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Im März 2008 veröffentlichte das Observatoire de la Finance das Manifest „Finanzsystem im Dienste des Gemeinwohls“. Der untenstehende Text ist die zweite erweiterte Fassung dieses Manifests, das durch zahlreiche Kommentare und Bemerkungen, die das Observatoire seit der ersten Publikation erhalten hat, angereichert wurde. Diese veranschaulichen und unterstreichen die Schwierigkeiten, die auch im vergangenen Jahr beobachtet werden konnten, die Krise anders zu denken als in Begriffen einer einfachen konjunkturellen Störung; sie belegen die Ratlosigkeit der politischen wie privaten Entscheidungsträger sowie die Unangemessenheit von getroffenen vorwiegend technischen Massnahmen, die zur Überwindung der Krise allein nicht taugen.
Dieses Manifest bezweckt, Frauen und Männer, die guten Willens sind, auf jene dringende Gefahr hinzuweisen, die unsere wirtschaftlichen und politischen Freiheiten bedroht, da wir der Illusion erlegen sind, „private Untugend“ könne effektiv zu „öffentlicher Tugend“ beitragen. Wo jedoch „private Untugend“ den trügerischen Eindruck hinterlässt, die wirtschaftliche Effizienz zu erhöhen, so ist der dafür zu bezahlenden Preis die Zerstörung der Grundlage jeder Gesellschaft: Werte wie Vertrauen, Respekt und Solidarität laufen Gefahr, ausgehöhlt und damit verloren zu gehen. Solange es dafür noch Zeit gibt, ist es daher unerlässlich, unsere Zukunft wieder in die Hand zu nehmen: es gilt, den weit fortgeschrittenen Finanziarisierungsprozess rückgängig zu machen und die Finanzwelt wieder in den Dienst der persönlichen Entfaltung zu stellen, die der Wahrung der Menschenwürde dient.
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