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Der Bildhauer Fritz Wotruba (1907-1975) ist sowohl bereits für die Zeit der 1930er Jahre als auch vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg einer der wichtigsten Bildhauer Österreichs des 20. Jahrhunderts.
Wotruba war nicht nur eine zentrale Persönlichkeit des Österreichischen Kulturlebens nach 1945, sondern erlangte auch als Vertreter der klassischen Moderne mit seinem Werk internationale Geltung. Er half von 1945 bis 1975 an der Akademie der Bildenden Künste einer zahlreichen Bildhauer-Nachkommenschaft auf den Weg. Insofern ist es nur verständlich, dass der Wiener Künstler massgeblichen Einfluss auf die österreichische Bildhauerei nach 1945 und auf den damit einhergehenden inhaltlichen Schwerpunkt des Menschenbildes in der Österreichischen Bildhauerei hatte.
Wotrubas Werk Grosse stehende Figur auf der Wiese vor dem Kunsthaus Zug ist auf der Grundform des Kubus aufgebaut. Bei der hohen, schmalen Bronzeplastik löst der Künstler zunehmend die figürlichen Komponenten zugunsten geometrischer Abstraktion auf. Wotruba wehrte sich aber zeitlebens gegen die Bezeichnung "Postkubismus". Die Grosse stehende Figur zieht die Betrachter mit ihrer ungeschliffenen, rohen, energievollen und geheimnisvollen Art in ihren Bann und lässt sie so schnell nicht wieder los.
Bronze, Wiese vor Kunsthaus Zug, Eigentümerin Zuger Kunstgesellschaft, Stifterin Lucy Wotruba.
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