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Zum Stück
Informations
Liebster Vater,
Du hast mich letzthin einmal gefragt, warum ich behaupte, ich hätte Furcht vor Dir. Ich wusste Dir, wie gewöhnlich, nichts zu antworten, zum Teil eben aus der Furcht, die ich vor Dir habe, zum Teil deshalb, weil zur Begründung dieser Furcht zu viele Einzelheiten gehören, als dass ich sie im Reden halbwegs zusammenhalten könnte. Und wenn ich hier versuche Dir schriftlich zu antworten, so wird es doch nur sehr unvollständig sein, weil auch im Schreiben die Furcht und ihre Folgen mich Dir gegenüber behindern und weil überhaupt die Grösse des Stoffs über mein Gedächtnis und meinen Verstand weit hinaus geht … (Franz Kafka, Brief an den Vater)
Väter und Söhne! Franz Kafka hatte wohl Recht: Vater werden, Sohn sein, das ist ein unerschöpfliches Thema. In Familie oder Literatur, überall Vaterkomplexe und archaische Geschichten von Söhnen im Widerstreit zwischen Identifikation und Abgrenzung. Da findet man Figuren zwischen Vorbild und Übervater, Ernährer und (Welt) Erklärer. RatGeber. Geschichten von starken und von abwesenden Männern. Am Horizont dämmern zeitgenössische Entwürfe von modernen Papas, StayatHomeDads, Patchworkfamilien und Elternzeit. Nach den «Müttern» überlassen wir nun Luzerner Vätern die Bühne, um ihre Rolle in diesem ältesten Stück der Welt zu befragen.
Dearest Father,
You asked me recently why I maintain that I am afraid of you. As usual, I was unable to think of any answer to your question, partly for the very reason that I am afraid of you, and partly because an explanation of the grounds for this fear would mean going into far more details than I could even approximately keep in mind while talking. And if I now try to give you an answer in writing, it will still be very incomplete, because, even in writing, this fear and its consequences hamper me in relation to you and because the magnitude of the subject goes far beyond the scope of my memory and power of reasoning… (Franz Kafka, Letter to the Father)
Fathers and Sons! Franz Kafka was probably right: Becoming a father, being a son, is an inexhaustible subject. Be it in families, books, plays or films: From fun stories about daddy issues to archaic tales of open rebellion, sons are torn between identification and dissociation. You'll find characters between idol and father figure, provider and breadwinners, know-it-alls and counsellors. Stories of strong men and of absent ones. And new concepts are dawning: Modern Papas, StayAtHomeDads, patch work families and parental leave herald new times and new fathers. In the tradition of «Mothers», we now yield the stage for Dads from Lucerne and invite them to question their own role in the world's oldest drama of man.
Infos
- Das LT arbeitet an einer Trilogie. Doch jetzt erstmal «Mütter» und «Väter», und das an zwei Tagen im Doppelpack: 6. Mai und 10. Juni
- Nur fünf Vorstellungen bis zum 10. Juni.
Väter gesucht!
Väter und Söhne! Vater werden, Sohn sein, das ist ein unerschöpfliches Thema. In Familie oder Literatur, überall Vaterkomplexe und archaische Geschichten von Söhnen im Widerstreit zwischen Identifikation und Abgrenzung. Nach den «Mütter» überlassen wir nun Luzerner Vätern die Bühne, um ihre Rolle in diesem ältesten Stück der Welt zu befragen.
Gemeinsam wollen wir Geschichten vom Vater-Sein und Vater-Werden erzählen. Schauspielerische Erfahrungen sind nicht nötig! Viel wichtiger ist, dass Sie Lust haben, mit uns und dem Publikum Ihre ganz persönliche Geschichte zu teilen, Ihre Geschichte als Sohn und als Vater. Dafür lassen wir uns von einem der grössten Mythen der Gegenwart, STAR WARS inspirieren.
Um Teil von «Väter» zu werden, sollten Sie natürlich an den Spieldaten verfügbar sein und an den allermeisten Proben teilnehmen können. Der Probenzeitraum erstreckt sich vom 26.02. bis zur Premiere am 27.04. Wir passen die Probenzeiten flexibel an, wichtig wäre jedoch, dass Sie an den folgenden Terminen sicher verfügbar sind:
SPIELDATEN
- Fr., 27.04., 19.30 Uhr
- So., 06.05., 20.00 Uhr
- So., 13.5., 13.30 Uhr
- Fr., 18.05., 19.30 Uhr
- So., 10.06., 13.30 Uhr
WICHTIGE PROBENTERMINE
- 26.2., 18.00 Uhr Konzeptionsgespräch
- Bis April flexibler Probenzeitraum
- ab 17.04. Endproben, d.h. eine sehr intensive Probenzeit bis zur Premiere mit täglichen Proben
- 23.04., 18.00 Uhr Hauptprobe 1
- 25.04., 19.00 Uhr Hauptprobe 2
- 26.04., 19.00 Uhr Generalprobe
Regie führt Max Merker – auch ein Vater!
Ihre Ansprechperson für das Casting und den Probenprozess ist Béla Rothenbühler: 078 912 01 04, béla.<email-pii>. Es gibt kein offizielles Casting, wir freuen uns vielmehr, Sie persönlich bei einem Kaffee kennenzulernen!
Muttertag
«Mütter», «Väter», und was ist mit den Kindern? Kleiner Trost am Muttertag: «Dance Box for Kids» am 13. Mai um 15.00 Uhr