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Glen Moroney, der Gründer und aktuelle Chairman von Scenic Luxury Cruises & Tours, liebt Herausforderungen. Zum Beispiel den erfolgreichen Turnaround eines Hotels im abgelegenen Warrnambool, ganz im Süden Australiens. Oder den Aufbau eines global erfolgreichen Reiseunternehmens. Oder die Herausforderung, das bestmögliche Schiff für seine Kunden zu bauen.
Diese Herausforderung begann 2006. Zu jenem Zeitpunkt hatte Moroney bereits während zwei Jahren Flusskreuzfahrtschiffe in Europa an Reisegruppen von Scenic Tours verkauft: Zwar waren die Plätze auf diesen Schiffen jeweils innert Wochen ausverkauft, doch Moroney war mit den Schiffen nicht restlos zufrieden. Er entschloss, dass es an der Zeit war, eigene Schiffe zu haben, welche die Kundenorientierung von Scenic richtig darstellen sollten.
Am 5. Januar 2007 landete er in Europa, voller Tatendrang und Ideen und Schiffsplänen, und dachte, er würde von Schiffsbauern mit offenen Armen empfangen werden. Doch die Werften hatten bereits volle Auftragsbücher, und selbst als einmal ein Slot frei war, fehlten wichtige Komponenten wie Antriebselemente oder Motoren, welche ebenfalls kaum noch zu bekommen waren. Manchmal wurde er aber auch freundlich zur Tür gewiesen: Seine Design-Ideen waren vielen Werften zu viel. Diese setzten lieber auf 08/15-Design.
«Space Ships» setzen neue Standards in der Flusskreuzfahrt
Doch Moroney schaffte es dennoch, eine Werft zu finden, welche seinen Traum umzusetzen bereit war: Den Breejen Shipyards in Holland. Bereits 2008 war die «Scenic Emerald» fertig. Sie war das erste so genannte «Space Ship» - ein «Raum-Schiff» im wörtlichen Sinne. Darin sollten die Kunden möglichst viel Platz haben. Scenic setzte von Beginn weg voll auf 135 Meter lange Schiffe, welche 22 Prozent mehr Platz boten als die bis dahin üblichen 110 Meter langen Schiffe. Um den luxuriösen Standard aufrecht zu erhalten, wurde aber die Gästekapazität nur um 10 Prozent erhöht. Mit dem Resultat, dass Scenic auf einen Schlag die grössten Kabinen auf Flüssen boten, mit durchschnittlich 19 Quadratmetern Grösse, gegenüber den bis dahin üblichen 15 Quadratmetern.
Darüber hinaus wurden Umweltschutzbedenken von Beginn weg berücksichtigt. Die «Scenic Emerald» sollte der Branche als Beispiel dafür dienen, dass man Luxusschiffe bauen und Top-Service bieten kann, und dabei trotzdem einen vergleichsweise kleinen ökologischen Fussabdruck hinterlassen kann. So gab es im Space Ship ein Abwasser-Aufbereitungssystem, welches die Abwasserentsorgung für die Umwelt unschädlich machte. Dazu wurde für den Antrieb auf emissionsarme Caterpillar-Motoren gesetzt, welche nicht nur die Luftverschmutzung drastisch reduzierten, sondern erst noch effizienter waren als herkömmliche Motoren. Die «Scenic Emerald» erregte so viel Aufsehen, dass Moroney in den folgenden drei Jahren gleich vier weitere solche Space Ships bauen liess.
Noch grössere Kabinen!
2012 war dann der Zeitpunkt gekommen, um das Konzept der Space Ships zu modernisieren und auf die nächsthöhere Ebene zu befördern. Kabinen und Suiten waren fortan 25 Prozent grösser als die Norm, und satte 85 Prozent davon hatten Zugang zu Allwetter-tauglichen «Sun Lounge»-Balkons. Dazu gab es drei weitere Mahlzeitenoptionen, neu also sechs, sowie ein nochmals leiseres und umweltfreundlicheres Antriebssystem. Damit es kein Qualitätsgefälle gab zwischen neuen und alten Schiffen, wurden die bisherigen Space Ships im Winter mit dem neuen Design und Interieur ausgestattet.
2015 kam dann die dritte Generation der Space Ships, mit der «Scenic Jasper» und der «Scenic Opal». Diese boten die grössten Kabinen der ganzen Flotte, Stapeltüren zu den Balkonen, um möglichst grossen Zugang zu diesen zu bieten, sowie einen neuen «Vitality Pool». Ab 2016 wurden die neuen Luxusschiffe dann mit noch grösseren Kabinen und einem Design ausgestattet, welches speziell auf die befahrenen Flüsse zugeschnitten war: in Portugal auf dem Douro («Scenic Azure», für 96 Passagiere), in Vietnam und Kambodsha auf dem Mekong («Scenic Spirit» für 68 Gäste), und in Myanmar auf dem Irrawaddy («Scenic Aura» für 44 Passagiere). 2017 schliesslich wurden die «Scenic Diamond» und die «Scenic Sapphire» überholt, um «Culinaire» einrichten zu können: Eine Art Kochschule an Bord, für bis zu zehn Personen. Die Gesamtkapazität wurde auf 155 Passagiere reduziert, weil auch das Wellness-Zentrum vergrössert sowie ein Vitality Pool und zwei neue, 47 Quadratmeter grosse Royal Suites eingerichtet wurden.
Wichtige Infos im Überblick
Kabinen
- Suiten und Kabinen zwischen 15 und 80 Quadratmetern, je nach Schiff
- Sun Lounges lassen sich per Knopfdruck von einem Balkon in einen Wintergarten verwandeln
- Persönlicher Butlerservice
- Inkludiertes Wifi
- 27-Zoll Apple TV Monitore und Minimac Computer in jedem Zimmer
- Ägyptische Leinen
- Grosse Walk-in-Duschen
- Alle Körperpflegeprodukte von L’Occitane
- Täglich aufgefüllte Glasfront-Minibar
Öffentliche Bereiche
- Panorama Lounge and Bar: In dieser Erholungszone findet auch das Abendentertainment statt und hier erklärt der Cruise Director die Aktivitäten des Folgetages.
- Sun Deck: Die meisten Schiffe haben hier auch ein Vitality Pool. Die in Südasien eingesetzten Schiffe haben grössere Swimmingpools.
- The Panorama Deck is protected from the elements at the bow of the ship, and has comfortable chairs and tables for viewing the upcoming scenery, enjoy a meal and beverages, play games, read or just nap.
- Fitness Centre & Wellness Area. Auf der «Scenic Diamond» und der «Scenic Sapphire», in Frankreich, gibt es auch Salz-Lounges.
- Reception: Hier erhält man alle notwendigen Informationen. Daneben gibt es auch einen kleinen Souvenirshop.
Die sechs Mahlzeiten-Optionen
- «Panorama Crystal Dining» ist der Haupt-Essenraum, wo am Morgen und Mittag ein Buffet (à la carte ist auch möglich) angerichtet und Abends ein Full-Service-Dinner geboten wird
- «Portobellos» (Italienisch) oder «L’Amour» (Französisch) liegt vorne im Schiff und hat lediglich für 25 Passagiere Platz. Hier wird ein Fünfgangmenü vor den Gästen zubereitet und mit den besten Weinen serviert.
- «Table La Rive» ist der Tisch des Executive Chef, mit Platz für zehn Personen und nur für Gäste auf dem Diamond Deck oder in den Junior Balcony Suites auf dem Sapphire Deck. Hier warden sechsgängige Degustations-Menüs serviert.
- «River Café» ist von 06.00-18.00 Uhr geöffnet und bietet leichte Mahlzeiten, Snacks und Getränke für Zwischendurch an.
- «Sun Deck Barbeque» gibt es, bei gutem Wetter, mindestens ein Mal pro Woche. Am Oberdeck wird Seafood und bestes Fleisch grilliert und eingenommen.
- «At Home» ist der 24/7-Zimmerservice für alle Gäste. Auf dem Zimmer vorbeigebracht wird die gewünschte Mahlzeit vom persönlichen Butler.
(Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit Scenic Luxury Cruises & Tours)