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planen und realisieren
Wellness Retreat | St. Moritz
Reflecting Landscapes
Alps Wellness Retreat
Saint Moritz
Das Raumprogramm, welches für die Gestaltung des Alps Wellness Retreat gewählt wurde, beinhaltet die Erfüllung von drei Hauptfunktionen: ausruhen, verpflegen und schwimmen. Der grosse Pool macht den zentralen Bereich des Gebäudekomplexes aus. Die Transformation der Erfahrung dieser Grundfunktionen hin zu einem eher transzendenten und spirituellen Konzept wird durch die Manipulation von Licht und die Interaktion der BesucherInnen mit Wasser erreicht.
Licht ist der wichtigste Gestaltungsparameter des Projekts. Um die idealen Bedingungen für ein Wellness-Ort zu schaffen, befasst sich dieses Projekt stark mit Lichtdesign. Die Haupträume sind als leicht überdimensionale Kuben geformt, die sich auf einen steinernen Unterstand beziehen und eine klare Kontur zur Umgebung schaffen, sich aber dennoch nie aufdrängen. Die Kombination der Volumina schafft zwei lineare Formen, eine, die sich parallel und eine, die sich fast senkrecht zur Seegrenze befindet. Die Letztere erweitert sich in Richtung Hang und integriert die Gebäudeeinheiten in die umgebende Natur.
Der Zweck dieser Ästhetik ist die Erschaffung einer sich ständig verändernden inneren Licht- und Schattenlandschaft , die eine kontinuierliche Veränderung der visuellen Erfahrungen begünstigt. Dieser Umgang mit dem Licht und der ständige Wechsel von Licht und Farbe, schafft während des Tages einen sanften Verlauf im. Im Haupt-Wellnessbereich werden die Intimität des Raumes, die lichtdurchfluteten Stellen und die beruhigenden Einbuchtungen durch die Lichtverhältnisse geformt.
Die Raumordnung ist nach einem primären Raster aufgebaut, das aus 5×10 m großen Zellen besteht. Die Dimensionen basieren auf der Idee einer übergrossen Raumspanne, die ein lichtdurchflutetes Ergebnis bilden und bei gegebenen baulichen oder funktionalen Einschränkungen in kleinere Räume unterteilt werden kann.
Konzept(e)
Drei Begriffe, die mit der Erfahrung im Wasser einhergehen, sind die führenden Konzepte bei der Wahrnehmung des Raumes. Eintauchen , Flotation , Auftauchen.
Im linearen Übergang von einem Raum zum anderen werden diese drei Konzepte nacheinander durch die Formen, das Licht und die Funktion erlebt. Das Eintauchen ist im beheizten Poolbereich deutlich. Die Durchdringung des Sonnenlichts durch die Decke schafft eine zweite Ebene des Eintauchens, ergänzend zum grundlegenden funktionalen Eintauchen des Körpers. Die Decke ist als Gesamtgewölbe aus stabilen Betonträgern gestaltet, die von Glaspaneelen überdeckt werden.
Der Begriff der Flotation ist auf allen Durchgängen, welche den Poolbereich durchqueren, konstant, und ist auf dem Deck, das den frontalen Aussenbereich des Restaurants bildet, sichtbar. Ein Stück weiter im Haupt-Unterkunftsteil bezieht sich der Begriff des Auftriebs auf den inneren Raum; auf den Korridor, der die Unterkunftseinheiten miteinander verbindet. In diesem Raum schaffen die Oberlichter über die bepflanzten Teile auf dem Boden einen Übergang zwischen der äusseren Raumumgebung und den inneren Bereichen.
Der Gedanke des Auftauchens ist im vorderen Teil jeder einzelnen Wohnzelle präsent. Dieser Schlaf- und Entspannungsbereich ist in zwei Ebenen angelegt. Die untere Ebene bildet den Innenraum, während die obere Ebene für die Gliederung einer Außenterrasse genutzt wird. Das Dach gibt einen kleinen Teil des Himmels frei, um das Gefühl zu verstärken, in einen Entspannungsraum eingetaucht zu sein. Vor dem Schlafbereich befindet sich ein Innen-Pool, um die ständige Erinnerung an das Wasser als Entspannungsfaktor zu haben.