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Dem "Handelsblatt" zufolge hat Dupont angeboten, Teile seines Geschäfts mit Mitteln gegen Unkraut, Insekten- und Pilzbefall abzustossen, um die Sorgen der EU-Kommission über eine zu grosse Marktmacht des neuen Konzerns auszuräumen. Der Wert dieser Teile dürfte sich auf mindestens drei Milliarden Euro belaufen, schreibt das Blatt unter Berufung auf erste Schätzungen von Investmentbanken. Weder die EU-Kommission noch die beteiligten Unternehmen wollten sich gegenüber dem Blatt dazu konkret äussern.
Mit den umfangreichen Zugeständnissen könnte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager dem Blatt zufolge eine Genehmigung für Dow und Dupont wohl auch politisch rechtfertigen. Die Dänin hatte im vergangenen August eine vertiefte Prüfung eingeleitet und dabei gewarnt, der Zusammenschluss "dürfe nicht zu steigenden Preisen oder weniger Innovationen" führen.
Dupont hatte der Kommission vor zwei Wochen angeboten, "einen Teil" seines Pflanzenschutzgeschäfts mit rund drei Milliarden Dollar Umsatz (2015) und die zugehörigen Entwicklungsaktivitäten zu verkaufen. Dow verkaufte seine Ethylen-Acrylsäure-Sparte an den südkoreanischen Konzern SK Global Chemical, um Wettbewerbsbedenken im Kunststoff-Bereich zu entkräften. Die Kommission unterzog die Zugeständnisse daraufhin der Zeitung zufolge einem Markttest, der wohl keine grösseren Hindernisse mehr ergab. Eine abschliessende Entscheidung werde für März erwartet./jha/she/stb
(AWP)