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Den Buchstaben T finden Sie beim Rawyl-Staudamm und dort treffen Sie Jacky Bagnoud. Sein Leben war immer eng mit dem Wasser verknüpft. Er erzählt Ihnen über die Herausforderungen beim Bau des Staudamms.
Jacky Bagnoud wurde im Dezember 1936 in Icogne geboren. Nach dem Besuch der Primarschule, die zu dieser Zeit vom November bis Ende April dauerte, arbeitete er im Alter von 15 Jahren mit Pickel und Schaufel als Bauarbeiter, um seinen Beitrag zu leisten, die Familie zu ernähren. Nichts deutete darauf hin, dass er 32 Jahre lang ein politisches Amt ausführen würde: Vom Gemeinderat zum Vizepräsidenten und dann zum Gemeindepräsidenten von Icogne. Er rundete seine Karriere ab als Präsident der Koordinationskommission der Gemeinden des Hochplateaus. Als begeisterter und leidenschaftlicher Sportler war er Gründungsmitglied des Skiclubs La Lienne-Icogne, JO-Leiter und Präsident. Mit 82 Jahren verbringt er noch rund 60 Tage auf seinen Skiern und absolviert mehr als 10‘000 km auf seinem Velo. Das Tennis hingegen hat er aufgegeben.
Das Wasser war für ihn schon immer ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Als Kind musste er die Bewässerungs-Suonen reinigen, gespiesen von der Grossen Suone von Lens und der Suone von Rho, um die Wiesen flussabwärts zu bewässern. Es sei daran erinnert, dass zu dieser Zeit die Haushalte von den Quellen gespiesen wurden, welche oberhalb des Dorfes gefasst wurden. 1947 wurde der Tunnel von Mont-Lachaux, der von den vier Gemeinden Icogne, Lens, Chermignon, Montana und den Genossenschaften gebaut wurde, eingeweiht. Jacky erinnert sich besonders gut daran, weil er da im Alter von 10 Jahren zum ersten Mal in einem Fahrzeug sass: In diesem Falle war es die Brücke eines Lastwagens, um zur Einweihung in Plans-Mayens zu fahren. Von diesem Moment an beschlossen die 4 Gemeinden, die Quellen in der Region von Tsan d’Er zu fassen. Dieses Wasser wurde mit Rohren durch den Tunnel hindurch bis nach Plans-Mayens gebracht.
1951 beteiligte sich Jacky an den Arbeiten der Trinkwasserversorgungsleitung von Plans-Mayens nach Icogne. Diese Arbeiten erforderten viel Muskelkraft, da Bagger, Kompressoren und andere Maschinen zu dieser Zeit in der Region unbekannt waren. Es folgte die Teilnahme an der Realisierung der Strasse, welche zum künftigen Elektrizitätswerk von Croix führte und dann der Bau der Zentrale selbst. Gleichzeitig war der Bau des Zeuzier-Staudamms mit einer Kapazität von 50 Millionen m3 im Gange. In diesem Zusammenhang erinnert sich Jacky daran, dass er im Alter von 16 Jahren zu Fuss von Icogne nach Zeuzier lief, um seinen Vater (der Präsident der Forstkommission war) und den Förster zu begleiten und um dann die Bäume zu fällen, welche sich auf dem Gebiet des zukünftigen Staudamms befanden. Zur gleichen Zeit verliess er Icogne mit 25 kg Zement auf dem Rücken, um im Flussbett der Lienne die Wasserfassung der Grossen Suone von Lens, auch Suone von Rioutaz genannt, zu reparieren. Eindrückliche Erinnerungen, die uns bewusst machen, wie die Zeit vergeht….
1956 wurden die Arbeiten am Staudamm abgeschlossen und die Produktion von Elektrizität der Croix-Zentrale begann. Zusätzlich zu seiner Kapazität, das Wasser für die Produktion von elektrischer Energie zu akkumulieren, wurde der Zeuzier-Staudamm ab 1969 von grösster Bedeutung für die Wasserversorgung der Gemeinden des Hochplateaus im Trinkwasserbereich, im Bewässerungsbereich und in der Produktion der künstlichen Beschneiung. Wenn die Wasserführung unserer Quellen zurückgeht, genügt es, das Ventil der Zeuzier-Zufuhr zu öffnen, das als Sicherheitsventil fungiert.
Die Croix-Zentrale wurde ab 1960 auch der Arbeitsplatz von Jacky. Während mehr als 50 Jahre seines beruflichen und politischen Lebens war er innig und leidenschaftlich mit dem Wasser verbunden. Es war nicht ungewöhnlich, ihm rennend entlang dem Weg der Rho-Suone oder der Grossen Suone von Lens zu begegnen, als er mit der Kontrolle und der Wartung der Suonen beschäftigt war. Oder mitten im Winter als er als Gemeindepräsident auf der Suche nach einem Wasserleck war und es dann reparierte. Aber auch als er die Präsidentschaft der interkommunalen Wasserkommission übernahm, durch die die Trinkwasserversorgung der 6 Gemeinden des Hochplateaus bis heute garantiert ist.
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