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Solarthermie lässt sich nicht alleine zur Erwärmung von Trink- und Heizungswasser nutzen, sondern auch für die Erwärmung von Wasser im privaten Schwimmbecken. So kann man die Badesaison mithilfe der Heizung und umweltfreundlicher Energie früher beginnen und später enden lassen. Damit die Solaranlage das Wasser in ausreichendem Masse aufheizt, muss allerdings die Kollektorfläche ausreichend gross sein.
Bei der einfacheren Variante des Wasserkreislaufs in einem beheizten Schwimmbecken pumpt die Filterpumpe das Wasser nicht nur durch das Filtersystem, sondern zusätzlich durch den Absorber. Oft bringen bestehende Filterpumpen allerdings nicht die dafür benötigte Leistung. In solchen Fällen ist eine zusätzliche Solarpumpe notwendig. Man kann sich für eine Solaranlage entscheiden, die ausschliesslich für die Erwärmung des Schwimmbadwassers installiert wird. Alternativ kann die Schwimmbadheizung auch als Teil einer Solarthermie-Anlage konzipiert werden, die grösser dimensioniert ist und zusätzlich die Wohnungsheizung sowie die Trinkwasser-Erwärmung unterstützt. Die Solarwärme wird dann über einen Wärmetauscher ans Wasser im Filterkreislauf des Pools abgegeben.
Absorber für eine reine Schwimmbad-Beheizung können einfacher aufgebaut sein als Kollektoren für die Erwärmung von Heizwasser und/oder Trinkwasser. Oftmals reichen Absorber-Matten aus. Absorber für die Erwärmung von Schwimmbadwasser kann man natürlich (wie Solarthermie-Kollektoren) auf dem Dach installieren. Bei Schwimmbad-Anlagen reicht aber auch eine Absorberfläche auf dem Boden.
Als grober Richtwert gilt: Die Absorberfläche zur Beheizung eines Schwimmbeckens sollte 60% bis 70% der Schwimmbeckengrösse betragen. Das gilt allerdings nur bei einem Schwimmbecken, das bei Nichtnutzung abgedeckt wird. Bleibt das Becken dagegen stets offen, liegt der Orientierungswert für die Absorberfläche bei 100% der Schwimmbadgrösse.
Für die Frage, wie viel Wärmeenergie die Solaranlage fürs Schwimmbecken produziert, spielt natürlich auch die Platzierung der Absorber eine Rolle. Der Platz sollte nicht allzu schattig sein. Daneben sollte er sich nicht zu weit vom Becken entfernt befinden, da ansonsten die Pumpenleistung zu hoch werden müsste, um das Wasser durch das Solarsystem zu pumpen. Anbieter von Solar nennen als Richtwert für die mit einer Solaranlage erreichbare Erwärmung des Schwimmbadwassers etwa fünf bis acht Grad Celsius. Fachbetriebe können weitere Informationen zum Thema „Schwimmwasser-Erwärmung mit Solaranlage“ geben.
Eine Poolheizung kann die Badesaison im privaten Schwimmbecken verlängern. Und eine Solaranlage ist eine gute Wahl, um Energie für diese Heizung beizusteuern.