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1. Überblick
Ein Reizmagen zeigt sich durch Beschwerden wie Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl oder auch Übelkeit und Erbrechen. Ein Reizmagen ist schwierig zu diagnostizieren, da er keine einheitlichen Symptome zeigt und mit Routineuntersuchungen wie Ultraschall oder Bluttest nicht nachweisbar ist. Die Therapie muss individuell angepasst werden.
Ein Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) hat eine gute Prognose, selbst wenn er durch starke Beschwerden die Lebensqualität einschränkt: Das Risiko, eine entzündliche oder bösartige Erkrankung des Magens zu entwickeln, ist beim Reizmagen nicht erhöht.
Die funktionelle Dyspepsie ist eine häufige Funktionsstörung des Magens, die vor allem mit Beschwerden im Oberbauch einhergeht, ohne dass krankhafte Veränderungen am Magen nachzuweisen sind. Die Ursachen für den Reizmagen sind bisher nicht eindeutig geklärt. Als Auslöser kommen zum Beispiel Störungen der Magenmuskelbewegungen, Ernährungsgewohnheiten, erbliche Faktoren und psychische Belastungen infrage. Die für einen Reizmagen typischen Symptome sind:
- Schmerzen und Druck im Oberbauch (sog. Stein im Magen)
- Völlegefühl
- vorzeitiges Sättigungsgefühl und Appetitlosigkeit
- nicht-saures Aufstossen
- Übelkeit und Erbrechen
Diese Symptome können einzeln oder kombiniert, ernährungsabhängig oder -unabhängig auftreten. Ausserdem kann ein Reizmagen alleine oder zusammen mit einem Reizdarm-Syndrom vorliegen, dessen Symptome (z.B. Bauchschmerzen, Blähungen) den unteren Magen-Darm-Trakt betreffen. Und vor allem bei Frauen, die eine funktionelle Dyspepsie haben, kann gleichzeitig eine Reizblase bestehen.
Wegen der vielfältigen Beschwerden und der oft unklaren Ursache kann es beim Reizmagen für die Diagnose hilfreich sein, in einem Tagebuch festzuhalten, unter welchen Begleitumständen wann welche Beschwerden auftreten. Um eine funktionelle Dyspepsie sicher zu diagnostizieren, ist es erforderlich, andere Erkrankungen als Ursachen für die Beschwerden auszuschliessen. Daher kommen neben der Routinediagnostik (körperliche Untersuchung, Blut- und Stuhluntersuchungen) weitere Verfahren wie eine Magenspiegelung (Gastroskopie) zum Einsatz.
Die gegen einen Reizmagen eingesetzte Behandlung zielt vor allem darauf ab, die Beschwerden zu beseitigen. Die Ernährung umzustellen ist oft schon eine grosse Hilfe. Daneben können bei einem Reizmagen Medikamente, Entspannungsübungen und eine Psychotherapie hilfreich sein. In der Regel gelingt es so schnell, die funktionelle Dyspepsie zum Abklingen zu bringen.
2. Definition
Der Begriff Reizmagen oder funktionelle Dyspepsie (griech. dys = Störung eines Zustands oder einer Funktion, pepsis = Verdauung) beschreibt eine Störung der Magenfunktion, die vor allem zu Magenbeschwerden beziehungsweise Oberbauchbeschwerden führt und für die keine organische Ursache festzustellen ist. Nach internationaler Definition liegt dann ein Reizmagen vor, wenn die typischen Beschwerden wie Völlegefühl, Druck im Oberbauch, vorzeitiges Sättigungsgefühl, Übelkeit und Erbrechen innerhalb eines halben Jahres mindestens drei Monate bestehen und nach ärztlichen Untersuchungen andere Erkrankungen des Magens wie Magengeschwüre oder Entzündungen als Auslöser ausgeschlossen sind.
Der Reizmagen ist nicht durch ein einheitliches Beschwerdebild gekennzeichnet: Die typischen Beschwerden können zwar alle zusammen, aber in unterschiedlicher Gewichtung oder auch einzeln auftreten. So kann sich eine funktionelle Dyspepsie zum Beispiel vor allem durch vorzeitige Sättigung und Völlegefühl nach dem Essen bemerkbar machen (sog. postprandialer Reizmagen-Typ: lat. post = nach, prandium = Mahlzeit). Ein Reizmagen kann aber auch essensunabhängig überwiegend Schmerzen und ein Brennen im Oberbauch (Epigastrum) verursachen (sog. epigastraler Schmerztyp: griech. epi = über, bei; gaster = Magen). Es ist jedoch nicht möglich, einzelne Reizmagen-Typen klar voneinander zu trennen, da sich die Beschwerdebilder häufig überschneiden.
Häufigkeit
Schätzungsweise 10 bis 20 Prozent aller Menschen in den westlichen Industrieländern haben einen Reizmagen, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Damit ist der Reizmagen zusammen mit dem Reizdarm in den westlichen Industrieländern die häufigste Störung des Magen-Darm-Trakts. Frauen sind öfter von einer funktionellen Dyspepsie betroffen als Männer.
3. Ursachen
Worin ein Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) seine Ursachen hat, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Der früher angenommene Zusammenhang zwischen einer Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori und der Ausbildung der Symptome eines Reizmagens hat sich nicht bestätigt. Nach derzeitigem Diskussionsstand gelten vor allem Funktionsstörungen des Magens wie eine gesteigerte motorische Aktivität, deren Gründe jedoch nicht bekannt sind, als mögliche Auslöser der Magenbeschwerden. So bleibt der Nahrungsbrei normalerweise länger im vorderen Magenabschnitt, wohingegen er sich bei Menschen mit Reizmagen schnell im hinteren Magenabschnitt vor dem Pförtner (im sog. Antrum) ansammelt. Die Betroffenen erleben das verstärkte Zusammenziehen (Kontraktion) der Muskulatur der Magenwand als schmerzhaft.
Des Weiteren kommen für einen Reizmagen Ernährungsgewohnheiten und Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Ursachen infrage. So geben die Betroffenen häufig den Genuss von Kaffee, scharfen Gewürzen, Alkohol und fetthaltigen Lebensmitteln als Auslöser für ihre Oberbauchbeschwerden an. Auch Unverträglichkeiten gegen Milchprodukte, Eier und bestimmte Obstsorten können Anzeichen für eine funktionelle Dyspepsie hervorrufen. Ausserdem kann die Säurebildung des Magens zumindest daran beteiligt sein, dass dessen Funktion gestört ist, denn: In Einzelfällen helfen magensäurereduzierende Medikamente (z.B. Protonenpumpenhemmer) gegen den Reizmagen (v.a. wenn bei den Beschwerden Schmerzen im Vordergrund stehen).
Es ist auch nicht auszuschliessen, dass sich der Reizmagen durch erbliche Einflüsse entwickeln kann. Und in manchen Fällen hat die funktionelle Dyspepsie ihre Ursachen zumindest teilweise in einem gestörten Immunsystem: So besteht beim Reizmagen in manchen Fällen beispielsweise nachweislich ein Zusammenhang mit vorangegangenen Infektionen.
Des Weiteren können psychische Faktoren für einen Reizmagen (mit)verantwortlich sein: So können schwere Konfliktsituationen und psychische Störungen, zum Beispiel Ängste oder Depressionen, die Entstehung eines Reizmagens begünstigen oder dessen Symptome verstärken. Für eine veränderte Motorik der Magenmuskulatur beispielsweise kommen als Ursachen seelische Anspannung, Unruhe oder verstärkte Ängste infrage. Darüber hinaus sind die Betroffenen häufig erhöht aufmerksam für ihre körperlichen Prozesse und erleben ihre Beschwerden mit grösserer Intensität. Für diese Wechselwirkungen von Magen und Psyche ist das sogenannte Bauchhirn oder enterische Nervensystem verantwortlich.
Bauchhirn (enterisches Nervensystem)
Wie beim Reizdarm spielt auch beim Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) unter den Ursachen für die Funktionsstörung das Bauchhirn (enterisches Nervensystem) eine wichtige Rolle: Der für Gedanken und Gefühle zuständige Teil unseres Gehirns (das Grosshirn) ist über viele Nerven mit dem vegetativen beziehungsweise dem enterischen Nervensystem – dem sogenannten Bauchhirn – verbunden. Diese Nervenverbindungen sind für die beim Reizmagen bestehende Wechselwirkung von Magen und Psyche verantwortlich. Die Nervenzellen des Bauchhirns und des Grosshirns kommunizieren mithilfe von bestimmten Stoffen (sog. Überträgerstoffe bzw. Neurotransmitter) miteinander, wobei beide Hirne dieselben Überträgerstoffe verwenden: So ist beispielsweise der im Grosshirn an der Regelung unseres Appetits und unserer Stimmung beteiligte Überträgerstoff Serotonin im Bauchhirn an der Regelung der Tätigkeit und Schmerzempfindlichkeit des Magen-Darm-Trakts beteiligt.
4. Symptome
Für einen Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) sind folgende Symptome typisch:
- Druck im Oberbauch (sog. Stein im Magen)
- Schmerzen im Oberbauch
- Völlegefühl
- vorzeitiges Sättigungsgefühl, Appetitlosigkeit
- nicht-saures Aufstossen
- Übelkeit, Erbrechen
- begleitend Sodbrennen und saures Aufstossen
Diese Symptome können einzeln oder kombiniert auftreten. Ein Reizmagen verursacht also kein einheitliches Beschwerdebild. Ausserdem ist der Zusammenhang zwischen Reizmagen-Beschwerden und Nahrungszufuhr unterschiedlich: So kann sich ein Reizmagen sowohl im Hungerzustand bemerkbar machen und sich durch Nahrungsaufnahme bessern als auch beim oder nach dem Essen in Erscheinung treten. Dabei stehen meist verschiedene Symptome im Vordergrund: Zeigt sich die funktionelle Dyspepsie vor allem nach dem Essen (postprandial), können zum Beispiel die vorzeitige Sättigung und das Völlegefühl überwiegen. Denn wenn ein Reizmagen essensunabhängig ist, bleiben die Symptome oft auf Schmerzen und Brennen im Oberbauch (Epigastrum) begrenzt. Häufig überschneiden sich die einzelnen Beschwerdebilder.
Neben den für einen Reizmagen typischen Magenbeschwerden bestehen häufig weitere Symptome wie schnelle Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwäche, Nervosität, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Schweissneigung und feuchte Hände.
Die funktionelle Dyspepsie kann gesondert bestehen. Nicht selten (in ca. 30% der Fälle) entwickelt sich jedoch zusammen mit einem Reizmagen ein Reizdarmsyndrom. Wichtigstes Symptom für den Reizdarm sind Bauchschmerzen, die nach dem Stuhlgang zurückgehen. Daneben kann es zum Beispiel zu Gasansammlungen im Darm und zu Blähungen kommen. Ob die Beschwerden von Reizmagen und Reizdarm dann gleichermassen ausgeprägt sind oder ob die Symptome überwiegend den oberen oder unteren Magen-Darm-Trakt betreffen, ist von Fall zu Fall verschieden. Neben dem Reizdarmsyndrom können vor allem bei Frauen mit Reizmagen auch die Anzeichen einer sogenannten Reizblase begleitend auftreten.
5. Diagnose
Bei einem Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) ist zur Diagnose eine genaue Befragung über die Art und das Auftreten der Symptome, Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände (Anamnese) unerlässlich. Trotz der Beschwerden zeigen die körperliche Untersuchung und die Laboruntersuchungen von Blut und Stuhl meist keinen besonderen Befund. Auch weitere technische Untersuchungen zeigen keine Auffälligkeiten, denn: Die zur Entstehung eines Reizmagens führenden Abläufe sind mit den diagnostischen Routineuntersuchungen (wie Blutuntersuchung, Ultraschall, Magenspiegelung) nicht nachweisbar.
Dennoch sind diese Untersuchungen bei Verdacht auf einen Reizmagen für die Diagnose wichtig, denn: Nur durch den Ausschluss organischer Erkrankungen ist es möglich, eine funktionelle Dyspepsie sicher zu diagnostizieren. Bei anhaltenden Beschwerden kommen eine Magenspiegelung (Gastroskopie) mit einer Gewebeentnahme (Biopsie) und eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs zum Einsatz, um andere Erkrankungen des Magens wie eine Magenschleimhautentzündung, ein Magengeschwür (Ulkus) oder Magenkrebs auszuschliessen.
Die Beschwerden bei einem Reizmagen sind in der Regel vielfältig und die Auslöser, wie bestimmte Nahrungsmittel oder stressige Situationen, oft unklar. Deshalb kann es für die Diagnose hilfreich sein, ein Tagebuch zu führen, in dem man notiert, wann welche Symptome auftreten und welche anderen Begleitumstände gerade vorliegen.
6. Therapie
Bei einem Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) zielt die Therapie darauf ab, die Beschwerden zu beseitigen und so die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen. Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt über die Magenfunktionsstörung und ihre möglichen Ursachen kann oft bereits sehr beruhigen. Die anschliessende Vorgehensweise hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich ist gegen den Reizmagen eine individuell zugeschnittene Behandlung sinnvoll. Dabei stehen folgende Massnahmen zur Verfügung:
- Allgemeinmassnahmen (z.B. Veränderung des Lebensstils)
- psychotherapeutische Massnahmen (vorrangig oder begleitend)
- Medikamente
Reizmagen – was tun?
Ein Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) macht nicht immer eine medikamentöse Therapie notwendig. In manchen Fällen reicht zur erfolgreichen Behandlung Ihrer Beschwerden auch das aus, was Sie selbst tun können.
Wenn Hinweise darauf vorliegen, dass Ihr Reizmagen im Zusammenhang mit bestimmten Essgewohnheiten oder Nahrungsmitteln steht, kann eine veränderte Ernährung möglicherweise helfen: Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt über mögliche Diätmassnahmen. So können Sie bei einem Reizmagen zum Beispiel den Genuss von scharfen Gewürzen, Kaffee oder blähenden Speisen vorübergehend einschränken. In vielen Fällen wirkt sich regelmässige Nahrungsaufnahme in kleineren Portionen günstig auf eine funktionelle Dyspepsie aus. Eine spezielle allgemeingültige Diät für Reizmägen steht jedoch nicht zur Verfügung. Vielmehr sind die individuellen Verträglichkeiten zu berücksichtigen.
Ausserdem kann es eine grosse Hilfe bei einem Reizmagen sein, einfache Entspannungsübungen wie autogenes Training oder eine geeignete Meditationstechnik zu lernen, um Konfliktsituationen besser zu bewältigen. Bei hartnäckigen Reizmagen-Beschwerden und einer psychischen Störung, ist es darüber hinaus ratsam, eine psychotherapeutische Behandlung, wie zum Beispiel eine Verhaltenstherapie oder psychoanalytische Verfahren, in Erwägung zu ziehen.
Medikamente
Bei einem Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) kommen als begleitende Therapie Medikamente zum Einsatz, um die vorliegenden Beschwerden zu lindern oder vorübergehend zu beseitigen. Die medikamentöse Behandlung von Reizmägen wirkt demnach symptomatisch – die Magenfunktionsstörung selbst kann sie nicht beheben. Darum sind Medikamente gegen einen Reizmagen nur über einen befristeten Zeitraum empfehlenswert, solange Sie ausgeprägte Beschwerden haben.
Wenn Ihre funktionelle Dyspepsie eine medikamentöse Therapie notwendig macht, können Sie zum Beispiel ein magensäurehemmendes Medikament erhalten. Daneben kommen beim Reizmagen Medikamente zur Behandlung infrage, die die Magenentleerung beschleunigen. Diese Mittel sind für Sie geeignet, wenn Protonenpumpenhemmer und nicht-medikamentöse Massnahmen bei Ihnen nicht ausreichend wirken und wenn Ihr Reizmagen sich vor allem durch Übelkeit, Druck- und Völlegefühl sowie nicht-saures Aufstossen bemerkbar macht.
Daneben stehen weitere Medikamente zur Verfügung, die Hilfe bei Reizmagen-Beschwerden versprechen: So zeigen Mittel, die Kümmel, Anis und Fenchel enthalten, eine ähnliche Wirkung. Ist der Reizmagen mit starken Schmerzen verbunden, können zur Behandlung krampflösende Mittel zum Einsatz kommen. Auch japanisches Heilpflanzenöl oder die sogenannte Heilerde kann möglicherweise gegen eine funktionelle Dyspepsie helfen, indem sie beruhigend und schmerzlindernd wirken.
Bevor Sie sich jedoch selbst Medikamente gegen Ihren Reizmagen besorgen, halten Sie am besten Rücksprache mit Ihrem Arzt, denn: Viele Arzneimittel auf pflanzlicher Basis, die gegen die typischen Beschwerden einer funktionellen Dyspepsie erhältlich sind, enthalten Alkohol. Eine Therapie hiermit kann bei einem sehr empfindlichem Magen Unverträglichkeiten hervorrufen und ist zudem mitunter gefährlich.
7. Verlauf
Ein Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) nimmt einen guten Verlauf: Die Magenfunktionsstörung kann zwar starke Beschwerden verursachen und so die Lebensqualität der Betroffenen massiv einschränken, jedoch haben Menschen mit einem Reizmagen kein erhöhtes Risiko, eine entzündliche oder bösartige Erkrankung des Magens zu entwickeln. Auch auf die Lebenserwartung hat ein Reizmagen keinen Einfluss. In vielen Fällen gelingt es mit einfachen Massnahmen (wie veränderte Ernährung, Entspannungsmassnahmen), die Magenbeschwerden zum Abklingen zu bringen. Nur in etwa einem Prozent der Fälle ist wegen anhaltender Beschwerden eine dauerhafte Behandlung nötig.
8. Vorbeugen
Einem Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) können Sie nicht vorbeugen, da die Ursachen für diese Störung der Magenfunktion nicht eindeutig geklärt sind. Wichtig ist es, dass Sie sich in ausführlichen Gesprächen mit Ihrem Arzt über die Umstände der Beschwerden aufklären lassen. Durch eine gezielte Beeinflussung Ihrer Ernährungsgewohnheiten und durch verschiedene psychotherapeutische Massnahmen zur Stress- oder Konfliktbewältigung gelingt es meist, dauerhafte, chronische Reizmagenbeschwerden zu vermeiden.