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Nichts gewusst? Dem Schweizerischen Bankpersonalverband ist der Auftritt von Credit-Suisse-Konzernchef Brady Dougan in Washington sauer aufgestossen.
«Entschuldigung von Brady Dougan gefordert!» titelt der Schweizerische Bankpersonalverband (SBPV) eine Mitteilung vom Donnerstag. Dem SBPV gefiel nicht, dass Brady Dougan vor dem Untersuchungs-Ausschuss des US-Senats vorgab, die Geschäftsleitung habe von vielen irregulären Vorgängen und Handlungen in der Bank nichts gewusst. Damit verunglimpfe er viele Mitarbeitende, die nicht mit dieser Sache zu tun gehabt hätten, so der SBPV.
Es sei wenig glaubhaft, dass die Geschäftsleitung über die Handlungen nicht informiert gewesen sei. Es sei allgemein bekannt gewesen, dass auf Steuerhinterziehung gesetzt worden sei. Dies gehörte lange Zeit zum Geschäftsmodell der Banken.
Druck auf die Angestellten sei Schuld
Die falschen Anreize und der ständige Druck auf die Mitarbeitenden hätten dazu beigetragen, dass die Weisungen aus dem Management so verstanden worden seien, dass neue Kunden um jeden Preis akquiriert werden mussten.
Brady Dougan solle sich bei den nicht betroffenen Mitarbeitenden der Credit Suisse öffentlich entschuldigen, so der SBPV. Diese dürften in den USA nicht zum Sündenbock gemacht werden. Zumindest solle der CEO erklären, weshalb er die Aussagen gemacht habe.