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Die Herstellung von Eisenwerkzeuge war vor dem Industriellen Zeitalter ein sehr aufwändiges Handwerk. Schon die Erzeugung von Roheisen benötigte viel personellen Aufwand und Energie. Die Verarbeitung des Roheisens zu einer Vielzahl von Werkzeugen, Geräten und Waffen war verbunden mit Kraft, Ausdauer und handwerklichem Geschick des Schmiedes. Eisenwerkzeuge wurden über eine lange Zeit in gleicher Form hergestellt und über weite Distanzen gehandelt. Ab ca. dem 14. Jh. zeichneten die Schmiede ihr Werk mit einer eigenen Punze, vergleichbar mit den Gold-, Silber- und Zinnpunzen von welchen die Hersteller bekannt sind und in der Literatur nachschlagbar sind. Die Schmiedepunzen sind nebst dem handgeschmiedeten Wezeugen eigene, kleine Kunstwerke. Der Schmied signierte damit sein Werk und stand mit seinem Namen und Ruf dafür gerade, dass sein Werk einer guten Qualität entsprach. Von Schmiedepunzen ist leider sehr wenig bekannt und Verzeichnisse fehlen gänzlich. Darum ist eine Datierung der historischen Werkzeuge nicht einfach. Solche Schmiedepunzen könnten Aussagekräftig sein wer der Schmied oder die Herstellerfirma war und woher und aus welcher Zeit das Werkzeug stammt.
Auswahl unbekannter Werkzeuge mit Schmiedepunzen von Seewen und Umgebung
(Hinweise werden gerne und dankend entgegengenommen)