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Polizeiuebergriff in Oaxaca
Im südmexikanischen Oaxaca sind bei Unruhen heute Nacht dutzende Menschen verletzt und 45 Demonstranten festgenommen worden.
Tausende von Soldaten und Polizisten bewachen seit einigen Tagen die Raffinerien, Pipelines und Bohrinseln des staatlichen mexikanischen Erdölkonzerns Pemex. Mit diesem Grosseinsatz reagiert die konservative Regierung auf eine Reihe von Bombenanschlägen, zu denen sich die "Revolutionäre Volksarmee" bekannt hat. Die Guerillagruppe zerstörte etwa am vergangenen Dienstag zwei Gasleitungen. Menschen kamen durch die Angriffe nicht zu Schaden. Rund tausend Betriebe der Industrieregion mussten jedoch wegen mangelnder Energieversorgung ihre Produktion drastisch reduzieren und Millionenverluste hinnehmen. So beispielsweise der multinationale Fahrzeughersteller Honda oder Mexikos grösster Glasproduzent Vitro. Über die aktuelle Entwicklung in Oaxaca sprach Depta von Radio Corax mit Daniel. Er ist MexikoExperte des Ökumenischen Büros für Frieden und Gerechtigkeit.