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Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die Agenda 2030 zur nachhaltigen Entwicklung verabschiedet. Damit hat sich die gesamte Staatengemeinschaft zu umfassenden Entwicklungszielen bis 2030 bekannt, die sich an alle Länder – Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer und somit auch die Schweiz gleichermassen – richten. Integraler Bestandteil der Agenda ist eine Bildungsagenda mit dem universellen Ziel „Bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherstellen". Es ist unterteilt in 7 Unterziele:
Unterziele
1. Allen Mädchen und Jungen den Abschluss einer hochwertigen, kostenlosen Primar- und Sekundarschulbildung zu ermöglichen, die zu relevanten und effektiven Lernergebnissen führt;
2. Allen Mädchen und Jungen den Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung zu sichern, die ihnen einen erfolgreichen Übergang in die Schule ermöglicht;
3. Allen Frauen und Männern einen gleichberechtigten und bezahlbaren Zugang zu qualitativ hochwertiger beruflicher und akademischer Bildung zu ermöglichen;
4. Sicherzustellen, dass Jugendliche und Erwachsene die für eine Beschäftigung oder Selbstständigkeit relevanten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben;
5. Benachteiligungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit auf allen Bildungsstufen zu beseitigen und allen Menschen gleichberechtigten Zugang zu allen Bildungsstufen zu sichern, insbesondere benachteiligten und von Benachteiligung bedrohten Menschen;
6. Den Erwerb ausreichender Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten für alle Jugendlichen und Erwachsenen sicherzustellen;
7. Sicherzustellen, dass alle Lernenden die für nachhaltige Entwicklung notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, u.a. durch Bildung für nachhaltige Entwicklung, Global Citizenship Education und Wertschätzung kultureller Vielfalt.
Aktionsrahmen Bildung 2030
Innerhalb des UN-Systems ist die UNESCO für die Führung und Koordinierung sowie für das Monitoring der Bildungsagenda 2030 zuständig. Sie hat zur Umsetzung dieses Zieles mit diversen weiteren Akteuren den Aktionsrahmen Bildung 2030 ausgearbeitet. Der Aktionsrahmen Bildung 2030 basiert auf einem umfassenden Verständnis von Bildung. Er legt die Schwerpunkte auf die Bildungsqualität, Zugang, Gerechtigkeit, Inklusion und die Möglichkeit zu lebenslangem Lernen. Anerkannt wird dabei das grundlegende Menschenrecht auf Bildung sowie die Rolle der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung sowie zur Einhaltung weiterer Menschenrechte.
Für eine erfolgreiche Umsetzung der Agenda 2030 sind Querverbindungen innerhalb des Bildungsbereiches, aber auch zu anderen Bereichen notwendig.
Die Hauptverantwortung liegt klar bei den Regierungen. Das gesetzte Ziel kann jedoch nur erreicht werden, wenn alle betroffenen Akteure – vom Privatsektor über NGOs, Eltern und Lernende bis lokale Gemeinschaften etc. - mitarbeiten und miteinbezogen werden.
Die Schweizerische UNESCO-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, zur Umsetzung der Bildungsagenda 2030 in der Schweiz beizutragen. Dabei sollen die betroffenen Schweizer Akteure für die Herausforderungen der Bildung von heute und morgen sensibilisiert und mobilisiert werden.
Grundlagendokumente
«Bildung ist eine treibende Kraft für die menschliche Entwicklung.»