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Publiziert: 10 Oktober 2021
Nicht Feierlichkeiten sind gemeint, sondern Festungen, die das Tessin gegen feindliche Eindringlinge beschützen sollten. Zeugnisse davon sind noch heute zu sehen, zum Beispiel im Raum Bellinzona.
Die Fortini della Fame, die Hungerfestungen, gehören zu einer militärischen Verteidigungslinie aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Diese führt durch die Magadinoebene von Camorino nach Sementina und Monte Carasso und wurde als so genannte Dufourbefestigung zum Schutz gegen österreichische oder italienische Eindringlinge aus der Lombardei entlang der Flüsse Sementina und Morobbia gebaut.
Zuvor wurde als Folge vorgängiger politischer Wirren gegen die Schweiz eine Handelsblockade verhängt und Tausende Schweizer Gastarbeiter in ihr Land zurückgeschickt. Zusammen mit der damals ausgebrochenen Kartoffelkrankheit drohte den Menschen im Tessin eine Hungersnot. Um den Leuten eine Verdienstmöglichkeit zu gewährleisten, wurde mit dem Bau der Türme begonnen.
Heute können einige der Hungerfestungen in Camorino oder bei Sementina besucht werden, was ein faszinierendes Eintauchen in die Vergangenheit ermöglicht, so dass mehr über die schwierigen und turbulenten Zeiten des Tessins erfahren werden kann. Der schöne Naturweg führt zu den Hungerburgen in Camorino und eignet sich für all jene, die einige Stunden der Stille verbringen wollen.