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Es ist zwar zeitintensiv, aber durchaus machbar: Drei unbehandelte Orangen (ca. 1 kg) heiss abwaschen und dabei die Schale leicht abbürsten. Die Früchte mit der Schale in dünne Scheiben schneiden und einige Stunden in kaltes Wasser legen, damit sich die Bitterstoffe verflüchtigen. Dabei das Wasser öfters wechseln. Orangenscheiben in einem Topf mit Dämpfeinsatz vorsichtig garen, bis sich die Schalen mit einem Zahnstocher leicht durchstechen lassen. Die Früchte herausnehmen, auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. 1 kg Zucker und 1 l Wasser so lange kochen, bis die Lösung Fäden zieht und auf 105°C erhitzt ist. Dazu eine Pfanne mit dickem, gut Wärme leitendem Boden verwenden.
Die vorbereiteten Früchte in ein feinmaschiges Sieb geben und das Sieb über eine wenig grössere Metallschüssel hängen. Das Sieb sollte gut hineinpassen. Die Zuckerlösung über die Früchte giessen, bis sie vollständig damit bedeckt sind. Die Früchte zugedeckt 24 Stunden in der Zuckerlösung ziehen lassen. Das Sieb mit den Früchten aus der Schüssel mit der Zuckerlösung herausnehmen und die Zuckerlösung erneut einkochen, bis sie 105°C heiss ist. Für die Probe ohne Thermometer einen Löffel mit der Zuckerlösung in Eiswasser tauchen. Bildet die Lösung zwischen Daumen und Zeigefinger Fäden, so ist sie fertig. Früchte wieder mit der Zuckerlösung vollständig bedecken. Nach weiteren 24 Stunden Sirup erneut aufkochen, über die Früchte giessen.
Vorgang insgesamt fünfmal wiederholen. Beim letzten Mal die Zuckerlösung auf 108°C erhitzen, sodass sich bei der Probe lange Fäden bilden. Früchte auf dem Kuchengitter trocknen lassen. Die kandierten Früchte in Schachteln, durch Backpapier getrennt, aufbewahren.
Variante: Auf die gleiche Weise lassen sich auch andere unbehandelte Zitrusfrüchte wie Zitronen, Grapefruits, Limetten und Clementinen kandieren.