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Nordkorea hat sich bereit erklärt, die Sechs-Nationen-Gespräche über sein umstrittenes Atomprogramm ohne Vorbedingungen wiederaufzunehmen. Das Land habe keine Einwände dagegen, dass bei den Gesprächen über sein Urananreicherungsprogramm beraten werde.
Dies gab das Aussenministerium in Pjöngjang gemäss Staatsmedien am Dienstag bekannt. Im April 2009 hatte Nordkorea die Sechs-Nationen-Gespräche über sein Atomprogramm abgebrochen und die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde ausgewiesen. Einen Monat später testete das Land zum zweiten Mal eine Atombombe.
Pjöngjang habe dem russischen Sondergesandten Alexej Borodawkin kürzlich bei Gesprächen mitgeteilt, Nordkorea lehne eine Diskussion über sein Urananreicherungsprogramm im Rahmen der sogenannten Sechs-Parteien-Gespräche nicht ab. Eine russische Delegation unter Führung von Borodawkin habe Nordkorea von Freitag bis Montag besucht.
Für Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche
Die Delegation habe sich für eine vorzeitige Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche ausgesprochen. Nach Ansicht der Delegation sei es wichtig, dass Pjöngjang ein Moratorium für atomare und ballistische Raketentests verhänge und internationalen Beobachtern wieder den Zugang zu seinem wichtigsten Atomkomplex nahe der nordkoreanischen Hauptstadt ermögliche.
Nordkorea hatte sich schon zuvor zur Rückkehr zu den Sechser-Gesprächen mit den USA, China, Russland, Japan und Südkorea bereit erklärt. Zur Vorbedingung erklärte das kommunistische Land allerdings die Aufhebung der UNO-Sanktionen sowie eine feste Zusage der USA, über einen Friedensvertrag zu verhandeln.
An den Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm sind neben Nord- und Südkorea, die USA, Russland, China und Japan beteiligt. Als Bedingung für eine Wiederaufnahme der Gespräche fordern Südkorea und die USA von Pjöngjang, zurückliegende Versprechen bezüglich seiner Abrüstung umzusetzen.
SDA-ATS