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Opuntia polyacantha Haworth, Supplementum plantarum succulentarum. 82 1819
Opuntia polyacantha ist eine variable Art welche von Mexiko bis nach Kanada verbreitet ist (siehe die ursprüngliche Beschreibung). Wir anerkennen 7 Varietäten:
polyacantha
juniperina
schweriniana
hystricina
erinacea
utahensis
rhodantha
Britton und Rose anerkannten eine Reihe von Arten welche als Varietät von O. polyacantha untergeordnet wurden. O. erinacea und O. juniperina laufen nun unter O. polyacantha. O. nicholii und O. arenaria wurden ebenfalls als Varietäten von O. polyacantha vorgeschlagen, aber diese werden weiterhin als getrennte Arten hier behandelt.
Die Früchte trocknen ab wenn sie reif sind. Die Blüten sind oft gelb, sie können aber auch orange, rosa oder magenta (selten creme-weiss) sein. Die Samen sind gross. Es gibt viele Formen von O. polyacantha. Viele können nicht eindeutig in eine der sieben Varietäten integriert werden.
Opuntia polyacantha Varietäten
7 Unterarten von O. polyacantha sind anerkannt, aber mindestens eine wurde nicht richtig (var. rhodantha) publiziert.
var. polyacantha: Flachwachsende Pflanzen in der Regel mit abgerundeten Trieben (die Form variiert etwas). Die Areolen sind klein und eng zusammen. Dornen in der Regel zahlreich mit einem dicken, langen, zentralen Dorn, welcher in der Regel etwa 2.5 cm lang ist (gelegentlich treten auch zwei Mitteldorne auf, welche meist schräg herauswachsen) mit mehreren kleineren Randdornen welche strahlenförmig rund um den Mitteldorn angeordnet sind. Die Dornenfarbe ist sehr variabel aber dennoch die Grundlage für einige der synonymen Bezeichnungen. Früchte tendieren zu groben Kugeln mit kurzen kräftigen Dornen. Meist wachsen sie in Wiesen, aber gelegentlich auch im Gestrüpp und Wald, vor allem in den Bergen. Sie wird in den Great Plains hinüber bis in den Rocky Mountains gefunden. Von Alberta, Saskatchewan und MN südwärts ins Zentrum NM und die Panhandles von TX und OK, nach Osten (ehemals?) in IA und MO, in den Süden und Osten ID und UT. Ähnliche Pflanzen gibt es im Columbia Basin zwischen den Blue Mountains und im südlichen British Columbia. Diese Populationen scheinen diese variable Art zu repräsentieren und können nur eine Fortsetzung nach Westen von Populationen aus ID und MT sein.
var. juniperina: Ähnelt stark var. polyacantha in den meisten Zügen. Sie besitzt aber weniger Dornen und oft nur wenige in der oberen Areolen. In den unteren Areolen sitzen in der Regel nur ein oder zwei winzige Dornen oder sie fehlen gänzlich. Die Früchte sind oft beinahe dornenlos. Sie wird in den Bergregionen des Colorado Plateaus und den südlichen Rocky Mountains gefunden. Selten in der Front Range Region, im Süden WY, CO, im östlichen UT und nördlichen AZ, sowie im nördlichen und zentralen NM. Ähnliche Gruppen von diesen Pflanzen werden verstreut in ID und im Norden in nord WY und in den Black Hills auch in höheren Hochebenen und Gebirgen sowie im nördlichen AZ gefunden. Im Westen wird sie von var. utahensis ersetzt (die Aufteilung verläuft in Nord-Süd-Richtung der zentralen Hochebenen und den Bergen von Utah). In der Regel wächst sie im offenen Nadelwald, Berggestrüpp und Buschland.
var. schweriniana: Neigt dazu, eine Miniatur-Art von polyacantha, juniperina oder hystricina zu sein. Sie wächst in Höhenlagen (höher als alle anderen) in den südlichen Rocky Mountains im Osten UT, CO, im nördlichen NM, im südlichen WY, mit kleinen Populationen von ähnlichen Pflanzen weiter nördlich in WY und in den Black Hills. Vereinzelt auch in Höhenlagen in der San Juan Drainage im nordosten AZ.
var. hystricina: Ähnelt stark var. erinacea. Die Triebverbindungen sind aber meist nicht so dick. Die Triebe breiter, niedrigerer und lockerer im Wuchs (nicht immer, aber immer öfters, wie bei den meisten Arten). Gefunden wird sie in Gebieten in welchen mindestens ein paar sommerliche Niederschläge vorkommen sowie in winterkalten Wüsten und im Grasland. Konkret aus dem östlichen und südwestlichen NV, UT bis ins südwestliche CO und zentrale NM, sowie in den meisten nördlichen Teilen von AZ.
var. erinacea: Die Areolen sind in der Regel gross, relativ nahe beieinander stehend. Die Triebe und die Triebverbindungen sind oft sehr dick, oft länglich geformt. Die Pflanzen neigen dazu, aufrechte Horste zu bilden. Viele Dornen! In der Regel meist fein und gerade welche steif oder Haar-ähnlich ausgebildet sein können (sogar auf der gleichen Pflanze). Einige östliche Populationen haben meist sehr dicke, steife, relativ kurze Dornen. Die Farbe variiert. Die Früchte sind in der Regel länglicher als jene von var. polyacantha. Sie sind oft rötlich wenn sie reif sind (verblassen aber dann bald ins braun bis hellbraun wenn sie abtrocknen). Man findet sie meist in felsigen Gebieten in der Mojave-Wüste, an heissen felsigen Südhängen in der Great Basin Wüste und im Norden möglicherweise auch in Idaho. In wärmeren Gebieten vor allem in Canyons, hoch bis zu den Colorado- und San Juan Rivers, ins südliche UT und fast bis zu den Four Corners in AZ (dieses Vorkommen war aber meist hinter dem Dammbau und wurden durch die entstandenen Stauseen in diesen Bereichen ausgelöscht). Wächst im Südosten CA, NV, nördlichen AZ, vielleicht im Nordosten Baja California del Norte (unsicher). Populationen in grossen Höhen in der Mojave-Wüste in Südkalifornien bilden oft noch grössere Horste welche manchmal fast dornenlos sind. Diese ähneln im Aussehen var. utahensis. Vielleicht könnten jene Pflanzen auch unter einer anderen Varietät anerkannt werden!?
var. utahensis: Areolen meist eher klein, weit auseinander liegend. Triebe meist dicklich und länglichen, manchmal ein bisschen klumpig (in der Regel nicht) und oft hell, gelblich-grün in der Farbe. Die Dornen sind in der Regel blass, weiss bis gelblich und fein. Die Früchte besitzen Areolen welche meist weit auseinander liegen, manchmal sind sie aber auch dornenlos. Gefunden wird sie meistens in niedrigeren Bergen, in Wäldern oder im Buschland oder steppenähnlichen Bereichen. Sie wächst im Osten von CA (selten), NV, im Westen von UT, und vielleicht im Süden und Südosten in ID und OR.
var. rhodantha: Die Areolen sind gross und weit auseinander liegend. Die Triebstücke sind meist sehr dick und länglich, fast “klumpig”, meist dunkel oder matt wachsartig grün. Dornen in der Regel dick, variieren in der Farbe, oft mit Markierungen. Die Früchte sind besetzt mit vielen Areolen welche weit auseinander liegen, in der Regel mit kurzen kräftigen Dornen, manchmal auch dornenlos. Vorkommen meist in der Wüste auf den Colorado Plateaus, nordwestlich bis in die Hälfte des Great Basin und weiter bis in die südlichen Rocky Mountains, den Snake River Plains und ins Wyoming Basin. Wächst in UT, western CO, südwestlichen WY, im südlichen ID, südöstlichen OR, NV, und UT.
Alle der oben genannten Unterarte kreuzen sich oft in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet und bilden oft fliessende Übergangsformen was es oft sehr schwer macht sie unter einer bestimmten Varietät zuzuordnen. Ich glaube aber zu wissen, dass alle sieben der oben genannten Arten genügend konstant über grosse Flächen auftreten, so dass diese berechtigt als Varietäten anerkannt sind.
Andere Pflanzen wurden ebenfalls als Varietäten von O. polyacantha vorgeschlagen. Wir behandeln diese aber weiterhin als eigene Arten. Diese sind:
O. aurea
O. nicholii
O. arenaria
O. trichophora
www.opuntiads.com (17.05.2013) eigene Übersetzung
Das natürliche Verbreitungsgebiet:
www.bonap.org - Kartenlegende