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Die nationalen Motorrad-Bergrennen «Küssnacht-Seebodenalp» zählten in den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu den bedeutendsten Veranstaltungen im nationalen Motorrad-Rennsport. Das erste Rennen wurde am 7. Juli 1929 unter dem Patronat des Zentralschweizer Motorfahrer-Verbandes als «1. Bergprüfungsfahrt» gestartet. Das Rennen zog über 2000 Besucher und Schaulustige an. In den Folgejahren 1930 und 1931 nannte sich der Anlass dann «Bergrennen für Motorräder und Seitenwagen». 1932 und 1933 waren die Rennen bereits offiziell als «Nationales Bergrennen» anerkannt und galten zugleich als Meisterschaftsrennen für Amateurfahrer. Dann wurde es still um das Küssnachter Bergrennen.
Über 70 Jahre später, im Jahr 2005, riefen ein paar Motorradfans das Bergrennen von Küssnacht hinauf auf die Seebodenalp unterhalb der Rigi wieder ins Leben. Dann, am 1. und 2. September 2007 war es soweit, das erste Rennen der Neuzeit fand statt. 2011 folge Auflage 2 und die 3. Austragung fand 2014 statt. Jetzt, nach 3 Jahren Pause, gab es am 12. und 13. August 2017 das 4. Bergrennen für historische Motorräder. Etwa 220 Motorräder und ein Dutzend Autos waren am Start.
Das Motorrad Bergrennen Küssnacht – Seebodenalp wird noch immer auf der Originalstrecke des historischen Rennens ausgetragen. Der Start befindet sich unterhalb der Gesslerburg in Küssnacht am Rigi (478 müM), das Ziel anfangs der Seebodenalp (1023 müM). Die Strecke weist bei einer durchschnittlichen Steigung von knapp 11% eine Länge von 5,090 km auf und überwindet eine Höhendifferenz von 545 m. Natürlich ist die Strecke heute asphaltiert.
Am Samstagmorgen war die Witterung nass und trüb, auch lag stellenweise sehr viel Schmutz auf der Strasse, die natürlich auch von den Landwirten in der Region benützt wird. Es wurde aber vorsichtig gefahren und im Gegensatz zu früher, ist der Event heute eine Gleichmässigkeitsprüfung und kein Rennen mehr. Es gilt also, zwei Läufe mit möglichst wenig Zeitdifferenz zu fahren. Am besten hat das Alexander Vonow auf seiner Norton OHV MAG 400 von 1926 geschafft – herzliche Gratulation. Alle weitere Resultate und Informationen gibt es auf der sehr detaillierten Website des Veranstalters www.bergrennen-seebodenalp.ch
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