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In Kälte- und Wärmepumpenanlagen eingesetzte synthetische Kältemittel können, wenn sie in die Atmosphäre gelangen, ozonabbauend (FCKW, HFCKW) oder als Treibhausgase wirken (HFKW). Ozonabbauende Kältemittel tragen zur Zerstörung der Ozonschicht bei, welche die Erde vor der gefährlichen ultravioletten Strahlung abschirmt. Die Menge der verwendeten Kältemittel ist ein Indikator für die potenzielle Belastung der Luft mit solchen Stoffen.
|Ziel des Gesetzgebers ist es, mit dem in der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung verankerten Nachfüllverbot ein totales Fade-out zu erreichen. Da jedoch kein Termin für das totale Fade-out festgesetzt wurde, ist der Zustand nicht bewertbar.|
Gesetz oder Verordnung: Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung
|Die Menge der gemeldeten ozonschichtabbauenden Kältemittel veränderte sich seit 2016 nicht mehr signifikant, obwohl im Rahmen von Bauvorhaben und Erweiterungen laufend alte Anlagen (v.a. mit dem Kältemittel R22) ausser Betrieb genommen oder auf ein anderes erlaubtes Kältemittel umgerüstet werden. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Ausserbetriebnahmen nicht gemeldet werden. Eine Bewertung ist deshalb nicht möglich.|
Gesetz oder Verordnung: Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung
Kilogramm CSV XLS
Erläuterungen
Die ozonschichtabbauenden Stoffe wurden 1987 ins Montrealer Protokoll aufgenommen.
Daher ist die Verwendung aller ozonschichtabbauenden Stoffe (vollhalogenierte und teilhalogenierte) in der Schweiz seit 2004 verboten. Kälteanlagen mit solchen Kältemitteln dürfen jedoch weiter betrieben werden, solange sie dicht und betriebssicher sind (jährliche Dichtigkeitskontrolle vorgeschrieben).
Die Menge der noch vorhandenen ozonschichtabbauenden Kältemittel nimmt mit der Ausserbetriebnahme von Kälte- und Wärmepumpenanlagen sukzessive ab. Im Laufe der kommenden Jahre ist mit einem signifikanten Rückgang der in Anlagen gemeldeten ozonschichtabbauenden Kältemittel zu rechnen.
Methodik
Total der Menge der in allen gemeldeten Kälte- und Wärmepumpenanlagen in den Kantonen eingesetzten ozonabbauenden synthetischen Kältemittel (FCKW, HFCKW). Die Angaben stammen aus dem Melderegister des Bundesamtes für Umwelt (BAFU). Die Inhaber von Anlagen sind einer gesetzlichen Meldepflicht unterstellt.