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«Es ist bekannt, dass ich an Asthma leide und ich kenne die Regeln sehr genau», schrieb Froome in einer Mitteilung seines Teams Sky. Das Mittel sei bis zu einer erlaubten Dosierung von 1600 Mikrogramm innerhalb einer Zeitspanne von 24 Stunden von der Welt-Antidoping-Agentur (Wada) zugelassen, wie Sky in der Mitteilung schrieb.
Die Auffälligkeiten bedeuten nicht, dass Chris die Regeln gebrochen hat.
Der Rad-Weltverband UCI habe Froome darüber informiert, dass nach der 18. Etappe der Vuelta ein erhöhter Wert des Wirkstoffs in seinem Urin gemessen wurde. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis der A-Probe.
Erlaubt ist gemäss der Wada ein Wert von 1000 Nanogramm pro Milliliter, bei Froome wurde offenbar ein doppelt so hoher Wert gemessen. «Die Auffälligkeiten bedeuten nicht, dass Chris die Regeln gebrochen hat», schrieb Sky weiter.
Es gebe «komplexe medizinische und physiologische Probleme, die den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Salbutamol beeinflussen könnten», liess Teamchef Dave Brailsford verlauten.
Wie immer habe ich grössten Wert darauf gelegt, die erlaubte Dosis nicht zu überschreiten.
«Da mein Asthma immer schlimmer wurde im Verlauf der Vuelta habe ich auf Anraten des Teamarztes die Dosis erhöht. Wie immer habe ich jedoch grössten Wert darauf gelegt, die erlaubte Dosis nicht zu überschreiten», liess Froome verlauten.
Die UCI sah zunächst von einer Suspendierung ab, will sich zuerst weitere Informationen einholen. Findet der Brite keine zufriedenstellende Erklärung für den erhöhten Wert, könnten ihm die Aberkennung des Vuelta-Sieges und eine Sperre drohen.
Seltenes Double
Die UCI habe absolut das Recht, die Testergebnisse zu prüfen, sagte Froome, «und zusammen mit dem Team werde ich alle Informationen, die sie benötigt, zur Verfügung stellen.»
Froome hat 2017 das seltene Sieg-Double aus Tour de France und Vuelta geschafft. Im gleichen Jahr war dies vor ihm nur den Franzosen Jacques Anquetil (1963) und Bernard Hinault (1978) gelungen.
Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 13.12.2017, 08:30 Uhr.