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Bring doch das Bewerbungsdossier persönlich vorbei. Dazu wählst du einen guten Zeitpunkt, also nicht kurz vor Feierabend, wenn alle nach Hause wollen. Für eine Lehrstelle als Koch beispielsweise kreuzt du nicht kurz vor dem Mittagessen auf.
Bevor du das Dossier bringst, bereite dich gut vor und trete sympathisch auf, denn man kann nur einmal einen ersten Eindruck machen.
Wenn du am Empfang abgefertigt wirst, fragst Du ganz höflich, ob du dein Dossier persönlich übergeben darfst – und wann dies allenfalls möglich sei. Begründe deinen Wunsch:
„Ich befürchte, gar nicht eingeladen zu werden. Wenn Herr XY mich aber kurz kennen lernt, erkennt er, dass ich ...
- trotz Hautfarbe oder ausländischem Namen bestens Dialekt spreche.
- trotz meinem Rollstuhl wendig und schnell bin – ganz besonders auch im Kopf.
- trotz meinem Wunsch nach einem typischen Frauenberuf kein Softie bin.
- trotz meiner Religionszugehörigkeit eine offene, unkomplizierte Persönlichkeit bin."
Wenn du dies mit Charme und einer Prise Humor tust, kannst du allfälligen Vorurteilen vorbeugen. Und nicht vergessen: Wenn man die „Vorzimmerdame" für sich gewonnen hat, überzeugt man auch den Chef leichter. Dazu eine Anekdote....
Der bekannte Autor Patrick Süskind versuchte bei vielen Verlegern sein Manuskript für das Buch „Das Parfüm" unterzubringen. Kein Verleger wollte es. Schliesslich gelang es ihm, eine Sekretärin zu begeistern, die das Manuskript dann ihrem Chef schmackhaft machte. Heute ist das Buch weltbekannt und verfilmt – und der Verleger verdient weiterhin nicht schlecht daran.