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Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten machen immer öfters negative Schlagzeilen, besonders in Deutschland. Während den «Freien» die Verträge gekürzt und sie mit verspäteten Honoraren schikaniert werden und der RBB sich noch längst nicht vom Patricia-Schlesinger-Skandal erholt hat, lässt sich der deutsch-französische Kultursender Arte was ganz Besonderes einfallen.
Jascha Hannover und Claus Bredenbrock – beide Regie – beschäftigten sich tatsächlich mit einer Dokumentation zu «Hitlers Büchern». Sie läuft auch unter dem Slogan: «Die Bücher, die Hitler nicht verbrannte.»
Der Klein Report findet angesichts des Ukraine-Krieges, des Klimawandels, der drohenden Euro-Krise, der Inflation und vieler anderer für demokratische Wahlen sehr wichtiger Themen eine Dokumentation über den armen Diktator, der – Zitat – «auch, um seine geringe Schulbildung zu kompensieren», mindestens ein Buch pro Nacht gelesen habe, mehr als befremdlich.
Auf Twitter meinte denn auch die Autorin Anne Rabe («Die Möglichkeit vom Glück») in einem Tweet: «Sacht mal, Leute» und – ironisch – «Hitler, the bookworm.» Wenn öffentlich-rechtliche Anstalten unter Erinnerungskultur Personality-Shows des grössten Menschheitsverbrechers des 20. Jahrhunderts verstünden, würde nicht erstaunen, wenn als nächstes eine Doku über «Hitlers liebste Schäferhunde» folge.
Fazit Klein Report: Relevante (Kultur)Informationen für die Demokratie sehen anders aus.