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Die US-Grossbank kann sich auf den nächsten Skandal einstellen. Händler von JP Morgan in Houston hatten sich eine Masche ausgedacht, um wertlose Kraftwerke «profitabel» zu machen.
Über der US-Grossbank JPMorgan Chase braut sich ein gefährlicher Sturm zusammen: Die «New York Times» zitierte aus einem geheimen Regierungsdokument, das die Bank belastete. Demnach hätten Ermittler ein manipulatives System aufgedeckt, das «Geld verbrennende Kraftwerke in sprudelnde Profitquellen» verwandelt habe.
Händler der Bank in Houston hätten sich die Masche ausgedacht, um ihre Gewinne auf dem Energiemarkt zu maximieren. Das einstige Vorzeigeinstitut der Wall Street steht seit Monaten wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken im Kreuzfeuer der Kritik der Aufseher. Auch das «Wall Street Journal» berichtete von dem Fall.
«Falsche und irreführende Angaben»
Besonders ärgerlich für Bankchef Jamie Dimon: Nach Angaben der Zeitungen werfen die Behörden der zuständigen Spitzenmanagerin Blythe Masters vor, unter Eid «falsche und irreführende Angaben» gemacht zu haben, indem sie darauf beharrt habe, nichts von den Vorgängen gewusst zu haben.
Es sei allerdings unklar, ob die Aufsichtsbehörden nun ein Verfahren mit möglicher Strafe gegen JP Morgan einleiten würden. Die Bank selbst wies die Vorwürfe vehement zurück. Weder Blythe Masters noch ein anderer Mitarbeiter habe gelogen oder sich falsch verhalten, erklärte eine Banksprecherin gegenüber der «New York Times».
(chb/sda)