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Nach einer leichten Gegenbewegung im frühen Handel drehten die Preise am späten Vormittag wieder in die Gewinnzone. Zuvor hatte die Internationale Energieagentur (IEA) für das kommende Jahr ein Angebots-Defizit auf dem Ölmarkt prognostiziert, sofern wichtige Förderländer eine jüngst beschlossene Produktionskürzung tatsächlich umsetzen werden.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete gegen Mittag 56,00 US-Dollar. Das waren 31 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Januar stieg um 28 Cent auf 53,11 Dollar.
Zum Wochenauftakt hatten der US-Ölpreis bei 54,51 Dollar und der Preis für Nordsee-Öl bei 57,89 Dollar noch jeweils zeitweise den höchsten Stand seit Sommer 2015 erreicht. Der jüngste Höhenflug folgte auf einen Schulterschluss der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) mit zahlreichen anderen Förderländern bei einer geplanten Förderkürzung im kommenden Jahr.
Die Einigung wichtiger Ölförderländer auf eine Produktionskürzung könnte nach Einschätzung der IEA schnelle Auswirkungen auf das weltweite Angebot an Rohöl haben. "Wenn die Opec zügig ihre Produktionsziele umsetzen sollte und die übrigen Förderländer wie angekündigt an der Kürzung teilnehmen werden, wird sich der Ölmarkt in der ersten Hälfte 2017 in ein Angebots-Defizit bewegen", heisst es in einer Einschätzung der IEA. Damit würde das seit längerer Zeit vorherrschende Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt der Vergangenheit angehören.
(AWP)