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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00392 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 8. Juli 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Christina Ammann Sautter & Ammann Rechtsanwälte Bahnhofstrasse 12, Postfach 141, 8610 Uster gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin weitere Verfahrensbeteiligte: Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG Kapellenstrasse 5, 3011 Bern Beigeladene Sachverhalt: 1. Die 1966 geborene X.___, diplomierte Arztgehilfin und ausgebildete Spielgruppenleiterin, war zuletzt als medizinische Praxisassistentin (MPA) mit einem Pensum von 70 % bei Dr. m ed. Y.___ in Z.___ tätig und betrieb zudem als Selbständi gerwerbende mit einem Pensum von zirka 30 % die A.___ - Boutiqu e in B.___. A m 7. Oktober 2015 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Erschöpfungsd epression bei der Invalidenversicherung zu m Leistungs bezug an (Urk. 12/4), worauf die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erwerbliche und medizinische Abklärungen vornahm und unter ande rem die Akten des Krankentaggeldversicherers bei zog (vgl. Urk. 12/9/1-21). Am 18. Mai 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass aufgrund ihres aktu ellen Gesundheitszustands keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 12/32). Mit Mitteilung en vom 23. Mai 2017 (Urk. 12/61) erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für eine Potenzialabklärung bei der C.___ vom 12. Juni bis 7. Juli 2017, am 30. August 2017 für ein Job Coaching durch D.___ vom 1. September 2017 bis 31. März 2018 (Urk. 12/87), am 15. September 2017 für ein Belastbar keitstraining bei C.___ vom 2. Oktober bis 31. Dezember 2017 (Urk. 12/90) und am 29. November 2017 für ein Aufbautraining bei C.___ vom 1. Januar bis 30. Juni 2018 (Urk. 12/110). Am 6. Juni 2018 informierte die IV-Stelle die Versicherte über die Zusprache der Kosten für einen Arbeitsversuch im Geburts haus E.___ inklusive Job Coaching durch C.___ vom 1. Juli bis 30. September 2018 (Urk. 12/131), welcher am 4. September 2018 bis zum 31. Dezember 2018 verlängert wurde (Urk. 12/143). Am 19. Oktober 2018 infor mierte sie d ie Versicherte über die Kostenübernahme für den Arbeitsversuch bei der F.___ vom 20. November bis 31. Dezember 2018 inklusive Job Coaching durch C.___ (Urk. 12/159). Am 9. Januar 2019 (Urk. 12/174) teilte sie der Versicherte n mit, dass letztere den Arbeitsversuch bei F.___ erfolgreich habe absolvieren können und per 1. Januar 2019 einen Fest an stellungsvertrag zu 40 % erhalten habe, weshalb die beruflichen Massnahmen erfolgreich abgeschlossen seien. In der Folge führte die IV-Stelle bei der Versicherten am 31. Mai 2019 eine Abklärung für Se lbständigerwerbende durch (Abklärungsbericht vom 17. Juni 2019, Urk. 12/191). Mit Vorbescheid vom 20. September 2019 (Urk. 12/198) stellte sie der Versicherten für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2019 die Ausrichtung einer Viertelsrente in Aussicht, wogegen letztere am 21. Oktober 2019 unt er Auflage des Berichts von Dr. med. H.___, Psychiatrie und Psycho therapie FMH, vom 29. September 2019 (Urk. 12/209) Einwand (Urk. 12/210) erhob. Am 15. Mai 2020 sprach die IV-Stelle der Versicherten vom 1. Januar bis 30. September 2019 verfügungsweise eine befristete Dreiv iertelsrente zu (Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 15. Juni 2020 Beschwerde (Urk. 1) und bean tragte, dass ihr eine unbefristete Rente auf der Basis eines Invalid itäts grads von 61 % ab 1. Januar 2019 zuzusprechen sei (S. 2). Am 2. September 2020 (Urk. 7) reichte die Beschwerdeführerin den Beric ht von Dr. H.___ und dipl. psych. G.___ vom 9. Juni 2020 (Urk. 8) ein, welcher der Beschwerdegegnerin am 10. September 2020 zur Stellungnahme zugestellt wurde (Urk. 9). Mit Beschwer deantwort vom 28. Oktober 2020 (Urk. 11) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. In ihrer Replikschrift vom 15. Februar 2021 (Urk. 17) präzisierte die Beschwerdeführerin unter Auflage des Berichts v on Dr. H.___ vom 1. Februar 2021 (Urk. 18) ihren ursprünglichen Antrag insofern, als dass ihr vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2 020 eine Rente auf d er Basis eines Invalidi tätsgrad s von 61 % und ab 1. Oktober 2020 eine solche auf de r Basis eines Invaliditätsgrad s von mindestens 50 % (richtig wohl: a b 1. April 2021 eine Vi er telsrente ; S. 2, S. 6 Ziff. 6 ) zuzusprechen sei. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 17. März 2021 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 21), was der Beschwer deführerin am 23. März 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22). Mit Verfügung vom 25. Mai 2021 (Urk. 23) wurde die Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG zum Prozess beigeladen, woraufhin diese mit Schreiben vom 4. Juni 2021 erklärte, auf eine Stellungnahme zu verzichten (Urk. 25). Am 24. Juni 2021 reichte die Beschwerdeführerin den Lohnausweis für das Jahr 2019 bei F.___ ein (Urk. 27/2). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 54 7 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim mungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV ) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erfor derliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sach verhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis ). Nach der bundesgerichtl ichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Leistungs anpassung in der Regel erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzunehmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3; vgl. ZAK 1984 S. 134; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_32/2015 vom 10. September 2015 E. 4.1 und I 583/05 vom 15. März 2006 E. 2.3.2¸ je mit Hinweisen). 1.5 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass die depressive Störung weitgeh end zurückgegangen sei. Medizin theoretisch sei durch Anpassung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation eine weitere Verbesserung möglich und die Behandlungsoptionen sei en noch nicht vollum fänglich ausgeschöpft (S. 3; vgl. auch Urk. 11 S. 1). Die defizitären Persönlich keitszüge und die Auswirkung en der Kindheitserfahrungen seien berücksichtigt worden ( Urk. 2 S. 3). Gestützt auf den Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 61 %. Per 1. Oktober 2019 habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert und es sei ihr eine angepasste Tätigkeit mit körperlich leichten Arbeiten in Wechselbelastung zu 80 % zumutbar. Ab diesem Zeitpunkt bestehe ein Invaliditätsgrad von 38 %, weshalb der Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2019 kein Rentenanspruch mehr zustehe. F ür die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2019 habe sie Anspruch auf eine befristete Dreivier telsrente (S. 3). In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 11) präzisierte die Beschwerde gegnerin, dass aus dem aktuellsten Arztbericht keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands hervorgehe und der erst im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht vorliegend nicht relevant sei. Im Weiteren handle es sich bei der von der Beschwerdeführerin bei F.___ ausgeübten Tätigkeit um keine optimal angepasste Verrichtung (S. 2). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1 ), dass die Annahme der Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), wonach sich der Gesundheitszustand ab Oktober 2019 verbessert habe und sie (die Beschwerdeführerin) ab dann zu 80 % arbeitsfähig sei, nicht nachvollziehbar sei. Die behandelnden Fachpersonen gingen davon aus, dass ein Arbeitspensum von 40 bis 55 % beziehungsweise von drei Stunden pro Tag zumutbar sei und dass die medikamentöse Behandlung und therapeutischen Massnahmen ausgereizt seien (S. 4 ff. Ziff. 2.1, vgl. auch Urk. 7 S. 2 ). Im Weiteren sei die Beschwerde gegnerin von einem zu tiefen Valideneinkommen ausgegangen. Unter Berück sichtigung einer Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % sowie eine s Validen lohn s von Fr. 80'000.-- sei von einem Invaliditätsgrad von 60.5 % auszugehen (S. 7 f. Ziff. 2.2). In ihrer Replik (Urk. 17) präzisierte die Beschwerdeführerin, dass eine Vollremission der Depression durch eine Anpassung der Medik ation nicht möglich sei, da sie verschiedene Medikamente ausprobiert habe, welche indes aus medizinischen Gründen wieder hätten abgesetzt werden müssen. Die Medikation und die psychotherapeutische Behandlung (inklusive stationäre und tages k linische Therapie ) sei en im Rahmen des Möglichen erfolgreich gewesen, da ihr der Wiedereinstieg in ein teilzeitliches Arbeitspensum nac h einem sehr langen Arbeitsausfa ll gelungen sei (S. 2 ff. Ziff. 1 ff.). Die Feststellung der Beschwerde gegnerin, es liege seit September 2019 keine rentenbegründende Invalidität mehr vor, beruhe einzig auf einer rein theoretischen hypothetischen Einschätzung der RAD-Ärztin, welche die Beschwerdeführerin nicht untersucht habe (S. 4 Ziff. 3). Letztere wies schliesslich darauf hin, dass sie ihr Pensum ab 1. Januar 2021 auf 51. 2 % steigern werde (S. 6 Ziff. 6 ). 3. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin aufgrund psychischer Beschwerden in einer angepassten Tätigkeit für die Zeit vo n April 2015 (vgl. Urk. 12/196/11) bis 30. September 2 0 18 zu 100 % arbeitsunfähig und vom 1. Oktober 201 8 bis 30. September 2019 zu 40, 5 respektive 50 % arbeitsfähig war. Die Beschwer den im Zusammenhang mit den Rotatoren manschetten r upturen an de n Schultern sowie dem Karpaltunnelsyndrom an d en Händen mit entsprechenden Opera tionen i n den Jahren 2012, 2015, 2016 und 2017 (vgl. Urk. 12/181/1-6 S. 2 Ziff. 1.2) standen bei der zu beurteilenden IV-Anmeldung (Urk. 12/32) respektive der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) nicht im Vordergrund. Ebenfalls unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin durch ihr psychisches Leiden auch nach dem 1. Oktober 2019 in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt war (Urk. 12/196 S. 8 f.). Strittig ist demgegenüber der Umfang der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit seit 1. Oktober 201 9. Während die Beschwerdegegnerin von einer Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin per 1. Oktober 2019 und seit diesem Zeitpunkt von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer behinderungsangepassten Verrichtung ausgeht (Urk. 2 S. 3 ), verneint die Beschwerdeführerin eine entsprechende Veränderung ihrer gesundheitlichen Situation und postuliert für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 20 2 0 weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 40,5 % respektive ab 1. Januar 20 21 eine solche von 51.2 % (Urk. 1 S. 4 f f. Ziff. 4.1, Urk. 17 S. 6 Ziff. 6). 4. 4.1 In seinem Bericht vom 17. Dezember 2018 (Urk. 12/171/1-9) nannte der behan delnde Psychiater Dr. H.___ folgende Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1): - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1, Becks-Depressions-Inventar [BDI] 29) - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotio nal-instabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) - Störung durch negative Kindheitserlebnisse: sexueller Missbrauch durch den Vater (ICD-1 0 Z61) - Status nach Fussarthrose - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - Essattacken bei anderen psychischen Störungen (ICD-10 F50.4) Dr. H.___ führte aus, dass sich die Beschwerdeführerin seit April 2018 bei ihm in Behandlung befinde und sich anfänglich ein klares Bild einer mittelgradigen bis schweren Depression mit somatischen Symptomen gezeigt habe. Hauptsymptome seien eine ausgeprägte depressi ve und niedergedrückte Stimmung - phasenweise mit suizidalen G edanken -, Antriebsverlust, Verlust der Vitalgefühle, Grübeln, Freudlosigkeit, Schlafstörung, Appetiterhöhung und erhöhte Ermüdbarkeit gewe sen. Im Laufe der psychotherapeutischen Behandlung habe sich dieses anfäng liche Bild allmählich aufgehellt, wobei immer noch eine grosse emotionale Instabilität, je nach Arbeitsbelastung bestehe. Erst vor einigen Wochen habe nach einem Medikamentenwechsel (von Cym balta zu Deprivita und Zeller Schlaf Forte) eine Ve rbesserung des depressiven Bilds mit Stimmungsaufhellung und der Steigerung des Antriebs und der Fähigkeit zur Freude beobachtet werden können. D ie Stimmung wechsle sich indes seit vielen Jahren zyklisch ab, wobei sich die Beschwerdeführerin in diesen Phasen erschöpft, kraftlos, ermüdet und in der Stimmung deutlich niedergedrückt fühle (S. 3). Bei der Beschwerdeführerin zeige sich ein klares Beziehungsmuster, vor allem im beruflichen aber auch im persönlichen Umfeld, indem sie keine klaren Grenzen setzen könne und sich ausgenützt fühle. Dies resultiere in Fehlwahrnehmungen von Situationen und im Fehlverhalten im Umgang mit Mitmenschen und erschwere die vollständige Wiedereingliederung ins Berufsleben. Innerpsychisch leide sie unter einem starken Leidensdruck, erlebe aber gleichzeitig ausgeprägte Selbstentwertungstendenzen, was ein typisches Muster bei Opfern von Misshand lungen darstelle. Des Weiteren zeigten sich ausgeprägte Vermeidungs- und Abhängigkeitstendenzen. Aktuell finde wöchentlich eine psychodynamische und ressourcenorientierte Psychotherapie statt (S. 4). Die Beschwerdeführerin habe in den letzten Jahren mehrmals die Medikamente gewechselt, wobei das aktuelle Deprivita kombiniert mit Zeller Schlaf Forte am besten wirke. 2017 sei Wellbutrin wegen Herzrasen s abgesetzt worden, 2018 Brintelix wegen fehlender Wirkung sowie Cymbalta und Valdoxan wegen starker V erschlimmerung der Symptomatik - vor allem Suizidgedanken ( S. 5). Bei Vorhandensein der psychischen Stabilität könne die Beschwerdeführerin weiterhin eine Mischform von Anstellungsverhältnis von (aktuell) 40 % und einem Anteil an Selbständigkeit (möglich 5 %) ausüben. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit im nächsten Jahr sei eher unwahrscheinlich, da das Arbeits training deutlich zeige, dass die Belastbarkeitsgrenze im Anstellungsverhältnis mit 40 % erreicht sei. (S. 4). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe anam nestisch eine 100%ige Arbeits un fähigkeit seit 22. April 2015. Seit Ende Oktober 2018 sei bis auf Weiteres von einer Arbeitsunfähigkeit von 55 % auszugehen. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin mit einem Pensum von 40 % zumutbar. Obwohl sie aktuell zu 40 % arbeite, bestehe eine gewisse Verminde rung der Leistungsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin sei deshalb in der kleinen Arztpraxis mit einer privaten Klientel und in einem sehr persönlichen und geschützten Umfeld am besten aufgehoben (S. 5 Ziff. 1.6 f.). Dr. H.___ führ t e weiter aus, dass die Beschwerdeführerin in der gynäkologischen Praxis aktuell keine Laboraufgaben aus führe. Dies sei eventuell für das Jahr 2019 geplant, wobei dies bei der Beschwerdeführerin grosse Sorgen auslöse, da alles, was mit Blut/Nadeln in Verbindung stehe, für sie wie ein Trigger wirke und starke Ängste auslöse. Funktionseinschränkungen bestünden insofern, als die Beschwer deführerin nicht vollständig belastbar sei und in Zeiten erhöhter Belastungen bei der Arbe it emotional instabiler werde. Mit dem momentan en Pensum von 40 % sei sie voll belastet. Für das eigene Geschäft wende sie im Durchschnitt zirka 2 Stunden pro Woche auf, teilweise mit Hilfe von Dritten. Die Beschwerdeführerin sei mit einem Pensum von 40 % als Angestellte und 5 % als Selbständig e rwerbende an ihre Belastbarkeitsgrenze gekommen. Eine behinderungsange passte Tätigkeit sei für höchstens 3-4 Stunden pro Tag zumutbar. Wegen der langzeitigen psychischen Erkrankung habe sich schliesslich bei der Beschwerde führerin im Haushalt und in der Administration Vieles aufgestaut, so dass sie zusätzlich Hi lfe der Psychiatrie- Spitex erhalte, welche sie unter anderem bei der Erledigung administrativer Aufgaben unterstütze. Den Haushalt könne die Beschwerdeführerin selbst erledigen (S. 6 f. Ziff. 1.11). 4. 2 Dr. med. I.___, Neurologie FMH und Fachärztin del. Psychotherapie FMPP, und Psychologin lic. phil. J.___, welche die Beschwerde führer bis April 2018 betreut hatten, führten am 14. Januar 2019 folgende Diagnosen mit Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 12/178 S. 1): - rezidivierende depressive Störung, Episoden schwankend zwischen leichten und überwiegend mittelgradigen Episoden (ICD-10 F33.1), teilweise mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11) - komplexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) in der Kindh eit (ICD-10 F43.1, Typ II Trauma ( Traumafolgestörung ) welche bisher noch nicht gemäss ICD habe kodiert werden können - phobische Ängste (Zahnarzt, Autofahren auf Autobahn, Angst vor Nadeln/Blut) und andere phobische Störungen (ICD-10 F40.8) - akzentuierte P ersönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional- instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) - Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person inner halb der Familie (ICD-10 Z61.4) - Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit (ICD-10 Z56) - wahrscheinlicher Verdacht auf eine Aktivitäts- und Verhaltensstörung ADS (ICD-10 F90.0) - Fussarthrose mit chronischen Schmerzen - verschiedene Operationen während des therapeutischen Verlaufs : senso motorisches Karpaltunnelsyndrom links und rechts, Schulter wegen eines Unfalls, wegen Komplikationen 2. Operation - Divertikulitits, Thrombose am rechten Unterschenkel Es sei davon aus zugehen, dass das frühere Arbeitspensum habe reduziert werden müssen und die Tätigkeit – in der bisherigen oder in einer angepassten Verrich tung – nicht zu belastend sein sollte. Betreffend die bisherige Tätigkeit sei zu beachten, dass die Beschwerdeführerin praktisch nicht mehr in der Lage sei, Blut entnahmen vorzunehmen (vermutlich werde ein tra umatisches Ereignis getrig gert), und auch mit Notfällen überfordert sei (Insuffizienzgefühle, S. 2). Die Fachpersonen führten weiter au s, dass eine depressive Stimmungslage mit Freudlosigkeit, Gedankenkreisen, mangelnder Belastbarkeit und Antrieb, Agitiertheit, Zukunfts-/Versagensängsten, vermindertem Selbstwertgefühl und psychosomatischen Symptomen dominiert habe. Es hätten Essstörungen sowie eine komplexe PTBS vorgelegen, wobei letztere zu den typischen Störungen der Gefühlsregula tion (Stimmungsschwankungen, verminderte Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen), zur Störung der Beziehung zu sich selbst (Schuld-/Schamgefühle und mangelnde Selbstfürsorge) sowie zu Beziehungsstörungen (insbesondere mangelndes Vertrauen und Nähe-Distanzprobleme) geführt hätten (S. 2). Die Beschwerdeführerin habe sich während des gesamten Therapieverlaufs bemüht, ihre frühere Arbeitsfähigkeit wieder zu erlangen. Im Rahmen des Inte grationsprogramms bei der K.___ in L.___ sei sie immer wieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gekommen. In der letzten Therapiephase habe sie zudem im Alltag Unterstützung durch die Psychiatrie- Spitex erhalten. Aufgrund der Bemühungen und des Einsatzes der Beschwerdeführerin sei davon auszu gehen, dass ein Teilpensum wieder erreicht werden könne. Wie gross dieses sein werde, könne nicht entschieden werden, es sei aber am Schluss der therapeu tischen Behandlung von einem Arbeitspensum von zirka 40 bis 50 % aus zugehen (S. 2 f.). 4. 3 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. M.___, Allgemeine Innere Medizin, nannte a m 30. Januar 2019 (Urk. 12/181/1-6) folgende Diagnosen (S. 2 Ziff. 1.1 f.): - mit Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit: - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD 10 F33.1) - komplexe PTBS in der Kindheit - phobische Ängste - akzentuierte P ersönlichkeitszüge mit unsicher- ve rmeidenden und emotio nal- instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) - Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person innerhalb der Familie (ICD-10 Z61.4) - chronische Fussschmerzen bei degenerativen Veränderungen - ohne Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit: - thromboembolische Erkrankung mit Status nach Thrombosen bei APC Resistenz bei heterozygotem Faktor V Leiden Mutation - Lap. Sleeve - Gastrektomie (34F) am 18.06.2012 bei Adipositas - Status nach arthroskop. Rekonstruktion am 23.03.2012 bei Rota toren manschetten r uptur Schulter rechts nach Sturz am 14.01.2012 - Status nach Rotatorenmanschetten -R ekonst ru ktion und Acromioplastik am 30.10.2015 bei Ruptur Supraspinatussehne Schulter links nach Sturz am 22.07.2014 - Status nach Rotatorenmanschetten -Re- Rekonstruktion links am 24.05.2016 bei Re-Ruptur - Status nach Karpaltunneloperation am 07.02.2017 rechts und am 24.05.2016 links In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als MPA bestehe seit 22. Oktober 2018 eine Arbeits un fähigkeit von 55 % (S. 2 Ziff. 2). Die Beschwerdeführerin sei aufgrund einer Rotatorenmanschettenläsion sowohl an der rechten wie auch linken Schulter operiert worden, wobei bei Re-Ruptur eine zweite Operation der linken Schulter erfolgt sei. Dies habe im Rahmen der langen Rehabilitation auch eine schwere depressive Krise ausgelöst. Die Schulter n seien nicht mehr voll belastbar beim Heben / Tragen von mittelschweren bis schweren Laste n oder bei Überkopf arbeiten. Im Jahre 2012 sei aufgrund des langjährigen chronischen Übergewichts eine Adipositas- Operation erfolgt, wobei die Beschwerdeführerin alles versucht habe, um das Gewicht zu halten. A ktuell habe sie das Gewicht deutlich reduzieren können, wo bei bereits wieder eine Tendenz zur Gewichtszunahme bestehe und die Beschwerdeführerin für das Halten des aktuellen Gewichts enorme psychische Anstrengungen benötige. Es bestünden e ine Vielzahl von Problemfeldern – Essattacken, Schlafschwierigkeiten aus psychischen Gründen und Schmerzen, chronische Fussschmerzen (vor allem bei Mehrbelastung), rasche Ermüdbarkeit, psychische Instabilität, PTBS und depressive Symptome - welche sich gegenseitig beeinflussten und verstärkten (S. 3 Ziff. 3.3 f.). Der Gesundheitszustand sei stationär und es sei kurz- und mittelfristig keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Eine langfristige Prognose sei sehr schwierig, da die Beschwerdeführerin sehr häufig Höhen und Tiefen erlebe (S. 3 Ziff. 4.1 f. ). 4.4 RAD-Ärztin Dr. N.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychother apie, stellte in ihrer Stellungnahme vom 11. April 2019 (Urk. 12/196/7-9) folgende Diagnosen: - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - rezidivierende depressive Störung, mittelgradige Episode, derzeit remittiert (ICD-10 F33.1) - phobische Ängste (Zahnarzt, Autofahren auf Autobahn, Angst vor Nadeln/Blut (ICD-10 F40.8) - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotio nal-instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - komplexe PTBS in der Kindheit, Typ II Trauma (ICD-10 F43.1) - Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit (ICD-10 Z61.4) - Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit (ICD-10 Z56) - chronische Fussschmerzen bei degenerativen Veränderungen - morbide Adipositas WHO III, Status nach Magenverkleinerung am 18.06.2012 - Essattacken (ICD-10 F50.4) - Nikotinabhängigkeit - Status nach arthroskopischer Rekonstruktion rechts am 23.02.2012 bei Rotatorenmanschettenruptur nach Sturz am 14.01.2012 - Status nach arthro skopischer Rotatorenmanschetten -R ekonst r uktion links vom 30.10.2015 nach Sturz am 22.07.2014 und nach Re-Ruptur am 24.05.2016 - Status nach offener Spaltung Retinaculum flexorum, Neurolyse Nervus medianus und Status nach Karpaltunnel-Operation rechts am 07.02.2017 und links am 2 4.05.2016 - Synovialektomie Hand link s vom 30.10.2015 - Status nach Muskelvenent h r ombose Unterschenkel rechts vom 27.09.2015 Unter dem Titel Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als MPA führte die RAD-Ärztin aus, dass die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung mittelgradig reduziert sei. Die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen sei durch die phobischen Ängste (Blut, Nadeln) und durch Kontaktschwierigkeiten schwer eingeschränkt. Als MPA seien Belastbarkeit, Stresstoleranz, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen gefordert. Die Durchhaltefähigkeit sei durch die verminderte emotionale Belastbarkeit und Konzentrationsminderung reduziert. Die Selbstbehauptungsfähigkeit sei durch die Kontaktschwierigkeiten und durch das verminderte Selbstwerterleben eingeschränkt. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten sei durch die vorliegenden Persönlichkeitsakzentuierungen mittelgradig redu ziert: dem Gefühl, ausgenutzt zu werden, und der Schwierigkeit, Grenzen zu setzen, mit resultierendem Fehlverhalten im Umgang. Dadurch sei auch die Grup penfähigkeit eingeschränkt. Die Verkehrsfähigkeit sei nicht beeinträchtigt und es bestünden Ängste bezüglich längerer Fahrten und Fahrten auf der Autobahn. Als Belastungsprofil nannte die RAD-Ärztin körperlich leichte Arbeiten in Wech selbelastung ohne Heben/Tragen von mittelschweren bis schwere n Lasten und ohne Überkopfarbeiten. Leidensgerecht seien Tä tigkeiten ohne permanenten Zeit /Termindruck und ohne Verrichtungen in Verbindung mit Blut/Nadeln sowie im Lebensmittelbereich bei nur geringem Publikumsverkehr, klar strukturierte Tätig keiten in ruhiger und emotional spannungsarmer Atmosphäre ohne hohe Anfor derungen an die psychische Belastbarkeit in einem eher kleinen Team. An einem angepassten Arbeitsplatz sei eine Leistungsfähigkeit von zunächst 50 % zu erwarten, welche innerhalb eines halben Jahres sukzessiv und unter psycho therapeutischer Begleitung auf 80 % gesteigert werden könne. In der bisherigen Tätigkeit als MPA bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 23. April 2015 bis 30. September 2018. Seit 1. Oktober 2018 liege eine Arbeits unfähigkeit von 55 % vor. In einer angepassten Verrichtung sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 23. April 2015 bis 30. September 2018, einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 und ab 1. Oktober 2019 von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Im Zusammenhang mit einer möglichen wesentlichen Veränderung des Gesund heitszustands führte die RAD-Ärztin aus, dass sich die depressive Episode bereits habe remittieren können und eine weitere Stabilisierung des Gesundheitszustands zu erwarten sei. Es werde weiterhin eine ambulante psychiatrisch-psycho therapeutische Weiterbehandlung inklusive medikamentöse Prophylaxe sowie die Weiterführung der hausärztlichen Betreuung empfohlen. Die Beschwerdeführerin sei compliant und die Therapien würden zuverlässig wahrgenommen. Im Weiteren führte Dr. N.___ aus, dass die Beschwerdeführerin am Patien tenempfang und am Computer arbeite, wobei zusätzliche Aufgaben, unter ande rem im Labor, geplant seien. Es handle sich um keine optimal angepasste Tätigkeit und es könne davon ausgegangen werden, dass in einer solchen dauerhaft ein höheres Leistungsvermögen erreicht werden könne. 4. 5 Dr. H.___ und Psychotherapeutin G.___ nannten in ihrem Bericht vom 29. September 2019 (Urk. 12/209) folgende Diagnosen (S. 1): - rezidivierende depressive Störun g, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD- 10 F33.1) - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional-instabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) Die Fachpersonen führten aus, dass gemäss BDI aktuell ein Wert von 25 Punkten vorliege. Dies deute zwar auf eine leichte Aufhellung der Stimmung im Vergleich zum Dezember 2018 hin, die Beschwerdeführerin befinde sich gemäss der erwähnten Punktezahl aber noch immer im Bereich der mittelgradigen depres siven Störung, was die Krit erien von ICD-10 F33.1 erfülle. Die Beschwerdeführerin kämpfe stets mit ih rer chronischen Erschöpfung und innerlichen Spannungszuständen. Die zu Hause zu erledigenden Tätigkeiten (Haushalt, Administration) gel ängen ihr nur unter grosser Anstrengung, weshalb sie alle zwei Wochen die Hilfe der Psychiatrie -S pitex in Anspruch nehme. Sie brauche oft den Halt, die Motivation und den Fokus, die ihr eine solche Hilfs person bieten könne. Der Umfang mit der positiven Aggression sei sehr schlecht. Sie könne sich zumeist nicht/nur schlecht wehren und durchsetzen und fresse ihre Aggression in sich hinein, was zu Missmut, schlechter Laune, Niederge schlagenheit und oft depressiver Stimmung führe. Diese Gefühle kompensiere sie durch übermässiges Essen (Binge- eating -Störung), was wi ederum die Stimmung niederdrücke und das bereits sehr niedrige Sel bstwertgefühl noch mehr schwäche. Es liege eine chronische Müdigkeit, ein Gefühl der Überforderung und Erschöp fung, eine sehr rasche Ermüdb arkeit, eine ausgeprägte Antriebsarmut/-hemmung und eine Ein-/Durchschlafstörung vor. Im Kontakt wirke sie oft schwermütig, wobei der emotionale Rapport trotzdem gut herstellbar sei. Es bestehe ein starker sozialer Rückzug mit nur sehr wenige n soziale n Kontakte n ausserhalb des Arbeitsplatzes. Somit sei klargestellt, dass die Diagnose einer rezidi vierenden Störung erfüllt sei (S. 2). Der Charakter der Chronizität der depressiven Erkrankung sei für die Beurteilung des Fall s u ngenügend in Betracht gezogen wo rden. Eine chronische Erkrankung erschwere eine vollständige Heilung respektive eine Wiedererlangung einer höheren Arbeits-/Leistungsfähigkeit. Im Vorbescheid der Beschwerdegegnerin sei zudem keine Rücksicht auf die Dysfunktionalität der Persönlichkeit der Beschwer deführerin aufgrund der Persönlichkeitsdefizite und der traumatischen Kindheits erfahrungen infolge des jahrelange n Missbrauch s in sehr frühem Kindesalter genommen worden. Die Kombination der Depression mit den dysfunktionalen Persönlichkeitsanteilen und Persönlichkeitsveränderungen durch jahrelangen sexuellen Missbrauch hinterlasse eine zerbrechliche Persönlichkeit, wodurch die Beschwerdeführerin der Welt eher mit Skepsis und Angst begegne und sie ein völlig instabiles Selbstwertgefühl habe. Im alltäglichen Leben habe sie grosse Mühe mit persönlichen Stellungnahmen, ein schwaches Durchsetzungsvermögen und sehr hohe Ansprüche an sich selbst - vor allem im Berufsleben - was die Leistungsfähigkeit beeinträchtige (S. 3). Sofern die bisher erreichte psychische Stabilität beibehalten werden könne, könne die Beschwerdeführerin weiterhin im aktuellen Anstellungsverhältnis von 40 % arbeiten. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit im kommenden Jahr sei eher unwahrscheinlich, da die Belastbarkeitsgrenze mit 40 % erreicht sei. Die Beschwerdeführer in sei trotz aller Schwierigkeiten in den letzten Monaten fehlerfrei zur Arbeit erschienen, erledige diese mit viel Engagement und werde vom Arbeitsteam sehr geschätzt. Die Arbeitsstelle sei daher als optimal angepasst anzuschauen und funktioniere ohne zu hohe Arbeitsbelastung und Leistungs tempo in einer wertschätzenden und wohlwollenden Atmosphäre. Die Begrün dung im Vorbescheid, wonach der aktuelle Arbeitsplatz der Behinderung nicht optimal angepasst sei, sei deshalb nicht nachvollziehbar. Wichtig sei, dass aktuell keine Labo rtätigkeiten geplant seien, weil die Beschwerdeführe rin solche Aufga ben aufgrund d er Misshandlung en in der Kindheit nicht mehr ausführen könne. Die Argumentation, wonach in einer angepassten Tätigkeit ein höheres Leistungs vermögen erzielt werden könne, sei deshalb unrealistisch. In einer behinderungs angepassten Verrichtung sei der Beschwerdeführerin eine Arbeitszeit von zirka drei Stunden pro Tag zumutbar (S. 4). Seit der Bericht erstattung vom 17. Dezember 2018 habe sich der Gesundheits zustand nicht erheblich verbessert, so dass die RAD-Annahme einer 80%igen Arbeitsfähigkeit seit 1. Oktober 2019 absolut unrealistisch und unverständlich sei. Die Beschwerdeführerin habe zwar durch die therapeutische Behandlung, durch eine Festanstellung an einem behinderungsangepassten Arbeitsplatz sowie durch di e Unterstützung der Psychiatrie-S pitex eine leichte Verbesserung der Depression erreicht, es bestehe aber immer noch eine eindeutige emotionale Instabilität, je nach Arbeitsbelastung und psychischer Verfassung. Diese Instabi l ität bestehe seit vielen Jahren und habe einen zyklischen Verlauf, was ein klares Anzeichen einer minderen Form der Persönlichkeitsstörung sei. Die Beschwerde führerin habe in den letzten Monaten ihre Arbeit ohne Abbruch oder Verschlech terung der Symptomatik ausführen können und habe so eine gewisse Stabilität erreicht. Die Leistungsfähigkeit habe sich indes nicht erhöht und die Beschwer deführerin sei weiterhin auf die wohlwollende und wenig belastende Arbeits situation an ihrer aktuellen Arbeitsstelle angewiesen. Eine leistungsrelevante Verbesserung des Zustandes habe damit nicht beobachtet werden können (S. 4 f.). Aufgrund der Chronizität sei nicht zu erwarten, dass die Arbeits- und Leistungs fähigkeit wesentlich erhöht werden könnten. Für die nächsten Jahre könne zwar eine leichte Steigerung der Arbeitsfähigkeit (bestenfalls um 10 %) erwartet werden, aber mit einem bleibenden Verlust der Leistungsfähigkeit. Das Beibehal ten einer der Behinderung angepassten Tätigkeit, welche die Beschwerdeführerin in der aktuellen Arztpraxis habe, sei deshalb wichtig. Die Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2019 zu 80 % arbeitsfähig sei, sei nicht nachvollziehbar (S. 8). 4. 6 Am 3. Dezember 2019 äusserte sich RAD-Ärztin Dr. N.___ erneut zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und führte aus, dass im Bericht von Dr. H.___ vom 29. September 2019 weiterhin eine rezidivierende Störung festge stellt worden sei. Diese habe sich zwischenzeitlich (Dezember 2018) weitgehend remittieren können. Eine Vollremission sei medizintheoretisch durch die Anpas sung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation (Johan n iskrautpräparat und Baldrian-/Hopfenextrakt) möglich, weshalb die Behandlungsoptionen nicht ausgereizt seien. Die defizitären Persönlichkeitszüge und Auswirkungen der Kind heitserfahrungen seien berücksichtigt worden und zeig t en sich in den beruflichen Einschränkungen. Wie Dr. H.___ bereits am 17. Dezember 2018 festgestellt habe, sei die Beschwerdeführerin in Zeiten erhöhter Arbeitsbelastung emotional insta bil. V iele Arbeiten als MPA seien schwierig für sie, weshalb sie im Ausbildungs bericht vom 12. Januar 2018 selbst angegeben habe, nicht mehr als MPA arbeiten zu wollen. Dr. H.___ habe sodann am 17. Dezember 2018 beschrieben, dass die aktuelle Tätigkeit der Beschwerdeführerin Belastbarkeit, Stresstoleranz, Team fähigkeit und soziale Kompetenzen erfordere. Die Beschwerdeführerin sei unter anderem zuständig für PC-Arbeiten, telefonischen Dienst, Patientenempf ang und Rezepte, wobei seitens der verständnisvollen Arbeitgeber in am aktuellen Arbeits platz auf die zu erwartenden Laborarbeiten verzichtet werde. Bei der psychisch instabilen, psychisch wenig belastbaren und stressintoleranten Beschwerde führerin sei in einer Tätigkeit ohne Zeit-/ Termindruck, ohne/mit geringem Publi kumsverkehr und ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit eine höhere L e istungsfähigkeit zu erwarten. Psychosoziale Belastungen bestünden aufgrund finanzielle r Sorgen, insbesondere seit etwa drei Jahren. Insgesamt seien keine neuen, unberücksichtigten Fakten vorgebracht worden, weshalb an der RAD-Stellungnahme vom 11. April 2019 festgehalten werden könne (Urk. 12/ 220/ 3-4). 4. 7 Am 9. Juni 2020 nahmen Dr. H.___ und Psychotherapeutin G.___ erneut zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin Stellung, wobei sie folgende Diagnosen aufführten (Urk. 8 S. 1): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ( ICD-10 F33.1), aktuelles BDI 28 Punkte - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional- in stabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) aufgrund einer komplexen PTBS ( ICD-10 F43.1) Die Fachpersonen führten aus, dass die diagnostische Kategorie der PTBS zum ersten Mal aufgeführt werde, weil sie bisher nur implizit durch die Diagnose ICD 10 F61.1 beschrieben worden sei. Wie im Bericht vom 17. Dezember 201 9 [richtig 2018] ausgeführt worden sei, sei die Beschwerdeführerin in Baby- und Frühkind heitsjahren jahrelang von ihrem Vater sexuell schwer mi ssbraucht worden. Diese Erfahrung habe zur Diagnose ICD-10 F61.1 geführt, was invalidisierender und weniger gut therapierbar sei als eine komplexe Traumafolgestörung. Die Diagnose der stark akzentuierten Persönlichkeitszüge sei somit als Fol ge der komplexen PTBS zu sehen und sei angesichts der Schwere und der schlechten Prognose dieser Störung zu wenig berücksichtigt. Die Beschwerdeführerin leide sehr oft unter Intrusionen, Stimmungsschwankungen und Gefühlsausbrüchen, was einen direk ten Einfluss auf ihre Arbeitsfähigkeit habe (S. 1 f.). Die depressive Störung sei niemals remittiert. Es habe sich – wie bereits im Bericht vom 17. Dezember 2018 erwähnt - einzig eine leichte Aufhellung der depressiven Symptomatik gezeigt. Das aktuelle BDI zeige im Vergleich zum Bericht vom 29. September 2019 wieder eine Verschlechteru ng des depressiven Zustandsbild s. Diese Punktzahl grenze an eine schwere Depression, welche ab 29 Punkte n diag nostiziert werde, weshalb die Kriterien von ICD-10 F33.1 erfüllt seien (S. 2). Die bisher erreichte psychische Stabilität habe beibehalten werden können, wobei die Beschwerdeführerin weiterhin im aktuellen Anstellungsverhältnis von 40 % arbeite und ihre Aufgaben relativ gut erledige. Eine Erhöhung der Arbeits fähigkeit in diesem Jahr sei eher unwahrscheinlich und es scheine, als dass die Belastbarkeitsgrenze im Anstellungsverhältnis mit 40 % erreicht sei. Im besten Fall könnte die Arbeitsfähigkeit im Laufe der nächsten Jahre um 5 bis 10 % erhöht werden. Die aktuelle Arbeitsstelle sei optimal an das Arbeitsprofil der Beschwerdeführerin angepasst. Die Arbeitsstelle funktioniere wie ein geschützter Arbeitsplatz, mit einem kleinen Team, ohne zu hohe Arbeitsbelastung und in einer familiären Atmosphäre. Die Beschwerdeführerin müsse an der aktuellen Arbeitsstelle kei ne Laboraufgaben erledigen. Als aktuelles zumutbares Arbeits pensum nannten die Fachpersonen etwa drei Stunden pro Tag in einer ange passten Tätigkeit (S. 2). Im Weiteren wurde festgehalten, dass sich der Gesundheitszustand seit dem 17. Dezember 2018 nicht erheblich verbessert habe. Die im letzten Bericht aufge führte leichte Verbesserung der Depression sei nicht mehr aktuell. Die Beschwer deführerin sei nach wie vor emotional instabil, wobei die psychische Instabilität einen chronischen Charakter und einen zyklischen Verlauf habe, was ein klares Anzeichen einer minderen Form einer Persönlichkeitsstörung sei. Die Beschwer deführer in habe in den letzten Monaten ihre Arbeit zwar ohne Abbruch durch führen können, die Leistungsfähigkeit habe sich indes nicht erhöht und es habe auch keine leistungsrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands beobachtet werden können (S. 3). Im Laufe der Behandlung seien einige Antidepressiv a ausprobiert worden (vgl. den Bericht vom 17. Dezember 2018). Die Beschwerdeführerin habe sich unter Deprivita am wohlsten gefühlt und habe bei der Einnahme von Wellbutrin, Brintelix, Cymbalta und Valdoxan unter starken Nebenwirkungen gelitten. Die eindeutig stark akzentuierten unsicher-vermeidenden Persönlichkeitsant e ile (ICD-10 F61.1) spielten eine zentrale Rolle bei der Abneigung der Beschwerde führerin, neue Medikamente auszuprobieren. Eine weitere, nicht ausgeschöpfte therapeutische Massnahme wäre eine stationäre Langzeitbehandlung in einer psychiatrischen Klinik für die Behandlung von Traumafolgestörungen. Eine solche Behandlung sei aber insofern kontraindiziert, als dies mit hoher Wahr scheinlichkeit zum Verlust der jetzigen Arbeitsstelle und der beruflichen Rehabi litation führen würde (S. 3). 5. 5.1 Die RAD-Ärztin, welche die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht hatte, ging in ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 (Urk. 12/220/3-4) von einer weitgehenden Remission der depressiven Störung im Dezember 2018 aus. Im Weiteren wies sie darauf hin, dass durch die Anpassung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation (Johanniskrautpräparat, Baldrian-/Hopfenextrakt) eine Vollremission der depressiven Störung möglich sei, weshalb die Behandlungs optionen nicht ausgereizt seien ( vgl. auch Urk. 11 S. 1 f. ). Dr. N.___ beliess es dabei beim pauschalen Hinweis auf eine Teilremission der depressiven Störung im Dezember 2018 und legte insbesondere nicht dar, inwiefern sich die depressive Symptomatik bis zum genannten Zeitpunkt konkret verbessert hat te. Im Weiteren setzte sie sich nicht mit der Einschätzung der behandelnden Fachpersonen vom 29. September 2019 auseinander, wonach trotz leichter Verbesserung der Depres sion im Dezember 2018 keine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten sei und keinesfalls von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden könne, da noch immer eine eindeutige psychische Instabilität bestehe (Urk. 12/2 09 S. 4). Soweit der Hinweis der RAD-Ärztin auf die Anpassung der Medikation impliziert, dass die Beschwerdeführerin seit Juli 2015 zur Behandlung der psychischen Störungen einzig Johanniskrautpräparate und Baldrian-/Hopfenextrakte ein ge nommen habe, ist darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der Behandlung zumin dest seit 2017 mehrere Antidepressiva ( Wellbutrin, Brintelix, Cymbalta, Valdoxan ) eingesetzt wurden, welche jedoch wegen fehlender Wirkung, Neben wirkungen respektive starker Verschlimmerung der Symptomatik wieder haben abgesetzt werden müssen (Urk. 12/171/1-9 S. 5 Ziff. 1.5 ). Sodann handelt es sich beim eingenommenen Johanniskrautpräparat um ein für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen zugelassenes, anerkanntes und rezept pflichtiges Antidepressiv um. Mit welchen anderen Antidepressiva im Falle der Beschwerdeführerin eine Vollremission der Depression erreicht werden könnte, zeigte die RAD-Ärztin nicht auf. 5.2 Was den Hinweis der RAD-Ärztin betrifft, bei der aktuellen Arbeitsstelle bei F.___ handle es sich um keine optimal angepasste Tätigkeit (Urk. 12/220/3-4, Urk. 12 /196/9, vgl. auch Urk. 11 S. 2 ), ist Folgendes zu bemerken: Die Beschwer deführerin hat die 40 %- Stelle bei F.___ noch während ihres Arbeitsversuchs im Geburtshaus E.___ (Urk. 12/131, Urk. 12/143 ) gefunden (Urk. 12/172 S. 1 ). Da die fünfwöc hige Einarbeitung bei F.___ ab 20. Novem ber 2018 und somit noch während des bis ursprünglich zum 31. Dezember 2018 laufenden Arbeitsversuchs im Geburtshaus stattfand, wurde letzterer seitens der Beschwerdegegnerin frühzeitig beendet und bis Ende Dezember 2018 bei F.___ weitergeführt (Urk.12/159, Urk. 12/173 S. 2 ). Die Beschwerdeführerin wurde bei F.___ – einer auf Pflanzenheilkunde und manuelle Techniken spezialisierte n gynäkologischen Praxis - für die Erledigung administrativer Tätigkeiten eingesetzt und war für die Outlook- Agendaführung, den Telefondienst, den E M ailver kehr, den Ausdruck/die Verteilung von Tagesplänen, die Ausstellung/das Faxen/ die Triamed -Verrechnung von Rezepten, das Heraussuchen/Versorgen von Dossiers, das Vornehmen von Eintragungen in die Dossiers, die Abwicklung von Bar-/Kartenzahlungen inklusive Ausstellung von entsprechenden Quittungen sowie (ab 2019) zwei- bis dreimal pro Woche fürs Kochen für das Team zuständig (S. 3). Sie führte keine Labortätigkeiten aus und ein entsprechender Einsatz war gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters vom 29. September 2019 seitens der Arbeitgeberin auch zukünftig nicht geplant (Urk. 12/209 S. 4). Der Beschwerdeführerin stehen sodann acht Wochen bezahlte Ferien pro Jahr zu (Urk. 12/172 S. 2). Dr. H.___ bezeichnete die Arbeitsstelle bei F.___ als optimal angepasst. Diese funktioniere wie ein geschützter Arbeitsplatz, mit einem kleinen Team in einer privaten Praxis, ohne zu hohe Arbeitsbelastung und Leistungs tempo und in einer wertschätzenden und wo hlwollenden Atmosphäre (Urk. 12 /209 S. 4, vgl. auch Urk. 12/171/1-9 S. 5 Ziff. 1.7 ). Die Beschwerde führerin berichtete von einer verständnisvollen und offenen Chefin sowie einer wohlwollenden, wertschätzenden und verständnisvollen Atmos phäre am Arbeits platz (Urk. 12/1 73 S. 19 ). Der Eingliederungsberater der Beschwerdegegnerin wies darauf hin, dass der zuständige Job-Coach bei C.___ das Setting bei F.___ als ideal empfinde (Urk. 12/173 S. 2 ). Betreffend den zumutbaren Umfang der Arbeitsfähigkeit in einem Anstellungsverhältnis bestand zwischen den behan delnden Ärzten sowie der zuständigen Integrationsberaterin bei C.___ Einigkeit darüber, dass mit einem Pensum von 40 % das Maximum erreicht se i (vgl. E. 4.1-2, E. 4.5, E. 4.7, Urk. 12/172 S. 2). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzu weisen, dass die Beschwerdeführerin im August 2018 ihr Pensum im Geburtshaus von ursprünglich 40 auf 50 % erhöht hatte, diese Steigerung jedoch aufgrund der deutlichen Überbelastung der Beschwerdeführerin per September 2018 wieder rückgängig gemacht wurde (S. 1, vgl. auch Urk. 12/150 S. 1 f. ). Vor diesem Hintergrund ist festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin bei F.___ ausgeübte Tätigkeit sowohl in qualitativer als auch quan ti tativer Hinsicht als angepasst einzustufen ist. Der Fokus der Tätigkeit lag auf der Erledi gung administrativ er Tätigkeiten, wobei der Publikumsverkehr im Hintergrund stand und weder eine zu hohe Arbeitsbelastung noch ein zu hohes Leistungs tempo vorherrschte. Dies gilt auch weiterhin. I nsofern ist der Hinweis der RAD Ärztin, dass in einer Tätigkeit ohne Zeit- und Termindruck, mit geringem Publi kumsverkehr und ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit eine höhere Leistungsfähigkeit zu erwarten sei (Urk. 12/220/4), nicht nachvo llziehbar. Die Beschwerdegegnerin legte denn auch nicht dar, welche konkreten anderen Tätigkeit en diese Bedingungen – im Gegensatz zur Arbeit bei F.___ - erfüllen könnten. In diesem Zusammenhang ist fraglich, ob eine Tätigkeit gänzlich ohne jeglichen Zeit- und Termindruck und gänzlich ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit im 1. Arbeitsmarkt überhaupt existiert. Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang auch, dass die Beschwerdeführerin für die Arbeit bei F.___ ausgebildet ist und sie über Berufserfahrung verfügt, wohingegen sie bei anderen, berufsfremden (Hilfs-)Tätigkeiten nicht gleichermassen auf spezifi sche Kenntnisse oder Erfahrung zurückgreifen kann, was die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit ebenfalls vermindern kann. Dr. H.___ bemass denn die Arbeitsfähigkeit in einer anderen leidensangepassten Tätigkeit mit höchstens drei bis vier Stunden pro Tag (Urk. 12/171/1-9 S. 7, 12/209 S. 4 ). 5.3 Für die von der RAD-Ärztin am 11. April 2019 prognostizierte (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2) und postulierte Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer optimal ange passten Tätigkeit seit 1. Oktober 2019 (Urk. 12/196/8 -9 ) fehlt es an einer ( nach vollziehbaren ) Begründung. Dr. N.___ hielt diesbezüglich lediglich fest, es könne davon ausgegangen werden, dass die zunächst auf 50 % beschränkte A rbeitsfähigkeit innerhalb eines halben Jahre s sukzessive und unter psycho therapeutischer Begleitung auf 80 % gesteigert werden könne. Dazu, ob sich diese Prognose in der Folge tatsächlich verwirklicht hat, äusserte sich die RAD-Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 (Urk. 12/220/3-4) zudem nicht. Der behandelnde Psychiater verneinte am 29. September 2019 in plausibler Weise eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin seit 1. Oktober 2019 (Urk. 12/209 S. 4 f.). Der Hinweis der Beschwerdegegnerin, aus dem Bericht der behandelnden Fachpersonen vom 9. Juni 2020 (Urk. 8) gehe keine wesentliche Veränderung des Gesundheitsz ustands vor (Urk. 11 S. 2), geht ins Leere. Es ist nicht die Beschwerdeführerin, welche eine Veränderung ihrer gesundheitlichen Situation per 1. Oktober 2019 geltend macht, sondern die Beschwerdegegnerin, die daraus eine Befristung der Rente ableiten will. Nach dem Gesagten ist per 1. Oktober 2019 – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin – keine versicherungsrelevante Veränderung des Gesund heitszustands mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit ausgewiesen (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2 in fine ). 6. 6.1 6. 1.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens ver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1 ). Gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teue rung und der realen Einkommensentwicklung an gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesund heitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s ein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1). Ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Inva lidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohn strukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 55 f. zu Art. 28a ). 6. 1.2 Zwischen den Parteien ist unbestritten und aufgrund des Abklärungsberichts vom 17. Juni 2019 (Urk. 12/191) erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheits fal l zu 100 % in einem Anstellungsverhältnis erwerbstätig wäre (S. 8). Die Beschwerdeführerin gab in diesem Zusammenhang nachvollziehbar an, dass sie aus finanziellen Gründen bereits bei Dr. Y.___ ein höheres Arbeitspensum – idealerweise ein solches von 100 % - habe ausüben wollen, eine Steigerung des Pensums in der entsprechenden Arztpraxis aber nicht möglich gewesen sei. Der Arbeitgeber habe gewusst, dass - sobald sie eine passende Stelle mit einem Pensum von 100 % oder sicher schon 90 % gefunden hätte - sie sofort die Stelle gewechselt hätte. Dieser Umstand habe bei der Kündigung der Stelle – neben den bevorstehenden Operationen - auch eine Rolle gespielt (S. 3). Vor diesem Hintergrund kann – entgegen der Auffassung der Beschwerde gegnerin (Urk. 12/219, Urk. 12/22 S. 2 f. ) – bei der Ermittlung des ( hypothe tischen ) Validenlohns nicht direkt auf den zuletzt bei Dr. Y.___ in einem 70 % Pensum erzielten und auf ein 10 0 %-Pensum aufge rechneten und der Teuerung angepass ten Jahreslohn abgestellt werden. Gemäss den Lohnempfehlungen für Arztgehilfinnen aus der Grossregion Zürich (Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, Lohnbuch Schweiz 2015, Tätig keitsbereich 86.2 1, Arztgehilfin, S. 530) entsprach der von der Beschwerde führerin im Jah r 2015 bei Dr. Y.___ erzielte Verdienst einem Lohn für eine Person mit rund 12 Jahren Berufserfahrung (Jahresgehalt 2015 bei Dr. Y.___ bei 100 %-Tätigkeit : Fr. 49'536.--/ 7 x 10 = Fr. 70'765.70 [Urk. 12/219 S. 1] ; Lohn gemäss Lohnbuch 2015 im 12. Berufsjahr Fr. 5'170.-- zuzüglich Fr. 26 0. = Fr. 5'430.--; x 13 = Fr. 70'590.--). Die Beschwerdeführerin war denn im März 2015 (Kündigung des Arbeits verhältnisses durch Dr. Y.___ ; Urk. 12/13 S. 2, Urk. 12/22) seit mehr als elf Jahren als MPA bei verschiedenen Ar beitgebern tätig gewesen (vgl. Urk. 12/ 15 S. 2 ff.). Es ist anzunehmen, dass die entsprechenden Lohnempfehlungen der Grossregion Zürich die hypothetischen Verdienst möglichkeiten der Versicherten im Gesundheitsfall grundsätzlich realistisch ab bilden. Dementsprechend sind sie für die Ermittlung des Valideneinkommens des Jahres 2019 heranzuziehen. Im Jahr 2019 hätte die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall gegenüber 2015 vier zusätzliche Berufsjahre ausweisen können. Entsprechend dem Lohnbuch 2019 der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich ist damit von einem Einkommen von Fr. 79'950.-- auszugehen (Lohn gemäss Lohnbuch 2019 bei 16 -jä hriger Berufserfah rung Fr. 5'370.-- zuzüglich bis Fr. 780.-- = Fr. 6'150.--; x 13). Dieses Einkommen entspricht denn im Wesentlichen dem Lohn gemäss der Lohnstrukturerhebung 2018, welches Frauen im Kompetenz niveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) im Gesundheits- und Sozialwesen erzielten und welches Fr. 80'289.18 betrug ( Fr. 6'418.-- angepasst an die durch schnittliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden ; für 2019 zuzüglich Nominallohn entwicklung von 0.9 % = Fr. 81'011.78 ). 6. 2 6. 2.1 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/ aa ). 6. 2.2 Die Beschwerdeführerin war seit 1. Januar 2019 - und somit vor Erlass der an ge fochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) – mit einem Pensum von 40.5 % bei F.___ tätig, wobei sie ein Jahrese inkommen von Fr. 3 1’590.-- erzielte (Urk. 1 S. 8, Urk. 27/1-2 ). Dieser Lohn ist dem Invalideneinkommen zugrunde zu legen. 6. 3 Unter Berücksichtigung einer Einkommenseinbusse von Fr. 48'360.-- ( Fr. 79'950. abzüglich Fr. 31’590.-- ) resultiert bei einem Invalideneinkommen von Fr. 31'590.-- ein Invaliditätsgrad von abgerundet 60 %. 6.4 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2019 bei einem Invaliditäts grad von 6 0 % Anspruch auf eine unbefristete Dreiviertels rente (vgl. E. 1.3) hat. Dies führt zur Gutheissung der Be schwerde. 6.5 Was die Erhöhung des Arbeitspensums der Beschwerdeführerin per 1. Januar 2021 betrifft (Urk. 17 S. 6 Ziff. 6), so erfolgte diese nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) und bildet somit nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Entsprechend ist auf den Antrag der Beschwerdeführerin auf Anpassung der Rente (Urk. 17 S. 6 Ziff. 6 ) nicht einzu treten. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Beschwerdegegnerin überwiesen, damit sie per 1. Ja nuar 2021 eine Revision vornehme und eine Anpass ung der Rente prüfe und vollziehe. 7. 7.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer, in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG). Es ist der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung dieser Grundsätze eine Pro zess ent schädigung von Fr. 2’900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversiche rungs anstalt, IV-Stelle, vom 15. Mai 2020 aufgehoben und es wird festgestell t, dass die Be schwerdeführer in ab 1. Januar 2019 Anspruch auf eine unbefristete Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung hat. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 2. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskr aft dieses Entscheids an die So zial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, im Sinne von E. 6.5 überwiesen. 3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess entschädigung von Fr. 2’900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 5. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Christina Ammann unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25, Urk. 26 und Urk. 27/1-2 - Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG unter Beilage einer Kopie von Urk. 26 und Urk. 27/1-2 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2020.00392 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 8. Juli 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Christina Ammann Sautter & Ammann Rechtsanwälte Bahnhofstrasse 12, Postfach 141, 8610 Uster gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin weitere Verfahrensbeteiligte: Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG Kapellenstrasse 5, 3011 Bern Beigeladene Sachverhalt: 1. Die 1966 geborene X.___, diplomierte Arztgehilfin und ausgebildete Spielgruppenleiterin, war zuletzt als medizinische Praxisassistentin (MPA) mit einem Pensum von 70 % bei Dr. m ed. Y.___ in Z.___ tätig und betrieb zudem als Selbständi gerwerbende mit einem Pensum von zirka 30 % die A.___ - Boutiqu e in B.___. A m 7. Oktober 2015 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Erschöpfungsd epression bei der Invalidenversicherung zu m Leistungs bezug an (Urk. 12/4), worauf die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erwerbliche und medizinische Abklärungen vornahm und unter ande rem die Akten des Krankentaggeldversicherers bei zog (vgl. Urk. 12/9/1-21). Am 18. Mai 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass aufgrund ihres aktu ellen Gesundheitszustands keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 12/32). Mit Mitteilung en vom 23. Mai 2017 (Urk. 12/61) erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für eine Potenzialabklärung bei der C.___ vom 12. Juni bis 7. Juli 2017, am 30. August 2017 für ein Job Coaching durch D.___ vom 1. September 2017 bis 31. März 2018 (Urk. 12/87), am 15. September 2017 für ein Belastbar keitstraining bei C.___ vom 2. Oktober bis 31. Dezember 2017 (Urk. 12/90) und am 29. November 2017 für ein Aufbautraining bei C.___ vom 1. Januar bis 30. Juni 2018 (Urk. 12/110). Am 6. Juni 2018 informierte die IV-Stelle die Versicherte über die Zusprache der Kosten für einen Arbeitsversuch im Geburts haus E.___ inklusive Job Coaching durch C.___ vom 1. Juli bis 30. September 2018 (Urk. 12/131), welcher am 4. September 2018 bis zum 31. Dezember 2018 verlängert wurde (Urk. 12/143). Am 19. Oktober 2018 infor mierte sie d ie Versicherte über die Kostenübernahme für den Arbeitsversuch bei der F.___ vom 20. November bis 31. Dezember 2018 inklusive Job Coaching durch C.___ (Urk. 12/159). Am 9. Januar 2019 (Urk. 12/174) teilte sie der Versicherte n mit, dass letztere den Arbeitsversuch bei F.___ erfolgreich habe absolvieren können und per 1. Januar 2019 einen Fest an stellungsvertrag zu 40 % erhalten habe, weshalb die beruflichen Massnahmen erfolgreich abgeschlossen seien. In der Folge führte die IV-Stelle bei der Versicherten am 31. Mai 2019 eine Abklärung für Se lbständigerwerbende durch (Abklärungsbericht vom 17. Juni 2019, Urk. 12/191). Mit Vorbescheid vom 20. September 2019 (Urk. 12/198) stellte sie der Versicherten für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2019 die Ausrichtung einer Viertelsrente in Aussicht, wogegen letztere am 21. Oktober 2019 unt er Auflage des Berichts von Dr. med. H.___, Psychiatrie und Psycho therapie FMH, vom 29. September 2019 (Urk. 12/209) Einwand (Urk. 12/210) erhob. Am 15. Mai 2020 sprach die IV-Stelle der Versicherten vom 1. Januar bis 30. September 2019 verfügungsweise eine befristete Dreiv iertelsrente zu (Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 15. Juni 2020 Beschwerde (Urk. 1) und bean tragte, dass ihr eine unbefristete Rente auf der Basis eines Invalid itäts grads von 61 % ab 1. Januar 2019 zuzusprechen sei (S. 2). Am 2. September 2020 (Urk. 7) reichte die Beschwerdeführerin den Beric ht von Dr. H.___ und dipl. psych. G.___ vom 9. Juni 2020 (Urk. 8) ein, welcher der Beschwerdegegnerin am 10. September 2020 zur Stellungnahme zugestellt wurde (Urk. 9). Mit Beschwer deantwort vom 28. Oktober 2020 (Urk. 11) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. In ihrer Replikschrift vom 15. Februar 2021 (Urk. 17) präzisierte die Beschwerdeführerin unter Auflage des Berichts v on Dr. H.___ vom 1. Februar 2021 (Urk. 18) ihren ursprünglichen Antrag insofern, als dass ihr vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2 020 eine Rente auf d er Basis eines Invalidi tätsgrad s von 61 % und ab 1. Oktober 2020 eine solche auf de r Basis eines Invaliditätsgrad s von mindestens 50 % (richtig wohl: a b 1. April 2021 eine Vi er telsrente ; S. 2, S. 6 Ziff. 6 ) zuzusprechen sei. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 17. März 2021 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 21), was der Beschwer deführerin am 23. März 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22). Mit Verfügung vom 25. Mai 2021 (Urk. 23) wurde die Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG zum Prozess beigeladen, woraufhin diese mit Schreiben vom 4. Juni 2021 erklärte, auf eine Stellungnahme zu verzichten (Urk. 25). Am 24. Juni 2021 reichte die Beschwerdeführerin den Lohnausweis für das Jahr 2019 bei F.___ ein (Urk. 27/2). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 54 7 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim mungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV ) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erfor derliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sach verhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis ). Nach der bundesgerichtl ichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Leistungs anpassung in der Regel erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzunehmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3; vgl. ZAK 1984 S. 134; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_32/2015 vom 10. September 2015 E. 4.1 und I 583/05 vom 15. März 2006 E. 2.3.2¸ je mit Hinweisen). 1.5 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass die depressive Störung weitgeh end zurückgegangen sei. Medizin theoretisch sei durch Anpassung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation eine weitere Verbesserung möglich und die Behandlungsoptionen sei en noch nicht vollum fänglich ausgeschöpft (S. 3; vgl. auch Urk. 11 S. 1). Die defizitären Persönlich keitszüge und die Auswirkung en der Kindheitserfahrungen seien berücksichtigt worden ( Urk. 2 S. 3). Gestützt auf den Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 61 %. Per 1. Oktober 2019 habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert und es sei ihr eine angepasste Tätigkeit mit körperlich leichten Arbeiten in Wechselbelastung zu 80 % zumutbar. Ab diesem Zeitpunkt bestehe ein Invaliditätsgrad von 38 %, weshalb der Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2019 kein Rentenanspruch mehr zustehe. F ür die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2019 habe sie Anspruch auf eine befristete Dreivier telsrente (S. 3). In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 11) präzisierte die Beschwerde gegnerin, dass aus dem aktuellsten Arztbericht keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands hervorgehe und der erst im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht vorliegend nicht relevant sei. Im Weiteren handle es sich bei der von der Beschwerdeführerin bei F.___ ausgeübten Tätigkeit um keine optimal angepasste Verrichtung (S. 2). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1 ), dass die Annahme der Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), wonach sich der Gesundheitszustand ab Oktober 2019 verbessert habe und sie (die Beschwerdeführerin) ab dann zu 80 % arbeitsfähig sei, nicht nachvollziehbar sei. Die behandelnden Fachpersonen gingen davon aus, dass ein Arbeitspensum von 40 bis 55 % beziehungsweise von drei Stunden pro Tag zumutbar sei und dass die medikamentöse Behandlung und therapeutischen Massnahmen ausgereizt seien (S. 4 ff. Ziff. 2.1, vgl. auch Urk. 7 S. 2 ). Im Weiteren sei die Beschwerde gegnerin von einem zu tiefen Valideneinkommen ausgegangen. Unter Berück sichtigung einer Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % sowie eine s Validen lohn s von Fr. 80'000.-- sei von einem Invaliditätsgrad von 60.5 % auszugehen (S. 7 f. Ziff. 2.2). In ihrer Replik (Urk. 17) präzisierte die Beschwerdeführerin, dass eine Vollremission der Depression durch eine Anpassung der Medik ation nicht möglich sei, da sie verschiedene Medikamente ausprobiert habe, welche indes aus medizinischen Gründen wieder hätten abgesetzt werden müssen. Die Medikation und die psychotherapeutische Behandlung (inklusive stationäre und tages k linische Therapie ) sei en im Rahmen des Möglichen erfolgreich gewesen, da ihr der Wiedereinstieg in ein teilzeitliches Arbeitspensum nac h einem sehr langen Arbeitsausfa ll gelungen sei (S. 2 ff. Ziff. 1 ff.). Die Feststellung der Beschwerde gegnerin, es liege seit September 2019 keine rentenbegründende Invalidität mehr vor, beruhe einzig auf einer rein theoretischen hypothetischen Einschätzung der RAD-Ärztin, welche die Beschwerdeführerin nicht untersucht habe (S. 4 Ziff. 3). Letztere wies schliesslich darauf hin, dass sie ihr Pensum ab 1. Januar 2021 auf 51. 2 % steigern werde (S. 6 Ziff. 6 ). 3. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin aufgrund psychischer Beschwerden in einer angepassten Tätigkeit für die Zeit vo n April 2015 (vgl. Urk. 12/196/11) bis 30. September 2 0 18 zu 100 % arbeitsunfähig und vom 1. Oktober 201 8 bis 30. September 2019 zu 40, 5 respektive 50 % arbeitsfähig war. Die Beschwer den im Zusammenhang mit den Rotatoren manschetten r upturen an de n Schultern sowie dem Karpaltunnelsyndrom an d en Händen mit entsprechenden Opera tionen i n den Jahren 2012, 2015, 2016 und 2017 (vgl. Urk. 12/181/1-6 S. 2 Ziff. 1.2) standen bei der zu beurteilenden IV-Anmeldung (Urk. 12/32) respektive der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) nicht im Vordergrund. Ebenfalls unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin durch ihr psychisches Leiden auch nach dem 1. Oktober 2019 in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt war (Urk. 12/196 S. 8 f.). Strittig ist demgegenüber der Umfang der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit seit 1. Oktober 201 9. Während die Beschwerdegegnerin von einer Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin per 1. Oktober 2019 und seit diesem Zeitpunkt von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer behinderungsangepassten Verrichtung ausgeht (Urk. 2 S. 3 ), verneint die Beschwerdeführerin eine entsprechende Veränderung ihrer gesundheitlichen Situation und postuliert für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 20 2 0 weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 40,5 % respektive ab 1. Januar 20 21 eine solche von 51.2 % (Urk. 1 S. 4 f f. Ziff. 4.1, Urk. 17 S. 6 Ziff. 6). 4. 4.1 In seinem Bericht vom 17. Dezember 2018 (Urk. 12/171/1-9) nannte der behan delnde Psychiater Dr. H.___ folgende Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1): - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1, Becks-Depressions-Inventar [BDI] 29) - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotio nal-instabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) - Störung durch negative Kindheitserlebnisse: sexueller Missbrauch durch den Vater (ICD-1 0 Z61) - Status nach Fussarthrose - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - Essattacken bei anderen psychischen Störungen (ICD-10 F50.4) Dr. H.___ führte aus, dass sich die Beschwerdeführerin seit April 2018 bei ihm in Behandlung befinde und sich anfänglich ein klares Bild einer mittelgradigen bis schweren Depression mit somatischen Symptomen gezeigt habe. Hauptsymptome seien eine ausgeprägte depressi ve und niedergedrückte Stimmung - phasenweise mit suizidalen G edanken -, Antriebsverlust, Verlust der Vitalgefühle, Grübeln, Freudlosigkeit, Schlafstörung, Appetiterhöhung und erhöhte Ermüdbarkeit gewe sen. Im Laufe der psychotherapeutischen Behandlung habe sich dieses anfäng liche Bild allmählich aufgehellt, wobei immer noch eine grosse emotionale Instabilität, je nach Arbeitsbelastung bestehe. Erst vor einigen Wochen habe nach einem Medikamentenwechsel (von Cym balta zu Deprivita und Zeller Schlaf Forte) eine Ve rbesserung des depressiven Bilds mit Stimmungsaufhellung und der Steigerung des Antriebs und der Fähigkeit zur Freude beobachtet werden können. D ie Stimmung wechsle sich indes seit vielen Jahren zyklisch ab, wobei sich die Beschwerdeführerin in diesen Phasen erschöpft, kraftlos, ermüdet und in der Stimmung deutlich niedergedrückt fühle (S. 3). Bei der Beschwerdeführerin zeige sich ein klares Beziehungsmuster, vor allem im beruflichen aber auch im persönlichen Umfeld, indem sie keine klaren Grenzen setzen könne und sich ausgenützt fühle. Dies resultiere in Fehlwahrnehmungen von Situationen und im Fehlverhalten im Umgang mit Mitmenschen und erschwere die vollständige Wiedereingliederung ins Berufsleben. Innerpsychisch leide sie unter einem starken Leidensdruck, erlebe aber gleichzeitig ausgeprägte Selbstentwertungstendenzen, was ein typisches Muster bei Opfern von Misshand lungen darstelle. Des Weiteren zeigten sich ausgeprägte Vermeidungs- und Abhängigkeitstendenzen. Aktuell finde wöchentlich eine psychodynamische und ressourcenorientierte Psychotherapie statt (S. 4). Die Beschwerdeführerin habe in den letzten Jahren mehrmals die Medikamente gewechselt, wobei das aktuelle Deprivita kombiniert mit Zeller Schlaf Forte am besten wirke. 2017 sei Wellbutrin wegen Herzrasen s abgesetzt worden, 2018 Brintelix wegen fehlender Wirkung sowie Cymbalta und Valdoxan wegen starker V erschlimmerung der Symptomatik - vor allem Suizidgedanken ( S. 5). Bei Vorhandensein der psychischen Stabilität könne die Beschwerdeführerin weiterhin eine Mischform von Anstellungsverhältnis von (aktuell) 40 % und einem Anteil an Selbständigkeit (möglich 5 %) ausüben. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit im nächsten Jahr sei eher unwahrscheinlich, da das Arbeits training deutlich zeige, dass die Belastbarkeitsgrenze im Anstellungsverhältnis mit 40 % erreicht sei. (S. 4). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe anam nestisch eine 100%ige Arbeits un fähigkeit seit 22. April 2015. Seit Ende Oktober 2018 sei bis auf Weiteres von einer Arbeitsunfähigkeit von 55 % auszugehen. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin mit einem Pensum von 40 % zumutbar. Obwohl sie aktuell zu 40 % arbeite, bestehe eine gewisse Verminde rung der Leistungsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin sei deshalb in der kleinen Arztpraxis mit einer privaten Klientel und in einem sehr persönlichen und geschützten Umfeld am besten aufgehoben (S. 5 Ziff. 1.6 f.). Dr. H.___ führ t e weiter aus, dass die Beschwerdeführerin in der gynäkologischen Praxis aktuell keine Laboraufgaben aus führe. Dies sei eventuell für das Jahr 2019 geplant, wobei dies bei der Beschwerdeführerin grosse Sorgen auslöse, da alles, was mit Blut/Nadeln in Verbindung stehe, für sie wie ein Trigger wirke und starke Ängste auslöse. Funktionseinschränkungen bestünden insofern, als die Beschwer deführerin nicht vollständig belastbar sei und in Zeiten erhöhter Belastungen bei der Arbe it emotional instabiler werde. Mit dem momentan en Pensum von 40 % sei sie voll belastet. Für das eigene Geschäft wende sie im Durchschnitt zirka 2 Stunden pro Woche auf, teilweise mit Hilfe von Dritten. Die Beschwerdeführerin sei mit einem Pensum von 40 % als Angestellte und 5 % als Selbständig e rwerbende an ihre Belastbarkeitsgrenze gekommen. Eine behinderungsange passte Tätigkeit sei für höchstens 3-4 Stunden pro Tag zumutbar. Wegen der langzeitigen psychischen Erkrankung habe sich schliesslich bei der Beschwerde führerin im Haushalt und in der Administration Vieles aufgestaut, so dass sie zusätzlich Hi lfe der Psychiatrie- Spitex erhalte, welche sie unter anderem bei der Erledigung administrativer Aufgaben unterstütze. Den Haushalt könne die Beschwerdeführerin selbst erledigen (S. 6 f. Ziff. 1.11). 4. 2 Dr. med. I.___, Neurologie FMH und Fachärztin del. Psychotherapie FMPP, und Psychologin lic. phil. J.___, welche die Beschwerde führer bis April 2018 betreut hatten, führten am 14. Januar 2019 folgende Diagnosen mit Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 12/178 S. 1): - rezidivierende depressive Störung, Episoden schwankend zwischen leichten und überwiegend mittelgradigen Episoden (ICD-10 F33.1), teilweise mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11) - komplexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) in der Kindh eit (ICD-10 F43.1, Typ II Trauma ( Traumafolgestörung ) welche bisher noch nicht gemäss ICD habe kodiert werden können - phobische Ängste (Zahnarzt, Autofahren auf Autobahn, Angst vor Nadeln/Blut) und andere phobische Störungen (ICD-10 F40.8) - akzentuierte P ersönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional- instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) - Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person inner halb der Familie (ICD-10 Z61.4) - Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit (ICD-10 Z56) - wahrscheinlicher Verdacht auf eine Aktivitäts- und Verhaltensstörung ADS (ICD-10 F90.0) - Fussarthrose mit chronischen Schmerzen - verschiedene Operationen während des therapeutischen Verlaufs : senso motorisches Karpaltunnelsyndrom links und rechts, Schulter wegen eines Unfalls, wegen Komplikationen 2. Operation - Divertikulitits, Thrombose am rechten Unterschenkel Es sei davon aus zugehen, dass das frühere Arbeitspensum habe reduziert werden müssen und die Tätigkeit – in der bisherigen oder in einer angepassten Verrich tung – nicht zu belastend sein sollte. Betreffend die bisherige Tätigkeit sei zu beachten, dass die Beschwerdeführerin praktisch nicht mehr in der Lage sei, Blut entnahmen vorzunehmen (vermutlich werde ein tra umatisches Ereignis getrig gert), und auch mit Notfällen überfordert sei (Insuffizienzgefühle, S. 2). Die Fachpersonen führten weiter au s, dass eine depressive Stimmungslage mit Freudlosigkeit, Gedankenkreisen, mangelnder Belastbarkeit und Antrieb, Agitiertheit, Zukunfts-/Versagensängsten, vermindertem Selbstwertgefühl und psychosomatischen Symptomen dominiert habe. Es hätten Essstörungen sowie eine komplexe PTBS vorgelegen, wobei letztere zu den typischen Störungen der Gefühlsregula tion (Stimmungsschwankungen, verminderte Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen), zur Störung der Beziehung zu sich selbst (Schuld-/Schamgefühle und mangelnde Selbstfürsorge) sowie zu Beziehungsstörungen (insbesondere mangelndes Vertrauen und Nähe-Distanzprobleme) geführt hätten (S. 2). Die Beschwerdeführerin habe sich während des gesamten Therapieverlaufs bemüht, ihre frühere Arbeitsfähigkeit wieder zu erlangen. Im Rahmen des Inte grationsprogramms bei der K.___ in L.___ sei sie immer wieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gekommen. In der letzten Therapiephase habe sie zudem im Alltag Unterstützung durch die Psychiatrie- Spitex erhalten. Aufgrund der Bemühungen und des Einsatzes der Beschwerdeführerin sei davon auszu gehen, dass ein Teilpensum wieder erreicht werden könne. Wie gross dieses sein werde, könne nicht entschieden werden, es sei aber am Schluss der therapeu tischen Behandlung von einem Arbeitspensum von zirka 40 bis 50 % aus zugehen (S. 2 f.). 4. 3 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. M.___, Allgemeine Innere Medizin, nannte a m 30. Januar 2019 (Urk. 12/181/1-6) folgende Diagnosen (S. 2 Ziff. 1.1 f.): - mit Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit: - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD 10 F33.1) - komplexe PTBS in der Kindheit - phobische Ängste - akzentuierte P ersönlichkeitszüge mit unsicher- ve rmeidenden und emotio nal- instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) - Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person innerhalb der Familie (ICD-10 Z61.4) - chronische Fussschmerzen bei degenerativen Veränderungen - ohne Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit: - thromboembolische Erkrankung mit Status nach Thrombosen bei APC Resistenz bei heterozygotem Faktor V Leiden Mutation - Lap. Sleeve - Gastrektomie (34F) am 18.06.2012 bei Adipositas - Status nach arthroskop. Rekonstruktion am 23.03.2012 bei Rota toren manschetten r uptur Schulter rechts nach Sturz am 14.01.2012 - Status nach Rotatorenmanschetten -R ekonst ru ktion und Acromioplastik am 30.10.2015 bei Ruptur Supraspinatussehne Schulter links nach Sturz am 22.07.2014 - Status nach Rotatorenmanschetten -Re- Rekonstruktion links am 24.05.2016 bei Re-Ruptur - Status nach Karpaltunneloperation am 07.02.2017 rechts und am 24.05.2016 links In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als MPA bestehe seit 22. Oktober 2018 eine Arbeits un fähigkeit von 55 % (S. 2 Ziff. 2). Die Beschwerdeführerin sei aufgrund einer Rotatorenmanschettenläsion sowohl an der rechten wie auch linken Schulter operiert worden, wobei bei Re-Ruptur eine zweite Operation der linken Schulter erfolgt sei. Dies habe im Rahmen der langen Rehabilitation auch eine schwere depressive Krise ausgelöst. Die Schulter n seien nicht mehr voll belastbar beim Heben / Tragen von mittelschweren bis schweren Laste n oder bei Überkopf arbeiten. Im Jahre 2012 sei aufgrund des langjährigen chronischen Übergewichts eine Adipositas- Operation erfolgt, wobei die Beschwerdeführerin alles versucht habe, um das Gewicht zu halten. A ktuell habe sie das Gewicht deutlich reduzieren können, wo bei bereits wieder eine Tendenz zur Gewichtszunahme bestehe und die Beschwerdeführerin für das Halten des aktuellen Gewichts enorme psychische Anstrengungen benötige. Es bestünden e ine Vielzahl von Problemfeldern – Essattacken, Schlafschwierigkeiten aus psychischen Gründen und Schmerzen, chronische Fussschmerzen (vor allem bei Mehrbelastung), rasche Ermüdbarkeit, psychische Instabilität, PTBS und depressive Symptome - welche sich gegenseitig beeinflussten und verstärkten (S. 3 Ziff. 3.3 f.). Der Gesundheitszustand sei stationär und es sei kurz- und mittelfristig keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Eine langfristige Prognose sei sehr schwierig, da die Beschwerdeführerin sehr häufig Höhen und Tiefen erlebe (S. 3 Ziff. 4.1 f. ). 4.4 RAD-Ärztin Dr. N.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychother apie, stellte in ihrer Stellungnahme vom 11. April 2019 (Urk. 12/196/7-9) folgende Diagnosen: - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - rezidivierende depressive Störung, mittelgradige Episode, derzeit remittiert (ICD-10 F33.1) - phobische Ängste (Zahnarzt, Autofahren auf Autobahn, Angst vor Nadeln/Blut (ICD-10 F40.8) - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotio nal-instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - komplexe PTBS in der Kindheit, Typ II Trauma (ICD-10 F43.1) - Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit (ICD-10 Z61.4) - Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit (ICD-10 Z56) - chronische Fussschmerzen bei degenerativen Veränderungen - morbide Adipositas WHO III, Status nach Magenverkleinerung am 18.06.2012 - Essattacken (ICD-10 F50.4) - Nikotinabhängigkeit - Status nach arthroskopischer Rekonstruktion rechts am 23.02.2012 bei Rotatorenmanschettenruptur nach Sturz am 14.01.2012 - Status nach arthro skopischer Rotatorenmanschetten -R ekonst r uktion links vom 30.10.2015 nach Sturz am 22.07.2014 und nach Re-Ruptur am 24.05.2016 - Status nach offener Spaltung Retinaculum flexorum, Neurolyse Nervus medianus und Status nach Karpaltunnel-Operation rechts am 07.02.2017 und links am 2 4.05.2016 - Synovialektomie Hand link s vom 30.10.2015 - Status nach Muskelvenent h r ombose Unterschenkel rechts vom 27.09.2015 Unter dem Titel Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als MPA führte die RAD-Ärztin aus, dass die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung mittelgradig reduziert sei. Die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen sei durch die phobischen Ängste (Blut, Nadeln) und durch Kontaktschwierigkeiten schwer eingeschränkt. Als MPA seien Belastbarkeit, Stresstoleranz, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen gefordert. Die Durchhaltefähigkeit sei durch die verminderte emotionale Belastbarkeit und Konzentrationsminderung reduziert. Die Selbstbehauptungsfähigkeit sei durch die Kontaktschwierigkeiten und durch das verminderte Selbstwerterleben eingeschränkt. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten sei durch die vorliegenden Persönlichkeitsakzentuierungen mittelgradig redu ziert: dem Gefühl, ausgenutzt zu werden, und der Schwierigkeit, Grenzen zu setzen, mit resultierendem Fehlverhalten im Umgang. Dadurch sei auch die Grup penfähigkeit eingeschränkt. Die Verkehrsfähigkeit sei nicht beeinträchtigt und es bestünden Ängste bezüglich längerer Fahrten und Fahrten auf der Autobahn. Als Belastungsprofil nannte die RAD-Ärztin körperlich leichte Arbeiten in Wech selbelastung ohne Heben/Tragen von mittelschweren bis schwere n Lasten und ohne Überkopfarbeiten. Leidensgerecht seien Tä tigkeiten ohne permanenten Zeit /Termindruck und ohne Verrichtungen in Verbindung mit Blut/Nadeln sowie im Lebensmittelbereich bei nur geringem Publikumsverkehr, klar strukturierte Tätig keiten in ruhiger und emotional spannungsarmer Atmosphäre ohne hohe Anfor derungen an die psychische Belastbarkeit in einem eher kleinen Team. An einem angepassten Arbeitsplatz sei eine Leistungsfähigkeit von zunächst 50 % zu erwarten, welche innerhalb eines halben Jahres sukzessiv und unter psycho therapeutischer Begleitung auf 80 % gesteigert werden könne. In der bisherigen Tätigkeit als MPA bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 23. April 2015 bis 30. September 2018. Seit 1. Oktober 2018 liege eine Arbeits unfähigkeit von 55 % vor. In einer angepassten Verrichtung sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 23. April 2015 bis 30. September 2018, einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 und ab 1. Oktober 2019 von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Im Zusammenhang mit einer möglichen wesentlichen Veränderung des Gesund heitszustands führte die RAD-Ärztin aus, dass sich die depressive Episode bereits habe remittieren können und eine weitere Stabilisierung des Gesundheitszustands zu erwarten sei. Es werde weiterhin eine ambulante psychiatrisch-psycho therapeutische Weiterbehandlung inklusive medikamentöse Prophylaxe sowie die Weiterführung der hausärztlichen Betreuung empfohlen. Die Beschwerdeführerin sei compliant und die Therapien würden zuverlässig wahrgenommen. Im Weiteren führte Dr. N.___ aus, dass die Beschwerdeführerin am Patien tenempfang und am Computer arbeite, wobei zusätzliche Aufgaben, unter ande rem im Labor, geplant seien. Es handle sich um keine optimal angepasste Tätigkeit und es könne davon ausgegangen werden, dass in einer solchen dauerhaft ein höheres Leistungsvermögen erreicht werden könne. 4. 5 Dr. H.___ und Psychotherapeutin G.___ nannten in ihrem Bericht vom 29. September 2019 (Urk. 12/209) folgende Diagnosen (S. 1): - rezidivierende depressive Störun g, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD- 10 F33.1) - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional-instabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) Die Fachpersonen führten aus, dass gemäss BDI aktuell ein Wert von 25 Punkten vorliege. Dies deute zwar auf eine leichte Aufhellung der Stimmung im Vergleich zum Dezember 2018 hin, die Beschwerdeführerin befinde sich gemäss der erwähnten Punktezahl aber noch immer im Bereich der mittelgradigen depres siven Störung, was die Krit erien von ICD-10 F33.1 erfülle. Die Beschwerdeführerin kämpfe stets mit ih rer chronischen Erschöpfung und innerlichen Spannungszuständen. Die zu Hause zu erledigenden Tätigkeiten (Haushalt, Administration) gel ängen ihr nur unter grosser Anstrengung, weshalb sie alle zwei Wochen die Hilfe der Psychiatrie -S pitex in Anspruch nehme. Sie brauche oft den Halt, die Motivation und den Fokus, die ihr eine solche Hilfs person bieten könne. Der Umfang mit der positiven Aggression sei sehr schlecht. Sie könne sich zumeist nicht/nur schlecht wehren und durchsetzen und fresse ihre Aggression in sich hinein, was zu Missmut, schlechter Laune, Niederge schlagenheit und oft depressiver Stimmung führe. Diese Gefühle kompensiere sie durch übermässiges Essen (Binge- eating -Störung), was wi ederum die Stimmung niederdrücke und das bereits sehr niedrige Sel bstwertgefühl noch mehr schwäche. Es liege eine chronische Müdigkeit, ein Gefühl der Überforderung und Erschöp fung, eine sehr rasche Ermüdb arkeit, eine ausgeprägte Antriebsarmut/-hemmung und eine Ein-/Durchschlafstörung vor. Im Kontakt wirke sie oft schwermütig, wobei der emotionale Rapport trotzdem gut herstellbar sei. Es bestehe ein starker sozialer Rückzug mit nur sehr wenige n soziale n Kontakte n ausserhalb des Arbeitsplatzes. Somit sei klargestellt, dass die Diagnose einer rezidi vierenden Störung erfüllt sei (S. 2). Der Charakter der Chronizität der depressiven Erkrankung sei für die Beurteilung des Fall s u ngenügend in Betracht gezogen wo rden. Eine chronische Erkrankung erschwere eine vollständige Heilung respektive eine Wiedererlangung einer höheren Arbeits-/Leistungsfähigkeit. Im Vorbescheid der Beschwerdegegnerin sei zudem keine Rücksicht auf die Dysfunktionalität der Persönlichkeit der Beschwer deführerin aufgrund der Persönlichkeitsdefizite und der traumatischen Kindheits erfahrungen infolge des jahrelange n Missbrauch s in sehr frühem Kindesalter genommen worden. Die Kombination der Depression mit den dysfunktionalen Persönlichkeitsanteilen und Persönlichkeitsveränderungen durch jahrelangen sexuellen Missbrauch hinterlasse eine zerbrechliche Persönlichkeit, wodurch die Beschwerdeführerin der Welt eher mit Skepsis und Angst begegne und sie ein völlig instabiles Selbstwertgefühl habe. Im alltäglichen Leben habe sie grosse Mühe mit persönlichen Stellungnahmen, ein schwaches Durchsetzungsvermögen und sehr hohe Ansprüche an sich selbst - vor allem im Berufsleben - was die Leistungsfähigkeit beeinträchtige (S. 3). Sofern die bisher erreichte psychische Stabilität beibehalten werden könne, könne die Beschwerdeführerin weiterhin im aktuellen Anstellungsverhältnis von 40 % arbeiten. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit im kommenden Jahr sei eher unwahrscheinlich, da die Belastbarkeitsgrenze mit 40 % erreicht sei. Die Beschwerdeführer in sei trotz aller Schwierigkeiten in den letzten Monaten fehlerfrei zur Arbeit erschienen, erledige diese mit viel Engagement und werde vom Arbeitsteam sehr geschätzt. Die Arbeitsstelle sei daher als optimal angepasst anzuschauen und funktioniere ohne zu hohe Arbeitsbelastung und Leistungs tempo in einer wertschätzenden und wohlwollenden Atmosphäre. Die Begrün dung im Vorbescheid, wonach der aktuelle Arbeitsplatz der Behinderung nicht optimal angepasst sei, sei deshalb nicht nachvollziehbar. Wichtig sei, dass aktuell keine Labo rtätigkeiten geplant seien, weil die Beschwerdeführe rin solche Aufga ben aufgrund d er Misshandlung en in der Kindheit nicht mehr ausführen könne. Die Argumentation, wonach in einer angepassten Tätigkeit ein höheres Leistungs vermögen erzielt werden könne, sei deshalb unrealistisch. In einer behinderungs angepassten Verrichtung sei der Beschwerdeführerin eine Arbeitszeit von zirka drei Stunden pro Tag zumutbar (S. 4). Seit der Bericht erstattung vom 17. Dezember 2018 habe sich der Gesundheits zustand nicht erheblich verbessert, so dass die RAD-Annahme einer 80%igen Arbeitsfähigkeit seit 1. Oktober 2019 absolut unrealistisch und unverständlich sei. Die Beschwerdeführerin habe zwar durch die therapeutische Behandlung, durch eine Festanstellung an einem behinderungsangepassten Arbeitsplatz sowie durch di e Unterstützung der Psychiatrie-S pitex eine leichte Verbesserung der Depression erreicht, es bestehe aber immer noch eine eindeutige emotionale Instabilität, je nach Arbeitsbelastung und psychischer Verfassung. Diese Instabi l ität bestehe seit vielen Jahren und habe einen zyklischen Verlauf, was ein klares Anzeichen einer minderen Form der Persönlichkeitsstörung sei. Die Beschwerde führerin habe in den letzten Monaten ihre Arbeit ohne Abbruch oder Verschlech terung der Symptomatik ausführen können und habe so eine gewisse Stabilität erreicht. Die Leistungsfähigkeit habe sich indes nicht erhöht und die Beschwer deführerin sei weiterhin auf die wohlwollende und wenig belastende Arbeits situation an ihrer aktuellen Arbeitsstelle angewiesen. Eine leistungsrelevante Verbesserung des Zustandes habe damit nicht beobachtet werden können (S. 4 f.). Aufgrund der Chronizität sei nicht zu erwarten, dass die Arbeits- und Leistungs fähigkeit wesentlich erhöht werden könnten. Für die nächsten Jahre könne zwar eine leichte Steigerung der Arbeitsfähigkeit (bestenfalls um 10 %) erwartet werden, aber mit einem bleibenden Verlust der Leistungsfähigkeit. Das Beibehal ten einer der Behinderung angepassten Tätigkeit, welche die Beschwerdeführerin in der aktuellen Arztpraxis habe, sei deshalb wichtig. Die Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2019 zu 80 % arbeitsfähig sei, sei nicht nachvollziehbar (S. 8). 4. 6 Am 3. Dezember 2019 äusserte sich RAD-Ärztin Dr. N.___ erneut zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und führte aus, dass im Bericht von Dr. H.___ vom 29. September 2019 weiterhin eine rezidivierende Störung festge stellt worden sei. Diese habe sich zwischenzeitlich (Dezember 2018) weitgehend remittieren können. Eine Vollremission sei medizintheoretisch durch die Anpas sung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation (Johan n iskrautpräparat und Baldrian-/Hopfenextrakt) möglich, weshalb die Behandlungsoptionen nicht ausgereizt seien. Die defizitären Persönlichkeitszüge und Auswirkungen der Kind heitserfahrungen seien berücksichtigt worden und zeig t en sich in den beruflichen Einschränkungen. Wie Dr. H.___ bereits am 17. Dezember 2018 festgestellt habe, sei die Beschwerdeführerin in Zeiten erhöhter Arbeitsbelastung emotional insta bil. V iele Arbeiten als MPA seien schwierig für sie, weshalb sie im Ausbildungs bericht vom 12. Januar 2018 selbst angegeben habe, nicht mehr als MPA arbeiten zu wollen. Dr. H.___ habe sodann am 17. Dezember 2018 beschrieben, dass die aktuelle Tätigkeit der Beschwerdeführerin Belastbarkeit, Stresstoleranz, Team fähigkeit und soziale Kompetenzen erfordere. Die Beschwerdeführerin sei unter anderem zuständig für PC-Arbeiten, telefonischen Dienst, Patientenempf ang und Rezepte, wobei seitens der verständnisvollen Arbeitgeber in am aktuellen Arbeits platz auf die zu erwartenden Laborarbeiten verzichtet werde. Bei der psychisch instabilen, psychisch wenig belastbaren und stressintoleranten Beschwerde führerin sei in einer Tätigkeit ohne Zeit-/ Termindruck, ohne/mit geringem Publi kumsverkehr und ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit eine höhere L e istungsfähigkeit zu erwarten. Psychosoziale Belastungen bestünden aufgrund finanzielle r Sorgen, insbesondere seit etwa drei Jahren. Insgesamt seien keine neuen, unberücksichtigten Fakten vorgebracht worden, weshalb an der RAD-Stellungnahme vom 11. April 2019 festgehalten werden könne (Urk. 12/ 220/ 3-4). 4. 7 Am 9. Juni 2020 nahmen Dr. H.___ und Psychotherapeutin G.___ erneut zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin Stellung, wobei sie folgende Diagnosen aufführten (Urk. 8 S. 1): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ( ICD-10 F33.1), aktuelles BDI 28 Punkte - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional- in stabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) aufgrund einer komplexen PTBS ( ICD-10 F43.1) Die Fachpersonen führten aus, dass die diagnostische Kategorie der PTBS zum ersten Mal aufgeführt werde, weil sie bisher nur implizit durch die Diagnose ICD 10 F61.1 beschrieben worden sei. Wie im Bericht vom 17. Dezember 201 9 [richtig 2018] ausgeführt worden sei, sei die Beschwerdeführerin in Baby- und Frühkind heitsjahren jahrelang von ihrem Vater sexuell schwer mi ssbraucht worden. Diese Erfahrung habe zur Diagnose ICD-10 F61.1 geführt, was invalidisierender und weniger gut therapierbar sei als eine komplexe Traumafolgestörung. Die Diagnose der stark akzentuierten Persönlichkeitszüge sei somit als Fol ge der komplexen PTBS zu sehen und sei angesichts der Schwere und der schlechten Prognose dieser Störung zu wenig berücksichtigt. Die Beschwerdeführerin leide sehr oft unter Intrusionen, Stimmungsschwankungen und Gefühlsausbrüchen, was einen direk ten Einfluss auf ihre Arbeitsfähigkeit habe (S. 1 f.). Die depressive Störung sei niemals remittiert. Es habe sich – wie bereits im Bericht vom 17. Dezember 2018 erwähnt - einzig eine leichte Aufhellung der depressiven Symptomatik gezeigt. Das aktuelle BDI zeige im Vergleich zum Bericht vom 29. September 2019 wieder eine Verschlechteru ng des depressiven Zustandsbild s. Diese Punktzahl grenze an eine schwere Depression, welche ab 29 Punkte n diag nostiziert werde, weshalb die Kriterien von ICD-10 F33.1 erfüllt seien (S. 2). Die bisher erreichte psychische Stabilität habe beibehalten werden können, wobei die Beschwerdeführerin weiterhin im aktuellen Anstellungsverhältnis von 40 % arbeite und ihre Aufgaben relativ gut erledige. Eine Erhöhung der Arbeits fähigkeit in diesem Jahr sei eher unwahrscheinlich und es scheine, als dass die Belastbarkeitsgrenze im Anstellungsverhältnis mit 40 % erreicht sei. Im besten Fall könnte die Arbeitsfähigkeit im Laufe der nächsten Jahre um 5 bis 10 % erhöht werden. Die aktuelle Arbeitsstelle sei optimal an das Arbeitsprofil der Beschwerdeführerin angepasst. Die Arbeitsstelle funktioniere wie ein geschützter Arbeitsplatz, mit einem kleinen Team, ohne zu hohe Arbeitsbelastung und in einer familiären Atmosphäre. Die Beschwerdeführerin müsse an der aktuellen Arbeitsstelle kei ne Laboraufgaben erledigen. Als aktuelles zumutbares Arbeits pensum nannten die Fachpersonen etwa drei Stunden pro Tag in einer ange passten Tätigkeit (S. 2). Im Weiteren wurde festgehalten, dass sich der Gesundheitszustand seit dem 17. Dezember 2018 nicht erheblich verbessert habe. Die im letzten Bericht aufge führte leichte Verbesserung der Depression sei nicht mehr aktuell. Die Beschwer deführerin sei nach wie vor emotional instabil, wobei die psychische Instabilität einen chronischen Charakter und einen zyklischen Verlauf habe, was ein klares Anzeichen einer minderen Form einer Persönlichkeitsstörung sei. Die Beschwer deführer in habe in den letzten Monaten ihre Arbeit zwar ohne Abbruch durch führen können, die Leistungsfähigkeit habe sich indes nicht erhöht und es habe auch keine leistungsrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands beobachtet werden können (S. 3). Im Laufe der Behandlung seien einige Antidepressiv a ausprobiert worden (vgl. den Bericht vom 17. Dezember 2018). Die Beschwerdeführerin habe sich unter Deprivita am wohlsten gefühlt und habe bei der Einnahme von Wellbutrin, Brintelix, Cymbalta und Valdoxan unter starken Nebenwirkungen gelitten. Die eindeutig stark akzentuierten unsicher-vermeidenden Persönlichkeitsant e ile (ICD-10 F61.1) spielten eine zentrale Rolle bei der Abneigung der Beschwerde führerin, neue Medikamente auszuprobieren. Eine weitere, nicht ausgeschöpfte therapeutische Massnahme wäre eine stationäre Langzeitbehandlung in einer psychiatrischen Klinik für die Behandlung von Traumafolgestörungen. Eine solche Behandlung sei aber insofern kontraindiziert, als dies mit hoher Wahr scheinlichkeit zum Verlust der jetzigen Arbeitsstelle und der beruflichen Rehabi litation führen würde (S. 3). 5. 5.1 Die RAD-Ärztin, welche die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht hatte, ging in ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 (Urk. 12/220/3-4) von einer weitgehenden Remission der depressiven Störung im Dezember 2018 aus. Im Weiteren wies sie darauf hin, dass durch die Anpassung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation (Johanniskrautpräparat, Baldrian-/Hopfenextrakt) eine Vollremission der depressiven Störung möglich sei, weshalb die Behandlungs optionen nicht ausgereizt seien ( vgl. auch Urk. 11 S. 1 f. ). Dr. N.___ beliess es dabei beim pauschalen Hinweis auf eine Teilremission der depressiven Störung im Dezember 2018 und legte insbesondere nicht dar, inwiefern sich die depressive Symptomatik bis zum genannten Zeitpunkt konkret verbessert hat te. Im Weiteren setzte sie sich nicht mit der Einschätzung der behandelnden Fachpersonen vom 29. September 2019 auseinander, wonach trotz leichter Verbesserung der Depres sion im Dezember 2018 keine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten sei und keinesfalls von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden könne, da noch immer eine eindeutige psychische Instabilität bestehe (Urk. 12/2 09 S. 4). Soweit der Hinweis der RAD-Ärztin auf die Anpassung der Medikation impliziert, dass die Beschwerdeführerin seit Juli 2015 zur Behandlung der psychischen Störungen einzig Johanniskrautpräparate und Baldrian-/Hopfenextrakte ein ge nommen habe, ist darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der Behandlung zumin dest seit 2017 mehrere Antidepressiva ( Wellbutrin, Brintelix, Cymbalta, Valdoxan ) eingesetzt wurden, welche jedoch wegen fehlender Wirkung, Neben wirkungen respektive starker Verschlimmerung der Symptomatik wieder haben abgesetzt werden müssen (Urk. 12/171/1-9 S. 5 Ziff. 1.5 ). Sodann handelt es sich beim eingenommenen Johanniskrautpräparat um ein für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen zugelassenes, anerkanntes und rezept pflichtiges Antidepressiv um. Mit welchen anderen Antidepressiva im Falle der Beschwerdeführerin eine Vollremission der Depression erreicht werden könnte, zeigte die RAD-Ärztin nicht auf. 5.2 Was den Hinweis der RAD-Ärztin betrifft, bei der aktuellen Arbeitsstelle bei F.___ handle es sich um keine optimal angepasste Tätigkeit (Urk. 12/220/3-4, Urk. 12 /196/9, vgl. auch Urk. 11 S. 2 ), ist Folgendes zu bemerken: Die Beschwer deführerin hat die 40 %- Stelle bei F.___ noch während ihres Arbeitsversuchs im Geburtshaus E.___ (Urk. 12/131, Urk. 12/143 ) gefunden (Urk. 12/172 S. 1 ). Da die fünfwöc hige Einarbeitung bei F.___ ab 20. Novem ber 2018 und somit noch während des bis ursprünglich zum 31. Dezember 2018 laufenden Arbeitsversuchs im Geburtshaus stattfand, wurde letzterer seitens der Beschwerdegegnerin frühzeitig beendet und bis Ende Dezember 2018 bei F.___ weitergeführt (Urk.12/159, Urk. 12/173 S. 2 ). Die Beschwerdeführerin wurde bei F.___ – einer auf Pflanzenheilkunde und manuelle Techniken spezialisierte n gynäkologischen Praxis - für die Erledigung administrativer Tätigkeiten eingesetzt und war für die Outlook- Agendaführung, den Telefondienst, den E M ailver kehr, den Ausdruck/die Verteilung von Tagesplänen, die Ausstellung/das Faxen/ die Triamed -Verrechnung von Rezepten, das Heraussuchen/Versorgen von Dossiers, das Vornehmen von Eintragungen in die Dossiers, die Abwicklung von Bar-/Kartenzahlungen inklusive Ausstellung von entsprechenden Quittungen sowie (ab 2019) zwei- bis dreimal pro Woche fürs Kochen für das Team zuständig (S. 3). Sie führte keine Labortätigkeiten aus und ein entsprechender Einsatz war gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters vom 29. September 2019 seitens der Arbeitgeberin auch zukünftig nicht geplant (Urk. 12/209 S. 4). Der Beschwerdeführerin stehen sodann acht Wochen bezahlte Ferien pro Jahr zu (Urk. 12/172 S. 2). Dr. H.___ bezeichnete die Arbeitsstelle bei F.___ als optimal angepasst. Diese funktioniere wie ein geschützter Arbeitsplatz, mit einem kleinen Team in einer privaten Praxis, ohne zu hohe Arbeitsbelastung und Leistungs tempo und in einer wertschätzenden und wo hlwollenden Atmosphäre (Urk. 12 /209 S. 4, vgl. auch Urk. 12/171/1-9 S. 5 Ziff. 1.7 ). Die Beschwerde führerin berichtete von einer verständnisvollen und offenen Chefin sowie einer wohlwollenden, wertschätzenden und verständnisvollen Atmos phäre am Arbeits platz (Urk. 12/1 73 S. 19 ). Der Eingliederungsberater der Beschwerdegegnerin wies darauf hin, dass der zuständige Job-Coach bei C.___ das Setting bei F.___ als ideal empfinde (Urk. 12/173 S. 2 ). Betreffend den zumutbaren Umfang der Arbeitsfähigkeit in einem Anstellungsverhältnis bestand zwischen den behan delnden Ärzten sowie der zuständigen Integrationsberaterin bei C.___ Einigkeit darüber, dass mit einem Pensum von 40 % das Maximum erreicht se i (vgl. E. 4.1-2, E. 4.5, E. 4.7, Urk. 12/172 S. 2). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzu weisen, dass die Beschwerdeführerin im August 2018 ihr Pensum im Geburtshaus von ursprünglich 40 auf 50 % erhöht hatte, diese Steigerung jedoch aufgrund der deutlichen Überbelastung der Beschwerdeführerin per September 2018 wieder rückgängig gemacht wurde (S. 1, vgl. auch Urk. 12/150 S. 1 f. ). Vor diesem Hintergrund ist festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin bei F.___ ausgeübte Tätigkeit sowohl in qualitativer als auch quan ti tativer Hinsicht als angepasst einzustufen ist. Der Fokus der Tätigkeit lag auf der Erledi gung administrativ er Tätigkeiten, wobei der Publikumsverkehr im Hintergrund stand und weder eine zu hohe Arbeitsbelastung noch ein zu hohes Leistungs tempo vorherrschte. Dies gilt auch weiterhin. I nsofern ist der Hinweis der RAD Ärztin, dass in einer Tätigkeit ohne Zeit- und Termindruck, mit geringem Publi kumsverkehr und ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit eine höhere Leistungsfähigkeit zu erwarten sei (Urk. 12/220/4), nicht nachvo llziehbar. Die Beschwerdegegnerin legte denn auch nicht dar, welche konkreten anderen Tätigkeit en diese Bedingungen – im Gegensatz zur Arbeit bei F.___ - erfüllen könnten. In diesem Zusammenhang ist fraglich, ob eine Tätigkeit gänzlich ohne jeglichen Zeit- und Termindruck und gänzlich ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit im 1. Arbeitsmarkt überhaupt existiert. Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang auch, dass die Beschwerdeführerin für die Arbeit bei F.___ ausgebildet ist und sie über Berufserfahrung verfügt, wohingegen sie bei anderen, berufsfremden (Hilfs-)Tätigkeiten nicht gleichermassen auf spezifi sche Kenntnisse oder Erfahrung zurückgreifen kann, was die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit ebenfalls vermindern kann. Dr. H.___ bemass denn die Arbeitsfähigkeit in einer anderen leidensangepassten Tätigkeit mit höchstens drei bis vier Stunden pro Tag (Urk. 12/171/1-9 S. 7, 12/209 S. 4 ). 5.3 Für die von der RAD-Ärztin am 11. April 2019 prognostizierte (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2) und postulierte Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer optimal ange passten Tätigkeit seit 1. Oktober 2019 (Urk. 12/196/8 -9 ) fehlt es an einer ( nach vollziehbaren ) Begründung. Dr. N.___ hielt diesbezüglich lediglich fest, es könne davon ausgegangen werden, dass die zunächst auf 50 % beschränkte A rbeitsfähigkeit innerhalb eines halben Jahre s sukzessive und unter psycho therapeutischer Begleitung auf 80 % gesteigert werden könne. Dazu, ob sich diese Prognose in der Folge tatsächlich verwirklicht hat, äusserte sich die RAD-Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 (Urk. 12/220/3-4) zudem nicht. Der behandelnde Psychiater verneinte am 29. September 2019 in plausibler Weise eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin seit 1. Oktober 2019 (Urk. 12/209 S. 4 f.). Der Hinweis der Beschwerdegegnerin, aus dem Bericht der behandelnden Fachpersonen vom 9. Juni 2020 (Urk. 8) gehe keine wesentliche Veränderung des Gesundheitsz ustands vor (Urk. 11 S. 2), geht ins Leere. Es ist nicht die Beschwerdeführerin, welche eine Veränderung ihrer gesundheitlichen Situation per 1. Oktober 2019 geltend macht, sondern die Beschwerdegegnerin, die daraus eine Befristung der Rente ableiten will. Nach dem Gesagten ist per 1. Oktober 2019 – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin – keine versicherungsrelevante Veränderung des Gesund heitszustands mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit ausgewiesen (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2 in fine ). 6. 6.1 6. 1.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens ver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1 ). Gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teue rung und der realen Einkommensentwicklung an gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesund heitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s ein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1). Ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Inva lidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohn strukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 55 f. zu Art. 28a ). 6. 1.2 Zwischen den Parteien ist unbestritten und aufgrund des Abklärungsberichts vom 17. Juni 2019 (Urk. 12/191) erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheits fal l zu 100 % in einem Anstellungsverhältnis erwerbstätig wäre (S. 8). Die Beschwerdeführerin gab in diesem Zusammenhang nachvollziehbar an, dass sie aus finanziellen Gründen bereits bei Dr. Y.___ ein höheres Arbeitspensum – idealerweise ein solches von 100 % - habe ausüben wollen, eine Steigerung des Pensums in der entsprechenden Arztpraxis aber nicht möglich gewesen sei. Der Arbeitgeber habe gewusst, dass - sobald sie eine passende Stelle mit einem Pensum von 100 % oder sicher schon 90 % gefunden hätte - sie sofort die Stelle gewechselt hätte. Dieser Umstand habe bei der Kündigung der Stelle – neben den bevorstehenden Operationen - auch eine Rolle gespielt (S. 3). Vor diesem Hintergrund kann – entgegen der Auffassung der Beschwerde gegnerin (Urk. 12/219, Urk. 12/22 S. 2 f. ) – bei der Ermittlung des ( hypothe tischen ) Validenlohns nicht direkt auf den zuletzt bei Dr. Y.___ in einem 70 % Pensum erzielten und auf ein 10 0 %-Pensum aufge rechneten und der Teuerung angepass ten Jahreslohn abgestellt werden. Gemäss den Lohnempfehlungen für Arztgehilfinnen aus der Grossregion Zürich (Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, Lohnbuch Schweiz 2015, Tätig keitsbereich 86.2 1, Arztgehilfin, S. 530) entsprach der von der Beschwerde führerin im Jah r 2015 bei Dr. Y.___ erzielte Verdienst einem Lohn für eine Person mit rund 12 Jahren Berufserfahrung (Jahresgehalt 2015 bei Dr. Y.___ bei 100 %-Tätigkeit : Fr. 49'536.--/ 7 x 10 = Fr. 70'765.70 [Urk. 12/219 S. 1] ; Lohn gemäss Lohnbuch 2015 im 12. Berufsjahr Fr. 5'170.-- zuzüglich Fr. 26 0. = Fr. 5'430.--; x 13 = Fr. 70'590.--). Die Beschwerdeführerin war denn im März 2015 (Kündigung des Arbeits verhältnisses durch Dr. Y.___ ; Urk. 12/13 S. 2, Urk. 12/22) seit mehr als elf Jahren als MPA bei verschiedenen Ar beitgebern tätig gewesen (vgl. Urk. 12/ 15 S. 2 ff.). Es ist anzunehmen, dass die entsprechenden Lohnempfehlungen der Grossregion Zürich die hypothetischen Verdienst möglichkeiten der Versicherten im Gesundheitsfall grundsätzlich realistisch ab bilden. Dementsprechend sind sie für die Ermittlung des Valideneinkommens des Jahres 2019 heranzuziehen. Im Jahr 2019 hätte die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall gegenüber 2015 vier zusätzliche Berufsjahre ausweisen können. Entsprechend dem Lohnbuch 2019 der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich ist damit von einem Einkommen von Fr. 79'950.-- auszugehen (Lohn gemäss Lohnbuch 2019 bei 16 -jä hriger Berufserfah rung Fr. 5'370.-- zuzüglich bis Fr. 780.-- = Fr. 6'150.--; x 13). Dieses Einkommen entspricht denn im Wesentlichen dem Lohn gemäss der Lohnstrukturerhebung 2018, welches Frauen im Kompetenz niveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) im Gesundheits- und Sozialwesen erzielten und welches Fr. 80'289.18 betrug ( Fr. 6'418.-- angepasst an die durch schnittliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden ; für 2019 zuzüglich Nominallohn entwicklung von 0.9 % = Fr. 81'011.78 ). 6. 2 6. 2.1 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/ aa ). 6. 2.2 Die Beschwerdeführerin war seit 1. Januar 2019 - und somit vor Erlass der an ge fochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) – mit einem Pensum von 40.5 % bei F.___ tätig, wobei sie ein Jahrese inkommen von Fr. 3 1’590.-- erzielte (Urk. 1 S. 8, Urk. 27/1-2 ). Dieser Lohn ist dem Invalideneinkommen zugrunde zu legen. 6. 3 Unter Berücksichtigung einer Einkommenseinbusse von Fr. 48'360.-- ( Fr. 79'950. abzüglich Fr. 31’590.-- ) resultiert bei einem Invalideneinkommen von Fr. 31'590.-- ein Invaliditätsgrad von abgerundet 60 %. 6.4 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2019 bei einem Invaliditäts grad von 6 0 % Anspruch auf eine unbefristete Dreiviertels rente (vgl. E. 1.3) hat. Dies führt zur Gutheissung der Be schwerde. 6.5 Was die Erhöhung des Arbeitspensums der Beschwerdeführerin per 1. Januar 2021 betrifft (Urk. 17 S. 6 Ziff. 6), so erfolgte diese nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) und bildet somit nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Entsprechend ist auf den Antrag der Beschwerdeführerin auf Anpassung der Rente (Urk. 17 S. 6 Ziff. 6 ) nicht einzu treten. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Beschwerdegegnerin überwiesen, damit sie per 1. Ja nuar 2021 eine Revision vornehme und eine Anpass ung der Rente prüfe und vollziehe. 7. 7.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer, in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG). Es ist der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung dieser Grundsätze eine Pro zess ent schädigung von Fr. 2’900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversiche rungs anstalt, IV-Stelle, vom 15. Mai 2020 aufgehoben und es wird festgestell t, dass die Be schwerdeführer in ab 1. Januar 2019 Anspruch auf eine unbefristete Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung hat. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 2. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskr aft dieses Entscheids an die So zial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, im Sinne von E. 6.5 überwiesen. 3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess entschädigung von Fr. 2’900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 5. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Christina Ammann unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25, Urk. 26 und Urk. 27/1-2 - Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG unter Beilage einer Kopie von Urk. 26 und Urk. 27/1-2 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2020.00392 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 8. Juli 2021

IV.2020.00392

IV.2020.00392

IV.2020.00392 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais

Urteil vom 8. Juli 2021

Urteil vom 8. Juli 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Christina Ammann

vertreten durch Rechtsanwältin Christina Ammann Sautter & Ammann Rechtsanwälte

Sautter & Ammann Rechtsanwälte Bahnhofstrasse 12, Postfach 141, 8610 Uster

Bahnhofstrasse 12, Postfach 141, 8610 Uster gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin weitere Verfahrensbeteiligte:

weitere Verfahrensbeteiligte: Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG

Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG Kapellenstrasse 5, 3011 Bern

Kapellenstrasse 5, 3011 Bern Beigeladene

Beigeladene Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Die 1966 geborene X.___, diplomierte Arztgehilfin und ausgebildete Spielgruppenleiterin, war zuletzt als medizinische Praxisassistentin (MPA) mit einem Pensum von 70 % bei Dr. m ed. Y.___ in Z.___ tätig und betrieb zudem als Selbständi gerwerbende mit einem Pensum von zirka 30 % die A.___ - Boutiqu e in B.___. A m 7. Oktober 2015 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Erschöpfungsd epression bei der Invalidenversicherung zu m Leistungs bezug an (Urk. 12/4), worauf die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erwerbliche und medizinische Abklärungen vornahm und unter ande rem die Akten des Krankentaggeldversicherers bei zog (vgl. Urk. 12/9/1-21). Am 18. Mai 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass aufgrund ihres aktu ellen Gesundheitszustands keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 12/32). Mit Mitteilung en vom 23. Mai 2017 (Urk. 12/61) erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für eine Potenzialabklärung bei der C.___ vom 12. Juni bis 7. Juli 2017, am 30. August 2017 für ein Job Coaching durch D.___ vom 1. September 2017 bis 31. März 2018 (Urk. 12/87), am 15. September 2017 für ein Belastbar keitstraining bei C.___ vom 2. Oktober bis 31. Dezember 2017 (Urk. 12/90) und am 29. November 2017 für ein Aufbautraining bei C.___ vom 1. Januar bis 30. Juni 2018 (Urk. 12/110). Am 6. Juni 2018 informierte die IV-Stelle die Versicherte über die Zusprache der Kosten für einen Arbeitsversuch im Geburts haus E.___ inklusive Job Coaching durch C.___ vom 1. Juli bis 30. September 2018 (Urk. 12/131), welcher am 4. September 2018 bis zum 31. Dezember 2018 verlängert wurde (Urk. 12/143). Am 19. Oktober 2018 infor mierte sie d ie Versicherte über die Kostenübernahme für den Arbeitsversuch bei der F.___ vom 20. November bis 31. Dezember 2018 inklusive Job Coaching durch C.___ (Urk. 12/159). Am 9. Januar 2019 (Urk. 12/174) teilte sie der Versicherte n mit, dass letztere den Arbeitsversuch bei F.___ erfolgreich habe absolvieren können und per 1. Januar 2019 einen Fest an stellungsvertrag zu 40 % erhalten habe, weshalb die beruflichen Massnahmen erfolgreich abgeschlossen seien.

1. Die 1966 geborene X.___, diplomierte Arztgehilfin und ausgebildete Spielgruppenleiterin, war zuletzt als medizinische Praxisassistentin (MPA) mit einem Pensum von 70 % bei Dr. m ed. Y.___ in Z.___ tätig und betrieb zudem als Selbständi gerwerbende mit einem Pensum von zirka 30 % die A.___ Boutiqu e in B.___. A m 7. Oktober 2015 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Erschöpfungsd epression bei der Invalidenversicherung zu m Leistungs bezug an (Urk. 12/4), worauf die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erwerbliche und medizinische Abklärungen vornahm und unter ande rem die Akten des Krankentaggeldversicherers bei zog (vgl. Urk. 12/9/1-21). Am 18. Mai 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass aufgrund ihres aktu ellen Gesundheitszustands keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 12/32). Mit Mitteilung en vom 23. Mai 2017 (Urk. 12/61) erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für eine Potenzialabklärung bei der C.___ vom 12. Juni bis 7. Juli 2017, am 30. August 2017 für ein Job Coaching durch D.___ vom 1. September 2017 bis 31. März 2018 (Urk. 12/87), am 15. September 2017 für ein Belastbar keitstraining bei C.___ vom 2. Oktober bis 31. Dezember 2017 (Urk. 12/90) und am 29. November 2017 für ein Aufbautraining bei C.___ vom 1. Januar bis 30. Juni 2018 (Urk. 12/110). Am 6. Juni 2018 informierte die IV-Stelle die Versicherte über die Zusprache der Kosten für einen Arbeitsversuch im Geburts haus E.___ inklusive Job Coaching durch C.___ vom 1. Juli bis 30. September 2018 (Urk. 12/131), welcher am 4. September 2018 bis zum 31. Dezember 2018 verlängert wurde (Urk. 12/143). Am 19. Oktober 2018 infor mierte sie d ie Versicherte über die Kostenübernahme für den Arbeitsversuch bei der F.___ vom 20. November bis 31. Dezember 2018 inklusive Job Coaching durch C.___ (Urk. 12/159). Am 9. Januar 2019 (Urk. 12/174) teilte sie der Versicherte n mit, dass letztere den Arbeitsversuch bei F.___ erfolgreich habe absolvieren können und per 1. Januar 2019 einen Fest an stellungsvertrag zu 40 % erhalten habe, weshalb die beruflichen Massnahmen erfolgreich abgeschlossen seien. In der Folge führte die IV-Stelle bei der Versicherten am 31. Mai 2019 eine Abklärung für Se lbständigerwerbende durch (Abklärungsbericht vom 17. Juni 2019, Urk. 12/191). Mit Vorbescheid vom 20. September 2019 (Urk. 12/198) stellte sie der Versicherten für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2019 die Ausrichtung einer Viertelsrente in Aussicht, wogegen letztere am 21. Oktober 2019 unt er Auflage des Berichts von Dr. med. H.___, Psychiatrie und Psycho therapie FMH, vom 29. September 2019 (Urk. 12/209) Einwand (Urk. 12/210) erhob. Am 15. Mai 2020 sprach die IV-Stelle der Versicherten vom 1. Januar bis 30. September 2019 verfügungsweise eine befristete Dreiv iertelsrente zu (Urk. 2).

In der Folge führte die IV-Stelle bei der Versicherten am 31. Mai 2019 eine Abklärung für Se lbständigerwerbende durch (Abklärungsbericht vom 17. Juni 2019, Urk. 12/191). Mit Vorbescheid vom 20. September 2019 (Urk. 12/198) stellte sie der Versicherten für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2019 die Ausrichtung einer Viertelsrente in Aussicht, wogegen letztere am 21. Oktober 2019 unt er Auflage des Berichts von Dr. med. H.___, Psychiatrie und Psycho therapie FMH, vom 29. September 2019 (Urk. 12/209) Einwand (Urk. 12/210) erhob. Am 15. Mai 2020 sprach die IV-Stelle der Versicherten vom 1. Januar bis 30. September 2019 verfügungsweise eine befristete Dreiv iertelsrente zu (Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 15. Juni 2020 Beschwerde (Urk. 1) und bean tragte, dass ihr eine unbefristete Rente auf der Basis eines Invalid itäts grads von 61 % ab 1. Januar 2019 zuzusprechen sei (S. 2). Am 2. September 2020 (Urk. 7) reichte die Beschwerdeführerin den Beric ht von Dr. H.___ und dipl. psych. G.___ vom 9. Juni 2020 (Urk. 8) ein, welcher der Beschwerdegegnerin am 10. September 2020 zur Stellungnahme zugestellt wurde (Urk. 9). Mit Beschwer deantwort vom 28. Oktober 2020 (Urk. 11) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. In ihrer Replikschrift vom 15. Februar 2021 (Urk. 17) präzisierte die Beschwerdeführerin unter Auflage des Berichts v on Dr. H.___ vom 1. Februar 2021 (Urk. 18) ihren ursprünglichen Antrag insofern, als dass ihr vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2 020 eine Rente auf d er Basis eines Invalidi tätsgrad s von 61 % und ab 1. Oktober 2020 eine solche auf de r Basis eines Invaliditätsgrad s von mindestens 50 % (richtig wohl: a b 1. April 2021 eine Vi er telsrente ; S. 2, S. 6 Ziff. 6 ) zuzusprechen sei. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 17. März 2021 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 21), was der Beschwer deführerin am 23. März 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22).

2. Dagegen erhob die Versicherte am 15. Juni 2020 Beschwerde (Urk. 1) und bean tragte, dass ihr eine unbefristete Rente auf der Basis eines Invalid itäts grads von 61 % ab 1. Januar 2019 zuzusprechen sei (S. 2). Am 2. September 2020 (Urk. 7) reichte die Beschwerdeführerin den Beric ht von Dr. H.___ und dipl. psych. G.___ vom 9. Juni 2020 (Urk. 8) ein, welcher der Beschwerdegegnerin am 10. September 2020 zur Stellungnahme zugestellt wurde (Urk. 9). Mit Beschwer deantwort vom 28. Oktober 2020 (Urk. 11) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. In ihrer Replikschrift vom 15. Februar 2021 (Urk. 17) präzisierte die Beschwerdeführerin unter Auflage des Berichts v on Dr. H.___ vom 1. Februar 2021 (Urk. 18) ihren ursprünglichen Antrag insofern, als dass ihr vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2 020 eine Rente auf d er Basis eines Invalidi tätsgrad s von 61 % und ab 1. Oktober 2020 eine solche auf de r Basis eines Invaliditätsgrad s von mindestens 50 % (richtig wohl: a b 1. April 2021 eine Vi er telsrente ; S. 2, S. 6 Ziff. 6 ) zuzusprechen sei. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 17. März 2021 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 21), was der Beschwer deführerin am 23. März 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22). Mit Verfügung vom 25. Mai 2021 (Urk. 23) wurde die Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG zum Prozess beigeladen, woraufhin diese mit Schreiben vom 4. Juni 2021 erklärte, auf eine Stellungnahme zu verzichten (Urk. 25). Am 24. Juni 2021 reichte die Beschwerdeführerin den Lohnausweis für das Jahr 2019 bei F.___ ein (Urk. 27/2).

Mit Verfügung vom 25. Mai 2021 (Urk. 23) wurde die Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG zum Prozess beigeladen, woraufhin diese mit Schreiben vom 4. Juni 2021 erklärte, auf eine Stellungnahme zu verzichten (Urk. 25). Am 24. Juni 2021 reichte die Beschwerdeführerin den Lohnausweis für das Jahr 2019 bei F.___ ein (Urk. 27/2). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 54 7 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 54 7 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.4 Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim mungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV ) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erfor derliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sach verhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis ).

1.4 Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim mungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV ) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erfor derliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sach verhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis ). Nach der bundesgerichtl ichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Leistungs anpassung in der Regel erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzunehmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3; vgl. ZAK 1984 S. 134; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_32/2015 vom 10. September 2015 E. 4.1 und I 583/05 vom 15. März 2006 E. 2.3.2¸ je mit Hinweisen).

Nach der bundesgerichtl ichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Leistungs anpassung in der Regel erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzunehmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3; vgl. ZAK 1984 S. 134; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_32/2015 vom 10. September 2015 E. 4.1 und I 583/05 vom 15. März 2006 E. 2.3.2¸ je mit Hinweisen). 1.5 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).

1.5 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass die depressive Störung weitgeh end zurückgegangen sei. Medizin theoretisch sei durch Anpassung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation eine weitere Verbesserung möglich und die Behandlungsoptionen sei en noch nicht vollum fänglich ausgeschöpft (S. 3; vgl. auch Urk. 11 S. 1). Die defizitären Persönlich keitszüge und die Auswirkung en der Kindheitserfahrungen seien berücksichtigt worden ( Urk. 2 S. 3). Gestützt auf den Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 61 %. Per 1. Oktober 2019 habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert und es sei ihr eine angepasste Tätigkeit mit körperlich leichten Arbeiten in Wechselbelastung zu 80 % zumutbar. Ab diesem Zeitpunkt bestehe ein Invaliditätsgrad von 38 %, weshalb der Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2019 kein Rentenanspruch mehr zustehe. F ür die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2019 habe sie Anspruch auf eine befristete Dreivier telsrente (S. 3). In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 11) präzisierte die Beschwerde gegnerin, dass aus dem aktuellsten Arztbericht keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands hervorgehe und der erst im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht vorliegend nicht relevant sei. Im Weiteren handle es sich bei der von der Beschwerdeführerin bei F.___ ausgeübten Tätigkeit um keine optimal angepasste Verrichtung (S. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass die depressive Störung weitgeh end zurückgegangen sei. Medizin theoretisch sei durch Anpassung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation eine weitere Verbesserung möglich und die Behandlungsoptionen sei en noch nicht vollum fänglich ausgeschöpft (S. 3; vgl. auch Urk. 11 S. 1). Die defizitären Persönlich keitszüge und die Auswirkung en der Kindheitserfahrungen seien berücksichtigt worden ( Urk. 2 S. 3). Gestützt auf den Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 61 %. Per 1. Oktober 2019 habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert und es sei ihr eine angepasste Tätigkeit mit körperlich leichten Arbeiten in Wechselbelastung zu 80 % zumutbar. Ab diesem Zeitpunkt bestehe ein Invaliditätsgrad von 38 %, weshalb der Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2019 kein Rentenanspruch mehr zustehe. F ür die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2019 habe sie Anspruch auf eine befristete Dreivier telsrente (S. 3). In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 11) präzisierte die Beschwerde gegnerin, dass aus dem aktuellsten Arztbericht keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands hervorgehe und der erst im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht vorliegend nicht relevant sei. Im Weiteren handle es sich bei der von der Beschwerdeführerin bei F.___ ausgeübten Tätigkeit um keine optimal angepasste Verrichtung (S. 2). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1 ), dass die Annahme der Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), wonach sich der Gesundheitszustand ab Oktober 2019 verbessert habe und sie (die Beschwerdeführerin) ab dann zu 80 % arbeitsfähig sei, nicht nachvollziehbar sei. Die behandelnden Fachpersonen gingen davon aus, dass ein Arbeitspensum von 40 bis 55 % beziehungsweise von drei Stunden pro Tag zumutbar sei und dass die medikamentöse Behandlung und therapeutischen Massnahmen ausgereizt seien (S. 4 ff. Ziff. 2.1, vgl. auch Urk. 7 S. 2 ). Im Weiteren sei die Beschwerde gegnerin von einem zu tiefen Valideneinkommen ausgegangen. Unter Berück sichtigung einer Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % sowie eine s Validen lohn s von Fr. 80'000.-- sei von einem Invaliditätsgrad von 60.5 % auszugehen (S. 7 f. Ziff. 2.2). In ihrer Replik (Urk. 17) präzisierte die Beschwerdeführerin, dass eine Vollremission der Depression durch eine Anpassung der Medik ation nicht möglich sei, da sie verschiedene Medikamente ausprobiert habe, welche indes aus medizinischen Gründen wieder hätten abgesetzt werden müssen. Die Medikation und die psychotherapeutische Behandlung (inklusive stationäre und tages k linische Therapie ) sei en im Rahmen des Möglichen erfolgreich gewesen, da ihr der Wiedereinstieg in ein teilzeitliches Arbeitspensum nac h einem sehr langen Arbeitsausfa ll gelungen sei (S. 2 ff. Ziff. 1 ff.). Die Feststellung der Beschwerde gegnerin, es liege seit September 2019 keine rentenbegründende Invalidität mehr vor, beruhe einzig auf einer rein theoretischen hypothetischen Einschätzung der RAD-Ärztin, welche die Beschwerdeführerin nicht untersucht habe (S. 4 Ziff. 3). Letztere wies schliesslich darauf hin, dass sie ihr Pensum ab 1. Januar 2021 auf 51. 2 % steigern werde (S. 6 Ziff. 6 ).

2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1 ), dass die Annahme der Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), wonach sich der Gesundheitszustand ab Oktober 2019 verbessert habe und sie (die Beschwerdeführerin) ab dann zu 80 % arbeitsfähig sei, nicht nachvollziehbar sei. Die behandelnden Fachpersonen gingen davon aus, dass ein Arbeitspensum von 40 bis 55 % beziehungsweise von drei Stunden pro Tag zumutbar sei und dass die medikamentöse Behandlung und therapeutischen Massnahmen ausgereizt seien (S. 4 ff. Ziff. 2.1, vgl. auch Urk. 7 S. 2 ). Im Weiteren sei die Beschwerde gegnerin von einem zu tiefen Valideneinkommen ausgegangen. Unter Berück sichtigung einer Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % sowie eine s Validen lohn s von Fr. 80'000.-- sei von einem Invaliditätsgrad von 60.5 % auszugehen (S. 7 f. Ziff. 2.2). In ihrer Replik (Urk. 17) präzisierte die Beschwerdeführerin, dass eine Vollremission der Depression durch eine Anpassung der Medik ation nicht möglich sei, da sie verschiedene Medikamente ausprobiert habe, welche indes aus medizinischen Gründen wieder hätten abgesetzt werden müssen. Die Medikation und die psychotherapeutische Behandlung (inklusive stationäre und tages k linische Therapie ) sei en im Rahmen des Möglichen erfolgreich gewesen, da ihr der Wiedereinstieg in ein teilzeitliches Arbeitspensum nac h einem sehr langen Arbeitsausfa ll gelungen sei (S. 2 ff. Ziff. 1 ff.). Die Feststellung der Beschwerde gegnerin, es liege seit September 2019 keine rentenbegründende Invalidität mehr vor, beruhe einzig auf einer rein theoretischen hypothetischen Einschätzung der RAD-Ärztin, welche die Beschwerdeführerin nicht untersucht habe (S. 4 Ziff. 3). Letztere wies schliesslich darauf hin, dass sie ihr Pensum ab 1. Januar 2021 auf 51. 2 % steigern werde (S. 6 Ziff. 6 ). 3. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin aufgrund psychischer Beschwerden in einer angepassten Tätigkeit für die Zeit vo n April 2015 (vgl. Urk. 12/196/11) bis 30. September 2 0 18 zu 100 % arbeitsunfähig und vom 1. Oktober 201 8 bis 30. September 2019 zu 40, 5 respektive 50 % arbeitsfähig war. Die Beschwer den im Zusammenhang mit den Rotatoren manschetten r upturen an de n Schultern sowie dem Karpaltunnelsyndrom an d en Händen mit entsprechenden Opera tionen i n den Jahren 2012, 2015, 2016 und 2017 (vgl. Urk. 12/181/1-6 S. 2 Ziff. 1.2) standen bei der zu beurteilenden IV-Anmeldung (Urk. 12/32) respektive der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) nicht im Vordergrund.

3. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin aufgrund psychischer Beschwerden in einer angepassten Tätigkeit für die Zeit vo n April 2015 (vgl. Urk. 12/196/11) bis 30. September 2 0 18 zu 100 % arbeitsunfähig und vom 1. Oktober 201 8 bis 30. September 2019 zu 40, 5 respektive 50 % arbeitsfähig war. Die Beschwer den im Zusammenhang mit den Rotatoren manschetten r upturen an de n Schultern sowie dem Karpaltunnelsyndrom an d en Händen mit entsprechenden Opera tionen i n den Jahren 2012, 2015, 2016 und 2017 (vgl. Urk. 12/181/1-6 S. 2 Ziff. 1.2) standen bei der zu beurteilenden IV-Anmeldung (Urk. 12/32) respektive der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) nicht im Vordergrund. Ebenfalls unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin durch ihr psychisches Leiden auch nach dem 1. Oktober 2019 in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt war (Urk. 12/196 S. 8 f.). Strittig ist demgegenüber der Umfang der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit seit 1. Oktober 201 9. Während die Beschwerdegegnerin von einer Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin per 1. Oktober 2019 und seit diesem Zeitpunkt von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer behinderungsangepassten Verrichtung ausgeht (Urk. 2 S. 3 ), verneint die Beschwerdeführerin eine entsprechende Veränderung ihrer gesundheitlichen Situation und postuliert für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 20 2 0 weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 40,5 % respektive ab 1. Januar 20 21 eine solche von 51.2 % (Urk. 1 S. 4 f f. Ziff. 4.1, Urk. 17 S. 6 Ziff. 6).

Ebenfalls unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin durch ihr psychisches Leiden auch nach dem 1. Oktober 2019 in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt war (Urk. 12/196 S. 8 f.). Strittig ist demgegenüber der Umfang der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit seit 1. Oktober 201 9. Während die Beschwerdegegnerin von einer Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin per 1. Oktober 2019 und seit diesem Zeitpunkt von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer behinderungsangepassten Verrichtung ausgeht (Urk. 2 S. 3 ), verneint die Beschwerdeführerin eine entsprechende Veränderung ihrer gesundheitlichen Situation und postuliert für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 20 2 0 weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 40,5 % respektive ab 1. Januar 20 21 eine solche von 51.2 % (Urk. 1 S. 4 f f. Ziff. 4.1, Urk. 17 S. 6 Ziff. 6). 4.

4. 4.1 In seinem Bericht vom 17. Dezember 2018 (Urk. 12/171/1-9) nannte der behan delnde Psychiater Dr. H.___ folgende Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1):

4.1 In seinem Bericht vom 17. Dezember 2018 (Urk. 12/171/1-9) nannte der behan delnde Psychiater Dr. H.___ folgende Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1): - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1, Becks-Depressions-Inventar [BDI] 29)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1, Becks-Depressions-Inventar [BDI] 29) - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotio nal-instabilen Anteilen (ICD-10 F61.1)

akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotio nal-instabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) - Störung durch negative Kindheitserlebnisse: sexueller Missbrauch durch den Vater (ICD-1 0 Z61)

Störung durch negative Kindheitserlebnisse: sexueller Missbrauch durch den Vater (ICD-1 0 Z61) - Status nach Fussarthrose

Status nach Fussarthrose - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - Essattacken bei anderen psychischen Störungen (ICD-10 F50.4)

Essattacken bei anderen psychischen Störungen (ICD-10 F50.4) Dr. H.___ führte aus, dass sich die Beschwerdeführerin seit April 2018 bei ihm in Behandlung befinde und sich anfänglich ein klares Bild einer mittelgradigen bis schweren Depression mit somatischen Symptomen gezeigt habe. Hauptsymptome seien eine ausgeprägte depressi ve und niedergedrückte Stimmung - phasenweise mit suizidalen G edanken -, Antriebsverlust, Verlust der Vitalgefühle, Grübeln, Freudlosigkeit, Schlafstörung, Appetiterhöhung und erhöhte Ermüdbarkeit gewe sen. Im Laufe der psychotherapeutischen Behandlung habe sich dieses anfäng liche Bild allmählich aufgehellt, wobei immer noch eine grosse emotionale Instabilität, je nach Arbeitsbelastung bestehe. Erst vor einigen Wochen habe nach einem Medikamentenwechsel (von Cym balta zu Deprivita und Zeller Schlaf Forte) eine Ve rbesserung des depressiven Bilds mit Stimmungsaufhellung und der Steigerung des Antriebs und der Fähigkeit zur Freude beobachtet werden können. D ie Stimmung wechsle sich indes seit vielen Jahren zyklisch ab, wobei sich die Beschwerdeführerin in diesen Phasen erschöpft, kraftlos, ermüdet und in der Stimmung deutlich niedergedrückt fühle (S. 3).

Dr. H.___ führte aus, dass sich die Beschwerdeführerin seit April 2018 bei ihm in Behandlung befinde und sich anfänglich ein klares Bild einer mittelgradigen bis schweren Depression mit somatischen Symptomen gezeigt habe. Hauptsymptome seien eine ausgeprägte depressi ve und niedergedrückte Stimmung - phasenweise mit suizidalen G edanken -, Antriebsverlust, Verlust der Vitalgefühle, Grübeln, Freudlosigkeit, Schlafstörung, Appetiterhöhung und erhöhte Ermüdbarkeit gewe sen. Im Laufe der psychotherapeutischen Behandlung habe sich dieses anfäng liche Bild allmählich aufgehellt, wobei immer noch eine grosse emotionale Instabilität, je nach Arbeitsbelastung bestehe. Erst vor einigen Wochen habe nach einem Medikamentenwechsel (von Cym balta zu Deprivita und Zeller Schlaf Forte) eine Ve rbesserung des depressiven Bilds mit Stimmungsaufhellung und der Steigerung des Antriebs und der Fähigkeit zur Freude beobachtet werden können. D ie Stimmung wechsle sich indes seit vielen Jahren zyklisch ab, wobei sich die Beschwerdeführerin in diesen Phasen erschöpft, kraftlos, ermüdet und in der Stimmung deutlich niedergedrückt fühle (S. 3). Bei der Beschwerdeführerin zeige sich ein klares Beziehungsmuster, vor allem im beruflichen aber auch im persönlichen Umfeld, indem sie keine klaren Grenzen setzen könne und sich ausgenützt fühle. Dies resultiere in Fehlwahrnehmungen von Situationen und im Fehlverhalten im Umgang mit Mitmenschen und erschwere die vollständige Wiedereingliederung ins Berufsleben. Innerpsychisch leide sie unter einem starken Leidensdruck, erlebe aber gleichzeitig ausgeprägte Selbstentwertungstendenzen, was ein typisches Muster bei Opfern von Misshand lungen darstelle. Des Weiteren zeigten sich ausgeprägte Vermeidungs- und Abhängigkeitstendenzen. Aktuell finde wöchentlich eine psychodynamische und ressourcenorientierte Psychotherapie statt (S. 4).

Bei der Beschwerdeführerin zeige sich ein klares Beziehungsmuster, vor allem im beruflichen aber auch im persönlichen Umfeld, indem sie keine klaren Grenzen setzen könne und sich ausgenützt fühle. Dies resultiere in Fehlwahrnehmungen von Situationen und im Fehlverhalten im Umgang mit Mitmenschen und erschwere die vollständige Wiedereingliederung ins Berufsleben. Innerpsychisch leide sie unter einem starken Leidensdruck, erlebe aber gleichzeitig ausgeprägte Selbstentwertungstendenzen, was ein typisches Muster bei Opfern von Misshand lungen darstelle. Des Weiteren zeigten sich ausgeprägte Vermeidungs- und Abhängigkeitstendenzen. Aktuell finde wöchentlich eine psychodynamische und ressourcenorientierte Psychotherapie statt (S. 4). Die Beschwerdeführerin habe in den letzten Jahren mehrmals die Medikamente gewechselt, wobei das aktuelle Deprivita kombiniert mit Zeller Schlaf Forte am besten wirke. 2017 sei Wellbutrin wegen Herzrasen s abgesetzt worden, 2018 Brintelix wegen fehlender Wirkung sowie Cymbalta und Valdoxan wegen starker V erschlimmerung der Symptomatik - vor allem Suizidgedanken ( S. 5).

Die Beschwerdeführerin habe in den letzten Jahren mehrmals die Medikamente gewechselt, wobei das aktuelle Deprivita kombiniert mit Zeller Schlaf Forte am besten wirke. 2017 sei Wellbutrin wegen Herzrasen s abgesetzt worden, 2018 Brintelix wegen fehlender Wirkung sowie Cymbalta und Valdoxan wegen starker V erschlimmerung der Symptomatik - vor allem Suizidgedanken ( S. 5). Bei Vorhandensein der psychischen Stabilität könne die Beschwerdeführerin weiterhin eine Mischform von Anstellungsverhältnis von (aktuell) 40 % und einem Anteil an Selbständigkeit (möglich 5 %) ausüben. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit im nächsten Jahr sei eher unwahrscheinlich, da das Arbeits training deutlich zeige, dass die Belastbarkeitsgrenze im Anstellungsverhältnis mit 40 % erreicht sei. (S. 4). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe anam nestisch eine 100%ige Arbeits un fähigkeit seit 22. April 2015. Seit Ende Oktober 2018 sei bis auf Weiteres von einer Arbeitsunfähigkeit von 55 % auszugehen. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin mit einem Pensum von 40 % zumutbar. Obwohl sie aktuell zu 40 % arbeite, bestehe eine gewisse Verminde rung der Leistungsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin sei deshalb in der kleinen Arztpraxis mit einer privaten Klientel und in einem sehr persönlichen und geschützten Umfeld am besten aufgehoben (S. 5 Ziff. 1.6 f.).

Bei Vorhandensein der psychischen Stabilität könne die Beschwerdeführerin weiterhin eine Mischform von Anstellungsverhältnis von (aktuell) 40 % und einem Anteil an Selbständigkeit (möglich 5 %) ausüben. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit im nächsten Jahr sei eher unwahrscheinlich, da das Arbeits training deutlich zeige, dass die Belastbarkeitsgrenze im Anstellungsverhältnis mit 40 % erreicht sei. (S. 4). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe anam nestisch eine 100%ige Arbeits un fähigkeit seit 22. April 2015. Seit Ende Oktober 2018 sei bis auf Weiteres von einer Arbeitsunfähigkeit von 55 % auszugehen. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin mit einem Pensum von 40 % zumutbar. Obwohl sie aktuell zu 40 % arbeite, bestehe eine gewisse Verminde rung der Leistungsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin sei deshalb in der kleinen Arztpraxis mit einer privaten Klientel und in einem sehr persönlichen und geschützten Umfeld am besten aufgehoben (S. 5 Ziff. 1.6 f.). Dr. H.___ führ t e weiter aus, dass die Beschwerdeführerin in der gynäkologischen Praxis aktuell keine Laboraufgaben aus führe. Dies sei eventuell für das Jahr 2019 geplant, wobei dies bei der Beschwerdeführerin grosse Sorgen auslöse, da alles, was mit Blut/Nadeln in Verbindung stehe, für sie wie ein Trigger wirke und starke Ängste auslöse. Funktionseinschränkungen bestünden insofern, als die Beschwer deführerin nicht vollständig belastbar sei und in Zeiten erhöhter Belastungen bei der Arbe it emotional instabiler werde. Mit dem momentan en Pensum von 40 % sei sie voll belastet. Für das eigene Geschäft wende sie im Durchschnitt zirka 2 Stunden pro Woche auf, teilweise mit Hilfe von Dritten. Die Beschwerdeführerin sei mit einem Pensum von 40 % als Angestellte und 5 % als Selbständig e rwerbende an ihre Belastbarkeitsgrenze gekommen. Eine behinderungsange passte Tätigkeit sei für höchstens 3-4 Stunden pro Tag zumutbar. Wegen der langzeitigen psychischen Erkrankung habe sich schliesslich bei der Beschwerde führerin im Haushalt und in der Administration Vieles aufgestaut, so dass sie zusätzlich Hi lfe der Psychiatrie- Spitex erhalte, welche sie unter anderem bei der Erledigung administrativer Aufgaben unterstütze. Den Haushalt könne die Beschwerdeführerin selbst erledigen (S. 6 f. Ziff. 1.11).

Dr. H.___ führ t e weiter aus, dass die Beschwerdeführerin in der gynäkologischen Praxis aktuell keine Laboraufgaben aus führe. Dies sei eventuell für das Jahr 2019 geplant, wobei dies bei der Beschwerdeführerin grosse Sorgen auslöse, da alles, was mit Blut/Nadeln in Verbindung stehe, für sie wie ein Trigger wirke und starke Ängste auslöse. Funktionseinschränkungen bestünden insofern, als die Beschwer deführerin nicht vollständig belastbar sei und in Zeiten erhöhter Belastungen bei der Arbe it emotional instabiler werde. Mit dem momentan en Pensum von 40 % sei sie voll belastet. Für das eigene Geschäft wende sie im Durchschnitt zirka 2 Stunden pro Woche auf, teilweise mit Hilfe von Dritten. Die Beschwerdeführerin sei mit einem Pensum von 40 % als Angestellte und 5 % als Selbständig e rwerbende an ihre Belastbarkeitsgrenze gekommen. Eine behinderungsange passte Tätigkeit sei für höchstens 3-4 Stunden pro Tag zumutbar. Wegen der langzeitigen psychischen Erkrankung habe sich schliesslich bei der Beschwerde führerin im Haushalt und in der Administration Vieles aufgestaut, so dass sie zusätzlich Hi lfe der Psychiatrie- Spitex erhalte, welche sie unter anderem bei der Erledigung administrativer Aufgaben unterstütze. Den Haushalt könne die Beschwerdeführerin selbst erledigen (S. 6 f. Ziff. 1.11). 4. 2 Dr. med. I.___, Neurologie FMH und Fachärztin del. Psychotherapie FMPP, und Psychologin lic. phil. J.___, welche die Beschwerde führer bis April 2018 betreut hatten, führten am 14. Januar 2019 folgende Diagnosen mit Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 12/178 S. 1):

4. 2 Dr. med. I.___, Neurologie FMH und Fachärztin del. Psychotherapie FMPP, und Psychologin lic. phil. J.___, welche die Beschwerde führer bis April 2018 betreut hatten, führten am 14. Januar 2019 folgende Diagnosen mit Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 12/178 S. 1): - rezidivierende depressive Störung, Episoden schwankend zwischen leichten und überwiegend mittelgradigen Episoden (ICD-10 F33.1), teilweise mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)

rezidivierende depressive Störung, Episoden schwankend zwischen leichten und überwiegend mittelgradigen Episoden (ICD-10 F33.1), teilweise mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11) - komplexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) in der Kindh eit (ICD-10 F43.1, Typ II Trauma ( Traumafolgestörung ) welche bisher noch nicht gemäss ICD habe kodiert werden können

komplexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) in der Kindh eit (ICD-10 F43.1, Typ II Trauma ( Traumafolgestörung ) welche bisher noch nicht gemäss ICD habe kodiert werden können - phobische Ängste (Zahnarzt, Autofahren auf Autobahn, Angst vor Nadeln/Blut) und andere phobische Störungen (ICD-10 F40.8)

phobische Ängste (Zahnarzt, Autofahren auf Autobahn, Angst vor Nadeln/Blut) und andere phobische Störungen (ICD-10 F40.8) - akzentuierte P ersönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional- instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1)

akzentuierte P ersönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional- instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) - Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person inner halb der Familie (ICD-10 Z61.4)

Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person inner halb der Familie (ICD-10 Z61.4) - Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit (ICD-10 Z56)

Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit (ICD-10 Z56) - wahrscheinlicher Verdacht auf eine Aktivitäts- und Verhaltensstörung ADS (ICD-10 F90.0)

wahrscheinlicher Verdacht auf eine Aktivitäts- und Verhaltensstörung ADS (ICD-10 F90.0) - Fussarthrose mit chronischen Schmerzen

Fussarthrose mit chronischen Schmerzen - verschiedene Operationen während des therapeutischen Verlaufs : senso motorisches Karpaltunnelsyndrom links und rechts, Schulter wegen eines Unfalls, wegen Komplikationen 2. Operation

verschiedene Operationen während des therapeutischen Verlaufs : senso motorisches Karpaltunnelsyndrom links und rechts, Schulter wegen eines Unfalls, wegen Komplikationen 2. Operation - Divertikulitits, Thrombose am rechten Unterschenkel

Divertikulitits, Thrombose am rechten Unterschenkel Es sei davon aus zugehen, dass das frühere Arbeitspensum habe reduziert werden müssen und die Tätigkeit – in der bisherigen oder in einer angepassten Verrich tung – nicht zu belastend sein sollte. Betreffend die bisherige Tätigkeit sei zu beachten, dass die Beschwerdeführerin praktisch nicht mehr in der Lage sei, Blut entnahmen vorzunehmen (vermutlich werde ein tra umatisches Ereignis getrig gert), und auch mit Notfällen überfordert sei (Insuffizienzgefühle, S. 2).

Es sei davon aus zugehen, dass das frühere Arbeitspensum habe reduziert werden müssen und die Tätigkeit – in der bisherigen oder in einer angepassten Verrich tung – nicht zu belastend sein sollte. Betreffend die bisherige Tätigkeit sei zu beachten, dass die Beschwerdeführerin praktisch nicht mehr in der Lage sei, Blut entnahmen vorzunehmen (vermutlich werde ein tra umatisches Ereignis getrig gert), und auch mit Notfällen überfordert sei (Insuffizienzgefühle, S. 2). Die Fachpersonen führten weiter au s, dass eine depressive Stimmungslage mit Freudlosigkeit, Gedankenkreisen, mangelnder Belastbarkeit und Antrieb, Agitiertheit, Zukunfts-/Versagensängsten, vermindertem Selbstwertgefühl und psychosomatischen Symptomen dominiert habe. Es hätten Essstörungen sowie eine komplexe PTBS vorgelegen, wobei letztere zu den typischen Störungen der Gefühlsregula tion (Stimmungsschwankungen, verminderte Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen), zur Störung der Beziehung zu sich selbst (Schuld-/Schamgefühle und mangelnde Selbstfürsorge) sowie zu Beziehungsstörungen (insbesondere mangelndes Vertrauen und Nähe-Distanzprobleme) geführt hätten (S. 2).

Die Fachpersonen führten weiter au s, dass eine depressive Stimmungslage mit Freudlosigkeit, Gedankenkreisen, mangelnder Belastbarkeit und Antrieb, Agitiertheit, Zukunfts-/Versagensängsten, vermindertem Selbstwertgefühl und psychosomatischen Symptomen dominiert habe. Es hätten Essstörungen sowie eine komplexe PTBS vorgelegen, wobei letztere zu den typischen Störungen der Gefühlsregula tion (Stimmungsschwankungen, verminderte Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen), zur Störung der Beziehung zu sich selbst (Schuld-/Schamgefühle und mangelnde Selbstfürsorge) sowie zu Beziehungsstörungen (insbesondere mangelndes Vertrauen und Nähe-Distanzprobleme) geführt hätten (S. 2). Die Beschwerdeführerin habe sich während des gesamten Therapieverlaufs bemüht, ihre frühere Arbeitsfähigkeit wieder zu erlangen. Im Rahmen des Inte grationsprogramms bei der K.___ in L.___ sei sie immer wieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gekommen. In der letzten Therapiephase habe sie zudem im Alltag Unterstützung durch die Psychiatrie- Spitex erhalten. Aufgrund der Bemühungen und des Einsatzes der Beschwerdeführerin sei davon auszu gehen, dass ein Teilpensum wieder erreicht werden könne. Wie gross dieses sein werde, könne nicht entschieden werden, es sei aber am Schluss der therapeu tischen Behandlung von einem Arbeitspensum von zirka 40 bis 50 % aus zugehen (S. 2 f.).

Die Beschwerdeführerin habe sich während des gesamten Therapieverlaufs bemüht, ihre frühere Arbeitsfähigkeit wieder zu erlangen. Im Rahmen des Inte grationsprogramms bei der K.___ in L.___ sei sie immer wieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gekommen. In der letzten Therapiephase habe sie zudem im Alltag Unterstützung durch die Psychiatrie- Spitex erhalten. Aufgrund der Bemühungen und des Einsatzes der Beschwerdeführerin sei davon auszu gehen, dass ein Teilpensum wieder erreicht werden könne. Wie gross dieses sein werde, könne nicht entschieden werden, es sei aber am Schluss der therapeu tischen Behandlung von einem Arbeitspensum von zirka 40 bis 50 % aus zugehen (S. 2 f.). 4. 3 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. M.___, Allgemeine Innere Medizin, nannte a m 30. Januar 2019 (Urk. 12/181/1-6) folgende Diagnosen (S. 2 Ziff. 1.1 f.):

4. 3 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. M.___, Allgemeine Innere Medizin, nannte a m 30. Januar 2019 (Urk. 12/181/1-6) folgende Diagnosen (S. 2 Ziff. 1.1 f.): - mit Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit:

mit Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit: - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD 10 F33.1)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD 10 F33.1) - komplexe PTBS in der Kindheit

komplexe PTBS in der Kindheit - phobische Ängste

phobische Ängste - akzentuierte P ersönlichkeitszüge mit unsicher- ve rmeidenden und emotio nal- instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1)

akzentuierte P ersönlichkeitszüge mit unsicher- ve rmeidenden und emotio nal- instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) - Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person innerhalb der Familie (ICD-10 Z61.4)

Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person innerhalb der Familie (ICD-10 Z61.4) - chronische Fussschmerzen bei degenerativen Veränderungen

chronische Fussschmerzen bei degenerativen Veränderungen - ohne Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit:

ohne Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit: - thromboembolische Erkrankung mit Status nach Thrombosen bei APC Resistenz bei heterozygotem Faktor V Leiden Mutation

thromboembolische Erkrankung mit Status nach Thrombosen bei APC Resistenz bei heterozygotem Faktor V Leiden Mutation - Lap. Sleeve - Gastrektomie (34F) am 18.06.2012 bei Adipositas

Lap. Sleeve Gastrektomie (34F) am 18.06.2012 bei Adipositas - Status nach arthroskop. Rekonstruktion am 23.03.2012 bei Rota toren manschetten r uptur Schulter rechts nach Sturz am 14.01.2012

Status nach arthroskop. Rekonstruktion am 23.03.2012 bei Rota toren manschetten r uptur Schulter rechts nach Sturz am 14.01.2012 - Status nach Rotatorenmanschetten -R ekonst ru ktion und Acromioplastik am 30.10.2015 bei Ruptur Supraspinatussehne Schulter links nach Sturz am 22.07.2014

Status nach Rotatorenmanschetten -R ekonst ru ktion und Acromioplastik am 30.10.2015 bei Ruptur Supraspinatussehne Schulter links nach Sturz am 22.07.2014 - Status nach Rotatorenmanschetten -Re- Rekonstruktion links am 24.05.2016 bei Re-Ruptur

Status nach Rotatorenmanschetten -Re- Rekonstruktion links am 24.05.2016 bei Re-Ruptur - Status nach Karpaltunneloperation am 07.02.2017 rechts und am 24.05.2016 links

Status nach Karpaltunneloperation am 07.02.2017 rechts und am 24.05.2016 links In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als MPA bestehe seit 22. Oktober 2018 eine Arbeits un fähigkeit von 55 % (S. 2 Ziff. 2). Die Beschwerdeführerin sei aufgrund einer Rotatorenmanschettenläsion sowohl an der rechten wie auch linken Schulter operiert worden, wobei bei Re-Ruptur eine zweite Operation der linken Schulter erfolgt sei. Dies habe im Rahmen der langen Rehabilitation auch eine schwere depressive Krise ausgelöst. Die Schulter n seien nicht mehr voll belastbar beim Heben / Tragen von mittelschweren bis schweren Laste n oder bei Überkopf arbeiten. Im Jahre 2012 sei aufgrund des langjährigen chronischen Übergewichts eine Adipositas- Operation erfolgt, wobei die Beschwerdeführerin alles versucht habe, um das Gewicht zu halten. A ktuell habe sie das Gewicht deutlich reduzieren können, wo bei bereits wieder eine Tendenz zur Gewichtszunahme bestehe und die Beschwerdeführerin für das Halten des aktuellen Gewichts enorme psychische Anstrengungen benötige. Es bestünden e ine Vielzahl von Problemfeldern – Essattacken, Schlafschwierigkeiten aus psychischen Gründen und Schmerzen, chronische Fussschmerzen (vor allem bei Mehrbelastung), rasche Ermüdbarkeit, psychische Instabilität, PTBS und depressive Symptome - welche sich gegenseitig beeinflussten und verstärkten (S. 3 Ziff. 3.3 f.).

In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als MPA bestehe seit 22. Oktober 2018 eine Arbeits un fähigkeit von 55 % (S. 2 Ziff. 2). Die Beschwerdeführerin sei aufgrund einer Rotatorenmanschettenläsion sowohl an der rechten wie auch linken Schulter operiert worden, wobei bei Re-Ruptur eine zweite Operation der linken Schulter erfolgt sei. Dies habe im Rahmen der langen Rehabilitation auch eine schwere depressive Krise ausgelöst. Die Schulter n seien nicht mehr voll belastbar beim Heben Tragen von mittelschweren bis schweren Laste n oder bei Überkopf arbeiten. Im Jahre 2012 sei aufgrund des langjährigen chronischen Übergewichts eine Adipositas- Operation erfolgt, wobei die Beschwerdeführerin alles versucht habe, um das Gewicht zu halten. A ktuell habe sie das Gewicht deutlich reduzieren können, wo bei bereits wieder eine Tendenz zur Gewichtszunahme bestehe und die Beschwerdeführerin für das Halten des aktuellen Gewichts enorme psychische Anstrengungen benötige. Es bestünden e ine Vielzahl von Problemfeldern – Essattacken, Schlafschwierigkeiten aus psychischen Gründen und Schmerzen, chronische Fussschmerzen (vor allem bei Mehrbelastung), rasche Ermüdbarkeit, psychische Instabilität, PTBS und depressive Symptome - welche sich gegenseitig beeinflussten und verstärkten (S. 3 Ziff. 3.3 f.). Der Gesundheitszustand sei stationär und es sei kurz- und mittelfristig keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Eine langfristige Prognose sei sehr schwierig, da die Beschwerdeführerin sehr häufig Höhen und Tiefen erlebe (S. 3 Ziff. 4.1 f. ).

Der Gesundheitszustand sei stationär und es sei kurz- und mittelfristig keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Eine langfristige Prognose sei sehr schwierig, da die Beschwerdeführerin sehr häufig Höhen und Tiefen erlebe (S. 3 Ziff. 4.1 f. ). 4.4 RAD-Ärztin Dr. N.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychother apie, stellte in ihrer Stellungnahme vom 11. April 2019 (Urk. 12/196/7-9) folgende Diagnosen:

4.4 RAD-Ärztin Dr. N.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychother apie, stellte in ihrer Stellungnahme vom 11. April 2019 (Urk. 12/196/7-9) folgende Diagnosen: - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - rezidivierende depressive Störung, mittelgradige Episode, derzeit remittiert (ICD-10 F33.1)

rezidivierende depressive Störung, mittelgradige Episode, derzeit remittiert (ICD-10 F33.1) - phobische Ängste (Zahnarzt, Autofahren auf Autobahn, Angst vor Nadeln/Blut (ICD-10 F40.8)

phobische Ängste (Zahnarzt, Autofahren auf Autobahn, Angst vor Nadeln/Blut (ICD-10 F40.8) - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotio nal-instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1)

akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotio nal-instabilen Anteilen (ICD-10 Z73.1) - ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: - komplexe PTBS in der Kindheit, Typ II Trauma (ICD-10 F43.1)

komplexe PTBS in der Kindheit, Typ II Trauma (ICD-10 F43.1) - Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit (ICD-10 Z61.4)

Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit (ICD-10 Z61.4) - Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit (ICD-10 Z56)

Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit (ICD-10 Z56) - chronische Fussschmerzen bei degenerativen Veränderungen

chronische Fussschmerzen bei degenerativen Veränderungen - morbide Adipositas WHO III, Status nach Magenverkleinerung am 18.06.2012

morbide Adipositas WHO III, Status nach Magenverkleinerung am 18.06.2012 - Essattacken (ICD-10 F50.4)

Essattacken (ICD-10 F50.4) - Nikotinabhängigkeit

Nikotinabhängigkeit - Status nach arthroskopischer Rekonstruktion rechts am 23.02.2012 bei Rotatorenmanschettenruptur nach Sturz am 14.01.2012

Status nach arthroskopischer Rekonstruktion rechts am 23.02.2012 bei Rotatorenmanschettenruptur nach Sturz am 14.01.2012 - Status nach arthro skopischer Rotatorenmanschetten -R ekonst r uktion links vom 30.10.2015 nach Sturz am 22.07.2014 und nach Re-Ruptur am 24.05.2016

Status nach arthro skopischer Rotatorenmanschetten -R ekonst r uktion links vom 30.10.2015 nach Sturz am 22.07.2014 und nach Re-Ruptur am 24.05.2016 - Status nach offener Spaltung Retinaculum flexorum, Neurolyse Nervus medianus und Status nach Karpaltunnel-Operation rechts am 07.02.2017 und links am 2 4.05.2016

Status nach offener Spaltung Retinaculum flexorum, Neurolyse Nervus medianus und Status nach Karpaltunnel-Operation rechts am 07.02.2017 und links am 2 4.05.2016 - Synovialektomie Hand link s vom 30.10.2015

Synovialektomie Hand link s vom 30.10.2015 - Status nach Muskelvenent h r ombose Unterschenkel rechts vom 27.09.2015

Status nach Muskelvenent h r ombose Unterschenkel rechts vom 27.09.2015 Unter dem Titel Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als MPA führte die RAD-Ärztin aus, dass die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung mittelgradig reduziert sei. Die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen sei durch die phobischen Ängste (Blut, Nadeln) und durch Kontaktschwierigkeiten schwer eingeschränkt. Als MPA seien Belastbarkeit, Stresstoleranz, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen gefordert. Die Durchhaltefähigkeit sei durch die verminderte emotionale Belastbarkeit und Konzentrationsminderung reduziert. Die Selbstbehauptungsfähigkeit sei durch die Kontaktschwierigkeiten und durch das verminderte Selbstwerterleben eingeschränkt. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten sei durch die vorliegenden Persönlichkeitsakzentuierungen mittelgradig redu ziert: dem Gefühl, ausgenutzt zu werden, und der Schwierigkeit, Grenzen zu setzen, mit resultierendem Fehlverhalten im Umgang. Dadurch sei auch die Grup penfähigkeit eingeschränkt. Die Verkehrsfähigkeit sei nicht beeinträchtigt und es bestünden Ängste bezüglich längerer Fahrten und Fahrten auf der Autobahn.

Unter dem Titel Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als MPA führte die RAD-Ärztin aus, dass die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung mittelgradig reduziert sei. Die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen sei durch die phobischen Ängste (Blut, Nadeln) und durch Kontaktschwierigkeiten schwer eingeschränkt. Als MPA seien Belastbarkeit, Stresstoleranz, Teamfähigkeit und soziale Kompetenzen gefordert. Die Durchhaltefähigkeit sei durch die verminderte emotionale Belastbarkeit und Konzentrationsminderung reduziert. Die Selbstbehauptungsfähigkeit sei durch die Kontaktschwierigkeiten und durch das verminderte Selbstwerterleben eingeschränkt. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten sei durch die vorliegenden Persönlichkeitsakzentuierungen mittelgradig redu ziert: dem Gefühl, ausgenutzt zu werden, und der Schwierigkeit, Grenzen zu setzen, mit resultierendem Fehlverhalten im Umgang. Dadurch sei auch die Grup penfähigkeit eingeschränkt. Die Verkehrsfähigkeit sei nicht beeinträchtigt und es bestünden Ängste bezüglich längerer Fahrten und Fahrten auf der Autobahn. Als Belastungsprofil nannte die RAD-Ärztin körperlich leichte Arbeiten in Wech selbelastung ohne Heben/Tragen von mittelschweren bis schwere n Lasten und ohne Überkopfarbeiten. Leidensgerecht seien Tä tigkeiten ohne permanenten Zeit /Termindruck und ohne Verrichtungen in Verbindung mit Blut/Nadeln sowie im Lebensmittelbereich bei nur geringem Publikumsverkehr, klar strukturierte Tätig keiten in ruhiger und emotional spannungsarmer Atmosphäre ohne hohe Anfor derungen an die psychische Belastbarkeit in einem eher kleinen Team. An einem angepassten Arbeitsplatz sei eine Leistungsfähigkeit von zunächst 50 % zu erwarten, welche innerhalb eines halben Jahres sukzessiv und unter psycho therapeutischer Begleitung auf 80 % gesteigert werden könne.

Als Belastungsprofil nannte die RAD-Ärztin körperlich leichte Arbeiten in Wech selbelastung ohne Heben/Tragen von mittelschweren bis schwere n Lasten und ohne Überkopfarbeiten. Leidensgerecht seien Tä tigkeiten ohne permanenten Zeit /Termindruck und ohne Verrichtungen in Verbindung mit Blut/Nadeln sowie im Lebensmittelbereich bei nur geringem Publikumsverkehr, klar strukturierte Tätig keiten in ruhiger und emotional spannungsarmer Atmosphäre ohne hohe Anfor derungen an die psychische Belastbarkeit in einem eher kleinen Team. An einem angepassten Arbeitsplatz sei eine Leistungsfähigkeit von zunächst 50 % zu erwarten, welche innerhalb eines halben Jahres sukzessiv und unter psycho therapeutischer Begleitung auf 80 % gesteigert werden könne. In der bisherigen Tätigkeit als MPA bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 23. April 2015 bis 30. September 2018. Seit 1. Oktober 2018 liege eine Arbeits unfähigkeit von 55 % vor. In einer angepassten Verrichtung sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 23. April 2015 bis 30. September 2018, einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 und ab 1. Oktober 2019 von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.

In der bisherigen Tätigkeit als MPA bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 23. April 2015 bis 30. September 2018. Seit 1. Oktober 2018 liege eine Arbeits unfähigkeit von 55 % vor. In einer angepassten Verrichtung sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 23. April 2015 bis 30. September 2018, einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 und ab 1. Oktober 2019 von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Im Zusammenhang mit einer möglichen wesentlichen Veränderung des Gesund heitszustands führte die RAD-Ärztin aus, dass sich die depressive Episode bereits habe remittieren können und eine weitere Stabilisierung des Gesundheitszustands zu erwarten sei. Es werde weiterhin eine ambulante psychiatrisch-psycho therapeutische Weiterbehandlung inklusive medikamentöse Prophylaxe sowie die Weiterführung der hausärztlichen Betreuung empfohlen. Die Beschwerdeführerin sei compliant und die Therapien würden zuverlässig wahrgenommen.

Im Zusammenhang mit einer möglichen wesentlichen Veränderung des Gesund heitszustands führte die RAD-Ärztin aus, dass sich die depressive Episode bereits habe remittieren können und eine weitere Stabilisierung des Gesundheitszustands zu erwarten sei. Es werde weiterhin eine ambulante psychiatrisch-psycho therapeutische Weiterbehandlung inklusive medikamentöse Prophylaxe sowie die Weiterführung der hausärztlichen Betreuung empfohlen. Die Beschwerdeführerin sei compliant und die Therapien würden zuverlässig wahrgenommen. Im Weiteren führte Dr. N.___ aus, dass die Beschwerdeführerin am Patien tenempfang und am Computer arbeite, wobei zusätzliche Aufgaben, unter ande rem im Labor, geplant seien. Es handle sich um keine optimal angepasste Tätigkeit und es könne davon ausgegangen werden, dass in einer solchen dauerhaft ein höheres Leistungsvermögen erreicht werden könne.

Im Weiteren führte Dr. N.___ aus, dass die Beschwerdeführerin am Patien tenempfang und am Computer arbeite, wobei zusätzliche Aufgaben, unter ande rem im Labor, geplant seien. Es handle sich um keine optimal angepasste Tätigkeit und es könne davon ausgegangen werden, dass in einer solchen dauerhaft ein höheres Leistungsvermögen erreicht werden könne. 4. 5 Dr. H.___ und Psychotherapeutin G.___ nannten in ihrem Bericht vom 29. September 2019 (Urk. 12/209) folgende Diagnosen (S. 1):

4. 5 Dr. H.___ und Psychotherapeutin G.___ nannten in ihrem Bericht vom 29. September 2019 (Urk. 12/209) folgende Diagnosen (S. 1): - rezidivierende depressive Störun g, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD- 10 F33.1)

rezidivierende depressive Störun g, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD- 10 F33.1) - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional-instabilen Anteilen (ICD-10 F61.1)

akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional-instabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) Die Fachpersonen führten aus, dass gemäss BDI aktuell ein Wert von 25 Punkten vorliege. Dies deute zwar auf eine leichte Aufhellung der Stimmung im Vergleich zum Dezember 2018 hin, die Beschwerdeführerin befinde sich gemäss der erwähnten Punktezahl aber noch immer im Bereich der mittelgradigen depres siven Störung, was die Krit erien von ICD-10 F33.1 erfülle.

Die Fachpersonen führten aus, dass gemäss BDI aktuell ein Wert von 25 Punkten vorliege. Dies deute zwar auf eine leichte Aufhellung der Stimmung im Vergleich zum Dezember 2018 hin, die Beschwerdeführerin befinde sich gemäss der erwähnten Punktezahl aber noch immer im Bereich der mittelgradigen depres siven Störung, was die Krit erien von ICD-10 F33.1 erfülle. Die Beschwerdeführerin kämpfe stets mit ih rer chronischen Erschöpfung und innerlichen Spannungszuständen. Die zu Hause zu erledigenden Tätigkeiten (Haushalt, Administration) gel ängen ihr nur unter grosser Anstrengung, weshalb sie alle zwei Wochen die Hilfe der Psychiatrie -S pitex in Anspruch nehme. Sie brauche oft den Halt, die Motivation und den Fokus, die ihr eine solche Hilfs person bieten könne. Der Umfang mit der positiven Aggression sei sehr schlecht. Sie könne sich zumeist nicht/nur schlecht wehren und durchsetzen und fresse ihre Aggression in sich hinein, was zu Missmut, schlechter Laune, Niederge schlagenheit und oft depressiver Stimmung führe. Diese Gefühle kompensiere sie durch übermässiges Essen (Binge- eating -Störung), was wi ederum die Stimmung niederdrücke und das bereits sehr niedrige Sel bstwertgefühl noch mehr schwäche. Es liege eine chronische Müdigkeit, ein Gefühl der Überforderung und Erschöp fung, eine sehr rasche Ermüdb arkeit, eine ausgeprägte Antriebsarmut/-hemmung und eine Ein-/Durchschlafstörung vor. Im Kontakt wirke sie oft schwermütig, wobei der emotionale Rapport trotzdem gut herstellbar sei. Es bestehe ein starker sozialer Rückzug mit nur sehr wenige n soziale n Kontakte n ausserhalb des Arbeitsplatzes. Somit sei klargestellt, dass die Diagnose einer rezidi vierenden Störung erfüllt sei (S. 2).

Die Beschwerdeführerin kämpfe stets mit ih rer chronischen Erschöpfung und innerlichen Spannungszuständen. Die zu Hause zu erledigenden Tätigkeiten (Haushalt, Administration) gel ängen ihr nur unter grosser Anstrengung, weshalb sie alle zwei Wochen die Hilfe der Psychiatrie -S pitex in Anspruch nehme. Sie brauche oft den Halt, die Motivation und den Fokus, die ihr eine solche Hilfs person bieten könne. Der Umfang mit der positiven Aggression sei sehr schlecht. Sie könne sich zumeist nicht/nur schlecht wehren und durchsetzen und fresse ihre Aggression in sich hinein, was zu Missmut, schlechter Laune, Niederge schlagenheit und oft depressiver Stimmung führe. Diese Gefühle kompensiere sie durch übermässiges Essen (Binge- eating -Störung), was wi ederum die Stimmung niederdrücke und das bereits sehr niedrige Sel bstwertgefühl noch mehr schwäche. Es liege eine chronische Müdigkeit, ein Gefühl der Überforderung und Erschöp fung, eine sehr rasche Ermüdb arkeit, eine ausgeprägte Antriebsarmut/-hemmung und eine Ein-/Durchschlafstörung vor. Im Kontakt wirke sie oft schwermütig, wobei der emotionale Rapport trotzdem gut herstellbar sei. Es bestehe ein starker sozialer Rückzug mit nur sehr wenige n soziale n Kontakte n ausserhalb des Arbeitsplatzes. Somit sei klargestellt, dass die Diagnose einer rezidi vierenden Störung erfüllt sei (S. 2). Der Charakter der Chronizität der depressiven Erkrankung sei für die Beurteilung des Fall s u ngenügend in Betracht gezogen wo rden. Eine chronische Erkrankung erschwere eine vollständige Heilung respektive eine Wiedererlangung einer höheren Arbeits-/Leistungsfähigkeit. Im Vorbescheid der Beschwerdegegnerin sei zudem keine Rücksicht auf die Dysfunktionalität der Persönlichkeit der Beschwer deführerin aufgrund der Persönlichkeitsdefizite und der traumatischen Kindheits erfahrungen infolge des jahrelange n Missbrauch s in sehr frühem Kindesalter genommen worden. Die Kombination der Depression mit den dysfunktionalen Persönlichkeitsanteilen und Persönlichkeitsveränderungen durch jahrelangen sexuellen Missbrauch hinterlasse eine zerbrechliche Persönlichkeit, wodurch die Beschwerdeführerin der Welt eher mit Skepsis und Angst begegne und sie ein völlig instabiles Selbstwertgefühl habe. Im alltäglichen Leben habe sie grosse Mühe mit persönlichen Stellungnahmen, ein schwaches Durchsetzungsvermögen und sehr hohe Ansprüche an sich selbst - vor allem im Berufsleben - was die Leistungsfähigkeit beeinträchtige (S. 3).

Der Charakter der Chronizität der depressiven Erkrankung sei für die Beurteilung des Fall s u ngenügend in Betracht gezogen wo rden. Eine chronische Erkrankung erschwere eine vollständige Heilung respektive eine Wiedererlangung einer höheren Arbeits-/Leistungsfähigkeit. Im Vorbescheid der Beschwerdegegnerin sei zudem keine Rücksicht auf die Dysfunktionalität der Persönlichkeit der Beschwer deführerin aufgrund der Persönlichkeitsdefizite und der traumatischen Kindheits erfahrungen infolge des jahrelange n Missbrauch s in sehr frühem Kindesalter genommen worden. Die Kombination der Depression mit den dysfunktionalen Persönlichkeitsanteilen und Persönlichkeitsveränderungen durch jahrelangen sexuellen Missbrauch hinterlasse eine zerbrechliche Persönlichkeit, wodurch die Beschwerdeführerin der Welt eher mit Skepsis und Angst begegne und sie ein völlig instabiles Selbstwertgefühl habe. Im alltäglichen Leben habe sie grosse Mühe mit persönlichen Stellungnahmen, ein schwaches Durchsetzungsvermögen und sehr hohe Ansprüche an sich selbst - vor allem im Berufsleben - was die Leistungsfähigkeit beeinträchtige (S. 3). Sofern die bisher erreichte psychische Stabilität beibehalten werden könne, könne die Beschwerdeführerin weiterhin im aktuellen Anstellungsverhältnis von 40 % arbeiten. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit im kommenden Jahr sei eher unwahrscheinlich, da die Belastbarkeitsgrenze mit 40 % erreicht sei. Die Beschwerdeführer in sei trotz aller Schwierigkeiten in den letzten Monaten fehlerfrei zur Arbeit erschienen, erledige diese mit viel Engagement und werde vom Arbeitsteam sehr geschätzt. Die Arbeitsstelle sei daher als optimal angepasst anzuschauen und funktioniere ohne zu hohe Arbeitsbelastung und Leistungs tempo in einer wertschätzenden und wohlwollenden Atmosphäre. Die Begrün dung im Vorbescheid, wonach der aktuelle Arbeitsplatz der Behinderung nicht optimal angepasst sei, sei deshalb nicht nachvollziehbar. Wichtig sei, dass aktuell keine Labo rtätigkeiten geplant seien, weil die Beschwerdeführe rin solche Aufga ben aufgrund d er Misshandlung en in der Kindheit nicht mehr ausführen könne. Die Argumentation, wonach in einer angepassten Tätigkeit ein höheres Leistungs vermögen erzielt werden könne, sei deshalb unrealistisch. In einer behinderungs angepassten Verrichtung sei der Beschwerdeführerin eine Arbeitszeit von zirka drei Stunden pro Tag zumutbar (S. 4).

Sofern die bisher erreichte psychische Stabilität beibehalten werden könne, könne die Beschwerdeführerin weiterhin im aktuellen Anstellungsverhältnis von 40 % arbeiten. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit im kommenden Jahr sei eher unwahrscheinlich, da die Belastbarkeitsgrenze mit 40 % erreicht sei. Die Beschwerdeführer in sei trotz aller Schwierigkeiten in den letzten Monaten fehlerfrei zur Arbeit erschienen, erledige diese mit viel Engagement und werde vom Arbeitsteam sehr geschätzt. Die Arbeitsstelle sei daher als optimal angepasst anzuschauen und funktioniere ohne zu hohe Arbeitsbelastung und Leistungs tempo in einer wertschätzenden und wohlwollenden Atmosphäre. Die Begrün dung im Vorbescheid, wonach der aktuelle Arbeitsplatz der Behinderung nicht optimal angepasst sei, sei deshalb nicht nachvollziehbar. Wichtig sei, dass aktuell keine Labo rtätigkeiten geplant seien, weil die Beschwerdeführe rin solche Aufga ben aufgrund d er Misshandlung en in der Kindheit nicht mehr ausführen könne. Die Argumentation, wonach in einer angepassten Tätigkeit ein höheres Leistungs vermögen erzielt werden könne, sei deshalb unrealistisch. In einer behinderungs angepassten Verrichtung sei der Beschwerdeführerin eine Arbeitszeit von zirka drei Stunden pro Tag zumutbar (S. 4). Seit der Bericht erstattung vom 17. Dezember 2018 habe sich der Gesundheits zustand nicht erheblich verbessert, so dass die RAD-Annahme einer 80%igen Arbeitsfähigkeit seit 1. Oktober 2019 absolut unrealistisch und unverständlich sei. Die Beschwerdeführerin habe zwar durch die therapeutische Behandlung, durch eine Festanstellung an einem behinderungsangepassten Arbeitsplatz sowie durch di e Unterstützung der Psychiatrie-S pitex eine leichte Verbesserung der Depression erreicht, es bestehe aber immer noch eine eindeutige emotionale Instabilität, je nach Arbeitsbelastung und psychischer Verfassung. Diese Instabi l ität bestehe seit vielen Jahren und habe einen zyklischen Verlauf, was ein klares Anzeichen einer minderen Form der Persönlichkeitsstörung sei. Die Beschwerde führerin habe in den letzten Monaten ihre Arbeit ohne Abbruch oder Verschlech terung der Symptomatik ausführen können und habe so eine gewisse Stabilität erreicht. Die Leistungsfähigkeit habe sich indes nicht erhöht und die Beschwer deführerin sei weiterhin auf die wohlwollende und wenig belastende Arbeits situation an ihrer aktuellen Arbeitsstelle angewiesen. Eine leistungsrelevante Verbesserung des Zustandes habe damit nicht beobachtet werden können (S. 4 f.).

Seit der Bericht erstattung vom 17. Dezember 2018 habe sich der Gesundheits zustand nicht erheblich verbessert, so dass die RAD-Annahme einer 80%igen Arbeitsfähigkeit seit 1. Oktober 2019 absolut unrealistisch und unverständlich sei. Die Beschwerdeführerin habe zwar durch die therapeutische Behandlung, durch eine Festanstellung an einem behinderungsangepassten Arbeitsplatz sowie durch di e Unterstützung der Psychiatrie-S pitex eine leichte Verbesserung der Depression erreicht, es bestehe aber immer noch eine eindeutige emotionale Instabilität, je nach Arbeitsbelastung und psychischer Verfassung. Diese Instabi l ität bestehe seit vielen Jahren und habe einen zyklischen Verlauf, was ein klares Anzeichen einer minderen Form der Persönlichkeitsstörung sei. Die Beschwerde führerin habe in den letzten Monaten ihre Arbeit ohne Abbruch oder Verschlech terung der Symptomatik ausführen können und habe so eine gewisse Stabilität erreicht. Die Leistungsfähigkeit habe sich indes nicht erhöht und die Beschwer deführerin sei weiterhin auf die wohlwollende und wenig belastende Arbeits situation an ihrer aktuellen Arbeitsstelle angewiesen. Eine leistungsrelevante Verbesserung des Zustandes habe damit nicht beobachtet werden können (S. 4 f.). Aufgrund der Chronizität sei nicht zu erwarten, dass die Arbeits- und Leistungs fähigkeit wesentlich erhöht werden könnten. Für die nächsten Jahre könne zwar eine leichte Steigerung der Arbeitsfähigkeit (bestenfalls um 10 %) erwartet werden, aber mit einem bleibenden Verlust der Leistungsfähigkeit. Das Beibehal ten einer der Behinderung angepassten Tätigkeit, welche die Beschwerdeführerin in der aktuellen Arztpraxis habe, sei deshalb wichtig. Die Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2019 zu 80 % arbeitsfähig sei, sei nicht nachvollziehbar (S. 8).

Aufgrund der Chronizität sei nicht zu erwarten, dass die Arbeits- und Leistungs fähigkeit wesentlich erhöht werden könnten. Für die nächsten Jahre könne zwar eine leichte Steigerung der Arbeitsfähigkeit (bestenfalls um 10 %) erwartet werden, aber mit einem bleibenden Verlust der Leistungsfähigkeit. Das Beibehal ten einer der Behinderung angepassten Tätigkeit, welche die Beschwerdeführerin in der aktuellen Arztpraxis habe, sei deshalb wichtig. Die Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2019 zu 80 % arbeitsfähig sei, sei nicht nachvollziehbar (S. 8). 4. 6 Am 3. Dezember 2019 äusserte sich RAD-Ärztin Dr. N.___ erneut zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und führte aus, dass im Bericht von Dr. H.___ vom 29. September 2019 weiterhin eine rezidivierende Störung festge stellt worden sei. Diese habe sich zwischenzeitlich (Dezember 2018) weitgehend remittieren können. Eine Vollremission sei medizintheoretisch durch die Anpas sung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation (Johan n iskrautpräparat und Baldrian-/Hopfenextrakt) möglich, weshalb die Behandlungsoptionen nicht ausgereizt seien. Die defizitären Persönlichkeitszüge und Auswirkungen der Kind heitserfahrungen seien berücksichtigt worden und zeig t en sich in den beruflichen Einschränkungen. Wie Dr. H.___ bereits am 17. Dezember 2018 festgestellt habe, sei die Beschwerdeführerin in Zeiten erhöhter Arbeitsbelastung emotional insta bil. V iele Arbeiten als MPA seien schwierig für sie, weshalb sie im Ausbildungs bericht vom 12. Januar 2018 selbst angegeben habe, nicht mehr als MPA arbeiten zu wollen. Dr. H.___ habe sodann am 17. Dezember 2018 beschrieben, dass die aktuelle Tätigkeit der Beschwerdeführerin Belastbarkeit, Stresstoleranz, Team fähigkeit und soziale Kompetenzen erfordere. Die Beschwerdeführerin sei unter anderem zuständig für PC-Arbeiten, telefonischen Dienst, Patientenempf ang und Rezepte, wobei seitens der verständnisvollen Arbeitgeber in am aktuellen Arbeits platz auf die zu erwartenden Laborarbeiten verzichtet werde. Bei der psychisch instabilen, psychisch wenig belastbaren und stressintoleranten Beschwerde führerin sei in einer Tätigkeit ohne Zeit-/ Termindruck, ohne/mit geringem Publi kumsverkehr und ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit eine höhere L e istungsfähigkeit zu erwarten. Psychosoziale Belastungen bestünden aufgrund finanzielle r Sorgen, insbesondere seit etwa drei Jahren. Insgesamt seien keine neuen, unberücksichtigten Fakten vorgebracht worden, weshalb an der RAD-Stellungnahme vom 11. April 2019 festgehalten werden könne (Urk. 12/ 220/ 3-4).

4. 6 Am 3. Dezember 2019 äusserte sich RAD-Ärztin Dr. N.___ erneut zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und führte aus, dass im Bericht von Dr. H.___ vom 29. September 2019 weiterhin eine rezidivierende Störung festge stellt worden sei. Diese habe sich zwischenzeitlich (Dezember 2018) weitgehend remittieren können. Eine Vollremission sei medizintheoretisch durch die Anpas sung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation (Johan n iskrautpräparat und Baldrian-/Hopfenextrakt) möglich, weshalb die Behandlungsoptionen nicht ausgereizt seien. Die defizitären Persönlichkeitszüge und Auswirkungen der Kind heitserfahrungen seien berücksichtigt worden und zeig t en sich in den beruflichen Einschränkungen. Wie Dr. H.___ bereits am 17. Dezember 2018 festgestellt habe, sei die Beschwerdeführerin in Zeiten erhöhter Arbeitsbelastung emotional insta bil. V iele Arbeiten als MPA seien schwierig für sie, weshalb sie im Ausbildungs bericht vom 12. Januar 2018 selbst angegeben habe, nicht mehr als MPA arbeiten zu wollen. Dr. H.___ habe sodann am 17. Dezember 2018 beschrieben, dass die aktuelle Tätigkeit der Beschwerdeführerin Belastbarkeit, Stresstoleranz, Team fähigkeit und soziale Kompetenzen erfordere. Die Beschwerdeführerin sei unter anderem zuständig für PC-Arbeiten, telefonischen Dienst, Patientenempf ang und Rezepte, wobei seitens der verständnisvollen Arbeitgeber in am aktuellen Arbeits platz auf die zu erwartenden Laborarbeiten verzichtet werde. Bei der psychisch instabilen, psychisch wenig belastbaren und stressintoleranten Beschwerde führerin sei in einer Tätigkeit ohne Zeit-/ Termindruck, ohne/mit geringem Publi kumsverkehr und ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit eine höhere L e istungsfähigkeit zu erwarten. Psychosoziale Belastungen bestünden aufgrund finanzielle r Sorgen, insbesondere seit etwa drei Jahren. Insgesamt seien keine neuen, unberücksichtigten Fakten vorgebracht worden, weshalb an der RAD-Stellungnahme vom 11. April 2019 festgehalten werden könne (Urk. 12/ 220/ 3-4). 4. 7 Am 9. Juni 2020 nahmen Dr. H.___ und Psychotherapeutin G.___ erneut zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin Stellung, wobei sie folgende Diagnosen aufführten (Urk. 8 S. 1):

4. 7 Am 9. Juni 2020 nahmen Dr. H.___ und Psychotherapeutin G.___ erneut zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin Stellung, wobei sie folgende Diagnosen aufführten (Urk. 8 S. 1): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ( ICD-10 F33.1), aktuelles BDI 28 Punkte

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ( ICD-10 F33.1), aktuelles BDI 28 Punkte - akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional- in stabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) aufgrund einer komplexen PTBS ( ICD-10 F43.1)

akzentuierte Persönlichkeitszüge mit unsicher-vermeidenden und emotional- in stabilen Anteilen (ICD-10 F61.1) aufgrund einer komplexen PTBS ( ICD-10 F43.1) Die Fachpersonen führten aus, dass die diagnostische Kategorie der PTBS zum ersten Mal aufgeführt werde, weil sie bisher nur implizit durch die Diagnose ICD 10 F61.1 beschrieben worden sei. Wie im Bericht vom 17. Dezember 201 9 [richtig 2018] ausgeführt worden sei, sei die Beschwerdeführerin in Baby- und Frühkind heitsjahren jahrelang von ihrem Vater sexuell schwer mi ssbraucht worden. Diese Erfahrung habe zur Diagnose ICD-10 F61.1 geführt, was invalidisierender und weniger gut therapierbar sei als eine komplexe Traumafolgestörung. Die Diagnose der stark akzentuierten Persönlichkeitszüge sei somit als Fol ge der komplexen PTBS zu sehen und sei angesichts der Schwere und der schlechten Prognose dieser Störung zu wenig berücksichtigt. Die Beschwerdeführerin leide sehr oft unter Intrusionen, Stimmungsschwankungen und Gefühlsausbrüchen, was einen direk ten Einfluss auf ihre Arbeitsfähigkeit habe (S. 1 f.).

Die Fachpersonen führten aus, dass die diagnostische Kategorie der PTBS zum ersten Mal aufgeführt werde, weil sie bisher nur implizit durch die Diagnose ICD 10 F61.1 beschrieben worden sei. Wie im Bericht vom 17. Dezember 201 9 [richtig 2018] ausgeführt worden sei, sei die Beschwerdeführerin in Baby- und Frühkind heitsjahren jahrelang von ihrem Vater sexuell schwer mi ssbraucht worden. Diese Erfahrung habe zur Diagnose ICD-10 F61.1 geführt, was invalidisierender und weniger gut therapierbar sei als eine komplexe Traumafolgestörung. Die Diagnose der stark akzentuierten Persönlichkeitszüge sei somit als Fol ge der komplexen PTBS zu sehen und sei angesichts der Schwere und der schlechten Prognose dieser Störung zu wenig berücksichtigt. Die Beschwerdeführerin leide sehr oft unter Intrusionen, Stimmungsschwankungen und Gefühlsausbrüchen, was einen direk ten Einfluss auf ihre Arbeitsfähigkeit habe (S. 1 f.). Die depressive Störung sei niemals remittiert. Es habe sich – wie bereits im Bericht vom 17. Dezember 2018 erwähnt - einzig eine leichte Aufhellung der depressiven Symptomatik gezeigt. Das aktuelle BDI zeige im Vergleich zum Bericht vom 29. September 2019 wieder eine Verschlechteru ng des depressiven Zustandsbild s. Diese Punktzahl grenze an eine schwere Depression, welche ab 29 Punkte n diag nostiziert werde, weshalb die Kriterien von ICD-10 F33.1 erfüllt seien (S. 2).

Die depressive Störung sei niemals remittiert. Es habe sich – wie bereits im Bericht vom 17. Dezember 2018 erwähnt - einzig eine leichte Aufhellung der depressiven Symptomatik gezeigt. Das aktuelle BDI zeige im Vergleich zum Bericht vom 29. September 2019 wieder eine Verschlechteru ng des depressiven Zustandsbild s. Diese Punktzahl grenze an eine schwere Depression, welche ab 29 Punkte n diag nostiziert werde, weshalb die Kriterien von ICD-10 F33.1 erfüllt seien (S. 2). Die bisher erreichte psychische Stabilität habe beibehalten werden können, wobei die Beschwerdeführerin weiterhin im aktuellen Anstellungsverhältnis von 40 % arbeite und ihre Aufgaben relativ gut erledige. Eine Erhöhung der Arbeits fähigkeit in diesem Jahr sei eher unwahrscheinlich und es scheine, als dass die Belastbarkeitsgrenze im Anstellungsverhältnis mit 40 % erreicht sei. Im besten Fall könnte die Arbeitsfähigkeit im Laufe der nächsten Jahre um 5 bis 10 % erhöht werden. Die aktuelle Arbeitsstelle sei optimal an das Arbeitsprofil der Beschwerdeführerin angepasst. Die Arbeitsstelle funktioniere wie ein geschützter Arbeitsplatz, mit einem kleinen Team, ohne zu hohe Arbeitsbelastung und in einer familiären Atmosphäre. Die Beschwerdeführerin müsse an der aktuellen Arbeitsstelle kei ne Laboraufgaben erledigen. Als aktuelles zumutbares Arbeits pensum nannten die Fachpersonen etwa drei Stunden pro Tag in einer ange passten Tätigkeit (S. 2).

Die bisher erreichte psychische Stabilität habe beibehalten werden können, wobei die Beschwerdeführerin weiterhin im aktuellen Anstellungsverhältnis von 40 % arbeite und ihre Aufgaben relativ gut erledige. Eine Erhöhung der Arbeits fähigkeit in diesem Jahr sei eher unwahrscheinlich und es scheine, als dass die Belastbarkeitsgrenze im Anstellungsverhältnis mit 40 % erreicht sei. Im besten Fall könnte die Arbeitsfähigkeit im Laufe der nächsten Jahre um 5 bis 10 % erhöht werden. Die aktuelle Arbeitsstelle sei optimal an das Arbeitsprofil der Beschwerdeführerin angepasst. Die Arbeitsstelle funktioniere wie ein geschützter Arbeitsplatz, mit einem kleinen Team, ohne zu hohe Arbeitsbelastung und in einer familiären Atmosphäre. Die Beschwerdeführerin müsse an der aktuellen Arbeitsstelle kei ne Laboraufgaben erledigen. Als aktuelles zumutbares Arbeits pensum nannten die Fachpersonen etwa drei Stunden pro Tag in einer ange passten Tätigkeit (S. 2). Im Weiteren wurde festgehalten, dass sich der Gesundheitszustand seit dem 17. Dezember 2018 nicht erheblich verbessert habe. Die im letzten Bericht aufge führte leichte Verbesserung der Depression sei nicht mehr aktuell. Die Beschwer deführerin sei nach wie vor emotional instabil, wobei die psychische Instabilität einen chronischen Charakter und einen zyklischen Verlauf habe, was ein klares Anzeichen einer minderen Form einer Persönlichkeitsstörung sei. Die Beschwer deführer in habe in den letzten Monaten ihre Arbeit zwar ohne Abbruch durch führen können, die Leistungsfähigkeit habe sich indes nicht erhöht und es habe auch keine leistungsrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands beobachtet werden können (S. 3).

Im Weiteren wurde festgehalten, dass sich der Gesundheitszustand seit dem 17. Dezember 2018 nicht erheblich verbessert habe. Die im letzten Bericht aufge führte leichte Verbesserung der Depression sei nicht mehr aktuell. Die Beschwer deführerin sei nach wie vor emotional instabil, wobei die psychische Instabilität einen chronischen Charakter und einen zyklischen Verlauf habe, was ein klares Anzeichen einer minderen Form einer Persönlichkeitsstörung sei. Die Beschwer deführer in habe in den letzten Monaten ihre Arbeit zwar ohne Abbruch durch führen können, die Leistungsfähigkeit habe sich indes nicht erhöht und es habe auch keine leistungsrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands beobachtet werden können (S. 3). Im Laufe der Behandlung seien einige Antidepressiv a ausprobiert worden (vgl. den Bericht vom 17. Dezember 2018). Die Beschwerdeführerin habe sich unter Deprivita am wohlsten gefühlt und habe bei der Einnahme von Wellbutrin, Brintelix, Cymbalta und Valdoxan unter starken Nebenwirkungen gelitten. Die eindeutig stark akzentuierten unsicher-vermeidenden Persönlichkeitsant e ile (ICD-10 F61.1) spielten eine zentrale Rolle bei der Abneigung der Beschwerde führerin, neue Medikamente auszuprobieren. Eine weitere, nicht ausgeschöpfte therapeutische Massnahme wäre eine stationäre Langzeitbehandlung in einer psychiatrischen Klinik für die Behandlung von Traumafolgestörungen. Eine solche Behandlung sei aber insofern kontraindiziert, als dies mit hoher Wahr scheinlichkeit zum Verlust der jetzigen Arbeitsstelle und der beruflichen Rehabi litation führen würde (S. 3).

Im Laufe der Behandlung seien einige Antidepressiv a ausprobiert worden (vgl. den Bericht vom 17. Dezember 2018). Die Beschwerdeführerin habe sich unter Deprivita am wohlsten gefühlt und habe bei der Einnahme von Wellbutrin, Brintelix, Cymbalta und Valdoxan unter starken Nebenwirkungen gelitten. Die eindeutig stark akzentuierten unsicher-vermeidenden Persönlichkeitsant e ile (ICD-10 F61.1) spielten eine zentrale Rolle bei der Abneigung der Beschwerde führerin, neue Medikamente auszuprobieren. Eine weitere, nicht ausgeschöpfte therapeutische Massnahme wäre eine stationäre Langzeitbehandlung in einer psychiatrischen Klinik für die Behandlung von Traumafolgestörungen. Eine solche Behandlung sei aber insofern kontraindiziert, als dies mit hoher Wahr scheinlichkeit zum Verlust der jetzigen Arbeitsstelle und der beruflichen Rehabi litation führen würde (S. 3). 5.

5. 5.1 Die RAD-Ärztin, welche die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht hatte, ging in ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 (Urk. 12/220/3-4) von einer weitgehenden Remission der depressiven Störung im Dezember 2018 aus. Im Weiteren wies sie darauf hin, dass durch die Anpassung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation (Johanniskrautpräparat, Baldrian-/Hopfenextrakt) eine Vollremission der depressiven Störung möglich sei, weshalb die Behandlungs optionen nicht ausgereizt seien ( vgl. auch Urk. 11 S. 1 f. ). Dr. N.___ beliess es dabei beim pauschalen Hinweis auf eine Teilremission der depressiven Störung im Dezember 2018 und legte insbesondere nicht dar, inwiefern sich die depressive Symptomatik bis zum genannten Zeitpunkt konkret verbessert hat te. Im Weiteren setzte sie sich nicht mit der Einschätzung der behandelnden Fachpersonen vom 29. September 2019 auseinander, wonach trotz leichter Verbesserung der Depres sion im Dezember 2018 keine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten sei und keinesfalls von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden könne, da noch immer eine eindeutige psychische Instabilität bestehe (Urk. 12/2 09 S. 4). Soweit der Hinweis der RAD-Ärztin auf die Anpassung der Medikation impliziert, dass die Beschwerdeführerin seit Juli 2015 zur Behandlung der psychischen Störungen einzig Johanniskrautpräparate und Baldrian-/Hopfenextrakte ein ge nommen habe, ist darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der Behandlung zumin dest seit 2017 mehrere Antidepressiva ( Wellbutrin, Brintelix, Cymbalta, Valdoxan ) eingesetzt wurden, welche jedoch wegen fehlender Wirkung, Neben wirkungen respektive starker Verschlimmerung der Symptomatik wieder haben abgesetzt werden müssen (Urk. 12/171/1-9 S. 5 Ziff. 1.5 ). Sodann handelt es sich beim eingenommenen Johanniskrautpräparat um ein für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen zugelassenes, anerkanntes und rezept pflichtiges Antidepressiv um. Mit welchen anderen Antidepressiva im Falle der Beschwerdeführerin eine Vollremission der Depression erreicht werden könnte, zeigte die RAD-Ärztin nicht auf.

5.1 Die RAD-Ärztin, welche die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht hatte, ging in ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 (Urk. 12/220/3-4) von einer weitgehenden Remission der depressiven Störung im Dezember 2018 aus. Im Weiteren wies sie darauf hin, dass durch die Anpassung der seit Juli 2015 bestehenden Medikation (Johanniskrautpräparat, Baldrian-/Hopfenextrakt) eine Vollremission der depressiven Störung möglich sei, weshalb die Behandlungs optionen nicht ausgereizt seien ( vgl. auch Urk. 11 S. 1 f. ). Dr. N.___ beliess es dabei beim pauschalen Hinweis auf eine Teilremission der depressiven Störung im Dezember 2018 und legte insbesondere nicht dar, inwiefern sich die depressive Symptomatik bis zum genannten Zeitpunkt konkret verbessert hat te. Im Weiteren setzte sie sich nicht mit der Einschätzung der behandelnden Fachpersonen vom 29. September 2019 auseinander, wonach trotz leichter Verbesserung der Depres sion im Dezember 2018 keine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten sei und keinesfalls von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden könne, da noch immer eine eindeutige psychische Instabilität bestehe (Urk. 12/2 09 S. 4). Soweit der Hinweis der RAD-Ärztin auf die Anpassung der Medikation impliziert, dass die Beschwerdeführerin seit Juli 2015 zur Behandlung der psychischen Störungen einzig Johanniskrautpräparate und Baldrian-/Hopfenextrakte ein ge nommen habe, ist darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der Behandlung zumin dest seit 2017 mehrere Antidepressiva ( Wellbutrin, Brintelix, Cymbalta, Valdoxan ) eingesetzt wurden, welche jedoch wegen fehlender Wirkung, Neben wirkungen respektive starker Verschlimmerung der Symptomatik wieder haben abgesetzt werden müssen (Urk. 12/171/1-9 S. 5 Ziff. 1.5 ). Sodann handelt es sich beim eingenommenen Johanniskrautpräparat um ein für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen zugelassenes, anerkanntes und rezept pflichtiges Antidepressiv um. Mit welchen anderen Antidepressiva im Falle der Beschwerdeführerin eine Vollremission der Depression erreicht werden könnte, zeigte die RAD-Ärztin nicht auf. 5.2 Was den Hinweis der RAD-Ärztin betrifft, bei der aktuellen Arbeitsstelle bei F.___ handle es sich um keine optimal angepasste Tätigkeit (Urk. 12/220/3-4, Urk. 12 /196/9, vgl. auch Urk. 11 S. 2 ), ist Folgendes zu bemerken: Die Beschwer deführerin hat die 40 %- Stelle bei F.___ noch während ihres Arbeitsversuchs im Geburtshaus E.___ (Urk. 12/131, Urk. 12/143 ) gefunden (Urk. 12/172 S. 1 ). Da die fünfwöc hige Einarbeitung bei F.___ ab 20. Novem ber 2018 und somit noch während des bis ursprünglich zum 31. Dezember 2018 laufenden Arbeitsversuchs im Geburtshaus stattfand, wurde letzterer seitens der Beschwerdegegnerin frühzeitig beendet und bis Ende Dezember 2018 bei F.___ weitergeführt (Urk.12/159, Urk. 12/173 S. 2 ). Die Beschwerdeführerin wurde bei F.___ – einer auf Pflanzenheilkunde und manuelle Techniken spezialisierte n gynäkologischen Praxis - für die Erledigung administrativer Tätigkeiten eingesetzt und war für die Outlook- Agendaführung, den Telefondienst, den E M ailver kehr, den Ausdruck/die Verteilung von Tagesplänen, die Ausstellung/das Faxen/ die Triamed -Verrechnung von Rezepten, das Heraussuchen/Versorgen von Dossiers, das Vornehmen von Eintragungen in die Dossiers, die Abwicklung von Bar-/Kartenzahlungen inklusive Ausstellung von entsprechenden Quittungen sowie (ab 2019) zwei- bis dreimal pro Woche fürs Kochen für das Team zuständig (S. 3). Sie führte keine Labortätigkeiten aus und ein entsprechender Einsatz war gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters vom 29. September 2019 seitens der Arbeitgeberin auch zukünftig nicht geplant (Urk. 12/209 S. 4). Der Beschwerdeführerin stehen sodann acht Wochen bezahlte Ferien pro Jahr zu (Urk. 12/172 S. 2). Dr. H.___ bezeichnete die Arbeitsstelle bei F.___ als optimal angepasst. Diese funktioniere wie ein geschützter Arbeitsplatz, mit einem kleinen Team in einer privaten Praxis, ohne zu hohe Arbeitsbelastung und Leistungs tempo und in einer wertschätzenden und wo hlwollenden Atmosphäre (Urk. 12 /209 S. 4, vgl. auch Urk. 12/171/1-9 S. 5 Ziff. 1.7 ). Die Beschwerde führerin berichtete von einer verständnisvollen und offenen Chefin sowie einer wohlwollenden, wertschätzenden und verständnisvollen Atmos phäre am Arbeits platz (Urk. 12/1 73 S. 19 ). Der Eingliederungsberater der Beschwerdegegnerin wies darauf hin, dass der zuständige Job-Coach bei C.___ das Setting bei F.___ als ideal empfinde (Urk. 12/173 S. 2 ). Betreffend den zumutbaren Umfang der Arbeitsfähigkeit in einem Anstellungsverhältnis bestand zwischen den behan delnden Ärzten sowie der zuständigen Integrationsberaterin bei C.___ Einigkeit darüber, dass mit einem Pensum von 40 % das Maximum erreicht se i (vgl. E. 4.1-2, E. 4.5, E. 4.7, Urk. 12/172 S. 2). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzu weisen, dass die Beschwerdeführerin im August 2018 ihr Pensum im Geburtshaus von ursprünglich 40 auf 50 % erhöht hatte, diese Steigerung jedoch aufgrund der deutlichen Überbelastung der Beschwerdeführerin per September 2018 wieder rückgängig gemacht wurde (S. 1, vgl. auch Urk. 12/150 S. 1 f. ).

5.2 Was den Hinweis der RAD-Ärztin betrifft, bei der aktuellen Arbeitsstelle bei F.___ handle es sich um keine optimal angepasste Tätigkeit (Urk. 12/220/3-4, Urk. 12 /196/9, vgl. auch Urk. 11 S. 2 ), ist Folgendes zu bemerken: Die Beschwer deführerin hat die 40 %- Stelle bei F.___ noch während ihres Arbeitsversuchs im Geburtshaus E.___ (Urk. 12/131, Urk. 12/143 ) gefunden (Urk. 12/172 S. 1 ). Da die fünfwöc hige Einarbeitung bei F.___ ab 20. Novem ber 2018 und somit noch während des bis ursprünglich zum 31. Dezember 2018 laufenden Arbeitsversuchs im Geburtshaus stattfand, wurde letzterer seitens der Beschwerdegegnerin frühzeitig beendet und bis Ende Dezember 2018 bei F.___ weitergeführt (Urk.12/159, Urk. 12/173 S. 2 ). Die Beschwerdeführerin wurde bei F.___ – einer auf Pflanzenheilkunde und manuelle Techniken spezialisierte n gynäkologischen Praxis - für die Erledigung administrativer Tätigkeiten eingesetzt und war für die Outlook- Agendaführung, den Telefondienst, den E M ailver kehr, den Ausdruck/die Verteilung von Tagesplänen, die Ausstellung/das Faxen/ die Triamed -Verrechnung von Rezepten, das Heraussuchen/Versorgen von Dossiers, das Vornehmen von Eintragungen in die Dossiers, die Abwicklung von Bar-/Kartenzahlungen inklusive Ausstellung von entsprechenden Quittungen sowie (ab 2019) zwei- bis dreimal pro Woche fürs Kochen für das Team zuständig (S. 3). Sie führte keine Labortätigkeiten aus und ein entsprechender Einsatz war gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters vom 29. September 2019 seitens der Arbeitgeberin auch zukünftig nicht geplant (Urk. 12/209 S. 4). Der Beschwerdeführerin stehen sodann acht Wochen bezahlte Ferien pro Jahr zu (Urk. 12/172 S. 2). Dr. H.___ bezeichnete die Arbeitsstelle bei F.___ als optimal angepasst. Diese funktioniere wie ein geschützter Arbeitsplatz, mit einem kleinen Team in einer privaten Praxis, ohne zu hohe Arbeitsbelastung und Leistungs tempo und in einer wertschätzenden und wo hlwollenden Atmosphäre (Urk. 12 /209 S. 4, vgl. auch Urk. 12/171/1-9 S. 5 Ziff. 1.7 ). Die Beschwerde führerin berichtete von einer verständnisvollen und offenen Chefin sowie einer wohlwollenden, wertschätzenden und verständnisvollen Atmos phäre am Arbeits platz (Urk. 12/1 73 S. 19 ). Der Eingliederungsberater der Beschwerdegegnerin wies darauf hin, dass der zuständige Job-Coach bei C.___ das Setting bei F.___ als ideal empfinde (Urk. 12/173 S. 2 ). Betreffend den zumutbaren Umfang der Arbeitsfähigkeit in einem Anstellungsverhältnis bestand zwischen den behan delnden Ärzten sowie der zuständigen Integrationsberaterin bei C.___ Einigkeit darüber, dass mit einem Pensum von 40 % das Maximum erreicht se i (vgl. E. 4.1-2, E. 4.5, E. 4.7, Urk. 12/172 S. 2). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzu weisen, dass die Beschwerdeführerin im August 2018 ihr Pensum im Geburtshaus von ursprünglich 40 auf 50 % erhöht hatte, diese Steigerung jedoch aufgrund der deutlichen Überbelastung der Beschwerdeführerin per September 2018 wieder rückgängig gemacht wurde (S. 1, vgl. auch Urk. 12/150 S. 1 f. ). Vor diesem Hintergrund ist festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin bei F.___ ausgeübte Tätigkeit sowohl in qualitativer als auch quan ti tativer Hinsicht als angepasst einzustufen ist. Der Fokus der Tätigkeit lag auf der Erledi gung administrativ er Tätigkeiten, wobei der Publikumsverkehr im Hintergrund stand und weder eine zu hohe Arbeitsbelastung noch ein zu hohes Leistungs tempo vorherrschte. Dies gilt auch weiterhin. I nsofern ist der Hinweis der RAD Ärztin, dass in einer Tätigkeit ohne Zeit- und Termindruck, mit geringem Publi kumsverkehr und ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit eine höhere Leistungsfähigkeit zu erwarten sei (Urk. 12/220/4), nicht nachvo llziehbar. Die Beschwerdegegnerin legte denn auch nicht dar, welche konkreten anderen Tätigkeit en diese Bedingungen – im Gegensatz zur Arbeit bei F.___ - erfüllen könnten. In diesem Zusammenhang ist fraglich, ob eine Tätigkeit gänzlich ohne jeglichen Zeit- und Termindruck und gänzlich ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit im 1. Arbeitsmarkt überhaupt existiert. Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang auch, dass die Beschwerdeführerin für die Arbeit bei F.___ ausgebildet ist und sie über Berufserfahrung verfügt, wohingegen sie bei anderen, berufsfremden (Hilfs-)Tätigkeiten nicht gleichermassen auf spezifi sche Kenntnisse oder Erfahrung zurückgreifen kann, was die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit ebenfalls vermindern kann. Dr. H.___ bemass denn die Arbeitsfähigkeit in einer anderen leidensangepassten Tätigkeit mit höchstens drei bis vier Stunden pro Tag (Urk. 12/171/1-9 S. 7, 12/209 S. 4 ).

Vor diesem Hintergrund ist festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin bei F.___ ausgeübte Tätigkeit sowohl in qualitativer als auch quan ti tativer Hinsicht als angepasst einzustufen ist. Der Fokus der Tätigkeit lag auf der Erledi gung administrativ er Tätigkeiten, wobei der Publikumsverkehr im Hintergrund stand und weder eine zu hohe Arbeitsbelastung noch ein zu hohes Leistungs tempo vorherrschte. Dies gilt auch weiterhin. I nsofern ist der Hinweis der RAD Ärztin, dass in einer Tätigkeit ohne Zeit- und Termindruck, mit geringem Publi kumsverkehr und ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit eine höhere Leistungsfähigkeit zu erwarten sei (Urk. 12/220/4), nicht nachvo llziehbar. Die Beschwerdegegnerin legte denn auch nicht dar, welche konkreten anderen Tätigkeit en diese Bedingungen – im Gegensatz zur Arbeit bei F.___ - erfüllen könnten. In diesem Zusammenhang ist fraglich, ob eine Tätigkeit gänzlich ohne jeglichen Zeit- und Termindruck und gänzlich ohne Anforderungen an die psychische Belastbarkeit im 1. Arbeitsmarkt überhaupt existiert. Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang auch, dass die Beschwerdeführerin für die Arbeit bei F.___ ausgebildet ist und sie über Berufserfahrung verfügt, wohingegen sie bei anderen, berufsfremden (Hilfs-)Tätigkeiten nicht gleichermassen auf spezifi sche Kenntnisse oder Erfahrung zurückgreifen kann, was die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit ebenfalls vermindern kann. Dr. H.___ bemass denn die Arbeitsfähigkeit in einer anderen leidensangepassten Tätigkeit mit höchstens drei bis vier Stunden pro Tag (Urk. 12/171/1-9 S. 7, 12/209 S. 4 ). 5.3 Für die von der RAD-Ärztin am 11. April 2019 prognostizierte (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2) und postulierte Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer optimal ange passten Tätigkeit seit 1. Oktober 2019 (Urk. 12/196/8 -9 ) fehlt es an einer ( nach vollziehbaren ) Begründung. Dr. N.___ hielt diesbezüglich lediglich fest, es könne davon ausgegangen werden, dass die zunächst auf 50 % beschränkte A rbeitsfähigkeit innerhalb eines halben Jahre s sukzessive und unter psycho therapeutischer Begleitung auf 80 % gesteigert werden könne. Dazu, ob sich diese Prognose in der Folge tatsächlich verwirklicht hat, äusserte sich die RAD-Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 (Urk. 12/220/3-4) zudem nicht. Der behandelnde Psychiater verneinte am 29. September 2019 in plausibler Weise eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin seit 1. Oktober 2019 (Urk. 12/209 S. 4 f.). Der Hinweis der Beschwerdegegnerin, aus dem Bericht der behandelnden Fachpersonen vom 9. Juni 2020 (Urk. 8) gehe keine wesentliche Veränderung des Gesundheitsz ustands vor (Urk. 11 S. 2), geht ins Leere. Es ist nicht die Beschwerdeführerin, welche eine Veränderung ihrer gesundheitlichen Situation per 1. Oktober 2019 geltend macht, sondern die Beschwerdegegnerin, die daraus eine Befristung der Rente ableiten will.

5.3 Für die von der RAD-Ärztin am 11. April 2019 prognostizierte (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2) und postulierte Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer optimal ange passten Tätigkeit seit 1. Oktober 2019 (Urk. 12/196/8 -9 ) fehlt es an einer ( nach vollziehbaren ) Begründung. Dr. N.___ hielt diesbezüglich lediglich fest, es könne davon ausgegangen werden, dass die zunächst auf 50 % beschränkte A rbeitsfähigkeit innerhalb eines halben Jahre s sukzessive und unter psycho therapeutischer Begleitung auf 80 % gesteigert werden könne. Dazu, ob sich diese Prognose in der Folge tatsächlich verwirklicht hat, äusserte sich die RAD-Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 (Urk. 12/220/3-4) zudem nicht. Der behandelnde Psychiater verneinte am 29. September 2019 in plausibler Weise eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin seit 1. Oktober 2019 (Urk. 12/209 S. 4 f.). Der Hinweis der Beschwerdegegnerin, aus dem Bericht der behandelnden Fachpersonen vom 9. Juni 2020 (Urk. 8) gehe keine wesentliche Veränderung des Gesundheitsz ustands vor (Urk. 11 S. 2), geht ins Leere. Es ist nicht die Beschwerdeführerin, welche eine Veränderung ihrer gesundheitlichen Situation per 1. Oktober 2019 geltend macht, sondern die Beschwerdegegnerin, die daraus eine Befristung der Rente ableiten will. Nach dem Gesagten ist per 1. Oktober 2019 – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin – keine versicherungsrelevante Veränderung des Gesund heitszustands mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit ausgewiesen (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2 in fine ).

Nach dem Gesagten ist per 1. Oktober 2019 – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin – keine versicherungsrelevante Veränderung des Gesund heitszustands mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr scheinlichkeit ausgewiesen (vgl. BGE 145 V 215 E. 8.2 in fine ). 6.

6. 6.1

6.1 6. 1.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens ver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1 ). Gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teue rung und der realen Einkommensentwicklung an gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesund heitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s ein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1). Ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Inva lidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohn strukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 55 f. zu Art. 28a ).

6. 1.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkommens ver gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1 ). Gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung ist für die Ermittlung des Validen einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teue rung und der realen Einkommensentwicklung an gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesund heitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s ein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1). Ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Inva lidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohn strukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 55 f. zu Art. 28a ). 6. 1.2 Zwischen den Parteien ist unbestritten und aufgrund des Abklärungsberichts vom 17. Juni 2019 (Urk. 12/191) erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheits fal l zu 100 % in einem Anstellungsverhältnis erwerbstätig wäre (S. 8). Die Beschwerdeführerin gab in diesem Zusammenhang nachvollziehbar an, dass sie aus finanziellen Gründen bereits bei Dr. Y.___ ein höheres Arbeitspensum – idealerweise ein solches von 100 % - habe ausüben wollen, eine Steigerung des Pensums in der entsprechenden Arztpraxis aber nicht möglich gewesen sei. Der Arbeitgeber habe gewusst, dass - sobald sie eine passende Stelle mit einem Pensum von 100 % oder sicher schon 90 % gefunden hätte - sie sofort die Stelle gewechselt hätte. Dieser Umstand habe bei der Kündigung der Stelle – neben den bevorstehenden Operationen - auch eine Rolle gespielt (S. 3).

6. 1.2 Zwischen den Parteien ist unbestritten und aufgrund des Abklärungsberichts vom 17. Juni 2019 (Urk. 12/191) erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheits fal l zu 100 % in einem Anstellungsverhältnis erwerbstätig wäre (S. 8). Die Beschwerdeführerin gab in diesem Zusammenhang nachvollziehbar an, dass sie aus finanziellen Gründen bereits bei Dr. Y.___ ein höheres Arbeitspensum – idealerweise ein solches von 100 % - habe ausüben wollen, eine Steigerung des Pensums in der entsprechenden Arztpraxis aber nicht möglich gewesen sei. Der Arbeitgeber habe gewusst, dass - sobald sie eine passende Stelle mit einem Pensum von 100 % oder sicher schon 90 % gefunden hätte - sie sofort die Stelle gewechselt hätte. Dieser Umstand habe bei der Kündigung der Stelle – neben den bevorstehenden Operationen - auch eine Rolle gespielt (S. 3). Vor diesem Hintergrund kann – entgegen der Auffassung der Beschwerde gegnerin (Urk. 12/219, Urk. 12/22 S. 2 f. ) – bei der Ermittlung des ( hypothe tischen ) Validenlohns nicht direkt auf den zuletzt bei Dr. Y.___ in einem 70 % Pensum erzielten und auf ein 10 0 %-Pensum aufge rechneten und der Teuerung angepass ten Jahreslohn abgestellt werden.

Vor diesem Hintergrund kann – entgegen der Auffassung der Beschwerde gegnerin (Urk. 12/219, Urk. 12/22 S. 2 f. ) – bei der Ermittlung des ( hypothe tischen ) Validenlohns nicht direkt auf den zuletzt bei Dr. Y.___ in einem 70 % Pensum erzielten und auf ein 10 0 %-Pensum aufge rechneten und der Teuerung angepass ten Jahreslohn abgestellt werden. Gemäss den Lohnempfehlungen für Arztgehilfinnen aus der Grossregion Zürich (Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, Lohnbuch Schweiz 2015, Tätig keitsbereich 86.2 1, Arztgehilfin, S. 530) entsprach der von der Beschwerde führerin im Jah r 2015 bei Dr. Y.___ erzielte Verdienst einem Lohn für eine Person mit rund 12 Jahren Berufserfahrung (Jahresgehalt 2015 bei Dr. Y.___ bei 100 %-Tätigkeit : Fr. 49'536.--/ 7 x 10 = Fr. 70'765.70 [Urk. 12/219 S. 1] ; Lohn gemäss Lohnbuch 2015 im 12. Berufsjahr Fr. 5'170.-- zuzüglich Fr. 26 0. = Fr. 5'430.--; x 13 = Fr. 70'590.--). Die Beschwerdeführerin war denn im März 2015 (Kündigung des Arbeits verhältnisses durch Dr. Y.___ ; Urk. 12/13 S. 2, Urk. 12/22) seit mehr als elf Jahren als MPA bei verschiedenen Ar beitgebern tätig gewesen (vgl. Urk. 12/ 15 S. 2 ff.). Es ist anzunehmen, dass die entsprechenden Lohnempfehlungen der Grossregion Zürich die hypothetischen Verdienst möglichkeiten der Versicherten im Gesundheitsfall grundsätzlich realistisch ab bilden. Dementsprechend sind sie für die Ermittlung des Valideneinkommens des Jahres 2019 heranzuziehen. Im Jahr 2019 hätte die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall gegenüber 2015 vier zusätzliche Berufsjahre ausweisen können. Entsprechend dem Lohnbuch 2019 der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich ist damit von einem Einkommen von Fr. 79'950.-- auszugehen (Lohn gemäss Lohnbuch 2019 bei 16 -jä hriger Berufserfah rung Fr. 5'370.-- zuzüglich bis Fr. 780.-- = Fr. 6'150.--; x 13). Dieses Einkommen entspricht denn im Wesentlichen dem Lohn gemäss der Lohnstrukturerhebung 2018, welches Frauen im Kompetenz niveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) im Gesundheits- und Sozialwesen erzielten und welches Fr. 80'289.18 betrug ( Fr. 6'418.-- angepasst an die durch schnittliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden ; für 2019 zuzüglich Nominallohn entwicklung von 0.9 % = Fr. 81'011.78 ).

Gemäss den Lohnempfehlungen für Arztgehilfinnen aus der Grossregion Zürich (Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, Lohnbuch Schweiz 2015, Tätig keitsbereich 86.2 1, Arztgehilfin, S. 530) entsprach der von der Beschwerde führerin im Jah r 2015 bei Dr. Y.___ erzielte Verdienst einem Lohn für eine Person mit rund 12 Jahren Berufserfahrung (Jahresgehalt 2015 bei Dr. Y.___ bei 100 %-Tätigkeit : Fr. 49'536.--/ 7 x 10 = Fr. 70'765.70 [Urk. 12/219 S. 1] ; Lohn gemäss Lohnbuch 2015 im 12. Berufsjahr Fr. 5'170.-- zuzüglich Fr. 26 0. = Fr. 5'430.--; x 13 = Fr. 70'590.--). Die Beschwerdeführerin war denn im März 2015 (Kündigung des Arbeits verhältnisses durch Dr. Y.___ ; Urk. 12/13 S. 2, Urk. 12/22) seit mehr als elf Jahren als MPA bei verschiedenen Ar beitgebern tätig gewesen (vgl. Urk. 12/ 15 S. 2 ff.). Es ist anzunehmen, dass die entsprechenden Lohnempfehlungen der Grossregion Zürich die hypothetischen Verdienst möglichkeiten der Versicherten im Gesundheitsfall grundsätzlich realistisch ab bilden. Dementsprechend sind sie für die Ermittlung des Valideneinkommens des Jahres 2019 heranzuziehen. Im Jahr 2019 hätte die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall gegenüber 2015 vier zusätzliche Berufsjahre ausweisen können. Entsprechend dem Lohnbuch 2019 der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich ist damit von einem Einkommen von Fr. 79'950.-- auszugehen (Lohn gemäss Lohnbuch 2019 bei 16 -jä hriger Berufserfah rung Fr. 5'370.-- zuzüglich bis Fr. 780.-- = Fr. 6'150.--; x 13). Dieses Einkommen entspricht denn im Wesentlichen dem Lohn gemäss der Lohnstrukturerhebung 2018, welches Frauen im Kompetenz niveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) im Gesundheits- und Sozialwesen erzielten und welches Fr. 80'289.18 betrug ( Fr. 6'418.-- angepasst an die durch schnittliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden ; für 2019 zuzüglich Nominallohn entwicklung von 0.9 % = Fr. 81'011.78 ). 6. 2

6. 2 6. 2.1 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/ aa ).

6. 2.1 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/ aa ). 6. 2.2 Die Beschwerdeführerin war seit 1. Januar 2019 - und somit vor Erlass der an ge fochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) – mit einem Pensum von 40.5 % bei F.___ tätig, wobei sie ein Jahrese inkommen von Fr. 3 1’590.-- erzielte (Urk. 1 S. 8, Urk. 27/1-2 ). Dieser Lohn ist dem Invalideneinkommen zugrunde zu legen.

6. 2.2 Die Beschwerdeführerin war seit 1. Januar 2019 - und somit vor Erlass der an ge fochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) – mit einem Pensum von 40.5 % bei F.___ tätig, wobei sie ein Jahrese inkommen von Fr. 3 1’590.-- erzielte (Urk. 1 S. 8, Urk. 27/1-2 ). Dieser Lohn ist dem Invalideneinkommen zugrunde zu legen. 6. 3 Unter Berücksichtigung einer Einkommenseinbusse von Fr. 48'360.-- ( Fr. 79'950. abzüglich Fr. 31’590.-- ) resultiert bei einem Invalideneinkommen von Fr. 31'590.-- ein Invaliditätsgrad von abgerundet 60 %.

6. 3 Unter Berücksichtigung einer Einkommenseinbusse von Fr. 48'360.-- ( Fr. 79'950. abzüglich Fr. 31’590.-- ) resultiert bei einem Invalideneinkommen von Fr. 31'590.-- ein Invaliditätsgrad von abgerundet 60 %. 6.4 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2019 bei einem Invaliditäts grad von 6 0 % Anspruch auf eine unbefristete Dreiviertels rente (vgl. E. 1.3) hat. Dies führt zur Gutheissung der Be schwerde.

6.4 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2019 bei einem Invaliditäts grad von 6 0 % Anspruch auf eine unbefristete Dreiviertels rente (vgl. E. 1.3) hat. Dies führt zur Gutheissung der Be schwerde. 6.5 Was die Erhöhung des Arbeitspensums der Beschwerdeführerin per 1. Januar 2021 betrifft (Urk. 17 S. 6 Ziff. 6), so erfolgte diese nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) und bildet somit nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Entsprechend ist auf den Antrag der Beschwerdeführerin auf Anpassung der Rente (Urk. 17 S. 6 Ziff. 6 ) nicht einzu treten. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Beschwerdegegnerin überwiesen, damit sie per 1. Ja nuar 2021 eine Revision vornehme und eine Anpass ung der Rente prüfe und vollziehe.

6.5 Was die Erhöhung des Arbeitspensums der Beschwerdeführerin per 1. Januar 2021 betrifft (Urk. 17 S. 6 Ziff. 6), so erfolgte diese nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) und bildet somit nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Entsprechend ist auf den Antrag der Beschwerdeführerin auf Anpassung der Rente (Urk. 17 S. 6 Ziff. 6 ) nicht einzu treten. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Beschwerdegegnerin überwiesen, damit sie per 1. Ja nuar 2021 eine Revision vornehme und eine Anpass ung der Rente prüfe und vollziehe. 7.

7. 7.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

7.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer, in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG). Es ist der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung dieser Grundsätze eine Pro zess ent schädigung von Fr. 2’900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.

7.2 Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer, in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG). Es ist der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung dieser Grundsätze eine Pro zess ent schädigung von Fr. 2’900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversiche rungs anstalt, IV-Stelle, vom 15. Mai 2020 aufgehoben und es wird festgestell t, dass die Be schwerdeführer in ab 1. Januar 2019 Anspruch auf eine unbefristete Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung hat. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversiche rungs anstalt, IV-Stelle, vom 15. Mai 2020 aufgehoben und es wird festgestell t, dass die Be schwerdeführer in ab 1. Januar 2019 Anspruch auf eine unbefristete Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung hat. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 2. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskr aft dieses Entscheids an die So zial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, im Sinne von E. 6.5 überwiesen.

2. Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskr aft dieses Entscheids an die So zial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, im Sinne von E. 6.5 überwiesen. 3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess entschädigung von Fr. 2’900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess entschädigung von Fr. 2’900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 5. Zustellung gegen Empfangsschein an:

5. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Christina Ammann unter Beilage einer Kopie von Urk. 25

Rechtsanwältin Christina Ammann unter Beilage einer Kopie von Urk. 25 - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25, Urk. 26 und Urk. 27/1-2

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 25, Urk. 26 und Urk. 27/1-2 - Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG unter Beilage einer Kopie von Urk. 26 und Urk. 27/1-2

Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte PAT-BVG unter Beilage einer Kopie von Urk. 26 und Urk. 27/1-2 - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubSchleiffer Marais