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Die Organisation
Durch den Aufstand der Zapatisten Mitte der 90er Jahres, rückte der von starker Armut geprägte Bundesstaat Chiapas erstmalig ins öffentliche Bewusstsein. Die Zapatisten – auch Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN) genannt – kämpften vor allem für die Rechte und die freie Entwicklung der indigenen Bevölkerung. Sie wandten sich gegen die koloniale Ausbeutung, insbesondere gegen jegliche Form von Rassismus und religiösen Fanatismus, der die letzten Reste der Maya Hochkultur auszurotten drohte. Auch 20 Jahre nach den Unruhen sind eine hohe Analphabetenrate, geringe Bildungschancen und ein für den Bevölkerungsdurchschnitt niedriger Lebensstandard weiterhin kennzeichnend für die Situation der vorwiegend in ländlichen Randgebieten lebenden indigenen Gruppen. Viele indigene Kleinbauernfamilien rund um San Cristóbal de las Casas bauen die Grundnahrungsmittel für den Eigenbedarf selbst an. Mit dem Ziel sich zusätzliche Verdienstquellen zu schaffen – und nicht ausschliesslich vom Kaffee und von Gelegenheitsarbeiten auf Grossplantagen abhängig zu sein, oder gar abzuwandern – haben sich viele zudem auf die Bienenzucht spezialisiert.
Die indigenen Gruppen der Tzeltal und der Tzotzil schlossen sich 1986 zusammen und gründeten die gleichnamige Kooperative, um durch gemeinsame und direkte Vermarktung ihrer Produkte eine grössere Unabhängigkeit von den Zwischenhändlern, bessere Preise und damit eine nachhaltigere Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse zu erreichen. Die ersten Honigexporte folgten bereits ein Jahr nach der Gründung und im Jahr 1995 erfolgte die Fairtrade Zertifizierung und somit die ersten Kontakte zu Fair-Handelspartnern in Europa. Die daraus resultierende Prämie wurde vorwiegend für die Umstellung auf organisch-biologischen Landbau verwendet, die BIO-Zertifizierung erlangte die Kooperative 2003. Heute zählt Tzeltal Tzotzil über 200 Mitglieder (davon leben 85 Familien ausschliesslich von der Honigproduktion), welche auf fünf Provinzen rund um San Cristóbal verteilt ihre Parzellen bebauen und auch künftig ihr übergeordnetes Ziel der Verbesserung der Lebensgrundlagen durch den Verkauf eines hochqualitativen Honigs zu einem fairen Preis verfolgen werden.
Das Produkt
Tzeltal Tzotzil ist zuammen mit Capim Lieferant für unseren köstlichen Maya Mexiko Honig. Die Blumen für diesen Honig wachsen in der Selva Lacandona, dem mexikanischen Hochland. Diese Blüten geben dem Maya Honig seinen unverkennbaren mild-blumigen Geschmack und seine wunderbar cremige Konsistenz.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Direkter Zugang zu neuen BIO- und Fairtrade-Märkten zu besseren Konditionen
- Zugang zu Krediten, Fortbildung und Schulungen sowie Bildungs- und Gesundheitsprojekten
- Technische Beratung im Bereich Bioanbau und Qualitätssicherung