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Dabei will die Finma allfällige individuelle Verantwortlichkeiten abklären, im Zusammenhang mit der Verletzung der Geldwäschereibestimmungen bei Geschäften mit dem malaysischen Staatsfonds 1MDB.
Die Finma überprüft, ob Hans Peter Brunner in seiner Funktion als Chef der BSI Singapur "allenfalls für die Verletzung von aufsichtsrechtlichen Bestimmungen" verantwortlich sein könnte, bestätigt Brunners Rechtsanwalt Benno Hafner gegenüber der Nachrichtenagentur sda Recherchen der "Handelszeitung". Brunner war im März als Asienchef der BSI zurückgetreten.
Das aufsichtsrechtliche Enforcement der Finma sieht mögliche Sanktionen gegen Gewährsträger vor, die von Gewinneinzug bis zu mehrjährigem Berufsverbot reichen können.
Neben dem Konzernleitungsmitglied Brunner soll die Finma auch gegen den einstigen Chefjuristen der BSI, Beat Ammann, untersuchen, schreibt die "Handelszeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe vom Donnerstag (Vorabdruck) weiter. Die Finma will sich zu den Namen der Funktionsträger im Enforcement nicht äussern. Ammann war bereits im Herbst 2015 aus der Geschäftsleitung der Tessiner Bank ausgetreten.
In einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg heisst es darüber hinaus, dass der einstige Asienchef Brunner seinerseits gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, die BSI, rechtlich vorgeht. Demnach soll Brunner am 4. Juli bei einem Gericht in Singapur eine Klage eingereicht haben. Brunner mache geltend, dass die Singapur-Tochter der BSI Bonus- und Trennungsvereinbarungen mit ihm nicht eingehalten habe. Rechtsanwalt Hafner kommentiert diesen Fall gegenüber der Nachrichtenagentur sda nicht.
Derzeit wird die BSI von der Bank EFG International übernommen. Ende Mai hatte die Finma die Auflösung der Bank verfügt wegen der Geschäfte mit dem malaysischen Staatsfonds 1MDB. Zudem zog die Finma Gewinne über 95 Mio CHF ein, die sie als unrechtmässig erworben einstufte. Darüber hinaus war die BSI auch von den Aufsichtsbehörden in Singapur sanktioniert worden.
(AWP)