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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2022.00086 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Geiger Urteil vom 2 2. September 2022 in Sa chen X.___ Beschwerdeführerin gegen Unia Arbeitslosenkasse Kompetenzzentrum D-CH Ost Strassburgstrasse 11, Postfach 5037, 8021 Zürich 1 Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1971 geborene X.___ war ab 26. November 2018 bei der Y.___ AG angestellt und seit 28. November 2019 zu 100 % arbeitsunfähig ( Urk. 12/5, Urk. 12/27 ). Das Arbeitsverhältnis wurde per 31. Oktober 2020 aufge löst (Urk. 12/2 ). Am 2. November 2021 meldete sich die Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Z.___ zur Arbeitsvermitt lung (Urk. 12/4 ) und beantragte am 30. November 20 2 1 Arbe itslosenentschädigung ab dem 2. November 2021, wobei sie angab, dass ihr ab 1. Dezember 2021 ein 20%-Pensum möglich sei (Urk. 12/10, vgl. Urk. 12/17 und Urk. 12/3 ). Mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 forderte die Unia Arbeitslosenkasse ( Unia ) von der Versicherte n fehlende Unterlagen ein und bat sie - unter Hinweis auf ihre Vorleistungspflicht gegenüber der Invalidenversicherung - um die Angabe, in welchem Umfang sie eine Arbeit aufnehmen könnte, falls sie keine gesundheit liche Beeinträchtigung hätte (Urk. 12/15 -16 ). Mit E-Mail vom 10. Dezember 2021 stellte X.___ die verlangten Unterlagen zu und gab an, im Gesundheits fall 100 % arbeiten zu wollen (Urk. 12/18-22). Nach Prüfung der Anspruchs berechtigung teilte die Unia X.___ mit, dass sie a b dem 29. November 2021 voraussichtlich Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bei einem versicherten Verdienst von Fr. 3'320.-- und einem Taggeldhöchstanspruch von 90 Tage n habe (Urk. 12/29). Mit Verfügung vom 3. Januar 2022 bestätigte die Unia einen Höchstanspruch von 90 Taggeldern während der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 29. November 2021 bis 28. November 2023, da X.___ die Anspru chsvoraussetzung von mindestens zwölf beitragspflichtigen Beschäftigungsmonaten nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Krankheit befreit sei (Urk. 12/34). Die dagegen von der Versicherten am 31. Januar 2022 erhobene Einsprache (Urk. 12/39 ) wies die Unia mit Einsprache entscheid vom 11. Februar 2022 ab mit der Begründung, dass X.___ während der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 2. No vember 2019 bis 1. November 2021 die Mindestbeitragszeit nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sei und für die verspätete Anmeldung per 2. November 2021 auch kein Anwendungsfall des Vertrauensschutzes vorliege (Urk. 2). 2. D agegen erhob X.___ am 10. März 2022 Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei en ihr die gesetzlich geschuldeten Leistungen bei Arbeitslosig keit ab dem 1. November 2021 zu erbringen unter Rückdatierung des Anmelde datums vom 2. auf den 1. November 2021 (Urk. 1, zuständigkeitshalber von der Unia überwiesen, Urk. 4-6 ). Mit Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 12/1-56), was der Beschwerdeführer in am 14. Mai 2022 mitgeteilt wurde (Urk. 14 ). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) hat die versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn sie: a. ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10 AVIG); b. einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11 AVIG); c. in der Schweiz wohnt (Art. 12 AVIG); d. die obligatorische Schulzeit zurückgele gt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht; e. die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erf üllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 14 AVIG); f. vermittlungsfähig ist (Art. 15 AVIG) und g. die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17 AVIG). 1.2 Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfol gende volle Arbeitstage dauert. Da das Taggeld 70 % beziehungsweise 80 % des versicherten Verdienstes beträgt (Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG), liegt ein Verdienstausfall nur vor, wenn der Einkommensverlust mehr als 20 % beziehungsweise 30 % des versicherten Verdienstes beträgt (vgl. Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, AVIG-Praxis ALE, Rz B92 ). 1.3 Gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG ist die arbeitslose Person vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhält nissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen (BGE 146 V 210 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 51 E. 6a). Hiezu genügt die Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht; die versicherte Person ist vielmehr gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_246/2014 vom 24. Juni 2014 E. 2 mit Hinweis ). Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit als Anspruchsvoraussetzung schliesst graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die versicherte Person vermittlungs fähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit im Umfang von mindestens 20 % eines Normalarbeitspensums anzunehmen, oder nicht (BGE 143 V 168 E. 2 mit Hinweis auf BGE 136 V 95 E. 5.1). 1.4 1.4.1 Nach Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämt liche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG, vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz B41 ). 1.4.2 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). 1.4.3 Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Gemäss Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) zählt als Beitragsmonat jeder volle Kalendermonat, in dem der Versicherte beitragspflichtig ist. Bei angebrochenen Kalendermonaten (Beginn oder Ende des Arbeitsverhältnisses im Laufe des Monats) kommt Art. 11 Abs. 2 AVIV zur Anwendung: Danach werden Beitragszeiten, die nicht einen vollen Kalendermonat umfassen, zusam mengezählt, wobei je 30 Kalendertage als ein Beitragsmonat gelten. 1. 4.4 Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG Personen, die innerhalb der Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen: a. einer Schulausbildung, einer Umschulung, einer Aus- und Weiterbildung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten; b. Krankheit (Art. 3 ATSG), Unfall (Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft (Art. 5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten; c. eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitserziehungs anstalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrichtung. 1.5 Die Arbeitslosenentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet. Für eine Woche werden fünf Taggelder ausbezahlt ( Art. 21 AVIG). Innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug ( Art. 9 Abs. 2 AVIG) bestimmt sich die Höchstzahl der Taggelder nach dem Alter der Versicherten sowie nach der Beitragszeit ( Art. 9 Abs. 3; Art. 27 Abs. 1 AVIG). Gemäss Art. 27 Abs. 2 AVIG hat die versicherte Person innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug Anspruch auf: (a) höchstens 260 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von ins gesamt 12 Monaten nachweisen kann; (b) höchstens 400 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von insgesamt 18 Monaten nachweisen kann; (c) höchstens 520 Tag gelder, wenn sie eine Beitragszeit von mindestens 24 Monaten nachweisen kann und: 1. das 5 5. Altersjahr zurückgelegt hat, oder 2. eine Invalidenrente bezieht, die einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent entspricht. Der Bundesrat kann für Versicherte, die innerhalb der letzten vier Jahre vor Erreichen des AHV-Rentenalters arbeitslos geworden sind und deren Vermittlung allgemein oder aus Gründen des Arbeitsmarktes unmöglich oder stark erschwert ist, den Anspruch um höchstens 120 Taggelder erhöhen und die Rahmenfrist für den Leistungs bezug um längstens zwei Jahre verlängern ( Abs. 3). Anspruch auf höchstens 90 Taggelder haben Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind ( Abs. 4). Anspruch auf höchstens 200 Taggelder haben sodann Per so nen bis zum zurückgelegten 2 5. Altersjahr ohne Unterhaltspflichten gegen über Kindern (Abs. 5 bis ; vgl. auch den per 1. Januar 2022 eingefügten Abs. 5). 2. Streitig und zu prüfen ist, ob die B eschwerdegegnerin die Höchstzahl der Tag gelder zu Recht auf 90 Tage festgelegt hat, da die Beschwerdeführerin nicht eine Beitragszeit von mindestens 12 Monaten nachweisen könne, aber von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sei. Umstritten ist dabei insbesondere der Beginn der Rahmenfrist für die Beitragszeit. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG, vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz. B41, vgl. hiervor E. 1.4.1 ). Zu prüfen ist daher zunächst, wann die Beschwerdeführerin - nach ihrer Anmel dung am 2. November 2021 - alle Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG erfüllt hat. Erst in einem nächsten Schritt kann in Kenntnis der Rahmenfristen die Beitragszeit - samt allfälliger Befreiungsgründe von der Erfüllung der Beitragszeit - sowie der Taggeld-Höchstanspruch geprüft werden. 3. 3.1 Das seit dem 26. November 2018 andauernde Arbeitsverhältnis der Beschwerde führerin bei der Y.___ AG als Mgr.-Communication bei einem 100%-Pensum (vgl. Empl o yment Contract vom 13. respektive 20. November 2018, Urk. 12/5) endete gemäss Confirmation of Departure vom 24. Juli 2020 - unter Verweis auf frühere Vereinbarungen wegen Arbeitsunfähigkeit - per 31. Oktober 2020 wegen Krankheit, nachdem die Beschwerdeführerin seit dem 28. November 2019 vollständig arbeitsunfähig gewesen war (Urk. 12/2 und Urk. 12/11-12). 3.2 Gemäss den in den Akten liegenden Arbeitsunfähigkeitszeugnissen war die Beschwerdeführerin vom 28. November 2019 bis 30. November 2021 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 12/27 und Urk. 12/3). 3.3 D ie Beschwerdeführerin meldete sich am 2. November 2021 beim RAV Z.___ zur Arbeitsvermittlung ab demselben Tag ( Urk. 12/4). 3.4 Bei der Anmeldung zum Bezug v on Arbeitslosen entschädigung erklärte die Beschwerdeführerin, dass ihr seitens der Arbeitgeberin am 10. Januar 2020 per 31. Oktober 2020 wegen ihrer «Gesundheit» gekündigt worden sei (Urk. 12/10 Ziff. 2, 18 und 20 ). Sie beantragte ab dem 2. November 2021 Arbeitslosenent schädigung und gab an, dass sie ab dem 1. Dezember 2021 wieder zu 20 % arbeitsfähig sei und in diesem Umfang eine Teilzeitstelle suche (vgl. Ziff. 3 und 4). Zudem erhalte sie ein Krankentaggeld (Ziff. 7). 3.5 Die Y.___ AG gab in der Arbeitgeberbescheinigung vom 23. November 2021 als Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wirtschaftliche Gründe/Umstrukturierung an, wobei sie festhielt, dass die Beschwerdeführerin vom 28. November 2019 bis 30. Oktober 2020 wegen Krankheit an der Arbeits leistung verhindert gewesen sei (Urk. 12/11 ). 3.6 Die Beschwerdeführerin bezog seit Eintritt ihrer krankheitsbedingten Arbeits unfähigkeit am 28. November 2019 von der Zürich Versicherungsgesellschaft AG als Krankentaggeldversicherung Taggelder bis zur Erreichung der maximalen Leistungsdauer am 26. November 2021 (vgl. Urk. 12/6 sowie Bestätigung vom 7. Dezember 2021, Urk. 12/21). 3.7 Der die Beschwerdeführerin behandelnde Psychiater Dr. med. A.___, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bestätigte in seinem Schreiben vom 1. Dezember 2021 (Urk. 12/17), dass die Beschwerdeführerin vom 1. bis 31. Dezember 2021 zu 80 % arbeitsunfähig sei. 3.8 Nach Prüfung der Anspruchsberechtigung und entsprechender Mitteilung der Anspruchsdaten ab dem 29. November 2021 (vgl. Urk. 12/29) verlangte die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 30. Dezember 2021 eine einsprachefähige Verfügung und wünschte, der Arbeitslosenkasse mehr Informationen zukommen zu lassen, weshalb ihre Anmeldung am 2. November 2021 «anscheinend einen Tag zu spät» gewesen sei (Urk. 12/31 S. 3 f.). Nachdem ihr vom RAV mitgeteilt worden war, dass eine Rückdatierung der Anmeldung auf d en 1. November 2021 nicht möglich sei (vgl. E-Mail vom 3. Januar 2022, Urk. 12/31 S. 1), legte die Beschwerdeführerin in ihrem E-Mail vom gleichen Tag dar, dass sie vom Sozialen Dienst des Sanatoriums B.___ falsch beraten worden sei und auch krankheitsbedingt mit der Situation überfor dert gewesen sei und sich deshalb erst am 2. November 2021 zum Leistungsbezug gemeldet habe (Urk. 12/32). 3.9 Mit Kassenverfügung vom 3. Januar 2022 (Urk. 12/34) führte die Beschwerde gegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin zwar ab dem 2. November 2021 Antrag auf Arbeitslosengelder gestellt habe, ihr Anspruch aber per 29. November 2021 bejaht worden sei, da sie bis zum 27. November 2021 Zahlungen einer Krankentaggeldversicherung erhalten habe. Eine Rückdatierung der Anmeldung auf den 1. November 2021 sei nicht möglich. Eine Eröffnung der Rahmenfrist sei daher frühestens per 2. November 2021 möglich. Im Weiteren bestätigte die Beschwerdegegnerin einen Höchstanspruch von 90 Taggeldern während der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 29. Novem ber 2021 bis 28. November 2023, da die Beschwerdeführerin mit ihrer Tätigkeit bei der Y.___ AG vom 26. November 2018 bis 31. Oktober 2020 - und somit 11.047 Monaten - die Anspruchsvoraussetzung von mindestens zwölf beitragspflichtigen Beschäftigungsmonaten während der massgebenden Rahmen frist für die Beitragszeit nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Kr ankheit befreit sei. 3.10 Mit Einsprache vom 31. Januar 2022 (Urk. 12/39) gegen die Verfügung vom 3. Januar 2022 machte die Beschwerdeführerin geltend, dass ihre persönliche Situation und unglückliche Umstände dazu geführt hätten, dass sie sich erst am 2. und nicht 1. November 2021 beim RAV Z.___ gemeldet habe. So sei sie zum Zeitpunkt der Kündigung durch die Y.___ 2020 vom Sozialen Dienst des Sanatoriums B.___ komplett falsch beraten worden, nämlich dass sie sich frühestens erst nach Ablauf der Versicherungsperiode am 27. November 2021 beim RAV anmelden müsse. Zu jenem Zeitpunkt sei ihr psychischer Zustand kritisch gewesen und sie sei nicht in der Lage gewesen, die Situation und deren Konsequenzen zu beurteilen. Die Kontaktaufnahme im Oktober 2021 mit dem Sozialen Diens t habe nicht geklappt, sodass sie erst am 2. November 2021 anlässlich eines telefonischen Beratungsgesprächs über die korrekte Sa chlage informiert worden sei, dass ihr aufgrund der falschen Beratung ein Tag fehlen würde und sie deshalb nur Anspruch auf 90 ALV-Taggelder haben würde. Zudem erwähnte sie im Zusammenhang mit der AVIG-Praxis ALE Rz. C192, dass sie am 1. November 2021 nach einer schwierigen Nacht mit Hals- und Gliederschmerzen im Bett gelegen habe und ihren wöchentlichen Arzttermin deswegen habe kurz fristig absagen müssen. Es sei ihr bewusst, dass diese Situation in ihrer Verant wortung liege. Ihr Antrag auf Rückversetzung der Anmeldung auf den 1. Novem ber 2021 sei wohlwollen d zu prüfen. Sie sei sehr bemüht, wieder Arbeit zu finden. 3.11 Die von der Beschwerdeführerin erhobene Einsprache ( vgl. E. 3.9 ) wies die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2022 (Urk. 2) mit der Begründung ab, dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit aufgrund der erfolgten Anmeldung am 2. November 2021 vom 2. November 2019 bis 1. November 20 21 dauere. Als Beitragszeit könne die Tätigkeit bei der Y.___ AG vom 2. November 2019 bis 31. Oktober 2020, welche innerhalb der massgebenden Rahmenfrist für die Beitragszeit liege, angerechnet werden. Dies entspreche einer Beitragszeit von 11.95 Monaten, womit die Mindestbeitragszeit von zwölf Monaten nicht erfüllt sei. Da die Beschwerdeführerin aber in der Zeit vom 1. November 2020 (ausserhalb des Arbeitsverhältnisses bei der Y.___ AG) bis 1. November 2021 während zwölf Monaten und einem Tag infolge Krank heit vollständig von der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung verhindert gewesen sei, liege ein Befreiungsgrund von der Erfüllung der Beitrags zeit nach Art. 14 Abs. 1 AVIG vor. Die Voraussetzungen des Vertrauenss chutzes im Zusammenhang mit der verspä teten Anmeldung zur Arbeitsvermittlung und zum Leistungsbezug aufgrund einer falschen Auskunft der Sozialen Dienste des Sanatoriums B.___ seien nicht erfüllt. Auch die von der Beschwerdeführerin genannte Rz. C192 der AVIG-Praxis ALE komme nicht zur Anwendung, da dieser die Geltendmachung des Entschä digungsanspruchs betreffe. Somit liege ein Anspruch wegen Befreiung von der Erfüllung der Beitragspflicht vor, weshalb die Höchstzahl der Taggelder 90 Tage betrage. 4. 4.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und wurde von der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 3. Januar 2022 auch noch richtig festgestellt (vgl. E. 3.8), dass die Beschwerdeführerin bis und mit 26. November 2021 Zahlung en der Zürich Krankentaggeldversicherung bei einer seit November 2019 andauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausbezahlt erhielt (vgl. E. 3.4 und E. 3.6). Zudem wurde der Beschwerdeführerin weiterhin bis 30. November 2021 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. E. 3.2). Erst ab dem 1. Dezember 2021 bestand wieder eine ärztlich attestierte 20%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.7), wobei auch die Beschwerdeführerin selbst angab und auf Nachfrage bestätigte, dass sie ab Dezember 2021 wieder zu 20 % arbeitsfähig sei (vgl. E. 3.4 und Urk. 12/18). 4.2 Da die Beschwerdeführerin - nach einer seit November 2019 andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit - erst ab 1. Dezember 2021 überhaupt wieder teilweise arbeitsfähig war, bestand frühestens ab diesem Zeitpunkt wieder eine Vermittlungsfähigkeit zu 20 %, um eine zumutbare Arbeit anzunehmen (vgl. hierzu E. 1.3). Somit fehlte es vor dem 1. Dezember 2021 an einer Anspruchsvoraussetzung nach Art. 8 AVIG und erst diese r Tag ist für die Fest setzung der beiden Rahmenfristen massgebend (vgl. E. 1.4.1 und E. 2 ). 4.3 Auch wenn die Anmeldung der Beschwerdeführerin am 2. November 2021 erfolgte, bestimmen sich die Rahmenfristen aufgrund des Dargelegten frühestens ab dem 1. Dezember 2021, da die wesentliche Anspruchsvoraussetzung der (mindestens 20%igen ) Vermittlungsfähigkeit mit der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in diesem Umfang gegeben war. Die massgebliche Rahmenfrist für die Beitragszeit dauerte demnach vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 202 1. Für die Beitragszeit berücksichtigt werden kann nur die Dauer der Tätigkeit der Beschwerdeführerin bei der Y.___ AG vom 1. De zember 2019 bis 31. Oktober 2020, welche innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit liegt, was 11 Monaten entspricht. Damit erfüllt die Beschwerdeführerin die Mindest beitragszeit von zwölf Monaten nicht. Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob auch die weitere Voraussetzung für die Entstehung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung des anrechenbaren Arbeitsausfalls (vgl. E. 1.2) von mehr als 20 % - bei einer gegenüber Kindern unter 25 Jahren unterhaltspflichtigen versicherten Person (Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG) - zu verneinen wäre, zumal die Beschwerdeführerin bis 26. November 2021 erwiesenermassen Zahlungen der Zürich Krankentaggeldversicherung in der Höhe von 80 % ihres Lohnes bezog, welcher bei einem vereinbarten Jahreslohn von Fr. 180'000.-- bereits über dem maximal möglichen versicherten Verdienst in der Höhe von Fr. 148'200.-- liegt. 4.4 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin von der Erfüllung der Beitragszeit befreit werden kann. Sie war in der Zeit vom 1. November 2020 (ausserhalb des Arbeitsverhältnisses mit d er Y.___ AG, so gemäss Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG) bis 30. November 2021 während mehr als 12 Monaten infolge Krankheit vollständig an der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung verhindert, weshalb der Befreiungsgrund nach Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG erfüllt ist. Entspre chend beträgt der Höchstanspruch 90 Taggelder (vgl. E. 1.5). 4.5 Daher erübrig t sich eine Beurteilung der Vorbringen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Rückdatierung der Anmeldung vom 2. auf den 1. November 2021 respektive dem sinngemässen Vorbringen des Vertrauens schutzes wegen der verspäteten Anmeldung aufgrund einer falschen Auskunft der Sozialen Dienste des Sanatoriums B.___, da dieser eine Tag irrelevant ist für die Festsetzung der Rahmenfristen; so dauert die Rahmenfrist für die Beitrags zeit sowieso erst vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2021. Daher ist die Beschwerde abzuweisen mit der Feststellung, dass die Beschwerde führerin ab dem 1. Dezember 2021 Anspruch auf höchstens 90 Taggelder Arbeits losenentschädigung hat. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Dezember 2021 Anspruch auf höchsten 90 Taggelder Arbeitslosenentschädigung hat. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Unia Arbeitslosenkasse - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstGeiger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2022.00086 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Geiger Urteil vom 2 2. September 2022 in Sa chen X.___ Beschwerdeführerin gegen Unia Arbeitslosenkasse Kompetenzzentrum D-CH Ost Strassburgstrasse 11, Postfach 5037, 8021 Zürich 1 Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1971 geborene X.___ war ab 26. November 2018 bei der Y.___ AG angestellt und seit 28. November 2019 zu 100 % arbeitsunfähig ( Urk. 12/5, Urk. 12/27 ). Das Arbeitsverhältnis wurde per 31. Oktober 2020 aufge löst (Urk. 12/2 ). Am 2. November 2021 meldete sich die Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Z.___ zur Arbeitsvermitt lung (Urk. 12/4 ) und beantragte am 30. November 20 2 1 Arbe itslosenentschädigung ab dem 2. November 2021, wobei sie angab, dass ihr ab 1. Dezember 2021 ein 20%-Pensum möglich sei (Urk. 12/10, vgl. Urk. 12/17 und Urk. 12/3 ). Mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 forderte die Unia Arbeitslosenkasse ( Unia ) von der Versicherte n fehlende Unterlagen ein und bat sie - unter Hinweis auf ihre Vorleistungspflicht gegenüber der Invalidenversicherung - um die Angabe, in welchem Umfang sie eine Arbeit aufnehmen könnte, falls sie keine gesundheit liche Beeinträchtigung hätte (Urk. 12/15 -16 ). Mit E-Mail vom 10. Dezember 2021 stellte X.___ die verlangten Unterlagen zu und gab an, im Gesundheits fall 100 % arbeiten zu wollen (Urk. 12/18-22). Nach Prüfung der Anspruchs berechtigung teilte die Unia X.___ mit, dass sie a b dem 29. November 2021 voraussichtlich Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bei einem versicherten Verdienst von Fr. 3'320.-- und einem Taggeldhöchstanspruch von 90 Tage n habe (Urk. 12/29). Mit Verfügung vom 3. Januar 2022 bestätigte die Unia einen Höchstanspruch von 90 Taggeldern während der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 29. November 2021 bis 28. November 2023, da X.___ die Anspru chsvoraussetzung von mindestens zwölf beitragspflichtigen Beschäftigungsmonaten nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Krankheit befreit sei (Urk. 12/34). Die dagegen von der Versicherten am 31. Januar 2022 erhobene Einsprache (Urk. 12/39 ) wies die Unia mit Einsprache entscheid vom 11. Februar 2022 ab mit der Begründung, dass X.___ während der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 2. No vember 2019 bis 1. November 2021 die Mindestbeitragszeit nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sei und für die verspätete Anmeldung per 2. November 2021 auch kein Anwendungsfall des Vertrauensschutzes vorliege (Urk. 2). 2. D agegen erhob X.___ am 10. März 2022 Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei en ihr die gesetzlich geschuldeten Leistungen bei Arbeitslosig keit ab dem 1. November 2021 zu erbringen unter Rückdatierung des Anmelde datums vom 2. auf den 1. November 2021 (Urk. 1, zuständigkeitshalber von der Unia überwiesen, Urk. 4-6 ). Mit Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 12/1-56), was der Beschwerdeführer in am 14. Mai 2022 mitgeteilt wurde (Urk. 14 ). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) hat die versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn sie: a. ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10 AVIG); b. einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11 AVIG); c. in der Schweiz wohnt (Art. 12 AVIG); d. die obligatorische Schulzeit zurückgele gt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht; e. die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erf üllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 14 AVIG); f. vermittlungsfähig ist (Art. 15 AVIG) und g. die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17 AVIG). 1.2 Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfol gende volle Arbeitstage dauert. Da das Taggeld 70 % beziehungsweise 80 % des versicherten Verdienstes beträgt (Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG), liegt ein Verdienstausfall nur vor, wenn der Einkommensverlust mehr als 20 % beziehungsweise 30 % des versicherten Verdienstes beträgt (vgl. Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, AVIG-Praxis ALE, Rz B92 ). 1.3 Gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG ist die arbeitslose Person vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhält nissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen (BGE 146 V 210 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 51 E. 6a). Hiezu genügt die Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht; die versicherte Person ist vielmehr gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_246/2014 vom 24. Juni 2014 E. 2 mit Hinweis ). Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit als Anspruchsvoraussetzung schliesst graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die versicherte Person vermittlungs fähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit im Umfang von mindestens 20 % eines Normalarbeitspensums anzunehmen, oder nicht (BGE 143 V 168 E. 2 mit Hinweis auf BGE 136 V 95 E. 5.1). 1.4 1.4.1 Nach Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämt liche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG, vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz B41 ). 1.4.2 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). 1.4.3 Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Gemäss Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) zählt als Beitragsmonat jeder volle Kalendermonat, in dem der Versicherte beitragspflichtig ist. Bei angebrochenen Kalendermonaten (Beginn oder Ende des Arbeitsverhältnisses im Laufe des Monats) kommt Art. 11 Abs. 2 AVIV zur Anwendung: Danach werden Beitragszeiten, die nicht einen vollen Kalendermonat umfassen, zusam mengezählt, wobei je 30 Kalendertage als ein Beitragsmonat gelten. 1. 4.4 Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG Personen, die innerhalb der Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen: a. einer Schulausbildung, einer Umschulung, einer Aus- und Weiterbildung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten; b. Krankheit (Art. 3 ATSG), Unfall (Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft (Art. 5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten; c. eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitserziehungs anstalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrichtung. 1.5 Die Arbeitslosenentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet. Für eine Woche werden fünf Taggelder ausbezahlt ( Art. 21 AVIG). Innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug ( Art. 9 Abs. 2 AVIG) bestimmt sich die Höchstzahl der Taggelder nach dem Alter der Versicherten sowie nach der Beitragszeit ( Art. 9 Abs. 3; Art. 27 Abs. 1 AVIG). Gemäss Art. 27 Abs. 2 AVIG hat die versicherte Person innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug Anspruch auf: (a) höchstens 260 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von ins gesamt 12 Monaten nachweisen kann; (b) höchstens 400 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von insgesamt 18 Monaten nachweisen kann; (c) höchstens 520 Tag gelder, wenn sie eine Beitragszeit von mindestens 24 Monaten nachweisen kann und: 1. das 5 5. Altersjahr zurückgelegt hat, oder 2. eine Invalidenrente bezieht, die einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent entspricht. Der Bundesrat kann für Versicherte, die innerhalb der letzten vier Jahre vor Erreichen des AHV-Rentenalters arbeitslos geworden sind und deren Vermittlung allgemein oder aus Gründen des Arbeitsmarktes unmöglich oder stark erschwert ist, den Anspruch um höchstens 120 Taggelder erhöhen und die Rahmenfrist für den Leistungs bezug um längstens zwei Jahre verlängern ( Abs. 3). Anspruch auf höchstens 90 Taggelder haben Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind ( Abs. 4). Anspruch auf höchstens 200 Taggelder haben sodann Per so nen bis zum zurückgelegten 2 5. Altersjahr ohne Unterhaltspflichten gegen über Kindern (Abs. 5 bis ; vgl. auch den per 1. Januar 2022 eingefügten Abs. 5). 2. Streitig und zu prüfen ist, ob die B eschwerdegegnerin die Höchstzahl der Tag gelder zu Recht auf 90 Tage festgelegt hat, da die Beschwerdeführerin nicht eine Beitragszeit von mindestens 12 Monaten nachweisen könne, aber von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sei. Umstritten ist dabei insbesondere der Beginn der Rahmenfrist für die Beitragszeit. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG, vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz. B41, vgl. hiervor E. 1.4.1 ). Zu prüfen ist daher zunächst, wann die Beschwerdeführerin - nach ihrer Anmel dung am 2. November 2021 - alle Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG erfüllt hat. Erst in einem nächsten Schritt kann in Kenntnis der Rahmenfristen die Beitragszeit - samt allfälliger Befreiungsgründe von der Erfüllung der Beitragszeit - sowie der Taggeld-Höchstanspruch geprüft werden. 3. 3.1 Das seit dem 26. November 2018 andauernde Arbeitsverhältnis der Beschwerde führerin bei der Y.___ AG als Mgr.-Communication bei einem 100%-Pensum (vgl. Empl o yment Contract vom 13. respektive 20. November 2018, Urk. 12/5) endete gemäss Confirmation of Departure vom 24. Juli 2020 - unter Verweis auf frühere Vereinbarungen wegen Arbeitsunfähigkeit - per 31. Oktober 2020 wegen Krankheit, nachdem die Beschwerdeführerin seit dem 28. November 2019 vollständig arbeitsunfähig gewesen war (Urk. 12/2 und Urk. 12/11-12). 3.2 Gemäss den in den Akten liegenden Arbeitsunfähigkeitszeugnissen war die Beschwerdeführerin vom 28. November 2019 bis 30. November 2021 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 12/27 und Urk. 12/3). 3.3 D ie Beschwerdeführerin meldete sich am 2. November 2021 beim RAV Z.___ zur Arbeitsvermittlung ab demselben Tag ( Urk. 12/4). 3.4 Bei der Anmeldung zum Bezug v on Arbeitslosen entschädigung erklärte die Beschwerdeführerin, dass ihr seitens der Arbeitgeberin am 10. Januar 2020 per 31. Oktober 2020 wegen ihrer «Gesundheit» gekündigt worden sei (Urk. 12/10 Ziff. 2, 18 und 20 ). Sie beantragte ab dem 2. November 2021 Arbeitslosenent schädigung und gab an, dass sie ab dem 1. Dezember 2021 wieder zu 20 % arbeitsfähig sei und in diesem Umfang eine Teilzeitstelle suche (vgl. Ziff. 3 und 4). Zudem erhalte sie ein Krankentaggeld (Ziff. 7). 3.5 Die Y.___ AG gab in der Arbeitgeberbescheinigung vom 23. November 2021 als Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wirtschaftliche Gründe/Umstrukturierung an, wobei sie festhielt, dass die Beschwerdeführerin vom 28. November 2019 bis 30. Oktober 2020 wegen Krankheit an der Arbeits leistung verhindert gewesen sei (Urk. 12/11 ). 3.6 Die Beschwerdeführerin bezog seit Eintritt ihrer krankheitsbedingten Arbeits unfähigkeit am 28. November 2019 von der Zürich Versicherungsgesellschaft AG als Krankentaggeldversicherung Taggelder bis zur Erreichung der maximalen Leistungsdauer am 26. November 2021 (vgl. Urk. 12/6 sowie Bestätigung vom 7. Dezember 2021, Urk. 12/21). 3.7 Der die Beschwerdeführerin behandelnde Psychiater Dr. med. A.___, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bestätigte in seinem Schreiben vom 1. Dezember 2021 (Urk. 12/17), dass die Beschwerdeführerin vom 1. bis 31. Dezember 2021 zu 80 % arbeitsunfähig sei. 3.8 Nach Prüfung der Anspruchsberechtigung und entsprechender Mitteilung der Anspruchsdaten ab dem 29. November 2021 (vgl. Urk. 12/29) verlangte die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 30. Dezember 2021 eine einsprachefähige Verfügung und wünschte, der Arbeitslosenkasse mehr Informationen zukommen zu lassen, weshalb ihre Anmeldung am 2. November 2021 «anscheinend einen Tag zu spät» gewesen sei (Urk. 12/31 S. 3 f.). Nachdem ihr vom RAV mitgeteilt worden war, dass eine Rückdatierung der Anmeldung auf d en 1. November 2021 nicht möglich sei (vgl. E-Mail vom 3. Januar 2022, Urk. 12/31 S. 1), legte die Beschwerdeführerin in ihrem E-Mail vom gleichen Tag dar, dass sie vom Sozialen Dienst des Sanatoriums B.___ falsch beraten worden sei und auch krankheitsbedingt mit der Situation überfor dert gewesen sei und sich deshalb erst am 2. November 2021 zum Leistungsbezug gemeldet habe (Urk. 12/32). 3.9 Mit Kassenverfügung vom 3. Januar 2022 (Urk. 12/34) führte die Beschwerde gegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin zwar ab dem 2. November 2021 Antrag auf Arbeitslosengelder gestellt habe, ihr Anspruch aber per 29. November 2021 bejaht worden sei, da sie bis zum 27. November 2021 Zahlungen einer Krankentaggeldversicherung erhalten habe. Eine Rückdatierung der Anmeldung auf den 1. November 2021 sei nicht möglich. Eine Eröffnung der Rahmenfrist sei daher frühestens per 2. November 2021 möglich. Im Weiteren bestätigte die Beschwerdegegnerin einen Höchstanspruch von 90 Taggeldern während der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 29. Novem ber 2021 bis 28. November 2023, da die Beschwerdeführerin mit ihrer Tätigkeit bei der Y.___ AG vom 26. November 2018 bis 31. Oktober 2020 - und somit 11.047 Monaten - die Anspruchsvoraussetzung von mindestens zwölf beitragspflichtigen Beschäftigungsmonaten während der massgebenden Rahmen frist für die Beitragszeit nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Kr ankheit befreit sei. 3.10 Mit Einsprache vom 31. Januar 2022 (Urk. 12/39) gegen die Verfügung vom 3. Januar 2022 machte die Beschwerdeführerin geltend, dass ihre persönliche Situation und unglückliche Umstände dazu geführt hätten, dass sie sich erst am 2. und nicht 1. November 2021 beim RAV Z.___ gemeldet habe. So sei sie zum Zeitpunkt der Kündigung durch die Y.___ 2020 vom Sozialen Dienst des Sanatoriums B.___ komplett falsch beraten worden, nämlich dass sie sich frühestens erst nach Ablauf der Versicherungsperiode am 27. November 2021 beim RAV anmelden müsse. Zu jenem Zeitpunkt sei ihr psychischer Zustand kritisch gewesen und sie sei nicht in der Lage gewesen, die Situation und deren Konsequenzen zu beurteilen. Die Kontaktaufnahme im Oktober 2021 mit dem Sozialen Diens t habe nicht geklappt, sodass sie erst am 2. November 2021 anlässlich eines telefonischen Beratungsgesprächs über die korrekte Sa chlage informiert worden sei, dass ihr aufgrund der falschen Beratung ein Tag fehlen würde und sie deshalb nur Anspruch auf 90 ALV-Taggelder haben würde. Zudem erwähnte sie im Zusammenhang mit der AVIG-Praxis ALE Rz. C192, dass sie am 1. November 2021 nach einer schwierigen Nacht mit Hals- und Gliederschmerzen im Bett gelegen habe und ihren wöchentlichen Arzttermin deswegen habe kurz fristig absagen müssen. Es sei ihr bewusst, dass diese Situation in ihrer Verant wortung liege. Ihr Antrag auf Rückversetzung der Anmeldung auf den 1. Novem ber 2021 sei wohlwollen d zu prüfen. Sie sei sehr bemüht, wieder Arbeit zu finden. 3.11 Die von der Beschwerdeführerin erhobene Einsprache ( vgl. E. 3.9 ) wies die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2022 (Urk. 2) mit der Begründung ab, dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit aufgrund der erfolgten Anmeldung am 2. November 2021 vom 2. November 2019 bis 1. November 20 21 dauere. Als Beitragszeit könne die Tätigkeit bei der Y.___ AG vom 2. November 2019 bis 31. Oktober 2020, welche innerhalb der massgebenden Rahmenfrist für die Beitragszeit liege, angerechnet werden. Dies entspreche einer Beitragszeit von 11.95 Monaten, womit die Mindestbeitragszeit von zwölf Monaten nicht erfüllt sei. Da die Beschwerdeführerin aber in der Zeit vom 1. November 2020 (ausserhalb des Arbeitsverhältnisses bei der Y.___ AG) bis 1. November 2021 während zwölf Monaten und einem Tag infolge Krank heit vollständig von der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung verhindert gewesen sei, liege ein Befreiungsgrund von der Erfüllung der Beitrags zeit nach Art. 14 Abs. 1 AVIG vor. Die Voraussetzungen des Vertrauenss chutzes im Zusammenhang mit der verspä teten Anmeldung zur Arbeitsvermittlung und zum Leistungsbezug aufgrund einer falschen Auskunft der Sozialen Dienste des Sanatoriums B.___ seien nicht erfüllt. Auch die von der Beschwerdeführerin genannte Rz. C192 der AVIG-Praxis ALE komme nicht zur Anwendung, da dieser die Geltendmachung des Entschä digungsanspruchs betreffe. Somit liege ein Anspruch wegen Befreiung von der Erfüllung der Beitragspflicht vor, weshalb die Höchstzahl der Taggelder 90 Tage betrage. 4. 4.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und wurde von der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 3. Januar 2022 auch noch richtig festgestellt (vgl. E. 3.8), dass die Beschwerdeführerin bis und mit 26. November 2021 Zahlung en der Zürich Krankentaggeldversicherung bei einer seit November 2019 andauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausbezahlt erhielt (vgl. E. 3.4 und E. 3.6). Zudem wurde der Beschwerdeführerin weiterhin bis 30. November 2021 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. E. 3.2). Erst ab dem 1. Dezember 2021 bestand wieder eine ärztlich attestierte 20%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.7), wobei auch die Beschwerdeführerin selbst angab und auf Nachfrage bestätigte, dass sie ab Dezember 2021 wieder zu 20 % arbeitsfähig sei (vgl. E. 3.4 und Urk. 12/18). 4.2 Da die Beschwerdeführerin - nach einer seit November 2019 andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit - erst ab 1. Dezember 2021 überhaupt wieder teilweise arbeitsfähig war, bestand frühestens ab diesem Zeitpunkt wieder eine Vermittlungsfähigkeit zu 20 %, um eine zumutbare Arbeit anzunehmen (vgl. hierzu E. 1.3). Somit fehlte es vor dem 1. Dezember 2021 an einer Anspruchsvoraussetzung nach Art. 8 AVIG und erst diese r Tag ist für die Fest setzung der beiden Rahmenfristen massgebend (vgl. E. 1.4.1 und E. 2 ). 4.3 Auch wenn die Anmeldung der Beschwerdeführerin am 2. November 2021 erfolgte, bestimmen sich die Rahmenfristen aufgrund des Dargelegten frühestens ab dem 1. Dezember 2021, da die wesentliche Anspruchsvoraussetzung der (mindestens 20%igen ) Vermittlungsfähigkeit mit der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in diesem Umfang gegeben war. Die massgebliche Rahmenfrist für die Beitragszeit dauerte demnach vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 202 1. Für die Beitragszeit berücksichtigt werden kann nur die Dauer der Tätigkeit der Beschwerdeführerin bei der Y.___ AG vom 1. De zember 2019 bis 31. Oktober 2020, welche innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit liegt, was 11 Monaten entspricht. Damit erfüllt die Beschwerdeführerin die Mindest beitragszeit von zwölf Monaten nicht. Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob auch die weitere Voraussetzung für die Entstehung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung des anrechenbaren Arbeitsausfalls (vgl. E. 1.2) von mehr als 20 % - bei einer gegenüber Kindern unter 25 Jahren unterhaltspflichtigen versicherten Person (Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG) - zu verneinen wäre, zumal die Beschwerdeführerin bis 26. November 2021 erwiesenermassen Zahlungen der Zürich Krankentaggeldversicherung in der Höhe von 80 % ihres Lohnes bezog, welcher bei einem vereinbarten Jahreslohn von Fr. 180'000.-- bereits über dem maximal möglichen versicherten Verdienst in der Höhe von Fr. 148'200.-- liegt. 4.4 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin von der Erfüllung der Beitragszeit befreit werden kann. Sie war in der Zeit vom 1. November 2020 (ausserhalb des Arbeitsverhältnisses mit d er Y.___ AG, so gemäss Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG) bis 30. November 2021 während mehr als 12 Monaten infolge Krankheit vollständig an der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung verhindert, weshalb der Befreiungsgrund nach Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG erfüllt ist. Entspre chend beträgt der Höchstanspruch 90 Taggelder (vgl. E. 1.5). 4.5 Daher erübrig t sich eine Beurteilung der Vorbringen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Rückdatierung der Anmeldung vom 2. auf den 1. November 2021 respektive dem sinngemässen Vorbringen des Vertrauens schutzes wegen der verspäteten Anmeldung aufgrund einer falschen Auskunft der Sozialen Dienste des Sanatoriums B.___, da dieser eine Tag irrelevant ist für die Festsetzung der Rahmenfristen; so dauert die Rahmenfrist für die Beitrags zeit sowieso erst vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2021. Daher ist die Beschwerde abzuweisen mit der Feststellung, dass die Beschwerde führerin ab dem 1. Dezember 2021 Anspruch auf höchstens 90 Taggelder Arbeits losenentschädigung hat. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Dezember 2021 Anspruch auf höchsten 90 Taggelder Arbeitslosenentschädigung hat. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Unia Arbeitslosenkasse - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstGeiger

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2022.00086 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Geiger Urteil vom 2 2. September 2022

AL.2022.00086

AL.2022.00086

AL.2022.00086 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Geiger

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Sozialversicherungsrichterin Fankhauser Gerichtsschreiberin Geiger

Urteil vom 2 2. September 2022

Urteil vom 2 2. September 2022 in Sa chen

in Sa chen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Unia Arbeitslosenkasse

Unia Arbeitslosenkasse Kompetenzzentrum D-CH Ost

Kompetenzzentrum D-CH Ost Strassburgstrasse 11, Postfach 5037, 8021 Zürich 1

Strassburgstrasse 11, Postfach 5037, 8021 Zürich 1 Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Die 1971 geborene X.___ war ab 26. November 2018 bei der Y.___ AG angestellt und seit 28. November 2019 zu 100 % arbeitsunfähig ( Urk. 12/5, Urk. 12/27 ). Das Arbeitsverhältnis wurde per 31. Oktober 2020 aufge löst (Urk. 12/2 ). Am 2. November 2021 meldete sich die Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Z.___ zur Arbeitsvermitt lung (Urk. 12/4 ) und beantragte am 30. November 20 2 1 Arbe itslosenentschädigung ab dem 2. November 2021, wobei sie angab, dass ihr ab 1. Dezember 2021 ein 20%-Pensum möglich sei (Urk. 12/10, vgl. Urk. 12/17 und Urk. 12/3 ). Mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 forderte die Unia Arbeitslosenkasse ( Unia ) von der Versicherte n fehlende Unterlagen ein und bat sie - unter Hinweis auf ihre Vorleistungspflicht gegenüber der Invalidenversicherung - um die Angabe, in welchem Umfang sie eine Arbeit aufnehmen könnte, falls sie keine gesundheit liche Beeinträchtigung hätte (Urk. 12/15 -16 ). Mit E-Mail vom 10. Dezember 2021 stellte X.___ die verlangten Unterlagen zu und gab an, im Gesundheits fall 100 % arbeiten zu wollen (Urk. 12/18-22). Nach Prüfung der Anspruchs berechtigung teilte die Unia X.___ mit, dass sie a b dem 29. November 2021 voraussichtlich Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bei einem versicherten Verdienst von Fr. 3'320.-- und einem Taggeldhöchstanspruch von 90 Tage n habe (Urk. 12/29). Mit Verfügung vom 3. Januar 2022 bestätigte die Unia einen Höchstanspruch von 90 Taggeldern während der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 29. November 2021 bis 28. November 2023, da X.___ die Anspru chsvoraussetzung von mindestens zwölf beitragspflichtigen Beschäftigungsmonaten nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Krankheit befreit sei (Urk. 12/34). Die dagegen von der Versicherten am 31. Januar 2022 erhobene Einsprache (Urk. 12/39 ) wies die Unia mit Einsprache entscheid vom 11. Februar 2022 ab mit der Begründung, dass X.___ während der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 2. No vember 2019 bis 1. November 2021 die Mindestbeitragszeit nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sei und für die verspätete Anmeldung per 2. November 2021 auch kein Anwendungsfall des Vertrauensschutzes vorliege (Urk. 2).

1. Die 1971 geborene X.___ war ab 26. November 2018 bei der Y.___ AG angestellt und seit 28. November 2019 zu 100 % arbeitsunfähig ( Urk. 12/5, Urk. 12/27 ). Das Arbeitsverhältnis wurde per 31. Oktober 2020 aufge löst (Urk. 12/2 ). Am 2. November 2021 meldete sich die Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Z.___ zur Arbeitsvermitt lung (Urk. 12/4 ) und beantragte am 30. November 20 2 1 Arbe itslosenentschädigung ab dem 2. November 2021, wobei sie angab, dass ihr ab 1. Dezember 2021 ein 20%-Pensum möglich sei (Urk. 12/10, vgl. Urk. 12/17 und Urk. 12/3 ). Mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 forderte die Unia Arbeitslosenkasse ( Unia ) von der Versicherte n fehlende Unterlagen ein und bat sie - unter Hinweis auf ihre Vorleistungspflicht gegenüber der Invalidenversicherung - um die Angabe, in welchem Umfang sie eine Arbeit aufnehmen könnte, falls sie keine gesundheit liche Beeinträchtigung hätte (Urk. 12/15 -16 ). Mit E-Mail vom 10. Dezember 2021 stellte X.___ die verlangten Unterlagen zu und gab an, im Gesundheits fall 100 % arbeiten zu wollen (Urk. 12/18-22). Nach Prüfung der Anspruchs berechtigung teilte die Unia X.___ mit, dass sie a b dem 29. November 2021 voraussichtlich Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bei einem versicherten Verdienst von Fr. 3'320.-- und einem Taggeldhöchstanspruch von 90 Tage n habe (Urk. 12/29). Mit Verfügung vom 3. Januar 2022 bestätigte die Unia einen Höchstanspruch von 90 Taggeldern während der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 29. November 2021 bis 28. November 2023, da X.___ die Anspru chsvoraussetzung von mindestens zwölf beitragspflichtigen Beschäftigungsmonaten nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Krankheit befreit sei (Urk. 12/34). Die dagegen von der Versicherten am 31. Januar 2022 erhobene Einsprache (Urk. 12/39 ) wies die Unia mit Einsprache entscheid vom 11. Februar 2022 ab mit der Begründung, dass X.___ während der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 2. No vember 2019 bis 1. November 2021 die Mindestbeitragszeit nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sei und für die verspätete Anmeldung per 2. November 2021 auch kein Anwendungsfall des Vertrauensschutzes vorliege (Urk. 2). 2. D agegen erhob X.___ am 10. März 2022 Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei en ihr die gesetzlich geschuldeten Leistungen bei Arbeitslosig keit ab dem 1. November 2021 zu erbringen unter Rückdatierung des Anmelde datums vom 2. auf den 1. November 2021 (Urk. 1, zuständigkeitshalber von der Unia überwiesen, Urk. 4-6 ). Mit Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 12/1-56), was der Beschwerdeführer in am 14. Mai 2022 mitgeteilt wurde (Urk. 14 ).

2. D agegen erhob X.___ am 10. März 2022 Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei en ihr die gesetzlich geschuldeten Leistungen bei Arbeitslosig keit ab dem 1. November 2021 zu erbringen unter Rückdatierung des Anmelde datums vom 2. auf den 1. November 2021 (Urk. 1, zuständigkeitshalber von der Unia überwiesen, Urk. 4-6 ). Mit Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 12/1-56), was der Beschwerdeführer in am 14. Mai 2022 mitgeteilt wurde (Urk. 14 ). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) hat die versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn sie:

1.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) hat die versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn sie: a. ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10 AVIG);

a. ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10 AVIG); b. einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11 AVIG);

b. einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11 AVIG); c. in der Schweiz wohnt (Art. 12 AVIG);

c. in der Schweiz wohnt (Art. 12 AVIG); d. die obligatorische Schulzeit zurückgele gt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht;

d. die obligatorische Schulzeit zurückgele gt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht; e. die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erf üllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 14 AVIG);

e. die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erf üllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 14 AVIG); f. vermittlungsfähig ist (Art. 15 AVIG) und

f. vermittlungsfähig ist (Art. 15 AVIG) und g. die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17 AVIG). g. die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17 AVIG). 1.2 Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfol gende volle Arbeitstage dauert. Da das Taggeld 70 % beziehungsweise 80 % des versicherten Verdienstes beträgt (Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG), liegt ein Verdienstausfall nur vor, wenn der Einkommensverlust mehr als 20 % beziehungsweise 30 % des versicherten Verdienstes beträgt (vgl. Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, AVIG-Praxis ALE, Rz B92 ).

1.2 Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfol gende volle Arbeitstage dauert. Da das Taggeld 70 % beziehungsweise 80 % des versicherten Verdienstes beträgt (Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG), liegt ein Verdienstausfall nur vor, wenn der Einkommensverlust mehr als 20 % beziehungsweise 30 % des versicherten Verdienstes beträgt (vgl. Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, AVIG-Praxis ALE, Rz B92 ). 1.3 Gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG ist die arbeitslose Person vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhält nissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen (BGE 146 V 210 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 51 E. 6a). Hiezu genügt die Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht; die versicherte Person ist vielmehr gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_246/2014 vom 24. Juni 2014 E. 2 mit Hinweis ).

1.3 Gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG ist die arbeitslose Person vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhält nissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen (BGE 146 V 210 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 51 E. 6a). Hiezu genügt die Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht; die versicherte Person ist vielmehr gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_246/2014 vom 24. Juni 2014 E. 2 mit Hinweis ). Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit als Anspruchsvoraussetzung schliesst graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die versicherte Person vermittlungs fähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit im Umfang von mindestens 20 % eines Normalarbeitspensums anzunehmen, oder nicht (BGE 143 V 168 E. 2 mit Hinweis auf BGE 136 V 95 E. 5.1).

Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit als Anspruchsvoraussetzung schliesst graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die versicherte Person vermittlungs fähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit im Umfang von mindestens 20 % eines Normalarbeitspensums anzunehmen, oder nicht (BGE 143 V 168 E. 2 mit Hinweis auf BGE 136 V 95 E. 5.1). 1.4

1.4 1.4.1 Nach Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämt liche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG, vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz B41 ).

1.4.1 Nach Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämt liche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG, vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz B41 ). 1.4.2 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG).

1.4.2 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). 1.4.3 Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG).

1.4.3 Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Gemäss Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) zählt als Beitragsmonat jeder volle Kalendermonat, in dem der Versicherte beitragspflichtig ist.

Gemäss Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) zählt als Beitragsmonat jeder volle Kalendermonat, in dem der Versicherte beitragspflichtig ist. Bei angebrochenen Kalendermonaten (Beginn oder Ende des Arbeitsverhältnisses im Laufe des Monats) kommt Art. 11 Abs. 2 AVIV zur Anwendung: Danach werden Beitragszeiten, die nicht einen vollen Kalendermonat umfassen, zusam mengezählt, wobei je 30 Kalendertage als ein Beitragsmonat gelten.

Bei angebrochenen Kalendermonaten (Beginn oder Ende des Arbeitsverhältnisses im Laufe des Monats) kommt Art. 11 Abs. 2 AVIV zur Anwendung: Danach werden Beitragszeiten, die nicht einen vollen Kalendermonat umfassen, zusam mengezählt, wobei je 30 Kalendertage als ein Beitragsmonat gelten. 1. 4.4 Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG Personen, die innerhalb der Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen:

1. 4.4 Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG Personen, die innerhalb der Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen: a. einer Schulausbildung, einer Umschulung, einer Aus- und Weiterbildung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten;

a. einer Schulausbildung, einer Umschulung, einer Aus- und Weiterbildung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten; b. Krankheit (Art. 3 ATSG), Unfall (Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft (Art. 5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten;

b. Krankheit (Art. 3 ATSG), Unfall (Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft (Art. 5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten; c. eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitserziehungs anstalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrichtung. c. eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitserziehungs anstalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrichtung. 1.5 Die Arbeitslosenentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet. Für eine Woche werden fünf Taggelder ausbezahlt ( Art. 21 AVIG).

1.5 Die Arbeitslosenentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet. Für eine Woche werden fünf Taggelder ausbezahlt ( Art. 21 AVIG). Innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug ( Art. 9 Abs. 2 AVIG) bestimmt sich die Höchstzahl der Taggelder nach dem Alter der Versicherten sowie nach der Beitragszeit ( Art. 9 Abs. 3; Art. 27 Abs. 1 AVIG). Gemäss Art. 27 Abs. 2 AVIG hat die versicherte Person innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug Anspruch auf: (a) höchstens 260 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von ins gesamt 12 Monaten nachweisen kann; (b) höchstens 400 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von insgesamt 18 Monaten nachweisen kann; (c) höchstens 520 Tag gelder, wenn sie eine Beitragszeit von mindestens 24 Monaten nachweisen kann und: 1. das 5 5. Altersjahr zurückgelegt hat, oder 2. eine Invalidenrente bezieht, die einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent entspricht. Der Bundesrat kann für Versicherte, die innerhalb der letzten vier Jahre vor Erreichen des AHV-Rentenalters arbeitslos geworden sind und deren Vermittlung allgemein oder aus Gründen des Arbeitsmarktes unmöglich oder stark erschwert ist, den Anspruch um höchstens 120 Taggelder erhöhen und die Rahmenfrist für den Leistungs bezug um längstens zwei Jahre verlängern ( Abs. 3). Anspruch auf höchstens 90 Taggelder haben Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind ( Abs. 4). Anspruch auf höchstens 200 Taggelder haben sodann Per so nen bis zum zurückgelegten 2 5. Altersjahr ohne Unterhaltspflichten gegen über Kindern (Abs. 5 bis ; vgl. auch den per 1. Januar 2022 eingefügten Abs. 5).

Innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug ( Art. 9 Abs. 2 AVIG) bestimmt sich die Höchstzahl der Taggelder nach dem Alter der Versicherten sowie nach der Beitragszeit ( Art. 9 Abs. 3; Art. 27 Abs. 1 AVIG). Gemäss Art. 27 Abs. 2 AVIG hat die versicherte Person innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug Anspruch auf: (a) höchstens 260 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von ins gesamt 12 Monaten nachweisen kann; (b) höchstens 400 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von insgesamt 18 Monaten nachweisen kann; (c) höchstens 520 Tag gelder, wenn sie eine Beitragszeit von mindestens 24 Monaten nachweisen kann und: 1. das 5 5. Altersjahr zurückgelegt hat, oder 2. eine Invalidenrente bezieht, die einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent entspricht. Der Bundesrat kann für Versicherte, die innerhalb der letzten vier Jahre vor Erreichen des AHV-Rentenalters arbeitslos geworden sind und deren Vermittlung allgemein oder aus Gründen des Arbeitsmarktes unmöglich oder stark erschwert ist, den Anspruch um höchstens 120 Taggelder erhöhen und die Rahmenfrist für den Leistungs bezug um längstens zwei Jahre verlängern ( Abs. 3). Anspruch auf höchstens 90 Taggelder haben Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind ( Abs. 4). Anspruch auf höchstens 200 Taggelder haben sodann Per so nen bis zum zurückgelegten 2 5. Altersjahr ohne Unterhaltspflichten gegen über Kindern (Abs. 5 bis ; vgl. auch den per 1. Januar 2022 eingefügten Abs. 5). 2. Streitig und zu prüfen ist, ob die B eschwerdegegnerin die Höchstzahl der Tag gelder zu Recht auf 90 Tage festgelegt hat, da die Beschwerdeführerin nicht eine Beitragszeit von mindestens 12 Monaten nachweisen könne, aber von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sei. Umstritten ist dabei insbesondere der Beginn der Rahmenfrist für die Beitragszeit.

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die B eschwerdegegnerin die Höchstzahl der Tag gelder zu Recht auf 90 Tage festgelegt hat, da die Beschwerdeführerin nicht eine Beitragszeit von mindestens 12 Monaten nachweisen könne, aber von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sei. Umstritten ist dabei insbesondere der Beginn der Rahmenfrist für die Beitragszeit. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG, vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz. B41, vgl. hiervor E. 1.4.1 ).

Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG, vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz. B41, vgl. hiervor E. 1.4.1 ). Zu prüfen ist daher zunächst, wann die Beschwerdeführerin - nach ihrer Anmel dung am 2. November 2021 - alle Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG erfüllt hat. Erst in einem nächsten Schritt kann in Kenntnis der Rahmenfristen die Beitragszeit - samt allfälliger Befreiungsgründe von der Erfüllung der Beitragszeit - sowie der Taggeld-Höchstanspruch geprüft werden.

Zu prüfen ist daher zunächst, wann die Beschwerdeführerin - nach ihrer Anmel dung am 2. November 2021 - alle Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG erfüllt hat. Erst in einem nächsten Schritt kann in Kenntnis der Rahmenfristen die Beitragszeit - samt allfälliger Befreiungsgründe von der Erfüllung der Beitragszeit - sowie der Taggeld-Höchstanspruch geprüft werden. 3.

3. 3.1 Das seit dem 26. November 2018 andauernde Arbeitsverhältnis der Beschwerde führerin bei der Y.___ AG als Mgr.-Communication bei einem 100%-Pensum (vgl. Empl o yment Contract vom 13. respektive 20. November 2018, Urk. 12/5) endete gemäss Confirmation of Departure vom 24. Juli 2020 - unter Verweis auf frühere Vereinbarungen wegen Arbeitsunfähigkeit - per 31. Oktober 2020 wegen Krankheit, nachdem die Beschwerdeführerin seit dem 28. November 2019 vollständig arbeitsunfähig gewesen war (Urk. 12/2 und Urk. 12/11-12).

3.1 Das seit dem 26. November 2018 andauernde Arbeitsverhältnis der Beschwerde führerin bei der Y.___ AG als Mgr.-Communication bei einem 100%-Pensum (vgl. Empl o yment Contract vom 13. respektive 20. November 2018, Urk. 12/5) endete gemäss Confirmation of Departure vom 24. Juli 2020 - unter Verweis auf frühere Vereinbarungen wegen Arbeitsunfähigkeit - per 31. Oktober 2020 wegen Krankheit, nachdem die Beschwerdeführerin seit dem 28. November 2019 vollständig arbeitsunfähig gewesen war (Urk. 12/2 und Urk. 12/11-12). 3.2 Gemäss den in den Akten liegenden Arbeitsunfähigkeitszeugnissen war die Beschwerdeführerin vom 28. November 2019 bis 30. November 2021 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 12/27 und Urk. 12/3).

3.2 Gemäss den in den Akten liegenden Arbeitsunfähigkeitszeugnissen war die Beschwerdeführerin vom 28. November 2019 bis 30. November 2021 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 12/27 und Urk. 12/3). 3.3 D ie Beschwerdeführerin meldete sich am 2. November 2021 beim RAV Z.___ zur Arbeitsvermittlung ab demselben Tag ( Urk. 12/4).

3.3 D ie Beschwerdeführerin meldete sich am 2. November 2021 beim RAV Z.___ zur Arbeitsvermittlung ab demselben Tag ( Urk. 12/4). 3.4 Bei der Anmeldung zum Bezug v on Arbeitslosen entschädigung erklärte die Beschwerdeführerin, dass ihr seitens der Arbeitgeberin am 10. Januar 2020 per 31. Oktober 2020 wegen ihrer «Gesundheit» gekündigt worden sei (Urk. 12/10 Ziff. 2, 18 und 20 ). Sie beantragte ab dem 2. November 2021 Arbeitslosenent schädigung und gab an, dass sie ab dem 1. Dezember 2021 wieder zu 20 % arbeitsfähig sei und in diesem Umfang eine Teilzeitstelle suche (vgl. Ziff. 3 und 4). Zudem erhalte sie ein Krankentaggeld (Ziff. 7).

3.4 Bei der Anmeldung zum Bezug v on Arbeitslosen entschädigung erklärte die Beschwerdeführerin, dass ihr seitens der Arbeitgeberin am 10. Januar 2020 per 31. Oktober 2020 wegen ihrer «Gesundheit» gekündigt worden sei (Urk. 12/10 Ziff. 2, 18 und 20 ). Sie beantragte ab dem 2. November 2021 Arbeitslosenent schädigung und gab an, dass sie ab dem 1. Dezember 2021 wieder zu 20 % arbeitsfähig sei und in diesem Umfang eine Teilzeitstelle suche (vgl. Ziff. 3 und 4). Zudem erhalte sie ein Krankentaggeld (Ziff. 7). 3.5 Die Y.___ AG gab in der Arbeitgeberbescheinigung vom 23. November 2021 als Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wirtschaftliche Gründe/Umstrukturierung an, wobei sie festhielt, dass die Beschwerdeführerin vom 28. November 2019 bis 30. Oktober 2020 wegen Krankheit an der Arbeits leistung verhindert gewesen sei (Urk. 12/11 ).

3.5 Die Y.___ AG gab in der Arbeitgeberbescheinigung vom 23. November 2021 als Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wirtschaftliche Gründe/Umstrukturierung an, wobei sie festhielt, dass die Beschwerdeführerin vom 28. November 2019 bis 30. Oktober 2020 wegen Krankheit an der Arbeits leistung verhindert gewesen sei (Urk. 12/11 ). 3.6 Die Beschwerdeführerin bezog seit Eintritt ihrer krankheitsbedingten Arbeits unfähigkeit am 28. November 2019 von der Zürich Versicherungsgesellschaft AG als Krankentaggeldversicherung Taggelder bis zur Erreichung der maximalen Leistungsdauer am 26. November 2021 (vgl. Urk. 12/6 sowie Bestätigung vom 7. Dezember 2021, Urk. 12/21).

3.6 Die Beschwerdeführerin bezog seit Eintritt ihrer krankheitsbedingten Arbeits unfähigkeit am 28. November 2019 von der Zürich Versicherungsgesellschaft AG als Krankentaggeldversicherung Taggelder bis zur Erreichung der maximalen Leistungsdauer am 26. November 2021 (vgl. Urk. 12/6 sowie Bestätigung vom 7. Dezember 2021, Urk. 12/21). 3.7 Der die Beschwerdeführerin behandelnde Psychiater Dr. med. A.___, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bestätigte in seinem Schreiben vom 1. Dezember 2021 (Urk. 12/17), dass die Beschwerdeführerin vom 1. bis 31. Dezember 2021 zu 80 % arbeitsunfähig sei.

3.7 Der die Beschwerdeführerin behandelnde Psychiater Dr. med. A.___, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bestätigte in seinem Schreiben vom 1. Dezember 2021 (Urk. 12/17), dass die Beschwerdeführerin vom 1. bis 31. Dezember 2021 zu 80 % arbeitsunfähig sei. 3.8 Nach Prüfung der Anspruchsberechtigung und entsprechender Mitteilung der Anspruchsdaten ab dem 29. November 2021 (vgl. Urk. 12/29) verlangte die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 30. Dezember 2021 eine einsprachefähige Verfügung und wünschte, der Arbeitslosenkasse mehr Informationen zukommen zu lassen, weshalb ihre Anmeldung am 2. November 2021 «anscheinend einen Tag zu spät» gewesen sei (Urk. 12/31 S. 3 f.).

3.8 Nach Prüfung der Anspruchsberechtigung und entsprechender Mitteilung der Anspruchsdaten ab dem 29. November 2021 (vgl. Urk. 12/29) verlangte die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 30. Dezember 2021 eine einsprachefähige Verfügung und wünschte, der Arbeitslosenkasse mehr Informationen zukommen zu lassen, weshalb ihre Anmeldung am 2. November 2021 «anscheinend einen Tag zu spät» gewesen sei (Urk. 12/31 S. 3 f.). Nachdem ihr vom RAV mitgeteilt worden war, dass eine Rückdatierung der Anmeldung auf d en 1. November 2021 nicht möglich sei (vgl. E-Mail vom 3. Januar 2022, Urk. 12/31 S. 1), legte die Beschwerdeführerin in ihrem E-Mail vom gleichen Tag dar, dass sie vom Sozialen Dienst des Sanatoriums B.___ falsch beraten worden sei und auch krankheitsbedingt mit der Situation überfor dert gewesen sei und sich deshalb erst am 2. November 2021 zum Leistungsbezug gemeldet habe (Urk. 12/32).

Nachdem ihr vom RAV mitgeteilt worden war, dass eine Rückdatierung der Anmeldung auf d en 1. November 2021 nicht möglich sei (vgl. E-Mail vom 3. Januar 2022, Urk. 12/31 S. 1), legte die Beschwerdeführerin in ihrem E-Mail vom gleichen Tag dar, dass sie vom Sozialen Dienst des Sanatoriums B.___ falsch beraten worden sei und auch krankheitsbedingt mit der Situation überfor dert gewesen sei und sich deshalb erst am 2. November 2021 zum Leistungsbezug gemeldet habe (Urk. 12/32). 3.9 Mit Kassenverfügung vom 3. Januar 2022 (Urk. 12/34) führte die Beschwerde gegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin zwar ab dem 2. November 2021 Antrag auf Arbeitslosengelder gestellt habe, ihr Anspruch aber per 29. November 2021 bejaht worden sei, da sie bis zum 27. November 2021 Zahlungen einer Krankentaggeldversicherung erhalten habe. Eine Rückdatierung der Anmeldung auf den 1. November 2021 sei nicht möglich. Eine Eröffnung der Rahmenfrist sei daher frühestens per 2. November 2021 möglich.

3.9 Mit Kassenverfügung vom 3. Januar 2022 (Urk. 12/34) führte die Beschwerde gegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin zwar ab dem 2. November 2021 Antrag auf Arbeitslosengelder gestellt habe, ihr Anspruch aber per 29. November 2021 bejaht worden sei, da sie bis zum 27. November 2021 Zahlungen einer Krankentaggeldversicherung erhalten habe. Eine Rückdatierung der Anmeldung auf den 1. November 2021 sei nicht möglich. Eine Eröffnung der Rahmenfrist sei daher frühestens per 2. November 2021 möglich. Im Weiteren bestätigte die Beschwerdegegnerin einen Höchstanspruch von 90 Taggeldern während der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 29. Novem ber 2021 bis 28. November 2023, da die Beschwerdeführerin mit ihrer Tätigkeit bei der Y.___ AG vom 26. November 2018 bis 31. Oktober 2020 - und somit 11.047 Monaten - die Anspruchsvoraussetzung von mindestens zwölf beitragspflichtigen Beschäftigungsmonaten während der massgebenden Rahmen frist für die Beitragszeit nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Kr ankheit befreit sei.

Im Weiteren bestätigte die Beschwerdegegnerin einen Höchstanspruch von 90 Taggeldern während der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 29. Novem ber 2021 bis 28. November 2023, da die Beschwerdeführerin mit ihrer Tätigkeit bei der Y.___ AG vom 26. November 2018 bis 31. Oktober 2020 - und somit 11.047 Monaten - die Anspruchsvoraussetzung von mindestens zwölf beitragspflichtigen Beschäftigungsmonaten während der massgebenden Rahmen frist für die Beitragszeit nicht erfülle, aber von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Kr ankheit befreit sei. 3.10 Mit Einsprache vom 31. Januar 2022 (Urk. 12/39) gegen die Verfügung vom 3. Januar 2022 machte die Beschwerdeführerin geltend, dass ihre persönliche Situation und unglückliche Umstände dazu geführt hätten, dass sie sich erst am 2. und nicht 1. November 2021 beim RAV Z.___ gemeldet habe. So sei sie zum Zeitpunkt der Kündigung durch die Y.___ 2020 vom Sozialen Dienst des Sanatoriums B.___ komplett falsch beraten worden, nämlich dass sie sich frühestens erst nach Ablauf der Versicherungsperiode am 27. November 2021 beim RAV anmelden müsse. Zu jenem Zeitpunkt sei ihr psychischer Zustand kritisch gewesen und sie sei nicht in der Lage gewesen, die Situation und deren Konsequenzen zu beurteilen. Die Kontaktaufnahme im Oktober 2021 mit dem Sozialen Diens t habe nicht geklappt, sodass sie erst am 2. November 2021 anlässlich eines telefonischen Beratungsgesprächs über die korrekte Sa chlage informiert worden sei, dass ihr aufgrund der falschen Beratung ein Tag fehlen würde und sie deshalb nur Anspruch auf 90 ALV-Taggelder haben würde. Zudem erwähnte sie im Zusammenhang mit der AVIG-Praxis ALE Rz. C192, dass sie am 1. November 2021 nach einer schwierigen Nacht mit Hals- und Gliederschmerzen im Bett gelegen habe und ihren wöchentlichen Arzttermin deswegen habe kurz fristig absagen müssen. Es sei ihr bewusst, dass diese Situation in ihrer Verant wortung liege. Ihr Antrag auf Rückversetzung der Anmeldung auf den 1. Novem ber 2021 sei wohlwollen d zu prüfen. Sie sei sehr bemüht, wieder Arbeit zu finden.

3.10 Mit Einsprache vom 31. Januar 2022 (Urk. 12/39) gegen die Verfügung vom 3. Januar 2022 machte die Beschwerdeführerin geltend, dass ihre persönliche Situation und unglückliche Umstände dazu geführt hätten, dass sie sich erst am 2. und nicht 1. November 2021 beim RAV Z.___ gemeldet habe. So sei sie zum Zeitpunkt der Kündigung durch die Y.___ 2020 vom Sozialen Dienst des Sanatoriums B.___ komplett falsch beraten worden, nämlich dass sie sich frühestens erst nach Ablauf der Versicherungsperiode am 27. November 2021 beim RAV anmelden müsse. Zu jenem Zeitpunkt sei ihr psychischer Zustand kritisch gewesen und sie sei nicht in der Lage gewesen, die Situation und deren Konsequenzen zu beurteilen. Die Kontaktaufnahme im Oktober 2021 mit dem Sozialen Diens t habe nicht geklappt, sodass sie erst am 2. November 2021 anlässlich eines telefonischen Beratungsgesprächs über die korrekte Sa chlage informiert worden sei, dass ihr aufgrund der falschen Beratung ein Tag fehlen würde und sie deshalb nur Anspruch auf 90 ALV-Taggelder haben würde. Zudem erwähnte sie im Zusammenhang mit der AVIG-Praxis ALE Rz. C192, dass sie am 1. November 2021 nach einer schwierigen Nacht mit Hals- und Gliederschmerzen im Bett gelegen habe und ihren wöchentlichen Arzttermin deswegen habe kurz fristig absagen müssen. Es sei ihr bewusst, dass diese Situation in ihrer Verant wortung liege. Ihr Antrag auf Rückversetzung der Anmeldung auf den 1. Novem ber 2021 sei wohlwollen d zu prüfen. Sie sei sehr bemüht, wieder Arbeit zu finden. 3.11 Die von der Beschwerdeführerin erhobene Einsprache ( vgl. E. 3.9 ) wies die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2022 (Urk. 2) mit der Begründung ab, dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit aufgrund der erfolgten Anmeldung am 2. November 2021 vom 2. November 2019 bis 1. November 20 21 dauere. Als Beitragszeit könne die Tätigkeit bei der Y.___ AG vom 2. November 2019 bis 31. Oktober 2020, welche innerhalb der massgebenden Rahmenfrist für die Beitragszeit liege, angerechnet werden. Dies entspreche einer Beitragszeit von 11.95 Monaten, womit die Mindestbeitragszeit von zwölf Monaten nicht erfüllt sei. Da die Beschwerdeführerin aber in der Zeit vom 1. November 2020 (ausserhalb des Arbeitsverhältnisses bei der Y.___ AG) bis 1. November 2021 während zwölf Monaten und einem Tag infolge Krank heit vollständig von der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung verhindert gewesen sei, liege ein Befreiungsgrund von der Erfüllung der Beitrags zeit nach Art. 14 Abs. 1 AVIG vor.

3.11 Die von der Beschwerdeführerin erhobene Einsprache ( vgl. E. 3.9 ) wies die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2022 (Urk. 2) mit der Begründung ab, dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit aufgrund der erfolgten Anmeldung am 2. November 2021 vom 2. November 2019 bis 1. November 20 21 dauere. Als Beitragszeit könne die Tätigkeit bei der Y.___ AG vom 2. November 2019 bis 31. Oktober 2020, welche innerhalb der massgebenden Rahmenfrist für die Beitragszeit liege, angerechnet werden. Dies entspreche einer Beitragszeit von 11.95 Monaten, womit die Mindestbeitragszeit von zwölf Monaten nicht erfüllt sei. Da die Beschwerdeführerin aber in der Zeit vom 1. November 2020 (ausserhalb des Arbeitsverhältnisses bei der Y.___ AG) bis 1. November 2021 während zwölf Monaten und einem Tag infolge Krank heit vollständig von der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung verhindert gewesen sei, liege ein Befreiungsgrund von der Erfüllung der Beitrags zeit nach Art. 14 Abs. 1 AVIG vor. Die Voraussetzungen des Vertrauenss chutzes im Zusammenhang mit der verspä teten Anmeldung zur Arbeitsvermittlung und zum Leistungsbezug aufgrund einer falschen Auskunft der Sozialen Dienste des Sanatoriums B.___ seien nicht erfüllt. Auch die von der Beschwerdeführerin genannte Rz. C192 der AVIG-Praxis ALE komme nicht zur Anwendung, da dieser die Geltendmachung des Entschä digungsanspruchs betreffe.

Die Voraussetzungen des Vertrauenss chutzes im Zusammenhang mit der verspä teten Anmeldung zur Arbeitsvermittlung und zum Leistungsbezug aufgrund einer falschen Auskunft der Sozialen Dienste des Sanatoriums B.___ seien nicht erfüllt. Auch die von der Beschwerdeführerin genannte Rz. C192 der AVIG-Praxis ALE komme nicht zur Anwendung, da dieser die Geltendmachung des Entschä digungsanspruchs betreffe. Somit liege ein Anspruch wegen Befreiung von der Erfüllung der Beitragspflicht vor, weshalb die Höchstzahl der Taggelder 90 Tage betrage.

Somit liege ein Anspruch wegen Befreiung von der Erfüllung der Beitragspflicht vor, weshalb die Höchstzahl der Taggelder 90 Tage betrage. 4.

4. 4.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und wurde von der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 3. Januar 2022 auch noch richtig festgestellt (vgl. E. 3.8), dass die Beschwerdeführerin bis und mit 26. November 2021 Zahlung en der Zürich Krankentaggeldversicherung bei einer seit November 2019 andauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausbezahlt erhielt (vgl. E. 3.4 und E. 3.6). Zudem wurde der Beschwerdeführerin weiterhin bis 30. November 2021 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. E. 3.2). Erst ab dem 1. Dezember 2021 bestand wieder eine ärztlich attestierte 20%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.7), wobei auch die Beschwerdeführerin selbst angab und auf Nachfrage bestätigte, dass sie ab Dezember 2021 wieder zu 20 % arbeitsfähig sei (vgl. E. 3.4 und Urk. 12/18).

4.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und wurde von der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 3. Januar 2022 auch noch richtig festgestellt (vgl. E. 3.8), dass die Beschwerdeführerin bis und mit 26. November 2021 Zahlung en der Zürich Krankentaggeldversicherung bei einer seit November 2019 andauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausbezahlt erhielt (vgl. E. 3.4 und E. 3.6). Zudem wurde der Beschwerdeführerin weiterhin bis 30. November 2021 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. E. 3.2). Erst ab dem 1. Dezember 2021 bestand wieder eine ärztlich attestierte 20%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.7), wobei auch die Beschwerdeführerin selbst angab und auf Nachfrage bestätigte, dass sie ab Dezember 2021 wieder zu 20 % arbeitsfähig sei (vgl. E. 3.4 und Urk. 12/18). 4.2 Da die Beschwerdeführerin - nach einer seit November 2019 andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit - erst ab 1. Dezember 2021 überhaupt wieder teilweise arbeitsfähig war, bestand frühestens ab diesem Zeitpunkt wieder eine Vermittlungsfähigkeit zu 20 %, um eine zumutbare Arbeit anzunehmen (vgl. hierzu E. 1.3). Somit fehlte es vor dem 1. Dezember 2021 an einer Anspruchsvoraussetzung nach Art. 8 AVIG und erst diese r Tag ist für die Fest setzung der beiden Rahmenfristen massgebend (vgl. E. 1.4.1 und E. 2 ).

4.2 Da die Beschwerdeführerin - nach einer seit November 2019 andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit - erst ab 1. Dezember 2021 überhaupt wieder teilweise arbeitsfähig war, bestand frühestens ab diesem Zeitpunkt wieder eine Vermittlungsfähigkeit zu 20 %, um eine zumutbare Arbeit anzunehmen (vgl. hierzu E. 1.3). Somit fehlte es vor dem 1. Dezember 2021 an einer Anspruchsvoraussetzung nach Art. 8 AVIG und erst diese r Tag ist für die Fest setzung der beiden Rahmenfristen massgebend (vgl. E. 1.4.1 und E. 2 ). 4.3 Auch wenn die Anmeldung der Beschwerdeführerin am 2. November 2021 erfolgte, bestimmen sich die Rahmenfristen aufgrund des Dargelegten frühestens ab dem 1. Dezember 2021, da die wesentliche Anspruchsvoraussetzung der (mindestens 20%igen ) Vermittlungsfähigkeit mit der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in diesem Umfang gegeben war. Die massgebliche Rahmenfrist für die Beitragszeit dauerte demnach vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 202 1. Für die Beitragszeit berücksichtigt werden kann nur die Dauer der Tätigkeit der Beschwerdeführerin bei der Y.___ AG vom 1. De zember 2019 bis 31. Oktober 2020, welche innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit liegt, was 11 Monaten entspricht. Damit erfüllt die Beschwerdeführerin die Mindest beitragszeit von zwölf Monaten nicht.

4.3 Auch wenn die Anmeldung der Beschwerdeführerin am 2. November 2021 erfolgte, bestimmen sich die Rahmenfristen aufgrund des Dargelegten frühestens ab dem 1. Dezember 2021, da die wesentliche Anspruchsvoraussetzung der (mindestens 20%igen ) Vermittlungsfähigkeit mit der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in diesem Umfang gegeben war. Die massgebliche Rahmenfrist für die Beitragszeit dauerte demnach vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 202 1. Für die Beitragszeit berücksichtigt werden kann nur die Dauer der Tätigkeit der Beschwerdeführerin bei der Y.___ AG vom 1. De zember 2019 bis 31. Oktober 2020, welche innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit liegt, was 11 Monaten entspricht. Damit erfüllt die Beschwerdeführerin die Mindest beitragszeit von zwölf Monaten nicht. Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob auch die weitere Voraussetzung für die Entstehung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung des anrechenbaren Arbeitsausfalls (vgl. E. 1.2) von mehr als 20 % - bei einer gegenüber Kindern unter 25 Jahren unterhaltspflichtigen versicherten Person (Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG) - zu verneinen wäre, zumal die Beschwerdeführerin bis 26. November 2021 erwiesenermassen Zahlungen der Zürich Krankentaggeldversicherung in der Höhe von 80 % ihres Lohnes bezog, welcher bei einem vereinbarten Jahreslohn von Fr. 180'000.-- bereits über dem maximal möglichen versicherten Verdienst in der Höhe von Fr. 148'200.-- liegt.

Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob auch die weitere Voraussetzung für die Entstehung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung des anrechenbaren Arbeitsausfalls (vgl. E. 1.2) von mehr als 20 % - bei einer gegenüber Kindern unter 25 Jahren unterhaltspflichtigen versicherten Person (Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG) - zu verneinen wäre, zumal die Beschwerdeführerin bis 26. November 2021 erwiesenermassen Zahlungen der Zürich Krankentaggeldversicherung in der Höhe von 80 % ihres Lohnes bezog, welcher bei einem vereinbarten Jahreslohn von Fr. 180'000.-- bereits über dem maximal möglichen versicherten Verdienst in der Höhe von Fr. 148'200.-- liegt. 4.4 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin von der Erfüllung der Beitragszeit befreit werden kann. Sie war in der Zeit vom 1. November 2020 (ausserhalb des Arbeitsverhältnisses mit d er Y.___ AG, so gemäss Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG) bis 30. November 2021 während mehr als 12 Monaten infolge Krankheit vollständig an der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung verhindert, weshalb der Befreiungsgrund nach Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG erfüllt ist. Entspre chend beträgt der Höchstanspruch 90 Taggelder (vgl. E. 1.5).

4.4 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin von der Erfüllung der Beitragszeit befreit werden kann. Sie war in der Zeit vom 1. November 2020 (ausserhalb des Arbeitsverhältnisses mit d er Y.___ AG, so gemäss Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG) bis 30. November 2021 während mehr als 12 Monaten infolge Krankheit vollständig an der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung verhindert, weshalb der Befreiungsgrund nach Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG erfüllt ist. Entspre chend beträgt der Höchstanspruch 90 Taggelder (vgl. E. 1.5). 4.5 Daher erübrig t sich eine Beurteilung der Vorbringen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Rückdatierung der Anmeldung vom 2. auf den 1. November 2021 respektive dem sinngemässen Vorbringen des Vertrauens schutzes wegen der verspäteten Anmeldung aufgrund einer falschen Auskunft der Sozialen Dienste des Sanatoriums B.___, da dieser eine Tag irrelevant ist für die Festsetzung der Rahmenfristen; so dauert die Rahmenfrist für die Beitrags zeit sowieso erst vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2021.

4.5 Daher erübrig t sich eine Beurteilung der Vorbringen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Rückdatierung der Anmeldung vom 2. auf den 1. November 2021 respektive dem sinngemässen Vorbringen des Vertrauens schutzes wegen der verspäteten Anmeldung aufgrund einer falschen Auskunft der Sozialen Dienste des Sanatoriums B.___, da dieser eine Tag irrelevant ist für die Festsetzung der Rahmenfristen; so dauert die Rahmenfrist für die Beitrags zeit sowieso erst vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2021. Daher ist die Beschwerde abzuweisen mit der Feststellung, dass die Beschwerde führerin ab dem 1. Dezember 2021 Anspruch auf höchstens 90 Taggelder Arbeits losenentschädigung hat.

Daher ist die Beschwerde abzuweisen mit der Feststellung, dass die Beschwerde führerin ab dem 1. Dezember 2021 Anspruch auf höchstens 90 Taggelder Arbeits losenentschädigung hat. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Dezember 2021 Anspruch auf höchsten 90 Taggelder Arbeitslosenentschädigung hat.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Dezember 2021 Anspruch auf höchsten 90 Taggelder Arbeitslosenentschädigung hat. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Unia Arbeitslosenkasse

Unia Arbeitslosenkasse - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

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