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Das Wichtigste in Kürze
- Russland kann Cherson laut Kiew nicht zu einer Volksrepublik machen.
- Das geplante Referendum sei ein Klassiker, juristisch aber bedeutungslos.
Russische Pläne zur Festigung der Kontrolle über die besetzte Region Cherson sind nach Meinung der ukrainischen Führung zum Scheitern verurteilt. Der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Olexij Danilow, bezeichnete das von russischer Seite geplante Referendum in Cherson als «juristisch und international bedeutungslos».
Die Volksabstimmung, mit der die russischen Besatzer eine «Volksrepublik Cherson» ausrufen lassen wollten, sei ein «Klassiker», mit der Russland seine Aktionen legalisieren wolle. Der Kreml beabsichtige, dadurch eine «Volksrepublik Cherson» auszurufen.
Kiew: Russland will Rubel in Cherson einführen
Auch die Einführung des russischen Rubels als Zahlungsmittel in den besetzten Gebieten sei «klassische russische Praxis», sagte Danilow nach Angaben der Agentur Unian in der Nacht zum Freitag. Auch diese Bemühungen der russischen Seite würden nicht zum Erfolg führen. «Sie werden zwar einige Zeit versuchen, eine Währung oder Pseudo-Währung für diese Gebiete einzuführen», sagte Danilow. Doch angesichts des zu erwartenden Widerstands der Bürger werde diese «sehr kurzlebig» sein.
Russische Truppen hatten die Hafenstadt Cherson und das Umland Anfang März besetzt. Nach Dafürhalten der ukrainischen Führung wollen die russischen Besatzungstruppen dort in nächster Zeit ein Referendum über die Ausrufung eines «Volksrepublik Cherson» organisieren, nach dem Vorbild der abtrünnigen Gebiete Donezk und Luhansk. Damit möchte Moskau seine Gebietseroberungen im Süden der Ukraine dauerhaft festigen.