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Die Nummer Vier der Tennisspieler gehört zu den wichtigsten Aussenseitern, denen Fachleute einen Sieg in Wimbledon zutrauen.Dieser Inhalt wurde am 22. Juni 2003 - 16:45 publiziert
Federer selber will sich nach seiner bisher durchzogenen Saison zuerst einmal darauf konzentrieren, die ersten Runden zu überstehen.
Federer, der seit seinem Sieg im deutschen Halle zu den wenigen Spielern zählt, die auf allen Belägen Spitzenleistungen vollbringen können, kann das Selbstvertrauen aus diesem Erfolg hoffentlich auf den Rasen von Wimbledon tragen.
Denn Federer und Wimbledon, das läuft mal so, mal so. 199, 200 und 2002 scheiterte der Basler bereits in der ersten Runde. Und das beispielsweise 2002 gegen den Kroaten Mario Ancic, die Nummer 154, ohne einen Satz zu gewinnen.
Niemand wird jedoch den Exploit im Jahr 2001 vergessen, als Federer die Viertelfinals erreichte und auf seinem Weg den vierfachen Sieger Pete Sampras aus dem Turnier spielte.
Ebenfalls zu den guten Erinnerungen gehört 1998: Damals gewann er bei den Junioren und machte die Tenniswelt auf sich aufmerksam.
Sportlich top
Für 2003 lässt sich voraussagen, dass Roger vom Sportlichen her weit kommen könnte. Er hat auf Rasen seine Stärke bewiesen. Sein Aufschlag, eine wichtige Waffe auf dieser Unterlage, ist top. Und von allen Grand-Slam-Turnieren scheint Wimbledon das erste, das Federer bezwingen könnte.
Die Auslosung spricht ebenfalls für ihn: In den ersten Runden trifft er auf keinen besser platzierten Spieler und auf keinen Rasenspezialisten. Im ersten Match tritt Federer gegen den Südkoreaner Hyung-Taik Lee (ATP 56) an.
Peter Lundgren, der Trainer von Roger Federer, mahnt zu Geduld: "Bei einem Grand-Slam-Turnier müssen immer sehr viele Faktoren zusammenstimmen."
Doch sogar die Buchmacher setzen auf Roger Federer. Er gehört zu den vier Favoriten für einen Turniersieg - hinter Andre Agassi, Lleyton Hewitt und Andy Roddick.
Eine Frage der Nerven
Die Erwartungen setzen Federer unter Druck. Auf dem alten Kontinent hat der Basler drei Misserfolge in Grand-Slam-Turnieren hinter sich. Und im Januar, in Melbourne, verliessen ihn im Achtelfinal ebenfalls die Nerven.
In diesem Zusammenhang kann Roger Federer froh sein, wenn er die erste Runde übersteht. Und dann die zweite. Und dann wird die Zeit kommen, nach Höherem Ausschau zu halten.
swissinfo, Jonathan Hirsch
(Übertragung aus dem Französischen: Eva Herrmann)
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