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Über die fragwürdigen Prozesse, zu denen es in den USA aufgrund der dortigen Patentierbarkeit von Geschäftsmethoden
(und nicht nur von Technologien) kommen kann, haben wir bereits anlässlich einer kürzlichen Klage gegen Dell berichtet
. Gestern ist nun auch Amazon von Cendant aufgrund eines solchen Patents eingeklagt worden.
Dem Hotel-und Mietwagenkonzern Cendant, der gegenwärtig auch das bekannte Reisebüro Orbitz zu übernehmen versucht, wurde in diesem August ein Patent unter dem Titel "System and Method for Providing Recommendation of Goods or Services Based on Recorded Purchasing History" zugesprochen, wie "Dow Jones Newswires" berichtet. Das Patent deckt, wie der Titel schon sagt, eine Methode ab, Kunden Kaufempfehlungen aufgrund ihrer früheren Käufe abzugeben.
Amazon macht das schon seit längerer Zeit (Bei Amazon.de zum Beispiel unter "Ihre persönlichen Empfehlungen").
Cendant hat keine spezifische Klagesumme eingereicht, verlangt aber, dass Amazon die Methode von Cendant lizenzieren lassen muss – der Konzern käme dadurch zu einer schönen, dauerhaften Nebeneinnahme. Leichtironisch ist es in diesem Zusammenhang, dass sich auch Amazon in der Vergangenheit in Bezug auf Methodenpatente schon hervorgetan hat. Amazon hält das berühmte "One-Click"-Patent für Online-Käufe, aufgrund dessen der Online-Händler zum Beispiel den Konkurrenten Barnes % Noble verklagt hat. (hjm)