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Pampa, Dünen und Kultur
Flagge
Die Farben der Flagge Uruguays gehen auf die argentinische Nationalflagge zurück. Die heutige Flagge von Uruguay wurde am 11. Juli 1830 offiziell eingeführt. Die Farbe Weiss steht für die Freiheit und die Farbe Blau für den Frieden. Die gelbe Sonne ist die Freiheitssonne, ein in fast allen Staaten Südamerikas verbreitetes Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit.
Geschichte
Die einstigen Ureinwohner Uruguays, vor der Europäischen Kolonialisierung waren die Charrua Indianer. Sie stammten von den Guarani Indianern Paraguays ab. Die Spanier entdeckten das Gebiet des heutigen Uruguays 1516. Ab dem Beginn des 17. Jh erfolgte die Besiedelung der Gebiete des heutigen Uruguay, wobei sich die Spanier vor allem im Süden ausbreiteten, die Portugiesen im Norden. Binnen weniger Jahrzehnte wurde die indianische Urbevölkerung vertrieben bzw. ausgerottet. Bis zur zweiten Hälfte des 18. Jh blieb das Gebiet zwischen den beiden Kolonialmächten Spanien und Portugal aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage heftig umstritten. Zu Beginn des 19. Jh begann auch in Uruguay der Unabhängigkeitskampf gegen die spanische Kolonialmacht. Später gab es Versuche der Nachbarstaaten Argentinien und Brasilien, sich Uruguay zu bemächtigen, endgültig unabhängig wurde das Land erst 1830.
Fläche
Mit 176’215 Quadratkilometern Fläche (davon rund 2’600 Quadratkilometer Wasserfläche) ist Uruguay nach Suriname das zweitkleinste Land Südamerikas.
Politik
Uruguay ist eine präsidiale Demokratie mit direkt gewähltem Präsidenten. Seit dem 1. März 2015 wird Uruguay von Präsident Tabaré Vazquez regiert, die Mandatszeit beträgt 5 Jahre.
Bevölkerung
Ethnisch setzt sich die Bevölkerung zu 88% aus Nachkommen europäischer Einwanderer, 8% Mestizen und zu 4% aus Nachkommen afrikanischer Sklaven zusammen. Der grösste Teil der Bevölkerung, nämlich 92%, lebt in Städten, davon über 40% in der Hauptstadt Montevideo.
Religion & Glaube
Die römisch-katholische Kirche als Institution hat – untypisch für Lateinamerika – relativ wenig Einfluss in der Gesellschaft. 47,1% der Bevölkerung bekennen sich zum katholischen Glauben, 23,2% sind konfessionslose Gläubige, 11,1 % sind nicht-katholische Christen, 0,3% sind jüdischen Glaubens, 0,6% sind afroamerikanischen Religionen zugehörig, 17,7% sind Atheisten oder Agnostiker oder gehören anderen Religionen an.
Fauna & Flora
Von den einst mächtigen, undurchdringlichen Buschwäldern sind nur noch wenige Restbestände erhalten. Die weiten Grasflächen der Campos werden heute vorwiegend als Weideflächen genutzt. Natürliche Wälder finden sich entlang der Flussläufe (Galeriewälder), insgesamt sind nur etwa 6% der Landesfläche bewaldet. In den Küstengebieten sind zum Schutz gegen das weitere Vordringen des Sandes Kiefern und Eukalyptusbäume angepflanzt worden. Der Bestand an Wildtieren ist rückläufig. Grössere Säugetiere wie Jaguar und Puma kommen nur noch vereinzelt vor. Füchse, Hirsche, Gürteltiere, Wasserschweine, Flussotter und Kaimane leben unter anderem im Bereich der Flussläufe. Artenreicher ist die Vogelwelt, es kommen unter anderem Nandus, Kraniche, Reiher und Eulen vor.
Industrie & Wirtschaft
Die wichtigste Industrie-Branche ist die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, vor allem von Wolle und Fleisch. Daneben gibt es recht bescheidenen Bergbau, der vor allem Tonmineralien, Sand, Granit, Marmor und Gold gewinnt. Weitere Industriezweige von Bedeutung sind die Erdölverarbeitung, die Zement-, Stahl- und Aluminiumproduktion, sowie die Herstellung von Bekleidung, Elektrogeräten und Chemieprodukten. Neben der Viehzucht, besonders die Haltung von Schafen und Rindern, wird der Anbau von Zuckerrohr und Zuckerrüben, Weizen, Reis, Tomaten, Mais, Leinsaat und Sonnenblumenkernen betrieben. Jährlich werden etwa 130’000 Tonnen Fisch gefangen und mehr als 4 Millionen Kubikmeter Holz gewonnen. Zudem werden in Uruguay etwa 1,1 Mio. Hektoliter Wein pro Jahr erzeugt, der vorwiegend im eigenen Land konsumiert wird.
Devisen
Die Währung Uruguays ist der uruguayische Peso, im Verhältnis 1 USD: 28.63 Pesos (Stand Januar 2018). Wir empfehlen die Mitnahme von US-Dollar.
Impfungen
Generell sollte ein Impfschutz gegen Polio, Tetanus/Diphterie sowie Hepatitis A bestehen. Darüber hinaus ist keine Impfung erforderlich. Malaria ist nirgends eine Gefahr.
Reisepass und Visum
Schweizer Staatsbürger benötigen für die Einreise in Uruguay einen noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültigen Reisepass. Visa sind für Aufenthalte bis zu 90 Tagen nicht erforderlich.
Reisezeit und Klima
Uruguay liegt in der gemässigten Zone, d.h. das Klima ist wechselhaft bei milden Temperaturen. An der Küste kann das Thermometer im Hochsommer (Januar bis März) über 30 Grad steigen. Im Winter fällt etwas mehr Regen als im Sommer und es kann manchmal nasskalt werden.
Sicherheit
Wie überall gilt auch hier: nicht mit teurem Schmuck und Kameras provozieren, keine grossen Geldbeträge mit sich herumtragen und Wertsachen und Dokumente im Hotelsafe deponieren.
Speis und Trank
Die kulinarischen Vorlieben von Urugayern und Argentiniern unterscheiden sich kaum voneinander, auch wenn man in Montevideo oft nicht gut auf die "grosse Schwester" zu sprechen ist. Beiderseits überwiegt beim Tafeln pure Fleischlust: das asado, Rind vom Holzkohlengrill, wird vielerorts in hervor-ragender Qualität serviert. Das übliche Kleingericht ist chivito, ein Sandwich mit einem Steak, sowie Käse, Salatblatt, Tomaten und Speck. Auch italienische Pasta und frische Meeresfrüchte stehen hoch im Kurs. Zum Essen trinken die Uruguayer gerne Bier oder eine Wein-Fruchtsaft-Mischung namens clerico.
Sprache
Die Landessprache ist Spanisch.
Taxis
Taxis sind in Uruguagy preiswerte Verkehrsmittel. Teurer ist es zwischen Mitternacht und 06.00 h morgens. Für die Mitnahme von Gepäck wird ein kleiner Zuschlag berechnet.
Zeitzone
Zeitverschiebung in unserem Sommer minus 5 Stunden und in unserem Winter minus 4 Stunden
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