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Über diese Frage scheiden sich die Geister. Die einen sagen ja, die andern meinen nein. Die Frage ist jedoch falsch gestellt, sie müsste lauten: „Wann brauche ich einen spirituellen Lehrer?“ oder vielleicht noch besser „Ab wann brauche ich einen spirituellen Lehrer?“.
In diesem Blog werde ich Dir diese Frage beantworten und auf die Vorteile hinweisen, die man hat, wenn man einen spirituellen Lehrer hat. Da ich selbst einen spirituellen Lehrer habe – nämlich Master Choa Kok Sui (und weitere) – spreche ich hier nicht nur aus der Theorie, sondern auch aus Erfahrung.
Solange Du Dich auf dem Probepfad befindest, musst Du keinen spirituellen Lehrer haben, auch wenn es für Dich von Vorteil wäre. Wenn Du nicht weisst, was der Probepfad ist und die weiteren Begriffe, die ich nun verwenden werde, dann lies unbedingt zuerst die entsprechenden Kapitel meiner siebenteiligen Blogserie „Spirituelle Entwicklung“.
Wenn Du jedoch nach dem Probepfad den Pfad der Einweihungen gehst und damit vom Aspirantenstatus in den Status eines Jüngers (beide Geschlechter sind gemeint) übertrittst, brauchst Du einen spirituellen Lehrer. Denn für die Einweihungen brauchst Du einen spirituellen Lehrer, der Dich aufgrund seiner Einschätzung Deiner erworbenen Fähigkeiten und Reife für die nächste Einweihung empfiehlt. Dieser Meister muss jedoch nicht physisch auf der Erde leben, sondern kann sich auch in der geistigen Welt aufhalten.
Wenn Du Dich einem spirituellen Lehrer anschliesst, sofern er Dich annimmt, wird sich Dein spirituelles Wachstum beschleunigen. Dies hat damit zu tun, dass Du in seiner Energie drin bist und deshalb von dieser Energie profitieren kannst. Zudem profitierst Du von seiner Klarheit und seinem System, das Dich sicher durch den Dschungel der Irrwege auf dem spirituellen Weg führt.
Es bedeutet, dass Du Dich innerhalb seines Systems bewegst und somit seine Leitlinien befolgst, ohne dass Du Dich dabei verlierst. Ein echter spiritueller Lehrer hat Interesse daran, dass Du als individuelle Seele wächst und nicht in eine Abhängigkeit zu ihm gerätst. Du musst wissen, dass ein spiritueller Lehrer gewöhnlich über viel mehr Energie und Fähigkeiten als Du verfügst und Dir göttliche Energien z.B. über das sogenannte Shaktipat übertragen kann. So habe ich zum Beispiel ein Shaktipat in Bezug auf ein bestimmtes Mantra erhalten, wodurch sich die Wirkung dieses Mantras um einiges verstärkt hat. D.h. dass das gleiche Mantra für mich und für jemanden, der diese Kraftübertragung nicht erhalten hat, nicht das gleiche ist und nicht die gleiche Wirkung nach sich zieht.
Fortgeschrittene Meister müssen ihre Aura schliessen, damit ihre Schüler nicht überfordert sind, d.h. sie reduzieren die Energie, die von ihnen zu den Schülern fliesst. Wenn Du einen echten spirituellen Lehrer physisch vor Dir hast, darfst Du nicht glauben, dass er auf gleicher Stufe ist wie Du. Wenn dieser nämlich seine Aura öffnen würde, würde das bei Dir so viel auslösen, dass Du ein paar Tage oder sogar Wochen durcheinander wärst.
Es gibt Menschen, die glauben, dass sie keinen äusseren Guru – also einen spirituellen Lehrer – brauchen, weil sie einen inneren Guru haben. Und damit meinen sie wohl diese berühmte innere Stimme, die sie leitet und führt. Diese Menschen verstehen nicht, dass es kein Widerspruch ist, auf seine innere Stimme zu hören und einen spirituellen Lehrer zu haben. Diese innere Stimme ist nichts anderes als die Stimme der Seele und jeder echte spirituelle Lehrer wird seine Schüler dahinführen, dass sie auf die Impulse ihrer Seele hören und mit ihr eins werden.
Es ist jedem selbst überlassen, ob er „nur“ auf seine innere Stimme hören möchte oder ob er durch einen spirituellen Lehrer einen zusätzlichen Schub auf seinem spirituellen Weg haben möchte. Am besten man lässt sich in seinem Leben von Liebe und Weisheit und somit von der Seele leiten, dann kommt das in das Leben, was man für seinen nächsten Schritt auf dem spirituellen Weg braucht.
Wenn man das Thema „spiritueller Lehrer ja oder nein“ mal ganz grundsätzlich betrachtet, dann sollte jedem klar sein, dass man jemanden braucht, der einem den Weg zeigt, denn für jede Ausbildung brauchst Du einen Lehrer und wenn Du etwas autodidaktisch lernst, dann studierst Du ja auch Bücher, die von jemandem geschrieben wurden, also nimmst Du auch in diesem Falle die Hilfe eines andern in Anspruch. Warum soll dies in Bezug auf Spiritualität anders sein? Ich glaube, die Menschen haben oft Angst in eine Abhängigkeit zu geraten oder an falsche spirituelle Lehrer. Abhängig wird man nur, wenn man anfängt, die Verantwortung an den spirituellen Lehrer abzugeben und zu falschen spirituellen Lehrern kommt man nur, wenn man zu wenig Wissen und sein Unterscheidungsvermögen noch zu wenig ausgebildet hat, was anfangs immer der Fall ist.
Wenn man auf seine innere Stimme hören möchte, dann finde ich das eine gute Sache. Die Frage ist dann einfach immer, ob diese innere Stimme wirklich die Stimme der Seele ist oder ist es vielleicht auch mal der Verstand, der einem etwas einflüstern will? Und dann die Frage, ob man sein Unterscheidungsvermögen schon genug ausgebildet hat, um den Unterschied auszumachen. Wenn sich solche Unsicherheiten zeigen bzw. einschleichen, ist es von Vorteil, wenn man die Prinzipien des spirituellen Weges versteht und wenn man versteht, wie der Kontakt mit der Seele aufgebaut und verstärkt werden kann. Wie der spirituelle Weg im Großen und Ganzen aussieht, habe ich in der bereits erwähnten Blogartikelserie „Spirituelle Entwicklung“ beschrieben. In anderen Blogartikeln findet man weitere fundamentale Aussagen zum Thema Spiritualität.
Alle sind herzlich dazu eingeladen, sich selbst mit grundlegenden Werken von spirituellen Lehrern auseinanderzusetzen, z.B.
- der achtfache Pfad von Buddha
- die elementaren Aussagen von Christus bzw. Jesus, der das Christusprinzip verkörpert
- die Yoga-Sutras von Patanjali, der das Raja-Yoga begründet
- die Lehren von Yogananda, dem Begründer des Kriya-Yoga
- die Veden, die unermessliches Wissen beinhalten
- die Ausführungen von Eckhart Tolle zum bewussten Sein im Hier und Jetzt
- die schwer verständliche Geheimlehre von H.P. Blavatski
- die etwas weniger schwer zu verstehenden Werke von Alice Bailey
- die Bücher von Master Choa Kok Sui, Begründer des Arhatic Yoga
- und weitere
Alle diese Schriften sprechen im Grunde genommen immer vom gleichen:
Nämlich, wie man ein höheres Bewusstsein erlangt, wie man die Probleme auf der Persönlichkeitsebene überwinden und ins Seelenreich eintreten kann. Sie zeigen einen klaren Weg auf (z.B. mit der speziellen Form ihres Yogastils) oder beschreiben Aspekte, die auf dem spirituellen Weg bedeutsam sind.
Wenn man diese Aspekte und Lehren kennt, dann wird man auch wissen, ob einem die innere Stimme (also die Seele) leitet oder der Verstand (das Ego) einem auf einen Irr- oder Umweg führt.
Wie ich persönlich zu meinem spirituellen Lehrer kam
Als ich mit Pranic-Healing (Pranaheilung) begonnen habe, habe ich nicht nach einem spirituellen Lehrer gesucht. Via Pranaheilung bin ich dann aber zum Arhatic Yoga und zu meinem spirituellen Lehrer Master Choa Kok Sui gelangt. In kurzer Zeit – innerhalb von ein paar Jahren - habe ich grosse spirituelle Fortschritte gemacht. Und das verdanke ich einerseits meiner konsequenten, disziplinierten und regelmässigen Ausführung von Arhatic Yoga und andererseits natürlich meinem geschätzten spirituellen Lehrer Master Choa Kok Sui, der mittlerweile nicht mehr in seinem physischen Körper unter uns weilt. Ich hatte das Glück, ihn selbst persönlich kennenzulernen und zu erleben und seine Lehren zu empfangen.
Ich empfinde meinem spirituellen Lehrer gegenüber demütige Dankbarkeit für all das, was ich von ihm lernen durfte und weiter lernen darf. Demut hat nichts mit Unterwürfigkeit oder Abhängigkeit zu tun. Ich glaube, dass die Menschen dies oft gleichsetzen.
Übrigens hat uns Buddha und auch mein Lehrer Master Choa Kok Sui gesagt, dass wir alles prüfen und nichts leichtgläubig annehmen sollen, deshalb kann ich Dir nur raten, das hier Geschriebene für Dich zu überprüfen.