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Kinder im Strassenverkehr
„Warte“
Am Strassenrand stehen bleiben. Damit wird das Kind gezwungen, routinemässig vor jedem Betreten der Fahrbahn einen Stopp einzulegen, was verhindert, dass es unvermittelt auf die Strasse tritt.
Die Kinder werden geschult, ihre Füsse genau hinter den Randstein zu platzieren. Üben Sie dies bei jeder Querung einer Strasse. Ihr Kind soll sich daran gewöhnen, nie eine Strasse zu betreten, ohne zuvor am Randstein gewartet zu haben. Die meisten Kinder verunfallen, weil sie ohne zu warten die Fahrbahn betreten.
„Luege, lose“
Die Aufmerksamkeit auf beide Seiten richten. Die Fahrbahn darf erst betreten werden, wenn keine Fahrzeuge mehr vorbeifahren oder alle Fahrzeuge angehalten haben. Kinder im Vorschul- oder Unterstufenalter können weder Distanzen, noch Geschwindigkeiten einschätzen. Sie können bei einem fahrenden Fahrzeug nicht beurteilen, ob sie die Strasse noch rechtzeitig überqueren können, auch wenn das Fahrzeug noch so langsam rollt.
Wir schulen, die Fahrbahn erst zu betreten, wenn sicher ist, dass das Fahrzeug sich nicht mehr bewegt. Die Räder am Fahrzeug müssen still stehen!
„Laufe, nie ränne“
Die Fahrbahn aufmerksam überqueren, nicht rennen.
Wir schauen alle etwa dort hin, wo wir uns in 3 Sekunden aufhalten. Rennende Kinder können den „Verkehr“ nicht mehr beobachten. Kinder sollen die Strasse immer gehend überqueren. Rennende Kinder sind weniger aufmerksam.
Anhalten bis zum Stillstand:
Das Fahrzeug 3-5 m vom Kind entfernt bis zum Stillstand anhalten. Kinder im Vorschul- und Unterstufenalter können noch keine Distanzen und Geschwindigkeiten abschätzen. Auch verstehen sie nicht, dass ein Fahrzeug einen Bremsweg hat, der je nach Geschwindigkeit länger oder kürzer ist. Kinder meinen, Autos könnten immer sofort anhalten.
Keine Zeichen geben:
Hand- und Lichtzeichen könnten Kinder verleiten, die Fahrbahn zu betreten, ohne auf den übrigen Verkehr zu achten. Ein Handzeichen eines Erwachsenen versteht ein Kind als Aufforderung, die Strasse sofort zu überqueren. Es wird diese Anweisung befolgen, ohne sich zu vergewissern, ob hinter dem Fahrzeug oder von der Gegenrichtung noch ein anderes herannaht.
Auch ist es für Kinder schwierig, mit den Lenkenden den Blickkontakt zu suchen (getönte Scheiben, Sonnenbrillen etc.). Deshalb ist es für die Kinder wichtig, dass sie selbst den Zeitpunkt bestimmen, wann sie die Strasse sicher überqueren können.
Geduld haben:
Kinder brauchen Zeit, um die Strasse zu überqueren. Ein Kind braucht am Anfang bis zu 10 Sekunden Entscheidungszeit. Schon bald, mit dem nötigen Selbstvertrauen, verringert sich diese massiv.
Diese Regeln gelten auch, wenn der Kinder- und Jugendinstruktor mit Kindern übt!
Verhalten Sie sich gegenüber Kindern im Strassenverkehr besonders vorsichtig
Die Verhaltensregeln:
- Anhalten bis zum Stillstand
- Keine Zeichen geben
- Geduld haben
Hier hilft am besten die Definition des Bundesamts für Strassen (ASTRA).
Grundsätzlich sind Bentüzer von fahrzeugähnlichen Geräten den zu Fuss Gehenden gleichgestellt.
FäG sind u. a. Inline-Skates, Rollschuhe, Kickboards, Mini-Trottinette, Kinderräder und Rollbretter. Nicht zu den fäG zählen Fahrräder und Invalidenfahrstühle.
Es wird zwischen der Verwendung von fäG als Verkehrsmittel entlang von Strassen und der Verwendung zum Spielen auf einer eng begrenzten Fläche unterschieden.
Kinder dürfen vor dem vollendeten sechsten Altersjahr auf Hauptstrassen nur unter Aufsicht einer mindestens 16 Jahre alten Person Rad fahren (Art. 19 Abs. 1 SVG).
Sie dürfen ein Fahrrad nur benützen, wenn sie die Pedale treten können (Art. 42 Abs. 1 VRV).
Dafür benötigt es ein betriebssicheres Fahrrad, dazu gehören:
- private Haftpflichtversicherung
- zwei wirksame Bremsen
- Rückstrahler (Katzenaugen) vorne weiss; hinten rot
- Leuchtpedale (mit Rückstrahler)
- Glocke (empfohlen)
- Vorder- und Rücklicht (Bei Nacht und schlechter Sicht immer)
- Reifen (Keine Risse)
Kinder, die am Strassenverkehr teilnehmen, haben die Verkehrsregeln zu beachten. Da aber noch nicht alle Kinder fähig sind, sich alleine sicher im Strassenverkehr mit einem Fahrrad zu bewegen, empfehlen wir den Eltern, zusammen mit den Kindern Fahrübungen im geschützten Raum durchzuführen.
Es ist sinnvoll, dass Sie und Ihr Kind einen Velohelm tragen.
Der Weg in den Kindergarten oder in die Schule ist ein Erlebnisweg und sollte von den Kindern nach Möglichkeit zu Fuss zurückgelegt werden.
Die Kinder- und Jugendinstruktoren der Kantonspolizei Zürich empfehlen:
- Planen Sie den Schulweg mit Ihrem Kind (nicht der kürzeste Weg ist auch immer der sicherste).
- Üben Sie diesen Weg mit dem Kind ein.
Überwachen Sie Ihr Kind auf dem Schulweg und loben Sie Ihr Kind, wenn es sich richtig verhalten hat.
- Geben Sie Ihrem Kind genügend Zeit für den Schulweg.
- Geben Sie Ihrem Kind keine Spielsachen, vor allem keine fäG’s (fahrzeugähnliche Geräte wie Kickboard; Rollschuhe etc.) mit auf den Schulweg.
- Verzichten Sie darauf, Ihr Kind in die Schule zu fahren.
Sollten Sie Ihr Kind trotzdem mit dem Auto in die Schule fahren, beachten Sie die Informationen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).
Kinder müssen im Auto richtig gesichert sein! Wie es gemacht werden soll, erfahren Sie im Flyer ihrer Polizei.