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Zusammenfassung
Der Wandel von der Agrar- und Handwerksgesellschaft zur arbeitsteiligen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bewirkte einen wachsenden Bedarf nach sozialer Sicherung. Dieser dienten die Armenfürsorge von Kantonen und Gemeinden, staatliche Fürsorgekassen für bestimmte Gruppen wie beispielsweise Beamte, private Hilfsgesellschaften, Arbeiter- oder Fabrikkrankenkassen, Gewerkschafts- und Berufsverbandkassen und die aufkommenden Privatversicherungen.
Der Bund hatte ursprünglich keine sozialpolitischen Kompetenz, erst 1874 erhielt er in der Bundesverfassung die Kompetenz für eine Arbeiterschutzgesetzgebung, und die Privatversicherungen wurden unter die Aufsicht des Bundes gestellt. Heute existieren folgende Sozialversicherungen: die Unfallversicherung, die Krankenversicherung, die Militärversicherung, die Erwerbsersatzordnung, die Alters- und Hinterlassenenversicherung, die Invalidenfürsorge und Invalidenversicherung, die Familien- und Kinderzulagen, die berufliche Vorsorge sowie die Arbeitslosenversicherung.