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Zahlreiche Paare und Familien wollten am Wochenende die den Monte Mottarone besuchen. Sie wollten in den Wäldern spazieren gehen, ein leckeres Mittagessen geniessen oder Fotos mit dem See im Hintergrund knipsen. Die Gäste waren gut gelaunt und es lag Leichtigkeit in der Luft, berichten italienische Medien. Es wäre also eigentlich ein erholsames Wochenende mit sommerlichen Temperaturen gewesen, wenn es nicht zu diesem dramatischen Unglück gekommen wäre.
Ungefähr acht bis zehn Sekunden dauerte der Fall der Seilbahn auf den Boden, wie ein Mann des Alpenrettungsdienstes der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» erzählte. In diesen zehn Sekunden dürften die Opfer realisiert haben, was passiert. Als die Kabine auf den Boden prallte, gab es einen lauten Knall und danach war es ganz still, erzählt der Bergretter. Ein anderer Augenzeuge wollte den Rettungsdienst rufen, doch aufgrund der schrecklichen Szene habe es ihm die Sprache verschlagen, berichtet die Zeitung. Er rief lediglich: «Sie ist abgestürzt, die Kabine ist abgestürzt!»
Ein Opfer feierte zuvor noch Geburtstag
An Bord der Kabine waren 15 Personen, von denen lediglich ein 5-jähriger Bub überlebte. Zu den Todesopfern gehört eine Familie aus Israel. Neben Amit Biran und seiner Frau Tal Peleg kamen auch ihr gemeinsamer Sohn Tom (2) und die Eltern von Amit Biran ums Leben. Letztere waren in Italien zu Besuch. Das einzige überlebende Kind ist ihr Enkel, der älteste Sohn von Amit und Tal. Das junge Paar lebte seit einigen Jahren in Italien.
Bei den weiteren Opfern handelt es sich um den Medizinstudenten Alessandro Merlo (29) und seine Verlobte Silvia Malnati (27). Auch das Paar Angelo Gasparro (45) und Roberta Pistolato (40) aus Bari gehören zu den Opfern. Roberta feierte am Sonntag ihren Geburtstag. Ebenso verloren Vittorio Zorloni (55), seine Partnerin Elisabetta Personini (38) und der gemeinsame Sohn Mattia (5) ihr Leben. Das Paar wollte im Juni heiraten. In ihrer Wohngemeinde in der Nähe von Varese sitzt der Schock tief. Serena Cosentino und Mohammadreza Shahaisavandi zählen ebenfalls zu den Opfern dieses Unglücks. Sie stammen ebenfalls aus Italien.