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Der Erfolg von CBD Öl beruht auf einer amerikanischen Geschichte, die von noch nicht allzu langer Zeit stattfand.
2013 berichtete der US-Fernsehsender CNN über den Fall Charlotte Figi – über ein junges Mädchen aus Colorado, das an einer schweren Form von Epilepsie litt. Trotz Medikamenten erlitt sie täglich bis zu 50 Anfälle – bis ihr ein medizinisches Marihuana mit hohem CBD- und niedrigen THC-Gehalt Linderung verschaffte. Diese neuartige Form der Behandlung reduzierte ihre Anfälle auf einen bis zwei pro Tag. Auffällig dabei: CBD wurde als Olivenöl-Lösung unter der Zunge verabreicht.
Seit dieser Erfolgsgeschichte ist die Nachfrage nach CBD Öl stark gestiegen – insbesondere 2017, als CBD in der Schweiz legalisiert wurde. Inzwischen ist bekannt, dass CBD nicht nur bei Epilepsie helfen kann, sondern auch bei Schmerzen und Angstzuständen.
Begibt man sich auf die Suche nach Informationen, wie das Öl aus der Cannabispflanze gewonnen wird, überrascht die Anzahl der verschiedenen Vorgehensweisen und Methoden angesichts der an sich gut dokumentierter Praxis. Folgender Artikel erklärt die wichtigsten Methoden zur Gewinnung von CBD Öl und deren Differenzierungsmerkmale.
Häufige Verwechslung: Hanfsamenöl und CBD Öl
CBD Öl wird aus den Blüten der Marihuana-Pflanzen gewonnen. Es enthält die gleichen Anteile CBD und THC wie die benutzte Hanfsorte, wobei diese je nach Extraktionstechnik etwas variieren können. Meistens wird das Erzeugnis zur Entspannung oder medizinischen Zwecken verwendet.
Hanfsamenöl wird im Unterschied zu CBD Öl ausschliesslich aus den Samen der Pflanze gewonnen. Die Samen werden dazu kalt gepresst, ähnlich wie beispielsweise bei der Gewinnung von Olivenöl. Das Öl enthält keine Cannabinoide wie THC oder CBD und wird aufgrund der hohen Anteile an gesättigten Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren hauptsächlich als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.
Die Verwechslung der beiden Cannabiserzeugnisse beruht daher, dass als Synonym für Hanfsamenöl oft nur die Betriffe «Hanföl» oder «Cannabisöl» verwendet werden. Da sich die Herstellungsmethoden und die Verwendungszwecke stark unterscheiden, konzentriert sich dieser Artikel ausschliesslich auf das CBD-haltige Öl, das aus den Blüten der Cannabispflanze gewonnen wird.
Nachfolgend eine Auswahl von CBD Ölen aus unserem Sortiment:
Die drei beliebtesten Extraktionsverfahren
Der grösste Teil der Cannabinoiden einer Hanfpflanze befindet sich in den Trichomen. Das sind mikroskopisch kleine Pflanzenhaare, die insbesondere beim Anbau von Cannabis eine wichtige Rolle spielen. Die Wirkstoffe, die in den Trichomen enthalten sind, lassen sich mit Fett oder Lösungsmitteln lösen. Wichtig zu beachten dabei ist, dass sich die Eigenschaften und das Verhältnis der Wirkstoffe der verwendeten Pflanze im Endprodukt widerspiegeln. Für ein hochwertiges CBD Öl empfiehlt es sich daher, nur die besten Blüten zu verwenden – unabhängig vom Verfahren, das verwendet wird.
1. Extraktion mittels Pflanzenöl
Bei der Extraktion durch Öl werden die Blüten mit einem Trägeröl gemischt und in Wasser aufgekocht. Dadurch lösen sich THC und CBD aus den Trichomen und werden im Trägeröl gebunden. Meistens wird dazu Olivenöl oder Hanfsamenöl verwendet. Dieser Verfahren eignet sich besonders gut für kleine Mengen und kann problemlos in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden. Einziger Nachteil: Die Wirkstoffe verlieren mit jedem vergangenen Tag an Kraft. Daher sollte stets nur eine kleine Menge zum direkten Gebrauch hergestellt werden. Da das CBD-Extrakt Pflanzenöl enthält, sollte diese Produkt nicht geraucht bzw. vaporisiert werden (bei der Erhitzung von Pflanzenölen können krebserregende Stoffe entstehen). Es eignet sich zum Kochen oder für die topische Anwendung..
Anleitung zur Herstellung von 200 ml CBD-Öl
Zutaten und Zubehör
Herstellung
- 1. grosszügig Wasser in den Kochtopf füllen, Blüten und Öl beigeben
- 2. unter umrühren an den Siedepunkt bringen und ca. eine Stunde köcheln
- 3. Topf vom Herd nehmen und nach dem Auskühlen in den Kühlschrank legen
- 4. sobald sich das Öl verfestigt hat, dieses vom Wasser trennen und in separates Gefäss geben
- 5. Öl bei Zimmertemperatur aufwärmen lassen und sieben, bis alle Pflanzenreste entfernt sind
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2. Extraktion mittels Lösemittel
Das Verfahren, CBD mit einem Lösemittel aus der Pflanze zu extrahieren, wird insbesondere von kleineren Produzenten verwendet. Das liegt daran, dass es relativ einfach und kostengünstig ist. Da diese Methode aber etwas gefährlicher ist als die zuvor beschriebene, eignet sie sich nur bedingt für die Herstellung von Kleinstmengen in den eigenen vier Wänden.
Bei diesem Verfahren wird meistens ein Lösemittel wie Butan, Branntwein, oder Ethanol verwendet. Das Cannabis wird in den Wirkstoff getaucht, um die Wirkstoffe zu lösen. Die resultierende Tinktur wird anschliessend gesiebt und eingekocht, bis das Lösemittel verdampft und ein harziger Rückstand – CBD Öl – zurückbleibt.
Das nachfolgende Video zeigt das Verfahren im Schnelldurchlauf:
Die Schwierigkeit liegt darin, das keine Rückstände des Lösungsmittel im Endprodukt zurückbleiben. Insbesondere bei der Herstellung zuhause ist der Reinheitsgrad nur schwierig zu überprüfen. Der Umgang mit Lösemittel aufgrund der leichten Entflammbarkeit besondere Vorsicht. Daher raten wir davon ab, selbst CBD-Öl auf diese Weise herzustellen.
3. Extraktion mittels CO2
Das dritte Verfahren, welches oft im industriellen Kontext verwendet wird, ist die CO2-Extraktion. Das ist das sicherste und sauberste Verfahren, um CBD-Öl herzustellen. Die Ausrüstung ist aber sehr teuer und der Vorgang relativ kompliziert und langwierig. Da sich für kleine Produzenten die Anschaffung kaum rentiert, sind es hauptsächlich die Grossproduzenten, welche dieses Verfahren nutzen. Der grösste Teil des CBD Öl, das in der Schweiz verkauft wird, wurde mittels CO2-Extraktion hergestellt.
Mithilfe von hochtechnologisierten Apparaten wird CO2 in einen überkritischen Aggregatszustand versetzt. Nebst fest, flüssig und gasförmig ist dies der vierte Zustand, der eine Masse haben kann. Überkritisch reiht sich zwischen flüssig und gasförmig ein. Sie verbinden das Lösungsvermögen von Flüssigkeiten mit der niedrigen Viskosität (Dünnflüssigkeit) von Gasen und sind somit das perfekte Extraktionsmittel für Cannabispflanzen.
Nachfolgender Video bietet einen kurzen Einblick in den Extraktionsprozess mittels überkritischem CO2.
Alle drei beschriebenen Methoden haben Vor- und Nachteile sowie spezifische Einsatzgebiete. Daher lohnt es sich beim Kauf von CBD Öl darauf zu achten, wie dieses hergestellt wurde.
Von CBD, das mit Lösemittel wie Ethanol extrahiert wurde ist eher abzuraten, da sich möglicherweise noch schädliche Spuren im Produkt befinden. Bei diesem Verfahren empfehlen wir Branntwein als Lösemittel, da dieser am wenigsten schädliche Stoffe enthält.
Ansonsten raten wir dazu, CBD Öl zu kaufen, das mittels CO2-Extraktion hergestellt wurde. Die Extraktion durch Pflanzenöl eignet sich aufgrund der kurzen Haltbarkeit nur für den Eigengebrauch.