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Im Jahr 2017 hat die Schweiz die Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen und Mädchen gegen jede Form von Gewalt unterzeichnet. Die Fachtagung thematisiert die Umsetzung dieses verpflichtenden Instrumentes und der damit verbundenen Empfehlungen.
Insbesondere geht es in der Fachtagung um die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Gewalt als Fluchtgrund und um die Sensibilisierung von Akteuren im Asylverfahren auf Gewalt, welche weibliche Asylsuchende möglicherweise erfahren haben oder noch immer erfahren. Auch rechtliche Implikationen im Asylverfahren werden thematisiert und die Asylpraxis der Schweizer Behörden im Lichte der Istanbul-Konvention analysiert.
Die Workshops am Nachmittag bieten die Möglichkeit, einzelne Themen in Gruppen zu vertiefen. Dabei werden Hintergrundinformationen zu frauenspezifischen Fluchtgründen (häusliche Gewalt und FGM) in spezifischen Länderkontexten vermittelt sowie mögliche Argumentationslinien im Asylverfahren diskutiert.
Anmeldeschluss: 25. November 2020
Die Weiterbildung richtet sich primär an PraktikerInnen im Asylbereich, Mitarbeitende von Rechtsberatungsstellen, RechtsanwältInnen sowie Mitarbeitende von Behörden und Gerichten, steht aber allen Personen offen, die am Asylrecht interessiert sind.
Die Referate werden auf Deutsch und Französisch gehalten und simultan in die jeweils andere Sprache übersetzt. Die Workshops werden teils auf Deutsch, teils auf Französisch und teils auf Englisch angeboten.
Unser Bildungsangebot ist EDUQUA zertifiziert.