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Mit "Haswell" hofft Intel vor allem auf einen Nachfrageschub im mobilen Bereich.
Intel hat anlässlich der IT-Messe Computex in Taiwan die neuste, mittlerweile vierte Generation seiner "Intel Core"-CPUs lanciert. Die Quad-Core-Versionen sollen vor allem in Desktop-PCs und klassischen Notebooks eingesetzt werden, die Dual-Core-Versionen in Ultrabooks, Tablets und "2 in 1"-Geräten, die Notebook und Tablet kombinieren. Im Tablet-Bereich sollen sie dabei eine leistungsstärkere Alternative zu den Atom-Chips von Intel sein.
Die unter dem Codenamen "Haswell" entwickelte neue CPU-Generation beruht auf einer neuen Mikroarchitektur. Diese soll laut Intel generell mehr Leistung sowie insbesondere eine deutlich höhere Grafikleistung und einen geringeren Stromverbrauch bieten. Dies wirkt sich vor allem im Mobilbereich aus. Laut Intel können Ultrabooks und Tablets mit den neuen CPUs durchschnittlich drei Stunden länger laufen als mit CPUs der "Ivy-Bridge"-Generation. Die verbesserte Grafikleistung soll vor allem Geräten ohne zusätzliche Grafikkarte zu Gute kommen und unter anderem "signifikant" mehr Leistung für grafiklastige Spiele bringen. Dies könnte nicht nur die Nachfrage nach Ultrabooks und anderen Mobilgeräten, sondern auch nach günstigen "All-in-One"-PCs erhöhen.
Bei Ultrabooks, die mit den neuen Core-CPUs ausgerüstet werden, verlangt Intel übrigens von den Herstellern, dass sie auch einen Touch-Screen aufweisen müssen. Das heisst aber nicht, dass diese keine dünnen, leichten Intel-Notebooks ohne Touchscreen mehr herstellen dürfen - sie dürfen sie einfach nicht "Ultrabook" nennen.
Im Laufe der nächsten Monate dürften immer mehr Geräte mit den neuen CPUs ausgerüstet werden. Intel bringt im Quad-Core-Bereich zuerst High-end-Varianten auf den Markt, Varianten für den Mainstream-Bereich sollen etwas später folgen. Bis im Herbst dürften dann die meisten neu verkauften Geräte mit Intel-CPUs auf der neuen Core-Generation basieren.
Den Namen "Haswell" werden Käufer in Produktbeschreibungen aber kaum finden. Die Neuen CPUs werden weiterhin Core i3, i5 oder i7 genannt. Dass es ein Chip der neuen Generation ist, erkennt man daran, dass die Nummer dahinter mit einer 4 statt einer 3 beginnt. "Intel Core i5 4250U" ist also ein Beispiel für einen Chip der neuen Core-Generation, wobei das "U" am Schluss bedeutet, dass er vor allem für Ultrabooks konzipiert ist. Ein "Y" steht für CPUs mit besonders tiefen Stromverbrauch für Tablets, "M" für Mainstream-CPUs für Desktops und Notebooks und "H" für High-end-Prozessoren. (hjm)