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Spüren Sie es? Bald ist sie da. Die braven Jäger und Jägerinnen werden durch Berg und Tal streifen, "Artenmanagement" und "Lebensraumverbessernde Massnahmen" betreiben, werden Gämse und Murmeltier (nur mit Patent A), Feldhase, Schneehase und Waldschnepfe (mit Patent B) sowie Wildschwein (mit Patent D und im August nur in "Ansitzjagd ausserhalb des Waldes"), sowie "Marderhund, Waschbär, verwilderte Hauskatze, verwilderte Haustaube" erlegen. Selbst die Waldschnepfe, von der ich nicht mal wusste, dass es sie in der Schweiz noch gibt, ist ab ersten Oktober im Berner Jura nicht mehr sicher, sondern duckt sich bis zum 15. November am besten ganz tief im Farn. Denn bald wird unser Zürcher Nachbar mit dem Apostroph, so lesen wir im Newsletter von Caduff's Wine Loft, "Wildschwein, ein Rentier, einen Elch, einen Schneehasen oder ein Murmeltier auftischen. Oder noch beflügelter: Stockente, Waldschnepfe (extrem selten), Waldtaube, Fasan oder Wildhühner aller Art." Das Verb ist schon mal tot.
Eröffnet wird die Jagdsaison auch dieses Jahr - wetten wir? - von Pressemeldungen über Jäger, die sich gegenseitig für Hirsche, Rehe, Wildschweine oder Waldschnepfen hielten. Dagegen gäbe es durchaus Abhilfe, zum Beispiel aus Japan. Dort hat man eine Kamera entwickelt, die alkoholisierte Pendler "anhand bestimmter Bewegungs- und Verhaltensmuster erkennen." Neben ganz normalem Torkeln erkennt die Kamera auch anderes verdächtiges Verhalten, zum Beispiel "Liegen auf Sitzbänken" und "langes, grundloses Verweilen". Wär doch ideal!
Andererseits haben sich gegenseitig jagende Jäger wiederum auch nicht unrecht, denn "Wir sind Tiere",
wie Antitheismus.de
schon letztes Jahr herausgefunden hat: "Menschen sind eine der derzeit lebenden 7 Menschenaffenarten, alle Menschen sind Nachfahren der ersten, afrikanischen Menschen - und wir stammen von Fischen ab, die vor langer Zeit vom Meer oder einem Tümpel aus das Land betraten."
Wer jagt, braucht einen Plan und vielleicht auch eine Karte, auf dass er, nachdem er oder sie das Tier gefunden hat, auch wieder nach Hause findet. Keine Karte, aber einen Plan (siehe Abbildung) hat das Bundesamt für Gesundheit, das diesen im unermüdlichen Bestreben nach Volksgesundheit zur Einführung des Elektronischen Patientendossiers entwickelt hat. Dann lieber jagen! (Christoph Hugenschmidt)