Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03273.jsonl.gz/2315

Anispi des Monats Februar
Salz Ziel:
Die Kinder und Jugendlichen erkennen den Wert des Alltäglichen und der scheinbar weniger wertvollen Dingen.Gedanke:
Es ist Winter, kalt und eisig. Vor wenigen Tagen besuchte ich den Baumarkt und beim Eingang stapelte sich sack- und kübelweise Salz. Ich kaufte einen, in der Hoffnung, dass es mich vor einem bösen Sturz bewahrt. Salz ist ein echter Vielkönner, ja sogar lebensnotwendig.Text:
Es war einmal ein König, der drei Töchter hatte; alle liebte er aufrichtig. Eines Tages wollte der König wissen, welche von den drei Töchtern ihn wohl am meisten liebte. Er rief seine Töchter zusammen und legte ihnen die Frage vor. Die älteste Tochter sagte: «Vater, ich liebe dich wie das Licht deiner Augen!» Dann erhob sich die zweite und sprach: «Vater, ich liebe dich so sehr wie mein Leben!» Dann fragte der König seine jüngste Tochter und diese erklärte: «Vater, ich liebe dich wie das Salz!» Da schrie der König: «Hinweg aus meinen Augen, die du deinen alten Vater verspottest und dich über seine weissen Haare lustig machst. Tritt nie wieder unter meine Augen!» Die jüngste Königstochter irrte durchs Land. Erst ernährte sie sich von Früchten, die sie fand. Dann trat sie bei Bauersleuten in den Dienst. Weil sie tüchtig arbeiten konnte, wurde sie reich. Sie liess einen Palast bauen und gab in ihm grosse Feste. Eines Tages lud sie unter falschem Namen auch den König ein. Die Gastgeberin empfing ihn liebenswürdig. Erstaunen erfasste den König, als er bemerkte, dass alle Speisen ungesalzen waren, so schön sie sonst aussahen. Etwas enttäuscht legte er seinen Löffel hin. Die Gastgeberin sah dies und fragte ihn, warum er denn die Speisen verschmähe. Der König erwiderte darauf: «Ungesalzen ist eine Speise nur halb so gut. Salz ist das notwendigste Gewürz. WO es fehlt, fehlt alles!» Jetzt erhob sich die Gastgeberin und sprach: «Vater, das meinte ich, als ich dir sagte, ich liebe dich wie das Salz.» Da fing der König an zu weinen. Er umarmte seine Tochter und übergab ihr die Krone und das Reich..Märchen aus MaltaAnimation:
Aus Salzteig können wunderbare Eiskristalle geformt werden. Für den Teig braucht es immer zwei Teile Mehl und einen Teil Salz. Unter Zugabe von Wasser das Mehl- und Salzgemisch. Dann können die Kristalle oder Figuren geformt und bei ca. 150 Grad im Ofen 20 bis 30 Minuten gebacken werden. Wenn die Figuren kalt sind, können die Kunstwerke mit Wasserfarbe bemalt werden.Ausklang:
An der Vernissage werden übliche Leckereien angeboten. Aber irgendwas scheint komisch. Tatsächlich, da fehlt doch das Salz! Es ist spannend, einmal auszuprobieren, wie uns vertraute Speisen ohne Salz schmecken. Damit der Unterschied wirklich klar wird, gibt es die gleichen Leckereien auch noch mit Salz.
Dieses Anispi stammt aus akzente Salz
.