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Hallo, ich bin seit 2 Jahren geschieden und wohne mit den Kindern in unserem gemeinsamen Haus. Das Haus ist im Grundbuch auf uns beide eingetragen. Mein Ex-Mann amortisiert das Haus über seine Lebensversicherung und ich bezahle „nur“ den Zins. Nun möchte ich mit meinem Freund zusammenziehen, heisst er zieht zu mir ins Haus. Muss mein Freund meinem Ex-Mann etwas bezahlen, da er ja auch in seinem Haus wohnt?
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Guten Tag
Vordergruendig gilt wohl einfach einmal die Vereinbahrung zwischen ihnen und ihrem Exman.
Der Einzug ihres Freundes hat nicht zur Folge, dass er ihrem Exmann Miete zahlen muesste.
Aber vielleicht einen Mietanteil an sie, damit sie die Miete weiter bezahlen wie gewohnt?
Auf juristischer Ebene gibt es hier eine Aenderung des Mietvertrags.
Im Minimum muessten sie dem Vermieter den Zuzug einer weiteren Person in die Wohnung / Haus melden.
Allenfalls muss ein Untermietvertrag erstellt werden, oder ihr Freund muesste als Mitmieter im Vertrag stehen. Im letzteren Fall kaeme es also zu einem neuen Mietvertrag.
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Eine Änderung des Mietvertrages bzw. ein neuer Vertrag ist nicht erforderlich, selbst wenn im aktuellen Vertrag eine (maximale) Anzahl Bewohner festgehalten sein sollte. Die Einwilligung zu einer Untermiete ist ebenfalls nicht notwendig, denn ein Lebenspartner gilt, selbst wenn er sich an der Mietzinszahlung beteiligt, nicht als Untermieter. Fazit in diesem Fall: Keine Änderung des Mietvertrages, kein neuer Vertrag, keine Mietzinszahlung des Lebenspartners direkt an den Ex-Ehemann und zumindest rechtlich gesehen nicht zwingend eine Mitteilung an den Ex-Ehemann. Lapidar gesagt: Dass der Lebenspartner im Haus wohnt und er einen Mietanteil an seine Partnerin zahlt geht den Ex-Ehemann, obwohl Mitbesitzer des Hauses, nichts an.
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Sibi74 schreibt, dass sie seit 2 Jahren geschieden ist und, dass sie in einem Haus wohnt, das im Grundbuch auf sie beide (also auf Sibi74 und ihren Ex-Mann) eingetragen ist. Es gibt also keinen Mietvertrag, da Sibi74 und ihr Ex-Mann die Besitzer des Hauses sind.
Es geht den Ex-Ehemann etwas an, ob nun der Freund seiner Ex-Ehefrau zu seiner Ex-Ehefrau zieht, weil er bei einem stabilen Konkubinat auf eine Änderung des Unterhalts klagen kann. Der Freund erspart sich wahrscheinlich die Miete für seine bisherige Wohnung und wäre wahrscheinlich wirtschaftlich in der Lage eine Miete zu bezahlen. Es ist nur fair das dem Ex-Ehemann zu melden und mit ihm abzumachen, ob der Freund ihm einen Miete zahlen soll oder ob man stattdessen die Höhe des Unterhalts vermindern soll. Es ist möglich, dass im Scheidungsurteil sogar ausdrücklich steht, dass Änderungen dem Ex-Partner zu melden sind.
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Sie haben wohl sicher teilweise recht mit ihrem Einwand. Aber offenbar gibt es doch eine Art Abmachung zwischen den Geschiedenen, wenn Er die Amortisation uebernimmt und Sie den Zins.
Diese Abmachung zwischen den Beiden muss tatsaechlich nicht im engeren Sinn ein Mietvertrag darstellen. Und der Einzug des Freundes haette dann auch keine allfaellige Aenderung eines Mietvertrages zu Folge.
Ansonsten bin ich einig mit ihnen.
Sirio hat aber auch nicht ganz unrecht mit seinem Einwand.
Allerdings habe ich eine Frage: Wenn im Mietvertrag eine maximale Anzahl Personen festgehalten ist, dann ist dies doch eine vertragliche Vereinbarung, welche eingehalten werden muss, sonst ist das doch Vertragsbruch?
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Kein Mietvertrag - ja, habe ich tatsächlich falsch überlegt. Was die Anzahl bewohner anbelangt, zitiere ich aus der von mir verlinkten Seite: Bei den Personenangaben im Mietvertrag handelt es sich um einen unverbindlichen Richtwert. Solange die Wohnung nicht überbelegt ist, hat der Vermieter also kein Recht Ihnen das Zusammenleben mit Ihrem Partner zu verbieten. Von Überbelegung kann man beim Haus hier sicher nicht sprechen.
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Danke der Berichtigung.
Bin auch der Meinung, dass man hier bei einem Haus und .... sagen wir zwei Personenhaushalt sicher nicht von einer Ueberbelegung sprechen kann.
Das koennte hier also tatsaechlich kaum ein Einwand seitens des Exmanns von @Sibi74 sein.
Was fuer mich noch nicht so ganz schluessig ist:
Ist nun die Vereinbarung von Sibi74 mit ihrem Exmann ein Mietvertrag oder nicht?
Irgend eine Art von Vertrag ist es ja mal schon. Aber ist es jetzt ein Mietvertrag?
Ich bin hier auch von einer Mutmassung ausgegangen. Ich habe diese Vereinbarung als eine Art von Mietvertrag angesehen.
Denn ich ueberlasse dir, die Nutzung der Mietsache (Haus) im Gegenzug zur Bezahlung meines Hypothekarzinses.
Aus meiner Sicht, ist dies ein Mietvertrag. Wenn auch allenfalls nur muendlich so geschlossen.
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Wir haben keinen Mietvertrag es ist unser gemeinsames Haus und da wir ohne Streit auseinander sind und ohne Krieg haben wir desgleichen auch nichts festgehalten in den Scheidungsurkunden.
Mein Lebenspartner wird sich selbstverständlich an der Miete usw. beteiligen also wo kämen wir den dahin?
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Na dann ...
Verstehe ich hier wohl ihre Frage nicht.
Was genau wollten sie wissen?
Dann scheint doch vordergruendig mal alles klar zu sein. Hintergruendig vielleicht nicht. Denn sonst wuerden sie die Frage wahrscheinlich gar nicht stellen.
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