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Die in Japan ansässige Media Do Holdings wird 2,6 Millionen Euro in die Distributed Ledger Technology für den Vertrieb ihrer E-Books investieren.
Laut einem Artikel der Nachrichtenagentur Nikkei vom 17. Mai plant Media Do Holdings, ab Ende 2020 300 Millionen Yen – umgerechnet rund 2,6 Millionen Euro – in die Entwicklung eines Distributed Ledgers für die E-Books des Unternehmens zu investieren.
Das Unternehmen führte an, dass die Möglichkeit einer zuverlässigen Transaktionshistorie es erlaubt, gebrauchte Exemplare wieder zu verkaufen und Lizenzgebühren sowohl an Verlage als auch an Autoren weiterzugeben. Media Do plant, die Distributed Ledger Technologie zunächst bei My Anime List einzuführen, einer Social Media Website des Unternehmens für Anime- und Manga.
Kyoji Fujita, Präsident von Media Do Holdings, sagte:
Die Stärke von E-Books liegt in dem Komfort, sie 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr kaufen und verwenden zu können. Die durch das Coronavirus verursachte Situation ermöglicht es uns, den Wert von E-Books zu erkennen und deren Nutzung zu erhöhen.
E-Book-Verkäufe steigen während der Pandemie
Der japanische E-Book-Vertrieb arbeitet derzeit mit über 2.000 Verlagen und 150 Online-Buchhandlungen zusammen. Noch vor den Quarantäne und Home-Office Empfehlungen meldete das Unternehmen für das im Februar 2020 endende Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 555 Millionen Euro.
Media Do verzeichnete im April einen Anstieg des E-Book-Umsatzes um 20% gegenüber des Vorjahrs, möglicherweise aufgrund der Schließungen von Buchhandlungen und Schulen, die durch den jüngsten landesweiten Ausnahmezustand in Japan aufgrund von COVID-19 verursacht wurden.
Eine Australierin wurde von der Staatspolizei von New South Wales, Australien, angeklagt und soll unrechtmäßig Kryptowährungen im Wert von Millionen von Dollar einschließlich Bitcoin umgetauscht haben.
Wie 9News Australia berichtet, habe die Spezialeinheit New South Wales (NSW) nun in drei Punkten Anklage gegen die Frau erhoben. Zuvor konnten die Ermittler im Auto der Person 60.000 australische Dollar in bar und 3,8 Bitcoin auf einer Hardware-Wallet sicherstellen.
Laut Anklage habe die 52-jährige Frau gegen Vorschriften in Bezug auf Krypto-Handelsplätze verstoßen. So soll die Frau seit 2017 Bitcoin im Wert von mehr als 5 Millionen australischen Dollar (3,22 Millionen US-Dollar) gehandelt haben.
Die Festnahme erfolgte im Rahmen groß angelegter Ermittlungen, die bereits im November 2018 begannen. Die Cyberkriminalitätsabteilung des State Crime Command hat damals die Strike Force Kerriwah eingerichtet, um ein Geldwäsche-Netzwerk aufzudecken. Dieses soll über mehrere Jahre große Mengen an Fiat-Geld in Kryptowährungen gewaschen haben:
Im Rahmen dieser Untersuchung lässt sich behaupten, dass die Wallet mit Krypto-Geld, die die beteiligten Personen verwendet haben, seit 2017 über 326 Bitcoin gehandelt hat,
teilte Matthew Craft, Cybercrime Squad Commander, mit und ergänzt:
Dies ist die erste von vielen Verhaftungen, die wir, wie ich glaube, in den kommenden Jahren vornehmen, und sie werden zur Kenntnis genommen.
Mit dem Wort Blockchain assozieren viele Leute Zukunftstechnologie, Innovation und schnelle Kursgewinne. All zu verständlich, dass Anleger daher starkes Interesse daran zeigen Blockchain Aktien zu kaufen. Erst 2017 machte der Eistee-Hersteller ” Long Island Iced Tea” Schlagzeilen damit über 200 % Kursgewinn verzeichnen zu können – ausgelöst allein durch die Umbenennung der Firma in “Long Blockchain Corp.” Ein geschickter Marketing-Gag, denn mit Blockchain hatte das Unternehmen überhaupt nichts zu tun.
Welche Blockchain Aktien gibt es am Markt? Top 3 Blockchain Aktien!
Blockchain ist eine Technologie. Somit kann man nicht direkt in Blockchain investieren, sondern nur in Anwendungen und in Firmen, welche Blockchain als Anwendung zur Verfügung stellen oder durch deren Verbreitung überproportional profitieren.
In Blockchain Aktien investieren
Eine beliebte Möglichkeit in Blockchain zu investieren stellen Aktien von Unternehmen dar, welche sich mit Blockchain beschäftigen.
Im ersten Teil dieses dreiteiligen Artikels „Wie eine Technologie die Welt verändern wird – Blockchain in Afrika“ hast du über meine Intention diesen Artikel zu schreiben, erfahren, und was eine der elementaren Problematiken des Kontinents ist. Der zweite Teil wird sich vor allem einer neuen Generation und einem Lösungsansatz für ein altbekanntes Problem widmen.
Eine neue Generation
Ich bin auf einer Uber-Fahrt in Nairobi, Kenia. Uber ist eine neue und sehr wichtige Einkommensquelle für sehr viele Kenianer. Und nicht nur das: Jedes kenianische Kind erlernt bereits in der Schule das Programmieren, unabhängig davon, ob es nun auf eine private oder auf eine öffentliche Schule geht. In Kibera, dem größten Slum Afrikas, unterhalte ich mich mit Waisenkindern im Alter von etwa 14 Jahren. „Könnt ihr programmieren?“, frage ich sie. Ob Python oder JavaScript, alles kein Problem, sagt man mir. Kenia ist auch das Land, in dem der mobile Zahlungsdienst Mpesa erfunden wurde, eine mobile Variante von Zahlungsmöglichkeiten, die einen kompletten Einbruch der Simbabwischen Volkswirtschaft während der jüngsten Hyperinflation verhinderte.
In der deutschen Botschaft treffe ich Dr. Bastian Blankenberg, den CTO von „Utu“, einem Start-up, welches durch seinen Trust-API personalisierte Empfehlungen für vertrauenswürdige Dienstanbieter auf Freigabeplattformen anbietet. Er kommt ursprünglich aus Hamburg, lebt aber nun mit seiner Ehefrau und seinem Kind in Nairobi. Das Start-up hat er in Nairobi aufgebaut, auch weil hier hervorragende Programmierer leben.
Aber auch Nigeria oder Ruanda sind bekannt für eine hervorragende Programmierszene.
Doch das ist nicht der einzige, vielversprechende Entwicklungsbereich.
Bitcoin-Seminare in Afrika
In Botswana und Sambia werden einige Bitcoin-Seminare für die Bevölkerung angeboten, aber auch in Simbabwe sehnt man sich nach der Hyperinflation in jüngster Geschichte, nach einem stabileren Geld. Auch Bitcoin wird hier als plausible Alternative angesehen. Zudem stieg das Handelsvolumen, in Ländern wie Ghana und Nigeria, von Kryptowährungen in Peer-to-Peer-Netzwerken um 20 % (stand 06.05.2020). Dies hat auch damit zu tun, dass Entwicklungen wie etwa PayPal, die in der westlichen Welt selbstverständlich sind, übersprungen werden und man direkt auf die neuen Technologien setzt. Paradoxerweise könnte gerade China hier für Afrika als Vorbild dienen. Denn als es weltweit schon seit Jahren Kreditkarten gab, übersprangen chinesische Bauern diese Entwicklung und setzten gleich auf mobile Zahlungswege wie WeChat. Auch China galt einmal als unsicheres und bankrottes Land; das hat sich heute geändert, denn China ist bekanntlich eine Weltmacht geworden, weil man unter anderem auch auf neue Innovationen und Technologien gesetzt hat.
Wichtig ist jedoch auch, dass es Kryptowährungen schaffen, schwankungssicherer zu werden. Sogenannte Stablecoins könnten hier die Lösung sein, die konstant an einen Wert gebunden werden können und dessen preislicher Gegenwert gleich bleibt. Ein Stablecoin, der beispielsweise an den Euro gebunden ist, wird nie mehr oder weniger wert sein als ein Euro. Natürlich wäre es vor allem im Interesse dieser Länder, weniger an ausländische, dafür aber an heimische Währungen oder sogar an Rohstoffe oder Kryptowährungen gebunden zu sein. Was es am Ende wird, und ob Stablecoins tatsächlich eine Zukunft haben, muss man abwarten. Sicher ist jedoch, dass jene das Potenzial mitsichbringen, einige afrikanische Länder endlich autonom und sicher gegen ausländische Finanzkrisen zu machen.
Die Hoffnung in Kryptowährungen besteht auch darin, dass durch die Qualifikation, in Form von der Fähigkeit des Programmierens, junge Afrikaner für internationale Unternehmen arbeiten können, gleichzeitig aber in ihrer Heimat weiterleben und in Kryptowährungen ausbezahlt werden können. So kann stabiles und gutes Geld in die betroffenen Länder fließen, ohne, dass es zentrale, ausländische Institutionen in andere Regionen der Welt leiten.
Überall auf meiner Reise durch Afrika, treffe ich öfters Menschen, die sich mit neuen Technologien und Kryptowährungen auseinandersetzen. Die neue Generation wird die Generation der Programmierer sein und Kryptowährungen und Blockchain sind dort mehr als nur eine Technologie, sie sind die realen Hoffnungen vieler Menschen auf ein besseres Leben.
Blockchain gegen Korruption und Ausbeutung
Ein großes Problem, mit dem Afrika seit Jahren konfrontiert ist, ist Korruption. Spenden, aber auch Entwicklungsgelder usw. verschwinden oft im Nirgendwo. Häufig ist der Grund hierfür, dass das Geld über mehrere Mittelsmänner weitergeleitet wird. Dieses Problem könnte mit der Etablierung von Kryptowährungen Geschichte sein, da nun Transaktionen direkt von einer Adresse an die nächste geschickt werden können. Geldüberweisungen aus dem Ausland können ebenfalls viel leichter durchgeführt werden, da keine gänzlich überhöhten Transaktionsgebühren zu zahlen sind und keine speziellen Formulare bei der Bank für die Auslandsüberweisung auszufüllen sind.
Zusätzlich könnte man durch die Blockchain gegen Ausbeutung vorbeugen, indem man anstelle von Transaktionshistorien, Lieferhistorien in Form von QR-Codes auf Produkten platziert. Dadurch kann der Kunde leichter und schneller feststellen, ob er durch den Kauf Ausbeutung, wie etwa Kinderarbeit, unterstützt. Der Verbraucher könnte durch eine Blockchain den Weg des Produkts zurückverfolgen und abwägen, ob er jenes Produkt kaufen will, oder doch zu einem anderen greifen möchte.
Auf der anderen Seite ermöglichen Kryptowährungen, wie in den vorherigen Beispielen erwähnt, mehr Wohlstand. So sind viele Menschen schlichtweg nicht mehr dazu gezwungen, eine Arbeit unter menschenverachtenden Bedingungen und gegen schlechte Bezahlung auszuführen. Die Anreize solch eine Arbeit auszuführen, nur, um mehr oder weniger überlebensfähig zu sein, wird für die aller meisten Menschen nicht mehr existent sein.
Zwar werden Ausbeutungen wahrscheinlich immer existieren, die Blockchain-Technologie könnte diese jedoch erschweren und reduzieren.
Ich hoffe, dir hat der zweite Teil des Dreiteilers „Wie eine Technologie die Welt verändern wird – Blockchain in Afrika“ gefallen. Im letzten Teil dieser Serie erfährst du, wie groß und bedeutend der Einfluss von DeFi (Decentralized Finance) in Afrika sein könnte.
Eine neue Studie der Investmentberatung Ava.vc kommt zu dem Ergebnis, dass im April 57 % weniger Investitionsgelder von Risikokapitalgebern in die Kryptobranche geflossen sind.
Obwohl die Branche also insgesamt weniger Geld zur Verfügung hat, können sich „Krypto-Sparkassen“ darüber freuen, dass sie im Vergleich zum März ein Plus von 150 % erzielt haben.
Krypto-Investitionen nehmen im April ab
Ausgenommen von der Studie ist die Finanzierungsrunde der Krypto-Handelsplattform Bakkt, da diese dem Betreiber der New Yorker Börse angehört und keine guten Vergleichsdaten liefert. Alles in allem wurden vergangenen Monat 32 Investitionsgeschäfte abgeschlossen, durch die 50 Mio. US-Dollar Investitionskapital in die Kryptobranche geflossen sind. Im Vormonat waren es hingegen noch 117 Mio. US-Dollar.
„Der Krypto-Winter ist noch nicht vorbei und die Branche ist bei weitem auch nicht frei von den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, da die meisten Investitionen mit Eigenkapital getätigt werden“, wie die Studie ihre Ergebnisse erklärt.
Dabei hat die Ava.vc festgestellt, dass der Sektor der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen, auch bekannt als DeFi, weiterhin das größte Feld für Investitionen ist, da knapp 40 % des monatlichen Investitionsvolumens in diesen Bereich geflossen sind.
Die zweitgrößte Menge an Geldern ging wiederum an Unternehmen, die Blockchain-Infrastruktur bauen (12,9 %), während Blockchain-Anwendungen speziell für Firmenkunden 9,7 % ausmachen und 6,5 % auf Blockchain-Handelsplattformen entfallen.
Krypto-Sparkassen können zulegen
Die „Krypto-Sparkassen”, also Blockchain-Plattformen, die Kredite vergeben und Zinserträge auf eingelagerte Krypto-Vermögen anbieten, haben im April 4,84 Mio. US-Dollar Investitionskapital eingesammelt, während es im März noch 3,1 Mio. waren, was einem Zuwachs von 56 % entspricht.
Dies ist umso interessanter, da das Gesamtvolumen der Investitionen in den DeFi-Sektor von 46,21 Mio. US-Dollar um knapp 60 % auf 19,35 Mio. US-Dollar abgerutscht ist.
Innerhalb der dezentralisierten Finanzdienstleistungen wurden die Zahlungsdienstleister am heftigsten getroffen, da diese einen Rückgang von satten 82,6 % verzeichnen mussten, was sich in nur noch 1,61 Mio. anstatt 9,24 Mio. US-Dollar Investitionskapital niederschlägt.
Als Sektor leiden die Kryptobörsen am heftigsten unter den verringerten Investitionen, da diese zuvor 73,8 % aller DeFi-Gelder ausgemacht hatten und nun nur noch auf 3,23 % kommen.
Blockchain-Gaming kommt noch nicht in Fahrt
Ungefähr die Hälfte aller Finanzierungen wurden in den USA abgeschlossen, wobei die Investitionen zu 80 % in die USA, Großbritannien und Europa geflossen sind.
Die Studie weist darauf hin, dass trotz des großen Hypes um Blockchain-Gaming im April kein solches Unternehmen Investitionsgelder einsammeln konnte.
Ten31, die FinTech-Tochter der deutschen WEG Bank AG, ist eine Partnerschaft mit dem singapurischen Blockchain-Inkubator Anquan Capital eingegangen.
Obwohl noch keine genauen Details bezüglich der Zusammenarbeit bekannt sind, haben die beiden Unternehmen offengelegt, dass sie im Rahmen ihrer Partnerschaft an Blockchain-Lösungen für das Finanz- und Bankenwesen arbeiten werden.
Anquan Capital hat als Inkubator bereits Blockchain-Firmen wie Zilliqa und Anqlave auf den Weg gebracht.
Ten31 Geschäftsführer Matthias von Hauf äußert sich zur neuen Kooperation wie folgt:
„Mit Anquan als Anteilseigner konnten wir einen weiteren wichtigen Partner für unser Netzwerk gewinnen. Dabei profitieren wir nicht nur, von ihren exzellenten Technologien, sondern bekommen auch auf dem asiatischen Markt einen Fuß in die Tür.“
Kooperation für Krypto-Verwahrung
Es ist davon auszugehen, dass die Ten31 im Rahmen der Zusammenarbeit Krypto-Verwahrungsdienstleistungen für Partner von Anquan übernehmen wird.
Dies wird umso wahrscheinlich, da die zugehörige Pressemitteilung explizit darauf verweist, dass Ten31 bereits über eine entsprechende Zulassung verfügt:
„TEN31 sich dahingehend schon frühzeitig in Position gebracht und eine Genehmigung nach dem deutschen Bankrecht erhalten.“
Darüber hinaus darf die WEG Bank auch mit einer aus Estland stammenden Genehmigung Krypto-Trading und Krypto-Verwahrungsdienstleistungen über die Schwesterfirma WEG Blocklink OÜ anbieten.
Blockchain treibt digitalen Wandel voran
Anquan Geschäftsführer Max Kanteilia meint über die neue Kooperation: „Die Blockchain-Technologie kommt langsam aus dem Schatten und wird immer mehr zum Bestandteil unseres alltäglichen Lebens.“
Und weiter:
„Dies ist der perfekte Zeitpunkt, um mit TEN31 zusammenzuarbeiten und zu ergründen, wie Blockchain-Technologien den digitalen Wandel vorantreiben und das Finanzwesen revolutionieren können.“
Jenseits der Blockchain verspricht die Quantentechnik in Sachen Datensicherheit und Kryptographie ebenfalls höchst Interessante Anwendungsmöglichkeiten. Ein neues Blockchain-Smartphone aus Südkorea versucht sich an der Vereinigung dieser kryptographischen Ansätze.
Der südkoreanische Mobilfunkanbieter SK Telecom hat gemeinsam mit Samsung ein neues Blockchain-Smartphone lanciert. Als Kernfeature verfügt das auf den Namen Galaxy A Quantum getaufte Gerät über einen Quanten-Zufallszahlengenerator-Chipsatz. Damit ist es das weltweit erste 5G-fähige Gerät, das Quantenverschlüsselung verwenden kann. Die beiden Konzerne entwickelten den Quantenchip gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen ID Quantique.
Laut einer Pressemeldung setzt das neue Blockchain-Smartphone auf „quantenverstärkte Kryptographie.“ Das Gerät ist bereits vorbestellbar. Als offiziellen Verkaufsstart für Südkorea gibt SK Telecom den 22. Mai an. Der Kostenpunkt beläuft sich dabei auf 649,000 Südkoreanische Won, was umgerechnet etwa 488 Euro entspricht.
Blockchain meets Quantentech: Eine interessante Kombo
Das wesentliche Feature des Galaxy A Quantum ist eine Zwei-Faktor-Authentisierung, die auf Quanten-generierte Zufallszahlen zurückgreift. Das Gerät nutzt diese Sicherheitsfunktion einerseits bei der Anmeldung für vielfältige SK-Telecom-Dienste sowie dem Bezahlsystem SK Pay. Daneben findet sie auch bei dem Blockchain-basierten Authentifizierungsdienst Initial Verwendung. Der Dienst wird von einem Konsortium verschiedener südkoreanischer Unternehmen betrieben, die mit ihm eine Blockchain-Plattform für die dezentrale Speicherung von Identitätsdaten schaffen wollen.
Mit Hilfe der Quantentechnologie lässt sich auf dem Galaxy A Quantum eine „Quantum Wallet“ für Initial erstellen. Dadurch kann der Nutzer etwa seinen Personalausweis oder Versicherungsdokumente in sicherer Form auf dem Blockchain Smartphone abspeichern. SK Telecom verspricht, dass die Nutzung der Quantenverschlüsselung, den Dokumentenaustausch über die Initial-Plattform vereinfachen soll. Das Unternehmen kündigte ferner an, die Anzahl der Dokumente zu erhöhen, die vom Authentifizierungsdienst unterstützt werden.
Blockchain-Smartphones im Trend?
Zumindest für Samsung ist das Galaxy A Quantum indes nicht der erste Ausflug in die Blockchain-Welt. Denn der südkoreanische Multimediakonzern setzt bei seinen Spitzen-Geräten bereits seit einiger Zeit auf Blockchain-Kompatibilität. Demgemäß verfügt auch das neue Samsung Galaxy S20 über den Blockchain Key Store. Nutzer des Blockchain Smartphones können dort ihre Schlüssel für Assets auf Basis von Ethereum, Bitcoin, Klaytn, Tron und Stellar verwahren.
Andere Smartphone-Hersteller haben ihre Geräte jedoch ebenfalls für die Krypto-Welt geöffnet. Die taiwanische Handyschmiede HTC stattete ihr HTC Exodus 1S beispielsweise mit der Funktion aus, eine eigene Bitcoin Full Node zu betreiben. Seit kurzem lässt sich dieses Blockchain–Smartphone zudem sogar für das Mining von Monero nutzbar machen.
Die Celo Foundation konnte auf der niederländischen Token-Verkaufsplattform CoinList 10 Mio. US-Dollar Investitionskapital für das firmeneigene Blockchain-Projekt einsammeln.
Der entsprechende Token-Verkauf, war bereits nach 12 Stunden ausverkauft, wobei eine Einheit der Kryptowährung Celo Gold (cGLD) auf einen Wert von knapp 1 US-Dollar pro Stück kommt.
509 Käufer aus 62 Ländern haben an dem Token-Verkauf teilgenommen, wobei pro Investor ein durchschnittlicher Betrag von 22.076 US-Dollar bezahlt wurde. Die meisten Teilnehmer kamen aus Europa und Asien.
Celo jetzt bei 40 Mio. US-Dollar
Bereits vergangenes Jahr hatte Celo 30 Mio. US-Dollar Investitionskapital eingesammelt, wobei damals namhafte Investoren wie Polychain Capital, a16z und Andreessen Horowitz unter den Geldgebern waren.
Im Rahmen des jüngsten Token-Verkaufs wurden weitere cGLD im Wert von insgesamt 504.338 US-Dollar als Bonuszahlungen vergeben, darunter 4.150 US-Dollar durch Freundschaftswerbungen.
Die Celo-Blockchain wurde bereits am 22. April offiziell in Betrieb genommen. Die Käufer sollen ihre erstandenen Mengen an cGLD wiederum am 18. Mai auf der Plattform gutgeschrieben bekommen.
Inbetriebnahme steht kurz bevor
Celo-Gründerin Rene Reinsberg gibt gegenüber Cointelegraph an, dass inzwischen mehr als 300 Entwicklerteams Celo nutzen.
Reinsberg beschreibt die nächsten planmäßigen Schritte wie folgt: „Sobald mit Celo Gold Transaktionen getätigt werden können und Kryptobörsen Celo einbinden, werden sich die Offline-Preise von Celo Gold auch online auf der Blockchain widerspiegeln. Dann können wir endlich die Reserve konfigurieren und dann können die Celo Dollars live gehen.“
Die Einführung der Celo Wallet erfolgt anschließend als letzter Schritt, dahingehend meint Reinsberg: „Ab diesem Punkt kann die Celo Wallet dann genutzt werden, um an jeden Menschen auf der Welt per Smartphone Celo Dollars zu senden.“
Stablecoin-Plattform will Wertesystem neu kalibrieren
Dabei sieht die Gründerin großes Potenzial in ihrer Plattform, da sie dieser zunächst einen ganz grundsätzlichen Lerneffekt zuschreibt, indem „die Menschen anfangen werden, damit zu experimentieren, wie Geld geschaffen wird.“
„Genauso wie Geld ursprünglich durch Gold gedeckt wurde, können neue Stablecoins jetzt auch durch andere Ressourcen gedeckt werden, denen wir als Gesellschaft einen größeren Wert beimessen wollen (z.B. könnte der Regenwald „tokenisiert“ werden). So kann man sich zukünftig zwischen Stablecoins entscheiden, die ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Der eine könnte beispielsweise dabei helfen, die globale Erwärmung zu bekämpfen, während der andere diese befördert.“
„Durch die aktuelle Wirtschaftskrise werden Stablecoins eine breitere Annahme erfahren“, wie sie abschließend meint.
Am 14. Mai hat Visa, einer der größten Finanzdienstleister der Welt, ein Patent veröffentlicht, welches die Funktionsweise einer eigenen Kryptowährung beschreibt.
Die Kryptowährung soll an Fiat-Währungen gebunden sein bzw. den Wert einer Fiat-Währung repräsentieren. Somit handelt es sich um einen Stablecoin. Laut der Patentschrift verpflichtet sich der Antragsteller dazu den Gegenwert in Form einer Fiat-Währung aufzukaufen, womit die Stabilität zur entsprechenden Fiat-Währung gewährleistet werden soll. Damit funktioniert das System ähnlich wie Tether. Visa kauft Dollarbestände und gibt die entsprechende Anzahl Stablecoins heraus.
Die Verwaltung des digitalen Geldes erfolgt, wie für Kryptowährungen üblich, über ein Publik-Key / Private-Key System. In der Patentschrift wurde als Beispiel für eine Blockchain die Ethereum Blockchain erwähnt. Als Beispielwährung der US-Dollar. Es sollen aber beliebige Fiat-Währungen mit dem System abbildbar sein und potentiell auch andere Blockchains bzw. Konsensmechanismen verwendet werden können.
Das Patent wurde bereits vor rund 1,5 Jahren, am 8. November 2018, eingereicht. Verfasser des Antrags sind Simon Hurry und Alexander Pierre, beides Angehörige der Visa International Service Association mit Sitz in San Francisco.
Ein Sprecher von des Finanzdienstleisters meinte laut Forbes, dass das Unternehmen Jahr für Jahr hunderte von Patenten einreiche. Auch wenn nicht alle Patente zu Produkten führen, respektiere Visa geistiges Eigentum und arbeite stets daran, das eigene zu schützen.
Veröffentlichung ein Monat nach Empfehlung des Verbots von jeglichem Stablecoin durch Zentralbanken
Das System von Visa erleichtert den Umgang mit Währungen erheblich. Die Kryptowährung ermöglicht grenzüberschreitende kostengünstige Transaktionen. Wer Zugang zum Internet hat, kann überall einfach bezahlen. Erst vor einem Monat haben Zentralbanken empfohlen Stablecoins komplett zu verbieten.
Sollten sie sich da durchsetzen können, was viele befürchten dürfte das Projekt von Visa schneller zu Ende sein als es begonnen hat. Da Stablecoins jedoch enorme Vorteile bieten und sie den nächsten evolutionären Schritt in der Entwicklung von Finanztechnologien darstellen, dürften es die Banken mit ihren diesbezüglichen Zielen nicht allzu einfach haben. Wie überall im Kryptobereich stehen uns auch hier spannende Zeiten bevor.
Im exklusiven Interview mit Cointelegraph meint Nick Williamson, der Geschäftsführer der britischen Fintech-Firma Qadre, dass die Blockchain-Technologie die Kapitalbeschaffung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) revolutionieren kann.
„Wir haben nun schon seit zehn Jahren Zinssätze von nahezu null und es geht weiter abwärts. Das Geld sucht verzweifelt nach Wegen der Rentabilität, wobei bisher allerdings immer einer der größten Sektoren übersehen wird, und zwar die kleinen und mittelständischen Unternehmen“, wie er dahingehend zunächst feststellt.
„Einer der Gründe dafür ist, dass es ziemlich schwierig ist, 10 Mrd. US-Dollar in ein breites Portfolio an Tante-Emma-Läden zu investieren! Es ist für große Investoren viel leichter, sich nach den Bilanzierungsstandards zu richten, an die sich große Konzerne halten müssen“, so Williamson weiter.
Der schlafende Riese Mittelstand
In diesem Zusammenhang argumentiert Williamson, dass die Blockchain-Technologie den KMUs dabei helfen kann, an das Investitionskapital zu kommen, das aus den oben genannten Gründen bisher überwiegend großen Firmen vorbehalten ist.
„Der erste Schritt ist, eine ordentliche Buchhaltung und Investitionsplanung zu haben, um die Interessen der Investoren mit den Interessen der Kleinunternehmer in Einklang zu bringen“, wie er ausführt. Und weiter:
„Obwohl KMUs traditionelle den größten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen leisten, gab es in den letzten Jahren einen Wandel hin zu Großkonzernen, was unter anderem daran liegt, dass diese viel leichter auf den Kapitalmarkt zugreifen können.“
Laut Williamson könnte die Blockchain-Technologie für interessierte Investoren die benötigte Klarheit schaffen, um in einen Sektor investieren zu können, den sie bisher nur stiefmütterlich behandeln konnten. Daraus würde wiederum eine Win-win-Situation entstehen, von der sowohl die Investoren als auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen profitieren.
Blockchain und Eigenkapital-Management
In einem jüngst veröffentlichten Marktforschungsbericht hatte Qadre aufgezeigt, dass die Blockchain-Technologie für beträchtliche Einsparungen bei Fintech-Firmen sorgen kann.
Im Rahmen der Studie wurden die Gründer von 59 britischen Fintech-Unternehmen befragt, wobei herauskam, dass knapp ein Drittel keinen Zugang zu Investitionsgeldern hatte, weil das firmeneigene Eigenkapital nicht effizient genug eingesetzt wurde.