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Gesamterneuerung
Nach 50 Betriebsjahren ist die maximale Lebensdauer bei vielen Anlageteilen der KHR-Infrastruktur erreicht – teilweise wurde sie bereits überschritten. Damit ist die Störanfälligkeit erhöht, und Ausfälle werden wahrscheinlicher. Um die Betriebssicherheit und die Wirtschaftlichkeit bis zum Konzessionsende 2042 zu gewährleisten, ist eine Gesamterneuerung der Anlagen notwendig. Das Projekt hat mit einem Investitionsvolumen von gegen 300 Mio. Franken eine Grössenordnung erreicht, die nur mit der Bauphase selbst (1956 bis 1963) verglichen werden kann. Die Genehmigung für das Gesamtprojekt wurde im September 2010 erteilt. Die erste grosse Bauphase startete im Sommer 2011, abgeschlossen werden die Arbeiten 2017.
Da die Leistung der Anlagen nicht erhöht wird, ist für die Sanierung keine Konzessionsänderung nötig. Dank dem Einsatz modernster Technologien kann die Effizienz der Produktionsanlagen dennoch gesteigert werden. Während bei vergleichbar grossen Anlagen oft in Etappen saniert wird, setzen die KHR auf eine Gesamterneuerung ohne Betriebsunterbrüche. Aus ökologischer Sicht wäre der Sommer ideal für Sanierungsarbeiten; aufgrund der Wasserverhältnisse werden indessen die meisten Arbeiten in den Wintermonaten stattfinden. Während zwei Jahren müssen die KHR-Partner jeweils im Winter mit einer reduzierten Stromproduktion rechnen. Der voraussichtliche Produktionsverlust während der Gesamterneuerung beträgt über die gesamte Projektdauer rund 180 GWh. Dies entspricht ca. 12 % einer Jahresproduktion, was im Vergleich zu möglichen natürlichen Schwankungen von bis zu 40 % gering ist.