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Deutsch-Französisches Spielfilmprojekt von Jan Schmidt-Garre (Drehbuch/Regie). Drehort Genf; Drehbeginn Herbst 2017.
Ein Mann verliebt sich in eine Frau, weil er ein Buch über sie liest. Er kannte sie schon vorher, hatte sich aber nicht für sie interessiert, im Gegenteil: Weil sein bester Freund unglücklich in sie verliebt war, mochte er sie nicht. Nun schreibt der Freund seine traurige Liebesgeschichte auf. Und der Mann, der das Buch seines Freundes liest, lernt, die Frau mit den Augen der Liebe zu sehen. Durch die Literatur entdeckt er die Realität. Er verliebt sich.
Das ist der Ausgangspunkt des Films Das Buch Julia, eines Films über die geheimen Kanäle zwischen Fiktion und Realität. Über die Anlässe zum Schreiben, das Lesen und über das innere Buch, das dabei entsteht, immer wieder neu, bei jedem Leser und jeder Lektüre. Ein Film darüber, wie die äußere Realität von einer inneren aufgeladen und überhöht werden kann. Und darüber, was passiert, wenn der Leser und die literarische Figur sich in der Realität begegnen. Wird das Buch zu einem Dämon, der die Wirklichkeit überschattet? Kann der Leser sich von all dem Wissen, den Bildern, den Deutungen noch befreien und seiner Angebeteten unbefangen begegnen? Und was geschieht, wenn sie entdeckt, mit welch intimem Vorwissen er ihr Vertrauen gewonnen hat? Liebt er sie, oder liebt er eine Romanfigur?