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Clusters zum Wortschatzlernen
Um besser zu lernen, sollten wir Lernstoff nach eigenen Denk- und Assoziationsmustern aufbereiten. Clusters sind eine kreative Art, Vokabular zu organisieren. Sie sind eigentlich Assoziogramme, d.h. graphische Darstellungen von Assoziationen. Wir beginnen mit einem Kernwort, das wir in der Mitte eines leeren Blattes schreiben. Dieses Kernwort löst – meistens in kurzer Zeit – eine Kettenreaktion von Wörtern aus, die direkt oder indirekt damit zu tun haben. So erhalten wir ein Netzwerk von Beziehungen, in Form von Wörtern, Ausdrücken und Sätzen, die unser "Wortfeld" bilden. Clusters sind kleine "Landkarten". Die Vorstellungskraft wird durch die Verteilung der Wörter auf dem Blatt angeregt. Es gibt kein Vergleich zwischen einer trockenen Wortliste und einem (vielleicht farbig ansprechenden…) Cluster. Die Assoziationen können sowohl naheliegend, logisch, sogar banal oder auch ganz persönlich sein, folglich für Aussenstehende ziemlich unverständlich. Das soll uns nicht stören, weil unsere Clusters persönliche Lernwerkzeuge sind. Am besten werden die ersten Clusters handgezeichnet. Sie können dann am Computer bearbeitet werden. Es hat im Internet viele kleine kostenlose Apps oder Programme, mit deren Hilfe wir Clusters und Mind Maps zeichnen können. Diese Graphikprogramme sind insofern nützlich, als dass sie uns erlauben, zwei gleich aussehende Clusters zu haben; das eine in unserer Muttersprache, das andere mit den übersetzten Wörtern. Das ist eine grosse Hilfe beim Wiederholen des Vokabulars.
Hier ein Beispiel mit vernetzten Assoziationen zum Kernwort "Nacht" und deren Entsprechungen im Französischen, Italienischen und Spanischen:
Wie du siehst, sind einige Assoziationen völlig nachvollziehbar, andere hingegen eher eigenartig. Würdest du Nacht mit "Notizbuch" oder "Sommernachtstraum" in Verbindung setzen? Vermutlich nicht… (oder doch?) Dein Cluster wird auf jeden Fall anders aussehen als meins.
Die aktive Auseinandersetzung mit dem Kernwort wird etwas in dir aktivieren, das bei einer rein mechanischen Suche nach verwandten Begriffen nicht stattgefunden hätte. Du wirst sowohl das Rationale wie auch das Emotionale aktivieren und deine Beziehung zum Vokabular wird lebendiger.