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So lautet das gängige Urteil, wenn es um die finanzielle Unterstützung von Armen geht.
Eine neue Studie der World Bank und der Stanford University hat sich darum der Untersuchung dieses Vorurteils gewidmet. Anhand von Daten aus Afrika, Lateinamerika und Asien haben sie die Wirksamkeit von sogenannten Conditional und Unconditional Cash-Transfer-Programmen (CCT und UCT) untersucht. Das sind Wohlfahrtsprogramme vom Staat oder von Hilfswerken, bei denen Unterstützungsgelder an arme Familien ausgezahlt werden. Beim UCT ist der Verwendungszweck des Geldes nicht vorgegeben. Die CCTs werden hingegen an bestimmte Bedingungen geknüpft: Der Empfänger muss beispielsweise seine Kinder an einer öffentlichen Schule einschreiben oder gewisse Impfauflagen erfüllen.
Kritiker solcher Sozialleistungen warnen davor, dass vor allem mit den bedingungslosen Geldtransfers nicht richtig umgegangen werde. Dass die Betroffenen sich damit einfach mit Alkohol und Zigaretten eindecken würden.
Doch die Meta-Analyse von David K. Evans und Anna Popova zeigt: Betroffene Familien lassen die Unterstützungsgelder vorrangig in die Bildung und Gesundheit ihrer Kinder fliessen.
Die beiden Studienleiter stützten sich bei ihrer Untersuchung auf 19 verschiedene Studien, die alle belegen, dass die finanziellen Zuschüsse in den untersuchten Haushalten keineswegs den Konsum von Tabak oder Alkohol erhöhen. Im Gegenteil. Es zeigte sich sogar, dass der Gesamteffekt der Geldtransfers auf den Konsum der genannten Genussmittel leicht negativ ist.
Warum? Dafür haben Evans und Popova drei verschiedene Erklärungen:
(rof)