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Erwin A. Lang
Erwin Albert Lang (*31. Juli 1908 in Schaffhausen; †9. Januar 1973) war Promotor der Oberländer Arbeiterbewegung, Strafvollzugsexperte, SP-Politiker und Redaktor, «eine Stimme auf die man hörte im Oberland».
Leben
1908 Geburt und Jugendjahre in Schaffhausen
Vom Kaufmannsberuf herkommend, betätigte er sich von Jugend auf in der Gewerkschaftsbewegung. Während des zweiten Weltkrieges war er in Schaffhausen, wo er seinen Mann als Junger bereits im Kampf gegen die braune Flut gestellt hatte, Sekretär des Textil- und Fabrikarbeiter-Verbandes / STFV. Als Führer im damals grossen Aufsehen erweckenden Streik 1946 in der Schweizerischen Bindfadenfabrik lenkte Erwin Lang die Wende in der Lohnpolitik der Textilindustrie ein, in der damals noch Stundenlöhne von 80 Rappen nichts Ungewöhnliches waren. Der STFV berief ihn darauf nach Zürich als Zentralsekretär und Redaktor des Verbandsorgans.
1950 - 1953 Mitglied des Zürcher Gemeinderates.
1953 Seit November hatte ihn die Genossenschaftsdruckerei Zürich als Gerichtsberichterstatter des «Volksrecht» und dessen Kopfblätter unter dem Kürzel (EAL) und als Einmann-Redaktor der «Arbeit», spätere Oberländer AZ (Arbeiterzeitung) verpflichtet. Nebenbei betreute er das Verbandsorgan des Touristenvereins «Die Naturfreunde». Der Anschluss des arbeitenden Menschen im Oberland, an die neue Zeit lag ihm am Herzen. Dazu gehörte für ihn auch die verkehrstechnische Erschliessung des Oberlands, und sein Kampf für die Zürichberglinie. Er wurde dabei zu einem Promotor des regionalen öffentlichen Verkehrs und Vizepräsident des Komitees «Pro Zürichberglinie». Als er ins Zürcher Oberland nach Wetzikon zog, widmete er sich mehr und mehr der Politik dieser Region. Er war ein glänzender Redner, der in farbiger und oft auch scharfer Sprache seine politische Überzeugung zum Ausdruck brachte.
1955-1973 Erwin Lang gehört dem Kantonsrat ununterbrochen an.
1958-1972 Präsident der Bezirkspartei SP.
1965 -1968 SP-Nationalrat (Nachfolger von Prof. Dr. Valentin Gittermann). Bis zu seinem Tod war er in der sozialdemokratischen Partei des Kantons Zürich Mitglied der Geschäftsleitung.
Nach Einführung des Frauenwahlrechtes in der Schweiz, für das er kämpferisch in vielen Versammlungen eintrat, konnte er die Freude erleben, dass seine Gattin Hedi Lang als Mitkämpferin eine der ersten Frauen war, die ihren Einzug in den Schweizer Nationalrat halten konnte.
Bis 1971 Präsident der SP Wetzikon.
1973 Erwin Lang hatte das Präsidium der U- und S-Bahnkommission inne und hätte nach Stockholm reisen sollen. Leider stirbt er am Dienstag, 9. Januar an den Folgen einer Grippeerkrankung.
Zitat von Heini Käser aus Hinwil in einem Nachruf: «Ich erinnere da an den Kampf um das GZW Wetzikon. Ebenso in Erinnerung ist noch seine Entschlossenheit im Wahlkampf um den zweiten Sitz der SP im Gemeinderat Wetzikon, als man diesen von bürgerlicher Seite streitig machte.»