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Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ist am Donnerstag in den Osten der Ukraine gereist. Im Namen der Schweiz brachte sie humanitäre Hilfsgüter in das Konfliktgebiet, darunter Chemikalien zur Wasseraufbereitung für die Pumpstation von Voda Donbasu.
Diese Wasseraufbereitungsstation versorgt in der Ostukraine eine Bevölkerung von fast vier Millionen Menschen auf beiden Seiten der sogenannten Kontaktlinie, der eigentlichen Waffenstillstandslinie, mit Wasser, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mitteilte. Es war der 12. humanitäre Transport seit 2015. Begleitet wurde Sommaruga vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
In Stanyzja Luhanska besichtigten die beiden am Nachmittag die Arbeiten zur Wiederinstandstellung einer Strasse und besuchten einen Übergang über die scharf bewachte Waffenstillstandslinie zwischen den Konfliktseiten.
Am Donnerstagvormittag hatten Sommaruga und Selenskyj die Situation in Slowjansk mit lokalen Behörden sowie Fachleuten der humanitären Hilfe und Entwicklungspolitik besprochen.
Die Reise in den Osten der Ukraine beschliesst den ersten bilateralen Präsidialbesuch aus der Schweiz in dem Land. Ziel war es laut Uvek, die bereits sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Ukraine zu würdigen und zugleich das grosse Potential für einen noch engeren Austausch in politischer, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Hinsicht zu betonen.
Die Erarbeitung einer friedlichen Lösung für den Konflikt in dieser Region sei ein Schwerpunkt der Schweizer Friedenspolitik, schreibt das Uvek. Als fünftwichtigste Gebernation leiste die Schweiz Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe in der Ukraine. (sda)