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Mediterran wird chic
Von Römern und Kelten und Armen und Reichen
Im 1. Jahrhundert v. Chr. eroberten römische Armeen die heutige Schweiz. Militär und Beamte kamen aus Rom über die Alpen und führten im Gepäck vielerlei mit: Recht und Verwaltung, lateinische Sprache und Schrift, die Steinbaukunst sowie mediterrane Essgewohnheiten. Ihre Kultur mischte sich nach und nach mit der Kultur
der einheimischen Kelten.
Der alte Adel nahm das Neue besonders eifrig an. Man speiste jetzt mediterran: Olivenöl und Fischsauce, Datteln, Makrelen und Austern gehörten zum guten Ton. Die Speisen wurden während der Römerzeit vielfältiger, aber nicht alle konnten sich das gute Essen leisten. Der Gegensatz zwischen Arm und Reich war ausgeprägt. Er zeigte sich besonders deutlich auf den Gutshöfen, die die Städte mit Nahrungsmitteln versorgten und wo einfache Leute für reiche Gutsherren arbeiteten.
Auf dem Kantonsgebiet von Solothurn sind bis heute über 45 römische Landgüter (villae rusticae) bekannt.