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Mehr als fünf Jahre ist es her, seit Roger Federer, 36, letztmals die ATP-Weltrangliste anführte. Zeitweise rutschte er sogar aus den Top Ten, auch wegen seiner Verletzungspause im Jahr 2016. Jetzt ist er wieder zurück auf dem Tennisthron.
In Rotterdam schlug King Roger im Viertefinal den Holländer Robin Haase nach anfänglichen Schwierigkeiten in drei Sätzen 4:6, 6:1, 6:1. Damit steht Federer nicht nur im Halbfinale. Er sammelt auch genügend Weltranglisten-Punkte, um Rafael Nadal, 31, im ATP-Ranking hinter sich zu lassen.
Federer ist einsame Spitze
Offiziell wird die Punkteliste erst ab Montag aktualisiert. Und ab dann jagt Roger Federer wieder Rekorde. Zum Beispiel ist er nun der älteste Spieler, der jemals Nummer 1 im Tennis war. Bisher hatte diesen Rekord Andre Agassi, 47, inne, der im Jahr 2003 mit 33 Jahren und 4 Monaten die Liste anführte.
Ein anderer Rekord kann Federer nur noch weiter ausbauen. 302 Wochen führte Federer die ATP-Liste bereits an, das ist einsame Spitze. An zweiter Stelle folgt hier Pete Sampras, 46, mit 286 Wochen. 237 Wochen davon war Federer sogar am Stück die Weltnummer 1 - mit 160 Wochen hintereinander in den Jahren 1974 bis 1977 folgt hier Jimmy Connors, 65, auf Platz 2. Novak Djokovic, 30, - zum Vergleich - schafft es mit 122 Wochen am Stück nur auf Platz 4.
Roger bündelt seine Kräfte
Mit seiner Rückkehr auf den Tennisthron hätten zeitweise nur noch die wenigsten gerechnet. Von vielen wurde der Maestro bereits abgeschrieben: Bis er ab Anfang des letzten Jahres wieder Turnier um Turnier gewann. Den Anfang machte er an den Australien Open 2017 - und dem Gewinn seines 18. Grand-Slam-Titels. Es folgten unter anderem ein Grand-Slam-Titel in Wimbledon 2017 sowie erst kürzliche der 20. Grand-Slam-Titel in Australien.
Gleichzeitig liess es der Schweizer aber auch ruhig angehen. Bewusst verzichtet er seit seinem Comeback auch einmal auf ein Turnier, schont seine Kräfte und geniesst die Familie: Seine Zwillingsmädchen Charlene und Myla, beide 8, sowie die Zwillingsbuben Lennart und Leo, beide 3.
«Ohne Mirka geht nichts»
Die Familie ist dann auch die grösste Stütze in seiner ganzen Karriere. Vor allem seine Frau Mirka, 39. Bei Olympia 2000 in Sydney startete die Liebesgeschichte von Roger und Mirka Federer. Seither hält sie ihm den Rücken frei. An Rogers Seite sorgt sie dafür, dass er zum King und zum globalen Helden aufsteigt. Die Geschichte der Königin lesen Sie hier.