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vom Glockenturm
ausgedehnte Rundsicht. Am Auffahrtstag findet eine grosse Prozession statt. In der Umgebung viele und schöne Bauernhöfe.
Hauptbeschäftigung der Bewohner sind Rindvieh- und Schweinezucht; daneben Obstbau und Bienenzucht. Sechs zum Teil aus den
letztvergangenen Jahren datierende Käsereien, 2
Sägen, eine mechanische Schreinerei, eine Röhrenfabrik, 2 Ziegeleien,
eine Knochenmühle. Hausindustrien sind Rosshaarfabrikation und Strohflechterei. Armenhaus.
Spar- und Leihkasse. Trinkwasserversorgung
mit Hydrantennetz. Um Grosswangen stehen die grössten
Eichen im Kanton.
Bei
Roth römische Ruinen, in
Innerdorf Alemannengräber. 850: Wanga; 1173:
Wangen. Die Pfarrkirche stand zuerst in
Roth; Grosswangen
selbst erhielt erst nach dem Uebergang der
HerrschaftWangen an die jüngere Linie der Edeln von
Wolhusen
im 13. Jahrhundert eine eigene Kirche und wurde damit zugleich zur Kirchgemeinde. Die Burg
Wolhusen ging 1264 an Walther I.
über, der zu gleicher Zeit auch Eigentümer des im
Oberdorf stehenden
SchlossesWangen ward. Zu Beginn
des 15. Jahrhunderts kam die
HerrschaftWangen an das reiche
Luzerner Edelgeschlecht derer von Lütishofen, und später ging
das Dorf durch Vergabung an das Stift
Beromünster über. 1519 starben in Grosswangen 167 Personen an der Pest. Das Dorf wird
heute allgemein einfach
Wangen geheissen. Betr. Etymologie s. den Art.
Wangen.
Bellinzona-Lugano-Chiasso der Gotthardbahn gelegenen Dorf Bruzella (593 m) aus führt eine bequeme Fahrstrasse in ö. Richtung
ins Val della Grotta hinein und erreicht nach einer Strecke von 4 km die 10 Minuten von der Landesgrenze gegen Italien entfernte
Alpe Grotta (635 m), wo das ganze Jahr hindurch Vieh gehalten und Butter und kleine Weichkäse (sog.
Robbioli) fabriziert werden.
Das bis hierher sanft ansteigende Thal wird plötzlich sehr steil und verzweigt sich nach oben
in eine Reihe von kleinen Aesten, die sämtlich auf italienischen Boden hinübergreifen: das Val di Rema mit den zum Sasso Gordona
(1409 m) im N. und Monte di Binà (1279 m) im O. hinauf greifenden kleinen Seitenarmen von Gordona und
Quaglio, das zum Poncione della Costa (1253 m) aufsteigende kleine Thal von Segrè und das gegen den Monte Bisbino (1325 m)
sich ziehende Thal von Lovasa.
Das Val della Grotta ist stark bewaldet und hat mehrere Alpweiden sowie
ein ganzes Netz von Fusswegen, die über verschiedene Pässe zum Comersee hinüber führen.