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Brauner Splintholzkäfer
Der längliche und schlanke braune Splintholzkäfer wird durchschnittlich 4-5 mm lang, er kann aber auch kleiner (2,5 mm) oder erheblich grösser (bis 7 mm) werden. Die Färbung des Käfers ist rot-braun, kleinere Exemplare können auch hellbraun sein. Auf den Flügeldecken sind in der Längsrichtung angeordnete Punktereihen zu sehen.
Die vom braunen Splintholzkäfer bevorzugten grossporigen Hölzer (Abachi, Limba, Okoumé) weisen auf die ursprüngliche Herkunftsregion des Schädlings hin. Aus tropischen Gegenden wurde der Käfer bei uns eingeschleppt und befällt hier auch die einheimischen Laubhölzer wie Eiche, Esche, Ulme, Nussbau und Kastanie. Als Schädling tritt er vor allem auch an kultur- und kunsthistorischen Objekten auf, er befällt aber auch neue Museumsobjekte und Einrichtungen wie Vitrinen oder Bilderrahmen. Infolge der zunehmenden Verwendung von Importhölzern in der holzverarbeitenden Industrie und im Gewerbe nimmt die wirtschaftliche Bedeutung des Schädlings stetig zu.
Wachstum und Ausbreitung
Das Weibchen legt die etwa 0,1 x 1,2 mm grossen Eier mit Vorliebe in die Poren von stärkehaltigen Laubhölzern. Fehlen solche Poren versucht der Käfer selbst geeignete Stellen anzunagen oder legt die Eier auch in feine Risse und Spalten. Einzeln oder in Gehegen von bis zu fünf Eiern werden gesamthaft etwa 75 Eier gelegt. Die engerlingsähnlichen Larven schlüpfen nach etwa acht bis zehn Tagen und entwickeln sich im befallenen Holz bis zur Verpuppung zwischen drei und 18 Monaten. Unter ungünstigen Bedingungen dauert die Larvenentwicklung bis zu zwei Jahren. Der Käfer verlässt das Holz durch die kreisrunden Ausfluglöcher.
Bekämpfung
Das richtige Vorgehen kann für eine erfolgreiche Bekämpfung von Holzschädlingen entscheidend sein.
Tipps des Fachmanns:
- Zeichen erkennen. Hier besteht vor allem die Schwierigkeit, frisches Bohrmehl von alten Spuren zu unterscheiden.
- Im Zweifelsfall eine diplomierte Holzschutzfirma aufbieten (aus dem Lignum-Verzeichnis der Holzschutzspezialisten), die Berufserfahrung ausweisen kann oder bei Ihrem Holzbauer fragen.
- Nach Begutachtung des Experten stellt dieser fest, ob eine Behandlung notwendig ist oder nicht.
- Wenn ja, erläutert der Experte die Behandlungsart und erstellt eine Offerte aufgrund verschiedener Faktoren (Art der Schädlinge, partielle Behandlung oder ganzer Dachstock zum Beispiel).
- Die Bekämpfung kann auf chemischer (flüssige Holzschutzmittel, giftige Gase) oder physikalischer Basis (Heissluft, Mikrowellen) erfolgen.
- Nach erfolgter Bekämpfung mit Lignum- und Empa-geprüften Produkten ist eine schriftliche Garantie zu verlangen (auf Holzschutzarbeiten besteht eine festgelegte Garantie von 10 Jahren).
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