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Weisheitszähne Symptome
Die Ausbildung von Weisheitszähnen führt bei vielen Menschen zu Komplikationen. Hintergrund ist der, dass sich der Kiefer des Menschen im Laufe der Evolution verkleinert hat, während die Zähne des Menschen aber ihre unveränderte Größe beibehalten haben. Dies führt dazu, dass in vielen Fällen der Kiefer zu klein ist, um sich ausbildende Weisheitszähne aufnehmen zu können. Folgen dieses Umstandes sind unter Anderem auftretende Durchbruchstörungen, das heißt also, dass das Durchtreten von Weisheitszähnen durch den Kiefer beeinträchtigt ist. So kommt es häufig zu Retentionen oder Teilretentionen von Weisheitszähnen. Als retiniert werden Weisheitszähne bezeichnet, die zwar eine Anlage gebildet haben, aber im Kiefer verbleiben und nicht das Zahnfleisch durchbrechen. Teilretinierte Weisheitszähne haben dagegen teilweise das Zahnfleisch durchbrochen, liegen aber mit anderen Anteilen noch im Kiefer verborgen.
Verlagerungen der Weisheitszähne
Zu den Symptomen retinierter oder partiell retinierter Weisheitszähne zählen mögliche Verlagerungsprozesse. Dabei ändert ein Weisheitszahn, der sich noch im Kiefer befindet, während der Entwicklungsphase seine Lage und teilweise auch seine Achse. In der Folge ist es möglich, dass die Wurzeln, die der Weisheitszahn ausbildet, entweder die Zahnwurzeln anderer Seitenzähne oder auch den Verlauf von Nerven überlagern.
Unvollständige Weisheitszahnausbildung
Längst nicht bei jedem Menschen bilden sich vier Weisheitszähne aus. Während einige Menschen beispielsweise gar keine Weisheitszähne entwickeln, ist bei anderen Menschen die Anzahl der Weisheitszähne reduziert. Zu Komplikationen kann es in diesem Zusammenhang beispielsweise kommen, wenn lediglich im Unterkiefer oder lediglich im Oberkiefer Weisheitszähne angelegt sind. Brechen diese Zähne durch den Kiefer durch, fehlen die entsprechenden Zähne des gegenüberliegenden Kiefers. Da sich die vorhandenen Weisheitszähne in ihrem Wuchs also nicht an den gegenüberliegenden Weisheitszähnen orientieren können, zeigen sie häufig ein verstärktes Wachstum aus dem Kiefer und können so Seitenzähne des gegenüberliegenden Kiefers beeinträchtigen. Mögliche, daraus folgende Symptome sind Funktionsbeeinträchtigungen des Kauapparates.
Schmerzendes Zahnfleisch
Zu den möglichen Symptomen retinierter oder teilretinierter Weisheitszähne zählen Kieferschmerzen in den Bereichen, in denen sich die Weisheitszähne im Kiefer befinden. In einigen Fällen werden diese Schmerzen vom Betroffenen über lange Zeit nicht bewusst wahrgenommen. Tritt ein entsprechender Schmerz allerdings akut auf, so ist der häufig dadurch charakterisiert, dass er sich bei mechanischem Druck auf die schmerzende Stelle verstärkt. Möglich ist, dass akute Schmerzen, die durch retinierte und teilretinierte Weisheitszähne verursacht werden, im zeitlichen Rahmen von ca. 2 Wochen ohne entsprechende Behandlung wieder für längere Zeit verschwinden und dann phasenweise wieder auftreten.
Zahnfleischentzündungen
Ganz oder teilweise im Kiefer verbliebene Weisheitszähne können akute oder chronische Entzündungsprozesse im Zahnfleisch hervorrufen. Im Rahmen akuter Entzündungen bildet sich charakteristischerweise vermehrt Eiter im Umfeld der Zahnkrone eines entsprechenden Weisheitszahns. Wird eine solche Entzündung nicht angemessen medizinisch behandelt, kann der Eiter außerdem in weiteres Gewebe von Mund und Rachen vordringen und hier beispielsweise schmerzhafte Wangenschwellungen verursachen. Diese Symptome können sich im weiteren Verlauf steigern bis hin zu lebensbedrohlichen Fieberzuständen.
Symptomen vorbeugen
Zeichnet sich bei einem Menschen ab, dass der Kiefer nicht über genügend Raum für Weisheitszähne verfügt, besteht eine Möglichkeit der Verhinderung von Komplikationen in der operativen Entfernung der Weisheitszähne, bevor diese in die Mundhöhle vordringen. Ein ideales Lebensalter, um bei einem Menschen über die Notwendigkeit der Entfernung von Weisheitszähnen zu entscheiden, ist mit 17 Jahren erreicht.