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Speziell instruierte Jugendliche versuchten im Auftrag von sieben Thurgauer Gemeinden, in verschiedenen Verkaufsstellen Alkohol, Tabak (jeweils ab 16 Jahren legal) und Spirituosen (ab 18 Jahren legal) zu kaufen.
Fast die Hälfte kann Spirituosen kaufen
In 9 von 16 Fällen, das entspricht 56 Prozent, gelang es den Testkäuferinnen und -käufern unter 16 Jahren, Tabak zu kaufen. Beim Alkohol gelang dies 37 von 60 Testpersonen (62 Prozent). In 18 von 38 Fällen (47 Prozent) waren Minderjährige beim Testkauf von Spirituosen erfolgreich.
Die begleitenden Fachpersonen gaben dem Verkaufspersonal jeweils im Anschluss eine mündliche Rückmeldung. Zudem wurden die Verkaufsstellen schriftlich von den Gemeinden über die Resultate der Testkäufe informiert und aufgefordert, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, wie der Informationsdienst des Kantons Thurgau mitteilt. Das kantonale Amt für Gesundheit hat die Testkäufe mitfinanziert.
Keine Bussen für Verkaufsstellen
Es können keine Bussen ausgestellt oder sonstige Sanktionen ergriffen werden, da die gesetzliche Grundlage hierfür fehlt. Die Testkäufe dienen somit der Sensibilisierung der Verkaufsstellen für den Jugendschutz.
Die oben genannte Anzahl widerrechtlicher Verkäufe sei hoch, schreibt der Kanton. «Das liegt unter anderem daran, dass in den meisten Gemeinden zum ersten Mal Testkäufe durchgeführt wurden», lautet die Erklärung. Im Vorjahr hätten nicht so viele unter 16- und 18-Jährige Suchtmittel kaufen können. Man könne die Zahlen aus den Jahren 2016 und 2017 aber nicht vergleichen, da nicht in denselben Gemeinden getestet wurde.