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Diese ursprünglich unter dem Namen «Neue Probleme in der schweizerischen Malerei und Plastik» geplante Ausstellung lenkte das Augenmerk auf die Avantgarde in der Schweiz, und hatte den Anspruch, das Typische und Neue an ihr herauszudestillieren.
Diese Ausstellung gehört zu den wegweisenden ihrer Art: Ihre Macher strebten nichts Geringeres an, als zu verdeutlichen, dass das «Neue» in der Kunst, wie es in der Internationalen Ausstellung zeitgenössischer Kunst von 1925 am Kunsthaus Zürich verkündet worden war und in ganz Europa zum wichtigsten Attribut der 1920er-Jahre in sämtlichen Lebensbereichen avancierte, keine der weltgewandten Metropole Paris vorbehaltene Erfindung war. Die ursprünglich unter dem Namen «Neue Probleme in der schweizerischen Malerei und Plastik» geplante Ausstellung lenkte das Augenmerk auf die Avantgarde in der Schweiz, wobei der Brückenschlag zum Kunstzentrum Paris gemäss dem damaligen Direktor Wilhelm Wartmann besonders von Hans Arp, Max Bill Le Corbusier und Leo Leuppi bewerkstelligt worden sei. Die Verbindung zu anderen Strömungen der Avantgarde der 1920er-Jahre besonders aus Deutschland wie der Neuen Sachlichkeit, dem Bauhaus, dem Expressionismus und dem Surrealismus stand hier nicht im Zentrum. Auf formaler Ebene am augenfälligsten war die programmatische Etablierung der abstrakten und der konstruktiven Kunst, was in Zeiten wachsender politischer Drohszenarien autoritärer Regimes im benachbarten Ausland eine deutliche Brisanz hatte. Gleichzeitig fällt aus heutiger Perspektive aber auch auf, dass die als «entartet» diffamierten Künstler wie Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner oder Oskar Kokoschka nicht gezeigt wurden, da sie als figurative Künstler Vertreter vergangener, also nicht «neuer» Kunstströmungen waren. Programmatisch stehen hierfür auch die Katalogtexte von Sigfried Giedion, Max Bill und Le Corbusier, die alle auf ihre Art den inhärent konstruktiven, autonomen Charakter von Kunst beschrieben. Am deutlichsten thematisierte dies Max Bill in seinem Beitrag, in dem es heisst: «konkrete gestaltung ist jene gestaltung, welche aus ihren eigenen mitteln und gesetzen entsteht, ohne diese aus äusseren naturerscheinungen ableiten oder entlehnen zu müssen. Die optische gestaltung beruht somit auf farbe, form, raum, licht, bewegung.» Wie dazumal üblich, war auch diese eine Verkaufsausstellung, bei welcher die höchste Preisangabe der 159 Exponate mit 4’000 Schweizer Franken bei Paul Klee zu verzeichnen ist.
«Vielleicht veranlasst diese Ausstellung gerade durch den Einblick in das Entstehende, das sie gewährt, manchen der Besucher, nicht mit anderen Massstäben, sondern mit den Augen der eigenen Zeit die Bilder auf sich wirken zu lassen. Nur so kann ihr Sinn lebendig werden!»Sigfried Giedion, Ausstellungskatalog
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39 Künstler:innen
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