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Gastgebende mit leeren Händen
Es leben aktuell rund 890’000 vertriebene Rohingya in Flüchtlingsunterkünften in Bangladesch. Sie mussten ihr Heimatland Myanmar verlassen. Schon länger leiden viele Gastgemeinden, welche die Flüchtlinge aufgenommen haben. So sind 444’000 Personen des Distrikts Cox's Bazaar im Süden von Bangladesch mittlerweile selbst auf Humanitäre Hilfe angewiesen.
Die Menschen in dieser Region waren schon früher arm und von Naturkatastrophen bedroht. Die Aufnahme der Rohingya hat ihre Situation weiter verschlechtert und belastet die Beziehungen zwischen den beiden Gemeinschaften.
TearFund Schweiz hilft mit einer lokalen Partnerorganisation diese Situation zu verbessern.
Schwerpunkte des Projektes sind:
- Bessere Ernährungslage der Gastgemeinden.
- Bessere Gesundheit und Ernährung der schwangeren und stillenden Frauen sowie der Kinder unter zwei Jahren.
- Verbesserter Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und Hygiene.
- Förderung des politischen Mitspracherechts der Gastgemeinden, damit diese sich für Dienstleistungen und lokale Ressourcen einsetzen können, welche sie zum Überleben brauchen.
- Förderung des friedlichen Zusammenlebens und des Vertrauens zwischen den Gastgemeinden und den Rohingya.
Natürliche Ressourcen sind knapp
Die Region war bereits vor der Ankunft der Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar durch Hunger bedroht. Wirbelstürme, Flutwellen und der hohe Salzgehalt des Wassers gefährden die Menschen. 92 % der Menschen in den Gastgemeinden hungern oder sind mangelernährt. Die Situation wird noch schlimmer, weil die landwirtschaftlich nutzbare Fläche aus verschiedenen Gründen abnimmt:
Mehr Personen auf gleichem Lebensraum verkleinert die Weideflächen.
Etwa 93 Hektar Ackerland rund um die Flüchtlingslager können aufgrund der Verschmutzung durch Abfälle und Exkremente nicht mehr bewirtschaftet werden.
Der erhöhte Bedarf an Wasser und die daraus resultierende Installation von Brunnen in den Flüchtlingslagern führten zu einem Absinken des Grundwasserspiegels. Weil in der Folge die Felder nicht mehr genügend bewässert werden können, sind weitere 380 Hektar Land nicht mehr bewirtschaftbar.
Acht von Zehn Bewohnende der Gastgemeinden trinken verschmutztes Wasser. Dies führt zu Krankheiten, die besonders für Kinder und schwangere Frauen gefährlich sind.
Stärken Sie die Gastgeber damit sie weitergeben können
Damit diese humanitäre Krise langfristig überwunden werden kann, muss die lokale Bevölkerung gestärkt werden. Unsere Partnerorganisation vor Ort sorgen für ein friedliches Zusammenleben und Nahrungssicherheit für die Menschen im Süden von Bangladesch. Ohne Ihre Unterstützung ist diese Arbeit nicht möglich.
Bitte helfen Sie helfen: Schon 30, 50 oder 150 Franken bewirken viel. Bitte nutzen Sie den roten Spendenknopf rechts oben oder unten - herzlichen Dank!
Kurz erklärt
Seit August 2017 sind hunderttausende Rohingya von Myanmar nach Bangladesch geflohen. Die Flüchtlingslager sind komplett überfüllt. Die Region im Süden von Bangladesch war bereits vor dem Flüchtlingsansturm arm und von Naturgefahren betroffen. Wirbelstürme, Flutwellen sowie der hohe Salzgehalt des Wassers sind die Ursachen für eine grosse Lebensmittelknappheit. 92 % der Menschen in den Gastgemeinden in Bangladesch hungern oder sind mangelernährt. Durch die Flüchtlings-Krise sowie die Corona-Pandemie ist die Situation sehr angespannt und die Gastgemeinschaften sind dringend auf Hilfe angewiesen.
In Zusammenarbeit mit SATHI
Die lokale TearFund Partnerorganisation «Sathi» (Sustainable Association for Taking Human Development Initiatives) wurde 1993 mit der Vision gegründet, städtische Slumbewohner in der Verbesserung ihrer Lebensumstände zu unterstützen. Das Ziel von Sathi ist es, die benachteiligte Bevölkerung von Bangladesch zu stärken und mittels humanitären Dienstleistungen deren Lebensbedingungen zu verbessern. TearFund Schweiz arbeitet mit Sathi bereits seit 2015 erfolgreich zusammen.