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Ferkel, welche in den ersten Tagen nach dem Absetzen wenig Futter aufnehmen, sind anfälliger für Durchfallerkrankungen. Zur Förderung der Futteraufnahme werden oft teure getrocknete Milchnebenprodukte wie Molke-, Kasein- und Magermilchpulver ins Ferkelfutter eingemischt. In einem Fütterungsversuch wurde geprüft, wie sich ein aus Kuhmilch und einem preisgünstigen Ferkelfutter ohne Milchnebenprodukte bestehendes Flüssigfutter, welches in einem modifizierten Flüssigkeitsfutterautomaten alle halbe bis zwei Stunden gemischt wurde, auf die Leistungen von Ferkeln auswirkt. Die 67 Ferkel, welche dieses aus zwei bis drei Teilen Kuhmilch und einem Teil Festfutter gemischte Flüssigfutter erhielten, nahmen in der ersten Woche nach dem Absetzen 164 g pro Tag zu, während die 67 Kontrolltiere, welche das gleiche Futter mit Wasser gemischt erhielten, einen Tageszuwachs von 122 g hatten (P < 0,01). Die Gewichtszunahme über die gesamte dreiwöchige Versuchsperiode wurde durch die Zufütterung von Kuhmilch nicht signifikant verbessert. Die Milchzufütterung während den ersten Tagen nach dem Absetzen über einen Flüssigfutterautomaten ist in Betrieben mit Zuchtsauen und Milchvieh eine praxistaugliche Möglichkeit, die Nährstoffversorgung der frisch abgesetzten Ferkel zu fördern.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.