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Während der Schwangerschaft, „richtig“ zu essen ist die Garantie, Baby all das zu geben, was es benötigt. Doch sind wir uns oft nicht bewusst, dass es Zeit braucht, um ausreichende Reserven zu bilden - insbesondere an Folsäure und Eisen, welche der Fötus von den ersten Tagen an benötigt.
Folsäure ist gut für das Nervensystem des Fötus
Folsäure, auch Vitamin B9 genannt, ist besonders zu Beginn der Schwangerschaft wichtig. Aufgrund der Ausdehnung der Gewebe (Blut, Uterus …) steigt der Bedarf. Er wird bei der schwangeren Frau auf 0,4 mg/Tag geschätzt, gegenüber 0,3 mg bei der allgemeinen Bevölkerung. Die Folsäure spielt eine wesentliche Rolle für die Entwicklung und Funktionstüchtigkeit des Nervensystems des Fötus und trägt zur Entwicklung und Bildung der roten Blutkörperchen bei.
Heute wird fast immer eine Ergänzung mit 0,4 mg Folsäure pro Tag empfohlen, sobald der Kinderwunsch konkret wird (idealerweise zwei Monate vor der Empfängnis), und während der gesamten ersten drei Schwangerschaftsmonate. Deshalb ist ein Check-up schon vor der Befruchtung nicht verkehrt. Dies geht natürlich nur bei entsprechender Vorplanung! Sie hatten dazu keine Gelegenheit? Kein Grund zur Panik! Falls Sie vor oder zu Beginn der Schwangerschaft so gut wie keine Folsäure-Reserven hatten, ist das kein Anlass zur Sorge. Mit einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Kost kann der Tagesbedarf insgesamt oder zumindest teilweise gedeckt werden. Folgende Nahrungsmittel sind besonders folsäurehaltig:
• Grünes Blattgemüse (Spinat, Kohl, Nüsslisalat, Kopfsalat, Kresse, grüne Bohnen, Erbsen …) und andere Gemüsesorten, wie Randen oder Rüebli;
• Geflügelinnereien, Leber;
• Eigelb;
• Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Mais …);
• Früchte (Orangen, rote Früchte …);
• Käse aus pasteurisierter Milch wie Brie, Camembert, Schimmelkäse.
Eisen für den Sauerstofftransport
Oft ist es einem nicht bewusst: Bei jeder vierten Frau im gebärfähigen Alter besteht Eisenmangel. In der Schwangerschaft ist es noch schwerer, diesen Mangel auszugleichen, denn der Eisenbedarf verdoppelt sich: er steigt von 16 mg/Tag vor der Schwangerschaft bis auf 20, sogar 30 mg/Tag im Verlaufe des dritten Quartals. Deshalb sollte man seinen Eisenhaushalt vor und ab der Empfängnis unbedingt überprüfen!
Weshalb? Als Hauptbestandteil des Hämoglobins, hilft Eisen den roten Blutkörperchen den Sauerstoff zu den Zellen zu transportieren. Eisen ist für Mutter und Baby wichtig, da es eine zentrale Rolle für die neurologische Entwicklung des Embryos spielt.