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Doppelbürger dürfen in Sri Lanka nicht ins Parlament gewählt werden. Dies wurde nun einer Abgeordneten mit Schweizer Pass zum Verhängnis. Der Fall sorgt in Sri Lanka für Aufruhr, weil die betroffene Politikerin auch eine preisgekrönte Schauspielerin ist.
Der Schweizer Pass gilt in vieler Hinsicht als Vorteil. Dass das nicht unbedingt der Fall sein muss, bekommt nun eine ehemalige Schauspielerin und Neo-Politikerin in Sri Lanka zu spüren. Die Doppelbürgerin Geetha Kumarasinghe, 61, wurde von ihrer Funktion als Abgeordnete entbunden, weil sie das rote Passbüchlein nicht abgegeben haben soll. Eine Funktion im Parlament auszuüben ist Doppelbürgern in Sri Lanka gemäss Artikel 19 der Verfassung nämlich untersagt.
Kumarasinghe aber sagt, sie habe das Schweizer Bürgerrecht, das sie durch ihren Ehemann Chris Fuhrer erhalten habe, vor ihrer Wahl im Jahr 2015 abgelegt. Nur fehlen ihr scheinbar entsprechende Dokumente, um das zu belegen, berichten verschiedene sri-lankische Medien.
Das Berufungsgericht jedenfalls schenkte Kumarasinghes Aussagen keinen Glauben und hat vergangene Woche entschieden, dass die Politikerin ihren Sitz im Parlament räumen muss. Doch das will Kumarasinghe nicht auf sich sitzen lassen: Sie legte am Dienstag beim Obersten Gerichtshof Berufung ein.