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Die Communauté Romande du Pays de Fribourg begrüsst den Vorschlag einer Arbeitsgruppe, wonach einzig Französisch die Amtssprache eines fusionierten Grossfreiburgs sein soll. Würde Grossfreiburg trotzdem zweisprachig, will die Gruppe das Projekt bekämpfen.
Die Communauté Romande du Pays de Fribourg kämpft für ein einsprachiges fusioniertes Grossfreiburg. Das bekräftigt die Vereinigung in einer Mitteilung. Sie begrüsst darin den Vorschlag einer Arbeitsgruppe, dass die neue fusionierte Gemeinde Freiburg nur eine einzige Amtssprache haben soll, nämlich Französisch. Dies sei momentan die einzige rechtliche Möglichkeit, heisst es. Auch die Arbeitsgruppe hatte mit der Rechtslage argumentiert.
Die Communauté Romande droht, das Fusionsprojekt sowohl bei der Konsultativabstimmung im September als auch bei der bindenden Abstimmung im Jahr 2022 zu bekämpfen, sollten die Verantwortlichen weiterhin an Deutsch als weiterer Amtssprache festhalten.
Vorschläge gehen zu weit
Auch die vorgeschlagenen Massnahmen der Arbeitsgruppe für eine pragmatische Zweisprachigkeit gehen der Frankofonen-Vereinigung zu weit. Sie seien übertrieben, wenn man bedenke, dass nur elf Prozent der Bevölkerung der neuen Gemeinde deutschsprachig seien. So könne man nicht erwarten, dass die Gemeindeverwaltung auf Anfragen auf Deutsch antworte. Das gehe weiter als das, was die Stadt Freiburg derzeit anbiete, und werde in den acht anderen Gemeinden des Perimeters derzeit nicht praktiziert.
Dass sich Politikerinnen und Politiker sowie Mitglieder von Kommissionen in Französisch oder Deutsch ausdrücken können, schliesse nicht zweisprachige Menschen von der Teilnahme am politischen Leben in der Gemeinde aus und sei deshalb abzulehnen. Debatten müssten auf Französisch geführt werden, mit der Möglichkeit zur spontanen Übersetzung auf Deutsch, wenn dies nötig sei.
Zweisprachigkeit nur auf individueller Ebene
Die Communauté Romande du Pays de Fribourg findet es zwar in Ordnung, wenn die neue Gemeinde die Zweisprachigkeit unterstützt – aber nur solange sich diese Zweisprachigkeit auf Individuen bezieht und nicht auf Institutionen. Deutschsprachige sollen ermuntert werden, ihre Kinder in französischsprachige Schulen zu schicken, um die Zweisprachigkeit zu fördern.
Überdies glaubt die Vereinigung, dass die Arbeitsgruppe die Kosten für eine pragmatische Zweisprachigkeit massiv unterschätzt. Sie fordert von der Konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs, welche die Fusion vorbereitet, die Punkte zur pragmatischen Zweisprachigkeit zu überarbeiten und Stellung zu nehmen zu den Vorschlägen der Communauté Romande du Pays de Fribourg.