Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/1296

Agathon,
athen. Tragödiendichter, geb. um 446
v. Chr., ging um 408 zum macedon. König
Archelaus
nach Pella, wo er um 401 gestorben zu sein scheint.
Agathon war nach
Äschylus,
Sophokles und Euripides der berühmteste griech.
Tragiker. Von seinen
Tragödien sind nur wenige
Titel und Bruchstücke erhalten.
Wie er in
Athen
[* 2] durch seine feinen
Sitten bekannt
war, so zeigte er auch in seinen
Dramen eine den
Sophisten nachgeahmte überfeinerte
Redekunst und entfernte
sich von der alten
Strenge noch mehr als Euripides. Namentlich löste er die Chorlieder vollends aus dem Zusammenhange des
Stücks und war der erste dramat. Dichter, der eine
Tragödie («Anthos») nach frei von ihm erfundener Fabel dichtete. Von
einem Gastmahle des am
Tage nach seinem ersten dramat.
Siege 416 hat
Plato die Einkleidung seines Dialogs
«Symposion» entnommen.
Wieland hat
Agathon zum
Helden eines philos.
Romans gemacht.