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Die Schweiz aus Sicht der Gruppe Giardino ist eine weltoffene Schweiz im Herzen von Europa. Sie verfügt über eine ausgezeichnete geostrategische Lage, und dank einer überdurchschnittlich leistungsfähigen Wirtschaft hat sie eine besondere Verantwortung in der ganzen Welt. Die Gruppe Giardino hält sinnvolle Absprachen nach allen Richtungen für möglich, ohne dass dadurch die Souveränität und Neutralität verletzt würden. Dies hat seinerzeit übrigens auch General Guisan im Interesse des Landes getan.
Die Sicherheitspolitik der Schweiz ist gefährlich asymmetrisch geworden. Einer starken Wirtschaft stehen eine Politik gegenüber, die den aufrechten Gang verloren hat, und eine voreilig abgerüstete Armee. Die weltweite Sicherheitslage ist hochexplosiv geworden. Europa und damit die Schweiz drohen zwischen Nordamerika und Osteurasien zerrieben zu werden. Moderne Wehrtechnologien und die Abstinenz einer schweizerischen Antwort darauf haben die Schweiz, nicht zuletzt im militärischen Bereich der Sicherheitspolitik, besonders erpressbar gemacht. Die strategische Handlungsfähigkeit besteht zur Zeit nicht mehr.
Um als souveräner Staat auftreten zu können, muss die Armee wieder verteidigungsfähig werden. Giardino erachtet es als unabdingbar, über eine Generalinspektion (Due Diligence) sicherzustellen, dass alle Verantwortlichen die Fakten kennen und auf dieser Grundlage dieselbe Sprache sprechen. Eine solche Generalinspektion muss durch unabhängige Experten erfolgen und nicht durch das VBS selber oder Beraterfirmen!
Die Armeeplanung hat auf Grund der gefährlichsten Feindmöglichkeit zu erfolgen, wie der US-General Stanley McChrystal am 3. Mai 2013 in Zürich festhielt – und nicht gemäss eigenem Wunschdenken (VBS und Bundesrat). Bei verantwortungsbewusstem und professionellem Umgang mit den Finanzen ist eine verteidigungsfähige Armee, wie die Gruppe Giardino sie vorschlägt, mit den vorhandenen Mitteln durchaus umsetzbar. Dabei käme das kostengünstige und bewährte Zweiheeresklassen-System zur Anwendung, 120‘000 Mann für Verteidigungsaufgaben und 180‘000 Mann für Hilfseinsätze zugunsten der zivilen Behörden abgestellt. Dieses zweckmässige Modell könnte mit einem jährlichen Aufwand von 7 Millionen Militärdiensttagen realisiert werden.
Darüber hinaus schlägt die Gruppe Giardino als Sofortmassnahme einen Acht-Stufen-Plan vor, bei dem die Wiedereinführung einer funktionierenden Mobilmachungsorganisation und die Wiederaufstellung von Flughafenformationen und Betreuungsformationen für Flüchtlinge an erster Stelle stehen.
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«Wer die heutige globale Lage kennt und bis in die neunziger Jahre hinein Militärdienst leistete, ist alarmiert über den derzeitigen Zustand der Armee. Nicht einmal das Material ist für alle Truppen einsatzbereit, und in politischen Kreisen und der Armeeführung besteht keine Einigkeit über die sicherheitspolitische Doktrin und Strategie. Es fehlen eine zeitgerechte Situationsanalyse und ein ganzheitliches und modernes sicherheitspolitisches Konzept, das klar formuliert ist und vom ganzen Bundesrat mit allen seinen Departementen getragen wird. Die Folge davon ist ein zielloser Aktionismus und ein zunehmendes Unbehagen in der Bevölkerung. Hier setzt das Buch an.
Es zeigt nicht nur die Schwächen der schweizerischen Sicherheitspolitik auf und verweist auf die politischen Verantwortlichkeiten, sondern es legt auch einen umsetzbaren Acht-Stufen-Plan vor, der einen stufenweisen Wiederaufbau einer zeitgemässen Armee vorsieht. Dem gehen Überlegungen zur Weltlage und eine mutige Analyse der schweizerischen Sicherheitspolitik der letzten Jahre voraus. Die offene Darlegung des politischen Standorts und die klar definierte Grundhaltung erleichtern die sachliche Auseinandersetzung. Viele weitgehend unbekannte Entscheidungszusammenhänge werden erhellt. Ein bemerkenswertes Buch, dem viele Leser zu wünschen sind!»
Prof. em. Dr. oec. Dres. h.c. Rolf Dubs
Universität St. Gallen, ehemaliger Milizbrigadekommandant und Mitglied vieler eidgenössischer Kommissionen
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«Im Jahr 2011 haben die Westschweizer General Henri Guisan zum Schweizer des 20. Jahrhunderts gewählt. Warum gerade ihn? In einer Zeit grösster Not, als einige Vertreter der politischen Elite schon zum Anschluss bereit waren, gab Guisan seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit den glasklaren Parolen «Standhalten!» und «Widerstand!» ihr Ehrgefühl zurück. Mit diesem Bekenntnis zur Schweiz wurde er zum Vorbild für Loyalität und Mut. Das sind Eigenschaften, die auch heute wichtig und nötig sind.
In diesem Sinne haben es sich die Autoren dieses Buches zur Aufgabe gemacht, den Wehrwillen der Schweizerinnen und Schweizer zu stärken. Der alarmierende Befund ist, dass die militärische Verteidigungsfähigkeit der Schweiz weitgehend abgebaut wurde – und dies ausgerechnet in einer Zeit, in der die äusseren Bedrohungen nicht etwa ab-, sondern rapide zunehmen. Realistisch und kenntnisreich wird aufgezeigt, wie diese Fähigkeit wieder aufgebaut werden kann und muss. Das Buch ist ein engagiertes Plädoyer für eine glaubwürdige und starke Milizarmee.
Gerade auch an uns Frauen ist es, dieses Anliegen mitzutragen und zu verbreiten. Bereits meldet sich eine neue Generation, die sich vom oft allzu leichtfertigen Denken der 1990er Jahre verabschiedet. Sie steht zum Schweizer Staatsmodell und zu den Schweizer Institutionen und will Land und Volk geschützt wissen.»
Andrea Geissbühler
Nationalrätin und Polizistin