Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/126748

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bund soll unverzüglich seine Unterstützung für die regionale Förderung der Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (Appellation d'origine contrôlée, AOC) verstärken, und zwar gemäss der 50/50-Regel. Dazu soll er im Agrarbudget den für die Absatzförderung bestimmten Budgetanteil erhöhen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat in seiner Antwort auf die Motion Favre Laurent 12.3314, "Verstärkte Förderung von Schweizer Wein mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung", dargelegt, dass die Bundesmittel für die Absatzförderung in erster Linie der Positionierung von Schweizer Produkten gegenüber der ausländischen Konkurrenz dienen sollen. </p><p>Heute werden deshalb die nationalen Vorhaben mit bis zu 50 Prozent der anrechenbaren Kosten unterstützt, regionale Teilprojekte der Hauptanbaugebiete hingegen mit einem reduzierten Ansatz von höchstens 25 Prozent der Kosten. Der Wettbewerb um Marktanteile im Inland muss hauptsächlich Sache der Privatwirtschaft oder allenfalls der Kantone und Regionen bleiben. Der Bundesrat erachtet es als nicht sinnvoll, bei Finanzhilfen systematisch auf eine Unterscheidung zwischen nationalen und regionalen Teilprojekten zu verzichten. Es wäre zudem auch nicht angebracht, den internen Kampf um Marktanteile mit Bundesgeldern zu fördern und die Kohäsion der Branchen infrage zu stellen.</p><p>Der Bundesrat ist jedoch bereit, die Förderung von Ursprungsbezeichnungen der Weinwirtschaft, die in eine nationale Image-Kampagne zugunsten von Schweizer Wein eingebettet ist, im Rahmen der nächsten Revision der Absatzförderungsverordnung, welche auf 2014 in Kraft treten soll, zu prüfen.</p><p>Gemäss dem Bericht "Das Weinjahr 2011", der vom Bundesamt für Landwirtschaft publiziert wurde, trifft der rückläufige Gesamtweinkonsum hauptsächlich die Schweizer Weine mit einer Verminderung von 28 002 Hektolitern bei den Rotweinen und 20 145 Hektolitern bei den Weissweinen. Das zeigt, dass die Kräfte in der Absatzförderung für Schweizer Wein nicht zersplittert, sondern gegenüber dem Importwein noch mehr gebündelt werden müssen.</p><p>Der Bundesrat macht darauf aufmerksam, dass auch bei anderen Produkten ein Wettbewerb zwischen den verschiedenen Herkunftsregionen besteht. Eine Sonderregelung beim Wein könnte auch zu entsprechenden Begehrlichkeiten in anderen Branchen führen, beispielsweise bei Käsen mit Ursprungsbezeichnung oder bei Gemüse aus den entsprechenden Hauptanbaugebieten. Damit könnte die Absatzförderung nicht nur beim Wein, sondern insgesamt empfindlich geschwächt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.