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Die Geschichte von Brig-Glis
Die Stadt Brig liegt im Herzen der Walliser Alpen. Wann und wie sie entstanden ist, weiss man bis heute nicht. Unweit von Brig entfernt, in Gamsen, haben Archäologen ein Dorf freigelegt, das zwischen 650 v. Chr. bis 500 n. Chr. bewohnt war. Aus der Römerzeit ist der erste Bau einer Strasse über den Simplon bekannt. Der gallische Name „briva“ (Brig) für „Brücke“ wird 1215 erstmals urkundlich erwähnt.
Im 14. Jahrhundert setzte allmählich der Transitverkehr über den Simplon ein und machte Brig zu einem Marktort. Zwei Jahrhunderte später, zu Beginn des 16. Jahrhunderts, wurde Brig Hauptort des gleichnamigen Zendens und Sitz des Zendengerichts.
Das 17. Jahrhundert steht ganz im Zeichen von Kaspar Stockalper von Thurm und seiner regen Bautätigkeit. Er liess Bauwerke errichten, die heute noch das Stadtbild von Brig prägen, wie z.B. den Stockalperpalast, die Sebastianskapelle oder das Jesuitenkollegium mit dazugehöriger Kirche. Seine Transitachse über den Simplon (Stockalperweg) war eine der wichtigsten Alpenübergänge und brachte sowohl ihm als auch den Brigern entsprechendes Ansehen und Wohlstand. Der Pass bekam jedoch erst überregionale Bedeutung, nachdem Napoleon I. 1801–1805 eine befestigte Passstrasse bauen liess, um den Pass für seine Artillerie befahrbar zu machen. Seit dieser Zeit es möglich, mit Postkutschen über den Simplon zu reisen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts folgte mit dem Eisenbahnanschluss nach Westen (1874) das Eisenbahnzeitalter. Mit der Eröffnung des Simplontunnels 1906 und der Lötschbergsüdrampe 1913 wurde das Wallis und damit Brig sowohl für Italien als auch für die übrige Schweiz leichter zugänglich. Dreizehn Jahre später, 1926, kam der Eisenbahnanschluss ins Goms.
Die heutige Stadtgemeinde Brig-Glis ist aus der Fusion der Gemeinden Brig, Glis und Brigerbad hervorgegangen, welche am 1. Januar 1973 in Kraft getreten ist.