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für ihre strategische Planung müsse Energiepolitik und Wirtschaft die zukünftige Entwicklung der Gestehungskosten abschätzen können. Das Paul Scherrer Institut (PSI) hat dazu im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) auf der Basis von Lebenszyklusanalysen Prognosen erstellt. Die Grafik bildet die Gestehungskosten von Stromproduktionsanlagen für Neuanlagen im Jahr 2019 und im Jahr 2035 ab. Die Veränderungen sind nicht massiv. Es ist davon auszugehen, dass Photovoltaik und Windkraft etwas weiter im Preis sinken. Die Kosten für neue Kernenergieanlagen liegen im Bereich der Kosten für Photovoltaik.
Die o.g. Daten für die Kernenergie beziehen sich auf Anlagen der Art eines Europäischen Druckwasserreaktors der Generation 3+ (EPR). Es wird von durchschnittlichen Investitionskosten, Zinsraten, Laufzeiten und Lastfaktor ausgegangen. Die tiefsten Werte beziehen sich auf asiatische Versionen des EPR, wie sie mittlerweile quasi in Serie und zu vergleichsweise tiefen Baukosten in wenigen Jahren gebaut werden. Die mittlere Bandbreite bezieht sich auf schlüsselfertige EPR, wie sie in Europa und USA möglich sind, wenn sich Lizenzierung und Bau eingespielt haben und setzen hohe Vollastzahlen sowie tiefe Zinsraten voraus (7-9 Rp./kWh). Entsprechend würden sehr lange Lizenzierungs- und Bauzeiten die Kosten erhöhen. Die höchsten Werte reflektieren u.a. auch Finanzierungsmodelle mit staatlich garantierten Abnahmepreisen (Bsp. Hinkley Point, UK).
- Wie vergleichen sich die Stromgestehungskosten von Kernenergie mit anderen Technologien?
- Wie haben sich die Gestehungskosten über die Zeit entwickelt?
- Wie entwickeln sich die Gestehungskosten in der Zukunft?