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Die Berechnung der Schwangerschaft beginnt bereits mit dem ersten Tag der letzten Menstruation, also vor der Befruchtung. Am Ende der zweiten Woche, während des Eisprungs wird die Eizelle von einem der ca. 200 Millionen Spermien befruchtet.
Die befruchtete Eizelle teilt sich mehrmals und wandert währenddessen durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Dort nistet sie sich in der Gebärmutterschleimhaut ein.
Die Zellen entwickeln sich in zwei Gruppen. Während aus der inneren Zellmasse der Embryo entsteht, wächst aus der Zellmasse die Plazenta, der Mutterkuchen.
Die Plazenta versorgt das Ungeborene mit einem stetigen Fluss aus Nahrung und Sauerstoff und transportiert ab, was der Stoffwechsel des Kindes nicht brauchen kann. Sie kann jedoch nicht alle Substanzen, welche die Mutter einnimmt herausfiltern. Somit können Giftstoffe wie Nikotin, Bestandteile von Medikamenten, Drogen etc. trotz des getrennten Blutkreislaufes von Mutter und Kind in den Körper des Ungeborenen gelangen.
In dieser Woche gibt es einen großen Wachstumssprung. Der Embryo ist erst etwa so gross wie eine Linse doch das Herz schlägt bereits!Die wichtigsten Organe, wie zum Beispiel die Nieren und die Leber, beginnen jetzt zu wachsen. Die Nervenröhre, die das Gehirn mit dem Rückenmark verbindet, schließt sich in dieser Woche. Die oberen und unteren Gliedmaßen des Embryos beginnen zu wachsen. Aus diesen zunächst kleinen Knospen entstehen die Arme und Beine des Babys.
Zu diesem Zeitpunkt kann ein Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis anzeigen.
Nun wird nicht mehr von einem Embryo gesprochen, das Ungeborene wird Fötus genannt, was auf Lateinisch ‚Junges’ bedeutet. Von jetzt an kommen keine neuen Veranlagungen mehr dazu, alles was körperlich einen Menschen ausmacht, hat sich entwickelt. Nun beginnt die Zeit des Wachstums und der Vervollkommnung.
Augen, Ohren, Finger und Zehen sind nun deutlich erkennbar. Die Gehirnentwicklung macht enorme Fortschritte. In nur zwei Tagen vergrössert es sich um 25%. Durchschnittlich werden pro Minute 250’000 Nervenzellen (Neuronen) gebildet.
Das Gesicht zeigt sich ganz menschlich, auch Näschen und Kinn haben sich entwickelt. Das Baby hat schon eine Länge von ca. 8cm und kann seine Finger biegen und strecken.
Tast-, Gleichgewichts- und Geschmackssinn, sind schon gut entwickelt. Neben dem Hand-Greif-Reflex funktioniert nun auch der Saugreflex. Somit beschäftigt sich das Baby öfters mit Daumenlutschen.
Seine Knochen werden dichter und härter und die Muskeln entwickeln sich. Feine Härchen, die sogenannten Lanugohaare, bedecken den Körper und sind dazu da, die vor dem Fruchtwasser schützende Käseschmiere auf der Haut festzuhalten. Haare, Wimpern und Augenbrauen beginnen zu wachsen. Das Baby spielt oft mit seiner Nabelschnur.
Das Baby ist nun ca. 18cm gross und macht sich mit den ersten spürbaren Kindsbewegungen bemerkbar. Ein wundervoller Moment!
Winzige Finger- und Zehennägel bilden sich heraus. Indem das Baby täglich ca. 400ml Fruchtwasser trinkt und über die Harnwege ausscheidet, trainiert es bereits den Schluckvorgang und die Nieren.
Möglicherweise gelingt es dem Vater bereits, mit aufliegender Hand zarte Tritte wahrzunehmen.
Das Baby wiegt nun ca. 500g und hat eine Länge von ca. 30 cm. Mit einem Stethoskop kann man die Herztöne deutlich hören. Dies kann auch dem Vater gelingen, wenn er sein Ohr an die entsprechende Stelle auf den Bauch legt.
Die Lunge des Babys ist noch nicht ganz ausgereift, aber schon so weit entwickelt, dass bei einer Frühgeburt überleben kann. Die Augenlieder kann es öffnen und schliessen. Die dünne Schicht aus Lanugohaaren verschwindet langsam.
Es wiegt ca. 1000g und ist ca. 38cm gross. Viel Platz um sich zu bewegen bleibt nicht mehr. Einige Babys liegen nun bereits mit dem Köpfchen nach unten.
Das Nervensystem reift weiter heran und der Körper kann seine Temperaturen regulieren. Bei manchen Babys ist das Kopfhaar bereits ganz dicht. Durch das Ansammeln von Körperfett ist die Haut ganz glatt und gut gepolstert.
Inzwischen legt das Baby kräftig an Gewicht zu, bis zu 500g pro Woche. Es wiegt zwischen 2500g – 3000g und mist ca. 40 – 50cm.
Die meisten Babys liegen nun mit dem Köpfchen nach unten. Sollte es sich noch nicht gedreht haben, gibt es Möglichkeiten dies entsprechend zu stimulieren (siehe Steisslage / BEL)
Das Baby ist nun voll entwickelt und fähig, das Leben ausserhalb des Mutterleibes in Geborgenheit und Nähe der Mutter zu beginnen.
Literatur:
Natürliche Wege zum Babyglück von Nadine Wenger
ISBN-13: 978-3890606118