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Barzaghi-Cattanĕo
(spr. bars-), Antonio, ital. Historien-, Genre- und Porträtmaler, geb. 1835 zu Lugano (Tessin), besuchte die Akademie in Mailand, nahm sich aber vorzugsweise in Venedig die dortigen Meister zum Muster. Mit Porträten und kleinern Bildern anfangend, erhielt er bald größere Aufträge auf Monumentalmalereien und Fresken, z. B. in der Kirche zu St. Spiridion in Triest und im Hôtel National zu Luzern. Von seinen Staffeleibildern sind zu nennen: Beatrice Cenci, Tasso (Museum in Basel), die Republikaner in Florenz, das kleine meisterhafte Bild: Diana von Poitiers bei Franz I. für ihren verurteilten Vater um Gnade bittend, das Genrebild: alte und neue Korrespondenzen und mehrere koloristisch glänzende Frauengestalten. Seine bedeutendste Arbeit sind die 1874 vollendeten Fresken in der Kirche zu Horgen am Züricher See: die Gesetzgebung Moses' und die Bergpredigt Christi, von ungewöhnlich glänzendem Kolorit.