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Die Division Buildings von Implenia hat in verschiedenen Regionen der Schweiz und Deutschlands Hochbauaufträge in der Höhe von insgesamt über CHF 220 Mio. gewonnen, wie Implenia mitteilt.
Im Industriequartier Sternenfeld-Ost in Birsfelden wird unweit der nationalen Strassenverkehrsachse A2 ein modernes Logistikzentrum gebaut, das vom Universitätsspital Basel (USB) angemietet wird. Implenia hat das Projekt über die letzten zwei Jahre geplant und veräusserte es im November nach Abschluss eines strukturierten Verkaufsprozesses an einen Investor. Auf einem Baurechtsgrundstück aus dem Real Estate Portfolio von Implenia hat das Team von Real Estate Consulting & Planning (RECP) im Jahr 2021 eine Nutzungsanalyse durchgeführt mit dem Ziel, den Standort auf eigenes Risiko zu entwickeln und das Projekt zu attraktiven Konditionen zu bauen und zu verkaufen. Bereits beim Start der Entwicklung konnte mit USB ein Ankermieter gefunden werden. Das USB wird an diesem Standort ihr Service- und Logistikzentrum betreiben. Im November wurde die Entwicklung inklusive architektonischem Entwurf, von Implenia nach mehrjähriger Planung mit dem Verkauf abgeschlossen. Seit August wird das Projekt realisiert. Es soll in der zweiten Hälfte 2025 dem Käufer übergeben werden. Das USB wird den Mieterausbau in Eigenregie realisieren und das Gebäude voraussichtlich 2026 in Betrieb nehmen.
Passage Morillons in Genf
Im Oktober wurde Implenia von den Bauherren Roxbury und der Stiftung Terra et Casa als Totalunternehmer mit dem Bau der Passage Morillons beauftragt. Das Projekt mit einer Fläche von 24’700 m2 umfasst den Bau von zwei Gebäuden mit Mietwohnungen und einem Bürogebäude. Die Gebäude sind durch ein gemeinsames Erdgeschoss mit Geschäftsarkaden verbunden. Zwei Untergeschosse mit Parkplätzen und Nebenräumen werden ebenfalls von allen drei Gebäuden genutzt. Die Gebäude werden nach den Standards HPE (gesetzlicher Standard des Kantons Genf) und Minergie P gebaut. Das Projekt befindet sich im internationalen Viertel von Genf und ist ausgezeichnet erschlossen. Die Projektlaufzeit ist von Dezember 2023 bis Ende 2025 geplant.
Modernisierungsprojekte in der Deutsch- und Westschweiz
Kürzlich hat Implenia erneut zwei Modernisierungsprojekte in der Deutsch- und Westschweiz gewonnen: In Lausanne werden zwei Gebäude mit insgesamt 76 Mietwohnungen aus dem Jahr 1960 renoviert. Der Auftrag umfasst die Renovation von Küchen, Nasszellen und Gemeinschaftsräumen sowie die energetische Sanierung der Gebäudehülle inklusive Wärmeerzeugung. Implenia wurde mit der Planung und Entwicklung betraut, die von Dezember 2023 bis voraussichtlich Februar 2025 dauert.
In Oberwil wurde Implenia als Totalunternehmer mit der Sanierung des Einkaufszentrums Mühlemattcenter bestehend aus Geschäften, Büroflächen, Fitnesscenter, und Praxen beauftragt. Die Sanierung erfolgt unter Betrieb in zwei Etappen. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und dauern bis Juli 2025.
Neue Aufträge auch für den Bereich Baumeister der Division Buildings
Die Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1 hat den Bereich Baumeister der Division Buildings von Implenia mit dem Bau eines Wohn- und Gewerbehauses im künftigen Koch-Quartier in Zürich beauftragt. Das kompakte Gebäude vereint ein buntes Spektrum an Nutzungen: Nebst 124 Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen entstehen unter anderem Ateliers, Gastronomie, Kindergärten sowie eine Trainingshalle für den Zirkus Chnopf und das Zirkusquartier. Der Baustart erfolgte bereits im November, die Fertigstellung des Gebäudes ist frühestens für 2026 geplant. Das Projekt orientiert sich an den Richtlinien der 2000-Watt-Gesellschaft und an Minergie-Eco-Kriterien.
Von der Flughafen Zürich AG wurde der Bereich Baumeister zudem mit den Hochbauarbeiten für den Triebwerksprüfstand am Flughafen Zürich-Kloten beauftragt. Die Bauarbeiten sind bereits gestartet und dauern bis April 2024.
Aus dem Kanton Zug waren zwei Projekte als Auftragseingang zu verzeichnen. Für den Bauherrn Cham Immobilien AG entstehen in der dritten Bauetappe des Papieri-Areals in Cham zwei neue Gebäude mit ca. 10’000 m2 Büro-, Verkaufs- und Gewerbeflächen sowie rund 64 Mietwohnungen. Die Neubauten entstehen ab Januar 2024 innerhalb eines Jahres.
Zusätzlich erhielt der Bereich Baumeister von der Gemeinde Risch Immobilien AG (Griag) den Zuschlag für das neue Pflegezentrum Dreilinden sowie den Neubau «Leben im Alter» mit 60 Alterswohnungen und Servicedienstleistungen in Rotkreuz. Die Bauzeit dauert von Januar bis Dezember 2024.
Neue Hochbauaufträge in Deutschland
Von der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH erhielt Implenia den Auftrag für ein weiteres Projekt auf dem Franklin-Areal in Mannheim. Als technischer Federführer einer ARGE errichtet Implenia dort das Quartierszentrum „Grüne Mitte“, das den markanten Mittelpunkt der derzeit grössten Arealentwicklung in Deutschland bilden wird. In Holzhybridbauweise entsteht im KfW-55 Standard ein ungewöhnliches Gebäudeensemble mit Läden, Gewerbe-, Gastronomie- und Büroflächen, die von einem intensiv begrünten Hügel überspannt werden. Dieses kleine Naherholungsgebiet für die Anwohner wird auch eine Aussichtsplattform mit Aufzug erhalten. Auf dem Hügel wird zudem ein Wohngebäude mit 34 Wohnungen errichtet. Beide Gebäudeteile sind über eine Tiefgarage miteinander verbunden.
Für die Analytik Jena GmbH + Co. KG realisiert Implenia den Neubau eines Fertigungs-, Labor- und Bürogebäudes in Ilmenau. Im Rahmen der im Februar 2023 gestarteten Pre-Construction-Phase haben die Vertragspartner das Bauvorhaben gemeinsam hinsichtlich Bauzeit, Produktqualität, Bauabläufen und Baukosten optimiert. Inzwischen wurde bereits mit den Rohbauarbeiten begonnen.
Zudem hat die Division Buildings einen Auftrag für den anspruchsvollen Umbau einer denkmalgeschützten Liegenschaft gewonnen: In der Innenstadt von Leipzig wird der 1914 eingeweihte Zentral-Messepalast für einen Mieterwechsel umgebaut. Auftraggeber ist die Dr. Erich Krüger Stiftung in Rechtsträgerschaft der TU Bergakademie Freiberg, die durch die Renta GmbH vertreten wird.
Im Bild oben: Passage Morillons – Neubau von drei Gebäuden in gut erschlossenem Quartier (Bild: © Sylla Widmann Architectes SA).
Implenias Tochtergesellschaft Ina Invest erwartet marktbedingte Bewertungskorrektur des Immobilienportfolios
Ina Invest hat von ihrem Bewerter Wüest Partner die provisorischen Bewertungen ihres Immobilienportfolios per 31. Dezember 2023 erhalten. Daraus resultiert im Vergleich zum Vorjahr eine marktbedingte Korrektur von rund -2.5%, die erfolgs-, aber nicht Cash-wirksam sei, schreibt Ina Invest. Die Bewertungskorrektur entspreche der generellen Marktentwicklung. Obschon Ina Invest im Geschäftsjahr 2023 positive operative Entwicklungen und Ergebnisse erzielte, dürfte die Korrektur aus heutiger Sicht zu einem negativen Jahresergebnis in der Grössenordnung von CHF 15 Mio. führen, heisst es weiter. Ina Invest wird am 27. Februar 2024 im Detail über das Geschäftsjahr 2023 Informieren.