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CS-Kredite an Mosambik: SEC ermittelt
Jetzt informiert die NZZ über den luschen Milliarden-Kredit der Credit Suisse an Mosambik. Gegen die CS wird jetzt ermittelt.
Infosperber hatte am 26. Dezember darüber berichtet («Kein Communiqué der CS – kaum Medienberichte»): Die CS ist in Mosambik in einen grossen Kreditskandal verwickelt. Jetzt hofft die Grossbank, dass die dortige Bevölkerung dafür blutet, indem die involvierte Regierung in Mosambik die rechtswidrigen Kredite nachträglich absegnet.
Am 29. Dezember berichtet die NZZ, dass die «Credit Suisse wegen umstrittener Kredite an das südostafrikanische Land Mosambik unter Druck kommt». Die US-Wertpapieraufsicht SEC habe laut einem Zeitungsbericht eine Untersuchung gegen die Credit Suisse eingeleitet.
Die NZZ bestätigt die Informationen von Infosperber: Die Anleihen waren 2013 platziert worden, offiziell um die Entwicklung des Thunfischfangs in dem armen Staat zu finanzieren. Später räumte die Regierung ein, dass sie mit den insgesamt 2,2 Milliarden Dollar (davon von der CS 1,04 Milliarden) auch militärische Ausrüstung gekauft habe. Im Oktober bezeichnete Mosambik seine Schulden als untragbar und musste Zahlungsunfähigkeit erklären.
SP-Politsekretär Peter Hug erinnert an eine Interpellation von SP-Nationalrat Carlo Sommaruga vom September 2016: «Bezahlen die Schweizer Budgethilfe und die Bevölkerung von Mosambik die Verluste unsorgfältiger Investitionen der Credit Suisse?». Darauf habe der Bundesrat die zentralen Sachverhalte bestätigt. Die DEZA habe zudem zusammen mit ihren norwegischen Partnern eine ausführliche Studie veröffentlicht. Viele Fragen würden offen bleiben, erklärt Hug. So spreche Vieles dafür, dass die Credit Suisse Artikel 43 des Gesetzes über die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMAG verletzt habe. Da waren bei der CS Personen im Spiel, die keine «Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit bieten» und die ganze Bank war ganz offensichtlich nicht «angemessen organisiert» und hat die in ihrer «Geschäftstätigkeit enthaltenen Risiken» offensichtlich nicht «angemessen erfasst, begrenzt und überwacht», wie dies das FINMAG vorschreibt. Die FINMA müsse deshalb endlich Klartext reden und das «unhaltbare Geschäftsgebahren» der CS angemessen sanktionieren, meint Hug.
- Ausführliche Informationen auf Infosperber vom 26.12.2106
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