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Inner Wheel im Rotary Magazine - September 2018Donnerstag, 13. September 2018
Empowerment durch Bildung
Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.
John F.Kennedy
Die meisten von uns haben Kinder, welche in der Schweiz eine Ausbildung durchliefen, in vielen Fällen eine Ausbildung nach ihren Fähigkeiten und Wünschen. Dank ihrer Ausbildung einerseits und den gesellschaftspolitischen Gegebenheiten andrerseits, verfügen sie über das nötige Selbstvertrauen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Auch meine drei erwachsene Töchter hatten die Möglichkeit, eine Ausbildung nach Wunsch zu durchlaufen, arbeiten heute in völlig unterschiedlichen Bereichen und sind weder von uns Eltern noch von einem Partner abhängig.
In vielen Ländern ist es noch heute so, dass (die mehrheitlich von Armut betroffene) Frauen kaum eine Möglichkeit für eine Ausbildung haben. Sie werden nach der Grundschule - wenn sie diese überhaupt beenden - zum Geldverdienen geschickt und als billige Arbeitskräfte ausgenutzt.
In Nicaragua, dem zweitärmsten Land Lateinamerikas, das immer wieder – auch gegenwärtig - von politischer Unstabilität geprägt ist, ist der Machismo weit verbreitet und den Frauen fehlen sowohl die Möglichkeit als auch das Selbstvertrauen, sich zu wehren.
Seit 1989 - also bald 30 Jahre! - setzt sich MIRIAM dafür ein, dass auch Mädchen die Primarschule abschliessen können, gefördert werden und einen Beruf erlernen. ESCUELA MIRIAM ermöglicht ihnen, die Primarschule nachzuholen und einen Lehrgang mit staatlich anerkanntem Diplom in Schneiderei, Kunsthandwerk, Coiffure/Kosmetik oder PC-Anwendungen zu machen. Auch unternehmerisches Wissen wird vermittelt, damit die Frauen eine eigenes Geschäft führen können. Die Schülerinnen werden über ihre Rechte informiert und gewaltbetroffenen Frauen psychologisch betreut. Sind die Fähigkeiten für ein Studium vorhanden, werden die Studentinnen durch ein Stipendienprojekt unterstützt. Diese so ausgebildeten Frauen haben eine grosse Signalwirkung und Vorbildfunktion für das familiäre und soziale Umfeld und geben häufig ESCUELA MIRIAM etwas zurück, indem sie als Mentorinnen und Motivatorinnen den anderen Schülerinnen beistehen und sie beraten.
Ich wünsche mir, dass auch andere Töchter, welche nicht so optimale Voraussetzungen haben wie unsere, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen können. Mit den in meinem Amtsjahr eingehenden Spenden unterstützen wir ESCUELA MIRIAM ( www.miriamschweiz.ch) und leisten unseren Beitrag zu Empowerment durch Bildung.
Heisst nicht unser internationales Sozialprojekt: «Caring for women and girls»?
YES, WE CARE!!
Text und Foto: Claudia Vonlanthen