Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03280.jsonl.gz/1532

Hana Spada
Sie möchten tanzen lernen? Eine gute Idee! Welcher Tanzstil am besten zu Ihnen passt, hängt davon ab, welche Musik Ihnen gefällt und welche Emotionen Ihnen dabei wichtig sind. Wir stellen vier Paartänze vor.
Wer kennt sie nicht, die emotionale, kubanische Salsamusik? Salsa stammt aus Lateinamerika und wird meist als Paartanz getanzt, es sind jedoch auch Gruppentänze möglich.
Salsa ist temperamentvoll, leidenschaftlich und braucht einiges an Power. Charakteristisch sind die schwungvollen Drehungen und der verführerische Hüftschwung der Frau. Der Mann führt, die Frau folgt, wobei beide Tanzpartner ihre eigenen Styling-Elemente einbringen können.
Salsa kennt verschiedene Tanzstile. So unterscheidet sich zum Beispiel Salsa Cubana stark von Salsa Puerto-Rico-Style. Entsprechend vielseitig ist auch die Musik, die von alten, überlieferten Melodien aus Kuba bis zu modernen Remixes der Hitparade reicht.
Salsa ist in der Schweiz verbreitet. In allen grösseren Städten gibt es Salsaschulen und Salsa-Partys.
Der Discofox, auch Discoswing genannt, ist eine Fusion verschiedener Elemente aus unterschiedlichen Tanzstilen. Er entstand aus dem Foxtrott anfangs der 70er-Jahre und wird seit Ende der 80er-Jahre sogar als Turniertanz geführt.
Der grosse Vorteil dieses Paartanzes ist, dass man ihn zu fast allen Musikstilen tanzen kann – von aktuellen Charts bis hin zur Coutrymusik. Der Tanz besteht aus Dreh-, Wickel- und Legefiguren. Wer mit Discofox anfängt, beherrscht relativ schnell ein Repertoire an Basis-Elementen, mit dem er sich auf die Tanzfläche wagen kann.
Discofox lernen können Sie in Kursen, die verschiedene Standardtänze kombinieren, oder in extra Discofox-Kursen. Entsprechende Tanzschulen gibt es in allen grösseren Städten der Schweiz.
Der Tango entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Buenos Aires, wo zu dieser Zeit verschiedenste Völker und Kulturen aufeinandertrafen: Einwanderer aus ganz Europa, vor allem aus Italien und Spanien, liessen sich ebenso nieder wie afrikanische Sklaven.
Tango Argentino ist elegant, melancholisch und dramatisch. Die Tanzhaltung ist relativ eng und eine gute Verbindung zwischen den beiden Tanzpartnern ein absolutes Muss. Denn anders als bei vielen Tanzarten erfolgt die Führung des Mannes nicht mit den Armen, sondern mit dem Brunstkorb.
Tango ist eher schwierig zu lernen. Umso schöner fühlt es sich an, wenn man die ersten Hürden überwunden hat und die perfekte Verbindung zweier Körper im Einklang mit der Musik spürt.
Der Brasilianische Zouk hat sich in den 90er-Jahren in Brasilien entwickelt, als Tänzer begannen, den damaligen Lambada zu langsamer Musik aus den französischen Antillen zu tanzen. Seither hat sich der Tanzstil kontinuierlich weiterentwickelt und wurde durch Einflüsse aus anderen Tänzen wie Contemporary oder Hip Hop ergänzt.
Die Bewegungen des Zouk sind fliessend, wobei nach Belieben Akzente gesetzt werden können. Wer erstmals ein Zouk-Video schaut, dem werden die runden Kopfbewegungen der Frau ins Auge stechen. Sehr wichtig ist der Kontakt zwischen den beiden Tanzpartnern: Je besser sich die beiden aufeinander einlassen, desto kreativer und schöner wird der Tanz.
Zouk ist ein relativ neuer Paartanz und gehört daher hierzulande noch zu den eher unbekannten Tanzarten. Es gibt jedoch bereits in einigen Städten Zoukkurse, zum Beispiel in Zürich, Winterthur, Basel und Lausanne.