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Edvin's Glossar
Dieses Glossar will weder vollständig noch ausufernd umfangreich, sondern lediglich ein Mittel zum Zweck sein. Wenn Sie du hier aufgeführten Begriffe kennst, steht dir nichts mehr im Weg, dich selbstbewusst in einer illustren Weinrunde zu profilieren. Und darum geht es ja schließlich.
A wie Amarone
Rotwein aus dem Valpolicella-Gebiet in der Region Venetien, der zum Teil aus getrockneten und dementsprechend konzentrierten Trauben produziert wird.
Siehe Cuvée
Einheimische Rebsorten, die ihren Ursprung an dem Ort haben, wo sie wachsen. Sie gedeihen nur in ihrer ursprünglichen Heimat. Verpflanzt man sie in eine andere Region, besteht die Gefahr, dass sie sterben oder ihr volles Potenzial nicht ausschöpfen. Zum Beispiel Amigne im Wallis (Schweiz), Trollinger in Württemberg (Deutschland), Aglianico in der Basilicata (Italien).
B wie Barrique
Rotwein aus Nebbiolo-Trauben aus der Gemeinde Barbaresco, Piemont.
Holzfass, das 225 Liter Wein fassen kann. Oft werden Weine in Barriques gereift, damit sie geschmeidiger werden und/oder eine Holzaromatik bekommen.
Rotwein aus NebbioloTrauben aus der Gemeinde Barolo, Piemont.
Im Edvin Blog findest du einen ganzen Artikel zu den Unterschieden zwischen Barbaresco, Barbera und Barolo
Der Geruch eines Weines im Glas (z. B. ein florales oder fruchtiges Bouquet).
Rotwein aus Sangiovese-Trauben aus der Ortschaft Montalcino, Toskana.
Biologischer Säureabbau oder malolaktische Gärung/ Fermentation. Der biologische Säureabbau geschieht meist natürlich nach der alkoholischen Gärung. Milchsäurebakterien wandeln die strenge Säure in eine mildere Säure um und sorgen so dafür, dass der Wein weicher schmeckt.
C wie Cuvée
Wein aus ChardonnayTrauben aus der Gemeinde Chablis, Burgund.
Weißoder Rotwein aus der gleichnamigen Ortschaft im südlichen Rhonetal. Rotweine vor allem aus Grenache-, Syrah- und Mourvèdre-Trauben, Weissweine aus den Traubensorten Grenache Blanc, Clairette Blanche, Piquepoul Blanc, Bourboulenc.
Rotwein vor allem aus Sangiovese-Trauben aus dem Chianti-Gebiet in der Toskana.
In Frankreich Bezeichnung einer Lage/Parzelle, die meistens besser klassifiziert ist als andere Lagen und so auch bessere Weine liefern kann. Einige dieser Crus wurden aber bereits vor Jahrhunderten zu »Champions« bestimmt. Daher lohnt sich eine gewisse Skepsis.
Eine Zusammenführung verschiedener Traubensorten (z. B. Merlot und Cabernet Sauvignon), verschiedener Parzellen (südlicher Hang und östlicher Hang), verschiedener Fässer (Wein von amerikanischen und von französischen Holzfässern) oder sogar verschiedener Jahrgänge (bei Champagner) zu einem Wein. Für die Franzosen ein Begriff mit tausenderlei Bedeutungen.
H wie Harmonie
Bezeichnung für einen ausgewogenen Wein ohne aufdringliche Aromen.
K wie Kabinett
Qualitätsbezeichnung für Weine, die je nach Land/ Gebiet eine Reihe von sehr unterschiedlichen Bedingungen erfüllen müssen. Grob gesagt, bezeichnet es in Deutschland einen Qualitätswein (Prädikatswein) und in Österreich einen Wein, der strenge gesetzliche Anforderungen erfüllen muss.
Hauptverantwortliche/r Önologe/Önologin eines Betriebs.
Bezeichnung für einen Wein mit einer gewissen Dichte und Vielschichtigkeit (was auch immer das bedeutet).
Generell positiv gemeinte Bezeichnung für einen Wein, der über Komplexität und Tiefe verfügt. Ein gehaltvoller, komplexer Wein, der eventuell noch etwas atmen muss, bevor man ihn genießen kann.
L wie Liebe
Professionelle Bezeichnung für einen Wein, der leicht süß schmeckt.
M wie Maische
Glibberiges Gemisch aus Fruchtfleisch, Kernen, Schalen und Saft (Most).
O wie Önolog:In
Maßeinheit, die das Mostgewicht (mehrheitlich Zucker) der Traube am Rebstock misst. Aufgrund des Mostgewichts kann der Alkoholgehalt des zukünftigen Weines bestimmt werden (Beispiel: 100 Grad Oechsle bedeuten 13,1 % Alkohol). Neben anderen Faktoren spielt der Oechslewert auch eine Rolle bei der Bestimmung des Erntezeitpunkts.
Ist für die Weinproduktion im Keller, das Keltern und den Ausbau (das Reifen) des Weins zuständig.
R wie Ripasso
Bezeichnung für einen Wein mit Aromen von getrockneten Früchten wie Feige oder Pflaume. Bei zu reifen Noten kann der Wein an Marmelade erinnern.
Generell Bezeichnung für einen Wein, der eine längere Reifezeit im Fass und/oder in der Flasche genoss.
Gehaltvoller Rotwein aus der Region Venetien, dem bei der Kelterung der Trester aus der Amarone-Erzeugung zugesetzt wird.
S wie Sancerre
Weißwein aus Sauvignon- Blanc-Trauben aus der Ortschaft Sancerre, Loire.
Weine, die Kohlensäure enthalten, zum Beispiel Sekt, Champagner.
Auch Depot genannt. Über die Jahre hinweg werden aus dem Wein Feststoffe (Gerbund Farbstoffe) ausgefällt, die sich am Boden der Flasche sammeln. Sie bringen niemanden um und bedeuten auch keine Qualitätseinbuße.
Weiß-, Rosé- und Rotweine ohne Kohlensäure, die normalen Weine eben.
T wie Tresterhut
Gerbstoffe aus der Traube, die im Mund austrocknend wirken können. Kommt vor allem beim Rotwein vor.
Traubenschalen und -kerne, die bei der Rotweinfermentation oben auf dem Most schwimmen. Der Wein wird nach dem Ende der Fermentation vom Tresterhut getrennt (mit einem Schlauch abgezogen).
V wie Verschlossen
Bezeichnung für einen Wein, der keine Aromatik versprüht (oder vielleicht ist der Trinkende einfach ein schlechter Verkoster).