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Alfred Ilg und die Äthiopische Eisenbahn
Der Schweizer Ingenieur Alfred Ilg, dessen Todestag sich am 7. Januar 2016 zum 100. Mal jährt, lebte von 1878–1906 in Äthiopien. Er diente dem äthiopischen Kaiser Menelik II. als technischer Berater und als Staatsrat und war massgeblich am Aufbau der neuen Hauptstadt Addis Abeba und an der Planung der Eisenbahnlinie von Djibouti nach Addis Abeba beteiligt. Die von Alfred Ilg angeregten technischen Innovationen trugen wesentlich zum Wandel in Äthiopien bei.
1894 erhielt Alfred Ilg von Kaiser Menelik II. die Konzession für den Bau einer Eisenbahnlinie von Djibouti nach Harar, von Harar nach Entoto, von Entoto nach Kaffa und zum Weissen Nil. Gemeinsam mit Léon Chefneux gründete Alfred Ilg die Compagnie Impériale des Chemins de Fer d'Éthiopie und begann mit dem Bau der Eisenbahnlinie in Djibouti im Herbst 1897. Die erste Etappe der Linie wurde am 24. Dezember 1902 in Dire Dawa eingeweiht – die Stadt entstand im Rahmen des Baus der Eisenbahnlinie.
Die Fotografie zeigt Alfred Ilg und seine Familie in einer Aufnahme vor einer Lokomotive der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur. Im Hintergrund die Werkstätten des Bahnhofs von Dire Dawa.
Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich gedenkt des 100. Todestages von Alfred Ilg mit einer Veranstaltungsreihe. Einzelheiten unter http://www.musethno.uzh.ch/veranstaltungen.html
Text: Hugues Fontaine, Salome Guggenheimer