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72 Länder- und Regionalbüros in über 55 Ländern arbeiten zusammen für den Schutz unserer Umwelt. Gesamthaft hat Greenpeace rund 2500 Mitarbeitende und Tausende von Freiwilligen, ohne die der Erfolg der Organisation nicht möglich wäre. Finanziert wird die Organisation durch die Spenden von über 3 Millionen SpenderInnen und aus Stiftungszuwendungen.
Einige Länder, unter anderem die Schweiz, stellen für die weltweite Organisation sehr wichtige Geldgeber dar. Die Spendeneinnahmen werden unter den verschiedenen Büros so aufgeteilt, dass sie optimal für unsere Kampagnenziele genutzt werden. Neu entstandene Büros, wie zum Beispiel Greenpeace Afrika, erhalten so die Unterstützung, die sie brauchen.
«Ein Trip für’s Leben – und für den Frieden.» So hat Irving Stowe, Mitbegründer von Greenpeace, den Plan beschrieben, mit einem kleinen Schiff die Atombombentests auf den Aleuten zu stoppen. Er wusste damals nicht, dass der Trip Jahrzehnte dauern und die Welt verändern würde: Aus der Reise wurde eine Bewegung.
Es waren Quäker, Pazifisten, Umweltschützer, Journalisten und Hippies, die Greenpeace gründeten. Mit ihren Träumen steckten sie Tausende andere Menschen an. Der Beginn: Ein Konzert im Pacific Coliseum von Vancouver, auf dem unter anderem Joni Mitchell und James Taylor auftraten. Die Künstler verzichteten auf ihre Gage, Tausende Menschen spendeten für die Fahrt nach Amchitka/Aleuten. Das Schiff, die Phyllis Cormack, konnte ablegen und Greenpeace war geboren.
Tauche ein in ein Gespräch zwischen Kumi Naidoo und Rex Wheeler über die Geschichte von Greenpeace.
Der Jurist und Anwalt Irving Stowe aus Rhode Island lässt sich mit seiner Frau Dorothy Stowe in Vancouver nieder. Beide sind in der Friedensbewegung aktiv und Mitglieder der Quäker-Gemeinde. Als Sozialarbeiterin sorgt Dorothy für den Lebensunterhalt der Familie mit zwei Kindern. Irving erhält dadurch die Möglichkeit, seine ganze Kraft in politische Aktivitäten zu stecken. Er veranstaltet das erste Solidaritätskonzert für Greenpeace mit Joni Mitchell und James Taylor und legt damit das Fundament für das zukünftige Fundraising von Greenpeace. Irving scheidet 1973 aus der Greenpeace-Arbeit aus und stirbt 1974 an Krebs. Dorothy bleibt bis zu ihrem Tod 2010 in der Umwelt- und Friedensbewegung aktiv.
Während seines Jurastudiums engagiert sich Paul Cote in der Friedensbewegung. Seine Befürchtung, dass eine Atombombenexplosion im Fels des Sankt-Andreas-Grabens ein Seebeben und eine Flutwelle auslösen könnte, nimmt er zum Anlass, mit Irving Stowe und Jim Bohlen das «Don’t Make a Wave Committee» zu gründen. Der begeisterte Segler nimmt nicht an der Aktion gegen US-amerikanische Atomtests auf den Aleuten-Inseln teil, weil er sich für die Olympischen Spiele 1972 qualifiziert hatte. 1973 steigt er aus der Greenpeace-Arbeit aus und lebt als Immobilienmakler in Los Angeles. 2013 stirbt er.
Der ehemalige Tiefseetaucher und Funker der US-Marine Jim Bohlen ist Anfang der Siebzigerjahre als Ingenieur bei der US-amerikanischen Regierung angestellt. Er lebt mit seiner Frau Marie Bohlen und den drei Kindern in Vancouver. Jim ist bei der ersten Greenpeace-Aktion gegen die US-amerikanischen Atomtests an Bord der Phyllis Cormack dabei. Nach seinem vorläufigen Ausstieg bei Greenpeace 1974 gründet er gemeinsam mit seiner Frau Marie die Greenpeace-Experimental-Farm auf Denman Island in Kanada. Sie suchen dort einen Weg zu einer energieunabhängigeren Lebensweise. 1979 kommt Jim als Abrüstungscampaigner zu Greenpeace zurück. Von 1983 bis 1993 begleitet er als Vorstandsmitglied von Greenpeace Kanada die Aktivitäten der Organisation. 2010 stirbt er im Alter von 84 Jahren.
Als Journalist der Vancouver Sun ist auch Bob Hunter mit an Bord der Phyllis Cormack. Er berichtet direkt von den Aktionen vor Ort. Später leitet er Greenpeace-Kampagnen gegen den kommerziellen Walfang und die Neufundland-Expedition zur Rettung der Robben. Zwischen 1975 und 1977 ist er Vorstandsvorsitzender von Greenpeace. In seinen letzten Jahren lebt er in Toronto und arbeitet als Schriftsteller und freier TV-Journalist. Im Laufe der Jahre veröffentlicht er etliche Bücher, darunter auch «Warriors of the Rainbow» und «To Save a Whale» zur Greenpeace-Geschichte. Bob Hunter stirbt am 2. Mai 2005.
Der Journalist der Canadian Broadcasting Company (CBC) Ben Metcalfe organisiert gemeinsam mit seiner Frau Dorothy Metcalfe die Medienarbeit während der Aktion vor den Aleuten-Inseln. Dorothy ist die erste Greenpeace-Pressesprecherin. Sie etablieren während ihrer Arbeit wichtige Bestandteile der Greenpeace-Strategie: Einschreiten, Bekanntmachen und Skandalisieren. Auf diese Weise soll Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt und Veränderungen herbeigeführt werden. Einige Jahre lang arbeitet Ben noch als freier Journalist und Filmemacher auf Vancouver Island. 2003, im Alter von 83 Jahren, stirbt er an einem Herzinfarkt. Dorothy steigt 1973 bei Greenpeace aus und arbeitet bis zu ihrem Tod als Pressesprecherin und Dokumentarin der Vancouver Art Gallery.