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Das Übernahmeangebot macht Cutrale zusammen mit dem brasilianischen Firmenkonglomerat Safra, zu welchem auch die Basler Privatbank Safra Sarasin gehört.
Für Chiquita ungelegen
Für Chiquita kommt das Angebot mehr als ungelegen. Denn eigentlich will sich der US-amerikanische Bananenhändler mittels Aktientausch mit seinem Konkurrenten Fyffes zusammenschliessen. Chiquita hat schlechte Jahre hinter sich: Das weltbekannte Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stetig geschrumpft und musste Millionenverluste verdauen.
Durch die Hochzeit mit der etwa halb so grossen Fyffes sollten die schärfsten Rivalen Dole und Del Monte auf Abstand gehalten werden. Ziel der geplanten Fusion dürfte aber nicht zuletzt auch Steuereinsparungen sein. In Irland, wo Fyffes seinen Sitz hat, kassiert der Fiskus viel weniger von den Gewinnen der Unternehmen. Deshalb schlucken US-Konzerne gerne irische Firmen und verlagern dann ihren Sitz dorthin.
Chiquita-Titel schiesst in die Höhe
Cutrale und Safra bieten den Aktionären dicke Aufschläge auf die letzten Aktienkurse und wollen die Übernahme bis Jahresende in trockenen Tüchern haben. Investoren stehen nun vor der Wahl, ihre Anteile zu attraktiven Preisen zu verkaufen, oder sich hinter Chiquitas steueroptimierenden Fyffes-Deal zu stellen. Insgesamt würden sich Cutrale und Safra die Übernahme 611 Mio. Dollar (550 Mio. Fr.) kosten lassen.
Die Chiquita-Titel gewannen am Montag kurz nach Handelsbeginn an der Wall Street fast 30 Prozent an Wert und notierten auf dem von Cutrale und Safra gebotenen Preis. Der Kurs der Fyffes-Titel sackte hingegen in Dublin um fast 15 Prozent ab.