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Man teilt die am besten ein nach der Art ihres Betriebs in 1) Hand-, 2) Transmissions-, 3) Dampf-, 4) hydraulische, 5) pneumatische,
6) elektrische Aufzüge. Die Handaufzüge, im allgemeinen nur zur Förderung kleinerer Lasten bestimmt, werden zum Aufwinden von Speisen,
Brennmaterial, Getreidesäcken etc. in Wohnungen, Magazinen, Mühlen
[* 7] etc. benutzt; die eigentliche Hebemaschine ist bei ihnen
gewöhnlich ein Handhaspel. Die Transmissionsaufzüge werden von einer stetig laufenden Transmissionswelle aus, die außer
dem Aufzug noch andre Maschinen zu treiben hat, durch Einrückung eines Riemenbetriebs, eine Kuppelung
[* 8] etc.
in Bewegung gesetzt; sie werden als Personen- und Lastenaufzüge da gebraucht, wo von einer Transmission
[* 9] genügende Kraft
[* 10] abgegeben
werden kann.
daß der dadurch gespannte Riemen die Scheibe b umdreht und die Last aufwindet. Läßt man nun das Seil f ganz los, so fällt
Scheibe b herab und klemmt sich zwischen den beiden Bremsbacken g fest, so daß der Stuhl e in seiner Höhenlage verbleibt.
Zieht man aber Seil f nur mäßig an, so wird weder ein Festklemmen der Scheibe noch ein Anspannen des
Riemens eintreten, so daß sich c unter der Einwirkung der Last rückwärts drehen kann und der Stuhl sinkt. Von andern Ausführungen
der Transmissionsaufzüge sind besonders die amerikanischen (von Aufzüge Masan in Providence, Otis Brothers in New York u. a.)
hervorzuheben. Zu den Transmissionsaufzügen gehören auch die Elevatoren oder Becherwerke, bestehend aus einer Eimer- oder
Kastenkunst (s. Paternosterwerke), zum Heben von körnigen, lockern Massen (Kohlenklein, Erze, Korn, Kartoffeln, Mehl
[* 12] etc.). Über
den Injektor-Elevator zu gleichem Zweck, den man zu den pneumatischen Aufzügen rechnen könnte, s. Strahlapparate.
[* 13]
Vorteilhafter sind die (zweitrumigen) Dampfaufzüge, deren beide Trommeln an einer gemeinschaftlichen Welle
sitzen, während die Seile in umgekehrter Richtung herumgeschlungen sind, so daß
sich bei jeder Drehungsrichtung eins derselben
auf-, das andre abwickelt. Hier wird jedesmal das am herabgehenden Seil hängende leere Gestell die Maschine
[* 18] beim Aufziehen
des andern belasteten Gestelles unterstützen. Die Dampfmaschine muß so eingerichtet sein, daß man sie
beliebig nach beiden Richtungen hin rotieren lassen kann, was man durch eine sogen. Umsteuerung
[* 19] (s. Steuerung) erreicht.
[* 23]
Fig. 4: hydraulischer (indirekt wirkender, Armstrongscher Wasserdrucks-) Aufzug mit umgekehrtem Flaschenzug. Der Plungerkolben
A wird durch das Betriebswasser von hohem Druck aus dem Hebecylinder B aufwärts geschoben. Er trägt
die beiden losen Kettenrollen C, deren feste Gegenrollen D unterhalb mit dem solid fundierten Hebecylinder verbunden sind.
Die bei E am Cylinder befestigte Kette K geht nach Umschlingung der vier Rollen C, D, C, D in die Höhe, um die lose RolleF an
ihrem Gehäuse zu ergreifen, deren Kette K1 bei G befestigt ist, um anderseits nach Umführung
über die festen Rollen U und J das an den Leitbäumen L, L gleitende Fördergestell P zu tragen.
Die Bewegungsübersetzung ist hier eine achtfache, d. h. das Gestell P bewegt sich achtmal so schnell wie der Kolben,
kann dafür aber auch nur ein Achtel soviel heben (ohne Berücksichtigung der Reibung), als der Kolben direkt heben könnte.
Die direkt wirkenden hydraulischen Aufzüge zeichnen sich von den indirekt wirkenden durch Einfachheit der Anordnung und geringen
Reibungsverlust aus, sind aber nur für geringe Förderhöhen auszuführen; sie sind besonders geeignet zum
Personentransport in Wohnhäusern, Hotels etc., während die indirekten auch als Gichtaufzüge etc. vielfach Anwendung finden.
Die pneumatischen Aufzüge haben entweder einen Lufthaspel, d. h. einen Haspel, der durch einen nach Art einer Dampfmaschine mit
Rotation eingerichteten, aber durch komprimierte Luft betriebenen Motor bewegt wird, oder sie bestehen aus einem langen, aufrecht
stehenden, pneumatischen Cylinder mit Kolben, der entweder direkt oder indirekt die Förderschale oder Plattform hebt (die eigentlichen
pneumatischen Aufzüge). Fig. 5 zeigt einen indirekt wirkenden pneumatischen Aufzug.