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Am 26. Dezember 2003 zerstörte ein Erdbeben die Stadt Bam im Iran. Die Naturkatastrophe brachte Tod und Verwüstung. Und sie erschütterte den Alltag der Überlebenden.
Psychische Krankheiten und Risikoverhalten entwickelten sich in der Folge zu den bedeutendsten sozialen Problemen der iranischen Erdbebenstadt.
Mit einem umfassenden Forschungsprojekt untersuchte die SAD zwischen 2006 und 2008 Ursachen und Zusammenhänge dieser gesundheitsbezogenen Probleme, dies in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Kerman University of Medical Sciences.
Eine wissenschaftliche Grundlage…
Die Untersuchung basierte auf einer Fragebogenumfrage mit 600 Personen, realisiert durch die Kerman Medical University, sowie Fokusgruppen-Interviews mit Expertinnen und Experten, durchgeführt durch die SAD. Junge einheimische Forscherinnen, Studentinnen, Gesundheits- und Sozialarbeiterinnen arbeiteten am Projekt mit: Sie wurden in Workshops auf ihre Aufgaben vorbereitet. So stärkte das Forschungsprojekt auch lokales Wissen und lokale Strukturen.
…für Interventionen in der Praxis
Auf den Ergebnissen der Studie aufbauend, lancierte die SAD 2007 einen Workshop, an dem Regierungsvertreter, Expertinnen und Experten und Vertreter lokaler NGOs einen nationalen Aktionsplan entwickelten. Die Pilotprojekte, welche der Aktionsplan vorsah, wurden durch Regierungsinstanzen und lokale Jugend-NGOs umgesetzt.