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Bewusst und unbewusst kommen Kinder und Erzieher/innen immer wieder miteinander in Berührung.
Viele Berührungen geschehen unterbewusst wie beim Bilderbuch anschauen oder beim Trösten nach einem Sturz. Wir berühren die Kinder immer sanft, liebevoll und respektvoll. Der Respekt zeigt sich indem, dass wir zuerst nachfragen, ob wir das Kind berühren dürfen, wenn wir ihm zum Beispiel die Nase putzen möchten.
Marie-Christine fragte Xatziri, ob sie ihr die Nase putzen dürfe und hielt dabei ein Taschentuch so, dass Xatziri es wahrnehmen konnte und verstand, was Marie-Christine von ihr wollte. Durch Xatziris Körpersprache, Kopf heben und Augenkontakt, war für Marie-Christine klar, dass sie ihr jetzt die Nase putzen durfte. Wenn das Kind verneint, bieten wir ihm an, es selbst zu versuchen. Wenn es uns dies aber erlaubt wie Xatziri, führen wir dies behutsam auf Augenhöhe mit dem Kind durch.
Wenn das Kind in einer bestimmten Situation keine Möglichkeit hat zu wählen, wie zum Beispiel in Stresssituationen, wird die Berührung respektvoll von dem/der Erzieher/in angekündigt. Auch das Ende einer Berührung wird verbalisiert und das Kind wird zurück ins Spiel begleitet, zum Beispiel nach dem Wickeln. Denn jedes Kind empfindet jede Berührung anders als andere Kinder, so wie wir Erwachsenen auch. Wir Menschen verbinden nämlich neue Berührungen mit schon erlebten Berührungen.