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Anbau, Ernte und Fermentation von Tabaken
Anbau und Ernte:
Der Anbau von Tabak erfordert grosse Sorgfalt und intensive Handarbeit. Die Pflanzen keimen im Schutz von Kunststoffplanen, bevor sie – etwa 10cm gross – maschinell ins Feld ausgepflanzt werden. Zwischen diesem Auspflanzen und der Tabakernte liegen je nach der Art des Tabaks und das Klima und Bodenbedingungen drei bis fünf Monate, in denen die Pflanzen ständig beobachtet werden, der Boden durch Hacken, Düngen und Unkrautjäten bearbeitet wird. Währenddessen muss die sehr empfindliche Tabakpflanze ständig vor Insekten-, Viren-, und Pilzbefall geschützt werden. Die Blätter werden zeitlich gestaffelt von Hand oder maschinell geerntet, sobald sie am Stängel einen bestimmten Reifegrad erreicht haben. Je nach Region wird auch die ganze Pflanze am Stiel abgeschnitten. Man hängt sie dann in Trockenspeicher, trocknet sie unter freiem Himmel, über einem Feuer oder durch Hitze; jede Tabaksorte welkt, färbt sich und trocknet so auf spezielle Weise, um jeweils das erwünschte Aroma zu erzielen.
Fermentation:
Nach dem Trocknen werden die Blätter gelagert. Die dunklen und der orientalische Tabak machen nun eine Fermentation durch, die hellen Tabake eine einfache Alterung. Erst in diesem Stadium beginnen die Blätter, ihr charakteristisches Aroma zu entfalten. Die Fermentation setzt dem Oxydationsprozess ein Ende und beseitigt die letzten Spuren von Zucker und Chlorophyll. In dieser Phase bekommen die Blätter auch eine gleichmässigere Farbe und eine besseres Brennverhalten.