Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03631.jsonl.gz/1823

Pim van Lommel, M.D., born in 1943, graduated in 1971 at the University of Utrecht, and finished his specialization in cardiology in 1976. He worked from 1977-2003 as a cardiologist in Hospital
Rijnstate, a 800 beds Teaching Hospital in Arnhem, the Netherlands, and is now doing full-time research on the mind-brain relation. He published several articles on cardiology, but since he
started his research on near-death experiences (NDE) in survivors of cardiac arrest in 1986 he is the author of over 20 articles (most of them in Dutch), one book and many chapters about NDE. He
was co-founder of the Dutch IANDS in 1988. In 2005 he was granted with the Dr. Bruce Greyson Research Award of the International Association of Near-Death Studies (IANDS). In 2006, the President
of India rewarded him the Life Time Achievement Award at the World Congress on Clinical and Preventive Cardiology in New Dehli. His Dutch book ‘Endless Consciousness’, was nominated for the ‘Book
of the Year 2008’ in the Netherlands. In 2010 he received the 2010 Book Award van de Scientific and Medical Network, and in 2017 he received the Elisabeth Kübler-Ross Award by the Dutch Society
of Volunteers in Palliative and Terminal Care (VPTZ). In 2020 the Spiritual Awakenings International (SAI) honored him for his ground-breaking work about Near-Death Experiences as Circle of Honor
honoree. The Bigelow Institute for Consciousness Studies (BICS) started in 2021 an international essay contest for the best scientific evidence about a possible ‘afterlife’. With his article,
entitled: ‘The Continuity of Consciousness’ he won the second Prize. In 2022 he became a Honorary Member of the Scientific and Medical Network (SMN). See:
https://scientificandmedical.net/honorary-members/ . Bis heute: Fortsetzung der Tätigkeit als Forscher, Publizist und Dozent über die Beziehung zwischen Bewusstsein und Gehirn.
In November 2007 his book ‘Endless Consciousness’ (Eindeloos Bewustzijn) was published in The Netherlands, which is a bestseller with more than 155.000 copies sold (30th edition). His book was nominated for the ‘Book of the Year 2008’ in the Netherlands. His book was published in Germany in 2009, entitled ‘Endloses Bewusstsein’, Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung’, and it has been published in the English language by Harper Collins in 2010, entitled: Consciousness beyond Life, and in the same year the book received the 2010 Book Award by de Scientific and Medical Network. In 2011 the Polish edition was published, the Spanish translation was published in 2012, and in 2012 his book was also published in France. In 2015 the book was also published in Latvia, in 2017 the book was published in Italy, and in 2019 the book was published in Hungary. In 2020 the book was published in China, and in 2021 it was published in Russia. By now more than 400.000 copies have been sold worldwide.
Articles: [ Academia.edu 2023: 2245 papers mention Pim van Lommel ]
- Van Lommel P, Van Wees R, Meyers V, Elfferich I. Near-death experience in survivors of cardiac arrest: a prospective study in the Netherlands. The Lancet 2001; 358: 2039-2045. (1069 citations)
- Van Lommel, P. About the Continuity of our Consciousness, Adv Exp Med Biol. 2004; 550: 115-132. [Brain Death and Disorders of Consciousness. Machado, C. and Shewmon, D.A., Eds. New York, Boston, Dordrecht, London, Moscow: Kluwer Academic/ Plenum Publishers]
- Van Lommel, P. Near-Death Experience, Consciousness and the Brain: A new concept about the continuity of our consciousness based on recent scientific research on near-death experience in survivors of cardiac arrest. World Futures, The Journal of General Evolution, 2006; 62: 134-151.
- Van Lommel, P. Near-death experiences: the experience of the self as real and not as an illusion. 2011; Ann. N.Y. Acad. Sci. 1234: 19-28. (132 citations)
- Van Lommel, P. Nonlocal Consciousness. A concept based on scientific research on near-death experiences during cardiac arrest. 2013; Journal of Consciousness Studies, 20, No. 1–2 : 7-48. (95 citations)
- Van Lommel, P. “The Continuity of Consciousness”, 2021. Bigelow Institute of Consciousness Studies,
Endloses Bewusstsein.
Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung
2001 erschien in der international wohl bedeutendsten medizinischen Zeitschrift "The Lancet" ein aufsehenerregender Artikel. Darin zweifelt der Kardiologe Pim van Lommel die herkömmliche Auffassung von Leben und Tod an. Seine These: Das Bewusstsein ist auch nach neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung nicht im Körper lokalisierbar und es hört nach dem Tod nicht auf zu existieren. Van Lommels "aufsehenerregende Studie" (3sat/Kulturzeit) beruht auf internationalen Langzeitunters-uchungen und Berichten tausender Patienten, die Nahtoderfahrungen erlebten. Sie ist damit wissenschaftlich vielfach abgestützt und liegt nun als Sachbuch in der bereits 6., aktualisierten Auflage vor!
Das Herz steht still, die Atmung ist ausgefallen. Die Diagnose lautet: klinisch tot. Kann man in einem solchen Zustand noch etwas wahrnehmen? Ja – sagt der Kardiologe Pim van Lommel. Denn Millionen von Menschen, die aufgrund einer ernsten Erkrankung, einer Herzstillstand oder eines Unfalls an der Schwelle zum Tod standen, berichten nach ihrer Genesung oft von außergewöhnlichen Bewusstseinserfahrungen: Sie nahmen eine wunderschöne Landschaft und ein heilsames Licht wahr und empfanden unbeschreibbare Glücksgefühle. Sie sahen sich selbst von oben und konnten nachher über Details der Umgebung Auskunft geben – und das trotz ihrer Bewusstlosigkeit. Das paradoxe Ereignis von erhöhtem Bewusstsein in einer nicht erklärbaren Dimension mit Wahrnehmungen über Zeit und Raum, von Gefühlen, Gedanken, Selbsterkenntnis, und Erinnerungen an die frühe Kindheit wird heute ein Nahtoderfahrung (NTE) genannt.
Eine Nahtoderfahrung oder eine Erfahrung der Bewusstseinserweiterung während einer lebensbedrohlichen gesundheitlichen Krise führt immer noch zu vielen ungläubigen und kritischen Fragen. Denn innerhalb unserer westlichen Kultur steht diese Erfahrung in konträrem Widerspruch zu den allgemein anerkannten Vorstellungen. Wenn man eine Nahtoderfahrung noch nicht selbst erlebt hat, ist es schwer bis unmöglich, die lebensverändernden Nachwirkungen dieser überwältigenden Erfahrung zu verstehen. Denn wie könnte man erklären, dass Menschen klare Erinnerungen an einen Zeitraum haben, in dem sie offensichtlich nicht bei Bewusstsein waren? Oder wie ist es möglich, dass es nach einem Herzstillstand oder einer anderen gesundheitlichen Krise von nur wenigen Minuten Dauer zu permanenten Lebensveränderungen kommt? Eine Nahtoderfahrung scheint eine unvergessliche Konfrontation mit unbegrenzten Dimensionen in unserem Bewusstsein zu sein. Die zuvor bestehende Weltanschauung verändert sich radikal. Zitat: „Es war ein Gefühl, als wäre ich eine andere Person geworden – doch mit derselben Identität.“ In unserer westlichen Welt kann man eine Nahtoderfahrung daher nicht nur als gesundheitliche Krise, sondern auch als psychische oder spirituelle Krise definieren.
Auf der Basis unserer aktuellen medizinischen Konzepte ist es nicht möglich, Bewusstsein bei Herzstillstand nach Beendigung von Blutkreiskauf und Atmung zu erfahren. Wie ist das trotzdem möglich? Bei 4 Studien mit insgesamt 562 Überlebenden von Herzstillstand berichteten zwischen 11% und 18% der Patienten von NTE. In diesen konnten keine physiologischen, psychologischen, pharmazeutischen oder demographischen Faktoren über Ursache und Inhalt dieser Erfahrungen nachgewiesen werden. Seit der Publikation dieser 4 Studien mit auffallend vergleichbaren Ergebnissen und Rückschlüssen kann das Phänomen von NTE nicht länger von der Wissenschaft ignoriert werden. Auf Grund dieser Forschungen ist die derzeitige Lehrmeinung über das Verhältnis zwischen Gehirn und Bewusstsein, die von den meisten Ärzten, Philosophen und Psychologen vertreten wird, zu begrenzt für ein zuverlässiges Verstehen dieses Phänomens. Pim van Lommel fand heraus, dass das Bewusstsein nicht an einen funktionierenden Körper gebunden sein muss. Es gibt gute Gründe dafür anzunehmen, dass unser Bewusstsein nicht immer mit dem Funktionieren unseres Gehirns übereinstimmt: erhöhtes Bewusstsein kann unabhängig vom Körper erfahren werden. Ein Ergebnis, das großes Aufsehen erregte und auch in der bedeutendsten medizinischen Zeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde. Van Lommels These lautet: Das Gehirn fungiert nur als Empfänger eines endloses Bewusstseins, das nach dem Tod nicht aufhört zu existieren. Denn selbst wenn das Gehirn nachweislich nicht mehr funktioniert, können Menschen ein klares Bewusstsein erfahren. Seine Erkenntnisse sind spektakulär und zwingen uns über Leben und Tod, und über die bisher üblichen Erklärungsmodelle über die Beziehung zwischen Gehirn und Bewusstsein neu nachzudenken.