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Eine Exkursion mit tödlichen Folgen
Am 18. Juni verunglückte eine Schulklasse auf einer Exkursion auf dem Hamana-See in der Stadt Hamamatsu. 10 Schüler und zwei Lehrer kenterten mit einem Ruderboot. Fast alle konnten gerettet werden. Ein 12-jähriger Schüler wurde vergessen und starb.
Erst Tage später klärte sich die Verwirrung um das Unglück der Schulklasse aus Toyohashi in der Präfektur Aichi allmählich auf, als der Direktor der betroffenen Schule Mizuno eine Pressekonferenz hielt.
Dumme Zufälle und falsche Urteile
Die Mittelschüler des ersten Jahrgangs befanden sich mit ihren Lehrern auf einer Exkursion, auf der sie alle gemeinsam einen Ausflug mit Ruderbooten machen sollten. Zwar gab es an dem Tag eine Unwetterwarnung für exakt die Region, aber der Direktor beteuerte, diese erst nach dem Unfall gesehen zu haben.
So wurde das Urteil über die Wetterlage den Lehrern vor Ort überlassen. «Der See wurde beobachtet und nur alle 10 bis 20 Sekunden brach sich eine Welle. Daher nahmen wir an, dass nichts passieren wird, solange die Ruder-Route entlang der Küste verläuft. Wir haben die Situation unterschätzt», bedauerte Mizuno laut der Yomiuri Shimbun.
Lebensgefährliche Situation
Allerdings wurden die Wellen schnell höher als angenommen und den ersten Schülern wurde schlecht, woraufhin ein Motorboot beordert wurde, um die Betroffenen abzuholen. Dabei kenterte jedoch eins der Ruderboote und schloss beide an Bord befindlichen Lehrer und 10 der 18 Schüler im Hohlraum des Bootes ein. Völlige Dunkelheit umschloss die Verunglückten.
Laut der Asahi Shimbun forderten die Lehrer schliesslich alle Eingeschlossenen dazu auf, auf ihr Kommando aus dem Hohlraum heraus zu tauchen. Der Schuldirektor gab nach Absprache mit den betroffenen Lehrern eine Erklärung auf der Pressekonferenz ab: «Alle konnten zwar in dem Hohlraum atmen, aber das Wasser stand ihnen bis zur Brust und stieg allmählich.»
Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung
Das in der Nähe befindliche Motorboot half den Auftauchenden aus dem Wasser und brachte sie ans Ufer. Die Nachprüfung jedoch, ob auch alle anwesend seien verspätete sich zu sehr und ging im Chaos der Rettungsaktion völlig unter. Nach der Aussage von Mizuno waren die geretteten Lehrer der Ansicht das Boot würde gleich wieder hinausfahren, um weiter zu suchen, aber das schlechte Wetter und die Befürchtung eines zweiten Unfalls verzögerte die Aktion.
Der Unfall ereignete sich um 15.31 Uhr, aber der fehlende 12-Jährige wurde erst um 16.30 Uhr bemerkt. Gefunden wurde der Leichnam des Schülers um 17.50 Uhr im Hohlraum des gekenterten Bootes, in dem er umsonst auf Rettung wartete. Gegen die Verantwortlichen wird nun wegen möglicher fahrlässiger Tötung ermittelt. ad.
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