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Erektile Dysfunktion (ED)
Wie erwartet wurden mehrere Studien zu den 3 zugelassenen Phosphodiesterase-Hemmern (Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil) vorgestellt. Je nach Autor resp. Sponsor der Arbeit schnitt dann auch der eine oder andere Wirkstoff besser ab als die anderen. Wirklich aufschlussreiche, faire Vergleichsdaten kamen dabei aber nicht zustande. Wahrscheinlich unterscheiden sich die 3 Substanzen bezüglich Wirksamkeit in der ED-Behandlung nicht wesentlich.
Interessant hingegen waren epidemiologische Daten aus der Krimpen-Studie, welche erstmals präsentiert wurden. In dieser niederländischen Studie wurden 1’661 Männer im Alter von 50-75 Jahren über mehr als 4 Jahre beobachtet. Die Inzidenz einer signifikanten ED betrug je nach Altersgruppe 2.1% -9.7% pro Jahr. Die Inzidenz einer klinisch relevanten ED, was von den Autoren als ED, welche den Patienten mässig oder stark stört definiert wurde, betrug entsprechend 2.5%-3.9% pro Jahr.
Insgesamt sind die Inzidenzraten in dieser Studie markant tiefer als in vielzitierten amerikanischen Arbeiten. Zudem ist dies die erste Untersuchung, welche mitberücksichtigt, wie stark sich ein Patient durch seine ED gestört fühlt. Es zeigt sich dann auch deutlich, dass die Inzidenz der ED mit steigendem Alter zwar zunimmt, gleichzeitig jedoch der Anteil an Patienten, welche ihre ED als Problem empfinden, stark zurückgeht.