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Die Regierung kämpft aktuell an mehreren Fronten, um die US-Wirtschaft zu stützen. Doch wie wird der nächste Präsident diesen Kampf fortsetzen? Folgende Fragen sollten beide Kandidaten beantworten:
Die Fed und das Finanz- ministerium haben Fannie Mae und andere Firmen gerettet, aber bei Lehman nichts unternommen. Wie weit sollte sich die Notenbank einmischen?
In der Vergangenheit rettete die Notenbank widerstrebend nur Banken, die als «zu gross, um zu scheitern», erachtet wurden. Aktuell rettet die US-Regierung alle Institutionen, die «zu verwickelt sind, um zu scheitern» ? das heisst, dass ihre Tentakeln zu weit ins gesamte Finanzsystem hineinreichen. Interessantes Konzept ? aber wie wendet man es an? Warum sollte die Notenbank eine Investmentbank retten (Bear Stearns) und die andere Pleite gehen lassen (Lehman Brothers)? Sollte die Notenbank General Motors retten, falls der Konzern vor einem Bankrott steht? Und wann sollte sie Nein sagen?
Wie sollen die Finanzmärkte am Ende der ersten Amtsperiode 2013 aussehen?
Seit der Reagan-Administration war die Beantwortung dieser Frage kinderleicht: Der Markt reguliert sich selbst, war die Doktrin. Doch das trifft nicht mehr zu. Unzureichende Kontrollmechanismen begünstigten undisziplinierte Hypothekenausgabe und riskante finanzielle Entscheidungen. Nun, da die Regierung interveniert hat, welche Rolle sollte sie künftig spielen? Sollte eine neue Behörde geschaffen werden, die die Finanzmärkte beaufsichtigt? Falls diese Aufgabe der Notenbank zufällt, wird sie weiter politisiert? Und falls nicht, werden bürokratische Revierkämpfe entstehen, welche die Effektivität der neuen Behörde einschränken?