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Ein kräftiges Ja für die Bündner Olympia-Pläne
Allgemeines. – Mit dem einstimmigen Votum von 76:0 im Haus des Sports in Ittigen setzten die im Dachverband Swiss Olympic zusammengeschlossenen Sportverbände gleichsam ihren Stempel unter eine Machbarkeitsstudie, die das Sportparlament selbst letzten Herbst in Auftrag gegeben hatte.
Die Kandidatur für die Winterspiele 2022 kann nun also auf den Rückhalt von Swiss Olympic zählen, ist allerdings noch nicht beschlossene Sache. Die wesentlich höhere Hürde wird in den Volksabstimmungen vom 3. März des nächsten Jahres zu nehmen sein, wenn der Kanton Graubünden sowie Davos und St. Moritz über den Kredit für die Kandidatur befinden werden. Die rund 36 Millionen Franken für die Kampagne werden zu je einem Drittel vom Bund, von der Privatwirtschaft und eben auch von Graubünden (6 Millionen) und den beiden «Host Citys» (St. Moritz 4 Millionen, Davos 2 Millionen) getragen werden müssen.
Die bislang letzte Volksabstimmung im Zusammenhang mit olympischen Bemühungen hatte in ein Debakel gemündet: Der Kanton Bern verweigerte im Herbst 2002 der Kandidatur «Berne 2010» die finanzielle Unterstützung zu einem Zeitpunkt, als die Bewerbung vom IOC bereits akzeptiert und ins Rennen geschickt worden war. Zu einer solchen Peinlichkeit wird es diesmal nicht kommen können, da die entscheidende politische Abstimmung vor der Übergabe der Kandidatur durchgeführt werden wird. (si)