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HANNA ROECKLE
Hanna Roeckles Werke changieren zwischen Malerei und Skulptur. Ihre plastischen Arbeiten basieren auf räumlichen Strukturen und seriellen Systemen, deren konstruktive Klarheit in einen vielstimmigen Dialog mit sinnlichen Farbverläufen und Farbkombinationen tritt. Die Künstlerin bezieht gezielt Themen aus Geometrie und Physik, Systemtheorie, Kultur-, Design- und Architekturgeschichte in ihre Konzepte ein.
Sie hat z.B. eine Skulptur entwickelt, die in Parkzeit gezeigt wird, welche kongenial auf einen Polyeder antwortet, den Albrecht Dürer in seinem rätselhaften Kupferstich Melencolia I darstellte. Mit kristallinen Kanten, die sich im Farbenspiel aufzulösen scheinen, ist Roeckles Polyeder eine logische Fortentwicklung ihres Schaffens. Die mit dichroidem Autolack monochrom gespritzte Oberfläche wechselt je nach Standort und Blickwinkel das Aussehen.
Konsequenterweise nehmen die Werke stets auch Bezug zum Raum, zu der sie umgebenden Architektur und zur menschlichen Gestalt, die in dieses Koordinatensystem eingeschrieben ist. Hanna Roeckle, geboren in Vaduz, lebt und arbeitet in Zürich.