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LONDON (awp international) - Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao ist vor seinem Besuch in Deutschland zu Wirtschaftsgesprächen nach Grossbritannien gereist. Jiabao traf in der Nacht zum Sonntag in Birmingham ein. Am Montag stand seine Teilnahme an einem jährlich stattfindenden Strategiegipfel beider Länder an, bei dem unter anderem mehrere Verträge für Investitionen chinesischer Unternehmen in Grossbritannien unterschrieben werden sollen. Nach Gesprächen mit dem britischen Premier David Cameron sollte Wen am Abend nach Deutschland weiterreisen.
China gilt als wichtigster Bewerber für den Bau einer neuen Schnellzug-Verbindung zwischen London und dem Norden Englands. Der chinesische Botschafter in Grossbritannien, Liu Xiaoming, hatte angekündigt, China sei auf der Suche nach "Flaggschiff-Projekten" und habe "das Wissen, die Expertise und Erfahrung" für den Bau der schnellen Zugverbindung.
Wen hatte am Samstag in Ungarn betont, sein Land werde den Euro weiter stützen. China habe "Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung Europas" und sehe sich als "langfristigen Investor in Staatsschulden" europäischer Staaten.
Am Sonntag stand für den Präsidenten unter anderem der Besuch des Autowerks der traditionsreichen MG Car in Longbridge an, die mittlerweile in chinesischem Besitz ist. Ausserdem wollte Jiabao, der als begeisterter Shakespeare-Leser gilt, eine Theateraufführung der Royal Shakespeare Company in Stratford-upon-Avon besuchen./gür/DP/he
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