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44 u. dgl. gebracht, sehr bald, und das Mycelium bildet dann einen üppig wuchernden Pilzrasen. Außer diesen ungeschlechtlich erzeugten Sporen finden sich noch andere bedeutend größere, die infolge eines Kopulationsaktes gebildet werden. Dadurch, daß zwei gewöhnlich kugelig angeschwollene Äste des Myceliums miteinander kopulieren, kommt es zur Bildung einer großen, gewöhnlich schon mit bloßem Auge [* 3] sichtbaren, von einer dichten Membran umgebenen Zygospore [* 1] (Fig. 3c).
Die Zygosporen treten jedoch selten auf, bei manchen Arten wurden sie überhaupt noch nicht beobachtet; die ausgiebigste Vermehrung dieser Pilze [* 4] erfolgt jedenfalls durch die ungeschlechtlich erzeugten Sporen. Unter gewissen Bedingungen kann das Mycelium auch durch hefeartige Sprossung sich vermehren, wenn es nämlich längere Zeit in Flüssigkeiten vegetiert, oder wenn man Sporen darin keimen läßt. Diese Kugel- oder Gliederhefe, auch Mucorhefe, verhält sich in zuckerhaltigen Flüssigkeiten ähnlich wie die echte Hefe, [* 5] erzeugt also ebenfalls als hauptsächlichste Gärungsprodukte Kohlensäure und Alkohol.
Die Gärung verläuft aber viel stürmischer als bei der echten
Hefe. Die häufigste
Art ist der gewöhnliche
Kopfschimmel (
Mucier mucedo
L., s.
Tafel:
Pilze III,
[* 1]
Fig. 3), dessen Fruchthyphen farblos sind und bis 4 cm lang werden; die Sporangien
haben eine braune oder schwarze Färbung und enthalten ellipsoidische
Sporen. Er findet sich fast überall auf faulenden organischen
Substanzen. Ebenso häufig fast ist
Mucier racemosus Fres., er ist zarter als der vorige, die Sporangienträger
werden nicht höher als 2 cm, die Sporangien selbst haben eine hellere
Farbe.
Eine dritte Art,
Mucier stolonifer Ehrb.,
zeichnet sich durch die ausläuferartige Verzweigung des Myceliums aus;
sie findet sich hauptsächlich auf nassem Brot [* 6] oder faulenden Pflanzenteilen;
die Fruchthyphen stehen zu mehrern in Büscheln zusammen und werden bis zu 1 cm hoch;
die Sporangien sind schwarz, die Sporen kugelig.
Die längsten
Fruchtträger besitzt der auf Fetten, Ölfässern, aber auch auf
Fruchtsäften
und
Brot wachsende
Mucier phycomyces
Berk. (Phycomyces nitens Kze.); sie werden bis 10 cm
lang und sind erst gelblich, dann dunkelgrün gefärbt; die Sporangien sind bei der Reife schwarz.