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Renaissance – Ashes Are Burning
Besetzung:
John Tout – keyboards, vocals
Annie Haslam – vocals
John Camp – bass, guitar, vocals
Terence Sullivan – drums, percussion, vocals
Gastmusiker:
Andy Powell – guitar on “Ashes Are Burning”
Michael Dunford – acoustic guitar
Richard Hewson – strings on “Can You Understand” & Carpet Of The Sun”
Label: Repertoire Records
Erscheinungsdatum: 1973
Stil: Progressive Rock
Trackliste:
1. Can You Understand (9:53)
2. Let It Grow (4:18)
3. On The Frontier (4:58)
4. Carpet Of The Sun (3:32)
5. At The Harbour (6:49)
6. Ashes Are Burning (11:21)
Gesamtspieldauer: 40:50
„Ashes Are Burning“ aus dem Jahr 1973 stellt die zweite Veröffentlichung der zweiten Renaissance-Generation dar und insgesamt das vierte Album der Band. Renaissance war nun zu einem Quartett geschrumpft, Rob Hendry hatte die Band verlassen und seltsamerweise ist Michael Dunford in den Credits nur als Gastmusiker aufgeführt. Jener Michael Dunford, der auf „Ashes Are Burning“ alle Titel mit Ausnahme von „On The Frontier“ schrieb. Dieser Song stammt vom ehemaligen Drummer der Band Jim McCarty und stellt neben dem Titel „Let It Grow“ die poppigsten Ausflüge auf „Ashes Are Burning“ dar. Für alle Texte des Albums zeichnete sich einmal mehr Betty Thatcher aus.
Beide bereits erwähnten Titel sind gleichzeitig jene Nummern auf „Ashes Are Burning“, die auf dem Album am wenigsten überzeugen können. Mit viel Piano unterfütterte Pop-Songs, die ganz nett klingen, allerdings auch nichts Besonderes darstellen und keine Spuren hinterlassen. Harmonischer Pop als Überschrift trifft für diese beiden Lieder wohl am besten zu. Ganz anders sieht das mit den weiteren vier Titeln des Albums aus. Hier gibt es sie, diese für Renaissance so typische Stimmung, die durch das Songwriting des Michael Dunford, die Instrumentierung und hier vor allem das Pianospiel des John Tout sowie durch die glockenklare Stimme Annie Haslams erzeugt wird.
Besonders erwähnenswert auf „Ashes Are Burning“ sind der Beginn und das Ende des Albums. „Can You Understand“ und der Titelsong „Ashes Are Burning“ sind die beiden Longtracks der Platte und quellen nur so über vor Hamonien, Melodiösität und ohrumschmeichelnden Klängen. Symphonischer progressiver Rock in Vollendung. Alles klingt hier und alles wirkt auch. Dieses Zusammenspiel von Streichern, Piano, akustischer Gitarre und der Stimme Annie Haslams berührt einfach. Und schließlich gibt es auf „Ashes Are Burning“ noch ein ganz ungewohntes Ende für ein Renaissance Lied. E-Gitarre und fetter Orgelsound sorgen für einen rockigen Ausklang des Albums. An der Solo-Gitarre betätigt sich dabei Andy Powell von Wishbone Ash. Überaus gelungen das Ganze.
Fazit: „Ashes Are Burning“ stellte den Auftakt zu einer ganzen Reihe von klasse Renaissance-Alben dar. Symphonischer und eingängiger Progressive Rock ist hier zu hören, der seine Reiz gerade auch aus dem Zusammentreffen von klassischen Elementen mit denen der Rock-Musik gewinnt. Sehr empfehlenswert für alle Freunde der Melodiösität und der harmonischen Instrumentaleinlagen. Zwölf Punkte.
Anspieltipps: Can You Understand, Ashes Are Burning