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Rasches Treiben herrschte auf dem Flur.
Langsam atmete sie tief ein und aus.
Panik und Angst kamen in ihr auf;
trotzdem umschloss ihre Hand die Klinke und sie trat ein.
Leise fiel die Tür hinter ihr ins Schloss.
Stille.
Stille, welche nur durch das summende Gerät links und das kurze Aufpiepen der Herzfrequenz übertönt wurde;
erdrückend.
Sie schlich näher ans Bett heran.
Wollte sie ihn wirklich sehen? Beschämt schloss sie ihre Augen.
Nein, sie konnte nicht!
Dennoch öffnete sie zögernd das eine und dann das andere Auge.
Sie schwankte; hielt sich an der Bettkante fest.
Ihre Augen füllten sich mit Tränen.
Friedlich, ja fast sorglos lag er da,
umwickelt und verkabelt mit unzähligen Schläuchen;
verbunden mit Displays, welche ihre hellen Signale in das dunkle Zimmer strahlten.
Unsicher löste sie ihren Griff und ging um das Bett herum.
Sie nahm seine Hand. Sein Finger zuckte kurz auf.
"Psst! Es ist alles in Ordnung!", sanft redete sie auf ihn ein.
Die Liebe, mit der sie den Raum füllte,
mit der sie ihn ansah, half ihr;
half ihm.
Drei Tage lang hatte Funkstille geherrscht.
Er wollte sich selbst von der Welt verabschieden, sich bedanken, um frohen Herzens zu gehen.
Das Schicksal hatte er in die Hände eines Chirurgen gelegt, ihm anvertraut.
Es war beinahe geschafft, und doch nicht vollendet.
Das Spiel htte erst begonnen.
Sie drückte seine Hand etwas fester.
"Ich liebe dich!",
fast wie ein Lied, eine Melodie erhellten diese drei Wörter den leeren Raum.
Sie spürte, wie er ihre Hand umschloss und langsam, fast unsichtbar, kullerte eine
Träne seine Wange hinunter.
Die Hoffnung war geboren.