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Der alten Forderung der Wirtschaftsverbände, dass die Meisterschaften von Sommer- und Wintersportarten wie Fussball und Eishockey in derselben Woche entschieden werden sollten, war endlich nachgekommen worden. Der volkswirtschaftliche Nutzen im zeitnahen Abfeiern von Meistertiteln lag darin, den katerbedingten Abfall der Arbeitskraft, den durch Sportereignisse legitimierte Industriebierexzesse nach sich zogen, bei polysportiv interessierten Menschen zeitlich zu begrenzen. Die Forderung, auch die Winter- und die Sommerolympiade gleichzeitig stattfinden zu lassen sowie die inflationären Ski- und Fussballweltmeisterschaften auf die Sommerferien zu verlegen, scheiterte aber am internationalen Widerstand, der sich trotz Sitz der massgeblichen Gremien im eigenen Land nicht mehr so einfach brechen liess.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Seine neue Gaunerkomödie «Die Bank-Räuber» tourt aktuell mit Beat Schlatter in der Hauptrolle durch die Deutschschweiz: www.diebankraeuber.ch. Für die WOZ schreibt Pörtner Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.