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Schloss Waldegg wurde zwischen 1682 und 1686 von Schultheiss Johann Viktor I. von Besenval als Sommerhaus erbaut. Unter den zahlreichen Landsitzen des Solothurner Patriziats ist die Waldegg der schönste und weitläufigste. Zwei Baumalleen führen zum erhöht gelegenen Schloss mit seiner barocken Gartenanlage.
1865 erwarb Joseph von Sury-Bussy die Anlage. Er machte den Sommersitz ganzjährig bewohnbar. 1963 gelangte das Schloss durch einen Schenkungs- und Kaufvertrag als öffentlich-rechtliche Stiftung in den Besitz des Kantons Solothurn.
Das Objekt von nationaler Bedeutung wurde zwischen 1985 und 2005 in zwei Etappen restauriert. Seit 1991 ist das Haus als Museum und Begegnungszentrum der Öffentlichkeit zugänglich, und seit 2005 ist es auch Sitz des Amtes für Kultur und Sport sowie der Geschäftsstelle des Kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung.
Erneuerte Dauerausstellung
Die 2013 erneuerte Dauerausstellung von Schloss Waldegg widmet sich einem Kernthema der Geschichte Solothurns. In den historischen Räumen wird gezeigt, wie die herrschenden Geschlechter Solothurns am Beispiel der von Besenval und die Ambassadoren um Einfluss rangen, profitierten und dienten. Mit seinen reich dekorierten Salons, den Gemälden und dem Mobiliar aus dem 17. bis 19. Jahrhundert illustriert das Museum zugleich die an Frankreich orientierte Lebensweise des solothurnischen Patriziats.