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Die Massage gehört weltweit zu den ältesten Therapiemethoden. Diese wirkungsvolle Form der
Gesundheitspflege wird in vielen Kulturkreisen praktiziert. Besonders in den östlichen Ländern wurde die Heilwirkung der Massage seit Jahrtausenden hoch angesehen, was in den vielen traditionell
überlieferten Massagetherapien zum Ausdruck kommt.
In Europa dagegen geriet die Massage während des Mittelalters weitgehend in Vergessenheit. Eine Renaissance erlebte die Massage erst im 19. Jahrhundert, als der Schwedische Masseur Pehr Henrik Ling (1776-1839) eine Gymnastik mit Massagegriffen entwickelte. Auf der Grundlage dieser sogenannten Schwedischen Massage entwickelte der Berliner Orthopäde Albert Hoffa (1859-1907) die heute gebräuchlichen Techniken der klassischen Massage. In der Folgezeit entstanden zahlreiche Massagetherapien, die im heutigen Gesundheitssystem zu einem festen Bestandteil der medizinischen Behandlung geworden sind.
Durch die in der Massagetherapie gesetzten physikalischen Reize auf die Gewebe des Körpers wird beispielsweise die Blut- und Lymphzirkulation gesteigert, was zu einem vermehrten Abtransport von Stoffwechselendprodukten sowie einer verbesserten Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen führt. Die Muskelspannung wird reguliert, Schmerzen werden gelindert, die Atmung vertieft, das Immunsystem gestärkt und die Psyche positiv beeinflusst. Die Massagetherapie unterstützt den Körper bei Beschwerden des Bewegungsapparates und der inneren Organe durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte, also der natürlichen Fähigkeit des Organismus zur Erholung, Regulation, Heilung und Anpassung. Der Organismus wird unterstützt wieder sein physiologisches Gleichgewicht zu finden.