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Chan Bern
Ch’an na oder kurz Chan ist die chinesische Variante des Sanskrit-Begriffs „dhyana“, „Meditation“, und Ursprung des japanischen Wortes Zen.
Chan entstand in China in der Zeit zwischen dem 10. und dem 13. Jahrhundert und wurde nachher nurmehr in kleinen Zirkeln tradiert. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es eine Renaissance des Chan.
Chan Bern bezieht sich auf die Tradition des Chan-Meisters Sheng Yen (1930-2009), der nördlich von Shanghai geboren wurde, und nach einem Noviziat in den Wolfsbergen mit den Nationalchinesen nach Taiwan übersiedelte, wo er zum Mönch ordiniert wurde. Nach Studien in Japan wirkte er in den USA, bevor er als Abt nach Taiwan zurückkehrte. Sheng Yen vertrat sowohl die Caodong (Soto) Linie als auch die Linji (Rinzai) Linie des Chan.
Gegründet wurde Chan Bern von Chang She, bürgerlich Hildi Thalmann, die nach beruflicher Tätigkeit als Ärztin und Kinderneurologin und langjähriger Erfahrung in christlicher Kontemplation eine Zen-Ausbildung in Japan absolvierte, bevor sie im Jahr 2004 Schülerin von Sheng Yen wurde. 2008 erhielt sie von ihm die Lehrerlaubnis. Aus einer 2007 von ihr begründeten Chan-Gruppe entstand im Jahr 2013 der Verein Chan Bern, der das Zentrum Chan Bern führt.
Chan Bern ist dem Chan in der Tradition von Sheng Yen verpflichtet. Dessen Auffassung des Buddhismus nennt sich auch „humanistischer Buddhismus“ als Übersetzung des chinesischen Terminus ren sheng fo jiao (人生佛教), was als „Buddhismus für die in dieser Welt Lebenden“ oder freier als „Buddhismus für die Menschen“ übersetzt werden kann. Ziel ist es, Buddhismus im täglichen Leben anzuwenden und damit zu einer besseren Welt beizutragen.
Chan Bern bietet Einführungen in Chan, thematische Meditationsaende, Übungstage, Retreats und Chan-Tage an.