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Bei einem Vortrag, an einem Bahnhofschalter oder im Theater verstehen Menschen, die Hörgeräte tragen, meist nur lückenhaft. Ihre Hörgeräte übertragen zwar in solchen Situationen Töne und Geräusche gut, können jedoch das Nutzgeräusch nicht von den störenden Nebengeräuschen herausfiltern. Dadurch wird der Vortrag auch mit dem besten Hörgerät kaum mehr verstanden. In einem hallenden Saal, bei einer Distanz ab drei Metern zum Mikrofon oder zum Lautsprecher, bei üblichem Gemurmel und Geraschel im Zuschauerraum stossen auch modernste Hörgeräte physikalisch bedingt an ihre Grenzen. Bei öffentlichen Lesungen. bei Museumsführungen. bei Podiumsdiskussionen etc. bietet einzig die altbewährte Technik der Induktiven Höranlage und der T-Spule (Telefonspule, Induktionsspule) in den Hörgeräten eine universelle markenübergreifende Lösung. Wenn eine induktive Höranlage vorhanden ist. kann der Ton über die T-Spule direkt in die Hörgeräte übertragen werden. So-kommt der Mikrofonton weitgehend störungsfrei und individuell dem Hörverlust angepasst in den Ohren an. Diese Technik bietet somit die besten Voraussetzungen für gutes Sprachverstehen. Voraussetzung ist, dass eine funktionierende Höranlage vorhanden ist und die Hörgeräte mit T-Spulen ausgerüstet sind. Hörgerätetragende müssen dann nur die Hörgeräte manuell auf das T-Programm umschalten, um den Ton zu empfangen.
Etwa 60 % aller Hörgeräte sind mit T-Spulen (Telefonspulen, Induktionsspulen) ausgerüstet. Solche Hörgeräte sind nicht teurer als die entsprechenden Modelle ohne T-Spulen und es gibt eingebaute T-Spulen bei allen Hörgerätemarken (sie sind nicht patentiert). Klären Sie im Akustikfachgeschäft die technische Ausrüstung Ihrer Hörgeräte ab und lassen Sie sich eine allenfalls vorhandene T-Spule aktivieren.
Anwendungsbereiche einer induktiven Höranlage für eine direkte Tonübertragung über die T-Spule in die Hörgeräte:
• Bei Vorträgen, Lesungen, im Theater
• Bei Sitzungen, in Arbeitsgruppen
- Bei Führungen in Museen: An ein übliches Leitsystem kann an Stelle eines Kopfhörers eine induktive Halsschlaufe angesteckt werden. Diese Schlaufe, etwas breit um den Hals getragen, über trägt den Audioton direkt in die Hörgeräte, die auf das Programm T umgestellt werden müssen.
• Bei Schaltern mit Hintergrundlärm
- Fernsehtonübertragung ist drahtlos mit speziellem Funksender möglich: An Stelle eines Kopfhörers wird der Fernsehton über eine Empfängerschlaufe um den Hals direkt in die Hörgeräte übertragen.
- Telefonie (Festnetz und Handy): die Telefone müssen T-Spule kompatibel sein (Liste Festnetztelefone bzw. Mobiltelefone des SVNWS).
pro audito berner oberland ist seit Jahren als Fachorganisation für Menschen mit Schwerhörigkeit tätig. Er empfiehlt allen Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung, ausschliesslich Hörgeräte mit eingebauter-T-Spule zu kaufen. Das -Umschalten auf das Programm T geht über eine Fernbedienung oder einen Streamer einfacher, weshalb auch zum Kauf solcher Zusatzgeräte geraten wird.
Bei pro audito berner oberland kann die Wirkung einer induktiven Höranlage getestet und auch das Umschalten auf das T-Programm geübt werden. Bei allen vom Verein organisierten Anlässen kommuniziert pro audito berner oberland über eine induktive Höranlage, was die Mitglieder mit T-Spulenempfang besonders schätzen. Auch setzt sich der Verein in der Öffentlichkeit dafür ein, dass vermehrt induktive Höranlagen eingerichtet werden.
Telefonspulen und Induktive Höranlagen haben erst in 10 - 15 Jahren und danach ausgedient! Dies deklarierte im Juni 2019 das Internationale Komitee für barrierefreien Hör-Zugang (International Hearing Access Committee IHAC).
Eine T-Spule in Ihren Hörgeräten verbessert Ihre Kommunikationsmöglichkeiten.