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Die bekanntesten Silikondichtstoffe, allesamt luftfeuchtigkeitshärtend, lassen sich einteilen in die Acetatsysteme, Aminoxysysteme, Oximsysteme, Benzamidsysteme und Alkoxysysteme.
Am bekanntesten ist das Acetatsystem, welches beim Aushärten Essigsäure abspaltet. Es zeichnet sich durch eine sehr hohe Stabilität (Hitze, UV-Strahlung, Bewitterung) aus, sowie durch gute Haftung auf Untergründen wie Glas, Email, Porzellan und auch eloxiertem Aluminium. Für zementäre Untergründe (z. B. Beton, Mörtel, Estrich), empfindliche Metalle (z. B. Kupfer, Messing, Blei) und Kunststoffe sind Acetatsysteme in der Regel nicht oder nur eingeschränkt geeignet. Die Acetatsysteme werden in großem Umfang beim Innenausbau von Häusern im Sanitärbereich verwendet.
Oximsysteme sind neutral aushärtende (neutralvernetzende) Silikondichtstoffe. Sie spalten bei der Aushärtung relativ inerte, charakteristisch riechende Ketoxime ab, die auch empfindliche Substrate wie zum Beispiel in der Elektronikindustrie nicht angreifen. Überall dort, wo die chemisch aggressiveren Abspaltungsmoleküle wie Essigsäure und Amin nicht erwünscht sind, hat man mit Oximsystemen eine gute Chance, eine funktionierende Abdichtung zu gewährleisten.