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Nach dem Verkauf der Banco UBS Pactual an BTG Investments hatte BTG vertragliche Entschädigungsansprüche geltend gemacht. Es ging um verschiedene Steuerbescheide der brasilianischen Behörde für den Zeitraum von Dezember 2006 bis März 2009, wie es im am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht zum dritten Quartal heisst. Im August 2017 habe man sich nun für einen Grossteil der Entschädigung geeinigt. Die UBS geht davon aus, dass die nun verbleibenden Forderungen in diesem Fall nicht zu einer "materiellen" Haftung für die Gruppe führen würden.
Im Berichtsquartal verbuchte die UBS derweil weitere Rückstellungen für Rechtsfälle. Sie beliefen sich auf 197 Mio CHF - nach 42 Mio CHF im ersten Halbjahr. Die gesamten Rückstellungen für Rechtsfälle sowie regulatorische und ähnliche Angelegenheiten der Grossbank lagen Ende September 2017 bei 2,41 Mrd CHF - nach 2,45 Mrd Ende Juni 2017 und 3,26 Mrd Ende Dezember 2016.
Weiterhin offen sind unter anderem die zwei grösseren Rechtsfälle im Zusammenhang mit Steuerangelegenheiten in Frankreich sowie im Zusammenhang mit den sogenannten US-Hypothekenpapieren (RMBS). Im letzteren Fall hat sich die Credit Suisse bekanntlich bereits mit dem US-Justizbehörden geeinigt auf eine Gesamtzahlung (Busse und Entschädigung an Kreditnehmer) von insgesamt 5,3 Mrd USD.
Der Steuerstreit in Frankreich zieht sich ebenfalls seit Jahren hin. 2014 war die Bank verpflichtet worden, eine Kaution von 1,1 Mrd EUR zu hinterlegen. Ein Zeitplan für das Gerichtsverfahren sei noch nicht bekanntgegeben, heisst es dazu im Geschäftsbericht am Freitag.
ys/uh
(AWP)