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In den Schweizer Gefängnissen sind rund 5'700 Menschen inhaftiert. Gut die Hälfte davon ist in Untersuchungshaft, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag (08.02.) bekannt gab.
Am Stichtag, dem 22. März 2000, waren 2'918 Menschen rechtskräftig verurteilt. Dies liegt knapp unter dem zehnjährigen Mittel von 2'950 Personen. Die übrigen Inhaftierten waren ohne Urteil. In Untersuchungshaft befanden sich 1'829 Personen. 132 davon waren Frauen, über ein Drittel junge Erwachsene unter 25 Jahren. 81 Prozent der Untersuchungshäftlinge waren Ausländer. 1991 machten Ausländer noch 70 Prozent aller Untersuchungshäftlinge aus.
Insgesamt befanden sich im letzten Jahr nicht mehr Personen in Untersuchungshaft als im zehnjährigen Mittel, das bei 1'842 liegt. Jährlich wird bei 10'000 oder 14 Prozent der Verurteilten eine Untersuchungshaft angerechnet. Im Mittel beträgt ihre Dauer 52 Tage und die Hälfte der Aufenthalte dauert nicht mehr als sieben Tage.
Starke Zunahme der Ausschaffungs-Häftlinge
Am Stichtag befanden sich 255 Ausländer, darunter 26 Frauen in Ausschaffungshaft. Ihre Anzahl hat sich mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht im Jahre 1995 mehr als verdoppelt. 556 Häftlinge waren im vorzeitigen Strafvollzug. 169 weitere Menschen waren aus anderen Gründen inhaftiert.
Für die insgesamt 5'727 Häftlinge standen 6'760 Plätze zur Verfügung. Dies sind elf Prozent mehr als 1991, als 5'375 Personen in Schweizer Gefängnissen waren.
swissinfo und Agenturen