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Sammlung Younghi Pagh-Paan
Younghi Pagh-Paan (*1945)
Koreanische Komponistin
07.04.2014
Mit den Musikmanuskripten der Komponistin Younghi Pagh-Paan konnte die Paul Sacher Stiftung vor kurzem eine neue Dokumentensammlung zur zeitgenössischen Musik übernehmen. Die Sammlung von Skizzen, Entwürfen und Reinschriften zu Pagh-Paans Werken wird laufend durch weitere Dokumente ergänzt und steht der Forschung ab sofort im Archiv der Stiftung am Basler Münsterplatz zur Verfügung.
Younghi Pagh-Paan wurde 1945 in Süd-Korea geboren und kam 1974 als Stipendiatin nach Freiburg im Breisgau, wo sie bei Klaus Huber, Brian Ferneyhough und Edith Picht-Axenfeld studierte. Von 1994 bis 2011 war sie Professorin für Komposition an der Hochschule für Künste in Bremen. Ihren kompositorischen Durchbruch erzielte Pagh-Paan mit dem Orchesterwerk Sori, das 1980 bei den Donaueschinger Musiktagen zur Uraufführung kam. Seither sind ihre Werke bei internationalen Festivals zu hören, und sie erhält Kompositions-aufträge von renommierten Institutionen. Das Schaffen von Younghi Pagh-Paan zeichnet sich aus durch sozial-politisches Engagement und die Reflexion östlicher wie westlicher Philosophien. Die kompromisslos progressive Komponistin integriert auch auf musikalischer Ebene die Tradition und das Denken ihrer ostasiatischen Heimat und findet in zumeist kammermusikalischer Konzentration zu Manifestationen von existentieller Kraft.