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Im 19. Jahrhundert entdeckten geschäftstüchtige Siedler die wenigen Standorte in den Santa Cruz Mountains, die sich für den Anbau von Weintrauben, Äpfeln und Oliven eigneten. Sie rodeten das Land und setzten dann letztlich Dynamit ein, um die Baumstümpfe zu entfernen.
Das Grundstück der Big Bassin Winery war einer dieser Standorte, und die ausgebrannten Baumstümpfe zeugen heute noch davon. Auch Agaven, Quitten-, Pflaumen- und Walnussbäume sind noch aus den 1880er Jahren erhalten, als das Gebiet erstmals besiedelt wurde.
Drei französische Siedler erwarben das Land 1906, pflanzten Trauben an und stellten Wein her, bis 1920 die Prohibition in Kraft trat. Im Jahr 1935 erwarb dann Justin Lacau, ein weiterer Franzose, das Anwesen und nannte es «Frenchie's Ranch». Im Jahr 1967 verkaufte Lacau das Anwesen an eine Holzfällerfamilie aus San Jose, die es mehrmals abholzte.
Als Bradley Brown, der heutige Besitzer, die "Frenchie's Ranch" 1998 erwarb, war sie stark vernachlässigt. Das alte Gehöft - eine Hütte an der Stelle des heutigen Weinguts - war in den 1970er Jahren niedergebrannt. Die Anwohner nutzten das Gelände als Müllhalde für alte Fahrzeuge, und Jugendliche aus der Gegend trafen sich dort zu heimlichen Partys.
Vor der Anpflanzung des heutigen Weinbergs nahm Bradley eine umfangreiche Sanierung und technische Anpassung des Grundstücks vor, um die Hänge zu stabilisieren und den in der Regenzeit auftretenden starken Wasserabfluss zu bewältigen. Von den ursprünglichen alten Weinstöcken wurden Stecklinge entnommen und vor dem Weingut gepflanzt.
Das Kellereigebäude wurde im Dezember 2003 an derselben Stelle wie die ursprüngliche Hütte und das Weingut aus dem Jahr 1890 fertig gestellt. Es handelt sich um eine Scheune im «Monitor»-Stil mit einer Holzrahmenkonstruktion, für die selektiv auf dem Weingut geschlagenes Rotholz verwendet wurde.
Obwohl das Gebäude im historischen Stil gebaut wurde, ist es äusserst energieeffizient und ideal für die handwerkliche Weinherstellung. Die erste Etage ist temperaturreguliert und ermöglicht eine kontrollierte Fassreifung und Gärung.
Die Geschichte von der Big Basin Winery begann eigentlich vor fast 50 Jahren, als Glenn Brown, der Vater der drei Brown-Geschwister, ein begeisterter Heimwinzer im Bundesstaat New York wurde. Die Erinnerungen der drei Brown Geschwister halten fest, dass es ihrem Herrn Papa gelang, aus den Trauben der Finger Lakes Region trinkbare Weine zu erzeugen.
Derek, der älteste Brown-Geschwisterteil, vertiefte sein Weinwissen in den sieben Jahren, die er in Frankreich verbrachte. Derek nahm sich eine Auszeit von seinem Bürojob, um bei der Weinlese 1994 auf dem Château des Tours im Rhône-Tal (Vacqueyras) mitzuarbeiten.
Auch Wendy erweiterte ihren Horizont auf einer mehrmonatigen Fahrradtour durch die französischen Weinregionen (Burgund war ihr Favorit.)
Bradley, der Jüngste, hatte die Idee - und die Energie -, die Leidenschaft der Familie in ein Unternehmen zu verwandeln. Nachdem er seine eigenen Reiseträume verfolgt hatte und in Kalifornien in der Technologiebranche gearbeitet hatte, kaufte Bradley das Land, das zum Big Bassin Weingut werden sollte, restaurierte es, pflanzte es an und produzierte 2002 den ersten Jahrgang.
Später gründete Derek dann das zweite Weingut der Familie, die Brokentop Ranch Winery, dessen ersten Wein den Jahrgang 2014 trug. Zu den Browns hat sich noch Dereks französische Freundin Audrey gesellt, die die Finanzbücher in Ordnung hält und das Personal vor dem Durchdrehen bewahrt. Bradley meinte noch: «Wir haben vielleicht nicht alle die gleichen Gene, aber wir teilen ähnliche Werte: die Verpflichtung zu Qualität, den Respekt für das Land und die Leidenschaft für Wein».