Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03293.jsonl.gz/2609

Wie die Schweizerische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) meldet ist seit dem Hauptschadenjahr 2003 die durch den Buchdrucker befallene Menge Fichtenholz von über 2 Mio. m3 stetig zurückgegangen. Sie betrug im Jahr 2009 noch 100’000 m3 und somit etwa gleich viel wie im Vorjahr. Die Käferholzmengen der vergangenen beiden Jahre liegen damit wieder auf dem Niveau der Jahre vor und zwischen den beiden Massenvermehrungen des Buchdruckers, ausgelöst durch die Stürme „Vivian“ vom Februar 1990 und „Lothar“ vom Dezember 1999.
Während im trockenen, sommerlich warmen April 2009 die überwinterten Käfer für ihr Ausschwärmen ideales Wetter vorfanden, bot die wechselhafte Witterung während des Sommers dem Buchdrucker keine guten Entwicklungsbedingungen. Ausreichende und häufige Niederschläge im Sommer sorgten dafür, dass die Waldbestände nie durch Trockenstress geschwächt wurden.
Die Ausgangspopulationen des Buchdruckers sind momentan klein. Eine Schwächung der Fichtenbestände durch Trockenheit liegt dank der guten Wasserversorgung in der vergangenen Zeit nicht vor. Winterstürme haben keine grösseren Schäden verursacht. Wie im Vorjahr gilt daher: Selbst für die Borkenkäferentwicklung günstige Witterungsbedingungen können bei der gegenwärtig beruhigten Situation keine sofortige und grossflächige Massenvermehrung des Buchdruckers bewirken.