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Der beste Weg, beim Rasen die Abhängigkeit von chemischen Dünge- und Spritzmitteln zu verringern, ist die Entwicklung eines gesunden Rasens, der von Natur aus besser gegen Unkräuter und Krankheiten gewappnet ist. Wenn Sie Ihren Rasen nur durch vermehrte Düngung vital halten, überlegen Sie sich, wie Sie die Gesundheit Ihres Rasens verbessern können. Wir geben Ihnen einige Tipps für die natürliche Rasenpflege.
Verbessern Sie den Boden
Der erste Schritt besteht darin, den pH-Wert des Bodens zu testen – er sollte zwischen 6,5 und 7,0 liegen. Boden, der zu sauer ist, braucht eine Gabe Kalk; schwefelhaltige Dünger heben den ph-Wert. Sie können entweder ein pH-Testkit kaufen, oder, die bessere Lösung, Ihren Boden professionell testen lassen. Rasen wächst am besten in anlehmigen Böden, die aus einer Mischung von Ton, Schluff und Sand bestehen. Zu viel Ton in der Bodenmischung oder starker Gebrauch kann den Boden verdichten und den Luft- und Nährstofffluss verhindern. Verdichteter Boden muss belüftet werden (siehe unten), ein Vorgang, bei dem kleine Rasenpfropfen ausgestochen werden, um Hohlräume im Boden zu schaffen.Organisches Material, wie Kompost und Grasschnitt, kommt jeder Bodenart zugute; es lockert Lehmböden auf und bildet Humus in sandigen Böden, wodurch Wasser und Nährstoffe besser gespeichert werden. Um den Mineraliengehalt von Böden aufzuwerten, ziehen sie Produkte wie Urgesteinsmehl in Betracht.
Achten Sie auf die richtige Gräsermischung
Gräser unterscheiden sich in der Art des Klimas, das sie bevorzugen, der Menge an Wasser und Nährstoffen, die sie benötigen, wie viel Schatten sie tolerieren können und dem Grad der Abnutzung, der sie widerstehen können. Achten Sie also auf den Standort und lassen Sie sich über die richtige Mischung beraten. Faktoren wie Höhenlage, Sonneneinstrahlung und Schnitthäufigkeit sind Entscheidungsgrundlagen für die richtige Mischung.
Den Rasen belüften
Wenn der Boden zur Verdichtung neigt, aerifizieren sie den Rasen. Die Hälfte eines gesunden Bodens sollte Porenraum sein, der die Zirkulation von Wasser, Nährstoffen und Luft ermöglicht. Wenn die Bodenteilchen komprimiert werden, so das der Anteil an Poren abnimmt, können Pflanzen nicht die Nährstoffe verwerten, die sie zum Gedeihen brauchen. Das Belüften hilft dabei, mehr Porenvolumen zu schaffen, indem fingergrosse Erdpfropfen aus der Rasenfläche ausgestochen werden. Leihen Sie sich ein Gerät oder fragen den lokalen Gartenbauer. Es ist besser, den Rasen zu belüften als mit vermehrter Düngung Mängel ausgleichen zu wollen. Mehr dazu hier: Tipps rund um den Rasen : Aerifizieren
Auf die Schnitthöhe achten
Schneiden Sie ihren Rasen nicht „militärisch kurz“. Oberflächenwurzeln werden freigelegt, der Boden trocknet schneller aus und die Oberflächenbelüftung wird reduziert. Eine Faustregel sagt, den Rasen nicht mehr als ein Drittel auf einmal in der Höhe zu schneiden. Die meisten Rasenarten sind am gesündesten, wenn sie zwischen 5-6 cm hoch gehalten werden.
Nur am Ende der Saison schneiden Sie ihn etwas kürzer, bis etwa 4 cm. Dies minimiert das Risiko von Schimmelbildung im Winter.
Bewässern Sie richtig
Gründliches Bewässern fördert die Entwicklung von tiefen Wurzelsystemen, die den Rasen widerstandsfähiger und trockenresistenter machen. Lassen Sie den Rasen austrocknen, bevor Sie ihn erneut gießen. Die Farbe sollte schon etwas matt sein und Fußabdrücke länger als einige Sekunden sichtbar. Die beste Zeit zum Gießen ist früh am Morgen. Dann wird durch Verdunstung weniger Wasser verloren. Ideal ist die Wassergabe auf zweimal zu verteilen. Nach der ersten Bewässerung nach einer Wartezeit von 1-2 Stunden die nächste.
Nachssat
Nachsaat auf einem bestehenden Rasen ist hilfreich, um ausgedünnte oder fleckige Rasenflächen aufzubessern. Das Übersäen erfolgt am besten im Frühling und Herbst, wenn der Boden schon oder noch warm genug ist.
Beginnen Sie mit der Vorbereitung des Bereichs indem Sie Gras sehr tief mähen und den Grasschnitt entfernen damit der Samen auf Erdreich fällt. Ideal wäre die Kombi belüften und nachsäen. Nach dem Säen die betroffene Fläche bis zur Keimung feucht halten und erstmals bei einer Höhe von ca. 8 cm mähen.
Rasenfilz beseitigen, aber mässig
Rasenfilz ist die Anhäufung von abgestorbenen Pflanzenteilen, hauptsächlich vom Rasen selbst. Diese Schicht wird auf einem gesunden Rasen bis zu einem Zentimeter stark sein und durch natürliche Zersetzung, Regenwürmer und Mikroorganismen im Gleichgewicht gehalten. Zu viel davon jedoch verhindert, dass Wasser und Nährstoffe die Graswurzeln erreichen. Bevor Sie jedoch auf einen Vertikutierer zurückgreifen, ziehen sie die Möglichkeit des Aerifizierens in Betracht. Das bringt Mikroorganismen an die Oberfläche, die den größten Teil des Rasenfilzes zersetzen..
Wenn Sie einmal pro Jahr belüften, bricht auch dies den Rasenfilz auf und lässt die Wurzeln tiefer in den Boden eindringen. Dies führt zu stärkerem Gras, das natürlich auch gegen Unkräuter widerstandsfähiger ist. Ein Vertikutierer entfernt zwar den Filz grösstenteils, kann aber das Gras auch so verdünnen, dass Unkräuter leichter keimen können. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Vertikutierer nicht überbeanspruchen. Als schonender gilt der manuelle Abtrag mit einem Vertikutierrechen. Natürlich ist das flächenbedingt.
Auf Schädlinge und Krankheiten achten
Eine Reihe von Schädlingen kann die Gesundheit Ihres Rasens beeinträchtigen, achten Sie also auf Bereiche, die Anzeichen dafür zeigen. Bei Insektenfraß zum Beispiel (Maulwurfsgrille, Tipulalarven) kann eine Anwendung von nützlichen Nematoden helfen.
Stark beanspruchte Teilbereiche umändern
In Bereichen innerhalb des Rasens die stark frequentiert werden ist es möglicherweise besser, Wege anzulegen. In diesen Abschnitten werden Rasenflächen stark verdichtet und abgenutzt. Es bietet sich an, hier Trittplatten zu verlegen oder einen Kiesweg anzulegen. Die bessere Option als Flächen ganz zu versiegeln.