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Durchbruch der Helikopterrettung im Hochgebirge
24. Mai: Mit einem Darlehen von CHF 400'000.- beteiligt sich die Rettungsflugwacht am Kauf einer Cessna 414 mit Druckkabine. Die Maschine mit der Immatrikulation HB-LFM wird noch am selben Tag für einen Repatriierungsflug aus Fréjus (Frankreich) eingesetzt.
24. bis 27. September: Anlässlich des von der Rettungsflugwacht organisierten 2. Internationalen Helikopter-Symposiums auf der Kleinen Scheidegg werden - erstmals in der Geschichte der Rettungsfliegerei - an fünf verschiedenen Stellen Bergführer und Flugretter mittels Rettungswinde vom schwebenden Helikopter aus in die Eigernordwand abgesetzt.
Am 4. Juni erhält die Rettungsflugwacht ihren ersten ausschliesslich mit Gönnergeldern finanzierten Helikopter, eine Alouette III SE 316 mit der Immatrikulation HB-XDF. Mit der Alouette III, die während vieler Jahre das Rückgrat der Rega-Helikopterflotte bilden wird, gelingt der eigentliche Durchbruch der Helikopterrettung im Hochgebirge.
12. September: Zwei deutsche Alpinisten werden mit der Seilwinde, die am Helikopter SA 315 «Lama» montiert ist, aus der Eigernordwand geborgen. Es handelt sich um die erste Direktrettung aus dieser anspruchsvollen Wand.
15. Mai: Auf dem Dach des Zürcher Kinderspitals wird ein Rettungshelikopter, der sogenannte «Baby-Helikopter», stationiert.
Für ihre Repatriierungsflüge erwirbt die Rettungsflugwacht den ersten zivilen Ambulanzjet der Welt, einen Learjet 24D. Am 30. Juni wird die HB-VCY in Bern auf den Namen «Henri Dunant» getauft.
Im November nimmt die Rettungsflugwacht den ersten Ambulanzhelikopter mit zwei Turbinen in Betrieb. Die Maschine vom Typ Bölkow 105 C kommt ab der Basis auf dem Kinderspital Zürich zum Einsatz.
Nach langen Verhandlungen bewilligt der Zürcher Regierungsrat eine Versuchsphase für den Einsatz des Rettungshelikopters bei Strassenverkehrsunfällen.
20. Februar: Die Rettungsflugwacht chartert eine Super-Caravelle für einen Einsatz in Assuan (Ägypten). Damit werden bei einem Busunglück verletzte Schweizer repatriiert.
5. März: Nach der schweren Erdbebenkatastrophe von Bukarest (Rumänien) bietet die Rettungsflugwacht spontan ihre Hilfe an. Erstmals wird eine westliche Rettungsorganisation in einem Ostblockland tätig.
30. April: Die Rettungsflugwacht feiert in Kloten ihr 25-jähriges Bestehen. Im Rahmen dieser Feier wird der neue Ambulanzjet HB-VEM auf den Namen «Albert Schweitzer» getauft.
18. November: Erste Direktrettung von zwei Alpinisten aus der «Rampe» der Eigernordwand - eine Rettung, die bisher als unmöglich galt, wird erfolgreich durchgeführt.
30. Januar: Erstmals landet ein Ambulanzjet der Rettungsflugwacht in der Sowjetunion. Aus Jaroslawl wird ein Schweizer Patient in die Heimat zurückgeflogen.
27. Mai: Der schwärzeste Tag in der Geschichte der Rettungsflugwacht: Während einer Rettungsdemonstration in Bern reisst das Aufhängeband eines Vertikalnetzes am Helikopter. Mit dem Netz stürzen fünf Menschen sieben Meter in die Tiefe. Drei von ihnen sterben, zwei werden schwer verletzt.
11./12. Juni: Der Campingplatz von Alfaques (Spanien) wird durch die Explosion von Propylengas-Behältern in ein Inferno verwandelt. Für den Einsatz chartert die Rettungsflugwacht eine DC-9.
24. Oktober: Im Rahmen der Feier zum 150. Geburtstag von Henry Dunant wird auf dem Flughafen Genf-Cointrin der neue Ambulanzjet HB-VFB durch IKRK-Präsident Alexandre Hay auf den Namen «Henry Dunant» getauft.
An ihrer Generalversammlung vom 12. Mai in Zürich beschliessen die Aktivmitglieder des Vereins Schweizerische Rettungsflugwacht mit grosser Mehrheit die Errichtung einer Stiftung «Schweizerische Rettungsflugwacht». Diese übernimmt Aktiven und Passiven des bisherigen Vereins. Gönnerbeiträge, Legate und Spenden fliessen von nun an in diese neue Stiftung. Dr. med. h.c. Fritz Bühler wird zum Präsidenten des Stiftungsrates gewählt.