Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03389.jsonl.gz/1178

Die Doping-Ermittlungen gegen den umstrittenen Arzt Michele Ferrari werden in Italien weitergeführt. Das entschied das Gericht in Rom und lehnte damit einen Antrag des Radsportmanagers und Ferrari-Vertrauten Raimondo Scimone ab.
Dieser hatte die Verlegung der in Padua geführten Untersuchung in die Schweiz beantragt, da laut den Ermittlern mehrere Vergehen dort begangen worden waren.
Gegen Scimone wird ermittelt, da er Drahtzieher mehrerer illegaler Operationen gewesen sein soll. Er habe unter anderem Athleten, Sponsoren und Teams mit Ferrari in Verbindung gebracht.
Die Staatsanwaltschaft von Padua, die ihre Ermittlungen bald abschliessen will, hat etwa 20 Radsportteams ins Visier genommen.
Ferrari war 2004 wegen Sportbetrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. 2006 hatte ihn der italienische Radsportverband mit einer lebenslangen Sperre belegt. 2002 war ein Urteil des Verbandes ergangen, das allen italienischen Radprofis verbietet, sich an Ferrari zu wenden.
Zuletzt hatte Alex Schwazer, 2008 in Peking Olympiasieger über 50 km Gehen, Kontakte zu Ferrari zugegeben. Schwazer war vor seinem Start in London positiv auf Epo getestet worden.