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Während des Stillstandes wurden am Containmentdruckentlastungssystem (Typ Filtra) systemtechnische Regelprüfungen durchgeführt. Dabei versagte eine Berstscheibe bereits bei einem Druck von 3,36 bar anstatt erst bei 5,08 bis 5,4 bar. Gemäss Anlagenbetreiberin ist dies darauf zurückzuführen, dass bei den letztjährigen Instandhaltungsarbeiten beim Filtra-System die Berstscheibe ausgewechselt, aber der falsche Scheibentyp montiert wurde.
Als Konsequenz dieser Verwechslung wäre bei einem Containmentdruckanstieg das Entlastungssystem früher als vorgesehen aktiviert worden. Die eigentliche Auswirkung auf die Sicherheit ist gering, die geforderten Ansaugdruckverhältnisse für die Notkühlsysteme wären weiterhin eingehalten worden. Ebenso wären keine unzulässigen Containmentdrucktransienten zu erwarten gewesen und die zu erwartenden Umweltauswirkungen werden als gering bewertet.
Dies führt eigentlich zu einer Bewertung des Zwischenfalls auf Stufe 1 auf der internationalen Störfallbewertungsskala für Kernanlagen Ines. Da aber bereits früher vergleichbare Qualitätssicherungsprobleme vorgekommen sind, wurde der Zwischenfall auf Ines-Stufe-2 eingeordnet.
Quelle
H.K. nach Medienmitteilung SKI, 23. Juli 2001