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Errors & Omissions
Zusatzdeckung Errors & Omissions (E&O)
Die Errors & Omissions-Versicherung deckt das Unternehmen gegen die wirtschaftlichen Folgen von Fehlern & Unterlassungen und somit reine Vermögensschäden. Die Versicherung kommt dann zum Tragen, wenn der Versicherungsnehmer zur Zahlung eines reinen Vermögensschadens verpflichtet wird. Voraussetzung ist, dass nach der endgültigen Abnahme eines Produktes oder einer Dienstleistung Mängel auftreten. Diese Mängel können Folgen sein von:
- dem Unvermögen, definierte Dienstleistungen zu erbringen
- dem Versagen eines Produktes aufgrund von Fehlern und Mängeln
Abgrenzung zur Betriebshaftpflichtversicherung
Über eine Betriebs– und Produktehaftpflicht verfügt praktisch jedes Unternehmen. Diese Versicherung deckt Personenschäden, Sachschäden sowie Vermögensschäden als Folge. Die E&O-Versicherung ist als Erweiterung der Haftpflichtversicherung zu betrachten. Durch diese Versicherung sind, wie bereits aufgeführt, auch reine Vermögensschäden abgedeckt. Darunter versteht man Schäden, welche weder Personen- noch Sachschäden oder eine Folge davon sind. Mit einer E&O-Versicherung schliesst man einige der bekannten Lücken, welche in einer Betriebshaftpflichtversicherung vorhanden sind. So zum Beispiel:
- den Nutzungsausfall einer unbeschädigten Sache als Folge eines Defektes oder Mangels des Produktes des Versicherten
- Vermögensschaden verursacht durch Nichterfüllung oder nicht richtiger Erfüllung eines Vertrages oder einer Absprache
- Schaden an oder Verlust von immateriellen Gütern (Software/Daten)
Schadenbeispiele E&O
- Ein Maschinenhersteller entwickelt, baut und installiert eine Maschine nach den genauen Vorgaben seines Kunden. Vertraglich wird vereinbart, welche Leistung (z.B. Stückzahl pro Minute) die Maschine zu erbringen hat. Nach erfolgreich verlaufener Testphase wird die Maschine durch den Kunden abgenommen. Einige Wochen später wird festgestellt, dass die Maschine immer weniger Stück pro Minute produziert. Der Maschinenhersteller wird für den entgangenen Gewinn sowie Kosten haftbar gemacht.
- Ein Versicherter stellt Komponenten für Maschinen her. Diese Teile werden von einem Maschinenhersteller eingebaut und die Maschinen verkauft. Die Komponenten weisen einen Mangel auf. Die Maschinen müssen durch den Hersteller zurückgerufen werden. Der Versicherte wird durch den Maschinenhersteller für den entgangenen Gewinn sowie für die Kosten in Anspruch genommen. Die Rückrufkosten sind über die E&O nicht gedeckt, da diese über die Betriebshaftpflicht versicherbar sind.
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