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Japan bekommt einen neuen Kaiser. Anlässlich des historischen Ereignisses werfen wir einen Blick auf den Besuch des ehemaligen Kronprinzen in Bern im Jahr 2014.
Kaiser Akihito hat abgedankt. Erstmals seit etwa 200 Jahren endet eine kaiserliche Ära in Japan noch vor dem Tod des Tenno. Formal tritt Akihito um Mitternacht Ortszeit von seinem Amt zurück. Dann wird sein Sohn Naruhito (59) zu seinem Nachfolger.
2014: Naruhito in der Schweiz
Naruhito besuchte die Schweiz, um 150 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan zu feiern. Berns ehemaliger Bürgermeister Alexander Tschäppät zeigte ihm die Bundesstadt. Die Schweizer Presse bemerkte damals, dass die Reise für Naruhito eine willkommene Pause bedeutete, dessen öffentliche Auftritte normalerweise streng kontrolliert würden und wenige Begegnungen mit "normalen Menschen" ermöglichten.
Eine Ära geht zu Ende
Mit der Abdankung von Kaiser Akihito nach 30 Jahren auf dem Thron endet in Japan auch eine Ära: Nach "Heisei", was mit "Frieden schaffen" übersetzt werden kann, gilt ab Mittwoch "Reiwa", die Ära der "schönen Harmonie".
In einer kurzen Ansprache sagte der 85-jährige Akihito, er habe seine 30-jährige Herrschaft mit "tiefem Respekt und mit Liebe für das Volk" ausgeübt.
Akihito reiste mit seiner Frau Michiko im Jahr 2000 in die Schweiz. Während des dreitägigen Aufenthalts besuchte er den Sitz des IKRK und traf sich in Bern mit dem damaligen Bundespräsidenten Adolf Ogi. 1953 hatte der damalige Kronprinz Akihito, damals 19 Jahre alt, als letzte Etappe einer mehrmonatigen Weltreise, die Schweiz besucht.
Bilder von diesen Schweizer Besuchen und jenem im Schweizer Pavillon der Weltausstellung 2005 in Japan finden Sie in dieser Galerie:
Tagesschau SRF vom 30. April 2019: Japan – Abschied vom alten Kaiser: