Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03166.jsonl.gz/2734

Nachfolgend finden Sie alle wichtigen Stationen der Firmengeschichte aufgelistet.
1875
Die Baumschule Daepp wird durch Johann Adolf Daepp, die erste von fünf Generationen, gegründet.
Adolf Daepp, Bauernsohn und Ur-Ur-Grossonkel des heutigen Betriebsinhabers, machte 1875 erste Aufschulungen in Oppligen bei Kiesen (BE). Angebaut wurden damals vorwiegend Obst- und Beerenkulturen auf einer Fläche von 1.5 Hektaren.
Seine Ausbildung genoss er an der landwirtschaftlichen Schule Rüti in Zollikofen und im Pomologischen Institut in Reutlingen (Deutschland). Sein Dozent war Alexander Lukas, der Namensgeber der berühmten Birne.
1888
Adolf Daepp entdeckt die heute berühmte Apfelsorte 'Berner Rosenapfel'.
Um 1870 fanden F. Baumann und Adolf Daepp auf dem
Grundstück der Familie Baumann einen Zufallssämling. Die Baumschule Daepp,
damals ansässig in Oppligen, sorgte durch Veredlung für die Erhaltung und
Verbreitung dieser Sorte. Der erste Mutterbaum stand auf dem Areal der Familie
Baumann und trug 1888 erste Früchte. Adolf Daepp erkannte sofort, dass es sich
um eine neue Apfelsorte handelte. Er veredelte diesen neu entdeckten Winterapfel
und brachte ihn als „Neuer Berner Rosen Apfel“ in der Schweiz und in
Deutschland auf den Markt.
An der Schweizerischen landwirtschaftlichen Ausstellung
im Herbst 1895 in Bern, erhielt der Apfel als Neuheit den 2. Preis, und an der
Allgemeinen Deutschen Obstausstellung im Oktober 1896 in Kassel, eine Silber
Medaille als hervorragende, im Handel befindliche Neuheit.
Fünf Generationen und über 120 Jahre später ist der Berner
Rosenapfel eine der beliebtesten Gartenapfelsorten im Kanton Bern und in der
Schweiz.
1897
Neffe Paul Daepp, geboren 1877, übernimmt die Baumschule
Adolf Daepp starb sehr früh, so dass sein Sohn noch zu jung war, um die Baumschule zu übernehmen. Somit übernahm sein Neffe Paul Daepp, geboren 1877, die Baumschule. Er war 20 Jahre alt und der Sohn von Gottfried Daepp, dem Mitinhaber und Mitbegründer der Weinhandlung Riem-Daepp in Kiesen. Er absolvierte eine Banklehre. Später machte er aus gesundheitlichen Gründen, weil die Büroarbeit ihm nicht bekam, die Lehre bei der Firma Grossmann in Aarau (heute Firma Hauenstein Rombach) und kam so zum Beruf des Baumschulisten.
Paul Daepp war der 1. Präsident des Berufverbandes der Schweizer Baumschulen.
1901
Erste Aufschulungen in Münsingen von Dr. Ernst Jacky
Ernst Jacky hatte Botanik studiert und die Gartenbauschule Châtelaine in Genf besucht. In Proskau, Preussen, war er Dozent für Phytopathologie (Pflanzenschutz). Er sollte Leiter der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Liebefeld werden. Später entschloss er sich aber eine Baumschule zu gründen. Er und seine Baumschule sind in den Büchern von Friedrich Glauser, Schriftsteller von u. a. "Wachtmeister Studer", "Mato regiert", erwähnt. Friedrich Glauser war lange in der Psychiatrischen Klinik in Münsingen in Behandlung und arbeitete mehrere Jahre in der Baumschule Münsingen.
1921
Die Baumschule Daepp in Oppligen wird an die Firma Steiger verkauft, da Paul Daepp schwer erkrankt ist
Mit Pferdefuhrwerken zügelte die Firma Steiger ihre Baumschule von Steffisburg nach Oppligen. Bereits zwei Jahre später zogen Steigers, wiederum mit Pferden, nach Thörishaus um, wo sie noch heute sind.
1923
Paul Daepp stirbt an einem Gehirntumor
Verdienste von Paul Daepp:
Er war der erste Präsident des Bernischen Baumzüchterverbandes (heute Vereinigung Bernischer Baumschulen). Und auch der erste Präsident des Verbandes Schweizerischer Baumschulbesitzer (heute Verband Schweizerischer Baumschulen VSB). Weiter war er der erste Süssmostpionier der Schweiz. Er stellte den ersten sterilisierten Süssmost in der Schweiz in grösserem Rahmen her, gründete die erste Mosterei und war bekannt bis nach Deutschland und Amerika.
1935
Heinrich Paul Daepp, geboren 1911, tritt als Mitarbeiter in die Firma Jacky & Mertens in Münsingen ein.
Zu dieser Zeit wurde alles Gärtnerische gemacht: Samenbau, Samenhandel, Balkonpflanzen, Schnittblumen, Binderei, Stauden, Baumschule, Gartenbau und -pflege. Auch ein Landwirtschaftsbetrieb mit Kühen, Schafen, Ziegen, Schweinen und Hühnern wurde betrieben.
Die Pflanzen wurden für den Versand mit dem Handwagen zur Bahn gebracht. Durch die Baumschule führte ein Baumschulgleis mit Rollwagen
1936
Am 1.Januar 1936 übernimmt der damals 25-jährige Heinrich Paul Daepp die Baumschule in Münsingen.
Heinrich Paul Daepp absolvierte die Lehre bei der Firma Haas in Bern und schloss in allen vier Berufszweigen ab. Dann arbeitete er ein Jahr in der Baumschule Jules Tuilaux in Lacelles-St. Cloux, Versailles, Paris. Von 1932 - 1935 studierte er in Geisenheim, Deutschland, Gartenarchitektur.
Damalige Mechanisierung des Betriebes:
Mit Ochsen im Zug vor dem Selbsthalterpflug oder dem sogenannten "Vorerdig". Daran konnte man 1-2 Einachser-Erdbännen anhängen.
Die Rollbahn ist anfänglich immer noch in Betrieb (J.G. Daepp erinnert sich noch an Schienenteile, welche später unbenutzt herumlagen).
Der Handwagen wird von einem sogenannten Autotraktor zur Bahn gezogen.
Später Anschaffung einer Bodenfräse Simar, mit Seilwinde um den Pflug und andere Geräte zu ziehen (Pflanzen auf Schlitten).
Es gab ein Dreibein mit Flaschenzug zum Heben der Bäume.
Ein Fjordpferd zum Ziehen von Pferdehacken wurde gehalten (alles heute noch vorhanden).
1937
Anschaffung des ersten Autos, eines DKW mit Zweitaktmotor
1939
Ein zweiter DKW wird als Personenwagen für Geschäft und Familie angeschafft.
Beim alten DKW wird die Karosserie ausgeschnitten und eine Holzbrücke aufgebaut, daraus entstand das sogenannte "Camionettli".
Walter Mühletaler, geboren 1911, fuhr damals mit dem Velo und dem Anhänger mit Besen, Schaufel und Spaten sowie einer Rückenspritze zu den Kundengärten nach Bern.
1960
Der erste Traktor, ein Ferguson mit Hydraulik und Frontlader, wird gekauft.
Dazu wurden auch viele Anbaugeräte angeschafft. Bald brauchte es einen zweiten Schlepper (1962).
Sachbearbeiter der Schweizer Nomenklaturkommission
mehrere Jahre Sekretär des Verbandes Schweizerischer Baumschulen
Entwickelte die Baumschule Daepp zu einem modernen Betrieb
Ziergehölze, Alleebäume, Blütenstauden, Obst- und Rosenkulturen
Er hatte schon damals immer sehr gepflegte Sortimente und bot diese in seinen selbst verfassten und gedruckten Katalogen an.
1972
Übernahme der Baumschule Daepp durch Johann Georg Daepp, geboren 1945
Johann Georg Daepp absolvierte die Lehre bei der Firma Lehmann in Büren a. d. Aare (1960 - 1964)
1964 Praktikum bei der Firma Meylan Renens/VD
1966 Besuch einer Handelsschule
1969 -1972 Studium an der Fachhochschule Osnabrück. Abschluss als Gartenbauingenieur (grad.) in Baumschule, Pflanzenernährung, Bodenkunde und Betriebswirtschaft
1975
Anschaffung einer Topfmaschine
1985
Inbetriebnahme des ersten Computers mit dem Programm BlattLaus
1988
Erstellung einer eigenen Wasserversorgung
1995
Heinrich Paul Daepp stirbt nach einem reicherfüllten Leben im Alter von 84 Jahren.
1997
Rosmarie und Johann Georg Daepp stehen dem Unternehmen 25 Jahre vor.
1998
Anschaffung einer Robotertopfmaschine
2000
Die Baumschule Daepp feiert ihr 125. Jubiläum
Mit einem Tag der offenen Türe und einem grossen Sommerfest mit dem Verband Schweizerischer Baumschulen (VSB, heute Fachgruppe Baumschulen von JardinSuisse).
2001
Zertifizierung durch SQS, Zertifikat ISO 9001
2003
Die gesamte Baumschule wird mit EAN Strichcode- und Bild-Etiketten ausgezeichnet.
Die Baumschule Daepp ist damit der erste Schweizer Betrieb, der diese Technologie flächendeckend einsetzt.
2005
Übernahme der Geschäftsführung durch die 5. Generation
Patrick Daepp, Dipl. Ing. Gartenbau FH, geboren 1976
Patrick Daepp absolvierte die Lehre als Gärtner in der Fachrichtung Baumschule bei der Firma Von Dach AG in Lyss (1992 - 1995)
1996 eidg. technische Berufsmatura
1997 - 1998 Militärdienst und Berufspraktikum
1999 deutsches Abitur (FH Giessen - Friedberg in Deutschland)
1999 - 2003 Studium an der Fachhochschule Wiesbaden (D) zum dipl. Ing. Gartenbau FH. Abschluss in Baumschule, Betriebswirtschaft und Marketing
2006
Aus Baumschule Daepp wird Gartenpflanzen Daepp.
Nach dem Generationenwechsel wurde eine neue Firmenstrategie festgelegt, welche die Konzentration auf die Kundensegmente Garten- und Landschaftsbaubetriebe und Privatkunden vorsieht. Gartenpflanzen Daepp soll ein starkes kundenorientiertes Familienunternehmen bleiben und zum Kompetenz-Zentrum für Pflanzen und Gartenkultur werden. Kern der Philosophie ist es, zahlbare Qualitätspflanzen anzubieten.
Einkaufen bei Gartenpflanzen Daepp soll ein Erlebnis sein. Der neue Name soll diese Neuerungen verkörpern.
2009
Bau der neuen Staudentopf- und Lagerhalle mit automatischer Erdförderung und Robotertopfanlage.
Der Topfroboter dient zum Eintopfen von Pflanzen und sorgt für eine schnelle, einheitliche und saubere Produktion. Die moderne Technik ermöglicht ein erhebliches Arbeitsersparnis und trägt zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bei.
2009
Bau des neuen Verkaufsraumes
2013
Einführung von QR-Codes
Gartenpflanzen Daepp ist die erste Schweizer Baumschule, welche ihr gesamtes Sortiment mit Quick Response (QR) Code Etiketten auszeichnet. Mit einem Smartphone kann jedermann den QR Code auf der Pflanzenetikette einscannen und wird direkt mit der DaeppApp Pflanzendatenbank verbunden. Auf der DaeppApp findet der Pflanzenliebhaber alle Pflanz- und Pflegeinformationen zur eingescannten Pflanze. Mehr dazu finden Sie unter "DaeppApp Online Pflanzensuche".
2013
Label "Schweizer Pflanzen" wird eingeführt
Weil uns die Umwelt und unsere Eigenproduktion am Herzen liegen, produzieren wir integriert (IP) und vermarkten unsere Eigenproduktion unter dem neuen Label "Schweizer Pflanzen".
2014
Umbau Zufahrt
Unsere neue Zufahrt ermöglicht eine bessere Verkehrsabwicklung für Lieferwagen, Anhänger und LKW.
2014
Umbau Eingang Verkaufshalle
Die Überdachung des Eingangbereiches der Verkaufshalle ermöglicht eine stets aktuelle Warenpräsentation.
2014
Zertifikat "Vekauf Grüne Branche"
Gartenpflanzen Daepp wurde als erster Betrieb in der Schweiz mit dem Zertifikat "Verkauf Grüne Branche" von JardinSuisse ausgezeichnet. Dieser Kompetenznachweis beurteilt die Beratungs- und Verkaufsqualität des Betriebes und der Mitarbeitenden der Verkaufsabteilung.
2015
Giardina Gold und Silber Award
An der Giardina 2015, der grössten Schweizer Indoor-Veranstaltung für das Leben im Garten, wurde unser Stand prämiert.
In der Kategorie "Stände bis 40 m2" haben wir den Gold-Award erhalten. Die Präsentation überzeugte die Jury in den Bewertungskriterien Ästhetik, Originalität, Funktionalität, attraktive Produktepräsentation und Gesamteindruck. In der Kategorie "Sonderschau Floristik & Design", in der Team-Präsentation "Balkongärten und Kleinterrassen - wo das Leben blüht" - gestaltet von Kathrin Stengele, diplomierte Fachfrau Gartengestaltung - haben wir den Silber-Award erhalten. Die Präsentation überzeugte die Jury in den Bewertungskriterien Innovation und Neuheitencharakter, Bepflanzung und Materialien, Thema und Umsetzung, Gestaltung und Konstruktion sowie Originalität und Gesamteindruck.
2016
TASPO Awards Finalist 2016
Der TASPO Award ist der grösste deutschsprachige Gärtnerpreis und wird durch die gleichnamige Gärtnerzeitung ausgerichtet.
Dank unserem Ausbildungs- und Personalentwicklungskonzept mit Kundenberater-Zertifikat „Verkauf grüne Branche“ wurden wir von der Jury der TASPO Awards 2016 in der Kategorie «Bestes Konzept Ausbildung & Mitarbeiter» als Finalisten nominiert. Obwohl wir den Taspo Award 2016 nicht mit nach Hause nehmen durften, sind wir stolz darauf, dass wir bei der Preisverleihung in Berlin dabei sein konnten. Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen, unsere Kundschaft noch besser zu bedienen auf diese Art belohnt werden.
2017
Start Bau der neuen Verkaufsanlage
2018
Eröffnung Gartencenter
Mit der
Eröffnung der ersten Erlebnisbaumschule der Schweiz mit Gartencenter bieten wir
ein reichhaltiges Angebot an Pflanzen und Zubehör für die Gestaltung des
persönlichen Pflanzenreiches im eigenen Garten, auf Balkon oder Terrasse. «Ein Besuch bei uns soll ein
Erlebnis sein, vergleichbar mit einem Spaziergang durch eine englische
Gärtnerei», meint Geschäftsleiter und Inhaber Patrick Daepp. «Wir wollen die
Sinne ansprechen und zum Verweilen einladen.» Beispielsweise auf einem Rundgang
zu Fuss, auf einer Rundfahrt mit dem Elektromobil durch das grosse Areal oder
beim kulinarischen Genuss im Bistro «Florence». Mit dem Erlebnis-Baumschul-OL
und einer Schatzsuche ist der Besuch auch ein gutes Ziel für einen
Familienausflug.