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Schweissdrüsenabszess vs. Abszedierende Lymphadenitis
Links im Bild: Diese Patientin ist entwickelt und damit haben sich auch die oben gezeigten apokrinen Schweissdrüsen (Micrographs of sebaceous glands. www.mc.vanderbilt.edu) und eine Axillarberhaarung eingestellt. Es handelt sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um einen Schweissdrüsenabszess bei einem entwickelten Teenager, da wegen der Entwicklung der apokrinen Schweissdrüsen der Säureschutzmantel entfällt, was eine lokal verminderten Immunität zur Folge hat. Zusätzlich fehlt im Drainagegebiet der axillaren Lymphdrüsen ein Entzündungsherd. Rechts im Bild: Hier liegt eine abszedierende Lymphadenitis axillaris als Ursache der entzündlichen und fluktuierenden Schwellung vor. Ein klassischer Schweissdrüsenabszess der Axilla kommt vor der Pubertät nicht vor, da der Säureschutzmantel noch erhalten ist. Multiple Abszesse der ekkrinen Schweissdrüsen können hingegen beim Neugeborenen, Säugling und Kleinkind beobachtet werden, wenn die Kinder abwehrgeschwächt und/oder unterernährt sind. Als Vorläufer dieses Staphylokokkeninfektes finden sich am Hinterkopf, Rücken und Gesäss multiple entzündliche Papeln und Pusteln, die sich in die Tiefe ausbreiten können.
Links im Bild: Weiblicher Teenager mit einer anamnestisch schmerzhaften Schwellung in der Achselhöhle. Das Bild zeigt einen histologischen Schnitt eines Teils einer apokrinen Schweiss- bzw. Duftdrüse der Axilla. Die Schweissdrüse liegt neben einem Haarfollikel rechts im Bild und mündet links im Bild im Nebenschluss in diesen. Rechts im Bild: Schulkind mit einer entzündlichen Schwellung der Achselhöhle. Die Palpation ist schmerzhaft und man fühlt eine Fluktuation. Links im Bild: Auch bei diesem entwickelten Teenager findet sich in der Axilla eine vergleichbare entzündliche Schwellung, die schmerzhaft ist und fluktuiert. Ein Eiteraustritt kann nicht gesehen werden. Allerdings ist die Patientin entwickelt und entsprechend ist die Axilla behaart. Am entsprechenden Arm kein Entzündungsherd.