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Das Kernkraftwerk Mühleberg hat die meisten Empfehlungen aus der OSART-Mission aus dem Jahr 2012 umgesetzt. Vier Empfehlungen sind noch offen. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI erwartet deren Umsetzung bis spätestens Ende September 2015.
Im Rahmen der Stellungnahme zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung PSÜ des Kernkraftwerks Mühleberg hatte das ENSI Ende 2013 gefordert, dass es bis Ende 2014 über die Umsetzung der OSART-Empfehlungen informiert wird. Der Bericht wurde fristgerecht eingereicht.
Im Rahmen der OSART-Überprüfungsmission hatten die internationalen Experten im Juni 2014 konstatiert, dass elf Empfehlungen gelöst sind und bei zehn ein zufriedenstellender Fortschritt zur Lösung des Problems, das die OSART-Mission 2012 festgestellt hatte, erzielt worden war. Kein Aspekt wurde negativ beurteilt.
Bis Ende 2014 hat das Kernkraftwerk Mühleberg sechs dieser noch offenen Empfehlungen vollständig abgeschlossen. Vier Aspekte sind noch nicht vollständig abgearbeitet. Das ENSI verlangt, dass das KKM bis spätestens Ende September 2015 den Abschlussbericht über die Umsetzung einreicht.
- Die Führungskräfte verbringen nicht ausreichend Zeit auf der Anlage zum Zweck der Beobachtung von Arbeitsplätzen und des Anlagenzustands, zur Anleitung von Mitarbeitern und Kommunikation und Durchsetzung der Erwartungen der Führungskräfte.
- Das Programm zur Arbeitssicherheit stimmt nicht mit den guten Branchenstandards überein.
- Das Anlagenänderungsverfahren wird nicht ausreichend im Detail nachverfolgt, um sicherzustellen, dass Anlagenänderungen zeitnah bestimmt und abgeschlossen werden.
- Das Kraftwerksmanagement unterstützt und fördert nicht immer das Betriebserfahrungsprogramm mit seiner Methodik in der gesamten Anlage, um sicherzustellen, dass Gegenmassnahmen zeitnah umgesetzt werden und dass der Erfahrungsrückfluss (Operating Experience Feedback) in der ganzen Anlage angewendet wird.