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Ein Sachse verloren im Yukon
Kindheit und Jugend in der DDR - für Marion eine schöne Zeit, ausgefüllt mit Sport, Musikunterricht, Zeltlagern, jeder Menge Partys und der berühmten "Jugenddisko". Sie erlernt ihren Traumberuf Kinderkrankenschwester, in dem sie ihre grosse Erfüllung findet. Mit ihrer ersten grossen Liebe verbringt sie eine wunderschöne Zeit und geniesst das Leben. Doch bald zerbricht das junge Glück und für Marion bricht eine Welt zusammen. Sie stürzt sich in die Beziehung mit dem abenteuerhungrigen Andreas, mit dem sie ein Kind bekommt. Auch diese Beziehung scheitert und Andreas wandert nach Kanada aus. Langsam beginnt der graue sozialistische Alltag die junge Frau zu erdrücken und immer stärker brennt in ihr die Frage: "Wie sieht das Leben hinter der Mauer aus?" Schliesslich fasst sie die Entscheidung zu Andreas zurückzukehren und zu ihm in den Yukon zu gehen. Wäre da nicht dieses Hindernis, das zwischen beiden steht: die Grenze. Im November 1989 erlangt Marions Heimatstadt weltweite Berühmtheit durch ihre Montagsdemonstrationen und friedlichen Proteste. Sie nutzt die aufkommende Flüchtlingswelle um in das Land ihres "neuen Lebens" zu gelangen - Kanada. Doch dort muss sie sich die schmerzhafte Wahrheit eingestehen, dass nicht nur die geografische Grenze zwischen ihr und Andreas steht.
Marion Menzel
Marion Menzel wurde 1963 in Leipzig geboren. In "Ein Sachse verloren im Yukon" erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Heute lebt und arbeitet sie mit ihren beiden Kindern in Victoria, British Columbia. Den Yukon hat sie trotzdem nicht völlig verlassen, da sie noch immer ihr Haus am Marsh Lake besitzt.