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|Description|
Johann I Bernoulli hat wegen eines seit Wochen anhaltenden Gichtanfalls den Brief Fréziers von 1730 01 18 nicht beantwortet. Dort hatte Frézier nach der Natur der Kurven gefragt, welche bei der Durchdringung von Kegeln, Kugeln und Zylindern in allen denkbaren Lagen ihrer Achsen entstehen. Dieses Problem lässt sich allgemein nur unter grösstem Rechen- und Zeichenaufwand lösen. Am besten betrachte man ihre senkrechten Projektionen auf eine beliebige Ebene. Von diesen suche man die algebraischen Gleichungen, indem man zwei Ausdrücke, von denen jeder zu einer der schneidenden Flächen gehört, gleichsetzt. Dann kennt man auch die Gleichung der Schnittflächen. Johann Bernoulli gibt weiter die Lösung des von Frézier gestellten Problems des Schnitts eines Torus mit einer nicht-tangentialen Ebene parallel zur Achse des Torus an. In der Nachschrift erwähnt er eine Beilage seiner Notizen anlässlich der Lektüre von Fréziers Voyage und dessen Réponse an P. Feuillé. Diese Notizen wurden 2009 auf einem losen Blatt im Exemplar UB Basel Bot. 935 gefunden, in welchem Johann Bernoulli Fréziers Voyage und dessen Réponse hatte zusammenbinden lassen. Er bestellt Grüsse von Maupertuis, der sich seit 6 Monaten bei ihm aufhält, um mit ihm mathematische Studien zu treiben.
|Niveau supérieur dans le plan d'archivage||Handschriften-Signaturen / Abteilung L: Exakte Naturwissenschaften / Abteilung L Ia: Bernoulliana / Bernoulliana: Gothaer Bestand / Briefe von Johannes I Bernoulli an Empfänger F-O|