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Freibeuter der Meere
Einleitung
Vielleicht ist dies der untypischste von allen Filmen, bei dem Bud und Terence gemeinsam auftreten. Es ist ein Piratenfilm bei dem die beiden kein Team bilden, sondern Gegner sind. Interessant ist, dass "Die rechte und die linke Hand des Teufels" erst ins Kino kam, als dieser Film schon gedreht wurde. Also bevor die beiden den grossen Durchbruch als Team geschafft haben. Damit ist wohl zu erklären, dass die beiden hier Gegner sind. Terence hat hier auch klar die Hauptrolle.
Handlung
Blacky (Piratenkapitän) ist genauso wie 3 andere Kapitäne auf der Jagd nach einer Schiffsladung Gold der Spanier. Die vier Kapitäne tun sich vorerst zusammen weil einer alleine nicht in der Lage ist, dies zu schaffen. Als in einer Versteigerung die Frau des Vizekönigs (und eine weitere) angeboten wird, wissen nur Blacky und Skull (Bud Spencer), wer diese Frau ist. Blacky gewinnt die Ersteigerung und als er dann nicht mit Skull wünscht zusammenarbeiten will, hetzt dieser die beiden anderen Kapitäne (De Lusac und Montbart) gegen Blacky auf. Er verrät, dass es sich um die Frau des Vizekönigs handelt und welche Bedeutung, bzw. welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Einerseits ist sie sehr wertvoll, andererseits allenfalls in der Lage, Informationen über das ersehnte Geld zu haben.
Bevor es die 3 Kapitäne schaffen, Blacky die Frau abzunehmen, gibt er diese (zusammen mit der anderen ersteigerten Frau) für 50'000 Dublonen an den Vizekönig zurück. Blacky musste dafür allerdings mit einigen gefährten von seinem Schiff (die "Fury") flüchten. An Land wird er dann vom Vizekönig erwischt und gefangen genommen. Seine Leute, die ebenfalls vor dem Angrifewaltf der anderen Piraten flüchten konnten, befreien ihn jedoch. Als die Männer auf die Fury zurück wollen, ist diese in den Händen von den anderen Piraten. Die "Fury" wird von den Piraten dazu missbraucht, einen Angriff auf die spanischen Schiffe mit dem begehrten Gold vorzutäuschen und wird dabei zerstört. Blacky schafft es dann dafür, Skulls Schiff (die "Erebus") unter seine Kontrolle zu bringen, Skull ist dabei sein Gefangener. Nun versucht Blacky mit der Erebus zum Gold zu kommen. Skull, welcher darauf besteht, sein Schiff als letzter zu steuern, kommt dabei um. Blacky und seine Leute gewinnen den Kampf gegen die Verteidiger des Goldes und nehmen es ihnen ab. Zum Schluss stellt Blacky klar, dass er das Gold für das englische Königshaus erkämpft hat.
Gut zu wissen
Freibeuter waren private Seefahrer, welche vom Staat beauftragt wurden, Gewaltakte und Plünderungen auf See im Interesse des Staates durchzuführen. Vom Mittelalter (Anfänge im 12. Jahrhundert) bis Anfang des 19. Jahrhunderts war dies eine anerkannte Praxis zur Unterstützung der Streitkräfte in Kriegszeiten. Gekapert wurden vor allem Handelsschiffe, diese Aktionen waren also meist ein Teil eines Handelskrieges.
Voraussetzung war ein Kaperbrief der Regierung, der einen Privatmann berechtigte, ein Schiff zu Kapern (entern), zu plündern oder gar zu versenken. Der Kaperer (oder eben Freibeuter) durfte als Belohnung jeweils einen Teil der Beute behalten. Kaperbriefe wurden vor allem ausgestellt, wenn ein Land Geld brauchte, oder seine Streitkräfte verstärken wollte.
Die Kaperei wurde vor allem von Grossbritannien, Frankreich, den USA und den Hansestädten praktiziert. Kaperei ist von der Piraterie zu unterscheiden, wobei Freibeuter einen solchen Kaperbrief sehr oft auch für Piraterie missbrauchten.
Filmdaten
Genre: Abenteuerfilm
Produktionsland: Italien und Spanien(Originaltitel: Il corsaro nero)
Erscheunungsjahr: 1971
Filmlänge:95 Min
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Vincenzo Gicca Palli
Drehbuch:George Martin
Darsteller: Terence Hill (Blacky), Bud Spencer (Skull), Silvia Monti (Isabel de Mendoza), George Martin (Don Pedro), Sal Borghese (Martel), Carlo Reali (Captain de Lusac), Diana Lorys (Manuela), Edmund Purdom (Vizekönig), Luciano Pigozzi (Montbarque), Luciano Catenacci (Shane)
Drehorte
Der Film wurde in der Region Latium gedreht, also in der Region um Rom. Die Innenaufnahmen dann vor allem in den De Paolis Studios in Rom. Ebenfalls sollen Aufnahmen in Spanien gemacht worden sein.