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Ökologie
Natürlicher CO2-Kreislauf
Die weltweite starke Emission von Kohlendioxid CO2 ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Die Erhöhung der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre ist ein wesentlicher Grund für die Verstärkung des Treibhauseffektes. Dieser führt langfristig zu einer allgemeinen Erwärmung der Erde und zu Klimaveränderungen. Das Kyoto-Protokoll legt erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen in den Industrieländern fest.
CO2-Depot aus der Natur
Bäume binden im Verlauf ihres Wachstums CO2 aus der Luft. Der Kohlenstoff (C) wird zum Aufbau der organischen Substanz verwendet, der Sauerstoff (O2) an die Umgebung abgegeben. Eine 25 Meter hohe Buche beispielsweise setzt täglich soviel Sauerstoff frei, wie drei Menschen zum Atmen benötigen. Wird ein Baum nicht gefällt, stirbt er ab und verrottet. Der gebundene Kohlenstoff wird wieder an die Umgebung abgegeben. Der Kreislauf schliesst sich.
Holz bindet CO2
Wird der Baum genutzt und zu Holzprodukten verarbeitet, so gelangt der Kohlenstoff in ein Depot und bleibt darin über Jahrzehnte, vielleicht sogar über Jahrhunderte gebunden. Allein in der Schweiz sind heute netto, also nach Abzug aller Emissionen durch den Herstellungsprozess, rund 45 Millionen Tonnen CO2 im Bauwesen in Holz gebunden. Dies entspricht in etwa dem Gesamtwert Schweizer Emissionen pro Jahr.
Es könnte aber noch viel mehr sein. Der Schweizer Holzbauanteil von etwa 15% liesse sich nämlich verdoppeln – das zeigt unser Nachbarland Österreich. Wichtig dabei ist auch der Gebrauch von Holz anstelle anderer, energieintensiver produzierter Materialien. Denn die Herstellung der meisten Holzprodukte benötigt markant weniger Energie als die Fertigung anderer Produkte.
Quelle: Lignum, Holzwirtschaft Schweiz