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In der japanischen Gestaltungskunst unterscheidet man drei Grundtypen von Gartenanlagen: den Teichgarten, den Betrachtungsgarten und den Teegarten.
Der sogenannte Zengarten – oder Steingarten – gehört zur zweiten Kategorie, den Betrachtungsgärten, und heißt auf Japanisch kare-san-sui, was man mit Trockenlandschaft übersetzen könnte (wörtlich: Leer-Berg-Wasser).
Trocken deshalb, weil dieser Garten ohne Wasser auskommt. Man findet nur Kies und Felsbrocken, hie und da etwas Moos. Das Wasser, das sich bewegende Element, wird symbolisch dargestellt mit Mustern, die in den Kies gerecht werden.
Traditionell findet man solche Gärten bei Zen-Klöstern, wo Steingärten von Mönchen gepflegt werden: täglich harken sie den Kies – nicht nur zur Reinigung von Laub, sondern primär zur Meditation, zur Ordnung der Gedanken.
Der Zengarten symbolisiert den menschlichen Geist in seinem Idealzustand: ruhig, geordnet, sauber, klar.
Mehr zu Zengärten: https://de.wikipedia.org/wiki/Kare-san-sui