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Missbrauch und Erlösung in menschlichen Überlieferungen
Sumerische Mythologie
Um Missbrauch geht es bereits in den ersten menschlichen Überlieferungen.
Die sumerische Mythologie von Inanna (um 3000 v. Chr.) beginnt mit der Fällung des Lebensbaumes der Göttin der Liebe durch den starken Helden Gilgamesh. Sie macht ihn zu ihrem König, aber er verlässt sie. Die Mythologie handelt vom langen Weg zurück zur verlorenen Liebe.
Die gestorbene Liebe
In den menschlichen Überlieferungen ist Missbrauch ein zentrales Thema, weil er dazu führt, dass die Liebe stirbt. Ein Todesfluch droht den Menschen, welche die verbotene Frucht essen. Seine tiefere Bedeutung ist das Verbot, Liebe zu konsumieren, das heisst «aufzufressen», bis nichts mehr da ist (durch Sex ohne Liebe; s. Der Sündenfall-Bericht).
Jüdisch-christliche Überlieferung
Die symbolträchtigen Bilder der sumerischen Überlieferung (der Garten, der Baum, die Frau, die Schlange) sind in die rund 2000 Jahre jüngere jüdische Überlieferung vom Garten Eden eingegangen. Mit dem Verlust der Einheit und der Liebe begann der steinige Weg der Menschheit.