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Im Jahr 2001 führten zwei Neurologen, Vilayanur S. Ramachandran and Edward Hubbard, ein Experiment durch, um mehr über die Entstehung der Sprachen und die Zusammenhänge von Klängen und Formen im menschlichen Gehirn herauszufinden. Dabei mussten Probanden die beiden (frei erfundenen) Namen „Bouba“ und „Kiki“ den beiden unten stehenden Formen zuordnen. Welcher Name passt besser zu welcher Figur?
95-98% aller Teilnehmer/innen (der Test wurde in der USA und in Indien durchgeführt) nannten die eckige Figur „Kiki“ und die runde „Bouba“. Dies hat durchaus eine gewisse Logik, denn während „Kiki“ hart und kantig klingt, hört sich „Bouba“ sehr weich an. Auch bei sehr jungen Kindern, die noch nicht lesen konnten, kamen diese Ergebnisse heraus. Der Bouba/Kiki-Effekt ist ein interessanter Beleg dafür, dass die Wörter in unseren Sprachen wohl nicht einfach völlig zufällig entstanden sind, sondern doch irgendwo eine gewisse Logik haben.