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Jahrhundert erbaute Veste mit Burggraben, Ringmauer und Türmen, von der kaum noch einige wenige Reste sich erhalten haben.
Die
Herrschaft Eppishausen war ein
Lehen des Bistums Konstanz, u. die Burg diente dem
Bischof während seiner langen Fehde mit
dem Kloster St. Gallen
als fester Stützpunkt. Die Burg 1370-1600 Eigentum des Edelgeschlechtes von Helmsdorf, von
dem mehrere Glieder (besonders Konrad von Helmsdorf) sich als Dichter auszeichneten. Das Familienwappen, ein weisses halbes
Einhorn im roten
Felde, noch heute als Glasgemälde erhalten.
Die
Herrschaft im 17. Jahrhundert vom Kloster
Muri angekauft und das
Schloss zur Verwalterswohnung umgestaltet: der Wohnraum
auf dem grossen Burgturm wurde abgetragen und vor diesem das Gebäude in seiner heutigen Gestalt aufgeführt.
^[Note:] Eine gewisse Berühmtheit erlangte das
Schloss Eppishausen unter seinem nächstfolgenden Besitzer, dem aus Donaueschingen
stammenden Freiherrn Joseph von Lassberg, der es 1813 dem Kloster
Muri abkaufte. Neben der Pflege seiner grossen Waldungen
widmete sich der Freiherr von Lassberg mit grossem Eifer dem Studium der altdeutschen Sprache und Litteratur;
gerne zeigte er Liebhabern seine reiche Sammlung von Handschriften, seltenen Drucken und Glasgemälden, so dass Eppishausen
lange Jahre hindurch zum häufig besuchten Wallfahrtsort von Sprach- u. Geschichtsforschern wurde. Gustav Schwab, Ludwig
Uhland, der Germanist Jakob
Grimm, J. A. Pupikofer und viele andere Gelehrte waren zeitweilige Gäste
des sogen. Einsiedlers von Eppishausen. Allgemein bekannt geworden ist Freiherr von Lassberg auch durch die Herausgabe des
Liedersaales, einer Sammlung von Dichtungen aus dem Mittelalter.
(Kt. Basel Land,
Bez. Waldenburg).
567 m. Gem. und Dorf, am N.-Fuss der
Bölchenfluh, am
Diegterbach, 10 km s.
Sissach und 3,2 km sw.
der Station
Läufelfingen der Linie
Basel-Olten. Postbureau, Telephon; Postwagen
Sissach-Eptingen. 104
Häuser, 657 reform. Ew.
Kirchgemeinde Eptingen-Diegten. Seidenbandweberei. Gipshaltige
Mineralquelle, deren
Wasser als Eptinger Tafelwasser in den
Handel kommt. Heilbad, von Rheumatikern etc. stark besucht. Refugium bei Rucheptingen. Das Edelgeschlecht von Eptingen war
durch Jahrhunderte eine der mächtigsten Familien des Bistums Basel,
mit der Mehrzahl von dessen andern Herrengeschlechtern
verwandt und erblicher Inhaber des Mundschenkenamtes des Fürstbischofes. Freiherr Johann Baptist Ferdinand von Eptingen
stand 1735 als Offizier in französischen Diensten. Die
Herren von Eptingen waren zugleich auch Bürger von Basel
und Eigentümer
einer Reihe von heute in Trümmern liegenden Burgen in Basel Land.
Ein Zweig der Familie ist im Verzeichnis der rheinischen
Edelgeschlechter aufgeführt. Die Wappen beider Linien waren golden mit dem liegenden schwarzen
Adler im rechten oder linken
Felde. Dazu führten die Eptinger der
Schweiz eine goldene
Krone auf dem Helm, und ihre schwarze Helmdecke sowie der Federbusch
waren übersät mit kleinen goldenen Herzen.
900 m. Gruppe von 11
Häusern u.
Hütten, im ö. Abschnitt der Terrasse zerstreut
gelegen, auf der die kleine Gemeinde
Hothen liegt, 2 km n. über der Station
Gampel der Simplonbahn. 64 kathol.
Ew. Kirchgemeinde
Niedergestelen.