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Fortgesetzte Erholung an den Aktienmärkten
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Karine Patron
Vermögensverwalterin
Banque Bonhôte & Cie SA
Die Aktienmärkte setzten ihre Erholung in der vergangenen Woche gestützt auf den verlangsamten Preisanstieg und die ungeachtet der geldpolitischen Straffung widerstandsfähige Wirtschaft fort.
Die Anleihenrenditen blieben stabil. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen notierte bei rund 3,50%, diejenige der deutschen Bundesanleihen bei etwas über 2,20%.
In den USA wurde im vierten Quartal ein annualisiertes BIP-Wachstum von +2,9% verzeichnet, während die Prognose bei +2,6% lag. Im Weiteren schwächte sich die Kontraktion des US-Privatsektors im Januar ab. Der Composite-Einkaufsmanagerindex lag im Januar bei 46,6 Punkten, verglichen mit 45,0 Punkten im Vormonat.
Die US-Wirtschaft erweist sich als resistent. Die Aufträge für langlebige Güter stiegen im Dezember mit +5,6% stärker als erwartet (+2,5%) an, nachdem sie im November einen Rückgang von 1,7% verzeichnet hatten. Die Verbraucherausgaben, die über zwei Drittel der US-Wirtschaftsaktivität ausmachen, bildeten sich im vergangenen Monat jedoch um 0,2% zurück.
Der Arbeitsmarkt bleibt dynamisch. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ging in der vergangenen Woche auf 186‘000 zurück, nach 192‘000 in der Vorwoche, gegenüber einer Prognose von 205‘000. Die Zahl der Personen, die regelmässig Arbeitslosenunterstützung erhielten, belief sich in der Woche zum 14. Januar auf 1,675 Millionen, gegenüber 1,655 Millionen in der Vorwoche.
Die Inflation ging weiter zurück; die Verbraucherpreise (PCE-Preisindex) stiegen im Dezember auf Jahresbasis um 5%, verglichen mit +5,5% im November. Unter Ausschluss von Energie und Nahrungsmitteln stieg die PCE-Kernrate im Jahresvergleich um 4,4%, gegenüber 4,7% im Vormonat. Diese Entwicklung könnte die US-Notenbank dazu veranlassen, das Tempo ihrer Zinserhöhungen ab dieser Woche zu verlangsamen.
In Europa verbessert sich die Wirtschaftslage. So erholte sich der Composite-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone im Januar den dritten Monat in Folge. Er erreichte 50,2 Punkte gegenüber 49,3 im Dezember. Der Index für den Dienstleistungssektor stieg auf 50,7 Punkte an, während die Produktion im verarbeitenden Gewerbe leicht zurückging. Die Auswirkungen der Energiekrise lassen nach.
Vor diesem Hintergrund schloss der S&P 500 die Woche mit einem Plus von 2,47%, während der Technologieindex Nasdaq um 4,32% zulegte. Der Stoxx 600 Europe machte +0,67% gut.
Diese Woche werden die Entscheidungen der Fed über ihren geldpolitischen Kurs sowie die weitere Veröffentlichung der neusten Unternehmensergebnisse im Fokus stehen.