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Cloud Computing beschränkt sich allerdings nicht nur auf reine Rechenpower. Die wichtigsten Dienste von Cloud-Anbietern sind:
- Software-as-a-Service (SaaS): Nutzer erhalten Zugang zu bestimmten Anwendungen über das Internet oder ein anderes Netzwerk. Das einfachste Beispiel für einen SaaS-Dienst ist das Online-E-Mail-Postfach bei GMX, Google Mail oder Hotmail. Zunehmend werden aber immer spezifischere Anwendungen wie ERP-Systeme angeboten. Abacus bietet zum Beispiel eine SaaS-Version ihres Systems an, die gemietet werden kann und komplett über ihre Server gehostet wird.
- Platform-as-a-Service (PaaS): Programmierer oder Softwarefirmen können ihre selbst entwickelten Dienste auf einer speziellen Plattform anbieten. Die Umgebung (Betriebssystem, Softwaretreiber, andere Komponenten) innerhalb dieser Plattform ist unabhängig von der des Benutzers und öffnet so den Zugang zu Funktionen, die oftmals auf dem eigenen Computer nicht verfügbar sind.
- Infrastructure-as-a-Service (IaaS): Diese ermöglicht den Zugang zu Hardwarefunktionen, sprich Rechenleistung und Speicherkapazität. Der Nutzer kann die Hardware je nach Bedarf für einen bestimmten Zeitraum benutzen und ist somit viel weniger an die Grenzen seiner Infrastruktur gebunden.
Die Technologie dahinter
Die Technik steht natürlich vor grossen Herausforderungen, damit die Nutzer diese Clouds schnell und effizient nutzen können. Zwei Elemente wollen wir hier etwas näher unter die Lupe nehmen:
- Remote Direct Memory Access (RDMA) ist eine Technologie, die es Computern erlaubt, innerhalb eines Netzwerks Daten auszutauschen und miteinander zu kommunizieren, ohne dass ein Prozessor, Cache oder das Betriebssystem eines beteiligten Computers dafür benötigt wird. So verbessert RDMA den Durchsatz und die Performance des Systems und sorgt für eine höhere Datentransferrate in Netzwerken. [4]
- Software-defined Networking (SDN) ist ein Überbegriff für diverse Arten der Netzwerktechnik und zielt darauf, die Flexibilität und Agilität des Netzwerks auf das Niveau von virtualisierten Server- und Speicherinfrastrukturen zu heben, wie man sie heute in modernen Datencentern findet. Netzwerkadministratoren sind mithilfe von SDN in der Lage, auf die schnell ändernden Anforderungen an die Netzwerke angemessen zu reagieren. SDN erlaubt einem Netzwerkadministrator beispielsweise ein sogenanntes «Traffic Shaping» (Optimierung Datenfluss und Priorisierung) oder ermöglicht es, Dienste innerhalb eines Netzwerks jedem Benutzer schnell und einfach zugänglich zu machen, ohne dass die Hardware des Netzwerks dabei angepasst werden muss. [4]
Quellen
- [1] «Cloud Computing – grosses Wachstumspotential», F. Pavel, A. Mattes. Online. [Zugriff am 10.04.2016] https://core.ac.uk/download/files/153/6739309.pdf
- [2] «Work – vernetztes Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft», Life & Deutsche Telekom, S. 24–26. Online. [Zugriff am 10.04.2016] http://www.studie-life.de/wp-content/uploads/2011/11/Life-2-Vernetztes-Arbeiten.pdf
- [3] «Cloud-Dienste für Gründer und Start-ups: Bei Erfolg skalieren», C. Mentzel, S. Hansjosten Müller. Online. [Zugriff am 12.04.2016] https://www.centerdevice.de/cloud-dienste-fuer-gruender/
- [4] «Cloud computing technology trends 2015», Beitrag J. O’Reilly, Search Cloud Computing Staff. Online. [Zugriff am 12.04.2016] http://searchcloudcomputing.techtarget.com/feature/Cloud-computing-technology-trends-in-2015
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Weiterführende Informationen
Unabhängig davon, ob man selbst Techniker ist oder ob man lediglich ein Handy besitzt, um erreichbar zu sein, man kommt um den Begriff Cloud nicht herum. Dass das Backup des Handys über eine Cloud gemacht wird oder Musik und Fotos darin gespeichert werden können, wissen daher die meisten Leute. Während Private die Clouds jedoch eher im Hintergrund, also passiv verwenden, nutzen Firmen die verfügbaren Funktionen aktiv für ihre Bedürfnisse.