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Mitte des 17. Jahrhunderts beschrieb der Philosoph Rene Descartes das Prinzip des "Glockenstang-Schmerzmodells". Descartes zeichnete ein Kind, welches an einem Feuer sitzt. Er glaubte, wenn ein Funke an den Zehen kommt, müsse dies eine Art Schnur, welche zum Gehirn führt, betätigen und dort Glocken zum läuten bringen. Dieses Läuten empfinden wir als Schmerz. Descartes war der Erste der das Kabelmodell (Nozizeption) beschrieb, welches immer noch seine Berechtigung behalten hat. Was Descartes damals meinte gilt auch heute noch für viele Laien und Medizinalpersonen als Erklärungshilfe. Sie erachten es als selbstverständlich, dass nur Schmerz entstehen kann, wenn eine körperliche Schädigung vorhanden ist. Infolge dessen löst dies eine nervliche Reizung aus. Heute ist bekannt, dass die Schnüre Nerven sind und die Glocken eine komplexe Verschaltung von Gehirnarealen (Matrix) sind. Wir unterscheiden mittlerweile mehr als zehn verschiedene Schmerzmodelle.