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Geschichte der Brassband
Der Name „Brass Band“ ist auch heute noch bei einem grossen Teil der Schweizer Bevölkerung ein relativ unbekannter Begriff. Vielfach wird die Brass Band einfach als „traditionelle Blasmusik“ oder „Blasmusik wie man sie ja kennt“ abgetan. Dabei wird aber übersehen, dass ihre Geschichte nicht nur Musik bedeutet, sondern dass sie vielmehr mit starken sozialen Bildern verknüpft ist, aber auch eine Einsicht in die Entwicklung der Blechblasinstrumente bietet.
Brass Band: In England eines der populärsten Medien für Musik. Von TV-Übertragungen über Contest der absoluten Höchstklasse bis hin zu Platzkonzerten in den abgelegensten Ortschaften. Es gibt wohl nichts, was typischer für das englische Leben ist als die Brass Band, sowohl bei deren Entstehung im 19. Jahrhundert als auch heute noch, obwohl natürlich heute der soziale Aspekt der Brass Band nicht mehr so zum tragen kommt.
Brass Band - Geschichtliche Entwicklung
Die Ursprünge der Brass Band sind in England zu suchen. Als das englische Militärspiel eine Formation nur aus Blechinstrumenten zusammenstellte, zeigte sich, dass dieser Besetzungstyp sehr gut für Freiluftkonzerte geeignet ist, und auch bei knapper Besetzung gespielt werden kann. Von dieser Idee begeistert, gründeten immer mehr Bergwerksunternehmer und Fabrikbesitzer eigene, sogenannte Werkbands nach dem Vorbild der reinen Blechmusik. Genannt wurden sie Brass Bands (englisch für Blechkapelle). Die Unternehmer sponserten die eigene Band, indem sie Instrumente, Übungsmöglichkeiten und andere notwendige Dinge zur Verfügung stellten. Heute berühmte Bands wie zum Beispiel die ``Williams Fairey Engineering``, die ``Black Dyke Mills Band`` oder die ``Carlton Main Frickley Colliery Band`` entstanden in dieser Zeit der frühen Industrialisierung. Bis heute werden diese Bands noch von den Firmen gesponsert, auch wenn sie ansonsten meistens nichts mehr damit verbindet.
Natürlich waren diese sogenannten Arbeiter Brass Bands den Männern und Knaben vorbehalten, da keine Frauen in den jeweiligen Werken arbeiteten. Erst im 20. Jahrhundert wurden auch Frauen akzeptiert. Bis heute sind aber die Männer mit rund 75% klar in der Mehrheit.
Den Arbeitgebern waren ihre Bands oft so wichtig, dass sie nicht nur Arbeiter, sondern in erster Linie gute Bläser suchten. So waren es denn auch die Brass Bands, welche das soziale Leben der Arbeiter und oft auch das Verhältnis zum Arbeitgeber verbesserten. Dies heisst jedoch nicht, dass es den Arbeitern besser ging. Dank der Musik konnten sie ihre Situation für kurze Zeit vergessen. Wurde aber ein Bergwerk geschlossen, was fast jedes Bergwerkes Schicksal war, ging auch die Band zugrunde, da die Arbeiter gezwungen waren wegzuziehen, um anderswo eine Arbeit zu finden. Ausserdem fehlte nun der Geldgeber. Zwar gab es auch zahlreiche Personen aus den höheren Schichten, welche Geld für Instrumentenanschaffungen spendeten, doch war dies eher in den grösseren Städten wie Manchester der Fall, als in einem Industrieort, der von einer Kohlengrube lebte.
Zu Beginn existierten zahlreiche Besetzungstypen für unterschiedliche Auftritte wie Marsch-, Konzert-, Tanz- oder Unterhaltungsmusik. Häufig spielte ein Musiker mehrere Instrumente. Zudem hing die Besetzung oft auch von der Anzahl Musikanten und den zur Verfügung stehenden Instrumenten ab. Erst 1857 wurden auch ihm britischen Militärspiel die unterschiedlichen Besetzungstypen nach dem Muster der preussischen Brass Band vereinheitlicht. Heute umfasst eine Brass Band mit original Besetzung 25 Bläser und 3 bis 4 Schlagzeuger:
* 1 Eb-Cornet
* 9 Bb-Cornet (4 Solo-Cornets, 1 Repiano, 2 zweite Cornets, 2 dritte Cornets)
* 1 Flügelhorn
* 3 Eb-Hörner (Solo-Eb-Horn, 1. Horn, 2. Horn)
* 2 Bb-Baritons
* 2 Bb-Tenorposaunen
* 1 Bb- / F-Bassposaune
* 2 Bb-Euphonien
* 2 Eb-Bässe
* 2 Bb-Bässe
* Schlagzeug (meist 3 bis 4)
Nicht vergessen darf man den Einfluss der Heilsarmee auf die Brass Band. 1880 erhielten die Offiziere und Soldaten der britischen Armee den Befehl ein Instrument zu erlernen und in einer Heilsarmee mitzuspielen. Mit Erfolg: Sechs Jahre später existierten 400 Heilsarmee Bands, welche in ganz England umherzogen und später den Klang der britischen Brass Band über die ganze Welt verbreiteten. Eine ganze Reihe namhafter Komponisten, wie zum Beispiel Richard Slater, Frederic G. Hawkes oder Arthur Goldsmith, schrieben ihre Werke ausschliesslich für die Heilsarmee. Andere schrieben ihre Kompositionen für die Heilsarmee weil sie hofften, dass diese dadurch aufgeführt würden. So schrieb Eric Ball bis zum 2. Weltkrieg ausschliesslich für die ``Salvation Army``. In der Vorkriegszeit des 1. Weltkrieges wurde es schwierig neue, junge Bläser für die Bands zu gewinnen. Auch die Depression und die hohe Arbeitslosigkeit nach dem Krieg verbesserten die schwierige Lage nicht. Sogar die erfolgreichsten Bands wie zum Beispiel die heutige ``Britannia Building Society Band`` waren gezwungen, als Strassenmusikanten aufzutreten. Während des 2. Weltkrieges wurde die Lage für die einzelnen Bands noch schwieriger: Viele überlebten den Krieg nur, weil sie gelegentlich spielen durften. Ab 1945 förderte das Radio die Brass Bands, indem es deren Musik spielte. Dies motivierte die junge Generation wieder vermehrt, in einer Brass Band mitzuwirken. Auch wurden jetzt überall Jugendbands gegründet, was schliesslich 1952 zur Gründung der ``National Youth Brass Band`` führte. Von 15`000 bis 20`000 Brass Bands um 1890 existieren heute noch 1/10, 1`500 bis 2`000 Brass Bands in England.
Wettbewerbe in England
In den Anfängen spielten die Bands vor allem zur Volksbelustigung in Parks, bei Anlässen in der Gemeinde oder führten kleinere Konzerte durch, um etwas Geld zu verdienen. Relativ bald jedoch wurden verschiedene kleinere Wettbewerbe organisiert. 1853 wurde zum ersten mal ein grösserer Wettbewerb durchgeführt: ``The British Open Championship`` in Manchester. 1860 folgte dann der erste nationale Wettbewerb in London: Der zweitägige ``Crystal Palace Contest`` fand während dreier Jahre statt. Nach dessen Vorbild wurde im Jahr 1900 der ``National Championship`` eingeführt, welcher seither jedes Jahr (Ausnahme waren die Kriegsjahre) in London stattfand. Noch heute sind ``The British Open Championship`` und die ``National Championship`` die wichtigsten Wettbewerbe in England.
Da sich immer mehr Bands für die Wettbewerbe anmeldeten, beschränkte man den Wettbewerb auf ein Aufgabenstück. Mit der Zeit wurden dann auch immer mehr Wettbewerbsreglemente eingeführt. Folgende Vorgaben können als Grundstein für die heute gültigen Reglemente angesehen werden:
* 1889:
o Berufsmusiker sind ausgeschlossen
o Ventilposaunen sind nicht zugelassen
o Ein Dirigent darf mehrere Bands leiten, jedoch nicht mitspielen.
Dirigenten dürfen diese Tätigkeit hauptberuflich ausführen
o Aufgabenstücke dürfen vor den Wettbewerben nicht öffentlich aufgeführt werden
* 1993:
o Jede Band muss eine Liste der Mitglieder abgeben
o Jeder darf höchstens bei einer Band mitspielen
o Die Jury muss vom Verband genehmigt worden sein
o Die Band darf höchstens 24 Mitglieder umfassen
1945: Nach dem zweiten Weltkrieg, wurde der ``National Championship`` vom ``Crystal Palace`` in die ``Royal Albert Hall`` verlegt, wo er seitdem jährlich stattfindet. Ausserdem wurde das Reglement erneuert: Fortan hatten die Bands regionale Ausscheidungen zu absolvieren und sich so für den Final in London zu qualifizieren. Neu war auch, dass es vier Stärkeklassen gab, deren Final alle zur gleichen Zeit in London stattfand. Auch waren zwei Schlagzeuger pro Band zum Wettbewerb zugelassen.
1968 bis 1971 existierte sogar ein Weltumfassender Wettbewerb: die ``World Championship``. 1978 wurden als Ersatz für die gescheiterten ``World Championship`` die ``European Championship`` ins Leben gerufen. Bis heute ist dies auch für Schweizer Top Bands ein wichtiger Anlass im Jahresprogramm.
Instrumente
Dass die Brass Band sich in England, und später auch im übrigen Europa derart stark entwickelte, verdankte sie vor allem den Entwicklungen im Instrumentenbau. Bereits 1760 entstand das Klappenhorn, welches als erstes Blechblasinstrument die Möglichkeit bot, nicht nur Naturtöne zu spielen. 1810 wurde das sogenannte ``Royal Kent Bugle`` (benannt nach dem damaligen Oberbefehlshaber der Britischen Armee, dem Herzog von Kent), ein Instrument mit 5 Klappen (jeweils ½ Ton), vom irischen Militärkapellmeister John Halliday patentiert. 1814 entwickelten die Schlesier Blühmel und Stölzel unabhängig voneinander einen Ventilmechanismus mit zwei Ventilen (½- und Ganztonschritt). Zum ersten mal eingesetzt wurde dieser Mechanismus allerdings erst vier Jahre später. 1819 wurde von Sattler (Leipzig) noch ein drittes Ventil mit dem 1½ Tonschritt hinzugefügt. Zwischen 1820 und 1825 entstand in Frankreich ein mit dem 3-Ventilmechanismus ausgerüstetes Bügelhorn, auch ``Cornet à piston`` oder ``Cornopean`` genannt. Es konnte ebenso leicht wie eine Flöte oder Violine gespielt werden. Dank seinem warmen, weichen Klang und dem Übergewicht in der Besetzung entstand die charakteristische Weichheit der vorwiegend britischen Brass Bands.
1839 erfand der Franzose Périnet die Pumpventile. Diese Mischung, der 3-Ventilmechanismus und die Pumpventile, hat sich bei allen Blechblasinstrumenten durchgesetzt und ist heute die meistverwendete Instrumentenbautechnik.
Allerdings waren die verschiedenen Instrumentenarten nicht aufeinander abgestimmt, was Adolphe Sax aus Paris inspirierte eine eigene Instrumentenfamilie von Sopran bis Bass, bestehend aus 7 Grössen zu entwickeln. Allerdings kam man davon wieder ab, weil ein grösseres Orchester nur aus Saxhörnern langweilig und glanzlos klang.
Die Zugposaune entstand bereits im 15 Jahrhundert als Abwandlung der Trompete. In der Brass Band kamen jedoch von den unzähligen Posaunenarten nur zwei Tenorposaunen und eine Bassposaune zur Anwendung. Bis etwa 1850 waren die Tenorposaunen in C (statt wie heute in Bb) gestimmt. Deren Partner, die G-Posaune, wurde seit 1860 in fast allen Brass Bands durch die Bassposaune in Bb abgelöst. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts benützten viele, vor allem kleinere Bands, Ventilposaunen, um einen Wechsel des Instrumentes zu erleichtern. Allerdings wurde die Ventilposaune in den meisten Wettbewerbsreglementen verboten.
Als Bassinstrument diente lange Zeit die 1817 von Halyry (Paris) erfundene Ophikleide. Halyry änderte zwar nur das ``Royal Kent Bugle`` von Halliday zu einer neuen Fagott-ähnlichen Form ab, trotzdem war die Ophikleide sehr beliebt, sowohl bei Komponisten wie auch bei den Bläsern selbst. Die in drei Grössen und verschiedenen Stimmlagen erhältliche Ophikleide wurde auch bei Militärspielen und Opernorchestern eingesetzt. Der Part der Ophikleide verlangte jedoch vom Spieler eine enorme Geschicklichkeit, weshalb sie der Ventiltube wegen deren leichteren Beherrschung zum Opfer fiel.
Eine Besonderheit in der Instrumentenentwicklung ist die Basstuba, welche komplett neu erfunden wurde, also von keinem anderen Instrument abgeleitet ist. 1835 patentierten Wilhelm Friedrich Wieprecht und der Hofinstrumentenmacher Moritz in Berlin die fünf-ventilige Basstuba in F. Moritz entwickelte 1838 zusätzlich die Tenortuba, den heutigen Bariton. Um 1850 übernahmen die Euphonien die Parts der Ophikleiden, die ab 1840 durch Basstuben ersetzt wurden. Verschiedene Instrumentenbauer fertigten sofort Nachahmungen der Wieprecht`schen Basstuba an. Darunter auch Riedl (Wien), der seine Version Bombardon nannte, ein Name der noch heute an vielen Eb-Tuben oder Eb-Bässen haftet. An einer Instrumentenausstellung im Jahr 1851 in London war der tiefere Bb-Bass noch eine Neuheit. Kurze Zeit später nahm er aber eine anerkannte Stellung in der Brass Band ein. Von vielen Abwandlungsversuchen der Basstuba sind heute nur noch wenige Formen erhalten, die bekannteste ist wohl das Sousaphon.
Seit 1900 wurde an der Gestalt der Instrumente nicht mehr viel verändert. Mit verschiedenen Metalllegierungen versuchte man die Klangfarbe zu verändern und verbessern. Auch wurde zur Vermeidung von Reibung immer besseres Material für die Ventile verwendet. Bei den tief gestimmten Instrumenten fügte man ein viertes Ventil hinzu, welches die Stimmung erleichtert.
Für die Produktion der Instrumente waren in England verschiedene Firmen zuständig. Die bekanntesten sind wohl ``Pace`` und ``Percival``. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts stieg durch die Gründung vieler neuer Brass Bands der Bedarf an Instrumenten derart an, dass zusätzliche Firmen mit der Massenproduktion von Instrumenten begannen. Die Firma ``Besson`` entstand um diese Zeit, fusionierte später mit zahlreichen anderen Instrumentenbauern, und stellt bis heute qualitativ hochwertige Instrumente vom Eb-Cornet bis zum Bb-Bass her. Ausserdem wurden, meist in schlechterer Qualität, Instrumente von Europa importiert.
Brass Bands in der Schweiz
Dank der Konzerttourneen der britischen Heilsarmees, aber auch anderer britischer Brass Bands, durch ganz Europa, begannen sich in den späten 60er Jahren auch einige Schweizer Dirigenten für diese Art von Musik zu interessieren. Als erster unternahm Ernst Graf eine Reise nach Nordirland um die Brass Band zu studieren. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt kehrte er in die Schweiz zurück und gründete die Brass Band Speicher. Ihm folgten weitere Blasmusiker und Dirigenten, die Studienaufenthalte in England unternahmen, um die Blastechnik und den Brass Band Stil zu erlernen. Begeistert vom hohen Niveau und der Ausstrahlungskraft dieser Bands kehrten sie mit neuen Ideen und viel Gelerntem in die Schweiz zurück, wo sie versuchten, neue Bands nach dem britischen Vorbild zu gründen oder bestehende Bands in Brass Bands ``umzubauen``. Ab 1970 begann in der Schweiz die eigentliche Begeisterung für die Brass Bands. Bereits 1972 gründete Jean-Pierre Birbaum den schweizerischen Brass Band Wettbewerb in Crissier. Als Vorbild diente ihm der ``National Championship`` von England, allerdings wurden nie Vorausscheidungen durchgeführt. Auch die vorgeschriebene Mitgliederzahl der einzelnen Bands war in der Schweiz glücklicherweise nie ein Thema. Ebenso konnte ein Bläser in mehreren Bands mitwirken, allerdings waren zeitliche Überschneidungen der Aufführungen möglich, so dass eine oder mehrere Bands wegen fehlender Stimmen dennoch nicht teilnehmen konnten. Nach vier Jahren in Crissier, drei Jahren in Zürich und fünf Jahren in Bern findet dieser alljährliche Wettbewerb seit 1988 in Montreux statt.
Mit dem Swiss Entertainment Contest, bei welchem Showelemente eine wichtige Rolle spielen, und dem Swiss Open (Konzertwettbewerb) beleben zwei weitere Wettbewerbe das schweizerische Brass Band Jahr. Für die Top Bands der Höchstklasse sind auch die ``European Championship`` ein wichtiger Anlass auf dem Konzertplan.
Relativ schnell stellten sich auch an kantonalen und eidgenössischen Wettbewerben Erfolge der schweizerischen Brass Bands ein. Am eidgenössischen Musikfest in Biel 1976 gab es für Brass Bands der Höchstklasse und der 1. Klasse eine eigene Kategorie mit einem speziellen Aufgabenstück. 1981 in Lausanne wurde diese Regelung auf die 2. Klasse ausgedehnt.
1974 war die Gründung des schweizerischen Solo- und Quartettwettbewerbs (SSQW) durch Markus S. Bach. Dieser für Blechblasinstrumente reservierte Wettbewerb und der schweizerische Brass Band Wettbewerb trugen viel zur Entwicklung, aber auch zum Ansehen und der Leistungsfähigkeit der Brass Bands in der Schweiz bei. Speziell der SSQW fördert die Motivation zahlreicher junger Bläser.
Markus S. Bach gründete 1976 auch die Nationale Jugend Brass Band Schweiz (NJBB). Alle Jahre finden sich zahlreiche Jugendliche aus der ganzen Schweiz zusammen, um sich in einem Lager musikalisch weiterzubilden. Die anschliessende Konzerttournee führte die NJBB auch schon ins Ausland. Dem Ehrenpräsidenten der NJBB, Markus S. Bach gelingt es immer wieder ausgezeichnete Lehrkräfte und Gastdirigenten aus dem In- und Ausland zu verpflichten. Des weiteren wurden bereits eigene Kompositionen der Höchstklasse für die NJBB geschaffen.
Im Jahr 1977 wurde der schweizerische Brass Band Verband als Verbandsmitglied des Eidgenössischen Musikverbandes gegründet. Ende der 80 Jahre zählte er 47 Sektionen mit 1440 Mitgliedern. Allerdings gibt es in der Schweiz zahlreiche Blechmusiken, welche heute eine Brass Band Besetzung haben, sich aber keinen neuen Namen zugelegt haben.
Mit der Zeit wurden auch überregionale Brass Bands gegründet (BBO 1969, OBB 1981, Seeland Brass, Nobodys
Brass, heute Brassband Emmental). Besonders talentierte Bläser erhalten hier die Gelegenheit ihre Talente zu nutzen. Meist spielen die Mitglieder dieser Regionalbands auch in ihrem Stammverein
mit. Nach einigen Sturm- und Drang-Jahren hat die Brass Band Bewegung im schweizerischen Blasmusikwesen ein grosses Gewicht und einen guten Namen erreicht.