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Wie viel Saharastaub ist aktuell in der Luft?
Eine ganze Menge. Versuchen wir es mit einer Schätzung: Am Mittwochmittag betrug die Staubkonzentration 1,5 Gramm pro Quadratmeter.
Mit wie viel Staub ist an der Erdoberfläche zu rechnen?
Auch wenn die Teilchen im Bereich von Tausendstel Millimetern sehr klein sind, sinken sie mit der Zeit in tiefere Luftschichten. Durch Deposition lagern sie sich am Erdboden, auf Gartenmöbeln und Autos ab. Fällt Regen, wird der Staub effizienter aus der Luft gewaschen. Es bilden sich gut sichtbare Rückstände auf den Oberflächen. Niederschlag ist bis am Wochenende aber nur lokal in Sicht.
Ist Saharastaub bei uns eine Seltenheit?
Grüsse aus der Wüste kommen immer mal wieder vor. Doch so hohe Staubkonzentrationen wie aktuell über mehrere Tage sind selten. Die einen oder anderen erinnern sich vielleicht noch an Anfang Februar 2021, wo uns auch eine grössere Ladung Saharastaub erreicht hat. Am ehesten finden diese Ereignisse im Frühling und im Herbst statt. Es braucht nicht nur Sandstürme in Nordafrika, sondern auch eine südliche Höhenströmung, die den Staub zur Schweiz führt.
Wie gelangt der Staub von der Wüste bis zu uns?
Dazu braucht es starken Wind in der Wüstenregion. In Nordafrika wird stürmisches Wetter oft durch Tiefdruckgebiete ausgelöst. Die Tiefs steuern Fronten über die Sahara. Der damit verbundene Wind wirbelt Sand auf und die feineren Partikel werden mehrere Tausend Meter angehoben. Mit dem entsprechenden Höhenwind kann der Staub dann bis nach Mitteleuropa verfrachtet werden.