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Das Areal an der Bahn manifestiert mit dem Hauptgebäude der Ringier eindrücklich die Industrie-Ära als selbstbewusstes Gegenüber zur mittelalterlichen Altstadt. Durch ein städtebauliches Konzept soll das siedlungstypologische Vakuum zwischen Industrie- und Nachkriegs-Bebauung die Kraft eines übergeordneten Quartierzentrums entfalten.
Ein zentraler Freiraum zwischen den grossmassstäblichen Industriebauten an der Bahn und dem neuen Wohnfeld ist Bindeglied und städtischer Identifikationsraum. Die Attraktivität für den Langsamverkehr und die Anbindung an die Altstadt wird durch eine konsequente Beruhigung des motorisierten Verkehrs und eine Durchwegung des Altbaus geschaffen. Den hoch frequentierten Kreuzungspunkt der neuen Wegachsen im Nordwesten besetzt ein Hochhaus-Solitär als Orientierungspunkt der neuen Überbauung. Das südliche Geviert wird als Wohn-Feld interpretiert, das mit der Typologie einer offenen, punktförmigen Randbebauung ein „Stadtwohnen im Grünen“ verfolgt. Die Feinkörnigkeit berücksichtigt neben der Angemessenheit des Massstabs die Anforderungen an eine etappierte Umnutzung des Druckereibetriebs und eine investorentaugliche Entwicklung des Areals.