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von Severin Auer
*Update: Heute wurde der erste Trailer veröffentlicht.
Knapp ein Jahr vor dem offiziellen Kinostart hat Regisseur Marc Webb (500 Days of Summer) The Amazing Spider-Man abgedreht. Nun folgt ein Jahr der Postproduktion, bis wir Peter Parker wieder auf der Leinwand sehen werden. Webb tritt ein grosses Erbe an, hat Sam Raimis Trilogie doch weltweit 3.5 Milliarden Dollar eingespielt. Bereits am kommenden Wochenende wird der 36-jährige mit seinem Film an der Comic-Con präsent sein und sich den Fragen der Comic-Fans stellen. Mit Hero Complex hat sich der Regisseur aber bereits unterhalten und nach einem Jahr voller Schweigen, spricht er offen darüber, wie er die Welt seines Spider-Mans verortet. Anbei einige Auszüge:
[dropcap]”[/dropcap] “Ich habe eine gewisse Verpflichtung gegenüber der Ikonographie von Spider-Man, die hauptsächlich auf den Comics basiert. Andererseits hat Spider-Man auch viele unterschiedliche Wiedergeburten in den Comics erlebt. Während gewisse Kernbereiche vorhanden sind – ein Junge der von einer Spinne gebissen wird, er ist ein Aussenseiter, der Tot seines Onkels Ben hilft die Mentalität eines Helden zu entwickeln – […] so gibt es auch Raum für Interpretationen. […] Ich denke es ist meine Verantwortung es [Spider-Man] in gewissen Bereichen neu zu erfinden.”
“Peter Parker ist ein wissenschaftliches Genie. Wenn man die alten Comics von Stan Lee und Steve Ditko anschaut, dann ist er dort ein Nerd mit grosser Brille. Die Ansicht was genau ein Nerd ist hat sich über die letzten 40 oder 50 Jahre geändert. Nerds halten die Welt am laufen. Andrew Garfield [Hauptdarsteller] hat selbst einen Film darüber gemacht [The Social Network]. Nerds sind nicht länger Ausgestossene und das Wissen, Computer-Codes zu schreiben ist nicht länger etwas, worüber man sich lustig macht. Was bei den frühen Comics wichtig war ist, dass Peter Parker ein Aussenseiter ist und für uns also, wie wir dies in einen zeitgemässen Kontext setzen. Das […] war eine der Herausforderungen. Peter Parker ist ein echtes Kind. Er ist kein Milliardär. Er ist kein Ausserirdischer. Er ist ein Kind, über das man sich lustig macht und das an den Rand getrieben wird. Ein 90 Pfund-Schwächling, das ist Spider-Man als er gebissen wird.”
“Was wir versucht haben, ist die Stunts physisch bodenständig zu halten und das war eine riesige Herausforderung, weil wir haben diesen Charakter, dessen Fähigkeiten übermenschlich sind. Wie macht man das, damit man noch immer glaubt es sei real? […] Wir haben Monate damit verbracht Geräte zu entwickeln, an denen er sich herumschwingen konnte, um nicht auf computergenerierte Bilder zurückgreifen zu müssen. Natürlich wird es digitale Ergänzungen und CG-Sequenzen geben, aber es findet alles in einer physikalischen Realität statt und das ist neu [für diesen Film]. […] Es basiert weniger auf Steve Ditkos Welt und ist visuell eher beeinflusst von ‘Ultimate Spider-Man’, aber es ist auch eine Welt, die wir selbst entworfen haben.”
“Ich kann nur so viel sagen – es ist ein neuer Bösewicht, etwas was wir bis jetzt noch nicht gesehen haben […]. Marvel Bösewichte – und speziell die von Spider-Man – sind tiefgründig und kompliziert und interessant, Rhys [Ifans] hat einen fantastischen Job gemacht, dies zum Ausdruck zu bringen und es wird viele neue Dinge für die Fans zum Entdecken geben. Sie [die Bösewichte] sind tragisch im griechischen Sinne, sie haben eine eigene Ansicht was gut ist. Sie sind nicht bloss irgendwelche Personen, sie sind Menschen die Gutes tun wollen oder das Richtige, aber bei diesem Versuch wird der Ursprungsgedanke verändert […].
“Für mich sind genug neue Ideen vorhanden [um aus dem Schatten von Raimis Filmen zu treten]. […] Ich mag die anderen Filme und ich war ein wenig skeptisch, aber dann hab ich mich gefragt, ob ich es [diese neue Geschichte und Interpretation] sehen will und die Antwort war Ja.”