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| Cassian († 430/35) - Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)

Siebente Unterredung, welche die erste mit Abt Serenus ist, über die Veränderlichkeit der Seele und die bösen Geister.
11. Einwurf, ob die unreinen Geister den Seelen Derjenigen, welche sie erfüllt haben, eingesenkt oder mit ihnen vereint werden können.
Germanus: Dieser Auffassung widerspricht, wie uns scheint, zur Genüge Das, was wir an den Ergriffenen beobachten, die, wenn sie von den unreinen Geistern angeschnaubt sind, reden und thun, was sie nicht wissen. Wie sollen wir also glauben, daß die Seelen Jener mit diesen Geistern nicht vereint sind, da wir doch sehen, daß sie gleichsam deren Werkzeug geworden sind und mit Darangabe ihres natürlichen Zustandes in die Bewegungen und Neigungen Jener eingehen, so daß sie nicht mehr ihre, sondern die Stimmen, Geberden und Willensäusserungen Jener annehmen?