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Entstehung einer Messstation
Aus technischer und logistischer Sicht lassen sich zwei Kategorien von seismischen Messstationen unterscheiden: permanente (für langfristige Messungen) und temporäre (für kurz- oder mittelfristige Messkampagnen). Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen unterscheiden sich die Details der Installation der Stationstypen.
Das Hauptziel der permanenten Stationen besteht darin, die Seismizität, also die Erdbebenaktivität zu beobachten. Je länger wir messen, desto mehr erfahren wir über das Verhalten des Untergrunds.
Bei Erdbebenmessstationen gelangen zwei Arten von Sensoren zum Einsatz:
- Breitbandseismometer sind in der Lage, sowohl kleinste Erschütterungen von nahen, sehr kleinen Erdbeben mit Magnituden von weniger als 1 festzustellen, als auch regionale und teleseismische (Fern-) Erdbeben aufzuzeichnen. Ab Magnitude 5 lassen sich sogar Beben vom anderen Ende des Globus registrieren.
- Starkbebenseismometer („Akzelerometer“) sind darauf ausgelegt, starke Bodenbewegungen ausgelöst durch nahe, grosse Erdbeben aufzuzeichnen.
Der Schweizerische Erdbebendienst betreibt etwa 45 Breitbandstationen,
die vor allem an abgelegenen, ruhigen Standorten mit geringem
Hintergrundrauschen gelegen sind. Die beinahe 60 Starkbebenseismometer befinden
sich dagegen vorwiegend im städtischen Umfeld, um die durch starke Erdbeben
ausgelösten Erschütterungen in Regionen mit erhöhtem Risiko zu messen. Mehr
dazu erfahren Sie hier.
Die Orte für die Stationen werden nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt. Es ist nicht nur wichtig, eine Station in der Nähe der erwarteten Erdbeben zu platzieren, sondern auch, das Netz der Stationen so aufzubauen, dass die seismisch aktiven Regionen aus allen Richtungen überwacht werden. Erdbeben lassen sich nur dann genau lokalisieren, wenn sie von mehreren Stationen in verschiedenen Entfernungen und Richtungen aufgezeichnet werden.
Beobachten Sie im Kurzfilm, wie der Schweizerische Erdbebendienst im Frühjahr 2014 im Felslabor Mont Terri eine seismische Station installiert hat.
© Schweizerischer Erdbebendienst
Verfolgen Sie in der Bildgalerie den Bau einer permanenten seismischen Station auf der Lauchernalp im Lötschental.
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Temporäre Stationen werden meist dann installiert, wenn Messungen über einen vordefinierten Zeitraum vorgenommen werden sollen. Dieser variiert zwischen einigen Stunden und mehreren Jahren. Typische wissenschaftliche Ziele beim Einsatz temporärer Stationen sind die Erkundung spezieller Strukturen im Erdinneren, eine bestimmte Serie von Erdbeben zu verfolgen, oder andere mit Hilfe von Seismometern erfassbare Ereignisse (auch menschgemachte) zu registrieren.
Genau wie bei einer permanenten Station stehen wissenschaftliche Aspekte bei der Standortsuche im Vordergrund. Allerdings wird weniger Aufwand betrieben, um eine geeignete Stelle zu finden. Erfahrene Personen können manchmal gute Standorte direkt identifizieren. Andernfalls werden einige mögliche Standorte miteinander verglichen, bevor eine Entscheidung gefällt wird. Auch für temporäre Stationen muss in der Regel eine Bewilligung eingeholt werden.
Verfolgen Sie in der Bildgalerie die Entstehung einer temporären seismischen Station in Bhutan.
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In dieser Videoaufnahme sehen Sie, wie ein Betonfundamet im Keller eines Hauses erstellt wird.
© Schweizerischer Erdbebendienst
Dieser kurze Film zeigt die Installation von zwei Solarpanelen, die anschliessend mit den Instrumenten innerhalb des Gebäudes verbunden werden.
© Schweizerischer Erdbebendienst
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