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21.10.2019, 11:27 Uhr
Europäische Start-ups haben im ersten Halbjahr so viel Geld erhalten wie nie zuvor: Der Gesamtwert der Start-up-Finanzierungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 62% auf 16,9 Mia. Euro. Die Schweiz belegt im...Artikel lesen
Die Ratings für "Green Finance" stiegen in fast allen Zentren in Bezug auf Tiefe und Qualität der grünen Anlagen. Die vierte Ausgabe des Global Green Finance Index zeigt, dass Westeuropa nach wie vor weltweit führend ist im Bereich "Green Finance".
"Ökonomen haben den Klimawandel als globales Marktversagen beschrieben und geschätzt, dass ohne Massnahmen die steigenden Gesamtkosten des Klimas dazu führen könnten, dass jedes Jahr mindestens 5% des globalen BIP verloren gehen", sagt Louis Lévesque, Chief Executive Officer Finance Montréal, im Bericht zum neusten Global Green Finance Index (GGFI). Während die klimabedingten Risiken klar sind, bietet der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft auch Chancen. Der GGFI soll dazu helfen, ein besseres Verständnis für die Qualität und Tiefe der Finanzplätze im Bezug auf nachhaltige Anlagen auf der ganzen Welt zu bekommen.
Die Finanzplätze Westeuropas führen das Ranking für "Green Finance" an. Dies könnte gemäss Index das Resultat der Bemühungen der EU im Bereich Strategie, Regulierung und Messung sowie der Arbeit der Zentralbanken in Europa zur Verankerung der Nachhaltigkeit in ihrer Regulierungsarbeit sein. Die Standards im Bereich Nachhaltigkeit haben sich weltweit erhöht. Die Ratings für "Green Finance" stiegen in fast allen Zentren in Bezug auf Tiefe (quantitative Kriterien) und Qualität.
Mit einer Ausnahme erhielten alle Zentren ein höheres Qualitätsrating als in der letzten Ausgabe des GGFI. Die durchschnittliche Performance stieg, wobei das durchschnittliche Rating im Vergleich zum letzten Bericht vom März 2019 um 2,2% für Tiefe und 3,8% für Qualität stieg. "Green Finance" bezieht sich im GGFI auf alle Finanzinstrumente oder Finanzdienstleistungen – einschliesslich Versicherungs-, Aktien-, Anleihen-, Rohstoff- und Derivatehandel, Analyse- oder Risikomanagementinstrumente –, die langfristig zu positiven Veränderungen für Umwelt und Gesellschaft führen.
Zürich belegt in beiden Ratings, sowohl bei der Qualität wie auch bei der Tiefe im Bereich "Green Finance" den 5. Rang und klassiert sich damit vor Genf, das mit dem 15. Rang (Tiefe) bzw. dem 11. Rang (Qualität) ebenfalls gut abschneidet.
Amsterdam behauptete seine führende Position im Tiefenindex, wobei Luxemburg wieder Boden gut machen konnte, den es beim letzten GGFI verloren hatte. Somit ist Luxemburg wieder auf Rang 2. London behauptete seine Position als Erster im Qualitätsindex, wenn auch mit einer geringeren Marge als zuvor, wobei Amsterdam Paris auf dem 2. Platz überholte.
Der Bericht deutet darauf hin, dass grössere, etablierte Zentren im Allgemeinen nicht diejenigen sind, die als grüne Finanzzentren hoch eingestuft werden. So belegt beispielsweise New York, das im Global Financial Centres Index an der Spitze der Rangliste der Wettbewerbsfähigkeit der Finanzplätze steht und über umfangreiche Green-Tech-Listen an seinen Börsen verfügt, im GGFI auf Platz 41 für Tiefe und Platz 29 für Qualität.
San Francisco war erneut das führende Zentrum in Nordamerika und behauptete seinen elften Platz (Qualität). Ausserdem erhöhte die Stadt ihre Platzierung um sieben Plätze auf Platz 17 im Tiefenindex. Montréal belegte in der Region erneut den 1. Platz in der Tiefe und stieg um fünf Plätze auf Platz 13 in der Gesamtwertung für Qualität. Kanadische Zentren schneiden weiterhin besser ab als die USA, sowohl in Bezug auf Tiefe als auch Qualität.
Zum ersten Mal, seit es den Index gibt, wurden die Werte von Tiefe und Qualität der grünen Anlagen kombiniert und daraus ein Gesamtrating erstellt. Zürich belegt bei dieser Analyse den dritten Platz und zeigt gemäss Studie Konsistenz in Tiefe und Qualität, während Paris, Hamburg und London an der Tiefe ihres Angebots arbeiten müssen, um ihr Gesamtrating zu verbessern.