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Allgemeines:
Rettichsaft regt die Verdauungssäfte an und wirkt ausscheidend. Ferner wird Rettich bei Katarrhen und Husten als lösendes Mittel verwendet.
Als Kur kann man statt Saft auch längere Zeit täglich Rettichsalat geniessen, ohne Salz, ohne Essig, mit Rahm und nach Belieben mit geriebenen Äpfeln vermischt. Seine Schärfe sollte man nicht mit Salz herausziehen, weil dadurch die guten Mineralstoffe verloren gehen. Wenn er zu scharf ist, reibe man ihn mit der Raffel und vermische ihn mit Rahm. Butterbrot mit dünn geschnittenen Rettichscheiben belegt, schmeckt auch gut. (Kochbuch 1932)
Rezept (Kochbuch 1932):
Scharzer Rettich wird geschält, fein geraffelt, das Mus durch ein Tuch gepresst (und je nach Anwendung) mit Bienenhonig gemischt.
Anwendungen:
Bei Aphten 3x täglich den Mund mit dem ungesüssten Saft spülen.
Bei Verstopfung, Leber- oder Gallenleiden ein Gläschen vor den Mahlzeiten ungesüsst, aber mit lauwarmem Wasser verdünnt, trinken.
Als Blutreinigungskur während einiger Wochen vor den Mahlzeiten 2 Löffel voll einnehmen. Der Rettich soll jedesmal frisch gepresst sein. (Kochbuch 1932)
„Bei Gallenleiden als Kur während maximal 2 Wochen den frischen Saft auf nüchternen Magen trinken, mit ½ dl beginnen, jeden Tag die Menge ein bisschen steigern (bis maximal 3 dl).“ (erzählt)