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Zum Glück sterben wir nicht der Liebe wegen (franz.: Heureusement qu’on ne meurt pas d’amour)
« L’Arlésienne » ist eine sehr kurze Erzählung von Alphonse Daudet, die erstmals in der Tageszeitung l’Évènement veröffentlicht und 1869 in die Sammlung Lettres de mon moulin aufgenommen wurde. Rasch schöpfte der Autor, der sichtlich von diesem schmerzhaften Thema inspiriert war, aus seiner Kurzgeschichte den Stoff für ein Theaterstück. Dieses neue Werk, das weiterentwickelt wurde als die narrative Version, entstand 1872 im Vaudeville-Theater in Paris, umgeben von der Bühnenmusik, geschaffen von Georges Bizet.
Die Geschichte ist einfach und tragisch: Jan, ein junger provenzalischer Bauer, hat sich unsterblich in eine Frau verliebt, die er in der Stierkampfarena von Arles kennengelernt hatte. Er überredet die schöne « Arleserinne », ihn zu heiraten. Doch am Abend der Verlobung meldet sich ein geheimnisvoller Mann und zeigt Jans Vater Briefe, die seine eigene Affäre mit der Braut beweisen. Danach geht es auf dem Hof drunter und drüber. « Ach, sind wir doch elende Herzen! » (franz.: « Ah, misérables cœurs que nous sommes »!)
Das Ensemble Agora bietet eine in Kammermusik transkribierte Version dieser von Bizets berühmter Partitur, welche von der Harfenistin der Gruppe, Sophie Bellanger, geschrieben wurde. Der Text von Daudet wurde von Sébastien Davis und Anne Girouard bearbeitet. Letztere spielt die verschiedenen Akteure in diesem leuchtenden Drama, das in seiner bäuerlichen Einfachheit das trübe und unwiderrufliche Licht der antiken Tragödie ausstrahlt.
Ferme-Asile
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Schweiz