Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03354.jsonl.gz/2651

Hochgeachteter Herr Schultheiß!
Indem ich Ihnen die Zuschrift Fowler's in Beilage unter bester Verdankung der gef. Mittheilung derselben wieder zukommen lasse, erkläre ich mich mit den Äußerungen, welche Sie gegenüber Hrn. Gentili gethan haben, sowie mit Ihrer Ansicht, daß der Ausschuß wegen dieses Briefes von F. nicht einzuberufen sei, ganz einverstanden.
Hr. Gentili war gestern bei mir. Ich sprach mich in voller Übereinstimmung mit Ihren | Äußerungen gegen ihn aus. Es schien mir, daß er nunmehr finde, Hr. F. habe in einer Anwandlung von übler Laune einen einfältigen Brief geschrieben, daß auf eine Antwort Seitens des Comité's nicht mehr gedrungen werde, sondern daß Hr. F. unter Berufung auf Aufklärungen, die ihm mittlerweile von Comitémitgliedern gegeben werden, seinen Brief fallen laßen & das Exposé einsenden werde. Ich glaube, Gentili schreibe an F. in diesem Sinne & wolle die Antwort in Zürich abwarten.
Unser Ausschuß hat un| ter diesen Umständen, wie mir scheinen will, F. gegenüber eine lediglich exspectative Haltung zu beobachten.
Ich denke, Sie werden Hrn. Koller von der Mission nach Carlsruhe Mittheilung gemacht haben, den mir gef. mitgetheilten Brief K.'s werde ich Ihnen übersenden, sobald ich wieder im Besitze desselben bin. Hr. Dir. Stoll hat ihn in diesem Augenblicke bei Handen & ich kann nicht mit ihm conferiren, da ich mich für ein Paar Tage ins Belvoir eingeschlossen habe.
In ausgezeichneter Hochachtung
Ihr freundschaftlich ergebene
Dr A Escher
Belvoir
5 Febr. 67