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Rating Watch Länder: Die USA unter Beobachtung
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Dieter Haas
Fitch erachtet die Steuerpläne des neugewählten Präsidenten als kritisch und sieht unter Umständen eine Gefährdung der aktuellen Kreditwürdigkeit. Italien bleibt das Sorgenkind Europas.
Der Jahresauftakt war bislang ruhig. Die Kreditwürdigkeit hat sich bei den am meisten gefährdeten Staaten unserer Rangliste teilweise deutlich verbessert. Eine spürbare Reduktion zeigten die CDS bei Russland, Südafrika und Brasilien. Mehr oder weniger unverändert tendierten die CDS der führenden Nationen. Nach der am 20. Januar erfolgten Amtseinführung von Donald Trump dürfte vermutlich in Bälde wieder etwas Bewegung in die Bonitätsbeurteilung kommen. So sieht Fitch die Kreditwürdigkeit der USA gefährdet, sollte der neue Präsident seine Steuerpläne effektiv in die Tat umsetzen. Mittelfristig sei gemäss der Ratingagentur ein steigender Druck auf die Bestnote erkennbar, zumal die Vereinigten Staaten bereits vor der Präsidentenwahl höher verschuldet waren als irgendein anderes Land mit Spitzenbonität. Generell gilt: Je besser ein Rating, desto günstiger kann sich ein Staat am Kapitalmarkt Geld beschaffen. Wird die Bonität eines Landes mit Triple A bewertet, gilt das Ausfallsrisiko als so gut wie vernachlässigbar. Die Bank of Canada überraschte die Märkte im Januar mit der Aussage, dass mit Blick auf mögliche protektionistische Massnahmen der neuen US-Regierung eine Zinssenkung durchaus in Betracht gezogen würde. Weiter auf dem Krankenbett liegt Italien. So hat inzwischen auch die kanadische Ratingagentur DBRS die Kreditwürdigkeit um eine Stufe von bisher A (low) auf BBB (high) gesenkt. Als Begründung wird die Unsicherheit angeführt, ob das Land politisch in der Lage sei, die notwendigen Reformen durchzuführen.