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|Der Alte Zürichkrieg

Wil im Alten Zürichkrieg
1436 starb der letzte Toggenburger Graf Friedrich VII. kinderlos und ohne Testament. Die Abtei und Wil verloren ihren Bundesgenossen. Ein Jahr darauf schloss Abt Eglolf Blarer mit Schwyz ein Landrecht auf 20 Jahre. So wurden die Wiler, die Blarers Bündnis anerkannten, "uss und inwendig burger, landlüt ze schwytz". Im Alten Zürichkrieg, dem Streit um das Toggenburger Erbe zwischen Schwyz und Zürich, ergriffen sie Partei für ihren neuen Bundesgenossen. 1440 erklärte Wil Zürich den Krieg, in dem der Abt selber neutral blieb. Mit Schwyz wählten das Gotteshaus und Wil den geschickteren und politisch klügeren Erbschleicher um die Hinterlassenschaft des Toggenburgers. Doch blieb auch dieses Bündnis nicht ohne Enttäuschungen. Die Stadt Wil entwickelte in diesen Auseinandersetzungen eine respektable Macht, die einen Dämpfer erfuhr, als die unter eigener Fahne oder mit den Verbündeten gemachten Eroberungen Zürich zurückgegeben werden mussten. Mit dem Alten Zürichkrieg, der sich von 1440 mit Unterbrüchen bis zum endgültigen Frieden von 1450 hinzog, hatte die achtörtige Eidgenossenschaft eine der schwersten Krisen ihrer Staatswerdung hinter sich gebracht. Die Auseinandersetzung festigte zweifellos die Partnerschaft zwischen Wil und den Schwyzern und damit den Eidgenossen.
(Ruckstuhl, Benno; Die Altstadt von Wil, Wil 1998)