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Die in der Nähe von Tuzla, im Nordosten Bosniens gelegene 760mm-Werkbahn von Banovici dient einzig dem Güterverkehr. Mehrmals täglich bringen diesellokbespannte Züge die im nahe gelegenen Bergbau geförderte Kohle zu einer Sortier- und Verladestation mit Normalspuranschluss. Zur Freude der Eisenbahnenthusiasten werden als Reserve und für den Verschub aber auch einige Dampflokomotiven betriebsfähig gehalten. Längerfristig könnte der Kohletransport durch moderne, leistungsfähige Förderbänder ersetzt werden (diese grossen Investitionspläne existieren, wurden aber bislang mangels Geld nicht realisiert). Dzevad Hodzjic, der verantwortliche Chef und selbst Eisenbahnfreund, sieht deshalb im Tourismus die entscheidende Chance zur Erhaltung seiner Bahn.
Dass Schmalspurbahnen auch im ehemaligen Jugoslawien eine Attraktion sein können, beweist die Erfolgsgeschichte der wiederaufgebauten „Sargan-8“ in Serbien, die heute sogar Gewinne erwirtschaftet und der Umgebung einen beachtlichen touristischen Aufschwung brachte.
Die Kohlebahn von Banovici hat zweifellos Zukunftspotential, besonders durch aktive Dampfloks. Die Stillegung der Bahn hingegen bedeutete nicht nur den Verlust der letzten Schmalspurbahn Bosniens, sondern auch von zahlreichen Arbeitsplätzen in dieser unter extremen wirtschaftlichen Problemen leidenden Region. Helfen wir mit, dass dies nicht geschieht!
Aktuelle Informationen zum Projekt „Kohlebahn Banovici“ unter „News“ auf dieser Website.