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Im Jahre 1955 kaufte Ernst Kramer ein Grundstück in Schachen. Er baute darauf ein Haus und zog mit seiner Familie ein. Sein älterer Sohn, Werner, hatte rund ein Jahr zuvor seine Lehre als Maschinenmechaniker abgeschlossen.
So begann Werner kurz darauf, sich in der kleinen Werkstatt im Erdgeschoss selbständig zu machen. Oft bekam er Unterstützung von seinem Vater, welcher in einer Schlosserei arbeitete. Sie reparierten zuerst vor allem Traktoren und andere landwirtschaftliche Maschinen. Zudem bauten sie Triebachsanhänger, bei denen die Achse mit der Zapfwelle des Traktors angetrieben werden konnte.
Nach dem Tod von Ernst arbeitete Sohn Werner eine Zeit lang wieder alleine. Aber schon bald bekam er Unterstützung von seinem jüngeren Bruder Ruedi. 1965 erlangten sie durch Zufall die Vertretung der Traktorenmarke KRAMER. Der Raum wurde aber langsam knapp und man erweiterte die Garage nach hinten. Dadurch gab es dann auch mehr zu tun und ein neuer Arbeiter wurde eingestellt. Kurz darauf bekamen sie die Vertretung von Rapid und handelten nun zusätzlich mit Motormähern. Ein vierter Mann wurde angestellt.
1968 wurde Werner von einem Onkel motiviert, ins Autogeschäft einzusteigen. So ging es nicht lange und er handelte auch mit Datsun (heute Nissan).
Die Garage wurde ein zweites Mal erweitert und im 1. Stock entstand ein grösseres Materiallager. Der Betrieb verkaufte zwischendurch sogar Motorsägen, blieb aber weiterhin in der Automobilbranche tätig. Werners älterster Sohn Werni jun. begann nach seiner Ausbildung als Maschinenmechaniker ebenfalls in der Garage zu arbeiten. Als Werni jun. 1997 wegzog, kam sein jüngerer Bruder Ernst in den elterlichen Betrieb zurück. Er hatte zuvor in einer Autogarage gearbeitet, deshalb konzentrierte er sich vor allem auf die Autobranche. Ernst übernahm immer mehr Verantwortung, mit dem Ziel, die Garage später einmal zu übernehmen. Zwischenzeitlich unterrichtete Ernst auch an der Berufsschule.
2010 gab Werner die Garage an seinen Sohn Ernst weiter. Kurz darauf ging Ruedi in den Ruhestand. Seither werden in der Werkstatt keine Landmaschinen mehr repariert. Der umfangreiche Service an Autos und Elektrofahrzeugen wird jedoch laufend erweitert. Mittlerweile führt Ernst mit seiner Frau Yolanda die Werkstatt mehrheitlich alleine. Werner sen. ist aber immer noch zwischendurch in der Garage anzutreffen. Im Sommer 2017 startete Serge Kramer, der Sohn von Ernst und Yolanda, im Betrieb eine verkürzte Zweitausbildung als Automobil-Mechatroniker. Damit arbeitet bereits die vierte Generation Kramer in der Garage mit.