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Bei den einheimischen sozialen Wespen überwintern ausschliesslich einzelne begattete Königinnen. Sobald die Witterung es zulässt (meist gegen Ende April /Anfangs Mai) beginnen diese ihren endgültigen Neststandort zu wählen. Sie suchen geeignete Orte und fliegen dabei alle Strukturen an, die das Signalement „dunkel und rund „ erfüllen. Astlösche, Schattenfugen etc.
Wenn die Königin den geeigneten Nistplatz gefunden hat, sieht man sie an Parkbänken, Zaunpfählen oder Brennholzstapeln. Hier nagt sie Holz, welches mit Speichel den Baustoff für das Nest bildet.
Die Königin belegt die neu gebauten ersten Waben mit Eiern. Bis die ersten Arbeiterinnen schlüpfen, erledigt die Königin alle anfallenden Arbeiten selbst. Sie sucht Nahrung und Baumaterial und füttert die schlüpfenden Larven. Erst wenn die ersten 20 bis 30 Arbeiterinnen geschlüpft sind, bleibt die Königin im Nest. Von nun an sieht man vermehrt kleinere Wespen herumfliegen.
Im Juni / Juli, besonders bei ungünstigen Witterungsverhältnisse, sind die Nester erst so gross wie eine Orange. Gut entwickelte Völker der Deutschen oder Gemeinen Wespe bringen es im Spätherbst auf medizinballgrosse Nester, bei optimalen Bedingungen können die Nester aber auch wesentlich grösser werden und enthalten dann einige tausend Wespen.
Im Oktober/November geht das Wespenjahr zu Ende, die Völker sterben ab. Nur die ab August/September zusammen mit den Männchen geschlüpften jungen Königinnen überwintern nach der Paarung an einem geschützten Ort. Die Männchen sterben kurz nach der Paarung.
Die jungen Königinnen überwintern nicht im Mutternest, ausser bei den Feldwespen, wo einige Königinnen im nächsten Frühling an derselben Stelle am Nest weiterbauen.