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1945-1954
Am 21. Juli 1945 beging der SFLA feierlich sein 50-jähriges Bestehen. Rechtzeitig zum Jubiläum lieferte die Nationalmannschaft eines ihrer besten Spiele. In Bern besiegte die Schweiz vor 50'000 Zuschauern die Gäste aus England 3:1. Fink «II» avancierte dabei zum Helden der Partie.
Die aus dem Jahre 1943 stammende «Lex Zumbühl», welche sämtliche Transfers untersagte, war das brennende Thema des Sommers 1946. Heimlich schuf die Delegiertenversammlung in St. Gallen das Schiedsgericht «67K», um die offiziell nicht existierenden Streitfälle zu schlichten.
Als historisches Ereignis und unter tatkräftiger Schweizer Mitwirkung kam Deutschland Mitte Oktober 1948 aus seiner sportlichen Isolation. Dies sehr zum Missfallen von FIFA-Präsident Jules Rimet, der die ausgestreckte Schweizer Hand zur Aufnahme von deutsch-schweizerischen Städtebegegnungen alles andere als zu schätzen wusste.
Nach dem Unterbruch durch den Zweiten Weltkrieg qualifizierte sich die Schweiz im Jahre 1950 zum dritten Mal für eine WM, die in Brasilien stattfand. Erstmals wurde dabei die Vorrunde in Form von Gruppenspielen ausgetragen. Dem 2:1-Sieg gegen Mexiko folgte ein viel versprechendes 2:2-Unentschieden gegen die Gastgeber. Nach einer 0:3-Niederlage gegen Jugoslawien mussten die Schweizer unter Franco Andreoli jedoch wieder den Heimweg antreten.
1951 murrten die Nationalliga-Clubs an der SFLV-Delegiertenversammlung gegen den ZUS und die 1. Liga, die sich beide gegen einen zweiten Ausländer in den Nationalliga-Vereinen wehrten.
Während der Saison 1943/54 feierte die Nationalliga unter ihrem Präsidenten Fred Greiner auf dem Berner Gurten ihr 20-jähriges Bestehen.
1954 organisierte die Schweiz die Fussball-WM gleich selber. Dem legendären «Wunder von Bern» gingen mehrere kleinere Schweizer Wunder voraus. Das erste war die Demütigung Italiens durch einen 4:1-Erfolg vor 30'000 Zuschauern in Basel. Trotz einer 0:2-Niederlage gegen England vor 50'000 Fussballbegeisterten im Berner Wankdorf erreichte die Schweiz die Viertelfinals, nachdem die Nationalmannschaft zuvor Italien noch einmal bezwungen hatte, diesmal mit 2:1. Im Viertelfinal vom 26. Juni unterlag die Schweiz auf der Pontaise in Lausanne den Österreichern 5:7. Damit schrieben beide Mannschaften gleichwohl Fussball-Geschichte, da zuvor in einer WM-Partie noch nie 12 Tore gefallen waren.
Ebenfalls 1954 war das Gründungsjahr der UEFA, die nach dem Vorbild der über Jahrzehnte bewährten südamerikanischen Konföderation geschaffen wurde. Die Vereinigung der europäischen Fussball-Verbände, allen bekannt unter dem Kürzel UEFA, vereint die nationalen Fussballverbände Europas. Ihre Aufgabe ist der Unterhalt und die Entwicklung des Fussballs auf europäischer Ebene.