Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/89796

<h2>SubmittedText<h2><p>Am Montag, 19. Mai 2008 flogen drei Militärjets der Schweizer Armee unter den Wolken über die Stadt Zürich und schreckten damit Stadtbewohner auf. Gemäss Jürg Nussbaum, Sprecher der Luftwaffe, handelte es sich "um einen Aufnahmeflug im Hinblick auf die Euro 2008".</p><p>Erachtet es der Bundesrat als verhältnismässig, Bewohner der Stadt Zürich aufzuschrecken, um PR-Bilder für die Armee zu schiessen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Am 19. und 20. Mai 2008 hat die Schweizer Luftwaffe zu Trainingszwecken insgesamt fünf Überflüge über die Euro-2000-Stadien Bern bzw. Zürich vollzogen. Diese Trainingsflüge - so hoch wie möglich, aufgrund der Wolkenlage so tief wie nötig - sind im Zusammenhang mit der Sicherung des Luftraumes durch die Luftwaffe während der Euro 2008 für die Piloten von grosser Wichtigkeit. Aufgrund der Tatsache, dass im Normalfall nicht über Städte geflogen wird, müssen sich die Piloten bei diesen wenigen Trainingsflügen an visuelle Eindrücke, zeitliche Aspekte und die besonderen Verhältnisse gewöhnen. Sämtliche Flüge erfolgten bezüglich Flughöhe und -geschwindigkeit im Rahmen gültiger Flugverkehrsvorschriften.</p><p>Vor diesem Hintergrund erachtet der Bundesrat diese Trainingsflüge als verhältnismässig und den Erfordernissen einer vorausschauenden Einsatzvorbereitung entsprechend.</p><p>Die Schweizer Luftwaffe wird während der Euro 2008 für die Sicherheit des Luftraums zuständig sein. Im Normalfall wird während den Spielen von den sich in der Luft befindenden, zum Eingreifen bereiten Jets nichts zu hören und zu sehen sein. Bei gewissen Szenarien ist es aber möglich, dass ein Kampfjet tief fliegen muss. Deshalb sind diese Trainingsflüge notwendig. Am 4. und 5. Juni 2008 sind über den Stadien weitere Testflüge geplant.</p><p>Diese Trainingsflüge wurden zudem dazu genutzt, um Fotomaterial zu erstellen, das die Aktivitäten der Luftwaffe während der Euro 2008 erläutert. Dies entsprach einem vielfachen Wunsch der Medien.</p>