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Zuerst den momentanen Zustand – also die aktuelle botanische Zusammensetzung – erkennen und erfassen:
- Anteile der Artengruppen Gräser, Kleearten, Kräuter
- Vorherrschen einzelner Arten
- Wichtige Zeigerarten
In geeigneter Weise unterstützt werden Sie für diese Arbeit durch den Einsatz des Arbeitsblatts "Beurteilung von Wiesenbeständen".
Vorgehen
1. Referenzfläche auswählen
Sie wählen eine Fläche von ungefähr einer Are aus, die den wichtigsten Teil der Parzellenfläche repräsentiert. Wendestellen, Weideeingänge, Senken, Kuppen, Parzellen- und Wegränder sowie andere Teilflächen mit Sonderbedingungen schliessen Sie aus dieser Referenzfläche aus.
2. Anteile Gräser, Klee, Kräuter einschätzen
Zuerst schätzen Sie die drei Hauptpflanzengruppen (Gräser, Klee, Kräuter) als Prozentanteile am gesamten Bestand ein. Mit «Anteil» ist grundsätzlich das Grüngewicht des Ertrags gemeint.
Bei Gräsern und Kräutern muss je nach vorkommenden Arten ein Teil in die Untergruppe «geringwertige Gräser» bzw. «Geringwertige Kräuter» oder «Unkräuter» zugeteilt werden. Teilen Sie folglich den Prozentwert der Gräser auf die Untergruppen «Futtergräser» und «Geringwertige Gräser» auf, bei den Kräutern auf die Untergruppen «Futterkräuter», «Geringwertige Kräuter» und «Unkräuter / Giftpflanzen».
Dazu ein paar ► Tipps
3. Artenliste erstellen
Nach der Anteilsschätzung der Hauptpflanzengruppen listen Sie in jeder Gruppe die einzelnen vorkommenden Arten auf. Es kommt vor allem darauf an, dass Sie neben den vorherrschenden Arten auch typische Zeigerarten und Unkräuter möglichst vollständig erfassen.