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Die Barbe gehört zu der Karpfenfische ( Cypriniden) Familie und ist sogleich der Leitfisch der Barbenregion.
Die Durchschnittsgrösse der Barbe liegt zwischen 30 und 60cm mit 1 bis 3 Kilogramm. Rekordexemplare bringen es auf 90cm und wiegen bis zu 6 Kilogram.
Besonderes Merkmal ist sein unterständiges, wulstige Maul mit seine vier Bartfäden. Die Barbe hat einen beinahe drehrunden Körper, der an der Bauchseite etwas abgeflacht ist. Der Kopf ist keilförmig und lang ausgezogen. Die Augen klein, mit marmorierter Iris. Das Maul ist unterständig, leicht rüsselartig, mit einem Paar Barteln in den Mundwinkeln, sowie zwei weiteren, kürzeren an der Oberlippe. Sie ist durchgängig beschuppt; die Schuppen sind mittelgross. Der Rücken ist braungrau, etwas heller die Flanken. Der Bauch weiss, gelegentlich mit einem rötlichen Anflug. Die paarigen Flossen tragen einen leicht rötlichen Ton, ebenso die Afterflosse, die zudem einen „fleischigen“ Eindruck erweckt. Der dritte Strahl der Rückenflosse ist verdickt, der längste und an der Rückseite sägeartig.
Mit ihrer schlanken, kräftigen Körperform, dem konischen Kopf ist die Barbe an ihren Lebensraum, bestens angepasst.
Unterhalb der Äschenregion, wo die Strömung noch ausgeprägt ist, liebt die Barbe das sauerstoffreiche klare Wasser. Unterhalb Wehren, grosse Sand- oder Kiesbänke und flache schnell fliessende Flussstrecken gehören zu den bevorzugten Plätze der Barbe. Die Barbe ist von Natur aus ein reiner Flussfisch. Besatz in stehenden Gewässern ist als absolut nicht artgerecht einzustufen. Sie liebt die scharfe Strömung, wo sie gerne gesellig lebt. Erst mit abnehmenden Wassertemperaturen ziehen sich Barben in grösseren Verbänden in tiefe Flussbereiche, wo sie relativ aktionslos auf bessere Tage warten. Eine echte Winterruhe können sie sich als reine Flussbewohner nicht leisten. Trotzdem reduziert sich ihr Stoffwechsel erheblich.
Fortpflanzung
Die Barbe erreicht die Fortpflanzungsfähigkeit im Alter von 4 bis 5 Jahren. Die Laichzeit ist im Mai und Juni, wobei es auch erst im Juli stattfinden kann. Dabei sucht sich das Weibchen kiesigen Grund, wo sie ihre Eier ablegen kann. Das Männchen zeigt in dieser Zeit einen starken Laichaussschlag. In den Monaten Mai bis Juli ziehen die Barben in kleinere Nebengewässer, wo sie über kiesigem Grund laichen. Die Rogner setzen dabei ca. 10.000 klebrige Eier pro Kilogramm Körpergewicht ab. In dieser Zeit tragen die Milchner einen knotig-hornigen Laichausschlag am Kopf. Der klebrige Laich setzt sich zwischen den Kieseln ab, wo die Brut nach 10 – 15 Tagen schlüpft. Barben sind im Jungendstadium sehr langsamwüchsig. Im ersten Jahr erreichen sie gerade einmal 7 cm! Die Geschlechtsreife erreichen sie nach 4 – 5 Jahren. Die Rogen der Barbe sind für uns Menschen giftig. Sie sollten auf keinen Fall gegessen werden Übelkeit verbunden mit Bauchschmerzen sind die Folge.
Ernährung und Verhalten
Die Barbe lebt in kleinen, meist gleichaltrigen Schwärmen. In der Dämmerung suchen sie mit Hilfe ihren Barteln nach Fressbares wobei sie mit ihrem unterständigen Mund Steine umdrehen um Larven, Krebse und Fischlaich zu fressen. Auch Fischbrut und kleinere Fische werden räuberisch gejagt und gefressen.
- Grundangeln
- Feeder
- Zapfenfischen/Posenangeln
Bevorzugte Köder
- Käse
- Würmer
- Köcherfliegen Larven
- Maden
- Künstliche Nymphen
Die beste Fangzeit ist vom August bis Oktober. Morgens früh lohnt es sich auf jeden Fall einen Versuch zu starten. Für Langschläfer bietet der Abend auch gute Chancen.
Der Standort ist Tagsüber leicht zu feststellen. Mit heftigen Sprünge und lautes platschen der Wasseroberfläche verraten sich die Barben einem aufmerksamen Angler.
Die Barbe im Drill
Seit vielen Jahren stelle ich den „ Torpedo“ mit grossem Enthusiasmus nach. Wie ein U-Boot zieht der Fisch nach dem Anschlag in Richtung Grund. Mal zieht er Fluss aufwärts, mal schiesst es Fluss abwärts. Unermüdlich liefert die Barbe einen Drill, dass so manch anderer Fisch von grösseren Massen in den Schatten stellt. Vorsicht ist vor der Landung zu bewahren. Im letzten Moment mobilisiert die Barbe noch ihre letzten Kräfte und wer jetzt zu stark forciert, wird der Kampf verlieren. Einmal ausgedrillt liegt die Barbe völlig erschöpft vor den Füssen. Wird sie nicht entnommen sollte sie mit Kopf gegen die Strömung, einen Augenblick gehalten werden bis sie wieder genügend Kraft verfügt um seine Bahn gegen die Strömung zu halten.
Im Bachofen gebraten schmeckt die Barbe vorzüglich.