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Das 800. Rennen in der Motorrad-Königsklasse seit Einführung 1949 endete mit dem Sieg von Jorge Lorenzo auf Yamaha. Der einsetzende Regen sorgte für Chaos und Spektakel. Mit Valentino Rossi landete ein Superstar im Spital.
Nach zwei sommerlichen Trainingstagen zeigte sich das Wetter am Renntag des GP von Aragonien in Alcañiz von der unfreundlichen Seite. Die 23 MotoGP-Fahrer konnten das Rennen auf trockener Piste beginnen, doch nach 12 von 23 Runden begann es zu tröpfeln. Die Jury entschied sich für ein «flag-to-flag-Race», das heisst, die Piloten durften ab diesem Zeitpunkt an der Box ihre Maschinen wechseln.
Als erster tat dies in der 18. Runde, als der Regen stärker wurde, Aleix Espargaro auf der Forward-Yamaha. Der Poker ging auf - der Spanier landete mit 10 Sekunden Rückstand auf Rang 2, nachdem er auf den letzten Metern noch mit Ducati-Werksfahrer Cal Crutchlow zusammenprallte und den Briten um 17 Hundertstel bezwingen konnte.
Auch Sieger Lorenzo, der nach vier zweiten Plätzen in Serie seinen ersten Saisonsieg errang (total 53), wechselte drei Runden vor Schluss sein Arbeitsgerät. Auf «volles Risiko» setzten die beiden Honda-Stars Marc Marquez und Dani Pedrosa. Ihr Mut endete im Kiesbett: Weltmeister und WM-Leader Marquez stürzte in der 21. Runde, sein Teamkollege und WM-Zweite zwei Runden zuvor. Die beiden Spanier rappelten sich wieder auf und retteten mit den Rängen 13 und 14 noch wenige WM-Zähler ins Ziel.
Noch bei trockener Piste hatte es Valentino Rossi erwischt. Der neunfache Weltmeister, der vor zwei Wochen beim Heimrennen in Misano seinen 107. Sieg gefeiert hatte, verabschiedete sich schon nach vier Runden, als er im Kampf um die Spitze auf die (feuchten) Randsteine geriet und sich auf der Yamaha spektakulär überschlug. Der 35-Jährige wurde benommen mit der Bahre weggetragen, konnte seinen Fans auch noch zuwinken. Zur Sicherheit wurde Rossi aber ins Spital nach Alcañiz gebracht, wo eine Computer-Tomographie Klarheit über mögliche Kopfverletzungen bringen sollte.
Am Abend hiess es im ärztlichen Bulletin, dass Rossi zwar noch für einige Stunden zur Beobachtung im Spital bleibe, es aber keinen besonderen Grund zur Beunruhigung gebe. Nach ein paar Tagen Ruhe soll der Italiener wieder fit für den Rest der Saison sein. (si)