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Kapelle St. Anna Gspon
Die St. Anna Kapelle befindet sich im Weiler Gspon, der ca. 1900 m.ü.M liegt. Man erreicht sie, indem man mit dem Seilbahn nach Gspon fährt. Rechts von der Seilbahnstation in Gspon sieht man den Kapellenturm bereits. Oder man läuft vom Dorf (Staldenried) zu Fuss über …. (ehe eine Wanderung von circa 1 Stunde).
Die St. Anna Kapelle Gspon wurde im Jahre 1691 gebaut. 1698 wurde die Empore erstellt und gleichzeitig eine Orgel angeschafft. 1700 soll das grosse Kreuz ob dem Chorbogen angebracht worden sein (Pestkreuz). 1703 wird der Bau vom Turm mit Glocke erwähnt.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Kapelle mehrmals renoviert. Im Jahre 1937 wurde ein zweiter Dachstuhl eingebaut. Gleichzeitig versetzte man den Turm in die obere Hälfte des Daches, ungefähr ob dem Chorbogen. 1956 erfolgte eine weitere Renovation. Der Turm wurde wieder an seinen ursprünglichen Platz versetzt, da, wo er heute noch ist. Die letzte Renovation erfolgte in den Jahren 1989/90.
Die Kapelle Gspon besass am Anfang eine [kleine] Orgel. Wann diese Orgel ausgebaut wurde, ist nirgends schriftlich belegt. Heute befinden sich noch im alten Schulhaus dreizehn Rohre aus speziellem Material. In allen drei Rohren sind teils gedrehte Einsätze. Alle gleichen sich wie ein Ei dem andern.
Der Barockaltar
Der barocke Schnitzaltar in der Kapelle von Gspon ist ein Kleinod Walliser Schnitzkunst.
Erbaut 1691, restauriert 1849, 1939/40, 1956 und 1991. Er wurde 1956 unter den Bundes- und Kantonsschutz gestellt. Der Künstler dieses Barockaltars ist unbekannt. Einige vermuten, es handle sich um ein Werk des damals wohl berühmtesten Bildhauers Johann Ritz (1666 -1729) von Selkingen. Andere glauben, es ist ein Altar des Johann Sigristen.
Im rundbogigen Mittelschrein steht die hl. Familie. Auf sie herab schwebt zwischen Puttenengeln (Putte = Haupt eines Engels) der hl. Geist. Darüber breitet Gott Vater seine Arme aus. Seitlich zwischen den Säulen stehen links der hl. Petrus mit seinen Insignien, dem Schlüssel und dem Evangelium. Über seinem Haupt ein Engel mit der Tiara, rechts die hl. Margaretha mit dem Lindenwurm und über ihrem Haupt ein Engel mit der Krone. Im Frontspitz mit ovalem Rahmen die Patronin der Kapelle, die hl. Anna.