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Emma Raducanu setzt sich im Teenager-Duell durch
Emma Raducanu schafft am US Open in New York die Sensation. Die 18-jährige Britin setzt sich im Final der beiden Teenager gegen die zwei Monate ältere Leylah Fernandez aus Kanada 6:4, 6:3 durch.
Nach 1:51 Stunden verwertete Raducanu mit einem Ass ihren dritten Matchball und sorgte damit für eine der grössten Sensationen in der Tennis-Geschichte. Als Nummer 150 des Rankings in Flushing Meadows angetreten, blieb sie während des ganzen Turniers ohne Satzverlust. In der 1. Runde hatte sie Stefanie Vögele bezwungen, im Viertelfinal Belinda Bencic.
Doch bevor Raducanu jubeln konnte, hatte die in Toronto geborene Tochter eines Rumänen und einer Chinesin noch ein paar kritische Momente zu überstehen. Zwischen der Abwehr von zwei Breakbällen von Fernandez musste sich Raducanu das blutende linke Knie verarzten lassen, nachdem sie sich dieses bei einer Verteidigungsaktion aufgeschürft hatte.
Auch davon liess sich Raducanu aber nicht aus der Ruhe bringen. Bereits während des ganzen Turniers war die Britin in jeder noch so engen Spielsituation cool geblieben, obwohl sie erst vor drei Monaten ihr Debüt auf der WTA-Tour gegeben hatte. Als erste Qualifikantin überhaupt schaffte sie es, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Und sie ist auch die erste, die das bei ihrer erst zweiten Teilnahme an einem solchen schafft. In Wimbledon war sie in den Achtelfinals von gesundheitlichen Problemen gestoppt worden.
Raducanu schaffte es als erste Britin seit Virginia Wade, wieder an einem Grand-Slam-Turnier zu triumphieren. Die Wimbledonsiegerin von 1977 sass ebenfalls unter den rund 24'000 Zuschauern im Arthur Ashe Stadion. Die Trophäe auf dem Platz bekam Raducanu von Billie Jean King überreicht. Für ihren Sieg kassierte der Teenager, der im November seinen 19. Geburtstag feiert, 2,5 Millionen Dollar Preisgeld, im Ranking wird Raducanu auf Position 23 vorstossen.