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René OswaldHistorische Klarinetten
Bettina Messerschmidt
VioloncelloVerena Förster
Orgel & Cembalo
Klingende Klarinettengeschichte – Musik aus Barock und Klassik
St.Mangen
|28.2.||17:00 Konzert|
Vom Chalumeau zur Klarinette, vom Barock zur Klassik und quer durch Europa – das Programm lädt zu einer vielfältigen klingenden Reise durch Zeiten und Länder ein. Zum Chalumeau treten Cembalo und Violoncello hinzu, die Klarinette wird dann von der Orgel begleitet, dazwischen erklingen die Instrumente auch solistisch. Zwei Suiten aus Frankreich umschliessen Werke aus Italien und dem deutschsprachigen Raum mit Johann Sebastian Bach als Bindeglied zwischen den verschiedenen Stilen.
Um das Jahr 1690 wurden die Chalumeaux, die Vorgängerinstrumente der Klarinetten, von J. Christian Denner in Nürnberg als komplette «Familie» in verschiedenen Grössen (Sopranino, Diskant, Alt, Tenor und Bass) gebaut. In diesem Programm erklingen Diskant- und Alt-Chalumeau. Die Chalumeaux wurden wie die Klarinetten mit einfach aufschlagendem Rohrblatt gespielt. Komponisten wie Telemann, Graupner, Händel und Vivaldi nutzten diese Instrumente in einigen ihrer Werke.
Die historische Klarinette mit fünf bis sechs Klappen hingegen wurde bekannt durch Mozart, vor allem durch sein Klarinettenkonzert und sein Klarinettenquintett. Für dieses Instrument komponierten aber auch zahlreiche andere Komponisten der klassischen Epoche, darunter der Schweizer Jean-Xavier Levèvre oder Gregorio Sciroli, geboren in Neapel. Werke von ihnen sind in diesem Konzert zu hören. Mozarts enger Freund Anton Stadler, der dessen Klarinettenkonzert und das Quintett einst aus der Taufe hob, hat auch selbst für die Klarinette komponiert: Seine «Drei Capricen für Klarinette-Solo», deren zweite Bestandteil des Programms ist, sind historisch gesehen vermutlich die ersten Vortragsstücke der Klarinettengeschichte, welche für eine Klarinette solo geschrieben wurden.