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Thessaloniki – Jerusalem des Balkan
5-tägig:
Donnerstag, 26. bis Montag, 30. September 2019
Maximal 16 Personen
Preis pro Person 580.- im Doppelzimmer / 740.- im Einzelzimmer
Sephardische Stadt - 2000 Jahre interreligiöse Geschichte
In der Millionenmetropole im nördlichen Griechenland treffen sich Kulturen und Religionen in einer von pulsierendem Leben und Multikulturalität geprägten Stadt. Nicht nur für die griechische und osmanische, sondern insbesondere für die jüdische Kultur war Thessaloniki kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt. Nach der Vertreibung der Juden aus Spanien 1492 entstand dort eine grosse sephardische Gemeinde, die um 1900 mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachte. Im zweiten Weltkrieg wurde diese jüdische Gemeinde weitgehend vernichtet.
Nach der Vertreibung der Juden aus Spanien 1492 entstand im damals osmanischen Thessaloniki eine grosse sephardische Gemeinde. Man spricht vom damaligen Salonica als „Jerusalem des Balkan“ und „madre Israel“, - im osmanischen Reich wichtigstes jüdisches Zentrum der Neuzeit. Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts machte die jüdische Bevölkerung mit rund 50‘000 Personen etwas mehr als die Hälfte der Bewohner der Handelsmetropole im südlichen Balkan aus. Die Stadt zählte rund vierzig Synagogen und war kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt für Juden, Griechen, Armenier, Türken und weitere Bevölkerungsgruppen unter der Herrschaft des Sultans. Der Erste Weltkrieg und die Folgen des Lausanner Vertrags von 1922/23 veränderten die Zusammensetzung der Bevölkerung. Im Zweiten Weltkrieg wurde fast die gesamte jüdische Bevölkerung in den Konzentrationslagern des NS-Regimes ermordet. Die Studienreise gibt einen Einblick in die Geschichte des heute griechischen Thessaloniki. Wir begeben uns auf Spurensuche christlicher und jüdischer Vergangenheit, besuchen historisch und kulturell wichtige Stätten und begegnen Menschen unterschiedlicher Religionen, die heute hier leben.