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« take a seat»
multifunktioneller Stuhl bricht Sitzgewohnheiten
Konzeptmodul, Workshop 5 | Vorkurs | SfG Basel | 2014
Wie oft setzt man sich, ohne gross zu hinterfragen auf welche Art und Weise auf einen Stuhl? Zugegeben, die Sitzart ist durch das Design der Sitzgelegenheit beeinflusst. Dennoch stellt sich mir die Frage wie viele Sitzt-, Hock- und Liegevarianten gibt es auf dem Stuhl «Stefan». Mit einer Eigenstudie möchte ich die Veränderung der Körperhaltung und des Sitzkomforts innerhalb der genannten Varianten untersuchen, indem ich mich filme. Auch kommt mir die Frage auf, ob es möglich ist, die Sitzgewohnheit durch eine Veränderung oder Anpassung des Stuhldesigns zu brechen. Ab wann ist eine Stuhl ein Arbeitsstuhl und wann ein Freizeitstuhl? Welche Nuancen liegen dazwischen und ist eine Kombination möglich? Wie kreiere ich einen multifunktionalen Stuhl, der an verschiedene Lebenssituationen angepasst ist? Ich starte den Versuch, den Ikea Stuhl «Stefan» so zu verändern, dass dieser mehrere Sitzt-, Hock- und Liegevarianten beinhaltet, und eventuell auch als Stehhilfe eingesetzt werden kann. Ist ein Aufklappen eines Stuhlelementes nötig, oder eine Formanpassung ausreichend um mehrere Sitzpositionen möglich zu machen, oder ist eine Reduktion sinnvoll? Ich will durch die Auswertung meiner Stuhluntersuchung eine Auswahl an Stuhlfunktionen bestimmen, und diese in einem Stuhl verwirklichen. Auf welche Art und Weise der Stuhl schlussendlich multifunktional wird, werde ich erproben. Der «Stefan» Stuhl soll ein Sitzobjekt werden, mit dem Ziel die Sitzgewohnheiten des Sitzenden zu brechen. Aber auch die Funktionalität des Stuhles zu multiplizieren.