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Markanter Wetterumschwung
Eine Warmfront brachte heute Montag einen markanten Wetterumschwung. So zogen immer mehr Wolken auf. Sonnenschein gab es nur auf der Alpensüdseite und zum Teil in den innern Alpen. Im Laufe des Tages setzte aus Westen Niederschlag ein.
Wolken dominierend
Im Gegensatz zum vergangenen Wochenende prägte heute ausgedehnte Bewölkung das Wetter über weiten Teilen der Schweiz. Die Wolken gehörten zu einer Warmfront, die sich mit südwestlichen Winden von Frankreich Richtung Deutschland verlagerte. In der Nacht zogen, wie üblich bei einer Warmfront, zunächst vermehrt Wolken in grosser Höhe auf. Die Basis der Wolken sank im Laufe des Tages und die Wolkenuntergrenze erreichte am frühen Nachmittag eine Höhe rund 2000 Meter über Meer. Bis am Abend dürfte die Untergrenze weiter bis auf 1000-1500 Meter sinken. Nebst dem Absinken dehnte sich die kompakte Wolkendecke weiter auf die ganze Schweiz aus, sodass auch auf der Alpensüdseite und in den innern Alpen die Sonne hinter den Wolken verschwand.
Geisterhafter Niederschlag
Nebst der ausgedehnten Bewölkung gehört zu einer Warmfront auch Niederschlag, dies besonders in der kalten Jahreszeit. Und tatsächlich schaut man auf das Niederschlagsbild von heute Vormittag, so registrierte das Wetterradar über der Alpennordseite einige Zonen von leichtem Niederschlag. Die Niederschlagsmesser der Bodenwetterstationen haben aber zur selben Zeit keinen Niederschlag gemessen. Funktionierte das Wetterradar nicht richtig oder wohin war allenfalls der Niederschlag verschwunden? Auf das Niederschlagsradar ist Verlass. Tatsächlich hat sich der Niederschlag auf dem Weg nach unten 'in Luft' aufgelöst. Da gleich unterhalb der Wolken, aus denen Niederschlag fiel, noch eine trockene Luftschicht vorhanden war, verdunsteten die feinen Wassertropfen in dieser Schicht. Folglich erreichten diese Tropfen den Boden nicht. Erst als diese trockene Luftschicht genug angefeuchtet war, drang der Niederschlag ab der Mittagszeit bis zum Boden vor.
Milde Front
Wie schon der Name der Front andeutet, ist eine Warmfront in der Regel mit einer Zufuhr von wärmerer oder milderer Luft verbunden. Dieser Warmluftvorstoss macht sich meistens besonders in der Höhe bemerkbar. So ist in den Alpen die Temperatur innerhalb von 24 Stunden um 2-5 Grad angestiegen und dies trotz weitgehend fehlendem Sonnenschein. Im Gegensatz dazu lagen die Temperaturen im Flachland unter den Werten des Vortages. Der fehlende Sonnenschein und die träge bodennahe Kaltluft trugen zu diesem Ergebnis bei.
Auffrischender Wind
Mit der Annäherung der Warmfront frischte in der Höhe allmählich der Wind auf. So wurden bis zur Mittagszeit Böenspitzen von rund 40 bis 50 Knoten, beziehungsweise von rund 70 bis 90 km/h registriert.