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Kurze Zeit, nach dem von den eidgenössischen Räten die Konzession zum Bau und Betrieb einer elektrischen Strassenbahn zwischen dem Ruchfeld und Aesch vorlag, konstituierte sich am 25. März 1906 die Trambahngesellschaft Basel–Aesch AG (TBA). Bereits eineinhalb Jahre später, am Samstag, dem 7. Dezember 1907 konnte der Betrieb zwischen Aeschenplatz und Aesch aufgenommen werden. Strecke und Betriebskonzession gehörten der privaten TBA. Die Gesellschaft besass jedoch weder Personal noch Rollmaterial und übertrug den Betrieb als Linie 11 den Basler Strassenbahnen (B.St.B.).
Die ausgesprochen neigungsarme, mit langen schnurgeraden Abschnitten angelegte Strecke hatte Einfluss auf das von den B.St.B. eingesetzte Rollmaterial. Bis zu vier zwei- oder dreiachsige Anhängewagen, gezogen von einem zweiachsigen Motorwagen, waren keine Seltenheit! Viele Unikate wie etwa der bekannteste Basler Tramoldtimer, der vierachsige Mitteleinstiegs-Motorwagen «Dante Schuggi» – ursprünglich konzipiert für die nie realisierte Tramverbindung von Basel nach Liestal –, aber auch die überlangen zwei und dreiachsigen Prototypen fanden auf dem 11er ein ideales Betätigungsfeld.
Ab Frühjahr 1968 kamen in den Abendstunden erstmals modernere Grossraum-Motorwagen Be 4/4 401ff. zum Einsatz. Da diese die enge Wendeschlaufe am Aeschenplatz nicht befahren konnten, wurde die Linie 11 abends zur Schifflände verlängert, was gleichzeitig die erste Änderung der Linienführung des 11ers seit Betriebsbeginn 1907 war. Nach entsprechendem Umbau der Gleisanlagen konnte diese Massnahme 1971 wieder rückgängig gemacht werden.
1972 lösten moderne DÜWAG-Gelenkwagen die letzten alten Zwei- und Dreiachser ab. Die Be 4/6 liefen zunächst mit Grossraum-Anhängewagen. Ab 1978 bildete man Doppeltraktionen, zum Teil auch gemischt mit gelben Be 4/6 der Serie 200.
Der Aeschenplatz blieb noch lange Endpunkt der Linie 11, auch nachdem die TBA per 1. Januar 1974 zusammen mit den übrigen Basler Vorortsbahnen in der neugegründeten Baselland Transport AG (BLT) aufging. Ebenso blieb die Betriebsführung zunächst bei den nunmehrigen Basler Verkehrs-Betrieben (BVB), wenngleich ab 1978 das Rollmaterial von der BLT gestellt wurde. Erst 1994 kam Bewegung in die Angelegenheit: Per 17. September 1994 mutierte der 11er von der Radial- zur Durchmesserlinie mit neuem Endpunkt im Nordwesten Basels und löste auf der Strecke Aeschenplatz–St. Louis Grenze die Linie 15 ab. Seit dem 1. Januar 1995 betreibt die BLT den 11er in Eigenregie. Gleichzeitig kennzeichnete sie ihre Tramlinien mit Farbcodes und wies der Linie 11 Rot zu.Am 29. Juni 2001 konnte die neu gebaute Tramverbindung von der Münchensteinerbrücke zum Bahnhof SBB in Betrieb genommen werden. Mit der neuen Führung der Linie 11 über den Bahnhof SBB ging ein von der Birstaler Bevölkerung lange gehegter Wunsch in Erfüllung.