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Selma
Dieser wichtige Film erzählte eine wichtige Geschichte eines wichtigen Mannes. Eines Mannes, der trotz massivster Widerstände, erfolgreich wie kein anderer in der Geschichte der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, tiefgreifende Veränderung auf der politischen Landkarte Amerikas durchsetzen konnte. Trotz oder gerade wegen seiner Makel, die ihn zutiefst menschlich erscheinen liessen, inspirierte er ganze Generationen von Menschen. Umso erstaunlicher, dass Selma tatsächlich das erste Kino-Biopic über Dr. Martin Luther King ist. Mit der Verpflichtung von Hauptdarsteller David Oyelowo, der für diese Rolle angeblich sieben Jahre lang gekämpft hat, konnte Ava DuVernay einen echten Volltreffer landen. Es ist eine echte Schande, dass die Oscar-Jury ihn bei den diesjährigen Nominierungen in der Kategorie Bester Schauspieler übergangen hat.
Es ist nachvollziehbar, dass Martin Luther Kings langer Kampf gegen die ungerechte Behandlung von Schwarzen und anderen Minderheiten in den USA nicht in seiner Gesamtheit verfilmt worden ist (auch wenn dies beispielsweise mit Ghandi meisterlich gelungen ist). Andererseits ist die Fokussierung auf die Begebenheiten rund um die Selma-nach-Montgomery-Märsche insgesamt etwas zu sehr in die Länge gezogen worden. Das Filmende ist, ganz in Kings Manier hoffnungsvoll, auch wenn dies, 50 Jahren nach den im Film geschilderten Ereignissen, mitunter fast etwas naiv wirkt. Zu Tief sitzen in der US-Gesellschaft die Vorurteile und Ressentiments. Martin Luther Kings Visionen für ein vereintes Amerika liegen nach wie vor in weiter Ferne.
Selma (Story)
Am 17. Februar 1965 schiesst ein Staatspolizist auf einen jungen Afroamerikaner, der acht Tage später verstirbt. Als Reaktion auf den Tod von Jimmy Lee Jackson organisiert der Bürgerrechtler Martin Luther King (David Oyelowo) den ersten Marsch von Selma nach Montgomery am 7. März 1965. Dieser Tag ging als „Bloody Sunday“ in die Geschichte ein, nachdem die Demonstration gewaltsam von der Polizei aufgehalten wurde. Doch in ihrem Bestreben das Gesetz abzuschaffen, nach dem Schwarze nur dann wählen dürfen, wenn sie vorher einen Test bestehen, liessen sich die Bürger nicht abhalten. Auch der nächste Versuch zwei Tage später scheiterte. Erst als am 21. März Mitglieder der US-Army und der Nationalgarde, die mit Unterstützung von Präsident Lyndon B. Johnson (Tom Wilkinson) geschickt wurden, den Marsch absicherten, konnten sie ihr knapp 85 km entferntes Ziel erreichen. King hält dort seine berühmte Rede „Our God Is Marching On“.
(Quelle: Blogbusters, Studiocanal, Pathé Films)