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Eine Organtransplantation kann Leben retten und die Lebensqualität des Empfängers nachhaltig verbessern: über die medizinischen Fragen hinaus sind zahlreiche rechtliche und ethische Aspekte zu beachten.
Bei der postmortalen Organspende ist es zwingend, den Tod auf zuverlässige und sichere Weise zu diagnostizieren, dem Willen der verstorbenen Person Rechnung zu tragen und die Angehörigen in dieser schwierigen Phase zu begleiten. Die SAMW-Richtlinien enthalten technische Anweisungen zur sicheren Feststellung des Todes und die Durchführung vorbereitender medizinischer Massnahmen. Sie äussern sich aber auch vertieft zu vielen anderen Aspekten der Organspende bei Verstorbenen, wie das Vorgehen zur Abklärung des Patientenwillens, das Gespräch mit den Angehörigen, Hilfestellungen für schwierige Entscheidungssituationen und zum Umgang mit dem Sterbenden und dem Leichnam.
Die Entnahme eines Organs bei einem lebenden Spender (Lebendorganspende) stellt einen Eingriff in die persönliche und körperliche Integrität dar und ist nur mit expliziter Einwilligung des Spenders erlaubt. Besonderes Gewicht kommt der umfassenden Information und Aufklärung des Spenders und seiner Einwilligung zu. Insbesondere muss die Freiwilligkeit des Entscheids gewährleistet sein. Die von der SAMW herausgegebenen Richtlinien bieten Orientierung für Ärztinnen, Ärzte und Behandlungsteams, die sich mit der medizinischen und psychosozialen Abklärung der Spender und deren Nachbetreuung befassen.