Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03454.jsonl.gz/2089

Quelle: TeleM1
Wegen eines Zaubertricks brannte ein Haus im Aargau lichterloh. Jetzt wurde ein 11-Jähriger vom Bundesgericht dafür verurteilt. Der Junge soll seinem Vater einen Zaubertrick mit einer Kerze gezeigt haben. Mit dieser soll er schon im Kinderzimmer hantiert haben, weshalb das Feuer überhaupt ausbrach. «Er hat vielleicht im ersten Moment wegen des Schocks etwas anderes gesagt, aber danach über Monate immer wieder dasselbe über den Vorfall erzählt», sagt der Vater. Er glaubt nach wie vor an die Unschuld seines Sohnes. «Ich stufe die Aussagen meines Sohnes als sehr glaubwürdig ein, denn er macht solche Sachen einfach nicht», sagt der Vater gegenüber «Tele M1».
Den Zaubertrick bestreitet der Vater nicht. Aber für ihn gehe der Vorfall zeitlich nicht auf. «Er hat mir einen Zaubertrick, den er im Technorama gelernt hat, gezeigt. Und 45 Minuten später ist bei uns im Kinderzimmer das Feuer ausgebrochen», sagt er.
Das Bundesgericht schreibt in seinem Urteil, dass die Brandursache nicht definitiv ermittelt werden kann. Der Vater meint, dass der Brand wegen eines technischen Defekts von einem der vielen Geräte, die sich damals im Kinderzimmer befanden, ausging. Das Bundesgericht schliesst das aber aus.
Der Vater glaubt, dass sich das Urteil vor allem auf eine Aussage des Sohnes stützt und zwar jene, dass beim Zaubertrick eine Kerze involviert war. «Der Brandermittler wusste im Vorhinein, dass da eine Kerze im Spiel war, weil mein Sohn ihm das gesagt hat. Er hat das auch so an den Polizisten weitergegeben.» Für ihn ist klar: Mit dieser Aussage hat sich sein Kind zum Sündenbock gemacht. Der Brandermittler könnte seiner Meinung nach von dieser Aussage zu fest beeinflusst gewesen sein.
Er hätte sich gewünscht, dass der Brandermittler genauer geschaut hätte. Doch das bringt ihm jetzt nichts mehr, denn das Urteil ist abschliessend. Der Vater muss die Gerichtskosten seines Sohnes tragen.
(red.)