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Die rauen, starren Felswände des Sigriswiler Rothorns auf der linken und des Niederhorns auf der rechten Seite trohnen über dem Thunersee. Der Thuner Maler Alfred Glaus richtet seine Aufmerksamkeit auf die ureigene Form und Struktur dieser bergigen Landschaft im Berner Oberland. Mit dem bläulich-weissen Schnee, den steilen Felsflanken und harten Klippen verweist er auf die Macht der Berge und stellt dazu, fast im Kontrast, einen ruhig wirkenden Seeausschnitt. Stark strukturiert gibt er seine Beobachtungen um die Beschaffenheit des starren Steins und des fliessenden Wassers wieder. Er benutzt wenige Farben und akzentuiert die Szene in kühlem Blau. Nichts in seiner Darstellung ist malerisch oder gar pittoresk festgehalten. Es gibt keine Spuren von Zivilisation, keine Vegetation. Die Landschaft erscheint unwirtlich und unbewohnt. Und doch wirkt der Anblick aufgrund der atemberaubenden Natur. Es scheint als zeige Glaus ein Landschaftsbild gleich nach der Eiszeit, bevor die Menschen das Gebiet bei Sigriswil besiedelten.
Anja Seiler
Alfred Glaus malt den Thunersee.
Zwei Berge thronen über dem Thunersee.
Der Berg links ist das «Sigriswiler Rothorn».
Der Berg rechts ist das «Niederhorn».
Die beiden Berge sind mit Schnee bedeckt.
Was sieht man nicht in diesem Gemälde?
Man sieht keine Menschen, keine Häuser, keine Pflanzen.