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Den Körper kennenzulernen – den Körper zu spüren, dieser Schwerpunktbereich begleitet die Lerngruppen durch das dritte Quartal.
Begonnen wird jeden Montagmorgen im gemeinsamen Einstieg mit dem „Quarrtsiluni“. Das Wort „Quarrtsiluni“ stammt aus einer Inuit-Geschichte (erzählt von Hubertus Halbfas in seinem Buch „Der Sprung in den Brunnen“). Damit bezeichneten das Volk der Inuit einen Brauch, in welchem die ganze Gemeinschaft in einem dunklen Festhaus sass, in Stille versunken, um auf etwas zu warten, das aufbrechen sollte – ein Lied, eine Erzählung… denn ihre Vorfahren hatten den Glauben, dass Gesänge und Geschichten in der Stille geboren würden, dann entstünden sie im Gemüt der Menschen und stiegen herauf wie Blasen aus der Tiefe des Meeres, die Luft suchen, um aufzubrechen.
Diese Stille wieder zu üben, diesem Teil des Körpers, seines Innenraums, bewusst zu begegnen, das ist das Ziel dieser „Quarrtsiluni-Zeiten“.
Jedes Kind führt in diesen acht Wochen auch einen Stimmungsbarometer. Täglich wird darin die „Bettzeit“ eingetragen, das Frühstücks- und z’Nünimenu sowie Besonderheiten im Tagesablauf. Alle zwei Stunden (während der Schulzeit) wird die Befindlichkeit festgehalten. Dies führt zu einer Art Fieberkurve, welche Ende des Jahres rund vier Meter lang sein wird.