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Johann Georg Albrechtsberger (1736–1809) stammte aus Klosterneuburg bei Wien. Mit sieben Jahren wurde er Sängerknabe im Stift Klosterneuburg, mit 13 Jahren kam er als Chorknabe an das Stiftsgymnasium Melk. In dieser Zeit bekam er den ersten Unterricht in Musiktheorie und Orgelspiel. 1753 begann er in Wien Philosophie zu studieren. Dort lernte er Michael Haydn und dessen Bruder Joseph Haydn kennen.
Nach einigen Anstellungen in der Provinz wurde Albrechtsberger 1770 Organist im Wiener Stephansdom und 1771 Chorleiter in der Karmelitenkirche. 1772 berief ihn Kaiser Joseph II. als Zweiten Hoforganisten. Mozart wünschte sich Albrechtsberger als sein Nachfolger als Kapellmeister-Adjunkt am Stephansdom, 1793 übernahm er auch das Amt des Domkapellmeister. Diese Stellung hatte bis zu seinem Tod inne. Johann Georg Albrechtsberger wurde auf dem Sankt Marxer Friedhof in Wien beigesetzt. Im Jahr 1894 wurde in Wien-Meidling die Albrechtsbergergasse nach ihm benannt.
Albrechtsberger war als Orgelvirtuose und später als Komponsitionslehrer berühmt. In Wien hatte er zahlreiche Schüler, darunter u. a. Carl Czerny, Johann Nepomuk Hummel, Ignaz Moscheles und Franz Xaver Mozart. Sein berühmtester Schüler allerdings war Ludwig van Beethoven, über den Albrechtsberger sagte: „[Er wird] … nie was Ordentliches machen.“
Orgelwerke von Johann Georg Albrechtsberger
Albrechtsberger komponierte viele Fugen und Präludien für Orgel und Cembalo. Obwohl er mit allen wichtigen Grössen der Wiener Klassik befreundet war, ist seine Musik durchwegs in einem traditionellen Kirchenstil gehalten.
Albrechtsberger schrieb auch zahlreiche Kirchenkompositionen und Kammermusik. Ein grosser Teil seiner Werke blieb unveröffentlicht und lagert in Manuskripten bei der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde.