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Die Klimaerwärmung lässt Gletscher und Permafrost im Hochgebirge schmelzen und destabilisiert so Gesteinsmassen von enormem Ausmass. Gleichzeitig ändert sich auch die Schneedecke und die damit verbundene Lawinenbereitschaft. Die strategische Initiative Climate Change Impacts on Alpine Mass Movements erforscht diese Prozesse, damit optimale Anpassungsstrategien entwickelt werden können.
Der Klimawandel zeigt bereits deutlichen Einfluss auf alle Komponenten der Kryosphäre - also Eis, Schnee und Permafrost - und seine Auswirkungen werden sich in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich intensivieren. Dazu gehören Kaskadenprozesse wie Felsstürze und häufigere Murgänge durch die vom Permafrost freigegebenen Gesteinsmassen. Dies bedroht Talgründe, wie das Ereignis von Bondo im August 2017 eindrücklich aufgezeigt hat.
Die WSL besitzt nicht nur grosses Fachwissen über solche Naturgefahrenprozesse, über ihre Modellierung und ihr Management, sondern betreibt auch das weltweit grösste Beobachtungsnetzwerk für Permafrost im Gebirge.
Die strategische Initiative Climate Change Impacts on Alpine Mass Movements erforscht die Massenbewegungen und die Auswirkungen des Klimawandels im Gebirge. Sie verbessert die Wissensgrundlagen über das daraus entstehende Naturgefahrenrisiko und den besten Umgang der Gesellschaft damit. Wir arbeiten an folgenden Forschungsfragen:
- Wir wird das Auftauen des Permafrosts das Risiko für gefährliche Massenbewegungen beeinflussen?
- Wie können Massenbewegungen zuverlässig modelliert werden, um gefährdete Gebiete zu identifizieren?
- Was sind praktikable Lösungen im Umgang mit diesen Naturgefahren und ihren sozio-ökonomischen Konsequenzen? Sind bestehende Schutzbauten angemessen?
- Wie können Bergökosysteme, insbesondere Wälder, im Hinblick auf den optimalen Schutz vor Naturgefahren bewirtschaftet werden.