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Beschreibung
Christoph Philipp Matt: Basels Befestigungen
Basels Befestigungen
Basels Ursprünge auf dem Münsterhügel datieren in prähistorische und römische Zeiten. Davon zeugen Abschnittsgräben und eine in einem Archäologischen Park an der Rittergasse konservierte Wall/Grabenbefestigung.
Aus spätrömischer Zeit gibt es im Stadtgebiet ebenfalls Befestigungswerke, so eine Mauer im Westen und Süden des Münsterhügels und einen Burgus in Kleinbasel.
Nachdem im späten ersten Jahrtausend in der unteren Talstadt eine weitere besiedelte Zone entstanden war, wurde unter Bischof Burkhard von Fenis im ausgehenden 11. Jahrhundert eine erste Stadtmauer erbaut. Sie umschloss ein grosses Gebiet beidseits des Stadtflüssleins Birsig mit den Terrassen im Westen mit den dortigen Kirchen St. Peter und St. Leonhard. Innerhalb dieses Mauerrings entstanden um 1200 einige Wehrtürme. Sie stehen – soweit bekannt – hauptsächlich in der unteren Talstadt.
Im Laufe der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde – vielleicht im Zusammenhang mit dem Bau der Rheinbrücke – eine neue Stadtmauer gebaut. Die Stadt wurde zwar kaum vergrössert, denn die sog. Innere Stadtmauer wurde nur wenige Meter vor der Burkhard‘schen errichtet. In diese Zeit fällt auch die Entstehung von Kleinbasel, einer auf der andern Rheinseite liegenden befestigten Vorstadt.
Auf Grossbasler Seite entwickelte sich ebenfalls Vorstädte mit eigenen Mauern. Am besten bekannt ist die Mauer der St. Alban-Vorstadt. Zwischen 1362 und 1398 wurde schliesslich die sog. Äussere Stadtmauer gebaut. Sie fasste das Konglomerat der verschiedenen Vorstädte in einem einheitlichen, grosszügig bemessenen Mauerring zusammen.
Damit war bis ins 19. Jahrhundert hinein der Rahmen der städtischen Entwicklung abgesteckt. Die Äussere Mauer wurde zwar später punktuell verstärkt, doch einer Belagerung hätte sie nicht mehr standgehalten.
Heute sind die meisten Stadtbefestigungen bis auf wenige Relikte verschwunden. Verschiedene Archäologische „Infostellen“ zeigen Reste der Befestigungen.