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Es ist die hohe Schule des Kammzugs, die Rillen schnurgerade senk- oder waagrecht zu modellieren. Besonders herausfordernd wird die Aufgabe, wenn die Gipser den Verputz über eine ganze Fassade ziehen müssen. Und der Schwierigkeitsgrad steigert sich weiter, wenn das Muster unregelmässig ist. Die Halter & Colledani AG hat diese Aufgabe gemeistert.
Es ist grundsätzlich schwierig, an einer verputzten Fassade einen sauberen, schnurgerade von oben bis unten laufenden Kammzug aufzubringen. Noch kniffliger wird die Aufgabe, wenn das Muster nicht über die ganze Fläche gleichmässig sein soll, sondern im Raster alle 50 cm gegengleich. «Dieser Wunsch des Bauherrn ist sehr speziell», sagt Bujamin Ibishi. Entwickelt wurde der Deckputz zusammen mit der Denkmalpflege, da ein Historisches Museum gegenübersteht.
Kreativität und Flexibilität waren von Anfang an gefragt, als Ibishi, der 31 Jahre alte Projektleiter Aussenwärmedämmung von der Halter & Colledani AG, das Projekt Fassade eines Mehrfamilien-Wohn-Gewerbehauses im Nidwaldner Hauptort Stans in Angriff nahm. Als Vorbereitung ging er zur Feba Fassadenbauteile AG, der Lieferantin der Fensterbänke. Dort nahm er die Masse der Bänke auf, um eine passende Schablone für das Ziehen des Fassadenmusters anfertigen lassen zu können.