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Medizinische Entspannungsverfahren
Die Progressive Muskelentspannung nach E. Jacobson (Med. PME) und die Originalform des Autogenen Trainings nach J.H. Schultz (Med. AT) sind beides von der westlichen Medizin anerkannte Entspannungsverfahren. Ihre Wirksamkeit wurde in verschiedensten Studien bestätigt.
Im Gegensatz zu Entspannungsmethoden (wie Spazieren, Musik hören, etc.) handelt es sich bei der Med. PME und dem Med. AT um standardisierte Verfahren, die es den meisten Personen ermöglichen, einen Medizinischen Entspannungszustand (MEZ) zu induzieren. „Medizinisch“ deshalb, weil der MEZ eine potentiell gesundheitsfördernde Wirkung hat.
Grundsätzlich haben beide Medizinischen Entspannungsverfahren folgendes Wirkprofil:
- induzieren einen allgemeinen Entspannungszustand
- vermindern den inneren Anspannungspegel
- wirken regulativ auf das vegetative (autonome) Nervensystem
- führen zu einer Reduktion der neuromuskulären Anspannung
- verbessern die Körperwahrnehmung
- haben einen ausgleichenden Effekt auf die Emotionen
- stärken die kognitiven Fähigkeiten und die „Ich-Funktionen“.1
Die regelmässige Anwendung dieser Medizinischen Entspannungsverfahren verbessert bei den meisten Menschen ganz grundsätzlich die Lebensqualität, ist äusserst hilfreich bei chronischem Stress und wirkt unterstützend bei verschiedensten „Stress-getriggerten“ psychischen und psychosomatischen Beschwerden wie depressivem Erleben, Burnout, Schlafstörungen, chronischen Schmerzen, u.a.).
1Aus Kursunterlagen ©medrelax 2014, Basis Entspannungsmedizin, MEV1-4/MEV1-5
Med. PME (Progressive Muskelentspannung nach E. Jacobson)
Die Progressive Muskelentspannung (PME) wurde anfangs des 20. Jahrhunderts vom amerikanischen Internisten Edmund Jacobson entwickelt. Während seiner Praxistätigkeit stellte er fest, dass innere psychische Anspannungen in den allermeisten Fällen auch zu neuromuskulären Anspannungen führen. So kam er auf die Idee, dass eine Reduktion der neuromuskulären Anspannung umgekehrt auch eine Verminderung der inneren, psychischen Anspannung bewirkt. Davon ausgehend entwickelte er ein standardisiertes Verfahren, bei dem über die gezielte, bewusste und aufmerksame An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen ein allgemeiner Entspannungszustand mit gesundheitsfördernder Wirkung induziert wird.
Med. AT (Originalform des Autogenen Trainings nach J.H. Schultz)
Ebenfalls anfangs des 20. Jahrhunderts wurde vom deutschen Arzt J.H. Schultz das Autogene Training (AT) entwickelt. Er beschäftigte sich zuerst intensiv mit der Hypnose. Dabei berichteten ihm Patienten immer wieder von einer angenehmen Schwere und Wärme, die sie in der Hypnose erlebten und die sie ganz offensichtlich als entspannend und beruhigend empfanden.
Da ihm die Autonomieförderung seiner Patienten sehr am Herzen lag, suchte er nach einer Möglichkeit, wie Patienten diesen wohltuenden Zustand eigenständig induzieren können. So entwickelte er das Autogene Training (konzentrative Selbstentspannung), bei dem die übende Person mit in Gedanken gesprochenen Formeln (Schwere-, Wärme, Atem-, Herz-, Bauchwärme- und Stirnkühlformel) und dem Lenken der Aufmerksamkeit auf die daraus resultierenden Körperempfindungen einen allgemeinen Entspannungszustand mit gesundheitsfördernder Wirkung induziert.
Kurse
In der Praxis Templeflower werden die Med. PME und das Med. AT in Einzel- und Kleingruppenkursen angeboten. Die Kurse eignen sich grundsätzlich für Menschen jeden Alters (Kinder ab ca. 10 Jahren) und es werden keinerlei Vorkenntnisse vorausgesetzt.
Für Fragen und weitere Auskünfte steht Ihnen gerne Lothar Fannenböck unter folgender Nummer zur Verfügung:
Tel. Lothar Fannenböck: 076 418 99 86