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Kinderrechte in Kindeswohlabklärungen
Analyse von zwei Abklärungsmodellen im Kindesschutz in der Schweiz mit Fokus auf die allgemeinen Prinzipien der Kinderrechte
Kindeswohlabklärungen sind ein bedeutungsvoller Teilschritt innerhalb eines zivilrechtlichen Kindesschutzverfahrens. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Entscheide über Anordnung oder Verzicht auf Kindesschutzmassnahmen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik der Abklärungen im Kindesschutz und stellt fest, inwiefern Kinderrechte in Abklärungen umgesetzt werden. Dabei wird eine Analyse der beiden in der Schweiz verwendeten Abklärungsmodelle, dem «Prozessmanual. Dialogisch-systemische Kindeswohlabklärung» und dem «Berner und Luzerner Abklärungsinstrument zum Kindesschutz» vorgenommen. Deren Inhalte werden im Hinblick darauf untersucht, inwiefern die allgemeinen Prinzipien der Kinderrechte umgesetzt werden. Die allgemeinen Prinzipien sind vier ausgewählte Rechte, welche als besonders bedeutend charakterisiert wurden und den Geist der Konvention widerspiegeln. Es sind dies das Recht auf Nichtdiskriminierung, das Recht auf vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls, das Recht auf Leben und bestmögliche Entwicklung und das Recht auf Mitbestimmung. Die Untersuchung zeigt, dass die Prinzipien in den beiden Modellen zu erkennen sind. Einzig zum Recht auf Nichtdiskriminierung lassen sich keine Anhaltspunkte finden. Bezüglich des Rechts auf vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls wie auch des Rechts auf Mitbestimmung sind Unterschiede zwischen den beiden Modellen auszumachen.