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Tokio - IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat vor einer zweiten Rezession in einigen Staaten gewarnt, sollte das Ende der Konjunkturhilfen zu früh eingeleitet werden. "In den Industriestaaten verläuft die Erholung zögerlich", sagte Strauss-Kahn in Tokio.
"Wir müssen vorsichtig sein." Wenn die Hilfen einmal abgesetzt seien, werde es schwierig, bei einem zweiten Abtauchen der Wirtschaft neue Instrumente zu finden.
Voraussetzung für einen Beginn der Exit-Strategie seien eine spürbare Rückkehr der privaten Nachfrage und Besserungen auf dem Arbeitsmarkt.
Dort, wo die Finanz- und Wirtschaftskrise überwunden werden kann, sieht Strauss-Kahn die Priorität dann beim Abbau der Staatsverschuldung. Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) forderte die Staaten auf, für den Schuldenabbau nun schnellstmöglich "eine Strategie auszuarbeiten".
Viele Industrie- und Schwellenländer hatten in der Krise Konjunkturprogramme aufgelegt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Aufgrund gleichzeitig sinkender Steuereinnahmen führte das zu einer teils hohen Neuverschuldung.
"Dieses Problem zu lösen, wird Zeit dauern und muss in den kommenden zwei, fünf oder sieben Jahren zweifellos die grösste Priorität für die Industriestaaten, aber auch für einige Schwellenländer sein", sagte Strauss-Kahn.
SDA-ATS