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Statine gehören zu den meistverschriebenen Medikamenten und unterstützen Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sind Risikofaktoren alleine Grund genug, um regelmässig Statine einzunehmen? Mithilfe wissenschaftlicher Evidenz lassen sich Nutzen und Nebenwirkungen einer regelmässigen Einnahme von Statinen abwägen.
Erhöhte Low-Density-Lipoprotein-Werte (LDL-Werte) begünstigen eine Verengung der Blutgefässe. Höhere LDL-Werte sind die Folge lebensstilbedingter Faktoren, wie fettreiche Ernährung und Bewegungsmangel. Um das LDL-Cholesterin im Blut zu senken, gibt es zwei Methoden: Statine und Lebensstilanpassungen. Wer sein LDL-Cholesterin senken möchte, stellt die Ernährung um und bewegt sich mehr. Der Einsatz von Statinen bei Personen, die noch keinen Herz-Kreislauf-Vorfall hatten, aber gewisse Risikofaktoren aufweisen, ist umstritten.
Es gibt mehrere Studien, welche die Wirkung von Statinen und Scheinmedikamenten (Placebo) vergleichen. Sie berücksichtigten in Studien Personen ab 40 Jahren und beobachteten sie durchschnittlich 3 Jahre. Die Studien schlossen Personen ein, die unter anderem an Fettstoffwechselstörungen, einer frühzeitigen Erkrankung der Hirngefässe, Diabetes oder Bluthochdruck litten. Alle Teilnehmer haben aber noch keinen Herz-Kreislauf-Vorfall erlitten.
Die Studienergebnisse zeigen: Von je 100 Menschen, die ein Placebo erhielten, erlitten 2 Personen einen Herzinfarkt und 2 Personen einen Schlaganfall. 2 Personen starben an den Folgen eines Herz-Kreislauf-Vorfalls. Von den Personen, die durchschnittlich 3 Jahre Statine einnahmen, hatte von je 100 Menschen eine Person einen Herzinfarkt und eine Person einen Schlaganfall. Eine Person starb an den Folgen eines Herz-Kreislauf-Vorfalls.
Zu den Risiken:
In beiden Gruppen litten genau gleich viele Personen an schweren Ereignissen. Je 13 Personen erlebten lebensbedrohliche Ereignisse, dauerhafte Behinderungen, einen verlängerten Krankenhausaufenthalt oder erhielten eine Krebsdiagnose. Je 9 Personen litten unter Muskelschmerzen oder -schwäche (Myalgie). Bei je 3 Personen trat im Verlauf der Behandlung ein Diabetes Typ 2 auf.
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