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Eine stärkere Belastung der Bahnkunden wäre im Moment kontraproduktiv. Zuerst muss der Strassenverkehr seine Kosten decken. Autofahren ist auf Grund der effizienteren Fahrzeuge noch günstiger geworden, derweil die Preise der Zugbillette stetig der Teuerung angepasst wurden. Der Strassenverkehr muss durch die Erhöhung des Benzinpreises und über eine C02-Abgabe auf Treibstoffe dahin gebracht werden, dass er seine externen Kosten trägt.
Der öffentliche Verkehr darf etwas kosten, doch ist er heute im Vergleich zum motorisierten Privatverkehr bereits teuer, insbesondere die Einzelbillette. Der öffentliche Verkehr muss konkurrenzfähig sein, sonst kann die Verlagerung nicht stattfinden. Darunter leiden die Umwelt und die Gesundheit. Der Strassenverkehr verursacht pro Jahr ungedeckte Kosten (Umwelt, Gesundheit, etc.) von 8,1 Milliarden Franken, während sich die externen Kosten des Schienenverkehrs auf 0,5 Milliarden Franken belaufen.
Politik ist gefordert Mittel bereitzustellen
Die Finanzierung der Schieneninfrastruktur und des Betriebes stellt die Politik in Zukunft vor eine grosse Herausforderung. Dank fortschrittlichen umweltfreundlichen Verbrennungsmotoren – die wir als Grüne auch begrüssen – sinken längerfristig die Mineralölsteuereinnahmen, welche in den FinöV-Fonds fliessen. Diese Koppelung gilt es zu hinterfragen. Es müssen neue Wege gefunden werden, um neue Mittel zu generieren.