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Seit Ende Mai 2010 sind in der Oströhre des Teilabschnittes Faido vermehrte Wasserzutritte festzustellen. Das Wasser stammt aus den beim Vortrieb durchfahrenen Klüften. Wegen der Wasserzutritte muss ein erhöhter Maschinenunterhalt getätigt werden, insbesondere bei den elektrischen Komponenten. Die Wasserzutritte behindern zudem den Vortrieb, weil es zu vermehrten Stillständen für Sondierbohrungen kommt.
Wie Renzo Simoni, Vorsitzender der Geschäftsleitung der AlpTransit Gotthard AG, heute am Swiss Tunnel Congress 2010 in Luzern ausführte, sei jedoch der geplante Hauptdurchschlag des Gotthard-Basistunnels am 15. Oktober 2010 zurzeit nicht gefährdet: „Ich habe aber immer darauf hingewiesen, dass negative Überraschungen noch möglich sind und den Termin verzögern könnten.“
Der Wasserzufluss in der Oströhre schwankt zurzeit zwischen 30 und 90 Litern pro Sekunde. Das Bergwasser wird normal abgeleitet und durchläuft die Wasseraufbereitungsanlagen. Falls das Wasser nach der Aufbereitung eine übermässige Trübung aufweist, kann es nicht in den Ticino abgeleitet werden. Es wird gemäss dem genehmigten Prozess der Wasseraufbereitung auf den umliegenden Grünflächen zur Versickerung gebracht.
Die Kampagne zur Durchörterung des Niederbruchs in der Weströhre ist in der Zwischenzeit weit fortgeschritten. Die Ausbruchs- und Sicherungsarbeiten an der Injektionsnische wurden fertig gestellt. Die Gelinjektionen zum Schutz der Tunnelbohrmaschine wurden erfolgreich eingebracht. Zurzeit werden die Bohrungen für die Zementinjektionen erstellt. Der Gegenvortrieb hat seine geplante Länge von 85 m erreicht. Läuft alles wie geplant, wird die Tunnelbohrmaschine in der Weströhre ab Mitte Juli 2010 wieder angedreht.