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Die Solaranlage ist an einer senkrechten Felswand beim ehemaligen Steinbruch Schnür am Walensee geplant und soll eine Fläche von 61'000 Quadratmetern aufweisen. Dies schrieben die beiden Projektpartner SAK und EKZ in einer gemeinsamen Medienmitteilung.
Gerechnet wird mit einem jährlichen Stromertrag von 15,5 Gigawattstunden, was dem jährlichen Strombedarf von rund 3500 Vierpersonen Haushalte entspreche. Bereits 2011 hatten die SAK und die EKZ ein entsprechendes Projekt vorgestellt, dieses jedoch letztlich sistiert.
Mittlerweile hätten sich die politischen Rahmenbedingungen verändert, schrieben die Projektpartner und verwiesen auf das Stichwort "Solarexpress". Früher seien die Interessen der Umwelt höher gewichtet worden als die der Stromproduktion.
Mit den Anpassungen im Energiegesetz könnten die Bedürfnisse der Umwelt und diejenigen nach der Produktion von Strom nun aber auf gleicher Ebene verglichen werden, präzisiert die SAK auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zudem seien Bewilligungsabläufe vereinfacht worden.
Schliessung der Winterstromlücke
Die Standortwahl wird unter anderem damit begründet, dass Quinten über ein mediterranes Klima verfüge und eine überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung verzeichne. "Diese Photovoltaikanlage wird zusätzlich zu den Sommermonaten auch einen beträchtlichen Teil Strom im Winter produzieren und dazu beitragen, die Winterstromlücke zu schliessen", heisst es in der Mitteilung weiter.
Mit der Vorprüfung zur Umweltverträglichkeit sei bereits gestartet worden. Ziel sei es, das Baugesuch bis Ende Jahr zu erstellen. Von November 2014 bis September 2016 war am Standort Schnür bereits einmal eine Testanlage in Betrieb. Die nun angedachte Solaranlage beruhe auf der Grundlage des 2011 vorgestellten Projektes und werde technisch weiterentwickelt. (SDA)