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Waldfläche kann jederzeit neu entstehen. Rechtlich verschwinden kann Wald jedoch nur durch eine Rodungsbewilligung. Beim Einzonen eines Gebiets ins Baugebiet werden die Waldgrenzen durch das zuständige Kreisforstamt festgestellt und im Waldgrenzenplan festgehalten.
Dynamischer und statischer Waldbegriff
In der Schweiz kommt der dynamische Waldbegriff zur Anwendung. Der Zustand im Gelände ist massgebend, ob eine Fläche rechtlich als Wald gilt oder nicht. Es kann also jederzeit neue Waldfläche entstehen. Rechtlich verschwinden kann Wald jedoch nur durch eine Rodungsbewilligung.
Im Gegensatz dazu wird im Bereich von Bauzonen der statische Waldbegriff angewendet: Wird ein Gebiet ins Baugebiet eingezont, müssen die Waldgrenzen durch das zuständige Kreisforstamt festgestellt und im Waldgrenzenplan festgehalten werden.
Es werden alle Waldgrenzen im Baugebiet und bis zu 18 Meter vom Baugebiet entfernt festgestellt. Somit werden alle Waldgrenzen aufgenommen, die rechtliche Auswirkungen auf das Baugebiet haben könnten. Neu entstehende Bestockungen innerhalb des Baugebiets im Bereich des Waldgrenzenplans gelten dann nicht als Wald.
Waldfeststellung bei Nutzungsplanung
Beim Erlass von Nutzungsplänen und deren Revision muss in denjenigen Gebieten eine Waldfeststellung durchgeführt werden, in denen Bauzonen an den Wald grenzen oder in Zukunft an den Wald grenzen sollen (Waldgrenzenplan). Für die Durchführung des Waldfeststellungsverfahrens wenden Sie sich bitte an das .
Einzel-Waldfeststellung
Falls Sie ein schutzwürdiges eigenes Interesse geltend machen können, sind Sie befugt, im Einzelfall feststellen zu lassen, ob eine Fläche Wald ist oder nicht. Ein entsprechendes Begehren richten Sie bitte an das .
Festlegung der Waldgrenze
Die Aussenseite der äussersten Baumstämme und -strünke, die ein Mindestalter von 15 Jahren aufweisen, bestimmt den Verlauf der Stockgrenze. An die Stockgrenze schliesst ein Waldsaum von in der Regel 2 Meter Breite an, dessen Aussenrand die Waldgrenze bildet. Bei Sträuchern liegt die Waldgrenze in der Regel 1 Meter ausserhalb der äussersten Stockausschläge.
Der Waldabstand für Kleinbauten, Kies- und andere Gruben, Steinbrüche, unterirdische Bauten etc. muss laut kantonalem Baugesetzt (§ 48. Absatz 1, lit. b) mindestens 8 Metern betragen, der Abstand für Gebäude, gebäudeählniche Bauten, Tankstellen, oberirdische Tanks und dergelichen mindestens 18 Metern (lit. a).