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Im Rahmen der universitären Studienreform «Bologna 2020» überarbeitet die Philosophische Fakultät ihre Bachelor- und Masterstudiengänge. Ziel dieser Reform ist es, das Studienangebot profilierter und das Studium transparenter zu gestalten.
Die neuen Bachelorstudiengänge setzen sich aus einem Major-Studienprogramm (bisher «Hauptfachprogramm») und einem Minor-Studienprogramm (bisher «Nebenfachprogramm») zusammen. Auf Bachelorstufe entspricht der Major 120 ECTS Credits, der Minor 60 ECTS Credits.
Auf Masterstufe können Sie entweder analog zum Bachelor eine Major-Minor-Kombination oder aber ein Mono-Studienprogramm wählen, sofern das entsprechende Programm als Mono-Studienprogramm angeboten wird. Auf Masterstufe entspricht das Major-Studienprogramm 90 ECTS Credits und das Minor-Studienprogramm 30 ECTS Credits. Das Mono-Studienprogramm umfasst 120 ECTS Credits.
Die Neuerungen werden aller Voraussicht nach auf Herbstsemester 2019 mit dem Inkrafttreten der neuen Rahmenverordnung (RVO 19) wirksam. Gleichzeitig wird auch eine neue Studienordnung eingeführt.
Für alle bereits immatrikulierten Studierenden stellt die «Bologna 2020»-Reform darum einen Übergang in neue rechtliche Grundlagen dar. Die folgenden Informationen zum Übergang sind wichtig, wenn Sie vor Herbstsemester 2019 Ihr Studium in einem unserer Studienprogramme aufgenommen haben und im Herbstsemester 2019 noch bei uns studieren werden.
Diese Informationen werden jedes Semester ergänzt.
Was bedeutet das für meine Programme?
Nachfolgerprogramme
Ein Nachfolgerprogramm entspricht inhaltlich einem bisherigen Programm. So ist etwa das neue Programm «Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft» inhaltlich äquivalent zum bisherigen Programm «Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft».
Sie werden automatisch in das entsprechende neue Programm überführt, wenn das bisherige und das neue Programm denselben Umfang haben. Wenn Sie zum Beispiel jetzt im Bachelor das Hauptfachprogramm «Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft» 120 ECTS Credits belegen, werden Sie automatisch in den Major «Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft» 120 ECTS Credits überführt und beenden dieses nach den Übergangsbestimmungen der neuen Studienordnung.
Sie dürfen wechseln, wenn der Umfang des neuen Programms von Ihrem bisherigen Programm abweicht. Wenn Sie im Bachelor das Hauptfachprogramm «Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft» 90 ECTS Credits gewählt haben, können Sie freiwillig in den Major «Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft» 120 ECTS Credits wechseln oder aber Ihr altes Hauptfachprogramm mit 90 ECTS Credits bis zum Bachelorabschluss zu Ende studieren.
Bei jedem Wechsel in ein inhaltlich entsprechendes Nachfolgerprogramm werden alle Ihre bereits erbrachten Studienleistungen automatisch und vollumfänglich angerechnet.
Neue Programme
Ab Herbstsemester 2019 werden insbesondere auf Masterstufe verschiedene neue Programme in das Studienangebot aufgenommen. Diese Programme beginnen Sie von Grund auf neu. Unter Umständen können einzelne schon erbrachte Studienleistungen aus bisher angebotenen Programmen angerechnet werden. Darüber entscheiden die Programmverantwortlichen, ähnlich wie bei einem Universitätswechsel, fachinhaltlich und für jeden Studenten und jede Studentin individuell.
Auslaufende Programme
Auslaufende Programme sind Programme, die Sie nur dann zu Ende studieren können, wenn Sie bereits darauf eingeschrieben sind. Die Zulassung oder die Rückkehr in ein auslaufendes Programm ist ausgeschlossen.
Über den untenstehenden Link finden Sie Informationen zu den auslaufenden Programmen, die in einer Übergangsfrist bis zum entsprechenden Grad abgeschlossen werden können. Bachelorstudierende können den Bachelorabschluss, Masterstudierende den Masterabschluss erwerben.
Alternativ zum Abschluss eines auslaufenden Programms können Sie in ein Nachfolgerprogramm oder in ein neues Programm wechseln. Beachten Sie dazu die einschlägigen Informationen in den entsprechenden Abschnitten.
Achtung! Für den Abschluss auslaufender Programme gelten Übergangsfristen
Zweit- bzw. Zusatzstudium
Ab Herbstsemester 2019 werden das Zusatzstudium sowie die Anrechnung des Nebenfachprogramms im Zweitstudium nur noch auslaufend angeboten. Für Studierende in einem Zusatz- oder Zweitstudium auf Bachelorstufe ist der Wechsel in ein entsprechendes Studium auf Masterstufe daher letztmalig per Frühjahrssemester 2019 möglich. Ab Herbstsemester 2019 kann nur noch das vor diesem Zeitpunkt bereits begonnene Zweit- oder Zusatzstudium (Bachelor- oder Masterstufe) während der vorgesehenen Übergangsfrist abgeschlossen werden.
Die Zulassung zu einem regulären Masterstudium (Mono-Studienprogramm oder Major-/Minor-Kombination) ist möglich. Unter Umständen müssen Sie mit Auflagen rechnen.
Überfakultäres Studium
Mit Nebenfachprogrammen an anderen Fakultäten oder Universitäten:
Wenn Sie Ihr Hauptfachprogramm an der Philosophischen Fakultät und ein oder zwei Nebenfachprogramme an einer anderen Fakultät belegen, gelten für Ihre Nebenfachprogramme dieselben Bedingungen und Fristen, wie für Programme der Philosophischen Fakultät. D.h. auslaufende Programmgrössen (d.h. Bachelor 30 ECTS Credits und Master 15 ECTS Credits) können ab dem entsprechenden Zeitpunkt nicht mehr neu gewählt werden und werden letztmals im Frühjahrssemester 2022 an den Abschluss angerechnet. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Sie daher alle erforderlichen Leistungen erworben haben. Nicht fristgerecht begonnene oder abgeschlossene Nebenfachpogramme werden nicht mehr an den Abschluss angerechnet.
Mit einem Hauptfachprogramm an einer anderen Fakultät oder Universität:
Wenn Sie Ihr Hauptfachprogramm an einer anderen Fakultät oder Universität und ein oder mehrere Nebenfachprogramme an der Philosophischen Fakultät belegen, gelten für Ihre Nebenfachprogramme dieselben Bedingungen und Fristen, wie für Programme der Philosophischen Fakultät.
Die Ausnahme bilden die Minor-Studienprogramme «Ethik», «Geschichte, Gesellschaft, Politik», «Kulturelle Kontexte» und «Digital Humanities»: Studierende anderer Fakultäten können diese Angebote bis auf weiteres auch neu belegen.
Übergangsbestimmungen
Übergangsbestimmungen gelten für Studierende, die bis Frühjahrssemester 2019 ihr Studium nicht abgeschlossen haben und danach ein auslaufendes oder ein Nachfolgerprogramm belegen. Die Übergangsbestimmungen stellen sicher, dass Ihnen beim Übergang soweit möglich keine Leistungen verloren gehen, die Sie im Rahmen Ihres bisherigen Studiums in den entsprechenden Programmen erworben haben. Sie regeln, welche Studienleistungen für den Abschluss noch erworben werden müssen.
Diese Übergangsbestimmungen werden spätestens Ende Dezember 2018 kommuniziert.
Übergangsfristen
Für die Beendigung auslaufender Studienprogramme steht Ihnen eine Übergangsfrist zur Verfügung. Innert dieser Frist müssen Sie alle noch für den Abschluss erforderlichen Studienleistungen erwerben.
Auf Bachelorstufe gelten die Fristen für die Bachelorprogramme, auf Masterstufe jene für die Masterprogramme.
Auf Bachelorstufe sind die Nebenfachprogramme 30 ECTS Credits seit Frühjahrssemester 2017 auslaufend. Sie können seither bei der Einschreibung diese Programme nicht mehr neu anwählen. Diese Einschränkungen gelten auch für die fakultäts- und universitätsfremden Nebenfachprogramme. Bei allen übrigen Bachelorprogrammen ist eine Neu- oder Wiedereinschreibung letztmals auf Frühjahrssemester 2019 möglich. Ab Herbstsemester 2019 nehmen Sie Ihr Studium grundsätzlich in neuen bzw. Nachfolgerprogrammen auf.
Auf Masterstufe sind die letzten Zulassungen in Nebenfachprogramme 15 ECTS Credits und Hauptfachprogramme 105 ECTS Credits auf das Herbstsemester 2018 erfolgt. Die letzten Zulassung in alle übrigen Masterprogramme sind auf das Frühjahrssemester 2019 möglich. Danach sind alle bisherigen Programme auslaufend und können nicht mehr neu gewählt werden. Ab Herbstsemester 2019 erfolgen alle Zulassungen grundsätzlich in neue bzw. Nachfolgerprogramme.
Was bedeutet das für meine Studienleistungen?
Sie haben bereits ECTS Credits erworben und möchten wissen, was nach dem Übergang mit diesen passiert? Nachstehend haben wir die wichtigsten Informationen dazu zusammengestellt.
Anrechnung von alten Studienleistungen
- Bei einem Wechsel von einem bisherigen in ein Nachfolgerprogramm werden alle bereits absolvierten Studienleistungen automatisch und vollumfänglich angerechnet.
- Ein neues Programm wird jedoch grundsätzlich neu begonnen. Alte Studienleistungen können allenfalls in Einzelfällen individuell angerechnet werden.
- In auslaufenden Programmen bleiben alle bereits absolvierten Studienleistungen an den Abschluss anrechenbar.
Neue Module
Ab Herbstsemester 2019 gilt in allen Programmen ein neuer Modulkatalog. Das bedeutet, dass Sie ab Herbstsemester 2019 ausschliesslich neue Module absolvieren werden. Die für jedes auslaufende Programm bzw. für jedes Nachfolgerprogramm publizierten Übergangsbestimmungen erläutern, welche der neuen Module als Ersatz für die bisherigen Module absolviert werden müssen. Ihr Studium werden Sie ab Herbstsemester 2019 also mit einer Kombination von bereits erbrachten alten sowie mit neuen Studienleistungen abschliessen.
Lateinobligatorium
Ab Herbstsemester 2019 wird in jenen Bachelorprogrammen, die aktuell eine Lateinvoraussetzung haben, der Lateinerwerb als Pflichtmodul im Curriculum verankert. Studierende, die mit dem Maturzeugnis noch keine Lateinkenntnisse nachweisen können, erwerben diese im Verlaufe des Bachelorstudiums. Studierende, die Latein an der UZH bereits erworben haben, können die entsprechenden ECTS Credits bei einem Wechsel in ein inhaltlich äquivalentes Nachfolgerprogramm an den Abschluss anrechnen.