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Japan: Osart-Mission nach Kashiwazaki-Kariwa abgeschlossen
Auf Verlangen der japanischen Regierung führte ein internationales Expertenteam der IAEO im Sommer 2015 eine Osart-Mission zu den Siedewasserreaktoreinheiten Kashiwazaki-Kariwa-1 bis -7 der Tokyo Electric Power Company (Tepco) durch. Im Rahmen dieser Mission durchleuchtete das Team die Sicherheitsmassnahmen, die unabhängig vom Betriebsstatus eines Kernkraftwerks in Kraft stehen müssen. Es überprüfte die Bereiche Führung und Management, Ausbildung, Betrieb, Strahlenschutz, technischen Support, Betriebserfahrung, Notfallplanung und Management schwerer Unfälle.
Die Experten stellten eine Reihe guter Praktiken fest. So lobten sie die Umsetzung robuster Massnahmen gegen schwere Unfälle einschliesslich des zusätzlichen Tsunami- und Hochwasserschutzes sowie mobiler Notstromsysteme. Das Team hob zudem die regelmässig durchgeführten Übungen unter erschwerten Bedingungen hervor, wodurch das Personal gut auf Notfälle vorbereitet sei. Strenge Kontrollen aller brennbaren Materialien ermöglichten es, das Brandrisiko zu minimieren.
Zur Verstärkung der betrieblichen Sicherheitsvorkehrungen schlugen die Experten vor, die Notfallpläne vollständig, aber einfach und klar zu dokumentieren, die Unfallmanagement-Richtlinien auf alle Kernkraftwerkszustände zu erweitern und die Betriebserfahrungssysteme proaktiver zu nutzen.
Der Abschlussbericht wird der Kernkraftwerksleitung und der Regierung innert dreier Monate ausgehändigt.
Alle 44 Kernkraftwerksblöcke Japans, die einmal in Betrieb waren und nicht endgültig vom Netz sind, stehen derzeit still. Vor der Wiederinbetriebnahme müssen sie die am 8. Juli 2013 in Kraft getretenen neuen Sicherheitsrichtlinien erfüllen. Ende September 2013 reichte die Tepco bei der Nuclear Regulation Authority (NRA) entsprechende Anträge für die beiden jüngsten Kernkraftwerkseinheiten des Typs ABWR – Kashiwazaki-Kariwa-6 und -7 – ein.