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London. Um bei der Billg-Airline Geld zu sparen, nahm ich nur Handgepäck mit. Also den kleinsten Koffer genommen und Tetris-artig die zusammengerollten Shirts, Hosen und natürlich den Schopenhauer ineinander manövriert. Ich sitze übrigens gerade im Zug vom Flughafen zum Zentrum von London. "Schreibst du Tagebuch?", fragt der Kollege. Ich nicke. Also, wo war ich nochmal? Nachdem ich also bei meinem Koffer erfolgreich das Game Over vermieden hatte, gings los. Die Sicherheitskontrolle verlief relativ gut, auch wenn die Kolleginnen ihre Hair Conditioner, Handcremes und Co zurücklassen mussten und eine von ihnen sogar auf Drogen getestet wurde. Im Flugzeug genoss ich den Fensterplatz, einen Bloody Mary - passend zu meiner Bachelor-Arbeit - und ein Speck-Sandwich mit Ketchup, das erstaunlich lecker war. Als ich den Bloody Mary verschüttete, landete er zum Glück nur auf meinem Knie. Eine Live-Performance zum Thema Menstruation sollte meine Bachelor-Arbeit dann doch nicht werden.
Aus dem Fenster sah ich eine weiss-rote Linie. Die Linie bewegte sich und leuchtete grell. Es war eine Strasse. Eine mit verdammt viel Verkehr. Aber wieso waren die roten Lampen links? Ahh, Linksverkehr. Natürlich! Irgendwie landeten wir schliesslich in irgendeinem Zug und da sitze ich gerade. Auf der Ablage liegen Pappbecher, eine Zeitung, ein halb abgebissenes Sandwich, Wasserflaschen und so weiter. In der Schweiz werden die Züge auch bald so aussehen, wenn die SBB mit ihrem Trend weitermacht, in den Zügen die Mülleimer abzuschaffen.