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SKLEROTHERAPIE
Die Sklerotherapie
auch Verödung genannt, stellt ein minimal-invasives und ambulant durchgeführtes Therapieverfahren zur Behandlung von Krampfadern der Beinvenen sowie des Hämorrhoidalleidens und Krampfadern der Speiseröhre dar. Bei der planvollen Ausschaltung von Besenreisern und Krampfadern durch die Sklerotherapie werden die erkrankten Venen durch Einspritzen eines Sklerosierungsmittels verschlossen und längerfristig vom Körper in einen bindegewebigen Strang umgebaut, der idealerweise vom Körper abgebaut wird. Beim Hämorrhoidalleiden führt die Sklerotherapie zu einer gewollten Entzündungsreaktion des Gewebes, durch die die vergrößerten Hämorrhoiden wieder fixiert bzw. stabilisiert werden. Eine Sklerose an sich kann auch durch (patho)physiologische Prozesse bedingt von alleine im Organismus stattfinden, wie z. B. bei der Niere (Glomerulosklerose).
Mit der Sklerotherapie können alle Formen von Krampfadern erfolgreich behandelt und so möglichen Komplikationen entgegengewirkt werden. Weitere Ziele der Behandlung sind die Beseitigung von Symptomen sowie die Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbilds und der Lebensqualität. Anwendungsgebiete sind neben Besenreisern und retikulären Krampfadern auch Krampfadern der Perforansvenen, Seitenäste und Stammvenen. Treten nach operativen Behandlungen wieder Krampfadern auf (so genannte Rezidive), können diese ebenfalls mit der Sklerotherapie therapiert werden. Weitere Indikationen sind das Hämorrhoidalleiden und akut blutende Krampfadern der Speiseröhren (Ösophagusvarizen).
Durch die Sklerotherapie werden unerwünschte oder krankhaft veränderte Venen in Bindegewebe bzw. einen Bindegewebsstrang umgewandelt. Man bezeichnet diesen Vorgang auch als Sklerose und die Behandlung mit der Sklerotherapie wird daher oft auch als Sklerosierung bezeichnet. Die behandelte Vene ist dann fest verschlossen und der entstandene Bindegewebsstrang entspricht in seinem funktionellen Ergebnis der Entfernung einer Krampfader mit operativen oder endovenösen thermischen Methoden.[9] In der Regel baut der Körper den Bindegewebsstrang im weiteren Verlauf selbständig ab. Die behandelte Vene wird nicht zum Rücktransport des Blutes zum Herzen benötigt, denn das Blut sucht sich einen neuen Weg über andere Venen.
Um die Effektivität der Sklerosierungsmittel durch längeres Verbleiben am Zielort (der Venenwand des zu verschließenden Gefäßes) zu erhöhen, wurde in der Vergangenheit Luft vorgespritzt, um so eine kurzfristige Blutfreiheit der Vene zu erreichen. Dies wird heutzutage mit einem aufgeschäumten Sklerosierungsmittel erreicht.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Die Sklerotherapie darf nicht angewendet werden bei bekannter Allergie gegen das Sklerosierungsmittel, bei Patienten mit Verschluss einer tiefen Vene durch ein Blutgerinnsel (akute Thrombose) sowie Patienten mit lokalen Infektionen im Behandlungsbereich und schweren akuten Allgemeininfektionen. Sklerosierungsschaum sollte zusätzlich nicht angewendet werden bei Krankheitserscheinungen durch ein bekanntes Loch in der Vorhofscheidewand des Herzens (bekanntes und symptomatisches offenes Foramen ovale). Besondere Vorsicht ist erforderlich bei Patienten mit einem hohen Risiko für Thrombosen, z. B. bei Patienten mit angeborener Neigung zu Blutgerinnseln oder Patienten, die schon einmal eine Thrombose hatten. Bettlägerigkeit oder nicht laufen können, schwere arterielle Durchblutungsstörungen (Grad III und IV nach Fontaine), ein schlechter Allgemeinzustand und Migräne nach vorangegangener Schaumsklerosierung stellen relative Gegenanzeigen dar. Während einer Schwangerschaft sollte nur bei zwingender Indikation sklerosiert werden und bei einer Sklerotherapie während der Stillzeit sollte das Stillen für 2 bis 3 Tage unterbrochen werden.
Kosten: auf Anfrage
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur verfügung.
Tel: 031 761 00 55