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Autor: walter buchs
Als im vergangenen September aus Medienberichten der Schluss gezogen werden konte, der Oberamtmann des Saanebezirks habe ohne Kontakt mit der betroffenen Gemeinde die Organisation eines Botellón in der Region bewilligt, hatte Grossrat Christian Ducotterd (CVP, Grolley) eine Anfrage an den Staatsrat gerichtet. Aus der Anfrage des Staatsrates geht hervor, dass keinerlei Bewilligung erteilt worden war. Der Oberamtmann habe auch nicht angedeutet, dass so etwas der Fall sein könnte.
Auf der Website Facebook gab es im September eine Ankündigung für einen bevorstehenden Botellón in der Region Freiburg, wie es für solche öffentliche Besäufnisse, die sich in erster Linie an Jugendliche richten, der Fall ist. Der Oberamtmann des Saanebezirks habe dann das Dossier in enger Zusammenarbeit mit dem für die Ortspolizei der Stadt Freiburg zuständigen Gemeinderat behandelt, gibt der Staatsrat in der Antwort auf die Anfrage bekannt.
Koordiniert vorgegangen
In Absprache mit diesem Gemeinderat und dem Kommandanten der Kantonspolizei habe Oberamtmann Ridoré den gesetzlichen Rahmen präzisiert, in welchem diese eventuell stattfindende Veranstaltung von den Behörden zugelassen werden könnte. Er habe gegenüber den Organisatoren vier Bedingungen gestellt. Die Nichterfüllung nur einer dieser Bedingung würde ein formelles Verbot des Botellón nach sich ziehen.
Die vier Bedingungen lauteten: Zustimmung des Eigentümers, auf dessen Grund die Veranstaltung stattfinden sollte; keine Ausübung einer bewilligungspflichtigen Tätigkeit (Getränkeverkauf, Tanz); vorgängige Besprechung zwischen Behörden und einer zuständigen Person, die bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen und Kontrollen durchzuführen; keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.
Auf Probleme aufmerksam gemacht
Wie der Staatsrat weiter bekannt gibt, haben der Oberamtmann und das zuständige Gemeinderatsmitglied der Stadt Freiburg gemeinsam den Initiator des Botellón getroffen. Sie hätten ihn auf die Probleme und Konsequenzen im Zusammenhang mit einer derartigen Veranstaltung aufmerksam gemacht. Diese Sensibilisierung haben den Initiator dann bewogen, auf die Veranstaltung zu verzichten und die Annullierung auf der Website bekannt zu machen.
Neues Phänomen wird studiert
Wie aus der Antwort der Regierung an Grossrat Ducotterd weiter hervorgeht, hat sich die Konferenz der Oberamtmänner angesichts neuer Formen von Alkoholmissbrauch wie Botellónes im September mit der Thematik auseinandergesetzt. Da die Problematik praktisch und juristisch schwierig zu meistern sei, wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt.