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Schweizer Festspiele in Baku
(Si) Die Schweizer waren zum Auftakt der Europa-Spiele prägend. Die Mountainbiker mit fünf Medaillen, darunter die zwei aus Gold durch Jolanda Neff und Nino Schurter, sowie die siegreiche Triathletin Nicola Spirig sorgten am Samstag in Baku für Schweizer Festspiele.
Die Schweizer waren zum Auftakt der Europa-Spiele prägend. Die Mountainbiker mit fünf Medaillen, darunter die zwei aus Gold durch Jolanda Neff und Nino Schurter, sowie die siegreiche Triathletin Nicola Spirig sorgten am Samstag in Baku für Schweizer Festspiele.
Die Schweizer Mountainbike-Delegation war in Baku nicht zu stoppen. Bei den Frauen gab es durch Jolanda Neff und Kathrin Stirnemann einen Doppelsieg. Bei den Männern, wo Nino Schurter trotz eines Platten vor Lukas Flückiger und Fabian Giger siegte, gingen gar alle Medaillen in die Schweiz.
Neff wurde in der ersten von 253 Medaillen-Entscheidungen in Aserbaidschan ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht. Die 22-jährige St. Galler Cross-Country-Bikerin holte damit auch die erste Goldmedaille überhaupt an den erstmals stattfindenden kontinentalen Titelkämpfen. Sie setzte sich bereits in der dritten von sechs Runden unwiderstehlich von der Konkurrenz ab. Am Ende triumphierte die letztjährige Gesamtweltcupsiegerin mit über zwei Minuten Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Stirnemann. «Ich hole Gold und Kathrin wird Zweite - besser hätte es zum Auftakt dieser ersten Europa-Spiele nicht kommen können», sagte die Dominatorin nach ihrem nie gefährdeten Sieg.
Stirnemann vermochte ganz zum Schluss im Kampf um Silber die polnische Ex-Weltmeisterin Maja Wloszczowska noch um fünf Sekunden zu distanzieren. «Ich fühlte mich sehr gut und war in der dritten Runde, als Jolanda das Tempo steigerte, in einer guten Position. Grossartig, dass es zu Silber gereicht hat», freute sich die 25-jährige Aargauerin aus Gränichen. Linda Indergand, die dritte Schweizer Starterin in Baku, wurde mit gut vier Minuten Rückstand Fünfte.
Sieg trotz Reifenwechsel
Nino Schurter machte es seiner Teamkollegin dreieinhalb Stunden später nach und gewann ebenfalls solo. Der 29-jährige Bündner griff in der dritten von acht Runden an und kam auch ein erstes Mal weg. Doch ein platter Reifen führte dazu, dass die anderen Spitzenfahrer - unter ihnen mit Lukas Flückiger und Fabian Giger auch die weiteren zwei Schweizer - wieder aufschliessen konnten.
«Der Reifenwechsel hat mich schon einige Körner gekostet. Danach versuchte ich mich etwas in der Gruppe zu schonen, ehe ich es nochmals probiert habe. Eine coole Sache, diese Goldmedaille an den ersten Europa-Spielen. Ich stufe das etwa gleich hoch wie einen Weltcupsieg ein», sagte Schurter, der seine zweite Attacke zum Ende der fünften Runde lancierte. Dieses Mal ging für den Olympia-Zweiten von London alles gut.
Dahinter kämpften Flückiger und Giger um Silber - mit dem besseren Ende für den 31-jährigen Berner. Dieser lag im Ziel nur um 13 Sekunden hinter Schurter zurück, der in der Schlussrunde nicht mehr alles geben musste. «Mir war am Ende eigentlich egal, ob es Silber oder Bronze wird. Ich freue mich einfach über die Medaille. Ich wusste, dass Nino nicht zu packen sein würde», sagte Flückiger. Gigers Rückstand betrug letztlich 33 Sekunden.
Bossert früh ausgeschieden
Am Samstag stand mit Jonas Bossert auch der erste Ringer im Einsatz. Der 25-jährige Luzerner unterlag im Limit bis 80 kg gleich im ersten Kampf dem Georgier Lascha Gobadse mit 1:3. Im Ringen gelten die Europa-Spiele gleichzeitig auch als Europameisterschaften.