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Der Abriss des „Mythenschloss“ am Zürcher Seebecken ist definitiv: Die Stiftung Archicultura, welche den Erhalt des Prunkschlosses forderte, zieht nicht vor Bundesgericht. Damit wird der Entscheid des Verwaltungsgerichtes rechtskräftig.
Das Verwaltungsgericht entschied im September, dass das „Mythenschloss“ einem Neubau der Swiss Re weichen kann. Das Gebäude am Seebecken sei ein Werk der Postmoderne mit „bescheidener architektonischer Qualität“.
Dieses Urteil akzeptiert nun die Stiftung Archicultura, wie es dort am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess. Man verzichte auf den Weiterzug ans Bundesgericht. Damit ist das Ende des Prunkschlosses besiegelt.
Das Problem des heutigen „Mythenschloss“: Es wirkt nur alt. Das sechsstöckige Gebäude stammt aus den 1980er-Jahren. Es ist eine Rekonstruktion des Vorgängerbaus, der in den 1920er-Jahren erstellt wurde. Nur die Vorderseite wirkt herrschaftlich, dahinter ist das „Mythenschloss“ ein kommunes Bürogebäude mit Metallfassade.
Nach Ansicht der Stadt Zürich erfüllt es die Kriterien eines historischen Zeugen nicht. Deshalb will sie es aus dem Inventar der kunst- und kulturhistorischen Bauten von kommunaler Bedeutung entlassen. Die Swiss Re will es abreissen und auf dem Areal einen Neubau errichten.