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Blei wurde während der Bronzezeit mit seinem niedrigen Schmelzpunkt von 327.5 °C vor allem für die Bronzelegierungen eingesetzt. Während der frühen Kaiserzeit fanden Bleirohre als Trinkwasserrohre Verwendung, was makabere Folgen nach sich zog.
Denn die Bewohner der betroffenen Regionen litten unter einer permanenten Schwermetallbelastung. Die Folgen waren die Schwächung der Immunabwehr und eine sprichwörtlich bleierne Müdigkeit als stetige Begleitung.
Bereits der römische Schriftgelehrte Vitruv warnte vor dem Einsatz der Bleirohre und empfahl die Verwendung von Tonrohren. Um so erstaunlicher ist die Tatsache, dass Bleirohre in Mitteleuropa bis 1970 teilweise im Einsatz waren. Die Blei- und Silbergewinnung ging Hand in Hand, da in manchen Bleierzen auch Silberanteile enthalten waren.
Blei fand bald auch Verwendung in der Baubranche in Form vom heute noch bekannten Senkblei. In der Alchemie spielt Blei auf Grund seiner Ähnlichkeit zu Gold eine Schlüsselrolle. Man suchte stetig nach einem Weg, Blei zu Gold zu verwandeln.
Mit der Entwicklung der Feuerwaffen wurde Blei zum wichtigsten Rohstoff für die strategische Kriegsführung und fand als das wichtigste Nichteisenmetall regen Einsatz.
Für die Bleigewinnung nutzte man vor allem Galenit. Heute bildet das Recycling alter Bleiprodukte die wichtigste industrielle Bleiquelle.