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Ein niedrigeres Milchaufkommen entspreche zwar dem saisonalen Verlauf; in diesem Sommer sei es aber stärker ausgeprägt als sonst üblich, berichtete der Bauernverband. Er geht davon aus, dass die Milchanlieferung an die Molkereien in den nächsten Wochen auch nicht wesentlich höher sein wird.
Bei normalen Temperaturen würden Kühe im Bundesdurchschnitt etwa 25 kg Milch am Tag geben; wegen der sommerlichen Wärme seien es zurzeit 2 kg bis 3 kg weniger, stellte der DBV fest. In der Stallhaltung sorgten die Milchbauern mit Ventilatoren für eine ausreichende Frischluftzufuhr und damit für ein gutes Stallklima. Da sich der Wasserbedarf einer Kuh bei dieser Hitze auf mehr als 120 l bis 150 l verdoppeln oder sogar verdreifachen könne, müssten die Bauern zudem für ausreichend Tränkwasser sorgen.
Wegen der Trockenheit auf einigen Almen im Süden Deutschlands habe es bereits Almumtriebe gegeben. Die Futtergewinnung stellt sich regional laut Angaben des Bauernverbandes sehr unterschiedlich dar. Trotz der Hitzewellen seien deutliche Standortunterschiede je nach Wasserverfügbarkeit beim Grünland und auch beim Silomais erkennbar. Ob sich die Ernte des Silomais im Herbst noch ins Positive wende, werde in hohem Masse von den Niederschlägen der nächsten Wochen abhängen.