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Wir wussten, dass es einen Joshua Tree Nationalpark gibt. Aber der liegt im Süden Kaliforniens und nicht auf unserer Route nach Las Vegas. Wir wissen auch, dass es um diese Bäume nicht zum Besten steht. Nicht weil sie gefällt werden, sondern weil sich etwas auswirkt, was es laut Donald gar nicht gibt: den Klimawandel.
Umso erstaunter waren wir, als wir am 6.12.2019, auf unserer Fahrt von Kingman nach Las Vegas auf einen alleinstehenden Joshua Tree stiessen. Natürlich musste ich sofort anhalten, damit Brigitta eine Aufnahme machen konnte. Doch es sollte noch besser kommen. Zehn Minuten später fuhren wir durch einen regelrechten Wald. Links und rechts der Strasse sahen wir nur Joshua Trees. Die Bäume, die zur Familie der Yucca-Gewächse gehören, können bis zu zwölf Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden.
Den Namen erhielt die Pflanze von durchziehenden Mormonen, welche die ausgestreckten Äste mit den Armen des alttestamentlichen Volksführers Josua verglichen, der den Israeliten den Weg ins gelobte Land wies. Wie auch immer: Dieser Baum prägt die Landschaft im Südwesten der Vereinigten Staaten so, wie der Saguaro-Kaktus.
PS: Die irische Rockband U2 benannte ihr 1987 veröffentlichtes fünftes Studioalbum «The Joshua Tree» nach der markanten Pflanze. Für die Motivsuche zur Gestaltung des Schallplattencovers reiste die Band im Dezember 1986 mit ihrem Fotografen für drei Tage in die Wüste von Kalifornien. (Quelle: Wikipedia)