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Mangelnde Chancengerechtigkeit im Schweizer Bildungssystem
Das Schweizer Bildungssystem ist ungerecht und ineffizient. Die Wissenschaft ist sich einig: Kinder und Jugendliche aus bescheidenen sozio-ökonomischen Verhältnissen, insbesondere solche mit fremdsprachigem Hintergrund, wechseln bei gleicher schulischer Leistung seltener an weiter führende Schulen (Berufs-/Fachmittelschulen, Gymnasien) als privilegiertere Gleichaltrige.
Das ist nicht nur ungerecht und akzentuiert soziale Ungleichheit, sondern ist auch aus volkswirtschaftlicher Sicht Vergeudung von Humankapital.
Übergänge als entscheidende Momente
Entscheidend sind zumeist die Momente der Übergänge von einer Schulstufe in die nächste, bspw. beim Übertritt von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II (nach der 8./9. Klasse).
Wer bekommt eine gute Lehrstelle? Wer schafft es in eine Berufsmittelschule, eine Fachmittelschule oder ein Kurzgymnasium?
Selbst wenn sie ein hohes Leistungspotenzial haben, sind Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien oder Fremdsprachige in diesen Momenten stark benachteiligt.
Ursachen und Folgen erkennen
In der Startphase der Allianz Chance+ haben wir uns intensiv mit den Ursachen und Folgen von mangelnder Chancengerechtigkeit insbesondere auf der Sekundarstufe I und II befasst. Dabei definierten wir im Dialog, welche Ursachenbereiche wir besonders ins Auge fassen können und sollen.
Darstellung Problem Tree: Ursachen und Folgen von mangelnder Chancengerechtigkeit