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Dieses Bild rezipiert das Gemälde „Saturn verschlingt seine Kinder“. Dieses Werk wurde 1636-1638 von Peter Paul Rubens gemalt.
In der römischen Mythologie wurde Saturn als Gott der Aussaht verehrt. In der griechischen Mythologie wurde er früh als Chronos, Gott der Zeit identifiziert.
Saturn hat seinen Vater überwältigt und kastriert. Als ihm prophezeit wurde, dass er durch die Hand seines Sohnes entmachtet würde, frass er fünf seiner eigenen Kinder. Nur Jupiter, das sechste Kind, überlebte, weil es von seiner Mutter Ops auf der Insel Kreta versteckt wurde. Jupiter war es, der schliesslich seinen Vater stürzte. So viel zur Legende.
Im Bild macht sich Saturn auf, den verkommenen Planet „Erde“, aufzufressen. Im Hintergrund entfliegen aus einer neuen, besseren Lichtwelt, die fünf verschlungenen Söhne als weisse Tauben, frei und unbedroht. Eine neue Ära entsteht.
Chronos hält sich auf eine im Sturm treibende Uhr mit verkehrten Zahlen. Diese hat ihre grossen Zeiger verloren. Es bleiben Sekunden. Die Zeit braucht keine Zeiger mehr.
Der sechste Sohn, von einer Taube in einem Raubvogel verwandelt, kehrt zu seinem Vater zurück um seine Brüder zu rächen und macht sich bereit, über Saturn herzufallen. Doch er sieht: das Ungetüm handelt nicht von sich aus. Es hängt an den Fäden einer höheren Macht (altior potentia)…
Öl auf Leinwand/Transponder, 120x80cm. 2018.