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Ulrich Joering
Anhand von systematischen Messungen der Fels-, Wasser- und Lufttemperaturen im gesamten Gebiet des Hölloch-Silberen Karstsystems über eine Fläche von ca. 4 x 10 km können einige Merkmale der Temperaturverteilung in verkarsteten Gebirgen charakterisiert werden. Die Interpretation weist auf Auswirkungen von Schmelzwasser und Luftzirkulation in grossen Höhlensystemen hin und zeigt, dass in Folge der Kombination mehrerer Entwässerungen und Luftströmungen sogar negative Temperaturgradienten auftreten können. Aus dem Vergleich der Tagesganglinien der Lufttemperatur in Abhängigkeit der Höhenlage und den Höhlentemperaturen werden erste Folgerungen zu täglichen Wechseln in den Luftströmungen gezogen.