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Pressschnitzel: Qualität der Ballensilagen
Neuerdings werden auch Pressschnitzel in Siloballen einsiliert. Von März bis August 2000 haben wir an der RAP zu vier verschiedenen Zeitpunkten die Qualität von acht Ballen, die während der Rübenkampagne 1999 hergestellt wurden, untersucht. Dazu haben wir nach dem Öffnen der Ballen Proben genommen. Anschliessend wurde täglich jeweils eine Schicht von ca. 7 cm entnommen und verfüttert. Sieben beziehungsweise vierzehn Tage nach dem Öffnen haben wir von der verbleibenden Silage an der Anschnittfläche zusätzlich Proben genommen. Die Pressschnitzel aus den Ballen wiesen eine ähnliche Struktur auf wie frische Pressschnitzel. Keine der untersuchten Proben hatte Buttersäure und die Qualität der Silagen war sehr gut. Im Weiteren zeigte sich, dass die Proben vom ersten Tag nach der Öffnung der Ballen stets höhere pH-Werte und tiefere Milchsäuregehalte aufwiesen als die beiden Proben derselben Balle, die später genommen wurden. Dies dürfte auf die unterschiedliche Dichte innerhalb der Ballen und die Intensität der Gärung zurückzuführen sein. Nach der Entnahme erwärmten sich die aufgelockerten Pressschnitzel sehr schnell und erreichten bereits innerhalb von 24 Stunden das Temperaturmaximum, das zwischen 28 und 40 °C lag. Zudem haben wir festgestellt, dass sich die Silagen nach der Entnahme schneller erwärmten, je länger die Ballen geöffnet waren. Diese Feststellung deckt sich mit der Entwicklung der Hefen. Mit zunehmender Lagerdauer der Ballen erwärmten sich die Pressschnitzelsilagen etwas weniger schnell, wobei die Unterschiede gering waren.
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Pressschnitzel: Qualität der Ballensilagen