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Früher galten die Liberalen als Protestpartei. Heute ist es die United Kingdom Independant Party (Ukip), welche die Aufgabe übernommen hat. «Die Ukip befindet sich derzeit im Höhenflug», sagt SRF-Korrespondent Martin Alioth. Die ersten Ergebnisse der Kommunalwahlen in England und Wales untermauern diesen Höhenflug.
Camerons Sitz könnte wackeln
Im Schnitt gewann die europakritische Ukip nach Zwischenergebnissen 26 Prozent der Stimmen. Die Stimmenauszählung sollte sich bis zum Abend hinziehen. Das ist seit 1945 das beste Resultat einer vierten Partei neben den dominierenden drei, den Tories, den Liberalen und der Labour-Partei. In sieben bereits ausgezählten Kommunen gewann die Ukip 42 Mandate und damit so viel wie die oppositionelle Labour-Partei.
Eine schwere Schlappe erlitt hingegen die konservative Partei von Premierminister David Cameron in Nordengland bei einer Nachwahl zum Unterhaus. Dort kamen die Tories hinter Labour und Ukip als Dritte ins Ziel.
Die Ukip fordert den Austritt Grossbritanniens aus der EU und ein Ende des ihrer Ansicht nach zu liberalen Zuwanderungsrechts. Das gute Abschneiden der Anti-EU-Partei dürfte bei den Konservativen eine neue Debatte Camerons Führungsstärke auslösen und dessen Chancen auf eine Wiederwahl 2015 gefährden.