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Greter, Josef
Gestorben: 15.10.1968, Weggis
Bauernsohn, Verdingbub, Primarschule in Weggis, erste Kontakte mit dem Fotografen Baumann, der Greter gerne in die Lehre genommen hätte, wenn die Eltern nicht opponiert hätten. Liftboy, Page in der Westschweiz, Maschinenschlosserlehre bei der Maschinenfabrik Reiden LU, Lehrabbruch wegen einer Lungenentzüdung. Reise nach London 1912, Arbeit im Schweizerklub. Als Butler eines reichen Inders bereiste Greter viele Länder und lernte mehrere Sprachen. 1917 Rückkehr in die Schweiz. Portier im Hotel Schweizerhof in Basel. Sportfotograf in Lenzerheide, wo der Fotograf Baumann aus Weggis eine Filiale unterhielt. Mechaniker in der Munitionsfabrik Altdorf 1918/19. Maschinenmechaniker bei Nestlé in Cham 1919-1922. Eröffnung eines bald florierenden Fotoateliers in Cham 1922, Bau eines eigenes Geschäfts- und Wohnhauses 1937. Spezialitäten: kolorierte Fotos, Grossformate. Hartnäckiger fotografischer Autodidakt mit einem Hang zum Perfektionismus. Greters qualitativ hochwertige Arbeit fand auch im Ausland Beachtung und hatte eine Einladung zum Kongress der optischen Firma Leitz in Wetzlar (Herstellerin der Leica-Fotokamera) zur Folge. Rückzug aus dem Geschäft 1949 und Verkauf desselben. Umzug nach Arbon, wo Greter eine Papeterie eröffnete und nebenher Fotoarbeiten ausführte. Radfahrer, Bergsteiger und Jasser, der nur mit Geldeinsatz spielte. Nach einem Autounfall irrtümliche Todesanzeige, die Greter um viele Jahre überlebte.
SAMMELPUBLIKATIONEN
«Der Kanton Zug und seine Fotografen 1850-2000», Zürcher Druck + Verlag, Rotkreuz 2000.