Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/172212

<h2>SubmittedText<h2><p>Anhand der DNA-Tests werden in der Schweiz auch Tiere als reine Wölfe bezeichnet, welche Merkmale von Artenvermischungen aufweisen. Dazu gehören z. B. Verwachsungen an den Fussmittelballen, welche auf eine Einkreuzung mit Schakalen hindeuten. Auch Hund-Schakal-Mischlinge zeigen ähnliche Verwachsungen.</p><p>- Was sagt der Bundesrat zu dieser Gegebenheit?</p><p>- Werden die Daten und die Dokumentation der Referenzpopulation und der Tiere, von denen die Referenz-Samples stammen, zur Klärung veröffentlicht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Verbreitungsgebiet des Goldschakals umfasste ursprünglich Nordafrika, Asien und Südosteuropa. Seit den 1980er Jahren wandern Einzeltiere über den Balkan nach Westeuropa ein. In Italien, Deutschland, Österreich sowie in der Schweiz konnte die Existenz von Einzeltieren nachgewiesen werden. Obwohl sich der Lebensraum des Goldschakals mit demjenigen des Wolfes in vielen Gebieten überschneidet, gibt es keinerlei Hinweise für eine Hybridisierung zwischen den zwei Tierarten. Eine Verpaarung dieser Arten ist unwahrscheinlich, da der Wolf der wichtigste Feind des Goldschakals ist. In Gebieten mit Wolfsrudeln kommt es meist zur Abwanderung von Schakalfamilien.</p><p>Ein gewisser Grad der Verwachsung an den Fussmittelballen kann sowohl beim Goldschakal als auch beim Wolf auftreten und stellt somit keinen Hinweis für eine Hybridisierung zwischen Goldschakal und Wolf dar.</p><p>Für die genetischen Studien im Alpenraum wurden Daten der Referenzpopulationen und der untersuchten Tiere generiert, die in verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen bereits veröffentlicht wurden. Das Laboratoire de biologie de la conservation der Universität Lausanne unterhält eine Datenbank aller genetisch analysierten Wölfe, die seit 1998 in die Schweiz eingewandert sind. Zudem sind von allen untersuchten Wolfskadavern Gewebe- und Blutproben vorhanden.</p>