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Wegen einer geologischen Störzone steht die Tunnelbohrmaschine Gabi II in der Weströhre des Teilabschnitts Amsteg seit rund fünf Monaten still. Jetzt haben die Mineure den Bohrkopf des Riesenbohrers freigelegt. Damit kann Gabi II den Vortrieb Richtung Sedrun wieder aufnehmen.
Im Juni 2005 sind die Amsteger Tunnelbauer rund 2'200 Meter unterhalb des Chrüzlistocks auf eine Störzone mit mürbem Gestein gestossen. Die Tunnelbohrmaschine Gabi I in der Oströhre durchfuhr diese rund 50 Meter lange Zone ohne Probleme und hat nun einen Vorsprung von drei Monaten auf das Bauprogramm. Bis heute sind 9'200 m oder 81 Prozent der Oströhre aufgefahren.
Die Tunnelbohrmaschine Gabi II in der Weströhre musste hingegen in dieser Störzone den Vortrieb einstellen. Das mit Bergwasser vermischte, aufgelockerte Gestein schwemmte den Bohrkopf ein. Damit Gabi II wieder andrehen kann, wurde im Verlauf der letzten Monate der lockere Bereich vor dem Bohrkopf der Maschine über einen 15 m langen Injektionsstollen von der parallel verlaufenden Oströhre aus mit Zement verfestigt. Ebenfalls von der Oströhre aus wurde gleichzeitig ein 50 m langer Stollen zur Weströhre ausgebrochen und anschliessend der Bohrkopf der Tunnelbohrmaschine Gabi II bis am 15. November 2005 im Gegenvortrieb freigelegt. Damit kann Gabi II den Vortrieb in der Weströhre Richtung Sedrun wieder aufnehmen.
Der Stillstand von Gabi II bringt das Terminprogramm am Gotthard-Basistunnel nicht in Verzug, da zur Überwindung von Störzonen im Bauprogramm des Teilabschnitts Amsteg pro Röhre acht Monate Zeitreserven eingerechnet wurden. Die Kosten von rund zehn Millionen Franken für die Wiederinbetriebnahme von Gabi II werden die Bauarbeiten auch nicht verteuern, weil die Kosten für solche Zusatzmassnahmen im Werkvertrag bereits berücksichtigt wurden und die als problematisch prognostizierte Intschizone ohne Schwierigkeiten durchfahren werden konnte.