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Der Beckenboden hält Blase, Gebärmutter und Darm
Die Muskeln des Beckenbodens ermöglichen es einem Menschen, Gegenstände zu heben und zu tragen, ohne dabei Harn oder Stuhl zu verlieren. Auch unter Belastung ist er also in der Lage, Urin und Stuhl zurückzuhalten, um ihn dann erst später zum gewünschten Zeitpunkt auszuscheiden.
Der Beckenboden fungiert somit als Verschluss des Beckens nach unten, sowie als Stütze der inneren Organe.
Als Beckenbodenschwäche wird die Lockerung und Dehnung des Halteapparates der – insbesondere weiblichen – Beckenorgane bezeichnet. Im weiblichen Becken sind eine Reihe von Organen in enger Nachbarschaft zueinander und zur Blase gelegen: Vorn direkt hinter dem Schambein die Harnblase und die Harnröhre, in der Mitte Gebärmutter und Scheide und hinten in Richtung Kreuzbein gelegen der Enddarm. Alle diese Organe sind mit den Beckenknochen und auch untereinander durch Muskelzüge und Haltebänder verbunden.
Wer die Hauptbetroffenen einer Beckenbodenschwäche sind
Von einer Schwächung des Beckenbodens können grundsätzlich Männer, Frauen und Kinder betroffen sein. Unter den Erwachsenen trifft es häufig Frauen. Statistisch betrachtet leidet ungefähr jede zehnte Frau im Laufe ihres Lebens unter einer Beckenbodenschwäche, die mit einer Senkung der Beckenorgane – Darm, Blase und Scheide – einhergeht.
Daneben finden sich grundsätzlich auch Männer unter den Betroffenen, insbesondere nach Operationen an der Prostata oder am Enddarm. Auch Kinder können, vor allem bei im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen, an einem schwachen Beckenboden leiden.