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Anleitung
Teil 1: Einführung in die Umfrage
- Erklären Sie, dass dieser erste Teil die Gruppe darauf vorbereiten soll, hinauszugehen und Menschen zu fragen, warum sie wählen bzw. nicht wählen.
- Fragen Sie die Teilnehmenden, ob sie vorhaben, bei der nächsten Bundestags- oder Kommunalwahl ihre Stimme abzugeben oder nicht. Lassen Sie Handzeichen geben und teilen Sie die Gruppe danach in Wähler/innen (A) und Nichtwähler/innen (B) ein. «Unentschiedene» können der einen oder der anderen Gruppe zugeteilt werden, damit die Gruppen möglichst gleich gross werden.
- Bitten Sie jede Gruppe, die Gründe, warum sie wählen bzw. warum sie nicht wählen wollen, auf einem grossen Bogen Papier aufzulisten. Geben Sie ihnen dafür etwa 15 Minuten Zeit.
- Rufen Sie die Gruppen wieder zusammen und bitten Sie je eine Person von A und B, die Listen durchzugehen. Danach kann kurz diskutiert und die Listen dürfen ergänzt werden.
- Verteilen Sie Kopien des Fragebogens. Wenden Sie sich dem grossen Exemplar zu, das Sie vorher angefertigt haben. Teil 1 widmet sich den Antworten der Nichtwählenden, Teil 2 denen der Wählenden – diese sollten für alle gut sichtbar sein. Gehen Sie die Fragen durch und versichern Sie sich, dass alles verstanden wurde.
- Erklären Sie nun, wie die Antworten festzuhalten sind. Erklären Sie anhand des Beispiels (siehe Arbeitsblätter), wie man mit «Fünferpäckchen» eine Strichliste führt.
- Verteilen Sie pro Paar je 1 Kopie der «Anmerkungen zur
Durchführung eines Interviews». Gehen Sie diese durch und sprechen Sie
über folgende Fragen:
- Wie lässt sich sicherstellen, dass die Interviewpartner/innen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden?
- Wie viele Personen soll jedes Paar befragen? (Je mehr, desto besser!)
- Wann und wo wird die Umfrage durchgeführt?
- Wann ist die Umfrage zu Ende?
- Wann treffen sich alle wieder, um die Ergebnisse zu besprechen?
- Wenn allen klar ist, was sie zu tun haben, führen Sie die Umfrage durch (Teil 2).
Teil 3: Ergebnisanalyse
Nach Beendigung der Umfrage treffen sich die Gruppen, um die Ergebnisse zusammenzutragen, zu analysieren und zu diskutieren. Dafür sollten 60 Minuten Zeit eingeplant werden.
- Die Paare zählen ihre Summen in jedem Kasten zusammen und übertragen sie in die beiden grossen Tabellen. Auf diese Weise werden die Informationen beider Gruppen zusammengetragen und die Gesamtsumme kann errechnet werden. Sie sollten auch über die «Gründe» der Interviewten berichten. Mehrfachnennungen einzelner Gründe werden wieder mit der Fünferpäckchen-Methode gezählt.
- Sind alle Informationen komplett, bitten Sie die Teilnehmenden, folgende Statistik zu ermitteln:
- Die Gesamtzahl der befragten Personen
- Die Anteile der Wähler/innen und Nichtwähler/innen an der Gesamtzahl
- Die Anteile der männlichen und weiblichen Befragten
- Die Anteile der Befragten nach Altersgruppen
- Die Altersgruppe mit den wenigsten Wähler/innen
- Die Altersgruppe mit den meisten Wähler/innen
- Die am häufigsten genannten Gründe der Nichtwähler/innen
- Die am häufigsten genannten Gründe der Wähler/innen
- Ob die Gründe von Wähler/innen wie Nichtwähler/innen häufiger mit Menschen oder Parteien zusammenhängen
- Sprechen Sie abschliessend darüber, ob die Umfrage Spass gemacht hat, welche Erfahrungen gemacht wurden und was die Teilnehmenden gelernt haben.