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Neuseeland, Faszination am anderen Ende der Welt. Würde man von Spanien aus durch den Erdkern bohren, man würde in Neuseeland raus kommen. Neuseeland umfasst mehr als 700 Inseln im südwestlichen Pazifischen Ozean, wobei die beiden Hauptinseln als Mainland, also Festlandbezeichnet werden.
Bis vor etwa 200 Millionen Jahren gehörte Neuseeland zum Urkontinent Gondwana. Der genaue Zeitpunkt steht nicht fest, aber spätestens vor 85 Millionen Jahren trennte sich das Kontinentbruchstück Zealandia mit dem heutigen Neuseeland von der Landmasse, die heute die Antarktis bildet, bevor sich dann auch das heutige Australien von diesem Urkontinent loslöste. Seitdem konnte sich in Neuseeland eine von allen anderen Landflächen unabhängige Flora und Fauna entwickeln. So gibt es in Neuseeland keine giftigen Tiere, während im Nachbarland Australien die 5 giftigsten Tiere dieser Welt zuhause sind.
Auf Neuseeland leben ca. 4.5 Millionen Menschen, dies entspricht ungefähr 16 Menschen pro km². Damit gehört Neuseeland zu den Ländern mit der tiefsten Bevölkerungsdichte (Schweiz: 188 Einwohner/km2). Dabei verteilt sich die Bevölkerung ungleichmäßig auf die verschiedenen Landesteile. Während auf der größeren Südinsel nur gut eine Million Menschen leben und große Landesteile, wie zum Beispiel Fiordland, so gut wie unbewohnt sind, haben etwa 1,3 Millionen Personen alleine in der Metropolregion Auckland ihren Wohnsitz. Insgesamt leben über drei Millionen Menschen auf der kleineren Nordinsel.
6 Wochen waren wir unterwegs. 4 Wochen davon in Neuseeland. Die weite Reise auf die andere Seite der Welt haben wir auf dem Hinweg mit einem Stopover in Singapur und auf dem Rückweg mit Badeferien in Thailand etwas aufgelockert.
Nach unserer Ankunft in Christchurch, haben wir die raue und wilde Südinsel erkundet. Zuerst entlang der Ostküste Richtung Süden bis Bluff, den südlichsten Punkt den Susi und ich je besucht haben. Dann weiter Richtung Berge und entlang der Westküste wieder Richtung Norden.
Nach zwei Wochen haben wir mit der Fähre auf die Nordinsel übergesetzt. Hier fanden wir eine etwas weniger raue Landschaft vor, Strände die zum Baden einladen und natürlich die vulkanischen Aktivitäten, die uns immer wieder faszinieren.
Nach zwei Wochen haben wir mit der Fähre auf die Nordinsel übergesetzt. Hier fanden wir eine etwas weniger raue Landschaft vor, Strände die zum Baden einladen und natürlich die vulkanischen Aktivitäten, die uns immer wieder faszinieren.
Christchurch und Banks Peninsula
Mit Christchurch starten wir unsere Neuseeland Reise. Christchurch hat eine spanende, aber auch tragische Geschichte, die immer noch mehr präsent ist als ich gedacht habe - Das Erdbeben von 2011 mit 185 Toten und ca. 5900 Verletzten.
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass man vom damaligen Erdbeben nicht mehr viel sehen kann. Doch weit gefehlt. Mehr oder weniger das ganze Zentrum ist noch immer Sperrzone. Die Kathedrale liegt in Schutt und Asche und es ist noch immer nicht klar ob sie wieder aufgebaut werden soll oder nicht.
In vielen Gebieten des Zentrums wird in nächster Zeit nicht wieder gebaut werden können. Der Boden ist bis in grosse Tiefen instabil. Andere Häuser sind noch nicht repariert oder neu gebaut worden, weil sich Versicherungen und Besitzer streiten.
Im Süden der Stadt an der Küste ist eine ganze Klippe herunter gebrochen. Auf der Klippe standen Häuser und unter der Klippe eine Schule.
Dies zieht natürlich massive Wirtschaftliche Probleme nach sich. Geschäfte, Restaurants und diverse Zulieferer sind zwar versichert, doch die Geschäfte laufen nicht weiter und der Erwerbsausfall treibt viele weg von Christchurch. Es wird geschätzt, dass bis anhin 70'000 Leute abgewandert sind.
Es gibt aber auch vielversprechende neue Projekte um die Geschäfte in der Innenstadt wieder zum Laufen zu bringen. Eine davon ist die etwas andere Shopping Mall Re:START. Hier wurden gleich angrenzend an die Sperrzone Geschäfte und Kaffes in Schiffscontainern errichtet.
Am zweiten Tag unserer Reise haben wir die Banks Peninsula erkundet. Die Halbinsel vor Christchurch ist extrem zerklüftet und mit diversen Meeresarmen und Bay's macht das Erkunden wirklich spass. Zuerst ist mir aufgefallen wie trocken die ganze Halbinsel ist. Ich hatte das Gefühl mit einem Streichholz die ganze Halbinsel in Brand stecken zu können. Wie uns gesagt wurde, war der letzte Sommer extrem trocken.
Das Städtchen Akaroa versprüht einen besonderen Scharm. Hier merkt man einen gewissen französischen Einfluss, was man an der Rue Jolie "L'Hotel" merkt.
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass man vom damaligen Erdbeben nicht mehr viel sehen kann. Doch weit gefehlt. Mehr oder weniger das ganze Zentrum ist noch immer Sperrzone. Die Kathedrale liegt in Schutt und Asche und es ist noch immer nicht klar ob sie wieder aufgebaut werden soll oder nicht.
In vielen Gebieten des Zentrums wird in nächster Zeit nicht wieder gebaut werden können. Der Boden ist bis in grosse Tiefen instabil. Andere Häuser sind noch nicht repariert oder neu gebaut worden, weil sich Versicherungen und Besitzer streiten.
Im Süden der Stadt an der Küste ist eine ganze Klippe herunter gebrochen. Auf der Klippe standen Häuser und unter der Klippe eine Schule.
Dies zieht natürlich massive Wirtschaftliche Probleme nach sich. Geschäfte, Restaurants und diverse Zulieferer sind zwar versichert, doch die Geschäfte laufen nicht weiter und der Erwerbsausfall treibt viele weg von Christchurch. Es wird geschätzt, dass bis anhin 70'000 Leute abgewandert sind.
Es gibt aber auch vielversprechende neue Projekte um die Geschäfte in der Innenstadt wieder zum Laufen zu bringen. Eine davon ist die etwas andere Shopping Mall Re:START. Hier wurden gleich angrenzend an die Sperrzone Geschäfte und Kaffes in Schiffscontainern errichtet.
Am zweiten Tag unserer Reise haben wir die Banks Peninsula erkundet. Die Halbinsel vor Christchurch ist extrem zerklüftet und mit diversen Meeresarmen und Bay's macht das Erkunden wirklich spass. Zuerst ist mir aufgefallen wie trocken die ganze Halbinsel ist. Ich hatte das Gefühl mit einem Streichholz die ganze Halbinsel in Brand stecken zu können. Wie uns gesagt wurde, war der letzte Sommer extrem trocken.
Das Städtchen Akaroa versprüht einen besonderen Scharm. Hier merkt man einen gewissen französischen Einfluss, was man an der Rue Jolie "L'Hotel" merkt.
Christchurch bis Moeraki
Eines der Highlights auf unserem Weg an der Ostküste der Südinsel Richtung Süden waren die Moeraki Boulders. Die Moeraki Boulders sind eine Anzahl ungewöhnlich grosser Steinkugeln an der Koekohe Beach zwischen Moeraki und Hampden. Die grau gefärbten Septarien liegen einzeln oder in Gruppen an der Küste. Die Erosion legt regelmäßig weitere Kugeln frei.
Nach Legenden ortsansässiger Māori sind die Boulders Reste von Aalkörben, Flaschenkürbissen und Süßkartoffeln, die von dem Wrack des legendären Kanus Arai-te-uru an die Küste gespült wurden. Nach diesen Legenden sind die Klippen, die sich von Shag Point ins Meer erstrecken, der versteinerte Rest des Bootskörpers und ein nahe gelegener Felsvorsprung der Körper des Kapitäns.
Laut der Wissenschaft haben sich die Moeraki Boulder vor ungefähr 65 Millionen Jahren in einem 4 Millionen Jahre dauernden Prozess gebildet, bei dem sich durch Kristallisierung von Kalzium und Karbonaten um geladene Partikel im schlammigen Unterwassersedimenten die Steinkugeln formten. Vor ca. 15 Millionen Jahren haben sie sich aus dem Meer erhoben.
Moeraki selbst ist ein winzig kleines Fischerdorf mit einem wunderhübschen Hafen. Moeraki ist auch bekannt für Fleur's place. Fleur's place ist ein Fischrestaurant direkt am Hafen und wurde uns schon vom Motelbesitzer in Christchurch empfohlen. Leider sind wir keine Fischliebhaber, doch aufgrund sehr kleiner Auswahl und der Empfehlung des Motelbesitzers haben wir uns doch hinein gewagt. Die Karte wird jeden Tag von Hand geschrieben und richtet sich nach dem Fang der ortsansässigen Fischer. Doch auch wir haben etwas zu essen bekommen, Susi hatte ein Filet und ich einen Titi. Genau wie ihr, hatte ich keine Ahnung was ein Titi ist. Auf Nachfrage wurde uns erklärt, das ein Titi ein Vogel ist der im Rakiura National Park vorkommet (Muttonbird). Der Vogel gibt sein Fleisch nicht gerne her. Ich musste schon einige Kraft aufwenden um das Fleisch von den Knochen zu bekommen. Der Geschmack ist eher speziell und der Geruch meiner Finger hat mich 3 Tage an das Gericht erinnert.
Der Weg nach Moeraki führte uns auch nach Oamaru. Oamaru war einst ein wichtiger Fischerei- und Güterhafen. Der Glanz ging über die Jahre verloren, doch die prunkvollen Kalksteinbauten zeugen von einer glorreichen Vergangenheit. Oamaru findet sich auch das Steampunk HQ. Doch was ist Steampunk? Im Internet fand ich folgende Erklärung: „Steampunk ist eine Kombination des viktorianischen Erfindungsgeistes mit Fantasie. Als wäre die Geschichte seit der Erfindung der Dampflok vollkommen anders verlaufen.“ Leider war das Museum bei unserem kurzen Halt schon geschlossen, doch das Gebäude, die Dampflok davor und diverse Installationen ums Gebäude herum sind auch schon sehr eindrücklich.
Moeraki bis Dunedin
Die Otago Peninsula ist die Halbinsel vor Dunedin. Am Ende der Otago Peninsula gibt es die Royal Albatros Colony und auch eine Pinguin Colony. Wir wollten eigentlich beide besuchen, haben es aber doch gelassen, als wir dort waren. Man kann beide nur mit einer Führung besuchen. Dies dauert 90 Minuten und ist nicht wirklich billig. Wir hatten nicht die Zeit und die Lust uns eine solche Führung anzutun. Immerhin mussten wir auch wieder zurück nach Dunedin weil wir dort ein Hotel gebucht haben. Auf den Rückweg haben wir aber noch ein paar schöne Strände besucht.
Als einwohnermäßig achtgrößte Stadt des Landes reiht sich Dunedin als viertwichtigste Kulturstadt Neuseelands hinter Auckland, Wellington und Christchurch ein. Dunedin war einstmals größte und reichste Stadt des Landes, Sitz der ersten Universität Neuseelands und brachte die erste täglich erscheinende Zeitung, die Otago Daily Times heraus. Historisch gesehen ist Dunedin einer der interessantesten Orte Neuseelands.
Dunedin beherbergt jährlich bis zu 23.000 Studenten aller Bildungseinrichtungen, was der zweitsüdlichsten Großstadt der Welt ein lebendiges Treiben und eine ausgesprochen aktive Kulturszene verschafft. Dunedin ist neben Auckland, Wellington und Christchurch eines der Popmusik-Zentren des Landes. Die bekannten Kiwi-Bands The Clean (1978), The Chills (1980), Sneaky Feelings (1980), Straitjacket Fits (1986), Look Blue Go Purple (1983) und Jean-Paul Sartre Experience (1986) entsprangen allesamt der Studentenszene Dunedins.
Unter der Kategorie „Witziges“ stellt Dunedin gerne die Baldwin Street, als die – laut Guinness-Buch der Rekorde – steilste Straße der Welt, zur Schau. Da Asphalt wegen des starken Gefälles (Verhältnis 1:2,86 oder 35 %) abrutschen würde, wurde die Straße mit Betonplatten gepflastert. Einmal im Jahr im Februar sorgt das Baldwin Street Gutbuster Rennen mit rund 1000 zumeist jungen Wettbewerbern für großen Spaß.
Die Archäologen datieren die erste Besiedlung der Otago Küstenregion um 1100 n. Chr. Es waren Polynesier, die die Küstenregionen erkundeten und schließlich dort siedelten. Sie bildeten eine eigene Kultur heraus und nannten sich Maori, was in der Bedeutung des Wortes so viel heißt wie natürlich, normal oder lokal. Als die Europäer nach Neuseeland kamen, gab es im Großraum des heutigen Dunedin erhebliche Spannungen zwischen Maori-Stämmen, im Wesentlichen zwischen den Ngāi Tahu und den Ngāti Toa. Die Fehde zwischen den Stämmen eskalierte im frühen 19. Jahrhundert, was zu einer erheblichen Dezimierung der Bevölkerung führte. Des Weiteren brachten Krankheiten, eingeschleppt durch den Kontakt mit den Europäern, weitere Verluste in der Bevölkerung. In Otakou, einer historisch bedeutsamen Maori-Siedlung auf der Otago Peninsula, wurden um 1848 herum lediglich etwas mehr als 100 Einheimische vom Stamm der Ngai Tahu gezählt.
Dokumentiert ist der erste Besuch und Kontakt eines Europäers durch Kapitän James Cook im Frühjahr 1770. Er beschrieb einen sattelförmigen Hügel, der als Saddle Hill, westlich von Dunedin bekannt wurde, den Eingang zur Bucht des Otago Harbour, eine exponierte Position der Otago Peninsula, die er nach Sir Charles Sounders, Cape Saunders benannte und erwähnte zudem die reichlich vorhandenen Seebär Kolonien an der Küste.
Die ersten Europäer, die ihren Fuß an der Küste Otagos an Land setzten, waren dann auch Robben- und Walfänger, die von Australien um 1809 herum zur Jagd herüber kamen. Der Robbenjäger John Boultbee dokumentierte in den 1820er Jahren als erster die Siedlungen rund um den Otago Harbour herum. 1831 kamen die Gebrüder Weller aus Sydney und machten eine Walfangstation in der Bucht von Otago Harbour auf. Auch nach ihrem Bankrott 1841 bestand der Robben- und Walfang noch bis ca. 1848 fort. Mit der Landung der ersten schottischen Siedler kann das Jahr 1848 als Wendepunkt der Walfangzeit zur organisierten Besiedelung angenommen werden.
Es war der Australier Gabriel Read, dessen Goldfund 1861 den Otago-Goldrausch verursachte. Im August schürften bereits über 2000 Goldsucher in Gabriels Gully (Gabriels Ausgrabung) in Otago nach dem Edelmetall. Da alle Goldsucher über Dunedin reisen mussten, entwickelte sich Dunedin schlagartig zum Umschlagplatz aller Waren und wurde somit der Lagerverwalter der Goldsucher. Die Menschen kamen aus allen Teilen der Welt. Da Goldsucher bereits in Australien tätig waren, kamen von dort auch die meisten nach Otago herüber. In den folgenden sechs Jahren kamen allein aus Australien über 50.000 Menschen, um ihr Glück zu machen. Dunedin wurde zum wichtigsten Handelsplatz Neuseelands und Ankunfts-, Abreise- und Aufenthaltsort für die vielen Reisenden. Nach einer polizeilichen Volkszählung im August 1864 zählte Dunedin bereits 15.790 Einwohner. Die Verwaltung der Stadt verstand es, aus dem Boom Geld zu machen, wogegen die Stadtentwicklung selbst dem Ansturm nicht gewachsen war. Viele Menschen lebten auf kleinstem Raum oder sogar in Zelten. Die Straßen und Wege, die Müllentsorgung und hygienischen Zustände waren katastrophal. "It is a dirty, muddy city with the worst-made streets ..." (Es ist eine schmutzige, schlammige Stadt mit den am schlechtesten gebauten Straßen...), wurde seinerzeit von einem Besucher Dunedins in Melbourne, Australien publiziert.
Dunedin bis Invercargill
Die Strasse von Dunedin nach Invercargill schlängelt sich etwas zurückversetzt der Süd-Ost Küste entlang. Es lohnt sich, ab und zu einen Abstecher an die Küste zu machen. Hier finden sich diverse malerische Buchten und Klippen. Sehenswert ist auf jeden Fall der Leuchtturm am Nugget Point oder auch der Strand der Jacks Bay. Etwas weiter finden sich auch noch die Tunnel Rocks und die Penguin Bay.
Aber auch etwas weiter im Landesinneren gibt es wieder spannende Dinge zu sehen, wie z. B. die Purakaunui Falls und weitere Wasserfälle entlang dem Papatoway Highway.
Ein weiterer Anlaufspunkt ist die Curio Bay. Wer genug Zeit hat, kann hier Gelbaugenpinguine beobachten, wie sie am Morgen ins Meer pilgern um zu jagen und am Abend wieder zurück in ihre Nester trotten. Wir wollten aber nicht so lange hier bleiben und auf die Pinguine warten und sind weiter nach Bluff. Hier findet sich ein Mast mit spannenden Wegweisern wie Tokyo oder Nord Pool und entsprechenden Entfernungsangaben.
Invercargill bis Te Anau
Der erste Teil der Strecke führt noch über Riverton an der Colac und Te Waewae Bay der Küste entlang bis dann die Strasse Richtung Te Anau von der Küste weg führt an den Rand des Fiordland National Parks.
Te Anau (gesprochen Tie-ah-nau) ist eine kleine Stadt am Rande des Fjordlandes auf der Südinsel Neuseelands. Sie liegt am Ufer des Lake Te Anau, des zweitgrößten Sees des Landes und mit 344 km² Fläche der größte der Südinsel.
Weil Te Anau direkt an der Grenze zum Fiordland-Nationalpark liegt, ist die Ortschaft ganz auf den Tourismus eingestellt: Es bestehen Unterkünfte für etwa 3000 Besucher; es starten hier Busse und Rundflüge zum 120 Kilometer nördlicher gelegenen Milford Sound sowie viele Wanderungen ins Fiordland. Unweit des Ortes beginnt bzw. endet der Wanderweg Kepler Track, einer der sogenannten Great Walks.
Te Anau, Milford Sound, Queenstown und Wanaka
Der Milford Sound ist eine der meist besuchten Touristenattraktionen der Südinsel. Eigentlich ist die Namensgebung "Sound" falsch. Wie wir während unserem Besuch des Milford Sounds gelernt haben, nennt man Meeresarme, die von Gletschern geformt wurden "Fjord" und solche die durch Flüsse geformt wurden "Sound". Der Milford Sound wurde durch einen Gletscher geformt und ist somit ein Fjord.
Speziell am Milford Sound ist, dass es in dieser Region sehr viel Regnet. Dadurch gelangt sehr viel Süsswasser in den Fjord. Dieses Süsswasser sammelt sich in der obersten Wasserschicht. Dass heisst, die tieferen Wasserschichten sind Salzwasser und die oberen Süsswasser.
Das Süsswasser enthält sehr viel Staub- und Erdpartikel. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Süsswasserschicht das Licht abhält in tiefere Wasserschichten vorzudringen. Dadurch haben sich im Milford Sound Meerestiere und Pflanzen angesiedelt, die sonst in sehr viel tieferen Gewässern zu finden sind.
All dies haben wir im Milford Sound Unterwasserobservatorium (Milford Deep) erfahren. Wer den Milford Sound besucht, sollte also unbedingt das Unterwasserobservatorium auch besuchen. Man wird einfach auf der Rückfahrt der Bootstour am Observatorium abgeladen und das Boot der nächsten Tour nimmt einem eine Stunde später wieder zurück zu Hafen.
Das Unterwasserobservatorium ragt 10 Meter unter den Wasserspiegel und ganz unten gibt es einen Raum mit einer 360 Grad Rundumsicht. Dort unten kann man zum Beispiel schwarze Korallen bewundern. Diese sind eigentlich weiss und sonst nur in tieferen Gewässern zu finden. Die schwarze Koralle besteht eigentlich aus tausenden von Polypen, diese sind weiss. Dass Gerippe der Koralle bildet sich aus den Ausscheidungen dieser Polypen.
Speziell am Milford Sound ist, dass es in dieser Region sehr viel Regnet. Dadurch gelangt sehr viel Süsswasser in den Fjord. Dieses Süsswasser sammelt sich in der obersten Wasserschicht. Dass heisst, die tieferen Wasserschichten sind Salzwasser und die oberen Süsswasser.
Das Süsswasser enthält sehr viel Staub- und Erdpartikel. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Süsswasserschicht das Licht abhält in tiefere Wasserschichten vorzudringen. Dadurch haben sich im Milford Sound Meerestiere und Pflanzen angesiedelt, die sonst in sehr viel tieferen Gewässern zu finden sind.
All dies haben wir im Milford Sound Unterwasserobservatorium (Milford Deep) erfahren. Wer den Milford Sound besucht, sollte also unbedingt das Unterwasserobservatorium auch besuchen. Man wird einfach auf der Rückfahrt der Bootstour am Observatorium abgeladen und das Boot der nächsten Tour nimmt einem eine Stunde später wieder zurück zu Hafen.
Das Unterwasserobservatorium ragt 10 Meter unter den Wasserspiegel und ganz unten gibt es einen Raum mit einer 360 Grad Rundumsicht. Dort unten kann man zum Beispiel schwarze Korallen bewundern. Diese sind eigentlich weiss und sonst nur in tieferen Gewässern zu finden. Die schwarze Koralle besteht eigentlich aus tausenden von Polypen, diese sind weiss. Dass Gerippe der Koralle bildet sich aus den Ausscheidungen dieser Polypen.
Was ich übrigens auch sehr spannend fand, war die Aussage der Meeresbiologin im Unterwasserobservatorium. Wenn es in Gewässern Seehunde gibt, kann man davon ausgehen, dass den Gewässern gut geht, also keine Giftstoffe vorhanden sind. Denn Seehunde verschwinden, sobald das ökologische Gleichgewicht gestört ist, denn sie finden dann keine Nahrung mehr und da sie sehr mobil sind, suchen sie sich einfach andere Jagdgründe.
Queenstown ist eines der beliebtesten Besucherziele der Südinsel. Die Stadt erhielt ihren Namen, da sie für die Queen Victoria erbaut wurde. Ihre Lage am wunderschönen Lake Wakatipu, eingebettet zwischen den dramatischen Bergketten der angrenzenden Remarkables, macht sie zu einem magischen Anziehungspunkt.
Die vielseitige umliegende Natur der auch als Adrenalin-Hauptstadt bezeichneten City bietet eine unermessliche Bandbreite an Abenteuern. Im Winter verwandelt sich das Gebiet in eine perfekte Schneelandschaft zum Skifahren. Während des gesamten Jahres wird Bungee-Jumping angeboten, wie beispielsweise von der 60 Meter hohen Brücke über dem Shotover Canyon. Jetboatfahren, Reiten, Raften – den verrückten Ideen der Kiwis sind kaum Grenzen gesetzt.
Uns war aber, nach der ganzen ruhigen Natur, in Queenstown zu viel los. Also sind wir gleich weiter nach Wanaka. Wanaka liegt am gleichnamigen See und ist um einiges beschaulicher und ruhiger als Queenstown. Hier konnten wir unseren Rhythmus beibehalten.
Wanaka bis zum Franz Josef und Fox Gletscher
Der Franz Josef und der Fox Gletscher befinden sich auf der Westseite des Gebirges, welches sich auf der Südinsel von Neuseeland aufgetürmt hat. Diese Gebirge enstand, weil hier zwei Kontinentalplatten aufeinander treffen. Zu diesem Gebirge gehört zum Beispiel der Mount Cook. Beide Gletscher enden etwa 400 Meter über Meer.
Ich durfte den Franz Josef Gletscher mit dem Helikopter besuchen und ihn 2 Stunden mit einer kleinen Gruppe und einem Führer erkunden. Dies hat sehr viel Spass gemacht und war auch sehr interessant.
Der Gletscher war vor etwa 150.000 Jahren so groß, dass er den Mount Cook und die umliegenden Berge komplett einschloss. Das mehrmalige Schmelzen und Wiederanwachsen des Gletschers hatte zur Folge, dass sich im Tal in Richtung Meer mehrere Hügelketten gebildet haben, die aus dem Moränengestein, das der Gletscher vor sich hergeschoben hat, gebildet wurden.
Der Franz-Josef-Gletscher ist ein temperierter Gletscher und fließt pro Tag etwa einen halben Meter. Ein über dem Gletscher abgestürztes Flugzeug wurde deswegen bereits nach vergleichsweise kurzen sieben Jahren wieder vom Eis freigegeben. Die hohe Fließgeschwindigkeit ergibt sich auch durch das viele Wasser, das über Wasserfälle rechts und links des Eises unter den Gletscher fließt und so als eine Art Gleitmittel dient.
Ebenso wie der Fox-Gletscher war auch der Franz-Josef-Gletscher einmal so groß, dass er direkt ins Meer kalbte. Auch heute ist er noch gemeinsam mit dem Fox-Gletscher einer der am niedrigsten über Meereshöhe (ca. 400 m) gelegene Gletscher mittlerer Breite. Nachdem der Gletscher zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und 1982 deutlich zurückgegangen war und über 3 km an Länge verloren hatte, begann er seit 1982 wieder um etwa 1 km zu wachsen. Seit 1999 hat sich der Trend wieder umgekehrt und der Gletscher wieder an Masse verloren.
Damit ist der Franz-Josef-Gletscher einer der wenigen großen Gletscher, die bislang nicht so stark von der weltweiten Gletscherschmelze betroffen sind. Bis zum Jahrhundertende wird dennoch damit gerechnet, dass der Gletscher weitere 5 km an Länge und etwa 38 % seiner Masse verlieren wird.
Franz Josef Glacier bis Punakaiki (Pancake Rocks)
Nun führte uns unsere Tour die raue Westküste hinauf. Hier gibt es fast nur Klippen-Küste, der Wind pfeift einem meist um die Ohren und eine dichte Wolkendecke schiebt sich von der Tasmanischen See her übers Land. Wir hatten aber natürlich wieder Wetterglück. Der blaue Himmel war genau mit dem richtigen Mass an Wolken angereichert um auf Bildern nicht langweilig zu wirken.
Das Highlight an diesem Küstenabschnitt sind aber definitiv die Pancake Rocks. Vor 30 Millionen Jahre übereinander geschichtete Ablagerungen von Kalksedimenten und Tonmineralien, erodieren unterschiedlich schnell. Seit diese Ablagerungen durch eine Landhebung an die Oberfläche gehoben wurden und Wellen, Wind und Regen ausgesetzt sind, schreitet die Abtragung stetig voran.
Das Wasser der Brandung bricht sich an den zahlreichen Felsnasen, in Höhlen und Ausspülungen und drückt zurückfließendes Wasser und durchströmende Luft durch enge Löcher und Röhren im Felsen, was oberhalb der Felsen als Blowholes sicht- und durch starkes Zischen in der Luft hörbar wird. Leider waren die Blowholes aufgrund ruhiger See und fehlende Ebbe nicht aktiv, schon anzusehen sind die Pancake Rocks aber auch so.
Punakaiki bis Kaikoura
Nun war es an der Zeit, die Westküste wieder zu verlassen und die Insel zu überqueren um wieder an die Ostküste zu gelangen. Unser Ziel war Kaikoura.
Kaikoura ist ein Ort an der Ostküste der Südinsel von Neuseeland. Vor der Küste fällt der Festlandsockel schon nach 1,6 km steil ab und erreicht in dem Kaikoura-Canyon eine Tiefe von bis zu 1600 m. Der Kaikoura-Canyon bildet durch seine Tiefe und günstigen Strömungsverhältnissen perfekte Bedingungen für Krabben und sonstige Kleinst-Meerestiere direkt vor der Küste.
Dies hat wiederum zur Folge, dass grössere Meerestiere hier ideale Jagdgründe vorfinden und darum sind hier das ganze Jahr verschiedene Walarten, Delfine, Seehunde und Seevögel zu finden. Hier ist also einer der einfachsten Plätze um Wale zu sehen.
Darum haben wir hier eine Whale watching Tour gebucht. Während einer 2 Stündigen Bootsfahrt haben wir 2 Wale, diverse Delfine, Seehunde und Seevögel bewundern können. Die Wale werden mit einem Echolot geortet und so kann der Veranstalter sogar damit werben, dass die Kosten zurück erstattet werden, falls kein Wal gesichtet werden sollte.
Wir sind sehr nahe an die Wale ran gekommen und konnten die klassischen Bilder der Schwanzflosse über Wasser beim Abtauchen schiessen.
Kaikoura bis Picton
Nach dem beeindruckenden Whale watching ging die Reise weiter Richtung Picton. Der erste Teil der Fahrt war dabei nicht sonderlich spektakulär. Kurz vor Picton haben wir die Hauptstrasse verlassen und die Port Underwood Road bis nach Picton genommen.
Die Port Underwood Road ist eine unbefestigte Strasse die sich der verwinkelten Küstenlinie entlang schlängelt und an diversen malerischen Buchten vorbei führt.
Die Hafenstadt Picton, ursprünglich Waitohi, mit knapp 3.000 Einwohnern befindet sich am Endpunkt einer der fjordähnlichen Buchten des Marlborough Sounds, dem Queen Charlotte Sound. Der bekannteste Teil des Städtchens ist sein Hafen, an dem die von der Nordinsel kommenden Fähren anlegen.
Picton ist aber auch der ideale Startpunkt um die Marlborough Sounds zu erkunden. Ein wunderschönes Gebiet im Norden der Südinsel.
Malbrough Sounds
Die Malbrough Sounds und vor allem die Wharariki Beach ganz im Norden der Südinsel gehörten zu meinen favorisierten Zielen dieser Reise. Leider hatten wir genau hier das erste Mal auf dieser Reise schlechtes Wetter. Wir haben extra ein Motel in der Nähe der Wharariki Beach reserviert um sowohl das Abend- wie auch das Morgenlicht für Fotos nutzen zu können. Als wir am Parkplatz der Wharariki Beach angekommen sind war der Himmel dick mit Wolken verhangen und es hat geregnet. Trotzdem haben wir den 20-Minütigen Fussmarsch vom Parkplatz zur Beach auf uns genommen.
Dort angekommen konnten wegen des Nebels kaum die Felsen im Wasser erkennen. In der Hoffnung, das Wetter würde sich über Nacht etwas bessern, sind wir zu unserem Motel gefahren. Leider versprach der Wetterbericht nicht viel Gutes.
Am nächsten Morgen habe ich dann wieder den Wetterbericht geprüft. Noch immer keine Besserung in Sicht. Doch auf dem Satellitenbild konnte ich eine Lücke in der Wolkendecke ausmachen. Nach dem Frühstück haben wir uns wieder zur Wharariki Beach aufgemacht in der Hoffnung, die Lücke in der Wolkendecke zu finden.
Am nächsten Morgen habe ich dann wieder den Wetterbericht geprüft. Noch immer keine Besserung in Sicht. Doch auf dem Satellitenbild konnte ich eine Lücke in der Wolkendecke ausmachen. Nach dem Frühstück haben wir uns wieder zur Wharariki Beach aufgemacht in der Hoffnung, die Lücke in der Wolkendecke zu finden.
Beat heisst "Der Glückliche" und ich bin an einem Sonntag geboren, das Glück hat mich einmal mehr besucht! Als wir die Wharariki Beach erreichten öffnete sich die lückenlose Wolkendecke leicht und es hörte auf zu regnen. Uns bot sich eine umwerfende Stimmung.
Weitere Sehenswürdigkeiten im Gebiet Malbrough sind der Split Apple Rock und die Te Waikoropupū Springs oder auch Pupu Springs genannt. Die Pupu Springs sind bekannt für ihren enorm hohen Wasserausstoss (14‘000 Liter pro Sekunde) und des klaren Wassers (Unterwassersichtweiten von über 60 Meter).
Inselwechsel
Nach zwei Wochen war es für uns Zeit, die Insel zu wechseln und mit der Erkundung der Nord-Insel zu beginnen. Wir setzten mit der Fähre nach Wellington über. Von der Fahre aus hat man nochmal einen schönen Blick auf die Malbrough Sounds.
Wellington ist die Hauptstadt von Neuseeland und im Grossraum Wellington leben ca. 450'000 Einwohner. Die Stadt liegt an der Südspitze der Nordinsel genau auf einer geologischen Verwerfung. Unweit des heutigen Stadtzentrums schiebt sich die leichte, dicke Australische Platte über die dünnere, aber schwerere Pazifische Platte. Das Te Papas Museum wurde genau auf dieser Verwerfungslinie gebaut.
Das Gebiet in und um Wellington stellt das politische und kulturelle Zentrum des Landes dar und ist Mittelpunkt der neuseeländischen Film- und Theaterindustrie. Der Rang als Kulturhauptstadt Neuseelands ist jedoch durch das in diesem Bereich aufstrebende Auckland bedroht. Bekanntheit erlangte Wellington auch für seine malerische Lage zwischen Naturhafen und grünen Hügellandschaften, die in die hügeligen Vororte eingebettet sind und in denen man noch viele Villen im Kolonialstil vorfindet.
Aufgrund seiner Lage bietet die Stadt Angriffsfläche für starke Windströmungen und auch Fallwinde, daher der Spitzname: „Windy City“
Wellington bis Whanganui
Der Black Sand Beach von Patea war ein weiteres Highlight unserer Reise. Wir haben auf Hawaii schon eine Black Sand Beach besucht. Der Black Sand Beach auf Hawaii hatte aber gegenüber der Black Sand Beach von Patea relativ groben schwarzen Sand. Der Sand hier ist schwarz und sehr fein. Hinter dem Strand türmt sich eine grosse Düne aus schwarzem Sand auf. Es war wirklich ein Erlebnis diesen Strand zu besuchen.
Whanganui bis Te Kuiti
Auf unserem weiteren Weg besuchten wir die Highlights Mount Taranaki, die Tree Sisters und die Waitomo Caves.
Der Mount Taranaki ist ein Vulkankegel der von Norden her betrachtet dem Fujiyama so sehr gleicht, dass er sogar im Film "Last Samurai" als Kulisse verwendet wurde.
Die Tree Sisters sind nur noch zu zweit. Im Laufe der Zeit ist eine der Schwestern zusammengebrochen.
Die Waitomo Caves bestehen aus diversen Caves, doch wir waren vor allem an einer interessiert, der Glowworms Cave. Von dieser Cave kann ich euch leider keine Bilder zeigen, weil das Fotografieren in der Cave nicht erlaubt war. Wir hatte eine Führung durch die Glowworms Cave. Während dieser Führung steigt man immer tiefer in die Grotte und erfährt so einige Interessante Dinge über die Cave und die Glowworms. Anders als bei uns, wo "Glühwürmchen" ja Käfer sind, sind die Glowworms hier Raupen. Aus der Raube wird nach ca. 11 Monaten eine Fliege, die nur 4 - 5 Tage lebt. Der einzige Sinn im Leben dieser Fliege ist es, ein frisch geschlüpftes Fliegen Weibchen zu begatten um die Spezies zu erhalten. Das Licht erzeugen die Raupen. Sie locken damit andere Insekten an um sich von ihnen zu ernähren.
In diesem Gebiet gibt es aber, wie schon erwähnt, diverse Grotten und Traks, die man besuchen kann.
Te Kuiti bis Taupo
Auf dem Weg von Te Kuiti nach Taupo haben wir einen kleinen Abstecher in den Tongariro National Park unternommen. Dieser Park gibt sicher noch viel mehr her als das was wir gesehen haben. Doch wer und kennt, weiss dass wir keine grosse Wanderer sind und viele Highlights des Parks sind nur zu Fuss in längeren Wanderungen zu erreichen. Doch über die West-Zufahrt erreicht man relativ einfach die Tawhai Falls wo ich ein paar Bilder geschossen habe.
Als wir dann am späteren Nachmittag Taupo erreichten, haben wir noch spontan eine Bootsfahrt auf dem Lake Taupo unternommen. Der Lake Taupo (Māori: Taupo nui a Tia) ist der Kratersee eines vor rund 26.500 Jahren kollabierten Vulkans und der größte See des Landes.
Taupo bis Rotorua
Zwischen Taupo und Rotorua findet man diverse Orte an denen man sich vulkanische Aktivitäten ansehen kann. Die einen sind gross aufgezogen, die anderen sind auf Privatland und versprechen oft mehr als sie sind. Nachdem wir den vierten braunen Wegweiser (braune Wegweiser zeigen in Neuseeland Touristenattraktionen an) gefolgt sind, hatten wir schon bald das Gefühl, dass jeder der auf seinem Land etwas hat das dampft, gleich ein Volcanic Park daraus macht und einige Dollar Eintritt verlangt. Doch dann war erst mal Schluss für die nächsten paar Kilometer. Vor Rotorua hat es dann wieder 2 grosse Volcanic Parks die es auch wirklich lohnt anzusehen. Es ist nicht wie in Yellow Stone, doch es lässt sich sehen.
Auf dem Mond und im Auenland...
Heute haben wir zuerst einen kleinen Ausflug auf den Mond unternommen. Nein, natürlich nicht, doch wenn man sich nur die Bilder anschaut, könnte man es meinen. Wir waren im "Devils Gate Park" nahe Rotorua. Dort kann man im Spa ein Schlammbad nehmen oder einfach nur den Walk übers Gelände unternehmen. Wir hatten keine Lust auf Schlamm und sind auf den Walk. Eine wirklich unwirtliche Gegend...
Danach sind wir noch nach Hobbiton (Hobbiton Movie Set Tours, Matamata) gefahren. Hier befindet sich das Auenland aus den "Herr der Ringe" Filmen und "Der Hobbit". Das Ganze ist extrem süss und es macht extrem Spass einen der Filme zu schauen, wenn man schon mal physisch im Auenland war.
White Island
Wir haben gleich nochmal ein Stück Mond gefunden. 49 Km vor der Küste von Whakatane. Die kleine Insel heisst White Island und ist der dritte aktive Vulkan von Neuseeland, doch der einzige der nicht auf Festland liegt.
White Island hat eine bewegte Geschichte. Es wurde immer wieder Schwefel abgebaut und schon mehrfach kamen dabei Personen ums Leben, weil es Vulkanausbrüche gab. Das letzte Unglück ereignete sich 1914. Damals kamen alle 10 Minenarbeiter ums Leben. Der einzige Überlebende war Peter, ein Kater. Er wurde danach als "Peter der Grosse" berühmt. Teile der damaligen Gebäude sind heute noch zu sehen.
Wir sind mit einer Bootstour zur Insel gefahren und konnten einen Spaziergang über die Insel machen. Jeder bekam aus Sicherheitsgründen einen Bauhelm und eine Atemmaske. Die Maske brauchten wir nur zeitweise, wenn die Dämpfe zu stark wurden.
Die Überfahrt selber war aber auch sehr spannend. Wir konnten dabei wieder Delfine und Seevögel beobachten.
Coromandel Peninsula
Die Coromandel Peninsula liegt auf der Nordinsel von Neuseeland mit einer Länge von 85 Kilometer. Sie liegt westlich der Bay of Plenty und grenzt den westlich liegenden Hauraki-Golf mit dem Firth of Thames teilweise vom Pazifik ab.
Auf unserem Weg sind wir in Wahihi vorbei gekommen. Dort wird schon lange nach Gold gesucht. Früher haben sich die Leute in mühsamer Handarbeit tiefe Gruben in die Erde gebuddelt. Seit 1987 wird hier Gold im Tagebau abgebaut und es werden entsprechende Maschinen dafür verwendet. Das Loch, welches hier bis jetzt geschaffen wurde ist schon recht beindruckend.
Ein weiteres Highlight war die Cathedral Cove bei Hahei. Ein Spaziergang von ca. 45 Min. bringt einem an einen Strand mit einem grossen Tunnelbogen im Fels und wunderschönen weiteren Felsformationen.
Ein interessantes Phänomen findet man an der Hot Water Beach. Dort werden heisse Quellen aus der Tiefe durch den Sand gedrückt. Wenn man sich an der richtigen Stelle ein Loch gräbt, füllt sich dieses mit heissem Wasser. Wo meint ihr, ist wohl die richtige Stelle dafür, wenn ihr euch die folgenden Bilder anschaut.
Abenteuer Mermaid Pools
Noerthland ist das Gebiet nördlich von Auckland. Wie der Name schon sagt, der nördlichste Teil von Neuseeland.
Wir sind an diesem Tag von Thames, durch Auckland bis Kerikeri gefahren. Das besondere Highlight dabei waren die Mermaid Pools bei Tutukaka. Die haben hier wirklich geile Namen für ihre Orte. Die kommen von den Maoris.
Doch zurück zu den Mermaid Pools. Wir haben im Internet Bilder davon gesehen und wussten auch, dass es nicht ganz einfach ist zu den Mermaid Pools zu gelangen. Als wir in Tutukaka angekommen sind haben wir nochmal im Internet geschaut, wo denn die Mermaid Pools genau sind. Dabei hat sich herausgestellt, dass sie sich auf der linken Seite der Matapouri Bay befinden. Angeblich soll es einen Tunnelgeben, der zu den Pools führt.
Also Auto an der Matapouri Bay parkiert und über den Strand ans linke Ende marschiert. Dort haben wir auch einen Pfad gefunden. Der war nicht angeschrieben, doch er sah aus als sei er stark begangen. Schon sehr schnell wurde der Pfad immer steiler und steiler. Bald hatten wir die Grenze des Bergsteigens erreicht. Zum Glück sind wir dem Rat aus dem Internet gefolgt und haben gute Schuhe angezogen.
Wir kletterten also immer weiter den Pfad hoch. Einen Tunnel haben wir nicht gefunden. Doch wir wollten nicht aufgeben. Irgendwann hatten wir die Spitze des Hügels erreicht. der Pfad ging immer weiter. Unsere einzige Sorge war, denn gleichen Pfad zurück zu müssen. Aufwärts ist einfacher als Abwärts, wenn es so steil ist.
Unbeirrt sind wir dem Pfad gefolgt und den Hügel auf der anderen Seite wieder runter geklettert und siehe da, wir haben sie gefunden.
Am Ende haben wir noch einige Zeit nach einem alternativen Rückweg gesucht, doch die kommende Flut hat uns dazu bewegt den Weg zurück zu gehen den wir gekommen waren. Mit der nötigen Vorsicht haben wir es dann auch unversehrt geschafft, doch ich empfehle jedem neben guten Schuhen auch noch ein Seil mitzunehmen und den Weg auf keinen Fall alleine zu gehen!
Ob es nun einen Tunnel zu den Pools gibt oder nicht, wissen wir nicht. Im Internet hat ein Blogger geschrieben, Einheimische hätten ihm erzählt, er sei bei einem Erdbeben eingestürzt. Doch wie gesagt, wir wissen es nicht. Auf jeden Fall sollte man die Pools bei Ebbe aufsuchen!
Paihia bis Kataia
Nachdem wir in Paihia übernachtet haben besuchten wir am Morgen Waitangi. Dies ist ein Bezirk von Paihia und hier wurde am 6. Februar 1840 in einem Zelt vor dem „Treaty House“ ein Vertrag zwischen den Briten und den Maoriführern geschlossen. Mit diesem Vertrag wurde Neuseeland offiziell zu einer britischen Kolonie. Somit wurde an diesem Tag der Grundstein für den heutigen Staat Neuseeland gelegt.
Auf der ganzen Strecke sind immer wieder schöne Buchten und Strände zu bewundern, doch aufgrund des schlechten Wetters und einer gewissen Übersättigung an Buchten und Stränden habe ich für einmal meine Kamera in der Tasche gelassen.
Besucht haben wir aber noch die öffentliche Toilette in Kawakawa. Normalerweise würde dies nicht in einen Blog gehören, doch Frederick Hundertwasser hat einen grossen Teil seines Lebens in Kawakawa verbracht und 1999 diese öffentliche Toilette geschaffen.
Cape Reinga
Nun blieb uns weiter nordwärts nur noch das Cape Reinga. Von Kataia aus sind wir also weiter Richtung Norden gefahren.
Auf den Weg gibt es noch einige Dinge anzuschauen. Zum Beispiel ein Kaffee mit einer Kunstaustellung zum Cape und zum Thema Kauri Bäume. Klingt nicht sonderlich interessant, doch eine Treppe die in den oberen Stock führt hat es in sich...
Es gibt auch noch sehr coole Möbelstücke aus Kauriholz zu bestaunen und auch zu kaufen, doch fotografieren ist aus verständlichen Gründen nicht erlaubt.
Das Cape Reinga selber ist eine sehr gut besuchte Touristenattraktion. Am Tag Bilder ohne Leute zu schiessen ist nicht möglich. Besonders fotogen ist das Cape ja auch nicht, es geht mehr darum einmal dort gewesen zu sein.
Interessant ist vielleicht noch, dass hier am Cap die Tasmanische See und der Pacific zusammen kommen. Ich weiss nicht, ob der Farbunterschied dies zeigt oder ob es sich um verschiedene Tiefen handelt, doch es ist schön anzuschauen.
Auf dem Rückweg sind wir noch bei den grossen Dünen von Te Paki besucht. Sehr eindrücklich, doch nach oben habe ich es nicht geschafft.
Auf der Ostseite der Halbinsel an deren Spitze das Cape Reinga liegt, erstreckt sich die 90 Miles Beach. Die Neuseeländer haben anscheinend ein Problem damit eine Strecke zu vermessen. Die Beach ist ca. 100 Kilometer lang, also weder 90 Meilen noch 90 Kilometer...
Doch schön ist Sie trotzdem, nur herrscht etwas starker Verkehr. Alle Tour Busse und diverse Privatwagen fahren am Strand zurück nach Kataia. Auch wir sind das letzte Stück am Strand entlang gefahren. Eigentlich darf man dies mit Mietwagen nicht, doch aus einen bestimmten Grund habe ich ja einen 4WD Geländewagen gemietet ;-)
Kauri Coast
Als Kauri Coast wird das Gebiet der Westküste zwischen Northland und Auckland bezeichnet. Hier gab es grosse Kauri Wälder. Kauri Bäume sind die Mammutbäume Neuseelands. Diese Bäume sind nicht extrem hoch, aber geben sehr viel Holz da sie sehr gerade wachsen und einen beachtlichen Umfang erreichen.
Der grösste heute noch lebende Kauri ist der "Tāne Mahuta" oder auch "Lord of the Forest" genannt. Seine Gesamthöhe beträgt 51 Meter. Vom Boden bis zum Kronenansatz misst er 17,68 Meter und er hat einen Stammumfang von 13,77 Metern. Das Stammvolumen beträgt stattliche 244,5 m³. Das ist eine ganze Menge Holz!
Die Kauri Wälder haben die Pioniere in Neuseeland natürlich stark beschäftigt. Zum einen liess sich mit dem Fällen und Verkauf des Holzes Geld verdienen. Zum anderen wollten die Pioniere ja vor allem Weide- und Ackerland schaffen um eine Lebensgrundlage zu haben. Nur ist es hier nicht anders als in anderen Kolonien der Europäer. Der Boom hörte erst auf als es fast keine Kauri Bäume mehr gab.
Eine weitere Einnahmequelle war die Gewinnung von Kauri Harz und dem Ausgraben von versteinertem Kauri Harz. Das versteinerte Kauri Harz ist der Bernstein Neuseelands.
Der Geschichte der Kauri Bäume und der Nutzung durch die ersten Einwanderer Neuseelands ist ein wirklich gutes Kauri Museum im Matakohe (www.kauri-museum.com) gewidmet.
Auckland
Auckland, die letzte Station dieser wunderbaren Reise. Der Ballungsraum Auckland (Greater Auckland) ist mit über 1,4 Millionen Einwohnern – einem Drittel der Landesbevölkerung – die mit Abstand größte Agglomeration des Landes. Die Maori-Bezeichnung Tamaki-makau-rau bedeutet „Eine junge Schönheit mit 100 Liebhabern“.
Das landschaftliche Bild des multikulturellen Auckland wird von den ungefähr 50 inaktiven Vulkanen geprägt, über deren Rücken sich die Großstadt erstreckt. Ihnen verdankt die Stadt die weitläufigen Parkanlagen, die bis ins Zentrum reichen. Die Lage an geschützten Meeresbuchten trägt ebenfalls wesentlich zum Bild Aucklands bei, nicht zuletzt durch die zahlreichen Segelboote, die der Stadt den Beinamen „City of Sails“ einbrachten.
Von jeher ist Auckland nicht nur das infrastrukturelle, sondern auch das wirtschaftliche Zentrum Polynesiens. Zwei besonders wichtige Faktoren der Wirtschaft Aucklands machen den Ballungsraum zur bedeutendsten Stadt des Landes: Zum einen der Außenhandel und auf der anderen Seite das Finanzwesen. Vor allem in letzter Zeit ist auch der Tourismus von immer größerer Bedeutung.
Gegenüber dem Rest des Landes ist Auckland etwas schneller getaktet. Doch die Stimmung bleibt dennoch sympathisch und besonders das schlendern am Hafen macht viel Spass.
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