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Chronik der Feldschützengesellschaft Langdorf (FSG)
1884 - 2007
Die Feldschützengesellschaft Langdorf – Frauenfeld wurde im Jahre 1884 als Nachfolgerin der Scharfschützengesellschaft Langdorf gegründet.
Von der Allmend ins Mühletobel
Bis 1913 hielt die FSG ihre Schiessübungen unter freiem Himmel auf offener Allmend ab.
Im Jahre 1908, wollte die FSG im „Moos“ gegen den Untergriesen eine eigene Schiessanlage erstellen. Die Landreservation war abgesprochen, Baupläne lagen auf und die Finanzierung war bereits
geregelt. Durch die Einsprachen wurden Hoch- und Seitenblenden gefordert die das Vorhaben so verteuerte, dass es eingestellt werden musste.
Mit der Einführung des neuen Gewehrs und der dazugehörenden Munition wurde das Schiessen auf offener Allmend verboten.
Im gleichen Jahr wurde ein geeigneter Schiessplatz im Mühletobel gefunden der jedoch nur mit einem primitiven Unterstand bestückt war.
Erst im Jahre 1935, konnten 15 Aren Waldboden erworben werden, um das lang ersehnte Schützenhaus zu bauen und den Zugangsweg über den Mühletobelbach mit einem Brückensteg zu erschliessen.
Die Finanzierung des Vorhabens konnte mit Beiträgen der Munizipal- der Bürgergemeinde und Frondienstleistungen abgegolten werden.
Am 22./23. Mai 1937 konnte die neue Anlage mit einem Standweihschiessen eingeweiht werden.
Im Jahre 1939 wurde eine neue Fahne angeschafft und eingeweiht.
1946 wurde die Pistolensektion gegründet. Der Pistolenstand im Mühletobel wurde 1951 fertig gestellt und im Oktober mit einem Eröffnungsschiessen in Betrieb genommen.
In den Jahren 1957 – 1961 musste der Scheibenstand erneuert werden, das Schützenhaus um 10 m rückversetzt werden da die Distanz zu den Scheiben nicht den Vorgaben entsprachen. Gleichzeitig
wurden die Scheiben von 6 auf 10 Scheiben erweitert und im Untergeschoss eine Schützenstube eingerichtet.
Die Einweihung erfolgte im Jahre 1966 mit einem Standweihschiessen.
Im Jahre 1976 konnte die Pistolensektion ihre Standarte einweihen.
1984 wurde der 100 jährige Geburtstag mit einem Jubiläumsschiessen gefeiert und die neue Fahne in der Militärsporthalle mit einem Festakt eingeweiht.
In den Jahren 1989 – 1992 fanden die Verhandlungen mit dem Stadtrat statt, bereffend der Umsetzung des neuen Lärmschutzgesetzes.
Das Resultat der Verhandlung ergab, dass bei der Schiessanlage Mühletobel die Grenzwerte betreffend Lärmemissionen überschritten und demzufolge gemäss Gesetzgebung nicht mehr erfüllt seien.
Eine Lärmsanierung im dicht bebauten Gebiet erachtete der Stadtrat als nicht mehr gegeben.
In den Verhandlungen konnte mit der Stadt eine Einigung erzielt werden, dass die Schiessanlage Galgenholz lärmsaniert, mit automatischen Trefferanzeigen bestückt werde und den beiden Vereinen
Langdorf und Kurzdorf zur Verfügung stehe.
Für die Pistolensektion konnte mit dem VBS im Heldmoos ein Baurechtsvertrag abgeschlossen und eine 50/25 Schiessanlage gebaut werden.
Der Gemeinderat bewilligte dafür einen ansehnlichen Betrag für das Bauvorhaben und die Sanierungskosten.
Ende 1994 beendeten die Gewehrschützen, 1995 die Pistolenschützen das Schiessen im Mühletobel.
Im Jahre 1996 erfolgte ein gemeinsames Einweihungsschiessen der Anlagen im Galgenholz.
1999 erfolgte die Gründung des Trägervereins für das Eidgenössische Schützenfest 2005 in Frauenfeld.
Im Jahre 2000 fand das gemeinsame Jubiläumsschiessen statt. 125 Jahre Kurzdorf, 115 Jahre Langdorf.
2005 Mithilfe bei der Durchführung des Eidg. Schützenfestes in Frauenfeld.
01.01.2008 Fusion der SG Kurzdorf, FSG Langdorf und Pistolensektion Langdorf.