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Staps,
Friedrich, bekannt durch sein Attentat auf Napoleon I., geb. als Sohn eines Pfarrers in Naumburg, [* 2] wurde Kaufmann in Erfurt. [* 3] Die wachsende Not des Vaterlandes entflammte in dem streng religiös erzogenen Jüngling einen unbegrenzten Haß gegen Napoleon, den er für den alleinigen Urheber alles Elends ansah. Nach der Niederlage Österreichs 1809 reiste er nach Wien [* 4] und versuchte sich auf einer Revue zu Schönbrunn 12. Okt. zu dem Kaiser durchzudrängen. Sein Benehmen fiel dem General Rapp auf, S. wurde verhaftet; er gestand ohne Zaudern sein Vorhaben und erklärte vor dem Kaiser, daß, wenn er begnadigt werde, er dann ein zweites Mal versuchen werde, ihn zu töten. S. wurde in Wien erschossen. Auf Napoleon machte der Vorgang einen tiefen Eindruck und hatte die Beschleunigung der Friedensunterhandlungen mit Österreich [* 5] zur Folge.