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Nach gut zwei Stunden verwertete Federer in der Rod Laver Arena seinen ersten Matchball mit einem Volley zum 6:4, 7:6 (7:3), 6:2. Der 36-jährige Baselbieter zeigte bei seinem ersten Auftritt in diesem Jahr in Melbourne am Nachmittag eine sehr solide, aber keine überragende Leistung.
Er habe etwas Angewöhnungszeit an die Verhältnisse gebraucht, sagte Federer, der erstmals in diesem Turnier tagsüber spielte. «Der Ball fliegt jeweils etwas anders und ist schwieriger zu kontrollieren.»
In den entscheidenden Momenten vermochte Federer wie so oft einen Gang zuzulegen und schaffte somit die Differenz. Im ersten Satz gelang ihm das Break zum 6:4, im zweiten Durchgang drehte er im Tiebreak beim Stand von 3:3 auf und machte unter anderem dank drei Winnern den Satzgewinn perfekt.
Danach war der Widerstand von Fucsovics gebrochen. Federer gelang gleich zu Beginn des dritten Durchgangs das Break und kam nie mehr in Bedrängnis, musste er doch während der ganzen Partie keinen einzigen Breakball abwehren. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Aufschlag und ich bin froh, keine Breaks zugelassen zu haben», kommentiert Federer diesen Umstand.
Er sei natürlich als klarer Favorit in die Partie gegangen. Das habe es ein wenig schwieriger gemacht. «Ich konnte heute eigentlich nur verlieren», sagt Federer.
Mit seinem Sieg im ersten Duell mit Fucsovics baute Federer einige Bestmarken weiter aus. In Melbourne steht der fünffache Champion zum 14. Mal in der Runde der letzten acht, am Mittwoch wird er zum 52. Mal einen Viertelfinal an einem Grand-Slam-Turnier bestreiten. Er ist mit 36 Jahren und 173 Tagen der älteste Spieler seit Jimmy Connors am US Open 1991, der an einem Major-Turnier die Viertelfinals erreichte.
Nun gegen Berdych
Als nächster Gegner wartet Tomas Berdych auf Federer. Der 32-jährige Tscheche setzte sich gegen den Italiener Fabio Fognini (ATP 25) souverän 6:1, 6:4, 6:4 durch. Der langjährige Top-Ten-Spieler Berdych, der im Ranking auf Position 20 zurückgefallen ist, steht zum siebten Mal in Melbourne in der Runde der letzten acht. In den vier Partien gegen Alex de Minaur, Guillermo Garcia-Lopez, Juan Martin Del Potro und Fognini gab der Halbfinalist von 2014 und 2015 nur insgesamt zwei Sätze ab.
Tomas Berdych ist wieder in Form.Bild: AP/AP
«Zuletzt lief es mir in den Spielen gegen ihn sehr gut. Aber Berdych ist immer gefährlich», warnt Federer.
Gegen Berdych hat Federer 19 von 25 Duellen gewonnen, so auch die jenes vor einem Jahr in der 3. Runde von Melbourne, als er den Tschechen mit einer Gala in drei Sätzen ausschaltete. Es war der Startschuss zu Federers Lauf gewesen, der ihn bei seinem Comeback zum fünften Triumph in Melbourne nach 2004, 2006, 2007 und 2010 führte. (abu/sda)
«Ich freue mich auf das Spiel gegen Berdych. Er ist ein guter Typ. Ich bin mir sicher, dass er sich revanchieren will für die Niederlage letztes Jahr.»
Federer im Platzinterview:
Jim Courier und Federer sprechen lang und breit über den Laver Cup. Nebenbei erzählt Federer auch, was er anders gemacht hat, da er erstmals am Tag im Einsatz war: «Ich verwendete eine etwas härtere Bespannung. Und ich stellte den Wecker etwas früher.»
6:4, 7:6, 6:2 - Match - Roger Federer
Das ist der Sieg. Roger Federer glänzt gegen Marton Fucsovics nicht unbedingt, doch er gerät auch nie in Bedrängnis. Der Schweizer steht damit ohne Satzverlust im Viertelfinal und trifft dort auf den wiedererstarkten Tschechen Tomas Berdych.
40:30 - Matchball
Matchball Federer!
30:30
Gute Länge von Fucsovics.
30:15
Wieder punktet der Schweizer mit dem Aufschlag.
15:15
Federer am Netz, doch sein Ball segelt ins Aus.
15:0
Der Aufschlag kommt nicht zurück.
6:4, 7:6, 5:2 - Game - Marton Fucsovics
Federer verzieht die Rückhand, kann aber gleich zum Matchgewinn aufschlagen.
40:15
Der nächste Doppelfehler des Ungaren.
40:0
Der Angriffsball des Maestros bescheiden.
15:0
Der Ball des Schweizers im Netz.
6:4, 7:6, 5:1 - Game - Roger Federer
Fucsovics versucht es auch mit dem Stopball, hat aber weniger Erfolg als Federer.
40:0
Halbvolley-Stopball von Roger. Das geht auf.
30:0
Ein Ass von Federer.
6:4, 7:6, 4:1 - Break - Roger Federer
Da ist das zweite Break. Ein Fehler von Fucsovics besiegelt es. War es das nun?
15:40 - Breakball
Zwei Möglichkeiten zum Doppelbreak. Das wäre wohl die Entscheidung.
15:30
Wieder streut Federer einen Stopball ein und hat damit erneut Erfolg.
15:15
Aufschlag nach Aussen und die Vorhand hinterher. Toll gemacht von Fucsovics.
0:15
Langer Ballwechsel mit dem besseren Ende für den Schweizer.
6:4, 7:6, 3:1 - Game - Roger Federer
Federer verteidigt sich perfekt.
Vorteil Federer
Unglaublicher Winkel mit dem zweiten Aufschlag. Fucsovics ohne Chance.
40:40
Auch Federer mit einem Fehler.
40:30
Fucsovics' Rückhand hinter der Linie. Spielball.
30:30
Der Aufschlag bringt den Punkt.
15:30
Gerät der Schweizer hier doch mal unter Druck bei eigenen Aufschlag.
15:15
Ein Rahmenball unters Dach.
15:0
Federer startet druckvoll in dieses Game.
6:4, 7:6, 2:1 - Game - Marton Fucsovics
Das ging schnell. Fucsovics holt sich sein Aufschlagspiel mit einem Ass.
6:4, 7:6, 2:0 - Game - Roger Federer
Federer bestätigt das Break.
40:15
Das perfekte Game gelingt nicht. Federer geht auf Winner und verzieht.
40:0
Ass von Federer.
30:0
Federers Slice landet auf der Linie.
15:0
Federer mit einem glücklichen Netzroller.
6:3, 7:6, 1:0 - Break - Roger Federer
Das Break ist perfekt. Die Halbvolley-Rückhand Federers bringt Fucsovics nicht mehr zurück.
Vorteil Federer - Breakball
Fucsovics steht im Niemandsland und so landet sein Volley im Netz.
Deuce
Fehler Fucsovics.
Vorteil Fucsovics
Erneut segelt die Rückhand hinter die Grundlinie.
40:40
Federers Return landet im Aus. Der Schweizer murmelt wütend vor sich hin.
30:40 - Breakball
Ein weiterer Fehler Fucsovics' bringt Federer Breakball.
15:30
Federers Return im Netz.
0:30
Doppelfehler von Fucsovics. Bereits der fünfte.
0:15
Ein wunderbarer Stopball von Federer bringt ihm den Punkt.
6:4 7:6 - Satz - Roger Federer
Der Smash zum Satzgewinn. 54 Minuten hat Federer benötigt. Wie im ersten Satz blieb er bei eigenem Aufschlag unantastbar. Verbesserungsfähig ist sein Return, der zu oft nicht funktioniert. Gegen Ende des Satzes griff er auch einige Male im falschen Moment an und stürmte etwas unmotiviert ans Netz. Es bleibt dabei: Überragend ist das nicht, aber Angst haben müssen wir bisher auch nicht.
6:3 - Satzball
Da sind drei Chancen zum 2:0 Federer gewinnt den langen Ballwechsel mit einer famosen Vorhand.
5:3
Federer am Netz. Jetzt passt's wieder.
4:3
Wieder ein Minibreak. Fucsovics Vorhand zu lang.
3:3
Der Aufschlag bringt Fucsovics den Punkt.
3:2
Völlig unmotivierter Netzangriff des Schweizers. Da wird er locker passiert.
3:1
2:1
Minibreak Federers mit der Rückhand.
1:1
Schöne Vorhand der Linie entlang von Fucsovics.
1:0
Federer am Netz erfolgreich.
6:4 6:6 - Game - Marton Fucsovics
Wir sind im Tiebreak.
Vorteil Fucsovics
Federer wählt wieder den falschen Moment für den Netzangriff. Der Passierball sitzt.
Deuce
Doppelfehler. Der vierte schon.
Vorteil Fucsovics
Ganz frecher Crossball des Ungars. Was für ein Winkel.
40:40
Federer hatte die Chance, setzt die Vorhand aber ins Aus.
30:40 - Satzball
Starker Return und dann Fucsovics Cross knapp im Aus.
30:30
Da hetzt Fucsovics den Schweizer über den Court.
15:30
Fucsovics Vorhand zu lang.
15:15
Herrlicher Stoppball Federers.
15:0
Ein Ass zum Auftakt.
6:4 6:5 - Game - Roger Federer
Federer drückt Fucsovics mit jedem Schlag etwas mehr weg. Er ist sicher im Tiebreak.
40:15
Wieder ein zweiter Aufschlag, der sitzt.
30:15
Auch der zweite Aufschlag sitzt.
15:15
Stark gemacht beim Return.
15:0
Fucsovics' Lobball zu lang.
6:4 5:5 - Game - Marton Fucsovics
Nach 0:30 zum Gamegewinn. Federers Ball im Netz.
40:30
Ein Ass.
30:30
Aufschlag nach aussen und dann die Vorhand.
15:30
Ein Aufschlag hilft in dieser Phase.
0:30
Federers Ball fast über dem Dach und Fucsovics spielt den Volley dann ins Netz!
Fucsovics Ball im Netz. Knapp über 60 Sekunden hats gedauert.
40:0
Noch ein Punkt mit dem Aufschlag.
30:0
Erstes Ass von Federer.
6:4 - Satz - Roger Federer
Da ist das Break und der erste Satz. Federer holt sich den Punkt am Netz mit einem Smash. 36 Minuten hat's gedauert. Überragend war's noch nicht, aber doch souverän. Federer geriet bei eigenem Aufschlag nie in Bedrängnis, verpasste seinerseits drei Breakbälle in Serie zum 4:2. Auffallend einmal mehr: Der Schweizer oft am Netz – und meist mit dem Punkt.
30:40 - Satzball
Ganz schwache Rückhand von Fucsovics. Den muss er rüber bringen.
30:30
Zwei gute Aufschläge.
0:30
Aaaachtung ...
0:15
Langer Ballwechsel und dann Fucsovics Rückhand im Seitenaus.
Und jetzt wird es richtig laut: Federer betritt den Center Court. Wie erwähnt: Nie trafen die beiden aufeinander.
Fucsovics betritt den Court
Da ist der Aussenseiter in der Rod Laver Arena.
19:6
Wir blicken nochmals auf das mögliche Duell mit Berdych: Federer führt gegen den Tschechen 19:6 und hat die letzten acht Partien gewonnen. An den Australian Open trafen die beiden 2008, 2009 und 2017 aufeinander. Immer siegte Federer. 2009 drehte er gar einen 0:2-Satzrückstand. In den anderen beiden Partien gab er keinen Satz ab. Berdychs letzter Sieg datiert von Dubai 2013.
Im Viertelfinal wartet übrigens Tomas Berdych auf Federer. Der formstarke Tscheche besiegt Fabio Fognini 6:1, 6:4, 6:4.
Kerber siegt
Angelique Kerber setzt sich in drei Sätzen gegen Su-Wei Hsieh mit 4:6, 7:5, 6:2 durch und steht im Viertelfinal. Jetzt folgt gleich Federer. Wird wohl so gegen 5.30 Uhr losgehen.
Erstes Duell mit Fucsovics
Marton Fucsovics (ATP 80) steht in seinem ersten Achtelfinal bei einem Major. Vor dem Australian Open kam er bei drei Partien auf Grand-Slam-Stufe zu keinem Sieg. Der 25-Jährige überzeugte in der 2. Runde mit dem Viersatz-Erfolg gegen Sam Querrey. In der Startrunde schaltete er Radu Albot (ATP 87) und in der 3. Runde Nicolas Kicker (ATP 93) aus. Gegen Federer spielte der Rechtshänder noch nie. 2017 spielte er vor allem Challenger-Turniere. Auf sich aufmerksam machte er in Basel, als er erst im Viertelfinal in drei knappen Sätzen an Marin Cilic scheiterte. Die Partie beginnt nicht vor 5 Uhr Schweizer Zeit.
Die besten Bilder des Australian Open 2018
Sportler unterhalten uns ... auf allen Ebenen
Höhlenmensch, Schrei-Baby, Bikini-Beauty, lahmer Gaul: So sehen wir Federer, Djokovic und Co.
Roger Federer baut sein Marken-Imperium aus – und lässt ein neues Logo schützen
Seit Januar hat Roger Federer keinen Ernstkampf mehr bestritten. Recherchen von CH Media zeigen: Der Tennisspieler hat die Zeit genutzt, um sein Geschäftsimperium zu erweitern. Besonders Auffällig: ein neues, bisher unbekanntes Markenlogo.
Anfang Dezember verkündete Roger Federer die frohe Kunde für seinen Anhang. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft stehen wieder mit seinem ikonischen RF-Logo bedruckte Kappen zum Verkauf – und das gleich in acht verschiedenen Farben. Erst im Februar hatten Federer und sein früherer Ausrüster Nike sich nach zwei Jahren Tauziehen einigen können. Die Rechte wurden von Nike auf die Tenro AG übertragen, unter deren Dach Federer seine kommerziellen Aktivitäten zusammenfasst.