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Ilich Ramírez Sánchez alias Carlos ermordete während 20 Jahren Dutzende Menschen, galt als einer der meistgesuchten Verbrecher der Welt. Seit 1994 sitzt er in Frankreich in Haft.
1997 wurde er bereits wegen der Ermordung zweier französischer Geheimdienstmitarbeiter und eines Verbindungsmannes zu lebenslanger Haft verurteilt. 2011 kommt in Paris zu einem weiteren Prozess. Ein Gericht verurteilte ihn zu lebenslanger Haft. Dagegen legte Ilich Ramírez Sánchez Berufung ein. Der Prozess hat nun begonnen – mit einer Überraschung.
Vorwurf der «Sabotage»
Der 63jährige lehnte es ab, sich von seinen Anwälten verteidigen zu lassen. Vom Gericht bekam er daraufhin zwei junge Anwälte als Pflichtverteidiger. «Ich habe meinen Anwälten verboten, zu meiner Verteidigung zu kommen.» Die Begründung: Sein Heimatland Venezuela wolle anders als ursprünglich zugesagt seine Anwaltskosten nicht bezahlen. Carlos warf Venezuela «Sabotage» vor.
Die Pflichtverteidiger würden das Dossier nicht kennen, räumte Carlos ein. «Aber ich kenne es, das wird die Verteidigung ein bisschen schwächen.» Der Prozess, der nach derzeitiger Planung bis zum 26. Juni laufen soll, müsste dann womöglich verschoben werden.