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Red Ales stammen aus Europa, vor allem aus Irland, und bezeichnen dunkelrote oder rötlich aussehende Bierstile, die aufgrund ihrer Farbe im Deutschen auch als „Rotbiere“ oder „Amber“ bezeichnet werden. Dieser Bierstil wartet bis zu einem gewissen Grad immer noch auf seinen Durchbruch und seinen Platz unter den trendigen Bierarten.
Red Ales können fast als die europäische Version eines amerikanischen Amber Ale betrachtet werden, da die Begriffe „red“ und „amber“ im Wesentlichen das gleiche vollmundige, hopfenbetonte Bier mit Buttergeschmack beschreiben. Derzeit sind Red Ales eine Kategorie, die ein Sammelbegriff für alles ist, was nicht dunkel oder schwarz (Dark Ale, Porter oder Stout) und nicht Pale Ale (Hell) ist.
Ursprünge
Das Red Ale stammt wahrscheinlich aus Irland, auch wenn es heute vor allem in den USA beliebt ist. In Europa hält sich seine Präsenz zurück und der Trend geht eher zu fruchtigen IPAs oder Sour mit ihrer Säure. Der Begriff „Red Ale“ wird bereits in einem irischen Gedicht aus dem 8. oder 9. Jahrhundert erwähnt. Allerdings wird sich dieses Bier sicherlich stark vom heutigen Red Ale unterscheiden. Man sagt, dass diese heute bekannte Bierart 1710 in der irischen Stadt Kilkenny entstanden ist, aus der auch das bekannte Bier mit demselben Namen stammt. Ein weiterer bekannter Name ist das Smithwick, das sich mehr auf Malz als auf Hopfen konzentriert. Dies sind die beiden traditionellen Biere dieses Stils, die man in jedem traditionellen irischen Pub probieren kann (wir reden nicht über die Stout, denn das ist ein anderes Thema 😉 ).
Red Ale vs. Amber Ale?
Der grösste Unterschied zwischen diesen beiden Bierstilen besteht darin, dass Red Ale spezielle Röstmalze verwendet, während Amber Ale wegen seiner Pigmentierung und seines Geschmacks karamellisierte Malze verwendet.
Das Red Ale unterscheidet sich übrigens auch vom Rotbier, das in Deutschland erfunden wurde.
Merkmale
Die Verwendung von Röstmalz verleiht dem Red Ale einen milderen Geschmack und einen generell leichteren Abgang als herkömmliche Amberbiere. Geröstetes Malz verleiht dem Red Ale ausserdem seine charakteristische rostbraune Farbe.
Obwohl es für seine Farbe bekannt ist, kann sein Farbton von hellem Bernstein über Kupfer bis hin zu Dunkelbraun mit Rotschattierungen reichen. Er hat in der Regel einen Alkoholgehalt zwischen 4,5% und 7% und sollte nach den Stilrichtlinien einen „mittleren“ Bereich besitzen. Das bedeutet einen mittleren Körper, ein mittleres Mass an Fruchtaromen, eine mittlere Hopfenbittere und einen mittleren Malz-Charakter.
Ein Bier genau wie es sein soll
Das Red Ale ist nicht zu hopfig, nicht zu spritzig und nicht zu süss. Das bedeutet nicht, dass es langweilig ist, sondern vielmehr, dass es gut ausgewogen ist. Es hat einen vollen, tiefen Geschmack und einen weichen Abgang, dem ein langer, leichter und trockener Nachgeschmack folgt.
Da Red Ale den Gaumen vieler Gaumen anspricht und gut zu einer Vielzahl von Gerichten passt, ist es eine ausgezeichnete Wahl, um es bei einem Abend mit Freunden zu servieren. Viel Vergnügen bei der Verkostung!