Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03287.jsonl.gz/1544

Tiger Woods fuhr beim schweren Autounfall Ende Februar in Kalifornien fast doppelt so schnell wie erlaubt.
Woods sei mit seinem SUV zum Unfallzeitpunkt mit bis zu 87 Meilen pro Stunde – 140 km/h – unterwegs gewesen, sagte ein Sheriff des Bezirks Los Angeles. Im Unfallgebiet gilt eine Höchstgeschwindigkeit von umgerechnet 72 km/h.
«Die Hauptursache für diesen Verkehrsunfall war eine Geschwindigkeit, die für die Strassenverhältnisse unsicher war, und ein Unvermögen, die Kurve zu meistern», sagte der Sprecher. Den Behörden zufolge gibt es keine Hinweise darauf, dass der 45-Jährige zum Unfallzeitpunkt abgelenkt war. Ein Polizist sagte, möglicherweise habe Woods versehentlich auf das Gaspedal gedrückt, als er eigentlich habe bremsen wollen.
Woods hatte Ende Februar bei seinem Unfall Verletzungen an den Beinen erlitten. Sein Auto hatte sich südlich von Los Angeles auf einer stark abschüssigen Strecke mehrfach überschlagen.
Die Ermittlungsergebnisse gab der Sheriff einen Tag vor Beginn der US Masters in Augusta (US-Bundesstaat Georgia) bekannt. Das Turnier gewann Woods fünfmal, zuletzt vor zwei Jahren. Ob er je wieder als Spieler auf den Golfplatz zurückkehrt, ist offen. Bei dem Unfall hatte er sich schwere Beinverletzungen zugezogen und war anschliessend mehrfach operiert worden. Mitte März hatte Woods das Krankenhaus wieder verlassen und absolviert seither seine Rehabilitation zu Hause in Florida.
Woods hatte den Beamten gesagt, er wisse nicht, wie es zu dem Unfall gekommen sei. Er erinnere sich nicht daran, am Steuer gesessen zu haben. Nach dem Unfall war er bewusstlos. Polizei und Feuerwehr hatten bereits nach dem Unfall berichtet, dass es bei Woods keine Anzeichen für den Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamente gegeben habe.