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||Gemäss Art. 626 ZGB sind die gesetzlichen Erben gegenseitig verpflichtet, alles zur Ausgleichung zu bringen, was ihnen der Erblasser bei Lebzeiten auf Anrechnung an ihren Erbteil zugewendet hat. Massgebend ist somit der Wille des Erblassers.

Anders ist dies bei den Nachkommen, wo das Gesetz die Vermutung aufstellt, dass auszugleichen ist: Was der Erblasser seinen Nachkommen als Heiratsgut, Ausstattung oder durch Vermögensabtretung, Schulderlass und dergleichen zugewendet hat, steht, sofern der Erblasser nicht ausdrücklich das Gegenteil verfügt, unter der Ausgleichungspflicht. Erziehungs- und Ausbildungskosten unterliegen der Ausgleichung, als diese das übliche Mass übersteigen. Gelegenheitsgeschenke sind hingegen von der Ausgleichungspflicht befreit.
Auszugehen ist vom Grundsatz der Gleichbehandlung der gesetzlichen Erben. Damit soll vermieden werden, dass einzelne Erben, welche Zuwendungen unter Lebenden erhielten und bereits früher begünstigt wurden, bei der späteren Erbteilung bevorzugt werden.