Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03293.jsonl.gz/2917

Geschichte
Rund um’s Albishorn findet man einige geschichtlich interessante Einträge. Der Fluss ‚Sihl’ ist natürlich wie immer sehr dominant, hat er doch einiges zur Landschafts-Bildung beigetragen. Mit der Sihl ist auch der Sihlwald verbunden, der in früheren Zeiten als Zürichs Holzreservat gebraucht wurde. Ein grosser Teil des Sihlwalds kam 1309 von den Habsburgern als Dank für die Unterstützung im Blutrachefeldzug (siehe Beitrag Schnabelburg) an Zürich. Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Holz auf der Sihl nach Zürich geflösst. Wegen des steigenden Bedarfs baute man um 1900 breite Waldstrassen und führte das Holz mit Pferdefuhrwerken ab.
Seit 1424 wachte der Sihlherr der Stadt Zürich über die Holzwirtschaft und die Flösserei im Sihlwald. Das Forsthaus war seit 1733 Wohnsitz des Sihlherrn. Einer der Bewohner war ab 1781 auch Salomon Gessner (1730–1788), der vor allem als Dichter und Maler Berühmtheit erlangte.
Wildpark Langenberg. In rund 1 Std. 30 Min. ist der Wildpark Langenberg von Sihlwald Station erreichbar. Hier sind die Tiere zu sehen, welche früher den Sihlwald bewohnten. Ausser Braunbären, Luchsen und Wölfen ist auch das zurückgezüchtete urgeschichtliche Przewalski-Pferd zu sehen.
Wanderer, die von Norden her auf’s Albishorn gelangen, kommen unweigerlich an der Schnabelburg und der Schnabellücke vorbei. Die Schnabelburg wurde anlässlich des sogenannten Blutrachefeldzuges zerstört.
Ein Zweig der Freiherren von Eschenbach bewohnte die im 13. Jahrhundert errichtete Schnabelburg. Die Burg bestand aus dem Wohnturm, der Umfassungsmauer und weiteren Bauten. Walter IV. von Eschenbach beteiligte sich 1308 an der Ermordung des habsburgischen Königs Albrecht I. bei Windisch. Die Schnabelburg wurde deshalb 1309 im Blutrachefeldzug der Habsburger nach längerer Belagerung zerstört.