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Kirsten Reinhardt wurde 1977 in einem kleinen Ort in der Lüneburger Heide geboren. Später zog sie nach Yokohama, studierte in Ruhe an der LMU München und an der Berliner-Journalisten-Schule und schrieb eine Kolumne in der taz. Ihr Debut "Fennymores Reise oder wie man Dackel im Salzmantel macht" wurde 2009 als noch unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenbuger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und in fünf Sprachen übersetzt. Kirsten Reinhardt liest gern Comics und hat noch nie einen Hund gegessen. Sie lebt in Berlin.
Der alte Graf Eberhart von Eberharthausen hat sich in einem stillgelegten Bahnhof sein Leben eingerichtet. Jeder Tag ist strikt durchgeplant: Das beginnt um 7.30 mit dem Staub-Beobachten im Bett, geht über die Zehengymnastik um 10.00 bis zum Abendgespräch mit seinem Hund Schmitt um 22.00. Als plötzlich Eli, ein kleines, schmutziges Mädchen, im Leben des Grafen auftaucht, bringt das seinen Zeitplan ziemlich durcheinander. Eli interessiert sich für die Sammlung des Grafen: Sie besteht aus gekauten Kaugummis all der Menschen, die in seinem langen Leben – gute oder schlechte – Spuren hinterlassen haben. Und zu jedem Kaugummi weiss der Graf eine manchmal höchst absonderliche Geschichte zu erzählen. Gemeinsam schaffen es die zwei unterschiedlichen Freunde, den alten Bahnhof vor dem Abriss zu bewahren und wenigstens einige Wunden aus der Vergangenheit zu heilen.