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Beim Kooperativen Lernen wird die Interaktion als ein wesentliches konstituierendes Merkmal von Lernprozessen in den Vordergrund gerückt. Dahinter steht die Grundüberzeugung, dass Lernen durch Auseinandersetzung, durch Austausch und Aushandeln sowie im Dialog geschieht. Im Unterricht kann dies erreicht werden, indem die Lehrperson Lernsituationen schafft, die Anlass für Gespräche, Diskussionen und Entscheidungen sind. Ein Lehr-Lern-Arrangement, das Selbstkonstruktion und Selbststeuerung betont, hat zur Folge, dass die Lehrperson die Verantwortung für die Lernprozesse und -produkte an die Gruppe und die einzelnen Schüler und Schülerinnen abgibt und sich nicht direkt einmischt. Ganz allgemein werden mit Kooperativem Lernen verschiedene Unterrichtsstrategien bezeichnet, deren Gemeinsamkeit die Gruppenarbeit ist.
Kooperatives Lernen nutzt Heterogenität als Ressource und ermöglicht den Erwerb von Kenntnissen, Kompetenzen und Einstellungen durch Lernen in einer Gruppe oder einer Expertengemeinschaft. Die Zunahme der Beschäftigung mit Kooperativem Lernen innerhalb der letzten Jahre hat stark mit einem veränderten Lehr-Lern-Verständnis zu tun. Es geht neben den zu erlernenden Inhalten darum, wie gelernt wird oder wie Lernen organisiert ist. Die Wirksamkeit von kooperativen Lernprozessen bestätigen zahlreiche Forschungen.
(Berner, H., Zumsteg, B. (Hrsg.). Didaktisch handeln und denken 2. 2011. S. 215.)
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