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Rechnung und Geschäftsbericht der Kantonalbank vom Jahre 1914.Herr Küng referiert als Präsident der Prüfungskommission. Die Kommission sieht sich zu keinen Aussetzungen veranlasst, die Buch- und Geschäftsführung wird als eine in jeder Beziehung gute bezeichnet. Bei den Handschriften beanstandet die
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Kommission die grosse Zahl von Zessionen mit Viehverpfändung. Sie hält davon, dass die Bank auf diese Geschäfte verzichten sollte. Die Kommission empfiehlt im weitern, darauf zu halten, dass der Amortisationskonto möglichst bald abgeschrieben werden kann, was unter anderm dadurch möglich sein sollte, dass der Kontokorrentverkehr mehr gehoben und die dabei zu beachtende Vorsicht nicht übertrieben wird. Auch sollte die Einlage in den Reservefonds eine höhere sein. Was die Liquidation der Volksbank Sissach anbetrifft, so sei es unter den gegenwärtigen Verhältnissen angezeigt, zuzuwarten, da allein dadurch ein Verlust der Kantonalbank möglicherweise vermieden oder wenigstens eingeschränkt werden könne. Auch hält es die Kommission für angezeigt, dass die Kantonalbank die vielen bei fremden Banken lombardierten Wertpapiere der Volksbank selbst übernehme, da dadurch eine Zinsersparung von ca. Fr. 15'000.- möglich wäre. Die Kommission bringt im weitern die Anstellung eines Kontrolleurs sowie die baldige Wiederanhandnahme der Revision des Bankgesetzes in Vorschlag. Im übrigen beantragt die Kommission, in Zustimmung zum Antrage des Regierungsrates, Rechnung und Geschäftsbericht der Kantonalbank vom Jahre 1914 zu genehmigen. Herr Regierungsrat Glaser erklärt sich mit der Anregung der Kommission betr. Anstellung eines Kontrolleurs sowie betr. Revision des Kantonalbankgesetzes einverstanden. Letztere sei jedoch nicht dringlicher Natur. Der Amortisationskonto werde nach Möglichkeit abgeschrieben werden. - Herr Schneider, Direktionspräsident der Kantonalbank, machte zu dem Berichte der Prüfungskommission u.a. folgende Bemerkungen: die Frage der Viehverpfändung sollte eidgenössisch geregelt werden, wenn die Anregung der Kommission Erfolg haben soll. Beim Amortisationskonto habe man mit Rücksicht auf die erheblichen Abschreibungen der beiden letzten Jahre pro 1914 füglich auf eine gewisse Abschreibung verzichten dürfen. Künftighin werde wieder nach Mög-
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lichkeit abgeschrieben werden. Er stimmt den Ausführungen der Kommission betr. die Volksbank Sissach bei. Die Ablösung der Schulden der Volksbank sei sehr schwierig und es sei der Direktion der Kantonalbank erwünscht, wenn sich der Rat mit der Belehnung der verpfändeten Titel der Volksbank einverstanden erkläre. Die Schaffung der Stelle eines Kontrolleurs sollte im neuen Bankgesetz vorgesehen werden, ebenso die Erhöhung der Einlage in den Reservefonds. Die Revision des Bankgesetzes werde gegenwärtig von der Bankbehörde studiert. Nach weitern Voten der Herren Graf, Haas, Bussinger, Dr. Veit, Werdenberg und Dr. Glaser wird beschlossen:1. der Geschäftsbericht und die Rechnung der Kantonalbank werden genehmigt.2. Der Rat begrüsst die Anregung der landrätlichen Kommission, die Belehnung der Titel der Volksbank Sissach zu übernehmen; er überlässt den Entscheid hierüber dem Verwaltungsrat der Kantonalbank als in dessen Kompetenz fallend.