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Nach Medienberichten über Chlor in Coca Cola ist in China eine Abfüllfabrik vorübergehend geschlossen worden. Eine Inspektion auf dem Gelände, Produkttests und Befragungen der Arbeiter hätten ergeben, "dass die Berichte wahr sind".
Dies teilte das Gesundheitsamt der Provinz Shanxi im Norden des Landes mit. Es bezog sich damit auf Berichte, wonach der Cola gechlortes Wasser beigemengt wurde.
Eine Coca-Cola-Sprecherin bestätigte am Montag die vorübergehende Fabrikschliessung. Diese habe aber "andere Gründe", die nichts mit der Lebensmittelsicherheit zu tun hätten.
"Die Chlor-Werte sind weit unter den Grenzen, die von der Weltgesundheitsorganisation, der Europäischen Union, in Nordamerika und in China empfohlen sind", betonte die Unternehmenssprecherin. Wasser wird oft mit etwas Chlor versetzt, um Bakterien abzutöten. Zuviel Chlor aber kann gesundheitsschädlich sein.
Serie von Skandalen
China wird seit Jahren immer wieder von Lebensmittelskandalen erschüttert. 2008 war massenweise Milchpulver auf den Markt gekommen, in das die gesundheitsschädliche Chemikalie Melamin gemischt worden war, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen.
Sechs Kinder starben, fast 300'000 Kinder mussten wegen schwerer Nierenleiden behandelt werden. Die Regierung kündigte daraufhin ein strenges Vorgehen gegen das Verunreinigen von Lebensmitteln an.
Bei besonders schweren Vergehen können Verantwortliche sogar mit dem Tod bestraft werden. Allerdings gab es in China auch nach dem Milchpulverskandal immer wieder Fälle von verseuchten Lebensmitteln.
So wurden mit Schwermetallen belastete Reiskörner entdeckt, mit krebserregenden Nitraten verseuchte Bohnensprossen, chemisch gefärbte Brötchen, Schweinefleisch mit Anabolika-Rückständen oder mit einer so hohen Bakterienkonzentration, dass das Fleisch im Dunkeln buchstäblich leuchtete.
SDA-ATS