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SFL verschiebt Saisonstart und fordert Rückkehr der Fans
Medienmitteilung der SFL:
Aufgrund der Aussagen des Bundesrats zu den nächsten Öffnungsschritten für Grossveranstaltungen verschiebt die Swiss Football League den Saisonstart 2021/22 um eine Woche. Der Entscheid ist eine Abwägung zwischen sportlichen und wirtschaftlichen Interessen, verbunden mit der Forderung nach voller Auslastung der Stadien ab August.
Noch ist nicht im Detail klar, was die angekündigten Öffnungsschritte für Grossveranstaltungen wie die Spiele der Meisterschaften in den Schweizer Fussball-Ligen im Detail bedeuten. Im vom Bundesrat vorgestellten 3-Phasen-Modell sollen aber in der letzten Phase, der Normalisierungsphase, die Kapazitätsbeschränkungen vollständig aufgehoben werden.
Saisonstart um eine Woche verschoben
Somit sollte spätestens ab dieser dritten Phase in den SFL-Stadien wieder Normalität herrschen und ab August die volle Auslastung in den beiden höchsten Schweizer Ligen möglich sein. Auf der Grundlage dieser Information hat das Komitee der Swiss Football League (SFL) entschieden, den Saisonstart um eine Woche auf den Zeitraum vom 23. bis 25. Juli 2021 zu verschieben.
"Es fand eine Abwägung zwischen sportlichen und wirtschaftlichen Interessen statt", erklärt Claudius Schäfer, CEO der SFL. "Einerseits sind die an den Qualifikationsspielen für die europäischen Wettbewerbe teilnehmenden Klubs bereits auf Spielpraxis angewiesen, andererseits erhöht jede Woche die Chance für die Klubs, mehr Fans zulassen zu können."
Schäfer: "Klubs benötigen Planungssicherheit"
Und die Klubs sind nun dringend darauf angewiesen, wieder vor Publikum zu spielen. "Die Öffnung der Stadien ist aus wirtschaftlicher Sicht überlebensnotwendig. Die Klubs benötigen aus finanziellen und strategischen Gründen dringend die grösstmögliche Planungssicherheit, weil in den kommenden Wochen der Verkauf der Saisonkarten für die Saison 2021/22 beginnt", ergänzt Schäfer. "Die heutige Kapazitätsbeschränkung auf 100 Zuschauerinnen und Zuschauer erachten wir als unverhältnismässig tief."
"Durch die Verschiebung des Saisonstarts gehen wir davon aus, keine oder nur ganz wenige Spiele mit eingeschränkter Zuschauerkapazität durchführen zu müssen. In dieser kurzen Phase mit allfälligen Einschränkungen wäre es zudem wichtig, die Kapazitäten mit einer prozentualen Auslastung der Stadien und nicht in absoluten Zahlen festzulegen sowie die Verhältnismässigkeit im Vergleich zu anderen Veranstaltungen zu gewährleisten", fordert der CEO der Liga. Die SFL schliesst sich in dieser Frage den Forderungen der IG Perspektive Live-Unterhaltung an.
Rasche Rückkehr der Fans möglich
Die Klubs haben bereits im vergangenen Herbst bewiesen, dass sich die erarbeiteten Schutzkonzepte bewähren, weshalb die Rückkehr der Fans in die Stadien rasch umgesetzt werden kann. Zudem sind die Ansteckungsrisiken im Freien gemäss Expertenbeurteilung sehr klein. Und schliesslich geht die SFL davon aus, dass mit dem Fortschritt bei den Impfungen keine Zugangsbeschränkungen zu den Stadien mehr nötig sein werden.