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Seewis
(Kt. Graubünden,
Bez. Unter
Landquart). Kreis mit den drei Gemeinden
Fanas,
Seewis und
Valzeina. Der höchste Punkt ist die
Spitze
der
Scesaplana (2969 m), während der tiefste mit 572 m in der Thalsohle am Ausgange der
Klus und an der
Grenze gegen den Kreis
Maienfeld liegt. Der Kreis liegt im vordersten Teile des
Prätigaues zu beiden
Seiten der
Landquart. Im
O. wird er durch das Gebiet der Kreise
Schiers und
Jenaz, sowie im S. wieder durch den Kreis
Jenaz begrenzt
im W. trennt ihn auf der linken
Seite der
Landquart ein nördl. Ausläufer der Hochwangkette vom Kreis
Fünf Dörfer, während
er rechts der
Landquart an den Kreis
Maienfeld stösst; im N. trennt ihn die Rätikonkette, speziell die Scesaplanagruppe,
vom Vorarlberg.
Die Ausdehnung des Kreises in der Richtung des Hauptthales von O. nach W. ist eine sehr geringe und beträgt,
wo sie am grössten ist, höchstens 7 km, wogegen die Breite von der Rätikonkette bis auf die
Höhe der Hochwangkette 23 km
misst. Die beiden Gemeinden
Fanas und
Seewis liegen am rechtsseitigen Thalgehänge des
Prätigaues und werden durch
das tief eingebettete Taschinestobel voneinander getrennt;
Valzeina befindet sich in einem durch den
Schrankenbach gebildeten
linksseitigen Nebenthal zum
Prätigau. In der Richtung des Hauptthales führen sowohl die Strasse als die Eisenbahn (Landquart-Davos),
mit welchen alle drei Gemeinden durch Kunststrassen verbunden sind.
Nach
Seewis führt täglich der Postwagen, während sich
Fanas und
Valzeina einstweilen noch mit Fussboten
begnügen müssen.
Seewis besitzt ein Postbureau mit Telegraph und Telephon, wogegen die beiden andern Gemeinden nur eine
Postablage haben. Der Kreis
Seewis zählt 315
Häuser und 1399 deutschsprechende Einwohner, von denen 1326 reformiert und 73 katholisch
sind. Den Haupterwerbszweig der Bevölkerung bildet die Landwirtschaft, und zwar insbesondere
Wiesen-
und Alpwirtschaft mit Viehzucht, neben welcher auch, besonders in
Seewis und
Fanas, Obstbau getrieben wird.
Seewis und
Valzeina
sind Luftkurorte. Der jetzige Kreis
Seewis mit Ausnahme von
Hinter
Valzeina, das bis 1851 einen Bestandteil des Hochgerichts
Fünf Dörfer bildete, gehörte bis dahin zum Hochgericht
Schiers und
Seewis. Vergl. die Artikel
Fanas,
Seewis und
Valzeina; ferner: Fient, G. Das
Prätigau.
Davos 1897. - Ludwig, Dan.
Aug. Der
Prätigauer Freiheitskampf.
Schiers 1901.
¶
Seewis
im Oberland, rätoromanisch Savgein (Kt. Graubünden, Bez. Glenner, Kreis Ilanz).
865 m. Gem. und Pfarrdorf, auf einer Terrasse rechts über dem Glenner und rechts über dem Vorderrhein, 2 km sw. der Station Kästris der Bündner Oberlandbahn (Chur-Ilanz).
Postablage. Telephon. 33 Häuser, 179 Ew. romanischer Zunge (wovon 131 Katholiken und 48 Reformierte).
Wiesenbau und Viehzucht, Obstbau.
Schön gelegenes Dorf.
Alte Gräber. Ueberreste von Wällen und Gräben sind hin und wieder als prähistorische Festungsanlage gedeutet worden.