Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03471.jsonl.gz/201

Die Mühle ist das unterste Gebäude am Törbelbach. Sie ist die letzte von einstmals fünf Mühlen, die alle auf privater Basis betrieben worden sind. Manchmal ist auch die Anzahl von sieben Mühlen zu lesen. Dabei scheint es sich aber um einen Irrtum zu handeln, welcher auf das Einrechnen der ebenfalls mit Wasserkraft betriebenen Anlagen der Walke und der Sägerei beruht. Auf der Trimelle (Trichter oberhalb des Mühlsteins) findet sich die Jahreszahl 1853. Dass die Mühle aber älter sein könnte, zeigen Jahrzahlen auf ausgedienten Mühlesteinen, die in der Umgebung liegen.
Bei der Mühle handelt es sich um eine Stockmühle. In einer solchen treibt das Wasser ein Horizontalrad an. Dieses liegt im Erdgeschoss der Mühle und treibt den Läufer im Obergeschoss an. Die Feinheit des Mehles kann durch den Abstand zwischen Läufer und Bodenstein gesteuert werden. Weitere ausgeklügelte Einrichtungen wie die Regulation der einfallenden Kornmenge an der Trimmelle (Walliserdeutsch: Trimmja) ermöglichen es, den Mahlvorgang zu lenken.
Die Mühle war diejenige am Törbelbach, die am längsten in Betrieb war. 1957 wurden ihre Dienste von einer elektrisch betriebenen Mühle im Dorf übernommen. Der Mahlbetrieb in Törbel wurde xy vollkommen eingestellt. 1985 erfolgte die vollständige Instandstellung der Mühle durch das Freilichtmuseum Ballenberg. Im Tausch dagegen wurden dem Freilichtmuseum die Überreste von zwei Mühlen überlassen, aus welchen im Berner Oberland eine Mühle wiederaufbaut worden ist. Sie ist heute Teil einer Tour zum Thema „Korn und Brot“.