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«Wenn ich Theater spiele, bin ich glücklich»
Per Zufall 2007 in der Schweiz gelandet und dann hiergeblieben: Ein Asylbewerber aus dem Iran erzählt über sein Engagement im Theater, das ihn lebendig hält.
Gegen Ende des Gesprächs serviert Benjamin Jafari Vanilleglace. Er liebe Eis, sagt er, «aber im Iran schmeckt es irgendwie einfach besser – vielleicht weil es dort mehr Sonne gibt?»
Jafaris Zimmer ist eng. Er lebt in einer Notunterkunft in Glattbrugg, das Zimmer teilt er mit zwei anderen Männern. Drei Betten, ein Tisch, zwei Stühle und zwei Kühlschränke füllen den kleinen Raum bereits aus. Die Rollläden sind geschlossen, an der nackten Glühbirne baumelt eine rote Dufttanne «Wunderbaum Lavendel». Über Jafaris Bett hängt ein Traumfänger, den ihm eine Freundin geschenkt hat, daneben grosse Kopfhörer, ein Kalenderbild mit einem Igel, ein persisch geschriebener Spruch, die Kopie einer Ernährungspyramide, ein kleines Transparent «Flucht ist kein Verbrechen». Und eine weisse Maske, deren Mund mit schwarzem Klebeband zugeklebt ist. Die trug er am 13. März, als er mit dem Sans-Papiers-Kollektiv das SP-Präsidium in Bern besetzte.
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