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Kakao ist eines der wichtigsten Exportgüter der Dominikanischen Republik. Dabei besitzen die Mehrzahl der Kakaobauern nur kleine Parzellen und sie verfügten lange Zeit über keinen eigenen Marktzugang. Um sich aus der Abhängigkeit von den Zwischenhändlern zu befreien, schlossen sich die Bauern und Bäuerinnen Mitte der 1980er Jahre im wichtigsten Anbaugebiet der Insel zu einer regionalen Vereinigung zusammen, die im Anschluss auch eine maßgebliche Rolle bei der Gründung des nationalen Dachverbandes CONACADO spielte. Von Anfang an wurde dabei aktiv auf die Einführung der Fairtrade-Standards und die Umstellung auf biologischen Anbau gesetzt. 2007 beschloss derselbe Regionalverband, den Fairtrade-Kakao nicht mehr über CONACADO sondern in Eigenregie unter dem Namen Cooproagro zu vermarkten, um eine noch direktere und demokratischere Selbstverwaltung zu gewährleisten.
Bioanbau ist besser für Mensch und Umwelt
Beim biologischen Anbau wird auf Chemikalien und Insektizide verzichtet. Äste und Fruchtschalen dienen als natürlicher Dünger. Die Felder sind Mischkulturen, auf denen auch noch Bananenstauden, Kokospalmen und andere Pflanzen für den Eigenbedarf angebaut werden. Naturschutz und der Schutz der Artenvielfalt ist den Bio-Kakaobauernfamilien sehr wichtig.
Den Schwerpunkt bilden dabei die Verbesserung der Infrastruktur sowie die Förderung der eigenständigen Weiterverarbeitung des Kakaos. So verbessert der Faire Handel das Leben ganzer Gemeinden. In den Dörfern werden Schulen unterstützt, sodass die Schülerinnen und Schüler von einem besseren Unterricht profitieren und das Bildungsniveau steigt. Zusätzlich richtete Cooproagro eine Arztpraxis ein, in der ihre Mitglieder kostenlose Untersuchungen und Behandlungen in Anspruch nehmen können. Am Zusammenfluss dreier Flüsse wurde eine Brücke gebaut, die der angrenzenden Gemeinde auch während der Regenzeit die Verkehrsanbindung garantiert. Solche Bauprojekte bieten zudem Arbeitsplätze in der wirtschaftlich schwachen Region.
Auch die Förderung der Frauen stellt ein wichtiges Ziel dar. Als Kleinunternehmerinnen stellen sie Kakaokonfitüre, Kakaowein und Schokolade her, die sie dann auf dem lokalen Markt anbieten. Dadurch wird ein zusätzliches Einkommen geschaffen, das den Menschen einen weiteren Weg aus der Armut bietet.
Der Anteil der Bauern und Bäuerinnen, die für Cooproagro Fairtrade-Kakao produzieren wuchs zuletzt jährlich um 15 Prozent, sodass immer mehr Mitglieder von den Vorteilen der gemeinschaftlichen Selbstverwaltung und den Projekten der Genossenschaft profitieren.