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Die Skyraider wurde 1941 als Nachfolgemuster für den Sturzkampfbomber SBD Dauntless entwickelt. Douglas erhielt einen Auftrag für 548 Flugzeuge. Der Zweite Weltkrieg fand dann doch ein zügigeres Ende und so wurde der Auftrag auf 277 Maschinen reduziert.
Anfang 1946 erhielt das Flugzeug den Namen Skyraider später die Bezeichnung „AD". Die erste Serienmaschine flog am 5.November 1946 mit der Serienbezeichnung AD-1. Insgesamt wurden 3180 Skyraider von der Version AD-1 bis AD-7 gebaut. Angetrieben wurde die Skyraider durch einen Wright R-3350-26W Sternmotor mit 2800 PS. Die Bewaffnung besteht aus vier 20 mm Kanonen und an 15 Außenlaststationen können bis zu 3.629 kg Bomben mitgeführt werden.
Die Skyraider konnte eine Vielzahl von Waffen tragen. Auch Nuklearbewaffnung konnte das Flugzeug aufnehmen. Ab dem Jahr 1962, wurde das Bezeihnungssytem für Luftfahrzeuge der U.S. Streitkräfte vereinheitlicht und so wurde aus der AD die A-1 Bezeichnung. Die noch im Dienst stehenden Versionen, erhielten so die Bezeichnung A-1D bis A-1J. <br />Ihren ersten Kampfeinsatz hatte die Skyraider im Korea Krieg. Sie bewährte sich im Erdkampfeinsatz ausgezeichnet und warf in Korea weit über 270.000 Einsätzen 120.000 Tonnen Bomben ab.
Als der Vietnamkrieg im August 1964 ausbrach, hatte das U.S. Marine Corps den Typ zwar schon ausgemustert, aber fast jedes Trägergeschwader verfügte noch über eine Staffel mit A-1H/J. In Vietnam konnten A-1 der Staffeln VA-25 der USS Midway und VA-176 der USS Intrepid jedoch auch mehrere MiG-17 abschießen. Der letzte Kampfeinsatz war am 20. Februar 1968 an Bord des Trägers USS Coral Sea.
Die von mir gebaute Maschine ist vom Attack Squadron VA-176 Thunderbolts, stationiert auf der USS Intrepid 1966 während dem Vietnamkrieg.
Schon lange wollte ich endlich ein Bausatz im grossen Massstab 1/32 bauen. Nun ist es endlich soweit und ich habe die A-1H Skyraider aus meinem Lager geholt. Der Bausatz ist von Trumpeter
und neben dem Hersteller Zoukei Mura die einzige Möglichkeit dieses Flugzeug in diesem Massstab zu bauen.
Begleitet mich beim Bau dieses nicht gerade kleinen Flugzeugs.
Der Bausatz
Der Bausatz kommt in einem grossen Karton daher und wie meistens von Trumpeter, lässt sich dieser nur schwer öffnen. Die A-1H ist bereits die zweite Version dieses Fliegers von Trumpeter und enthält dadurch auch einen grossen Teil der Bauteile aus seinem Vorgänger. Der Rumpf wurde jedoch überarbeitet und enthält auch die korrekte Zusatzpanzerung, wie sie bei späteren Skyraiderversionen angebracht wurde. Neben den grauen Spritzrahmen enthält der Bausatz Klarsichtteile, eine kleine Ätzteilplatine und die Bereifung aus Gummi.
Die Detaillierung aller Bauteile ist zeitgemäss und entspricht einem Bausatz dieser Grösse. Die Zeiten, als Trumpeter die Flugzeugbausätze mit unzähligen Nietenreihen schon fast verunstaltete, sind vorbei. Der Sternmotor ist eine Toll und schon fast ein Modell im Modell. Es sollten lediglich ein paar Zündkabel ergänzt werden.
Das Cockpit ist recht gut detailliert, lediglich der Pilotensitz und die Gurten entsprechen leider nicht der darstellbaren Version. Trumpeter hat jedoch den richtigen Sitz dem Bausatz beigefügt, erwähnt dies aber nicht in der Bauanleitung.
Ideal bei Modellen mit so grossen Spannweiten ist die Darstellung mit eingeklappten Flügeln. Diese Option ist ebenfalls im Bausatz vorgesehen. Beide Varianten, sind durch die gute Detaillierung und Passgenauigkeit der Bauteile kein Problem.
Der Waffensatz umfasst vier Spritzrahmen. Ausser den 5-inch Raketen, die für die frühe AD-1 Bausatz vorgesehen waren, können die anderen Abwurfwaffen und Raketen wie LAU-3 Raketenbehälter und SUU-14 A/A angebracht werden. Auch drei Flügeltanks liegen dem Bausatz bei.
Die Bauanleitung ist wie von Trumpeter gewohnt gehalten und könnte mehr Farbangaben vertragen. Hinzu kommen noch zwei Decalbögen, von denen einer ausschliesslich Markierungen für die Außenlasten und teilweise für die Waffenträger vorhält. Der andere beinhaltet die Markierungen für zwei mögliche Maschinen.
Trotzdem muss für eine korrekte Darstellung noch folgendes korrigiert werden:
- Kanonen ohne die Trichterförmigen Mündungsbremsen, sind im Bausatz enthalten werden aber nicht erwähnt
- Korrekte Propellerblätter z.B. Trumpeters P-47 Thunderbolts mit den im unteren Bereich unbekleideten Hamilton Standard Blätter
- Rundum-Positionslicht auf der vorderen Kante, des Seitenruders muss ergänzt werden
- Geänderte Bereifung des Heckspornrads
Das Zubehör
Für den Bau verwende ich den Big Ed Satz von Eduard und korrekte Propellerblätter von AMS Resin.
Das Cockpit
Wie meistens beginnt die Arbeit beim Cockpit, so auch hier. Die erste Anpassung ist das abschleifen der Armaturen für die Eduard PE-Teile. Das Herz blutet schon ein wenig wenn man solche Details abschleifen muss. Die nächste Korrektur ist die Anpassung des Schleudersitzes. In der Version AD-6 waren die ursprünglichen Sitze durch Schleudersitze ausgetauscht worden, das sogenannte Yankee-System. Trumpeter hat einen entsprechenden Sitz dem Bausatz beigefügt aber erwähnt dies in keiner Weise in der Bauanleitung. Der Sitz genügt sicher nicht den Anforderungen und muss noch überarbeitet werden. Als erstes sind mal die neuen Abschussschienen eingebaut. So kann ich den Sitz für die Bemalung wieder entfernen.
|lightbox[mod1]Cockpit::Grundaufbau||lightbox[mod1]Cockpit::Der unbeachtete Sitz von Trumpeter||lightbox[mod1]Cockpit::Neue Schienen für den Schleudersitz|
Das Cockpit ist bis auf den Schleudersitz soweit fertiggestellt das die Bemalung beginnen kann. Die Schienen des Sitzes haben eine Halterung bekommen und die Pedalen sind auch in ihrer Position. Für die Pedalen habe ich ein Stück Sheet am Boden geklebt damit diese auch ihren Halt finden. Gemäss Eduard wäre diese noch mit dem vordersten Punkt noch an den Seitenkonsolen befestigt worden was aber zu nahe am Sitz ist. Der Sitz hat eine neue Rückenlehne bekommen. An der Rückenlehne habe ich mit Gussästen eine Struktur geschaffen und anschliessend mit Magic Sculp ein neues Polster modelliert. Nach dem trocknen folgt noch eine Überarbeitung und ein leichtes schleifen.
|lightbox[mod1]Cockpit::Die geätzten Pedale an ihrem Ort||lightbox[mod1]Cockpit::Neue Rückenlehne für den Sitz||lightbox[mod1]Cockpit::Der überarbeitete Sitz|
Das Cockpit hat eine Grundfarbe in einem mittleren Grau bekommen. Am Boden habe ich die Abnutzungspuren mit der Harspray-Methode dargestellt.
|lightbox[mod1]Cockpit::||lightbox[mod1]Cockpit::Das Cockpit bereit für die Bemalung||lightbox[mod1]Cockpit::Erste Alterungsspuren sind angebracht|
Das Cockpit ist fertig bemalt und zusammengebaut. Die Aetzteile von Eduard scheinen mir aber doch nicht ganz stimmig im Farbton zu sein. Im Original sind diese Schwarz und Eduard hat diese in einem Blauton dargestellt. Eine Korrektur ist so leider nicht mehr möglich. Die Sitzgurte habe ich aus den restlichen Aetzteilen und Tamiya-Klebband erstellt.
|lightbox[mod1]Cockpit::||lightbox[mod1]Cockpit::||lightbox[mod1]Cockpit::|
|lightbox[mod1]Cockpit::Das Cockpit ist eingebaut.::||Das Cockpit ist in der rechten Seite im Rumpf eingebaut. Im Rumpf sind auch die Spanten ersichtlich die Trumpeter dem Bausatz spendiert hat. Es ist fraglich ob diese wirklich notwendig sind, es verbessert aber die Stabilität des Rumpfes doch einiges.|
Die Bemalung des Motors beginnt mit der Airbrush. Der Motorblock erhielt ein Überzug mit Vallejo Air Steel und das Getriebegehäuse mit Vallejo Air Light Sea Grey.
|lightbox[mod1]Motor::Grundbemalung||lightbox[mod1]Motor::Grundbemalung|
Als erstes wurde das Heckfahrwerk überarbeitet. An diesem kommen nicht viele Aetzteile hinzu. Der Zylinder wurde im Drehbereich getrennt um später in ausgelenkter Position wieder eingeklebt zu werden.
Der Hauptfahrwerkschacht wird ebenfalls mit Teilen von Eduard aufgewertet. Im Vergleich zu den Fahrwerkschächten der heutigen Flugzeugen, ist der Schacht der Skyraider direkt spärlich bestückt. Es führen nur wenige Leitungen durch diesen und es gibt auch nicht viel mehr Teile die man anbringen könnte.
|lightbox[mod1]Fahrwerk::Das Heckfahrwerk bereit zur Lackierung||lightbox[mod1]Fahrwerk::Diese Verstrebungen müssen raus...||lightbox[mod1]Fahrwerk::Der Fahrwerkschacht mit Aetzteilen bereichert|