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China schlägt eigenen Supercomputer-RekordUhr | Aktualisiert
Im chinesischen Supercomputing-Center in Wuxi steht jetzt der schnellste Superrechner der Welt. Er ist drei Mal schneller als der alte Champion. In der Schweiz steht nach wie vor der schnellste Rechner in Europa.
China hat seinen eigenen Spitzenreiter bei den Supercomputern übertroffen. Wie aus der aktuellen TOP-500-Liste der Grossrechner hervorgeht, übertrifft der "Sunway TaihuLight" (chinesisch 神威太湖之光) getaufte Supercomputer den bisherigen Spitzenreiter Tianhe-2 (übersetzt Milchstrasse) um das Dreifache.
Der neue Spitzenreiter steht im "National Supercomputing Center in Wuxi", in der chinesischen Provinz Jiangsu. Die Stadt liegt am See Taihu, der sich auch in der Namensgebung wiederfindet. Übersetzt heisst der Rechner etwa: "der göttliche Schein des Taihu". Den Angaben zufolge hat er rund 10,6 Millionen Kerne und eine Leistung von 93 Petaflops, damit nähert er sich als erster Grossrechner an die Grenze von 100 Petaflops an. Der Tianhe-2 kam mit 3,1 Millionen Kernen lediglich auf 33 Petaflops. Dabei ist der "Sunway TaihuLight" mit einem Verbrauch von 15,3 Megawatt deutlich sparsamer als der Tianhe-2, der rund 18 Megawatt benötigt. Umgerechnet erzeugt der "Sunway TaihuLight" 6 Gigaflops je Watt, im Vergleich zu rund 2 Gigaflops beim Tianhe-2.
Chinesische Eigenentwicklung
Nach Angaben der Erbauer wurde das gesamte System in China entworfen und gebaut. Auch die Prozessoren sind Made in China. Entwickelt wurde der Rechner vom National Research Center of Parallel Computer Engineering & Technology, das der chinesischen Akademie der Wissenschaften angegliedert ist.
Die USA belegen mit dem Rechner Titan im DOE/SC/Oak Ridge National Laboratory nur noch den dritten Platz. Zudem überholte China die USA auch bei der Zahl der installierten Systeme und der Gesamtrechenleistung, schreibt Golem. Unter den Top 500 kommt China nunmehr auf 167 Rechner mit 211 Petaflops. Die USA haben 165 Rechner mit 173 Petaflops.
Der schnellst Superrechner Europas steht nach wie vor in der Schweiz. Der Piz Daint landete auf Platz 8, gefolgt vom Hazel Hen, der in Stuttgart steht. Unter den Top 10 gab es mit Ausnahme des neuen Spitzenreiters keine Veränderungen.