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Winterkonzert 2023
Winterkonzert Sonntag 12. November 2023
Leitung Karl Herzog
Solistin Corinne A. Sutter
Galerie
Konzertprogramm – Leitung Karl Herzog
La Forza del Destino, Giuseppe Verdi (1813-1901) Sinfonia dall’opera, arr. Franco Cesarini
Pace, pace, mio Dio, Giuseppe Verdi (1813-1901)
from the Opera La Forza del Destino, arr. R. Niese
Soprano: Corinne A. Sutter
Largo, Antonin Dvoràk (1841-1904)
from the Symphony No. 9
Resurgam, Eric Ball (1902-1989)
I Shall Rise Again, arr. Geoffrey Brand
Un bel di vedremo, Giacomo Puccini (1858-1924)
from the Opera Madame Butterfly, arr. R. Niese
Soprano: Corinne A. Sutter
Mosaici Binzantini, Franco Cesarini *1961
The Birth of Jesus
The Temple of Jerusalem
The Angel of Resurrection
Informationen zum Konzertprogramm
Nach ihrer bezaubernden Darstellung der Berta in der Oper „Der Barbier von Sevilla“ in den Sommerserenaden der Musik Muri im Jahr 2022 kehrt die Sopranistin Corinne A. Sutter als Solistin zurück. Daneben präsentiert Ihnen die Musik Muri Ausschnitte aus der klassischen Orchesterliteratur und modernen, aber dennoch zeitlosen Kompositionen. Lassen Sie sich mit klassischen Klängen in die Weihnachtszeit einstimmen.
La Forza del Destino
Den Auftakt zum diesjährigen Winterkonzert gibt der Komponist Giuseppe Verdi. Das Lebenswerk des bekannten italienischen Opernkomponisten beinhaltet einige der meistgespielten Opern der Welt wie ‘La Traviata’, ‘Aida’ und ‘Otello’. Bei der am 10. November 1862 uraufgeführten Oper ‘La Forza del Destino’ (deutsch: Die Macht des Schicksals) handelt sich um eines seiner späteren Werke.
Sie erzählt die tragische Geschichte der zwei Verliebten Leonora und Alvaro, die bei einem Streit irrtümlich den Vater von Leonora erschiessen und nun auf der Flucht vor Leonoras rachsüchtigen Bruder Carlo sind.
Die Ouvertüre beginnt mit schallenden Akkorden, die den Lauf des Schicksals symbolisieren und im Verlauf des Stücks wiederholt vorkommen. Anschliessend folgt in schneller Abfolge eine Vorstellung der Geschichte mit lyrischen Melodien, hektischen Momenten, archaischen Chorälen und zum Abschluss ein fulminantes Finale.
Pace, Pace, mio Dio!
Friede, Friede, mein Gott! Das sind die Worte Leonoras in ihrer letzten Arie, als sie schon lange ein Einsiedlerdasein lebt und über den Tod sinniert. Sie ist verzweifelt über ihr Schicksal, da sie sich im Verlauf der Flucht vor der Rache ihres Bruders von Alvaro getrennt hat und seit Jahren einsam bei einem Kloster lebt. Diese Arie ist ein Juwel der Opernliteratur und wird in Tragik und Emotionen selten übertroffen.
Largo from the Symphony No. 9
Der tschechische Romantikkomponist Antonin Dvorák begab sich im Jahr 1892 für drei Jahre nach Amerika, da er dort eine Stelle als Direktor des ‘National Conservatory of Music’ in New York antrat. Während der Zeit in Amerika komponierte er seine Sinfonie Nr. 9, die auch den Titel ‘Aus der Neuen Welt’ trägt. Diese Sinfonie wurde zu einem weltweiten Erfolg und machte aus ihm einen der bekanntesten Komponisten aller Zeiten.
Die Musik Muri präsentiert Ihnen den zweiten Satz ‘Largo’ aus diesem viersätzigen Werk. Als Inspiration für diesen zweiten Satz nutzte Dvorák eine Dichtung des amerikanischen Schriftstellers Henry Longfellow über das Leben des Irokesenhäuptlings Hiawatha, der im 16. Jahrhundert gelebt hat. So vertont der Komponist eine dunkle Zeit im Leben Hiawathas, nachdem seine Gefährtin verstorben ist. Dargestellt wird diese Melancholie von lyrischen Soli des Englischhorns, das den Satz beginnt und auch wieder abschliesst.
Un bel di vedremo
‘Madama Butterfly’ spielt in Japan im Jahr 1900 und erzählt die Geschichte der Ehe der ehemaligen Geisha Butterfly zu einem amerikanischen Marineoffizier, der sie kurz nach der Hochzeit wieder verlässt. Die Arie ‘Un bel di Vedremo’ ist einer der musikalischen Höhepunkte der Oper. Butterfly, verarmt und gesellschaftlich verachtet, erwartet schon seit drei Jahren die Rückkehr ihres Ehemannes. In dieser Arie malt sie sich bildhaft aus, wie er zurückkommt und sie so wieder glücklich werden kann. So beginnt sie scheu und leise und singt sich so stetig zum Höhepunkt, einem grossen Emotionalen Ausbruch mit schallenden Klängen. Wahrlich ein Moment für Gänsehaut.
Mosaici Bizanzini
Zum Abschluss des diesjährigen Winterkonzerts setzten sich die verschiedenen Aspekte, Emotionen und Eindrücke des Konzerts zusammen zu einem grossen Ganzen. Wie ein Mosaik, genauer ein byzantinisches Mosaik, wie es der Tessiner Franco Cesarini in seiner Komposition beschreibt. Inspiration zu diesem facettenreichen Werk lieferten ihm die farbenprächtigen Darstellungen in den Kirchen von Venedig und Palermo. Er zeigt mit vielschichtigen und glanzvollen Orchesterklängen, wie sich viele, kleine, glitzernde Stücke zu einem grossen Ganzen verbinden. Diese Stücke werden untermalt von gregorianischen Chorälen.
Diese Blasorchesterkomposition aus dem Jahr 1993 gliedert sich in drei Sätze mit Bezug auf das Matthäusevangelium. Zuerst die Geburt Jesu, danach eine Beschreibung des Tempels von Jerusalem und schlussendlich die Engel der Auferstehung. Hierbei sind Parallelen zu Cesarinis erster Sinfonie ‘The Archangels’ festzustellen. Neben der Präsenz der Choräle verwendet er wiederum eine spannende Mischung aus rhythmischen, aggressiven Passagen in Abwechslung mit lyrischen Soli auf den Holzbläsern. Zum Ende vereint sich das Orchester zu einer Einheit, angeführt von schallenden Fanfaren des Blechs gipfelt sich das Werk in einem fulminanten Abschluss.
Solistin Corinne A. Sutter
Die Schweizer Sopranistin Corinne Angela Sutter studierte an den Musikhochschulen Winterthur und Zürich, am Opernstudio Biel und an der Universität für Musik in Wien. Ihr grosses Repertoire beinhaltet die Lady Macbeth in Verdis ‘Macbeth’, Leonora in Verdis ‘Il Trovatore’ und Elettra in Mozarts ‘Idomeneo’.