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Zuerst muss gesagt sein, dass es eigentlich keine Sommer- und Winterzeit gibt. Die Zeit, nach der wir aktuell leben, ist die Sommerzeit. Die Winterzeit wird aber als Normalzeit bezeichnet.
Wann wird auf die Winterzeit umgestellt?
Immer in der Nacht auf den letzten Sonntag im Oktober. Dieses Jahr heisst es, dass in der Nacht von Samstag, 28. Oktober, auf Sonntag, 29. Oktober, die Uhren umgestellt werden.
Hinderschi oder Fürschi? Die besten Eselsbrücken
Dazu gibt es zahlreiche Eselsbrücken, um sich das (hoffentlich) ein für allemal zu merken
- Die mit den Gartenmöbeln: Im Sommer kommen die Gartenmöbel vor das Haus und im Winter zurück in den Keller.
- Der Buchstaben-Clou: Im «Früehlig» – «Füre», im «Herbscht» – «Hindere».
- Der Englisch-Deutsch-Mix: Spring (Frühling) forward, Fall (Herbst) back / Nach vorne springen, nach hinten fallen lassen.
- Der Zahlendreher: Wer mit Zahlen besser als mit Sätzen kann, merkt sichs vielleicht besser so: 2-3-2. Im Sommer von 2 Uhr auf 3 Uhr vorstellen und im Herbst wieder von 3 auf 2 Uhr zurückstellen.
Kennst du auch eine berühmte Eselsbrücke? Verrate sie uns in den Kommentaren.
Welche Auswirkungen hat die Umstellung auf uns?
Während der ersten Wochen können Symptome auftreten, die an eine Art Jetlag erinnern. Man ist eher müde, gereizt oder auch erschöpft. Bei der Umstellung im Winter ist fast ein Viertel der Weltbevölkerung von dieser Art Mini-Jetlag betroffen.
Wer empfindlich auf Zeitsprünge und Umstellungen reagiert, kann dem aber vorbeugen. Vor der Zeitumstellung soll man am Samstag beispielsweise eine halbe Stunde später essen und eine halbe Stunde später als üblich zu Bett gehen. Am Sonntag soll Essen und Schlafen dann nochmals eine halbe Stunde hinausgezögert werden – voilà, weg soll der Jetlag sein.
Warum machen wir das überhaupt?
In der Schweiz gibt es die Sommerzeit seit 1981, zuvor galt das ganze Jahr durch die heutige Winterzeit. Mit den beiden Zeiten sollte die Bevölkerung ursprünglich Strom sparen. Laut Korbinian von Blanckenburg, Volkswirtschafts-Professor an der Technischen Hochschule in Ostwestfalen-Lippe, könnte man nun aber Energie sparen, wenn das ganze Jahr durch die Sommerzeit gilt.
Wieso wurde die Zeitumstellung noch nicht abgeschafft?
Im Jahr 2021 hätte es eigentlich soweit sein sollen, dass das letzte Mal umgestellt wird – und zwar auf Sommerzeit. Da sich die Länder der EU aber uneinig waren, welche Zeit die Richtige ist, wurde daraus nichts.
Wo liegen die Probleme?
Wenn in der gesamten EU eine einzige Zeitzone gilt, könnte das vor allem für die Länder ganz im Westen oder ganz im Osten Probleme hervorrufen. Im Westen würde bei einer dauerhaften Sommerzeit die Sonne im Winter erst sehr spät aufgehen, während es im Osten sehr früh dunkel würde. Ausserdem: Wenn sich die EU-Staaten nicht einigen, könnte es auch für den Tourismus und die Wirtschaft Probleme geben.
Dreht die ganze Welt an der Uhr?
Nein. Nur etwas mehr als 40 Prozent der Länder wechselt im Frühling und Herbst die Uhrzeit. Insbesondere in Europa wird umgestellt. In der Türkei wird seit 2016 darauf verzichtet.
(roa)