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Die Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung umfasst die Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von Partnern, die sich für die Umsetzung der Förderpolitik engagieren.
Generalsekretärenkonferenz (GSK)
Die Generalsekretärenkonferenz (GSK) (Art. 53 RVOG) ist das oberste Koordinationsorgan der Bundesverwaltung. Sie stellt sicher, dass die Bundesverwaltung eine vorausschauende, effiziente und kohärente Sprachenpolitik betreibt. Sie wirkt bei der Planung, Vorbereitung und beim Vollzug der entsprechenden Bundesratsgeschäfte sowie bei der Bereinigung von Differenzen mit.
Human-Resources-Konferenz (HRK)
Die Human-Resources-Konferenz setzt sich aus Vertretungen aller Departemente zusammen und wird vom EPA geleitet. Sie hat eine zentrale Rolle bei der Erarbeitung, Koordination und Umsetzung der bundesrätlichen Personal- und Vorsorgepolitik.
Interdepartementale Koordinationsgruppe Mehrsprachigkeit
Die interdepartementale Koordinationsgruppe Mehrsprachigkeit trägt zur Kohärenz der ergriffenen Massnahmen bei und ermöglicht den Austausch zwischen den einzelnen Departementen und Verwaltungseinheiten. Es handelt sich um eine ständige Koordinationsgruppe unter der Leitung der Delegierten des Bundes für Mehrsprachigkeit (Mehrsprachigkeitsweisungen Ziff. 54). Die Mitglieder der Gruppe werden von den Departementen ernannt oder von der Delegierten des Bundes für Mehrsprachigkeit eingeladen.
Die Bundeskanzlei erfüllt im Bereich der institutionellen Mehrsprachigkeit bestimmte Aufgaben, die insbesondere die amtliche Veröffentlichungen und Informationen sowie die Tätigkeiten im Bereich der Sprachdienste der Bundesverwaltung und entsprechende Koordinationsaufgaben betreffen.
Der Berater für Sprachenpolitik der Bundeskanzlei unterstützt diese bei ihren Aufgaben im Sprachbereich, namentlich im Zusammenhang mit der institutionellen Mehrsprachigkeit, der Vertretung der Sprachgemeinschaften sowie amtlichen Veröffentlichungen. Zudem führt der Berater das Sekretariat der «Konferenz der Sprachdienste» (KOSD).
Die Schweiz ist ein mehrsprachiges Land. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage nach dem aktuellen Anteil der Schweizerinnen und Schweizer, die regelmässig mehrere Sprachen sprechen. Das Bundesamt für Statistik erhebt genaue Daten zur Sprachlandschaft der Schweiz. Erfasst werden die vier Landessprachen sowie weitere Sprachen. Neben der allgemeinen Datenerhebung führt das BFS auch thematische Erhebungen und insbesondere die Erhebung zu Sprache, Religion und Kultur durch.
Im Rahmen seiner Kulturförderpolitik und der Kulturbotschaft 2016–2020 will der Bund den sozialen Zusammenhalt stärken und stützt sich dabei hauptsächlich auf zwei Pfeiler: erstens auf die Förderung der Landessprachen und der Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften auf Grundlage des Sprachengesetzes (SpG) vom 5. Oktober 2007 und zweitens auf die Förderung des kulturellen Austauschs in der Schweiz gemäss dem Kulturförderungsgesetz (KFG).
Das Eidgenössische Personalamt (EPA) ist die Fachstelle für die Personalpolitik des Bundes. Das EPA erarbeitet die rechtlichen Grundlagen und Instrumente zur Steuerung, Weiterentwicklung und Koordination des Personalwesens der Bundesverwaltung.
EDA – Bereiche Minderheiten und Frankophonie
Als Teil des EDA befasst sich die Abteilung I: Menschenrechte, humanitäres Völkerrecht, internationales Strafrecht, diplomatisches und konsularisches Recht gemeinsam mit den anderen zuständigen Stellen des EDA mit dem Thema Menschenrechte. Dazu gehören auch die Ratifizierung von Übereinkommen und das Verfassen von Berichten zuhanden der Ausschüsse der Vereinten Nationen über die Umsetzung dieser Übereinkommen in der Schweiz.
Der Frankophoniedienst ist mit der Koordination der Schweizer Politik in der Internationalen Organisation für Frankophonie (OIF) betraut. Die OIF umfasst 80 Staaten und Regierungen mit Mitglieder-, Beobachter oder Teilhaberstatus. Rund ein Drittel davon liegt in Subsahara-Afrika.
Netzwerk «Capito?»
Das Projekt «Capito? Comprendere l'italiano in Svizzera» wurde 2015 lanciert. Sein Ziel ist es, Bewusstsein für die Sprache und Kultur der italienischsprachigen Schweiz (Entwicklung rezeptiver Italienischkompetenzen) zu schaffen. Das Modulangebot richtet sich an das obere Kader und an das mittlere Kader mit Führungsverantwortung, das entweder französischer Muttersprache oder deutscher Muttersprache mit guten Französischkenntnissen ist. Die Projektteilnehmerinnen und –teilnehmer sind eines der Netzwerke, auf das die Delegierte des Bundes für Mehrsprachigkeit zurückgreifen kann.