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Onlinegame zur Prävention von sexuellen Übergriffen bei Kindern von taboobreaker
Eine Machbarkeitsstudie
Auf einen Blick
Beschreibung
Das Start-up-Unternehmen taboobreaker GmbH realisierte einen
Prototyp für ein Onlinespiel zur Prävention von sexuellen
Übergriffen für den Einsatz auf der Primarstufe. Das Spiel ist
grundsätzlich auf die Stärkung von Ressourcen der Kinder
ausgerichtet: Es soll ihr Selbstbewusstsein stärken und ihnen
Copingstrategien bei Problemen aufzeigen. Die zentralen
Präventionsbotschaften bestehen darin, die Kinder zu ermutigen, bei
unerwünschten Berührungen Nein zu sagen, die eigene Intimzone zu
kennen und zu schützen, den Unterschied von guten und schlechten
Geheimnissen aufzuzeigen, Täterstrategien zu erkennen und sich bei
Vorkommnissen an eine den Kindern vertraute, erwachsene Person oder
an eine Fachstelle zu wenden.
In einer Machbarkeitsstudie wurde dieser Prototyp hinsichtlich Altersgerechtigkeit der Inhalte und Eignung für den Einsatz im schulischen Kontext untersucht. Das Projekt setzte sich aus folgenden Schritten und Elementen zusammen:
In einem ersten Schritt wurde eine Literaturstudie durchgeführt, die den internationalen Wissensstand über wirksame entsprechend schulbasierte Programme zur Prävention von sexuellen Übergriffen bei Kindern und Jugendlichen darstellte. Das Ziel war die Bestimmung der zentralen Faktoren, die in empirischen Studien als nachweislich mit der Prävention von sexuellem Missbrauch bei Kindern in einem Zusammenhang stehend identifiziert wurden.
Auf der Grundlage des bereits vor Projektbeginn bestehenden Konzepts von taboobreaker und der Literaturstudie der ZHAW entwickelte taboobreaker einen Prototypen des Online-Games, der zum Spielen im Schulkontext bereit ist.
In einer Machbarkeitsstudie in fünf Primarschulklassen (2.-6. Klassen) wurde dieser Prototyp zur Beantwortung von zwei Hauptfragen getestet: Sind die Inhalte des Online-Spiels altersgerecht? Ist das Online-Spiel für den Einsatz im Schulkontext geeignet? Mittels einer persönlichen Befragung von 53 Kindern wurde geprüft, ob die Inhalte für die verschiedenen Schulstufen als altersgerecht einzustufen sind, d.h. ob die Kinder motiviert gespielt haben, sie die präsentierten Wissensinhalte verstanden haben und inwiefern sie die Spielgestaltung attraktiv fanden. Ebenfalls wurden die fünf Klassenlehrpersonen dazu und zum Einsatz in der Schule befragt.
Schliesslich wurde der von taboobreaker entwickelte Spiel-Prototyp mit den Ergebnissen der Literaturstudie zu wirksamen Faktoren einerseits und mit einer Auswahl von existierenden Online-Spielen zur Prävention von sexuellen Übergriffen andererseits verglichen, um Lücken des Spiels und den Bedarf für die Weiterentwicklung aufzuzeigen und zu diskutieren.
Publikationen
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Manzoni, Patrik ; Stierlin, Karin,
2014.
SozialAktuell.
2014(10),
S. 35.