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David Miller
wohnhaft in Genf, 29 Jahre alt, von Chicago, seit vier Jahren in der Schweiz, Physiker am Cern.
Miller ist Demokrat und sehr zufrieden mit Barack Obamas Leistungen. «Mir war vor allem die Gesundheitsreform wichtig.» Obama sei wie er selbst ein Akademiker, die Art, wie er an Probleme herangehe, spreche ihn deshalb sehr an. «Er hat einen viel rationaleren, nuancierteren Ansatz als eine Mehrheit der Republikaner.» Dass das Gefangenenlager in Guantanamo noch offen ist, findet er enttäuschend, ebenso dass es keine Fortschritte gibt bei der Einwanderungsdebatte. «Aber vieles ist halt einfach durch das Parlament blockiert.»
Miller hofft auf Obamas Sieg im Herbst. «Aber es wird wohl knapp werden, knapper, als ich das ursprünglich erwartet hätte.» Er beobachtet die zunehmende Feindschaft zwischen den Parteien in den USA mit Sorge. «In der Schweiz verstehen wir uns besser. Aber das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass Leute, denen es leichter fällt, andere Meinungen zu respektieren, auch eher bereit sind, in einem anderen Land zu leben.»
Fotograf: Nicolas Righetti / Rezo