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Autor: Noureddine Yous, intermedio, 2016 – Vollversion in PDF verfügbar
1 Kultureller Hintergrund des Leadership und Management USA
Noch weniger als für Frankreich kann man in Bezug auf die USA von einer einzigen und einheitlichen Kultur sprechen. Die Kultur Amerikas besteht aus vielen anderen. Es geht ja um 322 Millionen Bürger, die alle aus der Emigration aus der ganzen Welt herkommen. Nirgends ist eine nationale Kultur so vielfältg. Die Anzahl ethnischer, religiöser und sprachlicher Gruppen, die sich hier aus allen Ecken der Welt gelandet sind, ist beeindruckend. In seinem Werk „Understanding Cultural Differences“ vergleicht Hall T.Hall die USA, Deutschland und Frankreich. Hall ist ein zeitgenössischer amerikanischer Psycholog, der viel über Kulturen geschrieben hat. Allerdings stellt er fest, dass das Bild des typischen Amerikaners primär demjenigen der Nachkommen der Nordeuropäischen Siedler entspricht:
„ We have concentrated on the culture of the majority of American business executives, which can best be described as that of Americans whose forebears came from northern Europe. In a recent Gallup survey made for the Wall Street Journal, 65% of Fortune 500 executives as well as 68% of small-business executives were in this category“ (Hall, 1990, S. 139). […]
Da Peter Fleming wie Peter Drucker als ein Managementguru gilt, ist es hier angebracht, eine Klammer aufzumachen um einen Aspekt seiner Sicht der Mitarbeiterführung darzulegen, der für diese Studie relevant ist:
Deming wurde aufgrund seiner Modellen und ihren bedeutenden Einfluss auf dem wirtschaftlichen Aufschwung Japans in den 1960er Jahren von den Japanern verehrt noch bevor er in den USA Bekanntheit erlang. „Seine Lehre ebnete Japan den Weg zur wirtschaftlichen Grossmacht. Sie war aber auch der Grund dafür, dass Amerika – mit grosser Verspätung – der Invasion japanischer Produkte die Stirne zu bieten vermochte“ (NZZ, 11-12.12.1999, Nr. 289, S. 2).
Die gleiche Ausgabe der NZZ zitiert und kommentiert die Nr. 12b seiner Managements-empfehlungen wie folgt: „Verzichte auf die jährliche Mitarbeiterbeurteilung. Für Deming ist sie ein untaugliches, ja zerstörerisches Führungsmittel. Sie hinterlässt immer verbitterte, enttäuschte, deprimierte, niedergeschlagene Menschen. […]
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