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2014
Kriegspropaganda
Morgen ist es genau 100 Jahre her seit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs. Die «10vor10»-Serie zeigt in ihrer ersten Folge, dass der erste Weltkrieg auch der erste «Film- und Medienkrieg» der Geschichte war. Von Anfang an spielten Feindbilder und der Einsatz von Propaganda eine zentrale Rolle.
Die Nahrungsmittelpolitik und der Hunger
Der zweite Teil unserer Serie über den 1. Weltkrieg handelt über die Hungerjahre. Die Erfahrungen mit dem Hunger prägen noch immer die Landwirtschaftspolitik der Schweiz. Noch heute fragt sich die Politik, wie viele und welche Nahrungsmittel das Land für die eigene Bevölkerung selber produzieren muss.
Giftgas-Einsätze
Während des Ersten Weltkrieges setzten die Deutschen als erste Nation Giftgas als moderne Kriegswaffe ein. Damit war ein Tabu gebrochen, mit dessen Folgen wir uns bis heute beschäftigen. Zwar ist seit 1997 die Chemiewaffenkonvention in Kraft, die alles, was mit chemischen Waffen zu tun hat, regelt. Doch damals bis heute ist die Menschheit vor Chemiewaffen nicht sicher.
Aufbruch der Frauenbewegungen
Die Frauen übernahmen im Krieg die Arbeit der Männer, die eingezogen wurden. Die bürgerlichen Frauenvereine witterten damals Morgenluft und hofften, dass den Pflichten, die sie übernahmen, auch politische Rechte folgen würden. In sogenannten «Soldatenstuben» sorgten sie sich um das Wohl der Soldaten. Es sollte die die Geburtsstunde der Kantine sein.
Migrationspolitik
Vor dem ersten Weltkrieg herrschte in Europa die Personenfreizügigkeit. Jeder Mensch konnte dorthin ziehen, wohin er wollte. Die Schweiz zog schon damals viele Leute an: Mit 15 Prozent lebten hierzulande mehr Ausländer als in jedem anderen europäischen Land ausser Luxemburg. Der erste Weltkrieg beendete diese Epoche des freien Personenverkehrs jedoch abrupt.
Duell der Maschinen
Fünf Jahre vor Ausbruch des ersten Weltkriegs meinte ein ehemaliger deutscher Generalstabchef, die Entwicklung des Waffenarsenals sei abgeschlossen. Er hätte sich nicht mehr irren können. Sei es zu Land, zu Wasser oder in der Luft, der erste Weltkrieg markierte den Beginn einer ganzen Serie von modernen, bis dahin unbekannten Waffentechnologien.
Amerikas Aufstieg zum Weltpolizisten
«Recht ist kostbarer als Frieden» – mit diesen Worten schickte der amerikanische Präsident Wilson seine Soldaten vor 100 Jahren in den ersten Weltkrieg. Es war der erste grosse internationale Feldzug der USA, mit dem die Staaten zur militärischen Supermacht aufstiegen. Eine Rolle, die sie bis heute innehat.
Moderne Medizin dank Millionen von Kriegsopfern
Neben Millionen von Toten produzierte der 1. Weltkrieg auch über zwanzig Millionen Verletzte. Viele trugen sichtbare Folgen davon, etwa Prothesen. Und während diese heute High-Tech-Geräte sind, waren es damals einfache Ersatzgliedmassen aus Holz. «10vor10» über die Evolution der Prothetik seit dem Ersten Weltkrieg.