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In den FN vom Mittwoch habe ich mit grossem Interesse den Artikel «Jeder Fünfte war ein ‹Wilder›» gelesen. Da hat man den Eindruck, allen Parteien sei jedes Mittel recht, ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin in den Bundesrat zu bringen. Bis der Verfasser dann doch im letzten Satz noch zugibt: «Sie (die SVP) ist aber die Einzige, die dazu gleich einen Rauswurfautomatismus in ihren Statuten verankert.» Wenn die Vereinigte Bundesversammlung ihr gutes Recht wahrnimmt und die nach ihrem bestem Wissen und Gewissen geeignetste Person wählt, schmeisst die SVP diese aus der Partei und jammert dann wie im Falle von Eveline Widmer-Schlumpf, sie sei nicht angemessen vertreten. Keine andere Partei hat das je gemacht. Die SVP ist also ganz selber schuld und hat keinen Grund für ihr wehleidiges Getue. Der SVP-Anführer Christoph Blocher zwängelt einmal mehr, wenn er am 9. Dezember seinen hundert Prozent linientreuen Ziehsohn Thomas Aeschi als Bundesrat sehen will, damit er selber weiterhin die Fäden ziehen kann. Man kann nur hoffen, dass sich die Vereinigte Bundesversammlung unabhängig genug erweist, sich nicht von Blocher kommandieren zu lassen. Das Freiburger Stimmvolk hat in den Ständeratswahlen gezeigt, wie man das macht, als es sich durch die Zwängelei der SVP und Jean-François Rimes nicht beeindrucken liess.