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Zyklon Amphan: Überschwemmungen in Indien und Bangladesch erwartet
Wegen des herannahenden Zyklons „Amphan“ sind Hilfsorganisationen in Asien in erhöhter Alarmbereitschaft. „Amphan“ ist einer der schwersten Wirbelstürme, die jemals im Golf von Bengalen registriert wurden. Millionen Menschen in tief liegenden Küstenregionen müssen inmitten der COVID-19-Massnahmen vor drohendem Starkregen, Sturmfluten und Überschwemmungen in Sicherheit gebracht werden. Save the Children sorgt sich vor allem um die Kinder und ihre Familien, die bereits mit den Gefahren und Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fertig werden müssen.
Der Zyklon wird voraussichtlich in der Nacht zum Mittwoch im östlichen indischen Bundesstaat Odisha auf Land treffen. Mehr als 33 Millionen Menschen in Indien könnten nach Angaben des US Pacific Disaster Center (PDC) dem Wirbelsturm ausgesetzt sein, während in Bangladesch mehr als 5 Millionen Menschen betroffen sein könnten.
Die Corona-Pandemie erschwert die Evakuierungsmassnahmen. Viele Notunterkünfte werden derzeit als Isolations- und Quarantänezentren genutzt. Zudem dürfte sich das Risiko einer Ansteckung mit COVID-19 erhöhen: Angesichts des Zyklons haben die Menschen andere Sorgen, als sich an Abstandsregeln zu halten.
Das ist einer der stärksten Wirbelstürme seit Jahren in Indien. Wir sorgen uns vor allem um die Gemeinden in tief gelegenen Gebieten. Viele Bewohner könnten dort ihre Lebensgrundlage verlieren. In den letzten Stunden und Tagen fanden Massenevakuierungen statt, doch diese werden durch COVID-19 und die Bemühungen um die Einhaltung von Abstandsregeln erschwert. Wir haben langjährige Erfahrungen mit Katastropheneinsätzen in Indien und sind bereit mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um den Betroffenen zu helfen
Mark Pierce, Landesdirektor von Save the Children in Bangladesch, sagt: „Die Küstenregion von Bangladesch ist mit ihren tief liegenden Flussdeltas besonders gefährdet. Wir müssen in den nächsten 24 bis 48 Stunden und darüber hinaus damit rechnen, dass Städte und Dörfer überflutet werden. Derzeit werden in Bangladesch große Anstrengungen unternommen, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern. Dieser Wirbelsturm ist das Letzte, was wir brauchen. Unsere Teams vor Ort beobachten ihn genau, auch in Cox’s Bazar, wo fast eine Million Rohingya in der größten Flüchtlingssiedlung der Welt in Hütten aus Bambus und Planen leben. Wenn die Regierung uns darum bittet, werden unsere Teams den am meisten gefährdeten Kindern und ihren Familien Hilfe und Unterstützung zukommen lassen.“