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Die Maiensäss-Siedlung Radons liegt auf einer Hochebene im Val Nandro. Wo früher in den Sommermonaten Bauern mit ihrem Vieh wohnten, herrscht heute vor allem im Winter Betrieb, Radons liegt direkt an der Skipiste.
Im Erdgeschoss befanden sich 2 Ställe und ein Käserei-Raum mit kleinem Zimmer, darüber erstreckte sich der geräumige Heuboden. Nach Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung wird das grosse Maiensäss mittig getrennt und an zwei Parteien vererbt. Der ursprüngliche Wohnteil wird nach und nach ausgebaut und erweitert, während die andere Gebäudehälfte jahrelang ungenutzt bleibt.
Somit müssen Wasser, Kanalisation und Strom neu zugeführt und die Haushälfte mittels Betonplatte unterfangen werden. Im unteren Geschoss werden Schlafzimmer und Nasszelle in die kleinteilige Stallstruktur einpasst, während im grossen Heuboden Wohnen und Essen als offener Raum belassen sind.
Die äussere Hülle bleibt bestehen, dahinter wird eine neue selbsttragende und isolierte Hülle nach dem Prinzip „Haus im Haus“ gebaut. Das untere Geschoss in Strickbau wird über konventionelle Fenster belichtet. Im oberen Geschoss (Heuboden) werden die Fenster als abstrakte Bänder resp. in Analogie zum Scheunentor als grosse Öffnung mit Schiebeladen in die Rundholz-Konstruktion integriert.