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TODO SOBRE MI MADRE
Nach dem Tod ihres Sohns, der an seinem 17. Geburtstag beim Versuch, das Autogramm einer Schauspielerin zu erhalten, unter ein Auto gerät, bricht seine Mutter zu einer Reise in ihre Vergangenheit auf. In Barcelona trifft sie eine Reihe alter Freundinnen wieder, die alle von nicht geringeren
existenziellen Nöten geplagt sind, und sucht Kontakt zum Vater des Jungen, der inzwischen als weibliche Prostituierte arbeitet. In gewohnt präziser
Weise entwirft Pedro Almodóvar eine Reihe plastischer Frauenfiguren, die versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Im Vergleich zu seinen
früheren Werken ist der Film leiser und unspektakulär inszeniert; selbst der Humor wurde den ernsthaften Episoden um Krankheit und Tod, Liebe und Lebensziele geopfert.
Im Film kommen Männer praktisch nicht mehr vor und spielen keine Rolle oder haben sich in Frauen verwandelt – und niemand vermisst sie. Es sind die Frauen, die ihr Leben in die Hand nehmen, es sich zwar selbst und gegenseitig oft schwer machen, am Ende aber doch in unerschütterlicher Solidarität zueinander stehen. Dies allein wirkt tröstlich in der traurigen Geschichte des Films, in der der Tod allgegenwärtig ist, in der es um Heroinsucht und Aids ebenso geht wie um gebrochene Herzen und verlorene Lebensziele.