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Dorothee von Rechenberg
«scene #18»
In meiner s-w-Fotoarbeit wird die Bewegung zweier Frauenfiguren gezeigt, die sich beide in Zwischenbereichen, man könnte auch sagen: jeweils auf der Schwelle in neue Räume befinden.
Die linke Frauenfigur betritt im Gegenlicht einen lichtdurchfluteten Durchgangsbereich und scheint anzukommen, während die andere Frauenfigur durch eine Türe wegzugehen, wenn nicht gar zu fliehen scheint. Beide sind auf verschiedene Weise in Bewegung und auch im übertragenen Sinne «bewegt». Rein formal drückt sich das in der Bewegungsunschärfe aus, die den transitorischen Charakter unterstreicht.
Für diese Arbeit ist ein Bildmass vorgesehen, in dem die dargestellten Frauenfiguren in etwa der realen Körpergrösse einer Frau entsprechen. Ich will damit versuchen, Unmittelbarkeit in einem direkten, fast physischen Zugang zum Betrachter, zur Betrachterin herzustellen, die dadurch nicht nur distanziert Beobachtende sind, sondern sich ins Geschehen hineinbegeben können. Die Arbeit wird direkt auf die Wand montiert, um die räumliche Wirkung und das Szenische zu unterstreichen.
Dorothee von Rechenberg
Dorothe von Rechenberg
geb. 1947 (G), seit 1989 in Basel, CH
1966 Abitur, 1967 Gesellenprüfung in Holzbildhauerei, 1967–1969 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel und an der Fachhochschule in Münster/Westf., lebt und arbeitet seit 1989 in Basel