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4. Festlegung der Statuten
Anlässlich des Gründungsakts beschliessen die Gründer über den Wortlaut der Statuten. Diese Statuten müssen mindestens folgende Punkte regeln (Art. 626 OR):
Gemäss Art. 626 OR müssen die Statuten Bestimmungen enthalten über:
- die Firma und den Sitz der Gesellschaft;
- den Zweck der Gesellschaft;
- die Höhe des Aktienkapitals und den Betrag der darauf geleisteten Einlagen;
- Anzahl, Nennwert und Art der Aktien;
- die Einberufung der Generalversammlung und das Stimmrecht der Aktionäre;
- die Organe für die Verwaltung und für die Revision;
- die Form der von der Gesellschaft ausgehenden Bekanntmachungen.
Bei besonderen Verhältnissen kommen weitere Punkte dazu, die in den Statuten stehen müssen (Art. 627 OR). In der Regel sind das Abweichungen vom dispositiven Aktienrecht. Statutarisch müssen insbesondere geregelt werden:
- Wenn eine genehmigte oder bedingte Kapitalerhöhung vorgesehen ist;
- Wenn die Übertragbarkeit von Namenaktien erschwert werden soll (Vinkulierung);
- Wenn einzelne Kategorien von Aktien bevorzugt werden sollen (Stimmrechtsaktien);
- Wenn zusätzliche (strengere) Quoren vorgesehen sind;
- Wenn die Delegation der Geschäftsführung auf einzelne Mitglieder der Verwaltung oder auf Dritte vorgesehen ist.
Alle diese Punkte können auch später im Rahmen von Statutenänderungen eingeführt werden.
Dokumentation: