Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03113.jsonl.gz/574

Die Bauern bieten eine grosse Auswahl an Früchten an: Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen, Kirschen, Trauben, Aprikosen und sogar die exotische Kiwi-Frucht. Allerdings hat der Obstbau in der Schweiz wirtschaftlich nur eine geringe Bedeutung: ca. 4‘3000 Betriebe bewirtschaften Obstkulturen auf einer Fläche von knapp 7’500 Hektaren.
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Obstbau stark verändert: Stammte früher das Obst von Hochstammbäumen, dominieren heute die Niederstammkulturen, die leichter zu bewirtschaften sind. Die Hochstamm-Obstbäume prägen jedoch die Landschaft und bieten vielen Vogelarten Schutz. Der Bund bietet daher jenen Landwirten finanzielle Unterstützung, die ihre Hochstamm-Kulturen weiter pflegen.
Jede Person in der Schweiz isst im Jahr durchschnittlich 50 Kilogramm frisches Obst und Beeren, dazu 25 Kilogramm Zitrusfrüchte und Bananen. Bei den in der Schweiz angebauten Obstsorten (Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche) beträgt der Selbstversorgungsgrad mehr als drei Viertel. Am meisten angebaut und gegessen werden Äpfel, gefolgt von Birnen und Aprikosen. Die Schweizer essen nicht einmal die Hälfte der Obsternte. Etwa 40 Prozent wird vermostet, der Rest geht in die Brennerei.
Der Bund schützt die Schweizer Obstproduktion an der Grenze: Solange eine Obstsorte den Bedarf in der Schweiz deckt, werden die Zollabgaben dafür so erhöht, dass der Import nicht mehr rentiert. Südfrüchte können dagegen immer frei importiert werden.