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Merry Swingvon Susanne Leuenberger Auf seiner Europatournee macht das Glenn Miller Orchestra einen vorweihnachtlichen Halt und spielt swingige Carols wie «Have Yourself a Merry Little Christmas» und, natürlich, «Moonlight Serenade».
Leben ist von den bescheidenen Anfängen bis zum mysteriösen Ende so legendär wie seine Swing-Arrangements: Glenn Miller, 1904 geboren, in bescheidenen Verhältnissen im mittleren Westen aufgewachsen, kaufte sich mit 13 Jahren seine erste Posaune - mit Geld, das er mit Melken verdiente. Er spielte in diversen Formationen, Mitte der 1930er-Jahre gründete er seine eigene Band in New York. Das Geheimnis seines so perfektionierten wie kommerziell erfolgreichen Swing soll er just einem Zufall verdanken. Bei einem der ersten Konzerte erkrankte der Trompeter, Miller ersetzte ihn kurzerhand mit einem Klarinettisten. Die führende Klarinette, 4 Saxofone, Posaunen, Trompeten, Bass, Schlagzeug und Klavier machten fortan das unverkennbare Glenn Miller Orchestra aus. 1939 feierte er in der Carnegie Hall seinen Durchbruch mit «Moonlight Serenade», Evergreens wie «In The Mood» und «Chattanooga Choo Choo» wurden zum beschwingt- siegessicheren Sound der amerikanischen Kriegsjahre. Das Ende sollte Miller, der sich freiwillig für den Kriegsdienst als Musiker meldete, nicht erleben. Ende 1944 stürzte er mutmasslich beim Flug über den Atlantik ab. Die Überreste des Fliegers wurden nie gefunden. Destination: Das befreite Paris, wo er im Olympia vor Allierten hätte spielen sollen.
Glenn Millers Sound lebt
Bis heute spielen weltweit drei offizielle «Glen
Miller Orchestras» originalgetreue Arrangements: In Europa unter der Leitung des Niederländers Wil Salden. Auf seiner Europatournee macht das Swing-Orchester einen vorweihnachtlichen Halt und spielt swingige Carols wie «Have Yourself a Merry Little Christmas» und, natürlich, «Moonlight Serenade».