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Die Handhabung der Corona-Pandemie in Schweden hat nicht nur das Infektionsgeschehen im eigenen Land beeinflusst. Auch in den Nachbarstaaten machte sich das Krisenmanagement des Landes bemerkbar. Das geht aus einer Studie der schwedischen Universität Uppsala hervor.
Untersucht wurden die in Nordeuropa verbreiteten Mutationen von SARS-CoV-2. Anhand der verschiedenen Genome liess sich die Ausbreitung der einzelnen Virusarten nachzeichnen. Das Ergebnis: Das Corona-Virus trat erstmals im Januar 2020 in Skandinavien auf. In Schweden breitete sich der Erreger verhältnismässig schnell aus, weil die Regierung eine Herdenimmunität erreichen wollte und lediglich Handlungsempfehlungen zur Eindämmung des Virus in sensiblen Bereichen aussprach.
Die Studie konnte nun belegen, dass die in Schweden verbreiteten Genom-Varianten des Corona-Virus bald über die Landesgrenzen hinaus übertragen wurden. Konkret liessen sich 552 sogenannte «Exportereignisse» nachweisen. Zum Vergleich: Aus Finnland wurde das Virus nur in 36 Fällen in andere Länder gebracht, von Norwegen aus nur in 33 Fällen.
In Schweden haben sich bislang rund zwölf Prozent der Bevölkerung mit dem Corona-Virus infiziert. In Norwegen sind es 4,5 Prozent, in Finnland 3,5 Prozent.