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Das australische Gericht, das Novak Djokovics Einspruch gegen den Rückzug seines Visums abgeschmettert hat, gibt nun die Gründe für die Abweisung bekannt, wie «Watson» berichtet.
So hatte Djokovic vor Gericht argumentiert, dass der federführende Migrationsminister Alex Hawke nicht wissen könne, wie er tatsächlich zur Impfung stehe. Weil sich der Tennisstar aber mehrfach in Interviews und auf Facebook kritisch geäussert hatte, sieht das Gericht das anders. Weiter begründen die Richter ihren Entscheid damit, dass er sich bis im Dezember nicht habe impfen lassen, obwohl die Impfstoffe seit fast einem Jahr verfügbar gewesen werden. Das beweise, dass der Australian-Open-Sieger klar eine negative Einstellung zur Impfung habe.
Impfgegner feierten Djokovic als Helden
Ein weiterer Einspruch Djokovics, dass es keine Beweise gäbe, dass seine Sondergenehmigung in Australien zur Bestärkung der Meinung von Impfgegnern und Massnahmen-Kritikern beitragen könnte, wurde ebenfalls abgelehnt: Das Gericht befand, dass es erwiesen sei, dass bereits zu diesem Zeitpunkt mehrere Anti-Impf-Gruppen den Tennisspieler als Helden feierten. Befürchtet wurde dabei aber nicht nur der Einfluss auf solch «eher extreme Gruppen», sondern auch denjenigen auf «Menschen mit unsicherer Haltung gegenüber der Impfung». So begründete das Gericht: «Ein Weltstar des Tennissports kann Menschen jeden Alters beeinflussen, ob jung oder alt, aber vielleicht besonders die jungen und beeinflussbaren Menschen.»
Ein weiterer Einwand von Djokovics Anwälten, dass die Argumentation des Ministers unlogisch sei, wurde ebenfalls abgelehnt. Hawke habe argumentiert, dass sich Impfgegner durch eine Sonderregelung für Djokovic bestärkt fühlen würden. Dessen Anwälte führten an, dass eine Ablehnung des Antrags zu Protesten führen würden. Das Gericht schreib, dass Hawke genau diese Abwägung vorgenommen habe. Er sei aber zum Schluss gekommen, dass die Symbolkraft einer Sondergenehmigung viel schlimmere Folgen für Australien hätte, anstatt einzelner Proteste wegen der Ablehnung.
Tennisstar und Impfskeptiker Novak Djokovic hält mit seiner Frau die Aktienmehrheit von 80 Prozent an einem dänischen Unternehmen, das in der Corona-Forschung tätig ist. Zudem hat er die Firma 2020 mitbegründet.
Tennisstar Novak Djokovic hält die Aktienmehrheit an einem dänischen Biontech-Unternehmen, wie nun bekannt wird. (Bild: Keystone)
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, beschäftigt «QuantBioRes» rund 20 Mitarbeitende in Dänemark, Slowenien, Australien und Grossbritannien. Das Ziel des Unternehmens sei es, eine neue Technologie zur Bekämpfung von Viren und resistenten Bakterien zu entwickeln. Mehr Details zum «QuantBioRes» sind derzeit nicht bekannt. Djokovics Sprecher hat sich auf Anfrage nicht zum Thema äussern wollen.
Nach seiner Ausweisung aus Australien ist Novak Djokovic am Montagmittag in seiner Heimatstadt Belgrad gelandet. Der Superstar wurde am Flughafen von Fans und einer Journalistenschar in Empfang genommen. Der 34-Jährige selbst gab bei seiner Ankunft keinen Kommentar ab, sondern fuhr direkt weiter in sein Belgrader Domizil.
Sollte der Serbe ungeimpft bleiben, könnte auch eine Teilnahme am French Open in Paris Ende Mai womöglich schwierig werden. Nach Angaben des französischen Sportministeriums dürfen aufgrund neuer Gesetzesbestimmungen künftig in- und ausländische Sportler nur an Veranstaltungen teilnehmen, wenn sie geimpft oder genesen sind.
Wenn die Regeln bis dahin nicht gelockert werden, muss sich Djokovic also wohl gegen das Coronavirus impfen lassen, um am zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres spielen zu können. 2021 hatte der 20-fache Grand-Slam-Sieger in Roland Garros den Titel gewonnen.
Novak Djokovics Karriere könnte in Gefahr geraten: Nach den Australian Open lassen auch die French Open in Paris nur geimpfte Spieler zu. Das berichten diverse Medien am Montag. Die französische Sportministerin Roxana Maracineanu teilte die entsprechende Regelung mit.
Hintergrund: Die französische Politik will einen Impfpass einführen. Dieser wird für Bereiche des öffentlichen Lebens mit Publikum obligatorisch sein, wie Stadien, Theater und Museen. Die Nationalversammlung machte am Sonntag den Weg für den Impfpass frei. «Der Impfnachweis wird obligatorisch für den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr (Stadien, Theater, Messen) für alle Zuschauer, Mitarbeitenden und sowohl französische als auch ausländische Profis», schreibt Sportministerin Maracineanu. Das Gesetz ist aber noch nicht in Kraft.
Djokovic dürfte aktuell als ungeimpfter Spieler also auch am Grand-Slam-Turnier in Paris nicht teilnehmen. Und auch für Wimbledon sieht es aktuell nicht gut aus: Zwar dürfen ungeimpfte Personen nach Grossbritannien einreisen, jedoch gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen. Der britische Premierminister Boris Johnson wollte sich zum Fall Djokovic noch nicht konkret äussern: «Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich an die Impfung glaube und dass es eine wunderbare Sache ist.»
In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Djokovic, der laut AAP die Sitzung aus dem Büro seiner Anwälte in Melbourne verfolgt hatte, extrem enttäuscht über das Urteil. «Ich respektiere aber den Entscheid des Gerichts und werde mit den zuständigen Behörden im Zusammenhang mit meiner Ausreise kooperieren.» Es sei ihm unangenehm gewesen, dass er in den letzten Wochen so sehr im Mittelpunkt gestanden habe. «Ich hoffe, dass wir uns jetzt alle auf das Spiel und das Turnier konzentrieren können, das ich liebe.»
Novak Djokovic kann seinen Titel am Australien Open in Melbourne nicht verteidigen. Dem Einspruch des Weltranglisten-Ersten gegen den Entzug des Visums wurde nicht stattgegeben. Der Serbe muss das Land verlassen.
Nach einer Anhörung über fünf Stunden hatten sich die drei Richter des Bundesgerichts unter dem Vorsitz von James Allsop am frühen Sonntagnachmittag für die Urteilsfindung zurückgezogen, ehe sie dieses am Abend verkündeten. Der nicht gegen das Coronavirus geimpfte Djokovic muss das Land verlassen, der Entzug des Visums, das er aufgrund einer Ausnahmegenehmigung erhalten hat, ist rechtens.
Djokovic war am Freitag zum zweiten Mal das Visum für Australien aberkannt worden. Dagegen hatte er Einspruch erhoben. Der erste Gerichtsentscheid am Montag war zu Gunsten des Serben ausgefallen, daraufhin hatte der 20-fache Grand-Slam-Sieger die Vorbereitung auf das erste Grand-Slam-Turnier der Saison fortgesetzt.
Der Weltranglisten-Erste wollte mit einem weiteren Major-Titel am Australian Open, das er schon neun Mal gewonnen hat, den von ihm, Rafael Nadal und Roger Federer gehaltenen Rekord übertreffen. Anstelle des Titelverteidigers rückt ein Lucky Loser im Tableau nach. Dieser trifft am Montag in der 1. Runde auf Djokovics Landsmann Miomir Kecmanovic.
Die Organisatoren des Australian Open veröffentlichten den Spielplan auf Twitter. Auch Novak Djokovic wäre demnach dabei. Doch noch steht das Urteil des Gerichts aus. Falls dieses zu seinen Gunsten ausfällt, würde der Serbe gegen seinen Landsmann Miomir Kecmanovic spielen.
Vor einem Bundesgericht in Australien hat in der Nacht die Verhandlung über den Fall des serbischen Tennisprofis Novak Djokovic begonnen. Drei Richter haben zu entscheiden, ob der Weltranglisten-Erste im Land bleiben und ab morgen Montag am Australian Open teilnehmen darf oder ob er ausreisen muss. Die australische Regierung befürchtet massiven Unmut und Widerstand der Bürger gegen Corona-Massnahmen, sollte der Impfskeptiker Djokovic im Land bleiben dürfen.
Zunächst hatten die Anwälte des 20-maligen Grand-Slam-Turniersiegers den Richtern ihre Argumentationslinie dargelegt. Sie warfen unter anderem die Frage auf, ob Einwanderungsminister Alex Hawke nicht bedacht habe, ob auch eine «Anti-Impf-Stimmung» geschürt werde, wenn das Visum des Tennisprofis für ungültig erklärt werde.
Dass der Aufenthalt die «Anti-Impf-Stimmung» fördern könne, hatte die australische Regierung als einen Grund angegeben, warum Hawke das Visum von Djokovic erneut für ungültig erklärt hatte. Die Regierungsseite argumentierte, dass Djokovic ein Vorbild für Impfskeptiker sein könne.
Nachdem die Sitzung gegen 9.30 Uhr begonnen hatte, war sie um 12.30 Uhr für eine einstündige Pause unterbrochen worden. Es sollte möglich sein, das Verfahren zur «Lunchtime» abzuschliessen, hatte es zum Auftakt der Sitzung am Vormittag geheissen.
Wann das Urteil fällt, war zunächst nicht bekannt. Man wolle den Nachmittag mit Beratungen zu dem Fall verbringen und hoffe, noch am Sonntag zu einer Entscheidung zu kommen, sagte der Vorsitzende Richter James Allsop. Nach der Entscheidung der drei Richter können keine Rechtsmittel mehr gegen das Urteil eingelegt werden.
Nach seiner Einreise nach Australien ohne Corona-Impfung ist der serbische Tennis-Star Novak Djokovic erneut in Gewahrsam. Das teilten Djokovics Anwälte mit. Zuvor hatte die australische Regierung Djokovics Visum ein zweites Mal für ungültig erklärt. Gerichtsunterlagen zufolge wird der 34-jährige Serbe an einem Ort in Melbourne festgehalten, während ein Gericht seinen Einspruch gegen seine Abschiebung aus Australien prüft.
Die Regierung argumentierte laut Gerichtsunterlagen, der Aufenthalt des ungeimpften Djokovic im Land könne eine «Anti-Impf-Stimmung fördern». Die Aufhebung von Djokovics Visum hatte Einwanderungsminister Alex Hawke mit «Gründen der Gesundheit und der öffentlichen Ordnung» gerechtfertigt.
Das erste gut einstündige Hearing vor Gericht nach dem zweiten Visums-Entzug von Novak Djokovic ergab, dass der endgültige Entscheid über Novak Djokovics Ausweisung nicht vor Sonntag fallen wird. Am Samstag können die beiden Parteien ihre Eingaben machen.
Novak Djokovic wurde bislang in Melbourne nicht festgenommen und nicht wieder ins Ausschaffungs-Hotel zurück überführt. Das soll am Samstag Melbourne Zeit passieren. Aus diesem Grund erhielt Djokovic die Vorladung vor die Zollbehörden um 8 Uhr Melbourne Zeit (22 Uhr Freitagabend Schweizer Zeit).
Die Anwälte von Novak Djokovic berufen sich beim Versuch, Novak Djokovic die Teilnahme am Australian Open doch noch zu ermöglichen, darauf, dass Minister Alex Hawke ihren Klienten nun aus anderen Gründen ausweisen will als aus den Gründen, wegen denen Djokovic vor mehr als einer Woche erstmals das Visum entzogen worden ist. Sie monierten ausserdem, dass das Ministerium erst nach mehr als vier Tagen und nach Ende der Bürozeiten am Freitagabend auf das Gerichtsurteil vom Montag reagierte. Deshalb steht der gesamte Fall nun unter Zeitdruck.
Australiens Immigrations-Minister Alex Hawke hat Tennis-Star Novak Djokovic das Visum wieder entzogen. Die Erklärung des 44-jährigen Politikers vom Freitag in einer deutschen Übersetzung:
«Heute habe ich von meiner Befugnis unter Abschnitt 133C(3) des Einwanderungsgesetzes Gebrauch gemacht, das Visum von Herrn Novak Djokovic aus Gründen der Gesundheit und der allgemeinen Ordnung auf Grundlage des öffentlichen Interesses zu entziehen. Der Entscheid folgte einer Anordnung des Bundes- und Familiengerichts vom 10. Januar, das eine vorherige Ablehnungsentscheidung aufgrund von Verfahrensgerechtigkeit wieder aufgehoben hatte. Bei meiner Entscheidungsfindung habe ich sorgsam die Informationen, die ich durch das Innenministerium, den australischen Grenzschutz und Herrn Djokovic bekommen habe, berücksichtigt. Die Morrison-Regierung setzt sich nachdrücklich für den Schutz der australischen Grenzen ein, insbesondere in Bezug auf die Covid-19-Pandemie. Ich danke den Beamten des Innenministeriums und des Grenzschutzes, die jeden Tag im Interesse Australiens in einer zunehmend herausfordernden Umgebung ihren Dienst leisten.»
Novak Djokovic hat gegen den zweiten Entzug des Visums erneut Einsprache eingelegt. Ein Hearing in dieser Sache findet Ortszeit Melbourne um 20:45 Uhr (10:45 Uhr Schweizer Zeit) statt. Vorsitzender ist wie bei der ersten Gerichtsverhandlung Richter Anthony Kelly.
Novak Djokovics Australien-Visum ist von Immigrationsminister Alex Hawke am Freitagabend Melbourner Ortszeit erneut annulliert worden. Damit droht dem 20-maligen Grand-Slam-Turniersieger erneut die Ausweisung.
Eine erstmalige Visum-Rücknahme wurde letzten Montag von einem australischen Gericht für ungültig erklärt. Vier Tage danach nahm Minister Hawke von seinem Veto-Recht Gebrauch und verbot dem Serben von neuem die Einreise. «Heute habe ich von meinem Recht, das Visa von Herr Novak Djokovic für ungültig zu erklären, Gebrauch gemacht», so Hawke in einer Erklärung, «und zwar auf der Basis, dass es im öffentlichen Interesse ist, so zu handeln.»
Er habe sich den Entscheid nicht leicht gemacht und sorgfältig alle Unterlagen geprüft, die ihm die Immigrationsbehörden, der australische Grenzschutz und Herr Djokovic vorlegten.
Erwartet wird, dass Novak Djokovic auch auf den zweiten Visums-Entzug gerichtlich vorgehen wird.
Der Entscheid über die Teilnahme von Titelverteidiger Novak Djoković an den Australian Open wird nach Medieninformationen nicht mehr am Donnerstag fallen.
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Dass Tennis-Star Novak Djoković nach einem positiven Corona-Test die Isolation nicht eingehalten hat, stösst weltweit auf Kritik. In seinem Heimatland Serbien äussert sich Premierministerin Ana Brnabic kritisch. Sie sagt gegenüber der der BBC, dass wenn dies der Fall sei, es ein «klarer Regelbruch ist, weil, wenn du positiv bist, musst du in Isolation.»
Tennis-Journalist Gaspar Ribeiro Lanca kommentiert derweil auf Twitter: «Auch wenn das stimmt, was Djokovic sagt, bestätigt dies, dass er sich komplett unverantwortlich verhalten hat. Nicht nur, weil er das Interview gab. Sondern vor allem, weil er einen Kinder-Event besuchte, während er ein PCR-Resultat abwartete. Dies nach einem Event, an dem mehrere Leute positiv getestet wurden.»
Noch immer ist die Teilnahme von Novak Djokovic am Australian Open ungewiss. Gemäss der Nachrichtenagentur AAP soll die Einreisebehörde nicht vor Donnerstag über die Gültigkeit des Visums entscheiden. Djokovic äusserte sich derweil erstmals selbst zum Fall.
Dem Einwanderungsminister Alex Hawke seien weitere Dokumente vorgelegt worden, die sich als relevant für eine mögliche Annullierung des Visums von Novak Djokovic erweisen könnten, soll die Behörde mitgeteilt haben. Neue Informationen der Anwälte des 34-jährigen Serben hätten den Zeitrahmen verschoben, so die australische Nachrichtenagentur AAP.
Während Djokovic in Melbourne von Hawke auf grünes Licht für seine Teilnahme an dem am kommenden Montag beginnenden Australian Open wartet, meldete er sich erstmals über Instagram zu seiner «Causa». Er bezog vor allem Stellung zu seinem positiven Corona-Test im Dezember und den Vorwürfen, er habe sich trotzdem in der Öffentlichkeit gezeigt und damit gegen die Bestimmungen in seinem Heimatland Serbien verstossen.
Nach Djokovićs Angaben habe er am Tag vor einer Veranstaltung mit Kindern einen negativen Antigentest gemacht und aus reiner Vorsicht auch noch einen PCR-Test. «Ich hatte keine Symptome und fühlte mich gut und ich erhielt die Nachricht des positiven PCR-Tests erst nach der Veranstaltung», schrieb er.
Am folgenden Tag habe er ein lange vereinbartes Interview mit der französischen Sportzeitung «L’Equipe» geführt. «Obwohl ich nach dem Interview nach Hause bin und mich für die vorgeschriebene Dauer in Isolation begeben habe, war das, nach genauerem Nachdenken, eine Fehleinschätzung und ich sehe ein, dass ich diese Verpflichtung hätte verschieben sollen», schrieb er. Mehr zum Thema lesen Sie hier.
Hat Novak Djoković bei der Einreise nach Australien gelogen? Dies untersucht die australische Regierung derzeit, während Einwanderungsminister Alex Hawke überlegt, ob er das Visum des Tennisstars annullieren will.
So soll der Tennis-Star in seiner Reiseerklärung angegeben haben, in den 14 Tagen vor seiner Ankunft in Australien nicht gereist zu sein. Wie unter anderem seine Social Media Accounts beweisen, war der in Monaco Wohnhafte Djokovic in dieser Zeit nach Belgrad und Spanien gereist.
«Die Angabe falscher oder irreführender Informationen ist eine schwere Straftat. Die Erteilung falscher oder irreführender Angaben kann auch mit einer zivilrechtlichen Strafe geahndet werden», warnen die Behörden auf dem entsprechenden Einreiseformular. Bis zu zwölf Monate Haft drohen. Regierungsquellen bestätigen der australischen Zeitung «The Age», dass untersucht wird, inwiefern Djoković gelogen habe. Der Tennis-Star habe den Grenzbeamten erklärt, dass Tennis Australia die australische Reiseerklärung in seinem Namen ausgefüllt habe.
Die Herren-Profitennisorganisation ATP hat die Unklarheiten bei den Einreisebestimmungen nach Australien kritisiert. Man respektiere die Opfer der australischen Bevölkerung während der Corona-Pandemie und die strengen Regeln des Landes, teilte die ATP am 11. Januar 2022 mit.
Komplikationen in den vergangenen Tagen im Zusammenhang mit der Einreise von Spielern nach Australien hätten allerdings die Notwendigkeit von mehr Eindeutigkeit und einer klareren Kommunikation und Anwendung der Regeln gezeigt.
Die Ereignisse, die zur Gerichtsverhandlung über Novak Djokovićs Einspruch gegen sein entzogenes Visum geführt hätten, seien schädlich für alle Beteiligten und insbesondere für das Wohlergehen des Weltranglistenersten sowie dessen Vorbereitung auf die Australian Open. Grundsätzlich befürworte die ATP eine Impfung gegen das Coronavirus und ermutige alle Spieler dazu.
Djoković war in der vergangenen Woche die Einreise ins Land verweigert worden, weil der 34 Jahre alte Serbe nicht gegen das Coronavirus geimpft ist und den Behörden die Dokumentation seiner medizinischen Ausnahmegenehmigung nicht ausreichte. Am Wochenende war er deswegen in einem Abschiebehotel in Melbourne untergebracht. Weil die Grenzbeamten ihm allerdings nicht die vereinbarte Zeit zur Klärung zugestanden hatten, wurde die Entscheidung im Laufe der Verhandlung am Montag gekippt.
Die Australian Open werden vom 17. bis 30. Januar ausgetragen. Novak Djoković hat das Turnier neunmal gewonnen – so oft wie kein anderer. Ob er allerdings tatsächlich bei dem ersten Grand Slam des Jahres antreten kann ist noch unklar, weil sich die australische Regierung weitere Schritte vorbehalten und darüber noch nicht entschieden hat.
Fürs Erste darf sich Novak Djoković in Melbourne nun frei bewegen. Der 34-jährige Serbe durfte das Abschiebehotel verlassen. Am späten Montagabend postete er ein Foto in den sozialen Medien, das ihn unter anderen mit seinem Trainer Trainer Goran Ivanišević in der Rod Laver Arena zeigt.
«Ich bin zufrieden und dankbar, dass der Richter die Annullierung meines Visums zurückgenommen hat. Ungeachtet allem, was passiert ist, will ich bleiben und versuchen zu spielen. Das ist das, worauf ich fokussiert bleibe», schrieb Djoković, der das Australian Open bereits neun Mal gewonnen hat.
Dem Einspruch des serbischen Tennisprofis Novak Djoković gegen seine verweigerte Einreise nach Australien wird stattgegeben. Das entscheidet ein Gericht am Montag, 10. Januar, in Melbourne.
Welche Folgen das für die Teilnahme des Titelverteidigers an den in einer Woche beginnenden Australian Open hat, war zunächst unklar. Das letzte Wort hat die Regierung. Australien verfügt über sehr strenge Regeln im Kampf gegen die Pandemie und lässt im Prinzip nur geimpfte Personen ohne Quarantäne über die Grenze.
Zumindest darf Djoković das Abschiebehotel, in dem er sich die vergangenen Tage aufgehalten hatte, verlassen und bekommt seine persönlichen Dinge und Papiere zurück, wie der Richter Anthony Kelly anordnete. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Jubel in Melbourne: NovakćDjoković darf vorerst in Australien bleiben. (Bild: Keystone)
Nach Berichten australischer Medien darf Tennis-Profi Novak Djoković das Abschiebehotel in Melbourne für die Dauer der Gerichtsverhandlung zu seinem Einspruch verlassen.
Dies habe Richter Anthony Kelly am Montag entschieden, hiess es. Er sei an einen Ort zu bringen, der von seinen Anwälten ausgesucht werde. Das Gericht in Melbourne verhandelt den Einspruch Djokovićs gegen die Verweigerung seiner Einreise nach Australien.
Die Gerichtsverhandlung zur verweigerten Einreise von Tennis-Star Novak Djoković hat sich am Montag wegen technischer Probleme bei der Live-Übertragung verzögert.
Wie die australische Zeitung «Herald Sun» online in ihrem Live-Blog berichtete, sei die Website, auf der die Verhandlung aus dem Commonwealth Law Courts Building in Melbourne für die Öffentlichkeit übertragen werden sollte, aufgrund der hohen Zugriffszahlen zusammengebrochen. Mehr als 20 Minuten nach dem geplanten Beginn der Verhandlung um 10 Uhr funktionierte die Seite noch immer nicht. Die Verhandlung sollte deswegen später beginnen.
Der Fall der Verweigerung der Einreise von Novak Djoković nach Australien wird immer vertrackter. Neuerdings machen die Anwälte des Serben geltend, dass Djoković von einer Impfung befreit war, weil er sich im Dezember mit dem Coronavirus angesteckt hatte.
Die Anwälte führen ins Feld, dass Djokovićs erster positiver Test vom 16. Dezember datiert. Ein entsprechendes Dokument legten die Anwälte am Samstag dem zuständigen Gericht vor. In diesem Fall soll eine Impfung keine Voraussetzung mehr für eine Einreise und für das Bestreiten des Australien Open in Melbourne sein.
Nach Novak Djoković ist gemäss einem australischen Medienbericht auch der tschechischen Tennisspielerin Renata Voráčová bei der Einreise nach Australien das Visum entzogen worden. Die 38-jährige Doppelspezialistin sei in das Hotel gebracht worden, in dem Djokovic untergebracht ist. Voráčová wurde dem Vernehmen nach am Donnerstag von Grenzbeamten darüber informiert, dass ihr Visum ungültig sei und sie das Land verlassen müsse.
Die Frage, ob Novak Djoković in Australien bleiben und die Australian Open bestreiten kann, ist noch nicht abschliessend beantwortet. Nachdem dem wohl ungeimpften Serben das Visum für die Einreise verwehrt worden war, erhielt er einen Aufschub bis mindestens Montag.
Am Donnerstag kam Novak Djoković zu einem kleinen Erfolg. Seine Anwälte erreichten in einer Online-Anhörung, dass seine Ausweisung vorerst ausgesetzt wird, bis der Rekurs des Weltranglistenersten abschliessend behandelt werden kann. Der zuständige Richter erklärte, er wolle die Argumente von Djoković hören. Das dürfte am Montagmorgen bei einer weiteren Anhörung geschehen.
Novak Djoković wird die Einreise nach Australien verwehrt. Ein definitiver Entscheid soll am Montag folgen. Djokovićs Vater tobt und wittert eine Verschwörung. Alle Hintergründe dazu lesen Sie hier.
Serbien zeigt sich über die geplante Ausweisung von Novak Djoković aus Australien empört. «Ganz Serbien steht hinter ihm», schrieb der serbische Präsident Aleksandar Vučić in der Nacht zum Donnerstag nach einem Telefonat mit Djoković auf Instagram. «Unsere Behörden werden alle Massnahmen ergreifen, um die Schikanierung des besten Tennisspielers der Welt binnen kürzester Zeit zu beenden.»
Die regierungsnahen Medien machten in der serbischen Hauptstadt Belgrad Stimmung gegen den Entscheid der australischen Behörden. «Das ist der grösste Sportskandal aller Zeiten», titelte das Boulevard-Blatt «Kurir» am Donnerstag. Ähnlich präsentierte sich die Zeitung «Informer» mit ihrer Titelseite: «Skandal und Schande: Novak in Melbourne festgenommen».
Medizinische Ausnahmebewilligung? Ja! Gültiges Visum? Nein! So leicht wie von ihm erhofft und von Fans und Medien kritisiert, wird Novak Djoković die Teilnahme an den Australian Open doch nicht gemacht. Fürs Erste sass er am Mittwoch, 5. Januar 2022, am Flughafen in Melbourne fest.
Der Weltranglistenerste Novak Djoković erfuhr am späten Abend (Schweizer Zeit), dass sein Visum abgelehnt wurde. Und er erhielt die Aufforderung, Australien am Donnerstag zu verlassen. Djokovićs Anwälte sind dabei, den Entscheid anzufechten. Dies bestätigten zwei mit der Situation vertraute Quellen gegenüber «The Age» und «Sydney Morning Herald».
Vom Sturm der Entrüstung in der Öffentlichkeit über den Erhalt einer medizinischen Ausnahmebewilligung für die Einreise nach Australien dürfte der (wohl) ungeimpfte Novak Djoković offenbar nichts mitbekommen haben. Schliesslich liest er nach eigenen Aussagen seit Jahren keine Zeitungen mehr und schaut kein Fernsehen.
Novak Djoković muss Australien noch am Donnerstag verlassen. Das Visum des Serben wurde für ungültig erklärt. Noch hofft er auf einen erfolgreichen Rekurs. Mehr dazu lesen Sie hier.
Die Einreise von Novak Djoković nach Australien sorgte für Aufruhr. Die Fans freute es, viele Einwohner störten sich aber an der Sonderbehandlung für den Tennis-Star. (Bild: Keystone)
Dank einer medizinischen Ausnahmegenehmigung darf der offenbar ungeimpfte Weltranglistenerste Novak Djoković an den Australian Open teilnehmen. Die australischen Medien reagierten negativ und heftig darauf. Ein Überblick:
«The Age»: «Novak Djoković wäre gut beraten, seine übliche «herzzerreissende» Freudenfeier in der Rod Laver Arena zu unterlassen. Nach dem Spott zu urteilen, den seine medizinische Ausnahmegenehmigung für den Kampf um den 10. Australian Open-Titel in Melbourne hervorgerufen hat, ist er wohl im Begriff, der am wenigsten beliebte Besucher des Landes zu werden, seit Katie Hopkins letztes Jahr ausgewiesen wurde, weil sie damit geprahlt hatte, die Hotelquarantäne gebrochen zu haben.
Eine Stadt, die sechs Lockdowns überstanden hat und in der eine zweifache Impfung die Bedingung für den Zugang zu jedem öffentlichen Gemeinschaftsraum ist, wird es wahrscheinlich nicht gutgeheissen, dass der führende Impfskeptiker des Tennis durch die VIP-Spur am Flughafen Tullamarine geleitet wird.»
Der Weltranglistenerste Novak Djoković kann an den Australian Open teilnehmen. Er reise mit einer Ausnahmegenehmigung nach Melbourne, teilte der 34-jährige Serbe auf Instagram mit.
Djoković hat seinen Impfstatus nicht publik gemacht. Seine Teilnahme am ersten Grand Slam-Turnier des Jahres war in den letzten Wochen unsicher gewesen, weil alle Teilnehmer geimpft sein oder über eine medizinische Ausnahmegenehmigung verfügen müssen.
Djoković kann in Melbourne (17. bis 30. Januar) seinen zehnten Australian Open-Titel gewinnen und mit seinem 21. Major-Sieg zum alleinigen Rekordhalter werden.