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Gland–Begnins
|Kürzel||GB|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1906-06-18|
|Betriebseinstellung||1954-05-23|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1906 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte (Gleichstrom) GB war eine Aktiengesellschaft. Das zwischen Genf und Lausanne gelegene Begnins oberhalb des Lac Léman war beliebt als Destination für die «Sommerfrische». Die GB setzte als Bewegungskraft ausschliesslich Triebwagen ein und war hauptsächlich auf den Personen- bzw. Ausflugsverkehr ausgerichtet. Bis und mit 1908 figurierte sie in der Statistik als «Tramway», wurde dann aber zu den Schmalspurbahnen umgeteilt. Dies war unter anderem deshalb gerechtfertigt, weil die GB fahrplanmässig verkehrte. Da die Angaben zu den Tramways weit weniger detailliert sind, fehlen für diverse Reihen vor 1909 die Zahlen (missing data).
Im zweiten Betriebsjahr 1907 wandelte die GB schwebende Schulden in feste Anleihen um. Unklar und aus der Statistik nicht ersichtlich ist, wie die Reservenbildung ab 1913 zustande kam, da entsprechende Einzahlungen in Fonds nicht ausgewiesen wurden. Wir haben die Angaben der Statistik übernommen, obwohl sie nicht transparent sind (steigende Reserven trotz fehlender Fondseinzahlungen). Bei der Baurechnung verbuchte die GB ab 1915 gewisse Kosten, die vorher dem Hochbau zugerechnet wurden, nun bei den elektrischen Einrichtungen.
Finanziell bewegte sich die GB stets auf dünnem Eis. Bis 1914 reichten die Betriebsergebnisse aus, um die laufenden Kosten zu decken, doch nach dem Kriegsausbruch wurde die GB defizitär. Die Verluste hielten sich zwar in Grenzen, aber die Situation blieb auch nach 1920 permanent prekär. Die GB stellte 1954 den Betrieb ein.