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US-Moderator John Oliver hat unbeglichene Arztrechnungen in Höhe von 15 Millionen Dollar aufgekauft – und auf eine Rückzahlung durch die Schuldner verzichtet.
John Oliver verbindet Humor gern mit Gesellschaftskritik. Seine neueste Aktion ist zudem ausgesprochen grosszügig: Der Satiriker hat ausstehende Arztrechnungen im Wert von knapp 15 Millionen Dollar aufgekauft und sie den etwa 9000 Schuldnern erlassen.
Die Aktion war Teil eines 20-minütigen Segments in Olivers Sendung am Sonntagabend. Darin prangerte der Kabarettist die Praktiken von Inkassofirmen an, die bei Banken Schuldtitel zu einem Bruchteil ihres Werts kaufen. Anschliessend versuchen sie laut Oliver, die gekauften Schulden unter Einsatz von Drohungen einzutreiben, ohne die Einzelheiten der erstandenen Titel zu prüfen.
«Der Ankauf von Schulden ist ein schmutziges Geschäft und muss dringend besser kontrolliert werden», führte Oliver in seiner Sendung aus. Denn, so wie die Verhältnisse in der Branche gegenwärtig seien, könne «jeder Idiot» mitmachen. «Und ich kann das beweisen, denn ich bin ein Idiot und wir haben eine Inkassofirma gegründet. Es war beunruhigend einfach.»
Verglichen mit dem Wert der Schulden, war der Preis, zu dem Olivers Firma die Titel erstand, ein Schnäppchen: 60'000 Dollar.
asa/AP