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Der Schlauchmagen (gastric sleeve)
Bei der «gastric sleeve» Operation wird ein dünner Magenschlauch gebildet. Der Grossteil des Magens wird entfernt.
Die Operation weist vergleichbar gute Resultate im Gewichtsabnehmverlauf und in der Heilung von Folgeerkrankungen nach 2 bis 3 Jahren zum Magenbypass auf. Die Lebensqualität der Patienten wird als gut angegeben.
Über die Langzeitresultate lassen sich im Gegensatz zum Magenbypass aber noch keine definitiven Angaben machen, da diese Operation in standardisierter Technik noch nicht allzu lange durchgeführt wird.
Die Wirkungsweise des Schlauchmagens (siehe Skizze) beruht darauf, dass sie kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen müssen und sich das Sättigungsgefühl früher einstellt. Zudem scheint der Schlauchmagen (wie der Magenbypass) zu einer Abnahme von Appetithormonen zu führen, was einen günstigen Effekt auf die Gewichtsreduktion haben soll.
Nach Schlauchmagenoperation sind Sie in der Regel 3-5 Tage hospitalisiert.
Zu den sehr seltenen Komplikationen nach Schlauchmagenoperation gehören die Nachblutungen in den ersten 24 Stunden und das «Aufgehen» der maschinellen Klammernaht am Magen in den ersten 10 Tagen.
Zu den seltenen Spät-Komplikationen nach Schlauchmagenbildung gehören Blutarmut und Vitaminmangel. Diese Folgeerscheinungen lassen sich vermeiden, wenn sie sich an die verordneten ärztlichen Nachkontrollterminen halten.
Falls der Schlauchmagen nach Jahren zu keiner befriedigenden Gewichtreduktion führt, kann dieser in einen Magenbypass oder in «Duodenal-Switch» umgewandelt werden.
Nähere Angaben über Chancen und Risiken des Schlauchmagens können wir Ihnen in unseren Sprechstunden erteilen (» zum Kontaktformular).