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Prostatakrebs
An Prostatakrebs erkranken in der Schweiz pro Jahr rund 6200 Männer. Damit ist Prostatakrebs die häufigste Krebsart überhaupt: auf ihn entfallen 30% der Krebsdiagnosen bei Männern. Fast alle Patienten (99%) sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 50, 47% sind 70 Jahre oder älter.
Prostata und benachbarte Organe
© KLS
Die Prostata ist eine Drüse
, die unterhalb der Harnblase des Mannes liegt und durch die die Harnröhre führt. In der Prostata wird der Teil der Samenflüssigkeit produziert, der die Beweglichkeit der Spermien garantiert.
Probleme beim Wasserlösen
Die meisten Tumoren in der Prostata lösen kaum Beschwerden aus. Erst wenn der Krebs die Harnröhre einengt, treten Probleme beim Wasserlösen auf. Beispiele sind schwacher Harnstrahl, häufiger Harndrang sowie Schmerzen oder andere Schwierigkeiten beim Urinieren. Bei älteren Männern kommen solche Beschwerden allerdings sehr häufig vor. In den meisten Fällen werden sie nicht durch Prostatakrebs, sondern durch eine gutartige Prostatavergrösserung verursacht.
Diagnose und Therapie
Prostatakrebs wird häufig zufällig bei einer Früherkennungsuntersuchung entdeckt. Zu solchen Untersuchungen gehören das Abtasten der Prostata und die Bestimmung des PSA-Werts im Blut. Besteht Verdacht auf Prostatakrebs, muss unter örtlicher Betäubung eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen werden.
Die Behandlung von Prostatakrebs hängt unter anderem davon ab, wie weit der Tumor
sich schon ausgebreitet hat und wie aggressiv er wächst. Bei älteren Patienten mit kleinen, langsam wachsenden Tumoren kann manchmal auf eine Therapie verzichtet werden.
Ansonsten wird Prostatakrebs operiert oder bestrahlt. Bei weiter fortgeschrittenen Tumoren kommen auch eine medikamentöse Hormonbehandlung oder eine Chemotherapie
infrage.
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