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Gambias neuer Präsident Adama Barrow erlaubt seinem Amtsvorgänger Yahya Jammeh, dessen Luxusauto-Sammlung zu behalten. Diese Vereinbarung sei getroffen worden, um weitere Heimat-Besuche des am Wochenende ins Exil Gegangenen zu beschränken, sagte Barrows Sprecher Halifa Sallah am Dienstag.
Drei Luxuskarossen - zwei Rolls-Royce und einen Mercedes - hat Jammeh bereits mitgenommen, zehn weitere sollen nun mit einem Frachtflugzeug nach Äquatorial-Guinea gebracht werden. Ein «Einsteiger»-Rolls-Royce kostet etwa 250'000 Dollar. Die meisten Bewohner Gambias müssen von weniger als zwei Dollar pro Tag leben.
Weigerte sich, die Macht abzugeben
Die neue Regierung hatte Jammeh zuvor beschuldigt, vor seinem Gang ins Exil die Staatskassen geplündert zu haben. Jammeh habe binnen zwei Wochen über 500 Millionen Dalasi (rund 11,2 Millionen Franken) beiseite geschafft, sagte ein Berater des neuen Präsidenten am Sonntagabend.
Jammeh war im Dezember nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Macht abgewählt worden und hatte seine Niederlage zunächst eingestanden. Später weigerte er sich aber, die Macht an Barrow abzugeben. Am Samstag verkündete er schliesslich seinen Rücktritt und wendete damit eine militärische Eskalation der wochenlangen Krise in dem kleinen westafrikanischen Land ab.
(sda/tno/cfr)