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Der wohl speziellste Fussballplatz der Welt befindet sich in Morro da Mineira. Die Fussballer des brasilianischen Dorfs fungieren dabei als laufendes Kraftwerk für die Beleuchtung des Platzes. Unter dem Kunstrasen wurden ca. 200 Kinetik-Platten verbaut, welche die Energie der Kicker in Strom umwandeln. Werden die Kinetik-Platten durch einen Schritt eines Spielers einige Millimeter eingedrückt, entsteht durch einen piezoelektrischen Effekt Strom. So produziert eine Platte bis zu sieben Watt Strom, wenn die Kicker sich auf dem Feld bewegen. Die Energie wird in einer Batterie am Rande des Fussballplatzes gespeichert und reicht für ungefähr zwei Stunden. Sollten die Kicker also plötzlich den Spass am Spielen verlieren und den Platz nicht mehr nutzen, dann geht irgendwann das Licht der Flutlichter aus.
Eine Idee nach ähnlichem Prinzip wenden einige Fitnesscentren in Deutschland, England und den USA an. Sie nutzen die Muskelkraft der Trainierenden zur Stromerzeugung. Trainingsgeräte wie: Fahrräder, Stepper oder Rudergeräte werden dabei mit einem Spannungswandler versehen und via Kabel zu einem System zusammengeschlossen. Eine am System angeschlossene Batterie dient zur Speicherung der durch das Training an den Geräten produzierten Energie. Doch wie viel Energie lässt sich dabei effektiv gewinnen?
Eine durchschnittlich sportliche Person tritt auf dem Fahrrad-Ergometer mit einer Leistung von 80 Watt in die Pedalen. Wenn sie eine halbe Stunde fährt, kommt sie so auf 40 Wattstunden. Zum Vergleich Chris Froome bewältigte den 15.3 km langen Schlussaufstieg der 10. Etappe der Tour de France 2016 mit einer Durchschnittswattzahl von 414 in 42 Minuten. Mit der Energie, welche die durchschnittliche Person auf dem Fahrrad-Ergometer produziert könnte eine Energiesparlampe über vier Stunden zum Leuchten gebracht werden und ein I Phone könnte ca. 5 Mal aufgeladen werden. Mit der Energie des Profi-Radfahrers hingegen könnten gleich 10 Energiesparlampen über vier Stunden zum Leuchten gebracht werden und ein I Phone könnte 50 Mal aufgeladen werden.
Sportliche Aktivität als alternative Energiequelle – eine innovative Idee mit Zukunftspotenzial.