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|Taktik 3.: Taktische Grundregeln
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|Autor:
|Steiny [ 11/12/2012, 18:47 ]
|Betreff des Beitrags:
|Taktik 3.: Taktische Grundregeln

Taktische Grundregeln
Anmerkung: Einige der im Folgenden genannten Verhaltensweisen sind von Gebirgsjäger im Projekt 4MT(1) angeregt worden.
Es ist völlig korrekt, dass sich feste Strukturen in einem Team auf Vereinsebene ergeben. Dennoch hat jeder Spieler die Geländegegebenheit im Spiel zu beachten. Er muss also nicht nur auf das achten, was das Team (egal ob 2er-Team oder 4MT oder so) macht, sondern auch beachten, wie die Geländebeschaffenheit ist. Er muss sich sozusagen taktisch bewegen.
1. Taktische Verhaltensregeln
Es ist nicht möglich, sich auf dem Spielfeld so zu bewegen, dass man schützende Deckung zur Verfügung hat. Man kann sich aber innerhalb einer Gruppe (egal ob 2-Mann-Team, 4-Mann-Team, Squad, etc.) so bewegen, dass man Deckung durch einen Teamkameraden oder durch ein anderes Team bekommt.
Hier stellt sich die Problematik, dass in der Deutschen Begrifflichkeit das Wort Deckung eine Doppelbedeutung hat. Sich durch einen Teamkameraden decken zu lassen bedeutet nicht, ihn in physischer Form wie ein Schild als Deckung zu benutzen. Es beutet beschützt zu werden, indem er einen Bereich abdeckt, den man selber nicht zeitgleich abdecken kann. Der englische Begriff "Cover" ist da die deutlich bessere Vokabel.
In jedem Fall ist es richtig, sich so zu bewegen, dass man schnell in Deckung gehen kann. Henning Hoffman schreibt, was den Schusswechsel betrifft einen sehr einfachen Kommentar, den man auch auf das Airsoft spielen beziehen kann. „[…] Richtiges taktisches Verhalten [ist] zu aller erst, sich aus der Schusslinie heraus zu bewegen."(2)
Wie das Spielareal auch beschaffen ist, die Ausgangsituation um Deckung zu finden bleibt immer identisch:
- Ist die Vegetation sehr dicht bzw. bietet es durch umgestürzte Baumstämme Deckung, ist es ausreichend sich hinzuhocken.
- Hat man Kontakt mit Gegenspielern in einem lichten Waldstück oder auf freiem Feld, dann muss man sich flach auf den Boden legen.
- Spielt man auf einem Gelände das Gebäude darauf stehen hat, muss man sich von Gebäudeecke zu Gebäudeecke bewegen. Ein Spieler checkt die Lage, während die anderen Teammitglieder mit der Rundumsicherung beschäftigt sind.
- Im Gebäude zu spielen ist eine grosse Herausforderung. Im so genannte Close-Quater-Battle (CQB) - oder wie man auch immer das Spielen auf Arealen bezeichnen möchte, bei dem mit und in Gebäuden gespielt wird - gelten die gleichen Verhaltensregeln wie im Gelände. Man sucht sich Deckung oder deckt den vorrückenden Teamkameraden.
2. Faktoren die die Verhaltensregeln beeinflussen
Die taktischen Grundregeln sind von drei Faktoren abhängig, die sich aus einer Reihe von lokalen Gegebenheiten ableiten. Es sind die Gruppen-, Gelände- und Spielfaktoren, auf die man als Spieler keinen Einfluss hat. Ohne die Berücksichtigung der Faktoren ist kann keine taktische Vorgehensweise überlegt werden. Dabei ist es unerheblich, wie man den Begriff Taktik für sich persönlich oder im Allgemeinen definiert.
Der erste Faktor ist der Gruppenfaktor. Er beinhalten drei Aspekte:
- die Spieleranzahl der eigenen Mannschaft,
- die Bewaffnung und
- die Teamfähigkeit.
Die Spieleranzahl ist ein Aspekt, weil daraus resultiert, wie man sich organisiert und strukturiert muss. Spielt man mit einer kleinen übersichtlichen Anzahl Personen, reicht eine Person als Leader aus. Werden dagegen mehrere Dutzend Personen zu einem Spiel eingeladen, benötigt man eine Mannschaftsleitung.
Die Bewaffnung ist ein Faktor, weil je nach den Vorgaben der Spielleitung die Schussenergie und Schusskadenz zu berücksichtigen ist. Legt die Spielleitung bestimmte FPS- bzw. Joulelimite fest, ist es unnötig zu überlegen, wie viele Sniper mit weitreichenden ASGs (Airsoftguns) eingesetzt werden können.
Die Teamfähigkeit ist ein Faktor, den man nicht direkt bemessen kann, wie die FPS- oder Jouleangaben einer ASG. Unter ihr ist der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft zu verstehen. Dass meint nicht, dass irgendwo ein Team einen gegnerischen Kontakt hat und ein anderes Team losgeht um zu helfen. Vielmehr ist gemeint, dass Spieler sich austauchen und besprechen um das gemeinsame Ziel gemeinsam zu erreichen. Der Schweizer Airsoftverband (ASVD), nennt dies "die zur Verfügung stehenden Ressourcen"(4), nutzen. Hierzu zählt auch die Erfahrung der Spieler.
Der zweite Faktor ist der Geländefaktor. Er berücksichtigt folgendes:
- handelt es sich um ein Spiel im offenen Gelände oder
- um ein Spiel im Close Quater Battle also CQB.
Bei Spielen im offenen Gelände muss überlegt werden, wie das Gelände für sich ausgenutzt werden kann. Gibt es Positionen, von denen man einen guten Überblick hat oder von der aus die Bewegungen der gegnerischen Spieler gut beobachtet werden können. Gibt es viel Wald, grosse Freiflächen, Höhenunterschiede, die Deckungsbereiche bieten, oder von wo aus man die gegnerische Mannschaft umgehen kann. Das sind Geländefaktoren - oder wenn man diese nicht bedenkt, eben der Faktor, der die grössten Überraschungen bietet.
Bei Spiel im Close Quater Battle muss berücksichtigt werden, wie dicht die Gebäude stehen und ob die Gebäude eher gross oder klein sind. Bieten sie gute Deckung oder haben sie mehr Vorteile für das gegnerische Team, statt für das eigene. Hier fliesst besonders die Teamfähigkeit und im besonderen die Erfahrung der Spieler ein.
Und der dritte zu berücksichtigenden Faktor ist der Spielfaktor. Er besteht aus:
- der offensiven bzw.
- defensiven Spielweise.
Die Spielweise wird aufgrund der Aufgabenstellung zum Spiel oder als taktische Variante bewusst gewählt. Aber auch die Überlegenheit der gegnerischen Mannschaft, kann die eine oder anderen Spielweise aufzwingen.
Die taktischen Grundregeln setzen sich zusammengefasst aus zwei großen Bereichen zusammen.
Zum einen aus dem, wie sich der Einzelne im bespielten Areal zu verhalten hat. Was bedeutet, dass man seinem Teamkollegen Deckung gibt, indem man den Bereich, den er nicht Überblicken und Überwachen kann, sichert. Als Einzelspieler kann man sich demnach nicht behaupten, so dass aus Airsoft wieder ein Teamspiel resultiert. Kommt es zu einem Kontakt mit gegnerischen Spielern - was ja der Sinn des Spiels ist - dann gilt in jedem Fall aus der Schussbahn und in Deckung zu gehen.
Zum anderen werden die taktischen Grundregeln von Gruppen-, Gelände- und Spielfaktoren beeinflusst. Das sind Faktoren, die in Abhängigkeit des Geländes bzw. Areals Berücksichtigung finden müssen.
Es ist dabei unwichtig, ob man im bewaldeten oder bebautem Gelände spielt man muss immer darauf gefasst sein, überrascht zu werden. Denn was der eine als hinterhältige Aktion bezeichnet, nennt der andere einen taktischen Vorteil nutzen.
Grüsse
Steiny
Quellen:
(1) Projekt 4MT http://www.team-avengers.de/softairpage ... regeln.htm (Seite aufgerufen am 4.6.2011)
(2) Henning Hoffmann, „Feuerkampf & Taktik“, dwj Verlags-GmbH 2008, Seite 74
(3) http://www.asvd.sasf.ch/index.php?id=43&items=12 (Seite aufgerufen am 11.12.2012)
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