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In der Praxis werden die Begriffe «Ziel» und «Indikator» oft unterschiedlich definiert und verwendet. Grundsätzlich können drei Varianten unterschieden werden, die in den folgenden Tabellen anhand eines Beispiels veranschaulicht werden. Alle drei Varianten sind zweckmässig. Sie sollten jedoch nicht untereinander kombiniert werden.
In diesem Leitfaden verwenden wir die Variante 1: Bei dieser Variante wird zwischen einem Ziel, einem Indikator für diese Zielgrösse und einer Soll-Grösse, die man mit den Interventionen erreichen möchte, unterschieden.
Beim Ziel wird formuliert, was man erreichen möchte. Es handelt sich dabei nicht um eine quantifizierbare Grösse. Der Indikator wird dann verwendet, um die Entwicklung der Zielgrösse messen zu können. Im erläuterten Beispiel wird die Armut mit der Armutsquote gemessen. Das ist jener Anteil der Bevölkerung, der unter dem Existenzminimum lebt. Bei einer Veränderung der Zielgrösse sollte sich der Indikator in die gewünschte Richtung der Soll-Grösse bewegen.
Neben der Variante 1 gibt es noch andere Möglichkeiten die Begriffe «Ziel» und «Indikator» abzubilden. Bei der Variante 2 wird die Soll-Grösse bereits als quantifizierbare Zahl beim Indikator formuliert.
Bei der Variante 3 wird die Soll-Grösse als quantifizierbare Zahl beim Ziel formuliert.
Inhaltlich sind diese drei Varianten gleichwertig. Wichtig ist, dass man sie nicht vermischt.