Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03571.jsonl.gz/2567

Nach einem Verkehrsunfall drohte Caitlyn Jenner eine Anklage wegen Totschlags. Doch jetzt hat die zuständige Staatsanwaltschaft entschieden, sie nicht anzuklagen. Aufatmen kann Jenner aber noch nicht.
Für die Staatsanwaltschaft von Los Angeles ist die Beweislage zu dünn: Sie will im Fall des tödlichen Autounfalls, in den Caitlyn Jenner verwickelt war, keine Anklage erheben. Jenners Wagen war im Februar mit zwei weiteren Autos kollidiert, eines davon wurde in den Gegenverkehr gedrängt. Der Fahrer des Wagens wurde dabei getötet.
«Wir haben von Anfang an daran geglaubt, dass eine gründliche und objektive Untersuchung Caitlyn von allen Vorwürfen befreien würde», sagte der Anwalt der 65-Jährigen. Demnach sei «ein Verkehrsunfall, wie tragisch es auch immer sein mag wenn ein Mensch sein Leben verliert, nicht unbedingt ein krimineller Akt».
Zuvor hatten die Ermittlungsbehörden festgestellt, dass Jenner mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen war – und dass die Beweislage es zulasse, Anklage wegen fahrlässiger Tötung zu erheben. Doch die Staatsanwaltschaft sieht nun wegen Beweismangels von einer Klage ab.
Caitlyn Jenner, die als Bruce Jenner geboren wurde, gewann bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal Gold im Zehnkampf. Als Bruce Jenner war sie lange mit Kris Jenner verheiratet, der Mutter von Schauspielerin Kim Kardashian. In der erfolgreichen Serie «Keeping Up With the Kardashians» hatte sie häufig Gastauftritte. Im April hatte Jenner ihre Transsexualität öffentlich gemacht.
Nach dem Autounfall sagte Jenner: «Es ist ein furchtbare Tragödie.» Sie könne sich nicht vorstellen, was die Familie des Opfers gerade durchmache. «Ich bete für sie.» Abgeschlossen ist der Fall jedoch noch nicht. Die Stiefkinder des Unfallopfers und der Fahrer des zweiten Wagens haben bereits Klage gegen Jenner eingereicht. (amt/Reuters/AP)