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Für Lorena Ortega, eine chilenische Ingenieurin, die seit zwei Jahrzehnten in der Schweiz lebt, ist die Balance zwischen Arbeit und Familie vor allem dank ihrer Familie möglich.Dieser Inhalt wurde am 10. August 2020 - 09:47 publiziert
Geboren in Santiago de Chile, wo sie eine Ausbildung zur Ingenieurin für Geotechnik absolvierte, kam sie anschliessend für ein Praktikum an die Eidgenössische Technische Hochschule nach Lausanne. In der Schweiz lernte sie ihren Mann David kennen, mit dem sie heute zwei Kinder hat. Lorena Ortega hat immer gearbeitet, und für sie ist das absolut normal.
"Arbeit ist der Grund, warum ich studiert habe. Ich weiß nicht, wie ich ohne Arbeit leben soll", sagt sie. In ihrem sozialen und familiären Umfeld hätten Frauen schon immer gearbeitet: ihre Mutter und Grossmutter als Lehrerinnen, ihre Tante als Chemieingenieurin. "Arbeit ist wesentlich für Entwicklung und Unabhängigkeit", sagt sie.
Im Gegensatz zur Situation in Chile, wo sich die Mittelschicht auf die tägliche Unterstützung durch Hausangestellte verlassen kann, können Familien in der Schweiz nur stundenweise Haushaltshilfen einstellen, was sich auf die Arbeitsleistung auswirkt. In ihrem Fall ist die Familie aktiv an der Betreuung der Kinder beteiligt.
An einem Tag in der Woche essen die Kinder in der Schule. Die anderen vier teilen sich eine Tante und eine Grossmutter die Kinderbetreuung.
Arbeiten ausländische Frauen eher ausser Haus als Schweizer Frauen? "Das glaube ich nicht, aber ich denke, dass die Frauen hier mehr Hausarbeit machen. Von meinen Freunden gehöre ich zu jenen, die beruflich am meisten eingespannt sind."