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Dieses Lied können sie auch auf youtube unter: https://youtu.be/03JcRDVpWP4 hören. (Einfach die URL kopieren und bei youtube eingeben)
Peter Voellmy ist nicht nur Bänkelsänger. Er ist auch Geschichtenerzähler und bietet dadurch einen aktuellen Mix, der sein Publikum staunen lässt.
Er vergleicht die Auswanderungen aus der Schweiz im 19. Jahrhundert mit den heutigen Auswanderern aus Afrika und stellt fest, dass alle Menschen nach einem besseren Leben suchen, wenn sie zu Hause keine Zukunft mehr haben. Das Lied „Nun ist die Zeit und Stunde da“ erzählt von einer Familie, die den weiten Weg nach Amerika unternimmt um dort ein besseres Leben zu finden.
1816 Das Jahr ohne Sommer
Als das Jahr ohne Sommer wird das ungewöhnlich kalte Jahr 1816 bezeichnet.
In Mitteleuropa kam es zu schweren Unwettern. Zahlreiche Flüsse (unter anderem der Rhein) traten über die Ufer. In der Schweiz schneite es jeden Monat mindestens einmal bis auf 800 m Meereshöhe und am 2. und 30. Juli bis in tiefe Lagen. Durch die geringere Schneeschmelze im Vorjahr und die angesammelten zusätzlichen Schneefälle, zum Beispiel in den Alpen, führte die Schneeschmelze örtlich zu katastrophalen Überschwemmungen. Die Folge der niedrigen Temperaturen und anhaltenden Regenfälle in Teilen Europas waren katastrophale Missernten. Hungersnöte brachen aus. Es fehlte an allen Ecken und Enden an Essbarem. Was auf den Feldern nicht der Bodenfrost zunichtemachte, verfaulte wegen des Regens oder wurde vom Hochwasser weggespült. Die Deutschschweiz litt unter Hunger und mit ihr halb Europa.
„In der Not fressen die Menschen die «eckelhaftesten Speisen», berichtet der Ostschweizer Chronist Ruprecht Zollikofer: Gedörrte Kartoffelschalen, Brei aus Knochenmehl oder zerriebenem Heu, Brot aus Kohlrabi – und Hunde und Katzen. Die Menschen sehen keinen Ausweg mehr. Ihre grosse und letzte Hoffnung ist die Reise nach Amerika.