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Konstanz – Am Freitag, 17. Januar, und Mittwoch, 22. Januar, um 19.30 Uhr, und Sonntag, 19. Januar, um 18 Uhr, findet im Konzil Konstanz ein philharmonisches Konzert unter dem Namen «Im Schutz der Nacht». Die öffentliche Generalprobe ist am 17. Januar, um 9.30 Uhr.
Seine Wertschätzung für den Kollegen zollt der estnische Komponist Arvo Pärt in »Cantus in Memoriam Benjamin Britten«. Die sowjetischen Kommunisten warfen Pärt »westliche Dekadenz« vor und zwangen ihn 1980 zur Emigration. Gleichzeitig ist er einer der meistaufgeführten lebenden Komponisten. Ein Suchender, nicht nur in musikalischer, sondern immer auch in spiritueller Hinsicht. Sein »Cantus in Memoriam Benjamin Britten« kann als Meditation über den Tod angesehen werden und wird durch die Stille am Anfang sowie am Ende geprägt – Stille als Metapher für den Tod, für die Stille aus der wir kommen und in die wir am Ende des Lebens wieder zurückkehren.
Benjamin Britten ist der bedeutendste englische Komponist seit Henry Purcell, sein musikalisches Erbe so klug wie empfindsam, so sperrig wie nobel, so typisch englisch wie unbedingt kosmopolitisch. Sein Liedzyklus »Serenade für Tenor, Horn und Orchester« macht den Auftakt dieses Konzerts. Der auf sechs Texten englischer Dichter verschiedener Jahrhunderte basierende Liedzyklus gilt als ein Meisterwerk der englischen Liedkunst.
Nach der Konzertpause schließt sich die Symphonie Nr. 10 e-Moll op. 93 von Dmitri Schostakowitsch an. Schostakowitsch ist der musikalische Chronist einer Epoche, seine Werke künden vom Grauen und der Grandezza des 20. Jahrhunderts. Enorme Kraft und grosse Verletzlichkeit liegen in ihnen so eng beieinander wie selten. Er findet eine Sprache für das Unsagbare. Acht Jahre nach Stalins Tod beginnt er mit der Arbeit an einer neuen Symphonie, in der er seine eigenen Erfahrungen der Zeit des Stalin-Regimes verarbeitete. Bei ihrer Uraufführung am 17. Dezember 1953 in Leningrad und am 28. Dezember in Moskau löste diese Symphonie heftige Reaktionen aus. Damals ein Wagnis, gehört die Symphonie heute zum festen Repertoire weltweit und hat von ihrer Eindringlichkeit nichts verloren.
Im Philharmonischen Konzert »Im Schutz der Nacht« sind der Hornist Carsten Duffin und der Tenor Robin Tritschler zu Gast, das Orchester wird von Marcus Bosch, dem Ersten Gastdirigenten der Südwestdeutschen Philharmonie, geleitet.
Eine Stunde vor Konzertbeginn findet im Studio der Philharmonie ein Einführungsvortrag mit Intendantin Insa Pijanka statt.
Karten für das Konzil sind beim Stadttheater Konstanz (+49 (0)7531 900-2150), bei der Südwestdeutschen Philharmonie (9 bis 12.30 Uhr) und bei der Tourist-Information am Hauptbahnhof, sowie allen Ortsteilverwaltungen erhältlich. Tickets können auch bequem im Internet gekauft und per print@home ausgedruckt werden unter: www.philharmonie-konstanz.de.