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Who’s Who
Als «Architekt einer humanen und poetischen Baukunst» wurde unser gesuchter Architekt in einem Nachruf der SIA-Baufachzeitschrift 1999 bezeichnet. Sein Werk sei relativ klein gewesen, so der Autor weiter, aber sehr einflussreich. In seinem Heimatland galt er noch im hohen Alter als wichtigste Autorität unter Berufskollegen, als bereits eine jüngere Generation mit neuartigen Architektur-Projekten auf sich aufmerksam machte. Geprägt in seiner Architektur-Auffassung haben ihn seine Zürcher Jahre, wo er im Jahr 1942 das Architektur-Studium an der ETH abschloss. Aus einem literarischen Elternhaus stammend, war für ihn lange nicht klar, ob er sich für ein Literatur- oder ein Architektur-Studium entscheiden sollte. Geprägt haben ihn in seiner Architektur-Auffassung nicht nur die Baukunst der 1920er-Jahre, sondern vielmehr Kunst und Künstler der Avantgarde, deren Kontakt er immer wieder gesucht hat, vermittelt durch die Kunsthistorikerin und Sammlerin Carola Giedion-Welcker. Doch nun zu seiner Baukunst, die sich mit folgendem Grundsatz am besten umschreiben lässt: «Ein Haus ist eine kleine Stadt, eine Stadt ist ein grosses Haus.» So konzipierte und plante er seine Bauwerke, in denen der gemeinschaftliche «öffentliche» Raum immer sehr zentral war. So auch bei seinem bedeutendsten Bauwerk, dem Waisenhaus in Amsterdam (1958–1960), mit dem er eine neue Architektur-Strömung begründete, die in den Niederlanden der 1960er-Jahre weitere wichtige Architekten beeinflusste. Wenn ihnen dieses Stichwort noch nicht genügt, hilft Ihnen vielleicht, dass er für die Stadt Amsterdam an die 730 Spielplätze geplant und ausgeführt hat. Fasziniert war er auch, verstärkt durch zahlreiche Reisen, von archaischen Kulturen. Im Gegensatz dazu hielt er den Stadtplanungs-Funktionalismus der CIAM für total verfehlt: Der Mensch sollte immer im Zentrum stehen.
Numerische Auflösung:
1 – 12 – 4 – 15
22 – 1 – 14 – 5 – 25 – 3 – 11