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Christkatholiken Region Olten hiessen das Budget 2023 trotz Defizit einstimmig gut.
Monique Rudolf von Rohr, die Präsidentin der Christkatholischen Kirchgemeinde Region Olten, konnte am Mittwochabend 24 Stimmberechtigte im Kirchgemeindehaus in Olten willkommen heissen. Haupttraktandum nebst dem Voranschlag 2023 war das Vorhaben zum Umbau des Kirchgemeindehauses. Da die ursprünglich geplanten Kosten für die Umwandlung des Erdgeschosses um mehr als das Doppelte angestiegen waren, wurde das Projekt fallengelassen. Dafür werden die Pläne zum Ausbau des ersten und zweiten Stockes reaktiviert. Wie die Architekten Marc Thommen und Peter Temperli ausführten, sei nun vorgesehen, im ersten Stock Büroräumlichkeiten einzurichten (Variante 1) oder dieses Stockwerk mit einer Wohnung zu versehen, was grössere Umstrukturierungen nach sich ziehen würde (Variante 2). Die ehemalige Pfarrwohnung im zweiten und dritten Stock würde Veränderungen unterzogen; es seien zwei Wohnungen (mit Balkon im zweiten Stock) vorgesehen. Zudem gelte es, die Dachflächenfenster im dritten Stock zu vergrössern. «Das Ziel ist, mit möglichst kleinen Eingriffen den grösstmöglichen Ertrag zu generieren», hielt Thommen fest.
Ausserordentliche GV folgt
Zum Fahrplan erklärte er, dass die Voranfrage bei der Stadt bis zum 9. Januar 2023 vorliegen müsse, damit man das Baugesuch einreichen könne. Laufe alles nach Plan, könne im April mit den Arbeiten begonnen werden. Mit der Fertigstellung rechne man bis zum Ende der Sommerferien 2023. Nach der Klärung von Detailfragen stellte Monique Rudolf von Rohr eine ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung in Aussicht, an welcher das Projekt im Detail vorgestellt und der entsprechende Investitionskredit bewilligt werden soll. Aus der anschliessend durchgeführten Konsultativabstimmung ging hervor, dass alle Anwesenden hinter dem Vorhaben stehen können.
Im Gegenzug sprach sich die Versammlung einhellig für die Aufhebung des am 25. Oktober 2021 gesprochenen Kredits über 152’000 Franken zum Umbau des Erdgeschosses sowie zur Annullierung der am 15. Oktober 2020 bewilligten Investitionen über 60’000 Franken für den zunächst geplanten Umbau der Büro-Räumlichkeiten im ersten Stock in eine weitere Wohnung aus. Diese 212’000 Franken werden Teil des neuen Investitionskredites bilden.
Budget mit Defizit
Finanzverwalter Andreas Angermeier präsentierte den Versammelten das Budget 2023. Dieses sieht bei einem Aufwand von 0,542 Mio. Franken und einem Ertrag von 0,398 Mio. Franken einen Aufwandüberschuss von 0,144 Mio. Franken vor, was einer Verdoppelung gegenüber dem Voranschlag 2022 entspricht. Laut dem Finanzverwalter falle dies in erster Linie auf die derzeit viel tieferen Mieteinnahmen beim Kirchgemeindehaus und den geringeren Ertrag aus dem Finanzausgleich zurück. Die Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen betragen für das nächste Jahr 64’350 Franken. Investitionen sind keine vorgesehen. Der Steuerfuss beläuft sich, wie bisher, auf 18 Prozent der Staatssteuern. – Die Anwesenden hiessen das Budget einstimmig gut.
Nachdem Ratsmitglied Robin Kiefer aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt aus dem Gremium bekanntgegeben hatte – er ist neu Ersatzmitglied – stellte die Kirchgemeindepräsidentin seine Nachfolgerin Christine Di Battista-Keller aus Olten kurz vor. Damit präsentiert sich der Rat neu – wohl als erster im Kanton überhaupt – rein weiblich.
Beat Wyttenbach