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Vivotif Berna Kapseln 3 Stück
53.40 Fr.
Was ist Vivotif und wann wird es angewendet?
Abdominaltyphus ist eine akute fieberhafte Erkrankung, hervorgerufen durch den Erreger Salmonella enterica serovar Typhi (Abk. S. typhi), welcher zu Bauchkrämpfen, Durchfall und Appetitlosigkeit führt. Ohne gezielte Antibiotikatherapie kann Abdominaltyphus tödlich verlaufen.
Eine ähnlich verlaufende Krankheit erfolgt durch eine Infektion mit den verwandten Erregern Salmonella enterica, serovar Paratyphi (Abk. S. paratyphi) A, B, und C. Am häufigsten kommt S. typhi, gefolgt je nach Weltregion von S. paratyphi A und B vor. S. paratyphi C ist die seltenste Variante.
Leider sind die Salmonellen, die Abdominaltyphus verursachen, gegen herkömmliche Antibiotika zusehends resistent geworden.
Die Ansteckung erfolgt durch Aufnahme der Krankheitserreger (S. typhi oder S. paratyphi) mit verunreinigten Speisen oder Wasser, was die weite Verbreitung in Gebieten mit mangelhafter Hygiene erklärt.
Vivotif ist ein Schluckimpfstoff zum Schutz gegen Abdominaltyphus. Durch Einnahme einer abgeänderten, nicht mehr schädlichen Form von S. typhi (S. typhi-Stamm Ty21a) entwickelt der Körper eine Immunität gegen die Erreger des Abdominaltyphus.
Der Vivotif-Impfstamm S. typhi Ty21a besitzt eine gemeinsame Oberflächenstruktur (O12) mit S. paratyphi A und B. Mit S. paratyphi C besteht keine Gemeinsamkeit, so dass eine Schutzwirkung gegen S. paratyphi C nicht erwartet werden kann. Eine Schutzwirkung gegen S. paratyphi A wurde nicht ausreichend untersucht. Veröffentlichte Daten sprechen dafür, dass die Impfung mit Vivotif auch unvollständig (ca. 45%) gegen Infektionen mit S. paratyphi B schützen könnte.
Vivotif wird vorbeugend auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin vor Reisen oder bei Aufenthalten in Gebieten mit mangelhaften hygienischen Verhältnissen empfohlen.
Was sollte dazu beachtet werden?
Auch wenn Sie geimpft sind, sollten Sie alle notwendigen hygienischen Massnahmen treffen, um die Aufnahme von Salmonellen mit Getränken oder Lebensmitteln zu vermeiden.
Wann darf Vivotif nicht eingenommen werden?
Bei Überempfindlichkeit gegen die Bestandteile des Impfstoffes, bei einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche und bei gleichzeitiger Behandlung mit Medikamenten, die auf das Immunsystem oder den Impfstoff einwirken, darf Vivotif nicht eingenommen werden.
Wann ist bei der Einnahme von Vivotif Vorsicht geboten?
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
– an anderen Krankheiten leiden,
– Allergien haben oder
– andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!
Während akuten fieberhaften Erkrankungen und akuten Darminfektionen sowie während und bis 3 Tage nach einer Antibiotika-Behandlung sollte Vivotif nicht eingenommen werden. Bei geplanter Malaria-prophylaxe sollte ein genereller Abstand von 3 Tagen zwischen der Einnahme der letzten Dosis Vivotif und dem Beginn der Malariaprophylaxe beachtet werden. Es wird empfohlen, die Malariaprophylaxe in der letzten Woche vor der Abreise zu beginnen.
Bei begonnener Malariaprophylaxe mit Chloroquin, Mefloquin, den Kombinationspräparaten Pyrimethamin/Sulfadoxin oder Atovaquone/Proguanil darf Vivotif verabreicht werden. Bei begonnener MaIariaprophylaxe mit anderen Antimalaria-Mitteln als den oben erwähnten, sollte diese gestoppt und erst nach 3 Tagen Vivotif verabreicht werden.
Darf Vivotif während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Der Impfstoff soll aufgrund des enthaltenen Hilfsstoffes Dibutylphthalat während der Schwangerschaft oder Stillzeit nur angewendet werden, wenn dies der Arzt bzw. die Ärztin ausdrücklich verordnet hat.
Wie verwenden Sie Vivotif?
Für Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene sind insgesamt 3 Impfdosen an den Tagen 1, 3 und 5 erforderlich. Die Kapsel jeweils nüchtern 1 Stunde vor dem Essen mit kaltem oder lauwarmem Wasser einnehmen (max. 37 °C).
Der Impfschutz wird ca. 10 Tage nach Einnahme der letzten Dosis wirksam, daher sollte mit der Vivotif-Impfung spätestens 2 Wochen vor Abreise begonnen werden. Der Impfschutz hält mindestens 1 Jahr, bei ständigem Aufenthalt in Gebieten mit gehäuftem Vorkommen der Erkrankung mindestens 3 Jahre an. Bei Reisen in Gebiete mit mangelhafter Hygiene wird eine jährliche Wiederimpfung empfohlen. In Endemiegebieten erfolgt die Wiederimpfung alle 3 Jahre. Die Wiederimpfung besteht aus 3 Dosen, wie bei der Erstimpfung.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Parenterale Impfstoffe, wie Gelbfieber, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken, können gleichzeitig verabreicht werden.
Welche Nebenwirkungen kann Vivotif haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Vivotif auftreten: Abdominal-schmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Durchfall, Erbrechen, Hautausschläge, Müdigkeit, Unwohl-sein, Schüttelfrost, Schwindel, Kribbeln, Muskel- und Gelenkschmerzen und allergische Reaktionen. Diese Symptome verschwinden spontan innerhalb von wenigen Tagen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apo-theker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Vivotif muss im Kühlschrank (+2 bis +8 °C) und vor Licht geschützt aufbewahrt werden. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Vivotif enthalten?
Vivotif enthält pro Dosis mindestens 2 Milliarden Lebendkeime des abgeschwächten Salmonella typhi-Stammes Ty21a in gefriergetrockneter Form.
Hilfsstoffe: inaktivierte S. typhi Ty21a, Milchzucker, Zucker, Ascorbinsäure, Aminosäure-Peptid-Gemisch (Hy-Case-SF), Magnesiumstearat.
Kapsel: Titandioxid (E171), Erythrosin rot Nr. 3 (E127), Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot (E172), Gelatine.
Kapselbeschichtung: Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, Diethylphthalat, Dibutylphthalat, Ethylenglykol.
Zulassungsnummer
00467 (Swissmedic)
Wo erhalten Sie Vivotif? Welche Packungen sind erhältlich?
Vivotif erhalten Sie beim Arzt/bei der Ärztin oder in Apotheken gegen ärztliche Verschreibung.
Eine Packung enthält 3 magensaftresistente Kapseln.
Zulassungsinhaberin
PaxVax Berna GmbH, Köniz
Domizil: Oberriedstrasse 68, CH-3174 Thörishaus
Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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