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Amsterdam - Die Partei des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders ist trotz ihrer Siege bei den Kommunalwahlen über ihre eigenen islamfeindlichen Forderungen gestolpert.
Nach Koalitionsverhandlungen in der Stadt Almere, wo die Partei für die Freiheit (PVV) stärkste Kraft wurde, entschied sie sich Donnerstagabend endgültig für die Oppositionsbank. Als Grund nannte der örtliche PVV-Chef, Raymond de Roon, keine der acht anderen Parteien habe die PVV-Forderung nach einem Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen mittragen wollen.
Auch für andere Vorstellungen der Freiheitspartei - darunter die Aufstellung von "Stadtkommandos gegen muslimische Randalierer" und die Streichung von Subventionen für islamische Einrichtungen - seien keine Partner gefunden worden, erklärte der Parteichef nach einer Sitzung des Stadtparlaments.
In Almere war die PVV am 3. März aus dem Stand auf fast 22 Prozent der Stimmen gekommen. Die sozialdemokratische Partei der Arbeit (PvdA) stürzte in der Satellitenstadt bei Amsterdam um 10 Punkte auf knapp 18 Prozent ab. Dennoch will sie nach der Absage der PVV jetzt selbst versuchen, Regierungspartner für Almere zu bekommen.
In Den Haag, wo die PVV mit 17 Prozent zweitstärkste Kraft wurde, haben die Koalitionsgespräche noch nicht begonnen. Dort weigerte sich die PvdA, mit der Wilders-Partei zusammenzuarbeiten. Die Sozialdemokraten mussten auch in Den Haag Stimmenverluste hinnehmen, wurden aber mit knapp 21 Prozent noch stärkste Kraft.
SDA-ATS