Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/106

Das Freiburger Parlament hat das neue Gesetz über den Zivilschutz mit 85 zu 9 Stimmen verabschiedet. Bereits in der Februar-Session hat der Grosse Rat einen SP-Antrag angenommen, wonach nicht jeder Bezirk über eine Einsatzkompanie verfügen sollte. Vielmehr sollten drei regionale Kompanien geschaffen werden, von denen jede ein Ersteinsatzelement für dringende Interventionen besitzt.
Laut Kommissionssprecher Jean-Pierre Dorand können so jährlich fast 50000 Franken eingespart werden. Gemäss SP-Sprecherin Ursula Krattinger fallen auch weniger externe Kosten an, da jährlich 1000 Diensttage weniger zu leisten sind. Sie gab weiter zu verstehen, dass bei einer Katastrophe vorerst die Polizei, der Sanitätsdienst, die Feuerwehr und der lokale Zivilschutz zum Einsatz gelangen, bevor die Einsatzkompanie zum Zuge kommt. Sie antwortete so auf Befürchtungen, dass diese regionale Truppe an Orten eingesetzt werde, ohne mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu sein.
Der Seebezirk wird mit dem Broyebezirk eine Region bilden, der Sensebezirk mit dem Saanebezirk. Staatsrat Claude Grandjean wies auch darauf hin, dass diese Truppe nicht bei der Einsatzzentrale der Polizei stationiert wäre, sondern in Zivilschutz-Anlagen. «Ein Teil der Truppe würde im Sensebezirk stationiert sein», hielt er fest, «zum Beispiel in Giffers».
SVP für Kompanie pro Bezirk
Damit konnte er aber nicht alle Zweifel wegräumen. Zweifel hatten vor allem SVP-Vertreter. So sprach sich Alfons Piller für eine Truppe pro Bezirk aus. Er wurde aber überstimmt.