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Wie überall im Wallis waren auch im Brigerberg die Wasserleiten (Suonen) von lebensnotwendiger Bedeutung. Nur dank dem Wasser, das sie auf die Wiesen brachten, konnte eine regelmässige Graswirtschaft betrieben werden. Bereits Ende des 14. Jahrhunderts sind alle wichtigen Wasserleitungen vom Brigerberg urkundlich erwähnt.
Das Wasser für den Brigerberg kam vom Steinental (Gibjeri, Hasleri-Niwwa), vom Schiessbach (Bärgwasser, Eischterli) und vom Ganterbach (Riederi, Breieri). Allein die grossen Zufuhrwasserleitungen vom Brigerberg hatten eine Länge von mehr als 50 Kilometern. «D Alt Schweiba», eine Wasserleite aus dem hinteren Steinental, musste um 1500 herum aufgegeben werden, weil der vordringende Steinengletscher ihre Wasserfassung überdeckte.
Durch den Bau des Simplontunnels versiegten viele Quellen. Darum wurde 1902 «d Niw Wasserleita» vom Steinental in den Brigerberg gebaut. 1935/36 liessen die Gemeinden Ried-Brig und Termen vom Gantertal in den Riederwald einen Wässerwasserstollen bauen. Seither ist von den alten grossen Wasserleiten nur noch "ds Bärgwasser" in Betrieb.