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Der Innovation Booster Technology & Special Needs hat das Ziel, Projekte zu unterstützen, die innovative Lösungen für Menschen mit Behinderungen bieten.
Damit die entwickelten Innovationen an die Realität von Menschen mit Behinderungen angepasst werden können, ist es notwendig, dass diese Personen am gesamten Innovationsprozess teilnehmen.
Wir organisieren daher Workshops zur Bedarfserfassung, um es den Menschen mit Behinderungen zu erlauben, ihre aktuellen Bedürfnisse zu identifizieren und auszudrücken.
Welche Themen sind in ihrem täglichen Leben problematisch? Was sind die Hauptschwierigkeiten? In welchen Bereichen fehlt es noch an Zugänglichkeit? Was sind die Prioritäten?
An diesen Workshops nimmt jeweils eine Gruppe von Menschen mit ähnlichen Behinderungen teil, die die gleiche Sprache sprechen.
In der ersten Hälfte des Jahres 2022 wurden 6 Workshops durchgeführt:
- 3 Workshops wurden in Zusammenarbeit mit La Castalie in Monthey, Clair Bois in Genf und Atelier Manus in Brig Glis zu Themen der geistigen Behinderung durchgeführt,
- 3 Workshops wurden in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband durchgeführt: FSA in Lausanne, SBV in Bern und Unitas in Lugano, zu Themen der Sehbehinderung.
Sehbehinderung
In den letzten Workshops tauschten sich Menschen mit einer Sehbehinderung über drei Hauptthemen aus (die vom EBGB vorgeschlagen wurden): eAccessibility, Gleichstellung am Arbeitsplatz und selbstbestimmtes Leben.
Zu jedem dieser Themen diskutierte die Gruppe die angetroffenen Schwierigkeiten, die Hauptprobleme, aber auch die bestehenden Hilfsmöglichkeiten, die effektiv oder nicht effektiv sind. Es wurden einige Hauptbedürfnisse identifiziert, manchmal sogar Ansatzpunkte, um diese Bedürfnisse zu erfüllen.
An den Workshops nahmen insgesamt 28 Personen teil, darunter Menschen mit Sehbehinderungen, Angehörige sowie Verantwortliche von FSA/SBV und Unitas.
Die Workshops wurden vom Team des Innovation Booster Tech & Special Needs geleitet und umfassten mehrere verschiedene Zeiten der Reflexion, der Diskussion und des Austauschs zu den drei oben genannten Themen.
Ein schriftliches Dokument fasst die wichtigsten Herausforderungen, Bedürfnisse und allgemeinen Anmerkungen zusammen, die von den Teilnehmenden der drei Workshops identifiziert wurden. Dieses Dokument ist auf Anfrage in Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich. Wenn Sie es lesen möchten, schreiben Sie bitte an <email-pii>.
Hier sind einige Beispiele für Themen, die diskutiert wurden
Wohnen
Haushaltsgeräte werden zunehmend berührungssensitiv. Sie haben immer weniger physische Knöpfe, wie z.B. bei Kochfeldern, wo Touchscreens die Drehknöpfe ersetzen, um die Temperatur zu wählen. Diese Geräte sind für eine blinde Person nicht bedienbar.
Mobilität
Die Signalisierung von Fussgängerübergängen ist nicht immer klar und nicht einheitlich in der Schweiz.
Mehrere Aspekte können Probleme verursachen:
- Die Lautstärke der Klingel, die den Fussgängern signalisiert, dass sie die Strasse überqueren sollen, ist zu leise.
- Die Vibration, die den Fussgängern signalisiert, die Strasse zu überqueren, funktioniert nicht.
- Die Klingel hat eine andere Funktion, z.B. Fahrräder anweisen, die Strasse zu überqueren.
Kommunikation
Wenn wir mit unseren Smartphones Texte schreiben, seien es private Nachrichten oder Beiträge in sozialen Netzwerken, verwenden wir viele Emojis.
Eine blinde Person verwendet eine Sprachsynthese, um ihr Smartphone zu navigieren. Wenn die Sprachsynthese über ein Emoji fährt, wird der Titel des Emojis vorgelesen. Dies macht es sehr schwierig, einen Text zu lesen, der mit diesen kleinen Zeichnungen illustriert oder unterbrochen wird.
Beispiel: Hallo 👋 Ich freue mich, dich später zu sehen 🤩✨. Wo treffen wir uns 🤔? Vor dem 🏪 oder in der Nähe des Bahnhofs 🚂?
Die Sprachausgabe liest Folgendes vor: „Hallo Handzeichen Ich freue mich, dich später zu sehen Gesicht mit Sternen anstelle von Augen Funken. Wo treffen wir uns Nachdenkliches Gesicht? Vor dem Supermarkt oder in der Nähe des Bahnhofs Lokomotive ?
Nächster Schritt: Ideenfindung
Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser ersten Treffen werden im Herbst 2022 mehrere Workshops zur Ideenfindung organisiert. Diese zweite Phase der Ideenfindung wird die Gelegenheit bieten, Menschen, die von Behinderung betroffen sind, mit Menschen aus dem akademischen und technischen Bereich zusammenzubringen, um Teams zu bilden, die konkrete Lösungen zur Erfüllung der Bedürfnisse vorschlagen können. Alle interessierten Personen können daran teilnehmen.
Ein erster Workshop wird am 13. September im FabLab Luzern zum Thema Sehbehinderung stattfinden.