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Der Gedenkanlass in Auschwitz wird vom dortigen Museum und der internationalen Stiftung Auschwitz-Birkenau organisiert. Die Zeremonie wird von Ansprachen von Überlebenden sowie Vertretern von Organisationen geprägt, die sich für den Erhalt der Gedenkstätte engagieren. Sie endet am Abend mit einer Gedenkstunde vor dem Monument für die Opfer des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.
Gemäss Schätzungen waren im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen von den Nationalsozialisten ermordet worden. Soldaten der Roten Armee befreiten die Überlebenden am 27. Januar 1945 in den frühen Nachmittagsstunden. 2005 erklärte die UNO-Generalversammlung den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Es ist aus Sicht der Schweiz ein wichtiges Anliegen, die Erinnerung an den Holocaust wach zu halten und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Diesem Ziel dient auch die zwischenstaatliche Organisation International Holocaust Remembrance Alliance, der die Schweiz seit 2004 angehört. An der internationalen Stiftung für den dauerhaften Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau hat sich die Schweiz mit 1,2 Millionen Franken beteiligt.
Bundespräsidentin Sommaruga reist in Begleitung von Holocaust-Überlebenden nach Polen. Sie nimmt zudem zwei Studierende mit. Die Erinnerung und das Wissen sollen auch jungen Menschen bewusst bleiben. Im Hinblick auf den Gedenktag zur Auschwitz-Befreiung hat sie sich am 19. Januar 2020 bereits in der Schweiz mit Holocaust-Überlebenden getroffen.