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Staaten und die Kreditwürdigkeit
Viele Menschen verstehen die Politik nicht mehr wirklich. Ständig ist da von der Pleite einzelner EU-Staaten und von einer Wirtschaftsagentur die Rede. Diese Agenturen kann man so verstehen, wie hier in der Schweiz das Betreibungsamt: in dieser Schutzgemeinschaft werden alle Kredite aller Staatsbürger eingetragen, mit dem Vermerk, ob regelmässig, pünktlich und vollständig bezahlt wird oder nicht. Wenn die Rückzahlungen immer pünktlich eingehen, wird das Betreibungsamt einen positiven Bescheid an die Banken geben. Diese Anfrage wird grundsätzlich bei einem Kreditantrag oder auch bei verschiedenen Leasinganträgen, wie zum Beispiel für ein Gerät, gestellt. Wenn dieser Bescheid positiv ist, dann kann es ohne Probleme zu einem Kredit oder Vertrag kommen.
Viel schlimmer ist es für die Menschen, die einen schlechten oder sogar einen negativen Eintrag haben, denn diese werden kaum noch einen Kredit oder einen Leasingvertrag bekommen. Selbst manche Wohnungseigentümer holen sich mittlerweile eine Auskunft vom Betreibungsamt. Dies hat zur Folge, dass diese Menschen immer alles gleich bar bezahlen müssen, oder einen Risikokredit mit hohen Zinsen beantragen. So ähnlich geht es auch Staaten, die nicht mehr zahlungsfähig sind.In Griechenland zum Beispiel wurden die Vorgaben für die Währungsunion von Anfang an nicht erfüllt, und Sparmaßnahmen, zu denen EU-Staaten verpflichtet sind, wurden erst gar nicht in Angriff genommen. Dies war aber nicht der einzige Aspekt, denn die Wirtschaft in Griechenland ging noch zurück, und so fehlten dann wichtige Einnahmen. Als dies ans Licht kam, wurde die Kreditwürdigkeit von Griechenland herabgesetzt. So geht es jetzt auch Spanien, und diese Länder bekommen auf dem freien Markt keinen günstigen Staatskredit mehr. Einige Staaten der EU leisten daher eine Art Bürgschaft.