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Seit diesem Sommer verweilt Rea Iseli in Amerika, wo sie dank einem Sportstipendium ihren Master in „Health data analytics“ absolviert
und daneben mit dem Laufteam der Universität trainieren kann. Wie es dazu gekommen ist und wie es ihr seither ergangen ist erzählt sie
uns hier.
Vor etwas mehr als einem Jahr wurde ich per Facebook von einem Agenten kontaktiert, ob ich interessiert wäre an einem Stipendium, um in der USA zu studieren. Damals noch ziemlich skeptisch über diese Anfrage, habe ich mich informiert, wie wahrscheinlich es denn wäre, dass eine amerikanische Universität tatsächlich für Kost und Logis aufkommen würde, damit ich in den USA studieren und Sport treiben könnte. Nach vielen Stunden Recherche habe ich mich dazu entschieden, das Projekt anzugehen.
Vor mittlerweile fünf Monaten war es dann soweit und ich flog in Genf ab mit Ziel Denton, Texas, USA, um für zwei Jahre an der University of North Texas nach meinem abgeschlossenen Bachelor noch den Master anzuhängen, dazu sportlich weiterzukommen und davon zu träumen, sportlich nochmals einen Höhepunkt zu erreichen.
Das erste Semester ist nun vorbei und hat mich ziemlich gefordert. Da das Studium doch etwas zeitintensiver war als gedacht und die Uni sportliche und akademische Leistungsansprüche hat, stand ich unter starkem Druck. Schlussendlich konnte ich dennoch allen Anforderungen gerecht werden.
Im Herbstsemester war ich teil des Cross-Teams. Dabei lief meine Saison etwas durchzogen. Ich startete sehr gut, doch bereits im zweiten Rennen erlitt ich aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine Fussverletzung, welche mich zu vielen Stunden Alternativtraining zwang. Kurz vor dem ersten von zwei Meisterschaftsrennen konnte ich gerade noch einige wenige Male die Laufschuhe schnüren. So lief ich an den Conference Meisterschaften über 5km auf den 20. Rang (105 Läuferinnen) und zwei Wochen später an den Regionalen Meisterschaften über 6km auf den 40. Rang (176 Läuferinnen). Mit diesen Resultaten war ich nicht ganz zufrieden, aber sie motivierten mich, da ich doch in den knapp zwei Wochen zwischen den Rennen wieder besser in Form kam. An den wenig später stattfindenden Regionals, welche 1km länger waren, lief ich einen besseren Schnitt als an der Conference und als meine PB über 5km auf der Bahn.
Neben der Einzelwertung gibt es immer auch eine Teamwertung. Dies finde ich eine tolle Herausforderung und Chance zugleich. Das Gefühl, einem Team anzugehören und somit nicht nur für sich selbst, sondern für alle anderen und die Universität laufen zu können, ist unbeschreiblich und liess mich doch bei ein paar Rennen über mich hinauswachsen. Wir klassierten uns an beiden Meisterschaften besser als in den letzten Jahren, was uns positiv stimmte für die nahe Zukunft.
Jetzt bin ich für knapp drei Wochen zurück in der Schweiz. Ich freue mich, in dieser Zeit ein paar Trainings mit BBA zu absolvieren und wieder Energie und Motivation zu tanken für die Indoor Saison, welche in den USA bereits Mitte Januar 2018 beginnt.