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Levada do Plaino Velho oder Levada (da Ribeira) do Inferno oder Levada Velha do Caramujo
Gegend: Südlich Levada do Norte Nord /Nordwesten
Madre: Östlich Ruivo do Paul N 32°46.600 W 17°05.250 ca. 1260 M.ü.M.
Verlauf: Die Levada do Plaino Velho kann in 3 Abschnitte unterteilt werden:
Abschnitt 1: Von Madre nach ein paar Metern durch einen grasbehangenes Tunnel (sehr feucht), beim Ausgang etwas ausgesetzt und nass, dann aussichtsreich bis zur ersten Biegung: Blick auf den riesigen Wasserfall unterhalb der Madre und den oberirdischen Abschnitt der Levada do Norte Nord. Kurzer Tunnel, danach trifftt der Weg von der Levada do Norte Nord auf die Levada. 4 kürzere Tunnels bis zur Bachpassage des westlichen Astes der Ribeira do Inferno. Dann toller Galerietunnel und weiterer Tunnel bis zur Stelle, wo der Abstiegsweg vom Pico Ruivo da Serra (nach ein paar Metern Treppenweg rechts) und der Aufstieg von der Levada do Norte Nord und der Levada da Faja do Rodrigues (nach weiteren 50 Metern links talwärts) hinzukommen. Kurzer Tunnel, längerer tunnelfreier Abschnitt mit Passage von 2 Seitenästen der Ribeira do Passo, kurzerTunnel und Passage des Hauptastes der Ribeira do Passo, toller Abschnitt mit Wasserhöhle rechts, und den typischen Stellen, wo die talseitige Wand noch steht. Bachpassage des westlichen Seitenastes, der in die Schluchtpassage der Levada da Faja do Rodrigues mündet, ziemlich verwachsener längerer Tunnel mit Schlammuntergrund und Passage des östlichen Astes des vorher erwähnten Baches, Doppeltunnel und dann tunnelfrei mit 3 Passagen der Seitenäste des Baches, der in die grosse Bachverbauung der Levada da Faja do Rodrigues mündet, bis zur Schotterpiste von Ginjas nach Estanquinhos.
Abschnitt 2: Dieser Teil entspricht einem Teilstück des PR-17:
Von der Schotterpiste über 2 kleine Bachpassagen der Ribeira Seca zu einem kurzen Tunnel, Überquerung eines grösseren Seitenastes der Ribeira Seca, kurzer Tunnel, weiter durch die erwähnten schluchtartigen Stellen, dann aber auch aussichtsreich mit Blick auf Sao Vicente und Umgebung, mit Überquerung von 5 Seitenästen der Ribeira Seca, zu einem kurzen Tunnel, danach bis zum Treppenweg des aktuellen Verlaufes des PR-17. Dieser Weg zweigt nordwärts zum Aussichtpunkt Amazonia ab.
Abschnitt 3: Der erste Teil ist vom PR-17 aus einsehbar. Ein zugewachsener, aber ursprünglich mal grosszügig freigehauener Teil, der auch auf den Satellitenaufnahmen ersichtlich ist. Es gibt dort auch deutliche Spuren Richtung Bacheinschnitt. Auf alten Aufnahmen von Google Earth gehen sie weiter bis ins nächste Bachbett (oberhalb des Wasserfalles, den man von der Levada do Norte Nord aus sieht. Etwas nördlich davon sieht man ebenfalls einen mehr oder weniger parallel verlaufender Pfad, allenfalls mit Verbindung zum Treppenweg des PR-17 (gelb auf der Karte). Dieser mündet etwas tiefer in den Bacheinschnitt westlich.
Ich vermute, dass eine der beiden Varianten dem alten Levadaverlauf entsprechen könnten, jedenfalls müsste das vor Ort mal untersucht werden.
Ende: Unklar, vermutlich vermutlich früher Speisung des Wasserfalles zwischen dem 2. und dem 3. Tunnel gegen die Fliessrichtung der Levada do Norte Nord ca. 1200 M.ü.M.
Länge: 5,2 km
Baujahr: 1910
Historisches: Die Levada dp Plaino Velho wurde 1910 als Kompensation für die umgeleitete Levada do Monte Medonho (heute Levada da Serra gebaut.
Funktion: Die Levada do Plaino Velho wurde 1910 mit dem Ziel gebaut, das ungenutzte Wasser aus der Ribeira do Inferno ins Tal von Sao Vicente zu bringen. Das Bauprinzip war, oberhalb des Lombos, der das Tal der Ribeira do Inferno und der Ribeira do Passo trennt (Verbindung zum Espigao de Sao Vicente), zu bleiben. Darum ist sie auch so hoch gelegen. Das Wasser wurde ins oberste westliche Seitental der Ribeira da Vargem geführt, vermutlich, um die Verteilung am besten kontrollieren zu können.
1952 wurde als Ersatz die Levada da Faja do Rodrigues gebaut und die Levada do Plaino Velho ausser Betrieb gestellt. Es handelt sich also nicht, wie ich zuerst vermutet habe, um eine Art 'Ur-Norte', sondern um eine 'Ur-Faja do Rodrigues'!
Zugang:
Abschnitt 1:
- Abstieg von der Paul da Serra westlich des Pico Ruivo do Paul, alter Weg, teils ungepflegt, mit Baumritzen (vgl. Wanderung 2015 oder Amigos da Natureza). Nicht ganz ungefährlich!
- Abstieg von der Paul da Serra östlich des Pico Ruivo do Paul, dieser Tafel auf diesem Weg recht gut gepflegter Weg, im oberen Bereich je nach Begehungen mit Stechginster gespickt! (vgl. Wanderung 2015 oder Wanderung 2014).
- Zugang von der Schotterpiste Ginjas-Estanquinhos (vgl. Wanderung 2014 oder Wanderung 2015 oder Wanderung 2012).
- Aufstieg von der Levada do Norte Nord von der Passage des ersten Astes der Ribeira do Inferno. Ungepflegter, teils abgerutschter Weg, nur mit gutem Orientierungssinn und Trittsicherheit begehbar (vgl. Wanderung 2015)!
- Aufstieg von der Levada do Norte Nord von der Passage der Ribeira do Passo, vor dem Tunneleingang gegen Westen geht ein Weg über das Tunnelportal nach oben und ein paar Meter vorher nach unten. Beide Wege treffen auf den Aufstiegsweg von der Levada da Faja do Rodrigues zur Levada do Plaino Velho. Steiler, etwas ruppiger Weg, Orientierungssinn und Trittsicherheit erforderlich (vgl. Wanderung 2015 oder Wanderung 2015).
- Aufstieg von Sao Vicente über den Espigao de Sao Vicente (vgl. Amigos da Natureza oder Amigos da Natureza oder Caminheiros do Barrete de Orelhas oder Caminheiros do Barrete de Orelhas oder Caminheiros do Barrete de Orelhas).
Abschnitt 2:
- Zugang von der Schotterpiste und auf dem PR-17, vorbei am Aussichtspunkt Amazonia
- Aufstieg von der Levada do Norte Nord über den PR-17. Nach dem Folhadal zuerst rechts eine Treppe runter (vgl. Wanderung 2015 oder Wanderung 2012 oder Wanderung 2013).
Abschnitt 3: Von Amazonia oder dem Ende von Abschnitt 2.
Zustand:
Abschnitt 1: Mittelschwer, zum Teil etwas ausgesetzt gegen die Madre hin, der letzte Tunnel vor der Madre ist nicht ganz einfach zu erreichen (Nässe). Tunnels in gutem Zustand, zum Teil etwas matschig, Weg je nach Begehungen vorher in recht gutem Zustand.
Abschnitt 2: Gut gepflegt auf dem PR-17
Abschnitt 3: Zugewachsen und verfallen, ausgesetzt und vermutlich sehr gefährlich
Bemerkungen: Stillgelegte Levada, aufwendig gebaut! Insgesamt gibt es 15 Tunnels, die allesamt relativ kurz und in sehr gutem Zustand sind. Die Wanderung hier ist ein Eldorado für Tunnelratten, Levadafreaks und Liebhaber von wilden Landschaften. Daneben unzählige, "nach oben offene" Tunnels, d.h. Stellen, wo die Levada zwar offen ist, aber beim Herausschlagen des Levadabettes die talseitige Wand stehengelassen wurde.
Das grosse Rätsel dieser Levada ist die Tatsache, dass sie mit viel Aufwand gebaut wurde, immer noch in sehr gutem Zustand, aber trotzdem nicht mehr in Betrieb ist.
GPS-Daten: kmz-Daten
Berichte: Wanderung 2012, Wanderung 2013, Wanderung 2014, Wanderung 2015, Wanderung 2015 (Definitiv meine Lieblingslevada!)
Caminheiros Anonimos da Madeira