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Testexemplare der ersten Handys mit Googles "offener" Android-Software, die T-Mobile ab nächster Woche in den USA auf den Markt bringt, sind an ausgewählte Journalisten verteilt worden. Nancy Gohring von der US-Ausgabe der 'Computerworld' hat in den Nutzungsbestimmungen zum "Android-Market" eine interessante Passage entdeckt. Wenn Google auf dem Android-Handy eines Nutzers ein Softwareprodukt entdeckt, welches gegen die Vertriebsbestimmungen des Marktplatzes verstösst, behält sich Google das Recht vor, diese per Fernbefehl vom Handy zu löschen, ohne den Besitzer zu fragen. Falls dies notwendig wird, verspricht Google zu versuchen, vom Urheber der Applikation den Kaufpreis wieder einzutreiben und ihn dem User zurückzuerstatten.
Damit folgt Google teilweise dem Vorbild Apples. Experten entdeckten vor rund zwei Monaten in der iPhone-Software eine Hintertür, die es Apple erlauben würde, Applikationen zu blockieren.
Im Gegensatz zu Apple ist Google offen und schreibt dies in die Nutzungsbedingungen. Trotzdem wirft die Passage einige Fragen auf. Sie bezieht sich zwar nur auf Software vom Android-Marktplatz, aber zumindest technisch, so lässt sich daraus schliessen, hätte Google über die offensichtlich vorhandene Hintertür die Möglichkeit jegliche Applikation, auch wenn sie aus anderen Quellen stammt, eigenmächtig von Android-Handys zu entfernen. Ausserdem müssen diese auf jeden Fall periodisch im Hintergrund mit Google-Kontakt aufnehmen, um zu melden, welche Applikationen auf dem Handy laufen oder zumindest eine Liste von zu löschenden Applikationen zu beziehen. (hjm)