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Bernard berichtet über seine Reise nach Ruanda und über die anschliessende Schulung in Tansania vom vergangenen Oktober.
Während der Zeit in Ruanda pflanzten Bernard und sein Bruder Elie über 400 Bäume und legten eine Viehweide mit Gräsern und Kräutern an. Ausserdem fand ein Gottesdienst und eine Zeremonie statt, bei der sein anderer Bruder Jean Paul und seine Frau die pastorale Gesamtverantwortung in einer örtlichen Gemeinde übernahmen.
Für das Missionswerk msd sind verschiedene Ergebnisse relevant:
Elie wird in seinem Gebiet mit Jüngerschaftsarbeit beginnen und Bernard hat ihm Exemplare des ersten Bibelkursheftes in Kinyarwanda überreicht. Bernard und Jürg arbeiten bei uns im Missionswerk derzeit daran, die Kinyarwanda-Version des gesamten Kurses zu aktualisieren.
Jean Paul plant ebenfalls die Nutzung der msd Bibelkurse in seiner Gemeinde und sucht die Zustimmung der Gemeindeverbandsleiter. Das Ziel ist es, die Jüngerschaftsarbeit in dieser Region zu fördern und die landwirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Bernard betont außerdem die gute Vernetzung von Elie mit Thomas, der für die MSD-Kurse in Ruanda und Burundi verantwortlich ist.
Danach reiste Bernard mit verschiedenen msd Mitarbeitern nach Tansania zu einer Schulung. In diesem Seminar ging es um zukunftsfähige Landwirtschaft, nach der «Art Gottes».
Die Seminarleiter Alice und Martin Tlustos teilten ihre Erfahrungen, wie sie eine wüstenähnliche Umgebung in eine grüne Oase verwandelt haben. Sie nutzen einfache, aber effektive Techniken wie das Ausheben von Teichen und das Anlegen von Gräben, um Wasser zu speichern und die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Sie lehrten auch die Bedeutung der Kompostierung und der Anpflanzung von speziellen Bäumen für die Erhaltung der Artenvielfalt und die Anziehung von nützlichen Insekten.
Am Ende des Seminars wurde diskutiert, wie diese landwirtschaftlichen Praktiken mit dem theologischen Konzept der Verantwortung des Menschen für die Schöpfung zusammenhängen. Es wurde betont, dass Gott nicht nur die Rettung der Menschen, sondern auch die Rettung der gesamten Schöpfung anstrebt. Die Teilnehmer wurden ermutigt, ihre Rolle als Verwalter und Hüter der Natur wahrzunehmen.
Ausserdem wurde über das Gleichnis der Talente gesprochen, welches verdeutlicht, dass es wichtig ist, mit dem Wenigen, das einem gegeben wurde, treu umzugehen und es zu vermehren.
Die Diskussionen ergaben, dass es wichtig ist, die häufige Besessenheit von Afrikanern vom Grossen aufzugeben und mit den vorhandenen Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen.