Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03139.jsonl.gz/2975

Das Festlegen einer gemeinsamen Fragestellung oder eines gemeinsamen Problems zu Beginn des Projektes / Vorhabens.
Die Design Challenge sorgt dafür, dass allen Beteiligten klar ist, worum es geht. Die gemeinsame Fragestellung ist die Grundlage für eine funktionierende und effiziente Zusammenarbeit.
Wenn du einen Auftrag erhältst oder eine neue Aufgabe angehst, alleine oder im Team.
Zeit
1 h 20 Min
Personen
Du, dein Auftraggeber und dein Kernteam
Material
Kundenzugang
Kein Kundenzugang notwendig; jedoch sollte der Auftraggeber mit dabei sein.
(20‘) Beschreibe das Problem
In einem Brainwriting schreibt jeder Teilnehmer für sich die Probleme aus Kundensicht auf, lest euch diese im Anschluss kurz vor. Falls ihr mehrere Probleme identifiziert habt, findet aus dieser Sammlung eine für euch sinnvolle Gruppierung nach Themenfeldern.
(5‘) Formuliere verschiedene Fragestellungen
Wie bei den Problemen schreiben zunächst alle Teilnehmer mögliche Fragestellungen auf, die ihr angehen könntet, um die Kundenprobleme zu lösen. (wie schaffen wir es, wie gestalten wir …)
(30‘) Diskutiere die Fragestellungen
Auch hier: Lest euch nacheinander eure identifizierten Fragestellungen kurz vor und diskutiert sie. Falls es viele Fragen sind, kann es helfen, wenn ihr eine für euch sinnvolle Gruppierung nach Themenfeldern macht.
(15‘) Stimmt ab, welche Fragestellung ihr als Team lösen möchtet.
Formuliert die für euch wichtigsten Fragen so, dass eine Leitfrage daraus entsteht. Sie stellt die Ambition für euer Vorhaben dar. Wenn alle sich auf eine Kernfrage geeinigt haben, hast du einen wichtigen Schritt gemacht.
(10‘) Formuliert die wichtigsten Rahmenbedingungen.
Diese können geografischer, technologischer, zeitlicher oder zielgruppenspezifischer Natur sein (z. B, Umsatzsteigerung um x%, Einhaltung Compliance etc.)
Eine Persona repräsentiert in einem Steckbrief einen Vertreter einer internen oder externen Zielgruppe für dein Vorhaben (z. B. deinen Prozess, deine Dienstleistung oder dein Produkt). Sie beschreibt die wichtigsten Eigenschaften, Bedürfnisse und Verhaltensmuster.
Eine Persona hilft dir, deine Zielgruppe besser zu verstehen und sie dir bildlich und menschlich vorzustellen. Damit stellst du sicher, dass dein Vorhaben für die Bedürfnisse dieser Persona gemacht wird.
Wichtig ist, dass du gleich zu Beginn jedes Vorhabens damit beginnst – so haben alle Beteiligten gleich vom Start weg ein Bild von der Zielgruppe vor Augen. Die Persona wird zur Inspiration verwendet, aber im Prozess auch immer zum Verifizieren, Ideen auf den Prüfstand stellen (ist Persona X nun damit zufrieden?), und schlussendlich in der Umsetzung und Kommunikation.
Zeit
50 Minuten
Personen
Du und dein Kernteam (2-4 Personen)
Material
Kundenzugang
Die Personas von spezifischen Zielgruppen sind bereits auf Basis zahlreicher Marktforschungsstudien quantitativ belegt worden und somit repräsentativ. Falls dir Informationen bezüglich spezifischer Themen fehlen, lassen sich diese eventuell aus bestehenden Studien anreichern.
(5‘) Prüfe, ob für dein Vorhaben eine der bestehenden Persona passt
Wenn nicht, verfahre mit den nachfolgenden Schritten. Wenn ja, gehe zum letzten Schritt.
(10‘) Mach dir ein Bild von der Persona
Schneide ein Bild für deine Persona aus, benenne Sie mit einem passenden Namen
(10‘) Umschreibe die Persona (Alter, Wohnort, Beruf, Hobbys, Tagesablauf, Mediennutzung, Trends, Interessen, Persönlichkeit)
(20‘) Beschreibe ihre Bedürfnisse, Ziele und ihr Verhalten
(5‘) Formuliere eine treffende Aussage, die von der Persona stammt
(x‘) Verwende die Persona immer wieder
z. B. um deine Fragestellungen, Customer Journeys und Prototypen auf den Prüfstand zu stellen sowie bei der Umsetzung selbst.
Die Empathie-Karte hilft dir, dich in eine Person hineinzuversetzen. Neben dem, was gesagt wird, denkst du auch darüber nach, was dein Gegenüber denkt und fühlt, und beobachtest, was dein Gegenüber sieht, hört sowie sagt und tut. Dies führt dich zu einem realistischeren Bild, als wenn du nur das Gesagte in die Zielgruppeninformationen einfliessen lässt.
Du förderst den Perspektivenwechsel und das Einfühlungsvermögen gegenüber der Zielgruppe. Der Mensch ist mehr als das, was er sagt – die Empathie-Karte hilft dir, dein Gegenüber umfassender zu verstehen. Dieses Verständnis erlaubt dir, wirkliche Differenzierung zu schaffen (Produkte allein differenzieren nicht).
Du wendest sie zu Beginn eines Vorhabens an. Sie hilft dir bei einer internen Stakeholder-Analyse oder bei einer Angebotsentwicklung (Produkt, Dienstleistung, Prozess).
Zeit
1 h
Personen
Material
Kundenzugang
Wenn du die Empathie-Karte mit deinem Projektteam ausgefüllt hast, sind die Aussagen noch hypothetisch. Hier kannst du die Empathie-Karte durch eine direkte Kundenbefragung oder Kundenbeobachtung validieren.
Möglichkeiten:
Es gibt zwei Herangehensweisen. Idealerweise geht der Erstellung einer Empathie-Karte eine „Live“-Beobachtung voraus.
Es können jedoch auch ohne Beobachtung hilfreiche Resultate erzielt werden. In diesem Fall beschreibst du, was du über den Kunden zu wissen glaubst.
Mit „Live“-Kundenbeobachtung
Die an der Beobachtung teilnehmenden Mitarbeitenden erstellen im Rahmen ihrer Beobachtungen die Karte
Im Projektteam
Das Projektteam erstellt die Karte im „Brainstorming-Modus“.
Dann ist es allerdings unbedingt ratsam, sie in einer Kundenbeobachtung nochmals zu überprüfen.
Das ist dein Leitfaden:
Lege zuerst einen Bezug fest. Bsp. Thema Sparen oder wichtigste Lebensthemen
1. Was denkt und fühlt der Kunde?
Was geht im Kopf des Kunden vor (Hoffnung, Sorgen etc.)?
2. Was sieht der Kunde?
Wie sieht das Umfeld des Kunden aus? Welche Freunde hat er, welche Angebote erhält er, welche Probleme hat er?
3. Was hört der Kunde?
Wie wird der Kunde durch sein Umfeld beeinflusst (Medien, was sagen Bekannte/Verwandte, Vorgesetzter etc.)?
4. Was sagt der Kunde?
Was könnte er anderen gegenüber sagen?
5. Was tut der Kunde?
Beschreibe, wie sich der Kunde in der Öffentlichkeit verhält.
6. Was frustriert den Kunden?
Was ist das grösste Problem des Kunden, welche Risiken könnte er scheuen, welches ist seine grösste Frustration?
7. Was erfreut den Kunden?Beschreibe, was der Kunde erreichen möchte.
Mit den Ergebnissen weiterarbeiten (analog Persona)