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Der Wald ist der Schweizer Bevölkerung sehr wichtig und auch die Bedeutung des Waldes als Erholungsraum nimmt immer mehr zu. Für die Bewirtschaftung der Erholungswälder sind Informationen über die Einstellung der Bevölkerung zum Wald und ein regelmässiges Monitoring unumgänglich.
Das Verhältnis der Bevölkerung zum Wald wird periodisch in einer national repräsentativen Umfrage eruiert, dem Waldmonitoring soziokulturell WaMos. WaMos untersucht die Haltung der Bevölkerung zu allen waldrelevanten Themen, also zur Produktionsfunktion, zu Ökologie und Naturschutz im Wald, zur Schutzfunktion und zur Erholung. Durchgeführt wurden bisher WaMos1 im Jahr 1997, WaMos2 im Jahr 2010 und WaMos3 im Jahr 2020.
Um die Erholungsnutzung des Waldes ganzheitlich verstehen zu können, braucht es auch Kenntnisse über den physischen Wald, in welchem sich die Erholung abspielt. Entsprechende Waldcharakteristiken werden durch das Landesforstinventar LFI erhoben. In den Projekten WML ("WaMos meets LFI") und "Soziale und kulturelle Werte von urbanen Wäldern und ihren Charakteristiken" wurde zum ersten Mal versucht, eine Brücke zwischen diesen zwei Monitoringinstrumenten zu schlagen, indem Fragebogendaten mit Waldcharakteristiken verknüpft wurden.
Um ein systematisches und langfristiges Monitoring der Erholungsnutzung aufzubauen, wurde 2021 innerhalb des LFIs das Modul "Wald und Gesellschaft" geschaffen. Im Fokus dieses Moduls stehen Besucherfrequenzen in den siedlungsnahen Wäldern, aber auch die Waldbesuchenden selber mit ihrem Besuchsverhalten, ihren Aktivitäten, Präferenzen und Motiven. Dabei werden nach Möglichkeit soziale Daten, z.B. aus WaMos mit flächenbezogenen Walddaten des LFI verknüpft.