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Mannesname, nach gewöhnlicher
AnnahmeAbkürzung von
Johannes und durch langen
Gebrauch zu einem besondern
Namen
geworden; nach andern s. v. w. Mitglied einer
Hansa (s. d.). Das sehr häufige Erscheinen des
Namens Hans veranlaßte, daß derselbe
frühzeitig über den engern
Kreis
[* 6] des
Eigennamens hinaustrat und eine Art
Gattungsname wurde, wie man z. B.
Gruppen alltäglicher
Menschen mit und
Kunz« charakterisiert. Schließlich tritt Hans fast gänzlich in die
Reihe der Appellativa
ein und steht geradezu für
Mensch oder Mann mit mancherlei Nebensinn, z. B. Großhans, Schmalhans, Prahlhans, Hans
Dampf,
[* 7] Hans in
allen
Gassen, Hans
Narr etc.
eine 1401 geschriebene
Dichtung von
ca. 15,000
Versen, deren
Stoff bereits von einem ungenannten Dichter des 13. Jahrh.
in »Mai und Beaflor« (hrsg. von
Pfeiffer, Leipz. 1848) bearbeitet wurde und auch dem Volksbuch von der geduldigenHelena
zu
Grunde liegt; sodann
»DiokletiansLeben« (hrsg. von
Keller, Quedlinb. 1841),
Die Entstehung des großen Städtebundes, der vorzugsweise Hansa oder Hansabund (hanseatischer
Bund,
Unio hanseatica) genannt
wird, kann nicht auf ein bestimmtes Jahr zurückgeführt werden. Der hansische Städteverein beruhte auf dem Zusammenwirken
zweier
Momente, der Vereinigung deutscher Kaufleute im
Ausland und der
Verbindung deutscher
Städte in derHeimat.
Bei der erstern Art von hansischen
Verbindungen war das kaufmännische
Interesse das allein maßgebende; die hansischen Städtevereinigungen
dagegen hatten neben den Handelszwecken einen allgemeinen politischen
Charakter, gleich den Städtebündnissen in andern Teilen
des
Reichs.
Hierauf bildete sich ein
Verein der sächsischen
Städte, mit welchen
Hamburg ein
Bündnis schloß. Der wendische Städtebund
unter
LübecksFührung schloß sich dem sächsischen schon wegen des
Binnenhandels im Anfang des 14. Jahrh.
an.
Endlich sind noch zu erwähnen die
Handelsbündnisse zwischen westfälischen und preußischen
Städten seit 1340. Den
Handelsbündnissen
zur Seite gingen seit dem 13. Jahrh. die Landfriedensbündnisse, in welchen denn auch über
militärische Leistungen der Bundesglieder Vereinbarungen stattfanden. So bestand demnach um die Mitte
des 14. Jahrh. ein
System von
Bünden, welche sich zum Teil wegen ihres Ursprungs, zum Teil wegen ihrer auf dem
Handel beruhenden
Grundlage gewissermaßen sämtlich als hanseatische
Bünde bezeichnen lassen.
Lübeck und Dänemark durch einen entscheidenden Sieg glücklich zu Ende führte. Der Friede von Stralsund 1370 gab der Hansa die
Herrschaft des Sundes, die Schlüssel zur Ostseeherrschaft, in die Hand,
[* 27] überlieferte ihr Plätze und Landstrecken in Schonen
auf 15 Jahre als Unterpfand und sicherte ihr zwei Dritteile der königlichen Einkünfte aus denselben
für einen gleichen Zeitraum; zugleich versprachen die dänischen Reichsräte, daß künftighin niemand, ohne die Privilegien
der Hansa bestätigt zu haben, die dänische Krone erlangen solle.
Indessen fehlte es unter den Verbündeten nicht an Gegensätzen. Das Übergewicht Lübecks und des wendischen Bundes im östlichen
Meer und seine vollkommene Herrschaft über den Sund riefen unter den westlichen Städten eine Reaktion hervor.
Zunächst waren es die holländischen Städte, welche sich beschwert fanden und, das Verbot der Hansa, Getreide
[* 28] aus andern als
hansischen Häfen auszuführen, zum Vorwand nehmend, vom Bund abfielen, in dessen Fehde mit Erich XI. auf die Seite des Dänenkönigs
traten und sich mit ihm 1423 zum feindlichen Überfall der hansischen Schiffe
[* 29] auf Schonen vereinigten.
Die Hansa verbot hierauf, holländische Schiffe nach Livland zu befrachten, und behandelte die ostseeischen Fahrten derselben als
Schleichhandel. Fast ebenso empfindlich wurden die preußischen und livländischen Städte von LübecksHandelspolitik berührt.
Die Kolonialpolitik der Hansa hatte den direkten Verkehr nach und von den östlichen Pflanzstädten und ihrem
Handelsgebiet den eignen Schiffen des Bundes vorbehalten, selbst die Landreise war verboten; fremde Flaggen
[* 30] sollten in den östlichen
Häfen, außerhansische Kaufleute auf deren Märkten nicht zugelassen werden.
Durch diese selbstsüchtige Politik, die den ganzen Stapel zum MonopolLübecks machte, fühlten sich jene
Pflanzstädte natürlich sehr beschwert, und jede sich darbietende Gelegenheit ward von ihnen dazu benutzt, sich von der
drückenden Bundesfessel loszumachen. Überdies verstand der Bund wenig, der neuen Zeit und ihren Forderungen Rechnung zu tragen.
Das althergebrachte Wesen der Faktorei begann dem bunten Treiben der Börse zu weichen; neue Handelswege
wurden aufgefunden; Antwerpen
[* 31] ward die Niederlage der Portugiesen für ihre ostindischen Zufuhren, wodurch sich in den Niederlanden
selbst ein Punkt von stärkerer Anziehungskraft bildete, und als 1540 der hansische Stapel von Brügge nach Antwerpen verlegt
werden sollte, zeigte sich, daß sich der Stapel überhaupt überlebt habe. Gleichwohl hielt die Hansa mit
Zähigkeit an den alten, verlebten Verhältnissen fest und ließ sich so unbemerkt von der Handelsthätigkeit andrer
Völker überholen. Den meisten Grund zur Eifersucht auf die aber hatten die skandinavischen Reiche, die ihren Seepaß, den Sund,
unter hansischer Gewalt und das Monopol der Hansa auf ihren Märkten herrschend sahen.
Ersterer hatte aus Erkenntlichkeit der Hansa neben andern Privilegien zugestanden, daß ausländische Nationen auf ewige Zeiten
von der Fahrt durch den Sund oder Belt ausgeschlossen sein sollten; letzterer
dagegen hatte bei seiner Thronbesteigung
nur die alten Freibriefe der Hansa im allgemeinen bestätigt. Als er nun acht Jahre später LübecksBeistand gegen den entthronten
Christian II., der seine Krone zurückerobern wollte, nachsuchte, verlangte Wullenweber als Gegenleistung die Zustimmung Dänemarks
zu einer Schiffahrtsakte, nach welcher die Holländer sowenig wie die östlichen Städte mit Stapelgütern
durch den Sund fahren dürfen sollten.
Der härteste Schlag aber wurde von England aus gegen die Hansa geführt. Noch 1551 war der deutsche Handel in England so begünstigt,
daß durch die Hansen 44,000 Stück englische Tücher, durch die Engländer selbst deren nur 1100 ausgeführt
wurden. Einzelnen Versuchen der englischen Regenten, diesem Mißverhältnis ein Ende zu machen, hatte die Hansa stets ihre Macht
entgegengestellt, und im 15. Jahrh. war es darüber zu manchem blutigen Seekampf gekommen.
Die KöniginElisabeth trat zuerst mit der Forderung einer Gleichstellung der Eingesessenen mit den Hansen
auf, wogegen letztere in Hinsicht auf die Handelsbeziehungen zu England vor allen andern Völkern besondere Vergünstigungen
genießen sollten, die jedoch umgekehrt auch den englischen Unterthanen in den Hansestädten zu gewähren seien.
Hamburg schloß hierauf einen Separatvertrag mit England und nahm die englische Kompanie der Adventurers bei sich auf, wagte
jedoch, da der Unwille gegen diesen Verrat sich immer drohender äußerte, nach Ablauf
[* 35] der vorerst stipulierten zehn Jahre
keine Erneuerung des Vertrags. Die Verhandlungen mit England gerieten allmählich ins Stocken, wiewohl die
Handelsverbindungen noch nicht völlig abgebrochen wurden. Inzwischen trat der Gegensatz der lübeckischen und hamburgischen
Politik immer schroffer hervor. Während erstere die alten Privilegien aufrecht erhalten wissen wollte, berief sich Hamburg
auf die veränderte Weltlage, die eine andre
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