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Kigali - Ruandas Staatschef Paul Kagame hat die Präsidentschaftswahl offenbar wie erwartet mit überwältigender Mehrheit gewonnen. Gemäss ersten Teilergebnissen habe Kagame mit 92,9 Prozent der Stimmen für sich entschieden, teilte die Wahlkommission am Dienstagmorgen mit.
"Das ist der Sieg für die Bevölkerung von Ruanda", rief Kagame seinen Anhängern zu, mit denen er schon die ganze Nacht in einem Fussballstadion in der Hauptstadt Kigali gefeiert hatte.
Er dankte ihnen für den grossen Zuspruch und das Ausharren bis zur Veröffentlichung der ersten Teilergebnisse in den frühen Morgenstunden. Auch durch die Strassen Kigalis zogen in der Nacht zehntausende Anhänger, tanzten und riefen immer wieder "Sieg".
Die Präsidentschaftswahl war die zweite seit dem Völkermord von 1994 in Ruanda. Gegen den seit 16 Jahren regierenden Kagame waren drei Kandidaten angetreten, die den Präsidenten beim letzten Urnengang noch unterstützt hatten.
Zwei von drei weiteren Oppositionsparteien wurden nicht zugelassen, sie kritisierten die Wahl als "Farce". Das zweitbeste Ergebnis erzielte den Teilergebnissen der Wahlkommission zufolge der Herausforderer Jean Damascene Ntawukuriryayo der sozialdemokratischen Partei PSD mit 4,9 Prozent der Stimmen.
Kagame kann nun sieben weitere Jahre an der Spitze des ostafrikanischen Landes stehen. Mit seiner früheren Rebellenbewegung FPR hatte Kagame 1994 den Völkermord in Ruanda beendet, bei dem Hutu-Milizen binnen weniger Wochen nach UNO-Schätzungen bis zu einer Million Angehörige der Tutsi-Minderheit sowie politisch gemässigte Hutu umbrachten.
Mit grosszügiger finanzieller Hilfe aus dem Westen treibt Kagame die wirtschaftliche Modernisierung des Landes voran - auf Kosten von Demokratie und Bürgerrechten, werfen ihm Gegner vor.
SDA-ATS