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Ethnologen/-innen - auch als Sozialanthropologen/-loginnen bezeichnet - erforschen und dokumentieren traditionellerweise die Kultur aussereuropäischer, nicht-industrialisierter Gesellschaften und zunehmend auch jene moderner Industriegesellschaften. Sie haben dabei eine ganze Gesellschaft und ihre Geschichte im Blick und beschäftigen sich z.B. mit Sprache, Kunst, Musik und Religion, aber auch mit der sozialen und politischen Organisation, mit Bräuchen und Sitten, mit wirtschaftlichen und technologischen Aspekten. Sie vergleichen Kulturen und suchen nach Gemeinsamkeiten und Zusammenhängen. Bei ihrer Forschung stützen sie sich einerseits auf bereits vorhandenes Material, beispielsweise Fachliteratur, Filmaufnahmen und Kulturgegenstände, sie erforschen aber auch eine Kultur an Ort und Stelle mittels Methoden wie Teilnehmender Beobachtung oder Interview. Das gesammelte Material wird wissenschaftlich bearbeitet, z.B. durch interkulturellen Vergleich, und publiziert. Ethnologen/-innen sind vor allem in beruflichen Bereichen tätig, die interkulturelles Wissen und Verständnis erfordern.
Sie arbeiten an Hochschulen in der Lehre und Forschung, in völkerkundlichen Museen und Sammlungen, bei internationalen Organisationen, in der Diplomatie oder in der Entwicklungszusammenarbeit. In der Schweiz arbeiten sie auch oft bei öffentlichen Stellen oder Organisationen, die im Asylbereich tätig sind oder bei Kulturorganisationen, die sich für interkulturelle Verständigung einsetzen. Weitere Tätigkeitsfelder sind Journalismus, Verlagswesen, Bibliotheken und Medien, der Kulturgüterschutz, die Regional- und Landesplanung und der Tourismus.