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Wie entstehen eigentlich Wolken?
Steigende Luft kühlt sich ab. Dabei nimmt die relative Feuchtigkeit zu. Die relative Feuchtigkeit ist das prozentuale Verhältnis zwischen der effektiven und der maximal möglichen Menge an Wasserdampf. Sobald der Sättigungspunkt erreicht wird, kondensiert bei weiterer Abkühlung der überschüssige Wasserdampf: Es bilden sich winzige Wassertropfen, die auf Grund ihrer sehr geringen Gewichts in der Luft schweben. Die Ansammlung dieser Wassertropfen wird als Wolke sichtbar. Ein Wassertropfen hat einen Durchmesser von 0,001 bis 0,01 Millimeter. Und in 1 Kubikzentimeter Wolkenluft sind durchschnittlich etwa 100 solcher Tröpfchen enthalten. So entstehen verschiedene Wolkenarten im Himmel.
Wolkentypen: Die verschiedenen Wolkenarten in der Schweiz
Es gibt eine riesige Vielfalt von Wolken im Himmel. Doch Dank den Gemeinsamkeiten bezüglich Form, Entstehung und Höhe ist es möglich, die Wolken in verschiedene Typen zu unterteilen. Die von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ausgegebene Klassifikation umfasst zehn Wolkentypen.
Wolken im oberen Stockwerk des Himmels:
Cirrus: Die hohe Federwolke kann aus weissen Fäden oder überwiegend weissen Flecken und Bändern bestehen. Typisch für diesen Wolkentyp ist sein haarähnliches Aussehen. Fleckenartige und dichte Cirrus-Wolken sind nach einem Gewitter möglich: Die Sonne wird dann verschleiert, wirkt grau oder völlig verdreckt.
Cirrocumulus: Die hohen Schäfchenwolken sind eher unauffällig und bestehen aus sehr kleinen, körnig gerippt und miteinander verwachsenen Wolkenteilen, die regelmässig angeordnet sind. Der Cirrocumulus entsteht u.a. durch Konvektion innerhalb dünner labiler Schichten in der hohen Troposphäre.
Cirrostratus: Ein durchscheinender, weisslicher Wolkenschleier, von faserigem, haarähnlichem oder glatten Aussehen. Der Cirrostratus verdeckt in der Regel den Himmel zum grossen Teil oder ganz. Ein eindeutiges Merkmal sind die Halo-Erscheinungen in Form eines hellen Ringes um die Sonne oder den Mond. Der Cirrostratus entsteht u.a. durch gleichmässiges Aufgleiten von wärmerer über kältere Luft in der hohen Troposphäre unter stabiler Schichtung.
Wolken im mittleren Stockwerk des Himmels:
Altocumulus: Die groben Schäfchenwolken kommen sehr häufig vor. Dieser Wolkentyp besteht aus schuppenartigen Teilen, Ballen, Walzen, etc. und ist in horizontalen Schichten angeordnet. Ein Altocumulus erscheint selten allein und sind häufig Vorboten von Gewittern: Sie bestehen meist während kurzer Zeit, bevor sie sich wieder auflösen – bevor es später zur Bildung von Cumulus- und Cumulonimbus-Wolke mit Gewitteraktivitäten kommen kann. Diese kommen vor allem Bei Föhnlagen vor, am Ende einer Schönwetterperiode und in Warmsektoren vor dem Herannahen einer Kaltfront. Ähnliche Wolken bilden sich auch auf der Alpensüdseite bei Nordwind.
Altostratus: Die mittelhohe Schichtwolke ist geprägt von einem meist einförmigen, diffusem Aussehen, die den Himmel ganz oder teilweise bedeckt. Der Altostratus kann so dünn sein, dass die Position der Sonne noch erkennbar ist. Im Gegensatz zum Cirrostratus, kommt es bei der Altostratus-Wolkenart zu keiner Halo-Erscheinung.
Wolken im tiefen Stockwerk des Himmels:
Stratocumulus: Die Schicht-Haufenwolke besteht aus mosaikartigen Ballen oder Schollen, die ähnlich wie beim Altocumulus in horizontalen Schichten angeordnet sind. Die einzelnen Wolkenteile sind aber bedeutend grösser als beim Altocumulus.
Stratus: Die niedrige Schichtwolke hat eine ziemlich diffuse Untergrenze. Eine geschlossene, graue Wolkenschicht. Dieser Wolkentyp bildet sich vor allem bei Bisenlage im Winter. Ein weiterer Begriff für den Stratus ist in der Schweiz „Hochnebel“. Oft auch als Begleitwolke unterhalbt einer Nimbostratus-Wolke.
Wolken, die sich über alle Stockwerke erstrecken:
Cumulus: Die Haufenwolke entwickelt sich in der Vertikalen, in Form von scharf begrenzten Hügeln oder Türmen. Der aufquellende obere Teil sieht einem Blumenkohl ähnlich. Die Untergrenze der Wolke ist eher dunkel und verläuft praktisch horizontal.
Cumulonimbus: Die Schauer- und Gewitterwolke ist eine massige und dichte Wolke in Form eines mächtigen Turms. Der Cumulonibus verursacht sehr starke Gewitter mit intensiven Niederschlägen, begleitet von elektrischen Erscheinungen (Blitz).
Nimbostratus: Die Regen-Schichtwolke ist eine typische Regenwolke, die meist als ausgedehnte, graue und dunkle Wolkenschicht erscheint. Der Nimbostratus ist eine schwerfällige Wolke und kann während Stunden anhaltende Niederschläge verursachen. Unterhalb dieser Schicht treten häufig niedrige, zerfetzte Wolken auf, die mit ihr zusammenwachst.
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Bilder: xemel.ch & wolken-online.de