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In Nordspanien waren nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörde im Juni insgesamt 13 Menschen nach der Anwendung des Mittels “Ala Octa” auf einem Auge erblindet. In Frankreich gab es im Juli zwei Fälle, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die nationale Medikamentenbehörde (ANSM) berichtete. Die Tropfen werden bei bestimmten Augen-OPs verwendet.
Der deutsche Hersteller hatte nach den Vorfällen im Sommer einen Rückruf des Mittels gestartet und das Produkt vom Markt genommen. Analysen unabhängiger Labore hätten jedoch inzwischen ergeben, dass es keinen Hinweis auf eine Verunreinigung oder sonstige Auffälligkeiten gegeben habe, sagte der Geschäftsführer der Alamedics GmbH mit Sitz in Dornstadt (Baden-Württemberg), Christian Lingenfelder, am Dienstag.
Möglicherweise habe es Fehler bei der Anwendung des Mittels gegeben, heisst es bei Alamedics. Dem Unternehmen sei mindestens ein Fall aus Spanien bekannt, in dem das Produkt für eine Woche im Auge belassen worden sei und nicht nach der Operation sofort wieder entfernt wurde. “Sollten Reste im Auge verbleiben, kann dies zu Entzündungsreaktionen führen.”
Die spanische Arzneimittelbehörde AEMPS teilte mit, es gebe keine Ermittlungen gegen die deutsche Herstellerfirma.
Bei der Arzneimittelbehörde Swissmedic hiess es am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, es sei “eher wahrscheinlich”, dass das Mittel auch in der Schweiz angewendet worden sei. Man wisse noch nicht, ob eine einzelne Charge betroffen sei oder ob ein generelles Problem vorliege, sagte Swissmedic-Sprecher Peter Balzli. Swissmedic werde sich bei Alamedics erkundigen.
(SDA)