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Heute mehr denn je steht das Denken Réne Girards im Zentrum theologischer, philosophischer und humanwissenschaftlicher Debatten. Seine Entwicklung einer einheitlichen Kulturtheorie - der mimetischen Theorie -, erlaubt es, alle Phänomene menschlichen Zusammenlebens zu erfassen. Die Grundgedanken hat er bereits in seinem früheren Werk "Des choses cachées depuis la fondation du monde" veröffentlicht, das nun vollständig und in neuer Übersetzung in deutscher Sprache erscheint. Der bedeutende und für das Verständnis Girards so zentrale dritte Teil "Die interindividuelle Psychologie", der Girards Theorie des mimetischen Begehrens enthält, ist somit erstmals für die deutschen Leser zugänglich.Das Buch enthält eine ausführliche Einleitung von Ralf Miggelbrink, der systematische Theologie an der Universität Essen lehrt.Mit einem Vorwort zur Sonderausgabe von Ralf Miggelbrink.
René Girard (* 1923 in Avignon, ? 2015 in Stanford, Kalifornien), Historiker und Literaturwissenschaftler; Lehrtätigkeiten an verschiedenen amerikanischen Universitäten, Professor emeritus für französische Sprache, Literatur und Kultur an der Stanford-Universität, er war Mitglied der Académie Française und gilt als einer der bedeutendsten Religionsphilosophen und Kulturanthropologen an der Wende zum 21. Jahrhundert.Ralf Miggelbrink, geb.1959, Professor für Systematische Theologie an der Universität Duisburg Essen.