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Im Gehirn dementer Personen befinden sich zwei Arten von Ablagerungen, welche für die Entstehung der Krankheitssymptome verantwortlich gemacht werden: Einerseits die sogenannten Plaques, die sich zwischen den Nervenzellen ablagern. Plaques bestehen aus unlöslichen, miteinander verklebten Eiweissbruchstücken. Sie bilden sich bei der fehlerhaften Spaltung eines natürlich im Gehirn vorkommenden Eiweisses. Andererseits die «Tau-Fibrillen», die sich innerhalb der Nervenzellen ablagern und aus Bruchstücken eines Eiweisses bestehen. Diese verbinden sich zu unlöslichen Faserbündeln.
Forschern gelang es, Wirkstoffe zu entwickeln, um Plaques zu entfernen oder deren Entstehung zu unterbinden. Klinische Studien an erkrankten Personen zeigten jedoch, dass trotz der Entfernung dieser Plaques die geistigen Fähigkeiten der Patienten nicht wiederhergestellt werden konnten.
Eine Ursache für die fehlende Wirksamkeit kann die zu spät einsetzende Behandlung sein. Denn wenn die ersten Symptome auftreten, sind bereits grosse Bereiche des Gehirns irreversibel geschädigt. Deshalb ist es sehr wichtig, einfache Methoden zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit zu entwickeln. So erhoffen sich die Wissenschaftler, noch vor dem Eintreten der Symptome eine weitere Schädigung des Gehirns zu verhindern.
Forschergruppen vermuten, dass die Ablagerungen im Gehirn nicht die alleinige Ursache für den Verlust von Nervenzellen und Nervenverbindungen sind. Es gibt Hinweise darauf, dass bei der Krankheitsentstehung mehrere Faktoren beteiligt sind, wie Entzündungsreaktionen oder die Energieversorgung von Nervenzellen. Wie diese einzelnen Komponenten zusammenspielen, um letztendlich Alzheimer auszulösen, untersuchen aktuell Wissenschaftler auf der ganzen Welt.