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Die Exporte gingen wegen der russischen Blockade ukrainischer Seehäfen um über 40 Prozent zurück. Den stärksten Einbruch verzeichnete die Bauwirtschaft, die um zwei Drittel schrumpfte, wie aus der Mitteilung in der Nacht zu Donnerstag weiter hervorging.
Die von russischen Raketen- und Drohnenangriffen besonders stark betroffene Energiewirtschaft produzierte einen Drittel weniger. Zudem hatten russische Truppen nach ihrem Einmarsch vor über 13 Monaten mehrere Kraftwerke erobert. Darunter ist auch das mit sechs Reaktoren und einer Nettoleistung von 5700 Megawatt grösste Atomkraftwerk Europas bei Saporischschja. Wegen der Gefahr durch Artilleriebeschuss musste es im September komplett heruntergefahren werden.
Wegen des fortdauernden Krieges erwarten die Zentralbank und die Regierung in Kiew nur ein schwaches Wachstum der Wirtschaft von höchstens 1 Prozent für dieses Jahr.
Nach einer Inflationsrate von 26,6 Prozent im Vorjahr erwarten die Regierung und die Zentralbank zwar einen weniger starken Preisanstieg für 2023, jedoch schwanken die Prognosen zwischen 18 und 24 Prozent. UN-Angaben zufolge haben seit Kriegsbeginn mehr als acht Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer das Land verlassen.