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Flugzeuge haben während des 2. Weltkrieges so viel Tod und Zerstörung gebracht.
Sie müssten in Zeiten des Friedens verwendet werden, um Leben zu retten und Hoffnung zu bringen!
Stuart King, einer der MAF-Gründer
Diese Idee hatten mehrere junge Piloten gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, inspiriert durch den christlichen Glauben. Erstaunlicherweise kannten sich diese Piloten nicht, sondern hatten unabhängig voneinander die gleiche Idee – in Grossbritannien, den USA, Australien und Südafrika!
Die MAF-Geschichte ist die Geschichte von Menschen, die unerschütterlichen Mut hatten, die Bereitschaft, viel zu opfern, und ein grosses Herz, anderen zu helfen. Zunächst entstanden drei Gruppen, die zu fliegen begannen: eine in den USA, eine in Grossbritannien und eine weitere in Australien. Alle drei Gruppen verloren zu Beginn Flugzeuge; diese Rückschläge führten aber zu Erfahrungen, welche die weltweite Organisation ‚Mission Aviation Fellowship‘ entstehen liessen.
Mission Aviation Fellowship
in Grossbritannien
Von links: Jack Hemmings, Murray Kendon, Stuart King, Ken Elli.
Murray Kendon aus Neuseeland war während des Krieges Pilot bei der Royal Air Force, der britischen Luftwaffe. Im Jahr 1944 ergriff er Initiative; zusammen mit Stuart King, Jack Hemmings und Tom Banham begann die MAF in Großbritannien mit ersten Flügen. Links ein Bild, wo drei der vier frühen Pioniere das erste MAF-Flugzeug prüfen: Eine zweimotorige ‚Miles Gemini‘.
Stuart King war einer dieser jungen Kriegspiloten, welche MAF UK ins Leben riefen. Im Jahr 1947 kaufte die junge Organisation eine ‚Miles Gemini‘. Mit dieser begann im Januer 1948 eine neun monatige Expedition in Afrika. Das Unternehmen endete dramatisch durch den Absturz des Flugzeuges. Die Gründer gaben aber nicht auf und kauften bereits im folgenden Jahr eine ‚De Havilland Rapide‘; im Jahr 1951 begannen regelmässige MAF-Flüge im Sudan.
Stuart King im ”Miles Gemini”-Flugzeug im Jahre 1947
Stuart King ist einer der Pioniere von MAF, hat sich später aber auch als Leiter von MAF International engagiert. Er ist nach wie vor aktiv in der MAF und nicht zuletzt auch bekannt auf Grund seines Buches Hope has Wings.
Mission Aviation Fellowship
in den USA
Im Jahr 1943 beginnen sich drei amerikanische Kriegspiloten zum Gebet, zum Bibellesen und zum Gespräch über Missionsfliegerei zu treffen. Daraus entsteht die ‚Christian Airmen’s Missionary Fellowship‘ (CAMF), welche später in ‚Mission Aviation Fellowship‘ unbenannt wird.
Das erste Flugzeug, eine rote ‚Waco‘, doppeldeckig, wird 1946 gekauft und von Elisabeth ‚Betty‘ Greene geflogen. Mit dem ersten offiziellen MAF-Flug bringt sie zwei Wycliffe-Bibelübersetzer von Los Angeles nach Mexiko. Nate Saint und Jim Truxton fliegen 1948 nach Ecuador und beginnen mit regelmässigen Flügen im Land.
Nate Saint (1923 – 56) war einer der ersten amerikanische Piloten; seine Geschichte wurde weltweit bekannt. Nate und vier weitere Missionare wurden im Januar 1956 gewaltsam getötet, als sie mit den Huaorani in Ecuador direkten Kontakt suchten. In der Folge gab es Artikel, Filme und Bücher über Nate Saint und 2009 fand sogar ein Stück seines Flugzeuges während einer Weltraummission den Weg in All.
Im Bild:
Nate Saint mit einem Huaorani-Mann.
Mission Aviation Fellowship
in Australien
Edwin ‚Harry‘ Hartwig war 1947 einer der Gründer von MAF Australien. Sie kauften 1949 eine ‚De Havilland Tiger Moth‘ und machten Expeditionen sowohl in Nord-Australien als auch in Papua-Neuguinea.
Im April 1951 begann Hartwig mit Flügen in Papua-Neuguinea mit einer einmotorigen ‚Auster Autocar‘. Doch schon vier Monate später, am 6. August 1951, stürzt Hartwig mit seinem Flugzeug ab und stirbt. Nach nur vier Monaten waren so Jahre des Gebets und der Planung zu Nichte gemacht.
Man gab trotz dieser Widrigkeiten nicht auf. Ein Jahr später wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Seither kümmert sich MAF in Papua-Neuguinea um die physischen und geistlichen Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung.
Im Bild: Harry Hartwig vor seiner ‚Auster‘.
Mission Aviation Fellowship
in der Schweiz