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|Schweiz / Svizzera|

|Wie signifikant ist echokardiographisch diagnostizierte Pulmonale Hypertonie ? |
|Wir haben zwei Studien zu dem Thema "Diagnose der pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck) mittels Echokardiographie" in Kurzform rezensiert. |
1-Echokardiographisch diagnostizierte pulmonale Hypertonie ohne klinisches Korrelat ist mit arterieller Hypertonie assoziert
Doppler-Echokardiographie zeigt oft pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck) bei Patienten ohne klinisches Korrelat oder ohne bekannte Ursachen. Die Studie in Chest geht der Frage nach, ob die diagnostizierte pulmonale Hypertonie unklarer Genese mit systemischer arterieller Hypertonie (Bluthochdruck) assoziert ist.
Insgesamt 42 Patienten (echokardiographisch gemessener pulmonalarterieller Druck > 40mmHg ) wurden mit 84 Probanden ohne echokardiograhisch diagnostizierte pulmonale Hypertonie (PH) verglichen.
In der PH-Gruppe war das Prävalenz von systemischer arterieller Hypertonie signifikant höher als in der Kontrollgruppe (98% vs. 72%). Der mittlere systolische Wert, gemessen direkt nach Echokardiographie, lag ebenfalls höher in der PH-Gruppe (154 vs. 138 mmHg).
Fazit:
Die Forscher ziehen die Schlussfolgerung, dass echokardiographisch diagnostizierte pulmonale Hypertonie ohne klinisches Korrelat meistens bei älteren Patienten mit systemischer arterieller Bluthochdruck vorkommt.
Finkelhor RS et al. Unexplained pulmonary hypertension is associated with systolic arterial hypertension in patients undergoing routine Doppler echocardiography. Chest 2003 Mar; 123:711-5.
2- Echokardiographische Beurteilung der pulmonalen Hypertonie bei Patienten mit fortgeschrittener Lungenkrankheit - Vergleich mit Rechtsherzkatheter
Eine zweite Studie untersuchte bei 166 Patienten, die auf eine Lungentransplantation warten, die Fragestellung, wie zuverlässig und genau Echokardiographie den pulmonalarteriellen Druck misst. Die Studie vergleicht die Echokardiographie-Ergebnisse mit dem Goldstandard Rechtsherzkatheter.
Der gemessene pulmonalarterielle Druck differierte in beiden Gruppen mehr als 10mmHg bei 48% der Patienten und mehr als 20 mmHg bei 28 % der Patienten.
Fazit:
Die Mediziner kommen zu der Schlussfolgerung, dass Doppler-Echokardiographie bei der Messung des pulmonalarteriellen Druckes vor allem bei Patienten mit bekannten Lungenkrankheiten ungenaue Ergebnisse liefert und zu einer gehäuften falsch-positiven Diagnose der pulmonalen Hypertonie führt.
Arcasoy SM et al: Echocardiographic assessment of pulmonary hypertension in patients with advanced lung disease. Am J Respir Crit Care Med 2003 Mar 1;167(5):735-40
[@uelle medknowledge]
|Veröffentlicht von Administrator am Montag, den 09.06.2003 um 13:28 Druckversion|
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