Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03419.jsonl.gz/2141

Das menschliche Verhalten wird von einer komplexen Reihe sozialer Normen geleitet, weithin bekannten Standards, die festlegen, wie wir uns in einer bestimmten Situation verhalten sollten. Die weit verbreitete Einhaltung solcher Normen ist für den Frieden und die Produktivität in Gesellschaften und Organisationen unerlässlich, wie die jüngsten Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Umgang mit der COVID-19-Pandemie und den Bedrohungen der demokratischen Ordnung in den USA zeigen.
Warum ist es für uns nicht immer einfach, Normen einzuhalten? Warum neigen wir dazu, einige Normen einzuhalten, andere aber nicht? Und wie könnten wir dieses Wissen nutzen, um die Einhaltung von Normen zu erleichtern, wenn es darauf ankommt? In diesem Vortrag wird Christian Ruff diese Fragen aus einer neuroökonomischen Perspektive angehen, indem er einen Überblick über die grundlegenden Gehirnmechanismen gibt, die es uns ermöglichen, soziale Normen zu erkennen und zu befolgen. Diese Hirnmechanismen bestimmen unsere natürlichen Tendenzen, Normen unter bestimmten Umständen (nicht) zu befolgen und setzen daher wichtige Grenzen für das Potenzial politischer Interventionen zur Erhöhung der Normeinhaltung.