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Die historische Kutsche seines Urgrossvaters, der seinerzeit Staatspräsident war, spielt eine nicht unwichtige Rolle im Leben des kleinen Julius, der Hauptperson in Eine Welt für Julius von Alfredo Bryce Echenique.
Julius entstammt einer immens reichen Familie in Peru und wächst im Luxus auf. Im Grunde hat er alles, was man sich nur wünschen kann. Doch wie so oft ist materieller Besitz auch hier eben nicht alles. Julius‘ Vater ist früh gestorben. Auch Cinthia, seine ältere Schwester und engste Vertraute, stirbt. Seine Mutter Susan ist hauptsächlich mit ihrem High-Society-Leben und ihrem neuen Ehemann beschäftigt. Seine älteren Brüder Santiago und Bobby ignorieren ihn. In seiner Einsamkeit tut Julius nun das, was er in seiner Eigenschaft als „junger Herr“ eigentlich auf gar keinen Fall tun dürfte: Er sucht Zuflucht bei den Dienstboten. Bei Nilda, der Köchin; bei Carlos, dem Chauffeur; und besonders bei Vilma, dem Kindermädchen. Julius mag die Angestellten und die Angestellten mögen ihn auch. Er ist nämlich nicht so hochnäsig und rücksichtslos wie andere Mitglieder der Herrschaft!
Julius geht zum ersten Mal zur Schule, erlebt seine Erstkommunion, darf zum ersten Mal nicht alleine im Kinderzimmer, sondern „wie ein Grosser“ mit dem Rest der Familie zusammen im Speisezimmer essen… Mit jedem Schritt auf dem Lebensweg entdeckt er einen neuen Teil der Welt. Julius mag zwar klein sein, aber er geht mit offenen Augen durch das Leben. Und manchmal, ja manchmal begreift er wesentlich mehr, als man denkt. Eine Welt für Julius ist ein Entwicklungsroman und zugleich ein Gesellschaftsporträt der sogenannten „Oberen Zehntausend“.