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Die Untere Ranftkapelle oder Bruderklausenkapelle wurde mit Hilfe frommer Spenden 1501–04 erbaut und am 22. Juli 1504 zu Ehren der Madonna, der hl. Maria Magdalena, der Kreuzerhöhung und der zehntausend Ritter geweiht. An den spätgotischen Saal mit Holzdecke von Peter Tischmacher in Uri von 1503 (an Ort Kopie) schliesst sich ein eingezogener Polygonalchor an. Im Inneren zeigt dieser ein schönes Rippengewölbe mit figuralen Schlusssteinen. Nahezu die ganze Kirche ist mit Wandgemälden unterschiedlicher Zeiten ausgestattet. Die letzte Restaurierung erfolgte 1985–86. Alte Beschreibungen der Kapelle erwähnen verschiedene Glasgemälde, u.a. Stiftungen eines Lausanner Bischofs (Aymon oder Sébastien de Montfalcon, zwischen 1647 und 1654 zerstört) und der Familie Segissser. Zwei Scheiben wurden noch 1873 oder 1874 aus der Kapelle nach Bern verkauft.
Robert Durrer, Die Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden, Zürich 1899–1928 (Nachdruck 1971).
Lothar Emanuel Kaiser, Bruder Klaus und seine Heiligtümer. Sachseln Flüeli Ranft, 3. Aufl., Lindenberg 2015.