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Föhn
Der Föhn ist ein kleinräumiges Windsystem, dass global überall dort auftritt, wo Gebirgsketten von kräftigen Winden überströmt werden. Als wesentlicher Effekt des Föhns treten auf der strömungsabgewandten Lee-Seite des Gebirges warme und vor allem trockene Fallwinde auf, währendem es auf der Luv-Seite zu Stauniederschlägen kommen kann.
Ein Föhnsturm kann Windgeschwindigkeiten mit Orkanstärke (ab 117 km/h) mit Spitzenwerten bis über 200 km/h erreichen. Entsprechend wichtig sind geeignete Schutz- und Präventionsmassnahmen, um das Schadensrisiko so tief wie möglich zu halten.
› Wie schütze ich mich vor einem Föhnsturm? Hier gelten grundsätzlich die gleichen Vorsorge- und Vorsichtsmassnahmen wie bei jedem Sturm.
Föhn in der Schweiz
In der Schweiz ist der Alpen-Föhn ein bekanntes Wetterphänomen, das häufig im Frühjahr (März-Mai) und im Winter auftritt. Er kann zwei unterschiedliche Formen aufweisen, wobei der klassische Süd-Föhn die wesentlich ausgeprägtere Erscheinung hat. Der seltenere Nord-Föhn hat regional aber ebenso grosse Bedeutung, da er in Kombination mit den häufig auftretenden winterlichen Trockenphasen wesentlich zur Ausweitung von Waldbränden beitragen kann. Weitere Informationen zu den Föhnerscheinungen finden Sie mit den folgenden Links.
› Südföhn
› Nordföhn
Typische Erscheinungen und Föhnregionen
Die klassische Föhnsituation ist mit einer starken Staubewölkung und Niederschlägen am Alpensüdhang verbunden. Die Wolkenwand wird als Föhnmauer bezeichnet und kann von der Nordseite her beobachtet werden. Mit dem trockenadiabatischen Absinken der Luftmassen auf der Alpennordseite lösen sich die Wolken auf. Dieser Bereich wird als Föhnfenster bezeichnet, wobei sehr klare und extrem trockene Luft, fast blauer Himmel und eine aussergewöhnliche Fernsicht charakteristisch dafür sind.