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Die Schweizerinnen bekommen es an der Endrunde im nächsten Sommer (6. bis 31. Juli) in den Gruppenspielen mit den Niederlanden, Schweden und Russland zu tun. Sie müssen damit entweder den Titelverteidiger oder den Olympia-Finalisten hinter sich lassen, wenn sie zum ersten Mal die EM-Viertelfinals erreichen wollen. Dies ergab die Auslosung in Manchester.
Nationaltrainer Nils Nielsen sprach im Nachgang von einer «sehr, sehr starken Gruppe». Schweden, das an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio erst im Final von Kanada im Penaltyschiessen gestoppt wurde, bezeichnete er als «die wohl kompletteste Mannschaft im Turnier. Ich sehe keine Schwächen in diesem Team. Für mich waren sie schon in Tokio am besten.» Er glaube nicht, dass die Schweiz chancenlos sei, «aber alle von uns müssen einen guten Tag haben und sich gegenseitig besser machen», so Nielsen.
Ihren ersten Einsatz haben die Schweizerinnen am 9. Juli in Leigh gegen den Gruppenaussenseiter Russland, dessen Stärken vorab in der Defensive liegen. Vier Tage später kommt es in Sheffield zum Duell mit den hoch gehandelten Schwedinnen, gegen die Nielsen als Trainer Dänemarks schon einige empfindliche Niederlagen bezogen hat. Am 17. Juli wartet schliesslich, wiederum in Sheffield, Titelverteidiger Niederlande auf die Schweiz. Es könnte das entscheidende Duell ums Weiterkommen sein.
Gegen die Niederlande unterlag die Schweiz 2018 zum Abschluss der Ära mit Trainerin Martina Voss-Tecklenburg im Playoff um die WM-Qualifikation (0:3, 1:1), in der Folge erreichten die «Oranje Leuwinnen» den WM-Final. Gegen Schweden setzte es für die Schweizerinnen zuletzt 2019 an einem Turnier in Portugal ein 1:4 ab. Für die Schweiz ist es erst die zweite Teilnahme an einer Frauen-EM. Bei der Premiere 2017 scheiterte sie in der Gruppenphase an Österreich und Frankreich.
Eröffnet wird die coronabedingt um ein Jahr verschobene Frauen-EM am 6. Juli 2022 mit der Partie von Gastgeber England gegen Österreich. Ebenfalls in der Gruppe mit England ist neben Norwegen Nordirland. Der Final steigt am 31. Juli im Londoner Wembley-Stadion.