Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03421.jsonl.gz/1577

Yahoo, das schon bald Altaba heisst, hat im vergangenen Quartal mehr umgesetzt als vor Jahresfrist. Die Erlöse des gefallenen Internet-Pioniers stiegen um 15 Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitteilte.
Das Yahoo-Hauptquartier in Sunnyvale, Kalifornien.
Der Mobilfunk-Riese hatte im Juli vereinbart, das Yahoo-Kerngeschäft mit Online-Werbung, der Suchmaschine sowie Mail- und Messenger-Diensten für 4,8 Milliarden Dollar zu kaufen. Die Übernahme sollte eigentlich Anfang dieses Jahres abgeschlossen werden. Doch nach Bekanntwerden zweier beispielloser Hackerangriffe, bei denen 2013 und 2014 Daten von mehr als einer Milliarde Yahoo-Nutzern gestohlen wurden, geriet der Deal ins Stocken.
Experten gehen zwar nicht davon aus, dass Verizon die Transaktion abbläst. Es wird aber erwartet, dass der Konzern nun einen spürbaren Preisnachlass durchsetzen will.
Yahoo geriet zuletzt immer tiefer in die Krise und konnte mit den schnell wachsenden Online-Giganten Google und Facebook nicht mehr mithalten. Der eigentliche Gewinnbringer war meist die nun noch 15 Prozent schwere Beteiligung an dem chinesischen Online-Händler Alibaba. Yahoo will nach dem Verkauf des Webgeschäfts an Verizon das restliche Unternehmen in «Altaba» umbenennen.
(sda/reu)