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Die Beseitigung des Exorcismus erschien daher den strengen Lutheranern als Kryptocalvinismus und erregte z. B. in Sachsen
[* 4] die heftigsten
Stürme. Doch hatten ihn auch streng luth. Theologen für entbehrlich erklärt, und im 18. Jahrh.
kam er fast überall außer Gebrauch. Dagegen haben ihn nach dem Vorgange der Altlutheraner neuerdings
viele orthodoxe Pastoren «um des Gewissens willen» wieder einzuführen
versucht, und luth. Kirchenregierungen bestanden wenigstens auf der Abrenunziation, die, wenn sie auch eine minder anstößige
Deutung zuläßt, doch die dogmatische Grundanschauung des Exorcismus aufrecht erhält.