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Zunehmend komplexer Umgang mit Bildschirmen für Familien
Die 3e-Methode[1] wurde im Auftrag des Amtes für Gesundheit (GesA) vom auf Gesundheitsförderung und Prävention von Risikoverhalten spezialisierten Verein REPER entwickelt und umgesetzt. Angesichts des immer komplexeren Umgangs mit Bildschirmen zielt diese Methode darauf ab, die Eltern zu unterstützen, denn sie stehen bei der Sensibilisierung der Kinder an vorderster Front.
Die Nutzung von Bildschirmen ist nicht ohne Risiko, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Da sich ihre Gehirne noch im Wachstum befinden, sind sie besonders anfällig für die Mechanismen der Manipulation und der Aufmerksamkeitsökonomie. Ausserdem bietet die digitale Welt einen einfachen Zugang zu allen Arten von Inhalten, von denen viele für Jugendliche ungeeignet sind. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, Kinder und Jugendliche beim Erlernen des Umgangs mit Bildschirmen zu begleiten.
Umgang mit Bildschirmen unter Berücksichtigung von drei Ebenen: Kind, Umgebung, Bildschirme
Nach dieser Methode bildet jedes dieser Wörter eine Ebene, die mit den beiden anderen interagiert: Die Ebene «Kind» geht davon aus, dass jedes Kind anders ist und dass sich die Regeln entsprechend seiner Reife und seinem Alter entwickeln; die Ebene «Umgebung» bezieht sich auf den Kontext, in dem das Kind einen Bildschirm nutzt, z. B. in den Ferien oder in der Schulzeit, in einem Gemeinschaftsraum oder in seinem Schlafzimmer, was einen Einfluss auf seine Nutzung haben wird; die Ebene «Bildschirme» bezieht sich auf die verschiedenen Arten von Bildschirmen und ihre endlosen Inhalte, die nicht für alle Kinder oder Umgebungen geeignet sind. Die Nutzungsregeln hängen somit von mehreren Parametern ab und müssen dem Alter des Kindes und der Verwendung angepasst werden.
Die Methode, die derzeit in französischer Sprache angeboten wird, wird bald auch auf Deutsch verfügbar sein.
Empfehlungen für einen harmonischen Umgang mit Bildschirmen zu Hause
Die 3e-Methode schlägt 5 Empfehlungen pro Ebene vor: Für die Ebene «Kind» wird z. B. empfohlen, Bewegungsaktivitäten vorzuschlagen (möglichst im Freien), um ein Gegengewicht zur Inaktivität vor den Bildschirmen und zur hauptsächlich sitzenden Haltung in der Schule zu schaffen, oder den Kindern gute Gewohnheiten in Bezug auf die Bildschirmnutzung vorzuleben, denn ein Elternteil, der sich nicht von seinem Handy trennen kann, wird Schwierigkeiten haben, seinen Kindern ein Zeitlimit für die Nutzung aufzuerlegen. Für die Ebene «Umgebung» wird z. B. empfohlen, Bildschirme in Gemeinschaftsbereichen zu lassen und sie nicht ins Schlafzimmer zu nehmen, damit der Schlaf nicht gestört wird, oder bildschirmfreie Momente für die ganze Familie zu begünstigen, sodass neue Dynamiken entstehen können. Die Ebene «Bildschirme» wiederum fordert die Eltern u. a. auf, sich für das zu interessieren, was ihre Kinder auf den Bildschirmen tun, indem sie Interesse an der jeweiligen Aktivität zeigen. Dadurch wird es einfacher, mit ihnen zu sprechen und für ein Bildschirmzeitmanagement zu plädieren.
Selbsttest für Eltern
Eltern, die den Stellenwert von Bildschirmen und deren Handhabung in ihrer Familie bewerten wollen, können die Webseite der 3e-Methode für einen Selbsttest besuchen: http://les-3e.ch (vorerst nur Französisch).
Einrichtungen, die den Link zu diesem Selbsttest auf ihrer Website einfügen möchten, können bei REPER einen Webbanner anfordern. Dieser kann auch in die E-Mail-Signaturen integriert werden.
Elternabende zum Thema Bildschirme
Der Verein REPER organisiert Elternabende zu verschiedenen Themen. Auf Anfrage einer externen Organisation kann er einen Elternabend zum Thema Bildschirme veranstalten.
[1] Anmerkung der Übersetzerin: Die Bezeichnung 3e bezieht sich auf die 3 französischen Begriffe enfant, environnement, écrans = Kind, Umgebung, Bildschirme.