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Die französische Justiz hat einen am Europäischen Kernforschungszentrum (CERN) arbeitenden Physiker wegen Terrorverdachts festgenommen. Er habe möglicherweise Verbindungen zu einer Terrororganisation in Algerien.Dieser Inhalt wurde am 09. Oktober 2009 - 18:35 publiziert
Der Physiker, Mitarbeiter einer Fremdfirma, sei am Donnerstag zusammen mit seinem Bruder von der französischen Polizei verhaftet worden. Der Algerier habe Kontakt zu Menschen gehabt, die dem nordafrikanischen Flügel der Extremistenorganisation Al-Kaida (AQIM) nahestünden, sagte ein Mitarbeiter der französischen Justizbehörden am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.
Derzeit gebe es aber noch keine Hinweise auf ausgearbeitete Anschlagspläne. Die Zeitung "Le Figaro" hatte zuvor berichtet, der Mann habe dem Al-Kaida-Zweig mehrere Angriffsziele in Frankreich vorgeschlagen.
Es handle sich um einen Physiker, der seit 2003 bei verschiedenen Analyse-Projekten mitgearbeitet habe, teilte das CERN auf seiner Internetseite mit. Der Physiker sei aber kein Angestellter und stehe bei einem externen Institut unter Vertrag.
Er habe keinerlei Kontakt mit Material gehabt, das für terroristische Anschläge genutzt werden könnte, versicherte CERN, das bei Genf den grössten Teilchenbeschleuniger der Welt betreibt.
Die Forscher erhoffen sich von der Anlage in einem 27 Kilometer langen Tunnel Antworten auf grundlegende Fragen nach Entstehung und Aufbau des Universums.
swissinfo.ch und Agenturen
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