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Aller Anfang
Frauen und Breitensport? In Visp anfangs der 1970er-Jahre noch keine Selbstverständlichkeit. Dank dem unermüdlichen Einsatz von Ruth Zen-Ruffinen, Vorsitzende der Jugendgruppe der Turnerinnen SVKT Visp wird der Frauensport für Mädchen und Frauen auf breiter Basis gefördert, auch der Volleyballsport. Wurde bisher Volleyball lediglich zum Ausklang von Fitnessstunden gespielt, entsteht erstmals eine eigene Jugendgruppe, die sich diesem Sport widmet.
Erste lizenzierte Saison einer Herrenmannschaft
Bereits im Jahr 1978 schliessen sich zwei weitere Volleyballgruppen – eine Damen- und eine Herrenmannschaft – dieser Jugendgruppen an. Es ist die erste Saison, in der eine Visper Volleyballgruppe, nämlich jene der Herren, an den kantonalen Meisterschaften teilnimmt und Lizenzen löst.
Gegründet: die interne Volleyballmeisterschaft
Ebenfalls im Jahr 1978 wird die interne Volleyballmeisterschaft im Oberwallis ins Leben gerufen, die im Vergleich zu der kantonalen Meisterschaft keine Lizenzen oder Schreiber erfordert.
Die Frauen ziehen mit
Ein Jahr nach der Herrenmannschaft entschliesst sich auch eine junge Visper Frauengruppe erstmals in die kantonalen Meisterschaften (1979) einzusteigen. Und sie können mit der Konkurrenz mithalten: Von insgesamt zwölf Damenmannschaften belegt Visp schlussendlich den achten Platz und erreicht im Cupfinal sogar den Achtelfinal.
Gesucht: junge Spielerinnen und Spieler
Anfang der 1980er-Jahre zählt die Visper Volleyballabteilung insgesamt 34 lizenzierte Mitglieder – davon 24 Damen und 10 Herren. Zum ersten Mal ist die Rede von Nachwuchsförderung. Unter der Leitung von Claudia Berchtold entsteht 1981 eine Juniorinnen-Gruppe, die zwei Jahre später mit ihrem ersten Meistertitel und der Teilnahme an den Schweizermeisterschaften schon einen ersten Erfolg verbuchen kann. Ebenfalls 1983 wird die erste Mini-Volleyball-Gruppe für Kinder ab 10 Jahren ins Leben gerufen, so dass der Verein auf 66 Mitglieder anwächst. Und auch die Herren planen im Frühling 1984 eine Juniorenmannschaft.
Interne Meisterschaft
1980 steigt der SVKT Visp erstmals mit zwei Damen Mannschaften in den Wettkampf der internen Meisterschaft ein, mit Vita und Lotus.
Ein Jahr später kommen die Juniorinnen Mannschaften Puma und Smash hinzu.
Von nur zwei Abteilungen hat sich diese Meisterschaft im Oberwallis weiterentwickelt zu den Kategorien A, B, C und D und Juniorinnen. Die Visper Frauen waren immer mit mindestens drei Mannschaften vertreten und oftmals mit Erfolg.
Erfolgreich: das Visper Volleyballturnier
Am Samstag, 12. September 1982 findet das erste Visper Volleyballturnier in der Neuen Turnhalle statt, an dem die Visper Volleyballgruppen sehr gut abschneiden. Was aber noch mehr freut: Immer mehr Mannschaften finden mit der Zeit Gefallen am Turnier, so dass die vierte Ausgabe im Jahr 1985 auf zwei Tage erweitert wird. Dieses Turnier dient den lizenzierten Mannschaften aus dem ganzen Wallis wie auch den internen Mannschaften Oberwallis als letzte Vorbereitung für die neue Saison.
Im Zeichen des Umbruchs
Auch wenn man Ende der 1980er-Jahre auf erfolgreiche Saisons zurückblicken kann: Die Mitglieder werden immer weniger. Anfangs Saison 1987 zählt der Verein nur noch 33 lizenzierte Mitglieder. Eine Veränderung muss her. Noch immer bildet der Visper Volleyballsport keinen eigenen Verein, sondern ist gespalten in das Ressort Damen (3./4.Liga und interne Mannschaften) und in das Ressort Jugend und Sport (2.+3. Liga, Juniorinnen A+B) und hinzu kommen noch die Herrenmannschaften. Es stehen zwei Möglichkeiten zur Wahl:
Man entscheidet sich für die Gründung eines eignen Vereins mit eigenen Statuten, verbleibt jedoch unter dem Dachverband des SVKT.
Der Gründung des Volleyballclubs (VBC) Visp steht nichts mehr im Wege. Die Herren entschliessen sich einen eigenen Verein zu gründen.
Der VBC Visp startet durch
Die Statuten stehen, der Vorstand ist gewählt und der VBC Visp startet 1989 mit Präsidentin Claudia Berchtold in das erste Vereinsjahr. Der Start glückt: Zum ersten Mal steigt eine Visper Mannschaft in die erste Liga auf. Mit einem eigens entwickelten Nachwuchskonzept gelingt es dem VBC Visp seit 1990 immer mehr Mädchen für den Sport zu begeistern. Es ist der Neuanfang der grossen Nachwuchsarbeit, die über die Jahre hinweg von vielen begeisterten Trainerinnen und Trainern aufrechterhalten wird. Dass der VBC Visp damit auf die richtige Karte gesetzt hat, zeigt der Erfolg des Vereins in den nächsten Jahren. Neben vielen Meistertiteln und zwei weiteren Aufstiegen in die erste Liga konnte man auch etliche Cupsiege feiern.
Oben angekommen
2018 steigt der VBC Visp zum ersten Mal in seiner Geschichte in die Nationalliga B auf und beschreitet damit ein neues Kapitel.
Präsidentinnen des VBC Visp