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5 Minuten mit Jazz Franks | Von der Schauspielerei zum Wettkampf-Powerlifting
Bei unserem exklusiven Event für den Frauen-Power-Kollektions-Relaunch hatten wir das Glück 5 Minuten Gesprächszeit mit Jazmine Franks zu bekommen – einer 27-jährigen Schauspielerin aus Bury.
Wahrscheinlich kennst du sie am besten in ihrer Rolle als Esther Bloom in Hollyoaks. Seitdem sie das Format verlassen hat, machte Jazz eine Transformation von der Arbeit hinter den Kameras zum Wettkampf-Powerlifting durch.
Eine ziemliche Kehrtwende, oder?
Finde heraus, wie sie dorthin gelangt ist, wo sie heute steht in unserem Interview. Folgenden Fragen hat sich Jazz gestellt:
- Warst du immer fitnessbegeistert?
- Wie lang hat es gedauert, bis du das Gewichttraining entdeckt hast?
- Wieso hast du dich entschieden bei Wettkämpfen zu starten?
- Was würdest du Frauen sagen, die denken, dass Gewichtheben sie “klobig” aussehen lässt?
- Wieso hast du dich entschieden bei Wettkämpfen zu starten?
- Hat Powerlifting ein starkes Gemeinschaftsgefühl?
- Würdest du mehr Frauen dazu ermutigen, Powerlifting zu machen?
- Was ist deiner Meinung nach der härteste Teil am Wettkampf?
- Denkst du, dass dich das Training mental, wie physisch verändert hat?
- Was motiviert dich?
- Würdest du sagen du bist jetzt Powerlifterin … oder Powerlifterin und Schauspielerin?
- Und abschließend, was ist dein Fitnesstipp für andere?
Samantha Dewhurst (links) und Jazz Franks (rechts)
Warst du immer fitnessbegeistert?
Nein, mit Sicherheit nicht. In der Schule war ich immer das Kind mit dem großen Mittagessen, das dauernd Schokolade und Süßes aß.
Als ich anfing bei Hollyoaks zu arbeiten, gab es bei jedem um mich herum immer nur Salat. Alle waren gesund und gingen ins Gym, deswegen dachte ich mir: „Oh… vielleicht sollte ich auch damit anfangen.“
Damals habe ich mir einen Personal Trainer genommen und nicht mehr zurückgeschaut.
Wie lang hat es gedauert, bis du das Gewichttraining entdeckt hast?
Von Anfang an. Mein Trainer legte großen Wert darauf, deshalb hat er mich schnell in die Freihantelbereich gebracht. Zuerst war ich völlig außerhalb meiner Komfortzone – ich hatte Angst, dass die Leute mich aburteilen würden, weil ich Sachen falsch machte.
Aber mit ihm dort zu sein, gab mir mehr Selbstvertrauen – und seitdem habe ich wirklich Fortschritte gemacht.
Mittlerweile absolviere ich kein Cardio mehr und trainiere nur noch mit Gewichten. Er gab mir mein Selbstbewusstsein und jetzt habe ich das Gefühl in jedem Gym in den Freihantelbereich zu gehen und mich bei dem, was ich tue, gut zu fühlen.
Was würdest du Frauen sagen, die denken, dass Gewichtheben sie “klobig” aussehen lässt?
Ich hatte immer Angst davor, da ich sehr zierlich war und nicht grob aussehen wollte, aber das ist ein Mythos – so etwas passiert nicht.
Wenn du versuchst, viel Muskulatur aufzubauen, dann musst du sechs Mal pro Woche trainieren und so viel essen und all das. Für die meisten Leute geht es jedoch nicht darum – es geht nur ums Hingehen und sich mit sich selbst gut zu fühlen.
All meine Freunde sagen: “Jazz, was ist, wenn du extrem viele Muskeln aufbaust?” und ich antworte: „Weißt du was, das ist mein Ziel. Ich will so muskulös, als möglich sein.”
Wieso hast du dich entschieden bei Wettkämpfen zu starten?
Mein Trainer hat gesagt, dass ich stark genug für so etwas wäre und ich es versuchen sollte. Zuerst war ich eher so “Du bekommst mich nicht in dieses Lycra-Singlet. Das wird nicht passieren”. Aber dann hat er erläutert, dass jeder im gleichen Boot wäre – alle in Lycra-Singlets – deswegen würde ich nicht auffallen.
Ja, ich habe es versucht und es lieben gelernt. Ich meine, ich war so nervös aber mochte es jedes Mal ein wenig mehr. Jetzt mache ich die ganze Zeit Wettkämpfe.
Hat Powerlifting ein starkes Gemeinschaftsgefühl?
Ja, jeder kommt mit jedem gut aus. Du weißt noch nicht einmal, wer als nächstes an der Reihe ist, aber du stehst direkt dahinter und feuerst sie an. Jeder steht für den anderen ein und es ist eine wirklich gute Stimmung.
Würdest du mehr Frauen dazu ermutigen, Powerlifting zu machen?
Zu 100%! Aber weißt du was? Ich bin immer und immer wieder zu Wettkämpfen gefahren und so langsam kommen immer mehr und mehr Frauen auf den Geschmack. Ich liebe es, all diese starken Frauen, um mich zu haben.
Es geht mehr darum in den Freihantelbereich zu kommen – deine Workouts etwas durchzumischen, die Gewichte zu heben, zu beugen … sodass man Selbstvertrauen entwickelt. Vielleicht solltest du dir bis dahin einen Trainer holen und dann, wenn du Lust hast, Wettkämpfe zu machen – wieso nicht. Versuch‘ es!
Was ist deiner Meinung nach der härteste Teil am Wettkampf?
Zu verlieren. Ich bin sehr ehrgeizig, deswegen denke ich, wenn ich dorthin komme und weiß, dass jemand mich schlagen wird, werde ich sehr nervös und verliere ein wenig den Kopf – dann zeige ich nicht so eine gute Leistung, wie sonst. Ich denke, ich muss mich daran erinnern, dass ich mein einziger Gegner bin und alles um mich vergessen.
Denkst du, dass dich das Training mental, wie physisch verändert hat?
Auf jeden Fall. Ich sehe einen großen physischen Unterschied. Ich denke, dass sich mein Körper komplett verändert hat. Ich schaue mir alte Fotos an und kann nicht glauben, dass ich einmal so ausgesehen habe. Aber ich denke, es hat mir sicherlich mehr Stärke verliehen. Ich habe mir dadurch selbst eine Identität gegeben.
Nicht viele Leute – mit Sicherheit keiner meiner Freunde – macht Powerlifting, deswegen habe ich mir damit eine eigene Nische geschaffen. Davor, denke ich, habe ich mich immer nur angepasst und gemacht, was alle anderen taten, aber jetzt bin ich einfach glücklich, mein eigenes Ding zu machen, weil es mir wirklich Spaß macht. Das hat mir das Selbstvertrauen gegeben, so zu handeln.
Was motiviert dich?
Ich will jeden Tag besser werden, also habe ich kein klar definiertes Ziel. Deshalb will ich sicherstellen meine beste Version zu sein.
Würdest du sagen du bist jetzt Powerlifterin … oder Powerlifterin und Schauspielerin?
Ich meine, zurzeit mache ich das nicht mehr und ich habe Hollyoaks verlassen, aber ich suche nach Arbeit in dieser Richtung.
Die Pause hat mir die Chance gegeben, mich auf Powerlifting zu fokussieren. Aber im Moment würde ich vermutlich sagen, dass ich mehr Powerlifting betreibe, als das andere – also ja, ich bin Powerlifter. Aber ich würde es in der Zukunft gerne ins Gleichgewicht bringen.
Und abschließend, was ist dein Fitnesstipp für andere?
Zeige Selbstbewusstsein in dem, was du tust. Wenn du dir bei einer Bewegung unsicher bist, dann weißt du was, geh einfach auf YouTube oder Instagram – die Leute posten da immer Videos. Fühle dich im Gym wohl. Mache es zu deinem Ort.
Wir kennen dich nicht, aber fühlen uns äußerst inspiriert nach dem Gespräch mit so einer starken, zielstrebigen Frau mit dem Gewichtheben zu beginnen – und obwohl ein Lycra-Singlet vermutlich die Parteien spaltet, sind wir uns alle einig, dass Jazz unglaublich in der Bekleidung der Power-Kollektion aussieht. Schau dir das Set hier selbst an.
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