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Über 200 Probanden reduzierten für eine japanische Studie ihren Salzkonsum von knapp elf auf acht Gramm pro Tag. Der Effekt zeigte sich postwendend: Sie mussten statt zweimal nur noch einmal pro Nacht ihre Blase entleeren. Umgekehrt mussten 100 Probanden, die ihren Salzkonsum erhöhten, öfters die Toilette aufsuchen. Das scheint insofern logisch, als Salz vom Körper nur ausgeschieden werden kann, wenn es aufgelöst ist. Darum braucht es mehr Urin. Ausserdem macht Salz durstig: Wer mehr trinkt, muss öfter aus WC.
Vor allem ältere Menschen sind von nächtlichen Toilettengängen betroffen. Wer zweimal oder öfter in der Nacht auf die Toilette muss, dessen Schlaf wird nachhaltig gestört.
Die Forscher ziehen den Schluss, dass möglicherweise eine einfache Ernährungsanpassung die Schlaf- und damit Lebensqualität vieler Menschen erhöhen könnte. Allerdings räumt der Studienautor ein, dass es mehr Untersuchungen brauche, um den Zusammenhang zwischen Salz und Harndrang zu beweisen.