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Carmina Burana
Im Rahmen der Wettinger Sommerkonzerte führen wir gemeinsam mit dem Kantichor der Kantonsschule Wettingen unter der Leitung von Cristoforo Spagnuolo die berühmte “Carmina Burana” von Carl Orff auf.
Zum Programm
“O Fortuna” - diesen mächtigen, düster-tragischen Eröffnungschor und das damit verbundene “Rad des Schicksals” erkennen wohl die meisten sofort wieder. Im weiteren Verlauf sind Orffs “Carmina Burana” jedoch vor allem geprägt von heiteren Themen: vom Erwachen der Natur im Frühling, von Sinnesfreude und Lebenslust.
Welches die Faktoren für die enorme Popularität eines bestimmten Musikstückes sind lässt sich manchmal nicht so einfach erklären. Jedenfalls wurde Carl Orffs “Carmina Burana” schon vor Jahrzehnten zu einem Chartbreaker des Chorrepertoires und später auf immer neue Weise von Leuten ausgeschlachtet, die nach fesselnden und einprägsamen Musikwerken suchten, um über die Werbung eine möglichst grosse Produktvielfalt zu vermarkten. Die «Carmina Burana» eröffneten dem Komponisten, der zur Zeit der Uraufführung 42 Jahre alt war, einen neuen stilistischen Weg. Trotzdem konnte keines seiner späteren Werke diesen Publikumserfolg wiederholen.
Viele Menschen, die so unmittelbar auf die berühmtesten Augenblicke des Werkes anspringen, wird es wohl überraschen, welch abgelegenes Material Orffs Klangfantasie in Gang setzte: Mittellateinische Texte sind nicht unbedingt der Stoff für Massenunterhaltungen oder für den kommerziellen Erfolg, der dieses Werk mit sich brachte. Jedenfalls änderte sich die Laufbahn des Komponisten, der kurz nach der Premiere am 8. Juni 1937 seinem Verleger schrieb: “Alles, was ich bisher geschrieben und Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen! Mit den Carmina Burana beginnen meine gesammelten Werke!".
Die Texte der Lieder aus Beuern (denn nichts anderes bedeutet der Werktitel) sind in einem Kodex des 13. Jahrhunderts aus dem oberbayerischen Kloster Benediktbeuern überliefert. 1847 wurde ihr Inhalt erstmals veröffentlicht. Die Lieder wurden im Mittelalter gesammelt und bestehen aus einer Fülle weltlicher volkstümlicher Gedichte, die vermutlich auf die Spielleute und Narren zurückgingen. Neben mittellateinischen Texten gibt es auch solche im damaligen Französisch und Deutsch oder gar in einer regelrechten Sprachmelange. Orffs Vertonung dieser Texte zeichnet sich vor allem durch eine rhythmische Durchschlagskraft und einprägsamen Melodien aus.
Die Aufführung von Händels Oratorium “Solomon” vor zwei Jahren löste Begeisterungsstürme aus. Dann folgte letztes Jahr ein überwältigender Erfolg mit Gershwins “Crazy for You” im Kurtheater Baden. Dieses Jahr wagt sich der grosse Chor der Kantonsschule Wettingen an das unangefochten beliebteste Chorwerk des 20. Jahrhunderts. Erleben Sie die ausserordentliche Energie und Klangschönheit junger Stimmen, inspirierte Solisten und ein farbenreiches Pianisten- und Schlagzeugensemble in der Klosterkirche Wettingen und in der Stadtkirche Brugg.
Mitwirkende
Chöre: Vocalino Wettingen, Kantichor Wettingen
Sopran: Susanne Oldani
Countertenor: Peter Kennel
Bariton: Rudolf Remund
Schlagzeug: Pit Gutmann, Reto Baumann, Schlagzeugensemble der Kantonsschulen Baden und Wettingen
Klavier: Philipp Meier, Christian Zaugg
Leitung: Cristoforo Spagnuolo
Konzerte
|Freitag, 09. Mai 2014||19.30 Uhr||Klosterkirche Wettingen|
|Samstag, 10. Mai 2014||19.30 Uhr||Stadtkirche Brugg|
|Sonntag, 11. Mai 2014||17.00 Uhr||Klosterkirche Wettingen|