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Auswaschen,
Aussüßen, Absüßen, in der Chemie und chem. Fabrikindustrie aus einem pulverförmigen Körper (besonders den in Flüssigleiten gebildeten Niederschlägen) die zwischen dessen Teilchen befindlichen auflöslichen oder bereits gelösten fremden Stoffe durch Waschen mit Wasser (geeignetenfalls auch wohl mit Alkohol, Äther u. s. w.) wegschaffen. Es wird auf verschiedenste Weise ausgeführt, z. B. durch Dekantation, wobei man den Niederschlag absetzen läßt und die klare Flüssigkeit abgießt oder mit dem Heber [* 2] abzieht, dann reines Wasser hinzufügt, von neuem absetzen läßt und dies so oft wiederholt, bis der Niederschlag völlig ausgewaschen ist.
Diese Methode wird technisch nur befolgt, wenn die Flüssigkeit ohne Wert ist oder verloren gegeben werden muß. Ein anderes Verfahren besteht darin, daß man den auszuwaschenden Körper auf einem Filter sammelt, die Flüssigkeit abfließen läßt und das Filter, nach jedesmaligem Abtropfen, von neuem mit Wasser füllt, bis alles Lösliche entfernt ist; zweckmäßig befestigt man den Trichter luftdicht auf einem Gefäß, [* 3] in dem man die Luft durch eine entsprechende Vorrichtung verdünnt (s. Aspirator), [* 4] um durch den Druck der auf dem Filter lastenden Atmosphäre die Filtration zu beschleunigen.
Statt des gewöhnlichen Filters bedient man sich beim technischen Betriebe zweckmäßig der Filterpresse [* 5] (s. d.), in der die zu filtrierende Masse unter ständigem Druck in ein Filter voll großer Oberfläche getrieben und dann durch nachgepreßtes Wasser gewaschen wird. Krystallinische oder überhaupt nicht zu feinkörnige Körper lassen sich in der siebförmigen Trommel einer Centrifuge vorteilhaft waschen. (S. auch Decken und Auslaugen.)