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Der Ausdruck Säure- / Basen-Haushalt ist mittlerweile in vieler Munde und auch das Bewusstsein über seine Wichtigkeit und Ausgeglichenheit schon lange bekannt.
Was wie warum und wieso genau sauer oder basisch macht, ob nun ein saurer Urin gut oder schlecht ist und was dazu führt, dass ein Stoffwechsel sauer oder basisch ist - auch darüber scheiden sich die (Ernährungs)Geister.
Klar ist aber, dass in gewissen Regionen des Verdauungstraktes ein ausdrücklich saures oder eben basisches Milieu zur optimalen Verwertung der Nahrungsmittel vorhanden sein muss.
Grundsätzlich kann man auch davon ausgehen, dass in den allermeisten Organen unseres Körpers ein basisches Milieu vorherrschend sein muss, damit die Zellen ihre Aufgabe optimal erfüllen können.
Unser Blut hat physiologisch einen pH-Basenwert von 7,4.
Eine Absenkung des pH-Werts des Bluts um 0,1 entspricht einer Verminderung der Transport-Kapazität für Sauerstoff um 80 %!
Der pH-Wert des Blutes kann im Extremfall zwischen 7,3 und 7,8 schwanken. Entscheidend dabei ist aber die Pufferkapazität im Organismus. Gäbe es diese nicht, so würde jede säurehaltige Speise den pH-Wert drastisch verändern. Das Blut muss seinen Säure- bzw. Basengrad (pH) konstant halten. Wenn sich seine Pufferkapazität durch die Zufuhr von Säuren langsam erschöpft, besteht nur die Möglichkeit, die überschüssigen sauren Valenzen ins Gewebe abzuschieben.
Der Körper verfügt also zum Glück über Kompensationsmechanismen, um den pH-Wert des Bluts so konstant wie möglich zu halten, denn sonst würde er sehr schnell sterben. Für diese Kompensation benötigt er basische Mineralien, die sich im Körper befinden (Kalzium, Magnesium usw.).
Durch mehrere Faktoren (Ernährung, Stress, Medikamente, Alkohol, Rauchen, Kaffee usw.) kann der durchschnittliche pH-Wert im Körper auf sehr tiefe Werte sinken, also zwischen 5 und 5,5 – ein Wert von 5,5 liegt jedoch 100-mal tiefer als optimal.
Der Körper kompensiert das mit Mineralien, die er von Adern, Bindegewebe, Knochen, Knorpeln, Sehnen, Zähnen und Haarboden (die in der Haut gelegenen Teile des Haartalgdrüsen-Systems) entzieht. Allerdings ist die Verfügbarkeit dieser Mineralien beschränkt, ganz abgesehen von den Auswirkungen auf die entsprechenden Organe. Wenn also der Körper mehr Mineralien benötigt als laufend zugeführt werden, hat der Körper bald keine solchen Ressourcen mehr.
Durch einen dauerhaften Säure-Überschuss werden die körpereigenen Depots (Pufferzonen) so weit geleert, dass im Laufe der Zeit das Bindegewebe schwach wird (Cellulite), die Knochendichte abnimmt (Osteoporose), die Zähne locker werden (Parodontose), die Haare ausfallen (diffuser Haarausfall), die Gelenke schmerzen (Rheuma, Gicht, Arthrose), Pilzinfektionen immer häufiger auftreten (Fuss-, Nagel-, Haut- und Genitalpilz) – um nur einige der möglichen Symptome zu nennen.
Mit einer Übersäuerung kann der Stoffwechsel in den Zellen nicht richtig funktionieren! Oder noch schlimmer: Viele Stoffwechselfunktionen können in einem sauren Milieu (pH-Wert unter 7) nicht stattfinden.
Ein saures Milieu ist zudem auch der ideale Nährboden für Mikroorganismen aller Art. Bakterien und Viren können nur in einem ihnen entsprechenden Nährboden leben.
Diese Organismen fühlen sich also in einem sauren Milieu (unter pH 7) erst so richtig wohl und belasten unser Immunsystem unnötig, da es viel zu sehr gefordert ist, diese "Schädlinge" ständig in Schach zu halten und zu eliminieren.
Die Folge ist eine sogenannte Immunschwäche, und wir fühlen uns ständig müde, unwohl und antriebslos. Auch andere Befindlichkeitsstörungen wie Migräne, häufig Kopfschmerzen, diffuse Schulter- und Nackenprobleme, Blähungen, Aufstossen können Anzeichen einer latenten Übersäuerung des Körpers sein.
In einem drastischen Stadium leiden sämtliche Stoffwechselvorgänge und ein dauerndes Defizit führt zur "Hausgemachten"- Krankheit.
Der Organismus versucht ständig, eine Balance zwischen Säuren und Basen im Blut, Bindegewebe, Zellen zu halten. Dabei sollte der Säureanteil nicht mehr als 20 %, der Basenanteil 80 % betragen.
Verändert sich diese Balance zu Ungunsten der Basen, dann spricht man von einer Übersäuerung, bzw. einer Azidose.
Dabei kommt es zu extrazellulären und intrazellulären Übersäuerungen.
Bei der intrazellulären Übersäuerung kommt es zu einem Spannungswechsel der Zellflüssigkeit, das heisst, gesunde Zellen haben eine leicht negative messbare Spannung von ca. 60 mV, übersäuerte Zellen dagegen eine positive Spannung von mehr als 60 mV.
Nervenenden reagieren nur auf höhere positive Spannungen, dadurch kommt es zu Schmerzempfinden. Erst dann wird eine Übersäuerung „spürbar“. Sind die Zellen übersäuert, so kommt es zu keinem Austausch von Stoffen mehr, das heisst, der Stoffwechsel wird stark reduziert oder gar ganz eingestellt.
Die Folge sind Mangelerscheinungen, die sich in den unterschiedlichsten Erkrankungen auswirken können. Mangel an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelemente führen zum Ausfall ganzer Regionen und zu Entzündungen, die für weitere, weitaus schlimmere Erkrankungen führen.
Fast 95 % aller Erkrankungen sind auf eine intrazelluläre Übersäuerung zurückzuführen.
Auch ein Zuviel an basischen Pulvern und Getränken ist ungesund, da der Körper gegenreagiert durch den Aufbau weiterer Säuren, die dann normalerweise zu Steinbildungen führen. Durch Oxidation der Mineralien wird dem extrazellulären Raum Sauerstoff entzogen, es entsteht ein gäriger Raum, ein Wegbereiter für die Tumorbildung.