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Situationsbeschreibungen eignen sich zur Dokumentation des Ausbildungsstandes, was kaum erstaunt, da sie ja für diesen Zweck eingeführt wurden. Ihre Eignung für diesen Zweck lässt sich noch steigern, wenn sie in zweierlei Hinsicht erweitert werden:
Dadurch, dass die Bewältigung der gleichen (oder einer sehr ähnlichen) Situation immer wieder beschrieben wird, lässt sich nicht nur der Ausbildungsstand, sondern auch der Ausbildungsverlauf bis zu diesem Stand erkennen. Und dies nicht nur anhand der Verbesserung der Bewältigung, sondern auch anhand der “Verbesserung” der Beschreibung, z.B. durch die Zunahme der Verwendung einer Fachsprache.
Durch das Mitführen von Listen von Ressourcen (Kenntnissen, Fertigkeiten, Haltungen, Hilfsmitteln), die die Situationsbewältigung verbessern helfen, wird gleichzeitig auch der Ausbildungsstand bei den theoretischen Kenntnissen, praktischen Fertigkeiten und beim Einsetzenkönnen beruflicher Werkzeuge anwendungsnah festgehalten. Das ist wichtig, weil schulische Prüfungen in der Regel nicht überprüfen können, ob die in der Schule erworbenen Ressourcen in der Bewältigung konkreter beruflicher Situationen auch wirklich eingesetzt werden.