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Aarburg.
Stadt des Kt. Aargau, Bez. Zofingen auf dem rechten Aareufer an einem Engpass des Flusses, 405 m. 2059 E. Abzweigungspunkt der Eisenbahnlinien nach Luzern und nach Bern. Postbureau. Telegraph und Telephon.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Aarburgs sind die Burg und die Kirche mit ihren 2 Glockenthürmen,
beide auf einem erhöhten
Felsen; die neue Kirche mit ihren schlanken
Thürmen. Gemischte Sekundärschule. Erziehungsinstitute
für Knaben und Mädchen. Korrektionsanstalt für Knaben in der alten Festung. Früher war der Warentransport zu
Wasser, besonders
der Waadtländerweine eine Einnahmsquelle wie auch das
Flössen von Schiffsbauholz. Heute haben sich neue
Industriezweige eingebürgert: Strickerei,
Spinnerei und Weberei, Hemden-, Seiden-, Bürstenfabrikation, Möbel-, Cartonage-
und Korbfabriken, Kesselschmiden, Cigarrenfabrikation, Herstellen von elektrischen und mechanischen Apparaten.
Aarburg, schon im Jahr 800 von Mauern umgeben,
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verdankt seine Entstehung der Burg, von der es den Namen hat. Da
Aarburg, durch seine Lage nicht nur den Wasserweg der Aare,
sondern auch die Strasse vom Gotthard zum Jura beherrscht, ist seine strategische Wichtigkeit derart, dass schon die Römer
da ein Kastell errichteten. Die Barone von
Aarburg besassen ausser der Stadt und dem Schlosse noch das
Dorf Oftrigen und zahlreiche Güter. Stadt und Schloss kamen nach einander unter die Herrschaft der Grafen von Frohburg, der Söhne
Alberts I. (1299), unter diejenige der Familie der Kriechen, und endlich 1584 unter Bern.
Die Berner erbauten die Festung (1660),
deren Wälle zum Teil zerstört wurden und welche später als Zeughaus und jetzt als kantonale Strafanstalt
benutzt wurde.
Aarburg und die Ortschaften des Wiggerthales (mit Ausnahme von Zofingen)
waren unter der Herrschaft eines Amtmanns bis zum Jahr 1798,
da der Aargau
unabhängig wurde.
Nach der Feuerbrunst im Jahr 1818 und der im Jahr 1844 wurde
Aarburg jedesmal schöner aufgebaut als
es gewesen.