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Hallo,
das klingt alles sehr nach fehlendem Wissen und Erfahrungswerten, wie man PDF-Dateien im Druckvorstufenumfeld korrekt weiterverarbeitet bzw. nach dem Einsatz ungeeigneter Programme/Ausgabesyste mit denen die PDF-Datei verarbeitet werden.
Eine Font-Untergruppe ist z.B. nichts anderes als ein normaler Font, der aber eben nur die Schriftzeichen beinhaltet, die für die Reproduktion der Seiteninhalte benötigt wird. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass eine Font-Untergruppe nicht automatisch ein Problem darstellt.
Das einzige Problem ergibt sich - und das hat Herr Ulrich schon angesprochen - wenn man versucht, zwei oder mehr PDF-Dokumente, die den gleichen Font jeweils als Untergruppe beinhalten, zusammenzuführen.
Dies ist aber wiederum nur ein Problem, wenn man dieses Zusammenführen in Acrobat 4 durchführt (ein Acrobat 5 würde sich bereits weigern die Dateien zusammenzuführen, wenn Gefahr besteht) oder mit einer Software, die dafür technologisch eben nicht geeignet ist.
Eine moderne, wirklich PDF-kompatible Auuschieß-Software, wird von diesem Problem z.B. nicht betroffen sein, obwohl unter Umständen sehr viele Einzeldokumente kombinier werden müssen.
PDF-Dateien von Kunden in einem Macromedia FreeHand (oder einem anderen Illustrations-Programm) zu öffnen ist grob fahrlässig. Freehand "spricht kein PDF". D.h. die PDF-Objekte müssen erst in FreeHand-Objekte konvertiert werden. Dies ist ein sehr anspruchsvolles Unterfangen, das nur dann verlust- und fehlerfrei über die Bühne gehen kann wenn das jeweilige Programmformat leistungsfähig genug ist alle Attribute eines beliebigen, laut PDF 1.3 definierten PDF-Objekts, übernehmen zu können. Das FreeHand-Format, ebenso wie das CoreDRAW oder Adobe Illustrator-Format sind (noch) weit davon entfernt dies leisten zu können. Außerdem dürfen bei der Konvertierung natürlich keine Fehler gemacht werden was bei der Komplexität der Aufgabenstellung kaum machbar ist. Hinzu kommen, je nach Programm, unter Umständen noch lizenzrechtliche Probleme bei der Schriftübernahme. Lange Rede kurzer Sinn: Als Dienstleister darf man sich auf solche Arbeitsweisen nicht einlassen, da man für die korrekte Weiterverarbeitung der Kundendaten nicht mehr garantieren kann.
PDF-Dateien in EPS-Dateien zu wandeln, um eine Farbseparation aus einer Layout-Software heraus durchführen zu können, macht erforderlich, dass diese EPS-Dateien im PostScript Level 1 Standard gespeichert werden, da die Software-mässige Separation an sich eine Level 1 Technologie darstellt. Dies aber kann wiederum zu drastischen Qualitäts- und Informationsverlusten führen, wenn eine PDF 1.3 Datei konvertiert wird (wenn man mit PostScript Level 1 alles genauso gut wiedergeben könnte wie mit PostScript 3, dann hätte Adobe sich nie die Mühe machen müssen, den Standard weiter zu entwickeln).
Der korrekte Weg eine PDF-Datei zu separieren ist sie entweder nativ als PDF-Datei (setzt allermodernste RIP-Technologie voraus) oder gewandelt in ein PostScript 3 EPS in einem PostScript 3 RIP per in-RIP Separation zu verarbeiten. Ein Dienstleister der das nicht weiß und/oder nicht die technsichen Voraussetzungen dafür mitbringt, ist schlicht nicht dafür geeignet composite PDF-Dateien zu verarbeiten.
vielleicht legen Sie Ihrem Dienstleister mal nahe sich eine qualifizierte, auf den Prepress-Bereich fokusierte PDF-Schulung zu gönnen.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Zacherl
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