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Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Schweizer Bauernverband
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Bericht zur Lage der Landwirtschaft
Die Berichte zur Lage der Schweizer Landwirtschaft sind Teil der Agristat und erscheinen monatlich. Sie bestehen aus den ständigen Rubriken Grundlagen, Pflanzenbau, Milchwirtschaft, Viehwirtschaft, Aussenhandel und Preise.
11.01.19

Der Monat Dezember 2018 brachte milde Temperaturen und sehr windiges Wetter. In der Nordschweiz erreichte die Niederschlagssumme verbreitet 150 bis 200 Prozent der Norm 1981-2010, während die Niederschläge in der Südschweiz deutlich unterdurchschnittlich waren.
10.12.18

Der November 2018 war der drittwärmste seit Messbeginn und im Schnitt 1,6 Grad wärmer als die Norm 1991-2010. Während auf der Alpensüdseite die Niederschläge deutlich über der Norm 1991-2010 lagen, war es im Norden, v.a. in der Zentral- und Ostschweiz ausgesprochen niederschlagsarm. In Zürich und St. Gallen fielen weniger als 30 % der Normmenge. Mit dem November endete in diesem Jahr - nach dem drittwärmsten Sommer und dem viertwärmsten Frühling – der drittwärmste Herbst (in der Meteorologie dauert der Herbst vom 1. September bis am 30. November). Mehr Herbstwärme gab es bisher nur in den Jahren 2014 sowie 2006.
12.11.18

Der Oktober war warm, mild, niederschlagsarm und ausgesprochen sonnig. In einzelnen Regionen war es einer der sonnigsten Oktobermonate seit Messbeginn. Locarno registrierte am 24. Oktober den ersten Schweizer Hitzetag im Oktober mit 30,5 Grad. Grosse Niederschlagsmengen fielen Ende Oktober auf der Alpensüdseite sowie im angrenzenden Gebiet vom Oberwallis über die Gotthardregion bis nach Graubünden. Im westlichen Tessin fielen 300 bis 420 mm Niederschlag. In den nördlichen Alpen fiel zum Teil reichlich Neuschnee. Am östlichen Alpennordhang fiel Schnee bis auf 500 Meter. Mit dem September 2018 endete das wärmste oder zweitwärmste Sommerhalbjahr seit Messbeginn 1864. Das schöne Wetter erleichterte natürlich die verbleibenden Feldarbeiten und die Saat von Winterfrüchten. In vielen Regionen der Nordschweiz wäre Regen jedoch weiterhin dringend notwendig für das Gedeihen der Wintersaaten wie auch für den Grundwasserstand und die Quellen (Tabelle 1.2). Mit 4625 Hagel-Schadenmeldungen bis Ende September wird das Jahr 2018 als unterdurchschnittliches Hageljahr in Erinnerung bleiben (Tabellen 1.4/1.5). Der Bestand der in der Landwirtschaft erwerbstätigen, nicht ständigen ausländischen Wohnbevölkerung ist 2018 leicht angestiegen (Tabelle 1.7).
10.10.18

Der September 2018 war einer der wärmsten der letzten 150 Jahre. Die Temperatur lag im Mittel 2,2 Grad über der Norm 1981-2010. Dafür sorgten ausgeprägte Hochdrucklagen v.a. in der ersten Monatshälfte. Stürmische Westwinde durchzogen am 21. und 23. die Schweiz. Ein erster Temperatursturz erfolgte am 24. mit Schnee bis auf 1800 Meter (Grafik 1.3). Auf der Alpensüdseite und in der Westschweiz brachte der September teilweise nur 20 % der normalen Niederschläge. Die übrigen Regionen erhielten meist zwischen 40 und 80 % der Norm 1981–2010. Damit setzte sich das trockene Wetter der Vormonate fort (Tabelle 1.2). Die Weinlese begann dieses Jahr teilweise schon Ende August und insgesamt ca. 31 Tage früher als im Mittel der Periode 1981-2010. Die Blattverfärbung bei den Laubbäumen trat je nach Baumart rund 21 bis 30 Tage früher als in der Periode 1981-2010. Auch die Blüte der Herbstzeitlose hatte 9 Tage Vorsprung auf die Normperiode. Die Schadentage und Schadenmeldungen von Hagel lagen bis Ende August unter dem langjährigen Mittel und leicht tiefer als im Vorjahr. Nach 1711 Schadenmeldungen im Juli sind die Meldungen im August auf 688 gesunken (Tabelle 1.5).
10.09.18

Der August 2018 war der drittwärmste seit Messbeginn. Vor allem die West- und die Nordwestschweiz erhielten auch im August wenig Regen. Einzelne Gebiete erhielten nur 20 bis 30 % der Norm 1981 2010. Auch der Sommer insgesamt war der drittwärmste nach dem Sommer 2015 und 2003. Zudem war er ausgesprochen regenarm. Im landesweiten Mittel fielen nur 63 % der Norm 1981-2010. Ähnlich regenarm waren letztmals die Sommer 1983 und 1984. Dabei verstärkten im aktuellen Jahr die sehr hohen Temperaturen die Verdunstung und damit den Wassermangel. Der warme Sommer beschleunigte die Entwicklung der Vegetation und der Fruchtreife massiv. Der Vorsprung beträgt je nach Pflanzenart zwei bis drei Wochen gegenüber dem Mittel der Periode 1981-2010.
10.08.18

Das Wetter im Juli war überdurchschnittlich warm und trocken. In der Zentral- und Ostschweiz sowie im Nordtessin fielen nur 20 bis 50 % der üblichen Regenmenge. Niederschläge sind noch kaum in Sicht: Am Monatsende startete eine Hitzewelle, welche weit in den August hineinreichen dürfte. Der Vergleich mit dem Trockenjahr 2003 drängt sich immer mehr auf.
Im Vergleich zum Monat Mai (1777 Schadenmeldungen) und zu den Vorjahren wurden im Monat Juni wenige Hagelschäden gemeldet (Tabelle 1.4). Auch Elementarschäden wurden in den Monaten April bis Juni eher weniger als in den Vorjahren gemeldet (Tabelle 1.5).
11.06.18

Der Mai 2018 steht bezüglich Temperatur an fünfter Stelle der Jahre seit Messbeginn 1864. Das warme Wetter brachte auch reichlich Gewitter. Grössere Regenmengen fielen allerdings erst ab Mitte Mai und setzten damit der Frühlingstrockenheit ein Ende. Die Niederschläge waren insgesamt allerdings unterdurchschnittlich. In den meisten Regionen blieb die Regenmenge unter 70 % der Norm 1981-2010, nur im Südtessin lagen die Niederschläge im langjährigen Mittel. Im Jahr 2017 wurden 5038 Hagelschäden und 3424 Elementarschäden gemeldet. Beim Hagel lag die Schadensvergütung mit 25,5 Millionen CHF über den Beträgen von 2014 bis 2016. Deutlich höher lagen die ausbezahlten Beträge insbesondere in den Jahren 2009 und 2013. Elementarschäden wurden für 10,2 Millionen CHF vergütet. Hier lagen die Entschädigungen letztmals im Jahr 2007 höher (Tabellen 1.4 und 1.5).
10.05.18

Der April 2018 war der zweitwärmste seit Messbeginn 1864. Südföhn und Hochdrucklagen sorgten für sehr sonniges und warmes Wetter. Dies führte zu einer beschleunigten Schneeschmelze in den Bergen. Dank den warmen Temperaturen konnte die Vegetation den leichten Rückstand vom Monatsbeginn aufholen. Die rasante Entwicklung führte dazu, dass die Blüte von Kirsch-, Birnen- und Apfelbäumen fast gleichzeitig erfolgte. Die Kirschbäume blühten 4 Tage vor dem Mittel von 1981-2010, die Birnbäume 7 Tage und die Apfelbäume 9 Tage früher. Aufgrund des schönen Wetters war Regen Mangelware. In der Nordschweiz lagen die Regenmengen unter 30 % der Monatsnorm, im östlichen Mittelland sogar unter 10 % der Monatsnorm. Weitverbreitet sind auf der Alpennordseite dringend Niederschläge notwendig.