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Drei Tage nach der ersten Saisonniederlage gegen die SCL Tigers (1:4) musste Biel beim 0:4 in Ambri auch erstmals in der Ferne als Verlierer vom Eis. Trotzdem thronen die Seeländer mit 22 Punkten weiterhin an der Tabellenspitze, gefolgt von Zug (21), den ZSC Lions und Fribourg-Gottéron (beide 17). Zug fand nach drei Niederlagen in Folge mit einem 2:1-Zittersieg in Langnau in die Erfolgsspur zurück. Die ZSC Lions drehten im Hallenstadion gegen Davos ein 1:3 in ein 4:3, und die Freiburger feierten beim 3:2 zuhause gegen Lugano den dritten Sieg hintereinander.
Von den Teams in der unteren Tabellenhälfte konnten nebst Ambri-Piotta (8.) auch die formstarken Rapperswil-Jona Lakers (3:2 gegen Ajoie) und im Kellerduell Lausanne (4:1 gegen Bern) punkten. Während die Berner im neunten Spiel zum siebten Mal verloren, konnte Lausanne die rote Laterne an Aufsteiger Ajoie weiterreichen.
Biel verliert auch in Ambri
Nachdem der EHC Biel am Samstag gegen die SCL Tigers (1:4) zum ersten Mal in dieser Saison verloren hatte, unterlag er nun auch Ambri-Piotta. Die Tessiner ihrerseits beendeten mit dem 4:0-Erfolg gegen den Leader eine Serie von vier Niederlagen.
Den Grundstein zum zweiten Sieg in der neuen Valascia seit der grandiosen Stadioneinweihung gegen Fribourg-Gottéron (6:2) legte das Team von Trainer Luca Cereda mit drei Toren im ersten Drittel durch Dominic Zwerger (2.), Diego Kostner (5.) und André Heim (14.). Zwerger traf im Schlussdrittel noch ein zweites Mal.
Biel konnte seine zahlreichen Absenzen im Sturm nicht kaschieren. Der Tabellenführer agierte über weite Strecken sehr harmlos. Benjamin Conz musste für seinen ersten Saison-Shutout lediglich 22 Schüsse parieren. Insbesondere auf der Centerposition wiegen die Ausfälle von Captain Gaëtan Haas, Luca Cunti und neu auch dem Finnen Jere Sallinen bei den Seeländern derzeit schwer. Neben Routinier Etienne Froidevaux (32) spielte auf der Mittelstürmer-Position mit Elvis Schläpfer (20), Ramon Tanner (22) und Roman Karaffa (22) ein Trio mit sehr wenig Erfahrung auf diesem Niveau.
ZSC mit spektakulärer Wende
Der HC Davos stand dem ersten Sieg im Zürcher Hallenstadion seit dem 13. Januar 2019 nahe. Die Bündner führten bis zwölf Minuten vor Schluss dank drei Powerplaytoren durch Axel Simic, Marc Wieser und Andres Ambühl mit 3:1, ehe dem ZSC in einer turbulenten Schlussphase noch die Wende zum 4:3-Sieg gelang.
Nach einem schönen Konter bediente Denis Hollenstein in der 48. Minute Topskorer Garrett Roe, der auf 2:3 verkürzte. Danach konnte der HCD nach einem Restausschluss gegen ZSC-Stürmer John Quenneville (wegen eines Bandenchecks) fünf Minuten in Überzahl agieren. Doch statt dem 4:2 für die Bündner, erzielte Denis Malgin in Unterzahl den Ausgleich. Schliesslich gelang Hollenstein mit einem Powerplaytor in der 55. Minute vor knapp 8000 Zuschauern das siegbringende 4:3.
Die ZSC Lions gingen damit auch im neunten Direktduell hintereinander als Sieger hervor und schaffte den Anschluss an die Spitzenteams. Derweil zeigt sich Davos, das im Startdrittel den Ausfall von Enzo Corvi zu verkraften hatte, in dieser Meisterschaft weiter zu unkonstant. Auf fremdem Eis war es für den auf Platz 7 liegenden HCD im vierten Spiel bereits die dritte Niederlage.
Fribourgs dritter Sieg hintereinander
Gottéron feierte mit dem 3:2 gegen Lugano den dritten Sieg in Folge und beendete gleichzeitig eine Niederlagen-Serie gegen die zuvor punktgleichen Tessiner. In der vergangenen Saison hatten die Freiburger die letzten drei Partien gegen die Südschweizer alle verloren.
Lugano ging im zweiten Drittel zweimal in Führung; vorerst durch Alessio Bertaggia, dann durch Topskorer Luca Fazzini, der zum fünften Mal in der laufenden Meisterschaft traf. Noch erfolgreicher war Fribourgs bester Punktesammler in dieser Saison. Killian Mottet glich zweimal aus, das zweite Mal im Powerplay. Es waren Mottets Tore fünf und sechs. Mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zu Beginn des dritten Drittels leitete Mottet die Wende ein. 87 Sekunden später sorgte Samuel Walser für die Entscheidung.
Lausanne siegt im Kellerduell
Der SC Bern kommt weiter nicht in die Gänge und kassiert beim 1:4 in Lausanne bereits die siebte Niederlage im neunten Spiel. Dass für die Mannschaft von Johan Lundskog auch im vierten Match auf fremdem Eis in dieser Saison nichts Zählbares herausschauen wird, war spätestens nach Spielhälfte klar, als Christoph Bertschy und Emilijus Krakauskas mit einem Doppelschlag innert fünf Minuten vorentscheidend auf 3:0 erhöhen konnten. Der Ehrentreffer für die Gäste erzielte der Deutsche Dominik Kahun in der 47. Minute.
Das ebenfalls schlecht aus den Startlöchern gekommene Lausanne konnte sich dank dem dritten Saisonsieg, dem zweiten nach 60 Minuten, vom Tabellenende lösen und ist neu Zehnter. Die Berner - die sogar noch zwei Spiele mehr ausgetragen haben – rutschten auf den vorletzten Platz ab. Und das Programm für den Cupsieger wird mit einem Heimspiel gegen die formstarken Rapperswil-Jona Lakers und dem Gastspiel bei den ZSC Lions in den kommenden Tagen auch nicht einfacher.
Lakers bauen Siegesserie aus
Die formstarken Rapperswil-Jona Lakers liessen sich auch von Ajoie nicht stoppen, obschon der Aufsteiger zuletzt mit sieben Punkten aus vier Spielen starke Aufwärtstendenz bewiesen hat. Das 3:2 im eigenen Stadion war für die St.Galler bereits der fünfte Sieg in Folge. Einen solchen Lauf hatten sie in der höchsten Liga zuletzt im Januar 2008, als sie acht Spiele hintereinander ungeschlagen blieben.
Das Siegtor für die Lakers, die sich an Ajoie-Goalie Tim Wolf (42 Paraden) lange die Zähne ausbissen, erzielte in der 51. Minute Topskorer Nando Eggenberger. Für den 21-jährigen Bündner war es bereits das siebte Saisontor.
Zuvor hatte Ajoie die Partie nach frühem Rückstand durch einen Doppelschlag von Jérôme Gauthier-Leduc bis zur 24. Minute gedreht. Dank der Rückkehr des kanadischen Verteidigers nach überstandener Oberkörperverletzung konnte Ajoie-Trainer Gary Sheehan erstmals seit vier Spielen wieder auf mehr als zwei Ausländer zählen. Weil in der Schlussphase der Kanadier Jonathan Hazen nach einem Check von Roman Cervenka mit Verdacht auf eine Knieverletzung ausfiel, plagen die Jurassier allerdings schon wieder neue Personalsorgen.