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Jaromír Jágr geboren am 15. Februar 1972 in Kladno, ist ein tschechischer Eishockeyspieler auf der Position des rechten Flügelstürmers, der seit Juli 2013 bei den New Jersey Devils aus der National Hockey League unter Vertrag steht. Jágr begann im Alter von drei Jahren mit dem Schlittschuhlaufen und debütierte im Alter von 16 Jahren für Poldi in der tschechoslowakischen Eishockey-Liga. Schon ganz früh glänzte er im tschechischen Nationalsport mit Zähigkeit, Übersicht und unnachahmlicher Eleganz. "Er bewegt sich so perfekt, dass man annehmen könnte, er sei mit Schlittschuhen an den Füßen geboren worden", sagte Tschechiens Nationaltrainer Slavomír Lener im April 2004, kurz vor der WM im eigenen Land. Zur Bestürzung der Gastgeber war damals im Viertelfinale Schluss. Im Jahr darauf allerdings war Jágr unaufhaltsam; mit einem gebrochenen Finger führte er sein Land zur Goldmedaille. Gerade volljährig und mit einem Vokuhila war Jágr 1990 in die nordamerikanische National Hockey League (NHL) gekommen. Der Kollaps der Sowjetunion kam dem jungen Mann, der die Revolutionäre des Prager Frühlings verehrte und als Schüler ein Foto von Ronald Reagan mit sich herumtrug, sehr entgegen. Niemand konnte das Jahrhunderttalent am Wechsel in den Westen hindern. Zur Erinnerung an den Prager Frühling, in dem seine beiden Großväter ums Leben kamen, trägt er die Nummer 68.
Mit den Penguins gewann er 1991 und 1992 nach Finalsiegen in den Play-offs gegen die Minnesota North Stars beziehungsweise die Chicago Blackhawks den Stanley Cup. Er verbrachte elf Jahre seiner NHL-Karriere bei den Pittsburgh Penguins. In den folgenden Jahren entwickelte sich Jágr zu einem der stärksten rechten Flügelspieler der NHL. 1995 und 1998 bis 2001 gewann er die Art Ross Trophy für den besten Scorer. In der Saison 1998/99 gewann er die Hart Memorial Trophy als bester Spieler der NHL. 1999 und 2000 wurde er zudem von den Spielern der NHL mit dem Lester B. Pearson Award ausgezeichnet. Die Capitals machten Jágr mit einer Jahresgage von elf Millionen US-Dollar zu einem der bestbezahlten NHL-Spieler. Am 21. November 2006 erzielte er sein 602. NHL-Tor und ist seither der beste europäische Schütze der NHL-Geschichte. Jágr verließ die National Hockey League nach der Spielzeit 2007/08, nachdem sein Vertrag bei den Rangers nicht verlängert wurde und wechselte erneut nach Russland zu Awangard Omsk. Am 6. Februar 2013 erzielte Jágr beim 3:2-Sieg seiner Dallas Stars über die Edmonton Oilers den spielentscheidenden Treffer in der Verlängerung (Overtime) und stellte mit diesem 17. Overtime-Tor seiner Karriere einen neuen NHL-Rekord auf. Außerdem rückte er mit 668 Toren auf den geteilten zehnten Platz der besten NHL-Torschützen aller Zeiten vor.
Mit der Tschechischen Eishockeynationalmannschaft gewann Jágr bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano die Goldmedaille, 2005 und 2010 die Eishockey-Weltmeisterschaft. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin konnte er mit der Mannschaft die Bronzemedaille gewinnen. Am 27. Februar 2006 gab Jágr seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt. Zur Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2009 in der Schweiz gab er sein Comeback im Trikot der tschechischen Auswahl und bei der Weltmeisterschaft 2010 gewann er die Goldmedaille. Bei der Weltmeisterschaft 2011 errang Jágr mit der tschechischen Mannschaft die Bronzemedaille.
Jaromir Jágr auch bekannt für seinen Humor. Er macht Witze über sich, seine schlechten Englischkenntnisse, sein Spiel oder seinen Ruf. Er lebt immer noch mit seiner Mutter und seinem Hund in Pittsburgh. Seine besten Freunde sind Martin Straka und John Cullen. Er mag Musik von Bon Jovi und Metallica, Filme mit Eddie Murphy und liest Science Fiction Bücher. Er mag außerdem schnelle Autos und fährt unter anderem einen Mercedes convertible. Sein Vater ist der Präsident vom HC Poldi Kladno, seinem alten Verein und besitzt zwei Hotels in Tschechien. Jagr besitzt eine Sports Bar am Wenzelsplatz in Prag, dort ist er in seinem Urlaub manchmal anzutreffen.