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Das in regelmässigen Abständen pulsierende Doppelsystem sei zwar schon vor Jahrzehnten entdeckt, damals aber falsch als veränderlicher Einzelstern klassifiziert worden, berichtete die Europäische Südsternwarte ESO am Mittwoch an ihrem Hauptsitz in Garching bei München.
Erst jetzt sei mit dem “Very Large Telescope” (VLT) der ESO und mit anderen Instrumenten die wahre Natur des Systems erkannt worden. Forscher um Tom Marsh von der Universität Warwick (Grossbritannien) stellen ihre Analysen im Fachblatt “Nature” vor.
Demnach hat der Weisse Zwerg, der nur etwa so gross ist wie die Erde, etwa zwei Drittel der Masse unserer Sonne. Der Rote Zwerg ist viel grösser, hat aber nur ein Drittel der Masse unserer Sonne. Beide umkreisen sich alle 3,6 Stunden. Der schnell rotierende Weisse Zwerg ist stark magnetisch und beschleunigt mit seinem Magnetfeld Elektronen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit.
Diese schnellen Elementarteilchen erzeugen einen gebündelten Strahl, der wie der Lichtkegel eines Leuchtturms regelmässig den Roten Zwerg überstreicht. Dies lässt das gesamte System, das die Katalognummer AR Scorpii trägt, alle knapp zwei Minuten kurzzeitig hell aufleuchten. Unklar bleibt, woher die Elektronen stammen, die der Weisse Zwerg beschleunigt.
(SDA)