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Eine Software erkennt, dass sich das Auto auf der Teststrecke befindet und reduziert dann den Lärm während der Messung. Zusätzlich versuchen die Behörden, den Lärm an der Quelle zu reduzieren. Wenn das Auto im Test also nur ein wenig von den Normbedingungen abweicht,ist es viel lauter als erlaubt. Die Erklärung ist einfach: Die Hersteller kennen die Prüfverfahren der Behörden sehr genau und können sich so problemlos darauf einstellen. Der Normtest läuft folgendermassen ab: Das Auto fährt konstant 50km/h und beschleunigt dann neben dem Mikrofon stark mit der vollen Leistung.
Der Messbereich ist 20 Meter lang. Am Ende der Teststrecke darf der Fahrer nicht schneller als 80 km/h fahren. Sobald das Fahrzeug konstant auf 50km/h fährt und gleichzeitig das Gaspedal durchgedrückt wird, erkennt die Software die Prüfbedingungen.
Klappen im Auspuff werden ausgefahren, die Abgase gehen nun durch Schalldämpfer. Diese minimieren die Lärmemissionen, je nachdem wird auch die Motorenleistung gedrosselt. Diese Klappen erzeugen auch das Geräusch, das der BMW unter Normbedingungen erzeugt hat. Sobald die Prüfungssituation vorbei ist, werden die Klappen wieder eingefahren, wodurch die Geräuschemissionen stark steigen.
Warum wird denn nicht auch bei höheren Geschwindigkeiten gemessen? «Ab 80km/h wird das Motorengeräusch bei einem normalen Personenwagen vernachlässigbar» und das Abrollgeräusch der Reifen lauter als der Motor selber, sagt Sempach. Bei sportlichen Fahrzeugen ist das jedoch anders: «Diese können bei höheren Geschwindigkeiten aufgrund eingebauter Abschalteinrichtungen zum Teil massiv lauter werden.» Neben Autobahnen seien zudem Schallschutzwände angebracht. Von daher seien die tieferen Geschwindigkeiten innerorts relevanter für den Mensch, erklärt Sempach.