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12 Jahre lang war Bertram Mogg Teil unserer 1. Mannschaft - eine Zeitspanne, die auch in den siebziger Jahren aussergewöhnlich lange war.
Zwei NLA-Aufstiege feierte unser Jubilar, den Cupsieg 1969, und 1977 die Qualifikation für einen weiteren Cupfinal. «Mister Cupfinal» nannte ihn Fredi Kurth in der «Evergreen»-Kolumne im Tagblatt bereits vor zehn Jahren. Schliesslich war Mogg bis vor kurzem der einzige Spieler, der mit dem FCSG zwei Cupfinals bestreiten konnte. Wobei er bei unserem einzigen Cupsieg das ganze Spiel von Bank aus erleben musste. Trainer Walter Sing wollte ihn zwar als Joker bringen, doch weigerte sich Aldo Moscatelli, sich auswechseln zu lassen.
Nach seinen schönsten Erlebnissen gefragt, nannte Mogg Anfang 1979 nebst dem Final von 1977 noch ein weiteres Cupspiel: den Sechzehntelfinal gegen die Grasshoppers im November 1967, als unser Team als Unterklassiger den NLA-Leader 2:1 bezwang. Mogg ersetzte kurz vor der Pause Silvan Schwager und trug dazu bei, den 0:1-Rückstand wettzumachen. Für das Spiel wurden im Espenmoos Zusatztribünen aufgestellt, die 12'000 Zuschauer bedeuteten damals Stadionrekord. Auf den Weg in den Cupfinal 1977 war Mogg zweimal Torschütze: Im Viertelfinal gegen Sion erzielte er zu Beginn der Verlängerung den einzigen Treffer, im Halbfinal-Wiederholungsspiel beim 4:2 in Carouge war er erneut erfolgreich.
Die Mannschaft um Spielertrainer René Brodmann schaffte am Ende jener Saison die Rückkehr in die NLA. «Da kam schon etwas Euphorie auf», sagte Mogg elf Jahre später. Die Zeitung «Sport» portraitierte ihn in jener Winterpause als St.Gallens dienstältesten Spieler, der aber um die Rückkehr ins Team bangte. In der Saisonvorbereitung zog er sich im Training ohne Fremdeinwirkung eine Meniskusverletzung zu. Eine Woche später auswärts gegen Servette lief Mogg trotzdem auf, musste sich aber nach 8 Minuten auswechseln lassen. So musste er vier Tage später auch für den Ligacup-Final gegen die Grasshoppers forfait geben, womit er auch beim zweiten Titelgewinn nicht zum Einsatz kam.
Nach der Rückkehr ins Training im Herbst verletzte er sich erneut. Mogg, der an der Uni Zürich Geschichte und Deutsch studierte, wollte im Frühling nochmals angreifen. Der FCSG qualifizierte sich im Frühling unter Willy Sommer erstmals für die Finalrunde, doch Bertram Mogg kam bis zum Saisonende nur noch zu drei Einsätzen.
So gab Mogg, der als Junior am 27. Mai 1967 auswärts gegen Xamax in der Nationalliga B vor 1400 Zuschauern sein Debüt im Fanionteam gab, nach 143 Pflichtspielen und 9 Toren in Grün-Weiss am Saisonende 1979 den Rücktritt bekannt. Das Studium beendete Mogg erfolgreich. Er wurde Leiter der Schweizer Schule in Rom und war später Rektor der Kantonsschule Heerbrugg.
Alles Gute zum Geburtstag, Bertram Mogg!