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Beschreibung
Eine Publikation des Instituts für Kulturforschung Graubünden ikg, Reihe cultura alpina, Band 7
Mit Beginn der 1930er-Jahre setzte der Aufbau der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) auch in der Schweiz ein. In der Funktion des hauptamtlichen Landesgruppenleiters schuf Wilhelm Gustloff, ein seit 1917 in Davos wohnhafter Bankkaufmann aus Schwerin, ein landesweites Netz von Stützpunkten und Ortsgruppen. Seine antidemokratischen und antisemitischen Umtriebe erregten zunehmend den Unmut schweizerischer Politiker, die auf ein Verbot nationalsozialistischer Organisationen drängten.
Die angespannte Situation verschärfte sich im Februar 1936 mit der Ermordung Gustloffs durch den jüdischen Studenten David Frankfurter weiter. Der Bundesrat geriet ins Kreuzfeuer der Diplomatie und der Medien; die Bündner Justiz sah sich heftigen reichsdeutschen Druckversuchen ausgesetzt. Spätestens zum Zeitpunkt des Frankfurter-Prozesses im Dezember 1936 war die NSDAP zu einer existenziellen Herausforderung für die ganze Schweiz geworden.
Der Autor
Peter Bollier, geboren 1945 in Oberstammheim (Kanton Zürich), war bis zu seiner Pensionierung während 34 Jahren als Gymnasiallehrer an der Schweizerischen Alpinen Mittelschule Davos tätig. Seit den 1990er-Jahren forscht er zu verschiedenen Themen der Davoser und Bündner Geschichte.
Institut für Kulturforschung Graubünden
Reihe Cultura Alpina (7)
Verlag Desertina
ISBN 9-783-856374-907