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Colchagua
Colchagua Valley: Hot Spot für rote Topcrus
Das rund 200 Kilometer südlich von Santiago gelegene Colchagua Valley umfasst den südlichen Teil des Rapel Valley, welches wiederum eine Subzone des grossen Valle Central ist. Colchagua ist in den letzten 20 Jahren zunehmend zu einem Garanten für Superpremium-Weine aus roten Sorten wie Cabernet Sauvignon, Carménère und Syrah geworden. Viele der neu angelegten Rebberge für Topweine befinden sich in steilen Hanglagen in hochgelegenen Hügelzonen.
Rotweine aus Colchagua
Im Colchagua Valley vereint sich die Weinkultur mit der sogenannten «Huaso»-Kultur. «Huasos» sind Reiter ähnlich der amerikanischen Cowboys und der Mittelpunkt einer Folklore, die nebst Pferdezucht und Rodeo auch Musik und Tanz umfasst. Im beschaulichen Provinzstädtchen Santa Cruz, wo viele Weinreisenden einen Halt einlegen, finden sich nebst Vinotheken und Weinshops auch Fachgeschäfte für Reiterzubehör mit Accessoires wie Sättel, Sporen, Decken oder Zaumzeug. In manchen Kellereien, die alteingesessenen Familien gehören, wird auch Pferdezucht für Polo und Rodeo betrieben.
Terroir für rote Kultweine
Im Colchagua Valley sind rund 20‘000 Hektar mit Reben bestockt, mehr als die Hälfte davon mit der Leitsorte Cabernet Sauvignon. An zweiter Stelle folgt das alteingesessene Gewächs Carménère, welches hier ebenfalls voll konzentrierte und gut strukturierte Weine ergibt. Keine andere Region in Chile hat in den letzten Jahren so viele neue rote Topcrus hervor gebracht, wie das Colchagua Valley. Die Basis für dieses «Weinwunder» ist ein mediterranes Klima mit einer idealen Niederschlagsmenge von rund 600 Millimeter pro Jahr und Quadratmeter. Die Böden werden im Bereich des Talbodens durch eine wechselnde Zusammensetzung von Lehm und Sand bestimmt. In den Hügelzonen dagegen, ist der Anteil von verwittertem Granit beträchtlich höher. Der Anteil der qualitativ ebenfalls überzeugenden Weissweine ist mit rund 20 Prozent noch immer gering.
Aufbruch in den Hügellagen
Viele Topweine der neuen Generation kommen aus neu bepflanzten, mitunter ausgesprochen steilen, Hanglagen in eben diesen Hügelzonen. Hier sind nicht nur die Böden aufgrund des höheren Granit-Anteils karger, auch das spezielle Klima im Colchagua Valley manifestiert sich akzentuierter. Die spezielle Topographie des Tales begünstigt das Eindringen von moderat kühler Luft von der Pazifikküste her, welche die hohen Sommertemperaturen ausgleichen. So entstehen vollfruchtige Weine, die gleichzeitig über viel Struktur verfügen.