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Leider fördert die aktuelle Preisgestaltung das Strom sparen nicht. Für Grossverbraucher gibt es heute schon Wettbewerb - de facto heisst das günstigere Tarife für diejenigen, die am meisten Strom konsumieren.
Solange wir nicht den ganzen Strom aus erneuerbaren Quellen decken können, sondern auf den Import und Verbrauch von nicht-nachwachsenden Ressourcen wie Kohle, Atom, Gas und Öl angewiesen sind, sollte das Strom-sparen besser gefördert werden. Eine Möglichkeit dafür wären umgekehrte Preismodelle, je mehr verbraucht wird, desto teurer würde es. Strom muss nicht günstiger werden - aber für diejenigen, die sparsam damit umgehen, auch nicht unbedingt teurer als heute. Für Privatkonsumenten liesse sich etwa ein Quantum Strom definieren, das zu einem günstigen Preis erhältlich ist. Was darüber hinaus geht, würde teuerer verrechnet. Das würde die Umrüstung auf stromsparende und effizientere Geräte massiv beschleunigen.
Für Unternehmen liesse sich vielleicht über etwas ähnliches wie den Emmissionshandel beim Klima nachdenken. Ich hab natürlich keine pfannenfertige Lösung - aber auch hier ginge es darum, alle Betriebsabläufe immer stromsparender zu gestalten. So gelingt uns der Ausstieg aus Atom und wir wären auch gut gewappnet, wenn das Erdöl in einigen Jahrzehnten endgültig aufgebraucht ist. Die Umrüstung auf eine grüne(re) Wirtschaft ist ein Muss der Stunde.