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Zusammen mit Partnern lindern Methodisten die Not in der Ukraine
31. Mai 2022
Die Solidarität mit den Menschen, die in und aus der Ukraine flüchten müssen, ist gross. Vor allem in den ersten Kriegswochen gingen bei den Hilfswerken viele Spenden ein. Wie werden sie eingesetzt? Einige Einblicke gibt das Hilfswerk der weltweiten Methodistenkirche.
Rund 1 Million US-Dollar hat das 🔗United Methodist Committee on Relief (UMCOR), das Hilfswerk der weltweiten Methodistenkirche, bis Mitte Mai für Flüchtlinge in und aus der Ukraine eingesetzt. Nahezu überall werden mit den Geldern Projekte unterstützt, bei denen UMCOR mit anderen kirchlichen oder nichtkirchlichen Hilfswerken zusammenarbeitet.
Grundbedarf für Flüchtlingszentren
So versorgt etwa die 🔗Hungarian Interchurch Aid (HIA) , ein 1991 von protestantischen und orthodoxen Kirchen gegründetes Hilfswerk, mehr als 120 Flüchtlingszentren in der Ukraine mit Lebensmitteln, Wasser, Hygiene- und Haushaltsartikeln. Über 🔗ACT Alliance, einen Zusammenschluss von über 140 Hilfswerken, beteiligt sich das UMCOR an dieser Arbeit. Neben HIA führen auch der Lutherische Weltbund (LWB) und das 🔗Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) ähnliche Missionen der ACT Alliance in anderen Teilen der Ukraine durch.
Partner bringen Hilfsgüter nach Odessa
Auch andere Hilfsorganisationen konnten ihre Arbeit in der Ukraine dank der Unterstützung durch das UMCOR ausweiten. Im Südwesten der Ukraine versorgt ein langjähriger UMCOR-Partner, der 🔗Internationale Blaue Halbmond (IBC), die Menschen in der Region Odessa mit Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischem Material. Die Region wird von russischen Streikräften immer wieder angegriffen mit dem Ziel, Gebiete am Schwarzen Meer zu erobern.
Während die Menschen in Odessa evakuiert werden, verteilt der IBC an der moldauisch-rumänischen Grenze in der Stadt Izmail Nahrungsmittel-Notrationen. Mit Unterstützung des UMCOR werden 75 000 Mahlzeiten sowie ein für zwei Monate ausreichender Vorrat an Grundnahrungsmitteln für 1000 Haushalte in dieser belagerten Region bereitgestellt. IBC versorgt auch die staatlichen Krankenhäuser in Bolhrad und Arzis mit medizinischen Hilfsgütern, die dringend benötigt werden.
Unterstützung für Methodis:innen in Ukraine
UMCOR hat zudem der Methodistenkirche in der Ukraine Soforthilfemittel zur Verfügung gestellt. Die ukrainischen Methodist:innen setzen sich für Flüchtlinge und Menschen ein, die in belagerten Gebieten kämpfen. «Seit Beginn des Krieges hat unsere Kirche vier Sammelstellen zur Aufnahme von Flüchtlingen eingerichtet (Onokiwzi, Lwiw, Kamjanyzja, Uschhorod), die insgesamt etwa 200 Menschen täglich aufnehmen», berichtete der methodistische Pfarrer Oleg Starodubets in einem Rundschreiben an Unterstützer:innen.
«Einige der Leitungspersonen und Mitglieder methodistischer Kirchen haben die gefährlichen Orte nicht verlassen», schrieb Starodubets weiter. So sei etwa der methodistische Pfarrer Igor Park in Charkiw geblieben. «Wir überweisen Geld, wenn die Postämter funktionieren, und wir sind in der Lage, Produkte und Medikamente an bestimmte Orte und Menschen zu schicken», schrieb Starodubets. Auch das HEKS, ein weiterer ACT-Partner, versorgt die Menschen in der Region Charkiw mit Nahrungsmitteln, Wasser, Hygieneartikeln und medizinischer Hilfe, ungeachtet der anhaltenden russischen Angriffe.
Medizinische Hilfsgüter für Krankenhäuser
Gemeinsam mit der 🔗Arlene Campbell Humanitarian Foundation und der methodistischen Einrichtung 🔗Ohio Health hat UMCOR darüber hinaus drei Lieferungen von Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern im Wert von 1 Million US-Dollar für drei Krankenhäuser in Kyiv (Kiew) zusammengestellt und transportiert.
Nachdem sich die russischen Streitkräfte aus den Vororten von Kyiv zurückgezogen hatten, kamen Ende April HIA-Mitarbeiter:innen in Orte wie Butscha und brachten dringend benötigte Lebensmittel, Wasser und andere Grundversorgungsgüter mit. Immer noch kommen neue Details zu den Schrecken ans Licht, die die Menschen in Butscha und anderen Orten in der Umgebung von Kyiv während der Besatzung erleiden mussten.
Konservendosen und Kartoffeln
Umso wichtiger ist die Hilfe für die Überlebenden dort. Eine junge Frau, die Essen und Wasser holte, dankte den ungarischen Helfer:innen für ihre Anwesenheit. Sie erzählte, dass sie und ihre Mutter sich während der Zeit der Besatzung im Keller ihres Hauses mit ihrem Hund versteckt hatten, der sie warm hielt. Sie hatten nur Lebensmittel in Konservendosen und Kartoffeln.
Eine berührende Einladung
Als sie ihre Lebensmittelbox in die Hand nahm, lud sie die Helfer:innen ein, ihre Mutter kennenzulernen. Und dann sagte sie mit ukrainischer Herzlichkeit: «Kommen Sie wieder zu uns, wenn das alles vorbei ist! Wir werden mit einem voll gedeckten Tisch auf Sie warten. Dann werden Sie sehen, wie ukrainische Gastfreundschaft aussieht!»
Christie R. House UMCOR (weitere Quelllen: HIA, ACT Alliance und Oleg Starodubets) / S.F.
Beitragsbild: In der Region Odessa im Südwesten der Ukraine arbeitet UMCOR mit dem Internationalen Blauen Halbmond zusammen, um Lebensmittelrationen und andere Hilfsgüter zu den Einrichtungen zu transportieren, die die Geflüchteten aufnehmen. (Foto: IBC via UMCOR)
Weiterhin Hilfe ermöglichen!
Connexio develop, die Organisation für Entwicklungszusammenarbeit der Methodistenkirche in der Schweiz unterstützt Initiativen und Projekte für Flüchtlinge in der Ukraine selbst und in Polen, Rumänien, Ungarn und der Slowakei
(Vermerk: «Nothilfe Ukraine»)