Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03634.jsonl.gz/1978

Die 17-jährige Russin Adelina Sotnikowa hatte am Donnerstag mit 224,59 Punkten die Goldmedaille gewonnen. Einige Beobachter hielten diese Punktzahl für zu hoch.
Die 23-jährige Südkoreanerin Yuna Kim, Olympiasiegerin 2010 in Vancouver, musste sich um 5,48 Punkte geschlagen geben. Dies löste besonders in Südkorea grossen Unmut aus. «Sotschi ist nur ein kürzerer Begriff für Taschendiebstahl», schrieb zum Beispiel ein Fan Kims in einem Forum.
«Putins kleine Spiele»
Bae Sung-jae, Kommentator des Senders SBS, twitterte: «Warum habt ihr uns überhaupt eingeladen, wenn ihr dann doch Putins kleine Spiele ausrichtet?» Indirekt äusserte sich auch Staatspräsidentin Park Geun-Hye kritisch. Sie richtete eine persönliche Grussbotschaft an Kim: «Dieser wunderbare Auftritt wird unvergessen bleiben - nicht nur in Korea, sondern in der ganzen Welt.»
Kim, die ihren Rücktritt vom Wettkampfsport erklärte, hätte mit ihrem zweiten Olympiasieg in einen exklusiven Kreis eintreten können: Bisher haben nur Katharina Witt und Sonja Henie (No) mehr als einmal Olympiagold gewonnen.