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Magenbypass und Magenband im Langzeitvergleich
Die beiden häufigsten Methoden in der Adipositaschirurgie sind das Magenband und der Roux-en-Y-Magenbypass, beide laparoskopisch durchgeführt. Beim Magenband ist der Eingriff weniger invasiv und reversibel, was beim Magenbypass nicht der Fall ist. Welche Methode auf lange Sicht den grösseren Nutzen hat, untersuchte eine Studie im JAMA Surgery.
Die Analyse beruht auf den Daten von 7457 adipösen Patienten, die zwischen 2005 und 2009 entweder einen Magenbypass oder ein Magenband erhalten hatten. Die Nachbeobachtungszeit betrug bis zu 6 Jahre und median 2,3 Jahre.
Die BMI-Reduktion war in der Gruppe mit Magenbypass signifikant stärker als in der Gruppe mit Magenband (14.8 Punkte vs. 8 Punkte, p<0.001). Dafür kam es beim Magenbypass mehr als doppelt so häufig zu postoperativen Komplikationen in den ersten 30 Tagen (Hazard Ratio: 0.46). Ebenso war das Risiko für eine notwendige Rehospitalisation beim Magenbypass höher (HR=0.73). Dagegen mussten sich signifikant mehr Patienten mit Magenband einem erneuten Eingriff unterziehen (HR=3.31, p<0.001).
Konklusion der Autoren: In dieser grossen bariatrischen Kohorte war der Magenbypass auf längere Sicht im Vergleich zum Magenband die bessere Wahl: stärkere BMI-Reduktion und geringeres Risiko für erneute Eingriffe. Auf kurzer Sicht jedoch war das Risiko für postoperative Komplikationen grösser was langfristig auch zu mehr Hospitalisationen führte.
Link zur Studie
JAMA Surg. 2014, Online Publikation am 29. Oktober - Arterburn D et al.
06.11.2014 - gem