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Mittwoch 14. März 2018
„Haben Sie schon gewusst, dass es (in der Schweiz, Anm. der Verf.) 1.5x mehr PET-Sammelstellen als ÖV-Haltstellen gibt?“ Ich, bevor ich eine Arbeit verfasste, die unter anderem die Themen Nachhaltigkeit und Recycling anschneidet, auch nicht. Meine Maturitätsarbeit fokussierte auf zwei zentrale Aspekte des Themas: PET-Getränkeflaschen und Plastikverpackungen von Lebensmitteln. In diesem Artikel werde ich jedoch nur auf die PET-Getränkeflaschen eingehen.
In den Vereinigten Staaten ist das Flaschenwasser sehr beliebt: Im Jahr 2011 konsumierte jeder US-Bürger, egal ob Mann, Frau oder Kind, 222 Getränkeflaschen verschiedenster Grössen, das sind vier Flaschen Wasser pro Woche. Und das betrifft nur Wasser. In der Schweiz sieht die Situation ähnlich aus: Egal ob Wasser oder Süssgetränke, 1.6 Milliarden Getränke in PET-Flaschen konsumieren die Schweizer_innen pro Jahr. Das bedeutet, dass jede/r Schweizer_in jährlich ungefähr 191 PET-Getränkeflaschen trinkt (Stand: 2017).
PET steht kurz für Polyethylenterephthalat und ist ein Kunststoff, der aus Erdöl oder Erdgas hergestellt wird. Beides sind fossile Rohstoffe und daher nicht unerschöpflich vorhanden. Der Kunststoff wurde in den 1960er Jahren von Nathaniel Wyeth erfunden und durch die Verbreitung durch Coca Cola gross. In der Schweiz liegt die momentane Recyclingquote von PET-Flaschen bei 83 % (Stand: 2017). Der Verein für PET-Recycling Schweiz beschäftigt sich seit 1990 als Non-Profit-Organisation mit dem Recyceln von PET-Geränkeflaschen.
Um einen Überblick über das Konsum- und Recyclingverhalten meiner Schule und meines Umfelds zu erhalten, führte ich zwei Umfragen durch. Ebenfalls wollte ich wissen, was für Zukunftsvisionen die Konsument_innen in Bezug auf Recycling haben. Eine dieser Visionen waren Auffüllstationen für Süssgetränke anstelle der PET-Getränkeflaschen. Jeder könnte seine eigene Flasche mitbringen und den Milliliterpreis zahlen. Eine andere Möglichkeit wäre, die PET-Flaschen à 0.5l und 0.75l abzuschaffen und Getränke nur noch in 1.5l-Flaschen zu verkaufen.
Schlussendlich ist zu sagen, dass bei den PET-Getränkeflaschen in näherer Zukunft keine grössere Steigerung der Recyclingquote zu erwarten ist, da sie sich in den letzten 3 Jahren (2014 bis 2017) nur um 1% gesteigert hat. Die Recyclingquote der Schweiz ist im internationalen Vergleich, bezieht man die verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel das Fehlen eines Pfandsystems und den hohen Konsum an Getränkeflaschen mit ein, jedoch wirklich bereits sehr hoch (Österreich: 28% / USA: 30%).
Für die ganze Arbeit oder Fragen stehe ich, Anastasia Gerber, unter <email-pii> gerne zur Verfügung.