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Mit «Die Grenzen der Therapiefreiheit» war ein Beitrag im «Tagi» überschrieben, in dem bemerkensund bedenkenswerte Sätze standen wie zum Beispiel «… gilt auch bei Ärzten: Nicht alle können alles gleich gut.» Und: «… wäre es besser, wenn sich die behandelnden Ärzte bei ihren Verschreibungen konsequent an die internationalen Leitlinien hielten.
ARS MEDICI 16/2016
Alle vier Jahre wieder: Dopingskandal vor und an den Olympischen Spielen. Diesmal traf’s die Russen, die das Doping rationali-, nämlich zentralisiert hatten, aber dumm genug waren, sich dabei erwischen beziehungsweise verpfeifen zu lassen. Ähnlich wie die plapperhaften Kenianer, die sich von skandalgiggerigen und primeurgetriebenen Journalisten übertölpeln liessen. Die Brasilianer waren da cleverer, die haben die letzten paar Monate einfach nicht mehr kontrolliert.
Am internationalen Alzheimer-Kongress in Toronto wurde eine Studie vorgestellt, wonach eine schlechte Geruchserkennung als einfacher, billiger und nicht invasiver Vorhersagetest für eine spätere AlzheimerErkrankung geeignet sein könnte. In der Studie wurden 84 ältere Personen untersucht, die eingangs entweder leichte kognitive Defizite oder eine normale Gedächtnisleistung aufgewiesen hatten. Von allen Patienten lag ein PET-Scan des Gehirns oder eine Liquoranalyse nach Lumbalpunktion vor.
Der Bundesrat wird aufgefordert, auf weitere Prämienzuschläge zu Präventionszwecken zu verzichten. Die Finanzierung neuer Projekte und Präventionsfelder soll durch die Streichung alter und unnötiger Tätigkeiten kompensiert werden.
Hinsichtlich des Testens weist die Versorgung von Patienten mit chronischer Hepatitis B und C in der Schweiz eine erhebliche Lücke auf. Das will eine Kampagne der Schweizerischen Hepatitis-Strategie mit einer Online-Risikoabschätzung für Betroffene ändern.
Während die Notwendigkeit der regelmässigen Blutzuckerselbstmessung für insulinpflichtige Diabetiker ausser Frage steht, gehen die Meinungen auseinander, ob dies auch für nicht insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker sinnvoll ist*. Wir sprachen mit Dr. med. Dirk Kappeler über die wichtigsten Aspekte der Blutzuckerselbstmessung in der Praxis.
Ein Eisenmangel entsteht, wenn das Gleichgewicht zwischen Eisenzufuhr aus der Nahrung und Eisenbedarf gestört ist. Deshalb müssen Risikogruppen und Blutungsquellen sorgfältig gesucht werden. Sehr bedeutsam ist die Information der Patienten über die Eisenquellen in der Nahrung und ihre Bioverfügbarkeit. Eine perorale Eisensupplementation sollte immer nüchtern, in tiefer Dosierung und regelmässig erfolgen, sagte PD Dr. med. Pierre-Alexandre Krayenbühl, Klinik für Innere Medizin, Spital Linth, Uznach, an der 9. Iron Academy in Zürich.
Bei 30 bis 70 Prozent aller Menschen mit Diabetes mellitus treten im Krankheitsverlauf pathologische Hautveränderungen auf. An einem Symposium im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung «Innere Medizin fachübergreifend – Diabetologie grenzenlos» wurden die wichtigsten Punkte hierzu erläutert.
Der Diabetes mellitus stellt einen Hauptrisikofaktor für die Parodontitis dar. Da die Entzündung des Zahnbetts umgekehrt auch die Blutzuckereinstellung beeinflussen kann, sollten Diabetiker auf eine gute Mundhygiene achten. An einem Symposium im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung «Innere Medizin fachübergreifend – Diabetologie grenzenlos» wurde erörtert, worauf es dabei ankommt.
Bei mindestens einem Drittel aller Diabetespatienten entwickelt sich eine distale symmetrische Polyneuropathie, die auch mit Schmerzen verbunden sein kann. Mit Lebensstiländerungen und einer guten glykämischen Kontrolle kann das Risiko für die Entwicklung und die Progression der diabetischen Neuropathie gesenkt werden. Zur Behandlung diabetischer neuropathischer Schmerzen stehen Antikonvulsiva, trizyklische Antidepressiva, SerotoninNoradrenalin-Wiederaufnahmehemmer und Capsaicinpflaster zur Verfügung.
Körperliche Aktivität ist ein integraler Bestandteil der Diabetesbehandlung. Da Diabetespatienten jedoch eine
sehr heterogene Gruppe sind, steht der Hausarzt bei der Beratung vor grossen Herausforderungen, was die indivi-
duelle Wahl des richtigen körperlichen Trainings angeht. Dem Patienten sollte er den Zusammenhang zwischen
Bewegung, Gesundheit und Blutglukosespiegel klarmachen und ihm zu einem lebenslangen aktiven Lebensstil
raten. Denn das Wissen um Medikation, Ernährung und körperliche Aktivität kann die Adhärenz des Patienten mit
Diabetes erhöhen.
Wenn die Nierenfunktion nachlässt und eine Dialyse erforderlich wird, kommt es zu erheblichen strukturellen und funktionellen Veränderungen an Herz und Gefässen. Die kardiovaskuläre Mortalität ist bei Dialysepatienten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung mehrfach erhöht. Was bedeutet das für die Therapie?
In einem Cochrane-Review zeigte sich, dass topische Kortikosteroide bei Psoriasisplaques auf der Kopfhaut wirksamer sind als topisches Vitamin D. Kombinationen beider Wirkstoffe waren nur wenig effektiver als die Steroidmonotherapie, jedoch deutlich wirksamer als Vitamin D allein. Weitere topische Optionen wie Teerpräparate, Salizylsäure, Tacrolimus oder Dithranol wurden meist nur in Einzelstudien untersucht, sodass die Evaluierung ihrer Wirksamkeit und Sicherheit nur begrenzt möglich war.
Fragen des Essens und Trinkens werden in der Palliative Care zwar häufig am Lebensende diskutiert, sind aber in allen Phasen einer unheilbaren Erkrankung wichtig. Insbesondere ernährungsbezogener Stress am Lebensende stellt eine grosse Herausforderung für den Patienten und sein Umfeld dar. Zu den ethischen Kriterien für ernährungsbezogene medizinische Massnahmen zählen der Wille des aufgeklärten Patienten, die Information über Nutzen, Risiken und Alternativen sowie das Vorliegen einer Indikation.
Um das Auftreten eines postthrombotischen Syndroms bei Patienten mit tiefer Beinvenenthrombose zu verhindern, werden häufig elastische Kompressionsstrümpfe eingesetzt. Wie lange diese Massnahme optimalerweise andauern sollte, ist allerdings nicht geklärt. Während aktuelle Leitlinien eine 24-monatige Kompressionstherapie empfehlen, deuten neue Forschungsergebnisse darauf hin, dass auch kürzere Behandlungszeiten ausreichen könnten; eine aktuelle Studie kann dies allerdings nicht bestätigen.
Aus einem systematischen Review mit Metaanalyse geht hervor, dass Acetylsalicylsäure (ASS) zur Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse nur einen begrenzten Nutzen aufweist. ASS senkt zwar das Risiko für einen nicht tödlichen Herzinfarkt, reduziert jedoch nicht die Gesamtsterblichkeit und die kardiovaskuläre Mortalität.
Studiendesign und Patientenmerkmale der vier Zulassungsstudien der Nicht-Vitamin-K-oralen Antikoagulanzien (NOAK) zeigten wesentliche Unterschiede, womit ein echter Direktvergleich der Substanzen unmöglich ist. Die vorliegende Metaanalyse unternahm das Nächstbeste: Sie unterzog Effektivität und Sicherheit der verschiedenen NOAK einem indirekten Vergleich.
EDITORIAL
MEDIEN, MODEN, MEDIZIN
POLITFORUM: XUNDHEIT IN BÄRN
FORUM
MEDIZIN
INTERVIEW
BERICHT
FORTBILDUNG
- Diabetische Neuropathie - rasches Handeln ist gefragt
- Training für Diabetespatienten
- Was bedeutet die Dialyse für Herz und Gefässe?
- Topische Therapie bei Psoriasis der Kopfhaut
SERIE: PALLIATIVMEDIZIN IN DER PRAXIS
STUDIE REFERIERT
- Kompressionsstrümpfe nach tiefer Beinvenenthrombose lieber länger tragen
- ASS in der Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse