Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03463.jsonl.gz/2539

Kino-Kinderfilm – (Laufzeit: 90 min)
Die Vorstellung, dass sich die Tomatensauce auf dem Teller mit den Nudeln vermischen könnte, bereitet Mika großes Unbehagen. Und wenn das Essen nicht genau um 14:17 Uhr vor ihm steht, wird der zehnjährige Junge wütend und wirft seine Mahlzeit auf den Boden. Mika mag es nicht, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Er braucht in seinem Alltag klare Strukturen, Regeln und Rituale, die ihm Verlässlichkeit und Sicherheit bieten. Denn Mika hat das Asperger-Syndrom, eine leichte Form des Autismus. Deshalb fällt es ihm schwer, auf andere zuzugehen und da er alles wörtlich nimmt, versteht er auch keine Ironie. Auf Außenstehende wirkt sein Verhalten oft seltsam und in der Schule wird er deshalb gehänselt. Nur Dana, die in Wien im selben Wohnblock wie Mika lebt und allen erzählt, sie sei die Tochter eines indischen Maharadschas, lässt sich nicht abschrecken. Sie findet es vollkommen in Ordnung, dass Mika weder Lügen noch Witze mag und kaum jemanden an sich heran lässt. Komisch ist Mika höchstens, weil er Mathe liebt.
–
Als Mika eines Nachts aus dem Fenster schaut, traut er seinen Augen kaum. Steht da wirklich ein Pferd auf dem gegenüberliegenden Balkon? Am nächsten Morgen erzählt er Dana von seiner merkwürdigen Beobachtung, die der Sache sofort auf den Grund geht. Gemeinsam schleichen sich die Kinder dann in die Wohnung, die zu dem besagten Balkon führt, und lernen so deren Bewohner, den leidenschaftlichen Glücksspieler Sascha, kennen, der das ehemalige Rennpferd Bucephalus bei einer Tombola gewonnen hat. Mika fasst sofort Zutrauen zu dem Tier. Doch Sascha weiß nicht, was er mit Bucephalus anfangen soll, der aufgrund einer Verletzung nicht mehr an Pferderennen teilnehmen kann und überdies auch nicht zum Zuchthengst taugt. Und eigentlich braucht er schnellstmöglich Geld, um seine Schulden bei zwei Gaunern zu begleichen.
Quelle: TV Archiv von ARD