Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03572.jsonl.gz/1615

„House of Cards“, eine der ersten Netflix-Eigenproduktionen, wurde erstmals im Jahr 2013 ausgestrahlt. Michael Dobbs, Beau Willimon und Andrew Davies schufen eine neue Art des Politthrillers, die die Geschichten der amerikanischen Abgeordneten erzählen, wobei natürlich auch machthungrige Ehefrauen, Intrigen, Korruption und natürlich Morde nicht fehlen dürfen. „House of Cards“ blickt hinter die Kulissen des Machtspiels, welches tagtäglich in Washington, D.C. stattfindet. In der zentralen Rolle befindet sich Frank Underwood, der sich – und das ist das besondere Stilmittel der Serie – immer wieder an die Zuseher wendet.
„House of Cards“ basiert auf einer BBC-Miniserie
Die Netflix-Eigenproduktion basiert auf der BBC-Miniserie „Ein Kartenhaus“. „Ein Kartenhaus“ basiert wiederum auf Michael Dobbs Roman, der im Jahr 1989 veröffentlicht wurde. Dabei hat Dobbs ein Wortspiel gewählt, welches auf die Bezeichnung der diversen Parlamente („House of Representatives“, „House of Lords“ und dergleichen) eingeht. Die Netflix-Serie wird von Trigger Street Productions (deren Mitbegründer unter anderem Kevin Spacey war) und Media Rights Capital produziert.
Die fünfte Staffel kommt im Mai
„House of Cards“ ist vor allem für das besondere Stilmittel bekannt – in regelmäßigen Abständen wird die „vierte Wand“ durchbrochen, da sich der Protagonist Frank Underwood (Kevin Spacey) an die Zuschauer richtet. Dabei sind es vor allem zynische oder auch sarkastische Bemerkungen, die dafür sorgen, dass die Polit-Serie auch mit etwas Humor punktet. In vielen Fällen sind die Bemerkungen auch Hinweise für die Zuseher, da sie so noch mehr in die Intrigen der Hauptfigur involviert werden. Mit dem besonderen Stilmittel ging „House of Cards“ in die Geschichte ein; wohl auch ein Grund, warum – nach dem Ende der vierten Staffel – eine fünfte Staffel bestellt wurde. Für die fünfte Staffel, die mit 30. Mai 2017 ausgestrahlt wird, wurden Melissa James Gibson und Frank Pugliese verpflichtet, welche Beau Willimon ersetzen. Gibson und Pugliese waren bereits als Drehbuchautoren an einzelnen Folgen beteiligt.
Im Portrait: Frank Underwood
„House of Cards“ ist ein Portrait von Frank Underwood. Er ist als „Majority Whip“ tätig – er soll im „House of Representatives“ dafür sorgen, dass die Abgeordneten nach der Parteilinie abstimmen. Da es in den USA keinen Fraktionszwang gibt, muss er also – mit allen Mitteln – seine Abgeordneten „überzeugen“, bei den Entwürfen der eigenen Partei mitzustimmen. Das erfordert nicht nur Fingerspitzengefühl – Underwood ist vor allem für seine Härte bekannt und sorgt immer wieder dafür, dass die Abstimmungen zu Gunsten seiner Partei ausgehen. Dabei werden vorwiegend die Intrigen beleuchtet, die hinter den Kulissen stattfinden. Natürlich dürfen dabei auch die persönlichen Erlebnisse nicht fehlen – „House of Cards“ befasst sich schonungslos mit Gier, Sex, Korruption, Liebe und den Umgang mit der Presse.
„House of Cards“ ist definitiv keine Serie, die nebenbei läuft. Wer sich für die Polit-Serie entscheidet, muss sich bewusst sein, dass er jeder Folge die volle Aufmerksamkeit schenkt. Auch wenn die Politik manchmal langweilig erscheinen mag, sind es vor allem die Machtspiele hinter den Kulissen, die für eine extrem schnelle und überraschende Handlung verantwortlich sind.
>> Zur Serie