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Ulrich Wolff, geboren 1955 in Wuppertal, begann seine musikalische Laufbahn an der Geige. Später wechselte er zum Kontrabass, weil er in seiner Heimatstadt in einem Kammerensemble mitwirkte, bei dem gelegentlich auch dieses Instrument benötigt wurde. Sein Kontrabassstudium absolvierte er dann bei Rainer Zepperitz an der Hochschule der Künste in Berlin. 1977 wurde Wolff Mitglied des Weltjugendorchesters und konzertierte unter Leitung von Leonard Bernstein in Seoul und Tokio. Im folgenden Jahr engagierten ihn die Berliner Philharmoniker, denen er – mit Ausnahme eines vierjährigen Intermezzos als Erster Solo-Kontrabassist beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter Sergiu Celibidache – bis heute angehört. Ausserdem musizierte er von 1997 bis 1999 im Orchester der Bayreuther Festspiele und wirkt in vielen Kammermusikensembles mit, darunter das Ensemble Berlin, das er mitbegründete, und das Philharmonische Streichoktett. Gemeinsame Konzerte mit Isaac Stern, dem Auryn Quartett und dem Philharmonia Quartett Berlin gehören ebenfalls zu seinen kammermusikalischen Aktivitäten. Seine besondere Liebe aber gilt der Alten Musik, die er seit jeher gespielt hat: So war Ulrich Wolff Mitglied in Reinhard Goebels Musica Antiqua Köln und gehört derzeit dem Concerto Melante an. Er beherrscht auch das Spiel auf historischen Instrumenten wie dem Violone in D und G oder der Viola da gamba. In zahlreichen Meisterkursen engagiert er sich für den musikalischen Nachwuchs. Seit 2005 unterrichtet Wolff an der von Claudio Abbado gegründeten Gustav-Mahler-Akademie im italienischen Potenza. Auch ein grosser Teil seiner Freizeit gehört der Musik: Dann beschäftigt sich Ulrich Wolff mit Quellenforschungen und studiert die musikhistorische Literatur.
Als Mitglied der Berliner Philharmoniker ist Ulrich Wolff seit vielen Jahren Stammgast bei LUCERNE FESTIVAL.
Februar 2016