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Der Norweger bleibt in 46,70 Sekunden 8 Hundertstel unter der 28 Jahre alten Bestmarke des Amerikaners Kevin Young, aufgestellt an den Olympischen Spielen in Barcelona.
Das spektakulärste Duell an den Olympischen Spielen in Tokio werden sich womöglich die Langhürdler liefern. Am vergangenen Wochenende hatte Rai Benjamin an den US-Trials vorgelegt. Der 23-Jährige kam im 46,83 Sekunden bis auf fünf Hundertstel an den Weltrekord heran.
Warholm hatte zuvor mehrfach den Europarekord verbessert - zuletzt im August 2020 auf 46,87 Sekunden. Sein Laufstil begeistert. Er geht immer Vollgas los, taktiert nicht. In den Abschnittszeiten über 200 und 300 m war er schon oft schneller als Young gewesen, nun liess er auch auf der Zielgeraden kaum mehr nach.
«Ich wusste, dass ich eine starke Zeit in meinem Körper drin habe», sagte Warholm, «aber es ist etwas anderes, dann rauszugehen und das auch durchzuziehen.» Es sei sehr speziell gewesen, diesen Rekord vor einem so grossartigen Heimpublikum zu laufen - auch seine Freunde und seine Familie waren im Stadion. Für Warholm war es das erste Rennen über 400 m Hürden in der Olympia-Saison. «Ich glaube schon», sagte er, «dass ich wirklich noch etwas mehr im Tank habe.»
In der Nacht auf Montag hatte bereits Sydney McLaughlin bei den US-Trials in Eugene als erste Frau die 52-Sekunden-Marke über 400 m Hürden durchbrochen. Die erst 21-jährige Athletin senkte den Weltrekord auf 51,90 Sekunden. Auch sie wird sich in Tokio ein packendes Duell mit der Landsfrau und Weltmeisterin Dalilah Muhammad liefern.