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Prof. Iwar Werlen von der Universität Bern übernahm anfangs der 90er Jahre diese Karteisammlung und entwarf ein Forschungsprojekt, das die Erarbeitung eines Orts- und Flurnamenbuches zum Ziel hat. 1996 begann man mit der Eingabe der Karteikarten in eine ausgefeilte Datenbank sowie der digitalen Georeferenzierung der lebendigen Belege anhand der Kartenaufzeichnungen. Sämtliche Karteibelege sowie alle Karten sind inzwischen erfasst worden. Ausserdem sind weitere Namenbelege für das Oberwallis hinzugefügt worden: die Namen der Siegfriedkarte, der Landestopographie sowie die offiziellen Schreibweisen der Oberwalliser Flurnamenkommission.
Alle Flurnamen werden in ihre Lemmas zerlegt, bspw. Aarbstock (Simplon) in die Lemmas aarb und stock. Alle gleichen Lemmas (alle aarb in diesem Beispiel) werden der Variante aarb zugewiesen. Ein etymologischer Oberbegriff (Arbe/Arve) enthält wiederum alle dazugehörigen Varianten (aarb, arfelti etc.). Das folgende Diagramm soll dies veranschaulichen, die Zahlen geben die ungefähre Anzahl von Obergriffen, Varianten, Lemmas und Flurnamen in der Datenbank an.
Es existieren diverse Möglichkeiten, nach Flurnamen in der Datenbank zu suchen. Neben der einfachen Suche nach einem Flurnamen mit den Einschränkungen nach Gemeinde, Bezirk und Schreibweise ist es auch möglich, mit Hilfe der hierarchischen Struktur etymologisch zusammengehörende Namen im gesamten Oberwallis zu finden.