Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03396.jsonl.gz/650

In einem Telefonat teilte Abdel Samad gestern Abend seinem Bruder mit, dass er auf dem Weg zu seiner Verabredung im Azhar-Park von einem schwarzen Wagen verfolgt würde. Der Bruder setzte daraufhin den für ihn zuständigen Polizeibeamten darüber in Kenntnis, dass der Publizist möglicherweise in Gefahr sei. Alle Versuche, Abdel Samad danach telefonisch zu erreichen, seien erfolglos geblieben. Sein Mobiltelefon war bereits abgeschaltet. Die ägyptische Polizei soll inzwischen eine Suchaktion begonnen haben.
Im Sommer führte Frank A. Meyer mit ihm ein aufschlussreiches Gespräch:
Abdel-Samad sprach auch an den vom Theater am Neumarkt inszenierten „Zürcher Prozessen“ gegen die Weltwoche.
Für die meisten unter uns bleibt wohl nur das „Hoffen für Hamed“, so wie das Caroline Fetscher vom „Tagesspiegel“ tut. Sie glaubt daran, dass „seine Bekanntheit ein zusätzlicher Schutz für ihn sein kann“. Vielleicht können dazu auch Schweizer Medien etwas beitragen.
Nachtrag, 20:50 Uhr: Nach Auskünften seines Bruders, Mahmud Abdel-Samad, gegenüber der „Welt“ ist Hamed Abdel-Samad wieder in Kairo aufgetaucht.