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Hunderte geladene Gäste haben sich 200 Jahre nach der Schlacht von Waterloo unter dem Löwenhügel zu einer Gedenkfeier für die über 48‘000 gefallenen und verwundeten Soldaten versammelt.
Die Zeremonie südlich von Brüssel leitete der belgische König Philippe, begleitet von seiner Gattin Mathilde. Der belgische Premierminister Charles Michel erinnerte daran, dass «die Feinde von gestern überzeugte Verbündete» geworden sind. Die Schlacht habe die Karte Europas nachhaltig verändert.
Frankreich und Deutschland durch Botschafter vertreten
Auch das Königspaar der Niederlande, Alexander und Máxima sowie der Grossherzog Henri von Luxemburg und Maria Teresa nahmen an der Gedenkfeier teil. Die Europäische Kommission war mit dem Vizepräsidenten Frans Timmermans vertreten.
Hingegen entschuldigten sich sowohl Frankreichs Staatspräsident François Hollande als auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und liessen sich durch ihre Botschafter vertreten.
Europas Geschichte verändert
Vor 200 Jahren, am 18. Juni 1815 schlug ein Truppenverband aus Briten, Preussen und Niederländern vernichtend die französische Armee unter Napoléon. Damit endete die Herrschaft des französischen Kaisers Napoléon I. und leitete in vielen Ländern Europas eine Phase des Friedens ein. Insgesamt sollen bei den Kämpfen 48'000 Soldaten gefallen sein. Kaiser Napoléon dankte ab, und Ludwig XVIII. kehrte auf den französischen Thron zurück. Napoléon wurde auf die Insel St. Helena im Südatlantik verbannt, wo er 1821 in britischer Gefangenschaft starb.
Bis zum Wochenende erwarten die Veranstalter insgesamt 200'000 Besucher bei den verschiedenen Gedenkzeremonien. Im Zentrum stehen eine Licht-und-Ton-Show am Donnerstagabend und die Nachstellung historischer Schlachtszenen am Freitag und Samstag mit mehr als 5000 Teilnehmern, 360 Pferden und etwa hundert Kanonen.