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Berlin - Der Klimawandel setzt keiner Gebirgsregion so stark zu wie den Alpen. Bis Ende des Jahrhunderts könnte die Erderwärmung 75 Prozent der Alpengletscher abschmelzen lassen, prognostizieren kanadische Klimaforscher in der Zeitschrift "Nature Geoscience".
Die Klimaforscher um Valetina Radic von der Universität von British Columbia simulierten die Folgen von zehn Klimamodellen für 19 Regionen mit insgesamt mehr als 120'000 Berggletschern und Eiskappen.
Resultat: Bis zum Jahr 2100 lassen die steigenden Temperaturen 15 bis 27 Prozent dieser Eismassen abtauen. Besonders stark betroffen sind demnach die Alpen, wo die Gletscher je nach Modell zwischen 60 und 90 Prozent ihres Volumens einbüssen. Die Bergregionen Neuseelands verlieren demnach 72 Prozent ihres Eises.
Wesentlich schwächer sind dagegen die Auswirkungen auf Eiskappen und Gebirgsgletscher in Grönland und Asien, die acht und zehn Prozent ihres Volumens verlieren. Das Abschmelzen wird den Meeresspiegel demnach um neun bis 16 Zentimeter ansteigen lassen.
Die Studie berücksichtigt ausdrücklich nicht die Folgen des Klimawandels auf die gewaltigen Eisschilde von Grönland und der Antarktis. Diese Schilde oder Kontinentalgletscher enthalten über 99 Prozent des weltweiten Eises.
SDA-ATS