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Mein Schulfreund, nennen wir ihn einfach Hans, hat im Speckgürtel eines Großstadt ein paar Häuser, sprich Altbauten geerbt.

Eines davon, eine Doppelhaushälfte, möchte er nun verkaufen, da auch einiges gemacht werden muß und er selber das nicht mehr angehen möchte.
Den Mietern hatte er es zum Kauf angeboten, aber die sind gerade schon dabei, sich etwas anderes zu suchen.
Seine Nachbarin, nennen wir sie Rosi, Eigentümerin der anderen Doppelhaushälfte, bekam das natürlich mit und bekundete Interesse.
Rosi ist eine Frau, politisch so in Richtung Grün / Links angehaucht, die sich u.a. für die Refugees, sprich für hier in Deutschland angekommene Flüchtlinge einsetzt bei diversen Gelegenheiten - was ja auch sehr löblich ist, keine Frage.
Rosi war ja auch eine der ersten, die 2015 am Hauptbahnhof standen, ein Riesenschild in den Händen, auf dem geschrieben stand: " Refugees Welcome ".
Nun ist es aber so, dass der Verkaufspreis, den Hans ihr nannte, für Rosi zu hoch scheint.
Jetzt hatte sich eine junge türkische Familie mit zwei kleinen Kindern die Doppelhaushälfte, Garten ist natürlich auch noch dabei, angesehen.
Rosi als Nachbarin bekam das natürlich mit und fragte, ob er denn tatsächlich beabsichtige, Türken das Haus zu verkaufen, schließlich sei das doch eine ruhige Wohngegend.
Hans, nicht auf den Mund gefallen, fragte zurück, warum sie das fragte, schließlich bekäme sie doch dann Nachbarn, die sie selber in 2015 herzlichst auf dem Hauptbahnhof willkommen hieß.
Mittlerweile ist es so, das letztes Wochenende eine syrische Familie, auch mit zwei kleinen Kindern und mit Großeltern, sich für das Haus interessieren und 30.000 € mehr zahlen wollen.
Rosi und Hans sprechen nicht mehr viel zusammen, momentan eigentlich gar nicht.