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Einer der wenigen Filme aus Genf, der eine aufwendigere Technik verdient hätte. (In der Regel ist das Gegenteil der Fall.) Während sieben Minuten animiert Michel Dufourd die Gegenstände eines Toilettentischs als Mikrokosmos, in dem auch Liebesgeschichten, dem,,Milieu“ entsprechend kokette Liebesgeschichten, geschehen. Herr Dentifrice und Fräulein Creme spielen ihr Spiel, bevor der Herr/die Dame des Hauses ins Badezimmer tritt. Im letzten Moment ziehen sie sich in ihre Tube bzw. ihren Topf zurück, bis zum nächsten Morgen, wenn sie wieder tanzen und sich umwerben werden. Die Realanimation (mit Plastillin) ist perfekt und witzig — Resultat einer Heidenarbeit, die die 16mm-Technik und die eher rudimentäre Ausleuchtung nur approximativ wiedergeben. Dennoch ist Good Morning Love einer der wenigen kurzen nicht zu langen Filme, die Realisierung eines ökonomischen Storyboard.
SELECTION CINEMA