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Die eingehenden Fragen werden in Abstimmung mit dem BAZL hier laufend ergänzt und „oben“ angesetzt oder im Text mutiert, verschiedene Fragen sind in laufender Abklärung und werden, sobald der Sachverhalt klar ist, hier und auf der Website des BAZL publiziert:
Für operationelle Fragen mit hoher Tagesaktualität hinsichtlich Entwicklungen welche im Gang sind, verweisen wir auf die Website des BAZL.
Update 3.4.2020 / 17:30
Q: Ich besitze CPL/ATPL und fliege als Pilot bei einer Airline. Gleichzeitig fliege ich im privat SEP. Mein Type Rating für die Airline ist noch 12 Monate gültig, während mein SEP-Ratings in Kürze abläuft. Unterstehe ich nun mit dem SEP-Rating den Regeln für die Erneuerung von „Personal, welches in einem Betrieb tätig ist, welches über ein Management System gemäss Part-ORO der Verordnung 965/2012 verfügt.“, oder demjenigen für „Piloten, welche nicht in einem Betrieb mit einem Management System gemäss Part-ORO der Verordnung 965/2012 tätig sind.“?
A: Die Covid-Regeln für die Erneuerung der Ratings richtet sich nach der Eigenschaft, in welcher man das betreffende Rating ausübt. Das SEP-Rating wird in diesem Fall für private Zwecke verwendet und somit ist der Pilot bei der Ausübung dieses Ratings in keinem Betrieb mit Management System gemäss Part-ORO tätig. Das Type Rating für die Airline untersteht jedoch den Regeln für Personal, welches in einem Betrieb mit Management System gem. Part-ORO tätig ist.
Update 27.03.2020 / 22: 00
Q: Das BAZL hat Verlängerungsmöglichkeiten bei Class-, Type- und Instrumentenratings und Medical publiziert, wie wird das nun gehandhabt? Wo finde ich Details dazu?
A: Sämtliche heute gültigen Class-, Type- und Instrumentenratings sowie Mountain Ratings von Pilotinnen und Piloten, welche nicht in einem Betrieb mit einem Management System gemäss Part-ORO der Verordnung 965/2012 tätig sind, werden ab sofort um 4 Monate (längstens aber bis zum 19.11.2020) verlängert.
Sämtliche medizinischen Tauglichkeitszeugnisse («Medical») welche bis mindestens zum 13. März 2020 gültig waren, werden mit der eingereichten Exemption des BAZL ab sofort um 4 Monate (längstens aber bis zum 19.11.2020) verlängert. Der Aero-Club der Schweiz konnte sich erfolgreich für diese rückwirkende Lösung einsetzen.
Für obigen Ausnahmen müssen die Piloten das «Attachment to Part-FCL Licences and Part-MED Certificates – GA» mit entsprechender Bestätigung des absolvierten Briefings auszudrucken und mit der Lizenz mitführen.
Für Berechtigungen, welche mittels Recencybestimmungen aufrechterhalten werden, wird der Zeitraum zur Erfüllung der Recencybedingungen ebenfalls verlängert. Das BAZL publiziert dazu die Details hier.
Update 26.03.2020 / 16: 00
Q: Was passiert wenn ich Rechnungen des BAZL nicht vollumfänglich und fristgerecht bezahlen kann?
A: Das Bazl hat am 26.3.2020 informiert, dass Gesuche für Ratenzahlungen gemacht werden können. Falls Sie unter einem Liquiditätsengpass leiden und offene Rechnungen beim BAZL haben, können Sie das BAZL für einen Zahlungsaufschub kontaktieren oder das Formular der Ratenzahlung dem BAZL senden. Details, Kontakt und Formular sind auf der Seite Rechnungen und Zahlungsmöglichkeiten erhältlich.
Update 20.3.2020/ 23:00
Q: Wo und ab wann kann ich als Unternehmen oder Dienstleistungsbetrieb einen Überbrückungskredit beantragen?
A: Unternehmen und Dienstleistungsfirmen können ab Donnerstag 26.03.2020 08:00 unter diesem Link einen Antrag stellen bei einer/ihrer Bank oder bei Post Finance (Link zu den teilnehmenden Instituten) und die dazu notwendigen Informationen erhalten.
Status vom 24.03.2020/16:30
Q: Was unternimmt der Aero-Club der Schweiz AeCS gegenüber dem BAZL in der ausserordentlichen Lage hinsichtlich verschiedener, brennender Fragen wie die Nachstehenden?
A: Der AeCS ist in einem permanenten, stetigen Austausch mit dem BAZL um die dringendsten und offenen Fragen wie untenstehend zu klären und auch entsprechende und belastbare Antworten zu den offenen Fragen einzufordern. Bis zum 27.3.20 soll eine Exemption II für die General Aviation/Leicht- und Sportaviatik in Kraft treten. Sobald diese inhaltlich im Detail bekannt ist, orientiert sowohl das BAZL wie auch der AeCS über die getroffenen Entscheide. Der AeCS hat als Vertreter und im Dienst seiner Mitglieder die entsprechenden Forderungen auf juristischer Ebene mit Nachdruck und wiederholt im BAZL platziert.
Q: Wie stellt sich die Situation dar in Bezug auf die Flugplatzinfrastruktur für die General Aviation in der Schweiz?
A: Es gibt derzeit einige Flugplätze, welche den Betrieb vorübergehend eingestellt haben und es gibt Flugplätze die sich dem anschliessen können in den kommenden Tagen, je nach Entwicklung. Es ist deshalb unabdingbar, bei allfälligen vorgesehenen Flügen mit Landungen auf anderen Flugplätzen das NOTAM zu konsultieren oder direkt anzufragen auf dem Zielflugplatz/Flugfeld, bei PPR ist dies ohnehin notwendig.
Q: Wie soll ich mich verhalten hinsichtlich der Versicherung unseres/meines Luftfahrzeugs?
A: Bei gänzlicher, vorübergehender Einstellung eines Luftfahrzeuges könnte es eine Option sein, dass Flugzeugbesitzer/Flugzeughalter mit den Versicherungsgesellschaften über allfällige Verlängerungen der Fristen für die Bezahlung der Versicherungsprämien verhandeln oder eine Sistierung ins Auge fassen und nur das „Bodenrisiko“ versichert lassen. Allerdings kann der AeCS auch aus Datenschutzgründen und der grossen Individualität getroffener Versicherungslösungen keine Anfragen allgemeiner Art bei den Gesellschaften platzieren.
Status vom 20.03.2020/14:00
Q: Mein Medical/Lizenz droht abzulaufen und ich habe keine Möglichkeit, die Voraussetzungen für die Erneuerung zu erfüllen. Was ist zu tun?
A: Das BAZL prüft derzeit eine EASA Exemption, welche eine Lösung für dieses Problem bieten würde. Das BAZL wird auf seiner Homepage über entsprechende Neuigkeiten informieren.
Q: Kann Flugtraining innerhalb einer Flugschule weiter durchgeführt werden?
A: Nach Ansicht des BAZL ist diese Frage den Kantonen unterstellt. Ob Flugtraining innerhalb einer Flugschule stattfinden darf, entscheiden demnach die kantonalen Behörden. Das BAZL hat dem AeCS versichert, über die Gesundheitsdirektorenkonferenz der Kantone die Handhabung der einzelnen Kantone zusammenzutragen und schnellstmöglich auf der Webseite des BAZL zu publizieren.
Unbesehen der allfälligen Legalität des Flugtrainings empfiehlt der AeCS den Piloten, den Empfehlungen des BAG Folge zu leisten und freiwillig auf die Durchführung von Flügen mit anderen Personen (Passagieren oder Fluglehrern) zu verzichten.
Q: Dürfen Flugprüfungen auf Flugzeugen oder Simulatoren weiterhin stattfinden?
A: Bis auf Weiteres ja.
Q: Dürfen mit einem Flug verbundene Language Proficiency Checks Level 4 weiterhin durchgeführt werden?
A: Bis auf Weiteres ja.
Q: Kann ich weiterhin bei einem Verein/Fluggruppe/Vermieter ein Flugzeug mieten und darf ich weiterhin damit fliegen?
A: Dies ist mit dem aktuellen Stand noch zulässig. Nach Ansicht des AeCS und des BAZL handelt es sich dabei nicht um Vereinsaktivitäten im Sinne von Art. 6 Abs. 1 der COVID-19-Verordnung 2.
Q: Darf ich mit einem Kleinflugzeug/Helikopter/Ballon weiterhin über die Landesgrenzen fliegen?
A: Für diese Luftfahrzeuge gelten dieselben Einschränkungen, wie im übrigen Individualverkehr. Auf der Seite des Bundes kann man sich über diese Einschränkungen informieren. Der AeCS empfiehlt in der momentanen Situation aber auf grenzüberschreitende Flüge im eigenen Interesse zu verzichten.
Q: Bleiben die Flugplätze offen oder müssen sie nun geschlossen werden?
A: Mit Stand heute bleibt die Luftfahrtinfrastruktur gesamtschweizerisch offen, einzelne Regionalflugplätze und Flugfelder sind jedoch zwischenzeitlich freiwillig geschlossen worden. Kontaktiere bitte das NOTAM. Einschränkungen gelten aber beim Zoll und der Ein- und Ausreise.
Q: Darf weiterhin theoretischer Unterricht stattfinden?
A: Grundsätzlich nein (Art. 5 COVID-19-Verordnung 2), allerdings können Ausnahmen beim Kanton beantragt werden, wenn ein überwiegende öffentliches Interessen dies gebietet, beispielsweise für Bildungseinrichtungen und wenn von der Ausbildungsinstitution ein Schutzkonzept vorgelegt wird, das folgende Präventionsmassnahmen umfasst: 1. Massnahmen zum Ausschluss von Personen, die krank sind oder sich krank fühlen, 2. Massnahmen zum Schutz von besonders gefährdeten Personen, 3. Massnahmen zur Information der anwesenden Personen über allgemeine Schutzmassnahmen wie Händehygiene, Abstandhalten oder Husten und Schnupfenhygiene, 4. Anpassung der räumlichen Verhältnisse so, dass die Hygieneregeln eingehalten werden können. Der Unterricht kann übergangsweise auch in Form einer Video-Konferenz stattfinden.
Q: Darf weiterhin praktisch geschult werden?
A: Training von Flugschülerinnen und Flugschülern in Luftfahrzeugen und Simulatoren ist verboten. Die zuständige kantonale Behörde kann Ausnahmen bewilligen.
Q: Ich bin Fluglehrer und benötige einen Theorie-Refresher um mein Rating aufrecht erhalten zu können. Die FI-Refresher wurden nun aber abgesagt. Was ist zu tun?
A: Die Veranstalter von FI-Refreshern können versuchen, eine Sonderbewilligung beim Kanton einzuholen. Sollten die Gesuche abgelehnt werden, ist derzeit in Prüfung, ob die Behörden eine generelle Fristerstreckung für Piloten bewilligen, welche die Voraussetzungen zur Rating-Erneuerung aufgrund der CORONA-Situation nicht firstgerecht nachweisen können. Der AeCS wird seine Mitglieder über diese Abklärungen laufend informieren. Das BAZL hat in Aussicht gestellt, bis Ende Woche eine Lösung für Revalidations (inkl. Medicals) zu finden. Diese Information sollte bis Ende Woche auf der BAZL-Homepage verfügbar sein. Bitte konsultieren Sie regelmässig die BAZL -Homepage unter www.bazl.admin.ch.
Q: Können Prüfungsflüge nach wie vor stattfinden?
A: Prüfungen (TRE, FE etc. auf Flugzeug oder Simulator) können nach wie vor stattfinden. Dies gilt für FCL und OPS.
Q: Darf weiterhin auf Modellflugplätzen und Modellfluggeländen geflogen werden?
A Gemäss COVID-19-Verordnung 2 ist es verboten, öffentliche oder private Veranstaltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten durchzuführen. Es ist anzunehmen, dass Modellflugbetrieb, bei dem sich mehr als zwei Personen auf dem Gelände befinden, als Vereinsaktivität in obigem Sinne qualifiziert werden muss und somit verboten ist.
Q: Kann Sprungbetrieb für Fallschirmspringer weiterhin aufrecht erhalten werden?
A: Soweit der Sprungbetrieb im Rahmen eines Vereins durchgeführt wird und soweit keine Ausnahmebewilligung vorliegt, dürfte die Durchführung dieser Flüge wohl gem. Art. 6 Abs. 1 COVID-19-Verordnung 2 unzulässig sein.
Soweit der Sprungbetrieb nicht im Rahmen eines Vereins durchgeführt wird, handelt es sich weder um eine öffentliche, eine private oder eine sportliche Veranstaltung und auch nicht um Vereinsaktivität. Allerdings ist natürlich Meinung der Verordnung, genau solche Aktivitäten zu unterbinden um Ansteckungen zu verhindern. Der AeCS appelliert deshalb in einem solchen Fall an den gesunden Menschenverstand.
Q: Können Segelfluglager stattfinden?
A: In der Scweiz nicht. Wie die Situation im Ausland ist, ist mit den dortigen Behörden abzuklären.
Allgemein/Disclaimer: Veränderungen/Verschärfungen in einzelnen Situationen und Sachfragen bleiben ausdrücklich vorbehalten, diese Fragen und Antworten basieren auf dem momentanen Stand der Dinge in Absprache mit dem Bund/BAZL und werden laufend ergänzt und bearbeitet.