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Heute Samstag, 27. Februar 2016 wurde im Gotthard Basisitunnel eine der grossen Rettungsübungen durchgeführt.
Diese Übung war vom Szenario her als Evakuierungsübung angelegt.
Ein Personenzug war ca 8 km vor der Tunnelausfahrt in Bodio wegen eines Defekts stehen geblieben.
Vorschriftsgemäss startete der Lösch- und Rettungszug (LRZ) in Biasca, um den stecken gebliebenen Personenzug aus dem Tunnel zu schleppen.
Beim Eintreffen des LRZ beim Pannenzug wurde sofort festgestellt, dass ein Herausziehen des Zuges nicht möglich war, da dessen Bremsen blockierten.
Vorschriftsgemäss wurde nun umgehend die Evakuierung des Zuges angeordnet.
Das Reglement sieht in einem solchen Fall vor, dass der nächste Personenzug in einem Bahnhof vor dem GBT angehalten und geräumt wird. Dieser Zug dient nun zur Evakuierung der Passagiere des Pannenzuges.
Ist dieser in der Parallellröhre vor Ort eingetroffen, werden die Passagiere durch das Zugspersonal und die Mannschaft des LRZ aus dem Pannenzug über den nächsten Querschlag in den Evakuierungszug geführt. Gemäss Vorschrift muss dieser Vorgang innert 90 Minuten nach Alarmierung abgeschlossen sein.
Im Übungsszenario fuhr dieser Zug nun in die parallele Röhre des Tunnels ein. Da keine Gefahrensituation bestand, entschied die Führung des LRZ im aktuellen Fall, dass der Pannenzug Wagen für Wagen evakuiert wird. Aus diesem Grunde wurde zwar die Limite von 90-Minuten um etwa 10 Minuten überschritten, aber dafür konnte auf den Gehwegen in den Tunnelröhren jegliches Gedränge vermieden werden.
Übungsleiter Daniel Schlup war denn auch mit dem Ergebnis vollauf zufrieden. Er erklärte anlässlich der Presseinformation: "Meine Erwartungen wurden vollauf erfüllt, ja sogar übertroffen. Die 401 Passagiere des Pannenzuges wurden ohne Probleme innert 100 Minuten aus dem Tunnel evakuiert."
Um halb Zwei erreichte der Evakuierungszug den Bahnhof Altdorf, wo die "Zugspassagiere" in einer grossen Halle in der Nähe des Bahnhofs ihre Mittagsverpflegung erhielten, bevor sie ein Extrazug wieder auf den Heimweg brachte.
Diese fanden sich sehr schnell zu "Essensgruppen" zusammen.
Etwas später brachte er die Figuranten zu ihren Anschlusszügen im Norden.
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