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Quelle: Reuters / CH Media Video Unit / Jeannine Merki
Das Beben ereignete sich auf der Noto-Halbinsel in der Präfektur Ishikawa. Zuerst war von einer Stärke von 7,4 die Rede. Auch im Raum der Millionen-Hauptstadt Tokio gerieten Gebäude ins Schwanken. Japan ist eines der stärksten von Beben gefährdeten Länder der Welt. Die Regierung berichtete von sechs Fällen, bei denen Menschen lebendig unter Trümmern begraben worden seien. Mehrere Menschen wurden verletzt.
In 36'000 Haushalten fiel laut Behörden allerdings der Strom aus. Wie japanische Fernsehsender berichten, stürzten mehrere Häuser in den betroffenen Regionen an der Küste des Japan-Meeres ein. Einzelne Strassen und Parkplätze wurden aufgerissen, in einer Fabrik brach ein Feuer aus.
Bevölkerung musste sich auf Anhöhen begeben
Die nationale meteorologische Behörde gab am Montag eine Warnung vor einem drei Meter hohen Tsunami entlang der Küste am Japan-Meer aus. Eine Sprecherin des japanischen Fernsehsenders NHK forderte die Bewohner ununterbrochen und mit eindringlicher Stimme auf, sich auf Anhöhen in Sicherheit zu bringen.
In einigen Regionen wurden bald darauf erste Flutwellen von mehr als einem Meter registriert. Im Vergleich zur Tsunami-Katastrophe im März 2011 fielen die Flutwellen bislang allerdings deutlich geringer aus.
Noto-Halbinsel mit höchster Warnung
Bereits um 8 Uhr Schweizer Zeit am 1. Januar trafen einige Tsunami-Wellen auf japanisches Festland. Das berichtet die Zeitung «The Japan Times». Derweil musste sich die Noto-Halbinsel an der Westküste auf die höchsten Wellen gefasst machen. «Wellen von fünf Meter Höhe werden für das Gebiet vorausgesagt», so die Zeitung.
Bei der Warnmeldung für die Halbinsel handle es sich um eine Warnung der höchsten Stufe. Diese wurde auch ausgerufen als 2011 ein Erdbeben und ein Tsunami massive Schäden in Japan verursachten. Damals hatte ein Seebeben der Stärke 9 einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der weite Gebiete im Nordosten des Archipels verwüstete und rund 20 000 Menschen in den Tod riss. Im Nachgang der Katastrophe kam es zum Reaktor-Unfall beim Kernkraftwerk Fukushima.
AKW-Betreiber kontrolliert auf Schäden
Das Energieunternehmen Tepco teilte auf X (ehemals Twitter) mit, dass es zurzeit überprüft, ob Schäden an seinen Einrichtungen entstanden sind. Die entsprechende Meldung ging um 9 Uhr Schweizer Zeit raus. Laut der Regierung kam es in Atomkraftwerken der Region zu keinen Unregelmässigkeiten.
At around 4:10 p.m. on January 1, an earthquake with a magnitude of 7.6 on the Richter scale struck the Noto region of Ishikawa Prefecture, Japan.— TEPCO (@TEPCO_English) January 1, 2024
We are currently checking the impact of this earthquake on our facilities.
(red./sda)