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Bild des Monats Januar 2023: Pal Kitaibel
Bild des Monats Februar 2023: Schachblumen (Fritillaria sp.)
Bild des Monats März 2023: Windröschen (Anemone sp.)
Bild des Monats April 2023: Tulpen (Tulipa sp.)
Bild des Monats Mai 2023: Sonnenröschen (Helianthemum sp.)
Bild des Monats Juni 2023: Venus-Frauenspiegel (Legousia speculum-veneris)
Sie blüht vor allem in Laubwäldern, früh im März und April, vor dem Blattaustrieb der Buchen.
Auch das Zwerg-Stiefmütterchen (Viola kitaibeliana) ist nach ihm benannt. Es wächst in Trockenrasen und Rebbergen im mittleren Rhonetal – und im mediterranen Raum.
Der Botaniker, Arzt und Chemiker erforschte auf mehreren Reisen die Flora von Ungarn, war Universitätsprofessor und Direktor des Botanischen Gartens in Budapest. Daneben war er auch auf den Gebieten der Hydrologie und Geologie tätig.
Die Gattung der Schachblumen umfasst je nach Quelle 100 bis 140 Arten und gehört zur Familie der Liliengewächse. Verbreitungszentren sind der Mittelmeerraum (Schwerpunkt Türkei) und Zentralasien. In der Schweiz (wie auch in Deutschland und Österreich) kommt nur 1 Art vor (Fritillaria meleagris), und das Vorkommen konzentriert sich auf wenige Standorte im Jura (Kantone Jura, Neuenburg, Waadt).
Der Name kommt vom Lateinischen Fritillus = Würfelbecher, meleagris bedeutet «wie ein Perlhuhn gefleckt». Die abgebildete Gegenblättrige Schachblume (Fritillaria involucrata) ist ein Endemit der Seealpen (SO-Frankreich, NW-Italien), das typische Merkmal ist der Quirl aus den 3 obersten Blättern.
Schachblumen werden sehr gern als Zierpflanze für Steingärten verwendet. Sie vermehren sich sehr gut mittels Tochterzwiebeln. Auch die bekannte Kaiserkrone gehört zu dieser Gattung. Mein Foto stammt aus dem Hinterland von Nizza (F).
Das Buschwindröschen ist ein typischer Frühblüher in unserer Flora und damit ein Frühlingsbote. Schon Ende Februar tauchen die ersten blühenden Pflanzen an sonnigen Waldrändern auf. Die Gattung der Anemonen aus der Familie der Hahnenfussgewächse ist auf der Nordhalbkugel mit Schwerpunkt in Asien verbreitet und umfasst ca. 150 Arten. Auch im Mittelmeerraum kommen verschiedene Anemonenarten vor, mein Foto stammt aus dem Süd-Peloponnes (GR) und zeigt die Pfauen-Anemone (Anemone pavonina). In tiefen Lagen blüht sie in rot und wird von Käfern bestäubt, die violetten und weissen Blüten in höheren Lagen werden vor allem von Honigbienen besucht. Am Peloponnes kommt die gezeigte rote Variante mit einem breiten weissen Basisfleck vor.
Nach ausgiebigen Winterregen blüht es im März und April im Mittelmeerraum verschwenderisch: neben der Anemone ist der Rote Pippau (Crepis rubra) zu erkennen, im Hintergrund eine bunte Mischung u.a. mit Apulischem Zirmet (Tordylium apulum) und verschiedenen Schmetterlingsblütlern.
Alle kennen die Tulpen als Gartenblumen, aber es gibt natürlich auch Wildformen.
Das Verbreitungszentrum der Wildtulpen liegt in den asiatischen Steppengebieten und reicht nach Westen in den Mittelmeerraum mit einem Schwerpunkt in der Türkei und Griechenland.
Was wir heute in jedem Blumenladen kaufen können (und meist aus Holland stammt), war im 17. Jahrhundert ein Objekt der Begierde für den Adel und die Reichen. Es gab sogar eine «Tulpenmanie», die 1637 zu einem Börsenkrach in Holland führte.
Für weitere spannende Details verweise ich auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tulpen
In der Schweiz gibt es nur 1 echte Wildtulpe: die Weinbergtulpe (Tulipa sylvestris) mit 2 Unterarten sylvestris und australis. Daneben sind im Wallis noch sogenannte Kulturrelikte bekannt, von denen die Grengiols-Tulpe die bekannteste ist.
Ob die Weinbergtulpe auf natürliche Weise in unser Land gekommen ist, bezweifle ich auch. Der Standort Weinberg deutet eher darauf hin, dass der Mensch nachgeholfen hat. Die Vorkommen konzentrieren sich auf Genf, Wallis, Basel und den Jurabogen.
Die erwähnte Unterart australis hat aussen rot überlaufende Blütenblätter und kommt in der Schweiz nur im Oberwallis an wenigen Standorten zwischen 1'000 und 2'000 Meter ü.M. vor.
Mein Foto stammt aus einem Rebberg bei Muttenz in Baselland. Der mir bekannte nächste Standort in der Ostschweiz ist in Winterthur am Goldenberg, ebenfalls in einem Rebberg. Die Blütezeit ist April.
Die Gattung Helianthemum aus der Familie der Zistrosengewächse umfasst je nach Autor 95 bis 175 Arten. Das Zentrum der Verbreitung liegt im Mittelmeerraum, doch auch in der Schweiz gibt es gemäss Flora Helvetica 5 Arten, wovon das Gemeine Sonnenröschen noch in 5 Unterarten aufgeteilt wird. Der deutsche Trivialname kommt von der Eigenschaft der Blüten, sich nach der Sonne auszurichten, ausserdem blühen die meisten Sonnenröschen gelb und gleichen somit kleinen Sonnen. Der Lebensraum aller Arten sind sonnige, trockene und magere Standorte von der kollinen bis in die alpine Höhenstufe. Die Blüten sind kurzlebig, sie blühen meist nur einen Tag, die Knospen für die folgenden Tage sind aber bereits gut erkennbar.
Als Ausnahme ist das Apenninen-Sonnenröschen (Helianthemum apenninum) weiss blühend. Es kommt in der Schweiz nur im Südtessin vor, das europäische Verbreitungsgebiet erstreckt sich aber über Deutschland und Frankreich bis Südengland. Die Blütezeit dieser Art ist Mai und Juni, die alpinen Arten kann man auch noch im Sommer antreffen. Mein Foto stammt vom Bollenberg in Westhalten (F).
Die Pflanze hat nicht nur einen schönen Namen - sie ist auch schön.
Sie gehört zur Familie der Glockenblumengewächse und zur sogenannten Ackerbegleitflora. Früher waren diese Blumen viel häufiger als heute, die Getreidefelder waren voll mit Mohn- und Kornblumen, Kornrade, Acker-Rittersporn und Acker-Hahnenfuss. Durch die Saatgutreinigung und den Einsatz von Agrochemie ist diese Pracht weitgehend verschwunden.
Aber es gibt noch vereinzelt Gegenden in der Schweiz, wo diese Vielfalt zu sehen ist – der Schaffhauser Klettgau ist ein solches Beispiel und auch im Wallis sind kleine Parzellen anzutreffen (z.B. im Gebiet Achera Biela bei Brig).
Alle Pflanzen dieser Kategorie sind einjährige Pflanzen (Keimung, Blüte und Frucht passieren in einem Jahr vom Frühling bis in den Herbst) und sie sind auf offene Böden angewiesen, wie sie im Acker anzutreffen sind.