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Die Weihnachtsgeschichte ist eine schöne Geschichte und lässt sich auch gut und einfach erzählen:
Maria und Josef gehen nach Bethlehem. Maria ist schwanger, mag nicht so recht laufen und darf auf dem Eseli reiten. In Bethlehem finden sie kein freies Hotel und müssen in einem Stall übernachten. In der Nacht erscheint den Hirten der Engel Gabriel und erzählt ihnen von der baldigen Geburt Jesu. Die Hirten machen sich auf den Weg – immer dem Kometen nach – um das Kind zu sehen.
So weit so gut. Alles ist auch für Kinder einigermassen nachvollziehbar. Da kommen plötzlich die drei Könige ins Spiel, die ebenfalls dem Kometen folgen und das Kind sehen und reich beschenken wollen. Aber: Woher kommen sie? Was bedeuten die speziellen Geschenke? Wieso sind sie zu dritt?
Hier ein paar interessante Details zu den heiligen drei Königen, damit Sie beim Erzählen nicht in einen Argumentationsnotstand geraten:
- Die „Heiligen drei Könige“ waren zunächst Weisen aus dem Morgenland
- Die Zahl der Weisen war ursprünglich noch nicht auf drei festgelegt. Aus der Zahl der Gaben – Myrrhe, Gold und Weihrauch – schloss man im 3. Jahrhundert auf die Dreizahl der Weisen.
- Ab dem 6. Jahrhundert bekamen sie ihre Namen, zunächst Thaddadia, Melchior und Balytora. Seit dem 8. Jahrhundert heissen sie Caspar, Melchior und Balthasar. Zugleich werden aus den Weisen Könige.
- Das Gold symbolisiert den einem König gebührenden Weisheitsschatz, der Weihrauch das ergebungsvolle Opfer und Gebet, die Myrrhe die reinhaltende Kraft der Selbstbeherrschung.
- Die Könige unterscheiden sich in drei Lebensalter (Jüngling, Erwachsener und Greis) und um 1300 trat der jüngste als Mohr auf. Die drei Könige vertraten die damals bekannten drei Weltteile Asien, Europa und Afrika angesprochen.
- Wegen ihrer Reise zum neugeborenen Jesuskind wurden sie zu Patronen der Reisenden und Pilger, besonders auch als Patrone für die „letzte Reise“, den Tod.
- Die Namen vieler Gaststätten haben hier ihre Wurzel: „Stern“, „Drei Kronen“, „Mohr“ u.a.
- Dreikönigsspiele waren bis in die Neuzeit beliebt. Noch heute weit verbreitet ist in der katholischen Kirche der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die um eine Gabe bitten und das Haus segnen, wobei die jeweilige Jahreszahl und die Initialen C + M + B an die Haustür geschrieben wurden. Daraus entwickelte sich der Haussegen „C + M + B“, „Christus Mansionem Benedicat“, „Christus segne das Haus“, welcher das Böse abhalten soll.
Quelle: brauchtumsseite.de