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Meditation fördert die nüchterne Entscheidungsfindung. Das zeigt eine neue internationale Studie unter Leitung der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH Zürich).
Probandinnen und Probanden, die im Rahmen der Studie zwei Wochen lang täglich Achtsamkeitsmeditation praktizierten, neigten weniger dazu, negativen Informationen aus dem Weg zu gehen, wie die ETH Zürich am Dienstag mitteilte.
Das Ausblenden potenziell negativer Informationen wird in der Psychologie kognitive Verzerrung genannt. Menschen neigen demnach dazu, Informationen zu ignorieren, die Angst und Sorge auslösen. Diese Tendenz nahm unter den Studienteilnehmenden ab. Die Forschenden vermuten, dass durch die Meditation die Fähigkeit gestärkt wurde, mit negativen Gefühlen gelassen umzugehen.
Gesundheitszustand und Finanzen
Für die Studie teilten die Forschenden 261 Probanden und Probandinnen zufällig in zwei Gruppen ein. Während eine Gruppe zwei Wochen lang täglich 15 Minuten meditierte, hörte die zweite Gruppe in der gleichen Zeit entspannende Musik.
Vor und nach dem Experiment mussten die Studienteilnehmenden zudem standardisierte Fragen beantworten, die Aufschluss darüber gaben, wie gut sie mit negativen Informationen umgehen und wie stark sie auf Emotionen reagieren. Die Fragen bezogen sich beispielsweise darauf, ob die sie negative Informationen zu ihrem Gesundheitszustand, ihren finanziellen Investments oder ihren Beziehungen erhalten wollten.
Unter Achtsamkeitsmeditation verstehen die Forschenden eine Praxis, bei der Menschen mit geschlossenen Augen ruhig sitzen und ihren Atem sowie ihre körperlichen Empfindungen, Gedanken und Emotionen beobachten, ohne darauf zu reagieren.
https://doi.org/10.1016/j.econlet.2023.110997