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Das Programm «Prévention Médias» von Stop suicide sensibilisiert Journalistinnen und Journalisten mit verschiedenen Aktivitäten über die Berichterstattung zu Suiziden in den Medien.
Seit 2011 bietet Stop Suicide das Programm «Medienprävention» an. Es sensibilisiert die Westschweizer Journalistinnen und Journalisten für die Behandlung des Themas Suizid in den Medien. Das Programm hat zum Ziel, das Präventionspotenzial von Inhalten zum Suizid in den Westschweizer Medien zu überwachen und zu verbessern, bewährte Praktiken zu verbreiten und das Anreizrisiko einzudämmen. Dazu werden verschiedene Aktivitäten umgesetzt:
- Tägliches Medienmonitoring, Reaktion auf problematische Inhalte, Verbreitung eines monatlichen Medienspiegels
- Beratung bei der Produktion von Beiträgen, Bereitstellung von Statistiken und Unterlagen
- Berichte zur Mediatisierung des Suizids in den Jahren 2012, 2013 und 2015 und Erhebung zu den journalistischen Praktiken im Jahr 2016
- Schulung von (künftigen) Journalistinnen und Journalisten durch Besuche in Redaktionen und Journalistenschulen
- Verbreitung der Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Form einer Kurznotiz
Eine Herausforderung der Schulung ist die Ambivalenz der Botschaft: Das Thema Suizid soll in den Medien zwar thematisiert werden, um das Tabu zu brechen, dies sollte jedoch adäquat erfolgen. Das Programm zeigt Grundsätze auf, die bei der Berichterstattung zu beachten sind.
Das Programm wurde vom Kanton Waadt im Rahmen einer dreijährigen Vereinbarung bis 2020 unterstützt.