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Anlässe zu feiern gibt es immer - und dafür bietet Schaumwein in all seinen Formen und Herkünften den besten Begleiter, um gemeinsam anzustossen. Bekannter ist Schaumwein unter seinen verschiedenen Produktnamen: Sekt (Deutschland, Österreich), Crémant (Frankreich, nach traditionellem Verfahren auf der Flasche vergoren), sowie Cava (Spanien). Auch italienischer Prosecco wird teilweise als Schaumwein (ital. “spumante”), aber auch als Perlwein (ital. “frizzante”) angeboten.Mehr lesen
Anlässe zu feiern gibt es immer - und dafür bietet Schaumwein in all seinen Formen und Herkünften den besten Begleiter, um gemeinsam anzustoßen. Bekannter ist Schaumwein unter seinen verschiedenen Produktnamen: Sekt (Deutschland, Österreich), Crémant (Frankreich, nach traditionellem Verfahren auf der Flasche vergoren), sowie Cava (Spanien). Auch italienischer Prosecco wird teilweise als Schaumwein (ital. “spumante”), aber auch als Perlwein (ital. “frizzante”) angeboten. Champagner (nur für Erzeugnisse aus der Champagne, nach der “méthode champenoise”) zählt in seiner physikalischen Beschaffenheit ebenfalls zu den Schaumweinen, unterscheidet sich aber grundlegend in der Traubenqualität und Herstellung.
Bei der Herstellung von Schaumweinen dominieren vor allem weiße Trauben, wie beispielsweise der Riesling. Erhältlich sind aber auch roséfarbene und rote Schaumweine aus roten Trauben. Werden Schaumweine aus lediglich weißen Rebsorten vergoren, nennt man diese “Blanc de Blancs”, wörtlich übersetzt “weiß aus weiß”, also heller Wein aus weißen Trauben. Umgekehrt werden Schaumweine aus lediglich roten Rebsorten als “Blanc de Noirs” bezeichnet, also heller Wein aus roten Trauben. Durch die schonende Pressung der roten Trauben kommt es auch hier zu keiner bis sehr geringer Farbgebung im Schaumwein.
Im deutschsprachigen Raum ist Sekt die Bezeichnung für Schaumwein. Seinen Namen erhielt der Sekt (von „sec“ – trocken) in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts, da der Begriff des „Champagners“ rechtlich geschützt war. Für die Sektproduktion findet in Deutschland vor allem die Riesling-Rebsorte Anwendung, während zum Beispiel in Österreich auch Grüner Veltliner oder Muskateller beliebte Sekt-Grundweine sind.
In Frankreich hat sich neben dem König der Schaumweine Champagner, auch eine weitere Kategorie etabliert: der Crémant. Die bekannten Herkunftsregionen sind das Elsass (Crémant d’Alsace), das Burgund (Crémant de Bourgogne), Limoux (Crémant de Limoux) und die Loire-Gegend (Crémant de Loire). Die vinifizierten Rebsorten für Crémant unterscheiden sich je nach Region und reichen von Chardonnay und Pinot Noir über Pinot Blanc und Chenin Blanc. Mittlerweile produzieren auch andere Länder, wie zum Beispiel Deutschland, Crémants.
Ähnlich charakterisiert sich auch der Cava aus Spanien, bei dem die Grundweine ebenfalls nach traditioneller Methode in der Flasche vergoren werden. Cava wird vorrangig aus lokalen weißen Rebsorten vinifiziert, die Hauptvertreter dabei sind Macabeu, Parellada und Xare-lo, aber auch die Klassiker Garnacha, Chardonnay oder Pinot Noir sind immer wieder beliebte Grundweine für den Cava.
Die bekannte Variante aus Italien, Prosecco bezeichnet eine italienische Weinsorte, die in Deutschland vorwiegend als Perlwein (ital.: “frizzante”), seltener als Schaumwein (”ital.: spumante”) angeboten wird. Laut Dekret des italienischen Landwirtschaftsministers vom 17. Juli 2009 ist Prosecco seit dem 1. Januar 2010 nicht mehr der Name einer Traubensorte (diese heißt jetzt Glera), sondern ausschließlich eine Herkunftsbezeichnung. Damit wurden einheitliche und verbindliche Gütekriterien für den Prosecco festgelegt. Die italienische Herkunftsbezeichnung DOC bzw. DOCG bürgt dabei für guten bis sehr guten Qualitätswein aus bestimmten Anbaugebieten, wie beispielsweise den Gemeinden Valdobbiadene und Conegliano. In Deutschland werden mit dem Secco (ein Perlwein) und dem Winzersekt (ein Schaumwein) vergleichbare Produkte hergestellt.
Bei der sogenannten Versektung fermentiert man stille Grundweine zum zweiten Mal, wobei die Kohlensäure im Getränk entsteht. Schaumweine weisen daher im Glas einen kräftig perlenden Mousseux auf, die sie von den weniger schäumenden Perlweinen unterscheidet. Die Dosage erlaubt eine angenehme und harmonische Komposition, die in sieben Abstufungen von zuckerfrei (brut ultra) über mild (semi doux) bis süß (demi doux) rangiert. Die häufigste Version ist Brut, ein trockener Schaumwein. Sie alle zeichnen sich durch feine bis kräftige Kohlensäure-Bläschen (Mousseux genannt) im Glas aus.
Zudem ist allen Schaum- und Perlweinen gemeinsam, dass sie aus überwiegend weißen Grundweinen, als sortenreine Weine oder harmonische Cuvées zur Versektung angesetzt werden. Schaumweine reifen in der Flasche oder in Edelstahlbehältern, wobei 90% aller Sekt-Verkäufe in Deutschland aus Edelstahlbehältern stammen.
Wichtig zu wissen ist außerdem, dass Schaumweine immer aus mehreren Jahrgängen verschnitten werden, um den jährlichen Witterungs-Schwankungen entgegenzuwirken und so eine konstant hohe Qualität zu liefern. Lediglich besondere Jahrgänge mit optimalen Reifebedingungen werden für sogenannte “Jahrgangssekte” verwendet, die lediglich aus Trauben eines Jahrgangs gekeltert werden. Diese “Vintage”-Weine sind immer ganz besondere Schaumwein-Vertreter.
Schaumweine verlassen prinzipiell genussfertig die Kellerei, so lancieren Winzer ihre Schaumweine auch immer erst nach einer optimalen Lagerzeit, um die perfekte Trinkreife zu erreichen. Maximal nach 2 Jahren sollten Schaumweine nach Kauf dann aber doch zur richtigen Gelegenheit genossen werden.