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Hergestellt von Sony, Tokyo.
Im gleichen Gehäuse mit dem „Look“ eines Handsprechfunkgeräts wie der AIR-7 stellte Sony im Jahre 1987 den ICF-PRO70 / 80 als Scannerempfänger vor. Während es den ICF-PRO70 auch in einer postfrommen Variante gab, bekam der mit einem Konverter zum Empfang der VHF-Bereiche ausgestattete PRO-80 keine FTZ-Zulassung.
Beim Sony ICF-PRO80 handelt es sich um einen Scanner - Empfänger mit aufgestecktem Frequenzkonverter auch den VHF-Bereich von 115 bis 223 MHz und somit den Flugfunk- und 2 m - Amateurfunkbereich abdeckt.
Von der Bauform her hat das Gerät das Aussehen und die Abmessungen eines Handsprechfunkgerätes, es misst genau gleich wie der AIR-7 9 x 18 x 5 cm und bringt 650 g auf die Waage, der Konverter weitere 120 g.
Anstelle der knubblig-gummigen Gummiwendelantenne des AIR-7 kommt eine Teleskopantenne zum Einsatz, das unterste Glied ist mit goldgelben Kunststoff eingefasst. Die Antenne ist auf einer BNC-Buchse oben aufs Gerät aufgesetzt.
Das Gerät wird mit vier UM-3 Batterien, einem speziellen Sony-Akku, einem „Car Adapter“ oder mit einem center-negativen Netzteil mit der nötigen Betriebsspannung versorgt.
Für den auf den BNC-Antennenconnector aufgestecken Frequenzkonverter FRQ-80, auf den dann die Standardantenne aufgesetzt wird, sind zwei weitere UM-3 Batterien notwendig.
An der Geräteoberseite findet sich vorne links der als grüne Taste ausgeführte Hauptschalter, daneben der Lautstärke- und der Squelchregler, durch Eindrücken wird eine Tonblende mit Beschneiden der hohen Töne und beim Squelchregler eine Automatikposition aktiv. Mit dem äusseren Ring des Drehschalters zur Rechten wurden die vier Speicher„seiten“ abgerufen, ein innerer Ring dient zur Feinabstimmung zwischen den 5 kHZ-Schritten beim AM- und vor allem CW-Empfang.
In einer hinteren Reihe finden sich neben dem BNC-Antennenanschluss je eine Klinkenbuchse für Kopfhörer und Tonbandaufnahme.
Auf der Frontplatte findet sich oben das LCD-Display zur Frequenzanzeige und Betriebszustand / Scanning - Anzeige mit Markierungen für die zehn Speicherplätze, unten links eine rote LED zur Tuning - Anzeige.
Das Tastenfeld darunter wirkt auf den ersten Blick etwas unübersichtlich:
Die Taste DIRECT leitet die direkte Frequenzeingabe mit den Zifferntasten ein, die mit EXECUTE abgeschlossen wird, die gewünschte Station ertönt im Lautsprecher - oder ein „Try again“ weist auf Eingabefehler hin. Durch Drücken der ENTERtaste in der linken unteren Ecke und einer Zifferntaste wird die aktuelle Frequenz auf dem gewählten Speicherplatz abgelegt, durch erneuten Druck auf die Zifferntaste wird die gespeicherte Station wieder aufgerufen. Je nach Stellung des PAGE-Drehschalters werden die Plätze in der entsprechenden Speicherseite beschrieben (1 - 0bis9 / 2 - 0bis9 / etc.), das Gerät verfügt also über vierzig Speicherplätze Die Tasten + / - (SCAN) werden zum manuellen Abstimmen ausgehend von der aktiven Frequenz benötigt, über einen manuell zu bedienenden Tuning-Knopf verfügt der ICF-PRO80 nicht.
Durch längeren Druck auf die SCAN - Tasten (+ / -) wird ein automatischer Suchlauf aktiviert, durch erneuten Tastendruck stoppt das Scanning. Die Suchlaufschwelle wird mit der Einstellung des Squelch-Knopfs festgelegt. Ob die Scanfunktion beim nächsten empfangswürdigen Signal stehen bleibt (SCAN 1), nach 2 Sekunden weiterläuft (SCAN 2) oder beim nächsten Signal stehenbleibt und automatisch weiterläut, wenn der Träger nicht mehr da ist (SCAN 3) kann mittels der gelben Funktionstaste und den Zifferntasten 1 - 3 festgelegt werden. Um einen gewissen Bereich zu scannen, wird die Startfrequenz durch Druck auf FUNCTION / DIRECT und die Endfrequenz mittels FUNCTION / EXECUTE festgelegt, Mittels FUNCTION + 0 wird der Suchlaufmodus eingestellt und mit Druck auf die SCAN-Taste gestartet.
Durch Tastendruck auf die Memory-Scan - Taste springt der Empfänger zum nächsten Speicherplatz, ein längerer Tastendruck lässt ihn automatisch alle eingespeicherten Frequenzen durchlaufen. Durch Einsatz der Taste PROGRAM können die Speicher auf den verschiedenen Seiten hintereinander dem Suchlauf zum Scannen übergeben werden. Der Empfänger kann auch im laufenden Betrieb einen Prioritätskanal automatisch abhören, dazu wird die entsprechende Frequenz aufgerufen und dann gleichzeitig PRIORITY + die Speichernummer gedrückt, die Frequenz wird nun alle 3 Sek. auf Aktivität untersucht.
Mit der FUNCTIONstaste und einer Zifferntaste 4, 5, 7, 8 , 9 kann die Betriebsart gewählt werden, der Empfänger verfügt über zwei AM-Filter und FM-wide und narrow, lediglich die Veriante 3 des Empfängers ist nicht mit Schmalband-FM ausgerüstet. Beim SSB/CW-Betrieb kann mit dem FINE Regler die CW-Tonhöhe reguliert resp. feinabgestimmt werden. In den Betriebsarten AM-W und AM-N muss die Feinabstimmung mit FUNCTION + 6 aktiviert werden. Im Mittelwellenbereich sollte auch der Schalter im Batteriefach zur Wahl des 9 / 10 kHz-Kanalrasters richtig stehen.
Der Frequenzkonverter FRQ-80 wird auf den Antennensockel aufgesteckt. Der Schalter im Batteriefach soll zum Betrieb auf SHIFT stehen, nach Aufstecken des Konverters wird im Display ein [S] angezeigt. Nach Druck auf PROGRAM + DIRECT beginnt diese Anzeige zu blinken, nun muss die Konverterfrequenz 1 - 1 - 5 - 0 - 0 - 0 eingegeben werden, nach Druck auf EXECUTE wird die korrekte Empfangsfrequenz im Empfängerdisplay angezeigt. Mit installiertem Konverter kann der Empfänger wie gewohnt abgestimmt werden, es müssen stets sechs Stellen eingegeben werden, also auch nachfolgende Nullen. Die Speicher- und Scan-Betriebsarten bleiben sich in der Bedienung gleich.
Der Konverter ist mit einem - 30 dB-Abschwächer und einem HF-Filter für die Bereiche 115-174 und 174-223 MHz ausgestattet, beim Scanbetrieb sollte die Frequenz 174 MHz möglichst nicht überstrichen werden, da die Empfangsqualität je nach Stellung des Filterschalters beeinträchtigt wird.
Der kleine Lautsprecher findet sich unten auf der Frontplatte, er ist mit HI SCAN beschriftet, so kann der ICF-PRO70/80 auf Distanz vom AIR-7 unterschieden werden.
Der Sony ICF-PRO80 nimmt als Handscanner mit Abdeckung der Flugfunkbereiche und des 2 m Amateurbands eine Sonderstellung in Sony's Produktepalette ein. Auch wenn es heute viel leistungsfähigere Handscanner mit grösserer Frequenzabdeckung und ausgefeilterem Speichermanagement gibt, so ist es doch ein spezielles Erlebnis, den Amateurfunkverkehr auf 2 Metern mit dem kleinen Sony zu verfolgen.
Als Sammlerstück gibt der PRO80 mit dem Frequenzkonverter natürlich mehr her, als der einfachere PRO70 mit der Abdeckung nur der AM-Bereiche und des UKW-Bands, auch wenn die FTZ-Version davon ähnlich einer selten am Schalter verkauften Briefmarke seltener sein dürfte.
Doppelsuper, digitale Frequenzsynthese (PLL)
Das Gerät ist halbleiterbestückt.