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Arbeitsrechte
Als Mitglied der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC) hat Dell deren Instrumente zur Kontrolle seiner Lieferkette implementiert und überprüft seine Zulieferbetriebe systematisch durch interne und externe Audits. Das Engagement bei Multi-Stakeholder-Initiativen wie etwa IDH ist Dell ebenso positiv anzurechnen wie die Kontrolle und das Engagement über seine direkten Zulieferer hinaus. Jedoch sollte sich Dell nicht mit den Branchenstandards begnügen, sondern fortschrittlichere Massnahmen in zentralen Bereichen wie Gewerkschaftsfreiheit, Temporär-Angestellte und Existenzlöhne ergreifen. Das Unternehmen sollte ebenfalls vermehrt Eigenverantwortung für die Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern übernehmen, indem es eine mit den geforderten Standards kohärente Einkaufspolitik betreibt. Wir erachten die Berichterstattung der Auditbefunde als unzureichend. Dell sollte diesbezüglich deutlich transparenter werden und die Ergebnisse der Befragungen veröffentlichen. Für eine nachhaltige Lösung der Probleme muss Dell Veränderungen von unten anstossen, indem es die Selbstorganisation der Arbeiterinnen und Arbeiter entlang der Lieferkette etwa durch Ausbildungen über ihre Rechte gezielt fördert, den Zugang zu unabhängigen Beschwerdemechanismen sicherstellt und seine Zulieferbetriebe für das Thema sensibilisiert.
Konfliktrohstoffe
Das Unternehmen lehnt eine schädliche Boykotthaltung gegen die Region um die Demokratische Republik Kongo ab und unterstützt als EICC-Mitglied die gemeinsamen Bemühungen der Branche zur Verbesserung der Situation. Im Rahmen der Audits überprüft Dell die Verarbeitung von Konfliktrohstoffen bei den Zulieferbetrieben, lässt jedoch von einer Verpflichtung ab. Dabei sollte das Unternehmen von seinen Zulieferern fordern, ausschliesslich als konfliktfrei zertifizierte Rohstoffe zu verwenden. Dies ist aktuell, zumindest für Tantal, als möglich zu erachten. Von Dell kann auch ein verstärktes Engagement für konfliktfreie Lieferketten aus Risikogebieten sowie eine verstärkte Zusammenarbeit direkt mit den Schmelzereien erwartet werden. Will Dell zu seinen Konkurrenten aufschliessen, müssen die Schmelzereien in der Lieferkette veröffentlicht werden.
Umwelt
Das Unternehmen setzt sich konkrete Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im eigenen Betrieb und hat diesbezüglich in den vergangenen Jahren einige Fortschritte gemacht. Dell hat den Anteil an erneuerbaren Energien deutlich gesteigert und verfügt über ein ausgedehntes Recyclingprogramm auch in Regionen, wo dies gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Hingegen muss sich Dell deutlicher dafür einsetzen, alle schädlichen Substanzen, wie PVC oder BFR systematisch sowohl aus seinen Produkten als auch aus deren Herstellung zu entfernen. Allgemein besteht im Umweltmanagement von Dells Lieferkette ein grosser Nachholbedarf. So sollte sich das Unternehmen vermehrt für die Reduktion von Treibhausgasemissionen entlang seiner Lieferkette einsetzen, indem es mit seinen Zulieferbetrieben verbindliche Reduktionsziele vereinbart und über deren Erreichen öffentlich Bericht erstattet.
Rating
Dell hat den Fragebogen von Brot für alle und Fastenopfer ausgefüllt und fristgerecht zurückgeschickt. Die Bewertung basiert zudem auf öffentlich zugänglichen Informationen von der Website und den Jahresberichten des Unternehmens sowie weiteren Quellen wie dem Carbon Disclosure Project (CDP).
Hinweis zur Firmenbewertung:
Die Darstellung ist eine Momentaufnahme (Stichdatum der Erhebung: 30.04.2014). Sie beansprucht keine Vollständigkeit. Die Bewertung darf nicht in der Form «Empfohlen von Brot für alle oder Fastenopfer» zitiert oder für Werbezwecke verwendet werden.