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Ich kann irgendwie nicht recht glauben, dass die Reaktion der Leserschaft zur Erstausgabe zu beinahe 100% 'Bravo!' lauten soll, wie dies die Kommentare hier suggerieren.
Aber vielleicht kommt diese Traumquote ja daher, dass die eher nachdenklichen Gedanken von Lesern der Erstausgabe von ihren jeweiligen Denkern nicht veröffentlicht werden wollten. Oder, wie in meinem Fall, dass ein eher nachdenklicher Beitrag zum Erscheinen der Erstausgabe, in den anfänglichen Bemühungen um Orientierung in diesem neuen Medium, am falschen Ort (zu einem andern Artikel) eingegeben wurde, weshalb ich ihn als 'Mitteilung an die Redaktion' versandt habe. Zu den Kommentaren zu diesem Artikel würde sie eigentlich hingehören, meine gestrige 'Mitteilung an die Redaktion'. Und hierhin dürfte sie die Redaktion auch gerne verschieben, sofern sie dies auch so sehen sollte.
Es heisst doch immer, nur schlechte Nachrichten würden es in die Zeitungen 'schaffen'. Hier nun also mal ein gutes Gegenbeispiel. Denn dieses Interview ist für mich eine richtig gute Nachricht!
Worin sie besteht, die gute Nachricht? Nun, ganz einfach darin, dass auf dem Stuhl des Polizeikommandanten in Basel ganz offensichtlich ein Mensch sitzt, der die Kunst des differenzierten Betrachtens beherrscht.
Erinnert mich ein wenig an ein Baz-Interview 'damals' mit Barbara Schneider, in welchem diese sehr schlüssig erläuterte, dass eine Gesellschaft es auch aushalten können muss, mit den von ihr, der Gesellschaft selbst (!), hervorgebrachten Phänomenen (im konkreten Fall ging es um 'Littering') zu leben, ohne immer gleich nach der hier-und-jetzt alle Spannungen behebenden 'Lösung' zu verlangen.
Chapeau!