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Fahrt ins Glück
Eine Pratergeschichte
Beschreibung
Hannelore Fischer erzählt die Geschichte einer Wiener Familie über drei Generationen hinweg. Sie erzählt vor allem das Leben von Grossmutter, Mutter und Enkelkindern, die in Wien in der Zeit zwischen 1920 und 2019 lebten und leben. Sie setzt sich mit der Rolle der Frau und dem Ausbrechen aus der ihr damals durch die Gesellschaft zugedachten Rolle als dienende Ehefrau und Mutter auseinander. Sie thematisiert den Widerspruch zu dem Umstand, dass die Frauen, deren Ehemänner zum Kriegsdienst eingezogen waren, auf sich allein gestellt waren, für die Kinder verantwortlich waren und ihren »Mann» stehen mussten, obwohl ihnen diese aktive, führende Rolle nicht zugestanden worden war, und die nach der Rückkehr der Männer von der Front wieder in das alte Familienbild zurückkehren sollten. Sie thematisiert auch den Freiraum, der für die Frauen durch diese kriegsbedingte dramatische Situation geschaffen wurde und der auch mitunter sexuelle Freiheit bedeuten konnte. Besonders Bemerkenswert scheint die Tatsache, dass durch das Führen eines Lebens, in dem durch die äusseren Umstände keine Lebensplanung möglich war, auch Freiraum entstanden ist, weil das Erleben des nächsten Tages stets ungewiss war.
Hannelore Fischer
wurde im 2. Weltkrieg in Wien geboren. Aus einer Theaterfamilie stammend – ihr Onkel ist O.W. Fischer – , verheiratet mit dem Schauspielerkollegen Klaus Knuth, absolviert sie nach der Schulausbildung das Max Reinhardt Seminar (Schauspiel) in Wien.
Engagements:
Kurfürstendamm Theater, Berlin
Residenztheater, München
Landestheater, Linz
Düsseldorfer Schauspielhaus
Thalia Theater, Hamburg
Ernst Deutsch Theater
Schauspielhaus Zürich
Theaterarbeit mit psychisch Kranken am Burghölzli, Zürich. Neben der Theaterarbeit Leitung einer Kunstgalerie.
Über Theaterimprovisationen gelangt Hannelore Fischer zur schriftstellerischen Tätigkeit:
Nora-Bearbeitung Ihr Auftritt, in Zürich und Hamburg, 8 veröffentlichte Erzählungen
Radiosendungen und Arbeit an einem Drehbuch
Lesungen im Theatermuseum in Wien und München, am Züricher Schauspielhaus, in Düsseldorf und Lugano und im Volkstheater in Wien..
Gabriela Baenziger
geboren 1963 in Zürich;
Ausbildung zur Grafikerin in Zürich; ab 1986 freischaffende Malerin in Berlin
ab 1996 Akademie der bildenden Künste Wien bei Bruno Gironcoli; Diplomabschluss 2001;
2004 Ausbildungsseminar bei Arno Stern in Paris zur Malatelierleiterin;
2004 – 2006 offenes Malatelier für Kinder in Wien;
2006 – 2010 Feldenkraisausbildung in Graz.
Lebt und arbeitet in Wien und in Zürich.
Christoph Leimbacher wurde 1945 in Zürich geboren.
Er war Assistent von Werner Düggelin und Kurt Hirschfeld. Regisseur und Dramaturg am Jungen Theater Göttingen. Stellvertreter des Intendanten Werner Düggelin an den Basler Theatern. Mitglied des Direktoriums von Schauspiel Frankfurt. Künstlerischer Mitarbeiter des Generalintendanten am Düsseldorfer Schauspielhaus. Mitglied des Direktoriums und der künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehninerplatz in Berlin. Dozent an der Schauspiel-Akademie Zürich. Bis Sommer 2007 Direktor der Otto-Falckenberg-Schule, Fachakademie für darstellende Kunst der Landeshauptstadt München. Er arbeitet freischaffend als Dramaturg und Regisseur.