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Das Unterwerk Fällanden spielt eine zentrale Rolle in der Stromversorgung der Stadt Zürich und gehört zu den vier Anlagen, in denen die Elektrizität von 220 auf 150 Kilovolt transformiert wird. Mit dieser Spannung wird der Strom in das Kabeltransportnetz der Stadt Zürich eingespiesen, das die 15 Quartierunterwerke verbindet.
Die Gebäude wurden 1958 von den Architekten Debrunner und Blankart entworfen, welche im gleichen Jahr den Neubau der Maschinenfabrik Oerlikon zum Bau von Grosstransformatoren erstellt hatten.
Die Maschinenhalle wurde als markanter, mehrheitlich geschlossener Sichtbetonbau mit hochliegenden Fensterbändern ausgeführt. Das davon klar abgesetzte, dreigeschossige Dienstgebäude wurde in Sichtmauerwerk materialisiert. Als übergreifendes Gestaltungselement verbinden schlanke Betonvordächer die beiden Gebäude. Das Ensemble verfügt über eine qualitativ hochwertige Architektursprache mit zeittypischen Attributen: schlanke Betonvordächer und die Sichtbacksteinfassade mit Betonfriesen betonen klar die Zugehörigkeit zur Industriearchitektur der damaligen Zeit.
Die Maschinenhalle wird heute als Trafoservicestelle für Reparaturen, Service und Schadensanalysen von Leistungstransformatoren genutzt und auch fremdvermietet. Das Dienstgebäude wird weiterhin für den Unterhalt und Betrieb des Unterwerks genutzt, aber auch teilweise fremdvermietet. Die über fünfzigjährigen Gebäude werden saniert und auf den heutigen Stand gebracht werden.
Das Sanierungskonzept beruht auf einem schlanken Einsatz der Mittel, um zeitgemässe Anforderungen an den Energiehaushalt mit dem Erhalt der Architektursprache des Gebäudeensembles zu vereinbaren. Dies beinhaltet die Flachdachsanierung und Wärmedämmung aller Dächer, den teilweisen Ersatz der Fenster und die Anpassungen im Innern an die Sicherheits- und Brandschutzauflagen. Ein gestaffelter Dachrandabschluss in Blech trägt zur Beibehaltung der eleganten Profilierung der Vordächer bei.
OBJEKT
Unterwerk Fällanden
STANDORT
Fällanden
MITARBEIT
Johannes Käferstein, Urs Meister, Urban Blaas, Ivo Oberholzer