Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03223.jsonl.gz/814

Policy Brief in Bearbeitung: Nachhaltige Finanzierung von psychosozialen Diensten für Flüchtlinge
Mitglieder unseres Netzwerks arbeiten derzeit an einem Policy Brief zum Thema "Nachhaltige Finanzierung von psychosozialen Diensten für Flüchtlinge".
Wie können wir eine nachhaltigere Finanzierung der psychosozialen Dienste für Asylbewerber erreichen?
Ein hoher Prozentsatz der Asylsuchenden leidet unter psychischen Problemen, die entweder auf die Situation in ihrem Herkunftsland, den Migrationsprozess oder auf Stressfaktoren nach der Migration zurückzuführen sind. Das schweizerische Gesundheitssystem ist für die psychiatrische Versorgung dieser Personen nicht gut geeignet. Dies kann dazu führen, dass Asylsuchende in stationären Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken landen, die sehr teuer sind, aber nur eine begrenzte Wirksamkeit für diese Patienten haben. Die internationale Literatur zeigt, dass psychosoziale Dienste (gegebenenfalls in Kombination mit ambulanter psychiatrischer Therapie) für diese Zielgruppe wesentlich wirksamer sind. Außerdem wäre diese Behandlung höchstwahrscheinlich weniger kostspielig. Leider ist unklar, wer die Kosten für psychosoziale Dienste übernehmen sollte, was zu frustrierenden Situationen für Anbieter solcher Dienste, Sozialarbeiter und die Betroffenen führt. In diesem Policy Brief werden Empfehlungen zur Entwicklung nachhaltigerer Finanzierungslösungen für psychosoziale Dienste formuliert.
Wenn es eine wirksamere Art der Behandlung gibt, die auch die Gesundheitskosten senken würde, müssen wir wirklich die administrativen Grenzen überwinden, die uns davon abhalten, diese Art der Behandlung zu wählen. Mélanie Stamm, Autorin des Policy Briefs