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Sie kennen Faktoren, die das pharmakokinetische Interaktionspotential einer Substanz definieren und die Unterschiede lipidsenkender Arzneimittel.
Sie kennen die Regeln für die Kombination von lipidsenkenden Substanzen mit anderen Arzneimitteln.
Zusammenfassung
Erhöhte Cholesterinspiegel sind einer der führenden Risikofaktoren für die Entwicklung einer Koronaren Herzerkrankung. Lipidsenkende Arzneimittel, allen voran die Statine oder HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren haben daher einen festen Stellenwert in der Primär- und Sekundärprophylaxe kardiovaskulärer Erkrankungen. Neben Statinen kommen vor allem bei Patienten mit gleichzeitig bestehender Hypertriglyzeridämie Fibrate zum Einsatz, die entweder alleine oder in Kombination mit Statinen verabreicht werden. Des weiteren besteht mit Substanzen, die die intestinale Cholesterinabsorption inhibieren, ein neueres Therapieprinzip, das vor allem bei unzureichender Cholesterinsenkung unter Monotherapie mit einem Statin immer häufiger zum Einsatz kommt.
Myotoxizität mit schweren Rhabdomyolysen und akutem Nierenversagen sind bekannte Nebenwirkungen einer lipidsenkenden Therapie. Das Auftreten dieser Nebenwirkungen zeigt eine Dosis- bzw. Konzentrationsabhängigkeit und wird gehäuft bei Kombination verschiedener lipidsenkender Arzneimittel untereinander oder bei Koadministration mit anderen Arzneimitteln beobachtet. Ursache dieser Toxizitätserscheinungen ist in den meisten Fällen eine pharmakokinetische Interaktion der gemeinsam applizierten Arzneimittel untereinander. Solche harmakokinetischen Arzneimittelinteraktionen können an verschiedenen Stellen im Organismus stattfinden, so beispielsweise auf der Ebene der intestinalen Absorption durch kompetitiven Transport an der intestinalen Mukosa, auf der Ebene der präsystemischen Metabolisierung in Darm und Leber und schliesslich auf der Ebene der biliären oder renalen Exkretion. Diese Übersicht wird sich mit einer Beantwortung dieser Fragen beschäftigen, die zur Abschätzung des pharmakokinetischen Interaktionspotentials der unterschiedlichen lipidsenkenden Substanzen essentiell sind.