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Der Kulturfonds von ProLitteris hat 500‘000 Franken gesprochen, um die Buch-, Autoren- und Künstler-Verbände in der Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen.
«Der Kulturfonds hat durch den Verzicht auf die früher publizierte Zeitschrift ´Gazzetta` seit 2015 Mittel von rund 500'000 erarbeitet», sagt Philip Kübler, Direktor/CEO ProLitteris und Geschäftsführer der Stiftung Kulturfonds, auf Anfrage des Klein Reports. «Diese Reserve soll dazu verwendet werden, die aktuelle Not im Literatur- und Kunstschaffen zu lindern.»
Namentlich unterstützt der Kulturfonds den Dachverband der Kulturschaffenden Suisseculture mit 100'000, den Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) mit 120'000 Franken, Livresuisse in der Romandie mit 60'000 Franken und Alesi im Tessin mit 20'000 Franken, die Autorinnen und Autoren der Schweiz (A*dS) mit 100'000 Franken sowie die bildenden Künstlerinnen und Künstler (Visarte) mit ebenfalls 100'000 Franken. Diese Unterstützungen sind «einmalig und à fonds perdu».
Von den begünstigten Verbänden erwartet der Kulturfonds, dass sie das Geld für «Härtefälle» und Massnahmen zur Bewältigung der Coronakrise einsetzen. «Denkbar ist, Finanzhilfen an Kulturschaffende in Bedrängnis zu leisten, die Folgen abgesagter und nicht entschädigter Veranstaltungen zu finanzieren, neue Projekte für die Zeit nach der aktuellen Verunsicherung anzustossen oder Beratungsleistungen anzubieten», so Philip Kübler weiter.
Vertreterinnen und Vertreter der unterstützten Verbände sind auch Mitglieder im Vorstand von ProLitteris und im Stiftungsrat des Kulturfonds. «Der Geschäftsführer ist beauftragt und hat eine Reihe von Massnahmen getroffen, damit diese Interessenbindung beachtet wird und unschädlich ist.»
Mit dem Dachverband Suisseculture sind auch Medienschaffende und Berufsfotografinnen einbezogen, zwei Berufsgruppen, die der Kulturfonds sonst nicht direkt begünstigt.