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3) Sohn des Lydierkönigs
Krösos, dem ein Traumgesicht verkündete, dieser Sohn werde durch eine Eisenspitze umkommen. Als
von allen
Waffen
[* 4] ängstlich fern gehalten, endlich die Erlaubnis zur
Jagd auf einen am
Olymp im
Lande der
Mysier hausenden
Eber erhielt, wurde er dabei durch seines Begleiters
Adrastos fehlgehenden
Wurfspieß getötet.
Adrastos, von
Krösos begnadigt, tötete sich auf Atys'Grab.
(Attes, Atys), ein ursprünglich in Phrygien und Lydien einheimisches, dem Adonis (s. d.) verwandtes
göttliches Wesen, der Liebling der Kybele und als Symbol der früh hinwelkenden Frühlingsblüte gefeiert. Nach der von Pausanias
(7, 17) berichteten Sage war Attis vom phrygischen Zeus
[* 7]
(Manes?) und der Erdmutter durch wunderbare Mittelglieder (ein Zwitterwesen,
das die Götter entmannten, und aus dessen abgeschnittenen Schamteilen ein Mandelbaum entstand, dessen FruchtNana, die Tochter des Flußgottes Sangarios, genoß, welche nun den Attis gebar) entsprossen.
Ihn suchend, irrt die Göttin in wilder Trauer im Gebirge umher, bis sie ihn findet, worauf sie die Fichte,
in welche sein Geist entwichen ist, in ihre Höhle trägt und unter ihr den Verstorbenen beweint. Als sie aber reuevoll um
die Wiederbelebung des Geliebten bittet, erlangt sie von Zeus nur, daß sein Leib nie verwese und sein
Haar
[* 9] immer wachse. SeinGrab befand sich auf dem Berg Dindymos im Heiligtum der Kybele, deren Priester um seinetwillen verschnitten
sein mußten.