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Der Begriff Asthma wurde von Hippokrates (450-377 v. Chr.) geprägt. Er kommt vom griechischen Wort „astmaois“ = keuchen. Die noch heute gültige Bezeichnung beschreibt die rückbildungsfähige Verengung der Atemwege. Der Asthmatiker produziert in der Schleimhautschicht der Bronchien zu viel zähes Sekret, das die Bronchiolen (feinste Verzweigung der Lunge) verschließt.
Allgemeines
Das Asthma bronchiale ist eine Erkrankung, die sich durch eine Behinderung der Atmung bemerkbar macht. Die Betroffenen leiden an Anfällen von Atemnot, die oft von Hustenattacken begleitet werden. Vereinfachend wird oft einfach nur die Bezeichnung "Asthma" gebraucht. Das Asthma bronchiale ist eine Langzeiterkrankung, die bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht heilbar ist. Mit geeigneten Maßnahmen kann das Asthma allerdings gut beherrscht werden, und Betroffene können ein Leben ohne größere Einschränkungen führen. Das Asthma kann in verschieden Lebensphasen und -situationen unterschiedlich stark ausgeprägt sein und mehr in den Vorder- oder Hintergrund treten. Dabei ist können sich Phasen völliger Beschwerdefreiheit mit Phasen schwerer Anfälle abwechseln. Die Abstände zwischen beiden Phasen können Stunden bis Jahre betragen. Eine Vorhersage dazu kann nicht getroffen werden, da der Verlauf der Erkrankung sehr variabel und unberechenbar sein kann.
Das Asthma bronchiale kann in eine allergische Form und in eine nicht allergische Form unterteilt werden.
Die allergische Form des Asthmas, die in der Fachsprache als exogen-allergisches Asthma bezeichnet wird, gehört in die Gruppe der allergischen Erkrankungen. Ausgelöst werden die Atemnotanfälle beim allergischen Asthma durch bestimmte Faktoren, die Triggerfaktoren genannt werden. Diese Asthmaanfälle können durch Vermeidung oder Kontrolle der Triggerfaktoren verhindert werden.
Die nicht allergische Asthmaform wird intrinsisches oder endogenes Asthma genannt und fällt in die Gruppe der Erkrankungen mit ungeklärter Ursache.
Trigger Faktoren
Es gibt eine sehr umfangreiche und unterschiedliche Palette von Triggerfaktoren: körperliche Anstrengung, Lachen, heftige Emotionen oder eine Erkältungskrankheit gehören ebenso dazu wie wechselnde Temperaturverhältnisse, Nebel, Luftverschmutzung oder gewisse chemische Industriestoffe. Auch bekannte Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Mehl, Tierhaare oder Hautteilchen (besonders von Katzen), Zigarettenrauch oder anderer Rauch, sowie bestimmte Medikamente wie Aspirin oder Betablocker gehören zu den bekannten Triggerfaktoren, welche Asthmatiker wenn möglich meiden sollten.
Asthma bronchiale im Kindesalter: Allergiestatus und Lungenfunktion
Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der unteren Atemwege und stellt in den Industrienationen mittlerweile eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter dar. Neben Umweltfaktoren, Alter, Geschlecht und Lebensstil, spielen auch genetische Faktoren in der Asthma-Pathogenese eine Rolle, weshalb es in die Kategorie der komplexen (multifaktoriellen) Erkrankungen eingeordnet wird. Genetische Kopplungsstudien identifizierten die chromosomale Region 12q13-q24 als eine der häufigsten Kopplungsregionen für Asthma und Asthma assoziierte Phänotypen in verschiedenen ethnischen Populationen.
Sprache der Symptome
Die Atmung ist das Symbol für einen harmonischen Rhythmus von Geben und Nehmen. Patienten mit Bronchialasthma geben sich häufig zu wenig "Raum". Die Psychoanalyse sieht auch eine Aggressionshemmung und einen verleugneten Dominanzanspruch.
Mögliche Ursachen
Eiterherde an Zähnen, auf Mandeln oder in Nebenhöhlen (Störfelder), aber auch Polypen können Auslöser sein. Auslöser ja, aber nicht Ursache. Ursachen sind meiner Erfahrung nach, und das hat sich in der Praxis oft bestätigt, Impfschäden oder seelische Probleme. Es werden auch verschiedene Allergene (Pollen, Staub, Milben und Gase) als Ursache genannt, diese sind jedoch höchstens „Auslöser“.
Im Bereich Schadstoffe sollte aber grundsätzlich bei Asthma auch nach Umweltgiften gesucht werden, vor allem nach Formaldehyd (z.B. in Möbeln oder Holzschutzmitteln). Besonders Häuser älterer Bauart sind grundsätzlich verdächtig. Ebenso muss nach Schimmelpilzen in den Wohnräumen gesucht werden.
Auch Schadstoffe in Lebensmittelverpackungen können zu Asthma führen, wie kürzlich festgestellt wurde. Wissenschaftler der Mailman School of Public Health identifizierten die Chemikalie BPA als Verursacher von Asthma bei Kindern. Für die Produktion von Babyflaschen wurde BPA deshalb jetzt verboten. Trotzdem findet sich der Stoff noch in Kunststoffverpackungen und Konservendosen. Die Forscher empfehlen deshalb, auf Konserven so weit wie möglich zu verzichten und vor allem warme Speisen und Getränke nicht in Kunststoffbehältern aufzubewahren.
Darmsanierung:
Zur Umstimmung des gesamten Immunsystems ist eine Darmsanierung sinnvoll.
Organotrope Therapie
Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.
Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.
Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.
Personotrope Therapie
Anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.
Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die in kommen.
Die homöopathische Behandlung:
In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.
Die phytotherapeutische Behandlung:
Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Akupunktur:
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre.
Wichtig: Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!
Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.
Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.