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Der hochsympathische Däne Peter Sisseck keltert hier am Ufer des Duero Jahr für Jahr Ikonen von absolutem Weltformat. Seine Freundschaft und natürlich auch seine verwandtschaftliche Beziehung zu seinem Onkel Peter Vinding-Diers, seines Zeichens Önologe bei Château Rahoul in Bordeaux, hat sein Leben sehr stark geprägt. Er war es, der Peter das Weinmachen beibrachte. Nach dem Studium als Agraringenieur siedelte er 1990 an den Duero über und war eine der treibenden Kräfte beim Aufbau von Hacienda Monasterio. Doch er wollte auch seinen eigenen Wein machen, was ihm mit dem ersten Jahrgang, dem sagenhaften Pingus 1995, bereits einen unglaublichen, fast kometenhaften Aufstieg bescherte.
Jahrzehntelang war nur ein einziger Wein des Ribera del Duero international bekannt: nämlich der erhabene Vega Sicilia. Heute, nach rund 30 Jahren, ist die Region an der qualitativen Spitze der spanischen Weinlandschaft angekommen. Das Anbaugebiet liegt in der kastilischen Hochebene (700 bis 1000 m ü. M.), zwischen den Städten Valladolid und Soria und gleicht einem Band, das dem Duero-Fluss während 115 Kilometern beidseitig folgt. In diesem Rotweinland herrscht ein gnadenlos kontinentales Klima. Glutheisse Sommer, in denen das Thermometer schnell auf 40 Grad klettert, wechseln sich ab mit harten Wintern, in denen 20 Minusgrade keine Seltenheit sind. Die Niederschläge liegen durchschnittlich bei niedrigen 500 Millimeter pro Jahr und Quadratmeter. Entlang der Talflanken dominiert Kalkstein mit dünner Erdauflage, im Talboden sind die Böden schwerer und bestehen aus Schwemmland mit viel Sand und Ton. Rotweine müssen mindestens 75% Tempranillo enthalten, damit sie unter der kontrollierten Herkunftsbezeichnung abgefüllt werden dürfen.