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2012.04.13 Süddeutsche Zeitung EU-Staaten fordern Subventionen für Atomkraft
Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien planen neue Atomkraftwerke zu bauen und wollen, dass Brüssel die Nukleartechnik als „emissionsarm“ unterstützt. Einer der EU-Grundverträge ist der Euratom Vertrag. Wird Europa 1 Jahr nach Fukushima wieder auf den Atom-Kurs schwenken?
Atomförderung hat System
Atoms for Peace ist der Titel einer Rede, die der amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower am 8. Dezember 1953 vor der UN-Vollversammlung in New York City hielt.
Er präsentierte die Vorstellungen von der friedlichen Nutzung der Atomenergie. Das alles, so Eisenhower, solle unter dem Dach einer internationalen Atomenergie-Behörde realisiert werden. Deshalb wurde am 29. Juli 1957 die IAEO (IAEA) in Wien gegründet. Zweck der Organisation ist die Förderung der Atomenergienutzung! Artikel 2 des Statut besagt „The Agency shall seek to accelerate and enlarge the contribution of atomic energy to peace, health and prosperity throughout the world.“
Die Europäische Atomgemeinschaft (EAG oder heute Euratom) wurde am 25. März 1957 durch die Römischen Verträge von Frankreich, Italien, den Beneluxstaaten und der Bundesrepublik Deutschland gegründet und besteht noch heute fast unverändert. Auch der EURATOM Vertrag hat einen Zweckartikel: „Artikel 1: Aufgabe der Atomgemeinschaft ist es, durch die Schaffung der für die schnelle Bildung und Entwicklung von Kernindustrien erforderlichen Voraussetzungen zur Hebung der Lebenshaltung in den Mitgliedstaaten und zur Entwicklung der Beziehungen mit den anderen Ländern beitragen.“ Im Jahre 1978 unterzeichneten die Schweiz und Euratom, welche damals 15 Mitgliedstaaten hatte, einen unbefristeten Kooperationsvertrag für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der kontrollierten Kernfusion und der Plasmaphysik.
Lobbyisten auch in der Schweiz
Auch die Schweiz hat Ihre Atom-Lobby, das Nuklearforum vormals noch Schweizerische Vereinigung zur Förderung der Atomenergie. Mitglieder sind städtische Betriebe, Firmen und Private. Artikel 2 des Statuts besagt: „Der Verein fördert die friedliche Nutzung und die weitere Entwicklung der Kernenergie in der Schweiz. Er setzt sich ein für die Koordination der Tätigkeiten auf diesem Gebiet. Darüber hinaus unterstützt er die breite Anwendung nuklearer Techniken in Medizin, Industrie und Forschung.
1 Jahr nach Fukushima geht die Werbung für die Atomenergie wieder los! Die Jahresversammlung 2012 steht unter dem Titel „Strom ohne Atom: Wie geht es der «Energiewende»?“ Das Antwort der Lobbyisten ist schon im vorneherein klar!
Die Ziele der Internationalen, Europäischen und Nationalen Atomlobbys müssen der Öffentlichkeit offengelegt werden bevor uns diese in ein neues Atomzeitalter befördern! Raus aus IAEO und EURATOM!