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Der Westschweizer Loktyp, den ich im Modell darstelle durchlief eine unglaubliche Geschichte von bahngesellschaflichen Veränderungen. 1856/1857 wurde sie von der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe für die Companie de l`Ouest des chemins de fer Suisse (O-S) gebaut. 1865 gehörte sie zur Suisse-Occidentale (S-O). Diese verband sich 1881 mit der Ligne de Simplon und bildete die Suisse Occidentale et Simplon (SO-S). 1890 kam es zum Zusammenschluss der SO-S mit der Jura-Bern-Luzernbahn, und dieser bildete die Jura-Simplon Bahn.
Vor der Gründung der J-S wurden an den Loks Umbauten vorgenommen wie, neue Kessel, Westinghousebremse, neues eleganteres Schutzdach, Radverkleidungen über dem Umlaufblech und vieles mehr. Das veränderte das Erscheinungsbild der Lok vorteilhaft.
Die Benennung Longboilerlok kam daher, dass der Kessel über die hinterste und vorderste Achse hinaus ragte. Der lange, schlanke Kessel zwischen den grossen Rädern mit dem spartanischen Führerstanddächlein wirkte ziemlich abenteuerlich und trotzdem optisch ausgewogen.
Diese Lok-Serie schaffte es nicht mehr bis zur Verstaatlichung der Bahn.
Es sind zwei Varianten vorgesehen:
· Lok „Chillon“ Nr. 12 der O-S grün 1857 - 1890
· Lok „Lausanne“ Nr. 55 der J-S nach Umbau grün 1890 - 1900