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Eine neue Studie zeigt, dass Yoga auch bei der Behandlung chronischer Schlaflosigkeit unterstützend wirkt.
Wer eine oder ein paar Nächte schlecht oder gar nicht geschlafen hat, fühlt sich energielos und gerädert. Sich vorzustellen, dass es Menschen gibt, die unter einer chronischen Schlaflosigkeit leiden, ist fast nicht vorstellbar.
Die Abteilung für Schlafmedizin, der Harvard Medical School in Boston, USA erstellte nun eine Vorstudie, bei denen Schlaf-Wach-Tagebücher verwendet wurden.
Zu erregt um zu schlafen?
Es gibt mittlerweile gute Belege dafür, dass es bei einer chronischen Schlaflosigkeit zu einer kognitiven und physiologischen Erregung kommt. Entsprechend haben auch klinische Studien zur Behandlung von Schlaflosigkeit darauf abgezielt, die Erregung zu verringern. Entspannungstechniken und Meditationen haben dabei positive Ergebnisse gezeigt.
Yoga als Multitalent mit seinen Elementen wie Atemtechniken, Körperhaltungen und Meditationen ist dafür bekannt, diese Erregungen zu reduzieren. Dennoch wurde die indische Philosophie für die Behandlung von Schlaflosigkeit nicht gut bewertet.
Die US-Wissenschaftler aus Massachusetts wählten dennoch für die vorläufige Studie eine einfache, täglich angewendete Yoga–Praxis aus. Bei den Teilnehmern der Vorstudie handelte es sich um Patienten, die unter einer chronischen Schlaflosigkeit litten, die aus Schlafbeginn- und / oder Schlaflosigkeit und primärer oder sekundärer Insomnie bestand.
Persönliche Yoga-Sequenzen
Die Teilnehmer führten Schlaf-Wach-Tagebücher während einer 14tägigen Vorbehandlung und einer anschliessenden achtwöchigen Intervention, in der sie die Yoga-Anwendung nach einzelnen persönlichen Übungssequenzen mit anschliessenden kurzen persönlichen und telefonischen Nachuntersuchungen selbstständig praktizierten.
Die Schlafeffizienz (SE), die Gesamtschlafzeit (TST), die Gesamtwachzeit (TWT), die Schlafbeginn-Latenz (SOL), die Wachzeiten nach dem Schlafbeginn (WASO), die Anzahl der Aufwachvorgänge und die Schlafqualitätsmasse wurden aus dem Schlaf-Wach-Verhältnis abgeleitet. Tagebucheinträge wurden in 2-Wochen-Intervallen übermittelt.
Was ist das Ergebnis der Vorstudie?
Bei 20 Teilnehmern, die das Protokoll vervollständigten, wurden statistisch signifikante Verbesserungen durch die Yoga-Haltungen bei der Schlafeffizienz, der Gesamtschlafzeit, der Gesamtwachzeit, der Schlafbeginn-Latenz und den Wachzeiten festgestellt. Die Werte verbesserten sich nach der Behandlung im Vergleich zu den Werten vor der Behandlung. Aus der Vorstudie geht jedoch nicht hervor, welche Yoga-Elemente angewendet wurden.