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Schweizerische Kommissionen für die Kooperation mit der Union Académique Internationale
Die 1919 geschaffene Union Académique Internationale (UAI) fördert die internationale Kooperation mit konkreten Projekten und durch die Koordination wissenschaftlicher Tätigkeiten. Mit Editionen und Publikationen im Bereich des philologischen, archäologischen, historischen, politischen und sozialen Wissens trägt sie zum internationalen Fortschritt der Forschung bei.
Kuratorium «Codices electronici Confoederationis Helveticae»
Gründungsjahr: 2006
Das Kuratorium fördert die Digitalisierung der mittelalterlichen Handschriften in der Schweiz und gewährleistet die Koordination verschiedener Projekte. Dafür hat es ein gemeinsames Internet-Portal geschaffen: e-codices. Darin werden die digitalisierten Handschriften der einzelnen Bibliotheken zusammen mit ihren wissenschaftlichen Beschreibungen sukzessive der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Kuratorium «Katalogisierung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften der Schweiz»
Gründungsjahr: 1989
Grosse und kleine Bibliotheken der Schweiz verfügen über einen bedeutenden Bestand an mittelalterlichen Handschriften aus allen zeitgenössischen Wissensgebieten. Das Kuratorium unterstützt die Bibliotheken bei der Erfassung und Katalogisierung der Handschriften, plant und koordiniert die Arbeiten und sorgt für eine nach einheitlichen Grundsätzen gestaltete Edition der Kataloge.
Kuratorium «Schweizer Korpus des Digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts»
Gründungsjahr: 2000
Mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts (DWDS) baut die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) eine elektronische Datenbank zur deutschen Gegenwartssprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Die SAGW gründete das Kuratorium mit dem Auftrag, ein Korpus an Schweizer Texten für das DWDS zusammenzustellen und seine Erschliessung zu sichern.
Kommission für die Erforschung des 18. Jahrhunderts und der Aufklärung in der Schweiz
Gründungsjahr Gesellschaft: 1991 / Gründungsjahr Kommission: 1997
Die Kommission fördert in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts die Forschung über die Aufklärung in der Schweiz. Im Rahmen von Kolloquien und wissenschaftlichen Publikationen werden interdisziplinär die intellektuellen, kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Aspekte des 18. Jahrhunderts untersucht. Insbesondere in bisher vernachlässigten Bereichen formuliert die Kommission Anregungen zur Erforschung.
Kuratorium «Grundriss der Geschichte der Philosophie»
Projektbeginn: 1983 / Gründungsjahr Kuratorium: 1991
Der «Grundriss der Geschichte der Philosophie» des deutschen Philosophieprofessors Friedrich Ueberweg, zwischen 1863 und 1928 in ersten 12 Auflagen erschienen, ist die wohl traditionsreichste und umfassendste Darstellung der Geschichte der Philosophie von der Antike bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Werk zeichnete sich durch das Bestreben aus, philosophische Systeme, Schulen und Richtungen dem Leser möglichst objektiv und gründlich dokumentiert zu präsentieren. Das 1991 geschaffene Kuratorium knüpft an diese Tradition an und koordiniert die Herausgabe einer neubearbeiteten Ausgabe in 30 geplanten Bänden, die im Schwabe Verlag erscheinen.
Projektbeginn: 2001 / Gründungsjahr Kuratorium: 2007
Das Repertorium Academicum Germanicum (RAG) erfasst die an deutschen und auswärtigen Universitäten zwischen 1250 und 1550 graduierten Theologen, Juristen, Mediziner und Artisten-Magister in ihren biographischen und sozialen Daten und erstellt eine prosopographisch orientierte Datenbank für das gesamte Gebiet des Alten Reiches. Die beiden Arbeitsstellen in Bern und Giessen werden als Vorhaben der Bayerischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen des Akademienprogramms von der Bundesrepublik Deutschland, dem Freistaat Bayern und dem Land Hessen gefördert. Das Kuratorium unterstützt vor allem die Berner Arbeitsstelle, indem es alle prosopographisch interessierten Kreise in- und ausserhalb der Schweiz zur Zusammenarbeit motiviert und die Ziele des RAG einer breiteren Öffentlichkeit bekannt macht. Ausserdem leisten die Mitglieder des Kuratoriums Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Datenbank, bei der Datenerhaltung und der Vernetzung mit anderen digitalen Inhalten.
Kuratorium «Edition der Gesammelten Schriften von Karl Leonhard Reinhold»
Gründungsjahr: 2005
Karl Leonhard Reinhold (1757–1823) war Philosoph, Schriftsteller und ein bedeutender Vertreter der deutschen Aufklärung. Er gilt heute vor allem als scharfsinniger Ausleger des vernunftkritischen Systems Kants und Begründer des deutschen Idealismus. Mit dem Editionsprojekt wird einem dringenden Bedürfnis der Reinhold-Forschung sowie der Forschung zu Kant und zur nachkantischen Philosophie Rechnung getragen. Denn dem wachsenden Interesse an Reinholds Schriften stand lange eine ungenügende Editionslage entgegen. Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt. Das SAGW-Kuratorium dient der institutionellen Verankerung und unterstützt den Projektleiter und die Mitarbeitenden bei ihren planerischen und editorischen Aufgaben.