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In vielen Ländern ist Jesus ein unüblicher Vorname. In Deutschland erstritt sich eine Mutter erst 1998 vor Gericht das Recht, ihren Sohn nach dem Sohn Gottes zu taufen. Zuvor war Jesus nicht eintragungsfähig, weil das nach Ansicht der Behörden die religiösen Gefühle Gläubiger verletzte. Auch Schweizer nannten ihre Kinder nicht Jesus. Die 797 Jesusse, die zurzeit in unserem Land leben, sind grösstenteils spanischer Abstammung. In Spanien wurde der Name mit der Reconquista gebräuchlich, der Rückeroberung der Iberischen Halbinsel von den arabischen Eroberern im Mittelalter. Damals wollten die Christen den vielen Mohameds auf arabischer Seite auch namenstechnisch etwas entgegensetzen und tauften ihre Kinder Jesus. Die Häufigkeitsverteilung in der Schweiz spiegelt die Einwanderung junger Spanier in den 1970er Jahren wider.
Das nächste Mal: Mohamed.
Quelle: BFS. Hier können Sie nach Ihrem eigenen Namen suchen.