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Beim Tod eines Rekruten auf einem Marsch der Grenadierschule in Isone TI vor fast zwei Jahren trifft die Armee keine Schuld. Zu dem Schluss ist die Militärjustiz in ihrer Untersuchung zum Vorfall gekommen. Der damals 21-Jährige starb demnach eines natürlichen Todes.
Die Militärjustiz habe die Ermittlungen abgeschlossen, und es sei vergangene Woche eine Einstellungsverfügung erlassen worden, sagte eine Armee-Sprecherin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Sonntag. Sie bestätigte eine entsprechende Information der Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche».
Der Zeitung zufolge gibt es bei dem Vorfall keine Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten. Der Tod des Mannes sei auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen, die mehrere seiner lebenswichtigen Organe befallen hatte, hiess es.
Die Ermittlungen wurden sowohl aus strafrechtlicher als auch aus disziplinarischer Sicht eingestellt. Die Eltern des Verstorbenen akzeptierten den Entscheid, wie sie der Zeitung erklärten.
Der Rekrut aus Neuenburg war im Juli 2020 nach einem Leistungsmarsch nicht im Ziel eingetroffen. Nach einer kurzen Suchaktion wurde er laut den Eltern auf einem kleinen Weg abseits der eigentlichen Marschroute tot aufgefunden. Er konnte weder durch Hilfe leistende Kader noch durch die rasch eingetroffenen zivilen Rettungskräfte reanimiert werden.
Der Marsch führte über 6,5 Kilometer und über mehrere hundert Höhenmeter. Die Rekruten hatten rund 15 Kilo Gepäck dabei, was einer eher leichten Packung entsprach. Für die Grenadier-Ausbildung werden laut der Armee fitte und sportliche junge Menschen ausgewählt. Die Rekrutierung umfasst eine spezielle Eignungsprüfung und eine mehrwöchige Selektion während der Rekrutenschule.