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Eine kleine Unaufmerksamkeit...
Vielleicht hätte Thomas Wiederkehr sich nie mehr daran erinnert: an seine erste, seine Jugendliebe, wäre er, mittlerweile über 60 Jahre alt, nicht auf einem Flur des Unternehmens, für das er seit seiner Ausbildungszeit tätig ist, mit einer jungen Frau zusammengestossen.
Thomas Wiederkehr, der gewissenhafte, spröde, verschlossene Mitarbeiter beginnt sich bereits Gedanken darüber zu machen, was er in den Jahren nach seiner Pensionierung tun wird und will. Sein Leben verläuft in ruhigen Bahnen, alles, was er macht und lässt, plant er lange voraus. Da prallt er eines Tages, ein Missgeschick: eine Sekunde bloss nicht aufgepasst, auf einem der Flur im Unternehmen mit einer jungen Frau zusammen, mit der er in der Folge einige Male ausgeht.
»Wäre da nicht diese junge Frau in mein Leben getreten, wie wichtig dies klang!, in Wahrheit ein winziger Zufall, herbeigerufen, wodurch sie ins Gespräch kamen, durch eine kleine Unaufmerksamkeit, ihrerseits?, seinerseits?, hätte ich mich wohl nie, zumindest nicht in dieser Intensität, an jenen Nachmittag zurückerinnert: dies wusste er.«
Seine Gefühlswelt ist in Unordnung geraten; Thomas Wiederkehr ist verunsichert. Zumal er zu spüren glaubt, dass er sich nicht einfach in die junge Frau verliebt hat, sondern dass sich dahinter etwas verbergen könnte, was er nicht einzuordnen weiss. Er flüchtet in den Süden, in das Haus eines Freundes.
Da klopft jemand eines Abends völlig unerwartet an seine Tür...
Gedanken zu meiner neuen Erzählung: schrei-b-log