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Warum liefert die Wasserversorgung kein enthärtetes Wasser?
Die Lokalen Wasserversorgungsbetriebe liefern täglich sehr grosse Mengen an Wasser und nur ein beschränkter Prozentsatz hiervon wird für die Haushalte bereitgestellt. Das meiste Wasser wird für die Umgebungsbewässerung oder für industrielle Zwecke verwendet. Für diese Bereiche ist eine Enthärtung oftmals nicht notwendig. Eine generelle Vollenthärtung seitens der Wasserversorger hätte hohe Wasserkosten zur Folge.
Messeinheiten „Deutsche Härte – Französische Härte“
Die meisten Wasserenthärter und Härteprüfsets verwenden die „Deutsche Härte“ als Messwert. Multipliziert man diese Deutsche Härte mit dem Faktor 1.78 erhält man den Härtewert in französischer Härte.
Welche Wasserhärte sollte angestrebt werden?
Die Wasserversorgung empfiehlt die Wasserenthärter so einzustellen, dass eine Resthärte von 5dH° bestehen bleibt. Dies setzen wir konsequent um und zeigen Ihnen nach der Installation auch, wie Sie diese Werte bei Bedarf selber einstellen können. Ein Härteprüfset geben wir Ihnen beim Kauf einer Entkalkungsanlage gratis dazu und führen mit Ihnen gemeinsam eine Messung durch
Wie wird die Anlagengrösse berechnet?
Die Grösse der Anlage wird aus folgenden Faktoren Ihrem Bedürfnis entsprechend berechnet:
- Anzahl Personen,
- täglicher Wasserverbrauch,
- Ihre Wasserhärte.
Die Enthärtungsanlage wird dann so berechnet, dass einmal wöchentlich eine Regeneration, möglichst mit Sparbesalzung ausgelöst wird.
Wie gross muss ein Wasserenthärter bei meinem Verbrauch sein?
Nachstehend finden Sie hier ein Rechenbeispiel wie es für Sie ev. aussehen könnte:
Wir nehmen an, dass das Rohwasser, also vor der Enthärtung, eine Härte von 20° dH aufweist. Da wir 5° dH im Wasser belassen entfernen wir 15° dH.
Anzahl m3 pro Jahr : 365 Tage = Tagesverbrauch
Tagesverbrauch x 5Tage x ° dH die entfernt wird
z.B: 280m3 : 365 = 0.77m3/Tag
0.77m3 x 5 Tage x 15° dH = 57.75
Die Anlage muss also eine Aufnahmekapazität von mindestens 58° dH aufweisen.
Soll Tabletten- oder loses Salz verwendet werden?
Alle Entkalkungsanlagen werden aus dem Ausland bezogen und sind ursprünglich für den Einsatz von Tablettensalz hergestellt worden. Da Salz in Tablettenform aber in der Schweiz lange Zeit nicht erhältlich war, wurde loses Salz verwendet. Dazu mussten die Anlagen nachträglich mit einem Filtergewebesack ausgestattet werden. Mittlerweile erhält man auch bei uns Tablettensalz. Mit Tablettensalz arbeiten Wasserenthärter effizienter. Dies deshalb, weil das Solewasser die Tabletten ganz umspülen kann und dadurch eine optimale Salzsättigung erreicht wird. Bei losem und nassem Salz ist dieser Prozess nicht optimal. Zudem kann es bei losem Salz zu einer Salzverkrustung und ausgewaschenen Hohlräumen kommen, die Störungen in der Wasserenthärtung zur Folge haben können. Deshalb setzen wir standardmässig nur noch Tablettensalz ein und bestücken unserer Wasserenthärter nur auf ausdrücklichen Wunsch hin mit Filtersäcken.
Wasserenthärter arbeiten, indem über das Harz Ionen getauscht werden. Ionenaustauschharze werden aus bestimmten Polymeren in Trinkwasserqualität gefertigt. Das Harz ist für eine bestimmte Aufgabe konfiguriert und mit einer Ladung versehen. Harz für die Enthärtung ist negativ geladen. Dieses Harz wird als kationisches Harz bezeichnet, weil es positiv geladene Ionen anziehen kann. Kalzium, Magnesium, Eisen und Natrium sind Beispiele für positive Ionen. Weil das kationische Harz negativ geladen ist, wird es positive Ionen anziehen. Natriumionen werden zum Harz gezogen, weil sie positiv geladen sind. Wenn das Harz eine optimale Ionensättigung erreicht hat, wird es mit einer Salzlösung versehen und gespült. Dabei gibt es die angezogenen Kalzium- und Magnesiumteile frei. Nach diesem Spülvorgang steht wieder die volle Kapazität für einen neuen Entkalkungszyklus zur Verfügung.
Wie funktioniert eine Sparbesalzung?
Bei der Einstellung „Sparbesalzung“ wird bei der Harzregeneration nicht die maximal mögliche Kapazität der Anlage „wiederhergestellt“. Das bedeutet zum einen, dass sich das Intervall zwischen den Regenerationsphasen verringert. Zum anderen wird bei der Sparbesalzung je nach Hersteller bis zu 50% Salz eingespart. Somit stellt die Sparbesalzung eine „Kostenreduzierung“ der Betriebskosten dar.
Beispiel:
Eine Entkalkungsanlage hat eine maximale Aufnahmekapazität von 100 dH° (Deutsche Härtegrade).
Um bei einer notwendigen Regeneration mittels Salzlösung 40 dH° auszuspülen, wird lediglich 1.0kg Salz benötigt. Zum Ausspülen von 86 dH° werden bereits 3.6kg- und für 100 dH° ganze 5.3kg gelöstes Salz benötigt. Bei einer Sparbesalzung auf der ersten Stufe (1.0kg Salz) kann zur höchsten Stufe (5.3kg Salz) über 50% Salz bei gleicher Leistung gespart werden. Moderne Anlagen verfügen über die Funktion Sparbesalzung.
Wird dem Leitungswasser Salz beigefügt?
Nein, Salz wird nur zur Regeneration des Enthärtungsharzes verwendet. Die Salzlösung wird bei unseren Anlagen nie in die Leitung eingespeist.
Was sind die Vorteile einer Duplex- oder Doppelanlage?
Duplex- oder Doppelanlage werden Wasserenthärter genannt, die über mehr als eine Harzflasche verfügen. Die Harzflaschen können abwechselnd regeneriert werden, so dass jederzeit weiches Wasser zur Verfügung steht. Bei Einzelanlagen steht während der Dauer der Regeneration kein weiches Wasser zur Verfügung. Daher wird die Regeneration vorzugsweise auf nachts 02.00 Uhr gestellt, um die gleichzeitige Wassernutzung möglichst gering zu halten. Für den üblichen Haushalt ist dies auch nicht störend. Für Gewerbe-, Gaststätten- und andere Schichtbetriebe, die 24 Stunden auf enthärtetes Wasser angewiesen sind, ist ein Doppelenthärter unumgänglich.
Kabinett oder freistehender Wasserenthärter?
Als Kabinettenthärter werden Wasserenthärter bezeichnet, bei denen die Harzflasche und der Salzbereich in einem gemeinsamen Gehäuse, dem Kabinett, untergebracht sind. Demgegenüber gibt es freistehende Harzflaschen mit einem separaten Salzbehälter. Das Kabinett hat oftmals den Vorteil, dass es die kompakteste Form darstellt, wogegen das Salz in einem separaten Salzbehälter besser vor Verunreinigungen geschützt ist und bei Bedarf frei zugänglich gereinigt werden kann. Zudem ist der Salzvorrat bei einem externen Salzbehälter meistens wesentlich grösser als bei einem Kabinettsystem.
Gibt es Schweizer Wasserenthärter?
Obwohl im Internet viele Firmen zu finden sind, die Ihre Wasserenthärter als Schweizer Produkt zu vermarkten versuchen, ist uns kein Hersteller bekannt, welcher Steuerung und Ventil, geschweige denn einen ganzen Wasserenthärter in der Schweiz herstellt. Bestenfalls werden importierte Komponenten selber zusammengeschraubt und dann fälschlicherweise als Swiss Made angeboten, um sich Vorteile zu verschaffen. Sehr bekannt sind Wasserenthärter oder Steuerungskomponenten der Firmen Fleck, Clack oder ECOWater sowie North-Star-Produkte. Diese Marken haben sich seit langem auf dem Markt bewährt, die letzten zwei sind seit bald 100 Jahren auf dem Markt.
Ab wann lohnt sich ein Wasserenthärter?
Wir enthärten das Wasser grundsätzlich auf 5° dH/ 9° fH. Liegt die Wasserhärte bei Ihnen zu Hause über diesem Wert, lohnt sich der Einbau eines Wasserenthärters.
Spätestens bei einer Wasserhärte von 9° dH/ 16° fH können ohne Enthärtung vermehrt Schäden an Armaturen, WC’s und weiteren Geräten entstehen.
Wie hart ist Regenwasser?
Regenwasser hat eine Härte von 0°. Es enthält also weder Kalk noch Mineralien und ist reines H2O.
Erst wenn es durch die Erdschichten und Gestein fliesst nimmt es Mineralien, Magnesium und Kalk auf. Dies erklärt auch, warum das Wasser nicht überall gleich hart ist.
Nicht überall finden sich dieselben Gesteinsarten und Mineralien in gleicher Konzentration und bis es aus unseren Leitungen fliesst hat es schon einen weiten Weg hinter sich.
Wie lange gibt es die Wasserenthärtung bereits?
Der Hersteller von Kalso hat bereits 1925 das erste Patent im Bereich der Wasserenthärtung in Amerika angemeldet.
Unsere Wasserenthärter greifen also bereits auf knapp 95 Jahre Firmenerfahrung zurück.
Noch heute kommt die Technik der bewährtesten Wasserenthärter aus den USA. In der Schweiz werden keine Wasserenthärter (Ionentauscher) hergestellt.
Sie haben weitere Fragen?
Wenn Sie Fragen haben, die wir hier noch nicht beantwortet haben, wenden Sie sich bitte an uns. Gerne nehmen wir zu Ihren Fragen Stellung und ergänzen diese Rubrik gegebenenfalls mit Ihrer Frage.