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Kooperation als Handlungsmaxime Sozialer Arbeit im Bereich der Schule
Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeitenden und Lehrpersonen
Damit die Schule den an sie herangetragenen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden kann, ist sie auf Unterstützung angewiesen. Die Soziale Arbeit hat sich als wichtiger Akteur im Bereich der Schule etabliert und ist nicht mehr wegzudenken. Verschiedene Akteure der Sozialen Arbeit sind im Bereich der Schule anzutreffen und leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die anstehenden und vielfältigen Herausforderungen angegangen und gelöst werden können. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeitenden und Lehrpersonen spielt dabei eine wichtige Rolle, zumal Kooperation als Handlungsmaxime Sozialer Arbeit gilt. Bestehende Untersuchungen zeigen jedoch, dass unterschiedliche Kooperationsprobleme zwischen Sozialarbeitenden und Lehrpersonen bestehen. So zielt die Bachelor-Thesis darauf ab, Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Kooperation zwischen Sozialarbeitenden und Lehrpersonen zu optimieren. Die Forschungsfragen lauten: Wie kann die Kooperation zwischen Sozialarbeitenden und Lehrpersonen optimiert werden? Wie nehmen Lehrpersonen die Soziale Arbeit wahr? Welche Bedeutung messen Lehrpersonen der Kooperation mit Sozialarbeitenden zu? Welche Chancen und Grenzen sehen Lehrpersonen in der Kooperation mit Sozialarbeitenden?
Die Fragestellungen werden durch die Verknüpfung von theoretischen Grundlagen und einer eigenen empirischen Untersuchung beantwortet. Die Datenerhebung erfolgte mittels Leitfadeninterviews gemäss Helfferich (2011). So wurden fünf Lehrpersonen an unterschiedlichen Regelschulen (1. bis 9. Klasse) im Kanton Bern befragt. Die Interviews wurden transkribiert und nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass wichtige Voraussetzungen für eine gelingende Kooperation fehlen und es darum geht, diese herzustellen, damit Konflikte in der Kooperation erst gar nicht entstehen (müssen) und die vorhandenen Unstimmigkeiten in den bestehenden Kooperationen gelöst werden können. So hat sich herausgestellt, dass das Wissen der Lehrpersonen über die Soziale Arbeit sowie der Einbezug der Lehrpersonen durch die Soziale Arbeit mangelhaft sind und dass aus der Perspektive der Lehrpersonen die Soziale Arbeit auf verschiedenen Ebenen etwas zur Optimierung der Zusammenarbeit beitragen kann. Dabei hat die Soziale Arbeit in erster Linie den Auftrag, das fehlende Wissen bei den Lehrpersonen herzustellen, Kommunikationsprozesse zu stärken und die Lehrpersonen insbesondere im behördlichen Bereich vermehrt in laufende Prozesse miteinzubeziehen. Die Trägerorganisationen der Sozialen Arbeit sind dazu angehalten, proaktiver und offensiver auf die Lehrpersonen zuzugehen. Weiterführende Fragen haben sich in Bezug auf den Datenschutz, den Einfluss der Medien auf das Bild der Sozialen Arbeit, der räumlichen Nähe der Angebote Sozialer Arbeit zur Schule oder der Thematik der Migration ergeben. In diesen Bereichen bedarf es aus Sicht der Autorinnen weiterer Untersuchungen.