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Die Hungersituation im Südsudan ist nicht nur auf klimatisch bedingte Dürren zurückzuführen. Dazu beigetragen haben vor allem die seit vier Jahre andauernden bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind in den vergangenen Jahren in die Nachbarländer Äthiopien, Uganda und Kongo geflohen.
In der kongolesischen Grenzprovinz Ituri halten sich rund 65 000 Flüchtlinge auf. Caritas Schweiz unterstützt im Biringi-Flüchtlingscamp besonders verletzliche Gruppen, grösstenteils Frauen und Kinder. Sie erhalten Zusatznahrung und Hygiene-Artikel. Ausserdem gibt die Caritas Kochherde ab, die wenig Energie verbrauchen. So kann in der Flüchtlingsregion die Abholzung verringert werden, und die Frauen und Kinder müssen weniger Zeit für die Holzsuche aufwenden. Sie sind so auch besser gegen Gewalt geschützt.
Gleichzeitig leitet die Caritas humanitäre Projekte im Südsudan und in Somalia (Somaliland) ein. Hierbei geht es in erster Linie um Nahrungsmittelhilfe, um Zugang zu sauberem Trinkwasser und um Hygienemassnahmen zur Vermeidung von Cholera-Epidemien. Die Glückskette beteiligt sich an der Finanzierung der Caritas-Projekte.