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Restaurant in Spanien wird zum Schauplatz des Neubeginns
Die Universität beherbergt normalerweise jedes Jahr mehr als 300 chinesische Austauschstudenten, aber aufgrund von Covid-19 hatten Walker und Becca Welch in diesem Jahr bisher nur wenig Gelegenheit, sie zu treffen.
Während das Missionarsehepaar spazieren ging, fiel ihnen ein kleines chinesisches Restaurant auf. An den Fenstern klebten Fotos der Speisekarte, und auf dem Schild vor dem Lokal stand «Momma's Kitchen» – ein passender Name für ein Lokal, das versucht, heimwehkranke Austauschstudenten anzulocken.
Im leeren Restaurant
Die Welchs traten ein und hofften, dort Studenten zu treffen. Stattdessen stiessen sie auf die beiden Besitzer, ein Mann und eine Frau. Der Mann zeigte ihnen eine Speisekarte, in der Hoffnung, dass sie etwas bestellen würden. Während Zhao (Name geändert) an einem Tisch in der Nähe des Eingangs sass. Sie starrte auf ihr Telefon und würdigte die neuen Kunden kaum eines Blickes.
Nachdem der Mann gegangen war, um das Essen vorzubereiten, sah sich Becca in dem kleinen Geschäft um: Chinesische Dekorationen bedeckten die Wände, traditionelle Sossen und Essstäbchen schmückten die Tische. Eine L-förmige Bar stand in der Nähe der Vorderseite zusammen mit der Küche, in welcher der Mann ihr Essen zubereitete. Zahlreiche Tische und Stühle erstreckten sich vom Eingang bis in den hinteren Bereich, aber die Welchs entdeckten keine anderen Kunden. Das verwirrte sie jedoch nicht, da die Spanier normalerweise viel später am Tag zu Mittag essen.
Die einzigen Kunden
Nachdem sie ihre Bestellung aufgegeben hatten, kam der Mann mit dampfendem Essen in To-Go-Boxen zurück und verwickelte sie in ein freundliches Gespräch.
Als Walker und Becca fragten, wie die Geschäfte liefen, da keine chinesischen Studenten in der Nähe waren, sagte der Mann, dass Momma's Kitchen zwar erst seit weniger als einem Jahr geöffnet war, das Restaurant aber am folgenden Sonntag wegen mangelnder Kundschaft für immer geschlossen werden sollte. In der Tat waren die Welchs die einzigen Kunden in dieser Woche – und es war bereits Dienstag.
Die Missionare erkannten die Gelegenheit, über ihren Glauben zu sprechen. Sie zogen ihre letzte chinesische Bibel heraus und boten sie dem Mann an. Als sie das Buch sah, wurde Zhao aufmerksam. Sie stand auf und fragte: «Kann ich mit euch in die Kirche gehen?»
Zu Jesus gefunden
Ihre plötzliche Begeisterung überraschte das Ehepaar. So eine positive Reaktion auf das Evangelium hatten sie in Spanien noch nie erlebt.
«Natürlich!», antworteten sie ihr. Als die vier sich zu unterhalten begannen, stellten Walker und Becca Fragen und erzählten ausführlicher vom Evangelium; das Gesicht von Zhao hellte sich im Laufe des Gesprächs immer mehr auf.
Die Welchs erfuhren, dass Zhao von den Zeugen Jehovas und anderen religiösen Gruppierungen besucht worden waren, aber keine von ihnen hatte sie überzeugen können. Als sie jedoch nun das wahre Evangelium hörten, wollte sie ihr Leben Christus weihen. Seitdem ist Becca in Kontakt mit ihr geblieben.
Eine Geschichte die zeigt, dass immer wieder Menschen in den verschiedensten Ländern offen für den Glauben sind und mitten aus dem Alltag heraus bereit sind, Jesus Christus in ihr Leben aufzunehmen.
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Datum: 16.07.2021
Autor: Jasmine Greenbay / Daniel Gerber
Quelle: Baptist Press / Übersetzung: Livenet