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Jonathan Swift, geboren 1667 in Dublin, war von 1689 bis 1694 Sekretär des Schriftstellers Sir William Temple in England, dann anglikanischer Geistlicher und von 1713 an Dekan von St. Patrick’s in Dublin. Mit seinen beißenden Satiren kämpfte er gegen kirchliche und gesellschaftliche Mißstände. Er starb 1745.
»Swifts Einzigartigkeit liegt in seinem Geschick, sich in ein und demselben Werk an verschiedene soziale Schichten zu wenden. Das stellt ihn neben Chaucer und Shakespeare.«F. W. Bateson
»Keine Silbe bei Swift ist bloß der Satire wegen da, er umfaßt jeden seiner Gegenstände und erschöpft ihn mit ebenso treffendem Witz als scharfem Verstande. Vorurteil und Laster, Torheit oder Albernheit sind bei ihm von Wurzel an untersucht. In der Gebärde eines Menschenfeindes durch kalte Vernunft war er ein tätiger Freund der Menschheit.«Johann Gottfried von Herder
»Swift kennt das Leben so exakt, wie ein Bankier seine Bücher kennt, und ist die Rechnung einmal gemacht, würdigt er die Schwätzer, die sich darüber streiten, keines Blickes mehr.«Hippolyte Taine
»Vom Dichter des ›Gulliver‹, Swift, dem genialen Iren, nehmen wir alles auf, was wir nur bekommen können; sein großes Herz, sein bitterer, blutiger Humor, seine vereinsamte Genialität wiegen alle Schrullen seines Sonderlingtums reichlich auf.«Eine Bibliothek der Weltliteratur