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Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der chinesischen Küstenstadt Xiamen betrug 2019 20 330 Franken. Verglichen mit dem Landesdurchschnitt von 9310 Franken ist das mehr als doppelt so viel. Wie lässt sich dieser gewaltige Unterschied erklären? Ein wichtiger Faktor: Xiamen wurde 1981 zu einer der ersten Sonderwirtschaftszonen Chinas erklärt.
Sonderwirtschaftszonen sind bestimmte Gebiete innerhalb eines Staates, die mit rechtlichen Bestimmungen Anreize schaffen, um Unternehmen und Investoren für sich zu gewinnen und dadurch das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Dazu gehören erleichterte Zoll- und Steuerbestimmungen, aber auch Spezialbestimmungen im Umwelt- oder Arbeitsrecht.
Die amerikanische Adrianople Group, die sich auf die Erforschung solcher Wirtschaftszonen spezialisiert hat, lancierte mit der Open Zone Map die erste umfassende Karte aller Sonderwirtschaftszonen weltweit. Mittels Filter lässt sich gezielt nach Region, Grösse, Zonentyp und Verwaltungsart suchen. Auch kann man sich zur besseren Orientierung die jeweiligen Landeshauptstädte und Flughäfen einblenden lassen. Wer also noch auf der Suche nach einem Unternehmensstandort ist, könnte an dieser Karte durchaus Freude haben.