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Der Saint Laurent ist eine Rebsorte mit einem etwas in Vergessenheit geratenen Ursprung. Früher soll er in Südwestfrankreich oder im Elsass angebaut worden sein. Er ist jedoch aus der französischen Landschaft verschwunden, hat aber in Deutschland (Rheinhessen und die Pfalz), Österreich, der Slowakei, der Tschechischen Republik und Luxemburg überlebt!
Diese Rebsorte ist in Österreich sehr beliebt, aber in Bezug auf die Anbaufläche hat die Tschechische Republik die größte Anbaufläche. 1911 wurde die letzte Parzelle von St. Laurent in Luxemburg durch ertragreichere Rebsorten wie Elbling ersetzt. Anfang der 2000er Jahre wurde er wieder populär. In Deutschland wäre sie in den 1960er Jahren ebenfalls fast ausgestorben, doch einem Winzer in der Pfalz gelang es, nach konservativer Auslese neue Rebstöcke zu züchten.
Der Ursprung seines Namens soll mit seinem Reifedatum (Véraison), dem 10. August, zusammenhängen, der auch dem Tag des Heiligen Laurentius, dem Schutzpatron der Köche, entspricht.
Was seine Genealogie oder vielmehr sein genetisches Profil betrifft, so ist auch dies nicht klar. Lange Zeit wurde angenommen, dass er ein Cousin des Pinot Noir ist und einige seiner organoleptischen Eigenschaften teilt. In jüngster Zeit soll er jedoch einen unabhängigen Status erlangt haben.
Die Trauben haben eine dicke Haut mit mittelgroßen Beeren. Es sind farbige (granatrote), frische und vollmundige Rotweine, die man mit Leichtigkeit zu Wein verarbeiten kann. Diese früh reifende Rebsorte ist anfällig für Millerandage oder Verrieselung, aber auch für Frühjahrsfröste. Er benötigt nur Böden mit mittleren Temperaturen wie in den nördlichen Regionen, da er früh reift und trotzdem gute Erträge liefert. Er schätzt auch lehm- und kalkhaltige Böden wie in Luxemburg.
Er ergibt knackige Aromen mit einer schönen Säure und ausgeprägten Tanninen. Er bietet fruchtige Noten von Sauerkirschen, Holunder, Nuancen von schwarzen Johannisbeeren und Kakao. In Eichenfässern vinifiziert, wird er in Bezug auf die Tannine runder und verbessert seine aromatische Komplexität.
Die aus dieser Rebsorte gewonnenen Weine werden Ihre Sonntagsessen perfekt abrunden. Er passt sowohl zu leichten als auch zu kräftigen Gerichten, zu Wild oder zu gereiftem Käse, je nach Körper und Aroma Ihrer Fläschchen.
Sparkle and Wine stellt Ihnen eine kleine Auswahl vor.