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Chilenische Fans sorgen vor dem WM-Spiel gegen Spanien in Rio de Janeiro für einen grösseren Tumult. Mehrere Dutzend Anhänger stürmten das Maracana-Stadion und lieferten sich Jagdszenen mit den Sicherheitskräften. Über das Medienzentrum versuchten sie, ins Stadion zu gelangen.
Die Fans, die keine Eintrittskarten für das Spiel im besassen, zerstörten die Glastür zum Pressezentrum, überwanden Absperrungen und gelangten in nicht-öffentliche Bereiche. Die Wachleute hätten die Eindringlinge aufgehalten und der Polizei übergeben. Die Polizei habe hundert Fans festgenommen.
Der Weltfussballverband FIFA gab die Zahl der Festnahmen mit «mindestens 85» an. Die Bundespolizei erklärte, die Festgenommenen hätten 72 Stunden Zeit, um Brasilien zu verlassen. Andernfalls würden sie abgeschoben.
Während die FIFA mitteilte, keiner der Eindringlinge sei auf die Tribüne gelangt, sagte ein Sicherheitsmann, einige Fans seien vom Pressezentrum durch einen Tunnel zum Fussballfeld gelaufen und von dort in die Zuschauerränge gehoben worden. Zum Vorfall kam es ungefähr eine Stunde vor dem Spiel, das Chile 2:0 gewann. (pre/sda)