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Was mir in der Woche 39 des Jahres 2010 besonders aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der Homo erectus dem anderen gern und oft ins Wort fällt.
Unterbrechen heisst ja eigentlich nichts anderes als "Meine Meinung ist hier und jetzt wichtiger und interessanter als deine. Darum muss sie sofort geäussert werden."Was neben dem Unterbrechen auch auffällt, ist das Nicht-Zuhören-Können. Konkret: A sagt einen simplen Satz, B gibt darauf eine völlig entgegengesetzte Antwort. So passiert diese Woche. Am liebsten hätte ich die Person geschüttelt und geschrouen: "Hör.doch.z. was.ich.sage!" Gut, vielleicht brauch ich ein paar Anger Management-Kurse. Aber: Liegt das Problem an der Multitaskigkeit der heutigen Zeit? Überall 24 Stunden erreichbar sein können? Und irgendwann ist das menschliche Hirn nicht mehr in der Lage, sich für ein Gespräch voll und ganz dem Gegenüber widmen zu können, weil er immer bei seinem Facebook-Account, Emails oder SMS ist, im Geiste? Seufz.