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Schweizer Forschende fordern vom Bundesrat eine rasche Umsetzung des CO2-Gesetzes
Klimaerklärung der Forschenden 2004
Schweizer Forschende, die sich mit der Klimaänderung befassen, sind beunruhigt über die zu erwartende Klimaerwärmung und deren zum Teil irreversiblen Auswirkungen. Die CO2-Emissionen der Industrieländer sind heute doppelt so hoch wie die maximal tolerierbare Menge der ganzen Welt. Reduktionsmassnahmen in den Industrieländern sind daher unumgänglich. Eine wirksame, langfristig ausgelegte Klimapolitik auf nationaler und internationaler Ebene ist erforderlich, um die Konsequenzen einer Klimaerwärmung zu mildern. Das Kyoto Protokoll und das CO2-Gesetz sind erste Schritte in die richtige Richtung. Der Klimarappen hat im Vergleich zur CO2-Abgabe sehr geringe Lenkungswirkung in der Schweiz und bietet keine langfristige Perspektive. Die Forschenden sehen daher die Glaubwürdigkeit der schweizerischen Klimapolitik und die erzielten Fortschritte beim Klimaschutz durch eine weitere Verzögerung der CO2-Abgabe zu gefährden. Sie bitten den Bundesrat, sich klar hinter das CO2-Gesetz zu stellen und dieses rasch umzusetzen. Die Erklärung ist von 130 namhaften Forschenden aus den Bereichen Klima-Beobachtung und -Modellierung bis hin zu ökonomischen und technischen Massnahmen und den potentiellen Folgen unterzeichnet. Die Liste der Forschenden ist der Erklärung angefügt.