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Das Dorf Voskopoja liegt etwa 20 Kilometer westlich der Stadt Korça auf einer Hochebene. Durch ihre Lage war die Siedlung relativ gut geschützt und konnte sich im 18. Jahrhundert zu einem bedeutenden Fernhandelszentrum entwickeln.
Voskopoja war einst eine blühende, vor allem von Aromunen (Vlachen) besiedelte Fernhandelsstadt, um die sich allerdings mehr Mythen ranken als gesichertes Wissen vorhanden ist. Die oft gehörte Behauptung, im 18. Jahrhundert, der Zeit ihrer grössten Blüte, sei Voskopoja unmittelbar nach Istanbul die grösste städtische Siedlung in ganz Südosteuropa mit mehreren Zehntausend Einwohnern gewesen, trifft jedoch nicht zu. Sicher hatte Voskopoja eine vergleichsweise hohe Einwohnerzahl von mehreren Tausend (eventuell auch über Zehntausend) Einwohnern, was sich auch an der Grösse und der (allerdings ebenfalls oft übertriebenen) Anzahl der Kirchen ersehen lässt (siehe dazu die Angaben bei Max Demeter Peyfuss: Die Druckerei von Moscholpolis, 1731-1769. Buchdruck und Heiligenverehrung im Erzbistum Achrida. Wien, Köln 1989, S. 27-41 (= Wiener Archiv für Geschichte des Slawentums und Osteuropas, 13)).