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Die Zürcher Ausstellung zeigt Gemälde, Porträts, Aquarelle, Gouachen, Zeichnungen und Drucke, die in ihrer Gesamtheit eine einzigartige Einheit bilden. Einige der ausgestellten Werke wurden von privaten Sammlern als Leihgabe zur Verfügung gestellt, andere zum ersten Mal aus dem Magazin des Zürcher Museums ans Tageslicht geholt.
Hans Jakob Oeri wurde 1782 in Kyburg, Kanton Zürich, in eine Adelsfamilie geboren, aus der bereits mehrere Künstler stammten. Ab 1803 absolvierte er in Winterthur eine dreijährige Ausbildung beim berühmten Landschaftsmaler Johann Kaspar Kuster (1747-1818). Danach reiste er nach Paris, wo er an der renommierten École des Beaux-Arts studierte. Jacques-Louis David (1748-1825), ein Jakobiner und Freund Maximilien de Robespierres, wurde dort sein Lehrer und Mentor.
1809 entschloss sich Hans Jakob Oeri nach Moskau zu gehen. In Russland verbrachte er als Porträtmaler und Kunstlehrer fast acht Jahre. 1812 eroberten die Truppen Napoleons Moskau, die Stadt brannte fast vollständig nieder und gegen 10‘000 russische Soldaten starben. Oeri hat dieses Ereignis in Form eines einzigartigen Gemäldes festgehalten, das jetzt auch in Zürich zu sehen ist. Danach ging er nach Kazan, wo er in der Gunst Michail Mussin-Puschkins (1795-1862), eines russischen Fürsten, stand.
1817 kehrte Hans Jakob Oeri nach Zürich zurück und wurde aktives Mitglied der Zürcher Künstler-Gesellschaft. Er fertigte unter anderem sie sogenannten «Kostüm-Studien» an, eine Reihe von Zeichnungen von authentischen historischen Kostümen aus verschiedenen Epochen, bestehend aus 1‘468 Blättern. Hans Jakob Oeri starb 1868 in Zürich. Die Ausstellung "Hans Jakob Oeri – Ein Schweizer Künstler in Paris, Moskau, Zürich" im Zürcher Kunsthaus dauert bis zum 23. Oktober 2016.
(Bilder: Hans Jakob Oeri/Kunsthaus Zürich)