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Ana María Pizarro, Juanita Jiménez, Lorna Norori, Luisa Molina Arguello, Marta María Blandón, Martha Munguía, Mayra Sirias, Violeta Delgado und Yamileth Mejía waren von einer kirchlichen Organisation angezeigt worden, weil sie im Jahr 2003 einem vergewaltigten neunjährigen Mädchen zu einem Schwangerschaftsabbruch verholfen hatten. Der Abbruch war zu diesem Zeitpunkt legal, drei Jahre später wurden jedoch alle Formen der Abtreibung in Nicaragua unter Strafe gestellt. Der Vergewaltiger des Mädchens – der eigene Vater – wurde im November 2007 zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt.
Die Einstellung der Ermittlungen gegen die neun Frauen ist ein grosser Erfolg und ein Beweis dafür, dass internationaler Druck sehr viel erreichen kann. Sie bedanken sich bei allen, die ihnen geholfen haben. Eine der Frauen erzählte, der Justizminister Nicaraguas habe die grosse Menge an Briefen erwähnt, die ihm Amnesty-Mitglieder und Unterstützer zugeschickt hatten.