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Die Farbmaus ist, im Gegensatz zur Vielzitzenmaus, eine von Menschenhand gezüchtete Mäuseart. Unsere heutigen Farbmäuse stammen von der gewöhnlichen Hausmaus ab. Die Hausmaus war ursprünglich in den Steppengebieten Zentralasiens beheimatet und verbreitete sich durch Ackerbau und Handelsschiffe in weitere Kontinente aus. Die Hausmaus bevorzugte die nähe des Menschen, da dort stets Nahrung zu finden war. Aber ebenso bewohnt die Hausmaus auch Steppen- und Wüstengebiete inwelchen sie unterirdische Höhlengänge gräbt und bewohnt.
Die Vielzitzenmaus nennt man gerne "die Hausmaus von Afrika". Es gibt 7-8 verschiedene Arten der Vielzitzenmaus. So sind unsere Heimtiere alles Hybriden. Die Vielzitzenmaus ist sehr reproduktiv und gilt in ihrem Heimatland Afrika als Plage und Krankheitsverbreiter. Sie lebt dort in Menschennähe, um wie die Farbmaus auch, ein ständiges Nahrungsnagebot vorzufinden, und bewohnt Savannen, Halbwüsten und Trockenwälder.
Farb- und Vielzitzenmäuse bevorzugen hauptsächlich eine pflanzliche Ernährung, bestehend aus Pflanzenkörner wie Getreide, Wild- und Kräutersamen, frische und getrocknete Blätter/ Kräuter und Blüten und tägliches frisches Gemüse. Einen kleinen Teil tierisches Eiweiss darf aber nicht auf dem Speiseplan fehlen.
ca. 70% Mehlsaaten
ca. 24% Ölsaaten
ca. 3% Eiweiss
ca. 3% getrocknetes Gemüse
als Zusatz getrocknete Kräuter, Blüten und Blätter
Zusätzlich sollte täglich Frischfutter in Form von ungiftigen Kräuter und Gräser oder Gemüse angeboten werden.
Farb- und Vielzitzenmäuse neigen bei einer zu üppigen Nahrung schnell zu Übergewicht. Das mag zwar süss aussehen, geben wir das mal zu, aber Übergewicht sollte trotzdem sehr ernst genommen werden, da es über einen längeren Zeitraum gesundheitliche Folgen haben kann.
Leider ist Futter und fast alle Leckerlies die in den grossen Zoofachläden für Farb- und Vielzitzenmäuse (und auch andere Kleinnager) angeboten werden sehr zucker- und oder fetthaltig. Es sind günstige Rohstoffe, die leider minderwertig sind und die Tiere dick machen.
Menschliches Essen wie hartes Brot oder Nudeln sollten nicht verfüttert werden. Auch wenn wild lebende Farb- und Vielzitzenmäuse das wahrscheinlich auch essen würden. Sie enthalten Salz, Hefe oder andere für einen Kleinnager ungeeignete Zusatzstoffe. Ausserdem sind wildlebende Farb- und Vielzitzenmäuse auf energiereichere Nahrung angewiesen, da sie viel aktiver sind (bzw. sein müssen).
Wird eine Farb- oder Vielzitzenmaus krank, merkt man das sehr oft erst, wenn es bereits zu spät ist. Da Farb- und Vielzitzenmäuse auch Beutetiere sind, dürfen sie keine Schwäche zeigen, denn das würde für sie und ihre Gruppe den sicheren Tod bedeuten. Also, woran erkennen wir, das unsere Farb- oder Vielzitzenmaus einen Organschaden von einer falschen Fütterung hat? Leider erst, wenn sie nichts mehr fressen mögen und bald darauf hin sterben werden, vieleicht mit einem Alter von 5 Monaten, oder aber auch mit 14 Monaten.
Fazit: Eine ungesunde Ernährung bedeutet keine sofortige "Vergiftungserscheinung" aber es bedeutet eine dauerhafte Schädigung der Organe und eine hohe Chance darauf, einmal mit stillen Schmerzen sterben zu müssen.