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Was gibt's Neues?
Aktuelle Forschungsprojekte
Totholzkäfer im Val Müstair
Bisher war sehr wenig über die Vielfalt an Totholzkäfern im Val Müstair bekannt. Deswegen bestimmten Artexperten einen Sommer lang diese an verschiedenen Waldstandorten. Sie fingen insgesamt 745 Käferarten. Davon waren 333 Arten in ihrer Lebensweise vor allem von Alt- und Totholz abhängig. Einige der gefundenen Käferarten gelten als gefährdet oder potenziell gefährdet. Die Untersuchung zeigt, dass im Val Müstair noch ein ansehnliches Artenspektrum vorhanden ist, welches es zu erhalten gilt.
Weissgefärbter Bach im Val Costainas
Seit dem Jahr 2000 findet man im Bachbett des Aua da Prasüra im Val Costainas oberhalb von Sta. Maria weiss eingefärbte Steine. Dieses Phänomen wurde bereits an einigen hoch gelegenen Gebirgsbächen in den Ostalpen beobachtet. Die Farbe stammt von Flocken aus Aluminiumsulfat, die sich auf den Steinen ablagern. Die Bildung der Flocken ist auf die Produktion von Schwefelsäure in Permafrost-Gebieten zurückzuführen. Deshalb besteht die Möglichkeit, dass sich die Wasserqualität der betroffenen Gebirgsbäche in Zukunft aufgrund der Klimaerwärmung verschlechtern wird. Die Untersuchung des Aua da Prasüra im Val Costainas und zusätzliche Laborexperimente sollen helfen, die künftige Entwicklung besser abschätzen zu können.
Erfolgskontrolle Revitalisierung Rombach
Es ist bereits mehr als zehn Jahre her, dass der Rombach bei Fuldera auf der Ebene von Palüds und Las Spinas revitalisiert wurde. Seitdem die Kanalisierung aufgehoben worden ist, kann der Fluss wieder frei mäandrieren und es haben sich entlang des Flussufers einige Sträucher und Bäume angesiedelt. Nun werden die Gewässerstruktur des Rombachs und dessen (Ufer-)Vegetation in einer Masterarbeit eingehend untersucht. Ziel der Arbeit ist es, den ökologischen Zustand des Rombachs und dessen Ufer zu bewerten und Pflegemassnahmen für eine mögliche zukünftige Entwicklung aufzuzeigen.