Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03647.jsonl.gz/351

In der Schweiz besteht das grösste Insolvenzrisiko im Gastgewerbe. Gastronomiebetriebe haben ein rund 2.3 Mal höheres Risiko einer Firmenpleite als ein Durchschnittsunternehmen und ein 4.3 Mal höheres Risiko als ein Architekturbüro. Das geht aus einer Erhebung von Dun & Bradstreet hervor.
Das auf Wirtschaftsinformationen spezialisierte Unternehmen analysierte das Insolvenzrisiko in verschiedenen Branchen. Dazu wurden die Insolvenzen des Jahres 2012 im Verhältnis zum Bestand an Firmen in der jeweiligen Branche betrachtet. Der Wert 100 entspricht dem durchschnittlichen Konkursrisiko in der Schweiz.
Im Jahr 2012 gingen in der Schweiz 6831 im Handelsregister eingetragene Firmen in Konkurs. 4467 dieser Konkurse waren durch Zahlungsunfähigkeit verursacht. Dies ist eine Zunahme um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark Insolvenzgefährdet waren dabei das Gastgewerbe (Insolvenzindikator 232) wie auch das Baugewerbe (190) und das Handwerk (186).
Im Schweizer Gastgewerbe wurden im vergangenen Jahr 603 Insolvenzen verzeichnet. Ein beträchtlicher Rückgang der Betriebszahlen ist damit wohl kaum verbunden, denn auch bei den Neugründungen nimmt die Branche einen Spitzenplatz ein. Im Jahr 2012 wurden 2961 gastgewerbliche Unternehmen neu ins Handelsregister eingetragen – die Anzahl Löschungen wurde nicht kommuniziert.
Ein unterdurchschnittliches Insolvenzrisiko weisen unter anderem Wirtschaftszweige wie die Holz- und Möbelindustrie (Indikator 65), Architekturbüros (54), Investitionsgesellschaften (52) und Immobilienverwaltungen (32) auf.