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Im letzten Blog ""Mach sie stolz!" - Was Männer zerbricht" habe ich anhand von persönlichen Erlebnissen, der Biografie von Sachin Tendukar und einer Studie aufgezeigt, dass es zu einem Burnout führen kann, wenn wir versuchen, die Erwartungen anderer zu erfüllen und sie "stolz zu machen". Doch nun fragst du dich vielleicht: "Was gibt es sonst für Wege, um mich zu motivieren, damit ich etwas erreiche?"
Gute Frage! im heutigen Blog möchte ich als erstes ein Geständnis machen und nachher die generelle Schweizer Einstellung zu diesem Thema unter die Lupe nehmen. Zudem will ich dir verraten, was der zweifache Oscargewinner Denzel Washington und der Apple Gründer Steve Jobs zu diesem Thema interessantes zu sagen haben. Ich hoffe, nach diesem Blog kannst du entspannter in deinen Alltag gehen, weil du weisst, warum es gut kommen wird.
Als erstes muss ich zugeben, dass ich es nicht verstehe, warum es auf Instagram so viele Memes darüber gibt, wie beschissen die Arbeit ist. Ehrlich gesagt habe ich null Mitleid, wenn jemand in der Schweiz darüber jammert, wie langweilig seine Arbeit ist. Meiner Meinung nach landet in der Schweiz (fast) jeder dort, wofür er sich entschieden hat. Natürlich ist es normal, wenn dich die Arbeit eine bestimmte Zeit demotiviert, aber doch nicht immer. Für mich ist das eine verantwortungslose Opferhaltung. In der heutigen Schweiz bin ich überzeugt, dass jeder die Möglichkeit hat, seinem Traum zu folgen, wenn er ihn gefunden hat. Wenn die Leidenschaft mal entdeckt wurde, braucht es viel weniger Motivation, um die Aufgaben zu lösen. Doch jetzt sind wir bei der Frage aller Fragen angekommen:
"Wie finde ich überhaupt meine Leidenschaften?"
Für diese Frage habe ich einen interessanten Auszug eines Interviews mit Denzel Washington gefunden: "Im College wollte ich Doktor werden, dann Politikwissenschaftler, anschliessend Anwalt und schlussendlich studierte ich Journalismus. So kann man sagen, dass ich mir einen Weg zur Kunst erarbeitet habe, ohne es zu realisieren. Deshalb sage ich meinen Kindern immer, dass sie mit 17 Jahren noch nicht wissen müssen, was sie für den Rest ihres Lebens machen wollen".
Interessant, nicht? Denn was ist eine der ersten Fragen, die eine junge Person in einem Gespräch beantworten darf?
"Was willst du mal machen?"
Irgendwie werde ich in der Schweiz nicht das Gefühl los, dass wir mit 20 Jahren schon wissen müssen, wie wir die restlichen 60 Jahren unseres Lebens verbringen wollen. Das Problem mit dieser Ansicht ist, dass wir einen extremem Druck verspüren, beim ersten Mal die richtige Ausbildung auszuwählen. Schliesslich ist es unerhört, seine Ausbildung abzubrechen und eine andere anzufangen...
Ich werbe nicht dafür, ziellos in der Gegend umher zu irren. Nein, ich teile lediglich Denzel Washington's Meinung:
Du darfst ausprobieren, um deine grössten Leidenschaften zu finden!
"Aber was ist, wenn ich diese Leidenschaft nicht finde und mit 30 immer noch nicht weiss, was ich machen will?!", könnte jetzt dein Argument sein. Ja, ich kann nachvollziehen, was du meinst. So ging es mir, als ich von New York zurückkam und meine grosse Leidenschaft noch nicht entdeckt hatte. Doch hast du dich schon einmal gefragt, was die Wurzel von dieser Aussage ist? Ich sage es dir:
ANGST.
Du hast Angst, das falsche zu wählen und dadurch deine kostbares Leben zu verschwenden. Wenn es dir so geht, dann möchte ich dir eine geniale Alternative zu dieser Angst vorstellen:
GLAUBE.
Der Glaube, dass am Ende alle verschiedenen Stationen deines Lebens zu einem grossen Bild zusammenkommen werden, welches du momentan noch nicht erkennen kannst. Dieses "Connecting-the-Points"- Konzept hat Steve Jobs durch die schwere Zeit geführt, als er von seiner eigenen Firma Apple gefeuert wurde und seine Lebensgrundlage verloren hat.
Ich will dich ermutigen, wenn dich diese lähmende Angst plagt, einfach daran festzuhalten, dass sich alle gewagten Schritte zu einem vollen Bild zusammenfügen werden. Ist es einfacher gesagt, als getan?
Absolut! Aber das soll uns nicht davon abhalten, unser einmaliges "Abenteuer Erde" mit brennender Leidenschaft zu erleben.
Bist du auch dabei, deine Leidenschaften durch ausprobieren zu entdecken und in schweren Zeiten dich darauf zu verlassen, dass alle gewagten Schritte am Ende zu einem vollen Bild zusammenkommen werden?
Dann LET'S GO!
Wo stehst du in deinem Leben? Empfindest du auch diesen stressenden Druck in der Schweiz, die "eine richtige Ausbildung" zu finden? Wie gehst du damit um? Würde mich mega über einen Kommentar freuen! ;)
Brauni