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In Rongo gibt es fruchtbares Land und somit ein grosses Potential für die Produktion von Kaffee. Aber auch Zuckerrohr, Tabak, oder Bananen gedeihen bestens. Trotzdem herrscht weit verbreitet Armut. Gründe dafür sind eine stetige Abnahme der Bodenfruchtbarkeit, schwer zugängliches Wissen zu landwirtschaftlichen Anbaumethoden, beschränkte finanzielle Mittel, Nachernteverluste, schlechter Marktzugang, geschlechter-spezifische Benachteiligung und Klimawandel. Sinkende Kaffeepreise zwangen die Bäuerinnen und Bauern in der Vergangenheit auf Grund besserer Einkommensaussichten auf den Anbau von Zuckerrohr umzusteigen oder die Landwirtschaft ganz aufzugeben. Das Projekt soll einen Beitrag leisten, um das Einkommen und die Ernährungssicherheit von Kaffeebäuerinnen und -bauern langfristig zu sichern. Mittels Permakultur-basierten Produktionsmethoden soll somit auch die Regeneration der Umwelt und die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft gestärkt werden.
Bauernfamilien werden unterstützt eine effizientere und finanziell attraktivere Kaffeeproduktion aufzubauen und zu unterhalten. Dabei wird ein Permakultur-basiertes biologisches Anbausystem mit Schattenkaffee und anderen Kulturpflanzen errichtet. Dieser integrierte „Food Forest“ ist ein funktionierendes Ökosystem und kombiniert lokale Traditionen und ökologische Innovationen in der Kaffeeproduktion. Das Projekt unterstützt die Menschen in Rongo dabei, sich gegen den Klimawandel zu wappnen, indem es Einkommen und Ernährung sichert sowie die Gemeinschaft stärkt.
35 KaffeebäuerInnen profitieren direkt von Ausbildungskursen und weiteren Projektaktivitäten. Bis Ende 2017 sollen zudem weitere 75 KaffeebäuerInnen in den umliegenden Regionen mit Informationen erreicht und im Kaffeeanbau unterstützt werden. Indirekt profitieren etwa 875 Menschen vom Projekt. Darunter befinden sich viele Haushaltsmitglieder, die durch das generierte Einkommen ihren Lebensstandard verbessen können, aber auch Menschen in der Gemeinde, die auf den Plantagen Arbeit finden oder die Ernten auf den lokalen Märkten verkaufen.
Das Ziel dieses Projekts ist die Übernahme nachhaltiger landwirtschaftlicher Methoden durch die Bäuerinnen und Bauern zu fördern und die Prinzipien der Permakultur umzusetzen. Die Bäuerinnen und Bauern werden von Fachkräften ausgebildet und im Aufbau von Mischkulturen aus ökologisch angebautem Kaffee und Feldfrüchten, wie zum Beispiel Bananen, Bohnen und Kräuter, unterstützt. Dieses integrierte Anbausystem bietet sowohl gesunde und vielseitige Nahrung als auch diversifizierte Einkommensquellen.
Das Projekt zielt gleichzeitig darauf ab, die marktorientierte Produktion, zum Beispiel von Kaffee zu, verbessern und die Fähigkeit der Bäuerinnen und Bauern zur Wertsteigerung von ökologisch angebauten Produkten zu stärken. In diesem Zusammenhang werden auch Verbindungen zu Verkaufsstellen von ökologischen Produkten hergestellt. Die Marktchancen für hochwertig verarbeiteten und ökologisch angebauten Kaffee steigen mit wöchentlichen Bio-Märkten in Nairobi, Kisumu und Mombasa.
- Steigerung der Ernteerträge um bis zu 50 %
- Qualitätssteigerungen und dadurch die Möglichkeit die Kaffeebohnen in obere Marktsegmente einzuführen
- Entstehung von 5 neuen Unternehmen rund um die Kaffeeproduktion und Vermarktung
- Steigerung des monatlichen Einkommens der Kaffeebauern
- Diversifikation auf den Anbauflächen durch die Anwendung Permakultur-basierter Methoden wie «Mischkulturen»
- Erfolgreich durchgeführte Trainings und sichtbarer Wissenstransfer ins Feld
Das Projekt unterstützt und ermächtigt die gemeinschaftliche Organisationen SVR und lokale Bauerngruppen, mit der Absicht, ihre Selbstständigkeit langfristig zu fördern. In enger Zusammenarbeit mit den relevanten öffentlichen Einrichtungen, die dabei helfen die Sensibilisierung, Trainings und den Informationsaustausch zu fördern, soll sichergestellt werden, dass die Projektfortschritte auch nach der Projektlaufzeit gewährleistet sind. PRI-Kenia unterstützt das lokale Personal im Bereich Organisationsentwicklung, Koordination und Administration, um ein effizientes Projektmanagement sicherzustellen. VertreterInnen der Lokalregierung leisten auch nach Projektende technische Unterstützung.