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Quarantäne: Behörden in Ligurien fechten BAG-Entscheid an
Die italienische Region Ligurien ist nicht damit einverstanden, dass die Region von der Schweiz auf die Liste der Coronavirus-Risikogebiete gesetzt wurde. Die dortigen Behörden argumentieren, dass der Ausbruch des Virus auf den Ort La Spezia zurückzuführen ist.
Die Region hat deswegen beim Schweizer Generalkonsul in Italien interveniert, wie die italienische Agentur Ansa am Freitagabend berichtete. Sie informierten auch den italienischen Aussenminister Luigi Di Maio.
Die ligurischen Behörden sind der Ansicht, dass die Schweizer Entscheidung durch die "inhomogene" Situation in dieser Region verzerrt ist. Der Bund müsse seine Entscheidung rückgängig machen oder diese nur auf die von der Epidemie am stärksten betroffenen Gebiete anwenden.
Die 70 Fälle pro 100'000 Einwohner seien auf den lokalen Ausbruch in La Spezia zurückzuführen, eine Hafenstadt, die etwa 100 Kilometer östlich von Genua liegt. Laut regionalen Behörden sinken dort die Neuinfektionen. Der Rest der Region Ligurien bleibe unter dem Grenzwert.
Der Bund hat in einer Verordnung die Kriterien für Risikoländer verankert: Als solche gelten Länder, in welchen die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in den letzten 14 Tagen mehr als 60 betrug. Am Freitag wurde die neue Länderliste vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlicht.
Die aktualisierte Liste enthält neu auch die Region Bretagne in Frankreich und verschiedene österreichische Bundesländer. Auf der Grundlage der vom BAG erstellten und regelmässig angepassten Liste ist die Quarantäne nach einem Aufenthalt in 59 Ländern nun obligatorisch.