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Zwischendurch lief er immer wieder ins Freie. Es war jedes Mal ein Erlebnis, das ihm Tränen in die Augen trieb. Das Leben wieder in den eigenen Händen halten, vor niemandem mehr kuschen müssen. Jederzeit rausgehen können, wie er sich das vorgenommen hatte. Und sei es nur in den Garten. Er rannte hinunter bis zu dem verrosteten und stellenweise eingesunkenen Maschendrahtzaun, der das Grundstück zur Greve absicherte. Den Zaun hatte der Hausmeisterdienst nicht in Schuss gehalten. Ansonsten konnte man kaum meckern, der Rasen sah gepflegt aus, Bäume und Ziersträucher ebenso. Sekundenlang stand er still, riskierte einen Blick auf das träge fliessende Wasser der Greve, um festzustellen, ob der Geist von Janice Heckler aus den Fluten aufstieg - was natürlich nicht geschah. Die Geister hausten anderswo.
Portrait
Petra Hammesfahr schrieb mit 17 ihren ersten Roman. Mit ihrem Buch "Der stille Herr Genardy" kam der grosse Erfolg. Seitdem schreibt sie einen Bestseller nach dem anderen, u.a. "Die Sünderin", "Die Mutter" und "Erinnerungen an einen Mörder". Die Autorin lebt in der Nähe von Köln.