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Der grosse Favorit ist den Erwartungen gerecht geworden: Michael Smith schlug James Wade 6:3 und zog im Alexandra Palace in London in den Final ein. Der Engländer greift zum zweiten Mal nach 2019 nach der Krone das Darts-Sports. Damals war er chancenlos gegen den Niederländer Michael van Gerwen.
Wade trat zwar als Nummer 4 der Setzliste zum WM-Turnier an, konnte bis zum Halbfinal aber nicht wirklich überzeugen. Gegen Smith gelang ihm die benötigte Steigerung zwar. Aber der «Bully Boy» war dennoch zu gut für «The Machine». Smith war in allen relevanten Statistiken besser – beim Average (100,98 zu 95,43), bei den 180ern (16 zu 5) und auch bei der Checkout-Quote (45,1 % zu 40,0 %).
Als Knackpunkt erwies sich der vierte Satz. Wade hatte Chancen auf den 2:2-Ausgleich, doch er packte sie nicht. Smith krallte sich den Satz, eilte später auf 5:1 davon und brachte diese Führung ins Trockene. Wade verlor damit auch seinen vierten WM-Halbfinal.
Auf dem Weg in den Final (Montag, 21 Uhr) räumte Michael Smith nun den dritten höher eingestuften Gegner aus dem Weg. Im Achtelfinal eliminierte die Nummer 9 des Turniers den Waliser Jonny Clayton (8), im Viertelfinal warf er dessen Landsmann, den Titelverteidiger Gerwyn Price (1), raus.
Die Affiche zwischen den beiden Ex-Weltmeistern aus Schottland hielt alles, was man sich von ihr versprochen hatte. Die Partie war gleichermassen hochklassig wie spannend. Sowohl Sieger Wright wie Anderson erreichten nach zehn Sätzen einen Drei-Pfeile-Schnitt von über 102 Punkten (Wright 104,38 und Anderson 102,72).
«Snakebite» Wright setzte sich am Ende mit 6:4 durch. Überragend war seine Treffsicherheit aufs Triple-20-Feld: Er warf 24 Mal die 180 und damit öfter als je ein Spieler in einer WM-Partie im «Ally Pally» vor ihm. Für den 51-jährigen Peter Wright ist es die dritte Finalteilnahme 2020 hatte er van Gerwen 7:3 geschlagen und den grössten Triumph seiner Karriere errungen.
Nick Kyrgios, Enfant terrible des Profitennis, hat sich seine nächste Entgleisung geleistet. Im Doppel-Halbfinale bei den Australian Open setzte sich der 26-Jährige mit seinem Partner Thanasi Kokkinakis gegen das Top-Doppel Granollers/Zeballos durch und zog überraschend ins Endspiel ein. So weit das Sportliche.