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die Rinde von Galipea officiinalis Hancock, einem in
Südamerika
[* 2] wachsenden
Baume aus der Familie
der
Diosmeen, nach der Stadt
Angostura benannt, wurde früher vielfach gegen Verdauungsstörungen,
Ruhr und
Wechselfieber angewandt,
neuerdings aber nicht mehr, weil sie öfters mit der giftigen Rinde von Strychnus nux vomica L. verfälscht im
Handel vorkam.
Die
Angosturarinde schmeckt gewürzhaft bitter und gehört in die
Klasse
¶
forlaufend
der sog. Bittermittel (s. d.).
Aus ihr wird der sog. Angosturabitter bereitet.
Humb., Gattung aus der Familie der Rutaceen, Sträucher und Bäume des warmen östlichen Südamerika, mit abwechselnden,
meist langgestielten, ein- bis siebenteiligen Blättern, großen Blüten in Rispen oder Scheintrauben und ein- bis dreiknopfiger
Frucht. Cusparia trifoliata Engl. (Galipea officinalis Hancock), 20-25 m hoher Baum mit bräunlichgrauer Rinde, dreizähliger
Blattspreite und weißen Blüten in Rispen, wächst in Neugranada und liefert die Angosturarinde, welche schwach gewürzhaft
riecht, sehr anhaltend rein bitter, etwas aromatisch schmeckt und gegen Ende des vorigen Jahrhunderts als Fiebermittel (China
[* 5] von Neuandalusien) nach Europa
[* 6] gelangte. Sie kam aber bald in Mißkredit, weil eine Verfälschung mit der giftigen
Rinde von Strychnos nux vomica beobachtet wurde. Gegenwärtig benutzt man sie zur Bereitung eines unter dem Namen Angostura bekannten
Likörs, der gegen schwache Verdauung, Durchfall etc. getrunken wird.