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Mitte August 2010 wurde bei Hollywood-Star Michael Douglas, 66, Kehlkopfkrebs diagnostiziert. Aktuelle Fotos zeigen, wie sehr ihn die Chemotherapie und Bestrahlung geschwächt haben. Der Schauspieler sieht erschöpft und um Jahre gealtert aus. Er soll 21 Prozent seiner Körpermasse verloren haben. Nun schreibt oe.24, dies sei erschreckend viel. Ausserdem wird ein Experte des amerikanischen Boulevardmagazins, «National Enquirer» zitiert, der meint meist könne bei Chemo und Bestrahlung der Gewichtsverlust auf zehn Prozent minimiert werden. Recherchen von SI online ergeben jedoch ein weniger dramatisches Bild.
Professor Alexander Knuth, Direktor der Onkologie am Universitätsspital Zürich, meint ein Gewichtsverlust von 21 Prozent stelle ein kalkulierbares Risiko dar. «Es gibt Kehlkopfkrebs-Patienten, die bei einer Bestrahlung und Chemotherapie je nach Ausgangslage bis zur Hälfte des Körpergewichts verlieren können. Korpulente Patienten verlieren proportional mehr Gewicht als schlanke Patienten.» Dieser enorme Gewichtsverlust hänge mit der lokal angesetzten Therapieform zusammen. «Der Schluckakt ist beeinträchtig und die Patienten leiden unter Übelkeit. Die Freude, Nahrung aufzunehmen, ist erheblich beeinträchtigt.» Bei erfolgreicher Therapiebeendigung würde der Patient wieder an Gewicht zunehmen. Das gilt auch für Michael Douglas, der seine Behandlung Mitte Oktober hinter sich gebracht hat.