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Dank dieser Instrumente und Massnahmen konnte die Zahl schwerer Güterfahrzeuge durch die Schweizer Alpen auf unter eine Million gesenkt werden. Ohne die erwähnten Massnahmen würden heute wegen des stetig wachsenden Güterverkehrs jährlich zwischen 650'000 und 700'000 zusätzliche Lastwagen und Sattelschlepper die Alpen durchqueren. Die Bahn hat im Güterverkehr durch die Schweizer Alpen einen Marktanteil von rund 70 Prozent - massiv mehr als in benachbarten Ländern mit ähnlicher Topographie. Dominierend ist dabei der kombinierte Verkehr.
Verlagerung des Güterverkehrs durch die Alpen
Seit dem Ja des Stimmvolks zur "Alpeninitiative" von1994 ist der Auftrag in der Bundesverfassung verankert, den Transit-Güterverkehr durch die Alpen von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Bundesrat und Parlament sorgten dafür, dass dieser Beschluss in marktwirtschaftlichem Rahmen und ohne Diskriminierung ausländischer Transporteure umgesetzt werden kann. Das Güterverkehrsverlagerungsgesetz verlangt, dass die Zahl der Fahrten in- und ausländischer Lastwagen und Sattelschlepper durch die Schweizer Alpen von 1,4 Millionen im Jahr 2000 auf 650'000 Fahrten pro Jahr gesenkt werden soll. Hierzu wurden verschiedene Instrumente beschlossen und umgesetzt:
- Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA): Seit Anfang 2001 bezahlen Lastwagen auf allen Schweizer Strassen eine distanz-, gewichts- und emissionsabhängige Abgabe. Zwei Drittel der Einnahmen aus der LSVA fliessen in den Bahninfrastrukturfonds (BIF), aus welchem unter anderem die NEAT finanziert wird.
- Modernisierung der Bahninfrastruktur: Für rund 24 Milliarden Franken baut die Schweiz die NEAT und den 4-Meter-Korridor auf der Gotthardachse. Dank der Basistunnel am Gotthard, Ceneri und Lötschberg und dem einheitlichen Profil können Güterzüge in grösserer Zahl unter erleichterten Bedingungen verkehren. Die Fahrzeiten zwischen Nord und Süd werden kürzer.
- Bahnreform: Die Liberalisierung des Güterverkehrsmarktes und die Öffnung des Schienennetz für Dritte verstärkt den Wettbewerb unter den Bahngesellschaften. Das Bahnangebot ist besser und kostengünstiger geworden.
- Landverkehrsabkommen Schweiz-EU: Es sichert die schweizerische Verlagerungspolitik gegenüber Europa ab; die EU anerkennt die Schweizer Ziele und Instrumente, insbesondere die LSVA.
- Flankierende Massnahmen: Betriebsabgeltungen und Investitionshilfen für den unbegleiteten kombinierten Verkehr und die Rollende Landstrasse unterstützen und verstärken die Verlagerung.
Faktenblätter
Faktenblätter zur NEAT und zur Verlagerung des Güterverkehrs
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