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Island | PMSG-Produktion | Blutentnahme
Videoaufnahmen aus einer großen Blutfarm mit sechs Fixierboxen zeigen die alltägliche Behandlung von Blutstuten während der Blutentnahme. Die gesamte Prozedur, die insgesamt drei Stunden dauert, ist für die halbwilden Pferde sehr belastend.
Die Stuten und Fohlen werden mit hupenden Autos, schreienden Menschen und bellenden Hunden von der Weide zur Blutentnahmestelle getrieben. Sie werden in überfüllten Pferchen zusammengedrängt, wo die gestressten Stuten häufig kämpfen und die Fohlen Gefahr laufen, verletzt zu werden. Nach der Trennung von ihren Fohlen werden die Stuten mit Peitschen, Stöcken oder Holzbrettern in die Fixierboxen gezwungen. Sie werden auch auf den Kopf und auf die empfindlichen Gelenke der Hinterbeine geschlagen. In den Boxen werden die Stuten mit hochgebundenem Kopf fixiert, so dass sie sich nicht wehren können, wenn die großkalibrige Kanüle in ihre Halsvene eingeführt wird. Für halbwilde Fluchttiere, die nicht an Menschen gewöhnt sind, stellt diese Art der Fixierung eine schwerwiegende Bedrohung dar und hindert sie daran, ihren angeborenen Fluchttrieb auszuleben.
Diesen Stuten ist in diesem Jahr bereits mehrfach Blut entnommen worden. Sie zeigen deutliche Anzeichen von Stress und Angst, wahrscheinlich aufgrund früherer Traumatisierungen. Die grobe und oft brutale Behandlung durch die Arbeiter verschlimmert ihre Angst und Panik. Nach der Blutentnahme rennen die meisten Stuten so schnell wie möglich davon. Andere gehen langsam weg, schütteln sich am ganzen Körper oder taumeln, was auf Schwindelgefühl hindeutet.
Wir werden unsere Rechercheergebnisse der EU-Kommission und den isländischen Behörden zur Verfügung stellen und ein Verbot der Einfuhr und Herstellung von PMSG fordern. Dieses Fruchtbarkeitshormon hat in der Tierzucht nichts zu suchen, es dient nur der Profitsteigerung in der Massentierhaltung.