Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03165.jsonl.gz/2604

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Zehntausende Demonstranten haben in Jemens Hauptstadt Sanaa die Einsetzung eines Übergangsrats als provisorische Regierung gefordert. Zudem verlangten sie, Angehörige und Vertraute von Staatschef Ali Abdallah Saleh aus ihren politischen Ämtern zu entfernen.
Namentlich erwähnten sie Salehs Sohn Ahmed Ali und seinen Neffen Ammar als Chefs der Präsidentengarde und der Nationalen Sicherheitstruppen.
Gegen Saleh gibt es im Jemen seit Monaten landesweite Proteste, bei denen der Rücktritt des seit 33 Jahren regierenden Präsidenten gefordert wird. Am 4. Juni war er zur medizinischen Behandlung nach Saudi-Arabien geflogen worden, nachdem er am Tag zuvor bei einem Angriff auf den Präsidentenpalast in Sanaa verletzt wurde.
Saleh will Macht nicht abgeben
Die jemenitische Regierung hat bisher stets erklärt, der Staatschef werde nach der Behandlung im Ausland in den Jemen zurückkehren, um die Amtsgeschäfte wieder aufzunehmen. Aus der saudi-arabischen Regierung hiess es dagegen, Saleh werde nicht in die Heimat zurückkehren.
Trotz des Drucks aus dem In- und Ausland weigert sich Saleh, ein von den Golfmonarchien vorgeschlagenes und von den USA und EU unterstütztes Abkommen zur Abgabe der Macht zu unterzeichnen.
Bei der Niederschlagung der Proteste im Jemen wurden in den vergangenen fünf Monaten mindestens 200 Demonstranten getötet. Seit Salehs Abwesenheit hat sein Stellvertreter Abd Rabbo Mansur Hadi die politische Führung übernommen. Die Demonstranten fordern von ihm die Bildung eines Übergangsrates zur Machtübergabe.
SDA-ATS