Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03656.jsonl.gz/2683

Der Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2015 ging ein mehrjähriger Vorbereitungsprozess voraus. Neben den Mitgliedstaaten der UNO arbeiteten auch nichtstaatliche Akteure wie die Zivilgesellschaft, die Wissenschaft und der Privatsektor aktiv an der Ausarbeitung der Agenda 2030 mit.
Internationaler Verhandlungsprozess 2012–2015
Inspiriert durch die positive Ausstrahlung der Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs) beschloss die internationale Staatengemeinschaft an der UNO-Konferenz für nachhaltige Entwicklung (Rio+20) im Juni 2012, umfassende Ziele für eine nachhaltige Entwicklung auszuarbeiten und dafür eine offene Arbeitsgruppe mit 30 Landesvertreterinnen und Landesvertretern einzusetzen. Die Schweiz teilte sich in diesem Gremium einen Sitz mit Deutschland und Frankreich. Im Juli 2014 verabschiedete die offene Arbeitsgruppe einen Vorschlag, welcher 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung umfasst. Zwischen Januar und August 2015 fanden die zwischenstaatlichen Verhandlungen zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung statt.
Parallel zu den Verhandlungen zur Agenda 2030 fanden die Verhandlungen zur Addis Abeba Aktionsagenda statt, einem neuen Rahmenwerk zur Finanzierung für nachhaltige Entwicklung, welches die Staatengemeinschaft anlässlich der dritten internationalen Entwicklungsfinanzierungskonferenz im Juli 2015 in Addis Abeba verabschiedete.
Offiziell verabschiedet wurde die Agenda 2030 anlässlich eines Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs an der UNO in New York im September 2015. Sie wird bis 2030 Gültigkeit haben.
Nationaler Begleitprozess
Die Staatengemeinschaft befasste sich von 2012 bis 2015 mit der Definition und Verhandlung der Agenda 2030. Auf nationaler Ebene oblagen dem EDA die Koordination der Arbeiten und die Vertretung in den internationalen Verhandlungen. Eine im Oktober 2012 eingesetzte Task Force aus interessierten Bundesstellen steuerte den Prozess zur Entwicklung der Verhandlungsposition der Schweiz und führte regelmässig öffentliche Informationsveranstaltungen und Konsultationen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Privatwirtschaft durch. Durch diesen Vorbereitungsprozess konnte die Schweiz eine breit abgestützte Position in die internationalen Gremien einbringen. Der Bundesrat hiess diese Schweizer Position am 25. Juni 2014 gut. Sie bildete die Grundlage des offiziellen Schweizer Verhandlungsmandats.
Etappen des nationalen Begleitprozesses während den internationalen Verhandlungen 2012-2015
- Die Schweizer Position bezüglich der Agenda 2030 wurde am 25. Juni 2014 vom Bundesrat im Rahmen des Beschlusses über die Schweizer Prioritäten für die 69. UNO-Generalversammlung gutgeheissen.
- An der öffentlichen Veranstaltung am 8. Mai 2015 im Rahmen des nationalen Prozesses zur Post-2015 Agenda nahmen rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Privatwirtschaft, Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft teil.
- Am 9. Dezember 2013 hat die DEZA eine Podiumsdiskussion veranstaltet unter dem Titel «Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft: Die Post-2015 Agenda und die Schweiz».
- Öffentliche Information und Konsultation vom 8. April 2013
- Information und Konsultation vom 18. Januar 2013– Austausch mit Privatsektor (Mitglieder UN Global Compact Netzwerk Schweiz)
- Information und Konsultation vom 10. Dezember 2012 – Austausch mit Schweizer Forschungsinstitutionen
- Information und Konsultation vom 5. November 2012 – Austausch mit Schweizerischen NGOs