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Im Zusammenhang mit der Frage nach einer geeigneten Softwarelösung für das Verfassen der Dissertation steht natürlich auch die Wahl des passenden Computersystems, auf dem die gewählte Software betrieben wird. Auch im Hinblick auf diese Problematik gibt es mehrere Überlegungen, die idealerweise am Anfang des Schreibprozesses angestellt werden sollten.
So ist zunächst einmal darauf zu achten, dass ein System gewählt wird, das leistungsstark genug ist, um den je nach Fachgebiet und Umfang der Arbeit entstehenden Anforderungen gerecht zu werden. So kann sich im Schreibprozess eine umfangreiche und komplexe Arbeitsdatei entwickeln, die dem Computer einiges an Rechenleistung abverlangt. Auch die Lauffähigkeit relevanter Begleitprogramme oder die Möglichkeit des Imports bestimmter Daten können eine gewisse Rechenleistung oder auch ein bestimmtes Betriebssystem erforderlich machen. Nicht immer geht es bei dieser Entscheidung also nur um das reine Verfassen einer einfachen Textdatei, was auf den ersten Blick nicht anspruchsvoll erscheinen mag.
Damit in Verbindung steht auch die Frage, ob eines oder mehrere der zu verwendenden Programme – etwa die Software, die für die Literaturverwaltung eingesetzt wird – das Zurückgreifen auf ein spezielles Betriebssystem erfordern. Es wurde bereits erläutert, dass es sinnvoll sein kann, in das gewählte Textverarbeitungsprogramm ein eigenständiges Programm zur Literaturverwaltung einzubinden – ein Beispiel hierfür ist die Nutzung von Citavi in Microsoft Word. Zu bedenken ist in diesem Beispiel, dass Citavi an ein Windows-System gebunden ist und beispielsweise auf einem Mac nur mit Mehraufwand einsetzbar wäre. Wenn definitiv Citavi eingesetzt werden soll, kann es sich also anbieten, direkt mit einem Windows-Rechner zu arbeiten, um nicht über Jahre hinweg mit einer simulierten Windows-Umgebung arbeiten zu müssen.
Ein weiterer zu bedenkender Punkt ist die Verlässlichkeit des Systems, die eine gewisse Ausfallsicherheit erlaubt. So sollte die Arbeit nicht auf einem relativ alten System begonnen werden, das kaum noch freie Kapazitäten und Rechenleistung für das langwierige Unterfangen bereithält. Mit dem Schreiben der Doktorarbeit sollte auf einem tendenziell neueren Rechner mit ausreichend Leistung begonnen werden. Zudem sollte es nach Möglichkeit ein Alternativsystem geben, auf das zumindest zeitweise zurückgegriffen werden kann, falls das eigentliche Computersystem ausfällt. Zu bedenken ist hierbei, dass die Systeme kompatibel sein müssen – so kann zum Beispiel der Sprung von einem Windows- auf einen Mac-Computer mindestens zu Problemen mit der Formatierung und der Literaturverwaltung in der Datei führen.
Im Zusammenhang mit der Ausfallsicherheit des Systems ist auch zu bedenken, dass es im Falle eines Ausfalls idealerweise eine Sicherungskopie der Arbeitsdatei(en) geben sollte, auf die zurückgegriffen werden kann. Wiederherstellungsprozeduren bei beschädigten Computersystemen sind langwierig, können kostenintensiv ausfallen und sind nicht immer von Erfolg gekrönt. Um Datenverlust zu vermeiden, sollte daher in zeitlichen Abständen – am besten sogar täglich – eine Sicherung der bearbeiteten Daten vorgenommen werden. Neben einer reinen Kopie im selben Ordner auf dem einen System sollte mindestens auf externen Speichermedien wie USB-Sticks oder externen Festplatten gesichert werden; auch kann es sinnvoll sein, an einem anderen Ort als jenem, an dem die Dissertation geschrieben wird, Kopien aufzubewahren und immer wieder zu aktualisieren, um Diebstahl oder Feuergefahr zu entgegnen. Auch Cloud-Lösungen kommen infrage, zu bedenken ist hierbei, dass sensible Daten in einem Onlinespeicher nicht unbedingt wirklich geschützt vor unbefugtem Zugriff sind. Sicherungen als Routine sollten in jedem Fall Teil des definierten Zeitplans sein, also als eine zu erledigende Aufgabe verstanden werden, deren (wiederholte bis tägliche) Abarbeitung als wichtig angesehen wird, auch wenn sie trivial oder gar lästig erscheinen mag.