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Lettland hat die Sendelizenz für den kremlkritischen russischen Fernsehsender Doschd am Dienstag wiederrufen. Das stösst jetzt auf heftige Kritik.
Als ein «Geschenk für den Kreml» verwarf zum Beispiel die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) die Massnahme am Donnerstag.
Die Begründung der lettischen Medienaufsicht hatte gelautet, dass der im Juni lizenzierte Sender Doschd die nationale Sicherheit bedrohe. Konkreter Anlass für das Verbot war eine Live-Sendung vom 1. Dezember. In dieser hatte ein Moderator des in Riga ansässigen Oppositionsmediums den Eindruck erweckt, Hilfsgüter für russische Frontsoldaten zu sammeln.
Die Begründung der lettischen Medienaufsicht sei nicht überzeugend, kritisiert RSF. «Lettland sollte genau erklären, in welcher Weise der Sender das Land angeblich gefährden soll.»
Doschd ist unter den kremlkritischen russischsprachigen Medien der Sender mit der grössten Reichweite. Er wurde im Jahr 2010 gegründet und widmete sich trotz zunehmender Schikanen Themen wie Korruption, Wahlfälschungen und Protesten.