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Die Mehrzahl der Räume seien ihrem künftigen Nutzen entsprechend eingerichtet worden, heisst es in einem Schreiben der Steinmann-Stiftung Schloss Wyl am Dienstag. Zu erwähnen sei dabei insbesondere der Festsaal mit den Bildern aller ehemaligen Gemeinden des Amtsbezirks Konolfingen.
Das Schloss Wyl gehörte zum guten Dutzend Schlösser, die der Kanton Bern nach einer Verwaltungsreform nicht mehr als Amtssitze brauchte und darum zu verkaufen versuchte.
Das Schloss Wyl erwarb der ehemalige Medienprofessor und Unternehmer Matthias Steinmann für vier Millionen Franken. Steinmann will das Schloss «als regionales Symbol» erhalten und für öffentliche Zwecke, etwa Hochzeits- und andere Feiern oder Ausstellungen, zur Verfügung stellen.
Aus einem Herrschaftsschloss soll nun ein «Freudeherrschaftsschloss» werden, heisst es in der Mitteilung der Stiftung vom Dienstag weiter. In den Ausstellungsräumen sind Radierungen von Walter Jonas (1910-1979) zum Werk von Jeremias Gotthelf zu sehen.
Die Allee und der Park bleiben für Spaziergänger öffentlich zugänglich. Ein halböffentlicher Teil des Parks ist für Anlässe abgegrenzt. Eine Wohnung für Gäste der Steinmann-Stiftung und für die Familie ist ebenfalls fertig eingerichtet.
Um 1146 wurden die Freiherren von Wiler erstmals erwähnt. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert erhielt die Burg Wyl einen 43 Meter hohen Hauptturm. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts erwerben stadtbernische Burgerfamilien die Burg und halten sie bis 1798.
1812 kauft der Staat Bern das Schloss und macht es zum Sitz des Amtsbezirks Konolfingen. (npa/sda)