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Fernandez schloss mit der siebenten EM-Goldmedaille in der ewigen Bestenliste zum drittplatzierten Russen Jewgeni Pluschenko auf. Die Nummer 1 ist der Schwede Ulrich Salchow (9) vor dem Österreicher Karl Schäfer (8), der von 1929 bis 1936 achtmal hintereinander triumphierte. Einen weiteren EM-Titel wird es für Fernandez nicht mehr geben, da er in Minsk seinen letzten Wettkampf bestritt - zumindest als Amateur.
Fernandez lieferte sich mit dem Russen Alexander Samarin ein packendes Duell, das er um 1,75 Punkte für sich entschied. Den Sieg verdankte er den künstlerischen Fähigkeiten, holte er doch bei den Programmkomponenten insgesamt 10,58 Punkte mehr als der sieben Jahre jüngere Osteuropäer, der bei den technischen Elementen besser war. Das kommt nicht von ungefähr. Fernandez war es wichtig, ein kompletter Eiskunstläufer zu sein und so möchte er in Erinnerung bleiben. Es gehe nicht nur um Sprünge, betonte er. «Ich bin sehr stolz, dass ich heute so laufen konnte.»
Bronze ging an den Italiener Matteo Rizzo, der wie der gleichaltrige Samarin zum ersten Mal auf dem EM-Podest stand. Einen Totalabsturz erlebte der nach dem ersten Wettkampfteil klar in Führung liegende Russe Michail Koljada, der in der Kür gleich dreimal stürzte und den zweiten Axel nur einfach drehte. Dadurch fiel der EM-Dritte der vergangenen beiden Jahre noch in den 5. Schlussrang zurück.
Im Eistanz feierten die Franzosen Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron (FRA) den fünften EM-Titel in Serie, was zuvor noch keinem Duo in dieser Kategorie gelungen war. Mehr EM-Goldmedaillen im Eistanz haben nur noch die inzwischen verstorbene Ljudmila Pachomowa und ihr Partner Alexander Gorschkow gewonnen, nämlich deren sechs. Papadakis/Cizeron liefen wie erwartet in einer eigenen Kategorie und distanzierten die zweitplatzierten Russen Alexandra Stepanowa/Iwan Bukin mit dem «Weltrekord» von 217,98 Punkten um 11,57 Punkte. Bronze sicherten sich die Italiener Charlene Guignard/Marco Fabbri.