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Der Staat Israel liegt im Nahen Osten und grenzt im Norden an den Libanon, im Nordosten an Syrien, im Osten an Jordanien und im Südwesten an Ägypten. Im Westen grenzt das Land an das Mittelmeer.
Israel hat ca. 8,2 Millionen Einwohner (Juli 2014 est). Die überwiegende Mehrheit (76,4 Prozent) sind Juden, daneben gibt es ca. 17 Prozent Muslime und ungefähr zwei Prozent Christen im Land.
SOS-Familie beim Abendessen (Foto: SOS-Archiv
Der Staat Israel wurde offiziell im Jahr 1948 ausgerufen. Die Konflikte mit den Palästinensern und Israels arabischen Nachbarn verschärften sich in den darauffolgenden Jahrzehnten, was dazu führte, das Israel einige Gebiete wie etwa die Golanhöhen, das Westjordanland, die Sinai-Halbinsel und den Gazastreifen besetzte. Obwohl die Völkergemeinschaft mehrfach Versuche unternommen hat, den arabisch-israelischen Konflikt beizulegen, belasten die Spannungen zwischen den Gemeinden nach wie vor das Leben der Kinder und Familien in dieser Region.
Israel ist eine Dienstleistungsgesellschaft; der Dienstleistungssektor beschäftigt 82 Prozent aller Erwerbstätigen. Das Land hat trotz begrenzter natürlicher Ressourcen etwas Landwirtschaft und einige industrielle Sektoren aufgebaut. In der Industrie sind 16 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Zur Zeit arbeiten zwei Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft, in der Früchte, Gemüse, Baumwolle angebaut sowie Fleisch- und Milchprodukte erzeugt werden. Die Finanzkrise von 2008 bis 2009 hatte zeitweilig zu einer Rezession geführt, von der sich das Land aber schnell erholen konnte. Im Jahr 2010 war die Arbeitslosenquote wieder auf 6,4 Prozent gefallen.
Obwohl Israel allgemein betrachtet einen hohen und steigenden Lebensstandard vorweisen kann, wird das Wohlstandsgefälle immer größer - fast ein Viertel der Bevölkerung lebt unterhalb der staatlich festgelegten Armutsgrenze. Die meisten dieser Menschen sind israelische Araber oder ultraorthodoxe jüdische Familien (Haredi), aber auch ältere Menschen und Kinder sind von Verarmung betroffen.
Israel hat ein gutes Gesundheitssystem. Das Land hat eine der weltweit höchsten Lebenserwartungen, und die Säuglingssterblichkeitsrate ist sehr niedrig. Dennoch ist die arabische Bevölkerung bei der Gesundheitsversorgung benachteiligt; ihre Lebenserwartung ist ca. fünf Jahre geringer als die der restlichen Bevölkerung, und die Säuglingssterblichkeitsrate ist fast zweimal so hoch wie im Durchschnitt.
Kinderzeichnung aus dem SOS-Kunstwettbewerb (Foto: SOS-Archiv
Demographisch gesehen ist Israel ein recht junges Land; 28 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 14 Jahre. Die jüngsten sozialen Veränderungen haben sich auch auf das Leben der Kinder ausgewirkt, vor allem da wirtschaftliche Krisen und politische Konflikte zu Kürzungen im Sozialwesen geführt haben.
Israel hat im Jahr 1991 die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert, und obwohl viele Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Kinder eingeführt und umgesetzt worden sind, hat Israel eine der höchsten Raten an Kinderarmut in den OECD-Ländern (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zu verzeichnen - mehr als ein Viertel aller israelischen Kinder leben in armen Haushalten. Die meisten dieser Kinder stammen aus Familien arabischer Herkunft oder aus ultraorthodoxen jüdischen Haushalten. In einigen Fällen haben die Eltern zwar eine Arbeit, aber die Löhne sind sehr niedrig.
Israel investiert über sechs Prozent seines Bruttoinlandsproduktes in das Bildungssystem. Die Mehrheit der Kinder besucht eine staatliche Schule, daneben gibt es auch private Schulen. Die Schulpflicht in Israel beginnt mit dem sechsten Lebensjahr. Nach Abschluss der Sekundarstufe werden die meisten jungen Menschen in die israelische Armee eingezogen.
Website von SOS-Kinderdorf Israel
(verfügbar auf Englisch und Hebräisch)