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Seit Oktober 2008 ist klar, dass Wölfe auch in der Zentralschweiz Fuss gefasst haben. Genetische Analysen zeigen nun, dass der Wolf, der durch Obwalden und Nidwalden streifte, derselbe ist, der sich im September 2008 im Wallis aufgehalten hatte. Die räumliche Nähe zu Ob- und Nidwalden und die zeitliche Abfolge des Auftretens legen den Schluss nahe, dass es sich bei jenem Wolf, der im Kanton Luzern festgestellt wurde, mit grosser Wahrscheinlichkeit ebenfalls um das Tier aus dem Wallis handelt. Im Kanton Schwyz dürfte jedoch ein anderer Wolf unterwegs gewesen sein. Woher dieses Tier eingewandert war, kann leider nicht eindeutig bestimmt werden. Sowohl in Luzern, wie auch in Schwyz ergab die genetische Analyse zwar, dass es sich um einen Wolf italienischer Abstammung handelt, doch die Mikrosatellitenanalyse der Kotprobe erlaubte keine Vergleiche mit anderen in der Schweiz bekannten Wölfen. Auch das Geschlecht kann nicht bestimmt werden.
Das Bundesamt für Umwelt BAFU steht der Interkantonalen Kommission der Zentralschweizer Kantone vor und übernimmt Koordinationsaufgaben. Die Kantone haben sofort nach dem Auftauchen des Wolfes in der Zentralschweiz reagiert und die Bevölkerung an Informationsveranstaltungen über die aktuelle Situation aufgeklärt. Damit während der nun beginnenden Sömmerungsphase möglichst keine Schäden an Nutztieren entstehen, wird den Schafzüchtern Hilfe beim Schutz ihrer Herden angeboten.