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Warum ist Räuchern alt und trendig zugleich? Ist Räuchern im Yoga und Ayurveda bekannt? Räuchern – so geht’s!
Räuchern dürfte das älteste Ritual der Menschheit sein und sicherlich eine der ersten Konservierungsmethoden. Es liegt nahe, dass nach der Entdeckung des Feuers das Räuchern erfunden wurde als die unterschiedlichen Düfte beim Feuermachen wahrgenommen wurden.
Einmal abgesehen von der praktischen Verwendung des Räucherns zum Konservieren von Fleisch und Fisch, wurden Räucherungen in den meisten Hochkulturen mit getrockneten Pflanzenteilen wie Zweigen, Gräsern, Rinden oder Harzen durchgeführt. Sie dienten der Reinigung oder der Beschwörung, der Manifestation oder auch als Hilfe für die Reise in Jenseits, beim Weissagen oder der Orakelbefragung u. a.
Grund dafür sind die Wirkungen, die durch das Verbrennen der verschiedenen getrockneten Pflanzenteile entstehen. Sie haben reinigende und harmonisierende oder klärende Wirkungen, können Heilungsprozesse unterstützen, beruhigen oder vitalisieren.
Räucherungen für die Gesundheit
In vielen traditionellen Medizinsystemen wurden Räucherungen durchgeführt. Ein wichtiger Grund war die reinigende Wirkung um einen Krankheitserreger auszuräuchern und Räume zu reinigen.
In der tibetanischen Medizin wurde es jedoch zur Behandlung geistiger und psychologischer Störungen verwendet.
Räuchern im Ayurveda
Das alte indische Medizinsystem Ayurveda kennt die Räucherzeremonie, die als Agnihotra bezeichnet und bereits in den Veden genannt wird. Oft wurde auch die Asche der Räucherung als Medizin verwendet. Bekannte ayurvedische Räucherstoffe sind Koriander, Patschuli, Sandelholz, Benzoe, Sandelholz oder das indische Basilikum.
Räuchern in Japan
In Japan wird das Räucherwerk noch heute „Koh“ genannt und dazu eine Räucherzeremonie, die Koh-Dö-Zeremonie entwickelt. Sie wird als Weg des Räucherns hierzulande bezeichnet. Bei dieser meditativen Zeremonie, die zum Zen gehört, soll der „Klang des Duftes“ gehört werden.
Räuchern und Yoga
Räuchern wird auch im Yoga gerne angewendet. So ist es möglich statt dem Duftlämpchen mit Hölzern zu räuchern. Am Bekanntesten und sehr praktisch sind die Räucherstäbchen.
Wer Räumlichkeiten ausräuchern, sprich reinigen möchte, benötigt mehr Zeit für die energetische Reinigung, denn dem Reinigen sollte das Harmonisieren und ein Energieaufbau folgen, damit das Yoga-Studio oder Zuhause eine gute Energie besitzen.
Hierfür werden gerne Salbei, Weihrauch, Kampfer und Myrrhe verwendet.
Räuchern und Meditation
Um die Meditation zu unterstützen, kann ebenfalls mit Pflanzen geräuchert werden, die eine klärende, erhebende Wirkung besitzen oder in eine Art Trance oder Versenkung führen. Geeignet hierfür sind Weihrauch, Weisses Sandelholz, Talubalsam oder Eisenkraut beispielsweise.