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Förderthema:
Aufbau von Existenzgrundlagen
Region:
Haiti
Lokaler Partner:
Fonkoze Foundation
Projekt Nr:
70002
Projektlaufzeit:
August 2017 – April 2019
Projektkosten:
CHF 247‘316
Aufbau von Existenzgrundlagen
Haiti
Fonkoze Foundation
70002
August 2017 – April 2019
CHF 247‘316
Die Witwe Ismén Pierre (50) lebte mit Ihren 8 Kindern in einem Ziegenstall ähnlichen Haus. Dank dem CLM Projekt hat sie nun neben einem besseren Haus auch noch Ziegen und Geflügel. Dank dem regelmässigen Einkommen hat die Familie jeden Tag eine Mahlzeit.
Im Zentraldepartment Haitis, der zentralen Hochebene an der Grenze zur Dominikanischen Republik, zählen 15 bis 17 Prozent der Menschen zu den ärmsten der Armen („ultrapoor“, sie haben weniger als 1,23 USD am Tag zur Verfügung). Sie können sich häufig keine adäquate Mahlzeit am Tag leisten und leben in Hütten, die keinen Schutz bieten. Ihre Gesundheit ist durch die mangelhafte Ernährung und einem fehlenden Zugang zu sauberem Trinkwasser dauerhaft gefährdet. Durch den Mangel an Toiletten müssen sie ihren Bedürfnissen auf umliegenden Feldern nachkommen, wodurch sie nicht nur sich selbst gefährlichen Krankheitskeimen aussetzen, sondern auch den Menschen in ihren Gemeinden. Sie stehen nicht nur vor einer Vielzahl an ökonomischen Herausforderungen, sie werden auch von ihren Gemeinden stigmatisiert und ausgeschlossen. In den meisten Fällen sind die Betroffenen Frauen, die alleine den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder aufbringen müssen. In Regionen wie dem Zentraldepartment, in denen es an Beschäftigungsmöglichkeiten fehlt, ist eine Selbstständigkeit für diese Frauen der einzige Weg der Armut zu entkommen. Doch da sie in der Regel weder über Geld noch über Land oder das nötige Wissen verfügen, können sie sich ohne Hilfe von aussen keine Existenz aufbauen.
Mit diesem Projekt erhalten die ärmsten Frauen in ausgewählten Gemeinden im Zentraldepartment erstmalig die Möglichkeit, sich eine Existenzgrundlage durch zwei einkommens-generierende Aktivitäten im Bereich der Viehzucht, des Getreideanbaus oder eines kleinen Handelsgewerbes aufzubauen. Dadurch können die Frauen ein regelmässiges Einkommen erwirtschaften. Während der wöchentlichen Betreuungsbesuche und Coachings durch geschulte Mitarbeiter wird nicht nur der richtige Umgang mit den Geschäftsideen gelehrt, sondern ebenfalls die Wasser- und Hygienesituation verbessert sowie für einen sicheren Wohnraum gesorgt. Der ganzheitliche Ansatz des Projektes leistet einen massgeblichen Beitrag zur Förderung von Einkommen und Nahrungssicherheit sowie zur Frauenförderung im Zentraldepartment Haitis.
Da sich im Ergebnis nicht nur die Situation der 150 Frauen verbessert, sondern auch die ihrer Familien, werden so insgesamt 750 Menschen aus der extremen Armut befreit.