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Einfache Sprache – damit man Texte schneller versteht
Nicht zu verwechseln mit der Leichten Sprache ist das verwandte Konzept der Einfachen Sprache (engl. Plain Language). Auch sie dient der Barrierefreiheit, auch sie hat zum Ziel, Texte generell in sprachlich einfacheren Versionen zur Verfügung zu stellen. Anders als für die Leichte Sprache existiert aber kein festes Regelwerk. Die Empfehlungen zeigen sich weniger spezifisch, obwohl Kürze und Einfachheit in der Formulierung auch für die Einfache Sprache zentral sind. Grundsätzlich versucht man sich an die gesprochene Sprache anzulehnen. Eine einfache, logische Satzstruktur ist Voraussetzung. Darin haben aber auch einfache Hauptsatz-Nebensatz-Konstruktionen Platz.
Weil bei den Vorgaben mehr Spielraum besteht, vergrössert sich die Gruppe der Personen, für die Einfache Sprache interessant sein könnte. Neben Menschen mit Leseschwäche kommen auch fremdsprachige oder ältere Personen infrage – im Prinzip jedoch alle, die schnell durch einen Text kommen wollen oder komplexe Texte besser verstehen möchten.
Originalwortlaut
Art. 1 Zweck
1 Das Gesetz hat zum Zweck, Benachteiligungen zu verhindern, zu verringern oder zu beseitigen, denen Menschen mit Behinderungen ausgesetzt sind.
2 Es setzt Rahmenbedingungen, die es Menschen mit Behinderungen erleichtern, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und insbesondere selbstständig soziale Kontakte zu pflegen, sich aus- und weiterzubilden und eine Erwerbstätigkeit auszuüben.
Einfache Sprache
(Textvorschlag von mir)
Artikel 1: Zweck
Das Gesetz ist für Menschen mit Behinderungen geschrieben. Es will erreichen, dass solche Menschen nicht benachteiligt werden.
Das Gesetz regelt, wie Menschen mit Behinderungen besser am Leben in der Gesellschaft teilnehmen können. Gemeint sind damit das Zusammensein mit anderen Menschen, das Lernen und die Arbeit.