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Go
Antikes Spiel
Go ist hierzulande weniger bekannt als Schach. Das Brettspiel aus dem antiken China wird aber weltweit von über 40 Millionen Spielern gespielt.
Das Ziel ist es mehr Territorium auf dem Spielbrett für sich zu beanspruchen als der Gegenspieler.
Zwei Spieler versuchen durch abwechselndes Legen linsenförmiger Spielsteine auf die Schnittpunkte der Spielfeldlinien Territorien zu erobern, diese zu sichern und dabei nach Möglichkeit auch Spielsteine des Gegners «gefangen» zu nehmen. Durch das Legen von geeigneten Formationen können nach und nach gesicherte Stellungen geschaffen werden. Nach Spielende wird die Grösse der eroberten Territorien verglichen und die Anzahl der gefangenen Spielsteine hinzugezählt.
Ursprung
Legenden zufolge ist das Go-Spiel bereits 4000 Jahre alt. Gesicherte Hinweise auf das Spiel unter dem chinesischen Namen Weiqi stammen aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Allerdings war es damals wohl noch nicht als Strategiespiel bekannt, sondern Brett und Steine wurden für astrologische Deutungen und Zukunftsvorhersagen genutzt. In der Zeit der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) galt Weiqi dann als beliebtes Strategiespiel und weit verbreiteter Zeitvertreib. Damit gehört Go zusammen mit Schach und Backgammon zu den ältesten Strategiespielen der Welt. Im antiken China zählte das Spiel zu einer der vier Künste der Gelehrten, die eine gebildete Person beherrschen sollte. Die weiteren Künste waren das Zitherspiel, die Kalligrafie und die Malerei. Weiqi blieb auch unter den nachfolgenden Dynastien ein beliebter Zeitvertreib der gebildeten Oberschicht.
Über Korea gelangte das Spiel nach Japan und wird dort erstmals Anfang des 8. Jahrhunderts unter dem Namen Go erwähnt. Lange Zeit war Go als Kunst der Oberschicht vorbehalten, und dem Volk war das Spielen verboten. Zu grosser Bedeutung kam das Go-Spiel dann im frühen 17. Jahrhundert, als der damalige Shogun (japanischer Militärtitel) das Spiel stark förderte. In dieser Zeit entstanden die vier rossen, konkurrierenden Go-Schulen. Als die Regierung 1868 die staatliche Unterstützung der Go-Schulen beendete, stiegen die wichtigsten Tageszeitungen als Go-Sponsoren ein und sicherten damit das hohe Niveau und die japanische Vormachtstellung im Go-Spiel. Erst mit dem Go-Boom in China und vor allem Korea in den späten 1980er-Jahren verlor Japan bei internationalen Profiturnieren die Favoritenrolle.
Ursprung in Europa
In Europa war Go bis ins späte 19. Jahrhundert nicht bekannt. Der in Japan tätige deutsche Chemiker Oskar Korschelt veröffentlichte1880 eine Artikelserie über das Go-Spiel und gab damit Interessierten in Europa die Möglichkeit, das Spiel zu lernen. Es entstanden in Europa vereinzelt Go-Zirkel, aber zu weiterer Bekanntheit kam das Spiel in Europa erst ab den 1950er-Jahren.
Es ist wichtig, die nächsten möglichen Züge des Gegners im Auge zu behalten, um sich so auf diese vorzubereiten oder sogar gleich kontern zu können.
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JahrUnbekannt
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ErfinderUnbekannt
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LandAsiatischer Raum
Ein Brettspiel als spiritueller Lehrer
Go soll zur Meditation anregen und grundsätzliche Einsichten über Naturgesetze vermitteln können, Herausforderungen an den Geist stellen und manchen Spielern einen Spiegel der eigenen Persönlichkeit bieten.