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Situation Awareness von Ärztinnen und Ärzten als Grundlage zur Erkennung von Risikopatienten: Ein Sensibilisierungsprojekt zum unerwünschten Ereignis der Aspirationspneumonie
Datum14.09.2016
Autorin/Autor
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Type
11 - Studentische Arbeit
Primary target group
Science
Created while belonging to FHNW?
Yes
Zusammenfassung
Die ganzheitliche Erfassung der Patientensituation gilt im Spital als wesentliche Voraussetzung für die frühzeitige Erkennung von Risikopatienten. Ziel dieser Studie war die Unterstützung der Situation Awareness von Ärztinnen und Ärzten des Fachbereichs der Viszeralen Chirurgie, um durch Förderung der notwendigen kognitiven Fähigkeiten die Identifizierung postoperativer Risikopatienten für Aspirationspneumonie zu verbessern. Aspirationspneumonie, die Inhalation von flüssigen oder festen Stoffen in die Lunge, gilt mit einer Sterberate von bis zu 30 % als eine der meistgefürchteten Komplikationen nach grossen chirurgischen Bauch-Eingriffen. Im Rahmen einer Interventionsstudie mit Ärztinnen und Ärzten (n = 20) wurde die Situation Awareness zur Erkennung von Risikopatienten anhand von 72-Stunden-Prognosen zu fünf aspirations-pneumonie-assoziierten Patientenereignissen gemessen. Durch Vergleich der Prognosen mit den objektiven Patientendaten wurde die Prognoseabweichung berechnet. Die Intervention bestand aus einer Situation Awareness-Schulung zum Problemthema der Aspirationspneumonie. Die Prognoseabweichung vor und nach der Schulung wurde mit T-Tests verglichen. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Verbesserung der Prognoseabweichung nach der Intervention mit einem mittleren Effekt von d = .56. Für die weitere Unterstützung der Situation Awareness von Ärztinnen und Ärzten sollten regelmässige Schulungen zu sicherheitskritischen Themen sowie systemische Anpassungen in Erwägung gezogen werden.