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Der beliebte Clown Dimitri ist 80-jährig verstorben. Er brachte die Schweizer mit Pantomime, Akrobatik und Gesang jahrzehntelang zum Lachen und Weinen. Er war aber auch ein begnadeter Maler.
Noch in hohem Alter stand Dimitri unzählige Male auf der Bühne und vollbrachte mit seinem drahtigen Körper wahre Akrobatikwunder. In seinem breiten Mund konnte er unzählige Pingpongbälle verschwinden lassen, womit er die Kinder zum Lachen brachte. Nun ist der beliebte Künstler letzte Nacht verstorben, wie seine Tochter gegenüber dem italienischsprachigen Schweizer Fernsehen RSI bestätigte.
Der Clown wuchs als Dimitri Jakob Müller in Ascona im Kanton Tessin auf. Er machte eine Töpferlehre, nahm gleichzeitig auch Schauspiel- und Akrobatikunterricht. Später studierte er in Paris Pantomime, Akrobatik und Seiltanz. Es folgten Auftritte in Zirkussen, unter anderem war er mit dem Circus Knie unterwegs.
Dimitri war aber auch ein begnadeter Maler und Sänger. Mit seinem Freund Roberto Maggini interpretierte er traditionelle Tessiner Lieder ("Canti Popolari"). 1970 gründete Dimitri mit seiner Frau ein Theater in Verscio (Kanton Tessin), 1975 eine Theaterschule ("Scuola Dimitri" beziehungsweise "Accademia Dimitri") und 1978 eine Theaterkompagnie, für die er die Stücke selber schrieb.
Erst im vergangenen Herbst sagte Dimitri gegenüber swissinfo.ch: "Ich habe das Glück, gesund zu sein und den schönsten Beruf der Welt zu haben." Damals trainierte er noch 3 Stunden pro Tag. Er gab aber zu, dass er Angst vor dem Tod habe, wobei sich diese Angst vor allem auf Krankheit und Leiden bezog, nicht auf den Tod an sich.
"Für mich ist es klar, dass es ein Jenseits gibt", sagte er damals. "Die Körper werden von Würmern gefressen. Aber ich bin überzeugt, dass wir in geistiger Form weiter existieren."