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In den Jahren 1997 bis 1999 fand in der Schweiz eine Hallenmeisterschaft statt. Für das Finalturnier in der Basler St. Jakobshalle gab es im Vorfeld drei Qualifikationsturniere: in St.Gallen, Zürich und Neuchâtel (1997) bzw. Lausanne (1998 und 1999). Jedes der damals 12 NLA-Team bestritt zwei Qualifikationsturniere; die insgesamt besten acht qualifizierten sich fürs Finalturnier. Der Modus war analog demjenigen bei der WM 1974 und 1978, mit einer Vor- und einer Zwischenrunde. Am ersten Tag wurde in zwei Vierergruppen gespielt. Dabei qualifizierten sich die ersten beiden jeder Gruppe für die Entscheidungsrunde. Der Rest absolvierte eine sogenannte Platzierungsrunde. Der Erst- und Zweitplatzierte der Entscheidungsrunde bestritten dann das Endspiel. Gespielt wurde zweimal zehn Minuten.
St.Galler Dominanz
Gleich beim Startturnier in der Kreuzbleiche dominierte unser FCSG, gewann alle sieben Partien und somit auch das Turnier. Im Final hatte die Mannschaft von Trainer Roger Hegi nach 15 Minuten gegen Aarau mit 2:5 im Rückstand gelegen, ehe sie mit sechs Toren binnen viereinhalb(!) Minuten noch mit 8:5 gewannen. Topskorer des Turniers wurde mit neun Treffern Verteidiger Marco Zwyssig. Auch beim zweiten Turnier in der Zürcher Saalsporthalle überzeugte Grünweiss und gewann diese Veranstaltung ebenfalls. Nach einer 0:8-Klatsche in der Entscheidungsrunde gegen Luzern siegten wir im Endspiel gegen denselben Gegner mit 1:0. Das einzige Tor gelang dem damals erst 16-jährigen Vincenzo Zinnà in der 8. Minute. Wiederum hatten wir mit Hakan Yakin den Toptorschützen (neun Tore) in unseren Reihen.
Überragender Hakan Yakin
Im Finalturnier wurde St.Gallen in die Gruppe A mit Aarau, Grasshoppers und Lausanne eingeteilt. Nach einem knappen 3:2-Erfolg gegen Aarau ging das zweite Spiel gegen GC 1:4 verloren. Unser Team gewannen schliesslich das entscheidende letzte Vorrundenspiel gegen Titelverteidiger Lausanne mit 7:4 und qualifizierten sich als Gruppenzweiter für die Entscheidungsrunde. Dort hiessen die Gegner FC Zürich, Servette und erneut Grasshoppers. In der ersten Partie gab es gegen den FCZ ein 2:2-Unentschieden, ehe Grünweiss die beiden andere Begegnungen gewann (4:1 gegen Servette, 4:2 gegen GC) und in den Final einzog. Dort hiess der Gegner FC Zürich. Trotz optischer St.Galler Überlegenheit brachte unser späterer Asstistenztrainer Daniel Tarone die Stadtzürcher in Führung. Doch noch vor dem Seitenwechsel gelang Edwin Vurens der Ausgleichstreffer. In der zweiten Halbzeit führte der überragende Hakan Yakin in einer nun dominierenden St.Galler Mannschaft Regie und bereitete die beiden weiteren Treffer für Grünweiss vor. In der 15. Minute bediente er Edwin Vurens, welcher uns in Führung schoss, und wenige Sekunden vor Ende legte er für Wilco Hellinga auf, der die Entscheidung herbeiführte. Damit gewann unser FC St.Gallen 1879 den inoffizellen Hallenmeistertitel 1998 mit einer Gesamtbilanz von 18 Siegen, 1 Unentschieden und bloss 2 Niederlagen auf souveräne Art und Weise. Captain Jörg Stiel stemmte danach die verdiente Trophäe in die Höhe.