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Die Indianer Nordamerikas hielten den Bären als Logo der Freiheit und als rituelles Übergangsritual. Einige Stämme verstanden die Zyklen von Zeit und Leben. Der Bär ist ein Markenzeichen für einen solchen Übergang, da die Weibchen den Geburtsvorgang kennzeichnen. Für die Ureinwohner Amerikas ist der Bär ein Symbol für die potentielle Kraft, die in der Idee des Friedens liegt, denn dieses riesige, wilde, sich anstrengende Tier ist eigentlich ziemlich friedliebend. In alten Hieroglyphen und Höhlenmarkierungen wird der Bär als die Verbindung oder der große Kommunikator zwischen Erde und Himmel angesehen. In den japanischen Überlieferungen steht der Bär und anschließend die Bärentätowierung als Symbol für Wissen, Stoizismus, Ausdauer, Stärke und Wohlwollen. In der keltischen Symbolik wird der Bär wegen seiner lunaren Energie betrachtet. Für die alten Kelten wird der Bär mit dem Mond in Verbindung gebracht und trägt somit ein weibliches Thema mit Ideen wie: Gebären, Bemuttern und heftiges Beschützen von Haushalt und Jüngeren. Der Bär wird mit der keltischen Göttin Artio in Verbindung gebracht. Ungeachtet seiner nährenden Konnotationen ist der Bär für die Kelten auch ein Logo für Krieger und Marine. In der chinesischen Symbolik wird der Bär mit der Yang-Energie in Verbindung gebracht – Männlichkeit, Energie, Macht, Herrschaft, Autorität.
Die chinesische Legende besagt, dass eine Dame, die von einem Bären träumt, während sie schwanger ist, einem Jungen den Anfang geben wird (in China ein wirklich massives Geschäft). Bären sind in der chinesischen Symbolik ein Symbol der mütterlichen Weisheit. Alchemistisch gesehen kann der Bär das Fundament, den primären Baustein der alchemistischen Symbolik darstellen. In der Alchemie hängt die Bärensymbolik davon ab, ob der Bär Winterschlaf hält oder energisch ist oder nicht. Im Winterschlaf symbolisiert der Bär die weibliche, passive, ruhende Natur des Potenzials (Mond/Quecksilber). Wenn er energisch ist, steht der Bär für die durchsetzungsfähige, männliche, selbstbewusste Domäne (Sonne/Gold). In der griechisch-römischen Mythologie wird der Bär von Diana/Artemis, der Göttin der Jagd, dargestellt und hat mehr Gemeinsamkeiten mit der Mondsymbolik. Ursa Major und Ursa Minor sind die Sternbilder des großen und des kleinen Bären am Himmel. Schamanistisch gesehen ist der Bär ein schützender, kriegerischer Berater. Er wird zu dem Zweck beschworen, den Stamm vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Seine Macht kann auch als „auf“ bezeichnet werden, um ängstliche Stämme zu beruhigen und zu besiedeln (Winterschlaf).