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| Irenäus († um 200) - Gegen die Häresien (Contra Haereses)

Erstes Buch
3. Kapitel: Allegorische Beweisführung der Valentinianer aus der Hl. Schrift
1.
Das also trug sich nach ihnen innerhalb des Pleroma zu. So geriet der Äon in Leid und wäre um ein kleines zugrunde gegangen, wie er auf der Suche nach dem Vater in der vielen Materie ins Unglück geriet; so wurde infolge seines Kampfes Horos und Stauros und Lytrotes und Karpistes und Horothetes und Metagogeus zusammengefügt, und der erste Christus samt dem Geiste infolge seiner Bekehrung durch den Vater erschaffen, aber später als die Äonen; so auch der zweite Christus, den sie auch Heiland nennen, in gemeinschaftlichem Wirken hergerichtet. Dies ist zwar nicht deutlich geoffenbart, weil ja nicht alle die Gnosis erfassen, aber durch Parabeln hat es der Heiland geheimnisvoll denen gezeigt, die es fassen können. Die dreißig Äonen nämlich sind, wie oben erwähnt, angedeutet durch die dreißig Jahre, in denen der Heiland nichts in der Öffentlichkeit gewirkt haben soll, und auch in der Parabel von den Arbeitern im Weinberg. Auch Paulus spricht nach Ihrer Lehre häufig aufs deutlichste von den Äonen und beobachtet sogar auch ihre Rangordnung, indem er sagt: „Auf alle Geschlechter der Äonen des Äonen“1 . Aber auch wir sollen von jenen Äonen sprechen, wenn wir bei der Feier der Eucharistie sagen: Von Äonen zu Äonen2 . Und wo immer dies Wort vorkommt, da soll es ein Hinweis auf ihre Äonen sein.
1: Vgl. Eph. 8,24
2: von Ewigkeit zu Ewigkeit