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Am 24. Oktober 2001 kollidieren im Gotthardtunnel zwei Lastwagen frontal. Sofort bricht ein Feuer aus, elf Menschen sterben. Die Fachleute sind alarmiert, weil die Sicherheitsvorkehrungen nicht gegriffen haben: Nach 30 Sekunden Brand betrug die Sichtweite noch zwei Meter, die Temperatur erreichte 1200 Grad. Der Brand führt mit den Tunnelkatastrophen im Montblanc, in den Tauern und bei Kaprun zu verschärften Sicherheitsstandards, die von mehreren EU-Forschungsprojekten erarbeitet werden. Im Gotthard-Basistunnel werden die Lüftungssysteme ausgebaut, im Ceneritunnel entstehen zwei einspurige Röhren statt des geplanten Doppelspur-Tunnels. Der Brand ist wohl einer der Faktoren, der 2016 zur Zustimmung des Stimmvolks zum Bau der zweiten Gotthardröhre führt.
« Die Frontalkollision ereignete sich am Mittwoch. Es brannte noch am Donnerstag. Am Freitag begannen wir in drei Schichten mit der Wiederherstellung des Tunnels. Wir haben einen Kilometer zerstörten Tunnels neu gebaut. »Mauro Chinotti, Publikation «Drei Weltrekorde am Gotthard: Politiker, Unternehmer, Ingenieure, Tunnelbauer, Baden 2016»