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«Neue Jodtabletten sind zum Versand bereit» – FN vom 16. Oktober
«Im Notfall gut geschützt» steht in einem Flugblatt, das die Schweizerische Eidgenossenschaft und das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS an wohl alle betroffenen Haushalte verschickt haben. Darin werden «die geschätzten Einwohnerinnen und Einwohner» darauf vorbereitet, dass sie in den nächsten Tagen und Wochen die neuen Jodtabletten bekommen werden. Diese sollen sie dann vor einem Atomunfall beschützen!
Liebe Politiker, Lobbyisten und Volksvertreter in Bern, jeder weiss, dass diese Tabletten weder einen Super-GAU in einem AKW rückgängig machen, noch mir meine deswegen angeschlagene Gesundheit zurückgeben könnten. Sie könnten höchstens dafür sorgen, dass die «geschätzten Einwohnerinnen und Einwohner» bei einem Atomunfall ein bisschen länger Zeit hätten, um im benachbarten Ausland nach Asyl zu bitten! Stellen Sie sich vor, zwei Millionen Schweizer oder mehr fragen in Deutschland nach, ob sie die nächsten paar tausend Jahre bei ihnen wohnen dürften, weil das Land, aus dem sie kommen, unbewohnbar geworden ist! Wir bräuchten ziemlich schnell eine Antwort, denn die Strahlen warten nicht. Für jeden erdenklichen Fall hat unsere Regierung einen Katastrophenplan, und für eine wirklich gefährliche Katastrophe, die uns die Lebensgrundlage entziehen würde, gibt es nur Tabletten?
Das AKW Mühleberg produziert circa fünf Prozent des Schweizer Jahresbedarfes an Strom, diese fünf Prozent werden dringend benötigt, um die Elektrogeräte der Schweizer auf «Bereitschaft» zu halten.
Ich hoffe, dass die Schweizer vor einem möglichen Atomunfall aufwachen werden, noch ist nichts passiert!