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Die Osteopathie (von altgr. ὀστέον, ostéon, „Knochen“ und πάθος, páthos, „Leiden“) ist ein alternativer medizinischer Ansatz zur Behandlung verschiedener Krankheiten.
Der Gründer der Osteopathie ist Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917).
Durch mehrere Schicksalsschläge enttäuscht von der etablierten Medizin, begann A. T. Still nach neuen Ansätzen zur Behandlung von Krankheiten zu suchen. Er begann neue Ansätze empirisch zu untersuchen und seinen Kenntnisstand systematisch zu erweitern.
Nachdem Still von befreundeten Ärzten und ehemaligen Patienten immer wieder dazu überredet wurde, gründete er 1892 die erste Schule für Osteopathie – die American School of Osteopathy. In diesem Zusammenhang ist auch der Begriff Osteopathie das erste Mal geschichtlich belegt.
Durch Stills Schüler John Martin Littlejohn wurde die Osteopathie nach Europa gebracht. Der studierte Arzt, Jurist und Politikwissenschaftler Littlejohn arbeitete zwischen 1898 und 1900 als Professor für Physiologie und Psychologie an der American School of Osteopathy und übernahm im Anschluss daran die Leitung des Chicago College and Hospital of Osteopathy. 1917 gründete Littlejohn die British School of Osteopathy in London und brachte damit die Osteopathie erstmals nach Europa.
William Garner Sutherland begann 1898 ein Studium der Osteopathie an der „American School of Osteopathy“. Nach erfolgreichem Abschluss erforschte er im kranialen Bereich und veröffentlichte 1939 das Buch „The Cranial Bowl“, in dem er die Beweglichkeit von Schädelknochen postulierte und den Begriff PRM (Primary Respiratory Mechanism) einführte. Er gilt damit als Begründer der Cranio-Sakralen Osteopathie.