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Wunibald Müller / Detlev Cuntz (Hrsg.): Kontemplativ leben. Erinnerungen an Thomas Merton. (Vier-Türme-Verlag) Münsterschwarzach 2014, 304 Seiten.
Am 31. Januar 1915 kam Thomas Merton in Prades (Pyrenäen) auf die Welt. Seit 1941 lebte er als Bruder Louis im Trappistenkloster Unserer Lieben Frau von Gethsemani, Kentucky (USA). 1948 erschien in New York seine Autobiografie. Bereits 1950 kam sie bei Benziger in deutscher Übersetzung unter dem Titel "Der Berg der sieben Stufen" heraus. Seitdem ist Thomas Merton weltweit ein grosser Anreger für Menschen, die ein geistliches Leben führen möchten.
Auf den hundertsten Geburtstag macht dieser Sammelband mit siebzehn Beiträgen aufmerksam. Merton wird kritisch geschildert in seinem weiten Interesse und auch in seiner Publikumsbezogenheit. Die zwei Pole seines Wirkens waren die Kontemplation und der Einsatz für Gerechtigkeit. Den Band beschliesst der Beitrag der Chinesin Lilin Wu (Jahrgang 1987), die die Werke Mertons kennengelernt und sich in sie vertieft hat. Thomas Merton kam 1968 auf einer Studienreise durch einen Unfall in Bangkok ums Leben.