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Cuypers
(spr. keúpĕrs), Peter J. H. (Anmerkung des Editors: Josephus Hubertus), ein in Holland, Frankreich und England sehr geschätzter Architekt, dem Holland die Wiedererweckung des gotischen Kirchenbaus verdankt. Geb. 1827 zu Roermonde, studierte er auf der Akademie in Antwerpen mit großem Erfolg nicht nur die Baukunst, sondern auch die Plastik und Malerei, errichtete 1859 in seiner Vaterstadt ein großes Atelier für die Ausbildung der Kunsthandwerker, erhielt 1862 in London die goldne Medaille für kirchliches Mobiliar und 1863 den ersten Preis für sein nachher ausgeführtes neues Museum in Amsterdam.
Sein erster größerer kirchlicher Bau war in Wyck (Vorstadt von Maastricht), frühgotischen Stils, dem dann die Restauration der Servatiuskirche in Maastricht und viele andre Neubauten und Restaurationen folgten; unter jenen nennen wir: die gotische Kirche in Maasbracht, die prächtige gotische Kirche in Eindhoven (Nordbrabant), wohl die schönste in Holland aus neuerer Zeit (vollendet 1863), die in Vechel und in Breda, die katholische Kirche romanischen Stils in Oudenbosch;
ebenso unter den Restaurationen die des spätgotischen Doms in Roermonde, die noch bedeutendere der dortigen Liebfrauenkirche, der Marienkirche in Rotterdam u. a. 1875 wurde er an Stelle des Baumeisters Wessiken zur Restauration des Doms in Mainz berufen und führte diese nach ganz andern Grundsätzen als sein Vorgänger, unter strenger Festhaltung an der Tradition, also in der Erneuerung im Sinn des Alten und archäologisch Richtigen durch, was namentlich bei dem Neubau des Kuppelturms und bei den kleinern Seitentürmen des Ostchors zur Geltung kam. Er schrieb: «Der Dom zu Mainz, seine Gründung, Erweiterung und Herstellung» (Mainz 1875).