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Unser aller Mother of Dragons aus «Game of Thrones» hat soeben ihren ersten Comic ausgebrütet! «M.O.M. – Mother of Madness» heisst er, und bis Ende September werden noch zwei weitere Bände folgen. Auch eine Fortsetzung schliesst Schauspielerin Emilia Clarke nicht aus. Sie will bloss erst einmal wissen, wie ihr neues Geschöpf denn so ankommt (okay, «M.O.M.» ist aktuell die Nummer 1 unter den Comics auf Amazon, zumindest das Interesse ist also alles andere als klein).
Aber worum geht's, und wie ist Emilia Clarke auf die Idee zu ihrem Zweitjob neben der Schauspielerei gekommen?
Beginnen wir von vorn. Als die 1986 geborene Emilia Isobel Euphemia Rose Clarke noch ein Kind ist, da wird sie über ihren älteren Bruder bereits von der Comicsucht befallen. Nur ist es ihr als Mädchen verboten, einen Comicladen überhaupt auch nur zu betreten (im Ernst!). Sie zerblättert also die ausgelesenen Hefte ihres Bruders, und als sie älter wird, fragt sie sich: «Wieso sind die wenigen Superheldinnen, die's gibt, allesamt nur perfekt?»
Vor drei Jahren, als sich «Game of Thrones» dem Ende zuneigte, kam sie auf die Idee, selbst eine Superheldin zu entwerfen (schliesslich hatte sie jahrelang eine gespielt). Sie entschied sich für eine alleinerziehende Mutter, deren Superkräfte sich nach dem Menstruationszyklus richten. Schliesslich musste doch diese ganze Hormonfabrik im Innern eines Frauenkörpers zu etwas gut sein. Sie stellte ein Team aus lauter comicerfahrenen Frauen zusammen, darunter die renommierte Comicautorin Marguerite Bennett und die Zeichnerin Leila Leiz.
Und so entstand Maya Kuyper. «Ich bin 29, alleinerziehende Mutter, Schulabbrecherin, Chemikerin, Teilzeit-Sexarbeiterin, Thai-Food-Junkie und ein biologisches Monster», stellt sich Maya auf der ersten Seite vor. Tagsüber kümmert sie sich um ihren Sohn, nachts bringt sie Menschenhändler zur Strecke.
Das Ganze, sagt Clarke, habe Elemente der «Deadpool»-Reihe und der «Fleabag»-Serie und Mayas Maske sei eine Liebeserklärung an die russischen Punkfeministinnen von Pussy Riot. Klingt alles sehr gut. Und was in den Sprechblasen der ersten Seiten steht, liest sich sehr lustig. Wir werden das gerne beobachten.
(sme)
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