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Nufenen
Die Gemeinde Nufenen ist ein kleines und gemütliches Bauerndorf mit rund 140 Einwohnern, das bis ins 18. Jh. von ca. 15 Aussenhöfen umgeben war.
Das an der San Bernardino-Route gelegene Nufenen wurde ursprünglich von Romanen aus dem Schams als Alpgebiet genutzt. Um 1280 wurde es von Walsern besiedelt, die hauptsächlich aus dem Pomat (Val Formazza) stammten. Die Bevölkerung lebte bis ca. 1880 von der Land- und Alpwirtschaft und vom Warenverkehr über Splügen und S. Bernardino ("Säumerbauern"). Nach der Eröffnung des Gotthard-Eisenbahntunnels brach die Säumerei völlig zusammen und Nufenen kehrte zu einer rein agrarwirtschaftlichen Erwerbsstruktur zurück.
Die Dorfchronik berichtet von einer starken Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert, als viele Bewohner Nufenen in Richtung USA und Neuseeland verliessen, um sich dort eine neue Lebensgrundlage aufzubauen.
1846 gründete Nufenen die erste genossenschaftliche Sennerei in Graubünden. Noch heute hat die Milchverarbeitung einen wichtigen Stellenwert. Der Nufener Bergkäse ist ein bekanntes Produkt der Käserei.