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Öffentlicher Verkehr
Die günstigste Art in Spanien zu reisen, ist per Bus oder mit einer der Billigfluggesellschaften, wie zum Beispiel vueling.com. Auch das Zugnetz ist sehr gut ausgebaut, die Wagen komfortabel und es gibt zwischen den grossen Städten sogar einen Hochgeschwindigkeitszug, den AVE. Reisen mit dem Zug ist aber ein wenig teurer. In den grösseren Städten sorgt ein gut ausgebautes Metrosystem dafür, dass man sich leicht zurechtfindet.
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Kultur
Vor allem in der einheimischen Musik spiegeln sich die christliche und die maurische Kultur wider. Die spanische Kunst hatte grossen Einfluss auf die europäische Kultur. Berühmte Maler sind unter anderem Goya, Dalí und Picasso. Zwei grosse Namen der spanischen Literatur sind Cervantes, mit seinem berühmten Werk Don Quijote, und Lorca.
Geschichte
Die Ureinwohner der Halbinsel waren die nordafrikanischen Iberer. Sie wurden von den Römern verdrängt, die lange Zeit das Gebiet beherrschten. Die Westgoten lösten die Römer im 5. Jahrhundert als Macht ab und wurden im 8. Jahrhundert wiederum von den muslimischen Mauren besiegt. Diese konnten das Gebiet bis ins 15. Jahrhundert halten. Die christlichen Königreiche Aragonien und Kastilien setzten sich schliesslich auf der Halbinsel durch. Mit der "Entdeckung" Amerikas, durch die vom spanischen Königreich finanzierte Expedition, stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verlor es jedoch alle seine südamerikanischen und asiatischen Kolonien und damit seine Vormachtstellung. 1936 kam es dann zum Bürgerkrieg zwischen den linksgerichteten Republikanern und den rechtsgerichteten Nationalisten. Nach drei Jahren des Krieges gingen die Nationalisten unter General Franco als Sieger hervor und errichteten ein diktatorisches Regime. Unter der Herrschaft Francos wurde die demokratische Opposition unterdrückt und das Land zentralisiert. Nach seinem Tod 1975 ging die Macht an König Juan Carlos I, der einen Demokratisierungsprozess einleitete. 1978 erhielt Spanien eine demokratische Verfassung und acht Jahre später trat es der EG, der heutigen EU, bei.
Gesellschaft
Die geografische Verteilung der Bevölkerung ist sehr ungleichmässig. Rund 80 Prozent der Spanier leben in Städten und die Zuwanderung von Menschen aus strukturschwächeren, ländlichen Gebieten in die Städte nimmt zu. Auch die Anzahl der Immigranten hat eine steigende Tendenz. Sie kommen grösstenteils aus Lateinamerika, Marokko, Osteuropa und Asien. In Spanien existieren seit jeher unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, dazu zählen die Basken im Norden, die Galizier im Nordwesten und die Katalanen im Osten. Sie alle konnten ihre Identität sowohl sprachlich als auch kulturell bewahren. Der Lokalpatriotismus ist weit verbreitet, so dass man sich eher mit seiner Heimatprovinz und nicht mit dem Land selbst identifiziert. Die Familie spielt in der Gesellschaft eine wesentliche Rolle, dabei ist den Spaniern die Solidarität zwischen den Generationen sehr wichtig. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung ist der Meinung, dass die Pflege der Eltern im hohen Alter die Aufgabe der Kinder sei.
Küche
Die spanische Küche ist regional sehr unterschiedlich. Die wichtigsten Zutaten sind aber überall die gleichen. Das spanische Essen besteht aus Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten, Bohnen und Kartoffeln. Knoblauch und Olivenöl dürfen in fast keinem Gericht fehlen.
Religion
94 Prozent der Spanier sind nach dem Ritus der römisch-katholischen Kirche getauft und damit offiziell katholisch. Nicht alle davon bezeichnen sich aber selbst als katholisch, sondern eher als nicht religiös. Neben der katholischen Gemeinde gibt es kleinere Gemeinden von Protestanten, Juden oder Muslimen.
Politik
Das offizielle Staatsoberhaupt Spaniens ist der König. Die Verfassung beschränkt die Rolle des Königs aber im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen. Die exekutive Gewalt übt der Premierminister aus, der von den Abgeordneten gewählt wird. Das Abgeordnetenhaus ist eine der zwei Kammern der gesetzgebenden Gewalt und besteht aus 350 Mitgliedern, die für vier Jahre vom Volk direkt gewählt werden. Die andere Kammer ist der Senat, dessen Mitglieder sowohl vom Volk gewählt, als auch von den autonomen Regionen bestimmt werden. Die beiden stärksten Parteien Spaniens sind die konservative Partido Popular und die sozialdemokratische Partido Socialista Obrero Español. Weitere wichtige Parteien sind die Vereinigten Linken und die nationalistisch orientierten Parteien der Basken, Katalanen und Galizier, die sich für mehr Unabhängigkeit ihrer jeweiligen Regionen stark machen.
Wirtschaft
Spanien war lange Zeit ein Agrarland. In den 60er Jahren wurden Anstrengungen unternommen, das Land zu industrialisieren. Der Beitritt zur EG 1986 hat diesen Prozess beschleunigt. Heute wird der Grossteil der Einnahmen in der Industrie und im Dienstleistungssektor verdient. Der Tourismus hat sich für Spanien zu einem der wichtigsten Wirtschaftssektoren entwickelt.
Fun facts
Wusstest du, dass "Don Quijote von der Mancha", ein parodistischer Roman über mittelalterliche Sitten und ritterliche Ideale, das meist veröffentlichte Buch nach der Bibel ist?