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Die heutige Überbauung «Stuckimatte» steht auf der Bleichematte der ehemaligen Tuchfabrik Stucki’s Söhne AG. Wo man früher die gewebten nassen Tücher auslegte, damit sie von der Sonne gebleicht wurden, stehen heute fünfzehn Mehrfamilienhäuser und nun neu das Mehrgenerationenhaus wohnenplus.
Die ehemalige Scheune
Webmaschine
Bereits seit dem Jahr 1675 wurde am nahen Mühlebach die Wasserkraft genutzt, anfänglich für eine Tuchwalke (d.i. eine Maschine, in der die Tücher gestampft wurden, um sie zu reinigen und das Gewebe zu verfestigen), später auch für eine Schleife.
Mühlibach zum Baden
1866 erwarb Samuel Stucki den kleinen Gewerbebetrieb in der Au und baute ihn Ende der 1870er-Jahre unter Mithilfe seiner Söhne zu einer Tuchfabrik um. Die alte Fabrikhalle, die sogenannte Alte Weberei, wurde 1999/2000 restauriert und als Wohn-/Atelier-Haus umgenutzt.
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Herausgewachsen war die Textilindustrie auch in Steffisburg aus bäuerlich-kleingewerblichen Strukturen der vorindustriellen Zeit. Die Tuchfabrik Stucki’s Söhne AG in Steffisburg steht hier stellvertretend für viele andere Betriebe. Während rund hundert Jahren wurden in der Fabrik, die sich während der ganzen Zeit im Besitz der Familie Stucki befand, Textilien produziert. Bei der Firma handelte es sich um eine bedeutende Vertreterin der einst auch im Kanton Bern wichtigen Textilindustrie. Im Laufe der Jahrzehnte verlor die Branche zunehmend an Boden und trat fast vollständig hinter die Metall-, Maschinen- und Präzisionsapparate-Industrie sowie die elektronische Industrie zurück. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts büsste die Textilbranche nahezu fast alle Arbeitsplätze ein. Diesem Strukturwandel war auch die Stucki’s Söhne AG unterworfen: 1967 stellte sie die Textilproduktion ein. Seither ist sie als reine Immobilienfirma tätig.