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Der Marienkäfer als Glücksbringer

Mariam vor der "Ladybird Infant Primary School"
Mariam Noah (49) ist eine erfolgreiche Bildungsunternehmerin. Ihre „Ladybird Infant Primary School" besteht schon seit 1992. „Ladybird" heisst „Marienkäfer" und ist Miriams Glücksbringer. Seit vielen Jahren hat Miriam immer wieder kleinere Kredite von Opportunity erhalten, um ihre Schule besser ausstatten zu können. Im Moment unterrichten 18 Lehrer an der Schule 411 Kinder, davon 213 Mädchen.
Vor Kurzem hat Mariam bei Opportunity einen grösseren Kredit für ihre Microschool beantragt. Sie möchte ihre Schule erweitern, so dass sie auch Unterricht für höhere Klassen anbieten kann. Der neue Schulbau soll einen Sportplatz bekommen, den die Kinder auch ausserhalb der Schulzeit nutzen können.
Mariams Schule ist eine Institution in ihrem Bezirk. Für Hochzeiten und andere Feste stellt sie oft die Räumlichkeiten ihrer Schule zur Verfügung. Viele ihrer Schüler sind selbst Kinder von Kreditnehmern. Die Schulkantine bezieht ihren Bedarf an Milch, Früchten, Gemüse und Kartoffeln von Markthändlern, die oft ebenfalls Kunden von Opportunity sind.

Unterricht in der Ladybird School
Mariams Mann ist vor vier Jahren gestorben, dennoch beklagt sie sich nicht, sondern ist glücklich über das, was sie erreicht hat. Ihre beiden Söhne, 22 und 24 Jahre, haben die Schule abgeschlossen. Der eine arbeitet in einem grossen Hotel, der andere betreibt einen Computerhandel.
Mit ihrem privaten Glück gibt Mariam sich jedoch nicht zufrieden: Waisenkinder, deren Eltern meistens an Aids gestorben sind, besuchen ihre Schule kostenlos. In ihrem Bezirk fällt ihr als Schulleiterin eine wichtige soziale Rolle zu: Bei Problemen fragen die Leute oft sie als erste um Rat. Die „Ladybird"-Schule, der Marienkäfer, hat Miriam so viel Glück gebracht, dass sie dies noch an andere Menschen weitergeben kann.