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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00069 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichterin Bänninger Schäppi Gerichtsschreiberin Casanova Urteil vom 2 1. August 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger Rämistrasse 5, Postfach 462, 8024 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1975, meldete sich erstmals am 2 0. Oktober 2009 unter Hinweis auf einen am 1 8. September 2008 erlittenen Unfall bei der Sozialversi cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/4). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte die Akten der Suva ein. Mit Mitteilung vom 1 0. November 2010 zeigte die IV-Stelle dem Versicherten an, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen ange zeigt seien, da er zurzeit ein Arbeitstraining absolviere und von der Suva unter stützt werde ( Urk. 8/32). Die Suva sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 3. Dezember 2013 eine unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente von 70 % zu ( Urk. 8/48). Mit Schreiben vom 2 6. Februar 2014 reichte der Versicherte eine erneute Anmeldung ein ( Urk. 8/50; vgl. auch Urk. 8/49). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen verfügte die IV-Stelle am 2 3. November 2016 eine ganze Invaliden rente ab dem 1. April 2010 sowie eine Viertelsrente ab dem 1. Juni 2013 ( Urk. 9/46 und Urk. 9/48; Verfügungsteil 2, Urk. 9/41). Hiergegen erhob der Ver sicherte am 2 1. Dezember 2016 Beschwerde am hiesigen Gericht ( Urk. 9/59/4 ff.). Mit Beschluss vom 3. Mai 2017 stellte das hiesige Gericht in Aussicht, dass es zum Schluss kommen könnte, dass funktionelle Auswirkungen der vorliegenden psychiatrischen Diagnosen unter Berücksichtigung der neuen Standardindikato ren nicht schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen seien und dass der Leidensabzug infolge der dokumentierten somatischen Einschränkungen nicht gerechtfertigt sei ( Urk. 9/62). In der Folge zog der Versicherte seine Beschwerde zurück und der Prozess w u rde mit Verfü gung vom 3 0. Mai 2017 als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrie ben ( Urk. 9/63). Die IV-Stelle prüfte im Nachgang die Rentenv erfügung vom 2 3. November 2016 (vgl. Urk. 9/65) und stellte die Rente nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 1 3. September 2017, Urk. 9/68; Einwand vom 1 6. Oktober 2017, Urk. 9/70) mit Verfügung vom 4. Dezember 2017 auf E nde des folgenden Monats ein ( Urk. 2 ). 2. Hiergegen erhob der Versicherte am 1 8. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die Invalidenrente nicht einzustellen. Eventualiter sei die Sache zur weite ren Abklärung zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um unent geltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt Bernhard Zollinger als unentgeltlicher Rechtsvertreter sowie Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 1. Februar 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7 unter Bei lage ihrer Akten, Urk. 8/1-67 und Urk. 9/1-76). Mit Verfügung vom 2 5. Mai 2018 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung und unentgeltliche Pro zessführung sowie das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde abgewiesen ( Urk. 14). Gleichzeitig wurde der Beschwerde führer über die Beschwerdeantwort in Kenntnis gesetzt. 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, sie hätten im Revisionsverfahren festgestellt, dass der Einkommensvergleich bei der Ren tenzusprache vom 2 3. November 2016 für die Viertelsrente aus rechtlicher Sicht zweifellos unrichtig gewesen sei. Die Einschränk ung des Belastungsprofils würde keine Lohneinbusse nach sich ziehen, der Einkommensvergleich sei zweifellos unrichtig. Ohne den Leidensabzug zu berücksichtigen resultiere ein rentenaus schliessender Invaliditätsgrad von 23 %. Damit sei die unbefristete Viertelsrente aufzuheben ( Urk. 2). Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor, dass sich gemäss der ange fochtenen Verfügung der Gesundheitszustand gebessert haben soll e. Dem Arzt bericht der Y.___ vom 2 9. August 2017 lasse sich allerdings entneh men, dass sich der Gesundheitszustand infolge der beginnenden Gonarthrose ver schlechtert habe die von den Vorgutachtern noch nicht berücksichtigt worden sei. Hinzu komme, dass eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Entspre chend sei eine höhere Rente auszurichten ( Urk. 1). 2. 2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es ü ber die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 E. 5, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1 8. November 2015 E. 5.4). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.3 2.3.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/ aa ). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/ aa ). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät zen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/ bb -cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein geschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/ bb ). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts punkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hin weisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1). 2.3.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.4 2.4.1 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeu tung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wie dererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünf tiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser ein zige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin tergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). 2.4.2 Um wiedererwägungsweise auf eine verfügte Leistung zurückkommen zu können, genügt es nicht, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechtswidrig festgelegt wurde. Vielmehr hat sich die Leistungszusprache auch im Ergebnis als zweifellos unrichtig zu erweisen. So muss etwa, damit eine zugesprochene Rente wegen einer unkorrekten Invaliditätsbemessung wiedererwägungsweise aufgehoben werden kann – nach damaliger Sach- und Rechtslage – erstellt sein, dass eine korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruchs zu einem anderen Ergebnis geführt hätte (BGE 140 V 77 E. 3.1; vgl. Urteile des Bundesge richts 8C_381/2017 vom 7. August 2017 E. 4.1.2 und 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.2.1). Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wieder erwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung (oder einen formell rechtskräftigen Einspracheentscheid ) gilt es grundsätzlich, mit Wir kung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Art. 85 Abs. 2, Art. 88 bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV ). Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invalidi tätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung (oder des Einspracheentscheides ) zu ermit teln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3). 3. 3.1 Die ursprüngliche Verfügung vom 2 3. November 2016 basierte in medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten der Medas Z.___ vom 2 1. März 2013 ( Urk. 9/22/33 ff.; Feststellungsblatt vom 5. Juni 2015, Urk. 9/2). Die Gutachter hielten dabei folgende (gekürzt wiedergegebenen) Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest ( Urk. 9/22/103): - Zustand nach Ganzkörperquetschtrauma und möglichem Schädelhirn trauma am 1 8. September 2008 - Femurschaft -Spiralfraktur rechts - Komplexe Knieinstabilität links mit hinterer Kreuzband- Instabilität sowie lateraler und posterolateraler Rotationsinstabilität - Laterale Malleolarfraktur Typ Weber B links - Rotatorenmanschettenruptur links - Mehrfragmentäre Nasenbeinfraktur mit Septumbeteiligung - Status nach Galeahämatom frontal - Traumatisch bedingte Zahnwurzelschäden (zahnärztlich behandelt) - Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto ren (ICD-10 F45.41) - Neurasthenie (ICD-10 F48.0) - Verdacht auf organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2) - Keine strukturellen neurologischen Läsionen Ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert diagnostizierten sie folgendes: - Chronische Kopfschmerzen vom Spannungstyp (IHS 2.3, ICD-C G44.2) - C hronisches panvertebrales Schmerzsyndrom - Essattacken bei sonstigen psychischen Störungen (Binge Eating, ICD-10 F50.4) - Adipositas Grad II (BMI 35.8kg/m 2 ) - Verdacht auf hypertensive Kardiopathie, Erstdiagnose 09/2009 Die Ärzte konstatierten zusammenfassend, dass der früher gesunde Beschwerde führer seit einem schweren Arbeitsunfall mit Ganzkörperquetschtrauma und (vor allem aufgrund psychiatrischer Befunde) möglichem Schädelhirntrauma vom 1 8. September 2008 auch heute noch an Schmerzen (hauptsächlich Kopf- und lumbale Rückenschmerzen, weniger ausgeprägt auch Knieschmerzen beidseits und Schulterschmerzen links) und psychischen Störungen mit verstärkter Reiz barkeit, Konzentrationsstörungen und erhöhter Ermüdbarkeit mit einem generell eingeschränkten Leistungsvermögen leide. Bei den Kopfschmerzen handle es sich am wahrscheinlichsten um ein chronisches Spannungskopfweh ohne fassbares somatoneurologisches Korrelat. Auch für die lumbalen Rückenschmerzen, die nicht unfallbedingt seien, könne keine adäquate organische, strukturell fassbare Ursache gefunden werden. Wahrscheinlich spiele bei dieser Lumbalgie eine im Verlauf zunehmende Dekonditionierung eine wesentliche Rolle, und insbesondere sei auch eine psychiatrisch diagnostizierte chronische Schmerzstörung mit soma tischen und psychischen Faktoren an der Ausprägung des körperlich nicht aus reichend erklärbaren Schmerzsyndroms wesentlich beteiligt. Bis auf nicht sehr ausgeprägte Schulterbeschwerden links bei objektivierter kompletter Ruptur des Supraspinatus seien die unfallbedingten Verletzungen des Bewegungsapparates im Wesentlichen abgeheilt. Insbesondere fänden sich auch an den Kniegelenken weitgehend normale Befunde und vor allem keine relevante Instabilität links. Neurologische Befunde, welche die geklagten Schmerzen und funktionellen Ein schränkungen erklären könnten, seien nicht zu objektivieren. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers werde hauptsächlich durch die psychiatrische Problematik beeinträchtigt. Aufgrund der Neurasthenie und der Schmerzstörung, welche, abgestützt auf die Foerster-Kriterien, als invalidisierend zu beurteilen seien, bestehe eine um ca. 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit (zumutbare Präsenzzeit 70 %, Leistungsfähigkeit um etwa 30 % eingeschränkt). Dies gelte für die bishe rige Tätigkeit und zurzeit auch für behinderungsangepasste alternative Tätigkei ten. Wegen der linksseitigen Rotatorenmanschettenruptur seien Überkopfarbeiten sowie das Heben und Tragen von schwereren Lasten mit dem linken Arm zu ver meiden ( Urk. 9/22/102 f.). 3.2 3.2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 2 3. November 2016 davon aus, dass dem Beschwerdeführer nach Prüfung der damals noch gültigen Foers ter-Kriterien eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit möglich sei. Da ihm kein Heben und Tragen mit dem linken Arm, keine Tätigkeit oberhalb der Schulterhorizontalen und keine schwere Tätigkeit mehr zumutbar sei, sei ein Leidensabzug von 20 % zu berücksichtigen ( Urk. 9/4). Der gewährte Leidensabzug von 20 % ist gestützt auf das somatische Belastungs profil (keine Überkopfarbeit, kein Heben und Tragen von schweren Lasten mit dem linken Arm) zwar als äusserst grosszügig zu beurteilen - dies genügt aller dings unter Berücksichtigung der ermessensweisen Festsetzung des Leidensabzu ges durch die Verwaltung in casu für sich allein nicht, die zweifellose Unrichtig keit der Verfügung vom 2 3. November 2016 überwiegend wahrscheinlich zu erstellen (vgl. E. 2.3). 3.2.2 Hinzu kommt, dass es nicht genügt, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechts widrig festgelegt wurde, v ielmehr hat sich die Leistungszusprache auch im Ergebnis als z weifellos unrichtig zu erweisen (vgl. E. 2.4.2): Die Foerster-Kriterien wurden ursprünglich seitens des psychiatrischen Gutach ters geprüft, welcher folgendes festhielt: «Die Einschätzung einer um 50 % ein geschränkten Arbeitsfähigkeit steht daher nicht in Widerspruch zu den Kriterien des Bundesgerichtes.» ( Urk. 9/22/45 f.). Der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin prüfte die psychiatrischen Diagnosen ebenfalls anhand der damals gültigen Foerster-Kriterien und kam zum Schluss, dass eine volle Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten bestehe ( Urk. 9/2/12 f.). Ein Abstützen auf die gutachterliche Beurteilung der damals gültigen Foerster-Kriterien im Sinne der Übernahme der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähig keit infolge des psychiatrischen Gesundheitszustandes, oder beispielsweise die Annahme eine r zumindest um 20 % eingeschränkte n Arbeitsfähigkeit infolge des psychischen Gesundheitszustandes, hätte ebenfalls zur Ausrichtung einer Rente geführt - und zwar ohne Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 20 %. Auch u nter diesem Aspekt erweist sich die Leistungszusprache mit Verfügung vom 2 3. November 2016 im Ergebnis nicht als zweifellos unrichtig. 3. 2. 3 Des Weiteren hat die Suva als zuständiger Unfallversicherer gestützt auf das glei che Gutachten der Medas Z.___ eine unfallversicherungsrechtliche Invalide nrente von 70 % zugesprochen (vgl. Zusammenfassung der Entschei dungsgrundlagen vom 2 5. Dezember 2013, Urk. 9/24/92 ff.; Verfügung vom 3. Dezember 2013, Urk. 9/24/86 ff.; Schreiben Suva vom 1. Dezember 2015, Urk. 9/28). Grundsätzlich besteht im gegenseitigen Verhältnis zwischen Inv aliden- und Unfallversicherung keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversicherungszweig. Die IV-Stellen und die Unfallversicherer haben die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbständig vorzunehmen und s ie dürfen sich ohne weitere eigene Prüfung nicht mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des jeweils anderen Sozialversicherers begnügen. Allerdings sind zumindest rechtskräftig abgeschlos sene Invaliditätsschätzungen einer anderen Sozialversicherung als Indizien für eine zuverlässige Beurteilung zu werten und als solches in den Entscheidungs prozess erst später verfügender Versicher ungsträger miteinzubeziehen ( vgl. BGE 133 V 549 E. 6 ). Die Invaliditätsbemessung der Suva steht damit als gewichtiges Indiz gegen die zweifellose Unrichtigkeit der Leistungszusprache mit Verfügung vom 2 3. Novem ber 201 6. 3.2.4 Die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG sind damit nicht erfüllt. 3.4 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass es b ei Vorliegen der Vorausset zungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechts kräftige Verfügung grundsätzlich gilt, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rech tskonformen Zustand herzustellen (E. 2.4). In casu l iegen lediglich die Bericht e der Ärzte der Y.___, Schulter/Ellbogen, vom 2 9. August 2017 ( Urk. 9/69; vgl. Urk. 3) sowie der im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichte Bericht vom 9. März 2018 vor ( Urk. 13/2). Weitere bzw. aktuellere Arztberichte finden sich nicht bei den Akten. Damit ist die medizinische Aktenlage ungenügend, um eine umfassende Beurtei lung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers bzw. allfälliger funktio neller Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vorzunehmen. Entsprechend wären - selbst bei Bejahung der Voraus setzungen einer Wiedererwägung – vor Erlass des Wiedererwägungsentscheids ergänzende medizinische Abklärungen vorzunehmen. 3.5 Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen und die Verfügung vom 4. Dezember 2017 aufzuheben sowie festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 4. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Der vertretene Beschwerdeführer hat gestützt au f Art. 61 lit. g ATSG in Verbin dung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Bedeu tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 9 00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 4. Dezember 2017 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Bernhard Zollinger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstCasanova

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2018.00069 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichterin Bänninger Schäppi Gerichtsschreiberin Casanova Urteil vom 2 1. August 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger Rämistrasse 5, Postfach 462, 8024 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1975, meldete sich erstmals am 2 0. Oktober 2009 unter Hinweis auf einen am 1 8. September 2008 erlittenen Unfall bei der Sozialversi cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/4). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte die Akten der Suva ein. Mit Mitteilung vom 1 0. November 2010 zeigte die IV-Stelle dem Versicherten an, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen ange zeigt seien, da er zurzeit ein Arbeitstraining absolviere und von der Suva unter stützt werde ( Urk. 8/32). Die Suva sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 3. Dezember 2013 eine unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente von 70 % zu ( Urk. 8/48). Mit Schreiben vom 2 6. Februar 2014 reichte der Versicherte eine erneute Anmeldung ein ( Urk. 8/50; vgl. auch Urk. 8/49). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen verfügte die IV-Stelle am 2 3. November 2016 eine ganze Invaliden rente ab dem 1. April 2010 sowie eine Viertelsrente ab dem 1. Juni 2013 ( Urk. 9/46 und Urk. 9/48; Verfügungsteil 2, Urk. 9/41). Hiergegen erhob der Ver sicherte am 2 1. Dezember 2016 Beschwerde am hiesigen Gericht ( Urk. 9/59/4 ff.). Mit Beschluss vom 3. Mai 2017 stellte das hiesige Gericht in Aussicht, dass es zum Schluss kommen könnte, dass funktionelle Auswirkungen der vorliegenden psychiatrischen Diagnosen unter Berücksichtigung der neuen Standardindikato ren nicht schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen seien und dass der Leidensabzug infolge der dokumentierten somatischen Einschränkungen nicht gerechtfertigt sei ( Urk. 9/62). In der Folge zog der Versicherte seine Beschwerde zurück und der Prozess w u rde mit Verfü gung vom 3 0. Mai 2017 als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrie ben ( Urk. 9/63). Die IV-Stelle prüfte im Nachgang die Rentenv erfügung vom 2 3. November 2016 (vgl. Urk. 9/65) und stellte die Rente nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 1 3. September 2017, Urk. 9/68; Einwand vom 1 6. Oktober 2017, Urk. 9/70) mit Verfügung vom 4. Dezember 2017 auf E nde des folgenden Monats ein ( Urk. 2 ). 2. Hiergegen erhob der Versicherte am 1 8. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die Invalidenrente nicht einzustellen. Eventualiter sei die Sache zur weite ren Abklärung zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um unent geltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt Bernhard Zollinger als unentgeltlicher Rechtsvertreter sowie Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 1. Februar 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7 unter Bei lage ihrer Akten, Urk. 8/1-67 und Urk. 9/1-76). Mit Verfügung vom 2 5. Mai 2018 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung und unentgeltliche Pro zessführung sowie das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde abgewiesen ( Urk. 14). Gleichzeitig wurde der Beschwerde führer über die Beschwerdeantwort in Kenntnis gesetzt. 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, sie hätten im Revisionsverfahren festgestellt, dass der Einkommensvergleich bei der Ren tenzusprache vom 2 3. November 2016 für die Viertelsrente aus rechtlicher Sicht zweifellos unrichtig gewesen sei. Die Einschränk ung des Belastungsprofils würde keine Lohneinbusse nach sich ziehen, der Einkommensvergleich sei zweifellos unrichtig. Ohne den Leidensabzug zu berücksichtigen resultiere ein rentenaus schliessender Invaliditätsgrad von 23 %. Damit sei die unbefristete Viertelsrente aufzuheben ( Urk. 2). Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor, dass sich gemäss der ange fochtenen Verfügung der Gesundheitszustand gebessert haben soll e. Dem Arzt bericht der Y.___ vom 2 9. August 2017 lasse sich allerdings entneh men, dass sich der Gesundheitszustand infolge der beginnenden Gonarthrose ver schlechtert habe die von den Vorgutachtern noch nicht berücksichtigt worden sei. Hinzu komme, dass eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Entspre chend sei eine höhere Rente auszurichten ( Urk. 1). 2. 2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es ü ber die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 E. 5, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1 8. November 2015 E. 5.4). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.3 2.3.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/ aa ). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/ aa ). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät zen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/ bb -cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein geschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/ bb ). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts punkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hin weisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1). 2.3.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.4 2.4.1 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeu tung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wie dererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünf tiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser ein zige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin tergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). 2.4.2 Um wiedererwägungsweise auf eine verfügte Leistung zurückkommen zu können, genügt es nicht, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechtswidrig festgelegt wurde. Vielmehr hat sich die Leistungszusprache auch im Ergebnis als zweifellos unrichtig zu erweisen. So muss etwa, damit eine zugesprochene Rente wegen einer unkorrekten Invaliditätsbemessung wiedererwägungsweise aufgehoben werden kann – nach damaliger Sach- und Rechtslage – erstellt sein, dass eine korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruchs zu einem anderen Ergebnis geführt hätte (BGE 140 V 77 E. 3.1; vgl. Urteile des Bundesge richts 8C_381/2017 vom 7. August 2017 E. 4.1.2 und 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.2.1). Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wieder erwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung (oder einen formell rechtskräftigen Einspracheentscheid ) gilt es grundsätzlich, mit Wir kung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Art. 85 Abs. 2, Art. 88 bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV ). Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invalidi tätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung (oder des Einspracheentscheides ) zu ermit teln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3). 3. 3.1 Die ursprüngliche Verfügung vom 2 3. November 2016 basierte in medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten der Medas Z.___ vom 2 1. März 2013 ( Urk. 9/22/33 ff.; Feststellungsblatt vom 5. Juni 2015, Urk. 9/2). Die Gutachter hielten dabei folgende (gekürzt wiedergegebenen) Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest ( Urk. 9/22/103): - Zustand nach Ganzkörperquetschtrauma und möglichem Schädelhirn trauma am 1 8. September 2008 - Femurschaft -Spiralfraktur rechts - Komplexe Knieinstabilität links mit hinterer Kreuzband- Instabilität sowie lateraler und posterolateraler Rotationsinstabilität - Laterale Malleolarfraktur Typ Weber B links - Rotatorenmanschettenruptur links - Mehrfragmentäre Nasenbeinfraktur mit Septumbeteiligung - Status nach Galeahämatom frontal - Traumatisch bedingte Zahnwurzelschäden (zahnärztlich behandelt) - Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto ren (ICD-10 F45.41) - Neurasthenie (ICD-10 F48.0) - Verdacht auf organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2) - Keine strukturellen neurologischen Läsionen Ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert diagnostizierten sie folgendes: - Chronische Kopfschmerzen vom Spannungstyp (IHS 2.3, ICD-C G44.2) - C hronisches panvertebrales Schmerzsyndrom - Essattacken bei sonstigen psychischen Störungen (Binge Eating, ICD-10 F50.4) - Adipositas Grad II (BMI 35.8kg/m 2 ) - Verdacht auf hypertensive Kardiopathie, Erstdiagnose 09/2009 Die Ärzte konstatierten zusammenfassend, dass der früher gesunde Beschwerde führer seit einem schweren Arbeitsunfall mit Ganzkörperquetschtrauma und (vor allem aufgrund psychiatrischer Befunde) möglichem Schädelhirntrauma vom 1 8. September 2008 auch heute noch an Schmerzen (hauptsächlich Kopf- und lumbale Rückenschmerzen, weniger ausgeprägt auch Knieschmerzen beidseits und Schulterschmerzen links) und psychischen Störungen mit verstärkter Reiz barkeit, Konzentrationsstörungen und erhöhter Ermüdbarkeit mit einem generell eingeschränkten Leistungsvermögen leide. Bei den Kopfschmerzen handle es sich am wahrscheinlichsten um ein chronisches Spannungskopfweh ohne fassbares somatoneurologisches Korrelat. Auch für die lumbalen Rückenschmerzen, die nicht unfallbedingt seien, könne keine adäquate organische, strukturell fassbare Ursache gefunden werden. Wahrscheinlich spiele bei dieser Lumbalgie eine im Verlauf zunehmende Dekonditionierung eine wesentliche Rolle, und insbesondere sei auch eine psychiatrisch diagnostizierte chronische Schmerzstörung mit soma tischen und psychischen Faktoren an der Ausprägung des körperlich nicht aus reichend erklärbaren Schmerzsyndroms wesentlich beteiligt. Bis auf nicht sehr ausgeprägte Schulterbeschwerden links bei objektivierter kompletter Ruptur des Supraspinatus seien die unfallbedingten Verletzungen des Bewegungsapparates im Wesentlichen abgeheilt. Insbesondere fänden sich auch an den Kniegelenken weitgehend normale Befunde und vor allem keine relevante Instabilität links. Neurologische Befunde, welche die geklagten Schmerzen und funktionellen Ein schränkungen erklären könnten, seien nicht zu objektivieren. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers werde hauptsächlich durch die psychiatrische Problematik beeinträchtigt. Aufgrund der Neurasthenie und der Schmerzstörung, welche, abgestützt auf die Foerster-Kriterien, als invalidisierend zu beurteilen seien, bestehe eine um ca. 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit (zumutbare Präsenzzeit 70 %, Leistungsfähigkeit um etwa 30 % eingeschränkt). Dies gelte für die bishe rige Tätigkeit und zurzeit auch für behinderungsangepasste alternative Tätigkei ten. Wegen der linksseitigen Rotatorenmanschettenruptur seien Überkopfarbeiten sowie das Heben und Tragen von schwereren Lasten mit dem linken Arm zu ver meiden ( Urk. 9/22/102 f.). 3.2 3.2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 2 3. November 2016 davon aus, dass dem Beschwerdeführer nach Prüfung der damals noch gültigen Foers ter-Kriterien eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit möglich sei. Da ihm kein Heben und Tragen mit dem linken Arm, keine Tätigkeit oberhalb der Schulterhorizontalen und keine schwere Tätigkeit mehr zumutbar sei, sei ein Leidensabzug von 20 % zu berücksichtigen ( Urk. 9/4). Der gewährte Leidensabzug von 20 % ist gestützt auf das somatische Belastungs profil (keine Überkopfarbeit, kein Heben und Tragen von schweren Lasten mit dem linken Arm) zwar als äusserst grosszügig zu beurteilen - dies genügt aller dings unter Berücksichtigung der ermessensweisen Festsetzung des Leidensabzu ges durch die Verwaltung in casu für sich allein nicht, die zweifellose Unrichtig keit der Verfügung vom 2 3. November 2016 überwiegend wahrscheinlich zu erstellen (vgl. E. 2.3). 3.2.2 Hinzu kommt, dass es nicht genügt, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechts widrig festgelegt wurde, v ielmehr hat sich die Leistungszusprache auch im Ergebnis als z weifellos unrichtig zu erweisen (vgl. E. 2.4.2): Die Foerster-Kriterien wurden ursprünglich seitens des psychiatrischen Gutach ters geprüft, welcher folgendes festhielt: «Die Einschätzung einer um 50 % ein geschränkten Arbeitsfähigkeit steht daher nicht in Widerspruch zu den Kriterien des Bundesgerichtes.» ( Urk. 9/22/45 f.). Der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin prüfte die psychiatrischen Diagnosen ebenfalls anhand der damals gültigen Foerster-Kriterien und kam zum Schluss, dass eine volle Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten bestehe ( Urk. 9/2/12 f.). Ein Abstützen auf die gutachterliche Beurteilung der damals gültigen Foerster-Kriterien im Sinne der Übernahme der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähig keit infolge des psychiatrischen Gesundheitszustandes, oder beispielsweise die Annahme eine r zumindest um 20 % eingeschränkte n Arbeitsfähigkeit infolge des psychischen Gesundheitszustandes, hätte ebenfalls zur Ausrichtung einer Rente geführt - und zwar ohne Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 20 %. Auch u nter diesem Aspekt erweist sich die Leistungszusprache mit Verfügung vom 2 3. November 2016 im Ergebnis nicht als zweifellos unrichtig. 3. 2. 3 Des Weiteren hat die Suva als zuständiger Unfallversicherer gestützt auf das glei che Gutachten der Medas Z.___ eine unfallversicherungsrechtliche Invalide nrente von 70 % zugesprochen (vgl. Zusammenfassung der Entschei dungsgrundlagen vom 2 5. Dezember 2013, Urk. 9/24/92 ff.; Verfügung vom 3. Dezember 2013, Urk. 9/24/86 ff.; Schreiben Suva vom 1. Dezember 2015, Urk. 9/28). Grundsätzlich besteht im gegenseitigen Verhältnis zwischen Inv aliden- und Unfallversicherung keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversicherungszweig. Die IV-Stellen und die Unfallversicherer haben die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbständig vorzunehmen und s ie dürfen sich ohne weitere eigene Prüfung nicht mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des jeweils anderen Sozialversicherers begnügen. Allerdings sind zumindest rechtskräftig abgeschlos sene Invaliditätsschätzungen einer anderen Sozialversicherung als Indizien für eine zuverlässige Beurteilung zu werten und als solches in den Entscheidungs prozess erst später verfügender Versicher ungsträger miteinzubeziehen ( vgl. BGE 133 V 549 E. 6 ). Die Invaliditätsbemessung der Suva steht damit als gewichtiges Indiz gegen die zweifellose Unrichtigkeit der Leistungszusprache mit Verfügung vom 2 3. Novem ber 201 6. 3.2.4 Die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG sind damit nicht erfüllt. 3.4 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass es b ei Vorliegen der Vorausset zungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechts kräftige Verfügung grundsätzlich gilt, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rech tskonformen Zustand herzustellen (E. 2.4). In casu l iegen lediglich die Bericht e der Ärzte der Y.___, Schulter/Ellbogen, vom 2 9. August 2017 ( Urk. 9/69; vgl. Urk. 3) sowie der im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichte Bericht vom 9. März 2018 vor ( Urk. 13/2). Weitere bzw. aktuellere Arztberichte finden sich nicht bei den Akten. Damit ist die medizinische Aktenlage ungenügend, um eine umfassende Beurtei lung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers bzw. allfälliger funktio neller Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vorzunehmen. Entsprechend wären - selbst bei Bejahung der Voraus setzungen einer Wiedererwägung – vor Erlass des Wiedererwägungsentscheids ergänzende medizinische Abklärungen vorzunehmen. 3.5 Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen und die Verfügung vom 4. Dezember 2017 aufzuheben sowie festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 4. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Der vertretene Beschwerdeführer hat gestützt au f Art. 61 lit. g ATSG in Verbin dung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Bedeu tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 9 00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 4. Dezember 2017 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Bernhard Zollinger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstCasanova

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2018.00069 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichterin Bänninger Schäppi Gerichtsschreiberin Casanova Urteil vom 2 1. August 2019

IV.2018.00069

IV.2018.00069

IV.2018.00069 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichterin Bänninger Schäppi Gerichtsschreiberin Casanova

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichterin Bänninger Schäppi Gerichtsschreiberin Casanova

Urteil vom 2 1. August 2019

Urteil vom 2 1. August 2019 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger

vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger Rämistrasse 5, Postfach 462, 8024 Zürich

Rämistrasse 5, Postfach 462, 8024 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1975, meldete sich erstmals am 2 0. Oktober 2009 unter Hinweis auf einen am 1 8. September 2008 erlittenen Unfall bei der Sozialversi cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/4). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte die Akten der Suva ein. Mit Mitteilung vom 1 0. November 2010 zeigte die IV-Stelle dem Versicherten an, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen ange zeigt seien, da er zurzeit ein Arbeitstraining absolviere und von der Suva unter stützt werde ( Urk. 8/32).

1. X.___, geboren 1975, meldete sich erstmals am 2 0. Oktober 2009 unter Hinweis auf einen am 1 8. September 2008 erlittenen Unfall bei der Sozialversi cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an ( Urk. 8/4). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte die Akten der Suva ein. Mit Mitteilung vom 1 0. November 2010 zeigte die IV-Stelle dem Versicherten an, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen ange zeigt seien, da er zurzeit ein Arbeitstraining absolviere und von der Suva unter stützt werde ( Urk. 8/32). Die Suva sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 3. Dezember 2013 eine unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente von 70 % zu ( Urk. 8/48). Mit Schreiben vom 2 6. Februar 2014 reichte der Versicherte eine erneute Anmeldung ein ( Urk. 8/50; vgl. auch Urk. 8/49). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen verfügte die IV-Stelle am 2 3. November 2016 eine ganze Invaliden rente ab dem 1. April 2010 sowie eine Viertelsrente ab dem 1. Juni 2013 ( Urk. 9/46 und Urk. 9/48; Verfügungsteil 2, Urk. 9/41). Hiergegen erhob der Ver sicherte am 2 1. Dezember 2016 Beschwerde am hiesigen Gericht ( Urk. 9/59/4 ff.). Mit Beschluss vom 3. Mai 2017 stellte das hiesige Gericht in Aussicht, dass es zum Schluss kommen könnte, dass funktionelle Auswirkungen der vorliegenden psychiatrischen Diagnosen unter Berücksichtigung der neuen Standardindikato ren nicht schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen seien und dass der Leidensabzug infolge der dokumentierten somatischen Einschränkungen nicht gerechtfertigt sei ( Urk. 9/62). In der Folge zog der Versicherte seine Beschwerde zurück und der Prozess w u rde mit Verfü gung vom 3 0. Mai 2017 als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrie ben ( Urk. 9/63).

Die Suva sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 3. Dezember 2013 eine unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente von 70 % zu ( Urk. 8/48). Mit Schreiben vom 2 6. Februar 2014 reichte der Versicherte eine erneute Anmeldung ein ( Urk. 8/50; vgl. auch Urk. 8/49). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen verfügte die IV-Stelle am 2 3. November 2016 eine ganze Invaliden rente ab dem 1. April 2010 sowie eine Viertelsrente ab dem 1. Juni 2013 ( Urk. 9/46 und Urk. 9/48; Verfügungsteil 2, Urk. 9/41). Hiergegen erhob der Ver sicherte am 2 1. Dezember 2016 Beschwerde am hiesigen Gericht ( Urk. 9/59/4 ff.). Mit Beschluss vom 3. Mai 2017 stellte das hiesige Gericht in Aussicht, dass es zum Schluss kommen könnte, dass funktionelle Auswirkungen der vorliegenden psychiatrischen Diagnosen unter Berücksichtigung der neuen Standardindikato ren nicht schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen seien und dass der Leidensabzug infolge der dokumentierten somatischen Einschränkungen nicht gerechtfertigt sei ( Urk. 9/62). In der Folge zog der Versicherte seine Beschwerde zurück und der Prozess w u rde mit Verfü gung vom 3 0. Mai 2017 als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrie ben ( Urk. 9/63). Die IV-Stelle prüfte im Nachgang die Rentenv erfügung vom 2 3. November 2016 (vgl. Urk. 9/65) und stellte die Rente nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 1 3. September 2017, Urk. 9/68; Einwand vom 1 6. Oktober 2017, Urk. 9/70) mit Verfügung vom 4. Dezember 2017 auf E nde des folgenden Monats ein ( Urk. 2 ).

Die IV-Stelle prüfte im Nachgang die Rentenv erfügung vom 2 3. November 2016 (vgl. Urk. 9/65) und stellte die Rente nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 1 3. September 2017, Urk. 9/68; Einwand vom 1 6. Oktober 2017, Urk. 9/70) mit Verfügung vom 4. Dezember 2017 auf E nde des folgenden Monats ein ( Urk. 2 ). 2. Hiergegen erhob der Versicherte am 1 8. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die Invalidenrente nicht einzustellen. Eventualiter sei die Sache zur weite ren Abklärung zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um unent geltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt Bernhard Zollinger als unentgeltlicher Rechtsvertreter sowie Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 1. Februar 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7 unter Bei lage ihrer Akten, Urk. 8/1-67 und Urk. 9/1-76). Mit Verfügung vom 2 5. Mai 2018 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung und unentgeltliche Pro zessführung sowie das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde abgewiesen ( Urk. 14). Gleichzeitig wurde der Beschwerde führer über die Beschwerdeantwort in Kenntnis gesetzt.

2. Hiergegen erhob der Versicherte am 1 8. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die Invalidenrente nicht einzustellen. Eventualiter sei die Sache zur weite ren Abklärung zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um unent geltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt Bernhard Zollinger als unentgeltlicher Rechtsvertreter sowie Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2 1. Februar 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7 unter Bei lage ihrer Akten, Urk. 8/1-67 und Urk. 9/1-76). Mit Verfügung vom 2 5. Mai 2018 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung und unentgeltliche Pro zessführung sowie das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir kung der Beschwerde abgewiesen ( Urk. 14). Gleichzeitig wurde der Beschwerde führer über die Beschwerdeantwort in Kenntnis gesetzt. 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, sie hätten im Revisionsverfahren festgestellt, dass der Einkommensvergleich bei der Ren tenzusprache vom 2 3. November 2016 für die Viertelsrente aus rechtlicher Sicht zweifellos unrichtig gewesen sei. Die Einschränk ung des Belastungsprofils würde keine Lohneinbusse nach sich ziehen, der Einkommensvergleich sei zweifellos unrichtig. Ohne den Leidensabzug zu berücksichtigen resultiere ein rentenaus schliessender Invaliditätsgrad von 23 %. Damit sei die unbefristete Viertelsrente aufzuheben ( Urk. 2).

1. Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, sie hätten im Revisionsverfahren festgestellt, dass der Einkommensvergleich bei der Ren tenzusprache vom 2 3. November 2016 für die Viertelsrente aus rechtlicher Sicht zweifellos unrichtig gewesen sei. Die Einschränk ung des Belastungsprofils würde keine Lohneinbusse nach sich ziehen, der Einkommensvergleich sei zweifellos unrichtig. Ohne den Leidensabzug zu berücksichtigen resultiere ein rentenaus schliessender Invaliditätsgrad von 23 %. Damit sei die unbefristete Viertelsrente aufzuheben ( Urk. 2). Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor, dass sich gemäss der ange fochtenen Verfügung der Gesundheitszustand gebessert haben soll e. Dem Arzt bericht der Y.___ vom 2 9. August 2017 lasse sich allerdings entneh men, dass sich der Gesundheitszustand infolge der beginnenden Gonarthrose ver schlechtert habe die von den Vorgutachtern noch nicht berücksichtigt worden sei. Hinzu komme, dass eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Entspre chend sei eine höhere Rente auszurichten ( Urk. 1).

Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor, dass sich gemäss der ange fochtenen Verfügung der Gesundheitszustand gebessert haben soll e. Dem Arzt bericht der Y.___ vom 2 9. August 2017 lasse sich allerdings entneh men, dass sich der Gesundheitszustand infolge der beginnenden Gonarthrose ver schlechtert habe die von den Vorgutachtern noch nicht berücksichtigt worden sei. Hinzu komme, dass eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Entspre chend sei eine höhere Rente auszurichten ( Urk. 1). 2.

2. 2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es ü ber die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es ü ber die Invalidenversicherung, IVG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 E. 5, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1 8. November 2015 E. 5.4).

2.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 E. 5, 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1 8. November 2015 E. 5.4). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 2.3

2.3 2.3.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

2.3.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommensver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/ aa ). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/ aa ). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät zen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/ bb -cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein geschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/ bb ). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts punkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hin weisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/ aa ). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/ aa ). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät zen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/ bb -cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein geschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/ bb ). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts punkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hin weisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1). 2.3.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

2.3.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 2.4

2.4 2.4.1 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeu tung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wie dererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2).

2.4.1 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeu tung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wie dererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünf tiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser ein zige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin tergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).

Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünf tiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser ein zige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin tergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). 2.4.2 Um wiedererwägungsweise auf eine verfügte Leistung zurückkommen zu können, genügt es nicht, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechtswidrig festgelegt wurde. Vielmehr hat sich die Leistungszusprache auch im Ergebnis als zweifellos unrichtig zu erweisen. So muss etwa, damit eine zugesprochene Rente wegen einer unkorrekten Invaliditätsbemessung wiedererwägungsweise aufgehoben werden kann – nach damaliger Sach- und Rechtslage – erstellt sein, dass eine korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruchs zu einem anderen Ergebnis geführt hätte (BGE 140 V 77 E. 3.1; vgl. Urteile des Bundesge richts 8C_381/2017 vom 7. August 2017 E. 4.1.2 und 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.2.1).

2.4.2 Um wiedererwägungsweise auf eine verfügte Leistung zurückkommen zu können, genügt es nicht, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechtswidrig festgelegt wurde. Vielmehr hat sich die Leistungszusprache auch im Ergebnis als zweifellos unrichtig zu erweisen. So muss etwa, damit eine zugesprochene Rente wegen einer unkorrekten Invaliditätsbemessung wiedererwägungsweise aufgehoben werden kann – nach damaliger Sach- und Rechtslage – erstellt sein, dass eine korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruchs zu einem anderen Ergebnis geführt hätte (BGE 140 V 77 E. 3.1; vgl. Urteile des Bundesge richts 8C_381/2017 vom 7. August 2017 E. 4.1.2 und 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.2.1). Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wieder erwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung (oder einen formell rechtskräftigen Einspracheentscheid ) gilt es grundsätzlich, mit Wir kung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Art. 85 Abs. 2, Art. 88 bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV ). Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invalidi tätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung (oder des Einspracheentscheides ) zu ermit teln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3).

Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wieder erwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung (oder einen formell rechtskräftigen Einspracheentscheid ) gilt es grundsätzlich, mit Wir kung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Art. 85 Abs. 2, Art. 88 bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV ). Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invalidi tätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung (oder des Einspracheentscheides ) zu ermit teln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3). 3.

3. 3.1 Die ursprüngliche Verfügung vom 2 3. November 2016 basierte in medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten der Medas Z.___ vom 2 1. März 2013 ( Urk. 9/22/33 ff.; Feststellungsblatt vom 5. Juni 2015, Urk. 9/2).

3.1 Die ursprüngliche Verfügung vom 2 3. November 2016 basierte in medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten der Medas Z.___ vom 2 1. März 2013 ( Urk. 9/22/33 ff.; Feststellungsblatt vom 5. Juni 2015, Urk. 9/2). Die Gutachter hielten dabei folgende (gekürzt wiedergegebenen) Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest ( Urk. 9/22/103):

Die Gutachter hielten dabei folgende (gekürzt wiedergegebenen) Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest ( Urk. 9/22/103): - Zustand nach Ganzkörperquetschtrauma und möglichem Schädelhirn trauma am 1 8. September 2008

Zustand nach Ganzkörperquetschtrauma und möglichem Schädelhirn trauma am 1 8. September 2008 - Femurschaft -Spiralfraktur rechts

Femurschaft -Spiralfraktur rechts - Komplexe Knieinstabilität links mit hinterer Kreuzband- Instabilität sowie lateraler und posterolateraler Rotationsinstabilität

Komplexe Knieinstabilität links mit hinterer Kreuzband- Instabilität sowie lateraler und posterolateraler Rotationsinstabilität - Laterale Malleolarfraktur Typ Weber B links

Laterale Malleolarfraktur Typ Weber B links - Rotatorenmanschettenruptur links

Rotatorenmanschettenruptur links - Mehrfragmentäre Nasenbeinfraktur mit Septumbeteiligung

Mehrfragmentäre Nasenbeinfraktur mit Septumbeteiligung - Status nach Galeahämatom frontal

Status nach Galeahämatom frontal - Traumatisch bedingte Zahnwurzelschäden (zahnärztlich behandelt)

Traumatisch bedingte Zahnwurzelschäden (zahnärztlich behandelt) - Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto ren (ICD-10 F45.41)

Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto ren (ICD-10 F45.41) - Neurasthenie (ICD-10 F48.0)

Neurasthenie (ICD-10 F48.0) - Verdacht auf organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2)

Verdacht auf organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2) - Keine strukturellen neurologischen Läsionen

Keine strukturellen neurologischen Läsionen Ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert diagnostizierten sie folgendes:

Ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert diagnostizierten sie folgendes: - Chronische Kopfschmerzen vom Spannungstyp (IHS 2.3, ICD-C G44.2)

Chronische Kopfschmerzen vom Spannungstyp (IHS 2.3, ICD-C G44.2) - C hronisches panvertebrales Schmerzsyndrom

C hronisches panvertebrales Schmerzsyndrom - Essattacken bei sonstigen psychischen Störungen (Binge Eating, ICD-10 F50.4)

Essattacken bei sonstigen psychischen Störungen (Binge Eating, ICD-10 F50.4) - Adipositas Grad II (BMI 35.8kg/m 2 )

Adipositas Grad II (BMI 35.8kg/m 2 ) - Verdacht auf hypertensive Kardiopathie, Erstdiagnose 09/2009

Verdacht auf hypertensive Kardiopathie, Erstdiagnose 09/2009 Die Ärzte konstatierten zusammenfassend, dass der früher gesunde Beschwerde führer seit einem schweren Arbeitsunfall mit Ganzkörperquetschtrauma und (vor allem aufgrund psychiatrischer Befunde) möglichem Schädelhirntrauma vom 1 8. September 2008 auch heute noch an Schmerzen (hauptsächlich Kopf- und lumbale Rückenschmerzen, weniger ausgeprägt auch Knieschmerzen beidseits und Schulterschmerzen links) und psychischen Störungen mit verstärkter Reiz barkeit, Konzentrationsstörungen und erhöhter Ermüdbarkeit mit einem generell eingeschränkten Leistungsvermögen leide. Bei den Kopfschmerzen handle es sich am wahrscheinlichsten um ein chronisches Spannungskopfweh ohne fassbares somatoneurologisches Korrelat. Auch für die lumbalen Rückenschmerzen, die nicht unfallbedingt seien, könne keine adäquate organische, strukturell fassbare Ursache gefunden werden. Wahrscheinlich spiele bei dieser Lumbalgie eine im Verlauf zunehmende Dekonditionierung eine wesentliche Rolle, und insbesondere sei auch eine psychiatrisch diagnostizierte chronische Schmerzstörung mit soma tischen und psychischen Faktoren an der Ausprägung des körperlich nicht aus reichend erklärbaren Schmerzsyndroms wesentlich beteiligt. Bis auf nicht sehr ausgeprägte Schulterbeschwerden links bei objektivierter kompletter Ruptur des Supraspinatus seien die unfallbedingten Verletzungen des Bewegungsapparates im Wesentlichen abgeheilt. Insbesondere fänden sich auch an den Kniegelenken weitgehend normale Befunde und vor allem keine relevante Instabilität links. Neurologische Befunde, welche die geklagten Schmerzen und funktionellen Ein schränkungen erklären könnten, seien nicht zu objektivieren. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers werde hauptsächlich durch die psychiatrische Problematik beeinträchtigt. Aufgrund der Neurasthenie und der Schmerzstörung, welche, abgestützt auf die Foerster-Kriterien, als invalidisierend zu beurteilen seien, bestehe eine um ca. 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit (zumutbare Präsenzzeit 70 %, Leistungsfähigkeit um etwa 30 % eingeschränkt). Dies gelte für die bishe rige Tätigkeit und zurzeit auch für behinderungsangepasste alternative Tätigkei ten. Wegen der linksseitigen Rotatorenmanschettenruptur seien Überkopfarbeiten sowie das Heben und Tragen von schwereren Lasten mit dem linken Arm zu ver meiden ( Urk. 9/22/102 f.).

Die Ärzte konstatierten zusammenfassend, dass der früher gesunde Beschwerde führer seit einem schweren Arbeitsunfall mit Ganzkörperquetschtrauma und (vor allem aufgrund psychiatrischer Befunde) möglichem Schädelhirntrauma vom 1 8. September 2008 auch heute noch an Schmerzen (hauptsächlich Kopf- und lumbale Rückenschmerzen, weniger ausgeprägt auch Knieschmerzen beidseits und Schulterschmerzen links) und psychischen Störungen mit verstärkter Reiz barkeit, Konzentrationsstörungen und erhöhter Ermüdbarkeit mit einem generell eingeschränkten Leistungsvermögen leide. Bei den Kopfschmerzen handle es sich am wahrscheinlichsten um ein chronisches Spannungskopfweh ohne fassbares somatoneurologisches Korrelat. Auch für die lumbalen Rückenschmerzen, die nicht unfallbedingt seien, könne keine adäquate organische, strukturell fassbare Ursache gefunden werden. Wahrscheinlich spiele bei dieser Lumbalgie eine im Verlauf zunehmende Dekonditionierung eine wesentliche Rolle, und insbesondere sei auch eine psychiatrisch diagnostizierte chronische Schmerzstörung mit soma tischen und psychischen Faktoren an der Ausprägung des körperlich nicht aus reichend erklärbaren Schmerzsyndroms wesentlich beteiligt. Bis auf nicht sehr ausgeprägte Schulterbeschwerden links bei objektivierter kompletter Ruptur des Supraspinatus seien die unfallbedingten Verletzungen des Bewegungsapparates im Wesentlichen abgeheilt. Insbesondere fänden sich auch an den Kniegelenken weitgehend normale Befunde und vor allem keine relevante Instabilität links. Neurologische Befunde, welche die geklagten Schmerzen und funktionellen Ein schränkungen erklären könnten, seien nicht zu objektivieren. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers werde hauptsächlich durch die psychiatrische Problematik beeinträchtigt. Aufgrund der Neurasthenie und der Schmerzstörung, welche, abgestützt auf die Foerster-Kriterien, als invalidisierend zu beurteilen seien, bestehe eine um ca. 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit (zumutbare Präsenzzeit 70 %, Leistungsfähigkeit um etwa 30 % eingeschränkt). Dies gelte für die bishe rige Tätigkeit und zurzeit auch für behinderungsangepasste alternative Tätigkei ten. Wegen der linksseitigen Rotatorenmanschettenruptur seien Überkopfarbeiten sowie das Heben und Tragen von schwereren Lasten mit dem linken Arm zu ver meiden ( Urk. 9/22/102 f.). 3.2

3.2 3.2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 2 3. November 2016 davon aus, dass dem Beschwerdeführer nach Prüfung der damals noch gültigen Foers ter-Kriterien eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit möglich sei. Da ihm kein Heben und Tragen mit dem linken Arm, keine Tätigkeit oberhalb der Schulterhorizontalen und keine schwere Tätigkeit mehr zumutbar sei, sei ein Leidensabzug von 20 % zu berücksichtigen ( Urk. 9/4).

3.2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 2 3. November 2016 davon aus, dass dem Beschwerdeführer nach Prüfung der damals noch gültigen Foers ter-Kriterien eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit möglich sei. Da ihm kein Heben und Tragen mit dem linken Arm, keine Tätigkeit oberhalb der Schulterhorizontalen und keine schwere Tätigkeit mehr zumutbar sei, sei ein Leidensabzug von 20 % zu berücksichtigen ( Urk. 9/4). Der gewährte Leidensabzug von 20 % ist gestützt auf das somatische Belastungs profil (keine Überkopfarbeit, kein Heben und Tragen von schweren Lasten mit dem linken Arm) zwar als äusserst grosszügig zu beurteilen - dies genügt aller dings unter Berücksichtigung der ermessensweisen Festsetzung des Leidensabzu ges durch die Verwaltung in casu für sich allein nicht, die zweifellose Unrichtig keit der Verfügung vom 2 3. November 2016 überwiegend wahrscheinlich zu erstellen (vgl. E. 2.3).

Der gewährte Leidensabzug von 20 % ist gestützt auf das somatische Belastungs profil (keine Überkopfarbeit, kein Heben und Tragen von schweren Lasten mit dem linken Arm) zwar als äusserst grosszügig zu beurteilen dies genügt aller dings unter Berücksichtigung der ermessensweisen Festsetzung des Leidensabzu ges durch die Verwaltung in casu für sich allein nicht, die zweifellose Unrichtig keit der Verfügung vom 2 3. November 2016 überwiegend wahrscheinlich zu erstellen (vgl. E. 2.3). 3.2.2 Hinzu kommt, dass es nicht genügt, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechts widrig festgelegt wurde, v ielmehr hat sich die Leistungszusprache auch im Ergebnis als z weifellos unrichtig zu erweisen (vgl. E. 2.4.2):

3.2.2 Hinzu kommt, dass es nicht genügt, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechts widrig festgelegt wurde, v ielmehr hat sich die Leistungszusprache auch im Ergebnis als z weifellos unrichtig zu erweisen (vgl. E. 2.4.2): Die Foerster-Kriterien wurden ursprünglich seitens des psychiatrischen Gutach ters geprüft, welcher folgendes festhielt: «Die Einschätzung einer um 50 % ein geschränkten Arbeitsfähigkeit steht daher nicht in Widerspruch zu den Kriterien des Bundesgerichtes.» ( Urk. 9/22/45 f.).

Die Foerster-Kriterien wurden ursprünglich seitens des psychiatrischen Gutach ters geprüft, welcher folgendes festhielt: «Die Einschätzung einer um 50 % ein geschränkten Arbeitsfähigkeit steht daher nicht in Widerspruch zu den Kriterien des Bundesgerichtes.» ( Urk. 9/22/45 f.). Der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin prüfte die psychiatrischen Diagnosen ebenfalls anhand der damals gültigen Foerster-Kriterien und kam zum Schluss, dass eine volle Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten bestehe ( Urk. 9/2/12 f.).

Der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin prüfte die psychiatrischen Diagnosen ebenfalls anhand der damals gültigen Foerster-Kriterien und kam zum Schluss, dass eine volle Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten bestehe ( Urk. 9/2/12 f.). Ein Abstützen auf die gutachterliche Beurteilung der damals gültigen Foerster-Kriterien im Sinne der Übernahme der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähig keit infolge des psychiatrischen Gesundheitszustandes, oder beispielsweise die Annahme eine r zumindest um 20 % eingeschränkte n Arbeitsfähigkeit infolge des psychischen Gesundheitszustandes, hätte ebenfalls zur Ausrichtung einer Rente geführt - und zwar ohne Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 20 %.

Ein Abstützen auf die gutachterliche Beurteilung der damals gültigen Foerster-Kriterien im Sinne der Übernahme der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähig keit infolge des psychiatrischen Gesundheitszustandes, oder beispielsweise die Annahme eine r zumindest um 20 % eingeschränkte n Arbeitsfähigkeit infolge des psychischen Gesundheitszustandes, hätte ebenfalls zur Ausrichtung einer Rente geführt - und zwar ohne Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 20 %. Auch u nter diesem Aspekt erweist sich die Leistungszusprache mit Verfügung vom 2 3. November 2016 im Ergebnis nicht als zweifellos unrichtig.

Auch u nter diesem Aspekt erweist sich die Leistungszusprache mit Verfügung vom 2 3. November 2016 im Ergebnis nicht als zweifellos unrichtig. 3. 2. 3 Des Weiteren hat die Suva als zuständiger Unfallversicherer gestützt auf das glei che Gutachten der Medas Z.___ eine unfallversicherungsrechtliche Invalide nrente von 70 % zugesprochen (vgl. Zusammenfassung der Entschei dungsgrundlagen vom 2 5. Dezember 2013, Urk. 9/24/92 ff.; Verfügung vom 3. Dezember 2013, Urk. 9/24/86 ff.; Schreiben Suva vom 1. Dezember 2015, Urk. 9/28).

3. 2. 3 Des Weiteren hat die Suva als zuständiger Unfallversicherer gestützt auf das glei che Gutachten der Medas Z.___ eine unfallversicherungsrechtliche Invalide nrente von 70 % zugesprochen (vgl. Zusammenfassung der Entschei dungsgrundlagen vom 2 5. Dezember 2013, Urk. 9/24/92 ff.; Verfügung vom 3. Dezember 2013, Urk. 9/24/86 ff.; Schreiben Suva vom 1. Dezember 2015, Urk. 9/28). Grundsätzlich besteht im gegenseitigen Verhältnis zwischen Inv aliden- und Unfallversicherung keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversicherungszweig. Die IV-Stellen und die Unfallversicherer haben die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbständig vorzunehmen und s ie dürfen sich ohne weitere eigene Prüfung nicht mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des jeweils anderen Sozialversicherers begnügen. Allerdings sind zumindest rechtskräftig abgeschlos sene Invaliditätsschätzungen einer anderen Sozialversicherung als Indizien für eine zuverlässige Beurteilung zu werten und als solches in den Entscheidungs prozess erst später verfügender Versicher ungsträger miteinzubeziehen ( vgl. BGE 133 V 549 E. 6 ).

Grundsätzlich besteht im gegenseitigen Verhältnis zwischen Inv aliden- und Unfallversicherung keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversicherungszweig. Die IV-Stellen und die Unfallversicherer haben die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbständig vorzunehmen und s ie dürfen sich ohne weitere eigene Prüfung nicht mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des jeweils anderen Sozialversicherers begnügen. Allerdings sind zumindest rechtskräftig abgeschlos sene Invaliditätsschätzungen einer anderen Sozialversicherung als Indizien für eine zuverlässige Beurteilung zu werten und als solches in den Entscheidungs prozess erst später verfügender Versicher ungsträger miteinzubeziehen ( vgl. BGE 133 V 549 E. 6 ). Die Invaliditätsbemessung der Suva steht damit als gewichtiges Indiz gegen die zweifellose Unrichtigkeit der Leistungszusprache mit Verfügung vom 2 3. Novem ber 201 6.

Die Invaliditätsbemessung der Suva steht damit als gewichtiges Indiz gegen die zweifellose Unrichtigkeit der Leistungszusprache mit Verfügung vom 2 3. Novem ber 201 6. 3.2.4 Die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG sind damit nicht erfüllt.

3.2.4 Die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG sind damit nicht erfüllt. 3.4 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass es b ei Vorliegen der Vorausset zungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechts kräftige Verfügung grundsätzlich gilt, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rech tskonformen Zustand herzustellen (E. 2.4).

3.4 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass es b ei Vorliegen der Vorausset zungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechts kräftige Verfügung grundsätzlich gilt, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rech tskonformen Zustand herzustellen (E. 2.4). In casu l iegen lediglich die Bericht e der Ärzte der Y.___, Schulter/Ellbogen, vom 2 9. August 2017 ( Urk. 9/69; vgl. Urk. 3) sowie der im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichte Bericht vom 9. März 2018 vor ( Urk. 13/2). Weitere bzw. aktuellere Arztberichte finden sich nicht bei den Akten. Damit ist die medizinische Aktenlage ungenügend, um eine umfassende Beurtei lung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers bzw. allfälliger funktio neller Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vorzunehmen. Entsprechend wären - selbst bei Bejahung der Voraus setzungen einer Wiedererwägung – vor Erlass des Wiedererwägungsentscheids ergänzende medizinische Abklärungen vorzunehmen.

In casu l iegen lediglich die Bericht e der Ärzte der Y.___, Schulter/Ellbogen, vom 2 9. August 2017 ( Urk. 9/69; vgl. Urk. 3) sowie der im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichte Bericht vom 9. März 2018 vor ( Urk. 13/2). Weitere bzw. aktuellere Arztberichte finden sich nicht bei den Akten. Damit ist die medizinische Aktenlage ungenügend, um eine umfassende Beurtei lung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers bzw. allfälliger funktio neller Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vorzunehmen. Entsprechend wären - selbst bei Bejahung der Voraus setzungen einer Wiedererwägung – vor Erlass des Wiedererwägungsentscheids ergänzende medizinische Abklärungen vorzunehmen. 3.5 Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen und die Verfügung vom 4. Dezember 2017 aufzuheben sowie festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat.

3.5 Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen und die Verfügung vom 4. Dezember 2017 aufzuheben sowie festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 4. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG).

4. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG). Der vertretene Beschwerdeführer hat gestützt au f Art. 61 lit. g ATSG in Verbin dung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Bedeu tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 9 00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.

Der vertretene Beschwerdeführer hat gestützt au f Art. 61 lit. g ATSG in Verbin dung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Bedeu tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 9 00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 4. Dezember 2017 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 4. Dezember 2017 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä digung von Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Bernhard Zollinger

Rechtsanwalt Bernhard Zollinger - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

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