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Tauben im Siedlungsraum: Strassen-, Türken- und Ringeltauben sind angesprochen.
Die Strassentaube: Die Färbung des Gefieders ist vielfältig. Graublaue, metallisch grüne, braune, weisse und schwarze Farbtöne sowie daraus sich ergebende Variationen sind möglich; Individuen mit schwarzen Flügelbinden fallen besonders auf. Als Brutort kommen Gebäude mit Nischen und Hohlräumen sowie Gesimse und Dachböden in Frage. Für den Nestbau verwenden sie Zweige, Wurzeln, Federn, Halme, Papierfetzen und Kunststoffteile. Die Vögel hinterlassen erhebliche Mengen Kot; sie können deswegen grössere Verschmutzungen und Schäden verursachen. Auch aus ornithologischer Sicht stufen wir die Strassentaube als Problemart ein, weil sie für Turmfalken und Schleiereulen bestimmte Nistkästen in Beschlag nimmt. Hier haben wir jedoch Abhilfe geschaffen.
Wichtige Erkennungsmerkmale für die Türkentaube sind das einheitlich beigegraue Gefieder und der schwarze Nackenring. Wie bei allen Tauben sind Männchen und Weibchen gleich gefärbt. Der Name verrät ihre orientalische Herkunft: Vorderasien. Sie hat innerhalb weniger Jahrzehnte ihr Brutareal vom Balkan über Westeuropa bis an den Polarkreis erweitert. Die Population hat sich im ganzen Kanton massiv vergrössert. Als Brutplatz wählen sie vorzugsweise Nadelbäume; das Nest, ein unordentliches dünnes Gebilde, ist eine Art Plattform aus Zweigen und Halmen. Die ruffreudige Türkentaube wird in erster Linie akustisch wahrgenommen. Die dreisilbige, noch aus grosser Distanz zu hörende Lautäusserung kann als penetrant und unangenehm empfunden werden.
Die Ringeltaube: Typisch für diese grosse Taube mit dem vorwiegend grauen Gefieder sind der weisse Halsseitenfleck und im Flug die weissen Querbänder auf der Flügeloberseite. Als ursprüngliche Waldbewohnerin hat sie vor einigen Jahren begonnen, sich im dörflichen Siedlungsraum auszubreiten – auch in Fehraltorf. Ringeltauben brüten auf Bäumen und bauen ein einfaches Nest aus Reisigen. Ihr Ruf (fünf Silben) wirkt im Vergleich zur Türkentaube eher zurückhaltend und gedämpft.
Zum Abschluss: Bitte Tauben nicht füttern!
Für den Verein Natur & Umwelt Fehraltorf:
Beat Germann, Exkursionsleiter SVS (Schweizer Vogelschutz), Ornithologie und Vogelschutz