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Seit Monaten bemühte sich US-Aussenminister John Kerry, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zurück an einen Tisch zu bringen. In den vergangenen Tagen traf er sich deshalb abwechselnd mit Netanjahu und Abbas. Aber auch der jüngste Vermittlungsversuch scheint nun gescheitert.
Trotzdem äussert sich Kerry nach einem Marathongespräch mit Netanjahu und einem weiteren Treffen mit Abbas leicht optimistisch: Es gebe «noch einige Dinge, an denen wir arbeiten müssen». Insgesamt habe er in den vergangenen Tagen aber «positive und sehr wichtige» Unterhaltungen geführt. Er glaube daran, dass «Friedensverhandlungen in Reichweite» seien.
Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat klingt weniger optimistisch: «Man kann nicht von einem Durchbruch sprechen.» Und Netanjahu bekräftigte nach seinem jüngsten Gespräch mit Kerry lediglich seinen Standpunkt, dass Israel sofort zu Verhandlungen mit den Palästinensern bereit sei – allerdings ohne Vorbedingungen. Die Palästinenser fordern dagegen im Vorfeld den Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland und im Ost-Jerusalem.
Auf diese 1967 von Israel eroberten Gebiete beharren die Palästinenser als Teil eines künftigen eigenen Staates.