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Geschichte – Die Mitte Frauen Oberwallis
Geschichtliches
In den 1980er Jahren wurden einige CVPO-Frauen in einen Gemeinderat, als Grossratssuppleantin oder Friedensrichterin gewählt. Vor den Wahlen kamen jeweils mehrere Frauen zusammen, um die Kandidatinnen zu unterstützen.
1985 wurde mit Brigitte Hauser-Süess das erste Mal eine CVPO-Frau in den Vorstand der CVP-Frauen Schweiz gewählt. Um vermehrt Frauen für die Politik und für politische Ämter zu motivieren, fanden in der Folge verschiedene informelle Treffen zwischen den CVPO- und den CSPO-Frauen statt. Anfangs der 1991 wurden die ersten Frühstücks-Treffen der C-Frauen (Kurzform der CVPO- und CSPO-Frauen) in den verschiedenen Bezirken des Oberwallis organisiert. Die Informationen aus Bund, Kanton und Gemeinden stiessen auf grosses Interesse. 1991 wurde Brigitte Hauser-Süess als Präsidentin der CVP-Frauen Schweiz gewählt.
1997 übernahm Brigitte Hauser-Süess das Amt der Fraktionschefin der CVPO-Abgeordneten im Grossen Rat. 1999 gab sie dieses Amt ab und leitete die CVPO als Präsidentin. Mit Béatrice Meichtry (Bezirk Leuk) und Edith Nanzer (Bezirk Brig) stellten CVPO-Frauen auch Bezirksparteipräsidentinnen. Seit 2018 wird die CVPO wieder von einer Frau geführt: Franziska Biner aus Zermatt.
In den 90er Jahren konnte der Anteil der CVPO-Frauen in den Gemeinderäten und im Grossen Rat gesteigert werden. Auch die grossen Oberwalliser Talgemeinden waren in der Hand von CVPO-Frauen: Ruth Kalbermatten (1992 – 2000) in Visp; Edith Nanzer-Hutter (1994 – 2004) in Naters und Viola Amherd (2000 – 2012) in Brig-Glis. 2008 – 2016 war Gaby Fux-Brantschen Präsidentin von St. Niklaus und Christine Clausen präsidierte von 2009 – 2020 die Gemeinde Ernen
Seit 2017 ist Romy Biner-Hauser Gemeindepräsidentin von Zermatt und seit 2020 präsidiert Astrid Hutter die Gemeinde Steg-Hohtenn. Mit Charlotte Salzmann-Briand ist auch wieder eine CVPO-Frau Präsidentin der Gemeinde Naters.
Bei den Grossrats- und Suppleantenwahlen im März 2021 konnte der Frauenanteil in der CVPO Fraktion von 4 auf 10 erhöht werden. Gewählt wurden als Grossrätinnen: Andrea Amherd-Burgener, Franziska Biner, Rahel Pirovino-Indermitte, Charlotte Salzmann. Als Suppleantinnen gewählt wurden: Stefanie Aufdenblatten, Marceline Gemmet, Daniela Imhof-Jenelten, Evelyne Pfammatter, Erna Willisch und Stefanie Zimmermann.
Ruth Kalbermatten war die erste CVPO-Nationalrätin (1999); von 2005 bis 2018 vertrat Viola Amherd das Wallis und die CVPO im Nationalrat. Sie amtete auch als Vize-Fraktionschefin der Bundeshausfraktion. 2018 wurde Viola Amherd als erste Walliserin in den Bundesrat gewählt. Sie übernahm das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport.
Von 2009 bis 2017 war Daniela Bodenmüller Präsidentin der CVPO-Frauen. Von 2017 bis 2022 leitete Beatrice Kalbermatten die CVPO-Frauen. Am 8. März 2022 wurde Nicole Gertrud Ittig als neue Präsidentin gewählt. Sie vertritt die CVPO-Frauen auch im Vorstand der Mitte-Frauen Schweiz.
Seit 2009 finden drei Mal im Jahr Frühstückstreffen in den verschiedenen Bezirken des Oberwallis statt. Diese mussten allerdings wegen der Corona-Pandemie einige Male ausfallen. Einmal im Jahr, grundsätzlich anfangs März, wird eine Veranstaltung zu einem aktuellen Thema durchgeführt.
2014 organisierten die CVPO-Frauen ebenfalls die Delegiertenversammlung der CVP-Frauen Schweiz in Brig.
Hauptaufgaben
- Stellungnahme zu aktuellen politischen Fragen und Problemen
- Mitarbeit in Kommissionen und Arbeitsgruppen
- Mitarbeit bei bzw. die Erarbeitung von Vernehmlassungen
- Informations- und Erfahrungsaustausch
- Pflege eines guten Beziehungsnetzes unter Die Mitte Frauen Oberwallis und Die Mitte Oberwallis
- Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Organisationen
- Schulung und Weiterbildung von politisch interessierten Frauen