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Der FCI Standard beschreibt das Ohr des Shar Pei folgendermaßen:
Sehr klein, eher dick, von der Form eines gleichseitigen Dreiecks. An der Spitze leicht abgerundet und hoch auf dem Schädel angesetzt, wobei die Ohrspitzen in Richtung der Augen weisen. Sie sind oberhalb der Augen deutlich vorn und weit auseinander angesetzt und liegen dicht am Schädel an. Stehohren sind höchst unerwünscht.
Über das korrekte Aussehen der Ohren wird gerne und oft über den FCI Standard hinweg diskutiert. Dabei sagt es der Standard recht deutlich. Stehohren sind nicht nur höchst unerwünscht, sie sind auch ein disqualifizierender Fehler.
Shar Pei Ohren in China
Um korrekte Ohren des Shar Pei zu verstehen, müssen wir uns die Zeit in China anschauen, bevor es einen Standard und durch ihn geregelte Zucht gab. Die dicht am Schädel anliegenden Ohren sind eines der Charakteristika der Rasse. Und trotz früherer ungeregelter Zucht und häufig eingekreuzter verwandter lokaler südchinesischer Rassen haben sich die rassetypischen Ohren (wie auch andere spezielle Charakteristika) fast immer genetisch durchgesetzt. Allerdings gab es in dieser Zeit auch Shar Pei, die Stehohren hatten, das Erbe anderer lokaler Rassen. Auch wenn die Form der Ohren in China nicht den höchsten Stellenwert hatte, so wurde auch dort das kleine eng anliegende Ohr bevorzugt und mit Beginn der reinrassigen Zucht sind die Stehohren auch bei den Hunden respektierter Züchter verschwunden. Nach wie vor gibt es aber auch noch Zücher, die ab und zu einen lokalen Hund mit viel Shar Pei Charakteristika einkreuzen. Diese Hunde haben öfters Stehohren und werden nicht als Shar Pei, sondern als Tu Sha bezeichnet. Als Tu Gou werden lokale Mischlinge bezeichnet, die, je nach Region, ein sehr spezielles Aussehen aufweisen. Tu heisst auf Deutsch Erde, Tu Gou heisst Erd Hund. Ein Tu Sha mit Stehohren ist ein Erd Sand Hund. Diese Hunde werden meist speziell als Gebrauchshunde (z.B. für die Jagd und leider auch teilweise für den Hundekampf) gezüchtet, wo Reinrassigkeit und Aussehen nicht wichtig ist, sondern die Funktion des Hundes den höheren Stellenwert hat.
Historische Beschreibungen
Für die verschiedenen Ohrtypen gab es im Chinesischen auch verschiedene Namen, die sehr bildlich das Ohr beschrieben haben. So kannte man das Wolkenohr, das Muschelohr, das Rauschende Ohr, das Seidenblumenohr, das Pflaumenohr, das Rosenohr, das Hornohr und so weiter.
Das Wolkenohr und das Muschelohr sind bei den reinrassigen Shar Pei in China heute die geläufigsten Ohrtypen. Das Wolkenohr ist faltig, wie der gleichnamige Wolkenohr Pilz (Mu Err) und das Muschelohr ist glatt wie eine Muschel.