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«Es geht wieder los!» steht auf der am Montag bekanntgewordenen Titelseite der Wochenzeitung. Abgebildet ist eine Karikatur auf rotem Grund, in der ein Hund mit einer Charlie Hebdo-Ausgabe in der Schnauze von einer geifernden Meute gehetzt wird. Unter den Verfolgern sind unter anderem ein Hund mit Kalaschnikow und Stirnband – als Karikatur eines Dschihadisten -, der Papst, der konservative Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy und die Chefin der rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen. Also Gruppen und Persönlichkeiten, die von Charlie Hebdo immer wieder mit Karikaturen durch den Kakao gezogen wurden. Nach der Ausgabe, die eine Woche nach dem Anschlag am 7. Januar veröffentlicht worden war und dem Magazin eine Rekordauflage von rund 8 Millionen Heften beschert hatte, hatte die Redaktion das Erscheinen der Zeitschrift zunächst ausgesetzt.
«Wir mussten durchatmen und uns ein bisschen ausruhen», sagte Charlie Hebdo-Chefredaktor Gérard Biard kürzlich der Nachrichtenagentur AFP. «Manche mussten wie ich sofort weiterarbeiten, manche wollten sich mehr Zeit nehmen.»
Von jetzt an wieder wöchentlich
Der 25. Februar als Erscheinungstermin sei ein «Kompromiss» gewesen. Von nun an solle die Satirezeitung wieder wöchentlich erscheinen. Geleitet wird das Blatt inzwischen von dem Zeichner Riss, der bei dem Anschlag durch Schüsse verletzt worden war. Für die Westschweiz hat Naville 20'000 Hefte bestellt im Vergleich zu 26'000 Exemplaren für die letzte Ausgabe und 700 für die Ausgaben vor den Anschlägen. In der Deutschschweiz werden laut 7Days Media Services rund 500 Exemplare des Magazins zum Verkauf angeboten. «Wir gehen davon aus, dass der Ansturm etwas kleiner sein wird als nach den Anschlägen», sagte ein Sprecher zur Nachrichtenagentur SDA.
Vor dem Attentat hatte Charlie Hebdo eine Auflage von 60'000 Exemplaren und rund 10'000 Abonnenten. Mittlerweile hat das Magazin die Schwelle von 200'000 Abonnenten überschritten. Mit dem gesteigerten Umsatz der Zeitschrift, den zahlreichen Spenden und der öffentlichen Hilfe sind die Einnahmen von Charlie Hebdo kräftig gestiegen – ein Segen für das Magazin, das vor dem 7. Januar noch unter finanziellen Problemen litt. (SDA)