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René Hubert war ein Mann, der genau wusste, wie eine Person durch Kleidung perfekt in Szene gesetzt werden konnte. Der Ostschweizer Modemacher (1895 in Frauenfeld geboren, in St.Gallen aufgewachsen) kleidete zwischen 1920 und 1950 die Schauspielerinnen und Schauspieler Hollywoods ein. Zwei Mal wurde er für einen Oscar nominiert.
Gloria Swanson brachte ihm Bekanntheit
Begonnen hatte seine Karriere mit der Einkleidung von Hollywoodstar Gloria Swanson, die 1921 einen Film in Paris drehte, wo Hubert lebte und zuvor auch studiert hatte. Der Schweizer durfte die Kostüme für ihre Rolle kreieren und fortan alle Kleider der Stummfilm-Darstellerin entwerfen. Bald auch kleidete er Stars wie Marylin Monroe, Marlene Dietrich und Ingrid Bergman. Das Markenzeichen des gebürtigen Ostschweizers war Opulenz und Glamour. Seine Kleider waren in zahlreichen Hollywood-Streifen und in Theatern und Musicals in Paris und London zu sehen. In der Schweiz brachte ihm die Präsentation an der Landesausstellung 1939 Bekanntheit.
Swiss-Uniform in Blau
Der Designer arbeitete bis 1950 in den USA und in Europa. Dann kehrte er in die Schweiz zurück, weil er sich als Homosexueller in den USA zunehmend bedroht gefühlt hatte. In der Schweiz durfte er neue Uniformen für die Swissair entwerfen. Er designte sie in einem Blauton, der zur Markenidentität der Fluggesellschaft wurde. Auch wurde er zum Hausdesigner von Schweizer Firmen wie Bally, Stoffel oder Jelmoli.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Designer mit seinem Lebenspartner in Zürich. Dort wird nun auch sein Werk im Museum für Gestaltung ausgestellt. «René Hubert – Kleider machen Stars» ist im Toni-Areal bis zum 20. Juni zu sehen.
(red.)