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Hintergrund
Der Berner Sennenhund kommt ursprünglich aus der Alpenregion um Bern. Auf Bauernhöfen wurde er lange als Arbeitshund genutzt: Er sollte bewachen, schwere Gegenstände ziehen und Schafe hüten. Angeblich kann die Rasse etwa 2000 Jahre zurückverfolgt werden, und zwar zu Hunden vom Mastiff-Typ. Hunde, die mit Legionen der Römer in die Region der heutigen Schweiz kamen, wurden mit anderen Hunden gekreuzt und weiterentwickelt, sodass sie schließlich auf Bauernhöfen eingesetzt werden konnten.
Im 19. Jahrhundert gab es noch keinen Namen für diese Hunde. Später wurden sie dann Dürrbacher genannt, nach einer felsigen Alpenregion südlich von Bern. Der Name „Berner Sennenhund“ ist erst im Jahr 1909 aufgetaucht. Zur gleichen Zeit wurde der Schweizer Hundeclub dieser Rasse wegen zum „Berner Sennenhund Klub“ umbenannt, denn der Hund wurde als Nationalhund des Kantons Bern angesehen.
Heute ist die Rasse ein beliebter Familienhund, obwohl er sich am besten als Arbeitshund entfalten kann.
Temperament
Durch seine Herkunft ist der Berner Sennenhund so furchtlos wie selbstbewusst, aber auch wachsam und achtet sehr aufmerksam darauf, was um ihn herum passiert. Er widmet sich der Familie und ist freundlich zu Kindern. Der Berner Sennenhund will seinen Besitzer zufriedenstellen, was auch bedeutet, dass er sehr schnell lernt – unter anderem, freundlich zu Fremden zu sein. Der Berner Sennenhund wird als ruhiger und entspannter Hund angesehen und zeichnet sich durch seine Ausgeglichenheit aus.
Level an Aktivität
Ein ausgewachsener Berner Sennenhund braucht täglich ausreichend Bewegung. Er geht gerne spazieren und kann, wenn er will, im Vergleich zu seiner Größe überraschend schnell rennen. Welpen und junge Hunde sollten nicht darauf trainiert werden, da ihre Gelenke und das Skelett noch nicht vollständig entwickelt sind. Das erreichen sie erst, wenn sie 12–18 Monate alt sind.
Fellpflege
Der Berner Sennenhund hat ein dickes und recht langes Fell. Es benötigt Pflege, um schön und filzfrei zu bleiben. Das Fell wechselt zweimal pro Jahr, aber auch während des Brunstzyklus und des Werfens bei Hündinnen. Bürsten Sie das Fell einmal pro Woche oder einmal pro Tag, wenn es regnet. Durch regelmäßiges Bürsten lässt sich Dreck einfacher aus dem Fell entfernen. Der Berner Sennenhund muss daher auch nicht sehr oft gebadet werden. Baden Sie ihn, wenn er schmutzig ist.
Training
Der Umgang mit der Rasse ist normalerweise sehr einfach – sie ist freundlich und liebevoll, arbeitet gerne und lernt gerne neue Dinge. Aber die Rasse wird erst spät reif, sowohl vom Körper her als auch mental, und sollte daher nicht zu früh trainiert werden. Auch sollten Sie die Größe des Berner Sennenhundes nicht unterschätzen. Die Hunde brauchen Training, was ihren Gehorsam angeht, und sie müssen dazu erzogen werden, sich zu Hause angemessen zu benehmen. Das gilt auch für die Sozialisierung. Um einen Hund dazu zu bringen, dass er nicht bei jeder Kleinigkeit bellt, müssen Sie ihm beibringen, auch Fremde freundlich zu begrüßen.
Beim Training geht es vor allem um klare Anweisungen und positive Bestärkung. Dann bekommen Sie einen exzellenten Begleithund.
Größe und Gewicht
Der Berner Sennenhund ist groß und muskulös. Das Gewicht liegt um 40–45 kg bei Rüden und 31–45 kg bei Hündinnen. Rüden werden 64–70 cm groß und Hündinnen 58–66 cm.
Farbe
Die Rasse ist dreifarbig, die Basisfarbe ist schwarz und das Muster ist braun oder weiß.
Besonderheiten der Rasse
Berner können anfällig für Hitze und Feuchtigkeit sein. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund Zugang zu Wasser und bei warmen Temperaturen zu Schatten hat.
Erbkrankheiten
Bei dieser Rasse wurden einige Erbkrankheiten entdeckt, besonders ernst sind Tumorerkrankungen. Die häufigste Tumorerkrankung ist maligne Histiozytose.
Andere Krankheiten, die auftreten, sind die folgenden:
- Hüftdysplasie (HD)
- Ellbogendysplasie (ED)
- Nieren-Dysplasie (RD)
- Degenerative Myelopathie (DM)
- Von-Willebrand-Syndrom (vWD)
Futter
Berner können große Futterfans sein, behalten Sie also das Gewicht Ihres Hundes immer im Auge. Die Menge des Futters sollte auf Faktoren wie Alter, Größe, Gesundheitszustand und Aktivitätslevel eingestellt sein. Da die Rasse sehr groß ist, sind natürlich auch die Futterkosten höher als bei einer kleinen Rasse. Wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Tierarzt.
Art
Arbeitshund
Fünf Fakten über den Berner Sennenhund
- Wie der Name verrät, kommt der Berner Sennenhund aus der Alpenregion um Bern in der Schweiz.
- Er hat eine lange Geschichte als Wach- und Arbeitshund, ist aber heute auch ein sehr beliebter Begleithund.
- Furchtlos, selbstbewusst und aufmerksam – das sind die Worte, die den Berner Sennenhund am besten beschreiben.
- Das Fell ist lang, dicht und hat einen schwarzen Grundton mit weißem oder braunem Muster.
- Durch seine beachtliche Größe und seinen Hintergrund als Wachhund müssen Sie Ihren Berner Sennenhund im Training dazu bringen, zu einem gehorsamen Begleiter zu werden.