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Die meisten Pensionskassen erzielten im März eine solide Rendite
Die von der UBS analysierten Pensionskassen erzielten im März eine Monatsperformance von durchschnittlich 0.56%. Seit 2012 beträgt diese somit 4.85%. Haupttreiber waren Realwerte wie Aktien und Immobilien.
Die sich beschleunigende Weltwirtschaft sowie die weiterhin vorteilhaften Finanzierungskonditionen schoben die globalen Aktienmärkte im März weiter an. Dabei weisen vorlaufende Indikatoren auch für die kommenden Monate, insbesondere in den USA und in den Schwellenländern, aber auch in der Schweiz auf ein robustes Wirtschaftswachstum hin. Die Inflationsraten näherten sich im März dank höheren Energiepreisen weiter den Zielmarken der jeweiligen Zentralbanken. Dennoch dürfte die Geldpolitik in der Eurozone und in der Schweiz noch bis ins Jahr 2018 hinein stimulierend wirken. Die US-Notenbank dagegen erhöhte ihre Leitzinsen im März ein weiteres Mal und dürfte angesichts eines starken Arbeitsmarktes, auf dem nahezu Vollbeschäftigung herrscht, zwei weitere Zinsschritte bis Ende Jahr wagen.
Pensionskassen mit mittleren Vermögen erzielten im März die beste Rendite
Die Pensionskassen im Sample der UBS erzielten im März eine durchschnittliche Monatsperformance von 0.56%. Dies ist gemäss UBS eine solide Rendite, obwohl sämtliche Vergleichsgruppen hinter dem sehr guten Vormonat zurückblieben.
Die kleinen Vorsorgewerke, mit Vermögen bis 300 Millionen Franken, erwirtschafteten mit einer Monatsperformance von 0.60% nur geringfügig weniger als die mittleren Pensionskassen, mit 300 Millionen bis 1 Milliarde Franken Vermögen, die eine Rendite von 0.61% erzielten. Die schwächste Performance, mit 0.45% Rendite, verbuchten Vorsorgewerke mit über 1 Milliarde Franken verwalteten Vermögen.
Über einen längeren Zeitraum erzielten grosse PKs die bessere Rendite
Seit 2012 erwirtschafteten die analysierten Pensionskassen nach Gebühren annualisiert durchschnittlich 4.85% Rendite. Die Pensionskassen mit verwalteten Vermögen über 1 Milliarde Franken erzielten mit 5.01% die höchste annualisierte Rendite. Die kleinen Vorsorgewerke konnten eine durchschnittliche annualisierte Jahresrendite von 4.85% verbuchen, währendem die Pensionskassen mittlerer Grösse annualisiert 4.64% auswiesen.
Die Sharpe Ratio, also die Rendite bereinigt um das Risiko, stieg für alle betrachteten Pensionskassen über die vergangenen 36 Monate von 1,24 im Februar auf 1,27 im März. Der Anstieg spiegelt die solide Performance der Pensionskassen im März, bei geringer Volatilität. Dabei konnten die Pensionskassen mit verwalteten Vermögen über 1 Milliarde Franken mit einer Sharpe Ratio von 1,51 risikobereinigt die höchste Rendite erzielen. Die kleinen Vorsorgewerke mit Vermögen bis 300 Millionen Franken wiesen mit 1,14 die tiefste risikobereinigte Rendite auf.
Aktien bescherten den Pensionskassen-Portfolios den höchsten Wertzuwachs
Dank guter Konjunkturdaten und der Erwartung, dass sich das Gewinnwachstum beschleunigt, bescherten Aktien den Pensionskassen-Portfolios den höchsten Wertzuwachs im März. Dividendenpapiere haben ihren fulminanten Jahresstart fortgesetzt. Globale Aktien stiegen um 1.55%, währendem Schweizer Aktien sogar einen Zuwachs von 2.83% verbuchten, dies trotz politischen Risiken wie dem offenen Ausgang bei den kommenden französischen Präsidentschaftswahlen.
Als zweite Stütze erwiesen sich ebenfalls Realwerte; Immobilienanlagen legten innert Monatsfrist um 0.43% zu. Hedge Funds lieferten dagegen eine verhaltene Performance von 0.18%, deutlich tiefer als noch im Februar mit 1.44%. Diese Anlageklasse weist weiterhin eine negative Gesamtperformance in diesem Jahr aus. Obligationen in Fremdwährungen rentierten ebenfalls nur knapp positiv mit 0.05%. Das Schlusslicht bildeten in Schweizer Franken denominierte Obligationen, die in Folge leicht anziehender Zinsen rund 0.69% einbüssten.
US-Geldpolitik lässt weiter steigende Zinsen erwarten
Das Wachstum der Weltwirtschaft beschleunigt sich dank der lockeren Finanzierungsbedingungen, des zunehmend freundlicheren Geschäftsklimas und der nachlassenden Belastung durch sinkende Investitionen im Energiesektor. Die UBS bevorzugt globale und US-Aktien gegenüber erstklassigen Anleihen, da die Unternehmensgewinne nach wie vor höhere Aktienkurse unterstützen.
Die US-Notenbank hat die solide Verfassung der US-Wirtschaft bestätigt und die Leitzinsen zum dritten Mal in diesem Zyklus angehoben. Zwei weitere Erhöhungen bis zum Jahresende sind wahrscheinlich. In den langfristigen US Renditen ist diese Prognose gemäss UBS vollständig eskomptiert. Risiken im Zusammenhang mit den Wahlen in Frankreich könnten vorübergehend Marktschwächen auslösen. Einen EU-Austritt Frankreichs halten die Ökonomen der UBS aber für sehr unwahrscheinlich.
Globale und US-Aktien gegenüber erstklassigen Anleihen übergewichten
Die UBS hält an ihrer Übergewichtungen in globalen und US-Aktien gegenüber erstklassigen Anleihen fest. Die Unternehmensgewinne ziehen nach Ansicht der UBS in den meisten Regionen an, wobei sie durch die stärkere Konsumnachfrage, die steigenden Investitionsausgaben der Unternehmen und die höheren Rohstoffpreise unterstützt werden. Die globalen Aktienbewertungen bewegen sich, gemessen am Kurs Gewinn-Verhältnis, etwas über ihren langfristigen Durchschnitten.
Damit besteht laut UBS etwas Spielraum für einen weiteren Kursanstieg dank steigender Unternehmensgewinne. Die Übergewichtung in US-Aktien beruht auf ihrer Ansicht, dass die US-Wirtschaft die aktuelle Erholung anführt. Die Übergewichtung in globalen Aktien dürfte von der erwarteten Outperformance von «Risikoanlagen» profitieren (d. h. vom Engagement im «Marktbeta»). Die UBS hält ausserdem eine Position in globalen Aktien (und erstklassigen US Anleihen), von denen sie eine Outperformance gegenüber Euro-Hochzinsanleihen in den nächsten sechs Monaten erwartet.
10-jährige US-Treasuries gegenüber Cash taktisch übergewichten
Bei Risikoprämien, die sich fast auf Nachkrisentiefs bewegen, und Renditen von unter 4%, entschädigen Euro-Hochzinsanleihen gemäss UBS nicht gut für potenzielle Risiken. Aber auch ohne Abwärtsrisiken sind die erwarteten Erträge der Anlageklasse angesichts der hohen Durchschnittspreise ihrer Ansicht nach recht gering. Bei globalen Aktien sehen die UBS-Ökonomen ein grösseres Wertsteigerungspotenzial.
Abgesehen davon rechnen sie mit einem Seitwärtstrend der langfristigen USD-Renditen und einer Abflachung der Renditekurve, da die US Wirtschaft, wo jetzt bereits nahezu Vollbeschäftigung herrscht, wächst und die US-Zentralbank Fed mit allmählichen Leitzinserhöhungen reagiert. Sie sehen deshalb eine Chance, vom attraktiven Renditevorteil zu profitieren, und halten eine taktische Übergewichtung in 10-jährigen US-Treasuries gegenüber Cash.
Euro-Dollar-Kurs könnte auf 1.15 klettern
Der Euro hat dank seiner Unterbewertung und des «Aufholpotenzials» des Wirtschaftswachstums und der Geldpolitik in der Eurozone gegenüber den USA gute Chancen, in den nächsten sechs Monaten gegenüber dem US-Dollar aufzuwerten. Auf Sicht von sechs Monaten prognostiziert die UBS einen Euro-Dollar-Kurs von 1.15.
Sie ist ausserdem in der schwedischen Krone gegenüber dem kanadischen Dollar übergewichtet. Aufgrund der Stärke der Binnenwirtschaft und der steigenden Hauspreise dürfte die schwedische Zentralbank in den kommenden Monaten restriktivere Töne anschlagen, wie die UBS annimmt.