Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03486.jsonl.gz/3189

Geschichte
Bernardo Morosani (1821-1864) ist in Brusio geboren und gehörte zur Generation der zahllosen Bündner, die auswanderten um im Ausland ihr Glück zu machen. Er besass in Angers, der Hauptstadt der Provinz Main-et-Loire in Frankreich, eine Konditorei und Bäckerei. Lorenz Prader (1800-1850) von Davos war ebenfalls ausgewandert, um in Orléans demselben Handwerk wie Bernardo nachzugehen. So kam es, dass Bernardo die Tochter von Lorenz, Catrina (1831-1859), kennen lernte und schliesslich heiratete.
Aus ihrer Ehe ging am 24.09.1852 Anton I hervor. Nach dem Tode seiner Mutter
1859, kam er nach Davos zu seiner Grossmutter Christina Sprecher (1804-1867). Er wuchs in Davos auf und besuchte dort die Schule. Anschliessend besuchte er die kaufmännische Abteilung der Kantonsschule Chur.
Nach Abschluss der Ausbildung ging er wieder nach Angers um das väterliche Geschäft zu übernehmen. Das Klima dort bekam ihm jedoch nicht und so kehrte er nach Davos zurück.
1874 heiratete er Ursula Fopp. Mit seinem Schwager Hans Fopp gründete er eine Postpferdehalterei. Das Postkutschengeschäft über den Flüelapass und nach Landquart florierte prächtig bis 1889 die RhB nach Davos kam.
Ab 1891 führte Anton I das Geschäft alleine weiter. Anton II erblickte als jüngster Sohn der sechsköpfigen Familie am 18.4.1882 das Licht der Welt. Nach seiner Einbürgerung im Jahre 1905 erweiterte Anton I sein Geschäft durch eine Kohlenhandlung und später durch eine Autogarage und Automietfahrten.
Des Weiteren war Anton I Gründungsmitglied der Loge Humanitas und er wurde durch den Davoser Landrat zum Major gewählt und war somit Befehlshaber über ein Bündner Bataillon. Durch sein Engagement trug Anton I wesentlich zum Aufstieg des Kurorts Davos bei.
Im Jahre 1906 kaufte er seinem Sohn Anton II das Hotel zur Post, sozusagen als Hochzeitsgeschenk. Denn damals heiratete Anton II Berta Sulser (1884-1972). Zusammen mit seiner Frau konnte Anton II den Hotelbetrieb verbessern und vergrössern. Er liebte den Sport und war eine ausgesprochene Frohnatur. Während der Grenzbesetzungszeit erkrankte er an einer Augenkrankheit von der er sich nicht mehr erholen sollte.
Am 20.6.1907 kam Anton III, als ältestes von drei Kindern zur Welt. Während seine Eltern das Hotel weiter vergrösserten, besuchte Anton III die Schule in Davos und erwarb später das Handelsdiplom in Zürich. Die weitere Ausbildung erhielt er an der Hotelfachschule in Lausanne. Anton III war neben seinem Beruf auch ein aktiver Sportler.
Er spielte mehrere Saisons Eishockey für GC und nach seiner Rückkehr nach Davos auch noch 2 Jahre beim HCD. Im Jahre 1928 war er Mitglied der Nationalmannschaft und nahm an den Olympischen Spielen in St. Moritz teil. Im Anschluss an die Olympiade spielte das kanadische Team gegen Davos und Anton III erzielte das erste Tor, das eine kanadische Mannschaft von einer europäischen entgegennehmen musste.
Am 6.4.1933 starb Anton I im Alter von 81 Jahren. Anton III bewarb sich am 28.5.1934 mit der Empfehlung des bekannten Hoteliers E. Prager für die Stelle des Direktors im Grand Hotel Belvédère Davos. Kurz darauf wurde seine Wahl zum Direktor durch den Veraltungsrat bestätigt. Noch im selben Jahr starb Anton II an seiner Augenkrankheit.
Nach einer Sanierung des Belvédère 1947 wurde neues Aktienkapital geschaffen und Anton III gelang es, die Mehrheit der Aktien zu erwerben. Somit war er Besitzer des Belvédère. Im Jahre 1952 konnte er das Hotel Schweizerhof kaufen.
Anton III war auch lange Zeit in der Politik tätig. 21 Jahre lang war er ein Mitglied des Kleinen Landrates und während 6 Legislaturperioden hat er seinen Berufsstand im Bündner Grossen Rat mit Auszeichnung vertreten. Langjährig wirkte er in den Vorständen des Verkehrs- und Hoteliervereins, in jenen der Schweizerischen Verkehrszentrale, des Schweizerischen Skiverbands und des Kurvereins Davos massgeblich mit. Weiterhin war er auch Mitinitiator und für viele Jahre Präsident der Jakobshornbahnen.
Am 5.9.1936 heiratete Anton III Anna Gredig (21.12.1911). Anna und Anton III setzten 3 Kinder in die Welt. Ursula (03.4.1938), Anton IV (03.2.1940) und Marina (25.02.1943). Anton IV besuchte in Davos die Schule und machte sein Handelsdiplom an der SAMD im Jahre 1957. Danach ging er an die Hotelfachschule in Lausanne. Im Herbst 1966 schliesslich übernahm Toni die Direktion des Belvédère, das er bis im April 1980 führte.
1981 verkauften Toni III und Toni IV das Belvédère. Heute werden das Pöstli und der Schweizerhof durch einen Verwaltungsrat geleitet. Aus der Ehe mit Helga Magione gingen 2 Kinder hervor: Toni V (Anton C.) und Roberto.
2004 übernahmen Anton C. Morosani (Toni V) und seine Frau Gianna Morosani die Leitung des Morosani Schweizerhof. 2005 übernahmen sie die Geschäftsleitung beider Häuser. Damit ist die fünfte Generation der Morosani Familie in Davos vertreten.
Im 2005/06 wurde Renovierungen in den öffentlichen Räumen getätigt. Le Restaurant, Halle, Lobby und Bar wurden neu gestaltet. Der berühmte Pöstli Club wurde wiederbelebt. Ein neues Fondue-Restaurant "La Cave" wurde im Posthotel eröffnet.
Im 2008 wurde ein zweites F&B Outlet wiederbelebt. Das Pöstli Corner Bistro, Bar und Take Away mit 30 Sitzplätzen. Die Halle, Empfang und die öffentlichen Räumen wurden modernisiert.
Für die Sommersaison '09 bleibt der Schweizerhof geschlossen. 15 Mio werden für die Erweiterung des Hotels investiert: 15 neue Junior Suiten, 400m2 Konferenzraum, neue Vorfahrt und Lobby, 500m2 Wellnessbereich, Garten und Terrasse.
2011 wurde aus der altbekannten Pöstli Residenz das MOROSANI DESIGNHOTEL FIFTYONE ****.
The Room Only Hotel-24 neu eingerichtete Doppelzimmer werden mit hochwertigen Accessoires wie 42“ LCD TVs, Media Hub, WIFI und TV/Radio im Bad ausgestattet sein.
Hightech 24/7-Vending-Room, Skiraum mit Skischuhwärmer und Skiständer. Sicherheit durch Videokameras gewährleitet. Kostenloser Internet Zugang im ganzen Hotel. Airport-Style 24/7 automatic check-in and check-out. Security cameras in the hotel.