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Von damals bis heute
Die Geschichte der Pfadi Ramstein beginnt indirekt im Jahre 1912, fünf Jahre nach der Gründung der Pfadfinderbewegung durch Robert Baden-Powell, mit der Bildung der Abteilung Zytröseli (berndeutsch für Huflattich) durch Walter Flückiger. Wenig später, nämlich 1925, teilt sich das Zytröseli in zwei Stämme: Schalberg und Ramstein – die Geburtsstunde unserer Pfadiabteilung! 1946 wurde aus dem ehemaligen Pfadistamm Ramstein, zusammen mit der Wolfsgruppe „Schwarze Meute“, eine eigenständige Abteilung. Das Zytröseli wurde von einer Abteilung zu einem Bezirk und beherbergt heute neben dem Ramstein noch fünf weitere Abteilungen.
Hier ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Pfadi Ramstein – von der reinen Knaben-Abteilung mit nur Pfadi- und Wolfsstufe zur heutigen Form (siehe „Über uns“).
1952 – Bildung des Altpfadfinderverein durch Ehemalige
1957 – Unterteilung der Pfadistufe in die zwei Stämme Balsberg und Riedberg
1962 – Erweiterung der Pfadistufe um den Stamm Stierenberg
1964 – Erweiterung der Wolfsstufe um die „Grüne Meute“
1966 – Zusammenschluss der beiden Wolfsmeuten wegen Leiterinnenmangels; es bleibt die „Grüne Meute“
1972 – Schliessung der „Grünen Meute“ aufgrund Mitgliedermangels. Kurz darauf Wechsel der Wolfsmeute „Penganga“ aus der Pfadi Schenkenberg zum Ramstein.
1973 – Einführung der Pio- und Roverstufe
1979 – Pfadistamm Balsberg: Durchführung eines Auslandlagers in Dänemark, zusammen mit dänischen Pfadis
1980 – Erstmals Aufnahme von Mädchen in die Wolfsmeute Penganga. Daraufhin Gründung eines Mädchenfähnli im Pfadistamm Balsberg und Gründung der Wolfsmeute Yamuna.
1981 – Pfadistamm Balsberg: Dänische Pfadis kommen zu Besuch in die Schweiz. Schliessung des Pfadistammes Stierenberg aufgrund von Mitgliedermangel.
1982 – Pfadistamm Balsberg ist mit über 50 Mitgliedern in drei Mädchen- und zwei Knabenfähnli der grösste Stamm des Zytröseli.
1983 – Schliessung der Wolfsmeute Yamuna
1984 – Pfadistamm Riedberg: Einführung einer neuen Krawatte, schwarz mit weissem Rand
1985 – Pfadistamm Balsberg: Auslandlager in Schweden
1992 – Der Balsberg wird zum reinen Mädchenstamm, der Riedberg bleibt ein Knabenstamm.
2008 – Gründung der aktuellen Pioequipe Ylp. Teilnahme der Pfadistufe am Bundeslager Contura.
2009 – Grosses Jubiläumsfest „85 Johr Ramstei“
2011 – Gründung der Biberstufe Amik
2012 – Erstes Auslandlager der Pioequipe Ylp; seither fand jedes Jahr ein Auslandlager der Pios statt.
2013 – Teilnahme der Pfadistufe am Kantonslager Narrapolis.
2016 – Gewinn der Zytröseli-Fahne am Fahnenwettkampf des Bezirks Zytröseli.
Ramstein? Ritter Ramstein!
Der Name und das Wappen des Ramsteins verdanken wir dem Ritter von Ramstein, der zu einem bedeutenden mittelalterlichen Adelsgeschlecht gehörte. Einen Vertreter dieses Adelsgeschlechtes findet man übrigens an der linken Innenwand des Basler Münsters.
„Die ‚Feste Ramstein‘ befand sich auf einem mächtigen Felskopf oberhalb von Bretzwil BL. Heute sind nur noch wenige Reste der interessanten Burganlage vorhanden. Wer aber eine kleine Kletterpartie nicht scheut, stösst rasch auf spannende Zusammenhänge. Die Geschichte der Burg ist gut dokumentiert. Der ganze Bau fügt sich optimal in das dreistufige Gelände, und mit Hilfe der Ansicht des berühmten Kupferstechers David Herrliberger (1754) kann man sich vor Ort direkt über die einstige Lage der einzelnen Gebäudeteile ins Bild setzen.
Reste der Ringmauer sind heute noch vorhanden. Sie umschlossen den Bau in einem unregelmässigen, der natürlichen Geländekante angepassten Verlauf und war mit Wehrgang und Zinnen ausgestattet. An diese Ringmauer lehnten sich verschiedene um einen Innenhof gruppierte Gebäude an. Im nördlichen (tiefer gelegenen) Teil das Burgareals befand sich ein mächtiger Wohntrakt mit Schweine- und Pferdestellen und ein Heustadel. Auf der steilen schmalen Felsrippe des höher gelegenen Teils der Burg ist ein zweiter mehrgliederiger Wohntrakt mit Kapelle und einem runden Hauptturm nachgewiesen, von dem heute ebenfalls noch geringe Spuren vorhanden sind. Schwindelfreie treffen an höchster Stelle auf die Reste eines mit Sandsteinplatten verkleideten Zisternenschachtes.
Man darf davon ausgehen, dass der Gründungsitz der Ramsteiner schon vor 1170 bestanden hat. Damals beteiligten sich die Brüder Thüring und Burkhart von Ramstein an einer Fehde gegen das Basler Kloster St. Alban. Im Jahre 1303 wurde die Burg durch die Basler zerstört, weil ein weiterer Thüring von Ramstein einen ihrer Bürger gefangen genommen hatte. Nach dem Wiederaufbau gelang es den Stammherren, um ihren Sitz eine ansehnliche Grundherrschaft aufzubauen, bis sich im Jahre 1518 Christoph von Ramstein gezwungen sah, seine Stammburg und die dazu gehörenden Güter an Basel zu verkaufen. Diese blieben bis 1673 ein Landvogtsitz, später wurden sie zum Teil noch von Pächtern bewohnt und im Laufe des 19. Jahrhunderts schliesslich als Steinbruch ausgebeutet.“
Sagen und Geschichten
Die Sage der verwunschenen Ramsteinerin (aus: Peter Keckeis/Dominik Wunderlin, Sagen der Schweiz: Basel und Baselland, Zürich 1976)
Die Trümmer der Burg Ramstein beim Dorfe Bretzwil haben zur Errichtung von ein paar Sennhütten gedient. Die einen mussten jedoch wegen dauerndern Viehseuchen verlassen und endlich ganz niedergerissen werden. Die Veranlassung war folgende: Beim Ausbrechens eines Balkens kam plötzlich eine Jungfrau nebst einem Hündchen hervor und bat die Arbeitsleute, man möge diesen Balken zu einem Altar verwenden und sie auf diese Weise von ihrer Verwünschtheit erlösen. „Ich bin“, sagte sie, „die Tochter des Schlosshern gewesen und dieses Hündchen hier war unser Jäger, der mich entführte. Auf meiner Flucht entschlief ich und der uns nacheilende Vater bannte uns mit Verwünschungen in einen Baum; der Balken da, den ihr eben aus der Wand gebrochen habt, ist aus diesem Baum geschnitten.“ Die Zimmerleute warfen den Baum gleich ins Feuer, aber schon am nächsten Morgen lagen die schönsten Kühe des Sennen tot im Stalle. Jede hatte einen grossen schwarzen Fleck unter der Brusthaut. Von nun an wiederholte dich dieser Rinderfall alle zehn Jahre, und oft sah man auch eine weisse Gestalt, der ein Hündchen nachlief, durch die Scheune ziehen. So brach man zuletzt die gefährlichen Sennenhütten ganz ab.