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Belgische und weitere europäische Bierbrauer klagen vor der EU-Kommission gegen eine Erhöhung der Biersteuer in Frankreich. Die Anfang des Jahres in Kraft getretene Steuererhöhung um 160 Prozent sei "diskriminierend".
Zum einen werde leichtes Bier in Frankreich nun "zehn Mal mehr besteuert als ein Glas Wein", sagte der Präsident der Vereinigung der belgischen Bierbrauer, Sven Gatz, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Zum anderen falle die Steuererhöhung für kleine Brauereien niedriger aus. Dies schade grossen Braukonzernen etwa aus Belgien, Dänemark oder den Niederlanden.
Die Steuererhöhung sei "anti-europäisch", sagte Gatz. Sein Verband reichte deswegen am Donnerstag Klage bei der EU-Kommission in Brüssel ein. Der Europäische Brauereiverband reichte nach Angaben eines Sprechers bereits am Montag eine Klage ein.
Die Erhöhung der Biersteuer - nach Angaben der Regierung beläuft sie sich auf 22 Cent pro Liter - war im Januar in Frankreich in Kraft getreten. Die französische Regierung erwartet Einnahmen von 480 Mio. Euro jährlich, die den Sozialkassen zugute kommen sollen.
Nach Angaben des französischen Brauereiverbandes ist Bier in Frankreich seitdem 14 Prozent teurer geworden. Die Produktion ging demnach im ersten Halbjahr um 16,5 Prozent zurück.
SDA-ATS