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Die sogenannte Lustbarkeitssteuer aus dem Jahre 1892 kennen nur noch wenige Gemeinden im Kanton Luzern. Der Kantonsrat hatte es Ende letzten Jahres abgelehnt, diese Steuer auf Billetts für Kultur- und Sportveranstaltungen zu verbieten.
Die Stadt Luzern wende im Kulturbereich jährlich rund 20 bis 25 Millionen Franken auf, die Billettsteuer mache einen relevanten Teil der verfügbaren Mittel aus, hält der Stadtrat in seiner Antwort auf eine überparteiliche Motion fest, die er am Dienstag veröffentlichte.
Der Vorstoss fordert, das aktuelle System sei zu hinterfragen und gegebenenfalls zu optimieren. Dafür solle die Stadt einen Bericht zum Billettsteuersystem erarbeiten, der etwa die verschiedenen Subventionen und Alternativen zur gültigen Billettsteuer aufzeige.
Bericht breit abstützen
Der Stadtrat schickt vorneweg, dass bei einer Abschaffung der Steuer die Subventionen aus allgemeinen Steuermitteln kompensiert werden müssten. Weil er aber bereits eine kulturpolitische Standortbestimmung für den Grundlagenbericht «Kulturagenda 2030» aufgegleist habe, werde er darin auch die Billettsteuerfragen beantworten.
Zusätzliche Kosten generiere das kaum, 100'000 Franken sind für den Prozess bereits budgetiert. Der Bericht werde dem Parlament in der ersten Jahreshälfte 2023 vorgelegt.
Ebenfalls entgegennehmen will der Stadtrat eine Motion der Bildungskommission. Diese fordert, die Erarbeitung der neuen Kulturagenda sei breit abzustützen.