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Im Jahr 2020 feiern die USA das 100-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts. Zu diesem Anlass bringt die Notenbank einen 10-Dollar-Schein mit dem Konterfei einer Frau heraus. Bis Ende Jahr gibt der Finanzminister bekannt, wer als erste weibliche Berühmtheit einen US-Geldschein zieren wird.
US-Finanzminister Jack Lew hat die Wahl: Er darf bestimmen, wer es als erste Frau überhaupt auf eine Dollar-Note schafft. Einziges Kriterium: Die Person muss tot sein. Lew halte Ausschau nach einem «Champion für die integrative Demokratie» des Landes, zitierte die «New York Times» das Finanzministerium.
Dieses Kriterium würde auch die Sklavereigegnerin Harriet Tubman erfüllen. Sie war bei einer Social-Media-Kampagne die Top-Kandidatin für eine Frau auf der 20-Dollar-Note. Tubman war eine bekannte Fluchthelferin. Sie half im 19. Jahrhundert entlaufenen Sklaven, aus den Südstaaten zu fliehen.
Unter dem Hashtag #TheNew10 sollen Vorschläge gesammelt werden. Diese würden von Lew an einem runden Tisch ausgewertet. Zwar bezahlen immer mehr Amerikaner bargeldlos, doch der Ruf nach einer Frau auf einer US-Note wurde zuletzt immer stärker. Die Gesichter auf den Dollar-Scheinen haben seit 1929 nicht gewechselt, als Andrew Jackson auf der 20-Dollar-Note Grover Cleveland ersetzte. Dagegen gibt es etwa alle zehn Jahre Redesigns, um Fälschungen vorzubeugen.
Dem Anliegen, endlich eine Frau auf einem US-Geldschein zu würdigen, hatte jüngst Senatorin Jeanne Shaheen Publizität verschafft. Die Demokratin aus New Hampshire wollte auf der 20-Dollar-Note ein Frauenportrait sehen. Sie sagte an die Adresse von US-Präsident Barack Obama: «Auch wenn es nicht der 20-Dollar-Schein sein sollte, machen Sie keinen Fehler: Das ist eine historische Ankündigung.»
Vorschläge auf Twitter folgten auf der Hand: (kad)