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In der Schweiz ist die Ausübung der Prostitution legal, oder vielmehr nicht verboten. Es handelt sich um eine tolerierte Erwerbstätigkeit, nach dem Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit.
Schweizer Bundesverfassung
Art. 27 Wirtschaftsfreiheit:
1) Die Wirtschaftsfreiheit ist gewährleistet.
2) Sie umfasst insbesondere die freie Wahl des Berufes sowie den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit und deren freie Ausübung.
Prostitution als Gewerbetätigkeit an sich ist daher nicht gesetzeswidrig.
Zwei mündige Erwachsene können sexuelle Dienstleistungen gegen Geld oder Güter anbieten oder kaufen, vorausgesetzt dass der/die Sexarbeitende diese Tätigkeit selbständig und freiwillig ausübt. Allerdings bleibt diese Tätigkeit gemäss Obligationenrecht (Art. 20) „sittenwidrig“ und eine vertragliche Abmachung ist somit nichtig und nicht einklagbar.
Rundschreiben 2008 und Rechtsgutachten
Im Jahr 2008 hat das Staatssekretariat für Migration (SEM) ein Rundschreiben an alle Kantone verschickt mit diversen Empfehlungen zur Bewilligungspraxis im Sexgewerbe. PROKORE hat daraufhin bei lic.iur. Antonia Kerland ein Rechtsgutachten erstellen lassen zu diesem Rundschreiben.