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Das Museo Cantonale d'Arte in Lugano hat am Freitag seine Hauptausstellung für das Jahr 2001 eröffnet. Gezeigt werden unter dem Titel "Der Rausch der Non-Form" rund hundert Werke von Künstlern wie Kandinsky, Klee, Pollock, Tapiés und Klotz.
Die Ausstellung erforscht den Prozess, der im 20. Jahrhundert zur Überwindung der Form, ihrer Auflösung und zu den Protagonisten des sogenannten "Informel" geführt hat. Diese Bezeichnung geht auf die Wortprägung "Art Informel" des Katalanen Tapiés zurück.
Der 1923 geborene Tapiés war der erste Künstler, der bei der Interpretation seiner Malerei von der Bedeutsamkeit des Formlosen sprach. Mit "Tachismus", "Action Painting" und "Art Brut" brachte die informelle Kunst eine Vielfalt von Stilrichtungen hervor, die besonders in den Fünfziger- und Sechzigerjahren die internationale Kunstszene beherrschten.
Fünfzig Jahre Kunstgeschichte
Die Ausstellung versucht, diese Entwicklung anhand von rund 100 Gemälden, Zeichnungen und Aquarellen darzustellen. Sie beginnt mit ersten experimentellen, um 1910 entstandenen Werken von Kandinsky und Klee und endet mit Bildern, die Ende der Fünfzigerjahre entstanden sind.
Marco Franciolli, Direktor des Museums und Kurator der Ausstellung, hat Werke von rund 30 Künstlern zusammengetragen. Einem breiten Publikum am besten vertraut dürften dabei die Namen Kandinsky, Klee, Fautrier, Gorky, Pollock und Tapiés sein. Die Schweizer Künstler sind mit Cavalli, Iseli, Klotz, Rollier und Schaffner vertreten.
swissinfo und Agenturen