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Kirchliches
Die Leute der „Gemeinde am Berg“, d.h. Stürvis, Mutzen (Guscha), Vatscherinerberg, Rofels und Bovel unterstanden kirchlich zwar der Pfrund Maienfeld, hatten aber ihre „Lichlegi“ (Friedhof) bei der Steigkirche, wo sie auch regelmässig den Gottesdienst besuchten. Alljährlich am Sonntag vor St. Bartholomäus (21. August) wurde auf der Steig das Kirchweihfest abgehalten. Dies war das grosse Fest der Sündenvergebung, woran die Walser ab dem Berg, auch die von Stürvis teilgenommen haben. Noch 1457 bezeichnete der Bischof von Chur die St. Luzikirche auf der Steig als die wahre Mutter- und Pfarrkirche von Maienfeld und Fläsch, obwohl Maienfeld nach dem Reichsurbar von 831 schon eine Pfarrkirche besass.
Die Besuche des Steigkirchleins gingen wegen der Entfernung von den Wohnorten der Mehrheit der Bevölkerung (Maienfeld und Fläsch) allmählich zurück. So lag nahe, es den in den Berghöfen angesiedelten Einwanderern, den Walsern, als Gotteshaus und Begräbniskirche zuzuweisen. Später besuchten auch die Guschner den Gottesdienst in Maienfeld – sie gehörten zu den fleissigsten Kirchgängern.