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Auf einem unproduktiven Fels schwebend
Das namenlose Gebäude steht 30 m östlich der Kapelle Furi. Der kleine, eingeschossige Bau diente als Doppelspeicher. Der nüchterne Zweckbau besitzt lediglich in der Dachkonstruktion in ovalen Schnitten gefaste Kanthölzer. Nach Süden ist eine offene Laube angebaut, die in den 1960er/1970er Jahren noch als Platz für Kaninchenställe diente; sie ist durch ein Gitter geschützt und die hohen Stützen weisen hier keine Mäuseplatten auf.
Dass man Speicher und auch Stadel vom Boden abhob, damit die zirkulierende Luft der Feuchtigkeit den Riegel schob, sahen wir schon mehrfach. Hier aber wurde der Vorratsbau regelrecht aufgebockt. Der Speicher sollte nahe an Wohnhaus stehen, gleichzeitig wollte man wertvolles Kulturland schonen. So stellte man den Bau an das steile Bord und passte die Konstruktion dem Gelände an. Zudem gewann man einen geschützten Arbeits- und Lagerplatz.
Weiter fällt folgende Eigenheit auf: Das dünne Wandholz. Die untersten Kanthölzer, auf denen die aufgehende Wand ruht, sind 11 und 12 cm dick. Die darüber liegende Hölzer aber messen nur noch 7 bis 8 cm. Die Dachkonstruktion ist wiederum in ‚normaler' Stärke aufgeführt; sie musste grossen Schneelasten standhalten. Wir werden in der Siedlung Zum See nochmals Wirtschaftsbauten treffen, deren Wandholz nur die Hälfte der üblichen Dicke aufweist.
Das Holz für diesen Speicherbau und auch die Baumstämme, die ihn wie Säulen tragen, wurde im Jahre 1699 gefällt. Fünf dendrodatierte Hölzer belegen diese hauptsächliche Bauphase. Zwei weitere Hölzer vom Jahr 1472 zeigen, dass auch älteres Holz zum Einsatz gelangte.
Labornummern Dendrosuisse 2022: 621380-387 vom 29. Juni 2022
Koordinate 2 622 519 / 1 094 562
Parzellennummer GIS 3514 taleinwärtige Laube / GIS 3554 Speicherteil Nord (zweitürig) mit Gebäudenummer 2127 taleinwärtige Laube / GIS 3554 Speicherteil Nord (zweitürig) mit Gebäudenummer 2127