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Christiania, 1 Faß 2,50, Nordkräuter 1,50, ausgew. 1 kg 1,60 Mk., in
Öl ohne Gräte 1/1 Dose 2 Mk., von November bis März
bis 3,50 Mk. (1⅛ kg) etc. Von den
Abfällen macht man in Cerneoel bei Lorient und anderwärts
Dünger. - Russische S. sind
besonders bereitete Fischkonserven von verschiednen Arten
Hering; sie werden in Fässern zu 5 kg versendet
und zu 2,60 Mk. pro Faß, ausgew. 1 kg bis 1,20 Mk. verkauft. Amerikanische
S., in
Öl, sind Meerforelle, Meerfeder, welche im Frühjahr von Long Island bis New York gefangen werden, 1/1 Dose, in süßem
Öl, gewürzt, bis 2 Mk. -
Zoll: Mit
Gewürz oder
Öl eingemachte oder in hermetisch verschlossenen Blechbüchsen eingehende S. s.
Tarif im Anh. Nr. 25 p 1. Bloß eingesalzene Nr. 25 g 2.
(RadixSarraceniae purpureae), vor einigen Jahren im Droguenhandel aufgetauchter Artikel, wurde als
Mittel gegen die Blattern und andre ansteckende Krankheiten empfohlen. Die Wurzel stammt von Sarracenia
purpurea, einer zu den Nepentheen gehörigen, in den Sümpfen Neu-Schottlands und Neu-Jerseys wachsenden Pflanze: die Ware
besteht aus einem bis 18 cm langen, 3-15 mm dicken, walzenförmigen, etwas gekrümmten Wurzelstock, der mit einzelnen braunroten
Wurzelfasern und oben mit den Blattstielresten besetzt ist. Die Farbe ist außen braunrot bis dunkelbraun,
innen weißlich, der Geruch ist angenehm, der Geschmack bitter. Die Blätter, folia Sarraceniae, die ebenfalls im Handel
vorkommen, sollen dieselbe Wirkung besitzen. - Zollfrei.
(Fenchelholz, lignum Sassafras), ein Artikel des Droguenhandels, besteht aus der Wurzel eines in den
Vereinigten Staaten Nordamerikas heimischen Baumes vom Geschlecht der Lorbeerbäume (Sassafras officinale). Das Wurzelholz
kommt in Form von langen, verschieden dicken, knorrigen, hin und her gebogenen Knitteln in den Handel, oder
auch in Späne geraspelt. Das
Holz ist mit einer korkigen, äußerlich grauen, innen rotbraunen Rinde bedeckt, die auch öfter
schon ganz oder teilweise entfernt ist.
Der Holzkörper selbst ist feinporig, ziemlich leicht, gelbbräunlich oder rötlich gefärbt, und zeigt auf dem Querschnitt
viele zarte Jahresringe und diese durchschneidende, vom Kern nach dem Umfange strahlig verlaufende, dunkle
Markstrahlen. Das
Holz hat einen angenehm aromatischen, fenchelähnlichen Geruch und eben solchen und dabei süßlichen Geschmack.
Verschiedne eigentümliche
Harze und ein ätherisches
Öl machen die charakteristischen Bestandteile der Drogue aus.
Das Stammholz selbst, das vom Wurzelholz leicht zu unterscheiden ist, ist ganz arm an diesen Bestandteilen
und hat nur schwachen Geruch. Die geraspelt in den Handel gebrachte Ware kann indes leicht mit zugemischten Spänen vom Stammholz
gefälscht sein, die sich aber durch eine etwas hellere Farbe verraten. Verwendung hat das
Holz
als blutreinigendes Mittel
gegen Skropheln, Hautkrankheiten, als Bestandteil von Holzthee (species lignorum). Inländische Handelshäuser,
welche das
Holz durch Zerkleinern gebrauchsfähig machen, geben ihm gewöhnlich die jetzt bei derartigen Waren beliebte Form
kleiner Würfelchen.
Als besonderes Präparat aus
Holz und Rinde ist das von denselben abdestillierte Sassafrasöl (oleum ligni Sassafras) im Handel,
das fertig von Nordamerika kommt. Es findet besonders starke Verwendung zur Herstellung parfümierter
Seifen und ist ein schweres, anfangs farbloses, später gelb werdendes
Öl, das den Geschmack und Geruch des
Holzes in hohem
Grade besitzt. Der Preis desselben ist in Leipzig circa 5½ Mk. pro Kilo; rektificiert 7 Mk.
Das
Holz kostet circa 40 Pf. pro Kilo. - S., auch in Würfel geschnitten oder geraspelt, zollfrei. S.
Öl gem. Tarif im Anh. Nr. 5 a.
(Sarsaparille, radix Sassaparillae). Diesen Namen führen im Droguenhandel die Wurzeln verschiedner,
in den heißern Gegenden Amerikas heimischer Arten der Gattung Smilax (Stechwinde) und werden als Stammpflanzen namentlich
Sm.
syphilitica, Sm.
medica, Sin. Sassaparilla und Sm.
officinalis angegeben; es ist jedoch noch nicht mit Sicherheit bekannt, von welchen dieser Arten die
einzelnen Handelssorten abstammen. Die Smilax-Arten sind immergrüne rankende und stachliche Sträucher, welche in den Wäldern
Mittelamerikas und Brasiliens wachsen.
Sie haben einen knollig verdickten Wurzelstock, von welchem zahlreiche, sehr lange bis federkieldicke Nebenwurzeln ausgehen.
Es werden je nach Lokalgebrauch entweder diese ganzen Wurzelkörper oder nur die abgelösten Nebenwurzeln
in den Handel gebracht. Diese sind bald mehr glattrund, bald längsrunzlig oder kantig; die äußere Farbe differiert von
gelblich- oder rötlichbraun bis zum dunklern Braun. Auf dem Durchschnitt zeigt sich die Rinde, je nach der Art, bald dünn,
bald verdickt, im letztern Falle dicht mit Stärkemehl erfüllt, daher weiß oder rötlichweiß.
Der Kern ist weiß oder gelblich, zähe und porös. Manche Ware ist nicht mehlig im Durchschnitt, sondern hornartig, was
daher kommt, daß sie über Feuer getrocknet wurde, wodurch das Stärkemehl verkleistert wird. Die Wurzel hat keinen Geruch,
schmeckt beim Kauen bitterlich schleimig, später kratzend scharf. Die Sorten werden nach den Erzeugungsländern
oder Ausfuhrhäfen benannt. Als beliebteste im deutschen Handel erscheint dermalen die Honduras, die man nicht bloß
von Honduras, sondern auch von dem benachbarten Belice und Guatemala in großen, an den Ecken abgerundeten Ballen erhält,
die entweder oben und unten, oder auch ganz mit Tierhäuten überzogen sind und die Wurzeln in Form einzelner
Bündel enthalten. Von diesen kann man je nach Art der Packung dreierlei Sorten unterscheiden: entweder liegen die Wurzelstöcke
in der Mitte und die langen Wurzelfasern sind von rechts nach links bogenförmig gegen die Stengelreste hineingeschlagen,
oder die Wurzelstöcke befinden sich noch in ihrer natürlichen Lage und die
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mehr
Fasern sind mehreremale gegen dieselbe eingeschlagen, sodaß in den Ballen sämtliche Wurzelstöcke nach außen, die Wurzeln
hingegen nach innen zu liegen kommen, oder endlich drittens sind die knollenförmigen Wurzelstöcke ganz entfernt, die Wurzeln
der Länge nach zu armdicken Bündeln von 500-600 g Gewicht zusammengelegt, oben und unten eingeschlagen und der
ganzen Länge nach dicht mit der gleichen Wurzel umwickelt, sodaß die Wurzeln nur an beiden Enden etwa eine Hand breit freibleiben.
Die Honduras-S. hat äußerlich eine schön rotbraune Farbe, die Rinde ist bald dünner, bald dicker, die Wurzeln sind nur
wenig gefurcht, aber längsstreifig, das Mark ist mehlig und weiß, ohne Gefäßporen, ziemlich groß
und deutlich abgegrenzt vom holzigen Teile; der Rindenteil ist auf dem Querschnitte rötlich oder weißgrau, die Epidermis
sehr dünn. Eine der beliebtesten Marken der Hondurassorte ist gegenwärtig Truxillo, nächst dieser M. C. Crown. Ebenfalls
gute Sorten sind: Caracas, eine hellbraune Wurzel, nicht häufig zu erlangen;
brasilianische, unter dem
Namen Lissaboner gehend, weil früher über diesen Platz bezogen, auch Para-, Maranhaowurzel genannt, außen gelbbraun bis
braun.
Diese drei Sorten werden von einigen Pharmakopöen als allein zulässig bezeichnet. Es kommt aber auch als geringere
Sorte viel mexikanische Wurzel nach Europa, welche wohlfeil ist, aber kein empfehlendes Aussehen hat,
unrein ist und viel Abgang an Stengeln, Fasern, Knollen und Erde ergibt. Die S. von Tampico ist von ähnlicher Beschaffenheit.
Andre geringere Sorten, die im deutschen Handel wenig oder gar keine Bedeutung haben, sind die von Granada, Manzanillo, Costarica,
St. Thomas, Jamaika.
Die letztere stammt nicht von dieser Insel, sondern von der Moskitoküste. Die im naturellen Zustande
aus Amerika kommenden Wurzeln werden von Droguenhäusern größtenteils zur Weiterbegebung gesäubert, die etwa vorhandenen,
ganz nutzlosen Wurzelknollen, soweit dies nicht bereits geschehen, entfernt, die dünnen Wurzeln in Stücke von gleichmäßigen
Längen zerschnitten, auch wohl gespalten, und in regelmäßige Päckchen gebündelt. Die Bestandteile der
Wurzeln, denen man ihre Wirkung zuschreibt und welche in der dicken Unterrinde ihren Sitz haben, sind ein bitter und scharf
schmeckendes Harz und ein eigentümlicher kristallisierbarer Stoff, Smilacin, welcher auch kratzend und bitter schmecken soll.
Er wird nicht besonders als Kaufware dargestellt.
Die Wurzel hat in Europa wie in Amerika eine starke Verwendung und gilt als eines der kräftigsten schweiß-
und harntreibenden Mittel, sowie als das beste vegetabilische Remedium gegen veraltete Syphilis; auch braucht man sie gegen
Skropheln und Gicht, sowie in andern Fällen, wo es auf eine erhöhte Hautthätigkeit ankommt. Außer in wässeriger Abkochung
gebraucht man sie auch zur Darstellung von weingeistigem Extrakt (extractum Sassaparillae) und zu einem
Sirup. Der Preis ist oft sehr schwankend und beträgt z. B. für Honduras naturelle Ware
ca. 4 Mk. pro kg, geschnitten (concisa) je nach Qualität 47
Mk. -