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Der Formalismus der Oxidationszahlen ist besonders bei der
Beschreibung von Redoxvorgängen wichtig.
Die Oxidationszahl gibt an, wieviele Elektronen ein neutrales Atom
innerhalb einer Verbindung aufgenommen (+) bzw. abgegeben
() hat.
Die Oxidationszahl lässt sich leicht mit Hilfe
folgender Regeln herleiten:
Die Summe der Oxidationszahlen aller Atome eines mehratomigen Ions ist gleich der Gesamtladung dieses Ions.
In der chemischen Formel wird die Oxidationszahl über dem
zugehörigen Elementsymbol als arabische oder als römische Zahl
geschrieben. Früher wurden auch oft römische Zahlen in () hinter
das Elementsymbol geschrieben.
Das Vorzeichen steht vor der Zahl, im Gegensatz zu dem der
Ladungszahl.
Einige Oxidationszahlen ausgewählter Elemente in Verbindungen:
; Alkalimetalle(I); Erdalkalimetalle(II);
(mit Ausnahmen).
Früher war es üblich römische Zahlen zu benutzen; heute wählt man überwiegend arabische, weil man auch die 0 und gebrochene Zahlen zur Verfügung hat.
Einige weitere Beispiele:
Oxidationszahlen (OZ) sind zur systematischen Klassifizierung von
Verbindungen
nützlich, dienen zur Interpretation bestimmter Eigenschaften von
Verbindungen (z.B. magnetischer Eigenschaften) und sind hilfreich beim
Formulieren von Redoxgleichungen.
Das Ausgleichen der Halbreaktion (27) lässt sich problemlos durchführen, wenn die OZ angegeben werden.
Die Differenz der OZ von oxidierter und reduzierter Form ergibt die benötigte Anzahl Elektronen.