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Die Kennzahl TER gibt die jährlichen Kosten eines Anlagefonds in Prozent des totalen Fondsvermögens an. Häufig liegen diese zwischen 0.5 und 2% pro Jahr. Spezielle Fonds (etwa im Bereich Private Equity) können durchaus auch teurer sein, während ETF in der Regel deutlich günstiger sind als aktiv gemanagte Anlagefonds.
Zu den Kosten gehören etwa allgemeine Verwaltungsgebühren, Depotgebühren für Wertschriften des Fonds, Personalausgaben, Revisions-, Publikations- und Administrationsaufwendungen.
Andere Kostenpunkte sind aber nicht in der Kennzahl enthalten. Dazu gehören Gebühren beim Fonds-Kauf (der so genannte Ausgabeaufschlag) und allfällige Verkaufsgebühren (so genannte Rücknahmegebühren).
Auch fondsinterne Transaktionskosten, die beim Kauf und Verkauf von Wertschriften anfallen (so genannte Courtagen), sind bei Fonds aus der Schweiz und Deutschland nicht in der TER enthalten.
Die so genannte synthetische TER enthält zwar ebenfalls keine fondsinternen Transaktionskosten, dafür zusätzlich zur TER die Kosten von dritten Zielfonds (TER von Drittfonds).
Die so genannte Real TER oder RTER sollte im Gegensatz zur TER (und synthetischen TER) auch alle fondsinternen Transaktionskosten enthalten. Die Kennzahl RTER ist allerdings in der Schweiz weniger gebräuchlich.
Auch in der Kennzahl RTER sind allerdings die fondsexternen Gebühren, die zum Beispiel von einer Bank oder einem Vermögensverwalter zusätzlich verlangt werden, nicht enthalten. Zu diesen zusätzlichen Gebühren können Ausgabeaufschlag (beim Fondskauf), Rücknahmekommission (beim Fondsverkauf) sowie Depotgebühren der Bank (nicht fondsintern, sondern für das Deponieren des Fonds) gehören.