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Eine Kontrolle der Entzündung reduziert das kardiovaskuläre Risiko
Neue Erkenntnisse bezüglich des kardiovaskulären Risikos bei rheumatischen Erkrankungen wurden in verschiedenen Vorträgen, Posterpräsentationen und Diskussionen am diesjährigen ACR in Orlando erläutert.
Bekannterweise sind die entzündlich-rheumatologischen Erkrankungen, wie die rheumatoide Arthritis, mit einem hohen Risiko ein kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden, vergesellschaftet. In einer über 10 Jahre angelegten Studie konnte gezeigt werden, dass Patienten mit einem erhöhten CRP (C-reaktives Protein) ein viermal höheres und Patienten mit einem positiven Rheumafaktor und einem erhöhten CRP gegenüber der Normalbevölkerung ein 7.5-faches Risiko haben, an einem kardialen Ereignis zu sterben. Das CRP ist neben dem Alter, Geschlecht und Rauchen ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse und scheint eine direkte Rolle in der Pathogenese der koronaren Herzkrankheit zu spielen.
Zusätzlich spielen bei der rheumatoiden Arthritis noch andere Faktoren für den kardiovaskulären Tod eine Rolle. Dies sind hohe Blutsenkungsreaktionen, Befall von grossen Gelenken, RA-Komplikationen und destruktive Gelenksveränderungen als Zeichen einer systemischen Entzündung. Aufgrund dieser Erkenntnisse ist neben der Behandlung der Arthritis bei dieser Patientengruppe der Einsatz von Statinen indiziert, zumal auch gezeigt werden konnte, dass die Statine auch einen gewissen antiinflammatorischen Effekt haben. So konnte eine Senkung des CRP, der Blutsenkungsreaktion und der Plasmaviskosität unter Statinen gezeigt werden.