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In der Schweiz wird das Klimasystem anhand von qualitativ hochwertigen Beobachtungen von 33 Messgrössen charakterisiert. An diesen Klimabeobachtungen beteiligen sich 28 nationale Partnerinstitutionen.
In der Schweiz hat die Beobachtung des Klimasystems eine lange Tradition. Eine der längsten Beobachtungsreihen geht bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück, als Wissenschaftler in Genf begannen, den Blattausbruch der Rosskastanie systematisch zu notieren.
Heute werden in der Schweiz insgesamt 33 Messgrössen systematisch beobachtet, um das hiesige Klima zu charakterisieren. Sie alle sind Teil des Schweizer Klimabeobachtungssystems. Dieses umfasst nicht nur die Atmosphäre, sondern alle Elemente des Klimasystems. Zusätzlich werden in der Schweiz auch Messgrössen beobachtet, welche die menschliche Nutzung natürlicher Ressourcen beschreiben, wie z.B. Wassernutzung.
Hinter den Klimabeobachtungen in der Schweiz stehen die Bemühungen von 28 nationalen Partnerinstitutionen – darunter befinden sich Bundesämter, Forschungsinstitute und Universitäten. Sie setzen sich dafür ein, dass qualitativ hochwertige Daten gemäss internationalen Standards erhoben und allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag an das Globale Klimabeobachtungssystem – kurz GCOS (Global Climate Observing System).
Die Koordination der Schweizer Klimabeobachtung erfolgt durch das Swiss GCOS Office, angesiedelt bei MeteoSchweiz.
Die Beobachtungsdaten, welche im Rahmen von GCOS Schweiz erhoben werden, bilden die Grundlage für die Untersuchung des vergangenen Klimas. Sie helfen, langfristige Veränderungen zu erkennen und das zukünftige Klima im Zusammenspiel mit Modellen abzuschätzen – für die Schweiz und weltweit.
Letzte Änderung 16.08.2019