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Von Osaka nach Kyūshū
Kōbe
20. bis 23. August
Als Japan 1868 anfing Händler aus der Welt zu empfangen, entwickelte sich Kōbe zur internationalen Hafenstadt. Durch die vielen Händler kamen so westliche Waren und Kultur nach Japan. Noch heute sieht man den alten westlichen Baustil in den "Ausländervierteln".
Kōbe Animal Kingdom
22. August
Dieser Zoo erinnert eher an einen exotischen Streichelzoo: In den grössten Teilen des Zoos kommt man in direkten Kontakt mit den Tieren und darf diese auch streicheln und füttern. In einigen Bereichen, wie bei den Kleinen Pandas, sind die Tiere zwar in ihren abgetrennten Bereichen, aber ohne Gitter oder grosse Wassergräben.
Zusätzlich werden interaktive Informationsveranstaltungen abgehalten, wie beispielsweise eine Flugshow oder eine Fütterung durch die Zuschauer bei den Kleinen Pandas.
Hiroshima
23. bis 26. August
Hiroshima ist bekannt für den weltweit ersten Atombombenabwurf vom 6. August 1945. Während des Zweiten Weltkrieges war sie eines der militärischen Zentren Japans. Durch den Angriff wurde ungefähr 90% des Stadtgebietes zerstört, etwa 70’000 Personen starben sofort und bis zum Jahresende schätzungsweise 140’000 Menschen. Die noch lebenden Opfer des Angriffes werden als hibakusha bezeichnet.
Zahlreiche Denkmale erinnern an und mahnen von dem Angriff und Origami-Kraniche werden daran mit einem Wunsch nach Frieden aufgehängt.
Hiroshima Castle
24. August
Die ursprüngliche Burg wurde in den 1590ern gebaut. Durch den Atombombenabwurf wurde sie vollständig zerstört, und erst 1958 wieder aufgebaut. Der Nachbau dient heute als Museum für die Geschichte Hiroshimas vor dem Zweiten Weltkrieg.
Miyajima
24. August
Die Insel ist berühmt für das rote, hölzerne Torii aus dem Jahr 1875, welches bei Flut vollständig im Wasser steht.
Davor (oder dahinter je nach Perspektive) steht der Itsukushima-Schrein dessen Grundform im Jahr 593 entstand. Die heutige Struktur wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ruht auf einer erhöhten Plattform, deren Pfeiler im Wasser stehen, so dass die ganze Anlage zu schwimmen scheint. Die einzelnen Teile des Schreins sind mit überdachten Korridoren miteinander verbunden welche zusammen rund 280 Meter lang sind.
Shukkei-en
25. August
Der Bau des Garten startete 1620. Der Garten sollte verschiedene Landschaften in verkleinerter Form wiedergeben. Traditionsgemäss stellt es eine Miniatur der Landschaft von Xihu (Westsee) in Hangzhou, China dar.
Der Atombombenabwurf zerstörte einen Grossteil des Gartens, inklusive dem berühmten Baumriesen. Der Teich und zwei der Brücken wurden zwar stark beschädigt aber nicht zerstört. 1949 fing der Wiederaufbau an, welcher 30 Jahre in Anspruch nahm.
Fukuoka
26. bis 30. August
Fukuoka ist die grösste Stadt auf Kyūshū, der südlichsten der japanischen Hauptinseln.
Seit über 760 Jahren wird das hakata gion-yamakasa Fest des Kushida-Schreins gefeiert. Der Höhepunkt des Festes ist, wenn hunderte Männer die bis zu einer Tonne schweren, hochgetürmten und geschmückten Sänften (für Gottheiten) durch die Stadtviertel über 5 Kilometer tragen - die schnellste Gruppe gewinnt.
Shōfukuji
28. August
Im Jahr 1195 führte Myōan Eisai die Lehrtradition rinzai-shū des Zen Buddhismus ein. Der Shofukuji Tempel ist der erste Zen Tempel welche in Japan gebaut wurde.
Dazaifu
29. August
Dazaifu ist eine Stadt südöstlich von Fukuoka. Vor etwa 1300 Jahren war das Gebiet das politische Zentrum von Kyushu. "Dazaifu" war der Name der Regierungsverwaltung, die über 500 Jahre lang über ganz Kyushu herrschte.
Die Vergangenheit der Region spiegelt sich in ihren vielen historischen Stätten wider, darunter der Tenmangu-Schrein, die Ruinen des Regierungsgebäudes, die Ruinen der Mizuki-Festung, der Kanzeonji-Tempel und die Ruinen der Onojo-Burg.
Kumamoto
31. August bis 1. September
Kumamoto ist unter anderem bekannt für heisse Quellen - es hat hier vulkanische Aktivität - und seine Burg. Zweiteres haben wir uns natürlich angeschaut.
Die Burg wurde 1607 errichtet und 1877 während der Satsuma-Rebellion teilweise zerstört. Danach wurde sie restauriert, wurde aber 2016 von einem Erdbeben wieder stark beschädigt. Wir konnten noch einiges an Trümmerhaufen und Aufräum- und Restaurationsarbeiten sehen.
Suizenji-Jōjuen
31. August
Ein Japanischer Garten in Kumamoto, der 1636 angelegt wurde. Die Landschaft soll die 53 Stationen auf dem Tōkaidō (eine Post- und Handelsstrasse, die Edo und Kyoto verbunden hat) darstellen. Der Hügel auf dem Foto links in der Mitte soll der Fuji sein, umgeben von ein paar Wolken in Form von Büschen.
Shimabara
1. bis 2. September
Eine süsse, kleine Stadt auf Kyūshū. Bekannt, da die Burg 1638 als Kampfstätte für einen Aufstand gegen die zu hohe Steuerlast diente. Es werden dem Aufstand auch religiöse Hintergründe zugeschrieben, da viele der Aufständischen Christen waren. Viele Ausstellungsstücke stellten entsprechend einen christlichen Hintergrund dar.
Wir schlenderten durch grösstenteils menschenleere Gassen und Einkaufsstrassen und bewunderten die Kois in den Kanälen neben uns in der "City of swimming Carp".
Nagasaki
2. bis 6. September
Nagasaki war mit der Halbinsel Dejima der wichtigste Handelshafen während der Edo-Zeit (ca. 1600-1868). Dejima war der einzige Ort, wo ausgiebig mit Europäern Handel betrieben werden durfte. Natürlich reisten auch Missionare an, und entsprechend hat Nagasaki auch stärkere christliche Einflüsse als andere Regionen Japans.
Heutzutage eher bekannt als Ziel des zweiten Atombombenangriffes im Zweiten Weltkrieg. Auch hier mahnen diverse Denkmäler und Origami-Kraniche der Schrecken jener Zeit.
Fukusaiji
3. September
Wiederaufbau eines Tempels, der durch die Atombombe komplett zerstört wurde. Gut in der Stadt zu sehen, da er auf einem Hügel steht und von einer 18m hohen Kannon-Statue geziert wird.
Wir haben den "direktesten" Weg genommen und festgestellt, wie steil es stellenweise den Berg hinaufgeht...
Nishizaka Church (Twenty-Six Martyrs Memorial St. Philip Church)
3. September
Die Kirche blickt auf den Platz, an dem 26 Märtyrer gekreuzigt wurden. Die bekannteste christliche Kirche Japans (Ōura Church), auch "Basilika der 26 Märtyrer von Japan" genannt, steht ebenfalls in Nagasaki. Beide Gedenken 26 Christen, die zur Abschreckung in Nagasaki gekreuzigt wurden - aus Angst vor einer Kolonialisierung unterstützt durch Religion.
Kōshi-byō
4. September
Ein Konfuzius-Schrein, der 1893 von der chinesischen Bevölkerung in Nagasaki gebaut wurde. Hat unter anderem einen kleinen Garten mit Teich und Kois, Statuen der 72 Weisen (die Schüler von Konfuzius) und ein Museum der Geschichte Chinas.
Dejima
4. September
Wie schon erwähnt, war Nagasaki der wichtigste Handelshafen während der Edo-Zeit. Dejima ist eine künstliche Insel vor Nagasaki und wurde angelegt, um Platz für ausländische Handelsdelegationen zu bieten. Zuerst waren für ein paar Jahre hauptsächlich Portugiesen erlaubt, danach ging der Posten an die Niederländische Ostindien Kompanie über, die die nächsten mehr als 200 Jahre fast ein Monopol auf den Handel zwischen Europa und Japan hatte. Das Christentum, westliche Medizin und andere westliche Errungenschaften erhielten grösstenteils durch Dejima den Einzug nach Japan.
Huis Ten Bosch
6. bis 8. September
Ein holländisch angehauchter Vergnügungspark. Wörtlich "Haus am Wald", benannt wie eine der drei holländischen Königsresidenzen. Erinnert an die lange Geschichte von Japan und Holland (besonders in der Region).
2015 wurde in Huis Ten Bosch mit Henna Hotel das erste von Robotern bediente Hotel eröffnet. Wir liessen es uns natürlich nicht nehmen, unsere Übernachtungen dort zu verbringen während wir den Park genossen.