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Am 14. Februar 2017 hält der Vereinspräsident Dr. des. Kevin Heiniger im Institute of Queer Studies an der Universität Zürich ein Referat zu folgendem Thema:
Von „Schweinereien“ und „sittlichen Verfehlungen“ – (Zwangs)Homosexualität und Psychiatrie in der Erziehungsanstalt Aarburg (1914-1958).
In der Erziehungsanstalt Aarburg wurden männliche Jugendliche im Alter von etwa 15 bis 20 Jahren eingewiesen. Der Sexualität der Jugendlichen wurde im Rahmen von Nacherziehungsmassnahmen bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts kein Raum geboten. Wo sich der erwachende Trieb seinen Weg dennoch bahnte, wurde er von der Anstaltsleitung verfolgt und unterdrückt, die „sittlichen Verfehlungen“ sanktioniert. Wachsenden Deutungshoheit im Umgang mit der jugendlichen Sexualität erlangte seit den 1930er Jahren die Psychiatrie, die etwa den „echten“ vom „unechten“ Homosexuellen zu unterscheiden versuchte. Anhand ausgewählter Fallbeispiele soll skizziert werden, wie sich der Umgang mit (Homo)Sexualität in der Erziehungsanstalt im 20. Jahrhundert wandelte.
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