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Ein Gespräch am 25.2.2013 um 19.30 Uhr mit Henry F. Levy in den Ausstellungsäumen der BINZ39 ̶ Sihlquai 133, 8005 Zürich ̶ über sein Leben, sein Kunst-Engagement, seine Haltung zur jungen KünstlerInnengeneration und vieles mehr, geführt von Dorothea Strauss, Vorstandsmitglied OMANUT.
Henry F. Levy wurde 1927 in Köln geboren und kam 1938 mit einem der Kindertransporte nach England. Er studierte Naturwissenschaften an der University of London. Als erfolgreicher Unternehmer war Levy in drei Kontinenten tätig, was ihm erlaubt, sich seit Jahrzehnten nun schon hartnäckig und konsequent im Bereich der privaten Kunstförderung zu engagieren. 1985 stiftete und gründete Henry F. Levy die Stiftung BINZ39, deren Spiritus Rector er ist. 1988 war er Initiator des «Artists in Residence-Programm NAIRS». Zusammen mit Jon Plouda und Christof Rösch gründete er 2005 die «Fundaziun NAIRS Scuol Engiadina» und schenkte das Badehaus (Künstlerhaus) in Scuol dieser Stiftung. Durch die Erfahrungen des 2. Weltkrieges und der Shoah setzt sich Henry F. Levy für eine offene Gesellschaft ein, in der Menschen etwas zurückgeben von dem, was sie von ihr bekommen haben.
Die Stiftung BINZ39 beherbergt 8 Ateliers am Sihlquai 133, 10 Ateliers an der Raeffelstrasse 25, und 15 Ateliers an der Binzstrasse 39. 7 Ateliers am Sihlquai werden jeweils für 2 Jahre an junge bildende Künstlerinnen und Künstler als Atelierstipendien vergeben. Primär wird das Ziel verfolgt, das künstlerische Schaffen vor Ort zu fördern. Die Stiftung ist seit ihrem Bestehen als Initiatorin und Trägerin von intensiven Austauschprogrammen mit Atelieraufenthalten in der Schweiz und im Ausland tätig, u.a. als Gründungsmitglied von ResArtis, einem internationalen Netzwerk von Künstlerhäusern, das Kontakte über die ganze Welt knüpft und unterstützt. 1990 bis 1995 führte Levy als Präsident von dem Projekt ARTEST des Auswertigen Amt (EDA) sechs Schweizer Kulturstiftungen in einem Künstleraustausch mit Tschechien, Slowakei, Bulgarien, Polen, Russland Ungarn etc.
Heute bekannte Künstlerinnen und Künstler wie etwa Zilla Leutenegger, Ugo Rondinone, Olaf Breuning, Nedko Solakov, Roman Ondak oder Daniele Buetti gehörten bereits zu den Stipendiaten in der BINZ39. Das Atelierprogramm der BINZ39 wird von Lucia Coray geführt.
«Dürfen wir hereinkommen,………..?» ist eine neue Gesprächsreihe von OMANUT. An verschiedenen Orten möchten wir in Zukunft in loser Abfolge mit Persönlichkeiten über ihr Leben und ihr Engagement für Kunst und Kultur sprechen.