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'CBS' hat eine Ausgabe seiner Nachrichtensendung '60 Minutes'
der Supply-Chain-Attacke auf SolarWinds und der darauf folgenden Angriffswelle auf Solarwinds-Kunden gewidmet. Darin kam auch der Microsoft-President Brad Smith zu Wort.
Laut Smith hat Microsoft alle erhältlichen Informationen zu diesen Angriffen zusammengetragen und analysiert. Daraufhin habe man sich die Frage gestellt, wie viele Softwareingenieure wahrscheinlich daran beteiligt waren. Die Antwort: Es seien sicherlich mehr als 1000 gewesen. Dies sei wahrscheinlich die grösste und raffinierteste Cyberattacke gewesen, welche die Welt je gesehen habe. Und seiner Meinung nach ist sie wahrscheinlich immer noch im Gange.
Microsoft selbst gehörte zu den Opfern, deren Netzwerke via SolarWinds Orion-Software geknackt wurden. Smith erklärte, dass er selbst im November 2020, kurz nach den US-Präsidentschaftswahlen vom 3. November, von der Sache erfahren habe. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich die Eindringlinge bereits im gesamten Microsoft-Netzwerk ausgebreitet gehabt und einiges an proprietärem Quellcode gestohlen.
Microsoft habe daraufhin 500 Ingenieure abgestellt, um den Angriff zu untersuchen. Unter anderem hätten diese herausgefunden, dass die Angreifer nur genau 4032 Zeilen des Solarwinds-Orion-Codes geändert haben, um ihre Hintertür einzubauen. Insgesamt umfasst der Orion-Code Millionen von Zeilen.
Manipulierte Zwei-Faktor-Authentifizierung
FireEye war das erste Opfer, dem es gelang, SolarWinds Orion als Einfallstor für die Angreifer zu identifizieren. CEO Kevin Mandia wurde in der 'CBS'-Sendung ebenfalls zu dieser Angriffswelle befragt. Laut Mandia hat FireEye erstmals bemerkt, dass etwas im Busch war, als man ein Zwei-Faktor-Login eines Angestellten genauer unter die Lupe nahm. Dabei habe man bemerkt, dass für diesen spezifischen Angestellten zwei verschiedene Telefone als Empfänger für den Sicherheitscode registriert waren.
Eine Nachfrage bei diesem Angestellten ergab aber, dass er selbst nur eine Nummer registriert hatte. Die Suche danach, wie es zu dieser Manipulation kommen konnte, führte FireEye letztendlich auf die Spur des Angriffs und zur Orion-Software. Wenn FireEye als Unternehmen nicht selbst genau auf solche Untersuchungen spezialisiert wäre, so Mandia, hätte man die Aufklärung des Falls wahrscheinlich nie geschafft.