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Einige davon kennen wir besser andere etwas weniger – die Rede ist von den atmosphärisch-optischen Phänomenen. Einer der Teilbereiche der Optik – die Atmosphärische Optik – beschäftigt sich zusammen mit der Meteorologie interdisziplinär mit den optischen Phänomenen die in der Erdatmosphäre zu sehen sind. Tagsüber erscheint der Himmel blau weil die Streuung des mit einer Wellenlänge von 450 nm blauen Lichtes etwa sechszehnmal grösser als jene des mit einer Wellenlänge von 650 nm roten Lichtes ist. Am Morgen und am Abend kann oftmals ein rotgefärbter Himmel betrachtet werden. Weil die Sonne zu diesen Tageszeiten in einem flachen Winkel zur Erde steht, hat das Sonnenlicht einen längeren Weg bis zur Erde zurückzulegen und dabei wird sein Blauanteil partiell »weggestreut« – das rote Licht der Sonne überwiegt dadurch.
Der Säntis – Triangulationspunkt 1. Ordnung mit Sicht in sechs verschiedene Länder – im Alpenglühen. Die Felshänge reflektieren die Morgen- und Abendröte welche, während der Vordergrund noch oder bereits im Dunkeln liegt, weithin »Licht und Wärme« geben.
Es existieren viele weitere sehr faszinierende Phänomene: Nördlich des sechzigsten nördlichen Breitengrades und südlich des sechzigsten südlichen Breitengrades sind die Polarlichter – das Nordlicht beziehungsweise das Südlicht – zu bestaunen. Grüne Blitze – eigentlich ein grünes Leuchten, welches beim Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang am oberen Rand der Sonne so wie eine Wiese erscheint – sind auf Grund der Luftverschmutzung vorwiegend nur auf offenem Meer und im Hochgebirge – dort wo die Luft noch etwas sauberer ist – zu sehen. Eine ganz spezielle, beinahe unheimliche und auch endlich nicht erforschte Erscheinung ist das Sumpflicht. Wie es der Name bereits andeutet, kann es in Sümpfen und Mooren – allerdings selten – beobachtet werden. Die blau-grüne Lichterscheinung wird nicht allseits als existierend – möglich – eingestuft und oft dem Aberglauben zugeordnet.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dieses Phänomen – einen Grünen Blitz – schon Mal gesehen habe oder nicht – das Phänomen wird sinnigerweise auch als Irrlicht bezeichnet. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch gross, denn irgendwie kann ich mich erinnern, dass ich so ein ähnliches Bild – siehe oben – in meinen Jugendjahren mir eingeprägt habe.
Gerade in der Sommerzeit kann ein anderes Phänomen – oft und überall – bewundert werden: Der Regenbogen. Das durch Spiegelung und der in den beinahe kugelförmigen Wassertropfen einer Regenwand stattfindenden Brechung des Lichtes entstehende Lichtband wird als Kreisbogen wahrgenommen. Da die Brechung des Lichtes von den Wellenlängen der Farben abhängig ist, besitzt der Regenbogen eine radial angeordnete Abfolge an Farben, die den Spektralfarben ähnlich sind. Der Volksmund sagt, dass an den beiden Enden des Kreisbogens Schätze zu finden sind – sie sind aber eben nicht zu finden, weil der Regenbogen keinen Anfang und kein Ende hat.
Wie eine Brücke überspannt hier der Regenbogen die im Albulatal liegende Ortschaft Mutten. Sieht man auch wie die beiden Enden im Boden verschwinden, sie sind nicht erreichbar – die »Einstichstellen«.
Der Regenbogen kann dann gesehen werden, wenn der Beobachter die Regenwand vor und die Sonne hinter sich hat. Es handelt sich beim Regenbogen allerdings nicht um einen Kreisbogen, sondern um einen Kreis, dessen unterer Teil hinter dem Horizont, dort wo sich Himmel und Erde berühren, verschwindet. Aus einem Flugzeug – vor allem wenn es sich in Bodennähe befindet – oder allenfalls von einem hohen Berg her ist das Phänomen wirklich eindeutig als vollständiger Kreis zu sehen.
Die Zeichnung zeigt das Prinzip des Regenbogens: Der durch das Sonnenlicht hervorgerufene Schatten des Kopfes eines Beobachters bildet den Mittelpunkt des Regenbogens.
Wie der Regenbogen nicht ganz zu sehen ist, werden Menschen, welche die gleichen Veranlagungen wie jene, die vor 43 Jahren, am 28. Juni 1969 in New York erstmals mit Gewalt – in Form von Gegengewalt auf Polizeiwillkür – gegen ihre Unterdrückung, Diskriminierung und Ausgrenzung rebelliert haben, wahrgenommen. Minderheiten und die Polizei lieferten sich in der Christopher Street tagelang dauernde Strassenschlachten. Um diesen Strassenschlachten zu gedenken, führte das »Christopher Street Liberation Day Committee« den »Christopher Street Day« – Feiertag, Gedenktag, Demonstrationstag – ein. Doch noch heute: Meist oberflächlich und mit gezügelter Zurückhaltung bedacht wird diese bunte Minderheit zur Kenntnis genommen – die Homosexuellen, die Lesben, die Bisexuellen und die Transgenden.
Die Flagge der Organisation, die nunmehr weltweit verbreitetet ist, trägt die Regenbogenfarben und symbolisiert damit in mancher Hinsicht die Situation dieser Minderheit: Freude und Glück, das Unvollendete – die Gleichberechtigung, im Besonderen die Gleichbehandlung stehen in weiter Entfernung – die Vielfalt, das Frohe.
Meist wird der CSD auf ein Wochenende verlegt. In Zürich wurde der CSD – seit 2009 als »Zurich Pride Festival« zelebriert – erstmals im Jahr 1994 durchgeführt. Jedes Jahr widmet sich die in Zürich stattfindende Veranstaltung – sie gilt in der Schweiz als eine der grössten dieser Art – einem besonderen Themenkreis.
Die Flagge der Organisation »Christopher Street Day« – wohl ganz im Sinn der nicht gleichberechtigten und -behandelten Minderheit – unter einem Regenbogen am Bürkliplatz in Zürich gehievt.
Das Festival mit Rahmenprogramm, welches Fachtagungen, kulturelle Anlässe, Openair-Konzerte umfasst, wirbt in einer Demonstration für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Menschen mit Transidentität. Mehr über das Zurich Pride Festival ist unter www.zurichpridefestival.ch zu erfahren. Hier ist auch zu lesen, dass am kommenden Samstag, 30. Juni 2012 eine Reise der »Primler« nach dem Hauptort des Kantons Jura, nach Delémont, geplant ist. Auszug aus der erwähnten Website: «Das Zurich Pride Festival lädt alle seine Freundinnen und Freunde ein mit nach Delémont am 30. Juni 2012 zu reisen und eine tolle Romandie-Pride zu erleben. Wir finden es grossartig, das sich wieder Organisatoren gefunden haben um diese wichtige Pride wieder zu beleben.»