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Lage bleibt entscheidendes Kriterium
Wichtiger noch als der Gebäudetyp sei die Lage. Wesentliche Faktoren sind die Infrastruktur des Ortes: Schulen, Ärzte, die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die Freizeitmöglichkeiten. Je nach Budget ergibt sich die Wahl des Wohneigentums dann von selbst. Kein Kriterium sollte hingegen der Steuerfuss der Gemeinde sein. Wer nicht über ein sehr hohes Einkommen verfügt, kann den Aufpreis für eine Liegenschaft in einer steuergünstigen Gemeinde meistens nicht kompensieren.
Das Reihenhaus als Alternative
Reihenhäuser werden immer beliebter. Sie sind gerade für Familien eine preiswerte Alternative zum teuren Ein- oder Zweifamilienhaus und bieten mindestens so viel Wohnqualität wie eine Eigentumswohnung. Ausserdem sind Reihenhaussiedlungen ein guter Ort, um Kinder in einer Gemeinschaft gross zu ziehen.
Reihenhäuser verdanken wir der industriellen Revolution. Die ersten wurden in England Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut, weil die Fabriken für ihre Facharbeiter günstigen Wohnraum brauchten. Das wichtigste Argument, das vor 150 Jahren für Reihenhäuser sprach, spricht immer noch dafür: die Kosten. Ein Reihenhaus ist die preiswerte Alternative zum Ein- oder Zweifamilienhaus, weil 200 Quadratmeter Land für einen Hausteil genügen, die Kosten für die Infrastruktur durch mehr Parteien geteilt werden und die kompakte Bauweise Heizkosten spart. Die meisten Reihenhäuser werden in Agglomerationen gebaut, weil dort das Land teurer ist und sich nicht jede Familie ein Zwei- oder gar Einfamilienhaus leisten kann oder will. In ländlichen Gebieten, wo das Land weniger kostet, sind Reihenhäuser eher selten – viele Schweizer wohnen lieber ohne Nachbarn, wenn sie sich das leisten können.