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Agglomeration Rheintal: «Unterflurvariante ist keine Alternative zur S18»
Der Österreichische Nationalrat hat Anfang Woche einen Antrag der grünen Infrastrukturministerin Leonore Gewessler unterstützt, der die erneute Prüfung der S18-Schnellstrasse fordert, wie das Vorarlberger Newsportal «vol.at» schreibt.
Als Alternative soll eine Tunnelverbindung zwischen der Schweizer N13 und der Vorarlberger A14 Rheintalautobahn bei Hohenems-Diepoldsau erörtert werden. Dies, obwohl bekannt ist, dass es sich beim Tunnelprojekt um eine regionale Schweizer Lösung handelt, um Betriebs- und Siedlungsgebiete direkter an die Rheintalautobahnen anzubinden und das Mittelrheintal vom Verkehr zu entlasten.
Als Kantons- und Landesstrasse konzipiert
Die Diskussion in den Vorarlberger Medien hat den Verein Agglomeration Rheintal dazu veranlasst, «den Sachverhalt klarzustellen», wie er schreibt. «Die derzeit in Wien diskutierte Unterflurvariante im Raum Diepoldsau ist keine Alternative zur S18. Die zur Prüfung stehenden Varianten rund um Diepoldsau entfalten keine massgebende Verkehrswirksamkeit im nördlichen Alpenrheintal. Um dieses wirksam zu entlasten, muss die S18 zwingend umgesetzt werden.»
Die Studie für eine Unterflurvariante im Raum Diepoldsau sei nicht als hochrangige Verkehrsverbindung zwischen A14 und A13 untersucht worden, sondern als Kantons- beziehungsweise Landesstrasse. Sie sei noch nicht umfassend geprüft worden, lediglich ihre bautechnische Machbarkeit und die Kosten wurden in der Studie nachgewiesen und abgeschätzt. Die Projektleitung liegt beim Verein Agglomeration Rheintal. Im Agglomerationsprogramm der 4. Generation, das in diesem Herbst beim Bund eingereicht wird, ist ein Prüfauftrag formuliert worden. Gesucht werde die bestmögliche Variante für das mittlere Rheintal
Ergänzen, aber nicht ersetzen
Der Verein resümiert: «Die S18 und die noch zu ermittelnde Best-Variante im mittleren Rheintal unterscheiden sich in deren Funktionen, wirken in unterschiedlichen Räumen und haben zudem einen unterschiedlichen Reifegrad. Sie ergänzen sich, können sich aber nicht gegenseitig ersetzen.»