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Während ihres ganzen Erwachsenenlebens dokumentierte Masha Ivashintsova Erlebnisse und Begegnungen in der Sowjetunion mit der Kamera – und behielt die entstandenen Bilder ebenso lange für sich. Zehntausende von Negativen häuften sich so an, nur ganz wenige liess sie überhaupt entwickeln. Erst letztes Jahr, 17 Jahre nach ihrem Tod, fand ihre einzige Tochter das enorme Fotoarchiv unter einer dicken Staubschicht im Familienhaus in Sankt Petersburg.
Seither arbeitet Asya Ivashintsova-Melkumyan zusammen mit Angehörigen und Freunden daran, den gleichermassen unerwarteten wie beeindruckenden Nachlass zu digitalisieren und mit der Öffentlichkeit zu teilen.
Masha Ivashintsova (1942–2000) verbrachte einen grossen Teil ihres Lebens in Leningrad, wo sie sich in einer Untergrundszene von Fotografen und Poeten bewegte. Sie arbeitete unter anderem als Konstrukteurin, Theaterkritikerin und Wachfrau, ehe sie eine Depression in die Arbeitslosigkeit trieb. Im Alter von 58 Jahren erlag sie ihrem Krebsleiden.
Weitere Bilder der Fotografin werden laufend auf Instagram und Facebook veröffentlicht. Auf der offiziellen Webseite erfährt man zudem Weiteres über ihr turbulentes und tragisches Leben.