Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03359.jsonl.gz/2500

Hauptaltar
Das Glanzstück der Kirche ist der Hauptaltar. Es handelt sich um einen Flügelaltar, welcher an Festtagen geöffnet wird und so reicher und feierlicher wirkt. In den Reliefs beidseits des Tabernakels und der Gemälde werden in Szenen aus dem neuen Testament die sieben Sakramente dargestellt:
1. Die Taufe Jesu (Taufe)
2. Pfingsten (Pfingsten)
3. Aussendung der 12 Apostel (Busse)
4. Heilung des Gelähmten (Krankensalbung)
5. Hochzeit zu Kanaan (Ehe)
6. Wunderbare Brotvermehrung ( Priesterweihe)
7. Der Tabernakel ( Eucharistie)
Auf der Frontseite des Altarsockels weisen die Reliefs "Opfer des Priesters Melchisedech", "Agnus Die (Lamm Gottes)" und "Opfer des Propheten Abraham" auf die Opferhandlungen hin, welche hier vollzogen werden. Seitlich des Altars stehen die Statuen der beiden Erzengel Michael und Raphael.
Rosenkranzaltar
Der linke Nebenaltar ist der Rosenkranzaltar (Muttergottesaltar). Er ist in der Mitte mit der Satue der Gottesmutter als Weltenherrscherin ausgestattet. Das Jesuskind auf dem rechten Arm trägt als Symbol der Macht die Weltkugel. Im Relief links überreicht die Gottesmutter dem heiligen Dominikus ein Gewand (Skapulier) und im rechten einen Rosenkranz.
Josefaltar
Der rechte Nebenaltar ist dem heiligen Josef geweiht. Im Relief links der Josefsstatue wird der Tod des Nährvaters Jesu und rechts seine Verlobung mit Maria dargestellt.
Beide Nebenaltäre sind mit einem verschliessbaren Tabernakel ausgestattet.
Zur Erinnerung an die 100-Jahrfeier wurden am 13. November 2005 ein neuer Altar und Ambo eingeweiht. Beide bestehen aus Elementen der einstigen Kommunionbank.
Sie sind das Werk von Kilian Titus Käshammer, Schreinermeister Ottenhöfen, Schwarzwald.
Am Kanzelkorb sind die Reliefbüsten des lehrenden Christus und der vier Evangelisten dargestellt. Die Taube am Baldachin versinnbildlicht den heiligen Geist.
Heute wird die Kanzel nicht mehr benutzt; die Predigt wird vom Ambo aus gehalten.
Die vierzehn bunt bemalten Stationen des Leidenweges Jesu und das Bild "Taufe Jesu" sind in einem gotischen Gehäuse gefasst und ein geschnitzter Giebel bildet den Abschluss.
Der Kreuzweg zeigt uns die Leidensgeschichte Jesu, angefangen bei der Verurteilung durch Pilatus bis zur Grablegung. 14 Stationen werden betrachtet, indem jede einzelne eine wesentliche Bedeutung hat.
Im Chor: Die Entwürfe dieser Malereien entstammen der Werkstatt des Jean Castella und wurden von der Werkstatt Kirsch verwirklicht.
Die Chorfenster zeigen die Ganzfiguren des:
1. Franz von Sales mit dem Bienenkorb als Symbol des Fleisses und der Ewigkeit
2. Erzengel Michael unter der Dreifaltigkeit, Patron der Kirche
3. Niklaus von Myra mit den drei Mädchen, die er errettete, Patron der Diözese
Zahlreiche Bilder zieren auch die Seitenfenster. Einige davon dienten dem Layout dieser Webseite, so zum Beispiel:
- Kelch, Hostie und Weintraube als Symbol für das heilige Messopfer
- Das Schiff als Symbol des "Sturm auf dem See Genesareth"
- Das Agnus Die als Symbol für das Lamm Gottes
- Die sieben Brunnen als Symbol für die sieben Sakramente
Kommen Sie einfach mal vorbei und schauen Sie sich diese Kunstwerke an!
Am Chorbogen unter hohen Baldachinen stehen die Statuen der Apostelfürsten Petrus (links) und Paulus (rechts). Am Scheitel hängt ein grosses Missionskreuz aus dem Jahre 1919. Von der Ausstattung der ehemaligen Kirche wurden übernommen:
- hl. Michael aus dem Ende des 15. Jahrhundert
- Christophorus aus der Werkstatt des Hans Gieng um 1530 - 1540
- Jakobus der Ältere und Johannes der Täufer
Die letzteren zwei stammen vermutlich aus dem Hochaltar der ehemaligen Kirche von 1654.
Aus der Zeit des Kirchenbaus sind die Herz Jesu- und die Statue des hl. Antonius von Padua. Letztere finden wir in der Antoniuskapelle, welche im Jahre 2009 mit einer vorzüglichen Muttergottesstatue bereichert wurde.
Für die "Kathedrale des Sensebezirkes" baute die Firma Friedrich Goll aus Luzern 1907 eine neue pneumatische Orgel mit 22 Registern (vor allem 16‘- und 8‘-Register verteilt auf 2 Manuale und Pedal) von weichem, romantischem Klangcharakter.
Als neueste damalige Errungenschaft wurde der elektrische Orgelantrieb gepriesen. Das Gehäuse ist stilistisch und optisch dem Kirchenraum angepasst.
1957 wurden anlässlich einer Revision durch den Orgelbauer H. Pürro aus Willisau einige 8‘-Register in 2‘- und 4‘-Register abgeändert. Da der Klang immer noch "als zu dumpf" empfunden wurde, kamen 1973 neue Register hinzu und bestehende wurden nach damaliger Mode umgebaut. Aus dieser "Barockisierung" resultierte eine grosse Uneinheitlichkeit der Orgel.
Das ansehnliche Alter der Orgel und die immer wiederkehrenden kritischen Heizperioden mit Warmluftumwälzung und mangelnder Luftfeuchtigkeit hinterliessen unangenehme Spuren: Heuler, Pfeifer, Aussetzer.
Nach erfolgter Sanierung der Heizanlage wurde 2005 unter fachkundiger Beratung des Orgelexperten und Orgelvirtuosen Edwin Peter die umfassende Revision, d.h., Sanierung technischer Mängel und klangliche Verbesserung geplant.
2006/07 erfolgten in sorgfältiger und gekonnter Arbeit des Orgelbauers Erwin Erni aus Stans Gesamtreinigung, Totalrevision, Einbau eines neuen Motors ins Orgelgehäuse, Regulation aller Relaisventile und Transmissionen, Harmonisation verschiedener Register und intensive Neuintonation.
Das 100jährige Instrument erlebte damit eine echte "Verjüngungskur", wobei seine Grundstruktur erhalten blieb.
Drei Glocken wurden bereits 1905 anlässlich des Kirchenbaues installiert. Die beiden anderen wurden 1911 hochgezogen.
Sie wurden von C. Arnoux gegossen und dienten nebst dem Gottesdienst mit ihrem zweiten Namen auch zur Uebermittlung von Nachrichten.
1. Glocke : Muttergottesglocke (Wetterglocke)
2. Glocke : Niklausglocke (Feuerglocke)
3. Glocke : Michaelsglocke (Gottesdienste)
4. Glocke : Josephsglocke (Angelusglocke)
5. Glocke : Mauritiusglocke (Armenseelenglocke, Totenglöcklein)