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Einsatz für die NaturDie relativ starke Entwicklung vom ursprünglich kleinen Bauerndorf zum Kurort gab und gibt uns aber auch Probleme auf. Schon relativ früh erkannte man, dass unsere Natur- und Kulturlandschaft mit den Seen das Kapital von Sils ist. Entsprechend wurden in mehreren Etappen grosse Anstrengungen unternommen, um die Umgebung des Dorfes möglichst gut zu erhalten. Der Beginn dazu war die Ablehnung eines Projektes, das vorsah, den Silsersee mit Dämmen in einen Stausee zu verwandeln und das Wasser über den Malojapass abzuleiten, um elektrische Energie zu gewinnen. Damals entzweite diese brisante Grundsatzfrage das Dorf, zum Teil sogar einzelne Familien.
Später wurden in gemeinsamen Anstrengungen mit Landschaftsschutzorganisationen der Silsersee und seine Umgebung geschützt, in den Siebziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde mit Unterstützung der Kreisgemeinden, Kanton und Bund die Silserebene zum grossen Teil vor Überbauung geschützt, und in den nachfolgenden Jahren war die Bevölkerung selbst sehr aktiv und verständnisvoll darum bemüht, die bauliche Tätigkeit in einem beschränkten Mass zu halten. 1995 entschied sich die Gemeindeversammlung mit überwältigendem Mehr, auf Anregung einer Initiative hin, zu einer starken Redimensionierung der verbleibenden Bauzonen in der Gemeinde.