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Marisa Peer, eine englische Psychotherapeutin, hat in ihrer langjährigen Tätigkeit festgestellt, dass die meisten Menschen - auch berühmte und erfolgreiche! - daran leiden, dass sie das Gefühl haben, nicht zu genügen. Dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein, kommt aus der Kindheit, wo die Eltern etwas falsch gemacht haben und das Kind daraus schliesst, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Ein kleines Kind ist so veranlagt, dass es seine Eltern idealisiert und niemals den Fehler bei den Eltern sucht oder findet, sondern immer bei sich selbst. "Ich genüge nicht, sonst würden mich meine Eltern anders behandeln oder sonst hätte mich mein Vater nicht verlassen usw."
Dieser Glaubenssatz begleitet viele Menschen ihr ganzes Leben lang. Viele versuchen das damit einhergehende unangenehme Gefühl zu kompensieren, indem sie für Erfolg und Anerkennung durch andere Menschen sorgen. Andere verdrängen diese unangenehmen Gefühle durch Süchte. Doch diesen Glaubenssatz kann man erkennen und durch die tiefere Wahrheit ersetzen. Wir sind alle als wertvolle Wesen auf die Welt gekommen: "Ich genüge. Ich bin gut genug." Wir können uns das täglich sagen. Und auch, "ich mag mich so wie ich bin, ich genüge obwohl ich Schwächen habe und ich nehme mich an, so wie ich bin. Ich bin nicht perfekt, doch ich habe gute Bewältigungsstrategien, um mit Herausforderungen des Lebens umgehen zu können." Wenn andere uns mögen, dann ist das toll, wenn andere uns nicht mögen, dann ist das halt so - "ich kann damit leben, weil ich mich mag."