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auf der Felsterrasse der
Muttenalp (w.
unter der Gruppe des
Hausstocks), die daneben auch noch einige andere, kleinere Wasserbecken trägt.
Höchstgelegener
und grösster der glarnerischen Alpenseen und manchmal bis in den August hinein zugefroren.
Sein Abfluss verliert sich bald
in einem Felsentrichter.
Der nach SW. zum
Limmernbach gehende Muttenbach ist nicht die Fortsetzung dieses Ausflusses, sondern
entspringt dem am
W.-Hang des
Muttenstocks liegenden Lattenfirn.
Das sekundär in den Flyschboden des Kares
der
Muttenalp eingesenkte Seebecken hat sich durch unterirdische Erosion nach Spalten des liegenden Nummulitenkalkes und
Quarzites gebildet und ist also ein kombinierter Kar- und Dolinensee. In der Umgebung finden sich zahlreiche Rundhöcker
und Gletscherschliffe.
Vergl. Blumer, Sam. Zur Entstehung der glarnerischen Alpenseen (in den EclogaeGeologicaeHelvetiae. VII, 1902).
Von hier führen der Scheibepass im SW. und der
Haidbützlipass oder Muttenthalerpass im NO. über den
Kamm ins Calfeisenthal und
kombiniert mit dem
Foopass
von
Elm im
Sernfthal ins Calfeisenthal hinüber und weiter nach
Vättis und
Ragaz.
Fund einer Goldmünze der Bituriger. In einer Kiesgrube sind einige Flachgräber aus der ersten Zeit
der
La Tène Periode zum Vorschein gekommen. Römischer Wachtturm im
Hardtam Rhein und nahe dabei Reste einer Römersiedelung,
in der 1855 eine mit römischen Münzen gefüllte, etwa 20 kg schwere
Vase aufgedeckt worden ist, während eine andere schon
wenige Jahre früher beim Dorf ausgegraben worden war. Römische Bauten standen am
S.-Hang des
Hardt, im
Brühl, zwischen Muttenz und
Pratteln, nahe der Station, in der
Ebene am Fuss des
Wartenbergs und s. der Jakobsschanze.
Zwischen Muttenz und
Pratteln ein römisches
Grab und mehrere Alemannengräber bei Muttenz. Die Pfarrkirche steht an der Stelle
einer römischen Festungsanlage. DerOrt hat also schon zur Römerzeit bestanden. Der Name, im Dialekt
Muttez, wird meist als mutatio = Haltestelle, Poststation gedeutet, was nicht unwahrscheinlich ist, da der
Ort an der
Römerstrasse
von Augusta Rauracorum nach Argentuaria lag. Im Mittelalter gehörten der Dinghof und der Kirchensatz zu Muttenz, die drei
Burgen Wartenburg und das ganze Gebiet bis zur
Birs und zum
Hardt nacheinander den Geschlechtern derer
von
AltHomburg, Froburg und
NeuHomburg und seit 1306 den Herzogen von Oesterreich, von denen sie 1330 an die
Grafen von
Habsburg-Laufenburg
kamen, um zu Beginn des 15. Jahrhunderts wieder an die ältere Linie derHabsburger zurückzugelangen.
Lehensherren waren 1227
Ulrich von
Fricke und dann das Geschlecht Münch von
Münchenstein, dessen Geschicke Muttenz zu Ende
des Mittelalters teilte. Seit der Teilung des Kantons ist der Hardtwald Eigentum des Bürgerspitals zu Basel.