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| Papstbriefe - Echte und unechte Papstbriefe 1 (42-309)

26. Felix I. (268 – 274)Vorwort Felix I.
Vorwort
XXVI. Der heilige Felix I.
(v. 5. Jan. [n. A. 28. Dec.] 269 — † 30. Dec. 274.)1 [S. 464] [S. 465]
Von den Briefen dieses Papstes besitzen wir nur ein kleines Bruchstück des Schreibens, welches er als Antwort auf den oben mitgetheilten Brief der antiochenischen Synode an Maximus, den Nachfolger des Dionysius auf dem alexandrinischen Stuhle, gerichtet hatte; aus demselben ergibt sich. daß Papst Felix die Beschlüsse der Synode bestätigt und Paulus von Samosata verurtheilt habe. Wir kennen aber dieses Fragment nur aus den Acten der allgemeinen Synode von Ephesus v. J. 431, auf deren 1. Sitzung nach dem Antrage des Priesters Petrus von Alexandrien und des Bischofes Flavian von Philippi eine Menge Stellen aus Schriften der Kirchenväter verlesen wurden, worin gegen Nestorius der alte Glaube über die Verbindung der Gottheit und Menschheit in Christo ausgedrückt war, darunter eben auch unsere Stelle aus dem Briefe Felix I. Manche wollten zwar daraus, daß unser Fragment nach einer Stelle aus einem Schreiben des Papstes Julius I. († 352) angeführt sei, schließen, daß dasselbe nicht Felix I., sondern Felix II., welcher durch die Umtriebe der Arianer an die Stelle des verbannten Liberius auf den päpstlichen Stuhl (c. 365) erhoben wurde, angehöre; dagegen hat schon Coustant treffend bemerkt, daß das Concil von Ephesus zur Bekräftigung des Glaubens sich wohl nicht des Ausspruches eines von den Arianern protegirten Bischofes bedient hätte; dazu kommt, daß überhaupt unter den Citaten nicht die chronologische [S. 466] Ordnung eingehalten ist; folgt doch Cyprian erst nach Theophilus von Alexandrien († 412); ebenso widerlegt der durchaus orthodoxe Inhalt desselben allein die Vermuthung Mich. Lequiens, 2daß es unecht und sogar häretischen Ursprunges sei. Ein anderes Fragment entdeckte Mai3in einem arabischen Codex, dessen Echtheit er weder behaupten noch leugnen will. —Die Felix I. im Pontificalbuche zugeschriebene Verordnung über die Meßfeier hat Pseudoisidor in den zweiten der drei unter diesem Namen von ihm compilirten Briefe aufgenommen. [S. 467]
1:
2: Dissertation. in Joan. Damasc. Opera, t. I. p. XXXVI. n. VII.
3: Publicirt im Spicilegium romanum (Romae 1840) III. p. 701.