Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03449.jsonl.gz/1944

Medikamentöse Therapie
Schilddrüsenunterfunktion
Die Schilddrüsenunterfunktion wird mit synthetisch hergestelltem Schilddrüsenhormon behandelt. Es handelt sich dabei um eine einfach durchzuführende und sehr gut verträgliche Therapie. Die Einstellung nach der Operation erfolgt durch den Endokrinologen. Bei stabilem Verlauf genügt dann in der Regel eine Blutuntersuchung, die einmal pro Jahr beim Hausarzt durchgeführt wird.
Schilddrüsenüberfunktion
Die Schilddrüsenüberfunktion kann mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Bei vermehrter Hormonproduktion durch die Schilddrüse (z. Bsp. Basedow’sche Krankheit) kommen Präparate (sog. Thyreostatika) zum Einsatz, die die Hormonproduktion hemmen und die Schilddrüsenfunktionslage normalisieren. Diese Medikamente werden als primäre Behandlung oder zur Überbrückung bis zur Operation eingesetzt.
Da die Schilddrüsenüberfunktion sehr häufig auch Herzklopfen und schnellen Puls verursacht, kommen auch Medikamente zum Einsatz, die die Wirkung der Schilddrüsenhormone am Herzen abschwächen (sogenannte Betablocker).
Nebenschilddrüsenüberfunktion
In den Fällen, in denen keine Operation notwendig ist, wird der Kalziumwert regelmässig kontrolliert. In Ausnahmefällen, wenn z.B. eine Operation nicht möglich ist, kann die Nebenschilddrüsenüberfunktion mit speziellen Medikamenten behandelt werden, die den Nebenschilddrüsenhormonspiegel und den Kalziumwert senken.