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Die Generalversammlung konnte bis zur Umstrukturierung des Vereins im Jahr 2012 Ehrenmitglieder ernennen. Es handelte sich um Menschen, die sich für die TITANIC oder unseren Verein besonders verdient gemacht haben, oder um Menschen, die einen ausgesprochen engen Bezug zur TITANIC hatten.
Joans ist die Tochter von Louise Kink Pope (April 8, 1908 – August 25, 1992) und die Enkeltochter von Anton Kink und seiner Frau Luise Gretchen Kink-Heilmann.Die Kinks gingen zusammen mit Antons Bruder Vinzent und Schwester Maria ab Southampton an Bord der Titanic. Antons Geschwister starben beim Untergang, er selbst sprang zu seiner Frau und Tochter ins Rettungsboot 2, obwohl es Männern eigentlich nicht gestattet war.
Eva Hart reiste mit ihren Eltern in der 2. Klasse der TITANIC. Der Vater der damals siebenjährigen Eva starb. Sie war eine der aktivsten Titanic-Überlebenden und setzte sich dafür ein, dass die Titanic nie vergessen wird. Sie war überzeugte Gegnerin der Bergungsexpeditionen zum Wrack der Titanic. Sie war Ehrenmitglied des TVS von 1993 bis 1996.
Der damals vierjährige Michel reiste als Passagier der 2. Klasse auf der Titanic. Sein Vater hatte ihn und seinen jüngeren Bruder im Streit ums Sorgerecht entführt. Die überlebenden Knaben wurden als Titanic-Waisen berühmt, da anfänglich niemand ihre richtigen Namen kannte. Später wurde aus Michel ein bekannter Philosophie-Professor in Frankreich. Er war Ehrenmitglied in unserem Verein von 1996 bis 2001.
Als neunjähriger reiste Walter Lord mit seiner Mutter und seinem Kindermädchen mit der Olympic über den Atlantik. Als Journalist erhielt er den Auftrag, ein Buch über die Titanic zu schreiben. 1955 wurde sein Buch „A Night to Remember“ (dt. „Die Letzte Nacht der Titanic“) zum Grosserfolg und 1958 verfilmt. Er gilt als Urvater aller Titanic-Forscher. Er wohnte bis zu seinem Tod in New York und war von 1993 bis 2002 Ehrenmitglied im TVS.
George Tulloch kam eher zufällig als Investor zur Titanic, als er in die Bergungsexpedition von 1987 investierte. Doch das Thema faszinierte ihn so sehr, dass er sich bald ausschliesslich der Titanic widmete, als Präsident von RMS Titanic Inc. Unermüdlich arbeitete er an seiner Mission, die Titanic für die Menschen durch die Artefakte zugänglich zu machen. Er träumte davon, für die geborgenen Artefakte ein permanentes Museum zu schaffen. Er leitete fünf Expeditionen zum Wrack, bis er 1999 durch eine feindliche Übernahme sein Amt verlor, weil er sich nicht nur der Gewinnmaximierung für die Aktionäre widmete. Seine Asche wurde am 100. Jahrestag des Titanic-Untergangs über der Wrackstelle verstreut.
Margaret Howman (geb. Rostron) war die jüngste Tochter von Sir Arthur Henry Rostron, dem Kapitän des Cunard-Dampfers Carpathia, welcher die 712 Überlebenden der Titanic gerettet hatte. Sie war Ehrenmitglied im Titanic-Verein Schweiz von 1993 bis 2005.
Im Alter von nur neun Wochen begab sich Millvina Dean (auf den Passagierlisten als Elizabeth Gladys Dean geführt) mit ihren Eltern und ihrem Bruder an Bord der Titanic. Die Familie reiste in der 3. Klasse. Beim Untergang starb ihr Vater. Bis Ende der 80er Jahre wollte sie nichts mit der Titanic zu tun haben, begann sich dann zu interessieren und reiste seither durch die ganze Welt. Sie wurde 1993 zum Ehrenmitglied des TVS. Einige Jahre lang war sie die einzige Überlebende die reiste um über die Titanic zu reden, ihre letzte Auslandreise machte sie 2002 an die Generalversammlung des Titanic-Verein Schweiz, seit einem Unfall war sie nicht mehr so mobil und wohnte in einem Pflegeheim in der Nähe von Southampton. Der TVS widmete sich ihr und ihrem Leben in vielen Artikeln, zum letzten Mal mit einem grossen Interview im Dezember 2007. Seit Oktober 2007 war sie die letzte Überlebende der Titanic. Sie war Ehrenmitglied des TVS von 1993 bis 2009.
Der frühere Aktuar des TVS half dem Verein in einer Phase, in der der Verein mangels personeller und technischer Kapazität ins Schlingern kam. Obschon die Titanic nicht sein Steckenpferd war, setzte er sich für den Verein ein. Der TVS bedankte sich 1997 mit einer Ehrenmitgliedschaft für den Einsatz. 1998 wanderte Andy Züst mit seiner Frau Lisa nach Kanada aus, wo sie ein Motel betrieben, bis sie dieses aus gesundheitlichen Gründen 2015 aufgeben mussten.