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Aesalus scarabaeoides. Der überlange lateinische Name bezeichnet ein kleines, knapp sechs Millimeter langes Insekt aus der Ordnung der Käfer. Seine Besonderheit? Seine Larven entwickeln sich im Totholz von Laubwäldern – doch nicht in irgendwelchen Wäldern! In Europa kommt die Art in Wäldern an Hanglage vor, in denen es rotfaules Holz gibt; Rotfäule wird durch spezielle Baumpilze verursacht. Solche Lebensräume gibt es bei uns nur noch selten. In der Schweiz gab es bisher nur einen einzigen Nachweis des Schwarzbraunen Kurzschröters, wie der Käfer auf Deutsch heisst. Dieser Fund stammt aus dem Jahr 1971!
Die Überraschung war darum gross, als 2019 ein Exemplar dieser Art in eine Falle des Naturhistorischen Museums geriet und ein Experte des Schweizerischen Zentrums für die Kartografie der Fauna die Identität des Käfers enthüllte. Der Käfer, der auch in unseren Nachbarländern als stark gefährdet gilt, bekommt nun also seinen Platz auf der Liste der seltenen Arten der Schweiz und bezeugt gleichzeitig die Existenz von schützenswerten Waldgebieten im Broyebezirk.
Detaillierte Informationen finden sich in einem Artikel, der in der Fachzeitschrift Entomo Helvetica erschienen ist: Hauser et al. 2021.