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Der Export war bei in der schweizerischen Industrie von Beginn weg ein treibender Faktor. Die Lausanner Historiker Thomas David und Bouda Etemad behaupten, kein anderes Land habe ihre frühe Industrialisierung dermassen auf ferne Märkte abgestellt. Die frühen Industriekapitäne waren darauf stolz. Der Verantwortliche für den Schweizer Auftritt an der Weltausstellung in Wien von 1873 wollte die weltweiten Verbindungen der Schweizer Industrie auch entsprechend repräsentieren.
Der St. Galler Hermann Wartmann machte den Vorschlag, diese Verbindungen in einem statistischen Atlas aufzuzeichnen. Als Historiker und Sekretär des Kaufmännischen Direktoriums in St. Gallen hatte er einen Überblick über die Entwicklung der Textilindustrie und enge Kontakte zu den grossen Betrieben. Trotzdem war das Unterfangen ambitiös, denn Wartmann musste bei einer unsicheren Datenlage viele Schätzungen zur Entwicklung machen. Der Atlas ist aber höchst interessant, denn Wartmann hatte noch Zugang zu betrieblichen Quellen, die zum Teil heute verloren sind.
Der ganze Atlas ist auf e-rara.ch publiziert.
Die ersten Exporte in Gebiete ausserhalb Europas – ausschliesslich Stoffe – gingen vor allem in spanischen Gebiete Amerikas, von Florida (das ab 1819 zu den USA gehörte) bis nach Peru. Der Löwenanteil ging nach Mexiko und Kuba.
1870 gingen dann die Exporte in alle Kontinente. Deutschland, Frankreich, Italien und Grossbritannien, sind zwar mit Abstand die wichtigsten Zielgebiete. Allerdings liegt darin auch ein methodisches Problem des Atlas. Was zum Beispiel nach Hamburg oder Paris exportiert wurde, war keineswegs zwingend für den Markt in Deutschland oder Paris bestimmt, sondern wurde zu Teilen re-exportiert, zum Beispiel von Hamburg nach Afrika oder von Paris nach Lateinamerika. Schade, dass Wartmann seine Schätzungen, die seinem Atlas als Grundlage dienen, nicht publiziert hat.