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Der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot ist ein renommierter internationaler, universitärer Wettbewerb, bei dem sich Teams aus aller Welt in simulierten Gerichtsverhandlungen gegenüber stehen und dort die Parteien eines fiktiven Falles anwaltlich vertreten. Der Fall dreht sich jeweils um Probleme aus dem UN-Kaufrecht (CISG) und aus der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit. Der Wettbewerb ist in zwei wesentliche Phasen gegliedert, die Erarbeitung von Rechtsschriften einerseits und die mündliche Präsentation der Argumente vor einem Schiedsgericht bestehend aus erfahrenen Praktikern andererseits.
Seit Oktober 2012 haben die Luzerner Mooties eine Klageschrift und eine Klageantwort in englischer Sprache verfasst. Danach ging es darum, die in den Rechtsschriften erarbeiteten Argumente mündlich überzeugend vorzutragen. Mit einem intensiven Training bereiteten sich die Luzerner Mooties auf das grosse Finale, die Verhandlungen in Wien, vor. Sie besuchten verschiedene Schweizer Anwaltskanzleien und reisten nach Stockholm und nach Berlin, um ihre Plädoyers immer wieder vorzutragen und zu verbessern.
In der Woche vor Ostern trat das Luzerner Team schliesslich in Wien gegen verschiedene Teams anderer Universitäten wie z.B. Moscow State University oder Universität Heidelberg an. Sie stellten sich den nicht immer leicht zu beantwortenden Fragen von Schiedsgerichtsexperten aus der ganzen Welt. Gleichzeitig mussten sie die Argumente der Gegenseite aufnehmen und ohne lange Bedenkzeit mit Gegenargumenten kontern. Dies setzt nicht nur genaue Kenntnis des Falles und des zugrunde liegenden Rechts voraus, sondern auch die Beherrschung der englischen Sprache sowie Know-how in Rhetorik und Präsentationsstil.
Das Team wurde von den Leitern des Moot Court Seminars an der Universität Luzern, Prof. Dr. Daniel Girsberger und Prof. Dr. Andreas Furrer, sowie von Headcoach Rechtsanwalt Daniele Favalli (LLM) und den Coaches Corina Mebert und Roxane Schmidgall vorbereitet und begleitet.