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Acne Inversa, oder auch Hidradenitis suppurativa genannt, ist eine Hauterkrankung die ca. 1% der Bevölkerung betrifft mit steigender Tendenz.
Am Anfang des Krankheitsverlaufs könnte die Acne Inversa mit einer Akne oder einer Follikulitis verwechselt werden. Acne Inversa ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung und ist nicht ansteckbar. Fisteln, Knoten oder Abszessen treten insbesondere bei den Achselhöhlen, der Leistengegend, dem Genitalbereich, dem Gesäss, wie auch unter der Brust und bei den Innenseiten der Oberschenkel auf. In der Schwereform der Acne Inversa sind diese Abszesse oft sehr schmerzlich und die Aussonderung von Flüssigkeit und Eiter schränken zusätzlich die Lebensqualität ein.
Ursache der Acne Inversa
Die Ursachen sind noch nicht ganz klar. Man vermutet eine genetische Veranlagung und eine Funktionsstörung vom Immunsystem.
Die Okklusion der Haarfollikel (Verstopfung der Ausführungsgänge der Haare) blockiert das Abfliessen des Talgs. Der Follikel dehnt sich aus und entzündet sich. Nach einer gewissen Zeit der Ausdehnung, reisst die Wand ein und die Flüssigkeit, die besiedelt mit Bakterien ist (v.a. Staphylococcus aureus), ergiesst sich ins Gewebe. Diese Kombination (Entzündung und Infektion) wird vom Körper abgekapselt und es entsteht ein Abszess.
Risikofaktoren:
- Meistens erscheint die Acne Inversa nach der Pubertät. Zwischen 20-40 Jahren ist sie am aktivstes. Selten nach 50 Jahren.
- Frauen sind häufiger als Männer betroffen (3 Frauen/1 Mann)
- Rauchen
- Übergewicht
- Stress
- Falsche oder zu enge Kleidung
Abklärung
Wegen einer möglichen Verwechslung mit Akne oder Follikulitis sollte man sich von einem Dermatologen (Hautspezialisten) untersuchen lassen.
Therapie:
Auch wenn man die Acne Inversa nicht heilen kann, ist es bei vielen Patienten möglich, die Krankheit zu kontrollieren. Abhängig des Schweregrades und der Erwartungen des Patienten, werden verschiedene Massnahmen getroffen:
- Gewichtsabnahme
- Raucherentwöhnung
- Topische medizinische Behandlung (in Form von Cremen und Lotionen)
- Systemische Behandlung (Antibiotika, Retinoide)
- Tragen von geeigneter Unterwäsche
- Chirurgische Behandlung
- Biologika (TNF Inhibitoren)
ACHTUNG: Die mit Eiter gefüllten Abszesse sowie Schwellungen sollten nie ausgedrückt werden.