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Das am vergangenen Donnerstag festgenommene Kadermitglied befinde sich wie die beiden im vergangenen März verhafteten Kader bereits wieder provisorisch auf freiem Fuss. Allerdings seien die Pässe der beiden ursprünglich Festgenommenen beschlagnahmt worden. Es sei ihnen zudem verboten worden, mit Mitarbeitenden der Firma in Kontakt zu treten.
Im Visier der Justizbehörden sind zweifelhafte Zahlungen in der Höhe von mehreren Dutzend Millionen Franken, insbesondere nach Nigeria. Die mit der Finanzkontrolle der Unternehmung beauftragte Firma Deloitte hatte auf die Zahlungen bereits im vergangenen Dezember aufmerksam gemacht, nachdem sie sich geweigert hatte, die Buchhaltung abzusegnen. Auf Unstimmigkeiten hatte sie zuvor bereits im März hingewiesen und Untersuchungen beantragt.
Die Zahlungen sollen über eine britische Filiale der Genfer Firma erfolgt sein, die 2009 durch das chinesische Unternehmen Sinopec übernommen worden war.
Insgesamt über 20 Millionen Dollar seien ohne genauen Grund an Berater in Nigeria und die USA überwiesen worden. Überdies sollen 80 Millionen Franken an eine Ingenieurgesellschaft für Bauten in Nigeria geflossen sein für Leistungen, die viel zu hoch verrechnet worden seien. Vom Geld profitiert haben sollen neben Regierungsverantwortlichen auch Mitglieder der Direktion von Addax.
(AWP)