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Als «Eierkuchen-Effekt» bezeichnet Wolf Schneider jenes Phänomen, wonach ein Begriff durch übermässigen Gebrauch jegliche Kraft verloren hat. Dieser Effekt tritt vorwiegend in der internen und externen Kommunikation von Wirtschaftsunternehmen auf. Eierkuchenwörter sind unterschiedlich ausgeprägt. Entweder benennen sie etwas, was unklar geworden ist (Innovation). Oder sie bezeichnen etwas missverständlich (Herausforderung) oder falsch (Segmente). Oder aber sie sprechen über etwas, das es nicht gibt (Aktivitäten).
Dieser Blogpost widment sich dem Eierkuchenwort «Aktivitäten». Wir lesen von Businessaktivitäten, Vertriebsaktivitäten, Salesaktivitäten, Marketingaktivitäten, sportlichen Aktivitäten oder Freizeitaktivitäten. Und wir wissen nicht, was gemeint ist. Denn das Wort ist vollständig abgetakelt. Häufig ist es ausgehöltes Geschwätz auf der frenetischen Suche nach Aktion. Mit viel zu vielen Silben verdrängt es das, worum es eigentlich geht: Aktionen. Und es bootet jenen Begrif aus, der nur im Singular existiert: die Aktivität. Eine Aktivität kann 1000 Aktionen umfassen oder einfach nur Aktivsein, Arbeiten, Tatkraft oder Schaffen beschreiben.
Darum: Je weniger Aktivitäten ein Text enthält, desto aktiver und glaubwürdiger wird er. Das Eierkuchenwort #1 gehört auf die Schwarze Wortliste.