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Damit ist der Weg frei für den nötigen Verfassungszusatz, um die neue Steuer einzuführen. Kommt die GST so umfassend wie zurzeit geplant, wäre das die wohl wichtigste Steuerreform in der jüngeren Geschichte Indiens. Nach mehr als zehn Jahren politischem Tauziehen zwischen den grossen Parteien des Landes und der 29 Bundesstaaten würde sie das indische Steuersystem auf fast allen Ebenen vereinfachen.
Bisher ist der Subkontinent überzogen aus einem undurchschaubaren Dickicht aus Zoll-, Steuer- und Transportabgaben, die jeder der 29 Bundesstaaten selbstständig festgelegt hat. Hinzu kommen Steuern und Abgaben, die auf Bundesebene anfallen. Das macht den Handel innerhalb des Landes oft komplizierter, als er innerhalb internationaler Freihandelsabkommen ist.
Noch steht nicht fest, wie hoch die Steuer am Ende ausfallen wird. Die Unterschrift des Präsidenten vom Donnerstagabend hat erst den Weg frei gemacht für ein GST-Komitee, das die Höhe und genaue Funktionsweise ausarbeiten soll.
Die meisten Experten gehen davon aus, dass sie am Ende zwischen 16 und 20 Prozent betragen und dem indischen Bruttosozialprodukt ein Plus von einem bis zwei Prozentpunkten pro Jahr verschaffen wird.
Die indische Regierung hat angekündigt, die GST könne bereits zu Beginn des kommenden Haushaltsjahres am 1. April 2017 eingeführt werden.
(AWP)