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6. Juli 2001
Wolfgang Amadeus Mozart starb an Kotelett
Die Presseagentur AP meldete kürzlich folgendes neue Forschungsergebnis über den Tod Mozarts:
-ap - Eine neue Theorie zum Tod von Wolfgang Amadeus Mozart hat ein amerikanischer Arzt aufgestellt: Laut Jan Hirschmann kosteten nicht Nierensteine, Lungenentzündung oder eine Herzkrankheit dem Komponisten im Alter von 33 Jahren das Leben, sondern seine Vorliebe für Schweinekoteletts. Über den Verzehr von nicht ganz durchgekochtem Fleisch habe sich Mozart mit Trichinose infiziert, heisst es in einem Artikel der Zeitschrift «Archives of Internal Medicine». -
Die durch einen Wurm ausgelöste Krankheit könne alle Symptome erklären, unter denen Mozart kurz vor seinem Tod litt, darunter Fieber, Hautausschlag und Gliederschmerzen, schreibt Hirschmann. Der Arzt stützt sich auf medizinische Literatur, historische Dokumente, Mozart-Biografien und auf einen Brief, den der Meister 44 Tage vor seinem Tod im Jahr 1791 verfasste. Darin beschreibt Mozart den Verzehr von Schweinekoteletts. Die Inkubationszeit bei Trichinose kann bis zu 50 Tage betragen, Mozart starb 15 Tage nach Ausbruch einer Krankheit. DieÄrzte gaben damals nur eine schwammige Erklärung zur Todesursache ab, eine Autopsie gab es nie. Nach dem Tod schossen die Spekulationen ins Kraut: Unter anderem hiess es, Mozart sei von einem rivalisierenden Komponisten vergiftet worden.
Hirschmann verweist darauf, dass damals in Wien eine unbekannte Epidemie auftrat. Trichinose wurde erst nach mehreren Ausbrüchen in Europa im 19. Jahrhundert entdeckt. Bei Komplikationen der Krankheit können dem Arzt zufolge Lungenentzündungen und Herzkrankheiten auftreten, die in früheren Therorien als Todesursachen vermutet worden waren.
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