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Thomsen sprach damit unter anderem direkt Italien an, das zuletzt eine Ausgabensteigerung im Haushalt beschlossen hatte und auch mehr neue Schulden aufnehmen will als zunächst geplant. Damit würde der Gesamtschuldenstand auf 130 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ansteigen. Die Europäische Union erlaubt auf Basis ihrer Maastricht-Kriterien maximal 60 Prozent. "Dies ist nicht die Zeit für Entspannung in der Haushaltspolitik", sagte Thomsen.
"Wer sich in guten Zeiten prozyklisch verhält, ist gezwungen, in schlechten Zeiten sich auch prozyklisch zu verhalten", erklärte der IWF-Regionaldirektor. Das würde bedeuten, dass Länder wie Italien in Zeiten knapper Finanzen dann weiter kürzen müssten, anstatt aufgebaute Puffer nutzen zu können. Zu den europäischen Ländern, in denen dieses Problem auftrete, gehöre auch Spanien, sagte Thomsen./dm/DP/mis
(AWP)