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Studenten am Carnegie Mellon Integrated Innovation Institute entwickeln marktfähige Lösungen angesichts Krise von Vergewaltigungen durch Bekannte oder während einer Verabredung (Date Rape)
- Mobiltechnik-Prototypen verlegen Fokus auf schaulustige Studenten, ermutigen zum Eingreifen
- #InnovateAgainstRape will Ideen für Produkte und Dienste über soziale Medien erheben
Pittsburgh (ots/PRNewswire) - Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl an sexuellen Übergriffen unter College-Studenten will das Integrated Innovation Institute [http://www.cmu.edu/integrated-innovation/media/launch.html] an der Carnegie Mellon University auf Grundlage seines einzigartigen Innovationsansatzes die Entwicklung von marktfähigen Lösungen voranbringen, um das Problem von Vergewaltigungen durch Bekannte oder während einer Verabredung zu bekämpfen. Zwei neuartige Produkt-Prototypen, die auf die College-Bevölkerung abzielen und von Teams aus Graduate-Studenten entwickelt wurden, wollen mittels Mobiltechnik Schaulustige zum Eingreifen ermutigen und einen gemeinschaftlichen Verantwortungssinn fördern.
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Die Produkte mit den Namen SPOT (A Problem) (Problem erkennen) und NightOwl sind beispielhaft für die andauernde Mission des Instituts Projekte mit gesellschaftlichem Nutzen zu fördern. In diesem Fall will das Institut dabei helfen den von Studenten, Gesetzgebern und anderen teilweise als "allgegenwärtige Vergewaltigungskultur" bezeichneten Trend speziell an US-amerikanischen Universitäten wieder umzukehren. Carnegie Mellon hat beide Prototypen im Namen der Studenten vorläufig zum Patent angemeldet.
Von den 12 Millionen an US-amerikanischen Universitäten eingeschriebenen Studentinnen werden schätzungsweise zwischen 20 und 25 Prozent (ca. 3 Millionen) Opfer einer Vergewaltigung oder einer versuchten Vergewaltigung.[1] Bei 80 bis 90 Prozent dieser Übergriffe ist der Täter ein intimer Partner oder Bekannter[2], in der Mehrzahl Männer. Aus den unterschiedlichsten Gründen, die heiß diskutiert werden (darunter die Rolle von Rauschzuständen), wird weniger als einer von 20 Übergriffen angezeigt[3], und selbst bei angezeigten Übergriffen gestaltet sich die Strafverfolgung nachweislich als schwierig.
"Die Suche nach Lösungen für sexuelle Übergriffe auf dem Campus ist so kompliziert wie das Problem selbst. Anstrengungen im Aufklärungsbereich müssen mit aktionsbasierten Lösungen gebündelt werden", sagte Eric Anderson [http://www.cmu.edu/integrated-innovation/directors-faculty/anderson.html], Kodirektor des Instituts, Dozent an der School of Design Design und Prorektor des College of Fine Arts. "Die betroffenen Demografien sind möglicherweise am besten in der Lage ihre Kommilitonen wachzurütteln und die Situation zu befrieden."
Nach Aussage der Gastbeauftragten Donna Sturgess [http://www.cmu.edu/integrated-innovation/directors-faculty/sturgess.html] sind die Studenten des Instituts das Problem von Vergewaltigungen durch Bekannte oder während einer Verabredung als Marktherausforderung (ein unbefriedigter Bedarf) aus Perspektive der Produktentwicklung angegangen. "Die Fragestellung lautete: Was wäre effektiv bei dieser Demografie? Wodurch ließe sich ein Eingreifen in einem sozialen Umfeld motivieren, was den Mut einer Person zum Eingreifen möglicherweise aushebelt?", sagte Sturgess, die die Projekte begleitete. Sie ist President und Gründungspartner von Buyology Inc. und leitete vormals die weltweite Innovationssparte bei GlaxoSmithKline.
Auf Grundlage der bekannten integrierten Innovationsmethodik des Instituts entwickelten Teams aus Graduate-Studenten aus den Bereichen Engineering, Design und Business die Prototypen im Rahmen der vom Institute beauftragten Abschlussprojekte. Die Erkenntnisse ihrer Grundlagenforschung: 1) die meisten derzeitigen Lösungen machen potenzielle Opfer für die Prävention verantwortlich, wodurch sie mit der Schuldfrage konfrontiert werden können; 2) Aufklärungsarbeit mit potenziellen Tätern als Zielgruppe bringt gesellschaftliche Veränderung nur langsam voran; und 3) während Schaulustige am besten in der Lage sind einzugreifen, wird oft gezögert, entweder aus Angst vor Konsequenzen, Unsicherheit bei der Einschätzung der Lage oder aufgrund der Annahme, dass andere schon eingreifen werden.
Nathan Urban [http://www.cmu.edu/bio/faculty/urban.html], kommissarischer Leiter von Carnegie Mellon, nennt dies einen "kritischen Moment" in einer Zeit, wo Universitäten im ganzen Land sich mit dem Problem auseinandersetzen. "Wir sind außerordentlich stolz darauf, dass gerade hier am Integrated Innovation Institute potenzielle Lösungen für dieses landesweite Problem entwickelt werden. Produkte wie NightOwl und SPOT könnten sich für Studenten und Administratoren gleichermaßen als ein konkretes und einfaches Mittel erweisen, um sexuelles Fehlverhalten kollektiv zu begrenzen. Die ist ein wichtiger erster Schritt für einen Einstellungswandel bei Studenten, um die Zahl der Vergewaltigungen auf dem und außerhalb des Campus zu verringern."
Anstrengungen von Universitäten zur Begegnung sexueller Gewalt haben in der Regel die Form von Aufklärungsprogrammen und Kooperation mit Studentenvereinigungen, um Komasaufen, Aufnahmerituale und andere riskante Verhaltensweisen einzudämmen. Es hat sich aber noch keine klare Lösung abgezeichnet, um Sexualstraftaten auf dem Campus komplett zu verhindern.
"Wir wollen auf lange Sicht innovative Wege zur Bekämpfung des Problems Vergewaltigung gehen. Andere potenzielle Lösungen werden folgen" sagte Jonathan Cagan [http://www.cmu.edu/integrated-innovation/directors-faculty/cagan.html], Kodirektor des Instituts, Ladd Professor of Mechanical Engineering und Direktor für Innovation und Entrepreneurship am College of Engineering. "Unser Ansatz am Institut fördert frisches, disziplinübergreifendes Denken und hat zwei praktikable, aktionsbasierte Lösungen hervorgebracht, die bestehende Aufklärungsarbeit und andere Anstrengungen auf dem College-Campus unterstützen sollen."
Auf eine bestimmte Demografie zugeschnittene Produktede.newsaktuell.mb.nitf.xml.Br@79828903 Die meisten Opfer gehören der Altersgruppe der 16- bis 19-jährigen an, gefolgt von der Gruppe der 20- bis 24-jährigen[4]. Mit diesem Wissen haben die Studententeams nach Lösungen gesucht, die für diese spezielle Demografie komfortabel wären (mit anderen Worten von Natur aus unaufdringlich und unauffällig in Sachen sozialer Akzeptanz), die aber dennoch ein wirksames Mittel zum Eingreifen darstellen. Daraus sind die folgenden Prototypen entstanden:
-- NightOwl [https://www.youtube.com/watch?v=sTHpI9kmGng&feature=youtu.be] ist eine soziale Mobilanwendung (Peer-to-Peer), über die Benutzer Gefahrensituationen bei sozialen Events anonym melden können. Diese temporäre, ortsbasierte Messaging-Plattform unterstützt den sozialen Austausch von Playlists und Fotos, um die Akzeptanz zu erhöhen, und fördert gleichzeitig den gemeinschaftlichen Verantwortungssinn für die Sicherheit anderer Partygäste. Benutzer können potenziell schädliches Verhalten in eigenen Worten oder über vorgeschriebene Nachrichten direkt an den Gastgeber oder andere Gäste melden (beispielsweise an einen Freund eines potenziell gefährdeten Gasts), was ein schnelles und effektives Eingreifen ermöglicht. -- SPOT (A Problem) [https://www.youtube.com/watch?v=Ts5IUMBJ5Qc&feature=youtu.be] kombiniert eine integrierte Mobilanwendung mit einem Armband und soll bei Studentenvereinigungen den gemeinschaftlichen Verantwortungssinn für die Sicherheit bei Events motivieren. Auf Basis eines Crowdsource-Feedbacksystems senden Gäste mit der Anwendung Informationen über aggressives oder unsicheres Verhalten in Echtzeit an von der Studentenvereinigung beauftragte Risikobeauftragte, die Nachrichten über ein Armband empfangen, das vibriert und ein Lichtsignal ausgibt. Als Akzeptanzanreize sind unter anderem weniger Übergriffe und mehr Ansehen zu nennen, was wiederum niedrigere Gebühren, Beiträge und Versicherungsprämien bedeutet (ein Zusatznutzen).
Die erfinderischen Studenten haben bereits Änderungen im Visier, die die Produkte auch für andere Einsatzgebiete wie Bars, Konzerte sowie studentische und professionelle Großveranstaltungen nutzbar machen.
Um die öffentliche Diskussion anzuheizen, hat das Institut speziell für sein Projekt "Innovate Against Rape" eine Website [http://www.innovateagainstrape.com/], eine Facebook-Seite [https://www.facebook.com/innovateagainstrape] und ein Hashtag für soziale Medien (#InnovateAgainstRape) eingerichtet, um andere zum Ideenaustausch für neue Produkte und Dienste zur Bekämpfung sexueller Gewalt zu ermutigen. Laut Sturgess steht das mutige Logo für #InnovateAgainstRape mit dem umgekippten Buchstaben A für die Mission des Instituts etwas zur Eindämmung des Problems sexueller Übergriffe beizutragen.
"Keiner kann dieses Problem im Alleingang lösen. Wenn aber gemeinnützige Gruppen, der Wirtschaftssektor, akademische Einrichtungen, Aktivisten, soziale Verbände und andere an einem Strang ziehen, kann das Problem sexueller Übergriffe aus allen möglichen Richtungen angegangen werden", sagte Peter Boatwright [http://www.cmu.edu/integrated-innovation/directors-faculty/boatwright.html], Kodirektor des Instituts und Carnegie Bosch Professor of Marketing an der Tepper School of Business. "Wir freuen uns auf den Austausch mit anderen engagierten Gruppen. Unser Institut wird weiter an Lösungen für dieses Besorgnis erregende gesellschaftliche Problem arbeiten."
Informationen zum Integrated Innovation Institute an der Carnegie Mellon University [http://www.cmu.edu/] de.newsaktuell.mb.nitf.xml.Br@68f16247 Das Integrated Innovation Institute [http://www.cmu.edu/integrated-innovation/index.html], welches in diesem Jahr offiziell seine Türen geöffnet hat, ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fakultäten College of Engineering [https://www.cit.cmu.edu/], College of Fine Arts [http://cfa.cmu.edu/] und Tepper School of Business [http://tepper.cmu.edu/index.aspx]. Das Institut baut auf Hauptdisziplinen im Bereich Produkt- und Service-lnnovation auf mit Schwerpunkt auf funktioneller Performance (Engineering), menschlicher Schnittstelle (Design) und wirtschaftlichem Nutzen (Business). Das Institut beschäftigt sich mit der Aufklärung und Forschung in Innovationsmethoden und -praktiken. Mit seiner unter Top-Bildungseinrichtungen einzigartigen Vereinigung der drei Disziplinen zur interdisziplinären Lehre sollen aus Studenten Elite-Innovatoren werden, die sich durch effektives Denken auszeichnen und Ergebnisse liefern. Das Institut bietet professionelle Master-Studiengänge an, führt eigene angewandte Forschung durch und erweitert sein Lehrangebot durch Weiterbildung von Führungskräften, individuelle Unternehmensprogramme und offene Konsortien.
Informationen zur Carnegie Mellon University: Carnegie Mellon [http://www.cmu.edu/index.shtml] ist eine private, international anerkannte Forschungsuniversität mit Programmen in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft bis hin zu Politik, Geisteswissenschaften und Künsten. Über 12.000 Studenten in den sieben Fakultäten der Universität profitieren von kleinen Klassengrößen und einer Ausbildung, die von der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen für reale Probleme, interdisziplinärer Kooperation und Innovation geprägt ist. Als globale Universität hat Carnegie Mellon Standorte in Pittsburgh, Pennsylvania, im kalifornischen Silicon Valley und Katar sowie Programme in Afrika, Asien, Australien, Europa und Mexiko.
[1] U.S. Department of Justice, "The Sexual Victimization of College Women [https://www.ncjrs.gov/pdffiles1/nij/182369.pdf]", 2000. [2] U.S. Department of Justice, "Sexual Assault on Campus: What Colleges and Universities Are Doing About It [https://www.ncjrs.gov/pdffiles1/nij/205521.pdf]", 2005. [3] U.S. Department of Justice, "The Sexual Victimization of College Women [https://www.ncjrs.gov/pdffiles1/nij/182369.pdf]", 2000. [4] The Women's Center, Inc.
Kontakt: Olivia Goodman/Jennifer Robinson gabbegroup/212-220-4444 <email-pii>[mailto:<email-pii>] 732-277-5625 (mobil) <email-pii>[mailto:<email-pii>] 917-841-4105 (mobil)