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Schul- und Unterrichtsentwicklung
In allen Schulen erfolgt eine Schul- und Unterrichtsentwicklung zur Einführung von Erneuerungen wie z.B. die Einführung des Lehrplans 21, der Laufbahnverordnung etc. Um Stärken auszubauen, Schwächen auszugleichen und auf neu auftretende Herausforderungen reagieren zu können, muss jede Schule in der Lage sein, ihre Schul- und Unterrichtspraxis im Rahmen des regulären Grundauftrags fortwährend durch selbst gesteuerte Veränderungsprozesse weiterzuentwickeln.
Zeitlich befristete Erprobungen
Über die reguläre Schul- und Unterrichtsentwicklung aller teilautononomen Schulen hinaus können im Auftrag des ED zeitlich befristete Projekte unterstützt werden, die bestimmte Auflagen erfüllen.
Erfahrungsschulen
Als Erfahrungsschule wird eine Schule bezeichnet, die im Status eines Schulversuchs ein Thema ausserhalb des heutigen gesetzlichen Rahmens bearbeitet und im Hinblick auf eine generelle Einführung erprobt. Erprobungen in Erfahrungsschulen erfordern daher eine spezielle kantonale Bewilligung auf Departements- oder Regierungsratsebene. In Bezug auf den Unterricht stehen die im Schulgesetz § 69 genannten Themen im Vordergrund:
- Einführung von neuen Kulturtechniken im Kindergarten,
- Altersgemischtes Lernen an der Primarstufe,
- erweiterte Durchlässigkeit zwischen den drei Zügen an der Sekundarstufe I.
Nach der Erprobung eines neuen Konzepts soll jeweils entschieden werden, ob es als Variante den Schulen offen stehen, flächendeckend eingeführt oder ob auf eine Umsetzung verzichtet werden soll.
Entwicklungsaufträge
Die Schulen können im Auftrag des Erziehungsdepartements auch ein ausgewähltes Thema bearbeiten innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Sie sollen ein Produkt dazu erarbeiten, das nachher auf andere Schulen übertragbar ist. Mittel erhalten sie, wenn sie sich verpflichten, ihre Ergebnisse nachher anderen Schulen zur Verfügung zu stellen (Transferaufgabe).
Als Rahmen für die Entwicklungen werden Themenfelder gesetzt:
- Unterrichtsentwicklungen, die individualisierende und gemeinschaftsbildende, am Kompetenzaufbau des Lehrplans 21 orientierte Lehr- und Lernarrangements und die integrative Schulung in heterogenen Klassen begünstigen.
- Bildungslandschaften, bei der Schule, Eltern, Tagesstrukturen und weitere Partner die Kooperation für die Bildung, Erziehung und Betreuung aufeinander abstimmen und durch gezielte Massnahmen verstärken und qualitativ verbessern.
Verfahren
Bis im September 2011 hat unter der Führung der Schulharmonisierung eine Arbeitsgruppe das Programm "Schulentwicklung vor Ort in Basel-Stadt" (SE BS) begutachtet und erarbeitet. Seit Januar 2012 läuft das Programm unter der Führung der Volksschulleitung und der Leitung der Weiterführenden Schulen. Nach einer Anhörung im Januar 2012 erfolgte im April eine erste Ausschreibung. Die ersten Entwicklungsprojekte sollen im Herbst 2012/2013 starten können.
Weitere Informationen zu den Bildungsprojekten unter www.ed-bs.ch/bildung/volksschulen/entwicklungsprojekte/schulentwicklung-in-einzelnen-schulen