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3-lagige chirurgische Masken von Typ II oder IIR nach EN 14683 haben eine bakterielle Filterleistung von >98 %. Das R steht für eine erhöhte Beständigkeit gegen Flüssigkeit und Aerosole. Sie werden vor allem bei Operationen eingesetzt, um den Patienten vor Infektionen zu schützen.
Erkrankte Personen können durch das Tragen von Hygienemasken ihr Umfeld schützen. Hygienemasken bieten einen relativ geringen Schutz für den Träger.
Eine andere Norm nämlich EN 149 wird für Atemschutzmasken angewendet, die getragen werden, um das Einatmen von Staub, Rauch und Aerosolen zu verhindern. Es wird zwischen den Klasse FFP2 und FFP 3 unterschieden. Die gängige Schutzklasse FFP2 filtert 94% der Partikel die Grösser als 0,6 μm sind heraus. Die Klasse FFP3 filtert 99% dieser Partikel aus der Luft.
FFP2 und FFP3 Schutzmasken bieten bei korrekter Anwendung einen relativ guten Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus.
Eine vergleichbare Norm ist die amerikanische NIOSH Norm. Bei der Schutzklasse N95 werden mindestens 95% der Partikel die Grösser als 0.3 μm sind herausgefiltert, bei N100 sogar 99,97%. Da die N95 Schutzmasken einen besseren Schutz bietet, empfiehlt das amerikanische Center for Disease Control and Prevention (CDC) bei der Arbeit mit infizierten Patienten N95 Masken, anstelle von chirurgischen Masken zu tragen.
Werden Masken von Laien angewendet, können sie das Infektionsrisiko mitunter sogar erhöhen, wenn sie falsch eingesetzt werden. Wichtig ist deshalb die korrekte Handhabung.
Hygiene- und Atemschutzmasken müssen möglichst dicht um Mund und Nase liegen, damit keine Luft seitlich vorbeiströmen kann. Jede Maske filtert nämlich nur die Luft, die effektiv durch die Maske ein und ausgeatmet wird, nicht aber solche die seitlich der Maske vorbeiströmt.
Ein möglichst guter seitlicher Verschluss kann durch das Anpassen der Verschlussbänder, resp. Verschieben der Halteschlaufen erreicht werden. Der Metallbügel über der Nase wird sorgfältig an die Nasenform angepasst.
Männer sollten auf eine sorgfältige Rasur achten, denn Bärte verhindern einen guten Sitz der Maske.
Während dem Tragen dürfen chirurgische Masken und Atemschutzmasken nicht berührt werden. Auch kurzes „Lüften“ oder andere Manipulationen an der Maske muss man zwingend unterlassen.
Sobald die Maske feucht oder schmutzig ist, also ungefähr alle 2 Stunden, sollte man sie durch eine neue ersetzen. Hochwertige chirurgische Masken können je nach Modell bis zu 8 Stunden getragen werden.
Beim Ausziehen der Maske sollte man Berührungen mit dem Filter möglichst vermeiden, besser fasst man nur die Haltebänder an.
Die gebrauchte Maske sofort in einen geschlossenen Eimer oder Sack geben, verschliessen und entsorgen. Masken sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt und dürfen unter keinen Umständen wiederverwendet werden.
Danach muss man die Hände gründlich waschen oder desinfizieren. Das gilt auch, wenn man anschliessend eine neue Maske anziehen möchte.
Gemäss aktuellen Empfehlungen, sind chirurgische Masken und Atemschutzmasken vor allem für Gesundheitspersonal vorgesehen. Ärzte und Pfleger kennen sich mit dem sachgemässen Umgang der Masken aus. Zudem haben sie ein erhöhtes Risiko Krankheiten auf Patienten zu übertragen, oder sich daran anzustecken.
Weiter sollten erkrankte Personen eine Maske tragen, um eine Übertragung auf Familienmitglieder oder behandelnde medizinische Fachpersonen zu vermeiden, insbesondere wenn der empfohlene Abstand von 2 Metern nicht eingehalten wird.
Wer krank ist, muss sich vorab beim Arzt oder Krankenhaus erkundigen, ob er die Notaufnahme aufsuchen soll. Um unterwegs und beim Warten im Spital niemanden anzustecken, ist hier das Tragen von Masken notwendig.
Einfache Hygiene-Masken bieten keinen absoluten Schutz vor der Übertragung von Coronaviren und andern Krankheitserregern. Deshalb ist es wichtig, dass man durch die Maske kein falsches Sicherheitsgefühl bekommt. Die Hygieneregeln gelten auch mit Maske unverändert.