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Die Vorteile von weichem Wasser sind bekannt: weniger Reinigungsaufwand, verlängerte Lebensdauer von Warmwassererzeugern und sanitären Armaturen sowie deutlich reduzierter Seifen- und Waschmittelverbrauch – und ein besseres Kaffee- bzw. Tee-Aroma.
Doch Wasser kann auch zu weich sein. Bei unter 7 französischen Härtegraden schmeckt es für viele schal. Gleichzeitig ist Fremdgeschmack wie Spuren von Eisen aus der Wasserleitung intensiver wahrnehmbar.
Manchmal schützt Kalk
Alte Trinkwasserleitungen aus Kupfer oder verzinktem Eisen sind ebenfalls auf eine minimale Wasserhärte von 15 französischen Härtegraden angewiesen. Nur so kann sich an den Rohrinnenseiten eine schützende Kalkschicht bilden, die Korrosion und Lochfrass verhindert.
Mehr Kalk im Wasser ist jedoch auch für diese Rohrleitungstypen nicht erforderlich, bei hartem oder gar sehr hartem Wasser können auch sie mit den Jahren verstopfen.
Feine Einstellung erforderlich
In Bezug auf Wasserenthärtungsanlagen ist es daher wichtig, eine gewisse Resthärte aufrechtzuerhalten. Fachgerecht installierte Anlage gewährleisten, dass diese – je nach erforderlicher Einstellung – zwischen 7 bis 15 französischen Härtegraden liegt. Dazu wird dem enthärteten Wasser eine definierte Menge an nicht enthärtetem Trinkwasser beigemischt. Diese Funktion übernimmt die Enthärtungsanlage ebenfalls.
Und wenn die Wasserhärte natürlicherweise unter 7 französischen Härtegraden liegt? In diesem Fall lässt sich kaum etwas ändern, da es keine Anlagen gibt, die Wasser härter machen. In der Schweiz sind allerdings nur wenige Orte von so weichem Wasser betroffen. Solche Regionen gibt es zum Beispiel im Tessin und anderen kalkarmen, von Gneis und Granit dominierten Gebieten.