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Nähere Details für Interessierte:
Abschirmung radioaktiver Strahlung ( 8 )
Alpha- und Betastrahlen, die beide aus geladenen Teilchen bestehen, können durch eine relativ dünne Schicht eines geeigneten Materials vollständig abgeschirmt werden. Eine wenige Millimeter dicke Schicht Papier oder Kunststoff schirmt Alphastrahlen vollständig ab, eine wenige Millimeter dicke Schicht Aluminium oder eines anderen Metalls genügt zur Abschirmung von Betastrahlen. Vor Alpha- und Betastrahlern, die von aussen auf uns wirken, können wir uns deshalb relativ gut mit Schutzkleidung schützen. Gelangen solche Alpha- und Betastrahler wie 131 Jod, 137 Caesium, 90 Strontium und 239 Plutonium jedoch in den Körper, kann ihre Strahlung nicht mehr abgeschirmt werden und führt zu einer starken Belastung der umliegenden Zellen und Gewebe.
Zur Abschirmung von Gammastrahlen, die nicht aus geladenen Teilchen sondern elektromagnetischen Wellen bestehen, sind dicke Schichten schwerer Materialien nötig wie z.B. Blei- oder Betonplatten. Sogar diese schweren Materialien schirmen die Strahlung nicht vollständig ab, sondern führen lediglich zu einer Abschwächung.
Alphastrahlung wird durch ein Abstandsquadratgesetz: Wird der
Blatt Papier oder Kunststoff, Abstand verdoppelt, reduziert sich
Betastrahlung durch ein Metall- die Dosis auf ¼, wird der Abstand
blech von wenigen Millimetern verdreifacht, reduziert sich die
Dicke vollständig absorbiert. Zur Strahlung auf 1/9 ( 24 ).
hinreichenden Schwächung von
Gammastrahlung werden dage-
gen dicke Schichten schwerer
Materialien wie Blei- oder Beton-
platten benötigt ( 8 ).
Bleiklötze zur Abschirmung von Gammastrahlung einer
radioaktiven Strahlenquelle in einem Labor ( 25 )
Neutronenstrahlung abzuschirmen ist schwierig und gelingt am besten durch eine Kombination aus Bor oder Cadmium mit wasserstoffhaltigen Materialien wie Wasser, Paraffin oder Polyethylen.
Borhaltiges Wasser zur Abschirmung von Neutronen-
strahlung im Abklingbecken eines Atomkraftwerks ( 26 )