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Der JAZZ CLUB CHUR ist unentwegt und munter unterwegs als ein Verein, der zur raren Spezies jener Bündner Veranstalter gehört, denen regierungsrätlicherseits das vielsagende Prädikat, er sei von einer "kulturpolitischen Relevanz", verliehen wurde. 2017 darf er auf sein 40-jähriges Wirken zurückblicken.
Andrea Engi, der stets gleiche Präsident des Clubs, organisiert durchschnittlich 12 Konzerte pro Jahr seit der Gründung bald 500 Konzerte. Mehr als 1'700 verschiedene 20- bis 90-jährige Musiker aus aller Welt gastierten schon in Chur, legendäre, weltbekannte und andere. Unzählige von ihnen wurden mehrfach engagiert. Gut die Hälfte der Musiker sind Ausländer. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, hat der Präsident alle beim Z'Nacht persönlich kennengelernt. Mit vielen ist er sehr vertraut und bestens bekannt. Zahlreiche gehören zum Freundeskreis.
Das Programm ist überwiegend "gemässigt modern", enthält kaum Dixie, Gospel oder Blues, wagt jedoch oft auch Ausflüge in die weitere Szene, von uralt bis Avantgarde und Experiment. Giganten des Jazz waren in Chur, wie Dave Brubeck, Teddy Wilson, Art Blakey, Jimmy Smith oder Clark Terry, und unglaublich viele, die in einem Jazzlexikon als herausragend erwähnt werden, so Mathias Rüegg, Franco Ambrosetti, George Gruntz, George Robert, Gebhard Ullmann, Eddie "Lockjaw" Davis, Harry "Sweets" Edison, Al Grey, Ingrid Jensen, Sandy Patton oder Joanne Brackeen. Viel Zeit investiert der Präsident in die Suche nach Talenten. Es gibt eine grosse Zahl von Musikern, die ganz am Anfang ihrer Karriere beim Jazz Club Chur aufgetreten sind und später weltweit Karriere gemacht haben. So gastierten Wynton Marsalis und Bobby Watson 1981 in Chur, Steve Coleman 1982, Jane Ira Bloom 1984, Terri Lyne Carrington 1985, Geri Allen 1986, Diana Krall 1989 oder Carolyn Breuer 1993. In den Startlöchern für eine Weltkarriere stehen sicher Sarah Büchi 2012 und Lia Pale 2013.
Der Verein hat etwa 350 Mitglieder und stemmt ein jährliches Ausgabenvolumen von Fr. 60-70'000.--.
Die Tätigkeit des JAZZ CLUB CHUR wurde seit dessen Gründung sehr sorgfältig dokumentiert. In den Anfängen wurden gut 100 Konzerte auf Tonträgern verewigt. Ueber die ersten 30 Jahre gibt es ein dickes Buch, das immer noch erhältlich ist. Für jedes weitere Jahr wurden in Kleinstauflagen Nachträge erstellt und Register nachgeführt. Es gibt fast 100 Fotoalben, in denen alle Vorschauen, Plakate und Inserate des Vereins, sämtliche Vorschauen und Kritiken der Presse, die Unterschriften und Notizen der auftretenden Musiker, Fotos usw. fein säuberlich versammelt sind. Das alles verdankt der Jazz Club Chur seinem leider verstorbenen unermüdlichen Dokumentalisten Werner Tester, der über Jahre auch die Plakate für den Verein gestaltet hatte.