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1994 gründete der österreichische Geiger Thomas Zehetmair das Zehetmair Quartett, das sich seit seiner ersten Konzerttournee im Frühjahr 1998 mit ungewöhnlichen Programmen und spektakulären Auftritten einen hervorragenden Ruf in der internationalen Kammermusikszene erarbeitet hat. So spielen die vier Musiker – neben dem Namenspatron des Ensembles gehören heute der polnische Geiger Kuba Jakowicz, die deutsche Bratschistin Ruth Killius und der kanadische Cellist Christian Elliott zum Ensem-ble – in der Regel auswendig und können ihre Aufmerksamkeit daher umso stärker auf die Interaktion und ihr Zusammenwirken richten. Das Zehetmair Quartett wurde für Konzerte in die USA, so etwa zu den Feierlichkeiten von Elliott Carters 100. Geburtstag, sowie nach Japan eingeladen und absolviert jährliche Europatourneen, die es auch zu den Festivals nach Salzburg, Edinburgh, Helsinki und Schleswig-Holstein geführt haben. Zu den Höhepunkten der letzten Jahre zählten ein Zyklus mit den Streichquartetten Robert Schumanns in der Londoner Wigmore Hall und die Uraufführung von Heinz Holligers Streichquartett Nr. 2. In der Saison 2013/14 präsentierte das Quartett Werke von Schubert, Janácek und Debussy in Berlin, Amsterdam, London, Zürich, Bern, Vevey und Wien. Für die Einspielung von Béla Bartóks Viertem und Karl Amadeus Hartmanns Erstem Streichquartett sowie zweier Quartette von Schumann erhielt das Ensemble den «Diapason d’Or», den «Gramophone Award» sowie den Edison- und den Klara-Preis für die beste internationale Produktion des Jahres. Zuletzt erschien im Herbst 2013 eine Aufnahme mit Beethovens letztem Quartett in F-Dur op. 135, Bruckners kaum bekanntem c-Moll-Quartett sowie den Zweiten Quartetten von Hartmann und von Heinz Holliger.
August 2014