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Dabei gehe es um die «Möglichkeit, saudi-arabisches Militärpersonal in Einrichtungen der Bundeswehr auszubilden», hiess es. Wie viele Auszubildende nach Deutschland geschickt werden sollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Auch blieb unklar, aus welchen Bereichen des Militärs die Armeeangehörigen kommen sollen.
Saudi-Arabien steht wegen seines Militäreinsatzes im Nachbarland Jemen international in der Kritik. Unter saudi-arabischer Führung bombardiert ein Militärbündnis dort Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen. Dabei wurden aber auch immer wieder Krankenhäuser, Hochzeitsgesellschaften oder Trauerfeiern getroffen, bei denen viele Zivilisten starben.
Zudem unterzeichneten die deutsche und saudi-arabische Regierung in Dschidda eine gemeinsame Absichtserklärung zur polizeilichen Zusammenarbeit. Dabei geht es unter anderem um die Ausbildung saudi-arabischer Grenzschützerinnen durch Bundespolizistinnen, Fortbildungen der Bahnpolizei in Saudi-Arabien und Schulungen im Bereich der Luftsicherheit.
Darüber hinaus soll der Siemens-Konzern der Saudi-Arabien beim Vorantreiben des Wirtschaftsprogramms ‹Vision 2030› helfen. Entsprechende Absichtserklärungen sehen vor, Saudi-Arabien bei der ‹digitalen industriellen Transformation› zu unterstützen. Zudem soll Siemens bei der Ausbildung saudi-arabischer Arbeitskräfte helfen. Merkel war mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation nach Dschidda geflogen. (sda dpa)