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Im internationalen Vergleich gehört die Schweiz zu den Ländern, in denen am wenigsten Antibiotika konsumiert werden. Trotzdem nimmt die Zahl antibiotikaresistenter Erkrankungen auch hier zu. In der Schweiz sterben deshalb jährlich etwa 80 Menschen.
Neben den gefürchteten methicillinresistenten Staphylokokken (MRSA) verbreiten sich auch zunehmend andere multiresistente Keime wie Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter, wie es im jünsten Bulletin des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vom Montag heisst.
Diese Bakterien können sehr schwere Infektionen wie Blutvergiftungen, Wundinfektionen und Lungenentzündungen verursachen. Die Resistenz gegen ein breites Spektrum von Antibiotika erschwert bestimmte Behandlungen - oder verunmöglicht sie gar.
Als missbräuchliche Verwendung gilt insbesondere der Einsatz von Antibiotika ohne ärztliche Verordnung oder zur Behandlung von viralen Infektionen. Ärztlich verordnete Antibiotika müssen unbedingt bis zum Abschluss der Behandlung eingenommen werden, auch wenn sich der Gesundheitszustand bereits verbessert hat.
In den Jahren 2001 bis 2006 finanzierte der Nationalfonds das Forschungsprogramm "Antibiotikaresistenz". Dieses führte zur Einrichtung eines nationalen Antibiotikaresistenzzentrums und eines nationalen Systems zur Überwachung der Antibiotikaresistenzen.