Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/253972

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht zu erstatten, in welchem die Schwankungstauglichkeit im Asylwesen evaluiert und Lösungsvorschläge aufgezeigt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Seit der Neustrukturierung des Asylbereichs per 1. März 2019 kam es bereits zu mehreren Schwankungen: zuerst aufgrund der Covid-Pandemie, dann den vielen Schutzsuchenden aus der Ukraine und seit Herbst 2022 dem starken Anstieg der Asylgesuche. Angesichts diverser Konflikte und globaler Herausforderungen ist damit zu rechnen, dass es auch künftig Phasen mit sehr hohen Asylgesuchseingängen geben wird.</p><p>Aufgrund dieser Tendenz hat das SEM in der Vergangenheit bereits mehrere Analysen in Sache Schwankungstauglichkeit durchgeführt und Massnahmen definiert. Mit den daraus resultierenden Erkenntnissen und den Erfahrungen des vergangenen Jahres ist eine neue Analyse der heutigen Massnahmen sowie weiteren möglichen Handlungsoptionen bei kurz- oder langfristigen Gesuchsschwankungen sinnvoll. Um die Verbundsaufgabe im Asylbereich als Gesamtsystem nachhaltig zu bewältigen, sind für die Analyse der Einbezug weiterer Stellen des Bundes - etwa des VBS -, der Kantone sowie der kommunalen Ebene zwingend notwendig. Aktuell sind die erwähnten Akteure noch daran, die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen, welche durch die hohen Zahlen der Asyl- und Schutzgesuche im Jahr 2022 entstanden. Weiter wird die erwartete erneute Zunahme der Asylgesuche im Sommer / Herbst 2023 vorbereitet. Eine gemeinsame Analyse der Schwankungstauglichkeit kann daher ab Winter 2023 / 2024 in Angriff genommen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.