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Er ist nicht jung. Er ist nicht schön. Er ist ein kleiner Hund; eine Strassenmischung! Doch er schätzt sich glücklich, dass Roberto ihm Asyl bietet. Seit er hier ist, weicht er kaum von seiner Seite. Macht sich Roberto auf, um die Sprinkleranlage zu kontrollieren, dann folgt er ihm auf Schritt und Tritt. Bleibt Roberto stehen, bleibt Pobrecito stehen und schaut ihn treuherzig aus seinen braunen Augen an.
Fährt Roberto mit seinem alten, rostigen Ford F150 weg, dann rennt ihm der Hund im Staub hinterher – so lange er kann. Dann kehrt er mit hängenden Ohren zurück, bleibt am Tor sitzen und winselt, dass man nur noch Mitleid mit ihm hat. Später kommt er zu uns und legt sich in den Schatten Mahangus. Nicht zu Freude der beiden Katzen, die sich einen anderen Platz suchen müssen.
Vor ein paar Tagen hat Roberto Pobrecito Schwimmunterricht erteilt – auf mexikanische Art. Er warf den Hund in den grossen Pool. Dort schwamm er ein paar Runden, bis er, mit letzter Kraft, den Ausgang und die Treppe fand. Roberto meinte, dass der Hund sich selbst retten müsste. Täte er das nicht, dann wäre er es nicht wert, gerettet zu werden!
PS. Ich fragte Roberto, weshalb er das tut. Seine Antwort: «Es un perro del rancho y no una mascota como los perros en Guadalajara! ¡No tengo tiempo para cuidarlo cuando cruze el rio con él!»