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Eine grosse Bedeutung für die bauliche Entwicklung Wangens hatte auch seine Funktion als Waffenplatz. Der Durchbruch kam in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg: 1907 wurde das «Zeughaus 1» an der Bahnhofallee 12 errichtet, 1909 das alte Salzhaus zur Kaserne umgebaut (vgl. 9), ein weiteres Zeughaus folgte 1914. Auch Alfred Roth baute für das Militär: Ausser dem Umbau der Kaserne im Salzhaus 1935 konnte er zwei Jahre später ein schnörkellos-elegantes Pontonlagerhaus realisieren (Bild oben rechts). Der Bau wurde als Anbau an das «Zeughaus 1» erstellt und liegt direkt an der Aare. Er fällt durch seine grossen Rolltore auf.
Am Eingang des Zeughausareals treffen wir auf einen eigenwilligen Baukörper, einen sogenannten Zuckerhutbunker (Bild Mitte). Dieser spezielle Bunkertyp ermöglichte die Überwachung des Zeughausareals aus einem geschützten Raum heraus. Der Wachposten wird ergänzt durch einen unterirdischen Bereitschaftsraum. Der Zuckerhut wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs entwickelt.
Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg entstand gegenüber dem Bahnhof, jenseits der Gleisanlagen, eine U-förmige Anlage aus Sichtbackstein, für die ebenfalls Alfred Roth verantwortlich zeichnete (Bild oben). Bei den einfachen Gebäuden handelt es sich um Pferdestallungen und Hygiene- und Geräteräume.
Baujahr: 30er, 40er-Jahre
Architektur: u. a. Alfred Roth
Baukultur entdecken
Militärbauten
AdresseDiverse, 3380 Wangen an der Aare
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz