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Der Unfall ereignete sich, als zwei Mitarbeiter eines Forstbetriebs in einem Holzschlag eine starke Weisstanne von 60 cm Durchmesser fällten. Die Tanne war 35 Meter hoch, hatte zwei Kronen und der Bestand war dicht.
Sie sollte hangaufwärts zu Fall kommen. Deshalb führte der Motorsägeführer den Fällschnitt so aus, dass sich der Stamm schnell vom Stock lösen und mit einer Drehbewegung das Kronendach durchstossen konnte. Der Kollege unterstützte dieses Vorgehen, indem er drei Keile in den Fällschnitt schlug.
Die Tanne fiel zwar wie geplant, dabei sprang aber das Stammende vom Stock und glitt auf einem Wurzelanlauf wie auf einer Kufe schräg nach hinten. Der Mitarbeiter, der die Keile gesetzt hatte, wurde vom Stammende erfasst, 4 Meter zurückgeschleudert und an einer benachbarten Buche erdrückt.
Die Unfallabklärung ergab, dass die Baum- und Umgebungsbeurteilung mangelhaft war. Die beiden Mitarbeiter hatten sich zu wenig Gedanken über den Rückzugsweg und den sicheren Rückzugsort gemacht.