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Nach Angaben der Internationalen Flugtransportvereinigung IATA sind zwischen 2007 und 2014 weltweit 38.000 Zwischenfälle verzeichnet worden. In mehr als 16.000 Fällen kam es zum Einschreiten der Polizei. Bei 40 Prozent musste die Flugroute und der Landeort geändert werden, um den Passagier abzusetzen. Dadurch kommt es allerdings häufig zum Ablassen des Treibstoffes und soomit zu Schäden zwischen 10.000 und 200.000 US$, wie es heißt.
Über Zwischenfälle in Brasilien liegen bisher keine genauen Zahlen vor. Die Zahlen sollen jedoch steigend sein, wie es laut dem Direktor der brasilianischen IATA-Niederlassung, Carlos Ebner, heißt. Ein Beispiel ist ein Vorfall im Januar vergangenen Jahres, bei dem ungeduldige Passagiere die Notausgänge geöffnet haben, um das Flugzeug über dessen Flügel zu verlassen.
Wegen schlechten Wetters in São Paulo war es damals in Rio de Janeiro zu einem höhren Flugaufkommen und zu Verzögerungen gekommen. Durch das Aussteigen über die Flügel können dort jedoch Schäden verursacht werden. Wäre die Reform des Luftfahrtcodes schon in Kraft gewesen, hätten diese den Passagieren in Rechnung gestellt werden können.
Zitiert werden von Ebner aber auch andere Fehlverhalten, die unter Umständen schwerwiegende Folgen haben können, wie das Rauchen auf den Toiletten und das Wegwerfen der Kippen in die dort angebrachten Papierkörbe. Zu den Akten, welche die Sicherheit der Flüge oder den reibungslosen Ablauf gefährden, zählen ebenso Weigerungen, Elektrogeräte abzuschalten oder den Sicherheitsgurt anzuschnallen. Auch das oft aggressive Verhalten von Betrunkenen wird zitiert sowie sexuelle Belästigung der Flugbegleiterinnen.
Noch wird die Reform der Luftfahrtgesetze in den Ausschußsitzungen diskutiert. Sie basieren unter anderem auf dem 2014 international ausgehandelten Protokoll von Montreal, dessen Inhalt von Brasilien zwar anerkannt, bisher aber noch nicht umgesetzt wurde.