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Am 14. Juni 2018 führte das Regionale Führungsorgan (RFO) Unteres Fricktal zusammen mit der Zivilschutzorganisation Unteres Fricktal und der Feuerwehr Wabrig im Magazin Hellikon unter Aufsicht des Kantonalen Führungsstabs (KFS) die Übung Collaboratio durch. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit mit einer anderen Einsatzorganisation zu üben.
Im Vorfeld der Übung wurde durch den Zivilschutz die Einsatzfähigkeit der Kommunikations- und Informatikmittel sowie des Einsatz-Anhängers des RFO überprüft, Checklisten aktualisiert und Karten optimiert. Via ein Konferenzgespräch zwischen dem Feuerwehrkommandanten und dem Kernstab des RFO erging ein Aufgebot für den RFO. Kurz darauf wurde auch der Zivilschutz zur Unterstützung aufgeboten.
Folgendes Szenario erwartete die Einsatzkräfte: Im Wegenstettertal führten heftige Gewitter dazu, dass die Einsatzkräfte an verschiedenen Fronten zu kämpfen hatten. Während die Feuerwehr vor allem mit dem Auspumpen von überschwemmten Häusern und mit dem Regeln des Verkehrs beschäftigt war, nahm sich der RFO mit Unterstützung des Zivilschutzes der drohenden Gefahren und der Information der Bevölkerung an. Unter anderem war Hellikon von zwei aufgestauten Bächen betroffen, aus denen eine erhebliche Überflutungsgefahr hervorging. Zudem hatten die starken Regenfälle zu einer Hangrutschgefahr geführt, die einen Hof mit Tieren sowie eine Gasleitung bedrohte. Schliesslich war das Trinkwasser unrein geworden, sodass es nicht mehr unbedenklich geniessbar war. Anhaltende Regenfälle versprachen keine Besserung der Lage.
Die Einsatzkräfte leiteten folgende – fiktive – Massnahmen ein: Nach einem Übergaberapport, an dem die Feuerwehr dem RFO die prekäre Lage geschildert hatte, wurden die Mitglieder des RFO mit der konzeptionellen Erarbeitung von Lösungsvorschlägen beauftragt. Erste Sofortmassnahmen wurden getroffen und unter anderem ein Geologe zur Analyse der Hangrutschkante und weitere Zivilschutzkräfte aufgeboten. Zur Information der Bevölkerung wurde ein Sirenenalarm mit einer Warnung der Bevölkerung über Radiostationen ausgelöst. Schliesslich wurde mit der Feuerwehr entschieden, die Bevölkerung in den von Hangrutsch und Überflutung bedrohten Gebieten zu evakuieren.
In einer ersten Beurteilung durch den KFS vor Ort wurde dem RFO und dem Zivilschutz eine weitgehend gute Bewertung ausgestellt. Der RFO wird die Erkenntnisse aus der Übung analysieren und wo notwendig Verbesserungen vornehmen.
An dieser Stelle sei dem KFS für die realistische Übungsanlage und der Feuerwehr Wabrig für die angenehme Zusammenarbeit gedankt.