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Eine Verringerung der Essgeschwindigkeit kann dazu beitragen, Übergewicht, BMI und Taillenumfang zu reduzieren und damit letztlich auch gesundheitliche Folgen wie Diabetes, Herz-Kreislauf- und Krebs-Erkrankungen zu verhindern.
Auch der Verzicht auf abendliche Snacks und auf Mahlzeiten weniger als zwei Stunden vor dem Schlafengehen schützt einer neuen Studie, Link öffnet in einem neuen Fenster zufolge vor dem Dickwerden.
Datenerhebung während 40 Jahren
Japanische Forscher der Kyushu Universität in Fukuoka haben gezielt die Daten aus den Jahren 2008 bis 2013 von rund 60'000 Menschen im Hinblick auf die Essgeschwindigkeit und den Effekt auf das Gewicht ausgewertet.
Neben der Essgeschwindigkeit (schnell, normal und langsam) werteten die Wissenschaftler auch andere Lebensstilparameter aus, wie Alkoholkonsum, Zigarettenrauchen, Snack-Konsum und Schlafzeiten.
Die japanischen Wissenschaftler haben für ihre Untersuchung konkret die Gesundheitsdaten von Männern und Frauen über 40 Jahren ausgewertet, die bei einem Screening-Programm medizinische Check-ups durchlaufen und in Fragebögen Angaben zu ihrem Essverhalten gemacht hatten. Bei allen Teilnehmern war ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert worden.
- Die meisten der Teilnehmer (33'455) beschrieben ihre Essgeschwindigkeit als «normal». 22'070 gaben zu, ihre Mahlzeiten meist schnell hineinzuschaufeln, nur wenige (4192) gaben an, eher genüssliche Langsam-Esser zu sein.
- In der Gruppe der Langsam-Esser waren überdurchschnittlich viele Frauen (44 Prozent) und deutlich weniger stark Übergewichtige (22 Prozent) als in der Gruppe der Normal- und Schnell-Esser. Sie waren um die Taille herum etwas schlanker (im Mittel 80 cm) und hatten einen niedrigeren Body-Mass-Index (BMI) von im Mittel 22,3.
- In der Gruppe der Schnellesser gab es nur rund 27 Prozent Frauen und der mittlere BMI betrug 25, der Taillenumfang 87 cm.
Schnell-Esser bemerken Sättigung nicht
Als einen Grund für den Zusammenhang vermuten die Forscher, dass Schnell-Esser «über den Hunger essen» – sie futtern also noch weiter, obwohl der Kalorienbedarf längst gedeckt und der Hunger gestillt ist. Langsam-Esser hingegen spürten rechtzeitig, dass sie satt sind, und nähmen so weniger Kalorien auf.
Die Forscher schränken allerdings ein, dass die Angaben zur Essgeschwindigkeit auf der Selbsteinschätzung der Teilnehmer beruhten und nicht objektiv ermittelt wurden.