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Für den Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen werden in vielen Fällen Zeugnisse, Zertifikate oder Begleitdokumente verlangt, welche bestimmte Eigenschaften des Produktes, wie Herkunft, Qualität oder die Abwesenheit von Krankheitserregern und schädlichen Substanzen von offizieller Seite bestätigen. Die wichtigsten Nachweise dieser Art sind:
Präferenzieller Ursprung
Betroffene Produkte: Landwirtschaftliche Erzeugnisse, für welche im Rahmen eines bilateralen Landwirtschaftsabkommens Zollzugeständnisse gemacht wurden.
Zuständige Stelle: Eidgenössische Zollverwaltung.
Beschreibung: Die Schweiz hat mit verschiedenen Staaten und Staatengemeinschaften ein Landwirtschaftsabkommen abgeschlossen. Die in diesen Abkommen gewährten Vorzugsbehandlungen gelten jedoch nur für Waren, welche die vorgesehenen Ursprungs- und Verfahrensbestimmungen erfüllen. Weiterführende Informationen:
Nicht-präferenzieller Ursprung
Betroffene Produkte: Landwirtschaftliche Erzeugnisse und insbesondere jene, die in Staaten ausgeführt werden, mit welchen die Schweiz kein Landwirtschaftsabkommen getroffen hat.
Zuständige Stellen: Schweizer Industrie- und Handelskammern, Eidgenössische Zollverwaltung.
Beschreibung: Der nicht-präferenzielle Ursprung findet dort Anwendung, wo bei der Warenein- und -ausfuhr aussenwirtschaftliche Massnahmen angewandt werden. Er ist aber auch für andere Vorschriften, etwa im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens oder der Ursprungskennzeichnung von Bedeutung. Weiterführende Informationen:
Veterinärbedingungen bei der Ausfuhr von Tieren und Produkten tierischer Herkunft
Betroffene Produkte: Nutz-, Heim- und Wildtiere; Samen, Embryonen und Eizellen; Lebensmittel tierischer Herkunft; tierische Nebenprodukte.
Zuständige Stellen: Kantonale Veterinärdienste, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV.
Beschreibung: Die Ausfuhr von Tieren, Samen, Embryonen oder Eizellen erfordert meist ein amtstierärztliches Zeugnis. Zur Ausfuhr von Lebensmitteln tierischer Herkunft und von tierischen Nebenprodukten der Kategorie 3 sind in der Regel nur Handelsdokumente notwendig. Weiterführende Informationen:
Exportzertifikate für Lebensmittel
Betroffene Produkte: Für den Export bestimmte Lebensmittel, die nicht den Vorschriften der schweizerischen Lebensmittelgesetzgebung entsprechen, weil die Vorschriften des Bestimmungslandes dies verlangen oder zulassen.
Zuständige Stellen: Kantonale Lebensmittelkontrollen, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV.
Beschreibung: Die Zertifikate sollen den Kontrollbehörden des Bestimmungslandes genügend zuverlässige Informationen liefern, um das Vertrauen in die Produkte zu gewährleisten, damit sie für den Verkauf freigegeben werden können. Exportzertifikate sollen nur erstellt werden, wenn die Kontrollbehörde des Bestimmungslandes dies verlangt. Weiterführende Informationen:
Phytosanitäre Exportanforderungen
Betroffene Produkte: Pflanzen; z.T. auch Material pflanzlicher Herkunft (Samen, Früchte, etc.).
Zuständige Stellen: Pflanzenschutzinspektorat Agroscope Changins-Wädenswil; Bundesamt für Landwirtschaft.
Beschreibung: Die phytosanitären Exportanforderungen sind vom Empfängerland festgelegt und hängen von der Art des Pflanzenmaterials und dessen Herkunft ab. Mit Hilfe von phytosanitären Begleitdokumenten soll die Verbreitung von für die Landwirtschaft besonders gefährlichen Krankheiten und Schädlingen im grenzüberschreitenden Handel verhindert werden. Weiterführende Informationen:
Anforderungen beim Export von Wein, Sauser, Traubensaft und Traubenmost
Betroffene Produkte: Wein, Sauser, Traubensaft und Traubenmost.
Zuständige Stelle: Bundesamt für Landwirtschaft.
Beschreibung: Die Ausfuhr von Wein, Traubensaft und -most in die EU bedarf eines Begleitdokuments. Für Exporte in Drittstaaten ist in den meisten Fällen ein Zertifikat nötig, welches mittels eines „Kontrollgesuchs" beim Bundesamt für Landwirtschaft angefordert werden kann. Bei der Wiederausfuhr von ausländischen Weinen in die EU wird zusätzlich das EU-Dokument VI 1 verlangt. Weiterführende Informationen:
Bedingungen für den Export von Erzeugnissen aus biologischer Landwirtschaft
Betroffene Produkte: Sämtliche Erzeugnisse aus biologischer Landwirtschaft
Zuständige Stellen: Zuständige Behörde des Empfängerlandes; Auskünfte erteilt das Bundesamt für Landwirtschaft.
Beschreibung: Die Anforderungen an die Ausfuhr von biologischen Erzeugnissen werden vom Empfängerland festgelegt. Für den Export von biologischen Produkten in die EU werden keine zusätzlichen Dokumente benötigt. Die Kontrollbescheinigungspflicht für die Ausfuhr von biologischen Erzeugnissen in die Mitgliedstaaten der EU wurde per 1. Juni 2009 abgeschafft. In seltenen Fällen wird von Drittstatten eine Kontrollbescheinigung verlangt. Diese wird von einer Zertifizierungsstelle, die vom Empfängerland anerkannt ist, ausgestellt. Weiterführende Informationen:
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