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Landwirtschaft
Trotz Bodendegradation steigen die landwirtschaftlichen Erträge weiterhin. Zum Teil ist dieser vorübergehende Anstieg der Produktivität dem Einsatz von Kunstdüngern und Pestiziden zu verdanken. Seit den 1950er Jahren hat der Einsatz von Kunstdünger in der Landwirtschaft exponentiell zugenommen. 50% aller jemals produzierten kommerziellen Düngemitteln wurde nach dem Jahr 1984 eingesetzt (COOL 2012).
Währenddem der Einsatz von Kunstdüngern zu einem kurzfristig Anstieg des Ertrags führt, ergeben sich viele Probleme daraus, dass der Boden nicht die gesamte Düngergabe aufnehmen kann. Tatsächlich wird geschätzt, dass etwa die Hälfte jeder ausgebrachten Tonne Dünger nie von Pflanzen aufgenommen wird, sondern entweder verdampft oder in lokale Gewässer und Grundwasser ausgewaschen wird.
Durch die Auswaschung von Insektiziden und Pestiziden in Grund- und Oberflächenwässer verunreinigt die Agrarproduktion manchmal mehr Wasser als an Niederschlags-, Grund- oder Oberflächenwasser für deren Produktion aufgewendet wird. Dieser graue Wasser-Fussabdruck kann durch die Umstellung von konventionellen auf organische Anbaumethoden drastisch reduziert oder sogar ganz eliminiert werden (HOEKSTRA ET AL. 2011).
Mögliche Massnahmen zur Reduktion des Wasserkonsums:
- Effizienzsteigerung des Regenfeldbaus
- Effizienzsteigerung im Bewässerungsfeldbau „More Crop per Drop“
- Reduktion des grauen Wasser-Fussabdrucks durch z.B. Umstellung auf organische Landwirtschaft
- Verbesserung der Bodenstruktur und Wasserspeicherfähigkeit durch z.Bsp.: Gründüngung, Mulchen oder Zugabe von Kompost sowie Terra Preta (Pflanzenkohle)