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Grosse und kleine Antillen — schillernde Inseljuwele der Karibik
Die bogenförmig angeordneten Inselwelten und das sie umspülende Karibische Meer bilden diese facettenreiche und paradiesische Region im westlichen tropischen Teil des Atlantischen Ozeans - die Karibik.
Die vier Hauptinseln der Karibik - Kuba, Jamaika, Puerto Rico und Hispaniola, letztere unterteilt in Haiti und die Dominikanische Republik - bilden zusammen mit unzähligen vorgelagerten Inselchen die westlich gelegenen Grossen Antillen. Abseits der Bilderbuchstrände locken tropische Regenwälder, Tropfsteinhöhlen, Mangrovenwälder und Gebirge. Der höchste Gipfel der Karibik ist der 3098 Meter hohe Pico Duarte in der Dominikanischen Republik.
Durch die östliche Karibik ziehen sich, einer langen Kette gleich, die idyllischen Eilande der Kleinen Antillen. Das sind, neben weiteren Inseln, Antigua, Barbados, St. Lucia, Grenada, Guadeloupe, Martinique, St. Martin und St. Barthélemy, oder auch die «Inseln über dem Winde» genannt. Sie stehen unter dem Einfluss der Passatwinde, die viel Feuchtigkeit heranwehen, welche in den Bergen hängen bleibt.
Das Resultat: üppige Tropeninseln mit filmreifen Kulissen - das Refugium von Jack Sparrow in «Fluch der Karibik». Auch Trinidad und Tobago ist Teil der Kleinen Antillen als ihr südlichster Inselstaat, zählt aber nicht zu den «Inseln über dem Winde». Die «Inseln unter dem Winde» liegen vor der Küste Südamerikas; sie sind flach und weisen ein eher trockenes Klima auf - der Passatwind weht jedoch auch hier. Die ABC-Inseln mit Aruba, Bonaire und Curaçao, sind Teil davon.
Geschmackserlebnisse von feurig bis fruchtig
Würzig, scharf, süss - und mit Wurzeln bei der indianischen Urbevölkerung, in Afrika, Indien und Europa: Die kreolische Küche der Karibik ist eine äusserst schmackhafte und abwechslungsreiche Melange. Jede Insel hat ihre eigenen Spezialitäten. Auf Jamaika etwa heisst das Nationalgericht «Ackee and Saltfish», bestehend aus gepökeltem Fisch und der afrikanischen Frucht Ackee. In Kuba munden «Yuca con mojo», Maniok mit Knoblauchsauce, und «Moros y Cristianos» - schwarze Bohnen und weisser Reis. In der Dominikanischen Republik steht «Habichuela con Dulce» hoch im Kurs - eine süsse Bohnencrème. Die Karibik schmeckt ausserdem nach Rum - einem hochprozentigen Destillat aus Melasse und Zuckerrohrsaft.
Zusammen mit tropischen Fruchtsäften, Limetten, Cola oder Sodawasser lassen sich erfrischende Cocktails & Drinks kreieren. Auf allen Inseln beliebt: Planter’s Punch, Mojito, Daiquiri und Cuba Libre. Legendär sind die Lieblingsbars des Schriftstellers Ernest Hemingway in Havanna: In der «Bodeguita del Medio» genoss er seinen Mojito, in der Bar «El Floridita» seinen Daiquiri.
Tauchen
Nicht nur über Wasser ist die Karibik tropisch farbenfroh und vielfältig. Auch die Unterwasserwelt rund um die Inselgruppen fasziniert gleichermassen und hält für Taucher so einiges bereit. Bis zu 6000 Meter erstreckt sich das Karibische Meer in die Tiefen, an seinen Rändern sogar bis zu 9000 Metern. Die Bedingungen sind ideal: glasklares Wasser, tropische Temperaturen und nur mässige Strömungen machen Tauchgänge zu einem wahren Genuss. Sowohl Anfänger als auch Profis können hier abtauchen - zu eindrücklichen Korallenriffen, spannenden Wracks von Schiffen und Flugzeugen, historischen Artefakten, Steilwänden und Plateaus, heissen Quellen und vulkanischen Felsformationen, und, nicht zu vergessen, der reichen und bunten Welt aus Meeresbewohnern dieser Gefilde. Schwärme leuchtender Fische ziehen federleicht an Ihnen vorbei, gemächlicher dagegen Rochen und Schildkröten. Staunen lassen Sie Delfine, Mantas, Stachelrochen, Oktopusse, Barrakudas, Muränen und viele mehr. Gehen Sie auf Entdeckungstour in den vielen Unterwasserschutzgebieten und schönsten Tauchspots der Karibik.