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Wie sollen Menschen mit schwerer geistiger Behinderung gefördert werden? Genügt es, ihre Wahrnehmung und ihre Motorik optimal zu beeinflussen? Wie müssen die auffälligen Verhaltensweisen von schwerstbehinderten Menschen verstanden werden? Genügt es, diese als typische Erscheinungsbilder einer Behinderung darzustellen? Der Autor zeigt auf, dass das Verständnis der Denkprozesse, die das Verhalten der Menschen steuern, eine äusserst wichtige Voraussetzung ist, um ein schwer behindertes Kind angemessen zu fördern und zu erziehen. Dieses Verständnis kann bei Erzieher/innen (Eltern, Lehrer, Therapeuten, Sozialpädagogen usw.) zu einer Veränderung des erzieherischen Verhältnisses und in der Folge zu angemessener Erziehung und angepasster Umweltgestaltung führen. Damit werden Bedingungen gefördert, in welchen sich das Kind im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten optimal entwickeln und eine hohe Lebensqualität erfahren kann. In diesem Buch werden neben theoretischen Einführungen zur Entwicklungspsychologie Piagets ein Mittel zur Erfassung der kognitiven Entwicklung und ein Ansatz zur Förderung vorgelegt. Anhand von zwei ausführlichen Beispielen wird das Förderdiagnostische Konzept erläutert.