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Beschreibung
Die Zeit um 1968 war eine Blütezeit der Philosophie. In der ganzen Welt sind Hunderte von Büchern erschienen, und an vielen Orten wurde öffentlich philosophiert. Die Philosophie war sehr politisch und hat manchmal bewirkt, dass sogar die Politik philosophisch wurde. Die Bewegung hat zu einer kulturellen Revolution in vielen Bereichen des menschlichen Lebens geführt. Allerdings nicht zu einer Revolution der ökonomischen Verhältnisse.
Ich versuche, subjektiv, von meiner eigenen Geschichte aus, einen Einblick zu geben in diese philosophische Bewegung. Das Jahr 1968 gibt dieser Bewegung einen Namen. Nur halb im Ernst könnte man sagen: diese Philosophie beginnt 1943 mit Sartres «Das Sein und das Nichts» und endet 1983 mit Sloterdijks «Kritik der zynischen Vernunft». Allerdings bekommen in dieser Zeit frühere Philosophen wieder eine neue Bedeutung: zum Beispiel Marx und Nietzsche.
In meiner Darstellung halte ich mich an einige Werke, die für mich sehr wichtig gewesen sind und die nach meiner Einschätzung immer noch Grundlagen liefern, um über die menschliche Existenz in der heutigen Welt zu reflektieren.
Referent
Willi Fillinger
Führt seit 1995 die philosophische Praxis „kopfvoran“ in Zürich und bietet an: philosophische Beratungen, Lektürekurse, Café philo, Vorträge und Seminare.
Philosophielehrer, hat aber auch als Delegierter des IKRK und als Weiterbildungsberater beim Arbeitsamt gearbeitet.