Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03358.jsonl.gz/126

Das berühmte Märchen der Brüder Grimm, neu illustriert von Gerda Muller, der Grande Dame der europäischen Illustration. Diese Geschichte, 1819 zum ersten Mal von den Brüdern Grimm aufgeschrieben, kennen wir alle: Ein alter Esel ist seinem Herrn nicht mehr nützlich und wird mit dem Tode bedroht. Also macht er sich auf nach Bremen, um dort Stadtmusikant zu werden. Auf seinem Weg trifft er eine Katze, einen Hund und einen Hahn, denen alle das gleiche Schicksal droht und die sich ihm anschliessen … Zu Gerda Mullers 90. Geburtstag erscheint diese grossformatige Ausgabe der Bremer Stadtmusikanten. Auf imponierenden Doppelseiten erzählt und illustriert sie das Märchen der vier aus der Gesellschaft verbannten Tiere, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen.
Portrait
Gerda Muller, geboren1926 in Naarden, Niederlande, studierte an den Kunstgewerbeschulen von Amsterdam und Paris. Seit 1951 veröffentlichte sie in verschiedenen Ländern zahlreiche Bilderbücher und lebt seit langem in Paris. Über's Büchermachen sagt sie: Wenn ich ganz allein in meinem Atelier arbeite, ist mir manchmal so, als wäre ein Kind an meiner Seite, das mir zusieht und mich - oftmals - lenkt. Für dieses Kind, und nicht für Eltern oder Verleger, arbeite ich. Jacob Grimm wurde 1785 in Hanau geboren. Er studierte in Marburg und Paris. Der Germanist arbeitete als Professor in Göttingen, wurde jedoch als Mitverfasser des politischen Protestes der Göttinger Sieben von seinem Amt enthoben. 1841 holte der preussische König Friedrich Wilhelm IV. ihn und seinen Bruder Wilhelm Karl Grimm (1786-1863) als Mitglieder an die Akademie der Wissenschaften nach Berlin. Mit seinen auf eingehender Quellenforschung beruhenden Werken Deutsche Grammatik und Geschichte der deutschen Sprache legte Jacob Grimm die Grundlage der Germanistik. Er bearbeitete die ersten Bände des von ihm und Wilhelm Grimm begründeten Deutschen Wörterbuchs. Gemeinsam mit seinem Bruder und K. Lachmann gilt Jacob Grimm als der eigentliche Begründer der deutschen Philologie. Jacob Ludwig Carl und Wilhelm Karl Grimm sind die bekannten Herausgeber der "Kinder- und Hausmärchen". Jacob Grimm starb 1863 in Berlin. Wilhelm Grimm, geb. am 24. Februar 1786 in Hanau, gestorben am 16. Dezember 1859 in Berlin, lehrte in den 1830er Jahren in Göttingen, war Mitglieder der Göttinger Sieben und ab 1841 der Preussischen Akademie der Künste in Berlin. Gemeinsam mit seinem Bruder Jacob arbeitete er an den "Kinder- und Hausmärchen", den "Sagen" und vor allem am "Deutschen Wörterbuch", das ab 1854 entstand. Sie gelten als Gründer der Deutschen Philologie und Germanistik.
90(!) Jahre ist Gerda Muller, eine der großen alten Damen der BIlderbuchillustration, 2016 geworden.
Und auch diese neue Ausgabe des bekannten Grimmschen Märchen von ihr für Kinder ist nach wie vor ein Augenschmaus.
Das große,fast quadratische Buch mit Illustrationen in sanften Farbtönen dürfte auch ängstlichere Kinder von dieser liebenswerten Geschichte...90(!) Jahre ist Gerda Muller, eine der großen alten Damen der BIlderbuchillustration, 2016 geworden.
Und auch diese neue Ausgabe des bekannten Grimmschen Märchen von ihr für Kinder ist nach wie vor ein Augenschmaus.
Das große,fast quadratische Buch mit Illustrationen in sanften Farbtönen dürfte auch ängstlichere Kinder von dieser liebenswerten Geschichte überzeugen.
Mullers tierischen Protagonisten sehen noch nicht aus wie Senioren, sie blicken alles in allem hoffnungsvoll in die Zukunft und lassen sich auch von einer Gesellschaft , die sie aussortiert hat, nicht fertigmachen.Am liebsten möchte man sie drücken und in den Arm nehmen und selbst in der Szene im dunklen Wald, wo sie die Räuber aus ihrem Haus vertreiben,sieht der Betrachter fast das Augenzwinkern der Tiere. Mich erinnern diese Bilder übrigens ein klein wenig an die Illustrationen Ilon Wiklands zu den Astrid-Lindgren-Märchen, selbst Mullers Räuber wirken irgendwie freundlich, trotz ihrer Degen...
Dass der Grimmsche Text nicht in die Tableaus integriert wurde, sondern darunter verläuft,gefällt mir persönlich gut, so kann sich die Aufmerksamkeit des kindlichen Betrachters voll und ganz auf die leicht nostalgischen Bilder mit ihren kleinen Details konzentrieren.
Ein schönes Märchen-Bilderbuch (für Groß und Klein !).
Übrigens auch hervorragend gelungen von G.Muller:"Was war hier bloß los?",ein Suchbilderbuch ohne Worte,ebenfalls beim Moritz Verlag erschienen....