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Barnard 33, Pferdekopfnebel
Objektbeschreibung
Beim Pferdekopfnebel handelt es sich um einen Nebel aus kaltem Gas und Staub, welche im sichtbaren Spektrum nur wenig Licht ausstrahlen und deshalb dunkel erscheint. Auf der Infrarotaufnahme des HST (Abb. 1) erkennt man, dass dieser Nebel im Infrarot leuchtet. Diese Dunkelwolke erstreckt sich südwestlich des linken Gürtelsternes des Orions (Alnitak, ζ Orionis) und ein Zipfel davon ragt über den rot leuchtenden H-II Emissionsnebel IC 434. Dieser Teil gleicht dem Kopf eines Pferdes, welchs den Stern Alnitak anschaut.
William Herschel hatte 1765 den Nebel IC 434 offenbar übersehen, weshalb er erst 1887 vom französischen Astronomen Paul-Pierre Henry und ebenfalls 1888 Williamina Fleming von entdeckt wurde. [196] Das Gebiet ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt und erstreckt sich über eine Fläche von etwa einm Viertel des Vollmondes.
Barnard erkannte 1913, dass es ich beim Pferdekopfnebel um einen dunklen Nebel handeln muss, statt dass an der Stelle einfach Sterne und Gas fehlen würden. Die Masse des Pferdekopfnebels wird auf etwa 27 Sonnenmassen geschätzt. Der Nebel enthält nebst Wasserstoff auch einfache Kohlenwasserstoffverbindungen, sowie Sauerstoff und Schwefel. Das Der Nebel ist ein Sternentstehungsgebiet ähnlich der "Säulen der Schöpfung" in M 16. [201,202]
|Bezeichnungen||Horsehead nebula, IC 434|
|RA / Dec (B2000.0)||05h 41.0m / -02° 24' [142]|
|Sternbild||Ori [142]|
|Objekt Klasse||Nb [142]|
|Abmessungen||60.' [142]|
|Beschreibung (Dreyer)||neb, 60' l, south from zeta Ori [142]|
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Auffindkarte
An den linken Gürtelstern (Alnitak, ζ Orionis) des Sternbildes Orion hängt sich der Emissionsnebel IC 434 an. In diesem Nebel ist eine Dunkelwolke beheimat, die ihrem Namen Pferdekopf alle Ehre macht.
Beobachtung
In einem Dobson mit 320 mm Öffnung und einem H-beta-Filter stellt dieses Objekt kein grosses Problem dar. Wichtige Voraussetzung ist ein dunkler, transparenter Himmel, am Besten alpin und/oder eine Grenzgrösse von über 6 Magnitude. Man erkennt einerseits den Emissionsnebel IC 434 und darin als hineinragender Daumen eine Dunkelstelle, welche den Pferdekopfnebel darstellt. Die Dunkelstelle ist mit direktem Sehen ausmachbar, den Ansatz für die Schnauze ist besser indirekt sichtbar.
Es wird immer wieder viel darüber spekuliert, wie und mit welchem Instrumentarium man den Pferdekopfnebel überhaupt ausmacht. Es gelang auch schon an einem Abend, zuvor ohne Mondlicht und später mit Mondlicht den Pferdekopf zu erkennen. Natürlich war die vor knapp einer Stunde betrachtete Stelle noch präsent und half bei der Wahrnehmung bei Mondlicht.
Aber auch in kleinen Instrumenten zeigt sich der Dunkelnebel. Zu Dritt, Manfred, Martin und ich, erblickten den Pferdekopfnebel auch schon in einem Sky 90mm-Refraktor. Dies gelang uns mit indirektem Sehen und dank dem wir die genaue Position vom 320mm-Ninja her kannten. Weiter verloren wir in Manfred's Teleskop mit dem UHC-Filter weniger Licht. Wir glauben nun vielmehr, dass die Austrittspupille wesentlich entscheidender ist als nur eine grosse Öffnung. Wahrscheinlich braucht es dazu einfach eine exzellente Nacht betreffend der Durchsicht und der Luftruhe. [192]