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Querlage
Eine Querlage, bei der das Köpfchen auf der linken Seite und die Füsschen auf der rechten Seite oder umgekehrt getastet werden, ist sehr selten. Ursache kann sein, dass das Kind zuviel Raum zur Verfügung hat: wenn es selbst zu klein für sein Alter ist, zuviel Fruchtwasser vorhanden ist oder die Bauchwand bzw. Gebärmutterwand zu schlaff ist (z.B. nach vielen Geburten). Auch wenn Hindernisse im kleinen Becken liegen, wie eine vorliegende Plazenta oder sehr grosse Myome, kann es zu einer Querlage kommen. Ausserdem ist die Querlage etwas häufiger bei Mehrlingsschwangerschaften zu sehen.
Die Querlage kann sich von selbst korrigieren und gegen Ende der Schwangerschaft, manchmal auch erst beim Einsetzen der Wehen, zu einer unkomplizierten Schädel- oder einer nicht ganz so einfachen Steisslage werden. Wenn das Baby in der Querlage bleibt, kann nicht normal entbunden werden und ein Kaiserschnitt ist aus Sicherheitsgründen erforderlich. Denn die Risiken einer vaginalen Geburt sind nicht gering: Es kann zum Armvorfall und Einkeilen der Schulter, zum Geburtsstillstand und sogar zu einem Gebärmutterriss (Uterusruptur) kommen.
Das grösste Problem der Querlage ist, dass beim Platzen der Fruchtblase die Nabelschnur in die Scheide vorfallen kann, da weder Kopf noch Gesäss den Beckenausgang blockieren und dies verhindern. Solch ein Nabelschnurvorfall verlangt das sofortige Eingreifen der Hebamme oder des Geburtshelfers, damit das Baby so schnell und sicher wie möglich entbunden wird. Normalerweise wird dann ein Kaiserschnitt durchgeführt. Aus diesem Grund müssen Frauen mit einem Kind in Querlage die Endphase der Schwangerschaft oft im Spital verbringen, bis die Wehen einsetzen oder das Baby nicht mehr quer liegt.
Letzte Aktualisierung : 03-04-18, BH