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Insgesamt waren 17 von 19 monoklonalen Antikörpern entweder völlig inaktiv oder stark beeinträchtigt in der Fähigkeit, BA.2 zu neutralisieren. So die Ergebnisse einer neuen Studie (Preprint) der Columbia University New York. Sotrovimab verlor die 27-fache neutralisierende Aktivität gegen BA.2. Dies ist besonders wichtig, weil das Präparat der einzige klinisch zugelassene oder zugelassene monoklonale Antikörper ist, der seine Aktivität gegen die ursprüngliche Form von Omikron beibehielt.
Sotrovimab wird auch in der Schweiz eingesetzt
Es soll helfen, bei besonders gefährdeten Personen (Risikopatienten) mit Corona einen schweren Verlauf zu verhindern, und muss in den ersten 5 Tagen der Erkrankung im Spital mittels Infusion verabreicht werden.
Alle getesteten Antikörper der Klasse 4 verloren eine größere neutralisierende
Wirksamkeit gegen BA.2 gegenüber BA.1-Sublinien.
Zwei Präparate behielten eine ordentliche Aktivität gegen BA.2, während sie gegen BA.1-Viren nicht aktiv waren. LY-CoV1404, ein weiterer Klasse-3-Antikörper in der Entwicklung, neutralisierte weiterhin alle Omikron-Sublinien.
Bei der Studie wurde 19 neutralisierende monoklonale Antikörper untersucht. Siebzehn davon waren gegen
verschiedene Epitopcluster (Klassen 1-4) innerhalb der Rezeptorbindungsdomäne (RBD), während zwei auf die N-terminale Domäne (NTD) gerichtet waren.
Zu diesen Antikörpern gehörten u.a. Imdevimab, Casirivimab, Tixagevimab, Cilgavimab, Bamlanivimab, Etesevimab, Amubarvimab, Romlusevimab, Sotrovimab, Bebtelovimab.
Die Ergebnisse der Studie sind besonders brisant im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Entwicklung in Dänemark.
Seit dort sämtliche Massnahmen inkl. die Maskentragepflicht beendet wurden, steigen die Todeszahlen rapide an, und haben bereits drei Viertel des bisher absoluten Höchststandes erreicht. Omikron BA.2 ist dort aktuell vorherrschend.
@Eveline Siegenthaler