Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03171.jsonl.gz/1317

Um den Einfluss von Kompost und Gärgut auf die Bodenfruchtbarkeit und auf das Pflanzenwachstum abzuschätzen zu können wurden hundert, für die Schweiz repräsentative, Proben untersucht.Die Gehalte an Nährstoffen und an Salz waren vom Ausgangsmaterialien abhängig. Die Gehalte an organischer Substanz sowie die Atmungs- und Enzymaktivitäten nahmen mit zunehmender Kompostreife ab. Bei einigen jungen Komposten konnten Stickstoffblockaden beobachtet werden. Der Nitratgehalt im Kompost erlaubt jedoch vorherzusagen, ob eine N-Immobilisierungsgefahr besteht oder nicht. Die Phytotoxizität der Komposte variierte auch bei den reiferen Produkten sehr stark. Dies weist auf die grosse Bedeutung der Rotteführung und der korrekten Lagerung der Produkte hin. Während die Mehrheit der Gurkenpflanzen von Komposten gegen Pythium ultimum geschützt wurden, reduzierten nur wenige Komposte die Inzidenz von Rhizoctonia solani auf Basilikum. Die Art der Reifungsprozesse scheint bei diesem Vorgang eine entscheidende Rolle zu spielen. Im Feldversuche verursachten junge, landwirtschaftliche Komposte deutliche Stickstoffblockaden, was sich negativ auf das Maiswachstum ausgewirkte. Mit einer Zusatzdüngung war es jedoch möglich, diese negativen Effekte zu korrigieren. Gärgut und Komposte zeigten positive Effekte auf pH-Wert und biologische Aktivität im Boden welche auch nach der Maisernte noch deutlich beobachtet werden konnten.
Eine grasbasierte Rindfleischerzeugung ist deutlich weniger produktiv als eine intensive Ganzjahresstallhaltung. Agroscope-Fachleute erforschten deshalb, wie grasbasierte Betriebe sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch produzieren können.
Bei Pflanzenschutzbehandlungen in Obstkulturen mit Drohnen kann es zu Abdrift und somit zu einer Exposition von Anwohnern und Passantinnen kommen. Die Studie zeigt, dass diese potentiellen Risiken im aktuellen Zulassungsverfahren berücksichtigt sind.
FiBL-Versuche haben gezeigt, dass mit der Umstellung auf biologischen Anbau auch gefährdete Arten der Roten Liste, wie der Dreispitzige Kamelläufer (Amara tricuspidata) gefördert werden können. Diese Art und andere samenfressende Arten unterstützten durch Samenfrass von Kräutern und Gräsern die natürliche Unkrautbekämpfung.