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Seit Dezember 2014 werden auf dem Prognosemarkt von politikprognosen.ch Vorhersagen für die eidgenössischen Abstimmungen vom 8. März generiert. Der Prognosemarkt erwartet für die „Familieninitiative“ ein klares Nein und für die „Energie- statt Mehrwertsteuer“ Initiative einen regelrechten Absturz.
Auf Prognosemärkten werden Erwartungen aggregiert, um Ereignisse zu prognostizieren. Prognosemärkte basieren auf der Schwarmintelligenz, da die Erwartungen vieler in die Vorhersagen einfliessen, und Diversität der Information, welche die Teilnehmer besitzen. Gehandelt wird auf dem Prognosemarkt wie an einer herkömmlichen Börse, doch an Stelle von Wertpapieren wird das erwartete Abstimmungsergebnis gehandelt. Der (Ver-)kauf einer Aktie entspricht somit einer Wette auf das Abstimmungsresultat einer Vorlage. Die rund 60 Teilnehmer des Prognosemarktes von politikprognosen.ch erhalten dazu eine kleine einmalige Entschädigung für die Teilnahme und ein Guthaben von 30 Franken, mit welchem sie auf dem Prognosemarkt handeln können.
Die Vorhersagen auf dem Prognosemarkt während der letzten vier Tage (26. Februar bis 1. März) ergaben im Durchschnitt einen Ja-Stimmenanteil von 33 Prozent für die Initiative „Familien stärken“ und einen solchen von 16 Prozent für die „Energie- statt Mehrwertsteuer“. Beide Initiativen werden also am 8. März 2015 vom Schweizer Stimmvolk abgelehnt.
*Es handelt sich um korrigierte Werte.