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Ein Land befindet sich in Autarkie, wenn es als geschlossenes System keine internationalen Handelsbeziehungen betreibt. Das heisst, dass sich die Volkswirtschaft selbst mit Rohstoffen versorgt und der nationale Konsum der inländischen Produktion entspricht.
Die Ursprünge der Autarkie als volkswirtschaftlicher Ansatz liegen im 20. Jahrhundert. Der Theorie nach sollten die Staaten nach der wirtschaftlichen Unabhängigkeit streben und sich komplett selbst versorgen. Das heisst, Staaten verzichten auf Importe und Exporte. Wobei diese ökonomische Autarkie nur ein Mittel zum Zweck darstellen soll. Denn das erklärte Ziel ist eine politische Unabhängigkeit, die sich in wirtschaftlichen Abhängigkeiten von aussen kaum realisieren lässt.
Eine völlige Abschottung von anderen Volkswirtschaften und Märkten ist utopisch. Da moderne Staaten mit ihren Industrien auf Ressourcen wie fossile Brennstoffe oder Edelmetalle angewiesen sind, ist eine Realisierung dieser Idee kaum möglich. Autarke Staaten müssten abwägen: Entweder verfügt das Land über riesige Ressourcenvorkommen unterschiedlicher Arten oder es muss auf wesentliche Güter verzichten. Hinzu kommt, dass die Arbeitsteilung in den modernen Volkswirtschaften in der Regel sehr diversifiziert und mittlerweile auch international verbunden ist. So sind weltweit verschiedene Branchen gleichzeitig in den einzelnen Ländern mit unterschiedlichen Spezialisierungsvorteilen vertreten. Eine autarke Volkswirtschaft würde von diesen vielfältigen Einflüssen nicht profitieren können. Die Folge der Isolation wäre eine hohe Ineffizienz.