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Der Internationale Währungsfonds (IWF) will dem Libanon mit einem Rettungspaket helfen, verlangt dafür aber eine politische Einigung auf umfassende Reformen in dem Land. Nach der verheerenden Explosion in Beirut sei die Organisation bereit, ihre Bemühungen «zu verdoppeln», sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Sonntag bei einer von Frankreich einberufenen Videoschalte von Gebernationen.
Die Voraussetzung eines Kreditpakets müsse es sein, dass sich die libanesischen Politiker und Institutionen darauf einigten, «sehr nötige Reformen durchzuführen», erklärte Georgiewa dem IWF zufolge. Auf diesem Weg könnten «Milliarden Dollar» mobilisiert werden, um dem libanesischen Volk zu helfen. «Es ist jetzt der Moment für die Politiker des Landes, entschlossen zu handeln», erklärte Georgiewa.
Es gehe darum, den Libanon vor dem «Abgrund eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs» zu schützen, erklärte Georgiewa. Angesichts einer schweren Krise führte der IWF bereits Monate vor der Explosion mit Beirut Gespräche über ein Rettungspaket. Diese führten allerdings zu keinem Ergebnis - offenbar, weil sich die Politik im Libanon nicht mit den IWF-Bedingungen und Reformforderungen anfreunden wollte.
Der IWF fordert von Beirut Georgiewa zufolge eine Sanierung der öffentlichen Finanzen und eine Stabilisierung des Bankensystems, befristete Regelungen, um Kapitalabflüsse zu stoppen sowie eine Sanierung defizitärer staatlicher Unternehmen und mehr Hilfen für Arme. Der IWF verlangt für seine Kreditpakete immer weitgehende Reformen, um den Ursachen von Krisen zu begegnen. Das ist für die Politik in den betroffenen Ländern meist schwer verdauliche Kost. (sda/dpa)