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Zucker
Die reduzierte Anbaufläche 2015 in Verbindung mit einem nass-kalten Früh- und heiss-trockenem Hochsommer liess die Zuckerrübenproduktion im Vorjahresvergleich um 30 % auf 1,3 Millionen Tonnen einbrechen. Damit sank die Zuckerproduktion gegenüber dem Vorjahr von 305 000 Tonnen auf 234 000 Tonnen.
Entwicklung der Wirtschaftlichkeit im Zuckerrübenanbau
Im Berichtsjahr verharrte der mittlere EU Zuckerpreis je Tonne im Bereich von rund 414 Euro bis 427 Euro und stieg bis im Sommer 2016 auf 436 Euro je Tonne an. Über die sogenannte Doppel-Null-Lösung übertrug sich das tiefe Preisniveau in Verbindung mit dem Wechselkurs auf die Schweizer Zuckerpreise. Die Doppel-Null-Lösung beinhaltet den gegenseitigen Verzicht auf Preisausgleichsmassnahmen für Zucker in landwirtschaftlichen Verarbeitungserzeugnissen, weshalb zur Erlangung gleich langer Spiesse für die nachgelagerte Lebensmittelwirtschaft vergleichbare Zuckerpreise in der Schweiz und der EU erforderlich sind.
Zur Begegnung der Wirtschaftlichkeitseinbusse im Zuckerrübenanbau erhöhte der Bundesrat im Frühjahr 2016 den Einzelkulturbeitrag Zuckerrüben von 1600 auf 1800 Franken je Hektare rückwirkend auf den 1. Januar 2016. Das Budget liess die Beitragserhöhung zu, weil die Flächenentwicklung der mit Einzelkulturbeiträgen gestützten Kulturen und der Mittelbedarf für die Obstverwertung hinter den Erwartungen zurück blieben.
Aussenhandel
Mit Einfuhren von rund 99 000 Tonnen Zucker in Reinform und Ausfuhren von rund 114 000 Tonnen zumeist in Verarbeitungserzeugnissen enthaltenem Zucker nahmen die Warenströme gegenüber dem Vorjahr in beiden Richtungen ab. Die Zuckereinfuhren 2015 stammten zu 86 % aus Europa, 7 % aus Südamerika und 4 % aus Afrika. Aus Entwicklungsländern stammten 10 %, wovon 0,1 % aus den ärmsten Entwicklungsländern.