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Depression ist eine rezidivierende Krankheit. Nach dem Absetzen von Medikamenten sind Rückfälle besonders häufig, treten aber doch nicht bei jedem Patienten auf. Eine längere Einnahme der Medikamente reduziert das Risiko von Rückfällen. Die Entscheidung, ob Antidepressiva abgesetzt werden sollen, ist also wichtig. Weil aber kaum Prädiktoren bekannt sind, die bei dieser Entscheidung helfen können, sind Behandlungsrichtlinien sehr vorsichtig, und empfehlen, die Medikamente lange Zeit nach dem Abklingen der jeweiligen depressiven Episode weiter einzunehmen. Um sowohl Patienten als auch Ärzten bei der Entscheidung zu helfen, wird dieses Projekt versuchen, das Rückfallrisiko individueller Patienten anhand einer Kombination von Messungen zu bestimmen. Eine zweite Frage, die das Projekt untersuchen wird, ist inwieweit Unterschiede in der neuronalen Funktion remittierter Patienten sich von denen von noch nie erkrankten Kontrollprobanden unterscheidet, und welcher Anteil dieses Unterschiedes den Medikamenten zuzuschreiben ist.
Dazu werden Patienten, die auf ein Antidepressivum angesprochen haben und dieses absetzen wollen, zwei mal untersucht - ein mal vor dem Absetzen, und einmal nach dem Absetzen. Eine zweite Gruppe von Patienten wird zwei mal vor dem Absetzen untersucht, und gesunde Kontrollprobanden werden als Vergleichsgruppe einmalig untersucht. Die Untersuchungen beinhalten sowohl ausführliche psychopathologische Untersuchungen, Blutentnahmen, als auch Verhalten und funktionale kernspintomographische Datenerhebungen. Die Teilnehmer werden daraufhin für 6 Monate nachverfolgt um Rückfälle zu messen.