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Auf einer Mülldeponie am Rande der mexikanischen Stadt Oaxaca wachsen sie auf: der hinkende Juan Diego, der sich mit Hilfe einer entsorgten Klosterbibliothek selbst Schreiben und Englisch beibringt, und seine fast stumme Schwester Lupe, die Gedanken lesen und unzuverlässig die Zukunft voraussagen kann. Von ihrer Mutter, einer Prostituierten, im Stich gelassen, gelangen die Geschwister zuerst in ein von Jesuiten geführtes Waisenhaus und von dort in den ›Circo las Maravillas‹. Dort bietet sich ihnen die erste Chance, es im Leben zu etwas zu bringen: Lupe als Wahrsagerin und Juan Diego als Hochseilartist am Zirkushimmel, allabendlich pendelnd zwischen Leben und Tod.