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Egan Bernal hat in der Schlussetappe, die über den Nufenen-, Gotthard- und Furkapass führte, seinen geringen Vorsprung auf den Gesamtzweiten Rohan Dennis souverän verteidigen können. Der Fahrer des Teams Ineos vermochte alle Angriffe des Australiers zu kontern.
Bernal klassierte sich in der 101 km langen Etappe mit Start und Ziel in Ulrichen hinter dem früh ausgerissenen Solo-Sieger Hugh Carthy aus Grossbritannien und Dennis im 3. Rang. "Das ist eines der grössten Rennen, das ich gewinnen konnte. Ich bin sehr glücklich. Das gibt mir viel Vertrauen für die nächsten Rennen", sagte der Gesamtsieger im TV-Interview.
Bernal war für die Tour de Suisse eigentlich nur als Edelhelfer von Geraint Thomas vorgesehen. Doch der britische Tour-de-France-Sieger stürzte in der 4. Etappe und musste das Rennen aufgeben. Bernal übernahm die Leaderrolle umgehend und ohne auch nur einmal Schwäche zu zeigen. Er ist in der Geschichte der Schweizer Landesrundfahrt erst der zweite Gesamtsieger aus Kolumbien. 2016 hatte sich sein Landsmann Miguel Angel Lopez durchgesetzt.
Patrick Schelling verpasste am Schlusstag den angestrebten Vorstoss in die Top 10 des Gesamtklassements. Der 29-Jährige, der an der Tour de Suisse für das Schweizer Nationalteam antrat, ging zwar auf dem anspruchsvollen Alpen-Circuit in die Offensive. Doch letztlich verblieb Schelling mit 5:38 Minuten Rückstand auf Bernal im 11. Rang.
Als bester Schweizer in der Tageswertung klassierte sich Mathias Frank im Wallis als Vierter. Der Luzerner verlor knapp zwei Minuten auf Carthy, der sich mit seinem Parforce-Ritt über die drei Alpenpässe auch den Titel des Bergkönigs der 83. Ausgabe der Schweizer Landesrundfahrt sicherte. Sieger des Punkteklassements wurde der Slowake Peter Sagan.
(sda)