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Gateways to New York
Regie: Martin Witz
Mitw.: Edward Cohen, Margot Ammann Durrer, Tom F. Peters, Laura Norton, Alex Mayo, Paul Deer, Andrew L. Sichenze u.a.
Der Schweizer Ingenieur Othmar H. Ammann (1879–1965) war bis zu seinem Tod ein Superstar der Brückenbaukunst. Nach einem Studium an der ETH Zürich reiste er 1904 nach New York. Zuerst nur als Fortbildungsaufenthalt geplant, entschloss er sich 1905 zur definitiven Übersiedelung in die USA, wo er in diversen Ingenieurbüros arbeitete, bevor er 1912 Chef-Assistent beim führenden amerikanischen Brückenbauer Gustav Lindenthal wurde. In New York war Ammann am Bau der Hell Gate Bridge beteiligt, einer 300 Meter langen Eisenbahnbrücke über den East River. Sie war die damals grösste Bogenbrücke der Welt; mit ihr legte der Schweizer den Grundstein zu seiner Karriere als der Brückenbauer New Yorks. 1925 wurde Ammann Chefingenieur der New Yorker Hafenbehörde und kurz darauf mit dem Bau der George Washington Bridge beauftragt, einer gigantischen Doppeldecker-Hängebrücke über den Hudson River. Bei ihrer Fertigstellung 1931 war sie mit 1451 Metern die damals längste Brücke der Welt. Ammann befand sich nun am Zenit seines Ruhms, danach baute er fünf weitere, teils noch grössere Brücken über New Yorks Flüsse. Sein letztes Werk war die 1964 eröffnete Verrazzano-Narrows Bridge, mit 2039 Metern zu jener Zeit wiederum die längste Brücke der Welt. Der Zürcher Regisseur Martin Witz, bekannt geworden durch Filme über Gottlieb Duttweiler («Dutti der Riese») und Albert Hofmann («The Substance – Albert Hofmann’s LSD»), zieht in seinem Werk über einen fast vergessenen Schweizer Visionär mit Kameramann Patrick Lindenmaier visuell alle Register: In atemberaubenden Bildern macht «Gateways to New York» die kühne Schönheit und Eleganz dieser Brücken sinnlich erfahrbar – was auch das Publikum der Solothurner Filmtage honorierte, das dem Film den Prix du Public verlieh. Dabei gibt Martin Witz auch Zeitzeugen Raum, die die Knochenarbeit leisteten, durchwegs Mohawks vom Stamm der Irokesen. Sie geben ein eindrückliches Zeugnis davon, was es hiess, als «Skywalker» beim Bau der berühmtesten Brücken der Welt zu schuften.
Die Premiere am 5. April findet in Anwesenheit des Regisseurs Martin Witz statt. Das Gespräch führt der Architekt Peter Hubacher.