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Besuch in der Karpato-Ukraine 13.-15.09.2013
In der Region „Karpato-Ukraine“ oder „Transkarpatische Ukraine“ leben verschiedene Volksgruppen friedlich zusammen.- Nebst der ukrainischen ist die ungarisch-sprachige Bevölkerung, vor allem in den an Ungarn angrenzenden Gebieten, ein wichtiger Bevölkerungsbestandteil dieses Landesteils.
In dieser Region gibt es auch ungarisch-sprachige Schulen auf allen Stufen, also vom Kindergarten bis zur pädagogischen Hochschule in Bergszász (Berehove).
Daneben gibt es auch private Schulen, so vier reformierte Gymnasien (ungarisch Líceum genannt), und zwar erstaunlicherweise nicht in den Städten, sondern in eher kleinen Dörfern. Diese wurden alle erst nach 1991 eröffnet, also nach der Unabhängigkeit der Ukraine. In der Sowjetunion wurde ja die Religion stark behindert, und kirchliche Schulen waren absolut undenkbar.
Nun aber ist das in der unabhängigen Ukraine ohne weiteres möglich und so konnte das älteste dieser vier Gymnasien, dasjenige von Nagybereg (ukrainisch „Veliki Berehi“), sein zwanzigjähriges Bestehen feiern. Zu diesem Jubiläum, das im Rahmen eines dreitägigen Festes gefeiert wurde, waren auch Delegationen von zwei im unteren Fricktal ansässigen Vereinen eingeladen, nämlich von der Gesellschaft Helvetia-Hungaria Nordwestschweiz und der Weltgruppe Möhlin. Diese beiden Organisationen unterstützen seit einigen Jahren dieses Gymnasium im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten, und als ihr Vertreter fuhr Andreas Burckhardt, der auch für das Projekt in beiden Gremien verantwortlich ist, für die drei Tage vom 13. - 15. September nach Nagybereg.
Die reformierten Gymnasien in der Ukraine brauchen die Unterstützung aus dem Ausland, da der ukrainische Staat private Schulen nicht unterstützt, und auch die Eltern sind nicht so vermögend, um den Unterricht ihrer Kinder vollständig bezahlen zu können. Immerhin konnte in den letzten Jahren einiges verwirklicht werden, was die Unterrichtsqualität steigert. Im Sommer konnte eine grosse Anzahl begabter Studierender die Schule beenden, und noch mehr konnten im September die Schule beginnen. Es hatten sich mehr gemeldet, aber der Platz im Internat ist beschränkt. Der Bau des neuen Internats wurde aus materiellen Gründen sistiert; zu dessen Beendigung wäre noch viel Geld nötig, einschliesslich für die Mensa, die Küche und die Turnhalle. Mehrere Gesuche wurden an den ungarischen Staat geschickt; es gab auch Versprechungen, aber leider steht ein solcher Betrag bis jetzt nicht voll zur Verfügung. Je schneller der Bau zu Ende geführt werden kann, desto eher können mehr Studierende dort wohnen und unter besseren Bedingungen leben und lernen als bis jetzt. Sobald die materiellen Mittel beisammen sind, soll der Bau beendet werden, damit die Schülerinnen und Schüler dort einziehen können.
Anlässlich des Festes konnte der Idealismus der dort zu einem sehr bescheidenen Lohn Arbeitenden handfest gespürt werden, die Fröhlichkeit trotz vielseitigem Mangel und die nicht zu übersehende Hoffnung, dass dieses Gymnasium weiter bestehen kann und dass auch irgendwann das Internat fertig erstellt werden kann.
Mehr Informationen über dieses Projekt sind erhältlich bei folgender E-Mailadresse:
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