Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03512.jsonl.gz/2346

Obstbäume
Blüten und Früchte
Bei der Auswahl von Gartenpflanzen wird dem ästhetischen Aspekt der Blüten oft das grösste Gewicht beigemessen. Obstbäume blühen aber nicht nur, sie tragen essbare Früchte. Es lohnt sich, sich über alte Sorten zu informieren, deren Früchte man selten in Läden findet und die krankheitsresistenter sind.
Berühren Sie die Bilder.
Sorten
Die Auswahl an Obstbäumen ist sehr viel grösser als das Angebot der erstbesten Gärtnerei. Bevor man sich für eine Sorte entscheidet, lohnt es sich, sich über ihre Krankheitsresistenz und ihre Herkunft zu informieren. Einige Baumschulen haben begonnen sich für alte Sorten von Kirschen, Äpfeln, Birnen oder Zwetschgen einzusetzen, die in vergangenen Zeiten – das heisst vor der Ankunft von chemischen Pestiziden – für ihren Geschmack, ihre Krankheitsresistenz und ihre Anpassung an das lokale Klima ausgelesen wurden. Viele von ihnen würden heute nicht mehr existieren, wenn sie nicht von Vereinigungen wie Fructus, Pro specie rara oder Rétropomme (siehe Links in der Randspalte) gerettet worden wären.
Pfropfen
Pflanzt man einen Apfelkern oder einen Kirschenstein, wird man einen Baum erhalten, dessen Früchte nicht dieselben Merkmale aufweisen, wie der Ausgangsbaum. Um einen Obstbaum zu vermehren, muss man ihn pfropfen: Man schneidet einen Zweig (Edelreis) vom noch lebenden alten Baum ab und pfropft diesen auf einen jungen Wildbaum (oder auf eine krankheitsresistente Kultursorte), der mit dem zu pfropfenden Baum verwandt sein kann (zum Beispiel Quitte auf Weissdorn). Besitzt man einen sehr alten Obstbaum mit aussergewöhnlichen Früchten, kann man ihn durch einen spezialisierten Baumschulgärtner pfropfen lassen, der zwei oder drei Jahr später den jungen Baum liefern wird. Und wenn die Früchte selten sind, benachrichtigen Sie eine Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten (siehe Links in der Randspalte): Vielleicht handelt es sich um eine vom Aussterben bedrohte Sorte!
Hochstamm / Niederstamm
Je nach Höhe des Stammes, aus dem die Hauptäste wachsen, spricht man von "Hochstamm" (mehr als 1,80 m), von "Mittelstamm" (1,20–1,80 m) oder von "Niederstamm" (kürzer als 60 cm).
Aufgrund der Höhe ist die Pflege eines Hochstammbaumes zwar etwas komplizierter, aber er ist resistenter und bietet Vögeln Lebens- und Nistraum. Er spendet auch Schatten, in dem man sich an Hitzetagen im Sommer aufhalten kann.