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Formaldehyd – Was versteckt sich hinter diesem Begriff?
Die Bezeichnung Formaldehyd ist der so genannte Trivialname für Methanal. Die Bezeichnung Formaldehyd wird jedoch in der Alltagssprache weitreichend verwendet und ist einfacher in seiner Anwendungsform. Der Name Methanal besteht aus Methan und dem Suffix -al. Dieses Suffix wird bei Aldehyden angefügt. Doch woher stammt der Begriff Formaldehyd, da es keine offensichtliche Verbindung zwischen den Bezeichnungen gibt? Das lateinische Wort für Ameise, formica, bildet dabei die Grundlage, denn Methanal mit Hilfe der Oxidation in Ameisensäure umgewandelt werden kann.
Formaldehyd und sein geschichtlicher Hintergrund
Im Jahr 1855 wurde Formaldehyd von Alexander Michailowitsch Butlerow entdeckt. Ab dem 20. Jahrhundert steigerte sich sein Bedarf stetig.
Die Eigenschaften von Formaldehyd
Formaldehyd ist farblos und riecht sehr beißend bzw. stechend. Bei Zimmertemperatur ist sein Zustand gasförmig. Dieser chemische Stoff lässt sich sehr gut in Wasser lösen. Er besitzt zudem starke toxische Eigenschaften. Verwendet man diese Chemikalie nicht fachgerecht, so können allergische Reaktionen, Hautreizungen, aber auch Atemwegs- und/oder Augenreizungen die Folge sein. Liegt eine Konzentration von 30 ml/m3 vor, so besteht akute Lebensgefahr. Ist man Formaldehyd über einen längeren Zeitraum ausgesetzt, so sind Beeinträchtigungen des Gedächtnisses aber auch des Schlafes und der Konzentrationsfähigkeit die Folge.
Formaldehyd – unsichtbar und gefährlich
Zumeist besteht jedoch kein direkter Kontakt mit Formaldehyd, was diese Chemikalie durchaus gefährlich macht. Die häufigsten Vergiftungen treten auf, wenn minderwertiger Alkohol, also Methanol, zu sich genommen wird. Das Methanol wird im Körper zunächst in Formaldehyd umgewandelt, dann in Ameisensäure.
Formaldehyd und sein krebserregendes und krebsförderndes Risiko
Seit dem 1. April 2015 wird Formaldehyd offiziell als wahrscheinlich karzinogen beim Menschen eingestuft und muss eine entsprechende Kennzeichnung auf der Verpackung enthalten. Diese Einstufung erfolgte, da es in Tierversuchen mit Ratten eine krebserregende Wirkung zeigte. In den USA gilt die Einstufung als „krebserzeugend“ bereits seit 2011.
Formaldehyd als Alltagsgefahr- unsichtbare Bedrohung aus Möbeln
Jedem ist es wohl schon einmal passiert – man packt ein neues Möbelstück aus und es riecht unangenehm. Dieser Geruch kann an der Verwendung von umwelt- und gesundheitsschädlichen Stoffen liegen, oftmals Formaldehyd. Eine giftige Konzentration kann sich noch heute in Spanplatten, Kunstharzen oder auch in Teppichböden befinden. Der Kleber in Holzspanplatten, welche die Basis für die vorangegangenen Stoffe bildet, kann aus bis zu 25 % Formaldehyd bestehen. Die meisten Menschen halten sich sehr oft in geschlossenen Räumen auf, so dass dies dem Gift die Möglichkeit bietet, sich und seine schädlichen Wirkungen frei zu entfalten. Insbesondere schlafende Kinder sind dabei in Gefahr. Denn während des Schlafs regeneriert sich der Körper und ist so sehr anfällig für Schadstoffe.