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Am 24. Februar 2023 hatte die AFCN ihre positive Bewertung des Genehmigungsantrags für das Erweiterungsprojekt dem Wissenschaftlichen Rat für ionisierende Strahlung übermittelt. Dieser gab daraufhin eine befürwortende Stellungnahme ab und schliesslich wurde die Bau- und Betriebsgenehmigung am 23. April 2023 per Königlichem Erlass erteilt, der am 16. Mai 2023 im belgischen Amtsblatt veröffentlicht wurde.
Das Hauptziel des Erweiterungsprojekts ist die Schaffung ausreichender und angemessener Lagerkapazitäten für nicht konditionierte Abfälle, die bereits auf dem Gelände von Belgoprocess vorhanden sind oder die noch von Belgoprocess produziert werden oder von Dritten stammen, erklärte AFCN. Die betreffenden Abfälle sollen dort vorübergehend bis zur Weiterverarbeitung gelagert werden. Darüber hinaus bietet das Projekt die Möglichkeit, die Messeinrichtungen für die radiologische Charakterisierung unterzubringen, um zerstörungsfreie Analysen durchzuführen. In diesem Zusammenhang ist ein temporäres Pufferlager für konditionierte Abfälle vorgesehen. Konditionierung radioaktiver Abfälle bedeutet laut AFCN, behandelte radioaktive Abfälle in einer festen, wasserbeständigen Masse (Zement, Bitumen oder Glas) einzuschliessen, um sie für die weitere Behandlung, den Transport, die Lagerung und die Entsorgung geeignet zu machen. Ziel der Konditionierung ist es, den Abfall so einzuschliessen, dass die radioaktiven Stoffe nicht in die Biosphäre gelangen können.
Quelle
M.A. nach AFCN, Medienmitteilung, 17. Mai 2023