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Es können alle Ulmenarten befallen werden – auch Zuchtformen. Laut der Plattform waldwissen.net ist damit zu rechnen, dass sich diese invasive Insektenart in Europa weiter ausbreiten wird. Aufgrund der ungeschlechtlichen Entwicklung besitzt die Art eine rasche Generationenfolge, die bis zu vier Generationen pro Jahr zulässt. Bestehen erste Befallsherde, kann sich die Art dank ihrer guten Flugfähigkeit über weite Strecken verbreiten: Zwischen 50 bis 90 Kilometer können sie pro Jahr überwinden. Die Blattwespe ist aber nicht als Quarantäneorganismus eingestuft.
Die Larve durchläuft inzwei bis drei Wochen sechs Larvenstadien. Im letzten Larvenstadium verpuppt sie sich in einem lose gesponnenen, netzartigen Sommer-Kokon, der an der Blattunterseite haftet. Anfangs ist der Zickzackfrass der jungen Raupen am Blatt zwischen den Seitennerven der Blätter erkennbar. Ältere Larven fressen das gesamte Blatt mit Ausnahme des Mittelnerves auf. Durch fortschreitenden Frass können die Larven eine starke Kronenverlichtung bis hin zum Kahlfrass verursachen. Gegenmassnahmen sind nur begrenzt möglich. In Gärten oder Parkanlagen kann im Herbst das abgefallene Laub mit den anhaftenden Winterkokons vernichtet werden. Ein Pestizideinsatz ist nicht angezeigt. Entsprechende Versuche dazu in anderen Ländern waren nicht erfolgreich. Befallene Ulmen sterben nicht ab, werden aber anfälliger für weitere abiotische und biotische Einflüsse. Für die bereits durch das Ulmensterben stark dezimierten Ulmen stellt dies eine zusätzliche Belastung dar.
Quelle: waldwissen.net