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CLL: Rituximab zur Chemotherapie verbessert Outcome
Der Immunmodulator Rituximab hat in der Therapie der Lymphome einiges bewirkt. In einer im Lancet publizierten Studie haben die Autoren nun nachgewiesen, dass CLL-Patienten unter Chemotherapie auch von einer Behandlung mit Rituximab profitieren.
Über 800 Patienten (30- bis 81-jährig) mit einer bisher unbehandelten CD20-positiven chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) erhielten sechs Zyklen Chemotherapie mit intravenösem Fludarabin (25 mg/m2 pro Tag) und Cyclophosphamid (250 mg/m2 pro Tag) in den ersten drei Tagen jedes 28-tägigen Zyklus mit oder ohne Rituximab (375 mg/m2 am Tag 0 im ersten Zyklus und 500 mg/m2 am Tag 1 der Zyklen 2-5). Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS).
3 Jahre nach Randomisierung lag das PFS in der Gruppe mit Chemotherapie und Rituximab bei 65% und in der Gruppe mit lediglich Chemotherapie bei 45% (Hazard Ratio 0.56, p<0.0001). Das Gesamtüberleben betrug 87% versus 83% (p=0.01). Grad 3 und 4 Neutropenien und Leukozytopenien – allerdings nicht Infektionen - waren in der Immunchemotherapiegruppe signifikant häufiger als in der Chemotherapiegruppe. In der zusätzlich mit Rituximab behandelten Gruppe traten bei 2% und in der lediglich mit Chemotherapie behandelten Gruppe bei 3% der Patienten Therapie-assoziierte Todesfälle auf.
Konklusion der Autoren: Die Zugabe von Rituximab zur Chemotherapie mit Fludarabin und Cyclophosphamid verbessert das progressionsfreie Überleben sowie das Gesamtüberleben von Patienten mit CLL. Die Wahl einer spezifischen Erstlinientherapie scheint den natürlichen Verlauf der CLL günstig zu beeinflussen.