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2011 sind das revidierte Gewässerschutzgesetz (GSchG) und die dazugehörige Gewässerschutzverordnung (GSchV) in Kraft getreten. Demnach haben die Kantone den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer festzulegen und dafür zu sorgen, dass der Gewässerraum in der Richt- und Nutzplanung berücksichtigt sowie extensiv gestaltet und bewirtschaftet wird (Art. 36a GSchG).
§11a der kantonalen Gewässerschutzverordung delegiert die Aufgabe der Gewässerraumfestlegung an die Gemeinden. Sie legen den Gewässerraum in der Nutzungsplanung fest und scheiden dazu in der Regel Grünzonen (innerhalb Bauzone) und Freihaltezonen (ausserhalb Bauzone) aus.
Die Gewässerabstände nach dem kantonalem Wasserbaugesetz (§5ff. WBG) und die Inanspruchnahme von Gewässern (§32ff. WBG) bleiben weiterhin in Kraft. Sie werden angewendet, wenn sie strenger als die Vorgaben zum Gewässerraum sind.
Richtlinien und Arbeitshilfe
Die Richtlinien "Der Gewässerraum im Kanton Luzern" enthalten das Vorgehen zur Festlegung des Gewässerraums. Die Arbeitshilfe "Gewässerraumfestlegung in der Nutzungsplanung" führt genauer aus, wie die nutzungsplanerische Festlegung des Gewässerraums umzusetzen ist:
Die Norm der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (vif) legt fest, wie der Gewässerraum im Rahmen von Bauvorhaben zu berücksichtigen ist:
vif-Norm 941 002 Gewässerraum