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Florian Piegsa
Ausserordentlicher Professor für Experimentelle Teilchenphysik
Florian Piegsa wurde von der Universitätsleitung auf den 1. September 2017 zum ausserordentlichen Professor für Experimentelle Teilchenphysik gewählt. Zudem wurde er zum Mitdirektor des Physikalischen Instituts ernannt.
Der in München (Deutschland) geborene Florian Piegsa (38) hat 2004 an der TU München das Studium der Physik abgeschlossen. Während seiner Dissertation am schweizerischen Paul Scherrer Institut und der TU München forschte er an einem Präzisionsexperiment, welches die Wechselwirkung von Neutronenspins mit polarisierten Atomkernen bei extrem niedrigen Temperaturen untersuchte. Für seine Arbeit wurde er 2009 mit der Paul Scherrer Medaille ausgezeichnet. Nach der Promotion arbeitete er am Europäischen Forschungszentrum Laue-Langevin in Grenoble (Frankreich), wo er am Aufbau einer intensiven Quelle für sogenannte ultrakalte Neutronen mitwirkte. Anschliessend wechselte er an die ETH Zürich, wo er zunächst als Postdoc und später als Oberassistent tätig war. Dort vertiefte er seine Forschung auf dem Gebiet der Neutronen- und Myonenphysik. 2016 erhielt er sowohl eine Förderungsprofessur des Schweizer Nationalfonds (SNF) als auch einen Grant des European Research Councils (ERC). Daraufhin trat er eine Assistenzprofessur am Labor für Hochenergiephysik an der Universität Bern an.
Florian Piegsa forscht auf dem Gebiet der Niederenergie-Teilchenphysik mit Schwerpunkt auf der fundamentalen Neutronenphysik. Dabei sucht er mit Hilfe von hochempfindlichen Messapparaturen nach kleinsten Abweichungen vom heute bekannten Standardmodell.