Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03591.jsonl.gz/2857

Aktuelles
Weltweiter Trend zur Abschaffung der Todesstrafe
Im letzten Jahr wurden ein Drittel weniger Menschen hingerichtet, schreibt Amnesty International. Das ist der tiefste Stand seit mindestens einem Jahrzehnt. Weltweit sitzen jedoch noch 19’000 Meschen in der Todeszelle.
Die Todesstrafe ist rückläufig und weltweit werden wirksame Schritte unternommen, um die Anwendung dieser Bestrafung zu beenden, schreibt Amnesty im jüngst veröffentlichten Jahresbericht zum Stand der Todesstrafe. Die Zahl der weltweit registrierten Exekutionen sank von 993 im Jahr 2017 auf 690 im Jahr 2018.
An der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Dezember hätten 121 Länder und damit eine beispiellos hohe Zahl für ein weltweites Moratorium für die Todesstrafe gestimmt, nur 35 dagegen. Ende 2018 hatten 106 Länder die Todesstrafe abgeschafft, 142 Länder hatten sie per Gesetz abgeschafft oder wendeten sie nicht mehr an.
Laut Amnesty sitzen jedoch weltweit noch 19’000 Menschen in der Todeszelle. Zudem steigen entgegen dem internationalen Trend in Weissrussland, Japan, Singapur, Südsudan und den USA die Zahl der Exekutionen. Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena erklärte demnach, er werde die Hinrichtungen nach mehr als 40 Jahren wiederaufnehmen. Hierzu liess er im Februar 2019 eine Stellenanzeige auf der Suche nach Henkern veröffentlichen.