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<h2>SubmittedText<h2><text><p>Ab Anfang 2006 gilt das neue Corporate Design (CD) Bund. Unter anderem werden den Bundesstellen nur noch Couverts aus Frischfasern angeboten. Couverts aus Recyclingpapier, die bis anhin 90 Prozent der jährlich rund 30 Millionen verbrauchten Couverts der Eidgenossenschaft ausmachten, werden damit tabu. Dies obwohl der Umweltbericht 2005 der Bundesverwaltung die ökologischen und ökonomischen Vorteile von Recyclingpapier hervorhebt und betont, dass der Recyclinganteil beim Bund auf heute 33 Prozent gesunken ist, während offiziell das Ziel 44 Prozent beträgt.</p><p>1. Was gab den Ausschlag, nur noch weisse Couverts anzubieten und sich damit gegen die ökologisch und ökonomisch bessere Variante zu wenden?</p><p>2. Welche Mehrkosten sind mit dem Wechsel auf weisse Couverts verbunden?</p><p>3. Ist es denkbar, dass das BBL in Zukunft auch wieder Couverts in Recyclingqualität anbietet?</p><p>4. Wie und bis wann will der Bund das selbst gesteckte Ziel von 44 Prozent Recyclinganteil erreichen?</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>1. In der Vergangenheit hatte das BBL mehrere hundert Sorten verschiedenster Couverts am Lager und musste diese für die Organisationseinheiten bewirtschaften. Der finanzielle Aufwand dafür war beträchtlich. Durch Standardisierungen im Rahmen des neuen einheitlichen Erscheinungsbildes "CD Bund" kann das Sortiment des BBL auf etwa zwanzig Sorten reduziert werden. Als Standard in Bezug auf das Kuvertmaterial wurden weisse Couverts mit dem international anerkannten "FSC-Label für nachhaltige Produktion" definiert. Zum einen, weil die grauen Recyclingcouverts in letzter Zeit eine immer schlechtere Stabilität aufwiesen; es gab vermehrt Probleme beim maschinellen Verpacken, was zu Material- und Zeitverlust geführt hat. Zum anderen, weil z. B. das EDA auf weisse Kuverts angewiesen ist.</p><p>2. Durch den Wegfall der grauen Recyclingcouverts entstehen keine Mehrkosten; die Umstellung auf weisse Couverts hat für den Bund vielmehr Einsparungen zur Folge.</p><p>3. Die Konferenz der Generalsekretäre hat als Programmausschuss des "CD Bund" in der Sitzung vom 27. Januar 2006 beschlossen, dass keine Recyclingcouverts in das Sortiment des BBL aufzunehmen sind. Im Falle der Aufnahme von Recyclingcouverts wären die geplanten Einsparungen im Couvertbereich um etwa 200 000 Franken pro Jahr reduziert worden.</p><p>4. Die Zielsetzung für die Jahre 2005/06 sieht vor, den Verbrauch von Kopierpapier auf den Stand von 2002 zu begrenzen und den Anteil an Recyclingpapier ab 2004 jährlich zu erhöhen. Wie die bisherigen Erfahrungen zeigen, führt die Einführung von Rumba in den einzelnen Verwaltungseinheiten zu einer Senkung des Papierverbrauchs und zu einer Erhöhung des Recyclinganteils. Da Anfang 2006 die Einführung des Programms Rumba beim Grossteil der Verwaltungseinheiten abgeschlossen sein wird, sollte dieses Ziel erreicht werden können.</p></text>