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Zum Buch <ip-pii>. Angriff auf die Vernunft (2007)
Der Inhalt: Al Gores Vorbild Thomas Jefferson hatte es in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 als fundamentale Wahrheit bezeichnet, »dass alle Menschen gleich geboren« seien. Der Blick auf die US-amerikanische Realität legt allerdings den Verdacht nahe, dass einige Bürger dort „gleicher“ sind als andere. »Die inzestuöse Paarung von Reichtum und Macht stellt die tödlichste Bedrohung für die Demokratie dar«, warnt Gore. Nicht nur einzelne demokratische Errungenschaften, die Demokratie selbst ist in ernster Gefahr. Die ursprünglichen Werte der Gründerväter, die er beschwört, können nur dann wiederhergestellt werden, wenn zugleich eine fast ausgestorbene Spezies wiederersteht: der mündige, gut informierte Staatsbürger, der auf der Basis vernünftiger Argumente eine verantwortliche politische Entscheidung trifft.
Al Gores großes Verdienst ist es, dass er aus der Mitte des politischen Establishments heraus zum ersten Mal diese »unbequeme Wahrheit« ausspricht. Seine Kritik an den Fehlentwicklungen unter der gegenwärtigen Bush-Regierung ist scharf und unverblümt. Wie seine vorhergehende Kampagne es fertiggebracht hat, die »unbequeme Wahrheit« des globalen Klimawandels ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, so könnte dieses Buch entscheidend dazu beitragen, dass sich der Impuls zur Erneuerung des demokratischen Systems in der politischen Führungselite der USA etabliert.
Zum Thema 31. Menscheit
Autor/Herausgeber: Gore Al
Sammlung: 016 Büro NWA