Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/29982

<h2>SubmittedText<h2><text><p>Ich beauftrage den Bundesrat, Organisation und Funktionsweise in den Bereichen Beschäftigung und Ausbildung eingehend zu überdenken und für diese Bereiche eine nationale Politik zu erarbeiten. Diese soll sich auf die strategische Analyse der Herausforderungen stützen, denen wir uns namentlich im Zusammenhang mit der rasanten Entwicklung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, dem weltweiten Wettbewerb und dem Fortschritt in der Forschung stellen müssen.</p><p>- Ich beauftrage den Bundesrat, zur Vernetzung von Arbeits- und Ausbildungswelt einen Pool "Beschäftigung/Ausbildung" zu schaffen.</p><p>- Dazu soll er im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD) eine Gruppe für Beschäftigung und Ausbildung nach dem Vorbild der Gruppe für Wissenschaft und Forschung im Eidgenössischen Departement des Innern ins Leben rufen.</p><p>- Ich beauftrage den Bundesrat, eine Beobachtungsstelle einzurichten, die Berufe der Zukunft einer Analyse unterzieht, und in diesem Bereich eine kohärente Politik zu erarbeiten.</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>1998 wurde im Rahmen der Regierungs- und Verwaltungsreform die Abteilung Berufsbildung aus dem damaligen Bundesamt für Wirtschaft und Arbeit herausgelöst und mit wesentlichen Teilen des damaligen Bundesamtes für Konjunkturfragen zum neuen Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) zusammengefügt. </p><p>In der Bundesverwaltung befinden sich viele Schnittstellen, wo sich Aufgabengebiete einzelner Dienststellen treffen. Als Beispiele seien genannt: primärer und sekundärer Arbeitsmarkt (Seco/BSV), Regionalförderung und Technologieförderung (Seco/BBT), Beschäftigung und Einwanderung (Seco/BFA), Berufs- und universitäre Bildung (BBT/GWF, BBW), Binnenwirtschaft und Aussenwirtschaft (EDA/EVD, Integrationsbüro) und - wie die Autorin des Vorstosses richtig bemerkt - Arbeit und Bildung (Seco/BBT).</p><p>Es ist eine Daueraufgabe des Bundesrates und der Verwaltung, an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen Diensten eine effiziente Zusammenarbeit zu garantieren. Dies kann auch über eine besondere Form der Zusammenarbeit, nämlich über eine geschickte Arbeitsteilung, geschehen. Im Interesse der Aufwertung der Berufsbildung - welche nicht zuletzt auch vom Parlament angeregt wurde - hat der Bundesrat 1998 entschieden, die Schwerpunkte Beschäftigung und Ausbildung in arbeitsteiliger Form zu organisieren.</p><p>Angesichts des engen Zusammenhangs zwischen Beschäftigung und Ausbildung prüft das EVD zurzeit, wie die Zusammenarbeit auf Bundesebene noch enger gestaltet werden kann. Im Vordergrund steht die Schaffung eines Koordinationsorganes zwischen Seco/BBT/BFA, das die bereits laufenden Projekte (Forum Weiterbildung, Arbeitsgruppe Forecastsystem Beschäftigung und Bildung usw.) gezielter führen soll.</p></text>