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Während die Lage der bedeutenden Städte Adaniya (modern Adana) und Tarsa (modern Tarsus) gesichert ist, gibt es noch Unklarheit über die Lokalisierung der zwei wichtigen Kultstädte Kummanni und Lawazantiya. Aufgrund der Namensgleichheit des hethitischen Toponyms Kummanni mit dem antiken Namen Comana Cataoniae wird in Fachkreisen eine Identität beider Orte vermutet und Kummanni folglich beim modernen Şar lokalisiert, woraus sich eine große Ausdehnung des Landes Kizzuwatna in nördliche Richtung ergeben würde. Toponyme können aber wandern, wie die Existenz einer zweiten antiken Stadt namens Comana im pontischen Gebiet zeigt, und somit ist die Gleichsetzung von Kummanni und Comana Cataoniae keineswegs gesichert. Unlängst hat M.-C. Trémouille ausgehend von großreichszeitlichen Informationen gute Argumente für eine südlichere Verortung Kumannis im Osten des Ebenen Kilikiens gegeben. Sie schlägt eine Identifizierung Kummannis bei Boz Höyük und Lawazantiyas am westlichen Hang des Amanus in der Nähe der Bodrum Kalesi, dem klassisch- antiken Castabala Hierapolis, vor. Dieser Ansatz wird durch Angaben in den neuassyrischen Feldzugsberichten Salmanasser III. bestätigt: Im Jahre 839 v. Chr. unternahm dieser einen ersten Feldzug nach Que. Nach seiner erstmaligen Überquerung des Amanus von Unqi / Pattina aus kommend eroberte er die drei Städte Lusanda, Abarnani und Kisuatni und erhielt anschließend von König Katê in Pahri Tribut. Dieser erste Feldzug betraf lediglich den Osten Ques, die Königsstädte Adana und Tarsa wurden (noch) nicht angegriffen. Die von Salmanassar genannten Städte Kisuatni und Lusanda dürften mit einiger Sicherheit mit den hethitischen Städten Kummanni, das bereits in der Großreichszeit oft als die Stadt Kizzuwatna bezeichnet wurde, und Lawazantiya identisch sein. La(hu)wazantiya, die Kultstadt der Liebesgöttin Šawuška wird in altassyrischen Dokumenten Luhuzatiya genannt, in hethitischen Texten Lawazantiya (alternativ auch Lahuwazantiya, Lauwazantiya oder Lahuzzandiya), in Ugarit Lwsnd und in neuassyrischen Annalen Lusanda. Aus diesem Ort stammte Puduḫepa, deren Vater Bentip-šarri dort Priester der Šawuška war. O. Casabonne hat jüngst die These vertreten, der Lawazantiya sei mit dem Sirkeli Höyük zu identifizieren. Ausgangspunkt hierfür ist eine beim modernen Ort Kızıldere 5km östlich von Misis und 4km südwestlich vom Sirkeli Höyük am Hang des Massivs der Misis-Berge angebrachte Inschrift aus dem 5. oder 6. Jahrhundert n. Chr., die die Grenze zwischen Kirkoteis im Westen und Lôandos im Osten markiert. Letzteres sei mit Lawazantiya = Lusanda identisch.