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Der Ländlerhit «Malojawind»
- Aktualisiert am Freitag, 11. April 2014, 14:43 Uhr
Er ist einer der grössten Ländlerhits überhaupt, der Schottisch «Malojawind». Komponiert hat diesen Erfolgstitel Ueli Mooser als Auftragskomposition für die Kombination der beiden Formationen «Engadiner Ländlerfründa» und «PS Corporation».
«Malojawind» von Ueli Mooser
10 min, aus Musikwelle Magazin vom 07.01.2014
Der frühere Radio- und Fernsemoderator Wysel Gyr hatte die Idee, die Basler Dixieland-Formation «PS Corporation» mit der Bündner Kapelle «Engadiner Ländlerfründa» zu kombinieren. Für eine Schallplattenproduktion dieser beiden Formationen erhielt Ueli Mooser Mitte der 70er Jahre den Auftrag, einen passenden Titel zu schreiben. Es entstand der Schottisch «Malojawind», welcher für Jazz typische harmonische Abläufe enthält.
«Malojawind» als viel gespielter Ländler-Hit
«Malojawind»: Kapelle Mangold, Marthaler, Mooser, Städeli, Zinsli
2:07 min, aus Potzmusig vom 17.8.2013
Dass sich dieser Titel dann zu einem Hit entwickelte, schreibt Ueli Mooser nicht der Komposition an sich zu. Vielmehr der Tatsache, dass der Titel auf der Schallplatte als erster Titel auf der A-Seite platziert wurde. Sicherlich aber auch aufgrund der eingängigen Melodie gibt es «Malojawind» heute in unzähligen Versionen, gespielt von Ländlerformationen in den unterschiedlichsten Besetzungen. Ausserdem gibt es auch eine Bearbeitung für Blasmusik.
Multi-Instrumentalist Ueli Mooser
«Malojawind»-Komponist Ueli Mooser feiert diesen Monat den 70. Geburtstag. Der Multiinstrumentalist wurde am 24. Januar 1944 in Birmensdorf bei Zürich geboren. Nach privatem Klavierunterricht und Unterricht am Lehrerseminar Küsnacht studierte er am Konservatorium in Zürich Kontrabass und Klarinette.
Ueli Mooser hängte seinen ursprünglichen Lehrerberuf an den Nagel und lebte fortan als freischaffender Musiker. Das Multitalent erlernte im Lauf der Zeit immer weitere Instrumente, wodurch er in vielen Formationen aushilfsweise mitspielen konnte.
Der Birmensdorfer liebt die traditionelle Volksmusik, geht aber auch gerne innovative Wege. Zusammen mit seiner Frau Chatrina legte er ein riesiges Noten- und Tonträger-Archiv an.
Ueli Mooser arbeitete bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung Mitte 2007 bei Schweizer Radio DRS als Redaktor für volkstümliche Sendungen. Zudem hat er unter dem Titel «Die instrumentale Volksmusik» auch ein Lehrmittel verfasst. Für seine Verdienste wurde er im Jahr 2010 mit dem «Goldenen Violinschlüssel», der höchsten Auszeichnung innerhalb der Schweizer Volksmusik, ausgezeichnet. Heute ist Ueli Mooser vorwiegend mit der «Hanneli-Musig» unterwegs.