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ARTE sendet die prämierten Filme des Kurzdokumentarfilm-Wettbewerbs für Regisseurinnen
Strasbourg (ots) –
Am 15. und 16. Dezember 2021 strahlt ARTE die beim Kurzdokumentarfilm-Wettbewerb für Regisseurinnen prämierten Filmbeiträge aus. Anschließend stehen die Filme in der ARTE Mediathek zur Verfügung. Darunter auch der Beitrag, der den Hauptpreis gewann: „Die Stadt der Anderen“ von Roser Corella.
Die Jury für die deutschen Beiträge, bestehend aus der Comiczeichnerin Pénélope Bagieu (Jurypräsidentin), den DokumentarfilmerInnen Nicola Graef und Marcus Vetter, Formatentwicklerin Dani Woytewicz sowie Ulla Hocker (Bereichsleiterin Programm und Kommunikation bei ARTE Deutschland), wählten sieben Filme von einer Länge zwischen sieben und zwölf Minuten für eine Fernsehausstrahlung und für die Verbreitung im Online-Angebot des Senders aus.
Der Hauptpreis – ein Entwicklungsvertrag für einen Dokumentarfilm von 52 Minuten Länge – ging an Roser Corella für ihren Kurzfilm „Die Stadt der Anderen“ über junge Frauen, die in Beirut in sklavenartigen Verhältnissen als Hausangestellte leben. In der Jurybegründung heißt es: „Roser Corella ist ein Film gelungen, der berührt und schockiert gleichermaßen und damit das erreicht, was nur wirklich gute Filme erreichen: Er wirkt nach.“
Die Filmemacherin Loreto Quijada wurde für „Ojekt“ mit dem zweiten Preis und einem Preisgeld von 3000EUR ausgezeichnet. In ihrem zutiefst poetischen Kurzfilm geht sie der Geschichte einer achtlos weggeworfenen Sammlung alter Fotos nach, erzählt gleichzeitig über den unaufhaltsamen Lauf der Zeit und gibt Einblick in ihre chilenische Heimat und Gedankenwelt.
Weitere Themen der ausgewählten Filme sind der Protest von Jugendlichen gegen die weißen französischen Bewohner*innen Neukaledoniens („Burning Cars“ von Maud Mascré), der polnische Frauenstreik im Kampf gegen das Abtreibungsverbot („The battle for our voices“ von Jennifer Mallmann), das wenig wahrgenommene Dilemma von Young Carern zwischen Verantwortungsgefühl und Freiheitswunsch („Teenage Dirtbag“ von Natalie Mustermann und Alexandra Schröder), Übergriffe gegen Frauen („Being Born A Girl“ von Elena Horn) und der Lebensentwurf einer Gerberin in Island („to life“ von Stefanie Gartmann).
Mit dem von ARTE veranstalteten Wettbewerb, der von Dezember 2020 bis Mai 2021 allen Dokumentarfilmerinnen in Frankreich und Deutschland offenstand, fördert ARTE den Dokumentarfilm, will aber im Rahmen seiner Maßnahmen, um mehr kreativen Frauen eine größere Präsenz im Programm zu geben, vor allem auch Regisseurinnen mit neuen Perspektiven und Handschriften als neue Talente für ARTE gewinnen.
Die Gewinnerinnenfilme sind am 15. Dezember ab 23.10 Uhr und am 16. Dezember ab 23.15 Uhr zu sehen und stehen anschließend in der ARTE Mediathek zum Abruf bereit.
Pressekontakt:
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