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Eine theoriebasierte Untersuchung zur Akzeptanz der PrEP anhand einer erweiterten und kontextualisierten Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT)
Die PrEP ist eine bio-medizinische Präventionsmassnahme für HIV-negative Personen, die eine HIV-Infektion durch die tägliche Einnahme einer Tablette verhindern soll. Die Querschnittsstudie untersuchte die Akzeptanz der PrEP bei MSM in der Schweiz und die damit verbundenen Einflussfaktoren. Dabei orientierte sich die Studie an einem an der UTAUT angelehnten erweiterten und kontextualisierten Erklärungsmodell. Insgesamt wurden 556 in der Schweiz wohnhafte HIV-negative MSM zwischen 15 und 81 Jahren mittels eines standardisierten Fragebogens online befragt. Die Akzeptanz der PrEP ist mässig. Lediglich 39% der Befragten würden die PrEP wahrscheinlich verwenden. Die Akzeptanz ist umso höher, je stärker die Befragten annehmen, dass wichtige Personen ihres sozialen Umfelds die Verwendung der PrEP unterstützen würden, je eher sie in der Verwendung der PrEP einen Nutzen für sich erkennen, je weniger Bedenken sie bezüglich Wirkung und Wirksamkeit äussern und je geringer sie den mit der Verwendung der PrEP verbundenen Aufwand einschätzen. Häufige negative Erfahrungen mit dem Kondomgebrauch und eine negative Einstellung gegenüber Kondomen erhöhen zusätzlich die Akzeptanz der PrEP. Es scheint daher wichtig, breiter und offener über die Möglichkeit der PrEP als zusätzlichen Schutz vor einer HIV-Infektion und dem damit verbundenen Nutzen, den Wirkungen und Nebenwirkungen zu informieren. Insbesondere könnte die PrEP vor allem für MSM mit bisher eher schlechten Erfahrungen hinsichtlich Kondomgebrauch und einer negativen Einstellung gegenüber Kondomen eine weitere Option zum Schutz vor HIV darstellen.