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Das Areal „Gotthardstall-Wiese“ in Einsiedeln liegt mitten im Planungsgebiet der nördlichen Dorferweiterung von Ende des 19. Jahrhunderts. Die gleichmässigen Abfolgen kubischer Häuser mit Schindelfassaden und Steildächern prägen die Strassenzüge. Die Parzelle ist die letzte grosse Leerstelle im Quartier und birgt das Potential, im Sinn der 19. Jahrhundert-Planung weiterzubauen und die Identität des Ortes zu festigen. Entsprechend wird das neue Wohnheim als ein weiterer Baustein im orthogonalen, kleinteiligen Dorfgefüge konzipiert. Der Neubau versteht sich dabei als normales Wohnhaus im Garten und nicht als Heim im Sinn einer Pflegeeinrichtung, die als Institution im Quartier in Erscheinung treten möchte. Das Volumen wird in drei ähnlich grosse Würfel gegliedert, welche sich an den Ecken berühren und so zu einem Ganzen werden. Diese Modulation unterspielt die Grösse des Hauses und gibt ihm nach allen Seiten jene für Einsiedeln typische, quadratische Fassadenproportion. Die drei Häuser sind nicht als gleichartig zu betrachten, sondern entwickeln vielmehr aus ihrer inneren Organisation und der aussenräumlichen Setzung heraus starke eigene Identitäten. Das dreiteilige Gefüge steht innen-, wie auch aussenräumlich in einem präzisen Verhältnis zueinander, was differenzierte Freiräume schafft und im Inneren vielfältige Raumbezüge ermöglicht.
Mitarbeit Wettbewerb: Peter Baumberger, Karin Stegmeier, Yannick Charpié, Lars Schriever
Mitarbeit Ausführung: Peter Baumberger, Karin Stegmeier, Projektleitung: Fabian Rüegg, Bauleitung: Roger Frick, Manuela Schneeberger, Architektur: Yannick Charpié, Matthieu Pous, Marta Shtipkova, Mike Zweidler