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Die Organisation
Armut, mangelnde Verdienstmöglichkeiten sowie die Auseinandersetzungen zwischen der Guerilla-Bewegung „Leuchtender Pfad“ und der Armee waren anfangs der 1980er Jahre der Grund, dass unzählige indigene Familien aus den Anden ins Einzugsgebiet von Lima abwanderten und dort versuchten, von ihrer traditionellen Handwerkskunst zu leben. Zu den Fair Handels-Organisationen, die damals entstanden, um die Produktion und Vermarktung der Artikel zu unterstützen, gehört die von einer peruanischen NGO gegründete Vermarktungsfirma Allpa, die wie Ciap und Minka (claro code 684 und 687) den HandwerkerInnen verschiedene Dienstleistungen anbietet (wie Produktentwicklung, Qualitätssicherung, Kredite, Zugang zum Exportmarkt). Ebenso setzt sie sich für die Anerkennung der indigenen Bevölkerung ein und hat die Verabschiedung eines Gesetzes unterstützt, das seit 2007 den HandwerkerInnen einen rechtlichen Status und damit u.a. Anrecht auf Sozialleistungen sichert. Allpa (auf Quechua „Erde“) betreut über 70 Gruppen und Kleinbetriebe, darunter mehrere „Musterwerkstätten“, die für die Schulung und Unterstützung weniger erfahrener HandwerkerInnen sorgen. Die meisten Produktionsstätten befinden sich im Einzugsgebiet von Lima, weitere im Andenhochland und in der Gegend von Chulucanas, die seit Jahrhunderten für ihre Keramik berühmt ist. Jede Gruppe ist auf ein bestimmtes Produkt spezialisiert, wobei die Frauen meist handgewebte oder handgestrickte Textilien (vielfach aus Alpakawolle), die Männer vor allem Schmuck und Keramik herstellen. Da Allpa Wert darauf legt, allen HandwerkerInnen zu einer vollen Beschäftigung zu verhelfen, Schmuck jedoch wesentlich grössere Absatzchancen hat als Keramik, wird ein Teil der Gewinne aus dem Schmuckhandel zur Förderung der Keramikproduktion eingesetzt.
Das Produkt
claro führt seit Jahren eine breite Auswahl an Silberschmuck, typischen „Chulucana“-Keramikartikeln, Krippen und weiterem Weihnachtsdekor sowie neuerdings Schmuckstücke aus Tagua, dem so genannten pflanzlichen Elfenbein, verschiedenste modische Alpaka-Wollwaren und Gegenstände, die für die Kunst der Hinterglasmalerei zeugen.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Abnahmegarantie, Vorfinanzierung und Preise, die deutlich über den Produktionskosten liegen
- Sicherung nachhaltiger Verdienstquellen
- Aufwertung der indigenen Handwerkstraditionen