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Die Umwandlung riesiger Industriebrachen in neue Wohngevierte bildet einen Teil des Umbaus gegenwärtiger Städte. Das Areal der ehemaligen Renault-Werke an der Seine ist in riesige orthogonale îlots (Blöcke) auseinandergebrochen worden, um einzelne Planungsfelder zu definieren. Der siebengeschossige urbanistische Bebauungsplan von Diener & Diener Architekten folgte in seinen Geometrien weitgehend den baugesetzlichen Fluchten, dies nicht zuletzt wegen der exorbitanten Landpreise. Gerade diese hohe Dichte ermöglichte vielleicht das Interessanteste des Plans: die Entwicklung der Baukörper in die Tiefe des Hofraums.
Mittels erstaunlich weniger Manipulationen ergab sich ein Körper in horizontaler und vertikaler Richtung, der durch seine weitgehend vorgegebene T-förmige Basisform eine integrale, kaum gerichtete Plastizität aufweist. In der Tradition von Robert Mallet-Stevens suchten wir mit klassischen Elementen wie Balkonen, Terrassen und Flächenzusammenfassungen nach einer sich stetig mutierenden Balance, welche nicht in die klassische Dreiteilung zurückfällt. Ein De-Stijl-artiges Spiel mit drei verschieden rauen, aber auch verschieden farbigen Oberflächen überlagert die Plastik und stellt eigene Bezüge zwischen den Flächen, Etagen und Seiten her. Die Fassade beruht dabei auf der feinen Variation eines einzigen Öffnungstyps, des französischen Fensters.
Der überaus standardisierte und ausschliesslich auf banaler Wiederholung beruhende Immobilienmarkt erlaubt kaum individuell ausgelegte Wohnungen. Erst die entsprechend unterschiedlichen Lagen im Körper, beispielsweise an den einsichtsgefährdeten inneren Ecken, führte zu überraschenden Verschiebungen dieses hermetischen Korsetts.≥ Download Projektdokumentation