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An Standorten mit höherer Bodenunruhe wird die Meeresmikroseismik zunehmend durch kurzwellige Störungen überlagert (z. B. Station SGT01, die sehr nahe bei St. Gallen liegt). Diese Störungen werden im Allgemeinen durch den Menschen verursacht und zeigen einen typischen Tagesgang. Aber auch starke Winde oder Unwetter verursachen solche Störungen. Vom Menschen ausgelöste Störungen können kurzzeitig sehr gross sein, zum Beispiel wenn ein Fahrzeug in der Nähe der Station vorbeifährt. Diese Störungen sind jedoch meist lokal beschränkt und nur an der betroffenen Station zu sehen.
Mit etwas Glück lassen sich die Signale eines Erdbebens oder einer Sprengung in den Seismogrammen erkennen. Typisch für diese Signale ist eine kurzzeitige Zunahme in der Seismogrammamplitude, die im Bereich von wenigen Sekunden an mehreren Stationen auftritt. An den Stationen des Überwachungsnetzes können Erdbeben und Steinbruchsprengungen aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland beobachtet werden. Auch Erdbeben aus grossen Entfernungen, sogenannte teleseismische Ereignisse, werden an den Stationen aufgezeichnet und können in den Seismogrammen beobachtet werden. Aufgrund der Filterung werden teleseismische Ereignisse in der Darstellung jedoch stark unterdrückt.
Haben Sie den Verdacht, ein Erdbeben oder eine Sprengung im Seismogramm erkannt zu haben? Überprüfen Sie Ihre Vermutung anhand der Erdbebenlisten für lokale und weltweite Ereignisse.