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ERHALTUNG DER WASSERRESSOURCEN IM EINZUGSGEBIET VON MOORBIOTOPEN VON NATIONALER BEDEUTUNG
Die Ergebnisse des Monitorings von Moorbiotopen(Klaus 2007, Küchler et al. 2018) haben gezeigt, dass Moorgebiete eine signifikante fortschreitende Qualitätsverschlechterung erfahren. Es wurde auch festgestellt, dass die Entwässerung die Hauptursache für die beobachteten Veränderungen ist.
Um jedoch widerstandsfähig zu sein und sowohl mit dem Klimawandel als auch mit Veränderungen der Wasserzirkulation in ihrer geomorphologischen Umgebung zurechtzukommen, benötigen die verbleibenden Moore dringend Wasser.
Das vorliegende Vorgehen wurde zwischen 2014 und 2018 im Rahmen des "Pilotprogramms Anpassung an den Klimawandel" des BAFU mit der Unterstützung von 16 Kantonen konzipiert und entwickelt. Es ermöglicht eine Identifizierung der für den Wasserhaushalt der Moore bestimmenden Flächen und, aufgrund dessen, die Abgrenzung von:
1° einem provisorischen Perimeter, oder Vorsorgeperimeter, in dem sowohl ein Vorsorge- als auch ein
2° hydologischen Pufferzonen um jeden Moorbiotopkomplex gemäss der Rechtsprechung des BG
Die Kantone, die mit den in diesem Projekt entwickelten Instrumenten hydrologische Pufferzonen um Moorbiotope definieren, haben damit die Sicherheit, dass sie vom BAFU anerkannt werden, auch wenn es sich nicht um eine eindeutige oder verbindliche Methode handelt.
Das Konzept bietet zudem eine solide Grundlage für die Umsetzung eines Aktionsplans zur Erreichung der Ziele der Strategie Biodiversität Schweiz, insbesondere in Bezug auf die Umsetzung einer ökologischen Infrastruktur (Schutzgebiete, nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserund Bodenressourcen, Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen), die Anerkennung der Ökosystemleistungen von Mooren (Hochwasserpuffer, Wasserqualität) und die Ausbildung der betroffenen Akteure (Kenntnisse über die Funktionsweise von Moorökosystemen, Umsetzung geeigneter Maßnahmen und Techniken).
Einflussfaktoren auf die Wasserversorgung der Moorbiotope. Die Geomorphologie des topografischen Einzugsgebiets ist oft massgeblich von anthropogenen Eingriffen geprägt. Das macht Moorbiotope besonders verwundbar durch klimatische Veränderungen.