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Shiffrin gewinnt im Schneeregen von Courchevel
Mikaela Shiffrin triumphiert in Courchevel erstmals in diesem Winter in einem Riesenslalom. Die Ausnahmekönnerin steht nun bei 49 Weltcupsiegen.
Nach je zwei Siegen im Super-G und im Slalom sowie einem Erfolg im Parallel-Slalom gewann die Amerikanerin zum bereits sechsten Mal in dieser Saison. Shiffrin verwies bei garstigen Bedingungen mit Schnee und Regen die Deutsche Viktoria Rebensburg und die Französin Tessa Worley auf die weiteren Podestplätze.
Schon im letzten Winter hatte Shiffrin den Riesenslalom von Courchevel für sich entschieden. Sie hatte zuletzt auf die Speedrennen in Val Gardena verzichtet, um die Batterien wieder aufzuladen und sich in Norwegen gezielt für die kommenden Aufgaben zu rüsten.
Nach dem ersten Lauf, in dem sich die ersten sechs Fahrerinnen innerhalb von nur 0,27 Sekunden befanden, hatte die Amerikanerin noch 8 Hundertstel hinter Rebensburg gelegen. Am Ende sprachen 14 Hundertstel gegen die Deutsche, die im letzten Winter den Disziplinen-Weltcup im Riesenslalom gewonnen hatte und es nun erstmals in diesem Winter aufs Podium schaffte.
Die drittplatzierte Worley, die Gewinnerin des Saisonauftakts in Sölden, verlor als Dritte 33 Hundertstel auf Shiffrin. Auch die Französin hatte zuletzt pausiert und die Rennen in St. Moritz und Val Gardena ausgelassen. Sie fehlte nach ihrem Sturz in Lake Louise wegen einer Meniskusverletzung.
Geschlagene Schweizerinnen
Die Schweizerinnen passten sich leistungsmässig dem schlechten Wetter an und brachten erstmals seit knapp drei Jahren keine in die Top 15. Wendy Holdener, die in den ersten beiden Riesenslaloms des Winters die Ränge 6 und 7 belegt hatte, war auch diesmal die beste ihrer Equipe, doch im Schneeregen von Courchevel resultierte lediglich Platz 16. Die Innerschweizerin war schon im ersten Durchgang zu oft von der schnellen Linie abgekommen. 18. war sie bei Halbzeit, und im zweiten Lauf blieb eine markante Steigerung aus.
Noch schlechter erging es Lara Gut-Behrami, die nicht über Rang 24 hinauskam und und sich unmittelbar hinter der Schwyzerin Jasmina Suter einreihte. Die mit Nummer 48 gestartete Suter war die einzige Schweizerin, die den Tag als Erfolg werten durfte. Als 23. kam sie nahe an ihre persönliche Bestmarke im Riesenslalom. Vor gut drei Jahren in Sölden hatte sie Platz 20 erreicht. Punkte gab es zudem für Simone Wild, die nach Problemen mit der Patellasehne verspätet in die Saison eingestiegen ist und erst ihren zweiten Riesenslalom in dieser Saison bestritt. Michelle Gisin hatte bekanntlich auf einen Start verzichtet.