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Im Anbau stehen Sorten wie Petit Rouge, Fumin, Petite Arvine und Chardonnay. Die Lagen verteilen sich auf sechs Dörfer: Saint-Pierre, Aymavilles, Gressan, Sarre, Aosta und Saint-Christophe.
Durch die Verzettelung der Betriebsflächen und die hohe Pflanzdichte (7000 bis 8000 Stöcke pro Hektare) ist die Bewirtschaftung der Rebberge ausgesprochen aufwendig. 25 Hektaren werden nach biodymamischen Grundsätzen bewirtschaftet. Der Betrieb wird von Costantino Charrère, seiner Frau Imelda und den beiden Töchtern Elena und Eleonora geführt. Kellermeister Pietro Boffa ist für die Produktion von jährlich rund 230 000 Flaschen verantwortlich. Damit ist Les Crêtes die grösste Privatkellerei im Aostatal.
Der Savoyarde Bernardin Charrère siedelte sich Mitte des 18. Jahrhunderts im Aostatal an. Der von ihm erstellte Keller und das Gebäude zum Mahlen der Nüsse stehen heute noch. Jede folgende Generation hatte sich wandelnden Bedürfnissen anzupassen. So kamen später Mostproduktion und eine Getreidemühle dazu. Die zunehmenden Einfuhren aus dem Süden konkurrenzierten mit günstigeren Preisen die eigenen landwirtschaftlichen Produkte. Antoine, Costantinos Vater, setzte schliesslich auf Reben und erstellte 1955 die ersten Anlagen. Gepflanzt wurden autochthone Sorten. 1980 kam ein Kellerneubau dazu. Und diesen Frühling wird der von Domenico Mazza entworfene «Spazio di Vino» eingeweiht werden. Hier sollen die Besucher Wein und andere kulturelle Güter aus dem Aostatal in zeitgenössischer Umgebung erleben können. Oder wie es Costantin Charrère ausdrückt: «SPA-Rifugio del Vino.»