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Zur Beurteilung von Kulturen nimmt die Yogapsychologie eine weitgehend andere Betrachtungsweise als die bisher beschriebenen ein. Wie unter "Entwicklung des menschlichen Bewusstseins" erwähnt, beinhaltet die Evolution unter diesem Gesichtspunkt nicht nur einen Fortschritt, sondern auch einen Fall, einen Rückschritt im Sinne einer Entfremdung von der Wirklichkeit. In dieser Hinsicht befinden sich die Andamaner mit ihren urtümlichen Verhaltensweisen gegenüber dem modernen Menschen näher an der Wirklichkeit, was auch heisst in einem glücklicheren Zustand.
Aus Sicht der Yogapsychologie ist die Evolution mit dem Menschen abgeschlossen. Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch die (einzige) Tatsache, dass er multiple Bewusstseinsmöglichkeiten hat (siehe auch "Bewusstseinsentwicklung"). Insbesondere verfügt er über die Fähigkeit, sich bewusst zu sein, dass er bewusst ist. Die Veden fordern auf: "Jetzt, in der menschlichen Lebensform, ist die Zeit gekommen, das Absolute zu erforschen" (athato brahma jijnasa). Somit ist das Ziel des menschlichen Daseins postuliert. Aus diesem Grund wurde im Vedanta eine Gesellschaftsform entwickelt (Varnashrama), die ganzheitlich auf dieses Ziel ausgerichtet war. In diesem Gesellschaftsentwurf sind alle Facetten des menschlichen Daseins in einem spirituellen Gerüst (Dharma) eingebettet. Jede menschliche Aktivität, jede Stufe der menschlichen Entwicklung findet Sinn im Lichte dieses innerlichen Wachstums und Aufstieg des Geistes. Und die gesellschaftliche Ordnung wird so gestaltet, dass dieses Wachstum ermöglicht wird. Die Weiterführung der technischen Entwicklung, wie sie der Industrialismus anstrebt, ist spirituell gesehen nicht wirklich nötig; die wissenschaftliche Forschung erschafft immer neue, endlose Welten, ohne dem Wesen der Wirklichkeit näher zu kommen