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Eugenik und Euthanasie sind mehr als “nur” das Dritte Reich allein. Sie reichen viel weiter zurück und ersteres geht auf den britischen Anthropologen Francis Galton (1822–1911) zurück, der den Begriff bereits 1869 und 1883 für die Verbesserung der menschlichen Rasse bzw. “die Wissenschaft, die sich mit allen Einflüssen befasst, welche die angeborenen Eigenschaften einer Rasse verbessern” prägte.
Viele glauben, dass mit dem Ende des Nationalsozialismus auch der Irrglaube der Eugenik zu Ende ging. Doch in den Ethiken bzgl. Transhumanismus und Posthumanismus spielt Eugenik bis heute eine große Rolle. Statt durch Sterilisation oder gar Mord erhoffen sich deren Anhänger eine “bessere Menschheit”, indem mittels Genmanipulation und/oder dem Einsatz von neuen Technologien (bis hin zur Verschmelzung von Mensch und Maschine) neue, bessere, gesündere Kinder geboren werden.
Eugenik hat seinen Ursprung im Denken einer kleinen, elitären Gruppe an Menschen, die von sich glaubte über anderen Menschen zu stehen. Dieser Glaube ging sogar so weit zu denken, dass man auch das Recht besaß, anderen, aus anderen Gesellschaftsschichten stammenden Menschen das Existenz- bzw. Fortpflanzungsrecht nehmen zu können.
Heute mag es keine offenen Forderungen bestimmter Kreise mehr nach Euthanasie und Sterilisation geben, aber die “Grundideen” sind aktueller denn je.
Im Gesprae.ch wollte vom Autor und Politologen Hermann Ploppa wissen, in wie weit wir auch heute noch “Spuren” dieser “Grundideen” in unserem Gesellschaftssystem finden können: Intervew hier……