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Diese Absage überrascht nun wirklich nicht mehr. Kranjska Gora, wo am Samstag ein Riesenslalom und am Sonntag ein Slalom im Programm gestanden hätten, liegt nur rund zehn Kilometer von der Grenze zu Norditalien entfernt, zu jenem Gebiet, in dem das Coronavirus europaweit am meisten Auswirkungen zeigt.
Aleksander Kilde gewinnt die grosse Kristallkugel vor Alexis Pinturault und Henrik Kristoffersen. Der Franzose und Kildes Landsmann waren vor Saisonbeginn als erste Anwärter auf die Nachfolge des zurückgetretenen Marcel Hirscher gehandelt worden. Beide liessen jedoch die Konstanz vermissen, die beim achtfachen Gewinner aus Österreicher stets der grösste Trumpf war. Ihre Leistungen waren zu schwankend, um am Ende ganz vorne zu sein.
Kildes Sieg auf die Schwächen auf die Schwächen seiner Konkurrenten zu reduzieren, wäre allerdings nicht gerecht. Kilde siegte diesem Winter zwar nur einmal, im Super-G in Saalbach-Hinterglemm. Er lieferte aber in fünf Disziplinen Spitzenergebnisse ab. Vor allem im Riesenslalom waren die Fortschritte des Vielstarters, der mit Ausnahme der Slaloms alle Rennen bestritt, frappant. Fünf Klassierungen unter den ersten sechs zeugen von seinen Allrounder-Qualitäten.
Kilde tritt als Gesamtweltcup-Sieger in die Fussstapfen der ganz Grossen seines Landes. Kjetil-André Aamodt hatte die grosse Kugel 1994 gewonnen, Lasse Kjus 1996 und 1999 und Aksel Lund Svindal 2007 und 2009.