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Der britische Milliardär Richard Branson bringt ein weiteres Unternehmen aus seinem Firmenuniversum an die Börse. Das Raumfahrt-Unternehmen Virgin Orbit soll über ein Investmentvehikel platziert werden und auf einen Marktwert von 3,2 Milliarden Dollar kommen. An der Transaktion beteiligt sich der US-Flugzeugbauer Boeing, wie Virgin Orbit am Montag mitteilte. Insgesamt erhält das Unternehmen, das 2017 gegründet wurde, um die Geschäfte mit Satelliten von den Raumfahrt-Tourismus-Aktivitäten von Virgin Galactic zu trennen, 100 Millionen Dollar von Investoren.
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Virgin Orbit soll an die Nasdaq kommen
Branson will Virgin Orbit im Rahmen eines sogenannten SPAC-Deals an die US-Technologiebörse Nasdaq bringen. Im Rahmen dessen ist ein Zusammenschluss mit dem Investmentvehikel NextGen Acquisition Corp. geplant, das von einem ehemaligen Goldman-Sachs-Banker ins Leben gerufen wurde.
Die sogenannten Special Purpose Acquisition Companies (SPACs) liegen derzeit im Trend, vor allem in den USA. Diese leeren Firmenhüllen werden meist von bekannten Managern oder Investoren aufgelegt und an die Börse gebracht. Ihr Ziel ist es, ein operativ tätiges Unternehmen zu übernehmen und diesem dadurch zu einer Börsennotiz zu verhelfen. Da die Zeichner von SPAC-Anteilen zunächst nicht wissen, wer das Übernahmeziel sein wird, werden SPACs auch als «Blankoscheck-Firmen» bezeichnet.
Raumfahrtgesellschaft Virgin Galactic bereits an der Börse
Branson hat mit seinem Mischkonzern Virgin Group in der Musikbranche und der Luftfahrt ein Vermögen gemacht. Vor zwei Jahren brachte er die Raumfahrtgesellschaft Virgin Galactic an die Börse, die touristische Flüge ins Weltall anbieten soll. Mitte Juli war Branson mit seinem Raumflugzeug VSS Unity von der Kleinstadt Truth or Consequences ins All gestartet.
Virgin Orbit entwickelt eine flugzeuggestützte Trägerrakete, von der aus Kleinsatelliten starten sollen. Die US-Raumfahrtsbehörde NASA arbeitet mit Virgin Orbit zusammen.
Reuters/sas