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Ehrmann,
François Emile, franz. Historienmaler, geb. 1833 zu Straßburg, wo er den ersten künstlerischen Unterricht von dem Kupferstecher Schüler erhielt. Mit 17 Jahren entschloß er sich zur Malerei, fand aber bei seinen Eltern eine große Abneigung dagegen und ergriff daher die Architektur. Drei Jahre später trat er in die Ècole des beaux-arts in Paris und besuchte die Ateliers der Architekten Emile Jacques Gilbert und Questel, wo er sich zwar im Ornamentenzeichnen, aber nicht im Praktischen Teil der Baukunst hervorthat, so daß Robert-Fleury ihm entschieden zur Malerei riet. Hierin wurde er Schüler von Gleyre. Als er aber 1860 sein erstes Bild ausstellen wollte und dies abgelehnt wurde, ging er entmutigt nach Italien und studierte in seiner Ratlosigkeit die Meister der verschiedensten Schulen. Nach Paris zurückgekehrt, stellte er 1865 das Bild einer angelnden Sirene aus, das glänzenden Erfolg hatte und ins Museum zu Straßburg kam (1870 verbrannt). Bald nachher entstand das Bild: ¶
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der Eroberer und 1873 die von Theseus verlassene Ariadne (Aquarell, Museum des Luxembourg). Unter seinen übrigen Bildern, die zwar keine reiche Phantasie verraten, aber wohldurchdacht, mit Sorgfalt durchgeführt und voll Reiz und Anmut sind, nennen wir noch: den Fries im Hôtel Girard, der die Geschichte der Kunst darstellt (1874), die an der Sonne vorübergehende Venus (1875) und die Musen als Teil eines Deckengemäldes im Palais der Ehrenlegion. Viel Aufsehen erregte 1879 in München sein Bild: Paris lädt unter den Auspizien der Republik die Nationen zum friedlichen Wettstreit in Kunst und Industrie ein.