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Der vorliegende Arbeitsbericht beleuchtet das Starkniederschlagsereignis vom August 2005 von verschiedenen Seiten. Es wird gezeigt, dass die Wetterlage nicht genau einer klassischen Problemlage entsprach, was die Abschätzung der zu erwartenden Regenmenge schwierig machte. Trotzdem gab es wichtige Parallelen zu früheren Ereignissen, die ebenfalls aufgezeigt werden. Die klimatologische Auswertung zeigt, dass die gefallenen Niederschläge insbesondere in Gegenden mit tendenziell nicht besonders hohem Niederschlag zu Rekorden geführt haben.
Es wurden vor allem hohe 48 h-Summen beobachtet, was die aussergewöhnliche Dauer des Ereignisses unterstreicht. An einer Reihe von Stationen vor allem in der Zentralschweiz dürfte das Ereignis einem hundertjährigen entsprochen haben, lokal sogar noch deutlich mehr. Mit Hilfe eines numerischen Experiments wird schliesslich demonstriert, dass die Alpen für die starken Niederschläge eine zentrale Rolle gespielt haben. Ohne die Niederschlagsbildung durch die Orographie wäre ein absolut durchschnittliches Niederschlagsereignis zu verzeichnen gewesen. Die Erkenntnisse aus den einzelnen Teilen des Berichts werden schliesslich zusammengefasst, um den Warnablauf im Hause sowie die Koordination mit anderen Amtsstellen zu verbessern.
Quelle: MeteoSchweiz (Hrsg.). 2006. Starkniederschlagsereignis August 2005. Arbeitsbericht MeteoSchweiz Nr. 211. Zürich.