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Per 1. Januar 2018 hebt der Bund die Tierwohlbeiträge für Weidelämmer auf. Damit werden Schafhalter im Vergleich zu den Haltern von anderen Weidetieren finanziell benachteiligt, kritisiert der Schweizerische Schafzuchtverband in einer Mitteilung.
Nationalrat Andreas Aebi (SVP/BE) wird in der Wintersession eine Motion einreichen, mit welcher der Bundesrat beauftragt wird, eine Kategorie Jungschafe einzuführen und die RAUS-Beiträge auch für diese Kategorie wieder auszurichten. Der Schweizerische Schafzuchtverband, die Schweizerische Milchschafgenossenschaft und weitere Schafhalterorganisationen wie auch der Schweizer Bauernverband begrüssen und unterstützen dieses Vorgehen.
Die Schafhalter erbrächten eine wichtige gemeinschaftliche Leistung, indem sie mit ihren Schafen auch Flächen beweideten, die von anderen Tieren nicht genutzt würden, betont der Schafzuchtverband. Das bewahre diese Flächen vor Vergandung und Verbuschung, was wesentlich zum Erhalt der Schweizer Landschaft beitrage.
Die Tierwohlprogramme seien für die Produzenten von Lammfleisch von grosser Bedeutung. Die hohen Importe von günstigem Fleisch minderten den Absatz von inländischem Fleisch, da die inländischen Produktionskosten mit jenen im Ausland nicht mithalten könnten. Die Schafhaltung leiste zudem einen wichtigen Beitrag an die Erhaltung der Schweizer Kulturlandschaft, besonders im Berggebiet.Quelle: LID