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Das Genfer Team mit Valentin Tanner, Peter De Cruz, Claudio Pätz und Benoît Schwarz, vor einem Jahr im dänischen Esbjerg im EM-Final von Norwegen besiegt, bekam es zum EM-Auftakt mit zwei Gegnern zu tun, die nicht zu den Medaillenanwärtern gehören.
Österreichs Männercurling war seit 2002 nie mehr im A-Turnier der Europameisterschaften vertreten. Das von Sebastian Wunderer angeführte Quartett aus Kitzbühel wehrte sich gegen die hoch favorisierten Schweizer jedoch bravourös. Fast die ganze erste Hälfte gestalteten sie die Partie ausgeglichen, bis sich die Schweizer mit einem gestohlenen Stein im 5. End erstmals einen kleinen Vorteil erarbeiteten.
Die Vorentscheidung fiel mit einem Zweierhaus zum 5:3 im 7. End. Von dort weg gaben die Genfer die Kontrolle nicht mehr aus der Hand. Benoît Schwarz brauchte den letzten Stein im 10. End, der zum 7:4 geführt hätte, nicht mehr zu spielen.
Im Abendspiel gegen die Russen machten sich die Schweizer das Leben bedeutend weniger schwer. Ab dem 3. End bauten sie ihren durch einen gestohlenen Stein zum 2:0 erarbeiteten Vorsprung kontinuierlich aus. Mit Ausnahme der Nummer 1 Valentin Tanner steigerten die Schweizer ihre Quoten an geglückten Versuchen im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Österreich. So liessen sie den Russen, die während des 10. Ends aufgeben mussten, keine Chance.
Russlands Männercurling sucht seit Jahren den Anschluss an die Weltspitze, in der Russlands Frauen längst vertreten sind. Die bis anhin beste EM-Platzierung eines russischen Männerteams ist der 5. Platz von 2012.
(SDA)