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Therapie von Skelettmetastasen
Indikation allgemein
Schmerzlinderung bei Knochenmetastasen infolge osteoplastischer Metastasierung (in der Regel Prostatakarzinom oder auch Mammakarzinom und seltener Bronchialkarzinom).
Indikation speziell
Mehrere Skelettmetastasen, welche durch externe Bestrahlung nicht mehr beherrscht werden können. Die Behandlung zielt auf eine Analgesie ab, mit der Absicht, die Menge der eingenommenen Analgetika zu reduzieren und eine mögliche psychische oder psychosomatische Beeinträchtigung zu verbessern.
Behandlungsablauf
Das 153Samarium wird langsam zusammen mit einer Infusion in die Vene injiziert. Aus Strahlenschutzgründen ist ein kurzer tagesstationärer Aufenthalt erforderlich. Am Ende des Aufenthaltes erfolgt eine Ganzkörperuntersuchung mit der Gammakamera, um die Verteilung des Medikamentes zu dokumentieren.
Nach der Applikation des Radiopharmakons ist der Patient aufgefordert, reichlich zu trinken, um renal eliminiertes Samarium möglichst zügig auszuscheiden.
Die Wirkung der Samarium-Therapie tritt in der Regel nach vier Tagen ein und kann mehrere Wochen anhalten. Gegebenenfalls kann die Behandlung nach drei oder vier Monaten wiederholt werden.
Radiopharmakon
153-Samarium
Patientenvorbereitung
Vor der Untersuchung wird ein aktuelles Blutbild (nicht älter als eine Woche) sowie eine Knochenszintigraphie (nicht älter als vier Wochen) benötigt. Ein Mindestabstand von mehr als 48 Stunden zwischen einer Biphosphonatgabe und der Radionuklidtherapie ist einzuhalten.
Nach der Behandlung
Nach Injektion des Medikamentes kann es zu einer vorübergehenden kurzzeitigen Zunahme (zwei Tage) der Schmerzen kommen. Da innerhalb der ersten vier Wochen nach der Therapie mit einer vorübergehenden Abnahme der Thrombozyten- und Leukozytenzahl im peripheren Blut zu rechnen ist, sind bis zur Normalisierung Kontrollen des Blutbildes in ein- bis dreiwöchigen Abständen erforderlich.
Kontraindikationen
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Drohende oder bestehende Rückenmarkskompression bei Wirbelkörpermetastasen
- Instabile Frakturen
- Vorbestehende Knochenmarksdepression (Leukozyten < 2’400, Thrombozyten < 60'000)
- Niereninsuffizienz (GFR <30 ml/min., Creatinin >150 µmol/l
- Leberinsuffizienz