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TCS MyMed
Autor: Mediscope
Darmdivertikel sind durch die inneren Darmwandschichten gebildete Ausstülpungen oder Taschen, die sich durch Schwachstellen in den äusseren Darmwandschichten nach aussen drängen (Aussackungen).
Am häufigsten sind Darmdivertikel in den unteren linksseitigen Darmanteilen zu beobachten. Sie können aber im Prinzip im gesamten Dickdarm oder auch im Dünndarm auftreten. Divertikel können sich grundsätzlich in allen Hohlorganen (so z.B. auch in der Speiseröhre) ausbilden.
Das Auftreten mehrerer Divertikel nennt man eine Divertikulose . Sie kommt recht häufig vor, macht aber häufig keine Beschwerden und hat deswegen auch keinen Krankheitswert.
Eine Divertikulitis ist eine meist akut verlaufende Entzündung bestehender Divertikel. Eine solche Entzündung kann unbehandelt zu einem Darm-Durchbruch (Perforation) führen. Folge: Auslaufen von Darminhalt in den Bauchraum oder in andere Organe. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Eiteransammlung in der Bauchhöhle und zu einer generalisierten Infektion (Sepsis).
Ursachen eines Darmdivertikels können sein:
Man nimmt an, dass die Entzündung in den Divertikeln durch das Zurückbleiben von Darminhalten zustande kommt.
Häufig machen Divertikel keine Beschwerden. Bei wenigen Patienten mit Divertikel kommt es zu:
Zur Diagnose eines Darmdivertikels werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Die milden Beschwerden der Divertikulose können mit einer Diätanpassung, Stuhlregulation (faserreiche Kost, Quellmittel) behandelt werden. Ev. braucht es krampflösende Medikamente. In sehr seltenen Fällen ist eine Operation notwendig.
Eine Divertikulitis (Entzündung) kann in leichten Fällen ambulant behandelt werden:
In schweren Fällen und bei Verdacht auf Durchbruch (Perforation), Darmverschluss sowie bei nicht stillbaren Blutungen muss operiert werden. Ebenfalls operiert werden muss bei Fistelbildung (Eitergang). Dabei wird der betroffene Darmabschnitt entfernt.
Häufig kann die Operation laparoskopisch (mittels Bauchspiegelung) durchgeführt werden. Das Ziel der Operation ist es, den krankhaft veränderten Dickdarmabschnitt, der meistens im linken Unterbauch liegt, zu entfernen und die freien Darmenden wieder zu vereinigen. Selten muss danach ein künstlicher Darmausgang (Stoma) gelegt werden.
Ein Darmdivertikel kann unter anderem folgende Komplikationen verursachen:
Förderung der Darmbewegungen durch Nahrungsumstellung:
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