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Geschichte der GHGZ von 1925 bis heute
1925-1950
Früher als in anderen schweizerischen Städten kamen Mitglieder der Schweizerischen Heraldischen Gesellschaft in den 20iger Jahren auf die Idee, eine lokale, zürcherische Vereinigung zu gründen, in der Geselligkeit und Weiterbildung im Vordergrund stehen sollten. So verfassten 7 namhafte Mitglieder am 12.11.1925 ein erstes Rundschreiben. Sie suchten eine Plattform, auf der Projekte bekannt gemacht, geplante Veröffentlichungen dargelegt oder Gedanken und Wissen im Kreise Gleichgesinnter ausgetauscht werden konnten. Man distanzierte sich auch von sogenannten „Stammbaumfabrikanten“ oder eifrigen Wappenschwindlern, denen die damalige Konjunktur auch entgegen kam. Zur selben Zeit hat auch die Zürcher Gemeindewappenkommission ihre Arbeit aufgenommen und auch diese Leute waren in den Kreisen der Familienforscher keine Unbekannten.
So konnte Prof. Dr. Friedrich Hegi am 5. Dezember 1925 im Zunfthaus zur Schmieden 20 Personen begrüssen. Daraus entwickelte sich eine Vereinigung ohne Statuten und ohne Protokolle. Mit der Monatszeitschrift „Zürcher-Chronik“ hatten die Mitglieder ein ordentliches Sprachrohr erhalten und 1934 konnte mit der Zentralbibliothek ein Zusammenarbeitsvertrag geschlossen werden. Nun musste ein Vorstand bestellt und ein neuer Name gefunden werden: Freie Vereinigung zürcherischer Heraldiker und Genealogen. Seither ist die Gesellschaftsgeschichte gut dokumentiert, zu nennen sind insbesondere die wunderbaren Besucherbücher, die als wahre Kunstschätze das Gesellschaftsarchiv bereichern und heute noch geführt werden.
1933 wurde in Bern die Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung gegründet, zu der bald – aber zögernd – Beziehungen zustande kamen. Aber erst 1946 wurde die GHGZ eine Sektion der SGFF. 1944 wurde sogar ein Verband von Berufsgenealogen gegründet wobei die Zürcher Mitglieder daran einen wesentlich Anteil hatten. Mit der Herausgabe der Zürcher Wappenrolle, bei der Bereinigung der Zürcher Zunftwappentafeln oder bei der Durchführung von Volkshochschulkursen, immer waren Mitglieder unserer Gesellschaft aktiv dabei.
1950-1975
1953 wurde abermals der Name zu „Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Zürich“ geändert. Dieser Name ist bis heute geblieben. Inwischen wurde der Brauch eingeführt, sich am Namenstag von Felix und Regula zu einem Vortrag und anschiessendem Nachtessen zu treffen. Zusammen mit den 6 Vorträgen und dem Frühjahrsausflug waren alle mit dem ruhigen Gesellschaftsleben zufrieden. Der Mitgliederbestand wuchs durch vermehrte Publizität in den zürcherischen Tageszeitungen von 50 auf 100.
1975-2000
Im Jahre 1978 realisierte man die Idee, einen monatlichen Stammtisch zu gründen. Anfänglich lebhaft besucht hat sich diese Institution Ende der Neunziger Jahre von selbst wieder aufgelöst.
Immer wieder war die GHGZ auch Veranstalterin von genealogischen Grundkursen. Diese wurden jeweils von 20 bis 80 Personen besucht und fanden stets ein reges Interesse. Seit einigen Jahren finden auch regelmässige genealogische oder kulturhistorische Auslandreisen statt. Meistens geht es per Autobus oder Flugzeug in eine interessante Gegend, die früher Schweizer als Ziel ihrer Auswanderung gewählt haben. Dass es jeweils eine Warteliste gibt, zeigt das grosse Interesse an diesen interessanten wie gesellschaftlich lebhaften Reisen.
Anlässlich des 75. Geburtstages der GHGZ im Jahr 2000 durfte unsere Gesellschaft den 52. Deutscher Genealogentag in Zürich durchführen. Das beschäftige die Organisatoren und die Helfer über Jahre und Monate, doch die vier Tage werden für viele unvergesslich bleiben. Eine Ausstellung über die zürcherische Auswanderung nach Deutschland – und die erst kürzlich erschienene Broschüre dazu – erweiterten vielen Familienforschern den Blickwinkel für die Wanderungsgeschichte. Aber auch die Festschrift „Ahnenliste“, welche die Mitglieder selbst geschrieben und aufgelegt haben, fand weit herum Anklang. Die Mitglieder konnten ihre 63 Ahnen, also die ersten sechs Generation in Listenform publizieren. So entstand ein Werk mit über 5000 Personen aus den letzten 300 Jahren. Erst durch diese Arbeit wurden viele Verwandtschaften unter den Mitgliedern offenbar und neue Banden konnten geschaffen werden.
Die Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Zürich gibt zur Zeit 250 Familienforscherinnen und -Forschern, Wappenliebhabern und an Geschichte und Kultur interessierten Mitgliedern ein viel beachtetes Forum, wo unter Gleichgesinnten dem eigenen Hobby nachgegangen werden kann. Gedanken- und Datenaustausch sind dabei ebenso wichtig wie die gesellschaftlichen Aspekte.