Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03315.jsonl.gz/1552

»Ich bin geboren und werde sterben. Soweit die Fakten. Alles dazwischen ist Verhandlungssache«
Und hier die ausführlichere Version: Früher war ich Hausbesetzerin, Punk, Frisurenmodel und Deutschtrainerin für Manager. Heute bin ich Autorin und Filmregisseurin. Ich schreibe Drehbücher, Romane sowie Kolumnen und inszeniere Filme. Ursprünglich wollte ich Sozialdramen schaffen, wurde aber versehentlich Komödiantin, wobei meine Liebe sowohl der Trash-, als auch der Hochkultur gilt. Aufgewachsen bin ich im fricktaler Rheinstädtchen Laufenburg, an der Grenze zu Deutschland. Und obwohl ich längst Stadtzürcherin bin, fühle mich immer auch als Fricktalerin. Nach der Matura in Basel habe ich in Zürich Germanistik und Filmwissenschaft studiert, bevor ich den vielleicht wichtigsten Schritt meines Lebens wagte: Ich bewarb mich an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg (D) und wurde aufgenommen. Dort lernte ich alle Bereiche des Filmens von Grund auf kennen, insbesondere aber Drehbuch und Regie. Seit Abschluss der Filmhochschule schreibe und inszeniere ich Spielfilme. Ich habe Blockbuster wie den deutschen Kinderfilmklassiker «Die wilden Hühner» und die schweizer Militärkomödie «Achtung, fertig, WK!» geschrieben, sowie Arthouse-Werke wie «Fliegende Fische» mit Meret Becker und Elisa Schlott in den Hauptrollen realisiert. Für meine Arbeiten bekam ich mehrere Preise und Auszeichnungen, darunter den Regiepreis des Max- Ophüls-Festivals in Saarbrücken, den Regiepreis am Silver-Horse-Filmfestival in Gent/Belgien und zweimal den Drehbuchpreis der Schweizerischen Autorengesellschaft SSA. Im Jahr 2004 begann ich, Kolumnen zu schreiben. Meine erste war «Gender Studies» für die Weltwoche, es folgten «Güzins Welt» in der Zeitschrift Tele und die satirische Ratgeberkolumne «Hüsnü hilft» mit dem fiktiven Kummerkastenonkel Hüsnü, einem schnurrbärtigen Typen, der weder von Deutsch noch von Psycholgie eine Ahnung hat. Bis Herbst 2018 schrieb ich meine regelmässige Kolumne «Bonbons und Granaten», die parallel im Tages-Anzeiger und im Bund erschien. Aus den Kolumnen wuchsen Bücher: «Ich dich auch – Ein Episodenroman für Paarungsgestörte» (Verlag Kein&Aber) wurde zum Beststeller. Bereits zweimal durfte ich die offizielle Ansprache zum Schweizer Nationalfeiertag halten: 2007 in Laufenburg und 2017 in Baden. In den letzten Jahren erfüllte sich ein grosser Herzenswunsch: meine eigene Fernsehserie! Ich habe die achtteilige Serie «Seitentriebe» fürs Schweizer Fernsehen geschrieben und inszeniert, sie wurde im Frühjahr 2018 ausgestrahlt. Darin geht es um das Sexleben von Langzeitpaaren. Ebenfalls im letzten Jahr schrieb ich erstmals Texte für ein Theaterstück. «Sweat Shop – Deadly Fashion» wurde im Mai 2018 unter der Regie von Sebastian Nübling am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt und Anfang dieses Jahres wiederaufgenommen. Aktuell habe ich die zweite Staffel von «Seitentriebe» fertiggestellt, die im Herbst 2019 ausgestrahlt wird. Daneben unterrichte ich an der Zürcher Hochschule der Künste im Bereich Film und gebe Weiterbildungskurse für alle, die sich fürs Erzählen in Wort und Bild interessieren.