Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03647.jsonl.gz/1285

Kommentar: Heinz Müller
Nach mehreren Selbstmordversuchen engagiert ein Lebensmüder einen Auftragskiller, der ihn umbringen soll. Was dann geschieht, wird zu diskutieren geben. Kaurismäki drehte in den hässlichsten Aussenquartieren Londons. Die formale Schönheit des Films wirft in Paraphrasierung von Peter Weiss’ „Ästhetik des Widerstandes“ die Frage nach einer Ästhetik des Hässlichen auf. Inhaltlich kann man von einer Ästhetik des Bizarren sprechen und den Film psychoanalytisch darauf befragen, was sich hinter dieser Ästhetik verbirgt. In einem Interview sagte Kaurismäki 1991: „Ich habe einen Schönheitsbegriff, der sich von dem anderer Leute grundlegend unterscheidet. Für mich sind die hässlichen Seiten der Städte schön... Auch die Menschen, die gemeinhin als hässlich gelten, sehen für mich schön aus. Und umgekehrt.“ Dass Kaurismäki die Hauptrolle für Jean-Pierre Léaud geschrieben hat, ist diskussionsbedürftig.