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Für die meisten Erwachsenen ist es günstiger, auf laktosefreie Produkte zu achten
Mit dem Ausdruck Laktose wird ein für Milch typischer Zucker beschrieben. Menschliche Muttermilch ist dabei mit einem Anteil von gut sieben Prozent sogar besonders reich an Milchzucker. Säuglinge haben mit der Verstoffwechslung von Laktose daher in den allermeisten Fällen keinerlei Probleme. Sie bilden das dazu erforderliche Enzym Lactase ausser bei einer angeborenen Intoleranz in ausreichenden Mengen. Auch während des Heranwachsens kann die Laktose in der Regel gut verdaut werden. Bei ausgewachsenen Menschen jedoch treten häufig Probleme auf. Der Organismus ist in diesem Alter nicht mehr darauf ausgelegt, sich von Milch zu ernähren. Folglich geht die Produktion des Enzyms Lactase deutlich zurück, sodass nur noch geringe Mengen an Laktose aufgespalten werden können. Bei einigen Menschen reicht das immer noch, um mit ihrer gewöhnlichen Laktose-Aufnahme aus Milch, Milchprodukten aber auch vielen anderen oft laktosehaltigen Lebensmitteln wie beispielsweise Brot und Wurstwaren zurechtzukommen. Bei der Mehrheit jedoch - weltweit etwa 75 Prozent der Erwachsenen - geht die Lactase-Produktion soweit zurück, dass von einer Laktoseintoleranz gesprochen wird. Ein Grossteil des aufgenommenen Milchzuckers wird dann nicht mehr im Dünndarm verwertet sondern gelangt in den Dickdarm, wo er den dortigen Mikroorganismen als Nahrung dient, was zu einer Vergärung führt. Die naheliegenden Folgen sind Blähungen, Durchfall und Krämpfe, können sich aber auch durch Übelkeit und Erbrechen ausdrücken sowie langfristig zu ernsthaften Beeinträchtigungen der Gesundheit führen.
Laktose versteckt sich oft als Zusatzstoff
Grundsätzlich kann Erwachsenen daher empfohlen werden, wachsam ihre Aufnahme von Laktose zu verfolgen sowie eventuelle Symptome einer Unverträglichkeit ernst zu nehmen. Bei einer diagnostizierten Laktoseintoleranz muss, je nach Ausprägung der Unverträglichkeit, weitgehend bis im Falle einer absoluten Intoleranz vollständig auf Milchzucker verzichtet werden. In solchen Fällen ist es ganz besonders wichtig, auf laktosefreie Produkte zu achten. Hier ist es nicht ausreichend, Milch sowie Milchprodukte durch laktosefreie Alternativen zu ersetzen, da Milchzucker von der Industrie oft auch als Zusatzstoff beispielsweise als Bindemittel in Lebensmittel, Arzneien sowie Nahrungsergänzungsmitteln genutzt wird. Gerade in sogenannten Light-Produkten ist häufig auch Milchzucker vorhanden. So ist Laktose die Herstellungsgrundlage für den Zusatzstoff Lactitol oder E966 und auch Maltol (E636) sowie Isomaltol (E637) können aus Milchzucker gewonnen werden. Natürlich ist diese Kenntnis nicht nur bei einer Laktoseintoleranz wichtig sondern auch für Menschen, die sich vegan ernähren und auf tierische Erzeugnisse wie Milchzucker verzichten wollen.