Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/76662

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Kosten-Nutzen-Analyse unter Berücksichtigung ökologischer Kriterien zum Einsatz von Schneekanonen in den Wintersportorten zu erstellen und Massnahmen vorzuschlagen. Zu berücksichtigen sind dabei die Ausbaupläne und Investitionsvorhaben diverser Wintersportregionen.</p><p>Im Bericht ist unter anderem Aufschluss zu geben über:</p><p>a. geplante Investitionen in Beschneiungsanlagen von Gemeinden, Kantonen, Bund und von privater Seite;</p><p>b. die Auswirkungen der Beschneiung und der anschliessenden Freizeitnutzung auf sensible Lebensräume (Wasser- und Energieverbrauch, Moorschutz-Problematik, Fauna/Flora usw.);</p><p>c. die Auswirkungen neuartiger Zusatzstoffe auf die Umwelt;</p><p>d. die Auswirkungen auf die Landwirtschaft in den betroffenen Gebieten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt, dass der Klimawandel auch für den Wintertourismus weitreichende Folgen hat. Insbesondere Skigebiete in den Voralpen dürften wegen der ansteigenden Schneefallgrenze langfristig kaum mehr rentabel betrieben werden können. Dies gilt umso mehr, als Schneekanonen für einen optimalen Betrieb auf tiefe Temperaturen angewiesen sind. Solche Gebiete sind daher speziell gefordert, sich auf die abnehmende Schneesicherheit einzustellen und ihr Tourismusangebot zu diversifizieren.</p><p>Die von der Postulantin geforderte Erstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse unter Berücksichtigung ökologischer Kriterien zum Einsatz von Schneekanonen in den Wintersportorten lehnt der Bundesrat jedoch ab. Die Bewilligung von Beschneiungsanlagen fällt in die Zuständigkeit der Kantone. Zudem sind die Auswirkungen von Kunstschnee und Schneezusätzen auf die Umwelt bereits verschiedentlich wissenschaftlich untersucht worden. In diesem Zusammenhang sei auch auf die laufenden Abklärungen des Eidgenössischen Institutes für Schnee- und Lawinenforschung zur Beurteilung der heutigen Praxis des Hilfsstoffeinsatzes bei der Pistenpräparierung verwiesen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.