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Oft spricht man von Literatur als Kunstform. Aber kann man Bücher wie Dan Browns “Illuminati“ oder Rowlings Harry Potter-Reihe wirklich auf eine Ebene mit Gedichten und Prosa von Literaten wie Shakespeare, Poe oder Sir Arthur Conan Doyle stellen?
Ja, man kann.
Für viele ist das Gedicht die einzige Form der Kunst mit Wörtern. Poesie ist die Kunstform der Wahl, da sich der Autor hier ja wirklich über jedes Wort Gedanken gemacht hat. Dass Poesie in der Antike alles umfasste, was in gebundener Form vorlag, wissen viele dabei nicht. So galten damals selbst wissenschaftliche Abhandlungen als Poesie, solange sie denn gebunden waren.
Aber auch das, was wir heute als kunstvolles Schreiben ansehen, war in der Vergangenheit eher normal. So schrieb zu Zeiten Shakespeares jeder Gedichte als Zeitvertreib, und viele, vor allem weibliche Dichterinnen, wurden einfach vergessen (meist eben, weil sie Frauen waren). Es kann also durchaus passieren, dass Harry Potter in 200 Jahren als episches Kunstwerk im Deutschunterricht behandelt wird – neben so antiken Kunstwerken wie William Shakespeares Mittsommernachtstraum, Bertolt Brechts Gedichten und Gedanken, Friedrich Dürrenmatts Besuch der alten Dame oder Franz Kafkas Meisterwerk „Der Prozess“.
In anderen Worten: Das Wort wird zur Kunst, sobald es geschrieben ist – und uns als Leser berührt.