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GPS soll Raser an die Kandare nehmen11. Januar 2008 um 09:10
Science Fiction? Nein, in Australien wird ein System getestet , bei dem das GPS auf die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen achtet und notfalls auch das Gaspedal bedienen kann.
Science Fiction? Nein, in Australien wird ein System getestet , bei dem das GPS auf die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen achtet und notfalls auch das Gaspedal bedienen kann.
Australische und neuseeländische Behörden überlegen sich, wie 'Australian IT' berichte, die Einführung einer Technologie, das viele notorisch "zügige" Fahrer bekümmern dürfte: Sie nimmt ihnen die absolute Kontrolle über ihr liebstes (und bestes?) Stück, das Gaspedal, einfach weg.
Die Technologie beruht auf einem GPS-System im Fahrzeug und einer geographischen Datenbank, in der die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf allen Strassen erfasst werden sollen. Letzteres ist denn auch – neben politischen Erwägungen und den Kosten des Systems von rund 700 bis 2000 Franken pro Auto - eine weitere, grosse Hürde: Noch sind erst kleine Gebiete Australiens in einzelnen Bundesstaaten erfasst. Das System müsste aber, wie Michael Paine, der Verkehrsminister des Bundestaates Queensland erklärte, wenn schon dann auf nationaler Ebene eingeführt werden.
Gegenwärtig wird die Technologie im Staat Victoria angetestet, die "Testraser" sind unter anderem drei Minister und der Polizeichef von Victoria. Tests in weiteren Staaten Australiens sollen noch in diesem Jahr folgen.
Das System kann in drei Stufen eingestellt werden. Auf dem grundlegendsten Level produziert es lediglich einen Alarmton, wenn eine Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten wird. Auf dem zweiten Level fährt es in diesem Fall selbsständig die Geschwindigkeit herunter, das System kann aber noch vom Fahrer ausgeschaltet oder justiert werden. Auf dem dritten Level ist das nicht mehr der Fall – dieser Level würde aber wohl nur bei notorischen Rasern, die wiederholt aufgefallen sind, implementiert werden.
Insgesamt soll die Technologie, so hoffen die zuständigen Behörden, die Zahl der schweren Unfälle und der Verkehrstoten stark senken. Die bisherigen Tests in Victoria, so 'Australien IT', hätten aber gezeigt, dass es auch den Benzinverbrauch und den Schadstoffausstoss der Fahrzeuge senke. (hjm)
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