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Der Muskel wird dabei möglichst aus seiner Umgebung herausgehoben und zwischen den Händen geknetet sowie
mittels der flachen Hand unter gleichzeitigem Drucke gerieben. d) Tapottement besteht in Klopfen und Pochen auf den kranken Teil.
Die geschlossene Hand wirkt auf tiefere, die flache auf oberflächliche Gebilde. Es wird angewandt namentlich bei Nervenleiden,
teils um stärker zu reizen, teils zur Herabsetzung von Hyperästhesien. Bei Neuralgien, besonders des Gesichts, kann man sich
zum Klopfen auch des Perkussionshammers bedienen.
Die Knetung wird zweimal, mitunter drei- bis viermal täglich, jedesmal etwa 6-8 Minuten, angewandt. Die akuten Entzündungen,
namentlich der Gelenke und Sehnen, sind, falls nicht schon Eiterung besteht, die dankbarsten Objekte für
die Knetkur; nur das Hüftgelenk ist seiner tiefen Lage wegen der Knetung zu wenig zugänglich. Gute Erfolge werden auch erzielt
bei den sogen. Gelenkneuralgien, bei reiner Ischias, bei chronischen, besonders traumatischen, Muskelaffektionen, mitunter
bei Podagra und selbst noch bei manchen Formen von Tumor albus.