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(07.07.2021) Die Schweiz wird 2021 voraussichtlich ein kräftiges Wachstum verzeichnen. Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) rechnet für das Gesamtjahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 4%. Diese Zahl wurde gegenüber den zuvor verkündeten Prognosen von 3% nach oben korrigiert.
Nach Schätzung der KOF dürfte das Land schon ab dem zweiten Quartal den pandemiebedingten Rückstand wieder aufholen. Das BIP-Wachstum wurde durch die Ereignisse im Winter 2020/2021 und die in diesem Zeitraum beschlossenen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie weniger stark beeinträchtigt als erwartet. Dieser Anstieg um 4% über das Gesamtjahr wäre der kräftigste seit 2007. Man muss jedoch bedenken, dass er auf einem "Basiseffekt" beruht, da die Covid-19-Pandemie 2020 zu einem Wachstumseinbruch geführt hatte.
2022 dürfte das BIP um 2,8% wachsen und so wieder das Niveau erreichen, das die Prognosen vor der Krise vorhergesagt hatten. Der langfristige Verlust an Wertschöpfung wird daher in der Schweiz begrenzt bleiben, mit Ausnahme der besonders stark von der Krise betroffenen Sektoren.
Die Schweizer Unternehmen, die ihre grossen Investitionsvorhaben wegen der Pandemie verringert oder sogar eingefroren hatten, richten den Blick nunmehr wieder auf die Zukunft. Im Frühjahr 2021 planten viele Firmen, in ihre Produktionskapazitäten zu investieren, wie eine Studie der KOF ergab.
Die Prognosen der Konjunkturforschungsstelle basieren auf den Erfolgen der Impfkampagne in der Schweiz und bei ihren grossen Wirtschaftspartnern. Nur die Virusvarianten könnten dem Wirtschaftsaufschwung Probleme bereiten.
Letzte Änderung 07.07.2021