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World Vision Schweiz leistet mit dem Entwicklungsprojekt Wasa und Mbuka nachhaltige Hilfe in Tansania.
Abseits der Touristenströme leben viele Menschen in Tansania in grosser Armut.
Wasa
Trotz touristischer Hotspots wie dem Kilimanjaro ist Tansania noch immer eines der ärmsten Länder der Welt. Abseits der Grossstädte und Touristenregionen leben viele Familien am oder unter dem Existenzminimum. Etwa 70% der Bevölkerung müssen von umgerechnet weniger als 2 US-Dollar pro Tag leben. Ohne alternative Einkommensquellen leben die Menschen in ländlichen Regionen wie Wasa von dem Wenigen, das sie selbst anbauen und ernten. Vor allem die Kinder leiden darunter: Rund 50% sind chronisch mangelernährt. Die schlechte Trinkwasser- und Hygieneversorgung sowie der fehlende Zugang zu Bildung – vor allem bei den Mädchen – gibt der nächsten Generation kaum eine Chance, dem Armutskreislauf zu entkommen.
Mbuka
Im heiss-trockenen Mbuka, im Norden Tansanias, leben die Menschen von der Hand in den Mund. Der Klimawandel erschwert ihren Alltag zusätzlich. Viele sind Bauern und leben von dem Wenigen, was der Boden hergibt. Es fehlt das nötige Wissen für eine nachhaltige, gewinnbringende Landwirtschaft. Deshalb können die Eltern ihre Kinder oft nicht ausreichend ernähren. Vermeidbare Krankheiten wie Malaria, Lungenentzündungen und Durchfallerkrankungen enden aufgrund der unhygienischen Verhältnisse oft tödlich. Ausserdem mangelt es an Schulräumen und -material, modernen Lehrmethoden und einem ausreichenden Kinderschutz.
Makindube
Im Nordosten von Tansania in der Region Kilimandscharo liegt die Provinz Same. Dort macht sich der Klimawandel in langen Dürreperioden bemerkbar. Ein zentrales Problem war der Zugang zu Wasser – sowohl für den täglichen Bedarf, als auch für die Landwirtschaft. Die Hälfte der Familien hatte nicht genügend zu essen. Aufgrund der schlechten Gesundheitsversorgung waren Kindersterblichkeit, Durchfallerkrankungen und Mangelernährung bei Kleinkindern ein grosses Problem.
2005 lancierte World Vision Schweiz deshalb das Entwicklungsprojekt Makindube für 17 Dörfer des Bezirks. Gemeinsam mit der Bevölkerung wurden u.a. Trinkwasserbrunnen und -reservoirs angelegt, Bewässerungskanäle gebaut, Schulen erweitert, Gemüsegärten angelegt und mobile Gesundheitsstationen eingerichtet. 2019 wurde das Projekt an die Bevölkerung übergeben: Inzwischen können sich 87% der Haushalte das ganze Jahr ausreichend ernähren.
Ruvu Muungano
Im Bezirk Same der Region Kilimandscharo führte World Vision von 2000 bis 2016 das Entwicklungsprojekt Ruvu Muungano durch. Nach 17-jähriger Zusammenarbeit übergaben wir das Projekt der lokalen Bevölkerung. Wir konnten einige beachtliche Erfolge erzielen: 89 % der Kleinkinder haben ein ihrem Alter entsprechendes Gewicht, 83 % der Haushalte haben Zugang zu sauberem Wasser, 67 % der Familien können ihre Kinder versorgen. Auch ohne World Vision gehen viele Projektaktivitäten weiter, denn die Bevölkerung, lokale Leiter und Behörden haben sich die Projektziele zu eigen gemacht.
World Vision sensibilisiert die Bevölkerung für Kinderrechte und setzt sich insbesondere gegen die Mädchenbeschneidung ein.
Wir unterstützen die Eltern bei der Beschaffung von Geburtsurkunden. Nur so haben die Kinder Zugang zu Bildung und staatlichen Leistungen.
Wir vermitteln den lokalen Wasser- und Hygienekomitees das nötige Know-how, um die entsprechenden Anlagen in Eigenverantwortung betreiben zu können.
Wir führen Impfaktionen für Kinder unter 5 Jahren und Malaria-Präventionen durch. Dazu verteilen wir Moskitonetzen.
Handwaschstationen mit Seife und Wasser wurden an öffentlichen Plätzen eingerichtet. (Mbuka)
Spargruppenmitglieder konnten Kredite aufnehmen und lernten, wie sie besser mit ihren Finanzen umgehen. (Mbuka)
Haushalte mit Kindern haben jetzt dank Community Health Fund Cards Zugang zu verschiedenen Gesundheitsdienstleistungen. (Wasa)
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