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STAUDAMM DER MAGEREN AU
Vom Bau bis zur Sanierung
Der Staudamm an der Mageren Au und das Kraftwerk Ölberg
Der Staudamm an der Mageren Au wurde im Jahr 1872 fertig gestellt und war die erste Talsperre Europas aus Beton. Sein Bau diente dazu, die Stadt Freiburg mit Trinkwasser zu versorgen und den Industriebetrieben auf der Perolles-Ebene die nötige Antriebskraft zu liefern.
1908 beschloss der Staatsrat, das Kraftwerk an der Mageren Au durch ein grösseres und moderneres Werk zu ersetzen. Die Staumauer wurde um 2.75 m angehoben, und am «Ölberg» wurde ein neues Kraftwerk gebaut. Diese 1910 in Betrieb genommene Anlage nutzte das Wasser der Saane über einen 280 m langen Tunnel durch den Hügel von Bürglen. Bis heute wurde das Kraftwerk Ölberg immer wieder vergrössert und modernisiert.
Heute bildet die Anlage Ölberg-Magere Au ein Glied in der Kette der entlang der Saane errichteten Wasserkraftanlagen und der Staudämme Rossiniere, Lessoc, Rossens und Schiffenen. Die durchschnittliche Jahresproduktion der Anlage beläuft sich auf 52 Mio. kWh.
Sanierungsarbeiten rund um die Saane
Die vor 130 Jahren erbaute Staumauer entsprach nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen. Im Jahr 2000 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten unternommen, um die Mauer hochwasser- und erdbebensicher zu machen und die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Grössere Hochwasser werden nun durch die Hochwasserentlastung abgeleitet und nicht mehr durch Ableitung über die Staumauer.
Besonderes Augenmerk galt den ökologischen Verhältnissen, da man das wertvolle Ökosystem des Perolles-Sees, ein Naturschutzgebiet, schützen wollte. Zu diesem Zweck wurden folgende Massnahmen getroffen:
- Installation eines Fischliftes, damit die Fische die Staumauer überwinden und ihre Wanderung ungehindert fortsetzen können
- Beseitigung der Freileitungen
- Revitalisierung des Flussbettes der Kleinen Saane
Dank diesen Massnahmen erhielt die Dotierturbine der Mageren Au das Umweltschutzlabel «naturemade», das zertifiziert, dass die Produktion zu 100% aus erneuerbarer Energie besteht und strenge Umweltauflagen erfüllt.
Der Ökostrom und die Zertifizierung Naturemade star
Die Dotierturbine des Staudamms an der Mageren Au wurde anlässlich der Sanierung mit dem Label naturemade star ausgezeichnet. Dieses wird vom WWF, Pro Natura und dem Konsumentenforum Schweiz unterstützt und ist das strengste Label in ganz Europa. Mit diesem Label können die Konsumentinnen und Konsumenten sicher sein, dass die damit ausgezeichnete Energie strenge Umweltkriterien erfüllt.
Das Label naturemade star wird von einer unabhängigen Kontrollinstanz vergeben, die jährlich die Produktions- und Verkaufsbilanz überprüft. Zudem fliesst pro verbrauchte Kilowattstunde Wasserkraft star 1 Rappen in einen Fonds für ökologische Verbesserungsmassnahmen. Auf diese Weise haben die Kundinnen und Kunden von Groupe E die Möglichkeit, sich für eine zu 100% erneuerbare Energie zu entscheiden.
Frage 1
Wie wurde der Staudamm an der Mageren Au finanziert?
- Durch den Verkauf eines Waldes
- Durch ein Bankdarlehen
- Durch den Verkauf von Inhaberaktien
- Durch staatliche Subventionen
Der Bau der Staumauer an der Mageren Au konnte dank
dem Verkauf von 2902.6 ha Wald finanziert werden.
Frage 2
Auf welche Weise wird seit 2000 das Wasser bei einem grösseren Hochwasser abgeleitet?
- Durch Ableitung über die Staumauer
- Durch Hochwasserentlastungen (Schützen)
- Durch unterirdische Leitungen
Durch die 3 Hochwasserentlastungen, die Sie hier sehen, und durch eine vierte Schütze auf der anderen Seite der Staumauer.
Frage 3
Welche Vorteile bietet der Bezug von Ökostrom?
- Beteiligung an der Finanzierung von Revitalisierungsprojekten an Wasserläufen
- Garantie, Energie aus erneuerbaren Quellen zu verbrauchen
- Unterstützung von Projekten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien
Alle drei Antworten sind richtig!
Texte: Groupe E
Illustration: rmgdesign
Fotos: Groupe E