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Im Februar 1925 war Thomas Mann offiziell in den illustren Zirkel des PEN-Clubs aufgenommen worden eine besonders willkommene Ehrung für den Dichter, der stets großen Wert auf sein öffentliches Bild legte. Nur wenige Monate später, im Juni desselben Jahres, hielt Mann sich auf Einladung des Wiener PEN-Clubs einige Tage in der Stadt auf; im Rahmen des offiziellen Programms las er unter anderem aus dem Felix Krull und wohnte einer Aufführung von Fiorenza bei. Die Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wurde, ließ ihn offenbar nicht kalt: »Man hat so seine Städte und Stätten. Wien war immer eine von den zweien oder dreien [], wo ich das Gefühl hatte, mit meinem Werk [] eine besondere Stätte zu haben.« Die Tischrede wurde in der Neuen Freien Presse vom 11. Juni abgedruckt und in mehrere Werkausgaben aufgenommen (dort teilweise unter dem Titel [Tischrede im Wiener PEN-Club]).
Autorentext
Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.