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Kein Bildschirm kann mehr Licht transmittieren, bzw. reflektieren, als der Projektor abgibt, es wird nur, nach den verschiedenen Bedürfnissen der Anwendungen, entsprechend anders verteilt.
Der Begriff Betrachtungswinkel stellt keine messbare Grösse dar. Er beschreibt lediglich subjektiv, in welchem Bereich ein projiziertes Bild noch mehr oder weniger sichtbar ist. Nur die Kriterien Gain + Halbwertswinkel ergeben zusammen genauen Aufschluss über die maximale Bildhelligkeit in der optischen 0°-Achse und dem seitlichen Abstrahlverhalten.
Diese beiden Faktoren stehen in Abhängigkeit zueinander. Je höher der Gain, desto geringer ist die Lichtverteilung zu den Seiten. Dies ist eine optische Gesetzmässigkeit. So bleibt festzuhalten, daß ein hoher Gain nicht zwangsläufig eine optimale Bildwand darstellt, sondern es ergibt sich erst in Verbindung mit dem Halbwertswinkel ein verwertbares Ergebnis.

Unter den verschiedenen Kriterien, ie eine Bildwand kennzeichnen, fällt auch das Kriterium des sogenannten Halbwertwinkels.
Dieser einzig verbindliche Wert ergibt sich aus dem Gain und dem Abstrahlwinkel. Hat eine Bildwand z.B. einen Gainfaktor 3, ergibt sich bei G a i n fa k t o r 1, 5 der Halbwertswinkel. Hier ist der Winkel erreicht, wo die Bildwand nur noch die halbe Helligkeit gegenüber der optischen 0°- Achse abstrahlt.
Bei Bildwänden mit diffusem Charakter, ist der Halbwertswinkel sowohl in der horizontalen, wie auch in der vertikalen Achse identisch. Dies verdeutlicht eine Bildwand mit einem Gain von 1,0 am besten. Bei Bildschirmen mit Richtcharakterisitk hingegen, können extrem unterschiedliche Werte in den Achsen vorkommen. So sammeln Richtbildschirme, z.B. mit Lentikularstrukturen, das Licht in der horizontalen Achse, auf Kosten der vertikalen Abstrahlung.

Breite
Die Breite der Leinwand sollte mindestens 1/6 der Raumlänge betragen. In einem 18 m langen Raum sollte die Projektionswand also mindestens 3 m breit sein.
Raumaufteilung
Die vorderste Sitzreihe sollte 1,5 Bildschirmbreiten von der Projektionsfläche entfernt sein. Der untere Rand des Bildschirms sollte mindestens 1 m Abstand zum Boden haben, damit auch Zuschauer der hinteren Reihen gut auf den Bildschirm sehen.
Projektionsabstand
Folgende Formel hilft bei der Berechnung von Projektionsabstand, Objektivbrennweite oder Bildschirmgrösse:
Projektionsabstand L = f x b/a
Objektivbrennweite f = f x b/a
Bildwandbreite b = f x b/a
Projektionsabstand (cm) = L
Objektivbrennweite (mm) = f
Bildwandbreite (m) = b
Vorlagenbreite (mm) = a