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<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat um eine Antwort auf folgende Fragen:</p><p>1. Haben die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) in den letzten Jahren ihre Anstellungspolitik geändert?</p><p>2. Hat die vermehrte Finanzierung von Forschung und Lehre durch Drittmittel zu einer Zunahme der Anzahl befristeter Arbeitsverträge an den ETH geführt?</p><p>3. In welchem Umfang ist das administrative und das technische Personal der beiden ETH von befristeten Arbeitsverträgen betroffen?</p><p>4. Werden die festgelegten Höchstdauern für befristete Arbeitsverhältnisse eingehalten, sowohl bei den Personalkategorien, für die Ausnahmen bestehen, als auch bei allen anderen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die beiden ETH haben ihre Einstellungspolitik im Verlauf der vergangenen Jahre nicht geändert. Unbefristete Arbeitsverträge gelangen im ganzen ETH-Bereich zur Sicherung der Infrastrukturleistungen im weitesten Sinne, namentlich beim technischen und administrativen Support, bei der grossen Mehrheit der Professorenschaft, aber auch beim Management und bei der Infrastruktur von Forschungseinheiten zur Anwendung. Der Grossteil der Arbeitsverträge des wissenschaftlich tätigen Personals ist aber befristet. Doktorierende, Postdoktorierende und wissenschaftliche Assistierende in Forschungsprojekten befinden sich in diesen Funktionen noch in Ausbildung. In der Regel machen sie ihre nächsten Karriereschritte an einer anderen Institution oder in der Privatwirtschaft. Ausserdem arbeiten sie in Projekten, die in den meisten Fällen durch Zweit- und Drittmittel finanziert werden. Bei dieser Art der Projektfinanzierung werden die Arbeitsverträge befristet ausgestaltet, maximal über die Dauer des gesamten Projekts.</p><p>2. Der Anteil des befristet angestellten Personals am Gesamtpersonalbestand ist über den ganzen ETH-Bereich von 52,7 Prozent im Jahr 2008 auf 54,5 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. Diese Entwicklung bringt einerseits zum Ausdruck, dass der Anteil des wissenschaftlich tätigen Personals im Vergleich zum technisch und administrativ tätigen Personal im ganzen ETH-Bereich zunimmt. Andererseits stieg über den gleichen Zeitraum betrachtet die absolute Zahl des wissenschaftlich tätigen Personals um 1447 Anstellungen auf 11 689 im Jahr 2011. Dabei handelt es sich mehrheitlich um Doktorierende und Postdoktorierende in Projekten, die durch Zweit- und Drittmittel finanziert werden.</p><p>3. Befristete Arbeitsverträge gelangen beim administrativ und technisch tätigen Personal dann zur Anwendung, wenn es sich um Funktionen in Projekten handelt, die durch Zweit- und Drittmittel finanziert werden. Dabei gilt eine Maximaldauer von fünf Jahren.</p><p>4. Der Bundesrat verfügt über keine Hinweise darauf, dass der ETH-Rat seiner gesetzlichen Aufgabe, im ETH-Bereich für die Einhaltung der massgebenden personalrechtlichen Bestimmungen zu sorgen, nicht nachkommen würde.</p>  Antwort des Bundesrates.