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Urkunde des Schweizerischen Drogistenverbandes zur Ernennung von Franz Luthiger (1930–2008) als Veteranenmitglied
Die Urkunde in A4-Format besteht aus einem cremefarbenen Blatt, welches schwarz-rot mit folgender Inschrift bedruckt ist: «URKUNDE / DER SCHWEIZERISCHE DROGISTEN-VERBAND ERNENNT / HERRN / FRANZ LUTHIGER / ZU SEINEM / VETERANENMITGLIED / IN ANERKENNUNG SEINES EINSATZES / WÄHREND SEINER 25-JÄHRIGEN ZUGEHÖRIGKEIT ALS / AKTIVMITGLIED / DES SCHWEIZERISCHEN DROGISTEN-VERBANDES / BIEL, 4. FEBRUAR 1987». Unten links und rechts befinden sich die Unterschriften des Zentralpräsidents und des Direktors des Schweizerischen Drogisten-Verbandes und dazwischen das Verbandslogo.
Franz Luthiger (1930–2008) übernahm das Geschäft an der Neugasse von seinem Vater Viktor Luthiger-Schön (07.06.1897–1983) und führte es bis zur Schliessung im Jahr 1987. Nach 1987 führte er noch die Kaffeerösterei sowie eine Parfümerie am Bundesplatz weiter. Die Kaffeerösterei ging 1999 an einen neuen Besitzer über und auf Ende des Jahres 2000 liess Franz Luthiger auch den Handelsregistereintrag für das Geschäft Luthiger löschen. Franz Luthiger hatte nach der Volksschule in Zug die Handelsschule in Zürich, die Drogistenlehre in Schwamendingen besucht und in Neuenburg die Drogistenschule (Ecole suisse de droguerie) absolviert. Diese schloss er 1954 mit dem Fachdiplom ab. Danach arbeitete er in Basel, Küssnacht am Rigi und Luzern und stieg 1957 ins elterliche Geschäft ein. Ebenfalls 1957 heiratete er Anneliese Brandenberg (geb. 1933), mit der er fünf Töchter hatte. Durch das Aufkommen der Warenhäuser mit der breiten Produktpalette wuchs der Druck auf kleinere Betriebe. Franz Luthiger reagierte auf diese neue Situation und liess das Geschäft aus- und umbauen bzw. modernisieren. Unter anderem erweiterte er 1963 die Filiale im Guggital, kaufte 1964 die «Parfümerie Betty Keiser» am Bundesplatz oder renovierte zwischen Februar und November 1973 das Haus und den Laden an der Neugasse 14 in Zug. Im Jahr 2000 schenkte Franz Luthiger das gesamte noch vorhandene Ladeninventar dem Museum Burg Zug. Dieses kann im Museum Burg Zug im 2. OG im Drogerie Luthiger Zimmer besichtigt werden. Weitere Informationen zur Geschichte können im Artikel «Aus Leidenschaft für die Zuger Geschichte. Die Sammlung Luthiger im Museum Burg Zug» von Dr. Marco Sigg, Tugium 2019, Seite 101–117, online nachgelesen werden.