Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03122.jsonl.gz/1366

Presseartikel über das Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea) haben im Sommer 2002 weite Kreise verunsichert. Der vorliegende Bericht fasst das gegenwärtige Wissen über diese und zwei weitere im Grasland vorkommende einheimische Kreuzkrautarten zusammen. Das Jakobs-Kreuzkraut wächst auf Ruderalflächen, Böschungen und extensiven Weiden. Auf intensiv bewirtschafteten Wiesen und Weiden kann es sich nicht etablieren. Auf ökologischen Ausgleichsflächen ist es kaum vertreten. Zugenommen hat es auf Autobahnböschungen, lokal auch auf wenig intensiv bewirtschafteten Weiden. Gleich zu beurteilen ist das Raukenblättrige Kreuzkraut (S. erucifolius). Das ziemlich seltene Wasser-Kreuzkraut (S. aquaticus) hat in zwei Regionen des Berggebiets auf mittel-intensiv genutzten Wiesen stark zugenommen. Für Pferde und Rinder können Kreuzkrautarten schon in geringen Mengen gefährlich sein, wenn die Tiere davon während mehrer Wochen fressen. Kreuzkräuter müssen deshalb, wie andere Problemkräuter auch, bei einem unerwünschten Auftreten gezielt bekämpft werden.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.
Fromental und Goldhafer sind typische, auch für Futterbaumischungen geeignete Heuwiesengräser. Von vier geprüften Fromental- und drei Goldhafersorten wird es wohl nur eine neue Sorte von Fromental auf die Liste der empfohlenen Sorten schaffen.
Pflanzenbau
Stevenel P., Wendling M., Brabant C., Suss H., Savoyat C., Dierauer H., Mascher F., Charles R.
Das FiBL und Agroscope haben Brotweizensorten auf Ertrags- und Qualitätsstabilität untersucht. Es zeigte sich, dass die Sortenwahl an den Standort angepasst werden muss und dass ein hohes Ertragspotenzial nicht mit einem hohem Proteingehalt einhergeht.