstunden entscheiden, wobei nur die Funktionen Beaufsichtigung und Begleitung durch Assistenzpersonen wahrgenommen werden können.