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1840 // Die Gründung
Gebacken wurde jedoch schon früher – aber nicht legal. Erst nach dem der Kanton Zürich das Kontingent, dass lediglich ausgewählte Bäckereien Tirggel backen dürfen, abgeschafft hatte, konnte ab 1840 legal produziert werden.
Die Tirggel wurden auf Holzmodel von bekannten Holzschnitzern produziert und die gesamte Produktion fand ohne Strom und zu vollständig in Handarbeit statt.
Die Tirggel wurden per Schiff täglich nach Zürich geliefert von der Seestrasse in Wädenswil aus, wo die Herstellung damals schon auf 3 Etagen vor sich ging:
Auf der ersten Etage wurde verpackt, auf der zweiten Etage wurde gebacken und auf der dritten Etage fand die Verarbeitung und Vermengung des Tirggelteiges statt.
Die Produktion der «Rund und Herzen» als Weihnachtsbaumschmuck war zu dieser Zeit der absolute Renner und Verkaufsschlager.
1890 // Die Industrialisierung
Wurde eine eigens für die Tirggelproduktion hergestellte und mit Strom betriebene Walzenmaschine gekauft. Diese kam aus England, die industrielle Revolution der neuen Technik in vollem Gange war. Bis in die heutigen Tage werden mit dieser Maschine Tirggel produziert.
1914 – 1918 // Der Erste Weltkrieg
Dies war, wie für viele andere auch, eine schwierige Zeit für die Familie Suter. Sie schafften es jedoch, die Firma und die damit verbundene Tirggeltradition aufrecht zu erhalten. Viele Geschäfte der Umgebung mussten jedoch schliessen und so verschwand ein guter Teil der Bäckerszunft vom Markt.
1920 // Umzug nach Wädenswil
Nach dem ersten Weltkrieg zog das Unternehmen um nach Wädenswil und da in die unmittelbare Dorfnähe bei der katholischen Kirche an die Schlossbergstrasse. Hier fand der grösste Absatz neu durch den eigenen Laden statt. Die kommenden Jahre waren stark geprägt von einem Industrialisierungsschub.
Suter Tirggel wurde im Verlaufe dieses Jahrzehnts durch die Migros vertriebe und weitere Detaillisten, Bäckereien, Drogerien und tägliche Märkte der Umgebung folgten als Verkaufskanal. Und weil das Produkt aufwendig in der Herstellung war, gab es immer weniger Bäckereien, die den traditionellen Tirggel herstellten.
1930 // Eröffnung der Produktion Winterthur
Leider brannte diese einige Jahre später aus und wurde nicht wiederaufgebaut.
1939 -1945 // Der Überlebenskampf
Die Jahre des zweiten Weltkrieges waren erneut geprägt vom Überlebenskampf. Willy Suter versuchte alles Mögliche, um die Firma zu erhalten er ging bis nach Bern, um Sondergenehmigungen zu erhalten, um an genügend Mehl und Rohstoffe für die Produktion zu kommen. Doch aufgrund der Hungersnöte waren die Lebensmittel kontingentiert und die Wertmarken dazu limitiert. Ausnahmebewilligungen wurden keine erteilt und wer mutig war, behalf sich mit Fälschung der Wertmarken, um an grössere Mengen heranzukommen.
1944 // Die Anklage
Willy Suter wurde angeklagt wegen Fälschung der Wertmarken und musste, nebst einer Geldstrafe entrichten, auch ins Gefängnis. Doch er hatte Glück – 1945 ging der Krieg zu Ende und alle Gefangenen wurden frei gelassen.
1958 // Erneuter Umzug
Umzug des Betriebes ins heutige Schönenberg bei Zürich, wo die Biscuits Suter bis 1972 in Familien Besitz verblieb. Dann verkaufte Willy Suter sein Unternehmen – mangels Nachfolge – an Peter Seibold.
1972 // Die Gründung der AG
Noch im Verkaufsjahr wurde die Biscuits-Suter AG gegründet, mit einem Aktienkapital von Fr. 200’000.-
1973 // Ein zweiter Gigant
Mit Coop steigt ein weiterer Vertriebsgigant ein und Tirggel wächst regional mit. Leider schläft auch die Konkurrenz nicht – denn Migros lancierte, von Midor gebacken, ihre eigenen Tirggel und auch die Bäckerei Honegger in Wald nimmt die Tirggelproduktion auf. Deren Produktion wurde im Frühling 2017 von der Stiftung St. Jakob übernommen.
1988 // Der Tirggelweg
Bezug des Fabrikneubaus am eigenen Tirggelweg 1 in Schönenberg
1992 // Die Premiere
Zum ersten Mal werden Konturen-Tirggel hergestellt
1993 // Tirggel nach Mass
Die Produktion von massgeschneiderten Individual-Tirggeln wird realisiert
1995 // Ein weiterer Brand
Leider brennt der Dachstock des Gebäudes am Tirggelweg 1 in Schönenberg aus
1998 // Produktion der Knospen Tirggel
2008 // Verkauf der Aktien
Carlo Magnano übernimmt das Geschäft der Biscuits-Suter AG
2008 // Entwicklung der Alltagsmarke «Biscrack»
2009 // Vertrieb und Verkaufsstart von «Biscrack» (bei Coop)
2016 // Anschaffung
Die Produktion erhält eine neue, 3köpfig vertikale Verpackungsmaschine
2018 // Aus der Region
Neu wird für die Produktion ausschliesslich Mehl und Honig aus Zürich verwendet
2018 // Der Relaunch
Überarbeitung und Relaunch der Tirggel Verpackungen