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Der Kampfkunst Taekwon-Do liegt eine durchdachte Philosophie zugrunde, die darauf aufbaut, dass sich Missstände in unserer Gesellschaft (wie Gewalt und Egoismus) nur von innen heraus beheben lassen. Wir befinden uns dem Gründer zufolge in einer materialistisch und wissenschaftlich überentwickelten Zivilisation, welche die Jugend auf den Irrweg eines extremen Materialismus und Egoismus geführt hat.
Die Lösung ist also die Entwicklung einer Gesellschaft mit einem starken moralischen Gewissen. Das „Recht des Stärkeren“ sowie die Dominanz von Macht und Gewalt können nur beseitigt werden, indem man die Stärkeren dazu bewegt, die Unterdrückung der Schwächeren aufzugeben.
Wichtig dabei: Die Idee ist nicht, dass SchülerInnen des Taekwon-Do kämpfen – Taekwon-Do darf unter keinen Umständen aus Gründen der Selbstsucht, Aggression oder Gewalttätigkeit angewandt werden. Ein jeder kann mit Hilfe des Taekwon-Do aber genug Kraft aufbauen kann, um Schwächere zu beschützen, sollte dies vonnöten sein. So könnte ein Zusammenleben der Menschen in Harmonie Wirklichkeit werden.
General Choi Hong-Hi, der Gründer des Taekwon-Do hat unter anderem folgenden moralischen Prinzipien formuliert:
- Sei bereit, dich gegen Widerstände durchzusetzen und Dinge zu tun, die es wert sind, getan zu werden, auch wenn dies schwierig ist.
- Sei sanft zu den Schwachen und hart zu den Starken.
- Sei zufrieden mit dem Geld und der Position, die du hast, aber nicht mit deinen Fähigkeiten.
- Führe immer das zu Ende, was du begonnen hast, sei es klein oder gross.
- Unterrichte innere Haltung und Fertigkeiten eher durch Taten als durch Worte.
- Sei immer du selbst, auch wenn sich die Verhältnisse ändern.
Nach: "Taekwon-Do", Die koreanische Kunst der Selbstverteidigung, General Choi Hong-Hi