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Bei den Salukis waren 21 Rüden und 20 Hündinnen gemeldet, 16 Rüden und 17 Hündinnen wurden am Freitagnachmittag eingeliefert. Da der Rennbeginn auf 08.00 vorverschoben worden war, sollte der erste Salukilauf bereits gegen 08.30 gezogen werden. Grosse Unruhe herrschte auf dem Sattelplatz, es gab eine Verzögerung. Von Mund zu Mund ging die Nachricht, der Titelverteidiger Ibn as Sabil el Riad sei nicht am Start. Ein paar Läufe später fehlte auch sein Stallgenosse und Bruder Ibn as Samum. Wie sich später herausstellte, waren die Besitzer über den vorverschobenen Rennbeginn nicht orientiert und kamen erst auf den Platz, als bereits alle Rüdenläufe gezogen waren. Es waren nur 13 Rüden am Start.
Im Halbfinale waren dann noch 13 Rüden und 15 Hündinnen am Start. Da es pro Geschlecht nur 3 Halbfinalläufe gab, aus welchen je die beiden erstplatzierten in den Final kamen, mussten alle Hündinnen 5er-Läufe absolvieren. Der Austragungsmodus hatte zur Folge, dass nicht die 6 zeitschnellsten Hündinnen in den Final kamen. Andererseits ermöglichte er, dass der eine Rüdenlauf, der abgebrochen werden musste, trotzdem gewertet werden konnte und nicht wiederholt werden musste.
Aufgrund der Meldezahlen hatten die Veranstalter damit rechnen müssen, zwei Vorläufe ziehen zu müssen. Dies führte dazu, dass im Ablaufplan die Saluki-Vorläufe früh, die Halbfinal- bzw. Finalläufe am Schluss angesetzt waren.
Aus unserer Sicht standen bei den Rüden Fou’ad und Fahim am Start, für die wir Daumen drückten, aber auch die Camrosh-Söhne Ilam Shah und Layyin sowie der Bruder unserer Blondies, Borat (Isfandiyar) interessierten uns sehr. Gespannt – allerdings ohne "verwandtschaftliche Interessen“ waren wir auch aufs Abschneiden von Vischin, der seinem Onkel Schahin in Aussehen und Benehmen sehr ähnlich ist. Shahin und Camrosh hatten in den vergangenen Jahren an etlichen Titelrennen für hochstehenden Sport und Spannung gesorgt.
Bei den Hündinnen hatten wir Fariba, Nour und Zarrin gemeldet. Am Start standen mit Laleh und Laaibah auch zwei Camrosh-Töchter und von besonderem Interesse war natürlich auch, wie sich die heisseste Titelanwärterin, Raffi (Haftrangi) schlagen würde.
Nach dem ersten Vorlauf zeigten sich bei den Rüden deutliche Unterschiede. Sieben Hunde liefen unter 34:00 sec, unter ihnen Fou'ad und Fahim. Dahinter wurden deutlich langsamere Zeiten gelaufen. In den Halbfinals konnten sich diese Favoriten denn auch durchsetzen und für den Final qualifizieren, wobei der zweite Halbfinallauf in der letzten Kurve vorzeitig abgebrochen werden musste, weil ein Hund stehen geblieben war. Fou’ad und Fahim führten aber deutlich, so dass sie als Nr 5 und 6 für den Final qualifiziert wurden. Im sehr spannenden Final erwischte Fou’ad einen guten Start und führte das Feld bis in die Zielgerade an, wurde dort aber von Vischin noch abgefangen und um 17 Hundertstel geschlagen. Sein zweiter Rang und der fünfte Rang von Fahim sind ausgezeichnete aber auch verdiente Resultate und wir gratulieren Karin und Gerhard Mausberg Cabel aber auch Hilda Fueter ganz herzlich. Dass Camroshs Sohn Ilam Shah auf den dritten und Borat, der Bruder unserer Blonden, auf den vierten Rang lief, freute uns auch ganz besonders.
Bei den Hündinnen verlief der erste Lauf für Fariba alles andere als optimal, fing sie doch ein Disq. ein. Was genau geschehen ist, konnten wir leider nicht sehen, weil wir beide mit Hunden vorbereiten und einsetzen zu beschäftigt waren. Bei den Hündinnen liefen acht Teilnehmerinnen im Vorlauf unter 34:00, so dass bereits die Halbfinalläufe spannend wurden. Zu unserem Leidwesen erwischte diesmal Nour ein Disq., so dass sie mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun hatte. Die sechs Schnellsten aus dem Vorlauf konnten sich auch hier durchsetzen, auch wenn die Nummer Sieben aus den Vorläufen diesmal schneller lief, konnte sie sich als Dritte ihres Laufes nicht mehr qualifizieren. Der Finallauf verlief dann äusserst dramatisch und spannend. Raffi, die schnellste aus Vorlauf und Halbfinal, startete aus Boxe fünf und zog sofort gegen die Innenbahn, ebenso wie die sechstschnellste neben ihr. Diese wurde so zwischen Raffi und der Nummer drei aus Boxe drei eingeklemmt, dass sie stehen blieb. Auch Raffi wurde stark abgebremst. Laaibah mit der Nummer zwei aus Boxe eins und unsere Zarrin mit der Nummer vier aus Boxe zwei konnten unbehelligt davonziehen. Raffi zeigte eine spektakuläre Aufholjagd und konnte sich auf Platz zwei hervorkämpfen. Laaibah konnte einen Vorsprung von zwei Hundertstel ins Ziel retten. Dahinter konnte Zarrin ihren dritten Platz halten, vor Laleh, der Wurfschwester der Siegerin. Wir gratulieren Fritz und Michaela ganz herzlich zum Sieg, aber auch dazu, dass sie nicht weniger als drei Hunde im Final hatten. Dass die Siegerin und die Viertpatzierte Camrosh-Töchter sind, freut uns natürlich ganz besonders. Auch Uschi gratulieren wir herzlich. Sie ist ja nicht nur Besitzerin der Silbermedaillen-Gewinnerin, sondern auch Züchterin unserer Zarrin, auf die wir sehr stolz sind.
Insgesamt sind wir über die Saluki-Resultate dieser EM und den Gewinn von Bronze sehr zufrieden. Sowohl die Hunde aus unserer Zucht wie auch aus der Nachzucht, insbesondere von Camrosh haben uns überzeugt, auch das gute Abschneiden von Hunden aus verwandten Linien hat uns für die Zukunft viel Hoffnung gemacht.
Gefreut haben wir uns auch, dass sich insgesamt elf Kinder von Camrosh aus vier verschiedenen Würfen zum Familienfoto zusammengefunden haben, auch wenn nicht alle an der EM teilgenommen haben.
Was die anderen Rassen anbetrifft, sind aus Schweizer Sicht insbesondere die Sloughis zu erwähnen, wo für Susanne und Ian Mothersill’s Rüde Sayyad die Schweizer Nationalhymne das einzige Mal in diesen zwei Tagen erklang, und bei den Hündinnen Daïa von Familie Kohler Zweite und Samira von Irène und Thomas Schrempp fünfte wurde. Bei den Deerhounds „gemischt“ lief Esther Bühlers Meshach auf den dritten Rang. Ganz herzliche Gratulation für diese tollen Leistungen!
Am Sonntag standen insgesamt fünf Schweizer Hunde in Finalläufen. Ursula Martis Ercolino lief bei den Italienischen Windspiel-Rüden auf den zweiten Rang. Die beiden Bronzemedaillen bei den Greyhounds gingen in die Schweiz (Bruno Fehlbaums Raul bei den Rüden und Dönis Alina bei den Hündinnen), leider ist in den beiden Grey-Finalläufen je ein Hund gestürzt, nachdem der Regen eingesetzt hatte. Bei den Magyar Agar liefen Desiree Singenbergers E’Wikaby auf den vierten und der Rüde E’Sioux auf den fünften Rang. Auch allen Finalisten vom Sonntag herzliche Gratulation.
Auch an dieser EM haben wir das Zusammensein mit anderen Schweizer Teilnehmern und Freunden und Bekannten aus dem Ausland genossen und danken allen, die uns beim Einfangen, beim Einlaufen oder überhaupt geholfen haben. Vielen Dank auch an Georges Meister, der für uns den Finalstart fotografierte.