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|Vor 45 Jahren verhängte der amerikanische Präsident John F. Kennedy ein nach wie vor bestehendes Embargo gegen das kommunistische Kuba Fides Castros. Die Folgen sind drastisch, sagt Havanna.

Der Boykott hat das Land nach eigenen Angaben bislang rund 89 Milliarden Dollar (64 Milliarden Euro) gekostet. Wie das kubanische Außenministerium am Dienstag mitteilte, haben dabei praktisch alle Bereiche des Lebens Schaden genommen, ob es nun die Schulen oder die Landwirtschaft sind.
Zusammengefasst wurden die Argumente Kubas gegen das Embargo in einer 56-seitigen Broschüre, die zur UN-Vollversammlung im kommenden Monat vorgelegt werden soll. Diese hat die USA seit 15 Jahren jedes Jahr aufgerufen, das Embargo gegen Kuba zu beenden
Außenminister Felipe Pérez Roque erklärte, das US-Embargo habe die kubanische Wirtschaft allein im vergangenen Jahr drei Milliarden Dollar gekostet (2,16 Milliarden Euro).
Das Bruttoinlandsprodukt Kubas lag 2006 nach offiziellen Angaben des US-Geheimdienstes CIA bei 40 Milliarden Dollar (29 Milliarden Euro). Ziel Washingtons sei es, erklärte Perez Roque, kubanischen Interessen zu schaden und das Volk mit Hunger und Krankheiten in die Knie zu zwingen.
Die Gesamtsumme von 89 Milliarden Dollar an Schäden in den vergangenen Jahren ergibt sich auch dadurch, dass die höheren Preise für Güter einberechnet wurden, die Kuba in Drittländern kaufen musste, obwohl es sie in den USA billiger gegeben hätte.
Das umfassende Handelsembargo wurde am 7. Februar 1962 von Präsident John F. Kennedy in Kraft gesetzt. Ziel war und ist es, die Regierung von Staatschef Fidel Castro zu schädigen und einen Regimewechsel zu erzwungen.
(AP) Süddeutsche Zeitung, 19. September 2007