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So beginnt in medias res dieser Dokumentarfilm, den Pasolini im Sommer 1963 auf einer Reise durch die gesamte italienische Halbinsel drehte. Von Mailand bis Palermo, über das arme Land und die grossen Industriestädte bis hin zu den warmen Stränden des Südens, stellt er Fragen und sucht Antworten zum Thema Sexualität.
Ein Film, der in der italienischen Kulturlandschaft jener Zeit einzigartig bleibt, unter anderem auch weil Pasolini die Ideen des Cinéma vérité in die Praxis umsetzte. Zwischen den einzelnen Fragen kommen auch Kommentare von Pasolinis Freunden wie Alberto Moravia, Oriana Fallaci und Giuseppe Ungaretti vor. Am Ende bleibt der Eindruck einer unwissenden und ängstlichen Kollektivmeinung im Umgang mit dem Thema.
Ein Film, der jene Jahre vollkommen repräsentiert, aber 60 Jahre später noch immer relevant und aktuell ist. Und die Frage, die spontan kommt, lautet: Wie würden die Leute heute antworten? Wir warten auf einen neuen Pasolini.