Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03642.jsonl.gz/135

Wer sich auf den weiten Weg zur Gaulihütte macht, wird mit einer grossartigen Gebirgsszenerie belohnt. Der Hüttenweg ist auch für Familien mit Kindern geeignet. Es empfiehlt sich aber die lange Tour in zwei Tage, mit Hüttenübernachtung, aufzuteilen.
Der Hüttenweg zur Gaulihütte ist lang aber nicht schwierig. Vom Parkplatz bei Mürvorsass (880 m) im Urbachtal geht man durch Waldstücke aufwärts, Bachläufe querend, bis nach Schrätteren (1450 m). Über eine Steilstufe geht es weiter aufwärts bis zur Weggabelung bei P. 1850. Man kann nun entweder nach links über den Mattenalpsee (1874 m), oder nach rechts (etwas steiler) über den Tälligrat P. 2216 aufsteigen. Beide Wege treffen bei P. 2179 wieder aufeinander, ab hier in wenigen Minuten bis zur Gaulihütte (2205 m, evtl. Übernachtung).
Auf der Hütte angekommen, enteckt man an den Wänden die Bilder vom Absturz eines amerikanischen Militärflugzeugs. Die Douglas C-53 Dakota war im November 1946 von Wien nach Pisa unterwegs. An Bord hochrangige Militärs der amerikanischen Besatzungstruppen. Das Wetter war schlecht, die Piloten verloren die Orientierung. Weit ab von der geplanten Flugroute stürzte die Maschine auf den Gauligletscher ab. Alle zwölf Insassen überlebten wie durch ein Wunder. Jedoch mussten sie fünf lange Tage und Nächte warten bis sie entdeckt und gerettet wurden. Die Amerikaner suchten an der falschen Stelle, zudem waren sie auf eine Gebirgsrettung in Schnee und Eis nicht vorbereitet. Die Schweizer schickten zunächst Bergführer aus dem Haslital zur Absturzstelle, doch war es zu gefährlich, die Verunglückten auf diesem Weg zu bergen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bergrettung versuchte man es aus der Luft. Zwei Flächenflugzeuge konnten neben den Rettungsmannschaften und dem Flugzeugwrack auf dem Gauligletscher landen. Mit mehreren Flügen wurden die Verunglückten ins Tal befördert.
Hat man beim Aufstieg den Weg über den Tälligrat P. 2216 gewählt, kann man beim Abstieg bei P. 2179 den Weg über den Mattenalpsee wählen. Ab der Gabelung bei P. 1850 vollends auf dem Aufstiegsweg des Vortages zum Parkplatz Mürvorsass.
Kann man gut mit dieser Tour verbinden: Von Innertkirchen zur Gaulihütte mit Wasserfallweg.
Eine anspruchvollere Variante findet sich unter der Tour: «Von Innertkirchen zur Gaulihütte mit Wasserfallweg».
Lange Hüttenwanderung aus dem Urbachtal zur Gaulihütte. Weiss-rot-weis markierte Bergwege. Der Hüttenweg ist auch für Familien geeignet, allerdings sollte man ausreichend Zeit einplanen (am besten mit Übernachtung) . Schwierigkeit: T3.
Stabile Bergschuhe, Wanderausrüstung für zwei Tage.
Haslital Tourismus, Tourist Center Meiringen, Bahnhofplatz 12, 3860 Meiringen, Tel. 033 972 50 50, www.haslital.swiss.
Gaulihütte, Tel. 033 971 31 66, www.gaulihuette.ch.
Mit dem Auto über Meiringen und Innertkirchen ins Urbachtal bis Parkplatz Mürvorsass.
Parkplätze in Mürvorsass.