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Wie der Titel schon aussagt, geht es um eine Öffnung nach außen. Mich begeistert das Schauspiel der Natur, in ihrem Öffnen und Schließen dem Licht und Dunkel gegenüber. Es gibt Blumen die öffnen sich wenn die Sonne aufgeht und solche die sich öffnen wenn die Sonne untergeht.
Ich möchte darum eine Blume als Symbol der Öffnung, Entfaltung (sei es dem Licht wie dem Dunkel gegenüber), gebrauchen.
Die Darstellung ist folgende.
Eine rote Mohnblume öffnet sich. Aufgenommen aus verschiedenen Positionen. Diese Aufnahmen, drei oder vier (ich betrachte sie als Stimmen), werden in verschiedenen Geschwindigkeiten (Zeitraster, Zeitraffer) kontrapunktiert abgespielt, vergleichbar einer Operation, die Bach mit einer Fuge durchführte. Es werden also verschieden schnelle kontrapunktisch geführte Entfaltungen der Mohnblume sichtbar. Der Hintergrund ist die Blume selbst, d.h. die Aufnahmen der Blume füllen den Bildschirm aus.
Der Klang der zu dieser Bilderfuge, Blumenentfaltung produziert wird, ist das Knistern, Zerknüllten, Entfalten usw. einer Zeitung. Ein regelmäßig, langsames, gleichmäßiges Geräusch. Die Verbindung des Zeitungsknisterns mit der Entfaltung der Blume soll auf den symbolischen Charakter der Installation hinweisen (ein Symbol vereint scheinbar Unvereinbares). Der sinnliche Aspekt, die musikalisch - bildliche Poesie der Verbindung von Zeitungsgeräusch und Entfaltung der Blume, soll allerdings im Vordergrund stehen.
Diese Installation ist für einen Monitor, der einsam in einen leeren, sehr dunklen Raum, gestellt wird.