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Ein zentrales Problem der CEAS ist, dass wir nur wenig Wissen darüber verfügen, warum einige Leute eine liberale Asylpolitik ablehnen und andere diese befürworten. Obwohl es einige Versuche gibt, negative Einstellungen gegenüber Asylsuchenden im Allgemeinen zu erklären, kann die bisherige Forschung die Attribute von Asylsuchenden, die besonders positive oder negative Reaktionen hervorrufen, nicht identifizieren. Ebenso wenig wissen wir, welche Merkmale einer gemeinsamen europäischen Asylpolitik Wähler/innen unterstützen oder ablehnen.
Das vorgeschlagene Forschungsprojekt wird sich mit diesen Herausforderungen befassen indem es die öffentliche Meinung zu Asylsuchenden und asylpolitischen Massnahmen in europäischen Ländern anhand von online Umfrage-Experimenten misst. Indem wir eine Kombination von experimentellen Conjoint Methoden und klassischen Befragungsmethoden anwenden, können wir neue theoretische Einsichten über die Triebkräfte von Stimmungen gegen Asylsuchende und neue empirischen Einsichten über die politische Machbarkeit von faireren Mechanismen der Lastenteilung gewinnen.
Wir werden untersuchen, ob und in welchem Ausmass die öffentliche Unterstützung für Asylsuchende und asylpolitische Massnahmen als Funktion spezifischer Attribute der Antragsstellenden respektive der Politikgestaltung, insbesondere dem Zugang der Asylsuchenden zum Arbeitsmarkt, variiert. Indem wir die Umfrage in mehreren Ländern durchführen werden wir zudem das Potential für eine gemeinsame europäische Asylpolitik beurteilen können.
Angesichts der Vorteile des Forschungsdesigns und des Umfangs der neu erhobenen Daten, sind wir überzeugt, dass unsere Studie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der öffentlichen Haltung zu Asyl leistet und für politische Entscheidungsträger und die Zivilgesellschaft von unmittelbarem Interesse sein wird.