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Saatkrähenkolonie an der Papiermühlestrasse
Am 22., 23. und 24. Februar sowie am 1., 2. und 3. März unternimmt die städtische Flurpolizei an der Papiermühlestrasse in Bern einen weiteren Versuch zur Vertreibung der hier in grosser Zahl nistenden Saatkrähen. Nach den wenig erfolgreichen Nestverbauungen mit Plexiglasobjekten in den Jahren 2002 bis 2004 werden nun erstmals optische einwirkende Massnahmen erprobt. Zum Einsatz kommt ein Lasergerät, das – ähnlich einem Laserpointer – ein rotes Punktlicht abgibt, auf welches die Saatkrähen empfindlich reagieren sollen. Dabei kommen die Tiere nicht zu Schaden; sie werden aber – wie Versuche in Frankreich gezeigt haben – so gestört, dass sie die gelaserten Orte künftig meiden. Neben dem Lasergerät wird auch ein Scheinwerfer eingesetzt, der in einem schmalen Lichtkegel pulsierendes Weisslicht abgibt.
Die Versuche werden jeweils bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Saatkrähen am aktivsten im Nestbau tätig und können dementsprechend wirksam gestört werden.
Die Aktion an der Papiermühlestrasse soll zeigen, ob die Saatkrähen ihre Nestbautätigkeit auf der Höhe der Garage Lanz an einen anderen Ort verlegen. Der Versuch wird mit der Vogelwarte Sempach koordiniert und von einem Experten begleitet, beobachtet und ausgewertet.
Zwischen dem Vergrämungsversuch der Flurpolizei und der Dezimier-Aktion der kantonalen Jagdverwaltung gegen die Rabenkrähe besteht kein Zusammenhang. Bei der Saatkrähe handelt es sich um einen geschützten Vogel, der nicht dezimiert werden darf.