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Filmkritik: Boyhood - The Uncut VersionZurich Film Festival 2019
Washington, D.C. 1999, nur 17 Strassen vom Weissen Haus entfernt: Der neunjährige Emmanuel Sanford-Durant, Jr. erhält eine Filmkamera und beginnt damit sein engstes Umfeld zu filmen: seine Mutter Cheryl, seinen 15-jährigen Bruder Akil «Smurf» und seine 12-jährige Schwester Denice. Die dunkelhäutige Familie muss in einfachsten Verhältnissen zurechtkommen, Kriminalität und Drogenhandel sind an der Tagesordnung im Quartier. Etwas Abwechslung in den tristen Alltag bringen Basketballspiele auf der Strasse.
In den kommenden Jahren wächst Emmanuel zu einem intelligenten und aufgeweckten jungen Mann heran, während seine Schwester jung Mutter wird und sein älterer Bruder immer mehr im Drogensumpf zu versinken droht. Auch Mutter Cheryl kämpft gegen ihre Medikamentenabhängigkeit. Emmanuel lässt sich von alledem die Lebensfreude nicht nehmen - doch dann bricht ein schwerer Schicksalsschlag über die ohnehin schon gebeutelte Familie herein.