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Die Folgen der Vasektomie-Operation
Die Vasektomie ist eine definitive Operation. Nach der Vasektomie gelangen keine Samen (Spermien), die im Hoden gebildet und im Nebenhoden gelagert werden, in den Erguss (Ejakulat). Sie bleiben im Nebenhoden und werden wieder abgebaut (resorbiert). Das Ejakulat, das vor allem aus Sekret der Vorsteher-Drüse (Prostata) und der Samenbläschen besteht, erscheint in Menge, Aussehen und Geruch unverändert. Die Lust-Empfindung, die Erektions- und Orgasmus-Fähigkeit werden nicht beeinträchtigt. Die Vasektomie ist kaum mehr rückgängig zu machen. Mit grossem Aufwand und operativem Geschick könnten die freien Enden des Samenleiters aufgesucht und wieder miteinander verbunden werden.
Die Erfolgsrate für die Rück-Operation der Vasektomie beträgt aber höchstens 30-50% und die Kosten von 8-10‘000 Franken müssen selber übernommen werden: ob der Samenleiter nach der Rück-Operation durchgängig wird, ist nicht garantiert. Und: Liegt die Vasektomie einige Jahre zurück, finden sich im Körper oft Abwehrstoffe (Antikörper), die die «überflüssigen» Spermien am Ursprungsort zerstören: Auch mit wieder durchgängigen Samenleitern bleibt der Mann unfruchtbar.
Die Entscheidung zur Vasektomie muss also mit Bedacht von beiden Partnern getroffen werden. Der Mann muss sich im Klaren sein, dass er in einer späteren neuen Partnerschaft keine Kinder mehr zeugen kann. Und dass er kein Kind mehr zeugen kann, wenn einem seiner Kinder etwas zustossen sollte.
Die Vasektomie Operation
Vasektomie: Vas (lateinisch: das Gefäss, der Samenleiter), ek-tomie (griechisch: herausschneiden).
Nach örtlicher Betäubung (Lokal-Anästhesie) wird links und rechts mit einem kleinen Schnitt (ca. 1 cm) der Hodensack geöffnet, die Samenleiter aufgesucht und von den Gewebshüllen befreit. Ein Stück jedes Samenleiters wird herausgeschnitten, die freien Enden vernäht, der Hodensack wieder verschlossen.
Die Vorbereitung zur Operation.
Vier Tage vor der Operation müssen die Haare am Hodensack entfernt werden. Mit der Klinge würde die Haut leicht verletzt, deshalb empfehlen wir eine Enthaarungs-Crème, diese aber nur sehr kurz einwirken lassen (1-2min).
Nach der Operation.
Die Schmerzen nach der Operation sind gering und dauern einige Tage als ziehende Missempfindung in der Leiste an. Die Fäden können Sie nach 7 Tagen selber entfernen, oder dazu schnell in der Praxis vorbeikommen. Duschen ist erlaubt. Während 7 bis 10 Tagen sollten sie keine schweren Lasten heben (bis 10 kg erlaubt).
Für gewisse Berufe schreiben wir Sie so lange arbeitsunfähig. Velofahren und Jogging in den ersten zehn Tagen unterlassen! Sex ist noch am Operationstag erlaubt, aber Sie sind noch fruchtbar. Es dauert einige Wochen (40 bis 60 Ejakulationen), bis alle Spermien aus der Prostata und den Samenbläschen verschwunden sind. Wir bitten Sie, danach ein Ejakulat nach 5 Tagen Enthaltsamkeit (das heisst ohne Erguss) zur Kontrolle zu bringen: Nach einer Probe ohne Spermien gelten Sie als unfruchtbar.
Komplikationen nach der Operation.
Sehr selten kann es zu einer Infektion an der Operationsstelle kommen. Falls sich die Umgebung der Narbe stark rötet, stark anschwillt und neue, heftige Schmerzen auftreten, rufen Sie uns sofort an. In diesem Falle müsste eine antibiotische Therapie begonnen werden. Selten kann ein Bluterguss den Hodensack blau färben. Dies ist harmlos, so lange keine Infektions-Zeichen auftreten (s.o.). Manchmal treten einige Wochen nach der Operation für einige Tage ziehende Schmerzen im Hodensack auf: Dies ist die Zeit, wenn sich der Nebenhoden umstellen muss, die überflüssig produzierten Spermien zu resorbieren. Eis-Auflagen und ein einfaches Schmerz- und Entzündungsmittel (z.B. Ponstan®) hilft, diese Tage zu überbrücken.
Die Kosten der Operation.
CHF 800 am Operationstag gegen Quittung bar oder mit Karte (Postcard, Eurocard, Mastercard) zu bezahlen. Einige Krankenkassen leisten bei Zusatzversicherten einen Beitrag an die Kosten der Operation.