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«Die schöne Architektur ist jene, die schöne Ruinen macht». So äusserte sich Rino Tami (190894) einst. Er meinte, dass schon die Struktur, das Skelett eines Gebäudes, schön sein müsse. Beim Cinema Corso setzte er diesen Anspruch um. Die Betontragstruktur ist ein wichtiges Gestaltungsmerkmal und bereits an der Fassade ablesbar. Sie wird betont durch die Bandfenster und die Ausfachung in Sichtbackstein. Der lange Block nimmt Wohnungen, Büros und im Erdgeschoss Ladenlokale auf. Der Kinosaal im hinteren Teil wird vom Spiel geometrischer Flächen in schwarz und weiss dominiert.
Das angrenzende Gebäude «Piccionaia», ein unter Denkmalschutz stehendes Haus aus dem 15. Jh., blieb erhalten. Der neue Bau schliesst hart an den bestehenden an, der Anschlussbereich mit dem ausgleichenden Zwischenstück wird heute durch einen Anbau gestört.
Baujahr: 1956-58
Architektur: Rino Tami, Lugano
Bauten der 50er Jahre
Palazzo e Cinema Corso
AdresseVia Pioda 4, 6900 Lugano
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz