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A-Nationalteam
Nach dem Abstieg im April des Jahres an der WM in Kanada löste sich der Staff praktisch vollständig auf. Dies betraf nach über einem Jahrzehnt auch Barbara Müller, verdiente Delegationsleiterin.
Es verblieben einzig René Kammerer und Daniel Hüni, die beiden bisherigen Assistant Coaches. René Kammerer übernahm das Amt des Headcoach und formierte einen neuen Staff. Neu dazu stiess Patrick Fehlmann als Delegationsleiter. Er war in bester Erinnerung als OK-Talent des Meisterschaftsfinals von 2004 in Lyss. Dazu kam aus der B-Nati Michael Fischer als Assistant Coach, Hans "Housi" Feuz als Masseur sowie Beat Mösli als Materialwart.
Die Aufgabe war gross aber motivierend. Die im Team verbliebenen Spielerinnen trafen sich mit dem Staff am 21. Juni 2004 zum Kick-Off. Die Gruppe hatte nur wenige Monate um sich zu finden, denn im November stand das Olympiaqualifikationsturnier in Peking an!
So machte man sich an die Arbeit, arbeitete das Geschehene auf und auf den ersten wichtigen Event hin. Zwei Siegen in den ersten Spielen der neuen Ära gegen die Slowakei im September folgten zwei Niederlagen gegen Deutschland im Oktober.
Im November stieg man ins Flugzeug mit Destination Peking. Zusammen mit China, Norwegen und Frankreich spielte man den einen Startplatz für Olympia aus. Die Welt sollte bald nicht mehr dieselbe sein...
Die Schweizerinnen starteten perfekt in das wichtige Turnier, bezwangen Norwegen mit 8:0. China schlug Frankreich mit 7:1. Schmerzen bereitete aber der verletzungsbedingte Ausfall von Jasmina Monteiro. Sie prallte gleich zu Beginn des Spiels rückwärts in die Bande und brach sich einen Wirbelfortsatz. Sie erholte sich zum Glück wieder vollständig davon, fiel aber noch Wochen aus.
Auch das zweite Spiel gelang siegreich, die Schweiz schlug Frankreich knapp mit 4:3. Kathrin Lehmann und Stefanie Marty (2) kehrten innert 5 Minuten im Mitteldrittel einen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Vorsprung. Doch auch China gewann, gleich mit 10:0.
Somit war die Ausgangslage klar. Nur ein Sieg gegen China würde die Qualifikation für Turin bringen. Bei einem Unentschieden hätte China gejubelt.
Und besiegt hatte die Schweiz China noch nie...
Das entscheidende Spiel begann vor knapp 900 Zuschauern wie erwartet mit der Feldüberlegenheit von China. Ein Team welches 9 Monate im Jahr zusammen trainiert und lebt. Wochenlang explizit auf diesen Event vorbereitet.
Die Schweizerinnen hielten aber dagegen, liessen keine Treffer zu. Auch im zweiten Abschnitt nicht.
Mit 0:0 ging es in die entscheidenden 20 Minuten. Und sie begannen schlecht. Keine Minute war gespielt und China führte 1:0. Ma hatte getroffen. Die Schweiz stand bereits mit dem Rücken zur Wand. Bis in die 50. Minute passierte nichts mehr. War es das bereits gewesen?
Nein. Mit einem der Gegenstösse, den die Schweizerinnen mit offensiver Ausrichtung suchen mussten kam der Ausgleich. Daniela Diaz kam über links und schoss ab der blauen Linie in Richtung chinesischem Tor. Welches von Legende Gong Huo gehütet wurde. Und diese liess sich prompt in der weiten Ecke erwischen! Nur 3 Minuten später endete die Euphorie auf Schweizer Seite aber jäh wieder. Nach einem Anspiel vor dem Tor Sautters war es Zhang, wleche den Puck zum 2:1 ins Tor versenkte. Und es blieben nur noch knapp 7 Minuten.
Die Schweizerinnen ergaben sich aber nicht in ihr Schicksal und so kämpfte sich Laura Ruhnke vor's Tor der Chinesinnen und konnte ein Zuspiel von Daniela Diaz an Huo vorbei zum neuerlichen Ausgleich verwerten.
Trotzdem war das noch nicht genug. Und nun mauerten die Chinesinnen ihr Tor geschickt zu. Die Zeit zerrann.
Die Schweiz musste nun alles riskieren, nahm nach 59:07 Patricia Sautter für eine weitere Feldspielerin vom Eis. Der Siegtreffer wollte nicht fallen, die Scheibe verliess das chinesiche Drittel, die Sekunden liefen ab und tosender Jubel brandete durch die Eishalle, China lag sich schon in den Armen...
Was aber niemandem mehr aufgefallen war, ist dass Schiedsrichterin Danyel Howard das Icing gepfiffen hatte. Nur hörte der Zeitnehmer im Jubel den Pfiff nicht und stellte auch die Uhr nicht ab.
Howard begab sich zum Zeitnehmer und sprach die legendären Worte: "ten seconds more".
Ein letztes Bully in der chinesischen Zone, eine allerletzte Chance. Kathrin Lehmann begab sich an den Anspielpunkt rechts des gegnerischen Tores. Der Puck fiel, die Chinesin gewann und die Scheibe kam zu Sun Rui, chinesischer Superstar. War's das gewesen?
Nein! Rui versuchte nicht, die wenigen Sekunden verstreichen zu lassen, was ihr zweifelsohne gelungen wäre. Sie entschied sich auf die neuerliche Befreiung. Ihr Schuss kam aber nicht weit. Nur bis zu Claudia Riechsteiner. Sie fing den Puck an der blauen Linie ab zog aus und hielt drauf...
Es war der eine Moment, der eine Schuss, welcher die Geschichte neu schreiben liess.
Die Scheibe flog an allen Spielerinnen vorbei, düpierte Huo über der linken Schulter und krachte in die weite obere Ecke. Dieses Mal blieb die Zeit stehen.
6 Sekunden zeigte die Uhr noch als das Skore auf Schweizer Seite auf 3 wechselte und die Halle still wurde. Still?
Nein! Eine Schweizer Delegation und die beiden anderen Nationalteams auf der Tribüne explodierten im Jubel. Die nie für möglich gehaltene Sensation war Tatsache. Zum ersten Mal besiegte die Schweiz China und das in diesem wichtigen Moment.
Die Schweiz war für olympische Spiele qualifiziert und schaffte ein Comeback nur 6 Monate nach dem Turnier in Halifax.
Die Welt war nicht mehr dieselbe.
Der historische Spielbericht: Link
Die Rückkehr geriet zum Triumphzug, Fahnen, Glocken, Blumen und eine Guggenmusik erwarteten die Heldinnen aus Peking zurück in der Schweiz. Eine neue Ära hatte definitiv begonnen.
Im folgenden Februar ging's nach Duisburg an den Air Canada Cup. Dort gelang der Schweiz ein Start nach Mass. 3:0 schlug man Deutschland! Gegen Kanada U22 gelang erstmals ein Tor an einem Air Canada Cup. Trotzdem ging das Spiel 10:1 verloren. Zum Abschluss traf man wieder auf die U20 Finnlands. Die Schweizerinnen hatten Mühe mit der Lauffreudigkeit der jungen Finninnen und verloren gleich mit 3:7. Dabei gelang Daniela Diaz ein Hattrick. Die Schweiz schloss das Turnier auf dem dritten Rang ab. Dies dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Deutschland welches Finnland zuvor bezwungen hatte. Kanada U22 holte drei klare Siege und gewann das Turnier problemlos.
Anfang März treten dann auch die Nationalteams ins World Wide Web. Unter Initiative vor U18-Coach Jörg Toggwiler wird die Seite www.frauennati.ch ins Netz gestellt und bietet die Chance, das Geschehen um die Teams besser ins Licht zu rücken.
So kam es dann Ende März zur Premiere in Romanshorn. Zum ersten Mal fanden Weltmeisterschaften auf Schweizer Boden statt. An der Div. I-WM kämpften die Eisgenossinnen für ihr zweites Saisonziel. Dem direkten Wiederaufstieg in die Top Division. Ein schweres Unterfangen. Auf der einen Seite war man zwar Favorit, aber in einem wöchigen Turnier gespielt mit einer Round Robin kann vieles passieren.
Das erste Spiel gegen Dänemark war noch kein Gradmesser. 11:0 hiess es am Schluss für die Schweiz. Das zweite Spiel gegen Lettland bereitete wenig Mühe. Die Eisgenossinnen gewannen mit 5:2.
Nach einem Tag Pause war Frankreich Gegner der Schweiz. Frankreich spielte bereits um die letzte Chance und startete furios. 2:0 für Frankreich stand es. Gespielt waren keine 7 Minuten. Der Weckruf jedoch sass und die Schweizerinnen kehrten ins Spiel zurück. Der Ausgleich fiel noch vor der ersten Sirene und ab dem zweiten Drittel drückten die Einheimischen dem Spiel klar den Stempel auf. Nach 2 Powerplay-Toren zur Spielhälfte war das Spiel vorentschieden und der Druck weg. Danach machten die Schweizerinnen mit nochmals 3 Toren alles klar.
Ein weiterer Ruhetag später folgten die Spiele um den Turniersieg. Zuerst gegen Tschechien. Dieses Mal startete die Schweiz perfekt und führte nach 8 Minuten 2:0. Ein Vorsprung, welchen die Schweizerinnen über die Zeit hielten und somit mit dem Punktemaximum in das letzte Match gingen.
Dort wartete der härteste Gegner. Japan hatte ebenso viele Punkte wie die Schweiz jedoch leicht das schlechtere Torverhältnis. Somit waren die Eisgenossinnen gewarnt. Diese Ausgangslage kannten sie noch aus Peking. Das 1:0 von Nicole Bullo beantworteten die Japanerinnen in der Spielhälfte. Christine Meier brachte die Schweiz wieder in Führung was aber bei den Japanerinnen einen Sturmlauf auslöste.
Erst in der 46 Minute verschaffte Sandra Cattaneo ihrem Team wieder etwas Luft und erhöhte auf 3:1.
In der Folge musste sich die Schweiz in eine Abwehrschlacht begeben denn die Japanerinnen drückten nun vehement. Vor knapp 900 Zuschauern im EZO reichte es aber nicht mehr die Schweizerinnen ein- oder gar zu überholen. Kondos Powerplaytor blieb die einzige Ausbeute.
So jubelten am Schluss wieder die Schweizerinnen und feierten ihren zweiten grossen Sieg in dieser Saison. Sie qualifizierten sich mit 8 Siegen aus 8 Ernstkämpfen für die olympischen Spiele 2006 und die Top Division-WM 2007 in Winnipeg, Kanada.
- 3. Rang am Air Canada Cup 2005 in Duisburg, Deutschland - interne Page
Teamleitung: Patrick Fehlmann
Coaches: René Kammerer, Daniel Hüni, Michael Fischer
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B-Nationalteam
Nach Auflösung der Regionalauswahlen und Gründung einer Juniorinnennationalmannschaft stiess der Staff aus der Zentralschweizer und Ostschweizerauswahl neu zur B-Nati. Der ursprüngliche Staff der B-Nati nahm sich der Gründung der U18 an.
Das somit fällige Evaluationscamp in Engelberg fiel aber buchstäblich ins Wasser als die Eismaschine des Stadions ausfiel und kein Eis mehr da war...
So stellte man das Team zusammen mit der U18 im September zusammen.
Nach diversen Trainingscamps ging es in der Altjahreswoche 2004 nach Dornbirn an den Christmas Cup. Nach einem gelungenen Auftakt gegen Österreich A mit einem 5:5 Unentschieden verlor die B-Nati das zweite Spiel gegen Italien mit 2:4. Im letzten Spiel jedoch konnten sich die Eisgenossinnen noch mit 4:2 gegen Slowenien durchsetzen.
- 2. Rang am Christmas Cup in Dornbirn, Österreich
Teamleitung: Roma Lehmann, Andrea Nikles
Coaches: Roland Küng, Conny Ochsner, Claudia Sporn, Luciano Morrichi, Stephan Siegfried
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U18-Nationalteam
Die IIHF macht einen weiteren Schritt in Sachen Fraueneishockey. Analog der Herren sollen auch die Juniorinnen Weltmeisterschaften austragen. Gedacht war eine U20.
Die Verantwortlichen der B-Nationalmannschaft begannen als dann mit der Rekrutierung und Organisation. Die Regionalauswahlen wurden definitiv aufgelöst.
Alsbald aber kam der Marschhalt seitens der IIHF. Das Alter wurde auf U18 reduziert. Grund war, dass viele Nationen jüngere Spielerinnen bereits in der A-Nationalmannschaft eingebaut hatten und auf vernünftigem Niveau keine zweite Equipe im praktisch gleichen Alterssegment aufzubauen vermochten.
So ging man wieder über die Bücher und selektierte eine erste Auswahl auf Stufe U18 in der Schweiz.
Da die IIHF auch ausser Stande war, kurzfristig Nachwuchswettkämpfe zu organisieren und einen ersten Termin auf Januar 2008 (WM-Qualifikation Februar 2007) festlegte, spielte die erste U18 vorerst nur Freundschaftsspiele.
Höhepunkt bildete dabei die Reise der U18 nach Kanada, wo sie im frankophonen Osten einige Tests gegen Schulauswahlen bestritt.
Das erste U18-Team:
Tor: Dominique Slongo, Melanie Kasteler, Valentina Demont
Verteidigung: Jasmin Gischig, Nathalie Buser, Angela Frautschi, Riana Käser, Johanna Gautier, Jasmin Bürgi, Meryl Vaucher, Nadine Ehrbar
Sturm: Meret Schädler, Loïca Albertano, Jennifer Zimmermann, Flavia Thurnheer, Martina Steck, Fabienne Weber; Aline Heiz, Jessica Furrer, Darcia Leimgruber; Anja Stiefel, Anja Schwarz, Nathalie Geadah, Heidi Stalder
Ergebnisse:
- 2 Siege und 1 Niederlage (nach Penaltyschiessen) gegen 3 Auswahlteams anlässlich der Reise nach Kanada im Frühling 2005
Teamleitung: Daniel Monnin, Thomas Matter
Coaches: Jörg Toggwiler, Pat Gilomen, Stephan Siegfried
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International
Im November stehen die Olympiaqualifikationsturniere für Turin 2006 an. Nebst den qualifizierten U.S.A., Kanada, Finnland und Schweden sowie Gastgeber Italien werden drei weitere Teams gesucht.
Jubeln konnten Deutschland und Russland.
Sie qualifizierten sich an ihren Heimturnieren in Bad Tölz, resp. jenem in Podolsk ebenfalls für Turin 2006. Deutschland schlug im entscheidenden Spiel dank einer überragenden Maritta Becker Kasachstan 5:0, Russland bezwang Japan knapp mit 3:2.
Die IIHF führt den European Women's Champions Cup (EWCC) ein. In Qualifikationsturnieren werden die 2 Finalisten gesucht, welche im Dezember gegen die beiden Vertreter aus Finnland (Espoo Blues) sowie Schweden (AIK Solna) antreten. Zum einen qualifiziert sich die russische Profitruppe von SKIF Moskau, auf der anderen Seite gewinnt Schweizer Meister EV Zug sein Turnier in Bozen (Italien) sicher.
Somit reisen die Schweizerinnen nach Stockholm, wo das Finalturnier stattfindet. Für das Team ein riesiger finanzieller wie logistischer Spagat. Sie meistern die Aufgabe aber mit Bravour und überraschen gleich zu Beginn mit einem Sieg gegen die Finninnen! Die beiden anderen Partien gehen jedoch verloren.
Souveräner erster Sieger wird AIK Solna vor Skif und... Zug! Sie holen Bronze dank des Startsiegs. Die Blues müssen sich mit dem letzten Platz begnügen.
Die Weltmeisterschaften werden wieder mehr. Eine Division IV wird gebildet und die ersten Wettbewerbe Anfang April 2005 in Dundee (Neuseeland) durchgeführt. Mit 3 Siegen aus ebenso vielen Spielen qualifiziert sich Südkorea für die Div. III-WM 2007. 2006 werden bekannter weise keine Weltmeisterschaften ausgetragen werden (Olympiajahr...).
Die Div. III-WM wird in Cape Town (Südafrika) gespielt. Die Einheimischen erleben dabei ein regelrechtes Waterloo, werden gnadenlos niedergekantert und steigen ab. Slowenien steigt dank des Sieges gegen Grossbritannien ungeschlagen in die Div. II auf. Sloweniens Rosar erzielt 30 Skorerpunkte in 5 Spielen!
An der Div. II-WM in Asiago (Italien) kommt es zur Geschichte des lachenden Dritten. Die Slowakei steht vor dem letzten Spieltag ungeschlagen an der Spitze. Dahinter folgen Norwegen und Italien mit zwei Punkten Abstand. Norwegen, welches gegen Italien gewann aber gegen die Slowakei verlor, holt am letzten Tag 2 Punkte gegen Nordkorea. Der Slowakei hätte also ein Unentschieden genügt. Italien aber gewinnt das Spiel völlig überraschend mit 2:0 und setzt sich zusammen mit Norwegen und der Slowakei punktgleich an die Spitze. Da die Direktbegegnungen keinen Sieger hervorbringen muss es das Torverhältnis tun. So jubeln die Norwegerinnen auf der Tribüne während die beiden Teams auf dem Eis leer ausgehen.
Holland muss nach einem Jahr gleich wieder absteigen. Sie haben alle Spiele verloren.
Die Top Division-WM 2005 (wieder mit 8 Teams) findet in Linköping und Norrköping (Schweden) statt. Sie sollte aus zwei Gründen in die Geschichte eingehen...
Zunächst verläuft alles "normal", die vier Topnationen qualifizieren sich standesgemäss für die Halbfinals.
Dahinter retten sich China (3:0 gegen Kasachstan) und überraschend auch Deutschland (2:1 gegen Russland) vor dem Abstiegsspiel. Dieses gerät zur Nervenprobe, denn die reguläre Spielzeit und die Overtime bringen keinen Sieger hervor. So entscheidet das Penaltyschiessen über den Absteiger. Und in diesem verliert Russland und wäre abgestiegen. Wäre! Denn Russland stellt bei der IIHF einen Antrag um den Verbleib in der Top-Gruppe. Diesem Antrag wird am grünen Tisch stattgegeben, was in der Welt für Kopfschütteln sorgt. Zwar wird nicht bestritten, dass Russland das Niveau für die Top Division hätte, aber sportlich wäre das Team abgestiegen. Ein politischer Entscheid nahm nun auch dem Frauenhockey seine Unschuld.
Vorne qualifiziert sich Kanada ohne ein einziges Gegentor (!) für das Finalspiel gegen die U.S.A. Sie gewannen alle Vorrundenspiele gar zweistellig...
Auch im Final kassierten sie keinen Treffer. Schossen aber auch keines! Die Verlängerung brachte ebenfalls keine Entscheidung. Somit waren die Kanadierinnen sage und schreibe 320 Minuten ohne Gegentreffer geblieben. Im Penaltyschiessen war die Spannung dann unerträglich, war es doch das erste Mal, dass eine Frauenhockey-WM im Penaltyschiessen entschieden werden musste. Alle Schützinnen verfehlten oder scheiterten. Bis, ja bis Angela Ruggiero, amerikanische Starverteidigerin anlief und Kim St. Pierre bezwang. Der einzige Gegentreffer im ganzen Turnier kostete Kanada Gold und machte die in ihren Augen grosse Schmach perfekt. Zum ersten Mal gewann eine andere Nation als Kanada eine Frauen WM!
Dahinter überraschte Schweden Finnland und wurde vom Publikum zur ersten WM-(Bronze-)Medaille überhaupt getragen.
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Liga / Klubs
Der EV Zug behauptete praktisch über die ganze Saison hinweg die Spitze und qualifizierte sich zusammen mit Lugano (zum ersten Mal mit Kiira Misikowetz im Team), Oberthurgau und Langenthal für das Finalturnier, das in dieser Form zum letzten Mal ausgetragen wurde. Absteiger gab es in dieser Saison keinen weil auf die neue Saison hin auf acht Teams aufgestockt wurde. Aufsteiger waren Illnau-Effretikon und Basel.
Am Finalturnier in Romanshorn gewannen die Favoriten Zug und Lugano ihre Halbfinalpartien und qualifizierten sich für den Final. Die Überraschung gelang Langenthal, das sich erst gegen Schluss der Qualifikation für das Finale qualifizierte, gegen das heimische Team Oberthurgau, als es die Bronzemedaille gewann.
Im Final liess Zug Lugano keine Chance. nach 36 Minuten lagen die Innerschweizerinnen bereits 5:0 voraus. Sie gewannen schliesslich mit 6:3 und wiederholten den Sieg aus dem Vorjahr.
Zum ersten Mal wird anlässlich der Swiss Ice Hockey Awards der Preis "Woman of the year" vergeben. Für die Saison 2004/2005 gewann den Preis Daniela Diaz vom EV Zug.
Schweizer Meisterschaft LKA: 1. Zug 2. Lugano 3. Langenthal 4. Oberthurgau 5. Lyss 6. Reinach
Absteiger: kein, Aufsteiger: EIE und Basel.
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