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Die Bahn-WM wurde am 4./5. September 2010 in Rábapatona, Ungarn, durchgeführt. Die Rennbahn und ihre Umgebung sind sehr gepflegt, der schöne Baumbestand gibt nicht nur Schatten, sondern bildet natürliche Grenzen zwischen den Wohnmobilen.
Leider war auch bei dieser Veranstaltung der Wettergott nur teilweise gnädig gestimmt, es regnete am Freitag und auch am Samstag nachmittag, so dass Gummistiefel und ein Traktor zum Herausziehen der steckengebliebenen Wagen und Wohnmobile angesagt waren. Auch mussten die zweiten Vorläufe der Sloughis deswegen ausfallen. Am Sonntag hatten wir dann sehr angenehmes Wetter.
Unsere ganz persönlichen Voraussetzungen waren nicht ideal: Camrosh wurde seit 10 Tagen von einem juckenden Ekzem geplagt, ich verstauchte mir 5 Tage vor der WM bein einem Sturz vom Rad den rechten Fuss und hatte starke Rückenschmerzen - und Kurt musste spätestens am Sonntag Abend um 18.30 vom Rennplatz losfahren, um in Wien das Flugzeug zu erwischen, damit er am Montag früh an einer Sitzung teilnehmen konnte.
Die Saluki-Läufe mit Camrosh waren für 12.36 und 15.24 Uhr vorgesehen, der Finallauf für 18.30. In Rabápatona wird übrigens über 495 m gelaufen. Der Ablauf ist sehr speditiv.
Wie so häufig waren auch hier die Saluki-Läufe nicht ganz spannungsfrei, dafür um so spektakulärer zum Zusehnen. Im 1. Vorlauf gab es zwar keine Disqualifikationen, im 2. Vorlauf wurden dann 3 Rüden und eine Hündin disqualifiziert, im Final dann nochmals 2 Rüden.
Camrosh gewann seinen ersten Vorlauf in einer akzeptablen Zeit und steigerte sich im zweiten Vorlauf, in welchem er mit - und hinter - Shahin lief, so dass er mit der viertbesten Zeit ins Finale kam. Zu unserer und vor allem Gerhards und Karins riesigen Freude lief Fou'ad einen tollen zweiten Lauf und kam gar mit der drittbesten Zeit ins Finale!
Im Finallauf gab Camrosh sein bestes, aber Abu Khan el Hor al Jawf war ganz einfach sensationell schnell! Zwar konnte Camrosh den Abstand auf der zweiten Hälfte verkleinern, aber das reichte nicht: zweiter Platz für Camrosh! Fou'ad schob sich im Ziel ganz dicht an Shahin heran oder sogar vor ihn. Aber dann begann ein Albtraum: Es wurde nicht nur Osiris el Taschara disqualifiziert, was offensichtlich war, sondern Gerhard wurde ebenfallsvon der Siegerehrung weggeholt, Disq. für Fou'ad. Es gab einen riesigen Tumult, weil so viele Zuschauer und Equipechefs bezeugen konnten, dass Fou'ad erst nach der Ziellinie angegriffen habe. Aber offenbar gab es auch bereits in der zweiten Kurve eine Interaktion. So oder so ist aber sicher, dass Fou'ad angegriffen hat und das ist es, was uns natürlich extrem betrübt. Ganz offenbar war er einem solchen Rennen und einer sochen Konkurenz mit seinen erst zwei Jahren doch noch nicht gewachsen. Wir hoffen nun, mittels Fotos oder Videos noch mehr zu erfahren.
Bei den Saluki-Hündinnen konnte sich die Europameisterin 2009, Medea z Farsistanu wieder durchsetzen, auch diesmal recht knapp.
Leider war das Schweizer Team in diesem Jahr nicht so erfolgreich: Ein einziger Weltmeister konnte gefeiert werden, Barsoi-Rüde Grischa Kuskaya's von Jenaette Troxler stand auch heuer zuoberst auf dem Podest, herzliche Gratulation!
Das Publikum - und damit die Stimmung - war übrigens ganz toll: Es waren viele Ungaren da, auch sehr viele junge Leute, die voller Begeisterung mitgingen und die ungarischen Hunde laut anfeuerten.
Uebrigens: Wegen eines Unfalls auf der Autobahn blieb Kurt im Stau stecken und erwischte das Flugzeig nicht!