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Chinas oberste Anti-Betrugs-Behörde hat den Vorsitzenden der China Life Insurance Co. Ltd. unter Beobachtung gestellt. Wang Bin steht im Verdacht, «schwerwiegende Verstösse gegen die Disziplin und das Gesetz begangen zu haben, und wird derzeit disziplinarisch überprüft und untersucht», so die China Central Commission for Discipline Inspection in einer Erklärung vom Samstag, ohne weitere Details zu nennen.
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Im Rahmen einer landesweiten Anti-Betrugs-Aktion, die sich auf Finanzinstitutionen und Regulierungsbehörden konzentriert, wurden seit Oktober mehr als 20 Beamte festgenommen, da die Behörden das 54 Billionen Dollar schwere Finanzsystem des Landes genauer unter die Lupe nehmen. Wang ist der erste hochrangige Beamte der Finanzindustrie, der in diesem Jahr von der Kampagne betroffen ist, wie die offizielle Securities Times berichtet.
China Life erklärte, man werde bei den Ermittlungen kooperieren und unterstütze die Massnahmen Pekings zur Säuberung des politischen und finanziellen Systems des Landes. Das Unternehmen werde in naher Zukunft eine Vorstandssitzung abhalten, um über einen amtierenden Vorsitzenden zu entscheiden, hiess es in einer Mitteilung an die Shanghaier Börse vom Sonntag. Der Aktienkurs reagierte kurzfristig. Die Untersuchung dürfte jedoch «überschaubare Auswirkungen» auf die Geschäfte von China Life haben, die bisher hauptsächlich von anderen Führungskräften geleitet wurden, da Wang, 64, sich dem Ruhestand nähert, so Analysten der Börse in Shanghai. (bloomberg/hzi/wil)