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Ruben,
Franz, Historien- und Porträtmaler, geb. 1845 zu Wien, Sohn des bekannten Malers und Akademiedirektors Chr. R. (gest. 1875), war Schüler der dortigen Akademie unter der Leitung seines Vaters, erhielt dann ein Reisestipendium und ging nach Italien, wo er sich bei seinem großen koloristischen Talent namentlich an die Venetianer anschloß. Seine Bilder zeigen eine feine Beobachtungsgabe und eine große Beherrschung der technischen Mittel. Die bedeutendsten sind: aus dem Hofleben des Papstes Leo X. (1869), Turnier am burgundischen Hof (mit Porträten aus den Wiener Künstlerkreisen), Tillys Rückzug, das Rosenwunder, die Indulgentia plenaria mit einer Reihe prächtiger Charakterköpfe, die Granatäpfelverkäuferin etc. An seinen Porträten rühmt man sowohl Auffassung wie Modellierung. R. lebt meistens in Italien.