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Wie entstehen Seifenblasen?
Winzige Seifenteilchen verbiegen die Wasseroberfläche zu einer kugelförmigen Seifenblase und stabilisieren sie.
Seifenblasen faszinieren Kinder und Erwachsene gleichermassen: zarte Kugeln, die durch die Luft schweben und nach einer Weile unweigerlich wieder zu einem Wassertröpfchen zerplatzen.
Wegen ihrer Leichtigkeit und Formbarkeit sind Seifenblasen auch als Kunstmaterial sehr beliebt und werden zum Beispiel zu meterlangen schwebenden Schlangen gezogen oder zu kuriosen Konstruktionen miteinander verbunden.
Seifenteilchen stabilisieren die Seifenblase
Seifenblasen können entstehen, weil Seifenteilchen einen wasserlöslichen Teil haben, der lieber im Wasser ist, und einen Fettteil, der sich schlecht mit Wasserteilchen mischt und deshalb lieber aus dem Wasser herausragt. Dies ist natürlich vor allem an der Wasseroberfläche möglich, und so sammeln sich die meisten Seifenteilchen dort. Es bildet sich eine Schicht von gleich ausgerichteten Seifenteilchen, die mit ihrem wasserlöslichen Teil im Wasser schwimmen und ihren Fett-"Schwanz" in die Luft halten. Bläst man nun Luft auf die Wasseroberfläche, entsteht ein dünner, gebogener Wasserfilm.
Auf beiden Seiten des Wasserfilms – also auf der äusseren und der inneren Seite der entstehenden Seifenblase – befindet sich eine Schicht Seifenteilchen. Die regelmässige Anordnung der Seifenteilchen stabilisiert die Seifenblase.
Infobox
Seifenblasenrezept: Das brauchst du
- Flüssigseife oder Geschirrspülmittel
- Wasser
- Zucker
- Fischkleister
- Glycerin (bekommt man in der Apotheke)
Wieso platzen Seifenblasen?
Leider haben Seifenblasen ein kurzes Leben; kaum sind sie ein Stück weit geschwebt, platzen sie auch schon wieder. Aber wieso?
Der Grund ist die Schwerkraft. Gäbe es sie nicht, würde eine Seifenblase viel länger bestehen bleiben. Die Schwerkraft bewirkt nämlich, dass das Wasser in der Seifenblase nach unten fliesst. Die Blasenoberseite wird deshalb immer dünner. Ausserdem verdunstet das Wasser in der Seifenblase.
Irgendwann treffen die wasserlöslichen Teile der Seifenteilchen aufeinander. Der wasserlösliche Teil der Seifenteilchen ist negativ geladen. Und weil gleichgeladene Teilchen sich abstossen (man nennt das elektrostatische Abstossung), bringt das die Blase zum Platzen.