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Die Lehrpersonen der gleichen Stufe unserer Schule pflegen den Austausch bezüglich ihrer Lernziele.
Vor dem Planen individueller Lernziele, wird die Situation mit der Schulleitung besprochen.
Vermag eine Schülerin oder ein Schüler auch mit innerer Differenzierung des Unterrichts und nach Ausschöpfung weiterer Massnahmen wie Aufgabenhilfe oder heilpädagogische Intervention die grundlegenden Ziele nicht zu erreichen, beantragt die Klassenlehrperson nach Absprache mit den Eltern bei der Schulleitung die Anwendung reduzierter individueller Lernziele (rILZ).
Für Schülerinnen und Schüler mit besonderer Begabung, beantragt die Klassenlehrperson analog erweiterte individuelle Lernziele (eiLZ).
Sie können auf Antrag der Erziehungsberatung oder des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes zeitlich befristet den Spezialunterricht mit Schwergewicht im Lesen und Rechtschreiben bzw. Mathematik besuchen. Bei der Leistungsbeurteilung von Schülerinnen und Schülern mit einer durch die obigen Fachinstanzen diagnostizierten Lernstörung ist die verminderte Leistungsfähigkeit in den Fächern Sprache oder Mathematik gemäss dem Merkblatt der Erziehungsdirektion zu berücksichtigen.
Für diese Schülerinnen und Schüler werden nicht automatisch reduzierte individuelle Lernziele gemäss DVBS festgesetzt.
Die Lehrpersonen des Spezialunterrichts beraten die Klassenlehrpersonen. Die Klassenlehrpersonen sind verpflichtet, die Lehrpersonen für Spezialunterricht und die Schulleitung zu konsultieren.
Die Weiterführung der Vereinbarung wird jährlich überprüft.
Für
- den Übertritt aus der 7. Realklasse in die 7. Sekundarklasse
- den Wechsel in einen höheren Schultyp
- die Zulassung zur Mittelschulvorbereitung
stützt sich der Entscheid auf die „begründete Annahme“ (Lernziele mehrheitlich sehr gut erreicht, / eine positive Arbeitshaltung und Leistungsreserven sind erkennbar), dass die Schülerin, der Schüler den gesteigerten Anforderungen zu genügen vermag.
Die Beobachtungen der Eltern und die Selbsteinschätzung der Schülerin, des Schülers werden mit der Beurteilung durch die Lehrpersonen verglichen. Stimmen die Beurteilungen nicht überein, so erfolgt eine sorgfältige Neubeurteilung durch alle Beteiligten.
Die Orientierungsarbeiten werden mit den Schülerinnen und Schülern besprochen, aber nicht abgegeben.
Um die Rückmeldegespräche im ersten Semester der Sekundarstufe I zu ermöglichen, bitten die Lehrpersonen der Primarstufe die Eltern anlässlich des Übertrittsgespräches um eine diesbezügliche Ermächtigung.
Ab dem 3. Schuljahr erfolgt die bilanzierende Rückmeldung in Form von Lernkontrollen mit Noten. Für die Wahl der jeweiligen Beurteilungsform ist die unterrichtende Lehrperson zuständig.
Prüfungstermine werden mindestens eine Woche vorher bekannt gegeben. Es wird besprochen, wie geprüft wird (nach vorher festgelegten Kriterien). Es wird nur geprüft, was angekündigt ist. Besonders bei Arbeitsbeginn werden die Kinder beobachtet, um eventuelle Missverständnisse der Arbeitsanweisungen zu klären. Der Massstab ist bekannt und wird auf allen Stufen konsequent umgesetzt (Gesamtnote = erreichte Punktzahl geteilt durch max. Punktzahl mal 5 plus 1).
Lernkontrollen dienen zur Steuerung des Lernprozesses und können auch in die Semesterbeurteilung einbezogen werden.
Produkte werden regelmässig auch durch die Schülerinnen und Schüler selbst beurteilt.
Lernkontrollen und Produkte gehören nach der Beurteilung in die Hand der Schülerin, des Schülers.
Alle Bausteine des Beurteilungsmosaiks werden für die Semester-, Jahresbeurteilung einbezogen.
Jede Lehrperson ist in der Gewichtung der einzelnen Bausteine des Beurteilungsmosaiks frei.
Der Beurteilungsbericht enthält auch eine förderorientierte, individuelle Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler.
Die Klassenlehrperson verfasst unter Einbezug der anderen an der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte die Beurteilungs- und die Übertrittsberichte.
Die Beurteilung der ALSV erfolgt auf Grundlagen von spontanen und geplanten Beobachtungen.
Die Lehrpersonen einer Klasse beurteilen das ALSV der Schülerinnen und Schüler gemeinsam.
Wir informieren alle Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern schriftlich über den Inhalt dieser Vereinbarungen.
Der erste Elternabend in jedem Schuljahr ist auch dem Thema Beurteilung gewidmet:
- Dabei werden die Grundsätze der Beurteilung, die Beurteilungsformen und die Schullaufbahnentscheide im kommenden Schuljahr erläutert.
- Dabei wird auch der Inhalt der Vereinbarungen erläutert.
Die Klassenlehrperson führt das Gespräch. Bei Bedarf können von der Klassenlehrperson, den Eltern oder der Schülerin, des Schülers weitere Lehrpersonen beigezogen werden.
Für ein Elterngespräch nehmen wir uns mindestens 20 Minuten Zeit.
Für die Selbstbeurteilung der Schülerinnen und Schüler kann jede Lehrperson eigene Formen und Formulare verwenden.
Jeder Lehrkraft ist es freigestellt, wann sie einen freiwilligen zusätzlichen Bericht abgibt.