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Mi, 8. Dezember 2021, Lioh Möller
Mit der Ankündigung in Zukunft keine Point-Releases analog zum Red Hat Enterprise Linux (RHEL) Upstream mehr veröffentlichen zu wollen, sorgte das CentOS Projekt für einiges an Aufregung. Daraus entstanden sind neue RHEL-Abkömmlinge wie AlmaLinux oder Rocky Linux.
CentOS selbst wird weiterhin gepflegt, wirkt allerdings eher wie ein Testumfeld für das kommerzielle Red Hat Enterpise Linux. Konzeptionell werden Pakete, welche in Zukunft in einem RHEL Point Release aufgenommen werden sollen, zunächst in CentOS Stream veröffentlicht. Da die Minor-Versionen dort wegfallen, kann die Distribution als eine Art Rolling-Release angesehen werden. Das Projekt selbst bezeichnet diese Vorgehensweise als continuous-delivery. Vergleichbar ist dies am ehesten mit RHEL nightly builds, welche nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Wie bereits zuvor wird eine CentOS Version von einem Fedora-Release abgeleitet. Im Falle von CentOS Stream 9 wäre dies Fedora 34.
ISO Abbilder stehen für die Architekturen 64-bit x86 (x86_64 v2+), 64-bit ARM (AArch64), IBM Z (s390x Z14+), und IBM POWER (ppc64le POWER9+) zur Verfügung.
Erweitern lässt sich die Distribution unter anderem durch EPEL Repository (Extra Packages for Enterprise Linux). Erfahrungsgemäss ist es um die Multimedia Unterstützung bei CentOS schlecht bestellt, ein Einsatz auf dem Desktop ist wohl aber auch eher unüblich. Bis vor einiger Zeit hat das nux-desktop Projekt diese Lücke geschlossen, welches aber bereits seit CentOS 8 keine Pakete mehr bereitstellt. RPM Fusion bietet auch einen EL-Zweig an, welcher allerdings nur sehr wenige Pakete enthält und aktuell noch nicht für die Version 9 bereitgestellt wird.