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Liebe Leute bei der Schweizerischen Nationalbank: Hier sehen Sie, was die Kollegen bei der Bank of England so verdienen.
Die altehrwürdige Notenbank hat ihren Geschäftsbericht 2012/2013 (per Ende März) veröffentlicht, und dort gibt es auch allerlei Angaben über die Lohnstruktur.
Was wiederum, wegen der Vergleichbarkeit, doch interessant sein könnte für allerlei Personen am Bürkli- oder am Bundesplatz.
Zum einen wurden natürlich die Top-Löhne der drei Gouverneure bekanntgegeben: Auf Mervyn King, den scheidenden Chef, entfiel dabei ein Entschädigungspaket von 307'000 Pfund (macht beim derzeitigen Stand knapp 450'000 Franken), und die beiden stellvertretenden Gouverneure erhielten je gut 260'000 Pfund. Womit die Bank of England doch deutlich tiefer entlöhnt als die SNB.
Zumindest bis der neue Chef im Juli sein Amt antritt. Mark Carney, der neue governor, handelte für sich ein Lohnpaket von 874'000 Pfund (knapp 1,3 Millionen Franken) aus.
Interessant auch, dass die Bank of England die Verteilung der übrigen Kaderlöhne detailliert aufzeigt. Wir lernen etwa, dass 73 Personen im Management der Notenbank zwischen 80'000 und 90'000 Pfund verdienten (also etwas im Bereich von 120'000 bis 130'000 Franken), während nur einer mehr als 170'000 Pfund (245'000 Franken) erhielt.
Die Zahlen wirken also nicht unbedingt berauschend (schon gar nicht aus Perspektive einer Grossbank), und tatsächlich listet die Bank of England in ihrem Geschäftsbericht unterm Kapitel «Risks to Delivery» auf: «Ungenügende Möglichkeiten, teilweise bedingt durch Lohnbeschränkungen, genügend erfahrenes Personal zu gewinnen und zu behalten».
Oder anders: Die Bank of England fürchtet, bei der gegebenen Lohnstruktur auf dem Arbeitsmarkt nicht ganz konkurrenzfähig zu sein.