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Nachdem letztes Jahr der Morosi-Cup nach 11 Jahren Pause wieder gespielt wurde, fanden sich auch diese Saison erneut genügend Spieler, um dieses einmalige Turnier zu bestreiten. Als einziges internes Cup-Turnier wird es in ganz anderem Modus gespielt und vereint alle Spieler gemeinsam an den Tisch, um vorgegebene Stellungsbälle zu lösen.
(BC St. Gallen) Der Turnierleiter Ludwig Nobel beschreibt den Cup folgendermassen: „Bei diesem Turnier werden vorgegebene Stellungen gespielt mit dem Ziel, die Bälle in vorgeschriebenen Zonen zu versammeln. Je nach Schwierigkeitsgrad werden die Positionen mit unterschiedlichen Punktzahlen gewertet, der Spieler hat drei Versuche zur Verfügung. Wer am Ende die meisten Punkte erzielt, gewinnt den Cup. Bei Punktgleichheit entscheidet die kleinere Anzahl an benötigten Versuchen“.
Nerven und Tagesform entscheidend
Obwohl man im Vorfeld alle Stellungen intensiv üben kann, spielen schliesslich am Turniertag die Nerven und die Tagesform auch eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Am Samstag, 17. März, 2018, wagten sich Ludwig Nobel, Albert Kehl, Rolf Bart, Pius Scherrer und Giorgio Morosi an die 30 Stellungsbälle. Als Titelverteidiger erwischte Rolf Bart einen schlechten Start, kam lange nicht in den gewohnten Stoss und verpasste Bälle, die er in der Regel mit grosser Sicherheit verbuchen kann. Am Ende reichte es ihm mit lediglich 9 gelösten Stellungen nur zum 4. Rang. Albert Kehl legte nach einem verhaltenen Beginn mächtig zu, löste schwierige Bälle zum Teil im ersten Versuch und steigerte sich in der zweiten Hälfte des Stellungsprogrammes deutlich.
Punktzahl steigern
Mit ebenfalls 9 gelösten Stellungen, aber einer höheren Punktzahl als Bart erreichte er den überraschenden und guten 3. Platz und konnte seine Punktzahl im Vergleich zum Vorjahr markant steigern. Um den Titel entwickelte sich von den ersten Stellungen an ein Zweikampf zwischen Nobel und Morosi. Bei der Hälfte des Cups lag Morosi mit 10:9, in Bezug auf die gelösten Stellungen, knapp voraus. Im zweiten Teil des Turniers, in welchem weitere 15 Stellungen auf die Spieler warteten, blieb das Kopf an Kopf-Rennen weiter bestehen. Morosi konnte am Ende mit 114:84 Punkte bei 18 gelösten Stellungen die Führung behalten und das Turnier überraschend für sich entscheiden.
Pius Scherrer mit der grössten Leistung
Die grösste Leistung des Nachmittags zeigte aber Pius Scherrer. Nach noch nicht ganz 2 Jahren Carambole-Billard nahm er die Herausforderung dieses schwierigen Turniers an, trainierte im Vorfeld intensiv zusammen mit Martin Steiner (unserem Klubtrainer) und verblüffte mit vielen sehr gut gespielten und gelösten Bällen. Das Training und die vielen Übungsstunden waren am grünen Tisch zu sehen und sind ein Versprechen für die nächsten Turniere. Gleichzeitig hat die Leistung von Pius eine alte und immer noch wahre Begebenheit deutlich und eindrücklich aufgezeigt … Übung macht den Meister !