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Die Blase platzte im Jahr 2011, als Geschäftspartner, Angestellte und Freunde des ehemals prominenten Juristen Franz A. Zölch plötzlich bereit waren, über dessen Machenschaften zu berichten. Über die Darlehen, die sie ihm gewährt hatten, um dem Eigentümer einer grossen Kanzlei durch einen finanziellen Engpass zu helfen. Nur für ein paar Tage, dann nämlich werde er horrende Geldsummen erhalten – ausstehende Honorare aus blockierten Geschäften. Dann werde er sofort alles zurückzahlen, versprach Zölch.
Viele glaubten dem Brigadier, Ex-Gatten einer Regierungsrätin und Ex-Präsidenten des Eishockeyverbands. Doch Dutzende Geschädigte warten bis heute auf ihr Geld, es geht um Millionen.
Im vergangenen März verurteilte das Regionalgericht Bern-Mittelland Zölch wegen gewerbsmässigen Betrugs zu einer 30-monatigen Freiheitsstrafe, 12 Monate müsste der 73-Jährige absitzen.
Dagegen wehrt er sich vor dem Berner Obergericht. Sein Anwalt will sich vor der Verhandlung am 25. Februar nicht äussern. Vor dem Regionalgericht hatte er noch umfassende Freisprüche verlangt. Zölch hat die Fragen des Beobachters nicht beantwortet. Unzufrieden ist auch die Staatsanwaltschaft, die 56 Monate Freiheitsstrafe beantragt hatte. Es gilt die Unschuldsvermutung.