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Von der Thürnerfluh hat man einen wunderschönen Blick auf Thürnen und
Sissach. Unterhalb der Thürnerfluh liegt das "Ärdwybli Loch".|
Die Sage von den "Ärdwybli"
Landauf und Landab kennen die Knaben - und teilweise auch die Mädchen-
das Ärdwybli oder auch Marmilchloch genannt, eine Höhle unterhalb der
Thürner Flue. Sie wissen dass in der engen Klamm vor Zeiten Ärdwybli
hausten, kleine, freundliche Wesen die gegenüber den Menschen sehr
hilfreich waren. Kecke Burschen wagten sich nicht selten in die
ehemalige Wohnung des heimlichen Volkes hinein. Durch einen schrägen
Gang gelangten sie zunächst in die "Küche". Von hier aus steigen sie
noch in die "Stube", einen hohen, domartigen Raum empor, oder kriechen
unter der "Speckseite" hindurch in den hintersten Teil der Höhle. Es
heisst, dass ein Gang bis nach Gelterkinden führe, oder noch weiter.
Die Ärdwybli waren nicht besonders scheu. Am helllichten Tag gingen sie
unter die Menschen und arbeiteten für sie. Nur in Bezug auf ihre Füsse
waren sie merkwürdig schamhaft. Immer hatten sie dieselben mit Lappen
umhüllt oder hielten sie unter ihren langen Röcken verborgen. Einmal
arbeiteten sie in der Gelterkinder Mühle. Die Gelterkinder Müllerin, ein
sehr neugieriges Weib, beschloss, das Geheimnis ihrer Füsse zu lüften.
Sie streute deshalb Mehl auf die Treppe wo die Ärdwybli hinaufsteigen
mussten. In kurzer Zeit entdeckte sie deshalb auch überall Fussabdrücke.
Diese verrieten ihr dass die Zwergweibchen Entenfüsse hatten. Die
kleinen Geister hatten aber die List der Müllersfrau wohl gemerkt und
kamen nicht wieder. Ja, sie verschwanden sogar ganz aus unserer Gegend.