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Alessandra Keller gewinnt das City-Rennen der ÖKK Bike Revolution in Chur. Die 26-jährige Nidwaldnerin sichert sich und dem Team Thömus maxon den ersten Saisonsieg und bestätigt damit ihre gute Frühjahresform. Im Rennen den Männer zeigt Vital Albin bei seinem Heimrennen eine vorzügliche Leistung und klassiert sich als Fünfter auf dem Podest.
Beim zweiten Rennen der ÖKK Bike Revolution bestimmte Alessandra Keller gleich von Beginn weg das Geschehen. Als Führende einer langgezogenen Spitzengruppe konnte sie in die erste lange Abfahrt einbiegen und anschliessend im Downhill eine kleine Lücke herausfahren. Ab diesem Moment gab es für Keller nur noch eine Richtung – nach vorne!
Relativ schnell konnte die ehemalige U19- und U23-Weltmeisterin einen Vorsprung von über 30 Sekunden auf die namhafte Konkurrenz wie die Schweizer Olympiamedaillengewinnerinnen Sina Frei, Linda Indergand oder die WM-Zweite, die Niederländerin Anne Terpstra, herausfahren. Terpstra setzte sich in der dritten von sieben Runden aus der Gruppe der Verfolgerinnen ab und konnte den Rückstand auf Keller zwischenzeitlich auf rund 15 Sekunden reduzieren. Die Aufholjagd der Niederländern wurde jedoch durch einen Sturz in einer Abfahrt gestoppt.
Ungeachtet, was hinter ihr passierte, zog Alessandra Keller an der Spitze des Rennens ihr angeschlagenes Tempo durch und fuhr mit über einer Minute Vorsprung ihren ersten grossen Saisonsieg ein: «Ich fühlte mich heute in den Anstiegen sehr stark. Bergab blieb ich fehlerfrei und konzentriert», analysierte eine äusserst zufriedene Alessandra Keller ihr Erfolgsrezept.
Albin mit Platz 5 belohnt
Im Rennen der Herren zeigte Vital Albin (23) ein extrem starkes Rennen. Der seit vier Jahren in Chur wohnhafte Tersnauser zeigte bei seinem Heimrennen keine Angst vor den grossen Namen. Lange Zeit bestimmte er zusammen mit Nino Schurter, Thomas Litscher, Jordan Sarrou (Fra) und Titouan Carrod (Fra) das Rennen an der Spitze. Zwischenzeitlich wurde die Spitzengruppe gar noch grösser und so gingen acht Fahrer gemeinsam auf die letzte Runde.
Mit nur gerade zwanzig Sekunden Rückstand auf den Sieger, den ehemaligen Weltmeister Jordan Sarrou (Fra), konnte sich Vital Albin als Fünfplatzierter einen verdienten Podestplatz sicher. Damit zeigte sich der Lokalmatador sehr zufrieden: «Ich habe mich auf dieses Rennen sehr gefreut und konnte eine sehr aktive Rolle spielen. Um ganz vorne zu landen, fehlte am Ende zwar noch ein bisschen. Mit dem Podestplatz bin ich aber sehr zufrieden.»
Die ausgezeichnete Teamleistung rundeten Roman Holzer als Zwölfter und Luke Wiedmann auf dem 15. Platz ab. Timo Müller beendete das Rennen auf Rang 22.
Flückiger vor dem Start zur Tour de Romandie
Aus Sicht von Thömus maxon fehlte in Chur Mathias Flückiger am Start. Der letztjährige Gesamtweltcupsieger startet ab Dienstag auf der Strasse in den Farben des Nationalteams am WorldTour-Rennen Tour de Romandie. Für eine optimale Vorbereitung für das sechstägige Strassenetappenrennen verzichtete Flückiger auf einen Start beim zweiten Rennen der ÖKK Bike Revolution.