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30.03.2006
ILS-Anflug auf die Piste 28 kann im Herbst 2006 eingeführt werden
Das Bundesgericht hat mit seinem Urteil vom 29. März 2006 eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde von Unique (Flughafen Zürich AG) gutgeheissen und den Beschwerden gegen den ILS-Anflug auf die Piste 28 die aufschiebende Wirkung entzogen. Damit kann das Instrumentenlandesystem (ILS) und das neue Anflugverfahren auf die Piste 28 wie geplant in Betrieb genommen werden. Die Anflüge werden dabei verteilt über ein grösseres Gebiet im Osten auf den Endanflug geleitet.
Die Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt (Reko INUM) hatte am 3. November 2005 einen Antrag von Unique (Flughafen Zürich AG) auf Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerden gegen die Einführung des ILS-Anfluges auf die Piste 28 abgewiesen. Gegen diesen Entscheid hat Unique am 14. November 2005 eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht erhoben, um die Einführung des ILS-Anfluges auf die Piste 28 im Herbst dieses Jahres zu ermöglichen. Das Bundesgericht hat den Entscheid der Reko INUM mit Urteil vom 29. März 2006 aufgehoben und den Beschwerden die aufschiebende Wirkung entzogen. Das heisst, dass das Instrumentenlandesystem (ILS) im Herbst dieses Jahres in Betrieb genommen und der ILS-Anflug auf die Piste 28 eingeführt werden kann.
Der Entzug der aufschiebenden Wirkung erfolgte allerdings mit der Auflage, dass die für das bisherige Anflugverfahren geltenden Sichtminima von 4300 Metern Sicht und 1'200 Fuss (ca. 370 Meter über Grund) Wolkenuntergrenze für den ILS-Anflug nicht herabgesetzt werden dürfen. Das wird zur Folge haben, dass trotz Einführung des ILS-Anfluges auf die Piste 28 nicht mit einer Verlagerung der abendlichen Südanflüge gerechnet werden kann. Mit dem ILS-Anflug auf die Piste 28 kann der Flugverkehr in den abendlichen DVO-Zeiten (werktags ab 21 Uhr, Wochenende und Feiertage ab 20 Uhr) speditiver abgewickelt werden.