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Der in der Finanzklemme steckende Sportvermarkter International Sports Media & Marketing (ISMM) wehrt sich weiter gegen die Pleite. Die eng mit FIFA und IAAF zusammen arbeitende Firma will die Ablehnung ihres Konkursaufschub-Gesuchs anfechten.Dieser Inhalt wurde am 12. April 2001 - 17:44 publiziert
Die in ihrem Bereich weltweit führende ISMM-Gruppe gab am Donnerstag (12.04.) bekannt, dass das Zuger Kantonsgericht den Konkursaufschub abgelehnt hat. Die Tochter der ISMM-Gruppe, die ISL, ist Partnerin des Weltfussballbundes (FIFA) zur Verwertung der Marketing- und Teile der Fernsehrechte der Fussball-WM-Finalrunden 2002 und 2006. Dafür hat sie rund 650 Millionen Franken bezahlt.
Die ISMM-Gruppe will sich auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren. Das sind neben den Fussballfinalrunden auch weitere internationale Grossanlässe in Edmonton (Kanada) und Pusan (Südkorea).
Auf Partnersuche
Ausserdem ist die Gruppe auf Partnersuche. Wie die Wirtschafts-Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires berichtet, wollte ISMM ursprünglich mit der Bertelsmann-Tochter RTL Group und Vivendi zusammenspannen, um ein Gegengewicht zur Kirch-Gruppe im Sportrechtehandel aufzubauen, die ebenfalls einen Teil der Fernsehrechte der beiden Fussballfinalrunden hält. Offenbar winkten die beiden Unternehmungen aber ab. Über weitere Partner wollte sich eine ISMM-Sprecherin vorerst nicht äussern.
FIFA und IAAF vorbereitet
Die FIFA gab bekannt, sie sei von ISMM über den Gerichtsentscheid informiert worden. Der Weltfussballbund sei auf jeden Ausgang der Angelegenheit vorbereitet, sowohl auf den Konkurs der ISMM als auch auf den Erfolg der Einsprache und die anschliessende Restrukturierung der ISMM. FIFA-Präsident Sepp Blatter alarmierte gemäss Mitteilung das Dringlichkeitskomitee der FIFA. Der Internationale Leichtathletikverband (IAAF) bedauerte in einer Mitteilung den Gerichtsentscheid. Dieser habe aber keine finanziellen Auswirkungen auf die IAAF-Veranstaltungen.
Die ISMM geriet durch neue Engagements in finanzielle Schieflage. Dazu gehörten unter anderem die Rechte an der Mastersserie der Professional Tennis Association, ein Marketing-Abkommen mit den brasilianischen Fussball-Clubs Flamengo und Gremio sowie weitere Geschäfte. Diese hätten sich wegen unvorhersehbarer Entwicklungen als problematisch herausgestellt, teilte die ISMM mit.
swissinfo und Agenturen
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