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Es ist eines der spektakulärsten Rennen der Radprofis: Das «Strade Bianche» in Italien. Ein Viertel der 200 Kilometer langen Strecke muss auf Kieswegen zurückgelegt werden. Fabian Cancellara könnte schon zum dritten Mal siegen.
Erst seit 2007 gibt es das Rennen, doch das «Strade Bianche» hat sich umgehend den Status eines Klassikers gesichert. Der Grund liegt in der Beschaffenheit des Untergrunds. Er führt das Profifeld nicht nur über asphaltierte Strassen, sondern zu einem beachtlichen Teil über staubige Kieswege.
Kein Wunder, nennen die Belgier das Rennen auch «Hölle des Südens», analog zur derjenigen des Nordens, Paris-Roubaix, mit ihren groben Pflastersteinen. Fabian Cancellara hat die Austragungen in den Jahren 2008 und 2012 für sich entschieden, in der vergangenen Saison belegte er Rang vier. Gelingt dem Berner der Hattrick in der Toskana, erhält er einen aussergewöhnlichen Preis: dann wird einer der Kieswege nach ihm benannt werden.
45 Kilometer müssen morgen bei der diesjährigen Austragung auf Schotter zurückgelegt werden, verteilt auf zehn Abschnitte zwischen San Gimignano und dem Ziel in Siena. Die beiden längsten Kieswege sind 9,2 bzw. 11,5 Kilometer lang. Als «technisch noch anspruchsvoller als in den vergangenen Jahren», beschreibt Renndirektor Mauro Vegni die Strecke.
Cancellara zählt als zweifacher Sieger auch 2014 zu den Favoriten. Er will kurz vor den grossen Frühlingsrennen wissen, wie es um seine Form steht. Der Vorjahressieger Moreno Moser und der Vorjahreszweite Peter Sagan gehören ebenso zum Kreis der Siegesanwärter wie Ex-Weltmeister Cadel Evans, Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins, Olympiasieger Samuel Sanchez und Alejandro Valverde.
Die Schweizer IAM-Equipe hofft auf Thomas Löfkvist. Der Schwede gewann das Rennen in der Toskana im Jahr 2009 und war Zweiter ein Jahr darauf. Für alle Fahrer gilt aber eines: Nicht nur die Form muss stimmen, man muss auch darauf hoffen, möglichst ohne eine Panne durchzukommen.