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Mit „Company of Heroes 2: Ardennes Assault“ veröffentlichen die Entwickler die zweite Standalone-Erweiterung für das gleichnamige Hauptspiel „Company of Heroes 2“. In diesem Fall führt die eigenständige Erweiterung, die auch ohne Hauptspiel auskommt, ein neues Feature ein – die strategische Karte. Hier können während der Kampagne Truppen verschoben, Streitkräfte verstärkt und taktische Überlegungen übernommen werden. Leider bietet „Ardennes Assault“ keine weiteren Mehrspielermodi, beschränkt sich also nur auf den Part für Einzelspieler. Ob der Titel dennoch überzeugen kann, verrät der nachstehende Testbericht.
Das Herz des Spiels
Wie ihr es bereits aus „Company of Heroes 2“ kennen werdet, spielt auch die zweite Standalone-Erweiterung zur Zeit des zweiten Weltkrieges – genauer gesagt zur Zeit der Ardennen-Offensive Ende 1944 an der Westfront. In diesem Fall sollte die grundsätzliche Geschichte den meisten Spielern ein Begriff sein, weswegen wir an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Die Geschichte des Spiels ist allerdings auch weniger wichtig, denn das Herzstück des Spiels ist die strategische Karte. Diese wird einigen Spielern aus Spielen wie „Total War“ bekannt sein.
Bevor das eigentliche Spiel beginnt, könnt ihr euch in einer speziellen Übersicht drei von vier unterschiedlichen Kompanien aussuchen. Ihr spielt auf Seiten der Alliierten und sucht so zwischen verschiedenen Generälen aus, welche die Kompanien wiederspiegeln. So gibt es in der Kompanieauswahl einen Unterstützer-General, der kurzzeitige Leistungsschübe für die Truppen mitbringt. Desweiteren gibt es die mechanisierte Infanterie, welche vor allem für Fans von leichten Panzern gedacht ist. Mit dem General Jonny Vastano erhaltet ihr eine Spezialisierung auf Luftwaffenangriffe – der letzte General sorgt für Streubomben und Arbeitsschübe.
Habt ihr euch für drei Kompanien entschieden, befördert euch das Spiel auf die strategische Karte. Diese wird euer Kommandozentrum zwischen den Echtzeitspielen sein. Auf der Karte seht ihr die Standpunkte der Ardennen, könnt eigene Truppen verschieben und euch jederzeit Informationen über feindliche und verbündete Einheiten anzeigen lassen. Die blauen Gebiete gehören dabei den eigenen Kompanien an – rote Gebiete stehen für feindlich besetzte Gebiete. Innerhalb der blauen Gebiete können sich die einzelnen Kompanien frei bewegen. Angegriffen kann aber immer nur das angrenzende Gebiet. Wer also das stark besetzte Gebiet in der Mitte angreifen möchte, muss sich erst einmal bis hier hin durchschlagen. Meist starten die drei Kompanien an drei völlig unterschiedlichen Stellen – das sorgt für mehr Spannung, denn so können sich die Kompanien gegenseitig nicht unterstützen. Hiermit erhöhen die Entwickler den Schwierigkeitsgrad enorm.
Wie man es aus Total-War-Spielen kennt, können sich die eigenen Truppen in Spielrunden über die Karte bewegen. Es sind also Wartezeiten eingebaut, welche Spielstunden oder Spieltage darstellen. Ein Zug einer Einheit dauert dabei mehrere Stunden, pro Runde sind nur wenige Stunden verfügbar. Wenn ihr euch mit euren Truppen auf ein nicht besetztes Gebiet bewegt, verlieren eure Truppen dennoch an Stärke. So können Einheiten auf der Strecke bleiben, andere wiederum können sich verletzen. Das solltet ihr immer im Hinterkopf behalten, denn solche Schwächen können die NPC-Einheiten schnell ausnutzen.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch überraschende Boni, wenn ihr euch auf unbesetztem Gebiet bewegt. So zehren die langen Märsche nicht nur an der Kraft der Einheiten, sie können auch temporäre Boni entdecken. Es ist während des Tests öfters vorgekommen, dass sich neue Panzer zur eigenen Macht hinzugesellen und gesteuert werden können. Leider hielten diese Boni nur für wenige Züge, weswegen sie schnell ausgenutzt werden sollten.