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Fritz Winter
Fritz Winter (1905-1976) begann als Grubenelektriker in seiner Heimatstadt Ahlen, war in der sozialistischen Jugend aktiv, begann zu malen und wanderte durch Holland und Belgien, arbeitete nachts unter Tage, besuchte tagsüber das Realgymnasium, um Medizin zu studieren, sein ehemaliger Zeichenlehrer riet ihm, sich am Bauhaus zu bewerben, das sei auch ohne Schulabschluss möglich. Dort studierte er bei Klee und Kandinsky und stellte schon 1930 in der Galerie Ferdinand Möller in Berlin aus. Er arbeitete mit Naum Gabo in Berlin und 1929-32 mehrmals bei Kirchner in Davos.
1928/29 entschied er sich für seine Form der «abstraction-création» von den kleinen Formaten dieser drei Künstler bis zu den abstrahierenden Zweimeterbildern, die er bei Kirchner in Davos sah, und in eben deren Formenwelten, zunächst in den sehr dunklen Tönen seiner Untertagewelt, aus denen vor und während des Zweiten Weltkrieges leuchtende Farben ausbrechen. Er erprobt die Abstraktion des 20. Jhs. konsequent in langen Versuchsreihen.