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Mithilfe der tantrischen Übung ‚Nyasa’ lokalisiert der Übende durch die Anleitung des Lehrers bestimmte Körperteile. Bei Nyasa wechselt man von einem Körperteil zum anderen, gerade so schnell, dass du die Worte mental wiederholen kann. Dahinter steckt die Idee, dem Praktizierenden keine Zeit zu lassen, irgendwo lange zu verweilen oder abzuschweifen. Mental wird die betreffende Stelle erfühlt und wahrgenommen. Die Abfolge der Ansage ist eine spezielle Abfolge, die sich danach richtet, mit welchem Teil im Gehirn die verschiedenen Körperteile verbunden sind.
Der Grundgedanke bei dieser Übung ist, die einzelnen Körperteile mit der Wahrnehmung zu „berühren“. Es geht nicht wirklich darum, dass die Körperteile wohlig einsinken und man jeden einzelnen Muskel völlig relaxiert, sondern die Körperstellen mit der Absicht zu "berühren“, eine völlige Bewusstheit in diese Körperglieder zu lenken. Eine schöne Vorstellung ist, sich viele kleine sensible Antennen an die Stellen zu denken, wo man seine Wahrnehmung hinlenkt. Der Übende geht mit seiner Achtsamkeit an diese Orte, wobei sich die Bewusstheit immer stärker ausweitet und damit eine immer klarer werdende Empfindung entsteht. Ursprünglich verwendet man bei ‚Nyasa’ ein Mantra, welches an die verschiedenen Körperteile „angebracht“ wird und somit göttliches Bewusstsein in diese Körperteile lenkt. Ein Mantra hat die Aufgabe den Geist zu beschäftigen und damit absolute Bewusstheit zu fördern, die zur Ruhe und Stille führt.