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Das Haus Schmidt ist einer der frühen Bauten des Architekten Paul Artaria. Fertiggestellt 1922, wurde es im darauffolgenden Jahr als ein Beispiel neuer Basler Bauten in der Architekturzeitschrift ‹Das Werk› vorgestellt.
Elisa Schmidt-Schröder, die Witwe des Theologieprofessors Paul Wilhelm Schmidt, beauftragte den Architekten Paul Artaria (1892–1959), für sie und ihre erwachsenen Kinder Dora, Franz und Georg Schmidt ein Haus zu gestalten, das zu den Landhäusern in Riehen passte. Artaria entwarf ein kompaktes zweistöckiges Haus in Massivbauweise mit einem Walmdach.
Gemäss den 1923 in der Architekturzeitschrift ‹Das Werk› publizierten Grundrissplänen gelangt man vom zweiflügligen Haupteingang mit Windfang in einen weiträumigen Korridor, an dessen Enden sich Arbeitszimmer und Küche befinden. Das Zentrum des Erdgeschosses bildet ein grosses Wohnzimmer, das über eine Doppeltüre mit dem Esszimmer verbunden ist. Esszimmer und Küche bieten Zugang zur Veranda. Im ersten Stock sind ein Bade- und fünf Schlafzimmer für die Familie und das Personal untergebracht. Drei Vorratsräume, Zentralheizung und Waschküche, die auch über eine Aussentreppe zugänglich ist, befinden sich im Keller. Das Dachgeschoss wurde von Artaria nicht ausgebaut, da es zur Einlagerung von Möbeln und Hausrat dienen sollte.
Die Fenster der Schmalseiten sind in zwei und diejenigen der Längsseiten in drei Achsen angeordnet. Ost-, Süd- und Westseite des Hauses sind streng symmetrisch, die vom Haupteingang dominierte Nordseite nur im ersten Stock. Artaria liess die Putzflächen lachsfarben streichen. Dachgesims und Abfallrohre waren blaurot, die Fensterrahmen weiss und die Fensterläden in einem grellen Grün bemalt. Auf der Südseite des Hauses, die dem Garten zugewandt ist, wurde das mittlere Fenster 1959 zu einem Ausgang umgebaut, sodass der Garten direkt vom Wohnzimmer aus zugänglich ist.
Autorin / Autor: Felix Steininger | Zuletzt aktualisiert am 14.12.2022
Artaria, Paul: Vom Bauen und Wohnen. Basel 1948.
Kehl, Lilli: 1. Haus Schmidt-Schröder. In: Heimatschutz Basel und Gemeinde Riehen (Hg.): Baukultur entdecken. Neues Bauen in Riehen. Riehen / Basel 2005.
Neue Basler Bauten. In: Das Werk 10 (1923). S. 192–199.