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«Hallauer» ist wie so viele Familiennamen eine Herkunftsbezeichnung und weist auf das schaffhausische Dorf Hallau. Nach der Familientradition soll der erste Hallauer um die Mitte des 16. Jahrhunderts von Wilchingen nach Suhr gekommen sein. Von dort aus habe er Weinfuhren nach Bern ausgeführt. Sein Wohnhaus sei ein Gasthaus in Suhr gewesen. Es ist eigenartig, wie sich solche Geschichten in einer Familie festsetzen können. Die quellenmässig belegten Tatsachen ergeben nämlich ein wesentlich anderes Bild.
Die mehrfachen Ortswechsel von Hans Hallauer – wo er in den 1590er Jahren weilte, ist unbekannt – dürften mit seinem Maurerberuf zusammengehangen haben. Er liess sich dort nieder, wo er Arbeit fand. Steinbauten waren damals ja nicht gerade häufig. Man könnte spekulieren, dass er nach Reinach kam, weil dort 1583 der Schneggen-Vorläufer westwärts erweitert wurde. Was ihn allenfalls nach Gontenschwil brachte, bleibt offen. Ob er von dort aus 1604-06 beim Ausbau des erwähnten Reinacher Gebäudes zum eigentlichen Schneggen mithalf?
Nach wenigen Jahren erwarb Hans Hallauer junior in Suhr das Bürgerrecht. Das bedeutet, dass er ein Haus gekauft hatte, um in Suhr zu bleiben. Seine Nachkommen leben in- und ausserhalb von Suhr bis heute. Noch während Generationen übten einzelne von ihnen den Maurerberuf aus. Bis heute zählt man 14 Hallauer-Generationen mit Suhrer Bürgerrecht.