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Man hatte Peter J. Betts als sehr langjährigen Kultursekretär der Stadt Bern in Erinnerung, als einer, der es zwar gut meinte, aber oft nicht besonders engagiert wirkte. Vor kurzem ist er zurückgekehrt zu seiner ersten Berufung, dem Schreiben, und taucht überraschend auf als Verfasser des Vorworts zum Bildband «Nodemo». Mit einem Unterton von Utopie fasst er zusammen, was viele wohl am 22. Januar 2005 in Bern erlebt haben: eine Nichtdemo gegen das World Economic Forum (Wef), die eindrücklicher, vielfältiger und lustiger war, als jede bewilligte oder unbewilligte Demonstration es je hätte sein können. Und er leitet ein zu den Bildern von fünfzehn FotografInnen von diesem strahlenden Samstagnachmittag, als 1200 PolizistInnen ein von der rot-grünen Stadtregierung verhängtes Demonstrationsverbot durchsetzen sollten, stattdessen aber zum Element eines Theaters wurden, das in der ganzen Altstadt von Bern davon kündete, dass der Protest gegen das Wef nicht mit bürokratischen Schikanen gebrochen werden kann. An diesem Nachmittag liessen sich SchneekönigInnen auf Schlitten ziehen, unterliefen robbende Soldaten einen Polizeikordon, transportierten Sanitäter eine Weltkugel in Agonie durch die Gassen. Es war auch der Nachmittag, der den Auftritt des Polizisten P. Rügel sah und die Anbetung des Dollars. Das Demonstrationsverbot hatte seine paradoxe Wirkung entfaltet und einen kreativen Schub geschaffen - und dieser Schub findet sich zwischen den Buchdeckeln von «Nodemo» abgebildet. Herausgeberin ist der «Verein für angewandte Geometrie», der 2003 mit einer Ausstellung in der Reithalle Bern über die G8-Protesttage in Genua im August 2001 an die Öffentlichkeit gelangte.