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Der Morgen sei ein Hund, sagt man. Ein heimtückischer, niederträchtiger Hund, da er einen jeden Tag von neuem aus dem Schlaf reisst und unvermittelt ins raue (neue deutsche Rechtschreibung! Sieht hässlich aus, ist aber so) Leben wirft, und man nichts dagegen unternehmen kann.
Gar nichts? Doch! Ein kleines gallisches Dorf– pardon, ich drohe abzuschweifen.
Gar nichts? Doch! Wofür sonst hätte die Evolution die Kaffeebohne erschaffen? Diese Bohne, welche gemahlen und mit Wasser versetzt einen aufputschenden Trank ergibt, hat so manch schlaftrunkenes Auge geöffnet und vielerlei müde Herzen rasend gemacht. Heutzutage ist es keine Hexerei mehr, sich ein Käffchen zu brauen: Ein Knopfdruck, und schon tröpfelt die vor 1,3,7-trimethylxanthin strotzende Flüssigkeit in die Tasse, der modernen Technik sei Dank.
Wenn nun aber die Kaffeemaschine frisch durchgeputzt ist, hat sie die Mengenberechnung nicht mehr im Griff, ich vermute, die Durgol-Dämpfe verändern den Elektronenfluss im Berechnungsprozessor. Jedenfalls musste der Dezi vorhin mit einer Übermenge Kaffee in seiner Tasse fertigwerden, was sich als nicht-triviale Angelegenheit herausstellte, und wohl wiederum die Theorie erhärtet, der Morgen sei ein Hund, ein heimtückischer, niederträchtiger.