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Ist das wirklich schon zehn Jahre her? Ja, es ist. Am 1. Mai 2005 hat das chinesische Unternehmen Lenovo das PC-Business von IBM offiziell übernommen. Als die Übernahmeabsicht im Dezember 2004 bekannt gegeben wurde, war das noch eine grosse Überraschung und ein Zeichen für die grossen Umwälzungen in der PC-Industrie
, welche in den Jahren davor stattgefunden hatten.
Seither sind die Veränderungen weitergegangen. Lenovo hat HP und Dell überholt und ist, nach verkauften Stückzahlen gesehen, seit 2013 die Nummer 1 im globalen PC-Markt
. Der Aufstieg des chinesischen Unternehmens verlief alerdings nicht ungebrochen. Lenovo hatte sich 2005 durch die Übernahme der IBM-PCs kurfristig auf den dritten Rang der globalen PC-Anbieter katapultiert. Danach verliess sich Lenovo aber vielleicht etwas zu sehr auf die Zugkraft der alten IBM-Marke "ThinkPad". Zudem begann Lenovo erst 2008 weltweit neben Business-PCs auch Consumer-PCs zu verkaufen. So standen in der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnts eher die taiwanischen Anbieter, vor allem Acer, als Herausforderer von HP und Dell im Rampenlicht, während Lenovo auf den vierten Rang zurückfiel. Lenovos schneller Aufstieg zum globalen Marktführer begann vor allem ab 2011, unter anderem durch die Einführung innovativerer Produkte wie den 2012 lancierten "Yoga"-Convertibles. (hjm)