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Obwohl es historische Quellen gibt, die das Ereignis im Jahre 563 gut beschreiben, war die Ursache lange nicht klar. Der Gelehrtenstreit dauerte von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 21. Jahrhunderts. Seitdem sind wichtige, neue Forschungsergebnisse publiziert worden, die eine plausible Erklärung ermöglichten und eine verhängnisvolle Ereigniskette aufzeigten.
Wer an einer kulturellen und önologischen Führung durch das Lavaux-Dorf Saint Saphorin teilnimmt, bekommt zu hören, dass einmal ein gewaltiger Tsunami das Dorf erfasst und Vieles zerstört habe. Einen grossen Bergsturz kann man sich aber, an den relativ sanften, mit Reben bebauten Molasse-Hängen der Lavaux nicht vorstellen. Die Kirche und der alte Dorfkern liegen übrigens rund 30 m über dem heutigen Seespiegel. Das ist aber damit zu begründen, dass der Genfersee, vor den Flussregulierungen im 19. und 20. Jahrhundert, oft über die Ufer trat. Die in Saint Saphorin gehörte Geschichte war auf jeden Fall eine Motivation der «grossen Welle» näher auf den Grund zu gehen und passt gut zum Thema «Zeitreisen».
Autor: Matthias Giger
Pages: 52-59
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