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Am 24. Dezember 2021 fand in St. Petersburg auf dem Gelände der Baltiski Sawod die Zeremonie zur Unterzeichnung des Übernahmeprotokolls des ersten serienmässig hergestellten nuklearbetriebenen Eisbrechers statt. Sibir ist – wie seine Schwesterschiffe des Projekts 22220 Arktika (Prototyp, seit 2020 in Dienst), Ural (Indienststellung Ende 2022), Jakutija (Ende 2025) Tschukotka (Ende 2026) – ein nuklearer Eisbrecher der LK-60-Klasse. Die Hauptaufgabe von Sibir wird darin bestehen, die Nordostpassage das ganze Jahr über freizuhalten.
«Wir sind zuversichtlich, dass der effiziente Betrieb dieser Schiffe ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung der Schifffahrt auf der Nordostpassage sein wird», erklärte Mustafa Kaschka, Generaldirektor von Atomflot.
Die nuklearen Eisbrecher der LK-60-Klasse werden von zwei RITM-200-Druckwasserreaktoren mit einer thermischen Leistung von je 170 MW angetrieben. Der RITM-200 verfügt über einen sogenannten integrierten Reaktordruckbehälter, in dem sowohl der Reaktorkern wie die Dampferzeuger untergebracht sind. Jeder Reaktor hat eine thermische Leistung von 175 MW, ist für eine Lebensdauer von 40 Jahren ausgelegt und mit vier kompakten integrierten Dampferzeugern sowie vier externen Umwälzpumpen ausgerüstet. Die Anreicherung des Brennstoffs liegt unter 20%. Ein Schiff kann damit mehrere Jahre fahren, ohne Brennstoff nachladen zu müssen. Dank füll- und leerbarer Wassertanks können die Eisbrecher der KL-60-Klasse sowohl im offenen Meer bis zu 3 m dickes Eis durchbrechen als auch in seichteren Gewässern wie Flüssen eingesetzt werden.
Quelle
M.A. nach Rosatom, Medienmitteilung, 29. Dezember 2021, und Baltiski Sawod, Medienmitteilung, 21. Dezember 2021