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Die frühen Musical-Komödien des Broadways hatten noch große Ähnlichkeit mit den traditionellen Revuen. Die Songs waren nur lose in die Handlung eingebunden. Sie sollten auf Schallplatten und im Radio weitere Verwendung finden, und es war daher wünschenswert, dass sie auch außerhalb des Musicals Unterhaltungswert besaßen. Neben diesen frühen Musical-Komödien wurden auch Schwänke mit eingebundenen Musikstücken geschrieben, wie zum Beispiel „Oh, Kay“ und „No, no, Nanette“ von George Gershwin und Vincent Youmans.
Obwohl die Musical-Komödie ihren Höhepunkt in den dreißiger und vierziger Jahren hatte, entstanden auch später noch amüsante Stücke, die zum Genre der Musical-Komödie gerechnet werden. Im Gegensatz zu den früheren Exemplaren verfügen diese jedoch durchaus über fortlaufende Handlungen.
Bekannte Musical-Komödien
Anything Goes (1934)
Das Musical von Cole Porter spielt an Bord eines Ozeandampfers von New York nach London und folgt den närrischen Possen der Reisenden. Die Songs „I Get a Kick out of You“, „You’re the Top“ und „Anything Goes“ wurden auch als eigenständige Stücke bekannt. Das Musical hat seit seiner Uraufführung mehrere Neuauflagen erlebt und wurde zweimal verfilmt.
Kiss Me, Kate (1948)
„Kiss Me, Kate“ war das erste Musical von Cole Porter, bei dem die Songs fest in den Handlungslauf eingebunden waren. Das Musical wurde mehr als tausendmal am Broadway aufgeführt und erlangte 1949 den ersten Tony Award für das beste Musical. Die Handlung dreht sich um eine musikalische Produktion William Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ und die Eskapaden der beteiligten Schauspieler.
My Fair Lady (1956)
Das Musical von Frederick Loewe entstand nach dem Buch „Pygmalion“ von George Bernard Shaw. Das Blumenmädchen Eliza Doolittle nimmt Sprachunterricht bei dem Phonetiker Henry Higgins, damit sie sich als Dame ausgeben kann. Das Musical wird noch heute gerne gesehen.