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Emmen erlebt in den 50er- und 60er-Jahren eine äusserst dynamische Zeit. Aufgrund der Ansiedlung grosser industrieller Unternehmen ergibt sich eine ‚explosionsartige‘ Bevölkerungsentwicklung, mit der entsprechenden Bautätigkeit, wie z.B. der Errichtung der Schulanlage Gersag. Die von Carl Moosdorf, einem der prägendsten Architekten dieser Zeit in der Zentralschweiz, entwickelten Gebäude Trakte A, B sowie die Turnhalle 1 wurden unter der Bauleitung von Josef Troxler zwischen 1951 und 1953 gebaut. Die Charakteristik der Architektur entspricht den Merkmalen des „Neuen Bauens“: Die Funktion bestimmt die Form. Gemäss dem Inventar der schützens- und erhaltenswerten Bauten der Gemeinde Emmen handelt es sich bei diesen Gebäuden um eine schützenswerte Baugruppe.
Die Aufgabe von Jäger Egli war es, diese Gebäude in die heutige Zeit mit den heutigen Ansprüchen an die Unterrichtsmethodik zu überführen, verbunden mit den gesetzlichen Auflagen an Sicherheit, Gebäudetechnik. Wärmedämmung, usw. Die bestehende Konstruktion und Gestaltung sollte weitgehend erhalten werden, alle Eingriffe sollen als solche erkennbar sein. Das Farb- und Materialkonzept orientierte sich am Bestehenden, und zollt in diesem Sinne den ursprünglichen Erbauern Respekt. Alle Bauarbeiten fanden während des laufenden Unterrichts statt, meistens in den Schulferien. Trotz der engen Vorgaben bezüglich Termine und Kosten konnten alle Ansprüche erfüllt werden. Eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Planern und Unternehmern, der Lehrerschaft und den Hauswarten hat dies möglich gemacht.