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Weibliche Genitalverstümmelungen / Genitalbeschneidungen in der Schweiz: Empfehlungen und Best Practices
Studie des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte (SKMR)
Im Auftrag des BAG und BFM, im Rahmen des Nationalen Programms Migration und Gesundheit, wurde das SKMR beauftragt, Empfehlungen für die Prävention, Versorgung, Schutz und Intervention im Bereich der weiblichen Genitalverstümmelungen/Genitalbeschneidungen in der Schweiz zu erarbeiten.
Im Rahmen der Studie wurde eine Übersicht über bereits vorhandene Empfehlungen erarbeitet. Anschliessend hat ein umfangreiches und breit angelegtes Konsultationsverfahren stattgefunden, in welchem diese Empfehlungen von ExpertInnen validiert wurden. Die Fachleute, die sich am Konsultationsverfahren beteiligt haben, stammen aus allen Bereichen, die mit der Problematik von FGM/C konfrontiert sind (Gesundheitsbereich, Bildungsbereich, Kinder- und Jugendhilfebereich, Sozialhilfebereich, Integrations-, Migrations- und Asylbereich, Polizei und Justiz). In allen Konsultationsrunden haben zudem Fachpersonen aus jenen Migrationsgemeinschaften, in denen FGM/C praktiziert wird, teilgenommen. Die Erkenntnisse aus den insgesamt 5 Evaluationsrunden bilden die Grundlage für eine Reihe von strategischen Empfehlungen und Empfehlungen für die Umsetzung, die dem BAG und dem BFM nun als Ergebnisse vorgelegt werden.
Mehr als 125 Millionen beschnittene Mädchen und Frauen leben in den 29 Ländern Afrikas und des Nahen Ostens, in denen FGM/C hauptsächlich praktiziert wird. Schätzungsweise 10'000 beschnittene oder davon bedrohte Mädchen und Frauen leben - meist als Folge von Migrations- und Fluchtbewegungen - heute in der Schweiz.
29.04.2014