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Am 30. November hat die französische Marine-Fregatte Guépratte der ukrainischen Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa einen «Freundschaftsbesuch» abgestattet. Begrüsst wurde die französische Crew des Kriegsschiffes von einer Delegation der ukrainischen Marine und einer Delegation des Stadtrats von Odessa. Das Programm für die Crew war als «Kulturprogramm» ausgelegt, darunter auch eine Sightseeing Tour durch die berühmte Stadt, wie die ukrainische Navy über Facebook bekanntgab. Odessa ist tatsächlich eine hochinteressante und sehenswerte Stadt, der Autor dieser Zeilen kann das aus eigener Anschauung bestätigen.
Die Fregatte Guépratte ist 125m lang, hat unter anderem ein automatisches 100mm-Geschütz an Bord, einen Helikopter mit grossem Landeplatz und eine Besatzung von rund 140 «Mann» (darunter zum ersten Mal auf einem französischen Kriegsschiff auch 25 Frauen) – keine Kleinigkeit also. Die Kiever Begeisterung für den Westen (in Odessa selbst hält sie sich in Grenzen) muss ja schliesslich prominent verdankt werden!
Aber keine Angst, es gibt nicht nur «Freundschaftsbesuche» von französischen Kriegsschiffen im Schwarzen Meer. Am 3. Dezember vermeldete die KyivPost, dass im Schwarzen Meer jetzt auch gemeinsame Manöver der ukrainischen Marine mit der US-Navy stattfinden. Zum Einsatz von US-Seite kam vor allem der Zerstörer USS James E. Williams.
«During the training, the Navy aviation helicopters of the Armed Forces of Ukraine, in difficult meteorological conditions, worked, in particular, on thу elements of landing on the deck of an American ship. In addition, the training participants conducted air defense exercises in accordance with NATO standards», the report said. Oder zu deutsch: Geübt wurde vor allem das Landen der ukrainischen Helikopter auf einem US-amerilanischen Schiff. Aber auch die Fliegerabwehr – in Übereinstimmung mit den NATO-Standards.
Der Zerstörer USS James E. Williams ist 156m lang, hat unter anderem 96 Raketenstart-Plätze VLS und ein 127mm Geschütz. Die Besatzung umfasst rund 380 Mann (siehe Bild oben).
Wenn die NATO nicht darf, die USA im Alleingang dürfen …
Da die Ukraine (noch) kein NATO-Land ist, dürfen dort auch keine NATO-Manöver durchgeführt werden. Stattdessen werden nun also gemeinsame Manöver der USA und der Ukraine durchgeführt, die USA müssen dazu ja niemanden fragen. Und diese Manöver werden abgehalten, man merke, nach den «Standards der NATO».
Eine neue US-Militärbasis auf ukrainischem Boden am Schwarzen Meer ist ja bereits im Aufbau (Infosperber berichtete).
Eine Provokation? Aber bitte! Der «Aggressor» ist immer Russland …
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Und ein kleiner Nachtrag: Gemäss KyivPost hat am 13. Dezember Kanada beschlossen, das generelle Verbot von Waffenexporten in die Ukraine aufzuheben: Canadian government authorizes sale of lethal weapons to Ukraine. In Kanada leben über eine Million aus der Ukraine stammende Einwohner, die auch politisch aktiv und recht stark stark sind. Der Regierungsbeschluss erfolgte nur einen Tag, nachdem Donald Trump weitere 350 Millionen Dollar Militärhilfe an die Ukraine freigegeben hat.
Auch Bürgerkriege sind für die Rüstungsindustrie eben interessant. Hauptsache, es wird geschossen …