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Ein lückenhafter Beitrag zu einer Tellerwäscherkarriere
Morris Markin, Gründer und Besitzer des «Nischenplayers» Checker, verstand es, viele Fakten, die zu seiner steilen Karriere geführt hatten, zu verschweigen. Deshalb wird es auch in Zukunft wohl niemandem gelingen, seine Geschichte nur halbwegs vollständig zu schildern.
Der Russe Markin kommt 1912 als Textilarbeiter in Ellis Island an. Der Hausmeister dieses Immigrantenlagers leiht dem knapp 20-jährigen Juden 25 Dollars, damit er einreisen kann. Englischkenntnisse hat er keine. Er kommt in der Schneiderei seines Onkels in Chicago unter. Nach dessen Tod übernimmt er den Betrieb und lässt seine sieben Geschwister nachkommen. Mit dem Kauf einer Kleiderfabrik, die während des Ersten Weltkrieges Soldatenuniformen herstellt, profiliert er sich als Unternehmer. Seine Geschäfte florieren. Er leiht einem Ingenieur, der für die «Checker Taxi Company», Chicago, die Karosserien für die von dieser bevorzugte «Commonwealth»- Fahrgestelle baut, 15 000 Dollars. Als sein Schuldner illiquid wird, übernimmt Markin 1921 diesen Betrieb, der neu unter «Markin Auto Body Corporation» firmiert. Das Kleidermachen überlässt er seinen Geschwistern.
Schon bald kauft Markin auch die «Commonwealth Motor Corporation», die ebenfalls mit finanziellen Problemen kämpft. Seine Autofabrik nennt er im Mai 1922 «Checker Cab Company», am 18. Juni läuft der erste Checker vom Band.