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’Ein Verweis auf unsere Fähigkeit, prekäre Bevölkerungen einzugliedern’ – Zur humanitären Lage von Roma EU-BürgerInnen in Frankreich
Am 1. Januar 2014 wurden die Übergangsmassnahmen gegenüber Rumänen und Bulgaren aufgehoben. Das heisst, sie dürften nun die gleichen Rechte geniessen wie alle anderen EU-BürgerInnen auch, wenn sie in einem anderen Mitgliedstaat Arbeit suchen. Im folgenden Beitrag gehen wir der Frage nach, ob Roma-MigrantInnen aus diesen Ländern seitdem einen besseren Zugang zur medizinischen Versorgung in Frankreich erhalten. Kollege Matthieu sprach mit dem Dr. Corty, der die Programme von ’Ärzte der Welt’ in Frankreich leitet. In den Grossstädten Frankreichs betreut diese humanitäre Organisation Programme, die sich speziell an EU- und Nicht-EU-MigrantInnen richten, die kein Zugang zum gemeinrechtlichen Gesundheitssystem haben. Feste und mobile Teams aus Ärzten, Krankenschwestern, Sozialarbeitern und Übersetzern beraten dabei Menschen in medizinisch-sozialen Angelegenheiten und leisten erste Hilfe. Laut Dr. Corty beraten die Teams von Ärzte der Welt 4000 Roma-MigrantInnen von den geschätzten fünfzehn- bis zwanzigtausend, die in Frankreich leben. Matthieu fragte ihn zunächst, ob Roma-MigrantInnen in Frankreich den selben Zugang zur medizinischen Versorgung geniessen, wie alle anderen EU-BürgerInnen.