Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/146906

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Grundlagen für Ausnahmebewilligungen zur Einzeltierhaltung von Lamas als Herdenschutzmassnahme gegen den Luchs zu schaffen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Schweiz werden seit Ende der Neunzigerjahre in einzelnen Kantonen Lamas zum Schutz von Kleinvieh eingesetzt. Lamas können einen gewissen Schutz vor mittelgrossen Raubtieren wie Füchsen und streunenden Hunden bieten, jedoch nicht vor Grossraubtieren wie Wölfen oder Bären und nur selten vor Luchsen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen zudem, dass Lamas nur dann ihre Wächterfunktion optimal wahrnehmen, wenn sie einzeln gehalten werden. Diese Einzelhaltung steht jedoch im Widerspruch zur Tierschutzverordnung (Art. 57 Abs. 1 TSchV; SR 455.1).</p><p>Im Rahmen der Förderung des Herdenschutzes nach Artikel 10ter der 2013 revidierten Jagdverordnung (JSV; SR 922.01) wird die Haltung von Lamas nicht unterstützt. Insbesondere wegen der fehlenden Wirksamkeit von Lamas bei der Abwehr von Grossraubtieren möchte der Bundesrat an dieser gerade erst etablierten Praxis festhalten. Diese Ausführungen gelten im Übrigen auch für Esel.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.