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Spruga, Bagni di Craveggia
Im Jahr 406 wird die Thermalquelle zuhinterst im Valle Onsernone erstmals dokumentiert. Ihren Namen hat sie von der Ortschaft Craveggia im Val Vigezzo, der Fortsetzung des Centovalli in Richtung Domodossola. Ein im Jahr 1617 begonnenes Gebäude wurde nie fertig gestellt. Von 1818 bis 1823 wurde das Badehaus gebaut, 1881 das Hotel; ihre Grundmauern sind noch heute sichtbar. „I Bagni di Craveggia“ wurden nicht stark frequentiert, der abgeschiedenen Lage wegen, vielleicht auch weil die Schüttung der Quelle mit 12 Liter Thermalwasser pro Minute gering ist. Am 18. und 19. Oktober 1944 fand hier die "Battaglia dei Bagni di Craveggia" statt, ein "Grenzgefecht" zwischen deutsch-italienischen Faschisten und der Schweizer Armee. 1951 ging eine Lawine von Norden, also von der Schweizer Seite her, auf die „Bagni“ nieder und zerstörten sie fast vollständig. Die Ruinen sind gesichert worden, darum können die Wannen heute gefahrlos betrachtet und benutzt werden. Im Jahr 2007 kamen die Bagni prominent in die Medien: Von italienischer Seite wurde der Bau eines Wasserkleinkraftwerks im oberen, italienischen Valle Onsernone in Erwägung gezogen, wogegen die Schweizer, hauptsächlich die davon betroffenen Bewohner des Valle Onsernone opponierten.