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Inhalt dieses Fachartikels:
- Was ist Kurzsichtigkeit?
- Ab wann spricht man von einer Krankheit?
- Arten der Kurzsichtigkeit
- Ursachen
- Symptome
- Wie wird die Diagnose gestellt?
- Therapie
- Verlauf
- Vorbeugung
Was ist Kurzsichtigkeit?
Als Kurzsichtigkeit (Myopie) wird eine Schwächung des Sehens bezeichnet, bei der weiter entfernte Objekte nur unscharf gesehen werden.
Der griechische Begriff für diese Fehlsichtigkeit, „Myopia“, beschreibt das „Blinzelauge“, das typisch für Menschen ist, die in Ermangelung einer Sehhilfe versuchen, ihre Sehschwierigkeiten auszugleichen, indem sie die Lider zusammenziehen und blinzeln, weil dadurch der Seheindruck schärfer wird.
Die Kurzsichtigkeit ist eine weit verbreitete Sehschwäche. Bei einer aktuellen Umfrage in der deutschen Schweiz von 2019 gaben 33 % der Befragten an, kurzsichtig zu sein.
Ab wann gilt Kurzsichtigkeit als Krankheit?
Wie stark ausgeprägt eine Fehlsichtigkeit ist, wird durch die Zahl der Dioptrien (dpt) angegeben. Die Dioptrienzahl gibt die Abweichung an, mit der ein Normalzustand der Brechkraft des gesamten „optischen Apparates“ von Kammerwasser, Glaskörper, Hornhaut und Linse von ca. 60-65 Dioptrien erreicht werden kann.
Je weiter der Messwert ins Negative abweicht, desto ausgeprägter die Sehschwäche und umso grösser die Schwierigkeit des Betroffenen, weiter entfernte Objekte klar zu erkennen.
Kurzsichtige mit einer Dioptrienzahl von -1 dpt können Gegenstände in bis zu etwa einem Meter Entfernung noch scharf erkennen. Wird eine Fehlsichtigkeit von bis zu sechs Dioptrien festgestellt (Myopia simplex), spricht man lediglich von einer Anomalie.
Erst wenn die Myopie stärker ausgeprägt ist, betrachtet man die Myopie als Krankheit (maligne Myopie). Eine hochgradige Myopie von beispielsweise von -12 dpt hat einen klaren, pathologischen Charakter und ist einer Sehbehinderung gleichzusetzen. Betroffene sehen hier nur noch Objekte in einer Distanz von bis zu etwa acht Zentimetern scharf.
Arten der Kurzsichtigkeit
Grundsätzlich werden zwei Formen der Myopie unterschieden:
Bei der sogenannten Brechungsmyopie ist die Länge des Augapfels normal, die Brechkraft des Auges aber zu stark.
Bei der wesentlich häufiger anzutreffenden Achsenmyopie ist die Brechkraft des Auges normal, die Augenachse aber zu lang.
Ursachen der Myopie
Das gesunde Auge verfügt über die Fähigkeit zur Akkommodation. Je nachdem wie weit ein Gegenstand entfernt ist, verändert das Auge seine Brechkraft.
Dazu werden die Augenmuskeln bewegt und die Form der Augenlinse, mit der die eintreffenden Lichtstrahlen gebrochen werden, um sie in einem Punkt auf der Netzhaut zu bündeln, verändert sich.
Streckt sich die Linse durch den Zug der Muskeln, flacht ihre Wölbung ab und die Brechkraft sinkt. Auch weiter entfernt befindliche Objekte sind dann klar zu sehen.
Ist die Linse entspannt und ihre Wölbung ist stärker, hat sie eine höhere Brechkraft und der Seheindruck von Objekten in der Nähe gewinnt an Schärfe.
Bei kurzsichtigen Menschen gelingt es dem Auge nicht, die Lichtstrahlen so zu bündeln, dass sie die das Objekt auf der Netzhautebene abbilden. Der Brennpunkt der parallel einfallenden Lichtstrahlen liegt auch bei entspannter Augenlinse vor der Netzhaut anstatt auf ihr. Ein unscharfer Seheindruck ist die Folge.
Die Ursache der eingeschränkten Akkommodationsfähigkeit kann angeboren oder erworben sein.
Eine Achsenmyopie, die durch die übermässige Verlängerung des Augapfels verursacht wird, tritt meist bereits in den ersten 30 Lebensjahren auf. Sie hat häufig genetisch bedingte Ursachen.
Leiden beide Eltern unter Kurzsichtigkeit, liegt das Risiko des Kindes, eine Myopie zu entwickeln bei 60 %. Besonders bei Frühgeburten ist das Risiko einer Myopie erhöht. Sie sind im Vergleich zu Normalgeburten oft von einer Achsenmyopie betroffen.
Der Augenspezialist kann eine Myopie schon während des ersten Lebensjahrs feststellen. Kurzsichtige Eltern helfen daher ihrem Kind und schützen es vor gefährlichen Unfällen beim Spielen, wenn sie frühzeitig mit ihrem Kind zu einer vorsorglichen Augenuntersuchung gehen.
Das Wachstum nimmt Einfluss auf die Entwicklung der Sehschwäche und kann sich auch positiv auf die Sehkraft auswirken. Nach dem Erreichen des zweiten Lebensjahrzehnts verändert sich am Zustand meist kaum noch etwas.
Es wird diskutiert, dass äussere Einflüsse – wie Arbeit oder Lesen bei schlechtem Licht und die intensive Nutzung von Tablet oder Smartphone – , die dafür sorgen, dass das Netzhautbild eine schlechte Qualität hat, das Auftreten einer Achsenmyopie – insbesondere in jüngeren Jahren, wenn der Augapfel noch im Wachstum begriffen ist – begünstigen.
Dass sie alleine das Auftreten der Fehlsichtigkeit bedingen, ist aber auszuschliessen.
Mit zunehmendem Alter ist es natürlich, dass die Akkommodation des Auges nachlässt. Die Fähigkeit der Linsen, sich auf Veränderungen in der Entfernung von Objekten einzustellen, beginnt schon mit dem 25. Lebensjahr nachzulassen.
Viele Menschen werden in späteren Lebensjahren altersweitsichtig und brauchen zum Lesen eine Brille. Kurzsichtige sind erst viel später oder auch nie auf eine Lesebrille angewiesen.
Die Brechungsmyopie (Refraktionsmyopie) tritt wesentlich häufiger auf. Sie kann durch eine Trübung oder vermehrte Krümmung der Linse (Linsenmyopie) oder der Hornhaut (Krümmungsmyopie) hervorgerufen werden.
Meist sind dann weitere Erkrankungen wie Diabetes oder ein Katarakt (grauer Star) Ursache für die Veränderung des Hornhautradius und der Linsenkerntrübung.
Kurzsichtigkeit tritt häufig in Verbindung mit anderen Krankheiten auf. Beispielsweise ist eine Myopie mitunter auch eine Folge der mangelhaften Einstellung der Blutzuckerwerte bei Diabetes mellitus. In diesem Fall kann eine Normalisierung des Blutzuckerspiegels die Normalisierung des Sehvermögens mit sich bringen.
Frauen sind während der Schwangerschaft und Stillzeit mitunter ebenfalls von Kurzsichtigkeit betroffen. Ihre Einschränkungen gehen aber meist innerhalb einiger Wochen nach dem Abstillen zurück und beeinträchtigen die Sehkraft nur bis zu einer Dioptrie.
Symptome
Kurzsichtige haben Schwierigkeiten beim klaren Sehen von Objekten in der Ferne. Das Sehen von Dingen in der Nähe ist bei einer Myopie unbeeinträchtigt.
Häufig wird eine Myopie zuerst dadurch bemerkt, dass bei Dunkelheit das Sehen schwerer fällt. Beim Autofahren sind ein verschwommener Seheindruck und das verspätete Erkennen von Verkehrsschildern ein besorgniserregender Grund schnell zu handeln.
Fällt beim Fernsehen plötzlich schwer, einen eingeblendeten Text zu lesen, ist das ebenfalls ein Indiz für eine Kurzsichtigkeit.
Zeit, aktiv zu werden!
Eltern könnten bemerken, dass ihre Kinder kurzsichtig sind, wenn sie die Reaktion der Kleinen beim Zeigen von Dingen, die weiter entfernt sind, genau beobachten. In der Schule fällt die Kurzsichtigkeit schnell auf, wenn die Kinder an der Tafel Geschriebenes nicht gut lesen können.
Diagnosestellung
Wer an sich oder einem vertrauten Menschen Symptome der Kurzsichtigkeit beobachtet, ist gut beraten, einen Augenarzt zu konsultieren.
Durch einen Sehtest und gezielte Fragen kann der Arzt sicher feststellen, ob eine Myopie besteht, wie ausgeprägt sie ist, und was getan werden sollte, um die Sehstörung zu korrigieren und eine Verschlechterung des Zustands zu verhindern, oder aufzuhalten.
Der Arzt prüft und erfragt unter anderem:
- Woran bemerken Sie, dass Sie weniger gut sehen?
- Sehen Sie Entferntes nur verschwommen?
- Erleben Sie Farbsehstörungen?
- Erkennen Sie durch ein Sehtestgerät (Autorefraktometer) auch weit entfernte Objekte wie verschieden grosse Buchstaben oder Zahlen?
- Funktioniert Ihr räumliches Sehen einwandfrei?
Der Arzt führt eine Refraktionsbestimmung durch, misst die Brechkraft der Augen mit einem Autorefraktometer und Probiergläsern. Mit Licht und Lupe untersucht er, ob das Auge einen gesunden Eindruck macht oder bereits krankhafte Veränderungen festzustellen sind.
Weil Kurzsichtigkeit mitunter auch mit einem erhöhten Augeninnendruck einhergeht, wird der Arzt auch hierzu eine Messung durchführen. So kann er ausschliessen, dass schlecht abfliessendes Kammerwasser ein Glaukom verursacht und der Sehnerv Schaden nimmt.
Der Arzt kann diagnostizieren, ob die Einschränkungen beim Sehen mit dem erhöhten Risiko einer Netzhautablösung einhergehen (maligne Myopie). Unbehandelt kann eine Netzhautablösung zur Erblindung führen.
Wird sie rechtzeitig erkannt, können Löcher und Ausdünnungen aber gut mit einer Augenlaseroperation behandelt werden.
Nur der Arzt kann feststellen, welche Ursachen eine Kurzsichtigkeit hat. Eine ärztliche Untersuchung ist daher einem Online-Sehtest immer überlegen und liefert wesentlich genauere und verlässlichere Ergebnisse.
Therapie
Die Therapie einer Myopie zielt meist nicht auf deren Heilung, sondern vielmehr die Korrektur der Sehschwäche ab.
Eine Myopie lässt sich mit einer Brille oder Kontaktlinsen gut behandeln. Auch eine Operation zur Korrektur der Kurzsichtigkeit ist möglich, wird aber eher selten durchgeführt. In Kombination geeigneter Methoden lassen sich auch sehr stark ausgeprägte Sehbehinderungen gut behandeln.
Zerstreuungslinsen korrigieren den Brechungsfehler des Auges so, dass einfallende Lichtstrahlen nicht vor, sondern genau auf der Netzhaut in ihrem Brennpunkt zusammentreffen und ein scharfes Bild entsteht.
Brille
Konkav geformte „Minusgläser“ einer Brille für Kurzsichtige sind an ihren Rändern leicht verdickt und in der Mitte dünner, um die Streuung des Lichts zu diesem Zweck zu ermöglichen.
Ihre Linsen mit negativer Brechkraft verkleinern das Bild auf der Netzhaut, um eine exakte Abbildung des Betrachteten zu liefern. Die Brille ist ein sehr augenschonendes, flexibles Hilfsmittel, um die Kurzsichtigkeit auszugleichen, und eignet sich besonders, wenn
- sich die Kurzsichtigkeit noch verändert – bspw. bei Kindern, deren Augäpfel noch im Wachstum sind,
- auch eine Lesebrille getragen wird,
- zwei Sehstörungen mit einem Hilfsmittel (Gleitsichtbrille) ausgeglichen werden sollen.
Kontaktlinsen
Obwohl Brillengläser bereits sehr dünn geschliffen werden können, empfinden einige Menschen die Brille als einengend oder störend. Unsichtbare Kontaktlinsen fallen nicht auf und schränken das Gesichtsfeld weniger ein als eine Brille.
Die durchsichtigen Kunststofflinsen liegen direkt über dem Auge und zeigen daher ein scharfes Bild im gesamten Sichtfeld. Gerade für Sportler sind sie besonders praktisch, da sie auch bei Bewegung nicht verrutschen oder hinfallen und nicht beschlagen können.
Auch bei einer ausgeprägten Sehschwäche von -3dpt verkleinern sie das Bild – anders als Minusgläser einer Brille – nicht.
Kontaktlinsen zur Korrektur der Kurzsichtigkeit können als weiche oder harte Linsen getragen werden. Harte Linsen brauchen gewöhnlich eine längere Eingewöhnungszeit, sind aber hoch sauerstoffdurchlässig und können auch Hornhautunregelmässigkeiten und –verkrümmungen ausgleichen.
Jede Kontaktlinse wirkt auf den Hornhautstoffwechsel und kann der Hornhaut irreversiblen Schaden zufügen. Darum ist es wichtig, Kontaktlinsen nicht unbegrenzt lange zu tragen und sie sorgfältig zu reinigen.
Wird das Auge unter der Linse nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt oder zieht sich eine Infektion zu, reagieren die Augen schnell gereizt und röten sich. Tragepausen, gute Hygiene und regelmässige Kontrolluntersuchungen der Hornhaut sind Kontaktlinsenträgern daher dringend anzuraten.
Verändert sich die Sehstärke, können auch Kontaktlinsen auf eine neue Sehstärke angepasst werden. Für Kurzsichtige, die zugleich von einer Weitsichtigkeit betroffen sind, werden Kontaktlinsen unterschiedlicher Sehstärken angeboten, die vom Prinzip das leisten, was auch eine Gleitsichtbrille vermag.
Orthokeratologielinsen (OK-Linsen) sind spezielle, harte Kontaktlinsen für die Nacht. Sie eignen sich besonders für Menschen, die berufsbedingt Reizstoffen oder einer hohen Staubentwicklung ausgesetzt sind und an einer Kurzsichtigkeit von bis zu -4,5 Dioptrien leiden.
Über die Nacht getragen, üben OK-Linsen einen leichten Druck auf die Hornhaut aus, sodass sie abflacht und über den Tag hinweg die Kurzsichtigkeit ausgeglichen ist. Lässt die Wirkung im Tagesverlauf nach, muss gegebenenfalls der Sehkraft mit Kontaktlinsen oder einer Brille nachgeholfen werden.
Augenlaseroperation
Insbesondere aus kosmetischen Gründen werden zunehmend auch Augenlaseroperationen von Kurzsichtigen nachgefragt. Der operative Eingriff kann nur sehr selten zu Komplikationen führen und wird daher häufig durchgeführt, um damit das Tragen einer Sehhilfe unnötig zu machen. Nicht für alle Betroffene ist das operative Therapieverfahren geeignet.
Durch den operativen Eingriff mit dem Laser flacht der Arzt die Hornhaut dauerhaft ab. Eine Heilung der Kurzsichtigkeit ist möglich. Allerdings sind die Chancen für eine 100 %-ige Wiederherstellung des Sehvermögens unterschiedlich hoch.
Es ist durchaus möglich, dass der Betroffene auch nach dem Eingriff weiter eine Sehhilfe tragen muss oder die Sehkraft sich im weiteren Verlauf erneut verändert (Altersweitsichtigkeit) oder die Kurzsichtigkeit verschlechtert.
Grundsätzlich ist möglich, durch den operativen Eingriff mit dem Laser, die Kurzsichtigkeit durch eine Veränderung der Brechkraft des Auges zu korrigieren. Dazu kommen unterschiedliche Vorgehensweisen in Frage:
- radiäre Einschnitte an der Hornhaut (sehr alte Technik, welche heute nicht mehr angewendet wird)
- PRK: gezieltes Abtragen des oberflächligen Hornhautgewebes
- LASIK: Fertigung eines Hornhautdeckelchen (Flap), welches hochgeklaptt wird und das darunter liegende Hornhautstroma wird mit dem Excimer-Laser behandelt
- Einsatz eines Kunststoffrings zum Abflachen der Hornhaut
- Implantat einer Korrektionslinse zum Ausgleich der Kurzsichtigkeit (ICL)
- Entfernung der eigenen Augenlinse und Einsatz einer künstlichen Linse mit gewünschter Brechkraft, mit der die Myopie korrigiert wird (Clear lense extraction)
Achtung: Augentraining reicht nicht aus!
Die Annahme, eine Fehlsichtigkeit einfach durch diszipliniertes Augentraining ausgleichen zu können ist falsch. Unsere Augen sind auch ohne Training bereits ständig aktiv – selbst im Schlaf. Studien bestätigen, dass das Training der äusseren Augenmuskeln nicht ausreicht, um die Sehkraft tatsächlich zu regenerieren.
Auch ein positiver Effekt alternativer Heilmethoden wie der TCM (Traditionelle chinesische Medizin) bei der Therapie von Kurzsichtigkeit konnte wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.
Verlauf
Kurzsichtigkeit tritt meistens schon in der Kindheit oder jüngeren Lebensjahren auf. Je früher sie sich bemerkbar macht, desto stärker ist die Myopie in der Regel später ausgeprägt.
Weil sie häufig erst nach der Einschulung, zwischen dem 7. – 15. Lebensjahr, diagnostiziert wird, spricht man auch von einer Schulmyopie.
Die Kurzsichtigkeit nimmt häufig über die Jahre zu, schreitet mit Erreichen des 30. Lebensjahres dann aber nicht mehr fort oder das Zunehmen der Myopie verlangsamt sich erheblich. Mitunter tritt in dieser Phase auch von selbst eine Verbesserung ein.
Eine stark ausgeprägte Kurzsichtigkeit kann sich allerdings auch im höheren Alter noch rapide verstärken.
Vorbeugung
Es ist mittlerweile wissenschaftlich umstritten, ob eine Myopie tatsächlich dadurch begünstigt wird, dass die Qualität des Netzhautbildes durch schlechte Lichtverhältnisse leidet.
Es wird allgemein angenommen, dass sich vor allem ein Mangel an natürlichem Licht sich negativ auf die Sehkraft auswirkt. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass eine ungünstige Beleuchtung beim Lesen oder Arbeiten das Auge nicht unnötig anstrengt.
Gutes Sehvermögen ist für die geistige und körperliche Entwicklung eines Kindes von zentraler Bedeutung. Bleibt eine Kurzsichtigkeit unkorrigiert, stellt sie beim Spielen und im Strassenverkehr ein hohes Risiko dar. Gerade bei Kindern ist es darum wichtig, dass eine Beeinträchtigung des Sehens früh erkannt wird.
Eine richtig eingestellte Sehhilfe nimmt auch in der Entwicklungs- und Wachstumsphase keinen verschlimmernden Einfluss auf die Sehstörung. Wurde eine Kurzsichtigkeit diagnostiziert, ist es wichtig durch eine geeignete Sehhilfe einer Verschlechterung vorzubeugen.
Kontaktlinsenträger sollten auf den hygienischen Umgang mit ihren Linsen achten, Tragepausen einlegen, um eine Hornhautschädigung zu verhindern, und die Hornhaut regelmässig durch den Arzt untersuchen lassen, damit die Augen keinen zusätzlichen Schaden nehmen.
Kurzsichtigkeit kann andere Erkrankungen des Auges begünstigen. Derartige Folgeerkrankungen der Myopie treten eher selten auf. Um Augenveränderungen in Folge einer Kurzsichtigkeit zu verhindern, sollten Menschen, bei denen Kurzsichtigkeit festgestellt wurde, sich dennoch einmal im Jahr beim Augenarzt vorstellen und ihre Augen und Sehkraft kontrollieren lassen.
Auf Ihren persönlichen Augenarzt im Zürcher Unterland können Sie bei Augenuntersuchungen immer zählen. Termine können sehr kurzfristig gebucht werden.