Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/178918

<h2>SubmittedText<h2><p>2015 verzeichnete die Schweiz 39 523 Asylgesuche. </p><p>Bereits heute sind die Folgen davon deutlich in den Rechnungen der Kantone und der Gemeinden sichtbar. So hat sich die Zahl der sozialhilfebeziehenden Asylsuchenden, die dem Kanton Zürich zugeteilt wurden, von 2016 gegenüber 2015 um 107 Prozent erhöht. Gleichzeitig haben sich die Globalpauschalen des Bundes an den Kanton Zürich verdoppelt. </p><p>1. Wie viele Asylgesuchsteller wurden anerkannt?</p><p>2. Wie viele Personen erhielten eine vorläufige Aufnahme?</p><p>3. Wie viele Personen sind untergetaucht?</p><p>4. Wie viele Personen konnten erfolgreich in einen anderen Dublin-Staat überführt werden?</p><p>5. Wie viele Personen sollten gemäss Dublin ins Erstasylland überführt werden, der betreffende Vertragsstaat nimmt sie aber nicht zurück?</p><p>6. Wie viele Personen konnten erfolgreich in ihr Heimatland zurückgeschafft werden?</p><p>7. Wie viele Personen haben ein Gesuch um Familiennachzug gestellt, und wie viele davon wurden bewilligt?</p><p>8. Wie viele Personen werden mit diesem Familiennachzug in die Schweiz kommen?</p><p>9. Wie viele Personen beziehen Sozialhilfe, und wie viele sind wirtschaftlich selbstständig?</p><p>10. In wie vielen Fällen wurde den Betroffenen trotz Sozialhilfebezug der Familiennachzug bewilligt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Alle Angaben beziehen sich auf die 39 523 Personen, welche im Jahr 2015 ein Asylgesuch eingereicht haben, und geben den vorläufigen Stand per Ende September 2017 wieder. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 9638 Asylgesuche aus dem Jahr 2015 erstinstanzlich pendent, bei weiteren 1218 Personen liefen noch Beschwerdefristen bzw. Beschwerdeverfahren.</p><p>1. 6699 Personen wurde Asyl gewährt.</p><p>2. 7616 Personen erhielten eine vorläufige Aufnahme.</p><p>3. 3880 Personen, die im Jahr 2015 ein Asylgesuch gestellt haben, wurden statistisch als unkontrolliert abgereist erfasst.</p><p>4. Auf Asylgesuche aus dem Jahr 2015 wurden bisher 7454 rechtskräftige Nichteintretensentscheide (NEE) im Rahmen von Dublin gefällt. Bei diesen Entscheiden ist eine Überstellung in den zuständigen Dublin-Staat möglich. Ein wesentlicher Teil dieser Personen hat sich der Überstellung jedoch entzogen und ist unkontrolliert abgereist (vgl. Antwort 3). 2779 Personen wurden bereits überstellt, und bei weiteren 66 Personen steht die Überstellung an. Bei zusätzlichen 77 Personen war der Dublin-NEE noch nicht rechtskräftig.</p><p>5. Liegen Hinweise für die Zuständigkeit eines anderen Dublin-Staates vor, stellt die Schweiz konsequent ein entsprechendes Ersuchen um Übernahme der Person. Kommt der ersuchte Staat zum Schluss, dass die Kriterien für eine Übernahme gestützt auf die Dublin-III-Verordnung nicht erfüllt sind, kann er das Ersuchen der Schweiz ablehnen. Dies war bisher bei 7067 asylsuchenden Personen des Jahres 2015 der Fall.</p><p>6. 2067 Personen sind kontrolliert selbstständig ausgereist, 240 wurden in ihren Heimatstaat und weitere 38 Personen in einen Drittstaat zurückgeführt.</p><p>7. Es wurden 1234 Gesuche um Familiennachzug gestellt. Weil ein gesetzlicher Anspruch auf Familiennachzug bestand, wurde für 682 Personen die Einreise bewilligt.</p><p>8. Bisher sind 442 der nachzugsberechtigten Personen effektiv in die Schweiz eingereist.</p><p>9. Zum Sozialhilfebezug von Asylsuchenden können nur generelle statistische Aussagen gemacht werden. 1458 Personen, die 2015 ein Asylgesuch gestellt haben, sind aktuell erwerbstätig. Ob sich darunter Personen befinden, die weiterhin mit Sozialhilfe teilunterstützt werden, lässt sich statistisch ebenfalls nicht auswerten.</p><p>10. Bei Asylsuchenden ist der Familiennachzug nicht vorgesehen. Vorläufig aufgenommene Personen (inklusive vorläufig aufgenommener Flüchtlinge) können ihre Ehegatten und ledigen Kinder unter 18 Jahren frühestens nach drei Jahren nachziehen. Der Bezug von Sozialhilfe schliesst den Familiennachzug bei dieser Personengruppe aus. Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder werden als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen - dies grundsätzlich unabhängig davon, ob sie Sozialhilfe beziehen. Bei wie vielen Personen der Familiennachzug trotz Sozialhilfebezug bewilligt wurde, lässt sich statistisch nicht auswerten.</p>  Antwort des Bundesrates.