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Belinda Bencic steht kampflos im Achtelfinal des US-Open. Ihre Drittrunden-Gegnerin Anett Kontaveit (WTA 21) aus Estland musste wegen eines akuten viralen Infekts Forfait geben.
Gute und schlechte News für Belinda Bencic am Samstagnachmittag: Aus ihrer ersten Night Session auf einem der beiden grossen Courts im Billie Jean King National Tennis Center in New York wird nichts. Dafür steht die 22-jährige Ostschweizerin erstmals seit Wimbledon vor 14 Monaten in einem Grand-Slam-Achtelfinal.
Die zusätzliche Pause bis am Montag kommt der als Nummer 13 gesetzten Bencic durchaus gelegen. Sie kämpfte in den letzten Wochen mit einer Entzündung der linken Ferse, nun erhält sie nochmals etwas mehr Zeit, um wieder auf 100 Prozent Leistungsfähigkeit zu kommen.
Ausserdem dürfte die Night Session nur aufgeschoben sein. Nächste Gegnerin von Bencic ist entweder die Titelverteidigerin und Weltranglistenerste Naomi Osaka aus Japan oder die 15-jährige Amerikanerin Cori Gauff. Diese Partie wird auf jeden Fall im über 23'000 Zuschauer fassenden Arthur Ashe Stadium stattfinden - und mit etwas Glück am Abend.
Die Achtelfinals an Grand Slams brachten Bencic in den letzten Jahren nicht mehr viel Glück. Seit ihrer bislang einzigen Viertelfinal-Qualifikation als 17-Jährige am US-Open 2014 verlor sie dreimal in der Runde der letzten 16. Gegen Gauff hat sie noch nie gespielt, gegen Osaka aber die letzten beiden Duelle in diesem Jahr in Indian Wells und Madrid gewonnen.
Rafael Nadal kommt hingegen praktisch im Schlafwagen an sein Ziel. Nach 2:08 Stunden in der 1. Runde und einem Forfaitsieg in der 2. Runde machte der Weltranglistenzweite auch mit dem Koreaner Chung Hyeon in 1:59 Stunden kurzen Prozess. Der Qualifikant hatte zuvor bereits fast elf Stunden auf dem Platz gestanden.
Der Unterschied zum letzten Jahr ist eklatant. Da spielte Nadal zwei kräfteraubende Viersätzer und einen Fünfsätzer, ehe er im Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro aufgeben musste. In diesem Jahr wirkt er so frisch wie noch nie und machte sich so zum Topfavoriten auf den Titel.
Ähnlich wie bei den Männern die untere Tableauhälfte hat sich bei den Frauen die obere fast völlig von Top-Ten-Spielerinnen geleert. Nach den Nummern 4 (Simona Halep), 6 (Petra Kvitova) und 9 (Aryna Sabalenka) scheiterte am Samstag auch die Nummer 7 Kiki Bertens. Die Niederländerin, die schon den ganzen Sommer ihrer Form hinterher rennt, verlor klar gegen die Deutsche Julia Görges.
Mit Kristie Ahn (mit einer Wildcard) und Taylor Townsend (als Qualifikantin) haben in diesem Jahr nicht weniger als zehn verschiedene Amerikanerinnen mindestens die Achtelfinals eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Die Siegerinnen kamen am Ende allerdings aus Japan (Osaka), Australien (Ashleigh Barty) und Rumänien (Halep). (pre/sda)