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Seit 2011 plant die EU mit einer „Körperschaftssteuer“ (Common Corporate Tax Base, CCTB) das europäische Steuersystem zu vereinfachen.
Unternehmen, die europaweit tätig sind, sehen sich mit sehr unterschiedlichen Steuerordnungen der einzelnen Mitgliedstaaten konfrontiert. Die Körperschaftssteuer sieht nun vor, dass in den EU-Mitgliedstaaten eine einheitliche Bemessungsgrundlage angewendet wird. Dies soll es für Unternehmen unter anderem vereinfachen innerhalb der EU zu expandieren. Im weiteren soll eine grenzüberschreitende Verlustverrechnung möglich sein und es müsste nur noch eine Steuererklärung eingereicht werden. Letztlich würde die Verrechnungspreis-Thematik (Transfer Pricing) sowie die Doppelbesteuerung an Bedeutung verlieren.
Betroffen von dieser Änderung wären Unternehmen die einen weltweiten Umsatz von EUR 750 Mio. aufweisen. Die übrigen Unternehmen können die Richtlinien freiwillig anwenden.
Schweizer Unternehmen sind von den neuen Richtlinien ebenfalls betroffen, sofern sie im EU-Raum Tochtergesellschaften oder Betriebsstätten betreiben.
Der EU-Ausschuss wird sich mit der Thematik im Dezember 2017 befassen. Die Einführung ist auf 2020 geplant.