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Mit seiner Landung westlich der Hauptstadt Sofia kann Rutherford gleich zwei Guiness-Weltrekorde für sich beanspruchen, wie die «Tagesschau» schreibt: Er wurde zur jüngsten Person, die alleine um die Welt geflogen ist – und zugleich zur jüngsten Person, der dies in einem Ultraleichtflieger gelang.
54'000 Kilometer durch 5 Kontinente
Auf seinem Rekordflug flog der 17-Jährige über 52 Länder auf fünf Kontinenten. Um die Bedingungen des Guinnessbuchs der Rekorde zu erfüllen, überquerte er ausserdem zweimal den Äquator. Begleitet von einem kleinen Plüschteddy legte Rutherford so mehr als 54'000 Kilometer zurück.
Zu den Herausforderungen, mit denen er dabei konfrontiert war, gehörten Sandstürme im Sudan, extreme Hitze in Dubai, Flughafenschliessungen in Indien, Monsunregen und verschiedene technische und bürokratische Probleme. Die meisten Verspätungen seien auf Verzögerungen bei der Beschaffung von Genehmigungen und anderen Dokumenten zurückzuführen gewesen.
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Auch Rutherfords Schwester ist Weltrekordhalterin
Der Jungpilot kommt aus einer echten Fliegerfamilie. Als er sich im Jahr 2020 für seine Pilotenlizenz qualifizierte, machte ihn das im Alter von 15 Jahren zum jüngsten Piloten der Welt. Bisherige Rekordhalterin als jüngste Pilotin, die die Welt in einem Ultraleichtflugzeug umrundet hat, war seine ältere Schwester, Zara, die ihre Reise im Januar im Alter von 19 Jahren beendet hatte.
Wie zuvor seine Schwester benutzte Rutherford für seine Reise ein Ultraleichtflugzeug des Typs «Shark». Dabei handle es sich um einen der schnellsten Ultraleichtflieger der Welt, der eine Reisegeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde erreiche. Für den langen Flug wurde auf dem zweiten Sitz des eigentlich als Zweisitzer konzipierten Fliegers ein Extratank installiert.
Zwischenlandung im Nirgendwo
Gegenüber dem «Guardian» sagte Rutherford, sein Flug sei zwar lang, aber auch «absolut fantastisch» gewesen. »Mit dieser Reise versuche ich zu zeigen, dass junge Menschen etwas bewirken können. Dass man nicht 18 sein muss, um etwas Besonderes zu tun - man muss nur seinen Träumen folgen, dann werden sie auch wahr.»
Der brenzligste Moment seiner Reise sei gewesen, als er in einem Schuppen auf einer Insel im nördlichen Pazifik schlafen musste. «Nach 10 Stunden Flug kam ich auf dieser kleinen Insel an, es wurde langsam dunkel, also landete ich», so Rutherford. «Es hatte keine Lichter auf der Landebahn, denn es war eine unbewohnte Insel. Wäre also irgendetwas schiefgegangen, wäre ich auf mich allein gestellt gewesen.»
(osc)