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Gebaut wurde die Standseilbahn in den auf 1250 Metern über Meer gelegenen autofreien Ferienort anno 1907. Zuletzt wurde die Anlage 1997 umfassend erneuert. Am 30. April 2035 läuft die Konzession und Betriebsbewilligung der Standseilbahn aber aus.
Eine wiederholte Erneuerung der Anlage ist nicht einfach zu bewerkstelligen, wie die Glarner Regierung am Mittwoch mitteilte. Nicht nur die Technik müsste modernisiert werden. Gemäss den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz müsste die Bahn auch mit einigem Aufwand behindertengerecht gestaltet werden.
Als Resultat diverser Vorstudien wurde 2017 die Beibehaltung des Systems Standseilbahn empfohlen. Die Bergstation sollte aber weiter nach oben verlegt werden. Später kam als Variante die Erschliessung mit einer Luftseilbahn ins Spiel.
Um ein Bild der Ansprüche und Befindlichkeiten in Braunwald zu erhalten, initiierte die Regierung einen Mitwirkungsprozess mit allen wichtigen Interessensgruppen im Kurort.
Dabei kam eine dritte Idee ins Spiel: Die Erschliessung des Ortes mit einer Luftseilbahn für den Personentransport und einer Strasse für den Gütertransport. Letztere würde Braunwald mit der Klausenpassstrasse verbinden.
Nun kann sich die Bevölkerung nochmals zu den verschiedenen Varianten äussern. Das Mitwirkungsverfahren wurde aber ausgeweitet: Von Mitte Mai bis Mitte Juni 2021 kann sich jede interessierte Person schriftlich zu den vorliegenden Varianten äussern.
Laut der Regierung drängt die Zeit. Für den Neubau einer Verbindung nach Braunwald rechnet sie je nach Variante mit einer Dauer von fünf bis 15 Jahren. Der Regierungsrat will deshalb schon Mitte 2021 einen Entscheid fällen.