Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03301.jsonl.gz/2731

Druck ist einengend, anstrengend und macht mit der Zeit unzufrieden. Doch nicht nur das, Druck verhindert den Zugang zum inneren Wissen und der Weisheit zum eigenen Herzen.
Es fühlt sich sehr unangenehm an
Ich glaube dies würde jeder bestätigen, der schon zeitweise oder über längere Zeit unter Druck stand. Was würde jemand erst sagen, der permanent zum grössten Teil seines Lebens, über längere Zeit das Gefühl von Druck verspürt?
Ist es ihm bewusst, dass Druck sein Leben bestimmt oder ist es inzwischen seine zweite Natur geworden? Das heisst hat sich sein Organismus schon an diesen Stresspegel gewöhnt? Es kann sein, dass jemand glaubt, so müsse es sein. Doch es gibt auch viele, die gerne aus diesem Hamsterrad raus möchten, wenn sie wüssten wie.
Nicht das Aussen macht Druck, sondern Druck entsteht im Innern
Sobald dies erkannt wird, haben wir selbst "den Hebel unserer Macht" in der Hand. Wenn wir erkennen, dass das Aussen vielmals "nur" der Auslöser für das Muster der Spirale von Druck in unserem Innern ist, merken wir, dass wir es selbst in der Hand haben, etwas zu verändern.
Die Frage ist; In welchen Situationen taucht der Druck auf?
Wann verspüre ich Druck, in welchen Situationen, mit welchen Menschen zusammen, an welchen Orten?
Glaube ich stets "ich müsste" oder "ich sollte"?
Wird mein Leben von Zwang und Verpflichtung bestimmt oder lass ich es dadurch bestimmen?
Was spült es hoch, wenn ich mich all dies Frage?
Wie fühlt es sich an in meinem Körper?
Druck erzeugt Angst oder Angst löst vielmals Druck aus
Wenn diese Angst sprechen könnte, würde sie vielleicht antworten:
Ich habe Angst etwas falsch zu machen. Ich habe Angst etwas nicht zu schaffen, zu versagen oder nicht zu genügen.
Die Angst - Nicht gut genug zu sein
Sei es in einer Prüfung, oder in einer Beziehung. In der Rolle als Mutter oder als Angestellte in einem Geschäft. Die Angst nicht gut genug zu sein, löst einen solchen Druck aus, dass jemand nicht mehr sich selbst ist. Also er ist schon sich selbst, aber er hat nur noch beschränkt Zugriff auf sein Handeln und seine Reaktionen. Denn Druck löst Stress aus und im Stress sind wir im Überlebensmodus, was heisst, dass uns nur noch drei Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Kampf, Flucht oder Erstarrung
Das Dilemma sich nicht zeigen zu können, wer man wirklich ist
Wir sind viel mehr als wir es in diesem Notfallprogramm sind. Und dies auf Dauer nicht zeigen zu können, macht unzufrieden. Seine Gaben und Talente nicht ausleben zu können ist frustrierend und schmerzhaft. Das wissen und spüren all die Menschen, denen es so geht.
Wie ist es denn möglich, dies zu verändern
Druck abzubauen hat damit zu tun, sich selbst bewusst zu werden: Wer bin ich? und dabei zu erkennen, ich bin viel mehr als ich bis jetzt gedacht habe. Zu erkennen welche Einschränkungen ich habe, in welchen Gedankenkonstrukten, die negativ auf mich wirken, ich stecke. Zu lernen, sich ernst zu nehmen, für sich einzustehen (und dies nicht im Kampf, sondern aus Liebe zu mir selbst). Überhaupt das Thema mit der Selbstliebe anzuschauen und so immer mehr aus diesem Gefängnis von Starrheit und Unbeweglichkeit zu kommen.
Erst wenn wir aus dieser Gefühlsqualität herauskommen oder anders gesagt, erst wenn wir innerlich geschmeidig und beweglich uns fühlen, uns selbst lieben wie wir sind, mit Fehlern erfolgreich umgehen gelernt haben, uns unserem Wert bewusst sind, entsteht eine ganz andere Gefühlsqualität in uns.
Ein Klima von Liebe, Vertrauen, Zuversicht und Akzeptanz. Und in diesem Klima lässt es sich wirklich lernen. In diesem Klima fliesst es. Es entsteht im Innern Weite, Ruhe und Gelassenheit. Unsere Hirnwellen senken sich und in diesem Bereich erst ist es möglich, dass wir unsere innere Stimme hören. Diese innere Stimme, die so klug und weise ist, all unsere Antworten kennt, die Richtung weist. Wenn wir den Mut haben ihr zu vertrauen, kann Grosses entstehen.