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Weiße Perspektiven und literarische Imagination. Mit einem Nachwort von Sharon Dodua Otoo
Die bekannte und hochaktuelle Essaysammlung der Nobelpreisträgerin in neuer Form: überarbeitet und sprachlich aktualisiert von Mirjam Nuenning. Mit einem Nachwort von Sharon Dodua Otoo.
«Im Dunkeln spielen» ist ein herausragendes Werk der Literaturkritik, das ein neues Kapitel im Dialog über Rassismus aufschlug - und verspricht, auch heute noch die Art und Weise zu verändern, wie wir Literatur lesen. Eine glanzvolle Essaysammlung, in der Nobelpreisträgerin Toni Morrison die amerikanische Literatur einer augenöffnenden Analyse unterzieht. Morrison zeigt, wie sehr die Themen Freiheit und Individualismus, Männlichkeit und Unschuld von der Existenz einer Schwarzen Bevölkerung abhängen, die offenkundig unfrei war - und die weißen Autor:innen als Gegenpol ihrer eigenen Identität diente. Morrison entwirft «die Möglichkeit Amerikas neu, sie zeichnet sie neu» (Chicago Tribune). Ihre brillanten Erörterungen der «afrikanistischen» Präsenz in den Romanen von Poe, Melville, Cather und Hemingway führen zu einer dramatischen Neubewertung der wesentlichen Merkmale literarischer Tradition. Geschrieben mit der künstlerischen Vision, die der außergewöhnlichen Autorin Toni Morrison einen herausragenden Platz in der modernen Literatur eingebracht hat, ist diese Essaysammlung eine wertvolle Lektüre in Zeiten, in denen der Rassismusdiskurs auch in Deutschland hochaktuell ist.