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Charles Leclerc hat zum ersten Mal in seiner Karriere ein Formel-1-Rennen gewonnen. Der Monegasse im Ferrari entschied den Grossen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps vor dem britischen WM-Leader Lewis Hamilton und dessen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas für sich. Für Ferrari war es im 13. Saisonrennen der erste Sieg.
In der WM-Wertung führt Hamilton weiter deutlich vor Bottas. Den fünffachen Weltmeister und den Finnen trennen bei acht verbleibenden Rennen 65 Punkte (268:203). Dahinter folgen Max Verstappen (181), Sebastian Vettel (169) und Leclerc (157).
Für Verstappen war das Rennen schon vorbei, kaum hatte es angefangen. In der ersten Kurve kollidierte der Holländer mit Kimi Räikkönen und schied aus. Das Auto des Finnen wurde beim Zwischenfall ebenso in Mitleidenschaft gezwogen wie jene von Daniel Ricciardo und Sergio Perez.
Charles Leclerc ist der erste Monegasse und der 108. Fahrer, dem es gelungen ist, ein WM-Rennen in der Formel 1 zu gewinnen. Mit 21 Jahren 320 Tagen ist er ausserdem der jüngste GP-Sieger in einem Ferrari.
Für Leclerc ist der Sieg aber auch aus einem anderen Grund ein ganz besonderer. Denn er trat einen Tag, nachdem sein Jugendfreund Anthoine Hubert auf der gleichen Strecke sein Leben verlor, zum Rennen an.
Das Ergebnis des Rennwochenendes in Belgien stand im Schatten des Todes des 22-jährigen Franzosen. Hubert war gestern beim Formel-2-Rennen tödlich verunglückt. Während das für heute geplante Rennen dieser Serie abgesagt wurde, entschieden sich die Formel-1-Macher, ihr Rennen wie geplant durchzuführen.
Das «Schweizer» Team Alfa Romeo blieb ohne WM-Punkte. Antonio Giovinazzi krachte in der letzten Runde auf Platz 9 liegend in die Leitplanken und schied aus. Räikkönen beendete den GP nach der Startkollision mit Verstappen auf Rang 16. (ram)