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Konsultationspflichten und Informationspflichten im Arbeitsrecht
Das Schweizer Recht schreibt – ähnlich wie das Recht vieler anderer europäischer Länder – vor, dass die Arbeitnehmerschaft in einem festgesetzten Verfahren zu informieren und zu befragen ist, wenn sich betriebliche Veränderungen grundlegend auf das rechtliche Arbeitsumfeld der Arbeitnehmenden auswirken oder auswirken könnten. Zum einen dient damit die Konsultations- und Informationspflicht dem Schutz der Arbeitnehmerschaft, zum anderen bildet sie einen gewissen Ausgleich zur Tatsache, dass sozusagen über die Köpfe der Arbeitnehmenden hinweg Massnahmen getroffen werden, welche die individuellen Arbeitsverhältnisse direkt betreffen und verändern, ohne dass der Konsens des einzelnen Arbeitnehmenden eingeholt werden müsste - so zum Beispiel im Fall eines Betriebsübergangs oder einer Fusion. Das Referat geht der Frage nach, welche Situationen eine arbeitsrechtliche Konsultations- und Informationspflicht auslösen, wie die Verfahren in der Praxis konkret ausgestaltet werden müssen und welche Überraschungen man hierbei manchmal erleben kann.