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Ursprünglich hielten die Geschäftsreglemente fest, dass die Ratsmitglieder den Sitzungen in «schwarzer Kleidung» beizuwohnen haben. Die Geschäftsreglemente von 1903 verlangten noch eine «dunkle Kleidung». In der Mitte der 70er Jahre wurde die Formulierung «dunkle Kleidung» durch «schickliche Kleidung» ersetzt; in der Praxis bedeutete dies für die Herren Anzug mit Krawatte oder Fliege.
2003 wurde die Bekleidungsvorschrift aus dem Geschäftsreglement des Nationalrates gestrichen. Die vorberatende Kommission hatte darauf hingewiesen, eine der Würde des Rates nicht angemessene Kleidung sei ein «störendes Verhalten» im Sinne der überarbeiteten Bestimmung über den Ordnungsruf, daher könne auf eine ausdrückliche Kleidervorschrift verzichtet werden.
2016 sah sich das Büro des Ständerates veranlasst, in einer Weisung festzuhalten, wie die Bestimmung «schickliche Kleidung» insbesondere auch für Frauen auszulegen ist; gemäss der neuen Weisung haben die Frauen ihre Schultern zu bedecken.
2020 lockerte das Büro des Ständerates die Kleidervorschrift für Frauen. Gemäss der neuen Weisung ist schulterfreie Kleidung auch im Ständeratssaal zulässig.