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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Viertes Buch
VII. Kapitel
44.
1. Den unglückseligen Menschen scheint das mit Blut besiegelte Bekenntnis zum Herrn der gewaltsamste Tod zu sein, da sie nicht wissen, daß eine solche Todestüre den Anfang des wahrhaft seienden Lebens bildet. Und sie wollen auch weder an die Ehren denken, die nach dem Tode derer warten, die ein heiliges Leben geführt haben, noch an die Strafe derer, deren Wandel ungerecht und sittenlos war; ich meine nicht nur auf Grund unserer Schriften (fast alle Gebote weisen ja darauf hin), sie wollen vielmehr nicht einmal auf die Worte ihrer eigenen Landsleute hören.
2. Die Pythagoreerin Theano schreibt nämlich: "Es wäre ja wahrhaftig das Leben für die Schlechten ein Festschmaus, wenn sie Böses tun und dann sterben dürften - wenn nur die Seele nicht unsterblich wäre."1
3. Und Platon sagt im Phaidon: "Denn wenn der Tod die Beendigung von allem wäre, dann wäre er ein unerwartetes Glück",2 und die folgenden Worte.
1: Theano Fr. 5 Mullach FPG II p. 115.
2: Platon, Phaidon p. 107 C.