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Leere Autobahnen, Haupt- und Nebenstrassen prägten das Bild des 25. November 1973. Wer auf den geliebten Sonntagsausflug nicht verzichten wollte, musste dies ohne das damals so verehrte Auto machen. Das erste Sonntagsfahrverbot in der Schweiz entpuppte sich dennoch als wahres Happening.
Alte Velos wurden aus dem Keller geholt und wieder fahrtüchtig gemacht. Die Strassen wurden zur Rollschuhbahn, Spaziergänger flanierten auf grossen Verkehrsachsen: Die Schweizer nahmen das erste Sonntagsfahrverbot mit viel Humor. Doch der Hintergrund war äusserst ernst.
Der Ölschock
Syrien und Ägypten überfielen Israel. Als Folge des Jom-Kippur-Krieges (6. bis 24. Oktober) drehten die arabischen Staaten den Ölhahn zu. Vor allem betroffen vom Erdölembargo der OPEC-Staaten (Organisation der erdölexportierenden Länder) waren die USA und die Niederlande.
Sie wurden für ihre proisraelische Haltung bestraft, die Öllieferungen wurden für sie gänzlich gestoppt. Generell drosselte die OPEC ihre Produktion um rund ein Viertel, Öl wurde plötzlich knapp und teuer.
Die Auswirkungen waren dramatisch. Die betroffenen Länder reagierten auf die aussergewöhnliche Lage mit Sparmassnahmen, wie Benzin-Rationierung oder Geschwindigkeitsbegrenzungen. Der Bundesrat richtete eine Task Force ein, diese verordnete der Schweiz drei Sonntagsfahrverbote.
Suche nach Alternativen
Der Erdölschock blieb nicht folgenlos. Die Industriestaaten schauten sich nach Alternativen um. Die Exploration in der Nordsee wurde vorangetrieben. Neue Erdölfelder, wie beispielsweise in Norwegen, wurden erschlossen. Erneuerbare Energieträger, wie Biomasse, Wind oder Sonnen rückten verstärkt in den Fokus.