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Anwendungen
Die fünf Schritte der industriellen Wasseraufbereitung
1. Die Belüftung
Sie entfernt flüchtige Bestandteile wie z. B. Schwefelwasserstoff, Ammoniak oder Kohlenstoffdioxid durch das Einleiten von Sauerstoff.
Die Belüftung bewirkt ebenfalls eine Oxidation von Eisen oder anderen Bestandteilen und scheidet sie aus dem Wasser ab.
- Es gibt verschiedene Belüftungsverfahren. Die gängigsten Lösungen, um Luft in das Wasser einzubringen sind:
- Kaskaden
- Rührwerke
- rotierende Scheiben aus porösen Werkstoffen
2. Die Flockung
Die Flockung dient dazu, kleine Partikel und gelöste Stoffe in Form von Flocken auszufällen. Diese lassen sich dann im nächsten Schritt herausfiltern.
- primäre Flockungsmittel, wie Eisen- und Aluminiumsalze
- sekundäre Flockungsmittel in Form von langen organischen Polymeren.
3. Die Filtration
Die Feststoffe werden hier aus dem Wasser entfernt. Dazu müssen Wasser und Partikel voneinander getrennt werden.
Das geschieht mithilfe von Sandfiltern oder einer Membrantechnik für die Mikro- bzw. Ultrafiltration.
Sämtliche gelösten Stoffe lassen sich im folgenden Sorptionsschritt entfernen. Dazu wird Aktivkohle als Pulver hinzugegeben.
Dann wird das Wasser durch einen Sandfilter gefiltert.
4. Die Desinfektion
Wenn alle Partikel und Stoffe aus dem Wasser entfernt wurden, werden bei der Desinfektion Bestandteile hinzugegeben.
Die Desinfektion erfolgt durch physikalische Verfahren, z. B. durch Einsetzen von UV-Licht oder Dosieren eines Desinfektionsmittels.
Das Desinfektionsverfahren hängt von der jeweiligen Anwendung und der Wasserqualität ab. Wasser mit einem pH-Wert von 8 oder höher lässt sich nicht mit Chlor behandeln. Denn dieses Desinfektionsmittel ist in diesem pH-Bereich nicht wirksam.
UV-Licht bei Wasser mit einer starken Trübung verspricht wenig Erfolg, da das UV-Licht das Wasser nicht durchdringen kann.
5. Die Stabilisierung
Dieser Schritt umfasst meist das Anpassen des pH-Werts und das Hinzufügen von Mineralien wie Kalzium oder Magnesium, aber auch das Entfernen von Ionen. Die Wasserchemie wird ausgeglichen, um Korrosion in den Rohrleitungen und anderen Komponenten im Industrieprozess zu vermeiden.
Bei der Stabilisierung wird auch sichergestellt, dass das Wasser geltenden Normen und Vorschriften entspricht. Das gilt z. B. bei der Abwasseraufbereitung. Dieser Schritt ist äußerst wichtig. Denn er ist der letzte, bevor das Wasser zu den Industrieprozessen geleitet wird.
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