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Nach dem Absturz eines Pilatus-Kleinflugzeugs in Belgien, der elf Menschen das Leben kostete, steht fest: Die Unglücksmaschine hatte vor Jahren schon einmal einen Unfall. Und: schon damals gab es Todesopfer.
Die zuständige Untersuchungsbehörde bestätigte, dass dieselbe Pilatus-Maschine am 12. März 2000 rund 90 Kilometer westlich von Brüssel einen Unfall hatte. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben.
Neustart mit neuer Seriennummer
Nach Informationen der belgischen Tageszeitung «La Dernière Heure» war das Flugzeug damals kurz nach dem Start in Moorsele verunglückt. Danach war die Maschine repariert und mit einer neuen Seriennummer versehen worden.
Der Sprecher der belgischen Flugbehörde wollte nicht über einen möglichen Zusammenhang zwischen den beiden Unfällen spekulieren. Dies müsse nun geklärt werden. «Es könnte ein unglücklicher Zufall sein», sagte er der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Ein rundum erneuertes Flugzeug sei technisch mit einer nie verunglückten Maschine zu vergleichen.
11'000 Stunden in der Luft
Nach Informationen der Zeitung «La Libre Belgique» war die Propellermaschine seit November 1969 im Einsatz und seither rund 11'000 Stunden in der Luft.
Da das Flugzeug über keinen Fahrtenschreiber verfügte, sollen Ermittler anhand der Trümmer und der Aussagen von Zeugen klären, wie es zu dem Unglück kam. Experten brachten die Flugzeugteile in eine Halle in der Ortschaft Beauvechain, wo die genauen Ursachen des Unglücks festgestellt werden sollen.
Bei dem Absturz waren am Samstag alle zehn Insassen und der Pilot ums Leben gekommen. Die Maschine war aus bisher ungeklärter Ursache auf ein Feld nahe der Stadt Namur gekracht.
Tragfläche verloren?
Möglicherweise hatte die Maschine kurz zuvor eine Tragfläche oder zumindest Teile davon verloren. Augenzeugen berichteten, der Flügel sei wie ein Blatt zu Boden gefallen.
Das Flugzeug war am Flughafen Temploux, rund 60 Kilometer südöstlich von Brüssel, gestartet. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den Passagieren um eine Gruppe von Fallschirmspringern.