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Laboruntersuchungen an Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP), der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Nutztiere und Milchwirtschaft, hatten gezeigt, dass Propionsäurebakterien auch bei tiefen Temperaturen (14 °C) relativ gut wachsen können. Dies konnte nicht nur für die beiden Kulturen Prop 01 und Prop 96 nachgewiesen werden, sondern für viele andere Stämme auch. Es scheint sogar sehr wahrscheinlich, dass sämtliche Propionsäurebakterien diese Fähigkeit besitzen. Die vorliegende Untersuchung sollte aufzeigen, ob es möglich ist, Grosslochkäse ohne Gärraumaufenthalt herzustellen. An ALP wurden Versuchskäse bei konstanten tiefen Temperaturen (14 bzw. 16 °C) reifen gelassen. Die Käse wiesen alle eine Lochung auf; die Reifedauer war jedoch länger als üblich. Ebenso bei den sensorischen Eigenschaften wurden leichte Unterschiede festgestellt. Es kann somit auch ohne Gärraumaufenthalt, mit entsprechender Anpassung der Reifezeit, ein Grosslochkäse guter Qualität hergestellt werden.
Pflanzen und Mikroorganismen können Schallwellen wahrnehmen und darauf reagieren. Agroscope hat in einer Literaturstudie diverse Publikationen zum Thema analysiert. Sie zeigen, dass Schall zu positiven Auswirkungen auf die Physiologie, zu verbessertem Wachstum, Entwicklung und Krankheitsresistenz führen kann.
Der Krieg in der Ukraine, Trockenperioden und Dürren, dann wieder Starkregen und Überschwemmungen sind grosse Herausforderungen für unsere Ernährungssysteme. Die Probleme, die dabei offen zutage treten, sind aber nicht neu. Und die Lösungen sind bekannt.
Biogene Amine in Lebensmitteln stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Forschende von Agroscope und INRAE untersuchten in Raclette-Käse die Bildung dieser unerwünschten Stoffe durch das Bakterium Morganella morganii.