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Das typografische Plakat hat eine lange Geschichte und Tradition. Schon während der französischen Revolution wurden typografische Plakate zur Information von amtlichen und politischen Bekanntmachungen benutzt. Aus dem Repertoire der vorhandenen Lettern in den Setzereien wurden die Plakate gestaltet. Bevor das Bild-, später das Fotoplakat die Anschlagflächen eroberte, waren reine Textplakate die übliche Form von öffentlichen Informationen. In der Schweiz hält das typografische Plakat nach den 20er-Jahren Einzug. Es waren Walter Käch und Ernst Keller, die dem typografischen Plakat in den 30er-Jahren Auftrieb gaben. In den endfünfziger und sechziger Jahren wurde im Swiss Style der Typus des Schriftplakates wiederentdeckt. Die Buchstaben wurden nicht nur dem Setzkasten entnommen, sondern vielfach in Linoleum geschnitten. Armin Hofmann, Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Basel, beherrschte diese Technik vorzüglich. Bis heute hat das typografische Plakat in der Schweiz einen hohen Stellenwert und geniesst im Ausland grosse Anerkennung. In der Ausstellung werden rein typografische Plakat gezeigt, die das vielfältige Leben des Schrift-Plakatschaffens in der Schweiz seit den 30er-Jahren aufzeigt.
Von den 30er-Jahren bis heute
Ort
Kunsthalle, Bourbaki
- Kuration
- Richard Frick (Zürich), Melchior Imboden (Buochs)