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Basel (?), Anfang 14. Jahrhundert
Silber und Kupfer getrieben, teilweise vergoldet, Email
H. 35,45 cm
Inv. 1955.207.
Die Büste wurde für die bereits 1254 aus Köln gestifteten Reliquien der hl. Ursula aus der legendären Schar der 11‘000 Jungfrauen geschaffen. Vielleicht entstand sie um 1326, als der Domherr Jacob von Gebwiler die Kapelle der Elftausend Jungfrauen im Münster stiftete. Die rechteckige Öffnung auf dem Haupt erlaubte den Blick auf die Reliquie. Nach der Versteigerung des Münsterschatzes 1836 durchquerte das gotische Reliquiar ganz Europa – mit Etappen in London, St. Petersburg und Amsterdam –, bis es 1955 durch einen spektakulären Ankauf wieder nach Basel fand. Die Schultern, das Haupt und die zu zwei Zöpfen geflochtenen Haare sind in drei Teilen aus Silber getrieben und mit sparsam gesetzten Appliken bereichert worden. In ihrer Schlichtheit und der maskenhaften Betonung ihrer Gesichtszüge besitzt die Büste fast suggestive Wirkung. Bemerkenswert ist die stilistische Ähnlichkeit mit der Bauplastik an der Westfassade des Basler Münsters.