Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/79492

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine gesetzliche Bestimmung einzuführen, wonach Geldeinlagen der dritten Säule nicht schlechter verzinst werden dürfen als Kassenobligationen von ähnlicher Anlagefrist wie die mittlere Anlagefrist der Gelder der dritten Säule. </p><p>Bei Fonds der dritten Säule sollte der Bundesrat Massnahmen treffen, damit die Gebühren der Vermögensverwalter nicht höher sind als die Gebühren auf dem freien, nicht steuerbegünstigten Markt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es besteht in der Säule 3a ein Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern. Der Sparer kann die Bank (oder auch die Versicherung) frei wählen. Ausserdem bieten die meisten Institute auch kollektive Anlagemöglichkeiten, welche in unterschiedlichem Umfange Aktien enthalten, wobei der Anleger dann das entsprechende Anlagerisiko zu tragen hat. Die Renditen dieser Produkte sind eher mit der Performance der Pensionskassen vergleichbar als individuelle (Spar-)Kontolösungen.</p><p>Die gegenwärtig angebotenen kollektiven Produkte sind zumeist Portfolio-Fonds, welche aufgrund ihrer Komplexität teurer sind als einfacher strukturierte kollektive Anlagen. Im Moment erarbeitet ein spezialisierter Ausschuss der Eidgenössischen Kommission für die berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) Vorschläge für die Neuordnung der Anlagerestriktionen in der Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV 3). In diesem Zusammenhang ist zu prüfen, ob zusätzliche Anlageprodukte zugelassen werden können, um die Wahlmöglichkeiten des Anlegers zu erweitern, den Wettbewerb zu fördern und die durchschnittlichen Gebühren zu senken.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass keine zusätzlichen Mindestvorschriften zu erlassen sind, welche einen zusätzlichen Verwaltungs- und Überwachungsaufwand generieren. Stattdessen soll der Wettbewerb nach Möglichkeit gefördert werden. Ausserdem kann bei Verdacht auf Wettbewerbsabsprachen jederzeit die Wettbewerbskommission angerufen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.