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Keith Swinton ist der neue "King of the Mountain" beim St. Moritz Match Race
Der Australier Keith Swinton gewann auf Anhieb sein erstes St. Moritz Match Race und nahm den begehrten Titel "King of the Mountain 2012" mit nach Hause. Swinton schlug den Franzosen Mathieu Richard, Dritter wurde dessen Landsmann Pierre-Antoine Morvan, der sich im kleinen Finale gegen Laurie Jury aus Neuseeland durchsetzte. Bei Sonne, annähernd sommerlichen Temperaturen und leichten Winden zogen die Finals hunderte von Zuschauern an.
Konfuse Winde aus unterschiedlichen Richtungen und in unterschiedlichen Stärken verlangten den Skippers auf dem St. Moritzersee am Sonntagvormittag wieder all ihr seglerisches Können ab. Das französisch-australische Finale zwischen Mathieu Richard und Keith Swinton wurde dann aber im lang erwarteten Malojawind ausgetragen. Routinier Mathieu Richard, der das St. Moritz Match Race 2008 und 2010 gewonnen hatte, geriet im über fünf Matches ausgetragenen Final zuerst in Rückstand, erkämpfte sich dann aber noch einen Entscheidungslauf. Dort liess er sich dann aber vom neun Jahre jüngeren Gegner schon in den taktischen Geplänkeln des Vorstarts ausmanövrieren und fand danach kein Rezept mehr zum Sieg. Der Australier, der in der Round Robin noch vier Läufe verloren hatte, sicherte sich zusammen mit Olof Lundgren, Jakob Gustafsson und Ricky McGarvie damit bereits bei seinem ersten Auftritt auf dem St. Moritzersee den legendären Titel „King of the Mountain“ und die Siegprämie von 15‘000 Franken.
Der Neuseeländer Laurie Jury hatte von Mittwoch bis Samstag die Round Robin dominiert und sich so direkt für das Halbfinale qualifiziert, in dem er aber gegen den späteren Sieger Swinton den Kürzeren zog. Im kleinen Finale um Rang drei konnte er dann auch gegen den Franzosen Pierre-Antoine Morvan nicht punkten und verlor mit 2:0 deutlich. Die beiden Schweizer Boote von Eric Monnin und Jérôme Clerc standen am Finaltag nicht mehr im Einsatz. Beiden fehlte nach der Round Robin für ein Weiterkommen je ein Sieg. Während sich Eric Monnin über seine verpasste Chance ärgerte, freute sich Schweizermeister Jérôme Clerc über seine Leistungssteigerung über die Saison und eine trotz dem Ausscheiden respektable Leistung.
Die Finals am Sonntagnachmittag wurden im Vergleich zum Vormittag druckvoller, schneller und lauter gesegelt, die Proteste waren auf der Zuschauertribüne und an Land sehr deutlich zu hören. Richard und Swinton schenkten sich nichts und boten Match Racing der spannendsten Sorte. Alle Matches wurden extrem knapp entschieden und der kleinste Fehler wurde vom Gegner sofort ausgenutzt. Die Zuschauer honorierten die spannenden Duelle: Die Tribüne am Seeufer war bis auf den letzten Platz besetzt. Trotz der Wetterkapriolen und der unregelmässigen Winde bot St. Moritz einmal mehr Segelsport vom Feinsten. Der kleine Bergsee eignet sich für Match Racing bestens, wie der mehrfache America’s Cup Teilnehmer Peter Gilmour bestätigte: „Wer den America’s Cup gewinnen will, muss zuerst nach St. Moritz kommen“, sagte er an der Sailor’s Night vom Samstag.
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