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Die American Civil Liberties Union (ACLU) hat im Rahmen eines Vergleichs erwirkt, dass der Gesichtserkennungsspezialist den Zugang zu seiner Datenbank stark limitieren muss. Clearview behaupte von sich selbst, im Besitze von weltweit mehr als 100 Milliarden Gesichtsabdrücken von Online-Fotos zu sein. Durch die neuen Beschränkungen soll sichergestellt werden, dass das Unternehmen mit dem Illinois Biometric Information Privacy Act, einem Datenschutzgesetz aus Bundesstaat Illinois, in Einklang steht, schreibt die ACLU in einem Statement.
Als zentrale Bestimmung des Vergleichs wurde Clearview der Verkauf von Informationen aus seiner Gesichtsabdruck-Datenbank in den gesamten Vereinigten Staaten und für die meisten Unternehmen sowie anderen privaten Einrichtungen verboten.
Nathan Freed Wessler, stellvertretender Direktor des ACLU-Projekts für Sprache, Datenschutz und Technologie sagte zum Entscheid: "Clearview kann die einzigartigen biometrischen Identifikatoren der Menschen nicht länger als eine uneingeschränkte Profitquelle behandeln. Andere Unternehmen sollten dies zur Kenntnis nehmen, und andere Bundesstaaten sollten dem Beispiel von Illinois folgen und strenge Gesetze zum Schutz von biometrischen Daten erlassen."
Auch Schadensbegrenzung gefordert
Zusätzlich zu den Einschränkungen soll Clearview auf seiner Website ein Opt-out-Formular bereithalten, das es den Einwohnern von Illinois ermöglicht, ein Foto hochzuladen und ein Formular auszufüllen, um sicherzustellen, dass ihre Gesichtsabdrücke nicht in den Suchergebnissen von Clearview angezeigt werden. Ausserdem soll das Unternehmen gezwungen werden, dieses Formular mit 50'000 Dollar im Internet zu bewerben, so die ACLU.
In den nächsten 5 Jahren sollen zudem sämtliche Fotos aus der Datenbank herausgefiltert werden, die in Illinois aufgenommen wurden. Bei der schieren Menge an Daten wird das wohl die tatsächliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Clearview gab kürzlich bekannt, dass es auf dem Weg sei, 100 Milliarden Gesichtsabdrücke in seiner Datenbank zu haben und somit "fast jeden Menschen auf der Welt identifizieren zu können". Berichten zufolge hat weder die US-Regierung noch ein Unternehmen je so viele biometrische Daten gesammelt, schreibt die Bürgerrechtsorganisation.