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Strassenbahn Stansstad–Stans
|Kürzel||StSt|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1893-08-26|
|Mutiert||Ab 1903-09-30 Stansstad–Engelberg|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1893 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte StSt war eine Aktiengesellschaft. Da das Tram erst im Oktober den Betrieb aufnahm, enthielt die Statistik für das Jahr 1893 keine Angaben zur StSt. Der Kanton Nidwalden war bis diesem Zeitpunkt noch nicht an das Bahnnetz angeschlossen. Der öffentliche Verkehr von und nach Nidwalden lief über die Dampfbootgesellschaft des Vierwaldstättersees (Luzern–Stansstad). Zwischen Stansstad und Stans verkehrten Postkurse. Hauptzweck der StSt war es, eine Schienenverbindung von der Schiffsstation Stansstad nach Stans herzustellen. Hinter dem Projekt steckte der umtriebige Hotel- und Bahnunternehmer Franz Josef Bucher-Durrer, auf dessen Initiative hin auch die Standseilbahn von Stans auf das Stanserhorn (SthB) entstanden war, die ebenfalls 1893 den Betrieb aufnahm. Verkürzt ausgedrückt, fungierte die StSt als Zubringerin für die Standseilbahn.
Die Eröffnung der parallel verlaufenden Stansstad–Engelberg-Bahn (StEB) 1898 beeinträchtigte jedoch das Transportgeschäft der StSt empfindlich. Bis zum Jahr 1900 halbierte sich die Zahl der Reisenden nahezu, was sich entsprechend auf die Ertragslage und die Erfolgsperspektiven der Bahn auswirkte. Noch 1900 wurde die StSt zwangsliquidiert, worauf sie von Franz Josef Bucher-Durrer aufgekauft wurde. Die Statistik behandelte den von ihm bezahlten Kaufpreis von 42'385 Franken als Aktienkapital. 196'000 Franken an Anlagegeldern wurden bei der Handänderung abgeschrieben. Die StSt hatte aber keine Zukunft mehr, da die StEB weit leistungsfähiger war und die Konkurrenz letztlich beiden Gesellschaften schadete. 1903 einigten sich Bucher-Durrer und die StEB vertraglich darauf, dass die StSt den Verkehr einstellt, womit sie in der Statistik keine Erwähnung mehr fand. Noch im gleichen Jahr wurde das Gleis der StSt abgebrochen.
Die Bruttobaukosten der einspurigen StSt bezifferten sich auf ausgesprochen tiefe 68'700 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1899 vor der Liquidation), wovon knapp ein Drittel auf das Rollmaterial entfiel.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.