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Saisonvorschau BMX Racing
Glasgow und Paris im Visier
Mit dem Europacup-Auftakt vom Wochenende in Verona wird die BMX-Saison richtig lanciert. Für das von Weltmeister Simon Marquart und WM-Silber-Gewinnerin Zoé Claessens angeführte Schweizer Team geht es in den nächsten Monaten primär darum, möglichst viele Punkte für die Olympiaqualifikation zu gewinnen.
Anlässlich der C1-Rennen im französischen Sarrians vom 4./5. März wurde die BMX Racing-Saison eröffnet. Nun, am bevorstehenden Wochenende, ist Verona Schauplatz der beiden ersten Europacup-Wettkämpfe. «Schaut man sich das Teilnehmerfeld an, ist das praktisch ein zusätzlicher Weltcup-Anlass», sagt Nationaltrainer David Graf. Der Event in Norditalien wird damit zu einer Art Standortbestimmung in der vorolympischen Saison, in welcher es primär darum geht, möglichst viele Punkte für das Olympia-Ranking zu gewinnen.
Die Qualifikationsphase für Paris 2024 begann im August 2022 unmittelbar nach den Weltmeisterschaften in Nantes und dauert bis Juni 2024. Das Schweizer Nationalteam kann auf seine Aushängeschilder, den amtierenden Weltmeister Simon Marquart und die letztjährige WM-Zweite Zoé Claessens, zählen. Der Winterthurer und die Romande erfreuen sich einer guten Verfassung und wollen in dieser Saison erneut ganz vorne mitmischen.
Die Hoffnungen auf Spitzenplatzierungen ruhen schweizerseits jedoch nicht nur auf ihren Schultern. Auch die beiden Thurgauer Cédric Butti und Gil Brunner zeigten zu Beginn dieser Saison, dass mit ihnen zu rechnen ist. So reihte sich der letztjährige EM-Zweite Butti in Sarrians als Dritter ein, während Brunner auf Platz 4 landete. Die 20-jährige Nadine Aeberhard sowie die um ein Jahr jüngere Thalya Burford – die beiden gehören weltweit zu den besten U23-Athletinnen – treten im Europacup des höheren Niveaus wegen in der Elite-Kategorie und haben alle Voraussetzungen, sich regelmässig für die Finals zu qualifizieren.
Die ersten Weltcupwettkämpfe werden Anfang Juni in Sakarya in der Türkei stattfinden. Saisonhöhepunkt ist die erste kombinierte Rad-WM, welche im August in Glasgow stattfindet. «Die Weltmeisterschaften sind immer das Highlight. Weil es nun auch um Punkte für das Olympia-Ranking geht und es an der WM am meisten Punkte zu gewinnen gibt, ist die WM sogar noch wichtiger als in einer normalen Saison», lässt David Graf verlauten. In Anbetracht der im Nationalkader vorhandenen Klasse ist es möglich, dass Swiss Cycling in Paris erstmals mit je zwei Athletinnen und Athleten am Start stehen wird. Die Hürde jedoch ist hoch. Nur wer sich im Olympia-Ranking unter den besten fünf Nationen einreiht, erhält mehr als ein Ticket zugesprochen.