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Homosexuelle Männer dürfen ab dem kommenden Jahr in Frankreich wieder Blut spenden. Die Aufhebung des Verbots für Schwule, das 1983 aus Angst vor dem Aids-Virus verhängt worden war, soll schrittweise erfolgen. Gesundheitsministerin Marisol Touraine sagte:
Präsident François Hollande hatte die Aufhebung des Verbots 2012 im Wahlkampf versprochen.
Im Frühjahr 2016 soll Schwulen das Spenden von Blut erlaubt werden, sofern sie seit zwölf Monaten keine sexuellen Beziehungen mit Männern mehr hatten. Männer, die nur einen Partner haben oder seit vier Monaten keine sexuellen Beziehungen hatten, dürfen dagegen nur Blutplasma spenden. Dieses wird dann zweieinhalb Monate unter Quarantäne gestellt, um zu garantieren, dass es sicher ist.
Sollte eine Studie ergeben, dass es bei den Blutspenden von Homosexuellen keine Risiken gibt, sollen von 2017 an die Möglichkeiten zur Blutspende ausgeweitet werden.
Die Organisation SOS Homophobie begrüsste das Ende des «systematischen Ausschlusses» von Schwulen und bisexuellen Männern von der Blutspende. Zugleich zeigte sie sich aber «äusserst enttäuscht», dass eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung aufrecht erhalten werde.
Im April hatte der Europäische Gerichtshof einen generellen Ausschluss von Schwulen für unzulässig erklärt, wenn der Gesundheitsschutz von Blutspendenempfängern durch neue Nachweistechniken zu HIV oder Befragungen der Spender gesichert werden könne. (tat/sda/afp)
Das Gemeinsame Forschungszentrum der EU (EC-JRC) warnt vor einer der grössten Dürren in Europa seit 500 Jahren. Der Klimatologe Andrea Toreti befüchtete bei einer Online-Konferenz, dass die extreme Trockenheit bis zu 47 Prozent des Kontinents betreffen könnte. «Wir haben die Ereignisse des aktuellen Jahres noch komplett analysiert, weil es noch andauert, aber basierend auf meiner Erfahrung ist das schlimmer als 2018», zitiert «Euronews» den Wissenschaftler. Wenn man 500 Jahre zurückschaue, dann gäbe es nichts Vergleichbares zum Dürrejahr 2018.