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Griechenland: Piräus und Athen
Nach dem Abschluss des EU-Türkei Abkommens im März 2016 wurden überhastet tausende von Menschen von den griechischen Inseln in den Athener Hafen verschifft, ohne dass auf dem Festland entsprechende Auffangkapazitäten vorhanden waren. Dies hatte zur Folge, dass im Athener Hafen in Piräus eine riesige Versorgungslücke entstand. Dort harrten bis zu 7500 Menschen ohne ausreichenden Zugang zu Lebensmitteln, Unterkunft oder Hygiene aus und BAAS entschloss sich, innerhalb von 48 Stunden mit allen Ressourcen von Chios nach Athen überzusiedeln, um reagieren zu können.
Einen Monat lang leistete das BAAS-Team in Athen flexibel und nach Bedarf Hilfe in allen benötigten Bereichen. In Zusammenarbeit mit lokalen Unterstützergruppen verteilten wir Kleider, versorgten ca. 1500-2000 Menschen im Hafen täglich mit reichhaltigem Frühstück und mit Hygieneartikeln. Ausserdem unternahmen wir regelmäßige Lieferungen für Lebensmittel und Hygieneartikel an diverse von Flüchtlingen besetzte leerstehende Häuser im Stadtzentrum Athens. Dort konnten wir ebenfalls mit medizinischer Erstberatung und Notunterstützung dienen.
Zuletzt begann im Hafen von Piräus auch das Engagement von BAAS für Kinder. Jeden Tag wurden kleine Aktivitäten rund um Sport, Spiel und Basteln mit Kindern gestaltet und auch erste vorsichtige Versuche mit einem mobilen Schulzelt auf den Weg gebracht.
Der Einsatz endete mit dem Transport der im Hafen gestrandeten Menschen in die mittlerweile errichteten offiziellen Camps im Athener Umland.