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Das Wichtigste in Kürze
- Weltweit gibt es nur noch 14 Länder, die Taiwan diplomatisch akzeptieren.
- Auch Nicaragua hat nun die Beziehungen zur demokratischen Inselrepublik abgebrochen.
- China versucht Taiwan international zu isolieren und akzeptiert es nicht als freien Staat.
Nach dem diplomatischen Bruch mit Taiwan will Nicaragua die Räumlichkeiten von dessen bisheriger Botschaft der Volksrepublik China übergeben. Dies ist sehr zum Ärger von Taipeh. Taiwans Regierung protestiere entschieden gegen die «unrechtmässige Besetzung ihres Eigentums» und dessen Übertragung an die Volksrepublik. Das teilte das Aussenministerium der demokratischen Inselrepublik am Montag mit.
Weltweit gibt es damit nur noch 14 Länder, die Taiwan diplomatisch anerkennen. Darunter kleine Pazifikländer, Karibikinseln, Staaten in Mittelamerika und der Vatikan.
Die kommunistische Führung in Peking erlaubt keinem Land, Beziehungen sowohl mit der Volksrepublik als auch mit Taiwan zu unterhalten. Dies aufgrund der Ein-China-Doktrin. Peking betrachtet das heute freiheitliche Taiwan als Teil der Volksrepublik und versucht, es international zu isolieren.
Taiwan verurteile aufs Schärfste, dass Nicaraguas Regierung verlangt habe, das Botschaftspersonal innerhalb von zwei Wochen – bis zum 23. Dezember – abzuziehen. Taiwan habe kurzfristig die Räumlichkeiten der früheren diplomatischen Vertretung symbolisch an die katholische Kirche in Nicaragua verkauft. Das habe die Führung des mittelamerikanischen Landes willkürlich blockiert.
Nicaragua bekennt sich zu Ein-China-Doktrin
Ihr Bekenntnis zu Pekings Ein-China-Doktrin ziehe mit sich, dass sämtliches Vermögen Taiwans in Nicaragua sofort der Volksrepublik gutgeschrieben werde. Das teilte die zunehmend autoritär agierende Regierung Nicaraguas unter dem früheren linken Revolutionär Daniel Ortega am Sonntag mit. Nicaragua hatte am 10. Dezember überraschend seine diplomatischen Beziehungen zu Taipeh zugunsten Pekings beendet.