Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03574.jsonl.gz/121

Filmkritik: Frankreichs Depression74e Festival de Cannes 2021
France de Meurs (Léa Seydoux) hat ihre eigene politische Sendung im französischen Fernsehen. Die attraktive Blondine ist beim Publikum beliebt, wird auf der Strasse wiedererkannt, jeder möchte sich mit ihr fotografieren lassen. Zeit für ihre Familie, ihren Schriftsteller-Ehemann (Benjamin Biolay) und den angeblich hochbegabten Sohn Joseph hat sie kaum. Ein Auffahrunfall, bei dem sie einen jungen Mann vom Motorrad stösst, löst eine Krise in ihr aus. Sie fällt in eine Depression und fährt ein Sanatorium in den Bergen.
Zum Leidwesen ihrer Assistentin Lou (Blanche Gardin) zweifelt France an ihrer weiteren Karriere als Moderatorin. Ein Konkurrent (Emanuele Arioli) nutzt ihre Labilität aus und spiegelt ihr die grosse Liebe vor, um einen enthüllenden Artikel über sie zu schreiben. Als weiterer Rückschlag muss France zudem mit dem Unfalltod ihres Mannes und Sohnes umgehen. Auf sich alleine gestellt, muss sie sich wieder aufraffen und neu erfinden.