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EINZIGER AKT
Meister Pedro hat sein Marionettentheater im Schuppen eines Wirtshauses von Aragonien errichtet. Unter den Zuschauern befindet sich ein seltsamer Gast: der Ritter Don Quichote. Vor den Augen des Publikums rollt sich nun die schaurigschöne Geschichte von der wundersamen Prinzessin Melisendra ab. Meister Pedros Junge gibt die Erläuterungen zur Handlung:
Melisendra, Tochter Karls des Grossen, schmachtet als Gefangene in einer Festung. Ihr Gatte, der Edle Don Gayferos, naht auf das Geheiss ihres kaiserlichen Vaters, um sie zu befreien. Ein lüsterner Mohr umwirbt die schöne Gefangene und erdreistet sich, sie zu küssen. Da tritt König Marsilius auf und bestraft den Frechling, indem er ihn in Ketten legen lässt. Dem Gatten der schönen Melisendra gelingt tatsächlich die Befreiung und Flucht. Doch bleibt die Entführung der Prinzessin nicht lange Geheimnis. Da wird die Verfolgung der Fliehenden aufgenommen und ihre erneute Gefangennahme scheint sicher.
In diesem Augenblick höchster Spannung hält es Don Quichote nicht länger im Zuschauerraum. Er springt mit gezücktem Dolch auf die Bühne und schlägt wild auf die Verfolger der Prinzessin ein. Entsetzt stürzt Meister Pedro aus der Kulisse, um dem wilden Treiben Einhalt zu gebieten. Allein Don Quichote achtet des jammernden Marionettenbesitzers nicht. Im Gegenteil: er ist von dem stolzen Gefühl durchdrungen, als Ritter gehandelt zu haben.