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André Bucher selbst sprach von einer «kalten Dusche», und es war tatsächlich eine brutale Niederlage, die der Ex-Weltmeister einfing: letzter Rang in 1:46,80, fast 3 Sekunden hinter Sieger Wilson Kipketer (Dä).
Seit André Bucher im internationalen Rampenlicht steht, hatte es noch nie ein derart böses Erwachen gegeben. Der Schweizer spielte in keiner Phase eine Rolle und beendete die Zielgerade mit gewaltigem Rückstand. Ein kleiner Trost: Die Olympialimite unterbot er um zwei Zehntelsekunden. Damit qualifizierte er sich als neunter Schweizer Leichtathlet für Athen.
Bucher hatte in den letzten Trainings und vor dem Start «ein gutes Gefühl. Aber ich bin sehr kraftvoll, viel zu wenig locker gelaufen», sagte er, «und auf den letzten 200 m fehlte mir dann die notwendige Kraft.» Wilfred Bungei beherrschte das Rennen bis weit in die Zielgerade hinein. Dann stürmte Weltrekordler Wilson Kipketer an ihm vorbei. Er notierte Jahres-Weltbestzeit von 1:43,88.