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Auch wenn ich um die Unschärfe bei der Verwendung von Metaphern weiss, sprach mich die Analogie in der Dissertation von Greg Parker sehr an. Sie dreht sich um die Beziehung von Dogmatik und Ethik bei Herman Bavinck.
Meine Argumentation wird anhand eines Beispiels für den Bau eines Kanals in Amsterdam erläutert. Ein großer Teil der Amsterdamer Innenstadt ist auf zurückgewonnenem Sumpfland gebaut. Damit Amsterdam die Stadt wurde, die sie heute ist, war ein enormer Aufwand erforderlich. Zunächst wurde das Sumpfland in eine Reihe von Grachten umgewandelt. Sobald ein Kanal fertiggestellt war, wurden entlang der Kanäle Häuser errichtet. Ein solches Haus wurde von einem Team von Bauarbeitern errichtet, die “Pfähle” in den Grund treiben mussten.
“Pfähle” waren massive Holzpfähle, welche die darüber liegenden Gebäude stützen sollten. Sobald alle Pfähle in den Boden gerammt waren, wurde darauf ein Haus gebaut. Diese “Pfähle” sollten dann das Gewicht des Hauses verteilen. Genauso wie ein Haus auf einer Reihe von “Pfählen” gebaut wird, behaupte ich, dass die Beziehung zwischen Dogmatik und Ethik über mehrere Lehren verteilt ist.
Um den verteilten Charakter dieser Beziehung zu demonstrieren, stelle ich “Pfähle” auf, die Lehren wie Erwählung, Wiedergeburt, Heiligung, mystische Vereinigung, Ekklesiologie und Eschatologie umfassen. Wenn ein Pfahl zu viel Gewicht trägt oder anfängt zu verrotten, wird das Haus zu sinken beginnen. Deshalb erwecken viele Häuser in A den Eindruck, dass sie “schief” sind.
Ich behaupte also, dass die Verteilung Bavincks System davor bewahrt schief zu werden. Die Struktur dieser Dissertation untersucht dann die Transformation des menschlichen Kopf und Herzen (ähnlich wie die Verwandlung des Sumpfes in einen Kanal) aufgrund von Gottes Werk.
Bavinck beschreibt diese Beziehung zwischen Dogmatik und Ethik als Abstieg Gottes (Dogmatik) und Aufstieg des Menschen (Ethik). Das Werk betrachtet also den Abstieg Gottes in den Sumpf, die Verwandlung des Menschenund den Aufstieg des Menschen aus dem Sumpf. In der Vergangenheit haben die Interpreten zu viel Wert auf Betonung bestimmter “Pfähle”, wodurch die Abstützung gefährdet wird. Die vorliegende Arbeit soll als Korrektiv zu diesem Phänomen dienen.
Diee lehrmäßigen “Pfähle” stützen das Amsterdamer Haus, das ich als Wohnhaus der “Systematischen Theologie” bezeichne. Das Haus der systematischen Theologie hat mehrere Räume, aber die beiden im Zentrum des Hauses betreffen Dogmatik und Ethik. Während das Werk die Wechselwirkung von Gottes Handeln und menschlichem Handeln erforscht, stellt es auch die Beziehung zwischen Dogmatik und Ethik in das wissenschaftliche Unternehmen der theologischen Enzyklopädie. Diese wissenschaftliche Tätigkeit hilft den Theologen, darüber nachzudenken, wie sich die verschiedenen Disziplinen der Theologie, wie Dogmatik und Ethik, zueinander verhalten. Ich beschreibe das Amsterdamer Haus als einen Ort, der zusammen mit den anderen Disziplinen, die die Theologie ausmachen, auf der Allee der theologischen Enzyklopädien liegt.