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IM BELFASTER HEXENKESSEL DIE NERVEN BEHALTEN
Artikel - IM BELFASTER HEXENKESSEL DIE NERVEN BEHALTEN
Der HCD bezwingt die Belfast Giants nach einem zähen Kampf mit 6:3. 30 Minuten lang wehrten sich die Nordiren tapfer, ehe die Bündner das Spielgeschehen mehr und mehr unter Kontrolle brachten. Matej Stransky liess sich als Doppeltorschütze feiern.
Viele Experten sahen vor dem Start in dieser CHL-Gruppe H die Belfast Giants als grossen Aussenseiter. Die Ligen in Tschechien, Schweden und der Schweiz sind definitiv höher einzuschätzen als die Elite Ice Hockey League, wo die Nordiren tätig sind. Doch, dass die mit nordamerikanischen Spielern gespickte Equipe seine Haut teuer verkaufen würde, musste man annehmen.
Aufsässig, physisch stark und teilweise auch ein wenig «dreckig» schafften es die Giants tatsächlich, den HCD rund 30 Minuten in Bedrängnis zu bringen. Die Bündner ihrerseits liessen sich nach einem schnellen 2-Tore-Vorsprung vor allem in der ersten Hälfte des Mitteldrittels zu oft von den Giants provozieren, was in vielen kleinen Keilereien, Strafen und Toren endete.
Fora und Nygren hatten das Skore für die Bündner in der 7. und 16. Spielminute eröffnet, das Heimteam konterte mit ebenfalls zwei Treffern zwischen der 16. und 22. Minute. Zu diesem Zeitpunkt zeigten die Giants ihre stärkste Phase, gewannen oftmals die Bullys, viele Zweikämpfe und prüften Sandro Aeschlimann im HCD-Kasten mit einigen guten Abschlüssen. Als die Emotionen beim nordirischen Team und seinen lauten Anhängern nach dem zwischenzeitlichen 3:3 den Siedepunkt erreichte, übertrieben sie es aber mit ihren Aktionen, die schon zuvor oft nur noch am Rande der Legalität waren. Davos nützte die ausgesprochenen Strafen gegen Belfast mit zwei weiteren Powerplay-Treffern und liess den Lautstärke-Pegel in der SSE-Arena wieder sinken. Stransky, der auch schon im Powerplay für das 3:2 verantwortlich war, und Nussbaumer bestraften die Nordiren für ihre übertrieben harte Spielweise.
Im letzten Abschnitt liess der HCD kaum mehr was anbrennen, liess nur noch wenig Emotionen aufkommen und hatte das Spiel und den Gegner (auch in doppelter Unterzahl) mehr oder weniger jederzeit im Griff. Und als Bristedt rund fünf Minuten vor Schluss den sechsten HCD-Treffer erzielte, war der zweite Dreier in der diesjährigen CHL-Kampagne in trockenen Tüchern.
Am Montagmittag reist die Mannschaft zurück nach Davos. Denselben Weg machen die Giants am Freitag, dann sind sie zu Gast im Eisstadion in Davos. Und am Sonntag spielt der HCD das vierte CHL-Spiel gegen Skelleftea. Die Schweden gewannen nach der Niederlage gegen den HCD nach Verlängerung in Trinec.
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Belfast Giants - HC Davos 3:6 (1:3, 2:3, 0:1)
The SSE Arena, Belfast
HCD: Aeschlimann (Senn); Jung, Nygren, Dahlbeck, Fora, Barandun, D. Egli, Paschoud, Nordström, Corvi, Ambühl, Bristedt, Nussbaumer, Stransky, Knak, C. Egli, Schmutz, Simic, Prassl, Wieser, Canova.
Bemerkungen: Davos ohne Croce (überzählig), Rasmussen, Frehner und Wellinger (alle leicht angeschlagen).
Text: HCD-Onlineredaktion Bild: Darren Kidd