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Der Gletschersee am südöstlichen Rand der Plaine Morte ist diesen Sommer auf ein Volumen von fast zwei Millionen Kubikmetern Wasser angewachsen und hat eine Länge von rund 1,2 km erreicht. Das Becken des Vatseret-Sees hingegen ist dieses Jahr vollständig leer; der Strubelsee weist im Vergleich zu 2011 und 2012 nur etwa das halbe Wasservolumen auf.
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Der Faverges-See auf der Plaine Morte hat sich innerhalb von rund sieben Tagen entleert. Der Abfluss erfolgte in diesem Jahr wesentlich langsamer als letztes Jahr. Es ist zu vermuten, dass der Abflusskanal im Gletscherinneren, durch den das Schmelzwasser abläuft, kleiner war, während die im Vorjahr aktive Passage noch von Eis blockiert ist.
Der Faverges-See auf dem Plaine-Morte-Gletscher hat sich innert 24 Stunden entleert. Der See hat diesen Sommer ein Volumen von rund 2 Mio. Kubikmeter erreicht. Während Stunden lag die Abflussmenge bei einem Wert von 20 Kubikmetern pro Sekunde. Das Wasser floss über den Trüebbach in die Simme ab. Unterhalb von Siebenbrünnen trat das Gewässer vereinzelt über die Ufer. Trotz eines erhöhten Pegels bestand für Mensch und Tier weder oberhalb der Lenk noch im Talboden Gefahr.
Der Faverges-See auf dem Plaine-Morte-Gletscher ist komplett ausgelaufen. Durch die Simme flossen 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser ab. Der Abfluss erfolgte während rund drei Tagen; der Spitzenwert der Abflussmenge lag unterhalb der kritischen Grenze von 25 Kubikmetern pro Sekunde. Der Wasserstand im Talboden war deshalb zwar hoch, führte aber zu keinen Schäden.
Der Faverges-See und der Vatseret-See haben sich innert kurzer Zeit vollständig entleert. Die Abflussspitzen im Tal blieben mit Höchstwerten von rund 25 Kubikmetern pro Sekunde knapp unter der kritischen Grenze, so dass keine Schäden entstanden sind. Da momentan nur noch einer der drei Gletscherseen, der Strubelsee, gefüllt ist, hat sich die Gefahr stark reduziert. Es ist jedoch nicht auszuschliessen, dass sich die Seen erneut füllen werden, weshalb sie weiterhin rund um die Uhr mittels elektronischer Messgeräte überwacht werden. Bei Veränderungen des Abflussverhaltens wird die Bevölkerung informiert.
In allen drei Gletscherseen auf der Plaine Morte sind Sonden zur Messung des Pegelstands installiert worden. Zur visuellen Überwachung der Seen wurden auf der Hochebene zudem Kameras eingerichtet. Die Massnahme betrifft den Faverges-See im Südosten, den Strubelsee im Norden und den Vatseret-See im Südwesten des Gletschers. Der grösste der drei Seen ist der Faverges-See; er hat sein Volumen innert zwei Wochen auf rund 200’000 Kubikmeter verdoppelt.
Wissenschaftler vom Geografischen Institut der Universität Bern haben auf der Plaine-Morte-Hochebene Färbeversuche durchgeführt. Zu diesem Zweck wurde an drei verschiedenen Stellen des Gletschers Wasser ausgebracht, das mit abbaubarem Farbstoff versetzt war. So wurde unter anderem nördlich des Faverges-Grats im Südosten der Hochebene grün gefärbtes Wasser eingespeist. Nur vier Stunden später war bereits eine deutliche Farbtönung der Simme erkennbar.
Beim zweiten Ausbruch des Strubelsees innert kurzer Zeit wurden im Geschiebesammler am Simmenfall rund 8000 Kubikmeter Geschiebe abgelagert. Im Gletschersee wurde eine Sonde installiert, die bei einem plötzlichen Pegelschwund Alarm auslöst. Entlang der Simme wurden zudem im Gebiet der Simmenfälle und des Rezlisbergs vorsorglich Hinweistafeln angebracht, welche die Wanderer auf mögliche Gefahren aufmerksam machen.
Aus dem Strubelsee am nördlichen Rand des Plaine-Morte-Gletschers sind innert weniger Stunden rund 100’000 Kubikmeter Wasser ausgelaufen und über die Simme abgeflossen. Der See hat sich Ende der 1990er-Jahre in einer Senke des Gletschers zu bilden begonnen; das Wasser wird vom umgebenden Gletschereis gestaut. Auch nördlich des Faverges-Grats im Südosten der Plaine Morte sowie im Gebiet Vatseret im Südwesten der Hochebene haben sich Gletscherseen gebildet.