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Die Wandfluhkapelle liegt bei Turtig/Raron hoch über dem Talgrund angeschmiegt an die steile mit Föhren bewachsene Bergwand. Gemauerte Kreuzwegstationen säumen den schmalen Weg, der von Büchen kommend an ihr vorbeiführt bis in die Talebene. Dieser Weg war früher der Kirchweg der Bürchner, die den sonntäglichen Gottesdienst in der Burgkirche zu Raron besuchen mussten.
Heute ist der Kapellenweg zur Wandfluhkapelle ein beliebter Spazierweg hinauf nach Bürchen oder von den Schattenbergen hinunter ins Tal. Er ist in seiner landschaftlichen Anlage im Wallis einmalig, von wilden Föhren überschattet, mit einer beeindruckenden Aussicht über das prächtig daliegende Rhonetal und die aus der Talebene mächtig emporstrebenden Berge.
Die Wandfluhkapelle wurde Ende des 17. Jh. erbaut und 1770 verlängert. Sie ist eine Wallfahrtskapelle, die den Sieben Schmerzen Mariens geweiht ist. Die Wandfluhkapelle hat einen schmalen Grundriss und ist auf einer Längsseite ganz an die Bergflanke angebaut. Auf der Talseite hat sie zwei Lichtgeschosse. Das eingezogene, vergitterte Chor enthält einen schönen Barockaltar von Johann Ritz, 1695.
Das Schiff der Kapelle ist lang und schmal und hat im hinteren Teil eine kleine Empore, welche einen direkten Ausgang auf einen kleinen Vorplatz im Freien besitzt. Ein schönes Chorbogenkruzifix, ebenfalls von Johann Ritz, und eine zierliche Kanzel schmücken u.a. das Innere der Kapelle.
Vom steilen Saumweg her, der längs der Kapelle führt, kann das Kapelleninnere über zwei Eingänge erreicht werden, einen hinteren fast ebenerdigen und einen vorderen über eine Aussentreppe erreichbaren etwas erhöhten.
Aus den Unterlagen des Pfarrarchivs, Verfasser unbekannt
Die Wandfluhkapelle wurde in den Jahren 1978-1984 einer Restauration unterzogen und in den Jahren 1998-1999 einer Sanierung.
Die untentstehende Fotogalerie bildet die einzelnen Kapellen zur Wandfluh-Kapelle ab.