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Luzern, 1979
Signiert
Hans Erni
Silber, geprägt
Gew. 20,071 g; Dm. 33,0 mm
Inv. 1979.234.
Schützenfeste entsprechen in der Schweiz einem sehr alten Brauch und finden im 19. Jahrhundert neuen Aufschwung.
Die seit dem ersten, 1824 in Aarau durchgeführten und nach kurzen Pausen wiederholten Eidgenössischen Freischiessen entwickeln sich nicht nur zu nationalen Anlässen, sondern gewinnen zunehmend eine politische Bedeutung. Nach 1848 werden sie zu neutralen Ereignissen und finden in periodischen Abständen bis heute statt.
Vom 16. Jahrhundert an werden bei solchen Festen gerne Jetons und (Preis-)Medaillen gebraucht. Entsprechen diese in Gewicht und Material oft legalen Münzen, gelten die Schützentaler während der Feste als Zahlungsmittel. Für die Jubiläumsmedaille zum 50. Eidgenössischen Schützenfest in Luzern erhält Hans Erni (geb. Luzern 1909) den Gestaltungsauftrag. Sein Werk greift die Tellensage auf: Die Vorderseite zeigt den vom Pfeil durchbohrten Apfel auf dem Schweizerkreuz, die Rückseite einen kauernden Bogenschützen. Der als Maler, Grafiker, Zeichner, Keramiker und Plastiker bekannte Künstler hat mehrere reliefstarke, herausragende Medaillen für Prägungen in der Eidgenössischen Münzstätte Bern entworfen.