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Die Ebola-Epidemie in Guinea mit Dutzenden Toten ist nach Angaben der Regierung eingedämmt. Die Welle der Erkrankungen sei «unter Kontrolle», sagte Aussenminister François Fall am Montag bei einem Besuch im südafrikanischen Pretoria.
«Wir konnten sogar einige der Erkrankten heilen», sagte Fall weiter. Im westafrikanischen Guinea waren seit Jahresbeginn 168 Fälle von hämorrhagischem Fieber aufgetaucht, von denen 106 tödlich endeten.
In 71 Fällen wurde das extrem gefährliche Ebola-Virus identifiziert. In der vergangenen Woche hatten internationale Hilfsorganisationen eine Reihe von Notfallmassnahmen ergriffen, um die Verbreitung zu stoppen - offenbar mit Erfolg. «Guinea hat Hilfe von der internationalen Gemeinschaft bekommen», sagte Aussenminister Fall.
Zuvor hatte sich das Virus über die Grenze verbreitet. Von 25 Verdachtsfällen und zwölf Fiebertoten in Liberia erwiesen sich fünf Fälle zweifelsfrei als Ebola. Verdachtsfälle gab es auch in Sierra Leone und Mali, doch verliefen die Ebola-Tests in den beiden Ländern negativ.
Noch am vergangenen Dienstag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm geschlagen und den Ausbruch in Guinea als «eine der grössten Herausforderungen» bezeichnet, seit das todbringende Virus vor 40 Jahren zum ersten Mal aufgetaucht war. Bis zu den Fällen in Guinea war das Virus fast ausnahmslos in Zentralafrika gefunden worden.
Ebola wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Infizierte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Die Sterblichkeit ist abhängig von der Art des Erregers, bei manchen Erregern verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Bis heute gibt es weder Impfung noch Therapie gegen Ebola. (rey/sda/afp)