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Riffelalp–Riffelalp Hotel
|Kürzel||RiT|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1899-07-13|
|Betriebseinstellung||1960-09-01|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Das 1899 eröffnete, nur knapp 500 Meter lange RiT (Riffelalp Tramway) war eine reine Aktiengesellschaft ohne feste Anleihen. Die einspurige und von Beginn an elektrifizierte Anlage verband oberhalb von Zermatt die Bahnstation Riffelalp der Gornergratbahn (GGB) mit dem eindrücklichen «Grand-Hotel Riffelalp», das über rund 200 Zimmer verfügte und Besitzerin des RiT war. Über 2200 Meter über Meer errichtet, handelte es sich um die höchstgelegene Trambahn der Schweiz – wenn man denn überhaupt von einer Trambahn sprechen kann.
Das RiT verkehrte nämlich nicht ganzjährig, bediente nur gerade zwei Stationen und bot bis 1913 pro Tag lediglich rund 10 Züge an, die mit den Halten der GGB koordiniert waren. Es beförderte fast nie mehr als 2000 Fahrgäste pro Jahr, und sein Ertrag aus dem Güterverkehr war ab 1907 in der Regel grösser als aus dem Personentransport. Einer der zwei Triebwagen des RiT fand ausschliesslich für den Waren- und Gepäcktransfer zwischen der GGB-Station und dem Hotel Verwendung. Angesichts dieser Umstände kann man das RiT nicht als Trambahn im eigentlichen Sinn bezeichnen. Sein Geschäftsgang hing vollkommen von demjenigen des Hotels ab, zu dessen Infrastruktur es gehörte und das nach 1914 auch die Defizite deckte. Die Betriebsergebnisse lagen bis 1913 stets im positiven Bereich, nach dem Ausbruch des Weltkriegs bis 1919 im negativen. Die Verluste hielten sich aber in Grenzen, zumal das sowieso schon sehr geringe Transportangebot stark reduziert wurde.
Die Baukosten des RiT bezifferten sich auf knapp 54'000 Franken, womit es hinter dem Pferdetram in Mürren (RM) die zweitbilligste Trambahn der Schweiz war (Stand 1920). Pro Kilometer waren es indessen immerhin 112'300 Franken, wobei der grösste Kostenpunkt das Rollmaterial darstellte.
Das RiT nahm den Betrieb 1961 nicht mehr auf, nachdem im Februar jenes Jahres ein Grossbrand das Grandhotel zerstört hatte. Anno 2000 erlebte das RiT jedoch eine Neugeburt und ist seither mit originalgetreu nachgebauten Wagen wieder in Betrieb.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.