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Die Lostage waren im bäuerlichen Leben wichtige Merktage. Da die ländliche Bevölkerung bis ins 19. Jahrhundert meist weder lesen noch schreiben konnte, merkte man sich statt des Datums den Namen des entsprechenden Heiligen oder Namenspatrons. Die Lostage gaben Auskunft darüber, wie das Wetter in nachfolgenden Zeiten einmal werden wird. Meist waren es Tage mit extremen Bedingungen: entweder heiss oder kalt, nass oder trocken, besonders stürmisch oder gewittrig. Aus dem christlichen Jahreskalender sind weit über 100 Lostage bekannt. Die Lostage nahmen nahmen bei der Landbevölkerung eine ganz besondere Rolle ein und galten als wichtige Orientierungshilfe für Saat, Anbau und Ernte. Anhand der Lostage liess sich die zu erwartende Witterung erkennen, ob es warm oder kalt, feucht oder trocken, windig oder still sein würde. Daneben gab es auch die Schwend- oder Unglückstage.