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Die Berufsfachschulen müssen weiterentwickelt werden, da heute die Berufsausbildung im Kanton zum Teil örtlich verzettelt stattfindet und zudem zu viel Schulraum vorhanden ist, wie es in der Mitteilung der St. Galler Staatskanzlei vom Freitag heisst.
Die Berufsfachschulen sollen konsequenter qualitätsstarke Kompetenzzentren bilden. Der Bericht zum Postulat "Strategische Investitionsplanung für Sekundarstufe II" beleuchtet hierfür mehrere Optionen. Diese wurden an Workshops im ersten Quartal 2022 mit den Rektoren der Berufsfachschulen sowie Vertreterinnen und Vertretern der vorrangig involvierten Berufe evaluiert. Zwei Optionen wurden von einer grossen Mehrheit der Beteiligten und der Regierung als zweckmässig und umsetzbar beurteilt, wie es im Communiqué weiter heisst.
Die erste Option entspricht jener aus einem Vorentscheid der Regierung vom Oktober 2020: in Rorschach soll ein Kompetenzzentrum für Gesundheitsberufe aufgebaut werden. Die Konsequenzen daraus wären, dass der bisherige Standort in St. Gallen geschlossen würde. Das Berufsfachschulzentrum in Rorschach-Rheintal (BZR) müsste Platz für die Gesundheitsberufe machen. Die dortigen Ausbildungen würden auf andere Standorte verteilt. Diese Option wurde zusammen mit den Rektoren und Verbandsvertretungen vertieft überprüft und nun als realisierbar bekräftigt.
Die zweite Option wurde in Zusammenarbeit mit den Rektoren erarbeitet und zusammen mit den Verbandsvertretungen konkretisiert. Sie sieht eine Integration des BZR in das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrum St. Gallen (GBS) vor, unter Beibehaltung des Standortes Rorschach für einen Fächer gewerblicher Berufe.
Beide Optionen ermöglichen die Bildung von Kompetenzzentren, indem die Ausbildung für ähnliche Berufe gebündelt wird. Die zweite Option böte zudem die Möglichkeit, in der Stadt St. Gallen einen Cluster "Gesundheit" und in der Stadt Rorschach einen Cluster "Gewerbe" zu behalten.
Bei den Mittelschulen besteht mittelfristig kein grösserer Handlungsbedarf für die Immobilienbedarfsplanung. Müsste längerfristig substanziell noch mehr Schulraum bereitgestellt werden, würde statt eines weiteren Ausbaus der bestehenden Schulen der Bau einer Mittelschule in der Stadt Rapperswil-Jona realistisch, schreibt der Kanton weiter.
Der Kantonsrat berät den Bericht voraussichtlich in der Septembersession 2022.
(sda)