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Australien im 18. Jahrhundert
Geschichte des 17. Jahrhunderts
Am 28. April des Jahres 1770 erreicht Kapitän James Cook die Ostküste Australiens und nimmt das Land formell als New South Wales für die britische Krone in Besitz. Der Zweck seiner Reise ist das Auffinden der sogenannten Terra Australis, die nach einer in dieser Zeit gängigen Theorie als Gegengewicht zu den Landmassen im Norden der Erdkugel vorhanden sein müsse.
Nachdem die USA von Grossbritannien unabhängig geworden sind, sucht die britische Regierung nach neuen Möglichkeiten, Kolonien für ihre Sträflinge einzurichten. Am 26. Januar 1788 treffen daher die ersten elf Schiffe der First Fleet („Ersten Flotte“) mit rund 1000 Frauen und Männern, darunter gut drei Viertel Sträflinge, unter der Führung von Arthur Phillip in Port Jackson ein. Die neue Ansiedlung erhält den Namen Sydney, zu Ehren des damaligen britischen Innenministers Lord Sydney. Zunächst fällt es der Kolonie schwer, sich selbst zu versorgen, weswegen Handel mit den ansässigen Aborigines wie Darug und Eora betrieben wird. Ein gefangengenommener Aborigine, Bennelong, dient dabei als Vermittler. Mit den Strafgefangenen werden auch Krankheiten eingeschleppt; 1789 sterben mehr als 50 Prozent der Darug an einer Pockenepidemie. Durch die Ausbreitung der Siedler auf dem Kontinent kommt es zunehmend zu Konflikten mit den Aborigines um den Zugang zu Land und Nahrungsquellen.