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Darüber hinaus leiht der französische Staat ein Prozent der STX-Anteile an die Italiener aus, die dann mit insgesamt 51 Prozent das unternehmerische Sagen haben. "Es handelt sich um eine sehr gute Vereinbarung", sagte Gentiloni. Paris kann nach Medieninformationen diesen entscheidenden Mini-Anteil wieder zurückfordern, falls die Italiener ihre Verpflichtungen nicht einhalten.
Um die Werft hatte es im Sommer schweren Krach zwischen beiden Hauptstädten gegeben. Frankreich verstaatlichte STX kurzerhand, um seine strategischen Interessen zu schützen und neue Bedingungen für den Deal durchzusetzen. Das führte in Italien zu grossem Unmut. Die Werft an der Atlantikküste ist ein industrielles Aushängeschild: Sie hatte im vergangenen Jahr die "Harmony of the Seas" als grösstes Kreuzfahrtschiff der Welt fertiggestellt.
Die beiden Länder gehen inzwischen noch weiter und überlegen eine Annäherung ihrer Militärschiff-Branchen. Bei der Schaffung eines weltweiten Industrieriesen würden dann auch die grosse französische Militärschiff-Werft Naval Group und der italienische Hersteller Leonardo Finmeccanica eine Rolle spielen./cb/DP/he
(AWP)