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Anlass für die Klage waren Aussagen von Giroud gegenüber der Eidgenössischen Steuerverwaltung, welche Ende Januar in einem Bericht des Westschweizer Radios und Fernsehens (RTS) öffentlich gemacht wurden, wie der Branchenverband der Walliser Weine am Montag mitteilte.
Unlauterer Wettbewerb
Giroud habe gegenüber den Steuerbeamten eingeräumt, für mehrere 100'000 Franken Trauben am Fiskus vorbei gekauft und dies mittels falschen Rechnungen vertuscht zu haben. Wenn das der Fall gewesen sei, bedeute es eine Wettbewerbsverzerrung und eine generelle Senkung der Wirtschaftlichkeit der Walliser Weinbaubranche.
Vor der Einreichung der Klage gab der Verband bei einem Anwalt ein Rechtsgutachten in Auftrag. Dieses zeige ernsthafte Anhaltspunkte für unlauteren Wettbewerb und verschiedene Vergehen, welche die Konsumenten und die ganze Verarbeitungskette des Weinbaus beträfen.
Der Branchenverband gehe nicht leichten Herzens in diese juristische Auseinandersetzung. Man sei jedoch der Überzeugung, sich diesen Schwierigkeiten stellen zu müssen. Der Verband sei zudem dazu verpflichtet, weil in seinen Statuten die Verteidigung der allgemeinen Interessen der Weinbranche verankert sei.
Mehrere Strafverfahren
Gegen den Walliser Winzer und Weinhändler Dominique Giroud liefen im vergangenen Jahr mehrere Strafverfahren. Wegen Steuerdelikten wurde er zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Ein weiteres Verfahren wegen Betrug, Warenfälschung und Urkundenfälschung wurde eingestellt.
Im Kanton Genf gerieten Giroud und drei weitere Personen wegen Hackerangriffen auf Computer von zwei Journalisten ins Visier der Strafverfolgungsbehörden. Die Strafuntersuchung der Genfer Staatsanwaltschaft ist noch nicht abgeschlossen.