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Wohn- und Geschäftshaus
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Wohn- und Geschäftshaus
Adresse
3800 Interlaken
BE
Architektur
Die Matti Ragaz Hitz Architekten AG hat mit ihrem Interlakener Wohn- und Geschäftshaus unterschiedliche Nutzungen souverän miteinander vereint. Die anspruchsvollen Grundrisse generieren eine variationsreiche, plastisch ausgebildete Fassadengestaltung, die sich erfrischend gegen die etablierte, oftmals konform wirkende Stapelung absetzt. Mit dem abgerundeten Gebäudeteil schafft das sorgfältig materialisierte Volumen zudem einen eleganten Übergang zum Bahnhofsareal und bildet gleichzeitig die Verkehrsdynamik des Ortes ab.
Chronologie
1989 konnte die Matti Ragaz Hitz Architekten AG den Projektwettbewerb für den Neubau des Wohn- und Geschäftshauses an der Aarmühlestrasse für sich entscheiden. Das Gebäude wurde in den Jahren 1994/95 ausgeführt. Es umfasst Mietwohnungen, Büroräumlichkeiten sowie Laden- und Lagerflächen und ersetzt das frühere Hotel Bristol-Terminus.
Lage
Das Wohn- und Geschäftshaus steht am westlichen Ende der Aarmühlestrasse, unmittelbar vor deren Einmündung in die Bahnhofstrasse mit dem Bahnhof Interlaken-West. Eine Gebäudepassage führt von der Aarmühlestrasse zur südöstlich gelegenen Florastrasse. Dort befindet sich die Zufahrt zur Tiefgarage.
Beschreibung
Das längsrechteckige, gegen die Bahnhofsstrasse abgerundete Wohn- und Geschäftshaus gliedert sich in vier Vollgeschosse und schliesst mit einem zurückversetzten Attikageschoss unter tonnenartig gewölbtem Blechdach ab. Im Erdgeschoss mit Ladenflächen besteht der Sichtbetonbau mit Stahlfenstern aus einer durchgehenden, leicht eingezogenen Glasfront. An der Nordfassade schafft ein auskragendes Dach eine gedeckte Flanierzone. Das erste Obergeschoss umfasst Büroräumlichkeiten und ist – wie alle Obergeschosse des abgerundeten Baukörpers – mit einem kastenförmigen Bandfenster akzentuiert. Ansonsten trägt die Fassade der Obergeschosse die Struktur der fünf Duplexwohnungen nach aussen: Das architektonische Raster widerspiegelt zudem die Schottenbauweise im Inneren wider. Balkone und mit türkisen Paneelen verkleidete Erker verleihen den beiden Schauseiten nicht nur räumliche Tiefe, sondern setzen zugleich frische Farb- und Materialakzente. Aus der südseitigen Fassadenflucht springen schräg angeordnete Balkone hervor. Die Wohnungen sind über ein Treppenhaus an der nordöstlichen Gebäudeecke erschlossen. Bei den Attikawohnungen schützen T-förmige Stahlträger den nordseitigen, im Freien liegenden Eingangsbereich vor Niederschlag. Der Zugang zu den Büroräumlichkeiten erfolgt von der gegenüberliegenden, südwestlichen Seite. Eine unterirdische Einstellhalle ist über die Florastrasse erreichbar. Im Treppenhaus aus Sichtbeton sorgen ein durchgehendes Schlitzfenster und Oberlicht für eine interessante Lichtstimmung. Das raumhohe Staketengeländer verläuft von der Tiefgarage bis ins Dachgeschoss.
Literatur