Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03216.jsonl.gz/2743

Ein 11-jähriges Mädchen wurde wegen persistierenden Knieschmerzen und -schwellung 3 Monate nach einem Kniedistorsionstrauma von den Kollegen der Orthopädie zugewiesen. Im MRI zeigte sich ein deutlicher Gelenkserguss ohne strukturelle Kniebinnenläsion. Klinisch zeigte sich eine Überwärmung des linken Kniegelenkes mit deutlichem Ergussnachweis.
Anamnestisch gab die Mutter des Mädchens an, dass ihre Tochter vor 9 Monaten einen «Hautausschlag» am Oberarm gehabt habe, der nach 2 Wochen wieder spontan verschwunden sei. Sie hat ein Bild davon mit dem Handy aufgenommen (siehe Bild).
Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie?
Auflösung
Das Hautexanthem zeigt das typische Bild eines Erythema chronicum migrans. In den weiteren Abklärungen zeigte sich eine BSR von 26 bei sonst unauffälligen Hämatologie- und Stoffwechselparametern. Die Borrelienserologie IgG war positiv. Im Kniegelenkpunktat war die Zellzahl 10‘800/μl mit 64% mononukleären Zellen. Die PCR auf Borrelien war positiv.
Damit konnte die Verdachtsdiagnose einer Borrelienarthritis bestätigt werden.