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In der Schweiz wird heute von ca. 50‘000 mit Schadstoffen verunreinigten Deponie-, Industrie-, Gewerbe- und Unfallstandorten ausgegangen. Davon sind ca. 3‘000 – 4‘000 Standorte als sanierungsbedürftig einzustufen, was einen Aufwand von ca. CHF 5 Mia. generieren wird. Dazu kommen die weitaus höheren Kosten aus der Entsorgung von verunreinigtem Erdreich im Zusammenhang mit Bauarbeiten.
Erst seit 1997 verfügt die Schweiz zur „Sanierung von Deponien und anderen durch Abfälle belastete Standorte“ mit dem Umweltschutzgesetz (zusammen mit der Altlastenverordnung) auf Bundesebene über eine einheitliche Regelung, deren Vollzug bei den Kantonen liegt. Die Regelungen in diesem Zusammenhang sind vom Grundsatz geprägt, dass derjenige, der Massnahmen verursacht, auch die Kosten dafür zu tragen hat. Dies beruht auf der ökonomischen „Theorie der externen Effekte“, wonach volkswirtschaftliche Verluste, die bei der Produktion und Verteilung von Gütern der Allgemeinheit aus der Nutzung von Umweltgütern entstehen, bei den Verursachern internalisiert werden sollen, dh. die entstehenden Kosten werden auf den Verursacher überwälzt.
Hier finden Sie folgende Informationen zu Altlasten:
- Kataster der belasteten Standorte
- Verursacherprinzip
- Regelungen in Immobilienkaufverträgen
- Einbezug in Planungsvorhaben