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DIAA ist eine von Künstler:innen geführte Organisation mit Sitz in Kondagaon, Distrikt Bastar, Chhattisgarh, Indien. Sie wurde von den in Bastar ansässigen indigenen Künstler:innen Rajkumar Korram, Shantibai, Gessuram Viswakarma und Navjot Altaf aus Mumbai konzipiert, entworfen und entwickelt, um die Interaktion zwischen lokalen und nicht-lokalen Künstler:innen aus der ganzen Welt zu fördern.
DIAA war noch nie ein Ort für die Produktion und Ausstellung individueller Kunstwerke. Sie wurde mit der Absicht und Hoffnung gegründet, einen kulturellen Raum zu schaffen, der kritische Reflexion und die Anwendung kritischen Denkens unter Einbeziehung der Anwohner:innen ermöglicht. In den Gründungsjahren (1997–2000) befassten sich die Künstler:innen zusammen mit den Kunsthistoriker:innen Dr. Shivaji Paninkkar und Bhanu Padamsee mit Fragen zu Kunst und Handwerk sowie zu interaktiven, kooperativen und kollaborativen zeitgenössischen Kunstpraktiken in Indien und an anderen Orten. Im Jahr 2000 untersuchten und definierten sie Strategien der Zusammenarbeit, die zu ortsspezifischen Projekten wie Nalpar (Ort mit einer gemeinschaftlich genutzten Wasserhandpumpe) und Pilla Gudis (Tempel für Kinder) führten. Gemeindemitglieder, Gemeindebeamt:innen und örtliche Schulen beteiligen sich an diesen fortlaufenden Projekten.
Darüber hinaus hat DIAA ein Seminarprogramm eingerichtet, um Menschen aus verschiedenen Disziplinen und Bereichen zusammenzubringen, die ein Interesse an der Interaktion mit Künstler:innen haben und ihre Erfahrungen innerhalb der Interaktionen teilen. An den Seminaren nahmen u. a. Künstler:innen, Kulturtheoretiker:innen, Kunsthistoriker:innen, Kunstkritiker:innen, Forschungsstudierende, Gemeindebeamt:innen, Schullehrer:innen, lokale Dichter:innen, Schriftsteller:innen, Theatergruppen, Landwirt:innen, kulturelle und politische Aktivist:innen, Technokrat:innen lokaler NGOs, Anwält:innen, Zeitungsredakteur:innen und Journalist:innen teil. Mit ihrer weitgefächerten Inklusivität eröffnen die Seminare Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Künstler:innen und Menschen unterschiedlicher sozialer, politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hintergründe, die einen Prozess des Lernens und Verlernens erfordern.