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sn. Die Vermittlung irrealer Inhalte kann an sich schon einen pathogenen (krankheitserzeugenden) Einfluss auf das kindliche Gemüt haben: Kinder sind darauf angewiesen, von den Erwachsenen zu lernen. Sie tun dies häufig durch Identifikation und Imitation.
Mit der Vermittlung irrealer Inhalte wird das Kind nicht nur mit Falschem konfrontiert, sondern es wird gegen dessen Anlagen gearbeitet, die bereits beim Neugeborenen vorbereitet sind, haben sie doch von Geburt an einen Sinn für die Realität. Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre zeigen, dass Neugeborene beispielsweise mit einem gewissen Verständnis für physikalische Gesetze, Zahlen, Geschwindigkeit usw., das den realen Gegebenheiten entspricht, auf die Welt kommen.
Durch irreale Themen werden das Bild von der Welt, wie sie wirklich ist, und das Bild vom Menschen, wie er wirklich ist, gestört. Wenn Erwachsene mitspielen, hat der vermittelte Inhalt eine intensivere Wirkung auf das Kind, als wenn er (vor)gelesen wird.
Eine persistierende Unsicherheit in der Unterscheidung zwischen Phantasie und Realität oder eine übermässige Beschäftigung mit irrealen Gedankeninhalten können zu multiplen seelischen und kognitiven Störungen führen. Dazu zählen:
1. Durch die Ablenkung, die durch die Beschäftigung mit irrealen Gestalten entsteht, können Kinder Konzentrations- und Lernstörungen entwickeln.
2. Ein eher schüchternes Kind kann Ängste mit daraus folgenden Einschlafstörungen, Alpträumen, Bauchschmerzen, Rückzug, Schulangst und weiteren Symptomen aufbauen.
3. Ein dominantes Kind wird eher dazu neigen, sich heldenhaft zu identifizieren und sich mit Hilfe von Grössen- und Machtphantasien über andere zu erheben. Die Identifikation mit Helden dient der Befriedigung von Machtträumen, die dann zu einem verführerischen Ziel werden können, das das Kind unter Umständen in seinem Leben weiterverfolgt. Entwickelt das Kind diese Machtgefühle gegenüber den Erwachsenen, so kann dies zu Erziehungsschwierigkeiten führen.
4. Ein neugieriges Kind kann sich in Grübeleien verlieren und viel unnötige Zeit und Energie darauf verwenden herauszufinden, was es mit dem irrealen Thema auf sich hat, anstatt seine Intelligenz zum Kennenlernen der realen Welt einzusetzen.
5. Durch die Beschäftigung mit irrealen Inhalten wird das Kind an Denkstrukturen herangeführt, die zum Ausweichen verleiten. Ausweichverhalten wirkt sich vor allem ab der Pubertät, wenn zunehmende Anforderungen auf das Kind zukommen, störend auf die Entwicklung aus und kann die Grundlage für die Entwicklung einer Suchterkrankung bilden.
6. Die irreale Gedankenwelt kann die Grundlage für Fehlidentifikationen und Psychosen wie Verfolgungs- und Grössenwahn bilden.
7. Die Kinder können in oppositionellem, aggressivem und gewalttätigem Verhalten bestärkt werden und Störungen des Sozialverhaltens entwickeln. Die Kinder imitieren Identifikationsfiguren und übernehmen deren destruktives Verhalten. Aggressives Verhalten kann zunehmen, und aggressionshemmende Faktoren können abgebaut werden. Zudem können andere Menschen als potentiell aggressiver erlebt werden, als sie sind, was zu heftigen Abwehrreaktionen führen kann.
8. Phantasien, Wahn-Erleben und Aggressivität können Motivationsgrundlagen für Deliktverhalten jeden Grades bilden.
Welche Art von Störung sich entwickelt, hängt von der Persönlichkeit und dem Umfeld des Kindes ab. Das Kind kann nicht von sich aus Phantasie und Realität unterscheiden und ist darauf angewiesen, dass man sein Realitätsbewusstsein stärkt, damit es in späteren Krisensituationen weniger anfällig ist und nicht den Boden unter den Füssen verliert. •
«Auf Anfrage der Abgeordneten Meister-Scheufelen hat das Ministerium von Baden-Württemberg mitgeteilt: ‹Suggestive und therapeutische Methoden, die auf das Unterbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zielen, gehören nicht zur Aufgabenstellung der Schulen …›
‹Therapieverfahren haben nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Bildungsministeriums in der Schule nichts zu suchen, insbesondere der kinesiologische Muskeltest darf nicht angewendet werden.›»
Quelle: www.umweltjournal.de/AFA_familienrecht/14638.php
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