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Roi Robertson hat die Synthie-Pop Band Mechanical Cabaret 1999 im Norden von London gegründet. Bei Live Shows bedienten zusätzlich Bruce Lovelock und Tobi Chandler die Synthesizers. 2001 war die Band in London Opener für das erste Fad Gadget Konzert nach 15 Jahren Pause.
2002 wurde das Debüt Album “We Have An Agenda“ veröffentlicht. Es folgten Auftritte als Support u.a. für The Damned. Das zweite Album “Product For Your Insecurity“ erschien 2006 und im April begleitete die Band als Supporting Act Mesh durch halb Europa, dabei durfte ich mich am 23.04.2006 von den Live Qualitäten der Band überzeugen.
Das dritte Album “Damaged Goods“ hatte 2009 Premiere. Diverse Opener-Shows u.a. für Nitzer Ebb, Alien Sex Fiend oder DAF in den letzten zwei Jahren, zeigt die Wertschätzung von Mechanical Cabaret nicht nur bei den Fans. Im Frühling dieses Jahres wurde das Remix Album “Disco Vandalism“ veröffentlicht.
Mit süffigen Synthie-Strings und einer passenden Drum-Maschine / Bassline Kombination startet das Album mit “In Loving Memory (DV800 Remix)“, das wird den schwarz angehauchten Clubgängern gefallen. Deutlich hört man bei “Disbehave (Mesh ASBO Mix)“ welche Band an den Reglern geschraubt hat. Etwas technoider ist “See Her Smile (Size Nine Remix)“. Ich mag den Refrain und speziell den Klang der Synthie Melodie.
“Tabloid Species (Katscan Daily Male Remix)“ erschallt im EBM Kleid, die abgehackten Samples verleihen dem Song eine aussergewöhnliche Note, dabei geht die Stimme von Roi fast etwas unter. Im Minimal-Electro Lager würde ich “Cheap & Nasty (Nag Nag Nag Remix By Atomizer)“ ansiedeln. Hinweis: Nag Nag Nag war der Name eines Electro Clubs in London, der von Jonny Slut (Specimen/ Batcave/ Atomizer) geführt wurde. Mechanical Cabaret war die erste Band die dort eine Show spielte.
“GBH (Real Horrorshow Remix)“ ist ein Electro-Pop Song, mit fast 10 Minuten der längste Track auf dem Album, die Stimme klingt etwas nach Marc Almond. Natürlich sind die Spielereien ab der Mitte des Albums etwas für Remix Puristen und DJs die gerne Songs mixen. Bestimmt hat Roi an die Cybergothics gedacht, als er “Nothing Special (2009 Remake)“ neu aufsetzte. Etwas von Devo hat “Pretty fu*ked up (Kunt And The Gang’s Castlemayne Mix)“, musikalisch minimalistisch mit ein paar aussergewöhnlichen Soundsample Ideen. Der letzte Track, nicht auf dem Cover erwähnt, klingt wie ab einer Schellackplatte. Ich stelle mir dabei eine heruntergekommene Bar irgendwo in London in den 30er in Jahren vor. Der Pianospieler singt sein Leid und ein paar Insichgekehrte hören ihm gebannt zu.
Offenbar ist Roi Robertson kein Freund von Best-Of CDs, ich finde daher die Idee mit dem Remix Album nicht so schlecht. Auf “Disco Vandalism“ ist für jede Electro-Subkultur etwas vorhanden und deshalb ist es etwas schwierig eine Empfehlung abzugeben. Am besten einfach mal reinhören und sich überraschen lassen.
Dieses Album kann auch im Onlineshop von conzoom Records käuflich erworben werden.
Tracklist:
1. In Loving Memory (DV800 Remix)
2. Disbehave (Mesh ASBO Mix)
3. See Her Smile (Size Nine Remix)
4. Tabloid Species (Katscan Daily Male Remix)
5. Cheap & Nasty (Nag Nag Nag Remix By Atomizer)
6. GBH (Real Horrorshow Remix)
7. It Will All Come Back 2 You (M-Z3R0 Vendetta Mix)
8. Ne Plus Ultra (Dr Rogue Rework)
9. Nothing Special (2009 Remake)
10. Pretty fu*ked up (Kunt And The Gang’s Castlemayne Mix)
11. Careful, Careless (Fur Coat No Knickers Mix)
12. Desperate But Not Serious
Bandmitglieder:
Roi Robertson – Musik, Texte, Gesang und Elektronik
Gründung:
1999