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Energieeffiziente Warmwasseraufbereitung in Milchviehbetrieben
Die Milchviehbetriebe brauchen viel Heisswasser für die Reinigung der Melkanlage, des Melkstandes und des Milchtanks. In 2/3 der Fälle erfolgt die Warmwasseraufbereitung mit einem Elektroboiler. Neben den Milchviehbetrieben wird auch bei Schweinemastbetrieben, Ziegenmilchbetrieben und Betrieben mit lokaler Verarbeitung (Direktverkauf, Herstellung von Milchprodukten, etc.) mehr als 200 l Heisswasser pro Tag für die Reinigung benötigt.
Damit weniger Strom für die Warmwasseraufbereitung benötigt wird, kann dem Elektroboiler ein Wärmepumpenboiler vorgeschaltet werden. Damit können bis zu 50% des Energieverbrauchs für den Prozess eingespart werden. Mit unserem Förderprogramm bieten wir finanzielle Unterstützung bei dieser Umstellung. Eine Anleitung mit den Voraussetzungen für den Erhalt von Förderbeiträgen sowie das Gesuchsformular finden Sie als PDF auf der rechten Seite.
Wie funktioniert ein Wärmepumpen-Boiler?
Eine Möglichkeit zur Reduktion des Stromverbrauchs für die Warmwasseraufbereitung ist die Installation eines Wärmepumpenboilers (WP-Boiler), welcher dem Elektroboiler vorgeschaltet wird. Das Prinzip eines WP-Boilers ist wie bei einer Wärmepumpe. Ein Ventilator saugt Luft aus der Umgebung an. Dieser Umgebungsluft wird Wärme entzogen, welche ein Kältemittel im Inneren erwärmt und verdampfen lässt. Das Kältemittel wird durch einen Kompressor weiter verdichtet, wodurch die Temperatur des Mittels weitersteigt. Die Wärme wird an das Wasser im Wärmespeicher abgegeben. Das Wasser kann so auf etwa 58°C vorgewärmt werden. Der Elektroboiler braucht anschliessend nur noch die Differenz bis 70°C zu heizen. Mit dieser Massnahme kann der Stromverbrauch bei der Warmwasseraufbereitung um die Hälfte reduziert werden. Der Wärmepumpenboiler erzielt damit einen Wirkungsgrad von durchschnittlich 3.1 (d.h. 1 kWh Strom für 3.1 kWh Wärme).
Wie viel Energie und Kosten kann ein Betrieb dadurch einsparen?
Welche Betriebe werden unterstützt?
Voraussetzung für eine Förderung ist ein Warmwasserverbrauch von min. 200 l / Tag. Es können Milchviehbetriebe, aber auch andere Landwirtschaftsbetriebe mit entsprechendem Warmwasserverbrauch am Förderprogramm teilnehmen. Je grösser die Produktionsmenge der Milchbetriebe und das Volumen des Boilers, desto mehr Energie und Kosten können eingespart werden. Voraussetzungen für eine Förderung können der Gesuchsanleitung (Download Formulare oben rechts) entnommen werden.
Sanitärinstallateure - Partner des Programms
Der Landwirt und die Landwirtin können ihren Sanitärinstallateur eigenständig auswählen (Programmpartner oder Sanitärinstallateur aus der Region).
Mögliche Anbieter und Partner des Programms sind:
- Bouygues E&S Intec Schweiz AG (Deutschschweiz):
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.031 378 31 21
- GLB-Genossenschaft:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein./ 034 408 17 17
Die beiden Firmen können neben der Sanitärinstallation auch die Elektroarbeiten ausführen.
Für Fragen zum Energieeffizienzprogramm können Sie sich an eine der nachfolgenden Stellen wenden:
ProConseil Sàrl, Lausanne, Vanessa Ménétrier | 021 614 24 30
Oder kontaktieren Sie uns direkt unter: 056 462 50 15 -
Ein Förderprogramm unterstützt von ProKilowatt unter der Leitung des Bundesamts für Energie.