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HS AD: Architektur und Kunst in Schottland zwischen Aufklärung und Moderne. Edinburgh und Glasgow als Zentrum des Fortschritts
Mittwoch, 11.03.2020
Schottische Architektur des 18. und 19. Jahrhundert taucht nur punktuell in der Architekturhistoriographie auf. Wenig bekannt ist, dass Städte wie Edinburgh und Glasgow zu den bedeutendsten Städteräumen dieses Zeitalters zählen, Embellissement versus Rough City: Edinburgh als Stadt, in der privates Kapital und Verschönerungsgedanke um 1770 zur Planung der New Town führen und nachfolgend zu Robert Adam und William Playfairs grossen Projekten; Glasgow, das als eine Art frühe Industriemetropole, als Pre-Chicago bezeichnet werden kann. Hier entsteht basierend auf dem Überseehandel, inklusive Tabak-, Baumwoll- und Sklavenhandel, ein ungeheurer Bauboom. Grosszügige Platzanlagen und Strassenzüge mit Börse, Handelsclub, Rathaus, Banken, Geschäftshäusern und Hafenspeichern. Fortschritt war das Zauberwort für Glasgow, das einen kaum bekannten Bestand an frühen Eisenbauten, Kaufhäusern wie Bürobauten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts aufweist. Der Boom setzt sich bis zum Ersten Weltkrieg fort und bringt die Reformarchitektur von Honeyman & Keppie sowie von Rennie Mackintosh hervor. Das Seminar beleuchtet vor der Folie der Vorlesung diese Prozesse vergleichend mit der englischen Entwicklung und dient gleichzeitig als Vorbereitung für die Exkursion nach Schottland im Juni 2020. Ein Besuch des Seminars wird für Interessenten dringend empfohlen.
|Dozierende(r):||Prof. Dr. Bernd Nicolai|
|11.03.2020:||16:15 - 18:00|
|Ort:||
116, Seminarraum|
Uni Mittelstrasse
Mittelstrasse 43
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