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In den letzten Jahrzehnten haben Städte auf der ganzen Welt damit begonnen, Geschwindigkeitsbegrenzungen sowohl in Wohngebieten als auch in Stadtzentren zu reduzieren. In der Schweiz gibt es beispielsweise in mehr als 700 Stadtvierteln und Gemeinden Strassen und Gebiete mit 30 km/h-Begrenzungen; zudem gibt es Initiativen, um diese auf ganze Städte auszudehnen. Diese Geschwindigkeitsbegrenzungen zielen typischerweise auf Verbesserungen der Verkehrssicherheit sowie des Lebenswerts und der Nachhaltigkeit. Viele Städte führen Geschwindigkeitsrichtlinien ein, die auf den Erfahrungen anderer oder auf Intuition gründen, oder abhängig von der politischen Führung sind. In den meisten Fällen fehlt ihnen jedoch ein wirkliches Verständnis für das Ausmass der Auswirkungen dieser Strategien, insbesondere aus verkehrstechnischer Sicht. Was sind die grundlegenden Auswirkungen unterschiedlicher Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den netzwerkweiten Verkehrsbetrieb? Können wir den Stadtverkehr bewältigen, indem wir die Geschwindigkeitsbegrenzungen regeln? Das sind die anspruchsvollen Fragen, die das vorliegende Forschungsprojekt motivieren.
Unser Ziel ist, die Auswirkungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf die Verkehrsdynamik städtischer Gebiete aus zwei wichtigen Perspektiven zu verstehen: aus einer strategischen Perspektive, die darauf abzielt, Planungsentscheidungen zu beeinflussen, und aus einer operativen Perspektive, die darauf abzielt, das Echtzeit-Verkehrsmanagement zu beeinflussen. Die vorgeschlagene Arbeit wird die erste ihrer Art aus wissenschaftlicher Sicht sein. Sie wird auch von praktischer Bedeutung sein, da sie als Grundlage für die künftige Umsetzung fortgeschrittener Strategien zur Geschwindigkeitsbegrenzung in städtischen Netzen dienen könnte.