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Begann der frühere Grundschullehrer aus den Niederlanden mit Briefmarken, so wandte sich sein Interesse vor Jahrzehnten mehr und mehr der Vorphilatelie zu. Alte Briefe, deren Destinationen, Taxen und Beförderungsrouten faszinierten ihn und aus diesem Interesse erwuchs eine mit Großgold 2013 in Rio de Janeiro ausgezeichnete Sammlung. Diese spannt den Rahmen bis zur Einführung der Briefmarken (1852) und nimmt ihren Anfang 1581, als noch die Botenpost zu Land oder auf dem Wasser Briefe beförderte. Wiersma unterteilt seine Bearbeitung dieses Zeitraumes in mehrere Phasen. Zuerst behandelt – und dokumentiert er reichlich an entsprechenden Belegen – die Zeit vor 1803, als eben diese Botenpost und erste postalische Einrichtungen für die Beförderung zuständig waren. Es folgt von 1803–1811 der Nationale Postdienst, der seine Spuren auch mit ersten Stempeln (1809), der Einführung von Einschreiben und neuen Postämtern hinterließ.
Für wenige Jahre prägte das französische Kaiserreich von 1811–1813 den Postservice, bevor dann ab 1814 das Königreich der Niederlande der Post seinen eigenen Stempel wieder aufdrückte. Weitere Stempel und Beförderungsdienste waren das Ergebnis, bevor es 1850 dann hieß, 800 neue Postämter und 800 neue Postrouten waren nach 270 Jahren etabliert. Die Sammlung ist in niederländischer Sprache beschrieben, das Buch professionell gestaltet.
(Buchrezension von Wolfgang Maassen)
160 Seiten, davon 128 Seiten Sammlungstafeln im farbigen Kunstdruck, Hardcover mit Schutzumschlag, zweisprachig in Englisch und Niederländisch