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Die US-Behörden haben Insidern zufolge zunächst eine Strafe von 16 Milliarden Dollar für die französische BNP Paribas wegen mutmasslicher Verstösse gegen Sanktionen ins Gespräch gebracht. Die Summe sei im Verlauf der Gespräche aber offenbar nur eine Verhandlungstaktik gewesen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es habe sich um die Reaktion auf ein Angebot des Pariser Konzerns gehandelt, rund eine Milliarde Dollar zu zahlen.
Der Betrag zeigt den Trend rapide steigender Strafzahlungen für Banken. 16 Milliarden Dollar wären ein Rekord, nachdem im vergangenen Jahr die US-Bank JPMorgan Chase wegen fragwürdiger Hypothekengeschäfte zu 13 Milliarden Dollar verdonnert wurde.
Sanktionen gegen Iran, Syrien, Sudan verletzt
Für BNP wird in Finanzkreisen zurzeit eine Strafzahlung von zehn Milliarden Dollar genannt. US-Behörden werfen dem Institut vor, amerikanische Sanktionen gegen Länder wie den Iran, Syrien oder den Sudan mit Geldüberweisungen verletzt zu haben. Auch andere Geldhäuser wie die Deutsche Bank werden wegen einer mutmasslichen Verletzung von Sanktionen überprüft. Gegen mehrere Institute wurden bereits Strafen verhängt, darunter Standard Chartered aus Grossbritannien.
(reuters/me/sim)