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Blé compact - Triticum aestivum L. ssp. compactum (Host) Mac Key (6x)
Triticum aestivum L. ssp. compactum (Host) Mac Key
Triticum compactum = blé compact, Zwerg- oder Binkelweizen, club wheat.
A une époque plus cultivée que de nos jours.
Die evolutionäre Entwicklung der Binkelart verlief ähnlich wie beim Weichweizen. Zu den „Eltern“ zählen deshalb Einkorn (Genom AA), Emmer (AABB) und Ziegengras (Aegilops tauschii) (DD). Binkel ist deshalb hexaploid – mit Genom AABBDD. Mit den Arten innerhalb der Gattung Triticum ist er meistens gut kreuzbar. Im Unterschied zum Dinkel (Spelz) ist er aber nacktdreschend.
Die Verbreitung vom Binkel in Europa (vor allem im Alpenraum) erfolgte nachweislich vor tausenden von Jahren, etwa gleichzeitig mit dem Weichweizen und Dinkel. Über Binkel ist das Wissen vergleichsweise geringer, da es nur wenige archäologische Funde (Körner) gibt. Bekannt sind Funde vom Bodensee (Pfahlbauweizen), aus dem alpinen Raum und aus Ostdeutschland.Die größeren Anbaugebiete erstreckten sich bis in das 20. Jahrhundert in den Regionen Nordtirol, Süddeutschland, Norditalien, Frankreich und der Schweiz. Binkelfunde wurden öfters in Mischung mit Weizen- und Dinkelkörnern gemacht. Solche Mischungen wurden noch um 1920 in Tirol angebaut. Nach und nach wurde der kleinkörnige Binkel von den ertragreicheren Arten Weichweizen und Dinkel verdrängt, konnte sich aber in Europa in den bergigen Regionen sporadisch bis zum 20. Jahrhundert wegen seiner besonderen Eigenschaften halten (deshalb auch Bergweizen genannt). Bedeutsam waren die Tiroler Binkelsorten in Österreich bis 1962, die man heute versucht, zu rekultivieren. Heute gibt es in Österreich, Schweiz und Deutschland (in Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sowie im nachstehend genannten Projekt in Baden-Württemberg) einzelne Rekultivierungsprojekte.