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Lebenspartner
Wie kann ich meinen Lebenspartner für die Lebenspartnerpension begünstigen?
Sie können ihren Lebenspartner jederzeit schriftlich melden. Dafür steht ihnen das Formular „Unterstützungsvertrag für Lebenspartner“ zur Verfügung.
Was passiert, wenn die Pensionskasse SBB keine Kenntnis eines Lebenspartners hat?
Liegt keine Bezeichnung vor, so müssen die Anspruchsberechtigten ihren Anspruch spätestens sechs Monate nach dem Tod des Versicherten geltend machen.
Wann habe ich Anspruch auf eine Lebenspartnerpension?
Stirbt ein Versicherter, so hat der überlebende Lebenspartner Anspruch auf eine Lebenspartnerpension, wenn die folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind:
- es besteht ein schriftlicher, von beiden Lebenspartnern unterzeichneter Unterstützungsvertrag;
- beide sind nicht verheiratet und leben nicht in einer eingetragenen Partnerschaft;
- der überlebende Lebenspartner bezieht keine aus einem anderen Vorsorgefall laufende Ehegatten- oder Lebenspartnerrente der 2. Säule;
- der überlebende Lebenspartner erfüllt im Zeitpunkt des Todes des Versicherten mindestens eine dieser Bedingungen:
- mindestens ein gemeinsames Kind mit Anspruch auf Kinderpension
- hat das 45. Altersjahr vollendet und hat in den letzten 5 Jahren vor dem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft mit gemeinsamen Haushalt mit dem Verstorbenen geführt
- bezieht eine ganze Rente der IV oder erhält innert zweier Jahre seit dem Tod des Versicherten Anspruch auf eine solche Rente.
Mit Hilfe des folgenden Diagrammes können Sie ermitteln, welchen Anspruch Ihre Lebenspartnerin oder Ihr Lebenspartner bei Ihrem Tod haben:
Wie hoch ist die Lebenspartnerpension?
Sie beträgt zwei Drittel der jährlichen Invaliden- beziehungsweise Alterspension.
Kinderpension
Anspruch haben invalide und pensionierte Versicherte für jedes ihrer Kinder bzw. Waisen bis zum 18. Altersjahr oder bis zur Vollendung des 25. Altersjahres, wenn sie noch in Ausbildung stehen oder zu mindestens 70 Prozent invalid sind.
Dürfen Kinder/Waisen während der Ausbildung ein Einkommen erzielen?
Ja, aber ihr Bruttoerwerbseinkommen darf die maximale AHV-Rente, das heisst aktuell 28 440.00 Franken pro Jahr, nicht übersteigen, damit noch Anspruch auf eine Kinder-/Waisenpension besteht. Den Erwerbseinkommen gleich gestellt sind Ersatzeinkommen wie Taggelder der EO, ALV, IV sowie Kranken- oder Unfalltaggelder.
Wie hoch ist die Kinderpension?
Sie beträgt ein Sechstel der Invaliden- oder Alterspension.
Ehegattenpension
Wann habe ich Anspruch auf eine Ehegattenpension?
Stirbt ein verheirateter Versicherter, so hat der überlebende Ehegatte Anspruch auf eine Ehegattenpension, wenn er eine der folgenden Bedingungen erfüllt:
- Er muss für den Unterhalt mindestens eines Kindes aufkommen.
- Er ist seit mindestens fünf Jahren verheiratet und hat das 45. Altersjahr vollendet.
- Er bezieht eine ganze Rente der IV oder bekommt innerhalb von zwei Jahren nach dem Tod des Mitglieds Anspruch auf eine solche Rente.
Die Dauer der Lebensgemeinschaft wird an die Ehedauer angerechnet.
Die Ehegattenpension beträgt zwei Drittel der versicherten Invalidenpension bei Tod eines aktiven Versicherten resp. zwei Drittel der laufenden Invaliden- oder Alterspension bei Tod eines invaliden oder pensionierten Versicherten.
Falls der überlebende Ehegatte keine dieser Bedingungen erfüllt, so hat er Anspruch auf eine einmalige Abfindung in der Höhe von drei Jahresehegattenpensionen. Bei Tod eines aktiven Versicherten wird allenfalls zusätzlich das verbleibende Todesfallkapital ausbezahlt.
Mit Hilfe des folgenden Diagrammes können Sie ermitteln, welchen Anspruch Ihre Ehepartnerin oder Ihr Ehepartner bei Ihrem Tod haben:
Geschiedener Ehegatte
Der geschiedene Ehegatte hat unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Ehegattenrente. Deren Höhe richtet sich nach den minimalen Bestimmungen des BVG. Für zusätzliche Informationen wenden Sie sich bitte direkt an uns.
Wer meldet den Todesfall an die Pensionskasse SBB?
Bei einem Todesfall eines aktiven Versicherten ist der Arbeitgeber, bei einem Todesfall eines Rentners sind die Hinterbliebenen zuständig.
Scheidung
Was ist neu beim Vorsorgeausgleich bei Scheidung?
Neu wird auch bei einem schon eingetretenen Vorsorgefall ein Vorsorgeausgleich durchgeführt:
- Bei einem invaliden Versicherten vor dem reglementarischen Rentenalter (PK SBB: Alter 65) mit einer Teilung des hypothetischen Altersguthabens.
- Bei einem pensionierten Versicherten mit einer Teilung der laufenden Alterspension (eigener Anspruch für geschiedenen Ehegatten).
Ich erhalte von der PK SBB eine Invalidenpension und muss im Rahmen einer Scheidung einen Teil meines Altersguthabens an meine geschiedene Ehegattin überweisen. Wird meine Invalidenpension nun gekürzt?
Die Auswirkungen sind abhängig vom Beginn Ihrer Invalidenpension:
- Bei einem Rentenbeginn vor dem 30. September 2012 wird Ihre Invalidenpension gekürzt. Dabei wird die an die geschiedene Ehegattin zu überweisende Austrittsleistung in eine lebenslängliche Kürzung Ihrer Invalidenpension umgerechnet.
- Bei einem Rentenbeginn nach dem 30. September 2012 wird Ihre temporäre Invalidenpension unverändert bis Alter 65 ausbezahlt. Jedoch wird Ihr weitergeführtes Altersguthaben durch die an die geschiedene Ehegattin zu überweisende Austrittsleistung gekürzt. Dies führt zu einer entsprechend tieferen Alterspension ab Alter 65.
Ich erhalte von der PK SBB eine Alterspension und werde mich scheiden lassen. Was sind die Auswirkungen auf meine Alterspension?
Das Scheidungsgericht wird festlegen, dass ein Teil Ihrer Alterspension neu an Ihre geschiedene Ehegattin ausbezahlt wird. Wie hoch dieser Teil ist, hängt von Ihrem Alter und der Ehedauer ab. Ihre Alterspension wird entsprechend gekürzt. Dafür wird Ihre geschiedene Ehegattin lebenslänglich von uns eine Scheidungsrente erhalten.