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Infolge dieser ihrer Bildungsweise werden die N, nach den Säuren benannt, aus denen sie entstehen, z. B.
Acetonitril, das Nitril der Essigsäure, Benzonitril, das der Benzoesäure u. s. w. Von besonderer Wichtigkeit
ist das Verhalten der Nitrite gegen Alkalien und Säuren. Sie werden beim Kochen mit denselben verseift, d. h. unter Wasseraufnahme
in das Alkalisalz der entsprechenden Säure und Ammoniak zerlegt. In Verbindung mit der erstgenannten Darstellungsweise der
Nitrite aus Alkyljodiden ist es durch diese Reaktion möglich, Alkohole (die leicht in die entsprechenden Alkyljodide
umgewandelt werden können) in Carbonsäuren überzuführen, die um ein Kohlenstoffatom reicher sind. Durch Reduktionsmittel
werden die Nitrite in primäre Amme verwandelt; so giebt Acetonitril unter Anlagerung von Wasserstoff Äthylamin:
CH3.CN + 4 H = CH3.CH2.NH2.
In der Regel sind die Nitrite, wenigstens die niedern Glieder,
[* 3] destillierbare Flüssigkeiten von schwachem,
nicht unangenehmem Geruch. Die höhern Glieder sind in Wasser unlöslich, in Alkohol und Äther sind alle leicht löslich.