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Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen definiert die Schwergrade von Tierversuchen. Je stärker die Belastung ist, desto grösser der Schweregrad: «Gemäss Tierversuchsverordnung (Art. 24) werden Belastungen von Tieren durch Eingriffe oder Massnahmen im Rahmen von Tierversuchen in vier Belastungskategorien eingeteilt. Am Schluss gilt es abzuwägen, ob der Nutzen die Belastung der Tiere rechtfertigt. Der erwartete Nutzen von Tierversuchen für die Gesellschaft muss grösser sein als das Leiden und die Verletzung der Würde der Tiere.
Schweregrad 0: keine Belastung, z.B. Beobachtungsstudien
Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken, die den Tieren keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, sie nicht in Angst versetzen und ihr Allgemeinbefinden nicht beeinträchtigen;
Fast die Hälfte der Versuchstiere wird in Tierversuchen eingesetzt, in denen sie nur mit dem Schweregrad 0 belastet werden
Schweregrad 1: leichte Belastung
Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken, die kurzfristige leichte Schmerzen oder Schäden oder eine leichte Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens bewirken;
Schweregrad 2: mittlere Belastung
Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken, die kurzfristige mittelgradige oder mittel- bis langfristig leichte Schmerzen, Leiden oder Schäden, eine kurzfristige mittelgradige Angst oder eine kurz- bis mittelfristige schwere Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens bewirken.
Schweregrad 3 schwere Belastung, z.B. Verpflanzung von aggressiven Tumoren in Tiere
Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken, die mittel- bis langfristige mittelgradige Schmerzen oder schwere Schmerzen, langfristiges mittelgradiges bis schweres Leiden, mittel- bis langfristige mittelgradige Schäden oder schwere Schäden, langfristige schwere Angst oder eine schwere Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens bewirken.
Entscheidend für die Begrenzung des Schweregrades können auch sogenannte sein: Die Forschenden müssen genau festlegen, bei welchen Belastungen oder Resultaten ein Tierversuch abgebrochen wird. Man spricht hier von „humane endpoints“, , bei denen der Versuch beendet werden muss.