Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/89324

<h2>SubmittedText<h2><p>SBB Immobilien will die zwei historischen Säle schliessen, die Parteien jeder Couleur sowie Vereine und Gewerkschaften für Sitzungen, Kongresse und Debatten zu nutzen pflegen.</p><p>Ist der Bundesrat bereit einzuschreiten, um eine Zerstörung zu verhindern, die soziale, kulturelle und ökologische Folgen hätte?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Bewirtschaftung der Immobilien und damit auch die Schliessung von Sitzungssälen gehört in den unternehmerischen Bereich der SBB. Dies entspricht der im Rahmen der Bahnreform vorgenommenen Trennung von hoheitlichen und unternehmerischen Funktionen. Somit besteht kein Anlass für den Bundesrat, diesbezüglich zu intervenieren.</p><p>Gemäss Auskunft der SBB weisen die beiden Säle im Bahnhof Lausanne einen ungenügenden Nutzungsgrad von etwa 20 bzw. 30 Prozent aus. Zudem richten die SBB ihr Angebot in den Bahnhöfen der Schweiz in erster Linie auf die Bedürfnisse der Reisenden und Passanten aus. Sie haben sich deshalb entschieden, die Räumlichkeiten der beiden Säle beim anstehenden Umbau des Westflügels einer neuen Nutzung zuzuführen; dies auch vor dem Hintergrund, dass im Umfeld des Bahnhofes moderne Konferenz- und Sitzungsräume zur Verfügung stehen. Durch die sorgfältige Projektleitung und die Beibehaltung der Fassade und des Buffets mit seinen Fresken tragen die SBB der historischen Bedeutung des Gebäudes entsprechend Rechnung.</p>