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Die Ju-Air konzentriert sich künftig auf den Flugbetrieb ihrer drei historischen JU-52 als Kerngeschäft. Der Wartungsbetrieb wird geschlossen; der Unterhalt der Flugzeuge und Motoren wird an die Junkers Flugzeugwerke und einen externen Motorenpartner übergeben. Auch in der operativen Führung der Ju-Air wird sich eine Änderung ergeben. Im Laufe der Reorganisation sucht sich die Ju-Air einen neuen Leiter. Mitbegründer Kurt Waldmeier (69) wird seine operativen Aufgaben als CEO im Zuge der Reorganisation abgeben, steht der Ju-Air aber für strategische Fragen weiter zur Verfügung.
«Nicht nur die Flugzeuge, sondern auch die Ju-Air selbst wird komplett erneuert. Die Ju-Air, die ab 2021 wieder fliegt, wird eine neue Ju-Air sein», sagt Kurt Waldmeier dazu. «Sie konzentriert sich auf den eigentlichen Flugbetrieb, die Passagiere und die Freiwilligen.» Zwar stehe die Reorganisation in keinem Zusammenhang mit dem Unfall vom vergangenen August, sagt Waldmeier, «aber die Erkenntnisse der noch ausstehenden Unfalluntersuchung durch die SUST werden in die neue Organisation und ihre Reglemente mit einfliessen. Die Ju-Air wird aus dem Unfall weiter lernen.»
Die drei JU-52 der Ju-Air werden derzeit grundüberholt. Zahlreiche Teile der historischen Flugzeuge und die Motoren werden aus Altersgründen vorsorglich ausgewechselt. Das umfangreiche Projekt wird durch die Junkers Flugzeugwerke und zahlreiche Spezialbetriebe im In- und Ausland durchgeführt. (TI)