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Salsa
"Salsa ist kein Rhythmus. Es ist ein Konzept. Ein offenes, vieles umfassendes musikalisches, kulturelles und sozialpolitisches Konzept" (Willi Colon)
"Salsa ist Mambo, Chachacha, Rumba und Son - alle kubanische Rythmen in einem" (Celia Cruz)
Aufgetaucht ist der Begriff schon in den 30er Jahren: Sextett Habanero: "Echale Salsita": Gib noch Sauce drauf Benny More: "Hola Salsa"
Die Übergänge vom kubanischen Chachacha bis Rumba sind sehr fliessend und lassen sich nicht immer ganz abgrenzen.
Salsa NY-Style on2 kommt vom kubanischen Son. Auf die 2 zu tanzen gibt das wunderschöne Gefühl inmitten in der Musik zu schweben und mit dem Partner zu verschmelzen. Zu dem NY-Style on2 gehört für uns auch der Mambo, Cha Cha Cha und Pachanga, die wiederum aus Kuba stammen und sich in den 60er im Musikclub 'Palladium' in New York weiter entwickelt haben. In Harlem ist gegen 1970 dann der Boogaloo entstanden. Der NY-Style on2 wird heute praktisch auf allen Salsa Festivals auf der ganzen Welt von allen Artisten getanzt. Musiker wie Eddie Palmieri, Willi Colon oder Ruben Blades spielen heute noch diese wunderbare, 'groovige' Musik aus Kuba, Puerto Rico, Kolumbien, Panama und New York.
Puerto Rico
Wichtige Zutaten zum Salsa: Bomba und Plena.
Bomba ist ein Instrument und kommt vom Rum-Fass. Unverzichtbar sind die Claves.
Um 1910 brachte das Tanzpaar John Clarke und Catherine George den Calypso von der Insel Saint Kitts nach Puerto Rico und verband Ihn mit dem Elementen der Bomba; Die Fusion nannte man Plena
Grosse Pandero (Schellentrommel) wurde eingesetzt, plus 2 Trommeln: TUMBADORAS
Merengue
Dominikanische Rebublik, Kolumbien, Venezuela. 18. Jahrhundert.
Kommt vom französischen Wort 'meringe': schlagen (z.B. Eier): Man schlägt schnelle Rythmen.
1937: Harlem New York
Der Kubaner Mario Bauza holte seine Schwager Franzisco Grillo (Machito) nach New York.
In Machitos Band spielte auch der puerto-ricanische Perkussionist Tito Puente (in Harlem aufgewachsen)
1951: Palladium New York
Muiskclub in Manhatten hatte nur Verluste, Foxtrott und Swing rentierte nicht mehr.
Hyman stellte Machito, Tito Puente und Tito Rodriquez ein -> Duelle der beiden Bands
Tito Rodriquez war 28 und auch aus Puerto-Rico. Bassist Israell "Cachao" Lopez spielte in der Band.
Cortijo y su Combo aus Puerto Rico (Bomba, Plena), mit groassartigem Sänger Ismael Rivera: "El negro Bembon"
Der Piansist der Gruppe, Rafaehl Ithier, Gründete dann "El Gran Combo de Puerto Rico", mit dem Sänger Andy Montanez
1959/1964: Pachanga
Während die Beatles die Welt eroberten, erfand in Kuba der Musiker Claude Cuza einen schnellen, Merengue ähnlichen Rhythmus: Pachanga! Dieser Pachanga war sehr flott, legte aber keine Wert auf den Text.
Mit der Kubanischen Revolution 1959 kam der Künstler, der jetzt den Namen Eduardo Daviso trug, nach New York und hat den Pachanga verlangsamt und dem Son angenähert.
In den 60er war Pachanga voll in Mode, es war ein fröhlicher Klang der Wert auf den Text legte.
1964 war Alkohol in den Tanzlokalen verboten, die Orchester mussten in kleinere Lokale = kleinere Besatzung.
Die alten Charanga Orchester mit Flöte und Geige ohne Bläser und sparsamer Perkussion kamen in Mode!
Begriffe Charanga und Pachanga machten die Verwirrung perfekt:
Tito Rodriquez: "Tanz den Charanga und verwechsle ihn nicht mit dem Pachanga": FALSCH
Juancho Lopez: "Was ist das für ein neuer Tanz? Ist es Charanga oder Pachanga?"
Joe Quaijano schaffte Klarheit "Dies ist ein Orchester, das heisst Charanga, und spielt den Rhythmus der Pachanga"
Orquesta Aragon: Rafael “Felo” Bacallao Hernández
Von Ihm kommt der 'Tanz Pachanaga'. Er war Kubaner und lebte in Venezuela:
Von Ihm kommt der Name pachanga: Johnny Pacheco (* 25. März 1935 in Santiago de los Caballeros in der Dominikanischen Republik) ist ein Musiker (Flöte, Saxophon, Perkussion), Produzent, Bandleader, vor allem aber einer der Gründer der Plattenfirma Fania. Er zog mit seinem Vater, ebenfalls Musiker, in den 1940ern nach New York, wo er 1963 mit dem Anwalt Jerry Masucci Fania gründete, die vor allem puertorikanische Salsa vertrieb. Wie viele andere Fania-Künstler auch (Willie Colón, Ruben Blades) ist er politisch engagiert, z. B. in der Bekämpfung von AIDS.
Wikipedia: Die Pachanga, auch Merenconga, war ein lateinamerikanischer Modetanz in den frühen 1960er Jahren. Orquesta Sublime hatten 1959 einen Hit mit La Pachanga, den der Komponist des Stücks, Eduardo Davidson (* 1929 als Claudio Cuza in Baracoa, Kuba; † 1994 in New York) wiederholen konnte, nachdem er 1960 nach New York übergesiedelt war. Wie der Name „Merenconga“ andeutet, handelt es sich musikalisch um eine Mischung aus Conga und Merengue. Die Pachanga wurde typischerweise von Charangas gespielt und löste in dieser Szene die Cha-cha-chá-Welle ab. Typisch sind kurze Begleitriffs mit hohen Anteil an melodisch gleichen Tönen in Streichern, Klavier und Bass.
Der zur gleichen Zeit populäre Stilbegriff Charanga wird meist durch die auf das nicht-lateinamerikanische Publikum übergreifende Beliebtheit der Pachanga erklärt, das dann Stil und Orchestertyp verwechselt haben soll. Dagegen spricht allerdings, dass auch kubanische Orchester wie Fajardo y sus Estrellas "Charangas" eingespielt haben - der Grund könnte so auch ein Verbot der "Pachanga" in Kuba sein. Zudem gibt es LPs, auf denen Pachangas genauso wie Charangas vertreten sind (diese sind Cha-cha-chás sehr ähnlich).
1968: Boogaloo
Tito Rodriquez liess sich von den Beatles beeinflussen und nutzte die e-Gitarre.
Jos e Calderon = Joe Cuba mit Sänger Cheo Feliciano. Lieder über das schwierige Leben in den Latino Vierteln in NY.
"El Raton" und "El pito" Die Pfeiffe wurden zu Hits.
Das Joe Cuba Sextett mischte Elemente des Son Montuno und des Rock n Roll: Boogaloo (von Booogie-Woogie)
Nicht nur die amerikanischen und karibischen Rhythmen verschmelzen, sondern auch die Sprache:
"Asi se goza. Ill never go back to Georgia"
Der Legende nach war der Boogaloo die Schöpfung afroamerikanischer und afrokaribischer Musiker, die in Harlem in direkter Nachbarschaft lebten, zusammen feierten und ihre Rhythmen dabei mischten. In diesem Sinne war der Boogaloo eine Fusion aus Rock and Roll, Bomba und Son. Viele Musiker gaben an, vor allem vom Rhythm & Blues beeinflusst worden zu sein. Die Bezeichnung „Boogaloo“ ist dabei eine Ableitung von „Boogie-Woogie“.
1971: Fania All Stars
Jerry Massucci und Johny Pacheco gründeteden Fania Records.
Ray Beretto (Congas), Larry Harlow, Willi Colon (Posaune), Celia Cruz im Yankee Stadium.
Der Name Salsa setzt sich durch.
Celia Cruz, die bekannte Cuaracha Sängerin, hat Kuba während der Revolution 1964 verlassen.
"El Son se fue de Cuba": Der Son hat Kuba verlassen
Die Königin des Salsa Celia Cruz ist aber unplitisch und konzerntriert isch auf die Musik.
Virtuose "pregones" (Improvisationen): Sie konnte alle tropischen Früchte in einer unglaublichen Geschwindigkeit aufzählen.
"La dicha mia" von Jonny Pachecco
Hector Lavoe: Als Junger auch bei Fania Records.
Eddie und Charlie Palmieri
1977: Willi Colon und Ruben Blades
Ruben Blades: 1948 in Panama geboren. Der Intellektuelle der Salsa Szene: Hat Jura und Völkerrecht studiert.
Er arbeitete an der Poststelle der Fania Records! Willi Colon wurde auf Ihn aufmerksam.
"Pedro Navaja" (Pedro Messer): Er will eine Prostituierte ausrauben, diese schiesst auf Ihn, darauf sticht er auf Sie ein, und keiner greift ein, aber ein Betrunkener holt sich die Pistole, das Messer und das Geld: "La vida te da sorpresos".
Ab 1980: Salsa Romantica
Gilberto Santa Rosa
Ubaldo Lalo Rodriquez