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Drei Tage vor seinem 86. Geburtstag ist am 24. April 2015 in seiner Heimatstadt Basel der langjährige FCB-Spieler Gottlieb „Godi“ Stäuble gestorben.
Drei Tage vor seinem 86. Geburtstag ist am 24. April 2015 in seiner Heimatstadt Basel der langjährige FCB-Spieler Gottlieb „Godi“ Stäuble gestorben.
Godi Stäuble stiess als 17-Jähriger zum FCB und bestritt in seiner ersten Saison mit den Rotblauen mit 18 Jahren bereits 21 Spiele in der Nationalliga A. Seine Karriere als Spitzenfussballer sollte hernach 20 Jahre dauern. Rund die Hälfte dieser Fussballer-Laufbahn fiel von 1946 bis 1951 und danach wieder von 1955 bis 1959 in seine FCB-Zeit. Dazwischen schloss er sich für drei Saisons zuerst den Young Boys und danach für ein Jahr dem FC Lausanne-Sports an. Nach 1959 bis zu seinem Karrierenende im Jahr 1967 zog es den begabten Offensivspieler wieder ins Bernbiet: Sieben Saisons lang unterstützte er den damaligen NLA-Verein FC Biel, unterbrochen durch eine Saison beim FC Bern, der damals der Nationalliga B angehörte.
In der Nationalliga A debütierte Godi Stäuble am 31. August 1947 bei einem 1:1 auswärts gegen Servette Genf. Im Rückspiel gegen die Servettiens am 22. Februar 1948 traf er erstmals in einem Meisterschaftsspiel für den FCB – es war dies der 3:2-Siegestreffer in der 86. Minute. Insgesamt stand Stäuble in Meisterschaft und Schweizer Cup in mehr als 200 Spielen im Einsatz und erzielte dabei nicht weniger als 94 Tore, gleichviele notabene, wie später Ottmar Hitzfeld für die Rotblauen glückte. Angeführt von Seppe Hügi, der schier unglaubliche 282 Treffer für den FCB schoss, haben in der bisherigen Vereinsgeschichte nur elf Spieler mehr Tore für den Verein gemacht als Hitzfeld und eben Stäuble. Ein Titelgewinn blieb Godi Stäuble allerdings versagt: Als der FCB 1953 erstmals Schweizer Meister wurde, spielte er für YB.
Nahezu gleich lang wie für den FCB war Stäuble hernach für den FC Biel tätig, der damals eine stabile Grösse in der obersten Liga war. In seinen zwei ersten Jahren in Biel hatte Stäuble einen überaus prominenten Teamkollegen: Den damaligen Spielertrainer Jupp Derwall, der 1959 seine Trainerkarriere in Biel begann, die Seeländer gleich zum Vize-Meistertitel und 1961 in den Cupfinal führte, der gegen den FC La Chaux-de-Fonds allerdings mit 0:1 verloren ging. Während Derwall nach diesem Final weiterzog und zwischen 1978 und 1984 als deutscher Bundestrainer die oberste Karrieren-Stufe erklomm und die mit dem Europameister-Titel 1980 und dem Vize-Weltmeistertitel 1982 krönte, blieb Stäuble, abgesehen vom bereits erwähnten Abstecher zum FC Bern, bis zu seinem 38. Lebensjahr beim FC Biel.
In der Schweizer Nationalmannschaft kam Godi Stäuble „nur“ zu einem 15-minütigen Einsatz, als er im Oktober 1950 vor fast 24‘000 Zuschauern im Basler Rankhof in einem Testspiel gegen Holland für die letzte Viertelstunde für Hans-Peter Friedländer eingewechselt wurde und dabei neben seinem FCB-Teamkollegen René Bader mithalf, den 7:5-Sieg (!) der Schweizer zu vollenden.
Stäuble war in Basel wie in seinen anderen Vereinen nicht nur eine wertvolle Teamstütze auf dem Feld, sondern auch ein beliebter Kollege, einer, so erzählte es vor ein paar Jahren Stäubles damaliger Mannschaftskollege Fredy Kehrli dem „Bieler Tagblatt“, „mit dem typischen Basler Humor, der uns damit oft bestens unterhielt“.
Nach seiner langen Laufbahn als aktiver Spitzenfussballer kehrte Stäuble in seine Heimatstadt nach Basel zurück, wo er bis zu seinem Tod vor wenigen Tagen lebte. Als gelernter Kaufmann war er beruflich während 30 Jahren für die Cardinal Brauerei in Rheinfelden tätig.
Godi Stäuble hinterlässt seine erste Ehefrau Angelina Stäuble, die ihm zwei Töchter gebar, und seine zweite Gattin Renée Stäuble. Dabei betrieb auch seine jüngere Tochter Claudine Stäuble während Jahren Spitzensport: Mit dem damaligen Serienmeister ATV Basel gewann sie unter der Trainer-Ikone Jürg Ringier vier Titel im Handball.
Allen Hinterbliebenen, mit denen Godi Stäuble bis zum letzten Tag eine enge Beziehung hatte, gehören stille Gedanken der Anteilnahme des ganzen FC Basel 1893.
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