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Zugleich wirbt May um breite Wählerschichten. Die Konservativen seien keine Partei für wenige, "sondern für alle, die hart arbeiten und ihr Bestes geben wollen".
May will Mittwochmittag überdies ankündigen, dass die Regierung die Kraftstoffsteuer für ein weiteres Jahr nicht erhöht. Dies soll vor allem Geringverdienern zugute kommen.
Zugleich teilt May heftig Richtung Opposition aus: Millionen Nicht-Tory-Wähler seien "erschüttert, was (Labourchef) Jeremy Corbyn seiner Partei angetan hat", so die Premierministerin laut Redemanuskript. Der Alt-Linke setzt vor allem auf soziale Themen wie Wohnungsbau und hat viele Anhänger unter den jungen Wählern.
Im vergangenen Jahr geriet Mays Parteitagsrede zum Fiasko: Zuerst konnte sie vor Hustenanfällen kaum sprechen, dann überreichte ihr ein Komiker ein Entlassungsschreiben und schliesslich fielen auch noch hinter ihr die Buchstaben des Parteitagsmottos von der Wand.
Am Dienstag hatte Mays grösster innerparteilicher Rivale, Ex-Aussenminister Boris Johnson, eine wortgewaltige Rede gehalten. Er forderte May auf, ihre Pläne zum EU-Austritt zu verwerfen, stellte aber nicht ihre Führungsposition infrage. May sagte dem Sender BBC, Johnson sei zuverlässig darin, eine "gute Show" zu liefern.
Nach einem Bericht des "Daily Telegraph" steht Mays Zukunft weiter auf dem Spiel. Innerhalb ihres Kabinetts gehe es nicht mehr um die Frage, ob sie Regierungschefin bleibe, sondern wann sie gehe. Möglicherweise könnte dies schon direkt nach dem EU-Austritt Ende März der Fall sein. Eine klare Quelle nannte die Zeitung dafür nicht./si/DP/jha
(AWP)