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Die Hacker - zwei Marokkaner und ein Russe - sollen seit 2008 im Internet Daten von über 133'000 Kreditkarten gestohlen haben. Im Kern handelte es sich dabei um Straftaten, die von Ausländern grösstenteils im Ausland und zum Schaden von Ausländern begangen wurden.
Aus diesem Grund hatte das Bundesstrafgericht Ende Oktober die Zuständigkeit eines Schweizer Gerichts in Frage gestellt. Durch diesen Entscheid muss die BA nun weitere Ermittlungen durchführen, wodurch das ordentliche Verfahren verlängert wird.
In einem solchen Fall muss die Frage nach einer allfälligen Überhaft geprüft werden. Eine solche ist gegeben, "wenn die im Rahmen des Strafverfahrens bereits abgesessene Haft in grosse Nähe zur erwarteten Freiheitsstrafe rückt", wie die Bundesanwaltschaft am Sonntag auf Anfrage schrieb. Sie bestätigte einen entsprechenden Bericht der "NZZ am Sonntag".
SCHADEN VON 3,5 MILLIONEN FRANKEN
Die drei Männer waren im Vorfeld geständig und hatten eine Haftstrafe von drei Jahren akzeptiert. Sie hatten hauptsächlich von Thailand aus operiert. Innerhalb von sechs Jahren sollen sie dabei die Daten von über 133'000 Kreditkarten missbräuchlich über das Internet beschafft haben.
3062 Datensätze stammten dabei von Schweizer Kreditkartenbesitzern, wobei wiederum bei zwei Dritteln unrechtmässige Transaktionen ausgelöst wurden. Der Schaden für die betroffenen Schweizer betrug rund 3,5 Mio CHF.
(AWP)