Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03483.jsonl.gz/199

Die beiden in Guatemala wegen Drogenhandels inhaftierten Schweizer, Nicolas Hänggi und Silvio Giovanoli, sind am Samstag (11.11.) von Schweizer Parlamentariern besucht worden. Die Schweizer Botschaft in Guatemala ist über die Aktion nicht erfreut.Dieser Inhalt wurde am 12. November 2000 - 18:06 publiziert
Ständerat Dick Marty (FDP/TI) und Nationalrat Ruedi Baumann (GPS/BE) nutzten die Gelegenheit einer einwöchigen Guatemala-Visite, um sich über die Haftbedingungen der Schweizer zu informieren. Dabei beklagte sich Giovanoli über die "mangelhafte Unterstützung" durch die Schweizer Botschaft in Guatemala.
Regelmässiger Kontakt
Botschafter Christian Hauswirth hatte vor dem Parlamentarier-Besuch erklärt, der Fall der in Guatemala inhaftierten Schweizer werde in erster Linie von Konsul Jakob Fehr wahr genommen.
Dieser habe regelmässig Kontakt mit den Häftlingen und kümmere sich im Rahmen des Möglichen um deren Anliegen. Im weiteren gab das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) kürzlich ein neues Rechtsgutachten in Auftrag, mit dem abgeklärt werden soll, inwiefern der Drogenprozess im "Fall Hänggi" den Normen der guatemaltekischen Justiz entspricht.
Vater Hänggi in Argentinien
Der ehemalige Nestlé-Direktor Andreas Hänggi war wie sein Sohn Nicolas sowie Giovanoli im August 1997 unter dem Verdacht des Drogenschmuggels verhaftet worden. Anfang 1999 wurde er frei gesprochen. Heute hält er sich mit seiner Frau und einem weiteren Sohn in Argentinien auf.
Nicolas Hänggi und Giovanoli sind vor drei Monaten in einem neuen Verfahren von einem Gericht zu je zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dagegen haben ihre Verteidiger Berufung eingelegt. Wann das Appellationsgericht in Zacapa, das schon verschiedentlich mit dem Drogenfall zu tun hatte, das nächste Mal tagen wird, ist nicht bekannt.
Treffen mit Präsident Portillo
Nationalrat Erwin Jutzet (SPS/FR), der die beiden Schweizer ebenfalls hatte besuchen wollen, musste wegen einer Magenverstimmung im Hotel bleiben. Insgesamt befanden sich acht Parlamentsmitglieder auf der am Wochenende beendeten Guatemala- Visite, bei welcher sie auch mit Präsident Alfonso Portillo zusammentrafen.
Die Parlamentarier waren von der Fachstelle Ökumene, Mission und Entwicklungs-Zusammenarbeit (OeME) der Berner Kirchen zu der Guatemala-Reise eingeladen worden.
swissinfo und Agenturen
Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: <email-pii>