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Arno Del Curtos Motivationstrick mit den 1000 Franken für Dick Axelsson, wenn dieser im dritten Spiel gegen den SC Bern nicht ausflippt, hat funktioniert. Doch jetzt will Del Curto das Geld doppelt zurück – falls sich der Schwede nicht im Griff hat.
Sind jetzt ausgerechnet Sie ein Kapitalist geworden?
Arno Del Curto: Wie kommen Sie darauf?
Sie haben Dick Axelsson mit dem schnöden Mammon gezähmt. Tausend Franken, wenn er nicht ausflippt.
Falsch, falsch, ganz falsch. Mit 1000 Franken kann ich einen Spieler nicht disziplinieren. Es ist nicht ums Geld gegangen. Es ging um den Stolz. Um die Herausforderung ob er es fertigbringt, sich zusammenzunehmen und nicht auszuflippen.
Wie war eigentlich die Abmachung genau definiert? 1000 Franken wenn er keine Strafe bekommt?
Nein, es ging einfach darum, keine unnötigen Strafen zu kassieren und sich nicht ablenken zu lassen. Keine Stockschläge, nicht Reklamieren, sich nicht in Diskussionen mit den Gegenspielern einlassen.
Sie konnten also entscheiden, ob er die Bedingungen erfüllt hat.
Ich musste gar nichts entscheiden. Er ist nicht ausgeflippt und wir haben gewonnen.
Und jetzt, haben Sie vor dem vierten Spiel in Bern wieder so eine Abmachung.
Ja. Ich bekomme 2000 Stutz wenn er am Donnerstag ausflippt.
Das müssen Sie mir erklären!
Er ist zu mir gekommen und hat gesagt: Trainer, wenn ich in Bern ausflippe, dann zahle ich dir 2000 Franken.
Die Abmachung gilt?
Ja.
Und wie geht es in der fünften Partie am Samstag weiter? Zahlen Sie 4000 Franken, wenn er sich erneut zusammennimmt?
Diese Aktion ist mit dem Spiel in Bern beendet.
Haben Sie vor der dritten Partie noch andere Voodoo-Methoden angewandt? Solche Methoden sind ja in den Playoffs üblich.
Nein. Ich mache nie Hokuspokus.
Aber das Spiel mit der Tausendernote ist schon Hokuspokus.
Nein, ist es nicht. Ich habe an den Stolz des Spielers appelliert. Das ist kein Hokuspokus.
Wie weit ist der HCD jetzt noch von seiner Bestform. Von der Form, die er in den besten Partien der Champions League erreicht hat?
Ich möchte erst einmal feststellen, dass der SC Bern bis jetzt in diesen Playoffs sehr, sehr gut spielt. Sie sollten nicht ständig fragen, was beim HCD nicht stimmt. Sie sollten die Leistungen der Berner anerkennen.
Das tue ich. Aber ich habe in diesem Halbfinale noch nicht den «Grande HCD» gesehen.
Wir spielen tatsächlich nicht unser bestes Hockey.
Wieviel fehlt in Prozent.
Das kann ich doch nicht in Prozent ausdrücken!
Was fehlt denn im Vergleich zu den besten Partien?
Von allem ein bisschen. Es fehlt immer etwas. Man kann immer besser spielen.
Ja, klar. Aber wo fehlt es konkret?
Wir sind weniger gut organisiert, es fehlt an Präzision und Schnelligkeit und deshalb haben wir Mühe, vors Tor zu kommen. Aber das ist ja am Ende einer Saison völlig normal und überrascht mich nicht. Unsere wichtigsten Spieler haben um die 90 Partien gespielt und viele mussten oft noch Doppeleinsätze leisten.
War dieses 7:1 trotzdem die Wende in dieser Serie?
Nein. Es ist ein Sieg. Mehr nicht. Wir hatten auch viel Glück. Es ist alles für uns gelaufen. In Bern wird es nun am Donnerstag sehr schwer.
Ich hätte noch eine Frage, die nicht dieses Halbfinale betrifft.
Ja?
Wenn es in Kloten zum Ausverkauf kommt, holen Sie dann Peter Guggisberg wieder heim nach Davos?
Was haben wir morgen für einen Tag?
Donnerstag.
Und was beginnt an diesem Donnerstagabend um 19.45 Uhr in Bern?
Die vierte Halbfinalpartie zwischen dem SC Bern und dem HC Davos.
Aha. Sehen Sie. Das ist alles, Womit ich mich jetzt beschäftige. Haben Sie verstanden?
Ja.
Gut.