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Mittwoch, 5.10.2022
Bevor wir losfahren, machen wir einen Rundgang über den Markt…. 90% der Produkte sind Bekleidung, der Rest sind Pflanzen, Wein und Esswaren. Wir kaufen bei einer Winzerin aus dem Rioja 2 Flaschen Wein…. für 2 € die Flasche…. und dann gibt sie uns noch eine grosse Tüte frische blaue Weintrauben mit. Regula gibt ihr einen 5 € Schein und meint dass es so stimmt, aber sie besteht darauf, uns den einen Euro Wechselgeld zurückzugeben. Die Herzlichkeit der Menschen im Baskenland ist einfach umwerfend!
Wir fahren los, wir wollen heute bis nach Soria kommen und dann übermorgen nach Madrid.
Wir fahren von Vitoria-Gasteiz über Haro nach Soria. Die Fahrt geht zuerst auf der N-124, dann über die N-232 durch das herbstlich gefärbte Rioja-Weinbaugebiet hoch über dem Ebro…. traumhaft schön! Ebenso ist die Fahrt auf der N-111 zwischen Islallana und dem Stausee von Pajares durch das Tal des Río Iregua landschaftlich sensationell. Man kann’s auf Google Streetview anschauen, das gibt einen anschaulischen Eindruck.
Auf der N-111 bei Viguera
Die Puerta del Camero Nuevo bei Torrecilla en Cameros
Der geografische Begriff Serranía Celtibérica (keltiberisches Bergland) bezeichnet ein bergiges und nahezu menschenleeres Gebiet im Nordosten Spaniens, das auch unter der Bezeichnung Spanisch-Lappland (Laponia española) bekannt geworden ist.
Nur 4 Städte über 20’000 Einwohner (Soria, Cuenca, Teruel und Calatayud) befinden sich innerhalb des insgesamt nur ca. 450’000 Einwohner zählenden und mit durchschnittlich weniger als 8 Personen pro Quadratkilometer nur äusserst dünn besiedelten Gebiets. Zu Beginn des 20. Jh. gab es noch weit über 2’000 selbständige Dörfer bzw. Gemeinden (municipios), zu Beginn des 21. Jh. war deren Zahl auf ca. 1’300 abgesunken, von denen jedoch viele infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft und des daraus resultierenden Arbeitsplatzmangels in der zweiten Hälfte des 20. Jh. von einem starken und anhaltenden Bevölkerungsschwund (despoblación) betroffen waren und nur noch weniger als 100 Einwohner haben.
|Jahr||1857||1900||1950||2001||2018|
|Einwohner||2’342||1’725||1’017||120||108|
Dieses Video Bikepacking Tour zeigt tolle Eindrücke aus der Serranía Celtibérica
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Kurz vor Lumbreras de Cameros verlässt die N-111 das Tal des Río Iregua und verläuft weiter im Tal des Río de Piqueras bis zum Embalse de Pajares, einem 1995 eröffneten Stausee mit einer Kapazität von 35,29 Mio. Kubikmetern.
Ein Video des Embalse de Pajares…. als wir vorbeifahren ist der Stausee fast leer!
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Kurz nach dem Stausee verlassen wir La Rioja in die Autonome Gemeinschaft Kastilien und León (span. Castilla y León). Wir befinden uns jetzt in der Provinz Soria, die östlichste Provinz von Kastilien und León. Soria ist eine gebirgige, mindestens aber hügelige Provinz im Westen des Iberischen Gebirges. Die höchste Erhebungen sind der im Nordosten gelegene 2’315 m hohe Pico de Moncayo, sowie der im Nordwesten gelegene 2’228 m hohe Pico de Urbión. Die meisten Ortschaften liegen in Höhen um die 1’000 m.
In Soria finden wir einen sehr schönen Stellplatz am Paseo San Prudencio direkt am Ufer des Río Duero, der in der Provinz Soria entspringt und in Portugal als Douro bei Porto in den Atlantik mündet. Mit 897 km Länge ist es der drittlängste Fluss der Iberischen Halbinsel.
Der Stellplatz ist halb-offiziell, es gibt ausser einer Wasserstelle und einigen Mülleimern keinerlei Ver- und Entsorgung. Die Guardia Civil kommt mehrmals am Tag vorbei und schaut, ob alles in Ordnung ist. Man sollte sicherlich keine Tische und Stühle draussen aufstellen.
Am Ufer des Duero Richtung Altstadt sind einige Skulpturen aufgestellt…. wie dieses Monumento hierro San Juan de Duero von Ricardo González Gil mit einer Inschrift des Poeten Dionisio Ridruejo. Die Skulptur wurde aufgestellt anlässlich des I. Simposio Internacional de Escultura Ciudad de Soria (I. Internationales Bildhauersymposium der Stadt Soria) im Jahr 2010.
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Aus dem Gedichtband Sonetos a la piedra (dt. Sonette an den Stein) aus dem Jahr 1943
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Habla mi Duero, escucha el bosquecillo….
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Sprich mein Duero, höre auf den Hain….
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Die Skulptur La Noria (das Schöpfrad) aus dem Jahr 2009 von Jorge Romero…. die Darstellung einer Wassermühle, inspiriert durch das Werk des Dichters Antonio Machado. Ich habe versucht, seine Persönlichkeit widerzuspiegeln, wie er sich nicht auf ein Lebensschema beschränkte, und ich stelle ihn mit einer Wassermühle dar, sagte Romero.
Auf dem Schild steht der Beginn eines Gedichts von Antonio Machado:
Der Nachmittag fiel traurig und staubig.
Abendessen gab’s in der Bar Soto Playa…. sehr gut…. zum ersten Mal Torreznos de Soria gegessen! Das sind gebratene Speckstreifen, die in der Pfanne angebraten oder auf dem Grill gegrillt werden. Normalerweise sind die Schweinefleischstreifen knusprig und auf der Hautseite goldfarben.
Wir essen das als Vorspeise, als Tapa, jeder von uns einen Streifen…. das ist sehr fett, schmeckt aber auch gut! Danach gibt’s schon noch was Richtiges! 😀
Auf dem Rückweg zum Camper ist die Puente del Ferrocarril wunderschön beleuchtet!
Donnerstag, 6.10.2022
Heute wollen wir uns die Stadt anschauen. Soria ist nach Teruel (36’000 Einwohner) mit knapp 40’000 Einwohnern die zweitkleinste Provinzhauptstadt Spaniens. Soria liegt am Oberlauf des Flusses Duero und östlich der Sierra de la Demanda in einer Höhe von ca. 1’065 m. Auf dem Cerro del Castillo, einem der beiden Stadthügel von Soria, befand sich einst eine keltiberische Siedlung (ca 200 v. Chr.).
Von unserem Parkplatz am Duero führt ein Fussweg über etwa 1.5 km hinauf in die Stadt.
Obwohl wir hier nur wenige 100 m von der Stadt entfernt sind, ist es sehr felsig und die Vegetation spärlich
Oben angekommen sehen wir in der Calle Valobos rechts den Cementerio Municipal El Espino (der Städtische Friedhof)
Ein Stück weiter steht die Iglesia de Nuestra Señora del Espino (dt. Kirche Unserer Lieben Frau vom Weissdorn) aus dem 16. Jh…. leider ist die Kirche geschlossen! Die Virgen del Espino, die Schutzpatronin von Soria….
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…. ist eine einfache Nachbildung aus dem Jahr 1953. Das Original wurde zusammen mit dem Altarbild im Jahr 1952 bei einem Brand zerstört….
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…. die alte Schnitzerei stammt aus dem 14. oder 15. Jh. und zeigt ein dunkles Gesicht, das im Laufe der Zeit mit reichen Stoffen bedeckt wurde….
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…. am 8. Dezember 1953, dem Fest der Unbefleckten, wurde das neue Bild der Nuestra Señora del Espino aufgestellt, das in Madrid vom Künstler Félix de Frutos geschnitzt und finanziell grosszügig von der Stadt Soria gefördert wurde.
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Ein schöner schattiger Garten….
…. an dessen Rand hinter einem schönen schmiedeeisernen Geländer….
…. die vertrocknete Ulme steht, die Protagonistin des Gedichts A un Olmo seco von Antonio Machado, steht hier im Garten der Iglesia de Nuestra Señora del Espino
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A un olmo seco Einer alten Ulme, vom Blitz gespalten und im Kernholz morsch, sind mit dem Regen im April und der Maiensonne ein paar grüne Blätter entsprossen. Die hundertjährige Ulme auf dem Hügel, an dem der Duero leckt! Gelbliches Moos bekleckert ihre weissliche Rinde am zernagten und zu Staub geword’nen Stamm. Nicht wie die singenden Pappeln, die Weg und Flussufer bewachen, wird sie mehr Heimat sein von braunen Nachtigallen. Ein Heer von Ameisen in langer Reihe klettert an ihr hoch, und in ihren Eingeweiden weben Spinnen ihre grauen Netze. Ulme des Duero, bevor der Holzfäller Axt an dich legt, und der Schreiner dich zum Glockenstuhl verwandelt, zur Wagendeichsel oder zum Joch am Pferdewagen, ehe du morgen rot wirst in der Feuerstelle, verglühst in einer jämmerlichen Hütte dort am Strassenrand, eh dich ein Wirbelsturm entwurzelt, und der Wind aus weissen Bergen dich zerzaust, eh dich der Fluss zum Meere stösst durch Täler, enge Schluchten, möcht’ in meinem Notizbuch, Ulme, ich festhalten die Anmut deines grünen Zweigs. So sehnt sich auch mein Herz nach einem weitern Frühlingswunder sehnt sich nach Licht, nach Leben.
Die Plaza Mayor, einst das Herz der Stadt, ist auch heute noch das Zentrum des kulturellen Lebens, aber es ist nicht das geographische Zentrum von Soria. Die typische Struktur eines kastilischen Platzes, rechteckig und mit Arkaden versehen, ist zumindest teilweise erhalten geblieben. Es gibt noch einige traditionelle Balkone.
Der Fuente de los Leones (Löwenbrunnen)
Die Escultura de Leonor Izquierdo befindet sich auf der Plaza Mayor, neben der Tür der Kirche Santa María la Mayor, in der sie den Dichter Antonio Machado heiratete. Die Bronzeskulptur wurde vom Bildhauer Ricardo González geschaffen und am 30. Juli 2010 enthüllt.
Der Bildhauer hat mit dem Foto des Paares, das ihm als Vorlage diente und auf dem Antonio Machado auf einem Stuhl sitzt und seine Frau neben ihm steht und ihre Hände auf die Schultern des Dichters legt, so gespielt, dass er abwechselnd für jede der Figuren einen Platz gelassen hat, so dass die Besucher seinen Platz einnehmen und sich neben der von ihnen bevorzugten Person porträtieren lassen können.
Diese Gedenktafel an der Kirche erinnert an die Hochzeit 1909. Leonor Izquierdo starb drei Jahre später an Tuberkulose, sie wurde auf dem Friedhof El Espino in Soria begraben. Der Dichter, der nach ihrem Tod Soria verliess, bat einen Freund ein Jahr später, diese unsterblichen Verse an ihrem Grab zu hinterlassen:
Con los primeros lirios y las primeras rosas de las huertas, en una tarde azul sube al Espino, al alto Espino donde está su tierra.
Mit den ersten Lilien und den ersten Rosen in den Obstgärten, an einem blauen Nachmittag klettert sie zum Espino hinauf, zum hohen Weissdorn, wo ihr Grab liegt.
Das Ayuntamiento de Soria (Rathaus)
Street Art zum Anlass des Certamen de Cortos Ciudad de Soria (Kurzfilmwettbewerb) 2016
In der Calle el Collado, Fussgängerzone und Einkaufsstrasse, wird gerade Flaggenschmuck aufgehängt
Estatua de Gerardo Diego
Die Skulptur befindet sich in der Calle el Collado unter den Arkaden vor dem Casino Círculo Amistad Numancia (wo sich Schriftsteller wie Antonio Machado oder Gerardo Diego trafen) und wurde 2011 vom Bildhauer Ricardo González geschaffen. Auf einem Stuhl sitzend, liest der Dichter ein Buch mit einem Gedicht, das der Stadt El romance del Duero (die Romantik des Duero) gewidmet ist. Gegenüber lädt ein leerer Stuhl den Betrachter ein, seine Lektüre, den gerade getrunkenen Kaffee oder einen stillen Dialog mit ihm zu teilen.
Auf der Tafel ist folgender Text zu lesen:
Andalusische Dichter, die in Soria einen langen Traum träumten: du Bécquer und du Antonio, der gute Antonio Machado, die du hier geboren wurdest, um zu lieben, und die du mit den Kreuzen des Schmerzes und des Todes debütiert hast.... vom kantabrischen Meer bin auch ich, wie du, nach Soria gegangen, um zu träumen.
Los Doce Linajes de Soria (dt. die Zwölf Geschlechter von Soria) auf der Plaza El Rosel y San Blas
Sie bilden das Stammhaus (span. Casa Troncal) der adeligen Familien von Soria, die das Patriziat dieser Stadt stellten. Damit besassen sie seit dem Mittelalter kommunale Sonderrechte, die ihnen bis zum Ende des Jahres 1836 gewährt wurden. Die Gemeinschaft der Zwölf Geschlechter von Soria ist heutzutage eine spanische Adelsinstitution der Nachkommen der alten Familien und pflegt karitative und gesellschaftliche Tätigkeiten zum Wohle der Stadt.
Die Plaza de San Esteban, auch als Plaza de las Mujeres (Platz der Frauen) bekannt, erhält die Skulptur Insomnio zu Ehren der weiblichen Figur. Der Künstler Josep Manuel Juan Moraleda hat das Werk gestiftet, das auf dem Bildhauersymposium 2018 in Soria entstanden ist.
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Internationaler Frauentag
8. März 2019
Auf dem Frauenplatz finden ab 9.00 Uhr Aktivitäten zum Thema «Die Strasse gehört auch uns: informative und künstlerische Aktionen» statt, gefolgt von einer Studentenkundgebung um 12.00 Uhr und der Wiedereinweihung des Frauenplatzes um 12.30 Uhr. Um 14.30 Uhr offenes Mittagessen für Frauen und um 17.30 Uhr offenes Mikrofon.
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Der Parque Municipal Alameda de Cervantes, im Volksmund als La Dehesa (die Weide) bekannt, ist die wichtigste Grünfläche der Stadt und die wahre grüne Lunge des Stadtzentrums. Der Park befindet sich der Plaza de Mariano Granados und neben dem Paseo el Espolón.
Das Museo Numantino am Paseo el Espolón bewahrt, restauriert, fördert die Geschichte der Provinz Soria durch viele Exponate von Kunst und Archäologie, besonders gewidmet den keltiberischen Fundstätten von Numancia, Tiermes und Uxama Argaela.
Jetzt wissen wir, warum alles so schön beflaggt ist…. am Wochenende findet der Mittelaltermarkt statt! Der Markt erstreckt sich über die gesamte Fussgängerzone mit Plaza Mayor, Plaza de las Mujeres, Plaza Mariano Granados, Paseo el Espolón und Calle el Collado. Auch Kindershows, Workshops, Musik und Tanz werden stattfinden…. schade, da sind wir schon weg!
Iglesia de Santo Domingo an der Plaza Condes de Lérida…. eine romanische Kirche aus dem 12. Jh.
Die Kirche soll daran erinnern, dass Alfonso VIII. 1158 im Alter von nur drei Jahren den Thron von Kastilien erbte. Zwei mächtige Familien stritten sich um die Vormundschaft: die Lara und die Castro, während die Regentschaft in den Händen ihres Onkels Ferdinand II. von León blieb. Unter diesen Umständen schützte und versteckte die Stadt Soria den kleinen König und schützte ihn vor Gefahren. Kein Wunder, dass er seine Dankbarkeit für die Stadt zeigte, indem er 1170 seine Hochzeit mit Eleonore von England feierte und die neue dreischiffige Kirche errichtete, um die frühere bescheidene zu ersetzen.
Wenn man von der Iglesia Santo Domingo in Soria spricht, dann ist das Romanik in Grossbuchstaben. Es ist eines jener gebauten Zeugnisse, die zum Paradigma eines Stils wurden, und seine konstruktive und dekorative Bedeutung ist so gross, dass Forscher und sogar Lehrbücher es unweigerlich in Studien und Veröffentlichungen aufnehmen. 1931 ist die Kirche zum Bien de Interés Cultural erklärt worden.
Der Modernisme, ein Stil, der eine Epoche prägte. Soria verdankt einen Teil dessen, was es ist, Ramón Martiarena Lascurain, dem Architekten, der die moderne Stadt geprägt hat.
Der Palacio de los Condes de Gómara (Palast der Grafen von Gómara) ist das repräsentativste Gebäude der Architektur der Renaissance der Stadt Soria.
Der Palast wurde im 16. Jh. von Francisco López del Río finanziert, einem wohlhabenden Viehzüchter, dem es gelang, sich durch den Kauf von Ehrenämtern in den Reihen des lokalen Adels zu etablieren. Einer seiner Nachfolger, Luis de Salcedo y Arbizu, wurde von Carlos II. mit dem Titel eines Grafen von Gómara geehrt, und von da an war das Gebäude unter diesem Namen bekannt. Es diente unter anderem als Kino oder als Sitz des Amts für amtliche Veröffentlichungen und ist heute der Justizpalast.
Die riesige Fassade aus reinen Linien ist nicht vollständig im Sinne der ursprünglichen Idee, nach der sie viel grösser sein sollte. Auf der linken Seite befinden sich die grossen Fenster, die von herrschaftlichen Giebeln gekrönt sind, und die Fassade mit dem Wappen des Besitzers, das von zwei Keulenträgern gehalten wird. Die rechte Seite, die dynamischer ist, hat eine durchgehende Galerie mit 12 toskanischen Säulen im ersten Stock und 24 ionischen Säulen im Obergeschoss. Der Turm ist sehr robust, hat einen quadratischen Grundriss, grosse Fenster und ist mit Akroterien gekrönt. Im Innern befindet sich ein typisch kastilischer Innenhof, der die übrigen Räume mit einem doppelten Boden gliedert.
An der Plaza Mayor endet unser heutiger Rundgang durch Soria, eine tolle und sehr sympathische Stadt! Wir haben längst nicht alles gesehen…. eigentlich sollte man sich für Soria wenigstens zwei Tage Zeit nehmen…. aber uns zieht es jetzt nach Madrid!
Nachher gehen wir noch zur Ermita de San Saturio, die gegenüber auf der anderen Seite des Duero liegt…. und morgen liegen noch die Ausgrabungsstätten von Numancia, wenige Kilometer von Soria entfernt, am Weg…. die wollen wir uns noch anschauen.
Es geht wieder den gleichen Weg zurück zu unserem Camper…. am Friedhof vorbei und dann den Fussweg zum Duero.
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