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Für Profis, die im US-Sport getradet werden, fallen innert kürzester Zeit einige Dinge an. Ein neues Zuhause muss gesucht werden, je nachdem müssen die Kinder in eine neue Schule und nicht zuletzt müssen sich die Sportler in ein völlig neues Team und System einfügen. Nicht ganz einfach also. Für den Baseballer Alex Verdugo wurde ein Trade nun aber wortwörtlich zu einer haarigen Angelegenheit.
Denn der 27-Jährige musste sich von seinem Bart trennen. Sonst würde ihm bei seinem neuen Team, den New York Yankees, ein Platz auf der Bank drohen. Bei den Yankees, die Verdugo per Trade von den Boston Red Sox verpflichtet haben, gilt nämlich eine ungewöhnliche Regel aus dem letzten Jahrhundert: Der damalige Eigentümer des Baseball-Teams aus der Bronx, George Steinbrenner, führte 1976 ein, dass die Spieler der Yankees weder lange Haare noch einen Bart tragen dürfen.
Wirklich zu hängen schien Verdugo an seiner Gesichtsbehaarung jedoch nicht. Obwohl die Vorbereitung für die neue Saison erst im Februar beginnt, griff der Outfielder schon jetzt zum Rasierer und beseitigte seinen Vollbart. Nicht einmal den Schnauzer liess er stehen – dieser würde nicht gegen die Bart-Policy seines neuen Teams verstossen.
Verdugo ist keineswegs der erste Baseball-Profi, der sich nach seiner Ankunft in New York die Haare stutzen musste. Auch für den heutigen Hall-of-Famer Randy Johnson galt diese Regel, als er 2005 per Trade von Arizona zu den Yankees wechselte. Johnson musste damals aus einem Vokuhila einen Vokuhiku machen – also vorne kurz, hinten kurz.
Dass eine solche Regel auch im Jahr 2023 noch gilt, scheint aus der Zeit gefallen. Zumal sich einige Spieler bereits bei der Einführung der Regel vor 47 Jahren mit dem Team-Besitzer in die Haare gerieten. In jüngerer Vergangenheit fügten sich die Spieler jedoch meist, ohne sich zu sträuben, was auch daran liegen könnte, dass die Yankees in der nordamerikanischen Profi-Liga MLB mit die besten Löhne zahlen. Dennoch könnte die Regel auch negative Folgen haben.
So schrieb der ehemalige Yankees-Spieler Cameron Maybin kürzlich auf X (vormals Twitter): «Ihr wärt überrascht, wie viel attraktiver die Yankees wären, wenn sie diese Regel zur Gesichtsbehaarung streichen würden.» Viele Spieler würden diese für verrückt halten. Dies berichtet auch Aneudys Duran gegenüber der «New York Times». Duran ist der Barbier verschiedener MLB-Stars, von denen er gehört habe, dass einige Spieler aufgrund dieser Regel lieber bei anderen Teams unterschreiben würden.
Ändern dürfte sich daran erst einmal dennoch nichts. Denn obwohl Steinbrenner seit seinem Tod 2010 nicht mehr Besitzer der Yankees ist, sieht Bärte und lange Haare auch Sohn Hal bei Spielern nicht gerne. Die New York Yankees sind ausserdem die Einzigen, welche weder auf den Heim- noch auf den Auswärtstrikots ihre Spielernamen tragen.
Verteidiger Tobias Geisser vom EV Zug entschied nach 62 Minuten und 18 Sekunden das Spiel. Er schloss einen Konterangriff erfolgreich ab. Wenige Sekunden vorher hatte Sandro Aeschlimann mit einer Glanzparade verhindert, dass Frankreich erstmals seit fünf Jahren (und einem 4:3 nach Verlängerung im April 2019 in Genf) die Schweiz wieder besiegte. Geisser traf erst zum zweiten Mal für die Nationalmannschaft. An der letzten Weltmeisterschaft in Riga gelang ihm gegen Kasachstan ebenfalls das Game-Winning-Goal.