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Rechnungsbuch aus Porrentruy und die Einnahme von Hühnern 1469/70
Joel Paul Zschoge
Einleitung
Rechnungsbücher geben einen detaillierten Einblick über Einnahmen und Ausgaben – in Geld oder auch Naturalien – einer Institution, Gruppe oder Person. Sie gehören zum Geschäfts- und Verwaltungsschriftgut, welches im 12. und 13. Jahrhunderts eine quantitative Vermehrung und qualitative Verbreitung erlebte. Rechnungen bilden für geschichtswissenschaftliche Untersuchungen eine Quellengruppe einen grossen Aussagewert. [Ad fontes] Jedoch müssen bei der sprachlichen und sachlichen Auswertung der Rechnungsbücher einige quellenkritische Hürden beachtet werden. Diese Omeka-Website befasst sich genau mit dieser Thematik: Mit welchen quellenkritischen Hürden wird man bei der Auswertung eines Rechnungsbuchs konfrontiert? Welche Aussagekraft hat ein Rechnungsbuch und wie kann so eine Quelle in einen mikrogeschichtlichen Kontext eingebettet werden?
Ausserdem soll die Website aufzeigen, wie mit digitalen Hilfsmitteln wie Transkribus und Nodegoat eine handschriftliche Quelle erschlossen und deren Ergebnisse visualisiert werden können.
Der Quellengegenstand, der auf dieser Seite behandelt wird, ist eine Amtsrechnung aus Porrentruy aus dem Jahr 1469/70 aus den Archives de L’Ancien Evêche de Bâle. Der Schreiber des Rechnungsbuch war Konrad Fuchs, Schaffner in Porrentruy.