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Eine frisch gebackene Brezel im Sortiment einer Bäckerei, wer könnte da widerstehen? Doch woher kommen die Brezeln eigentlich?
1595 wurde die erste Brezel im Bild „der Kampf zwischen Karneval und Fasten“ gemalt. Dort kann man auf die rechte Seite Frau Fasten mit vielen betenden und büssenden Leuten sehen und auf der linken Seite wird der Karneval mit seiner ganzen Pracht dargestellt. Die Brezeln liegen zu Füssen von Frau Fasten.
Die Fastenzeit ist in der katholischen Kirche eine 40-tägige Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest. Diese Zeit ist geprägt von äusserer und innerer Busse, mit dem Ziel, das Herz zu erneuern für die kommende Feier der Auferstehung Christi.
Der Karneval kommt aus dem Lateinischen carne levare, das Fleisch wegnehmen, und bezeichnet die Zeit vor dem Aschermittwoch, bevor die Askese der Fastenzeit beginnt.
Genau in diesem geschichtlichen Kontext dürfte die Brezel als typische Fastenspeise entstanden sein.
Aber warum wird überhaupt in der Fastenzeit gefastet? Dazu hilft uns die Brezel.
Brezel stammt aus dem lateinischen Wort brachium, der Arm, weil die Form der Brezel an zwei verschlungene Arme erinnert.
Die verknotete Brezel deutet auf eine Umarmung hin. Aber wer umarmt wen? Im Gebet umarme ich Gott und Gott umarmt mich. Gibt es ein schöneres Symbol für die Erneuerung des Glaubens in der Fastenzeit?