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Seit fast zwei Wochen war Blanca Fernandez Ochoa, 56, verschwunden. Jetzt die traurige Gewissheit: Die ehemalige spanische Ski-Weltcupsiegerin ist tot. Dies berichtet die spanische Zeitung «Marca». Die Polizei geht von einem Unfall aus, die genaue Todesursache wird nun untersucht.
Spürhunde fanden die Leiche der Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von 1992 in der Sierra de Guadarrama, einem Wandergebiet nördlich von Madrid, wo die vermisste Ex-Spitzensportlerin auch vermutet wurde. Ihr Auto wurde am 1. September auf dem Parkplatz am Eingang dieses stark bewaldeten Gebiets gefunden. Laut dem Bericht ist Ochoa bereits vor sieben bis zehn Tagen gestorben.
Wegen Schicksalsschlägen immer mehr zurückgezogen
Ochoas Verwandte hatten sich zunächst keine Sorgen gemacht: Die begeisterte Wanderin brach zu einer viertägigen Tour in der Sierra de Guadarrama auf. Als sie aber nach fünf Tagen nicht mehr zurückkehrte, meldeten sie die Angehörigen als vermisst.
Ihr Umfeld beschrieb die frühere Slalom-Konkurrentin von Vreni Schneider, 54, in spanischen Medienberichten als Einsiedlerin. Wegen mehrerer Schicksalsschläge habe sich Ochoa mehr und mehr zurückgezogen, so habe ihr eine ihrer zwei Scheidungen sehr zugesetzt. Aus der Bahn geworfen habe Ochoa aber auch der Krebstod ihres Bruders Paquito 2006.
Bereits seit Kindesbeinen an soll die Ex-Skifahrerin an einer bipolaren Störung gelitten haben, wie ihre Familie gegenüber der Zeitung «El Español» bestätigt. Doch mit der Erkrankung, die starke Stimmungsschwankungen und Depressionen auslösen kann, hätte sie im Laufe der Jahre gut umgehen können. Ochoa lebte bis zu ihrem Tod in der Kleinstadt Cercedilla. Sie hinterlässt zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter.
Auf Twitter kondolieren spanische Sportgrössen den Hinterbliebenen. «Heute ist ein sehr trauriger Tag für den spanischen Sport. Eine grosse Umarmung für die ganze Familie», schreibt etwa Torhüter Iker Casillas.