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In der gestrigen Medienmitteilung des Mieterinnen- und Mieterverbandes (MV) wird kritisiert, dass die Haushalte mit steigenden Mieten massiv belastet werden. «Dabei wird ausser Acht gelassen, dass die Haushalte für Wohnen und Energie im Durchschnitt ein Siebtel ihres Budgets ausgaben, wie das BFS aus den Ergebnissen der Haushaltsbudgeterhebung 2018 im letzten November bekannt gab», korrigiert Markus Meier, Direktor des Hauseigentümerverbandes Schweiz.
Eine neue Wohnung aus dem Jahr 2020 kann nicht vollständig mit einer Wohnung aus dem Jahr 1995 verglichen werden, da sie einen höheren Komfort und wahrscheinlich auch eine grössere Fläche bietet. Daraus folgt auch eine entsprechend höhere Miete. Der Mietpreisindex (MPI) des BFS enthält nicht nur die Entwicklung der notabene rückläufigen Bestandesmieten, sondern auch die ebenfalls gesunkenen Angebotsmieten sowie die als einzig gestiegenen (Neu-)Abschlussmieten. Der Mietindex gibt damit auch die stetig wachsenden Ansprüche an Komfort, Wohnfläche, technologische Fortschritte, energetische Verbesserungen etc. wieder. Im Index ist auch nur die Stichprobe von lediglich 10'000 Mietwohnungen enthalten. Diese wesentlichen Details sind in der Interpretation der Statistik klar und differenziert zu betrachten.
Wer sich also seit Jahren in seiner bestehenden Mietwohnung heimisch und wohl fühlt, verspürte bis heute keine Mietzinssteigerung, sondern eher das Gegenteil. Damit ist ersichtlich, dass sich die Mieten aller Wohnungen zusammengezählt nicht erhöht haben. Es besteht somit auch kein weiterer Handlungsbedarf auf politischer Ebene in Richtung staatlicher Kontrollen.