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Wird der Kampf gegen die überschüssigen Pfunde gemeinsam angegangen, stellen sich bessere Erfolge ein. Das geht aus einer Studie des Brigham and Women’s Hospital in Boston hervor. Gemeinsam mit 170 Allgemeinärzten untersuchte ein Forscherteam des Spitals die Erfolgschancen von verschiedenen Kommunikationsformen. An der Studie beteiligten sich 840 Menschen mit Adipositas, ihr Body-Mass-Index (BMI) lag im Schnitt bei 32,5.
Studienteilnehmer, die lediglich per Post über Methoden zur Ernährungsumstellung und Bewegungssteigerung informiert wurden, nahmen innert eines Jahres 1,2 Kilogramm ab.
Jene Patienten, die dieselben Informationen über ein Online-Programm erhielten, in dem auch ein Ernährungsplan erstellt und Ziele definiert werden konnten, verloren im selben Zeitraum 1,9 Kilogramm. Ein halbes Jahr nach Abschluss der Studie hatten diese Teilnehmer allerdings im Schnitt wieder 700 Gramm zugenommen.
Erfolgreicher zeigte sich die dritte Gruppe der Studienteilnehmer: Zusätzlich zum Onlineprogramm wurden sie von einem Population Health Manager begleitet, der ihre Aktivitäten in der App überprüfte und anregte sowie monatliche Beratungsgespräche durchführte. Die Patienten dieser Gruppe verloren innerhalb eines Jahres 3,1 Kilogramm und hielten ihr Gewicht auch ein halbes Jahr nach Abschluss der Studie.
Adipositas ist ein bedeutender Risikofaktor für zahlreiche systemische und organische Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Ab einem BMI von 30 liegt Fettleibigkeit vor. Diese zu reduzieren, gilt unter Medizinern als äusserst schwierig, weil hierfür die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten der Betroffenen oft tiefgreifend verändert werden müssen. In der Schweiz gelten elf Prozent der Bevölkerung als fettleibig.