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«Wir haben nur versucht, Loriots Trickfilme – wie wir glauben, in seinem Sinne – in einen harmonischen Reigen zu fügen, zu restaurieren, zu modernisieren für die grosse Leinwand», sagte Regisseur Geyer am Freitag bei der Premiere in Berlin zur Produktion, die in Zusammenarbeit mit den Loriot-Töchtern Bettina und Susanne von Bülow entstanden ist.
Die Basis seiner Komik beschrieb Loriot selbst einmal so: «Alles, was ich als komisch empfinde, entsteht aus der zerbröselten Kommunikation, aus dem Aneinander-Vorbeireden.»
Im Film verändert haben sich vor allem die Farben, die nun kräftiger wirken als in den Vorlagen. Der knapp 80 Minuten währende Zusammenschnitt sorgt für ein Wiedersehen mit zahlreichen von Loriots Figuren und Texten, die über die Jahrzehnte mitunter zum Bestandteil der Sprachkultur geworden sind. Der eheliche Streit über «Das Frühstücksei» («Wenn ein Ei nach Gefühl kocht, dann kocht es eben nur zufällig genau viereinhalb Minuten»), der Besuch «Auf der Rennbahn» («Mein Gott, wo laufen sie denn?») oder die Eheleute Hermann und Berta in «Feierabend» («Ich will hier nur sitzen»).
Aufgelockert wird die Aufreihung der Sketche durch Loriots gezeichnete Musiknummern, bei denen er immer wieder auch Lieder der Comedian Harmonists umsetzte. Und natürlich darf «Advent» nicht fehlen: «Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer / die Försterin im Herrenzimmer. / In dieser wunderschönen Nacht / hat sie den Förster umgebracht.»