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Federer – Ferrer 4:6, 6:4, 6:2
Nadal – Shopalov 6:2, 4:6, 6:7
A. Zverev – Kyrgios 6:4, 6:3
Sensation am Masters-1000-Turnier in Montreal: Rafael Nadal verliert gegen den kanadischen Teenager Denis Shapovalov und wird am Montag nicht die neue Nummer 1.
Nadal hätte mindestens den Halbfinal erreichen müssen, um Andy Murray an der Spitze der Weltrangliste abzulösen. Der 18-jährige Shapovalov, letztes Jahr Juniorensieger in Wimbledon und aktuell die Nummer 143 der Welt, gewann einen Krimi in zweidreiviertel Stunden 3:6, 6:4, 7:6 (7:4).
Im dritten Satz zeigte Nadal überraschend Nerven. Er verpasste sämtliche sechs Breakmöglichkeiten, während der in Israel geborene Shapovalov zu keiner einzigen Chance kam. Im Tiebreak führte der 13 Jahre ältere Spanier 3:0, gewann dann aber nur noch einen der letzten acht Punkte. Beim Matchball brillierte der Kanadier, wie Nadal Linkshänder, mit einem seiner vielen Vorhand-Winner. Insgesamt schlug der 49 direkte Gewinnpunkte, gegenüber 18 seines Gegners.
Der hochtalentierte Shapovalov, dessen Eltern in den Grossraum Toronto auswanderten, als er weniger als ein Jahr alt war, verblüffte auch mit seiner Hartnäckigkeit. Nachdem er bis zum 3:3 im ersten Satz gut mitgehalten hatte, schien alles seinen erwarteten Lauf zu nehmen, als Nadal innert weniger Minuten auf 6:3 davonzog. Der junge Kanadier liess sich jedoch nicht abschütteln und verdiente sich letztlich den Sieg, weil er mutiger spielte als der zu passive Spanier.
Nun winkt stattdessen Roger Federer die grosse Chance, sich mit dem Turniersieg in Montreal in eine ausgezeichnete Position zu bringen, um in einer Woche seinerseits wieder die Nummer 1 zu werden. Gewinnt der Schweizer in Montreal, liegt er noch zehn Punkte hinter Nadal auf Rang 3 der Weltrangliste und 205 Punkte hinter der Nummer 1 Andy Murray.
Der Maestro spielt seinen Viertelfinal heute Freitag gegen Roberto Bautista Agut gegen 20.30 Uhr Schweizer Zeit. Mit Federer und Alexander Zverev erreichten nur zwei Top-Ten-Spieler die Viertelfinals. (sda)
Die Eidgenössische Münzstätte Swissmint widmet erstmals in ihrer Geschichte einer noch lebenden Persönlichkeit eine Schweizer Gedenkmünze: Roger Federer. Der wohl bedeutendste Schweizer Einzelsportler sei auch der perfekte Botschafter der Schweiz, hiess es dazu.
Roger Federer wird mit einer 20-Franken-Silbermünze geehrt. Im Mai 2020 folgt eine Roger-Federer-50-Franken-Goldmünze mit einem anderen Sujet. Kein anderer Schweizer habe weltweit einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie der Tennisspieler, heisst es in einer Medienmitteilung von Swissmint.
Auch neben dem Tennisplatz engagiere sich Federer: Mit seiner 2003 gegründeten Stiftung unterstütze er Hilfsprojekte für Kinder. 2006 wurde er zudem als erster Schweizer zum internationalen Unicef-Botschafter …