Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03638.jsonl.gz/68

MCT stehen für mittelkettige Triglyceride und umfassen gesättigte Fettsäuren mit 6–12 Kohlenstoffen.
Gesättigte Fettsäuren lassen sich aufgrund ihrer Struktur in kurzkettige, mittelkettige und langkettige Fettsäuren unterteilen. Sie enthalten keine Doppelbindungen entlang der Kohlenwasserstoffkette.
Zu den Fettsäuregruppen der MCT gehören Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure und Laurinsäure.
MCT enthalten nur gesättigte Fettsäuren und somit keine der essentiellen Fettsäuren ALA und LA. MCT besitzen etwa 15 % weniger Energie pro Gramm als natürliche Öle.
Vorwiegende Quellen in der Nahrung
Neben kommerziellen MCT-Rezepturen gehören Kokosnussöl, Palmöl und Milchfett zu den Nahrungsquellen von MCT. Ihre MCT-Zusammensetzungen variieren.
Hauptfunktion
Im Gegensatz zu den meisten anderen Lipidmolekülen, die einen komplexen Verdauungsprozess erfordern, gehen MCT leichter aus dem Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf über. Daher sind MCT sehr hilfreich bei der Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen.
Im Gegensatz zu anderen Fetten gelangen MCT direkt vom Darm in die Leber. Es werden weder Gallensalze zur Emulgierung noch Bauchspeicheldrüsenenzyme benötigt. MCT werden von hier aus als Energiequelle genutzt oder in Ketone umgewandelt. Ketone entstehen, wenn die Leber viel Fett abbaut. Diese Ketone können vom Gehirn anstelle von Glukose oder Zucker als Energiequelle genutzt werden.
MCT sind eine einfache und schnelle Energiequelle. MCT können als zusätzliche Kalorienquelle entweder allein oder als Teil eines enteralen Produkts (z. B. Frühchennahrung) verwendet werden. Studien zeigen, dass MCT die Wärmeregulierung verbessern und die Aufnahme von Kalzium erleichtern.
Aufgrund dieser Eigenschaften ist eine erhöhte Zufuhr von MCT besonders wichtig bei Patienten, die unter Verdauungs- und Absorptionsstörungen, Energiemangel und gestörter Fettaufnahme leiden.
Beispiele: Gallensekretionsstörungen, klassische Zöliakie, Kurzdarmsyndrom, entzündliche Darmerkrankungen, einige Stoffwechselkrankheiten und schwere Nahrungsmittelallergien. MCT eignen sich auch zur Verwendung in Spezialnahrung für Frühgeborene und/oder Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht.
Mangelerkrankungen
Keine bekannt
Hinweis: Bei einer grossen Aufnahme von MCT besteht möglicherweise das Risiko eines Mangels an (mehrfach) ungesättigten Fettsäuren (z. B. ALA und LA – essentielle Fettsäuren) und an einigen fettlöslichen Vitaminen.
Empfohlene Tagesdosis
ESPGHAN 2010: Der Anteil an MCT in Frühgeburtenrezepturen, falls hinzugefügt, sollte <40 % des Gesamtfettgehalts betragen.
Stillen ist die beste Ernährung für Ihr Baby. Die WHO empfiehlt daher 6 Monate ausschliessliches Stillen und danach weiteres Stillen in Verbindung mit einer dem Alter nach angemessenen und ausgeglichenen Beikost.
Informieren Sie sich beim Fachpersonal des Gesundheitswesens (Kinderarzt, Mütterberatung, Hebamme), falls Ihr Kind eine Zusatznahrung benötigt oder wenn Sie nicht mehr stillen.
Möchten Sie weitere Informationen zu Babina Säuglingsmilchen?