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Dank Ziegen den Hunger von Kindern stillen
Im Nordosten Ugandas erhalten Mütter die dringend notwendige Unterstützung, um Mangelernährung und damit verbundene Unterentwicklung bei ihren Kindern zu bekämpfen. In einem Projekt stellen wir Müttern Ziegen zum Melken zur Verfügung, die zur Ernährung der Familien beitragen.
In den Gemeinschaften in der Region Karamoja sind Unterernährung und Ernährungsunsicherheit mit am weitesten verbreitet in Uganda – Rund 35 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind aufgrund chronischer Mangelernährung unterentwickelt. Dies aufgrund von unzureichender und zu einseitiger Ernährung.
Ein Kind, das an Mangelernährung leidet und unterentwickelt ist, kann nicht sein volles Potential entfalten. Die Gehirnfunktion und Organentwicklung dieser Kinder sind beeinträchtigt, was ihre Lebensqualität in der Zukunft einschränken kann. Zudem haben sie ein schwächeres Immunsystem. Zusammen mit oft unzureichenden hygienischen Bedingungen und sanitären Einrichtungen sind sie oft dem Risiko lebensbedrohlicher Krankheiten ausgesetzt.
Mit Ziegen und Saatgut nachhaltig gegen Hunger
Um die Ernährungsunsicherheit und die Mangelernährung bei diesen Kindern in Uganda zu verringern, verteilten wir in einem unserer Projekte über 500 Ziegen an rund 250 Familien. Die Familien erhielten jeweils zwei Ziegen, mit denen sie wertvolle Ziegenmilch produzieren können. Sie erhielten eine Schulung in Ziegenhaltung, einschliesslich Unterbringung, Fütterung, Tränken, Umgang mit Krankheiten und Parasiten, Zucht und Verkaufsgrundlagen. Die Ziegenmilch bietet den Frauen nicht nur eine Nahrungsquelle für ihre Familien: Es ist zudem eine wertvolle Möglichkeit, ein Einkommen zu erzielen.
Jennifer ist eine der Mütter, die vom Projekt profitieren. Sie hebt hervor, dass es nicht nur direkt um Hilfe gegen den Hunger geht, sondern darüber hinaus wirkt: „Ich danke Save the Children für die Ziegen, denn diese werden für uns Milch produzieren. Die Milch können wir auch verkaufen, um etwas Geld zu verdienen, mit dem wir unsere Kinder unterstützen können, indem wir Schulbücher für sie kaufen.“
Die Frauen erhielten auch Saatgut, um Gemüse anzubauen und eine gesunde Ernährung in ihren Familien zu fördern. Zu den Setzlingen gehörten Kuhbohnen, Zwiebeln und Papaya-Fruchtbäume. Jennifer erzählt: „Mit diesen Samen haben wir unser Gemüse angebaut. Wir sind jetzt in der Lage, unsere Ernährung umzustellen.“
Gemeinsam mit den betroffenen Familien gegen Ernährungsunsicherheit
Durch den konstanten Dialog und innovative Ansätze in der Gemeinschaft arbeiten wir direkt mit den Familien vor Ort an der Umsetzung des Projekts. Ziel ist ein verbesserter und nachhaltig sichergestellter Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln für Haushalte in der Region, die Feldbau und Viehhaltung betreiben. Ziel ist es, über 3700 Haushalte mit schwangeren und stillenden Müttern sowie Kindern unter 5 Jahren zu erreichen.