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Klodin Erb, 1963 in Winterthur geboren, studierte Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie gehört zu den wichtigsten Schweizer Malerinnen ihrer Generation. Bis heute wurde ihr Werk in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt und ist von Paris über London und New York bis Kanada in diversen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Sie lebt und arbeitet in Zürich.
Martin Engler, geboren 1967, Schauspieler und Regisseur, lebt in Berlin. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie und Politik absolvierte er eine Schauspiel-Ausbildung an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch». Als freier Schauspieler und Regisseur arbeitete er an verschiedenen renommierten deutschen Bühnen, ferner unter anderem am Dublin Theatre Festival, am Célestins-Théâtre de Lyon, in Luxemburg und am Theater Basel. Ausserdem ist er Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch», Berlin, und notorischer Sprecher und Regisseur von Hörspielproduktionen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich. Er realisiert Kurz- und Experimentalfilme und freie Projekte zwischen Drama, Kunst und Wissenschaft. In der Imprimerie Basel stiess Martin Engler im Atelier von Dieter Roth auf dessen unvergleichliche Lyrik und Prosa und «andere Scheisse». Seitdem davon unheilbar infiziert, bereitet er die Texte in der Reihe «Engler sieht Roth» hörbar auf.
Anton Egloff, geboren 1933, wuchs in Wettingen auf und studierte von 1957 bis 1959 an der Kunstgewerbeschule Luzern sowie zwei Jahre an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf (bei Prof. M. Sieler); anschliessend war er dort Assistent an der Bildhauer-Abteilung und hatte Arbeitskontakte mit Joseph Beuys und Gotthard Graubner. Nach der Rückkehr nach Luzern baute er an der Schule für Gestaltung Luzern die Abteilung Freie Kunst auf, die er bis 1990 leitete. Er unterrichtete noch bis 1995. 1984 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Luzern. 1991 hielt er sich auf Einladung der Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr in London auf; 2005 arbeitete er im Prager Atelier des Aargauer Kuratoriums. Seit Ende der 60er Jahre hat er Einzelausstellungen in Galerien und zahlreichen Museen im In- und Ausland und beteiligt sich regelmässig an gesamtschweizerischen Skulpturenausstellungen. Anton Egloff lebt und arbeitet in Luzern.
Hans Danuser, 1953 in Chur geboren, gehört zu den Wegbereitern zeitgenössischer Fotografie in der Schweiz, seine Werke wurden im In- und Ausland gezeigt, u. a. auf der Biennale in Venedig.
Der erste grosse Zyklus «in vivo», 1989 beendet, thematisiert in 93 Fotografien Tabubereiche der industriellen Gesellschaft. Naturwissenschaftliche Bereiche, welche die Entwicklung unserer Gesellschaft aufzeigen und verändern, beschäftigen Hans Danuser auch in den späteren, mehr raumbezogenen und installativen Werken. Neben vielen Arbeiten in öffentlichen und privaten Sammlungen sind zahlreiche Kollaborationen mit Architekten (u. a. Peter Zumthor) als Installationen und «Text am Bau» öffentlich zu sehen.
Adam Dant, 1967 in Cambridge geboren, studierte 1985 bis 1991 in Liverpool, Baroda (Indien) und am Royal College of Art in London, wo er seither lebt und arbeitet. Am College belegte er den Schwerpunkt Drucktechniken; sein Zeichenstil erinnert an die erzählenden, nachrichtlichen Aufgaben literarischer und journalistischer Kupferstiche, wie wir sie aus Zeitschriften und Büchern vorfotografischer Zeit kennen. Dants Stil wird öfter mit William Hogarths Werk in Beziehung gesetzt, der als bedeutendster englischer Maler des 18. Jahrhunderts und als Vorläufer der modernen Karikaturisten gilt. Adam Dant erhielt mehrere Auszeichnungen, zuletzt 2002 den bedeutenden Jerwood Drawing Prize; seine Werke befinden sich in zahlreichen Sammlungen und Museen.
Silvia Buonvicini, 1966 in Zürich geboren, lebt in Zürich und Basel. Als Musikerin ist sie mit dem Duo «Knut & Silvy» bekannt, als Schauspielerin und Tänzerin arbeitete sie an Theatern in der Schweiz, Deutschland und Kanada, war von 1993 bis 2002 Mitglied der Gruppe «Klara» in Basel und spielte in Videoproduktionen von Philip Schmid und Beat Brogle. Als bildende Künstlerin arbeitet sie mit Performance, Zeichnungen, Installationen und Drucktechniken. 1996 begann sie mit installativen Arbeiten im Raum, erfand die fiktive Welt der Brenda Bolasz und eine Technik der Polygravur in Teppichen, – komplexe Arbeiten, die sich in verschiedenen Formen durch zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen ziehen. Ihre Ausstellung «Veines» im Musée Jenisch Vevey wurde als eine der besten Schweizer Ausstellungen des Jahres 2009 nominiert.
Balthasar Burkhard, 1944 in Bern geboren und am 16. April 2010 dort gestorben, galt als der Doyen der zeitgenössischen Schweizer Fotografen.
Seine hauptsächlich schwarzweissen, von eigener Hand in grossen Formaten abgezogenen Arbeiten befinden sich in internationalen Museen und Sammlungen. Weltweit bekannt wurde sein 1997 begonnener Werkzyklus mit Luftaufnahmen von Metropolen: Tokyo, Mexico City, Chicago. Diesen minimalistischen Aufnahmen von den Strukturen der zivilisatorischen Molochs folgten unbewohnte Wüstenregionen und Berglandschaften. Er fotografierte Tierportraits in Originalgrösse, erkundete mit hyperrealistischem Blick die Landschaften des Körpers und den Regenwald des Amazonas.
Balthasar Burkhard zeigte erste Arbeiten 1970 in Jean-Christophe Ammanns bekannter Gruppenausstellung «Visualisierte Denkprozesse» im Kunstmuseum Luzern. Kurz darauf folgten erste Einzelausstellungen in Chicago und New York. Er zeigte seine Werke in vergleichsweise wenigen, konzentrierten Ausstellungen weltweit, zuletzt unter anderem in der Ausstellung SCENT OF DESIRE im Museum Bellpark in Kriens.
Andy Guhl (*1952, St. Gallen, Schweiz) spielte als Teenager Kontrabass und Schlagzeug. Mit 16 Jahren wandte er sich der Elektronik zu und begann mit Klängen zu experimentieren, die mithilfe der Schwachstrom- und Löttechnologie erzeugt wurden. Gleichzeitig nahm er klassischen Kontrabass-Unterricht. Er spielte zunächst mit verschiedenen Freunden in Duos; ab 1972 formierte er kleine Improvisationsensembles mit Gieri Battaglia, Norbert Möslang, Herbi und Bernhard Leuthold. Die Formation Möslang/Guhl trat zu Beginn an Amateurfestivals auf; 1977 nahm sie am Free Music Festival der Free Music Production in Berlin teil, wo das Album Deep Voices aufgenommen wurde. Andy Guhl war ausserdem Gründungsmitglied der ersten Musikerkooperative der Schweiz. 1984 ging aus dem Duo die Formation Voice Crack hervor, die zeitweise mit weiteren Musikern wie Stephan Wittwer, Carlos Zingaro und Günter Müller zusammenarbeitete.
Voice Crack begannen damit, alltäglichen elektronischen Geräten Geräusche zu entlocken, und prägten schliesslich den Begriff der „geknackten Alltagselektronik“. Durch die Manipulation dieser Objekte zur Klangerzeugung sprengten sie die traditionellen Grenzen zwischen Alltagsgegenständen und Musikinstrumenten sowie deren akustische Wahrnehmung. In den 1990er Jahren erweiterte das Duo seinen Aktionsradius und machte sich daran, akustische Phänomene in mehreren Installationen visuell darzustellen; dazu gehörte die Installation Sound Shifting, die es auf Einladung der Schweizer Kulturstiftung 2001 an der Biennale in Venedig zeigte. Ab 2002 experimentierte Andy Guhl auf eigene Faust mit immer innovativeren Installationen und unter Verwendung von audio-visuellen Rückkoppelungen in analogen elektronischen Systemen, die er The Instrument nannte, was soviel bedeutet wie erweiterte geknackte Alltagselektronik. „Für mich ist die Physik ein Baustein der Musik, der uns ermöglicht, das zu sehen, was wir hören“, sagt Andy Guhl.
Andy Guhl ist ein Sound Artist der ersten Stunde und gehört zu den europäischen Vätern der experimentellen elektronischen Musik. Als Mitglied der Formationen Voice Crack und Poire_Z beeinflusste er massgeblich mehrere Musiker- und Künstlergenerationen der internationalen Underground- und Noise-Bewegungen. Er hat über 30 Alben veröffentlicht und ist an künstlerischen Veranstaltungen und Ausstellungen in mehr als 20 Ländern aufgetreten.
Irene Bisang, geboren 1981 in Luzern, besuchte nach dem einjährigen Vorkurs und einem Aufenthalt in Schweden 1999 das Grundstudium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern. Sie studierte Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Rink und Neo Rauch. Von 2007 bis 2009 war sie Meisterschülerin bei Neo Rauch. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Berlin lebt und arbeitet die Künstlerin in Luzern. Seit 2007 stellt Irene Bisang regelmässig im In- und Ausland aus und ist u.a. Preisträgerin des Kiefer Hablitzel Preises (2009).