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Die Pfarrkirche zuSaint Marcel trägt die Jahrzahl 1737 und stammt wohl auch aus dieser Zeit, obwohl
Grône schon 1271 seinen eigenen Pfarrer hatte. Die auf dem Hügel stehende Burg ist zusammen mit einem einst an dessen Fuss
gelegenen andern
Schloss im 15. Jahrhundert von den Savoyarden eingeäschert worden, worauf die Bürgerschaft von Grône
die Ueberreste des erstgenannten Edelsitzes 1555 dem damaligen Vizekastellan von Grône,
Jean Olivier, abkaufte. Im Raronkrieg
wurde 1415 Anton
Fabri, damals Vitztum von Grône, von den Tavelli getötet.
Die Einwohner von Grône nomadisieren im Laufe des Jahres von einem Punkt ihrer Gemeinde zu einem andern und teilen sich
mit den Bewohnern von
Nax in den Besitz der Waldungen und Alpweiden am Mont Gautier und
Mont Nuoble, sowie
mit den Bewohnern von
Chalais in denjenigen des Val de Reschy. Die schönen Waldungen ermöglichen den Betrieb eines ziemlich
ausgedehnten Holzhandels. Die Gegend ist fruchtbar und eignet sich besonders gut zum Anbau von Getreide
und Futterkräutern. Da die Gemeinde sich auf verschiedene Höhenzonen verteilt, gedeihen hier auch alle Obstbäume, wie
z. B. Nuss-, Apfel-, Birn- und Kirschbäume. Im 16. Jahrhundert wurden in Grône Silberminen abgebaut, deren Lage man aber
nicht mehr kennt und deren Andenken nur noch in der Volksüberlieferung fortlebt. Seit einigen Jahren
baut man hier mit gutem Erfolg ein Anthrazitflöz ab. Der in der
Ebene gelegene Teil der Gemeinde wandelt sich infolge der
Verbauungsarbeiten an der
Rhone aus einem Sumpfgebiete allmählig in einen fruchtbaren und gesunden Landstrich um, wird aber
immer noch häufig genug von den
Wildbächen Reschy und
Dérochia mit Ueberschwemmungen bedroht. Grabstätte
aus der Eisenzeit mit sog.
Walliser Spangen. 1110: Gruona; 1211: Grona.
(Valdi) (Kt. Graubünden,
Bez. Moesa).
2160-305 m. Kleines linksseitiges Nebenthal zum
Misox, in das es 2 km oberhalb
Roveredo und gegenüber Grono ausmündet. Steigt auf eine Länge von 5 km nach NW. ab und ist bis weit hinauf bewaldet.
Im obern Abschnitt einige kleine Alpweiden mit
Hütten. Wird von einem steilen Fussweg durchzogen, der die enge Mündungsschlucht
umgeht und bis zu den obersten Alpweiden in 1800 und 2000 m führt, aber nicht über einen Passübergang
leitet.
Der Gros de Vaud ist in der Hauptsache eine der Landwirtschaft gewidmete Gegend, die im Verhältnis zu
andern Teilen der Waadtländer
Ebene hoch gelegen ist und ein ziemlich rauhes Klima hat. Angebaut werden besonders Getreide
und Futterkräuter; daneben nimmt aber auch der
Wald noch eine grosse Fläche ein. Die
Rebe gedeiht hier nicht mehr. Industrielle
Thätigkeit findet sich im Gros de Vaud neben der
Fabrik für kondensierte Milch in
Bercher fast keine,
wie denn auch mit Ausnahme des
FleckensÉchallens grössere Siedelungen fehlen.
Dagegen sind über das ganze Gebiet zahlreiche kleine
Dörfer und
Weiler zerstreut. Die Landschaft wird in verschiedenen Richtungen
von einer Reihe von wichtigenStrassen durchzogen, deren Mehrzahl seit der Mitte des 19. Jahrhunderts
beträchtlich verbessert worden ist. Eisenbahnen fehlen dem Gros de Vaud heute noch mit Ausnahme der in sein Herz führenden
Schmalspurbahn
Lausanne-Échallens-Bercher. Vergl. Le District d'Échallens (im Journal de la Soc. vaud. d'utilité publ.
1854). -
Cornaz-Vulliet. A travers le Gros de Vaud.Lausanne 1894.
Vé(Bec du)(Kt. Waadt,
Bez.
Orbe und Grandson).
1520 m. Einer der Gipfel in der Kette der
Aiguilles de Baulmes; erhebt sich über den
Sennbergen von Crébillons und
La Naz. Der oberste Teil des Gipfels, ein charakteristisch geformter Felskopf
von 16 m
Höhe und 14 m Durchmesser, hat sich am zusammen mit dem ihn krönenden trigonometrischen
Signal von seiner
Unterlage losgelöst und stürzte zunächst auf eine Felsterrasse, wo er sich in Stücke zerschlug. Diese flogen darauf in den
darunter stehenden
Wald, den sie auf eine Länge von 300 m und eine von oben nach unten von 120 bis 12 m sich vermindernde
Breite glatt vom Boden wegfegten. Die ganze Sturzmasse wird auf 1300 m3 geschätzt. Der Bec du Gros Vé ist ein beliebter
Standort für Wildschützen und wird Sonntags auch häufig von Ausflüglern besucht.
Urkundlich wird Gross zum erstenmal 1318 im
Friedenstraktat zwischen Schwyz
und Oesterreich erwähnt, der festsetzt, dass eine über Gross führende Strasse erbaut werden müsse.
Vor etwa 250 Jahren hat man «In der Plangg» (am O.-Hang des Tritt) eine Silbermine mit Schächten und Stollen
betrieben, die heute noch zugänglich ist, in der man aber jetzt nur noch weissen Glimmer findet.