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PROGRAMM
Ludwig van Beethoven – Geistertrio op. 70 Nr. 1 in D-Dur
Johannes Brahms – Klaviertrio op. 8 in H-Dur
Das Trio schreibt zum Programm:
Mit dem Geistertrio von Beethoven und dem Trio in H-Dur von Brahms in der Spätfassung stehen zwei zentrale Werke der Kammermusikliteratur auf dem Programm. Das Trio in D-Dur op. 70 Nr. 1 (1808) verdankt seinen Namen dem zweiten Satz, der in seiner düsteren, manchmal unwirklichen Stimmung und kargen Melodieführung in Beethovens Werk einzigartig ist. Eingebettet ist der Mittelsatz in zwei energievolle Ecksätze, die einen Kontrast dazu darstellen. Das erste Klaviertrio von Brahms op. 8 in H-Dur, war in seiner ursprünglichen Form zugleich auch sein erstes Kammermusikwerk, welches 1854 veröffentlicht wurde. Die Publikation erfolgte auf das Drängen von Clara Schumann, obwohl Brahms selber es „gerne noch behalten hätte, um später darin zu ändern“. So nahm er denn 1888 den Umstand zum Anlass, als Simrock die Rechte an seinen Werken erwarb, das Trio nochmals komplett zu überarbeiten. Konkret bedeutete dies eine Kürzung von fast einem Drittel; diese betrafen vor allem programmatische Elemente oder Passagen, wie z.B. das Seitenthema des vierten Satzes, welches ein Zitat aus Beethovens „An die ferne Geliebte“ enthält und in der Frühfassung als Botschaft für Clara Schumann bestimmt war. Das Werk beginnt mit wunderbar lyrischen Themen und endet mit einem eher untypischen düsteren vierten Satz in h-moll: Vergeblich erwartet man einen unbeschwerten oder strahlenden Schlusssatz.