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Die Heilsarmee entsteht zur Zeit der industriellen Revolution in den Armenvierteln in Ost-London. Gründer der Bewegung ist der Engländer William Booth (*1829-1912). Er wächst in Nottingham auf. Als Jugendlicher lernt er eine methodistische Kirche kennen, trifft eine persönliche Entscheidung für Jesus Christus und wird (methodistischer) Prediger.
Mit seiner Frau Catherine erkennt er, dass Menschen in sozialem Elend nicht mehr in die Kirche gehen. Deshalb geht Booth als Prediger und Helfer zu ihnen. Sein Grundsatz: sowohl die seelische als auch die materielle Not der Menschen lindern.
Die als „Christliche Mission Ost-Londons“ bekannte Bewegung nimmt 1878 den Namen Heilsarmee an. Sie verbreitet sich schnell über ganz Grossbritannien und ins Ausland. In der Schweiz beginnen Heilsarmeeversammlungen im Jahre 1882. Die Bewegung trifft dort auf grossen Widerstand, wird anfangs in manchen Kantonen verboten. Schliesslich überzeugt die Heilsarmee mit ihren Werken. Sie geniesst bald sowohl Sympathie in der Bevölkerung als auch Anerkennung bei den Behörden. Heute bietet die Heilsarmee in der Schweiz 34 soziale Institutionen, 22 Sozialprojekte wie Mittagstische, Beratungsstellen usw., 57 Gemeinden (Korps), 22 Brockis und noch vieles mehr an.
Weltweit ist die Heilsarmee in 126 Ländern vertreten. Ihr internationaler Sitz ist in London.