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Zweimal Silber für die Schweiz!!!
Die Schweizer Damenmannschaft mit Blazenka Bandur, Madlaina Caviezel, Marta Bundi und Bernadette Roelli gewinnt sensationell die EM-Silbermedaille im Mannschafts-Zielwettbewerb! Die Schweizerinnen erreichen 306 Punkte und verweisen Italien mit 303 Punkten auf den 3. Rang. Europameisterinnen werden die Damen aus Deutschland mit 321 Punkten. Österreich muss sich mit 298 Punkten mit dem vierten Rang begnügen.
Im Jubel der Damen laufen auch die Schweizer Herren zur Höchstform auf: Auch Tobias Bischoff, Thomas Biedermann, Armin Wyss und Martin Caspar gewinnen im Mannschafts-Zielwettbewerb mit 314 Punkten die Silbermedaille!!! Erst mit den letzten Versuchen konnte sich Österreich absetzen und EM-Gold gewinnen. Die Bronzemedaille geht an Deutschland.
Finaldurchgang Mannschaftsspiel (Samstag):
Im Halbfinal des Mannschaftsspiels musste das Schweizer Herren-Team gegen Österreich antreten. Die Schweizer spielten in der ersten Hälfte des Spiels über zwölf Kehren eine starke Leistung. Nach drei Kehren führten Tobias Bischoff, Thomas Biedermann, Martin Caspar, Pascal Dal Morin und Heinz Knörri sogar mit 12:3, nach sechs Kehren immerhin noch mit 17:15. Danach machten die Schweizer, mit einer weiteren Medaille vor Augen, kleinere Fehler und das Glück wurde österreichisch. Die Österreicher siegten schlussendlich mit 32:17. Diese Niederlage bedeutete den 4. Rang für die Schweizer.
Österreich verlor anschliessend gegen Deutschland und gewann damit die Bronzemedaille. Deutschland siegte dann noch im grossen Finale gegen Italien und wurde Europameister. Bei den Damen holte sich Österreich den Titel: Gold Österreich, Silber Deutschland und Bronze Italien.
Rückrunde Mannschaftsspiel (Freitag):
Hätten die Schweizerinnen im letzten Qualifikationsspiel noch Russland besiegt, könnten sie am Samstag um eine weitere Medaille spielen. Das letzte Spiel ging aber knapp verloren. Somit beendet die Schweizer Damenmannschafts im Mannschaftsspiel die EM in Kaunas auf den 5. Rang.
Die Schweizer Herren stehen auch nach der Rückrunde auf den 4. Rang. Die Schweizer zeigten eine starke Rückrunde und können am Samstag im ersten Finaldurchgang gegen Österreich um eine Medaille kämpfen.
Vorrunde Mannschaftsspiel (Donnerstag):
Verkehrte Welt an den Eisstock-Europameisterschaften in Kaunas (Litauen): Die Schweizer Damenmannschaft besiegt in der Vorrunde die favorisierten Mannschaften aus Deutschland und Österreich, verliert aber gegen Polen, Finnland und Russland. Nach der Vorrunde liegt das Schweizer Damen-Team mit 10 Punkten auf dem 6. Zwischenrang. Am Freitag findet die Rückrunde statt.
Auch die Schweizer Herren siegten in der Vorrunde gegen Österreich. Mit fünf Verlustpunkten (Niederlagen gegen Deutschland und Italien, sowie ein Unentschieden gegen Tschechien) liegt die Schweiz auf den 4. Zwischenrang. Die ersten vier Mannschaften qualifizieren sich nach der Rückrunde für die Finalspiele am Samstag, 16. März.
Qualifikation Einzel-Zielwettbewerb:
Im Einzel-Zielwettbewerb zeigen Martin Caspar und Armin Wyss hervorragende Leistungen: Mit 296 Punkten qualifiziert sich Martin Caspar als 7. für den Finaldurchgang. Auch Armin Wyss (275 Punkte, 12. Quali-Rang) kann am Samstag im Final nochmals antreten. Der diesjährige Einzel-Schweizermeister Thomas Biedermann verpasst mit 238 Punkten die Finalqualifikation um knapp 40 Punkte.
Bei den Damen fehlten der aktuellen Schweizermeisterin Madlaina Caviezel zwei Punkte um sich für den Finaldurchgang zu qualifizieren. Sie erreichte 216 Punkte, die Finnländerin Piia Aglassinger auf den 12. Rang hatte 217 Punkte. Die übrigen Schweizerinnen: Marta Bundi (208 Punkte, 16. Rang) und Bernadette Roelli (167 Punkte, 25. Rang). Dass die Eisverhältnisse zum Schluss der Zielwettbewerb-Qualifikation nicht mehr so gut waren und keine Spitzenresultate mehr möglich waren, zeigt auch die Tatsache, dass die mehrmalige Weltmeisterin Susanne Sohm-Armellini aus Österreich im Schlussdurchgang nur 237 Punkte erreichte und sich als Elfte nur noch knapp für den Finaldurchgang qualifizieren konnte.
Finaldurchgang Einzel-Zielwettbewerb:
In den beiden Finaldurchgängen erreichte Martin Caspar 137 bzw. 159 Punkte. Damit konnte er die Aufholjagd, wie an der letztjährigen Eisstock-WM in Amstetten (D), wo er schlussendlich überraschend die Bronzemedaille gewann, in diesem Jahr nicht wiederholen. Mit insgesamt starken 592 Punkten beendete er die Einzel-EM auf den 8. Rang. Den EM-Titel holte sich der Österreicher Thomas Fuchs mit überragenden 741 Punkten. Einen Rang verbessern konnte sich im Final der zweite Schweizer Armin Wyss. Mit insgesamt 522 Punkten erreichte er den 11. Schlussrang.