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Wenn auch Ihnen die Gesundheit Ihres Tieres wichtig ist, überprüfen Sie Ihre Futtergewohnheiten und nehmen Sie die Zusammensetzung genau unter die Lupe.
Der Hund ist wie sein Vorfahr, der Wolf, in erster Linie ein Raubtier und gehört zu der Gattung der Carnivoren (Fleischfresser). Ausser Beutetieren frisst der Wolf Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln, Insekten und auch Kot der Pflanzenfresser. Die pflanzlichen Anteile sind für die Funktion des Verdauungstraktes sehr wichtig. Wird der Hund alleine mit Fleisch ernährt, ist dies weder artgerecht noch ausgewogen.
Im Gegensatz zu Pflanzenfressern hat der Hund jedoch keine Verdauungsenzyme im Speichel. Dieser dient lediglich als Gleitmittel, um die Nahrung in den Verdauungstrakt zu transportieren. Der Verdauungsprozess beginnt im Gegensatz zum Pflanzenfresser dadurch nicht bereits im Mund. Die Produktion der Verdauungssäfte erfolgt beim Hund durch den Schlüsselreiz Fleisch. Fehlt dieser Schlüsselreiz durch den zu hohen Getreideanteil im Futter, kann der Hund nicht genügend Magensäfte zur Verdauung produzieren. Bakterien werden nicht abgetötet und es kommt zu Gärungen, Durchfall, Magendrehungen und Parasitenbefall. Die Bauchspeicheldrüse ist überfordert und es kann zu Entzündungen kommen.
Leider vertrauen viele Tierbesitzer den Angaben der Futterhersteller und beschäftigen sich nicht eingehend mit der genauen Zusammensetzung der Tiernahrung. Viele bekannte Futtermittel namhafter Hersteller basieren auf Getreide statt Fleisch (60-90 %). Damit bei der Auflistung der Zutaten (die Zutat mit dem grössten Anteil steht an erster Stelle, dann in abnehmender Reihenfolge) das Fleischmehl trotzdem an erster Stelle aufgelistet werden kann, bedienen sich viele Hersteller dem Trick, die verschiedenen Getreidesorten einzeln aufzulisten (z.B. Fleischmehl 30%, Weizen 20%, Reis 20%, Gerste 10%). Zählt man die verschiedenen Getreide zusammen, ist dieser Anteil jedoch meist viel höher als der Fleischanteil.
Allergien, Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Übergewicht, Hautprobleme, Nieren- und Lebererkrankungen, Durchfall, Diabetes und vieles mehr treten deshalb immer häufiger auf.
Vielen Hundebesitzern dürfte nicht genau bekannt sein, was alles für leckere Zutaten im Futter stecken. Da die Futterhersteller ihre Rohstoffe bereits inklusive Konservierungsmittel einkaufen, darf auf der Futterpackung ohne weiteres "ohne Konservierungsmittel" drauf stehen. Der Hersteller ist nur verpflichtet Zusätze zu deklarieren, die er selbst hinzufügt.
In vielen Futtermitteln sind schwer verdauliche Bestandteile wie Haare/Fell, Haut und Sehnen enthalten. Diese als "tierische Nebenerzeugnisse" deklarierten Bestandteile haben in einem guten Hundefutter jedoch nichts verloren. Verwertbare tierische Nebenerzeugnisse sind einzig Leber, Herz, Lunge, Nieren und Pansen. Diese müssen auch so deklariert sein.
Häufig werden schwammige Angaben wie: "Hühnermehl, mind. 20%" verwendet. Diese Angabe bedeutet jedoch nicht, dass im Futter 20% Fleisch vom Huhn drin ist. Hühnermehl wird aus Abfallprodukten wie Schnäbel, Krallen, Federn und Kot gewonnen. Der gesamte Rohproteinanteil des Futters scheint dadurch hoch zu sein aber der Verbraucher wird getäuscht. Für das Tier sind nur hochwertige Proteine aus Fleisch verwertbar und nützlich.
Vitamine, Enzyme, essentielle Fettsäuren und Aminosäuren, welche im Fleisch natürlicherweise enthalten sind, werden bei der Herstellung des Tierfutters durch Erhitzung beschädigt. Medikamente, Narkosemittel und Antibiotika jedoch nicht. Haben Sie schon einmal überlegt, wo die Kadaver vieler unserer verstorbenen Lieblinge landen? Die Verwendung von Tiermehl (Knochen- und Fleischmehl) für die Herstellung von Hunde- und Katzenfutter ist gesetzlich nicht verboten! Dazu kommt, dass die Abdeckereien sich oft keine Zeit dazu nehmen, z.B. Flohhalsbänder usw. von euthanasierten Tieren zu entfernen.
Nebst den qualitativ schlechten und teilweise sogar verdorbenen Rohstoffen, ist auch die Übervitaminisierung ein gesundheitliches Risiko. Mit functional Food, neuartigen Produkten aus den Labors, bei der Menschennahrung mit grossen Verkaufserfolgen, versuchen jetzt auch Tierfutterhersteller zu punkten. Eine Übervitaminisierung kann jedoch erhebliche Schäden am Skelett oder den Organen hervorrufen, warnen Tierheilpraktiker. So führt z.B. ein Zuviel an Vitamin A zu zerbrechlichen Knochen. Vitamin A wird oft als "natürliches Konservierungsmittel" eingesetzt und ist in vielen gängigen Hundefutter überdosiert!