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Nana Caymmi
geboren am 29.4.1941 in Rio de Janeiro, Brasilien
Links www.allmusic.com (Englisch)
Nana Caymmi
Dinahir „Nana“ Tostes Caymmi (* 29. April 1941 in Rio de Janeiro, Brasilien) ist eine brasilianische Sängerin.
Leben
Nana Caymmi ist die Tochter von Dorival Caymmi, dem weltbekannten Komponisten, und der Sängerin Stella Maris. Ihre Geschwister Dori und Danilo Caymmi wurden ebenso Musiker. 1960 machte sie ihre ersten Plattenaufnahmen und kam auch zu einigen Auftritten im Fernsehen.
1961 heiratete sie den Arzt Gilberto José Aponte Paoli, mit dem sie in den nächsten Jahren in der venezolanischen Hauptstadt Caracas lebte. Dort kamen 1962 und 1963 ihre Töchter Stella Teresa Caymmi Paoli und Denise Maria Caymmi Paoli auf die Welt. Ihr erstes Album „Nana“ erschien 1963. Die Ehe und die musikalischen Ambitionen von Nana Caymmi erwiesen sich als nur schwer vereinbar und so zog es sie zurück nach Rio de Janeiro, wo 1966 ihr Sohn João Gilberto Caymmi Paoli geboren wurde.
Im selben Jahr nahm sie am ersten Festival Internacional do Canção Popular von Rio de Janeiro teil und gewann die nationale Phase des Wettbewerb mit dem von ihrem Bruder Dori zusammen mit Nelson Motta verfassten poetischen Lied „Saveiros“.[1] In der Gesamtwertung wurde sie Zweite hinter der deutschen Inge Brück mit dem Lied Frag den Wind.
1967 heiratete sie Gilberto Gil, die Ehe hielt aber nur bis 1968. 1979 heiratete sie den Komponisten und Sänger Claudio Nucci von dem sie sich erst 1984 wieder trennte.
Während ihrer Laufbahn arbeitete sie mit so bekannten Sängern wie Sérgio Mendes oder Sarah Vaughan zusammen. Ihre Musik ist in ihrer Grundtendenz melancholisch-romantisch, jedoch keinesfalls kitschig. Sie singt auch viele Boleros. Ihre Musik besingt oft die Schönheit des Landes, die Liebe, aber auch Trauer und Schmerz, und kann entfernt mit dem portugiesischen Fado verglichen werden.
Nana Caymmi kann auf eine lange Karriere zurückblicken, die vor allem in den 1990er Jahren kommerziell relativ erfolgreich war. Sie sang unter anderem auch die Titellieder zahlreicher brasilianischer Telenovelas.
Die Fernsehdokumentation „Rio Sonata“ des Schweizer Filmemachers Georges Gachot, die 2010 in Rio de Janeiro zur Erstaufführung, stellte in einer Übersetzung das Leben und Werk von Nana Caymmi erstmals auch einem größeren deutschsprachigen Publikum vor.[2]
Werk
Bekannteste Songs (Auswahl)
- Vaz e Suor, 1983.
- Chora Brasileira, 1985.
- A noite do meu bem, 1994.
- Resposta ao tempo, 1998.
Alben (Auswahl)
- Nana, 1965.
- Renascer, 1976.
- Mudança dos ventos, 1980.
- Chora Brasileira, 1985.
- Bolero, 1993.
- Alma Serena, 1996.
- Nana Caymmi in der Internet Movie Database (englisch)
- Dicionário Cravo Albin da Música Popular Brasileira: Nana Caymmi (portugiesisch)
- cliquemusic: Nana Caymmi (portugiesisch)
Einzelnachweise
- Saveiros heißen die alten einmastigen Frachtsegler mit Gaffelsegel.
- Rio Sonata Nana Caymmi auf der Website www.gachot.ch. Abgerufen am 30. Januar 2014.