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Um was geht es? Kurz Info für Eilige
Viele Jahre galt das Lipödem, eine symmetrische Fettvermehrung, die überwiegend an den Beinen auftritt und mit Wassereinlagerungen, Spannungs- und Druckschmerzen sowie einer erhöhten Neigung zu Blutergüssen verbunden ist, als nicht behandelbar. Einzige Massnahmen bildeten eine konsequente Entstauungstherapie mittels Lymphdrainage, Kompression und Medikamenten. Weil viele Ärzte die Fettverteilungsstörung nicht erkennen, dauert es manchmal lange, bis Betroffene die richtige Diagnose und Therapie bekommen. Weil die schonende Methode der wasserstrahl-assistierten Liposuction bei korrekter Durchführung keine Schädigung der Lymphbahnen hervorruft, bietet sich mit dieser Technik eine Behandlungsmöglichkeit des Lipödems an. Durch die Reduktion des Unterhautfettgewebes kann eine deutliche Verminderung der Schwellneigung und eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden.
Vorkommen schon in der Antike
Das Lipödem ist ein Krankheitsbild, welches immer noch vielen Laien - oft aber auch Ärzten - nicht bekannt ist. Künstlerische Darstellungen, die man heute als Lidödem interpretieren kann, gibt es bereits aus der Frühzeit der Menschheit. Es existiert eine steinerne Statue der Grossen Göttin im Tempel Hal Tarxien auf Malta (3000 v.Ch.) und ein Relief der Königin von Bunt im ägyptischen Tempel Hatshepsut in Deir el Bahar von 1500 v.Ch. Wissenschaftlich beschrieben wurde das Krankheitsbild aber erst 1940 von den amerikanischen Ärzten Allen und Hines. Die vorhandene Literatur zum Lipödem ist insgesamt immer noch eher spärlich.
Lipödem: oft spät erkannt
Sehr oft wird die Diagnose eines Lipödems gar nicht oder erst spät gestellt. Das Krankheitsbild ist, vor allem bei Ärzten der älteren Generation, eher wenig bekannt.