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Das Wichtigste in Kürze
- Chef der Wahlkommission betont «friedlichen» Verlauf.
Mehr als eine Million Menschen waren zur Wahl von Parlament und Gemeinderäten aufgerufen. Die Menschen hätten «friedlich gewählt», sagte der Chef der Wahlkommission, Abdiraschid Mohammed Ali, nach Schliessung der Wahllokale. Die Wahlen seien «gelungen». Die Ergebnisse werden in den kommenden fünf Tagen erwartet.
«Somaliland stimmt für den Frieden. Das ist eine Ehre für unser Volk und das ganze Horn von Afrika», erklärte Präsident Muse Bihi Abdi im Online-Dienst Twitter. Er und die Vorsitzenden der beiden Oppositionsparteien hatten bei der Stimmabgabe in der Hauptstadt Hargeisa zu einer friedlichen Wahl aufgerufen.
Die Region im Nordwesten Somalias hatte sich 1991 einseitig für unabhängig erklärt und verfügt über eine eigene Regierung, eine eigene Armee und eigenes Geld. International wird Somaliland jedoch nicht als eigener Staat anerkannt, sondern als Teil Somalias. Obwohl die Menschen in extremer Armut leben, herrschen in Somaliland Frieden und Stabilität. Somalia hingegen ist immer wieder Schauplatz von Anschlägen und Gewalt.
Beide Wahlen in Somaliland fanden mit jahrelanger Verzögerung statt. Die letzte Parlamentswahl wurde 2005 abgehalten. Die Wahl sei «ein wichtiger Moment für die Demokratie in Somaliland», erklärte ein von Grossbritannien finanziertes Team von unabhängigen Wahlbeobachtern. Somaliland ist ein ehemaliges britisches Protektorat.