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|Aargau Staat (Titel)|
|Aargau Staat Verwaltung|
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Tiefster Punkt • Rhein bei Kaiseraugst • 260 müM
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|Aargau Staat Geschichte|
In der Zeit, als die Römer die auswandernden keltischen Helvetier wieder in ihr verlassenes Gebiet zurückdrängten, erhielt das Gebiet des jetzigen Aargaus ein erstes Strassennetz / die Römer bauten eine Verteidigungslinie mit Wachttürmen am Rhein / wegen der Bedrohung Italiens durch die Westgoten wurden 401-406 nChr. sämtliche verfügbaren Truppen von der Nordgrenze nach Italien zurückbeordert / mit dem Rückzug der Römer und dem Germaneneinbruch wurde die römische Kultur zerstört und verschwand auch die lateinische Sprache / es folgte eine Ansiedlung durch die Alemannen im 5.-6. Jh.
Aus dem Elsass stammend, hatte sich das Geschlecht der Habsburger im Aargau niedergelassen / auf dem Wülpelsberg bei Brugg erbaute es die Habsburg / bis zur Verlagerung ihrer Macht in Richtung Österreich war Brugg das Zentrum des habsburgischen Kernlandes / Irmgard, die Gattin des Grafen Lanzelin, hatte das Gebiet beim Zusammenfluss von Aare und Reuss in die Ehe gebracht / es lag verkehrsmässig und militärisch sehr günstig / weil sich damals der Warenverkehr hauptsächlich auf Flüssen abwickelte, konnte von der Habsburg aus der Handel leicht überwacht werden
Um das Jahr 1027 gründete Gräfin Ita zusammen mit ihrem Gemahl Radbot das Benediktinerkloster Muri / aus Einsiedeln wurde die ersten Mönche geholt / als Eigenkloster der Habsburger war die Neugründung vollständig von der Stiftersippe abhängig / der Graf bestimmte den Abt, verlangte für sich und seine Nachkommen den Begräbnisplatz in der Kirche und übernahm auch das Amt des Schirmvogtes / der Besitz des Klosters Muri umfasste Güter von den Weinbergen im Elsass bis zu den Alpweiden Unterwaldens
Graf Werner von Habsburg gab jedoch 1082 seine Rechte über das Kloster auf, schied den Eigenbesitz von dem der Mönche und verzichtete auf die erbliche Schirmvogtei / die Lenzburger waren mit diesem Vorgehen nicht einverstanden, denn sie fühlten sich als Erbberechtigte benachteiligt / es kam zu einer blutigen Fehde
Mit dem Tod des Habsburgerkönigs Albrecht I. begann der Niedergang der habsburgischen Macht in der Schweiz / im Jahre 1415 besetzten die Eidgenossen den heutigen Aargau / sie vertrieben die Habsburger und teilten die vielen Lehensherrschaften neu auf / Bern, Luzern und Zürich nahmen sich je ein Stück Land, um ihre Gebiete abzurunden / der Rest wurde von den Acht Alten Orten gemeinsam verwaltet und besteuert / die Berner besetzten zur Sicherung der Juraübergänge auch die nördlichen Ausgangspunkte der Passstrassen
Schlimm traf es das Fricktal in den 1630er Jahren während des Dreissigjährigen Krieges (1618–1648) / das Tal hatte insbesondere unter den Plünderungen und Verwüstungen durch die schwedischen Krieger zu leiden / nach 1763 zogen dann bis zum Einfall der Franzosen 1801 die sogenannten 'Friedensjahre' unter der österreichischen Herrschaft der Kaiserin Maria Theresia ins Land
Die Franzosen riefen 1798 beim Einmarsch in die Schweiz die Helvetische Republik aus / ein unter französischer Vorherrschaft gesamtschweizerischer Einheitsstaat / diese Helvetische Republik wurde in Aarau ausgerufen / wahrscheinlich deshalb beherbergte der Kanton Aargau rund 5 Monate lang den Schweizer Regierungssitz / 1799-1801 gingen durch den Machtanspruch Napoleons dem österreichischen Kaiserhaus die 'Vorlande' verloren / 1802 waren das Fricktal sowie die Region Baden für kurze Zeit eigene Kantone
Nach der Helvetik wurde durch den Machtanspruch Napoleons mit seiner Mediationsakte 1803 der Kanton Aargau in seinem jetzigen Umfang aus 4 verschiedenartigen Herrschaftsbereichen zusammengefügt: Bernischer Unteraargau, freie Ämter mit den Bezirken Muri und Bremgarten, Grafschaften Baden und Zurzach, Fricktal mit Rheinfelden und Laufenburg
Dem neuen Kantonsgefüge fehlten zwangsläufig historische Klammern / die Hinwendung zum Bundesstaat war deshalb programmiert, anstelle eines eher bescheidenen kantonalen Bewusstseins / die Bewohner des Aargaus fühlten sich mehr den Regionen und der Eidgenossenschaft verpflichtet und weniger dem Kanton / jede Region wachte darüber, dass sich keine andere unbotmässige Vorteile verschaffte / aargauische Politik war ausgeprägter als andernorts dem dezentralen Ausgleich der Interessen und damit dem Kompromiss verpflichtet
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Das Christentum ist ein geistiges Kulturerbe von den Römern / die Christianisierung begann unmittelbar nach der Römerzeit, schritt kontinuierlich fort und setzte sich im 6.-7. Jh. endgültig durch / heute sind Freiamt und Fricktal sowie der Bezirk Bremgarten vorwiegend katholisch / der Berner Aargau hingegen ist reformiert / in den Bezirken Baden und Zurzach halten sich beide Religionsrichtungen die Waage
Als im 19. Jh. konfessionelle Streitigkeiten den eidg. Frieden erschütterten, gehörte der Aargau zu den aktivsten Streithähnen / nachdem die Liberalen 1830 in den meisten protestantischen und industrialisierten Kantonen das konservative Ancien Regime gestürzt und die Macht an sich gerissen hatten / versuchten sie, den kirchlichen Einfluss zurückzudämmen / der Kt. Aargau ging schliesslich so weit, die katholischen Klöster aufzuheben / was gegen den noch immer gültigen Bundesvertrag von 1815 verstiess / auf die Bedenken einer ausserordentlichen Tagsatzung hin machte Aargau seinen Beschluss für 4 Frauenklöster rückgängig / womit sich die protestantische Mehrheit der Tagsatzung zufrieden gab
|Aargau Staat Gemeinden|
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