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Pro Natura, der Kanton Graubünden sowie die Misoxer Gemeinden Cama, Leggia und Verdabbio besiegelten am 19. Oktober 2007 den Schutzvertrag für das Waldreservat.
Mit einer Fläche von rund 15 Quadratkilometern ist es das grösste Waldreservat der Schweiz ausserhalb des Nationalparks. Es erstreckt sich auf Höhenlagen zwischen 450 m und ca. 2200 m. Zu erreichen ist das Waldreservat nur auf Wanderwegen.
Die Jagd und das Sammeln von Beeren und Pilzen bleiben überall nach den gesetzlichen Regelungen erlaubt. Übersichtskarte des Waldreservates.
Im Val Cama findet sich ein breites Band von buchenfreien Nadelwäldern in der hochmontanen und subalpinen Stufe. Das Val Leggia ist hingegen durch eine untermontane Stufe mit relativ ausgedehnten Buchenwälder ausgezeichnet.
Lärchenwälder finden sich an der Waldgrenze in alpwirtschaftlich genutzten Gebieten. Darunter Lärchen-Tannenwälder und Tannen-Fichtenwälder. In tieferen Lagen trifft man Kastanienanbau (eindrucksvolle Kastanienselven in Provesc), Eichenwälder, Lindenwälder und einzelne Hopfenbuchen, eine mediterrane Art.
Im Waldreservatsgebiet an steilen Hängen, Blockhalden und in Felsgebieten finden sich zahlreiche, seit Jahrzehnten nicht mehr genutzte Partien mit viel Totholz.
Dicke, mehrhundertjährige Tannen, Buchen, Föhren und Kastanien sowie stehendes Totholz erhöhen den Strukturreichtum der Wälder, die ungeräumten Windwurfflächen sind eine zusätzliche Bereicherung. Im Val Cama sind die Buchen zum Teil untervertreten wegen der ehemaligen Holzkohleproduktion.
Das Geld wird von den Gemeinden für Projekte im Bereich der Landschaftsentwicklung, bzw. für Projekte zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes verwendet.