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Bei der qualitativen Forschung werden meist offene Fragen gestellt. Der Interviewführer hat ein Leitfadeninterview vorbereitet. Dieses nimmt er zur Hand, um das Interview durchzuführen. Die Befragten können meist völlig frei erzählen. Als Erhebungsmethode gelten hier beispielsweise die teilnehmende Beobachtung, Gruppendiskussionen oder Interviews.
Der Interviewleitfaden ist meist offen gehalten, denn es geht darum, dass der Befragte frei sprechen kann. Subjektive Wahrnehmungen, Einschätzungen und Bewertungen sollen mit der qualitativen Methode abgefragt werden.
Ziel ist es, wirklich die subjektive Ansicht des Interviewpartners zu erhalten. Qualitative Interviews müssen in der Regel immer transkribiert werden. Während das Interview selbst meist nur 20-30 Minuten dauert, benötigt man für die Transkription wesentlich länger. Zwei bis drei Stunden pro Interview sollte man mindestens im Nachhinein einplanen.
Die Stichprobengrösse der qualitativen Befragung
Je nach Arbeit ist die Stichprobe meist etwas grösser. Häufig erproben Dozenten die qualitative Befragung beispielsweise in einer Hausarbeit. Wer eine Hausarbeit oder Seminararbeit schreiben lassen will, dem reichen meist drei bis fünf Interviews aus. Dozenten prüfen damit meist, ob der Student das Werkzeug der Interviewführung beherrscht. Handelt es sich um eine Masterarbeit müssen meist mindestens 10-15 Interviews geführt werden. Meist ist die Stichprobengrösser bei qualitativen Verfahren wesentlich kleiner als bei quantitativen Erhebungen. Die Stichprobe sollte in Bezug auf ihre Zusammensetzung den theoretischen Ausführungen entsprechen und typische Vertreter enthalten.