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Auf Wicki entfielen 4306 Stimmen, seine Konkurrentin Gysel machte 4094 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 50,8 Prozent. Im ersten Wahlgang vom 2. Oktober hatte die SP-Frau noch die meisten Stimmen geholt, allerdings das absolute Mehr wie die anderen drei Kandidierenden verpasst.
In der Folge zogen sich Urs Raschle (Mitte) und Eliane Birchmeier (FDP) zugunsten von Wicki zurück, der nur 15 Stimmen hinter Gysel gelegen hatte. FDP und Mitte sprachen sich für den SVP-Kandidaten aus, um das Stadtpräsidium in bürgerlicher Hand zu halten. Die Wahl wurde nötig, weil Stadtpräsident Karl Kobelt (FDP) nach nur einer Amtszeit zurücktritt.
Mit der Wahl von Wicki ist die Linke mit dem Versuch gescheitert, das Stadtpräsidium zurückzuerobern, das sie bis 2018 während zwölf Jahren innehatte. Immerhin hatte Gysel mit Hilfe der ALG für ihre Partei am 2. Oktober den Sitz in der Stadtregierung zurückerobern können, den diese vor vier Jahren verloren hatte.
Der neue Stadtpräsident ist amtierender Finanzdirektor und seit 2010 in der Stadtzuger Exekutive. Zuerst führte er das Baudepartement, und 2019 übernahm er die Finanzdirektion. Vor seiner Zeit im Stadtrat war der ausgebildete Betriebswirtschafter für Grossunternehmen im Bereich der Körperpflegeprodukte tätig. In seiner Freizeit hält sich der Vater zweier Töchter unter anderem mit Boxen fit.
Der Zuger Stadtregierung gehören in der kommende Legislatur neben den drei bisherigen André Wicki (SVP), Urs Raschle (Mitte) und Eliane Birchmeier (FDP) neu Etienne Schumpf (FDP) und Barbara Gysel (SP) an.
(sda)