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Der Ausbau der Hochbreitbandinfrastrukturen erfolge in der Schweiz jedoch rein marktgetrieben. Dadurch würden tendenziell zuerst eher die urbanen Gebiete mit einem grossen Marktpotenzial erschlossen, heisst es gemäss einer Mitteilung vom Donnerstag in der an der Generalversammlung der SAB in Hergiswil LU verabschiedeten Resolution.
Bereits heute bestehe in der Schweiz ein ausgeprägter digitaler Graben zwischen gut erschlossenen urbanen und schlecht erschlossenen ländlichen Gebieten. Damit auch die Berggebiete und ländlichen Räume von den Chancen der Digitalisierung profitieren könnten, müsse die Hochbreitbandinfrastruktur dringend rasch ausgebaut werden.
Die gesetzlich festgeschriebene Breitbandgrundversorgung müsse unverzüglich von zwei Megabit pro Sekunde auf mindestens zehn Megabit pro Sekunde angehoben werden, fordert die SAB. Der Bund müsse eine Breitbandstrategie erarbeiten, in der er aufzeige, wie jene Gebiete mit Hochbreitband erschlossen werden könnten, in denen die entsprechenden Infrastrukturen durch den Markt nicht oder nur ungenügend bereit gestellt würden.
Wo nötig müssten auch finanzielle Mittel bereit gestellt werden. Der Bundesrat wird aufgefordert, in der bevorstehenden Revision des Fernmeldegesetzes auf investitionshemmende Regulierungsansätze zu verzichten. Kantone und Gemeinden müssten unter anderen in ihren Baugesetzen Anreize schaffen für die Verlegung von Leerrohren, damit Synergien genutzt und Kosten reduziert werden könnten.
mk
(AWP)