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Mailand (awp/sda/afd) - In Italien ist ein Prozess wegen Betrugs gegen die UBS, die Deutsche Bank und zwei weitere Banken bis September vertagt worden. Der Mailänder Richter Oscar Magi setzte am Mittwoch den nächsten Verhandlungstermin für den 24. September an.
In dem Anfang Mai eröffneten Prozess müssen sich neben der UBS und der Deutschen Bank auch die zur verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) gehörende Depfa sowie die US-Investmentbank JP Morgan verantworten. Zudem stehen elf Manager der Banken und zwei frühere Angestellte der Stadt Mailand vor Gericht. Den Finanzinstituten wird Betrug bei der Neuverhandlung der Schulden der Stadt Mailand im Jahr 2005 vorgeworfen.
Der Richter wies am Mittwoch einen Antrag der Verteidiger zurück, die Anklageschrift ins Englische zu übersetzen. Die Anwälte argumentierten, das Schriftstück sei unklar formuliert. Zudem führten sie an, dass es sich bei den angeklagten Finanzinstituten schliesslich um ausländische Banken handele.
Die vier Banken sollen der Stadt hoch komplizierte und risikoreiche Finanzprodukte mit dem Argument verkauft haben, dass sie durch die Investition in die Papiere Geld spare. Mailand schätzt die Verluste durch den mutmasslichen Betrug bislang auf 300 Mio EUR. Endgültig sei dies aber erst 2035 zu sagen, wenn der Vertrag ausläuft. Die Banken sollen an dem Geschäft 100 Mio EUR verdient haben. Die Finanzinstitute weisen die Anschuldigungen zurück.
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