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Bereits Anfang Jahr hatte die TU Delft mitgeteilt, ihr Forschungsreaktor könne bei Bedarf als Back-up-Anlage für die Mo-99-Herstellung eingesetzt werden und den Hochflussreaktor HFR des European Union Joint Research Centre (JRC) im niederländischen Petten bei Ausfall ersetzen. Das Ministerium für Gesundheit, Gemeinwohl und Sport hat dieses Angebot angenommen und die Universität aufgefordert, ihren Reaktor für die Mo-99-Produktion anzupassen. Sobald die Sicherheitsstandards erfüllt und genehmigt seien, werde der Reaktor in der Lage sein, wenn erforderlich Molybdän zu produzieren, gibt die TU Delft jetzt bekannt.
Versorgungssicherheit verbessern
Weltweit sichern regelmässig nur gerade fünf Forschungsreaktoren fast 95% der Produktion von Molybdän-99 zur Darstellung von Technetium-99-m für medizinische Zwecke: der BR2 in Belgien, der HFR in den Niederlanden, der Osiris in Frankreich, der NRU in Kanada und der Safari in Südafrika. In letzter Zeit kam es immer wieder zu Produktionsunterbrüchen. Laut TU Delft wird ihr Reaktor in der Lage sein, die wöchentliche Versorgung mit Mo-99 in den Niederlanden sicherzustellen. Allerdings würden die in den Niederlanden hergestellten Isotope nicht verpflichtend auch dort eingesetzt.
Quelle
M.A. nach TU Delft, Medienmitteilung, 22. September 2010