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Mit einer feierlichen Zeremonie ist im Beisein des chinesischen Vizepremierministers Li Keqiang der Baubeginn der Kernkraftwerkseinheit Sanmen-1 gefeiert worden. Rund 5200 m3 Beton wurden gegossen, womit das Fundament für alle Gebäude dieser Einheit gelegt worden ist. In einer ersten Phase sollen die zwei Blöcke Sanmen-1 und -2 gebaut werden. Die Investitionen dafür werden mit CNY 40 Mrd. (CHF 6,85 Mrd.) veranschlagt. Die Aufnahme des kommerziellen Betriebs dieser beiden Einheiten ist für 2013 und 2014 vorgesehen. An diesem Standort sind insgesamt sechs Blöcke geplant.
Das Konsortium aus der Westinghouse Electric Company und The Shaw Group hatte im Juli 2007 mit der chinesischen State Nuclear Power Technology Corporation (SNTPC) und weiteren chinesischen Vertragspartnern einen Vertrag für den Bau von vier AP1000 unterzeichnet, die paarweise an den Standorten Sanmen (Provinz Zhejiang) und Haiyang (Provinz Shandong), südöstlich von Peking am Gelben Meer, gebaut werden sollen.
Aris Candris, Präsident und CEO der Westinghouse, unterstich, dass mit dem Giessen des ersten Betons ein wichtiger Meilenstein erreicht worden sei, und meinte weiter: «Das Projekt in Sanmen ist nun sichtbar von der Konzeptionsphase in die Bauphase übergegangen.»
Innovative Sicherheitssysteme
Der AP1000 gehört zu den modernsten heute marktreifen Kernkraftwerken der sogenannten dritten Generation. Er verfügt über eine elektrische Leistung von rund 1100 MW und zeichnet sich unter anderem durch passive, von der Schwerkraft und der natürlichen Konvektion angetriebene Sicherheitssysteme aus. Das robuste Design vereinfacht zudem Bau und Betrieb.
AP1000: weltweit im Gespräch
Der AP1000 verfügt seit 2005 über ein Auslegungszertifikat der amerikanischen Nuclear Regulatory Commission (NRC), das gegenwärtig überarbeitet wird. In Grossbritannien ist er als Reaktortyp für zukünftige Kernkraftwerke vorlizenziert worden. Neben den geplanten vier Blöcken in China sind in den USA Baugesuche für zwölf Einheiten eingereicht und Baugesuche für zwei weitere angekündigt worden. Auch für die Schweiz ist der AP1000 eine Option für die geplanten Ersatz-Kernkraftwerke.
Quelle
M.B. nach Westinghouse, SNTPC, Xinhua, Pressemitteilungen, 19. April, und The Shaw Group, Pressemitteilung, 20. April 2009
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