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Licht kann schlecht eingesperrt werden, es dringt ganz leicht durch die dünnsten Ritzen und strahlt in angrenzende dunkle Bereiche. Grundlage der Arbeit sind persönliche Beobachtungen, wie ein heller Raum sich indirekt auf einen dunklen auswirkt. Dabei wurden die Übergänge und Lichtformen, die an diesen Grenzen entstehen, erforscht. Um diese unzähligen feinen Tönungen des Lichts besser wahrnehmen zu können, wurden die Beobachtungen immer in der dunklen Zone gemacht. In Schachtelmodellen können solche Helldunkel-Übergänge einfach nachgebildet und untersucht werden.
Die zuvor beobachteten Übergänge und Lichtformen wurden aus der Erinnerung gemalt. Die grösste Schwierigkeit war, eine glaubwürdige Darstellung des Lichts zu erreichen. Es wurde mit verschiedenen Maltechniken und Materialien experimentiert, um Möglichkeiten zu finden, wie Licht gemalt werden kann. Das beste Ergebnis konnte mit einer Farbe aus dunklen Pigmenten und viel Leinölfirnis erreicht werden. Diese ölige, krümelige Farbe wurde mit einem harten, zerzausten Pinsel Schicht um Schicht auf stark saugfähigen, hellen Holzkarton aufgetupft. Mit der Farbe wurde der Schattenbereich gemalt, die Lichtdarstellung entstand durch Leerbereiche auf dem Karton.