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Geschichte der Pfadi
Sir Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell, den alle Bi-Pi nennen, ist der Vater der Pfadfinderbewegung. Er wurde am 22. Februar 1857 in London als 12tes von 14 Kindern geboren. Er verlor schon bald seinen Vater und musste lernen sich durchzuschlagen. Er liebte es zu zeichnen, zu musizieren und Theater zu spielen, doch am liebsten hielt er sich in der Natur auf.
Nach dem Schulabschluss trat er eine militärische Laufbahn an und hielt sich dadurch oft im Ausland auf. Ausserdem erhielt er die Aufgabe Scouts (Späher) auszubilden. Dabei gab er nicht viel auf soldatische Formen, sondern mehr auf Eigenverantwortung seiner Schützlinge und darauf, alles auch selbst mitzumachen was die Jungen zu lernen hatten.
Berühmt wurde Bi-Pi im Burenkrieg in Mafeking (Südafrika). Er verstand es, das Volk bei guter Laune zu halten und trotz einer zahlenmässigen Unterlegenheit den Feind hinzuhalten. Um den Truppen nicht noch Männer wegzunehmen, bildete er eine Knabenhilfsgruppe, welche bewies, dass auch Jugendliche in der Lage sind unglaubliche Leistungen zu vollbringen.
Gründung der Pfadfinderbewegung:
Nach dem Krieg beschrieb Bi-Pi seine Erfahrungen in dem Buch „Scouting for Boys“ aufgrund dessen sich in England Pfadigruppen bildeten. Bi-Pi übernahm dann deren Gesamtleitung.
1907 führte er auf der südenglischen Insel Brownsea mit 27 Knaben das erste Pfadilager durch.
Geschichte der Pfadibewegung in der Schweiz
In der Schweiz wurden bereits 1910 die ersten Pfadigruppen für Buben gegründet, die ersten Mädchen fanden sich nur wenig später als Pfadfinderinnen zusammen. Am 5. Oktober 1913 fanden sich diverse kantonale Pfadfinderverbände in Bern zusammen und gründeten den Schweizerischen Pfadfinderbund (SPB). Bei den Mädchen folgte einige Jahre später (1919) die Gründung des Bundes der Schweizerischen Pfadfinderinnen (BSP). Die Zusammenarbeit zwischen schweizerischen Pfadfinderinnen und Pfadfindern führte 1987 zur Fusion der beiden Verbände: die Pfadibewegung Schweiz (PBS) wurde gegründet. Heute ist die Pfadi mit 42’000 Mitgliedern und rund 600 lokalen Gruppen die grösste Jugendbewegung der Schweiz und steht für Abenteuer, Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse in der Natur. Sie engagiert sich in internationalen Partnerschaften, übernimmt Verantwortung und bietet Jugendlichen eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung.