Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/113449

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit einiger Zeit machen die SBB in den Zügen Ansagen, welche die Fahrgäste über die Pünktlichkeit des Zuges informieren.</p><p>Davon abgesehen, dass diese Informationen nicht genau sind - eine geringe Verspätung gilt immer noch als pünktlich -, werden sie als lächerlich empfunden und schaden dem guten Ruf unseres Landes in Sachen Pünktlichkeit. Es sollte ja wohl normal sein, dass ein Zug, überdies ein Schweizer Zug, pünktlich eintrifft!</p><p>Da die SBB Teil des Service public sind, betrifft dieses Thema deren Eigentümer, den Bund.</p><p>Kann der Bundesrat intervenieren, um diesen ungelenken Ansagen, welche die SBB in Verruf bringen, ein Ende zu machen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die SBB wurden 1999 im Zuge eines ersten Schrittes der Bahnreform in eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft umgewandelt. Als Eigner gibt der Bund den SBB die strategischen Ziele vor. Die Kompetenz für operative Belange wie die Durchsagen im Zug liegt hingegen allein bei den SBB. Der Bundesrat sieht deshalb keine Rechtfertigung, diesbezüglich zu intervenieren.</p><p>Gemäss SBB gibt die Ansage der pünktlichen Ankunft vor allem Reisenden (insbesondere Touristen und Ausflüglern), welche einen Anschlusszug erreichen müssen, zusätzlich die Gewissheit, die Anschlüsse zu erreichen; dies vor allem vor dem Hintergrund, dass heute sehr viele Anschlüsse im einstelligen Minutenbereich gewährleistet werden müssen. Das Zugpersonal hat die Anweisung, die Verspätung der Züge korrekt anzugeben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Durchsagen einige Minuten vor Ankunft des Zuges gemacht werden. Entstehen danach geringfügige Verspätungen, welche die Anschlussqualität nicht beeinträchtigen, kann das Zugpersonal auf eine Neuansage verzichten.</p>  Antwort des Bundesrates.