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Madrid - Die Europäische Union intensiviert ihre Beziehungen zu Lateinamerika. Auf einem Gipfeltreffen mit den im Mercosur-Bündnis zusammengeschlossenen Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay wurde in Madrid vereinbart, die seit sechs Jahren auf Eis liegenden Vertragsverhandlungen neu aufzunehmen.
Die EU und die vier südamerikanischen Mercosur-Länder wollen ein Assoziierungsabkommen schliessen, das neben der Schaffung einer Freihandelszone auch einen politischen Dialog vorsehen soll.
Die Verhandlungen waren seit 2004 blockiert gewesen, weil Frankreich und andere EU-Staaten Nachteile für ihre Bauern befürchten, wenn Länder wie Brasilien oder Argentinien praktisch uneingeschränkt Fleisch in die EU exportieren dürfen.
Der amtierende EU-Ratspräsident und spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero betonte: "Mit einem solchen Abkommen werden alle Seiten gewinnen." Ein Land wie Paraguay könne auf ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von zehn Prozent hoffen. Die EU könne ihre Wachstumsrate um 0,1 Prozent steigern.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso gab allerdings zu bedenken, dass ein Neubeginn der Verhandlungen noch keine Einigung auf ein Abkommen bedeute. Er deutete die Möglichkeit an, Kompensationen für solche Gruppen zu schaffen, die durch ein Assoziierungsabkommen Nachteile in Kauf nehmen müssten.
Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner sagte: "Die EU und Mercosur sollen sich nicht mehr als Kunden, sondern als Partner betrachten."
Das Treffen von EU und Mercosur fand am Rande eines Gipfels der Europäischen Union mit 33 Staaten Lateinamerikas und der Karibik statt.
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