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Alles offen nach Wahl in Spanien
- Aktualisiert am Montag, 21. Dezember 2015, 5:58 Uhr
Nach den Parlamentswahlen in Spanien bleiben die regierenden Konservativen von Ministerpräsident Mariano Rajoy die stärkste Kraft. Allerdings haben sie die absolute Mehrheit verloren. Die Linkspartei Podemos und die liberale Gruppierung Ciudadanos ziehen erstmals ins Parlament ein.
Die beiden traditionellen Grossparteien Spaniens, die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy und die Sozialisten (PSOE), haben bei den Parlamentswahlen vom Sonntag viele Sitze verloren.
Die PP behauptete sich zwar als stärkste Kraft im 350-köpfigen Parlament, büsste aber rund ein Drittel ihrer Mandate ein. Bei den letzten Wahlen 2011 hatte sie noch die absolute Mehrheit erreicht. Die Wähler straften die Konservativen nun laut Beobachtern wegen ihrer Sparpolitik ab. Ausserdem war die Partei mit Korruptionsskandalen in die Schlagzeilen geraten.
Niederlage eingeräumt
Die Sozialisten erzielten ihr schlechtestes Ergebnis seit dem Ende der Diktatur Francos im Jahr 1975. Parteichef Pedro Sánchez räumte seine Niederlage ein und gratulierte Rajoy.
Erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes sind neu vier Parteien mit starken Fraktionen im Parlament vertreten. Damit endet die Ära des Zwei-Parteien-Systems von Konservativen und Sozialisten. Die Linkspartei Podemos («wir können») und die liberalen Ciudadanos (Bürger) stellen zum ersten Mal Abgeordnete. Podemos-Chef Pablo Iglesias sprach von einer «Geburt eines neuen Spaniens».
Schwierige Regierungsbildung
Trotz der Verluste seiner Konservativen kündigte Rajoy an, er werde versuchen, eine Regierung zu bilden. «Wir haben die Wahl gewonnen», sagte er. «Und wer die Wahl gewonnen hat, muss die Regierung bilden.» Wie er eine Mehrheit zustandebringen will, liess Rajoy offen.
Zur Bildung einer Regierung werden komplizierte Koalitionsverhandlungen nötig sein. Ein Mitte-Rechts-Bündnis der PP mit den Ciuadadanos würde keine absolute Mehrheit erreichen. Auch eine Linksallianz der PSOE und Podemos brächte nicht genügend Stimmen zusammen. Im Wahlkampf hatte keine der grossen Parteien Hinweise darauf gegeben, mit wem sie eine Koalition bilden würde.
Gestiegene Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung war mit 73,2 Prozent höher als vor vier Jahren, als sie bei 68,9 Prozent gelegen hatte.
Sendungsbeiträge zu diesem Artikel
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Spaniens bedeutende Wahl
Aus Tagesschau vom 20.12.2015
Die Parlamentswahl könnte das Zwei-Parteien-System des Landes gründlich verändern. Die konservative Volkspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy muss mit erheblichen Stimmverlusten rechnen. Einschätzungen von SRF-Korrespondent Erwin Schmid in Madrid.
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Generationenwechsel in Spanien
Aus Echo der Zeit vom 20.12.2015
Ueber 30 Jahre lang haben sich in Spanien die Konservative Volkspartei und die Sozialisten die Macht geteilt. Das dürfte sich mit der laufenden Parlamentswahl ändern. Die beiden Parteien werden bedrängt von der linken Podemos und den liberalen Ciudadanos.
Steht ein Generationenwechsel an, oder ist es mehr? Gespräch mit Iberien-Spezialist Martin Durrer.
Ursula Hürzeler
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Spanien vor der Wahl
Aus Tagesschau vom 19.12.2015
Morgen wählen die Spanier ihr neues Parlament. Die konservative Regierung muss ich gegen den Angriff der Protestparteien wehren, die in den vergangen Krisenjahren erstarkt sind.
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Spanien wird zum Billiglohnland
Aus 10vor10 vom 18.12.2015
Der spanischen Wirtschaft geht es wieder besser, die Arbeitslosen werden weniger. Doch viele der geschaffenen Stellen sind Billiglohn-Jobs wie etwa in der Gaming-Industrie.
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Wahlen in Spanien: Podemos gibt sich siegessicher
Aus Rendez-vous vom 18.12.2015
In Spanien war – mit lokalen und regionalen Wahlen – das ganze Jahr Wahlkampf. Doch der Höhepunkt dieses langen Wahljahres kommt am Sonntag: Dann wählen die Spanierinnen und Spanier ihr nationales Parlament.
Der grosse und international beobachtete Shooting-Star der spanischen Polit-Szene heisst derzeit Podemos.
Martin Durrer
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Podemos und die Hoffnung auf ein neues Spanien
Aus Echo der Zeit vom 15.12.2015
Die spanische Linkspartei Podemos will bei den Wahlen vom 20. Dezember einen Spitzenplatz erreichen. Podemos ist für viele die einzige Alternative zum traditionellen spanischen Parteiensystem. Auch für die 66-jährige Celia Sanz Pérez.
Sie hat Francos Diktatur erlebt und war bei Spaniens Übergang zur Demokratie dabei. Eine Begegnung in Madrid.
Martin Durrer
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