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Zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm erstreckt sich der Magen. Er liegt unterhalb des Zwerchfells grösstenteils auf der linken Bauchhälfte. Mit seinem unteren Ende reicht er bis kurz über den Bauchnabel.
Die sackartige Auswölbung ist Teil des Verdauungstrakts. Der Magen zerkleinert die Nahrung und versetzt sie mit Verdauungsenzymen, bevor er sie als Brei weitergibt. Im Durchschnitt fasst der Magen zweieinhalb Liter Nahrungsbrei. Das Fassungsvermögen ist allerdings abhängig von den individuellen Essgewohnheiten. Ein Magen, der grosse Mahlzeiten gewohnt ist, kann mehr aufnehmen als jener, dem eher kleinere Nahrungsportionen zugeführt werden.
So ist der Magen aufgebaut
Zur Speiseröhre wird der Magen vom Magenmund (der sogenannten Kardia) begrenzt. Links daneben wölbt sich der Magengrund (Fundus) empor, der nach unten in den Magenkörper (Fundus) übergeht – dem eigentlichen Ort der Verdauung. Dieser ist über den Magenausgang (Pförtner) mit dem Zwölffingerdarm verbunden.
Der Magen besteht aus drei Lagen glatter Muskulatur, deren Inneres von Bindegewebe ummantelt ist. Seine Drüsen produzieren rund zwei Liter Magensäure pro Tag, die in das Mageninnere abgegeben wird. Darüber hinaus entsteht im Bindegewebe ein zähflüssige Schleim, der die Magenwand vor der Selbstverdauung durch die Säure schützt.
Komplexe Funktion
Der Magen übernimmt bei der Verdauung mehrere Aufgaben. Hier wird die Nahrung durch die Kontraktion der Muskeln zerkleinert, mit Magensäure befeuchtet und als Brei zum Zwölffingerdarm transportiert. Im sauren Milieu werden vom Magen produzierte Enzyme aktiv, die Eiweisse und Fette aufspalten. Die Magensäure sorgt ausserdem dafür, dass zahlreiche potenzielle Krankheitserreger nicht weiter in den Körper vordringen können.
Durch die Bewegung der Magenwand wird der angedaute Nahrungsbrei zum Pförtner geschoben, der sich durch chemische Prozesse im angrenzenden Zwölffingerdarm öffnet und den Brei portionsweise passieren lässt.
Häufige Krankheiten des Magens
Die häufigste Erkrankung des Magens ist die Magenschleimhautentzündung. Bei der sogenannten Gastritis wird die Schleimhaut durch übermässigen Konsum von Alkohol oder Nikotin, durch Medikamente, Viren oder Bakterien geschwächt. Beschwerden entstehen, wenn die Magensäure die abwehrschwache Schleimhaut angreift.
Ebenfalls häufig tritt die Refluxkrankheit auf. Dabei steigt Magensäure in die Speiseröhre auf und verursacht Sodbrennen. Deutlich seltener kommt es zu Magengeschwüren. Das Risiko für eine Krebserkrankung wird durch einen Befall von Helicobacter pylori erhöht. Dieses Bakterium ist auch für eine chronische Gastritis verantwortlich. Auch aus diesem Grund sollten Magenkrankheiten möglichst frühzeitig behandelt und gut auskuriert werden.