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Die Altersvorsorge in der Schweiz:
3 Säulen für die Rente
In der Schweiz basiert die Altersvorsorge auf 3 Säulen. Dieses 3-Säulen-Prinzip bildet unterschiedliche Vorsorgesektoren ab, die teils gesetzlich, teils beruflich und teils privat getragen werden. Die 1. und 2. Säule sind dabei in der Regel obligatorisch, während die 3. Säule eine rein freiwillige und private Vorsorge ist. Die 1. Säule bilden die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Invalidenversicherung (IV), Erwerbsersatz bei Militärdienst (EO) und Mutterschaft sowie die Arbeitslosenversicherung (ALV), die aus Beitragszahlungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezahlt werden. Die 2. Säule ist die berufliche Vorsorge, die ab einem Jahreseinkommen von CHF 21'150 (Stand: 2017) zum Tragen kommt und die 3. Säule ist eine freiwillige Privatvorsorge, die teilweise mit Steuervorteilen belohnt wird.
Obligatorische Altersvorsorge mit den Säulen 1 und 2
Jeder Schweizer Bürger und Arbeitnehmer zahlt automatisch in die 1. Säule beziehungsweise die AHV, IV, ALV und EO ein, damit das Existenzminimum gesichert ist. Sie sichert, dass Frauen ab einem Alter von 64 Jahren und Männer ab einem Alter von 65 Jahren Rente ausbezahlt werden kann. Die 1. Säule wird über ein Umlageverfahren finanziert und basiert auf dem Solidarprinzip: Jung zahlt für Alt, Vielverdiener helfen Geringverdienern und laufende Renten werden aus laufenden Einnahmen gezahlt.
Die 2. Säule soll die Altersvorsorge aus der 1. Säule ergänzen, um im Ruhestand, bei Invalidität und im Todesfall die Lebenshaltungskosten der Familie zu sichern. Sie setzt sich aus einer Unfallversicherung (die die Invalidenversicherung aus Säule 1 ergänzt) und einer Krankentaggeldversicherung zusammen. Arbeitnehmer zahlen mit Vollendung des 17. Lebensjahr, obligatorisch in die 2. Säule ein, wenn sie bereits in die 1. Säule einzahlen und ihr Jahreseinkommen über CHF 21.060 liegt. Selbstständige und Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverträgen von maximal 3 Monaten sind nicht automatisch versichert – sie können sich aber teilweise freiwillig für die Minimalvorsorge versichern.
Die 3. Säule – Private Altersvorsorge in der Schweiz
Während die 1. und 2. Säule die Grundsicherung der Altersvorsorge bilden, um im Ruhestand alle Bedürfnisse zu decken, ist die 3. Säule dazu da, um den Lebensstandard im Ruhestand zu halten. Wer rechtzeitig mit dem Sparen anfängt und mit der 3. Säule privat für die Rente vorsorgt, der profitiert dabei auch noch von Steuervorteilen, da die Beiträge in Vorsorgeformen der Säule 3a steuerlich geltend gemacht werden können.
- Säule 3a: Gebundene Vorsorge mit Steuervorteil
In Anlageformen der Säule 3a – einer gebundenen Vorsorgevereinbarung mit einer Bankstiftung oder einer gebundenen Vorsorgeversicherung bei einer Versicherungsgesellschaft – wird regelmässig Geld einbezahlt. Das eingezahlte Geld steht nicht zur freien Verfügung und kann nur in wenigen Ausnahmefällen vor dem Ruhestand verwendet werden, beispielsweise zum Amortisieren einer Hypothek. Die Einzahlung in die Säule 3a wird jedoch durch Steuervorteile mit Bundesmitteln gefördert.
- Säule 3b: Freie Altersvorsorge
Die freiwillige Vorsorge über die Säule 3b ist im Gegensatz zur Säule 3a nicht an feste Vorsorgeformen gebunden und auch jederzeit verfügbar, bietet dafür aber auch keine steuerlichen Vorteile. Hier geht es darum, weitere Rücklagen fürs Alter zu schaffen, wenn man es sich leisten kann und schon die Maximalbeträge in Säule 3a eingezahlt hat oder wenn man über die gesparte Summe verfügen möchte.
Die Altersvorsorge richtig planen
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