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Der Mensch erkannte schon vor vielen tausend Jahren den Wert des Getreides. Deshalb wurden die ursprünglich als Wildgräser oder gar als Unkräuter geltenden Pflanzen kontrolliert angebaut, gekreuzt und weiterentwickelt.
Archäologischen Funden nach zu urteilen hat der Getreideanbau seine Wiege in Mesopotamien, dem irakischen Gebiet zwischen den beiden Flüssen Euphrat und Tigris. Während in dieser Region bereits seit 12'000 Jahren Getreide angepflanzt wird, kennt man in Mitteleuropa den Getreideanbau erst seit rund 6000 Jahren.
Die Kunst des Brotbackens ist in einigen Regionen viele tausend Jahre alt. Bis zur Entdeckung der Hefezellen im 19. Jahrhundert handelte es sich fast ausschliesslich um Sauerteigbrot. Doch aus dieses war lange Zeit kein Alltagsprodukt: Vor allem die ländliche Bevölkerung ass bis nach dem Mittelalter Getreide hauptsächlich in Form von Brei.