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Insgesamt 30 Millionen Franken hat der Versicherer Mobiliar seit dem Hochwasser 2005 in Präventionsprojekte investiert. Mit dem Geld wurden in der gesamten Schweiz über 60 Projekte unterstützt. Das jüngste Engagement: Die Mobiliar unterstützt den Hochwasserschutz der Gemeinde Lyssach im Kanton Bern.
Ein Rückhaltebecken in Lyssach
In der Region, in der Lyssach liegt, hat es zuvor bereits fünf Hochwasserschutz-Projekte gegeben, an denen sich die Mobiliar finanziell beteiligt hat. Die Projekte wurden in Fraubrunnen, Büren zum Hof, Münchringen, Bätterkinden und Burgdorf verwirklicht und von der Mobiliar mit einer Gesamtsumme von über 1,3 Millionen Franken unterstützt. In Lyssach wird ab Frühjahr 2014 ein Rückhaltebecken im Bereich Moos gebaut. Der Bau soll bis zum Herbst 2014 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten liegen bei 723.000 Franken, berichtet die Mobiliar, die selbst 131.000 Franken beisteuert. 261.000 Franken kommen von der Gemeinde Lyssach.
Die Emme ist für Hochwasser bekannt
Durch Lyssach fliesst die Emme, die auch im 21. Jahrhundert schon mehrfach von schweren Hochwassern betroffen war. Das war etwa 2005 beim bisher letzten hundertjährlichen Hochwasser der Fall. Als hundertjährliches Hochwasser werden solche Hochwasser bezeichnet, die im Durchschnitt nur einmal alle 100 Jahre vorkommen. Das letzte Hochwasser dieser Art gab es 2005, das davor geschah 1999. Das zeigt, dass ein hundertjährliches Hochwasser zwar statistisch alle 100 Jahre vorkommt, tatsächlich aber durchaus auch mehrere in kurzer Zeit aufeinanderfolgen können. Das Hochwasser des Jahres 1999 war ein Frühlingshochwasser, bei dem heftige Niederschläge und starke Schneeschmelze aufeinandertrafen, während das Hochwasser 2005 im August stattfand und alleine durch heftige Niederschläge verursacht wurde. Wann das nächste hundertjährliche Hochwasser eintritt, weiss niemand. Fakt ist aber, dass auch weniger intensive Hochwasser eine Bedrohung für angrenzende Immobilien darstellen. Deshalb sind Massnahmen zum Hochwasserschutz so wichtig und sie korrigieren teils auch Fehler der Vergangenheit.
In Bezug auf die Emme trat etwa 1987 ein gewisses Umdenken ein. Damals kam die Studie „Emme 2050“ heraus. Sie zeigte naturnahe Möglichkeiten auf, „wie der aus dem Gleichgewicht geratene Geschiebehaushalt der Emme bis etwa zum Jahr 2050 stabilisiert werden kann“. In welche Richtung die Sache führt, erfährt man auch. „Beim Wasserbau geht es längst nicht mehr nur darum, das Gewässer mit allen Mitteln zu bändigen“, heisst es im Vorwort der 2005 veröffentlichten Broschüre „Befreite Emme, lebendiger Fluss“. Das Vorwort stammt vom damaligen Kreisoberingenieur im Tiefbauamt des Kantons Bern Walter Brodbeck. „Gesucht werden deshalb auch an der Emme Lösungen, die dem Fluss vermehrt Freiräume gewähren, ohne aber dadurch den Hochwasserschutz zu vernachlässigen“, heisst es im Vorwort weiter.
In der Broschüre werden sechs Projekte vorgestellt, mit denen der Fluss einseitig, beidseitig oder wechselseitig aufgeweitet wird. Das jetzige Projekt in Lyssach dient ebenfalls dem Hochwasserschutz, ohne dabei allzu künstlich ins Naturgefüge der Flusslandschaft einzugreifen. Es wird wohl nicht das letzte gewesen sein, an dem sich die Mobiliar finanziell beteiligt.
Mobiliar ist „ Marktleaderin und Know-how-Trägerin“
„Als Marktleaderin und Know-how-Trägerin in der Sachversicherung hat die Mobiliar alles Interesse an Präventionsmassnahmen“, schreibt der Versicherer selbst. Seine Gebäudeversicherung ist für Hausbesitzer ein guter finanzieller Schutz, falls es zu Hochwasserschäden kommt. Im Kanton Bern ist sie nicht unbedingt nötig, da hier die Gebäudeversicherung Bern mit ihrem Angebot greift. Für Hausbesitzer in anderen Kantonen ist das Angebot der Mobiliar dagegen deutlich interessanter. Sie versichert gegen Gefahren wie Feuer, Glasbruch, Wasser sowie Elementarereignisse, zu denen auch Hochwasser gehört. „Aufräumungs- und Entsorgungskosten sind bis 20% der Gebäude-Versicherungssumme oder 10'000 Franken mitversichert“, berichtet die Mobiliar.
Link zum Text: hochwasserschutzbern.ch
Insgesamt 30 Millionen Franken hat der Versicherer Mobiliar seit dem Hochwasser 2005 in Präventionsprojekte investiert. Mit dem Geld wurden in der gesamten Schweiz über 60 Projekte unterstützt. Das jüngste Engagement: Die Mobiliar unterstützt den Hochwasserschutz der Gemeinde Lyssach im Kanton Bern.