Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03151.jsonl.gz/949

Haben Sie Ihr Kleinkind stundenlang mit einem einfachen Karton spielen sehen? Oder Spaß mit Töpfen und Pfannen oder einem Stück Papier? Kleine Kinder neigen dazu, lange Zeit mit den alltäglichsten Gegenständen zu spielen, sie herumzuwerfen oder sie zu schlagen. Als Erwachsene würden wir uns fragen, was um alles in der Welt an dem Objekt so faszinierend ist, dass das Kind so in sein Spiel versunken ist. Diese Spielphase, die als funktionales Spiel bezeichnet wird, beginnt im Kindesalter und dauert bis zum Alter von 2 Jahren.
Was ist funktionales Spielen?
Eine sich wiederholende Handlung, die einem Kind Spaß macht, wird als „funktionales Spiel“ bezeichnet. Experten beschreiben das funktionale Spiel als das „erste Spiel“ eines kleinen Kindes, das etwas benutzt, um sich selbst zu unterhalten. Dies kann das Öffnen und Schließen von Dingen, das Werfen von Dingen, das Stapeln und Abschlagen von Blöcken, das Schieben eines Spielzeugs hier und da und das Zusammenschlagen von Gegenständen umfassen. Obwohl sich diese Aktivitäten wiederholen, kann das Kind auf diese Weise mehr über seine Welt und die Eigenschaften der physischen Objekte erfahren, mit denen es umgeht. Dies kann sie darauf vorbereiten, künftig komplexere Fähigkeiten zu entwickeln, und ihnen helfen, ihre grob- und feinmotorischen Fähigkeiten durch Übung zu verbessern. Das funktionale Spielalter von Kindern kann vom Säuglingsalter bis zum Kleinkindalter reichen.
Wie kommt funktionales Spielen Ihrem Kind zugute?
Kinder lieben es, mit einfachen Gegenständen wie Blöcken oder leeren Töpfen und Pfannen zu spielen. Obwohl sie die sensorische Stimulation durch diese Gegenstände genießen, gehen die Vorteile der Spielzeit weit über die sensorische Stimulation hinaus. Es hilft dem Kind, seine Fein- und Grobmotorik sowie seine Vorkenntnisse und Denkfähigkeiten zu verbessern. Zum Beispiel können die folgenden funktionalen Spielaktivitäten Ihrem Kind auf folgende Weise zugute kommen:
1. Autos in einer Linie nach Farbe anordnen
Obwohl dies eine einfache Aktivität ist, kann dies dem Kind helfen, Objekte anhand bestimmter physikalischer Merkmale wie Form und Farbe zu identifizieren und zu klassifizieren.
2. Verriegelungsblöcke in Position bringen
Wenn Kinder ineinandergreifende Blöcke zusammenschnappen, ohne etwas Besonderes zu tun, baut die Aktivität immer noch eine Hand-zu-Auge-Koordination auf. Dies hilft ihnen zu identifizieren, an welcher Position die Blöcke entsprechend ihrer Form zusammengeschnappt werden können.
3. Wirf etwas gegen die Wand und beobachte, wie es zurückprallt
Diese Aktivität kann zu viel Lärm und der Gefahr führen, dass das Objekt eine andere Person trifft. Sie hilft Ihrem Kind jedoch dabei, das Konzept von Ursache und Wirkung zu erlernen. Newtons drittes Bewegungsgesetz – Für jede Handlung gibt es eine gleiche und entgegengesetzte Reaktion.
Funktionelles Spielen ist ein wesentliches Element der kognitiven Entwicklung eines Kindes. Es ist also die Aufgabe der Eltern, dies zu fördern und das Kind nicht davon abzuhalten, es zu tun. Anders als beim dramatischen Spiel konzentriert sich das funktionale Spiel nicht darauf, Spielzeug oder Gegenstände auf herkömmliche Weise zu verwenden. Stattdessen konzentriert sich Ihr Kind auf die physischen Eigenschaften des Objekts und erkundet es nach eigenem Ermessen. Ein Karton wird für ihn so aufregend wie eine Spielzeugeisenbahn. Lassen Sie sie also erkunden und genießen!
Lesen Sie auch:
Bedeutung des Rollenspiels in der Entwicklung von KindernBrain Boosting Memory Games für KinderEffektive Möglichkeiten zur Steigerung der Konzentration eines Kindes