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MindFlow
Gründer von MindFlow ist der im Jahr 1970 in Deutschland geborene Tom Mögele. Mögele wuchs in der römisch-katholischen Konfession auf und berichtet davon, schon als Kind hellsichtig gewesen zu sein. Als Jugendlicher trieb er viel Sport, später beschäftigte er sich mit asiatischen Kampfsportarten und Qi Gong. Beruflich war Mögele in der Medien- und Kommunikationsbranche tätig, u.a. für ein Schweizer Mobilfunkunternehmen.
MindFlow basiere, so Mögele, „auf altem Wissen, das seit tausenden Jahren nur vom Meister an seine Schüler mündlich weitergegeben wurde“ (Interview auf der Website des Basler PSI-Vereins, https://www.bpv.ch/blog/interview-mit-tom-mogele/). Mögele selbst sei Meister dieses Systems und habe das Wissen „aufbereitet“ und „in das Mind-Flow-Konzept gegossen.“ Als Herkunftskultur dieses Wissens nennen MindFlow-Ausgebildete das alte Ägypten vor 5000 Jahren. Religionsgeschichtlich gesehen erinnert MindFlow allerdings eher an chinesische Lehren und Techniken wie Wu Wei, Tai Chi und Qi Gong als an das ägyptische Alte Reich.
Seit dem Jahr 2014 wird MindFlow in Seminaren angeboten, im Jahr 2018 erschien Mögeles Buch: „Das MindFlow-Konzept. Wie Sie durch Nicht-Wollen und Nicht-Tun alles erreichen“, Momanda-Verlag Rosenheim.
MindFlow nimmt Bezug auf Theorien des deutschen Physikers Burkhard Heim (1925-2001), der von einem 12-dimensionalen Universum ausging, wobei die Dimensionen 9-12 geistiger Natur und in der Lage wären, die anderen Dimensionen zu steuern. Im Bereich der universitären Fachwelt hat Heim nur wenig Zuspruch gefunden, seine Theorien gelten weitherum eher als Esoterik denn als Wissenschaft.
Daneben arbeitet MindFlow mit Vorstellungen aus Theosophie und Esoterik wie Aura, Chakra, Höheres Selbst. Wichtig ist insbesondere der in der Esoterik verbreitete Energie-Begriff, der mit Energie eine Form von Lebenskraft meint.
Ziel von MindFlow ist es, in den sog. G4-Zustand zu gelangen, der mit der 9. Dimension verbunden sei. G4 wird von Tom Mögele folgendermassen beschrieben: „Alles wird vom G4 gesteuert, dem Hintergrundraum, der in den alten Traditionen als ‚Gott‘, ‚Weltengeist‘, ‚Urquelle‘ oder ähnlich bezeichnet wird.“ (Tom Mögele, Das MindFlow Konzept, Momanda Verlag 2018, s. 36)
Im G4-Zustand sei die Seele absichtslos und wunschfrei, so dass sie empfangen könne, was da ist, ohne irgendetwas wollen zu müssen. Zum Erreichen des G4-Zustandes wird ein Ablauf von fünf Körperhaltungen empfohlen, die wie im Yoga als Asanas bezeichnet werden, ohne dass sie aber von Yoga-Asanas abgeleitet wären. Manche der Asanas erinnern eher an das Runen-Yoga aus neugermanischen Kreisen des 20. Jahrhunderts. Die Asanas sollen jeweils am Morgen und am Abend praktiziert werden.
Mit Hilfe der Asanas, dem G4-Zustand und einer bestimmten Körperhaltung soll es auch möglich sein, innere Blockaden aufzulösen. Das Auflösen von Blockaden kann auch bei ausgebildeten MindFlow-Experts in Anspruch genommen werden.
In Konfliktsituationen empfiehlt Tom Mögele, keinen Widerstand zu leisten, da Kontrahenten dadurch irritiert werden und ihre Attacke ins Leere läuft. Dieses Vorgehen würde, so Mögele, dazu führen, dass sich das Energieniveau aller Beteiligten erhöht.
In seinem Buch „Das MindFlow Konzept“ gibt Tom Mögele Beispiele eigenen Handelns aus G4, z.B.:
„In New York hat mich einmal ein Kerl überfallen und mir eine Pistole an die Schläfe gehalten. Als Stier gebe ich ungern auf … Also fragte ich den Mann: ‚Funktioniert die auch?‘ In dieser Sekunde hatte er keinen Fokus mehr; in dem Moment, als er den Griff lockerte, drehte ich ihm die Hand um, sodass er sie nicht mehr verwenden konnte, weil sein Finger darunter litt.“ (s. 155)
Als ein Nachbar Mögeles die Polizei ruft, weil er sich durch Renovationsarbeiten bei Mögeles gestört fühlt, reagiert Tom Mögele folgendermassen: „Daraufhin ging ich zu unserem Nachbarn und fragte direkt: ‚Hast du die Polizei geholt?‘ Er musste es natürlich zugeben. Ich sagte zu ihm: ‚DU bist total schwierig. Du hast mit allen Nachbarn Streit. Warum eigentlich? Weisst du was? Ich bin jetzt auch schwierig. Von heute an bin ich auch total schwierig.‘ Damit spiegelte ich ihm – aus einer G4-Position heraus – sein eigenes Verhalten. Und das war’s. Seitdem hatten wir nie wieder Ärger oder Konflikte mit ihm.“ (s. 161f.)
Tom Mögele räumt selbst ein, mit seiner Kundschaft mitunter ruppig zu verfahren: „In Seminaren bin ich keineswegs der ’nette Typ‘; ich gehe die Teilnehmer manchmal richtig an. Sie wissen allerdings genau, weshalb ich das tue – nämlich um ihnen durch meine provozierende Haltung zu helfen, ihre Blockaden zu lösen. Mit ihren Reaktionen kann ich umgehen. Sagt jemand zu mir: ‚Tom, du bist das grösste A…loch der Welt!‘, kontere ich: ‚Stimmt. Na los, gib’s mir!“ (Das MindFlow Konzept, s. 126).
Mögeles „provozierende Haltung“ kann in problematische Bereiche hinein gehen, etwa wenn er eine Klientin, die „eine starke Belästigung hinter sich hatte“, mit der Frage provoziert: „Und, haben Sie es genossen?“ (Das MindFlow Konzept, s. 127f.)
MindFlow-Experts wirken in der Schweiz zurzeit in Arbon, Baden, Basel, Bern, Brunnenthal, Dietlikon, Ennetbühl, Erlinsbach, Frick, Gross, Kloten, Luzern, Malters, Männedorf, Oberdorf, Oberentfelden, Oberwil, Schlossrued, St. Gallen, Uerkheim, Uitikon, Wettswil, Winterthur, Zollikofen, Zumikon und Zürich.