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Bundesrat Alain Berset lebt sein Leben aus. Er betrügt seine Frau, er macht, worauf er Lust hat. Das ist völlig in Ordnung. Die Frage ist nur: Lässt sich das vereinbaren mit dem, was er mit der ganzen Bevölkerung tut?
Dies voraus: Wir sind alle Menschen. Mit unseren Stärken. Mit unseren Schwächen. Keiner von uns hat das Recht, einen anderen aufgrund seines Verhaltens abzuwerten. Niemand weiss, was den anderen gerade beschäftigt. Keiner hat das Recht, einen anderen zu verurteilen. Wir sind alle schwach. Wir werden alle Opfer dessen, was uns umtreibt. Das heisst auch: Ein Bundesrat kann tun, was er tun will. Solange das, was er tut, in seinen eigenen vier Wänden Akzeptanz findet. Kein Mensch spricht davon, was die Ehefrau des Mannes durchleidet, dessen Eigenleben gerade öffentlich wird.
Das gilt auch für Alain Berset. Was geschieht, ist seine Sache. Beziehungsweise auch die der Menschen, die ihm nahe sind.
Aber es gibt ein «Aber». Wenn einer tut, wozu er gerade Lust hat, wenn er für sein persönliches Wohlbefinden auf den Steuerzahlers Kosten eine Staatslimousine ins Ausland bestellt, wenn er Unkosten für die Allgemeinheit generiert, um zur persönlichen Befriedigung zu finden, dann stellen sich Fragen. Beziehungsweise: Sie müssten sich stellen. Alain Berset hat das Glück, dass er die mit auf Subventionen hoffenden Medien auf seiner Seite weiss. Sie lassen ihn in Ruhe, weil sie Hoffnungen an ihn knüpfen.
Aber ist das richtig? Ist es gerecht? Ist es richtig?
Viele Leute