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Obwohl immer noch als «Schwellenland» eingestuft, mauserte sich das Reich der Mitte in den vergangenen Jahrzehnten zum globalen Schwergewicht. Das bevölkerungsreichste Land der Welt weist mittlerweile nicht nur das zweithöchste Bruttoinlandprodukt und das grösste Exportvolumen an Waren und Dienstleistungen auf, sondern wird bis 2028 voraussichtlich auch die USA als mächtigste Volkswirtschaft ablösen.
Mit dem realwirtschaftlichen Aufstieg entwickelten sich auch die Finanzmärkte. Während langer Zeit war das Anlageuniversum überschaubar, die Marktkapitalisierung tief und die Handelbarkeit von Aktien für ausländische Investoren stark eingeschränkt. In den letzten Jahren hat sich die Situation deutlich verbessert und der chinesische Aktienmarkt an Attraktivität gewonnen: Heute profitiert ein Anleger vom zusätzlichen Diversifikationspotenzial und dem attraktiven Risiko-Rendite-Profil.
China wird systematisch untergewichtet
Viele Anleger sind bereits in chinesischen Titeln investiert - häufig über Indexlösungen, die einen Schwellenländerindex (MSCI Emerging Markets Index) nachbilden. Doch wird dieser Ansatz dem wachsenden Aktienmarkt China gerecht? Nicht wirklich! Vergleicht man das Indexgewicht von Aktien China und die Grösse des Bruttoinlandprodukts, wird schnell klar, dass China in Standardindizes deutlich untergewichtet ist. Dies kommt daher, dass chinesische Aktien an unterschiedlichen Börsen gehandelt werden und nicht alle Handelsplätze gleich in die Indexgewichtung einfliessen.