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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Das übergeordnete Ziel dieses Projektes ist es, ein besseres Verständnis der Mechanik von Kleinobjekten zu gewinnen. Unsere Bemühungen werden sich in erster Instanz auf das Verhalten von Indiumantimonid, einem III-V-Verbindungshalbleiter, konzentrieren. Diese werden zum Beispiel in schnellen Transistoren und in der Infrarot-Astronomie eingesetzt.
Experimentell werden wir sogenannte Eindringversuche verwenden. In diesen in-situ Tests wird die innere Struktur eines Objekts verfolgt, während eine externe Kraft auf dieses Objekt angewendet wird.
Zur Verwirklichung dieser Tests werden wir soweit existent auf modernste Röntgentechniken zurückgreifen oder in deren Abwesenheit selbst entwickeln. Ziel ist es (i) die Anhäufung von Defekten innerhalb der Mikrokristalle in Echtzeit zu verfolgen und (ii) diese Veränderungen, i.e. entlang der verschiedenen Stadien der Verformung, in hochauflösenden zwei und dreidimensionalen Bildern darzustellen.
Ein Großteil dieses Projektes wird der Entwicklung neuer robuster Röntgencharakterisierungsmethoden gewidmet werden. Dies ist notwendig, da etablierte Röntgentechniken sich entweder auf sehr kleine Probenvolumen beschränken oder keine Raum aufgelösten Details des zu untersuchenden Materials bereitstellen.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Der erfolgreiche Abschluss dieses Forschungsprojekts wird uns einen neuen und wichtigen Einblick in die Verformungsmechanismen von Kleinobjekten gewährleisten. Der gewonnene Wissenszuwachs wird es uns ermöglichen, die mechanischen Eigenschaften von mikro- und nanoskopisch kleinen Objekten, durch die Anpassung ihrer Mikrostruktur, weiter zu optimieren. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass die in diesem Project entwickelten Techniken weiterführend für eine effektive quantitative Diagnostik und Fehlertechnik im Bereich der Nanotechnologie eingesetzt werden.