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Erblindungen und Sehbehinderungen in Entwicklungsländern
Augenerkrankungen, die hierzulande schon in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden, bleiben in den ärmsten Regionen der Welt meist unversorgt. In vielen Fällen führt dies zu Sehbehinderungen oder sogar dem Verlust des Augenlichts.
Die Mehrzahl der Erblindungen wäre durch Prävention und Behandlung in einem frühen Krankheitsstadium vermeidbar. Kinder mit Sehbehinderungen werden in Entwicklungsländern oft nicht älter als fünf Jahre, blinde Menschen leben meist am Rande der Gesellschaft.
Grauer Star
Außerhalb der Industrienationen ist der Graue Star (Katarakt) die häufigste Ursache für vermeidbare Blindheit. Etwa 50 % der Länder südlich der Sahara sind davon betroffen. Grauer Star ist eine Trübung der Augenlinse, die das Durchdringen von Licht zur Netzhaut verhindert. Die meisten Fälle von Katarakt stehen mit dem Alterungsprozess im Zusammenhang, dennoch werden auch immer wieder Kinder mit einer Linsentrübung geboren. Eine Trübung kann sich auch nach einer Verletzung, einer Entzündung oder einer Erkrankung des Auges entwickeln. Kataraktoperationen zählen zu den kostengünstigsten Behandlungen.
Statistik (Quelle: WHO)
- Weltweit gibt es etwa 39 Millionen blinde Menschen. 90 % von ihnen leben in Ländern ohne Zugang zu Augenbehandlungen.
- Etwa 80% aller Sehbehinderungen weltweit könnten vermieden werden.
- Die Korrektur von Ametropien (Fehlsichtigkeit) könnte mehr als 12 Millionen Kindern im Alter von fünf bis fünfzehn Jahren ein gesundes Sehvermögen schenken.