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Wegen der aktuellen Situation in der Ukraine besteht aktuell ein grosses Interesse an der Jodtabletten Versorgung in der Schweiz.
Die aktuelle Situation erfordert keine Verteilung oder die Einnahme von Jodtabletten. Der Bund verzichtet derzeit auf die Anordnung allfälliger Schutzmassnahmen für einen nuklearen Konflikt.
Jodtabletten kommen bei einem schweren Kernkraftwerkunfall zum Einsatz, bei dem radioaktives Jod austritt. Sie verhindern, dass sich in den Schilddrüsen radioaktives Jod anreichert und Schilddrüsenkrebs entsteht. Bei einem Ereignis müssen Jodtabletten in jenen Gebieten eingenommen werden, in denen dies der Bund anordnet. Eine vorsorgliche Einnahme ohne, dass radioaktives Jod in der Umgebung vorhanden ist, hilft nichts und kann gesundheitsschädlich sein.
In den Gemeinden im Umkreis von 50 km um ein schweizerisches Kernkraftwerk werden Jodtabletten vorsorglich an alle Personen verteilt, die sich regelmässig dort aufhalten. Zuzüger in eine dieser Regionen erhalten von der neuen Wohngemeinde einen Bezugsschein mit dem Sie in einer Apotheke oder Drogerie Ihre persönlichen Kaliumiodidtabletten beziehen können (pro Person eine Packung). Falls Sie beim Zuzug keinen solchen Bezugsschein erhalten haben, wenden Sie sich an Ihre Wohngemeinde.
Kaliumiodidtabletten wurden 2014 in allen Gemeinden des Kantons Luzern in die Haushaltungen verteilt. Der Kanton Luzern lagert deshalb keine Vorräte für die Bevölkerung.
In den Gebieten ausserhalb von 50 km um ein schweizerisches Kernkraftwerk lagern die Kantone Jodtabletten, um im Ereignisfall die gesamte Bevölkerung damit zu versorgen.
Derzeit müssen Privatpersonen ausserhalb dieser Zone keine Jodtabletten lagern resp. beziehen.
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