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Bei einem Gay-Pride-Marsch in Uganda haben etwa 200 Aktivisten am Samstag an die Aufhebung eines weltweit kritisierten Anti-Homosexuellen-Gesetzes vor einem Jahr erinnert. Homosexualität ist in Uganda aber nach wie vor verboten.
In der Stadt Entebbe am Victoria-See schwenkten die Teilnehmer der Kundgebung am Samstag Flaggen in Regenbogenfarben, dem Symbol der Schwulenbewegung, wie ein AFP-Reporter berichtete. Im Umgang mit Homosexuellen gebe es in Uganda «gewisse Fortschritte», sagte einer der Organisatoren des Marsches, Richard Lusimbo. Die Aufhebung des Gesetzes sei ein wichtiges Signal gewesen.
Das von Ugandas langjährigem Präsidenten Yoweri Museveni im Februar 2014 unterzeichnete Gesetz sah unter anderem lebenslange Haftstrafen für Homosexuelle vor und verpflichtete Bürger, Schwule und Lesben bei den Behörden zu denunzieren. In der Folge berichteten Nichtregierungsorganisationen von zahlreichen Übergriffen auf Homosexuelle. Sechs Monate nach Inkrafttreten wurde das Gesetz dann vom Verfassungsgericht gekippt.
Das Vorhaben hatte weltweit Empörung ausgelöst. Die USA verhängten Sanktionen gegen Uganda. Auch andere Geldgeber, darunter internationale Organisationen wie die Weltbank, strichen ihre Finanzhilfen für die Regierung in Kampala. (kad/sda/afp)