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Indigo ist ein tiefblauer Farbstoff, der ursprünglich aus den Blättern der indischen Indigopflanze gewonnen wurde. Die Herstellung und Verwendung dieses Farbtones lässt sich weit zurückverfolgen. Bereits 2.500 v. Chr. finden sich in China und in Ägypten erste Hinweise auf die Nutzung von Indigo. Damals wurde der Pflanzenextrakt als Zaubermittel verwendet, vielfach galt der Farbstoff auch als Gift. Ab dem 12. Jahrhundert benutzte man Indigo auch in Europa als Farbstoff, während der Epoche des Mittelalters war es das einzige Mittel zum Blaufärben von Textilien.
Indigo steht auch als Synonym für den typisch dunkelblauen Farbton von Jeans und Jeanswaren. Im Jahre 1870 gelang erstmals die vollsynthetische Herstellung des Farbstoffes. Mittlerweile wird das Färbemittel ausschliesslich synthetisch hergestellt, die Verwendung von Naturindigo ist zu aufwendig und teuer geworden. Bei der Veredelung von Jeans werden heute zwei verschiedenen Methoden zum Färben eingesetzt. Das nachträgliche Einfärben des fertig gewebten Stoffes und die Einfärbung des Baumwollgarnes vor dem Weben. Natürlich gewonnenes Indigo findet man heute noch in Ländern wie Brasilien oder El Salvador.