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«Therapie fürs Pferd: Homöopathie»
Homöopathie ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, von der du bestimmt auch schon das ein oder andere gehört hast. Das Wort Homöopathie wird aus dem Altgriechischen abgeleitet und bedeutet soviel wie «ähnliches Leiden». Die Grundannahme der Homöopathie lautet «Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden». Dies bedeutet, dass die Inhaltsstoffe der Grundsubstanz eines Heilmittels bei gesunden Menschen oder Tieren ähnliche Symptome verursachen sollte, wenn es unverdünnt verabreicht wird, wie das vorhandene Krankheitsbild. Diese Grundsubstanzen werden bei der Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln im Rahmen der sogenannten Potenzierung verdünnt, indem sie wiederholt mit Wasser, Ethanol oder Milchzucker verdünnt werden. Für die Potenzen existieren parallel die C- und die D-Skala, anhand derer die Potenz der Globuli etc. angegeben wird. Zu den Niedrigpotenzen gehören die Urtinkturen sowie D1 bis D4 sowie C1 bis C2. Diese Niedrigpotenzen sind un- bis relativ schwach verdünnt und können deshalb toxikologische Wirkungen haben. Mittlere Potenzen sind D6 und D8 sowie C3 und C4. Bei Globuli der Potenz D6 / C3 wurde die Urtinktur im Verhältnis 1:1'000'000 verdünnt. Noch stärker verdünnt sind die sogenannten Hochpotenzen (D24/C12, D60/C30, D1000/C500, C1000). In diesem Bereich ist die Urtinktur chemisch und physikalisch kaum noch bis gar nicht nachweisbar.
Das wohl bekannteste homöopathische Arzneimittel im Umgang mit Pferden ist wohl Arnica. Arnica kann bei verschiedensten Krankheitsbildern angewendet werden, dazu gehören z. B. stumpfe Verletzungen wie Prellungen, Hämatomen, Verbrennungen etc. Doch Arnica ist nur eines von vielen Arzneimitteln der Homöopathie. Bei der Frage, welches Mittel bei welchem Krankheitsbild in welcher Dosierung und in welchem Intervall angewendet wird, können dir Fachleute und Literatur Auskunft geben.
Zum Abschluss möchten wir noch kurz auf die korrekte Verabreichung von homöopathischen Arzneimitteln eingehen. Globuli oder Schmelztabletten die potenzierte Grundsubstanz als Information auf der Oberfläche. Viele Homöopathen sind deshalb der Meinung, dass die Kügelchen bzw. Tabletten nicht oder nur mit trockenen Fingern angefasst werden sollen. An feuchten Fingern bleibt ansonsten der Wirkstoff haften, der eigentlich an die Schleimhäute des Pferdes gelangen sollte. Durch die starke Verdünnung sind die Arzneimittel geruchlos oder schmecken süsslich, weshalb sie von Pferden gut angenommen werden. So sollte es möglich sein, sie direkt so ins Maul zu verabreichen, dass sie an Zunge oder Schleimhäuten haften bleiben. Sollte das nicht möglich sein, können sie auch mit etwas Wasser aufgelöst über eine Spritze ins Mail gegeben werden. Auch auf eine Verabreichung in Kombination mit Futtermitteln sollte verzichtet werden, da dies die Wirkung vermindern oder aufheben kann.