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- Daniil Medwedew (ATP 4) schlägt seinen russischen Landsmann Andrej Rublew (ATP 8) im Melbourne-Viertelfinal diskussionslos mit 7:5, 6:3, 6:2.
- Nach vielversprechendem Auftakt schleppt sich Rublew nur noch mit Ach und Krach durch die australische Sommerhitze.
- Auf Medwedew wartet nun überraschend Stefanos Tsitsipas (GRE/ATP 6), der trotz 0:2-Satzrückstand Rafael Nadal ausschaltete.
Im ersten Durchgang entwickelte sich zwischen den beiden Russen Daniil Medwedew und Andrej Rublew ein intensiver Fight. Der 25-jährige Medwedew wurde nach einem Break zum 4:2 von seinem 2 Jahre jüngeren Herausforderer umgehend zurückgebunden und gab seinerseits den Aufschlag ab. Das 3. Break der Partie war gleichbedeutend mit dem Gewinn des Startsatzes zu Gunsten Medwedews.
Das Versprechen, das der ausgeglichene Auftakt in den Match suggeriert hatte, konnte die Fortsetzung nicht einlösen. Auch, weil Rublew die brütende Hitze sichtlich zu schaffen machte, hatte er kaum mehr etwas entgegenzusetzen.
Auf der anderen Seite bereiteten Medwedew die schwierigen klimatischen Bedingungen keine nennenswerten Schwierigkeiten. Er wirkte physisch deutlich stärker und wahrte die russische Hierarchie. Erst nach dem Ende der Partie plagten ihn Krämpfe, weshalb die Weltnummer 4 vor dem Platzinterview noch den Physiotherapeuten herbeirief.
Der Mann für beeindruckende Serien
Nach bereits 2:05 Stunden war der einseitige Viertelfinal beendet. Gegen seinen nächsten Gegner Stefanos Tsitsipas (GRE/ATP 6) ist Medwedew sogar leichter Favorit. Für den überzeugenden ATP-Finals-Champion gingen im Viertelfinal sicher schon einmal zwei imposante Serien weiter:
- Medwedew kam zum 19. Sieg in Serie. Zum Ende der letzten Saison hatte er den ATP-1000-Event in Paris-Bercy sowie das Jahresend-Turnier in London gewonnen. Anfang 2021 holte er zusammen mit Rublew den ATP Cup und entschied dabei all seine 4 Einzel für sich.
- Er schlug zum 11. Mal in Folge einen Top-10-Vertreter. Seit der Halbfinal-Niederlage gegen Dominic Thiem im September bei den US Open konnte keiner der Branchenriesen den aufstrebenden Spieler mehr bezwingen.
Der Moskowiter steht bei einem Major-Turnier nach den beiden letzten US-Open-Austragungen zum 3. Mal in seiner Karriere unter den letzten Vier. «Down under» musste er aktuell erst 2 Sätze abgeben – in der 3. Runde trotz 2:0-Satzführung gegen Filip Krajinovic.
Russen-Duo im Hoch
Seit dem Australian-Open-Triumph von Marat Safin 2005 (der im Halbfinal gegen Roger Federer einen Matchball abgewehrt hatte) hatte kein Russe mehr am «Happy Slam» die Vorschlussrunde erreicht. Nun sind es trotz Rublews Aus mit Medwedew und dem sensationellen Qualifikanten Aslan Karazew gleich deren zwei.