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- Ein Mann wurde im Kanton Freiburg bei einem Verkehrsunfall getötet, der in Zusammenhang mit starken Winden stand.
- Bei weiteren Unfällen wurden drei Personen verletzt.
- Der Sturm beeinträchtigte in verschiedenen Kantonen den Flug-, Strassen-, und Bahnverkehr.
- Diverse Schulen haben den Schülern frei gegeben.
Am Montag ist das Orkantief «Sabine» durch die Schweiz gewirbelt. Bei der Kollision eines Autos mit dem Anhänger eines leichten Anhängerzugs wurde dabei in Les Montets (FR) ein Automobilist getötet. Die Freiburger Kantonspolizei geht davon aus, dass starker Wind den hinteren Teil des Anhängerzugs auf die Gegenfahrbahn wehte. Beim verstorbenen Automobilisten handelt es sich um einen Mann, der im Kanton Freiburg wohnte.
Wegen des Sturms wurden zudem drei Personen verletzt. Ein Mann wurde in Rickenbach (LU) beim Ausladen eines Lagercontainers verletzt. Er wurde von einem Tor getroffen, das vom Wind zugeweht wurde. In Adliswil (ZH) wurden zwei Personen beim Versuch verletzt, ein weggeblasenes Festzelt von der Strasse zu bergen, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte.
«Sabine» verursachte Sachschäden
Wegen des Sturms griff ein Feuer in Bauma (ZH) auf ein benachbartes Waldstück über. Beim Grossbrand wurden fünf landwirtschaftliche Gebäude zerstört. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot aus.
Das Sturmtief führte auch zu mehreren Schäden am Höchstspannungsnetz. Im Kanton Uri und in Teilen der Kantone Schwyz und Zug kam es zu einem grossflächigen Stromausfall. Ein zu Boden fallender Leiter verursachte einen Kurzschluss, der dann einen Brand auslöste, gab das örtliche Elektrizitätswerk bekannt. Der Stromausfall in Uri führte zu technischen Problemen unter anderem im Gotthard-, oder dem Seelisbergtunnel, weil kurzzeitig wichtige Einrichtungen wie etwa Lampen nicht mehr mit Strom versorgt werden konnten.
In Wald (ZH) und Moutier (BE) kam es zu Zusammenstössen zwischen S-Bahn-Zügen und Bäumen. In beiden Fällen wurde niemand verletzt. Der Vorfall in Moutier ereignete sich schon am späten Sonntagabend. Im Zug befanden sich gemäss einem SBB-Mediensprecher keine Passagiere.
Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume
«Sabine» zog mit hohen Windspitzen vor allem über das zentrale und östliche Mittelland sowie über die daran anschliessende Nordschweiz. Die Westschweiz und der Alpenraum waren weniger betroffen. Auf der Alpensüdseite wurden keine erhöhten Windgeschwindigkeiten gemessen.
Bei den Kantonspolizeien gingen zwischen 80 und fast 200 Meldungen wegen Verkehrsbehinderungen ein, etwa durch umgestürzte Bäume oder herumfliegende Gegenstände. In der ganzen Deutschschweiz waren zahlreiche Feuerwehren aufgeboten worden. Wegen der Gefahr auf dem Schulweg hatten zahlreiche Schüler schulfrei, so etwa in einigen Gemeinden in den Kantonen Bern, Schwyz, Zürich und St. Gallen.
Auf Hauptstrassen behinderte der Sturm wegen umgestürzter Bäume den Verkehr. Dies war etwa in den Regionen Schaffhausen, Aargau, Solothurn, Jura, Bern und der Zentralschweiz der Fall gewesen, wie Viasuisse mitteilt. Die Aufräumarbeiten dürften dort etwas länger dauern, wo Hauptstrassen durch Waldgebiete führen.
Auch der Bahnverkehr bekam den Sturm zu spüren. Insbesondere im Jura gab es am Morgen Probleme. Störungsmeldungen gab es aber aus allen Regionen der Schweiz. Probleme waren auch hier auf Geleise gestürzte Bäume oder Fahrleitungsstörungen.