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Im Jahr 1970 wurde von Albert Kuster in Ennetbaden ein Verein gegründet mit dem Ziel, das Singen von jungen Menschen zu fördern. Die jungen Sängerinnen und Sänger nannten sich “the nameless”. Das Repertoire bestand zunächst vorwiegend aus Negro Spirituals. Später fügte man aktuelle, leicht verjazzte Bearbeitungen der Werke J.S. Bachs unter dem Begriff “Play Bach” ein, um dann das Hauptaugenmerk auf klassische a-capella-Kompositionen zu richten. 1980 wurde das von Albert Kuster komponierte “Requiem für eine verlorene Zeit” uraufgeführt, wofür Albert Kuster ein Stipendium des Kuratoriums des Kantons Aargau für einen ausgedehnten Aufenthalt in Paris erhielt.
1983 musste der Chor einen neuen musikalischen Leiter suchen. Man fand in Stefan Rinderknecht einen geeigneten Nachfolger. Gleichzeitig änderte der Chor seinen Vereinsnamen in “Kammerchor arcus” mit Sitz in Baden. Der Kammerchor arcus konzertierte ausser in der Region Baden auch in Boswil und Zürich und brachte u.a. Werke von Byrd, Britten, Bourgeois und Pärt zur Aufführung. Auch unter Stefan Rinderknecht kam es zu einer Uraufführung im Jahr 1984. Mit seiner Komposition “Maria durch ein Dornwald ging” erhielt auch er ein Stipendium des Aargauer Kuratoriums, wodurch der Chor Ende 1987 wiederum ohne musikalische Leitung dastand.
Die Suche nach einem Dirigenten führte wieder zurück zum Ursprung: Albert Kuster, Gründer und erster Chorleiter, übernahm wieder die Führung. Mit diesem Wechsel änderte der Verein erneut seinen Namen in “kammerchor akuΣma baden”, der bis heute erhalten blieb. In dieser Phase wurde vorwiegend sakrale Musik aufgeführt, aber auch eine satirische Bearbeitung bekannter Melodien über Frauennamen von Albert Kuster unter dem Titel “FrauInnen” hatte seinen Platz. Leider musste Albert Kuster 1991 wegen beruflicher Überlastung die Leitung des Chors aufgeben.
In Andreas Wittwer fanden wir wiederum einen engagierten neuen Dirigenten, der den Chor von 1992 bis 2004 über zwölf Jahre leitete. In dieser Zeit beinhaltete das Repertoire Musik aus verschiedenen Stilrichtungen und Jahrhunderten. Zu den musikalischen Höhepunkten in dieser Ära zählte neben anderen die Aufführung des “Totentanzes” von Hugo Distler. Die jährlichen Sommerserenaden mit eher leichterer musikalischer Kost und Barbetrieb erfreuten sich beim Publikum grosser Beliebtheit. Legendär sind die beiden Chorreisen, die uns 1995 nach Israel und 2002 in die Türkei führten. Zu unserem grossen Bedauern gab Andreas Wittwer die Stelle als Chorleiter 2004 auf, da er eine längere musikalische Weiterbildung antrat.
Von 2004 bis 2008 übernahm Gaudenz Tscharner die Leitung des Chors. Unter ihm führten wir u.a. Werke von Monteverdi, Mendelssohn, Distler, Schubert, und Brahms auf. Im Jahr 2008 kam es zu einem erneuten Wechsel, da Gaudenz Tscharner aus familiären Gründen die Chorleitung aufgab. Im August übernahm Mark Kölliker die Leitung. Im ersten gemeinsamen Konzert kamen im Mai 2009 Werke von Dufay, Machaut und Pärt zur Aufführung, wobei der Chor vom Ensemble für Alte Musik “il desiderio” begleitet wurde.
Die Aufführung unseres Jubiläumskonzerts im Juni 2010, zusammen mit den Basler Kammersolisten und renommierten Sängerinnen und Sängern, wurde zu einem weiteren Höhepunkt in der Geschichte des kammerchors akuΣma baden.
Seit November 2010 heisst unser Dirigent Michel Uhlmann. Wir freuen uns, in ihm einen äusserst vielseitigen, ambitionierten musikalischen Leiter gefunden zu haben, der es versteht, das anspruchsvolle musikalische Niveau weiter zu fördern.
Der Chor befindet sich in einer Aufbruchstimmung und konnte innerhalb kurzer Zeit einige neue Mitglieder dazu gewinnen. Aktuell besteht er aus zirka 25 Sängerinnen und Sängern, von denen viele schon seit einigen Jahren aktiv dabei sind. Zwei davon gehören zu den Gründungsmitgliedern. Der kammerchor akuΣma baden besetzt neben den zahlreichen in Baden und Umgebung wirkenden Chören eine Nische, indem er auf einem anspruchsvollen musikalischen Niveau regelmässig auch selten gehörte geistliche und weltliche Chorliteratur aufführt. Daneben kommt die Pflege der freundschaftlichen Beziehungen nicht zu kurz.