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Die Schweiz übernimmt im März 2017 den Vorsitz der IHRA. Botschafter Benno Bättig wird während eines Jahrs die Funktion als Vorsitzender der IHRA innehaben. Ziel der Organisation ist es, namentlich in den 31 Mitgliedstaaten die Geschichtsforschung und den Unterricht über den Holocaust zu fördern sowie die Erinnerung an die Opfer durch Gedenkfeiern und -stätten wachzuhalten.
Die Schweiz wird 2017 zwei Plenarsitzungen der IHRA durchführen, die erste in Genf (26.–29. Juni), die zweite in Bern (27.–30. November). Am 26. November 2017 findet an der Pädagogischen Hochschule Bern eine Konferenz über die vom NS-Regime verübten Massaker an Menschen mit Behinderungen statt. Anfang 2018 werden die Aufklärung und der Unterricht über den Holocaust an den Internationalen Studientagen über Bildung an der Pädagogischen Hochschule in Lausanne thematisiert.
Anlässlich des Schweizer Vorsitzes unterstützt das EDA zahlreiche weitere Projekte. Die App «Fliehen vor dem Holocaust», die sich vor allem an Jugendliche richtet und demnächst erhältlich sein wird, zeigt anhand zahlreicher Multimediatools vier Einzelschicksale.
Ferner unterstützt das EDA die Veröffentlichung einer Sammlung von Berichten von Holocaust-Überlebenden sowie zwei Wanderausstellungen: die Fotoausstellung «The Last Swiss Holocaust Survivors» und eine didaktische Ausstellung zum Thema «Kinder im KZ Bergen-Belsen». Schliesslich wird die auf Deutsch erschienene Heftreihe «Memoiren von Holocaust-Überlebenden» durch Publikationen in französischer Sprache ergänzt.