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Der Bundesrat soll für die ganze Schweiz die Faktoren aufzeigen, die Krippenplätze für Eltern in der Schweiz doppelt so teuer machen wie für Eltern in Österreich, Deutschland oder Frankreich. In seinem Bericht soll er ausserdem Wege aufzeigen, wie die Kosten gesenkt und der Krippensektor dynamisiert werden könne. So kann er dem Willen der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung für eine verstärkte Familienförderung, wie er am 3. März 2013 zum Ausdruck kam, Rechnung tragen.
Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Universität St. Gallen zeigt, dass die Kosten für einen Krippenplatz in der Schweiz doppelt so hoch sind wie in Deutschland, Frankreich oder Österreich. Laut den Forschenden ist der Mangel an Krippenplätzen nicht der Hauptgrund für diesen Unterschied. Verschiedene Regulierungen und Normen für die Krippen (Ausbildung der Verantwortlichen, Grösse der Zimmer, Anzahl der zugelassenen Kinder, Hygienevorschriften, Vorgehensweisen bei Unfällen etc.) führen zu solch hohen Preisen.
Angesichts dieses Befunds sowie des Willens der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung für eine verstärkten Förderung der Familien durch den Bund, der in der Abstimmung vom 3. März 2013 zum Ausdruck kam, wird der Bundesrat um einen Bericht gebeten. Er soll folgende Fragen beantworten:
- Welche Faktoren machen Krippenplätze für Eltern in der Schweiz zweimal so teuer wie für Eltern in Österreich, Deutschland oder Frankreich?
- Gelten diese Preisunterschiede für die ganze Schweiz?
- Welche Preisfaktoren hängen von den Gemeinden, von den Kantonen und allenfalls vom Bund ab?
- Welche Normen bringen im Vergleich zu unseren französischen, deutschen oder österreichischen Nachbaren einen unbestreitbaren zusätzlichen Nutzen für die Betreuung der Kinder?
- Welche Wege für eine Reduzierung der effektiven Kosten könnten eingeschlagen werden, wenn wir davon ausgehen, dass eine Erhöhung der öffentlichen Subventionen nicht geplant ist?
- Gibt es Möglichkeiten, den Krippensektor für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer attraktiver zu gestalten?