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1. Die Aufgabe.
S. 196 Erzählung vom Leben und Sterben Mesrops, des heiligen Mannes, des Lehrers unseres Übersetzers, von Koriun, dem Lehrer, seinem Schüler
Von des askhenazischen1 Volkes und des armenischen Landes gottgeschenkter Schrift2 [wollen wir erzählen], wann und zu welchen Zeit[verhältniss]en sie eingeführt wurde und durch welchen Mann dieses erneute göttliche Gnadengeschenk in die Erscheinung trat, und von desselben lichtvoller Lehre und engelhaftem Tugendwandel, indem wir daran denken, das Andenken in gedrängter Kürze niederzuschreiben. Währenddem ich im Heiligtum der Gedanken um das Andenken in einsamer Tätigkeit mich bemühte, gelangte an mich der Befehl eines ehrwürdigen Mannes mit Namen Joseph3 , eines Schülers dieses Mannes, und mit ihm noch die Ermunterung anderer Schulgenossen unserer Ausbildung, Da ich gerade einen besonderen Anteil in der S. 197 Jüngerschaft gewonnen hatte, obwohl ich jünger war und es [eigentlich] über unsere Kraft ging, übernahm ich den ernsten Befehl, der ergangen war, rasch und ohne Verzug4 das Vorgelegte niederzuschreiben. Ich bat sie alle, sich mit uns im Gebet zu vereinigen mit Empfehlung an die göttliche Gnade, damit wir mit größerer Willigkeit und richtiger auf dem allum sich hindehnenden Gewoge des Meeres der Lehre dahinführen.
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„Askhenazisch" wird das armenische Volk von seinen eigenen älteren Schriftstellern genannt. Der Grund ist nicht aufgehellt. Die Annahme, daß die Benennung im Anschluß an Jer. 51, 27 entstanden sei, ist nicht durchschlagend, weil in jenem Zusammenhang die Askhenaz am wahrscheinlichsten ein nichtarmenisches Volk sind. S.S. Weber, Ararat in der Bibl. Theol. Quartalschrift 1901, S. 338 ff. Da das arsazidische Königshaus der Armenier, welches parthischer Herkunft war, mit Vorliebe als askhenazisch bezeichnet wird, dürfte Askhenaz für einen Namen des parthischen Volkes zu halten sein. ↩
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Die Herstellung bzw. Ordnung einer Schrift für die armenische Sprache ist das grundlegende literarische Verdienst Mesrops. ↩
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Damals Patriarchats Verweser in Armenien, s. Nr. 24. ↩
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Diese Bemerkung dürfte das Vorkommen mancher Härte und Dunkelheit in der Darstellung dieser Schrift erklären. ↩