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Geschichte der «Figurina Helvetica»
Verein Figurina Helvetica
Die Idee, dem Beispiel in Frankreich oder Deutschland folgend, auch in der Schweiz eine Gesellschaft der Sammler von Zinnfiguren ins Leben zu rufen, geht auf eine Begegnung des Zürcher Architekten Rudolf Hanhart mit dem Inhaber der Spielzeug AG Fritz Hofmann zurück. Diese Firma hatte seit 1932 vom Schweizerischen Landesmuseum originale Schieferformen der beiden Aarauer Zinngiesser Johann Wilhelm Gottschalk und Johann Rudolf Wehrli ausgeliehen und stellte Neugüsse her, die sie – angesichts der grassierenden Arbeitslosigkeit – in Heimatarbeit bemalen lassen konnte. Dank der Initiative von Fritz Hofmann fanden sich am 11. Februar 1939 im Hotel Elite neben dem genannten Rudolf Hanhart, Emil Huber und Dr. E. Hess zur Gründungsversammlung ein. Der Name « Figurina Helvetica » geht auf einen Vorschlag von Emil Huber zurück – die Statuten wurden von Dr. E. Hess entworfen. Noch im Gründungsjahr erweiterte sich der Kreis um Max Weilenmann, langjährigem Säckelmeister, Dr. Jakob Welti, Redaktor bei der NZZ, und um den Patentanwalt Eugen Blum.
Name und Zweck der « Figurina Helvetica » sind seit ihrer Gründung unverändert geblieben. Die Schweizerische Freundeskreis der Freunde der Zinnfigur bezweckt den Gedankenaustausch unter den Schweizer Zinnfigurensammlern und die Förderung ihrer Interessen einschliesslich der Heereskunde.
Der Schritt in die Öffentlichkeit durch diese kleine Gruppe von Zürcher Sammlern war nicht selbstverständlich, denn noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts galt in weiten Kreisen der Umgang mit Zinnfiguren, die ja ursprünglich für Kinder bestimmt waren, für Erwachsene als unpassend. Viele Liebhaber zogen es deshalb vor, im Geheimen ihrer Leidenschaft zu frönen. Allerdings hatte der Zinnsoldat bereits 1924 durch die gleichnamige Publikation aus der Feder von Theodor Hampe, Direktor des Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, eine wissenschaftliche Würdigung erfahren.
Der Zinnsoldat als Kinderspielzeug des 18. und 19. Jh. wird in dem « Büchlein » als volkskundliche Erscheinung dargestellt. Dem vor rund 90 Jahren geäusserten Wunsch des Verfassers «offenbare Irrtümer oder bedenkliche Lücken in der Darstellung zu berichtigen », wurde während Jahrzehnten fast keine Beachtung geschenkt. Erst in den letzten 30 Jahren ist die entsprechende Forschung wieder aufgeblüht. Die Jahreshefte, Mitteilungen genannt, welche die « Figurina Helvetica » veröffentlicht, leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag.
Ende 2009 war es soweit, dass keine Mitgieder gefunden wurden die sich bereit erklärten den Vorstand abzulösen. An der auserordenichen Hauptversammlung vom 21. November 2009 ist der Beschluss gefasst worden, den Verein statutengerecht aufzulösen.
Mitteilungen der «Figurina Helvetica»
Der « Verein Figurina Helvetica » hat von 1942 – 2010 jählich ein Jahresheft« Mitteilungen der Figurina Helvetica » genannt herausgegeben. Das Jahresheft hat in den letztem Jahren meist farbige bebilterte Seiten und enthält neben Ausstellungsbesprechungen und Bücherhinweise vor allem Beiträge zu geschichtlichen Ereignissen, die vielfach mit Zinnfiguren nachgestellt werden können. Als besondere Spezialität seien die Artikel zur Erforschung der musealen Spielzeugfigur, d.h. von Zinn- und Bleifiguren, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, hervorgehoben.
Über all die Jahre (1942 – 2010) sind die Publikationen in einem sog. Register nach verschiedenen Gesichtspunkten aufgelistet. Das Register finden Sie unter der Rubrik Publikationen auf dieser Webseite. das Register kann mit dem Begriff « suchen » auf dem Computer nach Stichworten durchsucht werden (Bearbeiten ==> suchen).
Im Jahre 2011 wurde die Herausgabe des Jahresheft « Mitteilungen der Figurina Helvetica » eingestellt.
Inhaltsverzeichnisse der Mitteilungen 2003 – 2010
Für Inhaltsverzeichnis Bild anklicken.
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