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Petruskirche, Lauenen
1518 wurde Peter Tüller nach Rom geschickt. Mit der Erlaubnis für den Bau einer eigenen Kirche brachte er wohl auch eine Petrusreliquie für die Weihe der Kirche mit. Erst 1522 erfolgte die Loslösung von Saanen. In der Folge bis 1528 Bau einer eigenen Kirche in spätgotischer Tradition.
Holzdecke in der Art eines Himmelsgewölbes mit Sonne, Mond und Sternen, es liegt über einer Stadt mit Zinnen: Die Kirche wird damit zum Abbild des Himmlischen Jerusalem. Markant unterstreicht die in golden und blau (Farben Gottes) gehaltene Sonne, dass Gott Schöpfer von Raum und Zeit ist und die Anwesenden Teil der nun von Gott geheilten Ordnung sind.
In der vorderen Deckenhälfte ein kleines Bild mit drei Hasen, deren Ohren ein Dreieck bilden. Der Hase lauscht und richtet sich nach oben aus.
Chorbogen entsprechend der aufkommenden Renaissance bereits nicht mehr spitz. Taufstein als achteckiger Kelch. Christus mit dem Schweisstuch der Veronika (vergleiche Saanen).
Orgel 1816 von Johann Jakob Weber (1756 - 1832) aus Seeberg.
Zwei Glocken von 1487 und 1523 mit lateinischen Inschriften, die dritte 1605 von Abraham Zehnder, dem Giesser der grossen Berner Münsterglocke, zum 50-jährigen Jubiläum der Reformation in Saanen (1555).
Stimmung: fis’ – d’’ – ais’’