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Wird wegen Verboten weniger geraucht? Entsprechende Erfolgsmeldungen sind mit Vorsicht zu geniessen, denn der Konsum nimmt mittelfristig eher zu. Das zeigt jetzt auch eine Untersuchung des irischen Gesundheitsministeriums.
Die Einführung von Rauchverboten vermindere die Zahl von Rauchern, wird immer wieder behauptet. In der Tat war in vielen Ländern, die ein solches Verbot erlassen haben, eine vorübergehende Abnahme des Tabakkonsums zu beobachten. Nur geht gerne vergessen, dass zwar manche Raucher aufhören wollen und dies bei der Verbotseinführung auch vermehrt versuchen, es vielen von ihnen aber nicht auf Dauer gelingt.
Abgesehen davon, geht der Tabakkonsum schon lange zurück. In der Schweiz rauchten in den 50er-Jahren 80% der erwachsenen Männer, heute sind es nur noch 32%. Einzig bei den Frauen gab es durch die "Gleichberechtigung" während einiger Jahrzehnte einen Anstieg der Raucher, doch auch hier gehen die Zahlen nun zurück. Es rauchen noch 26% der erwachsenen Frauen.
Anders ist die Situation in Irland, wo bekanntlich eines der schärfsten Anti-Tabakgesetze in Kraft ist. Gemäss einer grossen Erhebung des Gesundheitsministeriums (National Survey of Lifestyle, Attitudes and Nutrition) rauchen 29% der erwachsenen Bevölkerung. Pikant ist, dass vor der Einführung des Rauchverbots, zwischen 1998 und 2002, die Raucherzahlen von 33% auf 27% abnahmen und jetzt - nach dem angeblich so erfolgreichen Rauchverbot - entgegen dem europäischen Trend zunehmen. Es sind vor allem junge Leute, die vermehrt Tabakprodukte geniessen: 35% der 18- bis 29-Jährigen Iren rauchen. Das überrascht wenig, denn Junge taten schon immer mit Vorliebe genau das, was vom Staat und der Gesellschaft geächtet wird.