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Von der Gesamtstrafe von 27 Monaten muss der Beschuldigte neun Monate hinter Gitter absitzen, wie aus dem Urteil hervorgeht. Für die weiteren 18 Monate gilt eine Probezeit von zwei Jahren. Auf ein Tätigkeitsverbot im Finanzsektor, wie es der Staatsanwalt gefordert hatte, verzichtete das Gericht hingegen.
640'000 Franken bezahlen
Laut Anklage hat der beschuldigte Schweizer zwischen Frühling 2011 und Herbst 2012 Dutzende Personen geschädigt, indem er ihnen per Telefonmarketing zu einem überrissenen Preis Aktien angedreht habe, über die er gar nicht verfügte. Das Geld habe er selbst eingesteckt.
Nach seinem Privatkonkurs habe er seinen «exorbitanten Lebensstil» weiterführen wollen, sagte der Staatsanwalt beim Prozess. Die Deliktsumme belaufe sich auf gut 1,3 Millionen Franken.
Deutlich höhere Strafe gefordert
Die Aktien eines damaligen Startups, das in der Krebsforschung tätig war, seien über ein Call Center des Beschuldigten an ahnungslose, gutgläubige Personen zu überhöhten Preisen verkauft und nie geliefert worden. Der Staatsanwalt hatte denn auch eine viel höhere Strafe gefordert: Nämlich 4 1/4 Jahre Freiheitsentzug.
Das Zuger Strafgericht blieb deutlich unter diesem Strafmass. Es verpflichtet den Beschuldigten aber, 14 Geschädigten insgesamt 640'000 Franken zu bezahlen. Sein Verteidiger auf der anderen Seite hatte einen Freispruch und eine Genugtuung gefordert – die Anleger seien sich des Risikos bewusst gewesen, sein Mandant habe die Aktien nachliefern wollen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.