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Die altersspezifischen Geburtenziffern der Frauen werden zur Ermittlung von Übereinstimmungen und/oder Unterschieden bezüglich der Geburtenhäufigkeit miteinander verglichen. Dabei handelt es sich weniger um einen Indikator der Integration als vielmehr des Einander-Angleichens (Assimilation), dessen Messung erlaubt, den demografischen Kontext und die verschiedenen Herausforderungen einzelner Bevölkerungsgruppen bezüglich der Organisation des Familienlebens zu kennen. So ist z.B. im aktuellen politischen und gesellschaftlichen Kontext der Schweiz eine Frau, die ihre Kinder in einem jungen Alter zur Welt bringt, mit grösseren Hindernissen konfrontiert, sich auszubilden oder eine allfällige berufliche Karriere aufzubauen.
Die im Ausland geborenen unter 30-jährigen Frauen wiesen 2017 eine höhere Geburtenziffer auf als die in der Schweiz geborenen Frauen derselben Altersklasse. Bei den 15- bis 19-Jährigen ist die Geburtenziffer z.B. beinahe sechsmal höher (1 ‰ gegenüber mehr als 5 ‰). Zwischen 30 und 39 Jahren kehrt sich der Trend, aber nur für die Schweizerinnen. Die im Ausland geborenen ausländischen Mütter verzeichneten immer höhere Geburtenziffern als die in der Schweiz geborenen ausländischen Mütter.
Gesamtschweizerisch liegen die Unterschiede in den Geburtenziffern zwischen in der Schweiz geborenen Ausländerinnen und Schweizerinnen bei weniger als 30 Kindern pro 1000 Frauen. Bei den 20- bis 29-Jährigen sind die Geburtenziffern der Ausländerinnen höher, während bei den 30- bis 39-Jährigen die Schweizerinnen höhere Werte verzeichnen. Für die einzelnen Kantone kann die gleiche Feststellung gemacht werden, mit mehr oder weniger ausgeprägten Unterschieden in den Ziffern. Im Kanton Glarus finden sich bei den 25- bis 29-Jährigen die grössten Unterschiede im Umfang von mehr als 70 Kindern.
In einigen wenigen Kantonen (wie z.B. Glarus, Tessin oder Waadt) verzeichnen bei den 30-bis 34-Jährigen die in der Schweiz geborenen Ausländerinnen höhere Werte als die hier geborenen Schweizerinnen. Bei den 35-Jährigen und Älteren haben in den Kantonen Bern, Zug, Schaffhausen, Tessin und Waadt die in der Schweiz geborenen Ausländerinnen höhere Geburtenziffern als die in der Schweiz geborenen Schweizerinnen.
Tabellen
Definitionen
Die (altersspezifische) Geburtenziffer entspricht der Zahl der in einem bestimmten Kalenderjahr von Frauen eines bestimmten Alters lebend geborenen Kinder gemessen am mittleren Bestand der Frauen des gleichen Alters im selben Kalenderjahr.
Der Indikator errechnet sich folgendermassen: Geburtenzahl von Müttern im Alter von x Jahren (erreichtes Alter) geteilt durch die durchschnittliche weibliche Wohnbevölkerung im Alter x. Der Indikator wird für das gebärfähige Alter (15–49 Jahre) berechnet und in Promille angegeben.