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Hergestellt für das U.S.Signal Corps von Press Wireless Inc.
Für das U.S. Signal Corps wurde im Jahr 1942 ein semi - transportabler Adcock - Peiler entwickelt. Auf einem Turm wurde ein drehbarer Shelter mit dem Peilempfänger montiert, der Operator dreht sich beim Peilen in seinem Shelter um die Achse.
Zum System gehörten auch drei Low power - Sender, um den Peiler im Gelände einzumessen und zu testen.
Der Kurzwellenpeiler SCR-551B war semi-transportabel eingesetzt, auf den Turm wird ein rotierbarer Shelter montiert, in dem der Operator vor dem Peilempfänger BC-976-B sitzt. Bei der Peilung dreht er sich mit dem gesamten Shelter um die eigene Achse.
Die Adcock - Antennenelemente sind an beiden Seiten des Shelters vertikel angeordnet. An beiden Seiten werden die beiden Elemente M-339-A (lnks) und M-340-A (rechts) in den Dipol Collector AN-122-A eingesteckt. Die unteren Beams können mit einer Kurbel in der Länge an die Frequenz angepasst werden. Zum Empfang horizontal polarisierter Aussendungen konnten die Adcock-Elemente in eine hrizontale Position gebracht werden. Oben auf dem Shelter wird die aus drei Elementen bestehende Hilfsantenne AN-121-A von 220 cm Länge angebracht, sie wird zur Seitenbestimmung eingesetzt. Wenn der Bereich 10 - 20 MHz geschaltet ist, wird die Antenne über ein Relais elektronisch verkürzt, um eine Resonanz zu verhindern, beim SCR-551-A kann die Antennenverkürzung nur auf den Bereich 17 - 20 MHz umgeschaltet werden.
Die Empfangsanlage ist in einer „Central Unit“ CS-121-A untergebracht.
Zuoberst findet sich der Peilempfänger BC-976-B. Der Superhet deckt den Bereich von 2 - 20 MHz in fünf Bereichen ab (2 - 2.8 / 2.8 - 4.4 / 4.4 - 6.4 / 6.4 -10 / 10 - 20 MHz) ab. Der grosse Tuningknopf liegt unterhalb der Frequenzskala in der Mitte der Frontplatte. Links davon liegt der Lautstärkeregler, darunter die Regler für die HF-Verstärkung (SENSITIVITY) und die Antennenanpassung (ANT.GAIN).
Das Oszilloskop BC-991-A dient als Sichtgeräte zur Darstellung der Peilsignale und wird zur Seitenbestimmung eingesetzt. Unter einer Abdeckung sind die Einstellelemente für die Oszilloskopröhre angeordnet.
Zuunterst in der Central Unit CS-121-A befindet sich das Control Panel PN-21-A mit den Hauptschaltern für die 12 V und 6 V Versorgungsspannungen, verschiedene Sicherungen, einem Voltmeter für die beiden Spannungen und dem entsprechenden Umschalter. Auch der Lautsprecher ist auf dem Control Panel lokalisiert. An der Buchse „Scale Light“ kann eine Beleuchtung für die Azimut-Skala zur Ablesung der Peilung im Shelter eingesteckt werden.
Zur Peilung können verschiedene Methoden verwendet werden. Zur Peilung mit der „Aural Null“ - Methode wird der Peilbetrieb mit dem Schalter neben der Oszilloskopröhre in Position BEARING aktiviert. Mit dem Bandschalter BAND SW wird der Bandbereich und mit dem Hauptabstimmknopf und dem Feintrieb VERNIER abgestimmt. Nun wird der ANT.GAIN Regler nach links resp. in die Minimum-Position gebracht und dann mit Vernier nochmals auf Signalmaximum abgestimmt. Nun wird der Peiler gedreht, bis ein Minimum gefunden wird; nun wird der SENSITIVITY Regler langsam nach rechts und der AUDIO GAIN Regler nach links gedreht, bis das Peilminimum scharf ist. Nun kann der Azimut abgelesen werden.
Vor dem Einsatz der „Visuall Null“ Methode wird nach Anleitung das Oszilloskop eingestellt. SENSITIVIY, AUDIO und ANT.GAIN werden aufgedreht. Mit dem BAND SW Bandschalter, der Hauptabstimmung TUNING und dem Feintrieb VERNIER wird die interessierende Station abgestimmt. Der ANT.GAIN wird nun nach ganz links gedreht, die Station danach nochmals genau absgestimmt. Im Oszilloskop wird das Signal als Linie dargestellt, ggf. muss am SENSITIVITY Regler nachgestellt werden, bis die Linie auf den Bildschirm passt. Mit VERNIER wird nochmals auf Signalmaximum abgestimmt, mit BALANCE auf gleiche Länge beider Linien eingestellt. Nun wird der Peiler gedreht, bis die Signale minimale Höhe haben, evtl. muss mit SENSITIVITY nachgeregelt werden. Nun sollte ein eindeutiges Minimum gefunden werden können.
Die Seitenbestimmung erfolgt mittels der Oszilloskopderstellung. Wenn der Operator den Peiler nach rechts rotiert und eine Station vor sich (d.h. im direkten Azimut) überstreicht, ist die rechte Linie der Oszilloskopdarstellung grösser, wenn der Peiler nach links die Station überfahren hat, wird die linke Linie grösser, bei direkter Ausrichtung sind beide Linien gleich. Verhalten sich die Linien ungekehrt, d.h. bei Rechtdrehung des Peilers wird die linke Linie grösser und bei Linksdrehung die rechte Linie, dann liegt die Station im Rücken des Operators, 180° entgegengesetzt, im reziproken Azimut. Oder anders ausgedrückt, wenn der Oerator den Peiler nach rechts dreht und die rechte Linie grösser wird, liegt die angepeilte Station vor ihm (direkter Azimut), wenn sie kleiner wird hinter ihm (indirekter Azimut).
Im Abhorchbetrieb, wenn lediglich nach interessierenden Station gesucht wird, kann mit dem Betriebsschalter auf MONITOR die Oszilloskopröhre zur Schonung abgeschaltet werden.
Peileempfänger nach dem Adcockprinzip.
Das Gerät ist röhrenbestückt.