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Laktose, welches besser bekannt als Milchzucker ist, besteht aus zwei Zuckermolekülen, die im Darm in ihre zwei Einzelteile, der Glukose und der Galaktose aufgespalten werden müssen. Um diese Aufspaltung erfolgreich durchzuführen, braucht unser Körper ein Enzym, welches sich in der Schleimhaut des Dünndarms befindet. Wenn dieses Enzym mit dem Namen Laktase fehlt, gelangt der Milchzucker in den Dickdarm und verursacht dort durch die Zersetzung mit den dort lebenden Bakterien Gase und Beschwerden im Bauch. Die Diagnose, ob eine Laktoseintoleranz besteht, erfolgt ganz einfach durch einen Atemtest. Doch bis es so weit kommt, haben die Patienten oft einen langen Weg hinter sich.
Die Symptome einer Laktoseintoleranz
Wer an der Laktoseintoleranz leidet, der verspürt etwa 30 Minuten nach jeder Aufnahme von Milch oder eines Milchprodukts ein Unwohlsein mit starker Gasbildung, einen Blähbauch und meistens auch Bauchkrämpfe, was in einigen Fällen zum Erbrechen führen kann. Teilweise beklagen die Betroffenen auch über Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Abgeschlagenheit – diese Symptome können jedoch auf anderen Störungen beruhen. Der erste Schritt zur Abhilfe ist das Erkennen der Beschwerden nach der Aufnahme von Milchprodukten. Sollten Sie unter den genannten Symptomen leiden und diese treten stets eine halbe Stunde oder ein paar Stunden nach der Aufnahme von Milchzucker auf, ist es höchste Zeit, einen Test der Laktoseintoleranz durchzuführen.
Diagnose
Die Laktoseintoleranz ist eine Störung, die bei vielen Europäern auftritt. Zu unterscheiden, ist die Laktoseintoleranz jedoch von einem Reizdarm. Da die Symptome der Laktoseintoleranz jedoch vielfältig sind, ist dies oft gar nicht so einfach. Ihr Arzt wird Sie höchstwahrscheinlich auffordern, ein Ernährungstagebuch anzulegen. Um die Laktoseintoleranz ganz eindeutig zu identifizieren, kann Ihr Arzt einen Atemtest durchführen, welcher die Selbstversuche meistens überflüssig machen. Neben dem Atemtest gibt es noch aufwendigere Verfahren, wie beispielsweise ein Gentest oder eine endoskopische Untersuchung.
Laktoseintoleranz – und jetzt?
Personen, bei denen eine Laktoseintoleranz festgestellt wurde, suchen am besten Hilfe bei einem Ernährungsberater auf. Dieser wird Ihnen helfen, sich im Alltag so umzustellen, dass Sie ohne großen Genussverzicht keine weiteren Beschwerden aufgrund Ihrer Intoleranz haben werden. Das Gute daran ist ebenfalls, dass dies der perfekte Augenblick ist, um sich mit dem Thema gesunde Ernährung auseinanderzusetzen.