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Du hast mit Sicherheit mitbekommen, die Libyen Konferenz in Berlin stattgefunden hat.
Weiß Du was der Witz an der ganzen Sache ist? Schau Dir die eingeladenen Gäste an, siehst Du da Vertreter Libyens? Es wird eine Libyen Konferenz ohne Libyer gemacht! Das ist typisch für die westlichen Eliten.
So betonte der russische Außenminister Sergei Lawrow auch im Anschluss an die Konferenz:
Die Veranstalter der Konferenz haben ihre anfängliche Idee, die Konferenz ohne libysche Vertreter zu berufen, fallen gelassen, weil wir darauf bestanden haben.
Deswegen die europäische Kolonialpolitik geht weiter, denn die Denkweise über andere entscheiden zu können, wie sie leben sollen sitzt halt tief drin.Via Wjatscheslaw Seewald
Bei der Libyen-Konferenz, die am vergangenen Sonntag in Berlin stattfand, ging es nicht um „Frieden“ in dem kriegszerstörten Land, sondern um die Verteilung der Beute. Sie erinnert fatal an die Konferenzen, auf denen die Kolonialmächte des 19. Jahrhunderts ganze Regionen und Kontinente unter sich aufteilten.
Das zeigt allein schon die Zusammensetzung der Konferenz. Am Tisch saßen die Staats- und Regierungschefs der mächtigsten Groß- und Regionalmächte, aber kein Vertreter des Landes, über dessen Schicksal entschieden wurde. Die beiden wichtigsten Kontrahenten im libyschen Bürgerkrieg, Premierminister Fayiz as-Sarradsch und General Chalifa Haftar, waren zwar nach Berlin beordert worden…..