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Zahlen & Fakten (Entwurf)
Im Kanton Zürich gibt es rund 15'500 Betriebe, die Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände herstellen, handeln oder verkaufen. Sie werden vom Kantonalen Labor regelmässig risikobasiert kontrolliert.
Inhaltsverzeichnis
Inspektionen & Untersuchungen
Der Grossteil der Betriebe, nämlich fast 60 %, sind Verpflegungsbetriebe wie Restaurants, Spitalküchen oder Kantinen. Weitere 30 % sind Handelsbetriebe; dazu zählen unter anderem Supermärkte, Grosshändler (Import/Export) und Versandhändler. Rund 10 % aller Betriebe gehören zu den sogenannten Gewerbebetrieben wie Metzgereien, Bäckereien und Käsereien. Grosse Industriebetriebe, die Lebensmittel im Tonnenmassstab herstellen oder verarbeiten, machen 2 % aller Betriebe aus. Zusätzlich gibt es etwa 230 Trinkwasserversorgungen und 400 Badeanstalten.
Im Kantonalen Labor arbeiten 120 Personen (97 Vollzeitstellen), dazu kommen 7 Lernende und 2 Praktikanten. Pro Jahr führt das Lebensmittelinspektorat rund 9000 Kontrollen durch.
Ergänzend zu den Betriebsinspektionen werden im Labor jährlich 20'000 Proben untersucht. Dabei werden rund 50'000 Analysen durchgeführt.
Die Zahlen der letzten Jahre zeigen, dass ungefähr 8 % aller untersuchten Proben nicht den lebensmittelrechtlichen Vorgaben entsprechen und beanstandet werden mussten. Zu beachten ist, dass Probenahmen in der Regel risikobasiert erfolgen. Dies bedeutet, dass gezielt Produkte untersucht werden, die als problematisch eingestuft werden. Der Anteil an Beanstandungen widerspiegelt also nicht die durchschnittliche Qualität der Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände; diese ist bedeutend besser.
Kurzberichte
Einleitung Kurzberichte folgt...
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
Im Jahr 2018 fand das Kantonale Labor Zürich Listeria monocytogenes des Serotyps 4b in geschnittenen Cantaloupe Melonen. Die Melonen wurden in der Schweiz verarbeitet und durch einen Schweizer Detaillisten in Verkehr gebracht. Die weiteren Abklärungen zusammen mit dem für den Betrieb zuständigen Amt ergaben, dass die Kontamination von einem persistenten Stamm in der Produktion des Schweizer Herstellerbetriebs stammte. Der Betrieb leitete umfassende Sanierungsmassnahmen ein.
Ein Jahr später folgte der Nachweis von Listeria monocytogenes des Serotyps 3a im selben Produkt desselben Detaillisten. Diesmal stammte das Produkt aus
ausländischer Produktion. Der Detailhändler wurde aufgefordert, zusammen mit dem ausländischen Herstellerbetrieb eine Ursachenabklärung vorzunehmen
und die Einhaltung des Höchstwertes für Listeria monocytogenes sicherzustellen.
Im Berichtsjahr gelang der nächste Nachweis von Listeria monocytogenes 3a
im selben Produkt desselben Herstellers. Der Inverkehrbringer wurde durch das zuständige Amt angehalten, die beiden Isolate anhand einer Gesamtgenomanalyse zu vergleichen. Der Genomvergleich ergab eine enge Verwandtschaft der beiden Listerien Isolate und wies auf einen seit mindestens einem Jahr persistierenden Stamm hin. Entsprechend musste auch der ausländische Herstellerbetrieb einschneidende Sanierungsmassnahmen vornehmen.
Diese Geschehnisse verdeutlichen die Herausforderungen, die Listeria monocytogenes für Hersteller, Inverkehrbringer und Vollzug mit sich bringt.
Obwohl sich die öffentliche Aufmerksamkeit nicht mehr sehr stark auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) fokussiert, wurde auch dieses Jahr der Markt auf mögliche Produkte mit gentechnisch veränderten Anteilen untersucht. Es wurden gezielt 20 Mais- und Sojaproben erhoben. Gezielt bedeutet, dass keine Schweizer und möglichst keine europäischen Produkte erhoben wurden, da hierzulande keine GVO-Pflanzen angebaut werden und dies in Europa streng kontrolliert wird. Importwaren aus Amerika, Südamerika und Afrika können jedoch Spuren von GVO enthalten oder gänzlich aus solchen bestehen.
In einem Mais-Produkt aus Brasilien konnten in der Schweiz nicht zugelassene Anteile an GVO Mais nachgewiesen werden. Es handelte sich um ein bekanntes Produkt, welches seit Jahren immer wieder in den Verkauf gelangt und auch immer wieder beanstandet wird. Vier weitere Produkte mussten wegen ungenügender Kennzeichnung beanstandet werden. Es bleibt damit aber dabei: «gentechnisch veränderte Lebensmittel sind in der Schweiz sehr rar».
Pflanzenschutzmittel auf Kupferbasis werden seit langem gegen Pilz- und andere Pflanzenkrankheiten im Weinbau, Obstbau sowie auf Ackerkulturen wie Kartoffeln, Feldgemüse und Zuckerrüben eingesetzt.
Auch Biogemüse darf mit Kupferverbindungen behandelt werden. Kupfer ist ein Schwermetall, das sich mit der Zeit im Boden anreichert und nicht abgebaut werden kann. Daher wurden 25 Biofrüchte und Biogemüse auf den Kupfergehalt und weitere Schwermetalle untersucht. Mit 2.9mg/kg wiesen Bio-Trauben den höchsten Kupfergehalt auf. Die gefunden Gehalte aller Proben deuteten nicht auf eine übermässige Anreicherung hin. Auch bezüglich der weiter untersuchten Schwermetalle Arsen, Blei, Molybdän, Quecksilber, Thallium und Zinn wurden keine erhöhten Werte festgestellt.
Jahresberichte
Unsere Leistungen dokumentieren wir in Form von Jahresberichten. Diese geben Auskunft über Art und Anzahl an Untersuchungen und Inspektionen, enthalten detaillierte Angaben zu einzelnen Themen und zeigen auch unsere Aufwendungen auf.Möchten Sie mehr wissen? Dann laden wir Sie herzlich dazu ein, in die Berichte hineinzuschauen:
- Download Jahresbericht 2020 PDF | 110 Seiten | Deutsch | 9 MB
- Download Jahresbericht 2019 PDF | 110 Seiten | Deutsch | 6 MB
- Download Jahresbericht 2018 PDF | 112 Seiten | Deutsch | 4 MB
- Download Jahresbericht 2017 PDF | 110 Seiten | Deutsch | 2 MB
- Download Jahresbericht 2016 PDF | 138 Seiten | Deutsch | 2 MB
- Download Jahresbericht 2015 PDF | 130 Seiten | Deutsch | 2 MB
Weitere Informationen
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Gemäss dem seit 1. Oktober 2008 im Kanton Zürich geltenden Öffentlichkeitsprinzip hat jede Person Anspruch auf Zugang zu den bei einem öffentlichen Organ vorhandenen Informationen (§ 20 Gesetz über die Information und den Datenschutz, IDG). Das öffentliche Organ hat in jedem Einzelfall zu prüfen, ob die gewünschten Informationen bekanntgegeben werden können oder ob rechtliche Bestimmungen oder ein überwiegendes öffentliches oder privates Interesse einer Bekanntgabe entgegenstehen (§ 23 IDG). Das Prüfverfahren wird in den §§ 24ff IDG sowie in den §§ 7ff IDV näher umschrieben.
Öffentliche Organe sind gemäss § 14 Abs. 4 IDG verpflichtet, ein Verzeichnis ihrer Informationsbestände und deren Zwecke öffentlich zugänglich zu machen. Informationsbestände, die Personendaten enthalten, sind dabei zu kennzeichnen.
Dieser Verpflichtung kommen wir mit unserem Dokumentenverzeichnis nach IDG nach. Der Transparenz halber haben wir neben der Kennzeichnung über allenfalls enthaltene Personendaten auch jene Dokumente gekennzeichnet, welche der Schweigepflicht nach Art. 56 Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständegesetz unterliegen.
Dokumentenverzeichnis nach IDG
Das Kantonale Labor ist gemäss Lebensmittelgesetz verpflichtet, kostendeckende Gebühren zu verrechnen, falls die durchgeführten amtlichen Kontrollen zu Beanstandungen führen.
Die Gebühren werden in Anwendung des unten angefügten Tarifes berechnet. Der Gebührentarif des Kantonalen Labors Zürich orientiert sich am Gebührentarif des Verbandes der Kantonschemiker der Schweiz (VKCS) und wurde mit dort nicht aufgeführten Positionen ergänzt.
Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat den entsprechenden Taxpunktwert auf CHF 2.65 festgelegt.
Entscheidungsregel
Kein Messresultat trifft den wahren Wert genau, denn jede Messung ist mit einer gewissen Unsicherheit (der Messunsicherheit) behaftet. Darum ist bei der Beurteilung der Messwerte Vorsicht geboten, besonders betreffend der Einhaltung von präzisen Höchstwerten oder Minimalanforderungen.
Wie wir die Messunsicherheit berücksichtigen, wie und wann wir entscheiden, ob eine Probe den gesetzlichen Anforderungen genügt und wie die Lebensmittelbetriebe vorgehen müssen, wenn sie ihre eigenen Untersuchungen beurteilen wollen, beschreibt das folgende Merkblatt.
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