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Apples unbequemer Grossinvestor Carl Icahn startet einen neuen Angriff auf die Bargeld-Reserven des iPhone-Riesen. In einem offenen Brief an Konzernchef Tim Cook forderte Icahn am Donnerstag eine Ausweitung der Aktienrückkäufe.
"Wir sind der Ansicht, dass Apple dramatisch unterbewertet ist auf dem gegenwärtigen Markt, und je mehr Aktien nun zurückgekauft werden, desto stärker wird jeder verbleibende Aktionär davon profitieren", erklärte Icahn in dem Schreiben an das Apple-Kontrollgremium. Zugleich äusserte der Investor die Erwartung, dass Apple seinen Gewinn je Aktie in den Jahren 2016 und 2017 um jeweils 30 Prozent steigern sollte. Die Börse reagierte relativ gelassen. Apples Anteilsscheine eröffneten um 0,7 Prozent im Plus.
Seine Forderung trug Icahn gepaart mit einer Charme-Offensive vor: Cook und sein Team lieferten exzellente Arbeit, Anleger würden das jedoch nicht ausreichend schätzen, deshalb sei Apple an der Börse unterbewertet. Um den Kurs auf ein angemessenes Niveau zu hieven, solle das Unternehmen mehr eigene Aktien zurückkaufen.
Icahn war 2013 in grösserem Stil bei Apple eingestiegen und hatte dann lautstark nach einer Ausweitung der Aktienrückkäufe verlangt. Im Februar gab er vorerst Ruhe. Zur Wochenmitte hatte der Investor dann einen "interessanten Brief" an Apple-CEO Cook angekündigt.
Zuletzt konnte Icahn einen Triumph durch die von ihm geforderte Trennung eBays von der Tochter PayPal verbuchen, gegen die sich der Konzern lange gesträubt hatte. Der Online-Bezahldienst PayPal soll im kommenden Jahr an die Börse gebracht werden. (sda/mim)