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Nach Angaben des Bundesamts für Statistik wohnen fast elf Prozent der Schweizer Bevölkerung im Ausland. Die Gemeinschaft der etwa 770 900 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer (Stand Ende 2019) ist in den letzten Jahren gewachsen und würde, wäre sie ein Kanton, den vierten Rang belegen. Neben den demografischen Aspekten sind auch Veränderungen in der internationalen Mobilität und den Migrationsmustern zu beobachten, denn viele Schweizerinnen und Schweizer verbringen eine Zeit im Ausland und kehren dann in die Schweiz zurück oder lassen sich in einem anderen Land nieder. (...)
Die notwendigen rechtlichen Grundlagen, insbesondere Artikel 38 BV, werden so geändert, dass nach einer bestimmten Anzahl legaler Aufenthaltsjahre in der Schweiz ein Anspruch auf das Schweizer Bürgerrecht besteht. Das Einbürgerungsverfahren findet zentral und ausschliesslich beim Bund statt.
Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten eine Vorlage zur Einführung des ius soli zuzuleiten. Wer in der Schweiz geboren wurde, soll auch das Recht auf die Schweizer Staatsangehörigkeit haben.
Ich beauftrage den Bundesrat, einen Entwurf zur Änderung von Artikel 38 Absatz 3 Buchstabe a der Bundesverfassung vorzulegen, sodass der Bund nicht nur die Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländern der dritten Generation, sondern auch von jenen der zweiten Generation erleichtert.
Das Bürgerrechtsgesetz und alle notwendigen Bestimmungen sind so zu ändern, dass Doppelbürgerinnen und Doppelbürgern, die schwere Verbrechen gegen Leib und Leben begehen, die Staatbürgerschaft entzogen werden kann.
Jeder Person, die in der Schweiz von ausländischen Eltern geboren wurde und die auf dem Gebiet der Schweiz lebt, soll beim Erreichen der Volljährigkeit von Gesetzes wegen automatisch das Schweizer Bürgerrecht sowie das Kantons- und Gemeindebürgerrecht verliehen werden.
Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:
Die gesetzlichen Grundlagen, im Speziellen das Parlamentsgesetz vom 13. Dezember 2002 (Stand 1. März 2016), sollen derart angepasst werden, dass in Bezug auf die Staatsangehörigkeiten der einzelnen Schweizer Parlamentarierinnen und Parlamentarier künftig Transparenz herrscht.