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Das Konzept des grünen Wachstums ist eine Farce
Arte Journal sprach mit dem Umweltjournalisten Norbert Suchanek. Er lebt seit 2006 in Brasilien und hat die Entwicklungen seit der letzten Umweltkonferenz kritisch verfolgt. Für ihn ist die Idee des grünen Wachstums eine Marketing-Farce, die zu Monokulturen und Umweltzerstörung führt.
Philipp Niedring, ARTE Journal
Herr Suchanek, wie beurteilen Sie die Umweltbilanz Brasiliens seit dem letzten Umweltgipfel 1992?
Norbert Suchanek, Umweltjournalist
Die Frage ist leicht zu beantworten: Die Umweltbilanz ist extrem negativ! Fangen wir mit der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes an. 1991 hatten wir eine Abholzungsrate von 11.000 km² pro Jahr. 1993, ein Jahr nach der Umweltkonferenz, hatten wir eine Abholzungsrate von 14800 km². Diese Raten sind gestiegen bis zur Regierung Lula da Silva. Unter dessen Regierung war die höchste Rate 28.000 km² pro Jahr. Wir haben nach Rio '92 nicht aufgehört mit der Abholzung des Regenwaldes, sondern eigentlich erst richtig angefangen. Meine Befürchtung von Rio +20 ist, dass wir den selben Weg noch einmal gehen.
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