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Das Turnier in Bozen war ein Länderturnier und dauerte drei Tage lang.
Das Bild, wie Igor über die Tribünen in der Eiswelle auf- und absprang, bewahren wir in Erinnerung. Er tat dies Stundenlang, vor und nach dem Training des HC Bozen. Sein Aufstieg in die italienische Serie A begann auf diesen Treppen.
In den zwei Jahren, die er mit den Weiß-Roten verbrachte, schwitzte er mehr als der Großteil seiner Teamkollegen. Obwohl er selten Eiszeit erhielt, seinerseits verlautete keine einzige Beschwerde. Er war sich seiner Grenzen bewusst, zeigte aber unendlich starken Willen. Es reichte ein Kontakt jedes seiner Teamkollegen mit einem Gegner, um ihn glücklich zu machen. Und wenn er nicht spielte, so fand er keine Ausreden, es war nicht die Schuld der zuvielen Ausländer oder der Krise des italienschen Eishockeys: schon dachte er an das nächste Training, um sich für die nächste Gelegenheit vorzubereiten. Zuletzt bangte er um seinen Platz in Bozen und entschloss sich sein Glück anderswo zu suchen.
Mit Mühe erhielt er einen Vertrag in Corumaosta, stets mit der Hoffnung eines Tages einen Stammplatz in Bozen zu erhalten. Sein Weg war gerade erst begonnen, als ein Unglück seinen Träumen ein jähes Ende setzte. Aber nichts kann die Erinnerung an diesen Jungen löschen.
Dieser Artikel erschien auf der Tageszeitung Alto Adige am Tag nach dem schrecklichen Unfall, der Igor Loro im November 1997 das Leben kostete. Auf dem Weg zum Training wurde das Auto mit drei weiteren Insassen von einem Steinschlag getroffen. Dieser Artikel widerspiegelt die Erinnerung, die wir an Igor haben und festhalten möchten. Unzählige Athleten folgten in den Umkleideräumen im alten Stadion in der Romstraße und in der Eiswelle. Aber Igor war einzigartig und noch heute sehen wir ihn, wie er sich Stunden und Stunden vor den Spielen vorbereitet, mit Liebe das Material überprüft, den Schläger bis ins Detail kontrolliert, und über die Tribünentreppen auf- und abspringt. Wer das Glück hatte ihn zu kennen, wird sein ansteckendes Lächeln und seine Freundlichkeit nie vergessen. Wenn er um Tape bat, konnte ihm kein Materialwart widersprechen. Wie kein anderer vermochte er es, ein positives Gefühl in die langen Korridore der Eiswelle zu bringen.
Leider kennen der Großteil der Athleten ihn und seine Einstellung nicht. Daher möge es unsere Aufgabe sein, die Erinnerung an Igor wach zu halten und die Werte, die ihn zum "Großen Igor" machten, an die neuen Generationen zu vermitteln.