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Pioniere Schucan
Engiadina: 113-jährig und immer noch im Einsatz
Die RhB beschaffte ab 1904 insgesamt 29 Dampflokomotiven des Typs G 4/5. Die sogenannten Schlepptenderlokomotiven kamen bis zu ihrer Elektrifizierung hauptsächlich auf der Albulabahn zum Einsatz. Engiadina – Nummer 108 – ist heute noch als betriebsfähige Museumslokomotive unterwegs.
Der ansteigende Verkehr erfordert anfangs des 20. Jahrhunderts vermehrt leistungsfähigere Lokomotiven. Am 7. Juni 1906 kam so unter anderem die Lok G 4/5 108 auf das Netz der RhB. Bei ihr und ihrer Schwester 107 kam erstmals Heiss- statt Nassdampf zum Einsatz und mit ihren je 800 PS gehörten sie zu den stärksten Schmalspur-Dampfloks der Welt. Die Heissdampfbauweise bewährte sich, sodass auch die folgenden Loks des Typs G 4/5 mit Überhitzern ausgestattet wurden. Mit insgesamt 29 Exemplaren ist die G 4/5-Serie die bis heute grösste einheitliche Lokomotivserie der RhB. Mit der Elektrifizierung wurden ab den 1920er-Jahren viele der Dampfloks allerdings nach und nach ausrangiert, oft ins Ausland verkauft. Nur die Lokomotiven 107 und 108 blieben bei der RhB. Anlässlich des Bündner Dampffestivals 2006 und dem gleichzeitig stattfindenden 100. Jubiläum erhielten beide Lokomotiven neue Namen: 107 trägt seitdem den Namen Albula, 108 den klingenden Namen Engiadina. Sie ist heute – 113-jährig – immer noch als betriebsfähige Museumslokomotive auf Sonderfahrten im Einsatz.