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Der Vorstandsvorsitzende sagte am Rande einer Tagung der CSU- Bundestagsabgeordneten, die derzeitige staatliche Vorsorge sei mit der Altersentwicklung in Deutschland überfordert. "Wir brauchen eine neue Art der Altersversorgung. (...) Wir brauchen eine stärkere Beteiligung der Mitarbeiter in Deutschland am Unternehmensvermögen." Es sei ungerecht, wenn Menschen über 40 Jahre Aktien für Versorgungszwecke ansparten und diese dann beim Verkauf genauso besteuert würden wie Hochfrequenz-Aktien, die drei Mal pro Minute gehandelt würden. "Das muss anders behandelt werden."
Kaeser zeigte sich besorgt über zunehmenden Populismus. "Die grossen Veränderungen technologischer, wirtschaftlicher Art, wird es nicht geben können, wenn wir nicht gemeinsam mit der Politik und der Gesellschaft in der Lage sind, die Menschen mitzunehmen, ihnen zu erklären, worum es ganz genau geht, ihnen die Ängste nehmen."
Zu Trumps Politik sagte er: "Ich bin gespannt natürlich, wie der Arbeitsplatzerhalt in den Vereinigten Staaten, deren Lohnkosten etwas ungünstiger sind als in Mexiko, wie sich das mit der Wall Street dann auch vereinbarten lässt, wo ja auch ganz andere Grundsätze herrschen." Er sprach den Kurzfristhandel und die Gewinnmaximierung "an allererster Stelle" an.
Er dankte der CSU-Regierung in Bayern für Unterstützung der Wirtschaft, sagte aber auch, dass Gabriel Deutschland gut vertrete. Und fügte hinzu: "Das wird möglicherweise auf dem heiligen Boden hier nicht gern gehört."/du/DP/jha
(AWP)