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Um die Vielfalt an Informationen im Gehirn zu verarbeiten braucht es weniger Neuronen als bisher angenommen. Hat das menschliche Gehirn also mehr Informationskapazität als bisher angenommen?
Unser Gehirn besteht aus vielen Milliarden kleiner Neuronen.
Sie gehören zum grossen menschlichen Rechner. Aufgrund der Aktivität der Neuronen werden komplexe Phänomene wie Denken oder Wahrnehmung produziert.
Menschliche Züge, im Gegensatz zu Rechenelementen von modernen Computern, haben Neuronen, denn sie sind auf ihre Art sehr launisch.
Zeigt man beispielsweise einem Neuron, der für visuelle Wahrnehmung zuständig ist, das gleiche Bild mehr als hundertmal hintereinander, dann erhält man hundert leicht unterschiedliche Reaktionen.
Bisher nahm man in Sachen Neuronen an, dass es die Masse macht. Nicht verwunderlich aufgrund der Milliarden von Neuronen. So nimmt man an, dass in grossen Nervenzellverbänden, die aus Tausenden von Neuronen bestehen, Informationen gespeichert sind.
Das einzelne Neuron liefert nur einen Bruchteil der Information. So scheint es, dass nur die Masse der Teilinformationen der einzelnen Neuronen eine Aufgabe erfolgreich erledigen können.
Verlässt sich unser Gehirn auf Masse statt Klasse?
Die bisherige Theorie wurde wieder einmal etwas genauer unter die Lupe genommen. Wie viele Neuronen sind notwendig, um eine relativ einfache Aufgabe zu erledigen.
Ein Test an Ratten ergab Erstaunliches. Nicht nur, dass sich nur eine „Handvoll“ an verfügbaren Neuronen überhaupt reagierte und signalisierte. Die wenigen Zellen, die reagierten, zeigten nur eine minimale Aktion und dies nur kurz, genau eine vierzigstel Sekunde.
Die Information wurde also auf eine höchst effiziente Art und Weise übermittelt. Das Ergebnis der Analyse war überraschend, als festgestellt wurde, dass im Prinzip nur fünf gleichzeitig aktive Nervenzellen benötigt werden um Informationen zu übermitteln.
Für unsere graue Masse bedeutet dies, dass das die Informationskapazität des menschlichen Gehirns noch lange nicht ausgelastet ist.