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Giesengletscher Lauterbrunnen: Notfallkonzept
Obschon die Wahrscheinlichkeit eines grösseren Gletscherabbruchs und eines Dammbruchs am Giesengletscher in Lauterbrunnen als «sehr gering» eingestuft sei, wird zurzeit ein Notfallkonzept erarbeitet.
pd/bns. Anfangs September 2011 seien Rutschungen und kleinere Eisabbrüche im unteren Teil des Giesengletschers unterhalb der Jungfrau festgestellt worden, verlautet in einer Mitteilung des Gemeindeführungsorgans an Bevölkerung und Medien: «Es war nicht auszuschliessen, dass eine grössere Menge Eis Richtung Trimmleten abbrechen könnte. Um die Gletscherbewegungen zu überwachen, wurde Ende Dezember 2011 eine Kamera installiert. Von Fachspezialisten wurden Berichte und Berechnungen eingeholt.»
Diese hätten ergeben: «Bei einem grösseren Gletscherabbruch könnte sich Wasser im Bachbett stauen und in der Folge einen See bilden. Falls der Damm brechen würde, müsste unter Umständen mit einer grösseren Wassermenge gerechnet werden.» Damit bei einem solchen Ereignis Sofortmassnahmen zum Schutz von Personen und Sachwerten ergriffen werden könnten, werde zurzeit ein Notfallkonzept erarbeitet. Für die Bevölkerung bestehe keine unmittelbare Gefahr oder Grund zur Beunruhigung: «Die Eintretenswahrscheinlichkeit eines grösseren Gletscherabbruchs und eines Dammbruchs wird als sehr gering eingestuft. Mit kleineren Gletscherabbrüchen muss jedoch weiterhin gerechnet werden.»
Alle direkt betroffenen Bewohner sind laut der Medienmitteilung bereits orientiert worden: «Die Bevölkerung wird bei Bedarf fortlaufend informiert. Weitere Informationen können auf der Homepage der Gemeindeverwaltung www.lauterbrunnen.ch oder über das Informationstelefon 033 856 50 99 abgerufen werden.