Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03210.jsonl.gz/2011

Wenn der Sihlsee-Staudamm bricht, wird die Stadt Zürich grossflächig überschwemmt. Wie sieht das Katastrophenszenario aus? Und: Wissen die Zürcher, wie reagieren?
Darum gehts
-
Am Mittwoch ab 13.30 Uhr findet in der Schweiz der jährliche Sirenentest statt.
-
Bei einem Alarm soll man Radio hören, die Anweisungen befolgen, Nachbarn informieren und bei Gefahr evakuieren.
-
Sihl und Limmat können statistisch gesehen etwa einmal alle 100 Jahre über die Ufer treten.
-
Letztmals geschah dies in der Stadt Zürich im Jahr 1910. Weite Teile von Zürich und die Ebene bis Schlieren standen unter Wasser.
-
Im Überschwemmungsgebiet von Sihl und Limmat sind in der Stadt je nach Ausmass des Hochwassers 1500 bis 3600 Gebäude betroffen.
-
Das Sachschadenpotenzial wäre enorm: Es wird heute allein in der Stadt Zürich auf über sechs Milliarden Franken geschätzt.
Eine acht Meter hohe Welle flutet die Stadt Zürich, die Wassermassen graben sich durch die Innenstadt und setzen den Hauptbahnhof und die Bahnhofstrasse in einer Höhe von fast drei Stockwerken komplett unter Wasser. Wer überleben will, muss in die oberen Stockwerke flüchten – oder das betroffene Gebiet möglichst schnell verlassen.
Das Katastrophenszenario ist nicht nur Theorie: Im Ernstfall – der Zerstörung der Sihlsee-Talsperre – wird der allgemeine Alarm ausgelöst. Ein an- und abschwellender Heulton von einer Minute sollte die Bevölkerung vor der herannahenden Flutwelle warnen.
Der Ernstfall
Doch was passiert genau, wenn der 33 Meter hohe und 124 Meter lange Staudamm beim Sihlsee in Einsiedeln SZ zerstört wird? Wir haben beim Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich und beim kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) nachgefragt: