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Was ist Gebärmutterhalskrebs?
Gebärmutterhalskrebs ist weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen und eine der wenigen Krebsarten, die mit Screenings und HPV-Impfungen eliminiert werden könnte. In der Schweiz erkranken jährlich rund 260 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, etwa 70 sterben daran. Gebärmutterhalskrebs wird fast ausschliesslich durch anhaltende Infektionen mit bestimmten humanen Papillomaviren (HPV) verursacht. HP-Viren können auch andere Krebserkrankungen im Genital- und Hals-Rachenbereich auslösen.
Früherkennung ist wichtig
Der Krebsabstrich (Pap-Test) wird zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen eingesetzt. Dabei werden Zellen vom Muttermund und Gebärmutterhals entnommen und im Labor auf krankhafte Veränderungen untersucht. Krebsvorstufen können frühzeitig erkannt und entfernt werden, bevor sich Krebs entwickelt.
Die Kosten für die ersten zwei gynäkologischen Untersuchungen inklusive Krebsabstrich im Abstand von einem Jahr werden von der Grundversicherung übernommen. Bei unauffälligen Befunden werden die Kosten für weitere Krebsabstriche übernommen, die im Abstand von drei Jahren durchgeführt werden. Die Grundversicherung deckt auch die Kosten für den Krebsabstrich bei Symptomabklärung oder Verlaufskontrolle von auffälligen Befunden. Die Krebsliga Zentralschweiz empfiehlt regelmässige Krebsabstriche.
Senken Sie das Risiko einer HPV-Infektion
Um sich vor HPV-Infektionen zu schützen, steht eine Impfung zur Verfügung, die vor den gefährlichsten HPV-Typen schützt. Die Impfung wird Mädchen, Frauen, Jungen und Männern im Alter von 11 bis 26 Jahren empfohlen. Der Gebrauch von Kondomen beim Geschlechtsverkehr kann ebenfalls das Infektionsrisiko senken. Die Eidgenössische Kommission für Impffragen empfiehlt die HPV-Impfung als Basisimpfung für Mädchen im Alter von 11–14 Jahren und als Nachholimpfung für junge Frauen von 15–19 Jahren. Für junge Frauen von 20–26 Jahren sowie Jungen und Männer im Alter von 11–26 Jahren wird die HPV-Impfung als ergänzende Impfung empfohlen. Im Rahmen der kantonalen Impfprogramme ist die HPV-Impfung für 11- bis 26-jährige Mädchen, Frauen, Jungen und junge Männer gemäss den Empfehlungen kostenlos.
Da die Impfung nicht vor allen HPV-Typen schützt, sollten auch geimpfte Personen regelmässig zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung gehen.
Sind Sie von Gebärmutterhalskrebs betroffen?
Wir beraten und unterstützen Sie
Sie haben eine Gebärmutterhalskrebsdiagnose erhalten und sind mit Ihren Ängsten und Sorgen gefordert? Sie suchen den Austausch mit anderen, weil ein Familienmitglied an Gebärmutterhalskrebs erkrankt ist? Sie haben Fragen zu Früherkennungsuntersuchungen?
Die Krebsliga Zentralschweiz ist für Sie da!