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Der Arbeitsmarktbericht für den Monat Juni fällt besser als erwartet aus. Die Situation ist aber sehr unübersichtlich.
Der Arbeitsmarktbericht für den Monat Juni hat bestätigt, dass sich die amerikanische Wirtschaft im Mai zu erholen begonnen hat. Die Arbeitslosenquote ist von 13,3% auf 11,1% gesunken, und es wurden 4,8 Mio. Stellen geschaffen. Besonders im Freizeit- und Gastgewerbe hat die Beschäftigung sehr stark zugenommen.
Seit der Erhebung der Daten für den Juni-Bericht hat sich die Lage in den USA aber bereits wieder stark geändert. Die entsprechenden Umfragen wurden vor Mitte Juni abgeschlossen, bevor die Covid-19-Fallzahlen in vielen Teilen des Landes stark anzusteigen begannen. In den vergangenen Tagen und Wochen ist die Öffnung der Wirtschaft ins Stocken geraten oder sogar rückgängig gemacht worden, vor allem im Gastgewerbe.
Es gibt Tausende Fälle von Personen, die im März ihre Stelle verloren haben, im Mai wieder angestellt wurden, und die nun bereits wieder ohne Job dastehen. So haben sich in der am 27. Juni endenden Woche erneut über 1,4 Mio. Amerikaner auf den Arbeitsämtern gemeldet, um Arbeitslosenhilfe zu erhalten.
Die Lage ist auch unübersichtlich, weil immer noch viele Amerikaner fälschlicherweise als arbeitend statt arbeitslos erfasst werden. Allerdings macht dieser Effekt laut der für die Erhebung zuständige US-Behörden nur noch etwa 1 Prozentpunkt aus. Das heisst, dass die Arbeitslosenquote bei etwa 12% statt der ausgewiesenen 11,1% liegen könnte.