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Ziel 1 Die Rechte von Kindern und Jugendlichen in prekären Situationen werden respektiert und erlauben den Kindern, ihre Zukunftsperspektive zu verbessern.
Ostafrika: Unterstützung für Kinder entlang Migrationsrouten
Kinder, die in Ostafrika auf der Flucht sind, kommen hauptsächlich aus Äthiopien, Somalia und Eritrea. Die verfügbaren Zahlen dazu zeigen einen Anstieg von Kindern auf der Flucht – und auch unbegleiteten Kindern innerhalb der Region.
Entlang der ostafrikanischen Migrationsroute bis nach Ägypten oder Libyen (und möglicherweise nach Europa) implementieren wir eine zehnjähriges regionales Projekt in Äthiopien, im Sudan und in Ägypten. Damit verfolgen wir zwei Hauptziele:
- Erstens wollen wir sicherstellen, dass Kinder auf der Flucht schnellstmöglichen Zugang zu Unterkunft, Schutz und Gesundheitsdiensten haben.
- Zweitens unterstützen wir die Länder entlang der ostafrikanischen Migrationsrouten darin, mit den Auswirkungen der Situation, vor allem im Bezug auf Kinder, umzugehen.
Das Projekt zielt darauf ab, gefährdete Kinder und Jugendliche auf der Flucht mit Hilfe zu unterstützen. Besondere Aufmerksamkeit wird denjenigen Personen gewidmet, die am stärksten von Missbrauch und Ausbeutung gefährdet sind: Mädchen und junge Frauen, unbegleitete und getrennte Kinder, Minderjährige, die auf der Strasse leben oder arbeiten, von Menschenhandel bedrohte Kinder und Jugendliche, sowie jüngere Kinder und Babys, die mit Familien reisen.
Menschen lebten 2019 weltweit ausserhalb ihres Geburtslandes. Im letzten Jahrzehnt hat die Migration dramatisch zugenommen und die politischen Rahmenbedingungen der globalen Mobilität hat sich rasch verändert.
Herausforderungen für Kinder und Jugendliche auf der Flucht
Was auch immer der Grund für ihre Flucht ist, Kinder – insbesondere diejenigen, die allein unterwegs sind – sind äusserst anfällig für eine Vielzahl von Risiken, darunter körperliche und sexuelle Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch. Oft fehlen ihnen jegliche Mittel, um sich zu schützen, ihre Grundbedürfnisse zu decken und ihre Würde zu wahren.
Eine Reihe sozialer, physischer, organisatorischer und rechtlicher Barrieren verhindern zudem oftmals, dass Kinder und Jugendliche auf der Flucht die Hilfe erhalten, die sie dringend benötigen würden. In vielen ostafrikanischen Ländern berücksichtigt die Gesetzgebung die besondere Verletzlichkeit von Kindern auf der Flucht nicht und bietet ihnen keinen richtigen Schutz.
Studien, die im Rahmen unserer Projekte durchgeführt wurden, zeigen, dass Kinder auf der Flucht und oftmals auch unbegleitete Kinder sich hauptsächlich in städtischen Zentren aufhalten und sie gerade bei Grenzübergängen besonders hohen Risiken ausgesetzt sind.
Kinder auf der Flucht sind – wie alle anderen Kinder – von der UN-Kinderrechtskonvention geschützt. Diese gilt auch für Kinder, die aus einem anderen Land stammen
Äthiopien
Gezielte Hilfe entlang bestehender Migrationsrouten
Im Rahmen des Projekts dienen beispielsweise Gemeinde-Service-Zentren als statische sichere Räume in Äthiopien, Ägypten und im Sudan, in denen geflüchtete Kinder Zugang zu relevanten Informationen, Schutzdiensten und Soforthilfe erhalten – einschliesslich Unterstützung bei der Registrierung im Land, Rechtshilfe und Überweisung an Unterkünfte und Gesundheitsexperten.
Darüber hinaus wollen wir ein Regionen übergreifendes Netzwerk von vernetzten Diensten und Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche entlang häufig genutzter Routen und Orte aufbauen, das insbesondere die grossen städtischen Zentren – Addis Abeba, Khartum und den Grossraum Kairo – sowie strategische Punkte entlang der Migrationsrouten verbindet, wo die Verwundbarkeit von Kindern und Jugendlichen, die unterwegs sind, extrem hoch sein kann.