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Einfacher Stabbogen, ca. 1,5 - 2 m lang, Sehne ursprünglich aus Tierdarm. Verwendet wurde oft eine starke Haselrute (gerade geschnittene Stäbe mit rundem Querschnitt, zu den Bogenenden abgeschliffen) und zur Aufnahme der Sehne eingekerbt.
Langbogen aus Esche
Der urtümlichste Bogen ist der Langbogen, der aus einem einzigen Stück Holz gefertigt wird. Die Enden werden mit einer Sehne gespannt, so dass der Bogen eine D-Form aufweist.
Langbögen werden auch heute noch nur mit Holzpfeilen geschossen.
Komposit-Bogen
Der Komposit ähnelt dem Recurvebogen. Er wird aus verschiedensten Materialien, die zusammengeleimt wurden (z. Bsp. Holzkern mit Rindersehnen, Hornscheiben und weiteren Materialien verleimt).
Die Besonderheit eines Kompositbogens sind die zurückgebogenen Wurfarme, dank denen wesentlich mehr Spannkraft beim Spannen und Auslösen auf den Pfeil einwirkt.
Der Kompositbogen dürfte im Vorderen Orient im 6. Jt. v. Chr. entstanden sein, der älteste nachgewiesene Bogenfund stammt aus der Nähe des Bajkalsees und aus dem Zeitraum 2800 - 2200 v. Chr.
Kompositbögen sind wesentlich kürzer als ein Stab- oder Langbogen, weshalb sie sich besonders als Reiterbogen eignen
Recurvebogen
Das markante Merkmal des Recurve-Bogens sind die zurückgeschwungenen Wurfarme, wodurch viel mehr Kraft auf den Pfeil einwirkt.
Die heutigen Recurve sind meistens dreiteilig (Wurfarme, Griffstück) wodurch sie auch zerlegt transportierbar sind.
Recurvebogen werden mit allen Pfeilarten geschossen.
Compoundbogen
Der Compoundbogen ist die modernste Bogenart, der in Amerika im Jahre 1966 erfunden und 1969 patentiert wurde. Der Compound ist ganz aus Metall (Aluminium) oder Carbon und hat zwei Karbon-Wurfarme, an deren beiden Enden jeweils eine ovale Rolle befestigt ist. Diese Rolle wirkt wie ein Flaschenzug und beschleunigt den Pfeil mit bis zu 350 Fuss/Sekunde (ca. 384 km/Std). Durch die ovalen Rollen kann das Zuggewicht am Ende bis zu 80 % reduziert werden, was dem Schützen ein ruhigeres, entspannteres Zielen erlaubt. Eine weitere Spezialität ist, dass die Rollen/Cams über einen "Stop" verfügen und im Vollauszug stehen bleiben. Wird die Sehne gelöst (= released), entfaltet der Compound seine volle Schnellkraft. Der Compound kann mit den Fingern gelöst werden. Für das gleichmässige Auslösen wird aber oft ein Release verwendet (ähnlich, wie der Abzug bei Feuerwaffen).
Für Compoundbögen werden Carbon- oder Aluminiumpfeile verwendet.