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Amano äusserte sich am Sonntag zunächst nicht zu den Plänen. Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, sagte nach einem Treffen mit Amano, er habe die Pläne in allen "Einzelheiten" mit dem IAEA-Chef besprochen.
Auch der Anreicherungsgrad des verwendeten Urans, ein besonders heikler Punkt, wurde demnach angesprochen. Weil diese Frage "keine einfache Sache" sei, werde es aber keine schnelle Entscheidung geben.
Aus Verärgerung über die bevorstehende Verlängerung von US-Sanktionen hatte Ruhani am Dienstag die Entwicklung atomgetriebener Schiffe in Auftrag gegeben. Laut dem iranischen Staatsfernsehen bezeichnete er die vom US-Kongress beschlossene Verlängerung der Sanktionen als "Verletzung" des internationalen Atomabkommens vom Juli 2015.
Das Atomabkommen beendete den jahrelangen Streit über das iranische Atomprogramm. Die iranische Regierung verpflichtete sich in der historischen Vereinbarung, ihre Urananreicherung deutlich zurückzufahren und scharfe Kontrollen durch die IAEA zuzulassen, um den Bau einer Atombombe unmöglich zu machen. Im Gegenzug soll der Westen seine Sanktionen gegen das Land aufheben.
Der US-Kongress stimmte Anfang Dezember jedoch einer Verlängerung von alten Sanktionen zu, die auf iranische Raketentests sowie die Verletzung von Menschenrechten in dem Land zurückgehen. Es wird damit gerechnet, dass US-Präsident Barack Obama die Vorlage unterzeichnet. Sein Nachfolger Donald Trump lehnt das Atomabkommen ab.
(AWP)