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Was ist ein Aufhebungsvertrag?
Durch einen Aufhebungsvertrag (oder auch Auflösungsvertrag) können Schuldverhältnisse zwischen zwei Parteien einvernehmlich beendet werden. Er findet bevorzugt dann Anwendung, wenn es um die Beendigung arbeitsrechtlicher Verhältnisse geht. Er bedarf zwar keiner Schriftform, diese ist aus Beweisgründen jedoch zu bevorzugen. Im Gegensatz zu den gesetzlich vorgesehenen Kündigungsmöglichkeiten eines Arbeitsverhältnisses setzt ein Aufhebungsvertrag die Mitwirkung beider Parteien voraus: Er ist somit eine einvernehmliche Auflösung einer rechtlich wirksamen Bindung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Während eine Kündigung immer eine einseitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses darstellt und – bei Wahrung der gesetzlichen Kündigungsfrist und anderer Modalitäten – auch dann wirkt, wenn der Vertragspartner (also der Arbeitnehmer) nicht einverstanden ist, ist bei einem Auflösungsvertrag der übereinstimmende Wille beider Parteien entscheidend.
Häufig beinhaltet ein derartiger Vertrag auch die Vereinbarung einer Abfindungszahlung. Die Abfindung ist eine einmalige Zahlung, die außerordentlich erfolgt und den Arbeitnehmer für den Verlust des Arbeitsplatzes und den damit einhergehenden Verdienstausfall entschädigen soll.