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Die Schweiz spielt an der Unihockey-WM in Göteborg wie erwartet um Bronze gegen Tschechien. Im Halbfinal gegen Gastgeber Schweden wird die Schweiz beim 1:10 regelrecht vorgeführt.
Es hatte nicht davon ausgegangen werden können, dass die Schweizer ausgerechnet im 57. Vergleich und an deren Heim-WM die Schweden erstmals bezwingen würde. Aber zumindest etwas Widerstand hatte man sich erhoffen dürfen. Doch die Schweizer erhielten eine Lehrstunde; zumindest an einer WM waren sie von den Schweden schon lange nicht mehr in dieser Form ausgespielt worden.
Was sich bereits in den vergangenen Monaten und auch in den ersten vier WM-Partien angedeutet hatte, bestätigte sich: Der Abstand zwischen der Schweiz und der Weltnummer 1 hat sich nicht verkleinert, sondern wieder vergrössert. Am Ende kassierten die Schweizer ein "Stängeli". Nie davor hatte eine Schweizer Auswahl an einer WM höher verloren. Den einzigen Treffer - in der 31. Minute durch Matthias Hofbauer - erzielten die Schweizer in doppelter Überzahl und ohne Torhüter, also mit der drei Feldspielern mehr als die Schweden.
Nach der Kanterniederlage bestreiten die Schweizer nicht wie erwünscht zum zweiten Mal nach 1998 den Final, sondern spielen wie an den vergangenen sieben Weltmeisterschaften um Bronze. Der Gegner lautet wie an vier dieser sieben Medaillenpartien Tschechien, das im zweiten Halbfinal gegen Finnland 3:6 verlor. Gegen die Tschechen spielten die Schweizer in Göteborg bereits in der Vorrunde. Mit etwas Glück schafften sie ein 2:2 unentschieden.
SDA-ATS