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John McAfee droht wegen Steuerhinterziehung und unlauterer Werbung für Kryptowährungen eine Haftstrafe in den USA. Sowohl die US-Börsenaufsicht SEC als auch das US-Justizministerium teilten mit, Anklage erhoben zu haben. Der 75-Jährige sei in Spanien verhaftet worden und solle in die USA ausgeliefert werden.
Das US-Justizministerium will McAfee wegen Steuerhinterziehung und vorsätzlicher Unterlassung von Steuererklärungen strafrechtlich belangen. Gemäss der Anklageschrift
verdiente John McAfee Millionen an Einkünften durch die Promotion von Kryptowährungen, Beratungstätigkeiten, Reden und den Verkauf der Rechte an seiner Lebensgeschichte für einen Dokumentarfilm. Von 2014 bis 2018 soll er es versäumt haben, Steuererklärungen einzureichen, obwohl er beträchtliche Einnahmen aus diesen Quellen erhalten habe.
Die SEC wirft dem Pionier der Antiviren-Software unter anderem vor, bestimmte digitale Währungen empfohlen zu haben, ohne offenzulegen, dass er dafür Millionen von den Initiatoren erhielt. Mindestens von November 2017 bis Februar 2018 habe McAfee seinen Ruhm genutzt, um mehr als 23,1 Millionen US-Dollar zu verdienen, indem er seinen Twitter-Followern mindestens sieben ICOs empfohlen habe, wirft ihm das SEC in ihrer Klage vor. Die Empfehlungen von McAfee seien aus mehreren Gründen falsch und irreführend gewesen.
Eine Stellungnahme McAfees lag zunächst nicht vor.
Die Anklage wegen Steuervergehen datiert bereits aus dem Juni, wurde jedoch erst jetzt veröffentlicht. In den Dokumenten führt das Justizministerium aus, dass die Anklage auf die Person McAfee beschränkt sei und dass man keine Verbindung zu der "Antiviren-Firma, die seinen Namen trägt", gefunden habe.
McAfee hatte in den 1980er-Jahren das nach ihm benannte, auf Antiviren-Software spezialisierte Unternehmen McAfee gegründet, aus dem er sich in den 1990er Jahren zurückzog. Er ist eine der schillerndsten Personen der Softwarebranche und geriet über die Jahre immer wieder in die Schlagzeilen.