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Flecainid und Fluoxetin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Fluoxetin ist sowohl Substrat als auch ein starker Hemmer von CYP2D6. Flecainid wird massgeblich über CYP2D6 verstoffwechselt und hemmt dieses moderat. In Kombination ist mit erhöhten Wirkstoffkonzentrationen, insbesondere von Flecainid, zu rechnen.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Bei erhöhten Flecainid-Konzentrationen ist dieses Risiko zusätzlich erhöht.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit und Kontrollen des Blutdrucks, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Die Schweizer Fachinformation empfiehlt, eine gleichzeitige bzw. eine innerhalb 5 Wochen nach einer Fluoxetin-Therapie erfolgende Medikation mit Flecainid einschleichend einzuleiten, oder eine niedrigere Dosierung zu wählen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018