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Der Neubau der dritten Kirche in Gurtnellen-Dorf, welche wie ihre Vorgängerinnen dem heiligen Michael gewidmet ist, wurde 1783 eingeweiht. Der gedrungene Turm ist darauf zurückzuführen, dass die Geissberg-Lawine regelmässig zu Tal donnerte.
Beim Betreten der Kirche erfasst die Besucher eine eigentümliche Ruhe, der Raum beeindruckt durch seine Innenausstattung. Diese ist in schlichtem Weiss gehalten, mit einzelnen barocken Elementen.
Bevor der Neubau 1783 eingeweiht wurde, stand bereits 1504 eine dem heiligen Michael geweihte Kirche in Gurtnellen-Dorf. Diese wurde 1586 erweitert und zwei Jahrhunderte später wurde 1781 der Spatenstich für die dritte Kirche getan. Die Einheimischen engagierten sich und halfen beim Bau mit.
Die drei prachtvollen Altäre werden dem Urner Altarbauer und Bildhauer Lukas Regli zugeschrieben, während man weiss, dass die Decken-, Wand- und Altarbilder von Karl Meinrad Triner und seinem Sohn Franz Xaver sind. Die Bilder bilden zusammen eine Einheit.
Der heilige Michael wird auf dem Hochaltargemälde dargestellt, wie er mit Gottes Hilfe einen grauenvollen Dämon bezwingt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieses Gemälde ersetzt, jedoch brachte man es bei der letzten Renovation 1984/85 wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück.