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Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Paella.
Übersetzt bedeutet Albariño „der kleine Weisse vom Rhein“, was wohl mit ein Grund dafür ist, dass der Rebsorte lange Zeit eine Verwandtschaft mit dem Riesling nachgesagt wurde. Tatsächlich stammt sie vom Traminer ab und ist laut neuen Erkenntnissen eher mit dem Sauvignon Blanc, Pinot Blanc oder Petit Manseng verwandt. Die Weinsorte Albariño kam wohl zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert mit deutschen oder französischen Mönchen über den Jakobsweg nach Galicien. In dem feuchten, fruchtbaren Klima dieser Region fühlte sie sich sehr wohl und verbreitete sich bald auch im nahegelegenen Norden Portugals.
Verbreitung: Wo der Albariño-Wein blüht
Mit 1.300 Hektar Anbaufläche spielt die Rebsorte Albariño vor allem im galicischen Anbaugebiet Rías Baixas eine grosse Rolle. Dort, wo Flussmündungen die Landschaft prägen und Regen- und Sonnenstunden sich die Waage halten, herrscht das perfekte Klima für den Weisswein. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit wird die Sorte überwiegend an Pergolen hochgezogen. Interessant ist, dass die besten reinsortigen Albariños aus einer Gegend Galiciens stammen, in der Granitboden vorherrscht. Die dort gewonnenen Weine gehören zu den besten und teuersten spanischen Weissweinen.
Reinsortig wird die im Portugiesischen als Alvarinho bezeichnete Rebsorte auch in Monção, in Nord-Portugal angebaut. Auf einer Fläche von etwa 1.800 Hektar gedeiht sie gut an Pergolen. Sie bildet neben der Loureiro die Grundlage für die Produktion des Vinho Verde. Auch am Duoro gedeihen die Reben hervorragend. Der Wein, den die Albariño in dieser Region hervorbringt, beeindruckt mit seiner charaktervollen Frische und Präzision.
Auch andere Länder haben die Rebsorte bereits für sich entdeckt. In Australien und Neuseeland wird die Weinsorte ebenso gefördert wie in Nordkalifornien, wo sie ausser von den klimatischen Bedingungen auch von den vulkanischen Böden profitiert.
So schmeckt der Wein der Albariño-Sorte
Das Besondere an der Weinsorte Albariño ist ihre Mannigfaltigkeit. Je nachdem, unter welchen klimatischen Bedingungen sie angebaut und auf welche Art und Weise der Wein erzeugt wird, ergibt sie ganz unterschiedliche Weissweine. Im Rías Baixas, dem Ursprungsgebiet der Sorte, kennt man Albariño-Wein vor allem als alkoholstarken Tropfen mit betonter Säure und Aprikosenaroma.
Grundsätzlich gilt dieser Weisswein, der am besten jung getrunken wird, als rassig und vielschichtig. Ein guter Albariño ist ein von feiner Säure durchzogener, saftiger und leicht salzig schmeckender Wein, der an einen Tag am Meer erinnert. Sein kühler Geschmack wirkt kraftvoll und animierend. Sein komplexes Bouquet mit fruchtigen und floralen Aromen (Aprikose, Birne, Wiesenblumen) zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Süsse und Säure aus.
Weinkenner bezeichnen den Albariño-Wein als elegant, lebhaft und saftig am Gaumen. Damit ist die originelle, spannende Sorte mehr als nur das spanische Pendant zum Riesling.
Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Paella.