Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03202.jsonl.gz/117

Myome
Unter “Myom” versteht man eine gutartige, knotige Wucherung der Gebärmuttermuskulatur. Häufig sind Myome symptomlos. Manchmal treten aber auch Unterleibsschmerzen oder Blutungsprobleme auf.
Speziell die letzteren submukösen Myome führen häufig zu Veränderungen der Periodenblutung (vermehrte Blutungen und Zwischenblutungen). Sie sind manchmal auch verantwortlich für wiederkehrende Fehlgeburten (Aborte) und Kinderlosigkeit.
Wann sollten Myome operiert werden:
Es gilt: solange keine Beschwerden bestehen und ein Myom nicht übermässig rasch wächst, muss nicht operiert werden!
Bei Blutungsproblemen oder rezidiviereden Aborten können kleinere submuköse Myome mittels Gebärmutterspiegelung (=Hysteroskopie) entfernt werden.
Schmerzhafte subseröse Myome lassen sich oft ohne Bauchschnitt mittels Bauchspiegelung (=Laparoskopie) entfernen.
Bei Unterleibsschmerzen und Periodenbeschwerden kann mit dem Arzt /Ärztin die Gebärmutterentfernung (=Hysterektomie) diskutiert werden. Vor allem wenn die Gebärmutter durch mehrere intramurale Myome vergrössert ist, bringt die Operation eine deutlich verbesserte Lebensqualität. Da heute die Eierstöcke meist belassen werden, kommt es durch die Gebärmutterentfernung zu keinerlei nennenswerten Hormonveränderungen.
Die Hysterektomie ist entweder von der Scheide her möglich (=vaginale Hysterektomie) oder bei stark vergrösserter Gebärmutter durch einen Bauchschnitt durchführbar (=abdominale Hysterektomie).