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Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an den Film «Triangle of Sadness» des schwedischen Regisseurs Ruben Östlund. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt.
«Triangle of Sadness» ist eine Satire auf die Welt von Influencern und Superreichen. Er spielt unter anderem auf einer Luxusjacht. Nachdem diese von Piraten gekapert wird, stranden ein paar der Schiffsreisenden auf einer Insel, wo die Hierarchien umgekehrt werden. «Triangle of Sadness» handelt von der Absurdität des Kapitalismus, Machtverhältnissen und von sozialer Ungleichheit. Östlund gewann bereits 2017 für «The Square» die Goldene Palme.
Mit dem Grossen Preis der Jury, der zweitwichtigsten Auszeichnung des Festivals, wurden in diesem Jahr die französische Filmemacherin Claire Denis («Stars at Noon») sowie der Belgier Lukas Dhont für «Close» geehrt. Der Preis für die beste Regie ging an Park Chan-wook («Decision to Leave»).
Zar Amir Ebrahimi beste Schauspielerin
Zuvor wurde die iranische Schauspielerin Zar Amir Ebrahimi für ihre Rolle in «Holy Spider» als beste Schauspielerin ausgezeichnet. In dem Film spielt sie eine mutige Journalistin, die einem Serienmörder auf der Spur ist. Die US-Amerikanerinnen Riley Keough und Gina Gammell erhielten für ihren Film «War Pony» den Preis Camera d'Or für den besten Debütfilm.
Die belgische Schauspielerin Virginie Efira, Moderatorin der Zeremonie, würdigte zum Auftakt der Veranstaltung die Filme des Festivals, die «die wahrhaftige politische Kraft der Kultur demonstriert» hätten.
Die Verleihung endet mit der höchsten Auszeichnung der Filmfestspiele, der Goldenen Palme, um die in diesem Jahr 21 Beiträge konkurrieren.
Spezialpreis für Dardenne-Brüder
Die belgischen Filmemacher Jean-Pierre und Luc Dardenne sind bei den Filmfestspielen in Cannes mit einem Spezialpreis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung werde speziell zu diesem Jubiläumsjahr vergeben, sagte Jury-Präsident Vincent Lindon. Die Dardenne-Brüder waren bereits mit vielen Filmen in Cannes eingeladen und gewannen zweimal den Hauptpreis Goldene Palme (1999: «Rosetta», 2005: «Das Kind»). Dieses Jahr lief ihr Film «Tori and Lokita» im Wettbewerb.
Das Werk erzählt von den jungen Migranten Tori und Lokita, die sich auf der Flucht kennengelernt haben und sich nun als Geschwister ausgeben, um Lokita (Joely Mbundu) einen Aufenthaltsstatus in Belgien zu ermöglichen. Doch die Behörden erkennen das nicht an, und Lokita läuft Gefahr, zurück zu müssen. Um Geld zu verdienen, arbeiten die beiden nachts als Drogenkuriere. Schliesslich willigt Lokita in einen Job ein, der verhängnisvoll enden wird. (SDA/oco)