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Prinzipiell gilt für alle Airlines, die von einem Schweizer oder EU-Flughafen starten, die EU-Verordnung Nr. 261/2004 bei Verspätungen, Überbuchungen oder Annullierungen. An die gleiche
Verordnung gebunden sind auch alle Flüge einer Schweizer oder EU-Fluggesellschaft in die Schweiz oder in die EU-Länder. Diese schreibt vor, dass ab einer Verspätung von zwei Stunden Getränke- und
Verpflegungsvoucher zur Verfügung gestellt werden müssen. Erst bei einer sogenannten «Grossen Verspätung» können Reisende finanzielle Ansprüche geltend machen.
Verpasst man einen Anschlussflug mit der gleichen Airline, gilt die Verspätung am Endziel. Ab fünf Stunden Verspätung ist man zudem berechtigt, von der Flugbuchung zurückzutreten. Die
Fluggesellschaft muss die Ticketkosten innert sieben Tagen zurückerstatten.
Wie bei einer Flugannullierung entfällt bei einer «Grossen Verspätung» die finanzielle Entschädigung allerdings, wenn die verspätete Ankunft auf «aussergewöhnliche Umstände» zurückzuführen ist.
Dazu zählen beispielsweise schlechtes Wetter oder höhere Gewalt. Technische Probleme gelten nur dann als «aussergewöhnliche Umstände», wenn sie auf Fabrikationsfehler, Sabotage- oder Terrorakte
zurückzuführen sind.
Fazit: Bei starken Schneefällen haben Passagiere ein Recht auf die beschriebene Betreuungsmassnahmen (siehe «Anspruch» in der rechten Spalte der Tabelle oben), eine Entschädigung
gibt es in der Regel nicht. Vom Flug zurücktreten kann man immer, jedoch erhält man die Kosten für das Flugticket erst ab einer Verspätung von fünf Stunden zurück. Gestrandete Passagiere sollten
daher auf jeden Fall Kontakt mit der Airline aufnehmen.
Quelle: Beobachter
Infografik: Flug-Reklamation.ch