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Mit dieser Argumentation sagen Sie: Man braucht Noten ab der ersten Klasse, damit die Kinder (und ihre Eltern) frühzeitig begreifen, dass ihre Leistungen nicht genügen für eine weiterführende Bildung. D.h. man muss der Mehrheit der Kinder frühzeitig schlechte Noten um die Ohren schlagen, damit sie lernen, keine weiteren Ansprüche zu haben. Toll!
Rankings sind idiotisch, ob "unsere" Uni nun gut abschneidet oder weniger gut. Sie waren sinnlos, als die Uni Basel hinter der Uni Zürich platziert war, und sie werden nicht weniger sinnlos, wenn es umgekehrt ist. Rankings sagen vor allem über ihre VerfasserInnen aus, dass sie fürchterlich einfach gestrickt sind und letztlich nicht wissenschaftlich denken können (denn wissenschaftlich denken heisst, über die Möglichkeiten und die Grenzen von Erkenntnismethoden kritisch nachzudenken).
Endlich ein gescheiter Kommentar zu dieser Kapitulation von Basel.
Als Baselbieter Steuerzahler schäme ich mich für meinen Kanton, seit ich von diesem Verhandlungsergebnis erfahren habe.
Von demselben Brauer gibt zwei verschiedene Biere: Ein "Kulturbier" und ein "Baselbieter Bier". Die Bierbrauer haben das richtig gesehen: Das eine schliesst offenbar das andere aus.
Herr Schafroth entpuppt sich bei seiner Antwort zur Bildung als hoffnungsloser neoliberaler Ideologe. Er will Bildungsqualität steigern und Kosten senken durch mehr Wettbewerb unter den Schulen und verlangt dafür "klar vorgegebene, messbare Bildungsziele". Mit der Realität hat das nichts zu tun. Messbare Bildungsziele gibt es nicht. Will man etwas "klar messen", dann geht es nicht mehr um Bildung, sondern um abfragbares Wissen. Jede Vergleichsmessung führt zur Banalisierung der Inhalte. Der Kanton Baselland macht seit einigen Jahren Orientierungsprüfungen. Die Lehrpersonen lachen nur noch darüber oder ärgern sich grün und blau (je nach Charakter). Aber niemand im Kanton kann die Frage beantworten, was denn die konkreten Qualitätsverbesserungen sein sollen, die dank Orientierungsarbeiten erreicht wurden. Wettbewerb und Messen und Vergleichen und Vereinheitlichen führt zu Bildungsabbau, sofern man unter Bildung wirklich Bildung versteht.