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Die Estrada Parque zweigt bei Buraco das Piranhas von der BR 262 ab und führt fünfzig Kilometer durch das südliche Pantanal. Dieser Abstecher wurde uns von einigen Reisenden empfohlen. «Ihr habt die Chance auf grosse Ameisenbären zu treffen». Oder «Es gibt sehr viele Vögel zu sehen». Das waren Aussagen, die Vorfreude weckten.
Nach Miranda machte die BR 262 einen weiten Bogen westwärts und führte uns dem Fluss entlang in Richtung Corumbà. Hin und wieder überquerten Brücken den Rio Miranda. Bereits hier trafen wir auf wahre Vogelparadiese! Im Wasser standen unzählige Reiher, ein Jabiru-Storch stelzte durchs Wasser und am Ufer lagen träge Kaimane. Durch die Luft schwirrten grüne Papageien und Dutzende von roten Cardinal-Vögeln!
Eine Stunde später bogen wir auf die Estrada Parque ab. Bei oder nach starkem Regen ist diese Piste nicht mehr befahrbar, was die tiefen Spuren im getrockneten Schlamm bewiesen! Nach acht Kilometern erreichten wir die Lodge Passo do Lontra, die am Rio Miranda liegt. Wir waren mit ein paar brasilianischen Fischern die einzigen Gäste und konnten unser Fahrzeug direkt an einer Lagune parkieren.
Früh am nächsten Morgen machten wir uns auf einen ausgedehnten Rundgang. Ein Steg auf Stelzen führte in einem weiten Bogen durch den Urwald und entlang des Rio Miranda. Es war ein Paradies für Birdwatcher wie uns. Wenn eine Steigerung noch möglich war, dann folgte die auf der Weiterfahrt. Wir bekamen ausser grossen Ameisenbären und Jaguaren fast alles zu sehen, was es im südlichen Pantanal zu sehen gibt!