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Wohnbauten: Ein- und Zweifamilienhäuser, Wohnbauten: Mehrfamilienhäuser und Überbauungen
Wohnen am unteren Rebbergweg
Projekt-ID:
782853
Bezugsfertigstellung:
April 2020
Wohnungen :
4
Stockwerke:
3
Parkplätze:
6
Gebäude:
2
Grundstücksfläche:
895 m2
Projektbilder & Renderings
Pläne
Situationsplan
Grundriss Sockelgeschoss
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss
Nordwestfassade
Nordostfassade
Südostfassade
Südwestfassade
Querschnitt
Längsschnitt
Detailplan
Kurzbeschrieb
Die Adresse am Unteren Rebbergweg ist eine Lage für Einfamilienhäuser. Die beiden Bauten beherbergen jeweils zwei Maisonette-Wohnungen, die ab Strassenniveau jeweils einen eigenen Eingang haben. Die Neubauten ersetzen ein Einfamilienhaus, das wegen schlechten Baugrunds in Schräglage geraten war.
Ausgangslage
Eine Untersuchung zeigte, dass das bestehende Gebäude sich wegen des schlechten Baugrunds leicht geneigt hatte und der Aufwand, die Bausubstanz auf ein vertretbares Niveau zu heben, zu gross war. Die Vorschriften der Gemeinde Reinach erlauben zwei Wohnungen pro Baukörper. Da die Besitzer des Grundstücks Mietwohnungen anbieten wollen, musste eine Lösung gefunden werden, die einerseits 4 Mietwohnungen zuliess und die Körnung sowie den Habitus des Einfamilienhauses damit vereinte.
Entwurfsidee
Da die Trennung der beiden Bauten mit einer Brandmauer, wie beim Doppeleinfamilienhaus, den Vorschriften nicht entsprach, war die Positionierung der Bauten innerhalb der Parzelle und die Raumbildung entscheidend für die Qualität innerhalb des Areals und innerhalb des Quartiers. Die beiden schlanken Baukörper konnten so platziert werden, dass dazwischen eine vorteilhafte räumliche Situation entsteht und der leichte horizontale Versatz allen Wohnräumen eine Aussichtsposition ermöglicht. Die beiden Wohnungen eines Baukörpers werden wie Einfamilienhäuser separat ab dem jeweiligen Erdgeschoss erschlossen. Im Erdgeschoss liegen der Eingang und die Schlafräume. Von hier werden die Wohn- und weiteren Räume der einen Wohnung im Attika und der anderen im Gartengeschoss erschlossen.
Projektierung
Der Baugrund an diesem Hang ist labil. Das geologische Gutachten zeigte auf, dass dieser umfassend mit Sporen gesichert werden muss. Eine weitere Besonderheit liegt in der vorgeschriebenen Position des Kellers, der sich nicht am seit 30 Jahren gewachsenen Terrain orientieren darf, sondern auf die ursprüngliche Tiefe abgesenkt werden muss.
Die beiden Bauten orientieren sich in erster Linie nach Süden, Osten und Westen, wo die Aussicht erlebbar ist. Die Nordfassaden zur Strasse, beziehungsweise zum nördlichen Nachbarhaus weisen wenig Öffnungen aus, was den halböffentlichen Räumen die notwendige Freiheit lässt. Bodentiefe Fenster ermöglichen eine grosszügige Belichtung ohne die Einsicht der Nachbarn zu provozieren.
Die Materialisierung sucht die selbstverständliche Einbindung ins Quartier und kann nicht unabhängig vom Budget betrachtet werden, das durch die kostenrelevanten Eingriffe im Untergrund mitbestimmt wird. Verputzte Fassaden und Holzmetallfenster erzeugen zusammen mit gut proportionierten Fenstern den gelassenen und selbstsicheren Auftritt eines Teils von einem Ganzen.
Realisierung
Die Bauzeit, insbesondere bevor die Sporen und unteren Geschosse den Boden stabilisierten, war durch grosse Vorsicht im Umgang mit dem Baugrund geprägt. Danach sind nun die Neubauten der sichere Anker im fliessenden Hang.
Besonderheiten
Die Qualität des Projekts wurde in der Ergänzung und Stärkung des Quartiers als Ganzem gesucht, während die Zurschaustellung des einzelnen Werks eher zur Fragilität solcher Quartiere beiträgt.