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Hier handelt es sich um einen Einriss der Analhaut und Schleimhaut, der sich in der Folge entzündet und ein ständig neu aufreißendes, nicht heilendes, längliches Geschwür bildet. Diese Einrisse werden vor allem an der Vorderseite und der Hinterseite des Afters gegen das Steissbein hin bemerkt und verursachen starke Schmerzen.
An der Entstehung einer Fissur scheint ein erhöhter Druck des Schließmuskels (Sphinktertonus) beteiligt zu sein. Es wird vermutet, dass unter anderem harter Stuhlgang, ein Hämorrhoidalleiden oder lang dauernder Durchfall zu Schäden an der Analschleimhaut führen. Diese Gewebeschäden heilen dann infolge von Durchblutungsstörungen, die der erhöhte Sphinktertonus verursacht, schlechter ab.
Ist erstmals eine akute Analfissur entstanden, so entsteht ein Teufelskreis. Die Schmerzen führen erneut zu einem höheren Sphinktertonus, dieser behindert wiederum die normale Wundheilung.
Darmdivertikel sind durch die inneren Darmwandschichten gebildete Ausstülpungen oder Taschen, die sich durch Schwachstellen in den äusseren Darmwandschichten nach aussen drängen (Aussackungen).
Am häufigsten sind Darm-Divertikel in den unteren linksseitigen Darmanteilen zu beobachten. Sie können aber im Prinzip im gesamten Dickdarm oder auch im Dünndarm auftreten. Divertikel können sich grundsätzlich in allen Hohlorganen (so z.B. auch in der Speiseröhre) ausbilden.
Ihr Arzt hat Sie bei uns zu einer Dickdarmspiegelung (Koloskopie) angemeldet. Im Wesentlichen gibt es zwei Gründe, eine Dickdarmspiegelung vorzunehmen:
Mittels Darmspiegelung (ab Alter 50 resp 40 bei familiäre belastung) können die Darmkrebsvorstufen („Polypen“) zuverlässig festgestellt und abgetragen werden. Wie wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben, können auf diese Weise Darmkrebsgeschwüre wirksam verhindert werden. Prof. Dr. U. Marbet hat auf diesem Gebiet Studien im Kanton Uri durchgeführt und konnte diesen Beweis erbringen.
Weitere Informationen unter http://www.darmkrebs.ch
(Morbus Crohn, Kolitis ulzerosa). Diese Häufigkeit dieser Erkrankungen hat in den letzten 30 Jahren stark zugenommen. Es handelt sich um komplizierte Störungen der Immunregulation der Darmschleimhaut und Darmwand. Es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten. Die Prognose hängt auch von der frühzeitigen Diagnosestellung und konsequenten Behandlung ab.
Weitere Informationen unter https://www.drfalkpharma.de/patienten/krankheiten-und-therapie/chronisch-entzuendliche-darmerkrankungen/
Ernährung und Stress sind wichtige Faktoren bei der Entstehung von Darmbeschwerden, insbesondere beim Reizdarmsyndrom. Stress und Belastungen können meist nicht innert nützlicher Frist vermindert werden. So bleibt oft nur die (teils drastische) Einschränkung beim Essen.
Je konsequenter Sie zu Beginn Ihren Menüplan umstellen, desto schneller haben Sie Ihre Darmbeschwerden im Griff. Wenn Sie nach 4-6 Wochen beschwerdefrei sind, können Sie weggelassene Lebensmittel stufenweise wieder einführen und so Ihre individuellen Verträglichkeiten prüfen. Es empfiehlt sich unbedingt, diese schwierigen Ernährungsänderungen unter der Anleitung einer Ernährungsberaterin durchzuführen (obligatorische Leistung der Grundversicherung).
Hämorrhoiden sind stark durchblutete Blutgefäßknäuel zur Feinabdichtung des Afters, die jeder Mensch benötigt. Sie gewährleisten jederzeit einen „wasserdichten" Verschluss des Afterkanals, vor allem nachts im Schlaf. Vor allem durch Pressen bei hartem Stuhlgang, bei Durchfall oder durch langes Sitzen (z.B. lesen auf der Toilette) werden diese Hämorrhoidal-Polster nach unten gepreßt und vergrößern sich mit der Zeit, bis sie schließlich beim Stuhlgang vorfallen.
Liebe Patientin, lieber Patient
Wir haben Ihnen ein Quellmittel zur Stuhlregulation mitgegeben, nicht zum Abführen, sondern zum Eindicken, zum Stopfen!!!
Geben Sie acht: auf der Packung steht, dass dieses Quellmittel ein Abführmittel sei, dass Sie viel dazu trinken sollen. Zum Stuhleindicken verhält sich dies gerade umgekehrt:
Viele leiden darunter, nicht alle werden ernst genommen. Das Reizdarm-Syndrom ist eine Funktionsstörung des Verdauungstraktes mit chronischen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Stuhlunregelmässigkeiten und Blähungen. Das Allgemeinbefinden ist unterschiedlich stark beeinträchtigt. Beim Reizdarm werden mit den zur Verfügung stehenden klinischen Methoden keine organischen Veränderungen gefunden. Die Erkrankung ist weder bösartig noch ansteckend.
Die sogenannten funktionellen Magendarmerkrankungen nehmen an Häufigkeit zu. Ursachen und Symptome können sehr vielfältig sein. Die organspezifischen Abklärungen (Magen-Darmspieglungen inklusive Gewebsuntersuchungen, Blutuntersuchungen) fallen meist normal aus. Gerne beraten wir Sie.
Die Verstopfung ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Die Verstopfung, d.h. eine zu seltene Entleerung oder die Entleerung eines zu harten Stuhls, ist ein häufiges Problem von Menschen aus den Industrieländern. Die normale Stuhlfrequenz ist individuell sehr verschieden und schwankt zwischen 3 mal täglich und alle 3 Tage.
Immer mehr Leute berichten, dass es ihnen besser gehe, seit sie Weizen oder Gluten meiden. Es gibt neue wissenschaftliche Hinweise, dass nicht nur Gluten (Gliadin) an sich, sondern auch andere Stoffe im Getreide, insbesondere im Weizen für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ein Problem sein könnten.
Einer dieser kritischen und in Verdacht geratenen Stoffe heisst ATI (Abkürzung für Amylase-Trypsin-Inhibitoren). Diese ATIs sind natürlich vorkommende Eiweisse im Getreide (ca 4% der Weizeneiweisse), welche die Funktion haben, Schädlinge vom Weizen fern zu halten. ATIs sind natürliche Pestizide/Insektizide. Diese ATIs wurden vor allem im Weizen hochgezüchtet, womit der Weizen resistenter und ertragreicher wurde.
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