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Im Jahr 2019 wurden im Kanton Aargau 4'089 Millionen Franken für Bauten ausgegeben. Das sind 311 Millionen Franken oder 7,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Den grössten Rückgang verzeichnete der Wohnungsbau mit einem Minus von 251 Millionen Franken.
Im Kanton Aargau wurden im Jahr 2019 1'157 Gebäude mit Wohnnutzung und darin 4'775 Wohnungen neu erstellt, wie die Auswertungen von Statistik Aargau der Bau- und Wohnbaustatistik zeigen. Gegenüber dem Vorjahr 2018 zeigt sich damit eine Abschwächung der Wohnbautätigkeit, was auch aus den Zahlen zu den Bauinvestitionen für den Wohnungsbau hervorgeht. Von den neu erstellten Gebäuden sind 629 Einfamilienhäuser, 471 Mehrfamilienhäuser und 57 Gebäude mit teilweiser Wohnnutzung oder Wohngebäude mit Nebennutzung. Etwas mehr als drei Viertel der neu erstellten Wohneinheiten wurden in Mehrfamilienhäusern angelegt, rund 10 Prozent in Wohngebäuden mit Nebennutzung oder in Gebäuden mit teilweiser Wohnnutzung. 13 Prozent der neu erstellen Wohneinheiten sind Einfamilienhäuser. Für den Reinzugang an Wohnungen (Veränderung des Wohnungsbestands gegenüber dem Vorjahr), welcher im Jahr 2019 4'998 Einheiten ausmachte, stehen auch bereits Daten für das Jahr 2020 zur Verfügung. 2020 betrug der Reinzugang nur 4046 Einheiten.
Mehr neu erstellte Gebäude und weniger neu erstellte Wohnungen
Die Zahl der neu erstellten Gebäude im Jahr 2019 war um 71 Einheiten höher als 2018, was in erster Linie auf eine Zunahme bei den neu erstellten Einfamilienhäusern zurückzuführen ist. Dagegen lag die Zahl der neu erstellten Wohnungen mit 4'775 um 338 Einheiten tiefer als im Vorjahr 2018.
Im Bezirk Rheinfelden lag der Anteil der neu erstellten Einfamilienhäuser gemessen an allen neu gebauten Wohnungen mit 32,7 Prozent am höchsten. Im Gegensatz dazu wurden im Jahr 2019 im Bezirk Brugg 86,9 Prozent der neu erstellten Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern gebaut und nur 11,2 Prozent waren Einfamilienhäuser.
Entwicklung des Gebäude- und Wohnungsbestands
Die Zahl der Gebäude mit Wohnnutzung erreichte im Jahr 2020 einen Bestand von 153'179 Einheiten (Gebäude- und Wohnungsstatistik). Gegenüber dem Vorjahr 2019 nahm dieser um 767 Einheiten zu. Bei den Wohnungen betrug der Reinzugang 4'046 Einheiten. Der Wohnungsbestand erreichte die Zahl von 333'007 und nahm mit 1,2 Prozent weniger stark zu als im Vorjahr 2019 (+1,5 Prozent).
Tiefere Bauausgaben
Insgesamt sanken die Bauausgaben im Jahr 2019 verglichen mit dem Vorjahr 2018 um 7,1 Prozent von 4'400 auf 4'089 Millionen Franken.
Mit einem Minus von 251 Millionen Franken trug der Wohnungsbau am stärksten zu diesem Rückgang bei, für den Industriebau wurden 46 Millionen Franken weniger ausgegeben. Um 37 Millionen Franken zugenommen haben dagegen die Ausgaben für den übrigen Privatbau. Für den gesamten Privatbau resultierte eine Abnahme der Bauausgaben von 260 Millionen Franken oder 8,1 Prozent.
Beim öffentlichen Bau sanken die Ausgaben für Investitionen und Unterhalt 2019 um gesamthaft 51 Millionen Franken oder 4,3 Prozent und betrugen noch 1'142 Millionen Franken. Zwar stiegen die Ausgaben für den öffentlichen Hochbau leicht an, beim öffentlichen Tiefbau sanken sie aber um 67 Millionen Franken, was einer Abnahme von 8,5 Prozent entspricht.