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Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verhängten am 5. Juni 2017 ein Embargo über Katar. Die Wirtschafts-Blockade betrifft vor allem auch die Qatar Airways: Der zweitgrösste Golf-Carrier mit Sitz in Doha darf nicht mehr in und über die genannten Länder fliegen. Dies führt teilweise zu Umwegen und deshalb zu längeren Flugzeiten.
Insgesamt büsste Qatar Airways seit Juni 2017 fast 11 Prozent ihres Streckennetzes und rund 20 Prozent ihres Umsatzes ein. Konkret dürfen 19 Länder nicht mehr angeflogen werden. Airline Chef Akbar al-Baker rechnet deshalb mit einem sehr negativen Jahr in Punkto Gewinn. Nichtsdestotrotz gibt sich al-Baker kämpferisch. Er kündigte auch für das Jahr 2018 die Aufnahme einiger neuen Ziele an.
In einem TV-Interview mit Bloomberg sagt er, er «werde beweisen, dass die Blockade keine negativen Auswirkungen auf das Wachstum der Airline hat.» Auch plane die Airline, ihre im November bekanntgegebene Beteiligung an Cathay Pacific auszubauen – so fern dieses Vorhaben nicht die Beteiligungen der anderen Investoren störe.
Die Blockade wurde verhängt, da Katar terroristische Gruppierungen unterstützen soll. Katar selber bestreitet dies. Touristen in den VAE sollten aber in Sachen Politik besser Zurückhaltung üben. Das Eidgenössisch Department für auswärtige Angelegenheiten (EDA) schreibt in der aktualisierten Reisehinweisen:
«Die Gesetzgebung orientiert sich an einer strikten islamischen Rechtsauffassung und an rigiden Moralvorstellungen. Vergehen werden konsequent verfolgt und wesentlich härter bestraft als in der Schweiz. Die Rechtsprechung kann in den einzelnen Emiraten variieren. Unter anderem sind folgende Delikte strafbar: Sympathiebekundungen für Katar oder kritische Äusserungen über die seit Juni 2017 andauernde politische Krise zwischen Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (sowie einigen anderen arabischen Staaten). Verzichten Sie generell auf politische Diskussionen und Äusserungen, auch in den sozialen Medien.»