Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03272.jsonl.gz/931

Die Sommersaison war für den TCS sehr arbeitsintensiv. Die Notrufzentrale erhielt fast 400'000 Anrufe und die Patrouilleure waren von Anfang Juni bis Ende August 90’000-mal auf den Strassen unterwegs. Im Ausland unterstützte der TCS seine Mitglieder, indem er 14'000 Dossiers bearbeitete, davon 1’400 für medizinische Gutachten, und 410 Rückführungen aus gesundheitlichen Gründen durchführte.
Wie das Ende April veröffentlichte TCS-Reisebarometer vermuten liess, sind die Schweizerinnen und Schweizer im Sommer 2022 wieder zahlreich in die Ferien gefahren. Ab Juni verzeichnete der TCS einen starken Anstieg der Assistance-Anfragen in der Schweiz und im Ausland. Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es dem TCS immer, seinen Mitgliedern zu helfen, auch wenn die Wartezeit im Ausland manchmal länger als üblich war.
Die TCS-Mitglieder riefen in den drei Sommermonaten Juni, Juli und August fast 400’000-mal in der Telefonzentrale an. Im Juli waren die Anrufe und schriftlichen Anfragen am häufigsten, mit fast 140'000 Anfragen über die verschiedenen Kanäle. Fast 4'000 Anrufe betrafen das automatische Autobahnzahlungssystem Telepass, ein Beweis dafür, dass zahlreiche Schweizer Touristen in diesem Sommer auf dem Landweg nach Italien, Frankreich, Spanien und Portugal unterwegs waren.
Für den Monat Juli wurde im Vergleich zu 2019 - dem letzten Tourismusjahr vor der Pandemie - ein Anstieg der Dossiers wegen Fahrzeugpannen im Ausland um 30% verzeichnet. Von Anfang Juni bis Ende August rückten die Patrouilleure somit fast 90’000-mal aus, um sicherzustellen, dass die Mitglieder ihre Reise nach einer Panne oder einem Unfall fortsetzen konnten. In fast 80% der Fälle konnten die TCS-Mitglieder ihre Reise nach dem Einsatz des Patrouilleurs wieder fortsetzen. Die drei häufigsten Pannenursachen bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind Batterieversagen, Reifen- und Motorschäden. Bei Elektrofahrzeugen waren es vor allem die Reifen, die für Ärger sorgten, gefolgt von der Starterbatterie und Problemen mit dem elektrischen Antriebssystem.
Für Mitglieder, die im Ausland in Not geraten waren, wurden mehr als 14'000 Dossiers eröffnet. Insgesamt wurden während des Sommers 1’400 medizinische Gutachten vom medizinischen Team des TCS erstellt, und in 410 Fällen war eine medizinische Rückführung in die Schweiz notwendig.
Die Personen-Assistance haben im Sommer 2022 Mitglieder auf der ganzen Welt in Anspruch genommen, von Kanada über Griechenland, von Brasilien bis hin zu Thailand. Allerdings nahmen die TCS-Mitglieder in Frankreich, Italien und Deutschland mit 3’773, 2’806 bzw. 1’381 Fällen die Hilfe des ETI-Schutzbriefs am häufigsten in Anspruch.
Die am stärksten von Reiseannullierungen betroffenen Zielländer im Sommer 2022 waren die Schweiz mit fast 16% der Fälle, gefolgt von Italien mit 15% und Frankreich mit 11% der Fälle. Die meisten erstellten Dossiers wegen verlorenem oder beschädigtem Gepäck betrafen die USA mit 16%, gefolgt von Griechenland mit fast 8% der Fälle und Spanien mit etwa 6%.