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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete am Mittwoch, dass in Kliniken in Kabul und anderen afghanischen Städten immer mehr Fälle von Durchfallerkrankungen, Mangelernährung, Bluthochdruck und Corona-Symptomen aufträten.
Dazu kämen vermehrt Schwangerschaftskomplikationen. Die WHO habe zwei mobile Gesundheitsteams bereitgestellt, aber der Einsatz müsse wegen der Sicherheitslage immer wieder unterbrochen werden.
Durch die vermehrten Kämpfe in den vergangenen Monaten sei die Zahl der konfliktbedingten Verletzungen deutlich gestiegen. 70 von der WHO unterstützte Kliniken behandelten im Juli fast 14 000 Betroffene, verglichen mit gut 4000 im Juli vergangenen Jahres. Es sei aber gelungen, unter anderem die nötigsten Präparate für die medizinische Grundversorgung für mehrere Tausend Menschen nach Kabul und Helmand zu liefern.
Die humanitäre Hilfe dürfe nicht unterbrochen werden, mahnte das für Afghanistan zuständige WHO-Regionalbüro in Kairo. Millionen Afghanen seien darauf angewiesen. Das ohnehin schwache Gesundheitssystem sei durch die jüngsten Kämpfe schon schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Von Januar bis Ende Juli seien 26 Kliniken angegriffen und zwölf Mitarbeitende getötet worden.