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Grenzgänger Italien/Schweiz, kleine Dokumentation mit Bild und Text
Die Marmorataforelle (Salmo marmoratus) ist eine Süsswasserfischart aus der Familie der Forellenfische. Sie kommt in den Flüssen der italienischen und slowenischen Adria- Region vor.
Merkmale:
Die Marmorataforelle erreicht eine Körperlänge von 120 Zentimetern und ein Gewicht bis 50 Kilogramm. Der Körper ist silbrig bis olivgrün mit unregelmäßigen bräunlichen Linien, die ein marmoriertes Muster formen. Der Kiemendeckel weist bräunliche Flecken oder Linien auf.
Weltrekord Marmorataforelle?
Riesige Marmorataforelle, gefangen mit Rute
und Rolle,im Moraca Fluss in Montenegro.
Länge: 120 cm
Gewicht:24,8 kg
Fangjahr: ?
Name des Fängers: ?
Vorkommen Europaweit
Das Verbreitungsgebiet der Marmorataforelle erstreckt sich von den nördlichen Zuflüssen des Pos bis zu den Einzugsgebieten des Soca und Rizana in Italien und Slowenien. Im italienischen Fluss Tiber wurde sie eingeführt. Früher wurden auch Forellenpopulationen aus dem Einzugsgebiet der Neretva in Bosnien und Herzegowina und Kroatien, aus dem Skutarisee, aus dem Drin sowie dem Einzugsgebiet des Shkumbin in Montenegro, Albanien, Kosovo und Mazedonien der Marmorataforelle zugeschrieben. Nach Molekularanalysen kam man jedoch in einer 2002 veröffentlichen Studie zu dem Schluss, dass es sich bei diesen Populationen nicht um die Marmorataforelle handelt, sondern um ein noch nicht identifiziertes ähnliches Taxon.
Vorkommen im italienisch/schweizerischen Grenzgebiet
Lago Maggiore
Das Vorkommen der Marmorataforelle im italienisch/schweizerischen Grenzgebiet, beschränkt sich auf den Lago Maggiore und seine Zuflüsse:
Fiume Toce, ( It)
Fiume Ticino, (It)
Fiume Ticino, (CH) wo meistens nur die Hybridform Fario/Marmorata gefangen wird.
Weiter sind zu erwähnen:
Fiume Mellezzo, (It) Marmoratas und Hybridformen, und der Lago Di Palagnedra, (CH) wo gelegentlich Einwanderer aus dem Mellezzo gefangen werden.
Im Fiume Maggia sind und waren Marmorataforellen nie einheimisch. Es werden nur ganz selten Hybriden, die aus dem Lago Maggiore aufsteigen, gefangen.
Lebensraum Bach und Fluss
Die Marmorataforelle lebt in montanen Landschaften in kalten Bächen und Flüssen mit Temperaturen, die im Sommer nicht über 15 °C steigen.
Der Toce bei Crodo,wilder Marmoratafluss in schweizer Grenznähe
Eine marmorierte Schönheit,gefangen in der Nähe der oben abgebildeten Localität
Lebensraum See
Im Lago Maggiore gibt es die lacustre Form der Marmorataforelle. Sie nimmt im See die selben Lebensgewohnheiten an, wie die Seeforelle (Salmo trutta lacustris) und verlässt den See nur zum ablaichen.
Glücklicher See-Marmorata Fischer.
Schleppboot
Lebensweise
Die Marmorataforelle erreicht ein Alter von mindestens zehn Jahren. Die Männchen sind mit drei Jahren geschlechtsreif, die Weibchen mit vier Jahren. Die Laichzeit ist von November bis Januar, wenn die Temperaturen auf unter 6 °C fallen. Der Laichvorgang erstreckt sich gewöhnlich über einen Zeitraum von einem Monat; in einigen Flüssen kann er jedoch auch nur wenige Tage dauern. Am intensivsten ist er in den Abendstunden während des Neumondes. Die Eier werden im Kiesbett von Flüssen in einer Tiefe von 0,6 bis 0,8 Metern abgelegt. Die Brut schlüpft nach 45 Tagen. Nach 59 bis 63 Tagen ernähren sich die Jungfische von einer Vielfalt von wirbellosen Tieren. Die erwachsenen Fische sind Räuber und essen Fische.
Aufzucht,seriöse Fronarbeit um Rasse und Erbgut zu erhalten.
Eine italienischer Fischerverein in der nähe des Südtirols, bei den Aufzuchtarbeiten.
Elektrisches abfischen der Laichtiere im natürlichen Lebensraum.
Das streifen der Laichtiere, eine Aufgabe für den Spezialisten.
Hoffnungsvoll wartet man auf das schlüpfen desMarmoratanachwuchs.
Ausetzen der Marmoratabrütlinge in ihr heimisches Gewässer.
Bestand und Gefährdung
Die Maromatoraforelle wird gegenwärtig von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) klassifiziert. Aufgrund der Hybridisierung mit der Forelle und der norditalienischen Bachforelle Salmo cenerinus haben jedoch nur wenige reinrassige Populationen der Marmorataforelle überlebt. In den letzten Jahren konnte jedoch die Bestandssituation durch Aufstockung mit reinrassigen Exemplaren verbessert werden. Sollten diese Schutzmaßnahmen beendet werden, könnte dies zu einem erneuten Gefährdungsstatus führen. Weitere Bedrohungen gehen von Wasserverschmutzung, Überfischung und Flußbegradigung aus.
Hybridformen
Im Einzugsgebiet des Lago Maggiore werden des öfteren Marmorata/Fario Hybriden gefangen. Teils wegen der natürlichen Verlaichung beider Arten, meistens aber wegen unsachgemässen Aufzuchts und Besatzarbeiten.
Hybridform gefangen 2007 in einem kleinen Lago Maggiore Zufluss (CH)
Hybridform 4,5 Kg. gefangen 2006 im Lago di Palagnedra (CH)
Infos Fischen auf Marmoratas
Im Tessin ist die Marmorataforelle, in Fliessgewässern seit 2006 gänzlich geschützt und muss unmittelbar nach dem Fang wieder zurückgesetzt werden.
Marmorataforellen gefangen im Lago Maggiore (Schonmaas 30 cm) dürfen behändigt werden.
Hybriden dürfen überall behändigt werden. (Schonmaas im Fluss/Bach 24 cm im Lago Maggiore 30 cm )
Patente, Wochen und Tageskarten können auf jeder Gemeindeverwaltung oder in Angelzubehörläden (Tages und Wochenkarten) gekauft werden.
Kontakte:
Kantonale Fischereibehörde
Dipartimento del Territorio, Servizio cantonale della caccia e pesca, V. Stefano Franscini 17, 6501 Bellinzona
Möchten sie im Toce und seinen Zuflüssen oder im Lago Maggiore, Italien fischen? Holen sie vor Ort auf dem Postamt oder im Angelzubehörladen den staatlichen Fischereischein (ein Einzahlungsschein der bei Bezahlung sofort gültig wird). Mit diesem Papier und zwei Fotos von ihnen gehts dann auf die Provinz, wo sie dann gegen eine erneute Taxe das Provinziele Fischereipatent und Regolament erhalten.
Kontakte:
Provincia del Verbano Cusio Ossola
Assessorato Tutela Faunistica e Polizia Provinciale
http://www.provincia.verbania.it
Uffici di Verbania - Via dell’Industria, 25 – 28924 Verbania (tel. 0323 4950255, 0323 4950327)
Uffici di Domodossola - Via De Gasperi, 27 – 28845 Domodossola (tel 0324 49291)
ORARI DI APERTURA AL PUBBLICO:
Lunedì e giovedì: 9.00-12.30, 15.00-17.00
Martedì, Mercoledì e Venerdì: 9.00-12.30
QuellenText: Wikipedia,Ricci Quellen Fotos: Internet,Ricci Verfasser: Ricci Mai 2009