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Libyen ist nicht eigentlich ein wichtiger Markt für die Schweizer Exporteure. Doch bei einem Produkt - Autooccasionen - ist das nordafrikanische Land einer der besten Kunden: Fast 13’000 Schweizer Gebrauchtwagen wurden letztes Jahr dorthin verschifft, nur Serbien und Polen waren noch wichtigere Destinationen, wie unsere Grafik zeigt.
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Mit Schweizer Autos aus zweiter Hand wird also ein schwungvoller Handel betrieben. Die Hälfte aller jährlich ausgemusterten Fahrzeuge rollt auf ausländischen Strassen weiter - grösstenteils in Entwicklungs- und Schwellenländer. Ein weiteres Viertel der Gebrauchtwagen wird verschrottet. Was mit dem letzten Viertel passiert, ist unklar - die offizielle Statistik macht hier ein grosses Fragezeichen. Vermutlich wird ein Teil dieser Autos auf inoffizielle Kanäle ins Ausland exportiert, wie in der Branche zu hören ist.
Der globale Handel mit Autooccasionen ist problematisch, denn viele Länder kennen nur lasche oder gar keine Umwelt- und Sicherheitsstandards für Autos - und in just solche Staaten werden viele der Wagen verkauft: Ganze zwei Drittel aller Länder haben laut der UNO-Organisation Unep schwache oder sehr schwache Regeln für den Import von Occasionen. Diese fehlenden Vorschriften hätten zu einem «globalen Handel mit Gebrauchtwagen geführt, die überholt, veraltet, unsicher und verschmutzend sind», heisst es im Unep-Jahresbericht.
«Die meisten Schwellenländer importieren Autos, die in den Ländern, die sie exportieren, nicht mehr auf der Strasse verkehren dürfen.»
(mbü)