Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03253.jsonl.gz/2612

Olympiasieger 2012, Weltmeister 2013, Weltmeister 2015 - und das gleich über 10'000 und 5000 Meter: Mo Farah bleibt auch bei der WM in Peking eine Klasse für sich.
Als in der letzten Kurve des 5000-Meter-Rennens der Kenianer Caleb Mwangangi Ndiku noch die Führung innehatte, lag die Überraschung in der Luft. Doch Mo Farah zeigte wieder einmal einen seiner unverkennbaren Antritte und liess seinen Kontrahenten auf der Schlussgeraden stehen.
13:50,38 leuchteten am Schluss auf der Anzeige, womit der Brite fast eine Minute über seiner persönlichen Bestzeit blieb. Es reichte jedoch um Ndiku und Hagos Gebrhiwet (Äth) auf die Plätze 2 und 3 zu verweisen.
Es gibt immer wieder Zweifel. Doch diese haben die Leute in meinem Umfeld ausgeräumt.
Mit letzter Kraft kämpfte sich Ashton Eaton beim abschliessenden 1500-Meter-Rennen des Zehnkampfes über die Ziellinie. Eine Zeit von 4:18,25 war nötig, um den eigenen Weltrekord aus dem Jahr 2012 zu brechen. Und tatsächlich: Bei 4:17,52 überquerte der 27-jährige Amerikaner die Ziellinie und sorgte mit 9045 Punkten für den ersten Weltrekord an den aktuellen Weltmeisterschaften.
Er sei sehr zufrieden mit dem Wettkampf, der bei sehr happigen Bedingungen stattgefunden habe. Denn es seien lange und teils chaotische Tage gewesen. «Doch ich bin nicht in erster Linie für mich selbst glücklich. Vielmehr bin ich dies für all die Leute, die stets an mich geglaubt haben», führte Eaton aus.
Zehnkampf-Silber gewann der Kanadier Damian Warner (8695), Bronze ging an Rico Freimuth (8561) aus Deutschland.
Überraschung über 800 Meter
Im Frauen-Rennen über zwei Bahnrunden musste sich die kenianische Topfavoritin Eunice Jepkoech Sum der Weissrussin Marina Arzamasova und Melissa Bishop aus Kanada geschlagen geben.
Bitter aus Schweizer Sicht: Arzamasova lief mit einer Zeit von 1:58,03 Minuten 8 Hundertstel langsamer als die im Halbfinal gescheiterte Selina Büchel bei ihrem Schweizerrekord (1:57,95) im Juli.
Kutschina überflügelt Vasic
Neue Hochsprung-Weltmeisterin ist Maria Kutschina aus Russland. Die erst 22 Jahre alte Hallen-Weltmeisterin überquerte bei den Titelkämpfen am Samstag in Peking 2,01 Meter ohne Fehlversuch. Doppel-Weltmeisterin Blanka Vlasic aus Kroatien erreichte Platz zwei vor der russischen Olympiasiegerin Anna Tschitscherowa.
Im Diskuswurf der Männer holte Piotr Malachowski die Goldmedaille: Der Pole setzte sich mit einem Wurf auf 67,40 Meter vor Philip Milanov (Be/66,90) und Robert Urbanek (Pol/65,18) durch.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.8.15, 13:10 Uhr