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Auf die Umwelt bezogen ist der gesamte Energieverbrauch (Bruttoenergieverbrauch) von Interesse und weniger die unter Berücksichtigung der Umwandlungs- und Verteilungsverluste tatsächlich genutzte Energiemenge (Endenergieverbrauch). Der in den beiden Grafiken gezeigte Energieeinsatz entspricht dem Bruttoenergieverbrauch abzüglich dem Import/Exportsaldo an Elektrizität. Letzterer kann je nach Jahr positiv oder negativ sein: 2017 wurde mehr Elektrizität importiert als exportiert. Dementsprechend lag der Energieeinsatz tiefer als der Bruttoverbrauch – um rund 1,8%. Sowohl Energieeinsatz wie auch Bruttoverbrauch berücksichtigen jedoch nicht die Umwandlungs- und Verteilungsverluste, die je nach Energieträger sehr unterschiedlich sein können: Bei der Stromproduktion aus Wasserkraft z.B. wird davon ausgegangen, dass keine Verluste entstehen, während bei der Umwandlung von Kernbrennstoffen rund zwei Drittel der Energie in Form von Wärme entweicht.
2017 stammten 75% der in der Schweiz eingesetzten Energie aus dem Ausland. Kurzfristig bestimmen Konjunkturlage und Witterung den Verbrauch von Energie. Längerfristig sind insbesondere Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie Veränderungen in der Technologie und des Lebensstils wichtige Einflussfaktoren. Seit 1990 hat der Bruttoenergieverbrauch um 6% zugenommen und belief sich 2017 auf rund 1,08 Millionen Terajoules. Davon stammen 53% von fossilen Energieträgern und 20% von Kernbrennstoffen.
Werden die Umwandlungs- und Verteilungsverluste abgezogen, ergibt sich der Endenergieverbrauch. Dieser lag im Jahr 2017 bei rund 850'000 Terajoules, wobei der Verkehr mit 36% die grösste Verbrauchergruppe darstellte, gefolgt von den Haushalten (28%), der Industrie (18%) und den Dienstleistungen (16%).