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Der Schweizer Leichtgewichts-Vierer wurde seiner Favoritenrolle an den Europameisterschaften in Brandenburg gerecht. Dem Schweizer Quartett gelang die Titelverteidigung vor Grossbritannien und Deutschland.
Im letzten Jahr hatten Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch und Lucas Tramèr schon den EM- und WM-Titel sowie den Gesamt-Weltcup geholt. Für Niepmann und Tramèr war es in Brandenburg gar das vierte EM-Gold in Folge, nachdem sie 2013 und 2014 jeweils im Leichtgewichts-Zweier zuoberst auf dem Podest gestanden hatten.
Die Schweizer hatten sich bereits am Freitag mit einem starken Vorlauf für den A-Final qualifiziert, wo sie auf den ebenfalls souveränen Vorlauf-Sieger Grossbritannien trafen. Die Briten, die 2012 in London Olympia-Silber gewonnen hatten, starteten erstmals in dieser Saison.
Das britische Boot startete fulminant ins Rennen und lag nach den ersten 500 Metern eine Sekunde vor den Schweizern. Nach 1000 Metern hatte sich der Vorsprung halbiert. Die Schweizer ruderten unbeirrt ihre Pace, während die Briten auf der zweiten Rennhälfte regelrecht einbrachen. Im Ziel betrug der Vorsprung des Schweizer Bootes 2,49 Sekunden.
Die beiden anderen Schweizer Boote in den A-Finals verpassten als Vierte das Podest. Nico Stahlberg und Roman Röösli, die mit dem Doppel-Vierer bereits für die Olympischen Spiele qualifiziert sind, beendeten den Final im Doppelzweier in 7:21,79 Minuten und blieben fast dreieinhalb Sekunden hinter einem Podestplatz zurück. Den Sieg holte sich das kroatische Brüderpaar Valent und Martin Sinkovic.
Der Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen war im Kampf um die Medaillen chancenlos. Frédérique Rol und Patricia Merz beendeten das Rennen im 4. Rang, verloren allerdings über sechs Sekunden auf den Bronzeplatz. Europameisterinnen wurden die Niederländerinnen Ilse Paulis/Maaike Head. Für Rol/Merz war es der letzte Wettkampf vor der Olympia-Qualifikations-Regatta, die vom 22. bis 24. Mai auf dem Luzerner Rotsee stattfindet.
(SDA)