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Urteilsfähigkeit ist eine Grundvoraussetzung, damit Patienten wirksam in eine medizinische Behandlung einwilligen können. Aktuell erarbeitet die SAMW Richtlinien, um medizinische Fachpersonen bei der Evaluation der Urteilsfähigkeit zu unterstützen. Vom 11. Juni bis 11. September 2018 steht der Textvorschlag in der öffentlichen Vernehmlassung.
Beim Entscheidungsprozess für oder gegen eine Behandlung oder pflegerische Massnahme bedeutet das Vorhandensein oder das Fehlen der Urteilsfähigkeit eine zentrale Weichenstellung. Dabei ist es nicht immer einfach herauszufinden, ob eine Patientin oder ein Patient urteilsfähig ist oder nicht. Vertiefte Abklärungen können insbesondere bei Kindern/Jugendlichen, Personen mit psychischer Erkrankung, Personen mit kognitiven Einschränkungen und Patienten in Notfallsituationen erforderlich werden.
Eine von der Zentralen Ethikkommission begleitete Studie hat gezeigt, dass Ärztinnen und Ärzte grosse Unsicherheiten bei der Beurteilung der Urteilsfähigkeit haben Biller-Andorno N, Trachsel M: Decision-making incapacity at the end of life and its assessment in Switzerland. Die Zentrale Ethikkommission hat deshalb eine Subkommission eingesetzt, die aufbauend auf den Ergebnissen der Studie Richtlinien zum Thema Urteilsfähigkeit ausarbeitet. Die Kommission hat ihre Arbeit im März 2016 aufgenommen.
Vernehmlassung vom 11. Juni bis 11. September 2018
Der Richtlinienentwurf steht vom 11. Juni bis zum 11. September 2018 in der öffentlichen Vernehmlassung. Interessierte Organisationen und Personen sind zur Stellungnahme eingeladen. Bitte senden Sie das Formular mit Ihrer Stellungnahme bis am 11. September 2018 per E-Mail an <email-pii>.