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Die Bratschistin, Komponistin und Medienkünstlerin Charlotte Hug wurde 1965 in Zürich geboren. Nach der Kunst- und Musikausbildung in ihrer Heimatstadt und in Bern besuchte sie ergänzend den Studiengang «Szenisches Gestalten» an der Zürcher Hochschule für Gestaltung und Kunst, Paul Silverthornes Bratschenklasse an der Londoner Royal Academy of Music sowie die KlangKunstBühne an der Berliner Universität der Künste und nahm Gesangsunterricht bei Lauren Newton. Charlotte Hug spielt im London Improvisers Orchestra, ist Gründungsmitglied des Stellari String Quartet und tritt mit Musikern wie Barry Guy, Joan Jeanrenaud, Maggie Nicols, Larry Ochs, Elliott Sharp oder Phil Minton auf; ihr besonderes Augenmerk gilt Solo-Performances mit einem speziellen Ortsbezug. In interdisziplinären Projekten arbeitet Charlotte Hug regelmässig mit dem Fotografen und Filmemacher Alberto Venzago, dem Videokünstler Götz Rogge und dem Regisseur Jossi Wieler zusammen. Auch ist sie selbst in den Bereichen bildende Kunst und neue Medien tätig und realisierte Einzelausstellungen u. a. in der Pariser Cité internationale des Arts, in der Gallery Corbett vs. Dempsey in Chicago, im Kunstkeller Bern und in der Swissnex San Francisco. Charlotte Hug wurde zu den wichtigen Neue-Musik-Festivals in Europa, Nord- und Südamerika eingeladen und war «artist-in-residence» in London, Paris und Berlin sowie in Cork und im Sirius Arts Centre in Cobh, beides Irland. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt 2006 den Kompositionspreis der Stadt Zürich sowie 2009 einen «Beitrag an das künstlerische Schaffen» des Kantons Aargau. Charlotte Hug gibt regelmässig Meisterkurse in der Schweiz, in Kanada und in den USA und unterrichtet seit 2008 an der Zürcher Hochschule der Künste. Bislang liegen rund 30 CD-Einspielungen mit Eigenkompositionen und improvisierter Musik vor. Charlotte Hug spielt eine Bratsche des Wiener Geigenbauers J. G. Thir aus dem Jahr 1763.
August 2011