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Das Substantiv Misophonie (die) bedeutet „Geräuschempfindlichkeit“ oder „Geräuschüberempfindlichkeit“. Sie bezeichnet eine abnorm starke Reaktion auf spezifische Geräusche, oft alltäglicher Natur.
Personen mit Misophonie erleben häufig starke negative Emotionen, wie Wut oder Angst, ausgelöst durch bestimmte Geräusche. Beispiele solcher Geräusche können das Kauen, Schlürfen oder Atmen sein. Dabei führt nicht die Lautstärke, sondern die Art des Geräusches zur Reaktion. Dies kann zu Schwierigkeiten in sozialen Situationen führen, etwa beim gemeinsamen Essen.
Der Begriff wurde erstmals 2001 von den US-amerikanischen Neurowissenschaftlern Pawel und Margaret Jastreboff geprägt. Sie beschrieben damit eine Bedingung, bei der bestimmte Geräusche extreme emotionale Reaktionen hervorrufen.
Etymologisch setzt sich Misophonie aus dem Griechischen zusammen: „miso-“ bedeutet „Hass“ oder „Abneigung“ und „-phonie“ steht für „Stimme“ oder „Klang“. Wörtlich übersetzt heißt es also „Hass auf Geräusche“.
Aussprache
Lautschrift (IPA): [miːzofoˈniː]
Verwendungsbeispiele
Obwohl sie Musik liebt, löst das Klickern eines Kugelschreibers bei ihr eine starke Misophonie aus.
Wegen seiner Misophonie vermeidet er Cafés, in denen viel Geschirrgeklapper zu hören ist.
Ihre Misophonie macht es ihr schwer, im Großraumbüro zu arbeiten, da sie ständig von Tastaturgeräuschen abgelenkt wird.