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Doch wie kam es dazu und woher kommt die heutige GFL Stadt Bern überhaupt? Die trockene Antwort lautet: Durch den Zusammenschluss von «Junges Bern» und «Freie Liste» 1991 – die Umbenennung in Grüne Freie Liste (GFL) erfolgte 1997. Doch lassen wir das trockene im Nassen stehen und widmen uns dem Spannenden.
Der eine Teil unserer Geschichte formierte sich, als sich 1983 die berühmte Berner Regierungsrätin Leni Robert von der FDP verabschiedete und eine neue Partei gründete. Sie wollte eine Partei, die nicht nur liberal war, sondern mehr. Eine Partei, die grün, sozial und frei sein konnte – und so entstand passend zum Programm die “Freie Liste”.
Doch in der Stadt Bern gab es eine weitere, lautstarke Partei, die sich in kein Korsett pressen liess – Junges Bern. Sie sprengte seit ihrer Gründung 1955 alle Konventionen und positionierte sich als freidenkende Bewegung gegen die verknöcherte Politik der etablierten Parteien. Ein gewisser Berner Troubadour mit dem Namen Mani Matter war Gründungsmitglied. Das Junge Bern war so unkonventionell wie erfolgreich und bekam bereits drei Jahre später, 1958, mit Klaus Schädelin, Pfarrer und Buchautor («Mein Name ist Eugen») einen prägenden Stadtberner Gemeinderat. Die Lehrerin und Feministin Joy Matter gestaltete Stadt und Kanton Bern als Stadträtin, Grossrätin und als Gemeinderätin, insbesondere während den 1980er und frühen 1990er Jahre.
Für das Junge Bern war die Umweltthematik im Bereich der Stadt bereits in den 1970er Jahren wichtig. So setzten sie sich erfolgreich für den Ausbau von Veloparkplätzen und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie den Abbau von PKW-Parkplätzen in der Innenstadt und den Ausbau vom ÖV ein. Eine autofreie Innenstadt blieb ein unerfüllter Wunsch.
Um das Velo als Verkehrsmittel in der Gesellschaft attraktiver zu machen, wurde im April 1979 die unkonventionelle Aktion «Bärn Velo» organisiert: An verschiedenen Standorten wurden in der Stadt Bern 70 grün gefärbte Velos zur kostenlosen Ausleihe zur Verfügung gestellt. Die Aktion erhielt ein breites nationales Echo und hat es laut «Der Bund» sogar in die australischen Medien geschafft.
Das Junge Bern hat Pionierarbeit in städtischen Umweltthemen geleistet – daran knüpft die GFL als Teil der Grünen Schweiz unvermindert an!