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In vielen südlichen, wirtschaftlich armen Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung schonen Solarkocher die natürlichen Ressourcen und tragen dazu bei, den Wald zu erhalten, vorab dort, wo die unkontrollierte, übermässige Abholzung den natürlichen Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzen zerstört. Die Folgen der Abholzung der Wälder sind zur Genüge bekannt: Verdrängdung, Erosion, Klimaerwärmung... Der Bevölkerung, den Tieren und Pflanzen wird die Lebensgrundlage entzogen.
Der gesamte Energiebedarf dieser Staaten wird zu 90% durch Holz gedeckt, wobei der grösste Teil der Energie auf das Zubereiten der Nahrung entfällt. Deshalb sind die Solarkocher als einfache und günstige Alternative das wirksamste Instrument im Kampf gegen die Abholzung.
Es ist nicht einfach nur damit getan, dass die Solarkocher resp. deren Komponenten für eine Pilotphase bereitgestellt werden. Die Materialien müssen unter kundiger Leitung zusammengebaut und die Kocher zusammen mit den Käufern in Betrieb gesetzt werden. Es ist unser Ziel, dass die Solarkocher von einheimischen Handwerkern gebaut werden und vorwiegend aus lokalen Materialien bestehen. Dadurch werden auch Arbeitsplätze geschaffen.
UNICEF hat Solarkocher ausgewertet und schätzt, dass der Verbrauch eines Drittels des weltweiten Brennholzes (350 Millionen Tonnen pro Jahr) mit Solarkochern gespart werden könnte. Weil das Heizmaterial teuer und die Sonnenwärme gratis ist, amortisiert sich das Gerät in kurzer Zeit, bildet einen finanziellen Anreiz und verbessert den Lebensstandard der armen Bevölkerung. Obgleich die Solarkocherprojekte grundsätzlich selbsttragend sein sollten, sind für die ärmste Bevölkerung Unterstützungsaktionen für den Kauf von Solarkochern notwendig. Auch braucht es für die Einrichtung von Werkstätten und den Ankauf von Material ein Startkapital. Die Herstellung der Solarkocher ist relativ primitiv und wenig wertschöpfend, deshalb ist die Industrie nicht interessiert. Als NGO versuchen wir deshalb diese Lücke zu füllen.