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In Haiti hat ein grosser Teil der Bevölkerung nur begrenzten Zugang zu Wasser, Hygiene und sanitären Einrichtungen. Im der Region Grand’Anse müssen Frauen und Kinder täglich mehrere Stunden über schlecht begehbare Bergwege zu Wasserquellen laufen, um ihrer Familie das nötige Wasser zu sichern. Auch Schulen und weitere öffentliche Einrichtungen sind nur unzureichend an lokale Wassersysteme angeschlossen. Die COVID-19-Pandemie hat die bereits bestehenden Probleme zusätzlich verschärft und zeigt deutlich, mit welcher Dringlichkeit die Trinkwasser- und Hygieneinfrastrukturen saniert und ausgebaut werden müssen. Um die prekäre Gesundheitssituation in der Grand’Anse zu verbessern, hat HEKS mit den lokalen Akteuren die Planung eines Projekts für einen besseren Zugang zu Trinkwasser und Hygiene begonnen.
Begünstigte:
Direkt vom Projekt profitieren rund 300 Mitglieder von Bauern- und Elternkomitees, 5000 HändlerInnen und KäuferInnen auf den öffentlichen Märkten sowie die Lehrkräfte von 16 Schulen und ca. 2330 SchülerInnen. Indirekt werden die EinwohnerInnen von acht Gemeinden (rund 25'000 Personen), in denen sich die Schulen und Märkte befinden, von diesem Projekt profitieren, weil sich in ihrem Umfeld eine neue Bewegung zu den Themen Trinkwasser und Hygiene formiert.
Ziele:
Ziel des Projekts ist es, der ländlichen Bevölkerung der Grand’Anse zu einem nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser, angemessenen sanitären Einrichtungen und verbesserter Hygiene zu verhelfen.
Aktivitäten:
In diesem Projekt werden ländliche Gemeinden, Schulen und lokale Märkte für einen besseren Zugang zu Trinkwasser und Hygiene unterstützt. Im ersten Projektjahr liegt der Fokus auf acht Schulen und zwei Märkten in den Gemeinden Jérémie und Roseaux. In den Schulen soll anhand des Ansatzes der «École amie de l’hygiène» Sensibilisierungsarbeit geleistet werden. Es handelt sich dabei um ein Konzept der haitianischen Behörden, welches die Schule als den geeigneten Ort anerkennt, um Verhaltensänderungen sowie theoretisches und praktisches Wissen zu vermitteln, und so zur nachhaltigen Entwicklung eines Landes beizutragen. Nebst den Schulen werden auch die PartnerInnen aus dem Bereich der öffentlichen Institutionen und AkteurInnen der Zivilgesellschaft für einen erleichterten Zugang zu Trinkwasser und Hygiene mobilisiert und ihr entsprechendes Fachwissen gestärkt. Weiter werden die bestehenden Wasserreservoirs in Schulen saniert und aufgerüstet und Sanitäranlagen auf Märkten installiert.