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Mi, 17. März 2021, Ralf Hersel
Das Crowdfunding-Projekt Asahi Linux hat den ersten Fortschrittsbericht über seine Bemühungen veröffentlicht, Linux auf die Apple-Silicon-Plattform mit den M1-Macs zu portieren. Apples neue Prozessor-Architektur sorgt für einige Schwierigkeiten. In dem Blog-Beitrag beschreibt der Kernel-Hacker und Asahi-Linux-Mitbegründer Hector Martin die Herausforderungen, denen sich das Projekt gegenübersieht, wenn es darum geht, die Funktionsweise des neuen Apple-Chips zu verstehen.
Der Bericht des Projekts gibt einen Einblick in Apples einzigartigen Boot-Prozess und die Herausforderungen, ein anderes Betriebssystem auf dem M1 Mac mini zum Laufen zu bringen.
Apple Silicon Macs booten auf eine völlig andere Weise als PCs. Die Art und Weise, wie sie funktionieren, ähnelt eher eingebetteten Plattformen (wie Android-Telefonen oder natürlich iOS-Geräten), allerdings mit einigen massgeschneiderten Mechanismen. Allerdings hat Apple ein paar Schritte unternommen, um diesen Boot-Prozess näher an den eines Intel-Macs heranzuführen, sodass es eine Menge Verwirrung darüber gab, wie die Dinge tatsächlich funktionieren.
Das Projekt begann im Januar. Bis jetzt konnte Martin einen angepassten Bootloader namens m1n1 schreiben, der sich um so viele "Apple-ismen" wie möglich kümmern soll. Der m1n1 scheint der erste Teil zu sein, um mehr als nur Linux auf dem M1 zum Laufen zu bringen.
In der Zukunft werden wir m1n1 um weitere Funktionen erweitern, um es zu einem noch leistungsfähigeren Forschungswerkzeug zu machen. Ein besonders spannendes Ziel ist es, es in einen sehr kleinen VM-Hypervisor zu verwandeln, der macOS booten kann und dessen Zugriffe auf die M1-Hardware abfängt. Das wird es uns ermöglichen, zu untersuchen, wie Apples Treiber funktionieren, ohne sie zerlegen zu müssen.
Das Asahi Linux Projekt ist nicht der einzige Versuch, Linux auf den Apple M1 zu bringen. Dank der neuen Corellium-Portierung von Ubuntu kann man bereits Linux auf dem M1 Mac mini ausführen. Allerdings hat der aktuelle Port noch einige Einschränkungen, da man einen USB-C-Dongle für die Internetverbindung benötigt. Wer alle Details über das Asahi-Linux-Projekt wissen möchte, kann den vollständigen Blog-Beitrag zu lesen: