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That concert performances of opera can be just as dramatic as staged productions was triumphantly demonstrated in Cologne, where Semyon Bychkov conducted his WDR Sinfonieorchester and the WDR (West German Radio), NDR (North German Radio) and Prague Chamber Choir in Wagner’s Lohengrin, with substantially the same cast as he will conduct at Covent Garden in April next year. The shimmer of the WDR strings in the Act I prelude, the majesty of the fan-faring trumpets - positioned in galleried boxes above the orchestra in Cologne’s amphitheatre-style Philharmonie for the Act II wedding ceremony - and the festive massed brass for the famous Act III prelude have rarely sounded more thrilling. The choral singing was breathtaking.
The soloists, too, could hardly have been bettered, and whetted the appetite for the Royal Opera’s revival. The chunky South African tenor Johan Botha may not be the shimmering swan-knight of the mind’s eye, but I doubt that anyone today sings Lohengrin with his combination of virile, heroic tone and ethereal musicality. Petra Lang’s vampishly “acted” but subtly sung Ortrud and Falk Struckmann’s strutting, stentorian Telramund teetered on the precipice of pantomime villainy, but raised goose pimples with their exciting voices. Eike Wilm Schulte sang a peerless Herald, but the big surprise was the Swiss soprano Marion Ammann, a last-minute substitute as Elsa, with her plangent vocalism and clarity of diction. This wonderful performance reminded me what an astonishing masterpiece Lohengrin is. For once, one didn’t have to worry about the hero’s arrival by swan. This was Wagner stimulating the imagination as few staged productions do or can.
The Sunday Times
...Auch die Elsa war neu: die gertenschlanke, bildhübsche, gross gewachsene Schweizerin Marion Ammann, eine junge Fürstin vom Scheitel bis zur Sohle. Auch sie eine perfekte Lyrikerin mit klarem, schlanken jugendlich-dramatischem Sopran, dessen sichere Führung bis in die leuchtenden Höhen ideal zu der Rolle der Träumerin mit dem unerschüttlichen Wunderglauben passt. Eine Aura von Poesie umgibt sie. Wunderschön geriet denn auch das erste Zusammentreffen von Lohengrin und Elsa. Sie sehen einander an, es "funkt" sichtlich zwischen den beiden. Fast ungläubig, dass es dieses "Für-einander-Bestimmtsein" in Wirklichkeit gibt, berührt sie ihn sanft am Arm, um sich zu vergewissern, dass der schöne Ritter aus Fleisch und Blut ist, und zuckt mit der Hand gleich wieder zurück. Doch da fasst er ihre zweite Hand mit der seinen und das Glück scheint vollkommen: Das innig gesungene "Elsa ich liebe dich" kam nicht von ungefähr. Man hätte sich den Fortbestand des Glücks gewünscht...Diesmal ist (im Gegensatz zu Tristan und Isolde am Vorabend) der Applaus enthusiastisch, der Jubel gleichsam vorprogrammiert.
Sieglinde Pfabigan 6/2010 der neue Merker
… even if Anne Schwanewilms had to pull out at the last minute. MARION AMMANN, her replacement as Elsa, was a worthwhile find, her fey otherworldliness and sweet lustre creating an aura of fragile innocence that suits the part…
Andrew Clarke, Financial Times May 31 2008
...Johan Botha sang Lohengrin like a man possessed. His graduation of tone-colour, his effortlessly controlled soft singing and his heroic outbursts of ecstasy in "In fernem Land" and the rapture of "Mein lieber Schwan" held the audience enthralled. His Elsa... MARION AMMANN from Basel, this relatively unknown soprano won every heart with her pure, lyrical tone and touching personification of the role. Not a note was false or out of place, and her duet with Lohengrin was a highlight even among so many others...S. Bychkov will conduct Lohengrin at Covent Garden next year with largely the same cast. Start queueing now.
Michael Kennedy, Opera, September 2008
„Romantische Oper in drei Aufzügen“ nannte Richard Wagner seinen „Lohengrin“, und man hat den Eindruck in der noch jungen Leipziger Inszenierung von Steffen Piontek,die im März wieder aufgenommen wurde, als ginge es ihm um eine exemplarische Darstellung der romantischen Dimensionen dieses Werkes.
...Das ungewöhnliche und heutzutage ungewohnte Konzept dieser Inszenierung stand und fiel jedoch mit den guten bis hervorragenden Leistungen der drei Protagonisten Stefan Vinke als Lohengrin, MARION AMMANN als Elsa und Lioba Braun in der Rolle der Ortrud.
Es sieht ganz so aus, dass Stefan Vinke, Mitglied des Leipziger Ensembles, sich mit seinen erst 40 Jahren zu einem bedeutenden Wagner-Tenor entwickelt. Gegenüber seinem Siegfried im Carsen- „Ring“ an der Kölner Oper im März 2006 hat er sich in Diktion und Phrasierung stark verbessert und überzeugt auch durch eine gute Intonation, z.B. bei „Heil dir, Elsa! Nun lass vor Gott uns gehen!“ Vinke hat die für den Lohengrin wünschenswerte tenorale Strahlkraft, die immer wieder auch von schönstem Legato begleitet wird - so in einer betörenden „Taube“ der Gralserzählung und beim finalen Abgesang an den Schwan. Hier und da schöpfte er die letzten Dimensionen der Höhen der Partie noch nicht ganz aus - aber es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis auch das gelingen wird.Darstellerisch bot Vinke mit der jugendlichen
Marion Ammann ein einnehmendes und glaubwürdiges Paar. Sie bestach vor Anfang an mit einer akzentuierten - vermutlich selbst gestalteten - Personenregie und belebte so den 1. Aufzug auf angenehme Weise. Ihr klangvoller Sopran verleiht jeder Note der Elsa Farbe und Ausdruck, die Höhen gelingen problemlos. Dazu kommt ein differenziertes Mienenspiel und eine Authentizität in der Darstellung, die ihren Höhepunkt in der dramatischen Auseinandersetzung mit Lohengrin im „Brautgemach" erreicht.
Diese hat der Bühnenbildner auf einzigartige Weise gelöst und somit die nur allzu oft an
Kitsch grenzende Optik des Ehebettes vermieden. Er zeigt auf einem Paravant ein
herrschaftliches Schlafzimmer im Empirestil, welches in der Mitte langsam durch einen
gleissenden Lichtbalken getrennt wird, in dem sich die Auseinandersetzung von Lohengrin und Elsa bis zum Fall Telramunds abspielt… Diese virtuelle Gestaltung der Brautgemachszene gehört sicher zu den Stärken dieser Inszenierung...
LIOBA BRAUN setzte mit ihrem eher hellen, aber charaktervoll farbigen Mezzo starke Akzente als Ortrud, sicher momentan eine ihrer besten Rollen im Wagner-Fach. Selbst die schwierigen „entweihten Götter“ gerieten noch klangvoll, und sie zeigte eindrucksvoll die vielen Facetten sowie die Verführungskunst der Friesenfürstin.
AXEL KOBER leitete das GEWANDHAUSORCHESTER, das nicht zuletzt durch eine sehr tiefe Lage im Graben einen pastosen und runden Ton entwickelte, der bestens mit dem
romantischen Geschehen auf der Bühne harmonierte. Schon im Orchestervorspiel wurde deutlich, dass es Kober um viel Transparenz und lyrische Facetten ging, was von der guten Akustik des Hauses begünstigt wurde.
Klaus Billand, Der Neue Merker, Wien
Fesselnder Lohengrin
...vor allem musikalisch war dieser Lohengrin ein fesselndes Eriegnis...Clemens Bieber in der der Titelpartie bezauberte als warmer, mehr lyrischer Tenor, der zu Herzen ging. Marion Ammann war als Elsa mit modulationsfähigem, ausdrucksstarkem Sopran stimmlich exzellent und darüberhinaus eine Augenweide. Als Ortrud klang Yumi Koyami stellenweise in der Höhe etwas schrill. Bühnenpräsent wie gewohnt und mit voluminösem Bass Hans Sotin und auch Jukka Rasilainen
13.6.2010 nachrichten.at