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Tipps für die Durchführung
Diese Übung umfasst alle Menschenrechte, insbesondere aber soziale und wirtschaftliche Rechte, z.B. das Recht auf Arbeit und Freizeit, auf gesundheitliche Versorgung und einen angemessenen Lebensstandard (Artikel 16, 22-29 der AEMR).
Die Aussagen unten sollen Diskussionen über den Unterschied zwischen bürgerlichen und politischen Rechten einerseits und sozialen und wirtschaftlichen Rechten andererseits anstoßen. Es ist nicht nötig, gleich zu Beginn ins Detail zu gehen, da viele Punkte voraussichtlich im Lauf der Diskussion aufgeworfen werden.
Bei der Einführung sind jedoch zwei Dinge festzuhalten: Erstens die einfache Unterscheidung, dass bürgerliche und politische Rechte Abwehrrechte gegenüber dem Staat darstellen und Forderungen an Regierungen hinsichtlich bürgerlicher und politischer Teilhabe und Mitgestaltung sind, z.B. das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren, das Wahlrecht, das Recht auf freie Meinungsäußerung usw. Soziale und wirtschaftliche Rechte begründen Teilhaberechte an Grundversorgung und Lebensstandard wie z.B. Wohnung, Gesundheitsversorgung usw., die zu Leistungsverpflichtungen des Staates führen. Die erste Art von Rechten wird auch als erste Generation von Rechten bezeichnet, während letztere die zweite Generation von Rechten benennt, und zwar aufgrund der historischen Reihenfolge, in der sie als universelle Menschenrechte anerkannt wurden.
Zweitens, dass manche Menschen einen grundlegenden Unterschied zwischen den verschiedenen Arten von Rechten sehen. Viele halten soziale und wirtschaftliche Rechte für weniger wichtig und schwerer zu garantieren als bürgerliche und politische Rechte. Andere bestreiten das. Weitere Informationen über diese Debatte finden Sie hier unter den Hintergrundinformationen.
Beim Brainstorming können Sie zur Erinnerung Kopien der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Zusammenfassung) verteilen; oder Sie lesen selbst einige Artikel vor und fragen die Gruppe, in welche Kategorie diese einzuordnen sind. Die Artikel 16 und 22-29 gelten allgemein als soziale und wirtschaftliche Rechte.
Sie können das Aufstellen relativ schnell durchführen, ohne viel Zeit zur Diskussion zu lassen, und dann zwei oder drei Aussagen auswählen und diese mit der ganzen Gruppe im Einzelnen diskutieren. Es lohnt sich jedoch, die Übung an bestimmten Punkten zu unterbrechen und damit Gelegenheit zu geben, sowohl über die Aussagen als auch über die eigene Position im Vergleich zu andern nachzudenken.