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Der Spanier Javier Fernandez (24) verteidigt seinen Titel bei den WM in Boston erfolgreich. Mit einem fehlerlosen Programm zu Klängen von Frank Sinatra gewann er klar vor Olympiasieger Yuzuru Hanyu.
Der Japaner konnte nach einem Sturz und mehreren unsauberen Landungen die hohe Führung aus dem Kurzprogramm nicht verteidigen. Bronze ging an den Chinesen Jin Boyang.
Hanyus Vortrag war nicht so flüssig wie seine ausserordentlichen Programme in der Grand-Prix-Serie, als er den Weltrekord auf 330,43 Punkte verbessert hatte. Schon den ersten vierfachen Salchow musste er mit der Hand abfangen, beim zweiten stürzte er gar und konnte keinen Sprung folgen lassen. Weil man ein Element nur in Kombination springen darf, bekam der Asiate dafür keine Punkte.
Die 4000 Japaner in der Arena warfen Blumen und Stofftiere auf die Eisbahn, Hanyu war aber betrübt. Trainer Brian Orser musste ihn an der Bande trösten.
Der Kanadier fieberte nur Minuten später an der Bande mit Fernandez - die beiden Topleute trainieren bei dem Weltmeister von 1987 in Toronto. Der Südeuropäer befand sich die ganze Saison auf Formsuche - zum Saisonhöhepunkt erwischte der vierfache Europameister aber eine Sternstunde. Drei vierfache Elemente klappten einwandfrei, ebenso die schwierigen Kombinationen.
Das faire Publikum feierte den Spanier. "Es ist nicht so leicht, einen Titel zu verteidigen", sagte der Sprungkünstler aus Madrid. Einige Verletzungen hätten ihm den Winter über zu schaffen gemacht. "Ich wusste, wenn ich gewinnen will, muss ich ganz sauber laufen", ergänzte Fernandez.
sda-ats