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Wegen Hyperemesis gravidarum, einer extremen Form von Schwangerschaftsübelkeit, liegt Herzogin Catherine, 30, seit Montag im Spital. Die Medien spekulieren deshalb: Bekommt sie etwa Zwillinge? Denn die starke Übelkeit kommt «ein wenig öfter vor bei Mehrlingsschwangerschaften», bestätigt Professor Tim Draycott eine Beobachtung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Von dieser Theorie hält der Zürcher Gynäkologe Reto Stoffel nichts: «Kate ist zu mager.»
Dünnen oder sogar dürren Frauen wie Kate wird schneller schwindlig, da sie oftmals einen niedrigen Blutdruck haben. «Zudem erbrechen zwei Drittel aller Frauen in den ersten Schwangerschaftswochen», sagt Stoffel. Ihm zufolge leiden hingegen nur ungefähr drei von hundert an Hyperemesis gravidarum. Aber selbst wenn das Erbrechen übermässig sei, so Stoffel, berge es mit geringer ärztlicher Betreuung kein Risiko: «Diese Übelkeit lässt sich auch bequem zu Hause mit Tabletten behandeln.» In seltenen Fällen gehe man für circa fünf bis zehn Tage ins Spital, wo man - wie Kate - eine Infusion erhalte, die einem mit Flüssigkeit versorge. Medikamente gegen Brechreiz sollten während der ganzen Schwangerschaft eingenommen werden.
Denn: Wer sich viel übergibt, verliert viel Flüssigkeit. «Hat sich die Herzogin ein wenig erholt, ist es wichtig, dass sie wieder eigenständig anfängt, zu trinken und zu essen.» Kate habe keine Reserven, auf die ihr Körper zurückgreifen könnte, sagt Stoffel.