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Groovige Rhythmen aus dem Nahen Osten treffen auf Mahlers Himmlische Freuden. Der türkische Pianist und Komponist Fazil Say hat für seinen Freund, den Schlagzeug-Virtuosen Martin Grubinger, ein neues Konzert geschrieben, das in Basel seine Schweizer Erstaufführung erleben wird. Obwohl keine türkischen Instrumente zum Einsatz kommen, trägt vor allem der letzte Satz mit Anweisungen wie «in Istanbul gypsy style» eindeutig anatolische Züge.
Gustav Mahler träumte dagegen bei der Arbeit an seiner 4. Sinfonie davon, noch einmal von vorne anzufangen und sich auf die Kunst des Unbekümmerten und Naiven zu beziehen. Er verzichtete auf das schwere Blech und orientierte sich beim Zusammensetzen der musikalischen Ideen eher an Haydn und seinen eigenen kammermusikalisch gehaltenen Wunderhorn-Liedern als an Wagner und der Spätromantik. Entstanden ist eine musikalische Reise vom irdischen Leben zu den ‹Himmlischen Freuden› zwischen Idylle und innerer Zerrissenheit. Im Finale der Sinfonie singt die polnische Sopranistin Iwona Sobotka das Lied von den Himmlischen Freuden.