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Die JUSO-Initiative gegen exorbitante Manager-Löhne ist formell mit 113'005 gültigen Unterschriften zustande gekommen. Nur gerade 587 der eingereichten Unterschriften hatten sich als ungültig erwiesen, wie aus einem Communiqué der Bundeskanzlei vom Freitag hervorgeht.
Mit der "1:12-Initiative" wollen die Jungsozialisten in der Verfassung verankern, dass niemand in einem Jahr weniger verdient als der bestbezahlte Manager des gleichen Unternehmens in einem Monat.
Als Lohn gilt die Summe aller Zuwendungen, welche im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit entrichtet werden, also auch Sach- und Dienstleistungen. Ausnahmen festlegen könnte der Bund insbesondere für Lehrlinge, Praktikantinnen und für Menschen mit geschützten Arbeitsplätzen sowie für Menschen, die eine Temporär-Stelle innehaben oder Teilzeit arbeiten.
Das JUSO-Volksbegehren muss nun
Als nächstes wird nun der Bundesrat zur Initiative Stellung nehmen. Danach gelangt die Initiative ins Parlament. Dort wird bereits über die Abzocker-Initiative von Thomas Minder verhandelt. Er will die Manager-Löhne über eine Stärkung der Aktionärsrechte eindämmen.
Die Löhne thematisiert auch der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) mit einer Volksinitiative: Der SGB sammelt seit Januar Unterschriften für die Mindestlohn-Initiative. Die Gewerkschaften verlangen die Einführung eines Mindestlohns von 22 Franken pro Stunde oder 4000 Franken pro Monat (42-Stunden-Woche). Der Mindestlohn würde regelmässig der Lohn- und Preisentwicklung angepasst.