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Nach einem ansprechenden Saisonstart mit vier Siegen in den ersten sieben Partien kam Ambri zuletzt nicht mehr auf Touren. Von den letzten zehn Spiel gewannen die Tessiner nur noch deren zwei, gegen Genève-Servette und in Kloten (jeweils 5:2).
Entsprechend geriet Pelletier in die Kritik. Die Woche mit der bitteren 3:6-Niederlage in Bern (nach 3:0-Führung), dem 4:5 gegen Davos, der Pleite in Lugano und dem Fall ans Tabellenende war für den Verwaltungsrat des HC Ambri-Piotta Grund genug, die Reissleine zu ziehen.
Anders als Lugano, das gegen den Erzrivalen unter Interimscoach Christian Wohlwend im zweiten Spiel den ersten Sieg feierte, konnte Ambri bereits einen neuen Trainer präsentieren. Kossmann, der vor gut einem Jahr in Freiburg entlassen worden ist, unterzeichnete mit dem Tabellenschlusslicht einen eineinhalb Jahre gültigen Vertrag bis Ende der Saison 2016/2017.
Konkrete Gründe für den Trainerwechsel lieferte Ambri nicht. Der Entscheid sei nach einer “gründlichen Analyse” über die sportliche Situation gefallen, teilte der HC Ambri-Piotta mit. Mit dem schweiz-kanadischen Doppelbürger Kossmann habe der Verein einen Trainer mit “nachgewiesener Erfahrung und den nötigen Kenntnissen im Schweizer Eishockey” verpflichtet.
Für Pelletier endet auch das zweite Engagement in Ambri mit einer vorzeitigen Trennung. 2003 hatte der 49-jährige Kanadier die Tessiner ein erstes Mal übernommen und zweimal in die Playoffs geführt, ehe er in der Saison 2005/2006 durch Pekka Rautakallio ersetzt wurde. Im Oktober 2012 kehrte er als Nachfolger von Kevin Constantine in die Leventina zurück. Als Tabellenletzter nach der Qualifikation rettete sich Ambri unter Pelletier gleich in der ersten Runde in den Abstiegs-Playoffs. Im Jahr danach erklomm Ambri vorübergehend gar die Tabellenspitze, und es qualifizierte sich erstmals nach sieben Jahren wieder für die Playoffs.
Nun trauten es Präsident Filippo Lombardi und seine Kollegen vom Verwaltungsrat Pelletier nicht mehr zu, den Klub ein weiteres Mal aus dem Tabellenkeller heraus zu führen. Richten soll es Hans Kossmann, der Fribourg-Gottéron zwischen 2011 und 2014 einmal in den Final und zweimal in den Halbfinal geführt hat, letztes Jahr aber das Team nicht mehr erreichte und vorzeitig gehen musste. Fribourg war Kossmanns erste Station als NLA-Cheftrainer.
Kossmann wird am Montag erstmals das Training in der Valascia leiten. Die erste Partie steht am Mittwoch im Cup auswärts gegen den B-Ligisten La Chaux-de-Fonds an.
(SI)