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PostgreSQL wäre Alternative zu MySQL, findet die EU.
Die europäische Union ist nach eingehender Untersuchung zum Schluss gekommen, dass die Übernahme des Server-Herstellers Sun durch Oracle den Wettbewerb nicht behindern würde und winkt den Deal nun bedingungslos durch.
Letzten September hat die EU beschlossen, die Übernahme vertieft zu untersuchen
. Man hatte in Brüssel Bedenken, dass der Deal den Wettbewerb im Datenbank-Markt beschädigen könnte, da Oracle mit Sun zusammen in Besitz der Open-Source-Datenbank MySQL gelangen würde.
Nun ist es Oracle offenbar gelungen, die Bedenken der EU-Kommission und vor allem von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes zu zerstreuen. "Ich bin nun überzeugt, dass Wettbewerb und Innovation auf allen betroffenen Märkten erhalten bleiben werden. Die Übernahme von Sun durch Oracle hat das Potential, wichtige Werte (von Sun) zu revitalisieren und neue, innovative Produkte zu kreiieren," lässt sich Kroes in einer Pressemitteilung zitieren.
Die EU-Kommission glaubt nun, dass andere Player einspringen könnten, falls Oracle den freien Gebrauch und die Weiterentwicklung von MySQL behindern würde. Zudem gebe es mit PostgreSQL eine valable Alternative, so die Kommission. Entscheidend dürfte aber gewesen sein, dass es Oracle offenbar gelungen ist, die EU davon zu überzeugen, dass MySQL weiterentwickelt wird und auch in Zukunft unter der "General Public License" anbieten wird.
Auch Java nicht in Gefahr
Zu guter Letzt, so die EU-Kommission, sei man zu der Überzeugung gelangt, dass der "Java Community Process" verhindern werde, dass Oracle Konkurrenten oder anderen Playern den Zugang zu geistigem Eigentum in Sachen Java verwehren könnte. (Christoph Hugenschmidt)