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Colt
(spr. kohlt), Samuel, amerik. Ingenieur, geb. in
Hartford in Connecticut, zeigte
von frühester
Jugend an bedeutendes mechan.
Talent, entlief aber im
Alter von 14 J. der Schule
und ging als
Schiffsjunge auf einem
Ostindienfahrer nach Kalkutta.
[* 3] Auf dieser
Reise erfand er den Revolver,
[* 4] dessen hölzernes
Modell noch aufbewahrt wird. Nach seiner Rückkehr begann
Colt, noch während seiner Lehrzeit in der Fabrik zu
Ware in Massachusetts,
sich auch wissenschaftlich auszubilden, und einige Jahre später unternahm er eine
Reise durch die
Union
und Britisch-Amerika, wo er Vorträge über
Chemie hielt.
Mit den auf diese
Weise gewonnenen
Mitteln verfolgte er seine Erfindung weiter und nahm 1835 sein erstes
Patent dafür.
Die erste
in
Patterson im
Staate Neujersey mit einem
Kapital von 300000 Doll. gebildete Compagnie zur Anfertigung des
Coltschen Revolvers
fallierte 1842.
Colt nahm 1847 während des mexik.
Krieges seine Fabrikation wieder
auf und führte den ersten ihm von der Regierung
der
Vereinigten Staaten
[* 5] gegebenen
Auftrag von 1000 Revolvern in seiner in Newhaven neu errichteten Fabrik aus. Da sich seine
Waffen
[* 6] im Felde bewährten, so folgte bald ein
Auftrag dem andern.
Colt fand Hartford günstiger für seine
Zwecke gelegen und richtete dort 1852 seine großen Werkstätten ein, auf deren
Ausbau und
Ausstattung er seitdem mehr als 1 Mill.
Doll. verwandte, und in denen er täglich 1000
Handfeuerwaffen
[* 7] verschiedenster Art fertig stellen konnte. Die starke
Auswanderung
nach Kalifornien und
Australien
[* 8] vergrößerte die
Nachfrage nach Revolvern ungemein, während zugleich
die
Vereinigten Staaten den Revolver als regelmäßige Waffe in die
Armee einführten. Den eigentlichen Aufschwung nahm die
Revolverfabrikation aber erst im amerik. Bürgerkriege, während dessen jedoch
Colt zu Hartford starb.