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Zecken haben es in sich – wie schütze ich mich?
Zecken gehören zur Familie der Spinnentiere, die bei uns am weitesten verbreitete Art ist der gemeine Holzbock. Sie leben in der Natur an Waldrändern, -lichtungen, -wegen sowie in Hecken, Sträuchern und Büschen. Sie können aber auch in Gärten oder Stadtpärken heimisch sein. Sie leben mehrheitlich im Unterholz in Bodennähe, können aber bis auf Hüfthöhe in die Höhe krabbeln. Bei Temperaturen unter 8 ºC fallen sie in eine Art Winterstarre und sind inaktiv. Dies bedeutet, dass sie vor allem von April bis Oktober, also auch in der Zeit, in der wir uns vermehrt in der Natur aufhalten, aktiv sind. Zecken sind Parasiten und ernähren sich vom Blut von Tieren oder Menschen.
Der Stich und das Blutsaugen an sich, sind nicht gefährlich, doch können im Speichel oder Magensekret der Zecken Bakterien oder Viren leben, die gefährlich für uns Menschen sind.
Die bekanntesten sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis kurz FSME und die Borreliose.
FSME wird durch einen Virus, der im Speichel der Zecke vorhanden ist, übertragen und kann (muss aber nicht) starke gesundheitliche Schäden verursachen. Durch die Gehirnentzündung können im schlimmsten Fall Lähmungen und Atemstörungen auftreten. Die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken ist sehr klein: Wenn 10’000 Personen in den Wald gehen, werden 1000 von einer Zecke gebissen, 10 Personen mit dem Virus infiziert und nur eine Person erkrankt an FSME. Wenn man aber erkrankt, gibt es keine wirkliche Therapie und es können lang anhaltende neurologische Schäden bestehen bleiben. Der einzige „Schutz“ ist die FSME Impfung.
Die Borreliose wird durch ein Bakterium ausgelöst, das im Darm der Zecke vorhanden ist. Die Zecke saugt sich so lange mit Blut voll, bis sie Erbrechen muss, erst dann werden die Borreliose-Bakterien übertragen. Dies bedeutet, dass wenn man die Zecken innerhalb von 3 Tagen entdeckt und sachgemäss entfernt, ist das Risiko einer Übertragung sehr gering.. Ein Borreliose-Infekt macht sich durch einen ausbreitenden, rötlichen Fleck bemerkbar. Rechtzeitig erkannt, kann die Borreliose mit Antibiotika behandelt werden.
Zeckenstiche werden oft nicht sofort bemerkt, da die Zecke einen Stoff aussondert, der den Juckreiz verhindert. Zecken können ein paar Tage auf dem Körper herumkrabbeln bevor sie zubeissen. Sie bevorzugen Stellen mit dünner Haut , wie zum Beispiel:
- Achselhöhlen
- Schultern
- Nacken
- Haaransatz
- Armbeugen
- Bauchnabel
- Lendenbereich
- Kniekehlen
Wie können wir uns also schützen?
- Prävention
– Aufenthalt im hohen Gras und Unterholz meiden.
– Dicht schliessende Kleider mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen.
– Helle Kleidung tragen, auf denen Zecken besser und schneller erkennbar sind.
– Insektenabweisende Mittel verwenden (Repellentien). Ich verwende den Abwehrkraft naturel Spray von farfalla. Er schützt gegen Zecken bis zu 4 Stunden und ist auch auf den Kleidern anwendbar.
– Nach jedem Spaziergang und Aufenthalt im Freien den Körper absuchen, besonders die oben genannten Stellen.
– wer möchte: FSME Impfung, wird von der Krankenkasse (ausser in den Kantonen Tessin und Genf) übernommen.
- Nach einem Stich
– Zecke schnellstmöglich mit einer flachen Pinzette entfernen. Ich benütze eine sogenannte Augenbrauen-Pinzette (hier ein Beispiel), da diese vorne sehr flach ist. So kann ich die Zecke von hinten so nahe an der Haut wie möglich greifen, ohne sie zu quetschen. Dann ist es wichtig, sie langsam mit konstantem Zug herauszuziehen. Im Anschluss desinfiziere ich die Stelle mit Geranium (Storchenschnabel) – Tinktur (entweder selbstgemacht oder von CERES), diese wirkt unterstützend und entgiftend bei Insektenstichen, es geht aber auch ganz normaler Alkohol.
– Datum aufschreiben und die Stelle beobachten, ob eine Rötung entsteht. Wenn in den ersten 24 Stunden eine Rötung sichtbar wird, ist dies nicht weiter schlimm, es handelt sich um ein lokale Reaktion auf den Stich. Wenn hingegen später eine Rötung auftritt, die sich kreisrund ausbreitet, ist der Gang zum Arzt notwendig.
Mehr Infos findet ihr unter: www.zecken-stich.ch