Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03366.jsonl.gz/2936

Frage:
Wenn der Ball auf Bahn 4 auf der Brücke über dem Biotop liegt:
Darf er ohne Strafschlag weitergespielt werden (inklusive grounden), da man ja auch über die Brücke laufen darf und sie somit nicht im Biotop sein kann?
Antwort:
Nein, der Ball darf nicht gespielt werden wie er liegt und es ist nach Biotop Local Rules zu verfahren.
Begründung:
Es gibt keine Decisions die diesen Fall, so wie er sich darstellt, direkt regeln.
Die Brücke ist im Wasser, auch wenn es unklar markiert sein sollte (Art und Beschaffenheit des Hindernisses setzen sich unter der Brücke fort. Man kann also ausschliessen, dass die Brückenränder gleichzeitig Teilwassergrenzen rechts/links sind.
Decision 33-8/41 definiert abschliessend was als Biotop bezeichnet werden kann: Wasser, GUR und Out of Bounds. Dabei werden die grundlegenden Eigenschaften dieser drei Bereiche nicht verändert, nur die Spielmöglichkeiten durch die Local Rules teilweise eingegrenzt. Daher: ein Wasserhindernis ist und bleibt ein Wasserhindernis.
Damit gilt auch die Definition dafür: Die Grenze erstreckt sich senkerecht nach oben und nach unten und damit erstreckt sich auch die Grenze eines 'Wasser- Biotops' senkrecht nach oben und nach unten. Vergleiche auch als Beispiel dafür Decision 33-8/44.5.
==> Der Ball liegt defintiv im Biotop.
Das Verbot des Betretens eines bestimmten Geländebereiches hat mit den Golfregeln selbst nichts zu tun, Decision 33-8/40 hält das nochmals klar fest. Disziplinarische Massnahmen wie Platzverweis sind natürlich immer möglich, haben aber auf das Spielresultat gemäss Golfregeln keine Auswirkung. Damit kann der Club 'tolerieren' dass über die Brücke gelaufen wird, das ist aber keine gültige Begründung um den Ball schlagen zu dürfen.