Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03516.jsonl.gz/1708

Am nächsten Abend erreichten wir Dera Ghazi Khan, der letzte grössere Ort, bevor wir das Dorf erreichten, wo wir Eid verbringen würden. Wir mussten was essen. Fruits and dahi (Joghurt), spicey!! Wie ich das liebe! Das hätte ich morgen am liebsten wieder zum Frühstück! Wenn man als Frau in so ein Essenslokal kommt, wird einem sofort das Separé hinter einem Vorhang angeboten. Wir sassen da mit anderen Frauen, die ihre Schleier abgenommen hatten, die uns genau beäugten und guckten, wie wir assen und fragten, ob sie mit dem Handy Fotos machen dürften. Draussen waren viele Burkas zu sehen, ein Tuch von Kopf bis Fuss mit Gitternetzpartie für das Gesicht. Oben auf dem Kopf gipfelte das Tuch in einen sonderbaren Stöpsel, so dass der Anblick irgendwie ziemlich an eine Birne erinnerte. Es fiel auf, dass alle Frauen ihre Gesichter verdeckt hielten. Mein Tuch liess mein Gesicht offen, daher war ich auffallend, auch durch meine Gesichtsfarbe. Die Blicke waren immer extrem neugierig und ungeniert, doch ich sah darin keinen Vorwurf oder einen schlechten Gedanken. Vermutlich schaute ich selber oft auch neugierig zurück. Ich brauchte noch ein paar geschlossene Schuhe, da ich mich in Lahore barfuss in offenen Schuhen fürchterlich erkältet hatte. Zeeshan on his spending spree und in seiner unendlichen Gastfreundschaft musste mir die Schuhe einfach kaufen. Was David und ich nur anguckten, wir mussten aufpassen, dass Zeeshan es für uns nicht sofort erwarb. Im Dunkeln erreichten wir das Dorf.