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| Gregor v. Nazianz († 390) - Reden

XVIII. Rede
41.
Du1 aber, der du über meine Worte und Handlungen richtest, was hältst du von mir? Genügen meine Worte und entsprechen sie dir, dann stimme mir zu, und wir hören darauf. Auf deine Worte warten wir; denn deine Stimme ist wahrlich Gottes Stimme. Entsprechen sie aber nicht im entferntesten der Ehre des Vaters und deinen Erwartungen: der Helfer ist nahe. Auf deine [S. 389] Worte warten wir, widme sie den Verdiensten des Verstorbenen, sie mögen einem erwünschten Regen gleichen! In den wichtigsten Dingen bist du ihm wahrlich verpflichtet: als Hirte dem Hirten, als geistiger Sohn dem Vater. Wäre es denn sonderbar, wenn er, der sich deiner bediente, um der Welt zu predigen, nun sich einer Rede aus deinem Munde erfreuen dürfte? Noch obliegt mir die Pflicht, mich an die geistige Sara2, die gleichalterige Gattin unseres großen Vaters Abraham, vom Grabe aus mit einigen Worten zu wenden.
1: Die folgenden Worte sind an Basilius gerichtet.
2: D. i. Nonna.