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Die Schule, die Freiburger Primarschüler bauen würden
Unter der Leitung des Forschungskreises Gregor Girard wurde in Zusammenarbeit mit der PH Freiburg und der Universität Freiburg Ende September 2019 ein Wettbewerb für Primarschulen der Klassen 8H der Agglomeration Freiburg ausgeschrieben mit dem Titel:
«Die Schule, die ich bauen würde. 200 Jahre nach Pater Girard.»
Der Wettbewerb stand im Zusammenhang mit der Feier zur Einweihung der Knabenschule durch Gregor Girard im Juni 1819.
Es galt 1. ein Poster im Format A0 einzureichen, das ein architektonisches Schulprojekt zeigt (mit Plänen, Zeichnungen, aber ohne Maquette), und 2. ein Video mit einer Dauer von 3 bis 5 Minuten. In diesem mit Smartphone gedrehten Video erklären die Schüler/innen ihr Schulprojekt anhand des Posters in ihren eigenen Worten.
Erfreuliche Ergebnisse
Trotz erschwerten Bedingungen während der Corona-Zeit haben sich vier Klassen der Stadt Freiburg unter der Leitung ihrer Lehrpersonen beteiligt. Jedes der eingereichten Projekte überzeugte in seiner Art und Originalität und erhielt einen Preis:
Die Klasse 8H der Primarschule Jura nennt ihr Projekt «L’école tout en 1». Sie erhält den Preis für eine inklusive und ökologische Schule, bei welcher auf das gemeinsame Lernen von Behinderten und Nichtbehinderten aller Alter - vom Kindergarten bis zum Gymnasium -gesetzt wird.
Die Klasse 8H der Primarschule Neuveville gewinnt mit ihrem Projekt «Ecole-Logic» den Preis für die überzeugendste Architektur. Sie setzt auf Biodiversität, wenig Strom- und Wasserverbrauch und sieht ein grünes Komitee und einen Obstgarten vor.
Die Klasse 8H der Primarschule Vignettaz erhält mit der «Ecole idéale» den Preis für eine umfassende Pädagogik, bei welcher auch die Hauswarte pädagogisch tätig sind und «miniprofs» unterrichten, also Schüler, die anderen Schülern im Unterricht helfen. Insbesondere kooperatives Lernen und gemeinsames Kochen werden fördert.
Die deutschsprachige Klasse 8H der Primarschule Schönberg gewinnt den Preis für das überzeugendste Szenario mit dem Titel «Die Eichenschule». Sie geht auf die örtlichen Gegebenheiten ein und nutzt das Potenzial, das sich aus der Nähe eines Altersheimes und des Waldes ergibt. Damit sich die Schüler/innen beim Lernen besser konzentrieren können, beginnt die Eichenschule erst um 9.00 Uhr morgens. Zudem enthält der Film eine Rahmenhandlung, die aufzeigt, dass etwas Neues oft durch das Leiden am Herkömmlichen entsteht: Ein Schüler leidet an der realen Schule und erträumt sich Besseres!
Die Jury stellte sich wie folgt zusammen:
Beat Bertschy (UNI und Forschungskreis Girard), Pierre-Philippe Bugnard (Cercle d’études Grégoire Girard), Pierre-François Coen (HEP),
Preis
Alle Schüler/innen der erwähnten 4 Klassen erhalten ein Abonnement FriPass im Wert von 20 CHF sowie ein Taschengeld von 20 CHF für einen gemeinsamen Ausflug mit dem FriPass.
Ermöglicht wurde dies dank der finanziellen Unterstützung der Freiburger Kantonal-Bank, der Freiburger Verkehrsbetrieben (TPF) und der Stadt Freiburg.
Die vier eingereichten Filme können seit dem 6. Juli 2020 unter der Webseite der PH Freiburg und des Forschungskreises Gregor Girard eingesehen werden: https://cerclegregoiregirard.ch