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Spreche ich in meinen Videos zu wenig über Gott, und zuviel über die menschliche Seite des Glaubens? – Das mag auch daran liegen, dass man über Gott eigentlich gar nicht sprechen kann. Gott, wenn es Gott gibt, ist nicht „wie“ wir Menschen.
Am ehesten stelle ich mir Gott vor wie den Boden unter meinen Füssen oder wie die Luft, die ich atme. Jemand, der immer da ist. Bis ich einmal wirklich den letzten Atemzug mache und den Boden unter meinen Füssen nicht mehr brauche.
Beim Sprechen über Gott stossen wir an Grenzen. Gott ist so anders, so unvorstellbar, dass man sich Gott nur annähern kann.
Für die Nerds unter euch: Die „negative Theologie“ (apophatische Theologie) denkt genau von dieser Prämisse aus und spricht nur in Verneinungen über Gott. Ein unbekannter Theologe (jemand bezeichnete ihn später als Pseudo-Dionysios Areopagita) verglich im 5. Jahrhundert das Sprechen über Gott mit der Arbeit eines Bildhauers: Dieser erschafft eine Statue dadurch, dass er alles Überflüssige wegmeisselt.
Und auch der Schweizer Theologe Karl Barth schrieb über das Dilemma, über Gott reden zu sollen, es aber nicht zu können. Und das Vertrauen, dass Gott sich selbst zu erkennen gibt und selbst von sich spricht.
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