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Bandi ist das Pseudonym des ersten literarischen Dissidenten aus Nordkorea. Sein Buch ist die Sammlung von sieben Geschichten, die unter riskanten Umständen aus dem Land gelangt sind. Mit feinem Sinn für Humor erzählt der Autor vom Leben unter dem totalitären Regime. Da ist der junge Bauer, dem die Reisegenehmigung fehlt, um seine sterbende Mutter zu besuchen. Und die Ehe eines jungen Ingenieurs zerbricht an den vererblichen Hierarchien. Der Autor der Geschichten klagt an, macht keinen Hehl aus seiner Wut. Ein einzigartiger Blick in ein abgeschottetes Land und ein mutiges Stück Literatur.
Rezension
"Einfach im Ton und genau mit Details, wirken diese Erzählungen wie Fensterbilder in ein Land, von dem man kaum etwas weiss.", Deutschlandfunk "Büchermarkt", 06.09.2017
Portrait
Bandi,
"Bandi", geboren 1950, ist ein von der nordkoreanischen Regierung anerkannter Schriftsteller und Mitglied des Zentralkomitees der Chosun Schriftsteller-Vereinigung. Nachdem er Zeuge der Ereignisse um den "beschwerlichen Marsch" wurde, der Hungersnot, die vom Ende der Achtziger Jahre bis in die Neunziger Jahre herrschte, wurde Bandi ein entschiedener Gegner des nordkoreanischen Regimes, das er für massenhaften Hungertod und menschliches Leid verantwortlich macht. In seinem Werk hält er das Leid einfacher Nordkoreaner fest, die niemanden haben, mit dem sie ihre Sorgen teilen können.
Lee, Ki-Hyang
Ki-Hyang Lee, geboren 1967 in Seoul, studierte Germanistik, Pädagogik und Japanologie in Seoul, Würzburg und München, promovierte 2001 und gründete 2011 den Märchenwaldverlag. Neben der Arbeit als Übersetzerin und Verlegerin lehrt Ki-Hyang Lee seit 2015 als Sprachdozentin an der Technischen Universität München. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Han Kang, Hwang Sun-Won, Jooyoung Kim, I-Seol Kim, Haemin Sunim, Sung-U Lee, Do Hyun Ahn, Song Sok-ze und Jong-Rae Jo. Sie lebt in München.
Aus Nordkorea unter lebensgefahr geschmuggelte Erzählungen
von einer Kundin/einem Kunden am 07.08.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe
Eigentlich ganz schlichte Kurzgeschichten die vielleicht für Menschen in Europa als Absurd erscheinen möchten, aber für Menschen in Nordkorea die Realität bilden. Diese Geschichten bieten einen sehr wichtigen Einblick in ein völlig isoliertes und abgeschottetes Land. Bücher wie diese sollten eigentlich auf dem Lehrplan stehen.
Literatur aus Nordkorea
von einer Kundin/einem Kunden am 13.08.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)
Bandi ist ein Pseudonym, viel wissen wir nicht über den Autor dieses Werks, das weniger durch literarische Finesse sondern eher durch seine kuriose Herkunft besticht. Aus Nordkorea geschmuggelt, stehen in allen Geschichten aus diesem Band ganz normale Menschen im Mittelpunkt, staatstreue Bürger, in denen die Saat des Zweifels am...
Bandi ist ein Pseudonym, viel wissen wir nicht über den Autor dieses Werks, das weniger durch literarische Finesse sondern eher durch seine kuriose Herkunft besticht. Aus Nordkorea geschmuggelt, stehen in allen Geschichten aus diesem Band ganz normale Menschen im Mittelpunkt, staatstreue Bürger, in denen die Saat des Zweifels am Regime keimt. Zeitlich sind sie in den 90er Jahren angesiedelt, rund um den Tod von Kim Il-sung, dem Großvater des heutigen Diktators Kim Jong-un. Inwiefern die Kurzgeschichten wahre Begebenheiten widerspiegeln, lässt sich natürlich aufgrund ihrer Herkunft schwer sagen, aber ihre Grundzüge decken sich mit Berichten nordkoreanischer Flüchtlinge. Und gerade deshalb bietet diese kleine Sammlung einen wichtigen und seltenen Einblick in das private Nordkorea.
von einer Kundin/einem Kunden am 01.03.2018
Bewertet: anderes Format
Nicht nur das Leben in Nordkorea aus der Perspektive eines dort lebenden Koreaners erzählt ist spannend, auch die Geschichte, wie das Buch aus Korea gebracht wurde fesselt!