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Aktuell sei die Produktion teils über das Unternehmen, Tochtergesellschaften und Zulieferer hinweg fragmentiert. Die Flugzeugstruktur-Montage müsse aber als Kernaktivität betrachtet werden, dafür brauche es zentrale Schnittstellen. Die Umsetzung der Pläne sei nun für den 1. Januar 2022 anvisiert, die Konzepte seien zunächst den Sozialpartnern vorgestellt worden.
Konkret soll nun ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland entstehen, das die Aktivitäten von Stade sowie die Strukturmontage in Hamburg mit denen der Konzerntochter Premium Aerotec in Nordenham, Bremen und teilweise in Augsburg zusammenführt. In Frankreich ist ein Unternehmen geplant, das die derzeit bei Airbus in Saint-Nazaire und Nantes durchgeführten Aktivitäten mit denen von Stella Aerospace weltweit zusammenbringt.
Die beiden Unternehmen sollen keine Zulieferer mehr sein, sondern stattdessen in den Konzern integriert werden. "Ihr eigenständiger Status wird es ihnen ermöglichen, sich auf ihren Bereich zu konzentrieren und gleichzeitig schlanker sowie flexibler zu werden", so Airbus. Airbus plant ausserdem die Gründung einer neuen Einheit mit Sitz in Deutschland, die sich auf die Fertigung von Einzelteilen und Kleinkomponenten konzentriert. Diese solle aus der heutigen Premium Aerotec hervorgehen.
Die IG Metall kritisierte die Pläne scharf. "Die Ankündigung ist ein Angriff auf die Airbus- und Premium-Aerotec-Standorte in Deutschland", sagte der Bezirksleiter IG Metall Küste, Daniel Friedrich. Die Pläne gefährdeten Tausende Arbeitsplätze. "Eine Zerschlagung des Unternehmens Premium Aerotec und eine Ausgliederung einzelner Airbus-Standorte werden wir nicht akzeptieren."
Konzernchef Guillaume Faury hatte gerade erst betont, dass er Potenzial zur Optimierung und Vereinfachung des industriellen Aufbaus in Europa sehe. Dieser sei derzeit recht komplex und fragmentiert, sagte er bei der Hauptversammlung in der vergangenen Woche./nau/DP/nas
(AWP)