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Hey, ich bin die Biene Maja und ich nehme dich mit auf eine Reise durch mein Bienenvolk. Aber als erstes erkläre ich euch, wer zum Bienenvolk gehört. Eine Königin, Arbeiterinnen und Drohen. Alle leben in einem Bienenstock, unserem Zuhause. Wenn ihr wissen wollt, was für eine Aufgabe jeder hat, dann lest weiter.
Ich – die Arbeitsbiene
Ich wurde von meiner fleissigen Königin als Ei in eine Wabe gelegt. Im Verlauf von 21 Tagen entwickelte ich mich zu einer Biene und nagte mich aus der Wabe. Mein Leben begann als Putzbiene. Ich habe die Drecksarbeit gemacht und die war sehr anstrengend. Naja, ich musste die Brutzellen putzen und vorbereiten, dass die Königin ihre Eier in den blitzblanken Zellen legen kann. Aber zum Glück war ich für den Putzdienst nur drei Tage zuständig.
Nach diesen drei Tagen wurde ich zur Ammenbiene, besser gesagt zur Babysitterin der Bienenlarven, die noch in denn Brutzellen waren, aber auch der Königin. Ich habe die Königin geputzt und gefüttert. Die Arbeiterinnenlarven und die Drohnenlarven habe ich dreieinhalb Tage mit Futtersaft und danach mit Honig und Pollen versorgt. Die Königinnenlarven habe ich die ganze Zeit mit einem speziellen Futter gefüttert – mit dem Gelee Royal. Aber ich habe nicht nur über 40’000 Larven pro Tag behütet, sondern ich bekam von der Königin das Pheromon, das ich in meinem ganzen Volk verteilt habe. Das Pheromon ist ein Duftstoff, das für unsere Kommunikation wichtig ist. Das Pheromon meiner Königin ist absolut wichtig, damit die Bienen wissen: «Aha, die Königin ist da. Wir können ruhig sein und müssen keine neue Jungkönigin züchten». Aber auch meine Fruchtbarkeit und die meiner Kolleginnen wird unterdrückt.
Nach diesem Babysitterjob wurde ich zur Honigmacherin. Ich musste den Nektar von den Sammelbienen abnehmen. Den habe ich entweder unter meinem Volk verteilt oder eingelagert. Aber wie Honig gemacht wird, erzähl ich euch anderes mal. Ich war auch eine Baubiene, die die Waben neu baut oder die beschädigten Waben repariert.
Hard work
Aber mein härtester Lebensabschnitt war, als ich Wächterin wurde. Ich stand als Türwächterin am Eingang zum Stock und habe ihn überwacht. Meinen Volksangehörigen habe ich Eintritt gewährt, denn ich habe sie an ihren Geruch erkannt. Jede Biene meines Bienenvolkes hat den gleichen Geruch. Aber wenn eine fremde Biene kam, musste sie den Zugang erbetteln. Das konnte passieren wenn sie sich verflogen hatte oder es ihr Volk nicht mehr gab, sie demütig war und mitgebrachtes Futter anbot. Meistens habe ich sie hereingelassen. Aber wenn ein Feind kam, haben wir, die Wächterinnen, sie abgewehrt und getötet. Einmal kam eine Maus und wir mussten die Alarmpheromone ausschütten, damit wir Verstärkung bekommen. Doch zum Schluss besiegten wir die Maus.
Den letzten Lebensabschnitt habe ich als Sammlerin erlebt. Ich habe alles, was mein Bienenvolk gebraucht hat, geholt. Das sind Pollen, Nektar, Honigtau, Wasser und Baumharze. Mir haben meistens die Spurbienen geholfen, wo ich die Nahrung finden kann. Wenn sie eine Wiese gefunden haben, flogen sie zum Stock und haben Proben von der Nahrung den Vorkosterinnen verteilt. Wenn die Vorkosterinnen grünes Licht gaben, haben uns die Spurbienen einen Tanz, den Sammlerinnen, vorgeführt. Dieser sagte aus, wie die Qualität ist, wie viel Nahrung es dort gibt und wo die Wiese liegt. Und dann sind wir alle hin und haben es geholt. Da dieser Job gefährlich ist, starb ich auf einer solchen Wiese. Weint nicht. Ihr müsst für mich keine Träne vergiessen. Die Arbeitsbienen leben bis zu 4 Wochen. Die Winterbienen leben bis zu 7 Monate lang.
Drohnen
Aber jetzt erzähle ich mal euch was über die Drohnen. Die Drohnen schlüpfen aus einem unbefruchteten Ei. Nicht wie so wie ich aus einem befruchteten Ei. Die Drohnen sind dick und haben grössere «Augen». Die Fettsäcke werden von den Arbeitsbienen gefüttert. Danach bedienen sie sich selber an den Nahrungsvorräten. Der Drohn versucht, eine Königin zu befruchten. Die sollte nicht vom eigenen Volk sein. Sobald die grosse Stunde kommt und die neuen Königinnen zum Hochzeitsflug fliegen, erfolgt die Paarung. Danach stirbt der Drohn. Falls er keine Königin findet und er single bleibt, stirbt er nach 30 bis 40 Tagen. Mit dem herannahenden Winter, werden die Drohnen von mir und meinen Kolleginnen aus dem Bienenstock rausgeschmissen. Das heisst auch die Drohnenschlacht.
The Queen
Das Wichtigste zum Schluss: die Königin. Sie ist grösser als die Arbeitsbiene und hat einen länglichen Hinterleib. Sie legt im Sommer über 1’200 Eier pro Tag. Das ist sehr viel und das entspricht 80% ihres Körpergewichts. Deswegen geniesst sie einen Sonderstatus. Sie wird von Ammenbienen gepflegt und mit Geelé Royale gefüttert. Dieser Superfood ist sehr energiereich und hat viele Eiweisse. Aber das braucht sie, wenn sie so viele Eier legt. Nur einmal fliegt sie allein raus, wenn sie den Hochzeitsflug macht. Sie lebt ungefähr zwei bis fünf Jahre.
Bis zum nächsten Mal
Jetzt wisst ihr wer alles zu einem Bienenvolk gehört und welche Aufgabe es hat. Das nächste Mal erzähle ich euch über die Superkräfte eines Bienenvolks und ein paar Fun Facts.