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Daniel Dubois
Geburtsdatum: 24. Dezember 1971
Beruf: Als Geologe Mitarbeiter in einem Geophysik-Büro (50 Prozent) und Sprinter.
Wohnort: Ipsach bei Biel.
Club: LC Zürich.
Erfolge 2003
– Teilnahme an Hallen-Weltmeisterschaft in Birmingham: Viertelfinal über 60 m in 6,74 Sekunden.
– Schweizer Meister über 100 m in 10,36 (reguläre Saisonbestzeit mit 0,7 m/s Gegenwind).
– Irreguläre Bestzeit mit 2,2 m/s Gegenwind in 10,20 Sekunden.
Ziele 2004
– Qualifikation für die Olympischen Spiele 2004 in Athen.
– An der Hallen-WM im März ’04 in Budapest Klassierung in der ersten Hälfte des Teilnehmerfeldes.
– Persönliche 100-m-Bestzeit auf 10,25 Sekunde verbessern.
– Der Schweizer Hallen-Rekord über 60 m (6,60 von Cédric Grand).
Was ist die Faszination, für den 100-m-Sprint zu trainieren?
Die Faszination ist, das Gefühl der Schnelligkeit zu erleben und das Gefühl zu haben zu fliegen. Dieses Gefühl habe ich oft, dieses Jahr fast in jedem Wettkampf. Man spürt schon ein paar Tage vor dem Wettkampf, dass man in Form ist und dass man «fliegen» wird.
Sie sind Schweizer Meister über 100 m. Schaut da auch finanziell für Sie etwas heraus, oder bleibt es beim sportlichen Ruhm?
Es bleibt beim sportlichen Ruhm. Ich habe bei Adidas ein Budget von 2500 Franken fürs Material. Ein paar Sprintschuhe kosten schon 200 Franken. Ausserdem bekomme ich vom Zürcher Club «Verein für Grossveranstaltungen» einen Betrag von 500 Franken pro Monat für die Spesen. Davon leben kann ich also niemals.
Ein nationaler Langstreckenläufer läuft 150 Kilometer pro Woche. Wie viel laufen Sie als Sprinter?
Ich absolviere fünf Trainings pro Woche. In der Aufbauphase laufe ich pro Tag ein bis zwei Kilometer, in der Wettkampfphase ist es die Hälfte. Im Aufbau gibt es ein 45-minütiges Einwärmen. Dann sprinte vier- bis fünfmal die 100 Meter locker. In der Wettkampfphase sprinte ich nach dem Einwärmen dreimal 150 Meter voll.
Was dachten Sie, als Sie vernahmen, dass die Doppelweltmeisterin über 100 und 200 m, Kelly White, gedopt war?
Ich dachte: Endlich kommt etwas aus.
So etwas rückt Leistungen wie die meine in die richtige Relation. Vor einem Jahr habe ich Kelly White in Europa zum ersten Mal gesehen. Da war sie eine feine Person. Jetzt ist sie deutlich breiter, im Gesicht, an den Schultern, überall. Ich selber mache den Sprint für mich selber, fürs Gefühl, nicht fürs Geld. FN