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An der Uni stolperte ich einmal über diesen Begriff als Titel für eine Vorlesungsreihe im Rahmen des Kolloquiums für Philosophie. Ich konnte mir damals darunter nicht viel vorstellen, doch das Wort machte mich neugierig und vor allem warum es nicht innerhalb der Physik angeboten wurde.
Als Mathematikerin musste ich mir auch einige Fremdfächer aussuchen, die irgendwie einen Schnittpunkt mit meinem Studium hatten. Doch keiner konnte mir richtig erklären, worum es in Metaphysik eigentlich ging, also liess ich es.
Fast Forward
Etwa 15 Jahre später, in meiner esoterischen Phase, kauft ich mir unter anderem auch Bücher von Rudolf Steiner, Martin Heidegger und anderen Philosophen, die die Grundlagen der Metaphysik zu erklären versuchten.
Erfolglos, denn die Frage nach dem Seienden oder Unsichtbaren blieb für mich ein unverständliches Gefasel und ich konnte nichts damit anfangen. Vielleicht waren mit damals spürbare Erfahrungen viel wichtiger und greifbare Erklärungen dazu.
Schliesslich fand ich wiederum Jahre später zu Hermes Trismegistos und seinen hermetischen Gesetzen. Das erste und wesentlichste Gesetz von Hermes, einem ägyptischen Gelehrten der Antike lautet:
der Geist steht über der Materie, denn er erschafft und formt die Materie!
Seine Ausführungen deckten sich interessanterweise mit den 7 Huna Prinzipien, wie Serge Kahili King sie beschreibt. Der Hawaiianische Schamanismus beschreibt also Lebensgesetze ähnlich wie die antiken Ägypter!
Mathe und Physik
Lustigerweise gibt es in der Mathematik hermitesche Mannigfaltigkeiten, die erweiterte Räume definieren, als theoretische Lösungen für komplexe Zusammenhänge, die noch immer rechnerisch nicht lösbar sind, sondern nur in der Theorie. Trotzdem lassen sich auch aus diesen Konstrukten wiederum Parallelen zu dem obige ziehen.
Wir wissen nämlich mittlerweile, dass der Physik einige Kräfte zur Erklärung fehlen, deshalb nennt man diese Teile „dunkle Materie“. Nicht weil sie schlecht ist, sondern weil nicht messbar, also wie versteckt für den messenden Wissenschaftler. Also muss der messbare Raum erweitert werden um irgendwelche Komponenten, damit das Universum Sinn ergibt. Dummerweise sagen uns die Physiker, dass diese dunkle Materie etwa 90% der Welt ausmachen muss, und das ist doch ziemlich viel – oder?
Schrödinger bewies innerhalb der Quantenphysik, dass der Beobachter das Ergebnis eines Experiment beeinflusst, wenn nicht sogar steuert. Es kommt also auf den Menschen und seine mentale Haltung oder seine subjektive Wahrnehmung an, wie sich die Dinge entwickeln. Das zeigt doch ganz eindeutig auf, dass unsere Wissenschaft viel zu kurz geraten ist um die Welt als Ganzes ordentlich zu beschreiben.
Aber jetzt …
Vor einigen Monaten stolperte ich endlich über verständliche und sinnhafte Literatur zu Metaphysik, nämlich mit tatsächlich anwendbaren Techniken und Anleitungen. Über viele davon habe ich schon hier gebloggt, einige erscheinen mir noch immer unzugänglich. Auch Methoden zu Veränderung des Glaubens und der Emotionen wie NLP oder religiöse Riten, ja Mainstream Medien sollten meiner Meinung nach schön langsam eine wissenschaftlich erfasst werden, wie Biologie oder Geologie.
Grundsätzlich dreht es sich bei Metaphysik um ein Verständnis wie Körper, Verstand und Emotionen vom Bewusstsein willentlich eingesetzt werden, um das Leben zu erschaffen. Natürlich auch wie die Ebenen zusammenspielen und sich gegenseitig beeinflussen.
Etwas das spirituelle Lehren eigentlich leisten sollten, und es vielleicht teilweise auch tun. Nur leider wurden sie von einer Wissenschaftsgläubigkeit abgelöst, die uns genauso verwirrt und die Lebensqualität nur zum Teil verbessert hat.
Grundsätze der Metaphysik
Es scheint einige Gesetzmässigkeiten zu geben, wie diese unsichtbaren Kräfte zusammen mit dem Messbaren zusammen spielen. Gesetz heisst, dass sie für jedermann nachvollziehbar und anwendbar sind, also allgemeingültig.
Es gibt viele verschiedene Kataloge von Beschreibungen dieser Regeln, ich habe ja bereits Hermes Trismegistos und die Huna Prinzipien als Beispiel angeführt. Hier kommt meine eigene Zusammenfassung:
- Das Bewusstsein entscheidet durch die Steuerung (der Aufmerksamkeit) der Gedanken, der Emotionen und des Körpers.
- Das Bewusstsein strebt wertfrei Wachstum an Erlebnissen und Erfahrungen an, es ist auf Expansion ausgerichtet.
- Alles ist vom Bewusstsein durchdrungen und miteinander verbunden.
- Es gibt nur eine Quelle des Lichts. Bewusstsein und Gott. Es ist alles das Gleiche.
- Dunkelheit entsteht durch die Ablehnung oder den Widerstand des Verstandes. Sie ist selbsterzeugt und dient eigentlich dazu den Fokus wieder auf Erwünschtes zu richten.
- Emotionen dienen zur Orientierung. Durch gutes Gefühl zeigen sie den rechten Weg an und es ist unser natürliches Streben möglichst glücklich zu sein.
- Der Körper und alles Materielle sind ein Produkt ( oder Spiegel) von Gedanken und Emotionen. Worauf die Aufmerksamkeit gerichtet wird, das wird manifestiert. Besonders das eigene Selbstbild, also die Gedanken über die eigene Persona, beeinflusst, wie das Aussen wahrgenommen und gestaltet wird.
- Auch das Wort, gesprochen oder geschrieben ist ein Werkzeug um diese Gedanken und Energien zu verstärken, ähnlich wie ein Zauberstab.
- Das Wesen von Wachstum ist eine kontinuierliche Verbesserung, die sichtbar wird, wenn man das grosse Bild betrachtet.
- Bewusstseinszustände sind eigentlich emotionale Zustände, die den Verstand verändern und auch auf den Körper Einfluss haben, nicht nur auf den eigenen Körper sondern alles Materielle.
Kein Anspruch auf Vollständigkeit
Man wird nie mit Worten alles einfangen können, das der klare Verstand erkennt und begreift. Es ist viel einfacher die eigene Stimmung zu erhöhen und sie auf andere wirken zu lassen. Denn so wird jeder selbst sehen und verstehen, wie einfach die Welt funktioniert.
Meine Worte hier sollen also mein Beitrag sein, diese Absicht in die Welt zu tragen.