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(spr. -stĕdd),HenryHugh, engl. Bildhauer, geb. zu London, besuchte
die dortigen Zeichenschulen und die Akademie, wo er
Herbert, Baily und andre Meister zu Lehrern hatte.
Mit der Kunst der Skulptur verbindet er auch die Ausübung der Zeichenkunst für den Holzschnitt sowie die Gold- und Silberarbeit;
dahin gehören z. B.: die Georgsvase, die Tennysonvase und mehrere kunstreiche silberne Schilde.
Seine Arbeiten in Marmor,
Bronze,
Stein und Holz an der Süd- und Ostseite des Podiums vom Albert-Memorial
im Hydepark stellen eine Reihe von Musikern und Malern der italienischen, deutschen, französischen und englischen Schule
dar und auf den vorspringenden Ecken des Podiums in großen Bronzegestalten die Chemie, Astronomie, Medizin und Redekunst.
Er schuf einen großen Teil der Bildwerke an der Außenseite des Ministeriums der Kolonien, die Statuen
der Religion, der Philosophie und König
Heinrichs VI. auf dem Brunnen vom King's College in Cambridge, ganz neuerdings die
Statue des verstorbenen Bischofs von Winchester in der dortigen
Kathedrale und zahlreiche sonstige gut modellierte Idealfiguren.
Seit 1875 ist er Genosse der Akademie in London.
Franz Gustav, Landschaftsmaler, geb. zu Lobsenz bei Posen,
widmete sich der Malerei auf der Kunstschule zu Weimar, wo er Alex. Michelis und Theod.
Hagen zu Lehrern hatte und 1876 außerordentlicher Professor der Landschaftsmalerei sowie 1879 Sekretär der Kunstschule
wurde. 1872 und 1877 machte er Studienreisen in Italien. Zu seinen Hauptwerken, in denen sich ein tüchtiges
Studium der Baumnatur bemerklich macht, gehören: die Ausmalung eines Saals für den KonsulWeber in Hamburg (die vier Jahreszeiten)
im Verein mit dem Maler H. C. Krohn, für den Prof. Friedberg in Leipzig die Dekoration eines
Saals mit italienischen Landschaften sowie die
Bilder: die Elegie (prämiiert in London), Sommermorgen
in der Rhön, norddeutsches Kirchlein u. a.
1) ChristianFriedrich, Architekt, geb. zu Drebach im Erzgebirge, kam auf der Akademie zu Dresden
unter die Leitung Sempers, wo er sehr bald den mit einem Reisestipendium verbundenen ersten Preis erhielt. So bildete er
sich 1850-52 auf Reisen in Italien, Frankreich und Belgien weiter aus, machte überall fruchtbringende
und erfolgreiche Studien und wurde nach seiner Rückkehr Professor der Baukunst an der Akademie in Dresden. Außer mehreren
Dorfkirchen in
Sachsen baute er die Villa Souchay an der Elbe (1858-60), die Kreuzschule in Dresden und ein dortiges Gymnasium,
war als Architekt für das Domkapitel in Meißen thätig und baute 1865-69 die Sophienkirche in Dresden
in edelgotischem Stil um. Sehr vorteilhaft bekannt machte er sich durch die Herausgabe des Prachtwerks «Der
herzogliche Palast von Urbino, gemessen, gezeichnet und herausgegeben von
Friedrich A." (Leipz. 1856-57).
2) Hermann, Historien- und Genremaler, geb. zu München,
bezog mit 17 Jahren die dortige Akademie und bildete sich unter Hiltensperger, Anschütz, Alex.
Wagner,
Schraudolph und Karl v.
Piloty. Außer zahlreichen kleinern Arbeiten malte er für Luxemburg ein Altargemälde, eine
großartig wirkende, stimmungsvolle Überschwemmungsscene, der Schützenkönig und die Nachbarskinder. Unterbrochen wurde
seine Thätigkeit durch die Teilnahme am Krieg von 1870/71, in welchem er schwer verwundet wurde. Neuerdings
malte er für die neue evangelische Kirche in Tölz (Oberbayern) die Darstellung des Christus nach Lionardo da Vincis Abendmahl.
3) KarlJohann, Tiermaler, geb. zu Berlin, machte seine Studien auf der Akademie
in Kassel, ging dann nach Antwerpen und kehrte nach Berlin zurück, wo er Schüler von
Menzel wurde, sich
aber einem von dessen Stoffgebiet völlig verschiedenen zuwandte, der Tiermalerei. Seine Bilder,
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die meistens die Leiden und Freuden der Hunde und andrer Haustiere darstellen, haben bisweilen ein etwas flaues und stumpfes
Kolorit, ebenso seine Porträte. Von seinen Tierbildern erwähnen wir nur die durch Stich und Lithographie populär gewordenen:
Fanny und ihre Verehrer und Wo ist Fanny? (eine Dame mit ihrem Hündchen vor dem Spiegel). In den letzten
Jahren brachte er auch einige Scenen aus dem Leben unsrer Zeit, z. B.: Kaiser Wilhelm auf der Promenade, Abschiedsdiner zu
Ehren des Kongresses im Weißen Saal, die durch ihre Auffassung und Naturwahrheit große Anerkennung fanden.