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Sämtliche drei Inventare werden im Auftrag des Bundesrats erstellt. Er entscheidet – nach Anhörung der Kantone – über die Aufnahme, Abänderung oder Streichung der Objekte.
Sämtliche vom Bundesrat in Kraft gesetzte Ortsbilder werden im Anhang zur Verordnung vom 9. September 1981 über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (VISOS; SR 451.12) aufgelistet. Durch die Aufnahme eines Objekts im Bundesinventar wird dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung verdient (Artikel 6 NHG). Ein Abweichen darf nur in Erwägung gezogen werden, wenn gleich- oder höherwertige Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen. Diese Bestimmung steht in direktem Zusammenhang mit der Erfüllung von Bundesaufgaben, namentlich bei der Gestaltung und dem Unterhalt von Bauten und Anlagen durch den Bund, seine Anstalten und Betriebe, bei der Erteilung von Konzessionen und Bewilligungen sowie bei der Gewährung von Beiträgen des Bundes.
Auch auf kantonaler Ebene ist das ISOS verbindlich: Die Kantone müssen das Bundesinventar bei der Erstellung ihrer Richtpläne berücksichtigen (Art. 4a VISOS). Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat 2012 in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) ein Papier erarbeitet, um diese «Berücksichtigung» näher zu definieren (siehe «Empfehlung zur Berücksichtigung der Bundesinventare nach Artikel 5 NHG in der Richt-und Nutzungsplanung»).
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