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“Ectasy of Happiness” – Arien von Händel und Bernstein
Samuel Mariño, Sopran – Jörg Halubek, Klavier
Der Netzwerkabend findet am Donnerstag, 27. Januar von 19.00 ca. – 21.00 Uhr voraussichtlich im
Hotel Trois Rois statt.
Teilnahme an der Abendveranstaltung zzgl. 60 CHF
Die einzigartige, glänzende, vibrierende, perlend-lebhafte Stimme des venezolanischen Soprans Samuel Mariño in Kombination mit seinen profunden musikalischen Kenntnissen ermöglichen es ihm, sich mit dem anspruchsvollsten klassischen Vokalrepertoire auseinanderzusetzen.
Samuel, Jahrgang 1993, hat seinen musikalischen Werdegang zunächst mit Klavier-und Gesangsstudium in Caracas begonnen, ergänzt durch Ballettunterricht an der Nationalen Tanzschule von Venezuela. Seine ersten Opernerfahrungen machte er mit der Camerata Barroca in Caracas sowie unter der Leitung von u.a. Gustavo Dudamel, Helmut Rilling und Theodore Kuchar. Dort entfaltete sich seine Leidenschaft für das Barockrepertoire, was ihn dazu brachte sein Studium am Pariser Conservatoire fortzusetzen. Er wird gegenwärtig von seiner Mentorin, der berühmten Sopranistin Barbara Bonney, eng betreut und ist Stipendiat des Rotary Clubs Salzburg. Trotz seines jungen Alters hat sich Samuel Mariño schon mit einigen der imposantesten Rollen der Barock- und klassischen Opern sowie Oratorien auseinandergesetzt, mit Werken von Monteverdi, Händel, Porpora, Vivaldi, Hasse, Mozart und Salieri.
In der Saison 2018/19 sang er Aufführungen der h-Moll Messe von J.S. Bachin Budapest; Händels La Resurrezione (Angelo) in Giessen; Glucks Antigono (Demetrio) in Bayreuth;Cimarosas Gli Orazi e i Curazi (Curazio) in Rheinsberg; Agnesis Il Re Pastore in Kattowitz. Dazu kommen Galakonzerte in Halle in der Rolle des Cherubino, aber auch der Maria aus West Side Story sowie Fiorilla aus Il Turco in Italia. Seine Vielseitigkeit und seine breite Stimmpalette haben dem Sopranisten auch Zugang zu Rollen des Belcanto-Repertoires gegeben, wie z.B. der des Oscar (Verdi: Un Ballo in Maschera), des Romeo (Bellini : I Capuleti ed I Montecchi) sowie des Arsace (Rossini : Aureliano in Palmira).Während der Saison 2017/18 erhielt Samuel Mariño den Preis der Interpretation bei dem Internationalen Gesangswettbewerb der Oper von Marseille sowie den Publikumspreis des Wettbewerbs Neue Stimmen. Kurz darauf, 2018, gab er sein Bühnendebüt anlässlich des Händelfestivals in Halle, wo er mit großem Erfolg die Rolle des Alessandro in Berenice sang und vom Magazin Opernwelt zweimal als Nachwuchssänger des Jahres nominiert wurde. Aufgrund seiner Leidenschaft für die Neuentdeckung von wenig bekannter Musik und für die innovative Wiederbelebung der damaligen Aufführungspraxis gründete Samuel 2019 das Ensemble TESEO mit dem Ziel, in Vergessenheit geratene Techniken und Werke des Barocks auf heutige Opern- und Konzertbühnen zu bringen.
Jörg Halubek ist einer der vielversprechenden Spezialisten für Alte Musik, als Dirigent, Cembalist und Organist. In der kommenden Spielzeit gibt er sein Debut beim Freiburger Barockorchester mit Händels „Saul“. Weitere Highlights sind der vorläufige Abschluss der seit 2012 bestehenden regelmäßigen Kassler Engagements mit Händels „Alcina“ und der vierte Teil des mit seinem Barockorchester Il Gusto Barocco 2017 begonnenen Mannheimer Monteverdi-Zyklus mit „L´Orfeo“. Auch findet die letztes Jahr mit il Gusto Barocco initiierte neue Stuttgarter Musikreihe dieses Jahr ihre Fortsetzung. Dort führt Jörg Halubek neben der Erschließung neuen Repertoires die Erprobung neuer Konzertformate mit Installationen und digitalen Formaten fort.
2020 leitete er mit Händels „Acis und Galatea“ die erste ukrainische Händelinszenierung überhaupt im Rahmen der Barockoper-Plattform Open Opera Ukraine. Bei der Bachwoche Ansbach 2019 war er mit Il Gusto Barocco als Festspielorchester geladen und erfuhr große Beachtung. Er dirigierte in den letzten Jahren u.a. an der Komischen Oper Berlin, am Nationaltheater Mannheim, am Staatstheater Kassel, bei den Händel-Festspielen Halle, bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, am Opernhaus Wuppertal und in der Liederhalle Stuttgart. Dabei arbeitete er u.a. mit den Regisseuren Harry Kupfer, Calixto Bieito, Lorenzo Fioroni, Markus Bothe, Stephan Müller und Jochen Biganzoli zusammen.
Als Dirigent gilt Jörg Halubeks Interesse besonders der dramatischen Aktualität der alten Stoffe. Daher ist es ihm ein Anliegen in die Zusammenarbeit mit Regisseuren zu investieren und Flexibilität für dramatisches Konzept mitzubringen. Die Werke aus dem Geist ihrer Entstehung zu begreifen, bildet für ihn die Basis, die Freiheiten der Alten Musik interpretatorisch für neue Lesarten auszuschöpfen – musikalisch als auch szenisch.
Im März veröffentlicht er mit Il Gusto Barocco Bachs Brandenburgische Konzerte (Berlin Classics), zur Mitte des Jahres folgt „Cleofida“, eine Bearbeitung von Händels „Poro“ durch Georg Philipp Telemann (SWR 2/cpo). Zuletzt erschienen die erfolgreichen Einspielungen von Claudio Monteverdis „Marienvesper“ (SWR 2/cpo) 2020, Johann David Heinichens „Flavio“ (Ersteinspielung SWR 2/cpo) 2019 und Giuseppe Antonio Brescianellos „Tisbe“ (SWR 2/cpo) 2015.
Neben seiner Tätigkeit als Dirigent ist Jörg Halubek seit dem Gewinn des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig 2004 als Cembalist und Organist im In- und Ausland tätig. Seine Expertise im Umgang mit Alter Musik belegen die preisgekrönten Einspielungen von Werken für Tasteninstrumente und Violine Johann Sebastian Bachs (2016) und Carl Philipp Emanuel Bachs (2014) mit der Barockgeigerin Leila Schayegh.
2019 startete er sein multimedial angelegtes Projekt „Bach Organ Landscapes“, eine Gesamteinspielung der Orgelwerke Bachs an Originalinstrumenten mit online zugänglichem Zusatzmaterial. Letztes Jahr veröffentlichte er die ersten beiden Alben bei Berlin Classics. Im Orgeljahr 2021 folgen zwei weitere Doppelalben, die Bachs Auseinandersetzung mit der norddeutschen Orgellandschaft in den Fokus nehmen.
Der Professor für Historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule Stuttgart studierte Kirchenmusik, Orgel und Cembalo in Stuttgart und Freiburg bei Jon Laukvik und Robert Hill. An der Schola Cantorum Basiliensis spezialisierte er sich bei Jesper Christensen und Andrea Marcon auf die historische Aufführungspraxis.