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Die Ebene des Surentals, die in Büron einen grossen Flächenanteil des Gemeindegebietes ausmacht, war noch vor achtzig Jahren moosiges Sumpfgebiet. Im 19. und im 20. Jahrhundert wurde das Gebiet von Sursee bis zur Kantonsgrenze entwässert und aus dem Ried-, Kulturland gewonnen (Büron plus 20 Prozent): erstmals von 1856 bis 1859, dann von 1893 bis 1898 (Knutwilermoos) sowie in den 1930er-Jahren zuerst Geuensee und von 1945 bis 1956 das restliche luzernische Surental. Seither liegt der Flusslauf der Sure rund 1,5 Meter tiefer und ist begradigt. Damit kann das Wasser besser und schneller ablaufen.
Entlang der Talebene, auf leichter Anhöhe und unterhalb der bewaldeten Hügelzüge, führte schon früh - wohl seit der mittelalterlichen Besiedelung - ein befahrbarer Weg von Sursee ins Aargauische. Die ländliche Gesellschaft wurde hier von der Landwirtschaft geprägt. Bis um 1900 stellte sie den wichtigsten Wirtschaftssektor dar. Trotz landwirtschaftlicher Innovationen wie dem Anbau der Kartoffel im 18. Jahrhundert, der Auflösung von Allmenden, dem Bepflanzen von Brachen oder der Sommerstallfütterung blieben die Menschen grösstenteils Selbstversorger. Sie lebten meist von einer Kombination aus Kleinlandwirtschaft und heimindustrieller Arbeit. Alle Familienmitglieder arbeiteten mit.
Dünger, technische Entwicklungen sowie die Mechanisierung steigerten die Produktivität und den Ertrag gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Dennoch führte das industrielle Wachstum dazu, dass die Bedeutung der Landwirtschaft auch in den ländlichen Regionen zurückging.
Angestossen durch die Korrektion der Sure, die 1956 abgeschlossen war, durchlebte die landwirtschaftliche Gesellschaft in Büron wohl ihre politischste Phase. Das neu gewonnene Kulturland in der Talebene bot die Chance einer Neuorganisation. Weil viele Landparzellen durch Teilung, Kauf und Verkauf immer kleiner geworden und zerstückelt waren, sollten die Güter arrondiert und möglichst fair zusammengelegt werden. 1957 fällte die Gemeinde Büron den entsprechenden Entscheid, 1968 war die Güterzusammenlegung umgesetzt.
Für das Dorf war es ein bewegtes Jahrzehnt. Noch heute erinnern sich Zeitzeugen lebhaft an die damaligen Diskussionen über die Umverteilung, einzelne Umzüge und Arrondierungen sowie die neuen «Aussiedlerhöfe».

1930er
|Drei Viertel der Vollzeitbeschäftigten arbeiten in der Landwirtschaft.||1960er||Durch die Güterzusammenlegung setzte auf den Höfen ein Landmaschinen-Boom ein effizienter werdende Geräte lösen Handarbeit ab.|
|1939||Maul- und Klauenseuche - rund dreissig Höfe waren betroffen.||1990er||Tierfreundlichere Scheunen werden gebaut, für Kühe und Rinder werden Laufställe und für Schweine Auslaufmöglichkeiten geschaffen.|
|1947||Ein Jahr grosser Trockenheit.|
|1948||Verheerende Maikäferplage.||2021||

4,9 Prozent der beschäftigte Einwohner /-innen arbeiten in der Landwirtschaft.
|1950||Rindertuberkulose wurde bekämpft.|
|1966||Erneut bricht Maul- und Klauenseuche aus.|
Chronik Gemeinde Büron.
Panoramafotografie, Fotograf Marco Bucher, Juli 2021.
Abb.1: Privatarchiv Häfliger Holzbau Büron, um 1949.
Abb.2: Archiv Gemeinde Büron.
Abb.3: Archiv Gemeinde Büron.
Abb.4: Archiv Gemeinde Büron.
Abb.5: Archiv Gemeinde Büron.
Abb.6: Archiv Gemeinde Büron.
Abb.7: Archiv Gemeinde Büron.
Abb.8: Privatarchiv Steiger Bernhard, 1950er-Jahre.