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Rheineck–Walzenhausen
|Kürzel||RhW|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1896-06-27|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1896 eröffnete und mit Wasserballast betriebene RhW gehörte einer Aktiengesellschaft. Ihre Errichtung besorgte die Firma Von Roll AG Bern. Das appenzellische Walzenhausen war ein Luftkur- und Bäderort mit mehreren Hotels.
In der Bilanz der RhW – nicht aber in den Baukosten – waren die Aufwendungen von rund 180'000 Franken für die 1909 erfolgte Fertigstellung der Verbindungsbahn (Tramway) von der Rheinecker Talstation zum Bahnhof SBB enthalten. In diesem Zusammenhang sind die Erhöhungen des Anlagekapitals ab 1906 zu sehen. Die Statistik wies die Verlust- und Gewinnrechnung sowie die Bilanz der Trambahn nicht gesondert aus. Sie sind beide in den Angaben zur Standseilbahn inbegriffen.
Die ganzjährig verkehrende RhW war finanziell recht erfolgreich. Sie konnte im beobachteten Zeitraum immer positive Betriebsergebnisse präsentieren und bis 1915 alljährlich eine Dividende ausrichten, die in den besten Zeiten ab 1905 bis zu 4 Prozent des Aktienkapitalwerts erreichte. Mit dem Beginn des Weltkriegs 1914 brach der Reiseverkehr der RhW zwar empfindlich ein, doch wirklich bedrohlich wurde die Finanzlage dadurch nicht. Passivsaldi musste die RhW nie vortragen, schwebende Schulden hatte sie praktisch keine. Die Reserven waren mit insgesamt 98'000 Franken im Jahr 1920 gut dotiert.
Die Baukosten der zweischienigen RhW-Seilbahn bewegten sich mit 443'300 Franken pro Bahnkilometer etwa im Durchschnittsbereich. Dominierender Kostenfaktor war der Unterbau, der 54 Prozent des Gesamtaufwands auf sich vereinigte. Neues Kapital wurde in die RhW-Seilbahn nach ihrem Betriebsstart 1896 kaum mehr investiert. Die Kosten des Rollmaterials blieben ebenfalls über den gesamten Zeitraum konstant. Zwar präsentierte die Statistik 1911 bis 1914 zum Rollmaterial vorübergehend andere Zahlen. Es handelte sich dabei aber um rein bilanztechnische Mutationen, indem für diese Periode gewisse Posten (Drahtseil, Seiltragrollen usw.) umgebucht wurden.
Die RhW-Seilbahn wurde 1958 zusammen mit dem Tramway in eine Zahnradbahn umgebaut.
Vergleiche auch den Kommentar zur Rheinecker Verbindungsbahn (RhW).
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: