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Das Wichtigste in Kürze
- Mehr als 550.000 Menschen gegen Coronavirus geimpft.
Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, wurden mehr als 550.000 Dosen an Erwachsene über 40 Jahren verabreicht, die sich den ganzen Tag lang ohne Termin impfen lassen konnten.
Präsident Kaïs Saïed hatte den Impftag ausgerufen, weil das von der Pandemie schwer getroffene Land zuvor mehr als sechs Millionen Impfdosen aus anderen Ländern erhalten hatte. Sechs Millionen weitere Impfdosen sind demnach auf dem Weg. Ein erster Tag der offenen Tür im Juli musste abgebrochen werden, weil der Andrang zu gross war.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte erst am vergangenen Montag eine Beschleunigung der Impfkampagne in Tunesien angemahnt. Die ansteckendere Delta-Variante sei inzwischen für mehr als 90 Prozent der Fälle in dem nordafrikanischen Land verantwortlich, erklärte der WHO-Vertreter für Tunesien, Yves Souteyrand.
Seit Beginn der Kampagne im März haben etwa zwei Millionen Menschen eine erste Dosis erhalten. Die tunesischen Behörden hoffen, bis Mitte Oktober etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner des Landes einmal impfen zu können.
Seit März hatte sich die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf fast 21.000 mehr als verdoppelt. Das Land hat eine der höchsten Pro-Kopf-Sterberaten der Welt.
Ende Juli hatte Präsident Saïed die Regierung und das Parlament entmachtet und das Land in eine politische Krise gestürzt. Zuvor hatten tausende Menschen gegen die Corona-Politik der Regierung protestiert. Seitdem werden die Corona-Massnahmen von einem Krisenstab unter der Führung eines ranghohen Militäroffiziers koordiniert.