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Vom Scheitern zum Erfolg
Meine Reise zur Labortechnikerin.
Mein Name ist Anjana und möchte Euch von meiner Reise zur Labortechnikerin erzählen.
Ich wurde in eine Mittelklassefamilie geboren, in der meine Eltern mir den Wert des Lebens und den Wert einer unabhängigen Frau beibrachten. Von meiner frühen Kindheit an war ich etwas schüchtern, aber sehr neugierig. Ich wurde in die Schule von S. geschickt, wo ich lernte, gut mit anderen zu kommunizieren und Menschen mit Respekt und Ehre zu behandeln. Obwohl ich in der Lage war, gut zu lesen und zu schreiben, wurde ich als mittelmässiger Schüler betrachtet, da ich in der Mathematik schwach war. Die Schulabschlussprüfung habe ich dann aber mit guten Noten bestanden. Von da an war ich überzeugt, dass ich erfolgreich sein werde, solange ich hart genug studierte. Nach dem Schulabgang besuchte ich eine Vorbereitungsklasse für Krankenpflege und bewarb mich anschliessend für eine Ausbildung als Pflegefachfrau. Wir haben zwei bekannte Krankenhäuser in unserer Gegend. Ich bewarb mich an beiden Schulen und war überzeugt, dass ich problemlos einen Ausbildungsplatz erhalten werde.
Es kam anders, ich bekam eine Absage und war total geschockt. Obschon ich an der Aufnahmeprüfung gute Noten hatte, schaffte ich es nicht einmal auf die Warteliste für einen Ausbildungsplatz.
So entschied ich mich an das 40 km entfernte College zu gehen. Doch kurz bevor ich dort begann, schlug ein Sicherheitswächter der Krankenpflegeschule meinem Vater vor, ich könnte doch am neuen CMLT-Ausbildungsprogramm teilnehmen.
Ich wusste nicht einmal, was CMLT bedeutete (Certificate in Medical Laboratory Technology). Da die Krankenpflegeschule jedoch einen guten Ruf hat, habe ich mich spontan dazu entschieden, Labortechnikerin zu werden.
Da wir die Pilotgruppe für diesen neuen Lehrgang waren, wurden wir von den Lehrern und den Studiengangsleiter sehr intensiv betreut und unterstützt. Für mich waren vor allem die wissenschaftlichen Fächer sehr schwierig, aber ich gab nicht auf und studierte weiter. Einige unserer Freunde verließen die Klasse, weil es so schwierig war, aber viele von uns blieben. Gegen Ende des ersten Jahres studierte ich noch härter. Nach meiner Erfahrung mit der Aufnahmeprüfung an der Pflegefachschule war ich nicht mehr so zuversichtlich. Meine Prüfung verlief jedoch gut und als wir die Ergebnisse 10 Monate später bekamen, war ich in meiner Klasse die Drittbeste!
Während unseres zweiten Jahres wurden wir ins United Mission Hospital geschickt, wo wir praktische Laborarbeiten machen konnten. Die Angestellten waren alle sehr hilfsbereit und haben uns sehr viel beigebracht. Sie lehrten uns gut. Der Laborleiter war auch sehr freundlich und hat jeden Tag mit uns einen Theorie-Praxis-Transfer gemacht. Am Ende des zweiten Jahres erreichte ich erneut den 3. Platz in den Prüfungen. Jetzt bin ich eine Studentin im dritten Jahr und arbeite hart daran, damit ich die Abschlussprüfung mit guten Noten bestehen kann.
Im Nachhinein denke ich, dass Gott mich richtig geführt hat, Labortechnikerin zu werden. Er kannte mein Potenzial und ich fühle mit sehr gesegnet in diesem Beruf. Wäre ich zur Krankenpflegeschule gegangen, hätte ich mein Studium nicht so ernst genommen, aber weil ich versagte, begann ich sehr hart zu arbeiten, um nicht wieder zu versagen. Ich habe viel vom Scheitern gelernt und jetzt ist meine Geschichte die Geschichte vom Scheitern zum Erfolg. Es ist wegen meines Versagens, dass ich jetzt erfolgreich bin. Ich habe großen Respekt vor meinem neuen Beruf und ich liebe ihn. Ich habe gelernt, wie man als Laborantin Krankheiten diagnostizieren kann und wie wichtig diese Arbeit ist. Viele Leute wissen nicht viel über diesen Beruf. Ich kann dir sagen, dass es nicht nur um Stuhl und Urin geht, es ist wirklich riesig, du wirst es nie erfahren, wenn du kein Labortechniker wirst. Auch wenn unser Beruf nicht viel Respekt genießt, respektiere ich ihn und möchte der ganzen Welt sagen, wie wichtig er ist.