Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03508.jsonl.gz/904

Poggio Bonelli
Bereits im 16. Jahrhundert wurde im Weingut Poggio Bonelli im äußersten Süden des Chianti Classico begonnen, Wein anzubauen. Das Anwesen war im Laufe der Jahrhunderte im Besitz verschiedener Siener Adelsfamilien. Zunächst wurde es von der Familie Spennali bewohnt. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderte gehörte das Gut dann der prominenten Familie Piccolomini.
Später ging das Anwesen an die Familie Landucci über. Sie bewirtschaftete das Gut zunächst allein, später mit Hilfe der Familie Croci bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Im Jahre 1950 nahm dann das Gut Poggio Bonelli die Produktion auf. 35 Jahre später wurde das rund 810 Hektar große Landgut an MPS Tenimenti, der Landwirtschaftstochter der Monte dei Paschi di Siena, der ältesten noch existierenden Bank der Welt, verkauft.
Das Weingut Poggio Bonelli erzeugt heute neben edlen Tropfen sehr hoher Qualität aus den Früchten von 8.000 Olivenbäumen auch Speiseöl der Extra-Vergine-Klasse. Obendrein unterhält es einen Agriturismo-Betrieb. Die Rebhügel erstrecken sich auf einer Fläche von 83 Hektar in der Nähe von Castelnuovo Berardenga. Dort finden die Weine zu besonderer Fülle und Kraft. Die nach Süden und Südwesten gelegenen Anbauflächen sind mit Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot bestockt. Die Beeren werden nach der Lese streng selektiert. Die aus dem Erdzeitalter Pliozän stammenden Böden bestehen aus tonreichem Tuff und sind reich an Sand.
Vor einigen Jahren wurde die Umstrukturierung im Weinberg und in der Kellerei abgeschlossen. Es wurden Rebhügel neu angelegt und alte Holzfässer komplett ausgetauscht. Die Produktion wurde auf nur wenige Etiketten gestrafft. Die Weine von Poggio Bonelli werden heute in temperaturkontrollierten Edelstahltanks vinifiziert und später vorwiegend in kleinen Fässern aus französischer Eiche ausgebaut, bevor sie in der Flasche verfeinert werden.
Seit 1999 ist der Star-Önologe Carlo Ferrini an Bord. Er wacht gemeinsam mit Leonardo Pini aufmerksam über die Produktion.