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| Hilarius von Poitiers († 367) - Über die Synoden oder über den Glauben der Orientalen.

Neununddreißigstes Hauptstück.
Die Nothwendigkeit und Gelegenheit veranlaßte diejenigen, welche damals zusammengekommen waren, durch vielfältige Erörterungen die Glaubenserklärungen weitläufiger und ausführlicher einzurichten; weil in vielen und verborgenen Minen jene Ketzerei, welche durch Photinus erneuert wurde, in das katholische Haus einzuschleichen versuchte; damit auf jede Weise, welche der reine und unverletzte Glaube darbietet, einer jeden Art des ketzerischen und schleichenden Betruges entgegengetreten würde, und damit es eben so viele deutliche Bestimmungen des Glaubens gäbe, als Vorwände zum Unglauben gesucht worden wären. Und zuerst beginnt nun nach jener allgemeinen und unbezweifelten Auslegung der Geheimnisse die Glaubenserklärung gegen die Ketzer.
[S. 391] I. „Diejenigen aber, welche sagen: Der Sohn ist aus Nichts oder von einer andern Substanz, und nicht aus Gott; und daß eine Zeit war, oder ein Jahrhundert, wo er nicht war; diese erkennt die heilige und katholische Kirche als Abtrünnige.“