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Alexander Lunger
Gynäkomastie ist die Vergrösserung der Brust bei Männern, die durch übermässiges Wachstum des Brustgewebes und/oder Fett (Pseudogynäkomastie/Adipomastie) verursacht wird. Obwohl Gynäkomastie keine größeren Gesundheitsprobleme verursacht, kann sie für die Betroffenen zu einem erheblichen Leidensdruck führen.
Es ist wichtig, die Ursache der Gynäkomastie abzuklären. In seltenen Fällen kann sie durch einen hormonproduzierenden Tumor verursacht werden, häufiger finden sich jedoch andere Ursachen wie Genetik, Fettleibigkeit, Alkohol- und Marihuana-Konsum, Konsum von anabolen Steroiden und einige Medikamente.
Gewichtsverlust, Sport und das Absetzen der auslösenden Medikamente/Substanzen können zur Verbesserung der Symptome beitragen. Oft ist jedoch eine Operation erforderlich, um das überschüssige Gewebe zu entfernen, das zur Brustvergrößerung beitrug und sich nicht mehr vollständig zurückbildet.
In Fällen, in denen die Vergrößerung hauptsächlich auf einen Überschuss an Fettgewebe zurückzuführen ist, kann eine Fettabsaugung die beste chirurgische Option sein. Wenn Drüsengewebe und überschüssige Haut vorhanden sind, kann ein Verfahren zur Brustentfernung/ Brustverkleinerung bei Männern durchgeführt werden, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Der Hautschnitt wird normalerweise um den Warzenhof gelegt, um die Narbe bestmöglich zu kaschieren, kann jedoch je nach Anatomie und individuellen Bedürfnissen des Patienten variieren.
Unabhängig von der Art des durchgeführten Eingriffs sind die darunter liegenden Brustmuskeln nicht betroffen. Die Operation dauert je nach Verfahren ca. 2 – 3 Stunden.
Die Operation kann auf Wunsch ambulant durchgeführt werden und Patienten können am selben Tag mit einigen Einschränkungen (d.h. Kein Laufen oder schweres Heben) Ihren alltäglichen Tätigkeiten nachgehen. Eine vollständige Erholung und Sportfreigabe kann nach ca. sechs Wochen erwartet werden. Solange ist das Tragen einer Kompressionsweste empfohlen um der Ansammlung von Flüssigkeit in der Wundhöhle vorzubeugen.
In bestimmten Fällen übernimmt die Krankenkasse die chirurgische Behandlung der Männerbrust. Ob dies im Einzelfall eine Option darstellt, klären Sie am besten mit dem plastischen Chirurgen Ihres Vertrauens.
Für weitere Informationen wenden Sie sich an einen Plastischen Chirurgen Ihres Vertrauens, in Ihrer Umgebung.