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Adsorptionsentfeuchtung
In diesem Verfahren wird die Feuchtigkeit in der Luft durch hygroskopisches Material absorbiert. Hier werden Adsorption-Luftentfeuchter, bestehend aus einem Rotor mit Antriebseinheit, Lüftern, Lufterhitzer, Filter, Gehäuse und Ausstattung, verwendet.
Der Rotor besteht aus entsprechend gefalteten Aluminiumplatten, deren Oberfläche mit hygroskopischer Substanz beschichtet ist. Eine solche Konstruktion ermöglicht eine wirkungsvolle Absorption der Feuchtigkeit in großflächigen Räumen. Der Rotor wird mittels eines Elektromotors mit Getriebe angetrieben (am häufigsten mit Riemengetriebesystem). Die Anlage ist in ein Entfeuchtungs- und Regenerationsbereich unterteilt, wodurch die entfeuchtete Luft hinter dem Rotor entsteht. Während des Rotorlaufes gelangt die hygroskopische Substanz in den Regenerationsbereich, wo die Strömung der Heißluft die Feuchte entfernt, die danach nach außen abgeleitet wird.
Zu den zusätzlichen Vorteilen des Rotors gehört seine hohe Lebensdauer, hervorragende Waschbarkeit, Selbstreinigung sowie Vorbeugung der Entwicklung von Bakterien. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der Luftentfeuchtung ohne Luftabkühlung sowie der Luftentfeuchtung bei Temperaturen unter null Grad. Aufgrund der oben genannten Vorteile dieser Methode, findet sie eine breite Anwendung in der Industrie, z.B. Pharmaindustrie, Lebensmittelbranche und in Klimasystemen.
Kondensationsentfeuchtung
Dieses Verfahren beruht darauf, dass die entfeuchtete Luft unter die Taupunkttemperatur abgekühlt wird und die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Bei dieser Methode werden Kondensations-Luftentfeuchter eingesetzt. Diese bestehen hauptsächlich aus einem Sauglüfter, Kompressor, Wärmetauscher (Kondensator und Verdampfer) sowie Ausdehnungselement. Der Sauglüfter erzwingt eine Strömung der feuchten Luft durch die Wärmetauscher. Die Temperatur des Verdampfers ist niedriger als die Taupunkttemperatur, was die Kondensation der Feuchtigkeit in der Luft und in den Wänden verursacht. Das Kondensat wird im Kondensatbehälter gesammelt oder in die Kanalisation abgeleitet. Sobald die Luft durch den Verdampfer durchströmt, wird die abgekühlte und trockene Luft in den Kondensator geleitet, wo es erhitzt wird. Dadurch wird die Feuchtigkeit nochmals verringert. Die entfeuchtete Luft wird zurück in den Raum eingeblasen.
Die Temperatur der in den Raum eingeblasenen Luft ist um 3 bis 8 Grad höher als die angesaugte. Dieser Temperaturanstieg verursacht schnellere Wasserverdampfung (z.B. in nassen Wänden) und stellt keine Gefahr in Bezug auf Wandbrüche, wie es bei dem oben beschriebenen Verfahren der Fall ist, dar. Mit der Verlängerung der Betriebszeit der Anlage im geschlossenen Raum wird die Luftfeuchtigkeit in diesem Raum effizient sinken.
Die Leistungsfähigkeit von Kondensations-Luftentfeuchtern hängt von den Betriebsbedingungen (Temperatur und Feuchtigkeit) sowie der Anlagengrösse ab. Die Leistungsfähigkeit ist bei höheren Werten der Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit grösser. Sobald die Luftfeuchtigkeit sinkt, sinkt auch die Leistung der Anlage. Der besondere Charakter dieser Anlagen schliesst einen Betrieb in Temperaturen zwischen 0 und 5°C aus (modellabhängig).
Kondensations-Luftentfeuchtung ist viel mehr effizienter und ökonomischer als die Entfeuchtung durch Heizen und Lüften, vor allem deshalb, weil der Austausch der Raumluft beseitigt wurde.