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Für Karl Kroyer fängt die Geschichte gut an. Der dänische Auftragserfinder hat ein neues Verfahren zur Bergung von Schiffen entwickelt. Schiffe sollen gehoben werden, in dem Schaumstoffkugeln oder mit Gas gefüllte Plastikkugeln mit einem Schlauch in das gesunkene Schiff gefördert werden. Der erste Einsatz ist bereits in Sichtweite: Vor der Küste von Kuweit-Stadt ist ein Frachter mit Schafen gesunken. Die Kadaver drohen die Trinkwasserversorgung zu verschmutzen.
«Dänemarks pfiffigster Erfinder» («Spiegel» 07/1971) meldet die Erfindung im November 1964 beim Patentamt in Dänemark an. Er dehnt den Schutz für weitere Länder aus, darunter England (GB 1070600) und Deutschland (DE1247893B). Soweit so gut. In den Niederlanden (NL6514306) macht ihm das Patentamt einen Strich durch die Rechnung. Der dortige Patentexperte lehnt nach eingehender Prüfung die Erteilung des Patents ab. Das Verfahren sei nicht neu, lautet seine Begründung. Wie das?