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Kapstadt, 14. September 2016 – Gestern übergab VIER PFOTEN über eine halbe Million Unterschriften gegen die Praxis des Canned Lion Hunting an Prinz Mangosuthu Buthelezi. Eine repräsentative Meinungsumfrage in Südafrika zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Praxis als unethisch ansieht. Ziel ist es, dass die südafrikanische Regierung seine Gastgeberrolle an der nächsten CITES Artenschutzkonferenz im Ende September zum Anlass für ein Verbot nimmt.
Über eine halbe Million Menschen fordern die südafrikanische Regierung mit ihrer Unterschrift auf, der Praxis der Massenzüchtung und –jagd auf Löwenfarmen ein Ende zu bereiten. Die Petition wurde gestern in Kapstadt von VIER PFOTEN an Prinz Mangosuthu Buthelezi, Vorsitzender der Inkatha Freedom Party (IPF) und Parlamentsabgeordneter, übergeben . Dieser legte die Petition dem Umweltminister vor.
Keine Unterstützung vom Südafrikanischen Volk
Eine vor kurzem durchgeführte Meinungsumfrage von VIER PFOTEN ergab, dass 76% der Südafrikaner Canned Lion Hunting als unethisch ansehen, 59% sind ausserdem der Meinung, dass es keinen nennenswerten Beitrag zur Wirtschaft des Landes leistet. VIER PFOTEN ist überzeugt, dass die Umfrageergebnisse und die Petitionsübergabe wichtige Schritte sind, um die Gattung der Löwen künftig besser zu schützen.
Ende September findet in Johannesburg die 17. CITES Vertragsstaatenkonferenz statt. VIER PFOTEN fordert die südafrikanische Regierung auf, diese einmalige Gelegenheit als Gastgeber der weltweit wichtigsten Artenschutzkonferenz zu ergreifen, um dort das Ende der unethischen Praxis des Canned Lion Hunting zu verkünden.
«Heute ist der Zeitpunkt gekommen, um dieser beklagenswerten Praxis nach Jahren intensiver Recherche und Lobbying ein klares Ende zu bereiten. Es liegt in den Händen des südafrikanischen Parlaments, die Zukunft der Löwen im ganzen Land zu sichern.»
Fiona Miles, Leiterin des Südafrika-Büros von VIER PFOTEN
- Beendigung der Zucht von Löwen in Gefangenschaft, um sie später für Canned Lion Hunting zu verwenden
- Gesetzliches Verbot der Jagd von Löwen, die in Gefangenschaft gezüchtet wurden
- Gesetzliches Verbot des Handels mit Löwenknochen
Das Problem des Canned Lion Huntings in Südafrika ist gravierend. Jedes Jahr werden mehr als 1‘000 Löwen, die extra für diesen Zweck auf etwa 200 Farmen im Land gezüchtet werden, geschossen. Die Jäger zahlen bis zu 50‘000 Franken für einen Abschuss. Südafrika ist das einzige Land auf der Welt, das diese Praxis trotz der Missbilligung der Öffentlichkeit und zahlreicher Proteste noch immer duldet.