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Säumer/in
Säumer[1] beförderten im Auftrag von Kaufleuten und mit der Hilfe von Pferden, Eseln, Maultieren zum Teil auch Kühen (Saumtiere genannt) Waren (z.B. Wein, Salz, Seide, Reis, Wolle, Käse und Öl) über Alpenrouten (z.B. den Graubündner Septimer).
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In der Schweiz wurde der Transport von Waren (auch Saum genannt) zumeist von Landwirten durchgeführt, die im Besitz eines Saumtiers mit zugehöriger Ausrüstung waren. Im 13. Jahrhundert bildeten sich schweizweit Säumergenossenschaften, die sich im Verlaufe der Zeit zunehmend zusammenschlossen und dadurch auch einige Änderungen bezüglich der Organisation der Säumerei vornehmen konnten. Wurde zu Beginn die Ware beispielsweise in Teilfuhr (abschnittweis von Sust zu Sust) befördert, so erfolgte der Warentransport in Ortschaften wie Uri und Leventina bereits im 14. Jahrhundert ohne Umladen in Direkt- oder Strackfuhr und damit auch auf schnellerem Wege.
Mit der Eröffnung von Kunststrassen wie den Simplon im 18. Jahrhundert war nun auch der Transport mit Wagen möglich und so kamen die Fuhrmänner zum Einsatz, die mit Pferd und Wagen zunehmend die Säumer ablösten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Bau der Alpenbahn und der aufkommenden Handelsfreiheit in der Schweiz, wurden die Säumer nunmehr endgültig verdrängt.
Heute zählt die Säumerei in der Schweiz zu den hoch gefährdeten Handwerken, obschon der Gütertransport weltweit immens zugenommen hat und Vereine wie beispielsweise die Vereinigung der Säumer und Train in Unterwalden sich seit Jahrzehnten für die Anliegen der Säumer einsetzen.
[1] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im weiteren Text nur die männliche Form verwendet.
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Literatur
Palla Rudi: Verschwundene Arbeit. Das Buch der untergegangenen Berufe, Frankfurt am Main 2010, S. 192.
Stadler Hans: Säumerei, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D14053.php, abgerufen am 07.08.2017.
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