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Kletternde Schönheiten
Die meisten Passionsblumen stammen aus Mittel- und Südamerika, viele davon wachsen im Urwald, wo sie sich als mehrjährige Kletterpflanzen an den Bäumen hochranken. Bei uns brauchen die meist als Kübelpflanzen kultivierten Passionsblumen ein Klettergerüst, das je nach Bedarf aus gespannten Schnüren, aus Holzlatten oder aus Metall gefertigt ist.
Der Name «Passionsblume» stammt von spanischen Missionaren, welche die Pflanze im 17. Jahrhundert in Südamerika entdeckten und den Blütenaufbau als Leidensweg Christi interpretierten (passio = Leiden; die drei Griffel sollten die Nägel der Kreuzigung darstellen, der Strahlenkranz die Dornenkrone). Heute ist diese Symbolik in den Hintergrund getreten und die Blume primär ihrer exotischen Schönheit wegen beliebt.
Kultur als Kübelpflanze
Die meisten Passionsblumen ertragen keine Minustemperaturen, müssen also frostfrei überwintert werden. Man zieht sie am besten in einem genügend grossen Topf, der ab Mai an einem sonnigen, windgeschützten Ort im Garten oder auf der Terrasse platziert wird. Eine Ausnahme bezüglich Standort bilden die Tacsonien. Es handelt sich dabei um eine Untergattung, zu der beispielsweise Passiflora tripartia gehört. Tacsonien stammen ursprünglich aus den Anden und kommen dort in Höhen bis über 3000 Metern vor. Dem Naturstandort entsprechend bevorzugen sie leicht beschattete, kühlere Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit. Am liebsten ist ihnen ein verregneter und kühler Sommer.