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Sie kamen nicht als Eroberer und unterscheiden sich damit von den Griechen, Römern, Normannen, Sarazenen, Schwaben, Anjou und Bourbonen. Die Albaner kamen in mehreren Wellen, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Die Arbëresh sind eine alteingesessene albanische ethnische Minderheit, die in Italien durch das Gesetz „Zum Schutz der historischen Sprachminderheiten“ geschützt werden. Häufig kame sie, weil sie vor Feinden flüchten mussten, die ihr Land eroberten und ihren Glauben nicht respektierten. Das Wort Arbëresh leitet sich von Arber/Arbëri ab, dem früheren Namen Albaniens.
Das Königreich Neapel-Sizilien war so dünn besiedelt, dass sie gut Platz fanden. Teilweise übernahmen sie verlassene Dörfer oder bauten neue Dörfer auf. Im Grenzgebiet zwischen der Basilikata und Kalabrien tragen mehrere Dörfer den Zusatz «Albanese» wie zum Beispiel San Constantino Albanese. Über Jahrhunderte behielten sie ihre eigene Sprache am Leben, eine altertümliche, vor-osmanische albanische Sprache.
Die Arbëresh behielten ihren byzantinischen Ritus bei und wurden später in der italo-albanischen Kirche zusammengefasst, einen Teil der der römisch-katholischen Kirche in Italien. Die beiden italo-albanischen Bistümer wurden erst im 20. Jahrhundert errichtet. Der byzantinische Ritus hat zur Folge, dass die Priester verheiratet sein dürfen.
Seit der Auflösung der Sozialistischen Volksrepublik Albanien 1991 wandern wieder vermehrt Albaner in Italien ein, allerdings in Norditalien. Süditalien hat auch für sie nicht mehr die Anziehungskraft, die es für frühere Einwanderer hatte.