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Neuenburg ist eine hübsche Universitätsstadt mit ca. 34 000 Einwohnern. Sie liegt am Nordufer des Neuenburger Sees und ist Hauptort des gleichnamigen französischsprachigen Kantons, der seit dem Mittelalter von grossen europäischen Fürstenhäusern regiert wurde und zum Teil bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Fürstentum blieb. Die eleganten Villen aus dem 17. und 18. Jahrhundert im Hafenquartier verleihen Neuenburg etwas Aristokratisches und sind, wie auch die mittelalterliche Altstadt mit ihren engen und verwinkelten Gassen, eindrucksvolle Zeugen einer wechselhaften Geschichte. Die von weither sichtbaren Wahrzeichen Neuenburgs sind die Stiftskirche La Collégiale aus dem 12. Jahrhundert und das imposante Schloss, dem die Stadt ihren Namen verdankt. Als Rudolf III., König von Burgund, seiner Frau 1011 das „Novum Castellum“ schenkte, liess er eine Urkunde auf Pergament ausstellen, auf der man zum ersten Mal den Namen findet. Aus Novum Castellum über Neufchatel wurde ab dem 18. Jahrhundert Neuchâtel. Auf Deutsch begegnet man dem Namen Neuenburg ab 1550. Nach germanischer Dominanz und nach einer zwei Jahrhunderte langen Herrschaft des Hauses Orléans-Longueville folgten 1707 die Hohenzollern. Aus Neuenburg wurde ein preussisches Fürstentum, das 1814 als 21. Kanton in die Eidgenossenschaft aufgenommen wurde, sich aber erst im Jahr 1848 von Preussen löste. Unter den Königen Preussens, deren Gouverneure im Neuenburger Schloss residierten, begann eine glanzvolle Zeit. Die Hugenotten führten die Textilindustrie und die Spitzenfabrikation ein. In der Stadt entstanden bedeutende Handelshäuser, und einige Familien verdienten viel Geld in den Kolonien und im Sklavenhandel. Hier etablierte sich die Uhrmacherei, die berühmten Neuenburger Pendülen waren schon im 18. Jahrhundert auf der ganzen Welt geschätzt. 1826 richtete Philipp Suchard seine erste Schokoladenfabrik in einem Vorort von Neuenburg ein. Heute ist die Stadt wegen der einzigartigen Lage zwischen Juragebirge und Drei-Seen-Land, den schönen Wander- und Radwegen durch herrliche Landschaften und gepflegte Weinberge sowie diverser Veranstaltungen ein beliebtes Reiseziel. Besonders viele Besucher lockt jeweils das dreitägige Winzerfest mit dem Nachtumzug der Guggenmusiken, dem farbenfrohen Defilee der kostümierten Kinder und dem traditionellen Blumenkorso in Kombination mit einem charmanten Bed and Breakfast an. Dank dem breitgefächerten Angebot an Hotels, Wohnungen, Zimmern oder Privatunterkünften findet jeder die passende Übernachtungsmöglichkeit.
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