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In dem als ‘Kyoto-Wiese’ bekannten Versuch bei Oensingen wird neben dem Kohlenstoff-Haushalt seit 2006 auch der gesamte Stickstoff-Haushalt einer gedüngten und einer ungedüngten Mähwiese untersucht (nach Umwandlung von Ackerland im Jahr 2001). Dabei wird der Ein- und Austrag von Stickstoff in den verschiedenen möglichen Formen gemessen. Obwohl der Stickstoffeintrag in die ungedüngte Wiese viel geringer war, reduzierte sich der Ernteertrag nur um 9%. Die Berechnung der gesamten Stickstoff-Bilanz der beiden Felder über zwei Jahre ergab für die gedüngte Wiese ein Anreicherung, für die ungedüngte Wiese hingegen tendenziell einen Verlust an Stickstoff, der Veränderungen in der organischen Bodensubstanz zugeschrieben wurde. Ein völlig analoges Verhalten wurde auch für die Kohlenstoff-Bilanz beobachtet. Damit wirkt zwar die gedüngte Wiese als Senke für Treibhausgase – im Gegensatz zur ungedüngten Wiese – aber gleichzeitig auch als stärkere Quelle von umweltrelevanten Stickstoff-Verbindungen wie Ammoniak und Stickstoffmonoxid.
Ein Vergleich unterschiedlicher Verfahren für die Stickstoffdüngung von Winterweizen zeigte, dass sich mittels ortsspezifischer, variabler Stickstoffdüngung die Stickstoffüberschüsse deutlich reduzieren lassen.
Umwelt
Fabian Y., Roberti G., Jacot K., Gramlich A., Benz R., Szerencsits E., Churko G., Prasuhn V., Leifeld J., Zorn A., Walter T. (ꝉ), Herzog F.
Viele Drainagen von Ackerflächen sind erneuerungsbedürftig. Nun erhalten Kantone und Betroffene eine Entscheidungshilfe, um solche Flächen umfassend zu beurteilen und nachhaltige Lösungen zu finden.
Die Ammoniakemissionen der Schweizer Landwirtschaft haben in den letzten 20 Jahren wenig abgenommen. Denn die Faktoren, die zu einer Emissionszunahme bzw. -abnahme führen, haben sich zwischen 2000 und 2020 weitestgehend gegenseitig aufgehoben.