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In dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, welche Verantwortung die TheaterpädagogInnen in Bezug auf Deutung und Wirkung des Spiels von Kindern auf der Bühne vor einem erwachsenen Publikum haben. In theoretischen Ansätzen, die sich in der theaterpädagogischen Literatur mit Fragen der Autorschaft und Mündigkeit und neuen Theaterformen beschäftigen, stieß ich vor allem auf Überlegungen zu Probenmethoden und auf Beobachtungen von ästhetischen Tendenzen. Für die Fragestellung dieser Arbeit ist aber die Position der Zuschauer in Bezug auf die Mündigkeit der Spieler zentral. Es erschien deshalb sinnvoll, meine Erfahrungen einer Theorie gegenüberzustellen, die sich mit der Position des Zuschauers und der Frage nach Deutungshoheit auseinandersetzt und danach fragt, welche Machtposition das Publikum hat und ob es überhaupt in meiner Hand liegt, die Deutung des Publikums zu beeinflussen oder die Kinder über sie aufzuklären.