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Fukushima-Daiichi: erste Myonen-Tomografie-Ergebnisse
Die Tokyo Electric Power Company (Tepco) liess am Reaktorgebäude von Fukushima-Daiichi-1 zwei Myonen-Detektoren installieren: einen an der Nordwestseite und einen an der Nordseite des Reaktorgebäudes. Die Detektoren sammelten vom 12. Februar bis 10. März 2015 Daten. Die ersten Ergebnisse dieser 26-tägigen Messreihe stellte die Tepco am 19. März vor. Obwohl die Bilder nicht scharf sind, liessen sich darin Anlagenteile wie der Primärsicherheitsbehälter oder der Reaktordruckbehälter erkennen. Die Messdaten zeigen laut Tepco, dass im Bereich des Reaktorkerns keine Teile mit hoher Dichte – also Kernbrennstoff – zu erkennen sind. Deshalb werde vermutet, dass der Reaktorkern geschmolzen sei. Mit hoher Wahrscheinlichkeit geht das Unternehmen zudem davon aus, dass sich in diesem Bereich des Druckbehälters kein Wasser angesammelt habe. Gemäss Tepco stehen die neuen Ergebnisse generell im Einklang mit früher veröffentlichten Annahmen zum Zustand des Schutzbehälters. Das Unternehmen plant nun, mit Robotern den unteren Teil des Sicherheitsbehälters zu untersuchen.
Myonen-Tomografie
Auf der Erdoberfläche treffen in einer Minute pro Quadratmeter rund 10’000 Myonen ein. Die Elementarteilchen werden pausenlos in der oberen Erdatmosphäre durch kosmische Strahlung erzeugt. Da sie beim Durchqueren von Materie mit hoher Dichte stärker gestreut werden als bei Materie mit niedrigerer Dichte, kann damit ins Innere von Gebäuden geschaut werden.