Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03510.jsonl.gz/1976

Damit könnte der durch den Skandal um die Lieferkettenfinanzierung ausgelöste Reputationsschaden begrenzt werden, sagte Gottstein in einem Interview mit Bloomberg-TV.
Die Verselbständigung der Vermögensverwaltung sei «möglicherweise Teil des Plans», sagte Gottstein im dem Interview. Dieses gab er nur wenige Tage nach der Auswechslung des Chefs dieses Geschäftsbereichs. Die Greensill-Affäre sei für die Credit Suisse in erster Linie ein Problem der Vermögensverwaltung, sagte Gottstein weiter. Ausserdem sei er nie ein grosser Fan davon gewesen, das Asset Management als Teil der Internationalen Vermögensverwaltung zu führen.
Am vergangene Donnerstag hatte die Grossbank mitgeteilt, dass das Asset Management als Folge der Greensill-Affäre aus der Internationalen Vermögensverwaltung ausgegliedert wird. Geleitet wird die neue separate Division vom ehemaligen UBS-Manager Ulrich Körner. Der bisherige Leiter, Eric Varvel, soll Körner noch bei der Einarbeitung unterstützen und sich danach auf seine anderen Aufgaben bei der CS fokussieren.
Zu möglichen finanziellen Konsequenzen, die sich aus dem Greensill-Skandal für die CS ergeben könnte, wollte sich Gottstein im Bloomberg-Interview nicht äussern.
Im weiteren sagte der CS-Chef, dass viele Länder der Welt «overbanked» seien und er deshalb mit einem weiteren Konsolidierungsprozess rechne. Die Credit Suisse, die sich zwar in erster Linie dem organischen Wachstum verschrieben habe, wolle dabei insbesondere im Private Banking eine Rolle spielen. Eine Fusion mit dem Branchennachbarn UBS sei dabei aber kein Thema.