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Für das Verständnis komplexer Phänomene in unserer Umwelt reicht es meist nicht aus, grosse Datenmengen über Sensoren zu erfassen und zu analysieren. Häufig sind zusätzliche Feldbeobachtungen unverzichtbar. Anhand von zwei Fallstudien werden wir Sensordaten, die bezüglich ihrer Genauigkeit limitiert sind, und präzise Feldbeobachtungen, die aber oftmals nur punktuell vorliegen, kombinieren und integriert auswerten. Im ersten Fall entwickeln wir ein solches duales Erfassungssystem, um eine flächendeckende Analyse von Boden-Erosionsereignissen in den Alpen zu realisieren. Im zweiten Fall integrieren wir bereits vorhandene Sensor- und Feldbeobachtungsdaten, um die Massenwanderung von Zugvögeln besser zu verstehen.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Verfahren zur Erfassung, Kombination und Auswertung von flächendeckenden Sensordaten und punktuellen Feldbeobachtungen. Die beiden Fallstudien sollen (a) ein besseres Verständnis von Erosionsprozessen erzielen und (b) die Vorhersage der räumlichen und zeitlichen Zugmuster von Vogelarten verbessern.
Die Entwicklung neuer Methoden zur Erfassung, Integration und Analyse von heterogenen Datenströmen und punktuellen Feldbeobachtungen führt zu neuen Erkenntnissen in den Umweltwissenschaften. Die beiden Fallstudien verbessern einerseits das Verständnis der alpinen Ökosysteme, die eine hohe Relevanz für die Biodiversität und den Wasserhaushalt besitzen. Andererseits lassen sich mit einer verbesserten Kenntnis des jährlichen Vogelzugs auch Fragen zur schonenden Nutzung der Windenergie oder der Verbreitung von Krankheiten durch Zugvögel beantworten.