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Overview
Die Frage, wie im sozialpädagogischen Alltag Grenzen gesetzt werden können und mit welchen Strafen bzw. Sanktionen auf Grenzüberschreitungen und Regelverletzungen reagiert werden soll, beschäftigt eine Vielzahl von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen auf den jeweiligen Wohngruppen regelmässig.
Das vorliegende Forschungsprojekt knüpfte an diese Fragen an und untersuchte empirisch die Praxis im Umgang mit Grenzen, Regeln und Strafe in der Heimerziehung. Im Rahmen einer Einzelfallstudie in einer Institution der Heimerziehung wurden Dokumente (Regelkataloge, Hausordnungen, etc.) ausgewertet und qualitative Interviews durchgeführt. Das Projekt ging der Frage nach, wie und anhand welcher Überlegungen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen den Jugendlichen Grenzen setzen und welche Rolle Strafe dabei spielt.
Im Rahmen einer Fallstudie identifizierte und reflektierte das Projekt institutionelle Rahmenbedingungen einer Einrichtung der Heimerziehung. Weiterhin wurden konkrete Bewältigungsmuster und Legitimationsstrategien der Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen hinsichtlich Grenzen und Strafe herausgearbeitet. Die empirische Analyse erfolgte dabei vor dem Hintergrund der (sozial-)pädagogischen Theorien, die sich mit den Themen Grenzbearbeitung, Grenzsetzung und Strafe auseinandersetzen.
Die Ergebnisse wurden 2019 als Monographie publiziert:
Huber, Sven & Kirchschlager, Stephan (2019): Grenzen und Strafe in der Heimerziehung: Eine sozialpädagogische Studie. Opladen und Toronto: Barbara Budrich.