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Im März 1487 starb Bruder Klaus. Die Obwaldner Regierung gab schon fünf Jahre später Heinrich Wölflin den Auftrag, eine Biografie des Eremiten zu verfassen. Diese lag dann 1501 tatsächlich vor.
Wölflin war ein hochgelehrter Bürger Berns. Er leitete unter anderem die hiesige Lateinschule, an der auch der spätere Reformator Huldrych Zwingli Schüler war.
Der frühere Obwaldner Staatsarchivar Angelo Garovi ruft nun in einer kleinen, feinen Publikation diese Biografie in Erinnerung, er macht den längst vergriffenen Text wieder zugänglich. Garvoi befolgt damit gleichsam Wöflins Wunsch, wenn dieser schreibt, «ich habe dieses Werk mit offenem Sinn und mit herzlicher Zuneigung gegen alle Unterwaldner verfasst. An Euch liegt es nun, es weiter zu verbreiten».
Das Büchlein von Angelo Garovis präsentiert sich unaufgeregt, auf das Nötigste reduziert. Er schreibt zum Text, dass dieser in einfacher und «schöner Sprache die älteste ausführliche Biografie des Eremiten vom Ranft» festhalte. Garovi ergänzt die Biografie mit wenigen wichtigen historischen Dokumenten und aktuellen Texten.
Natürlich ist Wölflins Biografie auch eine Hagiographie. An einer Stelle heisst es: «Von früher Jugend an war ‹Niklaus› der beste Knabe, mit Sittsamtkeit und Tugenden geziert. Er achtete die Lehren seiner Ahnen, bewahrte treu das väterliche Erbe. In allem liebte er die Wahrheit, und gegen alle war gut und edel.»
Andreas Krummenacher
Hinweis:
Angelo Garovi (Hg.): Niklaus von Flüe, Bruder Klaus. Erhältlich: Buchhandlung Voirol, Rathausgasse 74, 3011 Bern, Tel. 031 311 20 88, <email-pii>