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Milch besteht zum grössten Teil aus Wasser. Darin schwimmen aber auch noch andere Stoffe wie zum Beispiel Vitamine, Magnesium, Calcium, Lecithin oder Fett. Lecithin hilft als Emulgator in diversen Lebensmitteln mit, dass sich Stoffe verbinden, die sich sonst nicht vereinen würden. Im Fall der Milch sind dies Fett und Wasser.
Lecithin zerkleinert das Milchfett zu kleinen Kügelchen, die sich mit dem Wasser mischen. Farblich ergäbe sich so eine «gelblich-weisse Flüssigkeit», wie Birgit Silbernagl, Chemielaborantin im Science-Center Technorama in Winterthur erklärt.
Nun kommt aber die Physik ins Spiel: Die weisse Farbe komme nämlich vom Licht, vom Tages- oder Kunstlicht, das auf die Flüssigkeit treffe, so Silbernagl.
Verstreute Lichtstrahlen geben weissen Eindruck
Die Lichtstrahlen können wegen der Stoffe, die in der Milch schwimmen – vor allem wegen der Fettkügelchen – die Flüssigkeit nicht einfach so durchdringen. Sie werden unzählige Male reflektiert und verstreut.
Und weil Licht das ganze Regenbogenfarben-Spektrum enthält, mischen sich diese Farben in der Flüssigkeit und heraus kommt fürs menschliche Auge: Weiss. «Es ist derselbe Effekt wie beispielsweise bei Nebel, Wolken oder Schnee», sagt die Fachfrau.