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Noch in diesem Jahr starten die Schweiz und Bulgarien ein Projekt, mit dem die Zusammenarbeit gegen Menschenhandel intensiviert und die Rolle der staatlichen Akteure in Bulgarien gestärkt werden soll.
Das Projekt sieht vor, dass beide Länder zur Weiterbildung Experten austauschen, um Opfer besser identifizieren und schützen zu können. Unter anderem sollen in Sofia auch zwei Zentren zur Aufnahme von Opfern eingerichtet werden, eines für Erwachsene und eines für Minderjährige. Betrieben werden die beiden Zentren von der Nationalen Kommission gegen Menschenhandel.
Menschenhandel bekämpfen
Bulgarien gehört neben Rumänien und Ungarn seit einigen Jahren zu den wichtigsten Herkunftsländern von Frauen, die sich in der Schweiz prostituieren. Gut zehn Prozent aller Dossiers im Bereich Menschenhandel, welche die Bundeskriminalpolizei 2013 bearbeitete, hatten einen Bezug zu möglichen Opfern oder mutmasslichen Tätern aus Bulgarien.
Sommaruga traf sich in der bulgarischen Hauptstadt Sofia auch mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen zu einem Austausch über Asyl- und Migrationsfragen.
Asylströme verfolgen
Sie machte sich ausserdem im Südosten des Landes ein Bild von der Lage an einer der Haupt-Migrationsrouten in Bulgarien, wo auch Angehörige des Schweizer Grenzwachtkorps im Einsatz stehen. In der Region kämpfen die bulgarischen Behörden gemeinsam mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex gegen illegale Migration, Schlepperei und andere Formen grenzüberschreitender Kriminalität.