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Der Alkohol richtete Vin Baker beinahe zu Grunde. Der Basketball-Olympiasieger verlor sein ganzes Vermögen und sah sich gezwungen, mit 43 Jahren Ctrl-Alt-Del zu drücken. Baker durchläuft gerade die Ausbildung im Starbucks.
Im NBA-Draft 1993 wird er als Nummer 8 gezogen. Die Basketball-Welt steht Vin Baker offen, und der 2,11 Meter elf grosse Rookie schlägt bei den Milwaukee Bucks gleich ein.
Innert zwei Jahren schafft es Baker zum NBA All-Star. 1997 wird er zu den Seattle SuperSonics transferiert, er unterschreibt an der Westküste einen Sieben-Jahres-Vertrag. Wert: 86 Millionen Dollar.
Vier Mal in Folge wird Baker zwischen 1995 und 1998 als NBA All-Star gewählt. Am Ende seiner Karriere wird er knapp 12'000 Punkte und fast 6000 Rebounds auf seinem Konto haben.
Ein Höhepunkt ausserhalb der USA: In Sydney gewinnt Baker mit den Nachkommen des legendären Dreamteams Olympia-Gold.
Seine Karriere ist da schon ins Wanken geraten. 2002 wechselt Baker zu den Boston Celtics. Er führt ein Doppelleben: Ein (sinkender) Stern auf dem Parkett, ein Trinker abseits der Arena.
Bis 2006 folgen noch kurze Engagements bei den New York Knicks, den Houston Rockets und den L.A. Clippers, ehe Vin Bakers Karriere endet.
Rund 100 Millionen Dollar hat Baker verdient. Doch er verliert sein ganzes Vermögen. Auch weil er schlecht beraten und, wie er sagt, bestohlen wird. «Traue keinem Berater und keinem Familienmitglied», rät er im «NorCal Sports Insider» jungen Sportstars, «sei gefasst, dass sie bloss dein Geld wollen.»
Seit vier Jahren ist Vin Baker trocken. Der vierfache Familienvater hat noch einmal geheiratet und er versucht einen Neuanfang – bei Starbucks. «Im Normalfall enden Geschichten wie meine im Gefängnis oder im Grab», ist sich der 43-Jährige bewusst.