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Ruine Stein
Die mittelalterliche Burg auf dem Schlossberg wurde vermutlich im 11. Jahrhundert durch die Grafen von Lenzburg gegründet. Durch Erbschaften ging sie 1172 an die Grafen von Kyburg und 1264 an die Grafen von Habsburg über. Im 14. Jahrhundert diente die Burg den Landvögten der habsburgischen Vorlande als Amtssitz. Bei der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen 1415 wurde die Burg Stein nach heftigen Kämpfen eingenommen und anschliessend geschleift. Wie alte Abbildungen zeigen, bestand die 1415 zerstörte Burg aus einem Wohnturm mit angebautem Palas und einem dreieckigen Hof mit Wachtturm und Schlosskapelle. Wachtturm und Kapelle haben die Schleifung der Burg überstanden. Mit der Zeit baufällig geworden, musste der Turm 1947 in den oberen Teilen erneuert und durch den Anbau einer Wendeltreppe erschlossen werden. Auch die Kapelle erfuhr im Laufe der Zeit starke Umgestaltungen.
Der Schlossturm und die Hauptruine wurden 1998 in einer 1. Etappe in grösserem Umfang saniert und gesichert. In einer 2. Etappe wurden die südlichen Bastionsmauern und zwei Gewölbekeller saniert. Mit der gleichzeitigen Erneuerung der Beleuchtung thront das bedeutende Wahrzeichen auch in den Nachtstunden in neuem Glanz über der Stadt Baden. Im Herbst/Winter 2000/2001 wurden auf dem ganzen Gelände verschiedene "Nachschnitte" getätigt. Die durchgeführten Arbeiten bedeuten eine deutliche Verbesserung der Ruinensubstanz sowie eine Aufwertung des Naturraumes.