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Anfangs des 20. Jahrhunderts galt Golf in der Schweiz als Wintersport. In dieser Jahreszeit reisten die meisten Touristen aus allen Ländern der Welt in die Schweiz und nicht wenige frönten dem guten Leben an der Waadtländer Riviera. Der Golfclub Montreux hatte damit einen wichtigen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
Bis zum ersten Weltkrieg erlebte der Golfclub Montreux einen rasanten Aufschwung und es entwickelte sich ein reges Clubleben. 1901 wurde das Club House eingeweiht. Das aus dem Jahr 1793 stammende Hauptgebäude wurde 1904 um eine Backsteinveranda erweitert. 1908 folgte ein Nebengebäude im gleichen Stil. Im Grand Hôtel fanden alljährlich Veranstaltungen statt. Es wurden neue Einrichtungen beschlossen, neue Bunker und neue Greens angelegt. Um die Anreise der Spieler vom Bahnhof aus zu erleichtern, ging man eine Partnerschaft mit dem Fahrer M. Massip ein.
Bald wurden die ersten Turniere organisiert, darunter eine Begegnung zwischen Genf und Montreux, der Madame de Sales Jenkins Cup, das Frühlingsturnier, Interclub-Wettkämpfe und verschiedene nationale und internationale Turniere.
Angesichts des grossen Erfolgs des Clubs wurden Putting- und Longest-Drive-Wettbewerbe durchgeführt. Ab 1904 war der Club bereits ganzjährig geöffnet.
1907 übernahm die Société Immobilière du Kursaal die Liegenschaft Les Meleys und beschloss unter anderem eine Sanierung des Restaurants.
Drei Jahre später, 1910, liess sich Mr. Roberts, ein bekannter Golf Professional, in Montreux nieder. Er blieb dem Club bis 1963 als Head Green Keeper treu.
Vor dem Ersten Weltkrieg zählte der Golfclub Montreux bis zu 120 Mitglieder.