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Mozart liebte die Bratsche. Er spielte sie sehr gut und schätzte besonders, wie man erzählt, ihren vollen und warmen Klang. In seinen Quartetten baute Mozart die Rolle dieses, bis dahin zweitrangigen Instrumentes, erheblich aus. Mit seiner Symphonie Concertante stellte er – endlich! – die Bratsche der Violine gleich. Dieses Stück ist ein echtes Juwel, ein hybrides Werk, das sich auf halbem Weg zwischen Sinfonie und Konzert befindet, ein Werk mit dichten Orchestertexturen. Das Ergebnis ist zweifellos beeinflusst worden von den Fortschritten der Mannheimer Schule, welche Mozart frequentiert hatte. Die Solopartien sind melodisch reichhaltig, wobei das ganze Werk tief kohärent bleibt und von einem bescheidenen Lyrismus durchzogen ist.
Im Gegensatz zu diesem Werk geprägt von einer delikaten Zurückhaltung strotzt Haydns Vierte Sinfonie von energischer Frische, durchdrungen von unbändiger Fröhlichkeit: Drei kontrastierende Sätze folgen rasch aufeinander, doch die Solidität einer tief ausbalancierten Struktur verleiht diesem akustischen Werk eine Schlichtheit, die dem Hörer eine besonders leichten Zugang zu dieser Komposition verschafft.
Gilbert Varga, der das Festivalorchester dirigiert, wird auch die berühmte Holberg-Suite von Grieg dirigieren, während dieses robuste Programm durch eine Uraufführung von Richard Dubugnon – einem führenden Komponisten der zeitgenössischen Musikszene – ergänzt wird. Der Abend verspricht anregend und abwechslungsreich zu werden – wie immer, wenn Janine Jansen die Leitung hat!
Symphonie n°4 en ré majeur / J. Haydn
Symphonie concertante pour violon, alto et orchestre en mi bémol majeur / W.A. Mozart
"Piccolo Concerto Grosso", Op. 87 (Weltpremiere) / R. Dubugnon
Suite "Holberg" Op. 40 / E. Grieg
Ferme-Asile
Promenade des Pêcheurs 10
1950 Sion
Schweiz