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1958 in Kenya geboren, migrierte Tamla 1971 nach London in England, wo er an 1972 in die Christopher Wren Schule ging. Der Musiklehrer dort war zu dieser Zeit Gary Chang, der ein bis zweimal die Woche kam und die Kunst des Steelpanspielens lehrte. Nach kurzer Zeit begann Tamla in der Schul-Steelband zu spielen. Es war die Faszination des Steelpan Instrumentes, die seine Liebe weckt in die Steelbandmusik. Niemand sonst in Tamlas Familie hatte musikalischen Background.
1976 spielte er am Notting Hill Carnivall mit einer Band namens Sukuya, wo Ralph Richardson der Arrangeur war. Und Tamla engagierte sich in mehreren Bands bis in die späten 80er Jahre. Er spielt auch mit der Nostalgia Steelband von Sterling Betancourt für viele Jahre.
1978 trat Tamla in das Groovers Steelorchester ein. Auch dort spielte er bis in späten 80er. Er war hier einer der Arrangeure. Groovers war gesponsort von British Airways und die Band reiste während rund 10 Jahren oft durch die ganze Welt, wo immer BA Promotionsanlässe hatte. Sie spielten in London an prestigeträchtigen Orten wie der St. Paul’s Cathedral, der Royal Albert Hall und im Wembley Stadion in Gegenwart der Königsfalilie wie Prinzessin Diana, Papst Johannes Paul, Muhammed Ali und viele weitere prominente Zuhörer.
Bei den Groovers hat Tamla viel gelernt, u. A. da er arrangieren und das Repertoire ausgestalten durfte. Er lernte auch Noten lesen und studierte die Musiktheorie. All das befähigte ihn, Arrangements von verschiedensten Stilrichtungen zu machen.
Ab 1983 arbeitet Tamla als Musikprofi. Seine erst Tour war mit Sterling Betancourt und Daniel Louis in Bahrain für 6 Monate im Golf Hotel. Danach spielte er mit verschiedenen Profi-Gruppen in England und im Ausland, u. A. in der Schweiz, wo er mit Caribbean Safari oft im Musikclub Limmatquai 82 spielte. Mit dabei waren da weitere bekannte Musiker wie David Henry, Junior Gill, Ken Johnson, Daniel Louis und mehrere Sänger.
Tamla ko-arrangierte das klassische Stück Dichter und Bauer von Franz von Suppé mit Pat Bernhard für Panch2000, die Projektband von PANCH, die am World Steelband Festival 2000 teilnahm.
In den 90ern kam Tamla immer wieder in die Schweiz und spielte Gigs mit verschiedenen Gruppen. Seit 2010 ist er permanent in der Schweiz und er unterrichtet hier Steelbands.
Seine Philosophie als Musiker stellt den Weg ins Zentrum, die eigene einmalige Musikalität zu finden mit dem Instrument, das man spielt. Auch zu seiner Philosophie gehört, nie in Competition zu sein mit den Kollegen Musikern auf de Bühne. Was für ihn das Spielen interessant macht, ist die Interaktion, resp. das Zusammenspiel aller Musiker mit deren individuellen Beiträgen entsprechend der Grundidee des Jazz.
Tamla, Du kriegt den PANCH-Preis 2015 für Dein kontinuierliches Engagement und Deine Liebe zum Steelpan Instrument und dessen Musik. Wie auch für Deine uneigennützige Art als Teacher, Arrangeur und Spieler bei allen Steelbands, mit denen Du zu tun hattest über die Jahre in der Schweiz. Und last but not least, weil Du ein exzellenter Musiker bist! Es ist immer bereichernd und macht Freude, Dich als Musiker zu erleben, sei es als Spieler, Arrangeur oder Kollege.
Tamla möchte diesen Preis den Tutoren widmen, die viel dazu beitrugen, seinen musikalischen Weg erfüllend und erfreulich zu machen: Gary Chang, Ralph Richardson, Sterling Betancourt, Desmond Bowen, Pedro Burgess und Rus Henderson. Das sind einige, die seinen musikalischen Weg geformt haben, die ihm Wissen und Passion für das Instrument und die Musik gaben.
Dieser Preis ist Rus Henderson gewidmet, weil ohne dessen Engagement viele von uns gar nie zum Steelpan gefunden hätten, und Maggi Weber für ihren kontinuierliche Unterstützung über die Jahre. Tamla möchte allen bands danken, die ihn supported haben über die Jahre, wie Panphonics von Zug, Quilombo von Schaffhausen und die professionelle Steelband Rhythm and Steel mit Martin Lehner, Enzo Lopardo, Daniel Canzani und speziell Martin Grah sowie Monica Bernasconi für die kontinuierliche Unterstützung und die Freundschaft. Tamla dankt PANCH für die Gelegenheiten, an verschiedenen Projekten teilnehmen zu dürfen und ihm diesen Preis zuzusprechen.