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Mit dem neuen Beschaffungsrecht dürfen öffentliche Aufträge nicht mehr einfach an das Angebot mit dem tiefsten Preis vergeben werden. Berücksichtigt werden soll das „vorteilhafteste Angebot“. Der Qualitätswettbewerb wird gegenüber dem reinen Preiswettbewerb gestärkt. Dies zeigt sich an neuen qualitativen Zuschlagskriterien wie etwa Nachhaltigkeit, Innovationsgehalt, Plausibilität des Angebots oder Verlässlichkeit des Preises.
Ob qualitativ bessere Angebote gegenüber preislich billigen Angeboten eine reelle Chance haben, hängt stark vom System ab, mit dem die Angebote bewertet werden. Wesentlich sind folgende Faktoren:
- Die Preisgewichtung: Wie stark wird der Preis gegenüber den anderen Kriterien gewichtet?
- Die Steigung der Preiskurve: Wie werden die Preise bewertet?
- Die Mindestqualität: Welche Punktzahl muss bei den Qualitätskriterien erreicht werden, um für den Auftrag überhaupt in Frage zu kommen?
Wie viel ist Ihnen Qualität wert?
Testen Sie Ihr Bewertungssystem
Preis Qualität
70%30%
30%
6
Ergebnis
Das qualitativ beste Angebot gewinnt gegen das billigste und schlechteste Angebote nur dann, wenn sein Preis nicht mehr als 5.1% höher ist.
Der Preiseinfluss in Ihrem Bewertungssytem ist effektiv 94.9%.