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Chancen für lokale Geschäfte
Die Lokalisierung von Technologie klingt für Unternehmen, die Technologieprodukte exportieren, nicht positiv. Um jedoch qualitativ hochwertige Hightech-Produkte herzustellen, muss man zunächst die Produktionsausrüstung und die fähigkeiten aufrüsten. Daher wird es weiterhin eine sehr starke Nachfrage nach Produktionsanlagen geben, die in fortgeschritteneren Ländern hergestellt werden, insbesondere in Europa.
Und für Unternehmen, die technische Güter herstellen, wird es Druck geben, sie in China zu produzieren, anstatt sie nach China zu importieren. Dennoch ergeben sich für internationale Unternehmen, die in China produzieren, grosse Chancen für die lokale Geschäftsentwicklung. Tatsächlich hat die Erfahrung der Vergangenheit gezeigt, dass internationale Unternehmen, die ihre Produktion in China lokalisiert haben, ihren Marktanteil gehalten haben.
Die Autoindustrie, die seit 1985 gezwungen war, sich durch chinesisch-ausländische Joint Ventures zu lokalisieren, ist ein gutes Beispiel dafür: Trotz starker Lokalisierungsanforderungen waren ausländisches Know-how, neue Technologien und Management für den lokalen Erfolg notwendig.
Diesen Trend unterstreicht auch der Markt für die Elektromobilität: Tesla hält trotz der Tatsache, dass China der Entwicklung von Elektroautos seit 2009 Priorität eingeräumt hat, 25 Prozent des chinesischen Marktes, den grössten Anteil aller Autohersteller (400 lokale Unternehmen teilen sich die restlichen 75 Prozent).
Ausserdem wird die Reduzierung der Technologieimporte bei gleichzeitiger Ausweitung der Exporte Chinas Handelsüberschuss verschärfen und einen sehr starken Druck auf die Aufwertung des Yuan ausüben, was wiederum den Exporteuren Schwierigkeiten bereiten wird.
Infolgedessen fördert China auch den Import von Konsumgütern nach China und schafft international mehr Möglichkeiten für diese Branche.
Alles in allem sind grosse Veränderungen im Gange, aber auf dem Markt gibt es immer noch viele Möglichkeiten, einige bestehende und einige neue. Das Jahr des Tigers ist traditionell ein schwieriges Jahr, aber internationale Unternehmen können sich dafür entscheiden, die Chancen wahrzunehmen und mit dem Tiger zu brüllen.