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Am 20. Juli 1944 wurde auf Adolf Hitler ein Anschlag verübt. Einer der Attentäter, Cäsar von Hofacker, war der Grossvater von Valerie Riedesel. In einem Buch hat sie aufgearbeitet, was nach dem Anschlag mit ihrer Familie geschah – und vor allem mit ihren Onkeln und Tanten, die in dieser Zeit «Geisterkinder» waren. So der Titel des Buches, zu dem jetzt ein 45-minütiger Dokumentarfilm veröffentlicht wurde.
Nach dem Anschlag wurden nicht nur die Attentäter verhaftet, sondern auch deren Familien. Die jüngeren Kinder kamen in ein Kinderheim, in der niemand vom anderen wusste, wer er wirklich war. Eine Tante von Valerie Riedesel schrieb in dieser Zeit Tagebuch und Briefe – Dokumente, die zusammen mit anderer Korrespondenz und weiteren Tagebüchern halfen, die Geschichte zusammenzutragen.
Valerie Riedesel hat dies getan, nicht zuletzt, um der Generation ihrer eigenen Kinder die Geschichte lebendiger zu vermitteln. So erzählt sie sie im Film teilweise im Gespräch mit ihrer Tochter, der Urenkelin von Cäsar von Hofacker. Das ist hochinteressant, aber für einen 45-minütigen Film fast zu komplex. Man braucht schon ein gewisses Hintergrundwissen, um die Geschehnisse einzuordnen und nicht bei den historischen Fakten hängen zu bleiben.