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Nach WHO ist die Rechenschwäche folgenderweise beschrieben:
„Rechenstörung: Beeinträchtigung von grundlegenden Rechenfertigkeiten. Diese Störung bein-haltet eine umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtrakti-on, Multiplikation und Division, …“
Der Kanton Aargau führt kein Angebot für Dyskalkulietherapie und leistet auch keine finanzielle Unterstützung. Nachdem immer wieder Gesuche von Eltern an die Schule zur finanziellen Unterstützung von Dyskalkulietherapie gestellt wurden, beschloss die Gemeinde Schöftland einen Beitrag an die Therapiekosten zu bezahlen.
Der Unterricht findet extern bei den Therapeutinnen statt. Die Schule verlangt einen Ausbil-dungsnachweis der Therapeutin.
Dieses Reglement ersetzt die bisherigen Regelungen. Die Schule Schöftland bekennt sich mit diesem Reglement zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülernmit Defiziten gemäss folgendemLeitsatzdes Leitbildes der Schule:
Lernende mit besonderen Bedürfnissen werden mit geeigneten Fördermassnahmen unterstützt.
Unterstützungsgesuche für Dyskalkulietherapienvon in Schöftland wohnenden Kindern können bewilligt werden, wenn die Dyskalkulie mit dem standardisierten Abklärungsverfahrendurch den Schulpsychologischen Dienst diagnostiziert ist.
Unterstützungsgesuche für Dyskalkulietherapien werden nur bewilligt, wenn letztere durch eine vom Schulpsychologischen Dienst anerkannte Dyskalkulietherapeutin durchgeführt wird (Eine Liste mit Adressen von qualifizierten Dyskalkulietherapeutinnen erhalten die Eltern beim Schulpsychologischen Dienst.).
Lehrperson und Dyskalkulietherapeutin vereinbaren gemeinsam individuelle Lernziele. Die Dyskalkulietherapeutin verfasst eine Förderplanung zuhanden der Lehrperson. Die Therapeutinnen liefern per Ende Semester für alle Schülerinnen und Schüler eine Standortbestimmung mit einem Perspektiventeil ab.
Die Erstunterstützung wird durch einen Antrag der Eltern initiiert (Formular: Antrag auf Kosten-beteiligung Dyskalkulietherapie), zwingend begleitet von einem Gutachten des Schulpsychologischen Dienstes und der unterschriebenen Therapievereinbarung. Die Bewilligung der Therapie geschieht durch die Schulleitung und wird der Schulpflege zur Kenntnis gebracht.
Die Unterstützung einer Therapie wird jeweils für die Dauer eines Semesters bzw. für 6 Monate bewilligt. Danach muss von den Eltern ein neues Gesuch gestellt werden, begleitet von einemausführlichen Verlaufsbericht/Standortbestimmung der Therapeutin und einer Empfehlung der Klassenlehrperson. Eine Unterstützung seitens der Gemeinde Schöftland wird für maximal ein Jahrgewährt.
Die Gemeinde Schöftland übernimmt für in Schöftland wohnhafte Kinderwährend maximal einem Jahr 50 % der Therapiekosten. Die Schule Schöftland geht von einem Ansatz von Fr. 100.00 pro Stunde (Fr. 75.00 pro Lektion à 45 Minuten) aus.
Die Therapeutin stellt den Eltern Rechnung für die Therapiekosten. Gegen Vorlage der Originalrechnung und des von der Schulleitung unterschriebenen „Antrag auf Kostenbeteiligung“ kann auf der Finanzverwaltung Schöftland der Gemeindebeitrag zurückverlangt werden.
Dieses Reglement tritt per sofort in Kraft.
Schöftland, 26. Mai 2015
Genehmigt:
Schulpflege Schöftland: 01. Juni 2015
Gemeinderat Schöftland: 22. Juni 2015