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In Indien mit wenig Geld sehr viel erreichen
Gritli Schmied wuchs in St. Gallen mit sieben Geschwisterrn in bescheidenen Verhältnissen auf. Bis zu ihrer Heirat betreute sie den Haushalt und ihre Geschwister, da die Eltern arbeiten mussten.
Nach ihrer Heirat reiste sie nach Brasilien, um eine Kaffeeplantage zu eröffnen. Aus wirtschaftlichen Gründen kam sie Mitte der 50er Jahre wieder zurück.
Gerade die gemachten Erfahrungen und einschneidenden Erlebnisse, die ein Leben unter kargsten Bedingungen mit sich bringen, halfen ihr bei den späteren Projekten in Indien sehr.
Auf einer gewonnenen Weltreise sah sie das Elend der Strassenkinder in Kalkutta. Sie beschloss diesen zu helfen.
Obwohl sie sehr wenig verdiente, sparte sie über Jahre eisern für dieses Ziel. Mit mehreren Koffern gefüllt mit Hilfsgütern und viel Liebe für die Bedürftigen reiste Gritli Schmied ein zweites Mal nach Indien.
Zurück von Indien berichtete sie über ihre Erlebnisse und ihrem Wunsch zu helfen. Ihre Schilderungen waren so eindrücklich, dass immer mehr Personen sie unterstützten.
Was mit einem Waisenhaus begann, entwickelte sich mit den Jahren zu einem mittelgrossen Hilfswerk. Ein Werk, das unzähligen Menschen Leben, Mut, Zuversicht, Gesundheit, Bildung, eine Zukunft und Wertschätzung gebracht hat. Sei es beim Mittagstisch für Tagelöhner, im Altersheim für arme Leute ohne Familie, in Waisenhäusern, beim Bau von Wasserpumpen für eine ganze Region, bei Besuchen des Teams von Krankenschwestern in den Dörfern, dem Kindergarten und vielem mehr.