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Die Piratenpartei ist der Ansicht, dass allen der Zugang zu Bildung offen stehen sollte und unterstützt daher die Stipendieninitiative des VSS (Verband der Schweizer Studierendenschaften) zur Förderung der Chancengleichheit.
Gemäss Erhebungen des Bundes liegen die Lebenshaltungs- und Ausbildungskosten für Studierende in der Schweiz bereits heute bei 24‘000 Franken pro Jahr [1]. Dies stellt für Studierende aus sozial schwächeren Schichten eine hohe finanzielle Hürde dar.
In der Schweiz existiert ein Stipendienwesen, das sehr unterschiedlich ausgebaut ist. Das Gesamtvolumen der Stipendien hat seit 1993 um 25% abgenommen und die Bundessubventionen sind um über 30% gesunken [2]. So werden die Ausbildungsbeiträge je nach Heimatkanton sehr unterschiedlich an Studierende verteilt: Der Pro-Kopf-Wert im Kanton Jura beträgt 87 Franken, im Kanton Schaffhausen hingegen nur 17 Franken, obgleich beide Kantone eine ähnliche relative Anzahl Studierender aufweisen.
Ein „föderalistischer Wettbewerb“ unter den Kantonen mit 26 verschiedenen Stipendiensystemen macht in diesem Bereich keinen Sinn, da für die potenziellen Studierenden keine freie Auswahl besteht. Die Stipendieninitiative verlangt folgerichtig, dass die Gesetzgebung über die Ausbildungsbeiträge dem Bund übertragen und ein minimaler Lebensstandard vorgesehen wird.
http://www.stipendieninitiative.ch/
- [1] Studie zur sozialen Lage der Studierenden 2005, Bundesamt für Statistik.
- [2] Kantonale Darlehen und Stipendien 2008, Bundesamt für Statistik.