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Die Jodtabletten dienen dem Schutz der Bevölkerung für den Fall eines nuklearen Unfalls, der eine Gefährdung durch freigesetztes radioaktives Jod zur Folge haben könnte.
In der Bundesrepublik Deutschland wurden erstmalig 1975 Empfehlungen zu Jodtabletten im Zusammenhang mit kerntechnischen Unfällen ausgesprochen. Von den Bundesländern wurden darauf Jodtabletten für den Katastrophenschutz im engeren Umkreis um kerntechnische Anlagen (bis 25 km) entweder vorsorglich an die Bevölkerung vorab verteilt oder für den Ereignisfall eingelagert. Diese Tabletten werden jetzt ausgetauscht. Neu ist, dass für den Entfernungsbereich zwischen 25 und 100 km Jodtabletten in sieben Zentrallagern aufbewahrt werden und allen Ländern bei Bedarf zur Verfügung stehen. Die Beschaffung wird von den Kernkraftwerksbetreibern finanziert.
Quelle
D.S. nach dem Magazin Umwelt, 5/2004