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Ab Anfang Mai 2019 läuft der Betrieb mit der autom. Kupplung zwischen folgenden Staionen Dottikon AG,Terminals Dietikon und Oensingen sowie Renens VD, Cadenazzo TI und Mendrisio TI,
sowie Lugano Vedeggio!
Quelle Bluewin.
Ab Anfang Mai 2019 läuft der Betrieb mit der autom. Kupplung zwischen folgenden Staionen Dottikon AG,Terminals Dietikon und Oensingen sowie Renens VD, Cadenazzo TI und Mendrisio TI,
sowie Lugano Vedeggio!
Quelle Bluewin.
Ich erinnere mich schwach an erste Feldversuche: Einige K4 (Gs) mit AZDK ausgerüstet befuhren bei strengstem Winterwetter täglich die Strecke Biel-La Chaux-de-Fonds und zurück. Und das zur Zeit der Epoche III, notabene !!!
Danke „Lukas“,
Das wusste ich nicht, dass mit K4 ein Versuch stattfand. Bilder der K4 mit AZDK habe ich noch keine gesehen.
Bekannt ist mir hingegen, dass die beiden BoBo‘s 11155 & 11166 längere Zeit zusammen verkehrten und mit der AZDK ausgerüstet waren.
Ich habe im Netz zu diesem Thema etwas gestöbert. Tatsächlich eine alte Technik die in Europa immer wieder aus verschiedensten Gründen scheiterte. Seit 1976 sind alle Güterwagen so ausgerüstet, dass sie mit einem automatischen Kupplungssystem nachgerüstet werden können.
dass mit K4 ein Versuch stattfand
Nun, vielleicht waren's auch baugleiche Gs (Gmhs) der DB. Ich werde mal bei Gelegenheit alte EA durchstöbern ...
Noch was zur geplanten UIC-weiten Umrüstung auf AZDK (Automatische Zug- und Druckkupplung):
Gegen Ende der 1960er/Anfang 1970er Jahre begann man in der Schweiz mit der Vorbereitung der Fahrzeuge zum Einbau der AZDK. Die HW der SBB stellten z.B. zum Umrüsten der Güterwagen hunderte von entsprechenden neuen "Stossbalken" (Supports?) her. Auch div. Triebfahrzeuge wurden anl. von Revisionen mit verstärkten Stossbalken versehen, ich erinnere mich da an Re 4/4 II, Bm 6/6 ...
Zu einer generellen Umrüstung des UIC-Wagenparks kam es dann allerdings nicht. Hauptgrund dafür waren schlichtwegs fehlende Mittel bei diversen Staatsbahnen für eine Umrüstung des Fahrzeugparks (z.B. JZ), bzw. wo Mittel vorhanden waren, sollten diese prioritär in wichtigere (!) Projekte investiert werden, z.B. in die Elektrifizierung von Hauptstrecken. Die von den SBB vorfabrizierten "Stossbalken" wurden danach vorerst "haufenweise" an geeigneten Orten gestapelt, ich erinnere mich hier spontan an die Lager bei Olten.
Leider findet man im Netz fast nichts zu diesen Aufwendungen bzw. Vorarbeiten der SBB Ende 60er/Anfang 70er Jahre. Evt. würde man etwas bei SBB-Historic finden. Wie schon oben erwähnt, werde ich mal bei Gelegenheit alte EA durchstöbern ...
werde ich mal bei Gelegenheit alte EA durchstöbern ...
Ein Bericht war in einem, damals erscheinenden SBB- Nachrichtenblatt.
Aber welches, weiss ich auch nicht mehr, habe meine Sammlung weitergegeben.
SBB- Nachrichtenblatt
Meine Sammlung habe ich auch irgendwann entsorgt. Und die komplette gebundene Sammlung meiner ehemaligen Dienststelle (auch alle Ausgaben der Epoche III) ist nach der ersten Unternehmensreform (1998?) verschwunden ...
Hast du noch eine Ahnung, wann ungefähr dieser Bericht erschienen ist?
Es ist geradezu lachhaft, dass heutzutage immer noch weitgehend mit der Hakenkupplung in Europa gekuppelt wird. Sicher gibt es Ausnahmen und der Druck zur Umrüstung ist durch den Rückgang des Einzelwagen-Ladungsverkehrs auch geringer geworden, dennoch muss man sich für die fehlende automatische Kupplung als Standard in Europa fast schämen. Ich werde es nicht mehr erleben, dass sich daran was ändert, aber für Länder mit dem Anspruch als Hochtechnologie-Standorte o.ä. ist das nachgerade ein Witz.
Lieber Günther
Hochtechnologie-Standorte hin oder her, letztendlich bestimmt die Politik der einzelnen Staaten über die Verwendung ihrer zur Verfügung stehenden Mittel! Wenn man bedenkt, dass die UIC-Schraubenkupplung auf den Normalspurnetzen diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs, in Kleinasien und bis nach Iran zur Anwendung kam und immer noch kommt, kann man sich gut vorstellen, dass eine Einführung der AZDK über all die Netze der ehemals der UIC angeschlossenen Bahnen vor allem in finanzieller Hinsicht nicht gerade einfach gewesen wäre (s.a. #5).
Auch nach dem "Mauerfall" 1989 hat sich diesbezüglich weder im Westen noch im Osten etwas geändert. Sehr viele Länder richten ihre (Fern)verkehrsstrategie (leider) vor allem auf die Strasse aus, also fehlen die benötigten Mittel nach wie vor. Und der immer noch nicht durchgehend funktionierende Güterverkehrskorridor Rotterdam/Antwerpen - Norditalien zeigt notabene auf, dass es zur Regel noch nicht mal eine Ausnahme gibt ...