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Die Hauptstadt Kubas ist heute in vieler Hinsicht eine Besonderheit. Als Metropole eines seit 1959 sozialistischen Landes entwickelte sich Havanna anders als vergleichbare Städte Lateinamerikas. Aufgrund einer rigorosen nationalen Planungspolitik ist das Stadtgebiet mit seinen rund 2 Millionen Einwohnern relativ klein geblieben, die Bausubstanz aus dem 19. Jahrhundert ist Stolz, Attraktor und Problem zugleich. Seit der Auflösung des Ostblocks anfangs der 1990er Jahre ist Kuba mit starken ökonomischen Schwierigkeiten konfrontiert, die das Leben der Bevölkerung und die Entwicklungsmöglichkeiten Havannas in starkem Masse prägen. Im Forschungsseminar stellen Mitglieder des kubanisch-schweizerischen Forschungsprojektes SeDUT, an dem auch das D-ARCH beteiligt ist, neueste Erkenntnisse zur Diskussion.