Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/258322

<h2>SubmittedText<h2><p align="both">Der Bundesrat wird eingeladen, zu prüfen und darzulegen, ob die bestehenden rechtlichen Grundlagen auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Energiebereich anwendbar sind, um ihre Vorteile voll auszuschöpfen und ihre Risiken einzugrenzen. Der Fokus soll auf fortgeschrittene Systeme wie ChatGPT gelegt werden und Sicherheitsfaktoren während der Entwicklung und Anwendung dieser Systeme berücksichtigen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Versorgungssicherheit und die Kosten der Energieversorgung entscheidend. Zudem soll der Bundesrat Wege aufzeigen, wie die Regulatoren einen Überblick über den Einsatz von KI erhalten können. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt grundsätzlich die Einschätzung, dass künstliche Intelligenz (KI) vielfältige Anwendungsfelder und ein grosses wirtschaftliches Potenzial auch im sich rasch entwickelnden Energiesektor hat. Beispielsweise kann die KI für genauere Vorhersagen im Bereich der Erzeugung, für ein effizienteres Planen und Betreiben der Strom-, Gas- oder Wärmenetzinfrastruktur oder auch für automatisierte Steuerungen der Nachfrageseite (Demand Management) genutzt werden. Andererseits stellen sich beim Einsatz der KI gewisse Fragen beispielsweise in Bezug auf die Transparenz, die Haftung bei automatisierten Entscheidungen oder hinsichtlich der Verlässlichkeit von automatisierten Entscheidungen in unvorhergesehenen Krisensituationen.</p><p>Wie&nbsp;in der Stellungnahme des Bundesrates zum&nbsp;Postulat 23.3201 Dobler «Rechtslage der künstlichen Intelligenz. Unsicherheiten klären, Innovation fördern!» dargelegt, verfolgt der Bundesrat durch die Umsetzung verschiedener Massnahmen und der Schaffung von Strukturen bereits aufmerksam die Entwicklungen im Bereich der KI. Eine vertiefte Analyse ist bis Ende 2024 vorgesehen. In diesem Rahmen werden auch der Handlungsbedarf und mögliche Optionen im Energiesektor untersucht sowie allfällig notwendige Massnahmen aufgezeigt. Vor diesem Hintergrund beantragt der Bundesrat die Ablehnung des Postulats.</p>