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Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad al-Thani telefonierten am Freitag miteinander, wie staatliche Medien beider Länder meldeten. Hoffnungen auf ein rasches Ende des Konflikts erhielten wenig später aber einen Dämpfer: Saudi-Arabien setzte am Samstag den Dialog wieder aus und warf Katar das "Verdrehen von Fakten" vor.
Grund ist offenbar eine Meldung von Katars Nachrichtenagentur QNA, wonach beide Seiten in dem Telefongespräch die Notwendigkeit unterstrichen hätten, die Krise durch Dialog zu beseitigen und zwei Vertreter zu benennen, um strittige Fragen zu lösen, ohne die Souveränität der Staaten zu berühren. Saudi-Arabien reagierte empört. "Das Königreich Saudi-Arabien kündigt die Aussetzung jeglichen Dialogs oder der Kommunikation mit den Behörden in Katar an, bis eine klare Aussage erlassen wird, die deren Position in der Öffentlichkeit klärt", zitiert die amtliche Nachrichtenagentur SPA einen Regierungsvertreter.
Die Agentur hatte zuvor noch über das Telefongespräch berichtet, das Angaben aus Katar zufolge durch Vermittlung von US-Präsident Donald Trump zustande kam. "Während des Telefonats drückte der Emir von Katar seinen Wunsch aus, am Tisch des Dialogs zu sitzen und die Forderungen der vier Länder zu besprechen, um die Interessen aller zu gewährleisten", erklärte SPA. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten hatten Anfang Juni die diplomatischen und wirtschaftlichen Verbindungen zu Katar gekappt. Grund ist der Vorwurf, das Emirat unterstütze Extremisten und verbünde sich mit dem Erzrivalen Iran. Katar hat die Anschuldigung zurückgewiesen.
Trump hatte am Donnerstag seine Vermittlerdienste angeboten. "Wenn ich helfen kann zu vermitteln zwischen Katar sowie insbesondere den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien, dann würde ich das tun", sagte Trump.
(Reuters)