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Von Univ.-Professor Dr. theol. Dr. habil. Joseph Schumacher
Dank der exzessiven Erbsündenlehre Martin Luthers († 1546) ist die Skepsis gegen die Vernunft äußerst groß im Protestantismus. An ihre Stelle tritt in ihm das Gefühl und das subjektive Erleben. Es ist jedoch evident, dass das, was nicht vernünftig ist, was der Vernunft widerstreitet, weder gedacht werden noch existent sein kann. Das Paradoxe können wir weder denken, noch kann es existieren. Widersprüchliches kann nicht existent sein, weder im Erkennen noch im Sein, weder in der Erkenntnisordnung noch in der Seinsordnung. Ein hölzernes Eisen können wir nicht denken, und es kann nicht existieren. Das gilt in gleicher Weise von einem quadratischen Kreis oder auch von der Addition zweier Zahlen. Dass zwei plus zwei gleich vier und nicht gleich fünf ist, ist evident. Das heißt jedoch nicht, dass etwas nicht existent sein kann, wenn es die Vernunft des Menschen übersteigt. Die Vernunft des Menschen ist ein unvollkommenes Abbild der Vernunft Gottes. Wir müssen hier unterscheiden zwischen „contra rationem“ und „supra rationem hominis“ sowie zwischen „rational“ und „rationalistisch“.
Die Ehe ist von unserem Herrn Jesus Christus eingesetztes Sakrament, welches eine heilige und unauflösliche Verbindung zwischen Mann und Frau begründet und ihnen die Gnade gibt, einander heiligmässig zu lieben und die Kinder christlich zu erziehen. – Pius X.
Die katholische Theologie und der katholische Glaube verstehen sich als rational, die protestantische
Theologie und der protestantische Glaube verstehen sich als irrational.
Bezeichnenderweise spricht man im Protestantismus gern von der Paradoxie des Glaubens, heute freilich
nicht weniger auch im Katholizismus. […]
Der vollständige Artikel findet sich im SKS.