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Beobachtungen und Recherchen eines Autors, der Eritrea seit Jahrzehnten aus eigener Anschauung kennt
Eritrea steckt bis heute im Klammergriff des zur Diktatur verhärteten Afewerki-Regimes: Die ausgearbeitete demokratische Verfassung wurde nie in Kraft gesetzt, Medienfreiheit existiert nicht, der jahrelange Militärdienst wurde stets mit dem mal offen ausgetragenen, mal latent schwelenden Konflikt mit dem Nachbarn Äthiopien gerechtfertigt. Im Sommer 2019 schlossen Eritrea und Äthiopien nach zwanzig Jahren Kriegszustand ein Friedensabkommen, für das der äthiopische Regierungschef Abiy Ahmed gar mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Kommt nun die Wende für Eritrea? Was hat sich in den vergangenen Jahren bereits für die Menschen im Land verbessert?
Hans-Ulrich Stauffer, geboren 1951, befasst sich seit über vier Jahrzehnten mit Entwicklungsprozessen Afrikas. Seit 1976 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Afrika-Bulletin. Er bereiste zahlreiche Länder Afrikas und kam als internationaler Wahlbeobachter in Moçambique, Südafrika und Eritrea zum Einsatz. Mit Äthiopien und Eritrea befasst er sich seit 1973. Der promovierte Jurist arbeitet als Rechtsanwalt und Lehrbeauftragter der Universität Basel. Seit 1990 ist Stauffer als Honorarkonsul der Republik Kapverden tätig.
»Eine gelungene und abwägend-differenzierende Darstellung eines Landes, das sich allzu oft unseres Blickes entzieht.«