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Knapp fünf Tage lang blickte die Welt gespannt auf die US-Präsidentschaftswahlen. Am Samstag fiel nun dann der Entscheid: Joe Biden schlägt den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und wird zum 46. Präsidenten der USA gewählt. Der Wahlkrimi vom Samstag im Minutenprotokoll.
Trump warnt Biden davor, sich als Sieger der Abstimmung auszurufen. «Gerichtsverfahren beginnen gerade erst!», schreibt er bei Twitter.
Das Oberste Gericht der USA verfügt, dass im Bundesstaat Pennsylvania die nach Schliessung der Wahllokale eingetroffenen Stimmzettel getrennt aufbewahrt und ausgezählt werden müssen. Das macht Dinge einfacher, sollten sie für ungültig erklärt werden. Die Behörden hatten die Stimmzettel bereits getrennt gesammelt.
Biden liegt in Pennsylvania nun gut 27'100 Stimmen vor Trump. In Georgia hat er jetzt rund 4400 Stimmen Vorsprung, in Nevada 22'700 Stimmen. In Arizona holt Trump auf: Biden liegt jetzt mit weniger als 30'000 Stimmen vorn.
Biden wendet sich mit einer Rede an die Amerikaner und zeigt sich siegessicher. Er betont aber zugleich, es sei noch kein Gewinner ausgerufen worden. An seine Landsleute appelliert er: «Wir mögen Gegner sein, aber wir sind keine Feinde.»
In Georgia wächst der Vorsprung weiter. Er liegt nun 7248 Stimmen vor Trump.
Der Iran hofft, dass die USA im Fall eines Biden-Sieges zum Wiener Atomabkommen zurückkehren und die geltenden Sanktionen aufheben. «Inschallah (so Gott will) wird eine neue Regierung in den USA zu ihren internationalen Verpflichtungen zurückkehren», sagt Präsident Hassan Ruhani.
Zum wiederholten Male legt die Nachrichtenplattform Twitter Warnhinweise über Tweets von Trump, in denen dieser unbelegte Behauptungen über Wahlbetrug verbreitet.
Mehr als 89 Stunden, nachdem in den ersten Staaten die Wahllokale geschlossen hatten, hat das Warten ein Ende: CNN und mehrere US-Sender sowie wenig später auch die Nachrichtenagentur AP melden: Joe Biden gewinnt die Präsidentschaftswahl. Ausschlaggebend ist der Sieg im entscheidenden Bundesstaat Pennsylvania.
Trump will Bidens Sieg nicht anerkennen. «Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist», sagt er.
Biden sagt, er sei «geehrt und demütig» über das Vertrauen, das ihm und Kamala Harris entgegengebracht wurde. «Es ist Zeit für Amerika, zusammenzukommen. Und zu heilen.»
Im ganzen Land wird Joe Bidens Sieg ausgelassen gefeiert. Unser Reporter vor Ort berichtet von den Freudentaumel in Washington DC.
Mit Material der sda