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Ende Januar führten intensive Niederschläge sowie die Schneeschmelze beim Limpach zu einem Hochwasser mit einem Spitzenabfluss der 30-fachen Menge des sonst üblichen Abflusses. Stellenweise trat der Limpach über die Ufer und setzte angrenzende Ackerflächen unter Wasser.
Früher wurden mit den Hochwassern wertvolle Nährstoffe in die ebenen Gebiete des Mittellandes eingeschwemmt. Sie begünstigten die Fruchtbarkeit der Böden. Heute stellt sich eher die Frage, ob bei Hochwasserereignissen unerwünschte Substanzen auf die Wiesen und Äcker gespült werden. Das AfU hat deshalb während dem letzten Hochwasserereignis einige Stichproben im Umweltlabor der Lebensmittelkontrolle analysieren zu lassen.
Die Resultate dieser Analysen weichen bei einigen Stoffen von den Resultaten der ständigen Gewässerbeobachtung ab:
- Die Stickstoffkonzentrationen bleiben während des Hochwassers fast unverändert.
- Hingegen zeigen die gemessenen Gesamt-Phosphorgehalte die höchsten bisher gemessenen Werte im Limpach seit 1994.
- Ähnlich ist es mit dem gelösten Kohlenstoff (DOC). Der während des Hochwasser gemessene Wert gehört zu den höchsten 10% aller gemessenen DOC-Werte seit Messbeginn in 1994.
Hohe Phosphor- und DOC-Konzentrationen in einem Fliessgewässer weisen auf eine starke anthropogene Belastung des Gewässers hin und beeinflussen zwar die biologische Aktivität des Gewässers nicht unmittelbar, können jedoch in Seen zu Überdüngung führen.
Interessant ist, dass für Chrom und Nickel, beides Metalle, deren Gehalte im Limpach in den letzten Jahren zurückgegangen sind, wieder deutlich erhöhte Werte dokumentiert wurden.