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Golf - Tiger Woods erleidet am US Masters in Augusta einen herben Dämpfer. Wegen eines Regelverstosses muss der Superstar zwei Strafschläge hinnehmen.
In der zweiten Runde widerfuhr dem viermaligen Masters-Champion an einem einzigen Loch, dem 15., alles Pech dieser Welt. Mit einem Schlag aus rund 80 Metern traf er genau die Fahnenstange. Von dort prallte der Ball unkontrolliert weg und lief vom Green hinunter ins Wasserhindernis. Woods wiederholte den Schlag von der gleichen Stelle und spielte mit praktisch gleicher Präzision. Diesmal blieb der Ball nahe am Loch liegen. Statt mit einem sicheren Birdie die Führung zu übernehmen, musste Woods einen Schlagverlust (Bogey) gewärtigen.
Anderntags wurde das Ganze noch weit schlimmer. Es stellte sich heraus, dass Woods den Wiederholungsschlag am 15. Loch von der falschen Stelle aus ausgeführt hatte. Er hätte hierfür die sogenannte "Dropping Zone" verwenden müssen. Konsequenterweise verhängten die Offiziellen eine Strafe von zwei Schlägen.
Vor der dritten Runde liegt Woods nun fünf Schläge hinter der Spitze. Diese nimmt der junge Australier Jason Day ein. Er führt einen Schlag vor seinem Landsmann Marc Leishman und dem US-Veteranen Fred Couples.
Der 26-jährige Day gehört einem Kreis junger, hochbegabter Spieler an, denen ein Sieg an einem der vier grossen Turniere jederzeit zuzutrauen ist. 2011 wurde Day sowohl am US Masters als auch am US Open Zweiter.
Der Weltranglisten-Zweite Rory McIlroy ist nun einen Schlag vor Woods klassiert. Der Nordire ist gleichauf mit dem Spanier Sergio Garcia, der die Führung vom ersten Tag mit einer schwachen 76er-Runde verspielt hat. Phil Mickelson hat mit nunmehr neun Schlägen Rückstand auf die Spitze keine Chance mehr, das Masters zum vierten Mal zu gewinnen.
Der 14-jährige chinesische Schüler Guan Tianlang, Asienmeister der Amateure, setzte seinen verblüffenden Auftritt am prestigeträchtigsten Turnier fort. Er ist nunmehr nicht nur der jüngste Teilnehmer in der Geschichte des Masters, sondern auch der jüngste Spieler, der in Augusta jemals den Cut geschafft hat. Mit vier Schlägen über Par brachte es Guan gerade noch ins Feld der Finalisten. Er profitierte dabei von der Sonderregel, gemäss der nach zwei Runden alle Spieler weiterkommen, die nicht mehr als zehn Schläge von der Spitze entfernt sind. Mit seinem 55. Rang unter 93 Spielern wäre Guan ausgeschieden.
SDA-ATS