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1951 schenkte Gustave Huguenin, Corseaux-Vevey, dem Musikkollegium Winterthur «ein Quartett echter Werke von Jakob Stainer», zweifellos eine absolute Rarität. Die Schenkung erfolgte in Erinnerung an seinen Vater, der die Schulen unserer Stadt besucht hatte, und an seine eigenen «Lehrjahre» in Winterthur, während welcher er im Stadtorchester mitwirken durfte. Eine wichtige Rolle spielte aber auch seine Freundschaft mit Georges Zellweger, dem amtsältesten Mitglied der damaligen Vorsteherschaft des Kollegiums – beide waren sie grosse Liebhaber, Kenner und auch Sammler alter Streichinstrumente. Das Stainer-Quartett sollte nach dem Willen des Stifters «als unveräusserliches Gut des Kollegiums» beisammen bleiben und von den Vorstehern des Kollegiums sowie vom Winterthurer Streichquartett «recht oft» gespielt werden.
Das Stainer-Quartett wurde am 22. November 1951 durch das Winterthurer Streichquartett in einem «Hausabend» feierlich eingeweiht. Für seine weitere Benützung wurde 1951/53 das sog. Stainer-Statut ausgearbeitet.
Dr. Gertrud Muraro-Ganz