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Feuerwehrteams und fünf Canadair-Flugzeuge standen im Dauereinsatz, um die vom starken Wind genährten Flammen zu löschen. Die Bewohner mehrerer von den Flammen bedrohten Gebäude mussten diese verlassen.
Schwarze Rauchwolken waren auch von Turin aus sichtbar. In der piemontesischen Hauptstadt, die ohnehin schon seit Wochen mit einem akuten Smog-Problem konfrontiert ist, erhöhten sich die Feinstaubwerte um das Siebenfache des zugelassenen Werts.
Der Präsident der Region Piemont, Sergio Chiamparino, bat andere Regionen um Hilfe. Es sei noch keine Besserung der Lage in Sicht, obwohl tausende Feuerswehrleute und Helfer im Einsatz seien. Gemeinden im Piemont riefen die Bürger wegen der andauernden Löscharbeiten auf, Wasser zu sparen.
Als Ursache der Brände wird Brandstiftung vermutet. Feuer wurden am Samstag auch in der lombardischen Provinz Varese gemeldet. Hier mussten etwa 15 Personen aus Sicherheit ihre Häuser verlassen.
Italien ist in diesem Sommer von schweren Bränden heimgesucht worden, die mehr als 1350 Quadratkilometer Land zerstört haben. Das sind drei Mal so viel wie 2016.
Der Landwirtschaftsverband Coldiretti warnte vor der seit dem Frühjahr anhaltenden Trockenheit, wegen der der Smog in den italienischen Städten stark zugenommen habe. Der Pegel des Flusses Po, dem längsten Fluss Italiens, liege drei Meter unter dem Durchschnitt der Saison. Italien erleide die schwierigste Wasserkrise seit Jahren.
(SDA)