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(Auszug aus „Das grosse Kräuterbuch“ von Pfarrer Künzle, Auflage von 1945)
Fastentage müssen Ruhetage sein.
Man wird dazu also das Wochenende benützen, wo man von Berufspflichten befreit ist und sich pflegen kann.
Hier ein erprobtes Beispiel für ein anderhalbtägiges Fasten,
bei dem die Wirkung eines leicht befördernden Kräutertees mitbenützt wird, z. B. Salbei, Thymian oder Wermut.
Nicht zu stark und ohne Zucker, und lieber öfter in kleinen Mengen getrunken als eine oder zwei Tassen aufs Mal!
Schon morgens nimmt man statt des Frühstücks solchen Tee und fährt damit fort bis zum Abbruch des Fastens. Der Anfänger hat an 24 Stunden schon genug, auch wenn ihm scheint, er vermöge es noch länger fortzuführen. Allmähliche Gewöhnung macht auch hier den Meister.
Fastenbruch:
Die erste Mahlzeit sollte aus Haferflocken oder einer ähnlichen Getreidespeisee bestehen, weil dadurch die Verdauung auf leichte und bekömmliche Art wieder in Gang gebracht wird. Auch mit einem Glas Obstsaft kann das Fasten gebrochen werden, oder mit einem Glas heisser Milch mit einem Esslöffel Kleie und einem Kaffeelöffel Honig verrührt.
Es kommt viel darauf an, wie unterbrochen wird; mit der ersten Mahlzeit und ihrer Zusammensetzung kann man nicht zurückhaltend genug sein. Die zweite darf schon reichlicher ausfallen, muss aber auch noch hinter dem gewohnten Mass zurückbleiben, zu dem man dann mit der dritten zurückkehrt.
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……………………………………… Gsundheit !