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Ort
Siviriez (Kanton Fribourg)
Gedenktag
27. Juni
Marguerite ist das zweitälteste von sechs Kindern. Sie kam 1815 in Siviriez zur Welt und starb 1879 auch dort. Sie durfte 3 Jahre zur Schule gehen und wurde Schneiderin. Sie lebte bei ihren Eltern, nahm jeden Tag an der Heiligen Messe teil. Sie war eine grosse Marienverehrerin, sie pilgerte insgesamt 11 Mal zur Schwarzen Madonna in Einsiedeln und besuchte auch andere Wallfahrtsorte. Sie kümmerte sich um die religiöse Erziehung der Kinder im Dorf und besuchte regelmässig Exertitien im nahen Zisterzienserinnenkloster in Romont. Ganz bewusst wollte sie aber nicht ins Kloster eintreten, sie wollte ihr Christsein im Alltag leben.
Ums Jahr 1853 bekam sie Krebs, von dem sie am 8. Dezember 1854, am Tag, als Papst Pius IX das Dogma der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria verkündete, auf wundersame Weise geheilt wurde. Von da an zeigten sich an ihr die Wundmale Christi und sie fiel jeden Freitag in Ekstase.
1860 trat sie dem Dritten Orden der Franziskanerinnen bei. 1873 liess der Diözesanbischof die Wundmale untersuchen. Schon bei ihrem Tod wurde sie von vielen als Heilige verehrt, und das Haus, in dem sie lebte wurde und wird oft von Pilgern aufgesucht.
1940 ereignete sich ein erstes anerkanntes Wunder: ein Bergsteiger aus einer Gruppe von fünf Leuten wurde auf wundersame Weise vor dem Absturz vom Dent de Lys bewahrt. Marguerite de Bays wurde am 29. Oktober 1995 durch Papst Johannes-Paul II. selig gesprochen.
Das für eine Heiligsprechung zweite Wunder geschah 1998: ein 8jähriges Mädchen überlebte unbeschadet einen Traktorunfall.
Marguerite Bays wurde am 13. Oktober 2019 von Papst Franziskus heilig gesprochen.
Mehr zu Marguerite Bays findet sich auf der schön gestalteten Homepage marguerite.bays.ch.