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G-TOR ist ein von Kantronics USA entwickeltes Verfahren zur Datenübermittlung über Kurzwellen. Der Name G-TOR ist vom verwendeten Fehlerkorrekturverfahren nach M. J. E. Golay abgeleitet. Die Entwickler schufen ein neues Protokoll, das dem PACTOR-1 System ähnlich ist, jedoch eigene Neuerungen aufweist. Die beiden Verfahren sind nicht kompatibel. G-TOR benützt neben dem Golay Fehlerkorrekturverfahren im Vorwärtspfad auch sog. "full frame data interleaving", "run-length" Kompression, Datenkompression für Gross- und Kleinbuchstaben, fehlertolerante Quittungszeichen, etc. Das neue Verfahren gestattet schnelle und fehlerfreie Uebermittlung von Daten über eine Kurzwellenverbindung.
Das im März 1994 eingeführte System ist in den meisten neueren Kantronics Controllern, neben PACTOR-1, AMTOR und RTTY, eingebaut. Für die meisten älteren Geräte gibt es Nachrüstsätze. Das Verfahren benützt adaptive Geschwindigkeitswahl von 100/200/300 Baud. Die Modulationsart ist FSK (frequency shift keying) wie bei PACTOR-1. Die Banbreite beträgt 350 Hz.
G-TOR Controller werden einerseits an einen Computer angeschlossen, auf dem eines der vielen erhältlichen Terminalprogramme läuft und anderseits an einen KW-Transceiver. Der Tonausgang des Transceivers führt zum Modem. Das Modulationssignal des Controllers wird dem Mikrofoneingang des im SSB-Modus betrieben Transceivers zugeführt. Alle modernen Transceiver arbeiten ohne Modifikationen auf G-TOR.
G-TOR Controller sind nur von Kantronics erhältich.
Vorteile
Stationsausrüstung