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Der Weinbau ist in Portugal nicht zu übersehen - Unterschiedliche Traditionen und verschiedene Rebsorten sorgen für eine grosse Vielfalt an Aromen.
Weine aus Portugal
Der heutige Anbau in Portugal
Die leichteren Weissweine findet man im kühleren Norden. In Innern des Landes werden vorwiegend die schweren Rotweine produziert. 15% der Bevölkerung leben sogar vom Weinanbau. Auf der insgesamt 300'000 Hektar grossen Anbaufläche werden jährlich beinahe 10 Mio. Hektoliter Wein gekeltert. Ein Portugiese trinkt ca. 55 Liter Wein pro Jahr und belegt somit den 3. Platz in der Weltrankliste. Angeführt wird die Liste von den Franzosen und den Italienern.
Beliebte Rebsorten
Mehr als 500 verschiedene Rebsorten werden in Portugal angebaut. Die Bekanntesten unter den Roten sind: Alfrocheiro, Baga, Bastardo, Castelão Francês, Tinta Roriz, Touriga Francesca und Nacional, sowie Verdelho. Bei den weissen Sorten gehören die Alvarinho, Arinto, Azal, Bical, Encruzado, Fernao, Loureiro und Trajadura zu den geläufigsten Sorten. Portugal verfügt über die meisten autochthonen Rebsorten.
Die Geschichte des Weines in Portugal
Angefangen hat der Weinbau in Portugal mit den Phöniziern, den Griechen und später mit den Römern. Gegen die Herrschaft der Mauren, die den Genuss von Alkohol verboten, lehnten sich die Winzer erfolgreich auf. Im Mittelalter bauten die Mönche des Zisterzienser-Ordens den Weinanbau durch zahlreiche neue Klostergründungen weiter aus.
Während des 13. Jahrhunderts engagierte sich der damalige Herrscher Portugals für die Landwirtschaft und den Weinbau. Dank grossen Ernteerträge konnte eine Handelsflotte aufgebaut werden, die den Aufstieg zur Weltmacht ermöglichte. Zudem erhob Frankreich in England hohe Zölle auf den Wein. Aus der günstigeren und schmackhaften Portugiesischen Alternative entwickelte sich ein profitabler Weinhandel. Der Portwein wurde zum Verkaufsschlager.