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Philipp Mettler aus Reichenburg ist aktiv als Volksmusiker, Klavierbauer/Stimmer, Produzent, Komponist und Arrangeur.
Philipp Mettler wurde 1975 als jüngstes von sechs Kindern geboren. Seine Mutter stammte aus Egg bei Einsiedeln, sein Vater aus Reichenburg, wo auch Philipp aufwuchs. Vater Franz war damals Baggerführer und spielte Klavier bei der Ländlerkapelle Toggenburger Buebe. Ab und zu spielte er auch bei Carlo Brunner mit. Als Philipp fünf Jahre alt war, probten Carlo Brunner und seine Mannen bei Mettlers daheim. Philipp wurde sofort ein Fan von Carlos Musik, und der 20 Jahre ältere Ländlermusiker ist bis heute eines seiner grossen Vorbilder geblieben. Mit neun Jahren lernte Philipp Klarinette spielen, mit elf war er bereits Solo-Klarinettist bei der Musikgesellschaft Reichenburg. Mit 13 gründete er seine eigene Ländlerformation.
Volksmusiker
Das war die Kapelle Philipp Mettler. Der 23 Jahre ältere Akkordeonist von Carlo Brunner, Martin Nauer, wurde angefragt, mitzumachen und tat dies. Am Klavier spielte Vater Franz Mettler und am Bass Franz Gisler. Für die nächsten 19 Jahre sollte Philipp der Kapellmeister dieser Gruppe bleiben. Später spielten Martin Suter, Urs Meier und Stefan Schrepfer mit. Mit 14 Jahren brachte Philipp Mettler seine erste CD auf den Markt: «Ein neuer Stern am Ländlerhimmel». Produziert wurde sie von Carlo Brunner. Auf dieser CD findet sich Mettlers erste Eigenkomposition, «Klein Patrick», die er seinem neugeborenen Neffen widmete. Im gleichen Jahr folgte der erste Fernsehauftritt mit der Kapelle Fritz Dünner, ein Jahr später folgten die ersten Auslandauftritte. Im gleichen Stil ging es in den nächsten Jahren weiter: CD-Produktionen, TV-Auftritte, Auslandengagements.
Klavierbauer
Nach der regulären Schulzeit absolvierte Philipp Mettler eine vierjährige Lehre als Klavierbauer/-stimmer in Oerlikon. Inspiriert wurde er dazu, weil er als Kind daheim jeweils zuschaute, wie Fritz Dünner das Klavier stimmte. Als Teil seiner Lehre erlernte Philipp das Klavierspiel. Daneben spielte er auch Saxofon und Bassgeige. Mettler ging davon aus, dass er nach der Lehrzeit bei seinem Arbeitgeber weiterarbeiten würde. Als ihm aber sein Lehrmeister am letzten Tag alles Gute für die Zukunft wünschte, war er zu seinem Erstaunen plötzlich arbeitslos. Als Zwanzigjähriger war zudem sein «Wunderkind-Bonus» aufgebraucht. Wie sollte es weitergehen?
Profimusiker
Philipp entschied sich, Profimusiker zu werden.Er übte sechs Stunden pro Tag, stimmte gelegentlich Klaviere und unterrichtete Klarinette. Er spielte mit seiner Kapelle und mit anderen Musikanten wie Dani Häusler und natürlich Carlo Brunner. Zu dieser Phase seines Lebens meint er: «1993 habe ich als Ländlerkomponist meinen ureigenen Philipp-Mettler-Stil erfunden. Nachher, als Profi, wurde ich kommerzieller.» Als Nächstes entdeckte Mettler den «Grand Prix der Volksmusik». Einige Jahre spielte er selbst mit und schaffte es zusammen mit Carlo Brunner bis in den internationalen Final in Wien. Später begann er, für den «Grand Prix» volkstümliche Schlager zu komponieren. Die meisten davon wurden von Sängerinnen interpretiert. Dazu gehören Namen wie Monique, Maria da Vinci, Sarah-Jane, Sigrid und Marina, Patrizia di Bari, Yasmine-Mélanie Wyrsch und Sandra Ledermann.
Produzent
So gelang Mettler 2002 der Schritt zum Produzenten. In Carlo Brunners Schwester Maja fand er damals seine Texterin. «Durch Maja kam ich zum Komponieren von volkstümlichen Liedern, und Maja wurde durch mich zur Texterin», erinnert er sich. Die beiden bildeten jahrelang ein Tandem und arbeiten bis heute miteinander. Später kam Patricia Stauber als weitere Texterin dazu. Die gelernte Bäckerin und Konditorin ist Mettlers Frau und Mutter seiner Kinder. Beim internationalen «Grand Prix der Volksmusik» erreichte Philipps Produktion «Einmal hin, einmal her», gesungen von Sarah-Jane, 2005 den zweiten Rang. 2010 schaffte es Nicolas Senn mit «Feuer und Flamme» auf den vierten Platz. Zweimal gewann Mettler den Stadelstern beim «Silvesterstadl»: Erst mit Sandra Ledermann (2012/13) , dann mit den Geschwistern Weber (2013/14).
Tons
Autor
Höfner Volksblatt & March Anzeiger
Kategorie
- Musik
Publiziert am
Webcode
schwyzkultur.ch/WwNEYe