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HELLOWORLD und andere Eingriffe im öffentlichen Raum
Johannes Gees stellt einige seiner Arbeiten vor, die sich mit dem Thema des realen Raums als Interface beschäftigen und präsentiert erstmals das Projekt HELLOWORLD: Eine simultane Aktion, die im Dezember 2003 gleichzeitig im öffentlichen Raum von Bombay, Capetown, New York und Genf projiziert wird.
Während die Mächtigen am World Economic Forum 2001 tagten, hatten Herr und Frau Jedermann die Möglichkeit, ihre Botschaften per SMS und Internet auf einen verschneiten Hang von Davos zu projizieren. Somit wurde zumindest theoretisch die Kommunikation mit den Mächtigen, welche abgeschottet im Dorf tagten, möglich. "Hellomrpresident" hiess diese Aktion, die den Zürcher Medienkünstler Johannes Gees mit einem Schlag international bekannt machte. In seinen Projekten versucht Gees das kommunikative Potential der neuen Medien für Aktionen im öffentlichen Raum auszuschöpfen. Dies ist auch die Grundidee für sein neustes Projekt „HELLOWORLD“, das im Dezember 2003 während des UN Gipfels „World summit on the Information Society“ gleichzeitig in Bombay, Capetown, New York und Genf projiziert wird.
Johannes Gees schreibt zu seinen Aktionen: "Nach einem knappen Jahrzehnt selbstbezogener Reflexion im Sog der sich immer schneller folgenden technischen Revolutionen im Bereich der Telekommunikation, der Miniaturisierung und des damit einhergehenden permanenten "OnlineSeins“ stellen wir fest: Der Cyberspace ist eine individuelle Halluzination und keinewegs ein geteilter Ort. Die neuen Medien sind 2003 nicht mehr neu, respektive interessieren nicht mehr a priori. Damit wird der Weg wieder frei für einen pragmatischen Umgang mit der Technologie: pragmatisch im dem Sinne, dass sich die Kunst ihrer auf eine selbstverständliche Art bedient, relaxed, weil der Diskurs sich nicht mehr nur um deren Wesen zu drehen braucht."