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Nach 15-jähriger Aktivität präsentiert sich der Polo Poschiavo in bester Verfassung
Seit dem Gründungsjahr 2002 hat der Polo Poschiavo im Valposchiavo und Bergell 451 Kurse mit insgesamt 5499 Teilnehmenden durchgeführt. An 12 Interreg-Projekten „Italien-Schweiz” war er federführend oder als Partner beteiligt, zurzeit leitet er ein Interreg-Projekt aus dem Programm „Alpenraum“.
Seit seiner Gründung verfolgt der Polo Poschiavo (PP) die Ziele,
• jungen Menschen, die in einer sprachlichen und kulturellen Minderheitssituation leben, den Zugang zu beruflichen und kulturellen Aus- und Fortbildungsangeboten zu ermöglichen, ohne dass sie ihre Heimatregion verlassen müssen
• Weiterbildungs-, Fortbildungs- und Umschulungsangebote zu entwickeln, fördern, begleiten und führen, welche die berufliche und kulturelle Situation sowie die Lebensbedingungen verbessern
• Projekte zur nachhaltigen Entwicklung und experimentelle Projekte zu lancieren, fördern, begleiten, leiten oder daran teilzunehmen, stets unter Beachtung humanökologischer Kriterien; interinstitutionelle Beziehungen zu Wissenszentren zu vertiefen und festigen.
Die im Laufe der Jahre erworbenen Kompetenzen im Bildungsbereich und in der Koordinierung und Begleitung von Projekten befähigen den PP immer mehr, einen konkreten Beitrag zu strategischen Aktionen für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten. Obwohl der PP eine kleine Institution in einem Gebiet ist, das oftmals als peripher wahrgenommen wird, hat er heute einen hohen Bekanntheitsgrad im Bündner und alpinen Bildungspanorama und steht im Zentrum eines weiten Netzwerks mit Kontakten und Partnern im In- und Ausland.
Als Partner von Interreg-Projekten ist der PP heute eine begehrte Institution, die von Kanton, Bund und ausländischen Institutionen für ihre Leadership-Fähigkeiten hoch geschätzt wird. Ein Beweis für das grosse Vertrauen, dass der PP geniesst, ist die Tatsache, dass der Bund 2016 den Direktor des PP, Cassiano Luminati, als Repräsentanten der Schweiz in zwei Aktionsgruppen entsendet hat, eine zum Thema Berufsbildung und eine zum Thema natürliche und kulturelle Ressourcen, beide im Rahmen der Makroregionalen Strategie für den Alpenraum (EUSALP), einem der Schwerpunktthemen in der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und den anderen Alpenregionen.
Ein Bereich, in dem der PP grosse Kompetenz erworben hat, ist die Entwicklung von Kursen auf dem Gebiet des materiellen und immateriellen Kulturerbes. Diese Kompetenz wird von Institutionen, Forschungszentren und Universitäten ausserordentlich geschätzt und stellt einen wesentlichen strategischen Faktor für die zukünftige Entwicklung dar, denn die Aufwertung und bessere Nutzung des kulturellen Erbes ruft derzeit grosses Interesse und Investitionen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene hervor. Hier zeichnen sich gute Chancen für die Ausbildung neuer grenzüberschreitender Berufsbilder ab.
Jahresbericht 2016
Auf der Homepage ist der Jahresbericht 2016 veröffentlicht, der anlässlich der Jahresversammlung vom 14. Juni 2017 von der Generalversammlung genehmigt wurde. Hier finden sich detaillierte Informationen zu allen Aktivitäten und Projekten.