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Sie tragen einen Konflikt aus, aber eine Lösung ist nicht in Sicht? Mediation kann die Pattsituation auflösen und dabei helfen eine für beide Parteien gewinnbringende Situation zu schaffen. Nehmen Sie mit mir Kontakt auf und wir besprechen, ob und wie ich als Mediatorin dazu beitragen kann, den Konflikt aufzulösen.
Eine Mediation ist ein informelles, aussergerichtliches Verfahren. Die Mediation zeichnet sich aus durch die Beteiligung einer Drittperson, die zwischen den Parteien vermittelt und diese dabei unterstützt, eigene Lösungen zu finden. Die unabhängige Drittperson, der Mediator oder die Mediatorin, gibt keine Lösungen vor und hat keinerlei Entscheidungskompetenzen. Während der Mediation wird nicht über Positionen verhandelt, vielmehr werden die dahinterstehenden Interessen und deren Bedeutung für die Parteien aufgedeckt. Das Ziel ist es, auf Grundlage dieser Interessensbewertungen eine Lösung zu finden, die beiden Parteien dient. Dem Mediator, der Mediatorin stehen hierfür verschiedene Methoden zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Gesprächstechniken wie aktives Zuhören, Paraphrasieren, Ich-Botschaften fördern oder Fragetechniken. Für die Mediatorin oder den Mediatoren gelten Leitprinzipien, die angestrebt werden sollen. Hierzu gehören die Neutralität und die Unabhängigkeit.
Eine Mediation besteht aus fünf Phasen. Einzelne Phasen werden je nach Verlauf der Zusammenarbeit mehrfach durchlaufen.
1. Auftragsklärung
2. Themenbereiche festlegen
3. Interessen und Bedürfnisse klären
4. Möglichkeiten ausloten
5. Übereinkommen
Anwendungsbereiche der Mediation. Die Mediation kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Zu den drei häufigsten Anwendungsgebieten gehören gemäss einer Umfrage des Schweizerischen Dachverbands Mediation (2009) Familienkonflikte inkl. Erbschaftstreitigkeiten (37.2%), Konflikte am Arbeitsplatz (20%) und Konflikte im Schulumfeld (9.1%). Weiter kommt die Mediation bei Miet-, Umwelt- oder Verkehrskonflikten zum Einsatz. Auch politische, ethnische oder juristische Konflikte gehören dazu, genauso wie Täter-Opfer-Konflikte, Nachbarschaftskonflikte oder Wirtschaftskonflikte.
Vorteile der Mediation. Die Mediation wird als Konfliktvermittlungsverfahren beschrieben, das als kostengünstiger, effizienter und zufriedenstellender gilt als andere. Es wird von einer Erfolgsquote um die 70 Prozent berichtet. Wobei die höchsten Einigungsraten in den Bereichen Strafsachen (74.8%), öffentlicher Raum/Behörden (74.1%) und Arbeitskonflikte (73.6%) erzielt wurden. Am tiefsten liegt die Quote bei Nachbarschaftskonflikten (64%). Die Studie basiert auf Selbsteinschätzungen von 361 Schweizer Mediatorinnen und Mediatoren, die in unterschiedlichen Feldern arbeiten.
Die Mediation gilt als ein Verfahren, währenddessen die Konfliktparteien die Kontrolle behalten und nicht wie vor Gericht die Entscheidungskompetenz abgeben. Dank der Mediation erleiden die gegenseitigen Beziehungen der Konfliktparteien keinen Schaden, sondern werden in der Regel sogar verbessert. Dadurch sinkt einerseits die Wahrscheinlichkeit für zukünftige Konflikte. Andererseits kann, wenn doch Probleme auftreten, das erlernte Verhalten dazu beitragen, dass sie konstruktiv gelöst werden können.
Grenzen der Mediation. Der Mediation werden viele Vorteile zugeschrieben, es gibt aber auch Faktoren, die eine Mediation erschweren oder gar unmöglich machen. Schwierig wird eine Mediation, wenn Konfliktpartien nicht freiwillig teilnehmen, sie nicht motiviert sind mitzuarbeiten oder durch ihr Verhalten die Interaktion erschweren. Eine Mediation macht keinen Sinn, wenn die Parteien gar keine Lösung wünschen, weil der Konflikte beziehungserhaltend ist.
Dieser Text ist ein Auszug aus einer meiner Studienarbeiten zum Thema Mediation. Dies sind die dafür verwendeten Quellen: