Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03464.jsonl.gz/1541

Was ist Prostatakrebs?
Prostatakrebs ist ein abnormales Zellwachstum in der Prostata, durch das sich ein Klumpen (Tumor) bildet. Ohne Behandlung kann es nach einiger Zeit auch auf andere Organe übergehen, vor allem die Knochen und Lymphknoten, was lebensbedrohlich werden kann. Im frühen, meist heilbaren Stadium hat Prostatakrebs keine offensichtlichen Symptome. Das ist der Unterschied zu anderen gutartigen Prostataerkrankungen, die zu Symptomen beim Wasserlassen führen können.
Was sind die Symptome von Prostatakrebs?
Im Anfangsstadium des Prostatakrebses gibt es möglicherweise gar keine Symptome. Wenn sich Prostatakrebs weiter ausbreitet, kann es zu Symptomen kommen wie Harndrang, vor allem nachts, plötzlichem Harndrang, Probleme beim Wasserlassen, ein langsamer, unterbrochener Strahl und Kribbeln , Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin oder Samen.
Achtung: Bitte beachten Sie, dass diese Symptome nicht immer ein Anzeichen von Prostatakrebs sind. Sie können auch Symptome von anderen, verbreiteteren nicht lebensbedrohlichen Prostataerkrankungen sein. Männer, die diese Symptome haben, sollten sofort ihren Arzt aufsuchen, um die Ursachen und die bestmögliche Behandlung zu finden.
Was für Testmethoden gibt es?
Derzeit gibt es kein bevölkerungsweites Screening für Prostatakrebs, was zu Verwirrung bei Männern und ihren Ärzten führt. Es bestehen einige Fragen in Zusammenhang mit dem Test und der Behandlung, die abgeklärt werden sollten, bevor man sich dafür entscheidet, den Test zu machen. Für weitere Informationen: www.prostate.org.au/testing-for-prostate-cancer.php
Zwei einfache Tests können vom Arzt durchgeführt werden.
Die digitale rektale Untersuchung (DRU). Der Arzt führt rektal einen Finger ein, um die Prostata abzutasten. Auf diese Weise können Verhärtungen in der Prostata entdeckt werden, bevor Symptome auftreten.
Der Bluttest des Prostata-spezifischen Antigens (PSA). Dieser Test misst die Menge an PSA im Blut. Der PSA Bluttest ist kein spezifischer Test zur Diagnose von Krebs, jedoch gibt er den Ärzten Hinweise auf abnormales Wachstum in der Prostata. Eine Kombination beider Tests (DRU und PSA) wird empfohlen. Diese Tests sollten als fester Bestandteil einer jährlichen Gesundheitsuntersuchung für Männer gelten ab dem 50. Lebensjahr oder ab 40, falls es in der Familie bereits Prostatafälle gab. Wenn es beim DRU oder PSA zu Auffälligkeiten kommt, wird der Arzt möglicherweise eine zweite Reihe an Untersuchungen durchführen oder den Patienten an einen Urologen verweisen, der eventuell eine Biopsie empfiehlt. Die Biopsie liefert eine definitive Diagnose für Prostatakrebs und dient auch der Bestimmung des Stadiums (wie weit hat sich der Krebs ausgebreitet) und den Schweregrad (wie schnell wird er sich weiter ausbreiten). Mit diesen Informationen kann man Rückschlüsse ziehen auf das Risiko, das der Krebs auf die Gesundheit des Mannes hat und die Lebenserwartung.
Wichtig: Forschungen der Australischen Stiftung für Prostatakrebs (PCFA) ergaben, dass die meisten Männer, die sich der DRU unterzogen, angaben, dass er einfach und schmerzlos war.
Wer sollte sich über Prostatakrebs Gedanken machen und was sollte er tun?
Es wird empfohlen, dass Männer ab 50 mit ihrem Arzt über Prostatakrebs sprechen. Und wenn sie entscheiden, sich testen zu lassen, dies jedes Jahr zu wiederholen. Falls es bereits Fälle von Prostatakrebs in der Familie gab, sollten Männer ab 40 mit ihrem Arzt darüber sprechen.
Wie hoch ist das Risiko für Prostatakrebs?
Ein Mann hat ein Risiko von 20%, bis zum Alter von 85 Jahren* an Prostatakrebs zu erkranken. Ein Mann mit Verwandten ersten Grades (Bruder oder Vater), der bereits an Prostatakrebs erkrankt ist, hat mindestens ein doppelt so hohes Risiko. Männer in ländlichen Gebieten in Australien zeigten eine um 21% höhere Sterblichkeitsrate an Prostatakrebs als Männer in Hauptstädten**.
(Quellen: *Australia Institute of Health and Welfare (AIHW) Cancer in Australia: an overview, 2008. AIHW cat.no. CAN 42. **Michael D Coory and Peter D Baade. Medical Journal of Australia 2005; 182 (3): 112-115. Urban-rural differences in prostate cancer mortality, radical prostatectomy and prostate-specific antigen testing in Australia.)