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Medien wie SRF, Blick oder die NZZ berichteten in den letzten Wochen über eine Studie des Forschungsinstituts Sotomo im Auftrag der Mercator-Stiftung. Zentrale Frage und Studientitel: «Welche Schule will die Schweiz?»
Doch zwei Themenbereiche, die im Zusammenhang mit dem grassierenden Lehrkräftemangel wiederholt diskutiert wurden, blieben grösstenteils unerwähnt: die Arbeitsbedingungen im Lehrberuf und die staatliche Unterstützung von Privatschulen.
Lehrberuf: Nicht attraktiv genug
Bei der Bewertung des Lehrberufs stützten die Resultate der Umfrage die Darstellung der Personalverbände. Nur eine Minderheit der Befragten war nämlich der Ansicht, dass der Beruf attraktiv sei, dass Lehrpersonen zu viel Freizeit oder Ferien hätten oder zu viel verdienten.
Auch dass Lehrpersonen in höheren Pensen arbeiten sollten – eine wiederholt geäusserte politische Forderung zur Bekämpfung des Lehrpersonenmangels – teilte nur eine Minderheit.
Finanzierung von Privatschulen soll privat bleiben
Eine weitere politische Forderung tauchte in den letzten Jahren wiederholt auf: Der Staat sollte auch Privatschulen – beispielsweise in Form von Coupons, welche an Schulen nach Wahl weitergegeben könnten – unterstützen. Der Schulwettbewerb würde die Qualität der Schulen stärken, argumentieren Vertreterinnen und Vertreter von Privatschulen und weisen dabei jeweils auf das Beispiel der Niederlande hin.
In Schweden steht ein ähnliches System unter Dauerkritik. Es befördert die Segregation und grosse Schulkonzerne, die als gewinnorientierte Aktiengesellschaften geführt werden, sorgen wiederholt für Skandale.
Sotomo fragte die Meinung zur öffentlichen Privatschulfinanzierung gar doppelt ab und wollte wissen, was die Befragten von folgenden Aussagen hielten:
- «Private Schulen sollten über Steuergelder unterstützt werden.»
- «Nur öffentliche Schulen sollten durch Steuergelder finanziert werden.»
Studienleiterin Sarah Bütikofer schrieb Infosperber auf Anfrage, man habe damit das Ergebnis validieren wollen. Und Daniel Auf der Maur von der Mercator-Stiftung schrieb: «Weil das Thema Privatschulen etwas heikel ist, schien es uns angebracht, auf zwei unterschiedliche Arten zu fragen.»
Die eindeutige Aussage «Private Schulen sollten über Steuergelder unterstützt werden», lehnten fast 60 Prozent der Befragten ganz oder eher ab. Und der mehrdeutigen zweiten Aussage stimmte eine Mehrheit zu.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.