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Da sie in mehreren Bereichen entwickelt wurde, gibt es nicht nur einen Weg, um zu erklären, was transdisziplinäre Forschung ist. Wenn sie sich auf die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen konzentriert, zielt sie darauf ab, Grenzen zwischen wissenschaftlichen Disziplinen sowie zwischen Wissenschaft und Praxis zu überwinden. Sie tut dies, um Wissen zu entwickeln, das dazu beitragen kann, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen, mit ihnen umzugehen oder Probleme zu verhindern. Kurz gesagt: Transdisziplinäre Forschung verknüpft gesellschaftliche Problemlösung mit wissenschaftlicher Wissensproduktion in einem Prozess der gemeinsamen Wissensproduktion.
In der heutigen Welt stehen wir vor komplexen Herausforderungen. Die Wissenschaft ist zunehmend gefordert, Ansätze zu finden, die jene zu bewältigen helfen. Doch welche Art von Wissen und Forschung kann dazu beitragen, solch komplexe gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen? Transdisziplinäre Forschung wird zunehmend als ein vielversprechender Ansatz zur Erreichung dieses Ziels angesehen, da sie verschiedene Perspektiven integriert, einschließlich verschiedener akademischer Disziplinen und nicht-akademischen Wissens. Sie bringt WissenschaftlerInnen, EntscheidungsträgerInnen und Betroffene zusammen, um die Probleme zu analysieren, um zu diskutieren, wie eine wünschenswerte Zukunft aussehen kann und um konkrete Strategien und Interventionen zu entwickeln, welche die notwendigen Veränderungen unterstützen.
Um zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen beizutragen, schafft transdisziplinäre Forschung nicht nur Wissen, um ein Problem zu verstehen. Sie erzeugt auch Wissen, das zur Bewältigung des Problems beiträgt. Deshalb ist es wichtig, drei verschiedene Arten von Wissen zu produzieren: "Systemwissen" bezieht sich auf analytisches und beschreibendes Wissen über den tatsächlichen Zustand des Systems. Mit "Zielwissen" beschreiben wir Wissen über gewünschte zukünftige Entwicklungen des Systems. Schließlich bezieht sich "Transformationswissen" auf das Wissen darüber, wie wir vom Ist-Zustand in den wünschenswerteren Zustand übergehen können.