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Der ehemalige Tessiner SP-Nationalrat Franco Cavalli will in die Bundespolitik zurückkehren. Bei den Wahlen im Herbst wird der 69-jährige Krebsforscher für den Ständerat kandidieren. Seine Kandidatur ist am Sonntag von der SP Tessin offiziell beschlossen worden.
Cavalli politisierte zwölf Jahre lang im Nationalrat, von 2001 bis 2004 war er Chef der SP-Bundeshausfraktion. Im Jahr 2007 trat er jedoch von seinem Mandat zurück und übte harsche Kritik an seiner Partei. Eine Kandidatur für den Ständerat im selben Jahr scheiterte.
Dass er im Herbst erneut die Herausforderung antreten will, für die SP Tessin einen Sitz in der kleinen Kammer zu erlangen, hatte in den vergangenen Wochen nicht alle Parteikollegen überzeugt. Der Tessiner SP-Vorstand gab im August bei einer internen Abstimmung dem zweiten Ständerats-Anwärter Saverio Lurati knapp den Vorzug.
Der Gewerkschafter zog seine Kandidatur jedoch zurück. Am Sonntag wurde Cavalli am Parteikongress in Pollegio TI als einziger Ständerats-Kandidat der SP Tessin bestätigt.
Der Krebsspezialist kommentierte sein erneutes Interesse an der Bundespolitik sowie die Wirren um seine Kandidatur mit dem Zitat: "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." Cavalli gilt als Vertreter des linken Flügels der SP.