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In verschiedenen Regionen der Welt ist die maritime Piraterie verbreitet. Raubüberfälle unter Androhung oder Anwendung von Gewalt können auf offenem Meer, in Küstengewässern oder in Häfen vorkommen. Sie richten sich gegen Fischerboote, Handels- und Kreuzfahrtschiffe und Jachten.
In den folgenden Zonen ist das Risiko besonders hoch:
Golf von Guinea
Jachten wird von Fahrten in den Golf von Guinea abgeraten.
Im Golf von Guinea werden regelmässig bewaffnete Raubüberfälle verübt. Oftmals rauben Piraten Handelsschiffe aus und entführen die Besatzung für Lösegeld. Sie schrecken vor Gewaltanwendung und auch vor Morden nicht zurück. Wiederholt sind entführte Besatzungsmitglieder über längere Zeit als Geiseln festgehalten worden.
Ostafrika und Golf von Aden
Jachten wird von Fahrten in den Golf von Aden abgeraten sowie ins Meer vor Somalia und Kenia. In der westlichen Hälfte des Indischen Ozeans (nördlich von 15o S) sind erhöhte Vorsichtsmassnahmen geboten.
In der Vergangenheit kaperten somalische Piraten Schiffe und stellten danach Lösegeldforderungen in Millionenhöhe. Zahlreiche Schiffe wurden angegriffen und samt ihrer Besatzung entführt. Dank der koordinierten Marine-Patrouillen verschiedener Staaten und erhöhter Sicherheitsmassnahmen der kommerziellen Seeschifffahrt konnte das Risiko stark reduziert werden. Hingegen bleiben Jachten weiterhin stark gefährdet, da sie sich weniger gut schützen können.
Maritime Security Centre Horn of Africa
Passage durch das Rote Meer und den Suezkanal
In der Region rund um das Rote Meer und den Suezkanal sind erhöhte Vorsichtsmassnahmen geboten.
Die Ereignisse seit Anfang Oktober 2023 im Nahen Osten wirken sich auch auf die internationale Seeschifffahrt im Roten Meer und dem Suezkanal aus. Es kommt zunehmend zu Angriffen auf kommerzielle Seeschiffe im Roten Meer. Mehrere Schiffsgesellschaften haben aufgrund der Attacken ihre Routenplanungen geändert. Die Spannungen in der Region sind hoch und die weitere Entwicklung der Lage ist ungewiss.
Maritime Global Security
Red Sea Area - IMO International Maritime Organization
Asien
In den Strassen von Malakka und von Singapur werden immer wieder Schiffe jeder Art überfallen, sei es unterwegs oder an Ankerplätzen. Die Besatzungen werden mit Waffen bedroht und ausgeraubt. In der Sulu-See besteht das Risiko von Entführungen durch terroristische Gruppierungen.
Jachten wird von Fahrten in die Sulusee abgeraten. In den Strassen von Malakka und von Singapur sind erhöhte Vorsichtsmassnahmen geboten.
Regional Cooperation Agreement on Combating Piracy and Armed Robbery against Ships in ReC Asia
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Letzte Aktualisierung 22.12.2023
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