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Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist für Diabetiker massiv höher als in der Allgemeinbevölkerung. Neue Daten weisen darauf hin, dass Dulaglutid bei einer Behandlung über einen längeren Zeitraum das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall bei Diabetespatienten reduziert. Dies zeigt eine 2020 veröffentlichte post-hoc Analyse der REWIND-Studie.
Suizidalität steht meistens im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen, vor allem mit Depressionen. Oftmals «verbirgt» sich Suizidalität hinter somatischen und anderen medizinischen Beschwerden. Ärzte in der medizinischen Grundversorgung nehmen häufig eine Schlüsselposition ein, um suizidale Gefährdung frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen zu treffen.
Insbesondere beim fortgeschrittenen Parkinson gewinnen nicht-medikamentöse Therapien an Bedeutung. Es besteht die Hoffnung, dass körperliche Aktivität den Krankheitsverlauf bei Parkinson positiv beeinflusst. Ein besonderes Therapieproblem beim Parkinson sind die axialen Symptome wie z.B. Kamptokormie oder FOG. Innovative Technologien und der Einsatz virtueller Realität werden bei der Neurorehabilitation von Parkinson voraussichtlich vermehrt eingesetzt werden.
Synovialzysten kommen vorrangig in den Gelenken der Extremitäten vor, in der Häufigkeit im Bereich des Spinalkanals wesentlich seltener. Die in-traspinalen Synovialzysten können wie andere intraspinale Raumforderungen eine radikuläre Symptomatik verursachen, die ein- oder bei grossen Zysten auch beidseitig möglich ist. Das Hauptmanifestationsalter liegt in der 6. und 7. Lebensdekade.
Die Schlafstörung ist eines der kardinalen diagnostischen Kriterien für unterschwellige Angst und generalisierte Angststörungen. Schätzungen zufolge leiden mehr als zwei Drittel aller Patienten mit einer generalisierten Angststörung unter Schlaflosigkeit. Doch ein unruhiger oder unbefriedigender Schlaf hat nicht nur deutliche Auswirkungen auf die Haupterkrankung, sondern auch auf die Lebensqualität. Eine effektive Therapie der Komorbidität hat daher oberste Priorität.
In Anbetracht der zunehmenden Vielfalt an Behandlungsmöglichkeiten rückt die Frage nach Kriterien für eine spezifisch auf die Patientencharakteristika abgestimmte Psoriasistherapie in den Fokus. Ein belgisches Expertenpanel hat Empfehlungen für systemische Psoriasis-Therapie bezüglich Komorbiditäten und Psoriasis-Subtypen herausgegeben. Diese wurden im diesjährigen Journal der EADV veröffentlicht.
Durch die aktuell auf dem Markt verfügbaren hochwirksamen Virostatika sind die Heilungschancen sehr hoch. Unbehandelt kann eine Hepatitis-C-Infektion jedoch folgenschwer verlaufen. Das von Hepatitis Schweiz lancierte Projekt HepCare bietet Hausärzten Unterstützung zur Durchführung der neuen direkt antiviralen Therapien und sensibilisiert für die hohe Rate undiagnostizierter Fälle.
Da das Ovarialkarzinom im Allgemeinen keine spezifische Symptomatik zeigt, wird es häufig erst in späten Stadien diagnostiziert. Entsprechend hoch ist das Mortalitätsrisiko. Um betroffenen Frauen eine optimale Therapie zu ermöglichen, sollte leitliniengerecht behandelt werden. Tatsächlich erhöht ein solches Vorgehen die Überlebenswahrscheinlichkeit signifikant. Die S3-Leitlinie wurde nun aktualisiert.
In den letzten Monaten wurde der Fokus vermehrt auf die Prophylaxe der Migräne gelegt. Einige vielversprechende neue Therapiemöglichkeiten wurden vorgestellt und zeigen auch erste positive Resultate. Doch diese Behandlungsstrategien sind nicht für jeden Patienten geeignet. Wie sieht daher die aktuelle Therapie einer akuten Migräne aus? Haben die Triptane ausgedient?
Wussten Sie, dass Migräne und chronische Kopfschmerzerkrankungen weltweit die häufigsten Ursachen für Krankheitsbehinderung bei unter 50-Jährigen sind?
Seit vergangenem Jahr gilt mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin die gesamte Schweiz als FSME-Risikogebiet. Im Schweizerischen Impfplan 2020 wird allen sich in den entsprechenden Regionen aufhaltenden Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren eine Impfung empfohlen. Zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf mit bleibenden Schäden oder tödlichen Folgen zählt die Altersgruppe der über 60-Jährigen.
In der Krebstherapie werden neue Wege beschritten. Die Präzisionsonkologie eröffnet die Möglichkeit, die Behandlung nicht mehr auf die Lokalisation des Tumors, sondern auf dessen gewebeübergreifenden molekulargenetischen Eigenschaften abzustimmen. Larotrectinib erhält die erste tumorunabhängige Zulassung.
Die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 hat in den letzten Jahren mit Zulassung neuer Wirkstoffklassen eine Wandlung vollzogen. Im Mittelpunkt steht nicht mehr die reine glykämische Kontrolle, sondern ein ganzheitliches Therapiemanagement. Dieses schliesst vor allem auch die Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren ein. Die aktualisierten Behandlungsempfehlungen berücksichtigen dahingehend aktuelle Entwicklungen und Studiendaten.
Ein Mann stellt sich mit Keuchen und Atemnot in der Lungenklinik vor. Er hat seit seiner Kindheit Asthma, das bislang medikamentös kontrolliert wurde. Der Patient berichtet von täglichen Symptomen und regelmässigem nächtlichem Aufwachen aufgrund von Atemnot, die vorübergehend durch Bronchodilatatoren gelindert wird. Doch hinter dem Asthma versteckten sich zwei andere Krankheitsbilder.
Topische Pharmakotherapien bieten den einzigartigen Vorteil, dass die Produkte direkt auf die erkrankte Haut aufgetragen werden, was zu einem lokalen, ausgeprägt direkten Kontakt von Produkt und betroffener Haut führt. Die Wahl des Vehikels richtet sich nach der Art der Dermatose: Grösse, Lokalisation und Hautzustand. Vehikelpolarität (hydrophile Vehikel auf hydrophile (feuchte) Haut, lipophile Vehikel auf trockene Haut) und Vehikelviskosität (niedrig-visköse Vehikel auf grosse und hoch visköse Vehikel auf kleine Hautareale) führen zu einem optimalen Kontakt zwischen Vehikel und betroffener Haut und ermöglichen eine unkomplizierte Applikation und Verteilung des Produktes.
Sonnenschutz v.a. in jungen Jahren stellt bei chronischer UV-Exposition die wichtigste Primärpräventionsmassnahme gegen AK dar. AK sind ein Marker für einen chronischen Sonnenschaden und eine Kanzerisierung der Haut. Die frühzeitige Behandlung von AK ist indiziert. Es steht eine Vielzahl an AK-Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Aufklärung und ein individuelles Behandlungskonzept sind grundlegendende Prinzipien in der AK-Therapie.
Ein Grossteil der Parkinson-Patienten leidet an der sporadischen Form der Erkrankung, bei der keine Genmutationen detektiert werden können. Um Anhand von Zelllinien- und Tiermodellen Medikamente zu entwickeln, wurde bisher allerdings der deutlich seltener auftretende erbliche Parkinson untersucht. Bisher. Jetzt gibt es erste vielversprechende Erkenntnisse auch zur sporadischen Erkrankungsform.
Patienten mit metastasiertem oder lokal fortgeschrittenem kutanen Plattenepithelkarzinom, die nicht für eine kurative Operation oder kurative Bestrahlung in Betracht kommen, können nun erstmals auch mit einer Immuntherapie behandelt werden. Der PD-1-Inhibitor Cemiplimab wurde als erste evidenzbasierte Systemtherapie zugelassen.
Die Patienten-Anforderungen an die Arbeit von Arztpraxen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Inzwischen sind Serviceleistungen nach der medizinischen Versorgung und der Organisation der drittwichtigste Indikator zu Bewertung der Leistungsqualität von Praxisbetrieben.
Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojektes «Skintegrity» ist es gelungen, eine neue Methode zu entwickeln, mit welcher sich die biomechanischen Eigenschaften von heilendem Gewebe in vivo messen lassen. Neben der Rolle von Activin A für Wundheilungsprozesse wurden auch neue Erkenntnisse gewonnen zur Bedeutung dieses Signalmoleküls für die Entstehung von Hauttumoren.