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3.1. Vorbemerkungen
Die Komponentenstruktur von Delphi folgt weitgehend dem Konzept
der Objektorientierten Programmierung (OOP). Eine umfassende
Vermittlung der Begriffswelt, der Strukturen und Denkweisen der OOP
würde den Rahmen eines Programmiergrundkurses beim derzeitigen
Vorkenntnisstand der Schüler bei weitem sprengen und auch von den
Intentionen des gegenwärtigen Lehrplanes wegführen.
Zum Einsteig in die visuelle Programmierung wird zunächst auch
kaum das Ziel vorhanden sein, eigene Komponenten zu programmieren;
vielmehr wird die zielgerichtete Nutzung, Kombination und
Modifikation vorhandener Komponenten, gepaart mit einfachen
Problemlösungsalgorithmen im Mittelpunkt des Interesses
stehen. Einen Großteil der Arbeit mit den Objekten, z.B.
Klassendefinition und Instanzendeklaration, erledigt das
Programmiersystem ohnehin automatisch im Hintergrund, während der
Programmierende im Vordergrund per Mausklick sein Formular
zusammenbastelt.
Aus diesem Grunde soll hier lediglich der Versuch stehen, mittels didaktischer Reduktion zu einer eher intuitiven, jedoch ausbaufähigen Sichtweise auf die OOP zu gelangen.
Als Voraussetzung wird an dieser Stelle angenommen, dass die Schüler bereits einige praktische Erfahrungen beim visuellen Programmieren gesammelt haben, Komponenten auswählen, platzieren und bestimmte Eigenschaften sowohl zur Entwurfszeit als auch zur Laufzeit des Programms zielgerichtet ändern können.