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Wir kombinieren mathematische Modelle, Simulationen und Datensatzanalysen, um uns mit grundlegenden und angewandten Fragen der Ökologie zu befassen. Unser Hauptforschungsinteresse richtet sich zurzeit auf die Struktur und die Dynamik ökologischer Netzwerke. Diese Perspektive ergänzt die Hauptansätze zur Biodiversitätsforschung, bei denen interspezifische Wechselbeziehungen vernachlässigt oder als homogen verteilt angenommen werden. Zum Beispiel: Unsere Anwendung der Netzwerktheorie auf die Untersuchung von Mutualismen zwischen freilebenden Arten hat es uns ermöglicht ein quantitatives Modell zu entwickeln, mit dem mutualistische Wechselbeziehungen auf der Ebene von Artengemeinschaften (Biozönosen) untersucht werden können. Unsere Arbeit hat gezeigt, dass diese Netzwerke gegenseitiger Abhängigkeiten zwischen Pflanzen und Tieren in ihrem Aufbau allgemeine Muster aufweisen: Sie begünstigen eine möglichst grosse Anzahl koexistierender Arten und erweitern die Spannweite an Störungen, denen die Gemeinschaft standhalten kann, bevor eine oder mehrere Arten aussterben.