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Projektbeschrieb
Der Ausgangspunkt des Forschungsprojekts ist ein Notizbuch, das der Innerschweizer Maler Hans Emmenegger (1866–1940) im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts systematisch mit maltechnischen Informationen füllte. Von besonderem Interesse sind vor allem jene 150 Seiten, auf denen der Künstler zwischen Februar 1901 und Juni 1905 den oft langwierigen Entstehungsprozess seiner Gemälde, seine diesbezüglichen künstlerisch-technischen Überlegungen, seine maltechnischen Erfolge, aber auch Misserfolge dokumentierte. Auf der letzten Seite kompilierte er eine kurze Liste seiner Malmaterialien. Es sind im Handel erworbene Produkte bekannter und unbekannter Hersteller, wie fertig grundierte Malleinen, Tubenfarben (Öl und Tempera), diverse Malmittel, Sikkative, Fixative und Firnisse.
Emmeneggers Listen und tagebuchartigen Einträge sind nicht nur in Bezug auf sein eigenes Schaffen, sondern auch in Bezug auf den grösseren Kontext der Maltechnik zu Beginn des 20. Jahrhunderts von ausserordentlicher Aussagekraft. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden sie wissenschaftlich ausgewertet. Gleichzeitig werden ausgewählte Gemälde des Künstlers aus der Zeit zwischen 1901 und 1905 mit bildgebenden Verfahren und materialanalytisch untersucht und mit den sie betreffenden Notizbucheinträgen verglichen.
Die untenstehende Bilderfolge vermittelt einen Eindruck dieser Forschungsarbeit.