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Die Ce 2/2 7–9 konnten von der Birseckbahn AG (BEB) zusammen mit den passenden Anhängewagen C 51–54 zu sehr günstigen Konditionen erworben werden. Die drei für schweizerische Verhältnisse doch recht ungewohnten Motorwagen wurden von der Waggonfabrik Gottfried Lindner AG in Ammendorf bei Halle/Saale erbaut, dies aufgrund einer Bestellung der Straßenbahn Minden GmbH. In der Zeit der enormen Inflation nach dem Ersten Weltkrieg geriet der Mindener Strassenbahnbetrieb jedoch in ernsthafte Schwierigkeiten und konnte die Wagen nicht mehr abnehmen.
Die Ce 2/2 7–9 trafen 1921 in Arlesheim ein und sollten für die nächsten fünf Jahrzehnte die letzten Neuerwerbungen der BEB bleiben. Sie besassen eine elektrische Ausrüstung der Siemens-Schuckertwerke. Die Dachform entsprach dem neu in Mode kommenden «Pullmanndach». Nach dem Vorbild der gleichnamigen Luxus-Reisezüge in den USA zog man das Laternendach über die ganze Wagenlänge und liess es an den Wagenenden in einer Rundung an der oberen Kante der Stirnwände auslaufen.
In der Zeit der Reparationszahlungen erworben waren die Fahrzeuge bald unter dem Übernamen «Valutawagen» bekannt. Um die Zugkraft bergauf zu verbessern, wurde 1929 das Übersetzungsverhältnis geändert (neu 1:4,41).
Der recht grosse Radsatzabstand von 3’000 mm vertrug sich schlecht mit den engen BEB-Radien und der unruhige Lauf der zweiachsigen Motorwagen gab immer mehr zu denken. 1933 erging daher der Beschluss, die Ce 2/2 7–9 bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik AG in Winterthur (SLM) zu Dreiachsern mit Lenkuntergestell umbauen zu lassen. Da die Wagen schon im zweiachsigen Zustand einen grossen Überhang hatten, war es nicht nötig, den Wagenkasten wie bei den später umgebauten Ce 2/3 1–4 zu verlängern.
Am 21. April 1934 konte der erste Umbauwagen dem Betrieb übergeben werden. Mit dem zweiten, im Juli 1934 fertiggestellten Ce 2/3 8 wurden auf dem Netz der Basler Strassenbahnen umfangreiche Versuchsfahrten durchgeführt. Es galt dabei vor allem den Grad des Schlingerns in den Kurven und auf den Strecken nach Aesch und Riehen festzustellen. Die Fahrten fielen in jeder Hinsicht befriedigend aus.
1952 wurden die originalen, jedoch zu schwach ausgelegten Schleifring-Kontroller von SSW durch BBC-Nockenfahrschalter ersetzt. Die elektrische Bremse hätte von nun an auch als Betriebsbremse benutzt werden können, doch galt bei der Birseckbahn die Regel, dass die Druckluftbremse als Betriebs- und Notbremse zu verwenden sei. Die elektrische Bremse wurde so gut wie nie benutzt.
Die Valutawagen bildeten zusammen mit den Be 2/4 11–14 das Rückgrat des Betriebs. Abgelöst durch neue Gelenkwagen schieden sie Ende 1971 aus dem Bestand. Die Be 2/3 7 und 8 wurden noch im selben Jahr verschrottet.
Der Be 2/3 9 ging 1974 (zusammen mit dem BVB-Be 2/2 160 und dem BVB-B2 1130) in den Besitz des «Vereins Kärntner Eisenbahnfreunde» (VKEF, später Verein «Nostalgiebahnen in Kärnten» [NBiK]) über. Der VKEF vermittelte den Wagen 1978 als Leihgabe an das Deutsche Strassenbahn-Museum bei DE-Hannover weiter. Dort stand er jahrelang ungeschützt im Freien und zerfiel zusehends. Erst im September 1997 konnte er mit finanzieller Unterstützung des Tramclub Basel im Museum für Verkehr und Technik («Historama») in AT-Ferlach sicher untergebracht werden.