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Nanodruckerei mit 100'000 dpi
Forscher der ETH Zürich und des IBM-Forschungslabors im zürcherischen Rüschlikon haben eine Technik entwickelt, um im Nanometerbereich zu drucken. Dabei ist es ihnen gelungen, Nanopartikel mit einer Grösse von 60 Nanometern präzise anzuordnen und eine Druckauflösung von umgerechnet 100’000 dpi zu erreichen, wobei ein Punkt jeweils einem Nanopartikel entspricht.
Im Gegensatz zum Tintenstrahler für den Hausgebrauch, bei dem die Tinte aufs Papier gesprüht wird, wird beim Verfahren der ETH und IBM wie beispielsweise beim Buchdruck eine Vorlage auf das Objekt gepresst. Die hohe Auflösung mit der präzisen Positionierung der Nanopartikel wird dabei durch einen gesteuerten Prozess erreicht, bei dem sich die Nano-partikel auf der Vorlage selbstständig ausrichten. Diese Vorlage wird dann auf die gewünschte Oberfläche gepresst
Nach Ansicht der Forscher soll die Methode zum Druck von Nanopartikeln im Gegensatz zu bestehenden Methoden, bei denen die Nanopartikel durch das Ausschneiden aus grösseren Objekten entstehen, die Kombination von verschiedenen Materialien wie Metallen, Polymeren, Halbleitern und Oxiden vereinfachen. Auf diese Weise liesse sich die wirtschaftliche Nutzung der Nanopartikel ermöglichen, beispielsweise im Bereich der Elektronik oder bei der Medizin, wo Nanopartikel unter anderem zur Erkennung bestimmter Zelltypen oder Marker genutzt werden könnten.
In einem Experiment ist es den Forschern auch gelungen, Nanodrähte zu züchten, die dereinst als Transistoren in Chips dienen könnten.
Die Präzision, die die Forscher bisher erreicht haben, soll beispielsweise für die Herstellung von dicht gepackten Nanodrähten reichen und damit etwa derjenigen von Mikrokontakt-Druck entsprechen. Sie soll aber weiter verbessert werden, um sie unter anderem zur industriellen Herstellung von Mikroelektronik oder zum Drucken noch kleinerer Partikel verwenden zu können.