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Kunststoff ABC
Begriffslexikon
Chemisches Recycling
Rohstoff-Recycling, gebrauchte Kunststoffe werden in «synthetisches Rohöl» oder andere petrochemische Grundstoffe zurückgeführt. Aus diesen neuen Rohstoffen lassen sich wiederum neuwertige Kunststoffe herstellen.
Thermoplaste
Thermoplastische Kunststoffe, fliessen beim Erwärmen und erstarren beim Abkühlen. (Polyethylen, PVC, etc.)
Duroplaste
Ausgehärtete Kunststoffe, die sich bei Temperaturänderungen nur minimal verändern. (Polyurethan, Epoxid)
Elastomere
Formfeste, aber elastisch stark verformbare Kunststoffe.
Kunststoffe
Werkstoffe aus sehr grossen und sehr langen Molekülen. Sie entstehen durch chemische Umwandlung von Naturprodukten wie Erdöl oder auch vollsynthetisch. Ihre Eigenschaften beruhen in erster Linie auf dem strukturellen Aufbau und erst in zweiter Linie auf der chemischen Zusammensetzung.
Monomere
Kleine, in der Regel sehr reaktionsfähige Moleküle, die sich zu Polymerisaten verbinden können.
Polyethylen
Aus Ethylen hergestelltes Polymerisat. Man unterscheidet zwischen hoher Dichte und niedriger Dichte. Ein bedeutender, vielseitig einsetzbarer Kunststoff.
Polymerisat
Substanzen, die durch Polymerisation aus Monomeren gewonnen werden.
Polymerisation
Eine chemische Reaktion, die zum Aufbau von sehr grossen Molekülen führt.
Polypropylen
Aus Propylen durch Polymerisation hergestellter Kunststoff.
Polystyrol
Aus Styrol durch Polymerisation hergestellter Kunststoff.
Polyvinylchlorid
PVC, hergestellt durch Polymerisation von Vinylchlorid. PVC ist ein bedeutender thermoplastischer Kunststoff.
Pyrolyse
Thermische Zersetzung (Kracken) von chemischen Stoffen, z.B. Erdöl.
Recycling
Wiederverwertung von Erzeugnissen durch stoffliches Recycling, chemisches Recycling oder thermisches Recycling.
Stoffliches Recycling
Werkstoff-Recycling, Material-Recycling, das Umschmelzen gebrauchter Kunststoffe zu wieder-einsetzbarem Granulat. Daraus lassen sich Produkte aus recyclierten Kunststoffen mit brauchbaren technischen Eigenschaften herstellen.
Thermische-Verwertung
Energie-Recycling, Kunststoffe, die nicht wiederverwertbar sind, können thermisch genutzt werden. In einem Kilogramm Kunststoff steckt der gleiche Energiegehalt wie in einem Kilogramm Heizöl. Die thermische Verwertung kann in Industriebetrieben als Ersatz für Kohle oder Heizöl oder in Kehrichtverbrennungsanlagen erfolgen.
Styrol
Ungesättigter aromatischer Kohlenwasserstoff, der im Steinkohlenteer und in vielen Nahrungsmitteln vorkommt, entsteht auch bei der Pyrolyse von Erdöl.