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Konzept Sprachen EDK-Ost
Am 2. März 2005 veröffentlichte die EDK-Ost ein Konzept zur Umsetzung der EDK-Strategie für die gesamtschweizerische Koordination des Sprachenunterrichts in den Kantonen der EDK-Ost. An den folgenden Projektbereichen wurde gearbeitet:
- Förderung der Erstsprache
- Einführung des Sprachenportfolios und neuer Evaluationsinstrumente
- Stärkung der zweiten Landessprache
- Einführung Englisch in der Primarschule
Projektbereich 1: Förderung der Erstsprache / Standardsprache
Dieser Projektbereich steht in engem Zusammenhang mit der Umsetzung des Aktionsplans PISA der EDK, der auch nach der Veröffentlichung der Resultate aus PISA 2003 weiterhin gilt. Folgende Massnahmen stehen im Vordergrund:
- Hochdeutsch als Unterrichtssprache / Umsetzung des EDK-Projekts HarmoS
- Massnahmen zur Sprachförderung, insbesonders der Leseförderung
- Begegnung mit Sprachen / Language Awareness / Umsetzung Projekt "Jaling"*
- Lernen durch und für die Vielfalt: Der Schlussbericht des Projekts "Jaling" (lat: ianua linguarum - Tor zu und zwischen den Sprachen) zur Sprachförderung in Kindergarten und Volksschule durch Sprachvergleich ist im Juni 2005 in der EDK-Reihe "Studien und Berichte" erschienen: Nr. 22 (Bestellung über EDK)
Projektbereich 2: Einführung Sprachenportfolio und neuer Evaluationsinstrumente
- Einführung des Europäischen Sprachenportfolios (ESP)
- Instrumente zur Evaluation von Fremdsprachen
- Umsetzung Projekt IEF: Instrumente zur Evaluation von Fremdsprachenkompetenzen (Französisch, Englisch)
Projektbereich 3: Stärkung der 2. Landessprache
- Zielsetzungen / Mindestkompetenzen / Lehrplan
Im Rahmen des EDK-Projekts HarmoS wurden bis 2007 die Mindestkompetenzen am Ende des 6. und 9. Schuljahres festgelegt, einschliesslich Lernziele im kulturelllen Bereich. Die anschliessende Anpassung der Lehrpläne soll koordiniert erfolgen.
- Anpassung der Didaktik und der Lehrmittel einschliesslich Sekundarstufe I und II
- Graubünden: Italienisch bzw. Deutsch; alle andern Kantone: Französisch.
Projektbereich 4: Einführung Englisch in der Primarschule
Mit der Einführung von Englisch in der Primarschule verfolgen die Kantone folgende Ziele:
- Sprachlich: Vermittlung von sprachlichen Basisfähigkeiten in der Primarschule und Ausbildung einer kommunikativen Kompetenz der Lernenden im Lauf der Volksschule. Dazu werden Mindestkompetenzen nach dem 6. und 9. Schuljahr im Rahmen des EDK-Projekts HarmoS auf 2007 formuliert und festgelegt.
- Didaktisch: Der Englischunterricht nutzt Synergien mit andern Sprachen (Deutsch, Französisch, Migrationssprachen). Dazu wenden die Lehrpersonen Erkenntnisse aus der Mehrsprachigkeitsforschung an. Sie setzen eine Didaktik der Mehrsprachigkeit um im Sinne des Gesamtsprachenkonzepts.
- Organisatorisch: Die Neuerungen im Sprachenunterricht werden in die allgemeine Schulentwicklung (Strukturen, Lehrpläne) einbezogen und mit der Umsetzung von Ergebnissen aus den Projekten HarmoS, Basisstufe, Blockzeiten / Tagesstrukturen koordiniert.