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Das Ohr ist das erste Sinnesorgan, welches beim menschlichen Embryo ausgebildet wird. Noch bevor das Herz mit seinen rhythmischen Kontraktionen beginnt, ist die Ohranlage am 21. Tag sichtbar. In der sechsten Woche bildet sich das Innenohr, welches am Ende des fünften Monats seine endgültige Form erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt werden Geräusche, Klänge und die Stimme der Mutter wahrgenommen.
Das Ohr wandelt Schallwellen in Nervenimpulse um. Der ganze Körper dient als Resonanzorgan für die akustischen Schwingungen aus dem Umfeld. Die sensorische Funktion aller Schallaufnahmen und die korrekte Verarbeitung dieser Informationen im Gehirn, bezeichnen wir als Hörsinn. Die Ohren übermitteln die Daten der akustischen Kulisse an das Gehirn, woraus die korrekte Entfernung zu jedem einzelnen Objekt und jeder Geräuschquelle berechnet wird. Die Ortung geschieht durch das Gehirn und ermöglicht die räumliche Orientierung.
Wie funktioniert Hören
Die Ohrmuscheln fangen die Schallwellen auf und leiten diese durch den Gehörgang zum Trommelfell, welches in Schwingung gerät. Im Mittelohr befinden sich die kleinsten Knöchelchen des Menschen: Hammer, Amboss und Steigbügel. Diese verstärken den Schall und leiten ihn weiter zum Innenohr. Dieses besteht aus Vorhof, Bogengängen und Schnecke (Cochlea).
In diesem mit Flüssigkeit gefüllten Teil des Innenohrs befinden sich rund 16‘000 Haarsinneszellen. Die Schalldruckwelle läuft durch das Innenohr und beugt die Härchen der Haarzellen ab. Die Haarzellen reagieren auf diese Bewegung ihrer Härchen mit einem elektrischen Impuls. Dieser wird über den Hörnerv ans Gehirn weitergeleitet, wo die Hörsignale identifiziert und mit früheren akustischen Signalen verglichen werden. Diese Signale werden entweder als gefährlich oder harmlos eingestuft und mit anderen Sinneseindrücken, Emotionen und Erfahrungswerten verknüpft.
Gleichgewichtsorgan
Das Innenohr ist eines unserer wichtigsten Sinnesorgane, denn es ist zuständig für das Hören und das Gleichgewicht. Im Gleichgewichtsorgan des Innenohres liegen die Otolithen (Ohrsteine).
Sie sind für das Wahrnehmen von Schwerkraft und Beschleunigung verantwortlich. Sie sorgen dafür, dass der Körper seine Normallage aufrechterhalten kann und geben ihm das Gleichgewicht. Durch ihre träge Masse und ihre Gewichtskraft ermöglichen sie dem Organismus, Beschleunigungen (dynamisch) und die Richtung der Schwerkraft (statisch) wahrzunehmen. Ohne Otolithen würde jede Bewegung zum Orientierungsverlust und zum Verlust des Gleichgewichtes führen. Sie koordinieren somit die Standfestigkeit des menschlichen Körpers bei jeder Bewegung. Eine gute Orientierung ist nur mit Stabilität und Balance möglich. Die fundamentale Form von Orientierung ist die Beziehung zur Schwerkraft. Eine Blockade in der korrekten Funktionsweise des Innenohrs wirkt sich auf die gesamte Körperorganisation und das Gleichgewicht aus. Fällt der Mensch aus seiner inneren Ordnung, verliert er Halt und Orientierung. Dies kann sich in Form von gesundheitlichen, seelisch-emotionalen oder psychischen Störungen bemerkbar machen.
Hörstörungen
Es sind nicht unbedingt nur Lärmbelastungen, die zu Hörstörungen und Tinnitus führen können. Vor allem körperliche und seelische Belastungen, muskuläre Verspannungen, Dauerstress sowie der Mangel an Ausgleich und Entspannung sind oftmals darunterliegende Ursachen. Fällt der Mensch aus seiner inneren Ordnung, verliert er Halt und Orientierung. Dies kann sich in Form von gesundheitlichen, seelisch-emotionalen oder psychischen Störungen bemerkbar machen.