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Europas grösster Erdölkonzern baut vor der australischen Küste die weltweit erste schwimmende Anlage, mit der Erdgas gewonnen und verflüssigt werden soll.
Allein die Grösse ist beeindruckend: Grösser als vier Fussballfelder und schwerer als sechs Flugzeugträger soll das Riesen-Floss werden. Den endgültigen Investitionsentscheid für das Milliardenprojekt gab der Vorstand des nach Marktkapital grössten Erdölkonzerns Europa am Unternehmenssitz in Den Haag bekannt.
Das Mammut-Floss mit einer Länge von 488 Metern und einem Gewicht von rund 600'000 Tonnen soll rund 200 Kilometer vor der Küste Nordwest-Australiens verankert werden. Allein an Stahl sollen 260'000 Tonnen verbaut werden - rund fünfmal mehr als in der Sydney Harbour Bridge. In der Anlage soll aus dem Meeresgrund gefördertes Gas durch extreme Abkühlung auf minus 162 Grad Celsius verflüssigt werden, wobei sein Volumen 600-fach verkleinert wird, was den Transport erheblich erleichtert.
Shell hatte in dem Gebiet in der Timorsee, das etwa 475 Kilometer nord-nordöstlich der Küstenstadt Broome liegt, unter dem Meeresgrund eine gewaltiges Erdgasvorkommen entdeckt und die Lizenz zur Erschliessung erhalten. Von der Lagerstätte mit dem Namen "Prelude" könne täglich Gas im Äquivalent von 110'000 Barrel Öl gewonnen werden - 5,3 Millionen Tonnen pro Jahr, erklärte Shell. Mit dem Beginn der Förderung wird ab 2017 gerechnet.
(rcv/cms/sda)