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So korrigierte das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) in seinem aktuellen Julibericht zum Weltmarkt für Ölsaaten seine Schätzung für die Ausfuhrmenge 2015/16 um 1,0 Mio t auf 48,9 Mio t Sojabohnen nach oben und die betreffende Prognose für 2016/17 um 1,1 Mio t auf 52,3 Mio t; damit würde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2014/15 um 4 % übertroffen. Die Washingtoner Fachleute begründen ihre optimistische Einschätzung mit der seit Januar dieses Jahres starken globalen Nachfrage und dem in den vergangenen Monaten nachlassenden südamerikanischen Angebotsdruck.
Trockenheit in Brasilien führt zu Ertragseinbussen
In den Monaten September 2015 bis Januar 2016 waren die US-Exporte an Sojabohnen im Vergleich zur Vorjahresperiode noch um etwa 3 Mio t geringer ausgefallen als im Vorjahreszeitraum, vor allem wegen des gleichzeitig recht starken Dollars und des reichlichen Angebots aus Südamerika. Für den Folgezeitraum bis einschließlich August dieses Jahres erwarten die Experten allerdings einen Zuwachs bei den US-Ausfuhren um etwa 1,8 Mio t. So ging das südamerikanische Angebot laut USDA zuletzt zurück, weil die argentinischen Ölmühlen mehr Bohnen verarbeiteten. Außerdem führte Trockenheit in Teilen Brasiliens zu Ertragseinbußen, während Überflutungen nach heftigen Regenfällen in Argentinien auf die Ernteergebnisse drückten und die Qualität der Ware beeinträchtigten. In der Folge fiel das südamerikanische Angebot im Mai um schätzungsweise 15 Mio t niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Deshalb sind die Sojabohnenpreise dem USDA zufolge bereits seit Anfang März kräftig gestiegen. Zudem sorge nun die Aufwertung des Real und des Peso für eine bessere Wettbewerbsfähigkeit der US-Bohnen auf dem Weltmarkt.
Steigendes Handelsvolumen erwartet
Das internationale Handelsvolumen mit Sojabohnen wird 2016/17 laut der Vorhersage des USDA deutlich größer ausfallen als im laufenden Vermarktungsjahr. Das Ministerium erhöhte seine Prognose für den weltweiten Rekordexport um 400 000 t auf jetzt 138,3 Mio t; das wäre ein Plus von 6,6 Mio t gegenüber dem Vorjahr. Dabei sollen die Bohnenausfuhren Brasiliens, das die Rangliste der Exportländer anführt, um 2,5 Mio t auf 59,7 Mio t steigen, was die höchste Menge aller Zeiten wäre. Dagegen wird für Argentinien ein Rückgang um 800 000 t auf 10,7 Mio t erwartet. Gleichzeitig sollen sich die weltweiten Importe nach den Angaben der Fachleute von 130,4 Mio t in der laufenden Saison auf die Rekordmenge von 136,0 Mio t im kommenden Wirtschaftsjahr erhöhen. Derweil werden die Sojabohneneinfuhren der Europäischen Union weiterhin bei 12,6 Mio t gesehen, nach 13,2 Mio t im noch laufenden Vermarktungsjahr 2015/16. Ebenfalls sinken sollen die Sojaschrotimporte der Gemeinschaft, und zwar um 400 000 t auf 10,5 Mio t.