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Uns zieht es viel lieber in die Natur wie in die Städte. Der Besuch der Stadt Québec hat uns sehr überrascht und ist nicht zu vergleichen mit anderen nordamerikanischen Städten: alte Häuser, enge und verwinkelte Gassen, die einzige Stadt Nordamerikas, welche durch Stadtmauern umgeben ist. Es gibt immer wieder Orte, wo man am liebsten länger verweilen möchte, um die Szenerie aufsaugen zu können. Und über all den Sehenswürdigkeiten thront das riesige Hotel Château Frontenac – das meistfotografierte Hotel der Welt. In Québec stehen die erste Steinkirche, das erste Museum, das erste Krankenhaus und das erste Geschäftsviertel von ganz Nordamerika. In Québec entstand die erste Zeitung Nordamerikas.
Ganz schön viele Superlative für eine Stadt, die etwas mehr wie 400 Jahre alt ist. Québec wurde im Jahr 1608 durch den französischen Forscher Samuel de Champlain im Auftrag von Frankreich gegründet. Dieser Name verfolgt den Besucher in der ganzen Provinz Québec fast auf Schritt und Tritt. Die Stadt gilt quasi als Wiege der französischen Besiedlung von Nordamerika. Vor den Toren von Québec fand zudem die entscheidende Schlacht zwischen England und Frankreich statt, welche schliesslich dazu führte, dass die Franzosen Kanada an England abtreten mussten.
Einen Nachteil hat es aber schon. Obwohl wir doch einige Jahre Französisch in der Schule gehabt haben, verstehen wir meistens nur Bruchteile von dem, was uns die netten Québecer sagen wollen. Zugegeben unsere Französischkenntnisse sind ziemlich eingerostet; deshalb sind wir schon froh, wenn wir aufgrund der Redegeschwindigkeit und des doch sehr speziellen Québecer Dialektes wenigstens ein paar Schlüsselwörter verstehen können. Und Englisch möchte man hier lieber nicht verstehen.
Québec ist ein schöner Ort um zu verweilen und wirklich ein Besuch wert!