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Vlhova gewinnt in Are - Holdener knapp neben dem Podest
Petra Vlhova gewinnt den ersten der zwei Slaloms in Are und schiebt sich im Gesamtweltcup wieder an Lara Gut-Behrami vorbei an die Spitze. Wendy Holdener verpasst das Podest um fünf Hundertstel.
Vlhova war im drittletzten Slalom des Winters zwei Zehntel schneller als Katharina Liensberger. Dritte wurde Mikaela Shiffrin, die sich einen Tag vor ihrem 26. Geburtstag und zehn Jahre nach ihrem Debüt im Weltcup mit einem Fehler im zweiten Lauf um die Chance auf den 70. Weltcupsieg brachte. Trotzdem hielt sich die Amerikanerin knapp vor Holdener.
Holdener fehlten nach verheissungsvollem zweiten Lauf fünf Hundertstel zum dritten Slalom-Podest in Folge. Der Ärger über die fehlende Winzigkeit hielt sich dabei in engen Grenzen. «Der zweite Lauf fühlte sich eigentlich nicht so gut an. Die Zeit zeigte aber, dass er doch nicht so schlecht war», meinte sie im SRF-Interview.
Michelle Gisin konnte auf dem aufgeweichten WM-Hang von 2019 weniger gut mit den aktuell besten Slalomfahrerinnen mithalten. Die Engelbergerin büsste im zweiten Durchgang zwei Positionen ein und wurde Siebte. Im 21. Rang klassierte sich Camille Rast.
Vlhova in der Pole-Position
Mit dem vierten Saisonsieg im Slalom, dem 20. Weltcupsieg insgesamt, holte Vlhova die Vorteile im Duell um die grosse Kristallkugel mit Gut-Behrami wieder auf ihre Seite. Den Rückstand von 36 Punkten verwandelte sie in einen Vorsprung von 64 Punkten, zudem steht in Are ein weiterer Slalom auf dem Programm. Der Start zum ersten Lauf am Samstag ist um 10.30 Uhr.
Die kleine Kristallkugel im Slalom scheint Vlhova nur noch zu nehmen, wenn die Slowakin in einem der verbleibenden Rennen ausfällt oder schwer strauchelt. Der Vorsprung der 25-Jährigen auf Shiffrin beträgt 85 Punkte, jener auf Liensberger 90 Punkte. Gisin hat als Vierte mit 169 Punkten Rückstand nur noch rechnerische Chancen, Holdener ist aus der Entscheidung um den Slalom-Kristall raus.
«Ich habe vielleicht einige Fehler gemacht, aber es war ein grosser Kampf und ich bin sehr glücklich. In dieser Situation kurz vor Saisonende ist jeder Sieg und jedes Podest wichtig für mich», kommentierte Vlhova im Interview beim ORF. Seit dem Ausfall Anfang 2018 im ersten Lauf von Flachau ist Vlhova im Slalom nur einmal ausgefallen, 2019 in Levi. Ansonsten klassierte sie sich mit einer einzigen Ausnahme durchwegs in den Top 5. Sieben der letzten zehn Slaloms gewann sie.
Meillards Dämpfer
Mélanie Meillard erlitt im Kampf um die Qualifikation für das Finale der besten 25 von nächster Woche einen empfindlichen Dämpfer. Die Neuenburgerin verpasste den zweiten Lauf als 40. deutlich und wird am Samstag nicht antreten. Ein Verschneider am Start kostete nicht nur Zeit, sondern blieb offenbar nicht ohne gesundheitliche Folgen. Als 22. beträgt Meillards Reserve auf Platz 26 in der Disziplinen-Wertung noch sechs Punkte.
Rast liegt neu zwei Ränge und vier Punkte vor Meillard, obwohl auch die 21-Jährige ihre Probleme mit der weichen Piste hatte. «Das Vertrauen hat ein bisschen gefehlt. Ich habe wohl zu viel gebremst», meinte Rast im SRF-Interview. An der WM war sie zuletzt auf Platz 8 und im Januar in Flachau auf Platz 6 gefahren.
Lara Gut-Behrami steht in Schweden nicht am Start. Das nächste Rennen der Tessinerin ist am kommenden Mittwoch die letzte Abfahrt in Lenzerheide.
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