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Ragettli wusste auf dem Parcours mit unterschiedlichen Hindernissen gegen die Weltbesten am meisten zu überzeugen. Am Ende setzte sich der 23-Jährige aus Flims, der erst vergangene Woche sein Comeback nach einem Kreuzbandriss gegeben hatte, vor dem Kanadier Max Moffatt und dem in der Schweiz aufgewachsenen Amerikaner Alex Hall durch.
«Ich habe erst vor fünf Wochen wieder mit Skifahren angefangen. Ich wusste lange nicht, ob ich diese Saison überhaupt an den X-Games teilnehmen kann. Jetzt hier zu sein und im Slopestyle Gold zu gewinnen, das ist crazy», zeigte sich der Ausnahmekönner nach der langen Leidenszeit überglücklich.
Für Ragettli war es bereits die vierte Medaille beim jährlich stattfindenden Traditionsanlass in den Rocky Mountains, die zweite goldene nach dem Sieg im Big-Air-Wettbewerb im vergangenen Jahr. 2020 hatte er an X-Games im norwegischen Hafjell ebenfalls den 1. Platz im Slopestyle belegt.
Nach seinen starken Comeback-Leistungen zählt Ragettli auch an den Olympischen Spielen in Peking trotz Trainingsrückstand zu den Medaillenkandidaten. Seine unmittelbare Olympia-Vorbereitung wird der Bündner nach der Rückkehr aus den USA in seiner Heimat bestreiten.