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Der englische Streetart-Star Banksy legt erstmals einen Film vor. Das Doku–Feature von und über den Künstler, den noch niemand zu Gesicht bekommen hat, war einer der Publikumslieblinge an der Berlinale 2010.
Hauptperson im Film ist nebst Banksy ein selbst ernannter französischer Dokumentarfilmer aus L.A. namens Thierry Guetta. Seit seiner Jugend besessen von der Idee, alles und jeden filmen zu müssen, stösst dieser eines Tages auf die Streetart-Szene und setzte sich in den Kopf, den geheimnisvollen Banksy aufzuspüren, was er schliesslich auch schafft. Fortan folgt Thierry mit dessen Erlaubnis Banksy auf Schritt und Tritt und filmt seine Aktionen. Es gibt jedoch ein Problem: Thierry entpuppt sich als dilettantischer Regisseur und als noch mieserer Cutter. Da dreht Banksy kurzerhand den Spiess um, nimmt die Kamera in die Hand und fordert ihn auf, doch einmal selbst Kunst zu produzieren. Thierry fackelt nicht lange und beginnt unter dem Namen Mr. Brainwash munter mit der Produktion eigener Werke – eine Mischung aus frech Geklautem aus der Kunstwelt und dessen eigenwilliger Verfremdung. Bis zum Schluss bleibt offen, ob Thierry nur eine Kunstfigur ist, mit der Banksy sich über die Kommerzialisierung der Streetart-Bewegung und der Kunst allgemein lustig macht, oder ob es ihn wirklich gibt. Im Film spiegelt sich Banksy’s Umgang mit seinem plötzlichen und unerhofften Erfolg im Kunstmarkt. Sein subversives Verwirrspiel macht den Mockumentary zu einer gelungenen Satire über die Kommerzialisierung des Kunstbetriebes.
87 Min, ,
Regie: Banksy