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Auf die Frage nach dem ältesten Gewerbe der Welt fällt vielen Leuten sofort die Prostitution ein. Das ist aber falsch. Das älteste Gewerbe der Welt ist die Profession des Hypnosetherapeuten. Überrascht? Hypnose ist tausende von Jahren alt. Sie ist wirklich uralt.
Bereits in prähistorischer Zeit haben Schamanen Kranke durch bestimmte Rituale geheilt. Gemäss alter Schriften der Inder wurden schon vor dreitausend Jahren von Arztpriestern hypnotische Zustände hervorgerufen. Im alten Ägypten wurden seit 500 vor Christus Kranke von Priestern in einen mehrtägigen „Heilschlaf“ in Tempeln versetzt. Dieser Tempelschlaf wurde auch in Tempeln des antiken Griechenlands vollzogen. Dabei soll es sich um einen Zustand zwischen „wachen und schlafen“ gehandelt haben.
Die Beschreibungen dieser Bewusstseinszustände ähneln somit stark den heutigen Hypnosezuständen.
Es existiert bis dato keine einheitliche, allgemein akzeptierte Definition für Hypnose. Nach Eberwein und Schütz ist Hypnose ein „subjektiv erlebbarer und objektiv messbarer Zustand des Erlebens und Verhaltens, der weder Wachsein noch Schlaf ist“. Nach B.M. Alman ist Hypnose ein „Zustand erhöhter und fokussierter Konzentration, charakterisiert durch eine individuell erhöhte Offenheit gegenüber akzeptablen Suggestionen“. Nach M.H. Erickson ist Hypnose „ein Zustand intensivierter Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit“.
Die Definition nach Elman- Kein- Wipf (OMNI Hypnosis Academy) lautet: „Hypnose ist die Umgehung des kritischen Faktors des Bewusstseins und die Etablierung von akzeptablem und selektiven Denken und Fühlen“. Man versteht darunter, dass der Hypnotiseur Kontakt mit dem Unterbewusstsein des Klienten aufnimmt, um dort eine Änderung der „Programme“ zum Wohle des Klienten herbeizuführen. Dazu muss man wissen, dass das Unterbewusste wie ein Computer funktioniert, der über eine riesige, fast unendliche Speicherkapazität verfügt. Unser Unterbewusstsein speichert jedes, auch noch so geringfügige, Ereignis vom Beginn des Lebens bis zum Tod. Es speichert 11 Millionen bits/sec!!! Das Bewusstsein schafft dagegen höchstens 40 bits/sec. Das Ziel jeder Hypnose ist, sich durch Herbeiführen eines hypnotischen Zustandes (Somnambulismus, Trance), Zugang zu den Daten des Unterbewusstseins zu verschaffen um dort eine für den Klienten positive, sinnvolle Veränderung bestimmter Programme zu erreichen. Da menschliche Probleme wie Ängste, Zwänge, Depressionen, Krankheiten, ihre tiefsten Wurzeln im unerschöpflichen Reservoir der unterbewussten Daten haben, ist Hypnose eine hocheffiziente Methode, um nachhaltige positive Veränderungen im Leben der Klienten herbeizuführen.
Jede Hypnose beginnt mit einer Einleitung. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die aber alle zum Ziel haben, den Klienten in den hypnotischen Zustand (Somnambulismus, Trance) zu versetzen. Ist dieser Zustand erreicht, beginnt die eigentliche Hypnosarbeit mit dem Unterbewusstsein. Man kann nun einfache, zum jeweiligen Problem passende positive Suggestionen verwenden, um Veränderungen im Unterbewusstsein zu erreichen. Diese Suggestionen müssen vom Unterbewusstsein angenommen werden. Sie werden nur dann angenommen, wenn der Klient sie annehmen WILL und wenn er WEISS, dass sie wirken. Hegt der Klient irgendwelche Zweifel oder steht er ihnen neutral gegenüber, werden die Suggestionen nicht angenommen und bewirken keine Veränderung. Ohne Mitarbeit des Klienten geht es also nicht. Nachher wird die Hypnose wieder aufgelöst. Eine solche reine Suggestionshypnose ist relativ einfach und zeitlich überschaubar. Sie dauert etwa 45 Minuten. Will man aber ein Problem an der Wurzel packen, dann genügt eine Suggestionshypnose nicht. In diesem Fall führt man eine analytische Regressionstherapie („regress to cause“) durch. Man führt dabei den Klienten im tiefen Somnambulsimus zurück in frühere Stadien seines Lebens und setzt dabei aus dem Langzeitgedächtnis des Unterbewusstseins Erlebnisse frei, die ursächlich für sein Problem sind. Die emotionale Energie, die mit diesen Erlebnissen verbunden ist, wird dabei aufgelöst wodurch das Erlebnis seine krankmachende Wirkung verliert. Dies ist ein recht komplizierter, aber sehr effizienter Prozess, der mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Nach der Auflösung der emotionalen Energie verstärkt man mit intensiven zusätzlichen Suggestionen nochmals die Wirkung.
Hypnose ist somit definitiv KEIN SCHLAF. Das Bewusstsein ist dabei auch nicht völlig abgeschaltet. Im Gegenteil: Das Bewusstsein ist sogar 2-3mal so aktiv wie im normalen Wachzustand. Im Unterschied zum Wachzustand ist das Bewusstsein aber fokussiert, das heisst, tunnelartig auf ein bestimmtes Thema gerichtet, alles andere wird ausgeblendet, nur am Rande, wenn überhaupt, wahrgenommen. Vergleichbar einem Bildhauer, der konzentriert an seiner Skulptur arbeitet und alles andere ausblendet. Hypnoseähnliche Zustände erleben wir alle täglich. Wem ist es beispielsweise noch nicht passiert, dass er in sein Auto gestiegen ist und „plötzlich“ bemerkt, dass er zu Hause angekommen ist? Während der Fahrt hat er sich völlig seinen Gedanken hingegeben. Das Auto ist „von selbst“ gefahren. Er ist im Zustand der Wachhypnose nach Hause gefahren.
Grundsätzlich ist jeder Mensch hypnotisierbar, sofern er im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist (also keine Demenz aufweist), die Hypnose selbst will und keine Angst vor der Hypnose hat. Das bedeutet, dass der Hypnotiseur auf die Mitarbeit des Klienten angewiesen ist. Niemand ist gegen seinen Willen hypnotisierbar.
Ja. Vor allem in der Regressionshypnose findet ein reger verbaler Disput zwischen dem Unterwusstsein des Klienten und dem Hypnotiseur statt. Das Denkvermögen ist fokussiert, aber nicht aufgehoben. Das geht so weit, dass der Klient in Hypnose sogar lügen könnte.
Häufige Fehlmeinungen über die Hypnose:
Hypnose ist Schlaf
Hypnose ist KEIN Schlaf. Hypnose ist aber auch nicht Wachzustand. Der hypnotische Zustand, auch Somnambulismus oder Trance genannt, ist ein spezieller Zustand zwischen Wachsein und Schlaf, bei dem das Bewusstsein geschärft, aber fokussiert ist. In diesem Zustand ist es möglich, direkt mit dem Unterberwusstsein zu kommunizieren.
Man ist in Hypnose hilflos ausgeliefert
Da man in Hypnose denken kann, ist man nicht dem Hypnotiseur ausgeliefert. Der Hypnotisierte kann jederzeit die Hypnose abbrechen. Dies zeigt auch, dass der Hypnotiseur auf die Mitarbeit des Klienten bei der Durchführung der Hypnose angewiesen ist. Hypnose ist eine Gemeinschaftsarbeit zwischen dem Klienten und dem Hypnotiseur. Nur wenn beide ihr Bestes geben, wird sie auch funktionieren und lebensverändernde Erfolge bringen.
Man kann in Hypnose stecken bleiben
Viele Menschen haben Angst, nicht mehr aus der Hypnose „aufzuwachen“. Dies ist unmöglich. Selbst bei unvollständiger oder gar unterlassener Auflösung der Hypnose durch den Hypnotiseur löst sich nach einer bestimmten Zeit die Hypnose von selbst auf.
Man kann sich an nichts mehr erinnern
Ich hatte einmal nach einer längeren Hypnosesitzung, bei der es um die Aufdeckung der Ursache eines Problems ging, einen Fall einer kompletten Amnesie (Erinnerungsverlust) über die Hypnosesitzung. Dies ist aber äusserst selten der Fall. Die meisten Hypnosetherapeuten erleben während ihrer gesamten Karriere keinen solchen Fall. Falls er auftritt, ändert dies nichts an der Wirksamkeit der Hypnose. In aller Regel ist der Ablauf der Hypnosesitzung nach Auflösung der Hypnose erinnerbar.
In der Hypnose gebe ich Geheimnisse preis, die mir schaden können
Da man in Hypnose denken, ja sogar lügen kann, gibt der Klient nichts preis, was er nicht preisgeben möchte.
Man muss an die Hypnose glauben, damit sie wirkt
Jeder Mensch, der nicht dement ist und keine Angst vor der Hypnose hat, ist hypnotisierbar, unabhängig davon, ob er daran glaubt oder nicht. Allerdings muss er die Hypnose WOLLEN. Gegen seinen Willen ist niemand hypnotisierbar. Die Hypnose wirkt aber unabhängig davon, ob der Klient an die Wirksamkeit glaubt oder nicht.
Hypnose kann abhängig machen
Obwohl die Hypnose ein sehr angenehmer Zustand ist und die meisten Leute möglichst lange in diesem Zustand verweilen möchten, wird man nicht davon abhängig. Hypnose ist kein Suchtmittel. Man kann also nicht davon abhängig werden. Im Gegenteil: Die Hypnose kann einen befähigen, sein Leben kraftvoller und zugleich ruhiger, gelassener, zu gestalten. Man gewinnt die Kontrolle wieder über seinen Körper, seine Gefühle. Es ist ein effektives Mittel, um Dinge, die vorher aus dem Ruder geraten sind, wieder auf die Reihe bringen zu können. Hypnose kann Leben verändern, aber nicht zum Negativen hin, sondern zum Positiven.
Darunter versteht man ein sehr junges Therapiewerkzeug, welches zwei hochwirksame Therapiemassnahmen kombiniert, nämlich Hypnose und Akupunktur. Die Methode wurde von namhaften Grazer Akupunkteuren und Hypnotherapeuthen gemeinsam geschaffen. Ich habe die Methode etwas modifiziert, indem ich zuerst die Hypnose einleite, dann die zum Problem passenden Akupunkturnadeln steche, was gleichzeitig als eine Art Fraktionierung die Hypnose vertieft und dann mit der eigentlichen Hypnosearbeit beginne. Kurz vor dem Auflösen der Hypnose entferne ich die Akupunkturnadeln wieder.
Die Hypnoakupunktur ist bei Schmerzpatienten, Stress und Depressionen sehr wirksam.
Mehrstündige analytische Regressionshypnose inklusive Anamneseerhebung, Vorgespräch: Pro Stunde CHF 120.- Dauer 2-3 Stunden
Einfache Suggestionshypnose von 50 Minuten Dauer: CHF 120.-
Folgesitzungen nach Regressionshypnose von 40 – 60 Minuten Dauer: CHF 120.-
Hypnoakupunktur: Der Akupunkturanteil dieser Therapie ist Pflichtleistung der Krankenkassen. Der Patient muss also nur den Hypnoseanteil bezahlen: CHF 75.-
Ausländische Patienten: CHF 150.-