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Viele, wenn nicht sogar die meisten Bräuche sind ursprünglich keltischer Herkunft oder haben den Hintergrund der [überlagerten] keltisch
en Kultur. Das nordisch-germanisch heidnische Asatru ist im schweizer-deutschen Raum weitgehend bis vollständig unbekannt. Von den nordischen Spuk-Gestalten, den Trollen, Zwergen, Riesen und wie sie alle heissen, fehlt im Gebiet der ehemals keltischen Helvetier jede Spur. Hier hat das magische
Bild die Umbildung der deutschen Nibelungen-Sagen nicht mitgemacht, regionale Abweichungen ausgenommen. Die Gespenster entstammen überwiegend dem kirchlichen Armenseelen-Glauben [Spukgestalten
]. In das schweizerdeutsch sprachige, ehemals helvetisch-keltische Gebiet wurde ein Arme-Seelen-Glauben vermutlich aus dem Norden die Wasser-Wege aufwärts eingeschleppt und ist vor allem in Sagen um die Stadt Luzern, Pilatus [Drachen
], Entlebuch und Haslital überliefert. Diese regionalen Besonderheiten mit Bezug zu Figuren der germanischen Nibelungen haben aber keine erkennbar nachhaltig kulturelle Wirkung entfaltet [vielleicht mit Ausnahme auf das Konzil von Basel (1431-1449) und der resultierenden Verfolgung von Hexen
].