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Das grosse SPICK-Interview mit Kimmy Repond
«Ich liebe das Eislaufen jeden Tag»
Seit sie 4 Jahre alt ist, steht Kimmy Repond regelmässig auf den Schlittschuhen. Sie hat an den Schweizer Meisterschaften im Eiskunstlauf schon drei Mal in Folge Gold geholt und ist auch an internationalen Wettkämpfen erfolgreich.
Kimmy, wann hast du mit dem Eiskunstlaufen begonnen?
Das war ein sehr fliessender Übergang. Dreimal die Woche war ich bis ich 8 war in einer Schwimmakademie, und 6 Mal die Woche habe ich mindestens eine Stunde Klavier gespielt. Auf dem Eis war ich mit 4 Jahren auch, 4 bis 5 Mal die Woche. Immer dann, wenn meine Schwestern auf dem Eis waren. Mit knapp 10 Jahren habe ich dann den Fokus auf das Eiskunstlaufen gelegt, nachdem ich mit Jeromie, einer meiner Schwestern, in Russland gewesen war. Innert einem Jahr konnte ich plötzlich alle Dreifachsprünge im Training, was mich besonders motiviert hat.
Was fasziniert dich an diesem Sport?
Die Herausforderung, etwas Neues zu lernen. Zurzeit ist es der Dreifachaxel oder Vierfachsalchow. Ich schlüpfe auch gerne in verschiedene Rollen, ähnlich wie in der Schauspielerei, und liebe es, die verschiedenen Musikstücke zu interpretieren und eine Geschichte zu erzählen.
Du bist erst 12 Jahre alt und machst bereits Dreifachsprünge. Ist das normal in diesem Alter?
In der Schweiz ist das eine grosse Ausnahme, da springt keine Eisläuferin mit 12 Jahren alle Dreifachsprünge und Dreifach-Dreifachkombinationen. Schaut man international, heute ist ja alles online, springen 12-jährige Mädchen bereits Dreifachaxel und Vierfachsprünge, wenn das auch die Ausnahme ist.
Was möchtest du später beruflich machen?
Ich glaube Psychologin oder Ärztin, wie meine Schwestern. Weil mich dieser Beruf sehr interessiert und ich Menschen helfen kann. Aber mein grosser Traum wäre, nach dem Studium mit Stephan Lambiel und meinen Schwestern ein Eislaufzentrum auf die Beine zu stellen und das so perfekt aufzubauen, wie das in Amerika oder Russland gemacht wird.
Wie sieht dein Alltag zurzeit aus?
Morgens um 6 Uhr einwärmen, dann Training, Schule, Training, Schule, Fitness oder Ballet und dann eine bis zwei Stunden noch für mich. Für mich ist es nur dann ein toller Tag gewesen, wenn mein Training oder Wettkampf gut ging. Ich liebe das Eislaufen. Jeden Tag liebe ich es und freue mich immer wieder auf das Eis.
Welche Ziele verfolgst du mit dem Eiskunstlaufen?
Ehrlich gesagt setze ich mir grosse Ziele. Ich möchte die erste Eiskunstläuferin der Schweiz sein, die den Dreifachaxel und Vierfachsprung am Wettkampf zeigt. Ich möchte so gut werden wie die besten Amerikaner oder Russen. Ein hohes Ziel, aber ich arbeite daran, die zu realisieren. Mit einem guten Team, welches mich unterstützt und auf das ich mich verlassen kann, schaffe ich vielleicht.
Welche Eigenschaften braucht es, um im Sport so erfolgreich zu sein?
Ganz sicher eine grosse Leidenschaft, ähnlich wie bei Roger Federer oder Stephan Lambiel. Man spürt noch heute bei beiden die Leidenschaft zum Sport. Beide sind für mich Ausnahmetalente mit einer riesengrossen Leidenschaft. Auch eine Begabung darf nicht fehlen. Aber ich denke, um ganz gross zu werden, muss das, was man tut, vom Herzen kommen.