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26.03.2015 | Schadensfälle
Viele Gentech-Pflanzen sind gegen Glyphosat resistent. Bild: Clipdealer
Das Krebsforschungszentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Wirkstoff Glyphosat nach eigenen Untersuchungen als „wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen" eingestuft. Unter diese Kategorie fallen Substanzen, die in Tierversuchen Krebs auslösen und für die es „begrenzte“ Hinweise für eine Krebsauslösung beim Menschen gibt. Diese Einstufung von Glyphosat ist brisant. Das Unkrautvernichtungsmittel wurde 1973 von der US-Firma Monsanto als Breitbandherbizid unter dem Namen „RoundUp“ eingeführt und ist weit verbreitet. Seit dem Ablauf des Patentschutzes gibt es zahlreiche weitere Produkte mit demselben Wirkstoff. Die WHO schätzt, dass heute 750 verschiedene Produkte in Landwirtschaft, Forstwirtschaft, aber auch im städtischen Raum und in Privatwohnungen zum Einsatz kommen. Viele gentechnisch manipulierte Pflanzen sind gegen Glyphosat resistent. Damit ist der Einsatz des Herbizides in den Ländern, die auf Gentech-Pflanzen setzen, massiv angestiegen. Die Konsumentinnen und Konsumenten sind in der Nähe der besprühten Felder und auch über Nahrungsmittel exponiert.
- Externer Link: Glyphosate ‘Probably Carcinogenic to Humans’ Latest WHO Assessment, ISIS Report
- Externer Link: Fakten zu Roundup und Glyphosat, Informationsdienst Gentechnik