Document ID: /entscheidsuche_html/filtered/documents_0443.jsonl.gz/619

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich ZL.2015.00014 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 6. Januar 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Harro Fehr Dolderstrasse 109, 8032 Zürich gegen Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV Amtshaus Werdplatz Strassburgstrasse 9, Postfach, 8036 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1958, meldete sich am 2 5. Februar 2013 beim Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV (AZL) zum Bezug von Zu satzleistungen an ( Urk. 8/44). Das AZL sprach ihr mit Verfügung vom 9. April 2013 monatliche Zusatzleistungen von Fr. 605.-- ab Februar 2013 zu ( Urk. 8 /46 / 1). Mit Verfügung vom 1 1. November 2013 bezifferte sie die Zusatz leistungen ab November 2013 mit Fr. 805.-- ( Urk. 8 /4 6 / 2) sowie mit Verfügung vom 1 2. Dezember 2013 ab Januar 2014 mit Fr. 815.-- ( Urk. 8 /46 / 3). 1.2 Mit Verfügung en vom 2 0. Mai 2014 setzte das AZL die Zusatzleistungen rück wirkend ab Februar 2013 auf Fr. 506.-- herab ( Urk. 8 /46 / 5) und forderte Fr. 4‘440.-- zurück ( Urk. 8 /4 6 / 6). Die gegen die beiden Verfügungen am 1 9. Juni 2014 erhobene Einsprache ( Urk. 8/31) wies es mit Entscheid vom 2 7. Januar 2015 ab ( Urk. 8 /46 / 9 = Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 7. Januar 2015 ( Urk. 2) erhob die Versi cherte am 2 9. Februar 2015 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, dieser sei auf zuheben (S. 2 Ziff. 1) und die Aufrechnung fiktiver Einkommen sei aufzuheben, dies ab Februar 2013 (S. 2 Ziff. 2a), eventuell von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 (S. 2 Ziff. 2b). Das AZL beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 3. März 2015 ( Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde. Eine weitere Eingabe der Beschwerdeführerin vom 4. April 2015 ( Urk. 10) wurde der Beschwerdegegnerin am 7. April 2015 zur Kenntnis gebracht ( Urk. 11). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Die jährliche Ergänzungsleistung ( Art. 3 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetz es über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche rung, ELG) entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anre chen baren Einnahmen übersteigen ( Art. 9 Abs. 1 ELG). 1.2 Als Einnahmen angerechnet werden gemäss Art. 11 Abs. 1 ELG namentlich zwei Drittel der Erwerbseinkünfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei allein stehenden Personen jährlich 1000 Franken übersteigen ( lit. a), sowie Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist ( lit. g). Eine Verzichts handlung im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG liegt vor, wenn die versicherte Per son ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Ein künfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Ge brauch macht oder ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 140 V 267 E. 2.2). 1.3 Gemäss Art. 14a Abs. 1 der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) in Verbindung mit Art. 9 Abs. 5 lit. c ELG wird Invaliden als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag angerechnet, den sie im massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben. Absatz 2 hält fest, welches Erwerbseinkommen Invalidenrentnern unter 60 Jahren als Erwerbseinkommen mindestens anzurechnen ist, nämlich vom Höchstbetrag für den Lebensbedarf von Alleinstehenden 1 1/3 bei einem Invali ditätsgrad von 40 bis unter 50 Prozent, der genannte Höchstbetrag bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis unter 60 Prozent und zwei Drittel des Höchstbetrags bei einem Invaliditätsgrad von 60 bis unter 70 Prozent. Da mit wird bei Nichterreichen des Grenzbetrages die Vermutung eines freiwilli gen Verzichts auf Erwerbseinkünfte ( Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG) statuiert. Diese Vermutung kann widerlegt werden, wenn invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbildung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die Arbeitsmarktsituation die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit erschweren oder verunmöglichen. Massgebend für die Berechnung der Ergänzungsleistungen ist daher das hypothetische Einkommen, das der Versicherte tatsächlich realisieren könnte (BGE 140 V 267 E. 2.2 am Ende). 1.4 Mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit haben sich EL-Organe und Sozialversicherungsgerichte grundsätzlich an die Inva liditätsbemessung durch die Invalidenversicherung zu halten (BGE 140 V 267 E. 2.3). 1.5 Ein Unterschied zwischen der Invalidenversicherung und den Ergänzungsleis tungen besteht darin, dass die Invalidenversicherung bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades - im Sinne eines objektiven Tatbestandselements - auf den aus geglichenen Arbeitsmarkt abstellt, während im Bereich der Ergänzungsleis tun gen von den tatsächlichen Verhältnissen, nicht nur der EL-berechtigten Person, sondern auch des Arbeitsmarktes auszugehen ist. Wird der Nachweis erbracht, dass das angerechnete hypothetische Erwerbseinkommen wegen der pe r sönli chen Situation und der Arbeitsmarktlage nicht erzielt werden kann, muss die EL-Stelle dies anerkennen und auf dessen Anrechnung verzichten (BGE 140 V 267 E. 5.3). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) davon aus, es sei der Beschwerdeführerin ein monatliches Erwerbseinkommen von Fr. 800.-- anzurechnen, mithin pro Jahr (nach Abzug von Berufsauslagen von Fr. 2‘000.--) Fr. 7‘600.-- (S. 2 Ziff. 2). Zwar beziehe sie tatsächlich keinen Lohn, aber bei der Anspruchsberechnung im Hinblick auf Zusatzleistungen sei davon auszugehen, dass sie einen solchen erhalten müsste, denn es seien dabei sämtli che (mög li chen) Einkommen zu berücksichtigen (S. 3 f. Ziff. 9). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), seit November 2014 sei nicht mehr der Mietzins herabgesetzt, sondern der ver mietete Teil der Wohnung kleiner (S. 6 Ziff. 3, S. 7 f. Ziff. 5), das Argument des Verzichtseinkommens sei - was eine Gehörsverletzung darstelle - neu (S. 7 Ziff. 4), und sie könne - auch in geschütztem Rahmen - kein Einkommen erzie len (S. 9 f. Ziff. 6, S. 13 Ziff. 8), was sich auch aus den Unterlagen der Inva lidenversicherung ergebe (S. 11 ff. Ziff. 7). 2.3 Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht der Beschwerdeführerin ein Er werbseinkommen angerechnet und dementsprechend einen Teil der erbrach ten Leistungen zurückgefordert hat. 3. 3.1 Die Berufsberatung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in ihrem Bericht vom 6. Februar 1996 ( Urk. 8/40/46) unter ande rem aus, die Versicherte absolviere zwar eine Umschulung zur Arztgehilfin, je doch zeige das laufende Praktikum, dass sie sich in der Praxis überhaupt nicht bewähre. Die eigentlich vorgesehene Anstellung in einem normalen Arbeitsver hältnis sei deswegen ausgeschlossen; mit der bisherigen Leistungsfähigkeit werde die Ver sicherte auch in einer anderen Arztpraxis keine Stelle finden (S. 1). Die auf ihren Ausbildungsabschluss hin frei werdende Stelle werde nun durch jemand anders besetzt; aus Verbundenheit werde man sie lediglich ohne Lohn in der Praxis behalten (S. 1 f.). Nun solle in einem Eingliederungsversuch - für wel chen Taggelder beantragt wurden (S. 1 Mitte) - geklärt werden, für welche kon kreteren Tätigkeiten sowie zu welchem Leistungslohn die Versicherte eingesetzt werden könnte. Es handle sich dabei „im besten Falle um die Ein richtung eines beschützenden Arbeitsplatzes zu einem Lohn von voraussichtlich höchstens zirka Fr. 13‘000.-- pro Jahr“ (S. 2 oben). 3.2 Im Feststellungsblatt vom 1 8. März 1996 ( Urk. 8 /40/ 49) wurde sodann die bean tragte Verlängerung der beruflichen Massnahme als sinnlos qualifiziert. Der Ar beitgeber sei bereit, sie nach dem Praktikum in einem beschützten Rahmen weiter zu beschäftigen, „wobei sie im Jahr höchstens ein Einkommen von Fr. 13‘000.-- erzielen wird“. Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 13‘000.-- betrage der Invaliditätsgrad 78 %, weshalb die Rente ab März 1996 wieder aus zurichten sei. 3.3 Die Beschwerdeführerin umschrieb im Revisionsfragebogen vom 4. September 2004 ( Urk. 8/40/65) ihre Tätigkeit mit „Hilfsarbeiten in Arztpraxis und Physio therapie (Beschäftigungstherapie)“ ( Ziff. 2). Der Arbeitgeber führte im Fragebogen vom 2 4. September 2004 ( Urk. 8/40/68) aus, er bezahlen gar keinen Lohn ( Ziff. 13, Ziff. 24). 3.4 Im Feststellungsblatt der IV-Stelle vom 1 6. Dezember 2009 ( Urk. 8/40/77) wurde das Invalideneinkommen mit Fr. 13‘000.-- (in geschütztem Rahmen) beziffert und ausgeführt, die Versicherte erhalten keinen Lohn; die Ausübung einer Er werbstätigkeit in der freien Wirtschaft sei ihr nicht zumutbar (S. 1 unten). 3.5 Gemäss Vereinbarung vom 1 0. März 2014 zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem Arbeitgeber - der gleichzeitig der wirtschaftlich Berechtigte an der in Frage stehenden Wohnung ist ( Urk. 8/23-24) - bezog die Beschwerdeführerin ab 1. März 2014 eine als Dienstwohnung bezeichnete 2 ½-Zimmer Wohnung ( Ziff. 2). Der Mietwert betrage Fr. 2‘500.-- pro Monat abzüglich Fr 500.-- für ein Separatzimmer, mithin Fr. 2‘000.--. Darauf werde eine Mietzinsreduktion von Fr. 800.-- gewährt ( Ziff. 3) so dass die Beschwerdeführerin Fr. 1‘200.-- zuzüg lich Nebenkosten von Fr. 185.-- bezahle ( Ziff. 4). Die gewährte Mietzinsre duktion werde gegenüber den Sozialversicherungen als Naturallohn von brutto Fr. 850.-- abgerechnet ( Ziff. 6). 3.6 Gemäss der Bestätigung der Treuhänder des Arbeitgebers vom 9. Dezember 2014 hat die Beschwerdeführerin „für ihre therapeutische Beschäftigung im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ während der gesamten Beschäftigungsdauer kei nen Lohn erhalten, ausser vom 1. März bis 3 1. Oktober 2014 im Umfang von Fr. 853.53 brutto pro Monat ( Urk. 3/6 Beilage). 3.7 Per 1. November 2014 wurde die genannte Vereinbarung (vorstehend E. 3.5) geändert ( Urk. 8/37): Anstelle der Mietzinsreduktion wurde der Beschwerdefüh rerin nur noch ein Teil der Wohnung überlassen ( Ziff. 2) und die Miete dafür auf Fr. 1‘200.-- festgesetzt ( Ziff. 3). 4. 4.1 Die IV-Stelle ist zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführerin eine Erwerbstätigkeit in der freien Wirtschaft nicht zumutbar sei, und sie hat ihr bei einem Invaliditätsgrad von 78 % eine ganze Rente zugesprochen (vorstehend E. 3.4). 4.2 Das bei der Invaliditätsbemessung im Jahr 2009 eingesetzte Invalideneinkom men von Fr. 13‘000.-- (in geschütztem Rahmen) wurde nicht näher begründet. Aus den Unterlagen ist jedoch klar ersichtlich, woher der Betrag stammt: Der IV-Berufsberater hat 1996 prospektiv angenommen, im besten Fall könne aus dem beantragten Arbeitsversuch ein beschützender Arbeitsplatz mit einem Lohn von voraussichtlich höchstens zirka Fr. 13‘000.-- resultieren (vorstehend E. 3.1). Dieser - schon damals nicht näher begründete - Betrag fand sodann Eingang ins Feststellungsblatt, wo sinngemäss argumentiert wurde, selbst mit diesem maxi malen (hypothetischen) Invalideneinkommen würde eine ganze Rente resultie re n, weshalb die beantragten beruflichen Massnahmen sinnlos seien (vorstehend E. 3.2). 4.3 Die Beschwerdeführerin hat denn auch - mit der noch zu behandelnden Aus nahme (nachstehend E. 4.7) - für ihre Beschäftigung nie einen Lohn erhalten. D ie Beschäftigung hat offensichtlich keinen Erwerbscharakter. Die Beschwer de füh rerin hat keinen Lohn verlangt, und der Arbeitgeber wird keine Veranlas sung gesehen haben, ihr einen solchen auszurichten, wohl weil sich ein allfälli ger ökonomischer Nutzen ihrer Tätigkeit und der Instruktions-, und Beglei tungs - und Überwachungsaufwand die Waage gehalten haben d ürften. 4.4 Dass über einige Monate als Naturallohn abgerechnet wurde, was eigentlich eine Mietzinsreduktion darstellte, ändert an diesem nicht erwerblichen Charak ter der Tätigkeit der Beschwerdeführerin grundsätzlich nichts. Diesbezüglich ist die Erklärung vollends plausibel, dass der Arbeitgeber (und Vermieter) damit einen mietrechtlichen Nachteil für eine künftige Drittvermietung vermeiden wollte ( Urk. 1 S. 4 Mitte). Dies ist jedenfalls sehr viel einleuchtender als die Annahme, der Arbeitgeber habe nach Jahren unbezahlter Tätigkeit der Beschw er deführerin auf ihren Wohnungswechsel hin auf einmal einen bisher verborge nen ökonomischen Nutzen in ihrem Tun entdeckt und mit dem Bezahlen eines Lohnes abgelten wollen. 4.5 Es besteht somit keine Grundlage für die Annahme der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin könnte ein Erwerbseinkommen erzielen. Es mag noch an gehen, dass die Invalidenversicherung ohne nähere Begründung (die es ange sichts der resultierenden ganze n Rente auch nicht brauchte) ein hypothetisches Invalideneinkommen eingesetzt hat. Dies bez og sich jedoch richtigerweise auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt, während hier der reale A rbeitsmarkt den Mass stab bildet (vorstehend E. 1.5). Dass die Beschwerdeführerin auf diesem Markt ein Erwerbseinkommen erzielen könnte, ist mit weit überwiegender Wahr scheinlichkeit ausgeschlossen. 4.6 Die genannte Betrachtungsweise findet weiter Bestätigung in der Verordnungs regelung, wonach je nach Höhe des Invaliditätsgrades und damit Umfang des Rentenanspruchs bestimmte Beträge als Einkommen anzurechnen sind (vorste hend E. 1.3): Eine Anrechnung unterschiedlichen Ausmasses ist vorgesehen bei Viertels-, halben und Dreiviertels-Renten. Beträgt der Invaliditätsgrad 70 % oder mehr (womit Anspruch auf eine ganze Rente besteht), schreibt die Verord nung gerade keine Anrechnung vor. So verhält es sich auch bei der Beschwerdeführerin. Sie bezieht eine ganze Rente, womit sie nicht unter die Vermutung fällt, sie verzichte auf ein zumut barerweise erzielbares Einkommen. 4.7 Gesondert zu betrachten ist die Periode von März bis Oktober 201 4. Für diese Zeit hat der Arbeitgeber/Vermieter die ihr gewährte Mietzinsreduktion als Na tu rallohn deklariert und abgerechnet (vorstehend E. 3.5). Aufgrund der Umstände ist zwar klar, dass dies von den Beteiligten nicht als Lohnzahlung aufgefasst wurde, sondern die Konstruktion „Dienstwoh nung“ aus anderen Gründen gewählt worden war (vorstehend E. 4.4). Das än dert aber nichts daran, dass - als Nebeneffekt der gewählten Konstruktion - ein beitrags pflichtiges Einkommen deklariert wurde. Damit kommt Art. 14a Abs. 1 ELV, wonach Invaliden „als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag angerechnet wird, den sie massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben“, zum Zug und ist angesichts seines Wortlauts und der unbestrittenen Abrechnung von beitragspflichtigem Lohne zwingend anzu wenden. 4.8 Somit erweist sich die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Anrech nung eines Erwerbseinkommens bezogen auf die Monate März bis Oktober 2014 als korrekt. Hingegen ist das Anrechnen eines (fiktiven) Einkommens von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 nicht statthaft. Deshalb ist der angefochtene Entscheid in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen, damit sie den Leistungsanspruch von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 ohne Anrechnung eines Einkommens ermittle und dar über - und eine allfällige Rückforderung - neu verfüge. 5. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 1‘500.-- (in klusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegeg nerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV, vom 2 7. Januar 2015 aufgehoben und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie gemäss den Erwägungen ver fa hre. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Harro Fehr - Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV - Bundesamt für Sozialversicherungen - Sicherheitsdirektion Kanton Zürich 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich ZL.2015.00014 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 6. Januar 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Harro Fehr Dolderstrasse 109, 8032 Zürich gegen Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV Amtshaus Werdplatz Strassburgstrasse 9, Postfach, 8036 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1958, meldete sich am 2 5. Februar 2013 beim Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV (AZL) zum Bezug von Zu satzleistungen an ( Urk. 8/44). Das AZL sprach ihr mit Verfügung vom 9. April 2013 monatliche Zusatzleistungen von Fr. 605.-- ab Februar 2013 zu ( Urk. 8 /46 / 1). Mit Verfügung vom 1 1. November 2013 bezifferte sie die Zusatz leistungen ab November 2013 mit Fr. 805.-- ( Urk. 8 /4 6 / 2) sowie mit Verfügung vom 1 2. Dezember 2013 ab Januar 2014 mit Fr. 815.-- ( Urk. 8 /46 / 3). 1.2 Mit Verfügung en vom 2 0. Mai 2014 setzte das AZL die Zusatzleistungen rück wirkend ab Februar 2013 auf Fr. 506.-- herab ( Urk. 8 /46 / 5) und forderte Fr. 4‘440.-- zurück ( Urk. 8 /4 6 / 6). Die gegen die beiden Verfügungen am 1 9. Juni 2014 erhobene Einsprache ( Urk. 8/31) wies es mit Entscheid vom 2 7. Januar 2015 ab ( Urk. 8 /46 / 9 = Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 7. Januar 2015 ( Urk. 2) erhob die Versi cherte am 2 9. Februar 2015 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, dieser sei auf zuheben (S. 2 Ziff. 1) und die Aufrechnung fiktiver Einkommen sei aufzuheben, dies ab Februar 2013 (S. 2 Ziff. 2a), eventuell von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 (S. 2 Ziff. 2b). Das AZL beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 3. März 2015 ( Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde. Eine weitere Eingabe der Beschwerdeführerin vom 4. April 2015 ( Urk. 10) wurde der Beschwerdegegnerin am 7. April 2015 zur Kenntnis gebracht ( Urk. 11). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Die jährliche Ergänzungsleistung ( Art. 3 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetz es über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche rung, ELG) entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anre chen baren Einnahmen übersteigen ( Art. 9 Abs. 1 ELG). 1.2 Als Einnahmen angerechnet werden gemäss Art. 11 Abs. 1 ELG namentlich zwei Drittel der Erwerbseinkünfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei allein stehenden Personen jährlich 1000 Franken übersteigen ( lit. a), sowie Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist ( lit. g). Eine Verzichts handlung im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG liegt vor, wenn die versicherte Per son ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Ein künfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Ge brauch macht oder ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 140 V 267 E. 2.2). 1.3 Gemäss Art. 14a Abs. 1 der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) in Verbindung mit Art. 9 Abs. 5 lit. c ELG wird Invaliden als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag angerechnet, den sie im massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben. Absatz 2 hält fest, welches Erwerbseinkommen Invalidenrentnern unter 60 Jahren als Erwerbseinkommen mindestens anzurechnen ist, nämlich vom Höchstbetrag für den Lebensbedarf von Alleinstehenden 1 1/3 bei einem Invali ditätsgrad von 40 bis unter 50 Prozent, der genannte Höchstbetrag bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis unter 60 Prozent und zwei Drittel des Höchstbetrags bei einem Invaliditätsgrad von 60 bis unter 70 Prozent. Da mit wird bei Nichterreichen des Grenzbetrages die Vermutung eines freiwilli gen Verzichts auf Erwerbseinkünfte ( Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG) statuiert. Diese Vermutung kann widerlegt werden, wenn invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbildung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die Arbeitsmarktsituation die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit erschweren oder verunmöglichen. Massgebend für die Berechnung der Ergänzungsleistungen ist daher das hypothetische Einkommen, das der Versicherte tatsächlich realisieren könnte (BGE 140 V 267 E. 2.2 am Ende). 1.4 Mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit haben sich EL-Organe und Sozialversicherungsgerichte grundsätzlich an die Inva liditätsbemessung durch die Invalidenversicherung zu halten (BGE 140 V 267 E. 2.3). 1.5 Ein Unterschied zwischen der Invalidenversicherung und den Ergänzungsleis tungen besteht darin, dass die Invalidenversicherung bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades - im Sinne eines objektiven Tatbestandselements - auf den aus geglichenen Arbeitsmarkt abstellt, während im Bereich der Ergänzungsleis tun gen von den tatsächlichen Verhältnissen, nicht nur der EL-berechtigten Person, sondern auch des Arbeitsmarktes auszugehen ist. Wird der Nachweis erbracht, dass das angerechnete hypothetische Erwerbseinkommen wegen der pe r sönli chen Situation und der Arbeitsmarktlage nicht erzielt werden kann, muss die EL-Stelle dies anerkennen und auf dessen Anrechnung verzichten (BGE 140 V 267 E. 5.3). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) davon aus, es sei der Beschwerdeführerin ein monatliches Erwerbseinkommen von Fr. 800.-- anzurechnen, mithin pro Jahr (nach Abzug von Berufsauslagen von Fr. 2‘000.--) Fr. 7‘600.-- (S. 2 Ziff. 2). Zwar beziehe sie tatsächlich keinen Lohn, aber bei der Anspruchsberechnung im Hinblick auf Zusatzleistungen sei davon auszugehen, dass sie einen solchen erhalten müsste, denn es seien dabei sämtli che (mög li chen) Einkommen zu berücksichtigen (S. 3 f. Ziff. 9). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), seit November 2014 sei nicht mehr der Mietzins herabgesetzt, sondern der ver mietete Teil der Wohnung kleiner (S. 6 Ziff. 3, S. 7 f. Ziff. 5), das Argument des Verzichtseinkommens sei - was eine Gehörsverletzung darstelle - neu (S. 7 Ziff. 4), und sie könne - auch in geschütztem Rahmen - kein Einkommen erzie len (S. 9 f. Ziff. 6, S. 13 Ziff. 8), was sich auch aus den Unterlagen der Inva lidenversicherung ergebe (S. 11 ff. Ziff. 7). 2.3 Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht der Beschwerdeführerin ein Er werbseinkommen angerechnet und dementsprechend einen Teil der erbrach ten Leistungen zurückgefordert hat. 3. 3.1 Die Berufsberatung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in ihrem Bericht vom 6. Februar 1996 ( Urk. 8/40/46) unter ande rem aus, die Versicherte absolviere zwar eine Umschulung zur Arztgehilfin, je doch zeige das laufende Praktikum, dass sie sich in der Praxis überhaupt nicht bewähre. Die eigentlich vorgesehene Anstellung in einem normalen Arbeitsver hältnis sei deswegen ausgeschlossen; mit der bisherigen Leistungsfähigkeit werde die Ver sicherte auch in einer anderen Arztpraxis keine Stelle finden (S. 1). Die auf ihren Ausbildungsabschluss hin frei werdende Stelle werde nun durch jemand anders besetzt; aus Verbundenheit werde man sie lediglich ohne Lohn in der Praxis behalten (S. 1 f.). Nun solle in einem Eingliederungsversuch - für wel chen Taggelder beantragt wurden (S. 1 Mitte) - geklärt werden, für welche kon kreteren Tätigkeiten sowie zu welchem Leistungslohn die Versicherte eingesetzt werden könnte. Es handle sich dabei „im besten Falle um die Ein richtung eines beschützenden Arbeitsplatzes zu einem Lohn von voraussichtlich höchstens zirka Fr. 13‘000.-- pro Jahr“ (S. 2 oben). 3.2 Im Feststellungsblatt vom 1 8. März 1996 ( Urk. 8 /40/ 49) wurde sodann die bean tragte Verlängerung der beruflichen Massnahme als sinnlos qualifiziert. Der Ar beitgeber sei bereit, sie nach dem Praktikum in einem beschützten Rahmen weiter zu beschäftigen, „wobei sie im Jahr höchstens ein Einkommen von Fr. 13‘000.-- erzielen wird“. Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 13‘000.-- betrage der Invaliditätsgrad 78 %, weshalb die Rente ab März 1996 wieder aus zurichten sei. 3.3 Die Beschwerdeführerin umschrieb im Revisionsfragebogen vom 4. September 2004 ( Urk. 8/40/65) ihre Tätigkeit mit „Hilfsarbeiten in Arztpraxis und Physio therapie (Beschäftigungstherapie)“ ( Ziff. 2). Der Arbeitgeber führte im Fragebogen vom 2 4. September 2004 ( Urk. 8/40/68) aus, er bezahlen gar keinen Lohn ( Ziff. 13, Ziff. 24). 3.4 Im Feststellungsblatt der IV-Stelle vom 1 6. Dezember 2009 ( Urk. 8/40/77) wurde das Invalideneinkommen mit Fr. 13‘000.-- (in geschütztem Rahmen) beziffert und ausgeführt, die Versicherte erhalten keinen Lohn; die Ausübung einer Er werbstätigkeit in der freien Wirtschaft sei ihr nicht zumutbar (S. 1 unten). 3.5 Gemäss Vereinbarung vom 1 0. März 2014 zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem Arbeitgeber - der gleichzeitig der wirtschaftlich Berechtigte an der in Frage stehenden Wohnung ist ( Urk. 8/23-24) - bezog die Beschwerdeführerin ab 1. März 2014 eine als Dienstwohnung bezeichnete 2 ½-Zimmer Wohnung ( Ziff. 2). Der Mietwert betrage Fr. 2‘500.-- pro Monat abzüglich Fr 500.-- für ein Separatzimmer, mithin Fr. 2‘000.--. Darauf werde eine Mietzinsreduktion von Fr. 800.-- gewährt ( Ziff. 3) so dass die Beschwerdeführerin Fr. 1‘200.-- zuzüg lich Nebenkosten von Fr. 185.-- bezahle ( Ziff. 4). Die gewährte Mietzinsre duktion werde gegenüber den Sozialversicherungen als Naturallohn von brutto Fr. 850.-- abgerechnet ( Ziff. 6). 3.6 Gemäss der Bestätigung der Treuhänder des Arbeitgebers vom 9. Dezember 2014 hat die Beschwerdeführerin „für ihre therapeutische Beschäftigung im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ während der gesamten Beschäftigungsdauer kei nen Lohn erhalten, ausser vom 1. März bis 3 1. Oktober 2014 im Umfang von Fr. 853.53 brutto pro Monat ( Urk. 3/6 Beilage). 3.7 Per 1. November 2014 wurde die genannte Vereinbarung (vorstehend E. 3.5) geändert ( Urk. 8/37): Anstelle der Mietzinsreduktion wurde der Beschwerdefüh rerin nur noch ein Teil der Wohnung überlassen ( Ziff. 2) und die Miete dafür auf Fr. 1‘200.-- festgesetzt ( Ziff. 3). 4. 4.1 Die IV-Stelle ist zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführerin eine Erwerbstätigkeit in der freien Wirtschaft nicht zumutbar sei, und sie hat ihr bei einem Invaliditätsgrad von 78 % eine ganze Rente zugesprochen (vorstehend E. 3.4). 4.2 Das bei der Invaliditätsbemessung im Jahr 2009 eingesetzte Invalideneinkom men von Fr. 13‘000.-- (in geschütztem Rahmen) wurde nicht näher begründet. Aus den Unterlagen ist jedoch klar ersichtlich, woher der Betrag stammt: Der IV-Berufsberater hat 1996 prospektiv angenommen, im besten Fall könne aus dem beantragten Arbeitsversuch ein beschützender Arbeitsplatz mit einem Lohn von voraussichtlich höchstens zirka Fr. 13‘000.-- resultieren (vorstehend E. 3.1). Dieser - schon damals nicht näher begründete - Betrag fand sodann Eingang ins Feststellungsblatt, wo sinngemäss argumentiert wurde, selbst mit diesem maxi malen (hypothetischen) Invalideneinkommen würde eine ganze Rente resultie re n, weshalb die beantragten beruflichen Massnahmen sinnlos seien (vorstehend E. 3.2). 4.3 Die Beschwerdeführerin hat denn auch - mit der noch zu behandelnden Aus nahme (nachstehend E. 4.7) - für ihre Beschäftigung nie einen Lohn erhalten. D ie Beschäftigung hat offensichtlich keinen Erwerbscharakter. Die Beschwer de füh rerin hat keinen Lohn verlangt, und der Arbeitgeber wird keine Veranlas sung gesehen haben, ihr einen solchen auszurichten, wohl weil sich ein allfälli ger ökonomischer Nutzen ihrer Tätigkeit und der Instruktions-, und Beglei tungs - und Überwachungsaufwand die Waage gehalten haben d ürften. 4.4 Dass über einige Monate als Naturallohn abgerechnet wurde, was eigentlich eine Mietzinsreduktion darstellte, ändert an diesem nicht erwerblichen Charak ter der Tätigkeit der Beschwerdeführerin grundsätzlich nichts. Diesbezüglich ist die Erklärung vollends plausibel, dass der Arbeitgeber (und Vermieter) damit einen mietrechtlichen Nachteil für eine künftige Drittvermietung vermeiden wollte ( Urk. 1 S. 4 Mitte). Dies ist jedenfalls sehr viel einleuchtender als die Annahme, der Arbeitgeber habe nach Jahren unbezahlter Tätigkeit der Beschw er deführerin auf ihren Wohnungswechsel hin auf einmal einen bisher verborge nen ökonomischen Nutzen in ihrem Tun entdeckt und mit dem Bezahlen eines Lohnes abgelten wollen. 4.5 Es besteht somit keine Grundlage für die Annahme der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin könnte ein Erwerbseinkommen erzielen. Es mag noch an gehen, dass die Invalidenversicherung ohne nähere Begründung (die es ange sichts der resultierenden ganze n Rente auch nicht brauchte) ein hypothetisches Invalideneinkommen eingesetzt hat. Dies bez og sich jedoch richtigerweise auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt, während hier der reale A rbeitsmarkt den Mass stab bildet (vorstehend E. 1.5). Dass die Beschwerdeführerin auf diesem Markt ein Erwerbseinkommen erzielen könnte, ist mit weit überwiegender Wahr scheinlichkeit ausgeschlossen. 4.6 Die genannte Betrachtungsweise findet weiter Bestätigung in der Verordnungs regelung, wonach je nach Höhe des Invaliditätsgrades und damit Umfang des Rentenanspruchs bestimmte Beträge als Einkommen anzurechnen sind (vorste hend E. 1.3): Eine Anrechnung unterschiedlichen Ausmasses ist vorgesehen bei Viertels-, halben und Dreiviertels-Renten. Beträgt der Invaliditätsgrad 70 % oder mehr (womit Anspruch auf eine ganze Rente besteht), schreibt die Verord nung gerade keine Anrechnung vor. So verhält es sich auch bei der Beschwerdeführerin. Sie bezieht eine ganze Rente, womit sie nicht unter die Vermutung fällt, sie verzichte auf ein zumut barerweise erzielbares Einkommen. 4.7 Gesondert zu betrachten ist die Periode von März bis Oktober 201 4. Für diese Zeit hat der Arbeitgeber/Vermieter die ihr gewährte Mietzinsreduktion als Na tu rallohn deklariert und abgerechnet (vorstehend E. 3.5). Aufgrund der Umstände ist zwar klar, dass dies von den Beteiligten nicht als Lohnzahlung aufgefasst wurde, sondern die Konstruktion „Dienstwoh nung“ aus anderen Gründen gewählt worden war (vorstehend E. 4.4). Das än dert aber nichts daran, dass - als Nebeneffekt der gewählten Konstruktion - ein beitrags pflichtiges Einkommen deklariert wurde. Damit kommt Art. 14a Abs. 1 ELV, wonach Invaliden „als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag angerechnet wird, den sie massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben“, zum Zug und ist angesichts seines Wortlauts und der unbestrittenen Abrechnung von beitragspflichtigem Lohne zwingend anzu wenden. 4.8 Somit erweist sich die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Anrech nung eines Erwerbseinkommens bezogen auf die Monate März bis Oktober 2014 als korrekt. Hingegen ist das Anrechnen eines (fiktiven) Einkommens von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 nicht statthaft. Deshalb ist der angefochtene Entscheid in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen, damit sie den Leistungsanspruch von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 ohne Anrechnung eines Einkommens ermittle und dar über - und eine allfällige Rückforderung - neu verfüge. 5. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 1‘500.-- (in klusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegeg nerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV, vom 2 7. Januar 2015 aufgehoben und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie gemäss den Erwägungen ver fa hre. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Harro Fehr - Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV - Bundesamt für Sozialversicherungen - Sicherheitsdirektion Kanton Zürich 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich ZL.2015.00014 ZL.2015.00014

ZL.2015.00014 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Käch

Ersatzrichterin Lienhard

Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Urteil vom 6. Januar 2017

Urteil vom 6. Januar 2017 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Harro Fehr

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Harro Fehr Dolderstrasse 109, 8032 Zürich

Dolderstrasse 109, 8032 Zürich gegen

gegen Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV

Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV Amtshaus Werdplatz

Amtshaus Werdplatz Strassburgstrasse 9, Postfach, 8036 Zürich

Strassburgstrasse 9, Postfach, 8036 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1958, meldete sich am 2 5. Februar 2013 beim Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV (AZL) zum Bezug von Zu satzleistungen an ( Urk. 8/44). Das AZL sprach ihr mit Verfügung vom 9. April 2013 monatliche Zusatzleistungen von Fr. 605.-- ab Februar 2013 zu ( Urk. 8 /46 / 1). Mit Verfügung vom 1 1. November 2013 bezifferte sie die Zusatz leistungen ab November 2013 mit Fr. 805.-- ( Urk. 8 /4 6 / 2) sowie mit Verfügung vom 1 2. Dezember 2013 ab Januar 2014 mit Fr. 815.-- ( Urk. 8 /46 / 3).

1.1 X.___, geboren 1958, meldete sich am 2 5. Februar 2013 beim Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV (AZL) zum Bezug von Zu satzleistungen an ( Urk. 8/44). Das AZL sprach ihr mit Verfügung vom 9. April 2013 monatliche Zusatzleistungen von Fr. 605.-- ab Februar 2013 zu ( Urk. 8 /46 1). Mit Verfügung vom 1 1. November 2013 bezifferte sie die Zusatz leistungen ab November 2013 mit Fr. 805.-- ( Urk. 8 /4 6 2) sowie mit Verfügung vom 1 2. Dezember 2013 ab Januar 2014 mit Fr. 815.-- ( Urk. 8 /46 3). 1.2 Mit Verfügung en vom 2 0. Mai 2014 setzte das AZL die Zusatzleistungen rück wirkend ab Februar 2013 auf Fr. 506.-- herab ( Urk. 8 /46 / 5) und forderte Fr. 4‘440.-- zurück ( Urk. 8 /4 6 / 6). Die gegen die beiden Verfügungen am 1 9. Juni 2014 erhobene Einsprache ( Urk. 8/31) wies es mit Entscheid vom 2 7. Januar 2015 ab ( Urk. 8 /46 / 9 = Urk. 2).

1.2 Mit Verfügung en vom 2 0. Mai 2014 setzte das AZL die Zusatzleistungen rück wirkend ab Februar 2013 auf Fr. 506.-- herab ( Urk. 8 /46 5) und forderte Fr. 4‘440.-- zurück ( Urk. 8 /4 6 6). Die gegen die beiden Verfügungen am 1 9. Juni 2014 erhobene Einsprache ( Urk. 8/31) wies es mit Entscheid vom 2 7. Januar 2015 ab ( Urk. 8 /46 9 = Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 7. Januar 2015 ( Urk. 2) erhob die Versi cherte am 2 9. Februar 2015 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, dieser sei auf zuheben (S. 2 Ziff. 1) und die Aufrechnung fiktiver Einkommen sei aufzuheben, dies ab Februar 2013 (S. 2 Ziff. 2a), eventuell von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 (S. 2 Ziff. 2b).

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 7. Januar 2015 ( Urk. 2) erhob die Versi cherte am 2 9. Februar 2015 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, dieser sei auf zuheben (S. 2 Ziff. 1) und die Aufrechnung fiktiver Einkommen sei aufzuheben, dies ab Februar 2013 (S. 2 Ziff. 2a), eventuell von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 (S. 2 Ziff. 2b). Das AZL beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 3. März 2015 ( Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde.

Das AZL beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2 3. März 2015 ( Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde. Eine weitere Eingabe der Beschwerdeführerin vom 4. April 2015 ( Urk. 10) wurde der Beschwerdegegnerin am 7. April 2015 zur Kenntnis gebracht ( Urk. 11).

Eine weitere Eingabe der Beschwerdeführerin vom 4. April 2015 ( Urk. 10) wurde der Beschwerdegegnerin am 7. April 2015 zur Kenntnis gebracht ( Urk. 11). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Die jährliche Ergänzungsleistung ( Art. 3 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetz es über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche rung, ELG) entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anre chen baren Einnahmen übersteigen ( Art. 9 Abs. 1 ELG).

1.1 Die jährliche Ergänzungsleistung ( Art. 3 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetz es über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche rung, ELG) entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anre chen baren Einnahmen übersteigen ( Art. 9 Abs. 1 ELG). 1.2 Als Einnahmen angerechnet werden gemäss Art. 11 Abs. 1 ELG namentlich zwei Drittel der Erwerbseinkünfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei allein stehenden Personen jährlich 1000 Franken übersteigen ( lit. a), sowie Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist ( lit. g). Eine Verzichts handlung im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG liegt vor, wenn die versicherte Per son ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Ein künfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Ge brauch macht oder ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 140 V 267 E. 2.2).

1.2 Als Einnahmen angerechnet werden gemäss Art. 11 Abs. 1 ELG namentlich zwei Drittel der Erwerbseinkünfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei allein stehenden Personen jährlich 1000 Franken übersteigen ( lit. a), sowie Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist ( lit. g). Eine Verzichts handlung im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG liegt vor, wenn die versicherte Per son ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Ein künfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Ge brauch macht oder ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 140 V 267 E. 2.2). 1.3 Gemäss Art. 14a Abs. 1 der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) in Verbindung mit Art. 9 Abs. 5 lit. c ELG wird Invaliden als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag angerechnet, den sie im massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben. Absatz 2 hält fest, welches Erwerbseinkommen Invalidenrentnern unter 60 Jahren als Erwerbseinkommen mindestens anzurechnen ist, nämlich vom Höchstbetrag für den Lebensbedarf von Alleinstehenden 1 1/3 bei einem Invali ditätsgrad von 40 bis unter 50 Prozent, der genannte Höchstbetrag bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis unter 60 Prozent und zwei Drittel des Höchstbetrags bei einem Invaliditätsgrad von 60 bis unter 70 Prozent.

1.3 Gemäss Art. 14a Abs. 1 der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) in Verbindung mit Art. 9 Abs. 5 lit. c ELG wird Invaliden als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag angerechnet, den sie im massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben. Absatz 2 hält fest, welches Erwerbseinkommen Invalidenrentnern unter 60 Jahren als Erwerbseinkommen mindestens anzurechnen ist, nämlich vom Höchstbetrag für den Lebensbedarf von Alleinstehenden 1 1/3 bei einem Invali ditätsgrad von 40 bis unter 50 Prozent, der genannte Höchstbetrag bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis unter 60 Prozent und zwei Drittel des Höchstbetrags bei einem Invaliditätsgrad von 60 bis unter 70 Prozent. Da mit wird bei Nichterreichen des Grenzbetrages die Vermutung eines freiwilli gen Verzichts auf Erwerbseinkünfte ( Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG) statuiert. Diese Vermutung kann widerlegt werden, wenn invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbildung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die Arbeitsmarktsituation die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit erschweren oder verunmöglichen. Massgebend für die Berechnung der Ergänzungsleistungen ist daher das hypothetische Einkommen, das der Versicherte tatsächlich realisieren könnte (BGE 140 V 267 E. 2.2 am Ende).

Da mit wird bei Nichterreichen des Grenzbetrages die Vermutung eines freiwilli gen Verzichts auf Erwerbseinkünfte ( Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG) statuiert. Diese Vermutung kann widerlegt werden, wenn invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbildung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die Arbeitsmarktsituation die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit erschweren oder verunmöglichen. Massgebend für die Berechnung der Ergänzungsleistungen ist daher das hypothetische Einkommen, das der Versicherte tatsächlich realisieren könnte (BGE 140 V 267 E. 2.2 am Ende). 1.4 Mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit haben sich EL-Organe und Sozialversicherungsgerichte grundsätzlich an die Inva liditätsbemessung durch die Invalidenversicherung zu halten (BGE 140 V 267 E. 2.3).

1.4 Mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit haben sich EL-Organe und Sozialversicherungsgerichte grundsätzlich an die Inva liditätsbemessung durch die Invalidenversicherung zu halten (BGE 140 V 267 E. 2.3). 1.5 Ein Unterschied zwischen der Invalidenversicherung und den Ergänzungsleis tungen besteht darin, dass die Invalidenversicherung bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades - im Sinne eines objektiven Tatbestandselements - auf den aus geglichenen Arbeitsmarkt abstellt, während im Bereich der Ergänzungsleis tun gen von den tatsächlichen Verhältnissen, nicht nur der EL-berechtigten Person, sondern auch des Arbeitsmarktes auszugehen ist. Wird der Nachweis erbracht, dass das angerechnete hypothetische Erwerbseinkommen wegen der pe r sönli chen Situation und der Arbeitsmarktlage nicht erzielt werden kann, muss die EL-Stelle dies anerkennen und auf dessen Anrechnung verzichten (BGE 140 V 267 E. 5.3).

1.5 Ein Unterschied zwischen der Invalidenversicherung und den Ergänzungsleis tungen besteht darin, dass die Invalidenversicherung bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades - im Sinne eines objektiven Tatbestandselements - auf den aus geglichenen Arbeitsmarkt abstellt, während im Bereich der Ergänzungsleis tun gen von den tatsächlichen Verhältnissen, nicht nur der EL-berechtigten Person, sondern auch des Arbeitsmarktes auszugehen ist. Wird der Nachweis erbracht, dass das angerechnete hypothetische Erwerbseinkommen wegen der pe r sönli chen Situation und der Arbeitsmarktlage nicht erzielt werden kann, muss die EL-Stelle dies anerkennen und auf dessen Anrechnung verzichten (BGE 140 V 267 E. 5.3). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) davon aus, es sei der Beschwerdeführerin ein monatliches Erwerbseinkommen von Fr. 800.-- anzurechnen, mithin pro Jahr (nach Abzug von Berufsauslagen von Fr. 2‘000.--) Fr. 7‘600.-- (S. 2 Ziff. 2). Zwar beziehe sie tatsächlich keinen Lohn, aber bei der Anspruchsberechnung im Hinblick auf Zusatzleistungen sei davon auszugehen, dass sie einen solchen erhalten müsste, denn es seien dabei sämtli che (mög li chen) Einkommen zu berücksichtigen (S. 3 f. Ziff. 9).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) davon aus, es sei der Beschwerdeführerin ein monatliches Erwerbseinkommen von Fr. 800.-- anzurechnen, mithin pro Jahr (nach Abzug von Berufsauslagen von Fr. 2‘000.--) Fr. 7‘600.-- (S. 2 Ziff. 2). Zwar beziehe sie tatsächlich keinen Lohn, aber bei der Anspruchsberechnung im Hinblick auf Zusatzleistungen sei davon auszugehen, dass sie einen solchen erhalten müsste, denn es seien dabei sämtli che (mög li chen) Einkommen zu berücksichtigen (S. 3 f. Ziff. 9). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), seit November 2014 sei nicht mehr der Mietzins herabgesetzt, sondern der ver mietete Teil der Wohnung kleiner (S. 6 Ziff. 3, S. 7 f. Ziff. 5), das Argument des Verzichtseinkommens sei - was eine Gehörsverletzung darstelle - neu (S. 7 Ziff. 4), und sie könne - auch in geschütztem Rahmen - kein Einkommen erzie len (S. 9 f. Ziff. 6, S. 13 Ziff. 8), was sich auch aus den Unterlagen der Inva lidenversicherung ergebe (S. 11 ff. Ziff. 7).

2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), seit November 2014 sei nicht mehr der Mietzins herabgesetzt, sondern der ver mietete Teil der Wohnung kleiner (S. 6 Ziff. 3, S. 7 f. Ziff. 5), das Argument des Verzichtseinkommens sei - was eine Gehörsverletzung darstelle - neu (S. 7 Ziff. 4), und sie könne - auch in geschütztem Rahmen - kein Einkommen erzie len (S. 9 f. Ziff. 6, S. 13 Ziff. 8), was sich auch aus den Unterlagen der Inva lidenversicherung ergebe (S. 11 ff. Ziff. 7). 2.3 Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht der Beschwerdeführerin ein Er werbseinkommen angerechnet und dementsprechend einen Teil der erbrach ten Leistungen zurückgefordert hat.

2.3 Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht der Beschwerdeführerin ein Er werbseinkommen angerechnet und dementsprechend einen Teil der erbrach ten Leistungen zurückgefordert hat. 3.

3. 3.1 Die Berufsberatung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in ihrem Bericht vom 6. Februar 1996 ( Urk. 8/40/46) unter ande rem aus, die Versicherte absolviere zwar eine Umschulung zur Arztgehilfin, je doch zeige das laufende Praktikum, dass sie sich in der Praxis überhaupt nicht bewähre. Die eigentlich vorgesehene Anstellung in einem normalen Arbeitsver hältnis sei deswegen ausgeschlossen; mit der bisherigen Leistungsfähigkeit werde die Ver sicherte auch in einer anderen Arztpraxis keine Stelle finden (S. 1). Die auf ihren Ausbildungsabschluss hin frei werdende Stelle werde nun durch jemand anders besetzt; aus Verbundenheit werde man sie lediglich ohne Lohn in der Praxis behalten (S. 1 f.). Nun solle in einem Eingliederungsversuch - für wel chen Taggelder beantragt wurden (S. 1 Mitte) - geklärt werden, für welche kon kreteren Tätigkeiten sowie zu welchem Leistungslohn die Versicherte eingesetzt werden könnte. Es handle sich dabei „im besten Falle um die Ein richtung eines beschützenden Arbeitsplatzes zu einem Lohn von voraussichtlich höchstens zirka Fr. 13‘000.-- pro Jahr“ (S. 2 oben).

3.1 Die Berufsberatung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in ihrem Bericht vom 6. Februar 1996 ( Urk. 8/40/46) unter ande rem aus, die Versicherte absolviere zwar eine Umschulung zur Arztgehilfin, je doch zeige das laufende Praktikum, dass sie sich in der Praxis überhaupt nicht bewähre. Die eigentlich vorgesehene Anstellung in einem normalen Arbeitsver hältnis sei deswegen ausgeschlossen; mit der bisherigen Leistungsfähigkeit werde die Ver sicherte auch in einer anderen Arztpraxis keine Stelle finden (S. 1). Die auf ihren Ausbildungsabschluss hin frei werdende Stelle werde nun durch jemand anders besetzt; aus Verbundenheit werde man sie lediglich ohne Lohn in der Praxis behalten (S. 1 f.). Nun solle in einem Eingliederungsversuch - für wel chen Taggelder beantragt wurden (S. 1 Mitte) - geklärt werden, für welche kon kreteren Tätigkeiten sowie zu welchem Leistungslohn die Versicherte eingesetzt werden könnte. Es handle sich dabei „im besten Falle um die Ein richtung eines beschützenden Arbeitsplatzes zu einem Lohn von voraussichtlich höchstens zirka Fr. 13‘000.-- pro Jahr“ (S. 2 oben). 3.2 Im Feststellungsblatt vom 1 8. März 1996 ( Urk. 8 /40/ 49) wurde sodann die bean tragte Verlängerung der beruflichen Massnahme als sinnlos qualifiziert. Der Ar beitgeber sei bereit, sie nach dem Praktikum in einem beschützten Rahmen weiter zu beschäftigen, „wobei sie im Jahr höchstens ein Einkommen von Fr. 13‘000.-- erzielen wird“. Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 13‘000.-- betrage der Invaliditätsgrad 78 %, weshalb die Rente ab März 1996 wieder aus zurichten sei.

3.2 Im Feststellungsblatt vom 1 8. März 1996 ( Urk. 8 /40/ 49) wurde sodann die bean tragte Verlängerung der beruflichen Massnahme als sinnlos qualifiziert. Der Ar beitgeber sei bereit, sie nach dem Praktikum in einem beschützten Rahmen weiter zu beschäftigen, „wobei sie im Jahr höchstens ein Einkommen von Fr. 13‘000.-- erzielen wird“. Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 13‘000.-- betrage der Invaliditätsgrad 78 %, weshalb die Rente ab März 1996 wieder aus zurichten sei. 3.3 Die Beschwerdeführerin umschrieb im Revisionsfragebogen vom 4. September 2004 ( Urk. 8/40/65) ihre Tätigkeit mit „Hilfsarbeiten in Arztpraxis und Physio therapie (Beschäftigungstherapie)“ ( Ziff. 2).

3.3 Die Beschwerdeführerin umschrieb im Revisionsfragebogen vom 4. September 2004 ( Urk. 8/40/65) ihre Tätigkeit mit „Hilfsarbeiten in Arztpraxis und Physio therapie (Beschäftigungstherapie)“ ( Ziff. 2). Der Arbeitgeber führte im Fragebogen vom 2 4. September 2004 ( Urk. 8/40/68) aus, er bezahlen gar keinen Lohn ( Ziff. 13, Ziff. 24).

Der Arbeitgeber führte im Fragebogen vom 2 4. September 2004 ( Urk. 8/40/68) aus, er bezahlen gar keinen Lohn ( Ziff. 13, Ziff. 24). 3.4 Im Feststellungsblatt der IV-Stelle vom 1 6. Dezember 2009 ( Urk. 8/40/77) wurde das Invalideneinkommen mit Fr. 13‘000.-- (in geschütztem Rahmen) beziffert und ausgeführt, die Versicherte erhalten keinen Lohn; die Ausübung einer Er werbstätigkeit in der freien Wirtschaft sei ihr nicht zumutbar (S. 1 unten).

3.4 Im Feststellungsblatt der IV-Stelle vom 1 6. Dezember 2009 ( Urk. 8/40/77) wurde das Invalideneinkommen mit Fr. 13‘000.-- (in geschütztem Rahmen) beziffert und ausgeführt, die Versicherte erhalten keinen Lohn; die Ausübung einer Er werbstätigkeit in der freien Wirtschaft sei ihr nicht zumutbar (S. 1 unten). 3.5 Gemäss Vereinbarung vom 1 0. März 2014 zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem Arbeitgeber - der gleichzeitig der wirtschaftlich Berechtigte an der in Frage stehenden Wohnung ist ( Urk. 8/23-24) - bezog die Beschwerdeführerin ab 1. März 2014 eine als Dienstwohnung bezeichnete 2 ½-Zimmer Wohnung ( Ziff. 2). Der Mietwert betrage Fr. 2‘500.-- pro Monat abzüglich Fr 500.-- für ein Separatzimmer, mithin Fr. 2‘000.--. Darauf werde eine Mietzinsreduktion von Fr. 800.-- gewährt ( Ziff. 3) so dass die Beschwerdeführerin Fr. 1‘200.-- zuzüg lich Nebenkosten von Fr. 185.-- bezahle ( Ziff. 4). Die gewährte Mietzinsre duktion werde gegenüber den Sozialversicherungen als Naturallohn von brutto Fr. 850.-- abgerechnet ( Ziff. 6).

3.5 Gemäss Vereinbarung vom 1 0. März 2014 zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem Arbeitgeber - der gleichzeitig der wirtschaftlich Berechtigte an der in Frage stehenden Wohnung ist ( Urk. 8/23-24) bezog die Beschwerdeführerin ab 1. März 2014 eine als Dienstwohnung bezeichnete 2 ½-Zimmer Wohnung ( Ziff. 2). Der Mietwert betrage Fr. 2‘500.-- pro Monat abzüglich Fr 500.-- für ein Separatzimmer, mithin Fr. 2‘000.--. Darauf werde eine Mietzinsreduktion von Fr. 800.-- gewährt ( Ziff. 3) so dass die Beschwerdeführerin Fr. 1‘200.-- zuzüg lich Nebenkosten von Fr. 185.-- bezahle ( Ziff. 4). Die gewährte Mietzinsre duktion werde gegenüber den Sozialversicherungen als Naturallohn von brutto Fr. 850.-- abgerechnet ( Ziff. 6). 3.6 Gemäss der Bestätigung der Treuhänder des Arbeitgebers vom 9. Dezember 2014 hat die Beschwerdeführerin „für ihre therapeutische Beschäftigung im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ während der gesamten Beschäftigungsdauer kei nen Lohn erhalten, ausser vom 1. März bis 3 1. Oktober 2014 im Umfang von Fr. 853.53 brutto pro Monat ( Urk. 3/6 Beilage).

3.6 Gemäss der Bestätigung der Treuhänder des Arbeitgebers vom 9. Dezember 2014 hat die Beschwerdeführerin „für ihre therapeutische Beschäftigung im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ während der gesamten Beschäftigungsdauer kei nen Lohn erhalten, ausser vom 1. März bis 3 1. Oktober 2014 im Umfang von Fr. 853.53 brutto pro Monat ( Urk. 3/6 Beilage). 3.7 Per 1. November 2014 wurde die genannte Vereinbarung (vorstehend E. 3.5) geändert ( Urk. 8/37): Anstelle der Mietzinsreduktion wurde der Beschwerdefüh rerin nur noch ein Teil der Wohnung überlassen ( Ziff. 2) und die Miete dafür auf Fr. 1‘200.-- festgesetzt ( Ziff. 3).

3.7 Per 1. November 2014 wurde die genannte Vereinbarung (vorstehend E. 3.5) geändert ( Urk. 8/37): Anstelle der Mietzinsreduktion wurde der Beschwerdefüh rerin nur noch ein Teil der Wohnung überlassen ( Ziff. 2) und die Miete dafür auf Fr. 1‘200.-- festgesetzt ( Ziff. 3). 4.

4. 4.1 Die IV-Stelle ist zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführerin eine Erwerbstätigkeit in der freien Wirtschaft nicht zumutbar sei, und sie hat ihr bei einem Invaliditätsgrad von 78 % eine ganze Rente zugesprochen (vorstehend E. 3.4).

4.1 Die IV-Stelle ist zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführerin eine Erwerbstätigkeit in der freien Wirtschaft nicht zumutbar sei, und sie hat ihr bei einem Invaliditätsgrad von 78 % eine ganze Rente zugesprochen (vorstehend E. 3.4). 4.2 Das bei der Invaliditätsbemessung im Jahr 2009 eingesetzte Invalideneinkom men von Fr. 13‘000.-- (in geschütztem Rahmen) wurde nicht näher begründet. Aus den Unterlagen ist jedoch klar ersichtlich, woher der Betrag stammt: Der IV-Berufsberater hat 1996 prospektiv angenommen, im besten Fall könne aus dem beantragten Arbeitsversuch ein beschützender Arbeitsplatz mit einem Lohn von voraussichtlich höchstens zirka Fr. 13‘000.-- resultieren (vorstehend E. 3.1). Dieser - schon damals nicht näher begründete - Betrag fand sodann Eingang ins Feststellungsblatt, wo sinngemäss argumentiert wurde, selbst mit diesem maxi malen (hypothetischen) Invalideneinkommen würde eine ganze Rente resultie re n, weshalb die beantragten beruflichen Massnahmen sinnlos seien (vorstehend E. 3.2).

4.2 Das bei der Invaliditätsbemessung im Jahr 2009 eingesetzte Invalideneinkom men von Fr. 13‘000.-- (in geschütztem Rahmen) wurde nicht näher begründet. Aus den Unterlagen ist jedoch klar ersichtlich, woher der Betrag stammt: Der IV-Berufsberater hat 1996 prospektiv angenommen, im besten Fall könne aus dem beantragten Arbeitsversuch ein beschützender Arbeitsplatz mit einem Lohn von voraussichtlich höchstens zirka Fr. 13‘000.-- resultieren (vorstehend E. 3.1). Dieser - schon damals nicht näher begründete - Betrag fand sodann Eingang ins Feststellungsblatt, wo sinngemäss argumentiert wurde, selbst mit diesem maxi malen (hypothetischen) Invalideneinkommen würde eine ganze Rente resultie re n, weshalb die beantragten beruflichen Massnahmen sinnlos seien (vorstehend E. 3.2). 4.3 Die Beschwerdeführerin hat denn auch - mit der noch zu behandelnden Aus nahme (nachstehend E. 4.7) - für ihre Beschäftigung nie einen Lohn erhalten. D ie Beschäftigung hat offensichtlich keinen Erwerbscharakter. Die Beschwer de füh rerin hat keinen Lohn verlangt, und der Arbeitgeber wird keine Veranlas sung gesehen haben, ihr einen solchen auszurichten, wohl weil sich ein allfälli ger ökonomischer Nutzen ihrer Tätigkeit und der Instruktions-, und Beglei tungs - und Überwachungsaufwand die Waage gehalten haben d ürften.

4.3 Die Beschwerdeführerin hat denn auch - mit der noch zu behandelnden Aus nahme (nachstehend E. 4.7) - für ihre Beschäftigung nie einen Lohn erhalten. D ie Beschäftigung hat offensichtlich keinen Erwerbscharakter. Die Beschwer de füh rerin hat keinen Lohn verlangt, und der Arbeitgeber wird keine Veranlas sung gesehen haben, ihr einen solchen auszurichten, wohl weil sich ein allfälli ger ökonomischer Nutzen ihrer Tätigkeit und der Instruktions-, und Beglei tungs - und Überwachungsaufwand die Waage gehalten haben d ürften. 4.4 Dass über einige Monate als Naturallohn abgerechnet wurde, was eigentlich eine Mietzinsreduktion darstellte, ändert an diesem nicht erwerblichen Charak ter der Tätigkeit der Beschwerdeführerin grundsätzlich nichts. Diesbezüglich ist die Erklärung vollends plausibel, dass der Arbeitgeber (und Vermieter) damit einen mietrechtlichen Nachteil für eine künftige Drittvermietung vermeiden wollte ( Urk. 1 S. 4 Mitte). Dies ist jedenfalls sehr viel einleuchtender als die Annahme, der Arbeitgeber habe nach Jahren unbezahlter Tätigkeit der Beschw er deführerin auf ihren Wohnungswechsel hin auf einmal einen bisher verborge nen ökonomischen Nutzen in ihrem Tun entdeckt und mit dem Bezahlen eines Lohnes abgelten wollen.

4.4 Dass über einige Monate als Naturallohn abgerechnet wurde, was eigentlich eine Mietzinsreduktion darstellte, ändert an diesem nicht erwerblichen Charak ter der Tätigkeit der Beschwerdeführerin grundsätzlich nichts. Diesbezüglich ist die Erklärung vollends plausibel, dass der Arbeitgeber (und Vermieter) damit einen mietrechtlichen Nachteil für eine künftige Drittvermietung vermeiden wollte ( Urk. 1 S. 4 Mitte). Dies ist jedenfalls sehr viel einleuchtender als die Annahme, der Arbeitgeber habe nach Jahren unbezahlter Tätigkeit der Beschw er deführerin auf ihren Wohnungswechsel hin auf einmal einen bisher verborge nen ökonomischen Nutzen in ihrem Tun entdeckt und mit dem Bezahlen eines Lohnes abgelten wollen. 4.5 Es besteht somit keine Grundlage für die Annahme der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin könnte ein Erwerbseinkommen erzielen. Es mag noch an gehen, dass die Invalidenversicherung ohne nähere Begründung (die es ange sichts der resultierenden ganze n Rente auch nicht brauchte) ein hypothetisches Invalideneinkommen eingesetzt hat. Dies bez og sich jedoch richtigerweise auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt, während hier der reale A rbeitsmarkt den Mass stab bildet (vorstehend E. 1.5). Dass die Beschwerdeführerin auf diesem Markt ein Erwerbseinkommen erzielen könnte, ist mit weit überwiegender Wahr scheinlichkeit ausgeschlossen.

4.5 Es besteht somit keine Grundlage für die Annahme der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin könnte ein Erwerbseinkommen erzielen. Es mag noch an gehen, dass die Invalidenversicherung ohne nähere Begründung (die es ange sichts der resultierenden ganze n Rente auch nicht brauchte) ein hypothetisches Invalideneinkommen eingesetzt hat. Dies bez og sich jedoch richtigerweise auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt, während hier der reale A rbeitsmarkt den Mass stab bildet (vorstehend E. 1.5). Dass die Beschwerdeführerin auf diesem Markt ein Erwerbseinkommen erzielen könnte, ist mit weit überwiegender Wahr scheinlichkeit ausgeschlossen. 4.6 Die genannte Betrachtungsweise findet weiter Bestätigung in der Verordnungs regelung, wonach je nach Höhe des Invaliditätsgrades und damit Umfang des Rentenanspruchs bestimmte Beträge als Einkommen anzurechnen sind (vorste hend E. 1.3): Eine Anrechnung unterschiedlichen Ausmasses ist vorgesehen bei Viertels-, halben und Dreiviertels-Renten. Beträgt der Invaliditätsgrad 70 % oder mehr (womit Anspruch auf eine ganze Rente besteht), schreibt die Verord nung gerade keine Anrechnung vor.

4.6 Die genannte Betrachtungsweise findet weiter Bestätigung in der Verordnungs regelung, wonach je nach Höhe des Invaliditätsgrades und damit Umfang des Rentenanspruchs bestimmte Beträge als Einkommen anzurechnen sind (vorste hend E. 1.3): Eine Anrechnung unterschiedlichen Ausmasses ist vorgesehen bei Viertels-, halben und Dreiviertels-Renten. Beträgt der Invaliditätsgrad 70 % oder mehr (womit Anspruch auf eine ganze Rente besteht), schreibt die Verord nung gerade keine Anrechnung vor. So verhält es sich auch bei der Beschwerdeführerin. Sie bezieht eine ganze Rente, womit sie nicht unter die Vermutung fällt, sie verzichte auf ein zumut barerweise erzielbares Einkommen.

So verhält es sich auch bei der Beschwerdeführerin. Sie bezieht eine ganze Rente, womit sie nicht unter die Vermutung fällt, sie verzichte auf ein zumut barerweise erzielbares Einkommen. 4.7 Gesondert zu betrachten ist die Periode von März bis Oktober 201 4. Für diese Zeit hat der Arbeitgeber/Vermieter die ihr gewährte Mietzinsreduktion als Na tu rallohn deklariert und abgerechnet (vorstehend E. 3.5).

4.7 Gesondert zu betrachten ist die Periode von März bis Oktober 201 4. Für diese Zeit hat der Arbeitgeber/Vermieter die ihr gewährte Mietzinsreduktion als Na tu rallohn deklariert und abgerechnet (vorstehend E. 3.5). Aufgrund der Umstände ist zwar klar, dass dies von den Beteiligten nicht als Lohnzahlung aufgefasst wurde, sondern die Konstruktion „Dienstwoh nung“ aus anderen Gründen gewählt worden war (vorstehend E. 4.4). Das än dert aber nichts daran, dass - als Nebeneffekt der gewählten Konstruktion - ein beitrags pflichtiges Einkommen deklariert wurde.

Aufgrund der Umstände ist zwar klar, dass dies von den Beteiligten nicht als Lohnzahlung aufgefasst wurde, sondern die Konstruktion „Dienstwoh nung“ aus anderen Gründen gewählt worden war (vorstehend E. 4.4). Das än dert aber nichts daran, dass - als Nebeneffekt der gewählten Konstruktion - ein beitrags pflichtiges Einkommen deklariert wurde. Damit kommt Art. 14a Abs. 1 ELV, wonach Invaliden „als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag angerechnet wird, den sie massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben“, zum Zug und ist angesichts seines Wortlauts und der unbestrittenen Abrechnung von beitragspflichtigem Lohne zwingend anzu wenden.

Damit kommt Art. 14a Abs. 1 ELV, wonach Invaliden „als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag angerechnet wird, den sie massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben“, zum Zug und ist angesichts seines Wortlauts und der unbestrittenen Abrechnung von beitragspflichtigem Lohne zwingend anzu wenden. 4.8 Somit erweist sich die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Anrech nung eines Erwerbseinkommens bezogen auf die Monate März bis Oktober 2014 als korrekt.

4.8 Somit erweist sich die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Anrech nung eines Erwerbseinkommens bezogen auf die Monate März bis Oktober 2014 als korrekt. Hingegen ist das Anrechnen eines (fiktiven) Einkommens von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 nicht statthaft.

Hingegen ist das Anrechnen eines (fiktiven) Einkommens von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 nicht statthaft. Deshalb ist der angefochtene Entscheid in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen, damit sie den Leistungsanspruch von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 ohne Anrechnung eines Einkommens ermittle und dar über - und eine allfällige Rückforderung - neu verfüge.

Deshalb ist der angefochtene Entscheid in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen, damit sie den Leistungsanspruch von Februar 2013 bis Februar 2014 und ab November 2014 ohne Anrechnung eines Einkommens ermittle und dar über - und eine allfällige Rückforderung - neu verfüge. 5. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 1‘500.-- (in klusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegeg nerin aufzuerlegen.

5. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 1‘500.-- (in klusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegeg nerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV, vom 2 7. Januar 2015 aufgehoben und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie gemäss den Erwägungen ver fa hre.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV, vom 2 7. Januar 2015 aufgehoben und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie gemäss den Erwägungen ver fa hre. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1500.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Harro Fehr

Rechtsanwalt Dr. Harro Fehr - Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV

Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen - Sicherheitsdirektion Kanton Zürich

Sicherheitsdirektion Kanton Zürich 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannTiefenbacher