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Die am iPhone-Projekt beteiligten Kinder erhalten ein teures Smartphone zur Verfügung gestellt und dürfen damit kostenlos telefonieren und auf dem Internet surfen. Besteht da nicht die Gefahr, dass diese Kinder den richtigen Umgang mit den Mobiltelefonkosten und allgemein den Umgang mit Geld nicht lernen?
Um die Potenziale von Smartphones für das Lernen in der Primarschule zu erforschen, schafft das iPhone-Projekt Rahmenbedingungen. Dazu gehört, dass weder Eltern noch Kinder für die Geräte oder die Kommunikationskosten etwas bezahlen müssen. Dieses in dieser Hinsicht realitätsferne Setting birgt tatsächlich zwei Gefahren:
- Die Kinder erwarten auch in Zukunft, immer das Neueste kostenlos vorgesetzt zu erhalten (Förderung einer Konsum- und Erwartungshaltung).
- Den Kindern wird die Möglichkeit genommen, während der zweijährigen Projektdauer anhand der Mobiltelefonkosten den Umgang mit Geld zu üben (z.B. per Prepaid-Handy).
Wir sind jedoch überzeugt, dass sich beide Gefahren durch entsprechende Thematisierung im Unterricht bannen lassen. Der Umgang mit Geld lässt sich auch in der Projektklasse am Beispiel Mobiltelefon üben: Die Kinder werden erfahren, was ihre Nutzung normalerweise kosten würde. Denkbar ist ein Sparmonats-Wettbewerb unter den Kindern oder die Abmachung, während eines Monats die normalerweise anfallenden Kosten einem guten Zweck zu spenden.
Wesentlich scheint mir jedoch, dass diese Gefahren nur bei den speziellen Rahmenbedingungen dieses Pilotprojekts auftreten. Das Pilotprojekt wurde in der Erwartung geplant, dass bereits in fünf Jahren die Preise sowohl für entsprechende Geräte als auch deren Nutzung massiv gesunken sein werden.