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|Wegen Hypothekengeschäften||
08.11.2018 18:28:00

UBS erwartet Klage durch US-Justiz - Aktie legt dennoch zu
Die UBS teilte am Mittwoch mit, sie sei über die geplante Zivilklage informiert worden und erwarte deren Einreichung frühestens am Donnerstag. Diese soll sich auf den Verkauf hypothekenbesicherter Wertpapiere im Vorfeld der Finanzkrise 2008-09 beziehen.
Die Bank erklärte, dass die Vorwürfe nicht durch Fakten oder das Gesetz gestützt würden. Sie werde eine solche Beschwerde "energisch" anfechten, heisst es in der Mitteilung weiter. Das US-Justizministerium gab zunächst keine Stellungnahme ab.
Die UBS geht davon aus, dass das Justizministerium nicht näher bezifferte finanzielle Strafen in Bezug auf Transaktionen mit Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) aus den Jahren 2006 und 2007 anstrebt.
Vergleiche mit einer Reihe von Banken
Im Hypothekenstreit hatte die Credit Suisse für die Beilegung des Falls Ende 2016 tief in die Tasche greifen müssen: Sie musste eine Busse von 2,48 Milliarden Dollar zahlen und 2,8 Milliarden Dollar Entschädigung an die Hypothekarkunden in Form von Schuldenerlassen und Finanzierung von erschwinglichem Wohnraum.
Die Klage gegen die UBS wäre die jüngste Massnahmen wegen mutmasslichen Fehlverhaltens rund um Hypothekenpapiere, die dazu beigetragen haben, die letzte grosse Finanzkrise zu verursachen.
Neben der Credit Suisse einigte sich das US-Justizministerium in ähnlichen Fällen auch mit einer Reihe von anderen Banken auf Vergleiche. Die Royal Bank of Scotland (RBS) etwa zahlt mit 4,9 Milliarden Dollar die höchste Strafe, die je ein Geldhaus für Fehlverhalten während der jüngsten Finanzkrise leisten musste.
UBS mit Milliarden-Rückstellungen
Die US-Regierung hatte dem britischen Geldhaus vorgeworfen, Kunden in die Irre geführt zu haben. Die RBS verkaufte wie viele Konkurrenten damals auch toxische Wertpapiere, die bei Investoren zu hohen Verlusten führten und mit die jüngste Finanzkrise auslösten.
Die UBS hat immer noch milliardenhohe Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in ihren Büchern. Die Rückstellungen "für Rechtsfälle sowie regulatorische und ähnliche Angelegenheiten" lagen Ende September bei 2,31 Milliarden Franken, wie aus dem Geschäftsbericht zum dritten Quartal hervorgeht.
So reagiert die Aktie
Die Aktien der Grossbank UBS tendieren am Donnerstag in einem freundlichen Markt im Handel fester. Nach einer leicht schwächeren Eröffnung drehten sie bald ins Plus. UBS legten 1,29 Prozent auf 14,51 CHF zu.
Das sagen Analysten
Es sei unklar, wann dieser Rechtsfall beendet wird, und auch die Höhe eines möglichen Schadenersatzes oder einer Strafzahlung sei aus heutiger Sicht schwer abzuschätzen, kommentiert die ZKB. Es erscheine jedoch wichtig, dass die Angelegenheit bald zu Ende gebracht wird, damit Klarheit herrscht. Der Rechtfall dürfte sich aber noch in die Länge ziehen.
Der zuständige ZKB-Analyst gibt zu bedenken, dass die UBS nur wenige dieser Wertpapiere selbst in Umlauf gebracht und selbst bedeutende Verluste erlitten habe. "Tatsächlich war die UBS zu jener Zeit stark unter Druck, weil sie selbst die Wertpapiere gekauft hatte."
Auch Vontobel bestätigt, dass die UBS - im Gegensatz zu den meisten Peers - kein bedeutender Herausgeber der sogenannten Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) gewesen sei. Hypothekenkredite in der Höhe von lediglich 1,5 Milliarden seien in der Zeit von 2006 bis 2008 ausgegeben worden und weniger als 50 Prozent dieser Kredite verbrieft.
Die UBS erlitt hohe Verluste auf hypothekenbezogene Anlagen in den USA, als der Immobilienmarkt zusammenbrach, und glaubt allein diese Tatsache widerspreche der Schlussfolgerung eines vorsätzlichen Betrugs.
Vontobel erinnert das Vorgehen bei der UBS an Barclays. Gegen das britische Geldinstitut wurde Ende 2016 eine Klage eingereicht, nachdem eine Einigung gescheitert war. Der zuständige Analyst verweist auf die "Financial Times", die berichtet habe, dass das DOJ eine Summe in Richtung 5 Milliarden US-Dollar gefordert habe. Am Ende einigte sich Barclays für 2 Milliarden. Auch weitere Banken hätten sich 2018 für geringere Summen als zuvor erwartet geeinigt, so der Experte.
Zürich/Washington (awp/sda)
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Passende Defender Vontis
|Basiswert||Valor||Risikopuffer||Maximale Rendite p.a.|
|UBS Group AG||44191408||30.39 %||5.14 %|
|UBS Group AG||42767712||15.31 %||14.43 %|
|UBS Group AG||37738788||19.84 %||12.68 %|
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