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Endlich Frieden
Die Sonderausstellung «Frieden verhandeln – Baden als Zentrum der europäischen Friedensdiplomatie 1714» widmet sich dem Konflikt um die spanische Erbfolge und thematisiert die Bedeutung der Diplomatie vor 300 Jahren. Anhand zentraler Protagonistinnen und Protagonisten werden die komplexen politischen Mechanismen und Einflüsse der europäischen Herrscherhöfe aufgezeigt. Das ungewohnt höfische Klima in der Kongressstadt Baden ist ebenso Thema wie die involvierten Familien der Schweizer Oberschicht und die eidgenössischen Söldner, die im spanischen Erbfolgekrieg auf den Schlachtfeldern kämpften.
Europa und die Schweiz
Die Ausstellung ist Teil eines von der EU geförderten Kulturprojekts und wurde in Zusammenarbeit mit den «Friedensstädten» Utrecht und Rastatt sowie Madrid realisiert. Herausragende Objekte aus namhaften Museen Europas sind erstmals in der Schweiz zu sehen.
Am 7. September 1714 unterzeichnen Marschall de Villars und Prinz Eugen von Savoyen im aargauischen Baden den letzten der drei Friedensverträge, die den spanischen Erbfolgekrieg – den «ersten Weltkrieg» im 18. Jahrhundert – beenden. Der Dreifachfriede von Utrecht (1713), Rastatt (1714) und Baden (1714) stellt einen historischen Wendepunkt dar: In Europa sind erstmals Ansätze eines Gleichgewichts der Kräfte erkennbar. Die Verhandlungen in Baden finden zwischen den Delegationen des Kaisers Karl VI. im Namen des Heiligen Römischen Reichs und jenen des französischen Königs Ludwig XIV. statt. Während der viermonatigen Verhandlungszeit logieren über 60 Delegationen aus ganz Europa in Baden und bringen Geld und Glanz in die Stadt an der Limmat.