Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03478.jsonl.gz/756

40 Prozent aller Scheidenentzündungen werden durch stäbchenförmige Bakterien (Gardnerellen) verursacht.
Eine Untersuchung an über 3'000 Frauen hat ergeben, dass psycho-sozialer Stress einen grossen Risikofaktor für eine sogenannte bakterielle Vaginose darstellt.
Hauptbeschwerden einer bakteriellen Scheidenentzündung sind: Ausfluss, Jucken und Geruchsveränderungen.
Forscher des National Institute of Child Health and Human Development in Bethesda, Maryland wollten mehr über die Auslöser dieser sehr weitverbreiteten Infektionskrankheit herausfinden.
Teilnehmerinnen der Studie waren 3'614 gesunde Frauen, alle zwischen 15 und 44-jährig, nicht schwanger und hatten bei Studienbeginn keine Antibiotika-Therapie. Während einem Jahr wurden die Frauen alle drei Monate gynäkologisch (Untersuchung des Unterleibs) untersucht. Zusätzlich zeichneten die Frauen jeweils 30 Tage vor der Untersuchung psycho-soziale Stressfaktoren auf.
Weitere Faktoren, die die Forscher im Zusammenhang mit einem erhöhten Infektionsrisiko entdeckten: Alter, Ethnik, sozialer Status, Häufigkeit von Geschlechtsverkehr, Anzahl der Sexualpartner, Verwendung von hormonellen Verhütungsmitteln sowie die Zahl der durchgeführten Scheidenspülungen.
Fazit
Unabhängig von andern Risikofaktoren erhöht psycho-sozialer Stress die Wahrscheinlichkeit einer bakteriellen Scheidenentzündung, so die Forscher. Sie vermuten, dass durch Stress das Immunsystem und dadurch die Abwehr geschwächt wird.
Mehr zum Thema