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José Lidón (1748–1827) wurde in Béjar, Provinz Salamanca geboren. Sein Vater war dort Kirchenorganist. Die Familie stammte ursprünglich aus Frankreich. Zusammen mit zwei Brüdern erhielt er vom Vater den ersten Musikunterricht. Mit zehn Jahren wurde er ins Kollegium für junge Sänger in Madrid aufgenommen.
Mit zwanzig Jahren war er bereits zweiter Organist der Kathedrale von Orense und vierter Organist der königlichen Kapelle. Dazu wurde er Dirigent des Orchesters der Gräfin Benaventa. Dank diesem wichtigen Posten kam er in Kontakt mit der Wiener Musikwelt, insbesondere der Kompositionen von Joseph Haydn.
Im Jahre 1787 wurde José Lidón erster Organist der königlichen Kapelle und 1805 Kapellmeister und Rektor des königlichen Kollegiums. Mit 68 Jahren heiratete er und wurde Vater von vier Kindern. Er starb im hohen Alter von 79 Jahren in Madrid.
Orgelwerke von José Lidón
Das gesamte Orgelwerk Lidóns erschien in drei Bänden im Verlag Schola-Editions, Neuchâtel. Es wurde von Dámaso Garcia Fraile und Guy Bovet herausgegeben.
- 6 piezas sueltas, 4 piezas para la Misa
- Sonatas y piezas varias
- Fugas (sobre Himnos)
Klangbeispiele
José Lidón: 4 piezas para la Misa
Originale Registrierangaben des Komponisten
- Flautado igual de ambas manos (Gleiche Flötenstimmen in beiden Händen)
- Corneta / Orlos (Kornett in der rechten, Zungenstimmen in der linken Hand)
- Flautados (Flötenstimmen)
- Orlos, Dulzianas y Chirimias de ambas manos (Zungenstimmen in beiden Händen)
Mit Orlos sind die horizontal angeordneten „spanischen“ Trompeten gemeint, Dulzianas sind Fagott- oder Regal-artige Register, Chirimias sind Clairons.
Aufnahmen: Johannus Rembrandt 2021