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(Er Rif), die nördliche, 1500 km lange Küste Marokkos am Mittelmeer, von Ceuta bis Kap Bon, welche,
mehrfach eingebogen, fast überall aus steil aus dem Meer aufsteigenden Felsenmassen besteht.
Die Häfen sind meistens schlecht
und für größere Schiffe unnahbar, daher hat sich hier früh ein Korsarentum entwickelt.
Die Besitznahme Algeriens durch
die Franzosen hat indes einen Umschwung hervorgebracht und eine Reihe blühender Ortschaften, wie Oran,
Algier, Philippeville, ins Leben gerufen. Vgl. Melilla.
oder Er-Rif, ein zum Atlassystem gehörendes, der Mittelmeerküste Marokkos entlang ziehendes und hart an dasselbe
herantretendes Gebirge, welches durch das Thal des Sebu und der Muluja vom eigentlichen Atlas getrennt wird.
Der Name bedeutet Küstengebirge. Der gegen 350 km lange und 52 km breite Gebirgszug, welcher sich im Mittel zu 600 m erhebt,
bildet ein schluchtenreiches, schwer zugängliches Bergland, dessen nördlichsten Teil in der sog. Sierra
Bullones der 911 m hohe Dschebl-Zatut und im Süden von Tetuan der 2345 m hohe Anna sowie andere 1950 m Höhe übersteigende
Gipfel bilden. Die Rifprovinz zerfällt in das Amalat-Rif und in das Amalat-Tetauan, gewöhnlich Tetuan genannt, und
ist von
fast unabhängigen Berberstämmen bewohnt, welche in den Thälern und kleinen Ebenen Getreide gewinnen
und Vieh züchten, sich aber von jeher namentlich durch Seeräuberei auszeichneten und deshalb den Namen der Rifpiraten erhielten.