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Hintergründe
Der wirksamste Klimaschutz setzt in der Energiepolitik an.
In der Schweiz fallen über drei Viertel der Treibhausgasemissionen im Energiesektor an.
In der Schweiz fallen über drei Viertel der Treibhausgasemissionen im Energiesektor an.
Die Klimakrise drängt. Durch die zunehmende Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre ist die durchschnittliche globale Temperatur seit 1850 bereits um fast 1.1 Grad Celsius gestiegen.
Der Mensch ist der Verursacher.
Die Gründe für den menschengemachten Treibhausgasausstoss liegen in der Verbrennung von fossilen Energieträgern, Veränderungen in der Nutzung der Landschaft, sowie landwirtschaftlichen und industriellen Prozessen (EPA, 2021). Dadurch werden Gase, wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O), in die Atmosphäre emittiert, wo sie wie eine isolierende Schicht Wärme auf die Erdoberfläche zurückstrahlen und so die Temperatur ansteigen lassen.
Der Klimawandel hat bereits begonnen.
Diesen Klimawandel spüren wir bereits in Form von starken Hitzewellen, Dürren, erhöhten Niederschlagsmengen und im ansteigenden Meeresspiegel (IPCC, 2018). Zurzeit sind wir auf einem Pfad, welcher uns einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur von rund 3 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts bescheren könnte (Nature, 2020). Das sind katastrophale Aussichten, akzentuieren sich die Auswirkungen des Klimawandels mit jedem zusätzlichen Zehntel Grad um ein Vielfaches. Aus diesem Grund haben 196 Länder im Pariser Klimaabkommen 2015 die Absicht geäussert, die globale Erderwärmung auf möglichst 1.5 Grad Celsius zu limitieren, indem bis 2050 netto null Treibhausgasemissionen erreicht werden. Das bedeutet, dass im Jahr 2050 nur so viele Treibhausgase ausgestossen werden dürfen, wie auch wieder von der Erdoberfläche absorbiert werden können. Jedes Land ist nun verpflichtet, seine eigenen Klimaschutzziele auszuarbeiten und regelmässig zu aktualisieren.
Die Energieerzeugung ist in der Schweiz der Hauptsünder.
In der Schweiz fallen über drei Viertel der Treibhausgasemissionen im Energiesektor an (2021). Sie entstehen mehrheitlich durch die Verbrennung von fossilen Brenn- und Treibstoffen zu Mobilitätszwecken und in den Gebäuden. Nicht vernachlässigbare Produzentinnen von Treibhausgasen sind aber auch die Industrie, wo vor allem Kohlendioxid und Lachgas als Produkte von Prozessen entstehen, und die Landwirtschaft. In Letzterer sind die Viehhaltung, der Hofdünger und die Bodennutzung für den Ausstoss von grossen Mengen Methan verantwortlich. Trotz verschiedener Massnahmen sind die Treibhausgasemissionen der Schweiz zwischen 1990 und 2019 nur um rund 15% zurückgegangen. Verantwortlich für diesen Rückgang sind der Gebäudebereich und die Industrie, während die Treibhausgasemissionen im Verkehr sogar noch gestiegen sind.
Es braucht jetzt griffige politische Massnahmen.
Auch die Schweiz hat das Klimaabkommen von Paris unterschrieben und sich verpflichtet, ihren Teil zum Erreichen des 1.5-Grad-Ziels beizutragen. Der Bundesrat hat sich für Netto-Null-Emissionen bis 2050 ausgesprochen und mit den Energieperspektiven 2050+ verschiedene Szenarien aufgezeigt, wie dieses Ziel technisch erreicht werden kann. Der Weg und die Massnahmen sind vorgezeichnet. Nun muss die Politik den geeigneten Rahmen für die Umsetzung schaffen.
Die SES sagt:
Der wirksamste Klimaschutz setzt in der Energiepolitik an. Der Energiesektor (Mobilität, Gebäude, Industrie) zeichnet für drei Viertel der Schweizer Treibhausgasemissionen verantwortlich. Diesen gilt es bis 2035 vollständig zu dekarbonisieren, damit das Netto-Null-Ziel 2050 erreicht werden kann. Nicht nachhaltige Energieträger aus fossilen und nuklearen Quellen müssen durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Die notwendigen Technologien sind vorhanden und auch wirtschaftlich.
Themenwelt Klima
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SES-Klimacast: Die kleine Schweiz
Im Klimacast «Fakten auf den Tisch» greift die Schweizerische Energie-Stiftung SES gängige Fragen und Vorurteile zur Energiewende auf und erklärt die Fakten. Episode 1 «Die kleine Schweiz» behandelt den Anteil der Schweiz am menschengemachten Klimawandel.