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Federer setzte sich auf dem Centre Court gegen Nishikori, die Nummer 7 der Welt, mit 4:6, 6:1, 6:4, 6:4 durch und kam damit zu seinem 100. Einzel-Sieg in Wimbledon, dem 186. auf Rasen. Eine knappe Stunde später beendete Nadal seine Partie auf dem Court 1 gegen den Amerikaner Sam Querrey, die er mit 7:5, 6:2, 6:2 für sich entschied.
Nishikori hatte im Duell mit Federer den besseren Start erwischt, nach acht Minuten boten sich ihm bereits drei Breakbälle zur 3:0-Führung. Der Schweizer vermochte diese zwar abzuwehren, den ersten Durchgang aber nicht mehr zu drehen. «Der Beginn war brutal», sagte Federer. «Kei war der bessere Spieler, ich musste in meinem Spiel einige Anpassungen vornehmen.»
Der achtfache Champion vermochte zu reagieren und legte nach dem verlorenen ersten Durchgang den Schalter um. Er hatte bereits Mitte des ersten Satzes begonnen besser aufzuschlagen, und auch in die Servicegames des Japaners kam er besser rein. Mit zwölf gewonnenen Punkten in Serie legte Federer in der Startphase des zweiten Durchgangs den Grundstein zum Satzausgleich. «Diese frühe Führung war sehr wichtig», so Federer.
Auch im dritten und vierten Durchgang war der Schweizer der bessere Spieler. Die Partie drehte im siebten Game des dritten Satzes endgültig, als Federer mit einem brillanten Vorhand-Winner auf die Linie seinen vierten Breakball in diesem Game zur Führung nutzte. Im vierten Satz gelang ihm der Aufschlagdurchbruch zum 5:4, ehe er kurz danach seinen ersten Matchball zum Sieg verwertete.
Am Freitag kommt es nun zum von der Öffentlichkeit und den Zuschauern herbeigesehnten Duell mit Rafael Nadal, der gegen Querrey nur im ersten Durchgang ein paar heikle Momente zu überstehen hatte, letztlich aber ohne Probleme siegte. Es ist das 40. Duell zwischen Federer und Nadal, das vierte in Wimbledon. 2006 bis 2008 hatten die beiden drei Finals in Folge gegeneinander bestritten.
Sowohl Federer als auch Nadal versuchten, den Hype um das Duell der beiden Giganten etwas herunterzuspielen. «Die Partie ist für mich und wohl auch für Roger aber schon speziell», sagte Nadal. Zwar hatten sich die beiden erst vor einem Monat im Halbfinal am French Open in Paris duelliert, auf Rasen waren sie sich aber letztmals vor elf Jahren begegnet, als Nadal bei einbrechender Dunkelheit die Regentschaft Federers auf Rasen vorerst beendete und dessen sechsten Wimbledon-Sieg in Folge verhinderte.
Dass Federers jüngste Niederlage in Paris - die 24. insgesamt gegen Nadal - einen Einfluss auf das Duell vom Freitag haben wird, glaubt der Baselbieter nicht. Zuvor hatte er die vier Begegnungen gegen Nadal seit seinem Comeback Anfang 2017 für sich entschieden, so auch den Final am Australian Open 2017 über fünf Sätze. «Aber all das spielt keine Rolle», sagte Federer. «Es geht darum, wie er hier bislang gespielt hat und wie ich hier bislang gespielt habe.» Während Nadal von Beginn des Turniers an sehr beeindruckend agierte, legte Federer einen Steigerungslauf hin. «Wir sind beide in Form.»