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Der Künstler Otto Piene war für seine extravaganten Werke bekannt. So gehört er zu den Wegbereitern der Feuer- und Lichtkunst und sorgte mit seinen Arbeiten immer für Faszination. Zudem gründete er zusammen mit Heinz Mack die Künstlergruppe ZERO. Später schloss sich auch der Künstler Günther Uecker dieser Gemeinschaft an. Das Buch “Otto Piene Werkverzeichnis der Druckgrafik” erlangte grosse Berühmtheit, weil hier viele wichtige Werke des Künstlers zu finden sind.
Gebildet und kreativ
1928 wurde Otto Piene in Laasphe geboren. Schon sein Vater legte grossen Wert auf die Bildung seines Sprösslings, war er doch der Gründer und Leiter des städtischen Gymnasiums. Seine Kindheit verbrachte Otto Piene in Lübbecke und 1947 schloss er das Gymnasium mit Abitur ab. Er wollte sich der Kunst hingeben und so war es kein Wunder, dass er an der Akademie der Bildenden Künste in der bayerischen Hauptstadt München studierte. Danach verschlug es ihn an die Kunstakademie Düsseldorf. Hier war er von 1950 bis 1953 als Student eingetragen. Nebenbei war er aber auch schon als Dozent tätig. Von 1951 bis 1964 vermittelte er sein Wissen an der Modeschule in Düsseldorf. Sein Staatsexamen erlangte er an der Universität in Köln im Studiengang Philosophie.
Auch international anerkannt
Das Talent von Otto Piene wurde auch über die Landesgrenzen hinaus geschätzt. Im Jahr 1964 übernahm er an der University of Pensylvania eine Gastprofessur und von 1968 bis 1971 war er im Center for Advanced Visual Studies als Fellow tätig. Am Massachusetts Institute of Technology war er von 1974 bis 1994 als Leiter aktiv.
Viele wichtige Werke stammen aus seiner Hand
Das Buch “Otto Piene Werkverzeichnis der Druckgrafik”, gewährt einen kleinen Einblick in das Schaffen des Künstlers. Seine „Lichtballette und Rauchbilder“ erlangten einen hohen Bekanntheitsgrad und auch seine Experimente mit Multimedia Kombinationen nehmen einen wichtigen Stellenwert in seiner Karriere ein. Viele lichtkinetische Arbeiten folgten und seine Luft- und Lichtskulpturen sorgen für ein elegantes Wechselspiel zwischen Licht und Schatten. Die Elemente der Natur flossen dabei immer wieder in seine Werke ein und genau dieser Bezug zur Realität wurde am Künstler geschätzt. Mit dem Werkzyklus „Blauer Planet“ öffnet uns Otto Piene die Augen und macht uns auf die Probleme der Umwelt aufmerksam. Viele seiner Werke sind im Buch “Otto Piene Werkverzeichnis der Druckgrafik” zu finden. Hier werden nicht nur die Kunstwerke perfekt in Szene gesetzt, auch viele wichtige Informationen über das Leben von Otto Piene sind in diesem Nachschlagewerk zu finden. Immer wieder liess Otto Piene auch das Element Feuer in seine Werke mit einfliessen. Die Faszination des Feuers wurde dabei in den Mittelpunkt gerückt und es ist kein Wunder, dass diese besonderen Kunstwerke zu den wichtigsten ihrer Art gehören. Nach einem langen und erfüllten Leben verstarb Otto Piene im Jahr 2014 im Alter von 86 Jahren in Berlin. Seine Werke leben dagegen weiter und können in zahlreichen Ausstellungen oder dem Otto Piene Werkverzeichnis begutachtet werden.