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Einige Autoren nehmen an, dass die europäischen Hirtenhunde durch viehzuchttreibende Nomadenvölker während ihren Wanderungen in der Zeit der Urgeschich- te
von Ostasien nach Europa gebracht wurden.
Verfolgt man den möglichen Weg der Nomaden vom Orient bis nach Europa, so stellt
man fest, dass die zotthaarigen Hunde noch heute in der ungarischen Puszta als
Komondor und Puli, in Polen als Polski Owczarek Nizynni (PON), in den italienischen
Alpen als Bergamasker, in den französischen Alpen als Briard und im spanischen
Gebiet der Pyrenäen als Gos d'Atura gehalten und gezüchtet werden.
Woher auch immer diese Hirtenhunde ursprünglich stammen, glaube ich, dass die
auffallende Ähnlichkeit nach gezielter züchterischer Auswahl entstand. Nebst einem
einwandfreien Charakter legten die Hirten grossen Wert auf ein wetterfes- tes, dickes
Zottelfell, das den Hund vor Kälte, aber auch vor Hitze und Schlangen- bissen schützen soll. Es kann angenommen werden, dass das Äussere, wie auch der Charakter
durch das Umfeld geformt wurde, in dem die Hunde gelebt haben.
Dass der Bergamasker Hirtenhund, früher noch Cane delle alpi (Alpenhund) genannt, bereits seit Jahrhunderten existiert, bestätigen verschiedene Autoren alter
Schriften und Urkunden. So zum Beispiel:
ß Friedrich von Tschudi, "Thierleben der Schweizer Alpenwelt" (1853)
ß Römer und Schinz, "Säugethiere der Schweiz" (18O9)
ß Johann Rudolf Steinmüller, "Beschreibung der Schweiz. Alpen- und Landwirtschaft" (18O2).
Ausführlich und interessant schreibt G. von Albertini aus Tamins in der "Gemeinnützigen Wochenzeitschrift für Bündten", mit dem Titel:
"Die Wirtschaftlichkeit der Bergamasker Schafhirten" (1781)
"Die Anzahl der sämtlichen diesjährigen Schaafen auf dem Splügner-Berg beläuft
sich über 900. Mit diesen kommen die Schäfer Anfangs Juni aus Piemont auf
bemeldten Berg. Wenn es warm ist, oder nicht regnet, reisen sie mit den Herden
meist bei Nachtzeit, und dennoch verlieren sie von denselben wenige oder keine,
welches sie vorzüglich ihren Schäfer-hunden zu verdanken haben. Ausser dem, dass
sie ihren Patronen als gute Vertheidiger der Schaafe gegen Anfälle der Wölfe oder
anderer reissender Thiere dienen, vertreten sie die Stelle teurer Hirten und Treiber.
Auf ihren Wanderungen vertrauen sie jedem Hund einen Trupp Schaafen an, die er
an den Ort ihrer Bestimmung unter dem Befehl seiner Herren bringt, und das mit
einer solchen Sorgfalt, dass wer nur ein Schaf berühren wollte, gewiss seinen
Zähnen nicht entgehen würde."
Im Jahre 1898 wurde der erste Bergamasker Hirtenhund ins Italienische Stammbuch eingetragen. Nur vereinzelt folgten weitere Eintragungen. Er war der Hund der
Hirten und diese waren nicht interessiert, ihre über Generationen im selben Familienbesitz gezüchteten Hunde aus den Händen zu geben. Pietro Rota war der erste
Züchter (Er war Geschäftsmann aus Mailand), der sich mit Begeisterung der Berga-
masker Hirtenhundezucht annahm und seine Würfe regelmässig eintragen liess. Sein
erster Zuchtrüde hiess Alpino und dürfte wohl der Stammvater der meisten heutigen
reinrassigen Bergamasker sein. Wann der Cane delle Alpi offiziell vom ENCI, dem
Italienischen kynologischen Landesver- band, zum Cane da Pastore Bergamasco
umgetauft wurde, ist heute nicht mehr bekannt.
Ins Schweizerische Hundestammbuch wurde der erste Bergamasker im Jahre 1948
eingetragen. Es war ein Bergamasker unbekannter Abstammung namens Rolly, gekauft von Frau Margrit Schreiber von einem Schafhirten. Weitere wenige Eintragungen von Italienischen Importhunden folgten, dazu kamen noch eine bis zwei Wurfeintragungen pro Jahr. Leider scheint die Zucht reinrassiger Berga- masker Hunde in
den letzten Jahren teilweise in die falschen Hände geraten zu sein. Die meisten Welpen, die zum Verkauf angeboten werden, stammen aus fragwürdigen Zuchten oder
sind Kreuzungen verschiedener Rassen ! Vielen Züchtern geht es wohl mehr um die
Quantität als um die Qualität ihrer Hunde. Schade!
Damit der Bergamasker Hirtenhund verstanden wird, lohnt es sich, in seine Vergangenheit zu blicken. Auf den Wanderungen mit der Schafherde brauchten die Hirten
einen intelligenten, selbständigen, robusten, wetterharten und genügsamen Hund. Er
hatte die Herde zu führen, war aber auch ein wichtiger Gehilfe wenn Lämmer, Mutterschafe usw. von der Herde getrennt werden mussten. In der Nacht übernahm er
die Funktion eines Wachhundes und verteidigte seine Herde gegen zwei- und vierbeinige Diebe. Wochenlang durchzogen der Hirt und seine Tiere die Alpen, ohne jemandem zu begegnen mit dem einige Worte gewechselt werden konnten. In dieser
Einsamkeit war es selbstverständlich, dass der Hund als Gesprächspartner in die
Lücke sprang. Der Hirt und sein Hund lösten aufkommen- de Probleme, jeder auf
seine eigene Art, wohlwissend, dass der Eine ohne den Andern nicht existieren
konnte. Eine innige Freundschaft verband die Zwei, ja man darf ruhig sagen, sie waren zwei gleichwertige Partner!
Entsprachen jedoch die Eigenschaften eines Hundes nicht den Vorstellungen des
Hirten, indem er z.B. streunte, jagte oder raufte, wurde er kurzerhand und ohne
"wenn und aber" ins Jenseits befördert. Durch diese rigorose "Zuchtauswahl" entwickelte sich langsam der Bergamasker Hirtenhund, wie wir ihn heute noch kennen.
Die Hirten brachten es fertig, einen Hund zu züchten, der seine hervor- ragenden
Eigenschaften bewahren konnte. Auch heute noch trägt der Bergamas-ker das Erbgut seiner Vorfahren in sich, indem er die Fähigkeit besitzt selbständig richtig zu
handeln.
Die Aufgabe ALLER Züchter ist es nun, das kostbare Erbe, das uns die Hirten hinterlassen haben, nicht in wenigen Jahren zum gewöhnlichen Modehund verkommen
zu lassen!
Der Bergamasker Hirtenhund heute
In Italien verrichten noch heute viele Bergamasker ihre Arbeit bei der Herde. Von der
Societa Amatori del Cane da Pastore Bergamasco, S.A.B., werden ab und zu Meisterschaften organisiert, wo man die Hunde bei der Arbeit mit der Herde bewundern
kann. Die Arbeitsweise des Bergamaskers gegenüber derjenigen des Border Collies
ist sehr verschieden. Der Bergamasker umkreist seine Herde fast in "Tuchfühlung".
Ausbrechende Tiere werden mit dem, für den Bergamaskerhund typischen, Schulter-
stoss zur Herde zurück bucksiert. Nur selten wird auch mit der Schnauze energisch
nachgeholfen.
Der wunderbare Charakter des Bergamaskers macht es möglich, diesen urtümlichen Hund auch als Familienhund zu halten. Damit er jedoch seine einmalige Intelligenz, Ausgeglichenheit, Zuverlässigkeit, Treue, Wachsamkeit, Kinderfreund- lichkeit
und seinen Mut voll entwickeln kann, muss er als vollwertiges Familien- mitglied ins
Haus aufgenommen werden. Nie darf der Bergamasker im Zwinger oder an der Kette
gehalten werden. Mag der Garten noch so gross sein, allein-gelassen verkümmert
der Bergamasker. Er gehört ins Haus zu seiner Herde, der Familie, damit er an deren
Tagesablauf voll teilnehmen kann.
Im juvenilen Alter ist der Bergamasker allen fremden Personen gegenüber misstrauisch, was jedoch nicht mit Ängstlichkeit verwechselt werden darf. Es ist ihm ganz
einfach unangenehm, von fremden Menschen gestreichelt zu werden. Diese Eigenschaft sollte man als Bergamasker-Besitzer akzeptieren. Einmal ausge-wachchsen
strahlt er die typische Ruhe des Bergamasker Hirtenhundes aus, und nichts wird ihn
so schnell aus der Fassung bringen. Er ist ein überaus anhäng-licher Hund, der seinen zweibeinigen Freund auf Schritt und Tritt begleitet, von einem Zimmer ins andere. Auch wenn er zu schlafen scheint, wird er ihn mit seinen "verhangenen" Augen
beobachten. Jede Bewegung wird registriert und bereits nach kurzer Zeit stellt man
fest, dass der Hund einen komplett durchschaut. Der Bergamasker ist sehr sensibel
und reagiert auf jede Stimmungsschwankung, genau so wie er auch sichtlich unter
familiären Zwistigkeiten leidet bei denen es laut zu und her geht.
Vollkommen glücklich ist der Bergamasker Hirtenhund in einer fröhlichen, unkomplizierten und unternehmungslustigen Familie, die ihn nicht wie einen Hund, sondern wie einen lieben Freund behandelt!
Die Kinder der eigenen Familie werden ganz selbstverständlich geliebt, behütet und
bewacht. Ihnen gegenüber ist er ein überaus gutmütiger Zottelbär, der sich manchmal nur zu viel von den kleinen "Plaggeistern" gefallen lässt. Nur im äussersten Notfall wird er sich zur Wehr setzen - und dann sollten eigentlich die Kinder für ihr Verhalten bestraft werden, nicht der Hund!
Der wahre Bergamasker Hirtenhund ist jedoch kein Allerweltshund, als den ihn die
meisten Züchter gerne verkaufen. Er ist eine ausgesprochene Persönlichkeit und
alles andere als unterwürfig. Man wird ihn nie zum blinden Gehorsam erziehen können, wie dies mit verschiedenen bekannten Arbeitshunden möglich ist. Es scheint,
dass er selber mitdenkt und nur Befehle ausführt in deren Ausführung er einen Sinn
sieht.
Ein grosser Liebhaber des Bergamaskers, Prof. Dr. Cavalchini, ehemaliger Präsident des Ital. Bergamaskerklubs, schrieb einmal ironisch, aber sehr treffend:
„Es besteht zwischen einem Deutschen Schäferhund und einem Bergamasker Hirtenhund derselbe Unterschied, den wir zwischen einem Bataillon Deutscher Soldaten
und einem Bataillon Italienischer Soldaten feststellen, wenn diese vorbeimarschieren.“
Wird der Bergamasker mit Liebe, Freude, Phantasie, Intelligenz und Konsequenz
erzogen, arbeitet er erfolgreich in allen Bereichen des Hundesportes, wie: Begleit-
hund, Schutzhund, Katastrophenhund, Sanitätshund und Lawinenhund. Wird er hingegen mit Gewalt zu etwas gezwungen, wird er "bockbeinig" und starrsinnig und
verweigert jeden Gehorsam. Meiner Ansicht nach ist jedoch Agility diejenige Hundesportart, welche den temperamentvollen Bergmasker voll begeistern kann. Hier
werden keine harten Befehle gegeben die der Hund auszuführen hat, hier rennt der
zweibeinige Freund mit!
Das Fell
Nebst seinem aussergewöhnlichen Charakter fällt der Bergamasker Hirtenhund
durch sein rustikales Zottelfell auf. Dieses besteht aus Deckhaar, Unterhaar und
Wolle. Letztere besonders an den hinteren Körperpartien. Die Wolle wächst mit zunehmendem Alter und ermöglicht so die Bildung von Zotteln. Diese bestehen also
aus Haar und Wolle, ineinander gemischt und zusammen verfilzt. Ihre Länge nimmt
zu, je älter der Hund wird. An Ausstellungen sind nur Bergamasker mit dem urtümlichen Zottelfell zugelassen, da dieses wollige Fell ein typisches Rasse- merkmal des
Bergamasker Hirtenhundes darstellt.
Pflege des Felles
Der Bergamasker bedarf keiner aufwendigen Fellpflege. Soll der Hund das typische
Fell des Bergamasker Hirtenhundes bekommen, darf man den Junghund weder
bürsten noch kämmen. Im Allgemeinen genügt es die Beine und den Bauch abzuduschen, je nach Geruchbildung mit oder ohne Shampoo. Anschliessend wird das Fell
leicht trocken gerieben. Mehrmals wöchentlich sollte die Schnauze mit einem Holzoder Metallkamm durchgekämmt werden, um so allfällig vorhan- dene Speiseresten
zu entfernen. Ebenso wird der Hund von der Schnauze bis hinter die Schulterblätter
gekämmt; so verlangt es der Standard.
Sollte der Junghund nach einem Spaziergang im Wald mit Laub oder Tannennadeln "bespickt" sein, kann man ihm mit einer weichen Haarbürste mit Naturborsten das Fell reinigen. Will man das Fell zotteln lassen sollte aber darauf geachtet
werden, dass nur oberflächlich über das Fell gebürstet wird, damit schon bestehende
Filzknoten nicht ausgebürstet werden.
Im Alter von ca.15 Monaten ist das Fell des Junghundes verfilzt. Nun beginnt man
mit dem Teilen der Filzplatten in ungefähr 3 cm breite Zotteln. Die verfilzten Haarplatten werden jeweils von aussen nach innen geteilt. Manchmal muss auch mit der
Schere etwas nachgeholfen werden. Es ist wichtig, dass die Filzknoten regel- mässig
bis zum Haaransatz geteilt werden. Wird dies unterlassen, kann sich auf der Haut,
infolge Luftmangel, ein Ekzem bilden. Mit ca. 18 Monaten sollte der ge- pflegte Bergamasker bereits "verzottelt" sein. Natürlich sind die Zotteln noch ganz kurz. Diese
kurzen Haarbüschel müssen nun monatlich kontrolliert und eventuell von Neuem
geteilt werden.
Mit jedem Haarwechsel wachsen nun die Zotteln um ca. 3cm. Werden die Zotteln mit
der Zeit so lang, dass sie den Hund beim Gehen behindern (nach ca. 4-5 Jahren),
oder sei es, das man einen so langzottligen Hund nicht in der Wohnung halten
möchte, schneidet man sie etwas kürzer. Beabsichtigt man aber mit dem Hund an
einer Ausstellung teilzunehmen, dürfen die Zotteln natürlich erst nach der Ausstel-
lung geschnitten werden. Sollte der Hund beim Sehen von den Haaren behindert
werden (ca. mit 8-1O Monaten) schneidet man diese mit der Effilier-schere etwas
kürzer.
Einmal wöchentlich wird das fertige Zottelfell (ca. mit 18 Monaten) während ca. 1/2
Stunde mit der weichen Bürste gründlich gebürstet, der Kopf und die Schultern werden gekämmt. Die Zotteln im Genitalbereich werden mit einem milden Shampoo gewaschen. So präsentiert sich der Bergamasker ohne viel Aufwand jederzeit gepflegt
und ausstellungsbereit.
Es ist natürlich jedem einzelnen selbst übelassen, ob er sich einen Hund nun mit
Zotteln halten will oder gekämmt. Viel mehr Arbeit steckt nicht dahinter, alle 2-3 Wochen (je nach Jahreszeit) ausgiebig kämmen genügt vollends. Egal wie sein Fell
auch aussehen mag sein einmaliger Charakter bleibt erhalten.
Pflege der Krallen
Da der Hund ein typisches Lauftier verkörpert, muss man seinen Pfoten besondere Beachtung schenken. Als erstes ist auf die Krallen zu achten. Bei Hunden mit
viel Auslauf werden diese auf natürliche Weise abgefeilt. Solche Hunde bedürfen
kaum je einer speziellen Pflege der Krallen. Werden die Krallen jedoch infolge mangelnder Bewegung zu lang, sollten sie mit einer speziellen Zange gekürzt werden.
Hin und wieder müssen die langen Haare zwischen den einzelnen Fussballen entfernt werden, um so das Verkleben mit Schmutz zu verhindern. Auf diese Weise
vermeiden Sie das Erhärten dieser Haar- und Schmutzteilchen, die dem Hund beim
Gehen Schmerzen verursachen können. Im Winter waschen Sie ihm nach einem
Spaziergang auf gesalzenen Wegen die Pfoten.
Pflege der Ohren
Bei den Ohren achten Sie darauf, dass die Ohrlappen nicht zu Filztellern werden.
Andernfalls hängen diese schwer nach unten und liegen so gegen die Ohr-muscheln,
dass diese nicht mehr mit frischer Luft umweht werden. Die Ohrlappen müssen also
leicht sein, damit sie dem Innenohr bei jeder Bewegung frische Luft zuwehen. Verschmutzte Ohren werden mit einem weichen Lappen oder mit Watte und z.B. etwas -
Ohrrein- der Fa. Bayer gereinigt. Hält der Hund seinen Kopf immer wieder schräg,
oder schüttelt er ihn ständig, dann liegt mit grosser Wahrschein- lichkeit eine Erkrankung des Ohres vor. In diesem Fall kann nur der Tierarzt helfen.
Kauf eines Welpen
Kaufen sie nie einen Bergamasker nur weil der kleine Welpe so niedlich und flauschig aussieht. Als ausgewachsener Hund wird er bei schlechtem Wetter einiges an
Schmutz in die Wohnung tragen - und das während 12-16 Jahren! Auch ver-langt er
von seinem zweibeinigen Freund täglich mindestens zwei Stunden be-gleiteten Auslauf, während dessen er spielerisch gefordert sein will.
Dass man nur einen Welpen aus einer seriösen, anerkannten Zucht mit SKG oder
FCI Stammbaum kauft, sollte selbstverständlich sein! Diese Welpen stammen in der
Schweiz durchwegs aus kleinen Hobbyzuchten, mit einem oder zwei Würfen pro
Jahr. Die Welpen werden in der Familie mit viel Liebe im Hause aufgezogen. Sie
werden ans Autofahren, an das Halsband und die Leine gewöhnt und sind vielfach
auch schon stubenrein wenn sie mit 3 Monaten verkauft werden. Jeder Welpe wird
vom Tierarzt mit einer Tätowiernummer im Ohr oder mit einem Mikro- chip am Hals
gekennzeichnet, damit er jederzeit identifiziert werden kann. Dem Käufer wird mit
dem Welpen der Stammbaum, der Impfausweis und ggf. die Adresse der Mikrochip
Datenbank ANIS mitgegeben.
Am besten informieren Sie sich vor dem Kauf eines Welpen bei einem Vorstandsmitglied des Bergamasker Hirtenhunde Klub Schweiz oder bei einer Züchterin
für Bergamasker Hirtenhunde. Hier wird Ihnen auch gerne Auskunft gegeben über
die spezielle Fellpflege des Bergamasker Hirtenhundes
Der Rassestandard
Der Bergamasker Hirtenhund ist ein Hund von mittlerer Grösse, rustikalem Äusseren
und üppiger Behaarung in allen Bereichen des Körpers. Kräftig gebaut, aber sehr gut
proportioniert. Sein Rumpf ist quadratisch. Seine Erscheinung ist harmonisch in Bezug auf das Format, sowie das Profil.
Grösse: Hündinnen 54cm bis 58cm
Rüden 58cm bis 62cm
Gewicht: Hündinnen 26kg bis 32kg
Rüden 32kg bis 38kg
Haarfarbe: Grau in allen Schattierungen
Grau/schwarz gefleckt
Schwarz
Hellgrau (Mit Anflug von rötlichbraun oder isabelle)
Kopf: Der Kopf ist gross, jedoch nie plump. Die Haut darf nicht schlaff sein
(Keine hängenden Augenlider und Lefzen). Die Ohren sind dünn und
werden hängend getragen. Die Länge der Ohren soll die Hälfte der
Kopflänge nicht überschreiten. Die Nase und die Lefzen müssen
schwarz pigmentiert sein. Die Augen sind braun, mehr oder weniger
dunkel, je nach Fellfarbe des Hundes. Je dunkler, desto besser. Korrekt
schliessendes Scherengebiss.
Gang: Ausgezeichneter und ausdauernder Traber. Passgang ist nicht erlaubt.
Rute: In Ruhe herabhängend, bei freudiger Erregung sichelartig hochgeschwungen, jedoch nicht über den Rücken gerollt. Mit üppigem und
leicht gewelltem "Ziegenhaar" bedeckt. Sie reicht bis zum Sprunggelenk. Eine kürzere Rute soll einer längeren vorgezogen werden.
Allgemeines: Hintere Afterkrallen sollten entfernt werden.