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Nach der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 war Cádiz erneut im Brennpunkt des Geschehens und fand als ein Hauptstapelplatz des Handels Spaniens mit dessen überseeischen Kolonien und als Hafen der spanischen Silberflotte zu neuer Blüte.
Von einem kleinen Ort im Golf von Cádiz namens Puerto de Santa María aus war auch Kolumbus auf seiner zweiten Reise im Jahr 1493 zur Neuen Welt gesegelt.
Im Jahre 1717, ordnete König Felipe V. an das „hinterindische“ Konsulat und das "Casa de Contratación" (offizielles Handelshaus) von Sevilla nach Cádiz zu verlegen, da letztere Stadt den besseren Hafen hatte.
Hierdurch erhielt die Stadt das Handelsmonopol. Diese Entscheidung des Königs bescherte der Stadt viel Reichtum und Wohlstand.
Die Bevölkerung von Cádiz bestand zu dieser Zeit hauptsächlich aus Kaufleuten. Da jeder Händler sein Schiff ankommen sehen wollte, schmückten die wohlhabenden, gaditanischen Kaufmänner ihr Haus mit einem Wachturm.
Auf dem mit 45 Metern über dem Meeresspiegel höchsten Punkt der Stadt steht der zur damaligen Zeit offizielle Wachturm "Torre Tavira".
Ab 1765 wurde das starre System der Konvoifahrten gelockert.
Das Freihandelsreglement aus dem Jahr 1777 gestattete den freien Schiffs- und Handelsverkehr zwischen nahezu allen kolonialen Häfen und denen des Mutterlandes.
Das Handelsmonopol der Stadt Cadiz wurde beseitigt und allen Häfen Spaniens ein direkter Zugang zum amerikanischen Markt ermöglicht.