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18. April 2015
Stellungnahme des VgT zum "Tag der Milch"
(S) Swissmilk feiert am 18. April 2015 schweizweit den Tag der Milch. In diversen Städten sind Aktionen geplant, bei denen sich die Besucher rund um das Thema Milch amüsieren können. Milch ist gesund und stammt von glücklichen Kühen, wird uns immer wieder mit idyllischen Bildern von Kühen auf der Weide vorgetäuscht. Wie viel Leid tatsächlich hinter der Milchproduktion steht, ist den meisten Konsumenten noch nicht bekannt.
Damit eine Kuh Milch gibt, muss sie ein Kalb zur Welt bringen, welches ihr kurz nach der Geburt entrissen wird. Das kleine Kälbchen wird in ein Iglu gesteckt, wo es einsam ohne Mutter die ersten Tage seines Lebens, manchmal auch Wochen, verbringt. Die Kuhkinder werden nach Geschlecht sortiert. Während die weiblichen Tiere meistens zu Milchkühen nachgezogen werden, sind die männlichen Kälbchen ein Abfallprodukt der Milchindustrie. Obwohl noch kaum Fleisch an ihnen ist, werden viele bereits nach wenigen Tagen geschlachtet, weil es für den Bauern nicht rentabel ist, sie mit Milch zu füttern. Die restlichen Stierkälbchen werden zuerst einige Wochen gemästet, bevor sie ebenfalls noch als Tierkinder im Schlachthof enden.
Weibliche Kälber werden in den ersten Lebenswochen durch Enthornung verstümmelt, damit viele Milchkühe auf möglichst wenig Platz gehalten werden können.
Bereits wenige Wochen nach der Geburt ihres Kalbes werden die Kühe erneut künstlich besamt, damit es bei der Milchproduktion zu möglichst wenig Ausfällen kommt. Die Stiere, welche für diese künstliche Besamung ihr Sperma liefern müssen, verbringen ihr ganzes Leben in einer Box, aus der sie nur heraus dürfen, wenn sie zur Absamung gebraucht werden.
Da Milchkühe derart hochgezüchtet wurden, dass sie 4x mehr Milch geben, als für die Ernährung eines Kalbes nötig wäre, leiden sie durch die ständige Überbelastung des Euters oft an schmerzhaften Entzündungen. Bereits nach 4-5 Jahren ist eine Milchkuh derart ausgelaugt, dass sie nicht mehr rentiert und in den Schlachthof kommt. Dabei könnte eine Kuh bis zu 20 Jahre alt werden.
Swissmilk begeht am Samstag ein Fest auf Kosten von Tieren, die ihr Leben lang nichts zu feiern haben. Grund genug für immer mehr Menschen, um auf Milch zu verzichten. Längst ist auch in diversen Studien festgestellt worden, dass Milch alles andere als gesund ist für den menschlichen Organismus und zu Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Krebs und Osteoporose beiträgt. Wir vom Verein gegen Tierfabriken empfehlen deshalb: Essen Sie vegan, den Tieren und Ihrer Gesundheit zuliebe.