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Der Eriesee – Erlebnisse an der Grenze zwischen Nordamerika und Kanada
Er mag der zweitkleinste der Grossen Seen sein, aber wohl nur für amerikanische Verhältnisse. Am Eriesee finden Sie natürliche Gebiete und Nationalparks für erholsame Ausflüge, die Niagarafälle, verschiedene Weinanbaugebiete und interessante Städte.
In der Natur rund um den Eriesee können Sie sich beim Wandern oder Radfahren entspannen. Die Städte an seinem Ufer laden zum Sightseeing sowie zu Besuchen in Museen und Kunsteinrichtungen ein.
Allgemeine Informationen zum Eriesee
Unter den Grossen Seen in Nordamerika („Great Lakes“) ist der Eriesee mit einer Fläche von 25’667 Quadratkilometern der zweitkleinste. Er liegt südlich des Huronsees und südwestlich des Ontariosees, in den er vermittels der Niagarafälle entwässert. Der 388 Kilometer lange und 92 Kilometer breite Eriesee hat eine maximale Tiefe von 64 Metern; ist im Mittel aber „nur“ 19 Meter tief.
Der Eriesee ist ein Grenzsee zwischen den USA (New York, Pennsylvania und Ohio) im Süden und Kanada (Ontario) im Norden. Sein Name leitet sich von den Erie ab, jenem Indianerstamm, der sein Siedlungsgebiet östlich des Gewässers hatte. Der Name der Wasserfälle, welche den See entwässern, stammt ebenfalls aus der Sprache der Ureinwohner: Niagara bedeutet so viel wie „donnerndes Wasser“.
Flora und Fauna am und im See
Sowohl auf der kanadischen als auch auf der US-amerikanischen Seite des Sees wird Weinbau betrieben. Kanada nutzt dabei das Gebiet nördlich des Sees und Teile der 42 Quadratkilometer grossen Insel Pelee Island. Weiterhin wird im US-Bundesstaat New York in der Nähe des Eriesees Wein angebaut. Das natürliche Umland des Sees ist allerdings eher von sommergrünen Mischwäldern geprägt.
Der Eriesee hat durch von Menschen verursachte Verunreinigungen seit mehreren Jahrzehnten ein Algenproblem. Erst waren es phosphathaltige Abwässer und in den letzten Jahren phosphathaltige Dünger, welche in den See gerieten und die Algenblüte begünstigten. Da der Eriesee der flachste der Grossen Seen ist, können sich in ihm Algen sehr gut vermehren. Ob Sie zur geplanten Ferienzeit im See baden können, sollten Sie deshalb individuell erfragen.
Zu den Tierarten rund um den Eriesee zählt der Monarch-Schmetterling. In Ontario kommt er vor allem im Sommer und Frühherbst vor. Des Weiteren segeln auch Falken, Adler, Geier sowie weitere grössere und kleinere Greif- und Raubvögel durch die Lüfte um den Eriesee. Im Herbst können Sie nicht nur bei Wanderungen grosse Falkenschwärme sehen, die von Kanada gen Süden ziehen.
Städte um den Eriesee herum
Naturfreunde kommen also vor allem auf der kanadischen Seite des Sees auf ihre Kosten. Auf der US-amerikanischen Seite gibt es vier grössere Orte, welche ein reiches Angebot für Städtereisende parat haben.
Buffalo liegt an der Nordost-Spitze des Sees. Die Stadt mit rund 260’000 Einwohnern ist im Sommer eine der sonnenreichsten und trockensten der Region. Dementgegen reicht der Niederschlag aber aus, um die Vegetation der Stadt grün zu halten. Im Frühjahr bieten einige Alleen schön anzusehende Blütenmeere. Der Winter ist oft sehr schneereich. Die Niagarafälle befinden sich in der Nähe – ideal für einen Tagesausflug.
Die Stadt Erie liegt im US-Bundesstaat Pennsylvania. Hier finden Sie unter anderem den 1818 erbauten und seitdem zweimal umgesetzten Leuchtturm „Erie Land Light“. Seit 1867 steht er an seiner heutigen Stelle und ist immer noch in Betrieb.
Cleveland und Toledo liegen beide in Ohio am Ufer des Eriesees. Cleveland bietet einige Sehenswürdigkeiten, Kunsteinrichtungen und Museen. Im Zentrum der Stadt befinden sich Kirchen und Hochhäuser. Auch einige regelmässige multimediale Events finden Sie hier. Toledo, auch „The Glass City“ genannt, verfügt über moderne Hochhäuser und viele Bildungseinrichtungen.
In den genannten Städten und den kleineren Orten am Eriesee finden Sie neben kleinen US-typischen Diners auch viele verschiedene Cafés, Gaststätten und Restaurants mit herzhafter und süsser Küche. Zudem befinden sich vor allem in den grossen Städten auch viele internationale Gastronomiebetriebe.
Artikelbild: David M. Roderick Wildlife Reserve am Eriesee (© Nicholas, Wikimedia, CC)