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Geschichte der Sammlung
Die klingende Sammlung basiert auf der Instrumententensammlung Burri. Karl Burri (1921–2003) war gelernter Blasinstrumentenbauer und führte ab 1945 ein Geschäft für Verkauf und Reparaturen in Bern. Dabei sammelten sich auch "alte" Instrumente an. 1964 begann er solche systematisch zu sammeln. Von Instrumentenherstellern in Paris und andernorts sowie von Antiquitätenhändlern und an Brocanten kaufte er in seiner Sammlung fehlende Stücke oder tauschte mit andern Sammlern. Von Kunden und Musikanten erhielt er alte Instrumente.
1970 richtete er im nahe gelegenen Dorf Zimmerwald sein Museum ein. In fünf Räumen stellte er seine ca. 700 Instrumente aus, thematisch geordnet in der Art eines Schaulagers. Unzähligen Musikvereinen, Schulklassen, Privaten und Spezialisten zeigte er darauf seine Schätze. 20 Jahre später hatte sich der Umfang seiner Sammlung verdoppelt.
Als Karl Burri 2003 starb, führten seine beiden Kinder die Sammlung weiter. 2013 publizierte Adrian v. Steiger seine Dissertation Die Instrumentensammlung Burri. Hintergründe und Herausforderungen. Darin stellt er die Sammlung, ihre Geschichte und eine Reihe ihrer Instrumente dar und diskutiert das Dilemma Spielen vs. Erhalten historischer Musikinstrumente.
2015 übernahm die eigens zu diesem Zweck gegründete Stiftung Instrumentensammlung Burri die Sammlung, um dieses bedeutende Kulturgut in Bern zu erhalten und als klingende Sammlung zugänglich zu machen. Sie wird laufend ergänzt durch Schenkungen und Leihgaben. So schenkte uns 2016 die Instrumentenbaufirma Hirsbrunner 70 Instrumente, die Ihre über 200jährige Firmengeschichte in Sumiswald dokumentieren.