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An den Paralympics in London bildete der Team-Relay mit gemischten Geschlechtern und gemischten Behinderungsstufen den Abschluss der Cycling-Wettkämpfe. Die Formel-1-Strecke Brands Hatch bot für diesen Staffellauf mit Fahrerwechsel in der Boxenzone den idealen Hintergrund. Die verkürzte Rennstrecke war von den Tribünen aus vollständig überblickbar und es entwickelte sich ein spannungsgeladener, ohrenbetäubend lauter Hexenkessel. Der Veranstalter bot auch an diesem Abschlussrennen wieder eine hervorragende Show mit perfektem Kommentar und mit Bildmaterial aus Hubschraubern und Motorrädern auf der Grossleinwand.
Schwaller legt die Basis zum Medaillengewinn
Die unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen der gemischten Teams werden mit einem ausgeklügelten Punktesystem zusammengestellt und nur jene Nationen, welche in allen Behinderungsklassen starke Fahrer vorweisen, können ein konkurrenzfähiges Team aufstellen. Die Schweiz fuhr die 9 Runden mit Wechsel nach jeder Runde in der Besetzung Jean-Marc Berset, Ursula Schwaller, Heinz Frei. Auf dem Papier stellte die USA jedoch ganz klar die stärkste Mannschaft der 7 Teams.
Berset ging als Erster auf die verkürzte Runde des Brands-Hatch-Circuit mit dem Ziel, zusammen mit dem Österreicher Walter Ablinger einen kleinen Vorsprung auf Frankreich herauszufahren, was nicht optimal gelang. Schwaller konnte nach dem ersten Wechsel in der Box den Franzosen Cecillon Rodolph überholen und den Vorsprung stark ausbauen. Heinz Frei musste kurz vor Ende der dritten Runde den ehemaligen Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi (ITA) ziehen lassen. Während die USA ihren Vorsprung von Runde zu Runde ausbauten, lieferte sich die Schweiz einen erbitterten Kampf mit Italien und Frankreich um die weiteren Podestplätze. In Runde 6 zeichnete sich ab, dass Zanardi im Sprint gegen Frei die Nase vorn haben würde, aber die schnellen Runden von Schwaller sicherten der Schweiz die Bronzemedaille vor Frankreich.
«Sehr emotional»
Für die Düdingerin Schwaller bildete die Bronzemedaille einen einigermassen versöhnlichen Abschluss der Paralympics in London. «Klar sind für mich die Einzelwettkämpfe wichtiger, und besonders der Schaltfehler im Strassenrennen, welcher zum Ausfall führte und mir nicht erlaubte, mein Potenzial über 48 km zu zeigen, tut weh. Aber eine Medaille zusammen mit dem Team zu gewinnen ist immer etwas sehr Spezielles und sehr emotional.»
Marathon: Gold für Hug, Bronze für Graf
Z um Abschluss der Paralympics in London brillierten die Schweizer Handbiker im Marathon. Marcel Hug (Nottwil) sprintete hinter David Weir (Gb) auf Rang zwei, Sandra Graf (Gais) sicherte sich wie vor vier Jahren in Peking die Bronzemedaille.
Einmal mehr entschied der vierfache Gold-Gewinner David Weir den Spurt der fünfköpfigen Gruppe für sich und gewann nach 42 Kilometern mit Saisonbestleistung in seiner Wohnstadt seinen vierten Titel. Si