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Oder etwas komplizierter, für einen Menschen mit normaler Intelligenz aber immer noch klar verständlich:
Von Reisen auf dem Meer und auf die Inseln der Sulu-See südlich des 9. nördlichen Breitengrades wird abgeraten, einschliesslich des Sulu-Archipels (Inseln Basilan, Jolo, Sulu, Tawi-Tawi etc.) und des entsprechenden Teils der Insel Palawan.
Der Grund dafür ist das Wüten islamistischer Rebellen in diesem abgelegenen, in erster Linie aus kleinen Inseln und Urwald bestehenden Gebiet. Die eigentliche Staatsmacht der Philippinen kann hier niemandem die Sicherheit garantieren und gerade (westliche) Ausländer sind immer wieder beliebtes Ziel für Entführungen. Nochmal ein Zitat aus der EDA-Seite:
Sulu-See: In der Sulu-See zwischen Zamboanga del Norte und Palawan sowie im Meer und auf den Inseln südlich davon sind terroristische Gruppen aktiv, und es besteht ein hohes Entführungsrisiko. Am 15. Januar 2009 wurden auf Jolo drei Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz entführt. Anfang Februar 2012 wurden ein Schweizer und ein holländischer Tourist auf der Insel Tawi-Tawi entführt.
Diese Schweizer Geisel ist nun frei, es gelang ihr eine spektaktuläre Flucht durch den Urwald: Ex-Geisel zurück in der Schweiz.
Natürlich freue ich mich für ihn und auch für seine Angehörigen. Aber ein kleines "Gschmäkle" bleibt halt. Zwar wird er der Schweiz nicht viel gekostet haben (seine Flucht "organisierte" er selber), aber denoch, die Situation in diesem Gebiet ist schon seit ewig angespannt und von Reisen dorthin wird schon länger dringend abgeraten. OK, warum setzte sich dieser doch durchaus vernunftbegabte Mensch dieser Gefahr aus und trotzte allen Warnungen? Für einen Vogel! Nashornvogel heisst dieses schöne und seltene Tier. Immerhin ist er lernfähig, er wird ein Foto vom Nashornvogel auf seiner Homepage hochladen (auf www.tierpraeparation.ch ?) und auf Wunsch der philippinischen Behörden den Appell darunter setzen: "Geht nicht dorthin, es ist zu gefährlich!"
Naja, vielleicht fruchtet es? Bei ihm selber hätte ein solcher Appell sicher nichts bewirkt, davon bin ich überzeugt.
Aber gut, sich für die Natur einzusetzen ist ein heeres Ziel, dafür kann man auch mal eine Behördenwarnung ignorieren, wenn man hinterher bereit ist die Konsequenzen zu tragen. Aber eben, diesem Nashornvogel ist es schlicht piepegal, wenn er fotografiert wird und er will eigentlich nur in Ruhe gelassen werden. Also nichts mit heeren Zielen, fehlte gerade noch, dass sich dieser Vogelkundler als "Bruno Manser der Vogelwelt" feiern lässt.
Hm, auch diesen beiden "Polizisten" in Belutschistan gelang seinerzeit die Flucht. Und denoch hat uns deren "Spass" sehr viel Geld gekostet. Dort war es noch schlimmer; die waren schlicht zu faul, um auf die pakistanische Militäreskorte zu warten.
Muss solches Verhalten noch gefördert werden?
Ich finde ganz klar Nein. Aber weiss ich schon? Etwas gutes hat die Sache aber; hab ein von mir längst vergessenes Buch aus meinem Büchergestell geklaubt. Diese Lektüre werde ich wirklich geniessen. Der Titel? "Abenteuer in der Sulu-See" ;-)