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...und die Kinder sammeln Kastanien, um Figuren daraus zu basteln. Das aktuelle Thema dreht sich um die Kastanie, genauer um die Rosskastanie. Die Rosskastanie trägt ihre Früchte im August und September und lässt sie bis Oktober fallen.
Die Kastanien wurden als Futtermittel für Pferde verwendet; auch bei Atemwegserkrankungen von Pferden kam die Kastanie zum Einsatz. Daher führt wohl ihr Name zurück.
Die vor allem in der Fruchtschale der Rosskastanien enthaltenen Saponine und Glykoside sind giftig für Menschen, Hasen, Pferde, Hunde, Katzen und Kaninchen. Wildtiere wie Hirsche, Rehe, Wildsäue essen sie hingegen ohne Vergiftungssymptome/Nebenwirkungen.
Die Rosskastanie gehört zu den Seifenbaumgewächsen, die Edelkastanie (=Esskastanie) hingegen zu den Buchengewächsen.
Aus Baum, Borke, Blättern und Blüten werden Grundstoffe für die pharmazeutische Industrie genommen. Der Wirkstoff Aescin hat eine
Wirkung. Die Früchte der Rosskastanie stärken die Blutgefässe, v.a. die Venen. Ausserdem helfen sie gegen Thrombose, Venenentzündungen, Krampfadern und Hämorrhoiden.
Kastanienblütentee eignet sich gut als schleimlösendes Mittel bei Husten und wenn der Tee etwas milder angesetzt wird, wirkt er beruhigend und kann beim Einschlafen helfen.
Kastanientinktur eignet sich gut zum Einreiben bei rheumatischen Schmerzen, bei Krampfadern und bei müden, schweren Beinen.
Saponine und Flavonoide wirken sich positiv auf die Gefässe aus: Sie fördern die Durchblutung und fördern den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Diese Wirkstoffe dichten die Wände der Blutgefässe ab, sodass keine Flüssigkeit mehr ins Gewebe eintreten kann und das versackte Blut im Gewebe in die Venen zurücktritt. Das hat zur Folge, dass sich der Druck in den Gefässen reguliert und so Ödeme (Wassereinlagerungen) verschwinden und die Venen gestärkt werden.
Die Wirkung dieser Arznei ist besonders ausgeprägt auf die unteren Darmabschnitte, wo sie eine Stauung der Hämorrhoidalvenen hervorruft. Violette Krampfadern und Völlegefühl in verschiedenen Körperteilen sind charakteristisch. Die Blutgefässe der Augen sind erweitert; die Nasengänge empfindlich. Die Schleimhäute von Mund, Hals, Rektum sind geschwollen, brennen, fühlen sich trocken und wund an.
Der Aesculus-Patient ist höchst mürrisch und reizbar; er verliert schnell seine Gemütsruhe und gewinnt nur schwer wieder seine Fassung.
Im Rachen sind die Venen erweitert und geschlängelt.
Charakteristisch ist der Schmerz im Rektum: Fühlt sich wie mit kleinen Holzstückchen gefüllt an, wie eine Kastanie. Hämorrhoiden mit heftigen Schmerzen, blutend, stechend.
Also: Bei Beschwerden der Venen, egal in welchem Körperteil, muss sicher unter anderem an Aesculus gedacht werden!
Alle Bilder von Pixabay: Valentin Saban/ubieser/Alicja
Die Palette reicht von leichtem Kratzen im Hals bis zur schweren Nasennebenhöhlenentzündung. Oft wird vergessen, dass mit unterstützenden Massnahmen eine Linderung der Beschwerden herbeigeführt werden kann.
Deshalb hier einige Tipps.
Schnupfen: am besten morgens und abends die Nase mit Salzwasser spülen. Dazu Einwegampullen oder Emser Nasendusche benutzen.
Inhalation: am besten mit Salzwasser oder Kamillentee. Auf 1 Liter Wasser 2EL Meersalz geben. Dazu kann eine handvoll getrockneter Kamillenblüten beigefügt werden.
Scharfe Dämpfe: Scharfes hilft, die Nase zu befreien: Meerrettich, Knoblauch, Zwiebel... sie alle haben eine antientzündliche und schleimlösende Wirkung. 2x pro Tag 1-2 TL des gehackten Knoblauchs (oder Meerrettichs..) in die Speisen einrühren.
Hautschutz: Wenn die Nasenlöcher und die Oberlippe vom vielen Schneuzen wund und rot sind, dann kann man pures Lanolin drauftupfen ->z.B. Purelan von Medela.
Suppe: Auch gut bei Erkältungen ist die wärmende Hühnersuppe - hier ein Rezept ohne Huhn (funktioniert genauso gut).
Für 4 Portionen:
Warmes Bad: Dies kann helfen, den Schnupfen zu lindern und sich aufzuwärmen. Wenn man nicht unter homöopathischer Behandlung ist, können dem Bad ätherische Öle beigefügt werden. Ansonsten können 5 EL grobes Meersalz in das Wannenwasser gegeben werden. Man sollte nicht länger als 15 Minuten im Wasser bleiben, da der Körper sonst beginnt, abzukühlen. Nach dem Bad Pijama anziehen, warme Socken und ab ins Bett!
Entzündung der Stirn- und Nasennebenhöhlen: Hier kann es hilfreich sein, Leinsamenmehl zu verwenden. Dazu ca. 5EL Leinsamenmehl in ca. 1dl Wasser geben und zu einem heissen Brei aufkochen. Den Brei dann in eine Mullbinde geben und über die Nase und Wangen legen. 15 Minuten einwirken lassen. Das wärmt auf und löst den zähen Schleim.
Tee: bei jeder Erkältung, egal ob Schnupfen, Husten oder beides zusammen: es ist ratsam, über den Tag verteilt Tee zu trinken. Am besten eignet sich z.B.
Zwiebel: hilft bei Husten und Schnupfen. Zwiebel fein hacken. Der Geruch der Zwiebel verschafft Linderung. Ebenfalls kann man eine halbe Zwiebel fein hacken, in eine hohe Tasse geben, mit Honig auffüllen und mehrere Stunden zugedeckt ziehen lassen. Das gibt prima Hustensaft und Linderung für den rauhen Hals. 3-4x pro Tag jeweils einen TL davon nehmen. Saft sollte alle 2 Tage frisch hergestellt werden.
Kartoffelwickel: besonders bei trockenem Husten, nachts, haben sich diese Wickel bewährt. 1-3 Kartoffeln (je nach Grösse des zu behandelnden Hustenden) mit der Schale weich dämpfen. Danach ein Mulltuch zu einem Dreieck falten und eine Lage Küchenpapier auf das Mulltuch geben. Weiche Kartoffel auf das Küchenpapier geben und mit einem Nudelholz zermanschen, bis eine ca. 2cm dicke Masse entsteht. Mit einer weiteren Lage Küchenpapier die Masse bedecken, Mulltuch darüber falten und auf die Brust legen. Idealerweise macht man das vor dem Zubettgehen. 30-40 Minuten auf der Brust lassen. Am besten an 2 aneinanderfolgenden Abenden anwenden.
Vorsicht: es kann sein, dass man mehrere Lagen Mulltücher braucht, wegen der Hitze; nicht dass es zu Verbrennungen auf der Haut kommt.