Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03398.jsonl.gz/2607

Im Abendspiel zwischen den Dallas Stars und den Columbus Blue Jackets sind erst wenige Minuten gespielt, als Panik auf der Dallas-Bank ausbricht.
Knapp sieben Minuten läuft das Spiel im American Airlines Center-Stadion in Dallas, als auf der Spielerbank der Gastgeber die Spieler mitansehen müssen, wie ihr Teamkollege Rich Peverly zusammenbricht. Sofort reagieren die medizinischen Verantwortlichen und tragen mit Hilfe von Trainern beider Teams Peverly auf der Bahre in die Katakomben, wo umgehend Reanimierungsmassnahmen eingeleitet wurden.
Peverly wurde daraufhin ins Southwestern St. Paul University Hospital gebracht. Seine Frau Nathalie fuhr mit ihm im Krankenwagen. Dort wurde der Flügelspieler nach Angaben der medizinischen Abteilung wegen einer «Herzsache» untersucht. Die Behandlung sei erfolgreich verlaufen.
Peverley hatte sich in der Sommerpause aufgrund eines unregelmässigen Herzschlages einem Eingriff unterzogen und deshalb die gesamte Saisonvorbereitung sowie das Auftaktspiel am 3. Oktober verpasst. Der 31-Jährige hat laut Dr. Salazar durch den unregelmässigen Herzschlag Probleme, Blut ins Herz und Gehirn zu pumpen.
Beide Teams warteten nach dem Kollaps zusammen auf dem Eis in einer gespenstisch ruhigen Atmosphäre auf positive Nachrichten. Einige Spieler zitterten am ganzen Körper. Die Schiedsrichter brachen kurz daraufhin die Partie ab und schickten die Spieler in die Garderobe.
Stars Coach Lindy Ruff sagte danach zu Reportern, dass er kurz mit Peverly sprechen konnte, bevor dieser ins Spital überführt wurde. «Peverley fragte, wie viel Zeit noch im ersten Drittel zu spielen sei und ob er ins Spiel zurückkehren könne», so Ruff.
«Es war beängstigend. Als er zusammenbrach, herrschte Alarm. Man denkt nicht mehr ans Spiel, sondern schreit nur nach dem Doktor», sagte der sichtlich mitgenommener Dallas-Trainer Lindy Ruff.
Ruff dankte in seiner kurzen Pressekonferenz den Ersthelfern. «Wenn unsere Ärzte nicht so schnell und effizient reagiert hätten, müsste ich jetzt hier mit einer anderen Story stehen.»
Auf der offiziellen Teamwebsite der Stars wird vermeldet, dass Peverly im stabilen Zustand ist. Es sei aber noch zu früh, um Prognosen für die Zukunft abgeben zu können. (syl/si)
Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.