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Unwetter im Rückblick
Tornado im Münsterland
Wirbelsturm brachte Schäden
Binnen nur wenigen Sekunden hinterließ ein Tornado im münsterländischen Nottuln-Appelhülsen am Montagabend zwischen 19 und 20 Uhr eine Schneise der Verwüstung. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, Firste aus der Verankerung gerissen oder Kamine zum Einsturz gebracht. Kleine Garten- und Gewächshäuser wurden wie Spielzeug durch die Luft gewirbelt und Bäume entwurzelt oder im Stamm abgedreht.
Der Tornado im Münsterland am Montagabend
Menschen kamen bei dem Wirbelsturm zum Glück nicht zu Schaden. Zum Zeitpunkt des Tornados waren die meisten Menschen in ihren Häusern, so dass niemand durch umherfliegende Trümmer verletzt wurde. Tornados sind in Deutschland entgegen der landläufigen Meinung keine ungewöhnlichen Wettererscheinungen. Sie treten zwar seltener auf, entfalten jedoch auch hierzulande mitunter die gleichen verheerenden Zerstörungskräfte, wie in der so genannten "Tornado-Allee" im mittleren Westen der USA.
Der Tornado von Nottuln hatte sich an einer Schauer- und Gewitterlinie gebildet, die in den Abendstunden über weite Teile Nordrhein-Westfalens hinweg gezogen war. Tornados können sich innerhalb von Minuten bilden und sodann in kürzester Zeit enorme Zerstörungskräfte entfalten. Meist lösen sie sich aber schon nach kurzer Zeit ebenso schnell wieder auf, wie sie sich gebildet haben. Langlebigere Tornados, wie etwa der Tornado von Pforzheim vom 10. Juli 1968, können aber auch kilometerlange Schneisen der Verwüstung hinterlassen.