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Eine neue Publikation von uns ist erschienen, dieses Mal geht es um die gesamte Lebensspanne.
In einer aktuellen Studie haben wir untersucht, wie sich der Zusammenhang von Handlungsvorhersage und Handlungsausführung über die Lebensspanne entwickelt.
Hierzu wurde die Handlungsvorhersage von 181 Personen zwischen 20 und 80 Jahren während dem Ausführen verschiedener Zweitaufgaben (kognitiv und motorisch) gemessen. Es zeigte sich, dass die Handlungsvorhersage am meisten durch die motorische Zweitaufgabe gestört wurde. Zudem nahm diese motorische Interferenz mit dem Alter zu. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass motorisch kompetente Personen – unabhängig von ihrem Alter - eine flexiblere Handlungsvorhersage zeigen. Das Verständnis von Handlungen anderer ist demnach beeinflusst von unseren eigenen motorischen Fähigkeiten.
Das ganze Paper gibt es hier zu lesen:
https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00426-017-0941-z
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In unserer kürzlich veröffentlichten Studie haben wir untersucht, wie Kinder aus verschiedenen Kulturen auf Normverletzungen reagieren.
Kinder im Alter von 3.5 Jahren beobachteten eine Person beim Durchführen einer neuartigen Handlung. Anschliessend durfte die Handpuppe Max damit spielen und machte die Handlung auf eine andere Weise. Es zeigte sich, dass die kulturellen Werte der Eltern vorhersagen konnten, ob die Kinder das Verhalten von Max duldeten und abwarteten, Max erklärten, wie es richtig ginge ("dä druff neh") oder ganz klar auf die Normverletzung hinwiesen ("Nei, so macht mers nöd"). Wir konnten mit dieser Studie zeigen, dass unser Verhalten schon sehr früh kulturell beeinflusst wird.
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