Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/138856

<h2>SubmittedText<h2><p>Beim Bau einer allfälligen zweiten Röhre beim Gotthard-Strassentunnel wird die Sanierung der bestehenden Röhre des Gotthardtunnels bis zur Fertigstellung der zweiten Röhre hinausgeschoben. Dafür sind gemäss Botschaft des Bundesrates vom 13. September 2013 zur Änderung des Strassentransitverkehrsgesetzes Überbrückungsmassnahmen nötig, die eine 140-tägige Totalsperrung des Tunnels nötig machen werden.</p><p>1. Wie gedenkt der Bundesrat in dieser Zeit den Verkehr, insbesondere den Schwerverkehr, zu bewältigen?</p><p>2. Ist dabei eine Umleitung über die Gotthard-Passstrasse oder den San Bernardino und die Walliser Pässe Simplon und Grosser St. Bernhard vorgesehen?</p><p>3. Welche volkswirtschaftlichen Kosten entstehen aus dieser Sperrung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./2. Für die etappierte Vollsperrung mit 50 Tagen im Frühling und 90 Tagen im Herbst ist kein Bahnverlad vorgesehen. Während der vorausseh- und planbaren Totalsperrung des Gotthard-Strassentunnels werden der Personenwagenverkehr und der Schwerverkehr auf die restlichen Schweizer Alpenübergänge, insbesondere San Bernardino, Simplon, Grosser Sankt Bernhard und Gotthard-Passstrasse, ausweichen, soweit nicht das Bahnangebot in Anspruch genommen wird. Die Verkehrsteilnehmenden werden frühzeitig auf die vorausseh- und planbaren Totalsperrungen und die Alternativrouten aufmerksam gemacht. Mittels Informationen entlang der Autobahnen (Wechseltextanzeigen) und Mitteilungen über Radio werden sie auf die optimalen Routen hingewiesen.</p><p>3. Im Hinblick auf die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels wurde auf Wunsch der ständerätlichen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen ein Bericht zu den regionalwirtschaftlichen Auswirkungen erarbeitet. Der Synthesebericht "Regionalwirtschaftliche Auswirkungen von Varianten zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnels" vom 18. Oktober 2011 wurde sowohl auf der Website des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation als auch auf der Website des Bundesamtes für Strassen publiziert. Die Reduktion von Wertschöpfung durch Tourismus, die Reduktion der Einkäufe sowie Kostenerhöhungen für die verladende Wirtschaft liegen in den Anrainerkantonen gemäss dem erwähnten Synthesebericht zwischen 20 und 40 Millionen Franken. Dies entspricht 0,02 bis 0,05 Prozent der Bruttowertschöpfung in den Kantonen Uri und Tessin. Die Sanierung führt aber auch zu positiven Effekten, namentlich aus den Investitionen der Sanierungs- bzw. Baumassnahmen und durch höhere Umsätze in Autobahnraststätten und Tankstellen sowie eine bessere Auslastung der Transit-Hotellerie in den Kantonen Graubünden und Wallis.</p>  Antwort des Bundesrates.