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Im Mercer Cost of Living Ranking 2021 ist Ashgabat die teuerste Stadt für internationale Mitarbeitende und verdrängt Hongkong auf den zweiten Platz. Beirut belegt den dritten Platz und klettert im Ranking um 42 Positionen nach oben, was auf eine schwere und weitreichende wirtschaftliche Depression aufgrund der Eskalation mehrerer Krisen – die grösste Finanzkrise des Landes, COVID-19 und die Explosion im Hafen von Beirut im Jahr 2020 – zurückzuführen ist. Tokio und Zürich fallen jeweils um einen Platz auf den vierten bzw. fünften Rang zurück, und Shanghai steigt um einen Platz gegenüber dem Vorjahr auf den sechsten Rang. Singapur fällt vom fünften auf den siebten Platz. Mit Genf (8) und Bern (10) finden sich zwei weitere Schweizer Städte in den Top Ten. Die weltweit am wenigsten teuren Städte für internationale Mitarbeitende sind Tiflis (207), Lusaka (208) und Bischkek, das auf Platz 209 landet1.
«Die Schweiz ist weiterhin ein wichtiges und attraktives, aber auch teures Ziel für Auslandsentsendungen. Es ist nicht überraschend, dass die grossen Schweizer Wirtschaftsstandorte alle in den Top Ten des globalen Rankings zu finden sind. Allerdings wirft dies auch Fragen auf, inwiefern multinationale Unternehmen auf die neuen Trends im Management von Entsendungen und auch Remote Working, als Treiber der nun schon normalen «neuen» Arbeitswelt während der Pandemie, reagieren werden», kommentiert Narcisa Chelaru, Principal im Bereich Mobility bei Mercer Schweiz.
Die internationale Mobilität ist aufgrund der COVID-Pandemie weiterhin stark eingeschränkt. Unternehmen bewerten vor diesem Hintergrund, wie sie eine mobile Belegschaft in einer Welt nach der Pandemie managen werden. Nachdem sie jahrelang auf eine Modernisierung ihrer Entsendungsstrategien hingearbeitet haben, führen viele Unternehmen nun alternative Formen internationaler Entsendungen und grenzüberschreitender Arbeitsvereinbarungen ein, um ihre Auslandsgeschäfte aufrechtzuerhalten.
«Die Lebenshaltungskosten waren schon immer ein Faktor in der internationalen Entsendungsplanung. Die Pandemie hat nun aber eine ganz neue Ebene der Komplexität hinzugefügt und wird neben anderen Überlegungen auch langfristige Auswirkungen in Bezug auf die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden, Remote Working und Richtlinien zur Flexibilität haben», sagt Ilya Bonic, Career President und Head of Mercer Strategy. «Da Unternehmen ihre Talent- und Entsendungsstrategien überdenken, sind genaue und transparente Daten unerlässlich, um Mitarbeitende für alle Arten von Einsätzen fair zu entlohnen.»
Entsendungen entwickeln sich von traditionellen Langzeiteinsätzen – d. h. Mitarbeitende werden für einige Jahre an einen anderen Ort versetzt und anschliessend an den Heimatstandort zurückgeführt – hin zu anderen Arten von Entsendungen wie Kurzzeitmitarbeitenden, internationalen Auslandsmitarbeitenden, permanenten Transferees, Pendelnden, internationalen Remote Workern und internationalen Freiberuflern.
Die Mercer-Umfrage 2020 Worldwide Survey of International Assignment Policies and Practices bestätigt, dass viele Unternehmen flexiblere Optionen anbieten, um den unterschiedlichen persönlichen Umständen der Entsendeten gerecht zu werden. Eine weitere Mercer-Umfrage für 2020/2021 ergab, dass mehr als 50 Prozent der Arbeitgeber aufgrund der Pandemie Veränderungen in Bezug auf die Anzahl der Einwegversetzungen, die Talententwicklung sowie Kurzzeit- und Pendlereinsätze in ihren Unternehmen erwarten2.
Europa, Naher Osten und Afrika
Drei europäische Städte befinden sich unter den Top Ten der teuersten Standorte. Als Nummer fünf im globalen Ranking bleibt Zürich die teuerste europäische Stadt, gefolgt von Genf (8) und Bern (10).
Die Stärkung der lokalen Währung führte dazu, dass mehrere europäische Städte in der Rangliste nach oben klettern: Paris auf Rang 33, London auf 18 und Birmingham auf 121.
Die Vereinigten Arabischen Emirate setzten die Diversifizierung ihrer Wirtschaft fort, wodurch der Einfluss der Ölindustrie auf das BIP verringert wurde. Mit diesem anhaltenden Prozess gab es sowohl in Dubai (42) als auch in Abu Dhabi (56) eine negative Preisentwicklung. Beirut ist die teuerste Stadt im Nahen Osten für internationale Arbeitnehmer und sprang um 42 Positionen auf den dritten Platz. N'Djamena (13), Lagos (19) und Libreville (20) sind die teuersten Städte in Afrika für internationale Mitarbeitende. Lusaka (208) ist die kostengünstigste Stadt in Afrika.
Der amerikanische Kontinent
Städte in den USA sind in der diesjährigen Rangliste vor allem aufgrund von Währungsschwankungen zwischen März 2020 und März 2021 zurückgefallen, trotz der steigenden Inflation von Waren und Dienstleistungen im Land. New York (14) rangiert als teuerste Stadt in den USA, obwohl es seit dem letzten Jahr acht Positionen verloren hat, gefolgt von Los Angeles (20), San Francisco (25), Honolulu (43) und Chicago (45). Winston Salem (151) bleibt die günstigste untersuchte US-Stadt für internationale Mitarbeitende. San Juan (89) fiel aufgrund der Deflation in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 und einer sehr niedrigen Inflation Anfang 2021 um 23 Plätze zurück, was sich auf die Position im Ranking auswirkt.
Der kanadische Dollar hat im Verhältnis zum USD an Wert gewonnen, was zu Sprüngen im diesjährigen Ranking führte. Vancouver (93) ist die teuerste kanadische Stadt im Ranking, gefolgt von Toronto (98) und Montreal (129). Mit Platz 156 ist Ottawa die günstigste Stadt Kanadas.
In Südamerika rangiert Port of Spain (91) als teuerste Stadt, gefolgt von Port-au-Prince (92) und Pointe-à-Pitre (107). Brasilia (205) ist die preiswerteste Stadt in Südamerika.
Asien-Pazifik
Mehr als die Hälfte der Top Ten der teuersten Städte befindet sich in Asien. Ashgabat klettert in der diesjährigen Rangliste um eine Position und ist damit die teuerste Stadt für internationale Mitarbeitende, sowohl in Asien als auch weltweit. Es folgen Hongkong (2), Tokio (4), Shanghai (6), Singapur (7) und Peking (9). Mumbai (78) ist die teuerste Stadt Indiens, fiel aber in der diesjährigen Rangliste um 18 Plätze zurück, was auf eine relativ schwache indische Rupie im Vergleich zu anderen Städten in der Rangliste zurückzuführen ist.
Australische Städte sind in der diesjährigen Rangliste aufgestiegen, da die lokale Währung gegenüber dem USD deutlich an Wert gewonnen hat. Sydney (31), Australiens teuerste Stadt im Ranking für internationale Arbeitnehmer, kletterte um 35 Plätze, gefolgt von Melbourne (59) mit einem Anstieg um 40 Plätze.
Die neueste Mercer-Umfrage zu den Lebenshaltungskosten hilft Arbeitgebern zu verstehen, wie wichtig es ist, Währungsschwankungen zu überwachen und den inflationären und deflationären Druck auf Waren, Dienstleistungen und Unterkünfte an allen Betriebsstandorten zu bewerten. Die Daten helfen Arbeitgebern auch bei der Festlegung und Aufrechterhaltung von Vergütungspaketen für Mitarbeitende bei internationalen Einsätzen und bei der Arbeit im Ausland. Darüber hinaus können sich die Lebenshaltungskosten eines Standorts erheblich auf seine Attraktivität als Zielort für Talente auswirken und beeinflussen Standortentscheidungen für Unternehmen, die ihren geografischen Fussabdruck erweitern und umgestalten.
Hinweise für Redakteure
Das weithin anerkannte Ranking von Mercer ist eines der umfassendsten der Welt und soll multinationalen Unternehmen und Regierungen helfen, Vergütungsstrategien für ihre im Ausland tätigen Mitarbeitenden festzulegen. New York City wird als Basisstadt für alle Vergleiche herangezogen, und Währungsschwankungen werden gegenüber dem US-Dollar gemessen. Die Umfrage umfasst mehr als 400 Städte auf der ganzen Welt. Das diesjährige Ranking umfasst 209 Städte auf fünf Kontinenten und misst die vergleichbaren Kosten für mehr als 200 Datenpunkte an jedem Standort, einschliesslich Wohnen, Transport, Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren und Unterhaltung. Die gesammelten Daten liefern alle Schlüsselelemente, die Arbeitgeber benötigen, um effiziente und transparente Vergütungspakete für internationale Mitarbeitende zu gestalten. Erfahren Sie hier mehr.
Die Zahlen für Mercers Lebenshaltungskosten- und Mietkostenvergleiche stammen aus einer Umfrage, die im März 2021 durchgeführt wurde. Als Basismesswerte wurden die Wechselkurse von damals und der internationale Warenkorb von Mercer's Cost of Living Survey verwendet.
Regierungen und grosse Unternehmen nutzen die Daten dieser Umfrage, um die Kaufkraft ihrer Mitarbeitenden bei einer Versetzung ins Ausland zu schützen; die Daten zu den Mietwohnkosten werden verwendet, um das Wohngeld für Expatriates vor Ort zu bewerten. Die Auswahl der untersuchten Städte basiert auf der Nachfrage nach Daten von Mercers Kunden.
Hier finden Sie das Gesamtranking: Mercers Cost of Living City Ranking 2021
Über Mercer
Mercer setzt sich dafür ein, die Zukunft mutig und intelligent zu gestalten – durch die Transformation der Arbeitswelt, einer Verbesserung von Vorsorge- und Investmentlösungen sowie durch den Einsatz für Gesundheit und Wohlergehen. Mit 25.000 Mitarbeitenden in 43 Ländern ist Mercer in über 130 Ländern tätig. Mercer ist ein Tochterunternehmen von Marsh McLennan (NYSE: MMC), dem führenden globalen Anbieter von professionellen Dienstleistungen zu den Themen Risiko, Strategie und HR - mit einem Jahresumsatz von 17 Mrd. USD und 76.000 Mitarbeitenden. Als Marktführer hilft Marsh McLennan seinen Kunden, in einem immer dynamischeren und komplexeren Umfeld erfolgreich zu agieren. Zur Unternehmensgruppe gehören auch Marsh, Guy Carpenter und Oliver Wyman. Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf http://www.mercer.ch oder folgen Sie uns auf Twitter.
Mercer Schweiz AG (www.mercer.ch)
In der Schweiz ist Mercer mit rund 100 Mitarbeitenden an den Standorten Zürich und Nyon vertreten. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit liegen in der Beratung von Unternehmen rund um die berufliche Vorsorge inkl. der Verwaltung von Versicherungsverträgen, Investments sowie Human-Capital-Strategien und Vergütung/Mobilität von Arbeitnehmenden.
1 Die Daten wurden im März 2021 erhoben; Preisschwankungen waren zum Zeitpunkt der Erhebung nicht signifikant, während verschiedene Massnahmen von Regierungen weltweit ergriffen wurden, um die Folgen von Covid-19 abzumildern (z. B. der Verzicht auf die Mehrwertsteuer).