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Schwarztee ist der Lieblingstee von vielen Tee-Fans. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Herstellung, Zubereitung, Koffeingehalt und Geschichte dieses feinen Tees.
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Was ist schwarzer Tee
Schwarztee besteht aus vollständig oxidierten Teeblättern. Dies im Gegensatz etwa zu grünem Tee, bei dem die Oxidation nicht erwünscht ist. Schwarztee entstand gemäss chinesischen Ursprungserzählungen um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Als während einer Belagerung die Teeproduzierenden im Dorf Tongmu ihren Grüntee nicht rechtzeitig verarbeiten konnten, oxidierten die Blätter. Damit war der erste schwarze Tee, Lapsang Souchong, entstanden. Entgegen den Erwartungen, dass sich dieser Tee kaum verkaufen liesse, konnte er zu einem guten Preis ins Ausland verkauft werden.
Schon in dieser Ursprungserzählung sieht man, dass schwarzer Tee in China stark mit dem westlichen Ausland verbunden ist und dass er im Vergleich zu Grüntee eher als sekundär gesehen wird. Aber auch wenn die Assoziation von Schwarztee mit dem Westen bis heute in China noch stark ist, so hat schwarzer Tee in China in der letzten Zeit einen Aufschwung erlebt. Und so gibt es heute eine Vielzahl an köstlichen und sorgfältig verarbeiteten Schwarztee aus verschiedenen Teeanbaugebieten Chinas.
Natürlich gibt nicht nur in China schwarzen Tee. Es viele ausgezeichnete Schwarztees aus aller Welt. Die Produktion von schwarzem Tee wurde insbesondere durch das britische Kolonialreich nach Indien, Sri Lanka und Kenia gebracht. Weniger bekannte Produktionsländer von schwarzem Tee sind auch Japan, Korea und Vietnam.
Schwarztee Herstellung
Grundsätzlich besteht die Verarbeitung von schwarzem Tee aus folgenden Schritten: Pflücken, Welken, Rollen, Oxidieren und Trocknen. Je nach Schwarztee-Sorte pflückt man die Teeknospen, nur die jungen Blätter oder Triebe mit einer Knospe und ein bis zwei Blättern. Das Welken macht die Blätter weich für das anschliessende Rollen. Das Rollen ist deshalb wichtig, weil dadurch Zellwände aufgebrochen werden und so das ganze Blatt oxidieren kann. Durch die Oxidation werden die Blätter dunkelrot bis dunkelbraun und der Geschmack ändert sich. Ist die Oxidation abgeschlossen, können die Blätter getrocknet werden.
Schwarztee Sorten
Es gibt unzählige Schwarztee-Sorten. Hier stellen wir dir die bekanntesten vor.
Schwarztee China
Lapsang Souchong (Zhengshan Xiaozhong, 正山小种) und Jin Jun Mei (金骏眉)
Lapsang Souchong ist nicht nur einer der weltweit bekanntesten Schwarztees, sondern wird auch als der erste schwarze Tee überhaupt angesehen.
Keemun (Qimen, Qimen Hongcha, 祁门, 祁门红茶)
Dianhong (Yunnan Schwarztee, Yunnan Black, 滇红)
Dianhong ist einer der klassischen Yunnan-Tees, wenngleich er eine vergleichsweise kurze Geschichte hat. Mehr über die Hintergründe, Zubereitung und Herstellung erfährst du in unserem Lexikon-Artikel.
Schwarztee Indien
Darjeeling
Tee aus dem Distrikt Darjeeling in Westbengalen ist weltbekannt. Anders als andere Teesorten ist „Darjeeling“ eine geografische Bezeichnung und keine Teesorte. Zwar werden in Darjeeling verschiedene Teesorten angebaut wie z.B. Oolong, weisser und grüner Tee. Der Klassiker ist aber Darjeeling Schwarztee.
Assam
Assam Tee ist benannt nach dem Bundestaat im Nordwesten Indiens. Wie Darjeeling ist auch Assam eine geografische Bezeichnung, die sich auf verschiedene Teesorten beziehen kann. Die bekannteste Teesorte ist aber Schwarztee.
Schwarztee Mischung
Die bekanntesten Mischungen mit schwarzem Tee sind Earl Grey und English Breakfast Tea. Erfahre mehr darüber in unserem Artikel über Schwarzer Tee Mischung!
Welcher Schwarzer Tee ist am besten
Natürlich hängt es von deinem persönlichen Geschmack ab, welchen Schwarztee du am liebsten trinkst. Bei chinesischen Schwarztees achte darauf, dass der Tee aus vollständigen Blättern besteht, da Tee aus Blattbruchstücken von geringerer Qualität sind. Magst du eher fruchtige Tees, dann kannst du einmal Lapsang Souchong ausprobieren. Wenn du lieber malzige und intensive Tees trinkst, probiere doch unseren feinen Dianhong Schwarztee! Unter den indischen Schwarztees ist der Darjeeling ein besonders delikater Schwarztee, während Assam für seinen kräftigen Geschmack berühmt ist.
Schwarzer Tee Zubereitung
Um schwarzen Tee zubereiten zu können, giesst man am besten bei relativ heissem Wasser um die 90°C auf. Wenn du einen grossen Teekrug benutzt, dann reicht eine Menge von knapp einem Gramm pro 100ml aus. Für den Aufguss im Gongfu-Stil mit Gaiwan oder kleinem Krug nimmst du je nach Vorliebe 3-5 Gramm. Mit dieser Aufgussart kannst du mehrere Aufgüsse machen – bei qualitativ hochwertigen Tees bis zu zehn.
Schwarzer Tee Ziehzeit: Wie lange muss schwarzer Tee ziehen
Schwarztee Ziehzeit unterscheidet sich stark nach Art des Tees und persönlicher Vorliebe. Schwarztee Teebeutel sind schon nach einer Minute trinkbereit und sehr stark. Tee aus losen Blättern ist weniger intensiv, hat dafür feinere Aromen. Bei einem Aufguss im Gongfu-Stil reicht pro Aufguss eine Ziehzeit von ca. 30 Sekunden.
Schwarzer Tee mit Milch & Zucker
Schwarzer Tee mit Milch und Zucker ist typisch für englischen Tee. Besonders Tees wie Assam und English Breakfast Tea oder auch die chinesischen Sorten Lapsang Souchong und Keemun passen geschmacklich gut zu Milch und Zucker.
Schwarzer Tee mit Zitrone
Eine typische Kombination der englischen Teekultur ist schwarzer Tee mit Zitrone. Besonders Earl Grey, ein Schwarztee mit Bergamotte, eignet sich für diese Mischung.
Schwarzer Tee & Koffein: Wieviel Koffein hat Schwarztee?
Es ist schwierig allgemein zu sagen, wieviel Koffein Schwarztee hat. Der Koffeingehalt im Tee hängt von vielen Faktoren ab: Die Wachstumsbedingungen der Teepflanze, die Teepflanze selber, die verwendeten Pflanzenteile (Blätter oder Knospen), die Verarbeitung und schliesslich auch die Zubereitung. Für mehr Details, lies dir unseren ausführlichen Artikel über Koffein im Tee durch!
Ausserdem findest du in diesem Artikel Tipps, wie du bei der Zubereitung Koffeingehalt senken kannst! Diese sind auch noch einmal zusammengasst in diesem Video: