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Hintergrund
Der Tschad gehört zu den ärmsten Ländern der Welt (auf Rang 185 von 187) und die Region Hadjer Hadid ist eine der ärmsten Regionen des Tschads. Eine halbe Million Flüchtlinge sind in den letzten Jahren aus dem angrenzenden Darfur in diese verarmte Region geflohen, die unter schwierigen wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen leidet.
Wir arbeiten Seite an Seite mit Gemeinschaften und befähigen sie, Chancen zu ergreifen, damit sie eine hoffnungsvollere und bessere Zukunft für sich zu schaffen mögen.
Das Projekt Tawisa
Eine lokale Tradition verkörpert unsere Werte und Vision für die Menschen, die von diesem Projekt profitieren:
1. Partizipativer Ansatz und Förderung der Mitverantwortung
2. Eigeninitiative und Resilienz in widrigen Umständen
3. Langfristige, nachhaltige Wirkung
Wasser wird typischerweise aus offenen Löchern in ausgetrockneten Flussbetten gezogen und ist oft von schlechter Qualität (mit Tieren und menschlichen Fäkalien in der Nähe). Diese Löcher liegen meistens weit entfernt von den Dörfern. Bohrlöcher und Handpumpen sind selten, schlecht unterhalten und viele verfallen nach kurzer Zeit. Wir haben bereits 60 defekte Pumpen in der Region identifiziert.
Wir arbeiten mit Gemeinschaften zusammen, um 25 defekte Handpumpen zu reparieren oder zu ersetzen. Lokale Wasserkomitees werden für effektives Management und Wartung ausgerüstet sowie lokale Mechaniker in der Reparatur von Pumpen geschult. Die Sensibilisierung der Gemeinschaften für Kostendeckungsstrategien und Möglichkeiten für Vernetzungsmöglickeiten stehen ebenfalls auf unserer Agenda.
Wir engagieren uns für eine tiefgreifende Umwandlung der Gemeinschaft, indem wir Resilienz in der Bildung und Alphabetisierung in der Muttersprache ansprechen. In diesem Sinn werden zwei Alphabetisierungsausschüsse in Flüchtlingslagern unterstützt, die von einem lokalen Partner gestartet wurden, und zusätzliche Alphabetisierungs- und Bildungsmaterialien und -ressourcen für die lokale Nutzung zur Verfügung gestellt.
Um in dieser Region Veränderungen bewirken zu können, müssen wir den regionalen Kontext und die Bedürfnisse in der Tiefe verstehen können: Wir sind mit den Gemeinschaften über partizipative Ansätze im Dialog und sammeln Daten über die Wasserressourcen (Hydrologie, Geologie, Demografie), um ein klares Bild der aktuellen Situation und der Zukunftsaussichten zu erhalten.
Damit werden die Grundlagen für weitreichende und langfristige Projekte in den kommenden Jahren gelegt, neue Ansätze eingeführt (Bewässerung, Sanddämme, Quellenschutz, usw.) und lokale Kapazitäten aufgebaut.
Einige Fakten
Neben dem chronischen Bedarf an sauberem Trinkwasser gibt es andere grosse Bedürfnisse:
Säuglings-/Kindersterblichkeit: 9 % / 15 %
Lebenserwartung: 50,7 Jahre
Unterernährung bei Kindern: 30 %
Zugang zu sauberem Trinkwasser: 13 %
Dysfunktionale Wasserpumpen: 80 %
Zugang zur Grundschule: 20%
Lokale Alphabetisierungsrate: > 5 %