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Herkunft und Geschichtliches
Einen Verweis auf den geographischen Ursprung dieses Rassehundes gibt bereits sein Name. So bezieht sich das englische Wort „border“ (dt. „Grenze“) in diesem Fall auf die Grenzregion zwischen England und Schottland. Seit Jahrhunderten hielten die dort ansässigen Farmer Hütehunde, die zuverlässig und folgsam ihre Schafe hüteten und im rauen Klima dieser Gegend bestens zurechtkamen. Eine erste Erwähnung dieser aussergewöhnlich robusten und arbeitsfreudigen Hütehunde, die die Schafherden wie kaum eine andere Rasse im Griff hatten, findet sich im Buch „De Cannibus Britannicus“ (engl. „Of Englishe Dogges“) von John Caius aus dem Jahr 1576. Auch wenn sie damals noch nicht unter dem Namen „Border Collie“ bekannt waren, kommt Caius‘ Beschreibung der des heute bekannten Rassehundes bereits sehr nahe. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entdeckte der englische Adel Border Collies für sich. Der Rassenname „Border Collie“, unter dem die Hunde heute bekannt sind und mit dem sie sich von anderen Collie-Arten abgrenzen, wurde erstmals von James Reid im Jahr 1915 verwendet. Reid war der erste Geschäftsführer der International Sheep Dog Society (ISDS), die seit 1906 die Sheepdogtrails organisiert. Im Jahr 1978 gab es die erste Eintragung des Border Collies in das Zuchtbuch des Clubs für Britische Hütehunde. Nach wie vor ist der Border Collie ein ausgezeichneter Hütehund, der blitzschnell reagiert und grossartig mit seinem Menschen kooperieren kann.
Beschreibung
Border Collies sind mittelgrosse Hunde. Der harmonische Körper, der mehr lang als hoch ist, erreicht bei Rüden eine maximale Widerristhöhe von 55 cm. Hündinnen sind in der Regel etwas kleiner, ihre Schulterhöhe beginnt bereits bei 45 cm. Das Gewicht, das in einem passenden Verhältnis zum Körper stehen muss, liegt zwischen 13 bis 22 kg. Sein muskulöser, athletischer und wohl proportionierter Körper sowie seine geschmeidig fliessenden Bewegungen sprechen für Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer. Seine Pfoten hebt er nur wenig vom Boden ab und bewegt sich damit schleichend und mit hoher Geschwindigkeit. Sie sehen aus wie ein leichterer Australian Shepherd, aber statt dem kurzen Schwanz, der das Markenzeichen der Aussies ist, haben Border Collies einen fedrigen Schwanz, der bis zum Sprunggelenk reicht. Der Kopf ähnelt dem eines Collies, der Körper ist etwas länger als der Hund hoch ist. Die Ohren stehen aufrecht, während die Spitzen heruntergeklappt sind, was ihnen ein flottes Aussehen verleiht. Das Fell des Border Collies gibt es gemäss seines Standards in zwei unterschiedlichen Längen, eine mit mässig langem Fell und eine stockhaarige Variante. Bei Collies mit mässig langem Fell sind Mähne, Hosen und Fahnen gut sichtbar. Im Gesicht, an den Ohren sowie an der Vorderseite der Vorderläufe und an den Hinterläufen vom Sprunggelenk bis zum Boden ist das Haar hingegen auch bei langhaarigen Hunden kurz und glatt. Beide Fellvarianten besitzen ein sehr dichtes Haarkleid mit dichter Unterwolle, das ihnen bei jedem Wetter einen zuverlässigen Schutz bietet. Wenngleich der Border Collie mit der schwarz-weissen Fellfärbung am bekanntesten ist, weist seine Fellfärbung einen grossen Variantenreichtum auf. So sind fast alle Farben erlaubt, wobei weiss niemals die vorherrschende Farbe sein sollte.
Wesen
Der Border Collie ist ein intelligenter Hund mit einer schnellen Auffassungsgabe und enorm hoher Arbeitsbereitschaft. Er braucht unbedingt eine sinnvolle Aufgabe und viel „Kopfarbeit“ um ausgelastet zu sein. Die Rasse will seinem Besitzer gefallen und lernt schnell und begeistert neue Kommandos. Gut ausgelastet und erzogen ist der Border ein freundlicher und im Haus ruhiger Hund. Mit einer entsprechenden Sozialisierung versteht sich die Rasse auch gut mit anderen Haustieren. Aufgrund des starken Hütetriebs neigt der Border Collie jedoch dazu alles zu hüten, was sich bewegt. Auch Jogger, Autos oder spielende Kinder können diesen Trieb stimulieren. Kaum eine andere Hunderasse hat so ein komplexes Verhalten aufzuweisen wie der Border Collie. Durch die streng selektierte Zucht der besten Hütehunde hat er ein komplexes Gesamtwerk an Instinkten ausgebildet, das auf den wölfischen Verhaltensmustern der Jagd basiert. Der einzige Unterschied besteht darin, dass er seine Beute nicht fängt und tötet, sondern nur zusammentreibt. Der Border ist ein ausgesprochen treuer und wachsamer Hund.
Quelle: Zusammengestellt aus diversen Internetseiten