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Und der Herr segnete das Ende Hiobs mehr als seinen Anfang...und es wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter geboren. Und er gab der ersten den Namen Jemima und der zweiten den Namen Kezia und der dritten den Namen Keren-Happuch. Und so schöne Frauen wie die Töchter Hiobs fand man im ganzen Land nicht. Und ihr Vater gab ihnen ein Erbteil mitten unter ihren Brüdern. Hiob 12 - 15
Hiob hatte die schönsten Töchter im ganzen Land. Das hebräische Wort für Schönheit in diesem Satz ist "Yapheh", es wird in der Strongsconcordance auch mit stattlich, anmutig, schick, angemehm, sympathisch, gerecht, uvm. übersetzt, "Yapheh" wird in der Bibel gleichermassen für Männer und Frauen, bei Baby´s, wie auch alten Menschen angewendet, wir können also davon ausgehen, dass hier nicht einfach nur ein schönes Äusseres gemeint ist, sondern eher eine wunderschöne, anziehende Gesamterscheinung. Im alten Testament erscheint "Yapheh" oft als Bezeichnung für besondere Menschen, Menschen, die etwas bewegten oder auf denen eine besondere Berufung lag. Man könnte sagen, dass mit "Yapheh" das unerklärliche "gewisse Etwas" gemeint ist, doch was könnte dieses "gewisse Etwas" sein? Das Faszinierende an der Geschichte, bzw. an den wenigen Sätzen ganz am Schluss des Kapitels ist, dass Hiob seinen Töchtern einen Erbteil unter ihren Brüdern gab. Dies war zu dieser Zeit nicht üblich. Am Anfang der Geschichte hatte Hiob ebenfalls Töchter, doch wir entnehmen der Geschichte, dass diese, wie zu dieser Zeit üblich, keine eigenen Häuser besassen, sondern lediglich an die Feste in den Häusern der Söhne eingeladen wurden. Seine ersten Kinder, wie auch sein ganzes Hab und Gut verlor Hiob ja leider auf tragische Art und Weise. Nachdem er auch noch krank wurde, hatte er eine Begegnung mit Gott, die nicht nur sein Schicksal wendete, sondern auch seine Gesinnung änderte. "Herr, ich kannte dich nur vom Hörensagen, jetzt aber habe ich dich mit eigenen Augen gesehen!" Hiob 42.5. Etwas von dieser Gesinnungsänderung entnehmen wir der Tatsache, dass er seine Töchter seinen Söhnen gleichsetzte und ihnen ein Erbe zuteilte. Eine wahre Gottesbegegnung führt immer zu mehr Wertachtung anderer Menschen. Ich glaube, dass genau diese Wertschätzung die Hiob seinen Töchtern entgegenbrachte, das "gewisse Etwas" war, dass seine Töchter so schön erscheinen liess. Und ich glaube, je mehr wir realisieren, wie wertvoll wir für unseren Vater-Gott sind, nicht weil wir etwas Grossartiges leisten oder darstellen, sondern einfach weil wir sind, wie wir sind, mit allen Ecken und Kanten und Unvollkommenheiten, wird auch unsere Erscheinung um ein "gewisses Etwas" reicher. Er hat uns liebevoll bis ins Detail geplant und erschaffen.
Jedes Geschöpf hat einen grossen Wert, doch vieles was wir erleben auf dieser Erde lässt uns an unserem Wert zweifeln. Viele Frauen tragen noch die Entwertung des Weiblichen tief in ihrem Herz. Doch Jesus ist gekommen um den Wert eines jeden, der das möchte wieder herzustellen. Und er tut es nicht in dem er uns gerade biegt, sondern in dem er uns gesund liebt.
"Ich bin gekommen um ihnen Kopfschmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes zu geben, damit Sie Bäume der
Gerechtigkeit genannt werden, Pflanzungen des Herrn, ihm zum Preise."
Die drei Namen der schönen Töchter, stehen symbolisch für die kraftvollen und wunderbaren Eigenschaften der Weiblichkeit, sie drücken die Freude und den Stolz des Vaters aus, als er sie in den Händen hielt und einer jeden von ihnen einen Namen gab. Mir haben die Bedeutungen der Namen geholfen, das Zusammenspiel von Leib, Seele und Geist zu verstehen, denn in der Tat kann jeder Name einem der Drei zugeordnet werden.
Die Älteste hiess Jemima, dies kann mit Taube, Tag, lieblich, herzlich oder warmherzig übersetzt werden. Die Taube steht symbolisch für den Geist. Dieser Geist kann mit Gott in Verbindung treten. Der von Jesus erlöste Geist ist voll von der Liebe, der Wärme und dem Licht Gottes, er weiss, dass er geliebt und wertvoll ist und vermittelt es seinen Schwestern. Doch wie das mit älteren Schwestern so ist, die zwei Kleineren hören nicht immer auf sie, worauf sie sich gern zurück zieht. Belebt wird sie durch Gemeinschaft mit dem heiligen Geist. Man kann sich wirklich so ein junges Fräulein vorstellen, das nach erfüllenden Momenten mit ihrem Geliebten wieder Energie und Freude für die kleinen Schwestern hat. Unsere Geister sind sehr verschieden und so gibt es auch sehr unterschiedliche Arten diese Beziehung zu pflegen.
Die mittlere Tochter hiess Keziah, was mit Zimtblüte oder auch Wohlgeruch übersetzt werden kann. Man sagt, der Duft sei die Seele der Blumen und tatsächlich haben Düfte umd Seelen viel gemeinsam. Man kann Sie zwar wahrnehmen und mögen oder nicht, aber sie zu beschreiben fällt schon etwas schwerer und sie zu fassen oder zu ergreifen ist schlicht unmöglich. Wohlgerüche, gibt es in allen Variationen, die einen sind spritzig leicht, die anderen warm und sinnlich, es gibt klare, kühle Düfte, aber auch feine, blumige oder süsse, schwere Düfte, die Liste ist so unendlich, wie auch unsere Seelen unendlich verschieden sind. Jede einzigartig und genial. Gerüche verbinden oder trennen, wohlriechende Menschen stufen wir als sympathischer ein als stinkende. An einem wohlriechenden Ort möchten wir für immer bleiben, einen stinkenden verlassen wir schnell. So ist auch unsere Seele die Verbindung zu unseren Mitmenschen. Eine Seele ist etwas wunderschönes, wenn sie gepflegt, geliebt und immer wieder gereinigt wird, denn sie kann auch stinken. Wir kennen unangenehme Düfte am Körper vor allem von der Verdauung und vom entgiften der Haut. Und so ist es auch für unsere Seele wichtig, dass sie verdauen und entgiften kann, denn vieles was sie erlebt tut ihr nicht gut. Gefühle können nicht wegrationalisiert werden, auch nicht religiös, sie müssen gehört, verstanden und in Liebe verarbeitet werden. Tatsächlich nützt es nichts, der eigenen Seele vorzuschreiben, wie sie sich zu fühlen hat. Was sie braucht, ist ein Ort, an dem sie allen Frust und allen Schmerz ausdrücken und loslassen kann, ein Ort an dem sie geliebt und verstanden wird und an dem sie nicht bewertet sondern angenommen ist. Meine Seele hat diesen Ort an den Füssen von Jesus gefunden. Er ist nie überfordert und nie schockiert über ihre Abgründe, er weiss auch immer genau, was meine Seele braucht und er bringt sie zur Ruhe.
"Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele, er leitet mich auf
Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen." Psalm 23 1-3
Ich staune immer wieder wie einfache Gebete aus ehrlicher Seele oder das meditieren von Bibelversen Friede in die grössten Stürme meines Lebens gebracht haben. Die
Seele ist auf Beziehung ausgerichtet und fühlt sich tief drinnen oft einsam und allein gelassen. Ich glaube, dass viele Menschen alles tun, um diesem Gefühl nie zu begegnen. Viel getrieben und
gehetzt sein entsteht aus diesem Zwang diese Bedeutungslosigkeit, die die Seele darin verspürt nie zu fühlen. Doch die Wahrheit ist, dass genau das Zulassen dieses Gefühls, etwas vom Heilsamsten
und Befreiendsten ist, was wir erleben können. Denn wenn wir darin erkennen, das Gott da ist und für uns ist und unsere Seele nie alleine gelassen wird, egal, was sie tut und oder eben
genau nicht tut, kann das getrieben sein aufhören, wir können vergeben und aus der Ruhe heraus viel leichter Entscheidungen für unser Leben treffen.
"Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." Joh 8.32
Die kleinste Schwester ist die lauteste, und diejenige, die am meisten Aufmerksamkeit auf sich zieht ist demzufolge der Körper. ihr Name, Keren-Happuch, wird tatsächlich mit Schminkdöschen übersetzt. Irgendwie ein passendes Symbol für den weiblichen Körper, für mich allerdings so gar nicht befriedigend in seiner Bedeutung auf. Ich empfinde ihn als verniedlichend und reduzierend. Darum habe ich mich auf die Suche nach einer anderen Übersetzung gemacht, was war gar nicht so einfach war. Doch nach dem ich den Namen in seine Einzelteile zerlegt habe, fand ich seine wahre Bedeutung - "Füllhorn" (Manchmal muss man hartnäckig nach der Wahrheit suchen, doch man spürt, wenn man sie gefunden hat). Dieses Horn, das mit wertvollem Ammonitpulver (Augenschminke) gefüllt war, stammte von einem Ochsen und war zu dieser Zeit auch ein Symbol für Kraft und Autorität. Unser Körper wurde geschaffen mit Kraft, Autorität und Schönheit. Wir dürfen ihn pflegen wie ein Autoliebhaber sein Auto oder ein Pflanzenliebhaber seine Rosen. Er leistet uns so viele wertvolle Dienste auf dieser Erde. Seine Füsse tragen uns, seine Hände lassen uns kreativ sein. Ein Horn konnte man auch blasen wie eine Trompete, man tat dies um wichtige Ereignisse anzukündigen. Ich hoffe, dass auch wir unseren Mund nicht verschliessen und unsere Trompeten benutzen, um diese Welt mit den Schätzen unseres Herzen zu bereichern. Gott hat jeder von uns etwas gegeben, das die Welt, oder zumindest die Menschen um uns herum, hören müssen.
Ich glaube für viele von uns Frauen ist es an der Zeit, Frieden mit dem eigenen Körper zu schliessen, anzufangen sich in ihn zu verlieben, seine Vorzüge und Begabungen kennenzulernen und sie freudig auszuleben. Er ist Dein stärkstes Werkzeug hier auf Erden und wenn Du ihn liebst, werden es auch andere tun.
Wir sollten uns weder von verknorzten religiösen Ansichten, noch von unerreichbaren Schönheitsidealen, oder der eigenen nagenden Unzufriedenheit die Freude daran rauben lassen. Natürlich hat dieser Körper auch Makel, vielleicht wurde er auch beschädigt oder ist krank, doch gerade dann kann er unsere Liebe und Dankbarkeit besonders gut gebrauchen. Gott wird seine Liebe dazu tun, denn Jesus hat am Kreuz nicht nur alle Sünden der Welt, sondern auch alle Schmerzen und Krankheiten getragen. Sein Name ist Jahwe Rapha, der Gott der Dich heilt.
"Er vergibt alle Deine Schuld. Er ist es, der alle Deine Krankheiten heilt, der Dein Leben vom Verderben erlöst und Dich mit Liebe und Erbarmen
bedeckt"