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Guano entsteht hauptsächlich aus den Ausscheidungen von Vögeln; oft werden aber auch ähnliche Ablagerungen, die aus den Exkrementen von Fledermäusen oder Robben bestehen, als Guano bezeichnet. Vögel scheiden den überschüssigen Stickstoff aus ihrem Stoffwechsel hauptsächlich in Form von Guanin und Harnsäure aus. Ausserdem enthält der Kot von Seevögeln Phosphat, das sich in der Nahrungskette des Meeres angereichert hat. Wenn diese Exkremente auf kalkhaltigen Böden landen, verwittern sie über die Jahre und Jahrzehnte zu Guano, einem feinkörnigen Gemisch von Phosphat- und Nitrat-Mineralien.
Grosse Mengen von Guano werden auf kleinen Inseln gefunden, auf denen riesige Kolonien von Möwen, Kormoranen oder Pinguinen leben. Die Guanoschicht kann dort viele Meter dick werden. Fledermausguano findet sich dementsprechend auf dem Boden von Höhlen, die von Fledermauskolonien besiedelt sind.
Guano als Rohstoff
Guano entsteht zwar aus Abfallprodukten der Tiere, ist aber selbst ein sehr reichhaltiger Rohstoff. Seine Zusammensetzung ist unterschiedlich, je nachdem ob er von Vögeln, Fledermäusen oder anderen Tieren stammt, und aus welchen Gesteinen der Boden der Insel oder der Höhle besteht. Grundsätzlich weist Guano einen sehr hohen Stickstoff-, Phosphat- und Kaliumgehalt auf. Diese Nährstoffe sind sehr wichtig für das Pflanzenwachstum, weshalb er als natürlicher Dünger perfekt geeignet ist. Das Wort „Guano“ stammt denn auch aus der Sprache der Inkas und bezeichnete jegliche Art von Dünger, der für die Landwirtschaft gebraucht werden konnte.