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Schwefeldioxid
Schwefeldioxid (SO2) ist ein giftiges, farbloses Gas mit einem stechenden, beissenden Geruch. Es entsteht vor allem bei der Verbrennung von schwefelhaltigen Brennstoffen. Seit Ende der 1980er-Jahre ist die Umweltbelastung durch Schwefeldioxid in der Schweiz allerdings stark rückläufig.
Schadstoffe in der Aussenluft
Fossile Rohstoffe enthalten bis zu 4% Schwefel. Beim Verbrennen der Rohstoffe wird der Schwefel in Schwefeldioxid umgewandelt. Entsprechend sind Betriebe, die Kohle und Erdöl zur Wärmeerzeugung verbrennen, hauptsächliche Emittenten von SO2 – beispielsweise Ölraffinerien, Zementproduzenten oder die Metallindustrie. Durch die Nutzung schwefelarmer bzw. schwefelfreier Brennstoffe und mittels Rauchgasentschwefelung konnten die SO2-Emissionen in der Schweiz seit dem maximalen Ausstoss im Jahr 1980 stark reduziert werden.
Schwefeldioxid ist Mitverursacher von Atemwegserkrankungen und verstärkt bestehende Lungen- und Herzleiden. Insbesondere betroffen sind Asthmatikerinnen und Asthmatiker.
In der Schweiz werden seit den 1990er-Jahren sowohl die Langzeit- als auch die Kurzzeit-Grenzwerte für Schwefeldioxid in der Luft eingehalten. Aktuell besteht kein unmittelbares Problem für die menschliche Gesundheit.