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“Sauberes Wasser zu finden war für uns immer ein Problem, nun sind wir aber glücklich, weil wir genügend Wasser für Alle haben. Und wir können es benutzen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Hätten wir kein Wasser gehabt, dann hätten wir die Ansteckungsexplosion von Coronavirus erlitten".
Dies ist die Erzählung von Anastacia, Mutter von neun Kinder, über die Geschehnisse in der ländlichen Gemeinschaft des Dorfes von Mokongwo in Kenya, wo die hauptsächliche Einnahmequelle die Züchtung von Ziegen, Schafe und Kühe ist.
Anastacia ist eine kleine Züchterin und sie bemüht sich ihre ganze Familie damit zu ernähren. Sie ist Teil des Komitees für die Katastrophenbewältigung (DMC), um ihre Gemeinschaft zu helfen, auf Naturkatastrophen, wie Trockenheit und Überschwemmungen, welche ihre Region regelmässig treffen, zu reagieren. Heute ist Anastacia mit uns von ActionAid bemüht, ihr Dorf gegen eine unerwartete Katastrophe zu unterstützen: die Coronavirus-Pandemie.
Zusammen mit den anderen Frauen des Dorfes bemüht sie sich die zu treffenden Hygienemassnahmen zu verbreiten, Seifen und Desinfektionsmittel zu verteilen und insbesondere die Trinkwasserversorgung für die Gemeinschaft zu gewährleisten.
“An einem typischen Tag, stehe ich um 5:00 Uhr morgens auf und bereite meine Kinder auf die Schule vor. Dann kümmere ich mich um den Haushalt und um die Landwirtschaft. Hier anzubauen war nicht einfach, weil der Boden sehr felsig ist und ich ein Jahr lang Steine entfernen musste, um mein Stück Land für die erste Ernte vorzubereiten. Unsere Region wurde von den Auswirkungen der Klimaveränderung stark betroffen, die Niederschläge sind knapp, sehr unregelmässig und erschweren das rechtzeitige Anpflanzen des Saatguts, um die Ernte nicht zu verlieren. Ohne Wasser können wir nicht überleben, ohne Wasser können wir uns gegen den Virus nicht schützen” erklärt Anastacia.
“Heute definieren mich alle als eine Leaderin, eine Aktivistin für Frauenrechte. Dies weil ich meine Fähigkeiten im Rahmen der Ausbildungskurse von ActionAid über die Anpassungsfähigkeit entdeckt habe. Mit dem erworbenen Selbstvertrauen unterstütze ich die Rechte der Frauen und der Mädchen in meiner Gemeinschaft. Auf unseren Schultern lastet eine grosse Verantwortung, aber wir leben immer noch so, wie wenn nur unsere Anwesenheit und Mühe akzeptiert wird, aber nie unsere Stimme. Zum Beispiel, als ich angefangen habe, liess mich Mein Mann nicht an den Frauengruppentreffen teilnehmen. Bis ich als Vize-Sekretärin ernannt wurde und die Situation sich geändert hat.
Das Vertrauen, welches das ganze Dorf in mich als Frauenleaderin setzt, hat heute einen grossen Wert, es sind hauptsächlich die Frauen, welche sich bemühen, um das Coronavirus zu stoppen. Ich werde respektiert, weil ich zu teilende Kenntnisse, Informationen und Lektionen habe, um das Leben Aller zu retten” betont Anastacia.
Helfen Sie uns andere Frauen wie Anastacia zu unterstützen und Menschenleben zu retten!