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Rettet die Umwelt
Leider steckt im Nordosten Brasiliens der Umweltschutzgedanke noch in den Kinderschuhen. Die Leute werfen den Abfall weg, sei dies am Strand, in Wohnquartieren, auf Feldern, in der Wildnis und in Wäldern.
Wir leisten unseren bescheidenen Teil gegen die Verschmutzung. Im Herbst 2015 begannen wir, an den Stränden Abfall zu sammeln. Es gab dabei eine gewisse Sensibilisierung der Strandbesucher.
Von Herbst 2016 bis Ende 2017 bezahlten wir je einen armen Jugendlichen in Paulista PE und in Igarassu, damit sie halbtags auf Wiesen oder in der Wildnis Abfall sammeln. In Paulista kauften wir inzwischen das Material für zwei kleine Sackdeponien, in der die Anwohner die Abfallsäcke deponieren können, bis sie die städtische Müllabfuhr abholt. Die Bewohner übernahmen die Maurerarbeiten. – Ende 2017 stoppten wir das Projekt in Paulista. Der Jugendliche hatte einen festen Job gefunden. Einen vertrauenswürdigen Ersatz fanden wir nicht. Auch machte die Bevölkerung zu wenig mit. So warfen Leute bewusst Abfall in die Wildnis, statt in unsere nahe Deponie …
Anfang 2017 kam in Igarassu ein zweiter Teenager dazu. Diese beiden nahmen regelmässig eine Gruppe Freiwilliger mit, die ihnen halfen und lernten, den Abfall nicht wegzuwerfen. Unsere Leute trugen einheitliche Leibchen, die auf unsere Mission aufmerksam machten. Die Anwohner begannen, ihren Abfall nicht einfach wegzuwerfen. Im Frühling stoppten wir das Projekt in Igarassu. Das Umweltsekretariat führt regelmässig Säuberungen durch und wir arbeiten enger mit ihm zusammen. Wir vermeiden so eine Doppelspurigkeit.
Nach den Erfolgen in Paulista und Igarassu starteten wir im Mitte 2017 unser Projekt auch in Olinda. Der Kanal beim Varadouro – auch Malariakanal – ist unser erstes Ziel. Innert kurzer Zeit ist die Umgebung viel sauberer. Die Anwohner unterstützen das Projekt mit Sperren (Kabel mit Petflaschen, die den Abfall aufhalten) und holen den Müll auch aus dem schmutzigen Wasser. Leider währte die Freude nicht lange: Bald warfen sie den Abfall wieder weg wie vorher. Als Nancy Ende November 2018 eine feste Anstellung fand, ersetzten wir sie nicht.
Im Herbst 2017 machten wir mit den Vertretern eines Recyclingprojektes eine Bootsfahrt in der Mündung des Flusses Beberibe zwischen Olinda und Recife. Wir wollten uns an ihrem Projekt zum Schutz der Umwelt beteiligen. Leider scheiterte das Projekt aus politischen Gründen …
Ab 2019 beteiligen wir uns an Umweltprojekten an Stränden in Cabedelo und João Pessoa. So finanzierten wir Schilder mit der Aufschrift ‚Der Strand gehört uns, der Abfall euch!‘ und kauften Plastikfässer, um den Abfall zu deponieren.
Für 2019 budgetieren wir Fr. 10’000.- für das Projekt ‚Rettet die Umwelt’. Das ist ein Nichts, aber es ist ein Anfang. Mit mehr Mitteln können wir auf mehr erreichen. So versuchen wir seit längerem, Schulklassen zu sensibilisieren. Auch im Bereich Recycling gibt es noch viel zu tun. Einfache Sperren an Bächen würden verhindern, dass ein Grossteil des Abfalls ins Meer fliesst. Kehrichtverbrennung – wie in Europa – ist im Nordosten Brasiliens noch nicht bekannt.
Unser Projekt ist noch winzig. Aber die ‚Erfolge’ zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Helfen Sie uns bitte dabei, diesen weiterzugehen.