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Ein Zeitungsartikel über den Mord an einer jungen Frau im Elsass, lässt in Adamsberg lange unterdrückte Erinnerungen hochkommen. Erinnerungen an Richter Fulgence, dessen Handschrift der Mord im Elsass trägt. Fulgence, den Adamsberg verdächtigte, ein Serienmörder zu sein. Fulgence, der seit sechzehn Jahren tot ist. Und Erinnerungen an Raphael, Adamsbergs Bruder, der verdächtigt wurde, seine Freundin Lise getötet zu haben. Lise, die, da ist sich Adamsberg sicher, ein Opfer von Richter Fulgence wurde. Adamsberg war dem Richter immer dicht auf den Fersen. Aber nie dicht genug. Und mit dem Tod des Richters waren auch Adamsbergs private Ermittlungen beendet. Und nun der Leichenfund im Elsass. Das gleiche Strickmuster. Ist der Richter von den Toten auferstanden? Hat er einen Nachahmer? Gab es seit dem Tod des Richters ähnliche Mordfälle? Doch bevor Adamsberg sich noch einmal in die Ermittlungen vertiefen kann, fährt er mit einem Teil seiner Mitarbeiter zu einem Internationalen Polizeilehrgang nach Quebec. Dort fängt er eine Affäre mit Noella an, einer jungen Französin. Was von seiner Seite her nur ein kurzweiliges Vergnügen ist, wird von Noella anders gesehen. Noella möchte mit ihm nach Paris zurückfliegen, sie seien füreinander bestimmt, sie sei schwanger von ihm. Doch Adamsbergs Angst, dass Noella am Flughafen auftauchen könnte und mit ihm zurückfliegen wird, erweist sich als unbegründet. Noella ist nicht da. Und genau damit fangen Adamsbergs Schwierigkeiten so richtig an
Ich bin mittlerweile süchtig nach Fred Vargas Geschichten. Gute, schräge Dialoge, Figuren wie aus dem Leben. Auch dieses Buch steht dem in nichts nach. Wieder leicht mythisch, getragen von der Unaufgeregtheit Adamsbergs, war Der vierzehnte Stein für mich ein Lesevergnügen. Sich manche Szenen bildlich vorzustellen und hier sei besonders die Badezimmerszene zwischen Adamsberg und Retancourt erwähnt, hatte schon einen hohen Schmunzelfaktor. Fraglich, ob es in der Realität funktioniert hätte, aber es tat der Geschichte keinen Abbruch. Vargas versteht es einfach, eine auch noch so abstruse Handlung zum Leben zu erwecken und nach einer eher gemächlichen Gangart zu Anfang der Geschichte, in die man sich langsam vortasten muss, springt irgendwann der Funke über, so dass man das Buch nur noch mit Mühe aus der Hand legen kann.
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