Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03098.jsonl.gz/298

London (24.07.2020) –
Ein Drittel der im Home Office tätigen britischen Frauen haben von ihren Chefs schon die Anweisung erhalten, bei Video-Calls mehr Make-up zu tragen oder sich eher “sexy” zu kleiden. Das sollte entweder dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen oder “für das Team besser auszusehen”, wie eine Umfrage der Anwaltskanzlei Slater and Gordon http://slatergordon.co.uk zeigt.
“Kategorisch falsch”
Die Analysten von Slater and Gordon haben die Umfrage unter 2.000 Frauen durchgeführt. Jede dritte Befragte hat seit dem Anfang des Coronavirus-Lockdowns schon eine sexistische Forderung von Vorgesetzten erfahren. Ein Viertel der Befragten hat diesen Anweisungen aus Angst um die eigene Karriere Folge geleistet.
“Es ist kategorisch falsch, dass ein Manager oder jede andere Person in einer Machtposition einer Angestellten vorschlägt, bei ihrer Arbeit sexuell anziehender zu sein. Es handelt sich um eine starke Form von Nötigung, die für Frauen entwürdigend ist”, sagt Danielle Parsons, Arbeitsrechtsanwältin bei Slater and Gordon.
Männer nie kritisiert
Zwei von fünf der Befragten zufolge kritisieren Vorgesetzte immer nur die äußere Erscheinung von weiblichen Angestellten, aber fast nie die von männlichen Mitarbeitern. Die Analysten von Slater and Gordon kritisieren, dass Sexismus bei der Arbeit im Home Office und über Online-Kommunikation weiterhin besteht.
Georg Haas,
<email-pii>