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Im Berner Inselspital ist ein zweites Baby gestorben, dem ein falsches Medikament verabreicht worden war. Es soll allerdings nicht an der Fehl-Medikation gestorben sein.
Den zweiten Todesfall innert weniger Wochen gab Spitaldirektor Saladin in der "Rundschau" von Schweizer Fernsehen DRS am Mittwochabend (04.12.) bekannt. Das Baby war eines von drei Kindern, dem ein falsches Medikament verabreicht wurde.
Bei künstlicher Ernährung der drei kleinen Patienten war ihnen eine 2,5-Prozent-Claciumchlorid-Lösung anstatt einer 20-Prozent-Glucose-Lösung verabreicht worden. Ein erstes Kind starb daran kurz vor Weihnachten. Der Fehler wurde erst entdeckt, als drei Tage nach dem ersten Todesfall bei einem anderen die Ärzte tiefe Blutzuckerwerte und sehr hohe Calciumwerte feststellten.
Menschliches Versagen in der Apotheke
Eine Untersuchung ergab, dass bei einer Qualitätsprüfung der Sterilisierungs-Anlage in der Spitalapotheke die Halbliter-Flaschen der beiden Lösungen verwechselt worden waren. Chefapotheker Hans-Rudolf Widmer führte dies auf menschliches Versagen zurück.
Der Tod des Kindes stehe nicht im Zusammenhang mit der falschen Medikamenten-Verabreichung, sagte Saladin. Das Baby sei an jener Krankheit gestorben, die ursprünglich die Einlieferung in die Intensivstation nötig gemacht hatte.
Massnahmen ergriffen
Das Spital hatte nach bekannt werden des fatalen Fehlers Sofortmassnahmen eingeleitet, die sicherstellen sollen, dass künftig keine falsch deklarierten Medikamente mehr ausgeliefert werden.
swissinfo und Agenturen