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Sexarbeit ist seit 1942 in der Schweiz legal und steht unter der verfassungsmässigen Wirtschaftsfreiheit. Bei der Sexarbeit ist nicht die Person selbst Handelsware, sondern die sexuelle Dienstleistung. Personen, die sexuelle Dienstleistungen anbieten, haben wenig Rechte und sind vielfältigen Diskriminierungen ausgesetzt.
Eine Frau, von der bekannt ist, dass sie als Sexarbeiterin tätig ist, findet nur mit grosser Mühe eine Wohnung. Die Abwertung erschwert zudem den Ausstieg aus der Sexarbeit: Wer sich für eine andere Stelle bewirbt, muss einen lückenlosen Lebenslauf vorweisen können.
Es gibt Frauen, die als Opfer von Frauenhandel zur Sexarbeit gezwungen werden. Aber Sexarbeit ist nicht dasselbe wie Frauenhandel. Es gibt selbstbestimmte Sexarbeit. Selbstbestimmung in der Sexarbeit heisst, dass Sexarbeiterinnen selbst entscheiden, welche Dienstleistung sie anbieten, welche Freier sie bedienen und wieviel ihre Dienstleistung kostet. Sie verfügen selbst frei über ihren Verdienst. Auch in den Fällen, in denen Sexarbeit aufgrund mangelnder Alternativen als Überlebensstrategie ausgeübt wird, kann sie selbstbestimmt ausgeübt werden.