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Josef Oser
Inhaltsverzeichnis
Lebensdaten
Profess: 30. April 1837
Priesterweihe: 29. Juni 1837
Lehrer an der Stiftsschule: 1838–1857
Beziehungsnetz
Verwandtschaft
Sohn des Jakob Oser und der M. Ursula Stoecklin.
Paten: Johann Borer und Elisabeth Voegtlin.
Lebensbeschreibung[1]
P. Josef wurde in Hofstetten (Solothurn) am 29. März 1808 geboren und auf den Namen Georg getauft. Seine Eltern waren Jakob Oser und M. Ursula Stoecklin. Taufpaten waren Johann Borer und Elisabeth Voegtlin.[2] Gefirmt wurde er am 7. September 1821 von Bischof August de Croy von Strassburg in Haggenthal.[3]
Das Gymnasium absolvierte Georg in Mariastein, die Philosophie in Solothurn, die Theologie in Tübingen. Er wollte in das Kloster Rheinau eintreten, wartete aber drei Jahre vergeblich auf die Zusage, denn die Aufnahme von Novizen war bereits verboten. Er erhielt aber von P. Pius Barmettler von Rheinau am 22. September 1835 ein sehr gutes Zeugnis, "dass er inzwischen fleissig die Theologie repetiert habe und aller Empfehlung würdig sei". P. Pius hat ihn dann auf Engelberg hingewiesen, da er mit einigen Engelberger Patres befreundet war. Bis Ende 1833 war Georg noch im Priesterseminar in Solothurn und erhielt auch dort die besten Zeugnisse über seinen Lebenswandel, Fleiss und Sittsamkeit, wie Bischof Josef Anton Salzmann am 28. Dezember 1833 bestätigte.
Am 30. April 1837 legte er in Engelberg Profess ab und bekam seinen Klosternamen Josef. Die Weihen erhielt er alle vom Nuntius Philipp de Angelis vom 24. bis 29. Juli 1837 in Schwyz, wo der Nuntius damals residierte. 1850 am 14. Juni bekam er von Bischof Caspar von Carl die Zulassung zur Seelsorge in der Diözese Chur. Von 1838 bis 1857 war er Lehrer und Gesangslehrer an der Klosterschule. Er war ein guter Basssänger, Violinist und Klarinettbläser. P. Adalbert Vogel schrieb über ihn: "Körperlich war er von schwerer beleibter Figur. Er war von solchem Umfang, dass sein Cingulum zwei normale Männer umfassen konnte. Dabei hatte er ein etwas reizbares Gemüt, das zuweilen sehr hitzig werden konnte." Er starb 1857 mit 49 Jahren. Dazu schrieb Abt Plazidus Tanner am 19. Juni 1857 an P. Ignaz Odermatt, der damals in Freiburg i. Br. auf Durchreise war: "Heute Morgen 8 Uhr ist P. Josef an einem Blutsturz verschieden, nachdem er nur 2–3 Tage krank im Bett gelegen war. Er litt an innerm Brand der den Blutsturz herbeiführte." P. Josef war mit P. Ignaz vier Jahre zuvor in Bad Pfäfers gewesen.[4] Zum Tod von P. Josef schrieb auch P. Joachim Brunner an P. Ignaz: "Morgens halb acht Uhr starb P. Josef nach heftigen Grimmen an einem Blutsturz. P. Joachim kam eben aus dem Beichtstuhl und wurde von Br. Jakob gerufen, sodass er ihm noch die Absolution geben konnte, während der Pfarrer (P. Konrad Fruonz) ihm die letzte Ölung spenden konnte. Die Bestattung war am 21. Juni."[5]
Professnummer
- Nr. 614
Einzelnachweise
- Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Manuskript von Br. Meinrad Haberl (StiArEbg Professbucheinträge, mit Vorarbeiten von P. Gall Heer) übernommen.
- Der Schein ist ausgestellt von P. Gregor Frauch aus Mariastein, p.t. par. in Hofstetten et Metzerlen.
- "Testes et patrino R. P. Hieronymo Ziegler ex Petra mariana (Marienstein), modo parochus in Büsserach, 1821, 7. September." Auch der Heimatschein liegt vor vom 25. Oktober 1831, nach diesem war sein Vater damals schon gestorben.
- StiArEbg Korrespondenz Plazidus Tanner.
- StiArEbg Briefe von P. J. Brunner, dazu auch P. A. Vogel, Catalogus biogr., S. 247.
Bibliographie
- Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 145, Nr. 614.
- StiArEbg Professbucheintrag nach dem Manuskript von Br. Meinrad Haberl (mit Vorarbeiten von P. Gall Heer).