Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03132.jsonl.gz/246

Sturm «Harry» bringt den Britischen Inseln und speziell Irland Wind, Wellen und Regen. International wird «Harry» auch als Sturmtief «Barra» bezeichnet. Es werden verbreitet Böen bis 100 km/h erwartet. Im Südwesten von Irland sind sogar Orkanböen bis 130 km/h möglich. Entsprechend wurden Schulen und öffentliche Gebäude heute geschossen. An Irlands Westküste werden Wellen von 10 bis 14 m erwartet.
Bombogenese
Der Kerndruck des Tiefs ist innerhalb von 24 Stunden um 50 hPa gefallen. Eine so schnelle Intensivierung wird in der Meteorologie Bombogenese genannt. Der Fachbegriff wird schon ab 24 hPa pro 24 Stunden verwendet. «Harry» hat sich entsprechend aussergewöhnlich schnell verstärkt.
Und was passiert bei uns?
Im bereits etwas windgeschützten Dublin werden über längere Zeit Böen von über 70 km/h erwartet. Tief «Harry» beeinflusst auch das Wetter in der Schweiz. Im Schweizer Flachland wird der Wind aber nur etwa halb so stark sein wie in Irland (siehe Porrentruy als Beispiel in der Grafik). Irische Verhältnisse kann man aber auch in der Schweiz auf exponierten Berggipfeln wie dem Chasseral finden, vor allem in der Nacht auf Mittwoch und am Mittwochmorgen.
Harrys Front bringt Schnee
Die zum Sturmtief gehörende Front bringt uns am Mittwoch trübes und nasses Wetter. In den Alpen kommen teilweise nochmal 20 bis 40 cm Neuschnee zusammen. In tieferen Lagen fällt auch Regen. Die Lawinengefahr in den Alpen bleibt entsprechend angespannt.