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Sozialphilosoph Max Horkheimer
Der Sozialphilosoph Max Horkheimer, Sohn einer jüdischen Fabrikantenfamilie, erblickt am 14. Februar 1895 in Stuttgart das Licht der Welt.
Neben Erich Fromm und Herbert Marcuse gehört Horkheimer zu den Mitbegründern des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt/Main. 1931 wird er dessen Direktor. Kurz nach Hitlers Machtübernahme emigriert er in die USA. Während in Deutschland der Zweite Weltkrieg tobt, erarbeitet er gemeinsam Theodor W. Adorno die Dialektik der Aufklärung. Die "Dialektik der Aufklärung" wird 1947 in den USA veröffentlicht, erscheint jedoch erst 1969 in Deutschland. In dem ebenso berühmten wie umstrittenen Werk suchen die Verfasser eine Antwort auf die Frage, "warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt". Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt Horkheimer nach Deutschland zurück, wo das Institut für Sozialforschung wiedereröffnet wird. Er betrachtet die Philosophie als Kulturkritik. Seine Grundhaltung ist pessimistisch angesichts der Erkenntnis, dass der aufgeklärte Geist sich durch das Streben nach einem angenehmen und gerechten Dasein selbst zerstöre. Der Mensch, dessen Wünsche nahezu erfüllt seien, entledige sich des Denkens.