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Die Wachtürme von Cádiz waren zur Zeit der Seefahrer in der ganzen Welt bekannt, immerhin waren sie das Erste was man von den Schiffen mit Kurs nach Cádiz erblickte. Diese Wachtürme sind das charakteristischste Merkmal der gaditanischen Architektur.
Die Nutzung der Wachttürme fand vorwiegend im 17. und 18. Jahrhundert statt. Zur Blütezeit gab es deren 160, heute sind davon noch 126 erhalten.
Bauformen der Wachttürme
Jeder gaditanische Kaufmann stattete im 18. Jahrhundert sein Haus mit einem Wachturm aus in erster Linie um von hier den Handelsverkehr auf dem Meer und im Hafen zu beobachten. Diese Türme wurden aber auch als Erholungsort und Treffpunkt genutzt.
Die Wachtürme waren ein Zeichen des Wohlstandes und des Ansehens, welches die Stadt durch den Handel mit Hinterindien erlangt hatte.
Lage der Wachttürme
Im 17. und 18. Jahrhundert, als die Stadt der offizielle Hafen für den Handel mit Amerika war, bestand die Bevölkerung von Cádiz hauptsächlich aus Kaufmännern und somit schossen im Westen der Stadt in der Nähe des Hafens viele Wachtürme aus dem Boden.
Die Wachtürme sind nicht nur charakteristisch für die Architektur des 18. Jahrhunderts, sondern auch für das Leben in dieser Zeit mit seiner Verbindung zum Überseehandel.
Im Jahre 1792 wurde das weitere Bauen von Wachtürmen von der städtischen Ordonnanz verboten, da diese nicht länger genutzt wurden und die Gefahr des Einsturzes bestand.