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Der "Regierungsbeschluss Nr. 556 vom 24. Juli 2002 über die Unterzeichnung des langfristigen Programms zur Entwicklung der Zusammenarbeit in Handel, Wirtschaft, Industrie sowie Wissenschaft und Technik zwischen der Russischen Föderation und der Islamischen Republik Iran für die Periode bis zum Jahr 2012" nennt unter dem Kapitel Atomenergie folgende Punkte: Den Bau von Bushehr-1 und -2, die "Entwicklung eines langfristigen Programms über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Atomenergie", den Bau eines weiteren Kernkraftwerks mit zwei Blöcken zu je 1000 MW in Bushehr und schliesslich den Bau eines KKW mit zwei 1000-MW-Blöcken am Standort Achwas.
Derzeit wird in Bushehr ein Block (WWER, 1000 MW) erstellt. Laut Atomenergieminister Alexander Rumjantsew soll Ende 2003 oder Anfang 2004 die Inbetriebnahme beginnen. Die ersten Jahre soll das Werk ausschliesslich mit russischem Personal betrieben werden. Während dieser Zeit würden iranische Fachleute ausgebildet, um die russische Mannschaft nach und nach zu ersetzen. Iran sei die Bedingung gestellt worden, dass abgebrannter russischer Kernbrennstoff für die Wiederaufarbeitung und Lagerung nach Russland zurückgeführt werden muss. Ein entsprechendes Protokoll sei von Repräsentanten beider Länder am 1. Juni 2002 in Teheran unterzeichnet worden.
Das Zehnjahresprogramm erstreckt sich auch auf weitere Teile des iranischen Energiesektors. So ist eine Zusammenarbeit beim Bau von fossilen Kraftwerken, Gaspipelines und Ölraffinerien sowie bei der Ausbeutung von Erdgasvorkommen vorgesehen.
Quelle
M.S. nach Internet-Informationsdienst der russischen Regierung und NucNet, 31. Juli 2002