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Ein Testament, welches Pflichtteile verletzt oder formale Fehler aufweist, ist anfechtbar. D.h. die betroffenen Erben können sich aktiv dagegen wehren, wenn sie mit einem fehlerhaften Testament nicht einverstanden sind.
Die Frist für die Anfechtung beträgt 1 Jahr ab dem Zeitpunkt der Testamentseröffnung. Die entsprechende Klage ist am Gericht des letzten Wohnsitz des Erblassers einzureichen.
Wird der Pflichtteil eines gesetzlichen Erben in einem Testament verletzt, so kann dieser eine Herabsetzungsklage einreichen. Geklagt wird gegen die Person oder die Personen/Institutionen, welche durch die Zuwendung begünstigt wurden. Ist die Klage erfolgreich, wird deren Anteil am Nachlass soweit heruntergesetzt, dass der klagende Erbe seinen Pflichtteil erhält.
Gegen Formfehler, Urteilsunfähigkeit oder andere Mängel kann mit der Ungültigkeitsklage vorgegangen werden. Wird das Testament nicht von allen Erben angefochten, wirkt die Ungültigkeit nur für die diejenigen Erben, die das Testament angefochten haben.
Hinweis: Ein Testament kann Pflichtteile verletzen oder formale Mängel aufweisen. So lange niemand dagegen klagt, bleibt auch ein solches Testament gültig. Erben müssen sich aktiv wehren, wenn sie mit einem fehlerhaften Testament nicht einverstanden sind.