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http://www.pratteln.ch/de/porakt/tourismus/sehenswuerdigkeiten/welcome.php?action=showobject&object_id=209
03.04.2020 18:37:28

|Beschreibung|
Der 1833 entstandene Kanton Baselland hätte finanziell kaum überleben können, wenn nicht am 30. Mai 1836 auf dem Gebiet der Rheinebene in Pratteln die riesigen und bis heute unerschöpflichen Steinsalzlager des Muschelkalks durch den deutschen Salzfachmann, Hof- und Bergrat C.F. v. Glenck entdeckt worden wären.
Sie erscheinen ein wenig wie Kirchen. Neben der Fabrik und der Uhr, neben den Bahnhöfen und den Strommasten der Starkstromleitungen sind die Salz-Bohrtürme bei Schweizerhalle eines der Wahrzeichen der Industrialisierung.
Das Salz war im 19. Jahrhundert mitverantwortlich für die günstige Finanzlage des Kantons Basel-Landschaft. Dieser hatte mit Carl von Glenck einen für beide Teile hervorragenden Vertrag abgeschlossen. Von Glenck bekam ein auf 70 Jahre festgeschriebenes Monopol zur Salzförderung, das Salzlager wurde sein Eigentum. Als Gegenleistung hatte von Glenck die Förderung auf eigene Kosten zu betreiben und musste nach einer Frist von zehn Jahren dem Kanton zehn Prozent des Ertrags abliefern. Im Kanton Basel-Landschaft durfte er direkt kein Salz verkaufen. Die Bohrtürme stehen heute nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort. Sie wurden versetzt, damit sie nicht einer grossräumigen Überbauung zum Opfer fielen.
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