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Der Murtner Cordian Lehmann hat beim Finale des nationalen Wettbewerbs von «Schweizer Jugend forscht» die höchste Auszeichnung erhalten. Die Jury stufte seine Arbeit zum Flugverhalten von Fussbällen als hervorragend ein.
Die Fachjury von «Schweizer Jugend forscht» hat das Forschungsprojekt des 18-jährigen Cordian Lehmann aus Murten am Wochenende mit dem höchsten Prädikat ausgezeichnet: Sie stufte die Arbeit «Modellierung und Analyse des aerodynamischen Verhaltens von Fussballschüssen» als «hervorragend» ein. «In dieser Arbeit wurden in bester wissenschaftlicher Tradition theoretische und empirische Modelle kritisch analysiert und durch geeignete Experimente untersucht», schreibt die Jury in ihrer Würdigung. «Der Teilnehmer hat mit viel Initiative und Fleiss die Experimente entwickelt und durchgeführt.» Ein Vergleich mit Windkanalversuchen habe gezeigt, dass seine Experimente geeignet waren, um korrekte Schlussfolgerungen über die Validität verschiedener Modelle des Widerstands eines Fussballs zu ziehen. Cordian Lehmann erhält den Sonderpreis der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft für sein Projekt. «Das Wochenende war ein tolles Erlebnis und ich freue mich sehr über die Auszeichnung», sagte Cordian Lehmann am Montag.
Der 20-jährige Kerzerser Mateo Schärer Gonzalez hat für seine Arbeit «On Detecting Brain Tumors Using Convolutional Neural Networks» die Auszeichnung «sehr gut» erhalten. Die Maturaarbeiten der beiden Deutschfreiburger hatten die Jury bereits in zwei ersten Runden überzeugt. Gemeinsam ist den beiden Jungen, dass sie sich ein Thema aussuchten, das sie ausserordentlich fasziniert, sodass sie deutlich mehr Zeit in das Projekt investierten als die 120 Stunden, die von der Schule als Richtschnur veranschlagt sind, wie sie den FN bereits im Vorfeld des Finales sagten.
Mit Penny Jane Hallas aus Courgevaux hat eine zweite Forschende aus dem Seebezirk das Prädikat «sehr gut» erhalten am Wochenende. Die Arbeit der französischsprachigen 20-Jährigen «When Verses Restore Virtues» thematisiert den Bürgerkrieg in den USA aus der Perspektive von Schriftstellern, die das gesamte Spektrum der amerikanischen Gesellschaft repräsentieren. Dabei hat sie die grundlegenden 200 Jahre alten Ursprünge von Diskriminierung herausgearbeitet, die in der amerikanischen Geschichte verwurzelt und noch heute aktuell sind.
117 Forschende im Finale
An der Prämierungsfeier in Lugano zeichnete «Jugend forscht» dieses Wochenende insgesamt 117 junge Forscherinnen und Forscher für ihre Leistungen aus, wie die Stiftung in einer Medienmitteilung schreibt. Die Finalistinnen und Finalisten stammen aus 17 Kantonen. Von den 117 Jugendlichen erhielten 23 das Prädikat «gut», 61 «sehr gut» und 33 «hervorragend». Bei den Projekten handelt es sich um Maturaarbeiten, um Arbeiten aus Berufsschulen oder Lehrbetrieben oder auch eigens für den Wettbewerb erstellte Arbeiten.
Entsprechend diesen Prädikaten vergibt «Jugend forscht» laut Mitteilung Bargeldpreise im Gesamtwert von rund 90‘000 Franken. Die 59 innovativsten Jungforschenden würden zudem einen von insgesamt 29 Sonderpreisen erhalten, welche unter anderem zu einem Besuch des European Space Camps in Norwegen, einem Forschungspraktikum auf dem Jungfraujoch oder zur Teilnahme an internationalen Projektwettbewerben in Europa, Asien und den USA berechtigen. Diejenigen Jugendlichen, welche den Sonderpreis EUCYS (EU Contest for Young Scientists) erhielten, werden laut Mitteilung überdies die offizielle Schweizer Delegation für den Wissenschaftswettbewerb der EU.
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