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Geburtsstillstand – Ist das Baby zu gross?
Sollte Ihr Baby zu gross sein, um das Becken oder die vaginale Öffnung einfach und sicher zu passieren, muss eventuell ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Diese Situation findet man nicht selten bei Diabetikerinnen, wenn die Stoffwechsel-Einstellung in der Schwangerschaft nicht immer ideal war. Die meisten grossen Babys werden jedoch von ganz gesunden Müttern geboren. Als gross gelten Babys mit einem Körpergewicht über 4 bis 4,5 kg.
Noch wichtiger als allein die Grösse Ihres Babys ist jedoch für den Verlauf der Geburt, wie gross Ihr Becken und wie stark die Kontraktionenen sind. Deshalb ist es möglich, dass bei kleinen, zierlichen Frauen mit grossen Babys die Geburt problemlos verläuft, während grosse Frauen mit relativ kleinen Babys Schwierigkeiten haben. Dieses Phänomen nennt sich relatives Missverhältnis.
Abschätzen lässt sich dies am besten, indem man den Verlauf der Wehen und der Geburt genau beobachtet. Dazu überprüfen die Hebamme, der Frauenarzt oder die Frauenärztin durch Abtasten, wie weit sich der Muttermund gedehnt hat und wie weit der Kopf des Babys in das Becken ragt. In der Eröffnungsphase kann der Frauenarzt, die Frauenärztin zur Verstärkung der Wehen einen Tropf mit Oxytozin (Wehentropf) legen, wenn abgesehen von einem langsamen Geburtsverlauf oder schwachen Kontraktionen alles sonst normal verläuft. Wenn jedoch 2 bis 4 Stunden später kein weiterer Fortschritt erzielt wurde, wird möglicherweise zu einem Kaiserschnitt als sicherste Entbindungsart geraten.
Zusätzlich kann die geburtshilfliche Zange oder Saugglocke eingesetzt werden, wenn der Kopf zwar in das Becken eingetreten ist, sich aber nicht mehr weiter bewegt. Solch ein instrumenteller Eingriff wird aber erst durchgeführt, wenn der Muttermund vollständig eröffnet ist.
Letzte Aktualisierung : 07-05-16, BH