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Die deutsch-jüdische Bankiersfamilie Warburg hat ihre Wurzeln in Venedig, wo ihr Vorfahre Anselmo Asher Levi Del Banco (1480-1532), ein wohlhabender Geldverleiher, lebte. Die Familie zog im 16. Jahrhundert in die deutsche Stadt Warburg. Dort übernahm die Familie schliesslich den Namen Warburg und war weiterhin als Geldverleiher tätig. Es bildete sich auch ein Familienzweig in Schweden. Simon Elias Warburg (1760-1828) gründete die erste jüdische Gemeinde in Schweden.
Warburg in Deutschland
1798 gründete Moses Marcus Warburg (1763-1830) die Familienbank M.M. Warburg & CO. in der deutschen Stadt Hamburg. Sie wurde zu einer der grössten Banken Hamburgs. Heute konzentriert sie sich ausschliesslich auf Vermögensverwaltung und Beratung wohlhabender Kunden. Sie befindet sich zum grössten Teil noch immer im Besitz der Warburg Familie. Sie verwaltete 2019 ein Vermögen im Wert von 70 Milliarden US-Dollar. Die Bank stand in den letzten Jahren mit der deutschen Justiz in Konflikt, da sie an Cum-Ex-Geschäften beteiligt war. Max Warburg traf den derzeitigen deutschen Finanzminister Olaf Scholz (Quelle). Olaf Scholz lebt in Hamburg und war Bürgermeister der Stadt. Man wirft ihm vor, dass er Einfluss darauf hatte, als die Hamburger Steuerverwaltung sich dafür entschied, dass die Warburg Bank die zu Unrecht erstatteten Steuergelder nicht zurückzahlen musste. Scholz gehört zur Partei SPD. Die Warburg Bank pflegt seit Jahrzehnten enge Beziehungen zur Hamburger SPD (Quelle). Der SPD-Politiker und Zeitungsredakteur Michael Naumann (*1941) heiratete in die Warburg Familie (Quelle). Zuvor war er mit einer Tochter von Gerhard Wessel verheiratet. Wessel war Präsident des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND. Michael Naumann gehörte zu einem Kreis ausgewählter Journalisten, die vom deutschen Geheimdienst das Prädikat „Presse-Sonderverbindung“ oder „Vertrauensjournalist“ erhalten hatten (Quelle).
Die Warburgs und ihre Bank waren 1870 an der Gründung der Commerzbank beteiligt, die bis heute eine der grössten deutschen Banken ist. Zu den Mitgründern der Bank gehörten auch die deutschen Bankiersfamilien Goldschmidt, Donner und Mendelssohn. (Quelle)
Otto Warburg (1859-1938) war Mitglied der Deutschen Kolonialgesellschaft und Mitgründer des Kolonialwirtschaftlichen Komitees. Die beiden Organisationen setzten sich für deutsche Kolonialinteressen ein. Er war von 1911 bis 1920 Präsident der Zionistischen Weltorganisation.
Der Politiker und Bankier Max Moritz Warburg (1867-1946) war in Aufsichtsräten von vielen deutschen Unternehmen. Er gehörte dem ersten Vorstand der 1925 gegründeten I.G. Farben an. Die I.G. Farben war auf ihrem Höhepunkt das grösste Unternehmen in Europa und das grösste Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt. Max Moritz Warburg kannte Carl Bosch, der die I.G. Farben zu einem Grosskonzern aufbaute. Carls Onkel Robert Bosch war zusammen mit Max Moritz Warburg einer der ersten Förderer der Paneuropa-Union (Quelle). Sie ist die älteste europäische Einigungsbewegung und plante die Gründung der europäischen Wirtschaftsunion. Die Paneuropa-Union wird seit 1972 von der ehemaligen österreichischen Königsfamilie Habsburg geführt. Gegründet wurde die Union vom österreichischen Grafen Richard von Coudenhove-Kalergi, der langjähriger Präsident der Bewegung war. Graf Richard war ein Vertrauter von Otto von Habsburg (Quelle). Er war Freimaurer (Quelle). Graf Richard glaubte, dass eine gut funktionierende Gesellschaft Aristokraten braucht, welche die Gesellschaft anführen. Daher meinte er, auch das zukünftige vereinigte Europa müsse von einer Aristokratie geführt werden, die er Zukunftsadel nannte. Graf Richard forderte, dass man die Juden in diesen Zukunftsadel aufnehmen sollte, da in Europa die Juden die Einzigen seien, die dem Adel ebenbürtig wären. Er schrieb, in Europa gebe es zwei Qualitätsrassen, die sich von der Mehrheit abheben, nämlich der Adel und die Juden. In diesen beiden Vorzugsrassen läge der Kern des europäischen Zukunftsadels. (Quelle: Seite 35)
Max Moritz Warburg (1867-1946) war ein guter Freund und Verwandter von Albert Ballin. Dieser war Generaldirektor der Hapag, die sich unter seiner Führung zur grössten deutschen Reederei entwickelte und eines der weltweit grössten Schifffahrtsunternehmen war. Die Hapag wurde 1847 von der Hamburger Elite gegründet. Darunter war der Hamburger Familienzweig der Merck Familie vertreten. Heute ist die Hapag Teil des deutschen Logistik- und Transportunternehmens Hapag-Lloyd. Es ist noch immer eines der grössten Schifffahrtsunternehmen der Welt. Die derzeitigen Hauptaktionäre der Hapag-Lloyd wären folgende: die chilenische Milliardärsfamilie Luksic und die deutsche Milliardärsfamilie Kühne mit je 30 Prozent, die Stadt Hamburg mit knapp 14 Prozent, die katarische Königsfamilie mit 12,3 Prozent und die saudische Königsfamilie mit 10,2 Prozent (Stand: 30. Juni 2022).
Der Bankier Eric Warburg (1900-1990) war Mitgründer der Atlantik-Brücke und des American Council on Germany. Beides sind einflussreiche Denkfabriken, welche die Beziehungen zwischen der deutschen und der US-amerikanischen Elite fördern. Bis 2018 war noch Erics Sohn Max Warburg im Vorstand der Atlantik-Brücke (Quelle).
Max Warburg ist im Kuratorium der Stiftung der Atlantik-Brücke. Dadurch wird er den deutschen Politiker Friedrich Merz kennen sowie Arend Oetker aus der Milliardärsfamilie Oetker, da die beiden ebenfalls zum Kuratorium gehören. Max Warburgs Frau Nagila ist im Vorstand der Atlantik-Brücke. Über den Vorstand wird sie den adligen Bankmanager James von Moltke und den adligen Politiker Alexander Graf Lambsdorff kennen sowie Kai Diekmann (ehemaliger Chefredakteur von Bild und Welt am Sonntag). Der Politiker Sigmar Gabriel ist Vorstandsvorsitzender der Atlantik-Brücke. (Stand: 8.8.2021) (Quelle: 1 und 2)
Arend Oetker war vom Jahr 2000 bis 2005 Vorsitzender der Atlantik-Brücke. Er sagte damals, „Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben“ (Quelle).
Warburg in den USA und Grossbritannien
Der in Deutschland geborene Paul Warburg (1868-1932) war wohl das erste Familienmitglied, das in die US-Elite aufgenommen wurde. Er gilt als der Hauptinitiator der 1913 gegründeten US-Zentralbank FED. Er machte erst eine Bankenausbildung in Hamburg, dann eine in London bei der Bank „Samuel Montagu & Co“ und noch eine weitere in Paris. Während eines Aufenthalts in den USA heiratete er 1895 eine Tochter von Solomon Loeb, ein deutsch-jüdischer Einwanderer. Solomon Loeb war Mitgründer der US-amerikanischen Investmentbank „Kuhn, Loeb & Co.“. Sie war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eine der grössten Investmentbanken der USA. Paul Warburg und weitere Mitglieder der Warburg Familie wurden Partner der Bank. 1977 wurde die Bank Teil der Investmentbank Lehman Brothers, die von der Lehman Familie gegründet worden war, ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer.
1913 war Paul Warburg Mitgründer der US-Zentralbank FED. Er war in den ersten Jahren stellvertretender Vorsitzender der FED (Quelle). Die Gründung der FED wurde bereits 1910 geplant, bei einem geheimen Treffen im Jekyll Island Club. Weitere Teilnehmer des Treffens neben Paul Warburg waren:
- Der Politiker Nelson Aldrich. Er war ein hochrangiger Freimaurer. Seine Tochter heiratete in die Rockefeller Familie.
- Der Bankier Frank Vanderlip. Er führte gemeinsam mit der Stillman Familie die National City Bank of New York. Aus dieser entwickelte sich die heutige Citigroup, eine der grössten Banken der Welt. Die Stillman Familie heiratete zweimal in die Rockefeller Familie.
- Der Bankier Henry Pomeroy Davison. Er war Partner der Bank der Morgan Familie. Sein Sohn Henry heiratete in die Stillman Familie. Sein Sohn Frederick war Personaldirektor der CIA und Mitglied bei Skull and Bones. Seine Tochter heiratete den Geschäftsmann Artemus Gates, der ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones war.
Paul Warburg gründete 1921 die International Acceptance Bank. Die Gründung wurde von europäischen Banken finanziert, darunter der Warburg Bank aus Hamburg und der Rothschild Bank aus London. (Quelle) Acht Jahre später schloss sich die Bank mit der Manhattan Company zusammen, die 1799 gegründet worden war. Zum Gründerkreis der Manhattan Company gehörten die Freimaurer John Jacob Astor und Stephen Van Rensselaer. Nach dem Zusammenschluss der beiden Banken war Warburg bis 1932 Vorsitzender der Manhattan Company und sein Sohn James Warburg war bis 1935 Vizepräsident der Bank. Die Manhattan Company gehörte zu den wichtigen Vorläufern der heutigen JPMorgan Chase, welche die grösste Bank der USA ist.
Paul Warburg war im Vorstand der US-amerikanischen Grossbank Wells Fargo. Dadurch wird er den Freimaurer Isaias Hellman gekannt haben, der zu dieser Zeit die Bank führte. Isaias war ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer und galt zeitweise als der reichste Jude der USA. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt.
Paul Warburg war 1921 Mitgründer des Council on Foreign Relations (CFR). Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Warburg war bis 1932 Direktor des CFR. Er war auch Treuhänder der Brookings Institution, ebenfalls eine einflussreiche Denkfabrik. (Quelle)
Eric Warburg (1900-1990) gründete 1939 „EM Warburg & Co.“. Das US-amerikanische Finanzunternehmen trägt heute den Namen Warburg Pincus und verwaltet derzeit ein Vermögen von 62 Milliarden US-Dollar. 2019 war es das fünftgrösste Private-Equity-Unternehmen der Welt.
Paul Warburg und sein Bruder Felix (1871-1937) gehörten zur Pilgrims Society (Quelle: Seite 14/17). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt.
Siegmund Warburg (1902-1982) war ebenfalls Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: Seite 26/58). Er wurde 1966 vom britischen Hochadel zum Ritter geschlagen. Er war 1963 Mitgründer von AEA-Investors. Das US-amerikanische Private-Equity-Unternehmen wurde mit Kapital der Familien Rockefeller, Mellon und Harriman gegründet.
Siegmund Warburg gründete 1946 in London „SG Warburg & Co.“, die sich zu einer der führenden britischen Investmentbanken entwickelte. 1995 wurde sie von der Schweizer Grossbank UBS übernommen. Der britische Bankier Eric Roll, der die SG Warburg Bank führte, war Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitete somit das Elitetreffen (Quelle). Eric Roll wurde zum Baron geadelt. Zu den Mitarbeitern der SG Warburg Bank gehörten auch Mitglieder der Familien Wallenberg, Desmarais und Sassoon.
Fredrick Elias Warburg (1832-1899) emigrierte von Deutschland nach Grossbritannien und seine Nachkommen waren Briten. Sein Enkel war der britische Verleger Fredric Warburg (1898-1981).
Erwähnenswerte Heiraten
Die Warburg Familie heiratete wie bereits erwähnt in die Familie Loeb. Sie heirateten noch in weitere bemerkenswerte jüdische Familien:
- Die Warburgs heirateten in den letzten 200 Jahren mehrfach Angehörige der Goldschmidt Familie, eine der bedeutendsten jüdischen Familiendynastien.
- Felix Moritz Warburg (1871-1937) heiratete in die Bankiersfamilie Schiff, die ebenfalls in die Loeb Familie heiratete und langjähriger Partner der Bank „Kuhn, Loeb & Co.“ war.
- Felicia Schiff Warburg (*1927) heiratete Robert Sarnoff. Robert und sein Vater David kontrollierten früher den US-amerikanischen Medienkonzern NBC, der inzwischen zu Comcast gehört. David Sarnoff besuchte den Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.
- Rosa Warburg (1870-1922) heiratete in die Günzburg Familie. Diese war eine bedeutende Bankiersfamilie des 19. Jahrhunderts und spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung der russischen Finanzindustrie. Rosas Tochter Vera (1898-1972) heiratete in die Schweizer Bankiersfamilie Dreyfus.
- Daniel Rudolf Warburg (1804-1883) heiratete in die Beit Familie, die früher in der Diamant- und Goldförderung in Südafrika aktiv war.
- George Siegmund Warburg (1871-1923) heiratete in die Kaulla Familie. Die Stammmutter der Familie war die Hoffaktorin Karoline Kaulla (1739-1809), die als die reichste Frau Deutschlands galt.
Bemerkenswerte Heiraten in nichtjüdische Familien:
Felicia Schiff Warburg (*1927) heiratete Franklin Roosevelt Jr.. Er war ein Sohn des US-Präsidenten Franklin Roosevelt. (Quelle) Vater und Sohn waren Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Roosevelt Junior hatte in erster Ehe in die Du Pont Familie geheiratet, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört.
Edward Warburgs (1908-1992) Frau hatte einen Sohn aus erster Ehe, der in die Mellon Familie heiratete. Edwards Tochter Daphne Warburg (*1949) heiratete in die Astor Familie. (Quelle: 1 und 2) Mellon und Astor gehören zu den mächtigsten Familien der US-Elite.
Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.