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Publiziert: 27 November 2016
Aufwändig wird er in drei Tagen hergestellt. Deshalb sollte er immer frisch und nie zu kühl serviert werden – denn nur auf diese Weise entfaltet der Panettone sein volles Aroma.
Seine Form erinnert an die Domkuppel von Florenz, doch damit hat der Panettone nichts am Hut. Das süsse Hefegebäck, das auf keiner Weihnachtsfeier südlich des Gotthards fehlen darf, stammt aus Mailand. Wer es tatsächlich erfunden hat, bleibt bis heute ungeklärt.
Ob es der Bäckersjunge Toni war, der am Hofe des italienischen Herzogs Ludovico Sforza am Weihnachtstag das "pan del Toni", das "Brot des Toni", kreierte, oder der verliebte Falkner Ugo, der beim Bäckermeister Toni aushalf und, um um die Hand der Tochter anhalten zu können, diesen mit einem butterreichen Gebäck überraschte, lassen wir hier dahingestellt. Sicher ist, dass der Ursprung des Panettone weit zurückreicht. Schon im Mittelalter soll man in Mailand zu Weihnachten ein besonders reichhaltiges Brot gebacken haben – ein "Panattun", wie es im dortigen Dialekt heisst.
Mittlerweile gibt es Panettone in unterschiedlichster Machart: mit Schokoladestückchen, glasierten Marroni oder Cremefüllung. Der echte Mailänder Panettone aber wird aus Hefe, Mehl, Eidotter und Butter hergestellt und mit Rosinen, Zitronat und Orangeat verfeinert. Ihm ähnlich ist der sternförmige "Pandoro", der jedoch aus Verona stammt und keine Rosinen oder kandierte Früchte enthält.