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Die Gewässer der Schweiz werden intensiv beansprucht. Sie liefern Trink- und Brauchwasser, sie dienen der Energieproduktion, sind für Tiere und Pflanzen unentbehrlicher Lebensraum und ermöglichen dem Menschen eine hochwertige Erholung. Die vielfältigen Bedürfnisse der Gesellschaft und die intensive Landwirtschaft stellen für die Qualität der Gewässer eine Herausforderung dar.
Als Wasserschloss Europas verfügt die Schweiz über umfangreiche Wasserressourcen. Trotz insgesamt guter Wasserqualität beeinträchtigen Rückstände aus Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, Mikroverunreinigungen sowie Verbauungen und künstliche Hindernisse die ober- und unterirdischen Gewässer. Analysen und Prognosen von Pegelständen und Abflüssen ermöglichen, frühzeitig vor Hochwasser zu warnen.
Die Gewässerschutzgesetzgebung des Bundes fordert die Renaturierung von Flüssen und Seen, um deren natürliche Funktionen wiederherzustellen und deren gesellschaftlichen Nutzen zu stärken. Um die Mikroverunreinigungen in den Gewässern zu verringern, sollen die Abwasserreinigungsanlagen mit einerzusätzlichen Reinigungsstufe ausgebaut werden.
Der Schutz des Trinkwassers ist eines der vordringlichen Themen weltweit. Ein Fünftel der Weltbevölkerung verfügt nicht über genügend Trinkwasser. Die Schweiz bringt ihre Erfahrungen im Umgang mit dem Süsswasser in die internationalen Bemühungen zum Schutz dieser wertvollen Ressource mit ein.