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(04.10.2017) Der Wirtschaftsaufschwung wird 2017 schwächer ausfallen als erwartet. Die Credit Suisse korrigiert ihre Prognosen für das laufende Jahr nach unten und geht von einem BIP-Wachstum von 1% aus, das zuvor noch mit 1,5% beziffert worden war. Für 2018 rechnet die Grossbank mit einem Plus von 1,7%.
Mehrere andere Institute, die Konjunkturprognosen erstellen, haben ihre Vorhersagen für 2017 in den letzten Wochen ebenfalls überarbeitet. Diejenigen der Schweizerischen Nationalbank und von BAKBasel sanken von 1,5% auf rund 1%. Das SECO revidierte seine Prognosen von 1,4% auf nunmehr 0,9%.
Die Ökonomen der Credit Suisse stellen fest, dass die Zuwanderung und der Immobilienmarkt, zwei wichtige Triebfedern für das Schweizer Wachstum, nachlassen. Die Netto-Zuwanderung befindet sich auf ihrem tiefsten Stand seit 2007. Diese Situation ist auf die Verbesserung der Arbeitsmarktlage in den europäischen Ländern zurückzuführen, aus denen die Menschen in die Schweiz kommen. Der Trend wird voraussichtlich anhalten.
Der Immobilienmarkt, der in den letzten Jahren von extrem tiefen Zinsen geprägt war, wird seinerseits durch folgenden Faktoren beeinflusst: langsameres Bevölkerungswachstum, Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur und ein Überangebot an Wohnobjekten.
Die Experten der Grossbank sind der Auffassung, dass eine höhere Produktivität in der Binnenwirtschaft nötig ist, um den Wohlstand langfristig zu sichern. Dieser Produktivitätszuwachs müsse über eine Steigerung der Investitionen oder der Effizienz erfolgen. Das grösste Verbesserungspotenzial bieten die Landwirtschaft, das Gesundheits- und Sozialwesen, das Bildungswesen, die Energiebranche und die Finanzwirtschaft.
Letzte Änderung 04.10.2017