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Das Waffenlager des mutmasslichen Millionenbetrügers Dino Bellasi wird im September in Bern öffentlich versteigert. Dies gab die Eidg. Untersuchungsrichterin Monique Saudan am Freitag (02.06.) in einem Beitrag von Schweizer Radio DRS bekannt.Dieser Inhalt wurde am 02. Juni 2000 - 16:02 publiziert
Unter den Hammer kommen über 200 Waffen aus dem im August 1999 in Bern-Bümpliz entdeckten Waffenlager Bellasis: Maschinenpistolen, Schrotflinten, Karabiner, Sturmgewehre, Scharfschützengewehre und Pistolen. Dazu Magazine, Zielfernrohre, Nachtsichtgeräte und Schalldämpfer sowie etwa 70'000 Schuss Munition.
Auch andere bei Bellasi beschlagnahmte Güter, die mit Geldern der Nationalbank erworben wurden, werden versteigert, wie Saudan ausführte. Es handle sich um Computer und Unterhaltungselektronik.
Offenbar sei das Interesse unter den Waffenhändlern und- sammlern, nicht zuletzt wegen der Publizität des Falles Bellasi, gross. Wenn man die Versteigerung jetzt mache, erhoffe man sich im Interesse des Staates etwas an Geld einzuholen und den entstandenen Schaden zu mindern.
Bellasi sei mit diesem Vorgehen einverstanden. Das Gleiche gelte für das Militärdepartement, das kein Interesse an diesen Waffen habe, erklärte die Untersuchungsrichterin weiter.
Bellasis Anwalt André Seydoux sagte in dem Radiobeitrag, Bellasi begrüsse die Versteigerung, weil die Waffen ja mit Steuergeldern bezahlt worden seien und es richtig sei, dass diese „unrechtmässig bei der Nationalbank bezogenen Gelder" an den Bund zurückflössen.
Dino Bellasi, ehemaliger Rechnungsführer in der Untergruppe Nachrichtendienst im Militärdepartement, ist seit dem 13. August 1999 in Untersuchungshaft. Es wird ihm vorgeworfen, von März 1994 bis Juli 1999 mit Vorschussmandaten total 8,8 Millionen Franken bei der Nationalbank ertrogen zu haben.
swissinfo und Agenturen
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