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Mit einem beherzten Auftritt im Hallenstadion sorgten Lena Bickel und Noe Seifert dafür, dass es aus Schweizer Sicht am Swiss Cup auch nach den Rücktritten der Kunstturn-Aushängeschilder Giulia Steingruber, Ilaria Kaeslin, Pablo Brägger und Oliver Hegi etwas zu jubeln gab.
Die 16-jährige Tessinerin und der 23-jährige Aargauer schafften es im gut besetzten Feld bis in den Halbfinal, wo sie sich dem ukrainischen Team geschlagen geben mussten. Im Kampf um Rang 3 war die Energie dann etwas draussen. Das italienische Team mit Alice d'Amato und Stefano Patron sicherte sich den Platz auf dem Podest. Zuvor hatten Bickel am Schwebenbalken und Seifert am Barren angetrieben vom Publikum in Zürich hervorragende Übungen gezeigt.
Mboyos Patzer am Reck
Eigentlich waren die Erwartungen in das nominell stärkere Team Schweiz 1 mit den Lokalmatadoren Stefanie Siegenthaler und Henji Mboyo grösser gewesen. Weil Mboyo am Reck aber ein Flugelement misslang, blieben die beiden bereits in der 2. Runde hängen. Sowohl Siegenthaler als auch Mboyo hatten sich zuletzt an der WM für den Mehrkampf-Final qualifiziert, wo Mboyo mit dem 12. Platz über sich hinausgewachsen war.
Wenig überraschend ging der Sieg an das russische Duo. Angelina Melnikowa und Nikita Nagorny turnten über weite Strecken in einer eigenen Liga. Nagorny konnte sich im Final gegen die Ukraine sogar einen Sturz am Barren leisten. Weil Melnikowa am Stufenbarren starke 14,550 Punkte errang und ihr ukrainisches Pendant Jelisaweta Hubarewa das Gerät verlassen musste, war Russland dann doch um mehr als 2 Punkte besser.
Erfolgsquartett sagt Adieu
Vor dem Final hatte das Publikum Steingruber, Kaeslin, Brägger und Hegi noch mit stehenden Ovationen verabschiedet. Das Quartett, das zusammen 8 Olympia-, 33 WM- und 49 EM-Finals erturnte, liess sich ausserdem auf einer kleinen Ehrenrunde feiern.