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Arbeiten und Leben damals
Die Arbeiter die damals die "Cheva" betrieben waren ausschliesslich junge Italiener aus dem hinter dem Piz Tremoggia gelegenen Val Malenco. Sie kamen im November/ Dezember jeweils zu uns und gruben und bearbeiteten bis im Monat März, bis es nicht mehr genügend kalt war, im und am Berg Muot Ota die Steinplatten. Es war hart, bei manchmal bis -25 Grad Kälte nach diesem Gestein im Berg zu suchen und es zu Fexerplatten zu verarbeiten. Hart und unfreundlich war auch die karge Unterkunft und das Leben überhaupt im alpinen Fextal im Winter. Es gab dort nur eine kleine dunkle Stüva und im ersten Stock das Strohlager wo manchmal bis zu 14 Männer übernachteten. Man kann sich heute kaum vorstellen wie diese Leute mit der denkbar schlechten Bekleidung und Schuhen der Kälte trotzten und manchmal schnell am Samstag/ Sonntag mit den damals sehr einfachen Skiern den Pass überquerten um schnell ihre Familie oder ihre Liebste zu treffen. Am Montagmorgen waren alle wieder da.
Die einfache Lebensweise war man sich von zuhause gewohnt. Das Val Malenco war damals sehr abgelegen und arm. Auch dort arbeiteten fast alle Männer als "giovellai" in ihren grossen Steinbrüchen (Serpentin).
Von der Mentalität her passten diese jungen Männer "von drüben" sehr gut ins Val Fex. Sie konnten sich mit den dort ansässigen, oft Bergeller Familien, gut verständigen. An den gemeinsamen Abenden wurde viel gesungen und erzählt, Salami und Käse von zuhause verzehrt und dazu Wein und Kaffee getrunken.