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GESCHICHTE
In der Bundesverfassung (Art. 31 und 33 alte BV; Art. 27 und 95 neue BV) wird dem Bund das Recht eingeräumt, auf dem Gesetzeswege Vorschriften über die Anerkennung und die Berufsausübung für wissenschaftliche Berufe zu erlassen.
In der Schweiz sind wohl die Titel aus dem Erwerb von Schuldiplomen, nicht aber die Berufsbezeichnungen «Architekt», «Ingenieur» und «Techniker» geschützt. Auch die Bedingungen für die Berufsausübung sind nicht geregelt.
In Erkenntnis der Notwendigkeit einer qualifizierenden Berufsordnung für die technischen und baukünstlerischen Berufe, hat der SIA im Jahre 1917 eine eigene Titelschutzkommission gebildet, mit dem Ziel, eine gesetzliche Regelung zu erreichen. Die Bestrebungen führten schliesslich 1939 zu einem parlamentarischen Vorstoss. Dieser war aber wegen fehlender gesetzlicher Grundlagen erfolglos. Im daraufhin eingeholten Gutachten von Bundesrichter Guex wurde empfohlen, dass die höheren technischen Berufsstände gemeinsam eine Lösung suchen sollten. Wenn dieser erste Schritt einen Erfolg zeitige, könnten dann gesetzliche Massnahmen ermöglicht werden. Ein derartiger Versuch in den 40er Jahren brachte aber noch nicht das gewünschte Resultat.
Erst im Jahre 1952 kam es dann zum ersten Schweizerischen Register für Ingenieure, Architekten und Techniker (RIAT). In einem einfachen Abkommen und mit Hilfe von aussagekräftigen Grundsätzen haben der SIA, der BSA, der STV und der ASIC die Basis für die Führung dieses Registers gelegt. In den nun folgenden 15 Jahren nahm das RIAT einen erstaunlichen und imponierenden Aufschwung, indem im Jahr 1966 bereits 18’000 Fachleute eingetragen waren. 1961 beantwortete Bundesrat Hans Schaffner eine entsprechende parlamentarische Anfrage dahingehend, dass für die Berufsbezeichnungen «Architekt» und «Ingenieur» dringend ein Gesetz geschaffen werden müsse. Am 5. Juli 1966 entstand aus dem bisherigen RIAT die Stiftung der Schweizerischen Register der Ingenieure, Architekten und Techniker (REG). Dem Stiftungsrat gehörten fortan Vertreter des Bundes, der Kantone und der Schulen an, womit erstmals ein tatsächliches öffentliches Interesse an der ordnenden Tätigkeit des REG bestätigt wurde.
Anfang der 90er Jahre hat die CSA (Conférence Suisse des Architectes – BSA, FSAI, SIA) – in enger Zusam-menarbeit mit dem REG – einen Gesetzesentwurf betreffend den Architektenberuf erarbeitet, welcher für Schweizer Architekten eine mit dem ihrer Kollegen im Ausland vergleichbare legale Basis schaffen sollte. Dieses Verfahren wurde mit einer Stellungnahme des Bundesrates vom 23. November 2004 beendet, welche den Architektenberuf als nicht von bedeutendem öffentlichem Interesse einstufte und entsprechend keine reglementarischen Massnahmen brauche, da es genügend Gesetzte im Rahmen der Polizei “salubrité et d’hygiène» gebe, die Schutz in dieser Hinsicht bieten.
Das Jahr 2013 wurde vom Abschluss der Umsetzung der « Neuorientierung » (2007-2013) geprägt und dem Endspurt der Verhandlungen des Vertrages mit dem Bund, abgeschlossen mit der Unterschrift von Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio und dem REG-Präsidenten Dr. Giuliano Anastasi, am 27. März 2014. Der Vertrag ist mit Rahmenbedingungen versehen; er beinhaltet einerseits die finanzielle Unterstützung, andererseits die Prüfungsverfahren sowie deren wahrscheinliche Akkreditierung.