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FAQ – Häufig gestellte Fragen
Holzpellets sind kleine, zylindrische Presslinge aus trockenen, naturbelassenen Holzresten, die aus der Sägeindustrie stammen. Ein kleiner Teil der in der Schweiz produzierten Pellets werden aus Waldholz hergestellt.
Pellets haben einen Durchmesser von 6 - 8 mm und eine Länge von 3.15 bis 40 mm (gemäss SN EN ISO 17225-2). Sie werden unter hohem Druck gepresst und haben einen sehr niedrigen Wassergehalt (max. 10%). Als Presshilfsmittel ist nur natürliche Stärke wie z.B. Maisstärke erlaubt, die nur bis zu einer maximalen Menge von 2% der Gesamtmasse eingesetzt werden darf.
Das Sägemehl wird unter hohem Druck durch eine Lochmatrize in Form gepresst. Das holzeigene Lignin wird durch die dabei entstehende Wärme und restliche Holzfeuchte zum natürlichen Kleber, der die Holzfasern zusammenhält. Lignin sorgt auch für die glänzende Oberfläche. Lediglich eine Zugabe von maximal zwei Prozent natürlichen Presshilfsmitteln wie z.B. Maisstärke ist erlaubt. Schließlich wird der Feinanteil von den Pellets abgesiebt, um qualitativ hochwertige Pellets sicherzustellen.
Nein. Zur Herstellung von Holzpellets werden hauptsächlich Reste aus der Holzverarbeitung verwendet. In der Sägeindustrie zum Beispiel bleiben von jedem verarbeiteten Baum etwa 40 Prozent in Form von Spänen und Sägemehl ungenutzt. Diese Holzreste können für die Pelletsproduktion verwendet werden. Ein kleiner Teil der in der Schweiz produzierten Pellets wird direkt aus Holz aus dem Wald hergestellt. Doch auch mit dieser Herstellungsmethode wird der Wald nicht gefährdet, da nur für die Holzindustrie unverwertbare Sortimente eingesetzt werden. Darüber hinaus ist Holz ein erneuerbarer Rohstoff. Die gesetzlich vorgeschriebene, nachhaltige Forstwirtschaft sorgt dafür, dass eine Übernutzung der Wälder ausgeschlossen ist.
Ja. Die im Waldgesetz verankerte nachhaltige Forstwirtschaft in der Schweiz garantiert, dass nur so viel Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann. Momentan wird sogar weniger Holz genutzt als nachwächst, die Ressourcen in der Schweiz sind also vorhanden. Auch Pellets, welche in die Schweiz importiert werden, stammen aus Ländern, in denen die Waldbewirtschaftung geregelt ist (Deutschland/Österreich/Frankreich).
Je nach Rohstoffzustand und Transportweg ist der Energieaufwand unterschiedlich. Etwa ein Viertel der bereitgestellten Nutzenergie stammt von fossilen Energien (siehe Grafik). Pellets beinhalten rund fünfmal weniger graue Energie als Heizöl.
Wie alle Energiemärkte unterliegt auch der Pelletpreis gewissen Schwankungen. Der Pelletmarkt ist jedoch dank der vielfältigen Angebotsstruktur transparent und zeigt sich dadurch sehr verbraucherfreundlich. Der Pelletpreis bewegt sich seit gut zehn Jahren in einem stabilen Bereich (zwischen 7 und 9 Rp/kWh), mit saisonal abhängigen Schwankungen. Prognosen für die Energiepreisentwicklung sagen eine allgemeine Erhöhung der Preise für Energie voraus.
Der Pelletspreis ist nicht an den Ölpreis gekoppelt und richtet sich nach Angebot und Nachfrage, was auf der obigen Abbildung gut ersichtlich ist.
Fall 1: Es ist bekannt, welche Heizlast für das Gebäude benötigt wird. Folgende Faustregel gilt:
- Pro 1 kW Heizlast = 0.9 m3 Raum (inkl. Leerraum unter dem Schrägboden)
- Etwa 2/3 eines Raumes sind nutzbar (Kegelbildung von Pellets, Leerraum unter Schrägboden).
- 1 m3 Pellets = 650 kg
Beispiel: Wird eine Kesselleistung von 15 kW benötigt, werden 13.5 m3 Lagerraumvolumen (inkl. Leerraum) benötigt. Davon sind 2/3 nutzbar, das heisst 9 m3, was in etwa 6 Tonnen Pellets entspricht.
- 15 kW Kesselleistung × 0.9 m3/kW = 13.5 m3 Lagerraumvolumen
- Nutzbarer Rauminhalt =13.5 m3 × 2⁄3 = 9 m3
- Pelletmenge=9m3 × 650 kg/m3 = 5'850kg ≈ 6 t
Fall 2: Der Durchschnittsverbrauch des bisherigen Energieträgers (z.B. Öl, Gas oder Stückholz) ist bekannt. Daraus kann die benötigte Menge Pellets errechnet werden.
Beispiel: 1 Tonne Pellets entspricht ca. 500 l Heizöl. Wurden bisher im jährlichen Durchschnitt 2000 l Heizöl verbraucht, entspricht das 4 Tonnen Pellets. Gemäss obigen Berechnungen ist für 4 Tonnen (6 m3) Pellets ein Raum mit einem Volumen von ca. 9 m3 nötig (inkl. Leerraum).
Der Lagerraum für Pellets wird idealerweise an einer Außenwand, wenn möglich straßenseitig und neben dem Heizraum geplant. Es gibt eine große Auswahl an Fertiglagersystemen aus Metall, Kunststoff oder Gewebe, die flexibel eingebaut werden können. Wichtig für den Kunden ist, dass das Pelletlager trocken bleibt und auf den Kesseltyp abgestimmt ist. Mehr Informationen dazu sind in der Broschüre „Empfehlung zur Lagerung von Holzpellets“ enthalten.
Ja. Solche Räume haben oft die passende Größe und erfüllen die Brandschutzvorschriften. Ein alter Öl-Lagerraum kann sowohl in ein Schrägbodenlager umgebaut werden, als auch als Aufstellraum für ein Fertiglagersystem genutzt werden.
Pellets werden im Silowagen transportiert und über einen Schlauch in den Lagerraum eingeblasen. Zu beachten ist dabei, dass der Anschluss für den Befüllstutzen möglichst nicht mehr als 30 Meter von der Stelle entfernt ist, an der das Lieferfahrzeug parkieren kann und in einer Höhe von weniger als 2 m angebracht sind. Je länger die Strecke ist, über welche die Holzpellets eingeblasen werden, umso grösser ist der Abrieb und damit der Feinanteil. Am zweiten oder dritten Stutzen wird der Luftdruck über einen Ventilator mit Filtersack ausgeglichen, um Staubimmissionen rund ums Silo zu verhindern.
Mehr Informationen dazu sind in der Broschüre „Empfehlung zur Lagerung von Holzpellets“ enthalten.
Bei trockener Lagerung sind Pellets problemlos einige Jahre lagerbar.
Das hängt von Lagertyp, Lagergrösse und Austragungssystem ab. Ein Gewebesilo muss nicht gereinigt werden. Ansonsten gilt, dass ein Pelletlager nach Absprache mit dem Pelletlieferanten gereinigt werden sollte.
Das Eintreten in den Lagerraum birgt Risiken und die Sicherheitsregeln müssen unbedingt eingehalten werden. Mehr Informationen dazu sind in der Broschüre „Empfehlung zur Lagerung von Holzpellets“ enthalten.
Gemäss der SN EN ISO Norm: mindestens 4.6 kWh/kg. Es wird von einem Durchschnittswert von 4.8 kWh/kg ausgegangen.
2 kg Holzpellets entsprechen etwa 1 Liter Heizöl, das entspricht 10 kWh.
Am Gütesiegel ENplus® A1. Die Pellets haben eine glatte, glänzende Oberfläche und sind zwischen 3.15 und 40 mm lang. Hochwertige Pellets weisen einen sehr geringen Feinanteil auf, vor dem Transport maximal 1%. Die Pelletqualität ist wichtig für einen reibungslosen und effizienten Betrieb von Pelletheizungen.
Hauptsächlich aus Nadelholz, da mehr Nadelholz eingeschnitten wird als Laubholz. Bei der Herstellung von Pellets wird immer darauf geachtet, dass die Mischung zwischen Laub- und Nadelholz stimmt. Der Heizwert bleibt aber derselbe, unabhängig von der Mischung.
Minderwertige Pellets können durch einen hohen Feinanteil die Fördereinrichtung der Pelletheizung blockieren und einen erhöhten Verbrauch verursachen. Ist der Aschegehalt zu hoch kann sich Schlacke bilden und im Brennraum zu Problemen führen.
Ja, sehr sinnvoll. Die Kombination einer Pelletheizung mit einer Solaranlage ist besonders empfehlenswert. So kann in den Sommermonaten das Warmwasser ausschließlich über eine Solarthermie-Anlage bereitgestellt werden. Der Pelletkessel wird nur bei Bedarf zugeschaltet, zum Beispiel bei längeren Schlechtwetterperioden.
Holzpellets werden aus einem heizungsinternen Vorratsbehälter über eine Fördermechanik in einen Brennraum gefördert, wo sie zur Energiegewinnung verbrannt werden. Für jede Wohnsituation und jeden Wärmebedarf gibt es eine individuelle optimale technische Lösung – von der Gestaltung der Pelletlager bis zur Abgastechnik. Die Technik von Pelletheizungen ist ausgereift und moderne Heizkessel laufen benutzerfreundlich und zuverlässig.
Bis zu 107 Prozent wurden bei Pelletheizungen schon gemessen.
Wirkungsgrade von über 100% lassen sich mit der Brennwerttechnologie erklären. Ein Brennwertsystem ist in der Lage, die im Abgas enthaltene „latente“ Wärme zu nutzen. Die Nutzung dieser Wärme erfolgt, indem das Abgas so weit abgekühlt wird, dass der im Abgas vorhandene Wasserdampf kondensiert (= zu Wasser wird) und dabei die enthaltene Energie (= Kondensationswärme) freigesetzt wird. Diese wird dem System wieder zugeführt.
Die Berechnung des Wirkungsgrades bezieht sich auf den unteren Heizwert Hu des Brennstoffes, welcher die latente Wärme nicht berücksichtigt. Dadurch erreicht ein Brennwertsystem rechnerisch einen Wirkungsgrad über 100%:
Die Elemente, unter anderem auch Schwermetalle, die in der Pelletsasche vorhanden sind, sind natürlichen Ursprungs. Sie wurden vom Baum während seines Wachstums aus der Umwelt aufgenommen. Da bei der Verbrennung von Pellets jedoch nur sehr wenig Asche anfällt, ist die Konzentration von diesen Elementen in der Pelletsasche entsprechend hoch. Darum gilt: Die Pelletsasche eignet sich nicht als Dünger für den Garten!
So wird Pelletsasche fachgerecht entsorgt:
- Asche aus kleinen Pelletsfeuerungen ist mit dem Haushaltskehricht zu entsorgen.
- Fragen Sie Ihren Kaminfeger an, ob er die Asche bei der regelmässigen Kontrolle gleich mitentsorgt.
- Ist die Heizanlage mit mindestens einem 250 Liter Aschecontainer ausgestattet (Leistung Heizung > 80 kW) lohnt es sich, eine professionelle Firma anzufragen, welche die Asche absaugt und fachgerecht entsorgt. Unternehmen welche diese Dienstleistung anbieten finden Sie im Verzeichnis Brennstofflieferanten von Holzenergie Schweiz.
Beim Verbrennen von Pellets entsteht sehr wenig Asche. Wird zum Beispiel 1 Tonne Pellets verbrannt, entstehen lediglich ca. 2 - 4kg Asche (oder gemäss SN EN ISO 17225-2: 0.7 Masseprozent bei A1 Qualität). Bei einem jährlichen Verbrauch von 4 Tonnen Pellets entstehen somit ca. 8 - 16 kg Asche. Aschebehälter können je nach Pelletheizung um 20-30 kg Asche fassen. Bei einem solchen Modell muss die Asche beim Verbrauch von 4 Tonnen Pellets somit nur einmal jährlich geleert werden.
Ja. Pellets sind meist im Sommer etwas günstiger als in den Wintermonaten. Am besten werden die Pelletslager zwischen April und Juli aufgefüllt.
Hier finden Sie aktuelle Pelletspreise und die Grafik zur Preisentwicklung.