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Microsoft stopft Windows Server 2008, Exchange Server 2007, Forefront Security, SQL Server 2008 und anderes in ein Paket namens "Essential Business Server" für mittelgrosse Kunden.
Microsoft entwickelt wie bereits bekannt ein neues Server-Softwarepaket speziell für mittelgrosse Unternehmen. Nun hat Microsoft den offiziellen Namen für das bisher unter dem Codenamen "Centro" laufende Projekt – "Windows Essential Business Server" - sowie weitere Details bekannt gegeben. Windows Essential Business Server soll im Rahmen der "Windows Server 2008"-Welle in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres lanciert werden. Nächste Woche wird das Serverpaket an der TechEd in Barcelona erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.
Mittelgrosse Unternehmen haben, wie in der letzten Zeit von der IT-Indiustrie verstärkt wahrgenommen wird, IT-Bedürfnisse, die sich sowohl von denen grosser Unternehmen als auch von denen kleinerer Unternehmen, mit denen sie als "KMU" oft in einen Top gweworfen werden, unterscheiden. Wenn es nach Microsoft geht, sollen die MUs unter den KMUs in Zukunft viele von Microsofts Serverprodukten nicht mehr einzeln, sondern als Paket erwerben. Windows Essential Business Server ist daher nicht nur eine Spezialedition von Windows Server, sondern sondern wird gleich auch noch den Exchange Server 2007, die Datenbank SQL Server 2008, die Security-Produkte Forefront Security for Exchange und ISA-Server sowie die Management-Suite System Center Essentials umfassen.
Das macht es natürlich zu Gunsten der Redmonder wahrscheinlicher, dass die angepeilten Kunden nicht etwa in Einzelbereichen bei einem anderen Hersteller über den Hag grasen. Den Kunden verspricht Microsoft dafür ein deutlich vereinfachtes Management, das ihren IT-Abteilungen mehr Zeit für andere Aufgaben als die reine Infratsrukturbetreuung verschaffen soll. Vereinfacht wird unter anderem die Lizenzierung, da für alle inbegriffenen Produkte eine einheitliche Client Access License (CAL) gilt. Die verschiedenen Server sollen ausserdem über eine einheitliche Oberfläche verwaltet werden und auf einer einheitlichen Infrastruktur laufen.
Verschiedene Hardwarepartner würden diese Serverinfrastruktur gerne liefern. Fujitsu Siemens, so Steven VanRoekel, Director von Microsofts Server Solution Group, möchte seine "Primergy"-Server zusammen mit "Business Essentials" und dazugehörigen Services als Gesamtpaket anbieten. HP sehe vor allem seine neuen "c-Class c3000" Bladeserver (Spitzname "Shorty"
) als ideale Hardwareplattform und IBM wolle die Lösung auf seinen "BladeCenter S" und "System x"-Servern pushen. Intel ist auch als Hardwarepartner dabei und wird in Barcelona den "Intel Modular Server" zeigen, ein Server/Storage-Gesamtsystem durch das sich auch Assemblierer mit Business Essentials-Gesamtlösungen profilieren könnten.
Auch wichtige Softwarehersteller wie CA, Citrix, FullArmor, McAfee, Quest, Symantec und Trend Micro sind als Partner dabei und wollen "Add-ins" für Business Essentials anbieten, auch wenn gerade die Security-Spezialisten darunter wenig Freude daran haben dürften, dass Microsoft auch Forefront und den ISA-Server ins Bündel geschnürt hat. CA will zum Beispiel seine "ARCserve"-Backup-Lösung als Add-in anbieten und Citrix Access-Lösungen für Mitarbeiter im Aussendienst. Das Prinzip der Add-ins, die ebenfalls unter der gemeinsamen Oberfläche verwaltet werden, will auch Microsoft selbst für weitere Server-Produkte wie den "Office SharePoint Server" oder die Business Softwarelösungen "Dynamics AX" und "Dynamics CRM" anwenden. (Hans Jörg Maron)