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Windpark-Insel in der Nordsee geplant
Der niederländische Netzbetreiber Tennet möchte mitten in der Nordsee eine künstliche Insel und darum herum Windräder bauen. Auf dem künstlichen Eiland soll die Energie dann eingesammelt und via Unterseekabel aufs Festland geschickt werden.
Die Doggerbank ist ein seichtes Gebiet in der Nordsee, jeweils etwa 100 Kilometer von der britischen und der dänischen Küste entfernt. Hier möchte der niederländische Netzbetreiber Tennet eine sechs Quadratkilometer grosse Insel aufschütten. Wie es auf der Firmenwebsite heisst, soll sie als Verteil- und Drehkreuz für Strom dienen. Rund um die Insel herum sind nämlich dutzende Windräder vorgesehen. Deren Energie soll auf dem Eiland gesammelt, in Gleichstrom umgewandelt und dann per Unterseekabel an die Anrainerstaaten geliefert werden. Die Insel mit ihren Gleichstromverbindungen soll ebenso für den internationalen Stromhandel genutzt werden. So werde ein „Wind-Konnektor“ geschaffen, heisst es.
Auf der künstlichen Insel sind auch eine Landebahn für Flugzeuge, ein Hafen sowie Wohnungen für rund 2000 Mitarbeitern geplant. Ausserdem sollen hier auch Ersatzteile für Windräder (Turbinen, Rotorblätter, Masten und Hochspannungsanlagen) gelagert werden. Der Bau könnte im Jahr 2030 starten. 20 Jahre später ist sie dann samt der notwendigen Verkabelung betriebsbereit und soll mit einer Kapazität von 30 Gigawatt etwa zehn Millionen Menschen mit sauberer Energie versorgen. (pd/mt)