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Das Dialysegebäude ist zusammen mit dem östlich daran angebauten Filierenatelier als bewusste Setzung auf der Anhöhe gegenüber der Eingangsfront zu lesen. Die Gebäudegruppe begrenzt das Werkareal gegen Norden. Markantes Bauteil ist der neuere, kubische Wasserturm. Seine Nord- und Südfassade zeigen jeweils in der Mittelachse eine hochrechteckige Fensteröffnung. Während der mittlere Streifen dieser Öffnung verglast ist, sind in die seitlichen Felder Eternitplatten eingelassen. Diese die Vertikale betonende Fassadenbehandlung steht in spannungsreichem Kontrast zu den horizontalen Fensterbändern des übrigen Gebäudes.
Anhand der beiden Wassertürme wird augenscheinlich, wie sich die Arbeiten der Viscose-Hausarchitekten im Laufe der 1910er und 1920er Jahre unter dem Eindruck der Moderne verändern: Der östliche, alte Wasserturm trägt ein Walmdach und zeigt an seiner Südfassade zwei Stichbogenfenster. Beides sind Elemente aus dem Formenvokabular des Heimatstils.
Prägnanten Abschluss findet die Gebäudekomposition in einem Kopfbau auf halbrundem Grundriss. Diese Volumensetzung ist nicht durch den Strassenverlauf motiviert. Es kann heute nicht mehr nachgewiesen werden, wer diesen Anbau 1954 realisiert hat.
Baujahr: 1929/54 Dialysegebäude, 1927 Filierenatelier
Architektur: Möri und Krebs, Luzern