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Angesichts der auch in Saudi-Arabien aufkeimenden Rufe nach Demokratie hat das Herrscherhaus eine Reihe von Reformen und finanziellen Wohltaten beschlossen.
Jeder arbeitslose Saudi soll ab sofort pro Monat 2000 Rial (475 Franken) Arbeitslosengeld erhalten. Für Einheimische wurde ein Mindestlohn in Höhe von 3000 Rial pro Monat festgelegt. Für die vielen im Königreich beschäftigten ausländischen Arbeiter gilt dies jedoch nicht.
König Abdullah befahl unter anderem auch die Einrichtung einer Behörde zur Bekämpfung der Korruption, den Bau neuer Wohnungen sowie die Renovierung zahlreicher Moscheen. Auch die Behörde der islamischen Religionspolizei, die von liberalen Saudis gehasst wird, soll eine Finanzspritze erhalten.
Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie und das Land mit den grössten erschlossenen Erdöl-Reserven der Welt. Gewählte Volksvertreter gibt es mit Ausnahme einiger Kommunalpolitiker nicht.
Kein Wahlrecht für Frauen
Frauen dürfen in dem Land, dessen Staatsreligion eine puritanische Interpretation des sunnitischen Islam ist, auch an den Kommunalwahlen nicht teilnehmen.
Im Sog der arabischen Aufstände hatte es in den vergangenen zwei Wochen auch in Saudi-Arabien kleinere Protestdemonstrationen gegeben. Die Proteste beschränkten sich allerdings auf die Ost-Provinzen, wo Angehörige der schiitischen Minderheit leben.
Saudi-Arabien hatte Anfang dieser Woche 1000 Soldaten in das kleine Nachbarland Bahrain geschickt, wo vorwiegend schiitische Oppositionelle demokratische Reformen fordern.
SDA-ATS