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(1845−1913)
Begründer der Chiropraktik war Daniel David Palmer (1845−1913). Er wurde vermutlich von Jim Atkinson aus Davenport in Iowa in dieser Behandlungsmethode ausgebildet. Um sie selbst vermarkten zu können, erfand er den Namen „Chiropractic“.
Wie alles begann …
Seine Gründungslegende lautet hingegen: „Harvey Lillard, der Pförtner des Rayan-Blockhauses, in dem ich meine Praxis hatte, war schwerhörig. Er hörte nicht mehr das Gerattere eines Pferdefuhrwerks auf der Strasse und nicht mehr das Ticken seines Weckers. Ich wollte wissen, woher diese ‚Taubheit‘ kam, da sagte er zu mir, dass er etwas Schweres gehoben habe, in einer verkrampften, gebeugten Haltung. Er hätte dann das Gefühl gehabt, dass etwas abgedrückt worden sei in seinem Rücken, und unmittelbar danach sei er taub geworden. Die Untersuchung ergab: Ein Wirbel war abgedrängt aus seiner normalen Lage. Ich dachte mir, wenn der Wirbel wieder richtig sitzen würde, dann müsste das Gehör des Mannes wieder funktionieren. Mit diesem Ziel vor Augen versuchte ich − in einem halbstündigen Gespräch –, Herrn Lillard davon zu überzeugen, dass er erlauben sollte, die Rückplatzierung vorzunehmen. Ich brachte den Wirbel in seine richtige Position, indem ich den Dornfortsatz (Proc. spin.) des Wirbels als Hebel verwendete, und kurz darauf konnte der Mann wie vorher hören. Daran war nichts Zufälliges, sondern es war die Vollendung eines bewussten Zieles, und das Resultat entsprach den Erwartungen.“
Was war neu an dieser Behandlung?
D. D. Palmer erklärte das vermeintlich Neue an seiner Behandlungsmethode so: „Die Grundprinzipien und die Prinzipien der Chiropraktik, die sich daraus entwickelt haben, sind nicht neu. Ich beanspruche dennoch, der Erste zu sein, der einen verschobenen Wirbel unter Verwendung der Dorn- und Querfortsätze (Proc. spin. u. trans.) als Hebel benutzt, wodurch der ausgerenkte Wirbel wieder seine normale Position erlangt. Von dieser Grundtatsache ausgehend, wurde eine Wissenschaft geschaffen, die dazu bestimmt ist, die Theorie und Praxis der Heilkunst zu revolutionieren.“
Chiropraktik in der Schweiz (seit 1964)
Die Chiropraktik ist seit 1964 in der Schweiz anerkannt und die Behandlung durch die Grundversicherung gedeckt. Seit 2008 ist sie gesetzlich der Humanmedizin gleichgestellt.
Schule der Chiropraktik
Bis 2008 konnte man Chiropraktik nur an ausgewählten Schulen in den USA und in Kanada studieren. Dies hat viele potentielle Studenten abgehalten, diesen spannenden Beruf zu ergreifen.
Seit September 2008 wird das Studium nun auch in der Schweiz angeboten. An der medizinischen Fakultät der Universität Zürich konnte ein Lehrstuhl für Chiropraktik eingerichtet werden, der eng mit dem Studium der Humanmedizin verknüpft ist, aber doch eine eigenständige Ausbildung garantiert. Das 6-jährige Studium der Chiropraktischen Medizin vermittelt das auf wissenschaftlichen Kenntnissen aufbauende medizinische und chiropraktische Wissen, das die Grundlage der Chiropraktischen Medizin bildet. Die ersten vier Studienjahre beinhalten alle Lehrinhalte des regulären Humanmedizinstudiums, zusätzlich werden im Mantelstudium spezifisch chiropraktische Kenntnisse und Fertigkeiten erlernt. Ab dem fünften Studienjahr werden hauptsächlich spezialisierte Lehrinhalte der Chiropraktischen Medizin vermittelt. Das Studium wird abgeschlossen mit dem Master in Chiropraktischer Medizin (Master of Chiropractic Medicine).
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