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Seit Anfang Jahr ist das revidierte und verschärfte Asylgesetz in Kraft. Ebenfalls Anfang Jahr hat die ORS Service AG das Mandat zur Betreuung von Flüchtlingen und Asylsuchenden im Kanton Freiburg erhalten; vorher war das Freiburgische Rote Kreuz damit beauftragt.
SOS Rassismus und das autonome Sans-Papiers-Kollektiv Freiburg kritisierten gestern in einer Mitteilung die Arbeitsweise von ORS: Die private Unternehmung maximiere ihre Gewinne auf Kosten der Asylsuchenden. So diszipliniere die ORS die Asylsuchenden, indem sie ihnen bei Widerhandlungen gegen interne Reglemente die Sozialhilfebeiträge kürze; dieses Geld fliesse dann in die Kasse der ORS. «Das stimmt nicht», sagt Claude Gumy, Verantwortlicher von ORS Freiburg. Er betont, dass die Reglemente und die Hausordnung vom Kanton vorgegeben seien. Halte sich jemand nicht an die Regeln, werde ihm zwar – wie in anderen Kantonen auch – der Sozialhilfebeitrag gekürzt. «Doch dieses Geld fliesst nicht in unsere Kasse», sagt Gumy.
SOS Rassismus kritisiert auch, dass ehemalige Asylsuchende bei ORS arbeiteten; diese verstünden zwar die Situation der Asylsuchenden, seien aber nicht genügend ausgebildet. Gumy meint dazu, es seien nur wenige ehemalige Asylsuchende angestellt; diese seien gut ausgebildet. «Asylsuchende sind nicht per se dumm: Viele haben eine sehr gute Ausbildung, verfügen über eine breite Berufserfahrung und sprechen mehrere Sprachen», sagt Gumy. njb