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Die Entris Holding schaut auf eine wechselhafte Geschichte zurück und umfasst eine Reihe von Vorgängerorganisationen. Sie ist damit das Spiegelbild einer Branche, die sich seit vielen Jahren in einer rasanten Entwicklung befindet. Sie musste auf immer neue Herausforderungen Antworten finden, um in einem dynamischen Umfeld bestehen zu können.
Verschiedene regionale Verbände
Die meisten Regionalbanken haben ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts organisierten sich die «Vorfahren» der heutigen Entris-Banken in verschiedenen regionalen Verbänden. Mit der Gründung des Verbandes Schweizer Regionalbanken 1971 schufen sie sich eine gesamtschweizerische Dachorganisation.
1. September 1994: Gründung der RBA-Holding
Die Immobilienkrise und höhere regulatorische Anforderungen prägten Ende 1993 die Bankenbranche. Hinzu kamen steigende Kosten; die Ausgaben für Informatik belasteten die Budgets vor allem der kleineren Banken enorm. Der 1971 geschaffene Verband Schweizer Regionalbanken realisierte, dass die Bankengruppe mit der damaligen Organisation den Herausforderungen nicht mehr gewachsen war. Der Verband schlug deshalb seinen Mitgliedern die Schaffung einer neuen zentralen Organisation der Bankengruppe vor. Rund 90 Regionalbanken gründeten daraufhin am 1. September 1994 die RBA-Holding.
Ziele der RBA-Holding
Die neu organisierten Regionalbanken verfolgten mit der RBA-Holding zwei Ziele: zum einen der Aufbau eines Sicherheits- und Solidaritätsnetzes, zum anderen Kostenvorteile und Synergieeffekte in nachgelagerten Prozessen und in der Infrastruktur; insbesondere dank der Vereinheitlichung der Banken-Informatiklösung.
Weitblickende Vision
Die 1994 aufgestellte Vision «Autonom an der Front, Aufgabendelegation im Rückwärtigen, Sicherung eines gesunden Mitgliederkreises» war offensichtlich weitblickend. Es gelang, gemeinsam marktfähige Lösungen aufzubauen und wichtige Schritte in Richtung einer Industrialisierung der Verarbeitungsprozesse zu realisieren.
Damit dieser eingeschlagene Weg konsequent weiterverfolgt werden konnte und höhere Skaleneffekte erzielt werden konnten, hat die RBA-Holding das IT-Outsourcing Geschäft und die Business Process Outsourcing Dienstleistungen «Zahlen» und «Anlegen» 2013 an die Swisscom IT-Services AG verkauft.
Umfirmierung per 1. Januar 2018
An der ausserordentlichen Generalversammlung der RBA-Holding vom 14. November 2017 haben die Aktionäre einer Statutenänderung per 1. Januar 2018 zugestimmt. Mit dieser Änderung wechselte auch der Firmenname von RBA-Holding in Entris Holding.
Die Neuausrichtung und das neue Geschäftsmodell, die seit 2017 gültig sind, bringen eine Fokussierung auf das operative Geschäft. Die Struktur der Regionalbankenlandschaft, wie sie nach der Krise der 90-er Jahre ein Thema war, zu welchem nicht zuletzt auch das Sicherheits- und Solidaritätsnetz gehörte, ist spätestens im 2018 für die Entris Holding kein Thema mehr. Mit diesem Namenswechsel soll die Neuausrichtung des Entris-Konzerns nun auch im Auftritt sichtbar gemacht werden.