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Die amerikanische Regierung hat ungewöhnliche Schritte ergriffen: Mit Autobussen wurden fast alle der hundert Senatoren vom Kapitol ins Weisse Haus chauffiert. Dort sollen sie von Präsident Donald Trump über dessen Nordkorea-Strategie informiert worden sein. Auch Aussenminister Rex Tillerson, Verteidigungsminister James Mattis, Generalstabschef Joe Dunford und Geheimdienstdirektor Dan Costas sollen am Treffen teilgenommen haben.
«Eine weitere Show von Präsident Trump»
«Normalerweise finden solche Treffen ohne grosse Aufruhr im Kapitol statt», sagt SRF-Korrespondent Peter Düggeli. Demokratische Senatoren hätten denn auch wenig Verständnis gezeigt, warum sie für das Treffen extra ins Weisse Haus gefahren werden mussten. «Viele sagen, sie seien nicht mehr als das Beigemüse für eine weitere Show von Präsident Trump.»
Früher als von Beobachtern erwartet haben die USA am Mittwoch damit begonnen, das Raketenabwehrsystem THAAD in Südkorea zu stationieren. Die Marine übt mit den südkoreanischen Streitkräften, ein Atom-U-Boot wurde in die Gewässer in der Region verlegt und ein Flugzeugträger ist auf dem Weg in die Region. Von der kalifornischen Luftwaffenbasis Vandenberg aus wurde am Mittwoch eine Interkontinentalrakete des Typs «Minuteman»getestet – dieses Waffensystem kann mit Atomsprengköpfen bestückt werden.
«Ging nicht um Militärschlag»
Echte militärische Absichten scheint es aber in Washington bisher nicht zu geben. Bei den Gesprächen mit den Senatoren sei es nicht darum gegangen, ob es eine parlamentarische Unterstützung für einen Militärschlag geben könnte, sagte der demokratische Senator Chris Coons.