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Amortisation
Es gibt viele Möglichkeiten, Hypothekarkosten zu sparen
Wollen Sie jeden Monat Miete bezahlen oder in Ihre eigenen vier Wände investieren? Viele Menschen entscheiden sich dafür, in ihre eigene Immobilie zu investieren. Solange die Hypothekarzinsen so tief sind, ist es günstiger, in den eigenen vier Wänden zu wohnen, als weiterhin Miete zu bezahlen. Durch die richtige Planung der Finanzierung kann Geld gespart werden und noch mehr Vorteile mit dem Eigenheim geniessen.
Amortisation der 2. Hypothek
Wenn Sie Wohneigentum kaufen, benötigen Sie in der Regel 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital. Als erste Hypothek erhalten Sie ungefähr 65 Prozent des Preises. Falls Sie mehr Geld benötigen, müssen Sie eine zweite Hypothek aufnehmen, die im Gegensatz zur ersten amortisiert werden muss – das heißt, sie muss innerhalb von 15 Jahren oder bis zum ordentlichen Pensionierungsdatum abbezahlt sein. Dies gewährleistet, dass Sie Ihre Schulden begleichen können und nicht länger für Ihr Haus verantwortlich sind.
Direkte oder indirekte Amortisation?
Sind Sie sich noch nicht sicher, für welche Art der Amortisation Sie sich entscheiden sollen? Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen direkter und indirekter Amortisation: Bei der direkten Amortisation zahlen Sie gleichzeitig in die 3. Säule ein und haben dadurch höhere Steuerabzüge, allerdings auch eine tiefere Hypothek. Die indirekte Amortisation ist dagegen geeignet, wenn Sie ein steigendes Vorsorgekapital wünschen – hier zahlen Sie jeden Monat nur in die Hypothek ein.
Durch die direkte Amortisation können Sie Ihre Schulden jedes Jahr um einen gewissen Prozentsatz reduzieren.
Wenn Sie Ihre Immobilien-Hypothek tilgen, wird diese direkt von der Amortisation abgezogen. Durch diesen Schritt wird die Verschuldung reduziert und gleichzeitig die Hypotheken-Zinsen oder Zinskosten sinken. Das hat aber auch zur Folge, dass die Steuerbelastung aufgrund der geringeren Schuld steigt.
Vorteile:
- Ihre Hypothekarschuld sinkt kontinuierlich.
- Ihre jährliche Zinsbelastung sinkt kontinuierlich.
- Sie investieren in Ihre eigene Immobilie.
Nachteile:
- Wenn Sie tiefere Schuldzinsen und eine niedrigere Hypothekarsumme haben, können Sie weniger Steuern abziehen.
- Für die private Vorsorge benötigen Sie zusätzliches Budget.
Die indirekte Amortisation ist eine gute Möglichkeit, den Jahresbetrag nicht in die Rückzahlung der Hypothek, sondern in eine Police oder ein Vorsorgekonto (3a) zu investieren. Diese Variante hat den großen Benefit, dass sowohl die Einzahlungen in die Säule 3a als auch die gleichbleibenden Hypothekenraten steuerlich absetzbar sind und man so seinen Lebensstandard im Alter verbessern kann.
Zusätzlich bildet sich so über die Laufzeit ein Kapital, welches beispielsweise bei Pensionierung oder Fälligkeit der Hypothek zur Rückzahlung herangezogen werden kann – ohne, dass sich dadurch die Höhe Ihrer Hypothek verringert.
Vorteile:
- Sie können die Hypothekenzinsen für den gesamten Betrag, bis Sie die zweite Hypothek abbezahlt haben, von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen.
- Sie können die gesamte Hypothekenschuld bis zur Rückzahlung der zweiten Hypothek von Ihrem steuerbaren Vermögen abziehen.
- Sie können auch Ihre Beiträge in die Säule 3a von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen.
- Die Vorsorgegelder werden bei der Auszahlung einmalig zu einem Vorzugssteuersatz versteuert.
- Ausserdem sind Sie mit Ihrer Amortisationspolice auch gegen Tod und Erwerbsunfähigkeit versichert (dies gilt nur für die Police-Variante, nicht beim 3a Konto bei der Bank).
Nachteile:
- Ihre Hypothekarschuld sinkt nicht.
- Ihre jährliche Zinsbelastung wird nicht verringert.