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Spielfilm von
Rama Burshtein
mit Hadas Yaron (Shira), Yiftach Klein (Yochay), Irit Sheleg (Rivka), Chayim Sharir (Aharon), Hila Feldman (Frieda)
ISR 2012, DCP, OV/d/f, 90'
In der orthodoxen chassidischen Religionsgemeinschaft laufen die Hochzeitsvorbereitungen für die 18 Jahre alte Shira auf Hochtouren. Als ihre ältere Schwester bei der Geburt ihres ersten Sohnes stirbt, bleibt deren Ehemann mit dem Neugeborenen zurück. Die Familie schlägt Shira daraufhin vor, statt ihres Verlobten den verwitweten Schwager zu heiraten und das Kind ihrer Schwester grosszuziehen. Shira muss sich zwischen ihrer Familie und ihrem eigenen Leben entscheiden.
«Es fällt nicht gerade leicht, dem detailliert geschilderten orthodoxen Alltagsleben ohne Groll zu begegnen. Die eingehaltene weibliche Perspektive, die eindringlichen nahen, um Verständnis werbenden Blicke auf die Gesichter trösten nicht, denn sie zielen letztlich auf das Einvernehmen, das in dieser abgeschottenen religiösen Gemeinschaft zu herrschen scheint oder sich auf Umwegen wieder herstellt. Allenfalls das Verhalten der störrischen Shira, um die es in der zweiten Hälfte des Films vor allem geht, bringt die Widersprüche ans Licht; das aber nur, um diese unter Einflussnahme des Rabbiners, der hier immer das letzte, weichenstellende Wort hat, wieder zu glätten.» (epd Film)