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Stefanie Knopp ist Epidemiologin und forscht hauptsächlich auf dem Gebiet der vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs), die vulnerable Bevölkerungsgruppen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen betreffen. Zu ihrem Hauptforschungsgebiet gehören die Diagnose, Epidemiologie und integrierte Kontrolle von Helmintheninfektionen in Afrika südlich der Sahara. Vor kurzem wurde Knopp zur Assistenzprofessorin (ohne Tenure Track) an der Universität Basel ernannt.
«Die Verleihung einer Assistenzprofessur der Universität Basel im Rahmen meines PRIMA-Stipendiums des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ist eine grosse Anerkennung für die wichtige Forschung, die wir betreiben, um die Auswirkungen von NTDs in Afrika südlich der Sahara zu mildern», sagte Stefanie Knopp, Gruppenleiterin am Swiss TPH.
Neue Instrumente und Strategien, um die Übertragung von Bilharziose zu stoppen
Ende 2019 begann Knopp mit ihrem 5-jährigen PRIMA-Stipendium, welches vom SNF an herausragende Forscherinnen verliehen wird. Das Projekt von Knopp zielt darauf ab, neuartige Instrumente und Strategien zu erforschen, um die Übertragung von Bilharziose zu unterbrechen. In Pemba, Tansania, führen Knopp und ihr Team gross angelegte Erhebungen und neue multidisziplinäre Ansätze für Interventionen durch, um die Bilharziose in endemischen Gebieten zu reduzieren. Zu diesen Massnahmen gehören die Massenbehandlung von Bevölkerungsgruppen mit Praziquantel, Schneckenbekämpfung und Interventionen zur Verhaltensänderungen sowie innovative Überwachungs- und Reaktionsansätze.
«Die von Steffi im Rahmen dieses fünfjährigen PRIMA-Stipendiums durchgeführten Forschungsarbeiten werden entscheidende Antworten auf die Frage liefern, ob eine Unterbrechung der Übertragung der urogenitalen Bilharziose möglich ist», sagte Jürg Utzinger, Direktor des Swiss TP
Die Gruppe “Helminth Interventions” am Swiss TPH
Knopp leitet die neu gegründete Gruppe «Helminth Interventions» am Swiss TPH, die sich mit der Kontrolle und Eliminierung von parasitären Wurminfektionen beim Menschen befasst. Die Gruppe konzentriert sich auf die Anwendung und strenge Validierung neuer Diagnoseinstrumente und integrierter Interventionsstrategien, die Programmmanagern dabei helfen können, Bilharziose wirksam zu kontrollieren und die Übertragung zu unterbrechen.