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Das Tabak- und Zigarrenmuseum aargauSüd, das in einer ehemaligen Kapelle untergebracht ist, beherbergt alte Geräte und Maschinen, die für die Produktion verwendet wurden. Fotografien, Packungen, Produkte und vieles mehr vermitteln einen Überblick über die Entwicklung und die Blütezeit dieser Industrie in der Region. Im Weitern beherbergt das Museum eine Anzahl origineller und kostbarer Tabakpfeifen sowie eine Sammlung zu Feuerzeugen der Marke «Diplomat». In einer gemütlichen Lounge können Raucher eine feine Zigarre geniessen.
Ein Freiwilligenteam betreut das Museum und informiert die Besucher über die Geschichte des Tabaks, wie dieser Weg aus Lateinamerika nach Europa fand und dem «Stumpenland» Wohlstand brachte: ein interessantes Stück Schweizergeschichte. Von 1730 – 1830 florierte im Wynen- und Seetal die Baumwollweberei und -färberei. Nach der Einführung des mit Wasserkraft betriebenen Webstuhls wanderte diese ins Töss-, Reuss-, und Aaretal ab. Im Wynen- und Seetal herrschte Not. 1838 legte Samuel Weber in Menziken mit seinen Söhnen den Grundstein für die Tabakindustrie. Diese entwickelte sich positiv, so dass initiative Männer und Frauen diesem Beispiel folgten und sich der Tabakverarbeitung widmeten. Ein riesiger Aufschwung fand 1861 – 1865 statt, als während des amerikanischen Bürgerkrieges die Armeen mit Stumpen aus dem Wynen- und Seetal beliefert wurden.