Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03356.jsonl.gz/1211

Das Münchner Abkommen von 1938 ist real: Um einen Krieg zu verhindern, liessen die Westmächte Adolf Hitler das Sudetenland in der Tschechoslowakei annektieren. Der Brite Robert Harris (64) konstruierte rund um dieses historische Ereignis einen Roman mit zwei fiktiven Hauptfiguren. Und den gibt’s nun auch als Film.
Eine der Hauptfiguren ist der Brite Legat (George MacKay), Privatsekretär von Premierminister Chamberlain (Jeremy Irons). Die andere ist sein deutscher Jugendfreund Von Hartman (Jannis Niewöhner). Der ist in den Besitz von Dokumenten gelangt, die beweisen, dass Hitler (Ulrich Matthes) weit mehr begehrt als das Sudetenland. Also will er diese Information Legat zukommen lassen: bei den Verhandlungen in München.
Bis auf ein paar plakativ zugespitzte Szenen, vor allem gegen Ende, inszeniert Christian Schwochow betont nüchtern. Die Spannung entsteht durch den historischen Kontext fast von allein. So lässt man sich gerne in die Geschichte (die des Films und jene der Welt) hineinziehen.
Netflix | Historienthriller
Mit: George MacKay, Jeremy Irons, Jannis Niewöhner, Ulrich Matthes
GB/D 2021, ab 21. Januar 2022