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Der 1975 in Lausanne geborene Lionel Baier ist der Sohn Schweizer Eltern mit polnischen Wurzeln. Durch seine Leidenschaft für das Kino war er bereits mit 17 stellvertretender Leiter des Cinéma Rex in Aubonne und begann später ein Literaturstudium in Lausanne. 2001 fiel er mit La Parade (notre histoire) erstmals auf internationalen Festivals auf. Mit Garçon stupide (2004), Comme des voleurs (à l'est) (2006) und Les Grandes Ondes (à l'ouest) (2013) folgten weitere Kritik- und Publikumserfolge. Lionel Baier leitet seit 2002 den Fachbereich Film an der Ecole Cantonale d'Art de Lausanne (ECAL). Im September 2014 wurde ihm der Grand Prix culturel de la Fondation Vaudoise pour la Culture verliehen, der eine «Persönlichkeit des Waadtländer Kulturlebens ehrt, die das Land mit einem kraftvollen Werk und einem neuen Ansatz bereichert hat». Er ist der stellvertretende Vorsitzende des Rates der Stiftung der Cinémathèque Suisse und Mitglied des Komitees von Visions du Réel, Festival de cinéma Nyon. Sein nächster Film Sans Merci, ein Teil der Fernsehfilmreihe Onde de Choc, befindet sich derzeit in Postproduktion und wird Ende 2017 uraufgeführt.
Carine Chichkowsky war über zehn Jahre für mehrere Produktionsfirmen von Kurzfilmen, Videoclips und Dokumentarfilmen als Produktionsmanagerin tätig. Für Films de la Villa war sie die ausführende Produzentin für «Mafrouza», einen monumentalen Dokumentarfilmzyklus von 5x150', der bei den Filmfestspielen von Locarno für Paraboles, den letzten Teil des Zyklus, den Golden Leoparden erhielt. 2010 gründete sie zusammen mit Guillaume Morel Survivance, ihre eigene unabhängige Produktions- und Filmbearbeitungsfirma. 1996 absolvierte sie an der Laval University in Quebec und der Grenoble Business School einen doppelten Master in Business and Administration. Seit 2010 war sie die Produzentin der meisten Filme von Survivance. Survivance ist seit seiner Gründung in zwei Hauptbereichen tätig: Die Produktion von Arthaus-Dokumentar- und Spielfilmen und der Vertrieb von seltenen Filmen auf DVD und in Kinos.
Pieter van Huystee (1956) begann seine berufliche Laufbahn als Fotograf für Illustrierte. Nach einer Tätigkeit für einen öffentlich-rechtlichen Sender übernahm er die künstlerische Leitung von IDTV. In dieser Zeit war er vor allem für Unterhaltungssendungen zuständig, lernte aber gleichzeitig Johan van der Keuken kennen und produzierte dessen spätere Dokumentarfilme, darunter Brass Unbound und Amsterdam Global Village. Er arbeitete lange Zeit mit Heddy Honigmann zusammen und machte mit ihr neben O Amor Natural, Underground Orchestra und Crazy noch viele weitere Dokumentarfilme. Für Boris Gerrets produzierte er People I Could Have Been and Maybe I Am sowie Shado'man. Derzeit arbeitet er an Renzo Martens Gentrification Project und Retel Helmrichs The Camp. Durch die Kombination von Wagemut und Entschlossenheit wurde Pieter van Huystee Film zu einer der führenden unabhängigen Filmproduktionsgesellschaften in den Niederlande. Seine Filme werden auf Festivals auf der ganzen Welt vorgeführt und wurden mehrfach ausgezeichnet. 1999 erhielt Huystee den Staatlichen Holländischen Filmpreis für seine Beiträge zum holländischen Dokumentarfilm. Vorstandsmitglied des Eye Film Instituts (Holländisches Filmmuseum).