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Wofür braucht der Körper Selen?
Selen ist ein Spurenelement und spielt in vielen Prozessen im Organismus eine Rolle, da es als Baustein der Aminosäure Selenocystein ein Bestandteil verschiedener Enzyme ist. Unter anderem übt es eine Funktion in antioxidativen Systemen aus, indem es als Teil von Enzymen die Körperzellen vor Angriffen von sogenannten „freien Radikalen“ schützt. Weiterhin wird Selen für die Produktion der Schilddrüsenhormone sowie bei Männern für die Bildung von Spermien benötigt.
Ein Selenmangel führt zu Störungen des Immunsystems, der Spermienproduktion sowie zu Einschränkungen der Muskelfunktion. Laut einer aktuellen Studie könnte ein Mangel auf lange Sicht auch mit Leberkrebs in Verbindung stehen. Allerdings ist ein Selenmangel in Deutschland sind dies bei gesunden Personen mit abwechslungsreicher Ernährungsweise selten anzutreffen.
In anderen Ländern dagegen, in denen eine einseitige und regionale Ernährung bei gleichzeitig sehr niedrigem Selengehalt der Böden üblich ist, kann es zu einem Mangel kommen. Das trifft vor allem auf afrikanische und zentralasiatische Länder zu. So kam es in einigen Gegenden Chinas zur sogenannten „Kasin-Beck-Krankheit“, die sich unter anderem in Gelenkveränderungen und gestörtem Knochenwachstum äußerte.
Weitere Ursachen für einen Selenmangel können ein Gendefekt sein, der sich auf den Selenstoffwechsel auswirkt, sowie Krankheiten, die zu einer unzureichenden Aufnahme von Selen im Organismus führen. Zu letzterem zählen beispielsweise Mukoviszidose, Niereninsuffizienz und chronisch entzündliche Darmerkrankungen.
Laut europäischen Health-Claim Verordnungen sind folgende gesundheitsbezogenen Aussagen für Selen zugelassen:
- Selen trägt zu einer normalen Spermabildung bei
- Selen trägt zur Erhaltung normaler Haare bei
- Selen trägt zur Erhaltung normaler Nägel bei
- Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
- Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei
- Selen trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen