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Maine (USA) strebt drogenpolitischen Lockerungen entgegenMirko Berger
Weiterer US-Bundesstaat mindert Drogenstrafen –
US-amerikanische Drogenpolitik wird zunehmend menschlicher: So arbeitet der Bundesstaat Maine derzeit an drogenpolitischen Revisionen. Laut den geplanten Änderungen sollen Personen, die des Besitzes von Eigenbedarfsmengen illegalisierter psychotroper Substanzen überführt werden, nur noch ein Bußgeld von 100 US-Dollar zahlen, statt ein Gerichtsverfahren oder gar eine Gefängnisstrafe auf sich nehmen zu müssen. Kann der Delinquent diesen Betrag nicht bezahlen, soll er an medizinische Stellen verwiesen werden.
Außerdem will man in Maine nicht länger Bürger verfolgen, die sich auf ärztlichem Wege Naloxon zu beschaffen suchen, da dieses als Antagonist bei Opiat- bzw. Opioid-Überdosierungen verwendet werden kann.
Unter Federführung der Demokratin und Repräsentantin Anne C. Perry reichten die Gesetzgeber Maines am 9. März 2021 einen Entwurf zur Umgestaltung der regionalen Drogenpolitik im Criminal Justice and Public Safety Committee ein. Damit sind erste politische Schritte zu einer Lockerung im Staat Maine getan.