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VC Vallnord
Schurters Aufholjagd, Forchinis Premiere
Das Warten von Nino Schurter auf den historischen 34. Weltcupsieg geht weiter. Am Weltcup in Andorra muss sich der Bündner in Abwesenheit der nominell stärksten Gegner mit Platz 3 begnügen. Ramona Forchini gelingt im extremsten Rennen der erste Podestplatz.
Bei grenzwertigen äusseren Bedingungen mit Temperaturen um 35 Grad, dünner Höhenluft und viel Staub auf der Strecke holte sich wie zuletzt in Lenzerheide der Italiener Luca Braidot den Sieg. Der 32-Jährige profitierte von einem Defekt des Rumänen Vlad Dascalu, der nach einem Angriff in der letzten Runde keine tiefen Gänge mehr hatte und von Schurter auch noch vom Podest verdrängt wurde. Vital Albin, wie Schurter im Bündner Dorf Tersnaus aufgewachsen, schaffte als Sechster sein Bestergebnis.
Schurter liess früh im Rennen eine grössere Lücke auf ein Spitzensextett aufreissen. In den letzten beiden Runden machte der 36-Jährige ordentlich Boden gut, in den Kampf um den Sieg konnte er aber nicht mehr eingreifen.
Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Flückiger und Schurter fiel aus. Flückiger, am Freitag Sieger im Short Race und vor einer Woche in Lenzerheide in ein hitziges Duell mit Schurter verwickelt, verzichtete mit Blick auf die bald folgenden nächsten drei Weltcuprennen und die WM von Ende August aufgrund einer Erkältung als Vorsichtsmassnahme auf einen Start. Auch der Brite Thomas Pidcock, an der Tour de France Etappensieger auf der Alpe d’Huez, und der Niederländer Mathieu van der Poel, waren nicht dabei.
Ramona Forchini schaffte ausgerechnet im extremsten Rennen des Jahres ihr bestes Resultat im Cross-Country-Weltcup. Die 28-jährige Toggenburgerin fuhr als Dritte erstmals auf das Podest. Ihre beste Klassierung zuvor war ein 11. Platz, realisiert vor einer Woche in Lenzerheide.
Wie Schurter rollte die U23-Weltmeisterin von 2015 das Feld von hinten auf – wobei die ersten beiden Plätze ausser Reichweite lagen. Die Niederländerin Anne Terpstra feierte einen Solosieg, fast eine Minute vor der 20-jährigen Österreicherin Mona Mitterwallner.
Alessandra Keller musste sich eine Woche nach dem 3. Platz in Lenzerheide und zwei Tage nach dem Sieg im Short Race mit Platz 8 begnügen. Jolanda Neff und Sina Frei traten nicht an; beide sind gesundheitlich angeschlagen. Mit der Französin Loana Lecomte (Schonung) und der Schwedin Jenny Rissveds (krank) fehlten zudem zwei weitere Topfahrerinnen.
Die Schweizer MTB-Cracks überzeugten auch in den U23-Rennen. U23-Schweizermeisterin Ronja Blöchlinger fuhr das erste mal in ihrer Karriere auf ein Weltcup-Podest und beendete das Rennen auf dem sensationellen zweiten Platz. Auch Noelle Buri überzeugte mit ihrem 4. Platz. Bei den U23-Herren klassierten sich gar drei Fahrer unter den besten zehn. Dario Lillo beendete das Rennen als bester Schweizer auf dem fünften Platz, während Janis Baumann (7.) und Luke Wiedmann (10.) ebenfalls starke Leistungen in der Hitze Andorras zeigten. Keystone-SDA/Swiss Cycling