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Mit den neuen Darstellungs-Vorschriften (ISOM 2017) für die OL-Karten werden einige Neuerungen eingeführt. Das Hauptgewicht liegt auf dem Generalisieren und der damit verbundenen Lesbarkeit der Karten und den Minimal-Dimensionen der gezeichneten Objekte. Die 10'000er Karten sind nun eine reine Vergrösserung des 15'000er Grund-Massstabs; das macht die Bahnlegung bei 'gemischten' Massstäben wesentliche einfacher (es braucht nur noch eine Bahn-Datei). Ab 2019 ist die neue ISOM 2017 CH für nationale Wettkämpfe obligatorisch. Für regionale OL sollen die neuen Darstellungs-Vorschriften bei der nächsten Überarbeitung der Karte ab 2018 angewendet werden.
Art. 127 Sperrgebiete
1 Vom Veranstalter bestimmte Sperrgebiete dürfen vom Läufer weder betreten noch gequert werden.
2 Naturschutzgebiete mit rechtsgültigem Betretungsverbot, bestellte Äcker, Wiesen mit hohem Gras und Gärten gelten immer als Sperrgebiete.
3 Gefahrengebiete wie Autobahnen und Bahngeleise sowie auf der Laufkarte als unpassierbar dargestellte Objekte gelten als Sperrgebiet, sofern der Veranstalter nicht ausdrücklich etwas anderes festlegt.
Daraus folgt, dass jedes Queren solcher Objekte zur Disqualifikation führen kann.
Vorsicht bei Routen-Wahl und insbesondere -Ausführung:
Die unpassierebare Vegetation ist eine 4. Grünstufe und soll nur für kleine Gebiete oder schmale Streifen (z.B: Hecken) eingesetzt werden.
Noch eine Bemerkung zur 'Eisenbahn': das Überschreiten von Gleisen ausserhalb von explizit markierten Stellen ist immer und überall verboten. Es ist ein Offizialdelikt und wird von Amtes wegen verfolgt. Grundlage: Bundesgesetz über die Handhabung der Bahnpolizei (SR 742.147.1). In diesem Sinne sind obige Objekt-Darstellungen noch etwas schärfer zu betrachten. Ein Queren ist nur an den vom Veranstalter explizit markierten Stellen/Durchgängen erlaubt.
Die veränderten Objete sind (bei den Punkt-Objekten wird die unterschiedliche Geometrie die Lesbarkeit für Personen mit Farbsehstörungen stark verbessern):
Bleibt noch eine schweizerische Eigenheit: Wurzelstöcke werden neu mit einem grünen Kreuz gezeichnet (sie gehören ja zur Vegetation).
Verbotenes Gebiet darf nicht betreten werden. Daher sind Pfade/Wege die hindurchführen und passierbar sind auszusparen.
Hier sind zuerst die KartografInnen (keine Fallen zeichnen), dann die BahnlegerInnen (keine irreführenden Teilstrecken) und dann natürlich auch die LäuferInnen (gute Routen-Planung) gefordert.