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Bei den Washington Redskins wurde bislang nur eine einzige Nummer offiziell aus dem Verkehr gezogen. Aber es ist die Nummer eines ganzen Grossen: Es ist die Nummer 33 von Quarterback Sammy Baugh. Die Redskins wählten Baugh 1937 in der ersten Runde des Drafts und dieser Pick sollte sich auszahlen: In den nächsten 17 Jahren sollte «Slingin’ Sammy» nicht nur mithelfen, den Profi-Football in der US-Hauptstadt zu etablieren, er sollte auch einen grossen Einfluss auf die Entwicklung der Offense in den 1930er und 1940er Jahre haben.
Der «Tornado aus Texas» nahm die NFL mit seinem angriffigen Passspiel im Sturm: Bereits in seinem ersten Jahr führte Baugh die Washington Redskins zu ihrem ersten NFL-Titel. Im NFL-Endspiel erspielte Baugh 354 Yards und passte für drei spektakuläre, lange Touchdowns – die Redskins besiegten die damals dominierenden Chicago Bears mit 28:21 Punkten. 1942 sollte gegen den gleichen Gegner der zweite NFL-Titel in Baughs Karriere folgen.
Als Quarterback war Sammy Baugh seiner Zeit, in der vor allem auf das Laufspiel gesetzt und nur in verzweifelten Spielsituationen zu einem Pass gegriffen wurde, weit voraus: Baugh warf den Ball in jeder Spielsituation. In gewisser Weise war er der erste moderne Quarterback der NFL-Geschichte. Zudem war er auch Meister der kurzen, schnellen Pässe, mit welchen er die ganze Breite des Spielfelds ausnutzte. Baugh spielte aber auch in der Defense als hervorragender Safety und übernahm auch das Punten. 1943 war er der Liga bester Passer, ihr bester Punter und erzielte zudem am meisten Interceptions. Noch heute führt er die Alltime-Statistik bezüglich Punting an.
Nach dem Ende seiner Karriere startet Sammy Baugh eine kurze Hollywood-Karriere, bevor er 1960 erster Head Coach der New York Jets – damals noch Titans genannt – wurde. 1964 folgte eine Saison als Head Coach der Houston Oilers. Bei der Gründung der Pro Football Hall of Fame 1963 wurde Sammy Baugh als erster Spieler in die Ruhmenshalle aufgenommen. Er verstarb schliesslich 2008 im heimischen Texas im hohen Alter von 94 Jahren.
Neben der Nummer 33 gibt es bei den Redskins noch rund zehn weitere Nummern – die Angaben variieren hier je nach Quelle leicht –, die «inoffiziell» aus dem Verkehr gezogen sind. Darunter etwa die Nummer 28 von Cornerback Darrell Green, die Nummer 44 von John Riggins, die Nummer 70 von Sam Huff, die Nummer 81 von Wide Receiver Art Monk oder auch die Nummer 21 von Safety Sean Taylor, der 2007 von Einbrechern in seinem Haus in Florida erschossen wurde. Und diese nur «inoffiziell» nicht mehr zu vergebenden Nummern führen hin und wieder zu Kontroversen: Zu den «inoffiziell» aus dem Verkehr gezogenen Nummern gehören etwa auch die Nummern 7 und 9, die einst von den beiden Quarterbacks Joe Theismann und Sonny Jurgensen getragen wurden. Als 2002 der damals neue Redskins-Head Coach Steve Spurrier den beiden Quarterbacks Danny Wuerffel und Shane Matthews erlaubte, diese beiden Nummern zu tragen, führte das zu einem medialen Sturm, der erst abebbte, als sich die beiden Spieler bereit erklärten, für die Regular Season auf die Nummern 17 und 6 auszuweichen.
Die Liste der zurückgezogenen Nummern:
Nr.
Spieler
Position
Spielzeiten
33
Sammy Baugh
Quarterback
1937-1952
Hall of Fame 1963