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Das Museum fördert regelmässig Projekte zum Schutz, zur Erhaltung und zur Aufwertung des kulturellen Erbes in vielen Teilen unseres Territoriums. Der gemeinsame Nenner der verschiedenen Initiativen, die in dieser dreissigjährigen Tätigkeit durchgeführt wurden, ist der Wunsch, die Erinnerung an diejenigen wach zu erhalten, die auf diesem Land vor uns gelebt haben und uns bemerkenswerte Spuren ihrer Arbeit und ihres Lebens hinterlassen haben.
Die geplanten Massnahmen, sei es für die Wiederherstellung, den Unterhalt oder die Aufwertung, sind mit beträchtlichem Einsatz verbunden, welcher auf eine breite Unterstützung und die Zusammenarbeit verschiedener Akteure zählen können muss.
Im Folgenden werden einige Projekte vorgestellt, die in den letzten Jahren realisiert wurden.
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2016-17 – Mühlenpark von Borgnone – Lionza
Dank dem Vorhandensein von drei Steinblöcken vor Ort, welche die tragende Basis eines antiken Hammers für die Eisenbearbeitung bildeten, war es möglich, einzelne Holzelemente teilweise zu rekonstruieren, die die Funktionsweise der einstigen Manufaktur verständlich machen.
Die Aufräumarbeiten der Vegetation und der Sedimente hat es auch ermöglicht, verschiedene andere Manufakturen in diesem antiken Handwerkergebiet zu schützen und aufzuwerten, sodass sie für Besucher sicht- und begreifbarer geworden sind.
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2016-17 Fresko von G.A. Vanoni – Dorfkern von Intragna
Das 1849 vom berühmten Maler Giovanni Antonio Vanoni aus dem Maggiatal geschaffene Fresko mit der Darstellung der Verkündigung wurde sorgfältig restauriert.
Zusätzlich wurden eine neue Beleuchtung und zwei Informationstafeln installiert.
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2018-19 – Kapelle - Intragna
Die Madonna von Re mit dem Kind darstellend, befindet sich die Kapelle nur wenige Schritte von der Kantonalstrasse des Centovalli entfernt auf dem Weg, der von Intragna zur Ponte Romano hinunterführt. Wenn auch das genaue Datum ihrer Konstruktion nicht bekannt ist, so weiss man doch, dass die Freskos dieser Kapelle auch von Giovanni Antonio Vanoni gemalt wurden.
Der schlechte Zustand des Daches erforderte eine komplette Renovierung unter Berücksichtigung der ursprünglichen Materialien und Bautechniken. Die Restaurierung des Freskos hat es ermöglicht, den Verputz mit den gereinigten Bildfilmen zu verdichten und bei dieser Gelegenheit die falschen und schlecht gelungenen Eingriffe zu entfernen.
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2019-20 – Kapelle aus dem 18. Jahrhundert - Intragna
Die kleine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert, die sich im Bereich des Piazzo auf der Rückseite der reizvollen romanischen Brücke über den Riale dei Mulini in Intragna befindet, musste dringend restauriert werden, um zu verhindern, dass weitere Teile des Verputzes und der Gemälde verloren gingen.
Die Fresken, deren Autor unbekannt ist, zeigen im Mittelteil die gekrönte Madonna von Einsiedeln mit dem Kind. An den Seitenwänden leisten ihr San Gottardo, Schutzpatron von Intragna und San Carlo Gesellschaft.
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2020 - Kleine Kapelle auf der Ponte Romano - Intragna
Die kleine Kapelle, die in die Brüstungsmauer eingefügt ist, trägt zur Aufwertung der majestätischen Römischen Brücke bei, die seit 1578 den Fluss Melezza beherrscht und die Verbindung zwischen den beiden Seiten des Tals ermöglicht. Es ist nicht bekannt, ob der Bau der Kapelle zeitgleich mit dem Bau der Brücke erfolgte, man weiss jedoch, dass das Originalfresko verloren gegangen ist. In den Jahren 1959/60 wurde auf Initiative einiger Einheimischer ein neues Gemälde des Locarneser Malers Pietro Mazzoni (1879-1967) in die Nische platziert. Die Restaurierungsarbeiten konzentrierten sich auf die Festigung und die Haftung des stützenden Putzes, das Auffüllen einiger erster Risse und die Fixierung des Bildfilms.
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2021 – Kapelle Maggini, Waschtrog und Brunnen - Calezzo
Längs der Strasse im Ortsteil Calezzo gelegen, wurde die Kapelle 1846 im Auftrage eines gewissen Giacomo Maggini erbaut. Die Fresken sind Werke von G.A. Vanoni (bekannter Maler aus dem Valle Maggia, dessen Mutter aus Intragna stammt) und in der Nische ist die Madonna von Montenero dargestellt, zum Andenken an die jahrhundertelange Emigration unserer Vorfahren in die Stadt Livorno. Dank dem Reichtum der Malereien (ausser den Heiligen Filomena, Giacomo, Caterina di Alessandria und Francesco d’Assisi, sind auch Mose mit der Gesetzestafel, das Opfer von Abraham und der Tod, dargestellt durch das Skelett mit der Sense und der Sanduhr) ist sie unzweifelhaft eine der künstlerisch wertvollsten Kapellen der Region.
Gleichzeitig mit der Restaurierung der Kapelle wurde auch der angrenzende Waschtrog aufgewertet, der in prekärem Zustand war. Das Ziegeldach wurde durch eine neue Holzkonstruktion und Abdeckung in Stein ersetzt. Um den Trog herum wurde der Boden mit Steinplatten ausgelegt, das Eisengeländer entfernt und Prellsteine wurden aufgestellt. Das Projekt wurde schliesslich mit der Wiederinstandsetzung des Brunnens abgeschlossen, in den das fliessende Wasser (trinkbar) zurückgekehrt ist.
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2021 – Kapelle mit Portikus – Zone Sassello
Die Kapelle befindet sich in der Gegend von Sassello (unterhalb der Berge “Cadalom”) auf dem Weg, der von Rasa zur Brücke über die Melezza hinunterführt. Von dort aus kann man nach Corcapolo hinaufsteigen oder der rechten Talseite folgen und über die Ponte Romano nach Intragna gelangen.
Die Kapelle, deren Erbauer unbekannt ist, stammt wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Im Innern der Nische sind die gekrönte Madonna des Rosenkranzes und das auf einem Kissen sitzende Jesuskind dargestellt. Die Seitenwände sind mit farbigen Spiegeln geschmückt und mit Gewinden umrahmt. Das Gewölbe ist mit goldenen Sternen auf blauem Hintergrund und Gewinden geschmückt. Die Kapelle benötigte dringende Arbeiten an der Dachkonstruktion, aus der Wasser sickerte, sowie die Restaurierung der Fresken in der Nische, die durch Schimmel und Nachlässigkeit zerstört waren.
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2022 – Kapelle G.A. Pelanda – Pila
Die kleine Kapelle befindet sich nur wenige Schritte von der kleinen Brücke entfernt, die den Rii di Mulitt in Pila überquert. Sie wurde 1871 auf Veranlassung eines gewissen Giovanni Antonio Pelanda erbaut und von dem bekannten Maler G. A. Vanoni aus Vallemaggia gemalt. In der Nische wird eine Madonna mit Kind dargestellt, die die Hölle mit den Verdammten überblickt.
An einem bezaubernden Ort gelegen, bedurfte es einer sorgfältigen Restaurierung, um einen unwiederbringlichen Verfall der Bilder zu verhindern. Die Arbeiten umfassten die Reparatur des Daches und der Rückwand sowie die Reinigung und konservative Restaurierung der Fresken.
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2022 - Kapelle Bartolomeo Maggini - Calezzo
Die Bartolomeo Maggini gewidmete Kapelle befindet sich auf dem Weg von Intragna nach Calezzo, gleich hinter der zweiten Kurve der Landstraße. Die Kapelle ist das Werk eines unbekannten Malers aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und widerspiegelt die Regeln der Volksmalerei. In der Nische ist die Kreuzigung dargestellt und Maria, die auf die Hölle mit den läuternden Seelen blickt. Ausserdem sind der Ewige Vater (auf dem Gewölbe), St. Bartolomeo, St. Anna (?), St. Gotthard und St. Antonius von Padua anwesend.
Obwohl der tragende Putz insgesamt noch gut war, waren einige Arbeiten dringend erforderlich. Vor allem das Steindach, dessen First sich geöffnet hatte und durch das nun Wasser eindrang, musste repariert werden. Auch die bemalten Flächen waren ziemlich schmutzig, staubig und mit Schimmel bedeckt. Auf einem grossen Teil war ein deutliches Verblassen der Farbe festzustellen, was mit der Zeit zu einem vollständigen Verlust der Erkennbarkeit der Malerei.
Wie immer wurden alle Maßnahmen unter Berücksichtigung traditioneller Materialien und Bautechniken durchgeführt.
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2022 - Legato-Sale - Intragna
Das wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert stammende Gebäude diente viele Jahre lang als "Legato sale" für die lokale Gemeinschaft. Seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr genutzt, befand es sich in einem Zustand des Verfalls.
Die Restaurierung musste daher vollständig sein: von der Neueindeckung des Daches mit typischen Materialien über die Renovierung der Wände mit mit Kalkverputz und farbe bis hin zur Wiederherstellung des ursprünglichen Steinbodens usw.
Seit dem Sommer 2022 hat das Gebäude somit eine neue Funktion gefunden. Als Casa delle Centovalli e delle Terre di Pedemonte dient es als Schaufenster für die Tourismuswerbung der Region und als Aussenstelle des Museums. Es ist frei zugänglich.
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2023 - Fallola-De Rossa-Kapelle - Tegna
Die von einer gewissen Caterina Fallola-De Rossa in Auftrag gegebene Kapelle wurde 1871 erbaut und von dem Maler G. A. Vanoni mit Fresken versehen, was zu ihrem hohen kunsthistorischen Wert beiträgt. Die Nische zeigt die Madonna von Re mit dem Kind, während an den Seiten die Märtyrer Santa Lucia und Santa Saturninus (zu Ehren von Katharinas gleichnamigem Ehemann?) zu sehen sind.
Während die steinerne Struktur und das Dach noch gut erhalten waren, mussten die Fresken dringend konserviert werden, um den Verfall der Malereien aufzuhalten, der auch durch die nur wenige Schritte entfernte Kantonsstraße begünstigt wurde. Die Kapelle befindet sich an einem gut sichtbaren, aber eher anonymen Ort und stellt eines der besten Beispiele für Vanonis Kreativität dar.
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Neue Restaurierungsprojekte
Mit mehr als 100 Kapellen und zahlreichen anderen materiellen Zeugnissen der früheren ländlichen Zivilisation, die hier und da in unserem Bezirk verstreut sind, gibt es keinen Mangel an Arbeit zur Erhaltung und Aufwertung des kulturellen Erbes. Mit dem Fortschreiten der Arbeiten werden die Prioritäten für künftige Maßnahmen von Zeit zu Zeit neu festgelegt. Auf diesen Seiten werden regelmäßig neue Projekte vorgestellt.
Da das Museum nicht über ein Budget für diese Maßnahmen verfügt, ist jeder Beitrag zur Unterstützung von Restaurierungsprojekten sehr willkommen und wird geschätzt. Finanzielle Beiträge können auf das Konto Nr. geleistet werden. <iban-pii> mit dem Vermerk "Pro Restaurierung". Vielen Dank im Voraus!