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Russlands unbemanntes Atom-Drohnen-Projekt «Poseidon» scheint gemäss Aussagen der zuständigen Regierungsstellen auf dem richtigen Weg zu sein. Die Regierung plant bis zum nächsten Jahr eine eigene Küstenbasis dafür einzurichten. Das Verteidigungsministerium teilte auch mit, dass die Tests der «Poseidon»-Drohne im Jahr 2020 kurz vor dem Abschluss standen. Die Tests wurden aber auf 2021 verschoben und sollen nun in der Arktis an Bord eines der beiden Spezial-U-Boote erfolgen.
Nach Angaben der Moscow Times soll der Bau der erforderlichen Infrastruktur zur Aufrechterhaltung und Durchführung dieser neuen strategischen Waffe bis im Jahr 2022 abgeschlossen sein. Der Test-Start der unbemannten Atom-Drohne «Poseidon» wurde für 2020 erwartet, wurde aber wahrscheinlich aufgrund der COVID-19-Pandemie auf 2021 verschoben.
Izvestia, eine andere russische Nachrichtenagentur, schrieb, dass die Besatzungsmitglieder des U-Bootes «Belgorod» bereits mit der praktischen Ausbildung an den Drohnen begonnen hätten. Die Agentur zitierte auch hochrangige Beamte, die erwähnten, dass eine Küstenbasis für die Effizienz der Waffe im Kampfeinsatz und bei Operationen unerlässlich sei. Es werden eine Wartungsbasis, Lagerhallen und Werkstätten gebaut. Hier sollen die «Poseidon»-Drohnen für den Kampfeinsatz und die Starts vorbereitet werden. Nicht bekannt gegeben wurde, wo die Basis geplant sei. Es war nur zu erfahren, dass die Basis bis 2022 fertig sein soll.
Was ist und kann die «Poseidon»-Drohne
Die Unterwasserdrohne erhielt aufgrund der Ergebnisse einer öffentlichen Abstimmung im März 2018 den Namen «Poseidon». Zur Zeit der Entwicklung hatte das Projekt den Codenamen «Skif». Informationen darüber tauchten erstmals Ende 2015 auf, als die russischen Medien erstmals über die Entwicklung eines superstarken Atomtorpedos berichteten.
Nach den derzeit bekannten Eigenschaften wird die Atom-Drohne «Poseidon» dank des Mini-Kernkraftwerks eine unbegrenzte Reichweite haben. Sein hochmoderner Autopilot ermöglicht es der Drohne, in jedem Ozean Ziele an der Küste zu treffen.
Der erste reguläre Träger der «Poseidon»-Drohne wird das Spezial-U-Boot K-329 Belgorod sein. Die nuklearen Drohnen werden in sechs Siloabschussrampen untergebracht.
Berichten zufolge verfügt der «Poseidon» möglicherweise auch über eine Startoption für den Meeresboden. Bei der bekannten Option für den Meeresboden kann «Poseidon» so lange wie nötig in einem speziellen Container auf dem Meeresboden auf ihren Einsatz warten.
Experten vermuten, dass «Poseidon» mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h (54 kn) und mit einer Reichweite von 10’000 km (5’400 nmi) bei einem Tiefenmaximum von 1’000 m (3’300 ft) unterwegs sein wird.
Heiner Kubny, PolarJournal