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Steht der grosse iPhone-Deal mit China Mobile kurz bevor?
Gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters verlaufen Verhandlungen zwischen Apple und China Mobile — dem grössten Mobilfunkanbieter der Welt — bislang reibungslos. Der Abschluss eines Vertrages zwischen den beiden Unternehmen rücke damit in greifbare Nähe, wie es der Vorsitzende von China Mobile, Xi Guohua, gegenüber der Nachrichtenagentur bestätigte. Der Manager fügte allerdings an, dass noch immer geschäftliche und technologische Differenzen ausgeräumt werden müssten. Spezifischere Informationen dazu wollte der Vorsitzende nicht nennen.
Es gibt schon seit längerer Zeit Gerüchte, nach welchen Apple und China Mobile seit Jahren über den Verkauf der iPhones verhandeln.
Im Moment kann keines der angebotenen iPhone-Modelle auf dem Netz von China Mobile betrieben werden. Der vom Unternehmen entwickelte «TD-SCDMA»-Standard wird von keinem der momentan angebotenen iPhones unterstützt. Neu entwickelte Chips von Qualcomm würden es nun Apple ermöglichen, in künftigen Geräten den von China Mobile entwickelten Funkstandard zu unterstützen. Die Chips wären zudem in der Lage, den von der chinesischen Regierung bevorzugten Standard beim Ausbau des LTE-Netzes zu unterstützen. Mit den 740 Millionen Kunden von China Mobile würde sich nach Vertragsschluss für Apple ein gigantischer neuer Markt öffnen.
Allerdings waren technologische Probleme in der Vergangenheit nicht der einzige Grund, wieso das iPhone bei China Mobile nicht erhältlich war. Das Unternehmen zeigte sich in der Vergangenheit nicht bereit, sich den Bedingungen von Apple, welche insbesondere die Präsentation der Geräte und das Marketing betreffen, zu fügen. Ob Apple angesichts der Marktmacht von China Mobile hier Kompromisse machen wird, muss sich noch zeigen.
In China wird das iPhone 5 im Moment nur von den beiden Providern «China Telecom» und «China Unicom» verkauft.
Apple legt seit Jahren ein Augenmerk auf das Wachstum in China. Obwohl der Umsatz von Apple in China im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent sank, sieht das Führungsteam von Apple das Schwellenland noch immer als Chance. Für die Wichtigkeit von China für Apple, sowohl als Produktions- wie auch als Absatzland, sprechen auch die mehrfachen Besuche von Tim Cook im Reich der Mitte.
Analysten gehen allerdings von einer sinkenden Popularität des iPhones in China aus. Konsumenten würden künftig eher Android-Smartphones vorziehen, wie es ein Analyst gegenüber Reuters ausdrückte. Daher müsste sich noch zeigen, welchen Einfluss ein Deal mit China Mobile auf Apple hätte.
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