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Fast die Hälfte des Welthandels wickeln mittlerweile die Staaten Ostasiens und die Pazifikanrainer unter sich ab. Zugleich ist diese asiatisch-pazifische Region aber auch gespickt mit gefährlichen Konfliktherden, von Chinas Seegrenzenstreitereien mit Japan, den Philippinen und Vietnam über die Taiwanfrage bis zum Problem Korea.
Da war es nicht verwunderlich, dass US-Präsident Obama vor 2 Jahren eine «amerikanische Wende hin zu Asien» ankündigte - nachdem die Weltmacht die Region zuvor jahrelang wegen Afghanistan und dem Nahen Osten vernachlässigt hatte.
Peking ringt um seinen Einfluss
Nicht gut kam das allerdings bei der chinesischen Führung in Peking an, die hinter dieser Wende den Versuch vermutete, Chinas gewaltig angestiegenen Einfluss einzudämmen. Nicht begeistert war Peking auch davon, dass der wirtschaftspolitische Teil von Obamas asiatischer Wende, nämlich ein transpazifisches Freihandelsabkommen, ohne Chinas Mitbeteiligung ausgehandelt werden sollte.
Bisher braucht China allerdings nicht zu befürchten, durch dieses Abkommen zum Aussenseiter zu werden. Die Verhandlungen darüber stocken, und nachdem Obama nun den Ostasiengipfeln fernbleiben muss, ist ein Durchbruch kaum zu erwarten.
China hingegen ist unterdessen bereits zum wichtigsten Handelspartner aller Staaten Ostasiens aufgestiegen, und so lange die USA innenpolitisch gelähmt bleiben, wird Pekings Einfluss weiter ungebremst zunehmen.