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Die Minipille ist ein reines Gestagenpräparat. Die Begriffe Minipille und Mikropille werden oft verwechselt. Die Mikropille ist ein niedrig dosiertes Kombinationspräparat, welches Östrogen und Gestagen enthält.
Bei der Minipille wird das Gestagen in niedriger Dosis täglich eingenommen. Die 7tägige Einnahmepause entfällt.
Die Wirkungsweise der Minipille ist anders als die der Kombinationspille. Bei der Minipille wird die Follikelreifung nicht vollständig unterdrückt und es kann auch zur Ovulation kommen. Der empfängnisverhütende Effekt beruht daher vor allem auf den lokalen Gestagenwirkungen: die Gebärmutterschleimhaut wächst weniger und hat nicht die Beschaffenheit, die die Einnistung einer Eizelle ermöglicht. Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals bleibt zähflüssig und wirkt als Barriere gegen die Spermien.
Die Sicherheit der Minipille ist im Vergleich zur Kombinationspille geringer. Dies hängt vor allem damit zusammen, daß die Minipille bei Einnahmefehlern sehr schnell ihre Wirkung verliert. Die Einnahmezeit sollte immer gleich sein und darf sicher nicht mehr als 3 Stunden überschritten werden.
Die Minipille ist vor allem für Frauen in der Stillzeit geeignet und allenfalls eine Alternative für Frauen, die eine Östrogen-Gestagen-Kombination nicht vertragen, aber auf die Vorzüge der hormonalen Kontrazeption in Tablettenform nicht verzichten wollen.