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Health
Wir sind die einzigen Lebewesen, die aus Wut, Trauer, Schmerz oder Freude Tränen vergiessen. 5 Dinge, die du über die salzige Flüssigkeit noch nicht wusstest.
- Tränen sind nicht alle gleich
Unser Körper produziert drei Arten von Tränen: Basale Tränen befeuchten unsere Augen rund um die Uhr. Reflextränen schützen unser Auge vor äusserlichen Reizen und kullern etwa beim Zwiebelschnippeln oder zu viel Wind. Emotionale Tränen weinen wir bei Trauer, Wut oder Freude. Diese Tränen enthalten mehr Protein – das führt dazu, dass sie dicker sind und langsamer runterkullern. Heather Christle, Autorin des Buchs "Weinen", vermutet dahinter ein soziales Signal: "Je länger es dauert, bis eine solche Träne eine Wange hinunterfliesst, desto grösser ist die Chance, dass sie von jemandem bemerkt und ihre Botschaft wahrgenommen wird."
- Tränen befreien
Nach dem Weinen fühlen wir uns besser. Das könnte daran liegen, dass emotionale Tränen besonders viel sogenanntes Adenocorticotropin (ACTH) enthalten. Ein deutscher Biochemiker soll 1981 bewiesen haben, dass wir die stressverursachende Chemikalie mit unseren Tränen ausweinen. Diese Theorie ist mittlerweile umstritten, denn die Menge an ACTH ist laut Forschenden viel zu gering. Doch andere Studien haben gezeigt, dass Tränen erleichternd wirken, wenn sie eine Person sieht, die wir mögen oder die uns nahe steht. Noch besser, wenn diese Person uns auch noch Trost spendet.
- Tränen lösen Konflikte
Wer anfängt zu weinen, kann damit einen Streit ruckzuck beenden. "Tränen rufen Mitgefühl und Schuldgefühle hervor. Dieser Mechanismus kann Beziehungen retten", erklärt Jesse Bering von der Universität Belfast auf "Huffpost.com". Jemanden zu bestrafen oder mit jemandem zu streiten, der weint, sei hart für uns. "Tränen sind wie ein Trigger, der symbolisiert: Jetzt musst du dich zurückziehen."
- Tränen sind unsexy
Angeblich sind Tränen ein echter Lustkiller. Nein, nicht wegen des verzerrten Gesichts und den roten Augen. 2011 haben Forschende aus Israel festgestellt: Männer, die an Frauentränen rochen, schätzten ihr Gegenüber als weniger attraktiv ein. Und nicht nur das: Der Tränengeruch verringerte sogar die sexuelle Erregung – das Testosteron-Level der teilnehmenden Männer sank, als sie die Tränen von Frauen rochen.
- Tränen lassen die Nase laufen
Sobald die Tränen kullern, lässt die Schnuddernase nicht lange auf sich warten. Das liegt daran, dass Augen und Nase durch den Tränenkanal miteinander verbunden sind. Weinen wir, produzieren unsere Tränendrüsen mehr Flüssigkeit als üblich. Ein Teil davon wird aus dem Auge ausgeschieden, der Rest läuft via Tränenkanal über die Nase ab. Schnief!
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