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Eva Mann studierte Schauspielregie (MA) an der East 15 Acting School London und an der Theaterakademie GITIS Moskau. Aktuell ist sie in Ausbildung zum Intimacy Director. Sie hat in der Schweiz, Deutschland, England, den USA und Russland inszeniert.
In der Schweiz arbeitet Eva Mann in der freien Szene, so dokumentarisch mit
SinnSpiel, als Schauspielerin (Hase Hase) oder als Regisseurin (Gift & Gnade).
Eva Mann führt oft und gerne Regie mit nichtprofessionellen Darstellenden. Dabei freut es sie besonders, wenn sich Gruppen bisweilen an
“anspruchsvolle” Texte wagen, z.B. Arthur Millers Hexenjagd oder Borcherts Draussen vor der Tür.
Mehrsprachig aufgewachsen, hat Eva Mann besonderes Interesse am
Austausch von Texten und Konzepten zwischen verschiedenen europäischen
Theatertradition - z.B. die erste britische Aufführung von Kleists Penthesilea
oder die Übersetzung und deutschsprachige Erstaufführung der Tragikomödie Airswimming von Charlotte Jones und Rapture, Blister, Burn von Gina Gionfriddo.
Hinsichtich Kulturtransfer ist das Jiddische Theater ein besonderes
Steckenpferd, da es in seiner Internationalität vielleicht die “europäischste”
Literatur überhaupt ist.
Von ihrem Stipendium am Lincoln Center Directors Lab 2014 datiert die
Zusammenarbeit mit dem kenianischen Theatermacher Washington Obwanda.
Forum Theatre Nairobi verhandelt auf spielerische Weise gesellschaftspolitische Themen, in My Dress Is My Choice
etwa Gewalt gegen angeblich zu aufreizend gekleidete Frauen oder in Favourite Fear die Verküpfung von Angst und Fremdenangst.
Als Schauspielerin trat Eva Mann u.a. als Köstliche Quelle auf der Studiobühne Opernhaus Zürich an der Seite von AnneMarie Blanc auf,
spielte am Theater Stadelhofen die Doña Erifila in Tumult im Narrenhaus,
am Förnbacher Theater Basel Julie Ann in Ayckbourns RolePlay und
die Prinzessin in Strawinskis L'Histoire du Soldat am Festival Murten Classics.
Vor ihrer Regieausbildung erwarb Eva Mann einen Magister Artium
in Germanistik, Philosophie und Altertumswissenschaften (Studium in Basel & Tübingen). Sie arbeitet immer wieder als Dozentin; z.B. Zeitgenössiche
Dramenliteratur für Jugendliche an der East 15, Improvisations- und Theater-Workshops an der Uni Basel oder Weiterbildung für Gymnasiallehrer (SATE / WBZ BE).
Eva Mann ist Preisträgerin des Zentralschweizer Theatertexte Wettbewerbs 2021 mit dem Projekt "Vogelfrey". Zur Zeit sind Texte von ihr in der Rubrik "Persönlich" des Urner Wochenblatts zu lesen.
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