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Gräfin Mariza ist schön, reich und unverheiratet und das gedenkt sie auch zu bleiben. Um Mitgiftjäger und Verehrer abzuschrecken, hat sie daher die Nachricht ihrer angeblichen Verlobung in der Presse lanciert. Zu ihrem Angestellten fühlt sie sich augenblicklich hingezogen, ist allerdings von seinem stolzen Benehmen irritiert. Sie weiß nicht, dass ihr Angestellter eigentlich Graf Tassilo ist, ein verarmter Adliger, der mit seiner inkognito aufgenommenen Arbeit die Aussteuer seiner jüngeren Schwester Lisa finanzieren will. Seine Ehre verbietet ihm, seine wahre Identität preiszugeben. Wie kann es ihm gelingen, der Gräfin seine Gefühle zu erklären, ohne den Anschein zu erwecken, es komme ihm lediglich auf ihr Vermögen an?
Mit der «Gräfin Mariza» konnte Emmerich Kálmán an den Welterfolg seiner «Csárdásfürstin» anknüpfen. Das zwischen temperamentvoller Komödie und melancholischem Drama pendelnde Stück erhält seine besondere Wirkung aus der Musik: schwungvolle Walzer, sehnsüchtiger Csárdás und mitreißender Foxtrott – all das findet man bei Kálmán.