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Ein Team von Wissenschaftlern des Departements für Biologie an der Universität Freiburg hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon und der Universität Neuenburg Faktoren ermittelt, welche voraussagen, wo in Europa sich am wahrscheinlichsten Schadinsekten ansiedeln werden. Wie die Forscher laut einer Mitteilung der Universität Freiburg herausgefunden haben, spielt neben dem Klima und dem globalen Handel mit Agrarprodukten die Grösse der Anbaufläche von Wirtspflanzen eine wichtige Rolle.
Nach ihren Berechnungen sind Italien, Frankreich, Spanien, Ungarn und Deutschland besonders gefährdet. Die Wissenschaftler erarbeiteten ebenfalls eine Liste der wahrscheinlichsten Invasoren. Darin befinden sich der Asiatische Baumwollwurm (Spodoptera litura), der Nördliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica barberi) und der Schnellkäfer (Pheletes californicus).
Risiko in Nordosteuropa
Langfristig sind gemäss den Berechnungen der Forscher Länder in Nordosteuropa einem höheren Risiko neuer Invasionen von Schadinsekten ausgesetzt als zentraleuropäische Staaten, in denen das Risiko gar sinken werde. Diese Resultate könnten den nationalen Pflanzenschutzbehörden dienen, um beispielsweise spezifische Kontrollstrategien zu entwerfen, welche dem Risiko der betroffenen Länder angepasst sind.
Die Studie ist eine Folgestudie zum Forschungsprojekt «Gaps in border controls are related to quarantine alien insect invasions in Europe», an dem ebenfalls ein Freiburger Team um den Biologen Sven Bacher beteiligt war. Dieses Projekt konnte zeigen, dass mangelhafte Grenzkontrollen von Agrarprodukten zu Invasionen von Schadinsekten in Europa führen können. Bachers Team ist auch für das aktuelle Projekt verantwortlich. fca