Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03615.jsonl.gz/2199

Nino Schurter gewinnt auch das zweite Cross-Country-Weltcuprennen der Saison. Der Olympiasieger setzt sich in Albstadt 26 Sekunden vor dem verblüffenden Niederländer Mathieu van der Poel durch.
Für Schurter ist es der 22. Weltcupsieg. Schon vor einer Woche beim Weltcup-Auftakt in Nove Mesto hat der Bündner die Konkurrenz scheinbar nach Belieben dominiert und mit dem gleichen Polster vor dem Spanier David Valero gewonnen.
Diesmal vermochte ihm der starke Allrounder Van der Poel am besten zu folgen. Der 22-jährige ehemalige Quer-Spezialist, Sohn des ehemaligen Strassenfahrers Adrie van der Poel und Enkel der französischen Radlegende Raymond Poulidor, hatte vor drei Tagen noch auf der Strasse mit einem Tagessieg an der Belgien-Rundfahrt brilliert. In Nove Mesto hatte Van der Poel sein Mountainbike-Potenzial mit Platz 8 bereits angedeutet.
Dritter wurde mit dem Neuseeländer Anton Cooper (22) ein weiterer Youngster. Altmeister Julien Absalon musste sich mit Platz 7 begnügen. Der Tscheche Jaroslav Kulhavy, Schurters vermeintlich härtester Gegner im Kampf um den Gesamtsieg im Weltcup, konnte schon zu Beginn nicht mithalten und gab früh auf. Zweitbester Schweizer war Florian Vogel als Achter.
Bitter verlief das Rennen für Mathias Flückiger. Der formstarke Berner befand sich mit Schurter und Van der Poel auf Podestkurs, ehe er auf der vierten von sieben Runden heftig stürzte und aus der Entscheidung fiel. Glücklicherweise konnte er das Rennen trotz eines spektakulären Abflugs vorübergehend fortsetzen. Schliesslich musste er aber doch vorzeitig vom Sattel steigen.
Neff zurück auf dem Podest
Jolanda Neff meldete sich in Albstadt auf dem Podest zurück. Die St. Gallerin wurde im Rennen der Frauen Dritte hinter Jana Belomoina und Maja Wloszczowska. Linda Indergand als Vierte und Alessandra Keller als Sechste sorgten für ein starkes Schweizer Teamergebnis.
Belomoina, Wloszczowska, Neff und auch die folgenden Fahrerinnen profitierten von einem Sturz der Weltmeisterin Annika Langvad. Die Dänin schien das Rennen zunächst zu kontrollieren, stürzte aber vor Rennhälfte in einer Abfahrt und fiel zurück. In der Folge fand sie den Tritt nicht mehr. Nach einem weiteren Zwischenfall verpasste sie die Top 10.
Neff dagegen, vor einer Woche beim Auftakt in Nove Mesto enttäuschende 18., steigerte sich mit zunehmender Renndauer und machte insbesondere in den anspruchsvollen Abfahrten Boden gut. Die besten Beine hatte indes Belomoina, die für den ersten Sieg einer Ukrainerin sorgte.
SDA-ATS