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Die unerwarteten Bestandsaufbauten beim Rohöl, die letzte Woche publiziert wurden, hatten keinen grossen Einfluss auf die Ölnotierungen. Da die Zusatzkürzungen seit dem 1. August wegfallen, fliesst gegenwärtig mehr Öl durch die OPEC+ Allianz auf den Markt. Dies zu einer Zeit, wo der Markt ohnehin überversorgt ist.
Angesichts der global stark steigenden Corona-Neuinfektionen muss weiterhin mit einer gemässigten Nachfrage gerechnet werden. Einige OPEC-Länder wie Saudi-Arabien, Abu Dhabi, Kuwait, Libyen und der Iran haben deshalb ihre Preise für Lieferungen im Oktober gesenkt. Derzeit steht der Rohölmarkt in einem Spannungsfeld zwischen Nachfragesorgen und einem höheren Angebot. Preisstützend wirkt ein tropischer Sturm im Golf von Mexiko, wo Bohrinseln evakuiert werden mussten, und die Produktion eingestellt wurde. Zudem wurden die Preise durch einen Rückgang der in den USA betriebenen Bohrplattformen gestützt.