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Der Konzernverlust belief sich auf 58,4 Mio CHF nach einem Minus von 73,3 Mio im Vorjahr, wie Valartis am Dienstag mitteilte.
Der Konzernverlust setzt sich aus dem Verlust aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen von 3,1 Mio infolge der vorgesehenen Verkäufe der Valartis Bank (Austria) AG und der Valartis Bank (Liechtenstein) AG sowie aus dem Verlust aus weitergeführten Geschäftsbereichen von 55,3 Mio zusammen.
Der Jahresverlust aus weitergeführten Bereichen setzt sich im Wesentlichen aus Wertverminderungen auf Goodwill-Positionen in der Höhe von 9,6 Mio, Wertverminderungen auf Immobilienprojekte in Russland in der Höhe von 15,7 Mio sowie auf einen deutliche höheren Sachaufwand im Zusammenhang mit der Sanierung der Valartis Group zusammen.
Rückgang im Zinsgeschäft
Ohne Berücksichtigung dieser Sonderfaktoren habe sich der Ertrag aus Kommissionen und Dienstleistungen aus weitergeführten Geschäftsbereichen auf 3,5 Mio von 6,0 Mio im Vorjahr reduziert, heisst es weiter. Der Sachaufwand erhöhte sich infolge der Umsetzung regulatorischer Vorgaben und Projekt- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Sanierung der Valartis Group auf 12,5 Mio von 7,2 Mio.
Zudem habe die Gruppe einen erheblichen Rückgang des Erfolgs aus dem Zinsgeschäft auf -2,2 Mio von 1,0 Mio erlitten.
Zum Ausblick heisst es, dass die Neuausrichtung der Gruppe die zentrale Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2016 darstelle. Wenn die Valartis Group AG und die Valartis Finance Holding AG erfolgreich saniert seien, gelte es, die Gruppenstruktur zu bereinigen und das neue Geschäftsmodell aufzusetzen, schreibt Valartis.
Strategische Fokussierung
Mit dem Entscheid des Verkaufes von Kernbeteiligungen der Gruppe habe der Verwaltungsrat der Valartis Group 2015 auch eine strategische Fokussierung auf das Management der Beteiligungen der Gruppe in den Bereichen Banking & Finance, Immobilienprojekte und Private Equity beschlossen. Somit bleibe die Valartis Group AG eine Holdinggesellschaft, aber mit neuem Geschäftsmodell.
Die Strategie der neuen Beteiligungsgesellschaft basiert auf den Kernkompetenzen Bank- und Finanzwesen sowie Immobilienprojekte und umfasst drei operative Stossrichtungen. Diese bestehen aus dem aktiven Management eigener Beteiligungen, dem Management von Aktiven Dritter und der Wahrnehmung neuer Opportunitäten.
Die sich derzeit in Nachlassstundung befindende Gruppe will sich als Beteiligungsgesellschaft positionieren und hat im April gemeldet, dass sie den Verkauf der Valartis Bank (Austria) AG an die Wiener Privatbank SE vollziehen kann. Angekündigt wurde im März ausserdem, dass die Valartis Bank (Liechtenstein) AG von der Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong übernommen wird. Der Vollzug der Transaktion wird per Ende des zweiten Quartals 2016 erwartet, weshalb ein Gesuch auf Verlängerung der Nachlassstundung eingereicht wurde.
(AWP)