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Der Name della Torre ist in der Ländlerszene wohlbekannt. Gleich mehrere Namensträger sind in der Volksmusik verwurzelt. Den Urstein dieser Schweizer Volksmusikdynastie setzte Pietro della Torre, der 1863 als Gastarbeiter aus Italien nach Obwalden auswanderte. Er spielte mit seiner Trompete bereits in diversen regionalen Kapellen mit. Sein Musikgen vererbte er an seine Kinder und Enkel weiter.
Bei Hans della Torre sprang der musikalische Funke schon im Kindergarten über, als er auf dem Schwyzerörgeli im Alleingang die ersten Griffe übte. Später wechselte er zur rückwärtschromatischen Handorgel.
Bekannte Wegbegleiter
Seinen ersten Auftritt hatte Hans della Torre 1940 an der Landsgemeinde in Sachseln. In seiner langjährigen Karriere als Musiker sollte er vielen Volksmusik-Koryphäen begegnen und mit ihnen gemeinsam musizieren; so beispielsweise Walter Grob, Josef Gmür, Alois Schilliger, den Boss Buebe, Fridel Horat und vielen weiteren.
Als Akkordeon-Begleiter von Ruedi Rymann bereiste Hans della Torre zusammen mit dem Obwaldner Wildhüter die halbe Welt. Während dieser Zeit landete das Erfolgs-Duo Ruedi und Hans mit «Dr Schacherseppli» einen der grössten Volksmusik-Hits aller Zeiten.
Autodidakt mit Birchermüesli
Grossen Erfolg feierte Hans della Torre ab den 1950er-Jahren mit dem legendären Handorgelduett Bucheli-della Torre. Erstaunlich dabei ist, dass er weder Noten lesen konnte, noch jemals Unterricht erhalten hatte. Sein Können erarbeitete er sich autodidaktisch.
Nach einigen Jobs wurde della Torre bis zu seiner Pensionierung in der «Familia» Birchermüesli-Fabrik in Sachseln angestellt. Dort entstand mit dem «Birchermüesli-Schottisch» auch eine seiner bekanntesten Kompositionen.
Seit 1947 wurden zahlreiche Schallplatten, sowie Radio- und Fernsehsendungen aufgenommen. Auslandkonzerte in Japan, Amerika, Deutschland, Frankreich, Holland und England ergänzten das musikalische Schaffen.
Am 28. November 2019 starb Hans della Torre-Omlin im Alter von 96 Jahren.