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Manchmal tun wir Dinge, weil wir sie schon immer so gemacht haben. Schrauben, zum Beispiel, hatten in den 1500er Jahren geschlitzte Köpfe und geschlitzte Köpfe sind notorisch schlecht, aber trotz Robertson im Jahr 1907 und Phillips in den 1930er Jahren dauerte es Jahrzehnte, bis geschlitzte Schraubenköpfe unüblich wurden. Viele Linux-Werkzeuge, die wir täglich verwenden, sind direkte Nachfahren von Unix-Werkzeugen, die es schon seit fast einem halben Jahrhundert gibt. Ibraheemdev hat sich ein paar modernere Alternativen angesehen, und eine GitHub-Sammlung vieler solcher Werkzeuge erstellt.
Natürlich bedeutet "modern" nicht immer "besser". Die Werkzeuge in der Liste haben jedoch tolle Funktionen, darunter Dinge, die früher unüblich waren, wie die Verwendung von Farbe, textbasierte Grafiken und Git-Integration.
Einige der Befehle ersetzen sehr gängige Kommandos. Zum Beispiel ist bat wie cat mit Syntaxeinfärbung und Git-Integration. Die Befehle exa und lsd sind wie ls, und lsd ist sogar kompatibel mit ls. Es gibt delta, um diff zu ersetzen, und duf oder dust, um du zu ersetzen. Anstelle von cd kann man zoxide verwenden, um einige erweiterte Fähigkeiten zu erhalten, die in manchen Shells nativ vorhanden sind.
Viele der Befehle bieten weniger Möglichkeiten, um häufige Aufgaben zu erleichtern. Zum Beispiel kann man sed verwenden, um Text zu suchen und zu ersetzen, aber mit sd geht es einfacher. Man kann cut verwenden, um Teile einer Datei oder eines Streams herauszuziehen, aber mit choose geht es leichter. Manchmal gibt der man Befehl zu viele Details. Die Befehle tldr und tealdeer geben nur die üblichen Optionen für Befehle an und cheat bietet interaktive Spickzettel.
Abgerundet wird die Liste durch Befehle, die dedizierte Netzwerkhilfe bieten. Wo man vielleicht telnet, wget oder curl verwendet hat, bieten Programme wie xh, curlie und httpie einfachere Möglichkeiten, verschiedene Netzwerkanfragen durchzuführen.
Vermutlich möchte man nicht jeden Befehl aus dieser Liste verwenden, da die Gewohnheiten und das "muscle brain" sehr mächtig ist. Aber es finden sich bestimmt ein oder zwei interessante Befehle, die man gerne in den Arbeitsablauf aufnehmen möchte. Für alle, die sich nicht umgewöhnen wollen, gibt es noch die Möglichkeiten einen Alias zu setzen.
Snowflake ist ein Transportdienst aus dem Tor-Projekt, der eine Kombination aus Domain Fronting und Peer-to-Peer-WebRTC-Verbindungen zwischen Clients und Freiwilligen verwendet, um die Internetzensur zu umgehen. Snowflake, der geistige Nachfolger von flashproxy, zielt darauf ab, die Barriere für den Betrieb von Anti-Zensur-Proxys zu senken, was zu einem grossen Pool von Proxys führt, mit denen sich Benutzer verbinden können. Anstatt einen Server mit konstanter Betriebszeit zu benötigen, laufen Snowflake-Proxys als Addon oder Erweiterung im Browser (z.B. Tor-Browser). Diese Proxys können ihren Standort wechseln, wenn sich Benutzer mit verschiedenen Netzwerken verbinden, und stellen somit ein bewegliches Ziel dar, das schwieriger zu blockieren ist. Derzeit gibt es etwa 8000 verfügbare Snowflake-Proxys pro Tag. Wenn sich ein Benutzer mit Snowflake verbindet, um die Zensur zu umgehen, wird er mit einem aktuell verfügbaren Proxy zusammengebracht. Wenn dieser Proxy "schmilzt" oder verschwindet, wird der Benutzer nahtlos mit einem neuen Proxy verbunden.
Snowflake verwendet derzeit Domain Fronting für die erste Verbindung, um Benutzer mit Snowflake-Proxys abzugleichen und jedem Peer zu ermöglichen, die für WebRTC erforderlichen Verbindungsinformationen auszutauschen. Dieser Kanal ist in hohem Masse zensurresistent und wird nur für das anfängliche Bootstrapping der Verbindung verwendet. Als solcher benötigt er eine viel geringere Bandbreite und kürzere Verbindungen als bestehende Domain-Fronting-Pluggable-Transports wie meek, was ihn zu einer besser skalierbaren Alternative macht.
Weitere technische Details über den Aufbau von Snowflake findet man in der Dokumentation des Tor-Projekts, dem Quellcode und dem technischen Bericht zu Snowflake. In der nächsten stabilen Version des Tor-Browsers (10.5) wird Snowflake als eine Option für die Standard-Brücke zum Einsatz kommen.
In der Schweiz ist es seit Ende Juni 2020 möglich, dass Rechnungen nicht mehr nur mit den alten orangen und roten Einzahlungsscheinen bezahlt werden. Neu gibt es auch die Möglichkeit, dass Rechnungen mit einem QR-Code ausgestellt werden können. Ein wichtiger Punkt der neuen QR-Rechnung ist, dass diese auf weisses Papier gedruckt werden kann und so auch einfach erstellt werden kann ohne die orangen resp. roten Vorlagen. Die Python-Bibliothek qrbill kann hier für Leute, die eine Rechnung erstellen müssen, sicherlich hilfreich sein. Der Initiator des Projekts, Claude Paroz, hat den Quelltext der Bibliothek auf Github unter der GPLv3-Lizenz veröffentlicht.
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) Prof. Ulrich Kelber hat sich im Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA) dafür eingesetzt, dass der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) verboten wird, wenn sie die Persönlichkeit und Würde des Menschen nicht achtet. In einer Stellungnahme zum Regulierungsentwurf der Europäischen Kommission unterstreicht der EDSA die herausragende Bedeutung des Datenschutzes bei der Nutzung von KI.
In einer Stellungnahme zum Regulierungsentwurf der Europäischen Kommission unterstreicht der EDSA die herausragende Bedeutung des Datenschutzes bei der Nutzung von KI.
Dazu sagte der BfDI, Ulrich Kelber:
"Die Europäische Kommission hat den weltweit ersten Entwurf für einen Rechtsrahmen zur KI vorgelegt. Diese Technologie hat gerade erst begonnen unser Leben grundlegend zu verändern. Neben den sich bietenden Chancen muss aber sichergestellt sein, dass Persönlichkeitsrechte, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und andere Grundrechte nicht durch KI verletzt werden. Denn solche Systeme verarbeiten häufig personenbezogene Daten, die grosse Risiken für die Rechte und Freiheiten von Menschen darstellen. Wir wollen keine KI im grundrechtlichen Graubereich. Ich setze mich für ein Verbot von KI ein, die einem freiheitlichdemokratischen Grundverständnis zuwider läuft."
Es wird noch viel Arbeit nötig sein, bis der Vorschlag der Europäischen Kommission einen gut funktionierenden Rechtsrahmen hervorbringt, der die geltenden Regeln zum Datenschutz wie etwa die Datenschutz-Grundverordnung beim Schutz der grundlegenden Menschenrechte wirksam ergänzt und gleichzeitig KI-Innovationen fördert. Es stellen sich grundlegende Fragen, die nur in einem breiten gesellschaftlichen Dialog sinnvoll zu beantworten sind. Ausserdem muss das Zusammenspiel der neuen KI-Verordnung und bestehendem Recht, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung sowie Fragen der Ausgestaltung von Aufsicht und Rechtsdurchsetzung der neuen KI-Vorgaben geklärt werden.
Nach längerer Zeit haben wir mal wieder eine Umfrage erstellt. Dieses Mal möchten wir ein Thema behandeln, welches für gewisse Personen sicherlich zur täglichen Routine gehört und für andere wahrscheinlich eine viel geringere Bedeutung hat. In dieser Umfrage geht es darum, wie ihr Dokumente erstellt.
Auf die Frage, wie ihr Dokumente erstellt und wie euer Workflow aussieht, haben wir die folgenden Antworten ausgewählt:
LaTeX oder Ähnliche
Libre Office Writer oder Ähnliche
CryptPad oder Ähnliche
Andere
Die erste Option bedeutet, dass ihr Dokumente mit dem Satzsystem TeX oder darauf aufbauenden Erweiterungen wie LaTeX erstellt. Die zweite Option zielt hauptsächlich darauf ab, dass ihr lokale grafische Programme nutzt. Bei der dritten Antwortmöglichkeit möchten wir unterschiedliche Onlinedienste hervorheben wie zum Beispiel CryptPad oder Collabora Online. Unter Andere fällt zum Beispiel das Erstellen von Dokumenten mit der Auszeichnungssprache Markdown oder die Konvertierung davon mit dem Werkzeug pandoc.
Die Umfrage findet ihr auf Mastodon. Natürlich könnt ihr auch über die weiteren Kommunikationskanäle euren Workflow mit der Community teilen oder in Form eines Artikels verewigen.
Das Projekt TinyCheck wurde massgeblich vom Kaspersky Lab entwickelt und steht als Freie Software zur Verfügung. Es dient der Erkennung von sogenannter Stalkerware und von Spyware. Auslöser für die Bereitstellung der Lösung war eine Anfrage einer französischen Frauenunterkunft, in der es gehäuft zu Stalking und Bedrohungen gekommen ist.
Das Prinzip von TinyCheck ist dabei denkbar einfach. Ein Raspberry Pi dient als Wireless Access Point und analysiert den Datenverkehr. Bei Auffälligkeiten wird eine entsprechende Warnung ausgegeben und bei Bedarf ein Bericht erstellt, welcher sich auf einen USB-Stick exportieren lässt.
Zur Einrichtung von TinyCheck wird ein zuvor installiertes Raspberry Pi OS vorausgesetzt. Daraufhin kann das Git-Repository gecloned werden und das Installationsscript ausgeführt werden:
cd /tmp/
git clone https://github.com/KasperskyLab/TinyCheck
cd TinyCheck
sudo bash install.sh
Eine ausführliche Beschreibung der Funktionen von TinyCheck findet sich im Wiki des Projektes.
Kurz nach dem Erscheinen des Release Candidates von Rocky Linux 8.4 steht nun die erste stabile Version der RHEL-kompatiblen Enterprise Distribution zur Verfügung.
"Wir haben uns vorgenommen, ein freies, offenes, gemeinschaftliches Enterprise-Betriebssystem zu entwickeln, das vollständig kompatibel zum Upstream Enterprise Linux ist. Was wir aufgebaut haben, ist so viel mehr: eine Community."
Gregory Kurtzer, Executive Director, Rocky Enterprise Software Foundation
Das Projekt bietet Installationsmedien für die Architekturen x86_64 und ARM64 (aarch64) an. Zusätzlich stehen Container-Images auf Docker Hub und Quay.io bereit.
Detaillierte Hinweise zu den Neuerungen finden sich in den Release Notes.
Das gesamte Team bedankt sich bei allen engagierten Helfern, Testern und Sponsoren die diese Version erst möglich gemacht haben.
BurgerTime galt zu Beginn der 80er Jahre als eines der beliebtesten Arkade Spiele. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle des Chefkochs Peter Pepper, der die Aufgabe hat Burger aus Brötchenhälften, einem Salatblatt und einer Hackscheibe zusammenzusetzen. Davon versuchen ihn die Störenfriede Mr Hot Dog, Mr Pickle (Gurke) und Mr Egg (Ei) abzuhalten.
Mit Pfeffer hat der Koch die Möglichkeit die Feinde kurzzeitig ausser Gefecht zu setzen. Davon steht allerdings nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung, welche sich durch Extras auffüllen lässt.
Vollständig eliminieren lassen sich die Feinde nur, indem sie von Burger-Bestandteilen zerquetscht werden oder mit ihnen in die Tiefe gezogen werden.
Mit BurgerSpace steht ein Freier Clone des Klassikers zur Verfügung, welcher aktiv weiter entwickelt wird. Erst kürzlich wurde die neue Version 1.9.4 veröffentlicht.
Der Funktionsumfang ähnelt stark dem Original. Gesteuert wird der Koch mit den Pfeiltasten und mit Crtl lässt sich der Pfeffer einsetzen. Durch das Drücken von P lässt sich das Spiel pausieren.
Der Schwierigkeitsgrad steigt stetig und relativ steil an, sodass bereits ab Level 6 der geneigte Spieler deutlich herausgefordert wird.
Zusätzlich bietet BurgerSpace einen experimentellen Zwei-Spieler-Modus, in dem eine Person die Rolle des Kochs übernimmt und eine andere die Rolle von Mr. Egg. Dabei kann wahlweise über das Netzwerk oder am gleichen PC gespielt werden.
BurgerSpace ist ein spassiger Arkade-Klassiker, der auch erfahrene Spieler schnell herausfordert. Wen die Retro-Grafik und Bulletten nicht abschrecken, dem sei das Spiel empfohlen. Unter einem Debian GNU/Linux System lässt es sich einfach mittels sudo apt install burgerspace installieren.