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Eine zunächst unbekannte Gruppe von Aktivisten hat heute am Schweizer Hauptsitz von Greenpeace ein zehn mal zehn Meter grosses Transparent entrollt. In der betroffenen Zentrale will man nun rechtlich gegen die «perfide Provokation» vorgehen.
Ziel der Protestaktion von heute Samstag an der Zürcher Konradstrasse war eine vergleichbare Aktion von Greenpeace im Basler St.Jakob-Park im Zuge des Spiels Basel-Dortmund vor zwei Wochen. Dort hatte die bekannte NGO medienwirksam ein riesiges Transparent mit der gegen den Gazprom-Konzern gerichteten Aufforderung «DON'T FOUL THE ARCTIC» gezeigt - allerdings mit einem falsch herum gedrehten Apostroph.
Dieser Interpunktionsfehler muss nun den Unmut einer bisher noch nicht in Erscheinung getretenen Organisation geweckt haben. «Die deutsche Sprache wird seit Jahren von falsch verwendeten, meist aus dem Englischen inspirierten Apostrophs überschwemmt», heisst es in einem Flugblatt, das den Passanten an der Konradstrasse verteilt wurde, «doch nicht einmal im Englischen - nein, in keiner Sprache der Welt - wird der Apostroph so gedreht verwendet.» Dabei deutet das Bekennerschreiben durchaus Sympathien für Greenpeace an: «Die Mitglieder unserer Organisation unterstützen Greenpeace jährlich mit Tausenden von Franken.» Und weiter: «Da dürfte doch wohl zu erwarten sein, dass nicht die ganzen Spendengelder nur für teure Kletterausrüstungen und riesenhafte Transparente ausgegeben werden, sondern auch für ein bisschen Korrektorat.»
Der Branchenverband der Schweizer Korrektoren, «Lorem ipsum», bestreitet indessen vehement, hinter der Aktion zu stehen, gegen die sich Greenpeace dem Vernehmen nach rechtliche Schritte wegen Hausfriedensbruch und Ideen-Piraterie vorbehält.
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