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Was ist eine "Kontraindikation"?
Was ist eine «Kontraindikation»?
Der Begriff kommt aus dem Lateinischen: «contra» = gegen, «indicare» = Anzeigen, also «Gegen-Anzeige». Medizinisch bedeutet dies, dass eine bestimmte Therapie oder ein Medikament nicht angewendet werden soll/darf, wenn bestimmte Anzeichen gegeben sind, dass dies negative Folgen haben könnte. Eine totale Kontraindikation besteht dann, wenn die Auswirkungen für die Patientin gravierend, ja lebensbedrohlich wären. Es bleibt jedoch in jedem Einzelfall abzuwägen, ob die negativen Auswirkungen angesichts der vorhandenen Heilungs-Chancen nicht doch in Kauf zu nehmen sind.
Kontraindikationen können vor allem eine Rolle spielen bei der Beurteilung, ob ein bariatrischer Eingriff gegen Adipositas ausgeführt werden kann. Die Kriterien sind in den bestehenden Richtlinien der Fachorganisation SMOB festgehalten und sagen u.a. aus: eine OP ist dann nicht angezeigt, wenn bestimmte schwere, nicht durch das Körpergewicht verursachte psychische Störungen vorliegen, aber auch bei chronischem Substanz-Missbrauch und offensichtlicher Unfähigkeit, sich an medizinische Auflagen zu halten (Compliance) sowie bei bestimmten Krankheitsbildern, von Krebs bis zu Niereninsuffizienz.
Die Verträglichkeit von Medikamenten ist in jedem Fall durch den behandelnden Arzt abzuklären, insbesondere wenn eine Vielzahl von Präparaten verschrieben wird, die untereinander allenfalls negative Auswirkungen haben könnten. Es ist deshalb unerlässlich, jede neue Medikation auf die schon vorhandenen Verschreibungen abzustimmen.
(SAPS – Quelle: SMOB, DocCheck, u.a.)