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Als Rolf Järmann 1993 beim Amstel Gold Race an den Start ging, war sein Leistungsausweis schon beachtlich. Er hatte sich mit Etappensiegen bei den grossen Rundfahrten einen Namen gemacht. Aber an einem wichtigen Eintagesrennen schlug er an jenem 24. April erstmals zu.
Als erster Schweizer gewann der Thurgauer das Gold Race, den einzigen niederländischen Rad-Klassiker. Er verdiente sich den Sieg mit einer Mischung aus offensiver Fahrweise und intelligentem Taktieren. Mal für Mal versuchte er, sich vom Feld zu lösen. Eine erste Spitzengruppe mit ihm wurde 70 Kilometer vor dem Ziel gestellt.
Dank Zentimetern im Glück
Aber Järmann war wieder dabei, als sich die Favoriten in Position brachten; 18 km vor Maastricht – damals der Ankunftsort – konnte nur er mit Gianni Bugno mitziehen. Auf der Schlussgeraden hielt der Schweizer Bugno um Zentimeter in Schach.
Als Järmann 6 Jahre später zurücktrat, hatte er 28 Siege gesammelt, darunter 1998 einen 2. Erfolg beim Gold Race. Dass ein Teil der Siege mit Hilfe von Dopingmitteln zustande kam, gab er kurz nach dem Ende seiner Laufbahn zunächst anonym zu.