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GESCHICHTE
Geschichtliche Kurzfassung
«Albanus» kommt von Sankt Alban, einer der drei Stadtheiligen. Die beiden anderen heissen: Sankt Laurentius und Sankt Pankratius. Eine bildliche Darstellung findet sich im mittelalterlichen Deckengemälde in der Sakristei der Stadtkirche Winterthurs. Der heilige Albanus, so berichtet die Legende, sei in jungen Jahren aus Britannien nach Rom ausgezogen, habe sich dort der neuen Lehre, dem Christentum, zugewandt. In seine Heimat zurückgekehrt, wirkte er als Verkünder und wurde am 22. Juni 286 unter der Christenverfolgung Diokletians hingerichtet.
Das Albanifest ist der Geburtstag der Freiheit für Winterthur.
Der heilige Albanus war ein Märtyrer. Er wurde unter der Christenverfolgung Diokletians im Jahre 286 hingerichtet. Albanus gehörte zu den 3 Heiligen, denen unsere Stadtkirche geweiht ist. Später wurde er zum Schutzpatron der Stadt Winterthur erkoren.
Die Bürger lehnten sich gegen ihren damaligen Herrn, den alten und kranken Grafen Hartmann von Kyburg (1264) auf. Der altersschwache Graf, der durch die Zerstörung seiner auf dem «Heiligen Berg» gelegenen Burg in Schrecken versetzt wurde, rief seinen tatkräftigen Neffen, den Grafen Rudolf von Habsburg zur Hilfe und dieser nützte die Sachlage mit gewohntem Scharfblick und rascher Entschlossenheit aus. Er liess sich von seinem geistigsten Oheim die Herrschaft über die Stadt Winterthur geben und beruhigte die Bürger durch kluges Entgegenkommen. Am 22. Juni 1264, Gedenktag des Albanus, verlieh Rudolf von Habsburg der Stadt einen Freiheitsbrief worin er ihnen verschiedene Rechte, darunter auch das Marktrecht zugestand. Alle diese geschenkten Rechte wurden auch auf die damals kleinen Vorstädte von Winterthur ausgedehnt, so dass die erste Stadtvereiningung oder Eingemeindung stattfand.
Die Bürger hatten nun alle Ursachen, sich ihrer Errungenschaften zu erfreuen und sie erhoben den Albanustag, den Tag der Verbriefung dieses erfolgreichen Friedensschlusses zu einem Festtag. Bald wurde der Albanustag nicht bloss ein historischer Gedenktag, sondern er erhielt eine hohe aktuelle Bedeutung, durch die Wahl des Schultheissen und anderer Behörden.
Die Bürger mussten sich schon früh Morgens in der Innenstadt einfinden. Nach der Erledigung der Geschäfte wurde den Bürgern aus dem Stadtkeller vom vorzüglichsten Wein ausgeschenkt. 1 1/2 Mass pro Mann, später dann aber weniger. Als die Bevölkerung von Winterthur und Umgebung immer mehr wuchs, drängte sich mit der Zeit viel Volk heran, um in den Genuss des Gratisweines zu gelangen. So musste man Wachen aufstellen welche eine Kontrolle ausübten. Musikanten fehlten an diesem Tage nie.
In den Siebzigerjahren des vorletzten Jahrhunderts kam unsere Stadt in die Schulden hinein und die Vorräte im Stadtkeller wurde immer kleiner. Im Jahre 1874 wurde zum letzten Mal das Albanifest gefeiert.
Chronologie
|Datum||Ereignis|
|22. Juni 1264||Übergabe des Stadtrechtsbriefes durch Graf Rudolf von Habsburg, Erbe der Kyburger. Künftig immer am 21. Juni, Tag der Sonnwende.|
|Albanitag

(ähnlich Landsgemeinde)
|Wahl des Schultheissen, der Beamten und des Rates; anschliessend gemütlicher Teil mit Tanz und Musik. Albanimahl, bestehend aus Wein, Käse und Brot durch Stadt gespendet.|
|1874||Letzmals durchgeführt.|
|1964||700 Jahre Winterthurer Stadtrecht.|
|1967||500 Jahre Winterthur bei der Eidgenossenschaft.|
|1969||100 Jahre Staatsverfassung.|
|1970||15. Dezember: Unter dem Vorsitz von Alt-Stadtpräsident Urs Widmer, wird das Albanifest-Komitee gegründet.|
|1971||Neustart des Albanifestes.|
|1987||Das Albanifestkomitee erhält die Anerkennungsgabe des Stadtrates für kulturelle Verdienste.|
|1996||25. Albanifest der Neuzeit.|