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Schon um 1750 wurde in Zeneggen allen Ernstes daran gedacht, sich endgültig von der Mutterkirche Visp zu trennen und das Rektorat zur Pfarrei zu erheben. Da die Taufen, Heiraten und Beerdigungen immer noch in Visp stattfanden, blieb das alte Problem der weiten Entfernung und der oft gefährliche Weg im Winter immer noch bestehen.
Eigentlich war alles bereit. Die 1666 erbaute Dreifaltigkeitskapelle wurde 1751 in der Länge vergrössert.
Am 10. Juni 1754 begab sich Johann Hildebrand Roten, Bischof von Sitten in den Jahren 1752-1760, mit seiner Begleitung nach Zeneggen. Am 11. Juni 1754 erhob der Bischof die Kapelle zur Pfarrkirche und weihte den Hochaltar, den Friedhof und die beiden Glocken ein.
Quelle: Erwin Jossen, Zeneggen, Sonnenterrasse im Vispertal, Gemeinde Zeneggen 2006
Die Dreifaltigkeitskapelle, welche Bischof Johann Hildebrand Roten 1754 zur Pfarrkirche erhob, wurde im Jahre 1878 bis auf den Turm abgerissen. Bereits 1879 konnte die jetzige Kirche grösstenteils vollendet werden.
Die Kirche bietet 180 Personen Platz, hat einen kreuzgewölbten Längsbau mit eingezogenem Polygonalchor und eine in der Achse angebaute Sakristei.
Architekt war Franz Lovis (1817-1890) aus Pruntrut, JU, Professor im Priesterseminar in Sitten. Er liess sie im neuromanischen Stil errichten. Als Pfarrer waltete zur Zeit des Kirchenbaus Johann Kratinger (1849-1929) von Düdingen FR, Pfarrer in Zeneggen von 1878-1884.
Beim Kirchenbau hat die ganze Pfarrei kräftig mitgeholfen. Der Chronik zufolge beliefen sich die Kosten auf Fr. 13'048.--. Hierin sind Fronarbeiten, Boden und Materialien nicht eingerechnet.
Die Pfarrkirche von Zeneggen verfügt über eindrückliche Glasfenster, die den Werdegang Mariens mit ihrem Sohn aufzeigen.