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Die slowenische Landschaft
Die Produktion, Verarbeitung, Verteilung sowie der Konsum und die Entsorgung von Lebensmitteln prägen seit jeher die Beziehung zwischen Stadt und Land und somit das Territorium. Umgekehrt werden Gastronomie und Konsumverhalten stark durch Urbanisierungsprozesse beeinflusst, womit die gegenseitige Prägung von Stadt und Food-System deutlich wird.
Die Küche Sloweniens widerspiegelt zahlreiche politische und geografische Beziehungen, unter anderen mit Österreich, Deutschland und der Alpenregion. Offiziell gibt es 24 kulinarische Regionen, die verschiedensten Landschaften entsprechen: an der südlichen Küste wird Salz in Sečovlje produziert, während sich das Posavje Weingebiet an der ungarischen Grenze im Save-Tal befindet.
Im diesjährigen Wahlfach, das als Blockwoche in Slowenien und Zürich stattfindet, untersuchen die Studierenden in Form einer analytischen Gruppenarbeit die historische und zeitgenössische Wechselwirkung zwischen Stadt und Land aus der Sicht des Foods. Im Anschluss besteht die Möglichkeit das Thema durch eine schriftliche Wahlfacharbeit zu vertiefen.
Archiv
- Winter School Herbstsemester 2021: Urban Food: Venedig
- Winter School Herbstsemester 2020: Urban Food: Die Schweizer Alpen
- Wahlfach Herbstsemester 2019: Urban Food: Neapel
- Wahlfach Herbstsemester 2018: Urban Food: Marseille
- Wahlfach Herbstsemester 2017: Urban Food: München
- Wahlfach Frühlingssemester 2016: Urban Food: Lyon
- Wahlfach Frühlingssemester 2015: Urban Food: Milano
The Alps as Common Ground
Durch den Ausbau der Erschliessungsstruktur werden die Alpen immer stärker in die urbanen Netzwerke der umliegenden Metropolen eingebunden. Dies ermöglicht einerseits die Nutzung der Alpen als metropolitane Parklandschaft und andererseits als attraktives Siedlungsgebiet, was zu einer verstärkten Ausbildung der sich heute schon abzeichnenden räumlichen Gegensätze führt: Die Nutzungsintensivierung der gut erreichbaren Alpengebiete steht dabei in zunehmendem Kontrast zur extensiveren Nutzung bis hin zur Verbrachung der übrigen alpinen Regionen. Setzt sich dieser Trend fort, wird dies im Extremfall zu einem Verlust der Alpen als eigenständigem Kultur-, Lebens- und Wirtschaftsraum führen und die Alpenrandgebiete zu reinen Ergänzungsräumen der ausseralpinen Metropolen werden lassen.
Betrachtet man die Alpen als Common Ground der umliegenden Metropolitanräume ergibt sich eine alternative Lesart respektive eröffnet sich ein Potential bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Alpen. Unter der Annahme eines verstärkten Siedlungswachstums entlang des Alpenrandes und dessen urbaner Verdichtung würden die Alpen nicht mehr nur zu partiell zugeordneten metropolitanen Parklandschaften, sondern zur zentralen Landschaftsfigur. Liest man die Alpen als Common Ground und somit als eine von verschiedenen Nutzern beanspruchte Ressource, könnte deren Zukunft in einem gemeinschaftlich neu ausgehandelten, nachhaltigen Nutzungsverhältnis bestehen, das traditionelle landwirtschaftliche (endogene) Nutzungen mit ausseralpinen, urbanen (exogenen sowie ubiquitären) Nutzungen kombiniert und überlagert und so letztlich einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource der alpinen Landschaft ermöglicht. (vgl. Werner Bätzing, «Die Alpen. Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft», München: Verlag C.H. Beck, 2005, S. 335.) So könnte eine gemeinschaftliche, zentrale Landschaft der umliegenden Metropolitanräume entstehen, die nicht auf traditionellen Bildern und Vorstellungen beharrt, sondern neue Bilder und Bedeutungen schafft und vor allem Strategien für den Umgang mit potentialarmen Räumen entwickeln muss.
Urban Food
Die Produktion, Verarbeitung, Verteilung sowie der Konsum und die Entsorgung von Lebensmitteln prägen seit jeher die Beziehung zwischen Stadt und Land und somit das Territorium der urbanisierten Landschaft, welches sich im Laufe der Zeit durch die Industrialisierung und Globalisierung grundlegend verändert hat. Umgekehrt sind logistische Systeme und Konsumverhalten stark durch Urbanisierungsprozesse beeinflusst, womit die gegenseitige Prägung von Stadt und Food-System deutlich wird.