Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03322.jsonl.gz/2193

Sankt Galler Bürli
Die ältesten schriftlichen Zeugnisse eines Kleinbrotes mit Namen Bürli sind aus dem frühen 18. Jahrhundert. Im Schweizerdeutschen Wörterbuch findet man ein Zitat aus dem Jahr 1723 aus dem Sankt Gallerland: „Fast wöchentlich wird sogenanntes „Pfilenbrod“ gebacken, und in den Wirtshäusern werden „Bürle“ vom besten Ruchmehl und Fladen zum Wein gestellt – Alles Zeichen einer herrlichen Zeit.“ Das Bürli als Kleingebäck aus dunklem Weizenmehl war also schon zu dieser Zeit ein Luxusbrot, das sich für den Konsum im Wirtshaus eignete. Die Ausdehnung der Kleinbrot-Herstellung (Bürli) in der Schweiz hatte ihren Anfang in Sankt Gallen (Ostschweiz) und sich von dort aus gegen Westen ausgebreitet. Das Bürli wurde nie als einzelnes Brötchen, sondern immer als 2er Bürli oder 4er Bürli hergestellt.