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| Ambrosius von Mailand (340-397) - Exameron

Der dritte Tag. Vierte und fünfte Homilie. (Gen 1,11-13)
II. Kapitel. Die Erde "unsichtbar", weil von den Wassern überdeckt, "zum Vorschein kommend" mit deren Ableitung. Das Flüssigsein keine ursprüngliche Eigenschaft des Wasserelementes, sondern nachträglich vom Schöpfer ihm einerschaffen: Einwände, Kongruenzgründe. Gottes Macht sammelte alles Wasser an einen Ort und setzte ihm feste Grenzen. Des Sesostris und des Darius Versuche einer Verbindung des Roten Meeres mit dem Ägyptischen (Mittelländischen).
11.
[Forts. v. [S. 81] ] Geböte übrigens nicht die Kraft einer göttlichen Anordnung Einhalt, was würde denn hindern, daß das Rote Meer über die Gefilde Ägyptens hin, das größtenteils über niedere Talgründe sich erstreckendes Flachland sein soll, mit dem Ägyptischen Meer sich vereinigt? Das beweisen letzten Endes jene (Herrscher), welche tatsächlich eine gegenseitige Verbindung und Vereinigung dieser beiden Meere anstrebten: der Ägypter Sesostris, der am frühesten lebte, und der Meder Darius, der anbetracht seiner noch größeren Macht das Unternehmen, das vordem der einheimische Herrscher versucht hatte, zur Ausführung bringen wollte. Diese Tatsache verrät, daß das Indische Meer, zu dem das Rote Meer gehört, höher gelegen ist denn das Ägyptische, das tieferliegend das Land bespült. Und vielleicht stellten die beiden Könige deshalb ihr Riesenunternehmen wieder ein, daß nicht das von der Höhe zur Tiefe stürzende Meer allzu weithin sich ergösse.