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Neue Brücke über den Fluss. Armenhaus
Ellenberg. Ein Teil der Gemeinde liegt ganz hinten im Lauterbachgraben.
^[Supplement:
Zwei Gebiete, die zur Gemeinde gehören, bilden vollständige Enklaven im Grunde des Luterbachgrabens.]
Vogtei und Kirchensatz zu Lützelflüh gehörten zuerst den Edeln von Lützelflüh und kamen um die Mitte des 13. Jahrhunderts
an das mächtige Geschlecht von
Brandis, deren
Burg auf einer
Höhe 1 km nw. Lützelflüh stand und 1798 von den Bauern in Asche
gelegt worden ist.
Diese Burg wechselte von 1441 an öfters ihre Besitzer und ging 1607 an Bern
über, das einen Vogt hierher
setzte. Lützelflüh ist dadurch bekannt geworden, dass hier der
Berner Volksschriftsteller Albert Bitzius
(Jeremias Gotthelf;
1797-1854) von 1832 bis zu seinem Tod als Pfarrer gewirkt hat. Zu seinem Andenken hat man neben der Kantonsstrasse
einen Denkstein mit eingelassenem Medaillon aus Bronze gesetzt. Lützelflüh (= kleine
Fluh oder
Flühe) ist nach den kleinen
Felswänden benannt, die in seinen Umgebungen da und dort hervorstechen.
(Kt. Thurgau,
Bez.
Frauenfeld und Münchwilen).
Kleiner Fluss, entspringt im
Bichelsee, durchfliesst
Balterswil,
Tänikon,
Aadorf und
Aawangen und mündet nach 13 km langem
Lauf bei
Matzingen von links in die
Murg. Sie treibt eine Reihe von industriellen Etablissementen.
Im Unterlauf ist auch der Fischfang von einiger Bedeutung. Nach heftigen Regengüssen trat sie im Juni 1876 über
ihre Ufer, richtete beträchtliche Verheerungen an und zerstörte in
Aadorf mehrere Fabrikbetriebe.
(Kt. Zürich,
Bez. Meilen).
503 m. Kleiner
See, 1 km n.
Hombrechtikon. 12 ha gross und 6 m tief. War früher
etwa 2-3 mal grösser und umfasste noch das n. von ihm gelegene Lautikerried, das jetzt in ein Torfmoor umgewandelt ist.
Näheres über Fauna und Flora siehe bei Waldvogel, Traugott. Das Lautikerried und derLützelsee (in der Vierteljahrsschriftder naturforsch. GesellschaftZürich.
1900).
(Kt. Zürich,
Bez. Bülach).
460 m. Gem. und Pfarrdorf, im breiten Thal s.
Rorbas und an der Strasse
Zürich-Eglisau; 3,5 km s. der
Station
Embrach-Rorbas der Linie
Winterthur-Bülach. Postablage, Telephon. Gemeinde, mit
Augwil: 56
Häuser, 332 reform. Ew.;
Dorf: 41
Häuser, 231 Ew. Landwirtschaft. Eine Ziegelei. Römische Ansiedelung beim Heidenbrunnen. 1173:
Luvingin (vom Personennamen Luffo, einer kosenden Abkürzung von Ludolf).
Von einer Burg berichten die Urkunden nichts.
Erst 1663 erbaute
hier Bürgermeister Heinrich Waser ein Gerichtsherrenhaus.
Bis 1451 gehörte die Vogteigerichtsbarkeit
zur BurgWagenberg,
nachher bis 1628 dem Kloster St. Blasien.
Alpen(Kt. Tessin
und Italien). Die Luganer Alpen sind begrenzt: im N. durch eine fast gerade Linie vom obern Ende des
Comersees über den Joriopass
(Passo di San Jorio) nach dem obern Ende des
Langensees
(Lago Maggiore) im W. durch den Zangensee,
im S. durch die lombardische
Ebene und im O. durch den Comersee. In ihnen finden die Südl.
Kalkalpen ihr
westliches Ende. Oestl. vom Comersee erreichen diese
Kalkalpen in der Grignagruppe noch 2400 m, zwischen Corner- und
Luganersee
im
Monte Galbiga und
Monte Generoso noch 1700 m. Zwischen Luganer- und Zangensee aber sinken sie rasch auf 1200 und
dann auf unter 1000 m ab und lösen sich ausserdem in einzelne wenig zusammenhängende Hügelgruppen auf. Westl. vom
Langensee
endlich verschwinden sie ganz, und es treten die krystallinen Gesteine der Zentralalpen direkt an die Poebene. Was wir aber
hier Luganer Alpen nennen ist doch kein blosses Kalkgebirge, sondern setzt sich aus geologisch und orographisch
sehr verschiedenartigen Teilen zusammen. Mit dem Kalkgebirge vereinigen sich
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mehr
beträchtliche Eruptiv-, insbesondere Porphyrmassen und noch ausgedehntere krystalline Schiefer.
Diese letztern umfassen den nördl. Teil der Luganer Alpen und werden hier speziell als Seegebirge bezeichnet. An das Kalkgebirge
grenzen sie längs einer Linie, die von S. Abbondio am Comersee westl. über den MonteTorrione nach Sonvico, dann südwestl.
über Lugano, Ponte Tresa und Grantola nach Castello am Langensee zieht. Im N. werden sie vom Tessinermassiv
geschieden durch eine schmale Zone von Hornblendegneisen und Hornblendeschiefern, die vom N.-Ende des Comersees über den
Joriopass zum N.-Ende des Langensees zieht und dann nach SW. streichend und allmählig breiter werdend in den Amphibolitzug
von Ivrea übergeht. In unserm Gebiet bilden sie eine nördl. einfallende Mulde, so dass das Tessinermassiv über das Seegebirge
überschoben zu sein scheint.
Zunächst dem Amphibolitzug finden wir noch ähnliche Zweiglimmergneise wie im Tessinermassiv, dann aber folgen weniger vollkrystalline
und wahrscheinlich jüngere Gesteine aus der Gruppe der Serizitgneise, Serizitschiefer, Chlorit- und
Talkschiefer in vielfacher Wechsellagerung und allmäkligen Uebergängen. Sie sind durchgängig steil aufgerichtet und zeigen
einen fortwährenden Wechsel des Schichtenfalls, stellen also wahrscheinlich ein System eng aneinander gepresster Falten,
eine alte Zentralmasse, dar. Am S.-Rand sinken sie rasch in die Tiefe und werden diskordant von jüngern Bildungen überlagert,
bilden also dann die Grundlage der Luganer Kalk- und Porphyrgebirge.
Dem Seegebirge gehören die beiden grossen und mehrfach verzweigten Gebirgsstöcke des Camoghè im NO. und des Monte Tamaro
im NW. an. Sie werden von einander getrennt durch die Senke des Monte Cenere, über, resp. durch den Strasse und Eisenbahn
aus dem Tessinthal nach Lugano oder aus dem Sopra Cenere nach dem Sotto Cenere führen. Vom Cenere senkt
sich das schöne und fruchtbare, in seinem unteren Teil schon recht italienische Val d'Agno nach S. Lugano liegt jedoch nicht
am Ausgang dieses Thals, sondern am Ausgang des östlicher gelegenen ValCassarate.
Die Bahn ist daher genötigt, den trennenden Hügelzug kurz vor Lugano nochmals in einem Tunnel zu durchschneiden.
Die beiden genannten Thäler zeigen einen auffallenden Parallelismus, indem sie beide in der Nähe des Camoghè beginnen, dann
zunächst nach SW. sich senken, das eine als Val Caneggio, das andere als Val di Colla, um endlich sich
nach S. zu wenden und in den Luganersee auszumünden, das eine bei Agno, das andere bei Lugano. Andere grössere Thäler, die
in den Gebirgsstock des Camoghè einschneiden und ihm eine reiche Gliederung geben, sind das Val Marobbia, durch das man von
Bellinzona-Giubiasco nach dem Joriopass aufsteigt, dann die nach O. sich senkenden Val di Gravedona und
Val di Dongo, endlich das nach oben vielarmig geteilte Val Cavargna, dessen Bach, der Fiume Cuccio, bei Porlezza in den Luganersee
mündet und als wildes Bergwasser beim Austritt aus seiner engen Schlucht verheerende Ueberschwemmungen verursacht hat.
Auch das Tamarogebirge ist vielfach
durchfurcht, namentlich auf seiner S.-Seite. Nach SW. senkt sich
das Val Vedasca, dessen Bach, der TorreGiova, an seiner Mündung bei Maccagno ein beträchtliches Delta halbkreisförmig in den
Langensee hinausgebaut hat. Direkt nach S. zum Luganersee wendet sich das meist schluchtartig enge Thal der Magliasina. Vor ihrer
Mündungsschlucht hat sie mit ihren Geschieben den einst hier liegenden Seearm, der die Buchten von Agno
und von Ponte Tresa (den sog. Laghetto) miteinander verband, ausgefüllt und damit die einstige Insel des MonteCaslano landfest
gemacht.
Wie diese Ebene von Caslano sind übrigens auch die Thalebenen des Val d'Agno und ValCassarate durch Zuschüttung ehemaliger
Seearme entstanden. Alle diese Thäler, sowohl des Tamaro- als des Camoghègebietes, sind, obwohl meist nur eng, doch in zahlreichen
Dörfern bevölkert. Aber die Dörfer liegen selten unten in der engen Thalrinne, sondern oben auf den Terrassen der beidseitigen
Gehänge und nehmen sich da mit ihren Kirchen und Kapellen und ihren weissgetünchten Häusern in italienischem
Stil inmitten einer reichen Baum- und Strauchvegetation gar lieblich und malerisch aus.
Südl. von der alten Zentralmasse des Seegebirges folgt das Sediment- und Eruptivgebiet von Lugano. Die Sedimente gehören
hauptsächlich der Trias und dem Lias, in geringerm Masse auch der Kreide und dem Eocän an. Aber diese
südl. Randzone der Alpen ist in mehrfacher Beziehung verschieden von der nördlichen. Zunächst zeigt sie eine viel geringere
Entwicklung in Breite, Höhe, Gliederung, Zahl der Gesteinsschichten etc. Dann ist sie auch wesentlich anders und einfacher
gebaut. Im ganzen bilden die südl. Kalkalpen eine flach nach S. fallende und nur mässig gefaltete Sedimenttafel.
Sprünge, die teils der alpinen Streichrichtung parallel, teils senkrecht dazu verlaufen, zerlegen sie in einzelne Schollen,
die bald in vertikaler, bald in horizontaler Richtung an einander verschoben, auch da und dort übereinander geschoben sind.
Sonst aber sind die Lagerungsstörungen im ganzen nicht gross und insbesondere die Faltungen und deren
Ueberschiebungen und Zerreissungen bei weitem nicht so intensiv und verwickelt wie in den nördl. Kalkalpen. Auffallend ist
aber dafür in den Luganer Alpen das Auftreten ausgedehnter Porphyrdecken, während sich solche in den nördl. Kalkalpen nur
ganz vereinzelt und in geringer Ausdehnung finden (speziell an Windgälle und Kärpfstock).
Die Luganerporphyre lagern sich vor allem um den südwestl. Teil des Luganersees, dann in allmählig kleiner
werdenden Partien auch bis gegen den Langensee und die Tresa. Sie sind ringsum von Triasgesteinen umgeben, während der Lias
einen relativ geringen Raum einnimmt. Zu umso grösserer Ausdehnung gelangt letzterer weiter östl. bis zum Comersee,
wo er längs dem Seearm von Lecco, wie auch im N. gegen das Seegebirge von der Trias umsäumt wird. Jenseits des Armes von
Lecco setzt sich diese Trias in mächtiger Entfaltung im Grignagebirge und weiter nach O. fort. Der Meridian von Lugano kann
als ungefähre Grenze zwischen dem westl.
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