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Alois Keiser besuchte 1947 an der Basler Mustermesse den Spiewa Stand. Es wurden die Re 4/4 Lokomotive in Spur 0 vorgestellt aber leider funktionierten von den 5 Prototypen keine einzige.
Da Alois Keiser bei Franz Carl Weber in Zürich ein Spiewa-Gehäuse gekauft und motorisiert hat, stellte er kurzerhand die Re 4/4 der Spiewa zur Verfügung. So absolvierte, bis Ende der Messe, die erste Keiser-Lok ihre Härteprüfung am Spiewa-Stand. Franz Carl Weber wollte diese Re 4/4 zu einem tiefern Preis ins Sortiment aufnehmen. Deshalb sandte Franz Carl Weber ein Exemplar aus der Keiser-Produktion an Herrn Gahler in St. Gallen (Hag). Dieser war begeistert und kündigte auf Weihnachten 1947 die neue Re 4/4 an. Die neue Hag Re 4 /4 kostete einmotorig nur Fr.150.- und die zweimotorige nur Fr. 180.- gegenüber kostete die Re 4/4 bei Keiser Fr. 250.-. Somit fand dieses Projekt Re 4/4 für Alois Keiser ein vorzeitiges Ende.
Alois Keiser liess sich nicht entmutigen und stellte 1948 das Krokodil Ce 6/8 vor. Dabei handelte es sich um eine verbesserte Version der Lokomotive, die seinerzeit Leuthold in Zürich gebaut hat. Mit dieser elegante und zuverlässige Lokomotive Ce 6/8 baute er einen ausgezeichneten Ruf in In- und Ausland auf. Sie wurde zum Markenzeichen der Firma und es wurden in den Farben grün und braun über 400 Stück produziert. Enge Kontakte hatte Alois Keiser zu Hans Blumer. Seit 1945 stellt dieser Motoren und Umschalter für Spielzeugeisenbahnen her.
Als sich Hans Blumer 1958 sich aus dem Geschäftsleben zurückzog, gingen die Produktionsrechte an Alois Keiser. Ein bedeutender Kunde war seinerzeit auch die Spielwarenfabrik August Bucherer in Diepoldsau. Für deren H0-Lokomotiven lieferte Keiser 6 Watt Statoren und Rotoren. Diese Motoren fanden auch ihren Weg zu der Firma Liliput in Wien. Die Zahlungsfristen von BUCO wurden immer länger, deshalb lieferte Keiser nur noch gegen Vorauszahlung an diese Firma. Durch den hohen Lagerbestand der 6 Watt Motoren wurden diese in den folgenden Jahren in seiner eigenen Spur 0-Modellen eingebaut. Nach dem Konkurs der Firma Bucherer 1958 übernahm er 1962 von der Nachfolgefirma die Werkzeuge und Maschinen für die Spur 0 Gleisherstellung. Das ehemalige Buco Sortiment wurden mit den Radien 166, 200, 220, 240, 300, 390, 420, 500 ergänzt. Auch die Buco Oberleitungsmasten wurden von Keiser wieder hergestellt.
Abnehmer von Keiser Eisenbahnen waren G. Feucht und vor allem Franz Carl Weber in Zürich.
Was verwunderlich ist dass bis 1955 kein Pressetext im Eisenbahn-Amateur zu finden war. Obwohl Alois Keiser die Spur 0 auch mitgeprägt hat.
Alois Keiser, feinmechanische Werkstätte Zug
Dieser Betrieb befasst sich seit 1947 mit der Herstellung von Modellbahnmaterial und konnte im verflossenen Jahr durch ein neues Fabrikationsgebäude erweitert werden. Das Programm umfasst die Herstellung von Spulen für Transformatoren, Schützen, Relais und Kleinmotoren, wie auch Zahnräder. Angegliedert ist eine speziell eingerichtete Reparaturabteilung für Spielwaren, Modelle und Transformatoren aller guten Marken in Spur 0 und H0.
Bemerkenswert ist die Fabrikation des schönen Modells Ce 6/8-Güterzugslokomotive (Krokodil) in Spur 0, von welcher jährlich 30-50 Stück fertig gestellt werden, die zum Teil bis nach den USA gehen. Diese Lokomotive, die auf 30 ‰Steigung mindestens 25 Güterwagen zieht, wird grün oder in der ursprünglichen rotbraunen Farbe geliefert. Das schwere und sehr zugkräftige Modell gelenkiger Bauart durchfährt mühelos Kurven von 122 cm Durchmesser.
Alois Keiser, feinmechanische Werkstätte Zug
Diese Firma hat uns dieses Jahr mit einem neuen Modell überrascht, es handelt sich um eine SBB-Rangierlokomotive Ee 3/3 in Spur 0. Die neue Lokomotive ist in der Lage, auf 30 ‰ Steigung 15 Güterwagen zu ziehen. Die Ee 3/3 wird in zweierlei Farben ausgeführt, nämlich in SBB-Grün und in Rotbraun. Ab Frühjahr 1957 wird es möglich sein, die Ee 3/3 auch in Baukastenform zu beziehen. Damit ist wieder einmal ein formschönes Spur-0 Modell erhältlich, das nicht nur vom Modellbauer, sonder auch vom Fachmann bewundert wird!
Die Pressetexte wurden 1958 von Eisenbahn-Amateur eingestellt.
Die Zusammenfassung der Schweizerischen Spielzeugeisenbahnen entstanden aus folgenden verschiedenen Quellen: