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Der Ballon Super Trans-Ion Galactic Element Recorder (Super-TIGER) war am 8. Dezember 2012 von einem Ballonstartplatz in der Nähe der amerikanischen Antarktisstation McMurdo gestartet worden und am 1. Februar 2013 wieder gelandet. Damit kreiste der Ballon 55 Tage, eine Stunde und 34 Minuten in einer Höhe von mehr als 38 Kilometern über der Antarktis. Dass der Ballon so lange in der Luft bleiben konnte, ist auch der speziellen Atmosphäre über der Antarktis zu verdanken. Über der US-amerikanischen McMurdo-Station ist die Luft sehr sauber. Zudem zirkulieren in der Stratosphäre die Winde sehr günstig, ein Ballon kann hier leicht in die Höhe steigen. Damit sei der bestehende Rekord aus dem Jahr 2009 um über einen Tag übertroffen worden.
Aber was genau sucht Super-Tiger in den eisigen Höhen über dem Südpol? Der Ballon trägt ein neues Instrument, mit dem auch sehr schwere und sehr seltene Elemente detektiert werden können, die sich in der kosmischen Strahlung befinden. Kosmische Strahlung trifft ständig auf unsere Erde. Sie ist hochenergetisch, besteht hauptsächlich aus Protonen und kommt von der Sonne, der Milchstrasse und von fernen Galaxien. Auch die Erde wird zwangsläufig von diesen Teilchen getroffen.
Pro Sekunde treffen etwa 1000 Teilchen auf die äussere Erdatmosphäre, die Erdoberfläche treffen aber nur wenige Teilchen. Deshalb versuchen Wissenschaftler unter anderem durch Messungen in der Luft, mehr über die kosmische Strahlung zu erfahren. Die Daten zur kosmischen Strahlung sollen nun in den nächsten zwei Jahren ausgewertet werden.
Das Super-Tiger-Experiment hat zum Ziel, Informationen über die Herkunft der Teilchen zu bekommen. Zudem interessiert die Wissenschaftler weshalb die Teilchen so hochenergetisch sind, also mit einer extrem hohen Geschwindigkeit durchs Weltall fliegen.
Die Kosmische Strahlung ist eine hochenergetische Teilchenstrahlung aus dem Weltall, die von der Sonne, der Milchstrasse und von fernen Galaxien kommt. Sie besteht vorwiegend aus Protonen, daneben aus Elektronen und vollständig ionisierten Atomen. Auf die äussere Erdatmosphäre treffen zirka 1000 Teilchen pro Quadratmeter und Sekunde. Durch Wechselwirkung mit den Gasmolekülen entstehen Teilchenschauer mit einer hohen Anzahl von Sekundärteilchen, von denen aber nur ein geringer Teil die Erdoberfläche erreicht.
Die kosmische Strahlung wurde 1912 von Victor F. Hess bei einem Ballonflug entdeckt. Der Begriff Strahlung hat sich bis heute gehalten, obwohl die Gammastrahlung nicht zur kosmischen Strahlung gerechnet wird. Zur Unterscheidung von der kosmischen (Teilchen-)Strahlung heisst sie kosmische Gammastrahlung.
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