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Remigi Winzap wird zum Exekutivdirektor der Schweiz bei der EBRD ernannt
Der Bundesrat hat am 21. März 2018 Remigi Winzap, gegenwärtig im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) für den handelspolitischen Dialog zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zuständig, zum Schweizer Exekutivdirektor bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in London ernannt. Zugleich hat ihm der Bundesrat den Botschaftertitel verliehen. Remigi Winzap wird sein Amt am 1. September 2018 antreten, als Nachfolger von Heinz Kaufmann, der seit Ende 2013 als Exekutivdirektor wirkt.
Remigi Winzap, 1961, lic. iur., ist gegenwärtig im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) für den handelspolitischen Dialog zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich sowie für die Verhandlungsführung im plurilateralen Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA) zuständig. Von 2012 bis 2016 war er Botschafter und Leiter der Ständigen Mission der Schweiz bei der WTO und anderen internationalen Wirtschaftsorganisationen (EFTA, UNCTAD, ECE/UNO, ITC) in Genf und Mitglied der Geschäftsleitung des SECO. Er war von 2007 bis 2012 Leiter des WTO-Ressorts des SECO. Von 2001 bis 2006 war Remigi Winzap Botschaftsrat bei der Schweizer Mission in Brüssel. Frühere Stationen seiner Tätigkeit umfassten einen Einsatz auf der Schweizer Botschaft in Paris sowie die Teilnahme in den Dienstleistungsverhandlungen der Schweiz im Rahmen der Uruguay-Runde des GATT. Vor seinem Eintritt in die schweizerische Bundesverwaltung arbeitete Remigi Winzap sechs Jahre beim Schweizerischen Bankverein (heute UBS) in Genf, Basel und New York. Remigi Winzap hat in Genf Rechtswissenschaften studiert und an der Ecole Nationale d’Administration (ENA) in Paris ein Nachdiplomstudium in Öffentlicher Verwaltung abgeschlossen.
Die Schweiz ist seit 1991 Mitglied der EBRD. Diese war nach den damaligen politischen Umwälzungen in Osteuropa und der einstigen Sowjetunion gegründet worden, um diese Länder bei der Demokratisierung und der Transformation zur Marktwirtschaft zu unterstützen. Der aus 23 Direktoren bestehende Exekutivrat der Bank legt die Politik im operationellen, finanziellen und administrativen Bereich fest. Die Direktoren entscheiden über die Länder- und Sektorprogramme sowie über Darlehen zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten und -programmen. Der Schweizer Exekutivdirektor vertritt nicht nur die Interessen der Schweiz, sondern auch jene der Stimmrechtsgruppe. Die Schweiz bildet bei der EBRD gemeinsam mit dem Fürstentum Liechtenstein, Ukraine, Serbien, Usbekistan, Moldawien, Montenegro und Turkmenistan eine Stimmrechtsgruppe.
Quelle: Medienmitteilung des WBF vom 21. März 2018