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2. Artikel in No.153 / September 2001
Dies ist eine Übersetzung des "Back to Genesis" (BTG) Artikels Nr. 153 von International Creation Research (ICR). Original Artikel: http://www.icr.org/pubs/btg/btg-153.pdf
Warum hat fast jede Kultur die Überlieferung einer weltweiten Flut?
von John D. Morris, Ph.D.
Einer der stärksten Beweise für das Ereignis einer weltweiten Flut, die ausser Noah und seiner Familie alles menschliche Leben zerstörte, ist die Tatsache überall vorkommender Flutlegenden in der Folklore von Menschengruppen rund um die Welt und die Tatsache, dass sich die erzählten Geschichten alle sehr ähneln. Es mögen wohl lokale und geographische Aspekte verschieden sein, aber sie beinhalten alle dieselben Vorgänge.
Über die Jahre hin habe ich mehr als 200 solcher Geschichten gesammelt. Sie wurden ursprünglich von verschiedenen Missionaren, Anthropologen (griech. "anthropos" = Mensch, "logos" = Lehre) und Enthnologen (griech. "ethnos" = Volk) berichtet. Onschon die Unterschiede der Fluterzählungen nicht immer ganz unbedeutend sind, ist doch der gemeinsame Inhalt der überlieferten Geschichten eindrücklich. Hier der Überblick:
1. Gibt es eine bevorzugte
Familie? 88% Ja
2. Waren sie vorgewarnt? 66%
3. Ist die Flut bedingt gewesen durch die Sündhaftigkeit der Menschen? 66%
4. Bestand die Katastrophe ausschliesslich in einer Flut? 95%!
5. Handelte es sich um eine weltweite Flut? 95%!
6. Ist das Überleben auf das Vorhandensein eines Bootes zurückzuführen? 70%
7. Wurden auch Tiere gerettet? 67%
8. Spielten Tiere dabei überhaupt eine Rolle? 73%
9. Landeten die Überlebenden auf einem Berg? 57%
10. Handelte es sich um einen bestimmten geographischen Ort? 82%
11. Wurden Vogel ausgesandt? 35%
12. Wurde der Regenbogen erwähnt? 75%
13. Brachten die Überlebenden ein Opfer dar? 13%
14. Handelte es sich spezifisch um 8 Personen, die gerettet wurden? 9%
Wenn man die Antworten alle zusammenfasst, so könnte die Geschichte ungefähr so lauten:
Es war einmal eine weltweite Flut, die Gott zur Bestrafung der Sündhaftigkeit der Menschen geschickt hatte. Aber es gab eine bestimmte, gerechte Familie, die inbezug auf diese kommende Flut vorgewarnt wurde. Sie bauten ein Schiff, auf dem sie zusammen mit den Tieren die Flut überlebten. Als die Flut zuende ging, landete ihr Boot auf einem hohen Berg, von dem sie hinunterstiegen und die ganze Erde wieder bevölkerten.
Natürlich ähnelt diese Geschichte sehr der biblischen Erzählung einer grossen Flut zu Noahs Zeiten. Die am meisten übereinstimmenden Erzählungen sind typisch für die Kulturen des mittleren Ostens, aber erstaunlicherweise finden sich ähnliche Berichte auch in Südamerika und den Pazifischen Inseln. Keine dieser Erzählungen enthält die Schönheit, Klarheit und glaubwi.1rdigen Details so ausgeprägt, wie jene, die in der Bibel überliefert sind. Jede dieser über 200 Erzählungen ist für ihre jeweilige Kultur sehr bedeutsam.
Anthropologen weisen uns darauf hin, dass ein Mythos sehr oft einer verblichenen Erinnerung an ein tatsächliches, ehemaliges Geschehen entspringt. Einzelheiten mögen hinzugefügt, vergessen oder durch das wiederholte Erzählen und Wiedererzählen verdunkelt worden sein, aber der Kern der Wahrheit ist übrig geblieben. Wenn sich in zwei vollständig voneinander getrennten Kulturen in ihrer volkstümlichen Überlieferung derselbe "Mythos" vorfindet, so folgt logischerweise daraus, dass ihre Vorfahren entweder das gleiche Ereignis erlebt hatten, oder dass sie beide von gemeinsamen Vorfahren abstammen, die ihrerseits von dieser Katastrophe wussten.
Der einzig glaubwürdige Weg, die weltweite, ähnliche Flutlegende zu verstehen, besteht darin zu erkennen, dass alle heute lebenden Menschen, obschon sie geographisch getrennt, linguistisch und kulturell verschieden sind, von jenen wenigen Menschen abstammen, die eine weltweite Flut in einem Boot überlebt haben, das wahrscheinlich auf einem wirklichen Berg landete. Ihre Nachkommen füllen jetzt die Erde und haben jenes wirklich stattgefundene Ereignis nie vergessen.
Aber dies ist natürlich nicht die Sichtweise der meisten modernen Gelehrten. Sie ziehen es vor zu glauben, dass etwas in unserer gemeinsam höherentwickelten Psyche in jeder Kultur dieselbe Flutlegende "erfunden hat", die sich aber in keiner Weise je in der tatsächlichen Geschichte der Menschheit ereignet hat. Trotz der Gelehrsamkeit kann dies nur als "willentliche Unwissenheit" der Tatsache betrachtet werden, dass "die damalige Welt überflutet und vernichtet wurde." (2.Petrusbrief, Kapitel 3, Verse 5,6).
Übersetzt von Markus Bourquin im Oktober 2002
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