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1930 : Gründung des Genossenschaftskellerei Provins
Nach dem Ersten Weltkrieg hat das Wallis Absatzschwierigkeiten. Trotzdem werden die Rebflächen und die Ernten immer grösser (24 Millionen Liter im Jahr 1918). Die Lagerbestände belasten die Kellereien, ausländische Weine überfluten den Markt und die Walliser Crus finden in einer durch die Wirtschaftskrise verarmten Schweiz keine Käufer mehr. Den Produzenten, die unter dem Joch der Händler stehen, geht es an den Kragen. Mit der Unterstützung des Staates beschliessen sie, ihre Kräfte zu vereinen. Der Bund der Walliser Genossenschaftskellereien wird 1930 gegründet. 1937 entsteht daraus "Provins".
Diese Gründung bezweckt, den Traubenproduzenten einen gerechten Preis zu sichern und ihnen Möglichkeiten für Weinproduktion und -lagerung zu bieten. Seit dem Anfang verlangt die Genossenschaft von ihren Mitgliedern, dass sie sich an bestimmte Regeln halten, um die Verfahren und die Qualität der Produktion zu verbessern. So führt sie namentlich die Rebbauzonen oder die Verwendung von Holzkisten für die Ernte ein.
Vendanges à Ardon vers 1947. Photo M. Kettel, Médiathèque Valais-Martigny.