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Würde man das Bild einer alten Katze malen, so hätte sicherlich auch sie eine Brille, ein Hörgerät und einen Rollator. Könnte Sie sprechen wie ein Mensch, würde Sie vermutlich auch von früheren Zeiten erzählen, sich über das Essen und die Hektik in ihrem Umfeld beklagen und sich manchmal fragen „wo bin ich hier eigentlich?“.
Im Allgemeinen lassen Katzen ab einem Alter von sieben Jahren das Leben etwas ruhiger angehen, weshalb sich ihre nährstofflichen Bedürfnisse zu verändern beginnen. Ältere Katzen sind weniger aktiv und haben einen langsameren Stoffwechsel, weshalb weniger Kalorien und Fett benötigt werden. Allerdings wird hochwertiges und leicht verdaubares Protein als Beitrag zur Aufrechterhaltung einer guten körperlichen Gesamtverfassung wichtiger denn je.
Sichtbare Zeichen für das Alter einer Katze gibt es wenige: sie bekommen keine weissen Haare um die Schnauze wie Hunde und auch kein graues Fell. Ältere Katzen sind jedoch weniger aktiv. Sie schlafen oft länger. Und wenn es regnet, geht ein älterer Freigänger nicht mehr gerne vor die Tür, sondern hält lieber ein Nickerchen auf einem kuscheligen Platz.
Wie bei uns Menschen werden letztlich die Sinnesfunktionen schwächer, was zu Beeinträchtigungen des Seh- und Hörvermögens sowie des Geschmacks- und Geruchssinnes führt. Der Appetit kann schwächer werden und Katzen im sehr hohen Alter werden oft dünner, die Schultern und die Wirbelsäule treten stärker hervor. Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn diese Phänomene Sie zur Sorge veranlassen. Ausserdem werden ältere Katzen unweigerlich anfälliger für Krankheiten.
Bei älteren Katzen treten häufig Nierenkrankheiten auf, oft angezeigt durch einen stärkeren Durst oder Schilddrüsenüberfunktionen.
Springen, Klettern und Spielen wird im Alter immer schwieriger. Wenn Sie merken, dass sich Ihre Katze mit körperlichen Aktivitäten schwer tut, helfen Sie ihr. Besorgen Sie ihr eine Kratzmatte oder einen niedrigen Kratzbaum. Bieten Sie ihr einen Schlafplatz in Bodennähe an. Hört und sieht die Katze schlechter, sollten Sie den Wasser- sowie Futternapf und das Katzenklo an einer bestimmten Stelle stehen lassen. Erneuern Sie die Katzenstreu häufiger und stellen Sie mehr und grössere Katzenklos mit nicht zu grosser Tiefe auf, damit Ihre Katze problemlos hinein steigen kann. Lässt die Gelenkigkeit nach, fällt es Katzen schwer, die hinteren Körperpartien zu reinigen. Helfen Sie bei der Körper-, Fell- und Krallenpflege. Wir beraten Sie gerne!
Sie werden eines Tages vielleicht feststellen, dass sich das Verhalten Ihrer Katze leicht verändert. Der Alterungsprozess macht auch vor dem Gehirn der Katze nicht halt. Die Tiere können vergesslich werden, orientierungslos wirken und es können sich Persönlichkeitsveränderungen zeigen. Diese zeigen sich mit Gedächtnisverlust, Orientierungsschwierigkeiten oder das Tier erleichtert sich ausserhalb des Katzenklos. Plötzlich werden Personen gemieden oder andere Katzen angefaucht, mit denen es vorher nie Probleme gab. Die Katze könnte auch ohne erkennbaren Grund laut heulend um das Haus herumflitzen. Sollten Sie einen Grund zur Besorgnis sehen, sollten Sie sich an Ihren Tierarzt wenden.
Mit dem richtigen Mass an Liebe und Zuwendung können Sie Ihrer Katze jedoch helfen, in Ruhe und Würde zu altern!
Dennoch brauchen Katzen-Oldies gerade jetzt besonders viel Zuneigung und sind sehr schmusebedürftig. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Tier und akzeptieren Sie es, wenn Ihre Katze an manchen Tagen missmutig ist und faucht. Feste Fütterungszeiten und regelmässige Spiel- und Kuschelstunden geben dem Tier Sicherheit.
Die alte Katze verlangt eine extra Portion Einfühlungsvermögen und Zuwendung. Sie verdient diese Zuwendung – wie jedes andere Lebewesen übrigens auch – und sollte nicht als zickige und launische alte Diva ihrem Schicksal überlassen oder gar ins Tierheim abgeschoben werden. Wir werden alle älter ...
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Last Update: 25. September 2018
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