Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03322.jsonl.gz/797

Externer Inhalt
Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.
An der Handball-Weltmeisterschaft in Frankreich setzt es in den Achtelfinals die ersten grossen Überraschungen ab. Olympiasieger Dänemark und Europameister Deutschland scheitern vorzeitig.
Ein halbes Jahr nach dem Sieg an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro startete Dänemark als einer der ersten Titelanwärter ins WM-Turnier in Frankreich. Die Vorrunde bestätigte die Prognose; die Dänen gewannen alle fünf Gruppenspiele recht souverän mit einer Gesamttordifferenz von plus 27.
Die Wende kam im Achtelfinal in Albertville, dem Olympia-Ort von 1992. Gegen die Ungarn lagen die Dänen während der ganzen ersten Halbzeit nie in Führung. Bestenfalls stand es unentschieden. Den exakt gleichen Verlauf nahm die zweite Halbzeit, in der die Ungarn zweimal auf vier Tore davonzogen. Letztmals glichen die Dänen zum 24:24 aus, bevor sich die Osteuropäer in den letzten Minuten abermals durchsetzten und 27:25 gewannen.
So nützte es den Dänen letztlich nichts, dass sie den besten Torschützen des Spiels in ihren Reihen hatten. Mikkel Hansen, der für Paris Saint-Germain spielende Welthandballer der Jahre 2011 und 2015, traf achtmal. Treffsicherster Ungar war Mate Lekai mit sechs Toren.
Wenn der Gruppensieger gegen den Vierten einer anderen Gruppe ausscheidet, mag dies nach einer Sensation tönen. Allerdings verfügen die Ungarn über eine ausgezeichnete Mannschaft. In der Gruppe, in der sie sich hinter den starken Deutschland und Kroatien sowie auch noch hinter Weissrussland klassierten, blieben sie weit unter ihrem effektiven Leistungsvermögen.
Deutschland muss nach dem 20:21 gegen Katar die Heimreise antreten. Vor zwei Jahren hatten die Katari für die Heim-WM für viel Geld Topstars eingebürgert. Aus diesem Team waren nur noch drei Akteure dabei. Gleichwohl reichte dies, um sich wie 2015 (damals 26:24 im Viertelfinal) durchzusetzen. Deutschland wirkte über weite Strecken extrem verunsichert und konnte nicht an die starken Vorstellungen der Vorrunde anknüpfen.
In den Viertelfinals vom Dienstag trifft Gastgeber und Titelverteidiger Frankreich auf Schweden. Der letzte WM-Finalist Katar spielt gegen Slowenien, Norwegen gegen Ungarn. Spanien bekommt es mit Kroatien zu tun.
SDA-ATS