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Sonst immer für einen Scherz zu haben, wirkte Barack Obama bei seiner letzten Medienkonferenz ungewohnt ernst. Seine wichtigsten Aussagen.
Obama über Trump: Seinem viel kritisierten Nachfolger schrieb Obama ins Stammbuch: «Die Realität hat es an sich, zurückzuschlagen, wenn du sie nicht ausreichend beachtest.» Später sagte er: «Dieser Job hat eine solches Ausmass. Den kann man nicht alleine machen.» Das sei der vermutlich beste Rat, den er Trump geben könne. Problematisch sei es, wenn man sich isoliert fühle oder die Mitarbeiter nur noch das weitergäben, was man hören wolle. «Dann beginnt man, Fehler zu machen.»
Obama über Manning: An seinem drittletzten Amtstag verteidigte Obama die Verkürzung der Haftstrafe der Wikileaks-Informantin Chelsea Manning. Das ursprüngliche Strafmass von 35 Jahren Haft sei im Vergleich zu anderen Urteilen gegen sogenannte Whistleblower nicht verhältnismässig gewesen. «Ich bin guten Mutes, dass der Gerechtigkeit Genüge getan ist und trotzdem ein Zeichen gesetzt wurde», sagte Obama.
Obama über Russland: Der scheidende US-Präsident sprach sich gegen eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland aus. Er sehe dafür die Bedingungen etwa in der Ukraine nicht erfüllt. Eine konstruktive Zusammenarbeit mit Russland liege gleichwohl im Interesse der USA und der internationalen Gemeinschaft, sagte Obama. Trump hatte sich für ein besseres Verhältnis zu Russland ausgesprochen.
Obama zum Nahost-Konflikt: Den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern bezeichnete Obama als eines der wesentlichen Politikfelder für seinen Nachfolger. Er sei besorgt, dass sich das Zeitfenster für eine Zwei-Staaten-Lösung schliessen könnte: «Wir können die Parteien nicht zum Frieden zwingen.» Die USA könnten nur versuchen, einen Rahmen für Friedensgespräche zu ermöglichen.
Obama über die Rolle der USA: Die USA müssten ihre Vorbildfunktion in Sachen Demokratie und Menschenrechte fortsetzen mahnte Obama. Sie seien hier sicher nicht perfekt, aber meistens auf der richtigen Seite gewesen.
Obama über seine politische Zukunft: Der 55-Jährige sagte, er wolle sich in die aktuelle Politik künftig nur einmischen, wenn er den Eindruck gewinne, dass fundamentale Werte der USA verletzt würden, etwa beim Umgang mit Rassenfragen oder mit Zuwandererkindern.