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Einvernehmliche Scheidung
Mehr als 90% der Scheidungen in der Schweiz erfolgen in gegenseitigem Einvernehmen. Dies ist bei weitem die einfachste, schnellste und billigste Form der Scheidung.
Sie hat den Vorteil, dass sich die Ehegatten nicht auf ein langwieriges Verfahren einlassen müssen und vermeidet die Qualen eines psychisch und finanziell schwer zu ertragendem Prozesse.
Der Vorteil der einvernehmlichen Scheidung liegt auch darin, dass sie jederzeit erfolgen kann.
Sind sich die beiden Ehegatten nicht einig, so kann ein Scheidungsantrag nur von einem der Ehegatten erst nach einer faktischen Trennung von mindestens zwei Jahren gestellt werden.
Die einvernehmliche Scheidung wird ausgesprochen, sobald beide Ehegatten mit der Scheidung grundsätzlich einverstanden sind.
Sind sich die Ehegatten auch über alle Nebenfolgen der Scheidung einig, handelt es sich um eine einvernehmliche Scheidung mit vollem Einverständnis: Der Richter prüft lediglich, ob die Vereinbarung fair ist und ob sie mit dem Wohl der Kinder vereinbar ist. Wenn dies der Fall ist, wird er die Vereinbarung in einem Urteil akzeptieren.
Können sich die Ehegatten über einige oder alle Nebenfolgen der Scheidung nicht einigen, handelt es sich um eine einvernehmliche Scheidung mit Teileinigung: Die Ehegatten bitten den Richter, über das Schicksal der Nebenfolgen, über die Uneinigkeit besteht, zu entscheiden.
Die Nebenfolgen einer Scheidung sind wie folgt:
- Zuweisung von Familienwohnung
- Aufteilung der beruflichen Vorsorge
- Ehegattenunterhalt nach der Scheidung
- Schicksal der Kinder: elterliche Sorge, Obhut, Umgangsrecht
- Kindesunterhalt
- Auflösung des Güterstandes (das Schicksal des Vermögens beider Ehegatten)
- Auflösung des Güterstandes (das Schicksal des Vermögens beider Ehegatten)
Wollen die Ehegatten, insbesondere aus religiösen Gründen, offiziell verheiratet bleiben und sich nicht scheiden lassen, aber trotzdem alle Nebenfolgen wie bei einer Scheidung regeln (insbesondere die Auflösung des Güterstandes und die Teilung oder Nicht-Teilung des BVG), so ist ein Antrag auf Trennung zu stellen.
Im Hinblick auf das gerichtliche Scheidungsverfahren: Die Ehegatten reichen beim Richter einen gemeinsamen Antrag mit der sie die Scheidung anstreben ein und legen eine vollständige Vereinbarung über die außerstreitigen Nebenfolgen mit den erforderlichen Unterlagen (Heiratsurkunde, Gehaltsabrechnungen, Vermögensaufstellung, Bescheinigungen der beruflichen Vorsorge, Mietvertrag usw.) vor.
Stufen der einvernehmlichen Scheidung / Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
Aus Gründen der Vereinfachung beziehen wir uns hier auf die Ehescheidung, aber die Grundsätze und Beobachtungen sind die gleichen für die Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft.
Die Webseite ermöglicht es Ihnen, alle notwendigen Unterlagen zu generieren, die an das Gericht geschickt werden müssen, um einvernehmlich geschieden zu werden. Sie müssen sich in allen Punkten einig sein (mit Ausnahme der Höhe des Kindesunterhalts, den Sie in das Ermessen des Gerichts stellen können).
Nach der Zahlung auf der Webseite und nachdem unsere Anwälte Ihre Dokumentation kommentiert haben (innerhalb von 3 – 4 Tagen nach der Zahlung per E-Mail), laden Sie Ihre Dokumentation von „Mein Konto“ herunter und senden sie an das Gericht.
Das Gericht wird Sie dann auffordern, innerhalb von 10 – 15 Tagen die Gerichtsgebühren (Gebühren, die der Kanton für die Bearbeitung Ihres Falles durch das Gericht erhebt) zu bezahlen.
Zwei bis drei Wochen nach Zahlung der Gebühr beruft das Gericht die Eheleute zu einer Anhörung ein. Sie müssen persönlich hingehen (oder aus sehr guten Gründen entschuldigt sein, siehe Lexikon – Verfahren). Die Anhörung dauert 20 bis 30 Minuten. Das Gericht vergewissert sich, dass der Scheidungsantrag seriös ist und dass der Vereinbarung freiwillig zugestimmt wurde.
Spätestens in der mündlichen Verhandlung können Sie Ihre Scheidungsvereinbarung ändern oder einer von Ihnen teilt dem Gericht mit, dass er/sie nicht mehr einverstanden ist. Wenn Sie die Vereinbarung bei der Anhörung bestätigt haben, werden Sie sie kaum noch einseitig (ohne Zustimmung der anderen Partei) ändern können.
Innerhalb von drei bis sechs Wochen nach der Anhörung erhalten Sie ein Urteil, in dem der Richter die Scheidung ausspricht und die Vereinbarung bestätigt (mit allen Klarstellungen oder Änderungen, die Sie bei der Anhörung vereinbart haben).
Das Gericht ist immer völlig frei, die Bedingungen der Vereinbarung zu bestätigen oder zu ändern, wenn es um die Kinder oder den Grundsatz der Aufteilung des BVG geht.
Insgesamt dauert es, je nach Überlastung der Gerichte, zwischen 2 und 5 Monaten von dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Unterlagen an das Gericht schicken, bis zum Erhalt des Scheidungsurteils bzw. des Beschlusses über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft.
Sie sind erst 30 Tage nach Erhalt des Scheidungsurteils rechtskräftig geschieden.
Seit 2007 haben 100 % der Klienten der Website ihr Urteil pünktlich und zum Festpreis erhalten.
In spezifischen Unterseiten finden Sie auf der Webseite alle Details zu
- die Aufteilung der ehelichen Wohnung,
- Angelegenheiten, die minderjährige Kinder betreffen (Umgang, Auskunftsrecht, elterliche Sorge, abwechselnde oder nicht abwechselnde Obhut, Umgangs- und Alimentenrecht, Wohnsitz des Kindes)
- Sonderregelungen, wenn das Kind in einem anderen Kanton oder im Ausland lebt
- die Pflicht, ein volljähriges Kind zu unterhalten
- der Güterstand und seine Auflösung (einschließlich des Gebäudes)
- ob das während der Ehe angesammelte BVG-Vermögen aufgeteilt werden soll oder nicht
- Gerichtsgebühren
Um Längen oder Wiederholungen zu vermeiden, wird auf diese spezifischen Unterseiten auf der Webseite unter «F.A.Q.» verwiesen.