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Am Wochenende finden die Schweizer Einzelmeisterschaften im Judo statt. Mit welchen Ambitionen treten sie in Magglingen an?
Mein Ziel ist es, zu gewinnen, nachdem ich letztes Jahr das Podest knapp verpasst habe. Auf dem Papier gehöre ich bei der Elite in der Kategorie –72 kg zu den drei, vier Besten. Nationalkämpfer Timo Allemann ist sicherlich der Favorit. Zudem werden auch noch einige sehr starke Nachwuchsjudokas antreten, die ich aus kämpferischer Sicht nicht so gut kenne. Die Leistungsdichte ist gross, eine Prognose schwer abzugeben.
Wie sind Sie mit der vergangenen Saison zufrieden?
Es ist gut gelaufen. Nach meiner dreijährigen Verletzungspause habe ich auf nationaler Ebene wieder den Anschluss an die Spitze geschafft. Zuletzt konnte ich beim Ranking-1000-Turnier in Murten den zweiten Platz erkämpfen. Und mit Morges stehe ich im Final der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft, in dem wir in zwei Wochen am Final Four um den Titel kämpfen.
Dann sind Sie weiterhin auf Kurs für die Olympischen Spiele 2020?
Dieses Ziel habe ich inzwischen verworfen. Theoretisch könnte ich zwar noch die nötigen Rankingpunkte holen, um mich für Tokio zu qualifizieren. Praktisch ist es aber so gut wie unmöglich. International ist die Saison nicht ganz so befriedigend verlaufen wie auf nationaler Stufe. Der Sprung vom Europacup in den Weltcup ist mir nicht geglückt. Ich habe einsehen müssen, dass der Prozess nach meinen drei Kreuzbandrissen länger dauert, als ich es mir vorgestellt habe. Aber ich bleibe dran. Mein Ziel für nächstes Jahr ist es, mich im Weltcup durchzusetzen und die EM-Qualifikation zu schaffen.