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| Hilarius von Poitiers († 367) - Gegen die Arianer, oder gegen Auxentius von Mailand

Achtes Hauptstück.
Denn zuerst erklärte er, daß dasjenige, was zu Nicäa in Thrazien durch die Gottlosigkeit Aller verworfen worden wäre, heilig sey; indem er nämlich behauptete, der Glaube des wahren Bekenntnisses bestehe in der den Bischöfen angethanenen Gewalt. Er läugnete auch, daß er den Arius kenne; da er doch zu Alexandria in einer arianischen Kirche, deren Vorsteher Gregorius war, Presbyter zu seyn angefangen hatte. Von der Synode zu Rimini aber, welche von Allen religiöser Weise aufgelöst worden ist, wollen wir nichts sagen; nur die teuflischen Erdichtungen müssen aufgedeckt werden. Obwohl es also gefallen hatte, niederzuschreiben, Christus sey wahrer Gott, und habe mit dem Vater Eine Gottheit und Wesenheit; so stellte er doch, wie der schlaueste Teufel, diese Meinung auf, welche Christum bezeichnen sollte, er sey vor allen Zeiten geborner Gott, wahrer Sohn; so daß, wie bei den Arianern, die Wahrheit sich auf den Sohn, nicht auf Gott bezog. Und damit diese Bezeichnung noch weit mehr sich unterscheiden [S. 334] möchte, wurde beigefügt: aus dem wahren Gott Vater; so daß im Vater, die wahre Gottheit wäre, in Christo nur die Wahrheit des Sohnes bezeichnet würde. Hierauf wird im Verlaufe der Erklärung von Auxentius Eine Gottheit behauptet; und er findet diese nicht auch in dem Sohne, so daß im Vater allein, nicht auch im Sohne die Eine einzige Gottheit wäre.