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Am vergangenen Wochenende trafen sich in Interlaken über 3000 Trommler und Pfeifer zum 25. Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest. Der Tambourenverein Domat/Ems ertrommelte sich in der höchsten Sektionskategorie den ausgezeichneten dritten Rang, zehn Emser Einzelwettspieler erhielten den begehrten Lorbeerkranz, wobei Mike-David Rüedi mit seinem Finalsieg sogar den Schweizer Meistertitel der Kategorie 2 erlangte.
Der Tambourenverein Domat/Ems beteiligte sich als einziger Bündner Verein an den Sektionswettspielen, als amtierender Ostschweizer Meister wollte er in der höchsten Kategorie um einen Spitzenplatz kämpfen. Unter der Leitung von Curdin Caviezel spielten die 24 Tambouren an den drei Juryplätzen die Kompositionen „Nonstop“, „Amedes“ und „SyncopAction“. Beim Publikum, darunter rund 100 Emser Schlachtenbummler, fanden die Vorträge grossen Anklang, auch die Kampfrichter stuften sie in den Bereichen „sehr gut“ bis „ausgezeichnet“ ein. Es reichte schliesslich zum hervorragenden 3. Rang, hinter dem entthronten Titelverteidiger Laupersdorf-Thal und der klar dominierenden Sektion Ryburg Möhlin (AG), welche auch alle Podestplätze in der höchsten Einzelkategorie belegte, angeführt vom vierfachen Schweizermeister Ivan Kym. Nach dem 6. Rang am letzten Eidgenössischen fanden die Emser Tambouren den Weg zurück auf das Podest. Einen wesentlichen Beitrag an dieser erfolgreichen Entwicklung trägt Sektionsleiter Curdin Caviezel, der bedauerlicherweise auf Jahresende von seinem Amt zurücktritt.
Schweizermeister und zehn Kränze
In sechs Kategorien der Einzelwettspiele ertrommelten sich die Emser insgesamt zehn Kranzauszeichnungen, drei weitere verpassten den Kranz nur äusserst knapp. Der Emser Mike-David Rüedi erreichte als einziger Bündner den Finaldurchgang und wurde mit den überzeugenden Vorträgen „Amedes“ und „Olaf“ Schweizermeister der Kategorie 2, wofür er mit einer Holztrommel belohnt wurde. Denselben Titel errang schon einmal ein Emser, nämlich Georg Bühler 1966 in Emmenbrücke.
Das Wetter zeigte sich während des Festes von der nassen Seite, so dass man auf das beliebte abendliche „Gässeln“ weitgehend verzichten musste und etliche Programmteile unter Dach stattfanden. Der guten Stimmung am Apéro für die Emser Schlachtenbummler im Mattenhof tat dies keinen Abbruch. Dank einer kurzen Aufhellung fand der farbenprächtige Festumzug plangemäss statt und auch die „Schumbraders da Domat“ konnten sich nochmals von ihrer besten Seite präsentieren.
Bei ihrer Rückkehr am Sonntagabend wurden die Emser Tambouren von der Musica, Fahnendelegationen, Vertretungen der Behörden sowie zahlreichen Fans ehrenvoll empfangen. Nach dem traditionellen Marsch durch das Dorf wurde in der Mehrzweckhalle würdig gefeiert, wobei die erfolgreichen Festteilnehmer auch die besonderen Grussworte der politischen Gemeinde und der Bürgergemeinde entgegennehmen durften.
Podestplätze Sektion sowie Emser mit Kranz-Auszeichnung:
Sektion Kat 1: 1. Ryburg Möhlin (119.90 P), 2. Laupersdorf-Thal (118.6 P.), 3. Domat/Ems (117.80 P.).
T1, Gruppe A: 9. Durisch Roman, 13. Theus Carlo, 15. Pirovino Dario; Gruppe C: 15. Jensky Damian; T2 Finale: 1. Rüedi Mike-David (Schweizermeister); T2 Gruppe A: 12. Fetz Bruno; T2 Gruppe B: 12. Seglias Romano;
TJ1: 14. Weggler Tamino; TJ2: 16. Puser Dylan; TV1: 14. Altherr Marcel
Bilder:
1. Die Sektion Domat/Ems trommelt im Festzelt die Komposition „SyncopAction“
2. Die zehn glücklichen Emser Kranzgewinner: (v.l.n.r.) Carlo Theus, Tamino Weggler, Mike-David Rüedi, Dario Pirovino, Roman Durisch, Bruno Fetz, Marcel Altherr, Damian Jensky, (vorne) Dylan Puser, Romano Seglias
3. Sektionsleiter Caviezel und Fähnrich Theus sichtlich zufrieden auf dem Podest (rechts), zusammen mit den Sektionsleitern von Möhlin (Kym) und Laupersdorf (Guggisberg)
4. Schweizermeister Mike-David Rüedi trommelt dem Emser Publikum sein Wettspielstück vor
5. Die Emser Tambouren präsentieren sich bei nasser Witterung am Festumzug
6. Das Festlogo ETPF Interlaken 2010