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Bælliz
(Kt. Bern, Amtsbez. und Gem. Thun). 560 m. Quartier der Stadt Thun, das auf einer Aareinsel liegt und von einer breiten Strasse durchzogen wird. Dieses Quartier ist mit der übrigen Stadt durch 6 fahrbare Brücken und einen Steg für Fussgänger verbunden. Hier befinden sich die Waisenanstalt, das Post- und Telegraphengebäude, die Kantonalbank, welche die Stelle der alten Kaserne einnimmt, die Spar- und Leihkasse. Im obern Teile des Bälliz, Rosengarten genannt, ist der Gasthof «zum Freienhof» zu bemerken, der ehemals eine Freistätte war und war schon im 14. Jahrhundert als Gasthaus existierte. Daneben befindet sich der ehemalige Wohnsitz der Edlen von Scharnachthal. Der Bälliz, dessen Name man von Palatiolum (Pfalz) ableiten will, war im Mittelalter von der Diözese Lausanne abhängig, während die Pfarrkirche und der Teil der Stadt, der am rechten Ufer der Aare, am Fusse des Schlossberges liegt, zur Diözese Konstanz gehörten.
Bis zum Jahre 1308 bestand im obern Teile des Bälliz ein kleines Minoritenkloster.
Grosser Gemüsemarkt. S. den Art. Thun. ¶