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Mit der eingängigen Musik Pjotr Tschaikowskis gehört der Nussknacker zu den beliebtesten Werken des Ballettrepertoires. Der Handlung liegt ein Märchen von E.T.A. Hoffmann zugrunde, einem der berühmtesten Dichter der deutschen Romantik. Während Hoffmann allerdings in seinem Text virtuos zwischen Traum und Wirklichkeit balanciert und mehrere Erzählebenen miteinander verschachtelt, hat die Geschichte auf dem Weg zum Ballett-Libretto viel von ihrer schwarzromantischen Fantastik verloren. Der zweite Akt etwa besteht in den meisten Ballett-Produktionen seit der Uraufführung nur noch aus einem weitgehend handlungsfreien Divertissement, das eine bunte Folge von Tänzen und Ausstattungseffekten aneinanderreiht.