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AOL könnte von Google zu Microsoft als Werbepartner wechseln.
Wie das 'Wall Street Journal' unter Berufung auf Insiderquellen berichtet, sollen gegenwärtig die letzten Details für einen Deal zwischen Microsoft und AOL ausgearbeitet werden. Der Deal ist wichtig, da er in den USA – dem Ursprungsland vieler Internet-Trends – eine Verschiebung in den Machtverhältnissen im Online-Werbungsgeschäft auslösen könnte.
Bisher ist Google der Partner für kontextsensitive Werbeeinblendungen bei AOL. Wenn die Abmachung zustande kommt, so 'WSJ', würde AOL aber zur Suchtechnologie von Microsoft wechseln. Ausserdem würden die beiden Partner ein Joint Venture gründen, um zusammen Werbung sowohl auf AOL als auch auf dem Microsoft-Portal MSN zu verkaufen.
Zusammen könnten die die beiden Partner gemäss comScore Media Metrix monatlich etwa 140 Millionen Amerikaner erreichen. Yahoo allein kommt auf eine Reichweite von 122 Millionen und Google allein würde mit 86 Millionen deutlich hinter einem AOL/MSN-Gespann zurückliegen. (Ausserhalb der USA dürfte die Reichweite von Google allerdings wesentlich höher liegen.)
Der Internet-Werbemarkt wächst schnell und die Konkurrenten um diesen Kuchen wollen sich gegenwärtig eine möglichst gute Ausgangslage schaffen. Die von Google populär gemachte kontextsensitive Werbung macht heute bereits den grössten Teil des gesamten Internet-Werbeumsatzes aus. Kontextsensitive Werbung bedeutet, dass sie bei der Suche nach bestimmten Stichwörtern in einer Suchmaschine eingeblendet wird, oder, wenn auf einer Site bestimmte Stichwörter auftauchen. (hjm)