Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03298.jsonl.gz/2403

Am Puls des aktuellen internationalen Filmschaffens: Unsere Wettbewerbsprogramme präsentieren neue Kurzfilme aus der ganzen Welt. An der Preisverleihung am Sonntagabend werden die besten Werke ausgezeichnet.
The Veiled City Natalie Cubides-Brady / Grossbritannien 2023 / 12'54" / DCP / Schwarz-Weiss / Englisch / Exp/Doc
Eine spekulative Stadtsymphonie, die von Londons Smog-Katastrophe im Jahr 1952 inspiriert ist. Mithilfe von Archivmaterial und fiktiven Briefe aus einer postapokalyptischen Zukunft entfaltet der Film seine Geschichte und lädt dazu ein, den Smog im Zusammenhang mit der heutigen Klimakrise zu verstehen.
La Perra Carla Melo Gampert / Kolumbien/Frankreich 2023 / 14' / DCP / Farbe / ohne Dialog / Ani
Zur Frau werden: In einer Aquarellanimation fängt der Film auf wunderbare Weise das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens ein. Thematisiert werden sexuelles Erwachen ebenso wie die Bindung an das Zuhause der Kindheit, die sich in der Sehnsucht nach dem Hund ausdrückt. Neue Begierden und Körperwahrnehmungen entwickeln sich. Beziehungen und Belästigung bringen harte Lektionen mit sich.
Es ist der letzte Tag des Jahres, und die Nacht bricht über die Stadt Toyama in Japan herein. Ein Mann, der in die öffentlichen Bäder gekommen ist, um einen vergessenen Gegenstand zu holen, findet eine alte noch gültige Eintrittskarte und erliegt der Versuchung. Inmitten der Dunstwolken, Gesten und Gespräche um ihn herum wird aus dem einfachen Bad langsam eine Einladung zur existenziellen Reflexion.
«Primetime Mother» thematisiert die entwürdigenden Darstellungen von Gameshows und Reality-TV auf höchst satirische Art und Weise. Man denke nur an Tanzwettbewerbe und die Tränen, die man bei den melodramatischen Geschichten der Teilnehmer:innen vergiessen soll. Während sie das erniedrigende Vorsprechen über sich ergehen lässt, wird die Kraft einer Mutter auf eine harte Probe gestellt.
Nach einem gewalttätigen Vorfall steht Eissa, ein junger afrikanischer Migrant in Ägypten, unter grossem Zeitdruck, seine Angehörigen zu retten. Er muss seine Partnerin und sein neugeborenes Baby aus dem Land schmuggeln. Die eindringliche Kameraarbeit verstärkt die Wirkung der tristen Geschichte.
Der Kurzfilm ist nicht einfach ein kürzerer Film. Er ist eine eigene Kunstform, die wir mit unserem Festival jährlich in den Fokus stellen.
Der Kurzfilm erscheint in allen Genres und kann unterschiedlich lang – oder eben kurz – sein. Einfachere Produktionswege machen es ihm möglich, den Zeitgeist und Strömungen rasch einzufangen und abzubilden. Der kurze Film kann unterhalten, überraschen, die Gesellschaft analysieren, eine politische Haltung einnehmen oder Einblick in uns fremde Welten geben.
Wir bündeln unsere Kurzfilme in thematischen Programmen oder nach bestimmten Sektionen, wie z.B. unsere Wettbewerbe, und stimmen die Filme und Reihenfolge aufeinander ab. Für den Kurzfilmgenuss gibt es somit nur eine Voraussetzung: die Neugierde, Neues zu entdecken und sich überraschen zu lassen.
Das Festival
Die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur sind das bedeutendste Kurzfilmfestival der Schweiz. Jeden November verwandeln wir die Stadt Winterthur für sechs Tage in eine Kurzfilmmetropole.
An den Kurzfilmtagen gibt es für alle etwas zu entdecken: Wir zeigen sorgfältig zusammengestellte Kurzfilmprogramme zu aktuellen Geschehnissen oder zu Themen, die unseren Kurator:innen unter den Nägeln brennen. Die Wettbewerbsblöcke fühlen den Puls des aktuellen, weltweiten Filmschaffens und die Installationen, Performances und weiteren Specials machen audiovisuelle Formen in ihrer ganzen Vielfalt erlebbar. Ein Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen und mehr erweitert das Festivalerlebnis.