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Das Dengue-Virus (DENV) gehört zusammen mit dem West-Nil-, Zika-, Gelbfieber-, FSME- und dem Japanischen Enzephalitis-Virus zur Familie Flaviviridae.
Das DENV wird hauptsächlich durch die weiblichen Mücken der Gattung Aedes (Aedes aegypti, auch Ägyptische Tigermücke genannt, und Aedes albopictus, bekannt als Asiatische Tigermücke) übertragen. Für die Übertragung braucht es neben dem Vektor auch einen Wirt mit einer Dengue-Virus-Virämie. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist nicht bekannt.
Verbreitung und Häufigkeit
DENV kommt in tropischen und subtropischen Gebieten vor, wobei die Mehrheit der globalen Fälle von Dengue-Fieber auf die Region Asien/Pazifik entfallen. Zu den Hauptverbreitungsgebieten gehören Lateinamerika, Zentralafrika, Indien, Südostasien, Teile des Pazifiks und der Süden der USA. Mit über 100 Millionen Fällen pro Jahr ist DENV die häufigste durch Vektoren übertragene virale Infektion weltweit. Davon haben schätzungsweise 300-500‘000 der Infizierten einen schweren Krankheitsverlauf und ca. 22‘000 der Fälle verlaufen tödlich. In Europa bzw. in der Schweiz ist Dengue (noch) nicht endemisch und es handelt sich um importierte Fälle. Die Häufigkeit liegt in Proportion zu der Inzidenz in den Endemiegebieten. Mit Ausbreitung der Überträgermücken in Europa (Asiatische Tigermücke) steigt aber das Risiko einer autochthon übertragenen Infektion.
Krankheitsbild
Nach einer Inkubationszeit von 3-14 Tagen präsentiert sich das Dengue-Fieber als eine milde Krankheit mit grippeähnlichen Symptomen (Fieber bis 40 °C mit Schüttelfrost und starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, begleitet von einem Hautausschlag (Exanthem)). Die Krankheit klingt bei den meisten Patienten nach 3 bis 7 Tagen wieder ab. Nach einer erneuten Infektion ist das hämorrhagische Fieber oder ein Dengue-Schock-Syndrom mit einem möglichen tödlichen Verlauf gefürchtet. Eine molekulargenetische Methode (RT-PCR) kombiniert mit einem Antigen- und Antikörpernachweis (Serologie) führt zu einer zuverlässigen und frühzeitigen Diagnose.
Probenmaterial
Bis zu einer Woche nach Symptombeginn
- RT-PCR: Serum oder Urin
- NS1-Antigen: Serum
Eine Woche bis ein Monat nach Symptombeginn
- RT-PCR: Urin
- Serologie (IgM- und IgG-Antikörper): Serum
Länger als einen Monat nach Symptombeginn
- Serologie (IgM- und IgG-Antikörper): Serum