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- Israels neuer Aussenminister und Vizepremier Jair Lapid versprach den USA nach dem Ende der Netanjahu-Regierung einen anderen Umgang.
- Das sagte er am Sonntag bei einem Treffen mit US-Aussenminister Antony Blinken in Rom.
- Gleichzeitig nannte er «ernste Bedenken» betreffend eines möglichen Wiedereintritts der USA in das Atomabkommen mit Iran.
«In den vergangenen paar Jahren wurden Fehler gemacht. Das überparteiliche Ansehen Israels hat Schaden genommen», sagte Lapid in Rom. Die neue Regierung werde versuchen, diese Fehler zu beheben. Blinken betonte, es werde Differenzen geben, doch beide Länder hätten die gleichen Ziele.
Meinungsverschiedenheiten nicht öffentlich
Mögliche Meinungsverschiedenheiten – etwa bezüglich Iran – sollten im direkten Gespräch und nicht öffentlich besprochen werden, sagte Lapid.
Netanjahu hatte das Abkommen von 2015, das in der Amtszeit des demokratischen Präsidenten Barack Obama ausgehandelt wurde, öffentlich stets kritisiert. Obamas Nachfolger Donald Trump stieg später aus dem Abkommen aus. Nach der Ablösung von Trump und Netanjahu justieren beide Regierungen ihre Beziehungen neu.
Diesen Montag empfängt ausserdem US-Präsident Joe Biden den scheidenden israelischen Präsidenten Reuven Rivlin im Weissen Haus in Washington DC. Rivlin, der seit 2014 Präsident war, verlässt das Amt am 9. Juli.