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Danco Giovanoli, Soglio im Almanacco Grigioni Italiano, 1998 (aus dem Italienischen übersetzt) 50 Jahre Bergbauer Im Mai 1945, bei Kriegsende, habe ich meine obligatorische Schulzeit abgeschlossen. Nun galt es das Problem der Berufswahl zu lösen. Ein Einstieg in die Landwirtschaft war nicht mehr selbstverständlich. Die Zukunftsaussichten wa-ren in der kargen Landschaft schlecht. Man sprach von andern Berufen. Als Kind nahm ich vom Grossvater düstere Prophezeiungen auf. «Um in diesen Räuber-höhlen zu wohnen braucht man Löwenbeine, einen Ameisenmagen um wenig zu essen und nichts zu trinken» stand auf der Türe des Maiensäss geschrieben. Trotzdem schrieb ich mich nach gründlicher Überlegung an der Landwirtschaftsschule in Landquart ein. Entschied mich für die «dicken Schuhe». Im Frühjahr 1947 verliess ich mit dem landwirtschaftlichen Diplom den Plantahof. Wehmütig warf ich im Zug einen letzten Blick auf die Ebene der Bündner Herrschaft. Wissend, wohin mein Weg führt, um Wurzeln zu schlagen. Der väterliche Betrieb, der mich erwartete, bestand aus etwa 20 kleinen Ställen und noch kleineren Bauten und natürlich aus Teilen (bis zu 32stel) davon. Diese lagen von der Kastanienselve bis hinauf zum Waldrand verstreut. Das Maiensäss lag in Bueira, in 25 km Entfernung im Engadin. Es wurde von einem Teil der Familie bewirtschaftet. Damit war die Familie während eines halben Jahres getrennt. Im Winter hatten wir 5 – 6 Kühe im Stall. Rind und Muni mit ein paar Ziegen waren in einem zweiten, die Schafe mit dem Schwein in einem dritten. Und irgendwo wurden die Hühner untergebracht. Den Standort wechselten wir laufend. Die Tiere verbrachten höchstens einen Monat im gleichen Stall. Das elektrische Licht fehlte. Eine kleine Petroleumlampe verursachte mehr Rauch, als sie Licht gab. Sie beleuchtete höchstens die Hälfte des kleinen Stalles. In Soglio fehlten die Wegverbindungen zum Wiesland. Der Einschnitt mit dem tiefgelegenen Bachlauf musste mühsam überwunden werden. Ein grob gekiester Fahrweg verband das Dorf mit dem Tal. Die Parzellen waren durch Teilungen zu winzigen Flächen zusammengeschrumpft und zerstreut. Eine Mannladung reichte aus, um das Heu von drei Parzellen wegzutragen. Für die wenigen Tiere mussten 200 Parzellen bewirtschaftet werden. Die Gerätschaften bestanden aus einer Sense, einem Rechen, dem Cerlo (Trag-korb). Ich weiss nicht, weshalb Soglio nicht anstelle des Steinbocks einen Cerlo als Wappenzeichen wählte. Einziges Fortbewegungsmittel war ein schweres Fahrrad ohne Gangwechsel, mit Rücktrittsbremse. Mit diesem Inventar versehen, versorgte ich meine Theoriebücher in einen Schrank. Mit Enthusiasmus und wenig Verdienst legte ich mich ins Zeug. Es hiess «ohne Boot zu segeln». Unterstützungsleistungen gab es keine. Der Lohn war einzig vom Einsatz abhängig. Die Güterzusammenlegung verursachte viele Diskussionen und Streitereien. Es gab zufriedene und solche, die sich benachteiligt oder sogar ruiniert fühlten. Jetzt wurden auch Feldwege und Brücken gebaut. Neue Möglichkeiten eröffneten sich. Der Gebrauch eines Wagens wurde möglich. Der Luxus eines Pferdes lag nicht drin, also brauchten wir den Ochsen. Von weitem hörte man bereits die ersten Motorengeräusche. 1950 konnten erstmals die zusammengelegten Parzellen gemäht werden. Ich beschloss, einen Traktor zuzulegen, um den Ochsen zu ersetzen. Überzeugt, dass ein kleines Gefährt ausreichte, entschied ich mich für einen «Pony». Ich setzte den bisherigen Anhänger ein. Den Deichsel entfernte ich. Der Schmied machte die Anhängevorrichtung. Doch die Gummiräder vertrugen sich schlecht mit den Eisenrädern. Ein richtiger Anhänger war fällig. 1956 vollzog ich mit dem Kauf eines Motormähers den zweiten Mechanisierungsschritt. Hatte ich beim Kauf des Traktors noch die Zustimmung des Vaters, beim Mäher war er dagegen. Er befürchtete, dass der Boden beschädigt werden könnte. Doch er er-kannte mit der Zeit den Nutzen. Der kleine Traktor war den Anforderungen im steilen Gelände nur halbwegs gewachsen. Immer wieder stellte es ihn an den Vorderrädern auf. Nach zehn Jahren kaufte ich einen grösseren, stärkeren. Ich brauche ihn heute noch. Die Technik brachte nun laufend Neuheiten auf den Markt, doch unsere Landschaft setzt der Mechanisierung Grenzen. 1982 kaufte ich einen Transporter mit Doppeltraktion als Ladewagen und Mistzetter, der den grössten Nutzen brachte. Die Jahre verstrichen. Die Zahl der Maschinen nahm zu. Und wie die Produktivität stieg, erhöhten sich die Kosten. Später entwickelte sich die Produktivität wie der Lauf des Älterwerdens, dem sich niemand entziehen kann. „Heute haben wir alles, was uns damals fehlte. Aber uns fehlt das, was wir damals hatten.“ (Danco Giovanoli) Der erste Traktor in Soglio! «Mit etwa 5‘000 Franken im Sack fuhr ich vor Beginn der Heusaison nach Thusis, um den Traktor zu kaufen. Ich beherrschte die Zügel, um den Ochsen zu führen. Aber ich hatte keine Ahnung, wie man ein Fahrzeug steuert. Noch weniger, wie ein Motor funk-tioniert. Nie hatte ich bisher einen Traktor gefahren. Der Verkäufer war anfänglich skeptisch über den Kunden aus Italienisch-bünden. Als er dann das Geld auf dem Tisch sah, verschwand jeder Zweifel. Nach zwei Stunden intensiver Schulung liess er mich mit dem eisernen Ross ziehen. Ohne Nummer, und ohne Versicherung machte ich mich am nächsten Morgen auf ins Bergell. Meine erste Ladung bestand aus der mit geführten Verpflegung. Ich hängte sie hin-ter den Sitz und fuhr konzentriert Richtung Julierpasshöhe. Auf dem Hospiz machte ich den ersten Halt mit der Absicht, mich zu verpflegen. Doch da war nichts mehr zu finden. Enttäuscht fuhr ich weiter. Wäh-rend der Fahrt beschäftigte mich der Ver-lust als schlechtes Omen. Wie ich ins Dorf einfuhr, wurde ich von Klein und Gross umzingelt. Alle wollten sie die Neuheit sehen. Die Jungen waren begeistert. Die Alten senkten den Kopf.»
SOGLIO und die Naturverbundenheit «Sind SOGLIO-Produkte wirklich Naturprodukte?» lautet eine vielgestellte Frage. Die damit verbundenen Erwartungen gehen davon aus, dass Naturprodukte etwas Besonderes sind. SOGLIO möchte mehr, deshalb legen wir Wert auf eine differenzierte Betrachtung. Gute, ganz besondere Produkte wollen wir hier im Bergell, einem der abgelegensten Bergtäler Graubündens, herstellen. Mit einem Bezug zu unserer Bergwelt. Dabei stand für SOGLIO nie im Vordergrund, einfach „Naturprodukte“ herzustellen. Zwar erfüllt der grössere Teil der Produkte diese Eigenschaft in besonderer Weise, doch wir möchten mehr. Der Wille, in einer sich von der Natur entfremdenden Zivilisation naturnah zu wirken, und mit frischem Unternehmergeist einen innovativen Betrieb im Bergell aufzubauen. Mit einer Qualität, die ganz einfach für sich spricht, sollten auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden. Bergverbunden Jedes SOGLIO-Produkt enthält Rohstoffe aus unseren Bergen. Wir sind spezialisiert auf die Veredelung unserer wertvollen Bergkräuter. Die Schafmolke, welche von La Punt (Engadin) stammt, hat es uns mit ihren besonderen, hautpflegenden Eigenschaften ebenso angetan. Sie verlangt in der Verarbeitung einiges ab. Spezielle Freude bereitet auch, das Ziegenbutteröl weiterzuverarbeiten. Hinter der Zusammenarbeit mit der Berglandwirtschaft steht auch der Respekt vor unserere Kulturlandschaft. Der Alpenraum ist eine einzigartige landwirtschaftliche Schatzkammer, hinter der eindrückliche Leistungen unserer Vorfahren stehen. Eine nachhaltige Entwicklung verbindet immer auch kulturelle Werte. Für SOGLIO bedeutet Qualität, dass wir den Rohstoffen und ihrer Herkunft ebenso Bedeutung zumessen wie dem Rezepturaufbau. Verschiedene Produkte wären mit ihrem heutigen Profil gar nicht möglich gewesen bei einer ausschliesslichen Beschränkung auf reine Naturstoffe. Nie hätten wir eine Pecorlana entwickeln können, die anschliessend auf dermassen viel Anerkennung stiess gerade bei Kundinnen, die wirklich etwas Spezielles für ihre Haut gesucht hatten. Geschweige denn eine Solar 7, welche auch punkto Verträglichkeit eine differenzierte Lösung für einen angemessenen Hautschutz bietet. Oder was würden wir zur schonenden Haltbarmachung von besonders heiklen Rohstoffen machen ohne die schonenden Möglichkeiten der Konservierung, wie SOGLIO sie nutzt? Denn Alkohol ist gerade für empfindliche Haut keine Alternative! Eine Rezeptur ist für SOGLIO schliesslich die Kunst, gute Rohstoffe auszuwählen und sie in einer speziell ausgearbeiteten Kombination zu einem Produkt aufgehen zu lassen, das die Bezeichnung „Spezialität“ wirklich verdient. Anstelle der Frage nach der „reinen Natürlichkeit“ interessiert uns vor allem, was hinter dem Produkt und hinter einem jeden Rohstoff steckt. In diesem Sinne fühlen wir uns wirklich verbunden mit dem, was wir machen. Ökologie ist ein Teil unserer ökonomischen Haltung. Die Bergphilosophie von SOGLIO betont auch die kulturelle Verankerung einer nachhaltigen Entwicklung. Die Verbindung zum Bergell, zum ganzen Alpenraum!
Ein SOGLIO-Produkt verkörpert den Respekt vor der einzigartigen Kulturlandschaft unserer Bergwelt und leistet einen Beitrag zum Erhalt dieses Lebensraumes. Um den Charakter des Tals zu bewahren, ist eine angemessene, stabile und nachhaltige Entwicklung gefordert. Dabei achtet SOGLIO auf einen schonenden Umgang mit den Ressourcen. Die Verbindung von SOGLIO und dem Bergell macht Körperpflege zum Wellnesserlebnis pur! Jedes Produkt ist wie geschaffen, um Erinnerungen auftauchen zu lassen an eine Landschaft, die unvergleichlich ist. In den Ferien, unterwegs, zuhause – machen wir die Pflege zur Bereicherung und Stärkung auch im hektischen Alltag. SOGLIO – gepflegt mit der Kraft der Berge!
Wild gewachsen Von Hand im Bergell verarbeitet Unser Johannisöl ist ein gutes Beispiel, für das Ausmass an Handarbeit, die sich in der Qualität der SOGLIO-Produkte widerspiegelt. Das Johanniskraut wird in der Umgebung von Soglio wild gesammelt und in einer für SOGLIO entwickelten Getreidekeimölmischung angesetzt. Dieses reift über Wochen an der Sonne bei einer zeitaufwendigen täglichen Behandlung. Das Johannisöl ist ein wichtiger Bestandteil der Johanniskraut-Seife und trägt bei zur besonderen Qualität der Ringelblumen-Hautcrème, der Sitzcrème und des Nagelbalsams.
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