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| Märtyrerakten - Ausgewählte Akten persischer Märtyrer

21. Mâr Gîwargîs
74.
Es geschah auch folgendes Wunder. Als jener Diakon drei Tage nach der Kreuzigung den heiligen [S. 274] Leib des herrlichen Märtyrers aufnahm und in eine Decke wickelte, floß soviel Blut aus ihm, daß der Rock des Bruders und die Decke, in die der Leib gehüllt war, benetzt wurde, als ob er soeben darin getötet worden wäre. Ebenso entströmte ihm ein unsäglich lieblicher Wohlgeruch. Als die Gläubigen erfuhren, daß die Soldaten in die Stadt gegangen seien, kehrten sie um, um den Ort zu sehen, an den der Leib des heiligen Märtyrers geworfen worden war. Als sie die Brüder sahen, die ihn dahertrugen, freuten sie sich sehr, trotzdem viele aus ihnen von den Soldaten geschlagen und verwundet worden waren. Sie traten hinzu, trugen mit ihnen den heiligen, gekrönten Leib in großer Ehre unter Psalmengesang, Lobliedern und Gesängen des Heiligen Geistes und legten ihn nieder im Martyrium des seligen Mâr Sergius, des Märtyrers.