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Einen Monat nach dem Absturz einer AirAsia-Maschine in die Javasee schwindet die Hoffnung, alle Todesopfer bergen zu können. Die indonesische Armee stellten nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Rumpf des Flugzeugs aus dem Meer zu heben, ihre weitere Unterstützung für den Einsatz ein.
"Alle unsere Truppen werden abgezogen", sagte der Einsatzleiter, Konteradmiral Widodo. "Wir bitten die Familien der Opfer um Entschuldigung." Armeesprecher Fuad Basya sagte, der Rumpf der Maschine sei "zerstört". Bei einem Bergungsversuch sei er "auseinandergebrochen". "Wir können keine weiteren Leichen finden."
Bislang wurden erst 70 Todesopfer aus dem Meer geborgen. An Bord des Airbus waren insgesamt 162 Menschen. Viele Leichen waren im Rumpf des Flugzeugs vermutet worden. Widodo sagte, die Taucher hätten seit zwei Tagen keine Leichen mehr gefunden.
Baldiger Stopp der Bergungsarbeiten
Die indonesischen Streitkräfte stellten den grössten Teil der Bergungstrupps. Der Chef der Einsatzkräfte, Bambang Soelistyo, kündigte an, dass das offizielle Ende des gesamten Einsatzes in Kürze bekannt gegeben werde.
In kleinerem Umfang gingen die Bergungsversuche weiter. "Wir versuchen weiter, die Hoffnungen der Angehörigen zu erfüllen, aber die Operation wird keinen grossen Umfang haben."
Indonesische Taucher hatten am Wochenende vergeblich versucht, den Rumpf der Maschine aus der Javasee zu bergen. Nach einem gescheiterten Einsatz am Samstag gelang es den Rettungskräften auch am Sonntag nicht, das Flugzeugwrack zu heben.
Seilriss verhindert Hebung von Wrack
Der Rumpf war zwar nach Angaben eines ranghohen Vertreters der Marine mit Hilfe luftgefüllter Kissen kurzzeitig an die Meeresoberfläche bugsiert worden, wegen eines plötzlich auftretenden Unwetters sei dann aber ein Seil der Halterung gerissen. Das Flugzeugwrack sei daraufhin wieder gesunken.
Am Samstag wurde etwa 500 Meter von dem Wrack entfernt ausserdem ein weiteres Objekt geortet, bei dem es sich nach Angaben der Rettungskräfte um das Cockpit des Flugzeugs handeln könnte.
Der Airbus A320-200 der malaysischen Billigfluggesellschaft AirAsia war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya auf der indonesischen Hauptinsel Java nach Singapur ins Meer gestürzt. Die Flugschreiber der Maschine wurden inzwischen geborgen und werden von Experten ausgewertet.
SDA-ATS