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Mills Hauptwerk zur politischen Demokratie, Erwägungen zur Repräsentativ-Regierungsform (Considerations on Representative Government), verteidigt zwei Grundprinzipien: die umfassende Beteiligung der Bürger und die aufgeklärte Kompetenz der Regierenden. Die beiden Werte stehen offensichtlich in einem Spannungsverhältnis, über deren Lösungsmöglichkeit der Autor in diesem Buch Überlegungen anstellt. Er war der Ansicht, dass die Inkompetenz der Massen schließlich überwunden werden könnte, wenn man ihnen die Möglichkeit gäbe, sich an der Politik zu beteiligen, insbesondere auf lokaler Ebene. Mill war ein großer Befürworter der Verbreitung und des Einsatzes von allgemeiner Bildung. Er sah den Wert der einzelnen Person und glaubte, dass "der Mensch die angeborene Fähigkeit besitzt, sein eigenes Schicksal zu lenken - aber nur, wenn seine Fähigkeiten entwickelt und erfüllt sind", was durch Bildung erreicht werden könne. Mill erkannte zudem die überragende Bedeutung der politischen Bildung, um die Tyrannei der Mehrheit zu verhindern, indem man sicherstellte, dass alle Wähler und politischen Teilnehmer voll entwickelte Individuen sind.
Wie der Einzelne zu einem vollwertigen Teilnehmer an der repräsentativen Demokratie werden könne, das ist eines der Hauptthemen, die der Autor in diesem Buch beschreibt.
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