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Von ihm stammt die bekannteste Titelmelodie der Filmgeschichte: «Mission: Impossible». Geboren wurde Lalo Schifrin in Argentinien. Bereits als Kind erhielt er eine klassische Musikausbildung und mit 20 bewarb er sich erfolgreich ans Conservatoire de Paris, wo er unter anderem von Olivier Messiaen unterrichtet wurde. Sein Studium finanzierte Schifrin mit seiner Leidenschaft, die er bereits als Jugendlicher entdeckt hatte: Er spielte in Pariser Nachtclubs als Jazz-Pianist. Zu den vielfältigen musikalischen Einflüssen, die ihn prägten, gehört zudem der Tango. Schifrin wirkte als Pianist am ersten Album mit, das Astor Piazzolla in Paris aufnahm.
Als Jazz-Pianist hat Schifrin mit vielen grossen Jazz-Musikerinnen und -Musikern gearbeitet, berühmt wurde er dann aber als Filmkomponist. Und brachte Ende der 1960er Jahre mit seiner eigenwilligen Verbindung von klassischer Musik und Jazz einen ganz neuen Tonfall in die Filmmusik.
Obwohl in einer jüdischen Familie geboren, hat Schifrin in seiner langen Karriere auch mehrmals Musik für christliche Liturgien geschaffen. 1965 komponierte er für den Saxophonisten und Flötisten Paul Horn die Themen für dessen «Jazz Suite on the Mass Texts». Die damals entstandenen Themen waren 1998 die Grundlage für eine Live-Aufnahme mit dem Jazz-Musiker Tom Scott und der WDR Big Band. Hier nehmen mitreissende Improvisationen einen grossen Raum ein.
Ganz und gar nach Schifrin klingt schliesslich sein «Rock Requiem» von 1971. Ein rhythmisch beschwingter Mix mit einem «Agnus Dei», das sich als veritabler Ohrwurm entpuppt.