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Radiofrequenztechnologie für Asset Management
Viele Hersteller, Lieferanten, Anwender, Dienstleister stehen in den Startlöchern, um mit der Identifikation mittels Radiofrequenzchips zu beginnen. Aber nicht nur die Identifikation ist ein großer Vorteil, auch die Rückverfolgbarkeit soll mit diesem Instrumentarium entscheidend verbessert werden. Weitere Möglichkeiten, wie Module zum Messen der Temperatur, können leicht implementiert werden.
Es stellt sich aber immer wieder die Frage nach den zu verschlüsselnden Daten. Wo sollten welche Daten zur Verfügung stehen, sollten die Tags beschreibbar sein oder nur gelesen werden können? Welche Sicherheiten gibt es?
Im GS1 System gibt es Daten, wie z.B. den Application Identifier AI (8003) (Global Returnable Asset Identifier, kurz GRAI), der der eindeutigen Identifikation einer Palette oder eines wieder verwendbaren Mehrwegtransportbehälters dient, die nicht überschrieben werden dürfen. Auf der anderen Seite gibt es Tags für den Inhalt der Palette. Auf diesen Radiofrequenztranspondern sollte der Serial Shipping Container Code AI (00), kurz SSCC, verschlüsselt werden. Dieser müsste jedoch nach einem neuerlichen Befüllen des Transportbehälters oder der Palette überschrieben werden können. Zur Zeit ist es noch nicht Praxis, dass der GRAI durchgehend angebracht oder gelesen wird. Die Application Identifier AI (8003) und AI (00) werden in unterschiedlichen Anwendungen eingesetzt. Sie schließen sich deshalb gegenseitig nicht aus. Im Gegenteil, beide könnten in einer detaillierten Despatch Advice zusammen angegeben werden. AI (8003) könnte auf einem read-only Tag (nur lesbar) angebracht und der SSCC kann im GS1-128 Strichcode verschlüsselt werden. Beide Informationen sind via EDI (DESADV) miteinander verknüpft.
In der Realität heißt das, dass der GRAI vermehrt sowohl in der Supply Chain, als auch im Lagerverwaltungssystem eingepflegt wird.
Den Vorteil der Verwendung einer eindeutigen globalen Mehrwegtransportbehälter-Identifikation in der Versorgungskette hat nicht nur der Besitzer der wieder verwendbaren Objekte, der dadurch den Lebenslauf seiner Behälter, die Wartungskosten, die Standzeiten, den exakten Aufenthaltsort, und vieles mehr, nachvollziehen kann, sondern auch der Einzelhandel, der genau angeben kann, wie viele Behälter in seinem Lager sind, welchen Durchlauf er hat und für wie viele Transportbehälter er zahlt, wer für Schäden an den Behälter aufkommt, etc…
Alleine in Europa gibt es über 300 Millionen wieder verwendbare Behälter, die rückverfolgt werden sollten.