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14.03.2015
Besuch im Hermann Hesse Museum in Montagnola/Tessin
Auch im Leben eines Füllfederhalter-Sammlers gibt es Momente die besondere Erwähnung verdienen. So geschehen diesen Freitag im Tessin, dem Heimatkanton meiner Ehefrau Claudia.
Bei einem früheren gemeinsamen Besuch Ihrer Tante Maria in Origlio, beschloss ich das nahe gelegene Hermann-Hesse-Museum zu besichtigen, welches 1997 zu Ehren des Schriftstellers Hermann Hesse in Montagnola eingerichtet wurde.
Wie wohl vielen ist Hermann Hesse durch seine Werke „Der Steppenwolf", "das Glasperlenspiel" oder „Siddhartha“ nachhaltig ins Bewusstsein gedrungen und wirkt auch viele Jahre nach dem Lesen dieser Bücher nach. So war es für mich an der Zeit, diese wichtige Wirkungsstätte dieses ausserordentlichen Schriftstellers zu besuchen.
Das Museum Hermann Hesse in Montagnola wurde in den Räumen der Torre Camuzzi eingerichtet. Es liegt in direkter Nachbarschaft zur malerischen Casa Camuzzi, in der Hermann Hesse von 1919 bis 1931 in einer Wohnung mit weitem Blick über den Luganer See lebte.
Inmitten der eindrücklichen Ausstellung entdeckte ich in einer Vitrine drei Füllfederhalter. Ich erkannte einen Swan, einen Soennecken und den Dritten konnte ich auf die Distanz nicht identifizieren. Die Idee begann zu reifen, diese Schreibwerkzeugen zu identifizieren. Immerhin ist zu vermuten, dass Hermann Hesse damit an seinem Werk „Das Glasperlenspiel“ - durch welches er im Jahre 1946 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde - geschrieben hat.
Nun also entschloss ich mich, die Museumsleiterin und Direktorin der „Fondazione Hermann Hesse Montagnola“, Frau Regina Bucher, zu kontaktieren mit der Absicht näher an die Füllfedern zu kommen. Zu meiner grossen Freude war Frau Bucher meiner Idee sehr aufgeschlossen und wir vereinbarten einen Termin auf besagten Freitag.
Seit bald 30 Jahren sammle, restauriere und dokumentiere ich alte Füllfederhalter. Im Rahmen meiner Sammlertätigkeit sind mir insbesondere zwei Marken mit den Namen "ASKA" und "Monte Rosa" aufgefallen. Meine Recherchen ergaben, dass es sich hier um zwei Marken handelt, deren Ursprung in der Schweiz liegen. Im Gegensatz zu den grossen europäischen und amerikanischen Marken ist weder in der Literatur noch im Internet etwas Konkretes über alte Schweizer Füllfedern dokumentiert.
Deshalb betrachte ich es als erstrebenswert, mittels umfassende Recherchen einen Überblick über die Produktion und den Vertrieb von Füllfedern in der Schweiz zu schaffen und aufzeigen, dass auch in der Schweiz eine - wenn auch kleine, aber feine – Füllfederhalter und Goldfeder-Produktion stattgefunden hat.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
Daniel C. Holzer