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Kevin Anderson steht als erster Spieler im Final von Wimbledon. Der Bezwinger von Roger Federer gewinnt in 6:36 Stunden mit 26:24 im fünften Satz gegen John Isner.
In der ewigen Liste der längsten Einzel-Matches der Geschichte rangiert der Halbfinal auf Rang 3.
Länger war auch eine Doppel-Partie. Stan Wawrinka und Marco Chiudinelli unterlagen 2013 in der 1. Runde den beiden Tschechen Tomas Berdych und Lukas Rosol nach 7:02 h mit 4:6, 7:5, 4:6, 7:6 und 22:24.
Alleine der Entscheidungssatz dauert 2:55 h. Die 50 Games entsprechen rund vier Sätzen. Anderson und Isner haben also gewissermassen keinen Fünfsätzer absolviert, sondern einen Achtsätzer.
Gemeinsam schlagen die zwei Spieler, die beide über zwei Meter lang sind, 102 Asse. Isner entscheidet diese Statistik mit 53:49 für sich. Der Amerikaner schafft im gesamten Turnier 214 Asse und bricht so die Rekordmarke von Goran Ivanisevic, der vor 17 Jahren bei seinem Turniersieg in Wimbledon zwei Asse weniger geschlagen hatte.
Schon beim Viertelfinal-Coup gegen Roger Federer muss Kevin Anderson in die Verlängerung. Der fünfte Satz gegen den Schweizer ist aber vergleichsweise ein Sprint: Anderson gewinnt ihn mit 13:11. Die Partie dauert 4:14 h.
Für Anderson ist es der zweite Grand-Slam-Final der Karriere. Im vergangenen Herbst unterlag der 32-Jährige aus Johannesburg Rafael Nadal im Endspiel der US Open 3:6, 3:6, 4:6.
Nach 97 Jahren steht erstmals wieder ein Südafrikaner im Wimbledon-Final. Brian Norton schien ebenfalls ein Marathon-Mann zu sein: 1921 unterlag er Bill Tilden 6:4, 6:2, 1:6, 0:6, 5:7.
«Bitte entschuldigt, dass ich mich nicht mehr freuen kann», meint der Sieger völlig ausgepumpt. «Ich hoffe, das ist ein Zeichen für die Grand-Slam-Turniere, dies zu ändern.» Anderson plädiert dafür, dass auch im fünften Satz ein Tiebreak entscheidet.
«Es tut mir wahnsinnig leid für John», sagt Anderson weiter. «Er hat mich meine ganze Karriere lang gepusht.»