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In einer Studie hat die Handels- und Industriekammer Freiburgs zusammen mit der Kantonalbank untersucht, wie sich die Wirtschaft im Kanton und in den verschiedenen Bezirken entwickelt hat. Diese Studie bietet den verantwortlichen Personen der wirtschaftlichen Organisationen und Institutionen des Kantons und den privaten Wirtschaftsspezialisten wichtige Anhaltspunkte zum jeweiligen Ist-Zustand und zu eventuellen Versäumnissen, aber auch Ideen, Überlegungen und Erkenntnisse für die Zukunftsgestaltung.
Für den Sensebezirk erwartet die Studie für dieses Jahr ein Wachstum, das «nicht über 0,7 Prozent» liegt. Das wäre weniger als der kantonale und der nationale Durchschnitt. Deshalb drängen sich einige Gedanken und Überlegungen den Sensebezirk betreffend auf: Bereits im vergangenen Jahrhundert haben sich beispielsweise im unteren Sensebezirk namhafte grössere Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen von hoher Wertschöpfung auf allen Hierarchiestufen niedergelassen wie beispielsweise Comet in Flamatt, Fabromont in Schmitten und Sika in Düdingen. Dazu gehörten damals auch die Firmen Boschung und Schumacher AG in Schmitten. Die Firma Boschung hat sich vor einiger Zeit in Payerne niedergelassen, die Lokalitäten in Schmitten werden seither zum Verkauf oder zur Vermietung angeboten. Die traditionsreiche Firma Schumacher steht vor dem Aus (FN vom 21. November). Bekanntlich besteht seit Mai 2017 ein kantonaler Fonds über 100 Millionen Franken für den Kauf von Liegenschaften wie Boschung und Schumacher in Schmitten. In Saint-Aubin, Marly und Romont sind bereits Beträge aus diesem Fonds eingesetzt worden. Warum hat eigentlich der Sensebezirk bisher von diesem Fonds noch nicht profitieren können? Sollten sich nicht auch die Mitglieder des Grossen Rats aus dem Sensebezirk vermehrt dafür einsetzen?
Joseph Zosso, Schmitten