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Das Wichtigste in Kürze
- Jeder zweite Schweizer verdient mehr als 6665 Franken brutto im Monat.
- Frauen haben im Jahr 2020 im Durchschnitt 10,8 Prozent weniger erhalten als Männer.
Im Jahr 2020 belief sich der monatliche Bruttomedianlohn für eine Vollzeitstelle auf rund 6665 Franken. Bedeutet: Jeder zweite Schweizer verdient mehr als das. Bei der letzten Erhebung 2018 lag er noch bei 6537 Franken.
Höchste Löhne bei Banken, Informatik und Pharma
Deutlich über dem Medianlohn der Schweiz lagen die Löhne in Branchen mit hoher Wertschöpfung. Dazu zählen die Informationstechnologie (9206 Franken), die Pharmaindustrie (10'040 Franken) oder die Banken (10'211 Franken). Der Höchstwert von 10'905 erreicht die Tabakindustrie, die allerdings nur einen geringen Teil der Schweizer Volkswirtschaft ausmacht.
In der Mitte der Skala befanden sich Branchen wie der Landverkehr (6310 Franken). Hinzu kommen die Gesundheit (6821 Franken), die Maschinenindustrie (7141 Franken) und der Grosshandel (7145 Franken).
Zuunterst in der Lohnpyramide war der Detailhandel (4997 Franken) angesiedelt. Wie bei den übrigen wird auch hier die gesamte Branche abgebildet. Mitgerechnet werden sowohl Verkäufer, deren Lohn oft darunter liegt, wie auch deren Vorgesetzte.
Darunter folgen das Gastgewerbe (4479 Franken) und die Beherbergung (4488 Franken). Am Ende der Liste steht die Branche der persönlichen Dienstleistungen (4211 Franken), etwa Coiffeure, Kosmetiker oder Renigungskräfte.
Medianlohn der Schweiz: Lohnschere bleibt stabil
Die zehn Prozent der Arbeitnehmenden mit den tiefsten Löhnen verdienten weniger als 4382 Franken pro Monat. Die 10 Prozent am besten Verdienenden verdienten 11'996 Franken.
Die Lohnschere, also der Unterschied zwischen den höchsten und tiefsten Löhnen, sei zwischen 2018 und 2020 relativ stabil geblieben: Die Löhne der am besten bezahlten Arbeitnehmenden sei in diesem Zeitraum um 11,8 Prozent gestiegen. Diejenigen Löhne der am schlechtesten Bezahlten stiegen um 11,6 Prozent.
Frauen erhielten weiterhin 10,8 Prozent weniger Lohn als Männer
Frauen haben im Jahr 2020 im Durchschnitt 10,8 Prozent weniger verdient als Männer. Das Lohngefälle hat sich damit innert zwei Jahren nur leicht verringert und zwar um 0,7 Prozentpunkte.
Die Unterschiede liessen sich «teilweise» durch das unterschiedliche Verantwortungsniveau am Arbeitsplatz oder den Wirtschaftszweig erklären. Dies teilte das Bundesamtes für Statistik (BFS) in seiner Lohnstrukturerhebung mit: Je höher die Hierarchiestufe, desto grösser der Lohnunterschied.
Liegt ihr Vollzeit-Lohn bei über 6665 Franken?
So hätten zum Beispiel Frauen mit hohem Verantwortungsniveau im Jahr 2020 9249 Franken brutto pro Monat verdient. Männer auf der gleichen Stufen verdienten dagegen 11'116 Franken pro Monat. Das entspreche einer Differenz von 16,8 Prozent.
Bei Arbeitsstellen mit tieferem Verantwortungsniveau sei das Lohngefälle zu Ungunsten der Frauen weniger gross ausgefallen: Sie verdienten 9,3 Prozent weniger als die Männer. Frauen ohne Kaderfunktion erhielten im Durchschnitt 6,9 Prozent weniger Lohn.
Klarer Geschlechterunterschied bei den Boni
Über ein Drittel der Arbeitnehmenden erhielten 2020 einen Bonus. Im Schnitt betrug die Sonderzahlung 10'142 gegenüber 9913 im Jahr 2018. Die höchsten wurden dabei mit 134'381 Franken im oberen Kader der Banken ausbezahlt. In der öffentlichen Verwaltung lagen sie mit 4617 Franken im tiefsten.
Auffallend ist ebenfalls, dass die meisten Bonuszahlungen an Männer gingen. Unabhängig von der Unternehmensgrösse erhielten Frauen im Schnitt knapp über 5000 Franken an Sonderzahlungen. Bei den Männern lag der Betrag zwischen 10'000 und weit über 15'000 Franken.