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In The Hateful Eight, seinem achten Film als Drehbuchautor und Regisseur, bleibt Tarantino dem Western-Setting des Vorgängers auf den ersten Blick treu und erzählt eine Geschichte, die nach dem amerikanischen Sezessionskrieg spielt. Formal kehrt er jedoch zu seinen Anfängen mit Resevoir Dogs (1992) zurück. Wieder stehen sich eine Gruppe Männer gegenüber, die sich nur dem Übernamen nach kennen. Das enge Setting und Samuel L. Jacksons ausladende Monologe erinnern denn auch eher an ein Agatha-Christie-Mystery als an einen Schneewestern.
Als eine seiner Hauptinspirationen für den Film nennt Tarantino den Paranoia-Klassiker The Thing (1982) von John Carpenter, dessen Hauptdarsteller Kurt Russell ebenfalls zum Ensemble von The Hateful Eight gehört und dem er mit der Übernahme von Stücken des Soundtracks von Ennio Morricone auch musikalisch seine Referenz erweist.
Beide Filme sind Ende Januar und Anfang Februar als Spezialvorführungen im Kino Seehof in Zug zu sehen, am 31. Januar mit einer Einführung von Oswald Iten. Von ihm sind in der aktuellen Ausgabe von Filmbulletin (1.16) eine Besprechung von The Hateful Eight und ein Beitrag zum Soundtrack von The Thing zu lesen (online mit Soundbeispielen); dem Schneewestern widmete Filmbulletin 8.15 einen ausführlichen Essay von Johannes Binotto.
Kino Seehof 1, Zug
Sonntag, 31. Januar 2016, 16.45 Uhr: The Hateful Eight von Quentin Tarantino, mit einer Einführung von Oswald Iten zu Tarantino als Dialogfilm-Erzähler
Donnerstag, 4. Februar 2016, 20.15 Uhr: The Thing von John Carpenter