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| Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas

III. Gleichnisse
Neuntes Gleichnis
9. Kap. Fortsetzung: Verwendung der beim Turme liegenden Steine.
1. Hernach machte er sich daran, die weißen und runden Steine zu betrachten; da sprach er zu mir: „Was fangen wir mit diesen Steinen an?“ „Was verstehe denn ich, Herr?“ „So hast du dir also keine Gedanken über sie gemacht?“ 2. „Ich verstehe mich nicht auf dieses Handwerk, ich bin kein Steinmetz und kann es (daher) auch nicht verstehen.“ „Siehst du nicht, dass sie zu sehr gerundet sind? Und wenn ich sie viereckig machen will, muss viel von ihnen weggehauen werden; es müssen aber von ihnen notwendig einige in dem Bau Verwendung finden.“ 3. „Wenn dies sein muss, Herr, was zerbrichst du dir den Kopf und wählst dir für den Bau nicht die aus, die du willst, und fügst sie in denselben ein?“ Dann wählte er von ihnen die großen und schönen aus und bearbeitete sie; die Jungfrauen aber trugen sie hinauf und legten sie auf die Außenseiten des Baues. 4. Die anderen überflüssigen Steine aber wurden aufgehoben und in die Ebene zurückgetragen, woher sie geholt worden waren; aber sie wurden nicht verworfen, „weil“, wie er sagte, „noch eine Kleinigkeit am Turme zu bauen [S. 266] übrig bleibt“. Der Herr des Turmes will aber durchaus, dass diese Steine in den Bau eingefügt werden, weil sie überaus schön sind. 5. Dann wurden zwölf Frauen herbeigerufen, von schöner Gestalt, in schwarzen Kleidern [gegürtet, aber mit freien Schultern] und aufgelösten Haaren; es schien mir, als ob es Frauen vom Lande seien. Diesen befahl der Hirte, die vom Bau verworfenen Steine aufzuheben und in die Berge zurückzutragen, von wo sie auch hergeholt worden waren. 6. Diese hoben freudig alle Steine auf, trugen sie weg und legten sie da nieder, wo man sie geholt hatte. Als dann alle Steine weggeschafft waren und keiner mehr um den Turm lag, sprach der Hirte zu mir: „Nun wollen wir den Turm umschreiten und nachsehen, ob sich nicht irgendein Mangel an ihm findet.“ Und wir umschritten ihn beide. 7. Wie nun der Hirte sah, dass der Turm im Bau gar wohl gelungen war, zeigte er sich hocherfreut; er war nämlich so gebaut, dass mich bei seinem Anblick Sehnsucht erfaßte, in ihm zu wohnen; er war nämlich so gebaut, wie wenn er aus einem einzigen Stein und zu einem Stück zusammengefügt wäre; es machte den Eindruck, als ob der Stein aus dem Felsen herausgehauen wäre; mir schien er aus einem Steine zu sein.