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Die MFO und Zürich
Die Maschinenfabrik Oerlikon war nicht nur einer der grössten Arbeitgeber und Steuerzahler Zürichs, sie hat die Entwicklung der Stadt massgeblich mit beeinflusst.
1889 gewinnt die MFO den öffentlichen Wettbewerb über die Erstellung der elektrischen Beleuchtung in der Stadt Zürich. Kurzzeitig gehören zum Produktportfolio des MFO auch Elektrische Lampen für den Hausgebrauch.
1893 wird die “Elektrische Strassenbahn Zürich” gegründet. Die MFO erhält den Auftrag für das Leitungsnetz, alle maschinellen Einrichtungen, Kraftstationen und Wagen. 1894 fährt die erste elektrische Eisenbahn in Zürich und gleichzeitig wird das Gesuch für eine Bahn vom Hotel Central über Oerlikon nach Seebach eingereicht. 1897 wird der Betrieb eröffnet und bereits im ersten Jahr werden 1,5 Millionen Passagiere befördert. Diese Strecke wird von der MFO mehr als 30 Jahre lang privat finanziert und betrieben. Es war zu dieser Zeit die erfolgreichste Strecke der Stadt, man fuhr im 6-Minuten-Takt, auf Doppelspur sogar im 3-Minuten-Takt. Die MFO propagierte die Strassenbahn als sozialpolitisches Instrument der Städteplanung. Emil Huber-Stockar sagte damals, dass Strassenbahnen ausgezeichnetste Mittel seien, die Wohnungsverhältnisse einer Stadt zu verbessern, weil sie ihren Bewohnern ermöglichten, in äusseren gesunden Stadtteilen zu wohnen und weil sie durch die Erweiterung der Städte den ländlichen Gemeinden um sie herum zur wirtschaftliche Blüte verhelfen würden.
Viele der ersten Kraftanlagen zur Stromgewinnung und die Leitungsnetze der Stadt Zürich stammen von der MFO. Natürlich ist die ZOS auch ein Werbemittel, dass die Kompetenzen der MFO im Bau elektrischer Strassenbahnen beweist. Viele weitere Generationen von Trams werden in Oerlikon gebaut.
Die ebenfalls von der ZOS bedienten Strecken nach Glattbrugg und Schwamendingen werden nach der Übernahme der ZOS durch die Städtischen Strassenbahnen im Jahr 1931 durch Buslinien ersetzt.
Die MFO hatte einen grossen Beitrag an der verkehrstechnischen Entwicklung der Stadt Zürich.