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Schwere Explosionen haben beim Marathonlauf in Boston nach Angaben der Polizei mindestens zwei Menschen in den Tod gerissen. Zudem wurden mindestens 23 Menschen verletzt, darunter auch Kinder. Wenig später gab es in der JFK-Bibliothek eine dritte Explosion.
Eine Sprecherin der Bibliothek sagte, es gebe ein Feuer. Verletzt worden sei aber niemand. Polizeisprecher Ed Davis sagte bei einer Pressekonferenz, es handle sich um eine andauernde Gefahrenlage. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Explosionen gibt, war zunächst unklar.
Nahe der Ziellinie
Dem US-Fernsehsender CNN zufolge ereigneten sich ersten beiden Detonationen gegen 14.45 Uhr (Ortszeit, 20.45 Uhr MESZ) im Abstand von etwa 15 Sekunden nahe der Ziellinie. Der Sender zeigte Bilder einer Rauchsäule und fliehender Menschen. Auch Bilder von Rettungskräften, die Menschen auf Tragen wegbrachten, waren zu sehen.
Vizepräsident Joe Biden sprach nach einem Bericht des Senders CNN von einer Bombe. Offizielle Hinweise auf einen gezielten Terroranschlag gab es jedoch zunächst nicht, obwohl angeblich Sprengstoff gefunden wurde.
Flugverbotszone über Boston
Präsident Barack Obama wurde sofort über die Ereignisse informiert, wie aus dem Weissen Haus verlautete. Die amerikanische Luftverkehrsbehörde FAA verhängte eine Flugverbotszone über Boston im US-Staat Massachusetts. In New York wurden die Sicherheitsmassnahmen verstärkt.
Der Lauf in Boston ist die älteste jährliche Marathon-Veranstaltung der Welt und wird seit dem Jahr 1897 ausgetragen. An dem Wettkampf nehmen mehr als 20'000 Läufer teil, hunderttausende Zuschauer säumen die Strassen
SDA-ATS