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Im Zeitalter des "Sanzan Teiritsu" (Zeit der drei Berge) begannen im 13. Jahrhundert einzelne Stammesfürsten auf Okinawa ihre Macht auszudehnen. Durch den Bau von umfangreichen Befestigungsanlagen, den so genannten Gusuku, wurde die Macht gefestigt.
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts bildeten sich aus den ursprünglich einzelnen Stammesfürstentümern drei zentrale Königreiche auf der Insel: Hokuzan (Nördlicher Berg) im Norden, Chuzan (Zentraler Berg) im Zentrum und Nanzan (Südlicher Berg) im Süden. Durch die Namen dieser drei Königreiche lässt sich diese Zeit als "Zeit der drei Berge" ableiten. Diese drei Königreiche existierten für etwa 100 Jahre. Der Herrscher von Chuzan, ShoHashi eroberte dann 1416 zuerst Hokuzan und 1429 schliesslich auch Nanzan und erklärte sich zum ersten König des Königreiches Ryukyu.
Die Burg Nakijin in Hokuzan war Ausgangspunkt für die Kontrolle im nördlichen Teil Okinawas. Sie war ein wichtiger Stützpunkt für den lebhaften Handel mit China. Im Jahr 1416 wurde sie allerdings von Sho Hashi, dem Herrscher über Chuzan, zerstört.
Die Grundfläche der Burg Nakijin betrug sagenhafte 37'000m². Sie ist damit die grösste Gusuku-Burg Okinawas. Im Inneren der Burganlage hat sich die natürliche Vegetation eingenistet und wuchert üppig daher. Bei einem Spaziergang durch die Burganlage kann auch heute noch deutlich der Geist Okinawas gespürt werden. Die Treppen, die vom Tor zum Zentrum der Anlage führen, werden von Taiwan-Kirschbäumen gesäumt.
Die Anfahrt mit dem Bus vom Zentrum Naha dauert ca. 2 Std.