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Ich habe ein Ileostoma
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Ileostomie
Der Stomatyp hängt vom chirurgischen Eingriff ab, dem Sie sich unterzogen haben. Bei einer Ileostomie handelt es sich um eine chirurgisch angelegte Öffnung der Bauchdecke zum Dünndarm. Sie dient der Ableitung von Abfallprodukten, wenn es aus unterschiedlichen Gründen erforderlich ist, Rektum oder Kolon zu umgehen. Eine Ileostomie wird aus dem Ileum (Krummdarm) gebildet. Dieser Stomatyp kann temporär oder permanent angelegt werden.
Es gibt unterschiedliche Gründe, die dazu führen, dass bei jemandem ein Stoma angelegt werden muss. Die wichtigsten Gründe dafür sind:
- Krebserkrankungen
- Entzündliche Darmerkrankungen
- Familiäre, adenomatöse Polyposis (FAP)
- Trauma
- angeborene Defekte
Bei Vorliegen einer Ileostomie sind die Ausscheidungen flüssig und / oder unvollständig geformt und enthalten aggressive Verdauungs-Enzyme, die die Haut reizen können.
Temporäre Ileostomie
Bei einer temporären Ileostomie werden bestimmte Abschnitte des Dickdarms vorübergehend entlastet und ruhig gestellt. Man spricht daher auch von schützender oder von Entlastungs-Ileostomie. Sie wird für 2 bis 3 Monate angelegt (evt. auch länger). Allerdings kann nicht immer von vornherein garantiert werden, dass sie danach tatsächlich rückgängig gemacht werden kann. Für diese Stoma-Art wird eine Dünndarmschlinge durch die Bauchdecke nach aussen gezogen. Die Vorderwand des Darms wird durchtrennt, so entstehen zwei Öffnungen. Durch die eine Öffnung wird der Stuhl ausgeschieden, die andere führt zum stillgelegten Darmabschnitt. Dieser produziert gelbweisslichen bis bräunlichen Schleim, der gelegentlich durch den After ausgeschieden wird.
Definitive Ileostomie
Bei der dauerhaften, definitiven Ileostomie wird die Dünndarmschlinge durch die Bauchdecke nach aussen geführt und angenäht. Wenn der Heilungsprozess im stillgelegten Darmabschnitt abgeschlossen ist, kann der Chirurg in der Regel die beiden Darmenden wieder aneinanderfügen und die Öffnung in der Bauchdecke verschliessen. Rektum und Anus werden bei dieser Operation gewöhnlich entfernt.
Versorgung der Ileostomie
Wenn Sie Ileostomieträger sind, stehen Ihnen sehr viele unterschiedliche Versorgungstypen zur Verfügung, die beim Umgang mit Ihrer Ileostomie helfen. Eine Stomatherapeutin (ET) wird Ihnen alles erklären.
In den meisten Fällen werden Sie nach der OP einen durchsichtigen Ausstreifbeutel erhalten. Damit ist es leichter zu lernen, wie der Beutel richtig angelegt wird. Wenn Sie im Umgang mit dem Stoma sicherer geworden sind, wird man Ihnen undurchsichtige Beutel zeigen, die die meisten Betroffenen aus Gründen der Diskretion für zu Hause wählen. Für den Umgang mit der Ileostomie werden Sie einen Ausstreifbeutel verwenden, da dieser Beuteltyp unten offen ist, so dass der Beutel regelmässig entleert werden kann. Der Verschluss ist in der Regel in den Beutel integriert.
Wundversorgung
Während der ersten Monate nach der Operation ist es wichtig, dass Sie sich um Ihre Wunde am Bauch, sofern vorhanden, kümmern. Die Stomatherapeutin (ET) kann die Wunde kontrollieren, falls der Heilungsprozess länger dauert. Ihr Physiotherapeut hat Ihnen gezeigt wie Sie beim Husten die Muskeln, welche die Wunde umgeben, schützen können. Sie sind durch den chirurgischen Eingriff geschwächt und benötigen eine gewisse Zeit, um sich zu erholen. Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Muskeln nicht durch Tätigkeiten wie Staubsaugen, Heben schwerer Gegenstände, Verrücken von Möbelstücken oder Bügeln überbelasten. Fragen Sie im Spital wie lange Sie warten sollten, bis Sie solche Tätigkeiten wieder aufnehmen können.
Wenn das Rektum entfernt wurde, werden Sie eine Wunde am Gesäss haben. Diese wird von der Stomatherapeutin (ET) bei Ihnen zu Hause kontrolliert und Ihr Facharzt wird sie sich bei Ihrem ersten Besuch im Spital ebenfalls ansehen.
Ratgeber
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Ratgeber Ileostomie
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