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1950
Die ersten Strandvolley-Turniere finden statt – gesponsert und begleitet von verschiedenen Medien während der 50er Jahre – im Sand der Strände von Copacabana und Ipanema (Rio de Janeiro).
1986
In Rio findet das erste Turnier mit internationaler Besetzung statt. Auf der einen Seite: Renan, Badalhoca, Montanaro, William, Jacqueline, Isabel, Vera Mossa und Regina Uchôa – auf der anderen die Asse aus Nordamerika: Pat Powers und Sinjin Smith. Fünftausend Zuschauer sind mit dabei.
1987
Das Doppel Sinjin Smith/Randy Stoklos aus den USA erobern den ersten Titel der ersten Weltmeisterschaft im Beach-Volley in Ipanema. Renan und Montanaro sind die Brasilianer mit den besten Ergebnissen – sie beenden das Treffen auf dem Dritten Platz.
1988
Die USA halten ihren Titel bei der Zweiten Weltmeisterschaft in Rio. Aber die Gewinner wechseln – diesmal sind es Karch Kiraly und Pat Powers. Brasilien ist aber mit zwei Doppel auf dem Podium vertreten: Bernard und Luis Américo sind Vize-Weltmeister – Renan und Montanaro auf dem Dritten Platz. Smith und Stoklos machen den Vierten.
1989
Smith und Stoklos gewinnen die Weltmeistersachft in Rio erneut. Edinho und Tinoco, die beiden brasilianischen Neulinge, machen den Zweiten – Hovland und Dodd aus den USA landen an dritter Stelle.
1990
Die Internationale Volley-Ball Föderation offizialisiert den Beach-Volley für Männer weltweit. Die ersten Etappen werden in Brasilien, Italien und in Japan ausgetragen. Smith und Stoklos (USA) sind die unangefochtenen Champions. In der Stadt Séte, in Frankreich, gewinnt Brasilien zum ersten Mal einen internationalen Wettkampf im Beach-Volley mit dem Doppel Guilherme / André.
1991
Frankreich, Italien, Japan und Brasilien sind die Austragungsorte des „World Circuit“ – Smith und Stoklos sind noch einmal die Champions in Rio de Janeiro und behalten auch den Titel während dieser Saison. Mit dem Sponsor der “Banco do Brasil“ gründet man den „Circuito Banco do Brasil de Vôlei de Praia“ – anfangs nur für männliche Doppel und mit nur fünf Etappen: Fortaleza, Natal, João Pessoa, Recife und Salvador. Paulão und Paulo Emílio sind die Champions.
1992
Als fünffache Champions in Rio gewinnen Smith und Stoklos den Ehrentitel “Könige von Rio“. Noch einmal erobert das Doppel aus den USA den Weltmeister-Titel der Saison. Der “Circuito Banco do Brasil“ wird auf 16 Etappen erweitert – davon sind fünf feminine Begegnungen. Moreira/Garrido (Pernambuco) und Isabel/Jaqueline (Rio de Janeiro) sind die beiden Gewinner-Doppel. Zwei brasilianische Doppel stehen sich zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft gegenüber – in Lignano (Italien) besiegen Paulão/Paulo Emílio das Doppel Moreira/Garrido.
1993
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Juan Antonio Samaranch, beobachtet die brasilianische Etappe der “World Series“ in Rio de Janeiro. Der Wettkampf wurde vor einem Publikum von 140.000 Personen ausgetragen und mit diesem grossen Interesse entscheidend für seine Entscheidung der Sportart ins olympische Programm von Atlanta. Die offizielle Bestätigung wurde am 21. September 1993 erteilt. Zum ersten Mal verlieren die USA ihre Vormachtstellung während der brasilianischen Etappe der „World Series“: Franco und Roberto Lopes besiegen die Nordamerikaner Briceño und Williams beim Entscheidungsspiel in Rio de Janeiro. In der ersten Ausgabe der femininen Weltmeisterschaft geht der Titel ebenfalls erst einmal in die USA. Karolyn Kirby und Liz Masakayan sind die Siegerinnen. Franco/Roberto Lopes (Ceará) und Adriana Samuel/Mônica Rodrigues (Rio) waren die beiden Sieger-Doppel des „Circuito Banco do Brasil“.
1994
Beach-Volley wird ins Programm der “Goodwill Games“ aufgenommen. Der Wettkampf wird in Sankt Petersburg/Russland ausgetragen. Kvalheim/Maaseide aus Norwegen und Kirby/Masakayan gewinnen die Goldmedaille. Adriana Samuel und Mônica Rodrigues gewinnen die Silbermedaille und von den Männern erreichen Emanuel/Aloísio den fünften Platz. In Miami erreicht ein erstes feminines Doppel aus Brasilien, Isabel und Roseli, einen Sieg in den “World Series“ – sie besiegen Fontana/Forsyline aus den USA. In Santos der erste brasilianische Titel im Heimspiel: Adriana Samuel und Mônica Rodrigues gegen Liz Masakayan und Karolyn Kirby. Kvalheim/Maaseide, aus Norwegen und Adriana Samuel/Mônica Rodrigues, aus Brasilien. Die Sieger-Doppel des “Circuito Banco do Brasil“ sind in diesem Jahr Zé Marco/Emanuel (Paraíba/Paraná) und Karina/Renata (Rio).
1995
Brasilien erhält den Titel der “World Series“ durch Franco/Roberto Lopes und Jacqueline/Sandra Pires. Zé Marco und Emanuel erobern den Titel des “Circuito Banco do Brasil” zum zweiten Mal. In der femininen Riege gehört der Titel Jacqueline und Sandra Pires.
1996
Beach-Volley wurde bei den Olympischen Spielen von Atlanta an den Tagen 23. bis 28. Juli ausgetragen. Zirka 107.000 Zuschauer begleiteten die Partien. Brasilien glänzte. Die brasilianische Fahne beherrschte das Siegerpodest. Gold für Jaqueline/Sandra Pires und Silber für Adriana Samuel/Mônica Rodrigues. Die Australierinnen Cook/Pottharst gewannen die Bronze-Medaille. Auf der Seite der Männer gehörte das Endspiel wieder den USA – Karch Kiraly und Kent Steffes eroberten den Titel, Mike Dodd und Mike Whitmarsh wurden Vize-Weltmeister. Die Kanadier Child/Heese kamen auf den Dritten Platz im Duell gegen die Nordamerikaner Sinjin Smith und Carl Henkel. Die Brasilianer Franco/Roberto Lopes und Emanuel/Zé Marco mussten sich mit einem neunten Platz begnügen. Im November bestätigt das Olympische Komitee Beach-Volley als olympische Disziplin auch in Sydney 2000. Brasilien beherrscht wieder die “World Series“. Zé Marco/Emanuel und Jacqueline/Sandra Pires sind die Champions. Ausserdem hält Emanuel den Rekord der meisten Siege in dieser Disziplin. Der COB veranstaltet in Copacabana die erste Begegnung “Rei da Praia“ (Strandkönig) und folgt dabei dem Rahmen der schon traditionellen Begegnung in den USA – der Bahianer Paulão ist der Sieger. Paulão und Paulo Emílio (Bahia) sind die Gewinner des “Circuito Banco do Brasil“ und Shelda/Adriana Behar (Ceará/Rio) erobern den Titel zum ersten Mal. Jaqueline wird zur “Athletin des Jahres“ gewählt.
1997
Ein Ausländer gewinnt zum ersten Mal den Titel “King of the Beach“ in den USA: der Brasilianer Loiola. Nach fünf Jahren Pause organisiert die “International Volley-Ball Federation“ wieder eine “World Championship“ – Austragungsort ist Los Angeles (USA) und er wird vollkommen von den Brasilianern beherrscht: mit zwei Goldmedaillen für Guilherme/Pará und Jacqueline/Sandra, sowie zwei Bronze-Medaillen für Paulão/Paulo Emílio und Shelda/Adriana Behar. Die nordamerikanischen Doppel Whitmarsh/Cemanan und McPeak/Arce erringen die Silbermedaillen. Brasilien beherrscht ebenfalls die “World Series“ in diesem Jahr. Zé Marco und Emanuel werden zum zweiten Mal die Champions und Shelda/Adriana Behar machen den Auftakt zu einer ganzen Serie von Titeln. Shelda und Adriana Behar werden erneut Sieger des „Circuito Banco do Brasil“. Bei den Männern geht der Titel an die Pernambukaner Lula und Adriano.
1998
Zum ersten Mal spielen zwei brasilianische Doppel im Endspiel des nordamerikanischen Turniers der AVP gegeneinander – es wird ein Sieg von Loiola/Emanuel über Franco/Roberto Lopes. Eine Arena, aufgebaut im Central Park von New York, bildet den Austragungsort für das Beach-Volley der „Goodwill Games“. Die Begegnung fand am 22. Juli bis 2. August statt und wieder einmal stand Brasilien auf dem höchsten Treppchen des Siegerpodests. Gold für Guilherme/Pará und Shelda/Adriana Behar. Kiraly/Johnson, aus den USA, und Manser/Pottharst, aus Australien, gewannen die Silber-Medaille, Conde/Martinez, aus Argentinien, und McPeak/Arce, aus den USA, sicherten sich Bronze. Shelda und Adriana Behar sind Bi-Champion der “World Series” und das Doppel Guilherme/Pará gewinnen eben diesen Titel unter den Männern. Adriana Samuel und Sandra Pires verhindern, dass Shelda/Adriana Behar zum dritten Mal den Titel des „Circuito Banco do Brasil“ für sich entscheiden. Bei den Männern sind Tande und Giovane die Champions.
1999
Ende Juli in Winnipeg, Kanada, wird Beach-Volley zum ersten Mal in die „Jogos Pan-Americanos“ (Pan-Amerikanische Spiele) integriert. Fünftausend Zuschauer sind beim Endspiel dabei, in dem der Sieg an die Kanadier Holden und Leinemann geht – über die Brasilianer Lula und Adriano. Franco und Roberto Lopes erringen die Bronze-Medaille. Bei den Frauen gewinnen Shelda und Adriana Behar die Gold-Medaille. In Marseille, Frankreich, glänzten die Brasilianer bei der Weltmeisterschaft – Loiola/Emanuel und Shelda/Adriana Behar gewinnen die Titel. Loiola und Emanuel siegen über die Schweizer Brüder Martin und Paul Laciga, Guilherme und Pará gewinnen die Bronze-Medaille. Shelda und Adriana Behar schlagen die Nordamerikanerinnen Davis und Jordan. Loiola/Emanuel und Shelda/Adriana Behar (Ceará/Rio) gewinnen die “World Series“. Franco/Roberto Lopes, aus Ceará, und Shelda/Adriana Behar (Ceará/Rio) sind die Gewinner-Doppel des “Circuito Banco do Brasil.“
2000
Sandra Pires ist die erste Fahnenträgerin der brasilianischen Delegation bei den Olympischen Spielen in Sydney/Australien. “Bondi Beach“ in Sydney ist Austragungsort des olympischen Beach-Volley, an den Tagen 16. und 26. September. Brasilien wird als Favorit empfangen und verlässt die Begegnung mit drei Medaillen: zweimal Silber, durch Zé Marco/Ricardo und Shelda/Adriana Behar u und einmal Bronze, durch Adriana Samuel/Sandra Pires. Die Nordamerikaner Blanton/Fonoimoana und die Australierinnen Pottharst/Cook überraschten und sicherten sich Gold. Ahmann/Hager aus Deutschland sicherten sich den Dritten Platz. Loiola/Emanuel blieben auf dem neunten Platz. Shelda und Adriana Behar gewinnen zum vierten Mal hintereinander den Titel der “World series“. Bei den Männern waren Ricardo und Zé Marco die Champions. Das Doppel aus Márcio (Ceará) und Benjamin (Mato Grosso) überraschen und erobern den Titel des „Circuito Banco do Brasil“. Bei den Frauen sind es wieder Shelda und Adriana Behar – zum vierten Mal.
2001
Klagenfurt, in Österreich, ist Ort der Austragung der Weltmeisterschaft. Das Endspiel vereinte zwei brasilianische Doppel – Shelda und Adriana Behar gewannen zum zweiten Mal den Titel über Sandra Pires/Tatiana. Bei den Männern überraschten die Argentinier Conde/Baracetti das brasilianische Doppel Loiola/Ricardo und gewannen Gold. In Brisbane, Australien, beherrschte wieder Brasilien die Szene bei den Goodwill Games und gewann drei Medaillen, davon zwei goldene, mit Sandra Pires/Tatiana und Loiola/Ricardo – und eine silberne, mit AdrianaBehar/Shelda. Am 26. August, in Frankreich, erobert Brasilien den Titel bei den “1st World Championship Sub-21“ des Beach-Volley, mit seinen beiden Doppel: Maria Clara/Shaylyn und Pedro/Anselmo. Tande/Emanuel sichern sich den Titel der Saison der “World Series“ und Shelda/Adriana Behar werden zum fünften Mal Sieger bei diesem Event. Tande/Emanuel, gewinnen den Titel des “Circuito Banco do Brasil” zum esrten Mal, und Shelda/Adriana Behar zum fünften Mal. Jaqueline, Sandra Pires, Loiola und Emanuel wurden zusammen mit Smith/Stoklos der USA und Pottharst/Cook, Australien, von der “International Volley-Ball Federation“ zu Athleten der 90er Jahre gewählt.
2002
Ricardo und Ana Paula beginnen die Saison mit dem Titel “Strandkönig“ und “Strandkönigin“ – noch am Strand von Ipanema erringt Ricardo den Sieg über Kevin Wong, den “King of the Beach“ der USA im Jahr 2001. Stein Metzger bildet mit Loiola im Kampf um den „Königstitel“ ein Erfolg versprechendes Duo. Beim maskulinen “European Championship Sub-19“ in Binic, Frankreich, holt das Doppel Solberg (16 Jahre alt – Sohn der Ex-Muse der “Seleção“ Isabel) und Gabriel Aguilera zum zweiten Mal den Titel für Brasilien. Pedro/Gabriel siegten über Fode/Yannick mit 2:1. Bei den Frauen ging die “Sub-17“ ebenfalls an Brasilien, mit Juliana Bernet und Luíza Scheide gegen Sanne Keizer und Arjanne Stevens aus Holland – mit 2 Sets zu 1. Pedro Solberg (16) glänzte noch einmal auf dem Sand. Er und sein Partner Yan gewannen den Titel des “1st World Championship Sub-18“ in Italien – sie siegten über Gortisanouk/Papdimitriou aus Griechenland, mit 2 Sets gegen 0. Oscar/Everaldo kamen auf den neunten Platz. Bei den Frauen belegten Carol, Schwester von Pedro, und Isabel Grael den Vierten Platz. Im Halbfinale verloren die Brasilianerinnen gegen die Holländerinnen Sanne/Arjanne, die sich den Titel sicherten. Lilian und Raquel landeten auf dem Fünften Platz. Beim “World Sub-21“ in Catania, Italien, will Brasilien den Titel zum zweiten Mal holen. Bei den Damen betreten Maria Clara (Siegerin 2001) und Talita als Favoritinnen das Feld – aber dann gehört dem Doppel Taiana/Juliana der Sieg – Gold für Brasilien – die Favoritinnen gewinnen Bronze. Bei den Männern wurden Pedro Cunha (der ebenfalls hinter seinem zweiten Titel her war) und Adriano Fonseca von dem spanischen Doppel Raul Mesa und Pablo Herrera mit 2:0 überrascht – und gewannen „nur“ Silber. Rodrigo und Leandro landeten auf dem neunten Platz. Nach einer Hegemonie von acht (bei den Damen) und neun Jahren (bei den Männern) verliert Brasilien den Ersten Platz im weltweiten Ranking. Walsh/May, aus den USA und Baracetti/Conde, aus Argentinien, brechen die brasilianische Vorherrschaft auf. Shelda/Adriana Behar und Márcio/Benjamin bleiben auf Platz 2. Beim „Circuito Banco do Brasil” sichern sich Shelda/Adriana Behar zum sechsten Mal den Titel. Bei den Herren erringt Ricardo (Bahia) seinen ersten Titel an der Seite von Emanuel, dem einzigen Dreifach-Meister Brasiliens.
2003
Der Paulistaner Guto überrascht mit seinem Sieg beim “Strandkönig“, während die Nordostbrasilianerin Shaylyn – Schwester von Shelda – den Titel der “Strandkönigin“ erringt. Bei der Begegnung “König der Könige“ besiegen Guto und sein Partner Jorge (Paraíba) die Nordamerikaner Fonoimoana und Holdren. Die ersten Ausgaben des “Campeonato Sub-18“ und “Sub-21“ finden in Ipanema statt. Pedro Solberg/Ian und Bárbara/Bia gewinnen den Titel der “Sub-18“ – Pedro Cunha/Igor und Juliana/Taiana den Titel der “Sub-21“. Diese Begegnungen waren als Auslese für die Weltmeisterschaften in dieser Disziplin gedacht. Pedro Cunha und Pedro Solberg waren die Champions des “3rd World Championship Sub-21“ in Frankreich. Bei den Damen gewannen Maria Clara und Carolina die Bronze-Medaille. Beim “World Sub-18“ in Thailand verteidigten Pedro Solberg und Ian ihren Titel, mussten sich aber mit dem Vize begnügen – für Carolina und Bárbara war es das gleiche Resultat. Copacabana war Austragungsort für die letzte Etappe der „World Series“ zusammen mit dem “World Championship“. Emanuel und Ricardo gaben den Gegnern keine Chance und gewannen beide Trophäen. Bei den Damen erhielten Ana Paula und Sandra den Titel der “World Series“, aber die Nordamerikanerinnen Walsh und May besiegten die zweifachen Meisterinnen Adriana Behar und Shelda beim Entscheidungsspiel. Beim “Circuito Banco do Brasil” gewannen Adriana Behar/Shelda zum siebten Mal – Ricardo und Emanuel zum zweiten Mal.
2004
Emanuel gewinnt zum ersten Mal das Turnier “Strandkönig“ in Ipanema. Bei den Damen eine Überraschung: Val erringt die Krone! Drei brasilianische Doppel bringen erneut ihr Land aufs Podium der Weltmeisterschaften “Sub-18“ und “Sub-21“: in Italien gewinnen Carolina Solberg und Bárbara Silber im “Sub-18“ – danach erringt Carolina in Portugal Gold an der Seite von Tania, die dadurch weltweit Zweifach-Siegerin im “Sub-21“ wird. Bei den Herren gibt es Bronze für das Doppel Pedro Solberg/Moisés. Die Olympiade in Athen ist eine historische Begegnung. Ricardo und Emanuel glänzen und gewinnen die Gold-Medaille mit ihrem Sieg über Bosma/Herrera aus Spanien. Bronze geht an Heuscher/Kobel aus der Schweiz. Adriana Behar und Shelda sichern sich die zweite olympische Silber-Medaille – sie verlieren im Endspiel gegen die Nordamerikanerinnen Walsh/May, von Anfang an die Favoriten auf den Titel. Das olympische Podium wurde von einem weiteren nordamerikanischen Doppel vervollständigt: McPeak und Youngs. Die beiden brasilianischen Doppel Ana Paula/Sandra und Márcio/Benjamin beendeten die Ausscheidung auf dem neunten Platz. Adriana Behar und Shelda werden zum achten Mal Sieger des „Circuito Banco do Brasil“ – bei den Herren gewinnen Tande/Franco zum ersten Mal den brasilianischen Titel als Doppel und zum dritten Mal individuell. Emanuel und Shelda werden als „Spieler der Saison“ im „Circuito Banco do Brasil“ ausgezeichnet. Die anderen Prämien wurden wie folgt vergeben: Harley und Renata (bester Aufschlag), Shelda und Paulo Emílio (bester Empfang), Adriana Behar und Fabinho (beste Aufheber), Juliana und Ricardo (bester Angriff), Ana Paula und Fábio Luiz (beste Blockierung), Larissa und Márcio (beste Verteidigung), Bruno und Juliana (Spielentwicklung), Letícia Pessoa e Cajá (beste Trainer). Brasilien beherrscht wieder die „World Series“. Ricardo/Emanuel und Adriana Behar/Shelda kehren auf den ersten Platz der Weltspitze zurück.
2005
Emanuel wird zweifacher Sieger im Turnier “Strandkönig“ – Juliana, die zum ersten Mal an dieser Ausscheidung teilnimmt, wird “Strandkönigin“.
Bei der ersten Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft, die in Deutschland ausgetragen und vom Berliner Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurde, konnten die Brasilianer, Damen wie Herren, heute auf Platz eins der Weltrangliste vorrücken. Das Team von Márcio und Fábio Luz spielte heute morgen erst im Halbfinale gegen die Deutschen Marvin Polte und Thorsten Schoen, die sie in zwei Sätzen (21:18 und 21:14) besiegten. Anschliessend gewannen sie mit spannenden Ballwechseln und vor allem der Blockstärke von Fábio Luz ebenfalls in zwei Sätzen (22:20 und 21:12) gegen die Schweizer Sascha Heyer und Paul Laciga und damit die Goldmedaille. Márcio erklärte nach dem Spiel: „Wir sind mit einer Niederlage in das Turnier gestartet, und der Weg zum Titel hat sehr viel Kraft gekostet. Die Zuschauer in Berlin verstehen und lieben Beach-Volleyball, wir werden nächstes Jahr wiederkommen.“ Der Silbermedaillengewinner Sascha Heyer gab zu: „Der Aufschlag und Block der Brasilianer war unglaublich, darauf wussten wir keine Antwort.“ Die neuen Weltmeister, die erst seit März diesen Jahres zusammen spielen, hatten schon vor gut einer Woche beim 1to1 Energy Beach Volleyball Open Gstaad in der Schweiz den dritten Platz erreicht. Bei den Frauen führen die Vize-Weltmeisterinnen Larissa und Juliana die Weltrangliste an, die gestern in Berlin das Spiel um die Goldmedaille gegen die Amerikanerinnen Kerry Walsh und Misty May in zwei Sätzen (17:21 und 17:21) verloren. Die Weltmeisterinnen von Berlin sind nach ihrem ersten FIVB-Turnier nur Achte der Weltrangliste.
2008
Im Beachvolleyball an den olympischen Spielen in Peking der Frauen mussten Talita und Renata die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Das Duo verlor auch das Spiel um Platz 3 und die Bronzemedaille. Die Chinesinnen Xue und Zhang Xi hatten am Ende die Nase vorn und siegten in nur 39 Minuten mit 21:19 und 21:17. Somit bleibt ein brasilianisches Frauenteam erstmalig seit der Einführung des olympischen Wettbewerbs ohne Medaille. Erwartungsgemäss holten die US-Amerikanerinnen Walsh und May-Treanor Gold, Silber ging an das chinesische Beachvolleyball-Duo Tian Jia und Wang.
Beachvolleyball der Männer. Brasilien hat dabei Silber sowie Bronze gewonnen. Im Spiel um Platz 3 setzten sich Ricardo und Emanuel gegen das Duo Geor und Gia aus Georgien durch und sicherten sich Bronze. Im Anschluss verloren Márcio und Luiz Fabiano in einem spannenden Finale jedoch gegen die US-Amerikaner Rogers und Dalhausser in 1:2 Sätzen und müssen sich mit Silber zufrieden geben.
Im kleinen Finale hatten Ricardo und Emanuel gegen die gebürtigen Brasilianer Geor und Gia, die jedoch für die Kaukasusrepublik starten, leichtes Spiel. Mit 21:15 und 21:10 konnten die Olympiasieger von 2004 schnell klare Verhältnisse schaffen und sich das begehrte Edelmetall sichern. Im Halbfinale waren sie am anderen brasilianischen Duo Márcio und Luiz Fabiano gescheitert.
Diese wiederum konnten im Finale gegen ihre Gegner aus den USA leider kein Gold erkämpfen. Nach einem ausgeglichenen ersten Satz, den die Amerikaner knapp mit 23:21 gewannen, kamen die Brasilianer besser ins Spiel und entschieden den zweiten Durchgang mit 21:17 für sich. Im Tie-Break verloren sie jedoch leicht die Nerven und wurden nachlässig – ein Fehler, den die US-Boys direkt bestraften. Mit 15:4 ging der dritte Satz und somit der Sieg klar an Rogers und Dalhausser, die damit nicht unverdient Gold in den Händen halten.