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Daniels, Paul
(Newton Edward Daniels)
Paul Daniels wurde als Kind eines Elektrikers und Kinooperateurs als einer von drei Brüdern in South Bank geboren. Sein Bruder Keith starb mit sechs Wochen an einem Herzfehler. Pauls Interesse für die Zauberkunst wurde in der Grundschule durch das Buch "How to Entertain at Parties" geweckt, in dem etliche Kartentricks beschrieben waren. Von da an wollte er Zauberkünstler werden. Seinen ersten Auftritt hatte er in einer Jugendgruppe der Methodisten, wo er Billardballmanipulationen zeigte und vorgab, Goldfische zu verschlucken.
Nach der Schule machte er eine Lehre als Büroangestellter. Mit 18 Jahren wurde er eingezogen und absolvierte nach seiner Ausbildung ein Jahr Militärdienst in Hong Kong. Zurück in South Bank sah er einen Vortrag über die Geschichte der Zauberkunst von Dr. Hebblethwaite, einem Mitglied des Middlesborough Circle of Magicians. Dr. Hebblewaithe lud Paul ein, Clubmitglied zu werden. Paul wurde in den Club aufgenommen, besuchte Kongresse und machte an Wettbewerben mit.
1960 heiratete er seine erste Frau Jackie ( Jacqueline Skipworth), mit der er drei Kinder hatte. Mit Jackie präsentierte er unter dem Namen "The Eldanis" eine Manipulationsnummer zu Rock 'n' Roll Musik. Ende der 1960er Jahre wurde er professioneller Zauberkünstler, 1968/69 trennte er sich von Jackie.
Inzwischen hatte er den Namen Paul angenommen und trat in den 1970er Jahren in Varietés und im Fernsehen als "The Unusualist" auf. 1979 lernte er die frühere Tänzerin Debbie McGee kennen. Sie wurde seine Bühnenpartnerin, 1988 heirateten sie.
1979 strahlte die BBC die erste Sendung von "The Paul Daniels Magic Show" aus. Bis 1994 wurden während insgesamt fünfzehn Jahren jährlich TV-Shows produziert, die regelmässig von 15 Millionen britischen Zuschauern gesehen wurden. Für die Fernsehshows standen Paul Daniels unter anderen Ali Bongo als Ideengeber und Gil Leany als technischer Berater zur Seite.
1982 wurde Paul Daniels vom Variety Club of Great Britain zur Show Business Personality des Jahres ernannt, 1985 gewann der mit "The Paul Daniels Magic Show", bei der er mit Schimpansen arbeitete, die Goldene Rose von Montreux (die höchste Auszeichnung für ein Unterhaltungsprogramm im Fernsehen). 1986 trat er als erster Zauberkünstler zum dritten aufeinanderfolgenden Mal bei der " Royal Variety Performance" auf.
In den Achtziger- und Neuzigerjahren präsentierte Paul Daniels ebenfalls diverse Spielshows und eine Kindersendung im Fernsehen.
Paul Daniels Bekanntheitsgrad war enorm. In der nationalen Presse war Paul Daniels in Cartoons, in der Werbung, in politischen Diskussionen allgegenwärtig.
Paul Daniels wurde beeinflusst von den Shows von Levante und Milbourne Christopher, deren abendfüllende Shows er in jungen Jahren gesehen hatte. Beide erzielten mit den kleinsten Tricks die grösste Wirkung. Paul erkannte instinktiv, dass Erfolg nicht von den Tricks, sondern von der Persönlichkeit abhängt. Einen grossen Einfluss auf Paul Daniels übte auch Ken Brooke aus, von dem er viel über die Verwendung von Humor und Slapstick bei der Präsentation von Zauberkunststücken lernte.
Paul zeichnete sich aus durch seine Spontaneität, seine Schlagfertigkeit und sein Geschick im Umgang mit den Zuschauern.
Nach seiner Glanzzeit im Fernsehen war Paul Daniels mit einer Show unterwegs, trat auf dem Kreuzfahrtschiff QE2 auf, kreierte eine Show über Malini, veranstaltete Magic Days bei sich zu Hause, bei denen er sein Wissen an andere Zauberkünstler weitergab. Er trat in zahlriechen Fernsehshows als Gast auf, machte Werbespots, und trat für Firmen auf. 2003 ging er mit seiner "The First Farewell Show" auf Tournee. In der Show zeigte er lauter Effekte, die er bisher nicht im Programm gehabt hatte.
Von diversen Live-Auftritten von Paul Daniels wurden DVDs produziert, seine Kunststücke erklärte er u. a. auf den DVDs "Paul Daniel's Mesmerizing Magic", "Paul Daniels' Inner Secrets Of Professional Magic", "The Greater Magic Video Library Volume 33 - Paul Daniels", und die Kunststücke, die ihn berühmt gemacht hatten auf den 4 von Luis de Matos produzierten DVDs "Bravura".
2016 verstarb Paul Daniels an einem inoperablen Hirntumor.Biografien
Daniels, P. Paul Daniels, Under No Illusions, My Autobiography, Blake Publishing, Ltd, 2000
FISCHER, J. Paul Daniels and the Story of Magic. Jonathan Cape Ltd., London, 1987