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Fruchtfliegen, Ameisen, Spinnen, Mehlwürmer, Kakerlaken, Molche, Ochsenfrösche, Goldfische, Quallen, Mäuse, Meerschweinchen, Ratten, Schildkröten. Das russische Kaninchen Marfusa (1959), die französische Katze Félicette (1963) und viele, viele mehr. Bei den grösseren Säugetieren waren es häufig Affen, die unfreiwillig ins All reisten, oder Hunde wie die weltbekannte Laika, die am 3. November 1957 mit der Mission Sputnik 2 abhob und nach spätestens sieben Stunden starb – vermutlich an Stress und Überhitzung.
Kein Einzelfall: Auf zwei oder vier Pfoten oder sechs Insektenbeinen heil aus dem All zurückzukehren, war zu Beginn des Raumfahrtzeitalters grosses Glück. Die Todesrate unter den Affen, die unter amerikanischer Flagge flogen, lag in den 40er- und 50er-Jahren bei zwei Dritteln. Rhesus-Affe Albert II, der erste seiner Art im All, schaffte es zwar bis in mehr als 130 Kilometer Höhe – doch er starb beim Aufschlag auf der Erde: Der Fallschirm des Landevehikels hatte sich nicht geöffnet. Mehr Glück hatte Space-Schimpanse Ham, der 1961 nicht nur heil zurückkehrte, sondern als Belohnung einige Früchte bekam, mitsamt einem Rentnerdasein im Zoo, das erst im Januar 1983 wegen Altersschwäche endete.
Heutzutage dienen Tiere freilich nicht mehr als Astronauten-Stuntmen, sondern zu Experimenten, was die Überlebensrate etwas steigen liess. Die 45 Mäuse, 15 Geckos und 40 Buntbarschlarven, die vor wenigen Tagen zur ISS aufbrachen, haben jedenfalls bessere Aussichten als die Raumfahrtpioniere. Wie viele tierische Astronauten insgesamt im Einsatz waren, lässt sich kaum genau sagen – doch wohl mehr als die 530 Menschen, die laut den Richtlinien der Fédération Aéronautique Internationale bis Anfang Januar 2013 im All waren.