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Täglich verbreiten Medien Ergebnisse von Studien. Leider ist es immer noch nicht selbstverständlich, dass sie darüber informieren, wer die Studie in Auftrag gegeben und bezahlt hat.
Das ist jedoch entscheidend, um das Resultat der Studie kritisch zu hinterfragen. Einmal mehr hat eine Übersichtsstudie, diesmal im «Plos Medicine» veröffentlicht, nachgewiesen, dass viele Forscher den Auftraggebern das gewünschte Resultat liefern. Es ging um die Frage, ob Coca Cola und andere stark zuckerhaltige Getränke dick machen oder nicht.
Und siehe da: Vier von fünf Studien, welche Lebensmittelkonzerne oder -Verbände in Auftrag gaben und finanzierten, kamen zu beruhigenden Ergebnis, dass zuckerhaltige Getränke kein besonderes Problem darstellen.
Umgekehrt kamen vier von fünf Studien, bei denen die Autoren keinen Interessenkonflikt angaben, zum Schluss, dass zwischen dem Konsum von Zuckergetränken mit Gewichtszunahme und Übergewicht sehr wohl ein klarer Zusammenhang besteht.
Das wiederum erlaubt den Lebensmittel-Konzernen zu behaupten, dass sich die Forscher nicht einig seien und damit nicht bewiesen sei, dass ihre Getränke dick machen.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine. Diese Übersichtsstudie machten Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam und der spanischen Universität Navarra.