Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03560.jsonl.gz/395

Geflüchtete Eritreer und Eritreerinnen in der Schweiz - Hintergrundwissen für Sozialarbeitende im Kontext Migration
eine Annäherung
Seit 2006 zählt Eritrea zu einer der häufigsten Herkunftsnationen von Asylgesuchstellenden in der Schweiz. Sowohl die Flucht als auch die Ankunft in der Schweiz kann für die geflüchteten Menschen zu individuell und strukturell bedingten Problemlagen führen, wodurch sie zu Adressaten und Adressatinnen der Sozialen Arbeit werden können. Gemäss verschiedenen Autorinnen und Autoren ist es für Sozialarbeitende von grosser Relevanz, Wissen über die Gründe und Folgen von Migration aufzubauen, um eine bestmögliche Unterstützung leisten zu können. In dieser Literaturarbeit wird deshalb der Frage «Welche Schlussfolgerungen ergeben sich aus dem rechtlichen und migrationsspezifischen Wissen über geflüchtete Menschen aus Eritrea für die Soziale Arbeit in der Schweiz?» nachgegangen. Dazu wird die allgemeine soziale, politische und wirtschaftliche Situation in Eritrea aufgezeigt und mit einem spezifischen Fokus auf den eritreischen Nationaldienst ergänzt. Dieses Hintergrundwissen wird mithilfe von Migrationstheorien, unter anderem den «Push- und Pull-Faktoren», der «Cumulative Causation» und der «Transnationalen Migration» eingeordnet, womit Erklärungshypothesen für die Flucht aus Eritrea erstellt werden können. So zeigt sich, dass die Flucht aus Eritrea in die Schweiz mit der monokausalen Erklärung der Flucht vor dem eritreischen Nationaldienst nur unzureichend erklärt werden kann. Mit dem besseren Verständnis zur Fluchtmigration aus Eritrea in die Schweiz können Sozialarbeitende auf individueller und gesellschaftlicher Ebene gezielter intervenieren, um die Lebenssituation der geflüchteten Menschen zu verbessern.