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Robert Fuchs (1847-1927)
In Wien bekannt unter dem Spitznamen Serenaden-Fuchs, gehörte Robert Fuchs zu den wichtigsten Kompositionslehrer seiner Zeit. Unter seinen Schülern waren Gustav Mahler, Hugo Wolf, Franz Schreker, Jean Sibelius und Wolfgang Korngold. Weniger bekannt ist der Österreicher heutzutage jedoch für seine eigenen Werke. Sein Schaffen zeugt jedoch von grösster Kunstfertigkeit. Seine Serenaden waren in Wien äusserst erfolgreich und gehörten lange zum Standardrepertoire der Wiener Philharmoniker. Auch Johannes Brahms lobte und förderte Fuchs zeitlebens. Trotzdem konnte sich sein Werk nicht langfristig durchsetzen. Einerseits hielt Fuchs auch nach Brahms‘ Tod, und als in Wien mit Mahler bereits ein viel progressiverer Stil gepflegt wurde, an seiner klassizistischen Tonsprache fest, womit er zunehmend als konservativ und überholt angesehen wurde. Andererseits mangelte es ihm an Selbstbewusstsein, was ihn daran hinderte, sich bei Verlagen und Künstlern für die Verbreitung seiner Werke einzusetzen.
Die Jungen Zürcher Harmoniker spielen an den kommenden Konzerten „Barfuss“ seine Serenade, Nr. 1. Diese wurde am 15. November 1874 in einem Abonnementskonzert von den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Otto Dessoff uraufgeführt und war sogleich ein riesiger Erfolg, welcher Fuchs schlagartig berühmt machte.
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