Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03315.jsonl.gz/1335

Dank der Initiative von Adolf Christen, Max von Arx und weiterer Personen begannen im Jahr 1901 die Planungen für eine historische Sammlung der Stadt Olten. Seit 1903 leitete eine besondere Kommission die Geschäfte des Historischen Museums, das im neuen Frohheim-Schulhaus erste Räume belegen konnte. Von 1905 an waren die Sammlungen dem Konservator Eduard Häfliger anvertraut.
Aus Privatfamilien kamen zahlreiche Gegenstände als Schenkung in die rasch wachsende Museumssammlung. Schon bald besassen die Münzensammlung und die in der Umgebung der Stadt gefundenen steinzeitlichen Geräte eine besondere Bedeutung in der Ausstellung. Die Initianten verfassten lokalgeschichtliche Arbeiten, Max von Arx etwa die «Vorgeschichte der Stadt Olten», ein noch heute nützliches Grundlagenwerk.
Bei der intensiven Bautätigkeit in Olten und in den Nachbargemeinden kamen immer wieder zahlreiche urgeschichtliche und römische Funde zum Vorschein. Auf einigen steinzeitlichen Siedlungssstellen bei Olten fanden archäologische Ausgrabungen statt, und viele ausgegrabene Objekte kamen in das Museum, das sich bald einen Namen als bedeutende urgeschichtliche Institution machte. Grosse Verdienste an den Forschungen über die regionale Urgeschichte hat Theodor Schweizer, der viele frühe Siedlungsplätze entdeckte und untersuchte.
Um 1932 erhielt das Historische Museum Olten bedeutend mehr Raum im neu gebauten Verwaltungsgebäude und Schulhaus im Hübeliquartier an der Konradstrasse. In den Ausstellungsräumen waren wertvolle handwerkliche Arbeiten, zum Beispiel Keramikbestände, Waffen und einige Möbelgruppen, zu sehen. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts konnte die Stadt Olten aus dem Antiquitätenhandel hervorragende Pokale, so genannte Bürgerbecher, hergestellt von Goldschmieden aus Olten in der Zeit des Ancien Regime, zurückerwerben. Diese kostbaren Stücke sind wichtige Zeugnisse für die Sozialgeschichte der Stadt.
Von 1972 bis 1988 vergrösserte das Historische Museum Olten seine Ausstellungen, als verschiedene andere städtische Dienststellen und die Schulen das Gebäude verliessen, das seither vorwiegend dem Museum zur Verfügung steht. Unter der Projektleitung von Hans Brunner, damals Konservator der historischen Abteilung, und von Hugo Schneider (†), dem Betreuer der in Olten aufbewahrten archäologischen Sammlungen von Stadt und Kanton, entstanden nach und nach neue Ausstellungen zur Geschichte von Stadt, Region und Kanton.
Einen besonderen Akzent bildet in der Dauerausstellung die Geschichte der Lichttechnik.