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Ein Windrad für die Stadt
Nicolas Orellana und Yaseen Noorani aus Chile und Kenia haben ein urbanes Windrad entwickelt und damit den diesjährigen James Dyson Award auf internationaler Ebene gewonnen.
Nicolas Orellana und Yaseen Noorani aus Chile und Kenia studieren zusammen an der Lancaster University in Grossbritannien. Sie haben das urbane Windrad ‹O-Wind› entwickelt, das horizontale und vertikale Winde in Städten nutzt, um Strom zu erzeugen. Mit ihrer Erfindung haben die Beiden den diesjährigen James Dyson Award auf internationaler Ebene gewonnen. ‹O-Wind› ist eine Kugel mit 25 Zentimeter Durchmesser mit geometrischen Öffnungen. Sie dreht sich, wenn der Wind aus einer beliebigen Richtung auf sie trifft. Die Turbine treibt einen Generator an, der die Kraft des Windes in Elektrizität umwandelt. Diese kann entweder direkt als Stromquelle genutzt oder in das Stromnetz eingespeist werden. Nicolas und Yaseen würden die O-Wind-Turbine gern an der Seite von grossen Gebäudes oder an Balkons installieren, weil dort die Windgeschwindigkeiten am höchsten sind. Traditionelle Windkraftanlagen erfassen den Wind nur in eine Richtung. Durch seine einfache Form kann ‹O-Wind› diese Ressource nutzen und selbst an windigsten Tagen Energie erzeugen. «Wenn es einfacher wird, Ökostrom zu erzeugen, motiviert dies die Leute viel mehr dazu, zum Schutz unseres Planeten beizutragen», sagen Orellana und Noorani. Der internationale Gewinner des James Dyson Award erhält ein Preisgeld von 38'000 Franken sowie 6'250 Franken für den Fachbereich seiner Hochschule. Den nationalen Wettbewerb haben die Designer Fabian Engel und Simon Oschwald mit ihrer ZHdK-Abschlussarbeit «Project Circleg» gewonnen.