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Lange Zeit regierten die Habsburger im Aargau. 1415 marschierten die Eidgenossen in die Region ein. Sie teilten das Gebiet unter sich auf. Die Berner bekamen als grosser, mächtiger Stadtstaat mit dem Westaargau den grössten Teil für sich allein. Das Freiamt und die Grafschaft Baden verwalteten die Eidgenossen gemeinsam, das Fricktal hingegen überliess man den Habsburgern.
«Bern betrieb damals eine aggressive Expansionspolitik», erklärt Historikerin Martina Huggel, Kuratorin bei Museum Aargau. «Die Berner nahmen 1406 bereits den Oberaargau ein und schliesslich 1415 auch Zofingen.»
Als Zeichen ihrer Herrschaft malten die Berner ihr Wappen auf die Mauern der Aargauer Schlösser und Burgen. Die stolzen Berner Bären sind dort bis heute zu sehen. Doch fragt man auf der Strasse nach, scheinen die mächtigen Herrscher von damals doch etwas vergessen.
Keine Ahnung ... die Zürcher vielleicht? Ich weiss es nicht. Es muss jemand aus der Nähe gewesen sein. Die Solothurner? 1415 ... aha ... die Berner natürlich!
Einer, der mittlerweile beide Kantone kennt, ist Schriftsteller Pedro Lenz, geboren im Berner Oberaargau: «Früher kannte ich den Aargau kaum, aber mittlerweile habe ich wohl nirgends so viele Lesungen wie dort.»
Er würde die Idee eines Kantons Mittelland begrüssen, von Langenthal bis Brugg. «Wenn ich mit der Eisenbahn von Bern nach Olten fahre, wechselt der Kanton immer wieder. Man könnte hier schon mal eine Bereinigung vornehmen.»
Ein Kanton Mittelland klingt noch vernünftig
Auch heute sind die Spuren der Berner Besatzung im Aargau noch sichtbar, sagt SRF-Redaktor Maurice Velati: «Im Kanton Aargau gibt es heute eine Rivalität zwischen dem katholischen, zürich-orientierten Osten und dem bern-orientierten Westen. Die beiden Regionen haben einen unterschiedlichen Dialekt und eine unterschiedliche Telefonvorwahl.»