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Erstmals seit Bestehen des eSports-Teams waren alle drei FCB-eSportler bei einem Turnier im Einsatz. Titelverteidiger Luca „LuBo“ Boller wurde in eine sehr starke Gruppe mit Tim Katnawatos und vier weiteren Top-Spielern gelost, darunter mit Stefan Beer der einzige Schweizer, der es im April an das weltweite Qualifikationsturnier für die WM-Playoffs in Manchester geschafft hatte. Da nur die beiden Besten der vier 6er-Gruppen in den Viertelfinal kamen, war es ein hart umkämpftes Rennen um den Einzug in die Top-Acht. Mit drei Siegen, einem Remis und einer Niederlage wurde Katnawatos Zweiter hinter Beer. Boller, der sich im teaminternen Duell gegen „The StrxngeR“ mit 1:3 geschlagen geben musste, hatte bis zuletzt alle Chancen aufs Weiterkommen, musste sich aber nach einem 1:4 gegen Leandro Curty vorzeitig aus dem Turnier verabschieden. Aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs gegen Katnawatos hätte „LuBo“ in der Endabrechnung aber auch ein Sieg im abschliessenden Spiel nichts mehr genützt.
Ähnlich eng ging es in der Gruppe von Florian „CodyDerFinisher“ Müller zu. Der Xbox-Vizeweltmeister bezwang zum Auftakt den späteren Turniersieger Zuta mit 1:0. Nach einer Niederlage, einem Remis und einem Sieg gegen den ehemaligen St. Galler eSportler Bruno Bardelas benötigte Müller im letzten Gruppenspiel einen Sieg gegen den bereits für die K.o.-Runde qualifizierten Ivica Ilic. Müller konnte in dieser Partie zwei Mal einen Rückstand egalisieren, kämpfte verbissen und hatte in der vorletzten Minute schlichtweg Pech, dass sein Stürmer aus bester Position um Zentimeter vorbeischoss. Dieser Treffer hätte Müller als Gruppensieger in den Viertelfinal katapultiert, stattdessen war auch für ihn zu früh Schluss.
Dramatischer Weg in den Final
So lagen alle FCB-Hoffnungen auf Katnawatos, der fortan von seinen beiden Teamkollegen gecoacht wurde. Im Viertelfinale lieferte sich der Deutsche Meister einen spektakulären Schlagabtausch mit Sandra Poschinger vom FC St. Gallen. Nach einem 3:3 im Hinspiel ging Katnawatos im Rückspiel scheinbar vorentscheidend mit 4:0 in Führung, kassierte dann aber binnen neun Minuten drei Gegentore und musste bis zum Ende zittern. Dank seiner Erfahrung behielt Katnawatos aber die Nerven und zog mit einem 6:4 in den Halbfinal ein, wo der bis dato ungeschlagene Ivica Ilic wartete und mit einem 3:1 im Hinspiel seine Dominanz aufrechterhielt. Aber Katnawatos bewies im Rückspiel wie so oft, dass er sich durch Rückstände nicht aus der Ruhe bringen lässt. Nach zwei schnellen Toren und dem Gegentreffer zum 2:1 sah Ilic lange Zeit wie der sichere Finalist aus, bis „The StrxngeR“ drei Minuten vor Abpfiff mit dem 3:1 das Entscheidungsspiel erzwang. Auch in dieser Nervenschlacht bewahrte Katnawatos einen kühlen Kopf und sicherte sich per Golden Goal den Einzug ins Endspiel.