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Der Treffpunkt für die Klassische Moderne
24 Feb. 2018 - 19:30 Uhr
Was macht ein Ruswiler in Paris? Bei den angesehensten Professoren des Conservatoire studieren. Wollte man um die Jahrhundertwende das Kompositionshandwerk erlernen, ging man nach Paris: André Gedalge, Vincent d’Indy, Jules Massenet und Charles Marie Widor waren die Doyens des berühmten Institutes. Namhafte Professoren sind noch lange kein Garant für geniale Studenten, aber erstaunlich ist die grosse Anzahl an bedeutenden Alumni: Maurice Ravel, Francis Poulenc, Arthur Honegger, Darius Milhaud, Jaques Ibert und eben Joseph Lauber. Auch wenn Frank Martin nicht in Paris studiert hat, ist er als Laubers Schüler sozusagen auch Erbe dieser Tradition.
Werke von: Arthur Honegger, Frank Martin, Vincent d'Indy, Joseph Lauber
«Sie verlangen von mir, dass ich mich selbst beurteile? Das ist recht schwer und vielschichtig. Ich besitze, was man in der Passsprache eine ‚Doppelstaatlichkeit’ nennt, ich bin eine Mischung aus Franzose und Schweizer. Von schweizerischen Eltern stammend und in Le Havre geboren, habe ich den grössten Teil meines Lebens in Frankreich verbracht, ich habe dort studiert, als wäre ich ein Franzose, und trug doch in mir einen Keim von Schweizertum, einen schweizerischen Atavismus, den Milhaud meine ‚helvetische Sensibilität’ bezeichnete.»
Aus: «Je suis compositeur» Gespräche mit Arthur Honegger Editions du Conquistador