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Für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Gerüchen aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung dient die Empfehlung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik in Tänikon (FAT), (Bericht Nr. 476) aus dem Jahre 1995. Die FAT heisst heute Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART).
Die Empfehlung legt Mindestabstände von neuen und bestehenden Tierhaltungsanlagen zu bewohnten Zonen auf Grund der Tierart, der Tierzahlen, der Art der Haltung und weiteren Faktoren fest. Bei Baubewilligungsverfahren für landwirtschaftliche Bauten muss die Einhaltung der Mindestabstände gegenüber bestehenden Wohnzonen / Wohnnutzungen beachtet werden.
In der Nähe von Landwirtschaftsbetrieben muss im Gegenzug die zuständige Gemeindebehörde darauf achten, dass neu zu schaffende Bauzonen (Zonen mit Wohnnutzung) sowie Zonen für öffentliche Anlagen und Bauten die Mindestabstände von bestehenden Tierhaltungsbetrieben einhalten, respektive sie muss eine Interessensabwägung vornehmen.
Heute empfiehlt die ART, den Stand 2005 (Entwurf Vernehmlassung vom 7. März 2005) anzuwenden.
Die Gerichte (Verwaltung und Bund) beziehen sich in ihren Urteilen bei den Detailbetrachtungen immer häufiger auf den Stand 2005.