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Für die Untersuchung von Unfallschwerpunkten sowie für die Planung von Unterhaltsmassnahmen ist die Griffigkeit ein wesentlicher Faktor. Die heute gültige Norm zur Beurteilung der Strassengriffigkeit (SN 640 511b) basiert auf Ergebnissen eines Forschungsauftrages des damaligen Instituts für Strassenbau (ISETH) der ETH Zürich. Grundlage für die Erarbeitung eines Bewertungsschemas (auch Bewertungshintergrund genannt) für die Beurteilung der Strassengriffigkeit war die Häufigkeitsverteilung von Griffigkeitswerten von 280 repräsentativ ausgewählten Messstrecken. Die Auswahl erfolgte unter Berücksichtigung der Anteilsverhältnisse der Strassentypen, der Belagsart, dem Belagsalter sowie den messtechnischen Anforderungen. Gemessen wurde bei Messgeschwindigkeiten 80 km/h, 60 km/h und 40 km/h mit dem Messsystem Skiddometer. Die 95%-Quantile der Häufigkeitsverteilung der Griffigkeitswerte waren im Jahre 1984 Basis für die Festlegung der Richtwerte.
Die letzte Stichprobenartige Überprüfung der Beurteilungsgrundlagen für die Strassengriffigkeit fand vor über 15 Jahren statt. Eine erneute Überprüfung der Grundlagen zur Beurteilung der Strassengriffigkeit ist dringend erforderlich, weil sich einerseits in den vergangenen Jahren die Situation bei den verwendeten Fahrbahndeckschichten stark verändert hat. Andererseits ist völlig unbekannt, wie sich heute die Verteilung der Griffigkeitswerte im Wertebereich gut bis schlecht gesamthaft und bezüglich der verschiedenen Strassentypen zeigt.
Das Ziel der Forschungsarbeit ist die Überprüfung bzw. die Erarbeitung und Ergänzung der Grundlagen zur Bewertung der Strassengriffigkeit.
Für die Messsysteme Skiddometer und SRM ist abzuklären, ob ein neuer Bewertungshintergrund notwendig ist, und ob eine Aufgliederung nach verschiedenen Strassentypen zweckmässig ist. Ausserdem ist im Rahmen dieser Forschungsarbeit zu untersuchen, ob allenfalls die heute gültigen Richtwerte für die Beurteilung der Griffigkeit anzupassen sind bzw. ob für verschiedene Strassentypen, abhängig von der Messgeschwindigkeit, verschiedene Richtwerte (Mindestwerte) notwendig sind.
Zur Beurteilung von Griffigkeitsmessungen mit dem Messsystem SCRIM soll zudem aufgrund der Ergebnisse der ZEB-NS und unter Berücksichtigung der in der EU geltenden Beurteilungswerte, ein Bewertungshintergrund (für Nationalstrassen) für die Messgeschwindigkeiten 80 km/h und 60 km/h erarbeitet werden.
Die Untersuchung beinhaltet zentral eine systematische Auswertung von vorhandenen, ausserhalb dieses Forschungsvorhabens erhobenen, Messergebnissen. Messergebnisse der letzten Jahre sollen für Schweizer Autobahnen, Hauptstrassen (ausserorts und innerorts) und Nebenstrassen zusammengetragen, ausgewertet, analysiert und beurteilt werden.
UVEK / ASTRA, VSS-Forschungsauftrag 2005/702
SACR AG, Zürich
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