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Sie wissen über die Grundzüge der Anatomie und Physiologie des Magens Bescheid und kennen seine Schutzmechanismen sowie Faktoren, die diese zerstören.
Sie kennen Formen und Ursachen der Gastritis und Auslöser für Magen-Darm-Ulcera.
Sie kennen die verschiedenen Therapiemöglichkeiten und wissen, wann die Grenzen der Selbstmedikation erreicht sind.
Sie kennen Wirkungen, Neben- und Wechselwirkungen der eingesetzten Medikamente und können dem Kunden Hinweise zur Einnahme und Compliance geben.
Zusammenfassung
Der Magen besitzt ein ausgeklügeltes System, die Mukosabarriere, um sich selbst vor der von Belegzellen produzierten Salzsäure zu schützen. Der niedrige Magen-pH-Wert wird durch die Funktion der in den Belegzellen vorkommenden Protonenpumpe gewährleistet. Ist die Unversehrtheit der Mukosabarriere nicht mehr gegeben, kommt es zu entzündlichen Schädigungen der Schleimhaut, der Gastritis, oder tiefer liegenden Defekten: Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür. Auslöser für einen grossen Teil der Ulcera sind das Bakterium Helicobacter pylori (HP) und nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR). Als weitere Verursacher gelten Stress, falsche Ernährungsgewohnheiten und die Bildung von Autoantikörpern. Die zum Einsatz kommenden Medikamente greifen an der Protonenpumpe, am Histamin- sowie Prostaglandinrezeptor an oder neutralisieren die Magensäure. Zur Behandlung der HP-Infektion stehen eine Reihe Antibiotika zur Verfügung. Das Apothekenpersonal kann mit sachkundiger Beratung wesentlich zum Therapieerfolg beitragen.