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Mir, dem Schreiberling dieser Zeilen, gefällt diese neue Schreibweise mit dem Weglassen des Kommas bei durch und verbundenen Hauptsätzen nicht. Obwohl sie jetzt gang und gäbe ist. Wenn Sie Zeitung lesen, werden Sie sehr häufig darauf stoßen. Und wenn Sie ganz ehrlich sind, müssen Sie einen ganz klitzekleinen Moment, also wirklich kaum messbare Bruchteile von Mikrosekunden, nachdenken, um zu erkennen, dass der Gedanke des ersten Hauptsatzes zu Ende ist und dass nun ein neuer Gedanke kommt. […] Wir waren bisher, vor der Reform, gewöhnt, dass das Bindewort und eine weitere Komponente eines Satzgliedes, sozusagen eine Ergänzung, anschließt. Und wir kennen alle, die die Schule besucht haben, noch die Regel, dass bei Aufzählungen vor und kein Komma steht. In Analogie dazu haben vielleicht die Autoren der Rechtschreibreform 2000 gemeint, dass das dann auch für die Hintereinanderreihung von Sätzen gelten könne.
Dass alle, die die schule besucht haben, die regeln kennen, ist eine gewagte annahme. Eine weitere annahme (die auch wir weder bestätigen noch widerlegen können): Der schreiber tut alles, um die regeln einzuhalten, aber nichts, um dem leser das verständnis zu erleichtern.