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Lange Zeit wurde über die Einführung einer Sperrklausel, auch Quorum
genannt, diskutiert. Eine Sperrklausel würde den grösseren Parteien
zugute kommen, die Resultate des "Pukelsheimsystems" aber ein wenig
verfälschen, doch da sich der Regierungsrat eingeschaltet hatte und
einen "Doppelten Pukelsheim" ohne Quorum forderte wurden die
Diskussionen darüber noch einmal aufgezogen.
Das "Pukelsheimsystem" bewirkt, dass der Grosse Rat in noch mehr
Interessengruppen gespalten wird. Je mehr Parteien, desto mehr
Interessen, die berücksichtigt werden müssen.
Die grossen Parteien befürchteten, dass dadurch der ganze
Parlamentsbetrieb nur unnötig ausgebremst würde. Deshalb forderten sie
ein
Quorum welches einen Mindeststimmenanteil erfordert, um eines oder
mehrere der 140 Mandate zu erreichen.
Das Quorum
ist ein festgelegter Prozentsatz an Stimmen, welche eine Partei in
einem oder mehreren Wahlkreisen erreichen muss um an der
Mandatsverteilung teilzunehmen. Je grösser die Sperre ist, desto mehr
Stimmen benötigen die Parteien in den Wahlkreisen damit sie zugelassen
werden.
Das
Stimmvolk hat sich im Februar 08 für einen "Pukelsheim" ohne Quorum
entschieden. Um die Bedeutung der Sperrklausel zu verdeutlichen, zeigen
wir 3 Beispielen auf gerechnet mit den Stimmen von 2005.
1. Gar kein Quorum
2. 10% in einem
Wahlkreis
3. 5% in drei
Wahlkreisen