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Gründung
Zweifellos hat die Gründung des HC Gottéron eine romantische Seite an sich. Alles begann mit dem ausgelassenen Hockeyspiel einiger Jugendlicher auf den Fischzuchtteichen im Galterntal, das nach einem Bach benannt ist, der im Freiburger Stadtteil Auge in die Sarine mündet. Und das mit einer aus allen möglichen Teilen zusammengebastelten Ausrüstung, darunter den berühmten Fersenziehern als Schlittschuhe. Sie waren zu sechst in der Küche der Familie Schieferdecker am 1. Dezember 1937, als der Entscheid gefällt wurde, einen Hockey-Club zu gründen. Die Namen Eugène Jaeger, Albert Jelk, Joseph Jelk, Jean Mulhauser, Walter Schieferdecker und Alphonse Zahno blieben für immer mit der Entstehung des Clubs verbunden, der 1938 offiziell in der Schweizer Eishockey-Liga zugelassen wurde, nachdem der Club sich die Statuten und mit Jean-Jacques Brohy einen ersten Vorsitzenden gegeben hatte. Nachdem er gezwungen war, seine ersten Begegnungen auf der Eisbahn seiner Gegner auszutragen und beim Ka-We-De in Bern Eisstunden zu mieten, verfügte der HC Gottéron schliesslich ab 1941 über seine eigene Eisbahn auf dem «no man’s land» unterhalb des Augustinerklosters nach einer Mammutarbeit der Bewohner des Stadtviertels. 1941 war auch das Jahr, in dem der Club seine erste Meisterschaft in der Serie B austrug. Während der Saison 1943-44 nahm der HC Gottéron an seinem ersten Finale um den Aufstieg in die höhere Liga teil, jedoch ohne Erfolg.
La glace artificielle aux Augustins
Ein erster Trainer und der Aufstieg in die NLB
Für die Saison 1945-46 genehmigte sich der Club zum ersten Mal einen Trainer in der Person von Walter Essig, der bei Arosa spielte. Unter der Führung dieses ehemaligen Nationalspielers machte der HC Gottéron gewaltige Fortschritte, die ihm am Ende der Saison 1946-47 den Aufstieg in die Serie A ermöglichten, wo er sich trotz zuweilen schwieriger Trainingsbedingungen ohne vorhandene Kunsteisbahn gut machte. Die ordentliche Arbeit von Walter Essig wurde zum Saisonende 1952-53 belohnt, als die Freiburger Mannschaft, bestärkt durch den Neuzugang des Österreichers Wolfgang Gosnik, erstmals in seiner Geschichte nach einem klaren Sieg gegen Thalwil den Aufstieg in die NLB erlebte. Jedoch verlor Gottéron (am Ende der Saison Gruppenchampion) unter der Ägide des einstigen Nationalspielers Fredy Streun das Duell gegen La Chaux-de-Fonds um den Aufstieg in die NLA. Für die Saison 1955-56 engagierte der Club mit Jimmy Raesbeck (ex-Brighton Tigers) zum ersten Mal einen kanadischen Trainer, der zu dieser Welle kanadischer Spieler gehörte, welche die britischen Clubs glücklich machten, bevor sie massenhaft in die Schweiz strömten. Wegen des fehlenden Eises bei den Augustinern war Gottéron häufig gezwungen, mehrere Matches im Freien auszutragen, bevor es vor heimischem Publikum spielen konnte. Diese unhaltbare Situation beschleunigte zweifellos die Umsetzung des Kunsteisbahn-Projekts, welches im November 1956 verwirklicht wurde. Nach einer schönen (2.) Saison unter der Leitung von Mike O’Brien verpflichtete der Club aus den Vororten Raymond Maisoneuve, Träger des Titels des zweitbesten Torschützen der Grossbritannien-Meisterschaft für die Saison 1957/58. Der Club erlebte daraufhin zwei durchwachsene Saisons und entging nur knapp dem Abstieg zum Saisonende 1958/59, schaffte es aber auch bis ins Halbfinale des Schweizer Cups (Niederlage gegen die Young Sprinters).
1961: Weg in die NLA versperrt durch Langnau
Dank dem Kanadier Bruce Hamilton, der ebenfalls aus der englischen Meisterschaft kam, bevor er sich dem SC Bern anschloss und durch die neuen Reglements des SEHV auf die Bande beschränkt war, konnte der HC Gottéron eine gute Saison 1959-60 hinlegen, die er als Zweitplatzierter der Gruppe Ost beendete. Die folgende Saison lief für ihn noch besser, wo er seine Mannschaft in die Endrunde um den Aufstieg in die NLA führte (zwei knappe Niederlagen 2-3 und 4-5 gegen Langnau). Darauf folgte eine mittelmässige, ja sogar schwierige Zeit für den Club. Unter der Führung von André Girard und danach Reto Delnon (ein verlorenes Halbfinale im Schweizer Cup gegen Lugano) musste die Freiburger Mannschaft manches Mal verbissen kämpfen, um den Abstieg abzuwenden, doch sie brachte immer die Kraft auf, dies zu schaffen. In der Saison 1966-67 war die Lage am kritischsten, da Gottéron erst am letzten Tag der Relegationsrunde seinen Platz in der NLB retten konnte, indem es Villars heldenhaft mit 5-3 die Stirn bot. Im Anschluss daran kam es zur Übernahme der Präsidentschaft durch Luigi Musy, der sogleich hochgesteckte Ziele setzte und seine Absicht bekundete, Gottéron zum Club eines ganzen Kantons zu machen, indem er ihn in HC Fribourg umbenannte. Auf sportlichem Gebiet hatte die Mannschaft unter der Führung von Michel Wehrli, der bald durch Tim Haines abgelöst wurde, zwischen 1967 und 1969 Schwierigkeiten. Mit der Verpflichtung von Peter Schmid als Spielertrainer, seines Bruders Roger als Spieler und einiger anderer geschätzter Personen bekannte der Club klar Farbe für den Beginn der Saison 1970-71 und noch deutlicher in der folgenden Saison mit der Verpflichtung des Nationalspielers Daniel Piller. Als Gruppensieger nahmen die Freiburger die Endrunde um den Aufstieg in die NLA in Angriff, mit zwei Punkten Vorsprung gegenüber ihren besser aufgestellten Gegnern, doch schafften sie es nur auf den dritten Platz. Erneut Gruppensieger in der Saison 1972-73, scheiterte der HC Fribourg abermals bei seinem Versuch, in die höhere Liga aufzusteigen.
In der Saison 1973-74 wurde die Eisbahn der Augustiner dank Planen bei jeder Wetterlage bespielbar, doch in sportlicher Hinsicht stand der Club vor dunklen Zeiten, die ihn am Ende der Saison 1975-76 in die erste Liga führten, und mit der Kontroverse im Zusammenhang mit der Bedeckung der Eisbahn der Augustiner ihren Anfang nahmen. Es dauerte zwei Jahre bis zum Wiederaufstieg in die NLB unter Führung des zurückgekehrten Raymond Maisoneuve, der sich in der höheren Liga nicht lange halten konnte, wobei der Präsident Anton Cottier, künftiger Ständerat, insbesondere bei der Entscheidung über die Verpflichtung von Gaston Pelletier, der mit Villars zweimal und mit La Chaux-de-Fonds sechsmal Schweizer Meister war, seinen ganzen Einfluss geltend machte. In seiner ersten vollen Saison an der Spitze des HC Fribourg griff Pelletier hart durch. Seine Mannschaft war allen Favoriten überlegen und erkämpfte nach einem denkwürdigen Spiel, das am 4. März 1980 mit 6:0 gegen den Superfavoriten Zürich ausging, zum ersten Mal den Aufstieg in die NLA, in der sie sich seitdem halten konnte – eine solche enorme Leistung hat noch kein anderer Schweizer Club vollbracht. Während sich der Club wieder auf seine Wurzeln besann und sich in HC Fribourg-Gottéron umbenannte, gelang es dem pfiffigen Pelletier, der auf seine beiden bemerkenswerten kanadischen Spieler Jean Gagnon in der Abwehr und Jean Lussier als Stürmer zählen konnte, seinen Schützlingen in den ersten beiden Saisons, die auf der Eisbahn der Augustiner ausgetragen wurden, ihren Platz in der NLA zu sichern.
Augustiner bei St-Léonard
Die weitere Geschichte des Clubs Club wurde auf der zu Beginn der Saison 1982-83 eingeweihten Eisbahn von Saint-Léonard geschrieben. Der nun unter der Führung von Paul-André Cadieux stehende Fribourg-Gottéron versetzte die Zuschauer weiter in Erstaunen, so erreichte er in seiner dritten Saison in der NLA den zweiten Platz und in der nächsten Saison den dritten. Der Vertrag von Jean Lussier wurde für die Saison 1984-85 nicht verlängert, dafür engagierte der Club den zweifachen Landestorschützenkönig Richmond Gosselin. Paul-André Cadieux war seinerseits am Ende eines Zyklus angelangt und wurde durch Kent Ruhnke auf dem Trainerposten ersetzt. Dieser erreichte in der Saison 1985-86, die vom Weggang zweier bedeutender Spieler des Clubs – Jean Gagnon und Robert Meuwly – geprägt war, nur einen bescheidenen sechsten Platz. Die Probleme erhärteten sich in der darauffolgenden Saison, es begann mit dem Torhüter. Daraufhin wurde überstürzt Dan Bouchard (über 700 Matches in der NHL) verpflichtet, der sich jedoch nach ein paar Spielen verletzte und durch einen anderen NHL-Torwart, Corrado Micalef ersetzt wurde. Bouchard sollte bald Ruhnkes Nachfolge an der Spitze der Mannschaft antreten und diese in letzter Minute vor dem Abstieg bewahren. Auch mit der Verpflichtung von Bengt Ohlson an der Bande und von Dino Stecher im Kasten konnten die schwerwiegenden Probleme nicht gelöst werden. Anfang des Jahres 1988 läuteten die Alarmglocken, als erhebliche finanzielle Probleme festgestellt wurden. Es war nötig, die Kampagne «Rettet Gottéron» zu starten, die glücklicherweise von Erfolg gekrönt war. Anfang März bat Bengt Ohlson selbst darum, von seinen Aufgaben entbunden zu werden. Er wurde unverzüglich durch den Kanadier Rémi Lévesque ersetzt, dem es haarscharf gelang, den Abstieg zu verhindern.
Danach ging es darum, das Image des Clubs aufzupolieren und ihm wieder Ansehen und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Genau dies tat der im Juni 1988 gewählte neue starke Mann namens Jean Martinet. Dieser suspendierte Lévesque nach drei verlorenen Matches, unter Nachfolger Mike Mc Namara gingen fünf Partien verloren. Schlussendlich beendete das Team die Saison auf dem siebten Platz und nahm an den ersten Play-offs in der Geschichte teil, die zwischen acht Teilnehmern ausgetragen wurden (best of three), bei denen sie im Viertelfinale ausschied. Auch die Saison 1989-90 war für Fribourg-Gottéron schwierig, denn der Verein musste die Weggänge seiner Nationalspieler Brasey nach Lugano und Montandon nach Bern verkraften, wobei Letzterer neben dem Quebecer Sauvé mehrere Saisons lang der Garant für die Offensivstärke der Mannschaft war. Glücklicherweise verfügten die Freiburger mit dem Slowaken Anton Stastny und dem Kanadier Dan Hodgson über zwei erstklassige Spieler. Nach einem bescheidenen siebten Platz besiegten sie Bern im Viertelfinale der Play-offs.
Bykov und Khomutov bringen das ganze Land zum Träumen
Die Ankündigung von Jean Martinet im März 1990 auf dem Moléson-Gipfel über die Verpflichtung der sowjetischen Starspieler Slava Bykov und Andreï Khomutov schlug wie eine Bombe ein. Aber niemand hätte gedacht, dass diese beiden Weltklassespieler das Schweizer Eishockey so dermassen revolutionieren würden. Bykov war dreimal bester Torschütze des Landes, Khomutov zweimal. Mit ihren 29 bzw. 28 Jahren liessen die beiden Männer Fribourg-Gottéron nicht auf Anhieb zum Spitzenreiter aufsteigen. In ihrer ersten Saison im Freiburger Trikot erreichte ihre neue Mannschaft nur den vierten Platz in der regulären Saison und wurde von Bern im Halbfinale der Play-offs folgerichtig geschlagen.
Endspiele ohne «Happy end»
Fribourg-Gottéron erlebte zum Saisonende 1991-92 sein erstes Rendez-vous mit der Geschichte, doch musste es sich Bern in der Endrunde in fünf Spielen geschlagen geben. Nachdem Jean Martinet sein Präsidentenamt an Yves Cantin übergeben hatte, nahm Fribourg-Gottéron in den beiden folgenden Saisons noch an zwei Endspielen teil. Beide Male war es Kloten, das ihm den nationalen Meisterschaftstitel wegnahm. Obwohl sie die reguläre Saison 1993-94 mit elf Punkten Vorsprung vor Kloten beendet hatten, konnten sich die Freiburger im entscheidenden Moment nicht durchsetzen. Infolge der groben Behandlung durch skrupellose Gegner zahlten die beiden Russen am Ende für die Verletzungen einen hohen Preis. Von da an begann für Fribourg-Gottéron ein langsamer, aber stetiger Niedergang. Nach einer Niederlage im Halbfinale 1994-95 gegen Zug hatte der Club am anderen Ende der Rangliste schwer zu kämpfen, während Paul-André Cadieux als Trainer von Kjell Larsson abgelöst wurde. Die beiden russischen Spieler mussten mehrmals operiert werden, und ihre geschundenen Körper waren nicht mehr imstande, die Leistung aus ihren Anfangszeiten in der Schweiz zu erbringen.
Magere Zeiten nach dem «Glamour»
In der Saison 1995-96 war der Club gezwungen, die Play-outs auszutragen (und setzte sich in der Serie gegen Lausanne durch). Der neue Präsident Gaston Baudet musste finanzielle und sportliche Probleme zugleich lösen. Die schlechten Ergebnisse gaben Anlass zu Trainer Larssons vorzeitigen Weggang, welcher durch den Frankokanadier André Peloffy ersetzt wurde. Zwar nahm der Club noch an den Play-offs teil, muss sich aber erwartungsgemäss im Viertelfinale von Davos geschlagen geben. In verwaltungstechnischer Hinsicht wurde der Verein im Oktober 1997 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, um seine dauerhafte wirtschaftliche Tragfähigkeit sicherzustellen. Das chaotische Karriereende der beiden Russen, die verletzungsbedingt häufig fehlten, war nicht gerade förderlich für positive sportliche Ergebnisse. Auf den optimistischen Saisonbeginn 1998-99 mit einem zweiten Platz in der regulären Saison, einer Teilnahme am Halbfinale der Play-offs (gegen Davos ausgeschieden) und der Jacques Plante Trophy für den Schweden Thomas Östlund als besten Torhüter folgte eine schwere Enttäuschung mit der Entlassung Peloffys und eine Rettung in den Play-outs gegen Langnau mit dem Duo Raemy-Khomutov in der Sturm-Spitze. Das Abenteuer mit Ueli Schwarz, der das Team vor Weihnachten verliess, währte kurz. Colin Müller, sein Nachfolger, konnte sich dennoch den berühmten achten Platz sichern, welcher gleichbedeutend mit der Teilnahme an den Play-offs ist (im Viertelfinale gegen Lugano ausgeschieden). Im Jahr 2001 wurde das gleiche knappe Ergebnis mit Serge Pelletier erzielt, bevor es in der regulären Saison 2002 für einen hervorragenden dritten Platz reichte, es kam aber auch zu einer Niederlage im Viertelfinale gegen Kloten. Die Saison 2002-03 brachte herbe Rückschläge, als Fribourg-Gottéron trotz eines achten Platzes am Ende der regulären Saison zwei Spiele auf dem grünen Tisch verlor und eine Pause einlegen musste. In der von der NHL-Aussperrung geprägten Saison 2004/05 versäumte der Club seine Rekrutierungskampagne und musste die Play-outs austragen. Nachdem er sich gegen die Langnau Tigers die Zähne ausbiss, konnte er Lausanne die Stirn bieten.
Entscheidende Unterstützung durch die Freiburger Wirtschaft
Mit Mike McParland an der Spitze machte Fribourg-Gottéron keine weniger turbulente Zeit durch. Das Karussell der ausländischen Spieler ging weiter. Im Oktober 2005 trennte sich der Club von seinem Direktor Roland von Mentlen und das Pech fand kein Ende. Nach der Niederlage gegen die Langnau Tigers und die ZSC Lions in den Play-outs sicherte sich das Freiburger Team in letzter Minute gegen den NLB-Meister Biel (der in sechs Spielen geschlagen wurde) seinen Platz in der höchsten Spielstufe! Nicht weniger als 17 ausländische Spieler wurden in dieser unheilvollen Saison eingesetzt.
Die Saison 2006-2007 brachte mit Daniel Baudin einen neuen Präsidenten, der, nachdem er eine schwierige finanzielle Situation bereinigt hatte, eine Organisation gründete, die eines Unternehmens gleichkam, wobei er sich um die Unterstützung der gesamten Freiburger Wirtschaft bemühte. Auf dem Eis musste Fribourg-Gottéron noch einmal um seinen Tabellenerhalt zittern, welcher erst nach einer Siegesserie gegen Langnau im Play-out erreicht wurde. Die Saison 2007/08 war kontrastreich. Trotz des grössten Budgets in seiner Geschichte erreichte der Club mit Mühe den achten Platz, doch er glänzte in den Play-offs und sorgt für Aufsehen, als er den grossen Favoriten Bern im Viertelfinale in die Knie zwang, bevor er sich im Halbfinale gegen Genève-Servette die Zähne ausbiss. Dies war insofern eine erfreuliche Leistung, als sie unerwartet war. Die Verpflichtung des Nationalspielers Sandy Jeannin symbolisierte die neuen Ambitionen des Clubs zu Beginn der Saison 2008-09, allerdings erreichte er nur einen enttäuschenden siebten Platz, was ihn aber nicht davon abhielt, die Zuschauer einmal mehr in Erstaunen zu versetzen, als er die ZSC Lions im Viertelfinale der Play-offs besiegte, bis er an Davos scheiterte (nicht aber ohne 3:1 in der Serie zu führen). Ein ähnliches Szenario erlebte man in der folgenden Saison, dieses Mal jedoch im Viertelfinale.
Ein Drama und ein erneutes Endspiel
Mit der Wahl von Laurent Haymoz zum neuen Präsidenten Anfang der Saison 2010-11 hielt ein neuer Stil Einzug. Dem Verein gelang ein grosser Wurf, als er den Torhüter Cristobal Huet (Ex-Chicago) verpflichtete. Serge Pelletier wurde im Laufe der Saison von seinem Assistenten René Matte abgelöst. Nach einem achten Platz in der regulären Saison schied die Freiburger Mannschaft in vier Spielen ruhmlos gegen Davos aus. Mit der Ernennung von Hans Kossmann zum Trainer stiegen die Ambitionen wieder. Zu Weihnachten war die Mannschaft zweitplatziert und beendete die reguläre Saison auf dem dritten Platz. Dann fand sie jedoch im Halbfinale mit dem SC Bern ihren Meister. Fribourg-Gottéron bestätigte seine gute Verfassung in der Saison 2012-13, die von den Gehirnerschütterungen der Spieler Sprunger und Gerber (der nie wieder die Schlittschuhe anzog) und einer neuerlichen Teilnahme am Spengler Cup (Niederlage im Halbfinale gegen das Team Canada) geprägt war. Im Februar beklagte der Club den Verlust seines Präsidenten Laurent Haymoz durch einen Herzinfarkt auf der Insel Mallorca. In der Übergangszeit übernahm Michel Volet dessen Amt und die Mannschaft beendete die reguläre Saison an der Tabellenspitze. Im Viertelfinale der Play-offs gegen Biel gelang das Weiterkommen erst nach sieben Spielen, anschliessend wurden die ZSC Lions im Halbfinale mühelos besiegt, bevor es im Finale gegen den SC Bern ging. Es war das vierte Mal in seiner Geschichte, dass der Club an einem Play-off-Finale teilnahm. Mit 2:0 in der Serie im Rückstand gelang Kossmanns Truppe zwar wieder der Ausgleich auf 2:2, in den beiden folgenden Begegnungen unterlag sie aber. Fribourg-Gottéron trauerte um den Verlust seines Schlüsselspielers, Shawn Heins, der nie wieder auf dem Eis zu sehen war.
Doppelter Paukenschlag im Jahr 2014
Charles Phillot wurde im Juli 2013 zum Präsidenten gewählt und die Mannschaft bestätigte ihr Potential, als sie den zweiten Platz in der regulären Saison erreichte. Waren die Viertelfinalspiele gegen Ambri nur eine Formsache, so war dies im Halbfinale nicht der Fall, als Fribourg-Gottéron vor den Kloten Flyers die Segel streichen musste.
Einen doppelten Paukenschlag gab es im Herbst 2014 mit der Ablösung von Kossmann durch Gerd Zenhäusern und dem Rücktritt von Charles Phillot, der erneut übergangsmässig durch Michel Volet ersetzt wurde. Volet wurde 2015 definitiv in seinem Amt bestätigt. Die Mannschaft hingegen war nicht wiederzuerkennen und beendete die reguläre Saison nur auf dem neunten Platz. Sie dominierte jedoch die Platzierungsrunde und sicherte sich damit ihren Platz in der obersten Liga.
Auf dem Weg zu wiedergefundener Stabilität
In der folgenden Saison spielte sich in der Champions League, schied jedoch in der Vorrunde aus. Lange Zeit hielt sie sich unangefochten an der Spitze der Schweizer Meisterschaft, bevor sie einen starken Leistungsabfall verzeichnete und die reguläre Saison auf dem sechsten Platz beendete. In den Play-offs traf sie auf Servette Genf, blieb aber im Viertelfinale erfolglos. Im September 2016 wurde Zenhäusern von Larry Huras (dem es jedoch nicht gelang, eine schwierige Situation zu meistern) abgelöst. Fribourg-Gottéron erreichte einen wenig schmeichelhaften elften Platz und wurde in der Platzierungsrunde nur Dritter. Allerdings gewann die zu den Play-outs verdammte Mannschaft jedoch ihre Serie gegen Ambri. Paradoxerweise qualifizierte sie sich als Schlusslicht der NLA für die Halbfinalspiele der Champions League (nach zweifacher Niederlage 1:5 und 0:4 gegen die Schweden aus Frölunda). Zu Beginn der Saison 2017-18 fand der Verein mit Mark French an der Spitze wieder zu einer gewissen Stabilität zurück, dabei erreichte er einen fünften Platz in der regulären Saison und unterlag im Viertelfinale Lugano, dem späteren Finalisten. Natürlich will man nun noch weiterkommen!