Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03131.jsonl.gz/1092

Das Asylwesen ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Kantonen und Gemeinden. Der Bund weist die Asylsuchenden im Verhältnis zur Bevölkerungszahl den Kantonen zu. Appenzell Ausserrhoden ist verpflichtet, 0.8 % aller Asylsuchender aufzunehmen.
In Appenzell Ausserrhoden sind grundsätzlich die 20 Gemeinden für das Asylwesen zuständig. Im Herbst 2007 haben der Kantonsrat und der Regierungsrat je eine Verordnung zum Asylwesen erlassen (Verordnung des Kantonsrates, Verordnung des Regierungsrates). Vorbereitet hat die kantonsrätliche Verordnung eine paritätisch zusammengesetzte Kommission aus Kantons- und Gemeindevertretern. Gemäss Verordnung betreibt der Kanton zur Entlastung und als Unterstützung für die Gemeinden kantonale Durchgangszentren; einerseits weil Asylsuchende innerhalb von 12 Stunden einen Unterbringungsplatz im Kanton benötigen und andererseits, um sie an einem zentralen Ort auf den Aufenthalt in der Schweiz vorzubereiten. Idealerweise wohnen Asylsuchende zwischen vier bis sechs Monate im Durchgangszentrum, bevor sie den Gemeinden zugewiesen werden (Ablauf Aufnahme Asylsuchende in Appenzell Ausserrhoden).
Der Regierungsrat plant im Sonneblick Walzenhausen ein neues kantonales Asyl-Durchgangszentrum.