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Schutzgebiete
Der Erdbockkäfer am St. Johannsrheinweg
Der Magerrasen der Uferböschung des St. Johann-Rheinwegs, vom Rheinbad
St. Johann abwärts bis zur Ueli-Fähre, ist Lebensraum des Erdbockkäfers und weiterer bedrohter Tiere und Pflanzen. Die Fläche ist aufgrund des Vorkommens des Erdbockkäfers von nationaler Bedeutung. 1996 wurde dieser Abschnitt der Rheinuferböschung daher per Regierungsratsbeschluss in das Inventar der geschützten Naturobjekte aufgenommen.
Der Erdbockkäfer war in den wärmeren Teilen der schweizerischen Alpennordseite einst weit verbreitet. Gegenwärtig sind in der Schweiz noch zwei Fundstellen bekannt. Die bedeutendere liegt in Basel an der erwähnten Uferböschung, die kleinere wurde vor wenigen Jahren im Kanton Schaffhausen entdeckt. Ende der achtziger Jahre wurde der Basler Erdbockkäferbestand anlässlich des Baus des St. Johanns-Parks und den damit einhergehenden Eingriffen in die Uferböschung deutlich reduziert.
Die Larve des Käfers ernährt sich bis zu ihrer Verpuppung von den Wurzeln der Aufrechten Trespe, einer Grasart der Magerrasen. Der ausgewachsene Käfer ist nicht flugfähig und kann daher nicht weiter entfernte Standorte finden und besiedeln.
Die Pflege der Böschung ist primär auf die Erhaltung der Erdbockkäfer-Population ausgerichtet: Die Aufrechte Trespe wird in ihrem Bestand gefördert, eine stärkere Beschattung und das Aufkommen von Gehölzen in der Böschung wird verhindert. Durchgeführt werden die Pflegemassnahmen von der Stadtgärtnerei.
Die Rheinhalde – das älteste Naturschutzgebiet der Schweiz
Das Naturschutzgebiet Rheinhalde ist ein ganz im Osten der Stadt gelegener Uferhang auf der orographisch rechten Seite des Rheins. Das Schutzgebiet erstreckt sich von der Landesgrenze Richtung Grenzach-Whylen in einem schmalen, langgezogenen Streifen an der südlichen Grenze des Quartiers Hirzbrunnen zur Schwarzwaldbrücke.
Das Gebiet wurde am 12. Februar 1913 aufgrund des Vorkommens einer thermophilen, d. h. Wärme liebenden Flora und Fauna unter Schutz gestellt. Es ist damit das älteste amtliche Naturschutzgebiet der Schweiz.
Im Gebiet wurden kurz nach der Unterschutzstellung 485 Pflanzenarten nachgewiesen. Heute sind etwa 180 verschiedene Pflanzenarten kartiert. Seit Unterschutzstellung wurde durch das Aufkommen von Sträuchern und Bäumen, darunter auch Neophyten wie der Götterbaum, der Boden immer mehr beschattet und entzog damit den licht- und wärmebedürftigen Arten allmählich die Lebensgrundlage. Seit einigen Jahren wird daher durch die Stadtgärtnerei jährlich ein Pflegeeinsatz durchgeführt, bei dem dieser Aufwuchs in gewissen Bereichen ausgelichtet wird.