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Weinernte 2013: Mengenmässig kleinste Ernte seit 50 Jahren
IVS.- Die offizielle Eröffnung der Weinlese fand am Montag, 7. Oktober 2013, statt. Nach einer Reihe von frühen Erntejahren wird 2013 als Jahr mit später Lese und sehr schwachen Erträgen in die Annalen eingehen. Seit Ende der 50er-Jahre wurde im Wallis nie mehr eine so kleine Ernte eingekellert.
Für den Weinbau war das Wetter im Frühjahr schlecht. Speziell im Monat Mai herrschten Temperaturen, die unter den üblichen Werten lagen. Diese ungünstigen Voraussetzungen haben das Wachstum der Reben stark gebremst, so dass die Blüte rund zwei Wochen später als im Mittel der vergangenen 10 Jahre eintrat. Eine weitere Folge waren eine besonders ausgeprägte Verrieselung und Kleinbeerigkeit.
Juli und August waren bis auf einige heftige Gewitter mit örtlichen Hagelschauern wettermässig ausgezeichnet. Die gravierendsten Hagelschäden wurden am 8. Juli in den Weinbergen von Saxon verzeichnet. Gemäss MeteoSchweiz war der Sommer 2013 der siebentwärmste seit Beginn der Messungen auf Landesebene im Jahr 1864.
Der September war günstig für die Reifung der Trauben und bot namentlich am Monatsanfang und am Monatsende ausgezeichnete Voraussetzungen. Die Trauben reiften langsam, was sich positiv auf das aromatische Potenzial und den Phenolgehalt auswirkten. Die Weinlese dauerte vom 7. Oktober bis in die ersten Novembertage. Damit handelte es sich um die späteste Weinlese seit 1995.