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Im Juni 1999 unterzeichneten 29 europäische Bildungsminister die Bologna-Erklärung zur Schaffung eines europäischen Hochschulraums und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas als Bildungsstandort. Die Minister bekräftigten in der Bologna-Erklärung ihre Absicht, folgende Punkte umzusetzen:
- die Schaffung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse
- die Schaffung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen (undergraduate/graduate = Bachelorstudium und Masterstudium)
- die Einführung eines Leistungspunktesystems (nach dem ECTS-Modell)
- die Förderung der Mobilität durch Beseitigung von Mobilitätshemmnissen
- die Förderung der europäischen Zusammenarbeit durch Qualitätssicherung
- die Förderung der europäischen Dimension in der Hochschulausbildung
Das Bachelor- und das Masterstudium zusammen ersetzen das bisherige einstufige Diplom- resp. Lizentiatsstudium. Kreditpunkte werden gemäss europäischem Kredittransfersystem (ECTS) aufgrund von kontrollierten Studienleistungen vergeben. Ein Kreditpunkt entspricht einer Studienleistung, die in 25 bis 30 Arbeitsstunden erbracht werden kann. Ein Bachelor-Abschluss kann mit 180 Kreditpunkten erreicht werden. Ein Masterstudium verlangt weitere 90 - 120 Kreditpunkte.
Die Zulassung zum Masterstudium setzt grundsätzlich das Bachelorstudium einer Hochschule oder einen gleichwertigen Hochschulabschluss voraus. Der Bachelor wird nach rund 6 Semestern abgeschlossen, die darauf aufbauenden Masterstudiengänge können in 3 bis 4 Semestern absolviert werden.
Bachelor- und Masterstudien werden von Fachhochschulen und Universitäten angeboten.
Um die Mobilität im Schweizer Hochschulbereich zu fördern ist für die Studierenden entsprechender fachlicher Ausrichtung der direkte Übertritt von einem Bachelorstudium an einer Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule in ein Masterstudium an einer Universität ebenso möglich wie ein Übertritt in die andere Richtung. Die drei Rektorenkonferenzen (CRUS, KFH, COHEP) haben Ende 2007 eine Vereinbarung abgeschlossen, welche die Grundsätze festhält und auch die Modalitäten regelt. Die so genannte Konkordanzliste verzeichnet 36 bereits bestehende Übertrittsmöglichkeiten.