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Prinzipiell wird bei Schweizer Lebensversicherungen zwischen Risikolebensversicherungen und Sparlebensversicherungen unterschieden. Daneben gibt es verschiedene Mischformen von Risiko- und Sparversicherungen.
Schweizer Risikolebensversicherungen versichern Schweizerinnen und Schweizer gegen Worst-Case-Risiken wie einen Todesfall oder Erwerbsunfähigkeit. Im Fall einer Risikolebensversicherung für den Todesfall spricht man auch etwas einfacher von einer Todesfall-Versicherung oder Todesfall-Risikoversicherung.
Risikoversicherungen für den Todesfall
Bei der Todesfallversicherung versichert sich im alltagssprachlichen Sinn nicht die «versicherte» Person, sondern ihr Umfeld. Will heissen: Stirbt die Person während der Laufzeit der Versicherung, erhalten die begünstigten Personen den versicherten Betrag.
Eine Todesfallversicherung kann zum Beispiel verhindern, dass die eigene Familie nach dem Tod der Mutter oder des Vaters in ein finanzielles Unglück stürzt. Oder ermöglichen, dass die Ehefrau oder der Ehemann weiterhin in der Lage ist, nach dem Hinschied des arbeitstätigen Ehepartners die Hypothek oder andere Kredite zurückzuzahlen.
Die Versicherungssumme, welche die begünstigten Personen im Todesfall ausbezahlt erhalten, wird dabei im Voraus in der Police definiert. Zur Auswahl stehen je nach Anbieter in der Regel Summen zwischen 40'000 und 500'000 Franken.
Konstante und abnehmende Versicherungssumme
Unterschieden wird je nach Art der Versicherungssumme zwischen zwei Typen von mehrjährigen Todesfallversicherungen.
Zum einen gibt es die Variante der konstanten Versicherungssumme. In diesem Fall werden die begünstigten Personen unabhängig vom Lebensalter zum Zeitpunkt des Todes den vereinbarten Versicherungsbetrag erhalten (sofern der Tod innerhalb der Vertragslaufzeit liegt). Das versicherte Kapital bleibt während der gesamten Vertragsdauer gleich hoch. Diese Variante empfiehlt sich etwa dann, wenn der Geldbedarf der Hinterbliebenen voraussichtlich nicht abnehmen wird.
Im weniger häufigen Fall einer abnehmenden Versicherungssumme erhalten die begünstigten Personen desto weniger Versicherungsgelder, je älter die versicherte Person beim Todeszeitpunkt ist. Das versicherte Kapital vermindert sich während der Laufzeit jedes Jahr um einen Betrag, bis das versicherte Kapital am Ende der Laufzeit bei Null angelangt ist.
Beispiel für eine abnehmende Versicherungssumme: Im ersten Jahr nach Versicherungsabschluss würden die begünstigten Personen 200'000 Franken erhalten, nach 10 Jahren noch 100'000 Franken und nach der gesamten Laufzeit von 20 Jahren keinen Franken mehr.
Die Prämien der Variante mit der abnehmenden Versicherungssumme sind günstiger als bei einer konstanten Versicherungssumme. Entsprechend kann sich die Variante mit einer abnehmenden Summe lohnen – zum Beispiel für eine zu amortisierende 2. Hypothek oder für die Sicherstellung einer Ausbildung für die Kinder (in beiden Fällen nehmen die erforderlichen Beträge mit zunehmendem Alter ab).
Todesfallversicherung: Prämien
Die zu zahlenden Prämien sind von verschiedenen Faktoren abhängig: vom Lebensalter, Geschlecht, Lebenswandel und Gesundheitszustand der versicherten Person (wie Raucher oder Nichtraucher, Gewicht im Verhältnis zur Grösse), der Laufzeit sowie der Höhe und Art der Versicherungssumme.
Die Versicherung berechnet dafür jeweils die ungefähre durchschnittliche Sterbewahrscheinlichkeit – je höher diese Wahrscheinlichkeit, desto höher die Prämie. Bei der Versicherungssumme gilt analog: je höher die auszuzahlende Summe, desto höher die zu zahlende Prämie.
Da die Sterbewahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter zunimmt, steigt auch die Prämie in der Regel mit zunehmendem Alter bei Versicherungsabschluss. Während der Laufzeit bleibt die Prämie bei den mehrjährigen Versicherungen konstant, da die Versicherer für das Risiko über die ganze Laufzeit hinweg eine Mischrechnung anstellen.
Einjährige und mehrjährige Todesfallversicherungen
Bei den so genannten einjährigen Versicherungen hingegen wird die Prämie für jedes Jahr gemäss Risiko neu festgelegt und steigt generell mit zunehmendem Lebensalter der versicherten Person. Für jüngere Personen können einjährige Versicherungen eine preiswerte Variante sein. Wer sich langfristig absichern möchte, ist im Allgemeinen mit einer mehrjährigen Versicherung mit konstanter Prämie besser bedient.
Günstigere Prämien dank Überschüssen
Einige Versicherungsanbieter weisen neben der ausgewiesenen Bruttoprämie auch eine mögliche Nettoprämie aus. Diese beinhaltet zusätzlich eine günstigere Prämienvariante dank zukünftigen Prämienüberschüssen – zum Beispiel infolge einer neuen besseren Risikobewertung der versicherten Person. Diese Nettoprämien sind allerdings ohne Garantie und eignen sich daher nur bedingt zum Kostenvergleich.
Teurere Prämien für «schlechte» Risiken
Raucher haben im Durchschnitt eine höhere Sterbewahrscheinlichkeit als Nichtraucher, weshalb auch die Prämien der Lebensversicherungen für Raucher teurer sind. Einzelne Versicherer bieten für Nichtraucher und Raucher sogar separate Todesfallversicherungen an. Weitere Kenngrössen wie etwa der Body Mass Index (BMI) können von Versicherern zur Prämienfestlegung herangezogen werden.
Säule 3a oder 3b?
Todesfallversicherungen lassen sich je nach Versicherungsprodukt entweder über die gebundene Säule 3a oder die flexible Vorsorge 3b abschliessen. Die Variante über die Säule 3a hat den Vorteil, dass Sie einbezahlte Beträge von der Einkommenssteuer abziehen können.
Allerdings können Sie gemäss Gesetz nur die engere Familie als begünstigte Personen angeben. Mit der Säule 3b haben Sie hingegen die Möglichkeit, auch nicht oder entfernter verwandte Personen nach Ihrem Tod zu begünstigen.
Todesfallversicherungen im Vergleich
Die Prämienunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern sind beachtlich und können rasch einmal mehr als 10’000 Franken für längere Laufzeiten betragen. Ein Vergleich empfiehlt sich also.
Der Prämienvergleich der Todesfallversicherungen auf moneyland.ch ist der genauste seiner Art in der Schweiz und ist in der Lage, die Prämien in Abhängigkeit zum Alter, zur Laufzeit und zur Versicherungssumme individuell zu berechnen. Dafür werden über 100'000 Prämiendaten ausgewertet.
Gemischte Todesfallversicherungen
Todesfallversicherungen lassen sich bei einigen Versicherungen in Verbindung mit Spar- oder Kapitalversicherungen abschliessen. Hier ist Vorsicht angebracht – eine solche Mischform ist nur selten empfehlenswert und kann die versicherte Person in ungünstigen Fällen teuer zu stehen kommen.
Weiterführende Informationen:
Interaktiver Vergleich von Lebensversicherungen für den Todesfall
Todesfallversicherungen: Tipps
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Moneyland-Redaktion