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8. Berenloop, 7. November 2004
"Berenloop" heisst auf Deutsch "Bärenlauf". Dieser Event ist - vor Allem im Norden der Niederlande sehr beliebt. Die Einschreibung per Internet öffnete am 1. Mai und am 13. Mai war die maximale Teilnehmeranzahl von 1'500 bereits erreicht. Die meisten Teilnehmer melden sich jedoch für den "Halben" an.
Der Lauf findet auf der Watteninsel "Terschelling" statt. Diese Insel liegt grob betrachtet, auf einer West-Ost Achse und ist ca. 30 km lang und 4 km breit. Die Event-Organisation war perfekt! Am Morgen gab es ein extra Fährschiff, das die Teilnehmer und die zahlreichen Supporter von Harlingen (Friesland) nach West-Terschelling brachte. Die Stimmung auf dem vollen Schiff (über 1'000 Passagiere) war ausgezeichnet. Für das Umkleiden standen nahe dem Start eine Sporthalle und eine Schule zur Verfügung.
Der Start (12:30 Uhr) und der Finish waren am Fuss des legendären Leuchtturms "Brandaris", des ältesten in den Niederlanden, erstmals erwähnt 1312.
Die Route ist eine Runde (West-Ost-West) um die Insel, die eine längliche Form hat. Der erste Teil (Südrand) geht durch ein schönes Dörfchen mit vielen historischen Gebäuden, hauptsächlich Fischer- and Arbeiterhäuschen die in grüne Weiden eingebettet sind. Am "Ende" der Insel geht es dann in ein Naturgebiet mit einer wunderschönen Landschaft. Nachdem Durchqueren einer rauen Dünenlandschaft mit niedrigen und spärlichen Böschungen, werden die Läufer (am Nordrand) in S-Kurven wiederholt, zum Inneren der Insel geleitet, wo es einen kleinen aber sehr schönen Mischwald gibt, mit sogar einem Naturteich! Am Schluss geht es dann ca. 2 km am Strand entlang bevor die letzten ca. 7 km bis zum Ziel anfangen.
Am Tag vorher war ich bereits nach Groningen (Nord-Niederlande) gereist und hatte bei meiner Schwester Anneke übernachtet. Damit verkürzte sich die Reise nach Harlingen, wo das Fährschiff ablegen würde, auf ca. 80 km. Die Weiterreise am Morgen und die Überfahrt waren gemütlich und schön! In West-Terschelling angekommen, hatte ich mich in der Sporthalle umgezogen und verbrachte die Zeit bis zum Anfang auf dem Start- und Zielgelände am Fusse des Brandarus.
Kurz nach dem Start traf ich auf eine kleine Gruppe aus Bekannten vom Marathon-Dreitäger u.A. der Läufer der fast immer mit seinem Hund Billy teilnimmt. Die ersten 10 km. blieb ich bei dieser Gruppe dann spürte ich, dass ich etwas mehr zulegen konnte und lief alleine etwas schneller. Das Wetter war prima, ich genoss die Landschaft und die Herbstsonne. Wie am Basler-Marathon, konnte ich das Tempo von 6 min. pro km ohne grosse Probleme halten, lediglich der Strandabschnitt war etwas mühsam, meine Zwischenzeiten waren: 59:20, 01:01:06, 59:29, 01:01:58 und 13:37, Gesamtzeit 04:15:32.
Nach dem Zieleinlauf ging es in die Sporthalle zum Umkleiden und dann wieder zurück zum Abfahrtsterminal für das Fährschiff. Leider war das Extraschiff bereits voll und ich musste ca. 1.5 Std. auf die reguläre Verbindung warten. Die Überfahrt dauerte nochmals 2 Stunden, sodass ich erst um 21:30 Uhr, die ca. 250 km lange Rückreise zu meinen Vater im Süden der Niederlande starten konnte.
Zusammengenommen
war es, inkl. der schönen Schiffsreise, ein tolles Erlebnis. Wenn
möglich, werde ich sicher wieder mal teilnehmen!
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