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Das Bergsturz-Museum ist ein kleines Museum. Es erzählt eine einzigartige Geschichte: Am 2. September 1806 nachmittags um fünf lösten sich gewaltige Felsmassen am Rossberg. Das Dorf Goldau wurde unter 30 Metern Schutt begraben. Fast Zweidrittel der Bevölkerung, 457 Menschen, starben bei dieser Naturkatastrophe.
Im Museum siehst du Gemälde, Reliefs, Fundgegenstände, die nach der Naturkatastrophe gefunden wurden. Texte erzählen vom Schicksal der betroffenen Menschen.
Handelt es sich um einen Zufall, dass 95% der Bergstürze in der Schweiz sich zwischen dem 25. August und dem 25. September ereignen?
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Am Morgen des Unglückstags regnete es stark. Im Rasengelände am Rossberg zeigten sich erste Erdspalten und Risse. Im nahen Wald hörte man das Krachen von Tannenwurzeln. Steine wurden aus der Erde gedrückt, Rasenhügel erhoben sich. Erste Steinmassen lösten sich von den Felsen.
Bild des 16-jährigen David Alois Schmid (1791-1861): Gegen fünf Uhr abends geriet alles ins Rutschen: Wald und Erde, Steine und Felsen. Ein tiefes Donnern ertönte, eine riesige Staubwolke erhob sich, alles bebte und zitterte. Im nahen Lauerzersee bildete sich eine enorme Flutwelle. Innerhalb von drei bis vier Minuten war ein Gebiet von 6,5 km2 mit Schutt zugedeckt. Wenn du vor das Museum trittst, siehst du die Absturzstelle, und überall im Tierpark oder im Rossberg-Gelände findest du Nagelfluh-Felsstücke des Bergsturzes.