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Ronaldo war im August 2021 für einen Zweijahresvertrag von Juventus Turin zu United zurückgekehrt, dem Verein, mit dem er von 2003 bis 2009 acht grosse Trophäen gewann. In einem Interview mit Piers Morgan für «TalkTV», das am Sonntag veröffentlicht wurde, antwortete er auf die Frage, ob man versuche, ihn aus dem Klub zu drängen: «Ja, nicht nur der Trainer, sondern noch zwei oder drei weitere Jungs im Verein. Ich fühlte mich betrogen.»
Weil sich der von Ten Hag in der Premier League nur selten eingesetzte Ronaldo beim Spiel gegen Tottenham Ende Oktober als Ersatzmann vorzeitig in die Kabine begeben hatte, war er darauf im nächsten Match gegen Chelsea nicht im Kader gestanden. Nach einer Aussprache mit Ten Hag kehrte er aber in der Europa League wieder zurück und skorte dort auch im Finish. Jetzt sagte der 37-jährige, der Portugal bei der Weltmeisterschaft in Katar als Kapitän anführen wird, über Ten Hag: «Ich habe keinen Respekt vor ihm, weil er mir gegenüber keinen Respekt zeigt. Wer mich nicht respektiert, für den werde ich auch niemals Respekt haben.»
Keine Unterstützung
Ronaldo erklärte auch, United habe ihn nicht unterstützt, als seine Tochter im Juli ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er sagte, der Verein habe ihm misstraut und es an Empathie fehlen lassen, als er deshalb nicht rechtzeitig zum Training vor Saisonbeginn erschienen sei. «Ich denke, die Fans sollten die Wahrheit wissen», sagte Ronaldo.
Aber auch sportlich hielt der Portugiese nicht mit seinem Unmut über die Entscheide seines Vereins zurück: «Ich will das Beste für den Verein. Deshalb bin ich zu Manchester United gekommen», sagte er. «Aber es gibt einige Interna, die (uns) nicht helfen, ein Top-Level wie (Stadtrivale Manchester) City, Liverpool und sogar jetzt Arsenal zu erreichen(…) ein Verein von dieser Grössenordnung sollte meiner Meinung nach an der Spitze stehen, und das tut er leider nicht.»
Wie geht es weiter?
Dass Cristiano Ronaldo nach diesen Aussagen keine weitere Partie mehr für den englischen Rekordmeister spielen wird, ist für viele offensichtlich. Weiter sprechen sich einige Clubs wie der FC Bayern gegen Ronaldo aus und lehnen ihn dankend ab. Gemunkelt wird, dass es ihn jetzt zum FC Chelsea oder zu Paris Saint-Germain ziehen könnte. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie es weitergeht.