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Collonges
|Steinart||Konglomerat|
|Fundort||Wallis, Collonges, Kieswerk|
|Farbe||rot, grau, braun|
|Kollektion||zu den Collonges Steinen|
Entstehung
Rouge de Collonges ist ein karminrotes Konglomerat Gestein und entstand vor rund 280 Mio. Jahren aus Ablagerungsschutt eines verwitternden Gebirges. Es besteht überwiegend aus grobem Geröll, das durch eine feinkörnige Grundmasse verkittet ist. Sand und Gerölle lagerten sich in weitverzweigten Flusssystemen im Vorland ab und wurden durch Überlagerung mit weiteren Sedimenten und zunehmende Kompaktion zu einem Konglomerat verfestigt. Während der alpinen Gebirgsbildung vor rund 35 Mio. Jahren schob sich das Gestein durch Hebung und Erosion zusammen mit dem Grundgebirge an die Erdoberfläche.
Die in der rotbraunen Grundmasse des Rouge de Collonges enthaltenen Geröllkomponenten weisen Durchmesser bis zu 10 cm auf. Die charakteristische rote Farbe des Gesteins ist auf die Oxidation von Eisen zurückzuführen. Der Stein wird im Steinbruch Les Vorgers etwa 1 km nördlich von Collonges gewonnen. Die Blöcke stammen mehrheitlich von einem Bergsturz aus dem Jahre 1536. Rouge de Collonges ist äusserst witterungsbeständig und lässt sich gut polieren.
Quelle: www.materialarchiv.ch
Besonderheiten
Das Gestein hat diverse Anwendungsgebiete, unter anderem in dem Bauwesen, Bildhauerei, Gartenbau, Hochbau und im Kunsthandwerk.
Für die zwischen 1985 und 1992 produzierte Armbanduhrenserie RockWatch wählte Tissot unter anderem auch den Rouge de Collonges aus.
Anwendungsbeispiele
– Paroisse Protestante Coude du Rhöne, Martigny, Sichtmauerwerk
– Walliser Kantonalbank, Sitten, Fassadenverkleidung (1955)
Quelle: www.materialarchiv.ch
Steinbruch
Die erste Konzession zum Abbau des Gesteins wurde im Jahr 1951 vergeben. Das Vorkommen ist heute nahezu erschöpft.
Vom Aufbau her dem Vert de Salvan nicht unähnlich, ist dieses Gestein tiefkarminrot. Die Gewinnung erfolgt nicht im Anstehenden, sondern es werden stark gerundete Blöcke aus dem Schuttkegel der von den Dents de Morcles herunterkommenden «Aboyeu» ausgegraben. Im Gegensatz zum feinkörnigeren und teilweise fast schiefrigen Verrucano von Mels ist der Rouge de Collonges grobkonglomeratisch und ausgesprochen wetterbeständig. Das Gestein wird vornehmlich in der regionalen Grabmalkunst verwendet, da keine grossen Mengen zur Verfügung stehen und auch die Plattengrössen beschränkt sind.
Quelle: www.materialarchiv.ch