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Wie wähle ich mein Elektrofahrrad aus?
Welche Modelle gibt es? Was sagt das Gesetz? Was für ein Radfahrer bin ich? Worauf muss ich besonders achten? Kann ich ein Fahrrad ausprobieren, bevor ich es kaufe? All diese Fragen werden hoffentlich mit den folgenden Tipps beantwortet.
Die erste Frage ist schnell beantwortet: 25 km/h oder 45 km/h? Vereinfacht gesagt gibt es heute zwei Arten von Fahrrädern mit Elektrounterstützung: die „klassischen“ und die „schnellen“.
Fahrräder mit Unterstützung bis zu 25 km/h
Klassische“ Elektrofahrräder, die bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt werden, gelten im Sinne des Schweizer Gesetzes als „Leichtmofas“. Jugendliche ab 14 Jahren dürfen mit einem solchen Fahrrad fahren, wenn sie einen Führerschein der Kategorie M (Mopeds) besitzen. Ab 16 Jahren ist der Führerschein nicht mehr erforderlich.
Die technischen Vorschriften sind die gleichen wie für Fahrräder ohne Hilfsmotor. Sie benötigen keinen Führerschein, keinen Rückspiegel und es besteht keine Helmpflicht, auch wenn sie empfohlen wird. Diese Elektrofahrräder müssen Radwege und Radfahrstreifen benutzen, wenn es welche gibt. Sie dürfen auch auf Straßen fahren, auf denen ein Fahrverbotsschild für Mopeds angebracht ist.
Elektro-Mountainbikes fallen grundsätzlich in die erste Kategorie.
Fahrräder mit Unterstützung bis zu 45 km/h
Diese sogenannten „schnellen“ Fahrräder werden als Mopeds betrachtet. Sie benötigen ein Mopedkennzeichen und eine Vignette, die jedes Jahr erneuert werden muss. Außerdem müssen sie mit einem Rückspiegel ausgestattet sein.
Um mit einem schnellen Elektrofahrrad zu fahren, müssen Sie in jedem Fall einen Führerschein besitzen (mindestens für die Klasse M).
Wie „klassische“ E-Bikes müssen auch schnelle E-Bikes auf Radwegen und Radfahrstreifen fahren. Auf Wegen mit einem Fahrverbot für Mopeds oder auf Wegen, die von Fußgängern benutzt werden (rundes blaues Schild mit einem Fahrrad- und einem Fußgängerpiktogramm, die nicht durch eine weiße Linie getrennt sind), muss der Motor abgestellt werden. Für schnelle Elektrofahrräder besteht Helmpflicht, wobei ein Fahrradhelm ausreichend ist (Norm EN1078).
Also „klassisch“ oder „schnell“?
Je nach Verwendungszweck werden Sie sich für eine der beiden oben genannten Kategorien entscheiden. Ein „schnelles“ Fahrrad ist eher für Ihre täglichen Fahrten in flachem Gelände, als Pendler oder als Stadtradler geeignet. Für manche reicht ein „25 km/h“-Rad auch in der Ebene oder in der Stadt aus, wo es manchmal schwierig ist, schneller zu fahren, wenn man nicht über eine gewisse Geschicklichkeit am Lenker verfügt. Sie brauchen nicht unbedingt einen Boliden, um eine oder zwei Straßenecken weiter einkaufen zu gehen…
Ein „normales“ Fahrrad mit einem Motor, der viel Drehmoment bietet, ist oft besser geeignet, wenn Sie viel klettern oder abseits befestigter Wege fahren wollen. Die meisten E-Mountainbikes haben eine Unterstützung bis zu 25 km/h und können diese Geschwindigkeit auch bei starken Steigungen erreichen.
Ist das Gewicht wichtig?
Das Gewicht dieser Elektrofahrräder ist zwar wichtig, aber eher zweitrangig, außer bei einer Panne oder einem leeren Akku… Es kann auch ein wichtigeres Kriterium sein, wenn Sie das Fahrrad über Treppen tragen oder es in Zügen ohne Zugang zum Bahnsteig mitnehmen müssen.
Reichweite: Wer weit reisen will…
Die Reichweite eines Elektrofahrrads hängt von vielen Faktoren ab und ist schwer im Voraus zu bestimmen. Sie hängt von der Motorleistung (in Watt, W), der Kapazität des Akkus (in Wattstunden, Wh), dem Gelände (eher flach oder hügelig, mit oder ohne Wind) und dem Fahrer (Gewicht, Fitness) ab. So kommt ein trainierter und eher leichter Radfahrer mit demselben Fahrrad weiter als sein schwerfälliger Anfängerkollege.
Auch bei Elektrofahrrädern gibt es verschiedene Unterstützungsmodi, von „sparsam“ über „normal“ bis hin zu „sportlich“, die sich ebenfalls auf die Reichweite auswirken. Die Bezeichnung dieser verschiedenen Unterstützungsmodi variiert je nach Marke, aber das Prinzip ist bei allen gleich und es ist heute nicht mehr utopisch, unter guten Bedingungen gut 100 Kilometer mit einem Elektrofahrrad zurückzulegen.
Kurz gesagt: „Wer weit reisen will, schont sein Gefährt“, und es sind die „Eco“-Unterstützungsmodi, mit denen Sie am weitesten kommen können.
Der Akku: Pflegen Sie ihn auch im Stand
Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) haben sich durchgesetzt und sind in allen hochwertigen Fahrrädern enthalten, da sie keinen „Memory-Effekt“ haben. Sie bieten eine große Reichweite, die natürlich von ihrer Kapazität abhängt, die in Wattstunden (Wh) gemessen wird, und sind außerdem sehr einfach zu bedienen und zu warten. Bei den meisten Fahrrädern lässt sich der Akku leicht herausnehmen, sodass er sich mit einem separaten Ladegerät leicht aufladen lässt. Bei einigen Fahrrädern lässt sich für längere Fahrten problemlos ein zweiter Akku einbauen, während Sie ansonsten von einem leichteren Fahrrad profitieren.
Der Akku hat in der Regel eine Garantie von zwei Jahren und ist unempfindlich gegenüber Kälte, Hitze und vor allem gegenüber einer längeren Entladung. Wenn Sie Ihr Fahrrad längere Zeit nicht benutzen, z.B. im Winter, sollten Sie den Akku trotzdem einmal im Monat überprüfen und ihn zu etwa 60% geladen an einem warmen, trockenen Ort aufbewahren. Bei richtiger Pflege verliert er trotzdem jedes Jahr bis zu 10% seiner Kapazität und muss nach vier bis fünf Jahren ausgetauscht werden.
Eine Ausrüstung, die den Anforderungen gewachsen ist
Bei Fahrrädern, die schwerer und leicht schneller sind als Fahrräder ohne Unterstützung, muss besonders auf die Ausrüstung geachtet werden, insbesondere auf die Bremsen. Diese sind meist Scheibenbremsen mit einem hydraulischen System. Bei Mountainbikes und den schnellsten Modellen sorgen große Scheiben mit einem Durchmesser von 200 mm und mehr und ein Vierkolben-Bremssattel-System für eine starke Bremsleistung, die sich jedoch leicht dosieren lässt.
Die meisten Modelle sind mit einer Kettenschaltung oder einer Gangschaltung ausgestattet, die den Einsatz des Elektromotors noch flexibler macht.
Ein Anhänger für Kinder?
Kinderanhänger sind nicht nur für Leichtmofas, sondern auch für sogenannte „schnelle“ Elektrofahrräder zugelassen. Auf Elektrofahrrädern dürfen maximal 3 Kinder transportiert werden – 2 im Anhänger und 1 auf dem Kindersitz.
Testen Sie vor dem Kauf
Es gibt nichts Besseres als eine Probefahrt, um eine endgültige Entscheidung zu treffen, die über theoretische Argumente und technische Spezifikationen hinausgeht. Zögern Sie nicht, sich auf eines der zahlreichen Fahrräder zu setzen, die in den Ciclissimo-Geschäften getestet werden.
Oft großzügige Subventionen
Um ihre Bürgerinnen und Bürger zu sanfteren Formen der Mobilität zu ermutigen, subventionieren viele Gemeinden den Kauf eines Elektrofahrrads, manchmal mit mehreren hundert Franken. Denken Sie daran, sich in Ihrer Wohngemeinde zu erkundigen.