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Das Revitalisierungsprojekt der Broye betrifft grösstenteils das linke Broye-Ufer sowie ihre Zuflüsse im Gebiet der Gemeinde Surpierre (FR), aber auch die Zuflüsse der Waadtländer Gemeinden Henniez und Valbroye. Das Projekt war vom 26. April bis zum 24. Mai 2019 öffentlich aufgelegt und die Erteilung der Baubewilligung erfolgte am 9. Februar 2021.
Arbeiten voraussichtlich bis Ende 2021 abgeschlossen
Ziel des Projekts ist die Revitalisierung der Broye sowie ihrer Zuflüsse im Auengebiet von nationaler Bedeutung «Les îles de Villeneuve». Das Hauptziel liegt in einer möglichst naturnahen Wiederherstellung des Auengebiets sowie des Verlaufs und der Dynamik der Broye. Zur Förderung der Erosion und der Wiederherstellung der Auendynamik ist die Entfernung der Uferverbauung sowie die Realisierung von Aussparungen an der linken Uferseite der Broye vorgesehen. Die Wasserströmung und das Hochwasser werden im Laufe der Zeit wieder einen gewundenen Verlauf des Gewässerbetts, unregelmässigere Ufer sowie Auenterrassen entstehen lassen, die zur Vielfalt des natürlichen Lebensraums beitragen. Zudem werden die Zuflüsse der Broye (Bäche Seigneux, Baume, Villeneuve, Granges und Trémeule) revitalisiert und im Auenwald wird ein Überflutungskorridor angelegt. Im Laufe der Zeit wird im Schutzgebiet wieder ein für Auengebiete charakteristisches Ökosystem, das sich aus für Feuchtgebiete spezifischen natürlichen Lebensräumen sowie Pflanzen- und Tierarten zusammensetzt, seinen Platz einnehmen.
Die vorbereitenden Massnahmen haben am 1. März 2021 begonnen und beinhalten die Rodung der Ufervegetation, damit die Arbeiten an der Gewässersohle sowie an den Ufern der Broye und an ihren Zuflüssen durchgeführt werden können. Anschliessend werden die Uferseiten grosszügig begrünt, was inbesondere die rechte, bislang kaum bepflanzte Seite betrifft. Die Revitalisierungsarbeiten sind bis Ende Jahr geplant.
Prioritäre Einstufung
Das Amt für Umwelt des Kantons Freiburg hat im Rahmen seiner Planung der Revitalisierungen der Fliessgewässer in Zusammenarbeit mit dem Kanton Waadt den Abschnitt «Les îles de Villeneuve» als prioritär eingestuft. Der Gewässerraum wird auf diesem Abschnitt mehr Platz erhalten. Die verwirklichten Massnahmen haben grossen Nutzen für die Natur und die Landschaft im Verhältnis zu den Kosten.
Das Amt für Umwelt bedankt sich bei der Bauherrschaft (Wasserbauunternehmen La Broye – Sektion II), der Gemeinde Surpierre, dem Bundesamt für Umwelt, dem Verein „Broye Source de Vie“ sowie den Gönnerorganisationen, die durch ihren unermüdlichen Einsatz die Umsetzung dieses Projekts ermöglicht haben.
Kosten und Planung
Die Gesamtkosten der Arbeiten, die insbesondere den Unterhalt über 3 Jahre sowie das biologische Monitoring über 10 Jahre miteinbeziehen, werden auf rund 3 Millionen Franken geschätzt. Der Bund subventioniert das Projekt zu 80%. Der Kanton Waadt beteiligt sich finanziell an den Massnahmen, welche sich auf sein Kantonsgebiet beziehen. Der Verein „Broye Source de Vie“ konnte die notwendigen Mittel finden, um den übrigen Teil zu finanzieren.