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Drusenhaut,
s. Drusen (mineralog.).
s. Drusen (mineralog.).
[* ] die Weinhefe, aus der man durch Destillation das Drusenöl und durch Verkohlen das Drusenschwarz gewinnt, welches zur Kupferdruckerschwärze benutzt wird.
[* ] eine Völkerschaft und religiöse Sekte in Syrien, welche den westlichen Abhang des Libanon und zum Teil den Antilibanon von Beirut bis Saida und vom Mittelmeer bis gegen Damaskus bewohnt, aber auch im Hauran (besonders seit 1861) in ansehnlicher Zahl ansässig ist. Die Drusen wohnen südlich von den Maroniten, teils in eignen Ortschaften, teils mit jenen vermischt, und zählen im ganzen 60,000 bis 80,000 Köpfe. Ihre Sprache ist die arabische. Sie sind nicht, wie man geglaubt hat, eine fremde Rasse, sondern nur »eine seit Jahrhunderten losgetrennte Kaste der syrisch-arabischen Mischbevölkerung, in welcher jedoch das altsyrische Element entschieden überwiegt« (Socin). In verschiedene Stämme unter Scheichs geschieden, leben sie miteinander häufig in Fehde und bilden ein ziemlich unabhängiges Volk mit einer halb patriarchalischen, halb feudalistischen Regierungsform, das von jeher jeden Druck der Pforte durch Aufstand abgewehrt hat und bis heute zu derselben in einem sehr lockern Verhältnis steht.
Eigentümlich und merkwürdig ist die Religion der Drusen. Die Lehren derselben sind in heiligen Büchern niedergeschrieben, die, obwohl aufs sorgfältigste geheimgehalten, in Europa doch durch Abschriften bekannt geworden sind. Sie bestehen aus 111 Abhandlungen, die in sechs Bücher zerfallen; ein siebentes, in einer ägyptischen Schule entdecktes haben sie 1817 dazu erhalten. Die Religionslehre der Drusen ist danach mohammedanischer Gnostizismus mit dem Christentum und alten philosophischen Systemen sowie dem persischen Magismus entlehnten Ideen.
Das am meisten charakteristische Dogma ist das von der Einheit des Wesens Gottes, der nur von seinen berufenen Kindern erkannt werden kann und zwar mittels menschlicher Inkarnationen. Diese sind zahlreich gewesen; die letzte, welcher keine andre folgt, war Hakim, der 996 bis 1020 Sultan von Ägypten war. Die Drusen glauben an Seelenwanderung, nur daß die Seelen immer wieder in geboren werdende Menschen und nicht in niedere Tiere übergehen. Hakims Seele z. B. war früher in Jesu.
Hauptpflichten des Menschen nach ihrer Lehre sind: Wahrhaftigkeit, doch nur Drusen gegenüber, während Andersgläubige nach Kräften belogen und betrogen werden dürfen;
Unterstützung der Glaubensgenossen;
Lossagung von der Gottlosigkeit;
Bekenntnis der Einheit Gottes und stete Ergebung in seinen Willen.
Eigentliche Priester haben die Drusen nicht; sie teilen sich nur in Akkal (Wissende, Eingeweihte) und Dschohal (Unwissende). Die Akkal, zu denen die meisten Scheichs gehören, bilden einen geheimen Orden in verschiedenen Graden, der allein im Besitz der Geheimlehren und mit den höchsten Interessen der Gemeinden betraut ist. Um unter ihre Zahl aufgenommen zu werden, wozu jedem Drusen, Mann und Weib, das Recht zusteht, ist erforderlich, gewisse