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Training aus medizinisch-biologischer Sicht bedeutet funktionelle Anpassung, die für den konditionellen Bereich (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit)
metabolisch (den Stoffwechsel betreffend) und
morphologisch (die Muskelzellen, Kapillaren u.a.betreffend)
nachweisbar sind.
Für den koordinativ-technischen Bereich finden Anpassungsvorgänge auf zentralnervöser und kognitiver Ebene (Gehirn, Nervenbahnen, Rückenmark) statt.
Unterstützt werden beide Bereiche durch psychische Anpassungen.
Wird die Homöostase (das natürliche dynamische Gleichgewicht) durch einen Reiz gestört, so wird der Organismus versuchen, ein der veränderten Situation entsprechendes neues Gleichgewicht herzustellen.
Stellt ein Reiz eine einmalige Abweichung von der Normalbelastung dar, so klingt die Superkompensation ab, und die Homöostase richtet sich wieder im Bereich des ursprünglichen Anpassungsniveaus ein.
Voraussetzung für das Zustandekommen dieser biologischen Anpassungserscheinung ist das überschreiten einer kritischen Trainingsreizschwelle. In diesem Zusammenhang kann man folgende Gesetzmässigkeiten formulieren:
1. Unterschwelliger Reiz – keine Anpassung.
Praxis: Belastung unter 20% der momentanen Leistungsfähigkeit, oder: hoher Trainingsumfang, zu geringe Intensität.
2. Zu hohe Reize – Übertraining.
Praxis: hohe Intensität, hoher Umfang, zu geringe Pausen.
3. Spezifisch richtige Reize – Anpassung.
Praxis: optimale Abstimmung von Umfang, Intensität und Erholung.
Der in der Abbildung dargestellte Superkompensationsvorgang bezieht sich auf das Verhalten eines Glykogendepots, beispielsweise im Muskel. Andere Adaptionsprozesse verhalten sich etwa gleich, zeigen aber eine unterschiedliche Zeitdynamik.