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© Marcel Burkhardt
Publikationen
Horch, P., S. Hohl, M. Kipfer, T. Koch, E. Ritschard & R. Spaar (2018)
Artenförderung Kiebitz in der Wauwiler Ebene, Kanton Luzern. Jahresbericht 2018.
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Schweizerische Vogelwarte, Sempach
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Zusammenfassung
Der Kiebitz ist in der Schweiz vom Aussterben bedroht und wird auf der Roten Liste der Brutvögel in der höchsten Kategorie geführt (CR, critically endangered). Ungefähr 180 Brutpaare lassen sich Jahr für Jahr in der Schweiz nieder, um hier ihre Jungen grosszuziehen. Der kleine Bestand und der ungenügende Bruterfolg sind die Hauptgründe für die kritische Situation der Kiebitze.
>BR>In der Wauwiler Ebene, dem wichtigsten Brutgebiet in der Schweiz, werden die Kiebitze seit 2005 durch gezielte Fördermassnahmen der Vogelwarte unterstützt und wissenschaftlich begleitet.
2018 durchlebten die Wauwiler Kiebitze eine wenig erfolgreiche Brutsaison. Mit 47 Brutpaaren liessen sich in diesem Jahr erneut etwas weniger Vögel im Gebiet nieder. 21 Jungvögel erreichten das flugfähige Alter. Dies ergibt eine Bruterfolgsrate von 0,45 flüggen Küken pro Brutpaar. Dieser Wert liegt deutlich unter dem angestrebten Wert von 0,8 flüggen Küken pro Brutpaar, den es für den Erhalt des Bestands erfordert. Rund 26 % der Nester wurden von Beutegreifern ausgeraubt. Nach zwei Starkregen-Ereignissen wurden 4,9 % der Nester überschwemmt. Sonst war die Saison durch eine lange Trockenheit geprägt. Im Juni wurden viele Nester von den Altvögeln aufgegeben, bevor die Küken schlüpften (über die ganze Saison 18,5 % der Nester).
Auf trockenen Böden finden die Kiebitze kaum genügend Nahrung. Als besonders wertvoll erwiesen sich daher Parzellen, auf welchen während der ganzen Brutsaison feuchte und weiche Bereiche zur Verfügung standen. Hier konnten auch die Küken Nahrung aufnehmen. Insbesondere der 2017 auf-gewertete NAVO-Streifen erwies sich als äusserst wichtige Brut- und Nahrungs-Fläche. 2019 wird das Förderprojekt Kiebitz in der Wauwiler Ebene weitergeführt. Insbesondere das Angebot an Kiebitzbrachen und temporären Feuchtflächen soll in Zusammenarbeit mit dem Landwirten erhöht werden.