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Ich unterstütze Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene als
Dipl. Lerndidaktikerin, Dipl. Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin auf ihrem Lern- und Weiterbildungsweg.
«Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher
Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr,
seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Buchstaben oder
Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten
Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene
Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim
Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens.»
Dr. Astrid Kopp-Duller
Wann wird von Legasthenie/Dyskalkulie gesprochen?
Von einer Legasthenie wird gesprochen, wenn sich bei Kindern beim Erlernen des Schreibens und Lesens Probleme ergeben, welche durch differente Sinneswahrnehmungen hervorgerufen werden. Daraus folgt eine zeitweise Unaufmerksamkeit beim Schreiben, Lesen – genannt Legasthenie – und Rechnen – genannt Dyskalkulie –, die wiederum zu Wahrnehmungsfehlern führt.
Unbedingt muss darauf hingeweisen werden, dass Probleme beim Erlernen des Schreibens, Lesens und/oder Rechnens absolut nichts mit der Intelligenz der Betroffenen zu tun haben, sondern lediglich mit ihren anders ausgeprägten Sinneswahrnehmungen. Die Meinung, dass ein Mensch, der gut schreiben, lesen und rechnen kann, intelligent ist, hat in unserer Gesellschaft eine starke Verbreitung.
Hintergründe – warum die Thematik an zunehmender Priorität gewinnt
Kommt es bei offensichtlich intelligenten Kindern völlig unerwartet zu Schwierigkeiten beim Erlernen des Schreibens, Lesens und/oder Rechnens (Dyskalkulie), so sollte man auch eine mögliche Legasthenie/Dyskalkulie in Betracht ziehen und vorerst Beobachtungen tätigen. Grundsätzlich zeigt sich bei legasthenen/dyskalkulen Kindern eine auffällige zeitweise Unaufmerksamkeit, wenn sie schreiben, lesen oder rechnen, also mit Buchstaben oder Zahlen in Verbindung kommen. Sonst zeigen sie eine gute Aufmerksamkeit bei Tätigkeiten, die sie interessieren. Es werden insgesamt allerlei Schwierigkeiten mit Buchstaben, Wörtern oder Zahlen beobachtet.
Für die spezifische Lernförderung, Lernberatung und Lernmotivation sind Fachkräfte mit einer spezifischen Ausbildung notwendig. Als diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin sowie als diplomierte Lerndidaktikerin kann ich Kinder und Erwachsene bei dieser Thematik unterstützen.
An der zeitweisen Unaufmerksamkeit beim Schreiben, Lesen und/oder Rechnen sind differente Sinneswahrnehmungen beteiligt.
Es gibt verschiedene Gründe, die zu Problemen beim Schreiben, Lesen und/oder Rechnen führen, deshalb werden auch verschiedene Arten und Formen unterschieden. Bei einer Legasthenie, auch spezielle Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) genannt, und/oder Dyskalkulie handelt es sich um eine biogenetische Anlage im Menschen, die ein Leben lang vorhanden ist, und lediglich ein spezielles Training im Schreib-, Lese- und Rechenbereich führt zu Erfolgen. Dagegen ist die Lese-Rechtschreibschwäche eine erworbene, zumeist auch vorübergehende Problematik, die durch psychische oder physische Ereignisse hervorgerufen werden kann.
Die Unterscheidung der Legasthenie und der Lese-Rechtschreibschwäche ist deshalb von grösster Wichtigkeit, weil die Förderungen und Interventionen, die in beiden Bereichen stattfinden sollten, unterschiedlich sein müssen.
Bei der Förderung eines legasthenen/dyskalkulen Menschen genügt es nicht, nur im Schreib-, Lese- und Rechenbereich zu arbeiten, sondern man muss unbedingt auch Interventionen zur Schärfung der Sinneswahrnehmungen – die man für das Schreiben, Lesen und Rechnen benötigt –, und auch eine Verbesserung der Aufmerksamkeit – das Zusammenführen des Denkens und Handelns – anstreben. Beim LRS-Kind genügt es zumeist, wenn die Ereignisse, welche die LRS hervorgerufen haben, in geregelte Bahnen geleitet worden sind und ein ausgiebiges Training im Symptombereich stattfindet, damit sich Verbesserungen einstellen.
Kombination von Legasthenie- und Dyskalkulietraining und Kunsttherapie
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung in der Kunsttherapie bin ich Expertin im Aufmerksamkeits- und Funktionstraining und im Bereich der Sinneswahrnehmungen.
Dadurch kann durch die einzigartige Symbiose zwischen dem Bereich der Therapie und dem Training eine erfolgreiche Förderung von mir angeboten werden.
Bereiche Aufmerksamkeit – Funktion – Symptome (AFS)
Die AFS-Methode ist eine völlig offene Methode. Jedes Programm, jedes Konzept, welches zu Verbesserungen der Leistungen bei legasthenen Kindern führt, kann integriert werden, solange die Grundzüge – Schärfung der Sinneswahrnehmungen, Verbesserung der Aufmerksamkeit beim Schreiben und Lesen und ein spezielles Symptomtraining – gewahrt bleiben.
A steht für Aufmerksamkeit
Die differente Aufmerksamkeit führt dazu, dass das legasthene/dyskalkule Kind im Symbolbereich nicht das leisten kann, was von ihm erwartet wird. Viele Fehler passieren, weil die Gedanken und das Handeln nicht im Einklang stehen. Dadurch entstehen sogenannte Wahrnehmungsfehler, die von Laien stets für z. B. Rechtschreibfehler gehalten werden. Das Zusammenführen der Gedanken und das gleichzeitige Handeln ist oberstes Ziel. Dies muss den Betroffenen erst bewusst gemacht werden, damit sie an diesem Problem arbeiten können – ein intensives Gespräch darüber ist daher notwendig. Es kann nur der starke Wille der Betroffenen mithelfen, ihre Gedanken besser unter Kontrolle zu bringen. Das Aufmerksamkeitstraining ist durch verschiedene Übungen positiv zu unterstützen. Wichtig ist auch, öfter mit dem Kind über seine Probleme bezüglich der Aufmerksamkeit bei Symbolen zu diskutieren.
F steht für Funktion
Die Funktionen, Sinneswahrnehmungen, auch Teilleistungen genannt, sind bei legasthenen/dyskalkulen Kindern different. Sie haben eine andere Wahrnehmung, sehr schnelle Gedankengänge, die sie am richtigen Schreiben, Lesen oder Rechnen hindern. Diese Kinder brauchen eine längere Zeit, um sich mit Symbolen problemlos auseinanderzusetzen, und sie müssen wesentlich vertiefender Wortbilder oder Rechenprozesse erlernen. Wichtig ist zu wissen, welche Sinneswahrnehmungen different sind, denn es ist in keiner Weise so, dass alle Teilbereiche betroffen sein müssen. Des Weiteren ist wichtig, dass nicht alle Sinneswahrnehmungen gleichzeitig, sondern ein Teilbereich nach dem anderen trainiert und verbessert wird. Die Schwierigkeitsstufe der Übungen muss individuell nach dem jeweiligen Stand des Kindes gewählt werden. Das Kind soll nicht über-, aber auch nicht unterfordert werden und auch genügend Erfolgserlebnisse haben, damit es die Freude am Training nicht verliert.
Jede sinnvolle Übung zur Verbesserung der Sinneswahrnehmungen kann im Rahmen des Funktionstrainings verwendet werden.
S steht für Symptom
Das Symptomtraining ist das Arbeiten an den Fehlern. Auch legasthene/dyskalkule Kinder erlernen das Schreiben, Lesen und Rechnen durch das Üben. Wichtig ist nur, dass das Erlernen und Vertiefen langsam und stetig passiert und mit der Steigerung der Aufmerksamkeit und der Schärfung der Sinneswahrnehmungen einhergeht. Das Lernen muss mit allen Sinnen erfolgen.
Das legasthene/dyskalkule Kind lernt am besten durch das Begreifen. Man sollte daher dem Kind ermöglichen, sich Buchstaben und Wortbilder auch dreidimensional zu merken.
Viele Wörter werden war auf herkömmliche Art und Weise gespeichert, indem die Kinder von der Tafel oder vom Schul- ins Hausübungsheft schreiben. Doch meistens sind es die
einfachen, sogenannten leichten Wörter, die sie absolut nicht behalten können. Hier kann eine dauerhafte Abspeicherung nur durch genaue Worterarbeitung gewährleistet werden.
Eine persönliche Fehlerwörterliste des Kindes ist zu erstellen, diese ist dann kontinuierlich abzuarbeiten. Diese Wörter werden in drei Stufen erarbeitet:
WORTBILD – WORTKLANG – WORTBEDEUTUNG
In das Symptomtraining fällt auch eine besondere Lesemethode sowie eine besondere Methode des Rechnenerlernens. Besonders wichtig ist, dass das Kind genügend Zeit für das Erlernen des Schreibens, Lesens und Rechnens bekommt. Besonders viel Lob, auch nur für kleine Lernfortschritte, ist die beste Motivation.
Wie kann ich dies feststellen?
AFS-Test Aufmerksamkeit-Funktion-Symptom-Test
Durch den computerbasierten AFS-Test ist es möglich, die jeweilige Thematik einzugrenzen und aufgrunddessen ein individuelles Trainingsprogramm für die/den Betroffenen zu erstellen.
Dieses pädagogische Testverfahren wurde im DRC-Forschungszentrum, im Dyslexia Research Center USA, unter Mitwirkung von Frau Dr. Astrid Kopp-Duller entwickelt.
Die AFS-Methode ist eine multisensorische Methode, deren Entwicklung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht worden ist. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass eine Verbesserung der Schreib-, Lese- und/oder Rechenfertigkeit eines legasthenen/dyskalkulen Menschen alleine durch das Üben am Symptom nicht zielführend ist. Deshalb muss in den Bereichen der Aufmerksamkeit (um der zeitweisen Unaufmerksamkeit beim Schreiben, Lesen und/oder Rechnen entgegenzuwirken), weiter in den Funktionen oder Sinneswahrnehmungen (die geschärft werden müssen) und im Symptombereich (um den Wahrnehmungs- und Rechtschreib-/Rechenfehlern entgegenzuwirken) eine gezielte Förderung stattfinden.
Die Methode ist als eine umfassende zu sehen, weil die Kombination von vorgeschriebenen Strukturen und die frei wählbaren Teile der Förderung es erlauben, auf die Probleme der Kinder völlig individuell einzugehen.
Förderung
Nach Feststellung der jeweiligen Thematik durch den AFS-Test kann für das Kind – idealerweise in Zusammenarbeit mit den Eltern – ein individuelles Förderungsprogramm entwickelt und trainiert werden.
Ich lege dabei besonders viel Wert auf die Vielfältigkeit und Abwechslung innerhalb des Förderungsprogrammes kombiniert mit Freude und Steigerung der Motivation bei jeder Trainingseinheit.
Mein besonderes Augenmerk liegt hierbei darauf, jedem Kind zu zeigen, dass es auf seine ganz besondere Art und Weise einzigartig und individuell ist.
Jedes Kind kann LERNEN lernen.
Und dafür will ich jedes Kind sensibilisieren und darin unterstützen. Auch die Eltern können hierbei zum Erfolg beitragen.
Auf Anfrage bin ich jederzeit bereit, auch für Lehrkräfte Informationen dafür bereitzustellen, ebenso stehe ich für einen Austausch mit der Schule zur Verfügung.
«Legasthene und dyskalkule Menschen haben eine besondere Informationsverarbeitung und
dadurch bedingt eine besondere Lernfähigkeit, welche an die pädagogisch-didaktische
Interventionsebene hohe Anforderungen stellt.»
Dr. Astrid Kopp-Duller