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Es hätte bereits früher zur Tragödie über dem ägyptischen Luftraum kommen können: Ein Passagierflugzeug der britischen Airline Thomson Airways war im August einer Rakete ausgewichen, dies bestätigte nun die Regierung.
Mit 189 Passagieren an Bord musste der Pilot des Fluges TOM 476 von London nach Scharm el Scheich einer Rakete ausweichen, schreibt «The Guardian». Die Regierung bestätigt den Vorfall. Die Rakete war nur noch 300 Meter vom Flugzeug entfernt, als der Pilot diese bemerkte und das Manöver einleitete.
Der Airbus konnte danach sicher landen und die Passagiere wurden gar nicht erst über den Vorfall informiert. Das Departement für Transport untersuchte den Vorfall und kam zum Schluss, dass es sich nicht um einen gezielten Abschuss durch Terrorgruppen handelte, sondern um eine Routineübung des ägyptischen Militärs. Deshalb seien Passagierflüge nach Ägypten nicht schon früher eingestellt worden.
Mit dem Absturz des russischen Airbusses letzten Samstag erhält der Vorfall neue Bedeutung. Die britische Regierung dementiert allerdings jeglichen Zusammenhang. Der Zwischenfall vom August sei auch nicht ausschlaggebend für den jetzigen Flugstopp nach Ägypten gewesen.
Im Fall des russischen Airbusses gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Französische Medien berichten, dass auf dem Flugrecorder «Explosionsgeräusche» zu hören seien. Dies verstärkt die Theorie eines Abschusses oder einer Bombenzündung im Inneren. (lhr)