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Judo - Die bereits für die Olympischen Spiele qualifizierte Juliane Robra gewinnt an den Europameisterschaften im russischen Tscheljabinsk eine der beiden Bronzemedaillen im Limit bis 70 kg.
Die in Magglingen trainierende Genferin erzielte 3:1 Siege. Sie setzte sich im Kampf um Platz 3 gegen Linda Bolder (Ho) mit Ippon durch.
Robra gewann ihren ersten Kampf gegen die Russin Daria Davidowa nach einer taktischen starken Leistung mit Waza-Ari. Im Viertelfinal setzte sich Robra die Spanierin dann die Spanierin Maria Bernabeu Avomo derart unter Druck, dass diese nach vier Strafen das Duell wegen Inaktivität disqualifiziert wird (= Ippon). Im Halbfinal resultierte dann die einzige Niederlage, als Robra gegen die Holländerin Edith Bosch, die Nummer 2 der Weltrangliste, mit Waza-Ari den Kürzeren zieht. Robra kassierte in diesem Kampf ihrerseits drei Strafen wegen Passivität. Gegen die zweite Holländerin in dieser Gewichtsklasse, Linda Bolder, konnte sich Robra dann aber mit einer Beintechnik wiederum vorzeitig durchsetzen.
Für Robra ist es bereits die zweite EM-Bronzemedaille nach 2010. Vor den beiden EM-Medaillen von Robra war Lena Göldi (Silber 2003 im Limit bis 57 Kg) die letzte Schweizer EM-Medaillengewinnerin im Schweizer Frauenjudo gewesen. Robras Trainerin Monika Kurath ist zudem bis heute die einzige Schweizer WM-Medaillengewinnerin im Frauenjudo (Bronze 1997 im Limit bis 48 kg). Seit dem Gewinn von Olympia-Bronze von Sergei Aschwanden bei Olympia in Peking 2008 hat bislang Robra als einzige Schweizer Judoka bei internationalen Titelkämpfen Edelmetall holen können. Aschwanden war 2008 in Peking einziger Schweizer Olympia-Teilnehmer im Judo gewesen.
Mit den EM in Tscheljabinsk wird die Olympia-Qualifikation abgeschlossen. Robra steht bislang als einzige Schweizer Olympia-Qualifikantin fest. Sie stand neben den EM auf internationalem Top-Level (Weltcup/Masters/Grand-Prix oder Grand Slam) schon zwölfmal auf dem Podest, davon viermal zuoberst. Zudem war sie schon EM-Silbermedaillengewinnerin auf U23-Stufe.
SDA-ATS