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Fernschach
Jetzt schlägts 13: Peter Schmalz ist Fernschach-IM
Sortiert man in der ELO-Liste des internationalen Fernschach-Verbandes (ICCF) die Schweizer Spieler nach Titelträgern, erscheinen dort zwei GM, acht SIM und zwölf IM. Eine sehr beachtliche Zahl für ein so kleines Land wie die Schweiz!
Und nun wurde mit Peter Schmalz ein weiterer Spieler für sein Durchhaltevermögen, seinen Einsatz und seine Leistungen belohnt. Er holte als 13. Spieler die zweite IM-Norm und erfüllte somit alle Auflagen für den Titel. Dieses Kunststück gelang ihm am gerade laufenden Jubiläumsturnier zum 35-Jahr-Jubiläum der Schweizer Fernschachvereinigung, in der er bereits alle Partien beendete.
Schmalz konnte dort alle Partien gegen meist stärkere Teilnehmer remisieren. Ausserdem profitierte er vom Rücktritt von SIM Wolfgang Priepke, der allen Teilnehmern als Sieg angerechnet wurde und ihm ein Resultat von +1 in diesem Kategorie-8-Turnier ermöglichte. Oliver Killer, Fernschach-Korrespondent der «Schweizerischen Schachzeitung», freut es sehr, dass er die Norm mit einem Remis gegen Schmalz in einer völlig ausgeglichenen Stellung absichern und damit einen – wenn auch bescheidenen – Beitrag zu seinem Titel leisten konnte. Die erste IM-Norm erfüllte Schmalz im Halbfinale der Europameisterschaft 2018 mit einem Resultat von +3.
Peter Schmalz wohnt in Kirchdorf und kam über die Schachgesellschaft Baden nach einer fast 50-jährigen Pause wieder ans Schachbrett zurück. Geboren wurde er 1943 in Bolligen bei Bern. Nach der Matura Typus B studierte er an der ETH Bauingenieur und doktorierte 1976. Darauf folgte eine Professur an der Université de Sherbrooke in der Provinz Québec in Kanada.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz amtete Schmalz als Sektionschef Brücken am damaligen ASB und nachher als CEO der Firma Locher & Cie AG in Zürich. Von 1997 bis 2016 war er mit einer eigenen Firma als Berater tätig.
Bis zur Matura spielte er Nahschach. Nach seinem Eintritt in die SG Baden las er zufällig von einem russischen Trainer, der seine Schüler zum Fernschach verpflichtete, da dies die Spielstärke verbessere. Er beschloss, dies auszuprobieren, und trat 2016 der Schweizer Fernschachvereinigung bei.
Lesen Sie den kompletten Artikel in «SSZ» 3/21!
IM Peter Schmalz ist seit 2016 Mitglied der Schweizer Fernschachvereinigung bei.