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Quellthälchen nach S., bildet 1 km ö. vom
Col de Pochet einen etwa 30 m hohen Fall, trennt dann die Alpweiden Colombire
und
Pépinet und durchzieht eine von Lichtungen durchbrochene Waldzone, aus der er oberhalb der
DörferRandogne und
Mollens
in etwa 1200 m
Höhe heraustritt.
Von hier wendet sich die Sinièse nach SO., durchfliesst die Gemeinde
Mollens, bildet auf eine kurze Strecke die Grenze zwischen den Gemeinden
Venthône und
Miège und zieht durch die Gemeinde
Veyras,
um ö. vom
WeilerGlarey auf Boden der Gemeinde
Siders überzutreten.
Sie biegt nun nach O. ab und vereinigt sich nach einem
bloss 1 km langem
Lauf in der
Ebene von rechts mit der
Raspille, die 200 m weiter unten von rechts in die
Rhone mündet.
Pfarrkirche. Buchdruckerei. Im zweiten Villmergerkrieg (1712) hatten
dieBerner nahe
Muri ihr
Lager aufgeschlagen und in das Dorf Sins ein aus Infanterie und Kavallerie bestehendes
Beobachtungskorps von 1000 Mann gelegt, das in der Nacht vom 19. auf den 20. Juli von 4000 Zugern, Schwyzern und Unterwaldnern
überrascht wurde.
Während sich die Mehrzahl der Truppe nach
Muri zurückzog, verteidigte der Rest unter
Oberst Monnier den Friedhof und die Kirche, um nach heftiger Gegenwehr getötet oder gefangen zu werden. Im Sonderbundskrieg
liess
OberstElgger 1847 die
Brücke von Sins sprengen, die dann vom Kanton Zug
wieder hergestellt worden ist. 1236: Sins;
1246: Sinz;
1261: Sindes;
1310: Sins. Das Wort ist vom althochdeutschen sind = Weg herzuleiten und bezog sich ursprünglich
auf einen über die
Reuss führenden
Steg.
Wurde im Schamserkrieg zusammen mit
Neu Sins zerstört und sollte nach
einer zwischen den Leuten des obern Bundes und demGrafen von
Werdenberg-Sargans getroffenen Uebereinkunft
nie wieder aufgebaut werden.
Wurde bis vor kurzem auch
Alt Zeusenberg genannt. 930: Sünnes;
auf einer Anhöhe 1 km sö.
Alt Sins. 4,9 km ssö.
der Station Rotenbrunnen und 2,5 km nö. der Station
Rodels-Realta der Albulabahn.
Bestand ursprünglich aus einem Rundturm, von dem heute nur noch die n. Hälfte erhalten ist, die den Namen
Canova trägt.
Im Jahr 1600 gehörte Neu Sins dem Andreas von
Salis, dessen Sohn sie 1634 austauschte. 1385: castrum
Novi Siins.
Das von den Freiherren von
Klingnau gestiftete Kloster ging infolge schlechter Verwaltung zurück und kam darum 1539 an das
Kloster
Wettingen, von welchem es 1610 an die Benediktinerabtei St. Blasien im badischen Schwarzwald überging, die hier 6-7
Mönche mit einem Propst unterhielt und eine Schule errichtete.
Letzter Propst von Sion war der gelehrte
Archäologe Berthold Rottler, der später zum Fürstabt von St. Blasien gewählt wurde und sich 1807, anlässlich der Aufhebung
der Abtei, mit seinen
Mönchen in das ihm vom Kaiser von Oesterreich zur Verfügung gestellte Kloster St. Paul in Kärnten
zurückzog. 1725 übertrug man dem Propst von Sion das Seelsorgeramt, die niedere Gerichtsbarkeit und
den Steuereinzug von
Tegerfelden,
Kirchdorf und
Endingen.
Die
Güter des 1807 aufgehobenen
Klosters wurden von der aargauischen
Regierung eingezogen.
Einziges schweizerisches Kloster des genannten Ordens.
Nach der Aufhebung wurde das Klostergebäude
einige Jahre lang von einem
Aarauer Geschäftshaus als Baumwollenfabrik benutzt.