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Vom Einmarsch auf den ehrwürdigen Centre Court in Wimbledon bis zum Abschied nach knapp eineinviertel Stunden Spielzeit. Dazwischen spielte die 27-jährige Aargauerin gegen die Titelverteidigerin und Dominatorin des Frauentennis. Sie tat dies sehr achtbar, aber nicht ganz so gut wie sie es sich gewünscht hatte.
Ich hätte gerne besser serviert”, analysierte Sadikovic leicht enttäuscht. “Ich fühlte mich unter Druck und wollte zu viel.” Schuld sei nicht der unangenehm starke Wind gewesen, sondern ihre Nervosität. Die Schweizerin, die erstmals die Qualifikation eines Major-Turniers erfolgreich überstanden hatte, erkämpfte sich gleich im ersten Game zwei Breakchancen, die sie aber nicht nutzen konnte.
Ihr einziges Break der Partie gelang Sadikovic zum 2:1 im zweiten Satz, das sie jedoch nicht bestätigen konnte. Bis zum 4:5 hielt die Schweizerin dann gut mit, doch mit einem Rückhand-Return genau in die Ecke sicherte sich Williams den letztlich ungefährdeten Sieg.
Trotz der Niederlage nimmt Sadikovic – neben einer Verbesserung in der Weltrangliste in die Region um Platz 130 und knapp 40’000 Franken Preisgeld – viel Positives aus Wimbledon mit. “Ich konnte mit der Nummer 1 der Welt durchaus gut mithalten, das gibt mir viel Selbstvertrauen”, hält sie fest. Sie wisse jetzt auch, woran sie arbeiten müsse: “Am Aufschlag und am Return. Die waren bei Serena schon sehr gut.”
Ein bisschen lernen musste Sadikovic auch über die Etikette im All England Lawn Tennis and Croquet Club. Bereits vor dem Spiel war sie in die langen Korridore auf dem Weg zum Centre Court eingeführt worden, da, wo die Porträts der bisherigen Champions hängen. “Das war schon sehr eindrücklich.” Und am Ende bewahrte Williams die Schweizerin vor einem eigentlichen Faux-pas. Nach einer herzlichen Umarmung wies sie Sadikovic darauf hin, dass sie auf sie warten solle beim Rausgehen.
Ihren ersten Einsatz noch vor sich haben Belinda Bencic und Timea Bacsinszky. Ihre Partien gegen Tsvetana Pironkova (WTA 71) respektive Luksika Kumkhum (WTA 169) fielen dem Regen zum Opfer und finden erst am Mittwoch statt.
(SDA)