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Gute Nachrichten aus dem kleinen Land im Südwesten Europas. Portugal hat es als erstes europäisches Land geschafft, seinen Strombedarf 107 Stunden lang aus erneuerbaren Energie zu decken.
Lt. den Angaben des nationalen Erneuerbaren-Energien-Verbandes wurde die Energieversorgung zwischen Samstag, dem 7. Mai, ab 6.45 Uhr und Mittwoch, dem 11. Mai, bis 17.45 Uhr nur mit Ökostrom gedeckt.
Damit hat Portugal die Stromversorgung mit Ökostrom auch an Werktagen gedeckt, wo ein Mehrbedarf besteht, da auch Unternehmen Energien benötigen. Andere europäische Staaten hatten bisher bereits den Strombedarf eines Wochenendes mit Strom aus erneuerbaren Energien gedeckt.
Aus welchen erneuerbaren Energiequellen stammt der Ökostrom?
Mit Wind und Wasserkraft hat Portugal hohe Erzeugungskapazitäten. Bis 2013 produzierte Portugal 23,5 Prozent Ökostrom, im Jahr 2015 waren es schon 48 Prozent.
Der Anteil der Windenergie lag zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Portugal bei weniger als 1 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es 22 Prozent. Damit hat die Windenergie mittlerweile einen grossen Anteil am portugiesischen Ökostrom. Interessant, denn es wird in diesem sonnigen Land eher die Nutzung der Solarenergie vermutet, die noch eine eher untergeordnete Rolle spielt.
Wird Portugal den Einsatz von Ökostrom steigern?
Portugal hat gute Chancen die Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energien weiter zu steigern, da es für die Windenergie beispielsweise eine grosse öffentliche Unterstützung gibt.
Da Portugal aktuell seinen Strom weder speichern noch verkaufen kann, kann es noch nicht zu einer Steigerung der erneuerbaren Energien in anderen europäischen Ländern beitragen. In der EU werden aktuell 16 Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt.