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Im Mittelalter erzählten sich die Menschen, dass am Pilatus Drachen lebten. Dies kommt in diversen Drachensagen zum Ausdruck, die bis heute überliefert sind.

|Bild: Naturmuseum Luzern

So wurde im Sommer 1421 ein Bauer von einem Drachen so sehr erschreckt, dass er in Ohnmacht fiel. Als er wieder erwachte, lag der berühmte „Drachenstein“
neben ihm, der noch heute im Naturmuseum in Luzern bestaunt werden kann. Diesem Stein wurden zahlreiche wundersame Heilungen zugesprochen.
Im Herbst des gleichen Jahres soll ein junger Mann von einem Drachen in eine Höhle gestürzt sein, in der zwei Drachen hausten. Diese taten ihm nichts – im Gegenteil,
sie zeigten ihm, wie er sich von der sogenannten „Mondmilch“ an den Höhlenwänden ernähren konnte und flogen ihn nach überstandenem Winter nach Luzern zurück.

|Bild: PILATUS-BAHNEN AG

Eine andere Geschichte aus der Chronik von Petermann Etterlin (ca. 1430 bis 1510) erzählt von einem Kampf zwischen dem Landammann Winkelried um einem Pilatusdrachen.
Winkelried soll es mit einem Speer, den er in den offenen Rachen des Drachen stiess, gelungen sein diesen zu töten. Durch den vergifteten Atem des Drachen
soll Winkelried kurz darauf jedoch selbst dem Tode zum Opfer gefallen sein.
1499 soll sogar ein Drachen in der Stadt Luzern gesichtet worden sein. Mehrere Bürger schworen dies und vermuteten, dass dieser nach einem Unwetter
über den Krienbach in die Reuss geschwemmt wurde. Dank all diesen Erzählungen gilt der Pilatus auch heute noch als "Drachenberg". Kein Wunder, prägt
der Drache seit bald 20 Jahren auch das Logo der PILATUS-BAHNEN und schmückte bereits zuvor zahlreiche Werbeplakate, wie das nebenstehende Besipiel zeigt.
Weitere Informationen
Zu den Drachensagen gibt es ein tolles Kinderbuch:
Irene Ritter: "Amos und Bertha"
32 Seiten, erschienen 2007
Verlag: Gisler 1834
ISBN: 978-3906200248
©2018: Severin Wallimann