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Laut dem spanischen Liga-Chef Javier Tebas ist FIFA-Präsident Gianni Infantino in die Pläne der europäischen Topklubs zur möglichen Gründung einer europäischen Super League involviert. «Er hat daran mitgearbeitet und sie sogar ermutigt, sie zu gründen», sagte Tebas der englischen Zeitung «The Sun».
Die Aussage steht im Gegensatz zur Ankündigung der FIFA und deren Kontinentalverbände, wonach Klubs und Profis bei einer Teilnahme an dem neuen Wettbewerb harte Konsequenzen drohen sollen. Die gemeinsame Stellungnahme vom 21. Januar war auch von Infantino unterzeichnet.
«Er sollte dringend seine persönliche Position klarstellen und erklären», forderte Tebas nun von Infantino. «In unseren Dokumenten zur Super League wird der Codename W01 erwähnt, der sich klar auf Herrn Infantino bezieht», sagte der 58-Jährige.
Tebas erklärte, die Pläne für den neuen Wettbewerb sollten bereits im Februar öffentlich gemacht werden. Im Jahr 2022 solle die Liga dann starten. Der Spanier hatte bereits mehrmals seine Ablehnung dem Projekt gegenüber deutlich gemacht. «Selbst wenn die Klubs auf kurze oder mittelfristige Sicht mehr Geld bekommen, ist es langfristig nicht gut für den Fussball», warnte der Jurist. «Es würde das Ökosystem und die Balance des europäischen Fussballs zerstören.» (sda/dpa)