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Erbrechen ist das schwallartige Entleeren von Mageninhalt über den Mund. Dem Erbrechen, medizinisch als Emesis oder Vomitus bezeichnet, gehen meist Übelkeit und ein Brechreiz voraus.
Im Gehirn, genauer im Hirnstamm, befindet sich das sogenannte Brechzentrum. Verschiedene Ursachen und Umstände können das Brechzentrum reizen und somit Übelkeit und Erbrechen auslösen. Dazu gehören vor allem Magen-Darm-Erkrankungen, zu viel Alkohol und Vergiftungen, aber auch psychische Faktoren wie Ekel. Weiterhin können Übelkeit und Erbrechen durch Ess-Störungen und Willkür bis hin zu Augen- und Ohrenerkrankungen hervorgerufen werden.
Je nachdem, was erbrochen wird, unterscheidet man beispielsweise das Bluterbrechen (Hämatemesis), Koterbrechen (Miserere oder Kopremesis) und das Erbrechen von Gallenflüssigkeit (Galleerbrechen).
Bei längerem Erbrechen ist es wichtig durch die richtige Therapie den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Erbricht jemand immer gleich wieder, was er zuvor getrunken hat, benötigt er Flüssigkeit und Elektrolyte als Infusion in die Vene. Bei leichtem Erbrechen – zum Beispiel im Rahmen eines Magen-Darm-Infekts – reicht es oft aus, sich und den Magen einige Tage zu schonen. Fenchel- und Kamillentee, kohlensäurearmes Wasser, Magenschonkost und ausreichend Ruhe sind bei Übelkeit und Emesis altbewährte Therapie-Massnahmen.
Eine spezielle Therapie richtet sich bei Übelkeit und Erbrechen nach deren Ursache. Vor allem eine länger andauernde Emesis sowie Bluterbrechen müssen unbedingt ursächlich abgeklärt und von einem Arzt behandelt werden.
Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen bezeichnet man als Antiemetika. Wenn die Mittel nicht im Magen bleiben, können sie auch als Zäpfchen und gegebenenfalls als Infusion verabreicht werden.
Darüber hinaus gibt es pflanzliche Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen, die zum Beispiel Kamille, Fenchel, Kümmel oder Pfefferminze enthalten.
Erbrechen (Emesis, Vomitus) kann eine ganze Reihe von Ursachen haben. Verschiedene Faktoren können das Brechzentrum im Gehirn reizen und Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Dazu zählen unter anderem:
Erkrankungen des Verdauungstrakts:
Auch psychische Faktoren können bei Übelkeit und Erbrechen als Ursachen vorliegen:
Ess-Störungen und willkürliches Erbrechen:
Ursachen in Kopf und Gehirn:
Ursachen im Bereich der Augen und Ohren:
Bei Frauen können Erbrechen und Übelkeit auch gynäkologische Ursachen haben:
Zu den Ursachen von Emesis im Bereich anderer Organe zählen:
Darüber hinaus tritt Erbrechen auch bei Stoffwechselstörungen oder als Nebenwirkung von einigen Medikamenten auf. So können zum Beispiel Medikamente, die das Zellwachstum hemmen (Zytostatika), während einer Chemotherapie Übelkeit und Erbrechen auslösen. Auch opioide Schmerzmittel können Erbrechen hervorrufen. Recht häufig führt zudem die Reisekrankheit zu Vomitus.
Für ein Erbrechen bei Kindern ist häufig eine Magen-Darm-Infektion (Gastroenteritis) die Ursache. In den ersten fünf Lebensjahren sind dafür in etwa 40 Prozent der Fälle sogenannte Rotaviren verantwortlich. Die Erkrankung geht neben der Emesis meist mit Durchfall und Fieber einher. Allerdings kann Erbrechen bei Kindern viele weitere Ursachen haben – zum Beispiel bakterielle Infektionen, psychische Störungen oder auch Parasiten.
Sehr starkes, lang andauerndes Erbrechen (Emesis, Vomitus) und das Erbrechen von Blut sind dringende Gründe, eine sichere Diagnose durch den Arzt stellen zu lassen. Er wird versuchen, die Ursache des Erbrechens zu ermitteln, und stellt dazu zunächst einige Fragen. Wichtig ist, seit wann und wie oft das Erbrechen auftritt und vor allem was erbrochen wird (beispielsweise klare Flüssigkeit, Speisereste, Blut). Die Betroffenen sollten dem Arzt mitteilen, ob noch weitere Beschwerden wie Durchfall neben der Übelkeit und der Emesis bestehen – das erleichtert die Diagnose. Ausserdem erfragt der Arzt, was sein Patient in den letzten Tag gegessen hat und wann er zuletzt etwas zu sich genommen hat. Von Interesse sind ebenfalls die Einnahme von Medikamenten, bestehende Vorerkrankungen und bei Frauen der Zeitpunkt der letzten Regelblutung. Diese und weitere Informationen geben dem Arzt wichtige Hinweise auf die Ursache der bestehenden Übelkeit und für das Erbrechen.
Danach folgt eine gründliche körperliche Untersuchung und in manchen Fällen eine Blutentnahme. Ist eine Magen-Darm-Infektion die Ursache des Erbrechens, reicht diese Diagnostik oftmals aus. Bei anderen vermuteten Ursachen des Erbrechens sind aber weitere Untersuchungen sinnvoll. Dies können Röntgenaufnahmen, Ultraschalluntersuchungen, eine Spiegelung der Speiseröhre und des Magens (Magenspiegelung) oder des Darms (Darmspiegelung) sowie spezielle Tests auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sein.
Bei längerem Erbrechen (Emesis, Vomitus) ist es wichtig, den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Erbricht ein Patient immer gleich wieder, was er zuvor getrunken hat, benötigt er Flüssigkeit und Elektrolyte als Infusion in eine Vene. Bei leichtem Erbrechen – zum Beispiel im Rahmen eines Magen-Darm-Infekts – reicht es oft aus, sich und den Magen einige Tage zu schonen. Fenchel- und Kamillentee, kohlensäurearmes Wasser, Magenschonkost und ausreichend Ruhe sind bei Übelkeit und Erbrechen altbewährte Therapie-Massnahmen.
Medikamente gegen Übelkeit und Vomitus bezeichnet man als Antiemetika. Wenn die Mittel nicht im Magen bleiben, können sie auch als Zäpfchen und gegebenenfalls als Infusion verabreicht werden. Zur Selbstmedikation, zum Beispiel bei der Reisekrankheit, eignen sich sogenannte H1-Antihistaminika. Einige Präparate gegen Übelkeit und Erbrechen hingegen sind verschreibungspflichtig. Dazu zählen unter anderem antiemetisch wirksame Psychopharmaka (Neuroleptika), Prokinetika oder Serotonin-Antagonisten (5-HT3-Rezeptor-Antagonisten). Auch sogenannte Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten können dem Erbrechen vorbeugen. Man kombiniert sie mit Serotonin-Antagonisten und sogenannten Steroide.
Darüber hinaus gibt es pflanzliche Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen, die Kamille, Fenchel, Kümmel oder Pfefferminze enthalten.
Bei Übelkeit und Erbrechen richtet sich die spezielle Therapie nach deren Ursache. Vor allem länger andauerndes Erbrechen sowie Bluterbrechen müssen unbedingt ursächlich abgeklärt und von einem Arzt behandelt werden.