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Die Hinrichtung eines zum Tode verurteilten Mörders im US-Bundesstaat Alabama ist in der Nacht zum Freitag in letzter Minute verschoben worden. Die Gouverneurin von Alabama, Kay Ivey, sprach von einer «Niederlage für die Gerechtigkeit».
Grund war ein Rechtsstreit um die Methode der Hinrichtung. Dieser zog sich so lange hin, bis die Frist für eine mögliche Vollstreckung des Todesurteils verstrichen war.
Die Anwälte des 46-jährigen Christopher Lee Price hatten beantragt, ihren Mandanten nicht mit einer Giftspritze, sondern durch die Inhalation von Stickstoff zu töten. Diese Option steht zum Tode verurteilten Häftlingen in Alabama offen. Sie gilt als weniger schmerzhaft als eine Hinrichtung mit Gift.
Price hatte im Jahr 1991 einen Pfarrer erstochen und war daraufhin zum Tode verurteilt worden. Während am Donnerstagabend nach Medienberichten Angehörige des Opfers und des Täters auf die für 18.00 Uhr Ortszeit geplante Urteilsvollstreckung warteten, lieferten sich die Anwälte und der Staat Alabama einen Rechtsstreit, der bis vor den Obersten Gerichtshof der USA ging.
Der genehmigte zwar eine Tötung per Giftspritze, traf seine Entscheidung aber erst, nachdem die erlaubte Frist für Price' Hinrichtung verstrichen war. Nun soll ein neuer Termin für die Vollstreckung des Todesurteils angesetzt werden. (aeg/sda/afp)