Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03286.jsonl.gz/2629

Mein Lebenslauf
bis 1957
Acht Jahre lang mühten sich nun die Lehrer der Primar- und Sekundarschule Wallisellen mit mir ab. "Abmühen" ist zwar wohl etwas übertrieben, denn ich war ein braver, wissbegieriger Bursche, zudem eine "halbe Portion". Statt mit Kameraden auf der Strasse herumzutollen, bastelte ich lieber in der warmen Stube allerlei Krimskrams und schrieb bald meine ersten Büchleins, ab 1944 gar eine eigene, kleinformatige "Hauszeitung", alles von Hand natürlich.
Die "halbe Portion" steht in der zweiten Reihe als zweiter von links. 2. Klasse der Sekundarschule Wallisellen im Jahre 1948.
Mein erster, grosser Schritt in die weite Welt - allerdings nur nach Zürich - vollzog sich mit meinem Eintritt in die Oberrealschule (heute mathematisch - naturwissenschaftliches Gymnasium), die ich 1954 mit der Maturität Typus C abschloss. Dass ich Lehrer werden wollte, war schon seit der 6. Klasse klar, denn mein damaliger Lehrer hatte mir grossen Eindruck gemacht. Allerdings merkte ich bald, dass dieser Beruf kein Schleck war, mühte ich mich doch nach meinen Primarlehrerpatent 1956 zuerst mal mit 48 Schülerinnen und Schülern und Disziplinproblemen an der Primarschule Winterthur-Veltheim ab.
Nun stehe ich 1957 auf der anderen Seite als Primarlehrer, oben rechts nicht zu verkennen, zusammen mit 40 Sechstklässern der Primarschule Winterthur-Veltheim, die in einem zu kleinen Zimmer nur schwer im Zaume zu halten waren. Trotzdem habe ich schöne Erinnerungen an diese Zeit.