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Eine Forschergruppe um William Calezon am McLean Hospital und der Harvard Medical School in Boston (Massachusetts) fand in einer neuen Studie, dass die zweimal tägliche Verabreichung von Methylphenidat
an junge Ratten bewirkte, dass sie als ausgewachsene Tiere unter Stress schneller aufgaben. Dies interpretierten die Forscher klinisch als Tendenz zur Depression. (Journal Biological Psychiatry, 15. December 2003).
Ein anderes Forscherteam um Dr. Carlos Bolanõs an der University of Texas Southwestern Medical Center in Dallas fand, dass Ratten, die als Jungtiere Methylphenidat
erhalten hatten, auf positive Umweltreize wie Zucker und Sexualität weniger stark reagierten als auf negative Umweltreize und Stress. Auch zeigten die Versuchstiere mehr Angstreaktionen und schütteten mehr Stresshormone aus als die Tiere der Kontrollgruppe. Dies ist klinisch ebenfalls als depressive Reaktionsweise zu interpretieren.
Dr. Thomas Insel, Direktor des National Institute of Mental Health (NIMH), kommentiert: Die beiden Studien “erinnern uns daran, wie begrenzt unser Wissen über Neurochemie und Funktionsweise des menschlichen Hirns während der Entwicklungsphase von Kindheit und Jugend immer noch ist und wie wenig wir über die Wirkung psychotroper Substanzen auf die Hirnentwicklung wissen” (Reuters, 7. Dezember 2003)
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