Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/237102

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat begründet den Covid-Pass mit dem Schutz der Intensivstationen (IS) vor Überlastung.</p><p>Gemäss der Stanford-Studie von Dr. Ioannidis (WHO-anerkannt) haben Jugendliche eine geringe Gefahr für schwere Verläufe und Hospitalisierung.</p><p>Es scheint unverhältnismässig, Jugendliche einem indirekten Impfzwang auszusetzen, um am sozialen Leben teilhaben und studieren zu können.</p><p>Geben Sie uns bitte die Zahlen der wegen Covid in IS hospitalisierten Jugendlichen nach Alter pro Monat seit Pandemiebeginn an.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Koordinierte Sanitätsdienst (KSD) erfasst die Belegung der Intensivstationen; die Erhebung der Daten zum Alter von Covid-Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen sind in der Covid-19-Verordnung besondere Lage nicht vorgesehen, der Koordinierten Sanitätsdienst hat daher keine Kompetenz diese zu erheben. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erfasst die Altersverteilung bei den Hospitalisationen über das obligatorische Meldesystem. Seit Pandemiebeginn sind rund 1,8 Prozent aller hospitalisierten Patientinnen und Patienten 19 Jahre alt oder jünger. Mit 76 Hospitalisationen in den Monaten November und Dezember 2020 wurde der Höchstwert an Hospitalisationen für diese Altersgruppe verzeichnet. Insgesamt wurden von Februar 2020 bis August 2021 571 Personen hospitalisiert, die 19 Jahre alt oder jünger waren. Zu bemerken ist, dass die Zahlen zu den Hospitalisationen aufgrund von Meldelücken und Meldeverzug mit Vorsicht zu interpretieren sind. Zudem beziehen sich diese Angaben auf alle Hospitalisationen, unabhängig davon, ob die Patientinnen und Patienten auf der IPS hospitalisiert wurden. Festzuhalten ist, dass sich mit dem Auftreten der Delta-Variante die Lage verändert hat: Vermehrt müssen jüngere Personen auf der IPS behandelt werden. Diese Personen werden lange betreut und häufig ohne vorgängige stationäre Betreuung direkt in die IPS eingewiesen. Aus diesem Grund dauert es länger, bis sich die Lage in den Spitälern entspannt. Diese Einschätzung teilen auch die Direktoren der Universitätsspitäler, die sich am 16. September 2021 mit Besorgnis an den Bundesrat und den Präsidenten der Kantonalen Gesundheitsdirektorinnen- und direkteren gewandt haben.</p>