Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/2329

CH: Mehr Sozialhilfebeziehende in der Schweiz
273’000 Menschen oder 3,3 Prozent bezogen 2016 Sozialhilfe in der Schweiz, 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals hat das BFS zusätzlich Zahlen zu Beziehenden aus dem Flüchtlings- und Asylbereich veröffentlicht. Jede dritte beziehende Person ist ein Kind.
So bezogen laut Mitteilung des BFS im letzten Jahr 25’544 Personen oder 85,8 Prozent der Flüchtlinge in der Schweiz Sozialhilfe. Im Asylbereich waren es 55’504 Personen oder 88,4 Prozent. Für diese Personen sei es besonders schwierig, eine Arbeit zu finden, die finanzielle Autonomie ermögliche. Dies sei auf unzureichende Sprachkenntnisse, eine nicht anerkannte Ausbildung, den Gesundheitszustand oder das fehlende Netzwerk zurückzuführen.
Neuenburg, Basel-Stadt, Genf, Waadt und Bern weisen demnach unter den städtischen Kantonen die höchsten Quoten aus. Zürich bleibt unter dem Durchschnitm, die tiefsten Quoten sind in den ländlichen Kantonen zu beobachten.
Jede dritte Person, die Sozialhilfe bezieht, ist ein Kind. Das gilt laut BFS sowohl für die wirtschaftliche Sozialhilfe als auch für die Sozialhilfe im Flüchtlings- und Asylbereich. Das sei “vor dem Hintergrund des hohen Armutsrisikos von Einelternfamilien und kinderreichen Familien zu beachten.
Mehr als die Hälfte der Sozialhilfebeziehenden sind Schweizerinnen und Schweizer. Die ausländischen Beziehenden stammen hauptsächlich aus europäischen Ländern, deren Wanderungsbewegungen wirtschaftlich oder politisch bedingt waren, schreibt das BFS.