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Sep
03
Heute zum Wochenbeginn einen ganz wunderbaren Witz aus der Welt der Gerichte. Er stammt aus einem Blog von Jürgen Fritz. Kann es solche Richter und Richterinnen geben? Wenn ja, dann sind sie aber nicht vom Planeten Erde.
Die Autopsie
Gerichtsverhandlung: Szene in einem Gerichtssaal. Die nicht wenig grün-links angehauchte, besonders einfühlsame, aber nicht immer streng an der Logik orientierte Richterin stellt dem Gutachter, einem Mediziner, der als Zeuge vereidigt ist, im Kreuzverhör ein paar Fragen, und bekommt keine so recht passenden Aussagen, die den Angeklagten entlasten könnten.
Richterin: Herr Doktor, wie viele Autopsien haben Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn an Toten vorgenommen?
Arzt: Alle meine Autopsien nehme ich an Toten vor.
Richterin: Ach so, ja. Nun zu dem konkreten Fall. Erinnern Sie sich an den Zeitpunkt der Autopsie?
Arzt: Die Autopsie begann gegen 8:00 Uhr.
Richterin: War Herr Meier zu diesem Zeitpunkt schon tot?
Arzt: Nein, er saß auf dem Tisch und wunderte sich, warum ich ihn autopsiere. (Das hat die Richterin noch überhört.)
Richterin: Hmm. Herr Doktor, bevor Sie mit der Autopsie anfingen, haben Sie da den Puls gemessen?
Arzt: Nein.
Richterin: Haben Sie den Blutdruck gemessen?
Arzt: Nein.
Richterin: Haben Sie die Atmung geprüft?
Arzt: Nein.
Richterin: Ist es also möglich, dass Herr Meier noch am Leben war, als Sie ihn autopsierten?
Arzt: Nein.
Richterin: Wie können Sie da so sicher sein, Doktor?
Arzt: Weil sein Gehirn in einem Glas auf meinem Tisch stand.
Richterin: Hätte Herr Meier trotzdem noch am Leben sein können?
Arzt: Ja, das wäre in der Tat möglich, dass er noch am Leben war und irgendwo als Richterin bei Gericht tätig war.
Diese Antwort kostete den Arzt 3.000 Euro Strafe wegen Ehrenbeleidigung. Er hat sie wortlos, aber mit großer Genugtuung bezahlt.