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Chlamydien sind obligat intrazellulär lebende Parasiten, welche eine eigene evulotionäre Linie (Stamm Chlamydiae) repräsentieren. Zur Ordnung Chlamydiales gehören die Familien Chlamydiaceae, Parachlamydiaceae, Waddliaceae und Simkaniaceae. Zur Familie Chlamydiaceae gehören die medizinisch bedeutsamen Gattungen Chlamydia und Chlamydophila.
Chlamydien sind unbewegliche, gramnegative Bakterien, die sich nur innerhalb membrangebundener Vakuolen im Cytoplasma vermehren. Sie sind vom ATP der Wirtszelle abhängig (Selbitz 2007a).
Veterinärmedizinische Relevanz
Chlamydophila abortus (früher Wiederkäuerserovar 1 von Chlamydia psittaci) verursacht Schafaborte. Der Erreger ist in den Schafbeständen weit verbreitet. Das klinische Bild wird von Aborten in der 2. Trächtigkeitshälfte, aber auch Geburten lebensschwacher Lämmer und Frühgeburten bestimmt. Die Muttertiere zeigen keine schweren Symptome; es entwickelt sich eine Immunität, die ein nochmaliges Verlammen verhindert.