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Schweizer Freunde von Sethule Orphans‘ Trust
Unser Verein Schweizer Freunde von Sethule Orphans‘ Trust unterstützt das kleine, vom Staat unabhängige Hilfswerk Sethule Orphans‘ Trust mit Sitz in Bulawayo, Zimbabwe.
Unser Verein ist ein loser Kreis von Freunden und Bekannten, die bereit sind, die Arbeit von Sethule Orphans‘ Trust finanziell zu unterstützen. Wir informieren über die Situation in Zimbabwe und die Arbeit des Hilfswerks, führen kleine Events durch, schaffen Begegnungen und halten die Verbindung aufrecht.
Dadurch hilft der Verein mit, Armut und Not in der ländlichen Region des Matabelelandes in Zimbabwe zu reduzieren, vor allem durch Projekte in Erziehung und Bildung.
Vereinspräsidentin ist Anne-Marie Saxer-Steinlin, Gümligen, Juristin mit langjähriger Erfahrung in Vereins- und Stiftungsführung. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und zweisprachig Englisch-Deutsch.
Warum Sethule Orphans‘ Trust, eine persönliche Geschichte
In den 1970er Jahren lernte Anne-Marie Saxer-Steinlin bei einem England-Sprachaufenthalt Michael Cotton kennen. Die Freundschaft blieb über all die Jahrzehnte bestehen. Michael Cotton emigrierte als Arzt nach Zimbabwe, wurde Chefchirurg am Stadtspital Bulawayo und heiratete Thabbeth Sithabiso Ndlovu, eine Ndebele. Die grossen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme des Landes seit 2003 führten in der Folge zum Zusammenbruch der staatlichen medizinischen Versorgung. Das Ehepaar Cotton zügelte schweren Herzens 2007 in die Schweiz, wo es seither lebt und arbeitet.
Thabbeth Cotton startete um die Jahrtausendwende das Hilfsprojekt Sethule, das 2005 unter dem Namen «Sethule Orphans’ Trust» eine anerkannte Stiftung gemäss Recht von Zimbabwe wurde. Anne-Marie Saxer-Steinlin fühlte sich mit Thabbeth’s Arbeit und ihren Projekten vor Ort sehr verbunden und gründete, zusammen mit anderen Engagierten, 2018 den Verein Schweizer Freunde von Sethule Orphans’ Trust.
Sethule Orphans’ Trust
Wie im ganzen Land haben auch im armen, trockenen Gebiet von Matabeleland im Südwesten von Zimbabwe wirtschaftlicher Kollaps, HIV/AIDS und Migration zum Zusammenbruch des traditionellen, ländlichen afrikanischen Lebens geführt. Davon betroffen sind vor allem Waisenkinder. In Zimbabwe hat eines von sechs Kindern und Jugendlichen einen oder beide Elternteile verloren. Die Wahlen 2018 brachten Zimbabwe trotz grossen Hoffnungen auf einen Neuanfang leider keine Verbesserungen. Die wirtschaftliche Lage ist nach wie vor sehr schwierig und hat sich durch Dürren und die Corona-Pandemie noch massiv verschlimmert.
Auf Bitte der Landbevölkerung organisierten Thabbeth und Michael Cotton um die Jahrtausendwende finanzielle Unterstützung, damit in Natisa, einem kleinen Dorf im Matopos-Gebiet 70 km südlich von Bulawayo, eine christliche Kirche gebaut werden konnte. Diese entwickelte sich rasch zu einem Gemeinde-Zentrum. Etwa zur gleichen Zeit wurde eine grosse Zahl Kinder wegen HIV/AIDS und Wegzug der Eltern zu Waisen und lebten ohne Familie in der Gegend. Für die Familie Cotton war selbstverständlich, dass auch hier geholfen werden musste. So entstand Sethule, «tragen wir die Last gemeinsam». Das Hilfswerk suchte für Waisenkinder Pflege-Grossmütter, die um ihre eigenen Kinder trauerten, unterstützte sie und integrierte beide wieder in die lokale Gemeinschaft. Weitere Hilfen und Projekte kamen dazu.
Sethule Orphans’ Trust ist heute eine anerkannte Stiftung gemäss Recht von Zimbabwe mit einem 7 köpfigen Stiftungsrat, rund 12 Mitarbeitenden und verschiedensten Freiwilligen, alles Einheimische. Das Hilfswerk arbeitet eng mit der ländlichen Bevölkerung, mit Schulen, Dorf-Chefs und weiteren Stellen zusammen. Die ehrenamtliche afrikanische Direktorin, Thabbeth Cotton lebt in der Schweiz, steht wöchentlich manchmal sogar täglich in Kontakt mit dem lokalen Team und besucht das Projektgebiet zwei bis drei Mal pro Jahr. Die Arbeit wird vollständig durch Spenden finanziert.