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1636 gründeten initiative Bürger eine Bürgerbibliothek. Im Gegensatz zur Bibliotheca publica in der Kiche St. Johann, die auf die Theologie ausgerichtet und der Geistlichkeit vorbehalten war, widmete sich die Bürgerbibliothek den Wissenschaften und den Künsten. Ihren Sitz hatte sie im Kreuzsaal des ehemaligen Klosters Allerheiligen. Die Sammlung wuchs durch Geschenke und Ankäufe, die aus Zuwendungen finanziert wurden, rasch an. Bis ins 19. Jahrhundert sammelte sie neben Büchern und Handschriften auch Porträts, Globen, Modelle, Naturalien u. a. m. 1829 erhielt die Bürgerbibliothek ein eigenes Gebäude am Herrenacker. Aus der Stiftung wurde, als Folge der politischen Neuordnung, um die Mitte des 19. Jahrhunderts eine Abteilung der Stadtverwaltung, aus der rein wissenschaftlichen Bibliothek am Anfang des 20. Jahrhunderts eine allgemeine öffentliche "Volksbibliothek", die sich nach und nach allen Kreisen der Bevölkerung öffnete. Um den Ansprüchen an eine moderne Bibliothek zu genügen, wurde 1986 die Freihandbibliothek Agnesenschütte eingerichtet. Die Stadtbibliothek erfüllt auch die Funktion einer Kantonsbibliothek.
Siehe auch das Handbuch der historischen Buchbestände der Schweiz, Hildesheim 2011, Bd. 2, S. 273-302 (Signatur WU 20/2)
oder die erweiterte Fassung.