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Die Kraftwerk Göschenen AG (KWG) hat im vergangenen Jahr 359 GWh Strom produziert. Die Gesamtproduktion lag rund 15% unter dem langjährigen Durchschnitt. Das ist hauptsächlich auf die geringen Zuflüsse zurückzuführen.
Das Geschäftsjahr war geprägt durch lange Trockenphasen, erst im September 2022 gab es teilweise grössere Niederschlagsmengen, die aber das Jahresdefizit nicht kompensieren konnten. Entlastend wirkte einzig das Gletscherschmelzwasser.
Der Kraftwerksbetrieb verlief zuverlässig und ohne wesentliche Störungen. Anfang Januar 2022 wurden sämtliche Kraftwerksmaschinen stillgelegt. Der Grund waren einerseits die alle fünf Jahre stattfindenden Sanierungsarbeiten im Stollen auf der Göscheneralp und andererseits die Sanierungs-arbeiten am Absperrschieber zum Verbindungsstollen ins Kraftwerk Wassen. Ende März 2022 konnten die Stollensanierungsarbeiten, mit Kosten von rund 900’000 CHF, planmässig abgeschlossen werden.
Nebst der Stollensanierung ersetzte das KWG in einem Mehrjahresprogramm die Mehrheit der Maschinenkomponenten. Dazu gehören Turbinenräder, Generatoren, Transformatoren sowie verschiedene Systeme der Leit-, Schutz- und Regeltechnik. Das KWG investierte hierzu rund 60 Mio. CHF.
Das KWG will aktiv einen Beitrag zur Minderung der sich abzeichnenden Winterstromlücke leisten. Mit einer Dammerhöhung des Göscheneralpsees liesse sich die Stromproduktion verstärkt vom Sommer in den Winter umlagern. Die Dammerhöhung ist eines von 15 Ausbauprojekten, welches vom Bund in Rahmen des «Runden Tisches zur Wasserkraft» priorisiert wurde.