Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03240.jsonl.gz/1897

Elektrische Zigaretten sind in der Schweiz erst seit einigen Jahren ein Thema. Das erste Konzept einer rauchfreien Zigarette geht bis ins Jahr 1963 zurück. Aufgrund mangelnder Nachfrage sind die Pläne des damaligen Modells jedoch wieder in der Schublade des Erfinders verschwunden. Es ist nie zu einer Produktion gekommen.
Im Jahre 2003 hat der chinesische Apotheker Hon Lik die heutige Variante der E-Zigarette entworfen und diese etwa ein Jahr später auf den chinesischen Inlandmarkt gebracht. Hon Lik arbeitete damals für Golden Dragon Holdings, dessen Name für die weltweite Vermarktung von E-Zigaretten in Ruyan geändert wurde. Ab 2006 wurden elektrische Zigaretten in viele Länder exportiert. Der Erfolg dieser rauchfreien Dampfzigaretten war so gut, das kurze Zeit später weitere Firmen gegründet wurden, die elektrische Zigaretten herstellen. Ein paar Beispiele sind Joyetech, Kangertech, Eleaf oder Smoktech. Der erste Produzent Ruyan hat sich weitgehend aus dem europäischen Markt zurückgezogen, während die anderen vier bekannte und beliebte Modelle in Europa, wie auch in der Schweiz anbieten.
Die elektrische Zigarette wurde von den grossen Tabakkonzernen anfänglich nur als flüchtigen Trend eingeschätzt. Während der Verkauf bei klassischen Tabakzigaretten seit Jahren rückläufig ist, steigt der Umsatz bei elektrischen Zigaretten von Jahr zu Jahr deutlich an. Die Tabakkonzerne haben anhand dieser Zahlen erkannt, das immer mehr Raucher auf das Dampfen umsteigen. Ab 2012 versuchten einige grosse Tabakkonzerne mit neuen Produkten und Übernahmen von etablierten Firmen, ihren Einfluss zu stärken. Ein Beispiel einer solchen Übernahme ist Highendsmoke, das 2018 von der British American Tobacco Group gekauft wurde. Die bekanntesten neuen Produkte der grossen Tabakkonzerne sind IQOS von Philipp Morris, GLO von British American Tobacco oder Ploom von Japan Tobacco International.
Wie schädlich sind E-Zigaretten?
Zuerst muss gleich gesagt werden, dass E-Zigaretten keinesfalls unbedenklich sind. Der Dampf von E-Zigaretten enthält auch Schadstoffe, allerdings in weitaus tieferer Konzentration als klassische Tabakzigaretten. Tatsächlich entfällt das Verbrennungsprodukt Teer bei elektrischen Zigaretten vollständig. Gerade Teer ist für die krebsfördernde Wirkung bekannt. Teer ist auch für eine Vielzahl von chronischen Lungenkrankheiten verantwortlich.
Wie viele Schadstoffe der Dampf einer E-Zigarette letztlich enthält, ist sehr unterschiedlich. Relevant sind folgende drei Punkte.
- Das Liquid, beziehungsweise dessen Zusammensetzung. In der Vergangenheit wurden schon viele Liquids getestet. Dabei haben sich einige chinesische Liquids als problematisch erwiesen. Schweizer Liquids sind bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht negativ in Erscheinung getreten. Generell ist die Qualität der Schweizer Liquids auf sehr gutem Niveau.
- Die Gerätetechnik der E-Zigarette. Es gibt Modelle im Sub-Ohm Bereich. Solche E-Zigaretten produzieren in kürzester Zeit enorm viel Dampf. Es ist naheliegend, das bei sehr viel Dampf auch mehr Schadstoffe enthalten sind.
- Der Mensch selbst, mit dem Nutzerverhalten. Ein Gelegenheitsdampfer nimmt logischerweise weniger Schadstoffe auf, als jemand der permanent mit Dampfen beschäftigt ist.
Das Gesundheitsministerium von Grossbritannien bezieht aufgrund diverser Studien eine positive Stellung zur E-Zigarette. Gemäss eines offiziellen Berichtes von Public Health England (PHE) und des Krebsforschungszentrums Cancer Research UK ist der Dampf der E-Zigarette nicht risikofrei, aber beim Konsum werden 95% weniger Schadstoffe freigesetzt als bei normalem Tabak. Allerdings muss auch gesagt werden, das die anderen Länder innerhalb Europa der elektronischen Zigarette weitaus kritischer gesinnt sind.
Wie funktioniert eine elektrische Zigarette?
Eine E-Zigarette besteht grundsätzlich aus Akkuträger mit Akku und dem Verdampfer mit Verdampferkopf.
- Der Akkuträger ist der grösste Teil des Gerätes. Im Inneren des Akkuträgers enthält es einen oder mehrere Akkus. Durch Knopfdruck am Akkuträger wird die E-Zigarette eingeschaltet.
- Der Verdampfer befindet sich an der Spitze der E-Zigarette. Innerhalb des Verdampfers befindet sich das Liquid, welches durch Knopfdruck verdampft wird. Das eigentliche Herzstück ist der Verdampferkopf. Dieser ist zuständig für die Verdampfung des Liquids. Der Verdampferkopf ist ein Verschleissteil und muss je nach Dampfverhalten regelmässig ausgetauscht werden. Bei ordnungsgemässem Gebrauch sollte dieser aber mindestens eine Woche halten. An der Spitze des Verdampfers befindet sich dann noch das Drip Tip. Das ist das Mundstück, durch das inhaliert wird.
Warum können E-Zigaretten explodieren?
Jedes Gerät, das ein Akku enthält, birgt Risiken im Umgang. Im schlimmsten Fall kann es bei einem solchen Gerät zu einer explosionsartigen Entladung des Akkus kommen. Hierfür sind allerdings bestimmte Voraussetzungen nötig. Samsung hatte in der Vergangenheit auch Schwierigkeiten bei einigen ihrer Geräte, was dazu geführt hatte, das bestimmte Modelle von Samsung in Flugzeugen verboten wurden. Ein explodierender Akku einer E-Zigarette ist äusserst selten. Weitaus häufiger ist das Ausgasen eines Akkus, manchmal kann ein Akku auch anfangen zu brennen. Folgende Punkte gilt es zu beachten, wenn eine E-Zigarette sicher sein soll.
- Die E-Zigarette sorgfältig behandeln. Schäden am Gerät oder am Akku können fatal enden. Niemals defekte Geräte oder beschädigte Akkus verwenden.
- Bei Akkuträger, die separate Akkus benötigen, immer geeignete Akkus einsetzen. Unbedingt die Spezifikationen beachten. Elektronische Zigaretten benötigen relativ viel Strom, bei weitem nicht alle Akkus können diesen Strom zuverlässig liefern. Nur Akkus aus zuverlässiger Quelle kaufen.
- Bei den üblichen Einsteigersets immer auf die Verdampferköpfe achten. Nur die Original-Verdampferköpfe sind als Ersatz geeignet. Ersatzköpfe mit anderen Ohm-Werten können den Akku überlasten.
- Bei jedem Akkuträger müssen Lüftungslöcher vorhanden sein. Wenn innerhalb eines Akkuträgers ein Akku entgast, muss durch diese Löcher das Gas entweichen können.
- Mech-Mods sind spezielle Akkuträger, die rein mechanisch funktionieren. Solche Modelle sind nur für Experten im Dampfen geeignet, da diese keinerlei Sicherungen zum Schutz des Akkus enthalten. Das Ohmsche Gesetz muss zwingend beherrscht und angewendet werden.
Wenn über explodierende E-Zigaretten in den Medien berichtet wird, handelt es sich meistens um mechanische Akkuträger, die keine Lüftungslöcher enthalten und unsachgemäss bedient wurden. Häufig werden auch minderwertige Akkus eingesetzt, die für E-Zigaretten gar nicht, oder nur bedingt geeignet sind.
Wo kann man in der Schweiz E-Zigaretten kaufen?
In der Schweiz gibt es viele Offline- und Onlineshops, welche E-Zigaretten und Zubehör verkaufen. Im E-Zigaretten Shop Schaffhausen sind gute und günstige Modelle zum Bestellen im Angebot. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt in der Schweiz mindestens 2 Jahre. Das trifft auch für E-Zigaretten zu. Bei Webshops sollte darauf geachtet werden, das der Versand innerhalb der Schweiz stattfindet. Ist das nicht der Fall, ist mit längeren Lieferzeiten und Zollgebühren zu rechnen. Liquids mit Nikotin sind seit 2018 auch in der Schweiz erhältlich.