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Die Strategie des Erwerbs der Morton und SPL war komplett richtig. Der Abstoß der fertiva und Compo eher eine emotionalen Reaktion.
Die entscheidende Frage ist aber was bleibt nun nach dem Verkauf der fertiva, Compo, Morton und SPL übrig?
Sie selbst waren immer ein großer Verfechter der Differenzierung. Ein Morton und Umbrella Girl Fan ;)
Und was kann jetzt dieses Unternehmen leisten, wenn die MOP Preise fallen (was sie aktuell ja tun)? Wie schafft man es die gestiegenen Kosten zu kompensieren? Auf was setzt man? Weitere "exogene" Faktoren die den MOP Preis nach oben treiben?
Sollte man wirklich auf ein Unternehmen setzen was sich auf reine exogene Faktoren verlässt?
Ja man kann sehr gut mit der Aktie spekulieren. Die Vola ist hoch und schon linear an den MOP Preis gekoppelt. Ein Traum für jeden Leerverkäufer...aber für einen Kleinanleger?!
Ja ich habe auch noch Aktien der "Kali und Salz AG" zu unter 2 Euro (damals "3,21 DM") aber die sind aus einer ganz anderen Zeit...
""""" ...die Realität ist doch längst eine andere.
Die Strategie des Erwerbs der Morton und SPL war komplett richtig. Der Abstoß der fertiva und Compo eher eine emotionalen Reaktion."""""
Sehe ich etwas anders. SPL war eine gute und auch richtige Entscheidung, Morton Salt war auch richtig, aber nicht gut. Trotz Leitung eines hervorragenden Eigengewächses (Christian Hermann) hat es Morton Salt nicht geschafft die Säule Salz zu dem zu machen, wie man es sich vorgestellt und den Aktionären auch verkauft hat. Auch ein CEO Markt Roberts, den ich pers. sehr schätze konnte die globalen Standorte nicht zu einer profitablen Einheit schweißen. Für mich pers. war der (Not?)-Verkauf von Morton zwar enttäuschend, aber betriebswirtschaftlich sinnvoll.
Fertiva war letztendlich ein Kind noch aus BASF Zeiten und mit komplettem Rückzug der BASF von K+S ebenfalls nicht mehr relevant. Compo war für mich die größte(und einzige) Fehlentscheidung von Dr. Bethke.
""""""Die entscheidende Frage ist aber was bleibt nun nach dem Verkauf der fertiva, Compo, Morton und SPL übrig?""""""
Im Vordergrund steht deutlich das Düngegeschäft -Salz würde man u.U. abgeben. Die Fokussierung im Düngebereich liegt klar bei den Spezialitäten. Hier möchte und wird man sich deutlich von der Peer-Group abheben. Ob es letztendlich gelingt zu einem überwiegendem Spezialanbieter mit Preisfestsetzungsmacht zu werden, das muss man abwarten. Die Ausrichtung ist allenfalls eine Chance.
"""""Wie schafft man es die gestiegenen Kosten zu kompensieren? """""
Steigende Kosten, die hat der Wettbewerb auch, obwohl auf unterschiedlichsten Ebenen. Eine bereits eingeleitet deutliche Rückführung des Energieträgers Gas in alternative Energie und Umstellung auf Öl, ist ein erster Schritt um breiter aufgestellt zu sein. In dem Kompendium März 2023 sind teilweise sehr interessante Hinweise zu finden.
"""""""Und was kann jetzt dieses Unternehmen leisten, wenn die MOP Preise fallen (was sie aktuell ja tun)? Wie schafft man es die gestiegenen Kosten zu kompensieren? Auf was setzt man? Weitere "exogene" Faktoren die den MOP Preis nach oben treiben?"""""
Richtig, die MOP Preise sind gefallen! Von unrealistischen ca. 1250 USD bis auf derzeit 470/485 USD Bras. Noch vor 2 Jahren haben wir von 400 USD geträumt! Da könnte man nun eine ellenlange Tebatte führen, was aber für mich keine Sinn macht. Für mich ist derzeit die Frage aller Fragen: Wie sieht der Potashmarkt nach Kriegsende/Friedensschluß aus. Für mich findet derzeit eine Umverteilung des Weltmarktes statt. Ken Seitz (CEO von Nutrien) hat vor ca. 2 Wochen die Lage aus Sicht von Nutrien wie folgt beschrieben:
Auch über die kommenden Jahre werden die Ausfuhren von den russ. Anbietern (Eurochem Uralkaly) und dem belarussischen Anbieter Belaruskaly bei weitem nicht das Niveau der "Vorkriegszeit" erreichen. Schätzungen der Fehlmengen liegen bei ca.30 % bei den russ. Anbietern und bei bis zu 60% bei Belaruskaly. Wir(Nutien) werden so lange unsere Produktion zurückfahren, so lange die Nachfrage niedrig ist. Wir werden die globalen Mengenrückgänge nicht auf den europäischen Markt bringen, dafür fehlt auch die geeignete Logistik.
Ob meine Erwartungen und Einschätzungen zutreffend sind, das wird sich zeigen. Ich sehe in der momentanen unsicheren weltwirtschaftlichen Lage K+S als durchaus kriesensicheres Invest.
"""Fertiva war letztendlich ein Kind noch aus BASF Zeiten und mit komplettem Rückzug der BASF von K+S ebenfalls nicht mehr relevant. Compo war für mich die größte(und einzige) Fehlentscheidung von Dr. Bethke.""""""
Richtig wäre: Kauf!!!! Compo war für mich............
"""""Also für ein Unternehmen was sich auf Düngemittel konzentriert ist eine "N" Sparte nicht relevant? Also machen die führenden Unternehmen dieser Branche inkl. der Wettbewerber der K+S alles falsch?""""
Doch, hätte sie sein können, wäre man nicht von der einstigen Mutter, der BASF abhängig gewesen -und die hat ihrem "Säugling die Brust entzogen" Zudem hat man die Sparte dann an Eurochem, H. Melnichenko (gut!) verkauft. Mit ihm wollte man dann auch ein gemeinsames Potashwerk in Russland aufbauen. Dr. Bethke war bereits schon im Aufsichtsrat der Eurochem.
Mann hat es nicht getan -und Dr. Bethke ist sehr schnell wieder aus dem AR ausgeschieden. Glück für K+S!
Lobesarien auf das K+s Management einschl. AR sind kaum noch zu ertragen.
Wenn man die postings verfolgt, hat der Vorstand im Saldo eine hervorragende Arbeit geleistet, nur die Marktteilnehmer sind zu blöd das zu würdigen. Solange es derartige Unterstützer für das Management gibt, wird sich bei K+s nichts ändern und K+s wird auch weiterhin vom Markt als ABM geführt werden.
"Steigende Kosten, die hat der Wettbewerb auch, obwohl auf unterschiedlichsten Ebenen. Eine bereits eingeleitet deutliche Rückführung des Energieträgers Gas in alternative Energie und Umstellung auf Öl, ist ein erster Schritt um breiter aufgestellt zu sein."
Die Frage war nicht nach Alternativen, sondern die Gretchenfrage war: "Wie schafft man es die gestiegenen Kosten zu kompensieren?" Oder anders formuliert: Wie hoch beziffert der Vorstand ab wann den Einsparungseffekt?!
Dies offen zu kommunizieren ist der Vorstand scheinbar nicht in der Lage; das Ergebnis des Projekts Werra im Jahre 2060 (!) vorwegzunehmen, fällt ihm dann schon viel leichter.
A propos Prognose; wie war das doch gleich:
"Das Legacy-Projekt erhöhe die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns erheblich.... ... Der Abbau in Kanada werde nicht zulasten der deutschen Bergwerke gehen ... ...Der neue Standort wirke positiv auf die durchschnittlichen Produktionskosten im Konzern ..." Quelle: Frankfurter Rundschau vom 30.11.2011
So, so: "... positiv auf die durchschnittlichen Produktionskosten ...." Vergleicht man nun die Entwicklung des Bilanzgewinns, folgt die Ernüchterung auf dem Fusse. Ein Hinweis auf steigende Kosten der Wettbewerber ist da wenig zieführend.
Man(n) (also die K+S) hat an die EuroChem primär das Vertriebsnetzwerk (!) für Europa verkauft.
Eine Glanzstunde oder einfach formuliert man sich direkt den Wettbewerb nach Europa geholt. Das war einer der größten Fehler des Managements. Die Kaliwerke hat die EuroChem ohne die K+S auch fertig gestellt und man produziert kostengünstig NPKs und liefert diese nach Europa.
Die BASF bestimmt wie eh und je das Geschick der K+S denn der AR Vorsitzende ist und bleibt ein BASF Mann. Daran wird sich auch nichts ändern...wie sagte Dr. Bethke immer so schön: "meine K+S (im Bezug, dass er ja ein BASF Mann sei)...".
Ich hatte wirklich etwas mehr Weitblick erwartet aber alles zugegeben Historie und hat man den aktuellen Entwicklungen sehr wenig zu tun.
ruhig geworden. Wo sind eigentlich die euphorischen Stimmen, keine Körbchen aufgestellt oder schon von der Börse zurückgezogen?
Als seinerzeit Potash versucht hat eine Kooperation zu schmieden (2014) sowie nach der Ablehnung ihres (unmoralischen) Angebots 2015 durch K+S, hatte ich gepostet, Potash wird einen Plan B haben (!)
Dieser kam dann auch mit einem Donneschlag: "K+S-Rivalen sorgen für Mega-Deal", aus Agrium und Potash wurde NUTRIEN. (Quelle: Handelsblatt vom 12.09.2016)
Der Plan B, nach den gescheiterten Kooperationsgesprächen respektive der abgelehnten Übernahme - für unverhandelte 41 Euro - seitens K+S hat sich dann in Umsatz- und Gewinnausfällen w/ Personal- und Maschinenmangel, witterungsbedingte Umsatz- und Gewinnausfälle, Wertberichtigungen i.H.v. 2 Mrd. Euro wegen fundamentaler falscher Markteinschätzungen, so zumindest der offizielle Teil, und schließlich im (Not-) Verkauf der US Salzsparte gezeigt, um nur die Highlights zu benennen. Vergessen wollen wir auch nicht die vorzeitige Ablösungen von Vorständen, obwohl ja alles so toll gelaufen ist.
Gestern habe ich in diesem Forum gelesen, dass der Kauf von Morton Salt zwar richtig war, es dem Vorstand aber nicht gelungen ist, die globalen Standorte nicht zu einer profitablen Einheit zu schweißen. Was selbstredend nicht am Management lag, sondern an der "Gott gegebenen" Morton Salt (?) Oder wie muss ich das verstehen? Was etwas verwundert, kann man doch den GB-ten 3-stellige Mio. Gewinne der Salzsparte entnehmen. Über die seinerzeitigen Finanzierung, dem Schnee von gestern, wurde freilich nicht geschrieben - weil das Management ja immer, na fast immer, zur vollsten Zufreidenheit agiert.
Zur vollsten Zufriedenheit ?! Für wen eigentlich? Für die Aktionäre sicherlich nicht. Die Kursentwicklung spricht für sich. Was angesichts der Wertschöpfungsverteilung nicht verwundert (s. GB-te der K+S)
Vergleichen wir also die Kursentwicklung von K+s und Nutrien seit dessen Erstnotierung und stellen angesichts der postings in diesem Forum mit Verwunderung fest, die K+S Performance liegt bei ./. 20 % und die von Nutrien bei + 58 % (Quelle: Homepage K+s):