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Feuchtewert / relative Luftfeuchtigkeit
Synonyme
Luftfeuchtigkeit, Wassergehalt der Luft
Bedeutung
Die relative Luftfeuchtigkeit wird durch Feuchtemessgeräte, sogenannte Hygrometer ermittelt. Die relative Feuchte wird oft mit „r.F.“ abgekürzt. Dieser Wert gibt das prozentuale Verhältnis zwischen dem jetzigen Dampfdruck des Wassers und dem Sättigungsdampfdrucks desgleichen über einer ebenen Wasseroberfläche wieder. Die relative Luftfeuchtigkeit gibt demnach an, wie sehr die Luft mit Wasser gesättigt ist. Bei einer r.F. von 50% hat die Luft also die Hälfte des Wassers, die sie bei ihrer Temperatur aufnehmen kann, aufgenommen.
Die relative Feuchte dient daher auch der Beobachtung von Entfeuchtungsprozessen, wie rasch also die Luft an Feuchtigkeit verliert.
Aufgrund der gemachten Beobachtungen zur relativen Luftfeuchtigkeit kann also bezüglich Entfeuchtungsprozessen und Schimmelprävention folgender Schluss gezogen werden: Heizt man einen belasteten, feuchten Raum auf, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, da nun die wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann und das relative Verhältnis zwischen Wasserdampf und Luftfeuchtigkeit verändert wird. Dies heisst aber nicht, dass jetzt weniger Feuchtigkeit im Raum enthalten ist. Für die Schimmelbildung sind die Umstände wegen der erhöhten Temperatur nun sogar besser als zuvor.
Um also einen objektiven Wert zu erhalten, bzw. zu sehen, wie sich die Luftfeuchtigkeit im Raum verändert müssen die beiden Werte der r.F. (vor und nach dem Entfeuchten) stets bei gleicher Umgebungstemperatur verglichen werden, um die Messwerte nicht zu verzerren.
Der medizinisch gesunde Wert der relativen Luftfeuchtigkeit liegt im Wohnbereich bei etwa 40% – 60% relative Feuchte. Als ungesund gilt es, wenn die relative Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen unter 30% fällt oder über 70% steigt.