Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/240616

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein ganzheitliches Konzept und eine Strategie zur gendergerechten und gendersensiblen Aussenpolitik zu erarbeiten. Darin werden Wege aufgezeigt, wie die Auswirkung der Schweizer Aussenpolitik auf die Geschlechterverhältnisse und die Rolle der Frauen erfasst werden kann. Im Sinne der Kohärenz werden alle aussenpolitischen Handlungsfelder in allen Departementen identifiziert (u.a. Bildung, Gesundheit, Handel, Aussenwirtschaft, Migration, Forschung, Klima) und in die Aufgabenlösung einbezogen. Das Konzept soll zudem aufzeigen, wie die Umsetzung einem Monitoring unterzogen werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Gleichstellung der Geschlechter und die Rechte der Frauen gehören zu den aussenpolitischen Prioritäten der Schweiz. Sie sind seit vielen Jahren in den verschiedenen bestehenden Strategiepapieren verankert, insbesondere in der Aussenpolitischen Strategie 2020-2023, um eine geschlechtersensible Aussenpolitik zu gewährleisten. Damit werden sie transversal in vielen aussenpolitischen Handlungsfeldern berücksichtigt, z. B. in der Förderung von Frieden und Menschenrechten oder in der Entwicklungszusammenarbeit. Departementsübergreifend wird die Thematik im Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UNO-Resolution 1325 zu "Frauen, Frieden und Sicherheit" aufgenommen (www.eda.admin.ch &gt; Home &gt; Aussenpolitik &gt; Frieden und Menschenrechte &gt; Frieden &gt; Frauen, Frieden, Sicherheit). Die Gleichstellungsstrategie 2030 (www.ebg.admin.ch &gt; Startseite &gt; Dokumentation &gt; Publikationen) enthält auch Bemühungen der Schweiz auf internationaler Ebene, die durch zentrale aussenpolitische Ziele und Massnahmen konkretisiert werden.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das Ziel der Motion mit dem bestehenden strategischen Rahmen sowie mit den Instrumenten und Prozessen, die heute in den einzelnen Departementen zur Verfügung stehen, erreicht werden kann. Am 10. März 2022 hat der Nationalrat zudem das Postulat Friedl 21.3122 angenommen. Der Bundesrat wird in Erfüllung des Postulats einen Bericht vorlegen, in dem die verschiedenen Elemente, die den strategischen Rahmen bilden, zusammengefasst sind.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.