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Auch als Pazifist* anerkenne ich den Wert der Rekrutenschule, der über die militärische Ausbildung hinausgeht. Da sitzt der Sohn des Doktors mit dem Hilfsarbeiter gemeinsam im Schützengraben und der Welsche verteidigt Seite an Seite mit dem Deutschschweizer das Tessin. Die Rekrutenschule verbindet und junge Männer stehen im Dienst der Gesellschaft. Wussten früher an einer Party die Männer nicht, über was sie reden sollten, genügte die Frage: “Wo hast du Dienst gemacht?” und schon gab es genügend Gesprächsstoff für den Abend.
Heute absolviert nur noch ein Bruchteil der jungen Männer eine Rekrutenschule und ein namhafter Teil besucht den Zivildienst. Für viele gibt es den “Gemeinschaftsdienst” nicht mehr. Ich muss gestehen, ich sehe darin einen Verlust für uns als Nation. Wenn wir den Armeebestand weiter verkleinern, wird diese Entwicklung verstärkt und es kommt zwangsläufig die Frage nach einer Berufsarmee.
An dieser Stelle sollten wir quer denken. Warum müssen nicht alle jungen Menschen bis zum 27 Altersjahr einen Landesdienst von 24 Wochen leisten? Jeder und jede kann entscheiden, ob er oder sie eine militärische oder zivile Ausbildung wählt.
Militärische Ausbildung
Die militärische Ausbildung würde weiterhin 17 Wochen dauern und noch zwei obligatorische WK’s beinhalten. Wer sich danach für das Militär entscheidet, würde sich “beruflich” für weitere WK’s verpflichten. Die Arbeitgeber müssten den Leuten weiterhin freigeben, sie erhalten dann aber 100% des Lohns oder der Armeeangehörige macht den “Durchdiener”.
Zivildienst Ausbildung
Beim Zivildienst würde ich ebenfalls auf eine 12 bis 17 Woche Grundausbildung bestehen. Damit ist sichergestellt, dass die Werte Zusammenarbeit und das Land kennenlernen mitgegeben werden. Die restlichen Wochen könnten dann die Leute, wie heute, an verschiedenen Orten absolvieren.
*Yepp, die FDP hat sogar Pazifisten als Mitglieder ;-)