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Trauma Ursachen
Nach Unfällen oder seelischen Verletzungen entwickeln sich häufig Angstzustände, Depressionen oder unerklärliche Schmerzen. Solche physischen und psychischen Belastungen entstehen vor allem durch im Körper blockierte Energie. Sie lassen sich daher auch weit besser über den Körper als über die Seele heilen – das ist die Grundlage dieser Traumaarbeit.
Die Ursachen von Traumata können in zwei Hauptkategorien unterteilt werden – die offensichtlichen und die subtilen.
Zu den offensichtlichen Ursachen eines Traumas gehören:
- Krieg
- schwerer emotionaler, körperlicher oder sexueller Missbrauch in der Kindheit
- Vernachlässigung, Verrat oder Verlassenwerden in der Kindheit
- die Erfahrung oder das Miterleben von Gewalt
- Vergewaltigung
- schwere Verletzung oder Krankheiten
Zu den subtilen Ursachen eines Traumas gehört ein breites Spektrum von scheinbar gewöhnlichen Er-eignissen. Viele von ihnen gehen weit häufiger mit traumatisierenden Auswirkungen einher, als wir erwarten würden.
- kleinere Autounfälle (auch Blechschäden), insbesondere, wenn sie ein Schleudertrauma zur Folge haben.
- invasive Behandlungsmassnahmen beim Arzt oder Zahnarzt, vor allem bei Kindern, die festgehalten werden oder narkotisert sind. (Die Verwendung von Äther erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Traumatisierung. Erwachsene können viele medizinische Vorgänge wie beispielsweise eine Unterleibsuntersuchung als Angriff erleben, auch wenn sie vom Verstand her wissen, dass sie notwendig und hilfreich ist.)
- Stürze und andere sogenannte geringfügige Verletzungen, vor allem wenn Kinder oder ältere Menschen betroffen sind (wenn ein Kind zum Beispiel mit dem Fahrrad stürzt).
- Naturkatastrophen wie Erdbeben, Hurrikans, Tornados, Brände und Üeberflutungen
- Krankheiten, besonders wenn sie mit hohem Fieber oder versehentlicher Vergiftung einhergehen
- Alleingelassen werden, vor allem bei kleineren Kindern und Säuglingen
- anhaltende Ruhigstellung, wiederum insbesondere bei Kindern (Gips oder Schienen über längere Zeiträume, wie sie bei Skoliose oder bei nach innen gedrehten Füssen verwendet werden)
- extrem heissen oder kalten Temperaturen ausgesetzt sein, vor allem bei Kindern und Säuglingen
- plötzlich laute Geräusche, vor allem bei Kindern und Säuglingen
- Geburtsstress, gilt sowohl für die Mutter als auch für das Kind
Hören Sie auf Ihren Körper
Wie hat Ihr Körper auf das Lesen dieser Liste angesprochen? Wurden Sie beim Durchgehen der verschiedenen Situationen, die eine traumatische Wirkung haben können, ein bisschen aufgeregt? Dann haben Sie eine normale Reaktion auf die Erinnerung an Erfahrungen gehabt, die einmal stressreich für Sie waren. Es ist auch gut möglich, dass Sie mehrere Reaktionen hatten. Ihr Körper kann sofort geantwortet haben, beispielsweise mit einem Zusammenziehen des Darms oder mit Herzklopfen. Vielleicht haben Sie während des Lesens gar nichts bemerkt, spürten aber ein leichtes Magenstechen, als Sie damit fertig waren. Denkbar ist auch, dass Sie sich zum Beispiel an einen Fahrradsturz erinnert haben, der Ihnen einmal zugestossen ist, ohne dass Ihnen eine Körperreaktion bewusst gewesen wäre.
Es ist wichtig zu begreifen, dass Nervosität, Angst oder nahezu jede Reaktion, die Sie möglicherweise haben, mit der Aktivierung der Energie zusammenhängt, die Sie während des ursprünglichen überwältigenden Vorfalls erlebt haben. Wenn Sie sich bedroht fühlen, erzeugt Ihr Körper instinktiv eine grosse Energiemenge, um Ihnen zu helfen, sich gegen die Bedrohung zu verteidigen. Mit dieser Energie arbeiten wir während der Trauma-Heilung, deshalb müssen wir uns ihrer bewusst werden.
Weitere Informationen zur Therapiemethode nach Dr. Peter Levine erhalten Sie unter www.somatic-experiencing.de