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Die russische Nordflotte wird im Laufe der nächsten Jahre mehrere neue U-Boote der Yasen- und Borei-Klasse, U-Boote der vierten Generation, erhalten. Mehr im Schatten der Aufmerksamkeit steht die laufende Modernisierung älterer Schiffe. Das U-Boot «Tambov» soll 2021 nach sechsjähriger Reparatur- und Modernisierungsphase mit neuen Seeversuchen beginnen.
Die «Tambov» war das letzte atomgetriebene U-Boot, das in der Baltisky-Werft auf Kiel gelegt wurde. Es wurde 1993 in Dienst gestellt und trat seinen Dienst noch in der sowjetischen Zeit an. Das U-Boot wurde an die Nordflotte übergeben, blieb aber überwiegend im Hafen. Gebaut wurde das U-Boot unter der Bezeichnung K-448.1992 wurde es umklassifiziert und in B-448 umbenannt. Am 25. März 1995 erhielt es den heutigen Namen «Tambov» zum Gedenken an den 360. Jahrestag der antiken russischen Stadt.
Wie rusnavy.com berichtet fuhr die «Tambov» von 1993 bis 1997 nur vier Patrouillen. Im Jahr 2015 wurde das U-Boot aus dem aktiven Dienst in die Nerpa-Werft nördlich von Murmansk auf der Kola-Halbinsel verlegt. Die Werft ist eine Zweigstelle des Schiffreparatur-Zentrums Zvyozdochka in Severodvinsk. In den letzten 20 Jahren war die Werft vor allem für ihre Arbeit an der Stilllegung von Atom-U-Booten und für Unterhaltsarbeiten, sowohl für die Marine als auch der zivilen Eisbrecherflotte bekannt.
Die ersten Seeversuche der «Tambov» waren für den Herbst 2020 vorgesehen, wurden aber verschoben. Eine Übergabe des U-Bootes an die Flotte dürfte nicht vor 2021 stattfinden. Die Gründe für die Verschiebung sind unbekannt, da die Pressestelle von Zvyozdochka dazu keine Auskunft gab.
Heiner Kubny, PolarJournal