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Jimmy trägt gerne einen roten Pullover, wenn ihm kalt ist. Er trinkt oft Milch und seine Leibspeise sind süsse Kartoffeln. Jimmy ist noch sehr jung und muss Windeln tragen. Trotzdem kann Jimmy schon laufen, ja, er hüpft sogar den Grossteil des Tages durch die Gegend und deshalb haben Diana und Larry Moyer einen grossen Zaun um ihr Grundstück gezogen, damit Jimmy nicht eines Tages auf Nimmerwiedersehen verschwindet.
Nein, Jimmy ist kein Kleinkind mit Sprungfedern an den Füssen und einem ausgefallenen Essensgeschmack, sondern ein Känguru. Und weil seine Besitzerin Diana dachte, dass ein Känguru in einem roten Pullover in einer McDonald's Filiale die normalste Sache der Welt sei, geht die Geschichte nun rund um den Globus.
Ein besonders schreckhafter Gast im McDonald's in Beaver Dam, Wisconsin, rief nämlich beim Anblick von Jimmy die Polizei, und der Manager der Filiale spedierte Mrs. Moyer freundlich aus dem Lokal.
Mrs. Moyer versteht die Welt nicht mehr. «Ich war mit Jimmy schon überall in der Stadt, wir gehen zusammen ins Kino und besuchen regelmässig die Kirche», sagte die rüstige Rentnerin dem Daily Citizen.
Er tue keiner Fliege was zuleide und sei sogar ziemlich populär in der Kleinstadt Beaver Dam. Ausserdem, so Moyer, brauche sie ihn als sogenanntes «Therapy Animal».
Die Polizei versteht aber keinen Spass. Vielleicht haben die wackeren Gesetzeshüter zu viel Zeit auf dem Känguru-Boxkampf-Youtube-Kanal verbracht, und fürchten nun ein ähnliches Szenario in dem beschaulichen Beaver Dam.
Man stelle sich vor: Tohuwabohu im McDonald's. Wilde Faustkämpfe zwischen Känguru Jimmy und Ronald McDonald, Blut und Ketchup vermischen sich zu einem unappetitlichen Etwas, Knochen splittern und landen zwischen Hamburger Buns bevor sie von ahnungslosen hungrigen Drive-In-Kunden verputzt werden.
Kann irgendjemand so etwas wollen? Nein, natürlich nicht. Aber weil wir für einen weltoffenen Pluralismus eintreten, lassen wir euch der Form halber trotzdem abstimmen. (wst)
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