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Als Mussolini im Oktober 1922 die Macht übernahm, war Hitlers Griff nach der Macht noch nicht erfolgt. Da faschistisches Gedankengut nach dem Ersten Weltkrieg in der Schweiz nicht schlagartig um sich griff, lässt sich der Entwicklungsbeginn der faschistischen Bewegung kalendarisch nicht genau benennen. Doch wurde die erste italofaschistische Glut zweifellos in der lateinischen Schweiz angefacht. Der historische Faschismus in der Schweiz war kein einheitliches Gebilde, sondern speiste sich aus unterschiedlichen Quellen und kannte unterschiedliche regionale Ausprägungen. Dieses Buch ergänzt die bisherigen Darstellungen, indem es die Verbreitung des italienischen Faschismus in der lateinischen Schweiz (Welschland, Tessin und italienischsprachiges Graubünden) beschreibt und seine Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur faschistischen Bewegung in der Deutschschweiz analysiert, die sich mehr an der Ideologie der deutschen NSDAP orientierte.
Yves Schumacher, Jg, 1946, lebt in Zürich. Er ist Kommunikationsberater und Inhaber einer PR-Agentur. Er ist ehemaliger Geschäftsleiter des "Vereins Zürcher Museen", kuratiert Ausstellungen und hat zahlreiche kulturhistorische Bücher und Artikel verfasst.