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Männer an die Hausarbeit!
Männer können das Gelingen ihrer Ehe durch Mithilfe bei der Hausarbeit offenbar äußerst positiv beeinflussen. Beteiligen sich Männer am Haushalt, machen sie ihre Frau glücklicher und senken die Gefahr eines Scheiterns der Beziehung.
Eine Studie der London School of Economics (LSE) nahm die Lebensweise von 3500 Paaren unter die Lupe, die ihr erstes Kind in den 1970er Jahren hatten - während einer Zeit also, in der die meisten Frauen mit kleinen Kindern zu Hause blieben. Fazit: Die Gruppe bei denen sich auch der Mann für die täglichen Pflichten wie Putzen, Einkaufen und Kinderbetreuung zuständig zeigte, hatte eine deutlich geringere Scheidungsquote.
Die glücklichsten Ehen waren jene, in denen die Frau zu Hause blieb und sich der Mann möglichst umfänglich an der Hausarbeit beteiligte. Das Scheidungsrisiko war dagegen am höchsten, wenn die Mutter berufstätig war und der Vater kaum etwas zur Hausarbeit und Kindererziehung beitrug. Das liegt laut Studienautorin Wendy Sigle-Rushton aber nicht allein an der Berufstätigkeit der Frau: Denn wenn die Männer in diesem Fall besonders viel mithalfen, war das Risiko nur leicht erhöht gegenüber der idealen Kombination von nicht berufstätigen Frauen mit zuhause stark engagierten Ehemännern.
"Diese Studie weist darauf hin, dass der Beitrag der Väter an unbezahlter Arbeit zu Hause eine Ehe stabilisiert, unabhängig davon, ob die Mütter arbeiten oder nicht", erklärte Forscherin Wendy Sigle-Rushton.
Dieses Ergebnis räume auf mit der seit den 60er Jahren gängigen Vorstellung, dass in stabilen Ehen der Mann arbeiten gehe und die Frau den Haushalt übernehme, heisst es in der Studie.
Bisher wurde vor allem erforscht, wie sich die Erwerbstätigkeit der Frau auf das Eheglück auswirkt, das Engagement der Männer sei zu wenig beachtet worden, so die Forscherin Wendy Sigle-Rushton.
Quelle: Sigle-Rushton, W.: Feminist Economics, Volume 16, Number 2 April 2010 , pages 1 - 26
Stand: 6/10, BH