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- Nordkorea hat eine möglicherweise atomwaffenfähige U-Boot-Rakete getestet.
- Die ballistische Rakete ist nach Angaben des südkoreanischen Militärs am frühen Samstagnachmittag (Ortszeit) abgefeuert worden.
- UNO-Resolutionen verbieten Nordkorea die Erprobung von Raketen mit ballistischer Raketentechnik.
Der Start soll vor Sinpo an der Ostküste erfolgt sein. Die Rakete sei darauf in Richtung offenes Meer geflogen.
Südkoreas Militär ist laut eigenen Aussagen auf mögliche weitere Raketenstarts durch das Nachbarland vorbereitet.
U-Boot-gestützte Raketen schwieriger zu entdecken
Nordkorea treibt seit Jahren die Entwicklung von ballistischen Raketen voran. In der Regel sind dies Boden-Boden-Raketen, die je nach Bauart auch einen oder mehrere Atomsprengköpfe tragen können.
Schon länger verfügt Nordkorea laut eigenen Angaben zudem über die Technologie für «Submarine-launched ballistic missile», kurz SLBM. Die Meldungen über bisherige Versuchsstarts von U-Boot-gestützten ballistischen Raketen wurden bislang allerdings angezweifelt. Es wird vermutet, dass Nordkorea dazu eine Unterwasserplattform genutzt haben könnte. Raketen, die von einem U-Boot abgefeuert werden, sind schwerer vom Gegner zu entdecken.
Bereits über ein Dutzend Raketentests
Nordkorea hat in diesem Jahr bereits mehr als ein Dutzend umstrittener Raketentests durchgeführt, darunter mindestens auch einen Test mit einer Interkontinentalrakete.
Zuletzt hatte Nordkorea am Mittwoch laut Südkorea und Japan eine ballistische Rakete abgefeuert. Unklar blieb, um welchen Raketentyp es sich genau handelte.
Plant Nordkorea Atomwaffentest?
Nordkorea könnte nach Einschätzung der USA noch im Mai seinen ersten Atomwaffentest seit 2017 vornehmen. Eine Sprecherin des US-Aussenministeriums sagte am Freitag, Nordkorea bereite derzeit sein Atomtestgelände Punggye-ri vor.
Aussenminister Antony Blinken hatte zuvor gesagt, die USA seien im Streit um das nordkoreanischen Atomwaffenprogramm weiter bereit zu «Diplomatie» und «Dialog» mit Pjöngjang.
US-Präsident Joe Biden reist in zwei Wochen nach Südkorea und Japan. Die Befürchtungen rund um das nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramm dürften wichtiges Thema der Gespräche werden.