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«Die Unterstützung durch Amnesty International war ein Grund, weshalb ich nun freigelassen wurde, und die vielen Briefe haben mir das Gefühl grosser Solidarität
vermittelt.»
Musaad Abu Fagr, ehemaliger
Gewissengefangener aus Ägypten,
Briefmarathon-Fall 2009
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In der Woche um den 10. Dezember wird sich die Schweizer Sektion von Amnesty International bereits zum sechsten Mal am weltweiten Briefmarathon beteiligen. Erneut werden Menschen auf der ganzen Welt gleichzeitig Zehntausende von Briefen zugunsten von Personen schreiben, die als Gewissensge-fangene inhaftiert sind, die gefoltert werden oder die sich aufgrund ihres friedlichen Engagements für die Menschenrechte in Gefahr befinden. Mit dem Briefmarathon erinnert Amnesty International alljähr-lich an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UNO, welche am 10. Dezember 1948 unter-zeichnet wurde. Die Erklärung statuiert etwa das Recht auf freie Meinungsäusserung, das Recht auf Bildung oder das Verbot der Folter. Sie bildet damit ein wesentliches Fundament des demokratischen Rechtsstaates. Mit dem Briefmarathon fordert Amnesty diese grundlegenden Rechte konkret ein.
… eine Idee
Am 10. Dezember 2001 führte eine Lokalgruppe der polnischen Sektion von Amnesty International in Warschau einen Briefmarathon durch. Die Teilnehmenden trafen sich während 24 Stunden, schrieben 1000 Briefe zugunsten ausgewählter Gewissensgefangener und schickten sie an die Regierungen der betreffenden Länder. Die Aktion war ein grosser Erfolg. Zwei Jahre später wurde die Idee von Amnesty-Sektionen in der ganzen Welt aufgenommen. Im Jahr 2009 beteiligten sich Menschen in über 50 Län-dern am Briefmarathon und schrieben innerhalb einer Woche über 700'000 Briefe. Fast 37'000 davon stammten aus der Schweiz.
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… ihre Ziele
Ziel des Briefmarathons ist es, in der Woche des Internationalen Tages der Menschenrechte (10. De-zember) weltweit möglichst viele Menschen dafür zu gewinnen, Briefe zu schreiben. Briefe an diejeni-gen Regierungen, die verantwortlich sind für unrechtmässige Inhaftierung, Folter und Misshandlung sowie sonstige Gefährdung von Personen, die sich friedlich für ihre Überzeugungen und/oder die Ge-währleistung der Menschenrechte in ihrem Land eingesetzt haben. Deren Schicksal gewinnt dadurch eine gewisse Öffentlichkeit, und der Druck auf die Regierungen steigt. Die Briefe sind gleichzeitig für die Betroffenen und ihre Angehörigen auch ein Zeichen der Solidarität, ein Signal gegen das Vergessen. Amnesty kann für die Einrichtung von Standaktionen und Schreibstuben auf die Unterstützung zahlrei-cher Schulklassen, Jugendgruppen und Kirchgemeinden zählen.
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… und ihr Erfolg
Die Briefaktionen von Amnesty International sind eine sehr schnelle und effektive Form der Interventi-on, um das Leben akut gefährdeter Menschen zu schützen. Unsere Erfahrung zeigt: Der koordinierte Massenprotest per Brief, E-Mail und Fax kann die Haltung von Regierungen und Behörden gegenüber Inhaftierten oder Opfern anderer Menschenrechtsverletzungen verändern. Haftbedingungen werden er-leichtert, Drohungen und Misshandlungen nehmen ab, Todesurteile werden in Haftstrafen umgewan-delt, gewaltlose politische Gefangene freigelassen und Menschen, die foltern, vor Gericht gestellt.