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Lackmaster & Galvanik
Wenn man eine Schallplatte herstellen will, muss von der Musik zuerst ein sogenanntes Lackmaster (auch Lackschnitt o. Lacquer genannt) gemacht werden. Auf einer Schneidemaschine, die aussieht wir ein grosser Plattenteller, wird das Audiosignal in die Lackschicht graviert. Der Schneidekopf, der das macht, funktioniert mechanisch ähnlich wie der Tonabnehmer eines Plattenspielers. Nur läuft dieser in die andere Richtung.
Das Lackmaster wird als erster Schritt benötigt, um in der Galvanik, den Stamper herzustellen.
Vom Lackmaster wird in der Galvanik als Erstes ein metallischer Abdruck gemacht. Dazu muss die Oberfläche elektrisch leitend gemacht werden. Dafür wird die Oberfläche mit einer hauchdünnen Silberschicht versehen. Die daraus entstandene Folie kommt in ein Nickelbad. Fliesst Strom durch dieses Bad, setzt sich Nickel auf der versilberten Oberfläche an. Wenn die gewünschte Schichtdicke erreicht ist, ca. 0.25 mm, kommt die Folie wieder aus ihrem Bad und die Nickelschicht wird von der Silberfolie getrennt. Das ist das erste Galvano, der sogenannte «Vater» - ein Negativ. Im Gegensatz zum Lackmaster hat dieser Dämme statt Rillen. Vom «Vater» wird wieder ein metallischer Gegenabzug gemacht. Diesen nennt man auch «Mutter». Und daraus wird dann der «Sohn» hergestellt.
Dieser wird als Matrize für das Pressen der Schallplatte verwendet.