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(18.01.2023) Der weltweite Handel mit Dienstleistungen hat sich im vierten Quartal 2022 verlangsamt und wird Anfang 2023 moderat bleiben, wie aus dem Barometer für den Handel mit Dienstleistungen der Welthandelsorganisation (WTO) hervorgeht.
Das Jahr 2022 hatte sich zu Beginn durch eine neue Dynamik im Welthandel mit Dienstleistungen ausgezeichnet, sodass das Barometer im zweiten Quartal 2022 sogar seine Werte von der Zeit vor der Pandemie übertroffen und bei 105,5 Punkten gelegen hatte. Im dritten Quartal sollte die Nachfrage in den Bereichen Reisen, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und Finanzen laut den Prognosen den Handel mit Dienstleistungen weltweit zunehmen lassen.
Doch stattdessen ging die Aktivität der Branche weltweit zurück, sodass das WTO-Barometer leicht unter den Referenzwert (100) sank. Diese Flaute könnte bis zum ersten Quartal 2023 andauern, was hauptsächlich den getrübten Wachstumsperspektiven in den grossen dienstleistungsorientierten Volkswirtschaften geschuldet ist.
Die Branchen Finanzdienstleistungen (107,8), Personenbeförderung im Luftverkehr (105,2) und IKT-Dienstleistungen (103,2) konnten der Erlahmung des Welthandels mit Dienstleistungen besser standhalten und liegen deutlich über dem allgemeinen Trend.
Dagegen weisen die Werte für das Baugewerbe (92,9), den Seeverkehr mit Containerfracht (92,8) und den Index der Einkaufsmanager (PMI) für Dienstleistungen (91,1) Rückgänge auf, die von einem drastischen Einbruch zeugen.
Das am 28. November 2022 veröffentlichte WTO-Barometer für den Warenhandel deutet ebenfalls auf eine wahrscheinliche Verlangsamung für den Zeitraum Ende 2022/Anfang 2023 hin, passend zu den turbulenten Zeiten, die die Branche gegenwärtig durchmachen muss.
Letzte Änderung 18.01.2023