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Salol
(Salicylsäurephenyläther) C13H10O3 entsteht beim Erwärmen von Salicylsäure mit Phenol und Phosphoroxychlorid auf 120-130° und bildet ein farb- und fast geschmackloses kristallinisches Pulver, welches schwach nach Wintergrünöl riecht, kaum in Wasser, leicht in Alkohol und Äther löslich ist, bei 42° schmilzt und weit unter diese Temperatur abgekühlt werden kann, ohne zu erstarren. Im Organismus und zwar im Zwölffingerdarm zerfällt S. unter dem Einfluß des Pankreasferments in Salicylsäure und Phenol und erzeugt daher auch den bräunlichen, selbst schwärzlichen Karbolharn, ohne indes eine Karbolsäurevergiftung herbeizuführen. Man benutzt es in der Medizin statt der Salicylsäure, um deren unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden, namentlich bei Gelenkrheumatismus, Neuralgien, Blasenleiden, in schwach alkoholischer Lösung zu Mundwassern, auch als Verbandstoff etc.