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Wie die meisten Gemeinden des Oberengadins wird Celerina 1139 erstmals urkundlich erwähnt. Aus «Tschlarina» ist heute im Romanischen «Schlarigna» geworden. Bereits im 16. Jahrhundert hat sich Celerina (von Celler = Keller) eine eigene Verfassung gegeben, die das Gemeinwesen regelte und die Rechte und Pflichten der Bewohner festlegte. Das Sagen hatten dabei die alteingesessenen Bürger. Sie zwangen die Zuzüger, Romanisch zu sprechen und sich ganz den Gepflogenheiten des Orts anzupassen. Heute geniessen Neuzuzüger deutlich mehr Freiheiten. Und Urlauber direkten Zugang ins Skigebiet: Celerina liegt wie St. Moritz am Fuss des Skigebiets Corviglia/Marguns. Die beiden Orte verbindet aber noch ein anderes berühmtes Puzzleteil der schillernden Geschichte: der Olympia Bob Run. Mit ihren Jazzkonzerten haben die innovativen Hotels den Ruf Celerinas als «New Orleans der Alpen» gefestigt. Und wer pure Ruhe in der Natur sucht, findet sie im märchenhaften Stazerwald.
Entstehung des Ortsnamens
1139 kaufte Konrad der I. von Biberegg, Bischof von Chur, einen grossen Teil des Oberengadins, und zwar ungefähr von Zuoz bis Silvaplana. Der Bischof liess seine Zehnten im ganzen Oberengadin durch zwei Familien –eine von Pontresina und eine von Zuoz- eintreiben. Dazu liess er in Celerina im Hang über dem Schlattain (=Bach der aus dem Saluvertal fliesst) einen Keller anlegen. Dort lagerte er anfangs das Fleisch welches anfiel, später dann auch Fische. Die Gegend hier um diesen Keller hiess dazumal und heisst heute noch Surossa, was begreiflich ist, weil das Fleisch, welches als Zehnten eingetrieben wurde und nach Chur transportiert werden musste, dort entknocht wurde. Darum heisst der Ort Surossa (ossa = Knochen). Unter dieser Sammelstelle bildete sich dann im Nord-Osthang des Deltas das Dorf weiter und wurde Keller = Celler genannt. Und so entstand der Name Celerina, welcher heute noch auf Romanisch Schlarigna heisst. Schler = Keller (im Unterengadin -valader- sagt man schler und bei uns -puter- murütsch.)
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