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Aus Bourdieuscher Perspektive ist es die zentrale Funktion des Bildungssystems und damit der Universität, die gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse zu reproduzieren. Zentrale Kategorie zur Beschreibung dieses Reproduktionsprozesses ist das Habituskonzept. Die in der primären Sozialisation als Handlungs-, Orientierungs- und Wahrnehmungsschemata erworbenen Strukturen des Habitus bedeuten klassen-spezifisch unterschiedliche Zugangschancen zum Hochschulstudium. Aus dieser theoretischen Überlegung ergab sich das Vorhaben, Studierende unterschiedlicher sozialer Herkunft über ihre Erfahrungen mit ihrem Studium zu befragen und zu untersuchen, wie sich die soziale Herkunft auf die Studienwahl, den Studienverlauf und -erfolg und auf die antizipierten Berufsfelder auswirkt.