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Kann ich Nicht-Verwandte als Erben einsetzen?
Nicht-Verwandte können selbstverständlich als Erben eingesetzt werden. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass die Pflichtteile der pflichtteilsgeschützten Erben nicht verletzt werden dürfen.
Kann ich Bedingungen an das Erbe knüpfen?
Bedingungen, also die Verknüpfung einer Zuwendung an ein zukünftiges, ungewisses Ereignis, sind zulässig. Diese dürfen allerdings nicht unsittlich oder rechtswidrig sein. Unsittliche Bedingungen wären zum Beispiel, dass der Erbe zu einer bestimmten Religion übertreten oder sich zu einer Eheschließung verpflichten müsste. Falls der Bedachte für das Erbe den Baum des Nachbarn fällen oder dessen Schuppen anzünden müsste, wäre das rechtswidrig.
Wie kann ich jemanden enterben?
Eine Enterbung ist nur in Form einer Verfügung von Todes wegen, etwa Testament oder öffentliche letztwillige Verfügung, möglich. Die Voraussetzungen für eine Enterbung, welche letztlich einem Pflichtteilsentzug gleichkommt, sind allerdings eingeschränkt. Es ist zwischen einer Strafenterbung und einer sogenannten Präventiventerbung zu unterscheiden.
Eine Strafenterbung ist möglich, wenn der Erbe gegen den Erblasser oder eine ihm nahe stehende Person eine Straftat, zum Beispiel ein Verbrechen oder Vergehen, begangen hat oder aber wenn der Erbe gegenüber dem Erblasser oder einem von dessen Angehörigen die ihm obliegenden familienrechtlichen Pflichten schwer verletzt hat.
Eine Präventiventerbung ist möglich, wenn gegen den Nachkommen des Erblassers Verlustscheine bestehen, die mehr als ein Viertel des Erbteils ausmachen. Dann kann der Erblasser dem Erben die Hälfte des Pflichtteils entziehen, aber dafür muss er den entzogenen Pflichtteil den Nachkommen des Enterbten zuwenden, ansonsten ist die Enterbung ungültig.