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Warum haben wir den Namen DEUKALION
für unsere Loge gewählt?
Deukalion ist eine (Symbol-)Gestalt aus der griechischen Mythologie. Ihr wird die selbe Rolle zugesprochen, wie dem biblischen Noah und dem sumerischen Utnapischtim aus dem Gilgamesch-Epos. - Im griechischen Götterhimmel hatte Göttervater Zeus beschlossen, das Eherne Zeitalter mit einer großen Flut zu beenden wegen der Verderbtheit der Menschen. - Zu dieser Zeit lebte Deukalion als Sohn des Prometheus (des Vorausdenkers) und dieser hatte seinem Sohn befohlen, ein kastenförmiges Schiff zu bauen. Als es zu regnen begann, bestieg Deukalion mit seiner Frau Pyrrha dieses "Schiff". Der Legende nach wurde ganz Griechenland überflutet und erst als die Flut abgelaufen war, konnte das Paar auf dem heiligen Berg Parnass an Land gehen. Deukalion und seine Frau waren die einzigen Überlebenden. Sie befragten das Orakel der Göttin Themis, was zu tun sei, um diese Erde wieder zu bevölkern. Es wurde ihnen geraten, die Knochen ihrer Mutter über die Schulter zu werfen. Zunächst entsetzt über diesen Frevel, erkannten sie aber, dass mit "Mutter" die Göttin Gaia - die Mutter Erde gemeint war - und dass mit "Knochen" Steine und Felsbrocken gemeint waren. Also warfen sie beide Steine über ihre Schultern, die zu Menschen wurden. Aus Pyrrhas Steine wurden Frauen, aus Deukalions Steinen Männer.
Was hat nun das Schicksal dieser beiden Griechen Deukalion und Pyrrah mit einer Freimaurerloge im schweizerischen Rapperswil zu tun?
Dazu einige Parallelen. Um nicht in den Wasserfluten zu ertrinken, hat Deukalion eben diesen schwimmenden Kasten gebaut, in dem er und seine Frau gerettet wurden. Symbolisch gesehen wurden hier das Männliche und das Weibliche gerettet - quasi der Inbegriff der Dualität.
Auch uns ist es wichtig, der Dualität und der Gegensätzlichkeit einen Überlebensraum zu geben. Menschliche Entwicklungswege sind individuell unterschiedlich - und all jene, die sich ernsthaft von den freimaurerischen Symbolbotschaften leiten und begleiten lassen wollen, sind bei uns willkommen.
Wir streben nicht in erster Linie nach Homogenität - wir wollen vielmehr die Herausforderung einer heterogenen Entwicklungsgemeinschaft annehmen. Neue Mitglieder müssen also nicht unbedingt zu uns und unserer Meinung passen. Wichtiger ist uns, dass sie zum maurerischen Weg passen, dass dieser ihnen ein Anliegen ist. Sie müssen ihn eigenverantwortlich und in persönlicher Freiheit gehen wollen. Wir wollen in unserer Loge Menschen zu Bausteinen machen, die mithelfen am großen Bau des Tempels der Humanität.
Und dazu haben wir eine ganz besondere Unterstützung. Seit der Stadtgründung zeigt das Rapperswiler Wappen zwei rote Rosen, was ihren Ruf als "Rosenstadt" begründet. Unsere Logenräume tragen daher auch den Namen "Rosenstadtloge".