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Ein Forscherteam an der Cleveland Klinik in Ohio entwickelte eine Formel, um das physiologische Alter zu berechnen. Mit einem Belastungstest auf einem Laufband werden die Belastbarkeitskapazität und die Herzfrequenzreaktion gemessen, und wie schnell sich die Herzfrequenz nach der Anstrengung erholt. Die Studie ergab, dass das auf Basis dieser Resultate geschätzte physiologische Alter ein besserer Prädiktor für die Sterblichkeit war als das chronologische Alter.
Training kann zu längerem Leben führen
Nützlich könnte diese Berechnung sein, um Patienten eine leicht verständliche Version zur Abschätzung ihrer gesundheitlichen Risiken an die Hand zu geben, glauben die Forscher. Ziel ist, Patienten zu motivieren, ihren Lebensstil zu ändern. „Das Wissen um das eigene physiologische Alter ist eine gute Motivation, das Training zu steigern, weil es zu einem längeren Leben führen kann“, sagte der Studienleiter. „Einem 45-Jährigen mitzuteilen, dass sein physiologisches Alter 55 Jahre beträgt, sollte ein Weckruf sein, dass Bewegungsmangel sein Leben verkürzt.“
An der Studie waren 126.356 Personen beteiligt, die zwischen 1991 und 2015 einen Belastungstest an der Cleveland Klinik absolviert hatten. Aus diesen Daten wurde ihr physiologisches Alter berechnet, unter Berücksichtigung des Geschlechts und bestimmter Medikamente, welche die Herzfrequenz beeinflussen können.