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- Rolf Erb, der letzte Konzernchef der 2003 Pleite gegangenen Winterthurer Erb-Gruppe, ist tot.
- Die Todesursache ist unklar. Seine Lebenspartnerin habe Erb an seinem Wohnsitz Schloss Eugensberg in Salenstein (TG) leblos aufgefunden, bestätigt die Kantonspolizei Thurgau.
- Es werde untersucht, ob es sich um einen Suizid oder einen natürlichen Tod handle.
- Rolf Erb hätte auf den 1. Mai aus seinem Schloss ausziehen und demnächst auch seine siebenjährige Haftstrafe antreten müssen. Diese hatte er mehrfach angefochten und hinausgezögert.
- Das Gericht verurteilte ihn im Zusammenhang mit dem Konkurs wegen gewerbsmässigen Betrugs, mehrfacher Urkundenfälschung und mehrfacher Gläubigerschädigung. Es war die zweitgrösste Firmenpleite in der Schweiz nach dem Untergang der Swissair.
Jahrelang galten die Erbs als eine der reichsten Familien der Schweiz und waren in Winterthur hoch angesehen. Zu ihrem Firmenimperium gehörten Autohandel, ein Küchenhersteller, eine Türen- und Fensterfabrik, Kaffeehandel, Finanzdienstleistungen sowie Immobilien. Doch 2003 brach die Gruppe zusammen und hinterliess einen Schuldenberg von 2,2 Milliarden Franken.
Um die Überschuldung zu kaschieren, wurden zuvor die Bilanzen geschönt. Rolf Erb gab zwar vor Gericht eine Mitschuld am Zusammenbruch zu. Die Hauptschuld wies er aber stets seinem 2003 verstorbenen Vater Hugo zu. Dieser habe die Kontrolle über die Firma nie abgeben können und sei bis zum Schluss allein für die Finanzen verantwortlich gewesen.