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- Die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) hat gegen den Präsidenten von Paris St. Germain, Nasser Al-Khelaifi, und Ex-Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke ein Strafverfahren eröffnet.
- Es geht um den Verdacht der Bestechung, des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der Vergabe von Medienrechten für die Fussball-Weltmeisterschaften.
Valcke soll als damaliger Fifa-Generalsekretär bei der Rechtevergabe «für bestimmte Länder an den Weltmeisterschaften von 2026 und 2030 von Al-Khelaifi nicht gebührende Vorteile angenommen» haben. So der Vorwurf des bereits im März eröffneten, aber erst jetzt bekannt gewordenen Strafverfahrens. PSG-Boss Al-Khelaifi ist auch Geschäftsführer der Bein Media Group, die dem katarischen Sender al-Dschasira gehört.
Zusätzlich soll der Franzose, der im Februar 2016 von der Fifa-Ethikkommission gesperrt wurde, im Zuge der Vergabe für die Turniere 2018 in Russland und 2022 in Katar von einem namentlich nicht genannten Geschäftsmann bestochen worden sein, gegen den ebenfalls ermittelt wird.
Gegen Valcke läuft bereits ein anderes Strafverfahren, das die BA im März 2016 eröffnet hatte. Kenntnisse aus den Ermittlungen der BA im Rahmen dieses Verfahrens waren Grundlage für das neue Verfahren.
Europaweite Hausdurchsuchungen
«Weiter wurden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien zeitgleich an verschiedenen Orten Hausdurchsuchungen durchgeführt», teilte die Behörde mit. Laut der Nachrichtenagentur AFP gehörten auch die Büroräume der Beion-Tochter beIn-Sports in Paris dazu. Bislang befinde sich niemand in Untersuchungshaft, es gelte die Unschuldsvermutung.
Die BA führt im Fussball-Untersuchungskomplex rund 25 Strafverfahren und analysiert eine Datenmenge von rund 19 Terabyte an sichergestellten Unterlagen. Bislang sind 180 Meldungen wegen des Verdachts der Geldwäsche eingegangen.