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Jede zehnte Fall von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzversagen wäre mit viel Bewegung vermeidbar.
Was ist gut für die Umwelt, vermindert die Luftverschmutzung, beugt der Verschuldung vor und spart Transportkosten? Die Antwort: 30 Minuten Bewegung an fünf Tagen pro Woche, zum Beispiel auf dem Arbeitsweg, im Haushalt oder beim Sport. Das sind aber «nur» die Nebeneffekte der körperlichen Aktivität.
Vor allem nämlich verhindern wöchentlich 5x30 Minuten Bewegung etwa einen von zwölf vorzeitigen Todesfällen und eine von 20 Herzgefässerkrankungen, ergab eine Studie an über 130 000 Teilnehmern in 17 Ländern. Darunter waren Nationen mit hohem Lebensstandard wie Schweden und Kanada, Staaten mit mittleren Löhnen wie Polen und Südafrika, aber auch arme Länder wie Bangladesh. Gerade in solchen Ländern führen Erkrankungen oft in die Armut und zur Überschuldung.
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Wäre die Bevölkerung körperlich sehr aktiv (mehr als 750 Minuten Bewegung pro Woche), wäre statistisch sogar einer von acht vorzeitigen Todesfällen und eine von zehn Herzgefässerkrankungen vermeidbar, so das Fazit der Studie. Zu deren Beginn notierten die Teilnehmer eine Woche lang, wie lange und wie intensiv sie sich pro Tag bewegten. Mindestens alle drei Jahre erfolgte eine Nachbefragung; im Durchschnitt wurden die Teilnehmer circa sieben Jahre lang nachbeobachtet.
Quelle: "The Lancet"