Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03401.jsonl.gz/2306

Die Gründungsmythen der Vereinigten Staaten von Amerika – die gewaltsame Besiedlung der Terra inconita im Westen – liefern reichlich Stoff für eine grossartige Literatur. Erst im 19. Jh. emanzipierte sie sich von den europäischen Vorbildern. Ihre Kraft zog sie aus einer Art kritischem Realismus, der Sklaverei, Rassenhass, ideologische Verblendung, Krieg und Weltpolitik fiktional gestaltete. 12 Nobelpreisträger bevölkern das Pantheon, von Sinclair Lewis über T.S. Eliot, Ernest Hemingway, Toni Morrison bis zu Bob Dylan. Ob «Ciderhouse Rules» oder «Bonfire of Vanities» oder «Corrections»: Literatur aus den USA hat die Weltdramen in bleibende Formen gebracht. Die Ringvorlesung «Go West. Literatur der USA» wirft sechs Blicke auf dieses reiche literarische Erbe, das uns fast vertrauter ist als das europäische. Bis hin zur Verarbeitung der Literatur in Hollywood und den Veränderungen, die 9/11 bewirkte.