Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03097.jsonl.gz/654

Hauptmenü:
Die Erfahrungen, die die Rhätische Bahn während schneereichen Wintern gemacht hat, haben gezeigt, dass bei entsprechender Vermehrung der Schneepflüge die bisherige Art der Schneeräumung auch nach der bedeutenden Erweiterung der in der Region grösserer Schneefälle gelegenen Strecken des Bahnnetzes zur Not genügen würde. Voraussetzung wäre, dass bei ausserordentlichen, auf grössere Gebiete sich ausdehnenden Schneefällen rasch grössere Hilfskräfte herangezogen werden könnten, die auf der freien Linie, besonders aber auf den grossen Stationen für die Nachräumung und die Schneeabfuhr unentbehrlich sind. Leider ist aber besonders das Engadin im Winter von verfügbaren Arbeitskräften soviel als ganz entblösst.Hauptsächlich aus diesem Grunde beschloss die Rhätische Bahn die Beschaffung von zwei Schneeschleudern, und zwar wählte sie einen Typ, dessen Maschine nur zum Betrieb des Schleuderrades, nicht aber zur Vorwärtsbewegung der Schneeschleuder während der Schleuderarbeit zu dienen hat.
Dabei war wegleitend, dass die Rhätische Bahn im Winter genügend Lokomotiven zum Schieben der Schneeschleudern zur Verfügung hat und durch Weglassung der Maschinerie zur Vorwärtsbewegung die Schneeschleudern selbst wesentlich einfacher, übersichtlicher, leichter, billiger und doch kräftiger konstruiert werden können.Die Maschine ruht auf zwei zweiachsigen Drehgestellen. Das vordere Drehgestell ist möglichst weit nach vorn verschoben, um den seitlichen Ausschlag des Schleuderrades in den Kurven möglichst klein zu halten. In kräftig gehaltenen Drehpfannen und seitlich auf den Drehgestellrahmen gestützt, ruht das Untergestell, auf dem das Schleuderradgehäuse, der Kessel und die Dampfmaschine mon-tiert sind. Die Drehgestelle bestehen aus 13 mm starken Rahmenblechen mit den erforderlichen Querblechen und sonstigen Versteifungen. Die Radsätze haben gewalzte Scheibenräder mit aufgezogenen Bandagen.