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Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Er studierte in Kalifornien zunächst Naturwissenschaften und später Englische Literatur. Nach dem Examen startete er seine Karriere beim "American Museum of Natural History" in New York. Eines Nachts, als Preston seinen Freund Lincoln Child auf eine mitternächtliche Führung durchs Museum einlud, entstand dort die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Thriller, "Relic", dem viele weitere internationale Bestseller folgten. Douglas Preston schreibt auch Solo-Bücher ("Der Codex", "Der Canyon", "Credo", "Der Krater") und verfasst regelmässig Artikel für diverse Magazine. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern an der Ostküste der USA.
Douglas Preston & Lincoln Child wissen schon seit einigen Jahren als Autoren-Duo zu überzeugen. Sie lassen es sich jedoch nicht nehmen, nebenbei auch noch im Alleingang Romane zu verfassen. So geschehen mit dem neuesten Buch von Douglas Preston namens "Credo", in dem es um den Konflikt zwischen Wissenschaft und... Douglas Preston & Lincoln Child wissen schon seit einigen Jahren als Autoren-Duo zu überzeugen. Sie lassen es sich jedoch nicht nehmen, nebenbei auch noch im Alleingang Romane zu verfassen. So geschehen mit dem neuesten Buch von Douglas Preston namens "Credo", in dem es um den Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion geht. Im Auftrag der US-Regierung soll ein Team von Wissenschaftler durch die Simulation des Urknalls neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums liefern. Doch plötzlich geschieht etwas, womit keiner gerechnet hat. Gott persönlich meldet sich zu Wort... Die Handlung der Geschichte beschränkt sich jedoch nicht nur darauf, was in der Forschungseinrichtung geschieht. Nebenbei formiert sich der Widerstand gegen diese Experimente seitens des Navajo-Reservats und einem TV-Prediger gelingt es, gläubige Christen gegen das Projekt anzustacheln. Die Thematik von Wissenschaft und Religion ist bereits ein alter Käse, weiß aber trotzdem noch zu überzeugen und neue Leserschaft anzulocken. Douglas Preston zeigt hier ganz klar, wie schnell der Glaube zu religiösem Fanatismus ausarten kann mitsamt deren Folgen. Er verbindet das geschickt mit einem aktuellen Wissenschaftsthema wie die Urknall-Erforschung, die bereits in CERN bei Genf betrieben wird. Trotz der ernsten Thematik schafft es Douglas Preston, dass der Leser bestens unterhalten wird. Manche Stellen mögen zwar vorhersehbar sein, doch die Geschichte lässt sich locker und flüssig lesen, wobei Spannung und Action nicht auf der Strecke bleiben. Die Handlungsstränge werden geschickt miteinander verknüpft und finden am Ende zusammen. Für den klasse Unterhaltungsfaktor vergebe ich glatte vier Sterne :-)
Die Regierung der USA investiert 40 Milliarden Dollar in ein Experiment, das in der Wüste Arizonas durchgeführt werden soll. In einem Indianerreservat wurde unter der Erde ein Teilchenbeschleuniger gebaut, mit dem man den Urknall erforschen und nachstellen will, aber es soll genauso um das Erschließen einer möglichen neuen Energiequelle... Die Regierung der USA investiert 40 Milliarden Dollar in ein Experiment, das in der Wüste Arizonas durchgeführt werden soll. In einem Indianerreservat wurde unter der Erde ein Teilchenbeschleuniger gebaut, mit dem man den Urknall erforschen und nachstellen will, aber es soll genauso um das Erschließen einer möglichen neuen Energiequelle gehen: Schwarze Mini-Löcher. Der Nobelpreisträger Dr. Gregory North Hazelius leitet das Team, das mit „Isabella“, dem Teilchenbeschleuniger, arbeitet. Doch es läuft nichts wie geplant. Gegenüber der Regierung behauptet Hazelius, dass es Probleme mit der Software, Hardware und anderen Geräten gibt, jedoch ist die Regierung sehr misstrauisch,weshalb man den ehemaligen CIA-Agent Wyman Ford engagiert. Die Regierung behauptet, dass es Fords Aufgabe sei, die Indianer in dem Reservat zu besänftigen, denn diese sind strickt gegen das Experiment sind planen einen riesigen Protestmarsch, mit dem Ziel die Forschungsanlage zu stürmen und dann zu zerstören. Doch die Regierung hat ihn dazu angeheuert, herauszufinden, was das Team verheimlicht. Fords Ex-Freundin, die er seit über zehn Jahren nicht mehr gesehen hat und die als stellvertretende Leiterin des Teams tätig ist, weiht Ford in das Geheimnis ein, warum die Forschungen keine Fortschritte machen: ein Hacker hackt sich immer im entschiedenen Moment in das Programm ein und gibt vor Gott zu sein. Nach einem Testdurchlauf, an dem auch Wyman teilnimmt, nimmt dieser Hacker wieder Kontakt auf und er kann beweisen, dass er Gott ist. Und er hat eine Aufgabe für die Wissenschaftler: sie sollen die Menschheit davon überzeugen, allen Religionen abzuschwören und die Wissenschaft als einzige Religion anzusehen. Zur gleichen Zeit behauptet der TV-Prediger Don T. Spates, dass die Wissenschaftler versuchen die biblische Schöpfungsgeschichte zu wiederlegen. Er hat tausende Anhänger, die ihm bis in den Tod folgen würden und dann mischt sich noch Pastor Russ Eddy, der nur vier Kilometer von „Isabella“ entfernt in einem Wohnwagen lebt, ein, und behauptet, dass Hazelius der Antichrist sei und dass das ganze Projekt das Ende der Welt bedeuten könnte. Und dann überschlagen sich die Ereignisse: tausende Christen wollen Hazelius töten und „Isabella“ zerstören und eine Sondereinheit des FBI will das Gebäude stürmen, da sich die Wissenschaftler bei „Isabella“ verschanzen für einen letzten, finalen Durchlauf durchführen wollen. Das Ende naht, nicht nur für Hazelius und „Isabella“... Wie viele Bücher gibt es schon, wo es um Wissenschaft und Religion geht? Viele, sehr viele. Doch dieses Buch ist nicht so wie die anderen. Hier spielt Gott ein Protagonist. Er spricht zu den Menschen und verlangt das unglaubliche, was man nicht denkt: er will, dass die Menschen alle bekannten Religionen abschwören und die Wissenschaft als einzige Religion anerkennen. Diese Buch ist hoch interessant, spannend und behandelt ein hochaktuelles Thema, denn im CERN Forschungszentrum in Genf wird mit dem Teilchenbeschleuniger LHC nach dem Urknall und einer möglicherweise neuen Energiequelle geforscht. Der Autor beschreibt, aus dem Blickwinkel der Wissenschaft gesehen, alles sehr genau und detailliert. Leider bleiben die Beschreibungen zu den Personen teilweise etwas zu oberflächlich, worüber man aber bei dem Spannungsbogen hinweg sehen kann. Die Idee Gott als Protagonisten sprechen zu lassen ist phänomenal.
Douglas Preston hat hier ein aktuelles Thema gewählt und verarbeitet. Das Thema Teilchenbeschleuniger. Nicht nur, dass sich dieses Buch durch Spannung pur auszeichnet, es sind auch die wissenschaftlichen Fakten und Details bewundernswert. Absolut empfehlenswert!!!