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Wie ein Winterthurer die Corona-Krise in Myanmar erlebtSchreiben Sie einen Kommentar
Peter Schmidt ist in Winterthur aufgewachsen und arbeitet in Myanmar als Länderdirektor in der Entwicklungszusammenarbeit. Für ihn ist es der dritte Langzeitaufenthalt in einem Entwicklungsland. Zuvor hat er bereits in Indien und Kirgistan gelebt und gearbeitet.
Insgesamt fünfzig Personen sind ihm unterstellt. Mit ihnen arbeitet er an neun Projekten. Diese haben zum Ziel, die Lebenssituation von benachteiligten Menschen in Myanmar zu verbessern.
Während dem Ausbruch der Corona-Krise befand sich Schmidt in Myanmar und hat sich bewusst dafür entschieden, dort zu bleiben.
Bereits am 23. Januar habe Schmidt zum ersten Mal vom Ausbruch des Coronavirus im Nachbarland China gehört, berichtet er im Interview mit RADIO TOP. Danach habe es ziemlich lange gedauert, bis die ersten Fälle in Myanmar bekannt wurden. Bis im Juli sind die Fallzahlen in Myanmar mit ein bisschen mehr als 300 bestätigten Fällen im Vergleich zur Schweiz sehr gering. Schmidt meint, die tiefen Fallzahlen könnten damit zusammenhängen, dass die Bevölkerung jünger ist als in der Schweiz und womöglich auch weniger getestet wird.
Trotz der geringen Fallzahlen, treffe die Corona-Krise das Entwicklungsland hart. Vor allem die Wirtschaft leide. Ähnlich wie in der Schweiz gab es einen Lockdown (zwei Wochen), gefolgt von einem partiellen Lockdown. Darüber hinaus wurde eine Ausgangssperre für die Nacht verhängt. Zudem gab es ein Versammlungsverbot für Gruppen, die grösser waren als fünf Personen.
Schmidt hat in dieser Zeit alleine in einer Wohnung gelebt. Nach einer Weile hat das ständige Alleinsein an ihm genagt. Er bekam das Gefühl gefangen zu sein, weil spazieren im Wald oder joggen gehen nicht erlaubt waren.
Wie der Alltag von Peter Schmidt während der Corona-Krise in Myanmar ausgesehen hat, erzählt er im Interview mit RADIO TOP: