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Autor: josef jungo
Im Kanton fehle es an geschützten Wohnungen für betagte Personen, stellte Präsident Michel Studer am Donnerstag an der Delegiertenversammlung der Freiburgischen Rentnervereinigung in Châtel-St-Denis fest. Zudem kämpfe sie gegen Klischees an und fordere, dass der Rentnergeneration, die einen Fünftel der Bevölkerung ausmache, Respekt und Anerkennung entgegengebracht werde.
Projekt in Freiburg
Die Vereinigung suche nach altersgerechten Wohnformen, führte der Präsident aus. Wie berichtet wurde, plant die Freiburgische Rentnervereinigung an der Jurastrasse in Freiburg ein Projekt für altersgerechte, geschützte Wohnungen und Zwei-Zimmer-Wohnungen mit Gemeinschaftsräumen, die das Leben für diese Menschen im Quartier und zwischen den Generationen erleichtern sollen. Der Bau mit 18 Wohneinheiten – davon sechs für Familien – sollte Anfang 2009 beginnen können. Die Realisierung hänge jedoch davon ab, ob die Stadt das Bauland zur Verfügung stelle. Dieser Bau könnte für die Vereinigung als eine Art Pilotprojekt gelten, das sich anderswo auch realisieren lassen sollte, erklärte der Präsident.
Auf die Förderung von altersgerechten Wohnungen wies auch Gaston Sauterel, Präsident der Finanzkommission, hin. Statt Steuererleichterungen zu gewähren, bei denen Kleinverdiener beinahe leer ausgehen, würde der Staat besser in den Bau von Alterswohnungen investieren, sagte er.
Ein Globalkonzept fehlt
Der Bericht über die Lebensverhältnisse der älteren Menschen soll in einigen Wochen erscheinen, erklärte Generalsekretär Antoine Geinoz von der Sozial- und Fürsorgedirektion. Für Präsident Michel Studer, Freiburg, dient dieser Bericht als Grundlage für die Erarbeitung eines Globalkonzeptes. «Die globale Alterspolitik tut not, denn wir wollen handeln, bevor wir Notfälle behandeln müssen», sagte er.
Der Präsident der Sozialkommission, René Decrème, bedauerte die Verschleppung der 11. AHV-Revision durch das Parlament und verurteilte das Ansinnen des Bundesamtes für Sozialversicherungen, für die Sicherung der Finanzierung des Sozialwerks einen Solidaritätsbeitrag einzuführen. Auf der Sorgenliste der Rentnervereinigung stehen weitere Sachfragen von gesamtschweizerischer Tragweite wie AHV, IV, Zweite Säule, Arbeitslosen- und Krankenversicherung sowie Ärztemangel.
Seniorenkongress gab zu reden
Am 28. Mai 2009 feiert die Rentnervereinigung mit einem Kongress ihr 25-Jahr-Jubiläum. Die Veranstaltung der 6500 Mitglieder zählenden Organisation wird im Espace Gruyère in Bulle stattfinden. Der Präsident der Sektion des Greyerzbezirks bestand darauf, dass nicht die organisierende Sektion die Defizitdeckung sicherstellen solle, sondern die kantonale Vereinigung. Präsident Studer nahm diese Intervention zuhanden des Protokolls entgegen.