Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03155.jsonl.gz/1952

Das Mittelbild schildert die von verschiedenen römischen Historiographen überlieferte Geschichte des Römerhelden Mucius Scaevola. Während der Belagerung Roms durch den etruskischen König Porsenna schlich sich Gaius Mucius als Etrusker verkleidet ins feindliche Lager ein, um Porsenna zu töten. Von den beiden dort vor dem königlichen Zelt im Beisein von Soldaten vorgefundenen, prächtig gekleideten Männern erdolchte er irrtümlicherweise jedoch nicht Porsenna, sondern dessen Schreiber, der beim Verteilen des Soldes war. Nach seinem misslungenen Anschlag gefangen gesetzt, wurde er von Porsenna mit dem Tode durch Verbrennen bedroht, falls er nicht die Pläne der Römer verrate. Mucius jedoch weigerte sich und als Probe seines Mutes verbrannte er seine rechte Hand im Feuer eines Opferaltars. Die Darstellung zeigt ihn bei seiner Heldentat vor den entsetzten Blicken des vor ihm sitzenden Königs, hinter dessen Tisch ein Soldat den erdolchten Schreiber in den Händen hält. Porsenna war dadurch dermassen beeindruckt, dass er Mucius frei liess und mit den Römern Frieden schloss. Nach seiner Rückkehr in die Stadt erhielt dieser wegen des Verlustes seiner Rechten den Beinamen Scaevola (Linkshand). Das Figurenbild umschliesst eine Renaissance-Rahmung aus roten Säulen, auf deren grünen, mit einem geflügelten Engelskopf geschmückten Kapitellen ein roter Flachbogen mit gelber, die Bildlegende enthaltender Scheitelkartusche ruht. Diese ziert ebenfalls ein geflügelter Engelskopf. Die durch das Stifterwappen unterteilte rote Rollwerkkartusche mit dem Namen Niklaus Koechlis befindet sich am Scheibenfuss zwischen den mit Löwenmasken dekorierten gelben Säulenpostamenten.
Wappen Koechli (Koechlin), Niklaus: In Gold blaue Traube mit goldenem Stiel und zwei grünen Blättern, überdeckt von einem liegenden, den Traubenstiel abzwackenden blauen Rebmesser mit goldenem Griff.
Nicklaůs Köchli / des Rahts 1580 Dir seig zů wüβen PORSENA / das zů Rom m drÿhundert man / Alls Edle mandlich tapfer gsellen / hand gschworen dir din läben zfellen / Das es mir gfelt dich nüt bracht vm / des můβ min hand straf lide drům
keine