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Liestal (awp) - Santhera hat seine jüngsten Daten aus der Phase-III-Studie DELOS mit seinem Mittel Raxone bei Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) in dem wichtigen Fachjournal Neuromuscular Disorders veröffentlicht. Diese Daten werden vom Konzernchef Thomas Meier als klinisch relevant eingestuft, was auch eine deutlich positive Kursreaktion am Mittwoch an der Börse erklären könnte.
Die Daten hätten gezeigt, dass DMD-Patienten, die mit Raxone behandelt wurden, einem geringeren Risiko für bronchopulmonale Komplikationen unterlagen, weniger häufig wegen solcher Komplikationen hospitalisiert wurden und einen geringeren Bedarf an systemischer Behandlung mit Antibiotika hatten als Patienten in der Plazebo Gruppe.
Zusätzlichen Analysen der Phase-III-Studie DELOS, die bei DMD-Patienten ohne Glucocorticoid-Begleittherapie durchgeführt wurde, hätten diese Ergebnisse geliefert, heisst es in der Medienmitteilung vom Mittwoch. Sie hätten gezeigt, dass Raxone den Verlust der Atmungsfunktion statistisch signifikant und klinisch relevant reduzierte, heisst es weiter.
Darüber hinaus belegten die Daten, dass ein geringerer Anteil an mit Raxone behandelten Patienten unter einen klinisch relevanten Schwellenwert für den Hustenspitzenfluss (Peak Cough Flow, PCF) fiel. Dieser ist für eine adäquate Reinigung der Atemwege wichtig.
"Die Daten belegen die Wirksamkeit von Raxone auf den Erhalt der Atmungsfunktion, einem wichtigen therapeutischen Ziel für DMD-Patienten," wird CEO-Meier in der Mitteilung zitiert.
Erst am Dienstag hatte Santhera mitgeteilt, bei der Europäischen Union den Zulassungsantrag für Raxone zur Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) eingereicht zu haben. Die neue Indikation war als Typ-II-Variation zur bestehenden Zulassung, die das Unternehmen letztes Jahr für Raxone erhielt, eingereicht worden. In der EU hat Raxone Orphan-Drug-Status für DMD.
An der Börse wird die Nachricht in einem insgesamt wenig veränderten Markt sehr positiv aufgenommen. Santhera-Aktien stehen am Vormittag gegen 10.00 Uhr um 8,7% höher bei 81,30 CHF. Der Gesamtmarkt tritt gemessen am SPI auf der Stelle.
hr/
(AWP)