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Das Gebäude befindet sich an priviligierter Aussichtslage über dem Zürichsee in einem im 20. Jahrhundert gewachsenen Einfamilienhausquartier. Dieses ist zur Zeit einem Transformationsprozess unterworfen, bei welchem die noch vorhandenen Ausnützungsreserven ausgeschöpft werden. Dadurch verändert sich der ursprüngliche Charakter des Quartieres dahingehend, dass anstelle der alten Villen mit viel Umschwung Mehrfamilienhäuser entstehen, die aufgrund ihrer Grösse näher zusammenrücken. Als Folge davon verringern sich nicht nur die ehemals grosszügigen baumbestandenen Zwischenräume; dieser Prozess ist auch mit einem Verlust an Individualität und Intimität verbunden.
Mit dem Gebäudevolumen wird versucht einerseits der oben beschriebenen Situation Rechnung zu tragen und anderseits ein Maximum an Ausnützung zu generieren. Durch die Staffelung des Baukörpers und die Gliederung in zwei Gebäudeflügel gelingt es, den einzelnen Wohnungen ein grosses Mass an Individualität und Privatheit zu ermöglichen. Das Gebäude folgt den vorhandenen Terrainverhältnissen und tritt architektonisch durch die volumetrische Gliederung weniger massiv in Erscheinung, so dass es in seinem Charakter stärker an eine Villa als an ein Mehrfamilienhaus erinnert.
Der hochwertige und edle Ausdruck der dunklen, aber warmtonigen Klinkerflächen der Fassaden verleiht dem Neubau in Kombination mit den ebenfalls dunkel gehaltenen Fenstern einen unverwechselbaren, klassischen Charakter. Die Materialisierung und die elegante Erscheinung unterstützen die Intention, das Gebäude typologisch nicht als Mehrfamilienhaus, sondern als Villa erscheinen zu lassen zusätzlich und nehmen Bezug auf die avantgardistische Villa auf dem südwestlichen Nachbargrundstück aus den 1920er Jahren.
Ein grosszügiger Vorplatz dient sowohl als Zugangsbereich wie auch als Zufahrt zum Autolift und der unterirdischen Einstellhalle. Über den gedeckten Eingang betritt man das Gebäude in das Hauptgeschoss, in welchem zwei Wohnungen angeordnet sind. Im südlichen Gebäudeteil befindet sich eine grosszügige 2 1/2 Zimmer Wohnung, im Westlichen eine entsprechende 3 1/2 Zimmer Wohnung. Ein breiter Korridor führt in beiden Wohneinheiten vom Treppenhaus zum dreiseitig orientierten Wohn-Essbereich, welcher L-förmig um die gegen Süden und Westen ausgerichtete Loggia angeordnet ist. Im Gartengeschoss lässt sich aufgrund der Topografie gegen Westen nochmals dieselbe 3 1/2 Zimmer Wohnung realisieren.
Die grosse 5 1/2 Zimmer Attikawohnung kann vom Eingang aus über die wohnungsinterne Treppe oder den behindertengerechten Lift direkt erschlossen werden. Oben gelangt man in die zentrale Halle, welche als Verteilraum dient. Von hier erschliesst sich der Schlafzimmertrakt mit eigener Loggia, zwei Separatzimmer, sowie der Ess- und Wohnbereich, welcher sich sich zur grosszügigen Dachterrasse gegen Westen öffnet und von der fantastischen Aussicht über den Zürichsee auf die Albiskette mit dem Üetliberg profitiert.