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Die verschwiegene Schweizer Handelsgruppe Ameropa könnte von russischen Strafermittlungen tangiert werden. Die auf Wirtschaftskriminalität und Korruption spezialisierte russische Einheit namens «Untersuchungskomitee des Ministeriums des Innern der Russischen Föderation» hat ein Verfahren eröffnet wegen des Verdachts auf Betrug.
Das Verfahren richtet sich gegen die russische Gesellschaft TogliattiAzot. Doch darin taucht auch der Name einer Schweizer Tochtergesellschaft von Ameropa auf. Konkret soll TogliattiAzot (ToAz) den Rohstoff Amoniak unter Marktwert an eine Ameropa-Tochter in die Schweiz verkauft haben. Von hier aus sei der Düngemittelrohstoff zu Weltmarktpreisen weiterverkauft worden. Durch dieses Vorgehen sei der russische Staat um Steuereinnahmen betrogen worden.
Versuch einer feindlichen Übernahme?
Der Anzeigeerstatter, ein Minderheitsaktionär von ToAz, beklagt entgangene Einnahmen von über einer halben Milliarde Franken. Ameropa weist die Anschuldigungen zurück. Ein Sprecher vermutet, dass die Strafanzeige, die der «Handelszeitung» vorliegt, im Zusammenhang steht mit dem Versuch einer feindlichen Übernahme der ToAz. Ameropa beschäftigt weltweit rund 4900 Mitarbeiter auf allen fünf Kontinenten. Das Familienunternehmen hat seinen Hauptsitz in Binningen/BL.
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