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(lat.), Bevollmächtigung, Auftrag zur Besorgung eines
Geschäfts, namentlich in öffentlichen Angelegenheiten;
auch die Mehrheit und Gesamtheit der also Beauftragten, während der einzelne Beauftragte Kommissar genannt wird. Bei der
Besorgung von Aufträgen vermögensrechtlicher Art und namentlich, wenn dieselbe gewerbsmäßig geschieht, ist die Bezeichnung
Kommissionär die übliche. Der schriftliche Auftrag, die Vollmacht, welche der Kommissar erhält; wird
Kommissoriale oder Kommissorium genannt.
Ständige Kommissionen, welche den
Charakter von Behörden haben, heißen auch Kommissariate; auch kommt die Bezeichnung Kommissar
als Amtstitel ( Polizei-, Hof-, Bezirks-, Kriegskommissar etc.) vor. Kommissionen werden im Staats- und Gemeindeleben vielfach bestellt.
So werden z. B. Gerichtskommissionen zur Aufnahme von Testamenten abgeordnet und für die Bearbeitung der
Gnaden-, Subhastations-, Konkurs-, Kassensachen etc. ständig eingesetzt. Außerdem kommen Prüfungs-, Steuereinschätzungs-,
Militärersatz-, Oberersatz-, Untersuchungskommissionen u. dgl.
vor.
Grenzen der Hörbarkeit
* 3
Grenzen.
Kommissionen werden zur Regulierung von
Grenzen,
[ * 3] zur Ordnung der Schiffahrtsverhältnisse, zu sonstigen völkerrechtlichen
Abmachungen und staatsrechtlichen Akten niedergesetzt. In den Sitzungen der Volksvertretung nehmen Regierungskommissionen
an den Verhandlungen teil, um die Ansicht und die Anträge der Staatsregierung zu vertreten, so z. B. im deutschen Reichstag
die Kommissare des Bundesrats. Die Kammern selbst wählen aus ihrer Mitte bestimmte Kommissionen oder Ausschüsse (committees),
welche gewisse Angelegenheiten in Vorberatung nehmen und dem Plenum durch ihre Referenten Bericht darüber
erstatten lassen ( Budget-, Petitions-, Geschäftsordnungs-, Wahlprüfungs-, Gewerbe-, Justizkommissionen etc.). In ähnlicher
Weise ernennen auch Gemeindekollegien und andre Korporationen Kommissionen zur Vorberatung, auch Redaktionskommissionen zur
Ausarbeitung von Kollegialbeschlüssen; auch werden ständige Kommissionen ( Deputationen) für einzelne Zweige der Verwaltung
( Armen-, Finanz-,
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Kommissionär - Kommiss
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Schul-, Steuerkommissionen etc.) ernannt. Hohe Kommission ( High commission) hieß einer der beiden von den Stuarts in England eingeführten
Gerichtshöfe ( Sternkammer und Hohe Kommission), die sich wegen ihrer Willkür allgemein verhaßt machten. Vom Unterhaus 1641 abgeschafft,
wurde die Hohe Kommission von Cromwell wiederhergestellt. Über Kommission im Handel s. Kommissionsgeschäft.