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Amiodaron und Paroxetin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Die gemeimsame Einnahme von Amiodaron (CYP1A2-, CYP2C9-, CYP2D6-, CYP3A4-Inhibitor) und Paroxetin, welches über CYP2D6 metabolisiert wird, kann zu erhöhten Paroxetinkonzentrationen führen.
Effekt
Erhöhtes Risiko für kardiale unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie Arrhythmien oder Torsades de pointes [Funk KA, 2013]. Unter einer erhöhten Paroxetinexposition besteht ein verstärktes Risiko für unerwünschte EFfekte des SSRIs.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Da Amiodaron die Paroxetin-Konzentrationen erhöhen kann, sollte Paroxetin initial im unteren Bereich (10 mg/d) dosiert werden, langsame Dosistitration anhand Verträglichkeit. Aufgrund der langen Halbwertszeit von Amiodaron (20-100 Tage) kann die Interaktion auch nach Absetzen von Amiodaron noch auftreten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018