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Rom sucht private Sponsoren für Denkmalsrestaurierung
Die hoch verschuldete Stadtgemeinde Rom will finanzkräftigen Privatpersonen oder Unternehmen historische Monumente für einen befristeten Zeitraum von bis zu sieben Jahren anvertrauen. Als Gegenleistung erwartet sie sich die Restaurierung dieser Monumente.
Kaum eine Stadt der Welt ist an historischen Bauten so gesegnet wie Rom. Doch was Millionen von Besuchern in die heilige Stadt bringt, muss auch erhalten und geschützt werden. Angesichts der unzähligen Baudenkmäler ist diese Aufgabe ohne fremde Hilfe für die Stadt und den italienischen Staat nicht mehr zu bewältigen. Laut der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“, die einen Einblick in die Pläne des römischen Denkmalschutzes erhielt, stehen jetzt acht historische Bauten auf der Liste, die mit der Hilfe fremder Investoren wieder zu ihrem alten Glanz gebracht werden sollen. Zu den römischen „Juwelen“, die Privaten anvertraut werden sollen, zählt unter anderem die Fontana dell`Acqua Paola, ein barocker Brunnen auf dem Gianicolo-Hügel, der 1610 bis 1612 auf Veranlassung von Papst Paul V. errichtet wurde. Auch das Marcellus-Theater zwischen dem Fluss Tiber und dem Kapitol steht mit auf der Liste. Sein Bau wurde wahrscheinlich vor dem Jahr 17 vor Christus durch den römischen Kaiser Augustus vollendet. Für die Restaurierung dieses Theaters sind mindestens 7,5 Millionen Euro notwendig. Als Gegenzug wird die Stadtregierung den Sponsoren die Nutzung der Objekte für Events oder Werbekampagnen gestatten.
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Die Stadt Rom will auf diese Weise auch Teile der Pferdeställe der Villa Torlonia, sowie den Bogen der vier Winde am Eingang der Villa Doria Pamphilj restaurieren lassen. Auf der Liste stehen überdies noch zwei renovierungsbedürftige Pavillons aus dem 16. Jahrhundert, die zur Villa Aldobrandini im Zentrum der Ewigen Stadt gehören.
Rom setzt immer mehr auf die Hilfe privater Mäzene, um seine Kunstschätze zu erhalten. Dank einer Spende des Emirats Kuwaits von über zwei Millionen Euro soll die Ludus Magnus, die größte der vier bekannten Schulen für Gladiatoren in Rom, zu neuem Leben erwachen. Die Gladiatorenschule, die unter Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.) in einer Senke zwischen den Hügeln Esquilin und Caelius errichtet wurde, soll restauriert und der unterirdische Gang, der das Gebäude mit dem Kolosseum verband, wiedergeöffnet werden.
Die Stadt Rom hat auch einen Mäzen für das Mausoleum des Augustus gefunden, das seit 80 Jahren nicht mehr besichtigt werden kann. Ein US-Magnat und Kunstliebhaber aus Philadelphia habe sich zu Investitionen bereit erklärt, um das Mausoleum wieder zu eröffnen. Zwölf Millionen Euro will er für die Restaurierung des vernachlässigten Kulturguts zur Verfügung stellen, berichtete „Il Messaggero“. (apa/cb)