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Die Geschichte der Funke Häxe Winterthur
In Winterthur ist es Brauch, dass am Abend des Fasnachtsmontag ein Feuer entzündet wird um den Fasnachtsbögg zu verbrennen. Dies soll den Winter vertreiben. Für dieses Feuer - den sogenannten Funken - müssen diverse Arbeiten erledigt werden. Seit vielen Jahren sind traditionsgemäss die Busfahrer des Stadtbus Winterthur mit dem Funkenbau betraut. Am Fasnachtsfreitag wird von diesen Funkenbauern des SBW der Scheiterhaufen, resp. Funken für die Böggverbrennung aufgebaut. (Heute wird der Funken durch eine gemischte Gruppe erstellt.) .
Anlässlich des Funkenbaus vom 07.02.2003 hatten Mario und Jürg die Idee, nach dem im Anschluss an den Funkenbau stattfindenden Essen als Hexen maskiert die Fasnacht in Winterthur zu besuchen. Leider dauerte der Funkenbau an diesem Tag etwas länger und sie hatten keine Zeit mehr, sich als Hexen zu kostümieren. Während des ganzen Essens spannten sie die Idee der Hexen weiter und an diesem Abend wurden die Funke Häxe Winterthur gegründet.
Nun hatten sie einiges zu Organisieren. Was ist nötig, um eine Fasnachtsgruppe auf die Beine zu stellen? Kostüme, Masken, Besen und einen Namen. Lange haben sie es sich hin und her überlegt, welchen Namen sie der Gruppe geben könnten. Da der Einfall dazu beim Funkenbau entstanden war, kam irgendwann die Idee der Funke Häxe.
Angefangen haben sie mit dem Kostüm. Mario's Vater hatte noch einen grossen weissen Stoffvorrat, den er ihnen sehr günstig zur Verfügung stellte. Lange haben sie sich gefragt, welche Farben sie wählen sollten. Nach langem hin und her einigten sie sich auf folgende Farben. Kopftuch: blau/weiss; Bluse: rot; Rock: grün; Schürze: dunkelbraun und für die Vize- und Oberhexe zwei blaue Schultertücher, die an Empfängen und Apéros getragen werden müssen. Nun wurde gefärbt, zugeschnitten und genäht. Innerhalb kurzer Zeit wurden 20 Kostüme angefertigt. Bei der Einfärbung ist etwas schiefgelaufen und die Schürzen wurden Hellbraun anstatt wie vorgesehen Dunkelbraun. Sie hatten das Glück, dass Frau Pfiffner und ihre Schwester versierte Näherinnen sind. Freundlicherweise stellten sie uns die Gewänder in enormer Fronarbeit her. Der Grundstoff unserer Kostüme ist bei allen Mitgliedern gleich. Jeder kann dann sein Outfit selbst noch verfeinern.
Am ersten Umzug stellten wir fest, dass uns ein Schultertuch für das perfekte Aussehen fehlte. Also wurde dieses blaue Tuch für alle Hexen angefertigt.
Mit blauem Tuch
Kostüm heute
Während der grossen Kostümherstellung nahmen Mario und Jürg die Maske in Angriff. Sie sollte nicht allzu grimmig, jedoch auch nicht zu freundlich sein. Mario fand im Internet einen Maskenhersteller, der einigermassen erschwingliche Preise hatte. Am 27.08.2003 besuchten sie das Atelier Odermatt in Büren LU, um unsere Maske zu kreieren. Grösse, Form, Ausdruck, Farbe und Innenleben sollten auch für Brillenträger geeignet sein.
Bei Odermatt im Atelier
Farbe
Augenmuster
Muster
Es hat ein paar Versuche gebraucht, bis wir die richtige Form gefunden haben.
Endlich konnten wir sie abholen
Die heutige Maske wurde bis 2011 aus Latex bei der Firma FIMA Pfungen hergestellt.
Die aus Latex hergestellte Maske ist strapazierfähiger, dafür etwas schwerer als die ursprüngliche. (Heute müssen wir leider nach einem neuen Maskenhersteller Ausschau halten.….)
Nun hatten wir die Maske und das Gewand erstellt. Es stellte sich die Frage, wie unser Name sichtbar wäre. Viele der Maskengruppen tragen Amulette aus Metall. Wir hatten die Idee, eines aus Holz zu fertigen. Den Namen des Anhängers haben wir aus unserem Namen abgeleitet: Funke Häxe --- Fünkli
2004 erstes Fünkli
Nun hatten wir unsere Ausrüstung für den ersten Umzug in Winterthur 2004 bereit und konnten das erste Mal aktiv an der Winterthurer Fasnacht teilnehmen.
Infolge grosszügiger Spenden konnten wir sogar einen Wagen mitführen, den wir dank Mithilfe von Mitgliedern der Gruppe bauten.
Von den Höllochhexen Winterthur hat Jürg die Idee der kleinen Masken und der Anstecker übernommen.
Angefertigt werden diese kleinen Masken und Anstecker im Schwarzwald bei der Firma Pfaff in Schonach. Die grössere Maske haben wir an das Fünkli gehängt
2007 Fünkli mit Maske
2010 heutiges Fünkli
Das heutige Fünkli ist aus Metall und wird von der Firma Rusto in Goldach hergestellt.
An der Fasnacht 2005 haben wir unseren „ festen“ Hexenwagen erschaffen.
Wagen 2007
Wagen 2011
Wagen 2016
Zum Schluss der Geschichte der FHW möchten wir allen danken, die es uns ermöglicht haben, diese Gruppe auf die Beine zu stellen. Danken möchte ich auch der Stadt Winterthur für die grosszügige finanzielle Unterstützung. Speziell bedanken möchte ich mich bei Mario Pfiffner (Mario mach); ohne seine Hilfe wären die Funke Häxe Winterthur nicht entstanden.
Am 05.05.2016 war es nun soweit, der "Verein Funke Häxe Winterthur" wurde durch Nico, René und Rosi gegründet.