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Das Bezirksgericht von Siders hat entschieden: Es sieht es als erwiesen an, dass sich ein ehemaliger Lehrer der sexuellen Handlung mit seinen damals minderjährigen Schülerinnen schuldig gemacht hat.
Das Gericht folgt der Anklage und verurteilt den 48-Jährigen zu 40 Monaten Gefängnis. Dies berichten Westschweizer Medien übereinstimmend. Die Hauptverhandlung fand bereits am Montag aus Platzgründen in den Räumen des Kantonsgerichts statt.
Die Taten des ehemaligen OS-Lehrers fanden gemäss Anklageschrift zwischen August 2011 und November 2013 statt. Demnach führte der Lehrer in der Schule pädagogische Experimente zum Thema Erwachen der Sinne durch. Unter anderem befahl er seinen Schülerinnen, nach dem Sportunterricht «blind» zu duschen, bekleidet nur mit einem abgedecktem Helm. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gestand der Angeklagte, dass er die Mädchen ohne ihr Wissen beobachtet hat.
Gemäss Anklageschrift habe der Angeklagte zudem sensorische Workshops veranstaltet, in denen er Schülerinnen unter dem Vorwand eines «Früchte-Blindtests», in welchem sie mit verbundenen Augen einzelne Früchte ausschliesslich mit dem Mund anhand von Textur und Geschmack erraten sollten, zu sexuellen Handlungen getrieben habe.
Die Hauptverhandlung vom Montag verzögerte sich, da der Beschuldigte vorerst nicht auftauchte. Er hatte sich am Freitag zuvor selbst in eine psychiatrische Klinik begeben. Das Gericht ordnete aber an, den Beschuldigten dort holen zu gehen. Vor dem Richter verweigerte er schliesslich die Aussage. Die Nacht auf Dienstag verbrachte er dann in Untersuchungshaft.
Das Urteil des Bezirksgericht ist noch nicht rechtskräftig.dab