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Häufig gestellte Fragen
Bekommt ein Baby mit Ekzem auch Asthma?
Mehr als zwei Drittel der Kinder mit atopischer Dermatitis haben Atemwegsbeschwerden. Je früher das Ekzem auftritt desto häufiger tritt auch Asthma auf. Rauchen der Mutter ist ein Risikofaktor. Man schätzt, dass mindestens 20 % der Kinder mit atopischer Dermatitis an Asthma erkranken.
Wie lange kann die Erkrankung andauern?
Die Erkrankung kann - je nach Kind - einige Monate bis mehrere Jahre anhalten. Nur selten dauert sie bis ins Erwachsenenalter: 50 % der Kinder mit atopischem Ekzem im ersten Lebensjahr sind mit 5 Jahren geheilt, auch wenn die Hauttrockenheit in den folgenden Jahren bestehen bleibt.
Was löst die akuten Schübe aus?
Daran können mehrere Faktoren beteiligt sein: Allergene und Staub in der Umgebung, Nahrungsmittel und manchmal auch Emotionen. Bei Kleinkindern können HNO-Erkrankungen und das Zahnwachstum ebenfalls einen Ekzemschub auslösen.
Wiederholte Schübe: Kann sich die Haut dauerhaft verändern?
Auch bei gravierenden Ekzemen bleiben im Allgemeinen keine Folgen zurück. Allerdings kann häufiges Kratzen die betroffenen Bereiche verändern und zu Narbenbildung führen. Sonnenbestrahlung auf den ekzematösen Stellen kann zu Fleckenbildung führen; daher sollte immer ein hoher, optimal hautverträglicher Sonnenschutzfaktor verwendet werden.
Kann das Kind in den Kindergarten gehen?
Atopische Dermatitis ist nicht ansteckend und deshalb steht einer Teilnahme am Gemeinschaftsleben nichts entgegen.
Ist atopische Dermatitis erblich?
Ja, Atopie ist in den meisten Fällen eine genetische Erkrankung. Es ist die allergische Disposition der Familie, die bei Kindern eine Neurodermitis verursachen kann, gleichgültig ob diese die Atemwege oder Lebensmittel betreffen.
Sind Nahrungsmittel für Ekzeme verantwortlich?
Nahrungsmittelallergien können Ekzeme auslösen, insbesondere bei Kleinkindern. Aber sie können auch mit anderen Symptomen wie Durchfall, Erbrechen oder Ausschlag auftreten.
Welche Behandlungen gibt es?
Dermatologische Behandlungen laufen in zwei Phasen ab: Die Basispflege besteht aus feuchtigkeitsspendenden, rückfettenden Cremes für die sehr trockene Haut. Kortisonhaltige Salben werden zur Behandlung der entzündeten Bereiche eingesetzt. Manchmal verschreibt der Arzt zusätzlich auch noch ein Antihistaminikum. Zur richtigen Behandlung gehört ausserdem eine Anpassung des Umfelds um seine täglichen Belastungsfaktoren zu reduzieren.
Kann man einen Rückfall vermeiden?
Ja, indem man die erschwerenden Faktoren minimiert und die Haut das ganze Jahr über mit einer rückfettenden Creme oder Balsam und Feuchtigkeit versorgt. Aber auch, indem man die vom Hautarzt verschriebene Behandlungen so lange fortsetzt, bis die Krankheit verschwunden ist.
Sollte man Allergietests machen lassen?
Ärzte zögern manchmal, Kleinkinder zu testen, weil deren Immunsystem noch instabil ist. Aber diese Haltung ändert sich mittlerweile, teilweise wegen der steigenden Zahl von Allergien. Bei starken Ausbrüchen (Ekzeme am ganzen Körper) und / oder wenn sie von anderen Symptomen begleitet werden, z.B. Durchfall, Nesselfieber, Schwellungen, Atemprobleme etc., können Tests eine gute Alternative sein, um noch stärkere Ausbrüche zu vermeiden.
Kann eine gestörte Mutter-Kind-Beziehung eine Neurodermitis auslösen?
Eine Mutter sollte sich auf keinen Fall schuldig am Ekzem ihres Babys fühlen. Denken Sie immer daran, dass es die Neurodermitis ist, die das Eltern-Kind-Verhältnis stört.
Welche Kleidung und Waschmittel sind für atopische Haut am besten geeignet?
Baumwolle eignet sich besser als synthetische Gewebe und Wolle zur Reduzierung von Reizzuständen und Schwitzen. Bei der Wäsche sollten keine Weichspüler verwendet werden und es ist darauf zu achten, dass die Wäsche gut durchgespült wird. Suchen Sie sich bei Bedarf eine Wäscherei, die hypoallergene Waschmittel verwendet.
Sind natürliche Pflegeprodukte besser geeignet?
Vorsicht bei ätherischen Ölen: Sie können Allergien auslösen! Vom Hautarzt verschriebene Kortisonsalben und dermokosmetische Pflegeprodukte sind die beste Behandlung, die wir für atopische Dermatitis kennen.
Baden oder duschen, heiss oder kalt: Wie soll ich mein Baby waschen und mit welchen Produkten?
Das Bad sollte nicht zu lange dauern (5 bis 10 Minuten) und das Wasser sollte nicht zu heiss sein: höchstens 35°C. Möglichst früh sollte auf Duschen umgestellt werden. Verwenden Sie sanfte, hypoallergene Produkte wie Surgras ohne Seife und Duftstoffe. Reiben Sie nicht beim Abtrocknen, sondern tupfen Sie die Haut mit einem Baumwollhandtuch behutsam trocken.
Wie verhindert man Kratzen?
Nur eine Behandlung kann Kratzen wirksam verhindern, aber besonders bei Kindern sollten Sie darauf achten, dass sie sich nie ausziehen und kratzen. Kälte ist ein gutes Mittel zur Linderung von Juckreiz und sogar Schmerz. Bewahren Sie die Creme im Kühlschrank auf, dann wirkt sie beim Auftragen wohltuend erfrischend.