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Eisenmangel (Teil 1)
Ohne Eisen geht im menschlichen Organismus gar nichts. Und trotzdem leidet jede zweite Frau mindestens einmal im Leben an Eisenmangel.
Im roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin, ist Eisen für die Bindung und damit Versorgung der Zellen mit Sauerstoff verantwortlich. Die Bedeutung von Eisen geht aber weit darüber hinaus. So spielt Eisen im Atmungszyklus der Muskelzelle und in verschiedenen am Stoffwechsel beteiligten Proteinen eine zentrale und lebenswichtige Rolle.
Die häuftigste Ursache des Eisenmangels sind Blutungen, Tumore oder eine Mangelernährung. Gerade letzterem kann durch eine eisenreiche Ernährung vorgebeugt werden. Die wichtigsten Eisenlieferanten sind Fleisch, Brot (Getreide), Hülsenfrüchte und einzelne Gemüse, vor allem Kartoffeln, Blumenkohl und Sauerkraut. Der Eisengehalt ist bei Fleisch ungefähr zwei bis drei Mal höher als bei pflanzlichen Nahrungsmitteln.
Je nach Verträglichkeit und Situation lässt sich das Gleichgewicht der Eisenreserven mithilfe von Tabletten oder direkt mittels intravenöser Infusion wiederherstellen. Die Aufnahme von Eisen über die Ernährung ist nur dann wirkungsvoll, wenn der Eisenmangel durch eine unausgewogene Ernährung bedingt ist. Eine Eisentherapie ist jedoch nur im Falle typischer Symptome angezeigt, wenn der Ferritingehalt unter 50µg/l sinkt. Wird kein Eisenmangel diagnostiziert, sollte auf die Einnahme von zusätzlichem Eisen verzichtet werden, da die Gefahr einer übermässigen Konzentration besteht.