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Allgemeine Beschreibung
Das Leadinghouse Sozialkompetenzen fokussiert die Forschungsfrage nach der didaktischen Förderung und Prüfung von sozialen Handlungskompetenzen. In diesem Zusammenhang werden u. a. folgende Problemstellungen aufgenommen:
• Wie kann der noch allgemeine Begriff „Sozialkompetenzen“ semantisch präzisiert und theoretisch fundiert werden?
• Welche Teilkompetenzen können im Einzelnen bestimmt werden, um Lernziele für eine didaktische Einheit zu formulieren und dem lehrmethodischen Handeln eine Orientierung zu geben?
• Welche Lernumgebungen sind geeignet, Sozialkompetenzen zu fördern?
• Inwieweit können Sozialkompetenzen diagnostiziert bzw. einer Lernerfolgsprüfung unterzogen werden?
• Wie kann die Förderung von Sozialkompetenzen in institutionelle Kontexte integriert werden?
Diese und weitere Fragen sind Gegenstand von Forschungsaktivitäten, die im Rahmen des Leadinghouses Sozialkompetenzen durchgeführt und koordiniert werden.
Forschungsmethodisch verfolgt das Leadinghouse einen pluralistischen Ansatz:
„Method should be decided by the purpose of the research” (M. Q. Patton, 2005). Qualitative und quantitative Forschungsansätze werden nicht als sich gegenseitig ausschliessend erachtet, sondern je nach Fragestellung und Forschungsziel triangulativ miteinander verbunden.
Projekte
'Sozialkompetenzen' als didaktisches Konstrukt
Dieses Projekt hat zum Ziel, eine theoretische Fundierung von Sozialkompetenzen als didaktische Ziel- und Diagnosekategorie zu entwickeln. Hierzu werden in einer Literaturanalyse die relevanten bezugswissenschaftlichen Ansätze untersucht und in einen Modellrahmen integriert.
Curriculumtheoretische Fundierung von Sozialkompetenzen in der beruflichen Grundbildung der Schweiz
Der Schwerpunkt des Projektes lag in der Analyse von Curricula in der beruflichen Grundbildung in Hinblick auf die Integration von Sozialkompetenzen. Hierzu wurden die Rahmenlehrpläne und Modellehrgänge von 22 nach theoretischen Kriterien ausgewählten Lehrberufen in Hinblick auf ihre Grundlegung von sozialkommunikativen Inhalten untersucht.
Die Analyse erfolgte vor dem Hintergrund des Modells zur Präzisierung sozialkommunikativer Handlungskompetenzen von Euler (vgl. Euler/Reemtsma-Theis 1999 sowie Euler/Hahn 2004) und umfasst eine qualitative Dokumentenauswertung der erwähnten Texte.
Messung von Sozialkompetenzen
In diesem Projekt werden Fragebogen zur Selbsteinschätzung der sozialen Kompetenzen „Konfliktfähigkeit“ und „Teamfähigkeit in schulischen Gruppenarbeiten“ entwickelt. Über die Bewertung von Aussagen wird ein Kompetenzprofil erstellt, welches Stärken und Schwächen in den jeweiligen Kompetenzbereichen aufzeigt. Die Konstruktion der Skalen erfolgte aufgrund theoretischer Fundierungen über die situativen Anforderungen der jeweiligen Kompetenzbereiche.
Fallstudie Winterthur
Dieses Projekt fokussiert auf die Frage der institutionellen Integration von Konzepten zur Förderung von Sozialkompetenzen. Beispielhaft wurde die Entwicklung und Umsetzung einer Ausbildungseinheit an der Wirtschaftsschule KV Winterthur begleitet und evaluiert. Hieraus ergaben sich Empfehlungen für die Implementierung zukünftiger Unterrichtseinheiten zur Förderung von Sozialkompetenzen.