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Silvan Dillier hat seine ausgezeichnete Form auch an den Schweizer Meisterschaften unter Beweis gestellt. Der Aargauer sicherte sich in Affoltern am Albis überlegen und nach einer rund 100 Kilometer langen Soloflucht seinen ersten Meistertitel auf der Strasse.
Ehrendinger im Höhenflug
Am Donnerstag hatte Dillier an den Zeitfahr-Meisterschaften noch seinem Teamkollegen bei BMC, Stefan Küng, den Vortritt lassen müssen. Drei Tage danach setzte sich der 26-Jährige vor den Thurgauer, der mit Platz 2 vorliebnehmen musste. Dritter wurde mit Kilian Frankiny ein weiterer Fahrer des Teams BMC.
Dillier hatte im Mai die 6. Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Seither befindet er sich in einem Höhenflug, obwohl er von seinem Team im letzten Moment aus dem Aufgebot für die Tour de Suisse gestrichen wurde. Dillier gewann stattdessen überraschend die parallel zur Schweizer Rundfahrt stattfindende Route du Sud in Frankreich. Nun fuhr Dillier auch auf nationaler Ebene überragend.
Gleich nach dem Start des gut 200 Kilometer langen Rennens im Zürcher Säuliamt riss Dillier zusammen mit mehreren Fahrern aus.
Ich probierte 100 Kilometer vor dem Ziel etwas und machte das beste daraus.
Die hügelige Strecke - die Fahrer hatten über 3500 Höhenmeter zu bewältigen - war auf den zweifachen Weltmeister im Mannschaftszeitfahren zugeschnitten. Und dahinter kontrollierte das übermächtige BMC-Team die restlichen Siegesanwärter. Das Feld, das von Fabian Lienhard (4.) ins Ziel geführt wurde, wies am Ende einen Rückstand von 6:36 Minuten aus.
2015 war Dillier bereits Schweizer Meister im Zeitfahren geworden. Nun klappte es erstmals auch im Strassenrennen. An der Tour de France, die in einer Woche in Düsseldorf beginnt, nimmt Dillier nicht teil. Nach einer Woche Ferien wird Dillier zwei Rennen in den USA bestreiten, die Tour of Utah und die Kalifornien-Rundfahrt.