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Der Pianist Dimitri Vassilakis, der 1967 in Athen geboren wurde, begann als Siebenjähriger mit dem Klavierspiel, das er später professionell bei Gérard Frémy, Monique Deschaussées und György Sebok am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique studierte. Darüber hinaus nahm er an Meisterkursen von Vitaly Margulis, Alicia de Larrocha, Christian Zacharias, Maria Tipo und Leon Flei-sher teil. Seine Ausbildung schloss er mit Ersten Preisen in den Fächern Klavier, Kammermusik und Begleitung ab. 1992 wurde Vassilakis als Klaviersolist fest in das Ensemble intercontemporain verpflichtet: Im Rahmen dieses Engagements konnte er mit Komponisten wie Iannis Xenakis, Luciano Berio, Karlheinz Stockhausen und György Kurtág zusammenarbeiten. Doch sein Repertoire umfasst gleichermassen Werke von Johann Sebastian Bach, dessen Goldberg-Variationen und Wohltemperiertes Klavier er auf CD eingespielt hat. Als Solist ist Dimitri Vassilakis regelmässiger Gast bei bedeutenden Festivals, ob in Salzburg oder Edinburgh, beim Maggio Musicale in Florenz oder beim Warschauer Herbst, beim Ottawa Chamber Music Festival oder bei den London Proms. Unter Leitung von Simon Rattle trat er in der Berliner Philharmonie auf; ausserdem gastierte er in der New Yorker Carnegie Hall, der Londoner Royal Festival Hall, im Amsterdamer Concertgebouw und am Teatro Colón in Buenos Aires. Insbesondere für das Schaffen von Pierre Boulez setzt sich Vassilakis engagiert ein: Er hat eine Gesamteinspielung von Boulez’ Klavierwerk vorgelegt und 1995 das Stück Incises zur Uraufführung gebracht. Für seine Aufnahme von Martin Matalons Le Scorpion mit den Percussions de Strasbourg erhielt er 2004 den «Grand Prix du Disque».
Mit dem Ensemble intercontemporain ist Dimitri Vassilakis seit dem Jahr 2000 beim Luzerner Sommer-Festival zu Gast.
August 2014