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Der fünfte und damit vorletzte Lauf des Porsche Sports Cup Suisse 2015 fand am vergangenen Wochenende auf der legendären Rennstrecke „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ in Imola statt. Regen dominierte die freien Trainings am Donnerstag, an denen mehr als 120 Fahrer teilnahmen. Bei den Trainings am Freitag blieb es hingegen trocken und bei den Rennen am Samstag traten die rund 60 Starter aus verschiedenen Klassen bei sonnigem Wetter mit Temperaturen um 25 Grad an. Wie bereits beim dritten Lauf in Le Castellet wurde auch in Imola eines von zwei Sprintrennen durch ein Langstrecken-Rennen ersetzt. 34 Piloten unterschiedlicher Klassen aus den Serien Porsche Super Sports Cup und Porsche Sports Cup kämpften um den Sieg im Endurance-Rennen auf der 4,933 Kilometer langen Rennstrecke. Für das Sprintrennen und das 100-Meilen-Rennen wurde je ein Qualifying gefahren.
Im Sprint der GT3 Cup Challenge fuhr Ernst Keller einen souveränen Start-Ziel-Sieg auf seinem 991 GT3 Cup (Gruppe 5d) ein und auch das Endurance-Rennen entschied er für sich. Bereits in der Qualifikation für Sprint und Endurance lag Keller zwei bis drei Zehntel vor dem amtierenden Meister von Burg und sicherte sich zweimal die Pole. Im Sprintrennen gewann Keller vor Jean-Paul von Burg und Oliver Ditzler, beide ebenfalls auf 991 GT3 Cup (5d). „Bis auf den Unfall meines Team-Kollegen Urs Schlegel, war es ein perfektes Wochenende“, sagte Keller. „Das Sprintrennen war extrem spannend und anstrengend. Ich hatte von Burg andauernd im Nacken, er wartete nur auf den kleinsten Fehler von mir. Trotzdem konnte ich den Vorsprung von knapp drei Zehntel noch ins Ziel retten. Ich bin sehr glücklich über den ersten Sieg in der GT3 Cup Challenge“, resümierte er den Sprint.
Im 100-Meilen-Rennen startete Keller erneut von der Pole Position im Feld der GT3 Cup Challenge. Verfolgt wurde er von Jean-Paul von Burg (5d), dem Fahrerduo Sara Sina und Fredy Barth (5c) sowie Oliver Ditzler (5d). Anfangs überholte von Burg Keller. Dieser kämpfte sich allerdings im Verlauf des Rennens wieder heran. Während eines Überholmanövers von Jean-Paul von Burg (5d) auf Heinz Bruder (7a) zog Keller an beiden vorbei. Trotz einer Zeitstrafe von 10 Sekunden, wegen der Missachtung der blauen Flagge, entschied Keller den Sieg der GT3 Cup Challenge für sich. Eine weitere Zeitstrafe wurde aus demselben Grund gegen Oliver Ditzler verhängt. Der glückliche Sieger Keller fasste zusammen: „Ich hatte einen schlechten Start von der Pole und konnte das Anfangstempo nicht ganz mitgehen. Dass ich von Burg und Bruder auf einen Streich überholen konnte, war perfekt. Bis ins Ziel konnte ich mit einem perfekten Fahrzeug die Distanz zu von Burg stetig ausbauen. Ich möchte mich auch beim Team Sportec für die super Unterstützung und tolle Arbeit bedanken.“
Die GT3 Cup Challenge, in der die Gruppen 5c und 5d fahren (Gruppe 5c: 997 GT3 Cup 2010-2013 und 5d: 991 GT3 Cup 2014), wird im Rahmen des Porsche Super Sports Cup ausgetragen.
Im Gesamtfeld des Endurance-Rennens sicherte sich das Fahrerduo Andreas Coradina und Ilya Melnikov auf einem modifizierten 991 GT3 Cup (Gruppe 7a) im Qualifying die Pole Position. Hinter ihnen starteten Rémi Terrail sowie das Fahrerduo Enzo Calderari und Philippe Menotti (alle auf 997 GT3 Cup R, Gruppe 7b). Coradina und Melnikov fuhren einen Start-Ziel-Sieg sowie die schnellste Rundenzeit von 1:45:309 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 167.814 Kilometern ein.
Im Sprint des Porsche Super Sports Cup fuhr Rémi Terrail auf 997 GT3 Cup R (Gruppe 7b) die schnellste Rennrunde mit 1:45.789 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 167:053 Kilometern pro Stunde. Er sicherte sich damit den Sieg im gesamten Feld. Martin Konrad, Starter des Alpenpokals, auf 997 GT3 Cup kämpfte sich von Startposition acht auf den vierten Rang vor und überrundete dabei die drei Führenden der GT3 Cup Challenge. Insgesamt starteten im Porsche Super Sports Cup 25 Teilnehmer, darunter sechs Fahrer des österreichischen Alpenpokals.
Oliver Michael, ebenfalls Starter im Alpenpokal, auf 997 GT3 holte sich im Sprintrennen des Porsche Sports Cup durch die beste Qualifying-Zeit von 1:55.646 Minuten die Pole Position. Diese konnte er im Rennen allerdings nicht gegen den von Position zwei gestarteten Ivan Reggiani auf 996 GT3 Cup (Gruppe 5a) verteidigen. Michael fuhr jedoch die schnellste Rundenzeit mit 1:56.601 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 151.563 Kilometern pro Stunde unter den 16 Startern. Daniel Timbal auf 996 GT3 Cup (Gruppe 5a) startete von Rang sieben, kämpfte sich allerdings an den vor ihm liegenden Startern vorbei. Den Führenden seiner Klasse 5a holte er allerdings nicht mehr ein. Er schloss auf Rang drei hinter Reggiani und Michael im Gesamtfeld ab.
In der Gruppe 4c startete Markus Humbel auf 991 GT3 vor Giuliano Longa auf 991 GT3 RS und Adrian Spescha auf 991 GT3. Humbel verteidigte seine Führung und fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein. Ebenso hielten Longa und Spescha ihre Positionen und fuhren als Zweit- und Drittplatzierte ins Ziel.
Unter den 16 Teilnehmer der Gleichmässigkeitsprüfung Porsche Driver‘s Challenge gewann Jaques Nussbaumer auf 997 GT3. In dem Rennen gilt es die Runden jeweils zeitgleich zu fahren. Der Durchschnitt aller Rennrunden eines Fahrers definiert die Referenzrunde. Die geringste Abweichung zur Referenzrunde gelang Nussbaumer mit 4338 Strafpunkten. Den zweiten Platz sicherte sich Fabio Resico auf 996 GT3 mit 4547 Strafpunkten vor dem Drittplatzierten René Auinger mit 4701 Strafpunkten auf 991 GT3. Auinger sicherte sich bereits im vorherigen Lauf in Dijon den dritten Platz.
Xavier Penalba, Sportwart vom Verband Schweizer Porsche Clubs, freute sich über das gut besuchte Wochenende in Imola: „Wir waren über 160 Personen beim Nachtessen. Eine tolle Atmosphäre, wie bei einer riesigen Familie! Mit rund 60 Startern und insgesamt mehr als 120 Teilnehmern an den freien Trainings war das ein sehr erfolgreiches Rennwochenende.“
Der letzte Lauf des Porsche Sports Cup Suisse 2015 findet am 24. Oktober in Magny-Cours statt.