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Der Kanton bittet den FC Luzern stärker zur Kasse: Ab 2016 bezahlt der Verein 300 000 Franken mehr für Polizeieinsätze.
Der FC Luzern muss sich stärker an den öffentlichen Sicherheitskosten bei Fussballspielen beteiligen. Die neu mit dem Kanton
Luzern ausgehandelte Vereinbarung sieht eine Erhöhung des jährlichen Beitrags von pauschal 570 000 auf 870 000 Franken vor.
Künftig wird die Abgeltung an den Kanton jährlich neu definiert. Die Höhe richtet sich jeweils nach dem effektiven Aufwand für die Polizeikosten des Vorjahrs, wie der Kanton Luzern und der FC Luzern heute mitteilten.
Die neue Vereinbarung mit einer Laufzeit von fünf Jahren gilt ab 2016. Sie wurde Mitte November von Vertretern des Justiz- und Sicherheitsdepartements, des FC Luzern und der Swissporarena unterzeichnet. Die neue Vereinbarung hält sich an Vorgaben aus dem Parlament, wie es in der Mitteilung heisst.
Dieses fordert eine Kostenbeteiligung von annähernd 80 Prozent an den Polizeikosten abzüglich der unentgeltlichen Grundversorgung. Die Vereinbarung biete zusätzliche Anreize zur Verhinderung von Gewalt im und um das Stadion und zur Senkung der Polizeikosten, heisst es in der Mitteilung. So erhält der FCL insgesamt bis zu 250 000 Franken pro Jahr Rabatt, wenn die Bewilligungsauflagen vollumfänglich umgesetzt würden, Ausschreitungen ausserhalb des Stadions ausblieben und der Klub in Sicherheitsinfrastruktur investiere.
Die Vereinbarung regelt ausserdem die Beteiligung des FCL und der Swissporarena an den Polizeikosten bei Spielen ausserhalb der Meisterschaft. Freundschaftsspiele, Cupspiele, internationale Spiele des FCL oder Länderspiele der Nationalmannschaft bleiben bei geringem Sicherheitsrisiko unentgeltlich. Bei einem mittleren Sicherheitsrisiko werden 25 000, bei hohem Sicherheitsrisiko 50 000 Franken in Rechnung gestellt.