Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03155.jsonl.gz/845

Tero Saarinen bezeichnendes Solowerk HUNT ist eine der gefeiertsten zeitgenössischen Interpretationen von Strawinskis Le sacre du printemps. Diese fürs Fernsehen neu aufgerollte Version bietet neue Einblicke und Perspektiven auf Saarinens bahnbrechendes Werk. HUNT ist eine Kollaboration des Choreorafen und Tänzers Tero Saarinen und der multimedialen Künstlerin Marita Liulia, die 2013 erstmals im Rahmen der Biennale in Venedig gezeigt wurde. Die Performance wurde im Mai 2013 auf der Bühne des Finnischen Nationatheaters aufgenommen.
Jean Pauls Roman 'Titan', in dem ein künstlerisch begabter junger Mann, getrieben von seinem Unvermögen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden, schliesslich verzweifelt Selbstmord begeht, inspirierte Gustav Mahler zu seiner 1. Sinfonie. Die Arbeit fiel Mahler nicht leicht: Er komponierte die Sinfonie zwischen 1887 und 1888, als er als junger Mann Ende zwanzig als Dirigent an der Oper Leipzig arbeitete. Die erste Version des Werkes wurde als sinfonische Dichtung in zwei Teilen betrachtet, da sie eine bestimmte musikalische Geschichte erzählt. Diese Originalversion wurde 1898 in Budapest uraufgeführt, aber es kam nicht gut an. Mahler beschloss, sein Werk zu überarbeiten: Er liess die expressionistischen Titel weg und strich den zweiten Teil (die 'Blumine'). Es entstand eine wunderbare Sinfonie voller musikalischer Referenzen. Der erste Teil zitiert eine von Mahlers früheren Kompositionen ('Ging heut' morgens übers Feld' aus 'Lieder eines fahrenden Gesellen'), der zweite Satz ist ein österreichischer Ländler (ein Volkstanz) und der dritte Teil bezieht sich auf eine sehr bekannte Melodie: Bruder Jakob. Alles in allem markiert diese Sinfonie Nr. 1 eine unglaubliche Leistung für einen jungen Komponisten.
Der reiche, alte Fischhändler Mendoza will mit Don Jerome ein gutes Geschäft abschliessen und dessen hübsche Tochter Luisa heiraten. Luisa liebt aber den jungen, mittellosen Don Antonio, ihr Bruder Ferdinand die schöne Clara. Luisas Amme Duenna will selbst den Fischhändler heiraten und ersinnt eine List: Sie tauscht mit Luisa die Kleider. Nach einigen Turbulenzen finden sich die drei Paare in einem Kloster ein und werden von den lustig feiernden Mönchen getraut. Don Jerome muss gute Miene zum bösen Spiel machen.
Cast
Nikolai Gassiew, Alexander Gergalow, Anna Netrebko, Larissa Diadkowa, Jewgeni Akimow, Marianna Tarassowa, Sergej Aleksaschkin
Director
Aarno Cronvall
Script
Richard B. Sheridan, Mira Mendelson-Prokofieva, Sergej Prokofjew
Der titelgebende Russe in Paris ist der berühmte Dirigent Juri Temirkanow, der das Orchestre de Paris durch ein Programm mit Prokofjews 'Lieutenant Kijé', Tschaikowskys Rokoko-Variationen und Ravels Arrangement von Mussorgskis 'Bildern einer Ausstellung' führt. Insbesondere letztere Komposition erfreut sich dank verschiedener Arrangements von Komponisten sowohl innerhalb wie ausserhalb der klassischen Musik langanhaltender Beliebtheit. Dieses Konzert wurde im Februar 2013 in der Salle Pleyel, Paris, aufgezeichnet. Solistin ist die Cellistin Alisa Weilerstein.
Dieses Konzert ist die Frucht der Kooperation der Konservatorien 'Giuseppe Nicolini' in Piacenza und 'Giuseppe Verdi' in Mailand im Rahmen des Projektes 'MIlanoPIACEnza ... suonare insieme'. Auf dem Programm stehen Werke des niederländischen Dirigenten und Komponisten Johan de Meij. 'Echoes of San Marco' ist eine Hommage an den venezianischen Renaissance-Komponisten Giovanni Gabrieli (1555-1612). 'Echoes of San Marco' beginnt mit einem Zitat aus Gabrielis 'Canzon Septimi Toni' aus der 'Sacre Sinfoniae' und wurde genau wie das Originalwerk für zwei Chöre aus Blechblasinstrumenten komponiert. 'Fellini' wurde für Solosaxophon und Orchester komponiert und stellt eine Hommage an den italienischen Filmregisseur Federico Fellini (1920-1993) dar. De Meij komponierte das Stück für den Saxofonisten Hans de Jong, der bei diesem Konzert als melancholischer Clown verkleidet ist, um die träumerischen und fiktiven Welten aus Fellinis Filmen zu unterstreichen. Dieses Konzert wurde 2018 in der Sala dei Teatini of the Teatri di Piacenza aufgezeichnet. Regie von Pietro Tagliaferri.
Leon Bernsdorf (1992, Deutschland) interpretiert Epithalam zu Eduard Reményis Vermählungsfeier (S129) und Grand Duo concertant sur la Romance de 'Le Marin' (S128) im Halbfinale (Kammermusik) des 11. internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs, veranstaltet 2017 im TivoliVredeburg, Utrecht. Der Wettbewerb präsentiert und unterstützt aktiv talentierte Pianisten aus aller Welt. Dadurch hat er sich als eine Veranstaltung etabliert, die vielen jungen Musikern berufliche Türen öffnet. Der internationale Franz Liszt Wettbewerb fand erstmals 1986 in der Niederlande statt und gilt seither als einer der bedeutendsten Klavierwettbewerbe der Welt.
In diesem wunderbaren Konzert aus der Kirche der schweizer Stadt Verbier vereinen der griechische Violinspieler Leonidas Kavakos und die chinesische Pianistin Yuja Wang ihre musikalischen Kräfte in einer Interpretation dreier Sonaten von Johannes Brahms. Leonidas Kavakos wurde 1985 durch seine Teilnahme und Erstplatzierung beim prestigevollen International Jean Sibelius Violin-Wettebwerb bekannt. Gemeinsam mit Yuja Wang, die selbst im jungen Alter bereits eine erfahrene Musikerin ist, schafft er ein eindrucksvolles Konzert der Kammermusik. Teil des Programmes sind Brahms 1. Sonate für Klavier und Geige, in G-Dur, Op. 78, auch die 'Regensonate' genannt, 2. Sonate für Klavier und Geige in A-Moll, Op. 100, die'Thuner Sonate', die ein musikalisches Porträt des schweizerischen Thunersee malt. Das Konzert endet mit einem feurigen Abschluss: Brahms 3. Sonate für Klavier und Geige in d-Dur, Op. 108.
Patrick Debrabandere dirigiert den Vox Mago Chor und das dazugehörige Orchester in einer Performance von Missa scala aretina des spanischen Komponisten Francisco Valls (1672-1747). Das Werk besteht aus drei Chorgesängen und einem grosszügigen instrumentalen Line-Up, das eine festliche Atmosphere schafft. Valls war ein Zeitgenosse Bachs und wirkte, genau wie dieser, als Dirigent an diversen Kirchen. Nichtsdestotrotz scheute Valls keinesfalls davor zurück, einen Skandal zu verursachen. In einer besonderen Passage der Gloria (mit dem Text 'misere nobis') kreierte er eine eigenartige harmonische Wendung, ganz ohne einleitende Dissonanz. Einige seiner Kollegen waren seinerzeit geradezu empört – was wohl heutzutage für die meisten Hörer nur schwer nachvollziehbar ist. Aufgenommen wurde diese Performance 2018 in der Onze-Lieve-Vrouw-Kirche in Gent.
Violinist Kristof Barati und Pianist Lucas Debargue vereinen ihre Kräfte zum ersten Mal in einem Duokonzert anlässlich der 25-jährigen Jubiliäumsausgabe des schweizer Verbier Festivals 2018. Obwohl diese Performance die aller erste Kollaboration der jungen Künstler ist, wird schnell klar: die beiden haben dieses Programm mit Werken der Romantik perfekt im Griff. Die zwei Werke, die Barati und Debargue spielen, entstanden nur wenige Jahre nacheinander: Brahms 1. Violinsonate ist von 1879 und Francks Sonate in A von 1886. Kristof Barati hatte vor einigen Jahren sogar Brahms Komposition im Studio aufgenommen, und Brahms Sonate zählt zu den Favoriten Lucas Debargues. Die Stücke liegen den Künstlern dementsprechend am Herzen, was sich nicht nur im virtuosen Klavierspiel Debargues bemerkbar macht. Seine grossen Händen sind perfekt und seine Neigung für Improvisation eignen sich hervorragend für die dritte Bewegung von Bahms Sonate. Die zyklische Form und vielen echoartigen Elemente der Klavier- und Violin-Parts vereinen die beiden Künstler, wie Komplizen, die ihre besten Eigenschaften verschmelzen lassen, um das Beste aus diesen romantischen Werken herauszuholen. Der Zuhörer hat deswegen die Möglichkeit, die Noten ganz neu zu entdecken. Diese Performance zieht Zuschauer vor Ort und auch Zuhause mit Leichtigkeit in ihren Bann.
Ester Hoppe (Violine), Christian Poltéra (Cello) und Francesco Piemontesi (Klavier) interpretieren gemeinsam Schuberts 2. Piano Trio, Op. 100 (D. 929) anlässlich des internationalen Kammermusikfestivals 2019 in Bellinzona, Schweiz. Das Stück wurde im November 1827 verfasst und zählt zu den letzten Werken, die Schubert zu Lebzeiten vollendete. Es wurde erst 1828, kurz vor Schubert Tod, veröffentlicht , doch bereits im Januar desselben Jahres erstmals anlässlich der Verlobungsfeier von Schuberts Freund Josef von Spaun aufgeführt. Das zweite Thema der eröffnenden Bewegung basiert auf einem Thema des Trios aus Schuberts 18. Klaviersonate (D. 894). Die Schlüsselmelodie der zweiten Bewegung wurde ausserdem als Titelmelodie in Stanley Kubricks Film 'Barry London' (1975) verwendet.
Vladimir Ashkenazy ist Solist und Dirigent zugleich in dieser Interpretation von Mozarts 12. Klavierkonzert, KV 414. Er wird begleitet vom Royal Philharmonic Orchestra in der Londoner Great Hall of Lancaster House.
2013 wurde der finnische Dirigent Hannu Linto zum leitenden Dirigenten des finnischen Radio Sinfonieorchester ernannt. Lintu studierte einst Klavier und Cello an der Sibelius-Akademie und dem Turku-Konservatorium im Südosten Schwedens. Er nahm sich an der Sibelius-Akademie auch erstmals des Dirigierens an. Die zahlreichen Konzerte, in denen er 2012 das finnische Radio Sinfonieorchester leitete, qualifizierten ihn eindeutig als direkten Nachfolger Sakri Oramos, dessen Vertrag 2012, nach einigen Jahren als Dirigent und Konzertmeister, endete. Das Orchester hat sich auf Interpretationen finnischer Musik spezialisiert, doch es spielt auch gelegentlich Meisterwerke von Gustav Mahler und Béla Bartók. Der finnische Komponist Jean Sibelius zählt zu den Favoriten des Orchesters und auch des Dirigenten selbst. Gemeinsam mit Yle, der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Finnlands, produzierte das Orchester 2015 eine Konzertserie bestehend aus den sieben Sinfonien des Komponisten. Nach einer kurzen Einleitung in die Thematik, um die sich das Stück dreht interpretiert das Orchester die gesamte Sinfonie. Schon während seiner Arbeit an der 5. Sinfonie entwarf Sibelius die Grundstruktur der darauffolgenden 6. Er verwendete für Letztere insbesondere Ideen, die zu nicht zu seiner 5. Sinfonie passten. Die Musik stützt sich auf modale Passagen, die häufig in geistlicher Musik zu finden sind. Die 6. Sinfonie hat eher wenige melodische Elemente und insgesamt eine undurchsichtige Atmosphäre, weswegen Sibelius sie auch als 'Wenn die Schatten länger werden' betitelte.
Nach seinem erfolgreichen Debüt 2016 kehrt Pianist Misha Fomin in die intime Atmosphäre der Kleinen Halle des Concertgebouw Amsterdam zurück. Fomin wird sowohl von der einheimischen als auch der internationalen Presse für seine natürliche Virtuosität, reiche Farbgebung und musikalische Intelligenz gepriesen. In dem am 11. November 2017 aufgezeichneten Konzert spielt er zusätzlich zu lyrischen Werken von Schumann (Fantasie in C, op. 17) und Beethoven (Klaviersonate Nr. 30, op. 109) einige Stücke von Tschaikowski, darunter 'Mai', 'Juni' und 'Oktober' aus 'Die Jahreszeiten', op. 37b, sowie eine Liszt-Transkription der 'Polonaise' aus Tschaikowskis Oper Eugen Onegin.
In 'Trotz aller Schwierigkeiten' (Teil 6) geht es um Gustav Mahler, dem der Antisemitismus das Leben schwer machte, der sich aber trotzdem nicht beirren liess. Die Hochzeit mit der Femme fatale Alma Schindler war ein Skandal und, wie sich herausstellte, hielt sie genauso wenig von Treue wie er. Seine Theatralik und seine Ungeduld kamen vielleicht davon, dass er so häufig krank war. Als Dirigent war er jedenfalls sowohl bei Musikern als auch bei seinen Kunden verhasst. Dennoch ist unbestritten, dass er ein meisterhafter Musiker war, dem es auch nie an Arbeit mangelte. Weshalb waren Werke, die heute so viel gespielt und gelobt werden, zu seiner Zeit so unbeliebt? War es sein unglaublich schlechter Ruf als Dirigent? War es seine unfreundliche Art – oder Antisemitismus? In der sechsteiligen Serie 'Wiens Söhne' kommen Musiker, Professoren und Musikwissenschaftler zu Wort. Sie erzählen von den aussergewöhnlichen Musikgenies der österreichischen Hauptstadt.
Das Europakonzert ist ein jährliches Fest zu Ehren der Gründung der Berliner Philharmoniker und findet jedes Mal in einer anderen europäischen Stadt statt. Die Ausgabe von 1992 aus El Escorial wurde von Daniel Barenboim dirigiert und entstand unter der Mitwirkung des weltberühmten Tenors Placido Domingo. Das Programm des Jahres besteht aus Verdis Ouvertüre zu 'La forza del destino' und 'Io l'ho perduta' aus 'Don Carlos'. Darüber hinaus sind Auszüge zu hören aus Berlioz' 'La Damnation de Faust' und Schuberts Unvollendeter Sinfonie Nr. 7. Das Konzert schliesst mit Musik von Robert Wagner: 'Winterstürme wichen dem Wonnemond' aus 'Die Walküre', das Vorspiel zu Akt I aus 'Die Meistersinger' und Orchesterausschnitte aus 'Götterdämmerung'.
Fidelio (auch 'Leonore, oder Der Triumph der ehelichen Liebe' genannt), Op. 72, ist Ludwig van Beethovens einzige Oper. Diese Opernverfilmung von 2018 aus dem schweizer Theater St. Gallen basiert auf der gefeierten Bühneninszenierung der Oper von Jan Schmidt-Garre. Dirigent Otto Tausk dirigiert das Sinfonieorchester und den Chor des St. Gallen-Theaters, sowie eine Reihe wunderbarer Solisten. Das filmische und musikalische Spektakel spielt sich im bezaubernden Bühnenbild von Nikolaus Webern ab und setzt sich zusammen aus diversen Aufführungen, die diesen Film zu einem einzigartigen visuellen Erlebnis machen.
Karita Mattila (Sopran), Violeta Urmana (Alt), Thomas Moser (Tenor), Eike Wilm Schulte (Bass), Schwedischer Rundfunkchor, Eric Ericson Kammerchor, Berliner Philharmoniker, Leitung: Claudio Abbado. Ludwig van Beethoven (1770-1827): Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125. Die Europakonzerte der Berliner Philharmoniker sind ein Beitrag des renommierten Orchesters zur europäischen Vereinigung. Sie finden jedes Jahr am 1. Mai (der Wiederkehr des Gründungstages 1882) in einem anderen europäischen Ort statt, im Jahr 2000 spielten die Musiker das 10. Europakonzert 'zu Hause' in der Berliner Philharmonie.
Yutaka Sado, künstlerischer Leiter des Pacific Music Festival of Sapporo und des Grand Prix of the coveted International Bernstein Competition in Jerusalem, dirigiert das Orchestre de Paris und den Pianisten Boris Beresowski bei einem Programm aus Iberts 'Divertissement', Sergei Rachmaninows 'Rhapsodie über ein Thema von Paganini' und verschiedenen Auszügen aus Giuseppe Verdis 'Luisa Miller', 'I Lombardi alla Prima Crociata' und 'Macbeth'. Dieses Konzert wurde 2013 in der Salle Pleyel, Paris, aufgezeichnet.
In diesem wunderbaren Konzert aus der Kirche der schweizer Stadt Verbier vereinen der griechische Violinspieler Leonidas Kavakos und die chinesische Pianistin Yuja Wang ihre musikalischen Kräfte in einer Interpretation dreier Sonaten von Johannes Brahms. Leonidas Kavakos wurde 1985 durch seine Teilnahme und Erstplatzierung beim prestigevollen International Jean Sibelius Violin-Wettebwerb bekannt. Gemeinsam mit Yuja Wang, die selbst im jungen Alter bereits eine erfahrene Musikerin ist, schafft er ein eindrucksvolles Konzert der Kammermusik. Teil des Programmes sind Brahms 1. Sonate für Klavier und Geige, in G-Dur, Op. 78, auch die 'Regensonate' genannt, 2. Sonate für Klavier und Geige in A-Moll, Op. 100, die'Thuner Sonate', die ein musikalisches Porträt des schweizerischen Thunersee malt. Das Konzert endet mit einem feurigen Abschluss: Brahms 3. Sonate für Klavier und Geige in d-Dur, Op. 108.
Hervé Niquet leitet das Tafelmusik Barockorchester und den dazugehörigen Kammerchor in einer Interpretation von Jean Baptiste Lullys Oper Persée, inszeniert vom Opera Atelier in Toronto, Kanadas führender Institution für Barocktheater. Die Solisten der Oper sind Olivier Laquerre, Stephanie Novacek, Monica Whicher, Marie Lenormand, Alain Coulombe und Curtis Sullivan. Persée, komponiert von Lully im Auftrag Louis XIV, wird weitgehend als Lullys unumstrittenes Meisterwerk bezeichnet und gilt zudem als der Gipfel des französischen Musiktheaters des 17. Jahrhunderts. Die Oper handelt von der mitreissenden Lebensgeschichte Perseus', Sohn des Zeus und dem heldenhaften Enthaupter der schlangenköpfigen Medusa. Die Aufnahme ist reich an Tanz, Kampfszenen, Monstern und spektakulären Spezialeffekten und entstand 2004 im kanadischen Elgin and Winter Garden Theatre Centre.
Unter der musikalischen Leitung von Massimo Zanetti präsentieren das Orchester und der Chor der Opéra Royal de Wallonie präsentieren die Oper 'Luisa Miller'. Das Werk entstand aus einer Zusammenarbeit Verdis und dem neapolitanischen Librettist Salvatore Cammarano und basiert auf Friedrich Schillers Kabale und Liebe. Verdi komponierte die Oper im Jahre 1849 für das Teatro San Carlo in Neapel. Es zeugt von den grundlegenden Veränderungen, die das Leben des Komponisten prägten, als er frisch vermählt in seine Heimatstadt zurückzog. Verdi distanzierte sich erstmals vom Leitthema des patriotischen Heldentums, das in seinen frühen Werken so oft eine zentrale Rolle spielte. Im Gegensatz dazu spielen sich die Geschehnisse um Luisa Miller in einem einfachen tirolischen Dorf ab und befassen sich nicht mit bedeutungsvollen historischen Ereignissen. Diese Aufnahme entstand 2014 bei einer Aufführung von Luisa Miller'' in der Opéra Royal de Wallonie, Liège. Die Solisten sind Patrizia Ciofi, Gregory Kunde, Nicola Alaimo, Bálint Szabó, Luciano Montanaro, Alexise Yerna, Cristina Melis und Stefano De Rosa.
Ein Mozart-Programm im Konzerthaus Berlin – das Kammerorchester Carl-Philipp Emanuel Bach wird geleitet von Hartmut Haenchen. In dieser Aufführung gelingt es Haenchen mit einem reduzierten Ensemble, die vielfältigen Charakteristiken der Musik durch die Durchlässigkeit der Stimmführung zum Leben zu erwecken. Sei es die Leichtigkeit, liedartige Lyrik, Drama oder inspirierte Polyphonie – alles atmet den Geist von Mozart. Immer wieder haben die Kritiker die stilistische Sicherheit des Orchesters, seine transparenten Strukuren und technische Präzision gelobt. Stefan Vladars ausserordentlich gefühlvolle Note und seine stilistische Sicherheit machen ihn zu einem idealen Partner für Haenchen und sein Orchester.
In diesem exquisiten Konzert aus der Moskauer Tchaikovsky Concert Hall wird das Russian National Orchestra von Dirigent Michail Pletnjow durch ein Programm mit wunderbaren Suiten von Nikolai Rimski-Korsakow geleitet. Das Konzert ist eine Produktion der Moscow Philharmonic Society, die einst der in Sankt Petersburg geborene Komponist Dimitri Schostakowitsch selbst als eine extrem einflussreiche Instanz 'in der Entwicklung des musikalischen Lebens [in Russland]' beschrieb. 'Sie ist eine Art universitätsähnliche Institution, die von hunderten Musikfans und tausenden Musikern frequentiert wird', so Dimitri Schostakowitsch. Die Moscow Philharmonic Society wurde 1922 vom damaligen Kulturabgeordneten des Landes, Anatoli Lunatscharski, gegründet und ist inzwischen Russlands führende Instanz für Konzertorganisation.
Die drei Zigeuner (S383), Die Zelle in Nonnenwerth (S382bis) und La lugubre gondola (S134bis) im Halbfinale (Kammermusik) des 11. internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs, veranstaltet 2017 im TivoliVredeburg, Utrecht. Der Wettbewerb präsentiert und unterstützt aktiv talentierte Pianisten aus aller Welt. Dadurch hat er sich als eine Veranstaltung etabliert, die vielen jungen Musikern berufliche Türen öffnet. Der internationale Franz Liszt Wettbewerb fand erstmals 1986 in der Niederlande statt und gilt seither als einer der bedeutendsten Klavierwettbewerbe der Welt.
Solist Malcolm Frager spielt Mozarts 5. Klavierkonzert, KV 175. Dieses Werk enthält kontrapunktische Elemente, ein Stil, den Mozart unter dem Einfluss Martinis' perfektioniert haben muss. Das Konzert fand im Teatro Bibiena in Mantua statt. Das Orchestra della Radiotelevisione della Svizzera wird von Marc Andreae dirigiert.
Das Verbier Festival Kammermusikorchester interpretiert gemeinsam mit dem RIAS Kammerchor und diversen Sängern Joseph Haydns 'Die Schöpfung' anlässlich der 25-jährigen Jubiläumsausgabe des schweizer Verbier Festivals 2018. Dirigent Gábor Takács leitet die Performance. Die Schöpfung ist eines der grossen Meisterwerke Haydns. Obwohl es einen biblischen Kontext behandelt (die Erschaffung der Welt in sieben Tagen) , bleibt es stets ein weltliches Werk, das mehr für eine Konzerthalle, als für kirchliche Interpretationen geeignet ist. Es erlaubt sich ausserdem einige Freiheiten, was das Libretto anbelangt, beispielsweise indem Engel (in Form der 5 Solos und dem Chor) an Gottes Seite erwähnt werden. Das Libretto und das musikalische Arrangement, das sehr häufig die gegenwärtigen Geschehnisse imitiert, sorgen dafür, dass Die Schöpfung einen humorvollen Eindruck erweckt, insbesondere in Kombination mit den fröhlichen Tönen, die so viele Werke Haydns anschlagen. In dieser Verbier-Version singen Miah Persson (als sowohl Gabriel, als auch Eva), Bernard Richter (Uriel), Andreas Bauer (Rafael) und Peter Mattei (Adam) mit Expertise die fünf Solos des Stückes.
Die musikalischen Brauchtümer an den Höfen des Karl V. und Philip II. waren stark geprägt vom Kland der spanischen und flämischen Musikkapellen. Doch wie klänge spanische Tradition, wenn Sänger von Blasinstrumenten unterstützt würden? Und wie würde Guerreros Werk nebst dem seines Idols Josquin klingen? Música Temprana setzt sich zusammen aus Capilla (Sängern) und Ministriles (Bläsern), die Josquins Missa Hercules Dux Ferrariae der Musik von Morales und Guerrero gegenüberstellen.
CMIM – Finale Le Concours Musical International de Montréal
John Brancy | Themen: Charles Ives: 'The Things Our Fathers Loved', 'In Flanders Fields', 'Tom Sails Away', 'Poulencs Bleuet (FP 102)', 'Priez pour paix (FP 95)' / Franz Schubert: 'Der Schiffer' (D. 536)', 'Der Wanderer' (D. 493), 'Du bist die Ru (D. 776) / Sergei Wassiljewitsch Rachmaninoff: 'Zdes choroscho', Op. 21/7, 'Vesennié wody', Op. 14/11 | Gäste: John Brancy (Bariton), Peter Dugan (Klavier)
Bariton John Brancy (USA, 1988), begleitet von Peter Dugan, in der ersten Runde des Finales im Kunstlied-Wettbewerb beim Concours musical international de Montréal 2018 (CMIM). Das Programm beginnt mit Charles Ives' The Things Our Fathers Loved, In Flanders Fields und Tom Sails Away sowie Poulencs Bleuet (FP 102) und Priez pour paix (FP 95), gefolgt von drei Liedern Schuberts: Der Schiffer (D. 536), Der Wanderer (D. 493) and Du bist die Ruh (D. 776). Brancy beendet den Wettbewerb mit zwei Werken Rachmaninoffs: Zdes choroscho, Op. 21/7, und Vesennié wody, Op. 14/11. Der Concours musical international de Montréal (CMIM) wurde 2002 ins Leben gerufen. Jedes Jahr lockt das Ereignis tausende Zuschauer in die Konzertsäle sowie Zuhörer vor Radio und Internet. Mit dem Wettbewerb sollen herausragende Musiker entdeckt und gefördert werden. Er wird als einziger jährlich in Nordamerika ausgetragen und die internationalen Teilnehmer werden in drei Disziplinen (Gesang-Violine-Piano) im Turnus von drei Jahren ausgezeichnet.
Claudio Abbado dirigiert die Berliner Philharmoniker in einer Performance von Mozarts 35. Sinfonie, K. 385, auch bekannt unter dem Titel 'Haffner'. Die Aufnahme entstant 1991, bei dem allerersten Europakonzert in der Smetana Hall in Prag. Mozart komponierte das Stück im Jahre 1782 ursprünglich als Serenade für die Familie Sigmund Haffners, einem Kindheitsfreund des Komponisten aus Salzburg. Der Komponist nahm im darauffolgenden Jahr einige Abänderungen vor, fügte einige Instrumente hinzu und dirigierte selbst die Premiere des viersätzigen Stückes am 23. März 1783 in Wien. Die 'Haffner' Sinfonie, ist repräsentativ für eine Übergangsphase in Mozarts Werk. Sie war als Musik für Salzburger Feierlichkeiten vorgesehen und wurde für das Publikum in Wien zu einer Sinfonie abgeändert.
Gidon Kremers Wiederkehr zu J. S. Bachs Partiten ist ein aussergewöhnliches Ereignis. Kremers erste Aufnahmen dieser Werke wurde vor nahezu einem Vierteljahrhundert veröffentlicht. In dieser Aufnahme von 2006 stellte sich Gidon Kremer erneut einer der wohl grössten Herausforderungen eines jeden Pianisten: Bachs 'Sonaten und Partiten für Violine solo' (BWV 1001-1006), die Kremer selbst als das 'Himalaja-Gebirge' der Geigenmusik bezeichnet. Mit diesen Musikstücken ist es Bach gelungen, das technische Potential der Geige als Soloinstrument zu manifestieren. Die Partiten dienten später als Ausgangsform für etliche Solo-Violinstücke ganzer Generationen von Komponisten. Die Performance zeigt deutlich Kremers einzigartigen Sinn für Spontaneität und seine Bereitschaft, Risiken einzugehen. Dennoch ist stets der Sinn für Struktur des einmaligen Künstlers zu spüren, der sowohl der polyfonen Bandbreite der Kompositionen, als auch deren Nebeneinanderstellung von tänzerischen Elementen und innewohnender Tiefgründigkeit gerecht wird.
Hannu Lintu dirigiert das Gulbenkian Orchestra in einem finnisch angehauchten Programm, denn das Konzert Cantus Articus, Op. 61 von Einojuhani Rautavaara, und Jean Sibelius' zweite Sinfonie. Daniil Trifonow ist der Star-Solist in Schumanns 54. Klavierkonzert, das erstmals 1841 von Clara Wieck, der Ehefrau des Komponisten, gespielt wurde. Trifonow wurde bekannt, als er 2010 beim internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau ausgezeichnet wurde. Trifonow wird unter Anderem als 'der grösste klassische Virtuose der heutigen Zeit', und 'zweifellos der aussergewöhnlichste Pianist unseres Zeitalters' bezeichnet. Das Konzert wurde 2018 im Grand Auditorium der Calouste Gulbenkian Foundation in Lissabon aufgenommen.
Der Dokumentarfilm 'Summertime at the Domaine Forget' bietet Einblick in ein Kleinod von internationalem Rang: Das Domaine Forget Festival in Saint-Irénée, Québec. Das Domaine Forget ist eine der bedeutendsten Musik-Akademien Kanadas und beherbergt einmal im Jahr dieses Musik- und Tanzfestival. Jeden Sommer nehmen 500 Musikstudenten aus der ganzen Welt an einem intensiven Kursprogramm teil: Meisterkurse, Einzelunterricht, Kammermusik-Sessions, Vorlesungen und Workshops.
Die amerikanische Dirigentin Marin Alsop leitet das Britten-Pears-Orchester in einer Performance von Maurice Ravels 'Ma mère l'Oye' (Mutter Gans). Die Aufnahme entstand 2017 bei einer Aufführung in der Snape Maltings Concert Hall auf der Snape Bridge in Grossbritannien. Die fünfteilige Orchestersuite wurde ursprünglich 1910 als Klavierduett geschrieben, doch im Folgejahr Jahr vom Komponisten orchestriert. Ravel komponierte das Werk ursprünglich zu vier Händen, für die beiden Kinder des polnischen Bildhauers Gobeski und widmete es schliesslich auch den Kindern.
Das Israelische Philharmonische Orchester fungiert als Kulturbotschafter für Israel und gilt als eines der besten Orchester der Welt. Aufgeführt im Mann Auditorium in Tel Aviv im März 2010 wird bei diesem Konzert das Israel Philharmonic Orchestra mit diesem Beethoven-Programm von dem hervorragenden Dirigenten und Violinisten Itzhak Perlman geleitet.
Beim Europakonzert 1994 brillierten die Berliner Philharmoniker, Daniel Barenboim und Claudio Abbado in Meiningen: mit Ludwig van Beethovens 5. Klavierkonzert und Johannes Brahms 2. Sinfonie. Beethoven vollendete sein letztes Klavierkonzert 1811 in Wien. Es ist im englischen Sprachraum unter dem Beinamen 'Emperor Concerto' bekannt und ein Lieblingsstück von Starpianisten wie Daniel Barenboim. Brahms 2. Sinfonie stammt aus dem Jahr 1877 und wird wegen ihres heiteren und lieblichen Charakters oft mit Beethovens 6. Sinfonie verglichen.
Der italienische Pianist Riccardo Schwartz wurde 1986 in Mailand geboren und studierte dort am dortigen Konservatorium unter gefeierten Musikern wie Riccardo Risaliti, Leonardo Leonardi und Annibale Rebaudengo. Er schloss seine dortige Ausbildung mit Honorable Mention ab und setzte im Anschluss sein Pianostudium an der Accademia Pianistica in Imola fort. Im Laufe seiner Karriere hatte er bereits das Privileg als Solist unter der Leitung einiger ausgezeichneter Dirigenten zu spielen, darunter Gustav Kuhn und Juri Temirkanow. Einer seiner grössten Erfolge bis heute ist der gefeierte Konzertzyklus der 32 Beethovensonaten. Diese Performance bringt Ihnen die 13. Sonate in Es-Dur, Op. 27, No. 1., 'Quasi una fantasia', in einer Konzertaufnahme von März 2019 in der Fazioli Konzerthalle in Sacile. Diese Sonate ist Beethovens Studentin Babette, der Gräfin von Keglevich gewidmet und wird häufig auch als seine 'Grande Sonata' bezeichnet. Die Sonate aus vier Bewegungen ist besonders für ihren Beinamen 'gleichsam eine Fantasie' bekannt. Man vermutet, dass der Name auf die ungewöhnliche Reihenfolge der Bewegungen und die fehlenden Pausen zwischen ihnen zurückzuführen ist.
Andrea Marcon dirigiert das La Cetra Barockorchester Basels, das von der Mezzo-Sopranistin Magdalena Kozená anlässlich der 25-jährigen Jubiläumsausgabe des schweizer Verbier Festivals 2018 begleitet wird. Kozená's musikalische Bandbreite scheint sich bis ins Unendliche auszudehnen: ganz gleich, ob sie sich Cole Porter oder Duparc annimmt, ihre Mezzo-Sopranstimme wirkt Wunder. Obgleich sie sich im Laufe ihrer Karriere meisterhaft mit einer Vielzahl Genres auseinandergesetzt hat, scheint die Barockmusik zu ihren persönlichen Favoriten zu gehören, wie sie aufs Neue mit dieser Performance von 2018 in der schweizer Verbierkirche beweist. Das Programm wurde rund um das Thema 'Blind vor Liebe' gestaltet, und trifft mit Combattimento di Tancredi e Clorinda den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. Für diese Performance verwandelt Magdalena Kozená die Kirche in ein Theater: auf einer sanft dekorierten Bühne macht sie mit einer bewegenden Naivität von ein paar Accessoires Gebrauch, die die Handlung des Stückes beleben. In Kombination mit ihrem gekonnt halluzinierenden Gesichtsausdruck gelingt es ihr mühelos, die mittelalterliche Legende zu verkörpern.
In diesem wunderbaren Konzert aus der Kirche der schweizer Stadt Verbier vereinen der griechische Violinspieler Leonidas Kavakos und die chinesische Pianistin Yuja Wang ihre musikalischen Kräfte in einer Interpretation dreier Sonaten von Johannes Brahms. Leonidas Kavakos wurde 1985 durch seine Teilnahme und Erstplatzierung beim prestigevollen International Jean Sibelius Violin-Wettebwerb bekannt. Gemeinsam mit Yuja Wang, die selbst im jungen Alter bereits eine erfahrene Musikerin ist, schafft er ein eindrucksvolles Konzert der Kammermusik. Teil des Programmes sind Brahms 1. Sonate für Klavier und Geige, in G-Dur, Op. 78, auch die 'Regensonate' genannt, 2. Sonate für Klavier und Geige in A-Moll, Op. 100, die'Thuner Sonate', die ein musikalisches Porträt des schweizerischen Thunersee malt. Das Konzert endet mit einem feurigen Abschluss: Brahms 3. Sonate für Klavier und Geige in d-Dur, Op. 108.
Die 13-teilige Serie Mozart on Tour folgt Wolfgang Amadeus Mozarts Spuren quer durch Europa. Im Jahr 1791, wenige Monate bevor sein kurzes Leben so schmerzvoll und unerwartet zu Ende ging, widmete sich Mozart wieder dem Kompositionsstil, der ihm wohl am ehesten entsprach: das Konzert für Klavier und Orchester. Man würde erwarten, dass unter den schwierigen Umständen vor Mozarts Tod ein ernstes und schwermütiges letztes Klavierkonzert entstehen würde, doch dieses Werk ist ganz und gar positiv und erhebend. Mozart erfreut sein Publikum mit einem gefühlvollen Kinderlied, das die Freuden der Jugend und des Frühlings heraufbeschwört ? vielleicht eine Erinnerung an die ruhigen Tage, als das brillante Wunderkind erstmals Geschmack daran fand, ein 'Mozart on Tour' zu sein. Zum krönenden Abschluss der Reihe spielen Aleeksander Madzar und das Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Andre Previn Mozarts 27.Klavierkonzert, KV 595, aufgenommen im Wiener Schloss Schönbrunn.