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COP 28: Wir sind bei der Klimakonferenz dabei
Am 30. November beginnt in Dubai die COP 28. Dies ist ein wichtiger Moment, in dem wir im Namen der vom Klimawandel am stärksten betroffenen Gemeinschaften und Einzelpersonen, insbesondere Menschen mit Behinderungen, starke Botschaften überbringen werden.
Nach dem Taifun Rai in den Zentralphilippinen haben wir zwei Nothilfeteams in zwei der am stärksten betroffenen Regionen entsandt: Bohol und Surigao. Auf dem Bild steht Melanie Ruiz, Landesverantwortliche von Handicap International, inmitten der Zerstörung in der Stadt Surigao, wo sie eines unserer Abklärungsteams leitet. | © K. Tolentino / HI
Wenn Klimanotstand und humanitärer Notstand sich überschneiden
Die COP 28 findet vor dem Hintergrund eines absoluten Klimanotstandes statt, der durch einen beispiellosen Anstieg der globalen Temperaturen und der CO2-Emissionen gekennzeichnet ist, mit besonders verheerenden Folgen für die am stärksten gefährdeten Länder, die am wenigsten zu diesem Phänomen beigetragen haben. Überschwemmungen in Bangladesch, Taifune auf den Philippinen, Zyklone in Madagaskar usw.
Wir plädieren für inklusive Klimaschutzmassnahmen
Der Klimawandel verschärft die humanitäre Not, vertieft Ungleichheiten und gefährdet jahrzehntelange Friedens- und Entwicklungsfortschritte. Seine vielfältigen Folgen bedrohen zahlreiche Menschenrechte wie das Recht auf Leben, Gesundheit und Existenzsicherung.
Diese Rechte sind für Menschen mit Behinderungen besonders gefährdet, da sie aufgrund der sozialen Ausgrenzung und Diskriminierung, mit denen sie regelmässig konfrontiert sind, in vielen Kontexten bereits Schwierigkeiten haben, diese Rechte in Anspruch zu nehmen.
Obwohl Menschen mit Behinderungen mehr als 15 % der Weltbevölkerung ausmachen, sind die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Behinderung immer noch zu wenig bekannt und werden in Entscheidungsprozessen nicht ausreichend berücksichtigt. Die COP 28 bietet die Chance, diese Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, damit Klimaschutzmassnahmen niemanden zurücklassen. Wir freuen uns, dass soziale Inklusion eines der vier Querschnittsthemen der diesjährigen Konferenz ist und die Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, dringend gerechte und inklusive Massnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.
Unsere Massnahmen für den Klimaschutz
Seit mehr als 20 Jahren führen wir in vielen Ländern, die für die Auswirkungen des Klimawandels anfällig sind, Projekte zur Katastrophenvorsorge durch und konzentrieren uns dabei auf die am stärksten gefährdeten Gruppen, insbesondere Menschen mit Behinderungen:
- Wir setzen direkt in den Gemeinschaften an, um ihre Fähigkeiten zur Risikominderung, zur Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse, zur Vorhersage ihrer Auswirkungen und zur langfristigen Anpassung an den Klimawandel zu stärken.
- Wir bieten Entscheidungsträgern und Akteuren im Bereich Katastrophenrisikomanagement und Anpassung an den Klimawandel auf verschiedenen Ebenen fachliche Unterstützung, damit ihre Politiken und Praktiken verletzliche Gruppen und Einzelpersonen besser einbeziehen.
- Wir bringen die Stimme der schutzbedürftigsten Gemeinschaften und Gruppen, die an vorderster Front der Klimakrise stehen, in verschiedene Foren und Entscheidungsprozesse im Zusammenhang mit Klimaschutzmassnahmen ein.
Überdies integrieren unsere Teams klimabezogene Herausforderungen und Risiken in zahlreiche Interventionsbereiche wie wirtschaftliche Inklusion oder Gesundheit.
Schliesslich verfügen wir über eine institutionelle Umweltpolitik, um den ökologischen Fussabdruck unserer Aktivitäten zu verringern und einen Beitrag zu den globalen Bemühungen zur Reduzierung der Emissionen zu leisten.