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Methodik
Methodisches Vorgehen: Modul Berichterstattungsqualität Die Berichterstattungsqualität wird anhand einer Inhaltsanalyse von 50 ausgewählten Medientiteln gemessen.
Zur Beurteilung der Berichterstattungsqualität werden die Gesamtausgaben der jeweiligen Medientitel für das Untersuchungsjahr 2015 untersucht. Aus der Gesamtberichterstattung der Medientitel im Untersuchungsjahr wird eine repräsentative Stichprobe von 18 365 Beiträgen gezogen, wobei jeder Beitrag von geschulten Codierern nach wissenschaftlichen Konventionen codiert wird (keine automatisierte Qualitätsbewertung).
Die vier Qualitätsdimensionen werden mit verschiedenen «Codes» operationalisiert: Die Qualitätsdimension der Relevanz wird mit den Indikatoren Beitragsrelevanz und Akteursrelevanz gemessen, die Einordnungsleistung mit den Indikatoren Themenorientierung und Interpretationsleistung und die Professionalität mit den Indikatoren Sachlichkeit, Quellentransparenz und Eigenleistung. Die Vielfalt der Medientitel wird anhand der Indikatoren inhaltliche und geografische Vielfalt bestimmt, die die statistischen Verteilungen der Codes über alle Beiträge hinweg erfassen. Die Codierung der Medienqualität wird ihrerseits durch einen Qualitätssicherungsprozess begleitet, so dass eine transparente und intersubjektiv nachvollziehbare Qualitätsmessung gewährleistet ist.
Die Indikatoren werden zu Scores für die Qualitätsdimensionen verrechnet. Pro Medientitel wird ein Score für die Berichterstattungsqualität gebildet. Die Skala reicht von 0 (minimale Qualität) bis 100 (maximale Qualität).
Methodisches Vorgehen: Modul Qualitätswahrnehmung Die Qualitätswahrnehmung wird – wie bereits im ersten Bericht aus dem Jahr 2016 – anhand einer Onlinebefragung gemessen, mit deren Durchführung das Marktforschungsinstitut GfK Switzerland beauftragt wurde. Im Februar und März 2018 wurden 2 169 repräsentativ ausgewählte Personen aus der Deutschschweiz und der Suisse romande befragt, wie sie 50 Medientitel in Bezug auf Qualität und Vertrauen einschätzen. Um Veränderungen über die Zeit feststellen zu können, wurde die Befragung auf die gleiche Weise wie 2016 durchgeführt – damals wurden 1613 Personen zu 43 Medientiteln befragt.
Da man nur Dinge bewerten kann, die man auch kennt, geben die Teilnehmer zunächst an, welche der 50 Medientitel ihnen jeweils bekannt sind. Die Befragten geben anschliessend nur zu jenen Titeln Qualitätsurteile und Bewertungen ab, die sie gut kennen.
Die Qualität der Berichterstattung wird – deckungsgleich mit dem Modul Berichterstattungsqualität – anhand von vier Dimensionen operationalisiert. Zum Beispiel: Kennt ein Teilnehmer die Sendung Echo der Zeit, kreuzt er auf einer fünfstelligen Skala an, wie schwach oder stark er einzelnen Aussagen zustimmt, darunter: «Echo der Zeit stellt gesellschaftlich bedeutende Themen ins Zentrum der Berichterstattung» (Relevanz), «...berichtet über viele unterschiedliche Themen» (Vielfalt), «...ordnet Ereignisse in grössere Zusammenhänge ein» (Einordnungsleistung) und «...trennt klar zwischen Nachrichten und Meinungen» (Professionalität).
Auch wenn es sich um eine Onlinebefragung handelt, kann die Bevölkerungsstichprobe als repräsentativ für die Deutschschweiz und die Suisse romande gelten, da mehr als 90% der Bevölkerung Onlinezugang haben. Auf eine erneute Befragung von Medienexperten, wie sie im vorherigen MQR aus dem Jahr 2016 enthalten ist, wurde diesmal verzichtet, da die Stichprobe zu klein gewesen wäre, um aussagekräftige Analysen durchführen zu können.
Einzig bei der Ergebnisdarstellung wurde eine Anpassung gegenüber der vorherigen Ausgabe vorgenommen, um die Lesbarkeit zu vereinfachen: Die Indikatoren werden neu zu Scores für die Qualitätsdimensionen verrechnet. Pro Medientitel wird ein Score für die Qualitätswahrnehmung des Publikums gebildet. Die Skala reicht von 0 (minimale Qualität) bis 100 (maximale Qualität).
Methodisches Vorgehen: Verrechnung der zwei Methoden Im ersten MQR aus dem Jahr 2016 konnte gezeigt werden, dass die Ergebnisse der beiden Methoden Bevölkerungswahrnehmung und Inhaltsanalyse in hohem Masse korrelieren. Dies bedeutet, die inhaltsanalytisch erfassten Qualitätswerte decken sich stark mit den unabhängig gemessenen Befragungsdaten.
Vor diesem Hintergrund wurden für die vorliegende Publikation die jeweiligen Scores aus den beiden Erhebungsmethoden zu einem Gesamtscore zusammengefasst. Die Verrechnung erfolgt durch eine Mittelwertbildung aus dem Befragungsanalyse-Score und dem Inhaltsanalyse-Score. Die Skala reicht auch hier von 0 (minimale Qualität) bis 100 (maximale Qualität). Damit wird die Qualität eines Titels anhand eines einzigen Scores erfassbar. Darüber hinaus wurden nach dem gleichen Berechnungsschema zusammengefasste Scores für die vier Qualitätsdimensionen gebildet.
Eine ausführliche Darstellung zu den methodischen Vorgehensweisen findet sich im Anhang.