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1853
FEBRUAR
- Das missglückte Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. vom 18. Februar 1853 ist einer der berühmtesten vereitelten Mordversuche in der Geschichte Österreichs.
MÄRZ
0306D: La Traviata (Verdi)
- La Traviata (italienisch: Die vom Wege Abgekommene) ist der Titel einer Oper von Giuseppe Verdi (Musik) und Francesco Maria Piave (Libretto). Sie wurde am 6. März 1853 im Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt und fiel zunächst beim Publikum durch, bevor sie überarbeitet zu einer der erfolgreichsten Opern der Musikgeschichte wurde. Besonders die Tatsache, dass als Titelfigur eine Edelprostituierte (damals Mätresse) in den Mittelpunkt der Oper gestellt wurde, die noch dazu sehr realistisch an einer weit verbreiteten tödlichen Krankheit (Lungentuberkulose) zugrunde geht, war für die damalige Zeit eine unerhörte Neuerung. Wie schon zuvor in Rigoletto und Il trovatore stellte Verdi wieder eine von der Gesellschaft geächtete und abgelehnte Person ins Zentrum des Geschehens. Von der Literatur war der Stoff in der Kameliendame bereits aufgenommen worden. Ungefähr gleichzeitig ging er als Theaterstück auf Tournee durch Europa. Von 1850 bis ca. 1940 war der Stoff europaweit multimedial präsent.
AUGUST
0824D: Kartoffelchips
- Sie sind knackig, würzig, fettig - und sehr beliebt: Kartoffelchips. Tüte auf, Hand rein - einmal angefangen zu knabbern, gibt‘s kein Ende. 532 Millionen Beutel essen die Deutschen pro Jahr - am liebsten mit Paprika-Geschmack. (WDR ZeitZeichen 2018)
0826D: Meno Burg
- Meno Burg (* 9. Oktober 1789 in Berlin; † 26. August 1853 ebenda) war der erste und lange Zeit einzige preußische Stabsoffizier jüdischen Glaubens, königlich-preußischer Major der Artillerie und Lehrer der Vereinigten Artillerie- und Ingenieurschule. Burg, auch Judenmajor genannt, erreichte den höchsten Dienstgrad, den ein Jude in der preußischen Armee des 19. Jahrhunderts erlangte. Gleichwohl ist sein militärischer Werdegang ein Beleg für die Diskriminierung von Juden im preußischen Staatsdienst. Er konnte sich als Soldat nicht strikt an die Zeremonialgesetze halten, sodass er sich de facto von der strengen Orthodoxie lösen musste. Burg betätigte sich auch als Autor von militärischen Sachbüchern und machte sich als Ausbilder in der gesamten Artillerie verdient. Er fiel mit 63 Jahren einer Cholera-Epidemie in Berlin zum Opfer. Am 29. August 1853 wurde Burg mit allen militärischen Ehren auf dem jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee beigesetzt. Der Beerdigung wohnten mehr als 60.000 Personen bei.
OKTOBER
1025D: Neue Pinakothek
- Die Neue Pinakothek in München ist ein Museum der europäischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Im Münchener Kunstareal gelegen, stellt sie ein Bindeglied zwischen ihren zwei Geschwisterinstitutionen dar – der Alten Pinakothek mit den Alten Meistern und der Pinakothek der Moderne für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Neue Pinakothek (von griechisch πινακοθήκη pinakotheke „Bildersaal“, „Gemäldesammlung“) bietet einen Überblick über die Epochen der europäischen Kunst von der Aufklärung bis zum Anbruch der Moderne – von Goya und David bis zu van Gogh und Cézanne – und umspannt damit das späte 18., gesamte 19. und die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Neben Gemälden und Skulpturen des Klassizismus sind Werke der Romantik, des Jugendstils und des Impressionismus zu sehen. Der Bestand der Neuen Pinakothek umfasst mehr als 6000 Werke und ist seit 1915 Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, welche mit mehr als 30.000 Objekten einen wesentlichen Teil des Gemälde- und Kunstbesitzes des Freistaates betreut.
- König Ludwig I. war ein leidenschaftlicher Bildersammler und wollte seine Schätze auch der Öffentlichkeit präsentieren. So baute er in München zuerst die Alte Pinakothek. Als er am 25. Oktober 1853 dann auch noch die Neue Pinakothek eröffnete, war München reich und Ludwig arm. (BR2 Kalenderblatt)
1028D: Neue Bahnen (Schumann)
- Robert Schumann schreibt seinen berühmten Aufsatz "Neue Bahnen", mit dem der junge Johannes Brahms bekannt wird (BR4 Was heute geschah)
NOVEMBER
1103D: Seeschlacht bei Sinope
- Die Seeschlacht bei Sinope fand am 30. November 1853 bei der nordtürkischen Hafenstadt Sinope statt. In ihr vernichtete die Flotte des Russischen Reiches die vor Anker liegenden osmanischen Schiffe. Häufig wird diese Schlacht als die letzte große Schlacht der klassischen Segelschiffe betrachtet sowie als die erste große Schlacht des Krimkrieges (1853–1856).
LEXIKON
Ästhetik des Häßlichen (Rosenkranz)
- Was ist hässlich? Diese Frage wurde vor Karl Rosenkranz nie so umfassend und systematisch gestellt, geschweige denn beantwortet. Einige Voraussetzungen des Textes, der mit beiden Beinen fest auf dem Boden eines klassizistisch, christlich und eurozentrisch geprägten Weltbilds steht, sind vom Standpunkt der Moderne aus betrachtet zwar fraglich. Doch die Ästhetik des Häßlichen war zum Zeitpunkt ihres Erscheinen durchaus up to date. Auch die Urteile darüber, was hässlich ist, sind auf der Basis des Kunstverständnisses des frühen 19. Jahrhunderts gut nachvollziehbar und verständlich geschrieben. Dass der Text von 1853 stammt, also aus einer Zeit, in der die Moderne bereits am Horizont sichtbar wurde, macht es schwer, ihn abschließend einzuordnen. Er wirkt wie eine Vergewisserung und Verteidigung alter Werte in unsicheren, revolutionären Zeiten. Das Hässliche erscheint als existenzielle Bedrohung, die es durch die Aufhebung im klassisch schönen Kontext oder durch die Wendung in die Karikatur zu überwinden gilt. Das Hässliche als solches ernst zu nehmen, damit zu arbeiten oder es auch nur unaufgelöst stehen zu lassen, ist für Rosenkranz noch undenkbar. (getAbstract 2017)
- Karl Alexander (1818-1901) war Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach.
- Peter von Oldenburg (1827-1900) war von 1853 bis 1900 als Peter II. Großherzog von Oldenburg.
- Ernst I. (1826-1908) war von 1853 bis 1908 Herzog von Sachsen-Altenburg.
- König Kigeri IV. regierte das Königreich Ruanda von 1853 bis 1895. Er kam aus der Volksgruppe der Tutsi. Er gründete eine Armee, die mit Gewehren ausgerüstet war und verbot den meisten Fremden, sein Königreich zu betreten.
- Peter V. (1837-1861) war König von Portugal aus dem Hause Sachsen Coburg und Gotha und regierte von 1853 bis 1861.
- Franklin Pierce (1804-1869) war der 14. Präsident der Vereinigten Staaten vom 4. März 1853 bis zum 4. März 1857.
- Die Ruhmeshalle ist eine von Leo von Klenze im Auftrag König Ludwigs I. von Bayern entworfene, dreiflügelige dorische Säulenhalle auf einer alten Isarhangkante oberhalb der Theresienwiese in München, die zusammen mit der Bavaria ein Ensemble bildet und von einem Teil des Bavariaparks umschlossen wird. Die Halle wurde zwischen 1843 und 1853 errichtet und ist 68 Meter breit, 32 Meter tief, hat eine Dachtraufenhöhe von 16 Metern und steht auf einem 4,3 Meter hohen, leicht geböschten Sockel. 48 Säulen mit einer Höhe von 6,95 Meter und einem Durchmesser von 1,25 Meter tragen zusammen mit der Rückwand das Dach. Erbaut wurde sie aus Kelheimer Kalkstein. König Ludwig wollte mit dem Bau und den darin ausgestellten Büsten bedeutender Personen aus allen Teilen Bayerns und insbesondere auch der erst um 1800 zu Altbayern hinzugekommenen „Stämme“ Pfalz, Franken und Schwaben in Verbindung mit der Widmung „Als Anerkennung bayerischen Verdienstes und Ruhmes ward diese Halle errichtet von Ludwig I., König von Bayern“ und der Monumentalfigur eine Selbstdarstellung Bayerns vermitteln. Er legte es darauf an, die „kulturelle neubayerische Dignität“ anzuerkennen und „sie für den Rang des neuen, gesamtbayerischen Staates fruchtbar zu machen“. (Artikel des Tages)
- Tokugawa Iesada (1824-1858) war von 1853 bis 1858 der 13. Shōgun der Edo-Zeit in Japan. In seine Amtszeit fiel die durch imperialistischen Mächte erzwungene Öffnung Japans.
- Eintrag im Klassikarchiv (classicalarchives.com)
- Einer Analyse des Pianisten Alfred Brendel zufolge geistern durch die hochvirtuose Klaviersonate h-Moll von Liszt die Figuren des Goethe'schen «Faust». Es gibt ein Faust-Thema, ein melodischeres Gretchen-Thema und auch Mephisto treibt sein Unwesen in dieser monumentalen Musikerzählung. Wer schildert sie am besten und wer bewältigt am bravourösesten diesen Meilenstein der Klavierliteratur? Eine Aufzeichung von den Klavierwochen in Ernen, Wallis, vom 10.7.2017. Gäste von Benjamin Herzog sind die Musikjournalisten Wolfgang Rathert und Moritz Weber. (SRF Diskothek im Zwei 2017)
- Interpretation von Nelson Freire (Empfehlung Clavio Video der Woche)
- Steinway & Sons (oft Steinway genannt) ist ein Hersteller von Flügeln und Klavieren. Das Unternehmen wurde von dem aus Deutschland in die Vereinigten Staaten ausgewanderten Henry E. Steinway (ursprünglich: Heinrich Engelhard Steinweg) und seinen Söhnen am 5. März 1853 in New York gegründet. Seither hat Steinway & Sons mit mehr als 125 Patenten den Pianobau revolutioniert. Steinway & Sons’ Flügel und Klaviere werden in New York und Hamburg unter dem Leitsatz gefertigt, den Henry E. Steinway als Qualitätsvorgabe wählte: „To build the best piano possible“. Heute ist Steinway & Sons ein Unternehmensbereich der US-amerikanischen Aktiengesellschaft Steinway Musical Instruments, Inc., die zahlreiche Musikinstrumente herstellt und vertreibt. Hervorgegangen ist das Unternehmen aus Steinway & Sons, The Selmer Company, United Musical Instruments und noch weiteren Akquisitionen von Musikinstrumentenherstellern. Das internationale Unternehmen beschäftigt über 1700 Mitarbeiter in elf Produktionsstätten in Amerika und Europa. (Artikel des Tages)
QUELLEN
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Grundstock am 16.09.2010 erstellt