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Nach den zivilrechtlichen Untersuchungen startet in Grossbritannien nun die strafrechtliche Aufarbeitung der weltweiten Devisentricksereien der Banken.
Die britischen Behörden haben strafrechtliche Ermittlungen im Zusammenhang mit mutmasslichen Manipulationen am Devisenmarkt gestartet. Dies teilte das Betrugsbekämpfungsamt Serious Fraud Office am Montag mit. Rund 15 Behörden in aller Welt untersuchen derzeit, ob es auf den weitgehend unregulierten internationalen Devisenmärkten zu Absprachen bei Referenzkursen und Preismanipulationen gekommen ist.
Basis für Währungsgeschäfte
Pro Tag wechseln weltweit Devisen im Volumen von rund 5,3 Billionen Dollar den Besitzer. Die Referenzkurse, die einmal am Tag festgestellt werden, dienen Unternehmen und grossen Profi-Anlegern wie etwa Investmentfonds als Basis für ihre Währungsgeschäfte. Zahlreiche Banken, darunter die Deutsche Bank, Lloyds, Citigroup, Barclays und JP Morgan Chase haben im Zusammenhang mit Manipulationsvorwürfen personelle Konsequenzen bei Devisenhändlern gezogen.
Barclays hatte im Juni 2012 als erstes Institut eine Busse von 450 Millionen Dollar für die Manipulation des Referenz-Zinssatzes Libor aufgebrummt bekommen, der Grundlage für unzählige Finanzgeschäfte ist.
(reuters/chb)