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"Wer nicht weiss, woher er kommt, der weiss auch nicht, wohin er geht!"
(Autor unbekannt)
Zur Botschaft der französischen Revolutionäre gehörte die nationale Einigung innerhalb der natürlichen Grenzen. Dieses Ziel berührte schon bald die benachbarte Eidgenossenschaft: 1792 eroberten Revolutions- truppen das nördliche, zum Reich gehörende Gebiet der Eidgenossenschaft und kurze Zeit danach die ganze Schweiz.
Im April 1798 wurde in Aarau die Helvetische Republik ausgerufen. Frankreich setzte gegen föderalistische Bedenken einen zentralistischen Einheitsstaat durch. Die Kantone verloren ihre Selbstständigkeit und wurden zu blossen Verwaltungseinheiten, die zum Teil aus mehreren bisherigen Kantonen oder Untertanengebieten zusammengesetzt waren. Die erste nationale Regierung der Schweiz musste viele Forderungen der französischen Besatzungsmacht akzeptieren. Die Franzosen führten die Staatsschätze der Kantone nach Paris ab. Es bestand die Verpflichtung, die französischen Besatzungstruppen zu beherbergen und mit Nahrungs- mitteln zu versorgen sowie Frankreich zu erlauben, die Schweiz als Transitland zu nutzen.
Eine Defensiv- und Offensivallianz mit Frankreich löste die bisherige Neutralität ab, und schon bald forderte Frankreich vom helvetischen Satellitenstaat Hilfstruppen im Umfang von 18 000 Mann. Im 2. Koalitionskrieg wurde die Schweiz 1799 zu einem Schlachtfeld, als österreichische und russische Truppen versuchten, die Franzosen zu vertreiben (1. und 2. Schlacht von Zürich, Suworows Alpenfeldzug). Die Anwesenheit der vielen ausländischen Soldaten in der Schweiz führte zu einer weiteren Verarmung des Landes und des Zürcher Oberlandes.
Nach Napoleons Niederlage in der Völkerschlacht von Leipzig 1813 rückten die Russen, Österreicher, Preussen und ihre Verbündeten gegen Frankreich vor und überschritten 1813/14 den Rhein bei Basel. In der Zeit bis zur endgültigen Niederlage Napoleons bei Waterloo 1815 verblieb die Schweiz im Einflussbereich der Sieger- mächte, die Europa am Wiener Kongress 1815 neu ordneten.
Zwischen 1798 und 1815 erfuhren die Schweizer Grenzen nicht nur im Inneren, sondern auch gegen aussen einige Veränderungen und erlangten schliesslich weitgehend ihre heutige Gestalt.
Nach den kantonalen Verfassungsreformen 1830-31 zu Beginn der Regeneration besassen elf Kantone neu eine liberal-repräsentative Verfassung. In den folgenden Verfassungskämpfen rückte die Revision des Bundesvertrags von 1815 in den Vordergrund. Der Konflikt zwischen Liberal-Radikalen und Konservativen führte zu zwei ersten Sonderbündnissen, wobei die konfessionellen Gegensätze vorerst keine Rolle spielten: Im März 1832 gründeten sieben liberal-radikale Kantone das überkonfessionelle Siebnerkonkordat, worauf sechs konservative Kantone im November den ebenfalls überkonfessionellen Sarnerbund schufen, den die Tagsatzung jedoch bereits im Aug. 1833 auflöste, da er gegen die Bestimmungen des Bundesvertrags verstiess. Als die sieben kath.-konservativen Kt. Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Freiburg und Wallis 1845 ein Separatbündnis schlossen, das sie als Schutzvereinigung, zur Wahrung der kath. Religion und der Kantonssouveränität, verstanden, sahen die Liberalen darin nichts anderes als einen Sonderbund, eine Bezeichnung, die sich in der Folge durchsetzte. Im Kern war der Konflikt politisch: Sollten die Kantone souverän bleiben oder sollte ein Nationalstaat mit umfassenden Kompetenzen geschaffen werden? Doch die Auseinandersetzung wurde zusehends im konfessionellen Bereich geführt, was es beiden Seiten erlaubte, ihre Anhänger zu mobilisieren. Die Krise eskalierte und mündete 1847 in einen Bürgerkrieg.
Am 12. September 1848 erklärte die Tagsatzung die Bundesverfassung für angenommen. Die Kantone hatten nun eine nationale Regierung (Bundesrat) und ein nationales Parlament (Bundesversammlung) über sich. Der Bund war vor allem für die Aussenpolitik, die Armee, Währung, Post und Zölle zuständig.
Geprägt war das 19. Jahrhundert durch grosse Veränderungen in der Landwirtschaft und durch das Auf- kommen der der Textilienproduktion im Zürcher Oberland. Aufklärerische Gesellschaften widmeten sich wirtschaftlichen Fragen, aber auch Fragen der Bildung oder eines neuen Patriotismus, der sich nun auf die Nation und nicht mehr nur auf den Kanton bezog.
Die Textilverarbeitung stellte für den Kanton Zürich schon immer einen wichtigen Industriezweig dar. Nördlich des Zürichsees war die Baumwollindustrie beheimatet. Mit der Erfindung der Spinnmaschine wurde die Textilindustrie mechanisiert und im Zürcher Oberland entstanden in der Folge wichtige Produktionsstätten. Die vervielfachte Produktion verlangt nach einer erhöhten Transportkapazität - von England kommt die Entwicklung der Eisenbahn auch ins Zürcher Oberland - 1856 fährt die erste Eisenbahn nach Uster. Der dadurch ermöglichte preisgünstige Transport von Kohle fördert die Inbetriebnahme von Dampfmaschinen als Ergänzung der Wasserkraft- qualmende Hochkamine sind die Zeichen höchster Prosperität!
Aus diesem Umfeld entstanden in der Schweiz die ersten Unteroffiziersvereine mit dem Leitbild:
"...Ansehen und Stellung des Unteroffiziers-Korps zu leben und insbesondere sich gegenseitig in Stand zu setzen, dem Vaterland auch in ernsten Tagen eine kräftige Stütze zu sein..."
Mit diesen markigen Worten gaben sich die ersten Unteroffiziersvereine unseres Landes ihren Auftrag. Im Jahr 1892 wurde der UOVZO gegründet, 121 Jahre sind seither vergangen. Die Worte haben geändert, der Sinn aber ist geblieben: Der UOVZO steht für die Milizarmee und eine sichere Schweiz ein. Wir widmen uns der Ausserdienstlichen Weiterbildung und sind die "Lobby" der Zürcher Oberländer Unteroffiziere. Heute vertritt der UOVZO die Interessen von 180 Mitgliedern. In unseren Reihen treffen sich Veteranen und Junioren, Frauen und Männer, Aktive und Ehemalige, Unteroffiziere, Soldaten und Offiziere, Armeeangehörige aus verschiedenen Waffengattungen aus dem Zürcher Oberland und der Ostschweiz.