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Am frühen Morgen des 10. Mai 2014, hat um 3.45 Uhr ein kleines Erdbeben der Magnitude 2.7 das untere Simmental und die Region Thun / Spiez erschüttert. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von ca. zehn Kilometern bei Diemtigen und wurde im Umkreis von ungefähr 15 Kilometern leicht verspürt.
Dieses Beben ist das bisher stärkste eines Schwarms kleiner Erdbeben der am 13. April dieses Jahres begonnen hat. Kurz vor und nach diesem Beben ereigneten sich noch vier weitere Mikrobeben mit Magnituden zwischen 1 und 1.7. Insgesamt hat der SED seit Beginn des Schwarms 57 Beben aufgezeichnet, die alle in einem Gebiet von ca. zwei mal zwei Kilometern und in einer Tiefe von sieben bis zehn Kilometern liegen.
Am Sonntag, 11. Mai 2014, um 17.30 Uhr erschütterte ein Erdbeben mit der Magnitude 2.1 Diemtigen erneut.
Bei so genannten Erdbebenschwärmen treten über einen längeren Zeitraum zahlreiche Beben auf, ohne dass eine klare Abfolge von Vor-, Haupt- und Nachbeben besteht. Erdbebenschwärme sind weltweit und auch in der Schweiz nichts Ungewöhnliches. Vom 16. bis 18. April ereignete sich zum Beispiel eine Serie von mehr als 30 kleinen Beben bei Frauenfeld (TG).
Meistens endet diese Schwarmaktivität nach einigen Wochen oder Monaten, in seltenen Fällen nehmen die Beben mit der Zeit in Stärke und Anzahl zu. Die Entwicklung eines Erdbebenschwarms lässt sich genauso wenig vorhersagen wie Erdbeben im Allgemeinen.
In der Schweiz sind Erdbeben, die stark genug sind um Schäden zu verursachen, grundsätzlich überall und jederzeit möglich. Im Durchschnitt kommt es allerdings nur einmal in 50 bis 150 Jahren zu einem Erdbeben mit einer Magnitude von sechs oder mehr. Die jährliche Wahrscheinlichkeit für ein solches Beben in der Schweiz beträgt demnach etwa ein Prozent.
Erstellt am: 12.05.2014