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Eisenmangel stellt ein häufiges Problem in der Allgemeinpraxis dar. Doch die Substitution mit Eisentabletten ist nicht immer wirksam oder wird von einigen Patienten nicht vertragen. Die vorliegende Studie prüfte, ob die intravenöse Eisensubstitution mit Eisencarboxymaltose auch im hausärztlichen Setting eine gute Alternative zur oralen Eisentherapie darstellt.
Dafür wurden die Daten von 173 Patienten aus 18 Hausarztpraxen in Bern, die zwischen 2011 und 2013 wegen Eisenmangel mit intravenöser Eisencarboxymaltose behandelt wurden, retrospektiv ausgewertet.
Bei 34% der Patienten erfolgte die intravenöse Eisensubstitution aufgrund eines ungenügenden Anstiegs des Serum-Ferritins mit den Eisentabletten und bei 24% aufgrund deren schlechten Verträglichkeit. 10% der Patienten bevorzugten a priori die intravenöse Eisengabe und bei 39% war kein Grund für die Bevorzugung der Eiseninfusion ersichtlich. Die Substitution mit Eisencarboxymaltose i.v. führte zu einem signifikanten Anstieg des Hämoglobins und des Serum-Ferritins. Nebenwirkungen traten bei 2% der Patienten auf.
Fazit der Autoren: Im hausärztlichen Setting stellt die intravenöse Eisensubstitution bei Eisenmangel eine effektive Alternative dar, wenn orales Eisen nicht vertragen wird oder unzureichend wirksam ist.