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Diese Woche gab die US-amerikanische Aufsichtsbehörde, Office of Comptroller of the Currency (OCC), in einem offenen Brief bekannt, dass es landesweit zugelassenen Banken erlaubt sei, Verwahrungsdienste für Krypto-Währungen anzubieten.
Das regulatorische Umfeld in den USA bezüglich des Angebots an Handel und Dienstleistungen mit digitalen Werten ist nicht einheitlich geregelt. Es besteht eine unklare Rechtslage. US-Banken wollten daraufhin genauere Informationen beim U.S. Office of the Comptroller of the Currency (OCC) einholen, wie es mit den Regeln um das Verwahren von Kryptowährungen steht. Daraus ging der öffentliche Brief hervor, worin dies ausdrücklich gebilligt wurde.
„Die Bereitstellung von Verwahrungsdiensten für Kryptowährungen fällt in den Zuständigkeitsbereich von seit langem bestehenden Behörden, die sich mit der Verwahrung und Verwahrungsaktivitäten befassen. Wie im Folgenden erörtert wird, handelt es sich hierbei um eine zulässige Form einer traditionellen Banktätigkeit, zu deren Durchführung die Nationalbanken auf elektronischem Wege befugt sind. Die Erbringung solcher Dienstleistungen ist sowohl in nicht-treuhänderischer als auch in treuhänderischer Funktion zulässig. Eine Bank, die die Verwahrung von Kryptowährungen in nicht-treuhänderischer Eigenschaft anbietet, würde im Wesentlichen den kryptografischen Schlüssel verwahren, der die Kontrolle und den Transfer der Kryptowährung des Kunden ermöglicht.“ Auszug offener Brief des OCC
Des Weiteren weist die Behörde darauf hin, dass Banken nicht die digitalen Werte an sich aufbewahren, sondern lediglich die Keys, mit denen diese auf der Blockchain transferiert werden können. Dazu würden sich am besten sogenannte Cold Wallets eignen, da diese nicht mit dem Internet verbunden und somit vor Hackerangriffen eher geschützt sind.
Das „Office of the Comptroller of the Currency“ ist eine unabhängige Behörde innerhalb des Finanzministeriums der Vereinigten Staaten, der durch den „National Currency Act“ von 1863 eingerichtet wurde und dazu dient, alle nationalen Banken und Sparinstitute in den Vereinigten Staaten zu regulieren und zu überwachen.
Wegweisende Entscheidung
Bei dieser Entscheidung handelt es sich um eine bedeutsame Entwicklung für die Krypto-Industrie. Zuvor war die Verwahrung von Kryptowährungen in den Vereinigten Staaten nur spezialisierten Unternehmen mit besonderen Bewilligungen vorbehalten. Diese benötigten jedoch in der Regel eine bundesstaatliche Lizenz, um diese Dienstleistungen anbieten zu können. Nun kann der US-Bankensektor in diesen Bereich vordringen.
Die Begründung für den Schritt des OCC wird im öffentlichen Brief damit erklärt, dass mit der zunehmenden Technologisierung der Finanzmärkte wahrscheinlich ein grösserer Bedarf für Banken und andere Dienstleistungsanbieter entstehen wird, neue Technologien und innovative Wege zur Bereitstellung traditioneller Dienstleistungen im Namen der Kunden zu nutzen.
Ebenfalls wird die Wichtigkeit betont, Kryptowährungen im Einklang mit soliden Risikomanagementpraktiken zu verwahren. Auch sollten sie mit den allgemeinen Geschäftsbedigungen und bestehenden Richtlinien der Bank verbunden werden.
Die Nachricht dürfte zu den bedeutendsten für den Kryptobereich in diesem Jahr zählen. In Deutschland gibt es bereits seit Ende November 2019 ein Gesetz, das es Banken erlaubt, digitale Währungen für ihre Kunden aufzubewahren.