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Der Brunnen des Dorfes hatte die Bewohner immer gut mit Wasser versorgt. Die Wasserpumpe wurde durch den Generator des Dorfes betrieben. Nun aber, nach sechs Monaten, gab der Generator keinen Laut mehr von sich. Kein Strom bedeutete kein Wasser. Farha, eine Jesusnachfolgerin des Dorfes, beschloss, sich mit ihrem Esel auf den Weg ins Nachbardorf zu machen um dort Wasser zu holen. Das Dorf war etwa eineinhalb Stunden entfernt. Sie nahm zwei Nachbarsjungen mit, die ebenfalls für ihre Familie Wasser holen sollten.
Vor dem Brunnen im Nachbardorf hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet. Viele Leute mit Kanistern und Eimern warteten darauf, an die Reihe zu kommen. Farha liess die beiden Jungen dort in der Schlange zurück und machte sich auf, um in diesem Dorf Lebensmittel für das Frühstück einzukaufen. Als sie endlich einen entsprechenden Laden gefunden hatte, stellte sich heraus, dass die Bohnen, die traditionellerweise zum Frühstück gehören, für diesen Tag bereits ausverkauft waren. Der Ladenbesitzer lud Farha stattdessen zum Frühstück zu sich nach Hause ein – eine Einladung, die sie gerne annahm. Bevor sie zu essen begann, dankte sie Jesus, so wie sie das vor jeder Mahlzeit tut. Die Gastgeber waren erstaunt und fragten sie, was sie denn da tue. Farha antwortete, dass sie Jesus für das Essen gedankt und ihn darum gebeten habe, das Essen und auch ihre Gastgeber, ihr Haus und ihre ganze Familie zu segnen.
Wer ist dieser Jesus?
Die Neugier der Familie war geweckt. Sie begannen, Farha viele Fragen zu stellen. Wer war dieser Jesus? Farha erzählte davon, dass Jesus die Tür zum Paradies sei, die Wahrheit und der Weg zur Gerechtigkeit. Das Gespräch ging hin und her für eine ganze Weile. Schliesslich ging Farha zurück zum Laden und kaufte ein paar Lebensmittel, die sie den beiden Nachbarjungen am Brunnen mitbringen konnte.
Die Familie, die Farha zum Essen eingeladen hatte, dachte weiter über all die Dinge nach, die sie ihnen erzählt hatte. Schliesslich entschieden sie, sich auf die Suche nach Farha zu machen, um noch mehr von ihr zu hören und Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Nicht lange danach fanden sie Farha, die immer noch mit den beiden Jungen am Brunnen war. Sie wollten von ihr wissen, wo sie lebte und wie sie zu ihrem Haus finden konnten, denn sie wollten sie unbedingt besuchen kommen. Nachdem Farha und die Kinder das Wasser geschöpft hatten, machten sie sich wieder auf den Nachhauseweg. Am darauffolgenden Tag war der Generator in ihrem Dorf repariert und ihr eigener Brunnen gab wieder Wasser. Nun brauchten sie sich nicht mehr auf den langen Weg ins Nachbardorf zu machen.
Neues Leben für eine ganze Familie
Nach einiger Zeit kam die Familie zu Farha auf Besuch. Sie brachten viele Fragen mit. Farha holte andere Jesusgläubige ihres Dorfes dazu und zusammen hatten sie viele lange Gespräche. Irgendwann wurde aus dem Interesse der Familie eine echte Nachfolge. Sie begannen an Jesus Christus zu glauben und erlebten ihn auch. Die Gläubigen aus Farhas Dorf trafen sich noch viele weitere Male mit dieser Familie und unterwiesen sie. Dann entschied sich diese Familie dazu, in ihrem Dorf eigene Versammlungen abzuhalten und begannen Menschen in ihrem Umfeld Jesus zu bezeugen.
Für Farha war das Erlebnis mit dieser Familie ein Schlüsselerlebnis. Früher fühlte sie sich oft hilflos und verlassen in den vielen Herausforderungen, die das Leben an sie stellte. Nun aber hatte sie gelernt, dass sie jede Herausforderung im Vertrauen auf Gott annehmen kann. Sogar einen defekten Generator kann er benutzen, um Menschen an die Quelle des lebendigen Wassers zu führen.
«Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst haben; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten» (Joh 4, 14).
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