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Birnel - Nicht nur für Lebkuchen
Birnel - Nicht nur für Lebkuchen
Birnel, auch Birnenhonig oder Birnenkonzentrat genannt, ist ein zähflüssiger, eingedickter Fruchtsaft aus Birnen.
Früher galt er als Ersatz für Kristallzucker zum Süssen, heute wird er vor allem als Brotaufstrich sowie zum Kochen und Backen verwendet. Bei Birnel handelt es sich um einen geschützten Markennamen des Schweizer Obstverbandes. Variationen von Birnendicksaft kennt man in der Romandie mit dem Vin cuit (wörtlich übersetzt: «gekochter Wein») oder in der Innerschweiz als Zutat für Lebkuchen. Birnel wird unter Vakuum konzentriert. Im Gegensatz dazu muss der Vin cuit 24 Stunden lang gekocht werden. Die beiden Methoden führen zu geschmacklich ganz unterschiedlichen Produkten.
Die Herstellung von Birnendicksaft wurde ursprünglich von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung gefördert. Mit der gärungslosen Obstverwertung wollte man erreichen, dass weniger Birnen zu Schnaps verarbeitet werden. Die Mostbirnen für Birnel stammen von Hochstammbäumen, die ihrerseits einen wertvollen Lebensraum für Vögel und Insekten bilden.
Birnel wird zu 100 Prozent aus Schweizer Mostbirnen gewonnen, die auf Hochstammbäumen wachsen. Diese Hochstammbäume sind gefährdet, weil sie nicht mehr rentabel bewirtschaftet werden können.