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Der Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs besteht dann, wenn die Familie zusammenwohnt und die Ehe oder die eingetragene Partnerschaft in der Schweiz anerkannt ist beziehungsweise ein rechtsgültiges Kindsverhältnis besteht.
Der Anspruch besteht nicht beziehungsweise erlischt, wenn der Familiennachzug geltend gemacht wurde, um Vorschriften des Ausländerrechts über die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (z. B. Scheinehe) oder wenn Widerrufsgründe vorliegen (z. B. die Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe).
Nachzugsfristen
Die Nachzugsfrist für Ehegatten oder eingetragene Partner und für Kinder unter zwölf Jahren liegt bei fünf Jahren. Kinder über zwölf Jahre müssen innerhalb von zwölf Monaten nachgezogen werden. Die Nachzugsfrist beginnt mit der Entstehung des Familienverhältnisses, also mit der Heirat beziehungsweise der Eintragung der Partnerschaft oder mit der Geburt des Kindes.
Falls sich eine drittstaatsangehörige Person einbürgern lässt und dadurch die Schweizer Staatsbürgerschaft erhält, beginnen die Nachzugsfristen nicht neu zu laufen.