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Patria
Der Medientipp von Rosa Codina Gibert, Bibliotheksmitarbeiterin PBZ Hardau
Als Bittori erfährt, dass die Terrororganisation ETA den bewaffneten Kampf aufgegeben hat, beschliesst sie wieder in das Dorf zurückzukehren, in dem ihr Mann Txato ermordet wurde. Dort wird sie sich den Geistern der Vergangenheit stellen müssen und gleichzeitig wird sie mit der Zurückhaltung konfrontiert, die ihr die Dorfbewohner, besonders Miren, eine alte Freundin, entgegenbringen.
«Patria» erzählt uns die Geschichte zweier Familien aus den beiden Lagern, in welche der baskische Unabhängigkeitskampf das Land gespalten hat. «Patria» könnte dabei die Geschichte irgendeiner Familie in irgendeinem Dorf des Baskenlandes sein.
Agil und spontan verbindet der baskische Autor Aramburu Vergangenheit und Gegenwart und zeichnet so ein Bild einer verschlossenen Gesellschaft, welche durch den sogenannten «baskischen Konflikt» vollständig geteilt wurde. Fesselnd und präzise beschreibt er die verheerenden Auswirkungen des Konfliktes auf die Beziehungen zwischen Eltern, Geschwistern und Freunden.
Das Buch war in Spanien ein grosser Erfolg und hat mehrere Literaturpreise gewonnen, darunter der Premio Nacional de Narrativa 2017, die wichtigste Auszeichnung des Landes.
Fernando Aramburu wird am 18.04.18 im Kaufleuten in Zürich seinen Roman vorstellen.
- «Patria» von Fernando Aramburu
- Rowohlt, 2018
- Das Buch «Patria» ist in den PBZ Bibliotheken Altstadt, Aussersihl, Hardau und Oerlikon erhältlich. Die spanische Ausgabe ist in der PBZ Hardau vorhanden.