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In Frankreich hat der Gründer des rechtsextremen Front National, Jean-Marie Le Pen, den Wahlkampfstil seiner Tochter Marine im Rennen um die Präsidentschaft als zu lasch kritisiert. «Ich denke, ihre Kampagne war zu lässig», sagte der 88-Jährige dem Hörfunksender RTL.
An ihrer Stelle hätte er einen Wahlkampf wie der US-Präsident Donald Trump geführt, sagte er und riet seiner Tochter zu einem «sehr aggressiven» Ton gegen Politiker von links und rechts, die für den Niedergang des Landes verantwortlich seien.
Niederlage gegen Chirac
Marine Le Pen hatte ihren Vater 2015 nach antisemitischen Äusserungen aus der Partei ausschliessen lassen. Sie hat die Stichwahl um das höchste Staatsamt am 7. Mai erreicht. Umfragen zufolge wird sie das Duell gegen den parteilosen Konkurrenten Emmanuel Macron voraussichtlich verlieren. Dieser liegt in der jüngsten Umfrage des Instituts Opinionway vom Dienstag bei 61 Prozent, Le Pen bei 39 Prozent.
Der FN-Gründer hatte es 2002 ebenfalls in die Stichwahl um die Präsidentschaft geschafft, scheiterte aber deutlich im Duell mit dem konservativen Rivalen Jacques Chirac: Der Rechtsextreme erhielt nur knapp 18 Prozent der Stimmen.
(reuters/ise/chb)