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Gestatten, das Sebring-Vanguard Citicar!
Gebaut von 1974 bis 1977. Und später nochmals von 1979 bis 1982.
Hey, alleine 1976 wurden so viele Citicars hergestellt, dass Sebring-Vanguard nach GM, Ford, Chrysler, AMC und Checker zum sechstgrössten Automobilhersteller der USA aufstieg.
Das Citicar entstand unter dem Eindruck der Ölkrise von 1973 und baute auf den damaligen technischen Standard für Elektroautos: Golfkarts. Ja, der Citicar war der Versuch, aus einem Golfkart einen Kleinwagen zu bauen.
6 PS leistete der Motor. Batteriepakete (lies: 4 herkömmliche Autobatterien) leisteten anfänglich 36 V, später 48 V. Höchstgeschwindigkeit war knapp mehr als 60 km/h (wenn man mutig genug war). Reichweite soll 64 km betragen haben. Soll.
Die Karosserie war aus ABS, demselben Material aus dem Lego gefertigt wird.
In der zweiten Produktionsserie ab 1979 wurde das Gefährt in Comuta-Car umgetauft und erhielt, um US-Sicherheitsvorschriften zu entsprechen, massiv verlängerte Stossstangen. Damit konnten die Batterien von ihrem Platz unter den Sitzen an die Stossfänger verlegt werden.
In Sachen Ausstattung gab es ... fast nichts. Bei Fahrzeugen der frühen Serien war – gemäss US-Vorschriften – ein Scheibenheizungsschalter installiert, der jedoch mit nichts verdrahtet war. Später wurde die Scheibenheizung/-lüftung als Händleroption angeboten.
Letztendlich stellte der Citicar den Stand der Elektroauto-Technik dar, die Anfang der Siebzigerjahre in der Praxis umsetzbar war. Aufgrund dieser Einschränkungen sollte er nie gegen gewöhnliche Autos antreten müssen, sondern immer nur eine kleine Nische für Kleinstautos besetzen, die für kürzeste Strecken im urbanen Raum genutzt werden sollten. Und dieses Anforderungsprofil wurde erfüllt.
Von den 4'444 hergestellten Fahrzeugen haben einige überlebt und diese werden von ihren Besitzern zum Teil bis heute gefahren.