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Der dritte Lauf der Porsche GT3 Cup Challenge Suisse und des Porsche Sports Cup Suisse fand vom 6. bis 8. Juli auf dem „Autodromo Internazionale del Mugello“ statt. Bei sehr heissen Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius starteten mehr als 50 Fahrer am Samstag in den verschiedenen Rennen auf dem 5,245 Kilometer langen Rundkurs. In Mugello wurde wie bereits in Le Castellet ein Endurance-Rennen gefahren, das eines der beiden Sprintrennen der GT3 Cup Challenge als auch eines des Porsche Sports Cup ersetzt.
Jean-Paul von Burg baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus und fuhr in der GT3 Cup Challenge im Sprint-Rennen einen Start-Ziel-Sieg ein. Im Endurance-Rennen holte er durch eine bemerkenswerte Aufholjagd den zweiten Tagessieg. In der Gruppe 3b des Porsche Sports Cup, in der ausschliesslich Cayman GT4 Clubsport starten, holte Dominik Fischli den Sieg. Im 100-Meilen-Rennen fuhr Patrick Meystre in dieser Gruppe als Erster über die Ziellinie. Den Gesamtsieg des Feldes im Endurance-Rennen holte sich Rémi Terrail auf 991 GT3 R mit einer schnellsten Rennrunde von 1:53.654 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 166:135 Kilometern pro Stunde. Das Gleichmässigkeitsrennen Porsche Driver’s Challenge entschied Massimo Salamanca für sich.
Jean-Paul von Burg startete im Sprintrennen von der Pole und fuhr einen klaren Start-Ziel-Sieg mit einer schnellsten Rennrunde von 1:55.103 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 164.044 Kilometern pro Stunde ein. Marco Sacchet ging von Rang Zwei ins Rennen und hielt seine Position über 12 Runden bis ins Ziel. Vom siebten Startplatz startete Marc Schelling ins Rennen und kämpfte sich auf den dritten Rang vor.
Beim 100-Meilen-Rennen starten 35 Fahrzeuge aus den Klassen Porsche GT3 Cup Challenge und Porsche Sports Cup Suisse zusammen. In der GT3 Cup Challenge fuhr Jean-Paul von Burg den zweiten Sieg des Tages ein und sicherte sich wiederholt das Podium durch eine Aufholjagd vom letzten auf den ersten Platz. Eigentlich wäre von Burg von der Pole ins Rennen gestartet, hatte jedoch in der Einführungsrunde Reifenprobleme und startete daher als Letzter des gesamten Feldes aus der Boxengasse ins Rennen. Er holte über das Rennen hinweg das gesamte Feld auf und fuhr in der GT3 Cup Challenge als erster über die Ziellinie. Benoit Bitschnau startete von Rang Sieben, arbeitete sich um fünf Plätze auf das Siegertreppchen vor und wurde Zweiter. Vom vierten Rang startete Marco Sacchet ins Rennen und schloss auf dem dritten Platz ab. Von Burg resümierte: „Was ein wahnsinniges Rennen für mich. Ich verpasste den Zeitslot für die Startaufstellung aufgrund eines vermeintlichen Reifenproblems und musste daher aus der Box starten. Wir hatten die Reifen auf der sehr heissen Strecke gut im Griff und nutzen die Safety Car Phase strategisch gut, so konnte ich mich bis zur Führung vorkämpfen. Das war ein spannendes Rennen, toll!“
Im Porsche Sports Cup Suisse traten rund 30 Fahrer gegeneinander an. Dominiert wird in dieser Saison das Feld von den Fahrern auf Cayman GT4 Clubsport, die in der Gruppe 3b um den Sieg fahren. Marcel Wagner fuhr ein sehr gutes Qualifying und startete von der Pole. Hinter ihm ging Dominik Fischli von zweiter Position und Alexandre Mottet von Rang Drei ins Rennen. In Runde Eins waren einige Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt. In der darauf folgenden Safety-Car-Phase überholten mehrere Fahrer den führenden Wagner und wurden daraufhin mit einer Zeitstrafe belangt. Trotz der 10-sekündigen Zeitstrafe fuhr Fischli mit einer schnellsten Rennrunde von 2:01.684 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 155.172 Kilometern pro Stunde als Erster über die die Ziellinie. Patrick Meystre, der vom vierten Rang gestartet war und ebenfalls eine Zeitstrafe von 10 Sekunden erhielt, wurde Zweiter. Marcel Wagner erhielt keine Zeitstrafe und wurde Dritter. Mottet verlor einen Platz, wurde ebenfalls mit einer Zeitstrafe geahndet und fuhr als Vierter über die Ziellinie.
Im Endurance-Rennen verbesserte sich Patrick Meystre vom dritten Startplatz auf das Podium in der Gruppe 3b auf Cayman GT4 Clubsport. Dominik Fischli startete zusammen mit Renzo Kressig vom zweiten Rang. Das Duo hielt seine Position über 30 Runden hinweg und wurde Zweiter. Von der Pole startete das Fahrerduo Paul Kasper/Manuel Metzger, das die Führung jedoch nicht halten konnte und als Dritte über die Ziellinie fuhr.
Massimo Salamanca auf 911 GT3 sicherte sich mit 3028 Strafpunkten den ersten Platz in der Porsche Driver’s Challenge. In der Gleichmässigkeitsprüfung wird der Durchschnitt der zehn Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Zweiter wurde Christophe Gachet auf 911 GT3 RS mit 3355 Punkten. Peter Meister auf 991 GT3 fuhr mit 3389 Strafpunkten auf den dritten Rang.
Xavier Penalba, Sportwart beim Verband Schweizer Porsche Clubs: „Die hohen Temperaturen waren für alle sehr anstrengend. Besonders hervorzuheben ist die herausragende Leistung von Jean-Paul von Burg, der im Endurance-Rennen das gesamte Feld von hinten aufrollte.“
Der nächste Lauf findet vom 17. bis 19. August im französischen Dijon statt. Dort werden zwei Sprintrennen gefahren.