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Für das Management des Bibers ist es wichtig den Zustand der Population über die ganze Schweiz gleichzeitig zu erheben und eine ganzheitliche Übersicht zu erlangen.
Die Informationen liefern uns dann die Grundlagen für die andren nationalen Biberprojekt-Module. Und sie können uns in Zukunft wichtige Hinweise für Projekte im Rahmen des Aktionsplans Biodiversität (Stärkung der ökologischen Infrastruktur) liefern. Andererseits sind diese Informationen eine wichtige Grundlage für das Konfliktmanagement.
Die Ergebnisse in Kürze
Mehr als 400 Kartierer und Wildhüter haben rund 7000 km Wasserläufe auf der Suche nach Biberspuren abgesucht. Hier die wichtigsten Ergebnisse:
- In den letzten 14 Jahren ist die Zahl der Biberreviere in der Schweiz von 472 auf 1382 gestiegen.
- In der Schweiz und in Liechtenstein gibt es 4914 Biber. Die Population hat sich im Vergleich zu 2008 verdreifacht.
- Die Population nimmt in allen Regionen weiter zu. Nur im Berner Seeland und im unteren Thurtal sinkt die Wachstumsrate. Hier ist eine langsame Sättigung der freien Wasserläufe zu beobachten.
- Die Besiedlung von kleinen und sehr kleinen Bächen geht weiter. Fast 40 % der Biber leben an Bächen, die weniger als 5 m breit sind.
- Die Biber bauen immer mehr Dämme in kleinen Bächen. Im Jahr 2008 wurden nur 185 Dämme gezählt, 2022 waren es bereits 1316.
- Die Ausbreitung des Bibers geht mit einer Zunahme von Konflikten einher. Diese finden hauptsächlich in landwirtschaftlichen Gebieten statt. Um sie langfristig zu lösen, sind neue Instrumente erforderlich.
- Der Biber bietet grosse Chancen: Aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf die Artenvielfalt, auf Ökosystemfunktionen wie Wasserrückhalt oder Wasserqualität und auf die Gewässerstrukturen kann der Biber gezielt für eine effektive Naturschutzstrategie eingesetzt werden.