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Gottlieb Wendehals heisst eigentlich Werner Böhm. In den 70er-Jahren stand er als Jazzpianist auf der Bühne, hat damit aber nie den grossen Durchbruch geschafft. Im Jahr 1979 erschuf er die Bühnenfigur Gottlieb Wendehals. Einen schlaksigen Spassmacher mit Mittelscheitel, schwarzweiss kariertem Jackett, zerfledderter Aktentasche und einem Gummihuhn unter dem Arm.
So stand er auf der Bühne und sang Blödel-Lieder. «Polonäse Blankenese» schaffte es 1981 bis in die deutschen Top Ten und blieb neun Wochen auf dem ersten Platz. Irgendwann hatte Werner Böhm genug von seiner Blödel-Figur und wollte sich wieder emanzipieren. Allerdings ohne Erfolg. Also machte er weiter als Gottlieb Wendehals.
Grösste Erfolge als Spasssänger
In den 90er-Jahren wurden die Schlagzeilen um Walter Böhm negativ. Er hatte Alkoholprobleme und musste Privatinsolvenz anmelden. Im Jahr 2004 machte er bei der RTL-Show «Ich bin ein Star, holt mich hier raus» mit. Das gab ihm Auftrieb und so stand er auch wieder mit der Gummihuhn auf der Bühne.
Kürzlich sagte Walter Böhm zur deutschen Zeitschrift STERN, dass er bei einem Auftritt immer gefragt werde, ob er das Gummihuhn dabei habe. Mit einem solchen durch die Gegen zu laufen, sei in seinem Alter aber albern. Ausserdem zeigte er sich etwas traurig darüber, dass er als Spasssänger die grössten Erfolge hatte, da er eigentlich ein ernsthafter Jazzpianist gewesen sei.
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