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Das Blutwunder von Walldürn, südwestlich von Würzburg, gab den Ursprung der Wallfahrt. Alljährlich versammeln sich Tausende von Pilgern während der Wallfahrtszeit, um in der Wallfahrtskirche St. Georg das Korporale zu besichtigen. Um das Jahr 1330 stieß der Pfarrer Heinrich Otto bei der hl. Messe nach der Wandlung aus Unachtsamkeit den Kelch um. Der konsekrierte Wein ergoss sich auf das Korporale und zeichnete blutig rot das Bild des Gekreuzigten, umgeben von 11 Abbildungen des dornengekrönten Hauptes Jesu, sog. „Veronicae“. Pfarrer Otto verbarg das Korporale aus Angst. Kurz vor seinem Tod bekannte er das Geheimnis. Der Würzburger Bischof Gerhard von Schwarzenberg anerkannte das Wunder 1408. Papst Eugen IV. bestätigte das Wunder 1445, ordnete die Wallfahrt an und legte den Großen Blutfeiertag fest auf den Oktavtag von Fronleichnam. Von 1698 bis 1728 wurde die prächtige Wallfahrtskirche erbaut, die Papst Johannes XXIII. zur Basilika minor erhob.