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Den Samba, wie wir ihn heute kennen, hat seinen Ursprung in Angola. Um 1538 wurden Sklaven aus Angola in den Norden Brasiliens verschleppt. Sie brachten ihre Kultur und ihre Tänze mit. Der Name Samba ist abgeleitet von dem Bantu-Wort "semba" = "Bewegung des Nabels" und ist die Bezeichnung für die typischen Hüftbewegungen.
Im Laufe der Jahrzehnte wuchs die Popularität des brasilianischen Tanzes sowohl unter der armen Bevölkerung wie auch in der mittelständischen Schicht, und dies besonders zur Karnevalszeit. Im 20. Jhd. fand er den Weg in die Städte. Im Jahre 1920 entstanden die ersten Sambaschulen in Rio de Janeiro.
Heute präsentieren sich jedes Jahr die besten Sambaschulen im Sambódromo von Rio de Janeiro. Das Sambódromo ist eine Strasse, die von dem Stararchitekten Oscar Niemeyer speziell für den Karnevalszug entworfen wurde. Die Vorbereitungen für dieses Spektakel laufen das ganze Jahr über und sind für viele Teilnehmer der wichtigste Lebensinhalt. Jede Sambaschule nimmt mit etwa 4000 Personen am Wettkampf teil, darunter befinden sich 200 bis 400 erstklassige Musiker.
Jede Sambaschule erzählt während des Umzugs eine Geschichte. Nicht weniger als 60, und nicht mehr als 80 Minuten darf eine Sambaschule für sich beanspruchen. Am Karneval in Rio herrschen strenge Regeln. Die Jury überwacht den ganzen Umzug und verteilt dabei Punkte. Der Sieger wird über das ganze Jahr geehrt und gefeiert.