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Angelus Schorno
Inhaltsverzeichnis
Lebensdaten
Profess: 31. Mai 1678
Beziehungsnetz
Verwandtschaft
Sohn des Hieronymus Schorno und der Margaretha Brunner.
Lebensbeschreibung[1]
Die Schorno sind eine alte einheimische Familie in Schwyz. Hier wurde Angelus am 3. April 1659 als Sohn des Hieronymus Schorno und der Margaretha Brunner geboren und erhielt den Taufnamen Kaspar Hieronymus. Im Alter von sieben Jahren empfing er die heilige Firmung durch den Weihbischof von Konstanz. Die beiden Zeugnisse tragen die Unterschrift des Pfarrers und Sextars Konrad Heinrich Ab Yberg. Der Junge kam am 1. Januar 1676 an die Engelberger Schule und bezahlte pro Woche 1 gld 10b, den Wein extra berechnet. Er brachte ein Zeugnis des Rektors der Lateinschule in Schwyz, Leonhard Zehnder, der ihm auf seinen Wunsch bescheinigte, dass er "per aliquos annos" die Kassen der Rudiment und Grammatik besucht besucht habe und die höhere Syntax begonnen habe. Das Zeugnis stammt vom 9. November 1675. Angelus brachte also eine gute Vorbereitung mit, als er an die Klosterschule kam. Die Auslagen waren die üblichen: das Tischgeld pro Woche betrug 5gld 10 b, Wein extra, abgerechnet wurde halbjährlich.
Am 19. Mai 1677 kam er in das Noviziat. Er bezog ein Paar Schuhe, "gelismete" Strümpfe, eine Salbe von Luzern, Auslagen für eine monatliche Kur, für Kerzen und für den Barbierer, der ihm den ersten Kranz (die erste Tonsur) macht.[2] Abgerechnet wurde mit Herrn Landvogt Dominico Schmidig. Schmidig, der selber einen Sohn der Engelberger Klosterschule anvertraut hatte, scheint ein naher Verwandter Schornos gewesen zu sein. Die Mutter scheint bereits früher gestorben zu sein. Aus dem mütterlichen Erbgut soll der Novize den Betrag von 1800 gld. erhalten haben. Nach dem Todfall des Vaters sollen 100 gld auf Martini 1678 verfallen sein. Die Summe war in drei Raten bezahlbar, ohne Zins.[3] Nach Schmidig gehörte zum Erbe auch ein Tischbecher.[4]
Fr. Angelus legte die Profess am 31. Mai 1678 ab. Er muss die höheren Studien im Kloster begonnen haben, litt dann ober offenbar bald unter einer unheilbaren geistigen Störung und konnte die heiligen Weihen nicht empfangen. Am Tag vor seinem Tod am 28. Juni 1709 konnte er allerdings noch die heiligen Sakramente empfangen. Er starb eines plötzlichen Todes und man fand ihn am Morgen tot in seinem Bett.[5] Bei seinem Zustand konnte Fr. Angelus keine wichtigen Ämter im Kloster versehen. Um ihn aber doch zu beschäftigen, machte man ihn zum Kustos des Muttergottesaltares und 1681 zum Subkustos.
Einzelnachweise
- Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
- Dies ist nach P. Gall Heer die erste Erwähnung der Mönchtonsur.
- Carl Ludwig Schmidig, Sohn des Landvogts, StiArEbg cod. 42, S. 85, Aussteuer in StiArEbg cod. 42.
- Hess, Goldschmiedearbeiten, S. 9.
- StiArEbg cod. 394 (Pfarrbuch 1692–1728), Tabula Defunctorum II, S. 239, Titlisgrüsse, S. 43.
Bibliographie
- Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 118.
- StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.