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Die 39-Jährige hatte im Juli vergangenen Jahres im Zuge einer Kabinettsumbildung der konservativ-liberaldemokratischen Vorgängerregierung Owen Paterson abgelöst. Seit 2010 gehört Truss dem Unterhaus an. Im September 2012 wurde sie Parlamentarische Staatssekretärin im Bildungsministerium. Zuvor arbeitete Truss als stellvertretende Direktorin eines unabhängigen Politikberatungsinstituts sowie als Managerin und Geschäftsführerin in den Branchen Telekommunikation und Energie.
Die Landwirtschaftsministerin hat Philosophie, Politik undWirtschaft am Merton College in Oxford studiert. Als ihre künftigen Prioritäten nannte Truss in der vergangenen Woche die Stärkung des Wirtschaftswachstums im ländlichen Raum, die Förderung der Lebensmittel- undAgrarbranche und den Umweltschutz.
Der Präsident des britischen Bauernverbands (NFU), Meurig Raymond, erklärte anlässlich der Wiederernennung: „Wir wollen am ambitionierten Vorhaben der Regierungmitarbeiten, mehr britische Lebensmittel zu erzeugen und deren Absatz im In- und Ausland zu steigern.“ Die Umsetzung dieses Plans sei dringend erforderlich, um dem langfristigen Abwärtstrend der Produktivität in der Landwirtschaft und des britischen Selbstversorgungsgrades zu begegnen.
Ausserdem müsse die Regierung dringend das Antragsverfahren für EU-Direktzahlungen vereinfachen und angesichts von Liquiditätsproblemen zahlreicher Landwirte eine rechtzeitige Auszahlung der Beihilfen sicherstellen, forderte Raymond. Ein weiteres wichtiges Thema sei die intensivere Bekämpfung der Rindertuberkulose.