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Mit diesem Indikator, der sich auf die Entlöhnung am unteren Ende der Lohnskala bezieht, kann der Anteil der davon betroffenen Arbeitnehmenden in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen gemäss dem Migrationsstatus verglichen werden. Damit können allfällige Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt werden.
Die Tabellen wurden mit den Daten 2015 aktualisiert, nicht jedoch die Grafiken und Texte, die sich auf das Jahr 2014 beziehen. Eine Kommentierung der neuesten Ergebnisse wird demnächst auf dieser Seite verfügbar sein.
Mit diesem Indikator, der sich auf die Entlöhnung am unteren Ende der Lohnskala bezieht, kann der Anteil der davon betroffenen Arbeitnehmenden in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen gemäss dem Migrationsstatus verglichen werden. Damit können allfällige Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt werden.
Im Jahr 2014 besetzten 16,4% der Arbeitnehmenden eine Tieflohnstelle. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund beträgt dieser Anteil 13,2%. Es ist die Bevölkerungsgruppe, die am wenigsten von Tieflöhnen betroffen ist. Im Vergleich zu dieser Gruppe weist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund einen um 1,6-mal höheren Tieflohnanteil auf (20,8%). Mit 21,6% der Arbeitnehmenden mit einer Tieflohnstelle ist die erste Generation am stärksten betroffen.
Unterschiede beim Tieflohnanteil zeigen sich je nach ausgeübtem Beruf, aber zusätzlich auch je nach Migrationsstatus. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation weist im Vergleich zu den anderen Migrationsstatus bei den Führungskräften, den Techniker/innen und gleichrangigen Berufen, den Bürokräften und verwandten Berufen, den Handwerks- und verwandten Berufen sowie den Hilfsarbeitskräften höhere Tieflohnanteile auf. Die Hilfsarbeitskräfte der ersten Generation verzeichnen den höchsten Tieflohnanteil (52,8% gegenüber 39,1% bei der zweiten oder höheren Generation und 43,0% bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund).
Bei den Bürokräften und verwandten Berufen, den Dienstleistungsberufen und Verkäufer/innen, den Handwerks- und verwandten Berufen, den Anlagen- und Maschinenbediener/innen sowie Montierer/innen ist ebenfalls festzustellen, dass die zweite oder höhere Generation höhere Tieflohnanteile aufweist als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.
Die Grossregionen verzeichnen nicht dieselben Tieflohnanteile, doch die relativen Unterschiede zwischen den Personen verschiedener Migrationsstatus sind vergleichbar. Das Verhältnis zwischen der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und jener mit Migrationshintergrund der ersten Generation liegt bei 1:1,6 bis 1,7, mit Ausnahme der Nordwestschweiz, wo das Verhältnis kleiner ist (1:1,4), sowie in Zürich und im Tessin, wo das Verhältnis grösser ist (1:2,0).
In der Mehrheit der Grossregionen verzeichnet die Bevölkerung mit Migrationshintergrund der zweiten oder höheren Generation einen 1,1- bis 1,3-mal höheren Anteil als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Im Espace Mittelland ist dieser Faktor am tiefsten (0,9), in der Genferseeregion (1,5) und in Zürich (1,6) am höchsten.
Tabellen
Definitionen
Eine Stelle gilt vereinbarungsgemäss als «Tieflohnstelle», wenn der auf der Basis eines Vollzeitpensums von 40 Wochenstunden berechnete Lohn weniger als zwei Drittel des standardisierten Bruttomedianlohnes ausmacht. Das Ausmass der Tieflohnproblematik wird hier aus der Sicht der Bevölkerung betrachtet, indem die Zahl von Arbeitnehmenden mit einer Tieflohnstelle berechnet wird. Nicht unter die Kategorie der Personen mit Tieflöhnen fallen diejenigen, die ausschliesslich deshalb einen tiefen Lohn erzielen, weil sie Teilzeit arbeiten.