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Fokus Nepal
Die Erdbeben mit der Stärke 7,9 auf der Richterskala am 25. April 2015 und mit 7,4 am 12. Mai 2015 haben in Nepal mehr als 8600 Menschen das Leben gekostet. Besonders schwer betroffen ist die Region rund um die Hauptstadt Kathmandu. Hunderttausende Häuser sind vollkommen zerstört. Die Salesianer Don Boscos haben umgehend Nothilfe geleistet und 17’000 Familien mit Nahrung, Wasser, Medikamenten, Decken und Baumaterial unterstützt. Im Mittelpunkt des Wiederaufbaus stehen nun der Aufbau und die Reparatur von Schulen: Annähernd 53’000 Klassenräume wurden durch die Beben unbrauchbar gemacht.
Land/Ort: NEPAL – Wafal
Projekt-Nummer: INC 15-068
Projektziel: Wiederaufbau der Schule von Wafal. Sicherung des Schulunterrichts und psychosoziale Betreuung zur Rehabilitierung traumatisierter Kinder für ca. 190 Schülerinnen und Schüler der Primarstufen.
Projektwirkung: Direktbegünstigte des Projektes sind 190 Kinder, die nach dem Wiederaufbau die Schule besuchen. Darüber hinaus profitieren die Lehrer der Schule durch Fortbildungsangebote und verbesserte Lehrbedingungen. Indirekt Begünstigte sind die ca. 300 Familienangehörigen der Schulkinder sowie die ca. 20’000 Einwohner der umliegenden Dörfer, die unter anderem die für den Schulbesuch notwenige Infrastruktur mitnutzen.
Mittelbedarf: 215’000.- CHF
Nepal hat 27,5 Millionen Einwohner und ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Nepal wird auf Rang 145 von 187 Ländern des Human Development Index geführt. Viele Regionen, vor allem in den Gebirgsregionen, sind infrastrukturell kaum erschlossen und nur schwer zugänglich. Bei einem durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt von 690 USD pro Kopf und Jahr leben rund 25 % der Bevölkerung in extremer Armut. Dies hat Einfluss auf die Gesundheitssituation der nepalesischen Bevölkerung. Ein Fünftel der Bevölkerung leidet an Unterernährung. Die Kindersterblichkeit (Kinder unter 5-Jahren) ist mit 41% zehnmal so hoch wie in Deutschland und die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei knapp 68 Jahren.
In Nepal liegt die Analphabetenrate bei 60%. Die Grundschulausbildung war vor dem Beben nach Weltbank-Statistik auf einem guten Weg, das zweite UNO-Millenniumsziel einer flächendeckenden Primarschulausbildung zu erreichen, jedoch schliesst nur ein Bruchteil der SchülerInnen in Nepal eine weiterführende Schule ab. Durch das schwere Erdbeben wurden fast 53’000 Klassenräume zerstört. Der Hauptfokus der Salesianer Don Boscos liegt im Wiederbau dieser Schulen, um die Grundausbildung zu sichern.
Die traumatisierenden Erlebnisse führten dazu, dass viele Kinder die beschädigten Schulen nicht wieder betreten wollten, da sie die Schule mit dem Beben assoziieren. Für diese Kinder ein sicheres Umfeld zu schaffen, um die traumatischen Erinnerungen zu verarbeiten sowie die Schulbildung zu garantieren ist von höchster Priorität.
Mit dem Wiederaufbau der Schulen wird ein wichtiger Beitrag zur Rehabilitierung des ganzen Landes geleistet. Und es wird vermieden, dass eine ganze Generation aus Mangel an Bildung als «lost generation» in die Perspektivlosigkeit abgleitet. Besonders im nepalesischen Kontext ist Bildung ein wichtiges Element, um Kinder vor der Bedrohung durch Kinderhandel, Kinderheirat und Kinderarbeit zu schützen. Genau hier setzt das vorliegende Projekt an. Der Wiederaufbau der Schule in Wafal schafft eine stabile und verlässliche Infrastruktur, die bestmögliche Bedingungen zum Lernen bietet und in deren Standhaftigkeit leicht Vertrauen gefasst werden kann. Darüber hinaus und noch wichtiger als der technische Wiederaufbau sind die Betreuung der Kinder und die seelische Aufarbeitung, die im Projekt geleistet werden und durch Sensibilisierung und Schulungen der Lehrkräfte dauerhaft im pädagogischen Verständnis verankert werden können.
Zusammen mit Don Bosco Mondo (Deutschland) hat die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit (JuWe) das Projekt in Wafal geplant. Die konkreten Massnahmen umfassen: Die Etablierung eines Schul-Wiederaufbau-Komitees, den Wiederaufbau und die Ausstattung einer Lower Secondary School (Klasse 1 – 8), ein Fortbildungsprogramm für Lehrer, die Durchführung von Elternversammlungen sowie die Organisation von extrakurrikularen Aktivitäten (Students Animation Program) zur sinnvollen Ergänzung des Schulalltags.
Durch das Projekt soll der Schulunterricht für 190 Kinder gesichert werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Sicherung des Schulunterrichts ist in diesem Zusammenhang eine psycho-soziale Betreuung, die zur Rehabilitierung der vom Erdbeben traumatisierten Kinder beiträgt, damit 100% der traumatisierten Schüler erfolgreich rehabilitiert und in den regulären Unterricht integriert werden können.
Beim Wiederaufbau der Schule wird darauf geachtet, dass das Gebäude erdbebensicher gebaut wird, um eine Zerstörung durch zukünftige Erdbeben zu verhindern. Die Schule wird zudem mit einer Photovoltaik-Anlage ausgerüstet, damit auch während eines Stromausfalls dank Sonnenenergie unterrichtet werden kann. Ziel ist es die Schule bis Oktober 2016 wieder aufzubauen. Um die Qualität zu sichern und den Zeitplan einzuhalten, werden gewisse Bauelemente im Don Bosco Berufsbildungszentrum in Kathmandu vorgefertigt.
Direktbegünstigte des Projektes sind 190 Kinder, die nach dem Wiederaufbau die Schule besuchen. Darüber hinaus profitieren die Lehrer der Schule durch Fortbildungsangebote und verbesserte Lehrbedingungen.
Wichtig ist auch die Sensibilisierung der Eltern. Durch Elternversammlungen sollen auf die Bedeutung des Schulbesuches für die Rehabilitierung und die zukünftige Entwicklung ihrer Kinder aufgezeigt werden.
Ab dem Schuljahr 2016/2017 sollen zudem extrakurrikulare Aktivitäten (Students Animation Program) zur Motivation der SchülerInnen und zur Steigerung der Freude am Lernen durchgeführt werden, um in ihnen Freude und Zuversicht wiederzuerwecken.
Bitte spenden Sie mit dem Vermerk INC 15-068 für den Wiederaufbau von Schulen in Nepal. Vielen herzlichen Dank!
Archiv: Sofortige Nothilfe nach dem Erdbeben – Frühling/Sommer 2015
In den von den Salesianern Don Boscos eingerichteten 21 «Temporary Learning Centers» (TLCs) werden Kinder jeden Alters unterrichtet. Dies ermöglicht schrittweise die Rückkehr zur Routine und in einen geordneten Alltag. Ein weiterer Schritt Richtung Normalität: Die Kinder und Jugendlichen erhielten neue Schuluniformen und -materialien.
Im November 2015 soll der Bau oder die Renovation von 13 Grundschulen sowie weiterführender und höheren Schulen starten. Dies ist dank der Zusammenarbeit von verschiedenen Hilfswerken des Don-Bosco-Netzwerkes möglich.
Gewaltsame Proteste erschweren die Not- und Wiederaufbauhilfe
Die Salesianer Don Boscos stehen täglich vor neuen Herausforderungen. Die nepalesische Regierung ändert oft kurzfristig Regeln und Vorschriften, die den Wiederaufbau verzögern. Aktuell sollen alle Schulen zweistöckig errichtet werden. Dies führt zu Verzögerungen, da die Salesianer Don Boscos vor Ort mit zusätzlichem Zeitaufwand bestehende Baupläne abändern müssen. Das Verhalten der Regierung und die Verzögerungen führen zu gewaltsamen Protesten und Ausschreitungen mit Todesopfern. Insbesondere in Biratnagar ist die Lage kritisch. Dortige Einrichtungen der Salesianer Don Boscos blieben zum Glück unversehrt. Nothilfe-Koordinator Father George führt das auf das gute Image zurück, dass sich die Salesianer Don Boscos in Nepal durch die schnelle und nachhaltige Nothilfe aufgebaut haben.
Mitten im laufenden Schuljahr brach die Katastrophe über Nepal herein. Tausende Schulen wurden zerstört, hunderttausende Kinder könnten noch immer keinen Unterricht besuchen. Doch Regierung und NGOs haben sich darauf verständigt, Übergangsschulen, sogenannte «Temporary Learning Centers» (TLCs), im gesamten Erdbebengebiet einzurichten. So kann der Unterricht aufrechterhalten werden. Auch Don Bosco hat 21 TLCs aufgebaut und unterrichtet dort Kinder aller Altersklassen. Die Wellblech-Gebäude von Don Bosco zeugen von einer enormen Stabilität. «Die Regierung glaubt, dass diese Gebäude sogar langfristig als feste Schulgebäude bestehen bleiben können», schreibt Koordinator Father George.
Seit gestern sind die Nachhilfe-Kurse für 160 Schülerinnen und Schüler im Don Bosco Berufsbildungszentrum Thecho abgeschlossen. Sie werden sich nun den nationalen Abschlussprüfungen stellen (siehe Update 27.07.2015). So kann ab heute – erstmalig seit dem Erdbeben – die Berufsausbildung wieder ihren gewohnten Gang nehmen.
Die Nothilfemassnahmen sind abgeschlossen: Über 17’000 Familien wurden mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Planen und Wellblech für Notunterkünfte versorgt.
Nun beginnen die Wiederaufbaumaßnahmen. In einem ersten Schritt hat Don Bosco den Wiederaufbau von drei Schulen für 1000 Schüler im Distrikt Dolakha (nordöstlich von Kathmandu) zugesagt. Im Sinne einer ganzheitlichen Hilfe für die Kinder und Jugendlichen wird die Schule nicht nur aufgebaut, sondern zudem ein integriertes Programm zur Rehabilitierung der Schülerinnen und Schüler angeboten. Auch die Lehrerinnen, Lehrer und Eltern der Kinder werden dabei sensibilisiert: Die Rückkehr in einen Schulalltag erleichtert die Bewältigung der erlebten Traumata, die Freude am Lernen gibt Zuversicht und Perspektive.
Mithilfe der Bevölkerung
Don Bosco involviert die lokale Bevölkerung durch Schul-Wiederaufbau-Komitees an der Instandsetzung der Schulgebäude. Um kosteneffizient und schnell zu arbeiten, werden Bauelemente auf dem Gelände des Don-Bosco-Berufsbildungszentrums vorgefertigt: Jugendliche lernen dabei wichtige Fähigkeiten für einen Job mit Perspektive.
Zum Zeitpunkt des Erdbebens standen viele Schülerinnen und Schüler vor den zentralen Abschlussprüfungen. 160 junge Menschen können nun in einem 4-wöchigen Intensivunterricht in den Schulgebäuden der Salesianer Don Boscos mit mehr als 40 freiwilligen Lehrkräften die verlorene Zeit aufholen.
Father Jijo unterstützt das Bildungsministerium beim Wiederaufbau der zerstörten staatlichen Schulen. Nach gemeinsamen Plänen werden die beschädigten Gebäude in Stand gesetzt oder wenn nötig neu und erdbebensicher gebaut. Dabei legen die Salesianer Don Boscos Wert darauf, nicht nur nachhaltig zu bauen, sondern auch die Qualität der Bildung zu verbessern. Angedacht sind Fortbildungen und Schulungen für das Lehrpersonal, damit der Unterricht bereichert und das Ansehen des Berufs «Lehrer» aufgewertet wird. Zu den Schulungen gehört auch die Arbeit mit Traumatherapeuten, um den Menschen in Nepal die Angst behutsam zu nehmen.
Gemeinsam mit der Bevölkerung wird der Wiederaufbau der betroffenen Schulen geplant. Dabei sollen Wiederaufbau-Teams geformt werden, die jeweils vier bis sechs Schulen in Stand setzen.
Im Don-Bosco-Zentrum in Thecho werden junge Leute in «Wiederaufbau» ausgebildet. Sie bekommen technische Fertigkeiten vermittelt, die besonders in der Wiederaufbausituation nötig sind. Etliche NGOs haben bereits Ausbildungsanfragen gestellt, um ihrerseits geschultes Personal zur Verfügung zu haben. Dies ermöglicht es vielen Jugendlichen und Betroffenen schnell wieder ein Einkommen zu generieren.
Update - 18.6.2015 - Don Bosco unterstützt Wiederaufbau von 48 Schulen / Bereits über 16'600 Familien geholfen
Der Wiederaufbau beginnt. Don Bosco wird 48 Schulen tatkräftig dabei unterstützen, den Unterricht wieder aufzunehmen – und ihn sogar zu verbessern. Das Programm dafür umfasst drei Bausteine: Erstens kümmert sich Don Bosco um den Wiederaufbau und Instandsetzung der Gebäude und unterstützt die Schulen mit Uniformen und Unterrichtsmaterialien. Zweitens bekommen Lehrerinnen und Lehrer fachliche und pädagogische Weiterbildungen. Das Erbeben wird so zum Anlass, die Qualität der Bildung nun grundlegend zu verbessern. Drittens kümmern sich die Salesianer Don Boscos um traumatisierte Kinder. Mit psychologischer Betreuung werden sie den Kindern helfen, die Erdbeben-Katastrophe zu verarbeiten. So kann langsam wieder Alltag in Nepal einkehren. Die nepalesische Regierung hat mittlerweile die Hilfen für 24 Schulen genehmigt. Die Genehmigung für weitere 24 Schulen steht noch aus, wird aber bald erwartet.
Die Verteilung von Hilfsgütern, insbesondere von Wellblech, geht weiter gut voran. Bis heute wurden bereits über 16’600 Familien mit Hilfsgütern versorgt! Die Menge an Wellblech zur Verteilung wurde jetzt sogar noch einmal aufgestockt: auf insgesamt 120 Tonnen.
Zum Schutz der Bevölkerung vor dem bevorstehenden Monsun haben die Salesianer Don Boscos Ende Mai damit begonnen stabilere Notunterkünfte mit Wellblech-Dächern zu bauen. Am Don Bosco Institut sind bereits 40 Tonnen Wellblech eingetroffen. Weitere 40 Tonnen werden noch erwartet.
Leider wird die Arbeit Don Boscos in Nepal durch konträre Signale und eine starre Bürokratie seitens der Regierung erschwert. So hat eine Regierungsstelle die Salesianer Don Boscos aufgerufen, sich an der Hilfe für drei Schulen zu beteiligen, doch lassen die Genehmigungen für die Massnahmen noch auf sich warten. Das Team von Don Bosco wäre bereit.
Update - 29.05.2015 - Bereits 12'000 Familien versorgt / Einsetzender Monsun verlangt stabilere Notunterkünfte
Seit dem ersten Erdbeben vor fünf Wochen läuft die Nothilfe in Nepal auf Hochtouren. Die Salesianer Don Boscos und Freiwillige versorgen Familien in den ärmsten und entlegensten Distrikten mit Nothilfe-Paketen. Bereits 12’000 Familien konnten die überlebenswichtigen Güter in Empfang nehmen. Jedoch leben noch immer viele Menschen im Freien. Überall sieht man Zelte und Planen. Entweder sind ihre Häuser zerstört oder so sehr beschädigt, dass sie sich nicht trauen, in sie zurückzukehren. Doch nun rückt der Monsun immer näher. Starke Regenfälle kündigen ihn bereits seit Tagen an. Schon in einer Woche könnte er da sein. Planen reichen dann als Schutz gegen die Wassermassen nicht mehr aus. Zelte würden im Schlamm versinken. Deshalb haben die Salesianer Don Boscos damit begonnen, Wellbleche zu beschaffen und zu verteilen. Damit werden einfache Schutzunterkünfte gebaut und gleichzeitig der mittel- und langfristige Wiederaufbau eingeleitet. Die Wellbleche dienen nach dem Monsun als Dächer für neu erbaute Häuser. Die Planungen laufen. Bis zum Winter brauchen hunderttausende Menschen wieder ein festes Dach über dem Kopf.
Dieses Video zeigt den Aufbau der Wellblech-Hütten:
Die Salesianer Don Boscos haben vor Ort Videos zusammengestellt. Darin kommen die vom Erdbeben Betroffenen zu Wort und schildern eindrücklich ihre Situation. Die Videos sind auf Englisch und teilweise untertitelt.
Nepal smiling back to life
A girl’s plea
Give us shelter
Nowhere to go
Survivors speak
A woman’s point of view
Nepal smiling back to life
Let’s join hands
17 Tage nach dem zerstörerischen Erdbeben in Nepal hat ein gewaltiges Nachbeben der Stärke 7,4 erneut die Region erschüttert. In Kathmandu rannten die Menschen in Panik auf die Strassen.
Pater Jijo, der die Don Bosco Nothilfe vor Ort koordiniert, gibt vorerst Entwarnung: Im unbeschädigten Don Bosco Nothilfe-Zentrum (Kathmandu) gibt es keine Verletzten oder Toten. Auch das Don Bosco Zentrum in Thecho sei nicht beschädigt worden. Jedoch stehen die Menschen erneut unter Schock.
Sobald aktuelle Informationen oder Neuigkeiten zum Nachbeben eintreffen informieren wir Sie hier.
Das Erdbeben vom 25. April hat mehr als 6600 Todesopfer und fast 14’000 Verletze gefordert. Rund 600’000 Häuser wurden teilweise oder komplett zerstört. Einige Regionen in den Bergen sind noch immer nicht zugänglich. Deshalb könnte sich die Zahl der Opfer noch erhöhen.
Das Nothilfeteam der Salesianer Don Boscos gibt vollen Einsatz und konnte bereits mehr als 2350 Familien mit Planen und Lebensmitteln versorgen. Am vergangenen Wochenende wurden die Don Bosco-LKWs mit großer Erleichterung in mehreren Dörfern im Bezirk Kavre willkommen geheissen, in denen bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hilfe eingetroffen war. Die Don Bosco Hilfsteams verteilten Nahrungsmittel und zahlreiche Zeltplanen, denn die Häuser von 40 Familien waren völlig zerstört worden und weitere Häuser drohten jederzeit einzustürzen.
„Das Ausmass der Zerstörung ist ungeheuerlich, die Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz“, berichtet Pater Jijo John, der die Don Bosco Nothilfe koordiniert. „Oft sind wir die ersten, die sie mit Lebensmitteln versorgen. Trotz aller Not bewahren die Menschen eine bewundernswerte Ruhe und unterstützen sich gegenseitig in dieser schwierigen Zeit.“
Die Salesianer Don Boscos leisten Nothilfe an sechs Orten in Nepal. Lediglich zwei können über befahrbare Straßen erreicht werden. Der Transport von Hilfsgütern stellt aktuell die größte Herausforderung dar. Deshalb prüfen unsere Partner vor Ort mögliche Alternativen zum LKW-Transport, von Miethubschraubern bis hin zu Eseln und Ponys.
Zusätzlich sind mittlerweile die meisten Märkte in Nepal leergekauft. Die Salesianer Don Boscos sind bereits dabei, dringend benötigte Hilfsgüter aus Indien zu organisieren, wo es ebenfalls große Don Bosco Niederlassungen gibt.
Die Menschen in Nepal brauchen dringend weitere Hilfe!
Bitte spenden Sie mit dem Vermerk INC 15-068 für die Erdbebenopfer. Vielen herzlichen Dank!
Die Salesianer Don Boscos sind seit 20 Jahren an mehreren Standorten in Nepal tätig. Sie haben Schulen aufgebaut und kümmern sich ganz besonders um die bitterarme Landbevölkerung, die zu ihnen grosses Vertrauen hat und in der Krisensituation nun bei ihnen Hilfe und Schutz sucht. Zudem sind die Don-Bosco-Schulen erdbebensicher gebaut und weitgehend unversehrt geblieben – sie dienen nun als Zufluchtsort für zahlreiche Menschen, deren Existenz zerstört wurde.
Der Salsianer Jijo ist mit seinen Mitbrüdern seit dem Beben rund um die Uhr im Einsatz. Sogleich wurden Hilfsmassnahmen für die Bevölkerung eingeleitet. Beispielsweise werden in sechs Dörfern rund um Kathmandu 500 Familien mit Lebensmitteln, Medizin und Materialien für Notunterkünfte versorgt. Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit hat dafür bereits 10’000 Franken nach Nepal geschickt. Andere salesianische Hilfswerke in Europa unterstützen diese 500 Familien ebenfalls mit insgesamt 50‘000 Euro.
Die Menschen in Nepal brauchen dringend weitere Hilfe!
Bitte spenden Sie mit dem Vermerk INC 15-068 für die Erdbebenopfer. Vielen herzlichen Dank!