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Briefeinwürfe
Die Anzahl der Briefeinwürfe und der Zeitpunkt der Briefkastenleerung sind wichtige Parameter der postalischen Grundversorgung. Die Postgesetzgebung gibt der Post vor, öffentliche Briefeinwürfe in ausreichender Zahl bereitzustellen, mindestens aber einen pro Ortschaft.
Die Post hat der PostCom bestätigt, dass in allen Ortschaften mindestens ein öffentlicher Briefeinwurf besteht. Gemäss der Post bestehen – wie im vergangenen Jahr - für 131 Ortschaften Ausnahmen, d.h., dort ist kein öffentlicher Briefeinwurf vorhanden. Als Gründe für die Ausnahmen nannte die Post eine geringe Nutzung oder den Entscheid der Gemeinde, an diesem Standort auf einen Briefeinwurf zu verzichten.
In den Ausnahmen sind 38 Ortschaften enthalten, welche noch nie einen Briefeinwurf hatten. In 86 Ortschaften wurden Briefeinwürfe in den Jahren 2007 bis 2010 in Absprache mit den betroffenen Gemeinden aufgehoben. Sieben weitere Briefeinwürfe wurden zwischen 2012 und 2018, ebenfalls nach Absprache mit den Gemeinden, aufgehoben.
Wollen Kunden bereits frankierte Briefe selbst aufgeben, können sie sich vorab online informieren, wo der nächste Briefeinwurf steht, sowie wann dieser geleert wird.
Per Ende 2019 bediente die Post 14’495 öffentliche Briefeinwürfe.
Die Zahl der öffentlichen Briefeinwürfe geht leicht, aber kontinuierlich zurück (2019: -0,6 %; 2018: -0,2 %, 2017: -0,8 %). Als Hauptgrund führt die Post die Netzentwicklung an. Beispielsweise wird bei einer Umwandlung einer Poststelle in eine Agentur der Briefeinwurf bei der Poststelle aufgehoben und ein neuer bei der Agentur eröffnet. Wenn sich direkt neben der Agentur schon ein Briefeinwurf befand, wird dieser entfernt, da die Einwürfe – gemäss Post – sonst zu nahe beieinanderliegen würden.
Europaweit ist mehrheitlich eine Abnahme der Zahl öffentlicher Briefeinwürfe zu verzeichnen. Durch die Digitalisierung werden Innovationen wie die digitalen Briefboxen, mit denen die Kunden ihre physische Post online abrufen und bearbeiten können, getestet und vermehrt eingeführt.