Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03244.jsonl.gz/1980

Ecuador wurde heute Morgen um 3 Uhr Schweizer Zeit durch ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala erschüttert. Mehrere hundert Menschen haben ihr Leben verloren oder wurden verletzt und zahlreiche Häuser sowie öffentliche Anlagen wurden beschädigt. Die ecuadorianische Regierung hat den Notstand ausgerufen. Die Glückskette stellt zwei Millionen Franken aus dem permanenten Fonds zugunsten Lateinamerikas zur Verfügung.
Die Kriterien der Glückskette für einen Spendenaufruf sehen vor, dass mehrere Bedingungen erfüllt sein müssen: eine ausserordentliche Katastrophe, der Aufruf oder die Einwilligungen der Regierung des betroffenen Landes für internationale Hilfe, eine hohe Medienaufmerksamkeit, sowie die Mobilisierung mehrerer Partnerhilfswerke der Glückskette zugunsten der betroffenen Bevölkerung.
Die ecuadorianische Regierung hat den Notstand ausgerufen aber gleichzeitig mit grossem Einsatz und äusserst effizient auf die Katastrophe regiert. Als ein Land mit dem Status «mittleres Einkommen» kann das Land die Situation offensichtlich selber bewältigen.
Die Glückskette verzichtet aus diesen Gründen auf einen Spendenaufruf, stellt aber zwei Millionen Franken aus seinem permanenten Fonds zugunsten Lateinamerikas zur Verfügung. Einige der Schweizer Partnerhilfswerke der Glückskette sind in Ecuador vernetzt oder aktiv. Dieser permanente Fonds wird durch nicht zweckgebundene Spenden und Überschüsse schon abgeschlossener Fonds gespeist und erlaubt es, Opfern von neuen Katastrophen zu helfen.