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«Hahn in Ruh!» Wenn Jagdhörner diese Tonfolge blasen, wird nicht mehr geschossen und die Waffe sofort entladen. Schon in der Stein-zeit war das Horn die einzige Möglichkeit für Jägerinnen und Jäger, sich an Treibjagden über weite Distanzen zu verständigen. Auch wenn heute hauptsächlich übers Mobiltelefon kommuniziert wird, gehört das Lernen der Jagdsignale als Teil des Brauchtums weiterhin zur Aus-bildung der Jägerinnen und Jäger.
Die letzte Ehre
Zum Brauch gehören auch die sogenannten Totsignale am Ende der Jagd. Damit erweisen Jägerinnen und Jäger dem erlegten Wild die letzte Ehre. Jede Wildart wird mit einem eigenen Totsignal verabschiedet.
Jagdmusik
Aus den Signalen entwickelten sich im 17. Jahrhundert mehrstimmige Stücke. Die Verbesserung der Instrumente ermöglichte zudem, ganze Kompositionen mit Waldhörnern aufzuführen. Heute messen sich Jagd-musikverbände in regelmässigen Wettbewerben und zeigen dabei ihr Können.