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Im Jahr 1860 fühlen sich die Benediktiner und das Kloster Einsiedeln in der jungen Schweiz in ihrer Existenz bedroht. Es war die Zeit der Kulturkämpfe. Das heisst, die Vertreter eines liberalen Staates wollten den katholischen Einfluss zurückdrängen. Aus Furcht vor einer drohenden Aufhebung gründete das Kloster Einsiedeln 1854 das katholische Tochterhaus St. Meinrad. Dieses lag in der Nähe von Tell City in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA). St. Meinrad diente zur Absicherung und als möglicher Zufluchtsort. Ausserdem wollte man den katholischen Glauben in den USA verbreiten. Und weil die Neugründung in Schwierigkeiten war, sollte Martin Marty dort für Ordnung sorgen.
Dies tat er mit einigem Erfolg. Doch 1876 entschloss sich Martin Marty, sein Amt niederzulegen und das Kloster St. Meinrad zu verlassen. Er folgte dem Ruf des Bureau of Catholic Indian Mission und nahm eine neue Aufgabe als «Indianermissionar» in Standing Rock in South Dakota in Angriff. Energisch setzte er sich dafür ein, die Lakota zum Christentum zu bekehren und zu «zivilisierten» Bürgern zu erziehen.
In dieser Lektionenreihe erkunden wir das Leben von Martin Marty und die Hintergründe und Auswirkungen der «Indianermission» in Amerika.