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Microsoft hat den ersten Windows-11-Insider-Preview-Build freigegeben. Das Unternehmen versuchte in einem Blogpost gleichzeitig, die selbst gestiftete Verwirrung aufzulösen und die Kritik an den hohen Hardware-Anforderungen des Betriebssystems zu entkräften.
Verwirrung ausgelöst hatte das "PC Health Check"-Tool, das hätte analysieren sollen, ob ein PC von Windows 10 auf Windows 11 umgestellt werden könnte. Allerdings versagte das Tool, oder in den Worten des Konzerns formuliert: "Basierend auf dem bisherigen Feedback räumen wir ein, dass wir nicht in der Lage waren, die von Ihnen erwartete Ausführlichkeit oder Genauigkeit mitzuteilen, warum ein Windows 10 PC die Upgrade-Anforderungen nicht erfüllt." Man werde das Tool nun überarbeiten und dann wieder veröffentlichen, kündigte der anonyme Blogpost
an. Wann, liess der Konzern offen.
Dies ist laut 'Bleeping Computer'
auch egal, denn es gibt bereits eine Alternative namens "WhyNotWin11". Das Tool stammt aus der Open-Source-Welt und soll "ein besserer Ersatz zu Microsofts PC Health Check App" sein, da es mehr und klarere Informationen liefern soll, ob die eigene Hardware mit Windows 11 kompatibel ist. Wer also nicht auf Redmond warten will, kann zu Github abwandern
und es selbst testen.
Der Post bot auch eine laut den einschlägigen Foren und Medien dringend benötigte Erklärung für die beiden umstrittensten Punkte: die Anforderung eines Trusted Platform Module (TPM) 2.0 und eine CPU-Kompatibilitätsliste, die die meisten Prozessoren vor 2018 ausschliesst.
Die neuen Anforderungen begründet Microsoft mit einem Security-Argument ("60% weniger Malware"), dem Versprechen von Stabilität ("Partner erreichen … eine 99,8-prozentige Absturzfreiheit bei Test-Builds von Windows 11") und Kompatibilität (Office und Teams).
Microsoft glaubt, dass die aktuellen Anforderungen den Wechsel auf Windows 11 auf den meisten PCs erlauben, die in den letzten 18 bis 24 Monaten gekauft wurden.
Ein soeben publiziertes Microsoft-Dokument (PDF
), das 'The Register' analysiert hat, beschreibt die Hardware-Anforderungen für Windows 11. Es besagt, dass TPM-2.0-Unterstützung zwingend ist: "Alle Gerätemodelle, -linien oder -serien müssen den internationalen Standard ISO/IE C 11889:2015 oder die Trusted Computing Group TPM 2.0 Library implementieren und damit konform sein, und eine Komponente, die das TPM 2.0 implementiert, muss vorhanden und per Default aktiviert sein."
Doch werden manche Hardware-Hersteller von dieser Anforderung befreit, sofern Microsoft dies erlaubt hat. 'The Register'
erhielt aber auf Fragen keine Präzisierungen zu diesen Ausnahmen aus Redmond.
Die Zeitung hat versucht, die allfällig weiterhin bestehende Verwirrung aufzulösen und die Anforderungen für Windows 11 kompakt zusammenzustellen.