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Zbinden forderte in seinem Vorstoss, dass an mehreren Sonntagen im Jahr gewisse Kantonsstrassen für den motorisierten Individualverkehr gesperrt werden. Als Beispiel nannte er die Strasse vom Bahnhof zum Verkehrshaus in Luzern, die Strasse ins Eigenthal oder die bereits für den autofreien Anlass Slow Up genutzten Strecken um den Sempacher- und Baldeggersee.
Autofreie Sonntage könnten der Bevölkerung die Vorteile der nachhaltigen Mobilität aufzeigen. Die Strassen müssten nicht nur dem motorisierten Individualverkehr gehören, sagte Zbinden im Parlament.
Der Regierungsrat hält es jedoch nicht für eine Staatsaufgabe, solche autofreie Tage zu initiieren. Weiträumige Strassensperrungen bräuchten eine nationale Koordination. Gesuchen, Kantonsstrassen für Anlässe zu sperren, stehe er aber offen gegenüber, erklärte die Regierung in ihrer schriftlichen Antwort.
Sarah Bühler (SP) unterstützte dagegen die Forderung nach autofreien Sonntagen. Diese seien genussvoll und mit Spass verbunden. Riccarda Schaller (GLP) sagte, die Leute könnten an solchen Anlässen Lebensqualität spüren. Autofreie Sonntage seien kein Verbot, sondern ein Angebot, den öffentlichen Raum anders zu nutzen, erklärte Gian Waldvogel (Grüne).
André Marti (FDP) stufte Zbindens Forderung dagegen als überflüssig ein. Gesperrte Strassen erzeugten Ausweichverkehr. Martin Waldis (SVP) plädierte für freie Fahrt an Sonntagen. Er und Pius Kaufmann (Mitte) wiesen darauf hin, dass es eine grosse Organisation brauche, wenn eine Kantonsstrasse gesperrt werde, etwa für die Blaulichtorganisationen.
Gaudenz Zemnp (FDP) warnte davor, die autofreien Sonntage von 1973 zu verklären. Diese habe es wegen der Erdölkrise gegeben, welche dann auch eine Wirtschaftskrise verursacht habe.