Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03172.jsonl.gz/1600

Nachdem sie einige Monate fast verstummt sind, melden sich gegenwärtig warnende Stimmen wieder öfter zu Wort. Der Rohstoffguru Jim Rogers etwa sagt, dass die Aktienkurse in den Schwellenländern noch viel deutlicher einbrechen würden als die paar Prozente, die in jüngster Vergangenheit verloren gingen. Er sieht die Verluste der vergangenen Wochen bloss als Anfang eines Ausverkaufs, der erst enden werde, wenn die Aktienmärkte zwischen 40 und 80 Prozent verloren hätten. Auch Marc Faber prognostiziert fallende Aktienkurse und empfiehlt, eher in sichere Staatsanleihen zu investieren.
In diesen Kanon stimmt Steen Jakobsen ein, Chefökonom der dänischen Saxo Bank, die auch in der Schweiz tätig ist. Jakobsen sieht die Aktienkurse zwar noch bis Oktober steigen, dann aber um 20 Prozent einbrechen. Gewinnpotenzial für Anleger sieht er dagegen bei Investitionen in Agrargüter, die vom weiter billigen Zentralbankgeld profitieren würden.
Von den börsengehandelten Agrargütern ist der Preis für Orangensaft dieses Jahr am meisten gestiegen (siehe Grafik). Darauf, dass Orangensaft noch teurer wird, können Anleger mit einem in Franken notierten Tracker-Zertifikat der Royal Bank of Scotland setzen (ISIN: CH0019408555). Zudem kann mit börsengehandelten Fonds in eine Vielzahl von Agrargütern investiert werden. Die UBS bietet hier einen ETF an (ISIN: IE00B5N7DC55). Er ist in Franken kotiert und investiert über Futures direkt in Agrargüter. Er verrechnet eine jährliche Verwaltungskommission von 0,62 Prozent des investierten Vermögens und ist mit acht Milliarden Franken Fondsvermögen der grösste derartige Fonds, der in der Schweiz zum Vertrieb zugelassen ist.
Daneben gibt es weitere Fonds, die in Aktien von Firmen investieren, die im Geschäft mit Agrargütern tätig sind. So der BZ Fine Agro (ISIN: LU0574143839): Der Fonds mit einem Volumen von 114 Millionen Franken verrechnet jährliche Gebühren von 1,5 Prozent und hat vier von fünf möglichen Sternen der Fondsanalysefirma Morningstar. Auch Julius Bär hat einen Agriculture Fund, der in Schweizer Franken kotiert ist (ISIN: LU0363637892). Er ist allerdings mit einem Vermögen von 29,4 Millionen Franken relativ klein und verrechnet eine Gebühr von 1,6 Prozent auf das investierte Vermögen.