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Britische Wissenschaftler kommen in einer Studie zu dem Schluss, dass schon geringe Mengen Alkohol negative Auswirkungen auf das Gehirn haben können. Probanden, die mehr als 240 Gramm Alkohol pro Woche zu sich genommen hatten (etwa 0,4 Liter Wein pro Tag), wiesen das grösste Risiko auf, Nervenzellen im Hippocampus zu verlieren. Diese Gehirnregion steuert das Langund Kurzzeitgedächtnis, Gefühle und die räumliche Orientierung. Aber auch jene, die nur zwischen 116 und 168 Gramm Alkohol pro Woche (etwa 0,25 Liter Wein pro Tag) getrunken hatten, wiesen Anzeichen für einen Zellabbau im Hippocampus auf. Wer wiederum weniger als 56 Gramm Alkohol pro Woche konsumiert hatte, profitierte im Vergleich zu ganz abstinenten Teilnehmern nicht – einen schützenden Effekt konnten die Forscher demnach nicht messen.
Langfristige Schädigung
Wissenschaftler der Universität Miguel Hernández Elche in Alicante haben nachgewiesen, dass eine anschliessende Abstinenz alkoholbedingte Schäden nicht so einfach wieder rückgängig machen kann. Selbst nach sechs Wochen zeigte sich in der weissen Gehirnsubstanz noch keine Verbesserung, im Gegenteil: Anstatt sich zurückzubilden, schritt die Schädigung des Nervengewebes sogar noch weiter fort.
Alkohol ist eine der ältesten psychoaktiven Substanzen der Menschheit, welche das Bewusstsein, die Wahrnehmung und die Motorik beeinflusst. Das im Alkohol enthaltene Ethanol ist ein Nervengift, das, so vermuten die Forscher, für eine Entzündungsreaktion im Gehirn sorgt. Ethanol hat ein mit Opiaten und Kokain vergleichbares Abhängigkeitspotenzial.
Worin unterscheiden sich alkoholfreier und alkoholreduzierter Wein?
Alkoholfreier Wein hat 0,5 Prozent oder weniger Alkoholgehalt (zum Vergleich: Bei Essig reicht die Spanne von 0,2 Volumenprozent bis zu 1,5 Volumenprozent. Besonders viel Alkohol enthält z.B. Balsamessig). Alkoholreduzierter Wein enthält zwischen 0,5 und 4 Prozent Alkoholgehalt. «Ohne Alkohol» bedeutet, dass ein Lebensmittel gar keinen, sprich 0,0 Volumenprozent Alkohol enthält.
Ist alkoholfreier Wein gesund?
Ja. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die gesundheitsfördernde Wirkung z.B. von Rotwein nicht durch den Alkohol bedingt ist, sondern auf den im Wein enthaltenen Flavonoiden beruht. Diese sind auch im alkoholfreien Wein weiterhin wirksam.
Dürfen alkoholkranke Personen alkoholfreie Weine trinken?
Darüber gehen die Meinungen auseinander. Der geringe Anteil Restalkohol spielt physisch keine Rolle. Gleichwohl erzeugen die Flasche und der Duft der Weine dein Eindruck, «richtigen» Wein zu trinken. Manche Personen erleben dann einen leichten Placebo-Effekt und haben den Eindruck, Alkohol zu geniessen. Das kann einen alkoholkranken Menschen verleiten, wieder zu trinken. Denn der Suchtmechanismus ist bei den meisten «trockenen» Alkoholikern lediglich stillgelegt.
Ist alkoholfreier Wein für Kinder geeignet?
Auch hier ein Ja mit Einschränkungen. Der Genuss alkoholfreien Weines ist für Kinder unbedenklich. Doch er sollte die Ausnahme bleiben, um Kinder nicht von früh an zum Konsum von Wein und Sekt anzuleiten. Besser ist es, Kindern Saft anzubieten.
Können Diabetiker ohne Bedenken alkoholfreien Wein trinken?
Davon ist abzuraten. Da die Aromen mit dem Entzug von Alkohol einen Geschmacksträger verlieren, wird dem alkoholfreien Wein etwas Traubenmost zugesetzt. Man sollte als Diabetiker folglich nur nach Absprache mit dem Arzt bzw. unter Anrechnung der Kohlenhydrate zu alkoholfreiem Wein greifen.
Wie lange hält sich alkoholfreier Wein?
Ab Abfüllung haben die Produkte eine Haltbarkeit von ca. drei Jahren. Die schäumenden Getränke aus enthalkoholisiertem Wein halten sich mit einem entsprechenden Verschluss bis zu drei Tage im Kühlschrank. Die geöffneten Weine können bis zu fünf Tage im Kühlschrank stehen.
Warum kostet alkoholfreier Wein mehr als Wein mit Alkohol?
Alkoholfreier Wein wird nicht aus Traubensaft, sondern aus vollständig vergorenen, gereiften Weinen in einem weiteren Verfahren hergestellt. Ein alkoholfreier Wein musste also eine zusätzliche Produktionsstufe durchlaufen. Zudem geht durch die Entalkoholisierung Volumen (= der Alkohol) verloren. Auch das wirkt sich preislich aus.
Quelle: Bähr Pfalztraube GmbH
Um darauf eine Antwort zu finden, sollte man sich anschauen, was den biologisch zertifizierten Weinbau so besonders macht. Im Gegensatz zum konventionellen Weinbau verzichten Biowinzer sowohl auf Kunstdünger als auch auf chemisch-synthetische Pestizide und Herbizide. Stattdessen werden die Rebzeilen mit Pflanzen begrünt und das Rebenwachstum mit Hilfe von Kompost und Gesteinsmehlen gefördert – Natur pur, sozusagen. So bleibt die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten und wird sogar gesteigert