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04.
Einmal Gold und fünfmal Silber
Seraina Fitzi holt sich in der F-Liiga mit TPS Turku den Sieg im alles entscheidenden 7. Finalspiel gegen Titelverteidiger PSS. Céline Stettler und Jelena Zurbriggen gehen somit als Verliererinnen vom Platz und müssen sich mit der Silbermedaille begnügen. Ebenfalls auf der Verliererseite, aber in den SSL-Finals, endet die Saison für Lara Heini, Flurina Marti und Jan Bürki.
Am Samstag fanden in verschiedenen Ligen gleichzeitig die Entscheidungen in der Meisterschaft statt: Neben dem Superfinal in der Schweiz wurden auch die SSL-Finals in der Avicii Arena (früher: Globen) in Stockholm absolviert, und in der F-Liiga der Frauen kam es zum entscheidenden 7. Spiel der Playoff-Serie zwischen PSS und TPS. Dort standen insgesamt drei Schweizerinnen im Einsatz - Céline Stettler und Jelena Zurbriggen beim Heimteam und Titelverteidiger aus Porvoo, Seraina Fitzi beim Gast und Herausforderer aus Turku.
In der 9. Minute ging PSS mit 1:0 in Führung. Dieses Resultat blieb bis ins Schlussdrittel unverändert, ehe Milla Nordlung zum Ausgleich traf. Nur drei Minuten später schoss Noora Rantänen das 1:2, nun stand der Titelverteidiger unter Zugzwang. Doch die Gäste brachten den Vorsprung über die Zeit und feierten somit nach einer dramatischen Final-Serie den Meistertitel. TPS hatte die ersten beiden Spiele gewonnen, darauf folgten drei Siege von PSS und wiederum zwei Siege für den neuen Meister. Im entscheidenden Spiel kam Céline Stettler in der 1. Linie von PSS zum Einsatz, Jelena Zurbriggen spielte im 3. Block und Seraina Fitzi bei TPS ebenfalls in der dritten Formation. Die Thurgauerin und jüngste der drei Schweizerinnen holte sich somit als einzige die Goldmedaille. Sie krönte damit eine deutliche Leistungssteigerung im Verlauf der Saison: Nach 5 Skorerpunkten in 20 Qualifikationsspielen holte sie sich in den Playoffs in 13 Partien 9 Punkte. Somit war sie die fünftbeste Skorerin in den Reihen des Meisters.
Titelverteidiger in der SSL erfolgreich
In Schweden Stockholm einmal mehr die ganz grosse Bühne für die Finalspiele der Frauen und Männer. 9'589 Fans kamen zum Spiel zwischen Team Thorengruppen und Pixbo Wallenstam, sogar 11'780 schauten sich die Partie zwischen Falun und Kalmarsund an. Lara Heini und Flurina Marti lagen mit Pixbo schon nach fünf Minuten mit 0:2 in Rückstand. Auf das 1:2 durch Denisa Ratajova reagierte der Meister von 2021 mit einem weiteren Tor durch Emelie Wibron kurz vor der ersten Drittelspause. Der Qualisieger Pixbo, der in der Meisterschaft 31 von 33 Spielen gewonnen hatte und sich in der Regular Season auch zweimal gegen Team Thorengruppen durchsetzen konnte, musste nun also einem Rückstand hinterherrennen. Im zweiten Drittel fiel früh das 1:4, die Red Foxes verkürzten auf 2:4. Im dritten Drittel das gleiche Bild: Erst zog Thorengruppen auf 5:2 davon, danach war wieder Pixbo am Zuge. 67 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit kamen die «Red Foxes» tatsächlich bis auf ein Tor heran, beim 4:5 blieb es dann aber. Somit mussten Lara Heini, die wie üblich 60 Minuten das Pixbo-Tor hütete, und Flurina Marti, die im Final ohne Skorerpunkte blieb, als Verliererinnen vom Feld. Heini hatte bereits vor einem Jahr im Finalspiel gegen Team Thorengruppen verloren.
Bei den Männern galt Falun nach dem klaren 4:1 im Halbfinal gegen den Dauerrivalen Storvreta im «Duell der Giganten» als klarer Favorit. Kamlarsund hatte sich erst in der Verlängerung des 7. Spiels gegen Växjö mit Manuel Maurer (der übrigens Playoff-Topskorer der gesamten SSL wurde) durchgesetzt. Kalmarsund, wo Jan Bürki als Verteidiger im 2. Block spielte, ging im ersten Drittel mit 1:0 in Führung, 20 Sekunden vor der ersten Pause glich Alexander Galante Carlström für Falun aus. In der 22. Minute gelang dem Titelverteidiger ein Doppelschlag mit zwei Toren innerhalb von 14 Sekunden, nach zwei Dritteln stand es 4:2 für Falun. Das zweite Tor von Kalmarsund erzielte Filip Langer auf Zuspiel von Jan Bürki - es war der erste Skorerpunkt in den Playoffs für den Berner. Das letzte Drittel verlief ähnlich wie bei den Frauen: Kalmarsund verkürzte auf 3:4, Falun stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her und dann fiel der erneute Anschlusstreffer. Doch die Zeit lief Kalmarsund davon, das 4:5 fiel erst nach 57:45 Minuten. So brachte Falun den knappen Vorsprung über die Zeit und leistete sich sogar den Luxus eines von Emil Johansson verschossenen Penaltys - in der 31. Minute war bereits Alexander Galante Carlström ebenfalls mit einem Penalty gescheitert. Somit ist Falun nach 2020 und 2021 zum dritten Mal nacheinander Schwedischer Meister.