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Wenn man weit in die Vergangenheit zurückblickt findet man überall in der Geschichte Zeugen der Zeit, dass die Feuerwehr eine jahrhundertealte Aufgabe hat. Selbst im alten Ägypten vor ca. 4000 Jahren gab es schon eine solche Organisation. Damals waren es Sklaventruppen welche für die Brandbekämpfung zuständig waren. Im antiken Rom unter Kaiser Augustus gab es eine Truppe welche für die Feuerbekämpfung zuständig war, welche gegen 2000 Mann stark war. Mit dem Untergang des römischen Reiches, geriet auch die Feuerwehr in Vergessenheit. Im Mittelalter gab es so genannte Feuerwachen auf den Kirchturmspitzen, welche die Bürger bei Brandausbruch warnten. Die Feuerbekämpfung war jedoch die Sache der Bürger. Nachbarliche Hilfe wurde damals schon gross geschrieben. Bereits Mitte des 16. Jahrhunderts gab es in London eine Feuerversicherung. Diese finanzierte sich mit Beiträgen von Privaten und bot dann denjenigen Schutz welche einen Beitrag leisteten. Die erste damals noch freiwillige Feuerwehr wurde 1841 in Meissen, zehn Jahre später die erste Berufsfeuerwehr in Berlin gegründet. Soviel zur Entwicklung der Feuerwehr.
Im Archiv der Feuerwehr Reiden sind Dokumente aus der Zeit um die Jahrhundertwende 1900 vorhanden. Daraus lässt schliessen, dass es in unserer Region seit über Hundert Jahren eine Feuerwache gibt. Der Werdegang der Feuerwehrpumpen, vom der Handpumpe zum TLF begann eigentlich bereits im Jahr 300 vor Christus als ein griechischer Wissenschafter Ctsibus mit Namen eine zweizylindrige Wasserpumpe erfand. Man benutze jedoch bis ins 16. Jahrhundert eine viel einfacher Konstruktion. Ein grosses Fass auf Rädern, darin eine einzylindrige Pumpe mit einem langen Hebel, den mehrere Männer betätigen mussten. Der Druck des Wasserstrahls war nicht sehr gross, darum musste das Gerät sehr nahe am Feuer aufgestellt werden und ging darum oft selbst in Flammen auf. Geradezu eine Revolution stellte die Erfindung des ledernen Wasserschlauchs dar. Zusammen mit einer zweizylindrigen Pumpe ermöglichte der Schlauch die direkt Bekämpfung des Feuers im Haus. Eine interessante Entwicklung durfte auch die persönliche Ausrüstung und das Material erfahren.
Richard Newsham kann für sich in Anspruch nehmen, ungefähr 1720 die erste fahrbare Feuerwehrspritze erfunden zu haben. Diese wurde jedoch von König Georg dem ersten gebraucht um seine Pflanzen im königlichen Garten zu giessen. 1829 erschienen die ersten Dampfspritzen. Diese wurden von den Feuerwehrleuten sehr ungern gesehen, brauchte es nun viel weniger Leute um diese Spritze zu bedienen. Sie hatten jedoch den Nachteil, dass bei einem Brandfall zuerst er Kessel eingeheizt werden musste, um wie bei einer Dampflokomotive Druck zu erzeugen. Manchmal ging es zu lange bis der nötige Betriebsdruck vorhanden war, so dass das Gebäude bereits abgebrannt war.
1889 baute Gottlieb Daimler seinen vor sechs Jahren erfundenen Benzinmotor in eine Feuerwehrspritze ein. Diese wurde damals noch von Pferden gezogen. Der Benzinmotor wurde durch den Dieselmotor verdrängt, welcher auch noch heute die Spritzen antreibt.
Die Schweizer Feuerwehren erleben momentan eine neue Aufgabenzuteilung. Mit dem neuen Konzept für den Bevölkerungsschutz werden die Aufgaben der Blaulichtorganisation erweitert und die Zusammenarbeit mit Armee, Polizei und zivilen Rettungsdiensten verstärkt.
Die Geschichte der Feuerwehr Wiggertal ist noch nicht so alt. Beginnt sie doch eigentlich erst im Jahre 2001, als die ersten Fusionsgespräche geführt wurden. Am 5. Dezember 2001 wurde von der Arbeitgruppe "Feuerwehr 2000plus im Feuerwehrkreis 16" ein Dokument verabschiedet, welches die Grundlage für die Ausarbeitung des Gemeindevertrages vom 8. April 2002 zwischen den Gemeinden Langnau, Reiden und Richenthal und damit auch für die heutige Feuerwehr Wiggertal bildete.
Aus dem Gemeindevertrag wiederum entstand das Feuerwehrreglement, welches als Richtlinie für das Verhalten aller AdF und den Dienstbetrieb der Feuerwehr Wiggertal gilt.