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Russlands Fussball steht seit Beginn des Ukraine-Krieges international still. Von Uefa- und Fifa-Bewerben ist die «Sbornaja» ausgeschlossen. Der einst einflussreiche russische Verband RFS versucht aber die Rückkehr auf die Fussballbühne durch die Hintertür.
Soll der Verband doch Gegner aus Lateinamerika oder Afrika einladen. [...] Ich sehe keine Tragödie im Falle einer Absage des Bosnien-Spiels.
So ist am Samstag in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek das 1. Testspiel mit russischer Beteiligung seit langem angesetzt. Im November steht WM-Teilnehmer Iran als Gegner fest. Um eine kurz vor der WM in Katar angesetzte Partie gegen Bosnien-Herzegowina gibt es Verwerfungen.
Uefa bleibt still
In Russland ist die Empörung gross, dass diskutiert wird. Der Duma-Abgeordnete Dmitri Pirog forderte: «Soll der Verband doch Gegner aus Lateinamerika oder Afrika einladen. Das Niveau von Chile, Kolumbien oder Kamerun steht Bosnien in nichts nach. Ich sehe keine Tragödie im Falle einer Absage des Bosnien-Spiels.»
Die Uefa teilte mit, Testspiele seien keine Uefa-Wettbewerbe. Das angedachte Bosnien-Spiel stehe «nicht im Widerspruch zur Entscheidung, russische Teams von Uefa-Bewerben auszuschliessen».
Russischer Verband nicht an Auslosung der EM-Quali
Der russische Fussball-Verband RFS darf nicht an der Auslosung der Qualifikation zur EM 2024 in Deutschland teilnehmen. Ob Russland damit in jedem Fall von der Endrunde in zwei Jahren ausgeschlossen ist, liess die Uefa offen. Belarus wird hingegen an der Auslosung teilnehmen.