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Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen
Um eine Autoimmunerkrankung als Ursache für eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse auszuschließen, muss der Arzt das Blut auf spezielle Antikörper gegen Bestandteile der Schilddrüse untersucht werden:
- Thyreoperoxidase-Antikörper (TPO-AK, Anti-TPO): Die Thyreoperoxidase ist ein Enzym, das eine wichtige Funktion bei der Bildung der Schilddrüsenhormone hat. Antikörper gegen die Thyreoperoxidase sind meist bei der Hashimoto-Thyreoiditis und anderen Formen der Schilddrüsenentzündung sowie bei Morbus Basedow im Blut zu finden. Jedoch lassen sich diese Antikörper auch bei fünf Prozent der gesunden Personen nachweisen. Ein positives Anti-TPO-Ergebnis alleine ist also kein Beweis für eine Autoimmunerkrankung.
- Thyreoglobulin-Antikörper (TAK, TG-AK, Anti-TG): Thyreoglobulin ist ein Speicherprotein für Schilddrüsenhormone. Antikörper gegen Thyreoglobulin lassen sich bei der Hashimoto-Thyreoiditis, anderen Formen der Schilddrüsenentzündung, Morbus Basedow, Schilddrüsenkrebs sowie bei fünf Prozent der gesunden Personen nachweisen.
- TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK, Anti-TSH-R): Der TSH-Rezeptor ist die „Andockstelle“ für das Hormon TSH an der Schilddrüse. Antikörper gegen den TSH-Rezeptor liegen typischerweise bei Morbus Basedow vor. Nur in wenigen Fällen lassen sie sich bei anderen Schilddrüsen-erkrankungen nachweisen. Bei gesunden Personen ist der TRAK-Wert negativ.
Eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung muss immer zwingend ärztlich begleitet werden.