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Der Tod ist gewiss, die Stunde nicht.
Vielen Menschen ist es wichtig zu wissen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod geschieht. Wir helfen Ihnen, die Nachlassplanung erfolgreich anzugehen. Sollte es bei einer Erbschaft zu Meinungsverschiedenheiten oder Auseinandersetzungen kommen, können Sie sich ebenfalls auf unsere Unterstützung verlassen.
Beim Tod einer Person geht deren Vermögen mit allen Aktiven (Guthaben) und Passiven (Schulden) auf die Erben über. Das Erbrecht regelt diese Vermögensnachfolge. Unternimmt der Erblasser nichts, das heisst er hat keine letztwillige Verfügung (Testament oder Erbvertrag) hinterlassen, gilt die gesetzliche Erbfolge. Von dieser kann der Erblasser zwar abweichen, doch sind ihm gewisse Grenzen durch das Pflichtteilsrecht gesetzt.
Sofern der Erblasser kein(en) Testament/Erbvertrag hinterlassen hat, gilt folgende Regelung:
- Nachkommen: In erster Linie erben die direkten Nachkommen des Erblassers zu gleichen Teilen.
- Eltern: Sind keine Nachkommen vorhanden, erben die Eltern des Erblassers (bzw. deren Nachkommen) zu gleichen Teilen.
- Grosseltern: Sind weder Nachkommen noch Verwandte des elterlichen Stammes vorhanden, erben die Grosseltern (bzw. deren Nachkommen).
- Ehegatte: Der überlebende Ehegatte des Erblassers erbt neben den Bluts- und Adoptivverwandten. Sein gesetzlicher Erbteil beträgt:
– Wenn er mit direkten Nachkommen zu teilen hat, die Hälfte der Erbschaft.
– Wenn er mit Erben des elterlichen Stammes zu teilen hat, drei Viertel des Nachlasses.
– Wenn auch keine Erben des elterlichen Stammes vorhanden sind, die ganze Erbschaft.
- Gemeinwesen: Hinterlässt der Erblasser keine der vorgenannten Erben, fällt die Erbschaft an den Staat.
Pflichtteilsberechtigt sind nur der Ehegatte, die Kinder und allenfalls die Eltern des Erblassers. Es gelten folgende Pflichtteile:
- Für Nachkommen je drei Viertel des gesetzlichen Erbanspruchs.
- Für jeden Elternteil die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
- Für den überlebenden Ehegatten die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
Der Erbvertrag ist ein Vertrag, in welchem die Aufteilung des Vermögens nach dem Tod geregelt wird. Wer urteilsfähig ist und das 18. Altersjahr zurückgelegt hat, kann einen Erbvertrag abschliessen. Er ist für die Parteien bindend und kann nur durch gegenseitige schriftliche Übereinkunft wieder aufgehoben werden. Der Vertrag muss vor einer öffentlichen Urkundsperson (Notar) und zwei Zeugen abgeschlossen werden.
Wer urteilsfähig und 18 Jahre alt ist, kann in einem Testament seinen Nachlass unter Beobachtung der gesetzlichen Schranken und Formen selber regeln. Ein Testament ist jederzeit frei widerrufbar und kann zu jedem Zeitpunkt abgeändert oder vernichtet werden.
Es muss in einer der vom Gesetz vorgeschriebenen Formen errichtet werden:
- Das eigenhändige Testament wird vom Erblasser selbst, ohne Mitwirkung von Dritten, abgefasst. Es ist vom Erblasser von Anfang bis Ende mit eigener Handschrift (nicht Schreibmaschine) niederzuschreiben und zu unterzeichnen. Es muss das Datum der Errichtung enthalten.
- Ein öffentliches Testament wird durch den Notar nach den Angaben des Erblassers abgefasst.
- Wer sich in unmittelbarer Lebensgefahr befindet, kann ein sogenanntes Nottestament errichten. Er kann seinen letzten Willen vor zwei Zeugen mündlich erklären und diese beauftragen, seine Verfügung beim nächsten Gericht zu Protokoll zu geben.
Dies hängt vom jeweiligen Streitwert ab. Die im Aargau anwendbaren Tarife sind der Anwaltstarif sowie das Verfahrenskostendekret. Bei reinen Beratungsmandaten beträgt der durchschnittliche Stundenansatz 280 Franken (zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer). Zu Beginn des Mandats werden wir Sie über die in Ihrem Fall zu erwartenden Kosten informieren.