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Für diese Reise waren die Vorbereitungen etwas komplexer, denn es wurde gecheckt, ob SiLe überhaupt für die THS geeignet ist. Diese Testreihe ist etwas komplizierter als der aktuelle "Stäbchen in die Nase" Corona Test.
Um einen wichtigen Test, der Levodopa Test zu machen, musste SiLe einiges aushalten. Ihr ging es an diesem Tag nicht so gut, der Parki (so nennen wir ihren Parkinson) hat sie ganz arg in die Zange genommen. Der Arzt sagte, dass sie ab Donnerstag ihre Medikamente, welche sie täglich schlucken muss (13 Tabletten, alle zwei Stunden) langsam absetzen muss und ab Sonntagabend keine Medis mehr nehmen durfte. Sie schlief vielleicht 3 Stunden in dieser Nacht, dann waren die Muskel- Schmerzen im Rücken, Nacken, Armen so gross, dass sie kein Auge mehr zumachte. Duschen um 6 Uhr wurde dann echt schwierig, weil die Bewegungsverlangsamungen auch noch hinzukamen. Ihr Lebenspartner musste ihr beim Ankleiden helfen, um den Zug nach Zürich pünktlich zu erwischen. Am Bahnhof wurde sie dann ihrem Neffen Nils, der sie zu diesem Levodopa-Test begleitete, übergeben. Bis in der Klinik haben die Nackenschmerzen und Muskelkrämpfe dermassen zugenommen, dass sie nicht mehr sprechen konnte, da der Kiefer komplett versteift war. Das erste mal seit der Diagnose wurde ihr bewusst, dass sie ohne diese Medikamente am A.... wäre. Der volle Umfang des Parki traf sie wie wenn ihr die Luft zum Atmen genommen würde.
Die Testreihe verlief schnell und effizient, so dass sie die schnellwirkenden Medis bald erhielt. Nach dem Anfluten der Medis machte SiLe dieselbe Testreihe im "fast" normalen Zustand mit Medikamenten erneut. So kann der Arzt im "schlecht" möglichsten Zustand und im "best" möglichsten Zustand die Testreihe vergleichen. Er hat ihr gesagt, je deutlicher der Unterschied ist, desto besser wird die Tiefenhirnstimulation greifen. Nicht alle Parkinsonpatienten/innen sind für diese Operation geeignet. Wenn sich zum Beispiel dieser Unterschied zu gering herausstellt, ist das Risiko einer solch grosse Operation nicht zwingend einzugehen. Weitere Tests waren notwendig. Der Tag war jedoch gelaufen. Eine grosse Müdigkeit breitete sich aus und dieses Erlebnis musste auch psychisch verarbeitet werden.
Für weitere Untersuche musste SiLe dann nocheinmal stationär in der Uniklinik verbringen. Als SiLe ins Zimmer einquartiert wurde, war doch tatsächlich ihre Bettnachbarin eine Teilnehmerin der Selbsthilfegruppe, die SiLe leitet. Ach war das ein Zufall, sie freuten sich sichtlich auf das Wiedersehen. MRI, Thorax Röntgen, Blutabnahme, Schlaflabor, Kognitivtest, Logopädie Test, Physiotherapietest etc. mussten alle in diesen drei Tagen durch. Ein Termin nach dem anderen, Zack Zack, das ging sehr effizient.
Nachdem die Tests alle absolviert waren, erhielt SiLe die Einladung zur OP Besprechung. Zusammen mit ihrem Lebenspartner, mit den beiden Aerzten (Oberarzt und Neurochirurg) und der Parkinson Nurse wurde der Operationstermin bekannt gegeben, Einzelheiten gemeinsam besprochen und viele Fragen oder offenen Punkte durchgegangen. Die Vor-und Nachteile, Chancen und Risiken wurden ebenso zusammen besprochen.
Diese Untersuchungen sind vor der Operation und 6 Monate danach erforderlich.
Screen Quer halten.
Vor 6 Monate
Motorik-Labor: * X X
Hochauflösendes MRI des Gehirns X
Psychiatrische Untersuchung X X
Neuropsychologische Untersuchung X X
Schlaflabor-Untersuchung X X
EEG-Untersuchung (Hirnströme) X X
Logopädie (Sprechen, Schlucken) X X
Physiotherapie (Gehen, Stehen) X X
Herz-/Lungen-/Blutuntersuchungen X
Zahnärztliche Kontrolle (empfohlen) X
* Symptome ohne und mit Medikamenten-Wirkung: Beim L-Dopa-Test wird untersucht, ob sich Parkinson-Symptome unter hochdosiertem Levodopa-Medikament massgeblich verbessern. Das Ergebnis dieses Tests erlaubt eine Einschätzung des möglichen Gewinns durch eine operative Therapie und nimmt so bei der Entscheidung über die Operation eine wichtige Rolle ein.
Quelle: https://www.usz.ch/