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Eine flexible und plastische Einheit
Ein grosszügiger Raum mit kleinen Abmessungen
Der ideale Ort für Sarah Hoibak, die viel für verschiedene Organisationen unterwegs ist und sich wünschte, jeweils bei ihrer Rückkehr nach Genf ein persönliches Zuhause anzutreffen. Deshalb entschied sie sich, eine Wohnung in diesem Gebäude zu kaufen und mithilfe eines Architekten umzubauen. Um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, sollten so viele Aspekte wie möglich in den Umbau integriert werden. Auf Empfehlung eines Freundes beauftragte sie damit den Architekten Jean-Claude Girard in Genf.
Die ursprüngliche Wohnung hatte eine Küche in der Mitte des Raumes, ein Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Alle Böden waren mit weissen Fliesen und die Zwischendecken mit weissen Holzlamellen bedeckt. Durch den begrenzten mono-orientierten Raum und die vorhandenen technischen Leitungen musste das Projekt all diese Parameter berücksichtigen. Der Hauptwunsch des Architekten war es, ein Maximum an räumlicher Flexibilität zu erreichen, um trotz der geringen Abmessungen das Gefühl eines grosszügigen Raums zu schaffen.
Als Inspirationsquelle diente ihm die traditionelle japanische Architektur. Es entstand ein sehr intensiver Dialog mit der Kundin, die eine Wohnung für 20 Gäste zum Essen und einen Platz für Freunde auf der Durchreise wünschte.
Girard entwickelte in der Folge eine vielseitige Gestaltung der Wohnung, die nach Bedarf verändert werden kann. Der zentrale Raum kann in zwei Teile gegliedert werden, um ein Gästezimmer zu schaffen. Das eigentliche Schlafzimmer ist auf ein Minimum reduziert und nimmt die Idee einer Art Nische auf, wie man sie in den ehemaligen Genfer Wohnungen vorfand.
Wie eine Theaterkulisse
Um den Kundenwünschen gerecht zu werden, wurde der 50 m² grosse, mono-orientierte Raum mit dem Ziel konzipiert, räumliche Flexibilität zu gewährleisten, die den Raum optisch vergrössert. Der zentrale Wohnraum kann durch eine Schiebetüre getrennt werden, um ein temporäres Gästezimmer zu schaffen, und die Wohnzimmerbank kann in ein Doppelbett umgewandelt werden.
Das Entfernen von Elementen wie Rahmen, Türgriffen und Sockelleisten und die Integration der vorhandenen Heizkörper in einen Fensterschrank verleihen dem Ort eine Einheit, die durch die Gestaltung der integrierten Möbel (Bank, Buffet, Schreibtisch, Bad-Möbel, Nischen) noch verstärkt wird. Türen und Fensterläden verschwinden in den Wänden, Innenfenster verbinden die Räume, Wände und Trennwände wurden verputzt und gestrichen. Die in die Rückwand integrierte Einbauküche ist ebenfalls mit einem matten Lack überzogen, der sie zu einem Teil des Designs der Wände und Türen macht.
Die Neutralität dieser Beläge heben das im Fischgrätmuster verlegte Eichenparkett und die sorgfältig ausgewählten Leuchten hervor. Die Badfliesen wurden in der Schweiz entworfen und in Libanon hergestellt. Um ihre Besonderheit hervorzuheben, wählte der Architekt für den Rest der Wände ein schwarzes Mosaik. Die Bad-Möbel wurden aus schwarzem Kunststein entworfen und hergestellt. Sie fügen sich harmonisch in den Raum ein.
Das Ergebnis dieses Wohnungsumbaus ist eine grosse Harmonie und Einheit, was den Anforderungen der Kundin vollumfänglich entspricht.