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2014 sorgte Andy Murray mit der Verpflichtung von Trainerin Amélie Mauresmo für Aufsehen. Der Schotte erinnert sich an die absurden Reaktionen, die ihn damals erreichten.
Er sei begeistert von den Möglichkeiten, die sich aus dieser Partnerschaft ergeben würden, meinte Murray damals. Einige Konkurrenten glaubten allerdings, Murray sei bloss zu Scherzen aufgelegt. «Ich habe damals Nachrichten von anderen Spielern und auch deren Coaches bekommen. Da hiess es: ‹Ich kann nicht glauben, dass du so ein Spiel mit der Presse abziehst. Du solltest denen morgen sagen, dass du darüber nachdenkst, mit einem Hund zusammenzuarbeiten›», erinnert sich Murray bei «Sky Sports».
«Nur weil sie eine Frau ist»
Offenbar hielten es viele nicht für möglich, dass eine zweifache Grand-Slam-Siegerin in der Lage sein könnte, einem männlichen Spitzenspieler etwas beizubringen. Blickt er heute zurück, kann er die Reaktionen und die «negative Presse» noch immer nicht nachvollziehen. Nur eines bereue er, so der 33-Jährige: «Ich bedaure es, dass ich kein Grand-Slam-Turnier gewonnen habe, als ich mit ihr zusammengearbeitet habe. Ich hatte das Gefühl, dass sie von vielen Leuten nur deshalb so hart beurteilt wurde, weil sie eine Frau ist.»
Murray ist bekannt dafür, dass er sich für Gleichberechtigung einsetzt. Als Ada Hegerberg 2018 mit dem «Ballon d’Or» ausgezeichnet wurde, fragte sie der Moderator auf der Bühne, ob sie «twerken» könne. Daraufhin entbrannte eine Sexismus-Debatte, einer der prominentesten Kritiker war damals der britische Tennisstar. Auf Twitter schrieb er: «Ein weiteres Beispiel für den lächerlichen Sexismus, den es noch immer im Sport gibt. Warum müssen sich Frauen immer noch mit solchem Scheiss abgeben?»