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Am Freitagnachmittag und -abend sind Gewitter möglich. Dabei besteht die Gefahr von lokalem Starkregen zwischen 20 und 30 mm in einer Stunde. Kleinerer Hagel und stürmische Böen sind ebenfalls möglich. Im Zentrum eines Gewitters können vereinzelt Keller überflutet werden. Insgesamt schätze ich das Gefahrenpotential der morgigen Gewitterlage als gering bis mässig ein. Kleinere Schäden, die vielleicht eine oder zwei Gemeinden betreffen sind insbesondere durch Starkregen auf den schon nassen Böden möglich. Es ist aber grundsätzlich sinnlos, irgendwelche Massnahmen zu ergreifen, ausser Sie wohnen in unmittelbarer Nähe eines Fliessgewässers.
Hier die Analyse der Lage für Wetterinteressierte:
Im Verlaufe des Tages baut sich bei Höchstwerten um 19°C eine mässige Labilität auf mit CAPE-Werten zwischen 500 und 1000 J/kg (CAPE: Energie für Gewitter). Aus Westen nähert sich gegen Abend ein Kurzwellentrog (Auswölbung von tieferem Luftdruck nach Süden ohne abgeschlossenes Tiefdruckgebiet), der für die nötige Hebung sorgt.
Durch die mässige Windscherung von 22 kt zwischen dem Böden und 6 Km, können sich die Zellen nur wenig organisieren, sie sind also eher kurzlebig und es besteht am ehesten Gefahr durch Starkregen. Das erhöhte Starkregenpotential wird auch durch PWAT-Werte von etwa 25 mm verdeutlicht. (PWAT: Niederschlagsmenge, wenn das gesamte enthaltene Wasser der Atmosphäre über einem auskondensieren und zu Boden fallen würde).
Sturmböen sind unwahrscheinlich, da die Zellen sich nur wenig organisieren können und in einem bis zwei Kilometern Höhe nur mässige Winde vorherrschen. Zudem ist keine ausgeprägte Trockenschicht vorhanden, die Sturmböen und Hagel erzeugen könnte. Allenfalls reicht es für kleinkörnigen Hagel um 1 cm und stürmische Böen um 60 Km/h, die aber in der Regel ungefährlich sind.