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Das Wichtigste in Kürze
- Mitte des Jahres wurde bekannt, dass der Stiftungsrat eine Lausanner Firma mit der Überprüfung des gesamten BBL (Unternehmen und Schule) beauftragt hat.
Dem Entscheid war unter anderem ein wirkungsloses erstes Audit vorausgegangen, das in Auftrag gegeben wurde, nachdem das Béjart-Ensemble schwere Vorwürfe gegen Direktor Gil Roman erhoben hatte. Die Rede war von Mobbing, Vetternwirtschaft, Demütigung und sexueller Belästigung, wie damals Radio Télévision Suisse (RTS) berichtete.
Mit einer Reihe von Massnahmen sollen die bei der erneuten Prüfung festgestellte Mängel nun behoben werden, hiess es an der Medienkonferenz vom Freitag. Ziel sei eine bessere Rollenverteilung und eine klarere Abgrenzung der künstlerischen von den administrativen Zuständigkeiten.
Gil Roman, dessen kreative Qualitäten nicht in Frage gestellt werden, kann seine Aufgabe als Choreograph und Ballettdirektor fortsetzen, allerdings mit spezieller Unterstützung und unter Aufsicht. Das Audit hat «Funktionsstörungen» im Bereich der Human Resources und der Kommunikation aufgedeckt, wobei von «inakzeptablen und vulgären, mitunter impulsiven, wütenden oder gar beleidigenden Verhaltensweisen» die Rede ist.
Um dem entgegenzuwirken, soll eine «solide» Managementstruktur geschaffen werden, in der der künstlerische Leiter «in enger Zusammenarbeit mit einem neuen Ballettmeister» arbeitet. Der Stiftungsrat hat ausserdem die Stelle eines Generaldirektors geschaffen, der die gesamte Einrichtung leiten wird, sowie die Stelle eines Personalleiters, der ihm direkt unterstellt ist.