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Die Bank BSI hat im vergangenen Jahr nur noch rund halb soviel verdient wie im Vorjahr. Der Gewinn sank von 103,2 Millionen auf 57,1 Millionen Franken. Positiv entwickelten sich dagegen die Kundengelder: Der Gruppe wurde Neugeld in Höhe von 5,5 Milliarden Franken anvertraut, wie sie am Montag bekannt gab. Im Zuge der italienischen Steueramnestie waren bis Ende April 2010 1,7 Milliarden Franken von den Konten der BSI abgezogen worden.
Ende 2010 verwaltete die Bank 76,2 Milliarden Franken (-2,4 Prozent). Den Rückgang begründete die BSI mit der Abwertung von Dollar und Euro gegenüber dem Franken: In Euro gerechnet stiegen die verwalteten Vermögen um 16,6 Prozent.
Der Ertrag verringerte sich um 5,8 Prozent auf 884,9 Millionen Franken. Im Zinsgeschäft schrumpfte der Ertrag um 16,6 Prozent. Im wichtigsten Geschäftsfeld, dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, verringerte sich der Ertrag um 3,3 Prozent. Ebenfalls um 3,3 Prozent sank der Handelserfolg.
Obwohl die Gruppe den Geschäftsaufwand des BSI-Stammhauses um 12,4 Prozent drücken konnte, reduzierte sich der Bruttogewinn im Vergleich zum Vorjahr von 273,2 Millionen auf 203,8 Millionen Franken. Die Bank führt dies auf die starke internationale Expansion zurück: Allein in Asien stellte die Bank in den letzten 18 Monaten 230 neue Mitarbeiter ein. Die Niederlassung in Singapur beschäftigt heute nach der Zentrale in Lugano am meisten Personen.
Die BSI wird seit 1998 vom italienischen Versicherungskonzern Generali kontrolliert und verfügt über Niederlassungen in der Schweiz, im übrigen Europa, Lateinamerika, im Nahen Osten und in Asien.
(cms/laf/sda)