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Ein Tag nach Gaël Suter im Scratch gewinnt die Schweiz an der Bahn-EM im französischen Saint-Quentin-en-Yvelines erneut eine Goldmedaille. Loïc Perizzolo setzt sich im Ausscheidungsfahren durch.
Wie am Vortag Suter feierte auch Perizzolo im Vorort von Paris den grössten Erfolg seiner Karriere. Nie zuvor hatte der Genfer an einem internationalen Titelkampf eine Medaille in der Elite-Kategorie gewonnen.
Nun beschenkte sich der zweifache Schweizer Meister im Ausscheidungsfahren (2015, 2016), der am Mittwoch bereits mit dem Bahnvierer in der Mannschaftsverfolgung im Einsatz gestanden hatte, gleich selbst. Er feierte nämlich an seinem goldenen Tag den 28. Geburtstag.
Perizzolo darf sich als erst dritter Schweizer Bahnrad-Spezialist nach Stefan Küng und Suter Europameister nennen - zählt man die Steher-Wettkämpfe nicht, die normalerweise unabhängig von den "normalen" EM vergeben werden. Als erster Schweizer hatte Küng im Vorjahr bei den Heim-EM in Grenchen Gold in der Einzelverfolgung gewonnen.
Nationaltrainer Daniel Gisiger hatte im Vorfeld angedeutet, dass es Perizzolo "derzeit gut läuft". Mit dem EM-Titel für seinen Schützling hätte aber wohl auch Gisiger nicht gerechnet. Perizzolo zeigte auf der WM-Bahn von 2015 aber ein abgeklärtes und cleveres Rennen.
In der Disziplin, in der alle zwei Runden der am schlechtesten platzierte Fahrer ausscheidet, fuhr Perizzolo stets in den vorderen Rängen. Er sparte so Kräfte für das Finale auf, in dem er schliesslich der eindeutig Stärkste war. Den letzten Sprint gewann Perizzolo gegen den Griechen Christos Volikakis deutlich. Bronze ging an den Tschechen Jiri Hochmann.
Nach zwei EM-Tagen steht die Schweiz überraschend bereits mit drei Medaillen da. Nebst den beiden goldnenen gab es durch Giuseppe Atzeni bei den Stehern noch eine bronzene Auszeichnung