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Über trockene Augen klagen viele Menschen. Dr. med. Lodovico Dubini bietet seit kurzem eine innovative Behandlung an.
Das Syndrom des Trockenen Auges ist eine Augenerkrankung aufgrund verminderter Tränenproduktion (Hypolakrimie), übermäßiger Tränenverdunstung oder veränderter Tränenqualität und -zusammensetzung (Dyslachrymie).
Seit 2013 beschäftigt sich Dr. Lodovico Dubini in seiner Praxis in Samedan mit dem Trockenen Auge.
"Etwa 30 Prozent meiner Patienten leiden darunter", sagt Dubini, "etwa drei Millionen Menschen in der ganzen Schweiz könnten dieses Problem haben.
Was wie ein allgemeiner Begriff klingt, ist eine anerkannte Krankheit, die in der internationalen Fachterminologie im Englischen als "Dry Eye Disease" bezeichnet wird. Die Symptome sind tränende, gerötete Augen, Lichtempfindlichkeit, Juckreiz, Fremdkörpergefühl, Sehstörungen beim Autofahren oder vor dem Fernseher/Computer-Bildschirm.
Was sind die Ursachen des Trockenen Auges?
Der natürliche Alterungsprozess, insbesondere die Wechseljahre
Krankheiten, die die Fähigkeit, Tränen zu produzieren, beeinträchtigen, wie das Sjogren-Syndrom, rheumatoide Arthritis und Kollagen-Gefässerkrankungen
Bindehautentzündung
Umweltbedingungen. Die Exposition gegenüber Rauch, Wind und trockenem Klima kann die Tränenverdunstung erhöhen und Symptome von Augentrockenheit verursachen.
Unzulängliches regelmäßiges Zwinkern und Probleme, die es den Augenlidern nicht erlauben, sich richtig zu schließen
Behandlung mit Kataraktchirurgie
Behandlung mit Medikamenten einschliesslich Antihistaminika, Abschwellungsmitteln, Blutdruckmedikamenten und Antidepressiva
Andere Faktoren. Langfristiges Tragen von Kontaktlinsen kann zum Auftreten von trockenem Auge führen
Refraktive Augenoperationen, wie z.B. LASIK, können die Tränenproduktion verringern.
"Dies ist nicht nur eine multifaktorielle, sondern auch eine chronische Krankheit, von der immer mehr Menschen betroffen sind", sagt der Augenarzt. Bis vor kurzem beschränkte sich die Behandlung auf die Verabreichung von Tropfen zur Verbesserung der Hydratation der Augen. Die Ergebnisse waren unbefriedigend. "Bei vielen Patienten wurde keine Heilung erreicht". Ursache dafür ist laut Dubini die ungenaue Diagnose und die entsprechende zusammenfassende Therapie.
Unsere Praxis ist auf die Diagnose und Behandlung des Trockenen Auges spezialisiert.
Zunächst erhält der Patient den OSDI-Fragebogen (Ocular Surface Disease Index - 1995), der es erlaubt, die Symptome zu analysieren und sie mit einer internationalen Werteskala zu klassifizieren.
Der Osmolaritätstest und die Beurteilung der Stabilität des Tränenfilms mit Fluorescein ermöglichen eine erste Beurteilung des Trockenen Auges.
Hydra: die letzte Grenze für die Diagnose des trocken Auges
Hydra ist das neue Werkzeug zur Analyse des Tränenfilms, das alle Schichten analysiert: lipidhaltig, wässrig, muzinhaltig. Auf diese Weise können wir den Typ des Trockenen Auges identifizieren und feststellen, welche Schichten in Abhängigkeit von der Art des Mangels mit einer spezifischen Behandlung behandelt werden können. Hydra ist auch für das Follow-up nützlich, es erlaubt uns, die mit den Behandlungen erzielten Verbesserungen zu bewerten.
Lidrandentzündung (Blepharitis)
Die in den Lidkanten sitzenden Meibomdrüsen bilden den so wichtigen Fettanteil des Tränenfilms. Sind diese Drüsen verstopft, so werden nur ungenügende Mengen an Fett abgegeben: der Tränenfilm verdunstet zu schnell, was die Oberfläche des Auges austrocknen lässt. In der Folge geschehen zwei Dinge:
Das Auge bleibt trocken und entzündet sich, was wiederum die Meibomdrüsen belastet. Ein Teufelskreis entsteht.
Das Auge meldet dem Gehirn, dass die Oberfläche trocken ist. Das Gehirn lässt in der Folge umso mehr Wasser produzieren, die Augen laufen über. Paradoxerweise tränt das zu trockene Auge also immer wieder schwallartig.
Die Lidrandentzündung wird durch eine regelmässige Lidrandreinigung verbessert. Damit verbessert sich auch das Trockene Auge. Ziel ist es, allfällig verstopfte Talgdrüsen zu reaktivieren. In einem ersten Schritt reinigen Sie den Lidrand mit einer speziellen Lösung. Anschließend wird die Lidkante mit einer speziellen Augenmaske erwärmt: Talg besteht aus Fett. Je wärmer Fett wird, desto dünnflüssiger ist es. Der nun dünnflüssige Talg kann nun durch sanfte Massage ausgestrichen werden. Massieren Sie dazu mit sanften kreisende Bewegungen die Ober- und Unterlider.
BlephEx-Therapie: vertiefte Lidrandreinigung
Bei der BlephEx-Therapie handelt es sich um eine vertiefte Reinigung der Lidkante mit einem BlephEx-Gerät. Diese Reinigung wird bei uns im Institut vorgenommen und dauert circa 20 Minuten. Bei ausgeprägter Entzündung der Lidränder sollte diese Therapie zweimal jährlich durchgeführt werden.