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Bitterling
Biologie des Bitterlings (Rhodeus amarus)
Körpermerkmale
Sehr kleine (eine der kleinsten Fischarten Europas), hochrückige, seitlich abgeflachte Fische; grosse Schuppen, Seitenlinie nur 5 bis 6 Schuppen lang. Mundspalte klein, einreihige Schlundzähne. Rücken graugrün bis dunkelbraun; Flanken heller, silberglänzend, mit einer blaugrün schillernden Längsbinde von der Flankenmitte bis Ende Schwanzteil; Bauchseite weisslich. Männchen zur Laichzeit mit roter Kehle, Brust und vorderer Bauchpartie, ebenfalls erste Rückenflossenstrahlen kräftig rot; Rücken und Hinterkörper bläulichgrün. Weibchen in der Laichzeit mit mehreren Zentimetern langer Legeröhre. Mittellänge 5 - 6 cm, maximal 9 cm.
Vorkommen
In vegetationsreichen Uferzonen von langsamfliessenden Flüssen, Teichen und Seen. Typischer Bewohner von Altwässern; Bestände stark zurückgegangen. Stets in Gesellschaft mit Teich- oder Malermuscheln. In Europa vom Nordosten Frankreichs bis zu den Zuflüssen des Kaspischen Meeres verbreitet. In Nordeuropa, auf der Alpensüdseite und im Mittelmeerraum fehlend. Im Kanton Bern kommen Bitterlinge noch in verschiedenen Gewässern in kleineren Beständen vor.
Lebensweise
Gesellig lebender Schwarmfisch. Das Fleisch schmeckt bitter (Namensgebung). Fortpflanzung von April bis Juni; Weibchen bildet Legeröhre aus, mit deren Hilfe es seine 40 - 100 Eier durch die Atemöffnungen von Grossmuscheln ablegt. Schlupf nach 15 - 20 Tagen; erst nach Verbrauch des Grossteils des Dottersackes verlassen die Larven die Muschel. Da die Überlebenschance der in der Muschel vor Feinden gut geschützten Larven gross ist, kann sich der Bitterling erlauben, nur eine geringe Anzahl von Eiern zu produzieren. Bitterlinge sind Allesfresser, welche neben Kleintieren aller Art, wie Würmern, Kleinkrebsen und Insektenlarven vor allem auch Wasserpflanzen fressen.
Hinweis:
Der Bitterling ist ganzjährig geschützt.