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Angesichts der angespannten Sicherheitslage gelte für das ganze Land die Terrorwarnstufe drei, teilten die belgischen Behörden mit. Stufe drei (von vier) bedeutet, dass ein Anschlag möglich oder wahrscheinlich ist. Das zum Innenministerium gehörende Krisenzentrum erklärte, besonders bedroht seien Orte mit einer grossen Menschenansammlung.
Daraufhin entschied der belgische Fussballverband, das Spiel vom Dienstagabend abzusagen. Es dürfe kein Risiko für die Spieler und Fans eingegangen werden, lautete die Begründung. Im Brüsseler König-Baudouin-Stadion waren für das Spiel 50’000 Zuschauer erwartet worden.
Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque bedauerte die Absage, äusserte allerdings auch Verständnis für den Entscheid. “Wir hätten gerne gespielt. Doch die Sicherheit geht vor”, so der 64-Jährige. Auch Belgien-Coach Marc Wilmots stützte den Entscheid zur Spielabsage: “Ein Menschenleben ist sehr viel mehr wert als ein Fussballspiel.”
Am vergangenen Freitagabend hatten sich am Rande des Test-Länderspiels zwischen der deutschen und der französischen Nationalmannschaft im Stade de France bei Paris drei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Dabei wurde ein Passant getötet. Kurz darauf töteten weitere Attentäter an verschiedenen Orten in Paris mehr als 120 weitere Menschen.
Die Ermittlungen führten unter anderem nach Belgien, wo mehrere der Pariser Attentäter wohnten. Die belgische Polizei suchte bei Razzien intensiv nach einem flüchtigen Verdächtigen. Gegen zwei weitere Verdächtige leitete die belgische Justiz Ermittlungsverfahren ein.
(SI)