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Postnatale Depression
Postnatale oder postpartale Depression ist der Begriff für eine Depression, die durch die Geburt eines Kindes ausgelöst wird. Es gibt verschiedene Formen. Einige Mütter haben Mühe das Kind anzunehmen, andere scheinen überfordert oder haben Mühe sich selber als Mutter zu sehen. Der Beginn der Depression ist unterschiedlich. Meistens beginnt es schleichend, fast unbemerkt. Die Depression beginnt kurz nach der Entbindung oder während des ersten Jahres danach. Man kann nicht sagen, welche Frauen eher "gefährdet" sind. Weder das Alter der Mutter noch das Geschlecht des Kindes spielen eine Rolle. Es kann wirklich jede Mutter treffen. Der Prozentsatz variert stark. Es wird von jeder Zehnten bis hin zu jeder Vierten Mutter gesprochen.
Über die Ursache der postnatalen Depression sind sich die Fachleute nicht einig. Es spielen aber meistens verschiedene Faktoren eine Rolle. Ob die Hormoumstellung nach der Geburt ein Grund ist, ist nicht mit Sicherheit zu sagen ( Nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel, der kurz vor der Geburt 100 Mal höher ist als bei einer nicht schwangeren Frau, auf den Normalwert zurück. Zudem "fehlt" die Plazenta, die viele Hormone produziert hat. Auch der Progesteron-Spielgel sinkt auf den Normalwert, was zu Stimmungsschwankungen führen kann ) . Viele Mamis haben Probleme mit dem sozialen Umstellungsprozess, sind es sich nicht gewohnt zu hause zu sein, keine regelmässigen Kontakte mehr nach Aussen zu haben. Zudem ist man müde von den langen und oft auch schlaflosen Nächten, was zur Erschöpfung und schlussendlich auch zu einer Depression führen kann.
Ganz wichtig ist, dass man nicht jede Müdigkeit und Traurigkeit, jedes Weinen nach der Geburt mit einer Depression verwechselt. Viele Mütter leiden am Baby-blues, der aber nach einigen Tagen verschwindet. Erst wenn die Beschwerden länger als 2 Wochen andauern, sollte man sich von einem Arzt untersuchen lassen. Postnatale Depressionen sind gut behandelbar! Wichtig ist, dass man sich nicht zu hause verkriecht sondern über seine Gefühle spricht und sich einem Arzt oder einer Hebamme anvertraut. Eine Psychotherapie ist in den meisten Fällen zu empfehlen und nichts, wovor man Angst haben muss. Es ist immer besser, sich helfen zu lassen als das Schicksal walten zu lassen... KEINE MUTTER IST SCHULD AN IHREN DEPRESSIONEN !!!