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Ein 59-jähriger Freiburger hat vor einem Jahr einen Covid-Kredit benutzt, um private Schulden zu bezahlen und ein Boot zu kaufen. Nun wurde er gebüsst.
Während des Lockdown im Frühling 2020 haben die Schweizer Banken den Unternehmen unzählige Covid-Kredite ausbezahlt – ohne grosse Bürokratie und ohne grosse Kontrolle. Auch eine Detektei aus dem Kanton Freiburg hat im April 2020 einen Covid-Kredit beantragt und fünf Tage später 43’000 Franken erhalten.
Eine Investition
Zwei Wochen später hat der Betreiber der Detektei den gesamten Betrag auf sein Privatkonto überwiesen – als sein Lohn, wie er später zu Protokoll gab. Er zahlte damit seine Steuern, erstattete einen Kredit zurück und kaufte sich ein Boot. Zudem investierte er, indem er für sein Unternehmen ein Fahrzeug kaufte. Mit all diesen Zahlungen verstiess er gegen die Vorlagen des Bundes zu den Covid-Krediten.
Im Februar 2021 zeigte die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) des Bundesamts für Polizei den 59-Jährigen wegen Verdachts auf Geldwäscherei an.
Alles zurückbezahlt
Der Mann zahlte im Juli 2021 der Bank die 43’000 Franken zurück.
Die Freiburger Staatsanwaltschaft hat den Mann nun mittels Strafbefehl verurteilt. Sie hält fest, dass er beim Kreditantrag keine falschen Angaben gemacht hat; auch die Geldwäscherei sieht sie nicht als gegeben an. Der Mann muss wegen Verstosses gegen die Verordnung zum Covid-Kredit eine Busse von 1000 Franken bezahlen; dazu kommen Verfahrenskosten von 425 Franken.