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Eine Hommage an Cornelio Sommaruga: "Wir sind nicht allein auf der Welt".19/02/2024
Mit grosser Trauer geben wir den Tod des Schweizer Humanitärs, Diplomaten und ehemaligen Präsidenten der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung, Cornelio Sommaruga, bekannt. Nach einer herausragenden Karriere als Schweizer Diplomat war er von 1987 bis 1999 Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).
Cornelio Sommaruga übernahm das Präsidium der Schweizerischen Caux Stiftung nach dem Ende seines Mandats als Leiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) im Jahr 2000. Nach der Namensänderung von "Moralische Aufrüstung" in "Initiativen der Veränderung" im Jahr 2001 initiierte er die Gründung der internationalen IofC-Vereinigung mit Sitz in der Schweiz.
Cornelio Sommaruga verschaffte der Bewegung eine neue Sichtbarkeit, und seine grosse Menschlichkeit trug dazu bei, Differenzen zu überbrücken und die Bemühungen von IofC um Versöhnung und Friedensförderung in der Region der Grossen Seen in Zentralafrika, in Sierra Leone und in anderen Krisensituationen zu verstärken.
Sein Engagement für Initiativen der Veränderung und die Konferenzen von Caux, insbesondere die Konferenzen für menschliche Sicherheit, veranlassten viele in internationalen Kreisen, die Arbeit der Bewegung neu zu bewerten. Mehrmals wurde in Genf gesagt: "Wenn Cornelio dabei ist, muss ich mir das noch einmal ansehen!
Nach seiner Tätigkeit als Präsident der Stiftung Caux wurde er 2002 Gründungspräsident von Initiativen der Veränderung International, dem Zusammenschluss der nationalen IofC-Bewegungen.
Initiativen der Veränderung war für Cornelio wichtig, und er blieb Ehrenpräsident auf Lebenszeit von IofC International. Er nannte IofC ein "wunderbares internationales Netzwerk motivierter Menschen" und kam gerne in den Caux Palace, wo er im Speisesaal Eis servierte und mit den Konferenzteilnehmenden lachte.
Cornelio war charismatisch, warmherzig, pragmatisch und liebte es, jeden mit "Grüss Gott" zu begrüssen. Er erklärte, dass dieser in Österreich, Bayern und der Ostschweiz typische Gruss bei jeder Begegnung eine dritte Präsenz hervorruft. "Wir sind nicht allein auf der Welt", pflegte er zu sagen. Er hatte einen Freundeskreis auf allen Kontinenten und war zutiefst davon überzeugt, dass jeder und jede von uns "eine ethische Verantwortung hat, sich durch Vergebung und Gerechtigkeit für Versöhnung einzusetzen", wobei der Ausgangspunkt bei jedem und jeder von uns liegt.
Unsere Gedanken und unser tief empfundenes Beileid gelten seiner Familie und seinem Freundeskreis.
Wir werden ihn in Caux vermissen.