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Im Januar 2014 ist die Krankheit erstmals bei Pinguinen in der Antarktis beobachtet worden, und zwar in der Adeliepinguinkolonie in Hope Bay (Bahia Esperanza) im Nordosten der Antarktischen Halbinsel. Dort befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der argentinischen Station Esperanza eine der grössten Adeliepinguinkolonien der Antarktis mit etwa 120.000 Brutpaaren. Während einer routinemässigen Zählung im Januar 2014 fiel ein 15-20 Tage altes Küken auf, dessen Federn zu grossen Teilen ausgefallen waren, so dass die Haut weitflächig entblösst war. Die verbliebenen Federn waren so lose, dass ein kräftiger Windstoss reichte um sie zu verlieren. Läuse oder andere Ursachen konnten nicht festgestellt werden. Trotz eines ansonsten kräftig erscheinenden Zustandes starb das Küken 2 Tage später.
Kurz darauf wurde in einer etwa 1 Kilometer entfernten Kolonie, ein zweiter Fall festgestellt. Dieser zweite erkrankte Pinguin konnte jedoch nicht genauer untersucht werden, sondern verschwand und ist vermutlich ebenfalls gestorben. Weitere erkrankte Pinguine wurden nicht gefunden. Höchstwahrscheinlich betrifft die Krankheit nur Pinguine mit einem geschwächten Immunsystem oder einer anderweitig ungünstigen Disposition, etwa auf genetischer Ebene.
Der Verbreitungsweg der Krankheit von Südamerika oder Südafrika in die Antarktis ist, wie auch eine eventuelle weitere Ausbreitung dort, bislang völlig unbekannt. Es liegt jedoch die Vermutung nahe, dass argentinisches Stationspersonal, das auch in Argentinien Kontakt zu Pinguinen hatte, eine Rolle gespielt haben könnte. Auch die Verbreitung des Erregers durch Touristen, die von Südamerika aus in die Antarktis reisen soll in Frage kommen, dies scheint aber eher unwahrscheinlich. Die Desinfektion von Stiefeln und die Reinigung von Bekleidung vor Ankunft in der Antarktis ist seit einigen Jahren für Touristen vorgeschrieben, um die Ausbreitung von Krankheiten und die unbeabsichtigte Einfuhr neuer Arten zu verhindern.
Quelle: Antarctic Science
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