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Gestern wurden mehr als 150 Namen veröffentlicht, die in Verhandlungen zum Missbrauchsfall Jeffrey Epstein gefallen sind. Obwohl der von Michael Jackson nur eine Randnotiz Wert ist, wird er in vielen Medienartikel im Titel genannt.
Das OK!-Magazin titelte etwa in ihrem Beitrag zu den neusten Enthüllungen „Jeffrey Epstein: Erschütternde Enthüllung um Michael Jackson und Naomi Campbell“, und bewegt sich damit nahe an einen irreführenden Titel, der so nicht gesetzt werden dürfte.
Immerhin stellt die Autorin im Beitrag dann klar: „Es ist wichtig zu betonen, dass die Nennung dieser Namen nicht auf ein Fehlverhalten ihrerseits, eine Beteiligung im Missbrauchsnetzwerk oder gar ihre Kenntnis über die Straftaten schließen ließ, sondern sie lediglich als Gäste auf Partys oder Anrufer aufgeführt wurden.“
So sind offenbar nebst Michael Jackson auch Namen wie die von Leonardo DiCaprio, Bruce Willis oder Stephen Hawkings gefallen.
Was Michael Jackson betrifft, so sagte eine Zeugin lediglich aus, dass sie ihn einmal an einer Veranstaltung in Jeffrey Epsteins Haus in Florida getroffen habe. Über eine direkte Verbindung zwischen Epstein und Michael Jackson war und ist bisher nichts bekannt.
Ein Artikel von der NZZ: Fall Epstein: US-Gericht veröffentlicht Dokumente mit Namen
Bei Billboard werden die Zeugenaussagen hier zitiert:
Die Akten, die am späten Mittwoch (3. Januar) freigegeben wurden, sind Teil der 2015 eingereichten Klage des Opfers Virginia Giuffre gegen Ghislaine Maxwell, die Freundin des verstorbenen Finanziers, die 2021 verurteilt wurde, weil sie Epstein bei der Anwerbung und dem sexuellen Missbrauch minderjähriger Opfer geholfen hatte. Maxwell wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Der verstorbene King of Pop – der 2005 vom Vorwurf des Missbrauchs minderjähriger Jungen freigesprochen wurde und die Vorwürfe zu Lebzeiten vehement bestritt – kommt in der Zeugenbefragung vom 18. Mai 2016 zur Sprache, wie aus den von Billboard erhaltenen Dokumenten hervorgeht. In der Abschrift befragt Giuffre’s Anwältin Sigrid McCawley die Zeugin – die auch eine Epstein-Anklägerin ist – über die „bold-faced“ Namen, denen sie mit dem Finanzier begegnet war, der für seine Verbindungen zu den Reichen, Berühmten und Mächtigen bekannt war.
„Haben Sie jemals einen berühmten Menschen getroffen, als Sie mit Jeffrey zusammen waren?“ fragte McCawley.
„Ich habe Michael Jackson getroffen“, antwortete die Zeugin. „In seinem Haus in Palm Beach. In Jeffreys Haus in Palm Beach.“
McCawley fragte auch, ob die Zeugin Jackson eine Massage gegeben habe, was sie verneinte.
Später während der Befragung knüpfte Laura Menninger – eine Anwältin von Maxwell – an die Frage nach dem 13-fachen Grammy-Gewinner an: „Sie wurden nach den berühmten Leuten gefragt. Sie sagten, Sie hätten Michael Jackson getroffen?“
Die Zeugin bestätigte erneut, dass sie den Musiker getroffen hatte, bestritt aber erneut, ihm jemals eine Massage gegeben zu haben. Es gibt keine Anschuldigungen, dass Jackson etwas Unrechtes getan hat.
Quelle: billboard.com, NZZ, OK!, div.