Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03349.jsonl.gz/1116

Prinzip
und Durchführung der Darmspiegelung
Die
Koloskopie wird in unserer Praxis mit Geräten der modernsten Generation und
nach aktuellsten Sicherheitsstandards durchgeführt.
Das
Untersuchungsinstrument, ein sogenannte Video-Koloskop, besteht im Wesentlichen aus
einem 150cm langen Schlauch, dessen vorderes Ende in seiner Ausrichtung
ferngelenkt werden kann. Dadurch wird es möglich, durch den Anus bis zum oberen Ende des
Dickdarmes vorzudringen und bei Bedarf auch den Endteil des Dünndarmes
einzusehen. Weitere Details finden Sie auf der Seite 'Gastroskopie-Prinzip'.
Durch
den Arbeitskanal können Instrumente eingeführt werden, um so unter Sicht z.B.
Gewebeproben (Biopsien) zu entnehmen oder mittels Hochfrequenzstrom, welcher über
eine ausfahrbare Schlinge zugeführt wird, Polypen zu entfernen (Polypektomie).
Der
Dickdarm verläuft gelegentlich in engen ‘Kurven’ oder ‘Schlingen’,
wodurch die Darmwand bzw. das Mesenterium beim Vorschieben des Instrumentes einer Dehnung
bzw. einer Zugbelastung ausgesetzt
wird. Dies kann als
unangenehm oder schmerzhaft empfunden werden, was die intravenöse Verabreichung
von Medikamenten zur Schmerzlinderung erfordert. Vor der Untersuchung wird deshalb eine Kunststoffkanüle
in eine Armvene eingelegt. Während der ganzen Untersuchung wird zudem die
Herzaktion, die Sauerstoffspannung im Blut und gegebenenfalls auch der Blutdruck
elektronisch überwacht. Gelegentlich ist es auch notwendig, mittels Röntgendurchleuchtung die Lage des
Koloskopes zu optimieren oder die Position eines
Befundes genau zu lokalisieren.
Die
Untersuchung selbst dauert je nach Situation zwischen 15 und 45 Minuten, mit Vorbereitung und Nachbetreuung
45 bis 90 Minuten.