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Insbesondere in den ersten Wochen der Schwangerschaft ist eine ausreichende Zufuhr an Folsäure wichtig, denn diese Zeit gilt als kritische Phase der kindlichen Entwicklung.
Wichtige Organe bilden sich aus und das Neuronalrohr, aus dem sich später Gehirn, Wirbelsäule und Rückenmark bilden, entsteht.
Bei einem Mangel an Folsäure können Entwicklungsprozesse gestört werden oder sich ein offener Rücken beim Kind bilden (dieser wird als Spina Bifida oder Neuralrohr-Defekt bezeichnet).
Diese Fehlbildung tritt bei 1 von 3’000 Neugeborenen auf. Die Diagnose kann bereits während der Schwangerschaft durch einen Ultraschall gestellt werden.
Die Behandlung eines offenen Rückens erfolgt meist direkt nach der Geburt.
Die Folgen eines offenen Rückens sind Lähmung oder Empfindungsstörungen.
Damit in den Zellen ausreichend Folsäure vorhanden ist, muss sich zunächst ein gesunder Folsäure-Spiegel im Körper aufbauen.
Ansonsten lebst du von der Hand im Mund und der nötige Bedarf an Folsäure ist nicht sichergestellt.
Ein gesunder Folsäure-Spiegel in deinem Körper ist das A und O für den Entwicklungsprozess deines Kindes während den ersten Wochen der Schwangerschaft.
Folsäure findet sich in vielen Lebensmitteln wieder. Bei einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung ist es sehr wahrscheinlich, dass du nicht an einem Folsäure-Mangel leidest.
In diesem Fall musst du dir keine Sorgen machen, falls du ungeplant schwanger wurdest und keine Folsäure eingenommen hast.
Dennoch ist zu empfehlen, dass du mit der Einnahme von Folsäure beginnst, sobald du erfährst, dass du schwanger bist.
Ein Mangel an Folsäure kann Mangelerscheinungen wie Müdigkeit oder Blässe hervorrufen.
Bei deinem ungeborenen Kind kann ein Folsäuremangel schwere Fehlbildungen oder eine Frühgeburt verursachen.
Die Einnahme von Folsäure ist in jedem Fall – und insbesondere während der Schwangerschaft – zu empfehlen.
Vor der Schwangerschaft ist eine Zufuhr von 400 Mikrogramm pro Tag empfehlenswert.
Während der Schwangerschaft wird eine Tagesdosis von 800 Mikrogramm empfohlen.
Die natürliche Form von Folsäure, auch Folat oder Vitamin B9 genannt, kann weder zu Schäden, noch zu Nebeneffekten durch Überdosierung führen.
Eine Überdosierung mit schädlichen Nebeneffekten ist durch die künstliche Form von Folsäure möglich und kann Nervenschäden verursachen.
Die Dauer und Dosis der Folsäure-Zufuhr solltest du am besten mit deinem Frauenarzt besprechen.
Die Einnahme von natürlicher Folsäure kann bedenkenlos die gesamte Schwangerschaft beibehalten werden.
Die 12. Schwangerschaftswoche ist ein besonderes Meilenstein für Frauen während der Schwangerschaft.
Ab diesem Zeitpunkt sinkt das Risiko einer Fehlgeburt erheblich. Der Grund dafür ist, dass die kritische Entwicklungsphase überstanden ist und alle wichtigen Organe bereits gebildet sind. Jetzt geht es nur noch um das weitere Wachstum. Das Risiko von Fehlbildungen ist ab der 12. SSW praktisch nicht mehr gegeben.