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Ein neuer Anime von Miyazaki?
Vor bereits drei Jahren gab der heute 75-jährige Hayao Miyazaki seinen Rücktritt bekanntgegeben (Asienspiegel berichtete). Mit «Kaze Tachinu» («The Wind Rises») realisierte die Anime-Legende und Studio-Ghibli-Gründer damals seinen letzten abendfüllenden Anime. Ein weiteres Projekt in diesem Umfang werde es nicht mehr geben, verkündete er damals. Der Aufwand sei schlichtweg zu gross. Rund 5 Jahre rechnet er mit der Produktion eines Projektes. Der Entscheid sei daher endgültig, betonte er.
Wirklich? In einer am Sonntag ausgestrahlten NHK-Doku deutete Hayao Miyazaki an, dass er wieder einen abendfüllenden Anime plant, wie Cinema Today berichtet. Darin händigte er Studio-Ghibli-Produzent Toshio Suzuki von Hand geschriebene Notizen mit dem geplanten Inhalt seines Anime-Projektes aus.
Neuer Anime bis 2019?
Darin stand, dass Miyazaki den Film bis 2019 fertig stellen möchte, also noch vor den Sommerspielen 2020 in Tokio. Er wäre dann 78 Jahre alt. Scherzhaft meinte Miyazaki gegenüber Suzuki: «Könntest mir nur noch für diesen Film das Geld zusammenkratzen?» Offenbar hat der zweifache Oscar-Preisträger (Asienspiegel berichtete) bereits erste Szenen skizziert.
Seither mutmassen die Fans im Internet, ob der Altmeister wirklich nochmals zurückkehrt? Die Vorfreude ist jedenfalls schon riesig. Bei Miyazaki ist jedenfalls alles möglich. Bereits in der Vergangenheit trat er wiederholt zurück, um kurz darauf ein neuen Film zu machen.
Seit 2 Jahren an einem Kurzanime
Untätig ist er seit seinem Rücktritt nicht geblieben. Seit mehr als zwei Jahren arbeitet er an einem Kurzanime für das Ghibli-Museum. Das Werk soll auf der Geschichte von «Kemushi no Boro» («Boro, die Raupe») basieren (Asienspiegel berichtete). Ursprünglich wollte Miyazaki bereits in den 90ern daraus einen abendfüllenden Film machen, schliesslich gab er das Projekt auf. Dies war kurz vor der Produktion von «Prinzess Mononoke».
Der Kurzanime wird auch Miyazakis erster Werk sein, das vollständig computeranimiert ist. Die Technik scheint ihm jedoch mehr Mühe als Freude zu bereiten, wie im NHK-Beitrag ersichtlich wird. Miyazaki gehört noch zur alten Zunft der Anime-Macher, die ihre Bilder noch ganz klassisch von Hand zeichneten. Nur vereinzelt setzte er in seinen preisgekrönten Filmen Computergrafik ein.
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