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Am 28. Mai fieberte Rafael Nadal im Stade de France mit Real Madrid im Champions-League-Final gegen Liverpool mit – und jubelte über den für kaum mehr möglich gehaltenen 14. Titel der «Königlichen», die mehrfach vor dem Aus gestanden hatten.
8 Tage später und rund 10 km weiter südwestlich jubelte der Spanier über seinen eigenen 14. Titel. Sein erneuter Triumph an den French Open war aufgrund seiner Verletzungshistorie ebenfalls mehrfach auf der Kippe gestanden.
Nadal und die Königs-Vergleiche
Umso enthusiastischer waren am Montag die spanischen Medien: «Rafael XIV, der Sonnenkönig. Lang lebe Nadal», feierte AS den «Sandkönig». Die Sportzeitung spielte damit auf Louis XIV an, der 72 Jahre lang (1643-1715) Frankreichs absolutistischer König war und den Satz prägte: «Der Staat bin ich».
Auch das Sportblatt Marca nannte die langjährige Regentschaft und das Königstum im selben Satz: «Die ewige Herrschaft von Nadal in Roland Garros geht soweit, dass schon zwei Könige ihn in Paris haben siegen sehen: Juan Carlos der Erste und Felipe der Sechste.»
72 Jahre wird Nadal nicht in Paris herrschen. Es vergingen auch keine 66 Jahre zwischen dem 1. und 14. Titel wie bei Real Madrid. Nadal benötigte für seine 14 Turniersiege lediglich 17 Jahre. 112 Spiele hat er am Bois de Boulogne bereits gewonnen, nur dreimal ging er als Verlierer vom Court (2009 gegen Robin Söderling, 2015 und 2021 gegen Novak Djokovic).
Baldige News zu Nadals Zukunft?
Zurück auf dem Tennis-Thron ist Nadal, der die Weltrangliste schon während 209 Wochen angeführt hat, trotz seines erneuten Triumphes nicht. Immerhin stiess er auf Kosten von Stefanos Tsitipas vorerst auf Rang 4 des Rankings vor.
Bei der Siegerehrung machte Nadal am Sonntag seinen Fans Mut, versprach, trotz seiner Fuss-Probleme weiterzukämpfen. Die Schmerzen sind aber offenbar gewaltig. Vor jedem Spiel musste er sich Spritzen setzen lassen, um den Fuss zu betäuben. In Kürze lässt er sich erneut behandeln. Die Therapie werde «über seine gesamte Tenniszukunft» bestimmen, mutmasste die Daily Mail.