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Lateinisch: Oenocarpus bacaba
Familie: ARECACEAE
Dies ist eine Palme, die aus dem Amazonasgebiet stammt – heute findet man sie in Wäldern der Bundesstaaten Pará, Amazonas, Goiás und Mato Grosso. Der Palmenstamm–Durchmesser liegt zwischen 20 und 30 cm, in der Höhe erreicht die Palme 20 m. Ihre Blattrispen – 8 bis 10 an der Zahl – können eine Länge von 5 m erreichen und tragen kleine kirschengrosse Früchte, ähnlich denen der „Açaí“. Der Baum kommt sowohl auf dem „Festland“ wie auch in den überschwemmten Gebieten des Waldes vor, in letzteren ist er häufiger anzutreffen. Die entsprechenden Palmengruppen nennt man „Bacabal“. Die Früchte reifen zwischen Januar und April, das Fruchtfleisch ist essbar.
Kuriositäten
Die Palmfrüchte der Bacaba werden von den Einheimischen sehr geschätzt, sie brauen aus ihnen eine Art Wein, ähnlich dem aus der „Açaí“, aber wesentlich öliger. Die Kerne liefern ebenfalls ein brauchbares Öl für den Haushalt. Die indianische Bevölkerung benutzt die Fasern der Palme zur Herstellung von Taschen und Teppichen. Das Holz wird von der Bevölkerung für rustikale Konstruktionen verwendet, wie zum Beispiel Dachsparren, Latten, Speere, Stöcke, Schirmgriffe und Griffe für Werkzeuge – aber dieses Holz hat eine längere Lebensdauer nur in trockener Umgebung.