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Ausgangslage: Im ersten Halbjahr 2011 hat die Schweiz aus Deutschland 6 TWh Strom importiert (netto, abzüglich Exporte). Dies entspricht in etwa der Produktion von Gösgen und Leibstadt.
Frage: Wie hat sich die CO2-Fracht des in der Schweiz konsumierten Stroms verändert, wenn man berücksichtigt, dass die süddeutschen Kernkraftwerke mittlerweile abgeschaltet wurden?
Antwort: Das interessiert niemanden. Unser Parlament berät das CO2-Gesetz, ohne sich ernsthaft mit den Konsequenzen des Stromimports befasst zu haben. Es hätte dann nämlich herausgefunden, dass inländische Wärmekraftkopplung, z.B. mit Erdgas, eine deutlich bessere Klimabilanz aufweist als die Kohlestromimporte aus Deutschland. Aber wer möchte sich schon vor den Wahlen in die Niederungen der Realität begeben?
Bild: Kohlekraftwerk Grevenbroich in Deutschland. Nachweis: bab.ch / mauritius