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Die Stunde der Wahrheit schlägt für die Schweizer Handballer am Sonntag in Olten: Im WM-Playoff-Rückspiel gegen Polen brauchen sie zur Korrektur 4 oder 5 Tore.
Sollte das polnische Gäste-Team mehr als 19 Treffer erzielen, ist für die Schweizer ein Sieg mit 5 Toren Differenz zwingend, um die Endrunde 2003 in Portugal zu erreichen. Bleiben die Osteuropäer darunter, würde ein Unterschied von 4 Treffern genügen.
Als die Equipe von Coach Arno Ehret vor Wochenfrist das polnische Provinzstädtchen Radom geschlagen verliess, tat sie es im Wissen, glimpflich davon gekommen zu sein. "Es hätte uns härter treffen können", kommentierte Ehret und betonte im selben Atemzug, dass das Resultat alle Optionen offen lasse.
Aber wenn die in Polen offensichtlich ungenügende SHV-Auswahl ihre Option einlösen will, sich erstmals seit 1995 wieder für eine WM-Endrunde zu qualifizieren, scheint eine erhebliche Verbesserung der Aufbauer unabdingbar.
Bessere Offensive
Gelingt es den Schweizern, in der Rückraumachse besser anzugreifen, und hält Keeper Simon Osterwalder hinter seiner soliden Deckung erneut überdurchschnittlich, liegt der zweite Coup nach der letztjährigen EM-Teilnahme durchaus im Bereich des Möglichen.
Jedenfalls waren in Radom auch bei den Polen erhebliche Mängel auszumachen. Das relativ unerfahrene Team von Trainer Bogdnan Zajaczkowski hinterliess im Hinspiel in der Offensive einen mässigen Eindruck. Die Akteure bewegten sich zwar vorbildlich, rochierten geschickt, wirkten aber stets zu hektisch, schlossen gar überaus unpräzise ab.
Sollten die Teams punktgleich sein, gelten der Reihe nach folgende Kriterien:
a) Tordifferenz aus den beiden Partien
b) Höhere Anzahl der Auswärtstore
c) 7-m-Schiessen
swissinfo und Agenturen