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Um im intermodalen Wettbewerb bestehen zu können, sind Güterbahnen gezwungen, ihren Kunden eine hohe Flexibilität anzubieten. Die Erfüllung dieser Flexibilität ist jedoch wegen ihrer hohen Fixkostenanteile mit beträchtlichen finanziellen Risiken verbunden. Die Beherrschung der aus der gewährten Flexibilität entstehenden kurzfristigen Nachfrageschwankungen stellt für den Erfolg einer Güterbahn demzufolge ein wichtiger Faktor dar.
Eine Möglichkeit besteht in der rechtzeitigen Antizipation dieser Schwankungen. Dabei wird angenommen, dass bei den Kunden Informationen vorliegen, welche in der operativen Planung einer Güterbahn von grossem Nutzen wäre. Diese Grundhypothese soll mit dieser Arbeit überprüft werden. Das Ziel besteht dabei in der Identifikation, Bewertung und Nutzbarmachung von Kundenwissen für die operative Planung zur Steigerung der Produktivität im Schienengüterverkehr.
Konkret wird dafür zuerst der Wissensbedarf einer Güterbahn im Ressourcenbereitstellungsprozess untersucht. Damit sollen Aussagen gemacht werden können, bis wann die operative Planung welche Informationen braucht. So ist beispielsweise der Nutzen über das Wissen eines Zugausfalls eine Stunde vor Abfahrt deutlich geringer als zwei Wochen vorher. Danach ist der Wissensbestand auf der Kundenseite zu identifizieren. Dafür sollen die Transportplanungsprozesse in den Branchen Kies, Mineralöl und Siderurgie durch Befragungen modelliert und deren wesentlichen Einflussfaktoren identifiziert werden. Ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen kann so das vorhandene Potential einer Wissenserschliessung abgeschätzt werden. Dieses soll schliesslich mittels einer Fallstudie real überprüft werden.
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