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Die Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitstaaten ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Steuerung der Migrationsbewegungen. Die Schweiz hat in den vergangenen Jahren Instrumente entwickelt, die es ihr erlauben, ihre Interessen im Migrationsbereich zu verfolgen und gleichzeitig die unterschiedlichen Grade der Zusammenarbeit zu berücksichtigen: Migrationsdialoge, Rückübernahmeabkommen, Migrationsabkommen, Visaerleichterungsabkommen, Visumbefreiungsabkommen, Abkommen über die Visumbefreiung von Inhaberinnen und Inhabern von Diplomaten-, Dienst- oder Sonderpässen, Stagiairesprogramme und Migrationspartnerschaften. Beim Migrationsdialog handelt es sich um die informellste Art der bilateralen Zusammenarbeit, während die Migrationspartnerschaft einen umfassenderen Ansatz in der Zusammenarbeit verfolgt.
Die Nachbarländer der Schweiz (Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Fürstentum Liechtenstein) sind wichtige Akteure im Rahmen dieser Zusammenarbeit. Infolge der Migrationskrise 2015–2016 haben Griechenland, Italien und andere Länder an den Aussengrenzen der Europäischen Union, die einem starken Migrationsdruck ausgesetzt sind, in den Migrationsdialogen und in der bilateralen Agenda der Schweiz an Bedeutung gewonnen. Das SEM nimmt in den bilateralen Beziehungen mit diesen strategischen Schwerpunktländern eine wichtige Rolle ein.
Letzte Änderung 13.04.2021