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Die Bewohnerinnen und Bewohner der Walliser Dörfer Fieschertal und Fiesch möchten gegen den Klimawandel und gegen den Schwund des Aletschgletschers beten. Sie bedürfen dafür aber der Einwilligung des Papstes.Dieser Inhalt wurde am 06. August 2009 - 16:28 publiziert
Wie die Informationsstelle Wallis am Donnerstag mitteilte, haben die Bewohner von Fieschertal und Fiesch 1678 das Gelübde abgelegt, tugendhaft zu leben und gegen das Wachstum des Aletschgletschers zu beten.
Grund dafür waren das bedrohliche Vorrücken des Gletschers und die Ausbrüche des über dem Dorf gelegenen Märjelensees. Um die Wirkung der Gebete während des Gletscherhöchststandes Mitte des 19. Jahrhunderts noch zu verstärken, wurde ab 1862 einmal jährlich eine Prozession durchgeführt.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert - "es ist viel Eis geschmolzen", wie es in einer Mitteilung heisst. Jetzt soll der Gletscher wieder wachsen und das "Katastrophen-Gelübde" um Beistand gegen den Klimawandel ergänzt werden.
Der Entscheid darüber liegt allerdings bei Papst Benedikt XVI. Die Fiescher und Fieschertaler hoffen, im September oder Oktober eine Audienz zu erhalten und sind zuversichtlich, dass der Heilige Vater in ihrem Sinne entscheiden wird.
swissinfo.ch und Agenturen
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