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Der Mathe-Professor Grégoire Nicollier (HES-SO) erwägt hier verschiedene Szenarien für den 20. Oktober.
SP, Grüne und PCS Centre gauche sind verbunden und bilden je eine Unterlistenverbindung. Das Oberwallis spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Denn, falls der links-grüne Block – wie 2015 – einen Sitz macht, geht dieser zur Hauptliste der SP Unterwallis.
Bei zwei Sitzen werden die Mandate auf die SP Unterwallis und die Hauptliste der Unterwalliser Grünen verteilt. Wenn die Unterverbindung der welschen Grünen halb so viele Stimmen auf sich vereint wie die Unterverbindung der Unterwalliser Sozialdemokraten, passiert Historisches: Es wäre der erste Nationalratssitz für die Walliser Grünen. Und der erste grüne Sitz ist mehr als nur Spekulation.
Denn bei den letzten Grossratswahlen 2017 kamen die Unterwalliser Grünen allein auf einen Wähleranteil von 6,7 Prozent. Der Rest der Linken schaffte hingegen gerade mal 13,5 Prozent.
Übrigens: Die kleine PCS-Partei hätte den Grünen das Leben schwer machen können. Hätte sie sich der SP-Unterverbindung angeschlossen, so hätten die Grünen im Falle eines Doppelsitzes die Hälfte der Gesamtstimmen SP und PCS erreichen müssen, und nicht nur die Hälfte der SP-Stimmen.
Und: Ohne Listenverbindung hätten die Grünen nur dann einen Sitz, wenn sie elf Prozent aller Walliser Stimmen erreichen würden. Logisch, oder?Grégoire Nicollier