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Nach einem missratenen Qualifikationslauf siegte die Horgnerin Silvia Baumann an der Senioren-Weltmeisterschaft in Auckland (Neuseeland) im Finallauf über die Sprint-Distanz.
Der Auftakt zur Weltmeisterschaft gelang der Horgner Seniorin nicht nach Wunsch. Am Sonntag, 23.4. hatten die Teilnehmenden einen Qualifikationslauf zu bestreiten, der darüber entschied, wer am Montag im A-Final starten durfte. «Der Sprint-Qualifikationslauf im Epson Campus war sehr schwierig. Bereits zwischen dem ersten und zweiten Posten hatte es viele Durchgänge, Treppen und Überdachungen, die ich weder richtig lesen, noch interpretieren konnte. Ich musste mich immer wieder auffangen und verlor damit mindestens fünf Minuten», berichtete Baumann nach dem eher verkorksten Rennen. Als zwölfte schaffte sie es dann aber doch noch in den A-Final der Kategorie der Frauen über 65 Jahre. Baumann erkannte in dieser Ausgangslage auch eine positive Seite, zudem erlebte sie ein durchaus angenehmes Déja-vu: «Mit meinem mässigen Resultat in der Qualifikation stand ich im Final etwas weniger unter Druck. Natürlich erinnerte ich mich auch an die Senioren-WM 2010 in der Schweiz, wo ich in der Qualifikation in La Chaux-de-Fonds auch Fehler gemacht hatte und dann den Final in Neuenburg doch noch gewinnen konnte».
Mit einem kontrollierten Lauf zum Sieg
Für den Finallauf legte sich die Läuferin der OL Zimmerberg eine klare Strategie zurecht. Sie wusste, dass der erste Teil des Wettkampfes durch einen Park führte und dass sie auf dem Weg zum Schlussteil eine grosse Strasse unterqueren musste. «Ich wollte immer wieder gut kontrollieren und insbesondere nach der Strassenunterführung kurz stillstehen, da mir gerade in solchen Situationen Fehler passieren». Ihren Lauf, der ihr die Goldmedaille einbrachte, schilderte sie folgt: «Der erste Teil im Park war recht einfach. Ich hatte die Karte rasch im Griff und lief die Posten mit dem Kompass direkt an. Nach der Strassenunterführung, die zum Universitätsgelände führte, hielt ich wie geplant kurz an. Dadurch konnte ich tatsächlich einen gröberen Fehler vermeiden». Die Laufauswertung zeigt, dass Baumann auf dem Parcours mit 16 Posten zwar nur eine einzige Abschnittsbestzeit realisierte, aber im Gegensatz zu ihren stärksten Konkurrentinnen keine grösseren Zeitverluste zu beklagen hatte.