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Giovanni Battista Viotti wurde 1755 in der Lombardei geboren und als Wunderkind vom berühmten Geiger Gaetano Pugnani unterrichtet, der selber bei Giuseppe Tartini studiert hatte. Viotti gilt als einer der Väter der modernen Violintechnik.
Ab 1782 lebte er in Paris und stand zeitweise im Dienst der Königin Marie Antoinette. In den Wirren der französischen Revolution zog Viotti nach London und war dort Mitbegründer der Royal Philharmonic Society.
Viotti schrieb hautpsächlich für die Violine und komponierte 29 Violinkonzerte, die in ihrer klassizistischen und frühromantischen Anlage stilbildend auf die Konzerte von Pierre Rode, Rodolphe Kreutzer, den Deutschen Louis Spohr und in geringerem Masse auch auf Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart wirkten. Mozart komponierte zum 16. Violinkonzert von Viotti zwei Trompeten und Pauken hinzu (KV 470a), was als Beweis seiner Wertschätzung für den grossen Geiger zu interpretieren ist.
Sein Violinspiel war geprägt durch eine sehr differenzierte, teils kraftvolle, energische, teils weiche Bogenführung. Bezeichnend hierfür ist sein Ausspruch: „Le violon c’est l’archet“. Zeitzeugen berichteten von seinem für die damalige Zeit kräftigen Vibrato.