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| Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Brief an Marcellinus über die Erklärung der Psalmen (Epistula ad Marcellinum)

Brief an Marcellinus
31.
Man umhülle es aber nicht in gefälliger Weise mit weltlichen Worten, noch versuche man die Ausdrücke umzugestalten oder ganz zu verändern, sondern man trage in ganz ungekünstelter Weise das Geschriebene vor und singe es, wie es ausgesprochen ist, damit die heiligen Männer, die es uns verschafft haben, indem sie ihr Eigenthum erkennen, mit uns beten, oder vielmehr, damit der Geist, der in den Heiligen sprach, wenn er die Reden wahrnimmt, die er ihnen eingeflößt hat, sich zugleich um uns annimmt. Denn um wie viel das Leben der Heiligen besser ist als der Übrigen, für so viel besser und kräftiger wird man mit Recht ihre Worte halten, als die, welche wir zu- [S. 364] sammenfügen. Denn in diesen gefielen sie Gott, und indem sie Das alles sagten, haben sie, wie der Apostel sagt. 1 Königreiche bezwungen, Gerechtigkeit geübt, Verheissungen empfangen, Löwenrachen verstopft, die Gewalt des Feuers gedämpft, sind der Schärfe des Schwertes entronnen, haben sich von Krankheit erholt, sind stark geworden im Kriege, haben die Heere der Feinde zum Weichen gebracht, haben Weiber ihre Todten durch die Auferstehung wieder bekommen.
1: )Hebr. 11, 33-35