Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03437.jsonl.gz/1273

Inhaltsverzeichnis
Widerristhöhe: 50 – 60 cm
Gewicht: 18 – 25 kg
Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre
Herkunft: Israel
Art: Warnhunde
Charakter: treu, wachsam, intelligent, misstrauisch, scheu
Farben: cremefarben, sandfarben bis rot-braun, weiss, schwarz, gefleckt, mit oder ohne Maske
Verhalten und Wesen
Sobald der Kanaan vertrauen fasst, ist er ein sehr treuer Begleiter im Alltag. Er ist sehr ortsgebunden und verteidigt sein Territorial jederzeit mit seinem sehr ausgeprägten Warninstinkt. Fremden gegenüber ist der Vierbeiner eher misstrauisch, was auf seinen Ursprung als Pariahund zurückzuführen ist.
Ursprung und Geschichte
Der Kanaan Hund gehört zu den sogenannten Pariahunden. Diese Hunde lebten früher in der Nähe von Siedlungen, wurden jedoch weder gefördert noch gefüttert. Auch fand keine entsprechende Züchtung der Hunde statt.
Eine österreichische Kynologin und Verhaltensforscherin ist in Israel auf die wildlebenden Hunde gestossen. Die eben genannte Professorin Rudolphina Menzel war von den wildlebenden Hunden begeistert. Immer wieder beobachtete sie eine schwarz-weisse Hündin, welche sie Dugma (Muster) nannte. Dugma war sehr scheu, da sie zuvor nie Kontakt zu anderen Menschen pflegte und immer auf sich allein gestellt war. Doch die Kynologin schaffte es, ihr Vertrauen zu gewinnen. Mittels der Kanaan Hündin konnte Mitte des 20. Jahrhunderts die Zucht beginnen, wobei das Ziel war, einen Hund zu züchten, welcher der warmen Temperaturen gewachsen war.
Hierzulande sind Kanaan Hunde kaum vertreten, wobei sie im heutigen Israel noch immer vermehrt als Lagerwachhunde dienen.
Haltungsempfehlung
Kanaan Hunde bauen zu ihren Liebsten eine sehr enge Beziehung auf. Sie sind sehr lernwillig und machen für ihre Familie nahezu alles, sobald sie einmal Vertrauen gefasst haben. Bis der Hund jedoch einmal Vertrauen fasst, steckt viel Arbeit dahinter. Die ursprünglichen Pariahunde können aber auch einen sehr sturen Schädel haben, was die Erziehung nicht immer einfach macht. Diese Art von Rasse gehört zu den Hunden, welche zuerst einen Sinn in der Aufgabe sehen müssen, bevor sie das Kommando ausführen. Als Anfängerhund ist der Pariahund deshalb weniger geeignet.
Wichtig bei der Erziehung ist auch die Sozialisierung, weil der Kanaan Hund früher sehr eigenständig gelebt hat und deshalb eine gewisse Scheu und Angst mit sich bringt. Dies zeigt sich vor allem beim Verhalten gegenüber fremden Menschen, bei welchen er sehr misstrauisch reagiert. Aber auch gegenüber seinen Artgenossen zeigt sich der Vierbeiner oftmals nicht unbedingt freundlich. Vor allem Begegnungen mit dem gleichen Geschlecht stellen sich oftmals als Problem dar. Weiter ist es für die Pariahunde aufgrund deren Vergangenheit schwerer, moderne Hunderassen zu lesen, was ebenfalls zu Konflikten mit Artgenossen führen kann.
Als Zuhause eignet sich für diese Hunde ein Hof oder ein Grundstück mit Garten besonders gut, wo sie jederzeit den Überblick haben. So können sie bei einer Bedrohung sofort Alarm schlagen und ihr Hab und Gut beschützen. Aber auch Rückzugsorte, wo sie sich bei Bedarf verstecken können, sind für die Rasse sehr wichtig.
Beschäftigungsmöglichkeiten
Die Rasse eignet sich weniger für Hundesport. Viel mehr blühen sie in der Arbeit als Wach- oder Schutzhund auf.
Krankheiten
Keine rassetypischen Krankheiten bekannt.