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Intel bringt eigene SSDs und will sie billiger produzieren können, als die Konkurrenz.
Wenn "Solid State Drives" (SSDs), aus Flash-Memory aufgebaute "Festplatten", auch beim Preis/Volumenverhältnis mit traditionellen Harddisks mithalten können, werden sie diese aufgrund ihrer Vorteile schnell auf breiter Front ablösen, so die einhellige Meinung vieler Marktbeobachter. (SSDs sind schneller und brauchen weniger Strom als Harddisks.)
Der Markteintritt des Chipriesen Intel könnte nun die Preisentwicklung beschleunigen. Intel hat heute zusammen mit Micron eine neue Generation von NAND-Flash-Chips vorgestellt, wie sie in SSDs verwendet werden. Gleichzeitig erklärten Intel-Vetreter gemäss US-Medien, dass Intel in der zweiten Jahreshälfte eigene SSDs auf den Markt bringen werde. Damit wurde ein Bericht des taiwanischen Newsdientes 'DigiTimes' von Ende der letzten Woche bestätigt. Intel wird seine SSDs vorerst für Notebooks anbieten, die auf der Centrino-2-Plattform "Montevina" basieren. Zuerst sollen 80-GB-Modelle eingeführt werden, danach sollen in schneller Folge 160-GB- und ab 2009 auch 256-GB-Modelle folgen.
Die neuen NAND-Chips, die Intel vorstellte, haben eine Kapazität von 32 Gigabit, doppelt so viel, wie die Vorgängergeneration, und werden mit 32 Nanometer feinen Strukturen gefertigt. Der grosse Konkurrent Samsung hat erst kürzlich die 43-nm-Technologie eingeführt.
Die kleineren Strukturen ermöglichen die höhere Chipkapazität und damit den Bau von preiswerteren SSDs, wie Intel erklärte. Der Intel-Mann Pete Hazen wollte sich allerdings nicht auf genaue Preisprognosen einlassen: "Ich weiss nur, dass die Kosten geringer werden." Der konkrete Preis werde aber hauptsächlich von Marktentwicklungen wie der Nachfrage und dem Angebot bestimmt, meinte Hazen. Damit wollte er sich wahrscheinlich auch etwas absichern, falls die Massenproduktion der neuen Chips, wie das beim Einsatz neuer Technologien oft der Fall ist, langsamer in Fahrt kommt, als erhofft. (hjm)