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Viel im Einsatz während des Krieges waren die Pferde und vor allem die Traktoren von Settelen. Der Hauptgrund war die "Anbauschlacht", mit der die Eidgenossenschaft unzählige Anbauwerke förderte. Die Anbaufläche wurde fast verdoppelt - von 183 000 Hektaren zu Beginn des Krieges auf 352 000 Hektaren bis 1945 - und musste bewirtschaftet werden. So unterstützten Pferde von Settelen ab 1942 die Anbauwerke in Wahlen bei Laufen (BL), in Courtelary (BE) oder in Valbert bei St. Ursanne (JU). Die Traktoren von Settelen bestellten bis zum Ende des Krieges Felder bei Movelier, Soyhières, Tavannes (JU), Sennberg (BE), Buschberg bei Wittnau (AG) oder Romoos (LU).
Daneben benötigte die Armee die Chauffeure und Traktoren von Settelen für diverse andere kriegsbedingte Arbeiten: Sie waren in den Réduits von Unterbach, St. Stephan (BE) und Reckingen (VS) im Einsatz, transportierten Baumaterial für Befestigungsarbeiten auf die Furka-Passhöhe, beteiligten sich an der Rodung des Waldes Löhr bei Bern, unterstützten den Strassenbau bei Magden (AG) oder halfen auf dem Flugplatz Unterbach (BE).
Für Aufsehen sorgten die landwirtschaftlichen Arbeiten im Rahmen der "Schweizer Spende", die der Bundesrat Ende 1944 anregte. Ihr Hauptziel war es, die Menschen in den kriegszerstörten Gebieten der Nachbarstaaten zu unterstützen. Die grossmehrheitlich durch Spenden aus der Bevölkerung finanzierte Organisation half in 18 europäischen Ländern. An einem der 96 "Schweizer Spende"-Projekte in Frankreich war auch Settelen beteiligt. Ab Anfang April 1945, die deutsche Wehrmacht stand immer noch am rechten Rheinufer, waren Settelen-Chauffeure mit vier Traktoren in Bischwihr tätig, um die Äcker zu pflügen. Nach zwei Monaten waren die Settelen-Chauffeure und -Traktoren wieder zu Hause.