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Eine ganze Menge Kies
Ein Tunnel ist in erster Linie ein Loch. Und ein Tunnel wie der Gotthard-Basistunnel ist ein gigantisches Loch. Logisch, dass beim Bau eines derartigen Grossprojekts Unmengen an Ausbruchmaterial anfallen. Doch wohin damit?
Normalerweise muss das Aushubmaterial von Grossbaustellen umständlich und vor allem teuer entsorgt werden. Das Projekt Seeschüttung erwies sich dabei als ausserordentlicher Glücksfall – für alle Seiten: Einerseits liess sich auf diese Weise das Ausbruchmaterial zweier Baustellen auf sinnvolle Weise verwerten. Andererseits machte diese ungeheure Materialmenge die Seeschüttung mit ihrer Inselwelt überhaupt erst möglich. Woher hätte man auch sonst all den Kies hernehmen sollen?
Aus dem Berg in den See
Zwei Baustellen lieferten das Material für die Seeschüttung: Die Tunnelbaustelle der A4-Umfahrung Flüelen sowie die NEAT-Baustelle des Gotthard-Basistunnels in Amsteg.
Tunnelbaustelle A4-Umfahrung Flüelen
Rund 800'000 Tonnen Material landeten von April 2001 bis September 2003 im Urnersee. Den Ausbruch des 2,6 Kilometer langen Tunnels übernahm eine Tunnelbohrmaschine. Weitere 125'000 Tonnen Material aus dem Sicherheitsstollen folgten von Anfang bis Ende 2006.
NEAT-Baustelle Gotthard-Basistunnel Amsteg
Ganze 1,8 Millionen Tonnen Material wurden vom Sommer 2005 bis Sommer 2005 von der NEAT-Baustelle zur Seeschüttung verwendet. Bis Herbst 2006 folgten zusätzliche 700'000 Tonnen. Der Ausbruch der beiden 11,4 Kilometer langen Tunnelröhren des Gotthard-Basistunnels mit ca. 9,5 Metern Durchmesser erfolgte durch zwei Tunnelbohrmaschinen.