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Die ersten Serifenbetonten Schriften sind in der Zeit der Frühindustrialisierung
entstanden. Sie wurden von den fetten klassizistischen Schriften
abgeleitet und sind vom Grundcharakter her eher fett; sie wirken statisch und
konstruiert. Mit dem Aufkommen der Werbung und dem damit verbundenen Bedürfniss
nach Schriften, die auf grosse Distanz gut lesbar sind, entstanden ab 1815 in
London die ersten serifenbetonten Schriften. Eine weitere Forderung der Zeit:
Produktion von Schriften als Handelsware.
Mit den fast gleich dicken Grundstrichen in der Horizontalen wie Vertikalen,
Serifen sowie dem rechtwinkligen Übergang vom Grundstrich zur Serife wirkt die
Egyptienne relativ statisch.
/ Air Mail / Serifa / Glypha » / Beaubourg77 / Cholla Slab » / Siemens Slab » / Diverda Serif » / Disney » / Klee » / Plume » / Lexia » / Optik Foto Film » / Lacrima Italic » / Lacrima Serif » / Lacrima Senza » / FF Ernestine » / SQ324 / Superba »
Die Hauptmerkmale der Familien dieser Gattung sind die Serifen mit vermitteltem
Übergang zum Hauptstrich, aber auch die leichte Kontrastierung von Hauptstrich
zum schwachen Zug. Sie ist ebenfalls, wie die Egyptienne, ein Prototyp des 19.
Jahrhunderts.
Die Hauptmerkmale der Italienne-Schriften sind sehr dicke Serifen, die im
Verhältnis zum Hauptstamm mindestens doppelt so dick sind. Der Übergang von der
Serife zum Hauptstamm ist meistens unvermittelt.
Diese Gattung zeichnet sich durch dreieckige Serifen aus.
Die Gattung Toscanienne zeichnet sich durch gegabelte, kelchförmige Serifen, An- und Abstriche aus.