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Dass die Menscheit oder ein auserwählter Teil davon in kurz bevorstehenden apokalyptischen Ereignissen von Ufos gerettet würde, ist eine Erwartung, die in verschiedenen Gemeinschaften anzutreffen ist: im Orden Fiat Lux, im Universellen Leben, in der St. Michaelsvereinigung, aber vor allem in den zahllosen Gruppen der sogenannten Ashtar Command-Bewegung. Denn von hier, aus der Ashtar Command-Bewegung, nahm der Gedanke seinen Ursprung und drang in verschiedene Neuoffenbarer-Gemeinschaften ein.
Der Ashtar Command geht zurück auf die I Am-Bewegung. Diese wurde von Guy Ballard als theosophische Gemeinschaft gegründet, welche durch den Gründer selbst Botschaften sog. "Aufgestiegener Meister" erhielt, welche den Einritt eines Neuen Zeitalters und die Weiterentwicklung der Menschheit zum Inhalt hatten und zu Lichtmeditationen, "Lichtarbeit", als Vorbereitung auf diesen Entwicklungsschritt aufriefen. Nach dem Tod von Ballard empfingen verschiedene Medien durch automatischen Schreiben oder durch Trance-Durchsagen Botschaften der "Meister", was zu einer Aufsplitterung der I Am-Bewegung in zahlreiche kleine Gemeinschaften von "Lichtarbeitern" führte. In manchen dieser Lichtarbeiter-Gruppen meldeten sich anfang der 50er Jahre neben der "Aufgestiegenen Meister" plötzlich auch Besatzungen von Ufos. Diese Ufos würden, so die Angaben der Botschaften, um die Erde kreisen, um die "Meister" bei der bevorstehenden Reinigung der Erde zu unterstützen. Als Anführer dieser Ufonen gab sich ein "Ashtar Sheran" oder "Commander Ashtar" zu erkennen, der einem "Sananda" oder "Jesus-Sananda" unterstellt sei.
Die um die Erde kreisenden Ufo-Besatzungen würden von verschiedenen, im Vergleich mit der Erde höher entwickelten Planeten stammen, die zu einer interplanetaren "Föderation" resp. "Allianz" zusammengeschlossen seien. Im Rahmen dieser Allianz würde den "Santinern", Bewohnern eines Planeten in der Nähe von Alpha Centauri, eine besondere Bedeutung zukommen, welcher Name deshalb als Bezeichnung für alle Ufonen dienen könne. Nun seien die Ufos, deren Tausende im Moment (seit den fünfziger Jahren) die Erde umkreisen würden, nur beschränkt sichtbar, da sie höheren Dimensionen resp. einer höheren Schwingungsfrequenz angehören würden. Manchmal würden sich die Ufos allerdings als Ufo-förmige Wolkenformen zu erkennen geben. Die Gesamtzahl der Besatzungen dieser Ufos geht in die Millionen. Dazu kommen allerdings noch "Aussenteams" auf der Erde. Diese Aussenteams haben sich in irdische Körper inkarnieren lassen, um ihre Genossen in den Ufos durch "Lichtarbeit" zu unterstützen. Allerdings müssen sich diese Mitglieder der Aussenteams erst ihrer ausserirdischen Herkunft bewusst werden, sich einer "Lichtarbeiter"-Gruppe anschliessen. (Die Angehörigen der "Ashtar Command"-Bewegung empfinden sich folglich als Mitglieder dieser "Aussenteams", also als Ausserirdische in menschlichen Körpern). Haben die "Aussenteam"-Mitglieder einmal ein Bewusstsein ihrer Funktion gewonnen, können sie mit den Ufonen in telepathischen Kontakt treten und Botschaften empfangen.
Was sagen nun Ashtar und die Seinen über die Zukunft der Erde voraus? Ihre Botschaft ist beunruhigend: Diese Weltzeit geht zu Ende. "Die Erdbewohner stehen einmal mehr vor einer grossen, ihr Leben sehr verändernden Entscheidung. Ein Aeon geht zu Ende, ein Evolutionszyklus, womit wieder für einen grossen Teil der Menschen eine Chance vergeht" (Aufruf s. 11). Es stehen apokalyptische Ereignisse bevor: "Die kommenden Umwälzungen treten viel schneller und viel gedrängter auf als bisher, in einer Art und Weise, die für uns Menschen fast unvorstellbar ist. (...) Das Magnetfeld, welches wie eine Schutzhülle um unsere Erde liegt, ist sehr stark geschwächt. Die Lage der Erdkugel wird durch diese Abschwächung zusehends instabiler und bei einem weiteren Zerfall des Magnetfeldes wird die Erde schliesslich ins Schlingern kommen, ähnlich einem Zwirbel, der aum Ausdrehen ist. Durch dieses Schlingern wird sich die Erde entweder vollends aufrichten, d.h. die Erdachse wird wieder senkrecht stehen, oder ein Polsprung tritt ein, wonach der heutige Nordpol zum neuen Südpol würde" (Aufruf s. 28). Aber noch anderes ist zu erwarten, so "werden sehr bald grosse Meteorite auf die Erde prallen, durch die noch mehr Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme usw. ausgelöst werden, als bisher schon stattfanden. (...) Wärend der Kontinentverschiebungen werden diverse Kontinentteile überflutet und sogar versinken. Andere steigen wieder aus den Tiefen der Meere hervor. (...) durch diese Ueberschwemmungen wird sich unsere Erde von negativen Schwingungen befreien" (Aufruf s. 29). Und: "Unser Geldsystem, das nur noch eine kurze Weile künstlich aufrecht erhalten und gestützt werden kann, bricht total in sich zusammen" (Aufruf s. 34). Dies alles "wird sich sehr bald, noch vor dem Jahre 2000 ereignen. Dies ist keine Behauptung, sondern eine Feststellung" (Aufruf s. 8). Und: "Das Ende der Zeit ist nahe (...) Das 'Ende' (oder der Neu-Beginn) könnte irgendwann einmal kommen zwischen 1984 und 1996, spätestens aber 1999" (Ashtar s. 117).
Woher kommt nun Rettung angesichts dieser apokalyptischen Ereignisse? "Die Rettung der Erdbewohner in den kommenden Umwälzungen wird durch ausserirdische Zivilisationen mittels Lichtstrahlschiffen (Raumschiffen) ermöglicht. Unsere Sternengeschwister sind mit ihren schon sehr lange um die Erde stationierten Schiffen bereit, uns Erdbewohner im Ernstfall zu evakuieren" (Aufruf s. 46). Dies geht im einzelnen so: "Unserer Sternengeschwister werden den Beginn der Evakuierung, die während der Katastrophen durchgeführt wird, kurzfristig mittels Radio, TV, Funk oder Telepathie, bekannt geben. (...) Kurz darauf werden wir sehen, wie Millionen von Lichtstrahlschiffen, einen weissen Lichtstrahl (Levitationsstrahl) aussendend, blitzschnell zur Erde gleiten. Da diese Lichtstrahlschiffe nicht zwingend landen müssen, was schon aus Zeitgründen kaum möglich sein wird, können wir gleich dort in die Levitationsstrahlen eintreten, wo wir uns gerade befinden. (...) Die Rettungsschiffe bringen uns in die Mutterschiffe hinauf... In diesen Mutterschiffen, aber auch auf den Planeten, auf die wir Evakuierten gebracht während der Zeit der Umwandlung gebracht werden, eignen wir uns ein höheres, geistiges und technisches Wissen an, um anschliessend die gereinigte, umgepolte Erde wieder neu zu besiedeln" (Aufruf s. 51).
Nun können aber nicht alle Menschen diese Rettungsraumschiffe besteigen, sondern nur solche, die sich schon hienieden um ihre Reinigung bemühten. Diese Reinigung besteht, hier sind sich die verschiedenen Ashtar-Kanäle einig, in einem gereinigten Verhalten. Worin dieses besteht, darüber bestehen unterschiedliche Ansichten, ebenso darüber, wie weit diese Vorschriften bereits praktisch umgesetzt sein müssen. Genannt werden etwa als Vorschriften:
- Regelmässige Lichtmeditation
- Vegetarismus, z.T. unter Bevorzugung von Rohkost
- Verzicht auf Geschlechtsverkehr, der nicht der Zeugung von Kindern dient (dies ein Erbe der I Am-Bewegung)
- allf. gar ein Verzicht auf mündliche Kommunikation (dies bei einer Ashtar-Gemeinschaft, die im Zusammenhang mit dem Kometen Hale-Bopp den Weltuntergang erwartete)
Für die VertreterInnen des Ashtar-Commandes war bis vor kurzem nicht fraglich, dass die geschilderten Ereignisse vor dem Jahr 2000 stattfinden. Wann genau, das pflegte Ashtar den jeweiligen Kanälen anzuzeigen, so dass im letzten Jahrzehnt jedes Jahr ein paar Gruppen den Weltuntergang erwarteten. Nach Nichteintreten der Ereignisse war dann jeweils die Rede davon, dass die Ufonen den Zusammenbruch der Erde noch etwas aufzuhalten vermochten. Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Da nun aber das Jahr 2000 näherrückt, haben gewisse Ashtar-Medien eine neue Lehre entworfen: Den Ufonen um Ashtar sei es gelungen, die Reinigung der Erde ohne Weltuntergang einzuleiten. Der Uebergang in die gereinigte, paradiesische Zeit wird also ein allmählicher sein, der Weltuntergang wird unnötig.
- Christallina, Kontakte zu Ausserirdischen, Verlag Pegasos LIGHT, Extertal 1995
- dies.: Zurück zum Ursprung, zur Quelle, Verlag Pegasos LIGHT, Extertal 1995
- Fraude, C.-Alfred (Hrsg.): Ashtar - Stimmen von oben, Selbstverlag, Zürich 1988
- Gauch-Keller, W. und Th.: Aufruf an die Erdbewohner, Selbstverlag Ostermundigen 1992
Georg Otto Schmid, 1998
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