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Im Final der Kategorie Open führte der 18-jährige Luca Anthonioz mit 2:0 Sätzen, ehe Miller noch einmal herankam. Der Youngster spielte im Entscheidungssatz sein bestes Tischtennis und wurde zum ersten Mal Freiburger Meister. «Ich hätte nie gedacht, dass ich so spielen könnte. Eigentlich ist es nicht normal.» Luca Anthonioz rang nach seinem Überraschungssieg nach den richtigen Worten und konnte seine Leistung noch kaum realisieren. Der 18-jährige Schüler aus Rossens hatte im Final der höchsten Herrenserie den ehemaligen Weltranglistenspieler, 14-maligen Schweizermeister und aktuellen Vizeschweizermeister im Einzel, Thierry Miller, bezwungen. Auch der 2:2-Satzausgleich durch Miller nach einer überraschenden 2:0-Führung konnte Anthonioz nicht aus dem Konzept bringen. Er zeigte im Entscheidungssatz sein bestes Tischtennis: «Ich spielte konstant, hatte eine gute Taktik und habe immer an mich geglaubt.» Vor allem taktisch bot der Angreifer eine Meisterleistung: «Ich versuchte, den Rückschlag so gut wie möglich zu spielen und Miller auf seiner Rückhand zu halten. Ich selber habe meine Rückhand oft umlaufen und mit der Vorhand angegriffen.»
Der Romand machte im vergangenen Jahr einen eindrücklichen Sprung nach vorne. Er wechselte vom TTC Freiburg (1. Liga) nach Bulle und spielt seither in der Nationalliga B. Der Gymnasiast hat sich schnell an das höhere Niveau gewöhnt und weist eine Siegesbilanz von rund 50 Prozent aus. Gegen Clubkollege Miller trainiert er zwar ab und zu, aber seine Erfolge hielten sich bisher in Grenzen: «In Trainingsspielen habe ich noch nie einen Satz gewonnen. Ich wusste jedoch, dass Thierry gegen Michel Modoux fast ausgeschieden wäre, daher glaubte ich an meine Chance.»
Modoux verpasst Sensation
Den grössten Coup seiner Karriere hätte auch Michel Modoux (TTC Düdingen) gerne eingefahren. Im Viertelfinale gegen Thierry Miller zeigte der 30-Jährige eine annähernd einwandfreie Leistung und drängte Miller an den Rand einer Niederlage. Modoux ging mit 2:1 in Führung und konnte sich im Entscheidungssatz sogar zwei Matchbälle erspielen. Den krönenden Abschluss blieb ihm zwar verwehrt, mit zwei Medaillen im Doppel konnte sich der Düdinger jedoch etwas trösten.
Die zwölfköpfige Delegation des TTC Düdingen sammelte wieder fleissig Medaillen. Mit elf Auszeichnungen, davon drei Meistertitel, haben die Sensler die Erwartungen erfüllt.
Brügger erneut stark
Erfolgreichste Akteurin des Sensler Tischtennis-Clubs war wie letztes Jahr Michelle Brügger. Die 13-jährige Schülerin gewann zwei Titel (Damen B und U15) und holte im Mixed mit Michel Modoux Bronze. Die höchste Frauenkategorie glich einem «internen Turnier», welches Brügger gegen ihre Clubkolleginnen Marina und Nadine Brülhart gewann, die jeweils den zweiten und dritten Rang belegten. Der Abstand zur Damenkonkurrenz war offensichtlich, niemand konnte das Mädchen-Trio ernsthaft in Bedrängnis bringen. Seit letztem August werden die Mädchen des TTC Düdingen von einem professionellen Coach trainiert und gefördert und haben entsprechend Fortschritte erzielt. mm