Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03524.jsonl.gz/2302

Betstuhl
Betstuhl/Kniebank mit vier Füssen versehen und aus drei Ebenen bestehend. Die unterste Ebene besteht aus der Kniebank, welche sich öffnen lässt. Darunter sind auf der Frontseite, der linken sowie rechten Seite florale Ornamente angebracht. Die Mittelebene besteht aus einem Mittelstück mit Türchen (darin zwei Tablare) und vorhandenem Schlüssel am Türschloss. Darüber liegt eine schräg abfallende Ablagefläche (lässt sich öffnen. Darin drei kleine Schubladen. Ebenfalls mit einem Schloss versehen. Florales Ornament mit Tier, lesendem Mönch und Kreuz). Die oberste Ebene besteht aus einem erhöhten Abschluss mit drei Schubladen (Mit floralen Ornamenten versehen) sowie drei Ablageflächen.
Der im Türchen dargestellte Heilige Jakobus macht wahrscheinlich, dass der Betstuhl ursprünglich zur Pfarrkirche St. Jakob in Cham gehörte (Grundsteinlegung erfolgte am 01.05.1784, im Frühjahr 1785 wurde die alte Kirche abgerissen und im Dezember 1785 war der Rohbau der neuen Pfarrkirche fertiggestellt), wohl als Zelebranten-Betstuhl für die geistliche Vor- und Nachbereitung der Heiligen Messe.
Der Betstuhl stammt aus dem Nachlass vom Pfarrer Markus Fischer (30.09.1937–09.03.2018). Er war während 30 Jahren Pfarrer von Hünenberg (1974–2004) und der erste Pfarrer der neu eingerichteten Pfarrei Heilig Geist. 1992 wählte ihn der Regierungsrat des Kantons Zug zum Domherrn, 1993 wurde er durch Weihbischof V. Gandolfi und Bischof A. Hänggi in den Kreis des Domkapitels in Solothurn aufgenommen. 2012 wurde Markus Fischer zum Ehrendomherr ernannt.