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Outsourcing und Offshoring sind beides Formen der externen Prozessoptimierung. Umgangssprachlich werden sie oft als Synonyme verwendet.
Bevor sich ein Unternehmen zur Auslagerung entschliesst, muss es sich Klarheit darüber verschaffen, wie es dies tun will: Outsourcing, Offshoring oder Nearshoring.
Vor allem muss die Geschäftsleitung entscheiden, ob sie die Kontrolle und die Verwaltung über den Prozess behalten oder abgeben will. Warum?
Die Wertschöpfungskette wird durch zwei Grössen beeinflusst:
- Der Standort beschreibt den Ort der Leistungserbringung.
- Die Prozesseignerschaft beschreibt die Kontrolle über den Prozess (ja/nein).
Wird der Standort der Leistungserbringung nicht beibehalten bzw. aufgegeben, findet entweder ein Offshoring oder ein Outsourcing statt. Der Unterschied zwischen den beiden liegt in der Wertschöpfungskette begründet. Sowohl Offshoring als auch Outsourcing sind Formen der externen Prozessorientierung.
- Bei Offshoring bleibt die Kontrolle über den Prozess beim Unternehmen.
- Beim Outsourcing wird die Kontrolle über den Prozess einem externen Dienstleister übergeben.
Ob die Kontrolle und damit die Verantwortung über den Prozess abgegeben wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn es sich um eine Kernkompetenz des Unternehmens handelt oder wenn eine direktere Kontrolle über den Prozess gewünscht wird, wird eher die Form eines Offshorings gewählt. Die reine Form eines Offshorings wäre eine Produktionsverlagerung ins Ausland, die das Unternehmen selbst plant und durchführt.
Wie Kosteneinsparungen (in Form von tiefen Stundensätzen) durch eine Kombination von Digitalisierung und Outsourcing erreicht werden können, ist am Beispiel eines Schweizer Treuhänders zu beobachten.