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„Die Homöopathie ist langsam“ – stimmt das?
Viele Leute glauben, dass die Heilung mit Hilfe homöopathischer Mittel lange dauert. Wenn in einem akuten Fall das richtige homöopathische Mittel gewählt wurde, sollten sich die entscheidenden Symptome sehr schnell verbessern.
Im chronischen Fall, d.h. wenn die Symptome seit Wochen, Monaten, Jahren oder Jahrzehnten bestehen, kann die Heilung etwas länger dauern. Es ist jedoch beachtlich, dass eine Heilung chronischer Symptome mit Hilfe der Homöopathie möglich ist.
Gibt es Wechselwirkungen (Interferenzen) zwischen schulmedizinischen und homöopathischen Arzneien?
Nein, es gibt keine Wechselwirkungen zwischen schulmedizinischen Medikamenten, die eine chemische Wirkung haben, und den homöopathischen Mitteln, die eine energetische (physikalische) Wirkung haben.
Die klassische Homöopathie wird in schwereren Fällen oft begleitend zur schulmedizinischen Behandlung angewendet. Ich begleite aktuell mehrere Patienten, die sich einer schulmedizinischen Krebsbehandlung unterziehen, parallel mit dem passenden homöopathischen Konstitutionsmittel. In allen Fällen ist der Verlauf aus Sicht der Ärzte überraschend positiv. Im Falle einer Verbesserung des Gesundheitszustandes kann der jeweilige Arzt (nicht der Homöopath) beschliessen, das schulmedizinische Medikament zu reduzieren.
Ist es empfehlenswert, während der klassisch homöopathischen Behandlung andere potenzierte Mittel (z.B. Schüsslersalze) einzunehmen?
Nein, es ist nicht empfehlenswert, zusätzliche potenzierte Mittel einzunehmen, da dies die Beurteilung des Heilungsverlaufs erschwert, d.h. die Homöopathin kann dann nicht unterscheiden, welches der Mittel für die zu beobachtende Wirkung verantwortlich ist/war, wodurch die zukünftige Behandlung unklar wird.
Stimmt es, dass sich die Symptome zu Beginn der Behandlung verschlimmern können?
Ja, das nennt sich „Erstverschlimmerung“ und kommt vor allem bei der Behandlung chronischer Beschwerden (Konstitutionsbehandlung) vor. Es ist dadurch zu erklären, dass die Beschwerde nach der Einnahme des homöopathischen Mittels zurück in den ursprünglichen akuten Zustand geht (z.B. die akute Entzündung), um dann ganz auszuheilen. Zudem kann es während einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung zu leichten Akuterkrankungen kommen (z.B. leichter Durchfall, Erkältung, Hautausschläge), die in der Homöopathie „Erleichterungen“ genannt werden. Auch in diesem Fall ist es empfehlenswert, die Akuterkrankung von selbst abheilen zu lassen, um das Immunsystem des Patienten / der Patientin zu „trainieren“ und dadurch zukünftige Rückfälle zu vermeiden. Zudem können sich auf diese Art auch die chronischen Beschwerden verbessern.
Welchen Sinn haben die Verlaufskontrollen?
Die Verlaufskontrollen sind ein sehr wichtiger Teil der Therapie chronischer Symptome. Die erste Kontrolle des Heilungsverlaufs findet ca. einen Monat nach der Erstanamnese statt und dient dazu festzustellen, ob das homöopathische Mittel die gewünschte Reaktion beim Patienten hervorruft. Dabei kann es vorkommen, dass der Patient / die Patientin den Eindruck einer Verschlechterung der Situation hat, die Homöopathin ihn / sie jedoch darauf aufmerksam machen kann, dass die Heilung gemäss den Heilungsregeln (v.a.“von innen nach aussen“ und „von oben nach unten“) bereits auf dem besten Weg ist und schon bald eine deutliche Besserung eintreten wird. In manchen Fällen muss das Mittel aufgrund des Berichts der Patientin / des Patienten gewechselt werden, nämlich dann, wenn es nicht wirkt oder wenn neue Auslöser zu neuen Symptomen geführt haben.
Auch wenn alle Symptome geheilt sind, ist es wichtig (ein vorläufig „letztes Mal“) zur verabredeten Kontrolle zu gehen, da die Homöopathin dann den Fortschritt genau notieren kann, um für eventuelle spätere Rückfälle die Vorgehensweise bereits klar vor sich hat.
Mein Apotheker hat gesagt, ich soll das empfohlene homöopathische Mittel mehrmals täglich einnehmen, obwohl mein Homöopath / meine Homöopathin eine Einmalgabe empfohlen hat. Was soll ich tun?
Sie sollten sich strikt an die Empfehlung der des Homöopathen halten, der das homöopathische Mittel verschrieben hat.
Können homöopathische Mittel neue Symptome auslösen?
Ja, wenn ein homöopathisches Mittel wiederholt eingenommen wird, kann es Symptome auslösen. Wenden Sie sich besser an einen klassischen Homöopathen / eine klassische Homöopathin anstatt homöopathische Mittel in Eigenregie zu kaufen und einzunehmen.