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F. 1397. Kalium wurde äußerft ftark pofitiv empfunden; Fräulein Mair ('99) wurde davon heißroth im Gefichte) hatte fchnell Druck im Magen und Kopfe) Uebelkeit) und brach zu meinem Erftaunen in kürzer als einer Minute von feiner heftig pofitiven Einwirkung am ganzen Leibe in Schweiß aus. Mit ähnlichen) doch fchwächeren Wirkungen durchdrang es bei Fräu[ein Ahmannsdorferf") alle Einhüllungen. Frl. Zinkel und Hr. Richard Schuler (*9) fanden in Glas eingefchtnolzenes Kalium links warm und prickelnd) rechts kühl) nicht prickelnd) angenehm.
H. 1398. Eifen) außer feinen odifchen Eigenfchaften als Metall) nimmt in jeder Lage Erdpolarität an und wirkt deßhalb bei jeder Bewegung anders auf den menfchlichen Leib. Alle höher Senfitiven vertragen daher den Umgang mit eifernen Znftruncenten nicht. Hr. Steiger (97)) der Tifchler Bollmannliü)) Hr. bi'. Löw (99)) Leopolder(99)) Frl. Reichel (99)) Geraldini ('79)) Beyer u. a. vermochten kaum mit eifernem Blechlöffel zu effeu. Frau Müller (99)) Frl. Geraldini("7)) Poppe(7')) Beyer) Martha Leopolder (79)) Nowotny) Reichel) Karhan(“)) Zinkel) Bernazkefi") u. a. konnten entweder gar nicht) oder nur fehr ungerne eine ftählerne Planchette tragen und mußten darauf entweder ganz Verzicht leiften oder fich welcher von Fifchbein bedienen. - Frl. Zinkel('797) faß wartend auf einer Bank und hatte einen großen Schlüffel zur Kellerthür in der linken Hand. Während fie verweilte) wurde die Hand pamftig) fühllos) endlich kalt und entfärbt; die Finger waren weiß geworden und der Schmerz griff bis zum Ellbogengeleicke hinauf. Sie legte nun den Schlüffel weg. Das Uebel begann fogleicl) abzunehmen) und wie. es von den Fingern allmälig gegen den Arni hinaufgezogen war) fo zog es jest herab) und endlich anfcheinend zu den Fingerfpihen hinaus. - Ein andermal hatte fie einen ganzen Bund von vielen Schlüffeln in der linken Hand) mit denen fie fißend mit gekreuzten Artnen verweilte. Nach einiger Zeit) als fie die Arme öffnen wollte) fand fie den ganzen linken Arm fieif) die Hand fammt dem Arme gänzlich kalt und fo fühllos) daß fie nicht mehr zu erkennen vermochte) ob fie etwas in der Hand halte oder nichts. Sie ließ die Schlüffel unwillkürlich fallen. Kaum war dieß gefchehen) fo trat Ameifenlaufen und zahlreiche ftärkere Stiche im Arme ein) bald begann Wärme zurückzukehren) es ftrbmte durch den ganzen Arm ein griebelndes Gefühl hinab) durch die Hände und die Fingerfpißen hinaus und nun war Alles verfchwunden) Arm und Hand hergeftellt. »- Ein drittes Mal ftand fie auf einer eifernen Zugbrücke) die über einen Graben meine Wohnung mit dem angrenzenden Walde verbindet. Nicht lange verweilte fie da) als fie die Füße herauf) befonders aber im linken Fuße) diefelben Empfindungen gewahrte. Das kalte Fühlloswerdeu (pamftig) zog herauf bis in die Kniee. Als dieß immer zunahm und die Füße fteif zu machen drohte) ging fie hinweg auf fieinernen Boden im Borhanfe) wo fich dann nnverweilt
von ftarken Wärnceleitern ccicht überfehen werden) wenn man cciht Täufchungeic unterliegen will. *
Viele Menfchen vertragen es icicht) auf einer *Eifenbahn zu fahren. Fran Leopoldine Hek (")) der fchweizerijhe Gefandte Herr Steiger (00) n. a. finden fich davon unausftehlich widrig angegriffen. Man könnte diefes viel
leicht von der gleichförmig eigenthümlichen Erfchüttericng herleiten) und nicht _
der Senfitivität zufhreiben) fondern auf Rechnung der Senfibilität fehen; allein dem widerfpricht eine andere hieher gehörige Erfahrung; die Fräulein Beyer (7-0) nämlich fand fich) weint fie über eine Eifenbrücke ging) fo außerordentlich widrig in odpofitivem Sinne angegriffen) daß fie _das Ende derfelben nur mit Anfirengung zn erreichen vermohte. Hiebei nun fand keine Erfhütterung ftatt) es war rein die Wirkung des großen Metaükörpers) wie bei der Eifeubahn) welher durch feine odifhen Emanationen verftimcnend auf den lebenden Leib der Senfitiven einwirkte. 7 F. 1399, Blei habe ich fchon befproheic. Hier will ich nur noch der Spießglanzlegierung deffelben erwähnen) ivorübcr Prof. Endlicher(") Erfah
rungen gefaucncelt hat. Als er feine hinefifhe Grammatik herausgab) fand »
fih in Wien kein Schriftfeßer) der den Satz zu machen im Stande gewefen wäre. Endliher fah fich alfo genöthigt) felbfi Hand anzulegen und einige Zeit lange den Setzer zu machen. Aber er war außer Staude) bei diefer Arbeit längere Zeit auszuhalten) und mußte dazwifhect oft Paufen cuachen) bisweilen längere Zeit ganz ausfeßen. Das Schriftmetall verurfachte ihm peinlich trärncliche ekelhafte Encpfindnngen) die er niht zu befchreiben verncochte) die aber offenbar nichts anders waren) als die odpofitive Reaction des Metalls.
F. 1400. Zinn) als Löffel) vertrugen viele Senfitive niht) z. B. Bollmann (55)) auch nicht als Teller) Shüffeln) Becher; allein' dieß war nur dann der Fall) wenn das Zinn mit Blei verfeßt war) wie es bei allen diefen Geräthen gewöhnlich der Fall ift. Reines Zinn ift dasjenige unter den unedlen Metallen) toelches die Senfitiven noch bei weitem am eheften vertragen. Frl. Beyer (777) verficherte cnich) daß fie einen Löffel von reinem Zinn felbft einem von Silber vorziehe) welcher den gewöhnlihen Kupferzufay habe. z_ .
F. 1401. Kupfer reagirt vor vielen andern Metallen ftark odpofitiv und eigenthümlich fhmerzlich auf fenfitive Verfoneic. Es ift eine fehr allgemeine Erfahrung unter ihnen) daß fie Kupfergeld niht lange in der Hand vertragen, Frl. Beyer ('00. 2f0) erhielt davon gekreuzten Kopffchmerz) rechts) wenn fie das Geld in der Linken hielt) links) wenn fie es in der Rechten hielt. - Bei andern Verfuchen ward ihr (77t) davon bald warm) Hiße ftieg auf) fie erhielt Kopffhmerz) wurde endlich im Gefichte roth und brach in Schweiß aus. - Zofephine Zinkel-Baier (f0) erhielt) wenn fie Kupfergeld kurze
Zeit in der linken Hand ltehielt) Wärme und dann Schweißausbruch in diefer Hand) während die rechte trocken blieb. _ Frl. Reichel (*0) empfand die Wirkung von Kupfergeld fo ftark und nachhaltig) daß die Hand) die es hielt) noch nach 6 Stunden den eigenthümlichen Kupfergeruch mit allen feinen Widerwärtigkeiten an fich trug) der nur mit Seife weggewafchen werden konnte. _ Das eigenthümlich pochende Gefühl) das fiark odpofitive Metalle in den Händen der Senfitiven erzeugen und das den (Z310i- rn0rciux der Nervenkranken und das Stechen des Schwefels parallelifirt) brachte der Frl. Reichel (M) am ftärkften iuid auffallendfteu das Kupfer hervor. - Als ich die Frau Generalin von Auguftiic (l5) bewogen hatte) in das Drahthenide zu fchlüpfen) das von einer Kupferfchranbe umfangeic war) bewirkte dieß eine fo peinliche) lauwidrige Reaction auf fie) daß fie es nicht aushielt) fondern das Hemde wieder von fich warf) ehe ich einen Verfuch damit zu machen Zeit fand. --- Hrn. Major Philippi (Ko) und Hrn. Fichtner (77) ifi alles) was bon Kupfer ift) vor allem peinlich. - Hr. von Offenheim ('**) und Gufiav Anfchiiß (35) finden das Kupfer überall lauwidrig) in ungleich höherem Grade als Silber oder andere Metalle. -* Frl. Mair ('“) und Atzmannsdorfer (U) fühlten Kupferblech heiß den ganzen Arm hinauf) mit fiarkem Klopfen (Toben) und Ameifenlaufen. - Viele belehrende und in medicinifclyer Hinficht bemerkenswerthe Thatfachen fainmelte ich bei Frl. Zinkel (W). Theilweife habe ich es fchon oben in dem Kapitel über das Magenweh und die Krämpfe ncitgetheilt. Das Reinigen bon einigen Stücken Kupfergefcinrr ('""*)) oder vielmehr nur das Abtrocknen gereinigter Stücke wirkte fo lauwidrig) drückend und Magenweh erzeugend auf* fie) daß fie fich außer Stande fah) fortzuarbeiten. Wenn fie zur Zeit der Katamenien in eine Küche kömmt) deren Wände mit Kupfergefchirr bekleidet find) fo wird ihr (Wi) heiß und* bange. Oeffnet fie Fenfter und Thüren und bewirkt Luftzug) fo ift das umfonft) die drückende Wärme inc ganzen Raume hört nicht auf; fie muß hinweg) Magenweh fteigt auf) und fie muß in einem andern Raume Erholung fuchen, Dieß ift einzig Folge der odpofitiben Llnsfirahlungeci der zahlreichen .Gipfel-gefchirre. Noch ftärker aber wirkt es auf fie) wenn es) ftatt an den Wänden zu hängen) am Boden nmherliegt) und fo ftatt von oben) nnn von unten auf fie wirkt; vielleicht ift es hier nur die größere Nähe) in ivelche fie dabei zu den Gefäßen geräth; lange' nachhaltigen Magenkrampf trug fie dann da» von. - Sogar die bloße kupferne Einfaffung eines Kochheerdes) wenn fie eine Zeitlang davor befchäftigt war) das fogenannte Herdbret) erzeugte ihr (Wk) in den Tagen der Katamenien Piutterkrampf. - Eine kupferne Wanne) die fie (Wk) bon einem Gemach in das andere trug) rief Magenweh hervor. - Ein andermal oerurfachte ihr ("7"-') diefelbe Verrichtung damit fo ftarken Krampf in den Fingern beider Hände) daß fie das Gefäß) in deffen Handhaben ihre Finger ftarr verwickelt blieben) nicht mehr los zu bringen
. Gold heraus und war im Stande. nah dem bloßen Gefühle das ftärker oder
fhwäher legirte anzugeben. z
F. 1402. Wenn Frl. Zinke( (m7) Kupfer und Gold auf der linken Hand miteinander verglih. und zwar in wiederholten und abgeänderten Verfuhen. die ih dießfalls mit ihr vor-nahm. fo fand fie immer beide warnt. und zwar das Gold jedesmal wärmer als das Kupfer. wie fie denn auh in der odhemifhen Reihe das Gold dem pofitiven Pole näher rückte als das Kupfer. Es ifi aber fehr merkwürdig und für die Beurtheilung odifhphhfiologifher Einflüffe wihtig. hier zu erfahren. daß das fogenannte Grufeln oder Prickeln. diefe eigenthümlihe Bewegung. welhe odgleihnamige Körper fo häufig in menfhlihen Gliedern. befonders in Händen erzeugen. vom Kupfer weit fiärker erzeugt wurden als vom Golde. und dadurh das Kupfer. obgleih niedriger auf der odpofitiveu Skale. dennoh viel unangenehmer auf das fenfitive Gefühl reagirte. als_ das Gold. Es erhellt hieraus.» daß kein Parallelismus zwifhen odifher Läue und Grufeln oder Prickeln. fondern eine entfhiedene Divergenz fiattfindet; daß diefes Grufeln. Stehen. Ameifenlaufen. Pamftigwerden. und wie diefe verfhiedenen Provinzialausdrücke in Deutfhland hiefür alle heißen mögen. f peeififh einzelnen Stoffen. vorzugsweife dem Kupfer. angehört. unabhängig von der Größe ihrer odpolaren Reactionen. - Zh werde hierauf znrückkocnmen.
F. 1403. Meff ing ift feiner Wirkung nah dem Kupfer in vielem ähnlih. doh gemäßigter. Hr. Schuler ('70) fühlt es links lau. rehts kühl. In feine meifie Berührungen mit den Senfitiven geräth es durh die Thürfhnallen. Daß Friedrih Weidlih (7) eine folhe nie anders anrührt. als unter Vermittlung feines dicken gefütterten Rockes. habe ih bei einer andern