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Radioaktive Belastung der Böden in Südbünden mit Cäsium-137
35 Jahre nach Tschernobyl
Am 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl (Ukraine) der bisher verheerendste Unfall eines Atomkraftwerkes. Spuren von radioaktivem Material, welches dabei in die Umwelt ausgestossen wurde, kann man bis heute in ganz Europa nachweisen.
In dieser Arbeit wurde untersucht, wie stark die Südbündner Grasböden auf einer Höhe von über 1500 m ü. M. noch mit radioaktivem Cäsium-137 belastet sind. Dies, da es Ende April/Anfang Mai 1986, als die radioaktive Wolke in die Schweiz gelangte, lokal unterschiedlich stark regnete und das Tessin und eben Südbünden stärkeren Niederschlag verzeichneten als andere Gebiete der Schweiz.
So wurden in Forcola (Misox), Casaccia (Bergell) und Cavaglia (Puschlav) sowie in Feldis (als Vergleich) Bodenproben entnommen. Diese wurden getrocknet, weiter vorbereitet und im Labor des Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Liebefeld (BE) mittels Germaniumdetektoren analysiert.
In den Resultaten war zu erkennen, dass die Belastungswerte mit den Niederschlagswerten übereinstimmen. In Forcola (Misox), wo die grösste Menge an Niederschlag aufgezeichnet wurde, wurde auch die stärkste Belastung nachgewiesen. In Feldis, wie erwartet, die kleinste Belastung. Weiter wurde nachgewiesen, dass sich das Cäsium grösstenteils in der oberen Bodenschicht (zwischen 0 und 10 cm) aufhält und nicht gross in tiefere Schichten migrierte.
Ausserdem konnte die im Jahr 2020 erstellte Karte von Frau Dr. Katrin Meusburger mit den Resultaten dieser Arbeit verglichen werden.
Source: Sandro Tönz. 2021. Maturaarbeit, Bündner Kantonsschule
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