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Taucher sollen geflutete Harddiskfabriken ausschlachten16. November 2011 um 14:21
Elitetaucher machen sich auf die Suche nach rettbaren Maschinen in den Fabriken von Western Digital. 60 Prozent der Produktion von WD fallen aus.
Elitetaucher machen sich auf die Suche nach rettbaren Maschinen in den Fabriken von Western Digital. 60 Prozent der Produktion von WD fallen aus.
Wie der britische IT-Newsservice 'The Register' berichtet, hat die thailändische Regierung eine Gruppe von Elitetauchern abgestellt, um Ausrüstung aus den beiden überfluteten Fabriken von Western Digital (WD) zu retten. Die Maschinen stehen dort teilweise immer noch meterweit unter Wasser. Ein Sprecher des Harddiskherstellers bestätigte dies gegenüber dem 'Register': "Die thailändische Marine hilft uns dabei, so viel Ausrüstung wie möglich herauszuholen, indem sie in die Gebäude schwimmen und unter Wasser stehende Maschinen losmachen." Was gerettet werden kann, soll in andere, von der Flutkatasprophe nicht betroffene Gebiete oder möglicherweise auch ins Ausland gebracht werden. WD hofft so, seine Produktionkapazität schneller wieder erhöhen zu können.
Der zuletzt leicht vor Seagate grösste Harddiskhersteller der Welt ist durch die Katasprophe in arge Nöte geraten. WD hatte am 12. Oktober gemeldet, dass die Produktion in den beiden thailändischen Fabriken eingestellt worden sei. An eine Wiederaufnahme war anscheinend seither nicht zu denken und der Produktionsausfall in Thailand ist offensichtlich beinahe total.
WD konnte laut dem letzten Quartalbericht von Anfang Juli bis Ende September noch 58 Millionen Harddisks auliefern. 60 Prozent davon stammten aus Thailand. Nun erklärte der WD-Sprecher, dass man erwarte, im laufenden Quartal nur noch 22 bis 26 Millionen Harddisks liefern zu können, also ziemlich genau diese 60 Prozent weniger. Zuletzt hatte WD erklärt, die Flutkatastrophe werde einen "signifikant" negativen Einfluss auf seine Produktion haben, diesen aber nicht näher beziffert. WD hofft nun, möglichst schnell seine Produktion in Malaysien, Brasilien und den USA hochfahren zu können, um den Produktionsausfall zumindest teilweise wettzumachen. (Hans Jörg Maron)
(Illustration: Symbolbild. Ein Foto der U.S. Navy unter Creative-Commons-Lizenz.)
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