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Geschichte
Nachdem man die Silvrettahütte glücklich losgeworden war und inzwischen die RhB-Linie Davos—Filisur eröffnet wurde, konzentrierten sich die bergsteigerischen Belange der Sektion immer mehr auf das Albulagebiet. Es lag daher nahe, mit der Sektion Rätia in Verhandlung zu treten, mit dem Ziel, die in deren Besitz stehende Elahütte der Sektion Davos abzutreten. Die Antwort fiel positiv aus, und so konnte am 10. Juli 1909 die Elahütte übernommen werden. An die Übernahme war allerdings die Auflage verbunden, die bestehende Hütte (Baujahr 1879) zu vergrössern oder durch einen Neubau zu ersetzen.
Aufgrund der schlechten Erfahrungen mit dem Silvrettaberghaus gelangte man an die Gemeinden S-chanf und Bergün für die Keschhütte und Filisur für die Elahütte um Errichtung eines Servitutes, wonach in den nächsten 10—15 Jahren im Umkreis der beiden Hütten keine Wirtschaft gebaut werden dürfe. Beide Gemeinden waren damit einverstanden. Damit war der Weg offen für den Bau einer neuen Elahütte. Im Jahr 1910 entstanden die Pläne mit einem Kostenvoranschlag von Fr. 11000.- inkl. Inventar, und am 14. August wurde der Bauauftrag an A. Rauch in Bergün erteilt. Im Sommer 1911 entstand die neue Elahütte mit 22 Schlafplätzen. Die Einweihung erfolgte am 15. August des gleichen Sommers.
1920 erhielt die Hütte einen Anbau mit Holzschopf und WC. Gleichzeitig wurde das Dach saniert. Auch die Elahütte erhielt vermehrt im Winter Besuch, und das Platzangebot war oft recht knapp. Ein Projekt von Architekt Bauer, das die Verlegung des Eingangs, verbunden mit einem Anbau und Erweiterung der Schlafplätze über dem Aufenthaltsraum, vorsah, wurde nicht ausgeführt. Erst 1939 wurde der Eingang verlegt und mit einem Anbau an der Südseite der notwendige Platz für Holz und Skis sowie dem Lokus-Alpinus-System «Karrettenhandbetrieb» erstellt. Mit 2 Dreierschlafpritschen konnte das Schlafplatzangebot auf 28 erhöht werden. Die Aussenwände wurden mit Dachpappe isoliert und mit Holzschindeln eingekleidet. Kosten Fr. 5304.95. Die CC-Subvention betrug 35 %. Der notwendige Unterhalt und Anschaffungen wie Ersatz des Kochherdes, Decken usw. wurden jeweils den Bedürfnissen angepasst. 1972 entschloss man sich zum Einbau einer «Clivus-WC-Anlage». Diese hat allerdings die Erwartungen aus dem Angebot nie erfüllt (Höhenlage und Temperatur). Sie dient aber weiterhin als Sammelgrube und wird jeweils mittels Druck-fass entleert. 1973 erhielt die alte Elahütte samt Kamin einen neuen Verputz, die neue Hütte einen Aussenanstrich und Schaumgummimatratzen. 1980 Mit dem Bau (Fronarbeit) einer Wasserleitung mit Widerantrieb, einem Brunnen vor der Hütte und einem Löschwasserreservoir ging ein alter Wunsch des Vorstandes in Erfüllung. Die heutige Generation kann nicht mehr mit Petroleumlampen umgehen. Die als Ersatz zur Verwendung gekommene Kerzenbeleuchtung vermochte wegen der erhöhten Brandgefahr nie zu befriedigen. 1984 konnte auch dieses Problem mit der Elektrifizierung gelöst werden. Gleichzeitig besteht seither eine Notfunkanlage. Die Speisung erfolgt über eine Solarzelle und Batterie. 1985 mussten an beiden Hütten die Dächer erneuert werden.
Bewirtschaftet wurde die Elahütte nie. Als Hüttenwart amtete während vieler Jahre Wildhüter Lukas, später Herr Schmid aus Bergün. Als dieser die Stelle kündigte, entschloss man sich in den 50er Jahren, die Bewartung der Hütte durch freiwillige Hüttenwarte aus den Reihen der Sektion zu übernehmen. Bis zum heutigen Tag hat sich dieses System bestens bewährt. Von Ende Juni bis Oktober versieht jeweils ein Mitglied über das Wochenende den Hüttendienst. Holzaktionen und Hüttenputzeta sind in der Regel mit einem gemütlichen Hüttenabend verbunden. Das Holzgeld und die Entschädigung an die Hüttenwarte fliessen in die Sektionskasse und den Tourenfonds.