Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03515.jsonl.gz/107

Veltheim
Veltheim hat als ehemaliges Rebbauerndorf seinen ländlichen Charme bewahrt. Der Dorfplatz bildet mit kleineren Geschäften, Restaurants mit Gartenwirtschaften und der Kirche das Zentrum des Stadtteils. Der Blick über die Stadt und die nahen Alpen ist vom Wolfensberg aus traumhaft.
Sichere Kunde über Veltheim gibt es aus der Zeit Karls des Grossen: In der Schenkungsurkunde Blitgaer an das Kloster St. Gallen (die er für sein Seelenheil und das seiner schon verstorbenen Söhne ausstellte) werden am 28. August 774 verschiedene Güter erwähnt. Nebst Sehaim (Seen) ist da auch Feldhaim (Veltheim) aufgeführt. Der Name "Feldhaim" bedeutet "Heim" oder "Haus am Feld", womit die Lage der ältesten Veltheimer Siedlung am Rande der Ebene -noch heute heisst ja dieses Quartier "Feld"- deutlich kennzeichnete.
Als im 12. und 13. Jhdt. die Grafen von Kyburg zum mächtigsten Adelsgeschlecht in unserer Gegend aufstiegen, Veltheim aber noch immer dem Kloster St. Gallen gehörte, kaufte 1230 Graf Hartmann der Ältere von Kyburg das Dorf Veltheim sowie den Hof "Ackern am Lindberg" und übertrug diese Besitzungen seiner Gattin zu Eigentum. Das Dorf Veltheim, welches wie Oberwinterthur, Seen und Töss 1424 und endgültig 1452 mit der Grafschaft Kyburg an die Stadt Zürich kam, wurde 1922 als politische Gemeinde mit der Stadt Winterthur vereint.
Viele prächtige Riegelbauten erinnern noch heute an die Zeit des Bauerndorfes. Erwähnt seien dafür die 1647 erbaute Zehntenscheune und -trotte am Fusse des Gallispitzes. Hier mussten die Veltheimer Bauern den Zehnten und den Zehntenwein abliefern.