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Aufklärung
Inhaltsverzeichnis
- 1 Analyse des deutschen Wikipediaeintrages
- 1.1 Formale Analyse
- 1.2 Metadaten
- 1.3 Inhaltsanalyse
- 1.4 Inhaltliche Analyse
- 2 Analyse des englischen Wikipediaeintrages
Analyse des deutschen Wikipediaeintrages
Permanenter Link zum Artikel "Zeitalter der Aufklärung" in der deutschsprachigen Wikipedia: Zeitalter der Aufklärung
Formale Analyse
Beschreibung des Eintrages
- Länge:
- 20813 Zeichen (2822 Worte) absolut
- 17338 Zeichen (2355 Worte) Text ohne Links, Verweisen und Literaturangaben
- Gliederung und Aufbau
- Formal:
- Intro: Kurze räumliche und zeitliche Eingrenzung der Epoche 17./18.Jhdt., westliche Gesellschaft. kurze Charakterisierung
- Aufklärung im Allgemeinen: Begriffserklärung, weitere Untergliederung mit Hinweis auf Werner Kraus(Frühaufklärung, Aufklärung, Spätaufklärung), keine erläuternden Angaben dazu. Aufklärung bzgl. Vernunft. Aufklärung bzgl. bürgerlicher Emanzipation.
- Immanuel Kant zur Aufklärung: Link auf Kants Aufklärungsartikel, Kategorischer Imperativ (löchrige bis fehlerhafte Erklärung), Kants Vernunftbegriff (unklare Trennung der Werke)
- Geschichtlicher Hintergrund: erneute Begriffserklärung und Datierung (geographischer Zusatz: nordamerikanische Aufklärung), erneut geschichtliche Voraussetzungen: Renaissance, technische Entwicklungen (Buchdruck), Lesezirkel (in Zusammenhang gesetzt mit Alphabetisierung), Hinweis auf Reiseliteratur (Relevanz?)
- Allgemeine Charakteristika: unsystematische Aneinanderreihung von Textabsätzen bestehend aus Wiederholungen vorhergehender Informationen und irrelevanten Spezialisierungen.
- Parallelepoche der Empfindsamkeit
- Typische Merkmale der Aufklärung:unsystematische Aneinanderreihung w.o., jedoch relevantere Informationen
- Bekannte Vertreter der Aufklärung: Liste bestehend aus 35 Personen mit Angabe der Nationalität, keine Profession oder Kategorisierung
- Zitate: Kant aus "Was ist Aufklärung ?" und Lessing
- Siehe auch: Querverweise ungeordnet (Voraussetzungen, Tendenzen, Literatur)
- Literatur: 15 Werke (Monographien und Aufsatzbände)
- Weblinks: 3 Weblinks
- Anmerkungen: 5
- Formal:
- Sprache
- Richtigkeit: RS und Orthographie weitgehend richtig.
- Konsistenz/Einheitlichkeit: Starke Unterschiede: teilweise ordentlicher Ausdruck und anspruchsvolle aber nachvollziehbare Satzbildung. Dagegen wieder an einigen Stellen abgehackte Sätze und gravierende Stilprobleme.
- Komplexität: kein übermäßiger Fremdwortgebrauch; Komplexität der Sätze variierend.
- Stil: verständlich; grobe Stilfehler
- Plagiate: starke Ähnlichkeit mit uni-protokolle jedoch durch zahllose Editierungen nurnoch an Satzfragmenten erkennbar, Übereinstimmungen sind allerdings eindeutig.
- Illustrationen
- Grafiken: Abzug von Kants Artikel "Was ist Aufklärung"; Kupferstich von Daniel Chodowiecki
- Platzierung und Beschriftung: Thematisch platziert und ordentlich beschriftet
- Häufigkeit: 2
- Andere Zusatzmaterialien
- Filme, Audio, Simulationen etc.: Artikel in Audioformat vorhanden, jedoch gibt es Abweichungen vom aktuellen Textformat
- Interne Link-/Verweis-Struktur
- intern:
- Verweis auf eigene Seite zu Kants Aufklärungsartikel;
- unter Siehe auch
- unsystematische Verlinkungen: Reformation, Humanismus, Freimaurerei, Haskala, "Dialektik der Aufklärung", Jean Meslier
- wichtigste Begriffe sind verlinkt; Liste von "bekannten Vertretern" komplett verlinkt
- 3 externe Literaturlinks
- intern:
- Kategorisierung:
- [Kategorie:Wikipedia:Gesprochene_Artikel]
- [Kategorie:Philosophie_der_Aufklärung]
- [Kategorie:Aufklärung]
- Belege
- Form: Zitate meistens nicht belegt, Fussnoten (5) anscheinend nur von einem Autoren durchgeführt, Literaturangabe (15).
- Gewicht/Bedeutung: willkürliche Auswahl von Literatur, allerdings ein paar Standardwerke. 3 externe Literaturlinks (u.a. Univie-Philoliteratur
- Sonstige Merkmale: mehrfache Bewerbungen um Kategorisierung als "ausgezeichneter Artikel" mit jeweils negativem Ausgang.
Metadaten
Versionsdaten
Erstellung des Artikels: 2002-09-22 18:58 (Benutzer: Elian) Edits: 895 insg. (davon 288 kleinere)
Notizen zu den Artikelautoren
Der "harte Kern" der Autoren ist auf einen kleinen Kreis kontinuierlich mitarbeitender User reduziert. Die Beiträge erstrecken sich etwa auf den Zeitraum der Ausgestaltung des Artikels in den Jahren 2005 und 2006, nach dem bis zur heutigen Version keine wirklich größeren Veränderungen mehr vorgenommen wurden. Das lässt sich auch anhand der Edit-Statistiken eindeutig erkennen, wobei nicht für alle Kernautoren die selbe Tätigkeit charakteristisch ist.
Die Anzahl der Edits geht nach dem Jahr 2006 drastisch zurück:
|Jahr||Edits|
|2004||119|
|2005||211|
|2006||366|
|2007||73|
|Autor||Edits|
|Liberal Freemason||44|
|Klingsor||31|
|Christoph Radtke||30|
Aus der Verteilung der Edits lässt sich keine Ereignisbezogenheit der Höhen ableiten, da die Anzahl der hauptsächlich tätigen User zu den Zeitpunkten mit hoher Editfrequenz zu gering ist.
Der User mit dem bezeichnenden Namen Liberal Freemason beschränkt sich mit einigen Ausnahmen auf inhaltlicher Ebene, die aber um nichts weniger eindeutig sind, auf die Wiederherstellung von Artikelversionen nach vandalistischen Aktionen. Sein inhaltlicher Beitrag besteht aus der reinen Erweiterung der Namensliste, die den "aktualisiertesten" - um nicht zu sagen gepflegtesten Teil - der Seite ausmacht. Des weiteren zeichnet der User für folgende Formulierung verantwortlich, die seinem Nickname entspricht:
Viele Vertreter der Aufklärung waren Mitglieder des Freimaurerbundes oder standen der Freimaurerei nahe.
Als vorstehendes Zitat nach Monaten, in denen es immer wieder hin und herrutscht im Aufbau des Artikels, entfernt wird, nimmt auch die Mitarbeit des Users ab. Trotzdem besteht noch immer ein Querverweis zum Freimaurerartikel
Für den ziemlich unzusammenhängenden Aufbau und die meisten Ausformulierung in "Prosa" ist der User Christoph Radtke verantwortlich. Durch diesen Autor ist die vormals allein in Listenform bestehnde Charakteristik der Aufklärung - wie er selbst angibt - in "Prosa" verwandelt worden.
Diskussionen
- 22 Diskussionspunkte
- Diskussion um problematisches Lemma (Zeitalter der Aufklärung / Aufklärung) seit 2007, 4 Beiträge dazu, letzter Beitrag im Abstand von 2 Jahren (sinnvolle Kritik)
- Kritik an der Austauschbarkeit der Überschriften (sinnvolle Kritik)
- Lesenswert-Diskussion 2007: häufigster Contrapunkt: zu viele Listen -> im Zuge dessen "Ausformulierung" der Listen durch User: Christoph Radtke
Zeitliche Vereilung: größtenteils 2007
Die meisten Diskussionsanfänge stellen die inhaltliche Frage, warum bestimmte - in den Augen des Fragestellers essentielle - Themen nicht erwähnt seien: "Lichtenberg der größte Aufklärer", Aufklärungskritik, Freimaurer, "Hexenverbrennungen"
Ingesamt keine hitzigen Diskussionen und überhaupt sehr lasche Diskussions- bzw. Antwortfrequenz.
Inhaltsanalyse
- Perspektive/Erkenntnis-Interesse/Zielpublikum: Schwankende Perspektive zwischen der Darstellung einer geistesgeschichtlichen Epoche + dementsprechend genuiner Begrifflichkeit und gleichzeitig Darstellung von Aufklärung als historischer Konstante (z.B. Aufklärung im Allgemeinen)
Auslassungen
- Kritik an der Aufklärung
- Darstellung von Begriffen wie "Vernunft" als historisch wandelbar
- Pädagogische Zusammenhänge: bes. Rousseau, Goethe, - keine Erwähnung z.B. Emile
- Zusammenführung anderer Lemmata: Aufklärung in Bezug auf Erziehung hängt untrennbar mit philosophischer Aufklärung zusammen
- Sinnlose Trennung der Lemmata: "Zeitalter der Aufklärung" und "Aufklärung(Literatur)"
Fehler (Informationen, die vorhanden, aber falsch sind)
- Varianten (Informationen, die unterschiedliche gewichtet oder ausgeführt werden = Ermessensfrage)
- Aktualität (im Hinblick auf Forschungsstand und auf aktuelle Fragen in der Öffentlichkeit)
Stilblüten
Bei genauerer Lektüre des Artikels stellt sich die Frage, ob folgende Stilblüten nicht paradigmatisch für Grundton und Position desselben sind. Die auffälligen Exemplare changieren zwischen einem Fehlen im Ausdruck und naiver Affirmation des darzustellenden Gegenstands.
Noch zu erbringende Mündigkeiten:
Die Französische Revolution markiert gemeinhin das Ende der Aufklärung im Sinne der Epoche. (Geht man davon aus, dass selbst verschuldete Unmündigkeit noch verbreitet ist, kann man selbstverständlich nicht von einem Ende sprechen: Das Projekt der Aufklärung scheint somit unabschließbar.)(s.Wikipedia)(Hervorhebungen dur R.D.)
Slogans:
Die Menschen der Aufklärung beflügelte der Glaube, Vernunft und Freiheit würden die Menschheit in absehbarer Zeit von Unterdrückung und Armut erlösen. Auch glaubten viele an den Slogan „Wissen ist Macht“ von Francis Bacon.(s. Wikipedia)(Hervorhebungen durch R.D.)
Es gibt Epochen:
Als Gegenbewegung zur rationalistischen Aufklärung zur Zeit des Sonnenkönigs gab es seit etwa 1720 die Epoche der Empfindsamkeit, befördert etwa durch Jean-Baptiste Dubos. (s. Wikipedia)
Arge Fälle fordern Humanismus:
Das Wissen über das Vorhandensein anderer Hochkulturen und Weltreligionen forderte ein hohes Maß an Toleranz und Humanismus von den Europäern. (s. Wikipedia)
Alles Denken ist Rationalismus:
Das logische und eigenständige Denken, der Rationalismus, begründete die Aufklärung. (s. Wikipedia)
Die Welt spielt sich ab:
Mit dem steigenden Interesse an der Wissenschaft und der Welt, die sich auf horizontaler Ebene abspielt, begann sich der Mensch fast schon über die Natur zu setzen. (s. Wikipedia)
Begründerin von Grundgedanken von Technikkritikgedanken:
Eine Begründerin dieser Grundgedanken war Simone de Beauvoir. (s. Wikipedia)
Inhaltlicher Fehler - Kants Kritikbegriff
Bezogen auf Kants Kritikbegriff:
14. Juli 2007 vom Benutzer Summ hinzugefügt und bis zur aktuellen Version bestehend:
Seit dem Tod Ludwigs XIV. bestand Aufklärung zum wesentlichen Teil aus zersetzender Polemik gegen die Überzeugungen des Rationalismus. Dies geschah beispielsweise durch Jean-Jacques Rousseaus „Zurück zur Natur“. Auch Immanuel Kant kritisierte ein grenzenloses Vertrauen in die Vernunft. (s. Wikipedia) (Hervorhebungen durch R.D.)
Über sein Verständnis des Kritikbegriffs hat sich Kant jedoch selbst explizit geäußert:
- Die Kritik ist nicht dem dogmatischen Verfahren der Vernunft in ihrem reinen Erkenntnis als Wissenschaft entgegengesetzt, (denn diese muß jederzeit dogmatisch, d. i. aus sicheren Prinzipien a priori strenge beweisend sein,) sondern dem Dogmatismus, d. i. der Anmaßung, mit einer reinen Erkenntnis aus Begriffen (der philosophischen), nach Prinzipien, so wie sie die Vernunft längst im Gebrauche hat, ohne Erkundigung der Art und des Rechts, womit sie dazu gelangt ist, allein fortzukommen. Dogmatismus ist also das dogmatische Verfahren der reinen Vernunft, ohne vorangehende Kritik ihres eigenen Vermögens. Diese Entgegensetzung soll daher nicht der geschwätzigen Seichtigkeit, unter dem angemaßten Namen der Popularität, oder wohl gar dem Skeptizismus, der mit der ganzen Metaphysik kurzen Prozeß macht, das Wort reden; vielmehr ist die Kritik die notwendige vorläufige Veranstaltung zur Beförderung einer gründlichen Metaphysik als Wissenschaft, die notwendig dogmatisch und nach der strengsten Forderung systematisch, mithin schulgerecht (nicht populär) ausgeführt werden muß; denn diese Forderung an sie, da sie sich anheischig macht, gänzlich a priori, mithin zu völliger Befriedigung der spekulativen Vernunft ihr Geschäft auszuführen, ist unnachläßlich. In der Ausführung also des Plans, den die Kritik vorschreibt, d. i. im künftigen System der Metaphysik, müssen wir dereinst der strengen Methode des berühmten Wolf, des größten unter allen dogmatischen Philosophen, folgen, der zuerst das Beispiel gab, (und durch dies Beispiel der Urheber des bisher noch nicht erloschenen Geistes der Gründlichkeit in Deutschland wurde,) wie durch gesetzmäßige Feststellung der Prinzipien, deutliche Bestimmung der Begriffe, versuchte Strenge der Beweise, Verhütung kühner Sprünge in Folgerungen der sichere Gang einer Wissenschaft zu nehmen sei, der auch eben darum eine solche, als Metaphysik ist, in diesen Stand zu versetzen vorzüglich geschickt war, wenn es ihm beigefallen wäre, durch Kritik des Organs, nämlich der reinen Vernunft selbst, sich das Feld vorher zu bereiten: ein Mangel, der nicht sowohl ihm, als vielmehr der dogmatischen Denkungsart seines Zeitalters beizumessen ist, und darüber die Philosophen seiner sowohl, als aller vorigen Zeiten einander nichts vorzuwerfen haben. Diejenigen, welche seine Lehrart und doch zugleich auch das Verfahren der Kritik der reinen Vernunft verwerfen, können nichts anderes im Sinne haben, als die Fesseln der Wissenschaft gar abzuwerfen, Arbeit in Spiel, Gewißheit in Meinung und Philosophie in Philodoxie zu verwandeln. (s. KdrV @ Projekt Gutenberg)
Interessant ist dabei die erläuternde Darstellung des Benutzers Summ, als ein weiterer Benutzer ebendiese Problematik anspricht. Was im Artikel noch hart an der Grenze zur Fehlinformation liegt, bekommt hier den letzten Stoß ins schlichtweg Falsche:
Immanuel Kants Hauptwerke beginnen mit dem Wort "Kritik…", das darf man nicht vergessen. Sie stellen in Frage, was viele zuvor nicht in Frage gestellt haben - wie etwa die "reine Vernunft". --Summ 12:37, 28. Dez. 2008 (CET) (s. Wikipedia)
Über den Kantschen Kritikbegriff existiert eine weitreichende Forschungsliteratur. Die Kritik entspricht in diesem Sinn einem Auseinanderlegen und Darstellen der Voraussetzungen des Vernunfgebrauchs. Die trivialere Bedeutung der skeptizistischen Kritik an einer Sache ist damit auf jeden Fall nicht gemeint.
- Die Methode des kritischen Philosophierens besteht darin, "das Verfahren der Vernunft selbst zu untersuchen, das gesamte menschliche Erkenntnisvermögen zu zergliedern und zu prüfen, wie weit die Grenzen desselben wohl gehen mögen", Log. Einl. IV (IV 35). Unter dem "kritischen Verfahren" ist diejenige Methode des Philosophierens zu verstehen, "nach welcher man die Quellen seiner Behauptungen oder Einwürfe untersucht und die Gründe, worauf dieselben beruhen — eine Methode, welche Hoffnung gibt, zur Gewißheit zu gelangen(s. Rudolf Eisler - Kant Lexikon)
Problematische Formulierung, Grenzen der Erkenntnis
In dieselbe Kerbe wie der Fehler bei Kants Kritikbegriff schlägt folgende Formulierung:
Kant war ein bedeutender Philosoph der Aufklärung. In seinen drei Hauptwerken Kritik der reinen Vernunft (1781), Kritik der praktischen Vernunft (1788) und Kritik der Urteilskraft (1790) widmete sich Kant der Frage nach den Grenzen der Erkenntnis.
Die Grenzen der Vernunft ermittelt Kant systematisch mit seiner Kritik der reinen Vernunft. Er sieht in der Vernunft trotz dieser Grenzen die bedeutendste Eigenschaft des Menschen, besonders in Hinblick auf die Ermöglichung eines praktischen Prinzips der Ethik.
Diese Aussage ist zwar prinzipiell richtig, führt aber ohne genauere Information zu missverständlichen Auffassungen: Eine gebräuchliche Formulierung ist, dass es Kant um die Frage: "Was ist der Mensch?", genauer um 3 Fragen "Was kann ich wissen?", "Was soll ich tun?", "Was darf ich hoffen?" geht. Im Zuge der Beantwortung untersucht Kant die Bedingung der Möglichkeit von Erkenntnis. Die Einführung einer transzendentalen Ebene erlaubt Kant die Festlegung einer Grenze, innerhalb derer Erkenntnis alleine möglich ist. Wie oben ist aber eine derartige transzendentale Bestimmung keine Begrenzung im rein negativen Sinne, sondern vielmehr eine systematische Bestimmung der Voraussetzungen und Funktionen des Denkens, die dann auch eine Begrenzung mit sich bringen.
Zweitens ist die Erwähnung der KdrV im 2. Absatz irreführend, da es erst in der KdpV um eine Darstellung der Ethik geht.
Problematische Formulierung, kategorischer Imperativ
„Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.“ Dieser berühmte Ausspruch Kants (Kategorischer Imperativ) verdeutlicht die Forderung nach einem Gesetz, das nicht den Interessen von Machthabern dient, sondern von der Einsicht und dem ethischen Handeln der Bürger ausgeht. (Hervorhebung durch R.D.)
Die Hervorhebung der herrschaftskritischen Tendenz des kategorischen Imperativs ist zwar nicht falsch aber doch zumindest irreführend. Genauer geht es um die Vereinigung von subjektiver Maxime und objektivem Gesetz. Das eigentliche Interesse liegt bei der Vereinbarkeit von Freiheit und Pflicht. Das ist im Artikel aber nirgendwo erwähnt. Kann man hier - wie im Zitat geschehen - von der Verdeutlichung einer Forderung sprechen?
Fazit und Schlussfolgerungen
Der Artikel "Zeitalter der Aufklärung" ist von überaus geringer stilistischer und inhaltlicher Qualität. Wiederholungen z.B. Versuche der Datierung sind nicht einmal aufeinander abgestimmt. Es existiert keine erkennbare Ordnung, was möglicherweise daher rührt, dass die Überschriften austauschbar und nichtssagend sind. Es gibt keine Erklärung darüber, warum zwar über literarische Zusammenhänge der Aufklärung (z.B. Kant oder Rousseau, Enzykopädie, Buchdruck) gehandelt wird, trotzdem aber ein eigenes Lemma: Aufklärung(Literatur) existiert, zu dem es aber auch keine Verlinkung gibt. Die Zusammenhänge von Aufklärung im pädagogischen Sinne mit der Aufklärung als Epoche sind mit keinem Wort erwähnt.
Die bei uns eher nicht gebräuchliche Betitelung "Zeitalter der Aufklärung" scheint der Versuch zu sein, den Titel des englisch Artikels "Age of Enlightenment" direkt zu übersetzen. Dadurch entstehen unnötige Doppeldeutigkeiten, Auslassungen und Unschärfen bei den Artikeln und Zusammenhängen der Begriffswolke Aufklärung.
Inhaltliche Analyse
Analyse des englischen Wikipediaeintrages
Permanenter Link zum Artikel "Age of Enlightenment" in der englischsprachigen Wikipedia: Age of Enlightenment