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othello
Konzept, Regie Patrick Gusset/Béatrice Goetz Text (sehr frei nach Shkespeare) Patrick Gusset Bühne Marion Menziger Kostüme Bernhard Duss Licht VoegelinHeid Dramaturgie Martin Frank Assistenz Sarah Buser/Laura Ferrari
Der wirtschaftsstarke Westen wird von den Osmanen angegriffen, der schwarze General Othello soll es richten. In der Not wird kurzfristig darüber hinweggesehen, dass er Desdemona, die Tochter eines venezianischen Senators, eigentlich, gemäss seiner Herkunft nicht heiraten darf. Das Wohl des Kapitalismus ist wichtiger als eine Ungereimtheit in der gesellschaftlichen Klassenfrage. Jago, ein Fähnrich, der gehofft hatte, von Othello zum Leutnant befördert zu werden sinnt auf Rache. Er spinnt eine Intrige, deren Fragen nach Zugehörigkeit(en) und Zuschreibung(en), übersetzt in den Theaterraum, heutige Perspektiven des Westens auf jene des Ostens treffen liessen. In der Inszenierung sitzten sich Westen und Osten gegenüber, zugeschrieben durch Gesichtskontrollen während des Einlasses. Der Zerfall der Tragödie, die Dekonstruktion derer auf offener Bühne mündete in einer diversitären Auslegeordnung von Rollenbildern, die es anzunehmen, abzulegen oder zu dementieren galt.
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