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Der Kultfilm aus dem Jahre 1994 erzählt von drei Dragperformer_innen, die ins australische Outback fahren, um in Alice Springs eine Dragshow auf die Bühne zu bringen. Die drei Performer_innen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, bringen dem Film seine erfrischende Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit; die Figuren sind nicht eine Karikatur der LGBT+ Community, sondern stehen mit all ihren Problemen und Fragen authentisch vor der Kamera. Die Rolle der Bernadette Bassinger (gespielt von Terence Stamp) bringt Tiefe in die Unterhaltungen und kritisiert die Unreflektiertheit der jüngeren zwei Queens, Adam Whitely respektive Felicia Jollyfellow (gespielt von Guy Pierce) und Anthony «Tick» Belrose respektive Mitzi Del Bra (gespielt von Hugo Weaving). Bernadette, eine Transfrau mittlernen Alters besticht nicht nur mit ihrem «Resting-Bitchface» sondern auch mit ihren unglaublich schlagfertigen Antworten. Themen wie Liebe, Familie, Diskriminierung und Selbstliebe gleichen die komödiantischen Unterhaltungen und Showeinlagen aus und so entsteht eine abgerundete Tragikkomödie. Einzig sauer stösst die stereotypisierte Figur der Cynthia auf – eine Phillipina, die nicht nur hysterisch und sexistisch dargestellt wird, sondern auch durch ihre Show (in der sie Pingpongbälle aus ihrem Sexualorgan presst) vielschichtigen Rassismus gegenüber Phillipinas unterstützt. Produzent Al Clark verteidigt ihre Rolle, denn Cynthia sei ebensowenig repräsentativ der phillipinischen Frauen wie die drei Dragperformer_innen repräsentativ der australischen Männer und Transfrauen seien. Diese Problematik beiseitegestellt hat Stephan Elliott einen Film produziert, der einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit und Nahbarkeit von LGBT+ Menschen geschaffen hat.