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Invasive Krebsarten
Invasive exotische Krebsarten breiten sich seit den 70er Jahren in der Schweiz stark aus und verdrängen die einheimischen Krebsarten.
Die heute in Schweizer Gewässer lebenden exotischen Krebsarten (Signalkrebs, Kamberkrebs, Galizierkrebs und Roter Amerikanischer Sumpfkrebs) wurden früher als Speisekrebse hier angesiedelt oder durch private Aquarienbesitzer ausgesetzt.
Exotische Krebse dürfen auf keinen Fall ausgesetzt werden.
Diese exotischen Krebsarten sind sehr anpassungsfähig und verdrängen die einheimischen Arten. Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs, der Signalkrebs und der Kamberkrebs übertragen ausserdem die sogenante Krebspest. Diese Pilzerkrankung endet für einheimische Krebse meist tödlich. Auch amerikanische Flusskrebse können an der Krankheit sterben, häufig sind sie jedoch mit dem Erreger infiziert ohne selber daran zu sterben. Dies hat fatale Folgen für die einheimischen Krebsarten.
Finden Sie tote einheimische Krebse oder exotische Arten, sollten Sie dies der kantonalen Fachstelle melden.
Wenn in einem Gewässer zahlreiche einheimische Krebse tot aufgefunden werden, ist dies meist ein Hinweis auf die Krankheit. Typisch für die Krebspest sind ausserdem fehlende Gliedmasen und weisse, wattebauschartigen Pilzwucherungen am Körper. Auch Fischer, Taucher und Bootsbesitzer können die Sporen Pilzes in andere Gewässer übertragen - Stiefel, Anzügel und Bootsrümpfe müssen deshalb mit einem geeigneten Mittel desinfiziert werden.
|Herkunft||Nordamerika (Signalkrebs, Kamberkrebs und Roter Amerikanischer Sumpfkrebs) und Osteuropa (Galizierkrebs)|
|Vorkommen||Seen und Weiher (Galizierkrebs), Flüsse und Seen im Mittelland (Kamberkrebs), feuchte Wiesen, temporäre Gewässer und Sümpfe (Roter Amerikanischer Sumpfkrebs), Flüsse und kleine Seitengewässern (Signalkrebs). In vielen Gewässern der Schweiz kommen nur noch exotische Krebsarten vor.|
|Art der Verbreitung||Ursprünglich als Speisekrebse angesiedelt und aus Aquarien ausgesetzt, verbreiten sie sich heute auf natürliche Art.|
|Gefahr||

Natur
|Bekämpfung||

Die invasiven Arten weden mit Reusen gefangen und landen teilweise auf der Speisekarte von Restaurants. Ausserdem versucht man anhand von Krebssperren die einheimischen Arten zu schützen.

Quellen