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Obwohl der derzeitige Forschungsstand belegt, dass Personen mit Migrationshintergrund Neuzuwanderern zum Teil skeptisch gegenüberstehen, ist unklar, ob dies aufgrund von kultureller Assimilation oder Präferenzen geschieht oder Ausdruck ökonomischer Sorgen und Prekarität ist. Das Projekt hat zum Ziel, mittels einer Umfrage mit integriertem Experiment näher zu untersuchen, inwiefern kulturelle und ökonomische Aspekte Einstellungen zum Thema Zuwanderung beeinflussen.
Den Umfrageteilnehmenden werden verschiedene randomisierte Profile hypothetischer Kandidaten für eine Arbeitsbewilligung präsentiert, welche in ihren demographischen, kulturellen und sozio-ökonomischen Charakteristiken variieren. Es wird dann gefragt, welche der Migrant*innen ihrer Ansicht nach in die Schweiz kommen sollten. Teilnehmende werden von Migrantengemeinschaften aus Italien, dem Kosovo und der Türkei rekrutiert, sowie aus der autochthonen Schweizer Gesellschaft, um Einstellungen vergleichend untersuchen zu können. Die Resultate werden dazu beitragen, die öffentliche Meinung und politische Präferenzen zum Thema Zuwanderung in multikulturellen und vielfältigen Gesellschaften besser zu verstehen.
Die Studie legt besonderen Fokus auf die Meinungsforschung unter Migrant*innen. Als langjährig ansässiger und wachsender Teil der wahlberechtigten Bevölkerung ist es wichtig zu verstehen, inwiefern und warum Migrant*innen Zuwanderung als Bereicherung oder Bedrohung bewerten. Dies hat Implikationen für die Interessenswahrung von Migrant*innen, ihr potenzielles Wahlverhalten und das politische Handeln in divers geprägten Gesellschaften.