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MBC
Verhandlungen statt Konflikt
ysa/FiBei den Verkehrsbetrieben der Region Morges-Bière-Cossonay (MBC) schwelt der Streit um ungleiche Löhne für die Busfahrer/innen weiter. Die Anstellung von sechs jungen, unerfahrenen Chauffeuren zu Löhnen, die höher sind als jene mancher dienstälterer Kollegen, wird von letzteren – zurecht – als unsensibel und als Zeichen von Undankbarkeit gegenüber den langjährigen, treuen Mitarbeitenden empfunden.
Im letzten Herbst unterschrieben deshalb 88 der 112 Busfahrer/innen eine Petition, welche die Korrektur dieser Ungerechtigkeit forderte. Bei der Petitionsübergabe an die Direktion am 1. November räumte diese ein, dass das neue Lohnsystem hier einen Schwachpunkt habe, und erklärte sich bereit, die Angelegenheit mit dem Personal und dem SEV anzuschauen. Doch bei den Verhandlungen im Dezember wollte sie nichts davon wissen, die Löhne der älteren Chauffeure, die weniger verdienen als die sechs jungen, auf deren Lohnniveau anzuheben. Sie begründete dies mit Geldmangel und der Komplexität des Lohnsystems.
Mobilisierung der Chauffeure
Am 12. Januar trafen sich gut 20 Chauffeure zu einer Generalversammlung und machten ihrem Ärger über die Weigerung der Direktion Luft. Sie stellten fest, dass sich diese bei der Festlegung der Löhne der neuen Chauffeure kreativ zu zeigen wusste, wobei dies offenbar nötig war, um neue Mitarbeitende zu finden, die die aktuell schwierigen Arbeitsbedingungen akzeptieren.
Weiter stellten die Teilnehmenden fest, dass die MBC für diverse Projekte durchaus genug Geld hat, nicht aber fürs Personal. Sie forderten weitere Verhandlungen für eine Lösung, die ihrem Dienstalter in irgendeiner Form Wertschätzung entgegenbringt.
Daraufhin war die Direktion zu einer weiteren Verhandlung am 28. Januar bereit. Diese war sehr schwierig und ergab, dass beide Seiten eine Verhandlungslösung einem Konflikt vorziehen. Die Direktion öffnete die Tür zu weiteren Verhandlungen am 5. und 14. Februar über die Möglichkeit, die Einstellungskriterien und die Schwachpunkte des Lohnsystems zu überarbeiten.
Yves Sancey