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Heidegger, die Schwarzen Hefte und ihre Stellung in seinem Werk - Focus Europa Debatte
Die posthume Veröffentlichung von Heideggers sogenannten "schwarzen Heften", hat einige antisemitische Äusserungen des Philosophen zu Tage gefördert.
Aus zwei Gründen haben diese Zitate vor allem Bedeutung erlangt, zum einen weil sie in die Zeit nach seiner anfänglichen Begeisterung und seiner öffentlichen Auftritte für den Nationalsozialismus nach der Machtergreifung fallen, zum andern weil es sie in Texten stehen, die Heidegger selbst als Teil seines Gesamtwerkes veröffentlicht haben wollte. Trotz dieses Entschlusses den Heidegger bis an sein Lebensende aufrecht erhielt, ist die Stellung der "schwarzen hefte" im Verhältnis zum Gesamtwerk umstritten. Die Einschätzungen reichen von der Vermutung, dass hier der Kern von Heideggers gesamtem Denken durchscheint, bis zu der Annahme, dass es sich lediglich um spontan notierte Meinungen für das eigene Gedächtnis handelt, die etwas über ihn persönlich aber nichts über sein übriges Werk aussagen. Vor diesem Hintergrund entfaltete sich die Debatte bei Radio Dreyeckland. An dieser Debatte nahmen teil, Diego D'Angelo (Universtät Mailand), Andreas Beinsteiner (Universität Innsbruck), beide dabei über ein Heidegger-Thema zu promovieren, Tobias Keiling, dessen Buch "Seinsgeschichte und phänomenologischer Realismus" über Heideggers spätere Philosophie letztes Jahr erschienen ist.
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