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Der SC Brühl traf auf den FC Teufen und siegte mit 1:4 (1:1). Teufen befand sich in der oberen Tabellenhälfte und bei denen es nach einer guten Saison um nichts mehr ging, ausser ums Prestige, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. Die Kronen mussten aufgrund kurzfristiger Absagen (von 7 Verteidigern waren nur noch deren 2 einsatzbereit) einige Umstellungen in der Defensive vornehmen, unter anderem mit einem Uros Markovic in der zentralen Abwehr. Auf dem relativ kleinen Kunstrasen in Teufen entwickelte sich ein Spiel, welches in der ersten Hälfte von vielen Zweikämpfen geprägt war und bei dem wenig Spielfluss aufkam. Die Gäste waren zwar bestrebt, ein gepflegtes Aufbauspiel aufzuziehen, liessen sich jedoch in zu viele Einzelduelle ein und nutzten zu wenig das Flügelspiel. In der 15. Minute fiel der Führungstreffer für den SC Brühl nach einem energischen Vorstoss von Yanis Uetz, dessen Abschlussversuch bei Elia Rosalen landete, der zunächst am gegnerischen Torhüter scheiterte, jedoch in der Folge am schnellsten reagierte und im Nachschuss erfolgreich war. Die Platzherren konnten im ersten Durchgang kaum Gefahr erzeugen und spielten in Eishockey Manier mit langen Bällen, in der Hoffnung, die zweiten Bälle zu erobern und dadurch zum Abschluss zu kommen. Praktisch mit dem Pausenpfiff fiel der Ausgleichstreffer via Freistoss: der Schuss aus 18 Metern fand den Weg ins Tor, als Hussein Attifi auf dem etwas rutschigen Boden den Halt verlor und in der Torhüterecke erwischt wurde. Ein Punkt hätte dem SC Brühl immer noch gereicht.
Der Pausentee und die Ansprache des Trainerduos zeigte offenbar Wirkung, denn nun spielte der SC Brühl druckvoll und nutzte vor allem die Flügel. Der eingewechselte Ramon Zellweger stellte die Abwehr der Platzherren mächtig unter Druck und so war es kein Zufall, dass er in der 55. Minute nur durch Foul gestoppt werden konnte: den fälligen Elfmeter durch Mark Lekaj konnte der gut agierende Torhüter der Teufener an die Latte lenken und so das eigene Team vor einem Rückstand bewahren. Die Führung der Kronen war jedoch nur aufgeschoben. In der 62. Minute konnte sich Arsalan Attifi durchsetzen und seine Hereingabe wurde durch einen Teufener unglücklich ins eigene Netz abgelenkt. Es spielte nur noch der SC Brühl und in der 80. Minute wurde Ramon Zellweger im Strafraum wieder unsanft von den Beinen geholt: er übernahm die Ausführung des Elfmeters selbst und überlistete frech in Manier eines Panenka den Torhüter zum 1:3. Den Schlusspunkt setzte Kenan Prasovic in der 85. Minute, der nach einem von der Mauer abgewehrten Freistoss am schnellsten reagierte und zum 1:4 einschoss.
Ein verdienter Sieg in dieser Höhe und ein verdienter inoffiziellen Titel eines Otschweizer Meisters. Die Mannschaft hat gezeigt was sie drauf hat und ist mit Sicherheit fähig sich zu steigern, indem sie in erster Linie die Leistung über 90 Minuten bringt. Jetzt geht es aber in erster Linie darum, den Stecker heraus zu ziehen und den Saisonerfolg zu geniessen. Mauro Palazzesi