Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03363.jsonl.gz/997

STEPHEN STORACE (1762 – 1796)
Stephen Storace war der Sohn einer Engländerin und des italienischen Kontrabassisten Stefano Storace. Seine Schwester war die damals europaweit gefeierte Sopranistin Nancy Storace (1765-1817). Storace studierte Geige, Cembalo und Komposition, unter anderem in Neapel.
Nach dem Erfolg seiner Erstlingsoper Gli sposi malcontenti (Wiener Burgtheater,1785) erfolgte 1786, ebenfalls am Burgtheater, Gli equivoci. Durch die Komposition dieser beiden Werke lernte Storace eine der besten Buffo-Truppen im damaligen Europa kennen, und seine Werke wurden neben denjenigen von Salieri, Martín y Soler und Mozart auf derselben Bühne aufgeführt. Es wird angenommen, dass Storace ein Schüler Mozarts war oder zumindest dessen Rat einholte.
Ab 1789 wirkte er am Londoner Drury Lane Theatre, wo er erfolgreiche Opern ins Englische übertrug undeigene Opern zur Aufführung brachte. Seinen grossen Erfolg The Iron Chest Anfang März 1796 konnte Storace nicht lange auskosten, da er eine Woche nach der Premiere verstarb.
Anna Selina, genannt Nancy Storace, war Mozarts erste Susanna (Figaro) und Sofronia (Gli equivoci). Für die von Ihm hoch geschätzte Sängerin – und für sich! – schrieb Mozart auch die Konzert-Arie mt obligatem Klavier Ch'io mi scordi di te? ... Non temer, amato bene, KV 505.
Stephen Storace
Anna Selina (Nancy) Storace