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1. Die SNB wählt nicht. Ihr Bankausschuss macht der Vorsteherin der Finanzdepartements einen Vorschlag. Sie wägt ab und macht dann dem Bundesrat einen Wahlvorschlag.
2. Der SNB-Bankausschuss hat es seit geraumer Zeit sehr gut verstanden, seine Vorschläge ohne externe, politische Nebengeräusche zu erarbeiten und weiterzuleiten. Auch bei der erstmaligen Wahl einer Frau, 2014, war dies der Fall.
Allerdings wurde sofort nach der Wahl von Sachverständigen die Eignung von Andrea Maechler für diese Aufgabe etwas in Zweifel gezogen. Und ihr nachfolgendes Wirken hat meines Erachtens diese Vorbehalte etwas bestätigt.
3. Zur Vertretung der Svizzera italiana im SNB-Direktorium Folgendes: Meines Wissens war in der Nachkriegszeit Riccardo Motta der einzige Vertreter dieses Landesteils. Er kam von ausserhalb der SNB in dessen Leitung.
4. Bei der Vakanz von 2014 versuchte ich, Luciano Gabriel ins Spiel zu bringen. Ich füge bei, dass er seine Dissertation an der Universität Bern bei Professor Karl Brunner schrieb. Die Arbeit wurde mit summa cum laude bewertet.
5. Für den Fall, dass es unbedingt eine Frau und diese aus der Romandie oder der Svizzera italiana stammen muss, bin ich schon vor einiger Zeit etwas auf die Suche gegangen, jedoch bisher nicht fündig geworden. Eine allenfalls naheliegende Kandidatur von Rajna Gibson kommt wegen ihres Jahrgangs wohl eher nicht in Frage.
Ich habe mehrmals darüber geschrieben, dass insbesondere auffallend viele Italiener in angelsächsischen Spitzenuniversitäten im Fach Oekonomie brillieren. Vielleicht trifft dies sogar auf eine Frau aus der Svizzera italiana zu (?).
6. Eine gute Wahl in das SNB-Direktorium ist für die Schweiz wichtiger als jede Wahl in den Bundesrat. Aber selbst dort sollte Tamara Funiciello eher nicht Einzug halten. Bösartige, jedoch nicht ganz unberechtigte Ironie off.
7. “Nur” eine Frau kann es sich diesmal als Vorsteherin des EFD leisten, dem Bundesrat die bestmögliche Kandidatur, unabhängig vom Geschlecht und der sprachregionalen Herkunft, vorzuschlagen.
Mit ganz klarer Kommunikation der zentralen Bedeutung der Nationalbank für die Stabilitätspolitik der Schweiz. Das kann Nörgler:innen, die es ohnehin geben wird, einigermassen in die Schranken beziehungsweise in deren Wertekanon weisen.
8. Und noch etwas, auch weil es aktuell ist. Die Besetzung des Finma-Präsidiums durch Marlene Amstad ist suboptimal.
Diese Frau hat zwar einen eindrücklichen Werdegang, kann jedoch nicht kommunizieren. Ihr Auftritt an der Pressekonferenz zur Übernahme der CS durch die UBS war krass ungenügend, peinlich.