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Grottenburg bei Günsberg nordöstlich von Solothurn. Sie ist der Stammsitz der berühmten freiherrlichen Familie von Balm, die auch im Kanton Luzern reich begütert war. An der Ermordung Kaiser Albrechts bei Windisch, im Jahre 1308, beteiligte sich u. a. Rudolf von Balm, weswegen seine Güter beschlagnahmt wurden und als Reichslehen an den Grafen Otto von Strassberg fielen. 1336 wurde Rudolf von Nidau und 1376 Peter Schriber in Solothurn Besitzer der Burg. Die Erben des letzteren verkauften sie mit den zugehörigen Gütern 1411 an die Stadt Solothurn. Schultheiss und Räte der Stadt Solothurn verliehen ca. 1417 die Veste samt allem Zubehör an Gütern und Land an Hans Sigrist von Naters (Wallis) mit der Verpflichtung, die Burg so wieder herzustellen, wie sie vormals war. Diese Herstellung scheint indessen niemals erfolgt zu sein, und die Burg fiel langsam in Trümmer. Die Steine wurden von umwohnenden Bauern zu Hausbauten verwendet.
Die interessante Anlage liegt etwa 20 Meter über dem Boden in einer teils natürlichen, teils künstlich erweiterten Höhle des steilen Jurafelsens. Die Höhle ist vorn mit einer ca. 2 Meter dicken und etwa 20.5 Meter langen Bruchsteinmauer abgeschlossen, die heute nur noch einige Fuss hoch ist. Die grösste Tiefe der Höhle beträgt 6,3 Meter. "Innerhalb dieser Mauer ist kein anderes Mauerwerk bemerkbar, wo' raus man schliessen kann, dass dort lauter Holz gewesen", schreiben schon Hottinger und Schwab anno 1840. Es soll diese Grottenburg nicht das eigentliche Schloss, sondern nur ein Zufluchtsort gewesen sein, der zum Schlosse selbst gehört habe. Das letztere habe "am Fusse der Balm oder weiter westlich auf einer von der Felswand auslaufenden Erhebung gestanden, wo man noch Spuren von Mörtel und altem Gemäuer finde".
Bibliographie