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Das Abkommen legt die Bedingungen für den Transport frischer russischer Brennelemente ins bulgarische Kernkraftwerk Kosloduj und der abgebrannten Brennelemente zurück nach Russland fest. Es formalisiert die bestehenden Vereinbarungen namentlich mit der Ukraine. Für das laufende Jahr sind ein Transport abgebrannten Kernbrennstoffs nach Russland und zwei Transporte frischer Brennelementen nach Bulgarien geplant.
Das Kernkraftwerk Kosloduj an der Donau umfasst sechs Druckwassereinheiten russischer Bauart sowie unter anderen Kernanlagen ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente. Die Blöcke 1 bis 4 sind 440-MW-WWER des älteren Typs 230. Ende 2002 endgültig abgeschaltet wurden die Blöcke 1 und 2. Auch die Blöcke 3 und 4 sollen im Hinblick auf den EU-Beitritt Bulgariens Ende2006 folgen. Hingegen geht der Betrieb der Blöcke 5 und 6 des neueren Typs WWER-1000 (953 MW, PWR) weiter. Am Standort Belene - 150 km östlich von Kosloduj, ebenfalls an der Donau - bereitet Bulgarien den Fertigbau eines zweiten Kernkraftwerks mit zwei 953-MW-Druckwassereinheiten vor.
Früher führten die Kernbrennstofftransporte zwischen Russland und Bulgarien zum Teil über die Republik Moldau. Dieses Land hatte 1997 eine entsprechende Vereinbarung mit unterzeichnet. Doch ein Jahr danach kündigten moldawische Umweltschützer ihren Widerstand an und die Regierung in Chisinau konnte den störungsfreien Ablauf der Transporte nicht mehr gewährleisten. Seither werden Ausweichrouten benützt. Mit Rumänien als Transitland bestehen separate Vereinbarungen.
Source
P.B. nach NucNet, 2. Mai 2006