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Jede regelmäßige Aufeinanderfolge von Ereignissen eignet sich zum Einteilen und Messen der Zeit, und
die Natur bietet in der scheinbaren Bewegung der Sonne,
[* 3] der monatlichen Bewegung des Mondes um die Erde mit seinen wöchentlichen
Phasen sowie in der scheinbaren Drehung des Fixsternhimmels um unsern irdischen Standpunkt Maßstäbe, die schon im
Altertum benutzt worden sind. Beobachtete man von einem festen Punkt aus das Verschwinden eines Fixsterns hinter einer senkrechten
Wand, so erhielt man bis zur Wiederkehr dieses Ereignisses den Sterntag und die danach berechnete Sternzeit.
Alle künstlichen Uhren
[* 10] mußten mittags auf Sonnenzeit gestellt werden, wenn sie im Lauf desTagsStunden und
Minuten richtig angeben sollten. Die Vervollkommnung der Räderuhren veranlaßte aber die englischen Astronomen um die
Mitte des 18. Jahrh., statt der Sonnenzeit die mittlere Zeit einzuführen, und diese ergab so viele Vorzüge, auch für das
bürgerliche Leben, daß sie bald allgemein eingeführt wurde. Die neueste Zeit hat die Zeitmikrometrie
ausgebildet, und man hat Chronoskope, welche 1/10000 Sekunde zu messen gestatten.