Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03405.jsonl.gz/916

Die CVP Unterwallis schickt Marianne Maret ins Rennen um den Ständeratssitz ihres Parteikollegen Jean-René Fournier. Die 61-jährige Grossrätin wurde am Donnerstagabend von den Delegierten der Partei per Beifallsbekundung nominiert.
Dies teilte die Partei in der Nacht auf Freitag in einem Communiqué mit. Ursprünglich sollte CVP-Nationalrat Yannick Buttet den Sitz des aktuellen Ständeratspräsidenten Jean-René Fournier verteidigen, der sich nach zwölf Jahren im Ständerat nicht mehr zur Verfügung stellt.
Der 41-jährige Buttet war seit Langem für die Nachfolge von Fournier vorgesehen. Er sollte zusammen mit Beat Rieder die seit 150 Jahren existierende CVP/CSP-Herrschaft im Ständerat weiterführen. Für Buttet musste allerdings ein Ersatz gesucht werden, nachdem dieser im November 2017 über eine Stalking-Affäre gestolpert war und seine politische Karriere in Bern beendete.
Nun soll die Vizepräsidentin der Unterwalliser CVP, Marianne Maret, in die Bresche springen. Die Nomination der Grossrätin und früheren Gemeindepräsidentin von Troistorrents war an der Nominationsversammlung in der Gemeinde Fully unbestritten.
Wittern von Chancen
Der Wahlkampf könnte jedoch hart werden, denn der Sitz von Fournier ist stark umkämpft. Chancen wittern sowohl die FDP als auch SP und Grüne. Die FDP schickt den 35-jährigen Nationalrat Philippe Nantermod ins Rennen. SP-Nationalrat Mathias Reynard und Grossrätin Brigitte Wolf (Grüne) kandidieren auf einer gemeinsamen Liste für die kleine Kammer.
Beim Nationalrat wird laut dem Communiqué die Liste von Benjamin Roduit, dem scheidenden Nationalrat, angeführt. Seine Listenpartner sind Valentina Darbellay, Carole Furrer, Mathieu Giroud, Sidney Kamerzin, und Serge Métrailler.