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Wenn du Geld im Hosensack vergisst und es im Wäschekorb landet, dann reklamiert deine Mutter. Sie sage dann, schreibst du: «Geldwaschen ist verboten.» Sie macht Scherze! Sie denkt dabei nicht an deine Münzen, sondern an Geld von Verbrechern. Denn wenn sich jemand Geld auf verbotene Art beschafft, nennt man es «schmutzig». Man kann es nicht ausgeben, sonst fliegt das Verbrechen auf. Wenn ein Bankräuber zum Beispiel mit einer geklauten Million ein Haus kaufen will, könnte man merken, dass er der Räuber ist, weil er plötzlich so viel Geld hat. Also tut er so, als hätte er es auf ehrliche Weise verdient.
Dazu kann er zum Beispiel ein Restaurant eröffnen. Er mischt in die Restaurantkasse sein Schmutzgeld hinein, möglichst unauffällig. Wenn er die Kasse leert, wirkt das Geld darin sauber: Es scheint so, als sei es im Restaurant verdient worden. Diese Umwandlung nennt man «Geldwaschen». Das ist tatsächlich verboten.
Wenn bei dir aber mal ein Batzen in der Waschmaschine landet, ist das nicht weiter schlimm. Beim Waschen kann höchstens mal eine Banknote kaputtgehen, aber die kannst du bei der Nationalbank gratis gegen eine nigelnagelneue Note eintauschen.
Autor: Gabriela Bonin