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Entstehung der Opale
Im Artesischen Becken bildeten sich durch den Wechsel von Trockenheit und Feuchtperioden Mergelschichten und Konglomeratbänke, deren Erosion, Faltung und Festigung vor 135 - 70 Mio. Jahren entstanden sind.
In den nachfolgenden Jahrmillionen haben sich in den abgelagerten tonreichen Mergelschichten zunächst Gesteine abgelagert, aus denen anschließend unterirdische Rinnsale und Grundwasserläufe Kieselsäure (SiO2) auslaugten.
Stark vereinfacht lässt sich die Entstehung von Opal ausdrücken in
Opal = Kieselsäure + Wasser.
Nach der herkömmlichen Theorie, sickerte Wasser durch Spalten und Ritzen von verwitterten Sedimentsgesteinen (Feldspat/Kaolinit, Sandsteinschichten) und reicherte sich dabei mit Kieselsäure an. Im Laufe der Zeit sammelten sich die Abscheidungen auf undurchlässigen Schichten und das Wasser der Säure verdunstete. Durch die Verdunstung verdichtete sich die Kieselsäure zunächst und ein amorphes Gel (SiO2 nH2O Siliziumdioxid Grundgefüge ohne erkennbare Kristallstruktur,d.h. formlos) entsteht, mit immer noch ca. 6 - 18 % Wasser.
Durch die Wechselwirkung von Anreicherung und Verdunstung bilden sich Tridymit- oder Cristobalitkügelchen. Erste Kugeln unterschiedlicher Grösse setzen sich am Grund ab und führen zu dünnen Schichten (genannt Potch in der Opal-Fachsprache).
Erst durch die Entstehung von geometrisch regelmässig angeordneten Kugeln gleicher Grösse von 0.15 - 0.35 u in Schichten und enger Packung wird Edelopal gebildet. Nach den neuesten Erkenntnissen, dauert die Opalbildung bis zur Stabilität selbst in viel kürzerer Zeit als bisher angenommen wurde durch den äusserst selektiven Prozess eines Ionenausttauschs mit Nukleus, Elektrolyt und Wasser (Theorie nach Len Cram).
Interessant bei der Opalbildung ist, das sich die Opalkügelchen in der Grösse von unten nach oben bilden, d.h. die grössten Kügelchen befinden sich immer an der tiefsten Stelle des Opalträgers
Chemische Formel: SiO2.nH2O
Härte: 5,5 bis 6,5
Dichte: 2,1 bis 2,2
Brechungsindex: 1,3 bis 1,45 , je noch Wassergehalt wechselnd
Zustand: amorph
Wassergehalt: 3 bis 10%