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Der tiefe Fall eines Bankers
Raiffeisen ist mit über 250 Genossenschaftsbanken hierzulande die drittgrösste Bankengruppe. Ihre Stärke liegt in der lokalen Verankerung und im genossenschaftlichen Gedanken gut. Dieses geht zurück auf einen Gründungsvater des genossenschaftlichen Bankwesens, Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Er war einer der grossen deutschen Sozialreformer des 19. Jahrhunderts. Sein Interesse galt den unbemittelten Bauern. Dabei hat er sich auch um die Finanzierung der bäuerlichen Betriebe gekümmert.
von Hans Geiger, ehem. Generaldirektor CS und Bankenprofessor, Weiningen ZH
In der Schweiz entstand 1899 die erste Raiffeisenkasse. 1902 folgte die Gründung des Verbandes, der 1912 in St. Gallen eine Geschäftsstelle installierte. Diese ist heute unter dem Namen Raiffeisen Schweiz für die Geschäftspolitik und -strategie der Bankengruppe verantwortlich. Von 1999 bis 2015 führte Pierin Vincenz die Raiffeisengruppe mit starker Hand und machte sie zur Nummer Drei auf dem Finanzplatz. Bei seinem Rücktritt als Raiffeisenchef 2015 veröffentlichte die Bank eine Festschrift unter dem Titel «Dr. Pierin Vincenz – Bergler und politischer Banker».