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Argentinien ist ein Land der Superlative. Mit den höchsten Anden-Gipfeln des südamerikanischen Kontinents, mit den Weiten der Pampa, lebendigen Städten, wunderbaren Stränden und dem abenteuerlichen Patagonien. Es ist ein Land der grossen Steaks, der mutigen Gauchos und des gefühlvoll getanzten Tango.
Mehrere Fluggesellschaften bieten Verbindungen von Zürich, Genf und Basel nach Argentinien an. In fast allen Fällen sind ein bis zwei Zwischenstopps einzuplanen. Die Flugzeit beträgt zwischen 13 und 16 Stunden.
Schweizer Bürger benötigen zur Einreise nach Argentinien lediglich einen Reisepass. Dieser sollte noch mindestens eine Gültigkeitsdauer von drei Monaten haben. Für Touristen ist die Aufenthaltsdauer auf 90 Tage begrenzt. Möchte man länger bleiben, muss ein Visum beantragt werden.
Das Klima in Argentinien weist keine einheitlichen Strukturen auf. Im Norden ist mit subtropischen Temperaturen zu rechnen, in der Pampa sind sie eher gemässigt und in Patagonien kann es sehr kalt werden. Die Jahreszeiten des Landes sind den europäischen entgegen gesetzt. In Buenos Aires sind die Monate Januar und Februar besonders heiss, Juli und August sind die kältesten Monate. Den Norden sollte man im argentinischen Winter bereisen - der Süden weist zwischen Dezember und Februar die besten Temperaturen auf.
Dies ist ein kinderfreundliches Land. In Restaurants finden Familien für ihren Nachwuchs häufig ein spezielles Angebot, allerdings sind die Portionen für die Erwachsenen meist so üppig, dass genug übrig bleibt für die Kinder. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist es die Regel, dass Fahrgäste für Familien mit ihren Kindern aufstehen und ihnen den Platz anbieten.
90 Prozent der argentinischen Bevölkerung bekennt sich zum katholischen Glauben. Alle übrigen Religionsgemeinschaften spielen im Lande eine untergeordnete Rolle. Zwei Prozent der Menschen sind evangelisch, ein Prozent ist jüdisch.
Spanisch ist die Amtssprache in Argentinien. Die Bevölkerung nennt sie allerdings "Castellano". Die Mundart entscheidet sich in wesentlichen Punkten von dem Spanisch in Spanien (von der Region um Barcelona abgesehen). Die indianische Urbevölkerung beherrscht die Sprachen Guarani, Quechua und Mapudungun. Im Grossraum Buenos Aires und in der Provinz Cordoba wird häufig deutsch gesprochen.
In Argentinien gibt es landesweit 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom. Allerdings sind die Steckdosen im Lande nicht genormt. Deshalb empfiehlt es sich, bereits vor dem Abflug in der Schweiz einen Adapter zu erwerben.
Zur Einreise haben die Behörden keine Impfungen vorgeschrieben. Jedoch ist ein Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis ratsam. Im Norden Argentiniens kam es in jüngster Zeit wiederholt zu Denguefieber und Malaria. Die Mücke, die das Denguefieber überträgt, ist im übrigen tagaktiv. Das Gesundheitssystem des südamerikanischen Landes zählt zu den effektivsten des Kontinents. Es wird davor gewarnt, sich in den Nachtstunden als Fussgänger in den grösseren Städten zu bewegen. Als besonders sicher gelten die sogenannten "Radio-Taxis". > EDA Hinweise Argentinien
Um aus dem Festnetz zu telefonieren, sucht man in Argentinien am besten ein Centro de Llamadas oder einen Locutorio auf. Dort stellt man die Verbindung aus einer Kabine her und bezahlt nach Ende des Gesprächs. Wer mit dem Handy telefonieren möchte, sollte sich um eine SIM-Karte bemühen. Sie ist auch für zehn Euro pro Woche zu mieten. Internet-Cafés gibt es inzwischen in fast allen Städten.
In Restaurants ist es üblich, etwa fünf bis maximal zehn Prozent des Rechnungspreises in bar auf dem Tisch zu lassen. Auch Gepäckträger im Hotel oder am Flughafen erwarten ein "Propina". Es ist üblich, bei einem längeren Hotelaufenthalt dem Bedienungspersonal ein Trinkgeld zu geben. Taxifahrer erhalten lediglich den Fahrpreis ohne Aufschlag.
Augen auf im Strassenverkehr - das gilt in einem sehr hohen Masse bei Reisen durch Argentinien. Fussgänger geniessen nur einen geringen Schutz und an Ampeln sollte man darauf vorbereitet sein, dass Autofahrer häufig einen Blitzstart hinlegen, wenn dass grüne Licht aufleuchtet. Grundsätzlich gilt: Der Stärkere hat auf den Strassen Recht.
Seit dem 1. Januar 1992 ist der Peso die Währung des Landes. Er unterteilt sich in Centavos. Die argentinische Währung wurde in ihrer jüngeren Geschichte wiederholt abgewertet und erhielt seit 1935 viermal einen neuen Namen. Inzwischen hat sich eine Art Parallelmarkt für Wechselkurse etabliert. Der amerikanische Dollar ist quasi die Zweit-Währung in Argentinien. Wer mit "harten" Devisen zahlt, erhält häufig bei seinen Rechnungen einen Nachlass. Es gibt ein landesweit gut ausgebautes Netz an Geldautomaten. Kreditkarten werden überall akzeptiert.
Zur mitteleuropäischen Sommerzeit beträgt die Differenz minus fünf Stunden und zur Winterzeit minus vier Stunden. Die Zeitzone nennt sich ART (Argentina Time).