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Energieverbrauch der Verkehrsträger im Vergleich
- Der Fahrrad- und Fussverkehr benötigt am wenigsten Energie und Verkehrsinfrastruktur.
- Der öffentliche Verkehr braucht bereits mehr Energie und Ressourcen, der motorisierte Individualverkehr noch mehr und der Flugverkehr am meisten.
- Der motorisierte Individualverkehr ist ineffizient, energieverschwendend, platzverschwendend, laut, lärmig, schmutzig und gefährlich.
Personenverkehr: Mittels dem interaktiven Vergleich auf www.mobitool.ch lässt sich der Energieverbrauch der unterschiedlichen Verkehrsmittel auf Kurz-, Mittel- und Langstrecken einfach vergleichen. Es wird deutlich, um wie viel energiesparender der Zug oder das Velo gegenüber dem Auto und dem Flugzeug ist. Für einen Weg von 5 km braucht eine Person mit dem Auto 4,6-mal mehr Energie als mit dem Tram und 33,8-mal mal mehr Energie als mit dem Fahrrad.
Eine Reise von 100 km in der Schweiz: Fährt die Person alleine im Auto, braucht sie 8,6-mal mehr Energie als mit dem Zug. Ist das Auto mit 4 Personen besetzt, benötigt die Reise pro Person immer noch 2,2-mal mehr Energie als mit dem Zug.
Eine Reise von der Schweiz ins europäische Ausland über eine Distanz von 1'000 km: Mit dem Flugzeug braucht die Person 2,3-mal mehr Energie als mit dem ICE. Fährt sie alleine im Auto, braucht sie 5,3-mal mehr Energie als mit dem ICE. Auch wenn sie zu Viert im Auto reist, braucht sie immer noch 1,3-mal mehr Energie als mit dem ICE.
Güterverkehr: Auch für den Güterverkehr lassen sich solche Berechnungen des Primärenergieverbrauchs machen. Ein 100 Tonnen-Transport von Peking nach Zürich: Das Flugzeug benötigt 22,7-mal mehr Primärenergie als der Bahntransport und 44,8-mal mehr als der Schiffstransport. Ein 100 Tonnen-Transport von Hamburg nach Zürich: Der Transport per LKW braucht für diese Strecke 2,9-mal mehr Energie als der Transport per Bahn.
Das Problem MIV: Das Auto als motorisiertes Individualverkehrsmittel (MIV) ist das Problem schlechthin. Es gibt nichts ineffizienteres, als 1,5 bis 2 Tonnen Blech für nur eine Person herumzuschieben. Dennoch nimmt die Anzahl Autos rasant zu: 2010 überschritt der weltweite Autopark die 1-Milliarden-Grenze. Neben der Verschwendung von Erdöl und der Klimazerstörung zersiedelt die Automotorisierung das Land und verstopft die Städte. Diese wurden nicht für den Automobilverkehr gebaut, insbesondere nicht die kleinräumigen, engen Städt der Schweiz. Im Gegenteil: Sie sind ideal für Fussgänger- und RadfahrerInnen.