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Während wir uns in der Schweiz mit einem festen Händedruck, einer herzhaften Umarmung oder drei Wangenküsschen begnügen, werden in fernen Länder weniger bekannte Rituale vollzogen, um sich gegenseitig «Hallo» zu sagen.
Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, begrüssen sich traditionell indem sie ihre Stirnen und Nasen zusammenführen, um so den gegenseitigen Atem wahrzunehmen. Beim als Hongi bezeichneten Begrüssungsritual wird der Lebensatem, auch «Atemseele» bezeichnet, vom Gegenüber aufgenommen.
In Tibet wird man in einigen Regionen noch heute mit herausgestreckter Zunge begrüsst. Mit diesem Ritual wird gezeigt, dass man kein Reinkarnation des Bösen ist – denn im tibetischen Glauben hatten schwarze Magier und der Teufel eine dunkle Zunge.
Der auch als «hang loose» bezeichnete «Shaka»-Gruss war zunächst auf Hawaii gebräuchlich. Durch die Surfer wurde die Geste in die Welt getragen und ist heute weit verbreitet. Die geschlossene Faust mit den ausgestreckten kleinen Finger und Daumen bedeutet so viel wie «Locker!» - ein Ausdruck der hawaiianischen Lebenskultur.
Beim thailändischen Wai legt man die Hände flach vor dem Körper zusammen und verbeugt sich dabei leicht. Neben seiner einfachen Bedeutung als Gruss wird der Wai auch verwendet, um zum Beispiel Respekt oder Dankbarkeit zu zeigen. Je höher die gefaltenen Hände gehalten werden, umso mehr Respekt wird dem Gegenüber entgegengebracht.
Auf zahlreichen, polynesischen Inseln sollte man sich beim Begrüssen von Einheimischen auf Körperkontakt einstellen. Die Hände der anderen Person zu fassen und mit diesen über das eigene Gesicht zu streicheln ist noch heute unter Familien und Freunden verbreitet.
Im arabischen Raum ist bei der Begrüssung unter Männern der Bruderkuss, bei dem die Nasen aneinander gepresst werden, ein verbreiteter Brauch. Der Gruss geht auf die Tradition der Beduinen zurück.
Im Kongo klatscht man laut in die Hände und stösst sich nebenbei sanft mit seinen Ellenbogen in die Rippen. Im Vergleich zum Kopieren der Rituale anderer Völker ist es in vielen afrikanischen Ländern durchaus gerne gesehen, wenn Touristen dieses Begrüssungsverhalten nachahmen, um Teil einer Gemeinschaft werden zu wollen.
In Indien legt man beide Hände aneinander und kniet nieder. Je mehr man sich hinkniet, desto mehr Respekt zollt man seinem Gegenüber. Verabschiedet wird mit dem Winken der rechten Hand - die linke gilt als unrein.