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Eine visualisierte Hypothese zum Entstehungskontext von Felsbildern in Marokko
Felsbilder erzählen uns Geschichten. Doch wer schuf diese Bilder und wieso? Eine exakte Antwort darauf kann uns auch die Archäologie nicht geben; aber sie liefert diverse Erklärungsansätze, welche in einem Comic sichtbar und zugänglich werden.
Petroglyphen, also in Stein geritzte oder gemeisselte Felsbilder, sind weltweit verbreitet. Zahlreiche Petroglyphen befinden sich um die Gebirgskette des Hohen Atlas im Süden Marokkos, oft in Form eines Fusses oder einer Sandale.
Klar ist, dass diese Fussabbildungen eine bestimmte Bedeutung oder Funktion für die Ersteller:innen hatten. Archäolog:innen und Forschende entwickelten dafür verschiedene Erklärungsansätze. Die naheliegendste Begründung spricht den Fussabbildungen eine vertragsähnliche Funktion zu. Es ist anzunehmen, dass die Nutzung der Futterweideflächen zwischen den verschiedenen Familienstämmen auf diese Weise geregelt wurde.
Meine Arbeit visualisiert diese Hypothese in Form eines Comics, welcher analoge und digitale Techniken kombiniert. Auf diese Weise werden einem breiten Publikum die möglichen Riten und Praktiken einer vergangenen Kultur visuell nähergebracht. Gleichzeitig hält die Rahmengeschichte die Zusammenarbeit zwischen mir und meinem Kooperationspartner fest, indem sie den Dialog um alternative Erklärungsansätze wie etwa eine Pilgerreise abbildet. Diese Art von Erzählung und Visualisierung ermöglicht lehrreiche und interessante Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Standpunkte.
Sofia Poku
BA-Diplome 2022
Mentorat: David Schürch
Kooperation: Dr. Thomas Reitmaier, Institut für Archäologie, Universität Zürich