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Roger Federer hat zum siebten Mal das Rasenturnier von Halle gewonnen. Weil er mit Marco Chiudinelli auch noch den Doppel-Final bestreiten musste, verpasste er das WM-Startspiel der Nati gegen Ecuador.
Der Weg zu seinem 79. Turniersieg war für Roger Federer alles andere als ein Spaziergang. Der Kolumbianer Alejandro Falla, der dem Schweizer bereits in Wimbledon 2010 und den Olympischen Spielen 2012 viel Arbeit bereitete, hielt mit allem, was er hatte, dagegen.
Im ersten und im zweiten Satz konnte Federer zwar mit einem Break vorlegen, doch Falla konterte jeweils sofort. So ging es zweimal ins Tiebreak, wo der 17-fache Grand-Slam-Sieger zweimal das bessere Ende für sich hatte. Nach 1:28 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball zum 7:6, 7:6-Sieg.
16.30 Uhr: Gerade rechtzeitig ist der Schweizer also fertig, um das WM-Startspiel der Schweizer Nati gegen Ecuador zu schauen. Denkste! Federer hatte sich mit Marco Chiudinelli nämlich auch für den Final im Doppel qualifiziert. Dieser fand gleich nach der Siegerehrung statt. Die Schweizer verpassten den Titel mit 6:1, 5:7, 10:12.
Für Federer kein Problem: «Tennis kommt zuerst. Ich liebe Fussball, aber ich bin hier, um Tennis zu spielen, nicht um Fussball zu schauen», sagt er auf die Frage, ob er den Doppelfinal nicht lieber verschieben möchte. Doch er schiebt nach: «Marco muss morgen eventuell die Wimbledon-Quali spielen. Wir werden versuchen, uns zu beeilen.» Es sollte zumindest für den Siegtreffer der Schweizer gereicht haben.
Natürlich freute sich Federer auch über den 79. Turniersieg, den siebten beim Rasenturnier von Halle. «Ich bin mit dem Ziel hierher gekommen, wieder den Titel zu holen, schönes Tennis zu spielen und Spass zu haben. Das ist mir gelungen. Der Sieg bedeutet mir sehr viel.»
Neben Halle hat Federer einzig Wimbledon siebenmal für sich entschieden. Und dorthin reist der vierfache Familienvater nun. Trotz des Erfolges hat Federer noch viel Luft nach oben, in den drei Partien spielte er noch deutlich zu inkonstant. Positiv war vor allem die Effizienz bei den Breakbällen. Mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen ist dem Schweizer auf dem heiligen Rasen aber dennoch einiges zuzutrauen.