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Wie aus dem aktuellen Janus Henderson Global Dividend Index (HGDI) hervorgeht, erhöhten sich die unbereinigten (absoluten) Dividendenzahlungen weltweit um 9,3% auf USD 1,37 Billionen – ein Rekordniveau. Das bereinigte Dividendenwachstum war mit 8,5% so hoch wie zuletzt 2015 und lag über dem langfristigen Trend von 5 bis 7%. Bei fast neun von zehn Unternehmen weltweit stiegen die Dividenden oder blieben stabil. In 13 Ländern wurden Rekordausschüttungen verzeichnet, unter anderem in den USA, Kanada, Deutschland und Russland. Die besten Ergebnisse lieferten die Schwellenländer, Nordamerika und Japan; Europa fiel hingegen zurück.
Die Rekordausschüttungen von USD 468,9 Milliarden in den USA bedeuteten ein Plus von 7,8% gegenüber dem Vorjahr (auf bereinigter Basis). Massgeblich trugen dazu Banken, Gesundheits- und Technologieunternehmen bei. Nur jedes 25. US-Unternehmen senkte die Dividende. Unter den grossen Industrienationen verzeichnete Kanada das höchste Dividendenwachstum, was insbesondere auf hohe Ausschüttungen von Ölkonzernen und Banken zurückzuführen war. Das zweitstärkste Wachstum war dank höherer Unternehmensgewinne und steigender Ausschüttungsquoten aus Japan zu vermelden.
Europa hinkt hinterher
In Europa stiegen die Dividenden gemächlicher – das bereinigte Wachstum betrug 5,4%. Darin spiegelten sich laut Studie insbesondere ein geringes Wachstum in der Schweiz und eine erhebliche Dividendenkürzung bei Anheuser Busch in Belgien wider. Auch für Europa war 2018 jedoch kein schlechtes Jahr: Neun von zehn europäischen Unternehmen erhöhten ihre Ausschüttungen. Besonders erfreulich fielen die Ergebnisse in Deutschland aus, aber auch Frankreich, Spanien und Italien schnitten gut ab. Das absolute Wachstum profitierte deutlich von positiven Wechselkurseffekten in der ersten Jahreshälfte.
Australien war im vergangenen Jahr der grosse Verlierer, da der Bankensektor, der eine sehr wichtige Rolle für die Ausschüttungen spielt, nicht mithalten konnte. Zudem nahm der Telekommunikationskonzern Telstra eine drastische Dividendenkürzung vor, um Liquidität im Unternehmen zu halten. Dadurch erhöhten sich die australischen Dividenden nur um 0,9% gegenüber dem Vorjahr. Andere Länder in der Region lieferten wesentlich bessere Ergebnisse, und in Südkorea stieg Samsung erstmals in die Gruppe der 20 weltweit grössten Dividendenzahler auf. Vor vier Jahren war das Unternehmen nicht einmal unter den Top 100 gewesen.
Nach einem schwachen 1. Quartal verzeichneten die Dividenden in den Schwellenländern während des übrigen Jahres eine kräftige Erholung. Insgesamt erhöhten sie sich 2018 um imposante 15,9% (auf bereinigter Basis). Russland leistete dazu mit Rekordausschüttungen den grössten Beitrag. Auch in China legten die Dividenden stark zu.
Bergbaubranche mit höchstem Dividendenwachstum
Wie die Studie weiter aufzeigt, verzeichnete 2018 die Bergbaubranche weltweit das höchste Dividendenwachstum. Nach den vorangegangenen Kürzungen hoben die Unternehmen ihre Ausschüttungen nun wieder an. Davon profitierte besonders das Vereinigte Königreich, wo viele dieser Titel notiert sind. Die Dividenden im Bankensektor, der im Branchenvergleich am meisten zu den globalen Ausschüttungen beiträgt, stiegen auf bereinigter Basis um 13,6%, während bei den Ölunternehmen sogar ein Plus von 15,4% registriert wurde. Das Schlusslicht bildete der Telekommunikationssektor, wo die Ausschüttungen in der Hälfte der Länder im HGDI stagnierten oder sanken.
Janus Henderson erwartet für 2019 ein bereinigtes Dividendenwachstum von 5,1%. Das entspricht einem unbereinigten Wachstum von 3,3% (unter der Annahme, dass die aktuellen Wechselkurse das ganze Jahr unverändert bleiben). Demnach würden die weltweiten Unternehmen in diesem Jahr USD 1,414 Billionen an ihre Aktionäre ausschütten.