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Wie es dazu kam, dass alle Welt glaubt, Männer und Frauen seien gleich, und weshalb das nicht stimmt! Hier stellt die Referentin die eigentümlichen Wege dar, welche zu der absurden Behauptung führten, eigentlich seien Männer und Frauen (Jungen und Mädchen) gleich. Nach Milliarden von Jahren einer getrennt erfolgten Entwicklung (grundlegende Asymmetrie) und Millionen von Jahren mit einer zwangsläufig sehr unterschiedlichen Basis-Motivation wurden 1928 zwei Werke publiziert, die alles, was man wusste, in Frage stellten. Eines begründete den Behaviorismus (Umwelt ist alles), das zweite schien zu beweisen, dass jede Kultur völlig anders geartete Männer / Frauen heranziehen kann (Kultur-Relativismus). Als dann in den Siebzigern ein gewisser Dr. John Money behauptete, alle Kinder seien bis Ende des zweiten Lebensjahres neutral, und könnten zu Jungen ODER Mädchen erzogen werden, stand die absurde Tatsache fest. Wir müssen wissen, wie es dazu kam, um zu begreifen, wie wir echte Gender-Chancengleichheit schaffen, statt das sogenannte Gender Mainstreaming anzustreben und noch eine Generation von Knaben zu Opfern zu machen.
In einem eindrücklichen Podcast von Smart Enterpreneur Radio referiert der Psychologe Prof. Dr. Dieter Frey über das Thema Lebensqualität und was es braucht, damit man glücklich wird und es auch bleibt.
Private oder berufliche Situationen können sehr belastend werden. Es geht immer darum, wie man mit negativen Zuständen umgeht. Kann man selber etwas beitragen, dass es besser wird? Kann ich etwas verändern? Muss ich mich aus einer Situation verabschieden?
Es hilft, wenn man sich gegen negative Bedingungen impft, man kann sogar trainieren, mit schlechten Bedingungen umzugehen.
Wenn sie dann später wirklich eintreffen ist man darauf viel besser vorbereitet, als wenn man sich keine Gedanken zu gemacht hätte.
Wer auf eine Person zählen darf, die immer und jederzeit erreichbar ist, darf sich glücklich schätzen. Nicht die Quantität, sondern die Qualität ist ausschlaggebend.
Wenn man es schafft, sein eigenes Selbstvertrauen nie aufzugeben, sondern darauf zählt, dass man aus jeder Situation wieder positiv herauskommt, ist man gut auf Krisen vorbereitet.
Nach einer Niederlage rasch wieder aufzustehen und auch mal einen gesunden Verdrängungsmechanismus aufzubauen, das sind Fähigkeiten, die man als Resilienz zusammenfasst.
Wer seine körperlichen, geistigen und finanziellen Ressourcen kennt, ist eher davon verschont, in Abhängigkeiten zu geraten, die ungesund sind.
Man muss lernen Nein zu sagen oder auch mal Dinge zu verschieben, falls die vorhandenen Ressourcen zur Erledigung nicht ausreichen werden.
95% der Lebensqualität hängt von der Gesundheit ab
Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut, das wir äusserst behutsam pflegen müssen. Wer sich gesund ernährt, genügend Wasser trinkt, darauf achtet, sich ausgiebig zu bewegen sowie den Kontakt zu Freunden und Familie pflegt und genügend schläft, wird seine Lebensqualität höher bewerten, als Personen die auf die oben genannten Dinge verzichten.
So wie man in den Wald ruft kommt es auch zurück
Wenn ich mich bemühe, anderen Personen mit Respekt zu begegnen, wird sich das auch auf mich abfärben. Ich werde im Gegenzug meistens ähnlich behandelt. Das wirkt sich immer positiv auf die Lebensqualität aus.
Was ist mir wichtig? Was will ich erreichen?
Wer in seiner Arbeit Sinn sieht, wird in aller Regel mit Flow und positiver Energie belohnt. Wer dagegen fremdbestimmt ist und wenig Autonomie hat, wird nur Dienst nach Vorschrift machen und daraus wenig Energie ziehen können.
Manchmal muss man hier etwas kreativ werden, denn nicht bei jeder Arbeit ist der Sinn klar erkennbar. Wenn man es aber schafft, den Sinn in seinem Tun klar zu erkennen, ist die Arbeit nicht einfach nur zum Geldverdienen bestimmt.
Wenn man sich täglich drei neue Dinge bewusst macht, auf die man dankbar ist, wird man einen positiven Fokus entwickeln, der dabei hilft, glücklicher durchs Leben zu gehen. Wer andere klein macht, wird selber klein bleiben.
Für die einen ist man erfolgreich, wenn man viel Geld verdient oder ein hohes soziales Ansehen hat. Andere wiederum fühlen sich erfolgreich, wenn sie helfen können oder es schaffen sich viele Freiräume zu schaffen. Erfolg ist in jedem Fall subjektiv.
Kann man anderen ein gutes Vorbild sein, Verantwortung übernehmen und nachhaltig einen positiven Eindruck auf andere Personen haben, so ist das in der Regel ein gutes Mittel, um sein inneres Glück zu finden.
Man kann seine Werte auch mit einem Baum vergleichen. Dabei sind die Wurzeln der Kompass, der Stamm steht für die Verlässlichkeit und die Äste markieren die Beweglichkeit.
In der Forschung in Bezug auf ein glückliches Altern stehen drei Fähigkeiten im Zentrum. Wer älter wird, kann körperlich und geistig nicht mehr alles machen, was früher völlig selbstverständlich war.
Schafft man es aber, einen Fokus zu legen auf etwas was man gerne tut und darin weiter trainiert, dann kann man damit dauerhaft glücklich werden.
Ein gutes Beispiel ist das Lernen eines Musikinstrument. Vielleicht schafft man es im Alter nicht mehr, 20 Stücke auswendig zu spielen, dafür kann man sich auf die Optimierung von ein paar wenigen Stücken konzentrieren.
Beim Wandern muss es nicht mehr der höchste Berg sein, vielleicht reicht als Kompensation auch der tägliche Spaziergang in der näheren Umgebung, um ein tolles Erlebnis von früher zu kompensieren.
Durch das Selegieren lernt man nicht mehr alles zu machen, sondern eine Priorisierung vorzunehmen, die auch im Alter noch total glücklich machen kann.
Diesen Blogpost habe ich im Zug von Genf nach Thun geschrieben. Die Reise und den Podcast habe ich ausgewählt, um eine wichtige, berufliche Entscheidung zu treffen, die mich in meinem unternehmerischen Handeln eingeschränkt hätte, mir aber eine sichere Anstellung gebracht hätte. Ich habe mich gegen die Sicherheit und für das Erhalten meiner Autonomie entschieden.
Die Entscheidung ist mir mit diesen Informationen viel leichter gefallen. Vielleicht helfen dir die Erkenntnisse von Prof. Dr. Frey auch mal weiter.
Aktualisiert am 4.2.2017