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Von Rachel Netanel
Liebe Freunde und Partner
An einem Abend waren fünf Frauen bei meiner Nichte Irit,
die Y. als ihre spirituelle Ratgeberin betrachteten. Nun mitzubekommen, wie Y. ihr Leben Jesus anvertraute, machte ihnen grossen Eindruck. Ich bete, dass alle von ihnen zum Glauben kommen.
Einige Tage später kam eine der Frauen zu Irit und erzählte ihr, sie habe von Jesus geträumt. Er war ganz in Weiss gekleidet und führte sie an einen heiligen Ort. Irit sagte ihr, sie solle unbedingt in der Bibel lesen. Sie rief mich sofort an, um zu fragen, wo die Freundin zu lesen beginnen sollte. Ich empfahl ihr, mit dem Matthäus-Evangelium anzufangen.
Nun kommen jede Woche mehr Frauen zu unserer Bibelstunde. Ich schenkte jeder eine Bibel (mit Neuem Testament) und riet ihnen, dieses Heilige Buch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir begannen damit, uns über die Göttlichkeit von Jesus Gedanken zu machen, und lasen Jesaja 9,5: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heisst Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.“
Sie waren erstaunt, dass ein Kind „Gott-Held“ genannt wird. Ich wies sie auch hin auf den Schöpfungsbericht in 1. Mose 1, wo Gott von sich in der Mehrzahl spricht. Dabei bezieht sich Gott nicht auf Engel, sondern auf jemanden mit der gleichen Autorität wie er selbst. In Daniel 7,13 lasen wir: „Und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht.“
Um wen geht es hier? Um Jesus, den Sohn Gottes.
Nun zu einer anderen Begegnung.
Ein messianischer Leiter bat mich, mich mit einer Frau zu treffen, einer Schulleiterin aus Jerusalem
, die sich für Jesus interessiere. Ich rief sie an und lud sie zu uns ein. Als sie kam, fragte ich sie, weshalb sie als sehr gebildete Frau ausgerechnet mit mir sprechen wollte. Sie erzählte, sie habe von mir und unserem Haus geträumt. Im Traum habe sie versucht, zu mir zu kommen, aber Rebenzweige versperrten ihr den Weg. Zusätzlich fing es heftig zu regnen an. Sie streckte die Hand aus, und als ich diese ergriff, fühlte sie tiefen Frieden. Und jetzt, als sie mich wirklich sah und als die Frau vom Traum wiedererkannte, bekam sie Gänsehaut. Ich fand das alles sehr erstaunlich, und wir redeten lange miteinander. Sie hat fünf Kinder, von denen ein Sohn vor einem Jahr im Alter von 28 Jahren an Krebs starb. Kürzlich fand sie in seinem Zimmer einen Zettel, auf den er geschrieben hatte, es gebe ein Leben nach dem Tod. Sie sah mich ernst an und fragte: „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“
Ich hatte vorhin nicht vom Tod gesprochen, nur vom Leben in Jesus, deshalb überraschte mich ihre Frage. Aber es war ihr wichtig, eine Antwort auf die Frage zu finden, weshalb ihr Sohn gestorben war.
Wie soll man da antworten? Ich begann sorgfältig zu erklären, dass Gott nicht den Tod will. Ich erzählte vom Garten Eden und von der Sünde von Adam und Eva. Wir sterben als Folge der Sünde, nicht weil Gott will, dass wir sterben. Er will, dass wir in Ewigkeit mit ihm leben. Er ist nicht ein Gott des Todes, sondern des Lebens. Er liebt uns so sehr, dass er seinen einzigen Sohn auf die Erde geschickt hat, um unsere Sünden zu vergeben, damit wir ewiges Leben haben können. Diese Vergebung und das ewige Leben können wir nur durch Jesus, den Messias, erlangen. Unser Leben hat ein Ziel, und dazu müssen wir Gott suchen. Wir redeten und weinten zusammen. Sie umarmte mich heftig und sagte, nun fühle sie Frieden. Bevor sie nach Hause fuhr, lud ich sie ein, zusammen mit ihrem Mann zu einem Sabbatessen zu uns zu kommen.
Bis zu ihrem Eintreffen hatte sie ihrem Mann noch nicht erzählt, dass ich an Jesus glaube. Der Mann erzählte vom Tod ihres Sohnes, und wie er seither nach Gott suche. Sie waren deshalb nach Deutschland gefahren und lebten dort drei Wochen lang in einer Gemeinschaft von religiösen Juden, um zu lernen, wie man als gläubiger Jude lebt. Doch nach kurzer Zeit merkte die Frau, dass dieser religiöse Lebensstil nichts für sie sei.
Ich erzählte ihm dann von Jesus, und Gilad gab ihm sein Glaubenszeugnis weiter. Es gebe viele Parallelen zwischen dem Leben eines religiösen Katholiken, wie er es kennen gelernt hatte, und dem Leben religiöser Juden. Zwischen Religion und Glauben besteht aber ein grosser Unterschied.
Unsere Gäste freuten sich richtig, das zu hören, denn sie sehnten sich zwar nach Gott, konnten aber mit Religiosität nichts anfangen. Nun will die Frau ein Sabbatjahr machen und die Bibel, einschliesslich Neues Testament, studieren.
Ich möchte euch gern noch von einer weiteren Begegnung erzählen
. Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Einsatz in Russland, bei dem ich die Religionsministerin von Samara
kennen gelernt hatte. Wir wurden Freunde, und so kam sie mich in Israel besuchen. Sie blieb drei Wochen lang, und wir lasen jeden Tag in der Bibel. Der Herr berührte ihr Herz jeden Tag so sehr, dass sie weinte. Bevor sie wieder abreiste, fuhren wir mit ihr zum Jordan und tauften sie. Sie versprach, mich nach Russland einzuladen, um zu all ihren Angestellten (rund 150 Leute) zu sprechen. Sie ist überzeugt, dass jeder Mensch Jesus braucht. Gott gebührt die Ehre!
Ich habe früher schon von den jungen Soldatenanwärtern der Yeschiwa
(religiösen Schule) geschrieben. Sie waren einmal fast jeden Monat bei uns. Nun baten sie uns im Juli, hier ihre Abschlussparty feiern zu dürfen, da ihr Vorbereitungsprogramm zu Ende ging. Ausdrücklich sagten sie, sie wollten mehr über Jesus erfahren. Also bereitete ich meinen marokkanischen Couscous zu, und wir hatten eine schöne Feier. Ein orientalischer Musiker füllte die Atmosphäre mit seiner fröhlichen Musik. Sogar meine Nachbarin, die mir seit Jahren das Leben schwer macht, liess sich davon anstecken und schloss sich uns an. Sie will sogar wieder einmal zu uns kommen – was für ein Wunder!
Kürzlich brachte meine Freundin, die Reiseführerin von Ein Kerem, 28 Manager einer grossen Versicherungsgesellschaft
zu mir. Ich sollte ihnen das Haus zeigen und auch ein Essen vorbereiten, aber nicht über Jesus sprechen, weil unter den Gästen auch religiöse Juden seien. Mir sind aber die Worte unseres Herrn wichtiger: „Wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn auch schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit“ (Lk. 9,26).
Als die Gäste da waren, fragte einer von ihnen, wer der Besitzer des Hauses sei und was für eine Geschichte sich dahinter verberge. Da konnte ich nicht anders als antworten, es tue mir leid, weil ich gebeten worden sei, meine Geschichte nicht zu erzählen, aber wenn sie sie wissen wollten, müsse ich auch über Jesus sprechen, weil er meine Identität und mein Retter sei.
Sie reagierten etwas erschreckt, und jemand fragte: „Aber sind Sie denn nicht jüdisch?“ Ich erklärte: „Ja, ich bin Jüdin, genauso wie Jesus Jude war. Sie sind gebildete Leute, dann sollten Sie doch auch die Geschichte Israels kennen und vom Messias wissen, der als Jude geboren und als Jude gekreuzigt worden ist. Er hat die Welt verändert, und sogar die moderne Zeitrechnung richtet sich nach ihm. Ich bin Jüdin wie Sie, oder vielleicht noch mehr, weil ich an Yeschua glaube.“
Ich erzählte ihnen, wo im Tenach (AT) von Jesus geschrieben steht und wie ich darüber lehre. Ich gab ihnen Anteil an Wundern, die Gott in meinem Leben getan hat.
Manche Gäste waren neugierig geworden und wollten meine Telefonnummer haben, um noch mehr davon zu erfahren. Später erklärte ich der Reiseführerin, sie kenne mich ja und wisse, dass ich nicht von mir erzählen könne, ohne Jesus zu erwähnen.
Mit der Schulleiterin, die zu mir kam, um mir Fragen nach einem Leben nach dem Tod zu stellen, stehe ich immer noch in Kontakt. Sie war viermal bei mir, obwohl sie jeweils ziemlich weit fahren muss. Jedes Mal fühlte sie sich Gott näher. Ich habe sie darauf hingewiesen, sie könne Gott selbst bitten, sich ihr zu offenbaren. Beim folgenden Treffen erzählte sie mir von einem Erlebnis, das mich daran erinnerte, dass wir wie Kinder zu Gott kommen sollten. Sie hatte Gott um ein Zeichen gebeten, ob es ihn wirklich gebe. Als sie dann am Strand war, sah sie kleine Steine in Herzform, und als sie zu ihrem Wagen zurückging, entdeckte sie sogar einen wunderschönen blauen Stein in Herzform. Da war für sie klar: „Das ist das Zeichen!“
In Matthäus 5,6 heisst es: „Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“ Sie war so hungrig und durstig nach Gott und seinem Königreich. Ich glaube, dass nur diejenigen, die wirklich hungrig sind, diese kleinen Zeichen erkennen. Ich sagte ihr, sie habe diese Herzen gesehen, weil Gott ihr sein Herz zeigen wolle und wie sehr er sie liebe. Sie freut sich darauf, dass im September ihr Sabbatjahr beginnt und sie dann noch viel mehr aus der Bibel lernen kann.
Liebe Freunde, ich denke, viele von Ihnen kennen meine Geschichte und wissen, dass ich keine grossartige Schulbildung habe und deswegen immer nervös bin, wenn ich jemanden mit akademischer Bildung etwas lehren soll. Ich muss mich in solchen Situationen voll auf den Herrn verlassen (obwohl ich ja auch eine Bibelschule absolviert habe). Ich erinnere mich dann jeweils an Jeremia, dem der Herr sagte: „Du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR“ (Jer. 1,7-8). Wir müssen uns nicht fürchten, denn Gottes Geist wird uns die richtigen Worte geben. „Sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr sagen sollt“ (Mt. 10,19). Ich staune immer wieder, dass Gott jemanden wie mich gebrauchen kann und mir seinen Geist und den Mut zu sprechen gibt.
Kürzlich war ich mit meinem Sohn, seiner Frau, seinem Schwager und den Grosskindern in Tel Aviv im Hotel des Evangelisten Jacob Damkani. Jacob hatte dort ein Treffen und mich gebeten, meine Geschichte zu erzählen. So hörten meine Enkel zum ersten Mal mein Glaubenszeugnis. Ich freute mich über ihre Reaktionen. Mein 14-jähriger Enkel kam eine Woche zu mir in die Ferien und stellte viele Fragen über Jesus. Er war überrascht, wie viele Prophetien schon in Erfüllung gegangen sind und wie Geschichte und Bibel hier zusammenkommen. Er findet es spannend, in dieser Zeit zu leben.
Danke, liebe Freunde, dass Sie im Gebet hinter mir stehen und mich unterstützen. Ich bin sehr dankbar dafür und würde Ihnen am liebsten persönlich von meinen Erfahrungen erzählen. Gott segne Sie alle!
In der Liebe des Messias Jeschua verbunden,
Rachel und Gilad
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