Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/1427

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
Geoffrey Kirui heisst der Weltmeister 2017 im Marathon. Der 24-jährige Kenianer setzt sich in London in 2:08:27 Stunden vor Tamirat Tola aus Äthiopien durch. Bei den Frauen siegt Rose Chelimo.
Im Rennen der Männer fiel die Entscheidung auf dem Rundkurs mit Start und Ziel auf der Tower Bridge, der an mehreren Wahrzeichen Londons vorbeiführte, kurz nach Kilometer 35, als der favorisierte Äthiopier Tola, der Olympia-Dritte von 2016 über 10'000 m, Kirui ziehen lassen musste. Die beiden hatten sich kurz nach Rennhälfte von der Spitzengruppe abgesetzt. Bronze ging an Alphonce Simbu aus Tansania.
Für Kirui war es der grösste Erfolg seiner Karriere, nachdem er im Frühjahr den prestigeträchtigen Boston Marathon gewonnen hatte. Für Kenia war es die erste Marathon-Medaille an Weltmeisterschaften seit 2011, an den letzten beiden Titelkämpfen gingen die Ostafrikaner leer aus. Dass alle drei WM-Medaillen zum fünften Mal in Folge nach Afrika gingen, war keine Überraschung. Die besten 40 Marathon-Läufer in diesem Jahr kommen alle vom schwarzen Kontinent.
Kiplagat verpasste dritten WM-Titel
Wesentlich spannender verlief das Rennen der Frauen, in dem sich Rose Chelimo und Edna Kiplagat auf den letzten Kilometern ein Duell auf Biegen und Brechen boten - mit dem besseren Ende für die für Bahrain startende 28-jährige Chelimo.
Die gebürtige Kenianerin sorgte nach 38 km für die vorentscheidende Tempoverschärfung in der 14-köpfigen Spitzengruppe, der nur Kiplagat - allerdings mit Mühe - folgen konnte. Kiplagat, die Weltmeisterin von 2011 und 2013, schaffte den Anschluss und griff bei Kilometer 40 ihrerseits an, ehe kurz vor dem Ziel Chelimo noch einmal zu kontern wusste. Ähnlich spektakulär verlief das Duell um die Bronzemedaille, das die Amerikanerin Amy Cragg gegen die Kenianerin Folmena Daniel zu ihren Gunsten entschied.
Abwesende Stars
In beiden Rennen glänzten mehrere Top-Cracks durch Abwesenheit. Bei den Männern fehlte Titelverteidiger und GP-Bern-Sieger Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea ebenso wie der kenianische Olympiasieger Eliud Kipchoge und dessen Landsmann, der Jahresbeste Wilson Kiprotich. Bei den Frauen fehlten sowohl Mary Keitany, die im Frühjahr die zweitbeste je gelaufene Zeit aufgestellt hatte, als auch Tirunesh Dibaba.
Schweizer Teilnehmer waren in London keine am Start. Tadesse Abraham und Maja Neuenschwander bereiten sich nach gesundheitlichen Problemen im Frühjahr derzeit auf einen Städtemarathon im Herbst vor, Martina Strähl musste verletzungsbedingt passen.
SDA-ATS