Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03485.jsonl.gz/1106

Trotz Verbot: Katalanen bereiten ihr Referendum vor
- Mittwoch, 1. Oktober 2014, 18:02 Uhr
Vor zwei Tagen verbot das spanische Verfassungsgericht das Referendum der Katalanen. Doch die Vorbereitungen laufen.
Am Montag hat das spanische Verfassungsgericht ein einstweiliges Verbot eines Unabhängigkeits-Referendums in Katalonien ausgesprochen.
Dennoch beschloss das Regionalparlament in Barcelona nun, für die geplante Volksabstimmung am 9. November eine Abstimmungskommission zu bilden. Die Opposition der Konservativen und der Sozialisten verweigerte allerdings ihre Teilnahme an der Abstimmung, weil sie in der Entscheidung einen Verstoss gegen den Entscheid des Verfassungsgerichts sah.
Kataloniens Regierungschef Artur Mas betonte jedoch: «Ich werde meinen Kurs nicht ändern.» Er werde weiterhin dafür eintreten, dass die Katalanen über die Zukunft der Region abstimmen können.
Der Forderung separatistischer Organisationen, sich notfalls über die Entscheidung des Verfassungsgerichts hinwegzusetzen, hielt er jedoch entgegen: «Der zivile Ungehorsam führt nicht immer zum Erfolg.»
Zehntausende Katalanen hatten am Dienstagabend gegen den Entscheid des spanischen Verfassungsgerichtes protestiert. Sie riefen immer wieder: «Wir wollen abstimmen, wir wollen abstimmen!».
Zu den Protesten hatten separatistische Organisationen und vier Parteien aufgerufen, die über eine grosse Mehrheit im katalanischen Parlament verfügen.
Sendungsbeitrag zu diesem Artikel
-
Referendum in Katalonien
Aus Tagesschau vom 27.9.2014
Wie Schottland vor gut einer Woche sollen auch die Katalanen über eine allfällige Unabhängigkeit befinden können. Die katalanische Regierung in Barcelona hat ein Dekret unterzeichnet, das den Weg für eine entsprechende Volksabstimmung freimacht. Am 9. November dürfte diese damit stattfinden.
3 Kommentare
Kommentarfunktion deaktiviert
Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.