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Lösung zu Milch kühlen
Eine Wärmepumpe fördert Entropie aus einem kälteren in einen wärmeren Bereich. Weil reale Wärmepumpen selber Entropie produzieren, ist der Entropiestrom am Ausgang grösser als am Eingang. Um diese Schwierigkeiten zu umgehen, ist hier von einer idealen Wärmepumpe die Rede. Solche Pumpen fördern nur Entropie, erzeugen selber aber keine.
- Eine Wärmepumpe fördert Entropie. Folglich darf man eine Wärmepumpe auch als Entropiepumpe bezeichnen. Der zweite Satz der Aufgabenstellung könnte somit auch lauten: Eine Entropiepumpe, welche die Entropie reversibel von -3°C und 37° fördert, sorgt für eine konstante Temperatur des Kühlraums von 0°C. Mit Wärmekapazität ist weder die Entropiekapazität (falsche Einheiten) noch die Wärme im Sinne der Physik gemeint. In der Physik versteht man unter Wärme eine Austauschform der Energie. Weil die Kapazität eine Eigenschaft eines Speichers beschreibt, handelt es sich beim Wort Wärmekapazität eigentlich um ein Oxymoron. In der Regel ist mit Wärmekapazität die Änderung der Enthalpie eines Systems pro Temperaturänderung gemeint.
- 6000 Kilogramm Milch, welche bei konstantem Druck um 20°C abgekühlt werden, geben 462 MJ (128 kWh) Energie in Form von Wärme ab.
- Falls der Kühlraum die ganze Zeit genau 0°C warm ist, nimmt der Kühlraum [math]\frac {462 MJ}{273K}[/math]=1.692 MJ/K Entropie auf.
- Die Wärmepumpe muss 1.711 MJ/K Entropie fördern.
- Um 1.711 MJ/K Entropie über eine Temperaturdifferenz von 40 K zu fördern, benötigt die Wärmepumpe 68.4 MJ (19 kWh) Energie.
- Die Wärmepumpe gibt 530 MJ Energie in Form von Wärme an die 300 K warme Umgebung ab. Die Entropie, die diese Energie in die Umgebung hinein trägt, hat einen Betrag von 1.768 MJ/K. Zählt man zu diesem Wert die Entropieverminderung der Milch von [math]\Delta S = mc \ln{\frac {T_2}{T_1}}[/math] = -1.605 MJ/K dazu, erhält man eine Gesamtproduktion von 163 kJ/K.