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Die Nord-Süd-Ausdehnung zwischen der kanadischen und der mexikanischen Grenze beträgt etwa 2.500 Kilometer, die Ausdehnung zwischen Atlantik und Pazifik rund 4.500 Kilometer.
Gebirgszüge wie die Rocky Mountains und die Appalachen erstrecken sich von Nord nach Süd. Während auf ihrer Wetterseite ausgedehnte Wälder und fruchtbares Land bestehen, erstrecken sich in ihrem Windschatten riesige Trockengebiete mit Wüsten- oder Graslandschaften.
Da kein Gebirgszug westostwärts verläuft, bringen Winterstürme oftmals große Schneemengen weit in den Süden, während im Sommer die Hitze weit nordwärts bis nach Kanada reicht.
Die Gebiete zwischen den Gebirgszügen weisen dementsprechend hohe Temperaturextreme auf, dazu eine mehr oder minder große Trockenheit, die nach Süden und Westen zunimmt. Die Pazifikküste hingegen ist im Norden ein sehr regenreiches, häufig nebliges Gebiet. Das Gebiet um den Golf von Mexiko ist bereits subtropisch mit hohen Temperaturen im Sommer und häufig hoher Luftfeuchtigkeit. Zudem wird das Gebiet häufig von tropischen Wirbelstürmen erreicht.
Lateinisch Carnegiea gigantea, ist wohl der berühmteste aller Kakteen und das Sinnbild des wilden Westens. Er wurde von der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Kakteengesellschaft zum Kaktus des Jahres 2017 gewählt.
Das Verbreitungsgebiet von Carnegiea gigantea ist einerseits von zu großer Trockenheit, andererseits von Frost begrenzt, wie er in höheren Lagen der Sonora-Wüste vorkommt, von den Pflanzen aber nur in geringem Maße und nur kurzfristig vertragen wird. Der Saguaro wächst in Arizona sowie im Süden Kaliforniens, westlich des Colorado River und im mexikanischen Bundesstaat Sonora in der Sonora-Wüste in Höhenlagen von 180 bis 1350 Metern. Besonders große Bestände stehen im Hochland Arizonas und nahe Tucson sowie im Saguaro-Nationalpark.
Die Blütezeit an den Standorten der Pflanzen ist von Mai bis Juni, kurz vor Beginn der Regenzeit. Die Blüten öffnen sich etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang und bleiben dann bis zum Mittag des nächsten Tages geöffnet. Die Bestäuber sind neben einigen Insekten die Blütenfledermaus und Vögel sowie Kolibris. Spechte bauen in einigen Metern Höhe ihre Bruthöhlen in die Stämme. Die großen Kakteen dienen auch Greifvögeln wie Falken als Ansitze zur Jagd und als Möglichkeit, geschützte Horste zu bauen.
Mit ihren dicht unter der Erdoberfläche verlaufenden Wurzeln, können Saguaros auch von kleinsten Niederschlagsmengen profitieren. So können Erwachsene Exemplare innerhalb von 24 Stunden 250 Liter Wasser aufnehmen. Saguaros wachsen langsam. Zehnjährige Pflanzen sind in der Natur nur etwa 4 cm (in Kultur bis 10 cm) groß. Die höchste Wuchsgeschwindigkeit von 10 bis 15cm pro Jahr erreichen 2 bis 8m hohe Pflanzen, danach nehmen die jährlichen Zuwachsraten wieder ab. Im Osten des Saguaro Nationalparks wachsende, 16m große Pflanzen sind etwa 220 Jahre alt. Blühfähig wird Carnegiea gigantea mit etwa 40 Jahren und 2,5m Höhe, die ersten Zweige erscheinen im Alter von etwa 65 Jahren.