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Ruinenstadt Teotihuacán
Tal von Teotihuacán, Mexico
Teotihuacán ist ein berühmter Kraftort und eine sehenswerte Kultstätte, die rund 45 Kilometer von Mexiko-Stadt liegt. Bereits zu vor christlicher Zeit (100 vor Chr.) galt sie als wirtschaftliches Zentrum Mesoamerikas. Man geht heute davon aus, dass hier einst rund 200.000 Einwohner lebten. Aus bis heute nicht geklärten Gründen ist Teotihuacán seit 750 n. Chr. weitestgehend verlassen. Als die Azteken sie im 14. Jahrhundert entdeckten, gaben sie ihr den Namen, weil sie in ihr einen mythischen Ort sahen. Übersetzt bedeutet der Name so viel wie "Wo man zu einem Gott wird". Seit 1987 gehört die Ruinenstätte zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Kraftort Sonnenpyramide
Ein besonderer Kraftort ist die Sonnenpyramide, die im Zentrum von Teotihuacán liegt. Gebaut wurde sie um 100 nach Christus und hat eine Höhe von 65 Metern. Aufgrund ihrer Masse von 222 mal 225 Metern steht sie an dritter Stelle der grössten Pyramiden der Erde. Im Jahr 1968 entdeckte man eine bis dahin unbekannte Höhle, die unter der Pyramide durchführt. Archäologen entdeckten hier nicht nur Relikte aus der Ära von Teotihuacán, sondern auch Gegenstände aus der Zeit der Azteken. Heute geht man davon aus, dass es sich bei dieser Höhle um einen besonderen Kraftort handelt, denn Höhlen galten in mesoamerikanischen Regionen als Schöpfungsorte.
Kraftort Mondpyramide
Ein weiterer Kraftort ist die Mondpyramide. Ihr Entstehungsdatum soll ein Jahrhundert nach der Sonnenpyramide sein. Doch im Gegensatz zu dieser soll sie in mehreren Etappen entstanden sein. Sie ist 46 Meter hoch und hat eine Fläche von 120 mal 150 Meter. Bei Ausgrabungen entdeckte man verschiedene Kammern, in denen sich noch sterbliche Überreste von Menschen befanden.
Ciudadela
Es wird vermutet, dass es sich bei dieser Anlage um den Palast von Teotihuacán handelt. Sie wird von einer Mauer geschützt und besass nur einen einzigen Eingang. Im Zentrum liegen Wohnanlagen und der Tempel der gefiederten Schlange.
Kürzlich entdeckte Funde
Erst kürzlich wurde bei Ausgrabungen in Teotihuacán ein Tunnel entdeckt, der die Sonnenpyramide und den Tempel der gefiederten Schlange verbindet. Er liegt 18 Meter unter der Oberfläche und hat eine Länge von 138 Metern. Insgesamt 50.000 Relikte wurden hier gefunden und es wird vermutet, dass es sich hier um Opfergaben handelt. Bei diesen "Schätzen" handelt es sich um Gegenstände, die seit 1800 Jahren unentdeckt geblieben sind. Das besondere an diesem Tunnel ist, dass die Wände mit einem metallischen Pulver überzogen sind. Sobald das Licht der Fackeln den Tunnel erhellt, erstrahlen die Wände wie ein funkelnder Sternenhimmel. Die Ausgrabungen dauern noch an und man vermutet, dass sich hier auch die Grabkammern der herrschenden Oberschicht befinden. Bis zum Fund der weiteren Kammern ging man zunächst nur von einer aus.
Heute ist die Ruinenstadt Teotihuacán eine der meist besuchten historischen Städte von Mexiko und ein Anziehungspunkt für die Touristen aus aller Welt.