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Beim Vulkanausbruch auf White Island sind mehrere Personen ums Leben gekommen. Laut einem Experten starben einige an den Auswirkungen von Schwefelwasserstoff.
«Ein einziger Atemzug Schwefelwasserstoff in einer hohen Konzentration wird das Herz sofort zum Stillstand bringen.» Dies sagte David McBride, Experte für toxische Gase an der Universität von Otago, dem «Herald».David McBride. (Bild: University Otago)
Dies könnte wohl auch den Opfern des Vulkanausbruchs auf White Island widerfahren sein. Fünf Personen wurden bislang als tot bestätigt, acht Menschen werden noch vermisst.
Für McBride ist die Konzentration bei dem verheerenden Ausbruch schwer auszurechnen. Eine geringe Dichte reicht schon, damit Leute ohnmächtig werden. Das Gas kann ausserdem Schäden am Gehirn verursachen. «Es ist eine neurologische Reaktion, die die Vitalzentren im Gehirn beeinflusst», erklärt McBride.
Mehrere Touristen im Krater
Laut Peter Ulmer, Vulkanologe der ETH, besteht bei einem Vulkanausbruch kaum eine Chance zu fliehen. Gegenüber 20 Minuten sagt er: «Im konkreten Fall waren Verbrennungen durch die niedergehende, heisse Asche und Gase sowie glühende Gesteinsbrocken verantwortlich für die Verletzungen und wahrscheinlich auch für die gemeldeten Todesfälle. Vor den Gasen kann man fast nicht fliehen.»
Am Montag brach auf White Island der Vulkan aus. Mehrere Touristen befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Krater. Die «Weisse Insel» wurde 1769 vom britischen Seefahrer James Cook entdeckt, der ihr auch den Namen gab. Grund dafür war, dass White Island ständig in einer Wolke von weissem Dampf und Rauch erschien. Cook ahnte jedoch offenbar nicht, dass sich dahinter ein Vulkan verbirgt. Neuseeland liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Auch Erdbeben sind dort keine Seltenheit.
(fss)