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10.5 Eheliche Unterhaltspflichten
Die Gemeinde prüft gemäss das Vorliegen von Ansprüchen aus Unterhaltspflichten. Die Eheleute sorgen gemäss gemeinsam für den Unterhalt der Familie, namentlich durch Geldzahlungen, Besorgen des Haushalts, Betreuen der Kinder oder Mithilfe im Beruf oder Gewerbe.
Bei geschiedenen oder in Trennung lebenden Personen, welche einen Anspruch auf materielle Hilfe geltend machen, ist zu prüfen, ob ehelicher oder nachehelicher Unterhalt geltend gemacht werden kann. Die unterstützende Gemeinde hat nach Möglichkeit mit dem unterhaltspflichtigen Ehepartner eine Vereinbarung über die Unterhaltspflicht zu treffen (). Ist es nicht möglich, angemessene Unterhaltsbeiträge zu vereinbaren, dann muss von der unterstützten Person mittels Auflagen und Weisungen gemäss verlangt werden, dass sie die gerichtliche Festsetzung der Unterhaltsbeiträge im Rahmen eines Eheschutzbegehrens () beantragt. Für eherechtliche Unterhaltsklagen ist das Gericht am Wohnsitz einer der Parteien zuständig (). Kommt die unterstütze Person dieser Auflage nicht nach, kann die materielle Hilfe entsprechend gekürzt werden ().
Zahlt der pflichtige Ehepartner die von ihm geschuldeten Ehegatten-Unterhaltsbeiträge nicht und muss die Sozialbehörde deshalb für den Lebensbedarf des anderen Ehepartners aufkommen, so geht der Unterhaltsanspruch von Gesetzes wegen mit allen Rechten auf die unterstützende Gemeinde über ().
Erfüllt der unterhaltspflichtige Ehepartner die gerichtlich festgelegte Unterhaltspflicht nicht, besteht ein Anspruch auf Inkassohilfe.