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Kanton Obwalden und ewl Luzern gründen Obermatt Kraftwerke AG
Mit der Wasserrechtsverleihung vom 17. Oktober 1960 hat der Regierungsrat Obwalden der Elektrizitätswerk Luzern-Engelberg AG, Luzern (heute ewl Kraftwerke AG), das Recht verliehen, die Wasserkräfte der Engelbergeraa auf der Gefällstufe Engelberg–Obermatt sowie des Arni- und Trübbachs zu nutzen. Die beiden Kraftwerke produzieren pro Jahr durchschnittlich 139 Gigawattstunden Strom. Der Kanton Obwalden hält heute 10 Prozent der Aktien der ewl Kraftwerke AG. Er ist gemäss Konzession berechtigt, erstmals per Juli 2022 die hydraulischen und elektrischen Anlagenteile der Kraftwerke zu erwerben (vorzeitiger Rückkauf). Mit dem Ablauf der Konzession werden am 31. Dezember 2041 die wasserführenden Anlageteile unentgeltlich in das Eigentum des verleihenden Kantons Obwalden zurückfallen (Heimfall).
Gemeinsame neue Aktiengesellschaft und Betrieb durch das EWO ab Juli 2022
In den vergangenen zwei Jahren hat der Kanton Obwalden, vertreten durch den Regierungsrat, mit ewl über einen vorzeitigen Rückkauf und den Weiterbetrieb der beiden Kraftwerke Obermatt und Arni verhandelt. Die Gespräche mündeten in den Plan, eine neue Kraftwerkgesellschaft Obermatt Kraftwerke AG zu gründen. Die bestehende Konzession wird von der ewl Kraftwerke AG auf diese neue Gesellschaft übertragen, welche am 1. Juli 2022 den Betrieb der beiden Kraftwerke Obermatt und Arni übernimmt. Beide Parteien partizipieren während der noch folgenden Konzessionsdauer von 20 Jahren partnerschaftlich an der Stromproduktion und am Gewinn der neuen Gesellschaft.
Der vereinbarte Wert der Kraftwerke beläuft sich auf 37 Millionen Franken. Der Kanton Obwalden erwirbt 60 Prozent der Aktien, ewl hält eine Minderheitsbeteiligung von 40 Prozent. Im Gegenzug verkauft der Kanton Obwalden seine jetzige Beteiligung von 10 Prozent der Aktien der ewl Kraftwerke AG an ewl.
Ab dem 1. Juli 2022 wird die neue Obermatt Kraftwerke AG die Geschäfts- und Betriebsführung der Kraftwerke Obermatt und Arni sowie die Vermarktung der Energie dem Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) übertragen.