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Die Spitzen der sozialdemokratischen Arbeiterpartei (AP), der Zentrumspartei (SP) und der Sozialistischen Linkspartei (SV) trafen sich am Donnerstag in einem Hotel nördlich von Oslo, um über eine mögliche Regierungszusammenarbeit in einem Mitte-links-Bündnis zu sprechen.
«Ich habe gute Erwartungen, die Zeit gut zu nutzen und direkt zur Sache zu kommen», sagte AP-Chef Jonas Gahr Støre am Morgen bei der Ankunft in dem Hotel. Er wird aller Voraussicht nach nächster norwegischer Regierungschef, nachdem das skandinavische Nicht-EU-Land acht Jahre lang von der Konservativen Erna Solberg regiert wurde. «Wir haben ein sehr klares Mandat von den Wählern bekommen, und es gibt einen Wechsel der Regierung», sagte Støre.
Die drei Parteien hatten bei der Parlamentswahl in Norwegen am 13. September gemeinsam 89 der 169 Mandate erhalten. Damit hätten sie eine komfortable Parlamentsmehrheit für eine Regierungskoalition beisammen. Einfach werden die Gespräche dennoch nicht: Das Zentrum, das sich vor allem für die Belange der Landbevölkerung im Flächenland Norwegen einsetzt, vertritt in vielen politischen Fragen andere Standpunkte als die stark auf den Klimaschutz setzende Sozialistische Linke. Die drei Parteien hatten aber bereits von 2005 bis 2013 die norwegische Regierung gestellt, damals noch unter Ministerpräsident Jens Stoltenberg, dem heutigen Nato-Generalsekretär.