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Reduktionen - 250 Jahre seit der Vertreibung der Jesuiten
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19./20. Mai 2017, Universität Fribourg, Interdisziplinäres Symposium:
250 Jahre nach Aufhebung der Jesuitenmissionen in Spanisch-Amerika (1767)
Die Jesuitenmissionen in Spanisch-Amerika wurden wie der Jesuitenorden selbst von Anfang an kritisch hinterfragt, bewundernd unterstützt oder entschieden abgelehnt. Die Missionsdörfer, Reduktionen genannt, versammelten 2000-3000 Indigene um ein bis zwei Patres. Ob diese Reduktionen ein »Projekt« waren, ob sie eine »christliche Alternative zu Kolonialismus und Marxismus« darstellen, ob sie von »Utopia« oder dem »Sonnenstaat« inspiriert wurden, interkulturell und interreligiös oder paternalistisch, wirtschaftlich und politisch weitgehend unabhängig oder eingebunden in koloniale Strukturen funktionierten – all diese Punkte werden in der Forschung kontrovers beurteilt und diskutiert.
Es gibt demnach Anlass genug, die Aufhebung der Reduktionen im Jahr 1767, also vor genau 250 Jahren, im Rahmen einer wissenschaftlichen Fachtagung zu beleuchten. Die Provinz der Jesuiten in der Schweiz richtet daher gemeinsam mit der Universität Fribourg (Professor Mariano Delgado, Theologische Fakultät) am Freitag und Samstag, 19./20. Mai 2017, ein interdisziplinäres Symposium zu dem Thema an der Universität Fribourg aus (Veranstalter und Trägerschaft).
Die Jesuiten in der Schweiz unterhalten ein Archiv sowie eine eigene Bibliothek, die über umfangreiche Literatur zu den Reduktionen verfügt, von Seiten der Bibliothek wird die Tagung auch organisiert. Es findet zum Symposium eine kleine Begleitausstellung in der Universität Fribourg statt mit Exponaten, die für das Thema relevant sind. Geplant ist auch eine Publikation der Tagungsbeiträge.
Alle Interessierten sind herzlich zu dem Symposium eingeladen, die Teilnahme ist kostenfrei.