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Trans-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren, die eine andere räumliche Ausrichtung aufweisen als die üblicherweise vorkommenden Fettsäuren. Dies hat Auswirkungen auf die Eigenschaften und biologischen Wirkungen der Fettsäuren.
Trans-Fettsäuren entstehen hauptsächlich im Rahmen der industriellen Härtung von Ölen mit Wasserstoff (flüssige Fette werden verfestigt) aber auch bei der Hitzebehandlung von Ölen, Fetten und Nahrungsmitteln, welche ungesättigte Fettsäuren enthalten. Sie finden sich deshalb vorwiegend in Brat- und Frittierfetten, sowie Produkten mit hohem Anteil an teilgehärtetem Fett (z.B. Fertiggebäck, Fertiggerichte, Süssigkeiten, Blätterteig). Sie werden aber auch natürlicherweise im Pansen von Wiederkäuern durch die Aktivitäten der dort angesiedelten Mikroorganismen gebildet. Diese Bakterien wandeln einen Teil der ungesättigten Fettsäuren aus dem Futter in gesättigte Fettsäuren um, wobei v.a. die Vaccensäure (C18:1 trans11) als Zwischenprodukt anfällt.
Trans-Fettsäuren tierischer Herkunft sind hauptsächlich im Fleisch- und Milchfett von Wiederkäuern (Kuh, Schaf, Ziege) zu finden.
Trans-Fettsäuren industrieller und tierischer Herkunft unterscheiden sich bezüglich Konzentrationen der einzelnen trans-Fettsäuren Varianten. Auch bei den gesundheitlichen Auswirkungen gibt es Unterschiede. So konnten nur die trans-Fettsäuren industrieller Herkunft mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten in Verbindung gebracht werden, nicht jedoch jene tierischer Herkunft.
In der Schweiz wurden die Gehalte an trans-Fettsäuren aus teilgehärteten pflanzlichen Fetten minimiert. Aufgrund der wissenschaftlichen Hinweise auf ihre Unbedenklichkeit wurden bei tierischen trans-Fettsäuren keine Massnahmen ergriffen.