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Papoušek, M.: Vom ersten Schrei zum ersten Wort. Huber, Bern, 1994
In den letzten Jahren ist erkannt worden, dass die frühe Eltern-Kind-Beziehung und die vorsprachliche Kommunikation nicht nur für die sozial-emotionale, sondern auch für die ganze Entwicklung, inbegriffen die kognitive, von grosser Bedeutung ist (Seite 15).
Das Kleinkind erlernt die Muttersprache, ihr hochkompliziertes Regelsystem, den Syntax, die Bedeutung sprachlicher Zeichen, die Semantik und den sinnvollen Gebrauch der Sprache, die Pragmatik ohne Schwierigkeiten, und zwar beginnt die sprachliche Entwicklung schon im Mutterleib, sobald das Ungeborene Rhythmus und Melodie der mütterlichen Sprache wahrnehmen kann (Seite 16).
Es ist erstaunlich, dass in der vorsprachlichen Kommunikation die Sprache von Anfang an eine entscheidende Rolle spielt.
Wenn die Säuglinge beginnen, Sprache zu verstehen und einzelne Wörter lernen, benützen die Erwachsenen ein „didaktisch angepasstes Sprachlehrregister" mit begrenztem Vokabular, deutlicher Artikulation, einfacher phonologischer Struktur und einfacher syntaktischer Einheiten, und sie heben dabei ihre Stimme um durchschnittlich eine kleine Terz und sprechen melodiöser als mit Erwachsenen. Die Melodien sind meist steigend; bei Warnungen fallen sie (Seite 128).
Die Bedeutung des Spracherwerbs im Säuglingsalter zeigt sich in Sprachentwicklungsstörungen, wie sie im Vorschulalter bei rund 30%, beim Schuleintritt bei 10% und bei 12-Jährigen bei 7% der Kinder festgestellt werden (Seite 16).
Grundlagen
Der Stimmapparat hat sich im Laufe der Phylogenese aus einem reinen Respirationsorgan entwickelt. Der Stimmtrakt des menschlichen Neugeborenen entspricht dem eines erwachsenen Schimpansen, ist also noch sehr eingeschränkt; es kann aber gleichzeitig trinken und atmen. Der supralaryngale Raum ist noch kurz und noch nicht abgewinkelt. Mit 4 bis Monaten ist dann die Entwicklung abgeschlossen (Seite 23).
Die sprachliche Lautproduktion ist die komplexeste motorische Leistung des Menschen. Der neuromotorischen Steuerung der sprachlichen Vokalisation liegt ein kompliziertes hierarchisches System mit Subsystemen im Hirnstamm, Mittelhirn, limbischem System und Neocortex zugrunde (Seite 23).
Der Säugling hat die Fähigkeit, Bedingungszusammenhänge (Kontingenzen) in bezug auf sein Handeln und dessen Konsequenzen zu erfahren und unter Kontrolle zu bringen. Damit in Zusammenhang steht die innere Motivation und die Entwicklung der Fähigkeit zu zielgerichtetem Handeln (Seite 30).
Die Lernbereitschaft und –fähigkeit des Neugeborenen in den vorsprachlichen Interaktionen wird ergänzt durch intuitive elterliche Anpassung Diese beruht wahrscheinlich auf einer Prädisposition und wird durch Hormone gesteuert (Seite 32).
Die Sprachwahrnehmung der Kinder folgt einem angeborenen Lernprozess: von der Geburt an sind sie von der Sprache fasziniert. Das wechselseitige stimmliche Nachahmen mit der Mutter fördert nicht nur die Vokalisation, sondern allgemein die Wahrnehmung (Seite 115).
Im ersten Halbjahr ist der Blickkontakt kritisch wichtig, im zweiten die Umwelt, später werden Blickkontakt und Umwelt und gemeinsame umweltfokussierte Aufmerksamkeit ntegriert. Mit 12 Monaten ist das Kind zur äusserst komplexen Leistung fähig, der Blickrichtung des Gegenübers auf einen Gegenstand zu folgen. Ebenso kann es Zeigegesten folgen. Diese sind eng mit dem Spracherwerb verbunden; schon mit 6 Monaten zeigt der Säugling auf ein ihm präsentiertes Objekt (ohne noch die Hand auszustrecken) (Seite 126).
„Der Säugling kann die prosodischen Einheiten der Sprache in Bezug auf sein eigenes Verhalten bearbeiten, dank der elterlichen Neigung, visuelle, stimmliche und motorische Verhaltensformen des Kindes kontingent zu beantworten, und dank der früh angelegten kindlichen Fähigkeit, Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und dessen Konsequenzen in der Umwelt zu entdecken und unter Kontrolle zu bringen." (Seite 151)
Säuglinge achten beim Hören von Sprache auch auf die Lippen. Im Alter von 5 bis 6 Monaten ziehen sie das Gesicht einer Frau vor, die die Silben wirklich spricht gegenüber einer andern Frau, bei der die Lippenbewegungen nicht synchron sind. Dabei schauen Kinder aus Rechtshänderfamilien nach rechts, solche aus Linkshänderfamilien nach rechts, ein Hinweis darauf, dass die neuronale Verarbeitung bereits lateralisiert ist. Diese Vorliebe für das Zusammenwirken von optischen und akustischen Informationen über Sprachlaute nutzen schon 3 bis 4 Monate alte Säuglinge beim Nachahmen der Laute a und u. Dazu kommt die Koppelung mit der eigenen artikulatorischen Aktivität (Seite 113).
Es scheint einen zeitlichen Zusammenhang zu geben zwischen dem Auftreten der regulären Silben und der neurologischen Reifung, z.B. der Übergang von limbischen zu neocortikalen Steuerungsmechanismen und die linkshemisphärische Spezialisation bezüglich Rhythmus. Bei den Eltern werden dadurch komplementäre Anpassungen ausgelöst86.
Das mütterliche Sprechen ist unabhängig von Sprachzugehörigkeit, Alter, Geschlecht und Erfahrung universell (Seite 135).
Die mütterliche Sprechweise im Vorsilbenalter hat eine hohe Sprechrate, längere Äusserungsdauer, kürzere Pausen und komplexe Syntax. Im Silbenalter (zweites Halbjahr) wird die Sprechrate niedriger, die Pausen länger. Exploratives Spiel mit Gegenständen, musikalisch-rhythmische Anregungen stehen im Vordergrund. Mit dem Auftreten der ersten Wörter kommen verkürzte Äusserungen mit niedriger Silbenzahl, einfacher Syntax, deutliches Artikulieren und melodisches Markieren der bedeutungstragenden Wörter (Seite 142).
Die Wörter beziehen sich auf eine Handlung, eine Absicht, einen Gegenstand oder auf den Zustand oder eine Handlung eines „Gegenstandes". Solche Wörter (winke, nein, Papa, heiss, wauwau) haben die Bedeutung von ganzen Sätzen (Seite 166).
Beim Spracherwerb gibt es grosse Unterschiede in den Strategien, im Tempo und im Stil (als Extreme referentieller und expressiver Stil). Im referentiellen Stil hat es im Wortschatz einen hohen Anteil an Namen von Objekten und Personen und viele Ein-Wort-Äusserungen, im expressiven Stil gibt es weniger Namen, dafür Wörter mit Handlungs- oder Sozialbezug. Die Ursachen für diese Unterschiede sind noch zu wenig erforscht. Vermutungen gehen dahin, dass referentielle Kinder analytisch denken und sich ein strenges phonologisches System aufbauen, während expressive Kinder holistisch denken und sich ihr System „beherzt" und mit einer „lockeren" phonologischen Struktur gestalten, und dass die Verschiedenheiten mit der unterschiedlich fortgeschrittenen Lateralisierung der Hirnhemisphären in Zusammenhang steht (Seite 168f).
Je mehr die Mutter mit dem Kind spricht, umso grösser wird dessen Wortschatz. Mütter aus unterprivilegierten Schichten sprechen weniger mit den Kindern. Die ersten 50 Wörter werden langsam erworben, dann – nach durchschnittlich 19,8 Monaten – geht es plötzlich schnell (Seite 171).
Kinder, deren Mütter in der vorsprachlichen Zeit ihre Sprache mit grösserem Stimmumfang, in höherer Stimmlage, mit ausgeprägter Intonation, dynamisch angepasster Melodik und im 2. und 3. Halbjahr mit langsamerer Sprechweise angeboten haben, weisen eine frühere und raschere Wortschatzentwicklung auf (Seite 173ff).
Kommunikation
Die vorsprachliche Kommunikation ist von Anfang an geprägt durch den gegenseitigen Blickkontakt (Seite 39).
„Viele Mütter geben eher unauffällige Laute des Kindes in deutlich artikulierter Weise wieder und bieten damit dem Kind ein visuelles und/oder auditives und Feedback (Seite 105)."
Im Alter von 4 bis 24 Wochen bewirkt das Sprechen der Mutter, dass das Kind schweigt, während ihr Schweigen beim Kind Vokalisationen auslöst98.
Etwa vom 5. Monat an zeigt sich beim Säugling eine aktive Zuhörpause; das ist der Beginn des Abwechselns, des Dialogs. Die Mutter hat die „Schrittmacherfunktion" bis das Kind etwa mit 18 bis 24 Monaten der Mutter durch Blickkontakt signalisert, dass sie an der Reihe ist (Seite 99).
Die mütterlichen Äusserungen betreffen während der ersten 5 Monate fast ausschliesslich das Befinden des Kindes. Im zweiten Halbjahr nimmt die mütterliche Sprache zunehmend Bezug auf Handlungen, Gegenstände und Ereignisse, primär ausgelöst durch die visuelle Aufmerksamkeit des Kindes auf bestimmte Gegenstände und verstärkt durch Spielchen mit Verstecken und Finden, Zeigen und Benennen (Seite 117).
„Die elterliche Bereitschaft zum Zuhören und kontingenten Antworten trägt schon früh zur Gestaltung eines Konversationsrahmens mit dialogartigem Abwechseln bei, in dem der Säugling als aktiver Gesprächspartner behandelt wird." Die Eltern vereinfachen ihr kommunikatives Verhalten und ihre Sprache und erleichtern dem Kind so das Lernen (Seite 123).
Ein 3-monatiger Säugling lernt rasch, eine Pause einzulegen, um eine kontingente Antwort zu provozieren oder durch einen Quietschlaut die Wiederholung eines Spielchens zu erbetteln. Wenn die Mutter die Augen schliesst und damit die Kommunikation unterbricht, reagiert das Kind heftig und versucht, mit früher als erfolgreich erfahrenen Strategien die Aufmerksamkeit der Mutter zurückzugewinnen158.
Die Eltern reagieren auf Wohlbehagenslaute „mit anregenden steigenden und belohnenden steigend-fallenden Melodien in erhöhter Stimmlage, Missbehagens- und Schreilaute dagegen werden überwiegend mit langsam fallenden Melodien in tieferer Stimmlage übertönt (Seite 160)."
Steigende Endkonturen bei kindlichen Lautäusserungen verlangen meist eine Antwort, fallende Endkonturen schliessen eine Kommunikation ab (Seite 163).
„Wenn das Kind in seinen Lauten sein momentanes Befinden zum Ausdruck bringt, benutzen Mütter die Nachahmung des stimmlichen Ausdrucks, um sich emphatisch in das kindliche Erleben einzufühlen oder durch verstärkende, abschwächende oder variierende Nachahmungen Befindlichkeit, Aufmerksamkeit und Erregung des Kindes unmittelbar zu beeinflussen." Die Nachahmungsspielchen schaffen Vertrautheit und Voraussagbarkeit. Es werden gemeinsame Code-Wörter geschaffen, auf die später zurückgegriffen werden kann (Seite 107).
„Mit besonderem Vergnügen stimmen einige Mütter in das kindliche Spiel mit der Stimme ein und wetteifern mit dem Kind im Rahmen interaktiver Nachahmungsspielchen oder musikalischer Duette im Erfinden und Ausgestalten neuer Lautprodukte (Seite 107)."
Primär ist es die Mutter, die durch ihr kontigentes „biologisches Echo" mit dem Nachahmen beginnt. Die Imitationslaute der Eltern sind häufig etwas übertrieben; damit bieten sie dem Kind einen Rahmen zum Lernen und Korrigieren (Seite 104).
Kinder, die in den ersten 6 Monaten explorative Lautspielchen mit der Mutter getrieben haben, können ihre Erfahrungen im Alter von 15 Monaten nutzen, indem sie Wörter durch sofortiges Nachahmen erlernen (Seite 110).
Die meisten interaktiven Spielchen haben eine typische Struktur: sie haben eine die Aufmerksamkeit und Erregung steigernde Komponente mit steigender Melodie bis zum Höhepunkt, dann Entspannung mit fallender Melodie (Seite 124).
Sprache
Die Sprachentwicklung verläuft über Grundlaute, vokalartige Laute, melodisch modulierte Laute, explorative Laute, emotionale Laute, Vorsilben, reguläre Silben, alternierende Silben, Protowörter zu Wörtern (Seite 71).
Schreien ist nicht „Sprache"; das zeigt sich auch in der Reaktion der Eltern: Sie versuchen, das Kind mit fallender Melodik zu beruhigen. Auf ruhige Vokalisation dagegen antworten sie mit steigender Melodik (Seite 78).
Ein Meilenstein ist das Auftreten des monologisierenden, „kanonischen" Silbenplapperns (mama, dädädä) zwischen 5 und 7 Monaten, wo die Mutter sich häufig zuriücknimmt und nur belustigt zuhört. Wenn wenig später die alternierenden Silben auftauchen, wechseln die Mütter ihre kommunikative Strategie erneut und bieten rhythmische Silbenketten und motorische Spielchen an (Seite 84).
Im Alter von 9 Monaten erreicht das kindliche Monologisieren den Höhepunkt, und das sprachliche Angebot der Mütter ist in dieser Zeit am niedrigsten (Seite 139).
Die Säuglinge nehmen nicht einzelne phonetische Segmente, sondern Silben wahr und speichern sie. Durch die prosodischen Konturen werden von Anfang an auch grundlegendlegende sprachliche Strukturen übermittelt (Seite 154).
Es gibt eine grosse Variabilität der Vokalisationsmuster, die wahrscheinlich auf die unterschiedlichen melodischen Gesten der Mütter zurückzuführen sind (Seite 164).
Musik
Von der 32. Schwangerschaftswoche an hört der Fötus. Neugeborene erkennen die Stimme ihrer Mutter. Sie ziehen aber auch von zwei Kindergeschichten diejenige vor, die ihnen die Mutter vor der Geburt 6 Wochen lang täglich vorgelesen hat, und zwar auch dann, wenn sie von einer fremden Stimme gelesen wird. Auch eine während der letzten zwei Wochen vorgesungene Melodie wird gegenüber einer andern Tonfolge bevorzugt, unabhängig von der Sängerin. Auch intrauterin reagieren die Föten auf bekannte oder neue Geschichten (Seite 145).
Säuglinge können Tonsequenzen sogar in variierter Form wiedererkennen; sie können sie also in übergeordneten Kategorien speichern. „Man nimmt heute an, dass musikalische und linguistische Wahrnehmungsfähigkeiten auf gemeinsamen Organisationsprinzipien aufbauen." Die melodischen Konturen ermöglichen es dem Säugling, Grundeinheiten der Sprache zu erkennen und zu kategorisieren. Sie wenden den Kopf zur Schallquelle, richten ihre Aufmerksamkeit auf die Stimme der Mutter und auf die Muttersprache und auf deren melodische Konturen (Seite 146).
Mütter benützen melodische Mittel zur Beruhigung (tiefe, langsam und fallend), zum Anregen hohe Frequenzen. Mit melodischen Konturen werden die mütterliche Fürsorge vermittelt, Spiele oder kindliche Beiträge zum Dialog induziert, Blickverhalten und Nachahmen eingeübt. „Eine Hypothese ist, dass die basalen Melodien der Ammensprache mit intrinsischen Bedeutungen ausgestattet sind, die sich wie die erregenden, beruhigenden oder beglückenden Wirkungen der Musik unmittelbar auf die Befindlichkeit des kindlichen Organismus auswirken." Diese (belohnenden und verbietenden) Melodien sind keine Informationen im linguistischen Sinn, aber sie werden vom Kind im Kontext von Handlungen „verstanden" (Seite 149).
Auch in der vorsprachlichen Kommunikation spielen die Eltern mit der Stimme, indem sie Lautmodelle des Kindes imitieren (Seite 79).
„Das auffälligste prosodische Merkmal waren die typischen melodischen Gesten, die die Mütter differenziert zum Anregen von Blickkontakt, Aufmerksamkeit, Vokalisation oder andern Beiträgen zum Dialog, zum Belohnen oder Ablehnen, zum Beruhigen und zum Ausrichten der Aufmerksamkeit auf Gegenstände und Ereignisse in der Umwelt einsetzten (Seite 141)."
2 bis 4 Monate alte Säuglinge können musikalische Töne mit unterschiedlicher Klangfarbe unterscheiden; sie verarbeiten diese Eindrücke in der rechten Hemisphäre. Aber noch 13 Monate alte Säuglinge haben ein einheitiches Repertoire von einfachen Konsonant-Vokal-Verbindungen, die allen Sprachen gemeinsam sind (Seite 113).
Musikalische Anregung war in den Untersuchungen von Papousek im Durchschnitt selten. Aber für einzelne Mütter wurde sie als Kommunikationsform bevorzugt (Seite 136).
Die Entwicklung des stimmlichen Ausdrucks von Emotionen und damit der kommunikativen Funktionen im vorsprachlichen Alter ist noch wenig erforscht. Papousek hat gezeigt, dass 2-monatige Säuglinge mit ihren „wenig auffälligen, leicht überhörbaren Grundlauten" ihre Befindlichkeit mitteilen, und dass sie damit bei den Eltern angemessene Reaktionen auslösen Seite 156ff).
Nach dem Einüben artikulatorischer und kommunikativer Fähigkeiten erscheinen – als Meilenstein – gegen Ende des ersten Lebensjahres die ersten Wörter. Die Vokalisationen des Kindes und die Wortmodelle der Eltern fügen sich in den vertrauten Bezugsrahmen (Seite 164).
Muttersprache
Bis zum 8. Lebensmonat ist das Silbenplappern der Säuglinge universell. Doch im 8.. bis 10. Monat beginnt es sich der Muttersprache entsprechend zu differenzieren. Im 10. Monat zeigen Formantanalysen bei englischen, chinesischen und algerischen Kindern bereits einen Unterschied des Vokalraumes (Seite 114).
Bereits im ersten Halbjahr zeigen Säuglinge eine Vorliebe für natürliche Sprache gegenüber Sprachproben mit zufällig gesetzten Pausen; ab 6 bis 9 Monaten muss es die Muttersprache sein. Sie nehmen also zuerst die allgemeine Gliederung der Sprache auf und richten dann ihre Aufmerksamkeit auf die prosodischen Merkmale. Ab 9 Monaten bearbeiten sie bereits die Silben- und Wortstruktur. „Etwa um die gleiche Zeit tendieren Mütter dazu, deutlicher zu artikulieren und sich auf ein kontext-bezogenes Vokabular in einfachen syntaktischen Einheiten umzustellen (Seite 155)."
Zusammenfassung: Ernst W. Weber