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2010-2014
Haut-Vully
Direktauftrag
Der Holzbau besteht aus wenigen vorfabrizierten Elementen. Die Minimierung der Schichten wurde Teil der Konstruktionsphilosophie und auch Teil der Charakteristik für das Haus als Ganzes. Es gibt keine zusätzlichen Installationsschichten, einzig das raumprägende Raster wird z.T. als Verblendung ausgeführt um Installationen oder auch Entwässerungsrohre zu führen. Das Prinzip “Design to Costs” ermöglichte einen Massivholzboden aus Esche im Hauptgeschoss im Verzicht auf einen mehrschichtigen Deckenaufbau. Diese Decke besteht lediglich aus einer 98 mm Dreischichtplatte.
Der Entwurf ist in erster Linie eine Reflexion über die beständigen Formen der Architektur (Monumentalität, Verallgemeinerung, Archetypus) und der Versuch die „ewig wiederkehrenden“ Themen der Raumbildung für die Gegenwart zu aktualisieren sowohl aus dem Fundus der Moderne und Vormoderne überlagert mit unserer eigenen autobiographischen Erfahrung als Architekten (a-modernes Vorgehen). Dabei entstand ein Haus, das gleichzeitig strenge Raumgeometrie, Präsenz und poetisierte Gewöhnlichkeit zum Thema macht.
Vor allem der Hangschnitt ist prägend: Verzahnung der Topographie mit minimalem Sockel, Terrasse, Dachauskragung gegen Süden. Diese starke Profilierung (horizontaleVerschattung, Tiefenwirkung) veranlasst erst die frontal wahrgenommene Monumentalität. Das Sockelgeschoss, das Erdgeschoss, das Dachgeschoss werden alle durch einen aus dem zentralen Feld wachsenden, alle Geschosse rigoros durchstossenden, zenital belichteten Treppenturm erschlossen.