Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03631.jsonl.gz/486

Vertiefungsmodul: Therapie mit komplextraumatisierten Patient/-innen
Komplextraumatisierte Patient/-innen zeigen unterschiedliche Ausprägungen der Traumafolgesymptome und häufig liegen schwerwiegende Störungen der psychischen Entwicklung und der Persönlichkeitsstruktur nach schwerer und repetitiver Traumatisierung vor, die nun auch in den neuen Diagnosen differenzierter abgebildet werden.
So beinhalten die Neuerungen im DSM-5 zur PTBS zusätzlich einen dissoziativen Subtyp. Die ICD-11 enthält die neue Diagnose der komplexen PTBS (KPTBS). Im Bereich der dissoziativen Störungen wurden u.a. die Diagnosekriterien der dissoziativen Identitätsstörung DIS (vormals: multiple Persönlichkeit) weiterentwickelt und die Diagnose der partiellen dissoziativen Identitätsstörung neu aufgenommen (pDIS).
Im Vertiefungsmodul werden Kenntnisse zu Behandlungsansätzen bei komplexen Traumafolgestörungen (KPTBS, pDIS und DIS) vermittelt und an exemplarischen Fallbeispielen praktisch geübt mit dem Ziel, die Sicherheit im Erkennen und Behandeln von Ego states und von dissoziierten Persönlichkeitsanteilen zu fördern.
Es besteht die Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen für die Psychotherapie traumatisierter Menschen zu erweitern, im Besonderen für die Behandlung von Menschen, die eine sekundäre oder tertiäre strukturelle Dissoziation aufweisen. Die theoretische Ausrichtung des Vertiefungsmoduls orientiert sich an der Theorie der strukturellen Dissoziation, die v.a. von Ellert Nijenhuis, Onno van der Hart und Kathy Steele begründet wurde. Die inhaltliche Ausrichtung ist eine Einführung in die Arbeit mit Ich-Zuständen und dissoziierten Persönlichkeitsanteilen. Die Themen werden praxisnah vermittelt, Fallbeispiele sind willkommen. Spezifische Fragestellungen zu diesem Thema sind willkommen und können 1 Woche vor Kursbeginn mitgeteilt werden und so in den Kurs mit aufgenommen werden.
Zur Vorbereitung wird der folgende Text empfohlen
DeGPT Psychotraumatologie - Annex 2: Dissoziative Identitätsstörung und Annex 3: Dissoziative Störungen