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Niemand kennt dich so gut wie du selbst. Hast du das schon oft gehört? Es stimmt sicher auch. Aber um sich selbst gut zu kennen, muss man sich erst einmal kennenlernen. Und dabei kommt es oft zu Fehleinschätzungen. Beispiel: Du legst dir im Fitnessstudio zu viel Gewicht auf die Hanteln und alle sehen, dass du es nicht packst. Das ist vielleicht ein bisschen peinlich, aber eigentlich nicht schlimm. Wenn du die schwere Hantel hochbekommst und sie dann auf deine Brust kracht, kann es allerdings gefährlich werden.
Ähnlich ist es bei Gefühlen: Stell dir vor, du lernst auf einer Reise jemanden kennen. Letzter Abend. Du verknallst dich ein bisschen. Du weisst, ihr werdet euch nicht mehr sehen, weil ihr tausende Kilometer voneinander entfernt lebt. Es ergibt sich die Gelegenheit und ihr küsst euch. Wie würdest du dich am nächsten Tag fühlen? Freust du dich jetzt über den schönen Abend und den Kuss oder bist du unglücklich und bekommst Liebeskummer? Vielleicht denkst du, du hättest die Annäherung besser nicht gemacht. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Aber wenn du dich selbst gut kennst und richtig einschätzen kannst, hilft dir das schon am Abend vor dem Kuss bei deiner Entscheidung.
Wie du da hinkommst, dich besser einzuschätzen? Beobachte dich gut. Deine Körperkräfte und auch deine Gefühle. Wenn du beim nächsten Mal in einer ähnlichen Situation bist, musst du nicht so lange überlegen.