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Für Stargardter ist es nicht immer einfach, zu erkennen, was eine Marktfrau oder ein Geschäft genau anbietet. Und der Name des Geschäfts hilft auch nicht immer.
Thekenauslagen oder Marktwaren am Boden sind grundsätzlich ein Problem (siehe Selbstbedienung und Packungsbeschriftungen) Ich musste lernen, gewisse Dinge zu erkennen: Beispielsweise sind Orangen auf dem Markt mehr grün-gelb als orange, Mangos von Papayas manchmal nur schwer zu unterscheiden und die ganzen Hülsenfrüchte, die offen per Kilo angeboten werden, sehen für mich alle gleich aus. Ich frage mich also durch. Im Supermarkt bin ich inzwischen bekannt: Wenn ich mein Handy auspacke, um mit dem elektronischen Vergrösserungsglas zu lesen, was denn genau in der Packung ist, kommt ein Angestellter angerannt und fragt mich, was ich denn heute brauche. So was ist mir in der Schweiz noch nie passiert.
Aber auch von aussen präsentieren sic die Geschäfte anders: Es gibt kaum Schaufenster. Manche stellen ihre Waren jeden Morgen vor die Tür, es ist somit einfach zu sehen, ob es sich um ein Geschäft für Schuhe oder Haushaltswaren handelt. Die Apotheke kann dies nicht und die Fassade ist folglich für Werbung gebraucht, die meist nichts mit dem Inhalt des Geschäftes zu tun hat. Für die Eingeweihten (und den Normalseher) helfen die Namen: Der kleine Supermarkt heisst Cleanshelf (“sauberes Gestell”?) oder, die Metzgerei Doublevision (“doppelte Sicht”?).
Dieser Artikel ist Teil der "Stargardt in Afrika"-Serie.