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Die Organisation
Laut Angaben der Welthungerhilfe leidet ca. ein Viertel der dominikanischen Bevölkerung an Unterernährung. Dies hängt eng mit der massiven Rezession der 00er Jahre zusammen, die die Arbeitslosigkeit und Armut ansteigen liess. Obwohl die Regierung Massnahmen zur Verbesserung der Lebensmittelversorgung einleitete, wie Zusatzleistungen für schulpflichtige Kinder oder Zuschüsse für alte Menschen ohne Altersvorsorge einführte, bleibt die Arbeitslosenquote konstant auf dem hohen Niveau von 15% und gilt als die höchste Lateinamerikas. Die überwiegend kleinbäuerliche Bevölkerung der Dominikanischen Republik lebt vielfach vom Kakaoanbau, der ihnen jedoch meistens nicht genügend einbringt, um davon leben zu können.
CONACADO wurde als Zusammenschluss von Kleinbauern im Jahr 1988 gegründet. Damals verkauften die heutigen Mitglieder ihren getrockneten und unfermentierten Kakao noch an Zwischenhändler. Mit der Gründung des Dachverbandes wurde dieser Zwischenhandel ausgeschaltet, der Export durch CONACADO organisiert und die Produzenten konnten fortan höhere Erträge aus ihren Ernten erwirtschaften. In Zusammenarbeit mit Fair Handelsorganisationen wie claro, gelang es CONACADO in kürzester Zeit, die Richtlinien des Bio-Anbaus für Kakao einzuführen und die Kriterien der Fair Trade-Zertifizierung zu erfüllen. Die Vereinigung CONACADO besteht heute aus 9 Regionalverbänden, die wiederum aus Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bestehen. Heute bemüht sich die Vereinigung darum, den ProduzentInnen die Methoden des Bioanbaus nahe zu bringen. Durch die besseren Preise des Bio-zertifzierten Kakaos ist es den Kleinbauern zudem möglich, ihren Anbau zu optimieren und ihre Felder zu diversifizieren. Neben Kakao werden zunehmend auch Zitrusfrüchte, Avocados, Bananen, etc. angebaut, die aber in erster Linie den Eigenbedarf der Familien decken oder lokal verkauft werden. Die Fair Trade-Prämie dient teilweise der Schulung von Verarbeitungsprozessen wie Fermentierung und Trocknung und ermöglicht zudem den Ausbau von Trinkwasser- und Stromversorgung, den Unterhalt von medizinischen Einrichtungen und die Bereitstellung von Schulmaterialien und Stipendien.
Das Produkt
Der Kakao von CONACADO fliesst in verschiedene Bio-Produkte von claro, z.B. in die verschiedenen Schokoladenriegel, in die Confiserie-Bruchschokoladen, in die schokolierten Ananas und Mangos, aber auch in die Truffes und Schokoladen-Carrés, die von den Emmentaler Backwaren in Handarbeit frisch zubereitet werden.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Förderung des Biolandanbaus und Realisierung von gemeinschaftlichen Projekten der Regionalverbände
- Vorfinanzierung der Ernten und höhere Preise für hochqualitativen Bio- und FT-Kakao