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Die Schweiz leistet einen wichtigen Beitrag zur globalen Klimabeobachtung: mit zahlreichen systematischen Beobachtungsprogrammen, langen Messreihen sowie internationalen Daten- und Kalibrationszentren.
Nationale Klimabeobachtung
Im Rahmen von GCOS wurden 50 essentielle Klimavariablen (ECVs) definiert. Ihre Beobachtung ist mit den heutigen technologischen und wirtschaftlichen Mitteln möglich und wissenschaftlich von grosser Bedeutung. Die Beobachtungen beinhalten beispielsweise die Lufttemperatur, die atmosphärische Konzentration von Treibhausgasen, die Schneebedeckung oder die Landnutzung.
Schweizer Institutionen betreiben beispielsweise:
- zwei Stationen des GCOS Surface Network (GSN): Säntis und Grand St. Bernard
- eine Station des GCOS Reference Upper Air Network (GRUAN): Payerne
- eine Station des Baseline Surface Radiation Network (BSRN): Payerne
- eine Station des Global Atmosphere Watch (GAW) Programms: Jungfraujoch
- zwölf hydrologische Stationen als Beitrag zum Global Runoff Data Centre (GRDC)
- den World Glacier Monitoring Service (WGMS) an der Universität Zürich
- das World Radiation Center am Physikalisch-Meteorologischen Observatorium Davos (PMOD/WRC)
- das Weltkalibrationszentrum für bodennahes Ozon, Kohlenmonoxid, Methan und Kohlendioxid (WCC-Empa)
- das GAW Quality Assurance/Scientific Activity Centre (QA/SAC Switzerland)
Beobachtungssysteme
Das Klima wird mit unterschiedlichsten Messtechniken beobachtet. Bis in die 1970er-Jahre erfolgte die Datenerfassung vorwiegend durch boden-, ballon- oder flugzeuggestützte Instrumente.
Mit dem Fortschritt in der internationalen Raumfahrt hat die Zahl und Qualität der satellitengestützte Beobachtungen in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Sie ergänzen die konventionellen Beobachtungssysteme und leisten einen substanziellen Beitrag zum besseren Verständnis des Klimasystems.