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Nach dem in Mosambik die Verantwortlichen des Schulsystems beschlossen haben spielbasiertes Lernen in die Lehrpläne zu integrieren, werden die Schulstunden wieder mehr besucht und viele Kinder haben dadurch den Spaß am Lernen zurückgewonnen. Auch in Katias und Albertinas Klasse spielen die Klassenkameraden begeistert Spiele und machen dabei erhebliche Fortschritte.
Eine Gruppe von Schülern in der Mafuiane Primary School ahmt die Bewegungen ihrer Lehrerin nach. Sie macht mit ihrem ganzen Körper einen Buchstaben vor und „zeichnet" dabei ihren kompletten Namen.
Die Kinder stehen in einem großen Halbkreis vor ihrer Lehrerin Albertina und versuchen nicht in lautes Gelächter auszubrechen. „Wer will als nächstes seinen Namen buchstabieren?", fragt Albertina in die Runde und jedes Kind reißt begeistert den Arm nach oben.
Robson darf weitermachen und stellt sich in die Mitte der Gruppe mit den Händen in seinen Hüften. Er beginnt mit seiner Hüfte kunstvoll zu wackeln und die anderen Schüler machen seine Bewegungen nach und schrien gemeinsam die Buchstaben „R.O.B.S.O.N.". Die Kinder lachten und konnten kaum erwarten selbst an der Reihe zu sein. Zahlreiche Studien zeigen auf, dass spielbasierte Aktivitäten das kognitive Lernen verbessern, da Spielen mit positiven Erfahrungen in Verbindung gebracht wird.
Costa Simao die Direktorin der Mafuiane Primary School sagt, dass zum Schuljahresanfang viel mehr Schüler anwesend waren und die Zahl der Schulschwänzer ab nahm.
Nach zwei Jahren spielbasiertem Lernen haben die meisten Schüler so viel Wissen gewonnen, so dass sie zu den am besten ausgebildeten Kindern in Mosambik zählen.
In Katias Klasse sind die Schüler in Gruppen aufgeteilt, um im Matheunterricht ein Spiel zu spielen. Jedes Team rechnet und diskutiert gemeinsam, dann rennt eines des Teams zur Tafel, um die nächste Gleichung zu lösen. Mit jeder richtigen Antwort gibt es einen Punkt für das jeweilige Team und der Jubel kennt bei den Kindern keine Grenzen. Bei einer falschen Antwort ist das andere Team an der Reihe. Am Ende der Stunde haben die Schüler komplexe Gleichungen weitestgehend ohne Hilfe ihrer Lehrerin gelöst.
Dino, ein Right To Play Mitarbeiter, überprüft ob die Lehrer die neue Unterrichtsform anwenden. Er lernte auch in der Schule den spielbasierten Ansatz von Right To Play kennen und wurde selbst so unterrichtet. „Ich bin begeistert davon zu sehen, auf welche Art und Weise Lehrer ihren Schülern das Wissen vermitteln," erklärt er.
„Ich sehe, dass mehr Begeisterung in den Klassenzimmern herrscht und die Lehrer versuchen jeden Schüler gleich zu behandeln."
Laut Dino wirken die Schüler alle sehr souverän in den Prüfungen und sind offen für Verbesserungsvorschläge.
Derzeit unterstützt das Bildungsministerium von Mosambik diese Initiative und hilft den Lehrern ihre Schulstunde nach dem spielbasierten Ansatz zu planen. Die Regierung verspricht sich von dieser neuen Maßnahme viele Vorteile, unter anderem dadurch die Fähigkeiten der Schüler im Lesen, Schreiben und Mathematik zu verbessern und deren Selbstbewusstsein zu stärken.