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Rund um die verschiedenen Holunderarten gibt es immer wieder Verwirrung und auf Heilkräuterexkursionen tauchen dazu oft Fragen auf, insbesondere auch zur Giftigkeit.
Hier eine kleine Übersicht:
Schwarzer Holunder
Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eine der in Mitteleuropa häufigsten Straucharten. Seine Blüten und Früchte werden vielfach angewendet als Heilmittel, Lebensmittel und Farbstoff. In den Alpen ist der Schwarze Holunder bis in die mittlere Gebirgslage von etwa 1500 Metern ü.M. anzutreffen.
Zur Giftigkeit schreibt Wikipedia:
Sowohl in den Blättern, der Rinde, unreifen Beeren und in den Samen reifer Beeren ist das cyanogene Glycosid Sambunigrin enthalten. Über die Giftigkeit beim Menschen gibt es unterschiedliche Angaben. Sie reichen von ungiftig bis ‚zu vermeiden‘. Bei Kindern und sensiblen Personen führt der Verzehr zu Symptomen von Erbrechen und leichten Krämpfen bis hin zu starkem Durchfall oder Magenbeschwerden. Bei Schweinen, Hunden, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamstern kommt es zu Erbrechen, Durchfall und Atembeschwerden. Vögel zeigen bei Aufnahme unreifer Beeren und anderer Pflanzenteile Verdauungsstörungen und Erbrechen, bei ihnen kann die Aufnahme großer Mengen sogar zum Tod führen.
Durch Erhitzen zerfällt Sambunigrin und die Beeren verlieren ihre Giftigkeit.“
(Quelle: Wikipedia, Literaturangaben dort)
Roter Holunder
Der Rote Holunder (Sambucus racemosa) wird auch Hirsch-Holunder, Trauben-Holunder oder Berg-Holunder genannt. Er wächst gerne an schattigen Orten in Wäldern und Waldrändern in Europa und Westasien, auch in Gebüschen und auf Lichtungen ist er zu finden. In Mitteleuropa ist er hauptsächlich in höheren Lagen zu finden. Roter Holunder ist nämlich resistent gegen Kälte und Wind.
Zur Toxikologie (Giftigkeit) schreibt Wikipedia:
„Roh und unreif sind die Früchte des Roten Holunders giftig. Sie führen zu Brechdurchfall und wurden deshalb früher volkstümlich auch als Brech- und Abführmittel eingesetzt. Auf jeden Fall müssen die Steinkerne entfernt werden, da das Gift der Samen nicht durch Kochen unschädlich gemacht wird.“
Wie beim Schwarzen Holunder lassen sich die Beeren des Roten Holunders zu Gelee, Marmelade, Saft und ähnlichem verarbeiten. Sie sind allerdings nicht jedem zuträglich.
Zwerg-Holunder
Der Zwerg-Holunder oder Attich (Sambucus ebulus) enthält Bitterstoffe und Blausäureglykosid und ist giftig. Hauptsächlich die Beeren sollen frisch gegessen Durchfall und Erbrechen auslösen. Zwerg-Holunder hat einen widerlichen Geruch. Er kommt im Mittelmeerraum, im warmgemäßigten Europa bis einschließlich Mittel-Deutschland sowie im Nord-Iran und in Turkmenien vor. Zwerg-Holunder wächst an Gebüsch- und Waldrändern, auf Lichtungen und Ödland, auf frischen Waldschlägen und in ruderalen Staudenfluren. Im Tiefland tritt der Attich bzw. Zwerg-Holunder nur vereinzelt auf, ebenso in kalkarmen Gebieten, sonst wächst sie zerstreut und ist meist bestandsbildend.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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