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Sportschwimmerinnen und Schwimmer leiden häufig an Schulterschmerzen. So wie zu Fuss die Kreuzbeingelenke belastet werden, kommt es beim Schwimmen zu hoher Belastung der Schultergelenke.
Ungleiche Belastungen bei Leistungsschwimmerinnen und Schwimmern führen früher oder später zu Schulterproblemen. Mit der stärkeren Seite wird das Defizit der Schwächeren kompensiert. Chronische Schmerzen können auftreten.
Bei Schulterproblemen lohnt es sich immer zu überprüfen, ob nicht eine Verschiebung des Beckenrings vorliegt. Diese bewirkt eine leicht asymmetrische Position im Wasser, welche durch einen höheren Kraftaufwand auf der betroffenen Seite kompensiert werden muss. Ausserdem erhöht sich der Wasserwiderstand.
Ein etwa 15-Jähriger Leistungsschwimmer musste im Schulsport den Handstand machen, rutschte aus und knickte weg. Eigentlich nicht viel passiert. Am Abend nach dem Schwimmtraining schmerzte die Schulter. Nach einigen weiteren Tagen und Trainings ging eigentlich nichts mehr. An ein Leistungstraining war nicht zu denken und auch das Liegen und Schlafen auf der betroffenen Schulter wurde immer mühsamer.
Seine Mutter, aktive Masters-Schwimmerin, brachte ihn ins Training mit, damit er dort etwas ruhiger trainieren konnte. Ein Schwimmkollege, welcher mit der Technik des Beckenringdeblockierens vertraut ist, sah den jungen Mann leicht schief dastehen und kontrollierte den Beckenring und fand eine leichte Verschiebung.
Die Behandlung gestaltete sich etwas schwieriger, da der junge Mann nicht auf der schmerzenden Schulter auf der harten Steinbank liegen konnte. Eine Behandlung auf der Liege im Sanitätszimmer brachte den gewünschten Erfolg.
Nach zwei Tagen ohne Training war er praktisch beschwerdefrei, zwei Wochen nach Behandlung gewann er einen Wettkampf in seiner Alterskategorie.