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"Nichts mehr davon, ich bitt euch. Zu essen gebt ihm, zu wohnen, / Habt ihr die Blöße bedeckt, gibt sich die Würde von selbst." Diese Verse sind nicht etwa von Bertolt Brecht, sondern von Friedrich Schiller, an dem schon Thomas Mann den rebellischen Materialismus und die wunderbare "Lust am höheren Indianerspiel" gerühmt hat. Natürlich sind Schillers Gedichte auch hervorragende Vorlagen zum Parodieren und Rappen. Aber schon eine ruhige Entdeckungsreise durch diesen Band mit den schönsten und wichtigsten Gedichten zeigt, wie lebendig Schillers Lyrik gerade heute wieder ist.
Autorentext
Friedrich Schiller wurde 1759 in Marbach geboren. Auf Befehl des Herzogs Karl Eugen musste der junge Schiller 1773 in die "Militär-Pflanzschule" eintreten, wo er ab 1775 Medizin studierte; später wurde er Regimentsmedicus in Stuttgart, das er 1782 nach Arrest und Schreibverbot wegen seines Stückes "Die Räuber" jedoch fluchtartig verließ. 1789 wurde er zum Professor der Geschichte und Philosophie in Jena ernannt, 1799 ließ er sich endgültig in Weimar nieder. Schiller starb am 9.5.1805 in Weimar.