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QUBE
Quartierbezogene Energiekooperationen im Wesemlin
Ein Partizipationsprozess ist eine Folge von Partizipations-Aktivitäten (z.B. zuerst eine Umfrage ausfüllen, dann Vorschläge machen, diese face-to-face oder in virtuellen Events diskutieren, und sie schliesslich priorisieren) mit dem Ziel, ein bestimmtes Thema zu definieren und darüber zu entscheiden.
Beispiele für partizipative Prozesse sind: ein Verfahren zur Wahl von Ausschussmitgliedern (bei dem die Kandidaturen zuerst präsentiert, anschliessend debattiert und schliesslich eine Kandidatur ausgewählt wird), die Bürgerhaushalte (bei denen Vorschläge gemacht, wirtschaftlich bewertet und mit dem verfügbaren Geld abgestimmt werden), ein strategischer Planungsprozess, die gemeinschaftliche Ausarbeitung einer Vorschrift oder Norm, die Gestaltung eines städtischen Raums oder die Erstellung eines öffentlichen Planes.
Die Energiewende passiert nicht irgendwo - sondern auch bei uns im Quartier. Das Projekt QUBE bringt Fachleute mit Hauseigentümer*innen zusammen um neue, kooperative Energielösungen für Heizen, Warmwasser und Strom zu realisieren.
Das Projekt QUBE hat zum Ziel, Energiekooperationen auf Quartierebene zu fördern. Ein Beispiel für eine Energiekooperation wäre, wenn sich zehn Hauseigentümer*innen an derselben Strasse zusammenschliessen und gemeinsam eine Holzschnitzelheizung betreiben. Solche kooperativen, dezentralen Energielösungen sind oft technisch sinnvoller und finanziell attraktiver als eine eigene Anlage für jedes Haus.
Um den Weg zu solchen Energiekooperationen zu ebnen, hat die Hochschule Luzern (HSLU) das Projekt QUBE lanciert und das Quartier Wesemlin als Pilotquartier ausgewählt. Das Projekt bringt Hauseigentümer*innen mit Fachleuten in den Bereichen Energie und Quartierentwicklung zusammen. Neben verschiedenen Instituten der HSLU sind der Kanton und die Stadt Luzern, der Energieversorger ewl sowie weitere Partner aus der Praxis am Projekt beteiligt (siehe Liste unten).
Die oben genannte Holzschnitzelheizung ist nur ein mögliches Beispiel. Energiekooperationen können sehr unterschiedlich aussehen. Sie können Heizen, Warmwasser, Strom und/oder Elektromobilität betreffen. Sie können in der Grösse sehr unterschiedlich sein, von einer Handvoll Parteien bis hin zu hunderten. Schliesslich sind zahlreiche technische Lösungen verfügbar, deren Vor- und Nachteile abgewogen werden müssen.