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Kaufrausch der Gleichnisse
von Cedric Weidmann
Er suchte nach Optimismus, fand aber nur Abneigung und Unruhe.
„Haben Sie nicht auch etwas für den ungewöhnlichen Geschmack?“, fragte er im Geschäft nach, „Ich will nicht das, was alle schon haben.“
„Ja, nur zu“, sagte der Verkäufer, „Sehen Sie sich um.“
Er durchstreifte die Regale und sah in den Terrarien, wie Hass gerade die Angst in den anderen Ecken ihres Käfigs drängte. Nichts sagte ihm besonders zu, auch wenn ihn die Neugierde erwartungsvoll hinter der Scheibe anstarrte und er sich beinahe dazu überwunden hätte, sie zu kaufen.
Plötzlich hörte er ein schrecklich keiffendes Geräusch, das aus einem hinteren Gang kam, der im Dunkeln lag und den er beim ersten Ablaufen gar nicht bemerkt hatte.
Interessiert folgte er dem Geräusch und fand ein Käfig in einer sehr dunklen Ecke, als wäre es versteckt. Der Käfig war mit einem dicken Tuch zugedeckt und er konnte nicht sehen, was es war.
Als er es hochheben wollte, sprang der Verkäufer plötzlich vor ihn und deckte den Käfig ab.
„Glauben Sie mir“, flüsterte er respektvoll, „das wollen Sie nicht sehen.“
„Was ist denn da drin?“
„Wussten Sie, dass Liebe bis zu 12 Zentimeter lang und sehr gefährlich werden kann und sich von Ihrem Puls ernährt? Das ist keine gute Wahl, nehmen Sie stattdessen dieses leere Käfig da drüben, da ist ihr Stolz drin.“