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Inhaltsverzeichnis
Magazin Vorgaben
Hier werden die Vorgaben für eine Magazinbeute am Beispiel eines Dadant modifiziert aufgezeigt, Dabei wird versucht für die einzelnen Vorgaben eine Begründung anzugeben.
Zwingende Vorgaben werden fett hervorgehoben, Empfehlungen erscheinen in Normalschrift. Kommentare werden kursiv eingefügt.
Brutraumrähmchen
Das Brutraumrähmchen hat einen Oberträger von 482 mm Länge, 28 mm Breite und ist oftmals 19 mm dick. Die Oberträger Auflagenbreite ist Standardmässig 25 mm und die Dicke der Auflage (Ohren) ist 10 mm. Die Höhe des Rähmchens ist 185 mm.
- Ein Spalt von ca. 8 mm wird von den Bienen nicht verbaut. Dies wird als Beespace oder Bienenabstand bezeichnet.
- Ein Abstand von ca 35 mm zwischen zwei Brutwaben hat sich als ideal erwiesen.
- Oberträger eines Brutwabenrähmchens von 28 mm Breite werden weniger mit Wildbau ergänzt als schmalere Oberträger.
- Schmale Ohren der Brutwabenrähmchen erlauben eine einfacheren Griff mit den Fingern.
Im Bild rechts sind die Ohren in der Standardgrösse von 25 mm breit. Bei einer Auflagenbreite der Ohrenträger von 22 oder 21,5 mm ist der Griff mit den Finger einfacher möglich.
Abstandhalter für Brutraum
- 7 mm Pilzköpfe geben der Brutwabe den richtigen Beespace
- Auf beiden Seiten immer nur der rechte Seitenteil mit Nägel.
- Der obere Nagel über dem Seitenteil.
- Der seitliche Nagel erlaubt ein sicheres Einführen der Wabe ohne Bienen zu quetschen.
Wir haben seitwärts auch 7 mm Nägel im Einsatz, geht problemlos auch so.
Hoffmann Rähmchen sind weniger geeignet, da beim seitlichen Schieben der Brutwaben auf der Schiene Bienen eher gequetscht werden.
Magazinaufbau
- Die Oberkante der Rähmchen ist bündig mit der Kante des jeweiligen Zargen. Damit werden die Rähmchen besser gehalten und ein Transport und Verschiebung des Magazins ist sicher.
- Alle Bauteile sind so konstruiert, dass der Beespace unten ist. Damit können die einzelnen Teile abgestellt werden, ohne Bienen zu quetschen.
Wenn der Beespace beim Zargen oben ist und die Rähmchen unten bündig sind, können flache Deckel kostengünstig hergestellt werden. Dafür ist die Handhabung im Betrieb nicht ganz so komfortabel.
- Für das Anheben der Zargen sind Muschelgriffe empfohlen. Diese sollten 5-7 cm von der Zargenoberfläche angebracht sein, damit der Imker mit der Hand sicher greifen kann.
Aufgesetzte Klappgriffe oder Griffleisten stören beim engen Stapeln von Magazinen im Lager oder beim Transport.
12er Brutraumzargen mit Schienen
- Quadratische Bruträume mit Platz für 12 Brutwaben erlauben eine sichere Einwinterung von starken Völkern auf 10 Brutwaben ohne die Schiede entfernen zu müssen.
- Die Brutwaben werden bei einer Kontrolle auf der Schiene geschoben und nur bei Bedarf einzeln angehoben. Die Schiene ist somit aus Metall - Ameisensäurefest ist Edelstahl oder Aluminium - und kann von den Bienen schlecht verklebt werden.
- Es müssen keine Waben für eine Durchsicht neben das Magazin gelegt werden.
- Für das Imkern im angepassten Brutraum mit zwei Schieden ideal.
Bruder Adam empfiehlt die Bruträume im Kaltbau und die Honigräume im Warmbau auf die Bruträume zu stellen. Dies ist mit dem quadratischen 12er Magazin möglich.
Brutraumzargen für 10 Brutwaben begrenzen die Einwinterung von Völkern auf 8 bis 9 Brutwaben. Die Völkerdurchsicht ist nicht mehr einfach. Ein Drehen der Honigzargen ist nicht möglich.
Ein Rechen an Stelle der Schiene verunmöglicht ein Schieben der Brutwaben für die Kontrolle.
Honigraumzargen mit Rechen
Für den Honigraum wird der Einsatz eines Holzrechens für die Abstandhaltung empfohlen. Damit bleiben die Honigwaben auch beim Kippen des Zargen an ihrem Platz und die Handhabung wird vereinfacht. Ebenso werden gerade Rähmchen ohne zusätzliche Abstandhalter eingesetzt, die einfach und rationell mit einem Messer abgedeckelt werden können.
Mit dem Standardmass für Honigrahmen von 25mm breitem und 10mm dickem Oberträger können bis zu 12 Honigwaben in einen Honigzargen eingesetzt werden.
Oftmals werden Dickwaben mit einem Rähmchen von 28mm Breite verwendet. Dabei wird der Abstand zwischen zwei Waben auf 45mm erweitert und nur 10 oder 11 Honigwaben in einen 12er Zargen eingesetzt. Die Bienen nutzen diesen zusätzlichen Platz um die Honigwaben dicker zu bauen. Ein Verbau findet in der Regel nicht statt. Der Imker hat aber mit einem gleichbleibenden Ertrag weniger Honigwaben zum Schleudern. Die Erfahrung zeigt, dass der Honig in Dickwaben bis zu 1% mehr Feuchtigkeit haben kann.
Auf dem Markt gibt es Honigrähmchen mit Ohrenbreite von 25mm oder 21,5mm. Der Holzrechen bestimmt welche Rähmchen eingesetzt werden können.
Einzelne Hersteller bieten auch vertikal geteilte Hönigräume mit je 5 Honigwaben an. Damit wird das Gewicht der zu hebenden Honigräume kleiner und die Handhabung einfacher.
Der Boden
Für den Boden sind die Anforderungen abhängig von der Betriebsweise.
- Varroa Totenfall bestimmen: Dazu muss eine möglichst grosse Fläche des Bodens mit einem Gitter oder Lochblech ausgerüstet sein, wo möglichst alle Varroa durchpassen, aber die Bienen keinen Zugang haben um die Unterlage zu putzen. Diese Gemüllunterlage oder Windel soll von hinten eingeschoben und ohne öffnen des Magazin auch analysiert werden können. Viele Magazinböden haben Verstrebungen die einen Teil des Bodens abdecken, was die Zählung der Varroa ungenau macht.
- Ein Flugbrett soll einen positiven Einfluss auf die Ernte haben. Maximal reicht dieses Brett bis auf den Boden. So können, wie bei einem natürlichen Baum, zu kurz gelandete Bienen den letzten Meter zu Fuss zurück in den Stock. Flugbretter die sich am Boden Abstützen verunmöglichen den Einsatz einer Stockwaage.
- Der Boden kann mit seinem Aussenmass ein paar Milimeter kleiner als die Brutzarge sein. Damit sollte weniger Regenwasser in diese Ritze fliessen. Diese unterste Ritze wird von den Bienen in der Regel nicht verkittet, darum darf der Boden auch einen Falz aufweisen um die Brutzarge vor dem verrutschen zu sichern.
Hersteller und Aussenmasse
Die Innenmasse eines Zargen für 12er Dadant modifiziert sind durch die Rähmchen gegeben. Die Wandstärke der Zargen bestimmt die Aussenmasse. Diese sind je nach Hersteller unterschiedlich. Grundsätzlich können Zargen unterschiedlicher Wandstärken gemischt werden, aber die einzelnen Zargen stehen dann nicht mehr bündig aufeinander.
- Wandstärke 22mm ⇒ Aussenmasse 509 x 509 mm
- Wandstärke 24mm ⇒ Aussenmasse 513 x 513 mm
- Wandstärke 25mm ⇒ Aussenmasse 515 x 515 mm
Auswahl von Herstellern die Magazine 12er Dadant modifiziert herstellen:
- Bienen Magazinbeuten (CH) Dadant modifiziert, Wandstärke 22mm
- Wagner Imkertechnik (DE) Dadant modifiziert, Wandstärke 22mm
- Bienen Ruck (DE) Dadant US, Wandstärke 22mm
- Imkereibedarf Muhr (DE) Dadant nach Ries, Wandstärke 22mm
- Bienen Janisch (AT) Dadant US, Wandstärke 24mm
- Bienen Ruck (DE) Dadant nach Beer, Wandstärke 25mm
Lieferanten in der Schweiz:
Das Angebot für 12er Dadant modifiziert ist in der Schweiz nicht sehr gross.