Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03193.jsonl.gz/1852

Notker Balbulus (ca. 840 - 912)
Sequenzen, Tropen und Gregorianischer Choral aus dem Kloster St.Gallen. Ensemble Ordo virtutum - Stefan Morent. In einer Koproduktion des Südwestrundfunks Tübingen mit der Stiftsbibliothek St.Gallen. Mit Texten in Deutsch, Englisch und Französisch.
Dauer 59:36
Preis: 22.00 CHF
Artikel bestellen
St.Galler Nibelungenhandschrift, 2. erweiterte Auflage
Parzival, Nibelungenlied und Klage, Karl der Grosse, Willehalm. CD-Rom mit einem Begleitheft. Hrsg. von der Stiftsbibliothek St. Gallen und dem Basler Parzival-Projekt.
Der Codex 857 der Stiftsbibliothek St. Gallen ist die älteste Sammelhandschrift mittelhochdeutscher höfischer Epik. Das um 1260 im Alpenraum angefertigte Manuskript enthält so bedeutende Texte wie Wolframs "Parzival", das "Nibelungenlied" und die "Klage", Strickers "Karl" und Wolframs "Willehalm". Sprache und Einrichtung der Handschrift deuten auf eine professionelle Schreibstube im Alpenraum, der kostbare Initialschmuck auf die Beteiligung norditalienischer Illuminatoren. Aus dem Nachlass des Schweizer Historikers und Staatsmanns Aegidius Tschudi gelangte der Codex im Jahr 1768 in den Besitz der St. Galler Stiftsbibliothek. Alsbald wurde sein bedeutender Wert von der noch jungen germanistischen Forschung erkannt. Johann Jakob Bodmer, Karl Lachmann und Friedrich Heinrich von der Hagen gehörten zu den ersten wissenschaftlichen Benutzern. Die Handschrift wurde Grundlage der noch heute massgeblichen Ausgaben des "Nibelungenlieds", des "Parzival" und des "Willehalm". Sie diente als Maßstab für die Einrichtung einer normalisierten Schreibung in den modernen Editionen mittelhochdeutscher Texte. Erst in der jüngsten Fachgeschichte zeigte sich, dass zu dem Manuskript auch zwei geistliche Dichtungen (Konrads von Fussesbrunnen "Kindheit Jesu" und Konrads von Heimesfurt "Unser vrouwen hinvart") gehörten, deren Fragmente heute in Berlin und Karlsruhe aufbewahrt werden. Darüber hinaus sind demselben Skriptorium zwei in Wien und Berlin befindliche Fragmente mit Ausschnitten aus Wolframs "Parzival" und dem "Nibelungenlied" zuzuordnen. Die elektronische Edition auf CD-Rom bietet die einzigartige Möglichkeit, diese in verschiedenen Bibliotheken verstreuten Materialien zu vereinen. Der Datenträger enthält Farbabbildungen der Handschrift in drei verschiedenen Grössen sowie Hinweise zur Lagenstruktur und zu den beteiligten Schreibern. Über Menuleisten können die einzelnen Texte und Textabschnitte angesteuert werden. Suchbefehle ermöglichen das gezielte Auffinden von Textstellen nach Vers- und Strophenangaben in den etablierten Ausgaben. Die vergrösserten Ansichten der Initialen lassen die Feinstrukturen der anspruchsvollen Illuminationstechnik erkennen. Für das "Nibelungenlied" und die "Klage" werden Transkriptionen beigegeben, die mit den Farbabbildungen verlinkt sind. Die Texte der Fragmente zu "Parzival" und "Nibelungenlied" erscheinen in synoptischer Darstellung mit den entsprechenden Abschnitten des St. Galler Codex. Hier zeigt sich der Grad an textueller Beweglichkeit, der in der Frühzeit mittelhochdeutscher Epenüberlieferung selbst innerhalb ein und desselben Skriptoriums möglich war. Eine wissenschaftliche Einführung in gedruckter und digitaler Form fasst die jüngere Forschungsgeschichte zusammen. Die Erläuterungen machen Geschichte, Aufbau und Bedeutung der Handschrift einer weiteren interessierten Öffentlichkeit verständlich.
Preis: 48.00 CHF
Artikel bestellen