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Screening zur Abklärung eines Autismusverdachts bei Erwachsenen ab 18 Jahren; Einsatz in Einrichtungen der Behindertenhilfe, in ärztlichen Praxen oder allgemeinpsychiatrischen Kliniken und als Entscheidungshilfe für die Zuweisung in ein spezialisiertes Zentrum zur umfassenden Autismusdiagnostik.
Der DiBAS-R ist ein auf Fremdbeurteilung basierendes Screening-Instrument zur Abklärung eines Autismusverdachts bei erwachsenen Menschen mit Intelligenzminderung. Der Fragebogen orientiert sich an den diagnostischen Kriterien für Autismus-Spektrum-Störung der ICD-10/DSM-5 und umfasst 19 Items. Diese lassen sich den Subskalen soziale Kommunikation und Interaktion (SKI) sowie stereotypes, restriktives Verhalten und sensorische Auffälligkeiten (SRS) zuordnen. Der Fragebogen kann durch nahe Bezugspersonen, z. B. Wohngruppenbetreuer oder Angehörige, bearbeitet werden. Die Fragen sind leicht verständlich formuliert, so dass kein spezifisches Wissen über Autismus bei der beurteilenden Person notwendig ist. Zusätzlich zum Fragebogen ist eine auf ICD-10 basierende Autismus-Checkliste (ACL) enthalten, welche von Ärzten oder Psychologen im Rahmen einer ärztlichen Visite oder eines psychologischen Erstgesprächs eingesetzt werden kann.
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Weitere Informationen zur „Autismusdiagnostik bei Erwachsenen mit Intelligenzminderung" finden Sie in folgendem Beitrag:
Kunden aus der Schweiz: Autismusdiagnostik
Kunden aus Deutschland und Österreich: Autismusdiagnostik.
Die interne Konsistenz (Cronbachs Alpha) kann sowohl für die Gesamtskala (α = .91) als auch für die Subskalen (SRS: α = .84; SKI: α = .91) als hoch bewertet werden. Die Interrater-Reliabilität variiert zwischen ICC = .88 (Gesamtskala) und ICC = .72 (SKI) bzw. ICC = .78 (SRS). Die Test-Retest-Reliabilität liegt zwischen r = .93 (Gesamtwert) und r = .92 (SKI) bzw. r = .77 (SRS).
Die faktorenanalytische Exploration des DiBAS-R ergab eine 2-faktorielle Lösung, wobei sich die Items entsprechend der im DSM-5 etablierten Dimensionalität verteilten. Hinweise auf die konvergente Validität konnten durch die Korrelationen des DiBAS-R Gesamtwerts mit der Autismus-Checkliste (ACL), der Skala zur Erfassung von Autismusspektrumstörungen bei Minderbegabten (SEAS-M) und dem Fragebogen zur sozialen Kommunikation (FSK) gewonnen werden. Unterschiede im mittleren Skalenwert zwischen Menschen mit und ohne Autismus-Spektrum-Störung fielen signifikant aus.
Unter Berücksichtigung der intendierten kriteriumsorientierten Testwertinterpretation wird eine Kombination von Grenzwerten vorgeschlagen, die in der Validierungsstichprobe ein gutes Verhältnis von Sensitivität und Spezifität (je 81 %) bei Verwendung der klinischen Konsens-Diagnose als Referenzkriterium gezeigt hat.
Bearbeitungszeit: ca. 5 bis 10 Minuten, Auswertung: ca. 5 Minuten.
In Anwendung seit 2015.
2015