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Ortsgeschichte
Erstmals wurde Teufen auf einer Urkunde aus dem Jahr 1272 als "Tiuffen" (in der Tiefe) erwähnt. Vor 1300 bestand das Dorf aus lediglich fünf Bauernhöfen. 1377 schlossen sich die Landleute von Appenzell, Urnäsch, Teufen und Gais mit Erlaubnis des Abtes dem ''Schwäbischen Städtebund'' an. Für Teufen, das noch kein Siegel hatte, siegelte der Ammann von Appenzell. Dessen Siegel, welches einen Bären, welcher auf allen Vieren geht abbildet, wurde als Gemeindewappen übernommen.
Sehr früh fand die Reformation im Appenzellerland Eingang. Nach dem weisen Landsgemeindebeschluss von 1525, wonach jede Kirchhöri (Gemeinde) selber entscheiden konnte, ob sie beim alten Glauben bleiben oder den neuen annehmen wolle, wurden in der Kirche von Teufen der Altar und die Bilder entfernt. Erst gegen Ende des Jahrhunderts verschärften sich die Glaubensgegensätze wieder, was schliesslich am 28. August 1597 zur Teilung des Landes führte.
Während der von den Franzosen etablierten Helvetik war Teufen Hauptort des gleichnamigen Distrikts im Canton Säntis. 1841 bot die Gemeinde das neue, stattliche Schulhaus am Dorfplatz dem Lande als Rathaus zum Geschenk an, wenn Teufen zum Kantonshauptort bestimmt werde. Die Landsgemeinde lehnte das Geschenk ab und erwarb in Trogen den Palast von Landammann Jakob Zellweger. Dafür erhielt Teufen einige Jahre später das kantonale Artilleriezeughaus, das heute der Gemeinde gehört und das Grubenmann-Museum beherbergt.
Der wirtschaftliche Aufschwung von Teufen war der Leinen- und später der Baumwollweberei zu verdanken. Während der Blütezeit der feinen Baumwollweberei (Mousseline) liess Teufen vom einheimischen Baumeister Hans Ulrich Grubenmann 1779 eine neue, grössere Kirche erstellen. Um 1820 konstruierte der Teufner Johann Conrad Altherr den ersten Plattstich-Webstuhl, mit dem man im gleichen Arbeitsgang weben und den Stoff mit stickereiartigen Mustern versehen konnte.
In den 1850er Jahren wurden die ersten Handstickmaschinen aufgestellt. Die Jahre 1880 - 1890 galten als die ''goldenen Jahre der Stickerei''. In den 90er Jahren erlebte die Textilindustrie eine schwere Krise, aus der sie sich nur kurzfristig wieder erholte um dann nach dem Ersten Weltkrieg endgültig zusammenzubrechen. An die guten Zeiten der Stickerei erinnern in Teufen die stattlichen Geschäftshäuser im Eggli und die vielen Stickerhäuser entlang der Strassen.
Buch "Ortsgeschichte Teufen"
Weitere äusserst lesenswerte Informationen zur Ortsgeschichte von Teufen können dem im Jahr 2016 publizierten Buch "Ortsgeschichte Teufen" entnommen werden. Dieses kann auf dieser Website bestellt werden.