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Was ein Liter Olivenöl in Italien kostet, schwankt jedes Jahr. Der Preis hängt von vielfältigen Faktoren ab, darunter Wetterbedingungen, Schädlingsdruck, globale Nachfrage und verschiedene politische sowie wirtschaftliche Entwicklungen.
- 1. katastrophale Ernte in gesamter EU durch den Klimawandel
- 2. globaler Wettbewerb: Konzerne kaufen verstärkt italienisches Olivenöl
- 3. gestiegene Energiekosten: höhere Glaspreise und gestiegene Transportkosten
Ungewöhnliche Wetterbedingungen, wie extreme Trockenheit oder unerwartete Frostperioden, können die Olivenproduktion erheblich beeinträchtigen.
Konkret haben in 2023 einige Gebiete wie die Kalabrien und Apulien relativ günstige Bedingungen erlebt. Andere, wie Sizilien und Teile Norditaliens, hatten mit extremen Wetterereignissen zu kämpfen, die die Erntemengen und die Qualität des Öls beeinträchtigten.
Das Frühjahr ist eine entscheidende Phase für die Olivenbäume, da sie in dieser Zeit blühen. Idealerweise sollten die Bedingungen mild sein, um eine gute Blütenentwicklung zu fördern. Einige Regionen litten aber unter Trockenheit, was die Blütenbildung und damit die Ernte beeinträchtigte. Manche Gebiete erlebten 2023 auch Spätfröste, die die Blüten beschädigten.
Der Sommer brachte extreme Hitze und anhaltende Trockenheit mit sich. In einigen Teilen Italiens wurden historisch niedrige Niederschlagsmengen verzeichnet, jeder erinnert sich an die Bilder von ausgetrockneten Flüssen. Olivenbäume sind zwar an das mediterrane Klima angepasst, jedoch beeinträchtigt eine zu lang anhaltende Trockenheit die Größe und Qualität der Oliven. Der Baum kann bei Dürre nur wenige Oliven ernähren, die insgesamt kleiner bleiben und weniger Öl enthalten.
Idealerweise sollte das Wetter in dieser Zeit trocken sein. In der letzten Saison gab es jedoch in einigen Regionen unerwartete Regenfälle, die die Ernte verzögerten und das Risiko von Olivenkrankheiten und das Auftreten der gefürchteten Olivenfliege erhöhten.
Nicht nur in Italien fiel die Olivenernte 2023 schlecht aus. Ganz Südeuropa ist betroffen. In Griechenland und Spanien brachen die Erträge drastisch ein. Die Großeinkäufer suchen deshalb überall auf dem Markt händeringend nach Olivenöl. In der Konsequenz trifft ein sinkendes Angebot auf hohe Nachfrage.
Wenn die Ernte eingefahren und das Olivenöl gepresst ist, muss es abgefüllt werden. Doch auch die Preise für Glas sind sprunghaft gestiegen. Erstens stiegen die Rohstoffkosten für Sand, außerdem stiegen die Energiekosten für die Schmelze und die Transportkosten.
2023 war nicht das erste Jahr, in dem der Olivenölertrag in Italien niedrig ausfiel. Die Klimabedingungen konfrontieren die italienischen Olivenbauern mit nie dagewesenen Herausforderungen. Der gesamte Olivenölsektor in Italien muss neue Anbaumethoden und Sorten erforschen, um den veränderten klimatischen Bedingungen gerecht zu werden. Es ist geplant, mehr Olivenhaine anzulegen, doch bis ein Olivenbaum das erste Mal Früchte trägt, kann es bis zu zehn Jahre dauern.
Da die Produktionsschätzungen in Italien vorerst niedrig bleiben und die globale Verfügbarkeit von Olivenöl auf dem Markt in Zukunft ebenfalls unsicher ist, wird erwartet, dass die Preise noch weiter steigen. Die hohe Inflation sowie steigende Logistik- und Produktionskosten tragen zusätzlich zu steigenden Preisen bei. Wir bei Gustini setzen aber auch weiterhin alles daran, für unsere Kunden ein gutes Preis/Leistungsverhältnis anzubieten.