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Ende der 1990er-Jahre wurde die Observation bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) immer wichtiger. Dies weil die Straftäter immer häufiger organisiert und konspirativ agieren. Deshalb hat die EZV eine Sonderformation aufgebaut.
Die Sonderformation unterstützt in erster Linie die Zollfahndung. Die Einheit führt zeitlich und geografisch aufwändige Observationen durch, beteiligt sich an Durchsuchungen und übernimmt Sicherheitsaufgaben. Aufgrund dieses vielseitigen Einsatzspektrums wurde die Sonderformation als mobiles Einsatzkommando konzipiert. Die Kompetenzen der Sonderformation basieren auf dem Zollgesetz.
Die Kandidaten für die Sonderformation werden in einem Assessment ausgewählt. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Basisausbildung. Es werden Merk- und Aufnahmefähigkeit, Schiessfertigkeit und körperliche Leistungsfähigkeit geprüft. Weiter gehören auch eine psychologische Abklärung und ein Eignungsgespräch zum Auswahlverfahren. Nach bestandenem Assessment absolvieren die Kandidaten eine dreimonatige Grundausbildung, in welcher sie auf ihre Einsätze vorbereitet werden.
Anschliessend werden die Einsatzkräfte der Sonderformation weitergebildet, um neben ihrer Observationsfähigkeit unter anderem als Instruktor für Selbstverteidigung, beziehungsweise Schiessen, als Sanitäter oder als Einsatztechniker tätig zu sein.