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Lernziele
Am Ende dieses Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:
- Die histologischen Strukturen des Endometriums zu beschreiben
- Die Phasen der endometrialen Reifung während dem Menstruationszyklus zu erklärenl
- Die Wirkung der Hypophysenhormone in der Regelung des Menstruationszyklus zu kennen
- Die verschiedenen Etappen der Implantation zu erklären
- Die grundlegenden Mechanismen der Implantation auf molekularer Ebene zu kennen
- Die normalen Implantationsorte und die Anomalien der extra-uterinen Schwangerschaften zu nennen
- Die verschiedenen Möglichkeiten aufzulisten um eine Implantation und somit eine Schwangerschaft zu verhindern
Vorausgesetzter Stoff
- Befruchtung
- Vorimplantation
Problemkreise
- Wie wird eine koordinierte Reifung der Gameten und des Endometriums sichergestellt, um optimale Bedingungen für die Entwicklung und für die Implantation des Embryos zu gewährleisten?
- Wie wird während der Implantationsperiode vor dem Einsetzen des utero-plazentären Kreislauf der Nährstoffbedarf der Blastozyste sichergestellt?
- Welche Mechanismen spielen bei der Kontrolle der Reaktion des Endometriums, auf die Anwesenheit einer Blastozyste eine Rolle? Man bedenke, dass die Blastozyste sowohl einen unterschiedlichen Genotyp besitzt, wie auch invasiv ist und eine hohe proteolytische Aktivität aufweist.
- Welche Massnahmen können Sie, basierend auf Ihren Kenntnissen über die Implantationsmechanismen der Blastozyste, nennen, um nach der Befruchtung einer Eizelle die weitere Entwicklung eines Embryos zu unterbrechen
Einführung
Die Implantation (Nidation), die dem Carnegie Stadium 5 entspricht, beginnt zwischen dem 6. und 7. Tag nach der Befruchtung und endet um den 12. Tag mit der Entstehung des primitiven utero-plazentären Kreislaufes. Es handelt sich hierbei um eine grundlegende Etappe der Entwicklung, die für das Überleben der nährstoffarmen Blastozyste unentbehrlich ist (das Ei besitzt keinen Dotter). Die Implantation des menschlichen Embryos ist interstitiell, wobei der Keim im Endometrium aufgenommen und vollständig eingebettet wird. Diese äusserst wichtige Etappe erlaubt nicht nur eine Abgrenzung des Embryos gegenüber der Aussenwelt, sie ermöglicht ebenfalls einen engen Kontakt mit dem mütterlichen Organismus, der für die weitere Entwicklung die unentbehrliche Nährstoffzufuhr garantiert.