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Wie im Gesamtjahr legte die zweitgrösste Volkswirtschaft auch im vierten Quartal um 5,2 Prozent zu, wie das Statistikamt mitteilte. In den drei Quartalen zuvor war die chinesische Wirtschaft um 4,5 Prozent, 6,3 Prozent und 4,9 Prozent gewachsen.
Zuletzt hatte die exportgetriebene Wirtschaft vor allem unter der schwachen globalen Nachfrage, dem kriselnden Immobilienmarkt und dem schwachen Binnenkonsum gelitten. Das Wachstumsziel für das laufende Jahr wird im März bekannt gegeben, wenn der Volkskongress zu seiner Jahrestagung zusammentritt.
Nach dem Ende der strengen Corona-Regeln wuchs die Wirtschaft zunächst deutlich, verlor dann aber rasch an Schwung. Zudem haben ausländische Unternehmen ihre in China erwirtschafteten Gewinne vermehrt abgezogen, was als Zeichen der anhaltenden Unsicherheit gewertet wird.
Ministerpräsident wirbt um Investitionen
Das Wachstumsziel von 5,2 Prozent hatte Chinas Ministerpräsident Li Qiang bereits am Vortag in einer Rede beim Wirtschaftsforum in Davos GR verraten. 2023 habe sich die Wirtschaft des Landes mit ungefähr 1,4 Milliarden Einwohnern erholt, sagte Chinas Nummer zwei.
China habe keine «massiven Anreize» benötigt, um seine Wirtschaft voranzutreiben, und kein kurzfristiges Wachstum unter Langzeitrisiken in Kauf genommen, sagte Li. Der Ministerpräsident warb um ausländische Investitionen und kündigte an, dass sich China weiter öffnen wolle.
Als Zeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft hatten Chinas Exporte im Dezember wieder an Schwung gewonnen. Insgesamt war 2023 jedoch ein schwieriges Jahr für den chinesischen Aussenhandel. Unter anderem aufgrund der schwächeren globalen Nachfrage gingen die Exporte um 4,6 Prozent zurück. Chinas Importe sanken um 5,5 Prozent.