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Bei den Geburtsvorbereitungskursen werden Ihnen die verschiedenen Arten der Entbindung erklärt. Auf diese Weise sind Sie gut vorbereitet! Ob Baby nun den „unteren oder oberen Ausgang“ wählt: Seien Sie zuversichtlich, es wird alles gut gehen.
Die vaginale Geburt
97% der Babys kommen mit dem Kopf zuerst auf die Welt. Die Geburt verläuft in den vier grossen Etappen: Eintreten der Wehen, Platzen der Fruchtblase, Öffnen des Muttermunds, eigentliche „Geburt“ des Babys … falls Baby mit dem Po nach unten im Becken liegt (Steisslage bzw. Beckenendlage), kann der Arzt eine vaginale Entbindung in Betracht ziehen, wenn er einschätzt, dass kein Risiko besteht. Ansonsten muss Baby per Kaiserschnitt entbunden werden.
In gewissen Fällen kann die Geburt eingeleitet werden: Wenn die Gesundheit der Mutter und/oder des Babys auf dem Spiel steht, der Geburtsvorgang zu lange dauert, der Geburtstermin weit überschritten und das Kind „übertragen“ ist … oder auch, wenn die Mutter und/oder das medizinische Personal die Geburt aus praktischen Gründen an einem bestimmten Datum wünschen. In diesem Fall wird ein Medikament gespritzt, das die Wehen auslöst oder verstärkt.
Entbindung per Kaiserschnitt
Er ist eine weitere Form der eingeleiteten Geburt. Der Kaiserschnitt kann aus zahlreichen Gründen geplant werden: Steisslage, Grösse des Babys, zu enges Becken der Mutter, gesundheitliche Probleme der Mutter (Bluthochdruck, Diabetes), Baby bekommt nicht genügend Sauerstoff … Es kann während der laufenden Geburt, die ursprünglich spontan verlaufen sollte, entschieden werden, einen Kaiserschnitt durchzuführen, wenn das Baby nicht in Geburtskanal eintritt, der Muttermund sich nicht öffnet, die Herztöne des Kindes schwächer werden …
Der Kaiserschnitt muss im Operationssaal durchgeführt werden, da es sich um einen chirurgischen Eingriff handelt. Es wird zunächst die Bauchdecke, dann die Uterusmuskulatur geschnitten und das Baby herausgeholt (in kaum mehr als zehn Minuten). Der operative Eingriff erfolgt unter Periduralanästhesie, mitunter unter Vollnarkose. Der Vater darf beim Kaiserschnitt nicht immer dabei sein.