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UK: Beginn der Vorlizenzierung für ABWR
Im Rahmen des sogenannten Generic Design Assessment (GDA) überprüfen das ONR und die EA die Auslegung des ABWR für den britischen Markt. Mit einem erfolgreichen GDA bestätigen das ONR und die EA, dass ein nukleares Dampferzeugungssystem alle regulatorischen Anforderungen Grossbritanniens bezüglich Sicherheit, Sicherung und Umweltauswirkungen erfüllt. Diese Vorlizenzierung ist unabhängig von Baugesuchen für spezifische Standorte. Der Druckwasserreaktortyp UK-EPR der Areva NP SAS und der Electricité de France (EDF) sowie der Druckwasserreaktortyp AP1000 der Westinghouse Electric Company LLC haben bereits im Dezember 2011 das GDA-Verfahren erfolgreich abgeschlossen.
Die japanische Hitachi Ltd. besitzt seit der Übernahme der britischen Horizon Nuclear Power Ltd. Ende November 2012 zwei Kernkraftwerksstandorte in Grossbritannien – einer im walisischen Wylfa und einer in Oldbury-on-Severn im Südwesten Englands. Die Hitachi will dort je zwei bis drei 1300-MW-Siedewasserreaktoreinheiten des Typs ABWR bauen.
David Jones, Staatssekretär von Wales erklärte, der Beginn der GDA sei ein bedeutender Schritt für das Bauprojekt und zeige das britische Engagement für Hitachi und den Bau neuer Kernkraftwerke.
Der ABWR ist das bisher einzige Reaktorsystem der fortgeschrittenen Generation III+, das bereits in kommerziellem Betrieb ist. Vier solche Einheiten sind in Japan am Netz (Hamaoka-5, Kashiwazaki-Kariwa-6 und -7 sowie Shika-2) und eine im Bau. Zwei weitere sind ebenfalls in Taiwan (Lungmen-1 und -2) im Bau. Auch Litauen und die USA planen den Bau von ABWR-Einheiten.