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Nazca, die Linien und Pisten/Trapeze
|Entgegen der landläufigen Meinung sind
nicht die überall gezeigten Tierdarstellungen
von Nazca das dominante in dieser Hochebene sondern die Linien! Auf
Satellitenaufnahmen ist das sehr gut zu sehen. Die ganze Hochebene ist
von einem System von Linien durchzogen die sich über viele Kilometer
hin ziehen. Die längste gemessene Linie verläuft über 23 Kilometer
Länge, durch Ebenen, Senken, Täler und Erhebungen, absolut gerade.

Von rund 2700 Linien weisen nur gerade mal ein paar (Stand 1998; etwa acht Linien) einen Astronomischen Bezug auf.
Das zweite auffallende Merkmal dieser Region sind die gewaltigen, trapezförmigen "Pisten" die überall im Gelände zu finden sind.

Aufnahme; Google Earth

Diese Pisten können bis zu 3 Kilometer lang und am
breiteren Ende bis zu 62 Meter breit sein! Viele sind in der
eigentlichen Hochebene zu finden, manche aber auch in den benachbarten
Hügel und Bergen.

Die grosse Frage ist hier natürlich, warum wurde dieses grosse System von Linien und Pisten überhaupt erstellt worden, in so einer trockenen Region (siehe dazu auch Fragezeichen der Archäologie, Nazca)?

Mann muss aber unterscheiden zwischen den "alten, wirklichen" Linien und den Pisten und Fahrspuren neuerer Zeit. Heute ist die ganze Ebene nur noch mit Sondergenehmigung zu betreten, es gibt aber genügend Fahrspuren früherer Fahrzeuge die auch heute noch sichtbar sind (die sind aber leicht zu erkennen).
Aus grosser Höhe ist das Liniensystem sehr gut zu erkennen (hier aus geschätzt 2500 Meter über Grund). Im unteren Bild ist einer der wenigen "Sammel- oder Ursprungspunkte" zu sehen wo diverse Linien zusammenlaufen oder ihren Ursprung haben...
Man sieht auch, dass die "Ebene" längst nicht so eben ist wie es der Begriff "Hochebene" einem vermuten lässt.
Und zwischen den Linien die "Trapez- Pisten", die in eineigen Fällen auch Beginn oder Ende einer Linie sein können,
Das Fotografieren aus dem Flugzeug, durch die Scheiben ist nicht gerade einfach. Auch sind die Lichtverhältnisse sehr stark vom Sonnenstand abhängig. Der Dunst in der Luft erschwert es zusätzlich. Unten ist einmal eine Aufnahme zusehen wie es aus grosser Höhe wirklich erscheint, rechts davon die gleiche, aber massiv kontrastverstärkt mit erhöhter Farbsättigung. Ich habe aber verzichtet, das auch bei den übrigen Aufnahmen zu machen, sondern belasse die Bilder bewusst im realen Erscheinungsbild...
Viele der Pisten liegen nicht in der Hochebene selbst, sondern sind in den benachbarten Bergen und Hügeln zu finden.
Das ist aber nur möglich, weil die Erbauer dazu die Spitzten der Hügelzüge zuerst planiert haben um darauf genügend Fläche für die "Pisten" zu erhalten.
Manche der Pisten laufen kreuz und quer durcheinander...
Hier ist eine die schon deutliche Erosionsspuren
aufweisst...
Wie alt ist diese Piste wohl, damit sie in dieser Region heute solche Erosionen zeigen kann? Es ist ja eigentlich ein trockenes Klima das hier vorherrscht, ohne grosse Niederschläge..
Hier ist eine bekannte Piste, die sehr schön zeigt, wie es die Erbauer verstanden, grosse Strukturen ohne Verzerrung auf den Boden zu projizieren.
Drei schmalre Linien/Pisten stechen vom Ende des grossen Trapezes in verschiedene Richtungen. Gleichzeitig ist dieses Ende über einen Hügel verlaufend erstellt worden...
Auch das findet man überall, Pisten und Trapeze die anscheinend in einem System zueinander errichtet wurden.
Diese über 3 Kilometer Lange Piste wird von den örtlichen Piloten "Airport" genannt...
Aber auch solche geometrische Strukturen wie hier unten zu sehen sind zu finden in Nazca. Es handelt sich um einen grossen Kreis mit einer art Kreutz in der Mitte, und zwei "Satelliten- Kreisen" die ihn flankieren. Je nach Blickwinkel und Sonnenstand sind die einzelnen Kreise besser oder auch schlechter zu erkennen. In der Unteren Aufnahme ist der rechte Kreis, gerade noch erkennbar.
Die mittlere Hauptstruktur
Einer der "Satelliten- Kreise"
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|Letzte Aktualisierung: 25. November 2016|
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