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Apples «Mr Fix-It» Eddy Cue portraitiert
Veröffentlicht am Montag, 05. November 2012, um 08:20 Uhr von Patrick Bieri
Nach dem Abgang von Scott Forstall und John Browett erhielt unter anderem Online-Chef Eddy Cue deutlich mehr Verantwortung bei Apple. Dem Manager wurden die Bereiche Siri und Maps zugeteilt. Diese beiden Bereiche waren bisher die Problemprojekte von Scott Forstall. Macworld trug die wichtigsten Fakten zu Eddy Cue zusammen.
Eddy Cue ist ein langjähriger Manager bei Apple. Während seiner Führungstätigkeit verwandelte sich Apple vom reinen IT-Unternehmen zum weltgrössten Musikvertreiber. Mit dem Aufbau des Apple Online Stores erarbeitete Cue die Grundlage für den Aufbau des iTunes Stores. Später war er mitverantwortlich für den Aufbau des App Stores. Cue verhandelte während der Aufbauphase des iTunes Stores mit den Labels und ergänzte dabei Steve Jobs.
Vor sechs Jahren musste Cue gemäss Cnet eingreifen, als die Zusammenarbeit mit Warner Music zu scheitern drohte. Warner war mit dem bald auslaufenden Vertrag nicht mehr einverstanden. Man wollte ein flexibleres Preismodell und die Öffnung des iTunes Stores für andere MP3-Player. Cue hörte diesen Ausführung ruhig zu und setzte sich schlussendlich doch gegen Warner durch. Warner verlängerte den bisher kritisierten Vertrag um weitere drei Jahre.
Ein Jahr darauf kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Apple und den führenden Musiklabels. Dabei forderten die Labels, dass keine langjährigen Verträge mehr abgeschlossen werden sollen, sondern dass die Verträge Monat für Monat erneuert werden. Ausserdem forderten die Firmen, wie Warner zuvor auch schon, ein flexibleres Preismodell. Im Jahre 2009 legte Cue auch diesen Streit bei. Die Verträge konnten von nun an jeden Monat gekündigt werden und das Preismodell wurde flexibler. Im Gegenzug wurden technische Schutzmassnahmen (DRM) entfernt.
Anwalt Chris Castle, welcher die Musikindustrie vertritt, meinte gegenüber Cnet, dass sich Eddy Cue immer bewusst war, was im Interesse von Apple ist. Gemäss Castle gab er den Verhandlungspartner jedoch immer wieder das Gefühl, ein faires Hearing erhalten zu haben. Ausserdem kümmerte sich Cue um die Musikrechte. Cue erarbeitete sich mit der Zeit den Namen «Mr Fix-It». Dieser Name kommt daher, da er nach dem enttäuschenden Start von MobileMe mit der Verbesserung betraut wurde. In der Zwischenzeit wurde MobileMe erfolgreich durch iCloud ersetzt. Eine weitere ungenannte Quelle nennt das ruhige Verhalten von Cue als eine seiner wichtigsten Erfolgsvoraussetzungen. Damit unterschied er sich von der Impulsivität von Steve Jobs. Er gehört auch nicht zu den Managern, welche sich ständig ins Rampenlicht stellen wollen. Er gehört zu den Typen, welche im Hintergrund dafür sorgen, dass alles richtig funktioniert.
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