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In wenigen Tagen wird der Bundesrat entscheiden ob er die Kandidatur für die Olympischen Winterspiele «Sion 2026» unterstützen will. Die SPO, die Grünen Oberwallis sowie die Oberwalliser Umweltorganisationen stehen dem sportlichen Grossanlass skeptisch gegenüber.
Die beiden Parteien sowie die Oberwalliser Umweltorganisationen WWF, VCS und OGUV melden in einer gemeinsamen Mitteilung Bedenken gegenüber den Plänen für die Olympischen Winterspiele «Sion 2026» an.
Die Spiele, die während zwei Wochen im Februar ausgetragen werden sollen, würden dem Wallis keinen touristischen Aufschwung bringen, sind Parteien und Organisationen überzeugt. Der Megaevent falle nämlich auf einen Zeitraum, in dem die Walliser Hotels und Restaurants ohnehin ausgelastet seien. Statt weitere Investitionen in Wintersportanlagen zu tätigen, erachtet man es als sinnvoller, wiederkehrende Events zu fördern und den Ganzjahrestourismus auszubauen.
Ferner ist man der Meinung, dass der Werbeeffekt von «Sion 2026» ein Tropfen auf den heissen Stein sei. Die Olympiade in einem «übermediatisierten Zeitalter» verliere nämlich immer mehr an Bedeutung.
Dass die Spiele die öffentliche Hand nicht viel kosten würden, wird ebenfalls bezweifelt. Ein Blick in die Vergangenheit zeige, dass Olympische Spiele aufgrund der steigenden Infrastruktur- und Sicherheitskosten immer teurer geworden seien. Zudem bringe der Grossanlass immer auch eine ökologische und eine soziale Belastung mit sich. Das IOC habe sich zwar für nachhaltige Spiele ausgesprochen, bisher aber trotzdem immer nach dem Grundsatz «schneller, höher, stärker» gehandelt, beanstanden die Parteien und die Organisationen.pd / pan