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Oktober 2020
Die WHO und viele Regierungen zählen von Beginn des CoV-19-Ausbruchs an Infizierte und Tote. Beide Zahlen sagen medizinisch gesehen wenig aus, sind aber Angst- und Panik-Treiber. Um Angst und Panik zu reduzieren, hier einige Erklärungen:
Was wird unter „Infizierten“ verstanden?
- Es gibt Viren, die können uns besiedeln ohne uns erkranken zu lassen: wir können sie für eine gewissen Zeit tragen (infizierte TrägerInnen) und immunisieren uns (Influenza, CoV-19, SARS, Herpes, HPV).
- Es gibt Viren, die sind aggressiver und können uns erkranken lassen. Wenn wir die Erkrankung überstehen, sind wir in den weitaus häufigsten Fällen immun (Influenza, CoV-19, Herpes, HPV). Spezielle Viren, die die Immunität schwächen, können die Immunisierung verhindern, wie das AIDS-Virus HIV.
- Es gibt Viren, die bleiben in uns leben, wie die Herpes-Viren, viele Hepatitis-Viren, und die HIV-Viren. Bei einer Vermehrung der Viren können wir ansteckend sein. Dies trifft weder für CoV-19 noch SARS, noch MERS zu.
Was wird unter „Fällen“ verstanden?
Medizinisch gesehen ist ein „Fall“ ein Erkrankungsfall. Die politische Sprache versteht jedoch unter „Fall“ eine Person mit einem positiven Antikörpertest auf CoV-19. Dies führt zu Unklarheiten und Angst. Was ist der Unterschied?
Aus den bis anhin vorliegenden, wissenschaftlichen Daten geht hervor, dass ein Erkrankungsfall bei etwa 20% der mit CoV-19 infizierten Personen auftritt. Etwa 70% bis 80% der infizierten Personen immunisieren sich sofort, tragen für einige Wochen positive Antikörper gegen CoV-19 in sich und entwickeln dann eine zelluläre Immunität (T-Zell-Immunität), die jahrelang, eventuell jahrzehntelang wie bei SARS, anhält.
Was bedeutet nun „ein Anstieg der Fälle“?
Es kann zweierlei bedeuten: entweder ist es ein beruhigendes Zeichen einer zunehmenden Immunität der Bevölkerung oder beunruhigend bei einer Zunahme an Erkrankten. Was zeigen uns die Zahlen in der Schweiz im Herbst 2020? Sie zeigen eine Zunahme an CoV-19-Antikörper-positiven Personen bei etwa gleichbleibend tiefen Hospitalisationsraten. Die Bevölkerung immunisiert sich also zunehmend gegen CoV-19, was der best-mögliche Verlauf ist.
Graphik von Prof. Vernazza nach Daten vom BAG: www.infekt.ch (COVID-19 Pandemie: der entscheidende Faktor k?)
Was bedeutet ein positives Test-Resultat auf CoV-19-Antikörper?
Wenn Sie positiv auf CoV-19-Anzikörper getestet wurden, bedeutet dies nicht, dass Sie andere Personen angesteckt haben. Wie oben ausgeführt sind über 70% der Immunisierten nicht ansteckend. Im Gegenteil, Sie tragen zur Immunisierung der Bevölkerung bei. Auf keinen Fall sind Sie „schuld“, einen anderen Menschen angsteckt zu haben, der vielleicht erkrankte oder sogar starb.
In der Medizin gibt es seit dem Mittelalter den Begriff „Schuld“ nicht mehr. Sind Sie an Ihren Genen „schuld“? Oder an Ihrer Immunität? Oder Ihrem Alter? Oder an der Luftverschmutzung an Ihrem Wohnort?
Schuld geben ist ein gefährlicher Begriff, der von PolitikerInnen, Religionsführern und War Lords verwendet wird. Er hat in der Medizin nichts verloren. Wer andern „Schuld gibt“, versteckt seine eigentlichen Motive. Wer mit Angst als Argument arbeitet ebenso. Wenn Sie dennoch Angst haben, sich schuldig fühlen oder in Panik geraten, melden Sie sich bei Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, einer Vertrauensperson. Dies sind schwerwiegende seelische Einschränkungen, die in eine Depression führen können.
Die Virus-Ausbreitung scheint, wie die regional begrenzten Ausbrüche der bekannten Corona-Viren SARS und MERS, ebenfalls über Ansteckungsherde (Cluster) erfolgt zu sein und zu erfolgen, jedoch auf globaler Ebene. SARS-erprobte Länder, wie Japan, Taiwan und Singapur, haben deswegen von Beginn an dem frühen Erkennen von Ansteckungsherden die volle Aufmerksamkeit gewidmet.
Natürliche Immunität
Die bisher gut untersuchten und hoch aggressiven Coronaviren SARS und MERS haben zu einer jahrelangen Immunität geführt. Sehr wahrscheinlich wird dies bei CoV-19 auch der Fall sein, da er zur selben Familie gehört. Immunisieren wir uns durch die Viren selber, entwickelt unser Körper meist eine Grundimmunität gegenüber der ganzen Viren-Familie. Kommt es zu Variationen, wird die nächste Erkrankung weniger schwer ausfallen. Dies kennen wir von der Grippesaison, den Herpes-Viren, den HPV-Viren. Impfstoffe jedoch sind spezifisch gegen einen oder mehrere Viren aus der Familie gerichtet. Variiert der Virus im nächsten Jahr, fehlt die Grundimmunität. Dies kennen wir von den Influenza-Impfstoffen, auch von den HPV-Impfstoffen. Eine natürliche Immunisierung ist medizinisch gesehen immer gegenüber einer Impf-Immunisierung zu bevorzugen, da sie nachhaltiger wirksam ist und weniger gefährlich.
Impf-Immunität
Da Viren und Viren-Impfstoffe auf das Nervensystem wirken, betreffen Impf-Folgekrankheiten (post vaccination syndrome) typischerweise das Nervensystem: Narkolepsie nach Influenza-Impfungen (Cave: ein Artikel von Pharma-gesponserten Autoren), Lähmungen nach HPV-Impfungen. Eine weitere unangenehme Folge von Viren-Impfstoffen ist die Aggressivitäts-Zunahme der Viren. So nimmt seit der Markteinführung der HPV-Impfstoffe 2005 die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs (Cervix-Karzinom) in Europa zu, während sie seit den 70er Jahren bis 2005 deutlich abgenommen hat.
Das Ansteckungsrisiko mit Corona-Virus 19 (CoV-19) lag auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess, dessen Erkrankte und Gesunde für mehrere Tage zusammen eingeschlossen waren, bei 634 von 3711 (17%), obwohl viele ältere Personen auf dem Schiff anwesend waren: Die 50 bis 59-Jährige infizierten sich zu knapp 15%, von den 60 bis 69-Jährigen infizierten sich 19%, in beiden Altersgruppen waren knapp über 50% asymptomatisch. Von den 70 bis 79-Jährigen infizierten sich 23%, bei den über 80-Jährigen 25%, in beiden Altersgruppen etwas weniger als 50% asymptomatisch.
Die Ansteckungsgefahr hängt aber nicht nur vom Alter ab, sondern in hohem Masse von der Gesundheit. Diese ist abhängig vom Lebensort, speziell von der Luftverschmutzung durch Industrie, Abgase und Feinpartikel. Nicht zufällig ist besonders die Bevölkerung von Industriezonen besonders vom CoV-19 betroffen. Feinpartikel-Masken könnten hier helfen, auch die Reduktion der Luftverschmutzung durch global geltende Luftreinhalteverordnungen.
Die Basis-Gesundheit ist sehr direkt auch von der Ernährung abhängig. Unser Basis-Schutzsystem wird durch frische pflanzliche Nahrung, speziell Blätter, aufgebaut und erhalten, während Zucker, Süssgetränke, Weissmehl, Alkoholika, verarbeitetes Fleisch und Milchprodukte einen messbar negativen Einfluss auf unseren Körper haben. Ernährung ist abhängig von den finanziellen Möglichkeiten. Leider ist Nahrung zu einem industriellen Verkaufsprodukt verkommen. Die Folgen sind fatal und zeigen sich in aller Klarheit: arme Menschen ohne Zugang zu frischer, unverarbeiteter Nahrung sind besonders für Corona-Virus-Infektionen gefährdet. Für uns alle ist der Zugang zu frischen Pflanzenblättern essentiell und kann auch ohne Mixer mit Hilfe von ausgiebigem Kauen (50 Mal nach Galina Sergejewna Schatalowa) aufgenommen werden. Zusätzlich kann die Virus-Abwehr gezielt mit pflanzlicher Hilfe gestärkt werden.
Es gibt bis heute keine belegbare Ansteckung über Materialien
Dennoch sind Viren über mehrere Tage nachweisbar, was aber nicht bedeutet, dass sie eine Erkrankung auslösen können. Sauberkeit und Hygiene sind immer wichtig. Händewaschen mit Wasser und Seife ist sehr wirksam und wird global empfohlen. Desinfektionsmittel sollten nur benutzt werden, wenn kein Wasser und Seife erreichbar sind sowie für Pflegende und Behandelnde.
Die Sterblichkeit (Letalität) beschreibt die Anzahl der verstorbenen Fälle als Anteil der Zahl der (tatsächlich) erkrankten Fälle. Dazu liegen keine verlässlichen Daten vor, weil die tatsächliche Anzahl erkrankter Menschen unbekannt ist und möglicherweise deutlich höher liegt als die Zahl der gemeldeten Erkrankungsfälle. Wenn die Zahl der erkrankten Fälle tatsächlich um einen Faktor 4.5 bis 11 unterschätzt wird, dann beträfe das vermutlich vor allem die Zahl der leichter Erkrankten, die nicht durch Überwachungssysteme erfasst werden. Damit würde sich auch die (näher an der Wirklichkeit liegende) Letalität vermutlich um einen ähnlichen Faktor senken (Robert Koch Institut). Aktuell wird von einem Infizierten-zu-Verstorbenen-Anteil (infection-fatality-ratio) zwischen 0.8 und 1.2% ausgegangen, er kann aber auch bei 0.3 bis 0.5% liegen. Genauere Zahlen liegen aus Frankreich vor (Marseille) mit einer infection-fatality-ratio von 1.3% bei CoV-19 und 0.8% bei anderen Coronaviren. Der Fall (Erkrankte)-zu-Verstorbenen-Anteil (case-fatality-ratio) liegt höher, da hier die mittelschwer und schwer Erkrankten untersucht werden. Hier wird von einer Sterblichkeit von 0.1% bei leichten Erkrankungen, etwa 8% bei schwer und etwa 22% bei sehr schwer Erkrankten gesprochen.