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1974 wurde Dürrenmatt vom israelischen Außenministerium zu Gastvorlesungen nach Israel eingeladen. An der Hebräischen Universität Jerusalem hält er eine Rede, die er mehrfach umschreiben und zu dem vorliegenden Essay erweitern sollte: ›Zusammenhänge‹. Außerdem: ›Nachgedanken‹, unter anderem über Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in Judentum, Christentum, Islam und Marxismus und über zwei alte Mythen.
»Es geschieht selten, daß man einen Text, der vor mehr als zwanzig Jahren aus einer aktuellen zeitgeschichtlichen Situation heraus entstanden ist, mit wachsendem Interesse und mit Blick auf die Gegenwart liest. Für Friedrich Dürrenmatts Essay über Israels ›Zusammenhänge‹ gilt dies uneingeschränkt. Faszinierend, wie Dürrenmatt den geschichtlichen Hintergrund beleuchtet, wie er Zusammenhänge herstellt und gleichzeitig seine Erlebnisse in Jerusalem einbezieht.«Bayerischer Rundfunk
»Ein Israel-Buch, wie man noch keines sah und kaum je wieder sehen wird. Ein überaus gedankenreiches Werk, dessen Reichweite von der Reportage über die Dichtung, die Geschichts- und Religionswissenschaft bis zur Philosophie, stellenweise sogar bis zu Physik und Kosmologie hin langt. Buch eines radikalen Aufklärers, der gleichwohl eine eigentümliche Beziehung zur Transzendenz pflegt. Eines Philosophen, der bei aller Geschichts-Skepsis geschichtlich zu denken versteht.«Frankfurter Rundschau