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Palästina zur Zeit der englischen Besatzung: »Profus ist ein gemeiner Verräter«, steht eines Morgens an der Hauswand. Das ist so ziemlich der schlimmste Vorwurf für einen 12-jährigen Jungen, der ganz in der Vorstellung aufgeht, ein Untergrundkämpfer zu sein. Doch Profus hat ein Tabu gebrochen: Er hat sich mit dem Feind, einem englischen Sergeant, angefreundet und dabei den Feind aus den Augen verloren Amos Oz greift ein brisantes Thema auf: Ist es vorstellbar, dass ein Feind sich menschlich zeigt? Und wie würde man selbst darauf reagieren?
»Amos Oz beschreibt mit großer Ernsthaftigkeit die Erlebniswelt eines Jungen in einer politisch brisanten Zeit.« Nürnberger Zeitung
»Eine Geschichte, die virtuos die Balance hält zwischen Realität und Fantasie, zwischen direktem Gefühl und ironischer Distanz, die wuchert in Wörtern und Bildern und dann in nur wenigen Sätzen ganze Lebensdramen umreißt.« Süddeutsche Zeitung
»Eine mitreißende, vielstimmige und anspruchsvolle Geschichte.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
Autorentext
Amos Oz wurde am 4. Mai 1939 in Jerusalem geboren und starb am 28. Dezember 2018 in Tel Aviv. 1954 trat er dem Kibbuz Chulda bei und nahm den Namen Oz an, der auf Hebräisch Kraft, Stärke bedeutet. Amos Oz war Mitbegründer und herausragender Vertreter der seit 1977 bestehenden Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now) und befürwortete eine Zwei-Staaten-Bildung im israelisch-palästinensichen Konflikt. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1992, dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main 2005 und dem Siegfried Lenz Preis 2014. Sein bekanntestes Werk Eine Geschichte von Liebe und Finsternis wurde in alle Weltsprachen übersetzt und 2016 als Film adaptiert.