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Ist Weglassen anregend? Eine Bereicherung? Eine Verarmung?
Bezogen auf dieses Bild:
- das Weglassen der Kleider?
- das Weglassen der Farbe?
- das Weglassen des Kopfes (des Models)?
Die Denk-Aufgabe bestünde darin, sich zu fragen, was denn die ganz eigenen Kriterien sind für die ganz eigene Beantwortung obiger Fragen; und die gefundenen Kriterien dann anzuwenden auf völlig andere, zum Beispiel auf im eigenen Leben relevante Bereiche: Wo empfinde ich aufgrund welcher Kriterien das Weglassen von X, Y oder Z anregend, bereichernd, verarmend oder was der Werturteile mehr sind? Gibt es auch Fälle, wo die Veränderung eines einzigen Parameters die Bewertung des Weglassens umdreht oder zumindest massiv beeinflusst? - Und wenn die Selbstbefragung pathetisch, bierernst zu werden droht, kehren Sie zurück zur Leichtigkeit dieses leicht erotischen Einstiegs in die philosophische Fragestellung nach dem Weglassen: Kann ich denn die Qualität des Zustandes nach dem Weglassen überhaupt beurteilen, wenn ich den Zustand vor dem Weglassen gar nicht kenne, das Model nicht mit Kopf, in Farbe und bekleidet gesehen habe? Selbstverständlich kann man sich den Unannehmlichkeiten auch entziehen, indem man beschliesst, es für bereichernd zu halten, die Frage nach dem Weglassen - weg zu lassen.