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Der Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten Bernie Sanders wird kommende Woche zu einer Wirtschafts- und Umweltkonferenz in den Vatikan reisen. Sein Wahlkampfbüro teilte diesen ungewöhnlichen Schritt am Freitag mit.
Sanders besucht demnach die päpstliche Akademie für Sozialwissenschaften anlässlich des 25. Jubiläums einer Enzyklika von Papst Johannes Paul II. zu Wirtschaftsfragen. Aus dem Vatikan gab es scharfe Kritik an dieser Reise.
Margaret Archer, Präsidentin der Akademie und Gastgeberin der Veranstaltung, nannte sie eine «gewaltige Unhöflichkeit». Sanders habe sich mehr oder minder selbst eingeladen, sagte sie Bloomberg News. Er versuche, eine nicht-politische Veranstaltung mit seiner Anwesenheit in ein politisches Event umzuwidmen.
Es gab unterschiedliche Darstellungen zu der Frage, ob Sanders eine Einladung zu der Konferenz hatte oder nicht.
Sanders teilte mit, er freue sich sehr auf das Treffen. Es gehe um die Wiederherstellung sozialer Gerechtigkeit und des Umweltschutzes in der Weltwirtschaft. Sanders, der jüdischen Glaubens ist, sagte dem Sender MSNBC: «Ich bin ein grosser, grosser Fan des Papstes.»
Sanders fliegt dem Vernehmen nach unmittelbar nach einer für den 14. April (Ortszeit) in Brooklyn anberaumten TV-Debatte mit seiner Konkurrentin Hillary Clinton. Kritiker hielten ihm vor, er wolle mit der Vatikanreise um Stimmen vor der für ihn sehr wichtigen US-Vorwahl in New York am 19. April werben. (viw/sda/dpa)