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Wenn es sich mit Gleichaltrigen im Spiel verständigen und seine Bedürfnisse sowie Gefühle in Wort ausdrücken kann. Grundsätzlich gibt es aber keine Mindestanforderungen: Der Besuch des Kindergartens ist nicht an bestimmte Deutschkompetenzen gebunden.
Wievielmal pro Woche soll ich mein Kind in die Spielgruppe oder Kita geben, damit es die deutsche Sprache lernen kann?
Zwei Halbtage pro Woche braucht es mindestens, damit junge Kinder mit der deutschen Sprache vertraut werden. Je früher und je öfter ein Kind Kontakt zu deutschsprachigen Kindern hat, desto mehr lernt es. Die Deutschkenntnisse erleichtern dem Kind den Eintritt in den Kindergarten und in die Schule.
Der Vater spricht Deutsch. Soll der Vater von Geburt an mit dem Kind deutsch reden oder sollen beide Eltern ihre jeweilige Muttersprache mit dem Kind sprechen?
Sprechen Sie als Eltern mit Ihrem Kind in Ihrer stärksten Sprache. Das ist in der Regel diejenige Sprache, in der Sie denken oder träumen. Sprechen Sie auch Deutsch? Dann hilft es dem Kind, wenn Sie regelmässig ein Buch auf Deutsch vorlesen oder im Gespräch mit deutschsprachigen Menschen (z.B. beim Einkaufen, beim Warten auf den Bus) Deutsch sprechen. Sprachmischungen sind bei jungen Kindern üblich und kein Grund zur Sorge.
Wie kann ich mein Kind neben der Mutter-/Erstsprache auch in Deutsch fördern? Ab wann ist dies ein guter Zeitpunkt?
Auch wenn Sie als Eltern kein Deutsch sprechen, können Sie ihrem Kind dabei helfen. Treffen Sie sich mit Erwachsenen und Kindern, die Deutsch sprechen: auf dem Spielplatz, in der Ludothek, in einer Krabbel- oder Spielegruppe oder in einer Kita. Je früher und je öfter ein Kind Kontakt zu deutschsprachigen Kindern hat, desto mehr lernt es.
Mein Kind spricht zuhause kein Deutsch. Ab welchem Alter soll es Kontakt zur deutschen Sprache haben?
Ein natürlicher Kontakt mit Deutsch sprechenden Menschen ist schon bei sehr jungen Kindern im Alter von 1–2 Jahren sinnvoll. Dazu eignet sich z.B. eine Kita oder Eltern-Kind-Anlässe. Ab 2.5–3 Jahren bietet sich alternativ zur Kita der Besuch einer Spielgruppe an.
Nehmen Sie Ihr Kind ernst und achten Sie darauf, dass es nicht ausgelacht wird. Achten Sie als Eltern darauf, dass Sie mit dem Kind nicht zu schnell sprechen. Wenn das Kind ausserhalb der Familie nicht verstanden wird, ist eine logopädische Abklärung sinnvoll. Wenn die Auffälligkeit nur die Laute «sch» oder «r» betrifft (z.B. Suhe statt Schuhe; lot statt rot), ist das auch bei Vierjährigen kein Grund zur Sorge.
Vermeiden Sie es, das Kind in stressigen Situationen zum Sprechen aufzufordern, und setzen Sie es nicht unter Druck. Versuchen Sie, ihm Freude an der Sprache zu vermitteln.1 Wenn das Kind oder die Eltern einen Leidensdruck verspüren, wird zeitnah eine logopädische Abklärung empfohlen. So erhalten Sie Informationen und Tipps, wie Sie ihr Kind unterstützen können.
Wenn Sie unsicher sind bezüglich der sprachlichen Entwicklung ihres Kindes können Ihnen verschiedene Stelle Unterstützung bieten. Das kann die Mütter- und Väterberatung in Ihrer Gemeinde, das Betreuungspersonal in Spielgruppe oder Kita, oder Ihre Kinderärztin oder Ihr Kinderarzt sein. Sie können sich auch an die Schulpsychologie und Logopädie des Kantons Thurgau wenden.
Ihr Kind ist im Kindergarten willkommen, auch wenn es noch kein Deutsch spricht. Wenn Ihr Kind 1–2 Jahre vor dem Kindergarten eine Kita, Tagesfamilie oder Spielgruppe besucht, ist es besonders gut auf den Kindergarten vorbereitet.
Die Mütter- und Väterberatung in Ihrer Gemeinde oder Ihre Kinderärztin oder Ihr Kinderarzt berät Sie, wenn Sie unsicher sind bezüglich der sprachlichen Entwicklung ihres Kindes.