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In der letzten Zeit liest man immer häufiger, dass Menschen, die sich nach dem Low Carb Prinzip ernähren, ein erhöhtes Risiko haben frühzeitig zu sterben. Was ist dran an den Aussagen von Prof. Maciej Banach von der Universität in Lodz?
Kohlenhydratsparer haben ein erhöhtes Sterberisiko
Die Experten haben Daten von rund 25.000 Personen ausgewertet, die in der Zeit von 1999 bis 2010 an Studien zur Low Carb Ernährung teilgenommen haben. Dabei wurde das Risiko zum Sterben, der Teilnehmer mit denen, die sich kohlenhydratreich ernährt haben, verglichen.
Kohlenhydratsparer hat ein um 1/3 höheres Risiko innerhalb von 6,4 Jahren gegenüber Personen, die ausreichend Kohlenhydrate zu sich nahmen, zu sterben. Etwa 51 % der Teilnehmer starben an einer Herzkrankheit und rund 50 % öfter an einem Schlaganfall. Ebenfalls war das Risiko an Krebs zu erkranken um 35 % höher.
Jedoch muss auch gesagt werden, dass sich die Low Carb Ernährung auf Menschen mit einem BMI von über 30 nicht so stark auswirkte wie auf Menschen, die normalgewichtig oder nur leichtes Übergewicht haben. Mit einer kohlenhydratreduzierten Ernährung kann man den Insulinspiegel niedrig halten, was wiederum die Fettverbrennung ankurbelt und den Zuckerstoffwechsel stabilisiert. Sicherlich wirken die positiven Effekte der Studie die negativen auf, denn muss auch gesagt werden, dass eine kohlenhydratarme Ernährung nur kurzfristig sinnvoll ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn man sein Gewicht reduzieren, den Blutdruck senken und die Glukose verbessern möchte. Langfristig sollte man sich auf keinen Fall kohlenhydratarm ernähren.
Bekommt man zu wenig Ballaststoffe und Vitamine?
Leider liegen den Wissenschaftlern keine genauen Ernährungsprotokolle der Teilnehmer vor, sodass nicht genau nachvollzogen werden kann, wie der exakte Speiseplan der Probanden ausgesehen hat. Die Forscher haben dennoch verschiedene Theorien entwickelt, aus welchen Gründen die kohlenhydratarme Ernährung schadet. Es kann durch die wenigen Ballaststoffe und dem geringen Anteil von Vitaminen zu einer wichtigen Rolle führen. Wichtig bei der Ernährung sind nicht nur Mineralien, Vitamine, sondern auch sekundäre Phytochemikalien. Viele davon dienen dem Körper als Antioxidantien und machen damit aggressive Stoffwechselprodukte unschädlich. Sie schützen somit den Menschen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und gar vor Krebs. Die kohlenhydratarme Ernährung führt zudem zu einer erhöhten Aufnahme von tierischen Proteinen, Cholesterin und gesättigten Fetten. Es gibt hier deutliche Hinweise, dass diese Form der Ernährung zur Entstehung von Krebs oder einer Arteriosklerose beiträgt.
Gibt es gute und schlechte Kohlenhydrate?
Die Studie gibt in keinem Fall grünes Licht, dass man bedenkenlos jede Form von Kohlenhydraten zu sich nehmen darf. Ob Kohlenhydrate gut oder schlecht sind, hängt in erster Linie von der Art der Kohlenhydrate ab. Weißmehlprodukte, die zusätzlich mit schnell verwertbarem Zucker wie zum Beispiel Kekse oder Limonaden, versetzt sind, sind schädlich für den Körper. Menschen, die komplexe Kohlenhydrate aus Obst, Gemüse oder Vollkornprodukte zu sich nehmen, sind auf der sicheren Seite. Diese Nahrungsmittel enthalten meist auch Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und pflanzliches Eiweiß, welches die Gesundheit fördert.
Fazit
Forscher raten daher, dass man auf eine Ernährung mit sehr wenigen Kohlenhydraten verzichten sollte. Solch eine Ernährung ist schädlich für die Gesundheit und kann sehr gefährlich werden.
Bildquelle: RitaE / pixabay.com