Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/191047

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Unterstützung von Stellentausch- und Mobilitätsprogrammen für Lehrerinnen und Lehrer aller Bildungsstufen, die für ein Jahr ausserhalb nationaler und europäischer Grenzen leben und unterrichten möchten, unverzüglich wiederaufzunehmen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zur Interpellation 14.3198 begründet, dass die damalige Form des Lehrpersonenaustauschs nicht weitergeführt wurde, weil deren Beteiligungszahlen im Verhältnis zum eingesetzten Budget stets bescheiden blieben und andere vom Bund geförderte Austauschmassnahmen für Lehrkräfte bezüglich Effizienz und Wirkung besser abschneiden.</p><p>Dem Anliegen der Motion trägt der Bundesrat dennoch Rechnung mit einer per 1. März 2018 erfolgten Anpassung der Verordnung über die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Bildung, der Berufsbildung, der Jugend und der Mobilitätsförderung (VIZBM; SR 414.513). Für die Erprobung von Fördermodellen zum Austausch mit Partnern ausserhalb Europas können zwischen 2018 und 2020 insgesamt gut zwei Millionen Franken eingesetzt werden. Diese Mittel können auch für internationale Pilotprojekte im Lehrpersonenaustausch beantragt werden. Nach Auswertung der ersten jährlichen Ausschreibungsrunde ist bisher jedoch kein wesentliches Interesse für langfristige Lehrkräfteaustausche in der Schulbildung oder der Berufsbildung festzustellen.</p><p>Die Resultate dieser und weiterer Ausschreibungsrunden für internationale Pilotprojekte wird der Bundesrat in die Planung der Fördertätigkeiten ab 2021 einfliessen lassen. Im Vergleich zu den bis 2012 unterstützten Aktivitäten wird dabei der Effizienz und der Effektivität verstärkt Rechnung zu tragen sein.</p><p>Im Übrigen unterstützt der Bund weiterhin diverse Formen des Lehrkräfteaustauschs im europäischen und neu auch im nationalen Rahmen, basierend auf der im Herbst 2017 verabschiedeten gemeinsamen Strategie Austausch und Mobilität von Bund (EDI, WBF) und Kantonen (EDK).</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.