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Hauttumore nach Organtransplantation: Prävention ist der Schlüssel! Fakten
Ein Hauttumor ist die häufigste Art eines Tumors nach Organtransplantation:
- Alle Organempfänger haben ein erhöhtes Risiko an einem Hauttumor zu erkranken.
- Bis zu 70% der hellhäutigen Transplantatempfänger werden innerhalb von 20 Jahren nach Transplantation einen Hauttumor entwickeln.
- Herztransplantierte weisen, gefolgt von Nierentransplantierten, das grösste Risiko für eine Erkrankung an einem Hauttumor auf.
- Hauttumore treten bei Organtransplantierten in viel jüngerem Alter auf als bei der übrigen Bevölkerung, im Durchschnitt etwa 20 Jahre früher.
- Das Spinozelluläre Karzinom (Plattenepithelkarzinom) tritt bei Organtransplantierten 65 bis 100 mal häufiger auf.
- Das Basalzellkarzinom tritt bei Organtransplantierten 10 mal häufiger auf.
- Das Melanom tritt bei Organtransplantierten 4 mal häufiger auf.
Die immunsuppressive Medikation und schädigende UV-Lichtstrahlung verursachen oder begünstigen die Entwicklung von kutanen Tumoren:
- Je länger die immunsuppressive Therapie dauert und je höher die einzunehmende Dosis ist, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit der Entstehung eines Hauttumors.
- Neure Immunsuppressiva haben möglicherweise einen geringeren negativen Effekt.
- Die UV-Strahlung der Sonne beschädigt die Hautzellen und reduziert die Immunabwehr der Haut, was zu Hauttumoren führt.
Hauttumore können die Lebensqualität des Transplantatempfängers stark reduzieren:
- Obwohl bei den meisten Transplantatempfängern nur eine kleine Anzahl von Hauttumoren auftreten wird, können einige schwer betroffene Patienten an unzähligen Hauttumoren erkranken, manchmal an bis zu 100 pro Jahr.
- Zahlreiche chirurgische Eingriffe zur Entfernung der Tumore führen zu Deformitäten, welche die optische Erscheinung und auch die Funktion des betroffenen Areals beeinträchtigen.
- Transplantatempfänger, die jährlich hunderte Eingriffe zur Tumorentfernung benötigen, weisen eine verminderte Lebensqualität auf und entwickeln oft eine Depression.
Hautkrebs kann zum Tod führen:
- 7-9% der Hauttumore von Transplantierten befallen durch Streuung zusätzlich andere Bereiche im Körper.
- Hat der Tumor einmal gestreut, überleben weniger als die Hälfte der Betroffenen die nächsten drei Jahre.
Sonnenschutz ist die beste Strategie, um Hauttumore zu vermeiden:
- Die tägliche Verwendung von Sonnencreme, am besten morgens bevor man das Haus verlässt, kann 90% der Schädigung durch die Sonne verhindern.
- Das Tragen von langärmligen T-Shirts, langen Hosen, einem Hut mit breiter Krempe und einer Sonnenbrille schützt auf einfachem Wege vor der Sonne.
Eine frühe Diagnose kann Leben retten:
- Praktisch alle Hauttumore beginnen als noch harmlose Vorstufe, welche gut therapierbar ist.
- Die Früherkennung und Behandlung solcher Vorstufen kann Leben retten.
- Eine häufige Selbstuntersuchung der Haut und der regelmässige Besuch eines Dermatologen bieten die beste Möglichkeit der Früherkennung.
Sonnenschutz wird momentan zu wenig angewendet:
- Nur 54% der Transplantatempfänger können sich daran erinnern, über die Gefahr von Hauttumoren informiert worden zu sein.
- Nur 40% der Transplantatempfänger benutzen regelmässig Sonnencreme.