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Am Weg von Brittnau nach Mehlsecken und damit vom Aargau (damals Bern) ins Luzernbiet stand bis 1974 das einstige Zollhaus. Eine Besonderheit des Hauses bestand darin, dass es in seiner nordöstlichen Ecke einen gemauerten Stock aus Sandsteinquadern aufwies. Welche Funktion kam ihm zu? Während das gesamte übrige Gebäude aus Holz errichtet war, bot dieser Stock, weil gemauert, eine erhöhte Sicherheit bei Brand und Einbruch. In diesem Raum wurden Geld, Wertpapiere und andere Kostbarkeiten aufbewahrt. Ansonsten wäre bei einem Feuerausbruch alles im Nu verloren gewesen. Das klingeldürre Holz, das Dach aus Stroh (Schaub) und erst noch die kläglichen Löscheinrichtungen liessen an keine Rettung denken.
1688 gründete die Herrschaft Luzern in Mehlsecken eine Zollstätte, wahrscheinlich um eine Umgehung jener von Reiden zu verhindern. Ihre Einnahmen blieben jedoch gering. 1848 wurden die kantonalen Zollstellen endlich aufgehoben. Das Mehlsecker Zollhaus diente aber weiterhin als Wohnhaus bis in die 1970er Jahre. Dann wurde es abgerissen.