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Reminyl Prolonged Release Kapseln 8mg 28 Stück
108.85 Fr.
Was ist Reminyl Prolonged Release und wann wird es angewendet?
Demenz vom Alzheimertyp ist eine Erkrankung, die die Hirnfunktion beeinträchtigt. Zu den Symptomen dieser Erkrankung gehören mit der Zeit zunehmend Gedächtnisverlust, Verwirrtheit und Verhaltensänderungen. Hierdurch wird es für den Patienten bzw. die Patientin in zunehmendem Mass schwer, die normalen Aktivitäten des täglichen Lebens auszuführen.
Es wird angenommen, dass eine der Ursachen für die Demenz vom Alzheimertyp in einem Mangel an Acetylcholin liegt, einer körpereigenen Substanz, die eine Reizleitungsfunktion zwischen den Hirnzellen hat. Reminyl Prolonged Release (prolonged release = verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs) erhöht die verfügbare Menge dieser Substanz und beeinflusst dadurch die Symptome der Alzheimer Krankheit im positiven Sinn, indem es hilft die Gedächtnisleistung zu verbessern und die Denkfähigkeit zu erleichtern. Reminyl Prolonged Release wird aber die Krankheit nicht heilen können.
Reminyl Prolonged Release wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin und nach deren Angaben bei leichter bis mittelschwerer Demenz vom Alzheimertyp angewendet.
Wann darf Reminyl Prolonged Release nicht angewendet werden?
Nehmen Sie Reminyl Prolonged Release nicht ein, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Galantamin oder einem der anderen Bestandteile des Arzneimittels besteht.
Reminyl Prolonged Release darf bei schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung nicht eingenommen werden.
Wann ist bei der Einnahme von Reminyl Prolonged Release Vorsicht geboten?
Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen
Reminyl Prolonged Release kann schwerwiegende Hautreaktionen, Herzprobleme und Krampfanfälle verursachen. Sie müssen sich dieser Nebenwirkung bewusst sein – sehen Sie auch unter «Welche Nebenwirkungen kann Reminyl Prolonged Release haben?».
Andere medizinische Probleme
Bevor Sie Reminyl Prolonged Release einnehmen, muss Ihr Arzt wissen, ob Sie eine der folgenden Erkrankung haben oder hatten:
- Leber- oder Nierenprobleme
- eine Störung der Herzfunktion
- Magen- oder Darmgeschwüre, auch wenn sie früher einmal festgestellt wurden
- eine Magen- oder Darmblockade
- Krampfanfälle (z.B. Epilepsie)
- psychiatrische Erkrankung (z.B. Depression)
- Erkrankungen der Luftwege (z.B. Asthma oder obstruktive Lungenerkrankung)
- Schwierigkeiten Wasser zu lassen
Sagen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin auch, falls Sie kürzlich eine Operation am Magen, im Darmbereich oder an der Blase hatten.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob Reminyl Prolonged Release für Sie geeignet ist oder ob die Dosis geändert werden muss.
Die Verwendung von Reminyl Prolonged Release bei Kindern und Jugendlichen ist nicht empfohlen.
Reminyl Prolonged Release kann zu Gewichtsverlust führen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihr Gewicht regelmässig überprüfen, während Sie Reminyl Prolonged Release einnehmen.
Sagen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker bzw. Apothekerin, falls Sie andere Arzneimittel einnehmen oder kürzlich eingenommen haben.
Einige Arzneimittel können Nebenwirkungen (wie Übelkeit und Erbrechen) bei Patienten bzw. Patientinnen, die Reminyl Prolonged Release einnehmen, wahrscheinlicher machen.
- Ketoconazol (ein Mittel gegen Pilze)
- Ritonavir (ein Wirkstoff, der bei HIV-Infektionen eingesetzt wird)
- Amitriptylin, Fluoxetin, Fluvoxamin oder Paroxetin (Antidepressiva)
- Erythromycin (ein Antibiotikum)
- Quinidin (verwendet bei unregelmässigem Herzschlag)
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen vielleicht eine tiefere Dosis von Reminyl Prolonged Release verschreiben, wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen.
Andere Arzneimittel, die Nebenwirkung bei Patienten, die Reminyl Prolonged Release einnehmen, wahrscheinlicher machen, sind:
- Nicht-steroidale entzündungshemmende Schmerzmittel, die das Risiko für Geschwüre erhöhen können.
- Arzneimittel, die bei Herzkrankheiten oder hohem Blutdruck eingesetzt werden (wie Digoxin oder Betablocker).
Reminyl Prolonged Release kann auch einige Mittel zur Narkose beeinflussen. Falls Sie eine Operation mit einer Vollnarkose haben werden, informieren Sie den Arzt oder die Ärztin vorher darüber.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen bzw. äusserlich anwenden.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Auch die Alzheimerdemenz kann die Fähigkeit ein Auto zu lenken oder eine Maschine zu bedienen beeinträchtigen. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie die Frage der Reaktionsfähigkeit mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer behandelnden Ärztin besprechen.
Darf Reminyl Prolonged Release während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Systematische wissenschaftliche Untersuchungen bei schwangeren Frauen wurden nie durchgeführt. Der Arzt oder die Ärztin entscheiden, ob bei einer bestehenden Schwangerschaft Reminyl Prolonged Release angewendet werden darf.
Da nicht bekannt ist, ob Reminyl Prolonged Release in die Muttermilch gelangt, soll Reminyl Prolonged Release in der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Wie verwenden Sie Reminyl Prolonged Release?
Reminyl Prolonged Release wird auf Anweisung des Arztes oder der Ärztin angewendet.
Reminyl Prolonged Release sollte 1-mal täglich mit oder ohne Essen eingenommen werden. Zu Anfang wird eine niedrige Dosierung verschrieben, die dann langsam bis zu der für den Patienten bzw. für die Patientin besten Dosierung erhöht wird.
- Die Behandlung wird mit 1-mal täglich 8 mg begonnen.
- Nach 4 Wochen Behandlung wird die Dosis auf 1-mal täglich 16 mg erhöht.
- Frühestens nach weiteren 4 Wochen Behandlung kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden, die Dosierung auf 1-mal täglich 24 mg zu erhöhen.
Die genauen Anweisungen erhalten Sie von dem behandelnden Arzt bzw. von der behandelnden Ärztin.
Achten Sie während der Behandlung mit Reminyl Prolonged Release darauf, dass Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen, damit Ihr Körper ausreichend mit Wasser versorgt bleibt.
Die Wirkung des Arzneimittels tritt schrittweise ein und wird im Allgemeinen nach 3 Wochen der Behandlung spürbar.
Nehmen Sie NICHT mehr als eine Kapsel pro Tag ausser auf Anweisung Ihres Arztes oder Ihre Ärztin ein.
Die Anwendung und Sicherheit von Reminyl Prolonged Release bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit dem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Was ist zu tun, wenn die Einnahme von Reminyl Prolonged Release einmal vergessen oder zuviel eingenommen wurde?
Sollte einmal eine Dosis von Reminyl Prolonged Release vergessen worden sein, lassen Sie diese aus und nehmen die nächste Dosis zur normalen Zeit ein. Nehmen Sie keine doppelte Dosis zum Ausgleich für die vergessene Dosis. Wurden mehrere Dosen ausgelassen, melden Sie dies dem behandelnden Arzt oder der Ärztin.
Wenn Sie zu viele Reminyl Prolonged Release eingenommen haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder ein Spital. Nehmen Sie verbleibende Tabletten und die Packung mit sich.
Die Symptome einer Überdosierung können folgende einschliessen:
- Starke Übelkeit und Erbrechen, Bauchkrämpfe, Schwitzen
- Muskelschwäche, vermehrter Speichel in der Luftröhre, Tränenfluss, verengte Luftwege in der Lunge, wodurch das Atmen erschwert wird
- Krampfanfälle, Kollaps
- Unkontrolliertes Wasserlassen oder Darmentleerung
- Tiefer Blutdruck, langsamer oder anormal schneller Herzschlag, anormale Kurve im EKG (Elektrokardiogramm), anormaler Herzrhythmus, der Verlust des Bewusstseins bewirken kann
Welche Nebenwirkungen kann Reminyl Prolonged Release haben?
Wie alle Arzneimittel kann Reminyl Nebenwirkungen erzeugen, diese treten jedoch nicht bei allen auf.
Sehr häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10 Personen, die Reminyl einnehmen) sind:
Übelkeit und Erbrechen. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Nebenwirkungen ist in den ersten Behandlungswochen oder bei Erhöhung der Dosis grösser. Ihre Dauer ist jedoch im Allgemeinen auf wenige Tage begrenzt und mit zunehmender Gewöhnung des Körpers an das Arzneimittel verschwinden die Nebenwirkungen in der Regel allmählich. Wenn bei Ihnen solche Nebenwirkungen auftreten, empfiehlt Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen möglicherweise, mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen, und verschreibt Ihnen gegebenenfalls ein Medikament gegen Ihre Beschwerden.
Häufige Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10 Personen, die Reminyl einnehmen) sind:
Appetitverminderung.
Depression; Halluzinationen (Sehen, Fühlen oder Hören von Dingen, die nicht real sind).
Kurzzeitige Bewusstlosigkeit; Schwindel; Zittern; Kopfschmerzen; übermässige Müdigkeit; Trägheit.
Langsamer Herzschlag.
Bluthochdruck.
Bauchschmerzen; Oberbauchschmerzen; Durchfall; Verdauungsstörung; Bauchbeschwerden.
Muskelkrämpfe.
Schwäche; Unwohlsein.
Sturzneigung.
Abgeschlagenheit.
Kraftlosigkeit.
Wunden.
Gewichtsverlust.
Gelegentliche Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100 Personen, die Reminyl einnehmen):
Allergische Reaktionen.
Starker Wasserverlust im Körper (Dehydrierung).
Veränderung der Geschmacksempfindung; übermässige Schläfrigkeit; Kribbeln; Stechen oder Gefühllosigkeit der Haut; Krampfanfälle.
Verschwommenes Sehen.
Ohrgeräusche (Tinnitus).
Herzrhythmusstörungen/Herzprobleme, einschliesslich Veränderungen des Herzschlags (wie beispielsweise Extraschläge) oder Palpitationen (Herzschlag fühlt sich schnell oder ungleichmässig an). Herzprobleme können sich in einem «Elektrokardiogramm» (EKG) in Form einer anomalen Kurve äussern.
Tiefer Blutdruck; Erröten des Gesichtes.
Brechreiz.
Verstärktes Schwitzen.
Muskelschwäche.
Erhöhung der Leberenzyme im Blut.
Seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 1000 Personen, die Reminyl eingenommen haben) sind:
Leberentzündung (Hepatitis).
Häufigkeit nicht bekannt:
Hautreaktionen, einschliesslich:
- Schwere Hautausschläge mit Blasen und Abschälen der Haut, besonders um den Mund, die Nase , Augen und Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom)
- Roter Hautausschlag mit kleinen mit Eiter gefüllten Erhebungen, die sich über den gesamten Körper ausbreiten können, manchmal mit Fieber einhergehend (akute generalisierte exanthematöse Pustulosis)
- Hautausschlag mit möglicher Blasenbildung, mit Flecken, die wie kleine Zielscheiben aussehen können
Diese Hautreaktionen müssen unverzüglich dem Arzt bzw. der Ärztin gezeigt werden.
Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie eine der oben erwähnten Nebenwirkungen beobachten. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird möglicherweise entscheiden, dass Reminyl Prolonged Release für Sie nicht geeignet ist.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.
Nicht über 30 °C lagern. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Reminyl Prolonged Release enthalten?
Reminyl Prolonged Release Kapseln enthalten den Wirkstoff Galantamin zu 8 mg (weisse Kapseln mit der Aufschrift «G8»), zu 16 mg (rosafarbene Kapseln mit der Aufschrift «G16») und zu 24 mg (karamellfarbene Kapseln mit der Aufschrift «G24»).
Die Kapseln enthalten folgende Farbstoffe: Kapseln zu 16 mg rotes Eisenoxid (E 172); Kapseln zu 24 mg rotes und gelbes Eisenoxid (E 172).
Zulassungsnummer
56754 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Reminyl Prolonged Release? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Reminyl Prolonged Release 8 mg: Packungen zu 7¹ und 28 Stück.
Reminyl Prolonged Release 16 mg: Packungen zu 28 und 84¹ Stück.
Reminyl Prolonged Release 24 mg: Packungen zu 28 und 84¹ Stück.
¹ Zurzeit in der Schweiz nicht im Handel.
Zulassungsinhaberin
Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.
Diese Packungsbeilage wurde im November 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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