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Contraband (2012)
Contraband (2012)
Oder: Test'o'Steron
Der Ex-Schmuggler Chris Farraday (Mark Wahlberg) hat sich seit längerem aus den illegalen Machenschaften zurückgezogen, geniesst seinen Job und die freie Zeit mit Ehefrau Kate (Kate Beckinsale) und seinen beiden Jungen. Ein Coup von Kates Bruder Andy (Caleb Landry Jones) geht ordentlich in die Hose und beschwört den Zorn von Obergangster Briggs (Giovanni Ribisi) herauf. Andy wird verprügelt und landet im Krankenhaus. An seinem Krankenbett entscheidet sich Chris, einen letzten Schmuggel zu organisieren, um die soeben enstandenen Familienschulden zu begleichen.
Mit seinem Kumpel Sebastian (Ben Foster) plant Chris, mit einem Frachter Geld von Panama nach Louisiana zu schmuggeln. Dabei steht ihm ein Team von Frachtermitarbeitern zur Verfügung, die sich in diesen Geschäften bestens auskennen. Doch in Panama verläuft der Coup leider nicht wie geplant. Chris muss zu härteren Massnahmen greifen, denn mit Briggs Zorn sind nicht nur er und Andy, sondern auch die Mitglieder seiner Familie in Gefahr...
Film-Rating
Baltasar Kormàkur (101 Reykjavík) spielte 2008 die Hauptrolle in Reykjavík-Rotterdam, dem bis heute teuersten in Island produzierten Film. Für das amerikanische Remake übergab er den Part des knallharten Schmugglers an Mark Wahlberg (The Fighter) und platzierte sich selber auf dem Regiestuhl. Contraband eröffnet die diesjährige Actionsaison spektakulär, kompromisslos und überaus unterhaltend.
Kormàkur beweist bei seinem ersten Hollywoodprojekt jedenfalls ein goldenes Händchen. Zum einen wäre da die knackige Besetzung: Immer dann, wenn wir denken, wir hätten das gesamte vorhandene Talent von Mark Wahlberg bereits gesehen, legt der Bostonian einen Zacken zu und liefert sich einen stetigen Hahnenkampf mit Bösewicht Giovanni Ribisi (The Rum Diary). Auch die erblondete Kate Beckinsale (Underworld Awakening), Filmbruder Caleb Landry Jones (X-Men: First Class) und Busenfreund Ben Foster (Rampart) machen eine gute Figur, spielen hier aber ganz klar die zweite Geige.
Einen weiteren Pluspunkt erhält Contraband bezüglich des Plots: Schmugglerei an sich ist bereits ein spannendes Thema, das Drehbuch von Aaron Guzikowsi spielt aber zusätzlich mit den Erwartungen der Zuschauer und überrascht mit Kursänderungen, die nicht nur Herrn Wahlberg zum Schwitzen bringen. Die Szenen in Panama, die allgemeine Undurchsichtigkeit der Charaktere oder das Finale lassen uns erstaunen und heben den Film über den Durchschnitt heraus. Auf der anderen Seite verdient sich Contraband zweifellos die Bezeichnung "Actionfilm", da vielfach auf den Putz gehauen wird. Minutenlange Schiessereien oder Prügeleien zeigen, dass die Schmugglerei kein harmloses Pflaster ist - auch wenn Wahlberg vergleichsweise wenige Kratzer abbekommt.
Fazit: Mit seinem Hollywood-Erstling Contraband gelingt Regisseur Baltasar Kormàkur ein solides und nicht unbedingt anspruchloses Actiondrama, welches durch die ausgefeilte Story und die starke Besetzung ordentlich Eindruck macht. Der Film ist bestens geeignet für einen Männerabend. Aber Achtung: nur für echte Kerle!
OutNow.CH:
12.03.2012 / woc
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