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Auf diesen Termin einigten sich das Internationale Olympische Komitee, die Stadt Tokio und der japanische Staat.
Zuvor hatte IOC-Präsident Thomas Bach auch einen früheren Termin schon in den Frühlingsmonaten nicht ausgeschlossen. Doch nach den ersten Beratungen mit den Organisatoren, den beteiligten Sportverbänden, TV-Sendern und Geldgebern entschieden sich die Ausrichter nun für den neuen Termin in den Sommermonaten.
Die Sommerspiele sollten eigentlich vom 24. Juli bis 9. August 2020 stattfinden. Der Beginn der Paralympics war für den 25. August geplant gewesen. In der vergangenen Woche waren die beiden Sport-Grossereignisse in Japan wegen der Coronavirus-Pandemie ins nächste Jahr verschoben worden. Die Paralympics sollen nun vom 24. August bis 5. September stattfinden.
Die zentralen Fragen rund um die beispiellose Verschiebung des grössten Sportereignisses der Welt soll eine Krisengruppe beantworten. So müssen Hotels Tausende von Gästen umbuchen. Die Immobilienfirma, die das olympische Dorf nach den Spielen in Wohnungen umwandelt, muss die Renovierungsplanung jetzt um ein Jahr verschieben und potenziell Tausende von Verträgen mit Käufern der Wohnungen neu aushandeln. Auch gilt es, im nächsten Jahr wieder genug freiwillige Helfer anzuwerben und zu koordinieren.
Umgestaltet werden muss auch der Sportkalender für das kommende Jahr. Noch sind im neuen Olympia-Zeitraum die Weltmeisterschaften der Schwimmer im japanischen Fukuoka und der Leichtathleten im amerikanischen Eugene terminiert. Beide Weltverbände signalisierten aber schon Bereitschaft zu einer Verschiebung. Auch weitere grosse Meisterschaften sowie die Tour de France müssten neue Termine prüfen.
So oder so: 2021 wird ein Mega-Sportjahr werden, wurde doch auch bereits die Fussball-EM um ein Jahr auf 11. Juni bis 11. Juli 2021 verschoben. Für die Schweiz von sehr grosser Bedeutung sind zudem die alpinen Ski-Weltmeisterschaften von 7. bis 21. Februar in Cortina dAmpezzo.
Zustimmung dürfte der Sommer-Termin für die Spiele in Tokio beim US-Sender NBC erfahren, der für die TV-Rechte an den Olympischen Spielen von 2014 bis 2032 zwölf Milliarden Dollar an das IOC zahlt. Alle wichtigen US-Sportarten ausser Baseball haben im Juli und August Sommerpause, sodass NBC in dieser Phase auf hohe Werbe-Einnahmen für die Olympia-Übertragungen hoffen kann.
(sda)