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Global Happiness Center Ruanda
Ziel
Das Global Happiness Center ist eine Initiative von Emanuel Iyamuremye. Das Zentrum im Kicukiro district möchte insbesondere Jugendlichen und jungen Menschen den Berufseinstieg ermöglichen.
Hintergründe
Wie in vielen anderen Ländern auch, ist der Berufseinstieg für Jugendliche in Ruanda fast unmöglich. Nach ihrem Schulabschluss sind sie nicht in der Lage, zuhause die Ausgaben mit ihren Eltern zu teilen. Diese haben den Kindern die Schule ermöglicht und alle Ausgaben übernommen in der Hoffnung, dass diese nach dem Abschluss die Haushaltsausgaben mitfinanzieren oder zumindest für ihre eigenen Bedürfnisse aufzukommen, wie Kleider und Essen zu kaufen.
Viele Eltern verfügen nicht über ausreichende Mittel, um ihre Kinder an die Universität zu bringen. Andere haben nicht die Möglichkeit, sich weiter um alle Bedürfnisse ihrer Kinder zu kümmern, und diejenigen, die ihr Studium abgeschlossen haben, haben keinen Job.
Die ruandische Regierung motiviert die Jugendlichen, Arbeitsplätze zu schaffen, anstatt auf eine Anstellung zu warten. Doch das ist in der Umsetzung gar nicht so einfach.
Das Global Happiness Center ist ein Dienstleister, der den Jugendlichen dabei hilft, selbständig zu arbeiten, ohne auf einen Job zu warten, damit sie ihren Familien helfen können, sich um ihre jüngeren Geschwister zu kümmern und ihre finanziellen Probleme selbst zu lösen.
Aktivitäten
Die Jugendlichen erhalten dabei relevante Informationen durch Schulungen. In geführten Aktivitäten werden sie in praktischen Aufgaben ausgebildet und gleichzeitig erwerben sie die nötige Arbeitserfahrung, um sich beruflich zu entwickeln. Sei es, um sich auf eine Stelle zu bewerben, bei der vorausgehende Erfahrung verlangt wird, sei es, um das nötige Wissen und Können zu haben, um ein eigenes Geschäft aufzubauen.
Unser Grundsatz ist es, allen Menschen und insbesondere den Jugendlichen mit Respekt zu begegnen, um ihnen die Hoffnung auf ein glückliches und selbstbestimmtes Leben zu geben. Dabei unterstützen wir die Entwicklung eines starken moralischen Kompasses, indem die Teenager die gezeigt wird, wie sie positive Entscheidungen treffen können. Die Vermittlung positiver moralischer und ethischer Werte für die Familie ist in Anbetracht der jüngsten Geschichte unabdingbar, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.
Begonnen haben wir mit 10 Jugendlichen, die dank einer kleinen Investition einen Imbiss aufbauen konnten, wo sie Mandazi, Chapati und Sambusa mit Tee verkauft und dabei ihren Lohn verdient haben. Neben der praktischen Ausbildung (Essensverarbeitung) lernen sie Disziplin im Einhalten der Arbeitszeiten, Verlässlichkeit und gemeinsam ein Unternehmen zu führen. Genauso wichtig sind Buchhaltung und wie den Gewinn zu berechnen, um einen Teil zur Seite zu legen. Dieser Teil wiederum dient zur Investition in neue Geschäfte, oder um anderen den Einstieg zu ermöglichen.
Nach jeweils 6 Monaten beginnt die neue Generation von Jugendlichen und erhält ihre Anfangsinvestition von der älteren Generation. Diese fungieren als Mentorinnen und Mentoren für die Neuen. Sobald die neue Gruppe beginnt, selber Gewinn zu machen, bezahlen sie die Investition in kleinen Raten zurück. So entsteht ein starkes Netzwerk an jungen Menschen, die sich gegenseitig dabei unterstützen, in einem Beruf Fuss zu fassen und finanziell unabhängig zu werden.