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Wissenschaftler und Ärzte der Loyola University Chicago und der Loyola Medicine veröffentlichten bahnbrechende Forschungsergebnisse, die die allgemeine Überzeugung entlarvten, dass Urin bei gesunden Frauen steril ist. Lesen Sie auch – Suchen Sie nach Möglichkeiten, Ihren Vaginalbereich aufzuhellen? 5 Hausmittel können Sie versuchen
Die Studie ergab, dass die Blase nicht nur Bakterien enthält, sondern die Mikroben denen in der Vagina ähnlich sind und zu verbesserten diagnostischen Tests und Behandlungen für Harnwegsinfektionen führen könnten. Lesen Sie auch – Was passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie zu lange pinkeln?
Nach der Sequenzierung der Gene von 149 Bakterienstämmen von 77 Frauen stellten die Forscher fest, dass die in der Blase und in der Vagina gefundenen Mikrobiota (Gemeinschaft von Mikroorganismen) ähnlich waren und sich deutlich von den im Magen-Darm-Trakt gefundenen Mikrobiota unterschieden. Lesen Sie auch – Blasenschmerzen: Ursachen und natürliche Wege, um die Beschwerden zu lindern
Es ist nicht überraschend, dass die Mikrobiota der Blase und der Vagina ähnlich sind, da die Organe durch die Harnröhre verbunden sind. Das Wasserlassen bietet Bakterien die Möglichkeit, von der Blase in die Vagina zu gelangen. Es bleibt jedoch ein Rätsel, wie Bakterien von der Vagina zur Blase gelangen können. Lesen: Blasenentzündung und kaltes Wetter – gibt es einen Zusammenhang?
Der Mikrobiologe Alan J. Wolfe von der Loyola University Chicago sagte: „Jetzt, da wir wissen, dass die Blase nicht steril ist, müssen wir alles neu bewerten, was wir über die Blase zu wissen glaubten, und genau das tun wir.“
Die neue Studie ergab, dass der mikrobielle Austausch zwischen Vaginal- und Blasenmikrobiota Krankheitserreger wie E. coli und S. Anginosus sowie nützliche Bakterien wie L. Iners und L. Crispatus umfasst. Lesen: Frühe Symptome von UTI und STD sind ähnlich. Hier ist eine Kurzanleitung, die Ihnen hilft, Ihre Zweifel auszuräumen.
Die Forscher schlugen auch vor, dass nützliche Bakterien, die sich sowohl in der Blase als auch in der Vagina befinden, Schutz vor Harnwegsinfektionen bieten könnten.
Die vollständigen Ergebnisse wurden in der Zeitschrift “Nature Communications” veröffentlicht.
Quelle: ANIBildquelle: Shutterstock
Veröffentlicht: 28. Juni 2018, 18:01 Uhr