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2010 spielte Hansruedi Jordi mit wechselnden Jam-Formationen in der Lounge-Bar B5 in Burgdorf, wo er monatlich einen Jazzstil und einen Spcialguest präsentierte. Das Motto "Chicago-Jazz" rief grosse Begeisterung hervor und man beschloss, gleich eine neue Band ins Leben zu rufen mit dem Ziel, diesen Stil speziell zu pflegen. "The Chicago Hot Six" waren geboren. Ein Grossanlass mit 500 VIP's in Zürich's Eventlokal "Chicago" war passend und bestätigte den gelungenen Markteintritt. 2014 wurde die Formation an die Lenker Jazztage eingeladen. Seither begeistern wir das Publikum mit Konzerten an Firmenanlässen, in Jazzclubs, an Festivals, Kulturveranstaltun-gen und Privatevents.
The Chicago Hot Six, Lenker Jazztage 2014
Peter Bäriswyl, Ernö Mericske, Hansruedi Jordi, Roland Bürki, Kurt v. Allmen, Roland Hirsiger
Der Chicago Jazz entwickelte sich natürlich in Chicago. Die Wurzeln liegen aber tiefer. Es begann schon 1917 in New Orleans als das Vergnügungsviertel "Storyville" geschlossen wurde. Die Bundes-behörden waren der Ansicht, Bordelle in der Umgebung von US-Marins seien eine Gefahr für die Truppenmoral. Damit verloren viele Jazzmusiker ihren Job und waren gezwungen, andere Auftrittsmöglichkeiten zu suchen. Diese fanden sie im aufblühenden Chicago. "Auswanderer" waren Spitzenmusiker wie Louis Armstrong, Jelly Roll Morton, Kid Ory, King Oliver u.a. Ihr Stil vermischte sich mit dem der weissen Studenten in Chicago, wodurch sich der neue Styl entwickelte.
Merkmale des Chicagostyls: Die Tuba wurde durch den Contrabass ersetzt. Das Piano und das Saxophon hielten Einzug. Das Kollektiv wurde generell freier gespielt und die Leadtrompete gewann an Dominanz. Posaune und Klarinette ergänzten das Lead mit Kontrapunktbewegungen. Der "Chicago Jazz" war geboren.
Ein herausragender Botschafter für den Chicago Jazz war der Band-leader Eddie Condon. Dieser spielte Ukulele und Banjo, später auch Gitarre. "The Chicago Hot Six" will die Aufbruchstimmung der 1920er Jahre darstellen und noch einen Schritt weiter gehen. Wir haben deshalb das Banjo durch ein swingendes Piano nach Armstrong's "Hot Five" ersetzt, der damit für die nachfolgende Swing Aera aufgerüstet hatte.