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Der Bundesrat nimmt die Übernahme von Vodafone Italia durch die Swisscom zur Kenntnis. Für die Swisscom bedeutet dies eine Konsolidierung ihrer bereits seit längerem auf dem italienischen Markt tätigen Tochtergesellschaft Fastweb, die sie mit Vodafone Italia fusionieren will.
Symbolbild von Claudio Schwarz / unsplash.com
Die Swisscom hat am 15. März 2024 bekannt gegeben, dass sie sich mit Vodafone Group Plc geeinigt hat, um deren Tochtergesellschaft Vodafone Italia S.p.A. für 8 Milliarden Euro zu übernehmen.
Die Swisscom ist mit dem Breitbandinternet- und Festnetzanbieter Fastweb bereits seit 2007 im italienischen Markt aktiv und will Vodafone Italia mit Fastweb fusionieren.
Der Bund ist Mehrheitsaktionär der Swisscom. Der Bundesrat wurde frühzeitig über die Kaufabsicht informiert. Er hat festgestellt, dass eine Übernahme von Vodafone Italia seinen strategischen Zielen nicht entgegensteht. Er hat dazu verschiedene risikominimierende Bedingungen definiert. Diese wurden von Seiten der Swisscom alle als erfüllt bestätigt. Eine der wichtigsten Erwartungen des Bundesrats ist, dass das italienische und das schweizerische Geschäft organisatorisch und strukturell getrennt bleiben. Die Vorgabe, dass die Swisscom im Ausland keine Grundversorgungsaufträge übernimmt, gilt unverändert. Der Entscheid zur Transaktion liegt in abschliessender Kompetenz und der Verantwortung des Verwaltungsrats der Swisscom.
Eignerstrategie der Swisscom
Unabhängig von der Transaktion soll im Verlauf dieses Jahres die Eignerstrategie des Bundes bezüglich der Swisscom überprüft werden, wie dies die Corporate-Governance-Leitsätze des Bundes vorsehen. Diese Überprüfung umfasst Fragen der Privatisierung oder Teilprivatisierung des Unternehmens.