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Der Vorstoss stammte aus den Reihen der Alternativen Linken. Texte in leichter Sprache kommen ohne Konjunktiv aus, ohne Genitiv und ohne Negation. Erlaubt sind nur einfache Hauptsätze mit jeweils einer Aussage.
Leichte Sprache sei ein ideales Hilfsmittel für Menschen mit geringer Lesekompetenz, argumentierte die Motionärin Tabea Rai in ihrem Vorstoss von 2018. Sie dachte dabei an Menschen mit einer anderen Muttersprache, mit Lernschwierigkeiten oder mit kognitiven Einschränkungen.
Grenzen bei komplexen Geschäften
Der Gemeinderat wollte den Vorstoss nur als Prüfungsauftrag entgegennehmen. Bereits heute achte man bei Abstimmungsbotschaften auf eine verständliche Sprache, doch es gebe Grenzen. Komplexe Geschäfte liessen sich nicht immer in Leichter Sprache darstellen.
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Entspreche eine Botschaft nicht den verfassungsmässigen Anforderungen an die Sachlichkeit, bestehe die Gefahr einer Beschwerde. Würde diese gutgeheissen, müsste die Abstimmung annulliert oder wiederholt werden.
Von Graffenried zeigt Sympathie
Mit einer weiteren Richtlinienmotion verlangt der Stadtrat, dass die städtischen Websites in Leichter Sprache zur Verfügung gestellt werden. Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) zeigte Sympathie für das Anliegen, fand den Vorstoss aber zu apodiktisch formuliert.
Gewisse Inhalte könnten kaum sinnvoll in Leichte Sprache «übersetzt» werden. Dazu gehörten die Rechtssammlungen der Stadt Bern und historische Dokumente.
(sda)