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Welche drei Lungenerkrankungen spielen bei der chronisch obstruktive Problematik eine Rolle?
Lungenemphysem
Chronische Bronchitis
Asthma
COP gehört zu den drei häufigsten Todesursachen weltweit.
Richtig
Falsch
Was ist die Definition von Asthma bronchiale?
Durch einen Auslöser (allergisch oder nicht allergisch) wird eine anfallsweise reversible Atemnot ausgelöst. Die Bronchien sind übermässig sensibel auf Reize und neigen zu Entzündungen.
Was isst die Definition von chronischer Bronchitis?
Durch eine chronische Entzündung (durch Rauchen oder Feinstaubexposition) der Atemwege wird eine dauerhafte Atemnot, meist mit Obstruktion, ausgelöst
Was isst die Definition von Lungenemphysem?
Krankhafte Überblähung der Lunge, Verringerung der Elastizität des Lungengewebes, gestörter Gasaustausch.
Was sind mögliche Definitionen von COPD?
Global Initiative For Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD)
…eine vermeidbare und behandelbare Erkrankung der Atemwege, die mit einer Einschränkung des Atemflusses einhergeht. Die Erkrankung ist fortschreitend und mit einer chronischen Entzündungsreaktion der Lunge auf schädliche Partikel oder Gase assoziiert.
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie
…eine persistierende und üblicherweise progrediente Atemwegsobstruktion, die assoziiert ist mit einer gesteigerten Entzündungsreaktion in den Atemwegen, die durch die langjährige Inhalation von Partikeln und Gasen ausgelöst wird. Exazerbationen und Komorbiditäten können dabei den Schweregrad der Erkrankung mitbestimmen.
Das Leitsymptom der COPD ist AHA. Wofür steht AHA?
Auswurf Husten Atemnot
Was ist die Abfolge der Ereignisse bei der Abwärtsspirale der Symptome der COPD?
Atemnot bei Belastung
Leistungsabfall
Körperliche Schoung
Muskelabbau/Osteoporose
Exazerbationen Leistungsfähigkeit
Herz-Kreislauferkrankungen
Lebensqualität
Soziale Isolation
Depression
Was sind Risikofaktoren für COPD?
Wirtsfaktoren
Familiengeschichte mit COPD
Familiengeschichte mit Asthma
genetische Konstitution
Atopie
bronchiale Hyperreagilibität
niedrige Lungenfunktion
Exposition in der Kindheit
häufige Infektionen der Atemwege
Lungenentzündungen
Rauchen im familiären Umkreis
Luftverschmutzung
kindliches Astma
Entwicklungsstörung der Atemwege
Adipositas/Mangelernährung
Perinatale Faktoren
Rauchen der Mutter oder des Umfelds
hohe Luftverschmutzung im Umfeld der Mutter
gehäufter Einsatz von Antibiotika
Komplikationen bei der Geburt
Frühgeburt
Exposition als Erwachsener
berufliche Exposition
Biomassenexposition in Innenraum
aktives und passives Rauchen
Aussenluftverschmutzung
Innenluftverschmutzung
Warum ist rauchen DER Risikofakor?.
Ab einem Konsum von 20 „pack years“ ist davon auszugehen, dass der Patient an einer COPD erkranken wird. Zur Berechnung der „pack years“ wird die Anzahl der gerauchten Päckchen (20 Zigaretten) pro Tag mit der Anzahl der Jahre multipliziert, in denen der Patient geraucht hat
Wie sieht die DIagnose bei COPD aus?
Lungenfunktionsprüfung
Spirometrie zur Ermittlung der Atemwegsobstruktion und dem Grad der Obstruktion: FEV1, FEV1 / FVK , Diffusionskapazität
Blutuntersuchung
Entzündungsparameter Blutgasanalyse zur Ermittlung von pO2, pCO2 Alpha‐1‐Antitrypsin
Fragebogentest: CAT, mMRC, (Schweregrad)
Exazerbationsrisiko
Wie wird der Schweregrad einer COPD erfasst?
GOLD 1: leicht Leichte Atemwegsobstruktion, chronischer Husten mit Auswurf
GOLD 2: mittel Stärkere Atemwegsobstruktion, Atemnot bei körperlicher Anstrengung, Husten mit Auswurf
GOLD 3: schwer Ausgeprägte Atemnot, eingeschränkte körperliche Belastbarkeit, wiederkehrende Verschlimmerungen mit plötzlichen lebensbedrohender Verstärkung der Symptome, Lebensqualität ist beeinträchtigt
GOLD 4: sehr schwer Schwere Atemwegsobstruktion, chronische respiratorische Insuffizienz
Was ist eine Exazerbation?
COPD ist eine Krankheit, die sich im Laufe der Zeit verschlechtert; meistens geschieht dies allmählich, manchmal kann die Krankheit aber auch plötzlich schlechter werden. Das nennt man eine Exazerbation. Ärzte verstehen unter einer Exazerbation eine Verschlechterung des Krankheitszustandes, die durch eine plötzlich einsetzende Verstärkung von unbeherrschbaren Symptomen wie etwa schwere Atemnot und starke Schleimproduktion mit Husten
Was sind Exerbationsauslöser bei COPD?
Zigarettenrauch
Infektionen
Abgase, Feinstaub...
Reizende Wetterlage
Was sind die Therapieziele bei der Behandlung von COPD?
Lebensqualität verbessern
Symptome mildern
Leistungstoleranz verbessern
Gesundheitszustand verbessern
Risiko verringern
Krankheitsprogression verzögern
Exazerbation verhindern/behandeln
Morbidität vermindern
Welche Präventionsmassnahmen kann man gegen eine COPD treffen?
Rauchstopp
Impfungen: Grippe,Pneumokokken
Bewegung Angepasst an Möglichkeit
Was sind nichtmedikamentöse Massnahmen zur Atemunterstützung bei Patienten mit COPD?
Physiotherapie
Atemerleichternde Körperstellungen
Lagerungen
Hilfsmittel zur Schleimelimination
Atemstimmulierende Einreibungen
Welche Ziele haben die nichtmedikamentöse Massnahmen zur Atemunterstützung bei Patienten mit COPD?
Senkung der Atemarbeit
Verbesserung der Thoraxbeweglichkeit
Verbessert Sekretausscheidung
Reduziert Atemwiderstand
Atemerleichternde Körperstellung
Was sind Atemerleichternde Körperstellungen?
Kutschersitz
Torwarthaltung
Abstützen der Arme im Stehen
Wie funktionieren die Hilfsmittel zur Sekretelimination?
Es wird ein positiver exspiratorischer Druck aufgebaut
Verhindern oder verringern Bronchialverschlüsse
Erweitern die Bronchien
Sekret wird von den Wänden gelöst
Wie sieht die medikamentöse Therapie bei COPD aus?
Inhalationstherapie zur Erweiterung der Bronchien (Kurzwirksame und langwirksame Medikamente)
Entzündungshemmer (mit und ohne Kortison)
Schleimlöser
Sauerstofflangzeittherapie
Antibiotika nur bei Infekten
Welche Wirkung und Nebenwirkungen haben β2‐Sympathomimetika?
Wirkung
Stimulieren die β2-Rezeptoren der Bronchialmuskulatur, das führt zur dilatation der Bronchien.
Nebenwirkungen
Zittern der Hände
Juckreiz im Hals
Erhöhte Herzfrequenz (Puls)
Herzrhythmusstörungen
Innere Unruhe
Welche Formen von β2‐Sympathomimetika gibt es?
Kurzwirksame=SABA (Ventolin, Bricanyl)
langwirksame=LABA (Foradil )
Welche Wirkung und Nebenwirkungen haben Anticholinergika (Parasymptholytika)?
Wirkung
Hemmen den Botenstoff Acetylcholin (Parasympatholytika)
Reduzieren auch die Schleimproduktion
Nebenwirkungen
Husten
Mundtrockenheit
Selten erhöhte HF
Welche Formen von Anticholinergika (Parasymptholytika) gibt es?
Kurzwirksam (Atrovent)
langwirksam (Spiriva)
Welche Entzündungshemmer werden bei COPD eingesetzt?
Glukokortikoide (Predison, Symbicort)
PDE4 Hemmer (Daxas)
Welche Wirkung und Nebenwirkungen haben Glukokortikoide/ Cortison (inhalativ, oral)?
Wirkung
Bekämpfen Dauerentzündung
Verbessern Ansprechbarkeit auf β2-Sympathomimetika
Nebenwirkungen Inhalativ (lokal):
Heisserkeit, trockene Schleimhäute
Soor
Nebenwirkungen oral (systemisch):
Muskelabbau
Osteoporose
NNR-Insuffizienz
Was sind Mucopharmaka?
Sie werden individuell eingesetzt, wenn Schleim aus dem Bronchialbaum entfernt werden soll:
verringert Infektionsgefahr
Erleichtert Abhusten
Wann werden bei COPD Antibiotika eingesetzt?
Bei Infektionen der Luftwege
Welche Formen der Sauerstofftherapie bei COPD gibt es?
Sauerstofflangzeittherapie (LOT: long term oxygene therapy)