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Mercury Cougar XR-7
Beschreibung
Das erste Modell mit dem Namen Cougar war der Ford Cougar 406 Concept. Der futuristische Wagen war mit Schlafaugen-Scheinwerfern, einen direkteingespritzen 6.7 Liter V8 und revolutionären Flügeltüren ausgestattet.
Mit dem ersten strassenzugelassenen Cougar hatte das Konzept nur wenig gemeinsam und es war ausserdem als Konzept für den Ford Thunderbird entworfen worden. Wie es bei Konzeptfahrzeugen eben so ist, hatte aber auch dieser nur wenig mit dem 1962 vorgestellten Cougar 406 Concept gemein.
1964 war das Mustang-Jahr. Der Sportwagen war ein sensationeller Verkaufserfolg, der zeigte, wie beträchtlich die Marktchancen für sportliche Autos in Amerika waren. General Motors, der grösste amerikanische Autokonzern, hatte den Trend übersehen und brauchte zweieinhalb Jahre, bis er im Herbst 1966 den Chevrolet Camaro als Konkurrenzmodell vorstellen konnte.
Ford war klar, dass der Camaro den Absatz des Mustangs verringern würde und plante voraus. Zeitgleich mit dem Camaro soll der Mercury Cougar erscheinen. Mercury war seit 1938 eine Tochterfirma von Ford, die auf die Produktion von Luxusausführungen spezialisiert war. Der neue Wagen war als luxuriösere Variante des Mustang designt worden, auf dessen Fahrgestell der Cougar auch basierte. Damit sollten Kunden angesprochen werden, die ein sportliches Auto fahren wollten, gleichzeitig aber höhere Ansprüche an Komfort und Exklusivität stellten.
Der Cougar wurde gross angekündigt: Cougar-Burger, Cougar-Snacks und Cougar-Wein waren in aller Munde und dann war da noch diese Kleinigkeit: 1966 prangte via Scheinwerfer eine übergrosse Projektion des Cougar-Schriftzuges einschliesslich des Logos mit dem laufenden Berglöwen (die Übersetzung von Cougar, auch Puma genannt) am GM Building in Detroit. GM, dem grössten Konkurrenten Fords, passte das natürlich gar nicht aber der gewünschte Werbeeffekt war erreicht.
1967 wurde der Cougar 150’000 mal verkauft wurde mit der Auszeichnung “Motor Trend Car of the Year“ gekürt. Das Modell war damit das erste und einzige Fahrzeug der Marke Mercury, dem dies je gelang.
Das Chassis des Cougar, intern als T-7 bezeichnet, war dasselbe wie im 67er Mustang. Der Cougar hatte dabei einen um drei Zoll verlängerten Radstand und wurde auch als grosser Vetter des Mustang bezeichnet.
Abgesehen vom Chassis und den Motoren ganz früher Exemplare waren Mustang und Cougar sehr unterschiedliche Fahrzeuge. Der Cougar verfügte von Anfang an über ein von Grund auf neues Karosseriedesign, wobei die beliebten Proportionen des Mustang mit langer Motorhaube und kurzem Heck erhalten blieben. Die versteckten Scheinwerfer wurden von zwei Vakuumaktuatoren (einer für jede Scheinwerferklappe) angetrieben, wobei das Vakuum vom Motor bereitgestellt und in einem Reservoir unter dem Kotflügel gespeichert wurde. Die Frontverkleidung zeichnete sich durch einen geteilten Kühlergrill mit vertikal angegliederten Chromleisten aus. Das Heck war ähnlich gestaltet und verbarg Rückleuchten mit dunklem Glas hinter einem ebenfalls vertikal angeordneten Rippen. Sequentielle Blinker waren Standard.
Das 68er Modell wurde zwecks Einhaltung der Sicherheitsvorschriften überarbeitet. Seitenmarkierungsleuchten und vordere Gurte wurden hinzugefügt. Als Premiere für die Ford Motor Company bot der Cougar von 1968 optional ein elektrisch betriebenes Schiebedach an.
1969 wurde der Cougar zusammen mit seinem Mustang-Gegenstück in der Mitte des Modelljahres überarbeitet. Die geradlinigen Karosserieseiten gingen in Richtung Coke-Bottle-Design über und die Lüftungsfenster wurden entfernt während sich die Dachlinie kaum änderte. Die Front behielt den Kühlergrill in voller Breite bei, wobei der geteilte Kühlergrill durch einen horizontalen Lamellengrill mit passendem Mittelstück ersetzt wurde. Konkave Rückleuchten ersetzten das bisherige konvexe Design. Die versteckten Scheinwerfer blieben, wurden aber von nun an von einem zentral angeordneten Vakuumaktuator geöffnet. Als Ausfallsicherung wurden spiralförmige Torsionsfedern eingesetzt, um sicherzustellen, dass die neutrale Position der Scheinwerferklappen geöffnet ist.
1970 wurde der Cougar erneut etwas überarbeitet. Der Grill im 67er Stil kehrte zurück wobei die neue Haube über einen Mittelteil in Wagenfarbe verfügte. Dazu wurden Frontstossstange und Kotflügel angepasst. Die Rückleuchten blieben erhalten und nur die Zierblenden und die Seitenmarkierungsleuchten wurden neu gezeichnet.
Über die gesamte Bauzeit der ersten Cougar-Generation war der Wagen nur mit V8-Motoren erhältlich, deren Hubraum 4.7 bis 6.4 Liter betrug.
Ab 1970 sanken die Verkaufszahlen des Ford Mustang, da die Attraktivität der Pony Cars generell nachliess. Davon war auch der Cougar betroffen. 1973 wurde der Mustang in der bisherigen Form eingestellt und durch das wesentlich kleinere Modell Mustang II ersetzt. Auch der Cougar musste danach in der Modellpalette von Mercury neu definiert werden.
Dieses besondere Exemplar ist mit der XR-7 Option ausgestattet. XR steht für «experimental racing» und die Nummer 7 bezieht sich auf die Chassisezeichnung «T-7». Das Paket steht für noch mehr Luxus und beinhaltet Holzapplikationen, Kippschalter, Lederausstattung und ein Lenkrad mit Holzmaserung.
Das Auto fährt sich sagenhaft gut, der Automat schaltet butterweich und die Auspuffanlage sorgt hinten für Partystimmung. Der Motor ist neu und die Karosserie weist keinerlei Rost auf. Der Wagen wurde von beiden Vorbesitzern sehr gepflegt und gewartet, was man dem Interieur auch ansieht. Originale Abdeckungen für die Felgen sind vorhanden und der Kilometerstand ist original und nachvollziehbar.
Preis: 29’000 CHF VHB
Verkauf im Kundenauftrag. Besichtigung und Probefahrt nach Absprache.
Leasing und Finanzierung möglich.
Details
– Neuer Motor (ca. 12’000 Km)
– 5763 ccm V8
– 184 KW / 250 PS
– E-Lüfter
– 1. Hand 30’000 Km, jetzt 2. Hand 45’000 Km
– CH-Erstzulassung 26.03.1970
– Neue Abgasanlage
– Rostfrei
– 5 Sitzplätze
– Aussenfarbe Blau
– Innenfarbe Schwarz
– Veteranen-MFK 04.07.2017
– Fahrgestell 0F93M500061
– Stamm 041.345.822
– Typengenehmigung 028608
– Leergewicht 1625 Kg
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