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Gleichschaltung: Die Zugehörigkeit zu einer Partei beeinflusst die Aktivität des Gehirns.
«Demokraten und Republikaner haben andere Gehirne als Parteilose» verbreitete der auf Wissenschaft spezialisierte Nachrichtendienst «study finds» vor Kurzem. Das stimmt so nicht. Wir entscheiden uns nicht aufgrund neurologischer Voraussetzungen für eine Partei.
Was die Wissenschaftler der britischen Universität Exeter aber herausfanden, ist dies: Parteimitglieder verarbeiten Informationen über Risiken anders als Parteilose. Das ist nachvollziehbar.
Als Mitglied einer Gruppe übernimmt man auch ein bestimmtes kollektives Wahrnehmungsmuster und stuft gewisse Dinge als gefährlich oder erwünscht ein. Dies manifestiert sich in der Aktivierung bestimmter Hirnregionen. Die Mitglieder einer Partei oder Gruppe werden gewissermassen «gleichgeschaltet».
Um zu ihren Ergebnissen zu kommen, führte ein internationales Team Hirnscans bei 110 Erwachsenen durch, während sie zugewiesene Aufgaben erledigten. Die Versuchspersonen stammten aus der Region San Diego (Kalifornien), 56 waren Demokraten, 17 Republikaner, 37 parteilos.
Sie mussten sich zwischen zwei hypothetischen Szenarien entscheiden, die entweder zu einer garantierten Auszahlung oder zur Möglichkeit größerer Verluste/Gewinne führten. Während des Entscheidungsprozesses zeigten sich bemerkenswerte Unterschiede in mehreren Hirnarealen, die mit Wahrnehmung und Sozialisation in Verbindung gebracht werden.
Die Studie «Neural nonpartisans» wurde in der Zeitschrift «Journal of Elections, Public Opinion, and Parties» veröffentlicht.
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