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I did it! My 2nd Ironman distance race and it was Challenge Roth, one of the must-do Ironman distance races in the world.
The swim in the channel worked very well for me. After a (usual) rough start, the field was spread out after about 400 meters. Quickly, I found my rhythm and I was pleased to notice that I regularly overtook other swimmers. As every swim cap was marked with the start time, I was pleased when I could see a swimmer next to me with 5, 10 or more minutes start time before mine… This motivation kept me going well. After the 3.8 km, I felt that I could swim longer, if required…
The bike course is 2 laps of 90 km each, with many rolling hills. As I am not the fastest in climbing hills, I liked this terrain, especially the downhills. On the first lap, I was riding fast and I had to keep the pace a bit back to avoid burning all energy too early. The highlight was Solarer Berg, being known for the Tour-de-France atmosphere with the many spectators cheering bike riders on. I decided to enjoy this moment on this slight hill, with less than a meter of free space to my left and right side…
During the second lap, the wind picked up. The combination of the time into the race and the wind made my second lap a bit slower. Nevertheless, I finished the bike leg in my anticipated time below 6 hours for the 180 km.
So my run started at 3 pm with the sun burning the strongest of the day. Thanks to a reconnaissance training weekend earlier, I knew that the run requires a lot of mental strength: More than half of the marathon is along the Rhein-Mainau channel, being straight, looking the same wherever you are along the channel. Luckily, the run stretch has a loop at both ends along the channel. In between, there is a “harbour” with many spectators. I divided the marathon distance into smaller segments between these landmarks. This allowed me to focus on the next milestone during the race. Towards the end, my carve muscles signaled signs of cramping. As I changed my nutrition to coke after 15 km, I ate less than I probably should have taken. I continued running but I was hoping that I will not have to stop with a cramp. Luckily, at km 40, Eva, Oli, Martin and his girl friend were cheering me on in Roth. I was very pleased they were there. For the next kilometre, my thoughts were still with this positive surprise and kept me forgetting the risk of a cramp. A few hundred meters before entering the station to finish the race, a spectator told me “Nearly there, now enjoy the last part of your race finishing in the stadium”. The stadium was full of spectators, my name was announced by the speaker and I did follow the advise I just got, enjoying this long race in this fantastic atmosphere.
I am pleased that this race went well. During my 6 month preparation phase, I had one ski-accident and a bike-accident, resulting in my training interrupted twice. Most important was that I was ready on race day to perform this endurance race. Especially the 4 weeks of many hard and long trainings before the race gave me good confidence that I was ready for this challenge! Thank you Matthias for the training plans and advise that prepared me for race day, July 17, 2106!
Am 8. Dezember war es endlich soweit: Nach 7 Monaten Vorbereitung fiel am Ironman Western Australia (IMWA) der Startschuss zu meinem bisher längsten Rennen über die Ironman-Distanz.
Vor dem Start
In der Woche vor dem Start in welcher wir bereits in Busselton waren, machten wir uns mit der Umgebung, Klima, Zeitzone, Wind und Temperaturen vertraut. Letztere hatte ich anders erwartet und die wenigen gepackten warmen Kleider wurden sehr wichtig! Anstelle der heissen Sommertemperaturen betrugen die Morgentemperaturen in den ersten zwei Tagen jeweils knapp 10°C. Im Jahr zuvor waren am IMWA mit Temperaturen von 35°C leicht andere Voraussetzungen…
Wegen einem Hai-Alarm war der Strand beim Busselton Jetty (= Schwimmstart) am Montag geschlossen. Diese Warnung wurde zum Glück nach einem Tag wieder aufgehoben. Somit stand auch aus dieser Perspektive nichts mehr im Weg für den Start am Sonntag.
8. Dezember 2013, Race day
Um 3 Uhr ging der Wecker los. Der letzte Countdown zum Start um 05:45 Uhr hat begonnen. Nach dem Frühstück noch ein letzter Check ob der Chip sitzt, die Uhr bereit ist, etc. Danach ging es von unserer Unterkunft die Strecke von ca 400 m zur Wechselzone. Diese kurze Distanz war vor und nach dem Rennen definitiv ein grosser Vorteil!
Das Wetter zeigte sich ebenfalls von der besten Seite: Die Temperaturen waren für maximal 24°C prognostiziert. Am morgen hatte es so gut wie kein Wind. Dieser sollte erst gegen Mittag einsetzen. Somit herrschten die besten Voraussetzungen von dieser Seite!
Da die Profis um 05:30 und 05:35 Uhr starteten, blieb uns nur 10 Minuten Zeit um in’s Startgelände zu gelangen und einzuschwimmen. Das genügte jedoch problemlos. – Und so stand ich also am Start meines ersten Ironman. Da neben mir noch ca 1600 andere Teilnehmer starteten, nahm ich mir vor, aussen rechts zu schwimmen. Damit wollte ich sicherstellen, dass ich nicht eingeklemmt werde und von möglichst wenig “Querschwimmern” beeinträchtig werde. Der Start verlief bestens. Ich konnte mein Plan bestens umsetzen und fand schnell meinen Rhythmus. Beim Wendepunkt bei 1,9 km gab es den vorauszusehenden Effekt, dass jeder möglichst nahe an den total 3 Wendebojen vorbei schwimmen will. Die rund 5 Minuten im Bereich der Wendeboje waren dann auch anstrengend und unruhig. Kurz darauf ging das Feld aber wieder in die Breite und ich hatte wieder genügend Platz um die zweite Hälfte in Angriff zu nehmen. Nach einer Stunde und 16 Minuten war ich bereits wieder aus dem Wasser, 4 Minuten schneller als erwartet. Praktisch gleichzeitig hatte auch Belinda das Schwimmen absolviert.
Die Bike-Strecke von 180 km ist in 3 Runden à 60 km aufgeteilt und flach. Ich hatte mir vorgenommen, die ersten 120 km defensiv, die letzten 60 km leicht schneller zu fahren. Dieser Plan ging perfekt auf. Die dritte und letzte Runde war darum in mehreren Aspekten die schönste: Dank dem erhöhtem Tempo machte ich sehr viele Plätze vorwärts und wurde dabei lediglich von einer einzigen Person überholt. Für dieses Finale hatte zusätzlich auch noch der Wind eingesetzt. Am meisten spürte ich dies als ich zum ersten Wendepunkt entlang der Küste fuhr: Mit 42 km/h düste ich auf die Wende zu um nach der 180° Wende mit gemächlichen 24 km/h gegen den Wind zu kämpfen… – Erleichtert erreichte ich in 5:57 die Wechselzone, womit ich auch mein zweites Ziel, die Bike-Strecke unter 6 Stunden erreichte.
Ich war gespannt, wie ich den Marathon starten werde und wie sich die 42 km nach einem über 7-stündigen Aufwärmen anfühlen wird. Der Start verlief sehr gut und ich fühlte mich bestens. Die vielen Koppeltrainings über die letzten 7 Monate haben sich sehr positiv ausgewirkt. Danke Coach! Mit der Verpflegung (alle 30 Minuten ein Gel) musste ich vom Plan abweichen: Die Einnahme der Gels war im Lauf unangenehm. Diese fühlten sich für mich im Mund “trocken” an. So musste ich auf das Angebot der vielen Verpflegungsposten des Veranstalters “ausweichen”. Dabei gab es für uns Europäer auch ungewohnte Angebote: Jelly Beans, Vegemite oder Wasser-Melonen hatte ich auf Europäischen Triathlons noch nie gesehen. Da ich Wassermelonen sehr gerne habe, versuchte ich mich damit zu verpflegen. Mein Magen hatte damit keine Probleme.
Bei Kilometer 30 musste ich meine Geschwindigkeit abrupt reduzieren: Eine riesige Blase war an meiner kleinen linken Zehe geplatzt. Der nächste Sanitätsposten war nur einige hundert Meter entfernt. Dort angekommen musste ich 2-3 Minuten warten, bis der Arzt wieder zurück war und sich meiner Zehen annehmen konnte. In dieser Wartezeit konnte ich wenigstens meine Schuhe ausziehen und mich am Verpflegungsposten nebenan in Ruhe mit Wassermelonen verköstigen. – Die geplatzte Blase war schnell verbunden. Auch die rechte kleine Zehe, welche bereits bedrohlich angeschwollen war, hatte der Arzt ebenfalls mit Pflaster geschützt. So konnte ich nach ca 8 Minuten Unterbruch wieder auf die Laufstrecke um die letzten 10 km in Angriff zu nehmen. Erfreulicherweise war ich sehr schnell wieder im Rennen. Die Blase war schnell vergessen und ich fühlte mich sehr gut und erstaunlicherweise frisch. So war auch die letzte Runde im Lauf davon geprägt, dass ich viele Läufer überholen konnte. Das war ein beflügelndes Erlebnis! 3 km vor dem Ziel platzte dann auch noch die Blase an der rechten Zehe. Da diese bereits mit Pflaster geschützt war, verzichtete ich auf einen weiteren Stop, denn ich hatte nur noch eines im Sinn: Die Ziellinie nach total 226 km mit einem grossen Freudensprung zu überqueren. Dort wurde ich nach 12 Stunden und 28 Minuten mit den obligaten Worten “Markus, You are an Ironman” begrüsst. Ich war sehr glücklich, dass ich meinen ersten Ironman erfolgreich und ohne nennenswerte Probleme finishen konnte. Dass ich auch alle meine Zeitvorstellungen unterbieten konnte war ebenfalls eine grosse Befriedigung.
Auch Belinda verlief das Race sehr gut. Sie konnte ihren 5. Ironman ohne Zwischenfälle mit einer neuen Personal Best Zeit abschliessen. – Im Ziel überraschte ich Belinda mit einem Heiratsantrag. Die Strapazen der letzten 12 Stunden waren sofort vergessen und sie antwortete mit einem klaren JA. Durch den grossen Applaus der Zuschauer und Volunteers kam es uns vor, als ob wir den Ironman gewonnen hätten! Die Volunteers wollten uns zu diesem Ereignis spontan Champagner anbieten. Leider gab es aber nur Wasser, Gatorade und andere Softdrinks. Das war auch besser so, denn der Champagner wäre uns nach diesem 12-stündigen Sonntagsausflug nicht gut bekommen…
Der Tag nach dem Rennen
Belinda und ich hatten uns beide sehr gut erholt. Wir hatten keine nennenswerte Schmerzen. Einzig meine Zehen weigerten sich, bereits wieder in Schuhe eingepackt zu werden.
Am Montag Abend wurde der Abschluss mit dem Award Dinner gefeiert. Wie bereits die Welcome Party am Freitag war auch der Abschluss perfekt organisiert. Da können sich die europäischen Organisatoren ein Vorbild nehmen.
In der Zwischenzeit sind wir bereits wieder zurück in der kalten Schweiz. A propos Temperaturen: Die Temperaturen in Perth waren eine Woche nach unserem Wettkampf mit 42°C etwas wärmer als die 24°C vom 8. Dezember…
Der Fahrplan für mein erster Ironman ist gut unterwegs. Das Training, welches ich im Mai begonnen hatte, hat positive Auswirkungen gezeigt. So habe ich das Gefühl, dass ich in allen Disziplinen fortschritte gemacht habe. Mit dem Trainingslager in Mallorca Mitte Oktober sammelte ich nochmals 550 km Bike-Erfahrung verbunden mit Koppelläufen. Mit den letzten beiden Rennen (IM 70.3 Luxembourg und Halbmarathon Luzern) hatte ich positive Resultate erreicht, welche mir einen guten Feedback lieferten.
Jetzt sind noch 2,5 wichtige Wochen vor mir, in denen die letzten langen Trainings anstehen. Da wir bereits November schreiben sind die Rad-Trainings eine Herausforderung mit dem Wetter. Bei Regen ist Vorsicht geboten, damit ich mich nicht kurz vor dem wichtigsten Tag noch erkälte. Für die restlichen Wettereinflüsse gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, höchstens falsche Kleidung… – Als Entschädigung sind die Temperaturen in Australien dann sicher wärmer 😉
Fazit: Ich bin bereit, auch den letzten Monat in Angriff zu nehmen.
Heute hatte ich einen grossen Meilenstein erreicht. Mit 1:57:06 hatte ich am Swiss City Marathon in Luzern die für mich magische Grenze von 2 Stunden unterboten. Meine Trainingsfortschritte für den Ironman Western Australia vom 8. Dezember 2013 hatten mir gezeigt, dass ich heute diese 2-Stunden Marke knacken könnte.
Doch die Vorzeichen hatten gestern Samstag nochmals einiges in Frage gestellt: Belinda und ich litten von Freitag nacht bis Samstag abend an Durchfall. Belinda sogar noch zusätzlich über die ganze Nacht bis vor dem Frühstück am Sonntag morgen. Entsprechend war unsere Energie-Bilanz vor dem Rennen nicht optimal.
Wettermässig wurden wir am Sonntag morgen mit Regen begrüsst. Glücklicherweise waren die Temperaturen mild, so dass wir wenigstens nicht frieren mussten. Ich startete mein Rennen mit dem 1:59er Pacemaker mit dem Ziel, erstmals ein Halbmarathon unter 2 Stunden zu finishen. Der Start verlief gut. Wer aber mit einem Pacemaker mitlaufen will, muss in Kauf nehmen, dass er immer von vielen Personen umgeben ist, welche das selbe Ziel verfolgen. Somit war ich öfters damit beschäftigt, meine Position zu halten oder sicherzustellen, dass der Abstand zum Pacemaker nicht zu gross wird. Beim Verpflegungsposten bei KM 16 ermahnte uns der Pacemaker, dass es wichtig sei, dass sich jeder gut verpflegt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meine Banane und Wasser bereits gefasst. Dabei hatte ich den Pacemaker “verloren”, d.h. ich lief weiter, während er das Tempo kurz reduzierte.
Von dort an ging es mir immer leichter. Ab dem KKL war mir klar, dass ich mein Ziel erreichen kann, wenn ich so weiter laufe. Noch mehr Spass machten die letzten KM ab dem Schwanenplatz, da ich immer mehr Personen überholte. Und schliesslich kam auf dem letzten KM nach langem Dauerregen sogar noch die Sonne hervor. Ein schöner Finish!
Auch Belinda hat trotz Dauer-Durchfall bis vor dem Rennen gefinished. Da sie vor dem Lauf gegenüber mir über eine weniger gute Energiebilanz verfügte, hatte sie viel mehr als ich zu bewältigen. Herzliche Gratulation zu Deiner Leistung! Ebenfalls gratuliere ich Peter Bader, Dani und Marion Keller sowie Ernst und Dana Steimann zu ihren erfolgreichen Resultaten.
Diesen Sonntag fand der erste IM 70.3 Luxembourg in Remich statt. Remich liegt im Südosten von Luxemburg an der Grenze zu Deutschland und Frankreich. Dank dieser Lage geht jeder Teilnehmer definitiv über die Grenzen: Schwimmend in Luxemburg und Deutschland und auf dem Rad in Luxemburg und Frankreich. Nur die Laufstrecke befand sich in einem einzigen Land, Luxemburg…
Bei der Registrierung erfuhren wir bereits das erste Highlight: Belinda war auf der Liste vor Dirk Bockel, dem lokalen Ironman Profi positioniert. Aber eben, diese Liste war ja nur die Startliste. Da Dirk jedoch verletzungshalber nicht an den Start ging, war Belinda auch nach dem Zieleinlauf erneut vor Dirk klassiert 😉
Das Wetter hatte sich kurzfristig gewendet: Eine Woche vor dem Wettkampf waren die Prognosen für Sonntag bei 28° und Sonnenschein. Die Kaltfront kam jedoch viel schneller über Europa hinein. So hatten wir in der Nacht auf Sonntag starke Gewitter, vor dem Schwimmstart leichter Regen bei ca 12° Lufttemperatur.
Wegen der gestaffelten Startzeiten im Schwimmen durften wir nur 10 Minuten vor dem Start in’s Wasser. Wer wollte, konnte sich jedoch in einem 50 m Pool nahe des Starts einschwimmen. Die Schwimmstrecke wurde im Race Briefing und der Dokumentation wie folgt beschrieben: 450 m flussaufwärts, 1 km flussabwärts, 450 m flussaufwärts. Diese ersten 450 m fühlten sich extrem lang an, der folgende km dafür zügig. Und die letzten sogenannten 450 m waren dann schnell erledigt. Der Grund lag darin, dass Start und Ziel nicht in der Mitte beider Bojen, sondern etwa 200 m nahe der 2. Boje installiert wurde…
Wegen der nassen Strassen benötigte die Bike-Strecke zusätzliche Aufmerksamkeit und Vorsicht. Die ersten 35 km geht es flach entlang der Mosel. Das hatte ich richtig genossen, da ich häufig überholen konnte. Danach geht es durch die Weinberge in’s Hinterland. Dieser eher wellige Teil über 40 km überrascht mit einigen scharfen Kurven, sei es 90° oder gar Haarnadel-Kurven, welche nicht zu unterschätzen sind. Diese waren auch der Grund, warum viele Teilnehmer stürzten. Belinda und ich sind zum Glück davor verschont geblieben.
Die Fahrt durch’s Hinterland ist landschaftlich sehr schön, vor allem bei Sonnenschein welchen wir am Freitag bei unserer Streckenbesichtigung geniessen durften. Vor den letzten 10 km gibt es einen ca 500 m langen Veloweg. Da dieser Weg nur 1,5 m breit ist, herrscht auf diesem Streckenteil Überholverbot. Ansonsten würde die Windschatten-Regelung von 2 m Minimum-Abstand verletzt. Dort hatte ich Pech, da ich dort plötzlich eine Athletin vor mir hatte, welche gemütlich mit 25 km/h pedalte. Mit dem Race Marshall direkt hinter mir war klar, mit welcher Geschwindigkeit ich ihr folgte… Somit blieb mir nichts anderes übrig, als die Beine zu lockern und mich zu verpflegen bis das Überholverbot aufgehoben war. – Die Bike-Strecke war auf den ganzen 90 km komplett abgesichert und bei allen Kreuzungen mit “offenen Strassen” war auch mindestens ein Polizist vor Ort, falls z.B. ein ungeduldiger Autofahrer beruhigt werden müsste.
Zur Übersicht die Bikestrecke des 70.3 Ironman Luxembourg:
… und mein stark verschmutztes Bike nach dem Ritt auf den nassen Strassen. Zur Info: Vor dem Rennen war das Bike noch blitz-sauber…
Die Laufstrecke sind 4 Runden à 5 km entlang der Mosel und absolut flach. Nach den vielen Trainings mit Koppelläufen in diesem Jahr war ich gespannt, wie ich diesen Halbmarathon absolvieren kann. Schon auf den ersten 500 m spürte ich, dass die Voraussetzungen positiv sind. Ich achtete, dass ich in den ersten 15 km den Puls nicht zu hoch bringe, um am Schluss noch genügend Reserven zu haben. Alles verlief nach Plan und so entschied ich mich, die letzten 5 km zu beschleunigen. Dummerweise hatte sich dabei nur noch der Puls beschleunigt, die Geschwindigkeit blieb in etwa gleich. Das war aber nicht so schlimm, denn das wichtigste für mich war, dass ich in einem 70.3 Ironman den Halbmarathon endlich ohne Probleme durchlaufen konnte.
Somit konnte ich den 70.3 Luxembourg mit drei PBs abschliessen: Endzeit, PB auf dem Bike und PB im Halbmarathon auf der 70.3 Distanz. Dabei bin ich mehrmals über die Grenzen gegangen, habe aber darauf geachtet, dass ich mit meiner Energie die Grenzen nicht überschreite. Damit habe ich einen wichtiger Meilenstein auf meiner Vorbereitung für meinen ersten Ironman (Western Australia, 8. Dezember 2013) mit Erfolg absolviert. Jetzt freue mich auf die folgenden 88 Tage bis zum Start auf die lange Distanz!
Herzlichen Glückwunsch auch an Belinda und Meri. Für Peter, Ari und Markus zusätzlich mit besten Glückwünschen auf eine schnelle Heilung der Blessuren nach Euren Bike-Stürzen in den rutschigen Kurven.
Wie jedes Jahr findet an der Ironman World Championship in Hawaii beim Bike Check-in ein Bike Count statt. Lava Magazine hat soeben die 2012-er Zahlen publiziert. Die populären Marken besetzen nach wie vor die Spitzenpositionen wie bereits im 2011er Bike Count.
Zum ersten mal wurden auch die Running shoes gezählt. Während beim Bike-Material die erste Marke jeweils mehr als ein Viertel für sich beansprucht, gibt es bei den Laufschuhen eine breitere Verteilung. Asics wird von 17.8% aller IM Hawaii Wettkämpfer getragen. Die noch junge Schweizer Marke On Running bringt es mit 23 Läufern (1,4%) bereits in die vordere Hälfte der Rangliste!
Am 28. Juli fand der Swissalpine in Davos statt. Ich habe mir die K42 Strecke entschieden. Das heisst ein Marathon mit 1720 Höhenmetern von Bergün (1383 m) nach Davos (1538 m) über die Keschhütte (2632 m) und den Sertigpass (2739 m).
Die Anreise am Freitag nach Davos war genial: Schönstes Wetter und Temperaturen von 27°C. Für den Samstag war eine Abkühlung prognostiziert worden mit einer grossen Chance auf Regen. Die Frage war nicht ob Regen sondern zu welcher Zeit.
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Die optimalen Bedingungen waren bereits auf der 45-minütigen Zugfahrt von Davos nach Bergün in Frage gestellt. Tiefgraue Wolken präsentierten sich in der Ferne. Pünktlich zur Ankunft in Bergün, eine Stunde vor dem Start fielen dann auch die ersten Tropfen… – Nun, das Wetter kann ich nicht beeinflussen, also machte ich halt das beste daraus. Der leichte Regen hielt etwa die erste halbe Stunde des Laufes an, hatte mich aber nicht gestört.
Der Aufstieg zur Keschhütte war hart und lang. Oben angekommen wurde ich von Belinda begrüsst, welche kurz vor mir diesen Punkt erreicht hatte. Wegen dem sehr starken Wind bei der SAC Hütte packte ich mich mit allen mitgebrachten wärmenden Kleiderteilen ein: Gilet, Ärmlinge und Handschuhe. Zum Glück war nur die SAC Hütte so stark am Wind exponiert und die Verhältnisse wurden wieder normaler, sobald ich den Weg weiter Richtung Sertigpass unter die Füsse nahm. Diese Passage hatte einige sumpfig-artige Stellen. Da musste ich gut aufpassen, dass die Schuhe nicht (allzu) nass werden.
Auf dem Sertigpass hatte ich den Massage-Service in Anspruch genommen, da ich mir die Schultern völlig verkrampft hatte. Diese Massage war einmalig: Wer hat schon bei einer Schulter-Massage ein ganzes Berg-Panorama vor sich gehabt? Nach dieser Lockerung ging es weiter Richtung Davos. Der Abstieg war steil und hatte loses Gestein, zu Beginn sogar noch Schneefelder. Da ich letztes Jahr vom Sertig Dörfli zum Sertigpass gewandert war, kannte ich die 8 km dieser Strecke bereits. Sobald der schwierigste Teil vorbei war, erhöhte ich mein Tempo und überholte eine grosse Anzahl Läufer auf dem Abstieg. Dieser Teil des Laufes gefiel mir mit Abstand am besten. Dabei wurde mir wieder einmal bewusst, dass gute Kenntnisse der Route ein grosser Vorteil sind.
Nach Sertig Dörfli begann der Regen erneut. Der störte mich nicht allzu gross. Da ich bereits bei der 70 km Marke des K78 vorbei war, konnte es ja nicht mehr so weit bis ins Ziel sein. Bei der 75 km Marke begann ich dann zu Rechnen, wie lange ich für die verbleibenden 3 km noch benötige. Diese Rechnung wurde arg unterbrochen, als auf einmal die 35 km Marke für den K42 vor mir auftauchte. Habe ich wohl die Strecke nicht richtig studiert? Macht der K42 am Schluss gegenüber dem K78 noch eine Extraschlaufe? – Nun, es gab keine Extraschlaufen. Die Strecken-Posten waren schlichtweg an den falschen Orten plaziert worden…
Nach der Passage von Clavadel war Davos nicht mehr weit entfernt. In der Ferne hörte ich bereits die Lautsprecher des Zielgeländes. Unüberhörbar waren aber auch die Donnergrollen, welche immer lauter wurden. Etwa 2 km vor dem Ziel wurde das Gewitter dann sehr intensiv und der Himmel öffnete alle Schleusen. Mit dem Ziel vor den Augen konnte mich dies auch nicht stoppen. Im Gegenteil, hatte ich richtig Spass, den letzten km in Davos auf den von Wasser überfluteten Strassen Richtung Ziel zu Laufen. Schade war lediglich, dass wegen dem Gewitterregen viel weniger Zuschauer im Zielgelände waren als ich das letztes Jahr gesehen hatte.
Ich gratuliere Stefan Kutej zu seiner genialen Zeit von 8:33 für den K78 und Belinda, welche vor mir im Ziel war und mich dafür beim Zieleinlauf gross anfeuerte!
Der K42 hatte mir grossen Spass bereitet. Da der höchste Punkt auf dem Sertigpass bereits bei km 23 passiert wird, war der erste Teil für mich Anspruchsvoller als der zweite Teil. – Nach dem Wien Marathon vom April dieses Jahres war dies nun mein zweiter Marathon. Ausser der Distanz haben diese Läufe aber wenig gemeinsam. Vor allem habe ich mich nach dem K42 sehr schnell wieder erholt und nach dem Rennen praktisch kein Muskelkater gespürt.
Aller guten Dinge sind Drei: Nun gilt es den Aufbau zu halten, damit wir dann am 30. September den Berlin Marathon bestreiten können…
Der heutige Ironman Switzerland hat allen Teilnehmer sehr viel gefordert! Neben den tiefen Temperaturen hatten sie bis auf Schnee etwa alle Wetter-Kombinationen erlebt: Sonne, Wind, Regen, Gewitter, Hagel. Ich gratuliere allen heutigen Finishern zu ihrer heutigen Leistung, speziell Nadine Baumgartner und Andrea Wedel zu ihrem ersten Ironman, Urs und Kurt Müller, Raphael Tschopp und Simone Brändli. Reto Fröhli wünsche ich nach seinem Sturz auf der nassen Unterlage in Feldbach gute Genesung!
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Die Bilder sind hier in höherer Auflösung verfügbar
Dieses Wochenende finden die ersten Seeüberquerungen auf dem Zürichsee statt, sofern das Wetter die Bedingungen dazu ermöglicht. Aktuell sind die Seetemperaturen knapp über den geforderten 20°C.
Nachdem die Stadtzürcher Seeüberquerung vom 4. Juli auf die nächste Woche verschoben wurde, haben die Zolliker und die 2,1 km lange Überquerung Meilen – Horgen am Sonntag, 8. Juli die Chance, die Saison auf dem Zürichsee zu “eröffnen”.
Eine Liste aller mir bekannten Termine auf dem Zürichsee sind hier ersichtlich und werden regelmässig aktualisiert. Diese Termine können auch direkt auf Deinem Kalender abonniert oder einmalig importiert werden.