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Die 1984 in Los Angeles geborene Sopranistin Angel Blue studierte an der University of California in ihrer Heimatstadt und begann ihre Karriere im Young Artists Program an der Los Angeles Opera. 2009 wechselte sie nach Europa, wo sie am Palau de les Arts in Valencia, am Theater an der Wien und an der Oper Frankfurt erste Engagements erhielt. Eine Schlüsselrolle in Blues Laufbahn spielte Puccinis La Bohème: 2007 debutierte sie als Musetta an der Los Angeles Opera, später sang sie diese Partie auch bei ihrem Einstand an der Mailänder Scala. Dann aber wechselte sie zur Rolle der Mimì, die sie 2014 erstmals an der English National Opera gestaltete, 2016 an der Wiener Staatsoper interpretierte und mit der sie sich 2017 auch an der Metropolitan Opera in New York vorstellte. Als Liù in Puccinis Turandot war sie an der Dresdner Semperoper zu hören, als Violetta Valéry in Verdis La traviata am Royal Opera House in London. In der Saison 2021/22 trat Angel Blue als Bess in Gershwins Porgy and Bess an der «Met» auf; sie sang die Mimì an der Bayerischen Staatsoper und gastierte als Marguerite in Gounods Faust an der Opéra national de Paris. 2022/23 erweitert sie ihr Repertoire um Verdis Aida, die sie am Londoner Royal Opera House unter Leitung von Sir Antonio Pappano aufführen wird; an der Los Angeles Opera präsentiert sie sich unter Oksana Lyniv als Puccinis Tosca, und ausserdem wirkt sie an einer Neuproduktion von Verdis Simon Boccanegra an der Deutschen Oper Berlin mit. Auf dem Konzertpodium arbeitete Angel Blue u. a. mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle zusammen, mit dem Philadelphia Orchestra und Yannick Nézet-Séguin sowie Marin Alsop, mit den Münchner Philharmonikern und Zubin Mehta sowie mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia – Roma und Daniele Gatti. Als erste Afroamerikanerin wurde Angel Blue 2020 mit dem Beverly Sills Artists Award der Metropolitan Opera ausgezeichnet, 2022 erhielt sie den Richard Tucker Award.
Juli 2022