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Kürzlich stiess ich im Internet auf einen Blogbeitrag, der von der schwierigsten Sprache berichtete. Laut dem Beitrag ist es Polnisch. Gefolgt von Finnisch, Ungarisch, Estländisch und Russisch.
Der Autor des Beitrages hat eine Formel entwickelt, die er anwendet, um herauszufinden, wie schwer eine Sprache zu lernen ist. Da sind verschiedene Variablen enthalten. Zum Beispiel eine, die die Offenheit einer Gesellschaft einstuft, mit einem Fremden in der Landessprache zu reden und nicht auf Englisch zu wechseln. Dann kommen die üblichen Dinge, wie Komplexität der Grammatik, Aussprache, Fälle.
Sprachen, die weniger als eine Million Sprecher haben, wurden nicht berücksichtigt, das Erlernen der Schriftlichkeit ebenso wenig (aus der westlichen Perspektive wäre dann jede Sprache mit nicht-lateinischen Buchstaben automatisch viel schwieriger). Es stand auch nicht der akademische Ansatz im Zentrum, sondern «nur» der Alltagsgebrauch einer Sprache.
Ich kann und will hier nicht darauf eingehen, ob das eine sinnvolle Auswahl ist. Es ist einfach eine Auswahl an Kriterien. Und laut diesen ist Polnisch am schwierigsten zu erlernen.
Muttersprache
Wenn nun aber Französisch laut dieser Liste als durchschnittlich schwer bezeichnet werden kann: aus welchem Blickwinkel? Wenn ich Italienisch als Muttersprache habe, dann ist Französisch relativ leicht zu lernen. Wie sieht es aus, wenn man slowakischer Muttersprache ist? Ist dann Polnisch immer noch gleich schwer wie für jemanden aus Frankreich?
Ich habe mich im letzten Sommer oberflächlich mit Kroatisch auseinandergesetzt. Ich finde diese Sprache wahnsinnig schwierig zu lernen: Keine Anhaltspunkte beim Vokabular, sieben Fälle, … mit dem Schreiben oder Lesen habe ich gar nicht erst begonnen. Im Moment pausiere ich.
Wie sehen Sie das? Welches ist die Sprache, mit der Sie am meisten Mühe hatten oder immer noch haben?
Bild: Rex Sorgatz auf Flickr (CC BY 2.0)