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«In Gegenden wie diesen, sagte Falk und nahm mir die Flasche weg, hängt man sich auf dem Dachboden auf. – In Gegenden wie diesen, sage ich trotzig, setzt man sich ins Auto und fährt gegen den nächstbesten Baum. »
Ina lebt mit ihrem Mitbewohner Falk im Hamburger Kiez. Ihre Mutter ist tot. Ob sie sich das Leben genommen hat, ist unklar. Sie war Schauspielerin, zuerst an grossen, dann an kleinen Häusern, zuletzt arbeitete sie für eine Telefonsex-Hotline. Ina, die sich seit Jahren in dieser bleiernen Weit nach dem Studium befindet – «das Warten auf das richtige Leben machte bereits der unguten Ahnung Platz, dass es das hier tatsächlich schon sein sollte»
beschliesst, ihren Vater zu fragen, warum er ihre Mutter vor Inas Geburt verlassen hat und warum er nie in ihrem Leben aufgetaucht ist. Er inszeniert den «Sommernachtstraum»
am Hamburger Schauspielhaus, und Ina besorgt sich einen Job in der Kantine. Sie lernt Paula kennen, die den Puck spielt, und verliebt sich in sie.
Janna Steenfatt beschreibt die Liebe, uneindeutige Situationen und komplexe Beziehungen mit grosser Präzision und in einfachen, starken Sätzen. Der Blick ihrer Protagonistin ist ohne Illusionen, und das macht dieses Buch trostlos und komisch und sehr sehr schön.
Monika Steiner