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Seinen Ursprung hatte das «Träumli» im Gasthof Steinbock in Grindelwald. Dort wuchsen die Boss-Buebe Hans und Christian Boss auf und machten schon seit ihrer Kindheit Musik. Hans spielte Bassgeige, Christian Handorgel. Zusammen mit Mutter und Vater im Quartett wurde im Gasthof aufgespielt – der Vater war Briefträger und gleichzeitig Mitglied des örtlichen Musikvereins, die Mutter eine talentierte Solojodlerin.
Beinahe ausgeträumt
1948, kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs, kreirten sie «S’ Träumli», das bei Kindern vor allem wegen des Refrains über den Menschenfresser und bei den erwachsenen Restaurant-Gästen wegen des Abschnitts über das Schätzli und das Müntschi äusserst beliebt war. In der Zwischenzeit waren Christian und Hans aber gross, der eine Metzger und der andere Küchenchef geworden. Beruflich waren beide eingespannt und wollten die Musik deshalb an den Nagel hängen.
Aus dem Träumli wird ein Millionen-Erfolg
In Erinnerung an die guten alten Zeiten entschlossen sie sich deshalb am 26. November 1958 dazu eine letzte Single aufzunehmen, die unerwartet erfolgreich wurde. Die Plattenfirma konnte die Boss-Buebe dazu überreden, noch eine weitere Platte aufzunehmen. Diesmal bestanden die Boss-Buebe ausdrücklich auf einen gesungenen Titel und erinnerten sich an ihr «Träumli».
Bei der Aufnahme im legendären Tonstudio Max Lussi in Basel stiessen Cousin Christian Inäbnit als Jodler und Erich Vogt als Klarinettist hinzu. Die Single fand reissenden Absatz. Knapp eine Million Exemplare wurden davon verkauft. Die Boss-Buebe hatten zwar noch weitere Erfolgstitel wie «Der Lumpensammler» oder «Der Schäryschlifer», ihr «Träumli» aber blieb unübertroffen.