Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03186.jsonl.gz/907

der
Peking
[* 6] mit Hang-tschou
verbindende Wasserweg. Er läuft von
Peking in östl.
Richtung bis Tung-tschou, wo er in den Scha-ho und
mit diesem in den Pei-ho mündet, verfolgt den Lauf des letztern bis vor
Tien-tsin, dann den des Wei-ho aufwärts bis Lin-tsing-schou
in
Schan-tung, von wo er bei Tung-ping-tschou auf den neuen Lauf des
GelbenFlusses trifft. Nordwestlich
von Tsi-ning erreicht er die Mündung des Wön-Ho. Jenseit Tsi-ning läuft er in mehr südöstl.
Richtung durch den Tschao-jang-See,
nimmt von
NO. die
Gewässer des I-Ho
auf und gelangt nach Su-tsien-hien, von wo er südöstlich bis Wang-kia-jing am Nordufer
des in den fünfziger Jahren verlassenen alten Laufes des Hoang-Ho läuft.
Diesen kreuzend geht er dann nach Hwai-ngan-fu und südwärts, aus den westlich gelegenen Seen, dem Hung-tse und dem Kao-ju-bu
gelegentlich Wasser aufnehmend, oder an das östlich tiefer liegende Land überschüssiges Wasser zur
Bewässerung abgebend,
nach Jang-tschou-fu. Von hier führen mehrere
Arme in den Jang-tse-kiang. Von dem gegenüberliegenden
Tschin-kiang setzt
sich der Kaiserkanal erst in östlicher, dann in südl. und südöstl.
Richtung nach Su-tschou-fu fort, gespeist durch die Abflüsse
der westlich gelegenen Seen, namentlich des
«Großen Sees» oder
Tai-hu.
Weiter südwärts zieht er sich nach Kia-hing-fu und von da südwestlich nach Hang-tschou-fu. Von Lin-tsing bis zum Jang-tse-kiang
befinden sich eine Menge
Stau- und Schlußvorrichtungen. –
Über die Zeit der ersten
Ausgrabung und Abdämmung
der einzelnen
Strecken des Kaiserkanal herrscht Ungewißheit. Mit einigen Unterbrechungen wurde der Kaiserkanal
bis in die neueste Zeit benutzt,
bis der Tai-ping-Aufstand und der
Ausbruch des Hoang-Ho wieder zu dem alten Seewege (jetzt mit Dampferverkehr) zwang; nur
der
Transport des
Reis findet nach den Vertiefungsarbeiten von 1890 noch auf dem Kaiserkanal statt.
Rat, ein vom
Kaiser ernannter
Rat, in Elsaß-Lothringen
[* 13] ein aus Mitgliedern des Ministeriums
bestehendes Verwaltungsgericht, welches in Ersatz des franz.
Staatsrates als zweite Instanz über Angelegenheiten entscheidet,
die in erster Instanz vor die
Bezirksräte gehören.
Kaiserpilz, Kaiserschwamm,Herrenpilz,Eierschwamm
(Agaricuscaesareus Scop.),
ein schon bei den alten
Römern wegen seines Wohlgeschmacks beliebter
Blätterpilz (s.
Agaricus), der in Laubwäldern, namentlich
unter
Eichen und Kastanien, in Süddeutschland,
Österreich,
Frankreich,
Italien,
[* 14]
Ungarn
[* 15] und
Polen wächst
und wegen seines hochroten
Hutes + dem Fliegenpilz etwas ähnlich sieht, sich jedoch von demselben an seinem gelben Strunk
und goldgelben Fleisch leicht unterscheiden läßt. Er wird von Juni bis Oktober gefunden.
die mit demBildnis und
Namen der röm.
Kaiser geschlagenen Münzen.
[* 16] Während man
unter der Republik die Münzen auf der Vorderseite mit dem
Bildnis einer Gottheit versah, wurde seit der ausgehenden Revolutionszeit
das
Bild des Herrschers, in der Kaiserzeit auch das seiner Gemahlin oder sonstiger
Angehörigen sowie eine den
Namen, die Würde
und Ehrentitel anzeigende Umschrift auf der Vorderseite angebracht. Auf der Rückseite führen die Kaisermünzen verschiedene
Sinnbilder und Devisen, Bildnisse von Gottheiten in ganzer
[* 1]
Figur, meistens
Darstellungen, welche die
Siege oder sonstige Thaten
des
Kaisers verherrlichen. Historisch sind die Kaisermünzen deshalb wertvoll, weil auf ihnen die
Konsulate und
Tribunate der regierenden
Kaiser fast regelmäßig angegeben sind und sie deshalb in vielen sonst streitigen Fällen einen
festen chronol.
Anhalt
[* 17] gewähren. –
Vgl. Cohen,Description historique des mannaies frappé sous l’empire (6 Bde., 2. Aufl.,
Par. 1880–86);
Imhoof-Blumer, Porträtköpfe auf röm. Münzen (2. Aufl., Lpz.
1893).
im Mittelalter Bezeichnung sowohl für die deutschen Reichsgesetze als auch für das röm.
Recht, da die deutschen
Kaiser die röm. Imperatoren als ihre Vorfahren in der Weltherrschaft betrachteten.
Auch der sog. Schwabenspiegel
ist als Kaiserrecht bezeichnet worden. Im Gegensatz zu ihm nannte sich ein kleineres Rechtsbuch eines unbekannten
Verfassers aus dem 14. Jahrh, das kleine oder lüttike Kaiserrecht (hg. von
Endemann,
Cass. 1846).
(Sectiocaesarea oder Hysterotomia), chirurg.-geburtshilfliche
Operation, bei welcher die
Frucht durch
einen durch die Bauchdecken in die
Gebärmutter
[* 18] gemachten Schnitt aus dem Leibe der
Mutter genommen wird.
In neuerer Zeit wird häufig der Kaiserschnitt mit gleichzeitiger Entfernung der ganzen
Gebärmutter ausgeführt
(Verfahren von Porro).
Notwendig wird der Kaiserschnitt, wenn die
Frucht, sei es wegen Enge der Geburtswege, sei es wegen eingetretenen
Todes der
Mutter, das
Becken nicht
¶