Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03319.jsonl.gz/946

Alzheimer
Die Erkrankung Alzheimer, auch als Alzheimer-Demenz bezeichnet, ist durch eine fortschreitende Rückbildung der Grosshirnrinde gekennzeichnet und führt schleichend zu einem Abbau von geistiger Leistung bei den Betroffenen. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz und ist durch Symptome wie Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit gekennzeichnet. Im Verlauf der Krankheit treten auch Persönlichkeitsveränderungen und die Unfähigkeit zur Selbstversorgung auf, was letztendlich die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt.
Symptome bei Alzheimer
Bei den Symptomen von Alzheimer kann man zwischen Symptomen im Frühstadium und fortgeschrittenem Stadium unterscheiden.
Symptome im Frühstadium der Erkrankung:
- Zunehmende Vergesslichkeit
- Vermehrte Tendenz Dinge zu verlegen
- Wortfindungsstörungen
- Räumliche und zeitliche Orientierung lässt nach
- Persönlichkeitsänderung und Stimmungsschwankungen
- Antriebslosigkeit und wenig Freude an alten Hobbys
Symptome im fortgeschrittenen Stadium:
- Schwierigkeiten sich auszudrücken
- Zunehmende Verwirrtheit
- Vermischung von Vergangenheit und Gegenwart
- Vertraute Menschen werden nicht mehr erkannt
- Zunehmende Schwierigkeit den Alltag zu meistern
Ursachen von Alzheimer
Die genauen Ursachen von Alzheimer sind noch nicht vollständig geklärt. Es scheint jedoch, dass die Bildung abnormer Proteine, die sich zu sogenannten “neurofibrillären Tangles” bzw. “Alzheimer-Fibrillen” zusammenlagern und zum Absterben von Nervenzellen führen, eine der Hauptursachen ist. Alter und genetische Vorbelastung gelten als die grössten Risikofaktoren.
Die Kumulation von Umweltgiften, insbesondere Schwermetalle und Pestizide in Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Luft, sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden.
Auch die Funktion der Blut-Hirn-Schranke ist entscheidend. Eine durchlässige Blut-Hirn-Schranke lässt vermehrt neurotoxische Substanzen in das Zentrale Nervensystem und kann die Entwicklung einer Alzheimer Erkrankung begünstigen.
Darmprobleme, z.B. eine veränderte Darmflora, können ebenfalls dazu beitragen, dass sich Alzheimer ausbildet bzw. schnell fortschreitet. Eine labordiagnostische Untersuchung des Darms sollte erfolgen, um Ungleichgewicht ausfindig zu machen.
Auch Zahngesundheit und Gehirn-Gesundheit scheinen in engem Zusammenhang zu stehen. So sind Patienten mit einem zunehmenden Zahnverlust weitaus häufiger von Alzheimer betroffen als komplett bezahnte Patienten. Wahrscheinliche Begründung: Die neuronalen Impulse bei jedem Zahnkontakt stimulieren die unterschiedlichen Hirnareale und wirken sich positiv auf die Gehirn-Gesundheit aus. Zusätzlich führt der Verlust von Zähnen zu einer Bisssenkung (Tiefbiss), wodurch die Kiefergelenke komprimiert werden und es zu muskuloskelettalen Dysbalancen bzw. Craniomandibulären Dysfunktion kommt. Als Folge scheint die Gesundheit des Gehirns darunter und sich neurodegenerative Prozesse vermehrt auszubilden. Die physiologische Mechanismen und Gründe dahinter sind noch unzureichend erforscht.
Behandlung von Alzheimer
Aus konventioneller Sicht gibt es derzeit keine Heilung für Alzheimer. Die Therapiemöglichkeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die Linderung der Symptome und die Verlangsamung des Krankheitsverlaufs. Medikamente, die die Kommunikation zwischen Nervenzellen fördern, können vorübergehend Erleichterung bieten.
Die ganzheitliche Medizin legt ihren Fokus auf Massnahmen, die an der Ursache ansetzen und gleichzeitig die Symptome lindern. So haben sich Behandlungen wie die Darmsanierung, Ausgleich von Mikronährstoffen nach individueller Analyse der Mängel, Stabilisierung der Blut-Hirn-Schranke oder die Ausleitung von Schwermetallen bewährt.
Wichtig ist immer, dass die Behandlung rechtzeitig eingeleitet wird und man nicht zu lange wartet, bis sich die Symptome zugespitzt haben.
Dr. med. Karsten Ostermann M.A.
Die neurologische Erkrankung Alzheimer ist nicht nur für Betroffene, sondern auch für die Angehörigen sehr belastend. Eine ursachenorientierte Behandlung, in enger Zusammenarbeit mit Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen, kann bei Patienten mit Alzheimer zielführend sein. Wir helfen Ihnen gern weiter.
Weiterführende Informationen
Die aufgelisteten Informationen beinhalten relevante Themen und dienen dem besseren Verständnis.