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Marie wurde am 8. Februar 1918 in Plaffeien geboren. Sie war das erste Kind von 18 aus der Ehe von Josef Mülhauser und Alice Riedo. Diese führten einen Landwirtschaftsbetrieb in Aegerten, Brünisried. Schon früh half Marie im Haushalt mit, wo sie von ihrer Mutter auch die Kunst des Kochens erlernte. Auch dem Vater half sie beim Ackern, Heuen und im Stall. Als ältestes Kind musste sie auf ihre Geschwister aufpassen. Sie behielt ihre Jugend als schön und lehrreich in Erinnerung.
Mit 15 Jahren ging sie in die Stadt, um Französisch zu lernen und ihren Lebensunterhalt selber zu verdienen. Sie fand eine Stelle als Küchenmädchen in einer Gastwirtschaft, wo sie sehr beliebt war. Bald suchte sie sich eine Stelle als Serviertochter.
Später lernte Marie ihren zukünftigen Ehemann kennen, Pierre Baeriswyl, einen Metzger aus der Stadt. Im Oktober 1943 vermählten sie sich und ein Jahr später schenkte sie ihm Zwillinge, Alfons und Pierre, später kam noch Léon als Jüngster hinzu.
Marie war eine tüchtige Geschäftsfrau, wodurch sie ihrem Mann beim Führen der Metzgerei sehr helfen konnte. Sie war als Spezialitäten- und Plattenausstellerin bis ins Ausland bekannt – so in Paris, Brüssel, Amsterdam -, aber auch in Bern und Lausanne, von wo sie jedes Mal eine Goldmedaille mit nach Hause brachte.
Als sich 1973 ihr Ehemann in den wohlverdienten Ruhestand begab, gaben sie die Metzgerei auf. Marie erfüllte sich mit einem kleinen Antiquitätengeschäft einen Lebenstraum. Nebenbei verwöhnte sie ihr Umfeld mit Pasteten, Terrinen, Fleischplatten usw. Ihre Freude hatte Marie auch beim Früchtepflücken und Pilzesammeln.
Doch das Schicksal traf die Familie schwer, als sie ihren Sohn Alfons 1980 im Alter von 36 Jahren verlor und vier Jahre später auch der jüngste Sohn Léon 37-jährig verstarb.
1992 verlor Marie ein weiteres Mal eine geliebte Person, ihren Ehemann Pierre. Doch auch diesmal liess sich Marie nicht entmutigen und setzte sich noch mehr für ihre Familie und Freunde ein und half mit, wo sie nur konnte.
Vor ungefähr sechs Jahren lernte Marie ihren späteren treuen Freund Bernard Chassot kennen. Seitdem lebten sie glücklich miteinander. Gemeinsame Hobbys waren Gärtnern, Spazieren und Pilzesuchen. Im Januar erlitt sie einen Hirnschlag und erholte sich davon nie mehr richtig. Ihr Gesundheitszustand wurde immer schlechter, bis sie am 3. Februar 2009 in Frieden von uns ging
Alle die Marie kannten, werden sie in bester Erinnerung behalten. Eing.