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Nach dem verheerenden Wirbelsturm «Matthew» ist die Zahl der Toten auf der Karibikinsel Haiti auf 1000 gestiegen. Das ergab am Sonntag eine Auswertung von Angaben diverser lokaler Behörden. Teilweise wurden die Opfer in Massengräbern bestattet.
Wegen des Mangels an sauberem Trinkwasser befürchtete die Regierung Haitis zudem einen Anstieg der Cholera-Erkrankungen. Sechs Jahre nach einem Erdbeben mit mehr als 200'000 Toten leben auf dem völlig verarmten Inselstaat noch immer Zehntausende Menschen in Zelten und Notunterkünften. Dadurch konnte Hurrikan «Matthew», der mit mehr als 230 Kilometern pro Stunde am Dienstag über Haiti hinweg gefegt war, besonders viel Zerstörung anrichten.
In den USA sind durch den Wirbelsturm am Wochenende mindestens elf Menschen ums Leben gekommen, nachdem der Hurrikan nördlich von Charleston im US-Bundesstaat South Carolina auf Land getroffen war. Auf seinem Weg in den Norden schwächten sich die Windböen ab. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami teilte am Sonntag mit, «Matthew» habe die Stärke eines tropischen Wirbelsturms verloren. (ehi/sda/reu)