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Muttermilch enthält Milchzucker, also Nahrung für Kariesbakterien, was zur Entstehung von Karies beitragen kann. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Stillen allein die Kariesentstehung fördert. Und keinesfalls müssen Sie abstillen, wenn Ihr Baby seine ersten Zähnchen bekommt.
Aber eine längere Stilldauer von mehr als 12 Monaten kann zusammen mit anderen kariesfördernden Faktoren das Kariesrisiko erhöhen. Diese Faktoren sind mangelhafte Mundhygiene (kein regelmässiges Zähneputzen, keine altersgerechte Fluoridanwendung), Dauernuckeln von gesüsstem Tee oder permanentes Stillen und damit eine dauerhafte Umspülung der Milchzähne.
Umgekehrt kann die Kariesentstehung verhindert werden, wenn ein paar einfache Dinge beachtet werden:
Sie sollten nach dem ersten Zahndurchbruch bereits mit einer regelmässigen Zahnpflege beginnen. Nach dem nächtlichen Stillen reicht es anfangs, wenn die Zahnleisten mit einem weichen Tuch abgewischt werden.
Die Beikost soll gegen Ende des ersten Lebensjahres in eine gesunde und damit auch zahngesunde Kleinkindernährung übergehen. Sie sollte das Kind zunehmend zum Kauen anregen und reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukte in kindgerechter Form enthalten, Süsses dagegen nur wenig.
Die Getränke sollen ungesüsst sein und von Anfang an aus dem offenen Becher oder der Tasse getrunken werden. Dies beugt dem Dauernuckeln vor.
Essenspausen bzw. Trinkpausen zwischen den Mahlzeiten sind für die Gesundheit der Zähne wichtig, damit über den Speichel der Zahnschmelz remineralisiert werden kann.