Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03634.jsonl.gz/3332

| Apologeten, Frühchristliche - An Autolykus (Ad Autolycum)

Drittes Buch: Wertlosigkeit der heidnischen Schriftsteller und ihrer Lehren; Heiligkeit und hohes Alter der christlichen.
26. Also großer Unterschied zwischen der Geschichte und Lehre der Christen und der der griechischen Schriftsteller.
[S. 100] Aus dieser Auseinandersetzung kann man ersehen, wie unsere hl. Schriften sich als älter und wahrer erweisen als die der Griechen und Ägyptier oder irgend beliebiger anderer Geschichtsschreiber. Die meisten von ihnen, seien es Herodot und Thukydides oder auch Xenophon oder die andern Geschichtsschreiber überhaupt, fingen ihren Bericht in der Regel mit der Regierung des Cyrus und Darius an, da sie nicht imstande sind, über die alte und frühere Zeit Genaues zu berichten. Was sagen sie denn Besonderes, wenn sie uns erzählen von, den ausländischen Königen Darius und Cyrus, oder von den Griechen, von Zopyrus und Hippias, oder von den Kriegen der Athener und Lacedämonier, oder von den Taten des Xerxes, oder des Pausanias, der nahe daran war, im Tempel der Athene zu verhungern, oder die Geschichte des Themistokles, oder den peloponnesischen Krieg, oder von Alcibiades und Thrasybul? Denn ich habe nicht vor, Langes und Breites zu reden, sondern ich will die Anzahl der Jahre von der Erschaffung der Welt an darlegen und das törichte vergebliche Bemühen der Geschichtsschreiber brandmarken; denn es sind nicht 200 000 Jahre, wie Plato sagt, der dazu noch behauptet, daß diese vielen Jahre von der Sintflut an bis auf seine Zeit verflossen seien, noch auch 153075 Jahre, wie der Ägypter Apollonius meint, wie oben bemerkt worden; noch ist die Welt ungeworden, noch herrscht der Zufall im All, wie Pythagoras und die übrigen gefaselt haben, sondern die Welt ist geworden und wird mit weiser Fürsorge geleitet von Gott, der alles erschaffen hat; und der ganze Verlauf der Zeit und der Jahre läßt sich denen, die der Wahrheit Gehör schenken wollen, darlegen. Damit es also nicht etwa den Anschein habe, als ob wir die Chronologie bis Cyrus dargelegt, aber dies für die späteren Zeiten unterließen, weil wir es nicht mehr zu tun imstande seien, so werde ich mit Gottes Hilfe auch die Reihenfolge der folgenden Zeiten nach Möglichkeit darzulegen versuchen.