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Wie können zwölf Mädchen der KSB Anfang des 21. Jahrhunderts nachvollziehen, was das für ein Leben war? Ganz hinten im Val Lavizzara beziehen wir ein einfaches Haus, gebaut 1731. Obwohl alles vorhanden ist, bezeichnen die Mädchen das Haus als „alt verlottert und unheimlich“. Dass es kühl ist in den dicken Mauern und es draussen mehrheitlich regnet, hilft sich vorzustellen oder gar zu wünschen, besser leben zu können. Das herbstliche Bergwetter macht die Mädchen hungrig. Das Handy steht eine halbe Stunde pro Tag zur Verfügung und zeigt auf, dass es auch ohne gehen muss. Die Mädchen beginnen, sich mit dem was sie haben, auszuhelfen: Zwei Leggings werden übereinander angezogen, dass sie warm bekommen. Wenn sie in der bescheidenen Stube in der Schabkarton-Technik am Arbeiten sind, dazu „Die schwarzen Brüder“ hören und draussen der Regen in Fäden herunterprasselt, entsteht ein Atmosphäre, die an andere Zeiten erinnert.