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Der Begriff Tranche wird in der Wirtschaft in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. In der Regel geht es um ein vereinbartes Kontingent an Waren- oder Geldleistungen, das in mehreren Teilen bzw. Teilbeträgen umgesetzt oder ausgegeben wird.
Bei einer Wertpapieremission bezeichnet eine Tranche einen Teilbetrag dieser Emission von Wertpapieren. Die einzelnen Tranchen erfolgen meist zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Zum Beispiel werden Anleihen häufig in definierten zeitlichen Abständen ausgegeben. Des Weiteren sind Tranchen auch beim Verkauf von Krediten (Zessionshandel) üblich. Für die Reduktion des Liquiditätsrisikos (kurzfristige Einlagen bzw. langfristige Kredite) entwickelte die Finanzwirtschaft eine Verbriefung von langfristig vergebenen Bankkrediten. Eine solche Verbriefung wurde nach dem Risiko in drei verschiedene Tranchen eingeteilt: Equity (unterste Risikostufe), Mezzanine (mittleres Risiko) und Senior (sicherste Tranche). So konnten die Mezzanine- und Senior-Papiere auch an Versicherungen, Pensionsfonds und ähnliche Institutionen verkauft werden, denen es sonst gesetzlich nicht gestattet war. Mit diesem „Kunstgriff“ entstanden aus relativ riskanten Krediten relativ sichere Wertpapiere. Darüber hinaus können in der Wirtschaft auch Warenlieferungen in Tranchen ausgeführt werden. Dazu wird meist ein Rahmenvertrag abgeschlossen, welcher die Menge an Waren definiert, die über einen bestimmten Zeitraum bestellt und geliefert werden. Solche Aufteilungen in Tranchen eignen sich vor allem dann, wenn der Besteller diese Waren nicht als eine Gesamtlieferung benötigt.