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Akademiker wird Präsident Somalias
Eine Herkulesaufgabe vor sich: Somalias neuer Präsident Hassan Sheikh Mohamud. (Keystone)
Somalias neuer Präsident Hassan Sheikh Mohamud ist ein relativer Neuling in der Politik. Dafür bringt der 56-Jährige langjährige Erfahrung aus seiner Arbeit in der Zivilgesellschaft mit. Der Akademiker setzte sich in einer Stichwahl in Mogadischu überraschend gegen den bisherigen Übergangspräsidenten Scharif Sheikh Ahmed durch.
Bis 2010 war Hassan Sheikh noch erster Dekan der Simad-Universität. Das erste Institut für Management und Verwaltung in Somalia, aus dem die Universität hervorging, hatte er 1999 mitgegründet. Ziel der Bildungseinrichtung sei es, für den Wiederaufbau Somalias Mitarbeiter für die mittlere Verwaltungsebene auszubilden, schreibt Hassan Sheikh auf seiner Seite im sozialen Netzwerk Facebook.
Gegen die grüne Linie
Hassan Sheikh beendete 1981 sein Studium an der Somali National University und arbeitete danach als Lehrer. Nachdem der Diktator Siad Barre 1991 gestürzt worden war und Somalia in Chaos und Bürgerkrieg versank, arbeitete Hassan Skeikh für das UN-Kinderhilfswerk Unicef.
Danach engagierte er sich weiter in der Zivilgesellschaft und versuchte unter anderem, die verfeindeten politischen Gruppierungen zu versöhnen. Später half er, die grüne Linie zu beseitigen, die nach dem Krieg von 1992 die Hauptstadt Mogadischu in einen nördlichen und südlichen Teil getrennt hatte.
2011 gehörte er zu den Gründern der unabhängigen Peace and Development Party (PDP). Dies sei die erste Partei in Mogadischu, schreibt der neue Präsident. Er sei ihr erster Vorsitzender geworden. Hassan Sheikh ist nach eigenen Angaben verheiratet und hat Kinder. Er ist Muslim und bezeichnet sich als sehr liberal. (dpa, prus)
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