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Dieses gotische Gotteshaus mit seinem massiven viereckigen Glockenturm, der einen zierlichen Spitzhelm trägt, stammt aus
dem 13. Jahrhundert, ist aber nach der Reformation umgebaut worden. Die Gewölbeträger des Chores tragen die Wappen Savoyens
und der
Grafen von Faucigny und des Chablais. Die älteste Glocke zeigt die Jahreszahl 1473, während
die beiden andern aus 1660 und 1827 datieren. Auf der durch ihre klassisch schöne Lage berühmt gewordenen Terrasse vor der
Kirche steht die vom Bildhauer Lanz geschaffene und 1891 eingeweihte Bronzebüste des Dekans
Bridel, der 1805-1845 in
Montreux
als Pfarrer wirkte. Vergl. den Art.
Montreux.
Fürstentums Neuenburg
auch zur selbständigen politischen Gemeinde erhoben. Die Pfarrkirche datiert aus 1702. Zwei Pfarrhäuser, von
denen das der staatlichen Landeskirche zugehörende neue aus dem vom Mechaniker August Perret-Gentil († seiner
Heimatsgemeinde Les Planchettes vermachten Legat (das sich heute noch auf 65000 Fr. stellt) 1877 erbaut worden
ist. In dem sehr schön gelegenen alten Pfarrhaus wohnte der 1814-1810 in der Gemeinde als Pfarrer wirkende Daniel Eduard
Reynier (1790-1840) aus Neuenburg,
der sich als Astronom und Meteorologe einen Namen gemacht hat, ein Freund des Astronomen Herschell
und des Optikers Guinand aus Les Brenets (dessen Biographie er schrieb), sowie Korrespondent des Observatoriums
zu Greenwich war und zahlreiche Arbeiten veröffentlichte. An ihn erinnert eine in der Pfarrkirche aufgestellte Abendmahlstafel.
Von Les Planchettes führen mehrere steile Fusswege zum Doubs hinab, darunter der durch seine Aussicht bekannte und viel als
Spazierweg benutzte Pfad von Moron. Zur Sicherung der Grenze befanden sich hier im 17. Jahrhundert zwei
Corps de Garde oder Wachthäuser, nämlich das heute fast gänzlich verschwundene von Moron (nahe dem Aussichtspunkt) und das
von Le Dazenet, dessen Ruine bei Les Râpes am Weg nach der einstigen Mühle Delachaux am Doubs heute noch sichtbar ist.
Dieses letztere war mit Schiessscharten und einer gezackten Zinnenmauer, sowie an der N.-Ecke mit einem
zum Teil noch erhaltenen Türmchen versehen und soll das schönste und geräumigste aller einstigen Neuenburger Wachthäuser
gewesen sein (vergl. das MuséeNeuchâtelois. Bd 22, 1885 S. 56, und Bd 32,1895 S. 229-234, 253-258). Hier stationierte im 17. Jahrhundert
eine Kompagnie Milizen. Es heisst in den Urkunden auch «corps
de garde des Plaines». Bei Les Plaines (830 m) unterhalb Les Planchettes steht ein riesiger Wachholder, von 9 m Höhe und 40 cm
Stammesdurchmesser, der in der Schweizer. Zeitschrift für das Forstwesen (1900) beschrieben worden ist.