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Der Zoo Zürich ist der Schweizerische Sitz des Antarctic Research Trust ART. Der ART ist eine Forschungsorganisation, die sich für den langfristigen Schutz der Pinguine, Albatrosse und derer Lebensräume in der Antarktis einsetzt. Mit selbstentwickelten GPS-Recordern, die den Tieren an den Federn befestigt werden, erforscht der ART das bisher unbekannte Wanderverhalten der Pinguine. So versteht man immer besser, wo die Tiere auf Nahrungssuche gehen, in welche Tiefen sie tauchen und was sie fressen. Mit diesen Daten setzt sich der ART dafür ein, dass die für Pinguine wichtigen Regionen und Fischbestände geschützt werden.
Durch die Erforschung der Lebensgewohnheiten von Pinguinen und Albatrossen und ihrer Lebensräume trägt die Organisation dazu bei, den Schutz dieser Tiere zu verbessern. Der ART führt zusammen mit Partnern wie dem British Antarctic Survey und der Universität Andrés Bello Forschungsarbeiten im Feld durch. Es sind bisher über 30 Artikel in Fachjournalen publiziert worden. Die gewonnenen Daten sind bei der Erstellung von Meeresreservaten und Aktionsplänen bei Ölkatastrophen von grosser Bedeutung. Zudem hat der ART vier unberührte Inseln im Süden der Falklandinseln gekauft und als striktes Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Millionen von Meeressäugern und Seevögeln leben in der Antarktis und den angrenzenden Meeresgebieten. Viele dieser Arten sind heutzutage in ihrem Bestand gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Menschliche Aktivitäten wie die industrielle Fischerei, Ölverschmutzung und nicht nachhaltiger Tourismus setzten den Tieren zu. Die gängigen Fischereimethoden mit ihren rund 130 Kilometer langen Leinen und tausenden von Köderhaken resultieren in einer hohen Beifangquote und töten jährlich hunderttausende Seevögel, darunter auch Pinguine.