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Bei der Grundausbildung von Piloten könnten schon in wenigen Jahren leise und klimafreundliche Elektroflugzeuge zum Einsatz kommen. In Frankreich wurde am Freitag eine unter anderem vom Airbus-Konzern entwickelte Propellermaschine vorgestellt, die ihre Energie ausschliesslich aus Batterien bezieht.
Der knapp sieben Meter lange Zweisitzer soll von 2017 an in einem neuen Werk am Flughafen der südfranzösischen Stadt Bordeaux gebaut und unter anderem zum Training oder Kunstflug genutzt werden können. Eine Maschine mit vier Plätzen ist in Planung.
Seinen Jungfernflug hatte das bis zu 220 km/h schnelle Elektroflugzeug nach Angaben von Airbus bereits am 11. März. In Deutschland soll die Maschine mit dem Namen «E-Fan» im Mai bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin präsentiert werden.
Zudem will der europäische Luftfahrtkonzern kleinere Regionalflugzeuge mit Hybridantrieb entwickeln. Ziel sei eine Maschine mit 70 bis 90 Sitzen, die «voll elektrisch» starte und lande, sagte Technikchef Jean Botti.
«Das wird uns jetzt die nächsten 15 bis 20 Jahre beschäftigen.» Es gehe nicht darum, grössere Flugzeuge elektrisch anzutreiben oder zu ersetzen.
Airbus habe heute Maschinen mit «150 Sitzen plus» im Angebot. Künftig könne man mit kleineren Hybridversionen, also Flugzeugen mit einer Kombination aus konventionellem und elektrischem Antrieb, einen neuen Markt erschliessen.
«Wir wollen überhaupt keine Schadstoffemissionen mehr haben und überhaupt keinen Lärmpegel mehr», sagte Botti.
Im Moment fliege die «E-Fan» genannte Maschine 35 Minuten im Batteriebetrieb, Ziel sei eine Stunde. Danach soll eine Version mit drei Stunden Flugzeit entwickelt werden. Ein Problem seien die schweren Lithium-Polymer-Akkus.
«Das bereitet uns Kopfschmerzen», räumte Botti ein. Airbus schaue sich Elektroautos an, «um von ihnen etwas zu lernen». Botti rechnet damit, dass die Produktion Ende 2017 laufen wird. Einen Prototypen für den Hybrid-Regionalflieger wünsche er sich für 2030.
Gebaut werden sollen die neuen Flugzeuge in Bordeaux von einer Tochter namens VoltAir, die Airbus vor der Sommerpause gründen will. Wie hoch die Investitionen für die Elektro- und Hybridmaschinen sind, liess der Technikchef offen. Das Projekt werde unter anderem von der französischen Regierung unterstützt. Mehrere Partner sollen mitarbeiten. (sda/reu)