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Aufgrund der grossen Wohnbautätigkeit in Littau wird in den nächsten Jahren mit einem beträchtlichen Anstieg der Schülerzahlen gerechnet. Der Stadtrat reagiert auf diese Entwicklung unter anderem mit dem Neubau des Schulhaues Staffeln und der Gesamtsanierung und Erweiterung der Schulanlagen Rönnimoos und Littau Dorf.
Im Einzugsgebiet der Schulanlage Littau Dorf sind die Bautätigkeit in den Gebieten Littauerboden, Niedermatt, Neuhushof und Grossmatte West sowie die Planungen im Gebiet Littau West dafür verantwortlich, dass die Zahl der Kinder von heute rund 420 auf 580 im Jahr 2025 ansteigen dürfte. Deshalb muss auf der heutigen Schulanlage Raum für fünf zusätzliche Primarschulabteilungen und zwei Kindergartenabteilungen geschaffen werden. Dadurch steigt auch der Bedarf an Räumen und Infrastruktur für die schulergänzende Betreuung.
Das Hauptgebäude (Trakt A) der Schulanlage wurde 1923 gebaut. Es ist wie der Trakt B und die obere Turnhalle, die zwischen 1959 und 1961 entstanden sind, im kantonalen Bauinventar als erhaltenswert verzeichnet. Der Stadtrat will die beiden Trakte im Inventar belassen und sanieren. Die obere Turnhalle hingegen soll nach Rücksprache mit der kantonalen Denkmalpflege und der Stadtbaukommission aus dem Inventar entlassen und zusammen mit der unteren Turnhalle aus dem Jahr 1983 abgerissen werden. Eine vom Stadtrat in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass dadurch genügend Platz entsteht, um den zusätzlich benötigten Schulraum und eine Dreifachturnhalle zu realisieren.
Im Laufe der Zeit wurde die Anlage mit verschiedenen Provisorien ergänzt. So wurden die Pavillons C, D und F bis heute als Dauerlösungen geduldet, obwohl sie sich teilweise in einem schlechten Zustand befinden. Sie werden während der Sanierung der Trakte A und B als Provisorium genutzt und anschliessend abgerissen.
Architekturwettbewerb
Der Stadtrat will im ersten Halbjahr 2020 einen Architekturwettbewerb durchführen. Er soll aufzeigen, wie die Trakte A und B sinnvoll und hindernisfrei saniert und wie die Neubauten auf dem Gelände angeordnet werden können. Zudem sollen Vorschläge für langfristige Erweiterungsmöglichkeiten gemacht werden. Grundsätzlich ist für die Neu- und Umbauten der aktuelle Gebäudestandard von Energiestadt zu erfüllen. Bei der Gesamtsanierung ist eine Zertifizierung nach Minergie-Eco und bei den Neubauten eine Zertifizierung nach Minergie-P-Eco das Ziel. Zudem wird grundsätzlich ein Maximum an Photovoltaikanlagen angestrebt. Im Trakt B sowie im Untergeschoss der oberen Turnhalle wurden geringe Mengen Schadstoffe wie Naphthalin oder Asbest festgestellt. Im Gegensatz zum Schulhaus Grenzhof können die Quellen im Trakt B der Schulanlage Littau Dorf während der Sanierung vollständig entfernt werden. Das schadstoffbelastete Material in der oberen Turnhalle wird vorschriftsgemäss entsorgt.
2,65 Mio. Franken
Für die Durchführung des Architekturwettbewerbs sowie für die Planung des Bauprojekts für die Gesamtsanierung und für die Ergänzungsneubauten inklusive Dreifachturnhalle beantragt der Stadtrat einen Sonderkredit von 2,65 Mio. Franken. Der Stadtrat rechnet zum heutigen Zeitpunkt mit Investitionskosten von rund 40 Mio. Franken. Geplant ist, im Frühling 2023 mit den Neubauten zu starten, damit die neuen Gebäude ab Juli 2024 schrittweise bezogen werden können.
Anschliessend sollen die beiden Trakte A und B saniert werden. Gleichzeitig mit der Sanierung der beiden Trakte wird das Naturrasenspielfeld durch einen Kunstrasen ersetzt, damit der Platz häufiger benutzt werden kann. Läuft alles nach Plan, können die Bauarbeiten frühestens Ende 2025 abgeschossen werden.
Link:
Bericht und Antrag 9/2019 «Schulhaus Littau Dorf: Gesamtsanierung und Erweiterung»