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Aus den Flammen gerettet:
In den 20er und 30er Jahren galt die Zeppelinluftfahrt als das Transportmittel der Zukunft. Sie wurde militärisch, für Personentransporte und auch für den Postversand genutzt. An Bord hatte es dann ein Postamt, wo die Briefe und Postkarten mit einem sogenannten Flugbestätigungsstempel gestempelt wurden.
Ein sehr bekanntes Zeppelin war damals die LZ 129 Hindenburg. Am 3. Mai 1937 war die Hindenburg mit 36 Passagieren, 61 Crewmitgliedern und über 17600 Briefen und Postkarten an Bord auf dem weg von Frankfurt nach New York. Dort kam sie aber nie an. Wegen starkem Gegenwind hatte die Hindenburg schon 10 Stunden verspätung und wegen eines drohenden Gewitters in New York musste sie mehrmals abdrehen und bekam erst am 6. Mai um 17:00 Uhr die Erlaubnis zu landen. Als dann die Hindenburg den Landemast nach über 11 Stunden verspätung erreichte, entzündete sich plötzlich die Wasserstofffüllung und das Zeppelin stürzte ab. 13 Passagiere und 22 Crewmitglieder fielen dem Unglück zum Opfer. Von den über 17600 Briefen konnten nur 368 gerettet werden, alle anderen verbrannten im Feuer.
Durch den tragischen Absturtz der LZ 129 Hindenburg ging die Dynastie der Zeppelinluftfahrt zu ende. Die letzte Zeppelinfahrt fand im Oktober 1939 in Deutschland statt.
Zusatzinformation:
Über die Ursache des Unglücks wird bis heute spekuliert. Auch von Sabotage ist die Rede. Max Pruss der einzig überlebende von zwei Kapitänen der LZ 129 Hindenburg war bis an sein Lebensende davon überzeugt, dass weder technisches Versagen noch ein unglücklicher Zufall sein Luftschiff zerstört haben, sondern ein Attentäter.
Und was denkt ihr? War es ein tragischer Unfall oder Sabotage?