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Das Wichtigste in Kürze
- Südwestliche Küstenstadt Zierikzee von Unwetter heimgesucht.
«Der Schaden ist in manchen Strassen von Zierikzee beträchtlich», teilten die Rettungsdienste der Stadt im Südwesten der Niederlande am Montag mit. «Neben umherfliegenden Dachziegeln und umgestürzten Bäumen wurden von vier Häusern die Dächer weggeblasen.»
Nach Angaben der Lokalzeitung «Provinciale Zeeuwse Courant» handelt es sich bei dem Toten um einen Touristen, der im Hafengebiet der Stadt von einem Dachziegel am Kopf getroffen wurde. Nach Angaben der Rettungsdienste wurde ein Mensch mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, während die anderen vor Ort behandelt werden konnten.
Bei einem Haus stürzte den Angaben zufolge die Front ein. Der öffentlich-rechtliche Sender NOS berichtete, der Tornado habe auch ein Kirchendach abgedeckt und Trampoline durch die Luft gewirbelt. Bilder in Online-Medien zeigten einen riesigen Trichter aus umher wirbelndem Schutt.
«Es wurde völlig dunkel. Draussen konnte man alles fliegen sehen, alles in der Luft», sagte der 72-jährige Freek Kouwenberg aus Zierikzee. «So etwas habe ich noch nie erlebt.»
Die Rettungskräfte riefen dazu auf, sich von dem betroffenen Gebiet fernzuhalten, um die Einsätze von Polizei und Feuerwehr nicht zu behindern. Ausserdem drohe Gefahr durch herabstürzende Dachziegel und Äste.
Die Niederlande erleben im Schnitt mehrere Tornados pro Jahr. Der jüngste vorherige Wirbelsturm mit tödlichen Folgen liegt laut NOS aber bereits Jahrzehnte zurück. Er ereignete sich demnach im Jahr 1992.