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Filmkritik: Aus- und Erlöser des Bösen76. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica 2019
Antonio Barracano (Francesco Di Leva) ist die einflussreichste Person in Neapels Stadtviertel Rione Sanità und trägt den Übernamen «Sindaco», was so viel wie Bürgermeister bedeutet. Mit seiner Familie lebt er in einer prächtigen Villa, etwas abseits des städtischen Rummels. Wer ein Problem hat, meldet sich bei Barracano, und der lässt auf seine eigene Weise Gerechtigkeit walten.
Wie in jener Nacht, als zwei befreundete junge Hitzköpfe, die in einem Nachtclub arbeiten, in einen Streit geraten und mit Pistolen aufeinander schiessen, bis einer von ihnen eine Kugel abkriegt. Sofort begeben sie sich zur Villa, wo der Verletzte von Barracanos Arzt und Ratgeber Fabio Della Ragione (Roberto De Franceso) behandelt wird. Als Barracano in den frühen Morgenstunden vom störenden Lärm geweckt wird und sich ins Wohnzimmer begibt, stehen bereits die nächsten Gäste vor der Tür. Barracano hat einen Konflikt zwischen einem Schuldner und einem Kredithai aus Neapels Zentrum zu schlichten. Doch damit nicht genug. Den Höhepunkt der Besuche erreicht erst jener von Bäckerssohn Rafiluccio Santaniello (Salvatore Presutto). Er teilt Barracano mit, dass er seinen Vater umbringen möchte.