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Roger Federer ist am Australian Open in Melbourne weiterhin ohne Satzverlust. Der Titelverteidiger setzt sich auch in den Achtelfinals gegen Marton Fucsovics aus Ungarn (ATP 80) in drei Sätzen durch.
Nach gut zwei Stunden verwertete Federer in der Rod Laver Arena seinen ersten Matchball mit einem Volley zum 6:4, 7:6 (7:3), 6:2. Der 36-jährige Baselbieter zeigte bei seinem ersten Auftritt in diesem Jahr in Melbourne am Nachmittag zwar eine sehr solide, aber keine überragende Leistung. Vor allem in den ersten beiden Sätzen unterliefen Federer mehr Fehler als gewohnt. Die Bedingungen im Vergleich zu seinen bisherigen Spielen am Abend seien aber nicht gross anders gewesen. "Es hat etwas mehr Wind gehabt und die Bälle sind etwas mehr geflogen", so Federer.
In den entscheidenden Momenten vermochte der Titelverteidiger aber wie so oft einen Gang zuzulegen und schaffte damit die Differenz. Im ersten Satz gelang Federer das Break zum 6:4, im zweiten Durchgang drehte er im Tiebreak beim Stand von 3:3 auf und machte mit drei Winnern in Folge den Satzgewinn perfekt.
Nach dem 0:2-Satzrückstand war der Widerstand des gut spielenden Fucsovics gebrochen. Federer gelang gleich zu Beginn des dritten Durchgangs das Break und kam danach nie mehr in Bedrängnis, musste er doch während der ganzen Partie keinen einzigen Breakball abwehren. "Es lag an mir, den Unterschied zu machen", sagte Federer. "Das habe ich glücklicherweise geschafft."
Mit seinem Sieg im ersten Duell mit Fucsovics baute der Schweizer einige seiner unzähligen Bestmarken weiter aus. In Melbourne steht der fünffache Champion zum 14. Mal in der Runde der letzten acht, am Mittwoch wird er zum 52. Mal einen Viertelfinal an einem Grand-Slam-Turnier bestreiten. Die Weltnummer 2 ist mit 36 Jahren und 173 Tagen der älteste Spieler seit Jimmy Connors am US Open 1991, der an einem Major-Turnier die Viertelfinals erreichte.
Nun gegen Berdych
Als nächster Gegner wartet Tomas Berdych auf Federer. Der 32-jährige Tscheche setzte sich gegen den Italiener Fabio Fognini (ATP 25) souverän 6:1, 6:4, 6:4 durch. Der langjährige Top-Ten-Spieler Berdych, der im Ranking auf Position 20 zurückgefallen ist, meldete sich in Melbourne wieder topfit zurück, nachdem er aufgrund von Rückenproblemen die letzten Saison vorzeitig abbrach.
Berdych steht zum siebten Mal in Melbourne in der Runde der letzten acht. In den vier Partien gegen Alex de Minaur, Guillermo Garcia-Lopez, Juan Martin Del Potro und Fognini gab der Halbfinalist von 2014 und 2015 nur insgesamt zwei Sätze ab. "Ich fühle mich fit, bin gesund und versuche jeden Moment auf dem Platz zu geniessen, egal gegen wen ich spiele", sagte Berdych.
Gegen Berdych hat Federer 19 von 25 Duellen gewonnen, so auch jenes vor einem Jahr in der 3. Runde von Melbourne, als er den Tschechen mit einer Gala in drei Sätzen ausschaltete. "Es war eine sehr gute Partie von uns", sagte Federer, "beziehungsweise von mir." Es war der Startschuss zu seinem Lauf gewesen, der ihn bei seinem Comeback zum fünften Triumph in Melbourne nach 2004, 2006, 2007 und 2010 führte. "Ich hoffe, ich kann mich von dieser Partie inspirieren lassen." Die letzte Niederlage gegen Berdych kassierte er vor knapp fünf Jahren in Dubai, seither gewann er alle acht Duelle. Im vergangenen Jahr in Miami siegte Federer allerdings erst nach der Abwehr von Matchbällen.
SDA-ATS