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Die Aufgabe der Lunge besteht darin, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen und Kohlendioxid aus dem Körper abzutransportieren. Die künstliche Beatmung kommt zum Einsatz, wenn die Lunge diese Leistung nicht ausreichend erbringen kann.
Ist das Bewusstsein eines Patienten oder einer Patientin eingeschränkt, kann dies das Atemzentrum im Gehirn und die Schutzreflexe beeinträchtigen. Das führt zu einer ungenügenden Atmung, auch wenn die Lunge unbeschädigt ist. Ausserdem können Lungenerkrankungen (Lungenentzündung, Lungenödem, Lungenverletzungen) oder grosse Operationen zu einer Störung der Lunge führen.
Durch die Maschine wird Luft in die Lunge gepumpt. Das Ausmass der maschinellen Unterstützung kann individuell eingestellt und laufend den Bedürfnissen des Patienten oder der Patientin angepasst werden. Vorübergehend kann die Luft mit einer Maske zugeleitet werden. Meist wird jedoch ein sogenannter Tubus verwendet, welcher via Mund oder Nase in die Luftröhre eingelegt wird. Dieser Beatmungsschlauch kann Würge- und Hustenreflexe auslösen. Es werden daher Schlaf- und Schmerzmittel verabreicht. Ist eine längere künstliche Beatmung erforderlich, wird häufig eine Kanüle durch einen Schnitt am Hals in die Luftröhre gelegt. Diese Methode (Tracheotomie) hat den Vorteil, dass sich die Patienten und Patientinnen später im Wachzustand weniger gestört fühlen und besser sprechen können.