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| Dr. Karl Fr. Schnitzer, Einleitung. In: Origenes über die Grundlehren der Glaubenswissenschaft. Wiederherstellungsversuch von Dr. Karl Fr. Schnitzer, Professor an der Kantonsschule in Aarau. Stuttgart, Verlag Imle und Kraus, 1835.

Einleitung
32.
Zu Grunde liegen muß nun — die größeren Stücke III, 1. und IV, 1. 2. aus der Philokalie ausgenommmen — die rufinische Uebersetzung, durch welche allein den Fragmenten, ihr Ort angewiesen wird. Ist dieser ausgemittelt, so verräth oft ein kleiner Zug der Uebersetzung den Uebergang im Original. Bei sehr vielen Bruchstücken ist die Uebersetzung wörtlich getreu, was schon oben bemerkt wurde; für den größern Theil des Uebrigen bestätigt es H. in der Apol. advers. Ruf. 1. (ed. Erasmi Ep. tom. II, p. 200.) misitis exemplaria ejusdem translationis, cum praefatione, laudatrice mea. Quae cum legissem contulissemque cum Graeco, illico animadverti, quae Origenes de patre et filio et sp. S. impie dixerat, quae romanae aures ferre non potebant, ia meliorem partem ab interprete commutata; caetera autem dogmata de angelorum ruina, de animarum lapsu, de [S. 62] resurrectionis praestigiis, de mundo vel mundis Epicuri, de restitutione omnium in aequalem statum et multo his deteriora, quae longum est retexere, ita vertisse, ut tu graeco invenerat, vel de commentariolis Didymi, qui Origenis apertissimus promulgator est, exaggerata et firmiora posuisse. Alius forsitan dicet: Si veritatis fidem in translatione conservas, cur alia mutas, alia dimittis intacta? Wo dieß nicht der Fall ist, gilt Hier. wenigstens als erste Instanz; die letzte muß der Zusammenhang und Origenes selbst seyn. Auf Vergleichung mit andern orig. Schriften wird in den Noten hie und da durch Citation der entsprechenden Stelle hingewiesen. Wo endlich der Inhalt origenisch, gilt für die Aechtheit der Fassung vorzüglich die Regel, die mehreren Handschriften im Collegium S. Petri zu Cambridge beigeschrieben ist „Cognoscitur Origenis sermo per auctoritatum abundantiam“; und diese um so mehr da, als die Schriftstellen auch bei Rufin nach abweichenden Lesarten des N. Testaments oder getreu nach den LXX. gegeben sind; was nicht selten vorkommt.
Ich habe mich bestrebt, der ganzen Uebersetzung das Gepräge einer Uebersetzung aus dem Original zu verleihen, und dazu manche Stellen vorher in’s Griechische zurückübersetzt. Es werden in den Anmerkungen solche namhaft gemacht, welche ohne Rückübersetzung gar nicht verständlich sind. Zu diesem Zwecke hat der Uebersetzer einen Maasstab an den Uebersetzungen Rufins von andern Werken des Origenes, welche zugleich griechisch vorhanden sind.