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Die Marktwirtschaft in der Gesamtwirtschaft
Im mittleren Bereich, wo gleichwertige Waren und Leistungen gegeneinander getauscht werden, besteht Gegenseitigkeit. Vor und nach dem Markt geht es dagegen um einseitig gerichtete Vorgänge. Heute bringen wir Arbeit und Lohn künstlich in eine direkte marktwirtschaftliche Verbindung. Das tun wir, weil wir meinen, die Menschen wären nicht bereit, etwas zu leisten, wenn sie nicht dafür bezahlt würden. Im konkreten Vollzug der Arbeit ist das aber zunächst gar nicht der Fall. Der Busfahrer hält an der Haltestelle, damit Menschen ein- und aussteigen können, die Arbeiterin schließt die Kabel so an, dass die Geräte funktionieren usw. Wir wollen unsere Arbeit leisten, weil sie für die Menschheit notwendig ist. Wenn wir vermuten oder gar erkennen, dass das nicht der Fall ist, wird uns die Arbeit seelisch zur Last. Dieser reale wirtschaftliche Wert der Arbeit ist nicht in Zahlen fassbar. Zahlen, nämlich Preise, treten erst auf, wenn wir Abnehmer unserer Produkte finden und sie ihnen verkaufen können. Der Preis ist nicht nur durch die Herstellung bedingt, sondern auch dadurch, wie begehrt die Waren sind. Das zeigt sich erst im Markt, wo die Werte verschiedener Waren aneinander gemessen werden mit Hilfe einer Geldeinheit, die auf alle Waren anwendbar ist.
Wenn ich höre oder lese, dass eine Uhr tausend Euro kostet, ist das für mich keine isolierte Feststellung. Ich sehe den Preis der Uhr im Zusammenhang mit meinen eigenen finanziellen Möglichkeiten oder mit den Möglichkeiten anderer Menschen, und diese Möglichkeiten stammen aus anderen Wirtschaftsbereichen als die Uhr. Durch den Markt und die Preise wird die Wirtschaft ein Ganzes.