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Genau. Der Standardisierungsansatz des Pantone Matching Systems beruht auf einheitlichen Farbrezepturen mit von Pantone spezifizierten Grundfarben (ganz analog, also die Sosse im Farbkübel). Das hat natürlich zur Folge, dass eine Farbe Pantone xx auf unterschiedlichen Bedruckstoffen auch unterschiedlich aussieht. Pantone 123 C und Pantone 123 U haben das gleiche Farbrezept, ergeben aber auf das jeweilige Papier gedruckt physikalisch eine andere Farbe. Wie wir wissen, gibt es nicht nur je ein einziges gestrichenes oder ungestrichenes Papier, sondern etliche Sorten mit entsprechend variablen Papierweissen. Das Ganze ist mit ICC-Farbmanagement und ISO-Druckstandards im Grundsatz nicht wirklich kompatibel. Pantone Live versucht, dieses Missstands mittels spektraler Farbdefinitionen Herr zu werden, jedoch kann ein proprietäres System offene Standards bestenfalls eingeschränkt ersetzen.
Wer einen zeitgemässeren Ansatz sucht, wie man Farben digital, eindeutig (ggf. spektral, um Metamerie auszuschliessen) und überprüfbar definiert, möge bitte einen Blick auf http://freiefarbe.de
werfen. Ausführlichere Angaben finden sich in der Einleitung des HLC Colour Atlas (XL) und in der DIN SPEC 16699, die als kostenlose Downloads erhältlich sind.