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Häufig werden wir mit wiederkehrenden Fragestellungen konfrontiert. Untenstehend finden Sie eine Auswahl:
1) Verdichtet der Kompressor das Gas bis zum erforderlichen Systemdruck nachdem es im Sonnenkollektor verdichtet wurde?
Das Kältemittel durchströmt zuerst den Kompressor, danach den Sonnenkollektor. Der Sonnenkollektor muss demnach hinter dem Kompressor sein. Dies hängt mit dem Gesetz des "idealen Gases" zusammen.
2) Wieso kann man nicht einen standard Röhrenkollektor an ein beliebiges Klimagerät anschliessen?
Obwohl die von Home Modulation angebotenen Komponenten - wie beispielsweise die Aussengeräte - auf bewährten Technologien beruhen, ist von einem Anschluss eines herkömmlichen Sonnenkollektors strikt abzuraten. Einerseits wurden an den Gerätesteuerung verschiedentliche Anpassungen vorgenommen, so dass das Zusammenspiel zwischen dem Kompressor und dem Sonnenkollektor harmonisch von Statten geht. Andererseits zeigen Erfahrungen, dass standard Röhrenkollektoren nicht mit einem derart hohen Druck (etwa 30 bar) umgehen können. Es gilt zu beachten, dass reguläre Röhrenkollektoren für thermische Warmwasseraufbereitung respektive Heizungsunterstützung ausgelegt sind. Nur der von Sedna Aire patentierte Sonnenkollektor SolarCool ist in der Lage, mit einem derart hohen Druck, in konstant hoher Qualität, umzugehen.
3) Kann man eine bestehende Klimaanlage mit SolarCool nachrüsten?
Nur in einigen seltenen Fällen macht ein Aufrüsten von R22 und R410-Anlagen Sinn. Die Gründe liegen im Kompressor und dessen Steuerung, die mit grossem Aufwand ausgebaut und ersetzt werden müssten. In Anbetracht des Aufwandes für den Wechsel (Druckdichtigkeit, Spülung, Lebensdauer des Komponenten) kommt eine Anpassung auch häufig teurer als eine Neuanschaffung.
4) Funktioniert SolarCool auch bei Nacht und ist es dann noch effizient?
Ja, der Sonnenkollektor wirkt dann als erweiterter Verflüssiger und verbessert die Kühlung auch bei Nacht.
5) Kann ich SolarCool Systeme mit Strom von PV Solarkollektoren betreiben?
Ja, und Sie benötigen dann weit weniger Kollektoren. Aber es ist immer noch teuer.
6) Kann ich SolarCool an den Warmwasserspeicher, z.B. von Solarthermie anschliessen?
Nein, diese Kombination ist leider nicht möglich.
7) Wer gibt die Garantie?
SednaAire Europe gibt die Garantie für die Geräte. Lesen Sie hier mehr zu den Bedingungen.
Home Modulation GmbH gibt die Garantie für die durch sie durchgeführten Installations-, Wartungs- und anderen Arbeiten. Lesen sie hier mehr zu den Bedingungen. Sollte im schlimmsten Fall tatsächlich ein Garantiefall eintreten, so ist Home Modulation GmbH Ihr Ansprechspartner.
8) Wie viele Sonnenkollektoren (SolarCool) brauche ich für ein SolarCool System?
Ein Sonnenkollektor pro Kompressor/Aussengerät mit einer Kühlleistung von bis zu 35kW. Natürlich hängt dies von jeweiligen Land und der vorhandenen Sonneneinstrahlung und Anwendung ab.
9) Die Grafiken zeigen das Wegbringen der Abwärme nicht. Wie wird diese abtransportiert?
Das Kältemittel durchströmt die Kupferrohre des Verdampfers (ein Wärmetauscher) wo es verdampt und dabei der Umgebung Wärme entzieht. Ein Ventilator an dem Wärmetauscher führt nun ständig neue warme Luft an den Verdampfer heran, so dass ständig genug Wärme an dem Verdampfer vorliegt, damit das Kältemittel auch komplett verdampfen kann.
10) Wie hoch steigt der Druck an, nachdem der Sonnenkollektor durchströmt wurde?
Wird das Gas im Sonnenkollektor erwärmt, so führt dies zu einem höheren Massenfluss, nicht Verdichtung. Das Volumen bleibt konstant, auch der Druck ändert sich nicht, da das Gas bei einem Druckunterschied von 30 bar (Hochdruckseite vor Expansionsventil) zu 10 bar (Niedrigdruckseite, hinter Expansionsventil) immer den Weg des geringsten Widerstandes nimmt, also mit mehr Molekülen das Expansionsventil durchströmt. Als Ergebnis hätten wir im Verdampfer aufgrund des Sonnenkollektors mehr Gasmoleküle, die verdampfen und damit auch höhere Verdampferleistung – die wir aber gar nicht haben wollen. Z.B. ohne Kollektor hätte der Verdampfer eine Kälteleistung von 3 kW, mit Sonnenkollektor eine von 4 kW. Wir wollen aber gar nicht die 4 kW, da der Verdampfer auch gar nicht dafür ausgelegt ist. Wir wollen die 3 kW. Der höhere Massenfluss aufgrund des Kollektors führt nun dazu, dass mit Hilfe der Sensoren am Verdampfer und Steuerlogik, der Kompressor seine Förderleistung so weit reduziert, bis in Summe wieder 3 kW erreicht werden. Unterm Strich die ursprüngliche Kälteleistung, aber eine niedrigere Drehzahl des Kompressors und damit niedrigerer Stromverbrauch.
11) Muss der Verdampfer dem Sonnenkollektor und dem Kompressor vorgelagert sein, damit auch Nachts eine positive Wirkung des Sonnenkollektors erreicht wird? So kann die warme Nachtluft (25°C) das Gas in den Vakuumröhren noch etwas erwärmen, bevor es weiter verdichtet wird. Umgekehrt kühlt sich das bereits verdichtete Medium im Sonnenkollektor unnötig ab.
Nachts wirkt das Sonnenkollektor im Kühlfall als erweiterter Verflüssiger. Das Kältemittel verlässt den Kompressor mit einer Temperatur von ca. 70°C. Wenn aussen eine Temperatur von knapp 20°C herrscht, dann wird das Kältemittel im Sonnenkollektor bereits abgekühlt. Im dann nachfolgenden Verflüssiger wird das Kältemittel noch weiter abgekühlt. Das heisst, dass das Kältemittel den Verflüssiger mit einer niedrigeren Temperatur als ohne Sonnenkollektor verlässt. Diese niedrigere Temperatur führt zu weniger „Flash gas“ (nach Expansion bereits verdampftes Kältemittel) und macht die Verdampfung effizienter (ca. 5-10%). Nur im Heizfall wäre der Sonnenkollektor des Nachts schädlich, sodass wir es dann abschalten über einen Bypass.
12) Könnte ein elektronisches Expansionsventil (EEV) den Wirkungsgrad des Kühlgerätes weiter steigern?
Auf jeden Fall. Aus diesem Grund sind alle unsere Geräte ab Multi Splits mit einem elektronischen Expansionsventil ausgestattet.
13) Richtet sich der Druck nicht gegen den Kompressor selbst?
Dass sich der aufgebaute Druck gegen den Kompressor richtet, kann nur überr längere Zeit geschlossenem Ventil bei weiterarbeitendem Kompressor geschehen. Normalerweise schliesst das Ventil nur in sehr kurzen Zeitabständen eine Art Steuerung des Massenflusses erreicht wird. Für diese kurzen Zyklen kann sich aufgrund der Länge der Verrohrung und der grundsätzlichen Flussrichtung kein Druck gegen den Kompressor aufbauen. Schliesst das Ventil länger, bedeutet dies, dass der Verdampfer kein Kältemittel mehr anfragt. In diesem Fall fährt auch die Steuerlogik des Gerätes zügig den Kompressor herunter und schaltet ab, da offensichtlich keine Kühlung mehr benötigt wird.
14) SEER/SCOP - Was ist das?
Bisher wurde die Effizienz von Klimageräten mit dem EER und dem COP bewertet. Während EER die Effizienz im Kühlbetrieb wertet, definiert der COP die Wirtschaftlichkeit im Heizbetrieb – also das Verhältnis von eingesetzter und abgegebener Leistung. Bislang waren diese Werte ausschliesslich auf einen einzigen Betriebspunkt hin ausgelegt. Das führte dazu, dass Hersteller teilweise ihre Geräte ausschließlich genau auf diesen Betriebspunkt hin optimierten und so von der Gesamtleistung des Produktes her in eine Effizienzklasse gelangen konnten, die durch die technische Ausstattung des Klimagerätes unter Umständen nicht gerechtfertigt war.
SEER und SCOP greifen genau dieses Problem auf, denn das „S“ steht für „Seasonal/Saisonal“ und bedeutet, dass mehrere realistische Messpunkte definiert sind, die alle in die Einstufung der Energieeffizienzklasse einfließen. Für den Kühlbetrieb liegen die Messpunkte bei 20 °C, 25 °C, 30 °C und 35 °C Außentemperatur. Für den Kühlbetrieb wurden dabei die Klimadaten aus Strassburg stellvertretend für ganz Europa angenommen. Entsprechend der Temperaturverläufe in Strassburg wurden die einzelnen Messpunkte unterschiedlich gewichtet. So hat der Teillastbetrieb eines Klimagerätes, der mehr als 90 % des Betriebs abbildet, eine entsprechend grosse Gewichtung in der Einstufung der Effizienzklasse bekommen.
Für den Heizbetrieb konnte kein europaweit gültiges Temperaturprofil erstellt werden. Deswegen wurden hier drei Klimazonen in Europa definiert – Nord-, Mittel- und Südeuropa –, für die unterschiedliche Lastprofile definiert wurden. Die Messpunkte liegen einheitlich bei 12 °C, 7 °C, 2 °C und -7 °C Aussentemperatur.
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