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(08.06.2011) Die Schweiz wird in den kommenden beiden Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum erfahren. Das ist dem jüngsten Konjunkturbericht der OECD zu entnehmen, dem zufolge das BIP voraussichtlich 2011 um 2,7% und 2012 um 2,5% steigen wird.
Die gute konjunkturelle Lage lässt sich im Wesentlichen mit der kräftigen Binnennachfrage erklären. In dem Bericht wird ein Rückgang der Arbeitslosigkeit von 4,1% in diesem Jahr auf 3,9% im Jahr 2012 prognostiziert. Die Inflation wird etwas ansteigen und 2012 knapp über 1% betragen.
Das Wachstum wird sich allerdings gegen Ende 2012 abschwächen. Der OECD zufolge wird die SNB ihre Leitzinsen anheben, um die mit der steigenden Binnennachfrage verknüpfte Inflation zu bremsen sowie eine mögliche Überhitzung auf dem Wohnungsmarkt zu vermeiden.
Weltweit wird sich der Aufschwung mit einem Anstieg des BIP um 4,2% in diesem und 4,6% im nächsten Jahr fortsetzen. In den OECD-Ländern wird der Anstieg mit 2,3% bzw. 2,8% bescheidener ausfallen.
Die OECD macht jedoch auf verschiedene Unsicherheitsfaktoren in Bezug auf diese Prognosen aufmerksam: ein möglicher Preisanstieg bei Erdöl und Rohstoffen, eine schwächere Dynamik der chinesischen Wirtschaft, die Entwicklung der Immobilienmärkte in der OECD, die Haushaltslage in Japan und den USA und nicht zuletzt die finanzielle Unsicherheit einiger Länder der Eurozone.
Ein Schlüsselelement des Wiederaufschwungs wird die Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit sein, von der mehr als 50 Millionen Arbeitnehmende in den OECD-Mitgliedsstaaten betroffen sind.
Letzte Änderung 08.08.2015