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Am Montag der vergangenen Woche lud die Universität Freiburg zur Willkommensveranstaltung für Erstsemestrige ein. Auch wir setzten uns auf die alten Holzbänke der Aula Magna, um der Begrüssung durch Rektor Prof. Vergauwen zu lauschen. Er präsentierte die Universität Freiburg ausdrücklich als eine zweisprachige Universität. Danach erhielt auch der Repräsentant der Stadt Freiburg, Pierre-Alain Clément, das Wort. Nach den Worten von Herrn Vergauwen überraschte und empörte uns die Rede des Syndic. Einer Begrüssung auf Französisch folgte selbstverständlich auch eine auf Deutsch, in welcher er den Kantonshauptort französisch aussprach. Gleich danach fügte er hinzu, er habe absichtlich «Fribourg» auch in der deutschen Fassung verwendet. Dies sei keine Provokation, sondern entspreche einer Realität. 80 Prozent der Stadtbevölkerung seien französischer Muttersprache, wodurch die Stadt nicht zweisprachig sei–dies notabene vor einem überwiegend deutschsprachigen Publikum.
Durch diese, aus unserer Sicht, unangebrachte Äusserung macht Herr Clément Freiburg nicht gerade attraktiver für eventuelle deutschsprachige Zuzüger. Ein weiteres Mal zeigt sich, dass es die Stadtfreiburger Regierung–im Gegensatz zum Kanton–noch immer nicht geschafft hat, aus dem Schatten des Sprachenkonflikts herauszutreten. Anscheinend ist zumindest dem Syndic immer noch nicht klar, dass der
Bilinguismus eine Chance und keine Gefahr darstellt. Schade!