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An den geneigten Leser
Galilei wendet sich an eine Leserschaft "im vollen Bewusstsein ihrer geistigen Kräft, urteilsfähig und klug" (wie er selber sagt).
Dieser Text hat eine komplizierte Geschichte: Von Galilei anlässlich seines Aufenthaltes in Rom im Mai und Juni 1630 mit dem kirchlichen Zensor, Niccolò Riccardi bereinigt, wurde der Text von letzterem noch mindestens weitere zwei Mal kontrolliert und beanstandet, bevor er dann im Juli 1631 die uns vorliegenden, von den Behörden auferlegte Form erhielt.
Die Lektüre und der Inhalt des Vorwortes bereiten darum einige Probleme, weil nicht klar erkennbar ist, welche Teile Galilei und welche Riccardi zuzuschreiben sind.