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An strategisch wichtigen Verkehrsknotenpunkten werden im Mittelalter grosse Warenmessen durchgeführt. Neben Waren tauscht man dort auch Währungen. Auch der Seehandel gewinnt an Bedeutung. In Norditalien, etwa in Venedig oder Florenz, und in Brügge in Flandern entstehen ab dem 14. Jahrhundert bedeutende internationale Handelszentren. So wird Brügge zum Warenlager der nordeuropäischen Hafenstädte. Waren, Gelder und Informationen strömen in der Hansestadt zusammen. Damit nimmt Brügge eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Handels und Zahlungsverkehrs ein. Gewürze aus Ostindien, englische Stoffe, Zucker, Rohstoffe werden auf dem europäischen Festland gelagert, gehandelt und verkauft. Zu den Akteuren gehören die Kaufleute, die in diese Zentren oder nach Übersee reisen, um die besten Geschäfte zu machen. Einer dieser Orte ist die Brügger Gastwirtschaft der Familie «van der Beurs». Im Wappen der Familie sind passend drei Geldbörsen abgebildet: «Zu den Beursen» gehen etabliert sich als Redewendung und trägt der Legende nach zur Entstehung des Begriffs «Börse» bei. «Beurs» heisst heute noch Börse in Niederländisch.