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Wie ist unsere Gruppe entstanden
Begonnen hat alles mit der von Franziska lancierten Hilfeaktion zugunsten der vom Wirbelsturm Mitch (1998) betroffenen Bevölkerung in Nicaragua (vgl. Rechenschaftsbericht AMC). Die Aktion stiess in der Schweiz auf grosses Interesse und es hat sich nach und nach die Idee entwickelt, die kurzfristige Hilfe in eine längerfristige umzuwandeln. So ist unsere Solidaritäts- und Unterstützungsgruppe spontan entstanden. Viele Ideen waren vorhanden und warteten darauf, umgesetzt zu werden.
Erste Erfahrungen mit APRODESE
In einer ersten Phase haben wir den Verein APRODESE unterstützt, welcher in der Stadt Sébaco, Distrikt von Matagalpa, eine Kinderkrippe mit Mittagstisch für Kinder im Vorschulalter aus den armen Quartieren führt.
Die Zusammenarbeit mit der Organisation APRODESE erwies sich jedoch als relativ schwierig. Wegen der Wechsel im lokalen Komitee und der Schwierigkeiten, mit der neuen Führung ein gutes Vertrauensverhältnis aufzubauen, haben wir damals entschieden, die Zusammenarbeit mit APRODESE zu beenden. Wir haben daraufhin neue Projekte gesucht, welche auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Es war kein einfaches Unterfangen, eine Partnerorganisation zu finden und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Die Suche nach geeigneten Projekten dauerte ziemlich lange, aber schliesslich haben wir eine Organisation gefunden, welche unseren Vorstellungen entspricht.
Die Suche nach neuen Partnern
Dank eines weiteren Aufenthaltes von Franziska in Nicaragua, in der zweiten Hälfte des Jahres 2000, war es möglich, neue Kontakte mit lokalen, in verschiedenen Bereichen tätigen Organisationen zu knüpfen. Zwei der vielen Projekte erschienen uns besonders interessant und unterstützungswürdig:
- Eröffnung und Führung einer Bibliothek in San Dionisio, Matagalpa.
- Unterstützung armer Frauen bei der Registrierung ihres Besitzes (Land und Häuser oder Höfe) in der Region Matagalpa (s. ODESAR).
Um unsere definitive Wahl zu treffen und die Ernsthaftigkeit der Organisation abzuschätzen, haben wir die lokalen Verantwortlichen gebeten, uns detaillierte schriftliche Informationen über die Projekte zuzuschicken.
Obwohl die zugesandten Unterlagen in beiden Fällen zufriedenstellend waren, haben wir uns für die Organisation ODESAR entschieden. Dies vor allem auch, weil das Projekt der Bibliothek vermutlich nur schwerlich einmal selbst tragend geworden wäre.
Die Gründung von amisol
Unsere Solidaritäts- und Unterstützungsgruppe wurde im September 2001 in einen non-profit Verein namens Amisol verwandelt. Mit der Gründung des Vereins haben wir unsere Tätigkeit institutionalisiert, was eine höhere Transparenz, eine grössere Glaubwürdigkeit und ein stärkeres Vertrauen in unsere Arbeit ermöglichen soll. Die Gründung von Amisol hat uns auch erlaubt, unsere Ziele klar zu definieren und die Grundsätze unserer Tätigkeit festzulegen (vgl. Statuten).
Ziel von Amisol ist die Unterstützung lokaler Organisationen in Entwicklungsländern in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, ländliche Infrastruktur, Kleingewerbe, Gesundheit, Bildung und Kultur.
Bei der Gründung von Amisol haben wir ausserdem Richtlinien für die Verwaltung der Spenden, für die Wahl und Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen erarbeitet und die Pflichten und Aufgaben unseres Vorstandes definiert.