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Hinter dem schmiedeeisernen teilweise sehr stark sanierungsbedürftigen Zaun und den vielen stattlichen Bäumen versteckt sich die spätklassizistische Villa Rosau, die der Architekt Ferdinand Stadler (18131870) für den Fabrikanten Forcart-Hoffman geplant hat. Sie ist zusammen mit dem Ursprungsbau des Baur au Lac eines der ersten Zeugnisse der jüngeren Besiedlung des Seeufers.
Die Villa war als Sommersitz geplant. Sie richtet sich mit ihrer Hauptfassade nicht auf die Stadt, sondern eindeutig zum See hin und zu den Alpen aus. Ursprünglich lag sie auf einer Halbinsel. Durch die Anlage der Quaianlagen unter Stadtingenieur Arnold Bürkli (18331894) in den Jahren 18821887, die mit einer gewaltigen Seeaufschüttung verbunden war, verlor die Villa ihren direkten Seeanstoss. Insgesamt wurden dem Zürichsee bei den Aufschüttungen 216256m2 Fläche abgerungen und der gesamte Bereich vom Hafen Riesbach bis zum Hafen Enge begehbar und bebaubar gemacht. Die Villa, die sich heute äusserlich noch in ihrer ursprünglichen Form präsentiert, hat bei den Renovationen in den 1970er-Jahren ihr innenräumliches Ambiente komplett verloren. Sie ist eine der wenigen erhalten gebliebenen Bauten des Architekten Ferdinand Stadler in Zürich, der sich unter anderem mit dem erstplatzierten Entwurf für das Bundeshaus in Bern einen Namen gemacht hatte. Heute gehört die Villa Rosau mit zum Hotelkomplex des traditionsreichen Baur au Lac.
Baujahr: 184445, 1971 Renovation
Architektur: Ferdinand Stadler
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Villa Rosau
AdresseGlärnischstrasse 10, 8001 Zürich
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz