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Im Norden von Burkina Faso schiessen die Gemüsegärten wie Pilze aus dem Boden. Sie geben vielen Leuten eine Basis zum Überleben und sind daher zur wichtigsten wirtschaftlichen Tätigkeit der Region geworden. Dies wirkt der Landflucht der jungen Generation entgegen und hilft im Kampf gegen die Desertifikation des Landes. Die Region ist nämlich sehr trocken, und es regnet nur selten. Die Wüste und die Trockenheit stellen eine grosse Bedrohung dar.
Die Bewohner und Bewohnerinnen des Dorfes Ouindigui haben das Potential von Gemüsegärten erkannt. Die Bevölkerung hat sich bereits in Frauengruppierungen organisiert, darunter auch die Vereinigung NAAM. Über 300 Frauen arbeiten zusammen, um Gemüse anzubauen, der Erfolg ist vorprogrammiert. Übers ganze Jahr können sie Zwiebeln, Kohl, Kartoffeln usw. ernten, welche sie zu einem Teil auf den lokalen Märkten verkaufen. Der Rest ernährt ihre Familien. Dank dieser Arbeit können sie jährlich ungefähr 800 Franken für ihr Haushaltsbudget verdienen. Dieser Betrag entspricht einem Jahreslohn eines Wachmanns oder eines Verkäufers. Angesichts dieses Erfolgs möchte die Gruppierung NAAM die bebauten Flächen vergrössern, so dass weitere 258 Frauen mitmachen können.
Den geeigneten Ort haben die Bewohner und Bewohnerinnen bereits ausgewählt. Er befindet sich im unteren Teil des Dorfes, in der Nähe der bestehenden Gärten. Da geht es nun darum, von Hand Brunnen zu graben. Das Wasser befindet sich in einer Tiefe von etwa 10 Metern. Anschliessend werden die Brunnen betoniert, um zu verhindern, dass sie einbrechen. Auch die Oberfläche muss geschützt werden, damit die Schafe, Ziegen und Hühner nicht die vollbrachte Arbeit zerstören. Für die lokale Bevölkerung sind diese Arbeiten zu teuer. Deshalb hat sie die Schweizer Organisation für Entwicklungszusammenarbeit Nouvelle Planète kontaktiert, in der Hoffnung auf Unterstützung.
Eine Fläche von 2 Hektaren soll in Parzellen von 77 m2 unterteilt werden, welche je von einer Frau bewirtschaftet werden können. Jede Frau wird eine kleine Pacht an die Gruppierung leisten. Sie darf auch die Infrastruktur derselben benutzen und an den Vereinsaktivitäten teilnehmen: Lagerstätte für die Ernte, Kauf des Saatguts, Ausbildungen usw.
Dieses Projekt erlaubt, das Leben der Bevölkerung zu verbessern und gleichzeitig die fragile Umwelt der Region zu schützen. Indirekt werden die Einschulung der Kinder und die Gesundheit der Bewohner und Bewohnerinnen gefördert und der Landflucht entgegengewirkt. Nouvelle Planète und die Frauen von Ouindigui bedanken sich herzlich für Ihre Unterstützung. •
Die Kosten für die Schaffung eines Gartens für eine Frau und ihre Familie betragen 49 Franken. Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, können Sie auf Ihrem Einzahlungsschein «Garten» angeben.
Spendenkonto: CCP 18-5792-6, IBAN: <iban-pii>
Weitere Informationen zu den Projekten und zur Organisation auf www.nouvelle-planete.ch und Nouvelle Planète, Avenue des Boveresses 24, 1010 Lausanne, Tel.: +41 21 881 23 80
Nouvelle Planète fördert den Austausch zwischen Gemeinden, Gruppen, Berufsverbänden und Schulklassen aus der Schweiz und aus den Ländern des Südens. Sie bietet Beratung, Bereitstellung von Fachkenntnissen, Vernetzung und Projektbetreuung in der Schweiz und/oder im Süden an.
Einsätze und Reisen
Jugendliche, Erwachsene, Senioren, bestehende Gruppen, Schulen, Familien oder Firmen: Teilen Sie das Leben mit der Bevölkerung der Länder des Südens, indem Sie sich an einem Entwicklungsprojekt beteiligen!
Projekte im Süden:
Nouvelle Planète unterstützt effiziente und nachhaltige Kleinprojekte dynamischer lokaler Gruppierungen:
- Afrika: Senegal, Burkina Faso, Kamerun, Uganda, Madagaskar, Guinea
- Asien: Indien, Myanmar (Burma), Vietnam
- Amerika: Peruanisches Amazonas-Gebiet, Haiti
Die Projekte umfassen hauptsächlich die folgenden vier Bereiche: Unterstützung von Kindern und Jugendlichen; Frauenförderung und ländliche Entwicklung; Umweltschutz; Unterstützung von Behinderten und kranken Menschen.
Die unterstützten Projekte haben folgende Eigenschaften: Sie zielen darauf ab, den grundlegenden Bedürfnissen der benachteiligten Bevölkerung in armen Regionen nachzukommen. Besondere Beachtung wird der Förderung von Frauen und ethnischen Minderheiten geschenkt. Zudem haben sie einen positiven Einfluss auf die Umwelt.
Die Projekte werden von lokalen Partnern, mit denen wir zusammenarbeiten, unterbreitet. Nouvelle Planète ist nicht an ihrer Stelle tätig. Ein Projekt gehört also im Endeffekt den Begünstigten.
Die lokale Bevölkerung beteiligt sich mit ihren eigenen Mitteln an der Durchführung des Projekts, sei es in Form von Finanzierung, Material und/oder Arbeitskraft.
Die Projekte sollen schnell unabhängig werden, so dass sich Nouvelle Planète leicht zurückziehen kann. Nouvelle Planète unterstützt keine Betriebskosten von Institutionen.
Quelle: www.nouvelle-planete.ch
Nouvelle Planète hat sich stark von der «Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben» inspirieren lassen, welche Albert Schweitzer (1875–1965) an den Ufern des Ogooué-Flusses in Gabun niedergeschrieben hat. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen suchte er nach Antworten auf die Fragen seiner Epoche, welche er als Niedergang empfand. «Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will; ich muss also Ehrfurcht vor allem Leben haben.» 1952 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Mehr als ein Philosoph war Albert Schweitzer ein Mann der Tat, ein Praktiker. Er setzte in die Praxis um, was er dachte. Er wurde von seinen Zeitgenossen oft missverstanden. Er verkündete «die Pflicht, den Hungernden auf der Welt zu helfen» und erfüllte diese Pflicht, indem er den Ärmsten im Spital Lambarene in Gabun medizinische Hilfe leistete. «Das Beispiel ist nicht das beste Mittel, es ist das einzige», sagte er. Er glaubte an den Menschen, der den Fortschritt vorantreibt, und weniger an die Dinge. Er erwies sich damit als grosser, auf die Zukunft ausgerichteter Optimist.
Willy Randin hat Nouvelle Planète 1986 gegründet und sich auf die Gedanken von Albert Schweitzer abgestützt, weil dieser ihn während seiner Zeit als Direktor des Spitals Lambarene inspiriert hatte. Er wollte eine Organisation für Entwicklungszusammenarbeit gründen, welche sich auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung stützt und diese als die einzige wahre Entscheidungsträgerin in ihrer Entwicklung sieht. Die punktuelle Unterstützung ist ein Mittel, den Menschen vor Ort bei ihren eigenen Projekten den nötigen Anstoss zu geben und ihnen zu helfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Nouvelle Planète erfindet die Projekte somit nicht selber, sondern unterstützt bereits existierende lokale Initiativen. So sind die Projekte relevant und gehören den Zielgruppen.
Nouvelle Planète handelt auch heute noch nach den Prinzipien, welche von Albert Schweitzer inspiriert sind, wie die Ehrfurcht vor allem Leben, das konkrete Handeln, die Suche nach der Einfachheit, das gegenseitige Vertrauen und der Optimismus.
Quelle: www.nouvelle-planete.ch
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