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Die Sonne-der gelbe Zwerg
Der Samstag war mit Ausnahme von ein paar Quellwolken meist sonnig. Um nicht nur von Hitze und Trockenheit zu schreiben, widmen wir uns dem gelben Riesen am Himmel. Streng genommen handelt es sich bei der Sonne um einen gelben Zwergstern.
Die Sonne ist der grösste und einzige Stern in unserem Sonnensystem (Achtung nicht verwechseln mit der Milchstrasse, dies ist eine Galaxie und umfasst viele Sterne) und weist einen Radius von 695'700 km auf. Es würde circa 1.3 Millionen Erden brauchen, um das gleiche Volumen zu erreichen wie die Sonne.
Die Sonne besteht aus Gas und Plasma und im Innern ist es bis 15 Millionen Grad Celsius heiss! Heiss genug für die Kernfusion, also das Verschmelzen von Wasserstoff-Atomkernen zu Helium. Dabei wird auch Energie zum Beispiel in Form von Licht und Wärme frei.
Nicht nur die Erde besteht aus verschiedenen Schichten und Sphären (wie Erdkern, Erdmantel und Kruste, Atmosphäre etc.) sondern auch die Sonne. Ausserhalb des Kerns liegt die Strahlungs- und Konvektionszone. Die Photosphäre wird häufig als Oberfläche bezeichnet, obwohl es sich im Grunde nicht um eine Oberfläche handelt, wie wir sie von der Erde kennen. Eigentlich ist sie die erste Schicht der solaren Atmosphäre und eine Art Übergangszone in welcher, die von der Sonne generierte Energie als sichtbare Strahlung abgegeben wird. Darüber liegt die Chromosphäre und Korona.
Die Chromosphäre und die Korona sind von Auge (auch mit Sonnenschutz) nur schwierig zu erkennen, nicht so aber während einer totalen Sonnenfinsternis. Die Chromosphäre erscheint als dünne, meist rötliche Linie und die Korona sieht wie ein weisser Strahlenkranz aus. Das Erstaunliche ist dabei, dass die Korona im Vergleich zur Chromosphäre und Photosphäre um einige Millionen Grad heisser ist. Warum dies so ist, ist Gegenstand aktueller Forschung.
Die Sonne emittiert nicht nur Licht, sondern auch geladene Teilchen, welche als Sonnenwind bekannt sind. Die Erde wird mittels Magnetosphäre und der Atmosphäre vor diesen geladenen Teilchen ausreichend geschützt. Es gibt jedoch ab und an Sonneneruptionen, welche grosse Plasmamengen ins Weltall schleudern – sogenannte koronale Massenauswürfe (Englisch Coronal Mass Ejections), welche zum Beispiel TV- oder Mobilfunk Satelliten stören können.
Zahlreiche Raumsonden befanden oder befinden sich immer noch im Weltall, um die Sonne zu erforschen. Ein Beispiel ist das Projekt STEREO (Solar TErrestrial RElations Observatory). Diese Forschungsmission befasste sich mit der Entstehung der koronalen Massenauwürfen und ihre Wechselwirkung auf die Magnetosphäre.
Eine weitere Raumsonde, die Parker Solar Probe, wurde vor fast 4 Jahren ins Weltall geschossen und wird der Sonne näherkommen als jede Raumsonde zuvor.
Weitere Weltall Missionen finden sie hier (auf Englisch).
Damit Ihnen in den Sommerferien nicht langweilig wird, hier einige Quellen für Ihre Lektüre:
https://solarsystem.nasa.gov/solar-system/our-solar-system/overview/ (Interaktives Tool – Erkunden Sie unser Sonnensystem. Es ist sehr empfehlenswert!)