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Sein Auftritt an der Amazing Praise Night ist einer der Höhepunkte der Christlichen Musiktage: Edwin Hawkins, Komponist von «Oh Happy Day», dem meistgespielten Gospelhit aller Zeiten.
Mit fünf Jahren sass er für die Familienband erstmals am Klavier, mit sieben begann er regelmässig mit der Familienband auf Bühnen zu spielen. 1968 passierte etwas, das niemand sich hätte ausdenken können…
Mit einem neu gegründeten Chor nahm er Gospelsongs fürs Album Let us go into the House of the Lord auf, live eingespielt auf zwei Spuren. Einer der Songs hiess «Oh Happy Day». Man liess 500 Platten pressen. Vor allem dieses «Oh Happy Day» schien etwas besonderes. R&B steckte darin gemischt mit viel Soul – eine Art entstaubter Gospel. Später sollte man diesen Stil «contemporary gospel» nennen. Ein Underground-Radio in San Francisco begann «Oh Happy Day» auszustrahlen. Auch andere Radiosender spürten dieses Neue und zogen nach, Musikvertriebe bestellten unaufhörlich Platten. Die Reaktion im breiteren Musikmarkt und in den Medien war explosiv – alle wollten diesen Hawkins! «Oh Happy Day» wurde weltweit verbreitet, was für Gospelmusik damals sehr ungewöhnlich war. Die Revolution einer ganzen Musiksparte begann.
«Oh Happy Day» stürmte die Charts nicht nur im Gospel, sondern auch im R&B und Pop – auch über die USA hinaus. Innert zwei Monaten waren 1 Million Singles verkauft (1969!). Mehr als 7 Millionen «Happy Day» Singles gingen danach über den Tisch. Jahrelang tourte Hawkins mit seinen «Edwin Hawkins Singers», wie er sie nun nannte, durch die Welt. Er erhielt vier Grammy Awards, auch für Songs wie «Every Man Wants to Be Free», «Wonderful» und «If You Love Me».
Seit den 1980er-Jahren tourt Hawkins seltener, aber vermehrt in Nordeuropa oder Japan. Mit regelmässigen Workshop- und Seminarwochen investiert er sich gemeinsam mit seinem Bruder Walter Hawkins in junge Talente.