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In Ilanz wurde 1943 ein Militärspital für den Ernstfall gebaut, das aus zwei Gebäuden besteht; einer Operations- und einer Bettenbaracke. Ende der 1990er Jahre wurde im Estrich der Operationsbaracke ein Quartier der Kleinen Hufeisennasen gefunden. Diese Fledermaus ist in der Schweiz vom Aussterben bedroht. Kurz nachdem die Fledermäuse gefunden wurden, sollte der Unterhalt eingestellt und die beiden Gebäude abgerissen werden.
Pro Natura Graubünden konnte das Militärareal kaufen, bekam allerdings die Auflage, das nicht von den Hufeisennasen benutzte Gebäude zu entfernen.
Im März und April haben die Zivildienstler des Naturnetz Graubünden die Bettenbaracke rückgebaut. Die Baracke mass über 500m2, mehr als 100 Tonnen Bauschutt und Altholz wurden abgeführt. Das Material wurde getrennt und wo möglich einer Wiederverwendung oder dem Recycling zugeführt.
An der Operationsbaracke wurden einige Unterhaltsarbeiten ausgeführt, damit das Gebäude Wind und Wetter schadlos trotzen kann.
Während den Bauarbeiten konnten auch einige interessante Beobachtungen gemacht werden. Mehrere Gartenschläfer wurden im Winterschlaf angetroffen. Die Tiere wurden mitsamt ihrem Nest an einen geschützten Ort gebracht. Und in den letzten Tagen des Abbruchs tauchten auch die ersten zwei Kleinen Hufeisennasen auf, die ihr angestammtes Quartier bereits wieder aufsuchten. Bevor der Hauptharst eintraf, waren die Arbeiten beendet und die gewohnte Ruhe lag über dem Areal.
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