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Die Geldpolitik und die realen Wachstumsfaktoren
Ulrich Kohli, Direktor der Schweizerischen Nationalbank
Symposium «Wachstumspolitik und Innovation der Schweiz», Bern, 05.06.2003
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Die Geldpolitik kann einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlstand leisten, indem sie für die Stabilität der Preise und das reibungslose Funktionieren des Zahlungsverkehrs sorgt und vor allem der Wirtschaft ermöglicht, ihr volles Potenzial zu erreichen. Man kann hingegen nicht erwarten, die Geldpolitik könne das Wachstumspotenzial der Wirtschaft erhöhen. Die Geldpolitik hat effektiv langfristig kaum Einfluss auf die realen Variablen, und es sind gerade reale Faktoren, die das Wirtschaftswachstum vorwiegend bestimmen.
Die Schweiz hat in den letzten zwei Jahrzehnten in Sachen Wachstum eine enttäuschende Leistung erbracht, obwohl die BIP-Zahlen aufgrund der sich verbessernden "Terms of Trade" diese Leistung tendenziell unterschätzen. Eine Politik, die das Wachstum wieder in Gang bringen soll, muss sich auf reale Faktoren stützen. Sie muss alle Anstrengungen unternehmen, um die optimale Arbeitsleistung bereitzustellen, Investitionen und Kapitalakkumulation zu fördern, die Gewinne aus dem internationalen Handel maximal zu verwerten, den technologischen Fortschritt zu stimulieren und dafür zu sorgen, dass die attraktiven Rahmenbedingungen erhalten bleiben.