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Das Tagblatt resp. Marcel Elsener geht heute hart ins Gericht mit der Stadt. Nach Remo Daguati ist er bereits der Zweite, der unserer Stadt vorwirft, nicht genügend Hauptstädtisch zu sein.
Da ich auch kurz erwähnt werde, schreibe ich auch noch etwas dazu.
Ja, Marcel Elsener und Remo Daguati haben recht. Es muss etwas gehen. Die Stadt soll endlich wie eine Hauptstadt auftreten. Viel zu oft versteckt sie sich hinter dem Kanton oder man nimmt ihre Anstrengungen nicht wahr.
Die Stadt soll bei der S-Bahn, beim Bahnhof Nord, beim Bahnhof St.Fiden aber auch bei der Engpassbeseitigung und dem ÖV-Netz klar und deutlich Position beziehen.
Wenn wir eine S-Bahn brauchen, dann steht man hin und sagt das LAUT. Gleichzeitig legt man einen Plan vor, der die Forderung unterstreicht und aufzeigt, was man mit der verbesserten Verbindung anstellen will. Mit einem Hub-System für den ÖV als Beispiel
Wenn die Stadt denkt, die Erweiterung der Fachhochschule sei eine gute Idee, dann sagt man das LAUT und macht auch gleich einen Vorschlag. Eine Erweiterung in Richtung Osten, damit die partizipative Planung für den Bahnhof Nord umgesetzt werden kann. Von mir aus mit einem City-Hallenbad als Beispiel
Wenn die Stadt Probleme mit dem unterirdischen Kreisel am Güterbahnhof befürchtet, dann steht man hin und sagt es LAUT. Es ist nicht verboten, mögliche Verkehrsprobleme und Folgekosten beim Namen zu nennen. Einen Satz wie „wir werden nicht mehr auf den Entscheid zurückkommen“ kommt einer Kapitulation gegenüber Bund und Kanton gleich.
Wenn der Kanton eine Buslinie von Wittenbach nach Abtwil bestellt, dann steht man hin und sagt LAUT, dass das Schwachsinn ist.
Wenn die Lärmschutzvorschriften nicht eingehalten werden und der Kanton 20 Jahre lang einfach nichts tut, dann steht man hin und sagt das LAUT
Wenn der Kanton im Union-Gebäude eine Bibliothek bauen will, damit er die Hauptpost für die Fachhochschule bekommt, dann sagt man das LAUT, wenn es für die Stadt eine schlechte Variante ist.
Es geht mir nicht darum, ob alle mit den oben genannten Beispielen einverstanden sind oder nicht. Es geht mir auch nicht drum, dass alles so umgesetzt werden muss, wie die Stadt will. Es geht letztlich darum, dass die Interessen der Stadt klar und deutlich kommuniziert werden. Und nur darum geht es.
Die Stadt kommt mir zuweilen wirklich als scheuer Mitläufer vor. Sie schliesst sich einfach dem Kanton an und traut sich kaum zu opponieren. Das muss sich ändern. Im Herbst haben wir dazu Gelegenheit.
Ab dem 25. Februar werde ich diese Einstellung im Stadtparlament vertreten können und wer weiss vielleicht auch bald im Kantonsrat.