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Die Verwaltungsratsdelegation hatte bereits am Freitag einseitig die eidgenössische Einigungsstelle für die Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten (EES) angerufen. Die Delegation der Redaktion erachtet eine externe Vermittlung grundsätzlich als prüfenswert, dies aber unter der Voraussetzung, dass alle Abbaumassnahmen sistiert bleiben. Denn eine Mediation ist nur zielführend, wenn die Geschäftsleitung keine vollendeten Tatsachen schafft. Eine Schlichtung setzt voraus, dass der Gegenstand der Vermittlung in der Zwischenzeit nicht obsolet wird. Darum dürfen bis zum Ende der Vermittlung insbesondere keine weiteren Kündigungen erfolgen, und die Fristen der bereits ausgesprochenen Kündigungen müssen unterbrochen bleiben. Über den Standpunkt der Redaktion zur externen Vermittlung sowie über das weitere Vorgehen wird die Redaktionsversammlung befinden.
Die Hauptforderungen der Redaktion bestehen in folgenden fünf Punkten:
- Reduktion der Abbaumassnahmen, aufbauend auf einer gemeinsam entwickelten redaktionellen Strategie
- Sistierung aller Kündigungen und Abbaumassnahmen, bis eine redaktionelle Strategie vorliegt
- Sozialplan, der insbesondere für die Personen nahe am Pensionsalter faire Bedingungen bietet
- Ein Bekenntnis zum umfassenden Service Public, das in den Leitlinien der Agentur festgehalten bleiben
- Die Deckung aus den Reserven der SDA (über 16 Millionen) des Defizits, das durch den Preisdruck der Verlage (und Eigentümer der SDA) verursacht worden war
Nachdem die Geschäftsleitung der SDA im Januar 35,6 von 150 journalistischen Vollzeitstellen abbauen wollte und nach der obligatorischen Konsultation des Personals keinerlei Kompromissbereitschaft zeigte und auch ein kurzer Warnstreik keine Fortschritte brachte, trat die SDA-Redaktion am 30. Januar 2018 in einen unbefristeten Streik. Dieser wurde am 2. Februar zugunsten von Verhandlungen mit dem Verwaltungsrat suspendiert.