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Ein Schmetterling, welcher den Namen der römischen Göttin der Morgenröte trägt und im Frühling fliegt (April bis Juni), bleibt uns nicht verborgen, vor allem wenn das Männchen mit den leuchtend orangen Flecken auf den Vorderflügeln vorbeigaukelt.
Text und Bild von Christine Dobler Gross
Das Weibchen des Aurorafalters (Anthocharis cardamines) ist unauffällig weiss, mit schwarzen Flügelspitzen, und auf der Unterseite der Flügel mit einem grün-weissen Tarnmuster versehen. Die Flügelunterseite ist identisch mit derjenigen des Männchens.
Was mich veranlasst, diesen Blog dem Aurorafalter zu widmen, ist die Tatsache, dass wir alle ihn einfach fördern könnten und wohl oft unwissentlich seine unauffälligen Puppen zerstören.
Die Raupe verpuppt sich meist am Pflanzenstängel ihrer Nahrungspflanze. Dort bleibt sie als Gürtelpuppe und überwintert, bis der Falter nach ca. 10 Monaten Puppenruhe im kommenden Frühling schlüpft.
Wenn also der Garten im Herbst oder schon vorher auf- und ausgeräumt wird, landen die Puppen auf dem Kompost oder werden gehäxelt.
Wenn Du die bevorzugten Futterpflanzen des Aurorafalters im Garten hast, ist es darum von Vorteil, diese stehenzulassen, also schon früh zu überlegen, wo sie den Winter hindurch bleiben dürfen. Die Raupen ernähren sich bevorzugt von Schoten (Fruchtständen) verschiedener Kreuzblütler, insbesonders an der weit verbreiteten Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata).
Andere bevorzugte Pflanzen sind das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis), das Silberblatt (Lunaria annua), die Nachtviole (Hesperis matronalis), an der ein Falter auch einmal das Opfer einer Krabbenspinne werden kann.
Leider werden Wegränder, an welchen die Knoblauchrauke vorzugsweise wächst, immer wieder gesäubert, mehrmals jährlich, kein Mensch weiss eigentlich warum…….
Damit verschwinden dann auch die Puppen.