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Am 29. August und 15. September 2017 liess Nordkorea Raketen abfeuern, die hoch über Hokkaido flogen und schliesslich irgendwo im Pazifik niedergingen. In solchen Situationen wird jeweils das J-Alert-System aktiviert (Asienspiegel berichtete). Es handelt sich dabei um ein satellitenbasiertes Warnsystem, das in kürzester Zeit die Bevölkerung bei militärischen Gefahren möglichst frühzeitig informiert.
Die Warnungen werden unverzüglich an Fernsehkanäle und Smartphones übermittelt. Die Behörden geben die Warnungen auch über Lautsprecher durch. Das Problem ist nur, dass die Japaner zwar gut auf Naturkatastrophen vorbereitet sind, doch wie man sich bei möglichen Raketenangriffen zu verhalten hat, ist den meisten unklar. Infolgedessen bleibt man einfach untätig. Oft bleibt auch kaum Zeit zu reagieren. Die Behörden wünschen sich jedoch, dass man diese Gefahr ernster nimmt und die richtigen Massnahmen einleitet.
Die Kraft der Manga
Um dieses Anliegen zu übermitteln greift die Präfekturregierung von Hokkaido nun auf die Kraft der Manga zurück. In einem kurzen Comic, den sie online gestellt hat, wird erklärt, wie man sich in den verschiedensten Situationen verhalten und worauf man achten sollte. Szenen in der Schule, auf dem Feld, beim Joggen, im morgendlichen Pendelverkehr oder beim Fischen auf hoher See werden darin wiedergegeben. Die einfache Botschaft dieses Mangas ist, dass man sich überall minimal schützen kann. Öffentliche Toiletten, Gräben, solide Wände oder ein Tisch sind in solchen Situationen womöglich lebensrettend.