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Es wäre das erste Mal, dass nicht ein Medikamentenhersteller, sondern mehrere Verkäufer verurteilt werden, die abhängig machende Medikamente fahrlässig verkauften. Vorausgegangen war das Verdikt eines Geschworenengerichts, das Walmart und die beiden grössten Apothekenketten in den USA, CVS und Walgreens, mitverantwortlich machte für die Opioidkrise in den USA.
In den letzten zwanzig Jahren starben in den USA mehr Menschen an Überdosen als an Waffengewalt oder Verkehrsunfällen zusammen. Es gibt schätzungsweise fünf Millionen Süchtige und seit 1999 insgesamt 932’000 Tote, davon 700’000 allein wegen der opioidhaltigen Schmerzmittel (Quelle: CDC). Die Opfer sind grösstenteils weiss und stammen mehrheitlich aus der Arbeiterschicht.
Jetzt hat Bundesrichter Dan A. Polster in Ohio das Strafmass auf insgesamt 650 Millionen Dollar festgesetzt. Das Geld soll an zwei von der Opioidkrise besonders schwer betroffene Bezirke im Bundesstaat Ohio bezahlt werden. Die Bezirke sollen damit «Bildungs- und Präventionsprogramme finanzieren und örtlichen Behörden und Organisationen Kosten erstatten, welche wegen der Krise entstanden sind», erklärte die Anwaltskanzlei der Kläger.
Walmart und die beiden Apothekenketten kündigten an, das Urteil anzufechten. Sie argumentieren, dass sie nur verkauften, was Ärzte und Ärztinnen verschrieben haben. Und sie hätten es den Behörden gemeldet, falls sie auf verdächtige Verschreibungen von Ärzten gestossen wären.
Infosperber hatte über die Opioidkrise in den USA, deren Verantwortliche und deren verheerende Folgen regelmässig berichtet. Siehe
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