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Gemälde, Porträt Johann Jakob Muos (1660–1729)
Auf dem Porträt ist Johann Jakob Muos (1660–1729) im Alter von 32 Jahren in Feldherrenpose dargestellt. Die linke Hand hat er in die Hüfte gestemmt, die Rechte ruht auf einem Helm mit dem Wappen der Muos (in Gold über schwarzem Dreiberg ein schwarzes «M», darüber ein weisses Kreuz). Unter seiner Rüstung ist eine kostbare modische Kleidung sichtbar. Um den Hals trägt er ein weisses Spitzenjabot über einer reich gefältelten roten Krawatte. Um die Taille ist ein ockerfarbener Spitzenschal geschlungen, an dem der Degen hängt. Das von Stolz erfüllte Gesicht wird von einer mächtigen braunen Allongeperücke umrahmt. Auf der Brust ist eine goldene venezianische Medaille mit dem Markuslöwen zu sehen. Im Hintergrund des Porträtierten gibt der mit Schlingpflanzen bewachsene Felsen rechts den Blick auf das Meer frei, wo sich zwischen zwei Bastionen zwei Schiffe (eines davon mit türkischer Beflaggung) bekämpfen. Die hintere Festung ist mit «Lepanto in graecia» (Lepanto in Griechenland) beschriftet und nach druckgrafischen Ansichten gemalt. Auf halber Bildhöhe steht links kaum lesbar die Inschrift «Aetatis suae 32 / Anno 1692 / J. Brandenberg fec.».
1688 warb die Republik Venedig ein Schweizer Regiment zum Kampf gegen die Türken auf Morea (Peleponnes) an, dem sogennanten Morea-Feldzug 1688/1691. Zug stellte eine Freikompanie unter dem Kommando von Hauptmann Johann Franz Zurlauben. Nach dessen Tod am 22.08.1690 übernahm Oberstwachtmeister Johann Jakob Muos (15.01.1660–14.01.1729) von Zug die Führung. Dieser brachte am 02.09.1691 von den ehemals 200 ausgezogenen Männern noch deren neunzehn nach Hause zurück. Vom ganzen Regiment überlebten nur 178 Soldaten. Er erhielt den Beinamen «Moreer-Muos». Muos selber liess sich im Hinblick auf die angestrebte künftige Karriere nicht als Verlierer, sondern in Siegespose darstellen.
Beim oben beschriebenen Porträt handelt es sich um eine Replik oder eher um eine Kopie aus Brandenbergs Werkstatt. Das Original sollte sich im Zuger Rathaus befinden.