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Das Wichtigste in Kürze
- Forscher der Teheran University haben in einer Langzeitstudie eine Polypille erforscht.
- Diese senkt das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen erheblich, wie die Studie zeigt.
Bei der erforschten Pille handelt es sich um eine Kombination aus vier verschiedenen Medikamenten, eine sogenannte Polypille. Wie die deutsche «Ärztezeitung» berichtet, haben Forscher der Teheran University of Medical Science in einer Langzeitstudie die Wirkung eines solchen Vierfach-Medikaments erforscht.
An der im Fachblatt «The Lancet» publizierten Studie nahmen im ländlichen Iran 6838 Menschen ab dem 50. Altersjahr teil. Nur jeder zehnte Teilnehmende war mit einer kardiovaskulären Erkrankung diagnostiziert. Drei von vieren dieser Untergruppe wurden deswegen medikamentös behandelt.
In der Polylran-Studie wurde eine einfache Lebensstilintervention, bestehend aus Beratungsgesprächen zu Ernährung und Sport, mit einer Lebensstilintervention plus Polypille verglichen.
Ergebnisse nach 5 Jahren
Die Studie dauerte 5 Jahre. Über diese Zeitspanne erlitten 8,8 Prozent der Teilnehmer in der Gruppe mit Lebensstilintervention ein kardiovaskuläres Ereignis.
In der Gruppe, die zusätzlich die Polypille einnahm, waren es nur 5,9 Prozent. Dies entspricht über 5 Jahre einer Risikoreduktion von 34 Prozent.
«Insgesamt ist die Polypille auch angesichts ihrer geringen Kosten ein sehr vielversprechender Ansatz, die kardiovaskuläre Gesundheit auf Bevölkerungsebene zu verbessern», zitiert die «Ärztezeitung» den Co-Autor Dr. Nizal Sarrafzadegan von der Universität Isfahan.