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Das «Center for Disease Control and Prevention» (CDC) hat ganz Indien als Land mit einer aktuellen Zika-Epidemie eingestuft, wobei der Ausbruch hauptsächlich in Uttar Pradesh stattfindet. Seit Oktober 2021 wurden 109 bestätigte Fälle gemeldet. Wie in früheren Nachrichten berichtet, wurden auch in anderen Teilen Indiens (Kerala, Maharasthra) Zika-Fälle registriert.
Das Zika-Virus wird v.a. von Mücken übertragen, die tagsüber stechen und in vielen tropischen Regionen vorkommen. Etwa 80% der Infektionen verlaufen asymptomatisch. Die klinischen Symptome sind in der Regel nicht schwerwiegend und dauern zwischen 5 und 7 Tagen: Fieber, roter Hautausschlag (Rash) mit Juckreiz, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (rote Augen), manchmal Kopf- und Muskelschmerzen. Es kann zu neurologischen (Guillain-Barré-Syndrom) und immunologischen Komplikationen kommen. Es gibt keinen Impfstoff und keine spezifische Therapie gegen das Zika-Virus. Eine besondere Situation besteht für schwangere Frauen, da ein Risiko schwerer Missbildungen beim ungeborenen Kind besteht.
Folgen für Reisende
Aktuell besteht ein erhöhtes Übertragungsrisiko für das Zika-Virus in Indien. Beachten Sie, dass das Zika-Virus auch sexuell übertragen werden kann! Prävention: Optimaler Mückenschutz 24/7: Tagsüber gegen Zika, Dengue und andere Arbovirosen, in der Dämmerung und nachts gegen Malaria.
Bei Reisen in Gebieten mit einem Zika Ausbruch, wie dies in Indien nun der Fall ist, empfiehlt das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin während der Reise und mindestens 2 Monate nach der Rückkehr ein Kondom/Femidom zu verwenden, um eine mögliche sexuelle Übertragung des Virus zu verhindern.
Wegen des Risikos für Fehlbildungen beim ungeborenen Kind wird schwangeren Frauen derzeit davon abgeraten, nach Indien zu reisen. Bei unbedingt notwendigen Reisen wird empfohlen, vor der Abreise mit einem Facharzt für Reisemedizin zu sprechen.
Frauen, die planen, schwanger zu werden, sollten nach ihrer Rückkehr (oder der des Partners) aus Indien mindestens 2 Monate mit der Familienplanung abwarten. Im Falle einer medizinisch unterstützten Fortpflanzung sollte dieser Zeitraum auf mindestens 3 Monate verlängert werden. Lesen Sie auch das Informationsblatt Zika, insbesondere wenn Sie schwanger sind oder Sie oder Ihre Partnerin eine Schwangerschaft planen.
Referenzen
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