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Pausenhof Vogesenschulhaus, Sanierung
Aufgabenstellung
Der Pausenhof des Vogesenschulhauses ist gleichzeitig die Dachfläche der Turn- und Schwimmhalle St.Johann. Die Dachkonstruktion war schon länger undicht und die Pausenhofgestaltung entsprach nicht mehr den Anforderungen der Sekundarschule.
Auf Basis eines Mitwirkungsverfahrens der Sekundarschüler wurde von MET Architects GmbH ein Entwurf für eine Pausenhofgestaltung entwickelt.
Die Schulen Vogesen, Pestalozzi und St. Johann im Norden von Basel bilden zusammen einen offenen Blockrand, in dessen Zentrum ein Schulhof mit einer unterirdischen Turn- und Schwimmhalle liegt. Die Halle, 1980 von den Architekten Gass und Hafner erbaut, wird von sechs Betonträgern überspannt. Weil es immer wieder Probleme mit der Dichtigkeit der Überdeckung gab und die Gestaltung des Hofs nicht mehr den Bedürfnissen der umliegenden Schulen entsprach, wurde 2017 der Auftrag zur Sanierung und Neugestaltung vergeben.
Mit wenigen Eingriffen wurde der Schulhof von oberirdischen Aufbauten wie Oberlichter, einem Brunnen und Pflanztrögen, sowie den alten Dämm- und Belagsschichten befreit. Der neue Aufbau wurde gedämmt und abgedichtet, um das erneute Eindringen von Wasser zu verhindern. Darauf wurde für die Befahrbarkeit der Fläche eine 12 cm dicke Betonverteilplatte installiert und die an die umliegenden Gebäude angrenzenden Flächen mit Walzasphalt geschlossen. Auf dem neuen, offenen Platz wurden zwei Basketballfelder aus rotem Kunststoffbelag angelegt. Die Sitztreppen wurden bis auf ihre Tragstruktur zurückgebaut, erneuert und mit zwei überdachten Zuschauertribünen ergänzt. Sie erstrecken sich über die ganze Breite des Spielfeldes und bilden einen stadionartigen Raum, der den Schulen und dem ganzen Quartier zur Pausen-, Sport- und Freizeitnutzung zur Verfügung steht.
Die beiden abgesenkten Höfe zur Belichtung der unterirdischen Hallen an den Enden des Platzes bleiben erhalten. Die neuen Betonstützen, die die Tribünendächer tragen, sind nahtlos an die bestehende Struktur angefügt und mit Schrauben in den innenliegenden Betonträgern rückverankert. Die sorgfältig ausgeführten, verzinkten Geländer und die mit sandgestrahlten Bändern betonten Treppenkanten bilden einen Kontrast zu den rohen Betonflächen.
Die Tribünendächer, die jeweils rund sechs Meter auskragen, sind von den Schulgebäuden aus gut einsehbar. Um den Beton vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen und gleichzeitig der hohen Sichtbarkeit Rechnung zu tragen, wurden die Dächer mit demselben roten Kunststoff belegt, der für die Basketballfelder benutzt wurde. Das Spielfeld wird optisch über den Rand erweitert und definiert das Stadion auch von den Obergeschossen der umliegenden Gebäude aus.
|Termin||Beschrieb|
|2014||Planerwahlverwahren|
|2015-2017||Projektierung|
|2017-2019||Realisierung|
|August 2019||Bezug|