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Das Islandpferd ist eine der ursprünglichsten Pferderassen. Seit dem 9. Jahrhundert, als die ersten Siedler Island in Besitz nahmen, hat dieses Pferd die Menschen von Island begleitet. Ohne das Islandpferd, wäre die Besiedelung dieser rauhen Insel nicht möglich gewesen. Nur auf dem Rücken der trittsicheren, ausdauernden und genügsamen Pferde war es den ersten Isländern möglich, die reissenden Flüsse, die steinigen Hochebenen und die Gletscher zu überqueren. Bis weit in das letzte Jahrhundert hinein, war das Pferd in Island das einzige Fortbewegungsmittel.
Auch heute sind Strassen mehrheitlich nur an der Küste so ausgebaut, dass sie mit nicht geländetauglichen Fahrzeugen befahren werden können. Sobald man ins Hinterland oder auf die Hochebene geht, sind die Pferde immer noch gefragt. Auch wenn die Isländer heute nicht mehr auf die Pferde angewiesen sind um zu überleben, haben sie sich ihre Liebe zu diesen einmaligen Tieren erhalten.
Seit vielen hundert Jahren werden diese Pferde in Island gezüchtet und während dieser Zeit sind kaum Fremdeinflüsse in die Zucht gekommen. Die oft propagierte jahrtausendlange Reinzucht ist zwar mit Vorsicht zu geniessen, den ein Importverbot für Pferde gibt es erst seit Mitte letztes Jahrhunderts. Aber die wenigen Pferde die in den letzten hundert Jahren tatsächlich den Weg auf die Insel geschafft haben, haben keinen Einfluss auf die Zucht gehabt. Die Isländer haben schnell gemerkt, dass importierte Pferde mit den klimatischen Bedingungen ihrer Insel bei weitem nicht so gut zu recht kommen, wie ihre genügsamen Pferde und haben daher nie Import im grösseren Stil betrieben. Es handelte sich immer nur um vereinzelte Tiere. Somit sind heute in Island immer noch die zwei Grundtypen, die Anfangs der Besiedelung der Insel mitgebracht worden sind, zu finden. Das etwas feinere, elegantere keltische Pony, dessen Schlag vor allem im Norden zu finden sind und die etwas stämmigeren normannischen Ponies, die im Süden anzutreffen sind.