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„Das Heer stapelt Blech“ – so lautete eine Meldung im Jahr 2003, als das deutsche Heer noch 1'712 Kampfpanzer im Bestand hatte – obgleich nach der Auflösung des Warschauer Paktes keine Panzerbedrohung aus dem Osten mehr bestand. In den Folgejahren standen für die Bundeswehr lange Zeit Stabilisierungsoperationen im Ausland im Vordergrund und es wurden vorrangig nur noch geschützte Radfahrzeuge beschafft. Der Panzerbestand wurde drastisch von 5'212 Kampfpanzer (1989) auf 225 (2011) Fahrzeuge reduziert. Fünfzehn Jahre später hat sich die Situation spürbar geändert: Aufgrund des Expansionsstrebens Russlands rückt nunmehr die Landes- und Bündnisverteidigung überraschenderweise wieder in den Vordergrund. Dies zeigt, dass sichere Prognosen über eine zukünftige Entwicklung der sicherheitspolitischen Weltlage – und damit eine (sichere) strategische Vorausschau – praktisch nicht möglich sind. An die Stelle des kalten Krieges zwischen den beiden potenziellen Weltmächten sind in den vergangenen 30 Jahren in der multipolaren Welt eine Vielzahl von regionalen Konflikten getreten – damit ist das Aufgabenspektrum der Streitkräfte erheblich komplexer geworden.