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Felix Finkbeiner (1997) entwarf als Neunjähriger während eines Schulreferats zum Thema "Klimakrise" seine Vision: Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Inspiriert von der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai († 2011), die zusammen mit vielen anderen Frauen über 30 Millionen Bäume in 30 Jahren in Afrika gepflanzt hat, ruft er alle Kinder der Welt auf mitzupflanzen. Kinder aus über 100 Ländern folgen dem Aufruf und gründen zusammen die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet.
Mit nur 13 Jahren hielt Felix eine Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. Darin appelliert er an die Welt, gemeinsam 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Diese Zahl würde ein Viertel der menschengemachten CO2-Emissionen binden und so der Menschheit Zeit verschaffen im Kampf gegen die Klimakrise.
Um ihre Zukunft zu retten, fordern Felix und die Kinder und Jugendlichen von Plant-for-the-Planet das Ende der fossilen Energiegewinnung sowie eine Senkung des weltweiten CO2-Ausstoßes. Wo dies nicht möglich ist, setzen sie sich für eine gerechte weltweite Verteilung der CO2-Emmisionen ein (Klimagerechtigkeit).
Schon 55.000 Kinder aus 53 Ländern haben sich von anderen Kindern zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausbilden lassen. Die UNEP, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, hat ihnen die Verantwortung für den Weltbaumzähler übertragen. Seither melden Regierungen, Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen den Kindern, wie viele Bäume sie gepflanzt haben. Gemeinsam schon 14,2 Milliarden Bäume.