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Das Stellwerk "Gurtnellen" im Locorama
Das ehemalige Stellwerk und Ausbildungsstellwerk befindet sich heute im Locorama und kann dort auch bedient werden.
Am Ausbildungs-Stellwerk "Gurtnellen" können wir Ihnen vorführen, wie der Betrieb eines mechanischen Stellwerks funktioniert hat. Das Ausbildungs-Stellwerk ist in der Haupthalle des Locorama aufgestellt.
Sehr schön ist im Ausbildungs-Stellwerk auch sichtbar, wie die Verriegelung der verschiedenen Fahrstrassen funktioniert hat. Allerdings: Auch wenn die Verriegelung sehr gut sichtbar ist, ganz einfach ist die Verriegelung nicht zu verstehen!
Modellbahnhof zum Stellwerk Gurtnellen
Zur besseren Veranschaulichung der Funktionsweise des Stellwerks dient ein Modellbahnhof Spur H0. Die Weichen und Signale des Modellbahnhofs werden durch die Weichen- und Signalhebel des mechanischen Stellwerks gestellt. Dadurch kann der Ablauf des Bahnbetriebs und die Arbeit des Stationsvorstandes zur Zeit der mechanischen Stellwerke im 20. Jahrhundert realistisch demonstriet werden.
Detail des Stellwerks:
Demonstrationsbetrieb mit den mechanischen Stellwerken: Beziehung zu den Stellwerken I und II in Romanshorn
Im Jahr 1912 wurde der Bahnhof Romanshorn mit einer mechanischen Stellwerkanlage der Firma Jüdel Braunschweig ausgerüstet. Sie bestand aus einem Freigabewerk im Bahnhofgebäude und ursprünglich vier Stellwerken. Das kleine Stellwerk Ia, das die Weichen und Barrieren bei der Einfahrt von Amriswil bediente, wurde 1966 abgebrochen, die Weichen und Signale elektrifiziert und die Bedienung ins Stellwerk II integriert. Das Stellwerk I, eines der grössten mechanischen Stellwerke der Schweiz, war vor allem für den Rangierbahnhof mit Ablaufberg zuständig. Im Stellwerk II wurden die Weichen und Signale für die Zugs- und die Rangierfahrten im Personenbahnhof gestellt. Ein weiteres kleines Stellwerk V, abgebrochen im Jahr 2002, betreute die Zugs- und Rangierfahrten bei der Einfahrt von Kreuzlingen. Mit der Einstellung des Güter-Rangierbetriebes im Jahr 1997 verlor das Stellwerk I seine Bedeutung. Am Stellwerk II aber wurden während mehr als 90 Jahren nur geringe Veränderungen vorgenommen. Bis zur Inbetriebnahme des elektronisch gesteuerten Stellwerks am 27. April 2003 wurde der gesamte Zugsverkehr im Bahnhof Romanshorn durch das Freigabewerk und das Stellwerk II gesteuert. Im Gegensatz zu anderen mechanischen Stellwerken wurden die Weichen in Romanshorn bis zum Schluss mechanisch über Doppeldrahtzüge angetrieben. Das Stellwerk II ist, abgesehen von den gekappten Drahtzügen zu den Weichen, noch voll funktionsfähig. Bei Führungen kann der frühere Ablauf der Bedienung der Weichen und Signale für Rangier- und Zugsfahrten eindrücklich demonstriert werden. Auch der Aufbau einer Fahrstrasse, der Verschluss der Weichen durch den Fahrstrassenhebel, die Freigabe der Zugsfahrt vom Freigabewerk aus, das Öffnen der Signale und die Auflösung der Fahrstrasse nach der Zugsfahrt können realistisch vorgeführt werden. Eindrücklich ist auch die Funktionsweise des „Mechanischen Computers“ für die Sicherung der Fahrstrassen zu sehen. Nachdem neben dem Stellwerk II eine Weiche eingebaut sowie ein Einfahrtsignal und ein Rangiersignal aufgestellt wurden und diese drei Elemente nun durch Doppeldrahtzüge mit einzelnen Weichen- und Signalhebeln im Stellwerk verbunden sind, kann die Funktionsweise der mechanischen Sicherheitstechnik noch eindrücklicher demonstriert werden.