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Emotion und Kognition
Die Logik des Misslingen
PSI - Simulationsspiel
Bauplan für eine Seele

Bildquelle: Wikipedia

Prof. für Psychologie im Netz
D. Dörner verwendet System Dynamics quasi hinterhältig. Es geht ihm vordergründig nicht um die Resultate seiner Simulationsspiele, sondern darum, Denkstile zu erforschen, die sich - wohl nicht nur bei Simulationsspielen - bewähren sollen. Die System Dynamics bildet den Hintergrund, vor welchem das Lösen von Aufgaben untersucht wird. Man könnte solche Untersuchungen auch an andern Orten ansiedeln (vergleiche etwa E. de Bono über richtiges und falsches Denken (Denkmethoden)).
D. Dörner fasst Simulationen als Spiele auf (Planspiel). Und weil man sich in der Realität gleich verhalten kann wie in der Simulation, spricht er von Spiel im Labor, wenn er die Simulation meint, und vom Spiel in der Realität, wenn er das Spiel meint, das im Labor simuliert wird. Man könnte auch darüber anders sprechen. D. Dörner geht davon aus, dass in der Simulation eine Realität simuliert wird, während Radikale Konstruktivisten - die keine Realität erkennen - davon ausgehen, dass in der Simulation untersucht wird, wie sich bestimmte Verhaltensweisen auswirken. Im Flugsimulator wird beispielsweise simuliert, was Piloten in stressigen Situationen machen, und nicht, wie sich ein Flugzeug verhält.
Ich habe bei D. Dörner keine Verweise auf Kybernetik 2. Ordnung und Konstruktivismus gefunden. Er interessiert sich offenbar nur für System Dynamics, nicht für Systemtheorie.
Klaus Dörner (Ende der Veranstaltungen...1998) definiert "Systemsprenger" wie folgt: „Sie sprengen bestehende Systeme, d.h. sie lassen sich nicht von uns aneignen und in diagnostische Schubladen stecken oder in therapeutische Konzepte integrieren. Dadurch zwingen sie uns, unser Schubladen-, System- und institutionelles Denken immer wieder infragezustellen und kurieren uns immer wieder von unseren professionellen Allmachtsfantasien“ (K. Dörner meint hier offensichtlich nicht "System" sondern so etwas wie "Gedankenwelt") ((Kommentar von P Fuchs, Liste, 27.6.09): "Ich sagte ja: unscharf, weil heillos moralisierend. Wir werden uns darüber verständigen können, daß dieses Zitat alles mögliche sein mag, aber nicht: wissenschaftlich. Es ist noch richtig feucht hinter den Ohren."