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SOIRÉE GRAPHIQUE – TSI NAN FU
Adeline Mollards Plakat TSI-NAN-FU ist eine freie Aussage darüber, wie sich der frühe Film von 1900 für Hypnose und ihre Darstellung faszinierte und wie diese Praxis als Metapher des Filmes an sich betrachtet werden kann.
Brigitte Lustenbergers Remake des Plakats von Adeline Mollard ist eine Fotografie, in der vier Männerhände die Bewegungen eine Frau bestimmen. Die Künstlerin sagt zum Werk folgendes: Adeline Mollard verbindet in ihrem Plakat den Film «Dr. Mabuse, Der Spieler» von Fritz Lang aus dem Jahre 1922 mit einer Fotografie von Paul Regnard aus der Sammlung «Iconographie photographique de la Salpêtrière», einer Studie von Dr. Jean-Martin Charcot über die Hysterie aus dem Jahre 1879/1880. Der gemeinsame Nenner des Films und der Fotografie ist die Hypnose. Gebraucht Dr. Mabuse im Film die Hypnose für kriminelle Machenschaften, indem er den von ihm hypnostisierten Personen seinen Willen aufzwingt, wendet Dr. Charcot die Hypnose an, um bei Frauen einen hysterischen Anfall zu provozieren, dies u.a. jeden Dienstag vor schaulustigem und/oder fachkundigem Publikum in den berühmten «Leçons du mardi». Die Wortfolge TSI NAN FU erscheint in Lang's Stummfilm, als Dr. Mabuse mit aller Kraft versucht, seinen Gegenspieler Staatsanwalt von Wenk, zu hypnotisieren.