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2011 erschien von Fabio Geda sein erstes Buch auf Deutsch, welches gleich für viel Aufsehen sorgte: „Im Meer schwimmen keine Krokodile“. Dieser Erfolg hat den Knaus Verlag wahrscheinlich dazu veranlasst, einen früheren Roman des Autoren zu veröffentlichen: „Emils wundersame Reise“. Auch dieses Buch beschäftigt sich wieder mit dem Schicksal... 2011 erschien von Fabio Geda sein erstes Buch auf Deutsch, welches gleich für viel Aufsehen sorgte: „Im Meer schwimmen keine Krokodile“. Dieser Erfolg hat den Knaus Verlag wahrscheinlich dazu veranlasst, einen früheren Roman des Autoren zu veröffentlichen: „Emils wundersame Reise“. Auch dieses Buch beschäftigt sich wieder mit dem Schicksal eines Flüchtlingsjungen, ist aber dieses Mal eine erdachte Geschichte. Und jetzt gibt es es auch als Taschenbuch. Fabio Geda erzählt die Geschichte des 13jährigen Rumänen Emil. Nachdem Emils Mutter gestorben ist, haben sein Vater und er Rumänien verlassen, um in Italien ein neues Leben zu beginnen. Doch dies klappt leider nicht so wie geplant. Emils Vater wird verhaftet und abgeschoben. Emil bleibt alleine zurück, da den Behörden nicht klar war, dass der Vater mit seinem Sohn in Italien war. Zum Glück lebten sie zu diesem Zeitpunkt schon mit einer jungen Italienerin zusammen, bei der Emil nun auch bleiben soll. Als diese eine Arbeit bei einem reichen Architekten bekommt, spitzt sich die Situation zu. Bereits am Anfang erfährt man, dass Emil diesen Architekten angegriffen hat. Er weiß allerdings nicht, ob er den Architekten umgebracht hat. Also versucht er zu fliehen. Sein Ziel ist sein Großvater, von dem er über Umwege immer mal wieder Post erhält. Zur Zeit seiner Flucht soll sein Großvater sich in Berlin aufhalten. Und so beginnt ein abenteuerliches Roadmovie, welches Emil quer durch Europa führt. Er erfährt Hilfe von den ungewöhnlichsten Menschen und findet viele neue Freunde. Die Geschichte wird aus der Sicht von Emil berichtet. Es ist allerdings etwas unklar, wie alt Emil ist, als er die Geschichte erzählt. Teilweise kommt die Geschichte sehr naiv daher, dann werden wieder extrem gebildete Worte eingebunden, wobei Emil selbst sagt, woher er sie kennt. Offensichtlich ist er auch zur Schule gegangen. Also kann die Geschichte erst im Nachhinein aufgeschrieben worden sein. Eingebunden sind immer wieder Berichte aus der Sicht des Architekten, die auf die Situation hinzuführen, wo Emil ihn angegriffen hat. Diese Geschichte ist spannend und teilweise auch sehr humorvoll erzählt. Man merkt dieser Geschichte schon an, dass der Autor sich sehr für jugendliche Flüchtlinge einsetzt. Wenn man zwischen den Zeilen liest, erfährt man, dass Emil sehr viel widerfahren ist, was ein 13jähriger Junge so noch nicht kennen sollte. Trotzdem fehlt diesem Roman noch die Kraft, die das Buch „Im Meer schwimmen Krokodile“ auszeichnet. Nichtdestotrotz ist es ein wichtiges Buch, denn es öffnet einem die Augen, wie viel Leid es bei jugendlichen Flüchtlingen gibt und wie leicht sie durch das soziale Netz fallen!