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Schulanlage Battenberg
Ansicht Nordost (Passerelle)Download
Schulanlage Battenberg
Adresse
2504 Biel
BE
Architektur
Mit den unterschiedlichen Klassentrakten und den separaten Pausenhallen versuchte Otto Suri den Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen gerecht zu werden. Die Freiflächen und die grosse Distanz der Klassentrakte vom Battenbergweg schliessen äussere Störungen weitgehend aus. Alle Schultrakte besitzen eine eigene Erschliessung und funktionieren somit autonom. Die Schulanlage Battenberg ist ein Musterbeispiel für die pädagogischen Ansätze der 1960er-Jahre und ein wesentlicher Bestandteil der Quartierentwicklung Biel-Mett.
Chronologie
Nach einem öffentlichen und einem anschliessenden beschränkten Wettbewerb im Jahr 1959 wurde das Schulhaus Battenberg nach einem Entwurf von Otto Suri in den Jahren 1962 bis 1963 errichtet. Besondere Probleme bereiteten hierbei die schlechten Baugrundverhältnisse. 2008 wurde der weitläufige Aussenraum von der Metron AG neugestaltet.
Lage
Das Schulareal liegt in Biel-Mett am Nordfuss des Battenbergs und wird vom Heidensteinweg im Norden, dem Battenbergweg im Süden sowie der Scholl-Strasse im Westen gefasst. Im Nordosten der Schulanlage verläuft die Südstrasse. Das Schulhaus umfasst drei Unterstufentrakte, einen Oberstufentrakt und einen Turnhallentrakt. Die topografisch schwierige Lage forderte eine gute Einpassung der Baukörper in das Gelände: Die Anlage ist L-förmig aufgebaut und wird über eine Querachse erschlossen, die von der Scholl-Strasse aus erreicht wird und mit einer Freitreppenanlage mit dem Heidensteinweg verbunden ist.
Beschreibung
Im Westen reihen sich drei L-förmige, dreigeschossige Klassentrakte entlang einer Passerelle, wobei von der Bergseite im Süden nur die beiden oberen Geschosse sichtbar sind. Die Klassenzimmer sind nach Südosten orientiert, seitlich der Baukörper sind Pausenplätze angeordnet. Im Hauptgeschoss ist die Passerelle kammartig um Pausenräume nach Norden erweitert, die Räume kragen dort talseitig weit aus. Treppen führen hinab ins Sockelgeschoss, auf das Niveau der Querachse. Die Substruktion der Passerelle fungiert hier als Stützmauer. Der quaderförmige Oberstufentrakt bildet den zentralen Baukörper des Ensembles und den östlichen Endpunkt der Passerelle. Über einem zurückgesetzten, verglasten Erdgeschoss erheben sich zwei Geschosse. Die Turnhalle ist nördlich vor den Oberstufentrakt gesetzt. Auch sie ist dreigeschossig, die Schulanlage folgt damit in ihrer Höhenstaffelung dem Hang. Im Westen dockt an die Halle die Freitreppe zum Heidensteinweg, daneben befindet sich der Rasenspielplatz. Im Osten war die Turnhalle ursprünglich von einem Hartturnplatz flankiert. Letzterer dient heute als Freibereich einer Erweiterung. Sämtliche Fassaden erscheinen einfach und zweckmässig: Die Schulanlage ist eine Betonkonstruktion, die Fassaden sind mit Bandfenstern durchsetzt und wurden zwischenzeitlich hell gestrichen. Die massiven Wandflächen kontrastieren mit den Stahlstützen und den filigranen Glasfronten der Pausenhallen: Ihre Fenster bestehen aus einer Leichtmetallkonstruktion.
Literatur