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Gorillas sind neben den Bonobos und Schimpansen unsere nächsten Verwandten. In ihrem Verhalten sind sie uns ähnlich, und sie zeigen Gefühle wie wir Menschen. Doch leider sind mehrere Gorilla-Arten vom Aussterben bedroht.
Es gibt zwei Arten, den Östlichen Gorilla und den Westlichen Gorilla. Bei beiden Arten haben die erwachsenen Männchen einen silbrig-weissen Rücken. Beim Westlichen Gorilla geht die silbrige Farbe weiter hinunter – bis über Hüften und Oberschenkel. Westliche Gorillas haben ausserdem breitere Nasen als die Östlichen Gorillas.
Tropische Regenwälder in Mittelafrika sind das Zuhause der Gorillas. Die meisten leben in den Wäldern im Tal, es gibt aber Unterarten, die in den Bergen leben, auf bis zu 3500 Meter über Meer.
Gorillas ernähren sich vor allem vegetarisch und brauchen viel Zeit für die Nahrungssuche. Die Tiere fressen gern Früchte, greifen aber auch zu Kräutern oder Stängeln und Blättern von verschiedenen Stauden.
Mehrere Weibchen und vier bis fünf Junge bilden eine Familiengruppe. Ein Gorillamännchen führt die Gruppe an. Meistens leben in der Gruppe etwa zehn Tiere zusammen, manchmal umfasst sie aber auch bis zu 65 Gorillas.
Bei älteren Gorillamännchen wird das Fell auf dem Rücken silbergrau. Man nennt sie deshalb auch «Silberrücken».
Gorillas haben keine bestimmte Paarungszeit. Die Weibchen bringen etwa alle drei bis sechs Jahre ein Junges zur Welt. Meist ist es nur ein einziges Junges, Zwillinge sind selten. Viele Junge sterben aber bereits in den ersten drei Lebensjahren.
Die Jungtiere bleiben bei ihren Eltern, bis sie selber Junge bekommen können. Die Weibchen verlassen dann die Gruppe und schliessen sich einer anderen Gruppe oder einem einzelnen Männchen an.
Junge Männchen wandern oft lange Zeit umher und suchen sich ein eigenes Revier und locken Weibchen an, um eine eigene Gruppe zu gründen.
Gorillas sind stark bedroht.
In den afrikanischen Ländern, in denen Gorillas leben, gab es immer wieder Krieg. Deshalb herrscht dort auch grosse Armut. Das wirkt sich auf die Gorillas aus.
Obwohl es fast überall verboten ist, jagen Wilderer Gorillas. Das Fleisch von Menschenaffen gilt in vielen Orten in Afrika als Leckerbissen und lässt sich teuer verkaufen.
Gorillas sind zudem gefährdet, weil ihr Lebensraum kleiner wird. Die Menschen holzen Wälder ab, um Strassen zu bauen, Felder anzulegen, Holz zu gewinnen oder um aus den Bergen Gold oder Kupfer zu holen. Wenn es mehr Strassen gibt, gelangen die Wilderer immer einfacher in Waldgebiete, die vorher unzugänglich waren.
Weil Menschen und Gorillas so eng verwandt sind, können sie sich gegenseitig mit Krankheiten anstecken. Was für uns ein einfacher Schnupfen ist, kann für einen Gorilla tödlich sein.
Der WWF setzt sich dafür ein, dass sich alle an die Gesetze halten. Er hilft mit, Wildhüter auszubilden und auszurüsten. Diese arbeiten in Nationalparks und Schutzgebieten. Sie sorgen dafür, dass niemand trotz Verbot Gorillas und andere Wildtiere jagt. Gleichzeitig zieht der WWF die Bevölkerung mit ein und hilft ihnen, andere Möglichkeiten zu finden, um Geld zu verdienen.
Ausserdem macht der WWF Druck auf grosse Firmen, die den Lebensraum von Gorillas nutzen wollen, zum Beispiel, um nach Erdöl zu bohren.