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Leuk
Das Beinhaus, obwohl nach den ältesten Teilen der bestehenden Stephanskirche errichtet, dürfte vor dem Abschluss der Bauarbeiten am Gotteshaus, welcher mit der datierten Gewölbemalerei ins Jahr 1514 anzusetzen ist, fertiggestellt worden sein. Es befindet sich unterhalb des Fussbodens auf der Südseite der Kirche. Die Wand aus Schädeln und Oberschenkelknochen ist nicht bloss einschichtig, sondern weist eine Stärke von bis zwei Metern auf.
Der mächtige Vierkantpfeiler, das Fundament des in der darüber befindlichen Stephanskirche aufstrebenden mittleren Bündelpfeilers der südlichen Arkade, verstärkt noch den Eindruck des Unabwendbaren, zumal die südliche und westliche Wand dieses Pfeilers mit Szenen eines Totentanzes kunstvoll bemalt sind. Nur der auf der Nordseite knapp skizzierte Schmerzensmann, der selbst den Tod erleidend den Tod überwand, vermag da noch zu trösten, wie der Armenseelen-Altar an der Ostwand des Beinhauses, dessen Stiftung auf das Jahr 1506 zurückgeht.
Die Innenrestaurierung der Stephanskirche im Jahr 1982 brachte es an den Tag: Das Beinhaus war in seinen Ausmassen weit grösser, als es die im 19. Jahrhundert eingefügten Zwischenwände vermuten liessen. Während der Restaurierung wurden unter den Gebeinen sieben Statuen entdeckt.
Das heutige Gotteshaus entstand durch Umbau des romanischen Vorgängerbaus zu einer dreischiffigen gotischen Kirche, die in manchem an die Sittener Kathedrale erinnert. Im Jahre 1497 standen bereits der Chor, das vierte Joch, die Seitenschiffe und die Westfassade mit einem Teil des Portals; es fehlte noch das Gewölbe über dem Mittelschiff. Im Jahre 1513 trat Ulrich Ruffiner auf, dem der Abschluss der Arbeiten übertragen wurde. Die Malerei von Hans Rinischer am Gewölbe datiert von 1514.
Samstag 11.9.
13 und 15 Uhr
Was: Führungen durch Leuk Tourismus.
Organisation:
Tourismus Leuk
Bahnhofstrasse 5
3952 Susten
Telefon: 027 473 10 94
Kontaktperson: Renaud Bucher