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REGINA BASTARDA
The virtuoso viola da gamba in Italy around 1600
CD-Neuerscheinunung
Seit 25 Jahren ist Paolo Pandolfo einer der führenden Gambisten seiner Generation, der das Repertoire seines Instruments in alle Richtungen erforscht und vorangetrieben hat. In den frühen 1980er Jahren studierte er bei Jordi Savall, worauf intensive Erfahrungen in der Konzertpraxis und im Aufnahmestudio folgten, zunächst vor allem als Mitglied des Ensembles Hespèrion XX. Seit 30 Jahren führen ihn jedoch die eigenen Konzertaktivitäten auf Podien in aller Welt. 1989 wurde er Nachfolger von Jordi Savall als Professor für Viola da gamba an seiner Alma Mater, der Schola Cantorum Basiliensis, eine Position, die er bis heute innehat.
Die gründliche Kenntnis aller Aspekte des Repertoires für Viola da gamba wird in seiner extensiven Diskographie deutlich. Er spielte die wichtigsten Werke der Gambenliteratur ein, aber auch sehr persönliche musikalische Äußerungen, in denen er jugendliche Erfahrungen als Kontrabassist und
Gitarrist mit Kompositionen und Improvisationen verbindet, die vom Jazz ebenso beeinflusst sind wie vom »historischen« Repertoire. Große Aufmerksamkeit erhielt Pandolfos Adaption der Suiten für Violoncello solo von J. S. Bach für die Viola da gamba, die im Jahr 2001 erschienen ist.
Mit den Bastarda-Diminutionen legt er nun einen frühen Meilenstein der solistischen Gambenliteratur vor, in dem die überschiessende Virtuosität zur Darstellung einer berückend schönen Musik dient.
Das Ensemble La Pedrina wurde 2016 von Francesco Saverio Pedrini gegründet, wobei der Name einer Sonate von Tarquinio Merula entlehnt ist (Canzoni overo Sonate, 1637).
Das Repertoire reicht von italienischer Vokal- und Instrumentalmusik des 16. und 17. Jahrhunderts bis zu den Kantaten von J. S. Bach. Im Jahr 2017 konnte das Ensemble im Herkules-Saal des Palazzo Venezia in Rom ein Projekt mit Tanz realisieren. 2018 erschien in Zusammenarbeit mit RISM Schweiz eine CD mit Werken von Luca Marenzio, die von der Kritik hochgelobt wurde.