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25 Jahre unschuldig in Haft: Millionen für einen US-Bürger
- Mittwoch, 24. Juni 2015, 14:41 Uhr
Die Behörden New Yorks zahlen einem Amerikaner eine Wiedergutmachung von 6,5 Millionen Dollar. Der Grund: Der Mann sass während 25 Jahren unschuldig in Haft. Und dies, obwohl damals belegt werden konnte, dass er sich zur Zeit des Verbrechens nicht am Tatort aufhielt.
Nachdem er 25 Jahre lang unschuldig im Gefängnis sass, erhält der US-Amerikaner Jonathan Fleming eine Haftentschädigung in Millionen-Höhe. Die Behörden New Yorks sprachen dem 53-Jährigen eine Wiedergutmachung von insgesamt 6,25 Millionen Dollar zu.
«Herr Fleming hat fast sein halbes Leben hinter Gittern verbracht, obwohl die damals verfügbaren Beweise zeigten, dass er die Tat nicht hatte begehen können», sagte der Rechnungsprüfer der Stadt New York, Scott Stringer. Damit begründete er die Entschädigung, mit der Fleming für jedes Jahr, das er unschuldig hinter Gittern verbracht hatte, 250'000 Dollar bezahlt werden.
«Für die Ungerechtigkeit, die ihm widerfahren ist»
Fleming kam im April des vergangenen Jahres auf freien Fuss, nachdem das Mordurteil gegen ihn aufgehoben worden war. «Wir können ihm die Zeit, die er im Gefängnis verbrachte, nicht zurückgeben», sagte Stringer. «Aber die Stadt New York kann Fleming diese Entschädigung anbieten für die Ungerechtigkeit, die ihm widerfahren ist.»
Der 53-Jährige war 1989 schuldig gesprochen worden, in New York einen Bekannten erschossen zu haben. Dabei hatte er sich mit seiner Familie 1600 Kilometer weiter südlich im US-Bundesstaat Florida aufgehalten. Laut einer Hotelquittung hatte er vier Stunden vor der Tat ein Zimmer in Orlando bezogen.
Illegale Verhörmethoden?
Die Entschädigungszahlung werde Fleming und seiner Familie helfen, sich ein neues Leben aufzubauen, teilten seine Anwälte mit. Das Gefängnis hatte ihr Mandant mit nur 93 Dollar in der Tasche verlassen. Er musste von Hotel zu Hotel ziehen oder kam bei Freunden und Angehörigen unter, während er nach Arbeit suchte.
Flemings Fall ist einer von dutzenden Prozessen, die derzeit von einer Expertengruppe unter Leitung eines Rechtsprofessors der renommierten Harvard-Universität erneut unter die Lupe genommen werden. Mehrere der zu untersuchenden Urteile gingen auf Ermittlungen des Kriminalbeamten Louis Scarcella zurück. Der inzwischen pensionierte Polizist wird verdächtigt, illegale Verhörmethoden eingesetzt zu haben.
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