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Der 49-jährige verurteilte Mörder Tommy Sells ist am Donnerstag in Texas hingerichtet worden. Im Gefängnis von Huntsville erhielt der Mann, der ein 13-jähriges Mädchen brutal ermordet hatte und mit zahlreichen anderen Morden in Verbindung gebracht wird, die tödliche Injektion. Seine Anwälte hatten die Hinrichtung in letzter Minute stoppen wollen, in dem sie Auskunft über die Herkunft der tödlichen Substanz verlangten. Sie wollten mehr über das Gift wissen, um beurteilen zu können, ob es sich um eine grausame und ungewöhnlich Bestrafung handelt.
In jüngster Zeit war bei Hinrichtungen vermehrt das offiziell nicht zugelassene Betäubungsmittel Pentobarbital verwendet worden – wegen Nachschubproblemen: Die europäischen Hersteller der Präparate weigern sich, diese weiter für Hinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Mehrere US-Bundesstaaten haben daher neue und nicht erprobte Giftmischungen von nicht bundesweit zertifizierten Herstellern ausprobiert. Den Einspruch der Anwälte lehnte der oberste US-Gerichtshof ab. Die texanischen Beamten hatten argumentiert, sie müssten nichts über die Lieferanten des Gifts mitteilen, um die Lieferanten vor Angriffen zu schützen. (dwi/sda/afp/dpa)