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Adrian Michael
Zwischen dem bischöflichen Meierhof Molinärä bei Zizers und der Felsenschlucht des Hagtobels befinden sich auf einer Felsnase die wenigen Trümmer der Burg Alt-Aspermont, die einst eine der grössten Burganlage in Graubünden war. Vom Turm sint nur mehr wenige Bestandteile vorhanden, die aber auf sehr hohes Alter deuten und sogar schon als römisch angesprochen wurden.
Die Burg war der Stammsitz des Rittergeschlechtes dere von Aspermont, die Dienstleute der Bichöfe von Chur waren. Ritter Ulrich von Aspermont besass die Burg als bischöfliches Lehen. Im Jaher 1275 war er tot, und der Bischof von Chur konnte über die Burg verfügen. Er gab sie dem Freiherrn Walter IV. von Vaz zu Leibgeding. Im Besitze der Vaz verblieb nun die Burg bis zum Tode Walters 1284.
In ihr fand der geächtete Abt von St Gallen, Wilhelm von Montfort, ein Versteck und einen Zufluchts ort vor seinem gewaltigen Feinde König Rudolf von Habsburg.
Im vierzehnten Jahrhundert finden wir die Burg im Besitze des Ulrich von Aspermont, die Ritter von Stadion und hernach der Gebrèder Heinrich und Martin Buwix, die mit der Burg in den Dienst Osterreich traten.
Während der grossen Rhäzünse-rFehde wurde Aspermont 1395/96 von den Bischöflichen, und 1452 von den empörten Untertanen des Bischofs belagert.
Eidgenössische Boten fällten am 19 mai 1453 einen Spruch wegen Aspermont. Darin wurde bestimmt, dass die Gotteshausleute von Chur die Belagerung der Burg sofort aufheben sollten.
Die Burg selbst sollte bis zum endgültigen Austrage des Streites mit dem Bischof Peter von Griffensee und Rutschmann Kilchmatter von Mayenfeld übergeben werden.
Die Burg war seit dem 15. Jahrhundert Sitz eines bischöflichen Landvogtes, der die hohe Gerichtsbarkeit zu Trimmis und Zizers ausübte.
Der letzte Vogt war Jörg Rink von Baldenstein, der bis zu den Ilanzartikel von 1526 auf der Burg Hauste. Von dieser Zeit an begannen die Rechte des Bischofes von Chur zu schwinden.
Die Burg wurde nicht mehr bewohnt und ging dem Zerfall entgegen. Zu Zeit Stumpfs (1548) war sie noch gut erhalten. Bald darauf war nur mehr der Turm in gutem Zustande.
Zur Zeit der Bündnerwirren erhielt Aspermont 1622 eine österreichische Besatzung
Der Turm erhielt sich bis zum Jaher 1878, da stürtzte er am 11 April mit grossem Getöse zu Tal.
Bibliographie