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Störendes Verhalten ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Gameentwickler*innen können zwar nicht alle Faktoren berücksichtigen, aber das Bewusstsein für diese Probleme und die Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten können zu wirksamen Lösungen beitragen.
Game Design
Bestimmte Elemente in Games können negatives Verhalten begünstigen. Die Identifizierung dieser Komponenten kann den Gameentwickler*innen Hinweise darauf geben, welchen Bereichen sie besondere Aufmerksamkeit widmen sollten, um ungünstige Interaktionen zwischen Gamer*innen zu vermeiden. Sie fördern auch das Wissen um die Prozesse, die zu problematischen Mustern führen.
Unnötige Konfliktquellen wie Nullsummen-Ressourcen können zu Feindseligkeit zwischen Gamer*innen führen, insbesondere bei Fremden, die noch keine Gelegenheit hatten, gegenseitiges Vertrauen oder ein gemeinsames Verständnis aufzubauen. Dies kann es schwierig machen, friedliche Interaktionen aufzubauen.
Games können auch Anreize für Ausbeutung und Übertretungen bieten, beispielsweise wenn Gameentwickler*innen Situationen schaffen, die Gamer*innen dazu ermutigen, ihr Gameplay zu optimieren, sie dann aber dafür bestrafen, beispielsweise durch Spawn-Camping oder Smurfing. Dies kann zu Spannungen führen und den Gamer*innen den Spass am Game verleiden. Die Gameentwickler*innen sollten darauf abzielen, den Gamer*innen die Möglichkeit zu geben, erfolgreich zu sein und ihnen zu helfen, gesunde und konstruktive Gewohnheiten zu entwickeln. Gleichzeitig sollten sie vermeiden, Mechanismen oder Ziele zu schaffen, die andere Gamer*innen absichtlich oder durch regelmässige Nutzung stören.
Leitmotiv und Umgangston
Menschen nehmen ihre soziale Umgebung wahr und reagieren auf sie. Umgangston und Leitmotiv eines Games haben Einfluss auf die Charakteristik einer Community. Ebenso wirken sie sich darauf aus, wie mit asozialem Verhalten umgegangen wird. Es ist wichtig zu bedenken, wie der Ton und das Thema des Games das Verhalten der Gamer*innen beeinflussen und wie eine Umgebung geschaffen werden kann, die positive soziale Interaktionen fördert.
Games, die auf negative Verhaltensweisen wie Betrug, Diebstahl, Überfall oder Raub ausgerichtet sind, können es Gamer*innen erschweren, miteinander in Beziehung zu treten und positive soziale Verhaltensweisen zu entwickeln. Im Gegensatz dazu begünstigen Spiele, die soziales Verhalten und Einfühlsamkeit fördern, dass Gamer*innen gesunde Verhaltensweisen entwickeln. Game-Charaktere mit asozialen Persönlichkeiten können die Gedanken und Verhalten der Gamer*innen beeinflussen. Eine Über- oder Unterrepräsentation bestimmter Charaktere kann ebenfalls negative Folgen haben. Das Vorherrschen einer bestimmten Gruppe in Games fördert das Gatekeeping und vermittelt eine falsche Botschaft, wer in Spielgemeinschaften gehört.