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Die Sprachenstrategie der EDK
2004 verabschiedete die Schweizerische Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) eine Strategie zum Sprachenlernen in der obligatorischen Schule verabschiedet: In der Primarschule sollen Kinder zwei Fremdsprachen lernen, davon eine Landessprache. Die erste Fremdsprache in der 3., die zweite in der 5. Klasse. Welche Sprache zuerst gelehrt wird, ist jedem Kanton selbst überlassen.
In der Folge wurden die wichtigsten Inhalte der Strategie im HarmoS-Konkordat festgelegt: die Ziele bzw. Kompetenzen, welche die Schülerinnen und Schüler in allen Kantonen erreichen sollen, die Verwendung des Europäischen Sprachenportfolios (ESP), die Koordination der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen, die landesweite Evaluation des Fremdsprachenunterrichts sowie die nationale Förderung von Austauschaktivitäten.
Die Nachbarsprache zuerst
Nach einem frühen Entscheid des Kantons Zürich beschlossen mehrere deutschschweizer Kantone, Englisch als erste Fremdsprache zu unterrichten. Die sechs Kantone an der französischen Sprachgrenze sprachen sich gemeinsam für Französisch als erste Fremdsprache aus. Im Projekt Passepartout schlossen sie sich zusammen, um den Fremdsprachenunterricht an der Volksschule zu harmonisieren und zu erneuern.
Die Sprachenstrategie für die Sekundarstufe II
2013 formulierte die EDK die Sprachenstrategie auch für die Sekundarstufe II, eine Fortführung der Sprachenstrategie für die Volksschule. Die wichtigsten Eckpunkte:
- Gezielte und koordinierte Förderung der Mehrsprachigkeit auch in der postobligatorischen Bildung.
- Strategisches Ziel: Entwicklung von kommunikativen und kulturellen Kenntnissen in den unterrichteten Sprachen.
- Koordinationsmassnahmen: Abstützung auf die Sprachniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (produktiv-rezeptiv, mündlich-schriftlich).
- Festlegen von vergleichbaren und messbaren Kompetenzen für die Profile.
- Entwicklung hin zur Didaktik der Mehrsprachigkeit. Durch das Erlernen einer Sprache werden die Kompetenzen in einer anderen Sprache gestärkt.
- Förderung von Begegnungs- und Austauschaktivitäten.
- Informationen und Weiterbildung für die Lehrpersonen.
- Gezielte Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Sprachlehrpersonen durch die Schulleitung.