Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03380.jsonl.gz/3070

Wie funktioniert das Zusammenleben innerhalb von Gemeinschaften? Seit der Nuklearkatastrophe in Fukushima 2011 kreist das Schaffen des japanischen Aktionskünstlers Koki Tanaka (*1975 in Tochigi, Japan) um diese Frage. Antworten sucht er mittels partizipatorisch angelegter Aktionen, die er per Foto und Video dokumentiert. Seine Praxis beruht auf der Beobachtung, dass Menschen sich als Reaktion auf Ausnahmesituationen und die damit verbundenen Unterbrechungen alltäglicher Abläufe für kurze Zeit zu Mikro-Gemeinschaften zusammenschliessen. In diesem Miteinander orientieren sich die Menschen an einem imaginären Idealzustand, rücken näher zusammen und entwickeln neue Umgangsformen. Tanaka bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft mit verschiedenen kulturellen Hintergründen zusammen und stellt ihnen Aufgaben, bei denen sie das Miteinander erproben. Seine Gesellschaftsstudien widmen sich den so herbeigeführten Momenten des Zusammenrückens, des Neuzusammenfindens sowie den dabei auftretenden Schwierigkeiten.