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Átame!
Spanien 1989
108 Min. Farbe. DCP Es/d
Regie: Pedro Almodóvar
Buch: Pedro Almodóvar
Kamera: José Luis Alcaine
Schnitt: José Salcedo
Musik: Ennio Morricone
Mit: Victoria Abril, Antonio Banderas, Loles León, Julieta Serrano, Rossy de Palma
«Ein als geheilt entlassener Psychiatriepatient überfällt eine SchauSpielerin in ihrer Wohnung. Er fesselt sie und will sie zwingen, seine Frau zu werden. Nach einigen Tagen der Gefangenschaft entdeckt sie tatsächlich die Liebe zu ihrem Peiniger. (…) Für Pedro Almodóvar ist der Film ‹fasr ein romantisches Märchen› – eine Sicht, die von der internationalen Kritik nicht unbedingt geteilt wird. In den USA erregen die Fessel- und Sexszenen Anstoss. Die Motion Pictures Association of America versieht ¡Átame!, als handle sich um einen pornografischen Film, mit einem X-Rating. Zusammen mit Miramax, seinem amerikanischen Verleih, und anderen Regisseuren, deren Werke ebenfalls bedroht sind, geht Almodóvar juristisch gegen die Einstufung vor. Als Folge dieser Auseinandersetzung wird das Label NC-17 geschaffen, das in Zukunft nichtpornografische Filme mit expliziten sexuellen Inhalten kennzeichnet.»
Du. Die Zeitschrift der Kultur, September 2002
«Almodóvar spricht mit viel Ironie über den Wunsch eines „normalen“, kleinbürgerlichen Lebens mit Familie, Job, Garten und Auto. Átame! beschreibt damit einen konventionellen Wunsch an einem gleichzeitig unkonventionellen und fast schon absurden Beispiel. Doch genau im Paradox liegt die Komik des Werks.»
Sarah Bleuler, kulturkritik.ch, 23.08.2013.