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<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Frage: </p><p>Ist er bereit, in Zusammenarbeit mit Kantonen und Gemeinden die Möglichkeit einer Weltausstellung auf dem gesamten Gebiet der Eidgenossenschaft als Alternative zu einer regionalen Landesausstellung zu prüfen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Landesausstellungen der Schweiz haben sich traditionellerweise jeweils auf eine Gastgeberstadt bzw. -region fokussiert. Trotz der Konzentration der Austragung auf einen Standort bzw. eine Region wurden die Ausstellungen deutlich als Landesausstellungen wahrgenommen.</p><p>Im Gegensatz zu den ersten fünf Ausstellungen wagte es die vergangene Expo.02 bereits, den Austragungsort auf eine Region zu erweitern. Wie die Evaluation der Expo.02 zeigte, stellten diese überkantonale Dimension und die Anzahl der Austragungsstätten eine grosse Herausforderung dar - (Eidgenössische Finanzkontrolle, EFK: Expo01/02: Auftrag mit unbeschränkter Haftung, Bern, Mai 2005). Diese Schwierigkeiten würden sich bei einer Weltausstellung auf dem ganzen Gebiet der Eidgenossenschaft vervielfachen.</p><p>Nach Mailand 2015 und Dubai 2020 wären die Erwartungen an eine Weltausstellung in der Schweiz sehr gross. Diese sind mit entsprechend hohen sowie schwer bezifferbaren finanziellen Aufwendungen verbunden, zu deren Deckung sich die Eidgenossenschaft verpflichten müsste. Eine Bewerbung der Schweiz beim Bureau International des Expositions (BIE) um die Durchführung einer Weltausstellung erscheint zwar nicht grundsätzlich von vornherein aussichtslos. In Bezug auf das konkret vorgeschlagene Projekt verlangt das Reglement des BIE jedoch, dass eine Stadt mit einer klar bezeichneten Ausstellungsfläche Kandidat für die Austragung einer Weltausstellung ist und nicht ein Land bzw. eine Region mit dezentralen Ausstellungsflächen.</p><p>Die Schweiz ist regelmässig an internationalen Grossveranstaltungen vertreten (z. B. Weltausstellungen, Olympische Spiele) und vermag mit diesen Aktivitäten die Vielfalt und Vorteile der Schweiz im Ausland auf geeignete Weise bekanntzumachen. So präsentiert sich die Schweiz auch an der Weltausstellung in Mailand mit einem eigenen Pavillon und einem Budget von 23,1 Millionen Franken.</p><p>Die Landesausstellungen sind dagegen stark auf die Bedürfnisse der Schweizer Gesellschaft selbst ausgerichtet, ohne den Blick über die Landesgrenzen zu vernachlässigen.</p><p>Die Kombination von primär binnenorientierten Landesausstellungen und der Präsentation unseres Landes an internationalen Grossveranstaltungen erachtet der Bundesrat als zweckmässig.</p><p>Aufgrund dieser Argumente sieht der Bundesrat gegenwärtig keinen Prüfungsbedarf einer Bewerbung der Schweiz für eine Weltausstellung.</p>  Antwort des Bundesrates.