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Am 15. Juni 1973 wurde der Hunde-Dressurverein Weiningen und Umgebung (HDCW) von einer kleinen Gruppe initiativer Kynologen gegründet. Diese waren vom Wunsche beseelt, Ihren vierbeinigen Freund zu einem folgsamen und tüchtigen Begleit- oder Schutzhund auszubilden.
Für eine jährliche Gebühr von 20 Franken durfte der HDCW ein Stück Land im Wiesetäli für den Dressurbetrieb benützen. Bereits im Oktober desselben Jahres wurde der Verein Mitglied eines nationalen Dachverbandes, dem schweizerischen Kynologischen Bund (UCB). Nach nur 2 Jahren Mitgliedschaft trat der HDCW wieder aus diesem Verband aus und wurde Mitglied beim Schweizerischen Kynologischen Verband (SKV).
Es werden auch schon bald erste sportliche Erfolge auf nationaler Ebene gefeiert. An den Schweizer Meisterschaften des SKV stehen in den folgenden Jahren regelmässig Mitglieder des HDCW auf dem Podest. Die Mitglieder nehmen in den zahlreichen Jahren der Verbandszugehörigkeit aber nicht nur an Wettkämpfen teil, sondern organisieren solche auch und sind bald bekannt für die qualitativ hochstehende Durchführung der sportlichen Anlässe.
1984 erhält der HDCW die Bewilligung kostenlos ein Grundstück im Werd (Geroldswil) für das Training zu benützen. Auf dem benachbarten Grundstück darf eine Baracke als Unterstand und für Vereinsanlässe erstellt werden. Weil es zu diversen Reibereien zwischen dem Grundstückeigentümer und den Vereinsmitgliedern kommt wird nach aufwändigen und komplizierten Verhandlungen mit den Gemeindebehörden von Geroldswil und Dietikon sowie mit dem FC Dietikon eine ideale Lösung für den neuen Standort des Clubhauses gefunden. 1988 erhält der Verein die Baubewilligung zum Aufstellen der Baracke. Die neue und heutige Adresse am Limmatuferweg auf der Dornau.
Seit seines Bestehens hat der HDCW keinen Unterschied gemacht zwischen Mischlingen, reinrassigen oder papierlosen Hunden. Die Erziehung des Hundes hiess damals noch „Dressur“ und Hundesport war in erster Linie Unterordnung, Nasenarbeit und Schutzdienst.
Im Auftrag des Verbandes (SKV) führte 1989 der HDCW die Schweizer Meisterschaft der Schutzhunde durch. Höhepunkt des Rahmenprogrammes ist ein begeisterndes Konzert des australischen Country-Stars Jeff Turner.
Aus Anlass des 20-jährigen Vereinsjubiläums finden 1993 verschiedene Aktivitäten statt. Nebst offenen Leistungsprüfungen für den Verband wird auch ein Volksmarsch mit Dressurvorführungen und anderen Attraktionen durchgeführt.
In den zahlreichen Vereinsjahren wurden auch verschiedene Investitionen am Vereinshaus getätigt und natürlich zahlreiche Stunden Frondienst, auch auf dem Übungsgelände geleistet. Neben dem Clubhaus wurde ein Schuppen gebaut um die zahlreichen für den Hundesport benötigten Gerätschaften unterzubringen. Im Hinblick auf die von den Mitgliedern geschätzten samstäglichen Grillpartys im Sommer, wird 1997 neben dem Clubhaus ein Grill geplant und gebaut. Die leistungsfähige Anlage erhält alsbald den ehrfurchtsvollen Namen „Schneller Brüter“. Und im Mai 2002 geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Die Clubhütte erhält Solarstrom als Energiequelle für einen Teil der Beleuchtung und für musikalische Berieselung.
Der HDCW war stets bemüht das Image der Hundeführer zu pflegen, die Akzeptanz des Hundes in der Gesellschaft zu verbessern, gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz zwischen Hundehaltenden und Nichthundehaltenden zu fördern und zu einem harmonischen Zusammenleben mit unseren Hunden beizutragen.
Ab 2003 bis zur Einführung der neuen Hundegesetzgebung auf Bundesebene, hat der HDCW jeweils im Frühjahr und Herbst Junghunde- und Erziehungskurse angeboten, die auf grosses Interesse stiessen.
Im Jahr 2004 wurde vom HDCW die Schweizer Meisterschaft der Sparten ADF (Begleithunde, Fährtenhunde und Schutzhunde) mit 40 qualifizierten Hundeführern erfolgreich durchgeführt. Zudem erweiterte der Hundeclub in diesem Jahr sein Angebot und organisierte für interessierte Schulen, Kindergarten und Elternvereine aus der Region einen Eltern-Kind-Hund-Tag. Auch dieser Anlass stiess auf reges Interesse und erhielt im Jahresprogramm einen festen Platz.
Für eine weitere Abwechslung im Jahresprogramm und zur Steigerung der Attraktivität wird ab 2004 die Sommerpause genutzt und den Mitgliedern die Lust haben, Plausch-Agilitynachmittage angeboten.
2005 war ein Jahr der Veränderungen. Als Folge des Pitbullangriffes in Oberglatt ergreift das BVET Massnahmen, die die Hundehaltung und den Hundesport landesweit verändern. Der SKV findet bedauerlicherweise keine Lösung den Verband als Ausbildungsstätte anerkennen zu lassen. Die Schutzhundedisziplinen werden aus dem Reglement gekippt. In der Folge treten mehrere Clubs aus der Deutschschweiz aus dem Verband aus. Dies trifft unseren Verein hart. Das Prüfungsangebot vom Verband für die aktiven Hundesportler aus unserem Verein sinkt. Zudem müssen stets lange Anfahrtswege in die Romandie in Kauf genommen werden.
2007 wird auf Bundesebene der obligatorische SKN-Kurs eingeführt. Und umgehend findet sich auch in unserem Verein ein Mitglied das gewillt ist die Ausbildung zu machen und diesen Kurs bei uns anzubieten.
Bedauerlicherweise ist wie in vielen anderen Vereinen auch, seit Jahren der Rückgang von Aktivmitgliedern zu verzeichnen. Ebenso ist es unglaublich schwierig qualifizierte Übungsleiter auf dem Platz zu haben.
Die ungelösten Probleme auf Verbandesebene lassen die Mitglieder vom HDCW über einen Austritt aus dem SKV und Alternativen nachdenken um das Weiterkommen des Vereins zu sichern.
Der Club soll weiterhin attraktiv für Hundesportler wie auch Familienhunde sein und dem Mitgliederschwund soll entgegengewirkt werden. Nach dem Austritt aus dem SKV 2015 und um einen Beitritt zur Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) zu ermöglichen, werden an der GV 2016 die überarbeiteten Statuten genehmigt. Gleichzeitig wird der Clubname angepasst. Aus dem HDCW (Hundedressurclub Weiningen) wird HCW (Hundeclub Weiningen). Das Aufnahmegesuch an die SKG erfolgt noch im gleichen Jahr und der HCW wird 2016 Mitglied der SKG.