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Seit 2013 werden auch die in Versuchstierhaltungen gezüchteten und zu Tierversuchszwecken importierten Tiere erfasst und in einer Übersichtstabelle zusammengestellt.
In einer Versuchstierhaltung werden Tiere ausschliesslich für Versuchszwecke gehalten und gezüchtet. Wer eine Versuchstierhaltung führt, braucht eine kantonale Bewilligung. In den bewilligten Betrieben werden überwiegend Labornager (v. a. Mäuse und Ratten), aber auch Kaninchen, Fische, Hunde, Katzen und Primaten gehalten. Die Verantwortlichen der Versuchstierhaltungen sind verpflichtet, den kantonalen Behörden die Anzahl der in ihrem Betrieb geborenen Tiere und die Anzahl der aus dem Ausland importierten Tiere zu melden (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b TVV).
In den schweizweit 128 bewilligten Versuchstierhaltungen wurden 2015 insgesamt 1‘303‘083 Tiere abgesetzt und 262‘687 Tiere importiert. Die Maus ist das am häufigsten gehaltene Versuchstier und macht 92,2% aller in Versuchstierhaltungen im Jahr 2015 neu gezählten Tiere aus. Nicht alle diese Tiere werden in den Tierversuchen eingesetzt, weil sie nicht die notwendigen Kriterien erfüllen. Sie haben z. B. nicht das richtige Geschlecht oder – in gentechnisch veränderten Zuchtlinien – nicht den notwendigen Genotyp.
Bei Hunden, Katzen und Primaten werden nur wenige Versuchstiere in der Schweiz gezüchtet.
Im Berichtsjahr wurden 148 Hunde in Versuchstierhaltungen neu erfasst, davon waren 142 importiert. Der Vergleich der Anzahl Tiere in Versuchstierhaltungen mit den Tierversuchszahlen zeigt, dass im Gegensatz zu den Labornagern viel mehr Hunde, Katzen und Primaten in Versuchen eingesetzt, als im gleichen Zeitraum in den Versuchstierhaltungen geboren oder importiert werden. Dieses Verhältnis erklärt sich damit, dass die meisten dieser Tiere über mehrere Jahre in der Versuchstierhaltung verbleiben und nur im Jahr ihrer Geburt oder ihres Imports in der Statistik über die Versuchstierhaltungen erscheinen
Versuchstierhaltungen unterliegen wie die Nutztierhaltungen der Tierschutzgesetzgebung. Jede bewilligte Versuchstierhaltung muss mindestens einmal jährlich vom kantonalen Veterinäramt kontrolliert werden.