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Legislaturindikator: Vertrauen in die Armee
Auszug aus dem Legislaturziel 16: Die zunehmende Verletzlichkeit der Gesellschaft und technischer Systeme erfordert eine umfassend verstandene Sicherheitspolitik, die rasche und flexible Reaktionen auf Bedrohungen und Gefahren erlaubt. […] Angesichts der diffusen Bedrohungslage gewinnen die Beschaffung und Bearbeitung von Informationen und die Früherkennung von Gefahren an Bedeutung.
Bedeutung des Indikators: Die Armee ist eine wichtige Institution der Sicherheitspolitik. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Armee ist eine wesentliche Voraussetzung für die Legitimation dieser Institution und hängt eng mit dem allgemeinen Sicherheitsgefühl zusammen. Vertrauen zeigt sich im Gefühl, dass Institutionen wie die Armee „die Dinge schon richtig machen“, ohne dass eine einzelne Person alle Prozesse verstehen oder nachvollziehen können muss.
Der Index zum Vertrauen in die Armee zeigt das subjektive Empfinden der Bevölkerung bezüglich der Institution Armee auf einer Skala von 1 „kein Vertrauen“ bis 10 „volles Vertrauen“.
Quantifizierbares Ziel: Der Index des Vertrauens der Bevölkerung in die Armee bleibt über dem Niveau von 2011.
Kommentar
Das Vertrauen der Bevölkerung in die Armee schwankt über die Jahre. Der Index hatte 2006 mit 6,8 ein vorläufiges Maximum erreicht, 2009 ist er auf den tiefsten je gemessenen Wert von 5,9 gesunken. Bis 2017 stieg der Indexwert wieder auf 6,8 an und erreichte 2018 einen Wert von 6,6.
Neben der Armee wird auch das Vertrauen in die Polizei, die Gerichte, die Wirtschaft, den Bundesrat, das Parlament, die politischen Parteien und die Medien erhoben. Am meisten Vertrauen wurde 2018 der Polizei (7,9) zugeschrieben, am wenigsten Vertrauen erhielten die politischen Parteien (5,4) und die Medien (5,7) zugesprochen.
Es wird vermutet, dass Schwankungen beim Vertrauen in Institutionen unter anderem auf bestimmte Ereignisse und die Berichterstattung in den Medien zurückgeführt werden können. Kurzfristige Vertrauenseinbussen gehen in der Regel auf negative Erfahrungen bzw. Wahrnehmungen sowie allenfalls auf Unzufriedenheiten mit der Leistung der Institutionen zurück. Längerfristige Einbussen könnten als Legitimationsverlust gedeutet werden.
Die Schweizer Armee hat 2017 in Einsätzen und für Unterstützungsleistungen zugunsten Dritter insgesamt 211 387 Diensttage geleistet. Gut die Hälfte dieser Diensttage (114 078) wurde in Friedensförderungsdiensten im Ausland erbracht. Für subsidiäre Sicherungseinsätze im Inland leisteten Angehörige der Armee 63 403 Diensttage in Einsätzen zum Schutz ausländischer Vertretungen, für Flugsicherheitsmassnahmen im Luftverkehr und für das World Economic Forum (WEF) in Davos. Zum Vergleich: 2014 wurden aufgrund der ausserordentlichen Einsätze zugunsten der Ministerkonferenz der OSZE in Basel und der Syrienkonferenz in Montreux mit 121 667 deutlich mehr Diensttage für subsidiäre Sicherungseinsätze geleistet.