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Das Projekt Rauchfreie Lehre richtet sich an Lernende sowie an Ausbildungsverantwortliche in Unternehmen und Berufsfachschulen.
Rauchfreie Lehre begleitet Lernende durch ihre Berufsausbildung und motiviert sie, während Arbeit und Freizeit rauchfrei zu bleiben oder zu werden.
Der eingeatmete Tabakrauch ist die Ursache der durch das Rauchen bedingten Krankheiten. Er enthält mehr als 7000 verschiedene Chemikalien, entweder als feste oder gasförmige Bestandteile. Zu den festen gehören unter anderem Nikotin und Teer, zu den gasförmigen das Kohlenmonoxid. Rund 70 feste und gasförmige Bestandteile sind krebserregend.
Eine Zigarette liefert zwei Arten von Tabakrauch. Vom brennenden Ende der Zigarette geht der Nebenstromrauch in die Umgebung ab und löst durch Passivrauchen Beschwerden aus. Vom Zigarettenende im Mund wird der Hauptstromrauch eingeatmet, dieser führt zu den durch aktives Rauchen bedingten Krankheiten. Neben- und Hauptstromrauch unterscheiden sich in der Zusammensetzung. Die Menge vieler Giftstoffe ist im Nebenstromrauch höher als im Hauptstromrauch.
(Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz)
Der Raucheranteil der 15- bis 19-jährigen betrug im Jahr 2013 24%. Wer mit 18 Jahren noch rauchfrei ist, wird mit 90%iger Wahrscheinlichkeit immer rauchfrei bleiben.
Der Tabakkonsum der 16- bis 19-jährigen steht im Zusammenhang mit ihrer Schulbildung. Von den Lernenden in Berufsausbildung rauchen 36%, bei den Gymnasiasten sind es 24%. Lernende im ersten Ausbildungsjahr orientieren sich am Arbeitsplatz an den älteren und an den anderen Mitarbeitenden. Rauchen diese, so ist die Versuchung im ersten Lehrjahr gross, mit dem Rauchen anzufangen. Der Gruppendruck spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Von der 15- bis 65-jährigen Wohnbevölkerung der Schweiz rauchten 2013 25%.
(Quelle Suchtmonitoring 2014)
Es gibt keinen unschädlichen Konsum von Tabakwaren!
Das Rauchen schädigt und vermindert die Sauerstoffaufnahme von fast allen Organen im Körper. Die Giftstoffe gelangen durch das Inhalieren über die Lunge ins Blut und von dort überall hin, wohin das Blut fliesst. So hinterlässt der Tabakrauch nahezu im ganzen Körper seine Spuren, vom Mund über Lunge und Herz bis zu den Ausscheidungsorganen und verursacht viele Krankheiten. Die gefährlichste dieser Krankheiten ist COPD (siehe unten).
Das Brustkrebsrisiko ist, wenn Mädchen innerhalb von fünf Jahren nach ihrer ersten Periode mit dem Rauchen beginnen, 70% höher als bei Nichtraucherinnen. Frauen weisen bei der gleichen Anzahl konsumierter Zigaretten höhere Erkrankungen beim Lungenkrebs auf als Männer.
Das Liebesleben von Männern wird durch den Tabakkonsum beeinträchtigt. Mit jeder Zigarette steigt bei Männern durch die Minderdurchblutung das Risiko für Erektionsprobleme.
Die Abkürzung COPD steht für den englischen Begriff „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“. COPD ist eine Lungenkrankheit, die langsam fortschreitend die Luftwege einengt. Oft wird sie auch „Raucherlunge“ genannt, weil in etwa 90 Prozent der Fälle das Rauchen die Ursache ist. Einerseits entsteht COPD durch die dauernde Entzündung der Atemwege (chronische Bronchitis), andererseits durch eine überblähte Lunge (Lungenemphysem). Die Krankheit beeinträchtigt die Atmung zunehmend, bis hin zur schwerster Atemnot, Husten und Auswurf. Die Betroffenen leisten körperlich immer weniger. In schweren Fällen reicht ihr Aktionsradius gerade noch bis zur Haustüre. COPD ist nicht heilbar. Ein Rauchstopp kann die weitere Zerstörung der Lunge verlangsamen oder verhindern.
In der Schweiz leiden über 350‘000 Menschen an COPD. An den Folgen des Rauchens sterben in der Schweiz jährlich rund 8‘000 Personen. Rauchen verursacht mehr vorzeitige Todesfälle als Autounfälle, Aids, Morde, Selbstmorde, Kokain, Heroin und Alkohol zusammen.
Ein Rauchstopp lohnt sich immer, je früher, desto besser!
Eine Zigarette liefert zwei Arten von Tabakrauch. Vom brennenden Ende der Zigarette geht der Nebenstromrauch in die Umgebung ab und löst durch Passivrauchen Beschwerden aus.
Vom Zigarettenende im Mund wird der Hauptstromrauch eingeatmet, dieser führt zu den durch aktives Rauchen bedingten Krankheiten. Neben- und Hauptstromrauch unterscheiden sich in der Zusammensetzung. Die Menge vieler Giftstoffe und krebserregender Partikel ist im Nebenstromrauch höher als im Hauptstromrauch.
Als Passivrauchen bezeichnet man das unfreiwillige und oft unbewusste Einatmen von Tabakrauch in geschlossenen Räumen. Passivrauchen kann akute und chronische Gesundheitsschäden wie Husten, Übelkeit, Kopfschmerzen, Asthma, Bronchitis und Herz-Kreis-Erkrankungen sowie Lungenkrebs verursachen.
In der Schweiz sind geschlossene Räume, die mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen, oder die öffentlich zugänglich sind, seit 1. Mai 2010 rauchfrei.
Wird dem Tabakrauch im Wasserbad die Schadstoffe entzogen?
Nein! Im Tabakrauch konnten bisher 4‘800 verschiedene Substanzen, darunter 70 krebserregende Chemikalien, nachgewiesen werden. Bei der Wasserpfeife verglimmt der Tabak indirekt über einer glühenden Kohle bei rund 450 Grad, bei der Zigarette verbrennt er direkt bei 800 bis 900 Grad. Eine niedrige Temperatur bedeutet keineswegs weniger Schadstoffe. Im Gegenteil, sie verbrennt weniger Giftstoffe. Die Schadstoffe verursachen nicht nur Krebs in der Lunge, der Mundhöhle, den Lippen und der Harnblase, sondern belasten auch das Herz-Kreislauf-System.
Kann Wasserpfeifenrauchen süchtig machen?
Ja! Nikotin ist der Stoff im Tabakrauch, der süchtig macht. Das Rauchen einer Wasserpfeife dauert ungefähr 45 – 60 Minuten, also viel länger als bei der Zigarette. In dieser Zeit wird mindestens hundertmal mehr Tabakrauch inhaliert als bei einer einzelnen Zigarette. 10 Gramm Wasserpfeifentabak entsprechen 10 Zigaretten. Deshalb kann auch das Wasserpfeifenrauchen zur Nikotinsucht führen.
Enthält der Tabak für Wasserpfeifen aromatisierte Zusatzstoffe?
Ja! Die Tabakhersteller bringen laufend Wasserpfeifentabak mit neuen Aromen auf den Markt: Apfel, Banane, Erdbeere, Kokosnuss, Lakritze, Mango, Orange, Pfirsich, Rose, Traube, Vanille oder Zitrone. Diese künstlichen Aromen sind an sich nicht besonders schädlich. Beunruhigend ist aber, dass die Aromen den Einstieg ins Rauchen begünstigen. Die fruchtigen Aromen machen den Tabakrauch milder, unerfahrene Rauchende kommen weniger schnell ins Husten. So versuchen die Tabakhersteller besonders junge Frauen als Raucherinnen zu gewinnen.
Kann man mit Wasserpfeifenrauchen Infektionskrankheiten übertragen?
Ja! Der Speichel kann Krankheitserreger enthalten, etwa Hepatitisviren und Tuberkulosebakterien, aber auch Virus für Lippenherpes. Dieses löst schmerzhafte Bläschen an Lippen und Zunge aus. Reicht man einander den Schlauch einer Wasserpfeife mit dem gleichen Mundstück in der Runde weiter, können auf diesem Weg ansteckende Krankheitserreger von einem Mund zum anderen übertragen werden. Die austauschbaren Mundstücke, die oftmals mit der Wasserpfeife angeboten werden, bieten nur einen begrenzten Schutz vor Infektionen, da potentiell gefährliche Bakterien in den Gummischläuchen nachgewiesen wurden.
Schadet das passive Mitrauchen bei einer Shisha-Runde?
Ja! Auch beim passiven Mitrauchen schadet der Tabakrauch einer Wasserpfeife der Gesundheit. Der Passivrauch setzt sich zusammen aus dem Rauch des glimmenden Tabaks und der glühenden Kohle sowie dem von den Rauchenden ausgeatmeten Rauch. Der Rauch der glühenden Kohle belastet die Atemluft zusätzlich mit hohen Mengen von Kohlenmonoxid, Schwermetallen und weiteren krebserzeugenden Stoffen. In einem geschlossenen Raum gelangen die Giftstoffe des Passivrauchs, wie beim aktiven Rauchen, über die Lunge und Blutbahnen in den ganzen Körper. Passivrauchen kann Krankheiten der Atemwege, Herzkrankheiten und Lungenkrebs verursachen.
Wer eine Stunde lang im Passivrauchen einer Wasserpfeife ausgesetzt ist, atmet so viel Kohlenmonoxid ein wie beim aktiven Rauchen von sechs bis acht Zigaretten. Kohlenmonoxid ist ein Atemgift, das den Sauerstoff aus dem Blut verdrängt. Siehe auch Kohlenmonoxyd-Test.
(Quelle: AT, dkfz, WHO, sfa/ispa)
PDF - „Wasserpfeife – die süsse Versuchung“
Snus ist ein mit Salzen versetzter Tabak, der unter die Ober- oder Unterlippe gesteckt wird. Das Salz dient dazu, den pH-Wert im Mund aufrecht zu erhalten, was die Resorption von Nikotin begünstigt. Die Nikotinkonzentration ist dieselbe, wie wenn jemand drei bis vier Zigaretten auf einmal rauchen würde. Das Nikotin wird über die Mundschleimhaut sehr schnell aufgenommen und gelangt so direkt ins Blut.
Snus darf in der EU und in der Schweiz nicht verkauft werden, der Konsum ist ab 18 Jahren jedoch erlaubt.
(Quelle: dkfz, sfa/ispa schweiz)