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Die höhere Berufsbildung (HBB) ermöglicht es Personen mit einer beruflichen Grundbildung, sich auf der Tertiärstufe zu qualifizieren. Sie dient der Spezialisierung im angestammten Beruf, der Vorbereitung auf die Übernahme einer Führungsfunktion oder einer selbständigen Erwerbstätigkeit. Daneben kann mit einer HBB auch eine berufliche Neuorientierung angestrebt werden.
Die HBB-Absolventinnen und -Absolventen sind in der Regel bereits vor Ausbildungsbeginn erwerbstätig. In vielen Fällen ist die Erwerbstätigkeit eine Voraussetzung, um eine Ausbildung oder eine eidgenössische Prüfung überhaupt absolvieren zu können. Die meisten HBB-Ausbildungen werden berufsbegleitend absolviert.
Die Erwerbslosenquote nach ILO der Personen mit einer HBB liegt generell weit unter dem schweizweiten Durchschnitt. 2020, 4 Jahre nach Abschluss, betrug sie sowohl bei Absolventinnen und Absolventen der eidgenössischen Prüfungen als auch bei den Diplomierten der höheren Fachschulen etwa 1%; im selben Jahr lag der Schweizer Durchschnitt bei 5,2%.
Mehr als 60% der Absolventinnen und Absolventen mit eidgenössischem Diplom sind 4 Jahre nach ihrem Abschluss als Führungskräfte tätig (eidg. Fachausweis: 47%; Diplom HF: 38%). Auch selbständige Erwerbstätigkeiten sind bei ihnen mit 18% am meisten verbreitet. Deutlich weniger Absolventinnen und Absolventen der anderen Abschlussarten suchen den Weg in die Selbständigkeit. Lediglich zwischen 3% (Diplom HF) und 5% (eidg. Fachausweis) sind vier Jahre nach Abschluss selbständig erwerbstätig.