Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/146907

<h2>SubmittedText<h2><p>Mit dem Wettbewerb "Die schönsten Schweizer Bücher" spricht das Bundesamt für Kultur alle Buchgestalterinnen und -gestalter sowie sämtliche an der Buchproduktion (Druck, Verlag, Satz, Lithografie, Buchbindung, Fotografie, Illustration usw.) beteiligten Institutionen und Firmen an.</p><p>Ziel des Wettbewerbs ist es, die Herstellung von qualitativ hochstehenden Büchern zu fördern.</p><p>1. Ist dem Bundesrat bekannt, dass alle prämierten Bücher im vergangenen Wettbewerb nicht in der Schweiz hergestellt wurden?</p><p>2. Ist er bereit, die Zulassungsbedingungen zum Wettbewerb "Die schönsten Schweizer Bücher" so anzupassen, dass die Herstellung der Bücher, entsprechend dem im Titel des Wettbewerbs suggerierten Standort der Wertschöpfung, auch tatsächlich in der Schweiz vollzogen wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Zulassungsbedingungen zum Wettbewerb wurden eingehalten. Mindestens eine der drei einreichenden Parteien - Verlag, Gestalter, Druckerei - muss aus der Schweiz stammen bzw. ihren Hauptsitz in der Schweiz haben.</p><p>Von den 22 prämierten Büchern des Jahrgangs 2013 wurden fünf Bücher in der Schweiz gedruckt. Das entspricht dem Verhältnis der vergangenen Jahrgänge (zwischen 20 und 25 der prämierten Bücher in der Schweiz gedruckt). Die in den vergangenen Jahren festzustellende rückläufige Tendenz widerspiegelt die Marktsituation. Das grafische Gewerbe ist nicht zuletzt seit der Digitalisierung generell einem grossen Strukturwandel ausgesetzt (Rückgang gedruckter Erzeugnisse, Konkurrenzdruck aus dem Ausland, Eurokrise).</p><p>2. Die Schweiz ist für ihr hervorragendes Grafikdesign und ihre profilierte Buchgestaltung weltweit anerkannt. Die Wertschöpfung lässt sich nicht nur vom geografischen Produktionsstandort des gedruckten Buches ableiten, sondern ebenso von der verlegerischen oder gestalterischen Leistung. Beim Buchgewerbe handelt es sich um ein sehr arbeitsteiliges Geschäft, das heutzutage zunehmend international aufgestellt ist.</p><p>Die Prämierung als "schönstes Schweizer Buch" ist ein Anerkennungspreis und kein Geldpreis. Der Wettbewerb gilt unter den aktuell rund 30 nationalen Länderwettbewerben als einer der Leuchttürme. Der jährlich erscheinende Katalog wird weltweit vertrieben und von Fachleuten gesammelt. Eine engere Auslegung der Wettbewerbskriterien würde die vom Wettbewerb angesprochenen Akteure (Verlag, Druck, Gestaltung) nur noch durch ihre geografische Verortung als "Schweizer" definieren, was das Profil des Wettbewerbs schwächen und seine Ausstrahlung beeinträchtigen würde. Der Bundesrat hält weiterhin an den bestehenden Zulassungsbedingungen fest.</p>  Antwort des Bundesrates.