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Ohne Sockel und architektonische Gliederung entwächst das glatt verputzte Bruchsteinmauerwerk dem Baugrund, wie dies bei ungewölbten ländlichen Kirchenbauten des Mittelalters üblich ist. Der starke Kontrast zwischen dem weiss gekalkten Mauerwerk und den hohen, warmtonig dunklen Dachflächen sowie die additiv zueinandergesetzten Kubaturen der einzelnen Bauteile verleihen dem schlichten Äussern Anmut und Charme. Ein behäbiges, auf zwei hölzerne Säulen abgestütztes Vorzeichen mit ausladendem Walmdach bernischer Prägung empfängt die Ankommenden an der fensterlosen westlichen Giebelwand. Die seitlich des Eingangsportals eingemauerten Grabdenkmäler wurden 1974 von der Südseite, wo sie schutzlos der Witterung ausgesetzt waren, hieher verbracht.
An der Südflanke geht das Mauerwerk des Schiffs bei gleicher Traufhöhe ohne Absatz mit einem schwachen Knick in den Chor über, der mit fünf Seiten eines Achtecks schliesst. Einzig beim Blick von Osten wird der durch die Verbreiterung des Schiffs bedingte Versatz des Langhausfirstes augenfällig. Im Winkel zwischen Schiff und Chor erhebt sich der ursprünglich auf drei Seiten freistehende Turm, an den sich unter niedrigem Pultdach die Sakristei und ein Geräteschopf anschliessen. Über den beiden gemauerten romanischen Turmgeschossen setzt die Zimmermannskonstruktion der zwei mit einem englischrot gefassten Schindelschirm verkleideten Glockengeschosse von 1419 an. Das mit einem kräftigen Rahmen auskragende Zeltdach schliesst mit vergoldeter Kugel und Wetterfahne auf einem hohen Stiefel. Auf den vom Talboden einsehbaren Seiten schmücken zwei grosse, unterschiedlich gestaltete Zifferblätter das oberste Turmgeschoss, ein quadratisches, an die Turmkante gerücktes auf der Nordseite (wohl von 1762) und ein rundes, später hinzugefügtes gegen Osten (wohl 19. Jh.). Eine Holzschnittdarstellung von Schloss und Stadt Lenzburg in der Bilderchronik des Johannes Stumpf von 1548 vermittelt in der oberen rechten Bildecke ein recht genaues Bild von der Bautengruppe auf dem Staufberg. Die Glockengeschosse sind dabei deutlich von den gemauerten romanischen Turmgeschossen unterschieden und dürfen mit grosser Sicherheit als Holzkonstruktion gelesen werden.
Die Nordwand des Langhauses setzt mit leichtem Absatz an der nordwestlichen Turmecke an und weist im älteren Teil des 14. Jahrhunderts ein vermauertes und von aussen wieder freigelegtes Fensterchen in romanisch-gotischen Übergangsformen auf. Dieses Fensterchen, der leichte Knick an der Südwand, ein breiter Mauerpfeiler mit Anzug, der ebenda das westliche Ende des ältesten Mauerteils aus dem 10. Jahrhundert stützt und der versetzte First verraten auch dem geübten Laienauge die vielteilige Entstehungsgeschichte der Kirche.
Je drei, unregelmässig über die Längswände verteilte Spitzbogenlichter erhellen das Innere des Schiffs, während sich die beiden Seiteneingänge achsial gegenüberstehen. Auch der Chor wird von sechs Spitzbogenfenstern belichtet. Am Chorhaupt sind sie mit drei- respektive zweibahnigem Masswerk ausgesetzt, das den Glasgemäldezyklus aufnimmt. Die drei Fenster an der südlichen Längsseite des Chors haben ihr einst wohl ebenfalls vorhandenes Masswerk verloren.