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In Folge einer Kooperation von Citrix mit dem Investmentunternehmen Elliott verlässt CEO Templeton das Unternehmen.
Citrix Systems steht schon länger unter Druck, strukturelle Veränderungen durchzuführen und profitabler zu werden. Vor rund einem Monat hat sich das Investmentunternehmen Elliott Management in einem Brief an das Citrix-Management
gewandt, um das Unternehmen profitabler zum machen und organisatorische Veränderungen vorgeschlagen. Damals hiess es unter anderem, die Channel-Strategie würde sich über zu viele Partner verteilen, wodurch wichtige Ressourcen an kleine Partner vergeben würden. Ausserdem soll Citrix Aktien zurückkaufen und das Produkteangebot schmälern.
Elliott hält aktuell rund 7,5 Prozent der Citrix-Aktien. Im Brief vom Juni hiess es, Elliotts Senior Portfolio Manager Jesse Cohn wolle sich in den kommenden Wochen mit dem Verwaltungsrat treffen, um den "New Citrix Plan" zu besprechen.
Nun gibt Citrix eine Kooperation mit dem Investor bekannt. In Folge der Kooperation erhält Cohn Einzug in den Citrix-Verwaltungsrat. Er löst Asiff Hirji ab, der entschieden habe, sich per sofort aus dem Verwaltungsrat zurückzuziehen, wie das Unternehmen schreibt. Ausserdem sei das Unternehmen auf der Suche nach einem weiteren neuen Verwaltungsratsmitglied, das einvernehmlich von Citrix und Elliott bestimmt werden und ein aktuelles Mitglied ablösen soll.
CEO tritt zurück
Wie der Virtualisierungsspezialist ausserdem bekannt gibt, hat CEO Mark Templeton den Verwaltungsrat über seinen Rücktritt informiert. Templeton war über 20 Jahre lang für das Unternehmen tätig und wurde 2001 zum CEO ernannt. 2014 nahm der Citrix-Chef eine Auszeit
; damals hat er seinen Rücktritt für das laufende Jahr angekündigt. Nun soll es endgültig so weit sein. Wie das Unternehmen schreibt, werde er jedoch im Amt bleiben, bis ein Nachfolger gefunden sei.
Komitee soll Organisation überprüfen
Das neu gegründete "Operations Committee" soll ausserdem das Citrix-Geschäft überprüfen. Das Kommitee besteht aus vier Verwaltungsratsmitgliedern, darunter Cohn sowie das neue Mitglied. Eine "umfassende Analyse" soll untersuchen, wie das Unternehmen die Margen, den Profit und die Kapitalstruktur verbessern kann.
Darüber hinaus prüfe das Unternehmen in Zusammenarbeit mit unabhängigen Beratern die strategische Ausrichtung seiner GoTo-Produktefamilien
. Ein Verkauf oder eine Ausgründung sei nicht ausgeschlossen. Zudem hat Citrix einen Finanzberater für einen möglichen Verkauf des ByteMobile-Geschäfts engagiert. Das Unternehmen befindet sich gemäss einer Mitteilung in Gesprächen mit Dritten zu einem möglichen Verkauf. (kjo)