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M.Sc. in Economics der Universität Lausanne, Praktikant bei iconomix.
Seit 2005 veröffentlicht eine Gruppe von Forschenden im Rahmen des Global Carbon Projects jährlich einen Bericht zum globalen Kohlenstoffausstoss. Darin beziffern sie die Kohlendioxid-Emissionen des vorangegangenen Jahres und deren Effekt auf Atmosphäre, Weltmeere und Böden.
Der Bericht weist zudem ein Kohlenstoffbudget aus. Konkret wird berechnet, wie viel Kohlendioxid ausgestossen werden kann, ohne dass die durchschnittliche globale Erwärmung das vorindustrielle Niveau um mehr als 2 Grad übersteigt. Vergleicht man das Kohlenstoffbudget mit der bereits verbrauchten (kumulierten) Emissionsmenge, lässt sich daraus der maximal noch verfügbare Kohlendioxid-Ausstossanteil berechnen.
Während bis Mitte des 20. Jahrhunderts nur rund ein Viertel des Kohlenstoffbudgets aufgebraucht wurde, ist der Verbrauch in der Zwischenzeit auf rund drei Viertel des Budgets gestiegen. Dies entspricht einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur von ungefähr 1 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.
Bei gleichbleibendem Wirtschaftswachstum und unveränderter Energieeffizienz wird das Kohlenstoffbudget voraussichtlich in 20 Jahren überschritten werden. Gemäss Tanveer Hussain von der Bank of England wäre dies mit «schwerwiegenden und unumkehrbaren Veränderungen verbunden».
Das englischsprachige Video der Bank of England, der Zentralbank des Vereinigten Königreichs Grossbritannien und Nordirland, erläutert die oben genannten Zusammenhänge etwas genauer.
Auf der Website der Bank of England finden sich weitere Materialien zum Thema.
- Unsere Erde – eine knappe Ressource (20.02.2018)
- Ein Jota weniger Klimapessimismus (25.09.2018)