Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03424.jsonl.gz/597

Filmkritik: Van Sweet Home77. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica 2020
Nach dem wirtschaftlichen Kollaps ihres Arbeitgebers in der Firmenstadt Empire, Nevada, lässt Fern (Frances McDormand) das gewöhnliche Zivilleben hinter sich. Die verwitwete Frau macht sich mit ihrem Van auf und davon und reist als moderne Nomadin durch das weitflächige Wüstengebiet des amerikanischen Westens. Wo auch immer möglich, nimmt sie Teilzeit-Jobs an und wird unter anderem in einem Lager des grossen Konzerns Amazon fündig. Obwohl das Arbeitsamt ihr zur Frühpensionierung rät, kommt dies für sie nicht in Frage. Einerseits wäre die Rente nicht ausreichend für sie, um über die Runden zu kommen, und andererseits fühlt sie sich noch genug fit und ist gewollt, zu arbeiten.
Auf ihrer Reise trifft sie mehrere Menschen, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben wie sie, und mit Linda und Swankie schliesst sie enge Freundschaften. Linda überredet sie zudem, Bob Wells' Nomadenkommune RTR (Rubber Tramp Rendezvous) zu besuchen. Gemeinsam werden dort Grillfeste veranstaltet, Gespräche am Lagerfeuer geführt und Flohmärkte oder Tauschbörsen organisiert. In der Kommune lernt Fern auch den hilfsbereiten Dave (David Straithharn) kennen, mit dem sie sich auf Anhieb gut versteht.