Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03247.jsonl.gz/2704

Zeitlos und beruhigend ...
Bewertung aus Zürich am 12.10.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Ausgabe des Wallstein Verlags ist ein Fest für alle Sinne
Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 24.08.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Rainer Maria Rilke: Briefe an einen jungen Dichter
Lesefreundlicher Grossdruck in 16-pt-Schrift
Grossformat, 210 x 297 mm
Berliner Ausgabe, 2021, 2. Auflage
Durchgesehener Neusatz bearbeitet und eingerichtet von Theodor Borken
Zehn Briefe, verfasst als Antworten an den jungen Dichter Franz Xaver Kappus zwischen 1903 und 1908. Erstdruck: Leipzig, 1929. Das Sonett im 7. Brief wird hier als Grosszitat wiedergegeben.
Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst.
Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: John Singer Sargent, Studie eines jungen Mannes.
Gesetzt aus der Minion Pro, 16 pt.
Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH
Über den Autor:
1875 im damals österreichisch-ungarischen Prag als Sohn eines Bahnbeamten geboren, studiert René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke zunächst Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie, später zieht er nach München und studiert Jura. 1897 verliebt er sich in die deutlich ältere - und verheiratete - Lou Andreas-Salomé. Die welterfahrene Intellektuelle bleibt ihm zeit seines Lebens eng verbundene Freundin und Beraterin, sie ist ihm »zugleich Muse und sorgsame Mutter«, wie Sigmund Freud 1937 im Gedenken an sie feststellt. René nennt sich Rainer, weil Lou das für einen männlichen Schriftsteller angemessener findet. Rilke reist umher, gerne nach Italien, und macht zahlreiche Bekanntschaften anderer Künstler. Nachdem Lou die erotische Beziehung mit ihm beendet, heiratet er Clara Westhoff, die er nach der Geburt der gemeinsame Tochter zurücklässt, um nach Paris zu gehen. Den Ersten Weltkrieg überlebt er als Wehrpflichtiger, der auf einflussreiche Fürsprache hin Innendienst in Archiv- und Pressestellen leistet. Ab 1923 schwindet seine Gesundheit zusehends, lange Aufenthalte in verschiedenen Sanatorien folgen. Verstörend wirken seine Lobpreisungen auf Mussolinis Faschismus, seine Absage an Freiheit und Humanität: widersprüchlich dazu die intensiven lyrischen Beobachtungen intimen menschlichen Gefühlslebens. Sein alles verbindender »Weltinnenraum«, die späteren symbolistischen »Dinggedichte« schliessen seinen Kreis einer allumfassenden Welterfahrung. Am 29. Dezember 1926 stirbt mit Rainer Maria Rilke in Montreux ein so facettenreicher wie widersprüchlicher Lyriker, der vielleicht gerade deshalb bis heute eine so grosse Faszination ausübt.
Bewertung aus Zürich am 12.10.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 24.08.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)