Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03622.jsonl.gz/303

Eine Stadt entsteht…
Rund 670’000 m2 Rietland zu entwickeln – das ist keine einfache Aufgabe. Und doch: Wo noch vor wenigen Jahren Kühe weideten, steht heute ein neuer Stadtteil, der Bewohnern und Arbeitenden alles bietet, was von einem funktionierenden Quartier erwartet wird: der neue Opfiker Stadtteil Glattpark.
Der Glattpark gehört zu Opfikon und profitiert von einer einzigartigen Lage zwischen der Stadt Zürich und dem Flughafen Zürich. Ebenso einzigartig ist wohl die gute Anbindung an den öffentlichen und den Individualverkehr: Die Glattalbahn erschliesst den Glattpark gleich mit drei Haltestellen und sorgt für rasche Verbindungen in Richtung Stadt Zürich, Flughafen und Wallisellen. Die Buslinie 781 stellt den öffentlichen Nahverkehr sicher, der Fernverkehr ist ab Zürich oder Flughafen gewährleistet. Gleich drei nahe gelegene Autobahnausfahrten sorgen dafür, dass der Glattpark auch mit dem Auto bestens erreichbar ist. Der Glattpark verfügt über eine sehr gute Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungsangeboten und sogar einem eigenen Naherholungsgebiet mit See. Ergänzende nahe gelegene Angebote sind in Opfikon-Glattbrugg zu finden.
Der Glattpark ist auf dem Gebiet des ehemaligen Oberhauserriets entstanden, das eine lange Geschichte hat. Gebildet wurde das Oberhauserriet aus dem Eisstrom des Linthgletschers. Nach dem Rückzug des Gletschers versumpfte das Gebiet und wurde für Fischerei und den Torfabbau, als Viehweide und Streuwiesen genutzt. Im Zuge mehrerer Meliorationen und der Industrialisierung wurde das Riet zur vielfältigen Projektionsfläche für Visionen und Träume. So sollte das Oberhauserriet 1913 zu einem Zeppelin-Landeplatz werden. Später war der Bau einer Hafenanlage geplant; dies im Rahmen verschiedener Pläne zur Schiffbarmachung der Glatt bis Glattbrugg und Wallisellen. Die Nutzung des Oberhauserriets in den Nachkriegsjahren war vor allem durch Landwirtschaft geprägt – und durch die Landkäufe der Stadt Zürich. Diese hatte bereits 1934 damit begonnen, Reserveland für unbestimmte Zwecke im Oberhauserriet zu kaufen.
40 Jahre dauernde Planung
Die Planung für die Bebauung des Oberhauserriets dauerte mehr als 40 Jahre. Bereits 1957 wurde ein Quartierplanverfahren eingeleitet – doch erst in den 1980er-Jahren war der Quartierplan vollzugsbereit. In der Zwischenzeit hatten sich die Rahmenbedingungen jedoch so verändert, dass es hiess: Zurück auf Feld 1. Mit der neuen Planungsrunde ab 1987 wurde die Ausnutzung reduziert, und städtebauliche sowie Umweltanliegen rückten vermehrt in den Fokus. Nachdem die Grundlagen für ein komplett neues Quartierplanverfahren gelegt waren, setzte der Stadtrat Opfikon Anfang 1992 einen Quartierplanausschuss ein, in dem auch die Grundeigentümer Einsitz hatten. Im März 1999 wurde der Quartierplan nach zahlreichen Überarbeitungen festgesetzt, im Oktober 2000 wurde er vom Zürcher Regierungsrat verabschiedet. Der Spatenstich für die Erschliessungsarbeiten der 1. Etappe erfolgte dann ein knappes Jahr später.
Rasanter Baufortschritt
Die Jahre 2001 bis 2008 waren geprägt von wichtigen Meilensteinen in der Entwicklung des neuen Stadtteils: Nach mehr als 40 Jahren Planung wurde endlich gebaut, auch wenn der Startschuss in eine wirtschaftlich denkbar schlechte Zeit fiel und die Euphorie einem gesunden Pragmatismus wich. Nichtsdestotrotz konnten schon im November 2006 die ersten Bewohner im Glattpark begrüsst werden. Im Frühjahr 2008 wurden die ersten Verkaufsflächen am Boulevard Lilienthal zur Vermietung ausgeschrieben, Ende 2009 konnten die Bewohner bereits von einer Kinderkrippe, einem Detailhändler und einem Restaurant profitieren. 2021 wurde mit dem Bau des lang ersehnten und dringend nötigen Schulhauses im Glattpark begonnen. 2022 hat ein Schweizer Investor die beiden letzten grossen Bauflächen übernommen. Mit den aktuell geplanten oder sich bereits in Bau befindlichen Gebäuden sind somit bald alle Grundstücke bebaut und der Glattpark nähert sich der Vollendung.