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Die Müllentsorgung in Albanien ist ein grosses Problem. In Albanien gab es lange kein richtiges Abfallwesen noch ein Umweltbewusstsein bei der Bevölkerung. Das eine war in der kommunistischen Gesellschaft nicht nötig, das andere nicht gewollt.
Für die hereinbrechende Müllwelt der Konsumgesellschaft war das Land dann nicht gewappnet. Es gab weder die nötige Entsorgung noch ein Wille bei den Albanern, auf die Gesellschaft Rücksicht zu nehmen. Somit sammelten sich schnell grosse Müllhaufen an, in Hinterhöfen, am Strassenrand, in der Landschaft und am Strand. Flüsse trugen die Abfälle der grossen Städte ins Meer und Abwässer wurden einfach abgeleitet.
Zwischenzeitlich wurde zum Glück eine Umkehr eingeleitet: Sowohl die Politik als auch die Gesellschaft haben begriffen, dass jeder Verantwortung für seinen Abfall übernehmen muss. Und auch vom Ausland wurde viel Geld in den Umweltschutz investiert und an vielen Orten eine gute Müll- und Abwesserentsorgung ermöglicht.
In den letzten Jahren haben Umweltschutzorganisationen begonnen, Abfälle einzusammeln und später wurde auch das Militär abkommandiert, um in der Landschaft aufzuräumen. Es besteht also berechtigte Hoffnung, dass die Vermüllung der albanischen Natur bald der Vergangenheit angehört – ein Prozess wie in anderen Ländern, der hier einfach etwas später einsetzte.