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Der Wanderweg zwischen Mompé Medel und Cazirauns ist als Senda Romana ausgeschildert. Es handelt sich um einen Abschnitt der mittelalterlichen Route, welcher damals durch deutsche Kaiser, durch Bauern auf dem Weg zu den oberitalienischen Märkten und durch Pilger benutzt wurde. Bereits die Räter sind der Lukmanierroute gefolgt. Dass sie während der Römerzeit, neben dem Septimer, Julier, Splügen und San Bernardino begangen wurde, bezeugen einzelne, wenn auch spärliche, Fundgegenstände auf dem Lukmanierpass und im Bleniotal.
Bei Mompé Medel ist der Weg durch die Verbindungsstrasse überformt, anschliessend wird er zweimal durch eine Meliorationsstrasse zerschnitten. Östlich Mutschnengia ist der ehemalige Saumweg infolge eines Strassenbaus und einer Melioration abgegangen und nur noch fragmentarisch vorhanden. An einigen Stellen wird der Weg als gemauerte Gasse geführt, die beidseitig von Trockensteinmauern eingeschlossen ist. An anderen Orten wurde er im Lockermaterial als Hangweg angelegt und mit Mauern abgestützt oder mit einzelnen Stufen versehen. Bei den dabei verwendeten Mauersteinen handelt es sich vorwiegend um Lesesteine unterschiedlicher Grösse. Dieser Weg ist bei den Bauern auch als Ziegenweg bekannt, auf welchem sie ihre Ziegen auf die Weideflächen trieben. Die Trockenmauern sind aus ökologischer Sicht bedeutsam.
Der Saumweg über den Lukmanierpass ist als Objekt von nationaler Bedeutung Nr. GR 77.1 im Inventar der Historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) aufgeführt.