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Wie das dortige Erzbistum mitteilte, war das religiöse Werk mit dem Titel «Postilla super epistolas et evangelia» zu Beginn des Zweiten Weltkriegs aus den Beständen des Bistums verschwunden. Seine Spur verlor sich in Österreich. Erst vor zwei Jahren entdeckten die italienischen Behörden es bei einer Auktion in der Adria-Hafenstadt Triest und beschlagnahmten es.
Das Buch erschien den Angaben zufolge im Jahr 1518 in Basel, erhielt einen Ledereinband in Bayern und gelangte noch im 16. Jahrhundert ins heutige Tschechien. Es ist reich mit Holzschnitten des Solothurner Künstlers Urs Graf des Älteren verziert und beinhaltet Auslegungen der Sonntags- und Feiertagslesungen aus den Evangelien, zum Beispiel als Grundlage zur Vorbereitung von Predigten. Weihbischof Basler sprach bei der Rückgabe von einem gelungenen Beispiel europäischer Solidarität und Zusammenarbeit bei der Bewahrung kultureller Werte.