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Criminales como nosotros – Glorreiche Verlierer
Regie: Sebastián Borensztein
Darst.: Ricardo Darín, Luis Brandoni, Chino Darín, Verónica Llinás, Daniel Aráoz, Carlos Belloso, Rita Cortese, Andrés Parra, Germán Rodríguez, Alejandro Gigena u.a.
Eine kleine Stadt in der Provinz Buenos Aires. Fermín, lokale Fussball-Legende im Ruhestand, und seine Frau Lidia haben eine Vision: Sie möchten eine heruntergekommene Fabrik kaufen und eine landwirtschaftliche Genossenschaft gründen, die ihrer Heimatstadt wieder Wohlstand bringen soll. «Das ist der ideale Zeitpunkt», meint Fermín – ausgerechnet im August 2001, wenige Monate bevor die grosse Wirtschaftskrise Argentiniens ihren Tiefpunkt erreicht. Gemeinsam mit ihrem Freund Antonio, einem knorrigen Anarchisten, machen sich Lidia und Fermín daran, Partner für ihre Idee zu gewinnen, und haben bald eine illustre Runde verkrachter Existenzen beisammen, die bereitwillig ihre letzten Ersparnisse in den gemeinsamen Topf werfen. Als etwa die Hälfte des nötigen Geldes zusammengekommen ist, bringt Fermín es auf die Bank, wo er es in einem Schliessfach deponieren und einen Kredit für die restliche Summe beantragen will. Auf dringliche Empfehlung des Bankiers legt er es dann doch auf ein Konto, so sei ihm der Kredit gewiss. Am Tag darauf bricht das Bankensystem zusammen, sämtliche Konten werden eingefroren – die Genossen stehen vor dem Nichts. Bald wird klar, dass der Bankier sie wissentlich auflaufen liess und einem befreundeten Anwalt ermöglichte, am Abend vor dem Zusammenbruch ein Vermögen abzuheben, einschliesslich der Ersparnisse der Genossenschaft. Fermín und Co. bekommen Wind von einem unterirdischen Tresor, in dem sie ihr Geld vermuten, und sind fest entschlossen, sich zurückzuholen, was ihnen gehört. Es ist der Beginn eines Jahrhundertcoups, für den sie Grips, Glück und ein wenig Dynamit benötigen … Es fällt nicht schwer, diese Robin-Hoodeske Bande «glorreicher Verlierer» ins Herz zu schliessen, die sich, angeführt von Ricardo Darín, von der Ermüdungstaktik aus «How to Steal a Million» inspirieren lässt und von der amerikanischen Kritik als «argentinische ‹Ocean’s Eleven›» gefeiert wurde. Basierend auf einem Roman von Eduardo Sacheri, der schon das Drehbuch zu Daríns Erfolgsfilm «El secreto de sus ojos» schrieb, verpackt Sebastián Borensztein seine rasante Gesellschaftskomödie als vergnügliches Heist-Movie.