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Die Stadt Lausanne hat einen Grundsatzentscheid zu Gunsten von Sans Papiers gefällt. Sie hat einem Projekt zugestimmt, das Sans Papiers erlaubt, in der Stadtverwaltung eine Lehre machen zu können.Dieser Inhalt wurde am 20. Februar 2010 - 12:57 publiziert
Gemäss dem grünen Stadtpräsidenten Daniel Brelaz hat die Stadt Lausanne einstimmig beschlossen, zuzulassen, dass Sans Papiers in der Verwaltung eine Lehre machen können.
Kinder von Sans Papiers, Personen, die sich ohne gültige Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufhalten, würden eingeschult, sagte der Stadtpräsident am Samstag im Le Matin in Erinnerung.
Sie könnten das Gymnasium absolvieren und ein Studium machen, aber sie seien von der Möglichkeit, eine Berufslehre zu absolvieren, ausgeschlosssen. Diese Ungerechtigkeit wolle Lausanne aus dem Weg schaffen. Pro Jahr will die Stadt, die ungefähr 150 Lehrlinge ausbildet, maximal vier Sans Papiers anzustellen.
"Wer von einer Lehre spricht, spricht von einem Arbeitsvertrag und von einer Aufenthaltsbewilligung gemäss dem eidgenössischen Recht", sagte der Stadtpräsident. Er rief den Kanton Waadt dazu auf, die Stadt zu unterstützen.
Der Waadtländer Staatsrat Philippe Leuba, der der Freisinnig- Demokratischen Partei angehört, hat den Entscheid kritisierert und verlangt eine juristische Abklärung des Projekts. Der Staatsrat wird wahrscheinlich am Mittwoch über das Projekt diskutieren.
swissinfo.ch und Agenturen
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