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Frauen waren im Verlauf der Menschheitsgeschichte schon immer mit dem Bierbrauen verbunden. Was schon in den Schriften in einer Ode der sumerischen Biergöttin aus dem Jahr 2000 v. Chr. verzeichnet war und später von den brauenden Hausfrauen und Nonnen in mittelalterlichen Klöstern fortgeführt wurde, belegt, dass Frauen eng mit der Geschichte der Bierherstellung verknüpft sind. Auch heute sind Frauen in allen Bereichen der modernen
Brauindustrie tätig. Von Anfang an, und weil das Brauen von Getränken dem Prozess des Brotbackens ähnlich war, wurden Backen und Brauen als Hausarbeiten betrachtet, die den Frauen zufielen. Die meisten Darstellungen altägyptischer Brauer zeigen, wie Frauen Maische sieben oder Getreide mahlen. Ägyptische und sumerische Frauen waren dafür bekannt, Tavernen oder Trinkhäuser zu betreiben, und das Bier wurde in den Lokalen von den weiblichen Besitzern hergestellt.
Jahrhunderte später war das Bierbrauen immer noch eine Aufgabe, für welche die Frau des Hauses verantwortlich war. Der Verkauf von Bier ergab eine zusätzliche Einkommensquelle. Ab 1000 n. Chr. begannen die Klöster in Europa mit der Bierbrauerei. Während im mittelalterlichen England vor 1348 n. Chr. das Brauen von ungehopftem, englischem Ale auf die Haushalte beschränkt war, wurde die Bierproduktion allmählich zu einem profitableren und seriöseren Beruf, der fast ausschließlich von Männern betrieben wurde.