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Diese rund 100 Seiten starken Büchlein aus der Reihe "Arena Bibliothek des Wissens" sind für Jugendliche geschrieben und vermitteln Grundwissen zu bedeutenden Persönlichkeiten der Geschichte. Allen diesen Büchern ist gemeinsam, dass sie die Vita der vorgestellten Person in die Ereignisse ihrer Zeit einbetten. Das erleichtert es dem Leser, deren Bedeutung zu begreifen und ihre historischen Rolle einzuordnen.
Dabei erfährt der Leser beispielsweise über Alexander von Humboldt auch weniger Bekanntes, wie dass noch 1790 in der Geologie die Meinung vorherrschte, Basalt sei ein infolge der Sintflut entstandenes Sedimentgestein, wohingegen Humboldt diesen als Vulkangestein erkannte. Die Neptunisten, zu denen auch Goethe gehörte, glauben an ruhige, allmähliche Veränderungen und dachten, dass unter den Vulkanen riesige Kohlevorkommen brennten.
Humboldt ging in jungen Jahren in seiner Arbeit als königlich preußischer Oberbergmeister regelrecht auf, stellte unter Tage geologische Forschungen an und setzte sich auch für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Bergleute ein.
Ausführlich schildert das Büchlein die ganzen Hindernisse und Widrigkeiten, die Humboldt überwinden musste, bis er endlich zu seiner großen Amerikareise aufbrechen konnte. Die spannende Beschreibung der Reise selbst ist ein Höhepunkt dieses Bandes.
Sehr eindringlich schildert der Autor Andreas Venzke auch, wie bekannt und populär Humboldt zu Lebzeiten war und weshalb er das war. "Bis hinunter zu den Arbeitern ehrten die Menschen einen Gelehrten, der Wahrheit und Aufrichtigkeit verkörperte, dazu den Glauben an Erkenntnisse, die den Menschen in jeder Hinsicht frei machen würden. [...] Sein Antrieb als Forscher war, der Menschheit zu helfen, und zwar sich im menschlichen Sinne weiterzuentwickeln." (S. 98f)
Bei dem Buch über Gregor Mendel ist dem Autor auf beeindruckende Weise gelungen, seine genetischen Erkenntnisse auf leicht verständliche Weise zu vermitteln. Nebenbei erfährt man auch Amüsantes, zum Beispiel, warum Mendel überhaupt mit Erbsen geforscht hat und nicht mit Mäusen, wie er das zunächst wollte.
Einen absoluten Höhepunkt der Reihe aber stellt das Buch über Jakob Fugger dar. Harald Parigger erzählt dabei aus der Perspektive eines jungen Bauern, der in Fuggers Dienste tritt, nachdem er ihn aus der Hand von gedungenen Räubern befreite. Daraus ist ein geradezu atemberaubend spannender historischer Roman geworden. Die Einschübe mit historischen Informationen hätte man im Hinblick auf die jugendliche Leserschaft vielleicht etwas kürzer halten können. Sie nehmen nicht, wie das sonst in der Reihe der Fall ist, zwei, sondern vier bis sogar sechs Seiten ein.
Im Anhang der nett gemachten, informativen und unterhaltsamen Büchlein finden sich eine Zeittafel und ein Glossar.