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Auch wenn Australien «aus guten Gründen» das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet habe, investiere das Land dennoch seit Jahren grosse Summen in emissionsarme und erneuerbare Energien. Seit 1990 sei trotz eines Wirtschaftwachstums von 47% der CO2-Ausstoss Australiens um nur 1,3% angestiegen. «Wäre es nicht an der Zeit», fragte Nelson, «zusätzlich zu diesen Anstrengungen mit Blick auf die längerfristige Zukunft die Kernenergie als naheliegendste Energiequelle ebenfalls in Betracht zu ziehen»? Immerhin befänden sich erhebliche Uranreserven in der Mine Olympic Dam im Bundesstaat Südaustralien, der damit gute Exportgeschäfte mache.
In Australien wurden bisher keine Kernkraftwerke gebaut. Nelson betonte, dass die Regierung gegenwärtig diesbezüglich keinerlei Pläne habe. Er wies aber darauf hin, dass Kernkraftwerke in Australien in Zukunft nicht nur klimaschonend Strom produzieren, sondern auch in grossem Stil zur Wasserentsalzung eingesetzt werden könnten.
Quelle
M.S. nach Redetext Brendan Nelson, 18. April 2005