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Bitte beachten: diese Reise ist abgesagt, infolge politischer Instabilität!
Wasser ist der Quell allen Lebens. Dass im Iran, welcher landläufig mit grossen Wüsten in Verbindung gebracht wird, unberührte Urwälder wachsen, ist dem Elburs-Gebirge am Kaspischen Meer zu verdanken. An dessen steilen Abhängen steigen die Wolken auf und es regnet ausgiebig. Die menschliche Besiedlung und die Entwicklung der Gartenbaukunst musste sich in den trockenen Gebieten des Irans hingegen mit dem Mangel an Wasser beschäftigen. Besiedeln im Orient entspricht nicht unseren westlichen Vorstellungen. «Urbar machen» in Europa heisst «roden», eine «Lichtung schlagen», in der Gebäude, als Einzelbauten oder zu Reihen zusammengesetzt, errichtet werden. «Urbar machen» im Orient heisst: «pflanzen», eine «Oase anlegen», einen «Ort bewohnbar machen», üblicherweise an einer Quelle oder in einem Wadi gelegen, in dem Höfe und Plätze aus einer weitgehend ungegliederten Masse ausgestanzt werden.
Auf der Reise in den nördlichen und östlichen Iran werden wir diesem Spannungsbogen folgen und dem Einfluss des Wassers auf Siedlungen und auf die Vegetation nachgehen.
In Zusammenarbeit mit Thomas Meyer Architekten GmbH
Reisedaten
5. bis 19. April 2020
Reisepreis
Teilnehmeranzahl
16 (-2/+2)
Begleitung
Leistungen
Nicht enthalten
Wir freuen uns sehr, Sie als Gäste zu verwöhnen.
Referenzadressen erhältlich.
Programm-, Fahr- und Flugplanänderungen vorbehalten.
Flug Zürich (14.40 Uhr) – Istanbul und anschliessend Flug Istanbul – Teheran. Ankunft in Teheran am nächsten Tag, Übernachtung Ferdowsi Grand Hotel, Teheran.
... nur ein Tag Teheran! Wir besuchen drei Schlüsselstellen für das
Verständnis der Stadt: den Basar, Darband und den Pol-e Tabiat.
Entstehung: Teheran liegt im Bereich der ehemals wichtigsten West-Ost-Verbindung Vorderasiens, der alten Seidenstrasse. In kurzer Zeit verwandelte sich die Stadt zum Zentrum der Verwaltung und des Finanzwesens. Angesichts der riesigen Ausdehnung beeinflussen die Höhenunterschiede das Stadtbild Teherans in unterschiedlichem Masse.
Fahrt mit der Transiranischen Eisenbahn durch das Elburs-Gebirge, die weltweit ihresgleichen sucht. Sie windet sich die Berghänge hoch, dass einem schwindlig werden kann. Die berühmte Veresk-Brücke, ein filigranes Bauwerk 100 Meter über dem Talgrund, steht heute noch – samt Baugerüst.
Die königliche Residenz in Farah Abad ist nur fragmentarisch erhalten. Sie rückt jedoch wichtige urbanistische Aspekte ins Licht: enger Zusammenhang von Königspalast und Platz, der ein Ort der Konzentration öffentlicher Gebäude und zugleich Vestibül der Palastanlage ist.
Im Hyrcanischen Wald wachsen über 3000 Pflanzenarten, darunter etwa 500 endemische. Er bildet das wichtigste Refugium und beherbergt die letzten Relikte der breitblättrigen laubwerfenden Wälder, die die temperierten Zonen in der nördlichen Hemisphäre vor dem Quartär bedeckten.
Durch Wissenschaftler der Parkverwaltung geführte Exkursion durch den streng geschützten «teaching forest» der Universität Teheran. Aufgrund seiner ausserordentlichen Biodiversität und Seltenheit wurde der Hyrcanische Urwald 2019 als Weltnaturerbe durch die UNESCO anerkannt. Dank der begünstigten klimatischen Lage wachsen hier Laubbäume wie die Orientbuche oder die kastanienblättrige Eiche bis 50 m in die Höhe und weisen dicke Stämme bis drei Meter Durchmesser auf. Die Waldbilder sind von aussergewöhnlicher Schönheit.
Bagh-e Abbas Abad ist ein harmonischer Ruinenkomplex aus Palast, Blumengarten, Bad und hydraulischen Einrichtungen und zeigt die Kreativität im Umgang mit Wasser und der Natur während der Herrschaft der Safawiden.
Die Gärten von Ashraf gehören zu den schönsten Schöpfungen von Shah Abbas und beherbergen «den prächtigen imrat für den Aufenthalt des Königs, der mit Bädern, Wirtschaftsgebäuden und talar versehen war».
Miankaleh, die Halbinsel im äussersten Südosten des Kaspischen Meeres, ist nicht nur die Heimat vieler einzigartiger kaspischer Vogel- und Reptilienarten. Die Landzunge zählt zu den reichsten ökologischen Oasen Westasiens.
Weiterfahrt entlang den Resten des Alexanderwalls nach Gonbad-e Qabus. Die Mauer wurde erbaut, um die Sesshaften gegen das Eindringen verschiedener Nomadenvölker zu schützen.
Der Golestan-Nationalpark ist ein Refugium für seltene Tiere und Pflanzen: silbriges Gras, Felsen und Steppe, uralter Wald mit bemoosten Baumriesen, verwunschene Quellen, Stille. Wir wandern mit Rangern des Golestan-Nationalparks von Kollar über den Sulukli-Eichenwald nach Zav.
In der Turkmen Ecolodge sind Kamran und seine Frau Forough unsere Gastgeber. Das stilvoll renovierte Haus gibt Einblick in die turkmenische Kultur und Lebensweise.
Die Ranger führen uns nach Osten, durch das geschützte Almeh-Tal. Wir begegnen erstaunlich kontrastreichen Landschaften von kaspischen Wäldern im Westen bis zu den Steppen des Ostens. Hier endet der Hyrcanische Wald, es beginnt die asiatische Steppe, die über 5’000 km bis nach China reicht. Mit etwas Glück können wir Gazellen und Wildziegen beobachten.
Abenteuerliche Fahrt durch die Waldtäler, vorbei an majestätischen Bergen, ländlichen Siedlungen, Flüssen, Quellen, Wiesen und verstreuten Weizenfeldern zu einem der eindrücklichsten Wälder im Iran, von dem das Wort «Dschungel» kommt.
Am späten Nachmittag Besichtigung von Damghan, eine der ältesten Metropolen des Hochlands mit der ältesten Moschee Irans, wo wir die Geburt eines neuen Bautypus, der Vier-Aywan-Moschee, verfolgen.
Shah Abbas I. hat sich einen direkten Weg von Isfahan zu seinen Schlössern am Kaspischen Meer geschaffen, den «Königsweg» durch die Dasht-e Kevir, der durch Karawansereien und mehrere Jagdschlösser flankiert war.
Zwischen Abbasabad und Resmeh quert der Königsweg eine Salzpfanne. Hier liess der König den «Steinteppichweg» errichten, einen gepflasterten Damm von 25 Kilometern Länge, der geradlinig durch eine der unwirtlichsten Gegenden der Welt verläuft.
Die Karawanserei Maranjab am Südufer des Grossen Salzsees bildet eine ummauerte Herberge an der Karawanenstrasse von Khorassan nach Kashan und Isfahan. Reisende konnten dort mit ihren Tieren und Handelswaren sicher nächtigen und sich mit Lebensmitteln versorgen.
Kashan wurde 1778 durch ein Erdbeben völlig zerstört und in der Zeit der Kadscharen-Dynastie mit grosszügigen Neubauten wieder aufgebaut. Zu den bekanntesten zählen zwei Anwesen, die von dem Architekten Ustad Ali Maryam errichtet wurden: Khaneh Tabatabai und Khaneh Borudjerdi.
Gegen vier Uhr sind wir im Bagh-e Fin, einem der besterhaltenen königlichen Gärten im Iran. Zusammen mit der üppigen Vegetation entsteht ein kühler schattiger Raum, der durch den Gegensatz zum trocken-heissen Klima ausserhalb der Mauern in seinem himmlischen Charakter verstärkt wird.
Wir wandern von der Siose-pol-Brücke über den Chahar-e Bagh Abbasi, das Vorbild der Champs-Élysées, an der Madrasa, dem Basar Madar-e Shah und dem Hasht-Behesht-Palast vorbei zum Tschehel-Sotun-Palast, einem der wenigen noch vollständig erhaltenen Gartenpavillons des Königspalastes.
Am Nachmittag nehmen wir uns Zeit für die Bauten, die Isfahan weltberühmt gemacht haben: Meydan-e Shah mit ‘Ali Qapu, Masdjid-e Shah, die Shah Abbas I. als Königsmoschee errichten liess – eine der schönsten Moscheen der Welt –, und schliessen unseren Spaziergang unter der Fliesenkuppel der Masjed-e Sheik Lotfollah ab.
Wir beginnen unsern Stadtspaziergang an der Freitagsmoschee, einer komplexen Zeitmaschine, deren Wachstum uns die verschiedenen Phasen der iranischen Architektur erschliesst. Anschliessend gehen wir über den Maidan Khoneh durch den Basar und seine Karawanserei, seine Moscheen, Medresen und Hammams zu einem späten Mittagessen.
Transfer zum Airport, Check-in Isfahan International Airport, Flug Isfahan (4.00 Uhr) – Istanbul und anschliessend Flug Istanbul – Zürich (Ankunft 9.15 Uhr.