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An den Paralympics in Tokio hat der in Nottwil lebende Rollstuhl-Athlet Marcel Hug zum zweiten Mal zugeschlagen: Er gewinnt über 1’500 Meter und war dabei so schnell wie noch nie jemand vor ihm.
Marcel Hug zählte schon im Vorfeld der Paralympics in Tokio zu den grössten Schweizer Hoffnungen auf eine Goldmedaille (zentralplus berichtete). Diese hohen Erwartungen konnte er in der Nacht am Dienstag erfüllen – bereits zum zweiten Mal an diesen Paralympics.
Wie bereits über 5’000 Meter sicherte sich der Rollstuhl-Athlet auch im Rennen über 1’500 Meter die Goldmedaille. Und dies in Weltrekordzeit. So absolvierte er die Distanz in 2:49,55 Minuten, was mehr als zwei Sekunden schneller ist als der bisherige Weltrekord.
Weltrekord übertrifft Erwartungen
Im Interview nach dem Rennen mit «SRF» zeigte sich der Nottwiler überwältigt von seinem Triumph: «Ich habe von einer Goldmedaille geträumt. Aber Gold und Weltrekord, das übersteigt meine Vorstellungskraft.» Für Hug ist es bereits die 10. Medaille an einem paralympischen Wettkampf.
Beendet ist seine Medaillenjagd indes noch nicht. Hug tritt in Tokio auch noch über 800 Meter sowie im Marathon an. Erwartungen an eine Medaille hat er dort zwar keine mehr: «Alles, was noch kommt, ist Zugabe». Für diese beiden Wettkämpfe wird es dem Rollstuhl-Athleten nach seinen beiden Siegen über 5’000 und 1’500 Meter aber sicher nicht an Selbstvertrauen mangeln.