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Von Ravel bis Jazz & Pop
Lunchkonzert 6
Lunchkonzert 6
Ernest Bloch (1880 – 1959)
Prélude, B63
Maurice Ravel (1875 – 1937)
Streichquartett F-Dur op. 35
sowie Jazz & Pop
Zum Glück erkannte Émile Jaques-Dalcroze, Professor am Genfer Konservatorium, dass die eigentliche Begabung des jungen Geigers Ernest Bloch im Komponieren lag. Doch so richtig entfalten konnte sich Bloch erst, nachdem er in den USA Wohnsitz genommen hatte. Sein Prélude von 1925 zeigt alle Vorzüge seiner eminenten Kompositionskunst, und allein schon der Beginn des Werks mit dem stufenweisen Einsatz aller vier Instrumente übt eine unwiderstehliche Sogkraft aus. Gut zwanzig Jahre zuvor hatte Ravel in Paris ein Streichquartett abgeschlossen, das sein einziges bleiben sollte. Die Reaktionen darauf fielen geteilt aus. Gabriel Fauré, einst Ravels Lehrer und darüber hinaus Widmungsträger dieses Quartetts, äusserte sich reserviert bis ablehnend, während Debussy, der sonst oft im Clinch mit Ravel lag, sich für dessen Quartett begeisterte und ihn beschwor, daran auch ja keinen Takt mehr zu ändern. Ravel folgte dem Rat, und so gehört es heute zu den Spitzenwerken der Quartettkunst im noch jungen 20. Jahrhundert, dem übrigens nur ein Werk allenfalls den Rang streitig machen konnte: Debussys eigenes Streichquartett.
Die Lunchkonzerte werden freundlicherweise von der Arthur Waser Stiftung unterstützt.