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Im südostafrikanischen Simbabwe droht im kommenden Jahr eine Hungersnot: Wie das Welternährungsprogramm (WFP) am Dienstag mitteilte, werden 2014 rund 2,2 Millionen Menschen vor allem in ländlichen Regionen auf Nahrungshilfe angewiesen sein.
"Die Lage verschlimmert sich und ist derzeit noch schlechter als 2009", sagte die WFP-Sprecherin Victoria Cavanagh in der Hauptstadt Harare. Damals hatte der wirtschaftliche Niedergang Simbabwes unter Präsident Robert Mugabe seinen Höhepunkt erreicht. Wegen einer nicht mehr kontrollierbaren Hyperinflation wurde die eigene Währung aus dem Verkehr gezogen und durch den US-Dollar ersetzt.
Von der Nahrungskrise werde ein Viertel der Landbevölkerung in dem bettelarmen Land betroffen sein, sagte Cavanagh. Besonders dramatisch kündigt sich die Vorerntezeit in den ersten drei Monate des kommenden Jahres an.
Ein Grund der Notlage ist die Unregelmässigkeit der Regenfälle. Die Lebensmittelpreise sind stark gestiegen. Zudem hatte Mugabe in den vergangenen 15 Jahren zahlreiche weisse Farmer enteignet und ihr Land verstaatlicht. Seither kann das Land seinen Nahrungsmittelbedarf nicht mehr decken. Der Präsident ist erst vor wenigen Tagen für eine weitere fünfjährige Amtszeit vereidigt worden.
SDA-ATS