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Indem das Schweizer Stimmvolk am 9. Februar 2014 die FABI-Vorlage (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) annahm, sagte es Ja zum Bahninfrastrukturfonds sowie zum Strategischen Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur (STEP).
Mit dem STEP werden die Etappen für den Ausbau der Bahninfrastruktur geplant. Das Parlament genehmigte im Juni 2013 die 1. Etappe, die bis 2025 verwirklicht wird. Die 2. Etappe, die bis 2035 verwirklicht werden soll (STEP AS 2035), wird 2018 der Bundesversammlung vorgelegt werden.
Deren Planung steht unter der Verantwortung des Bundesamts für Verkehr (BAV) und ist in elf sogenannte Arbeitspakete unterteilt. Dabei wurden nationale und regionale Angebotskonzepte definiert und aufgrund von Nutzen-Kosten-Überlegungen nach Dringlichkeitsstufen geordnet.
Die Kantone, organisiert in Planungsregionen (PR), waren an der Entwicklung von regionalen Versorgungsprojekten beteiligt. Der Kanton Freiburg gehört zusammen mit den Kantonen Bern, Genf, Jura, Neuenburg, Wallis und Waadt zur PR West, die von der Westschweizer Verkehrsdirektorenkonferenz (CTSO) geleitet wird. Die CTSO hat am 28. November 2014 dem BAV ihren Planungsbericht unterbreitet. Sie umfasst rund 90 Einzelmassnahmen zur Entwicklung des Angebots, davon 16 aus dem Kanton Freiburg.
Der Bundesrat hat am 31. Oktober 2018 dem Parlament seine Botschaft zum Ausbauschritt 2035 überwiesen. Darin schlägt er Projekte und Massnahmen für einen Gesamtbetrag von 11,9 Milliarden Franken vor. Im Juni 2019 erhöhte das Parlamaent diesen Betrag auf 12,89 Milliarden Franken und ergänzte die fast 200 geplanten Projekte um einige wenige Projekte.
Ein grosser Teil dieses Betrags soll für den Bau des Brüttener Tunnels zwischen Zürich und Winterthur und des Zimmerberg-Basistunnels II zwischen Zürich und Zug verwendet werden. Zu den anderen grossen Projekten zählt auch die bahntechnische Ausrüstung des Lötschberg-Basistunnels(Ausrüstung der zweiten Röhre) und eine Direktverbindung zwichen Neuchâtel und La Chaux-de-Fonds.
Darüber hinaus will der Bundesrat folgende zentralen Anliegen des Kantons Freiburg umsetzen:
- Verkürzung der Reisezeit zwischen Bulle und Freiburg,
- Einführung des Viertelstundentakts zwischen Murten/Morat und Neuenburg,
- Aufhebung der Ausnahmen zum Halbstundentakt zwischen Fribourg/Freiburg und Yverdon-les-Bains
- Verwirklichung der neuen Bahnhaltestellen Agy und Avry-Matran.
Das Schlüsselprojekt des Kantons – der Viertelstundentakt in der Agglomeration Freiburg – soll teilweise verwirklicht werden. So ist als erster wichtiger Schritt die Einführung des Viertelstundentakts zwischen Avry und Freiburg geplant, doch fehlt die Einführung derselben Kadenz in Richtung Schmitten.
In der bundesrätlichen Botschaft findet sich auch der Viertelstundentakt des RegioExpress zwischen Genf und Lausanne. Jeweils einer der beiden Züge wird bis Bern verlängert werden und Palézieux, Romont und Fribourg/Freiburg bedienen.
Im Broyebezirk, genauer in Estavayer, soll ein modernes Logistikzentrum gebaut werden. Dieses Zentrum wird für die ganze Region einen zentralisierten und effizienten Warenumschlag ermöglichen.
Das Parlament hat diese Ausbauschritt im Juni 2019 behandelt.