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Die Buchprüfer von Ernst & Young werfen dem Management des Schweizer Elektrokonzerns ABB nach einem Betrugsfall in Südkorea schwere Versäumnisse vor. Das Unternehmen habe die Finanzberichterstattung nicht effektiv kontrolliert, erklärten die Buchprüfer in dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht von ABB.
In Südkorea hatte ein mittlerweile verschwundener Finanzdirektor Firmengelder veruntreut und Unterlagen gefälscht. ABB entstand dadurch ein Schaden von 103 Millionen Dollar vor Steuern. Dieser werde aber voraussichtlich teilweise von Versicherungen ersetzt. Vor Steuern belaufe sich die Belastung damit auf 73 Millionen Dollar, erklärte ABB im Geschäftsbericht. 2016 verbuchte ABB einen Nettogewinn von 1,9 (Vorjahr: 1,93) Milliarden Dollar. Ursprünglich hatte der ABB für 2016 einen Nettogewinn von 1,96 Milliarden Dollar ausgewiesen.
Der operative Gewinn auf Stufe EBITA wird für 2016 unverändert mit 4,19 Mrd USD angegeben. Als Konsequenz der kriminellen Handlungen in Verbindung mit der Unterschlagung und Veruntreuung von Geldern erheblichen Ausmasses in der südkoreanischen Niederlassung sei die Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das Jahr 2016 verschoben worden, heisst es weiter.
Wie bereits bekanntgegeben, wurde eine Untersuchung eingeleitet, in die unabhängige kriminaltechnische und juristische Experten involviert seien. Zudem bestehe eine Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden.
(AWP/Reuters)