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(22.04.2020) Der Handel leidet erheblich unter dem Coronavirus. Laut den Schätzungen der Welthandelsorganisation (WTO) könnte die COVID-19-Pandemie dazu führen, dass der Welthandel 2020 um 13 bis 32% einbricht. Das wäre heftiger als bei der Krise von 2008.
Vermutlich wird keine Region der Welt 2020 vom Abschwung des internationalen Handels verschont bleiben. Die WTO rechnet in fast allen Teilen der Erde mit einem zweistelligen Rückgang des Handelsvolumens. Nordamerika und Asien dürften am stärksten von den sinkenden Exporten betroffen sein, deren Ausmass im pessimistischsten Szenario 40% respektive 36% betragen wird. Europa und Südamerika müssen mit einem Minus von 30% rechnen.
Sektoren mit komplexen Wertschöpfungsketten, insbesondere die Elektronik und die Automobilindustrie, werden aufgrund von Lieferengpässen voraussichtlich stärker unter Krise zu leiden haben. Dennoch läuft der Dienstleistungssektor Gefahr, wegen der Verkehrs- und Reisebeschränkungen am Ende der grösste Verlierer der Krise zu sein.
Die Aussichten für einen Wiederaufschwung sind für das Jahr 2021 ungewiss. Dieser wird weitgehend von der Dauer der Epidemie und von der Wirksamkeit der von den Staaten beschlossenen Massnahmen zur Stärkung ihrer Wirtschaft abhängen.
Im Warenhandel, der von den Spannungen, der Unsicherheit und dem Abflauen des Wirtschaftswachstums bereits geschwächt wurde, ging das Volumen 2019 um 0,1% zurück, während der Wert um 3% auf USD 18'890 Milliarden sank. Im selben Zeitraum legten die Exporte von gewerblichen Dienstleistungen um 2% auf USD 6'030 Milliarden zu.
Letzte Änderung 22.04.2020