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Viruslast nicht nachweisbar – EKAF-Statement
Die EKAF (Eidgenössische Kommission für Aids-Fragen) präsentierte im Januar 2008 ihre neue Erkenntnis, «dass eine HIV-infizierte Person, die keine andere sexuell übertragbare Krankheit hat, unter funktionierender antiretroviraler Therapie das HI-Virus über Sexualkontakte nicht weiter gibt».
Die Viruslast wird regelmässig durch Blutentnahme ermittelt. Es werden dabei die Anzahl Kopien der HI-Viren im Blut pro Milliliter Blut ermittelt. Man spricht von «nicht nachweisbar», wenn dieser Wert unter 20 Kopien pro Milliliter Blut entspricht (< 20 Kopien/ml).
Dies ist vor allem für jene Paare eine gute Nachricht, von denen einer
- HIV-positiv ist
- in einer wirksamen HIV-Behandlung ist (HI-Viren nicht mehr nachweisbar)
- die Therapie genau befolgt und die Medikamente vorgeschrieben einnimmt
- seit mindestens 6 Monaten unter ärztlicher Kontrolle und
- nicht Träger einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit ist
Nota bene: Die Medikamente unterdrücken die Viruslast praktisch vollständig (nach EKAF bis zur Nichtinfektiosität), aber das Virus bleibt trotz Behandlung im Körper gespeichert. Bei nachlassender/unterbrochener Therapie würde es sich wieder vermehren.
Safer Sex - Schutz
HIV-positive Menschen, die wechselnde Sexualpartner haben, sollten nicht auf Safer Sex verzichten, auch wenn ihre Viruslast nicht nachweisbar ist.
Die Safer-Sex-Regeln reduzieren das Ansteckungsrisiko für andere sexuell übertragbare Infektionen (STI). Sie schliessen eine Ansteckung jedoch nicht aus, da diese STI einfacher übertragbar sind als HIV. Syphilis kann zum Beispiel auch durch Küssen übertragen werden.