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Spielfilm von
Carol Reed
mit Joseph Cotten (Holly Martins), Alida Valli (Anna), Orson Welles (Harry Lime), Trevor Howard (Calloway), Ernst Deutsch (Kurtz) u.a.
GB 1949, 35mm, OV/d/f, 104’
Der erfolglose amerikanische Schriftsteller Holly Martins (Joseph Cotten) begibt sich nach dem Zweiten Weltkrieg im geteilten Wien auf die gefährliche Spur seines Freundes Harry Lime (Orson Welles). Dieser kam angeblich unter mysteriösen Umständen ums Leben. Bald stellt sich heraus, dass Lime in skrupellose Schwarzmarktgeschäfte verwickelt war – Hollys Nachforschungen werden immer gefährlicher.
Der von Carol Reed subtil inszenierte Kriminalthriller spielt mit den ästhetischen Elementen des Film noir: Originalschauplätze der Grossstadt Wien werden mit imposanten Schattenspielen und expressiven Bildkompositionen in Szene gesetzt. In der Filmwissenschaft herrscht Uneinigkeit über die Zuordnung von «The Third Man»: In einigen Werken wird er als «British Noir» bezeichnet, als europäischer Ableger eines eigentlich amerikanischen Phänomens, in anderen Werken wird er insbesondere wegen seiner Bilder und Figuren zum klassischen Kanon gezählt.
Berühmt wurde der Film unter anderem durch Orson Welles’ viel zitierte «Kuckucksuhr-Rede», die finale Verfolgungsjagd durch Wiener Kanalisationsschächte sowie durch das von Anton Karas auf der Zither gespielte Harry-Lime-Thema. Das Lied führte im Frühjahr 1950 für 11 Wochen die US-Hitparade an, wurde zig millionenfach verkauft und über fünfzig Mal gecovert. 1949 erhielt «The Third Man» beim Filmfestival Cannes die Goldene Palme, 1999 wurde er vom BFI (British Film Institute) zum besten britischen Film aller Zeiten gewählt.