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zum gedenken
= Edmund Ellena, Plaffeien
Edmund Ellena erblickte das Licht der Welt am 2. August 1921. Er war das zweitletzte von sieben Kindern aus der Familie Charles und Serafina Ellena-Noth. Der kleine Wirbelwind kletterte schon früh mit seinen Geschwistern über alle Bäume und war um keinen Streich verlegen. Zu Fuss, vielfach barfuss, gings in die Primarschule Plaffeien, wo er sich auch von den strengen Lehrern nicht in seinem Elan bremsen liess. Einzig auf einem Familienfoto aus frühen Jahren zeigte Edmund eine gewisse Zurückhaltung, wollte er doch nicht daran glauben, dass man jemals wieder vom Bild weg kommt.
Edmund Ellena schaffte die Primarschule mit einer ihm eigenen Leichtigkeit, und doch war es ihm verwehrt, neun Schuljahre zu absolvieren. Früh machte er sich auf, um Arbeit zu finden. Nach verschiedenen Tätigkeiten fand er eine Stelle, die ihn für die nächsten 40 Jahre begleiten sollte. Bei der GFM (heute TPF) fuhr er zuerst Lastwagen, später wechselte er auf die Busse und wurde Chauffeur. Zusammen mit einem Kollegen nahm er sich eine kleine Wohnung in Freiburg, von wo er im ganzen Kanton auf Achse ging. In den Arbeitspausen ging er seiner Leidenschaft, dem Schwimmen, nach. Er war über viele Jahre in der Motta anzutreffen oder machte regelmässig einen kurzen Abstecher in den nächsten Fluss oder See.
Edmund Ellena war ein geselliger Mensch. Nebst dem Schwimmen trainierte er in verschiedenen Sportclubs, spielte Theater und war 1944 Mitbegründer des Jodlerklubs Alphüttli Plaffeien. Über Jahrzehnte trat er mit seinen Klub- und Fahnenschwingerkollegen an Jodler- und Trachtenfesten auf. Er reiste gerne und war auch etliche Male in Italien, dem Heimatland seines Vaters.
Zusammen mit Freunden aus der Jungmannschaft erklomm er die Gipfel der Region. Auf seinen Wanderungen lernte er Lucie Bapst kennen, die mit ihrer Familie die Alp auf dem Unteren Euschels bewirtschaftete. Sie heirateten im September 1964 und bezogen das Eigenheim im Telmoos. Ein Jahr später kam André auf die Welt, ihm folgten Aldo (1966) und Silvio (1968).
Als Familienvater war Edmund immer zu Spässen aufgelegt. Eine seiner Busstrecken führte ihn im Sommer nach Schwefelbergbad. Nichts war schöner für die Buben, als neben ihm und bei offenem Verdeck die Spitzkehren hinauf bis zum Restaurant mitfahren zu dürfen. Edmund Ellena war Buschauffeur mit Leidenschaft bis zu seiner Pension 1986. Danach half er noch ab und zu aus und genoss es, wieder mehr Zeit für Wanderungen und fürs Baden zu haben. Über viele Jahre hinweg nahm er auch im Winter in der Sense ein kurzes Bad. Wichtig war ihm der wöchentliche Gang in die Kirche, in Plaffeien oder in der Stadt. Seine Herkunft nie vergessend, besuchte er 85-jährig, zusammen mit seinem Bruder Alfred, ein letztes Mal den Heimatort seines Vaters in Italien. Ein Lebenszyklus war damit geschlossen und nach einem kurzen Spitalaufenthalt und einem wohlerfüllten Leben hat der Schöpfer Edmund Ellena am 21. Mai 2011 zu sich gerufen. Eing.