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Im Duell um Platz 3 setzte sich Diethelm Gerber in der an Spannung kaum zu überbietenden Entscheidung dank ungemeiner Nervenstärke gegen die Chinesin Zhang Jingjing, die Nummer 1 der Welt, durch. Die Qualifikation hatte sie auf Platz 7 abgeschlossen.
Die Konkurrenz mit der Sportpistole ist die bevorzugte Disziplin von Diethelm Gerber. Im vergangenen Jahr hatte sie an den Europa-Spielen in Baku Gold gewonnen und sich das Olympia-Startrecht gesichert. Bei ihrem ersten Einsatz an den Spielen in Rio hatte Heidi Diethelm Gerber eine Enttäuschung erlebt. Mit der Luftpistole über 10 m hatte es am Sonntag nur zu Platz 35 gereicht.
Nach der Medaillen-Zeremonie sprudelte es aus der 47-Jährigen nur so heraus. Ein harter Kampf sei es gewesen. Im Halbfinal habe sie sich viel besser und stärker gefühlt als in der Qualifikation, in der sie beinahe ausgeschieden war. Und vor dem Kampf um Bronze habe sie mit “Leder” gerechnet, denn mit der Chinesin Zhang, der besten Sportpistolenschützin der Welt, hatte sie sich schon oft duelliert – und meistens den Kürzeren gezogen.
Das Duell um Bronze in Rio begann für Diethelm Gerber schlecht. Sie geriet mit 0:2 in Rückstand, gewann danach aber zwei Duelle à jeweils fünf Schüsse und übernahm so mit 4:2 die Führung. Nach zwei Unentschieden stand es 6:4 für die Schweizerin. Schon in der fünften Passe hätte sich Diethelm Gerber Bronze sichern können, aber beim “Matchschuss” verfehlte sie das Ziel. Dafür entschied sie die sechste Passe mit 4:2 Treffern überlegen zu ihren Gunsten und sicherte sich so die erste Schweizer Olympiamedaille einer Schützin überhaupt an Sommerspielen.
Die vorangegangenen 20 Medaillengewinne bei Olympischen Spielen waren alle auf das Konto von männlichen Schützen gegangen. Als letzter Schweizer stand der Obwaldner Michel Ansermet von 16 Jahren in Sydney auf dem Podest, auch er mit der Sportpistole.
Olympiasiegerin wurde Anna Korakaki. Die Griechin setzte sich im Final gegen die Deutsche Monika Karsch durch.
(SDA)