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Nicola Spirig beeindruckt bei Olympia-Hauptprobe
Noch vor einer Woche hatte Nicola Spirig diesen Wettkampf über die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen) als «Überlängen-Rennen» bezeichnet, da der olympische Triathlon (1,5/40/10) um einiges kürzer ist als der Halb-Ironman. Dennoch konnte sich die dreifache Mutter ihren insgesamt siebten Europameister-Titel holen – auf der Mitteldistanz war es für Spirig sogar eine Premiere. «Der Halb-Ironman hat gut in meine Planung gepasst», erklärte sie, «bereits in der Vorbereitung zu London 2012 und Rio 2016 habe ich ein solches Rennen eingebaut.»
Tolles Rennen
In Walchsee gelang Spirig ein hervorragendes Schwimmen. Zusammen mit der Spanierin Sara Perez Sala stieg sie mit drei Minuten Vorsprung auf die restliche Konkurrenz aus dem Wasser. Die Zürcherin benutzte für die hügelige Radstrecke dann ein normales Rennvelo und liess Perez Sala bald hinter sich. «Ich mag es lieber hügelig statt ganz flach, das kam mir auf jeden Fall entgegen», resümierte die Olympiasiegerin.
Mit sechs Minuten Vorsprung konnte Nicola Spirig die Laufstrecke in Angriff nehmen. Bei einem solchen Vorsprung war mit ihrem Trainer Brett Sutton abgesprochen, dass sie die ersten drei von vier Runden kontrolliert laufen und die letzten fünf Kilometer im schnelleren Tempo zurücklegen würde. «Das ist mir nach Plan gelungen», freute sich Spirig, die fünf Minuten vor der deutschen Ironman-Siegerin Anne Haug die Ziellinie passierte.
Noch am selben Abend reiste Spirig zurück nach St. Moritz ins Höhentraining.