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AFTER AEROMANCY
Zuerst ein flüchtiger Blick in den Himmel, dann ein längerer - allmählich kristallisieren sich Nuancen heraus. Stetig verändert sich das Bild, eine subtile Textur aus Cumulus, Cumulonimbus, Strato oder Nimbostratus. Später blickt das Auge in die Sonne, vor der wir uns normalerweise mit dunklen Gläsern schützen, womit wir aber auch Punkte, Magnetfelder, Warps und Wellen ausblenden. Das Auge berechnet die Distanz von Wolke, Himmel und Sonne und erfasst seine Krümmungen, Längen und Tiefen. In dem Moment, in dem sich Daten mit Schönheit vermischen, werden der Beobachter und das Beobachtete eins.
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Anina und Brighams Aeromantie Arbeiten bilden ihre ganz eigenen Modelle des Himmelsgewölbes. In ihnen findet ein unaufhörlicher Austausch von Natur und Kultur statt, die Rollen von Subjekt und Objekt, Zuschauer und Modell kehren sich bis ins Unendliche um. Aeromantie ist, wie die lateinische Wurzel des Wortes verrät, eine alchemistische Wissenschaft, atmosphärische Zauberei, ein Moment absoluter Dichtung. Was daraus entsteht, ist ein Modell für die Sonne, ein Modell für den Himmel und ein Modell für Papierflugzeuge. Es wird deutlich, dass es keinen stabilen Blick gibt. Bilder sind allgegenwärtig und verwischen als solche jegliche Unterscheidungen.