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Füsiliere
Füsiliere bildeten seit jeher den personell grössten Teil in den kantonalen und eidgenössischen Armeen. Sie trugen in unserem Land immer die Hauptlast bei Kämpfen und Manövern, berittene Formationen waren in unserem kupierten Gelände nur bedingt einsetzbar und aus Kostengründen auch nur spärlich vorhanden. In der Militärorganisation vom 8. Mai 1850 wird die Zusammensetzung der neuen eidgenössischen Armee mit den Infanterie-Bataillonen aus allen Kantonen festgelegt. So findet man beispielsweise ab 1870 im Bundes-Auszug 75 ganze und 9 halbe Bataillone und in der Bundes-Reserve nochmals 33 ganze und 9 halbe Bataillone. Dazu kamen dann noch die Formationen der dritten Heeresklasse, der Landwehr.
Ein Infanterie-Bataillon bestand in der Regel aus zwei Jäger- und vier Zentrumskompanien, total 660 bis 740 Mann. Halbbataillone bestanden in der Regel aus einer Jägerkompanie und zwei bis drei Zentrumskompanien. Die Bewaffnung war sehr unterschiedlich (siehe unter „Waffen“).
Die Uniformierung war nur beim Auszug einigermassen einheitlich, grundsätzlich galt, was einmal gefasst wurde, blieb beim Soldaten bis zu seinem Ausscheiden aus dem Dienst. Nur wenn der Mann seinen Tschako anhatte, konnte man die Kompaniezugehörigkeit (anhand des verschieden-farbigen Wollpompons), die Bataillonsnummer (über der Krempe montiert) und den Herkunftskanton (anhand der farbigen Kokarde) ablesen. Gemeinsames Abzeichen bildete im aktiven Dienst die rote Armbinde mit dem Schweizerkreuz.