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Schwedens Regierung hat grünes Licht für die Bestellung von 60 neuen Kampfflugzeugen des Typs JAS Gripen beim heimischen Rüstungskonzern Saab AB gegeben. Verteidigungsministerin Karin Enström nannte die Entscheidung in Stockholm «historisch», weil sie Schwedens militärische Kapazität in der Luft auf 30 Jahre sichere.
Nach Informationen des Radiosenders SR soll der Kaufpreis etwa 90 Milliarden Kronen (12,5 Milliarden Franken) betragen. Im Dezember hatte eine breite Mehrheit im Reichstag der möglichen Bestellung von 40 bis 60 der Kampfjets zugestimmt. Die ersten neuen Maschinen sollen 2018 ausgeliefert werden.
Schweden könnte die eigene Bestellung bis 2014 wieder rückgängig machen, wenn bis dann weniger als 20 Kampfflugzeuge aus der Schweiz oder anderen Ländern verbindlich geordert sind. Bisher konnte Saab JAS Gripen neben dem eigenen Land nach Südafrika, Tschechien und Thailand verkaufen. Angebote wurden an Indien, Brasilien und Dänemark gemacht.
Die Schweiz hatte im November 2011 eine vorläufige Entscheidung für den Kauf von 22 JAS Gripen beim schwedischen Hersteller Saab angekündigt. Das Nachsehen hatten die Rafale des französischen Herstellers Dassault und der von EADS angebotene Eurofighter. Die Gripen-Anschaffung ist in der Schweiz allerdings umstritten.
(tke/sda)