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Bewusstsein ist ein Trick der Evolution. Intelligenz ist ein Trick der Evolution. Achtsamkeit ist ein Trick, die Evolution zu überleben.
Denken ist ein wunderbares Geschenk und eigentlich eine ganz einfache Sache, zugleich aber auch ganz schön kompliziert. Den definierenden Aspekt, wie denken im Zusammenhang mit Bewusstsein und Intelligenz funktioniert, möchte ich hier gleich mal auf Wikipedia outsourcen. Folgende Aspekte des Denkens möchte ich hier beleuchten:
Was ist per Definition Wissen, was ist Spekulation?
Die Kunst der Herleitung
Wie kann ich Qualität von Spekulation und Halbwissen abseits von Glauben bewerten?
Wissen und Spekulation
Denken ist wie googlen. Nur krasser.
Für meine Darstellung möchte ich drei grundsätzliche Wissensbereiche definieren, um Wissen anhand der Komplexität seines Ursprungs etwas zu gliedern:
Einen Wissensbereich A für Wissen, dass für jeden selbst einfach überprüfbar ist, als Beispiel die Tatsache, dass wenn ich zwei mal einen Finger aufhalte, ich zwei Finger abzählen kann.
Einen Wissensbereich B, der aus A folgert, dass c2=a2+b2 (Pytagoras, wozu 10 Finger nicht mehr reichen, aber eine simple Abstraktion).
Und einen Wissensbereich C, der aus A und B folgert, dass e=mc2 sein muss (was ich nur noch mathematisch, aber nicht mehr ohne riesiges Fachwissen und Budget experimentell überprüfen kann, wenn überhaupt).
«Nichts ist mächtiger wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.» Victor Hugo
Fällt eine Innovation auf den fruchtbaren Boden der Akzeptanz und bewährt sich auf revolutionär neuartige Weise, beginnt die hervorbringende Kultur zu wachsen. Die Erfahrungen der ersten folgenden Generationen zeigen, dass Abweichungen die Gemeinschaft schwächen – so entwickelt die Elite Dogmen, die gut funktionieren und der Gemeinschaft dienen.
Die Weltsicht der Mehrheit entwickelt sich über Generationen nach diesen Glaubenssätzen, bis diese soweit überholt sind, dass neue Ideen aufkeimen. Es kündigt sich eine kleine Revolution an, die nach einiger Zeit, wenn die Idee Normen der Elite verletzt, mit offener Gewalt unterdrückt werden muss. Ein Tipping Point. Bleibt das System steif, wird der Konflikt im Rahmen der verfügbaren Ressourcen weitergehen; die gute Idee wird kaum verschwinden.
Prinzipien des Wandels
Die Geschichte zeigt, dass so viele untergehende Hochkulturen den letzten Zeitpunkt zur Adaption neuer Ideen verpassten. Ab einem gewissen Punkt scheint es nicht mehr möglich zu sein, die neue Idee zu integrieren – das Alte muss erst weg. Im üblich ideal-idiotischen Fall werden Imobilien und Wertigkeiten der alten Machthaber eingerissen und vernichtet, obwohl es nur um emotionale Symbolik geht. Die eine oder andere antike Bibliothek könnte uns heute gute Dienste leisten, wenn sie nicht angezündet worden wäre.
Hier kann man die zwei grundsätzlichen Prinzipien des Wandels erkennen, die sich auch in der Natur finden lassen: Die verschwenderische Vorgehensweise, dass erst alles schön platt gemacht wird, um Neues auf altem Boden erwachsen zu lassen. Versus einem sanften Obergang in neue Muster, den man allerdings schlauerweise aktiv gestaltet und bescheiden mit der Eigendynamik der Prozesse arbeitet – nicht gegen. Die Natur klügelt Jahrtausende an Symbiosen.