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Vorhofflimmern: Digoxin erhöht möglicherweise Sterblichkeit
Digoxin wird neben Betablockern und Kalziumantagonisten bei Vorhofflimmern zur Frequenzkontrolle eingesetzt. Eine post-hoc Analyse der AFFIRM-Daten stellt Digoxin nun in Zusammenhang mit einer erhöhten Sterblichkeit. Ob die Mortalitätserhöhung aufgrund eines direkt toxischen Effekts oder auf den häufigeren Einsatz bei komorbiden Patienten zurückzuführen ist, bleibt allerdings unklar.
Für die Analyse wurden die Daten der grossen AFFIRM-Studie (AF Follow-Up Investigation of Rhythm Management) herangezogen. Das Mortalitätsrisiko wurde sowohl für die Gesamtkohorte als auch für die Subgruppen der Patienten mit und ohne zusätzlicher Herzinsuffizienz respektive Auswurffraktion <40% bestimmt und auf andere Risikofaktoren und Begleittherapien bereinigt.
Digoxin erhöhte die Gesamtmortalität signifikant um 41% (p=0.001), unabhängig vom Geschlecht und Vorliegen einer Herzinsuffizienz. Die Rate der kardiovaskulären Todesfälle war um 35% höher (p=0.016), die der Arrhythmie-bedingten Todesfälle um 61% (p=0.009).
Konklusion der Autoren: Bei Patienten mit Vorhofflimmern war die Digoxin-Therapie nach Bereinigung auf alle wichtigen klinischen Parameter mit einer signifikant erhöhten Gesamtmortalität assoziiert. Diese Assoziation war vom Geschlecht und Vorliegen einer Herzinsuffizienz unabhängig.
Link zur Studie
Eur Heart J 2012; Online Publikation am 27. November - Whitbeck MG et al.
05.12.2012 - gem