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Inhaltsverzeichnis
Ziele
- Erleichterung der Bewirtschaftung und Verbesserung der Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft
- Ermöglichung von Landerwerb für den Bau öffentlicher Werke (z. B. Bahnen, Strassen, Hochwasserschutzanlagen, Natur- und Gewässerschutz)
- Abstimmung auf die kommunalen Nutzungspläne, Richtpläne und übergeordneten Renaturierungs- und Vernetzungskonzepte
- Bodenaufwertung zur Sicherung von Fruchtfolgeflächen (FFF) und Erhalten der Bodenfruchtbarkeit
- Ökologische und ästhetische Aufwertung von Landschaften oder einzelnen Landschaftselementen
Landumlegung
Unter Landumlegung versteht man eine Neuordnung des Grundeigentums.
Gründe:
- Zusammenführen von vielen kleinen Grundstücken zu grösseren Parzellen, um die landwirtschaftliche Bewirtschaftung zu erleichtern
- Landbeschaffung für den Bau öffentlicher Werke
Wege
Für die Landwirtschaft ist eine zweckmässige Erschliessung sehr wichtig.
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
Der Staat kann Neubau, Ausbau und Erneuerungen von Wegen mit überwiegend landwirtschaftlichem Nutzen finanziell unterstützen.
Sie finden die staatlich unterstützten Meliorationswege im Meliorationskataster auf dem geografischen Informationssystem (GIS-Browser).
Wenn Wege für ein Bauvorhaben, eine Veranstaltung oder andere nicht-landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden sollen, muss bei Flurwegen die Mehrheit der übrigen Eigentümer oder bei Genossenschaftswegen die Genossenschaft zustimmen.
Verwenden Sie die folgenden Vorlagen, um eine Vereinbarung für ein Sondernutzungsrecht auf einem Genossenschaftsweg abzuschliessen:
Drainagen
Einer der wichtigsten Produktionsfaktoren der Landwirtschaft ist ein fruchtbarer Boden mit intaktem Wasserhaushalt.
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
14'400 Hektaren von den heute 73'000 Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche im Kanton Zürich sind systematisch entwässert (rund 20 Prozent).
Auf 12'000 Hektaren verbessern Drainagen den Wasserhaushalt von Fruchtfolgeflächen (FFF). Ohne ein funktionsfähiges Drainagesystem würden diese Flächen die FFF-Qualität langfristig verlieren.
Sie finden die mit staatlichen Mitteln unterstützten drainierten Flächen im Meliorationskataster auf dem GIS-ZH.
Übersichtpläne über die drainierten Gebiete pro Gemeinde mit Alter der Drainagen (1:25'000, A4, pdf-Files, Stand 2008):
I
Wenn Sie Drainage- oder Meteorwasser in ein bestehendes System einleiten wollen, brauchen Sie die Zustimmung des Leitungseigentümers. In der Regel ist das die Unterhaltsgenossenschaft oder die Gemeinde.
Bewässerungen
Eine ausreichende Wasserversorgung der Böden und Kulturen ist für die Landwirtschaft existentiell.
Bewässerungsanlagen können die negativen Auswirkungen von Trockenperioden auf die Landwirtschaft reduzieren.
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
Weitere Massnahmen zur Strukturverbesserung
Der Wasserhaushalt des Bodens und damit die Bodenfruchtbarkeit kann verbessert werden, wenn zusätzlicher, geeigneter Boden angelegt wird. Bei komplexen Verhältnissen und grossen Interessenkonflikten kann eine Bodenaufwertung im Meliorationsverfahren sinnvoll sein.
Bei Fragen wenden Sie sich an die Sektion Meliorationen der Abteilung Landwirtschaft.
Heftige Niederschläge können auf landwirtschaftlichen Nutzflächen zu Unwetterschäden führen.
Die Wiederherstellung von Infrastrukturen und Rutschsanierungen werden unter gewissen Bedingungen von Kanton und Bund unterstützt.
Der fondssuisse (früher «Schweizerischer Elementarschadenfonds») kann Beiträge für Elementarschäden leisten, gegen die man sich zurzeit nicht versichern kann. Das ist z. B. ein schwerer Sturm, Hochwasser oder Erdrutsch.
Beiträge
Beiträge können für Projekte wie Meliorationen, Landumlegungen, Entwässerungen, Bewässerungen, Bodenaufwertungen, Wegebau, Periodische Wiederinstandstellung (PWI), Erneuerungen, Ausbau und Wiederherstellungen gesprochen werden.
Für weitere Informationen wenden Sie sich an die Sektion Meliorationen der Abteilung Landwirtschaft.
Unterhalt
Eine Unterhaltsorganisation muss den Unterhalt der Meliorationsanlagen sicherstellen.
Wenn Beiträge angenommen werden, ist der Unterhalt der Meliorationsanlagen gesetzlich vorgeschrieben.
Der Unterhalt der erstellten Anlagen (Wege, Entwässerungen, etc.) wird in den meisten Fällen durch eine Unterhaltsgenossenschaft oder die jeweilige Gemeinde sichergestellt.
Die Unterhaltsgenossenschaften unterstehen administrativ dem Bezirksrat und technisch der Baudirektion.
Beim Vorstand der Unterhaltsgenossenschaft (UHG) kann in begründeten Fällen ein Gesuch auf Entlassung des Grundstückes aus dem Perimeter der UHG gestellt werden.
Stimmt der Vorstand der Entlassung zu, ist beim Amt für Landschaft und Natur eine Genehmigung einzuholen.
Bei Fragen wenden Sie sich an die Sektion Meliorationen der Abteilung Landwirtschaft.
Aufsicht Kanton
Der Kanton hat die Aufsicht über Bauten und Anlagen, die mit staatlichen Mitteln unterstützt wurden. Er überwacht auch ihren Unterhalt.
Für Bauten und Anlagen, die mit öffentlichen Mitteln unterstützt wurden, besteht eine Unterhaltspflicht. Eine Unterhaltsgenossenschaft kann sich nur dann auflösen, wenn eine Nachfolgeorganisation bestimmt ist und der Kanton dafür eine Genehmigung erteilt.
Auch wenn Wege und Drainagen aus der Unterhaltspflicht oder einzelne Grundstücke aus dem Unterhaltsperimeter entlassen werden sollen, braucht es eine Genehmigung des Kantons.