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Toxisch, herrschend, übergriffig: Das männliche Geschlecht wird heute häufig problematisiert. Historisch gesehen galt das Männliche jedoch lange als das «allgemein-menschliche». Seit den ersten Frauenbewegungen erleben wir eine Diskursivierung von Männlichkeit. Das heisst, dass über Männlichkeit gesprochen wird, sie öffentlich verhandelt wird. Diesem Thema habe ich mich im Bachelor-Semester gewidmet.
In der Thesis habe ich mich mit der sogenannten Männer- und Männlichkeitenforschung vertieft auseinandergesetzt. Mit einem historischen Blick habe ich den Forschungsstand seit dem frühen 19. Jahrhundert bis zum Anfang der 2000er aufgearbeitet. Ein Schwerpunkt waren «Männlichkeits-Diskurse» wie sie vom Geschlechter-Soziologen Michael Meuser erarbeitet wurden. Basierend auf diesen theoretischen Erkenntnissen habe ich die Video-Reportage «Leidende Männer: Die Opfer der Frauenbewegung» untersucht. Dabei habe ich mich methodisch an der Diskursanalyse orientiert. Meine Forschungsfrage lautet:
Welche Deutung ermöglicht die Betrachtung eines aktuellen Tagesschau-Beitrags zum Thema ‘Männlichkeit’ aus einer diskursanalytischen und geschlechterforschungs-theoretischen Perspektive?
Im Lehrprojekt habe ich das Sprechen über Männlichkeit praktisch umgesetzt. Entstanden ist ein zwanzigminütiger Video-Essay. Dort erzähle ich aus einer sehr persönlichen Perspektive, spreche mit Expertinnen, begleite verschiedene Männer in ihrem Alltag und setze mich mit meiner eigenen Biografie auseinander. Auch einige meiner Learnings aus der Literaturrecherche finden ihren Platz.
Das ganze Lehrprojekt findet ihr unten: