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So scheinen etwa fünf Prozent der Eschen gegenüber dem Pilz resistent zu sein, wie das Zuger Amt für Wald und Wild am Donnerstag mitteilte. Einzelne Bäume, die keine Krankheitssymptome oder nur einen geringen Befall aufweisen, würden daher bewusst stehen gelassen.
Denn diese Bäume könnten ihre Resistenz an ihre Nachkommen übertragen. Dies sei eine entscheidende Voraussetzung, damit sich das Eschenvorkommen langfristig erholen könne.
Der Pilz wird das "falsche weisse Stengelbecherchen" genannt und verursacht das Eschentriebsterben. Die Pilzkrankheit wurde 2008 erstmals in der Schweiz festgestellt. Im Kanton Zug verursacht sie seit 2009 Schäden.
Verbreitet wird der Pilzerreger durch den Wind. Im Sommer werden die Eschenblätter von Pilzsporen befallen. Diese gelangen über Blattstiele in Zweige und Äste bis hin zum Stamm. Weil die Triebe oberhalb der Befallstelle nur noch ungenügend mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden können, sterben zuerst die Triebe und schliesslich die gesamten Bäume ab.
Ein weiteres Problem: Durch den Pilzbefall geschwächte Bäume sind anfällig für weitere Schädlinge, die das Absterben der Eschen zusätzlich beschleunigen.
Stark befallene Eschen stellen - vor allem wenn sie sich entlang von Strassen und Gebäuden befinden - ein Sicherheitsrisiko dar und müssen gefällt werden. Häufig sei das untere Stammstück vom Pilz verfärbt und habe keinen Wert mehr, der Rest des Holzes erziele aber marktübliche Preise, heisst es weiter.
Eschenholz wird als Energieholz, selten als Bauholz verkauft. Da die Bäume aber in der Regel früher geerntet werden müssen, als wenn sie nicht krank wären, ist der Holzerlös aufgrund des geringeren Durchmessers tiefer.
Die Esche ist sowohl schweizweit als auch im Kanton Zug nach der Buche die zweithäufigste Laubbaumart. Im Kanton Zug machte sie gemäss einer Erhebung aus dem Jahre 2010 knapp sieben Prozent der Laubbäume aus. Jährlich müssen im Kanton Zug wegen des Eschentriebsterbens rund 4000 Kubikmeter Eschenholz gefällt werden, was rund 200 Lastwagenladungen entspricht. Darin seien Eschen, die nicht genutzt werden und langsam im Wald absterben, nicht inbegriffen, betont das Amt für Wald und Wild.
(sda)