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Moskau: Flugzeugabsturz sieht stark nach Bombenanschlag aus!
Am Sonntag ist eine Antonov An-148 der russischen Saratov Airlines mit 65 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern kurz nach dem Start von Moskaus Flughafen Domodedovo abgestürzt. Keiner an Bord hat überlebt. Die Maschine mit Flugnummer 6W703 war auf ihrer täglichen Route nach Orsk in der Nähe der Grenze zu Kasachstans.
Laut russischer Transportagentur (Rosaviatsiya) brach die Funkverbindung plötzlich ab und die Maschine verschwand von den Radarschirmen. Die Wrackteile und Leichen sind über eine weite Fläche von über einem Kilometer verteilt und die Rettungskräfte mussten zu Fuss durch den tiefen Schnee zum Absturzort stapfen.
Nach meiner Analyse der Flugdaten, plus weil es keinen grossen Aufschlagpunkt gibt, der Pilot kein technisches Problem meldete und das Unglück sehr plötzlich passierte, ist die Maschine wahrscheinlich in der Luft explodiert. War es ein Terroranschlag? Unter den Passagieren waren drei Kinder und drei Ausländer, darunter ein Schweizer. Mein Beileid an die Hinterbliebenen! Mittlerweile hat man die Datenschreiber gefunden, wie die Führung der Suchmannschaft berichtete. Schauen wir uns die aufgezeichneten Daten an: Die Maschine hat das Gate um 10:57 Uhr UTC (13:57 Lokalzeit) verlassen und hob um 11:22:05 Uhr UTC ab, auf dem Weg von Moskau nach Orsk. Die übliche Flugdauer beträgt 2 Stunden und 11 Minuten.
Die An-148 stieg normal hoch und erreichte um 11:25:47 Uhr UTC eine Höhe von 6400 Fuss bei 375 Knoten. Dann muss etwas passiert sein, denn die Maschine fiel wie ein Stein vom Himmel.
Um 11:27:04 Uhr UTC brach die Datenaufzeichnung bei einer Höhe von 3250 Fuss im Sturzflug ab, mit einer Fallgeschwindigkeit von 22'000 Fuss pro Minute. Das heisst, der Absturz erfolgte nur 5 Minuten nach dem Start.
Bei einem Triebwerksproblem und Schubausfall hätte der Pilot bei der erreichten Höhe von 2000 Metern und fast 700 km/h ohne weiteres eine Notlandung vollziehen können. Aus dem Cockpit gab es aber keine Meldung über ein technisches Problem oder einen Notfall, auch kein "Mayday". Der rapide Höhenverlust zeigt, es muss was sehr plötzliches und sehr drastisches passiert sein. Wenn ein Flugzeug als Ganzes auf dem Boden knallt, dann gibt es einen Aufschlagspunkt, einen Krater im Boden und die Teile liegen eng zusammen. In diesem Fall sind aber laut den Aufnahmen die Wrackteile weit verstreut, was auf ein Auseinanderbrechen der Maschine in der Luft hindeutet.