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Inhaltsverzeichnis
Widerristhöhe: Rüden ca. 80 – 90 cm / Hündinnen ca. 72 – 84 cm
Gewicht: Rüden bis zu 95 kg / Hündinnen bis zu 65 kg
Lebenserwartung: etwa 6 Jahre
Herkunft: Deutschland
Art: Jagdhund
Charakter: die Deutsche Dogge ist anhänglich, gutmütig, sensibel, lernwillig, ausgeglichen
Farben: gelb, gestromt, schwarz (mantel, platte), blau, schwarz-weiß gefleckt (Tigerdoggen)
Verhalten und Wesen der Deutschen Dogge
Deutsche Doggen sind sehr freundliche und gutmütige Hunde, welche für ihr Frauchen und Herrchen alles tun. Fremden gegenüber sind die Riesen eher zurückhaltend und etwas misstrauisch.
Die Deutschen Doggen sind ihrer Größe oftmals nicht bewusst, weshalb sie vor allem beim Schmusen und Spielen etwas tollpatschig rüberkommen. Sie sind sehr lernwillig und wollen für ihre Liebsten alles richtig machen.
Ursprung und Geschichte
Bereits vor einigen 1000 Jahren gab es auf Abbildungen und Malereien doggenähnliche Hunde zu sehen. Die genaue Geschichte ist aber erst ab Beginn des 16. Jahrhunderts zurückzuführen.
Zu dieser Zeit wurden in England irische Wolfshunde mit einem Mastiff gekreuzt, um einen Hund zu züchten, der auf der Jagd die Wildschweine und Bären kontrollierte, bis der Jäger diese erschießen konnte. Der Mastiff verlieh der heutigen Dogge die Kraft, die irischen Windhunde die extreme Beweglichkeit.
Gut ein Jahrhundert später wurden die breit gebauten Hunde nach Deutschland eingeführt, wo die Zucht weiter betrieben worden ist. Da die Jäger aber mit der Zeit immer bessere Waffen besaßen, wurden die großen Jagdhunde kaum noch bei der Jagd eingesetzt.
Es gab jedoch Adelige aus Ulm, die von dem Aussehen der Dogge begeistert waren, weshalb die Rasse als Luxushund weitergezüchtet worden ist. Im Vordergrund dieser Zucht lag nun nicht mehr die Jagd, sondern das Wesen der Riesen. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Hunde nach dem Ort als „Ulmer Hund“ bezeichnet.
Im Jahr 1888 wurde der Deutsche Doggen Club in Berlin gegründet. Das Wort Dogge wurde vom Englischen „Dog“ abgeleitet, was so viel wie „Hund“ bedeutet. Einige Jahre später, 1961, wurde die heutige Deutsche Dogge als eigenständige Rasse anerkannt.
Haltungsempfehlung
Deutsche Doggen haben eine sehr hohe Reizschwelle, weshalb einer Haltung mit Kindern nichts im Wege steht. Auch mit Artgenossen kommen die Hunde sehr gut zurecht. Trotzdem sollten Kinder nie mit der Dogge alleine gelassen werden, da sie einige Kilos auf die Waage bringen und so schnell sowie unabsichtlich etwas passieren kann.
Die großen Hunde sind auf keinen Fall für eine Zwingerhaltung geeignet, da sie mit Einsamkeit überhaupt nicht klarkommen und auch nicht ein entsprechendes Fell für eine Außenhaltung besitzen. Sie wollen immer in der Nähe ihrer Liebsten sein, um sie beschützen und begleiten zu können.
Aufgrund des sensiblen Charakters sollte die Erziehung der Deutschen Dogge zwar konsequent, aber auf eine sehr liebevolle Art geschehen. Sie brauchen jeden Tag nebst vielen Schmuseeinheiten genügend Auslauf und müssen geistig ausgelastet werden.
Beschäftigungsmöglichkeiten
Aktivitäten wie Flyball, Agility oder Ähnliches liegen dem Riesen weniger, da es der Deutschen Dogge heutzutage an notwendiger Wendigkeit fehlt.
Es gibt aber verschiedene Aktivitäten, die beiden Parteien durchaus Spaß machen können. Dadurch wird auch das Hund-Mensch-Team gestärkt.
- Fährtenarbeit
- Obedience
- Jagdhunde
- Schutzhund
- Therapiehunde
- Wachhunde
Krankheiten
Beim Kauf einer Deutschen Dogge ist es sehr wichtig, dass Du dich beim Züchter nach der Inzuchtkoeffizient (IK) und dem Ahnenverlust (AVK) erkundigst. Mehr darüber findest du auf Daneswold.info.
Weiter können die nachstehenden Krankheiten bei der Deutschen Dogge auftreten, wobei sich viele dieser Krankheiten durch eine seriöse Zucht verhindern lassen.
Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
Bei einer Dilatativen Kardiomyopathie kurz DCM handelt es sich um eine Herzmuskelerkrankung, bei welcher eine Pumpschwäche Auslöser für eine Erweiterung der Herzkammern ist. Es handelt sich um eine Krankheit, bei welcher der Vierbeiner nicht vollständig geheilt werden kann. Mehr Infos über die Dilatative Kardiomyopathie findest Du hier.
Ellbogendysplasie (ED)
Bei der Ellbogengelenksdysplasie handelt es sich um eine Fehlbildung des Ellbogengelenkes. Dieses ist aufgrund starker Belastung, einer extremen Wachstumsphase, falscher Ernährung, zu langen Spaziergängen oder übermässigen Treppensteigen überlastet.
Symptome dafür sind Lähmungsanzeichen oder eine sonderbare Auswärtsstellung der Vorderpfoten. Mehr Infos über Ellbogendysplasie findest Du hier.
Hüftgelenksdysplasie (HD)
Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne, was zu grossen Problemen und Schmerzen führen kann.
Die Krankheit ist vererbbar und bereits bei vielen Hunderassen anzutreffen. Ist die Erkrankung genetisch bedingt, lässt sich diese durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Mehr Infos über Hüftgelenksdysplasie findest Du hier.
Katarakt / Grauer Star
Katarakt, auch grauer Star genannt, ist eine häufig auftretende Krankheit bei der Deutschen Dogge. Es ist eine der häufigsten Erblindungsursache beim Hund.
Katarakt bezeichnet eine Trübung der Linse im Auge. Dies kann Folge von einer Erkrankung oder Verletzung sein. Die Krankheit ist unbedingt tierärztlich zu behandeln. Leider vererbt sich die Krankheit oftmals. Mehr Infos über Katarakt findest Du hier.
Lidfehlstellungen (Ektopium und Entropium)
Spricht man von einer Lidfehlstellung, bedeutet dies, dass der Lidrand nicht schön am Auge anliegt, sondern eher nach außen (Ektropium) oder nach innen (Entropium) gedreht ist. Die Folge davon ist eine chronische Entzündung der Bindehaut (Konjunktivitis).
Magendrehung
Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen einmal um die eigene Achse. Das führt zu einem Abschnüren der Blutgefäße sowie vom Mageneingang und Magenausgang. Besonders große Rassen wie die Deutsche Dogge sind von diesem Vorgang betroffen. Mehr Infos über Magendrehung findest Du hier.
Osteochondrose dissecans (OCD)
Leidet der Hund an einer Osteochondrose dissecans, bedeutet dies, dass das Skelett des Tieres von einer Entwicklungsstörung betroffen ist.
Tatsächlich entwickelt sich der Knochen aufgrund einer Fehlbildung des Knorpels nicht korrekt, was zu einer Gelenkknorpelablösung führt. Abbauprodukte werden freigesetzt und es entstehen starke Entzündungen. Mehr über OCD erfährst Du hier.
von-Willebrand-Erkrankung (vWD)
Hierbei handelt es sich um eine erbliche Blutgerinnungsstörung. Diese entsteht durch einen Mangel an dem plasmatischen von-Willebrand-Faktor (vWF). Dabei handelt es sich um ein Blutglykoprotein, welches für eine schnelle Wundheilung zuständig ist.
Fehlt dem Körper dieses Protein, kann der Vierbeiner verbluten. Mehr Infos über von-Willebrand-Erkrankung findest Du hier.