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Methoden zur Untersuchung und Beurteilung der Seen
Modul: Ökomorphologie Seeufer
Niederberger K., Rey P., Reichert P., Schlosser J., Helg U., HaertelBorer S., Binderheim E.
2016
Bundesamt für Umwelt
Das «Konzept zur Untersuchung und Beurteilung der Seen in der Schweiz» sieht Erhebungsverfahren in den Untersuchungsbereichen Chemie, Biologie und Physik in den jeweils relevanten Teilhabitaten Pelagial, Litoral und Profundal vor. Die vorliegende Publikation stellt die Methodik für die Untersuchung der Ökomorphologie der Seeufer
vor. Ziel ist die flächendeckende Erfassung, Bewertung und übersichtsmässige Darstellung des ökomorphologischen Zustandes der Seeufer. Anhand von Luftbildern werden die eigentliche Seeufermorphologie sowie Nutzungen, Anlagen und Verbauungen im und am Seeufer anhand von verschiedenen ausgewählten Merkmalen erhoben. Die ökomorphologische Zustandserfassung der Seeufer erfolgt direkt in einem geografischen Informationssystem (GIS). Basierend auf einer Zielhierarchie wird anschliessend die Bewertung des ökomorphologischen Zustandes der Seeufer anhand der erhobenen Merkmale mittels Wertfunktionen vorgenommen. Die Anwendung einer Zielhierarchie ermöglicht eine differenzierte Betrachtung von einzelnen Uferkompartimenten wie z.B. «Flachwasserzone», «Uferlinie» und «Uferzone». Die für jedes Uferkompartiment mittels Wertfunktionen berechneten Werte werden einer von fünf Qualitätsklassen von natürlich/naturnah bis künstlich zugeordnet. Die Seeuferabschnitte werden auf Übersichtskarten entsprechend ihrer Qualitätsklasse in den Farben blau, grün, gelb, orange und rot dargestellt.