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Paris - Mit Soldaten aus seinen ehemaligen Kolonien in Afrika hat Frankreich seine traditionelle Militärparade zum Nationalfeiertag am 14. Juli begangen. Einheiten aus 13 Ländern wie Kamerun, Togo oder dem Senegal paradierten über die Pariser Prachtstrasse Champs-Elysées.
Frankreich hatte die afrikanischen Länder anlässlich ihrer Unabhängigkeit vor 50 Jahren eingeladen. Neben Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seiner Frau Carla Bruni verfolgten auf der Ehrentribüne dieses Mal auch afrikanische Staats- und Regierungschefs aus den Ex-Kolonien die Militärparade.
Beide Seiten feierten die "Blutsbande", die durch die Teilnahme afrikanischer Truppen "bei der Verteidigung und Befreiung Frankreichs" im vergangenen Jahrhundert entstanden seien, erklärte Sarkozy in einer Botschaft an die Teilnehmer. "Tausende Soldaten aus Afrika sind für Frankreich während der beiden Weltkriege gestorben."
Sarkozy hatte sich am Dienstag gegen Kritik an der Einladung verteidigt und betonte, es gehe ihm nicht um "koloniale Nostalgie". Menschenrechtsgruppen hatten die Teilnahme afrikanischer Soldaten auch kritisiert, weil sie Kriegsverbrecher unter den entsandten Delegationen vermuten. Der französische Verteidigungsminister Hervé Morin erklärte am Mittwoch, es gebe "keinerlei Hinweise dieser Art".
Am 14. Juli gedenkt Frankreich der Erstürmung des Pariser Bastille-Gefängnisses im Jahr 1789, die als Beginn der Französischen Revolution gilt.
Sarkozy wusste den Nationalfeiertag immer auch für symbolische Ereignisse zu nutzen. So nahmen im Jahr seines Amtsantritts 2007 erstmals Truppen aus allen EU-Ländern teil. 2008 lud der Staatschef zur Gründung der von ihm vorangetriebenen Mittelmeerunion auch den jahrelang geächteten syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ein.
SDA-ATS