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In der städtischen Topographie von Locarno kann man die ursprüngliche «Altstadt» (historisches Zentrum), das Neue Viertel (Richtung See) und den Bezirk Campagna (Richtung Solduno) erkennen. Der Pioda-Palast steht in diesem letzten Abschnitt: Einem ursprünglich landwirtschaftlichem Gebiet, das heute für Wohn-, Handels-, Dienstleistungs- und Produktionstätigkeiten genutzt wird. Es handelt sich also um einen gemischten Stadtteil. Dass hier das bauliche Potenzial sehr hoch ist, beweist der Wunsch, dem Viertel eine neue Urbanität zu verleihen.
Grenzabstände und Baugesetze bestimmen das Volumen des Gebäudes. Der Palast, der sich über sechs Stockwerke erstreckt und eine Wohnung pro Stockwerk beherbergt, ist ein hybrides Gebäude. Einerseits bezeugt es seine Würde und städtebauliche Integrität, indem es die tragende Struktur nach aussen kehrt und somit die Fassade massgebend bestimmt, andererseits wird durch die vorgefertigten Fassadenelemente aus Lochblech, der halbindustrielle und handwerkliche Charakter des Ortes nicht verleugnet. Die Architektur des Palazzo Pioda reagiert auf die Dynamik des Ortes, indem sie an die Integrität eines modernistisch-expressiven Ausdrucks und an die Tendenza-Meister aus Locarno erinnert.
Beteiligte Firmen
Architekt/Planer Inches Geleta Architetti Sagl Via della Pace 1b 6600 Locarno 076 615 49 00