Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03366.jsonl.gz/1892

Roland Gretlers Biografie: Am 30. Mai 1937 in St.Gallen geboren, zog es ihn nach abgeschlossener Handelsschule zuerst nach Basel ans Tropeninstitut und schliesslich nach Zürich. Dort ging er zuerst bei Johannes Meiner und später beim Werbe- und Industriefotografen René Groebli in die Fotografenlehre. Als selbstständiger Fotograf arbeitete Gretler weiterhin in diesen beiden Bereichen, wandte sich in den 1970er Jahren aber zunehmend der Fotografie im Bereich der bildenden Kunst zu.
Bild von Roland Gretler
Als politisch engagierter Mensch und Staatsbürger und als Aktivist des weltweiten Aufbruchs um das Jahr 1968 interessierte sich Gretler schon früh für die Geschichte der Arbeiterbewegung und der Industrialisierung sowie deren soziale Auswirkungen, insbesondere für deren bildliche Dokumentation. In den 1970er Jahren begann Roland Gretler mit dem Sammeln von Bilddokumenten (Fotografien, Grafiken, Plakaten) über Entstehung und Entwicklung der Arbeiterbewegung. Mit der Zeit weitete sich Gretlers Sammelinteresse auf die Sozialgeschichte generell aus. So entstand über die Jahrzehnte ein einzigartiges Bildarchiv, das mehrere tausend Objekte umfasst: Gretlers Panoptikum zur Sozialgeschichte.
Roland Gretler lebte bis zu seinem Tode am 22. Januar 2018 mit seiner Frau Anne in Herisau. Das Panoptikum zur Sozialgeschichte befand sich im Kanzlei-Schulhaus im Zürcher Kreis 4.
Kurzes Filmportät von Roland Gretler und dem Panoptikum zur Sozialgeschichte im Rahmen der Publikation «Vom Wert der Arbeit»:
art-tv.ch
Wie man Geschichte ins Bild setzt:
Artikel in der "ZEITLUPE"
Portrait von Roland Gretler (© Franziska Messner Rast)