Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03483.jsonl.gz/1487

Ein technisch perfektes und emotional schocksicheres Debüt zwischen der Härte und dem erzählerischen Risiko von Chirbes, dem riskanten Lebensspiel von Auster, dem schwarzen Humor von Palanhiuk und der Charakter- und Referenzcollage von Jennifer Egan.
Sie sagen, dass glückliche Menschen so sind, aber unglückliche Menschen sind auf ihre eigene Art und Weise glücklich.
Ein politischer Berater sieht in ihrem fortschreitenden physischen Verfall den greifbaren Beweis für ihr moralisches Versagen. Eine Mutter, die ihre Tochter nicht verstehen kann, sammelt sentimentale Misserfolge an, aus Angst, sich wirklich zu verlieben. Ein besessener Schriftsteller hat so viel Zeit damit verbracht, das Leben anderer zu erzählen, dass er vergessen hat, sein eigenes zu leben. Ein unbestechlicher Optimist besteht darauf, die gute Seite der Chemotherapie zu suchen, von Konzert zu Konzert. Ein erfolgreicher Journalist verbrennt seine letzten galanten Patronen, während er sich fragt, ob er die Liebe seines Lebens verloren hat. Sie trafen sich im College, als sie noch große Pläne schmiedeten. Das Leben riss sie auseinander, und seither ist alles noch schlimmer geworden. Vielleicht kann ein Treffen nach all den Jahren diese Bastarde davor bewahren, für immer so zu bleiben.
Javier Peña schafft es mit einer erstaunlichen Erzähltechnik, all diese unglücklichen Existenzen zu durchqueren, um eine glückliche Erfahrung zu schaffen: die Lektüre dieses schillernden Debüts.
"Dieser Roman ist ein Wunderwerk der Auseinandersetzung mit den Figuren, geschrieben aus der präzisen Aufrichtigkeit der wahren Erfahrung. Ein lebhaftes Buch. Unglücklich ist eine Mine". Santiago Lorenzo