Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03373.jsonl.gz/2315

Benito Pérez Galdós (Las Palmas de Gran Canaria, 1843-Madrid, 1920) ist noch immer ein weitgehend unbekannter Schriftsteller, dessen Genie auch hundert Jahre nach seinem Tod immer noch nicht in dem Masse gewürdigt wird, wie es verdient hätte. Galdós. Eine Biografie, ein brillanter Preisträger des Comillas-Preises für Geschichte, Biografie und Erinnerungen 2020, schafft es, die umfangreiche literarische Karriere des kanarischen Autors meisterhaft zu rekonstruieren und ihn gleichzeitig in seinen komplexen historischen, politischen und sozialen Kontext einzuordnen. Auf der Grundlage der verschiedensten Texte von Galdós - Roman, Theater, Kritik, Memoiren und verschiedene Prosa - bietet uns Yolanda Arencibia, zweifellos die grösste zeitgenössische Expertin in seinem Werk, ein außergewöhnliches Porträt der grossen Erneuerin des spanischen Romans, einer Figur, die auch den neuen kulturellen und sozialen europäischen Impulsen stets aufmerksam gegenüberstand.
Der Republikaner Galdós, ein Regenerationist und fortschrittlicher Feminist, der von den Reaktionären verachtet, aber bereits zu seiner Zeit von unzähligen Lesern gefeiert wurde, steht in dieser denkwürdigen Biographie als einer der größten Schriftsteller der spanischen Sprache aller Zeiten sowie als herausragendes Beispiel eines Spaniens der Linie von Cervantes, liberal und fortschrittlich im Geiste, und als lebender und aktueller Autor, der noch immer Debatten und Kontroversen auslöst.