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Wie viel Nouvel steckt in der Philharmonie de Paris?
Pritzkerpreisträger Jean Nouvel klagt gegen „seine“ Philharmonie de Paris beziehungsweise gegen deren Auftraggeber. 26 Elemente sollen modifiziert werden. Bis dahin will der Stararchitekt die Verwendung seines Namens und seines Bilds in Verbindung mit dem Bauwerk verbieten.
„Pfusch und Sabotage“ nannte Stararchitekt Jean Nouvel die Verwirklichung seines Entwurfs der Philharmonie de Paris im Parc de la Villette. Der Eröffnung im Januar blieb er demonstrativ fern. Und jetzt klagt er sogar gegen sein Werk respektive dessen Auftraggeber, wie die NZZ schreibt. Er will, dass 26 Elemente des Musik-Komplexes modifiziert werden: Foyers, Brüstungen, die Abdeckung der Reflektoren im Konzertsaal, Teile der Fassade sowie der Promenade, die im Freien bis aufs Dach hinaufführt. Bis dahin will er die Verwendung seines Namens und seines Bildes im Zusammenhang mit der Baute verbieten.
Tatsächlich wirkt die Philharmonie bis heute unvollendet. Man fragt sich: Was stammt von Nouvel und was nicht? Denn der Architekt und seine Mitarbeiter waren im Herbst 2013 von der Baustelle verwiesen worden. Seitdem trafen Bauherr und Generalunternehmer die meisten Entscheidungen. Wie die NZZ schreibt, hiess es unter der Hand, dass Nouvel für die Kostenexplosion – am Ende sollen es laut verschiedenen Medien 381 Millionen Euro gewesen sein – und die erhebliche Verspätung bei den Bauarbeiten verantwortlich gewesen sei, weil er nicht in der Lage war, umsetzbare Baupläne für seine komplexen Entwürfe zu liefern. Nouvel selbst wehrt sich gegen diese Vorwürfe. Aber statt Schadenersatz verlangt er die Vollendung seines Baus. Das Urteil erfolgt laut NZZ am 16. April. (pd/mt)