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Pralles Leben und stille Natur
Amerika Wer nach Brasilien reist, findet bunte kulturelle Vielfalt in den Städten sowie faszinierenden Artenreichtum in stiller Natur.
Rund 9000 Kilometer Luftlinie von Zürich entfernt liegt die brasilianische Metropole Rio de Janeiro, die die meisten Menschen wohl im ersten Gedanken mit Brasilien verbinden. Dort, an der Copacabana, regieren das pralle Leben und die pure Lebensfreude, und nicht nur zum Karneval wird dort gefeiert und getanzt. Vom 5. bis 21. August 2016 ist Rio de Janeiro Gastgeber der Olympischen Sommerspiele – eine gute Gelegenheit, von dort aus das vielseitige Land mit seinen kulturellen Gegensätzen und einzigartigen Naturschauspielen zu erkunden.
Gegensätze und Vielfalt
Brasilien liegt am Atlantik auf der Südhalbkugel, die Sommermonate fallen demnach in unseren Winter. Das Land lässt sich jedoch ganzjährig bereisen. Je näher der Äquator, der den Norden des Landes durchzieht, desto wärmer und feuchter das Klima. Den grössten Teil des tropischen Nordens durchzieht das Tiefland des Amazonasbeckens. An den nördlichen Küstenabschnitten finden Touristen karibikähnliche Strände und eine eher gelassene Lebensart der Einheimischen. Gemässigtes europäisches Klima findet man im Süden Brasiliens. Dort kann es sogar schneien und die Jahreszeiten sind deutlicher ausgeprägt. Die Kultur ist dort ebenfalls stark europäisch geprägt.
Portugiesisch ist die Landessprache
Die Landessprache ist Portugiesisch. Vom 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war Brasilien eine portugiesische Kolonie. Die Kolonialisten brachten afrikanische Sklaven ins Land. 1822 wurde Brasilien unabhängig und Kaiserreich. 1889 folgte auf einen Militärputsch und die Abschaffung der Sklaverei die Gründung einer Republik. Nach einer Militärdiktatur seit 1964 kehrte das Land ab 1985 zur Demokratie zurück. 1960 löste Brasilia Rio de Janeiro als Hauptstadt ab.
Multikulturell
Brasilien ist durch jahrhundertelange Einwanderung aus allen Teilen der Welt multikulturell geprägt. Von der ersten portugiesischen Besiedlung im 16. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg wanderten über vier Millionen Menschen ein, überwiegend Europäer. Der grösste Teil der brasilianischen Bevölkerung ist römisch-katholisch.
Stationen für die Reise
Die Stadt Manaus ist Ausgangspunkt für Entdeckungstouren in den Dschungel rund um den 7000 Kilometer langen Amazonas-Strom.
Von Natal gelangt man zu sonnigen Strandplätzen mit Blick auf die Dünen von Genipabu. Von hier ist auch das Taucherparadies der Inselgruppe Fernando de Noronha gut zu erreichen.
Salvador de Bahia mit seinem historischen Stadtzentrum und seiner afro-brasilianischen Kulturszene gilt als die Seele Brasiliens. Rund 400 Kilometer westlich liegt das Trekkingparadies des Nationalparks Chapada Diamantina-Lencois.
Porto Alegre ist Ausgangspunkt für Ausflüge in der südlichen Region, wie zum Itaimbezinho-Canyon oder zum Caracol-Park nahe des Städtchens Canela oder in die Weinregion. Mit einem einstündigen Weiterflug erreicht man die grandiosen Iguaçu-Wasserfälle an der argentinischen Grenze.
Das Weltkulturerbe Pantanal ist mit 230 000 Quadratkilometern eines der grössten Feuchtgebiete und eines der reichsten Ökosysteme der Erde.