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In diesem Haus befindet sich eine stillgelegte, aber noch voll funktionstüchtige Getreidemühle, die ihren Ursprung im 19. Jahrhundert hat.
Zusammen mit einem Wohnhaus wurde hier 1828 eine Schmiede gebaut, die 1845 schon wieder abgebrochen wurde. An ihrer Stelle baute Gallus Schlegel 1846 eine Mühle und richtete später auch eine Bäckerei ein.
In der Zeit von 1860 bis 1893 betrieb Niklaus Schlegel (vermutlich der Sohn) die „Fruchtmühle“ mit Bäckerei. In den Akten der Gebäudeversicherung ist folgende Ausrüstung aufgeführt: Wasserrad, Wellbaum, Kammrad, 1 Mühlestuhl, 2 Mahlhaufen, 1 Backofen. Ab 1928 wird die Bäckerei nicht mehr erwähnt. Die Mühle war aber bis 1957 in Betrieb.
Das oberschlächtige Wasserrad und die Mühle sind noch in so gutem Zustand, dass sie jederzeit in Gang gesetzt werden können.
Die Getreidemühle besteht aus einem herkömmlichen Steinmahlgang, einer vertikalen Steinmühle der Firma Soder, einem doppelten Walzenstuhl, einer Röllmühle
sowie aus verschiedenen Sieb-, Reinigungs- und Sortiervorrich-tungen. Mit der Röllmühle wurde Dinkel entspelzt (geröllt).
In dieser Mühle wurde hauptsächlich Mais – früher die wichtigste Feldfrucht im Rheintal - zu Schrot, Griess und verschiedenen Mehlsorten gemahlen, aber auch Weizen und Dinkel.