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Die Credit Suisse First Boston (CSFB) bestätigt, bei den komplexen Firmen-Konstruktionen des gescheiterten US-Energiehändlers Enron eine Rolle gespielt zu haben.Dieser Inhalt wurde am 01. März 2002 - 14:53 publiziert
"Die Partnerschaften (Enrons mit anderen Firmen) an denen CSFB gearbeitet hat, wurden von Rating-Agenturen, externen Beratern und Wirtschaftsprüfern begutachtet", sagte ein Sprecher der Investmenbank der Credit Suisse Group am Donnerstag.
Komplexe Firmenstrukturen
CSFB reagierte damit auf einen Bericht der "Financial Times", wonach CSFB-Banker eine zentrale Rolle bei der Schaffung der komplexen Firmen-Konstruktionen einnahmen, mit denen Enron Schulden in Milliardenhöhe aus der Bilanz heraus hielt.
Enron war im vergangenen Jahr vom Börsenliebling zum Pleiteunternehmen geworden, nachdem die Unregelmässigkeiten in der Bilanzierung zu einem extremen Vertrauensverlust bei Investoren und Geschäftspartnern geführt hatten.
Unterlagen übergeben
Laut dem Bericht in der "Financial Times" arbeitete CSFB eng mit einer von Enron-Finanzchef Andrew Fastow geführten Gruppe zusammen, die diese Partnerschaften mit anderen Firmen entwickelten. CSFB habe dem im Fall Enron eingesetzten Ausschuss des US-Kongresses Unterlagen über seine Zusammenarbeit mit Enron übergeben.
Das Team für strukturierte Produkte sei mit der Investmentbank Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ) zur CSFB gekommen, die CS im Jahr 2000 übernommen hatte, so die "Financial Times".
Bei den in Frage stehenden Enron-Partnerschaften handelt es sich laut Auskunft der CSFB um Osprey, Marlin und Firefly. Diese gehörten nicht zu den im Bericht von William Powers angeführten Partnerschaften.
Falsche Darstellung
Enron-Vorstandsmitglied Powers hatte einen internen Bericht erstellt, dem zufolge das Enron-Management systematisch versucht habe, die Unternehmenszahlen falsch darzustellen.
Enron zahlte laut "Financial Times" im Jahr 2000 mehr als 250 Mio. Dollar an Kommissionen an Banken. Die CSFB und DLJ sollen zu den sechs Banken gehört haben, die mehr als 20 Mio. Dollar erhielten.
swissinfo und Agenturen
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