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Hans-Ueli Rickenmann ist nach einem erfüllten, langen Leben am 1. Dezember 2020 im Alter von beinahe 92 Jahren friedlich in Affoltern a. A. verstorben. Sein Vater Ernst Rickenmann war in der Druckbranche ein echter Pionier. Als einer der ersten Schweizer Offsetdrucker ging er 1927 mit seiner Frau auf eine abenteuerliche Reise nach Mittel- und Südamerika. Dort hat er für einen englischen Druckmaschinenbauer den damals in den Kinderschuhen befindlichen Offsetdruck samt Maschineninstallationen eingeführt. Am 22. Februar 1929 wurde Hans-Ueli Rickenmann in Medelin, Kolumbien, geboren. Die Maschinenaufträge des Vaters führten die noch junge Familie von Kolumbien über Mexiko und Ecuador im Jahre 1934 zurück in die Schweiz, wo Vater Ernst eine Firma für den grafischen Fachhandel gründete. Hans-Ueli besuchte bis 1945 die Primar- und Sekundarschule in Zürich. Danach absolvierte er eine Lehre als Kartolithograf bei Orell-Füssli AG und besuchte die Kunstgewerbeschule. Nach den Kriegsjahren in Europa war Wien einer der «Hotspots» für die zusätzliche Ausbildung zum Druckereifachmann, welche er erfolgreich absolvierte. Im Anschluss erhielt er die Chance, in England, Holland, Dänemark und Schweden Ausbildungen bei damals relevanten Herstellerfirmen zu machen, um fachspezifisches Praxiswissen zu erlangen. 1954 trat Hans-Ueli in das väterliche Unternehmen ein, das in der Schweiz den Vertrieb und Service für Druckmaschinen, Verbrauchsmaterialien und Peripheriegeräte für das grafische Gewerbe von Herstellern aus Grossbritannien, USA, Holland, Deutschland und Frankreich ausführte. Ab 1960 führte Hans-Ueli Rickenmann das Familienunternehmen E. Rickenmann AG in Zürich und baute während der kommenden Jahrzehnte kontinuierlich das Produktportfolio und insbesondere die Dienstleistungen/Servicesupport aus. Dies galt gleichermassen für die damalige Westschweizer Tochtergesellschaft Roulet SA in Lausanne. Mit über 30 Mitarbeitenden sorgte er Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre gemeinsam mit der eintretenden dritten Generation mit dem erfolgreichen Auf- und Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes für den führenden japanischen Druckmaschinenhersteller in der Schweizer Druckbranche für Aufsehen. Weitsicht bewies Hans-Ueli Rickenmann 1993/94 mit der Übergabe der operativen Leitung an seinen Sohn Peter J. Rickenmann und dessen Cousine, Brigit Baumann-Bolleter. Damit legte er den Grundstein für eine sinnvolle strategische Neuausrichtung im Dienstleistungssektor und Produktportfolio des Unternehmens. Schon damals reifte die Erkenntnis aufgrund erstellter Marktanalysen, dass kurz- bis mittelfristig eine nicht triviale Marktkonsolidierung zu erwarten wäre. Nach 60 Jahren Rickenmann AG und mit Blick auf die Zukunft sowie mit deutlich erkennbaren Synergien initiierte und begleitete Hans-Ueli Rickenmann 1995/96 die Unternehmensleitung bei einem Firmen-Merger mit dem grössten eigenständigen Systemlieferanten in der grafischen Industrie, einem Schweizer Familienunternehmen. In den Folgejahren begann für ihn ein verdienter ruhigerer Lebensabschnitt. Nach wie vor war Hans-Ueli Rickenmann involviert und interessiert an den Geschehnissen der Druckereibranche und engagierte sich auch weiterhin in zwei Firmen im Verwaltungsrat.