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Der Uhu ist in der Schweiz akut vom Aussterben bedroht, weil viele Tiere durch Stromschlag an Freileitungsmasten umkommen. Dies zeigt eine Studie im Kanton Wallis. Die Forschenden der Universität Bern und der Schweizerischen Vogelwarte verlangen die umgehende Sanierung der gefährlichen Strommasten, um die Eulenart langfristig zu schützen.
Der Bruterfolg der Walliser Uhu-Population weicht kaum vom Bruterfolg in anderen Uhupopulationen ab. Hingegen ist die Sterblichkeitsrate der Jung- wie auch der Altvögel extrem hoch – rund 40 Prozent pro Jahr. Ein Viertel der Tiere stirbt durch Stromschlag an veralteten Freileitungsmasten, welche den heutigen Sicherheitsstandards nicht mehr entsprechen. Die Population bleibt nur konstant, weil sie massive Zuwanderung aus Frankreich und Italien erhält. Ein Modell zeigt, dass die Uhupopulation jährlich um rund 17 Prozent zunähme, wenn alle gefährlichen Freileitungsmasten saniert würden. Theoretisch könnte sich die Uhupopulation unter diesen Bedingungen innerhalb von rund acht Jahren verdreifachen.
Das Wissen, wie elektrische Leitungen vogelsicher saniert werden können, ist schon lange vorhanden. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat einen aktuellen Katalog der gefährlichen Freileitungsmasten sowie der wichtigsten Sanierungsmassnahmen publiziert.