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China Town
Geschichte
1846
Die ersten chinesischen Einwanderer siedelten sich dort an, wo sich später Chinatown befinden wird. Sie gründeten neue Geschäfte im asiatischen Look.
1848
Nachdem der Goldrausch ausgebrochen war, zogen tausende chinesische Einwanderer nach San Francisco ins Chinesenviertel.
1850 bis 1864
Als in Taiping (China) nach einem Aufstand hunderttausende Menschen erschossen wurden, brach eine Massenauswanderung aus. Eines der vielen Auswanderungsziele war San Francisco.
1852
Die Theaterfirma Hong Fook Tong lässt in Chinatown ein Theater bauen.
1857
Der Kong Chow Tempel wurde der erste buddhistische Tempel in San Francisco.
1864 bis 1869
Die Central Pacific Railroad Company, deren Arbeiter zu 90% aus China stammten, hilft bei der Gleisführung der Transkontinentalen Eisenbahnlinie. Tausende chinesische Arbeiter verlieren ihr Leben, da sie unter gefährlichen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen. 1867 starten sie einen massiven, zweiwöchigen Streik.
1868
China und die Vereinigten Staaten unterzeichnen den Vertrag von Burlingame, in dem festgelegt wird, dass die Masseneinwanderungen beendet werden müssten.
1877
Die Stimmung gegenüber den chinesischen Einwanderern kippt vollends. In ganz Kalifornien startet eine neue Werbekampagne: "Der Chinese muss gehen!"
1900
An der Sacramento Street wird das erste chinesische Krankenhaus gebaut. Es werden Grenzen für Chinatown gesetzt. Das Gebiet innerhalb dieser Grenzen bezeichnet man als "einen sicheren Bereich mit sieben Blöcken für chinesische Bewohner."
1906
Nach dem grossen Erdbeben wird Chinatown neu aufgebaut, aber in chinesischem Lock. Das Projekt steht unter dem Motto: "Der Osten trifft den Westen".
1907
Die erste chinesische Bank in San Francisco wird eröffnet.
1908
Die erste chinesische Handelskammer wird gebildet.
1921
Die erste chinesische Bibliothek wird eröffnet.
Heutiges Chinatown
Seit dem 19. Jahrhundert, in welchem China Town ein Ghetto war welches den Chinesen aufgezwungen wurde, hat
es sich zu einer stolzen Gemeinde mit rund 85'000 bis 90'000 Personen - der grössten ausserhalb Asiens -
entwickelt, die das Wohlwollen der Stadt gewonnen hat.
Nach dem New Yorker Harlem ist San Franciscos China Town das dichtest besiedelte Gebiet der ganzen Vereinigten Staaten. Würde man die Dimensionen von China Town auf das Stadtgebiet erweitern, schätzen Statistiker dass San Francisco eine Bevölkerung von rund 5 Millionen Einwohnern, anstelle der heutigen 750'000 aufwiesen würde. Zudem würde es um die 500'000 kleine Geschäfte, 60'000 Restaurant, 15'000 Kosmetikläden und an die 9'000 Banken geben.
Heute lebt nicht mehr die gesammte chinesische Bevölkerung San Franciscos in China Town, sondern in der ganzen Stadt, da es in China Town einfach zu wenig Platz für so viele Chinesen hätte. Die Viertel mit grossen chinesischsprachigen Anteilen findet man vor allem im Norden er Stadt.
Da die meisten Einwanderer, welche während des Goldrausches einwanderten, aus der südchinesischen Provinz Kanton (auch Canton) stammen, wird China Town auch oft als kleine kantonesische Marktstadt bezeichnet. Viele chinesische Einwanderer hofften während des Goldrausches hier ihr Glück zu finden, wurden aber meist zum Eisenbahnbau rekrutiert. Aufgrund schlechter Sicherheitsmassnahmen war diese Arbeit sehr gefährlich, weshalb oft chinesische Bahnarbeiter meist tödlich verunglückten. So passierte es oft, dass es hier einer Familie meist noch schlechter ging als im eigenen Land.
Gücklicherweise hat sich das in den letzten 150 Jahren aber grundlegend geändert, wodurch die Chinesen zu
einem unabdinglichen Teil dieser Stadt wurden. Jedoch dauerte es lange bis ihnen mit der gleichen Aktzeptanz
wie der anderen Bevölkerung zuteil wurde.
Inzwischen ist es zu einem der lebhaftesten Viertel der Stadt anvanciert und ist eine beliebte Touristenattraktion. Tritt man an der Kreuzung Bush Street und Grant Avenue durch den reich verzierten Torbogen ins lebhafte Chinesenviertel, kann man unzählige kleine und grössere Geschäfte aber auch eine vielzahl von Restaurants erkennen. Tatsächlich tummeln sich hier, an der Hauptstrasse durch China Town viele kleine Restaurants, Lebensmittel-, Porzellan- und Seidengeschäfte aneinander. Meist sind diese noch auf chinesisch beschriftet (Englische Übersetzung fehlt desöfteren). In dieser Einkaufsstrasse lässt sich alles finden, was das Herz begehrt. Von Elektroartikeln über traditionelle chinesische Gewürze und Zutaten, von welchen Hühnerbeine noch das normalste sind, bis hin zur reichhaltigen chinesischen Esskultur in den vielen Imbissbuden und Restaurants.
Doch das bekannteste des heutigen China Town ist wohl die spektakuläre Neujahrsparaden. Auch sehr beliebt sind die "Fortune Cookies" mit eingebackenen Zettelchen, welche einem angeblich die Zukunft voraussagen. Lassen Sie sich einfach überraschen, was ihnen Ihre Zukunft in China Town bereit hält.