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›Achterloo‹, 1983 uraufgeführt, vom Publikum begeistert, von der Kritik eher kühl aufgenommen, ließ Dürrenmatt bis zuletzt nicht mehr los: Gemeinsam mit Charlotte Kerr dokumentierte er in dem Band ›Rollenspiele‹ die vielen Stufen der Um- und Überarbeitungen. 1988 folgte Dürrenmatts Inszenierung des noch radikaler gefaßten Stoffs, ›Achterloo IV‹, der hier vorliegenden Fassung letzter Hand.
»Wenn ich mir überlege, wie eine kämpferische oder im Sinn der Aufklärung polemische, forschende Stimme wie die von Dürrenmatt nutzlos beiseite liegt, wie wenig das aufgenommen wird!«Günther Grass
»Wer die ersten Seiten des ›Nachworts zu Achterloo IV‹ liest, fragt sich verblüfft, ob die Unisono-Verrisse dem Stück nicht doch gewaltig Unrecht taten. Neben Bonmots finden sich da Erkenntnisse, die den Leser beschämen und durchaus geeignet scheinen, manches Licht auf das Stück zu werfen und manches bisher zufällig oder schwach Geglaubte so trefflich zu begründen, daß eine Neuinszenierung davon herrlich profitieren könnte. Hat man, fragt sich der Leser, ›Achterloo‹ womöglich gar nicht kapiert? Behält Dürrenmatts Ironie, wie zu seinen Lebzeiten übrigens schon einige Male, letztlich gegen seine Kritiker recht?«Stuttgarter Zeitung