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«OPUS 1» (2019) ist das erste Kapitel der Serie «A guardia di una fede» von Stanislas Pili; es unterscheidet sich von «OPUS 2» (das 2020 im Gare du Nord aufgeführt wurde) dadurch, dass es kein Video enthält und dass die gesamte Musik des Werks vom Performer live auf der Bühne gespielt wird – mit Schlagzeug und Materialien aller Art. Im Vergleich dazu wurden bei «OPUS 2 »Live-Bilder über vorher aufgenommene Tonbänder gezeigt.
Während der Show modelliert, transformiert und verschmilzt der Performer Klänge gemäss den für die Alchemie typischen Prozessen der Zersetzung, Destillation und Sublimation. Auf dem gesamten Weg wird der Klang als «greifbare» Substanz behandelt und durch Schlagzeug, Flüssigkeiten und Objekte gefiltert. Um die Klänge zu extrahieren und zu manipulieren, verwendet der Künstler nicht nur akustische Techniken, sondern auch elektroakustische Geräte wie Kontaktmikrofone, Hydrofone, Tieftöner und Schallwandler.