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York ist eine Stadt im Norden von England am River Ouse nahe der Mündung des River Foss. York war die Residenzstadt der Grafschaft Yorkshire.
Der Ort, an dem sich die Stadt heute befindet, wurde von den Römern Eboracum nach dem keltischen *Eborāko- genannt, was wahrscheinlich „Ort der Eibenbäume“ heisst. Es gibt weder Quellen noch archäologische Funde, die auf eine vorrömische Siedlung an dieser Stelle hinweisen, dennoch ist eine keltische Vorbesiedlung wahrscheinlich. Nachdem die Angelsachsen um 400 n. Chr. die Gegend eroberten, wurde die Stadt in Eoforwic umbenannt.
Die Elemente des Namens stehen für Eber (eofor) und Siedlung (wic). Die folgende Besiedlung des Landstrichs durch die Wikinger führte zu einer erneuten Umbenennung der Stadt. Sie wurde nach der schwedischen Stadt Jórvik benannt, was „Pferdebucht“ bedeutet. Nach der normannischen Invasion 1066 wurde dieser Name in York geändert.
Gestern Donnerstag, um 0600 Uhr waren wir hellwach, denn wir wollten auf den ersten Bus Nr. 181 von Mortan nach York fahren – und der fuhr um zehn nach acht. Der Weg zur Busstation befand sich etwa eine knappe Meile von hier. Dabei musste ein Riesenkreisel mit fünf Einfahrtsdoppelspuren überwunden werden. Das heisst also, viermal zwei Spuren im Morgenverkehr überqueren. Ohne Fussgängerstreifen notabene denn hier gibt es eben nur Autos und Lastwagen.
Die erste Gefahrenstelle war noch einfach weil Lichtsignale alle Autos zum Halten zwangen. Die Zweite war der Abfluss des Kreisels und hier musste man auf das Gehör und sein gutes Gefühl gewartet werden und dann SCHNELL RÜBER. Der Dritte genau gleich wie der Erste und der Vierte wie der Zweite.
Der Bus für £ 3.75 benötigte nach York etwa eine halbe Stunde und schon marschierten wir oben auf der Stadtmauer und winkten den Japanern (oder waren es Chinesen) zu.
Mit zwei Ornitologen im Münsterpark hatten wir ein kurzes Gespäch über das wann, was, wohin und Roger Federer und natürlich über ihre Falken hoch oben am Münsterturm. Anerkennend meinten beide in Jägerausrüstung zu uns „Gentelmen of Switzerland“.
Inzwischen öffnete das Info-Center und hier lösten wir die Tickets (Senior £10.-) für die Stadtrundfahrt mit Hop On Hopp Off für 24 Stunden. York Minster, Black Swann Inn, Walmgate Bar, Micklegate Bar, St Mary Abbey und Clifford’s Tower etc.
Leider war das Ganze nicht wie in Edinburgh mehrsprachig sondern in einem für mich schwer verständlichen Englisch. Weil Pferderennen hier in York gross geschrieben werden darf auch des gewaltige Gelände des „Racecourses“ nicht fehlen.
Dann umrundeten wir die ganze Altstadt auf den drei noch verbliebenen Teilstücken der Stadtmauer. Beim Theater Royal stiegen wir hoch und standen vor einem vermeintlich noch geschlossenen Turmgitter. Ein kleiner „Push“ und wir konnten den ersten Tower passieren. Darnach öffnete sich für uns stundenlange Märsche rauf und runter auf der Mauer.
Herrliche Ausblicke auf das „York Minster“ oder andere Hinterhöfe der Stadt, wie Luxus-Herbergen usw. Darnach marschierten wir am River Foss entlang bis der Weg durch neue Gebäude gesperrt blieb. Kurz nach der Sledergate-Bridge und dem Cliffords Tower (Sandwiches) nahmen wird das letzte und auch das längste Teilstück der Stadtmauer in Angriff.Nochmals Treppe mit letzter Kraft hoch, an der Viktory Street vorbei zur Station Road und zur Lendal Bridge. Hier könnte man auch noch auf den River Ouse eine Schifffahrt unternehmen, wir jedoch sind viel zu müde und geniessen bei Starbucks am Bahnhof einen Cappucino.
Leider an der Ausströmöfffnung eines kühlen „Airconditioners“ was bei mir sofort Rückenschmerzen auslöste. Vor 43 Jahren – als wir letztmals auf der Mauer marschierten kannten wir weder Müdigkeit noch andere kleine „Gebresten“ und strotzten vor Lebensfreude.
Die Freude ist geblieben und das Andere dazugekommen. Auf dem Rückmarsch nach Hause lobten wir uns gegenseitig jedenfalls ob unseres Organisationstalents und unserer Taten. Ob schlichtweg der Geist heute gelitten hat oder einfach nur die Freude am Leben schuld war wissen wir nicht!