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Um die Entdeckung des Kaffees ranken sich mehrere Legenden. Gemäss einer Erzählung wurde der Kaffee in Abessinien von Hirten entdeckt, welche beobachteten, dass ihre Ziegen von den Kaffeekirschen assen und danach die ganze Nacht rumtollten.
Nach Europa gelangte der Kaffee im 16. Jahrhundert und erfreute sich schnell einer grossen Beliebtheit. Doch die Osmanen hüteten das Geheimnis um den Kaffeeanbau. Mit dem steigenden wirtschaftlichen Druck und der schlechten Handelsbilanz aufgrund des Kaffeeimports, lüfteten schliesslich die Europäer das Geheimnis und bauten schon bald selbst Kaffee in ihren Kolonien an.
Einst ein Produkt, welches die Importstaaten in ein wirtschaftliches Bedrängnis brachte, so sind es heute die Anbaustaaten (also meist Entwicklungsländer), welche unter den typischen Symptomen des Exports von Primärprodukten in einem globalwirtschaftlichen Umfeld zu leiden haben.
In den 1960er bis in die 1980er Jahre wurde der Kaffeepreis mittels Quotenregelung geschützt und vor all zu grossen Schwankungen bewahrt. Auf Druck einzelner Anbaustaaten musste jedoch diese Quotenregelung erst gelockert und schliesslich ganz aufgegeben werden. Mit der Aufgabe der Quotenregelung gewann der industrielle Kaffeeanbau in Monokulturen immer mehr Überhand. So wurde beispielsweise Vietnam mit Unterstützung der Weltbank innerhalb von 20 Jahren zum zweitgrössten Kaffeeexporteur weltweit.
Heute sind Kaffeebauern dem ständigen Schwanken des Weltmarktpreises für Kaffee ausgeliefert ohne diesen beeinflussen zu können.
Honduras, von wo wir unseren Kaffee beziehen, gehört zwar zu den zehn wichtigsten Kaffeeproduzentenländern der Welt, die meisten Kaffeebauern sind jedoch Kleinbauern.
Kleinbauern können die Schwankungen des Weltmarktpreises für Kaffee nicht abfedern, denn sie verfügen nicht über die finanziellen Ressourcen. Das Einkommen aus dem Kaffee reicht meist nur für das nötigste. Die Kaffeebauern sind somit ständig dem Risiko ausgesetzt, aufgrund eines tiefen Kaffeepreises immer mehr in die Armutsfalle zu geraten.
Aus diesem Grund vereinbaren wir den Kaffeepreis direkt mit den Kaffeebauern vor Ort und zahlen ihnen einen Preis, welcher sowohl den Weltmarktpreis, als auch die üblichen FairTrade-Zuschläge übersteigt.
Im Jahr 2015 befand sich der Weltmarktpreis für Arabica-Kaffee auf einem mittleren Niveau. Den Preis welchen wir unserer Partnerkooperative CABRIPEL im selben Jahr bezahlten überstieg den Marktpreis um 100% und lag auch 25% über dem FairTrade-Preis. Wir schätzen die harte Arbeit der Kaffeebauern und unserer Partnerkooperative und erfreuen uns an der einzigartigen Qualität ihres Kaffees.
Mit jeden 500g Röstkaffee erhalten die Kaffeebauern unserer Partnerkooperative 3.70 Franken (inkl. Bonus für die ausserordentliche Qualität der letzten Ernte).