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Argentinien erhebt seit langem Ansprüche auf die kleine Inselgruppe mit nur etwa 3000 Einwohnern im Südatlantik. Den Versuch von Buenos Aires, die Inseln mit militärischer Gewalt unter seine Kontrolle zu bringen, konnten die Briten im sogenannten Falklandkrieg im Jahr 1982 jedoch zurückschlagen.
Hintergrund der aktuellen Aufregung ist eine Formulierung in der Abschlusserklärung eines Gipfels der EU mit lateinamerikanischen und karibischen Staaten (Celac). Darin wird neben der britischen Bezeichnung «Falkland Islands» auch der spanische Name «Islas Malvinas» verwendet. Ältere Erwähnungen des spanischen Namens sucht man im Online-Archiv der EU vergeblich.
Nachdem britische Medien das Thema reihenweise aufgegriffen hatten, sah sich Aussenminister James Cleverly am Donnerstag zu der Feststellung genötigt, dass 99,8 Prozent der Menschen auf den Falklandinseln in einem Referendum dafür gestimmt hatten, weiterhin zur «Familie» des Vereinigten Königreichs zu gehören. «Argentinien und die EU sollten auf deren demokratische Wahl hören», schrieb Cleverly auf Twitter.
Zuvor hatte ein Sprecher von Premierminister Rishi Sunak (Konservative) von einer «bedauerlichen Wortwahl» Brüssels gesprochen. Dass sich die Position der EU nicht geändert habe, sei inzwischen zu Recht klargestellt worden.
Von Seiten des Auswärtigen Dienstes der EU heisst es: «Die EU-Mitgliedstaaten haben ihre Ansichten und Positionen zu den Falkland Islands/Islas Malvinas nicht geändert.» In der Stellungnahme wurde jedoch weiterhin sowohl der spanische als auch der englische Name verwendet. Weiter heisst es, die EU habe immer ein offenes Ohr für die Standpunkte ihrer Partner und nehme diese zur Kenntnis.