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Das Wichtigste in Kürze
- Der Hals der Giraffe hat sich im Laufe der Jahrtausende verlängert.
- Heute ist sie das Säugetier mit dem längsten Hals.
- Giraffen müssen fast den ganzen Tag fressen.
Sie haben von allen Säugetieren der Erde den längsten Hals, werden über 5 Meter gross, bis 4 Meter lang und erreichen ein Gewicht von mehr als 700 Kilogramm.
So gross waren die Vorfahren der heutigen Giraffen nicht, die schon vor 70 Millionen Jahren die Savannen Afrikas durchstreiften. Ihr Hals wurde im Laufe der Jahrtausende immer länger, weil sie so das Nahrungsangebot hoch in den Bäumen besser nutzen konnten.
Ihre Heimat ist ausschliesslich der afrikanische Kontinent, wo sie von Südafrika bis bis zu den Regionen südlich der Sahara vorkommen.
Es gibt mehrere Unterarten wie die Nubische Giraffe, die Tschadgiraffe und die Angolagiraffe. Sie unterscheiden sich nur wenig in der Färbung und dem Muster des Fells.
Friedliches Herdentier
Giraffen leben in grösseren Gruppen, oft gemeinsam mit Antilopen-und Gnu-Herden zusammen und sind tag-und nachtaktiv.
Weil sie so gross und schwer sind und sich nur von Laub und jungen Trieben ernähren, müssen sie fast ununterbrochen fressen und ihre Nahrung wiederkäuen. Deshalb schlafen sie auch immer nur wenige Minuten am Stück und nicht mehr als zwei Stunden pro Tag.
Sie sind im allgemeinen sehr friedfertige Tiere. Ihr Name stammt vom afrikanischen Wort Serafe ab, was «die Liebliche» bedeutet.
Giraffen haben in der Natur auch kaum Feinde. Nur wenn sie noch sehr jung, oder alt und krank sind, wagen sich die grossen Raubtiere an sie heran. Ein gesunder Giraffenbulle dagegen kann einen Raubtier mit einem Tritt den Schädel zertrümmern.
Ausserdem sind Giraffen auch sehr schnell und können bis 60 Stundenkilometer erreichen. Untereinander verständigen sich Giraffen mit Infraschall, den Menschen nicht wahrnehmen können.
Giraffenmütter bekommen immer nur ein Junges. Es ist schon bei der Geburt rund zwei Meter gross. Die Mutter säugt es etwa ein Jahr lang, obwohl es schon nach zwei bis drei Wochen auch Blätter, Knospen und Triebe frisst.
Wenn sie keine Milch mehr bekommen, verlassen die Jungtiere die Mutter und schliessen sich meistens einer anderen Gruppe an. Mit vier Jahren sind sie geschlechtsreif.