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Der Kammerchor Zürcher Unterland
Foto: Jürg Alean
Gegründet 1965, entwickelte sich der Kammerchor Zürcher Unterland zu einer festen Grösse im Kulturleben der Region Bülach. Heute singen rund 60 engagierte Sängerinnen und Sänger in diesem Konzertchor mit jährlich ein bis zwei Konzerten.
Während der letzten drei Jahrzehnte wurde der Chor massgebend geprägt von seinem musikalischen Leiter Beat Raaflaub. Unter dessen Führung entwickelte sich der Kammerchor zu einem Klangkörper mit exzellentem Ruf, auch über die Region hinaus. Deshalb standen dem Chor stets Vokal- und Instrumentalsolisten, sowie Orchesterformationen erster Güte zur Verfügung. Das Barockorchester Capriccio, die Camerata Schweiz, das Collegium Musicum Basel waren Garanten für eine erstklassige Interpretation der jeweiligen Werke. Für die Konzerte wurden Aufführungsorte gewählt, die von der Akustik und von der Ausstrahlung her zur Musik passten.
Die Liste der aufgeführten Werke liest sich wie eine Hitparade der wichtigsten und bekanntesten Stücke der polyphonen Chorliteratur: Neben den grossen Oratorien von Bach, Händel, Mendelssohn, Haydn oder Bruch lag der Schwerpunkt bei der sakralen Musik von der Renaissance bis zur Moderne, Messen, Requiems, Kantaten und Motetten. Immer wieder beschäftigte sich der Kammerchor auch mit weltlicher, profaner Musik. Der „Canto General” von Mikis Theodorakis nach einer Textvorlage von Pablo Neruda, die „Carmina Burana” von Carl Orff, Lieder von Brahms oder Dvorak, sowie Ausschnitte aus dem „Zigeunerbaron” und anderen Operetten von Johann Strauss seien Beispiele dafür.
Die letzten Aufführungen unter der Stabführung von Beat Raaflaub waren Programmpunkte mit ausserordentlicher Strahlkraft: „Elias” von Felix Mendelssohn Bartholdy, die „Messe in h-Moll” von Johann Sebastian Bach und das „Requiem” von Giuseppe Verdi.
Im Januar 2017 übernahm die überregional gefragte Tessinerin Anna Jelmorini einen engagierten, erfahrenen Chor, den sie zu weiteren musikalischen Höhepunkten führen möchte.