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Was ist?
Je nach Form der Essstörung unterscheiden sich betroffene Menschen äusserlich sehr stark voneinander. Sie können über- oder untergewichtig sein; sie können aber auch ein normales Körpergewicht haben.
Einige Anzeichen sind aber allen Menschen gemein, die an einer Essstörung leiden:
- Alles, was mit Essen zu tun hat, hat für sie eine übermässige Bedeutung. Ihre Gedanken kreisen ständig ums Essen bzw. Nicht-essen.
- Sie beschäftigen sich ständig mit ihrem Gewicht und ihrer Figur.
- Sie spüren nicht mehr, wann sie Hunger haben und wann sie satt sind.
Wenn bei folgendem kleinen Selbsttest mindestens eine der Aussagen zutrifft, ist es möglich, dass eine Essstörung vorliegt:
- Ich beginne jeden Tag damit, auf die Waage zu stehen, und schmiede immer wieder Diätpläne.
- Essen oder Nicht-Essen nimmt einen wichtigen Platz in meinem Leben ein; meine Hobbies, meine Ausbildung oder mein Job, meine Eltern und meine Freundinnen und Freunde sind mir nicht mehr so wichtig.
- Ich weiss nicht mehr, wie es sich anfühlt, Hunger zu haben oder satt zu sein.
- Ich esse nicht mehr zu bestimmten Tageszeiten, sondern (praktisch) gar nicht mehr oder mehr oder weniger den ganzen Tag.
- Ich vermeide es, mit der Familie oder mit Freunden zu essen.
- Ich fühle mich dick, obwohl andere mich nicht für dick halten.
- Die Vorstellung zu essen bereitet mir Sorgen und negative Gefühle – z.B. Schuldgefühle.
- Ich geniesse es nicht mehr zu essen, sondern empfinde Essen nur noch als Belastung.
- Ich fühle mich innerlich leer und will diese Leere mit Nahrung stopfen.
Aber Achtung: Für eine korrekte Diagnose, ob jemand an einer Essstörung leidet, muss eine qualifizierte Fachperson beigezogen werden: z.B. ein Arzt oder eine Ärztin, ein/e Psychiater/in oder ein/e Psychologe/in.
Artikel «Schau nicht weg!»