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Der Lake Eildon ist ein verästelter, rundherum von Wald gesäumter Stausee ca. 140 km nordöstlich von Melbourne.
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Neben den üblichen Motels und Holiday Parks (sprich: gut ausgebaute Campingplätze), hat es auch zwei sehr schöne Busch-Campingplätze und einige Wanderwege mit Aussicht, was die Region ein ideales Wochenendziel für die Melbournians macht.
Wochenende bedeutet in Australien für viele Städter, den grossen Geländewagen vollzuladen, den Anhänger anzukuppeln und buchstäblich das Weite zu suchen. Es ist unglaublich, was an "Spielzeugen" durch die Gegend gefahren wird: Motocrossräder, Jet-Skis, Motorbote, Rennwagen, Wohnwagen, Heissluftballone, Wurststände, tuti quanti. Somit wird der Lake Eildon zum Tummelbecken der Motorboote, der Wasserskifahrer und Wake-Boarder.
Neben den normalen Motorbooten, die auf dem Trailer herangefahren und täglich aufs Neue eingewassert werden, gibt es noch eine neue Kategorie von motorisierten Booten, welcher ich bisher noch nie begegnet bin, die Hausboote. Sicher sind sie sehr zweckmässig und geräumig, sehen aber auch auf den zweiten Blick noch aus wie eine zersägte Zürisee-Autofähre.
Diese Hausboote sind entweder in Privatbesitz, als mobiles Wochenendhäuschen sozusagen, oder werden wochenweise vermietet. In Eildon selbst gibt es eine Agentur, die statt Häuschen Hausboote im Schaufenster feilbietet.
Man beachte den Preis! Ältere, einstöckige Modelle sind ab $140'000 zu haben. Die Boote werden in einer Werft in Eildon selbst hergestellt. Sie haben ziemlich einheitlich die Grösse 45x20 ft (13.7 x 6.1 m).
Die Konstruktion ist einfach: die Dinger schwimmen auf zwei Pontons und haben einen oder zwei Motoren. So tuckert man dann langsam von einer Bucht in die nächste – schnell geht nicht, weil sonst das Wohnzimmer geflutet wird.