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Gemäss dem Marktbericht Fleisch des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) wurden im 2. Quartal 2019 mit 587'800 Schlachtschweinen so wenig Tiere wie seit über 20 Jahren nicht mehr geschlachtet. "Die tiefen Schlachtzahlen sind die Konsequenz aus der Drosselung der inländischen Produktion als Antwort auf den sinkenden Konsum von Schweinefleisch", bilanziert das BLW.
Der Schlachtschweinemarkt verläuft saisonal, mit den meisten Schlachtungen im 4. Quartal und den wenigsten Schlachtungen im 2. Quartal. Abgehende Mutterschweine hingegen weisen hingegen einen deutlich konstanteren Schlachtverlauf auf. Seit Ende 2017 sanken die Schlachtungen durchgehend von Quartal zu Quartal auf mittlerweile 2166 geschlachteter Mutterschweine im 3. Quartal 2019.
Laut Einschätzung von Agristat gibt es verschiedene Erklärungsansätze für die unterschiedliche Ausprägung der Saisonalität. Bei den Mutterschweinen erfolgen Remontierung und Abgänge kontinuierlich, die Zahl der Mutterschweineplätze ist durch die gegebene Infrastruktur im Stall kurz- und mittelfristig vorgegeben.
In der Produktion der Ferkel und Mastschweine hingegen werden die Mutterschweine entsprechend der zu erwartenden Nachfrage belegt. Zudem treten im Sommer bei den Mutterschweinen vermehrt Fruchtbarkeitsprobleme auf, welche zu einem Tief in der Ferkelproduktion führen. Dies macht sich mit tieferen Schlachtzahlen im 2. Quartal des Folgejahres bemerkbar.