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Einzelne Gräser oder Kleearten können – ähnlich wie Ackerkulturen – grundsätzlich in Reinsaat als Kunstwiese angesät werden. Vorstellen kann man sich dieses Vorgehen etwa bei einem schnell wachsenden Raigras oder bei Luzerne. Im Ausland sieht man nicht selten Kunstwiesen, die ausschliesslich aus einer Pflanzenart, eventuell aus mehreren Sorten dieser Art, bestehen. Solche Reinsaaten werden hierzulande aber wegen gewichtiger agronomischer und ökologischer Nachteile kaum angelegt.
Schon in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts haben findige Forschungsleute und genau beobachtende Landwirte festgestellt, dass Kunstwiesen, die auf dem Prinzip von Artenmischungen (insbesondere Gemenge mit Gräsern und Kleearten) angelegt wurden, rein gesäten Einzelarten in mancherlei Hinsicht überlegen waren. Das Konzept der Gras-Klee-Mischungen war erfunden und ihre Überlegenheit wurde bis heute mit unzähligen Versuchsresultaten und Praxiserfahrungen immer wieder bestätigt.
Nur in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen mit dem Hauptziel der Erhaltung und Förderung der ökologischen Vielfalt gehören auch Kräuter in die Mischungs-Rezepte (Wiesenblumen).