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Er werde als Gouverneur der Bank of England (BoE) Ende Juni 2019 abtreten, sagte der Kanadier am Dienstag vor Parlamentariern in London. Er habe aus "Verantwortungsgefühl" ein Jahr an seine Amtszeit drangehängt, doch wolle er aus familiären Gründen nicht noch länger bleiben.
Premierministerin Theresa May möchte den auf zwei Jahre veranschlagten EU-Austrittsprozess bis Ende März 2017 starten. Medienberichten zufolge gibt es wegen Unstimmigkeiten im Kabinett bislang aber noch keinen Gesamtplan. Daher könnte sich die Entscheidung über die Strategie des geplanten Brexit noch sechs Monate hinziehen, meldeten der Sender BBC und die Zeitung "The Times" unter Berufung auf ein internes Papier.
Carney betonte vor den Parlamentariern, mit dem geplanten Ende seiner Amtszeit Mitte 2019 sei keine Einschätzung des voraussichtlichen Zeitplans für die Brexit-Gespräche verbunden: "Meine Absicht ist es aber, soviel Kontinuität in diesem Prozess zu gewährleisten wie möglich."
Carney steht seit Juli 2013 an der Spitze der britischen Notenbank. Befürworter des EU-Austritts hatten ihm vorgeworfen, er habe vor dem Brexit-Votum vom 23. Juni mit überzogenen Warnungen vor den wirtschaftlichen Folgen eines EU-Ausstiegs Stimmung gegen einen solchen Schritt gemacht.
(AWP)