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Folgende Gründe sprechen gegen die Initiative:
- Erst im Jahr 2022 hat das Stimmvolk der Erhöhung des Frauenrentenalters äusserst knapp zugestimmt. Wiederum eine Erhöhung zu lancieren, kommt einem Wortbruch gegenüber den Frauen gleich.
- Bei der «Reform AHV 21» hatte man zudem das Rentenalter zugunsten eines Referenzalters aufgehoben. Dadurch hatte man den Renteneintritt geöffnet und flexibler gemacht. Hiermit gilt es nun erst einmal Erfahrungen zu sammeln, die in weitere Reformschritte einfliessen müssen.
- Ein Lösungsauftrag an den Bundesrat zur Sicherung der Renten ist bereits in Arbeit.
- Das Parlament hat schon während der Debatten zur «AHV 21» die Forderung erteilt, bis Ende 2026 eine Vorlage zu erarbeiten und vorzulegen, wie die AHV für die Zeit nach 2030 bis ins Jahr 2040 stabilisiert werden soll.
- Das Rentenalter soll wie bis anhin im Gesetz und nicht in der Verfassung geregelt werden. Diese Verankerung ist flexibler in der Handhabung.
- Im Weiteren ist zu erwähnen, dass eine automatische Anbindung des Rentenalters an die Lebenserwartung weder die tatsächliche Situation auf dem Arbeitsmarkt noch die soziale Situation berücksichtigt.
Die EVP-Schweiz fasste an der Delegiertenversammlung vom November 2023 grossmehrheitlich die Nein-Parole.
Margret von Bergen, Grossrätin, Uetendorf