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Die in diesem Tutorial besprochenen Effekte können in Adobe Audition via Effekt-Menu oder via Effekttrack angewählt werden. Die dazugehörigen Parameter können in Echtzeit bearbeitet werden. Es ist hilfreich, über Hintergrundwissen zum Aufbau einer Audiospur zu verfügen. Eine Tonspur hat immer eine Frequenz und eine Amplitude. Die Frequenz (Hertz, Hz) bestimmt die Tonhöhe. Das Frequenzspektrum teilt man in Tiefen, Mitten und Höhen auf. Die Amplitude (Dezibel, dB), entspricht der Wiedergabelautstärke.
Grob gesagt, geschehen alle Effekte auf der Basis von Frequenz und Amplitude. Nur werden diese von Effekt zu Effekt verschieden manipuliert. Die Wiedergabe geschieht in Adobe Audition per default in stereo. Dies bedeutet, dass ein weiterer Gestaltungsspielraum hinzukommt. Die Effekte gewinnen somit an Möglichkeiten der Umgebungsgestaltung und können räumlich eingeordnet werden (links/rechts).
Das Originalfile
Das Ausgangsfile direkt über das im MacBook Pro integrierte Mikrofon und via Adobe Audition aufgenommen (44,1 kHz, 16 Bit). Diese Rohspur dient allen Effektanwendungen als Ausgangslage.
1. Das Echo (Verzögerung, Delay)
Das Audiosignal wird an gewissen Stellen versetzt und abklingend wiedergegeben. Die Dauer der Verzögerung und die Eigenschaften der erneuten Wiedergabe können angepasst werden. Dabei hilft es, sich im Klaren zu sein, was die beiden Stereospuren im Zusammenspiel für Gestaltungsmöglichkeiten ergeben (links/rechts).
2. Der Hall (Reverb)
Hall entsteht dadurch, dass sich die Schallwellen in Räumen ständig reflektieren. Je nach Material, an welchem die Schallwellen abprallen, ist die Reflexion anders. Glatte und harte Flächen reflektieren den Schall ähnlich wie ein Spiegel das Licht. In einer Kathedrale hat man folglich viel mehr Hall als in flachem, offenem Gelände.
Auch das Simulieren einer Lautsprecherdurchsage in einem Flughafenterminal lässt sich glaubwürdig gestalten:
3. Die Verzerrung (Distortion)
Dieser Effekt entsteht dadurch, dass dem ursprünglichen Signal weitere Frequenzen hinzugefügt werden, welche nicht auf dem Eingangssignal vorhanden sind. Dies führt zu einer Übersteuerung im Ausgangsbereich.
Defekter TV, Radio:
Funkgerät, kleiner Transistor, schlechter Empfang:
4. Der Flanger
Das Eingangssignal wird in eine gewisse Anzahl weitere Zweige aufgeteilt. Die Wiedergabe der erstellten Spuren geschieht dabei im Bereich von 1 bis 20 Millisekunden. Dabei enstehen kleine Schwankungen in der Tonhöhe.
Roboter, Apparat 1:
5. Der Chorus
Das Tonsignal wird moduliert. Das heisst, dass ein weiterer Ton in einer neuen (meist dieselbe) Amplitude und einer neuen Frequenz ist. Dadurch ensteht eine Überlagerung der Spuren.
Roboter, Apparat 2: