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Das Schweizer Mountainbike-Team hat einen weiteren Erfolg erzielt. Nachdem Barbara Blatter gestern auf den zweiten Platz gefahren war, hat Christoph Sauser heute Sonntag (24.09.) die Bronzemedaille gewonnen. Thomas Frischknecht wurde Sechster.Dieser Inhalt wurde am 24. September 2000 - 10:11 publiziert
Die Goldmedaille ging an den Titelverteidiger Miguel Martinez, Siber gewann der Belgier Filip Meirhaeghe.
In den ersten vier Runden hatte alles noch ganz anders ausgesehen. Thomas Frischknecht schien das Rennen seines Lebens zu bestreiten. Mit einem Blitzstart setzte er sich von den Gegnern ab und baute seinen Vorsprung auf über eine Minute aus.
Doch in der fünften von sieben Runden kam Frischknechts Einbruch. Innerhalb von 7 km büsste der Zürcher die Hälfte seiner Reserve ein und beendete das Rennen schliesslich auf Rang 6.
Die Goldmedaille hätte die Krönung der Laufbahn des Olympia-Zweiten von Atlanta bedeutet. Jetzt muss sich Frischknecht mit einem olympischen Diplom begnügen. Dieses Papier ist ein schlechter Gegenwert für die grossartige Leistung, die er über drei Viertel der Distanz zeigte.
Senkrechtstarter Christoph Sauser
Frischknechts starker Auftritt war indirekt der Wegbereiter zum Gewinn der Bronzemedaille durch Christoph Sauser. Der Berner Oberländer fuhr während des ganzen Rennens in der Verfolgergruppe mit, ohne Führungsarbeit leisten zu müssen.
Der Berner gilt im helvetischen Lager als Senkrechtstarter. Letztes Jahr sorgte er mit seinem Weltcup-Erfolg in Big Bear bei Los Angeles für Furore und schaffte den internationalen Durchbruch.
Sauser hatte sich zu Beginn der Saison das Ziel gesteckt, den Gesamt- Weltcup zu gewinnen. Doch verschiedene Defekte und Krankheiten vereitelten diesen Plan bereits in den ersten vier Weltcup-Rennen. Die Bronzemedaille stellt nun die Auszeichnung dafür dar, dass der Allrounder nie aufgab und sich unverdrossen auf eine gute Platzierung in Sydney vorbereitete.
Erfolgreiche Taktik
Der Sieger des Tages, Miguel Martinez, glaubte zu Beginn des Rennens nicht daran, Frischknecht schlagen zu können. Dennoch gab der Franzose nie auf. Die Taktik, sein Rennen auf den grossen Favoriten Filip Meirhaeghe aus Belgien auszurichten, zahlte sich aus.
Auf der Schlussrunde baute der entfesselte Martinez, der bereits vor vier Jahren in Atlanta Olympia-Gold gewonnen hatte, seinen Vorsprung auf den Belgier um rund eine Minute aus und sicherte sich so einen weiteren Olympiasieg.
swissinfo und Agenturen
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