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Was man über den Apple-Samsung-Prozess wissen sollte
Ab Montag kommt es zu einem der meisterwarteten Prozesse der IT-Geschichte: Apple und Samsung tragen ihre Streitigkeiten vor Gericht aus. Worum geht es, um wie viel geht es und welche Auswirkungen kann das Urteil haben? Hier gibt es die Antworten.
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Der englische Originalartikel stammt von Martyn Williams, der für den IDG News Service arbeitet.
Wann hat alles begonnen?
Am 15. April 2011 reichte Apple die ursprüngliche Anklage gegen Samsung ein. Samsung wehrte sich nur einige Tage später, die zwei Fälle wurden zu einem zusammengefasst.
Wofür wird gekämpft?
Apple behauptet, die Galaxy-Tablets und -Smartphones würden Kopien von iPad, iPod und iPhone sein. Apple hat eine Liste von Patenten, von denen es sagt, Samsung hätte sie verletzt. Zudem hat Apple eine Grafik erstellt, die zeigt, wie sich das Design von Samsung-Phones vor und nach dem iPhone geändert hat. Diese Transformation ist laut Apple «die Grundgeschichte unseres Falles».
Samsung kontert, Apples Anschuldigungen seien allesamt falsch und dass in der Consumer-Electronic-Branche immer wieder auf ältere Produkte geschaut wird, um sich Inspiration zu holen. Darum hat Samsung seine eigene Grafik erstellt, die zeigen soll, dass Samsung schon vor dem iPhone vollständige Touch-Screen-Phones besass. Samsung will aber auch in die Offensive gehen und argumentieren, dass Apple selbst eine Nummer von Patenten verletzt hat, die Samsung gehören.
Was wollen die Parteien?
Geld und Verkaufsverbote für alle Produkte, die Patente verletzten. Apple möchte 2,5 Milliarden Dollar von der Jury als Schadenszahlung. Danach hofft das Unternehmen, dass das Gericht diese Summe verdreifachen wird. Grundlage dazu ist ein Gesetztespassus, der es Richtern erlaubt, Strafen zu multiplizieren, wenn jemandem wissentlich Schaden zugefügt wurde.
Samsungs Forderung ist nicht weniger klein: Es verlangt 2,4 Prozent des Verkaufpreises jedes Produktes, das seine Patente verletzt. Im besten Fall also 2,4 Prozent auf jedes iPhone und iPad, das Apple bisher verkauft hat.
Steht noch mehr auf dem Spiel?
Wenn man nach weiter greifenden Auswirkungen sucht, könnte der Prozess entscheiden, wo das US-Justizsystem die Linie zwischen Innovation und Kopie zieht. Das würde auch die Debatte über das US-Patentsystem neu befeuern. Kritiker monieren ein zu liberales Patentrecht, das die Behörde dazu verleitet, zu viele Patente zu erteilen. Das wiederum führt zu vielen unnötigen Gerichtsprozessen.
Wer wird als Zeuge aufgerufen werden?
Vermutlich wird es kein Star-Aufgebot geben wie neulich bei Google gegen Oracle, wo die beiden CEOs Larry Ellison und Larry Page in den Zeugenstand traten. Der vielleicht grösste Name auf der Zeugenliste ist Apples Marketing-Vize, Phil Schiller, der auch oft auf Apple-Konferenzen auftritt. Samsung wird unter anderem Richard Howarth aufrufen, einen der Apple-Chefdesigner, der am iPhone-Projekt mitarbeitete.
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