Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03175.jsonl.gz/1348

Seit 1912 der Mannschafts-Wettkampf im Springreiten bei den Sommerspielen eingeführt wurde, schaffte es die Schweiz in 23 Anläufen nicht, Gold in dieser Sparte zu gewinnen. Am nächsten kam sie diesem Ziel 1924 und 2000, als jeweils Silber herausschaute (dazu kommt Bronze 2008).
In Tokio nehmen die Schweizer Springreiter nun einen weiteren Anlauf, zumindest die 4. Olympia-Medaille mit dem Team zu ergattern. Am Freitag steht die Qualifikation auf dem Programm. Am Samstag kämpfen die zehn besten Equipen um Edelmetall.
Jeder Ritt zählt
Im Einzel am Mittwoch enttäuschten die ambitionierten Schweizer. Die Weltnummer 2 Martin Fuchs wurde 16., Beat Mändli gab im Final auf und Weltnummer 3 Steve Guerdat verpasste gar die Medaillen-Ausmarchung der besten 30. Im Team-Wettkampf wird Bryan Balsiger anstelle von Mändli reiten. Dies war bereits frühzeitig bestimmt worden.
In Tokio ist im Team-Event einiges anders als noch bei früheren Grossanlässen:
- Im Final (Samstag) beginnt alles wieder bei null. Die Strafpunkte aus der Qualifikation (Freitag) werden nicht mitgenommen.
- Die Teams bestehen nicht mehr aus vier, sondern nur noch aus drei Reitern.
- Dafür gibt es keine Streichresultate mehr. Es fliesst jeder Ritt in die Endabrechnung ein.
Das Wegfallen der Streichresultate bedeutet, dass es keinerlei Aussetzer verträgt. Gibt zum Beispiel ein Reiter auf, bedeutet dies das Out für die ganze Equipe. Gleiches passiert bei einer Disqualifikation eines Teilnehmers. Auch werden zu viele Fehler in einem Ritt gnadenlos bestraft. Früher konnte man ein schlechtes Resultat noch streichen, in Tokio fliesst es in die Wertung.
Ich habe keine Zweifel, dass die Reiter den Schalter umlegen werden.
«Ich habe keine Zweifel, dass die Reiter den Schalter (im Vergleich zum Einzel-Wettkampf; die Red.) umlegen werden», betonte der Schweizer Equipen-Chef Michel Sorg.
Fuchs sagte nach Platz 16 im Einzel: «Der Team-Wettkampf ist ein grosses Ziel für uns. Wir haben eine super Equipe.» Und Guerdat hatte schon am Tag zuvor nach seinem Out in der Einzel-Qualifikation zu Protokoll gegeben: «Ich war zu wenig gut. Nun gilt meine volle Konzentration dem Team. Da will ich es besser machen.»