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Mit einer Körpergrösse von 1,80 Meter ist Alex De Minaur nun wahrlich kein Aufschlagshüne. Trotzdem hat der 20-jährige Australier bei seinem Sieg in Atlanta eine unfassbare Service-Marke aufgestellt. Auf dem Weg zu seinem zweiten ATP-Titel musste die Weltnummer 25 keinen einzigen Breakball abwehren, was ziemlich aussergewöhnlich ist.
Roger Federer hat das Kunststück beispielsweise noch nie geschafft. De Minaur ist gar erst der dritte Spieler der ATP-Tour, der triumphierte, ohne einen einzigen Breakball abwehren zu müssen. Zuvor gelang dies nur Tommy Haas 2007 in Memphis und John Isner 2017 in Newport.
Der Hartplatz-Spezialist hat seinen Aufschlag in letzter Zeit zwar stark verbessert, doch Basis für das lockere Durchbringen seiner Service-Games war vor allem seine offensive Spielweise. Im Final gegen Taylor Fritz schlug De Minaur nur acht Asse, punktete aber sehr oft mit dem ersten oder zweiten Schlag nach dem Service. War der erste Aufschlag im Feld, machte er zu 94 Prozent auch den Punkt. Eine Quote, bei der selbst Roger Federer vor Neid erblassen könnte.
«Ich hätte gar nicht besser in die US-Hartplatz-Saison starten können», freute sich De Minaur, nachdem er zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen hatte. «Ich habe grossartiges Tennis gespielt. Wenn es so weitergeht, ist für mich in den kommenden Turnieren viel möglich.» De Minaur tritt vor den Ende August beginnenden US Open noch in Washington, Montreal und Cincinnati an. (pre)