Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03526.jsonl.gz/214

Nur wenige Wochen, nachdem die MSC Opera in Venedig ein Ausflugsboot gerammt hat, kam es am Sonntagabend in Venedig erneut zu einem Zwischenfall. Betroffen war die Costa Deliziosa von Costa Cruises, die bei heftigen Gewittern in Venedig einlief und an der Uferpromenade Riva del Sette Martiri, etwa einen Kilometer vom Markusplatz, um ein Haar mit einer festgemachten Yacht kollidierte. Die drei Schlepper, einen am Heck, zwei am Bug, konnten einen Aufprall im letzten Moment verhindern. In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos von Augenzeugen die zeigen, wie nah das Schiff an der Hafenmole vorbeifährt.
Heftige Regenfälle behinderten die Sicht. Durch die starken Windböen, die das Unwetter mit sich brachte, sei das Schiff im Giudecca-Kanal vom Kurs abgewichen, bestätigte ein Sprecher der Costa Deliziosa gegenüber verschiedenen Medien. Die Besatzung habe aber zu kleinem Zeitpunkt die Kontrolle über das Schiff verloren. Es konnte seine Reise wie geplant fortsetzen.
Der Vorfall wird die Diskussion um ein Anlegeverbot für grosse Schiffe in der Innenstradt Venedigs weiter ankurbeln. Anwohner hatten in den vergangenen Wochen mit Protesten auf sich aufmerksam gemacht. Aus Angst vor weiteren Zwischenfällen wollen sie grosse Cruiser im Hafen verbieten. Geplant ist, dass die besonders grossen Kreuzfahrtschiffe eine weniger spektakuläre Route um die Stadt fahren und in der Industriegegend Marghera anlegen. (TI)