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Hat das Tier Durchfall, dann sind die Fäkalien dünnflüssig und übelriechend. Hunde aller Rassen können plötzlich an Durchfall leiden. In der Regel vergeht diese für Hund und Herrchen unangenehme Erscheinung bei der entsprechenden Pflege innerhalb von etwa vier Tagen recht schnell.
Die medizinische Behandlung durch einen Tierarzt ist unbedingt erforderlich, denn Diarrhö hat gesundheitliche Folgen. Während dieser Zeit geht dem Körper mehr Flüssigkeit als im gesunden Zustand verloren. Wird diese Situation nicht abgestellt, dehydriert das Tier, also es trocknet aus. Der Kreislauf kann durch die geringe Menge an Flüssigkeit kollabieren und der Säure-Basen-Haushalt gerät aus dem Gleichgewicht. Eine Schädigung der Nieren ist dann nicht auszuschliessen.
Tiere, deren Magen oder Darm angegriffen ist, magern ab, denn sie leiden massiv unter dem Verlust an lebenswichtigen Substanzen. Das hat mit der Schädigung der Darmflora und der Darmtätigkeit zu tun. Jungtiere, Welpen und geschwächte Hundesenioren können an dauerhafter Diarrhö sogar verenden.
Hat das Tier akuten Durchfall, der über mehr als drei Tage anhält und handelt es sich um ein älteres, bereits durch eine andere gesundheitliche Beeinträchtigung geschwächtes Tier, ist unweigerlich Rat beim Tierarzt zu suchen. Welpen, die vermehrt wässrigen Kot absetzen und unter dem Flüssigkeitsverlust leiden, gehören in die Hände eines Tierarztes. Sie verlieren an Gewicht und wirken apathisch.
Ist der Durchfall dahingehend auffällig, dass blutige Beimengungen vorhanden sind und dass die Fäkalien massiv verflüssigt ist, ist es ebenso ratsam, den Veterinär zu konsultieren. Weitere Gründe für einen Arztbesuch sind ein unruhiges Verhalten des Tieres, zusätzliches Erbrechen, Fieber (bei Hunden 40 °C Körpertemperatur) und das Verweigern der Nahrungsaufnahme.
Zusätzlich dazu treten klassische Symptome bei Durchfall auf, die Sie als aufmerksamer Halter beobachten können. Durchfall beim Hund geht meist mit Bauchschmerzen und Blähungen einher. Diese rühren von der vermehrten Darmkontraktion her. Haben Hunde Bauchschmerzen, bemerken Sie dies an charakteristischen Verhaltensweisen. Die Tiere bewegen sich weniger und die Motorik ist eher verlangsamt und wirkt steif. Ein gekrümmter Rücken oder eine andere, für den Vierbeiner eher ungewohnte Körperhaltung und Ruheposition weisen ebenfalls auf Bauchschmerzen hin. Hunde mit Bauchschmerzen lassen sich nur sehr ungern in dieser Körperregion berühren und zucken beim Streicheln oder Abtasten oft zusammen. Bauchschmerzen können beim Hund zusätzlich Aggressionen und Gereiztheit auslösen. Beim Gassigehen pressen die Hunde stark, wenn Ausscheidungen abgesetzt werden sollen. Andere Tiere verweigern wiederum den Spaziergang.
Die Veterinäre und Besitzer beschreiten mehrere Wege. Zunächst muss im Falle eines Notfalls rasch gehandelt werden. Daran schliesst sich die Diagnostik an. Folgende Therapien sind je nach Ursache indiziert:
Hinweis: Kohletabletten bitte nur mit Absprache des Arztes und nicht als Selbstmedikation verwenden.
Im Rahmen einer Futterumstellung gibt es verschiedene Varianten. Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, bei denen beim Hund das Symptom Diarrhö auftritt, bedürfen eines Diätfutters. Günstig sind sogenannte Spezialfutter sowie Ergänzungsfutter als Nass- und Trockenfutter. Diese empfiehlt der Tierarzt ebenso wie renommierte Futterhersteller. Eigenschaften wie eine leichte Verdaulichkeit, eine hohe Konzentration an Elektrolyten und Magen und Darm schonende Rezepturen sind wichtig.
Am besten ist es, einer Diarrhö rechtzeitig vorzubeugen. Sinnvoll sind hauptsächlich Massnahmen, die vorwiegend in der Verantwortung des Halters liegen. Dazu gehört einerseits das regelmässige Entwurmen. Andererseits steht das gründliche Reinigen des Zwingers sowie der Schlaf- und Ruheplätze im Mittelpunkt. Das kann individuell mit Desinfektionsmitteln oder mit Dampfgeräten geschehen. Darüber hinaus muss beim Freigang darauf geachtet werden, dass kein Aas und kein Kot gefressen wird. Auf rohes Fleisch sollte weitgehend verzichtet werden. Sauberes, frisches Trinkwasser muss ständig bereitstehen.
Selbstverständlich sind Sie in einer solchen Situation nicht allein. Wer sich Hilfe holen möchte, kann dies bei Hundezüchtern, beim Tierarzt oder bei Spezialisten für artgerechte Hundeernährung tun. Einfach auf local.ch nachschauen und einen Termin vereinbaren.
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Angeraten werden meist Hausmittel, die vom Menschen her bekannt sind. Das ist beispielsweise die Bereitstellung von Moroscher Möhrensuppe, Karottenpellets oder Kohletabletten sowie gekochtes Huhn mit Reis. Alles in Absprache mit dem Arzt. Eine selbst zu bereitende Schonkost besteht aus 125 g Hühnerfleisch, 250 g Reis und 130g Hüttenkäse (für einen 10 kg schweren Hund) für etwa zwei bis sechs Tage.
Halter, die ausschliesslich barfen, sollten die Futterzusammenstellung im Falle von wässrigem Kot und bei Erbrechen genau mit dem Veterinär oder einem Barfexperten absprechen. Es werden spezielle Rezepturen benötigt, um den Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt bei Durchfall beim Hund zeitnah auszugleichen. Ideal ist dann oftmals eine vorübergehende Umstellung auf Ergänzungsfuttermittel und/oder medizinisches Futter. Die meisten Tierärzte halten dieses in ihren Praxen vor.
Welpen leiden sehr stark unter wässrigem Stuhl. Sollten sich geschwächte Tiere nicht nach zwei Tagen erholen, ist eine Vorstellung beim Veterinär obligatorisch. Ansonsten kann so ein Zustand rasch lebensbedrohlich werden. Die Widerstandsfähigkeit der Kleinen und die körperlichen Reserven sind wesentlich geringer als bei adulten Tieren. Deshalb muss dieser Zustand bei Welpen und beim jungen Hund als Notfall angesehen werden.
Hat das Tier ein gutes Immunsystem, wird eine Darmaufbaukur vorgenommen und sind die Ursachen ausgeschaltet, wird der Kot binnen kurzer Zeit wieder normal werden. Ein chronischer, anhaltender Durchfall beim Hund bedarf jedoch einer dauerhaften veterinärmedizinischen Behandlung in Kombination mit Spezialkost. So lässt sich das Problem in der Regel gut lösen und der Hund bekommt wieder einen normalen Stuhl.
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