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Zur Qualitätssicherung im Herdebuch können Abstammungskontrollen angeordnet werden. Obligatorisch sind diese bei Deckungen mit verschiedenen Stieren, bei anormal langer Trächtigkeitsdauer, bei Nachkommen aus tiefgefrorenen Embryonen, beim Einsatz von Mischsperma im Rahmen von Embryotransfer oder auch bei fehlenden Besamungsmeldungen. Die entsprechenden Weisungen sind in einem separaten Dokument festgelegt.
Bei Tieren der Rassen Simmental, Swiss Fleckvieh, Red Holstein/Holstein sowie Evolène erfolgen die Abstammungskontrollen über die Genomische Selektion (SNP).
Gegenüber der ursprünglichen Untersuchung über Mikrosatelliten bietet diese Untersuchung bedeutende Vorteile:
- Doppelspurigkeiten werden vermieden, indem z.B. bei Kälbern aus Embryotransfer, die für die die genomische Selektion vorgesehen sind, nur noch eine Haarprobe notwendig ist, sofern beide Elterntiere genomisch typisiert sind
- Bei unbekanntem Vater wird dieser gefunden, wenn es sich um einen typisierten Stier handelt
- Erbfehlerstatus, Kappa-Kasein, Beta Kasein A2, Rotfaktor, Hornlosigkeit etc. sind in der Untersuchung inbegriffen
Bei Tieren anderer Rassen, sowie bei Kreuzungen mit Mastrassen erfolgt die Abstammungskontrolle weiterhin über Mikrosatelliten.
Die Abstammungskontrollen können mit Haar-, Sperma- oder Blutproben durchgeführt werden.
swissherdbook kann stichprobenweise auf eigene Kosten Abstammungskontrollen anordnen.