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Der englische Nationaltrainer Roy Hodgson sowie der Schwede Erik Hamrén sind beides Trainer, welche sich Schritt für Schritt nach oben gearbeitet haben. Für beide ist diese EM das bisherige Karriere-Highlight.
Roy Hodgson
In England scheiden sich die Geister über die Entscheidung, Roy Hodgson zum Trainer der «Three Lions» gemacht zu haben. Während seinem Engagement beim FC Liverpool hat sich der 64-Jährige in der Premier League nämlich nicht mit Ruhm bekleckert, stürzte mit dem Team in der Tabelle ab, forderte mehr Geld für Neu-Verpflichtungen und hatte Mühe, sein Starensemble bei Laune zu halten. Ansonsten gilt der Engländer aber als äusserst erfahrener Trainer, der schon seit über 30 Jahren an der Seitenlinie steht, verschiedene Nationalmannschaften trainierte, und auch in England, mit dem FC Fulham, eine sehr erfolgreiche Zeit hatte. Die Schweizer Nationalmannschaft führte Hodgson 1994 an die Weltmeisterschaft und 1996 an die Europameisterschaft - wo er allerdings bereits nicht mehr die Geschicke leitete, da er bei Inter Mailand einen neuen Job antrat. Weiter hat Hodgson die Nationalmannschaften der Vereinigten Arabischen Emirate und Finnland trainiert. Hinzu kommen etliche Trainerstationen in Schweden, Italien, der Schweiz und England.
Als Spieler gelang Hodgson zwar nie der grosse Wurf, als Trainer erlangte er jedoch Schritt für Schritt einen enorm guten Ruf in Fussball-Europa. Höhepunkt seiner bisherigen Karriere war dabei seine Zeit beim FC Fulham, wo er 2010 sogar als bester Trainer der Premier League ausgezeichnet wurde. Bis zum Saisonende war Hodgson noch Trainer bei West Bromwich Albion, danach trat er seinen Job als Nationaltrainer Englands offiziell an. Der erfahrene Coach wurde sofort mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet und soll die Mannschaft bis zur EM 2016 betreuen. In England haben die Medien darüber jedoch so ihre Zweifel. Unter anderem wird Hodgson unterstellt, er könne nicht gut mit einer Mannschaft voller Stars umgehen und sei eher ein Trainer für kleinere Teams.
Erik Hamrén
Im Gegensatz zu den meisten seiner Trainerkollegen an dieser Europameisterschaft ist Erik Hamrén etwas anders zu seinem Job als Nationaltrainer gekommen. Der 54-Jährige machte nämlich als Aktiver keine grosse Karriere, spielte nur bei zwei Lokalvereinen und beendete seine Karriere, als er noch nicht mal 20 Jahre alt war. Somit war es dann auch nicht ganz so einfach für Hamrén, eine Trainerkarriere einzuschlagen. Schliesslich fehlte ihm ja der «Profi-Bonus», der so manchen Ex-Fussballer bereits kurz nach Erwerben der Trainerlizenz an die Seitenlinie eines Erstliga-Klubs katapultiert.
Dem Schweden blieb nichts anderes übrig, als sich mühsam nach oben zu arbeiten, was ihm letztendlich aber ziemlich schnell und souverän gelang. Zunächst war Hamrén Jugendtrainer bei diversen Juniorenteams, ehe er Trainer beim Schwedischen Drittligisten Enköpings SK wurde. Dort blieb er aber nur ein Jahr, und schaffte dann bereits den Sprung eine Liga höher zu Väsby IK. Danach stand der Coach noch je ein Jahr bei zwei anderen Zweitliga-Vereinen an der Seitenlinie, bis er 1994 bei Degerfors IF erstmals einen Trainerjob in der höchsten schwedischen Fussballliga antrat. Auch dort blieb Hamrén aber nur kurz, und trat danach das Traineramt bei AIK Solna an, womit er keine zehn Jahre nach seinem Karrierebeginn als Trainer schon bei einem nationalen Spitzenklub angekommen war. In Solna konnte der Schwede sofort Erfolge feiern, erreichte dreimal in Folge das schwedische Pokalfinale sowie 1997 das Viertelfinale im Europapokel der Pokalsieger. Danach trainierte Hamrén jeweils fünf Jahre zwei andere schwedische Topklubs, ehe er vor seinem Amtsantritt als Nationaltrainer Schwedens zum ersten Mal Erfahrungen im Ausland sammelte, beim norwegischen Verein Rosenborg BK. Durch seine langjährigen Erfahrungen in der schwedischen Liga ist es in seiner Heimat kein Thema, dass Hamrén selbst nie Profi war. Laut schwedischen Medien nimmt er aber während Teambesprechnungen gerne Bezug auf Kinderbücher - vielleicht ein Indiz für einen etwas anderen Hintergrund als jener eines Profifussballers.
Bild: thefa.com / svenskfotboll.se
Er ist eine deutsche Fernsehlegende mit Kultstatus. Im Interview mit kurzpass.ch rechnet Waldemar Hartmann mit der ARD ab, spricht über die Steueraffäre um Uli Hoeness und lobt seine Wahlheimat Chur.
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