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Der SED erstellt den Erdbebenkatalog für die Schweiz und die angrenzenden Gebiete. Dieser Katalog berücksichtigt historische Ereignisse aus einer Zeitspanne von 250 n. Chr. bis zur heutigen Stunde. Die Qualität und die Zuverlässigkeit der Informationen im Erdbebenkatalog sind sehr unterschiedlich und in hohem Masse vom Datum des jeweiligen Ereignisses abhängig.
Informationen über historische Ereignisse werden vorwiegend in historischen Berichten gesammelt, aus denen die makroseismischen Intensitäten abgeleitet werden (ausführliche Beschreibungen der Methodik und die Ergebnisse sind im ECOS-09-Bericht dokumentiert; Schwarz-Zanetti, G. & Fäh, D. 2011 Grundlagen des Makroseismischen Erdbebenkatalogs der Schweiz 1000–1680; Gisler, M. & Fäh, D. 2011 Grundlagen des Makroseismischen Erdbebenkatalogs der Schweiz. 1681–1878).
Infolge der Gründung der Erdbebenkommission der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft im Jahr 1878 wurden Aufzeichnungen über Erdbeben bis zur Mitte der 1970er Jahre systematischer gesammelt und analysiert.
Seit 1975 basiert der Erdbebenkatalog auf instrumenteller Erfassung, d. h. er wird vollständig mithilfe der vom SED betriebenen Infrastruktur des seismischen Netzwerks erstellt. Mit der immer weiter zunehmenden Dichte dieses Netzwerks, der verbesserten Instrumentierung (insbesondere dem zuverlässigeren Timing) und den umfangreicheren Rechnerressourcen wurde die Lokalisierung von Erdbeben und die Bestimmung ihrer Magnituden genauer und die Mindest-Magnitudenschwelle geringer.
Der Zugriff auf den Katalog des SED ist über eine Reihe von Instrumenten möglich, die nachstehend beschrieben werden.