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Echsen blinseln nicht. Weil sie keine Lider besitzen, lecken sie ihre Augen, um sie feucht zu halten. Im Nordosten Brasiliens werden die Echsen der Familie der Geckos deshalb auch “lambioia“ genannt, was von “lamber“, lecken, kommt.
Das Augenlecken wird von den Wissenschaftlern als eine Anpassung während des Evolutionsprozesses angesehen und nicht als Anomalie. Vielmehr ist es das Ergebnis einer natürlichen Auslese.
Geckos sind in Brasilien in den verschiedensten Lebensräumen anzutreffen. Ihr bekanntester Vertreter ist der eher farblose oder beigefarbene Hemidactylus mabouia, der an den Wänden der Wohn- und Schlafzimmer auf Insektenjagd geht.
Eher selten zu sehen sind hingegen Vertreter der Familie Coleodactylus. Sie sind winzig klein und leben im Laub oder der Kompostschicht auf dem Boden der Regenwälder. Andere bevorzugen Bäume und deren Wipfel als ihren Lebensraum. Pyllopezus periosus hat sich wiederum auf die steinigen Böden der Caatinga spezialisiert.
Gemeinsam haben sie nicht nur das Lecken ihrer Augen, sondern auch einen schuppenlosen Körper, große Augen und, dass sie nachtaktiv sind. Zum Schutz ihrer Augen ist ihre Hornhaut entsprechend angepasst. Laut den Biologen ist sie dicker und steifer als bei anderen Tieren. Sie gleicht durchsichtigen Schuppen und wird mit dem Wechseln der Haut jedes Mal wieder erneuert.
Noch gelten die Geckos Brasiliens als nicht gefährdet. Einige Arten sind wegen der Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume dennoch bedroht. Nach einer wissenschaftlichen Veröffentlichung im Jahr 2018 gibt es in Brasilien 795 verschiedene Reptiliearten.
Damit steht das Land in Sachen Reptilienarten weltweit an dritter Stelle. Die meisten der in Brasilien vorkommenden Reptilien sind Schlangen (405 Arten). Hinzu kommen 276 Echsenarten.