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25.03.2020, 15:05 Uhr
Die Nationalbank schafft eine SNB-COVID-19-Refinanzierungsfazilität und stellt den Antrag auf Deaktivierung des antizyklischen Kapitalpuffers.Artikel lesen
Die Nationalbank erwartet für 2019 einen Jahresgewinn von 49 Mrd. Franken. Bund und Kantone erhalten für das Geschäftsjahr 2019 eine Ausschüttung von 2 Mrd. Franken. Für die Jahre 2019 und 2020 stellt die SNB eine zusätzliche Ausschüttung in Aussicht.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird für das Geschäftsjahr 2019 nach provisorischen Berechnungen einen Gewinn in der Grössenordnung von 49 Mrd. Franken ausweisen. Wie die SNB am Donnerstag mitteilte, entfiel der Löwenanteil des Gewinns mit rund 40 Mrd. Franken auf Fremdwährungspositionen. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 6,9 Mrd. Franken und der Erfolg auf den Frankenpositionen belief sich auf rund 2 Mrd. Franken.
Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven wird rund 5,9 Mrd. Franken betragen. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 45 Mrd. Franken resultiert ein Bilanzgewinn von rund 88 Mrd. Franken. Dies ermöglicht laut SNB eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgesetzten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von 1 Mrd. Franken. Bund und Kantonen steht zudem gemäss gültiger Vereinbarung eine Zusatzausschüttung von 1 Mrd. Franken zu, da die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Betrag von 20 Mrd. Franken übersteigt. Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 2 Mrd. Franken geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone.
Nach der Ausschüttung von 2 Mrd. Franken wird die Ausschüttungsreserve rund 86 Mrd. Franken betragen. Diese hohe Reserve ermögliche es der Nationalbank, die Ausschüttungen an Bund und Kantone für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 "in begrenztem Ausmass und nach den gewohnten Prinzipien über die vereinbarten Beträge hinaus zu erhöhen", heisst es weiter in der Medienmitteilung. Die SNB strebe zu diesem Zweck eine Zusatzvereinbarung mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) an. Diese soll die laufende Vereinbarung über die Gewinnausschüttung, die noch bis und mit Geschäftsjahr 2020 gilt, ergänzen. Für Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2021 bis 2025 werde im Verlauf von 2021 eine neue Gewinnausschüttungsvereinbarung abgeschlossen.
Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen wird am 2. März 2020, der Geschäftsbericht am 19. März 2020 publiziert.