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Die Perlhirse wird auch Rohrkolbenhirse, Kolbenhirse oder Pinselgras genannt und gehört zur Familie der Süssgräser. Das Wort Hirse kommt aus dem Indogermanischen und bedeutete damals «Sättigung». Bis heute gilt die Hirse als sehr gesundes, nahrhaftes und eben auch gut sättigendes Lebensmittel.
Die Hirse wächst sehr ähnlich wie der Mais, es ist ein einjähriges Ährenrispengras und kann eine Höhe von 3 bis 4 Meter erreichen. Die einzelnen Halme haben einen Durchmesser von 10 bis 20 cm. An den Halmen befinden sich dunkelgrüne Laubblätter.
Die Wurzeln können bis zu 3 Meter in den Boden ragen, wobei vor allem die obersten 10 cm wichtig sind.
Als Fruchtstand wird der oberste Teil der Hirse bezeichnet, welcher 1000 bis 3000 ovale Körner trägt. Je nach Sorte sind diese weiss, gelblich oder rot bis violett, schieferblau oder schwarz.
Zur Verwendung als Arzneidroge kommen die bis zu 5 mm grossen Hirsekörner. Daraus entstehen schonend hergestellte Hirseextrakte, welche üblicherweise in Kapselform in den Handel kommen.
Ursprünglich kommt die Hirse aus dem tropischen Afrika, wo sie bereits vor 3000 Jahren genutzt wurde. Später wurde sie als Kulturpflanze nach Arabien, Indien und Burma ausgebreitet. Heutzutage gilt sie als ältestes bekanntes Getreide der Welt und wird auf allen Kontinenten angebaut.
Die Hirse bevorzugt sandige und gut durchlüftete Böden, welche eher trocken als zu feucht sein sollten. Sonnige Standorte fördern das Wachstum, in schattigen Lagen hingegen, wird dieses stark gehemmt.