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Bremsbeläge auf Gewebebasis. Für die Herstellung verwendet man Bänder aus Asbestersatz. Diese gewobenen Materialien werden in flüssigen Bindemitteln, die vorwiegend aus Kunstharzen bestehen, imprägniert. Dann folgt das Trocknen, Walzen, und Härten. Um formgepresste Belagsegmente zu erhalten, werden die Belagstücke noch durch Pressen auf die gewünschte Form gebracht.
Der Gleitbacken ist ein Bremsbacken der sich beim Bremsvorgang in der Bremstrommel selbst zentriert. Dazu ist er am Bremsschild gleitend abgestützt. Er ist erkennbar am abge-rundeten Ende.
Im Hauptbremszylinder wird die Fusskraft in einen hydraulischen Druck, für die Betätigung der Scheiben- bzw. Trommelbremsen, umgewandelt. r ist der Hauptbestandteil einer hydraulischen Bremsanlage.
Für die Belüftung des Hauptzylinders bzw. Ausgleichbehälters sorgt ein Löchlein in dem Ausgleichsbehälterdeckel. Dieses Löchlein muss immer frei sein. Ist es verstopft, dann bildet sich beim Betätigen des Hauptzylinders im Ausgleichbehälter ein Vakuum. Dieses hemmt das Nachfliessen der Bremsflüssigkeit in den Hauptzylinder. Infolge des im Zylinder entstehenden Sogs wird dann über die Sekundärmanschette Luft in den Zylinder gesogen, was einen zu langen Bremspedalweg verursachen kann. Andererseits kann bei verstopftem Löchlein im Ausgleichbehälter auch ein überdruck entstehen, der dann zum ständigen Schleifen der Bremsbeläge führt. Dieser Vorgang wird durch die Ausdehnung der beim Bremsen erhitzten Bremsflüssigkeit ausgelöst.
Hitzerisse in Bremstrommeln bilden sich hauptsächlich, wenn bei plötzlicher Temperaturentwicklung in der Bremse die Wärme nicht schnell genug von der Reibfläche abgeführt werden kann. Die Wärmeausdehnung der erhitzten Reibflächenschicht wird dabei durch das kühlere Trommelmaterial, das die dünne heisse Schicht umgibt, gehemmt. So dass in der Reibfläche hohe Oberflächen-Druckspannungen entstehen. Sie werden dann nach dem Temperaturausgleich und der Abkühlung durch Zugspannungen abgelöst. Solche sich wiederholende Wechsel von Druck- und Zugspannungen ermüden das Trommelmaterial an der Bremsfläche so sehr, dass ein Netzwerk feiner Risse entstehen kann. Auf das Anfangsstadium der Bildung von feinen Rissen folgt vielfach die Entstehung von grossen querliegenden Furchen. Der Hauptgrund dafür liegt in der mechanischen Belastung bzw. den Umfangskräften, die der Bremsbelag beim Bremsen auf die Trommel ausübt. Er schiebt das durch die Hitze aufgeweichte Trommelmaterial gewissermassen vor sich her bzw. verformt es plastisch. Mit der Zeit können aus Oberflächenrissen auch Querbrüche entstehen. Solche durchgehenden Risse führen zu einer gefährlichen Herabsetzung der Betriebssicherheit des Fahrzeuges.
Unter Hochdruckprüfung versteht man die Prüfung der Dichtheit der hydraulischen Bremsanlage bei einem Druck von ungefähr 80 bar. Dieser Druck darf innerhalb von 10 Minuten nicht mehr als 10% abfallen.
Siehe Bremsöl
Siehe Bremsöl
Bremsflüssigkeiten sind hygroskopisch, d.h., sie haben die Eigenschaft, aus der in der Luft vorhandenen Feuchtigkeit Wasser aufzunehmen. Dies ist eine unerwünschte Nebenerscheinung, da schon ein geringer Wassergehalt den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit stark zu senken vermag. Als Folge davon können sich bei übermässigem Erhitzen der Bremse Dampfblasen bilden. Diese beeinträchtigen die Funktion der Bremsen und führen im Extremfall sogar zum Totalausfall. Bremsflüssigkeiten sollten, weil sie hygroskopisch sind, jährlich erneuert werden (Werksvorschriften beachten).