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- Inselwelt der Arktis
- Ebenfalls auf Glaciers online
Wetter und Klima
Auf den arktischen Inseln herrschen sehr unterschiedliche Klimaverhältnisse. Am extremsten ist das trockene kontinentale Klima des inneren Eisschilds von Grönland und an einigen Fjorden Ostgrönlands, wohingegen andere Gebiete mit maritimem Einfluss, wie zum Beispiel in Svalbard relativ mild sind. Wir zeigen hier die Arktis meist in den besten Wetterlagen, aber zumindest einige Fotos geben auch eine Vorstellung von stürmischen Bedingungen.
Besonders schönes arktisches Sommerwetter herrscht in Ostgrönland, auch bekannt als die “Arktische Riviera“. Aufgrund von Hochdruckgebieten in dieser Region gibt es häufig klaren, blauen Himmel, der oftmals mehrere Wochen andauert. Der Niederschlag ist gering und Gletscher gibt es nur in grösseren Höhen.
Küstennebel kann in maritimen Gebieten wie Svalbard für mehrere Tage andauern. Aus dem Nebel und niedrig hängende Wolken fällt tagelang Nieselregen. Windstille, graue Tage wie dieser sind typische Sommerwetterverhältnisse in Svalbard.
Dichte Nebelschwaden bilden sich vor der Küste während der Sommernächte, in denen die Sonne niemals untergeht. Sie erstrecken sich oft tief ins Land hinein, entlang der Fjorde. Manchmal löst sich der Nebel während des Tages aber auch auf, so wie hier in Kongsfjorden, Nordwest Spitzbergen.
Die tief stehende Abendsonne beleuchtet die Isfjord Radio Wetterstation, die von dunklem Nebel umgeben ist. Sie befindet sich am südlichen Ende des Fjordes. In Spitzbergen wird seit 90 Jahren das Wetter aufgezeichnet – eine der längsten Aufzeichnungen der Welt.
Linsenförmige Wolken über dem Eisfeld von Lomosofonna im nordöstlichen Spitzbergen zeigen an, dass in der Höhe starke Winde vorherrschen und ein Schneesturm droht. Solche Wolken (altocumulus lenticaularis) bilden sich in über Bergrücken und sind stationär.
Im Sommer hat die Arktis für die Forscherinnen und Forscher den Vorteil, dass die Sonne niemals untergeht. Bei Mitternachtssonne werden die Berge hier auf der Insel Ella Ø in Ostgrönland in einem kleinen See reflektiert.
Schneestürme können in der Arktis das ganze Jahr über vorkommen, besonders in Höhenlagen über 500 Meter. Hier ist ein Geologencamp auf Wilsonbreen auf einer Höhe von 1.000 Metern in Nordost Spitzbergen im Juli von einem drei Tage andauernden Schneesturm fast begraben worden.
Naturwissenschaftler tauchen nach einem Midsommerschneesturm wieder aus ihren Zelten auf. Im Hintergrund sind noch Schneewirbel zu erkennen. Obwohl der Grossteil des Schnees von der Gletscheroberfläche gefegt wurde, hat sich dennoch eine Menge um die Zelte herum abgelagert.
Die Verteilung des Schnees wird hauptsächlich vom Wind bestimmt. Der Wind kann grosse Vertiefungen zwischen Gletschern und Gesteinswänden einschneiden, so genannte „wind scoops“, wie hier auf dem Haakenbreen in Westspitzbergen.
Ende August verschwindet die Mitternachtssonne zum ersten Mal. Hier fährt ein Motorboot der Universität Cambridge entlang der Mündung des Isfjorden während die Mitternachtssonne hinter den Bergen im Norden verschwindet.
|Fotos: Michael Hambrey|