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Das Wissen, dass im Wetziker Ortsteil Kempten tatsächlich Römer gelebt haben, ist schon alt. So schreibt Felix Meier in seiner Geschichte der Gemeinde Wetzikon 1881: «In unserer Gegend gefiel den Römern hauptsächlich die fruchtbare, sonnige und vor kalten Nordwinden etwas geschützte Lage von Kempten. Sie gründeten daselbst eine grössere Niederlassung, welche sie wahrscheinlich Campodunum oder Campitunum nannten. Durch dieselbe führte die Heerstrasse von Rappersweil nach Winterthur, die Sutergasse zu Kempten, welche früher auch den Namen Einsiedlerweg trug, sowie die gegen den Kemptnerbach in vielen Krümmungen hinterhalb Oberwetzikon gegen Stegen und Medikon hin. Weil er kein eigentliches Bett besass, so verursachte er häufige Überschwemmungen und fügte den ackerbautreibenden Römern bisweilen in erheblichem Masse Schaden zu. Um diesem Übelstand abzuhelfen, leiteten sie denselben wahrscheinlich in den Pfäffikersee und haben so der Nachwelt ein bleibendes Andenken hinterlassen.
Etliche Jahrhunderte blühte die römische Niederlassung zu Kempten, bis sie durch die siegreich ins Land eindringenden Alemannen dem Erdboden gleich gemacht wurde. Zu verschiedenen Zeiten hat man in dem Wiesengelände unterhalb der Mühle und in der Gegend zwischen dem Unterhaus und dem Haus in den Mauren römisches Gemäuer herausgegraben; auch fand man römische Ziegel, Heizröhren, Geräthe von Eisen und Erz, sowie Münzen, welche Gegenstände der antiquarischen Gesellschaft in Zürich zugestellt wurden. Beim Abtragen einer kleinen Bodenerhöhung in der Nähe der Sutergasse im Jahre 1880 kamen neuerdings römische Mauern, Ziegelstücke, eine aus gebrannten Steinen bestehende, Herdplatte, eine eiserne Feldhacke und eiserne Thürbeschläge zum Vorschein.»