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25. June 2018
-Vermögensverwaltung
Jean-Louis Richard, Senior Financial Analyst
In der Schweiz steigt dieses Jahr die Zahl der Börseneinführungen. Am 15. Juni hat Oerlikon angekündigt seine Division Drive Systems abzutreten, welche, unabhängig unter dem Namen GrazianoFairfield bekannt sein wird. Graziano ist eine italienische Einheit welche Getriebe für Nutzfahrzeuge produziert. Fairfield stammt aus den USA und produziert Einzelteile für Getriebe.
Ein weiterer Börsengang wird auch noch vorbereitet: Klingelnberg, ein hauptsächlich deutsches Unternehmen, dessen Sitz sich in Zürich befindet. Es handelt sich um einen Maschinenbauer für Teile von Schaltgetriebe und Kuppelungen. Die Familie Klingelnberg hat angekündigt, ihren Anteil von heute 100% auf rund 50% reduzieren zu wollen.
In beiden Fällen hat der Börsengang nicht als Ziel Kapital zu erhöhen, aber für den Hauptaktionär seinen Anteil zu reduzieren. Es handelt sich um zwei industrielle und zyklische Unternehmen. Beide haben ein Rentabilitätsproblem.
GrazianoFairfield war schon lange ein Problem, mit einer operativen Marge, vor der Krise 2008, am Höchstpunkt des letzten Zyklus, von nur 8%. 2017 hat dieser Wert zufriedenstellende 12.4% erreicht. Dies war das Signal, auf welches Oerlikon gewartet hatte, um die Veräusserung einzuleiten. Klingelnberg hat 2017 eine noch tiefere operative Marge von 7.5% veröffentlicht, bei einer ungenügenden Rentabilität des genutzten Kapitals. Hat sich die Familie für den Verkauf entschlossen, jetzt wo die Zahlen am wenigsten schlecht waren? Diese beiden Börseneinführungen sind eher als Verkaufssignal von zyklischen Werten zu verstehen.