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Wissen Sie, wieso man in Vietnam Geld verbrennt? Weshalb Sie hier geradeheraus auf Ihre Körperfülle angesprochen werden, ansonsten jedoch meist um den heissen Brei herumgeredet wird? Warum Sie keiner versteht, wenn Sie versuchen, Vietnamesisch zu sprechen, es aber sehr gut sein kann, dass der Taxifahrer plötzlich auf Deutsch antwortet? Wissen Sie, warum selbst in der Oper Mobiltelefone klingeln? Wie Blutpudding schmeckt und wie mam tom riecht? Und wie es Ihnen gelingt, durch den vietnamesischen Verkehr hindurch lebend auf die andere Strassenseite zu kommen? In diesem Buch begleiten Sie Nina, die in Hanoi für eine deutsche Entwicklungsorganisation arbeitet, und Florian, der Vietnam als Tourist besucht, durch das Labyrinth des vietnamesischen (Grossstadt-)Dschungels. Dabei führen wir Sie vorbei an den häufigsten Fettnäpfchen, Irrtümern und Missverständnissen und entdecken bemerkenswerte Besonderheiten. Werden Sie in unserem Crash-Kurs zum Lächel-Profi und lernen Sie, wo man "Em oi!" brüllt und wann man "Oi gioi oi!" stöhnt. Kommen Sie mit auf eine Reise durch das Wunderland der winzigen Plastikstühle, komplizierten Anredepronomen, des proaktiv-fröhlichen Hupens und trickreichen Feilschens.
Portrait
Die Schweizerin Anemi Wick ist seit Anfang 2009 in Vietnam und Südostasien unterwegs - als Journalistin, Kolumnistin, Multimedia-Produzentin, Medien- und Kommunikationsberaterin, Zeichnerin, Reisende, Studentin, (Computerspiel-)Übersetzerin und Expertin für alles Mögliche. Ihre Heimat verlassen hatte sie jedoch schon früher: 2002 kam sie als Austauschstudentin nach Berlin, wo sie dann hängen blieb und sechs Jahre als freie Journalistin arbeitete, unter anderem für die Berliner Morgenpost, Die Welt und die Welt am Sonntag. Sie studierte Soziologie und Publizistik- und Medienwissenschaften in Zürich und Berlin und ist Absolventin der Schweizer Journalistenschule MAZ und des Diplomstudiengangs Multimedia Journalism am Konrad Adenauer Asian Center for Journalism. David Frogier de Ponlevoy ist in Worms aufgewachsen und hat in Marburg, Paris und Freiburg Geschichte und Politik studiert. Sein Volontariat machte er bei der Tageszeitung Heilbronner Stimme. Von da aus war es semantisch gesehen nur ein kleiner Sprung zum vietnamesischen Staatsradio Stimme Vietnams, für das er fünf Jahre lang Journalisten in Hanoi ausgebildet hat. Er folgte damit den Spuren seines Urgrossvaters, der 1886 nach Vietnam ausgewandert war und eine Vietnamesin geheiratet hatte. Derzeit arbeitet er in Vietnam als freier Journalist und Journalistentrainer sowie als Reiseführer für Hanoi Kultour. In seiner Freizeit spielt er auf Hanoier Bühnen Theater.