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Der mit einem Oscar ausgezeichnete schwedische Dokumentarfilmer Malik Bendjelloul ist gestorben. Er sei am Dienstag in Stockholm tot aufgefunden worden. Der Regisseur wurde nur 36 Jahre alt. Der Regisseur nahm sich das Leben, wie sein Bruder Johar Bendjelloul gegenüber der Zeitung «Aftonbladet» sagte: «Ich kann bestätigen, dass er an Depressionen litt.»
Im Gespräch mit dem Radiosender Sveriges Radio äusserte sich der Bruder erschüttert: «Das ist das Schlimmste. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll.» Er sei «bis zum Schluss» bei ihm gewesen. «Das Leben ist nicht immer einfach», sagte Johar Bendjelloul.
Dokumentarfilm über Sixto Rodriguez
Bendjelloul hatte 2013 für den Film «Searching for Sugar Man» den Oscar für die beste Dokumentation gewonnen. Darin ging der Filmemacher gemeinsam mit Kamerafrau Camilla Skagerström der Geschichte des US-Folksängers Sixto Rodriguez nach.
Der Sohn mexikanischer Einwanderer in Detroit war in seiner Heimat weitgehend unbekannt, hatte in Südafrika jedoch mit seinen Alben in den 1970er-Jahren grossen Erfolg – ohne etwas davon zu wissen. Südafrikanische Fans spürten den verschollenen Musiker später in Detroit auf.
Für das schwedische Fernsehen tätig
Malik Bendjelloul war einst Schauspieler und spielte in den 90er-Jahren in der schwedischen Fernsehserie «Ebba och Didrik» die Rolle des Philip. Später studierte er an der Medienschule in Kalmar Filmproduktion und Regie und arbeitete als Dokumentarfilmer und für das Kulturprogramm «Kobra» des staatlichen Schwedischen Fernsehens (SVT). Das letzte Projekt des Schweden war ein Dokumentarfilm über einen Mann, der mit Elefanten sprechen konnte.
«Wie kann es sein, dass mein guter Freund Malik Bendjelloul, der süsseste und argloseste Mensch, im Alter von 36 gestorben ist?», schrieb der Produzent von «Searching for Sugar Man», Simon Chinn, auf Twitter.