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13.-17.4.22 New Orleans – Tupelo Mississippi
Das Wetter ist schwül und bedeckt. Wir kaufen für eine Woche ein und auf der 61 fahren wir hoch nach Francisville. An Sumpfgebieten, bewegten Strassen
und rostigen Autobrücken entlang, ist die Gegend eher ärmlich, auch Camper sieht man nicht mehr oft. Francisville war früher das Zentrum der Baumwollplantagen des Südens. 2,8 Mil. Sklaven aus Westafrika arbeiteten 1850 in der Landwirtschaft,
vor allem auf Baumwollplantagen. Diese wurden von Spanier, Portugiesen und Engländer aus ihren ehem. Kolonien hierher verschifft.
Weiter durchfahren wir eine schön begrünte Landschaft, mit ihrem grosszügigen Strassenausbau und gepflegten
Villen. In Vidalia, direkt neben dem Mississippi, stellen wir uns für zwei Tage auf den «River View RV Park». Ein heftiger Sturm schüttelt uns durch und die Blitze sind phänomenal. Riesige Fährschifftransporte ziehen ruhig den
Mississippi entlang und der Kapitän muss sehr umsichtig navigieren.
Besuch in Natchez, das 1716 als französisches Fort von «Sieur de Bienville gegründet wurde. Auch hier gab es immer wieder Auseinandersetzungen mit den Indianern.
1763 kamen die Engländer / Spanier und 1798 schliesslich die Amerikaner. Wir besichtigen die wunderschönen «Antebellum-Villen», die vorwiegend von der gehobenen weissen Oberschicht bewohnt wurden. Das 1857 erbaute «Stanton Hall»,
soll eines der schönsten in den USA sein. Heute wurden von den Clubmitgliedern Ostereier und Hasen für die Kinder verteilt. Am nächsten Tag findet ein Sponsorenessen statt, denn das Haus wird nicht mehr bewohnt.
Wir befahren den «Natchez
Trace National Parkway». Er ist 720 km lang und führt von Natchez nach Nashville. Vor über 8'000 Jahren wurde dieser von Indianern als Trampelpfad durch die undurchdringlichen Wälder geschlagen und siedelten sich hier und da an. Im 18
Jh. folgten den ersten Weissen die Bootsleute. So verschifften sie mit ihren Booten Waren von Nashville nach Natchez. Dieser Trace war von grosser Bedeutung, bis sie 1840 von den grossen Flussbooten und später von der Eisenbahn abgelöst wurden.
Bei Port Gibson besuchen wir den «Grand Gulf Military State Park». Dieser Park erinnert an Zeiten grosser Schlachten, während des Bürgerkrieges. Das beeindruckende und schön gestaltete Museum gefällt uns gut. Nach Jackson
erreichen wir in Brandon den «Timberlake Campground» und starker Regen überzieht uns.
Weil wir die Auffahrt auf den Natchez Trace verpassen, machen wir noch eine Zusatzschlaufe durch eine sehr schöne Wohngegend. Uns erstaunt immer
wieder, wie die Häuser nicht mit hohen Zäunen, wie in Südamerika, eingezäunt sind. Natürlich werden die schönen Wohnviertel auch ohne Haag überwacht. Wieder auf dem Trail geht es zuerst dem «Ross Barriett-Stausee»
entlang. Viele Bäume stehen im Wasser und wo es trocken ist, versuchen Familien ihr Glück beim Fischen. Wir übernachten auf dem «Jeff Burby Campground». Mal einer der gratis ist! Er liegt auf 140 m und das Wasser kann gut abfliessen.
Die Hände schlafen einem beinahe ein, auf diesem endlosen parkähnlichen Trail. Aber jetzt erreichen wir Tupelo, den Geburtsort von Elvis Presly. Er wurde am 8. Januar 1935 in einer zwei Zimmer kleinen Holzhütte geboren, die sein Vater selber
baute und dafür 180 Dollar Schulden aufnahm. Als sie diese Schulden nach drei Jahren immer noch nicht abzahlen konnten, mussten sie die Hütte räumen. Nun übernachten wir auf dem «Campground AT Barnes Clossing», mitten
in einem Wäldchen.