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Wer hat eigentlich den Hyperlink erfunden? Nicht ganz unbeteiligt war jedenfalls Ted Nelson, den ich neulich schon mal im Beitrag Andere Internetze gewürdigt habe. Seine Idee waren Zweiweg-Links, also Verknüpfungen, die in beide Richtungen funktionieren.
Am Hypertext und insbesondere auch an den Links beteiligt war auch Vannevar Bush. Seine Memex-Maschine ist eine Art Analogrechner, der mich schon früher faszinierte. Die FAZ hat ihm vor einiger Zeit ein ausführliches Portrait gewidmet:
Gleichwohl blieb es nicht bei der Vision. 1937 entstand mit dem «Rapid Selector» ein Prototyp, der es ermöglichte, in einer Mikrofilmbibliothek die gesuchte Information aufzufinden. Wichtiger aber war das intellektuelle Paradigma. Wenn das Weltwissen auf einem Schreibtisch abgelegt werden kann (zudem kopierbar ist), ist es nur logisch, dass man nicht nur das Suchen und Finden von Informationen, sondern auch die Art der Verknüpfung zum Gegenstand des Wissens macht. Folglich sind nicht nur die Dokumente, sondern auch die Pfade von Bedeutung, die von einem Gegenstand zum nächsten führen. Wenn diese Vorwegnahme des Hyperlinks noch in den achtziger und neunziger Jahren begeisterte Anhänger finden sollte, so deswegen, weil Vannevar Bushs Memex der Schrift ein Gedächtnis verleiht, ebenso wie es die Bibliothek zum Echo- und Erinnerungsraum ihrer Benutzung macht. In der Memex-Apparatur tritt die Wissenschaft als Kommunikationsraum hervor, der sich nicht im Gedächtnistheater und in der Performance erschöpft, sondern immer wieder neu erlebt werden kann: ein Arbeits- und Bildungsspeicher.