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Remar
Remar tritt im deutschen Sprachraum vor allem als Drogenrehabilitationswerk pfingstlerischer Ausrichtung auf. Im Mutterland Spanien und vor allem im südamerikanischen Raum ist Remar aber intensiv evangelistisch aktiv und als eigener Gemeindeverband konstituiert.
Gründer von Remar ist der Spanier Miguel Díez. Díez wuchs als Sohn katholischer, aber nicht sehr kirchlicher Eltern im Baskenland auf und arbeitete neben 5 eingene Firmen als Generaldirektor einer Privat-Klinik. Daneben frönte er dem Glücksspiel. Seine Frau beteiligte sich nach ihrer Bekehrung zu einem Christentum pfingstlerischer Prägung am Aufbau einer Pfingstgemeinde in Vitoria im Baskenland.
Acht Jahre später wandte sich auch Díez selbst der Pfingstbewegung zu. Er bemühte sich in der Folge um ein Leben, das möglichst nahe an den Berichten der Apostelgeschichte zur Urgemeinde orientiert ist. Zusammen mit seiner Frau und deren Geschwistern lebt er Gütergemeinschaft und setzt sich für Randständige ein, Remar (abgekürzt aus «rehabilitation de marginados») war entstanden.
Ein Anschluss an eine bestehende Pfingstgemeinde gelang nicht. Remar bleibt selbständiges Werk und eigene Gemeinde.
Die Arbeit von Remar beruht auf vier Säulen: Evangelisation, Jüngerschaft (dazu gehört das Leben in Gütergemeinschaft), Christliche Sozialarbeit (die Rehabilitation und viele anderes) und christliche Unternehmen, deren Gewinn die anderen Säulen finanziert (im deutschen Sprachraum sind dies v.a. Brockenhäuser, Räumung , Reinigungen und Umzüge).
Gegenüber Remar wurde verschiedentlich Kritik laut.
Einerseits wird angemahnt, dass bei Díez das Ziel der Rehabilitation die Eingliederung der Menschen in die Organisation Remar ist, nicht deren Entlassung ins Alltagsleben.
Zum Zweiten wurde darauf hingewiesen, dass Díez zeitweise die Überzeugung vertrat, dass er (und die Remar-Pastoren) am besten wissen, welche Remar-Anhänger zusammenpassen und miteinander eine Ehe eingehen sollen. So hat Díez z.T. bewusst Paare getrennt und andere zusammengegeben.
Zum Dritten vertritt Díez ein konservatives Bild von der Rolle der Frau. Sowohl in der Gemeinde als auch in der Ehe empfiehlt Díez für die Frau eine ausschliesslich dienende Funktion.