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Aktuelle Doktorierende und ihre Projekte
About Ricardo Augusto Arakaki:
Ricardo Augusto Arakaki was born in Brazil in 1977, and graduated in Design and in Theology with a master's degree in Religious Sciences. He works as a pastor. Since 2017 he participates in the doctoral program in Theology of the University of Basel, in the area of Intercultural Theology, under the guidance of Prof. Dr. Andreas Heuser. He is married to Tatiana and father of Rian and Manuela.
About the Project:
Ricardo Augusto Arakaki's research project is entitled, "Pulpit and public - the shape of Public Theology in contemporary Brazilian Baptist Sermons”, and analyses sermons preached in Brazil in 2016, the peak year of the last political and economic crisis of the country. Utilizing a Content Analysis methodology and having as theoretical perspective the concepts of Public Theology, especially how it has been developed in the Brazilian context with its emphasis on public participation in a democratic society, this dissertation project seeks to provide a short contribution to the little explored debate on the relation between contextual Public Theology and sermons preached in the Baptist churches in Brazil.
Zur Person:
Tabea Eugster-Schaetzle ist 1986 in Zürich geboren, hat sich nach Lehre und Matura zur Sozialdiakonin ausbilden lassen, war 6 Jahre am Basler Münster für und mit Kindern und Jugendlichen unterwegs, hat Theologie in Basel studiert, ist seit 2020 Doktorandin, engagiert sich u.a. für einen Quartiertreffpunkt und beim SRK, verbringt ihre freien Stunden mit ihren drei Töchtern, im Wald, unterm Sternenhimmel…
Zum Projekt:
"Ökumenische Perspektiven auf Konvivialität in prekären Kontexten. Eine qualitativ-empirische Studie (Arbeitstitel)"
Das Dissertationsprojekt ist Teil der SNF-Studie «Conviviality in Motion: Practices and Theologies in Multiethnic Christian Communities».
Meine Arbeit untersucht u. a. die Frage, wie in diversen Gemeinden Zusammengehörigkeit entsteht angesichts der unterschiedlichen Alltagsrealität von Migrant:innen und Schweizer:innen – z.B. in Bezug auf den Aufenthaltsstatus oder die wirtschaftliche Situation. Dazu wird eine empirische Studie in zwei Gemeinden durchgeführt, welche eine hohe Migrationssensibilität verbindet, die aber strukturell und theologisch unterschiedliche Profile aufweisen. Insbesondere werden die gemeinsamen Linien und je eigenen Positionen im Hinblick auf die Theologien und Praxen der Konvivialität untersucht.
Ich bin 1986 in Zürich geboren, liess mich nach Lehre und Matura zur Sozialdiakonin ausbilden, war 6 Jahre am Basler Münster für und mit Kindern und Jugendlichen unterwegs, habe Theologie in Basel studiert, bin seit 2020 Doktorandin, engagiere mich für einen Quartiertreffpunkt, beim SRK und für foodsharing, verbringe meine freien Stunden mit meinen drei Töchtern, im Wald, unterm Sternenhimmel…
Zur Person:
Kyuseon Jin stammt ursprünglich aus Korea. Dort wurde er als Pfarrer ordiniert. Heute lebt er mit seiner Frau und seiner Tochter in Deutschland. Er betreibt den Youtube Kanal 진목 TV, auf dem er Themen rund ums Christentum bespricht. Ausserdem arbeitet er als Übersetzer zentraler theologischer Texte vom Englischen und Deutschen ins Koreanische.
Zum Projekt:
Kyuseon Jins aktuelles Forschungsprojekt befasst sich mit der Kritik Immanuel Kants und Albrecht Ritschls an der traditionellen Erbsünden Lehre und ihrem jeweiligen Neuentwurf derselben. Dabei soll zentral Kants Konzept des Radikal Bösen thematisiert werden, und die kritische Auseinandersetzung und Rezeptionen dieser Idee durch Ritschl. Dieses vergleichend arbeitende Forschungsprojekt soll die Fruchtbarkeit des Dialogs zwischen Philosophie und Theologie anhand des Beispiels der Erbsünde nachvollziehen und verdeutlichen.
Zur Person:
Lisa Ketges ist in Deutschland geboren und in der Welt daheim. Bisherige Stationen waren Wuppertal, Marburg, Stellenbosch (Südafrika) und Göttingen. 2019 hat sie den Magister der Theologie abgeschlossen. Sie ist Teil des SNF-Forschungsprojektes «Conviviality in Motion». Sie liebt Basel und den Rhein und fährt gerne Bahn und Velo.
Zum Projekt:
Mit- statt nebeneinander: Wie gelingt es «interkulturellen» Gemeinden, als Verschiedene eine Gemeinschaft zu sein? Welche visionären, grenzüberschreitenden Theologien und Praktiken sind wichtig.
Als empirisches Forschungsprojekt werden zwei «interkulturelle» Gemeinden in Deutschland erforscht. Zwei Aspekte spielen dabei eine besondere Rolle: Ästhetik und Bildung.
In der Lücke zwischen Vision und Realität geht um eine erfahrungsgesättigte, produktive Verbindung von Visionen und Praktiken des Zusammenlebens, die es für eine diversitätssensible praktisch-theologische Ekklesiologie braucht.
Zur Person:
Tobias Meihofer (Jahrgang 1984, verheiratet, drei Kinder) studierte nach einer kaufmännischen Laufbahn Theologie in Basel. Gegenwärtig ist er Doktorand im Fachbereich Systematische Theologie/Dogmatik (Professur Bernhardt) an der Theologischen Fakultät der Universität Basel und Lektor beim Theologischen Verlag Zürich (TVZ).
Zum Projekt:
"Schrift als Autorität. Eine systematisch-theologische Studie zur Verständigung des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen über die Geltung der Heiligen Schrift (Arbeitstitel)"
Die vom SNF geförderte Untersuchung fragt nach der normativen Bedeutung der Heiligen Schrift in einer konfessionsvergleichenden Perspektive. Die Ausgangslage bildet das Abschlussdokument einer zwölfjährigen Studie des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen, welche unter dem Titel «Verbindliches Zeugnis» (drei Bände, 1992–1998) erschienen ist. Das Promotionsvorhaben unterzieht den darin prominent vertretenen Begriff der «Schriftautorität» einer konstruktiven Problematisierung und eruiert dessen Anwendbarkeit auf die schriftliche Gestalt eines Offenbarungszeugnisses.
About Katharina Merian
Katharina Merian (*1990) studied theology, religious studies, and history in Basel, Zurich, and Rome. She completed her learning vicariate in Basel and was ordained in 2018. She is interested in liberation and political theologies, and Ignatian spirituality.
About the Project
Building on Johann Baptist Metz's political theology, the doctoral thesis discusses memories about Marielle Franco as "dangerous memories" that shed a critical light on the present. Marielle Franco (1979-2018) was a black lesbian/bisexual human rights activist from a favela and, since 2017, a city councilor of Rio de Janeiro. Her murder on 14 March 2018 provoked worldwide outrage and protests. The work's central thesis is that the hope associated with Marielle Franco during her lifetime was not destroyed by her murder but transformed. It lives on today in many new "Marielles," which can be considered a form of resurrection.
Zur Person:
In meinem Studium an den theologischen Fakultäten Basel und Freiburg i.B. folgte ich v.a. meinen wachsenden Interessen an den Spielarten der interkonfessionellen sowie interreligiösen Ökumene und an der dialektischen, v.a. aber hermeneutischen Theologie. Während meines Doktorats verknüpfe ich dieses Vorwissen mit den Entwicklungen bezüglich der interkulturellen Öffnung. Ein weiterer neuer Schwerpunkt ist die Verwendung von religionsempirischen Forschungsmethoden.
Zum Projekt:
«Nicht mehr nur sich selbst genügen!» Dieser Slogan treibt Landeskirchen im ganzen deutschsprachigen Raum um und dazu an strukturelle Veränderungen voranzubringen, die interkulturelle Öffnung ermöglichen und unterstützen. In meinem Promotionsprojekt untersuche ich diese Entwicklungen im Kontext der Badischen Landeskirche. Den Schwerpunkt der Untersuchung bildet dabei die Analyse eines interkulturellen Kirchenzentrums. In diesem leben, feiern und gestalten fünf Gemeinden verschiedener Herkunft, Grösse, Struktur und Sprache in den gleichen Räumen Gottesdienste und Gemeindeleben. Wie kann aus einem Mietverhältnis (professionelle) Freundschaft und produktive Leidenschaft für eine gelebte interkulturelle Ökumene entstehen? Welche theologischen Motive und Narrative treten in den verschiedenen Settings auf und welche Rolle spielen sie im Zusammenleben? Welche sogenannte Coping-Strategien wurden entwickelt, um mit Herausforderungen zu bewältigen? Im Rahmen eines qualitativ-empirischen Forschungsdesign, das sich der Methodologie der reflexiven Grounded Theory und der Sequenzanalyse bedient, gehe ich diesen und weiteren Fragen nach. Auf der Grundlage der empirisch erhobenen Daten innerhalb der nächsten zwei Jahre soll eine Studie mittlerer Reichweite entstehen, die sowohl eine detaillierte Analyse des Kirchenzentrums, als auch Erkenntnisse grösserer Reichweite liefern soll.
About Samuel Sarpaning:
Samuel Sarpaning is a Ph.D. candidate in intercultural theology at the University of Basel under the supervision of Prof. Dr. Andreas Heuser. The title of his thesis is “Appropriation and Adaptation of the Christ-Event: An Examination of Akan Concept of Okra Towards Conceptualizing Nananyamekra as a New Christological Model Within the Ghanaian Context” .
About the Project:
Samuel Sarpaning's current research is a constructive contribution to the ongoing contextual expression of the Christian faith through the use of African religious thought forms and philosophical ideas. The research seeks to explore the notion of okra (life-force) among the Akan of West Africa, to ascertain whether it can form the basis for articulating a contextual Akan Christology. This will involve a constructive philosophical and theological investigation of the Akan okra and its implications for Christological reflections and learning. The ultimate aim is to offer contemporary Akan Christians with applicable indigenous knowledge to conceive and respond to the Christian faith within their context.
Zur Person:
Mathias Tanner, lic. sc. theol., Jahrgang 1979, ist Assistent am Institut für Empirische Religionsforschung der Universität Bern und Migrationsbeauftragter bei den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Religion, Konflikt und Frieden; interreligiöse Beziehungen, interreligiöse Friedensförderung; Muslime in der Schweiz.
Zum Projekt:
Das Thema der Dissertation ist interreligiöse Friedensförderung. Ich untersuche interreligiöse Friedensförderungsinitiativen in einem religionsbezogenen Gewaltkonflikt in der Stadt Jos in Nigeria. Im Konflikt zwischen christlich und muslimisch geprägten ethnischen Gruppen geht es um den Zugang zu Macht und Ressourcen. Ich untersuche, welche Auswirkung Friedensförderungsinitiativen (z.B. in den Bereichen Dialog, Sport, Landwirtschaft) auf die Beziehungen zwischen den Teilnehmenden haben. Die Untersuchung trägt zur wissenschaftlichen und praktischen Diskussion um die Stärken und Schwächen von interreligiösen Friedensförderungsinitiativen bei.
kürzlich abgeschlossene Dissertationen an der Theologischen Fakultät
Zur Person:
Delphine Conzelmann ist seit 2018 Assistentin am Lehrstuhl für Kirchengeschichte. Geboren und aufgewachsen in Basel, hat sie auch hier ihr Bachelorstudium absolviert. Ihren Master in Theologie hat sie dann am Princeton Theological Seminary (USA) mit dem Schwerpunkt in Systematischer Theologie abgeschlossen. Während des Studiums hat sie sich stets auch in verschiedenen Feldern ausserhalb der Universität betätigt, und durfte so Erfahrungen in der Kirche, in der Pflege und längere Zeit auch im Journalismus sammeln. Ihr Interesse ist es, Überlegungen und Konzepte aus der akademischen Theologie für die Gesellschaft fruchtbar zu machen.
Zum Projekt:
In ihrem Forschungsprojekt befasst sich Delphine Conzelmann mit dem Zisterziensermönch Wilhelm von St. Thierry (1075-1148). Als scharfer Kritiker der gerade aufkeimenden scholastischen Theologie, wurde Wilhelm lange Zeit als konservative, ja gar reaktionär, dargestellt; als letzter Vertreter einer aussterbenden Art. Seine Allegorie-affinen Bibelkommentare, seine gewagten Texte zu Themen der Gottesliebe und Pneumatologie, und seine vehemente Verteidigung der monastischen Reformen sprechen jedoch eine andere Sprache. Sie zeigen einen originellen Denker mit der festen Überzeugung, dass kirchliche Tradition keineswegs veraltet ist, sondern durch seinen Bezug zur göttlichen Offenbarung stets neue Impulse für Gemeinschaft und Gesellschaft gibt. Das Dissertationsprojekt widmet sich dieser positiven Neudeutung der Wilhelminischen Schriften, und setzt sich mit dem Spannungsfeld von Autoritätsglauben und innovativen Kräften auseinander, welches sich aus dem Lebenswerk Wilhelms ergibt.
About Katherine Kunz:
Katherine Kunz is a doctoral student in Practical Theology at the University of Basel. Her dissertation explores understandings of home and migration in the context of a church-based refugee program in Basel. She holds an M.A. in Art and Religion from the Graduate Theological Union and an M.Div. from Pacific School of Religion, both in Berkeley, California, and a B.A. from The Ohio State University in Columbus, Ohio.
Her publications include “Benedictine Spirituality and the Land” in the OCHRE Journal of Women's Spirituality and “Responding to the Loss of Home: Perspectives and Practices of Refugees in the Context of the Projekt DA-SEIN in Basel (Switzerland)” with Dr. Andrea Bieler, in Religion and Migration: Negotiating Hospitality, Agency and Vulnerability. Research interests include: Migration and Religion, Home and Theology, Religion and the Arts, Empirical Research, Practical Theology, Post-colonial Theology, and Diversity, Equity, and Inclusion.
Katherine currently lives with her husband in California, USA, where she also works as a consultant in higher education. Katherine Kunz has previously worked as a youth minister, higher education administrator, and non-profit consultant.
About Dissertation:
Dissertation: "Being Here: An Ethnographic Study of Asylum-Seeking and Home at Projekt DA-SEIN, Offene Kirche Elisabethen, Basel, Switzerland"
This dissertation is an ethnographic exploration of asylum-seeking, the role of churches in refugee outreach, and how home is remembered, created, and understood. The ethnographic research, including formal and informal interviews, participant observations, and document analysis, was conducted between February 2018 and January 2019 at the Offene Kirche Elisabethen (OKE), an ecumenical City Church in Basel, Switzerland. In 2015 the church started a program for refugees and asylum-seekers called Projekt DA-SEIN. DA-SEIN roughly translates as “being there” and provides a place for asylum-seekers and refugees to gather, share a meal, and meet other refugees and Swiss volunteers. The program hopes to provide a “piece of home” while asylum-seekers navigate life in Switzerland and wait for the results of their asylum applications. This dissertation project explores the following research questions: 1) How has the Offene Kirche Elisabethen responded to those who have left their homes and arrived in Basel as asylum-seekers? 2) How do asylum-seekers who participate in Projekt DA-SEIN describe and define the home they left? 3) How do asylum-seekers at Projekt DA-SEIN find a new home in Basel and at Projekt DA-SEIN? Through these questions I engage post-colonial perspectives, congregational theology, and philosophies of home and belonging.
Helge Bezold
Nach dem Studium in Berlin, Heidelberg und Princeton hat Helge Bezold an den Universitäten Frankfurt am Main und Giessen Altes und Neues Testament unterrichtet. Zugleich ist er Mitarbeiter im SNF-Projekt «Transforming Memories of Collective Violence in the Hebrew Bible». Seine Lehrtätigkeit wurde 2019 mit dem universitätsweiten Credit Suisse Award for Best Teaching in der Kategorie «Future Talents» ausgezeichnet. Darüber hinaus versucht Helge Bezold, seine Forschungen zur Gewalt im AT durch Vorträge und Interviews auch in Kirche und Gesellschaft einzubringen.
Vernichtung und Vergeltung. Entstehung, Kontextualisierung und Rezeption kollektiver Gewalt in den Estererzählungen
Das Dissertationsprojekt untersucht Entstehung, Kontextualisierung und Rezeption der im Esterbuch erzählten gewaltvollen Vergeltung der Judäer an ihren Feinden als Reaktion auf deren geplante Vernichtung (Est 3.8–9). Diese aussergewöhnliche Darstellung kollektiver Gewalt wird vor dem Hintergrund aktueller Forschungen zur judäischen Literatur aus hellenistischer Zeit analysiert. Die zentrale These lautet, dass sich das Esterbuch am besten als Produkt der Hasmonäerzeit (2. Jh. v.u.Z.) verstehen lässt. Gewaltsame Bedrohungen durch fremde Mächte, aber auch Chancen zur eigenen Gewaltausübung werden in der Estererzählung in die Perserzeit rückprojiziert und u.a. durch das Purimfest zum Teil des kollektiven Gedächtnisses. Neben der masoretischen Estererzählung werden auch die beiden griechischen Versionen zum Vergleich herangezogen. Hierbei lässt sich zeigen, wie verschiedene Elemente der Gewaltdarstellung bereits in der frühesten Rezeption problematisiert und deshalb transformiert wurden. Die Arbeit versucht somit auch, eine Brücke zwischen den literarischen und historischen Kontexten der antiken Esterüberlieferung und der problematischen Rezeption der Gewaltdarstellung des Esterbuches in christlicher Auslegung zu schlagen.