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Wie passt man auf die Stimme in der Probe auf?
Für junge Sänger ist es möglicherweise eine anspruchsvolle Aufgabe, eine Probe mit einem Pianisten zu absolvieren, ohne dabei die Stimme zu belasten. Nummer Eins ist auf jeden Fall zu bedenken, dass es in deiner Verantwortung liegt, auf deine Stimme zu achten. Aus meiner eigenen Erfahrung, als ich noch neu im Opernbetrieb war, weiss ich, wie einschüchternd es sein kann, wenn man mit professionellen Opernpianisten konfrontiert wird. Tatsächlich sind die Korrepetitoren so begeistert, dass sie uns Sängern auf dem Weg helfen, die Rolle zu erarbeiten oder einfach nur eine Arie zu lernen! Die meisten Pianisten in Opernhäusern wissen viel über die Musik und den schönsten Klang eines bestimmten Wortes oder Satzes usw. Sie sind voller Ideen und Ratschläge bezüglich der musikalischen Phrasierung, des Tempos usw. und es ist mehr oder weniger leicht umzusetzen. Der Sänger nimmt den Rat an und spielt mit ihm. Häufig möchten Begleiter helfen, einen unpolierten Sound oder andere Klangprobleme zu korrigieren. Dies ist meistens problematisch, da sie keine Gesangslehrer sind. Sie haben gute Ohren und Absichten, aber wenn sie Klang- oder Stimmkorrekturen vornehmen (ich möchte hier betonen), ist es wichtig, dass du als Sänger diese in die von dir verwendete Gesangstechnik übersetzen musst und es dann versuchen kannst, so zu machen. Wenn du das Gefühl hast, es in dieser Probe leider nicht lösen zu können, sei so nett zu dir selbst und stehe für sich selbst ein. Auch auf diese Weise kannst du die Zeit des Pianisten respektieren und ihm sagen, dass du dir die Zeit nehmen willst, es selbst oder mit dem Stimmlehrer zu lösen. Besonders junge dramatische Stimmen müssen gut auf sich aufpassen. (Natürlich gibt es auch Korrepetitoren, die sich mit der Stimme auskennen, um ein wenig daran zu arbeiten, aber sie sind nicht leicht zu finden.) Wiederum gibt es keinen anderen Verantwortlichen für seine Stimme als den Sänger selbst. Manchmal ist es nicht leicht, für sich selbst einzustehen und diese grosse Verantwortung zu übernehmen und vielleicht Dinge zu gestehen, wie: „Das fühlt sich für mich nicht richtig an oder macht meine Stimme müde.“ „Dieses Coaching ist zu viel für mich, zusätzlich zu meinen Probenplänen und Aufführungsplänen, die sind im Moment sehr eng.“
💡Wenn du dich nicht wohl fühlst, markiere in einer Coaching-Sitzung, sprich die Zeilen im Rhythmus usw. 💡
AFFIRMATION: Ich übernehme die Verantwortung für meine Stimme in jeder Coaching-Sitzung, bei jeder Probe und bei jeder Aufführung.
Viel Glück! Steige auf und scheine!
Vera Wenkert