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Gemeinde Evangelischer Christen, GEC
Kontakt
Geschichte
Carl Rappard und einige seiner Freunde organisierten in Basel evangelistische Veranstaltungen. Diejenige vom Herbst 1882 fand ein grosses Echo. Die Versammlungsorte Burgvogtei im Kleinbasel und der grosse Saal des Vereinshauses am Nadelberg waren während Wochen Abend für Abend besetzt mit tausenden von Zuhörern. Rappard gründete im Anschluss an diese Evangelisationsveranstaltungen 1882 mit andern angesehenen Männern aus Kirche und Gesellschaft zusammen den Verein für Evangelisation und Gemeinschaftspflege. Ihr Anliegen war es, diesen geistlichen Aufbruch weiterzuführen und weitere Menschen zu einem Leben unter der Herrschaft von Jesus zu bewegen. Zu diesen Veranstaltungen wurden damals bekannte Geistliche als Referenten eingeladen. Diejenigen, welche sich für ein Leben mit Jesus entschlossen hatten, sollten in ihrem Glauben weitergeführt werden. Dazu wurden Veranstaltungen angeboten, in welchen die Bibel studiert wurde.
1938 beschloss die Kommission des Vereins, eine Arbeit unter Frauen zu beginnen. Zielgruppe waren zum Beispiel junge, ledige Frauen, welche zur Berufsausbildung in der Stadt lebten. Diese Arbeit wurde einer Diakonisse von Chrischona, Sr. Anni Hünenberger, anvertraut. Nach ihrem frühen Tod übernahm Sr. Elsi Gasser diese Arbeit und baute sie zu einer blühenden Arbeit aus.
Im Laufe der Jahre wurde deutlicher, dass der Verein wie andere Gruppierungen auch in theologischen Fragen anderer Meinung war, als die Kirche. Dies führte dazu, dass der Verein die bisher geübte Zurückhaltung aufgab und begann, ein eigenes, von der Kirche losgelöstes Gemeindeleben zu praktizieren. Als neuer Versammlungsort diente das anfangs der sechziger Jahre erbaute Christian-Friedrich-Spittler-Haus an der Socinstrasse 13.
1986 wurde der programmatische Name «Verein für Evangelisation und Gemeinschaftspflege» aufgegeben und durch den etwas eingängigeren Namen «Gemeinde Evangelischer Christen» ersetzt.
Zu den Gottesdiensten kommen 100 bis 150 Besucherinnen und Besucher. Es sind alle Altersklassen vertreten, das Verhältnis Frauen-Männer beträgt etwa 3:2. In den letzten Jahren gab es eine deutliche Zunahme.
Lehre
Es gibt wegen Unterschieden in der Lehre keine Zusammenarbeit mit ökumenischen Gremien.
Die Gemeinde arbeitet mit bei Vitabâle. Sie arbeitet auch mit der Evangelischen Allianz zusammen.
Organisation, Finanzen
Geld wird in Kollekten gesammelt, der Zehnte ist als Idee wichtig, seine Einhaltung wird aber nicht kontrolliert.
Das Geld wird zur Deckung der Mieten etc. verwendet, zudem werden Missionare unterstützt. Es gibt eine offene Jahresrechnung.
Da es nicht darum geht, ein Vermögen anzuhäufen, werden mit Überschüssen missionarische Werke unterstützt (zusätzlich zu den oben genannten Missionaren).
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Das Programm «Evangelisation und Pflege der Gemeinschaft unter Gottes Wort» wurde mit dem neuen Namen der Gemeinde nicht aufgegeben: Evangelisation wird als Mitarbeit bei Grossveranstaltungen im Rahmen der evangelischen Allianz oder neuerdings im Rahmen von Vitabâle, als Organisator kleinerer Veranstaltungen im Gemeinderahmen oder als Auftrag im persönlichen Beziehungsnetz jedes Einzelnen verstanden. Die Pflege der Gemeinschaft unter Gottes Wort hat vielfältige Ausgestaltungen als traditionelle Bibelstunde, als Arbeit in Kleingruppen (Bibelarbeit, diakonischer Dienst, soziales Leben, Zeugnis), als ein- oder mehrtägige Veranstaltung an einem landschaftlich schönen Ort oder als trockene Seminararbeit mit dem Ziel der Erweiterung der eigenen Erkenntnis.
Es werden darüber hinaus folgende regelmässige Veranstaltungen angeboten:
Donnerstag 20.00 Gebetsstunden (ein- bis zweimal monatlich).
Samstag 19.30 Jugendgruppe im Spittler-Haus Wohnung im 3. Stock.
Alle sind für die diakonischen Dienste zuständig, doch wird die praktische Arbeit organisiert. Dazu gehören Besuche von Alten und Kranken, von Menschen, die allein leben, von Altersheimen etc. Die diakonischen Dienste sollen noch ausgebaut werden und auch ausserhalb der Gemeinde verstärkt werden.
Die Seelsorge ist ein Auftrag an alle, auch wenn manche dafür mehr begabt sind als andere. Der Auftrag wird daher nicht an eine bestimmte Person delegiert, sondern es wird je nach Situation eine Lösung gesucht, wenn notwendig in Verbindung mit Fachkräften.
Öffentlicher Stand mit Büchertisch beim Spalentor zwei bis dreimal pro Jahr; Bücherausleihdienst in der Gemeinde.
Stand beim Spalentor zwei- bis dreimal pro Jahr um mit Leuten ins Gespäch zu kommen
Mund-zu-Mund-Propaganda
im Rahmen von Vitabâle
mit dabei bei Veranstaltungen im Rahmen der Evangelischen Allianz (zum Beispiel Janz-Team-Evangelisationen)
Unterstützung von Missionaren
Literatur, Zeitschrift
Kleiner Veranstaltungskalender
[int.Nr.: 1153]
Aktualisiert: 2.4.2004