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Die NASA hat das Weltraumteleskop "Iris" auf den Weg geschickt, um zumindest ein paar Geheimnisse der Sonne zu enthüllen. Der 180 Kilogramm schwere Satellit startete am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit einer Trägerrakete von der Vandenberg-Basis in Kalifornien.
"Iris" soll nun zwei Jahre lang die bisher noch weitgehend unerforschte Atmosphäre der Sonne untersuchen. Rätselhaft ist zum Beispiel immer noch, warum in einigen Bereichen der Sonne Temperaturen von knapp 6000 Grad Celsius herrschen, in anderen von einer Million Grad. Die Forscher wollen auch wissen, wie die Korona, der Strahlenkranz um die Sonne, in den Sonnenwind übergeht.
Die gut zwei Meter lange "Iris" kann Objekte erkennen, die 240 Kilometer gross sind. Was erst einmal nach viel klingt, kann beim Sonnendurchmesser von fast 1,4 Millionen Kilometern nur als Detail bezeichnet werden.
"Iris" steht für Interface Region Imaging Spectrograph. Spektrographen sind im Grunde zwar auch Fernrohre, sie zerlegen das Licht aber in ihr Spektrum. Die Analyse des nach Wellenlängen separierten Lichts verspricht mehr Erkenntnisse über die Sonne.
"Iris" startete zwar von der Vandenberg-Basis, aber nicht wie üblich gleich mit einer Rakete. Stattdessen wurde die "Pegasus"-Rakete unter ein Flugzeug namens Orbital L-1011 "Stargazer" geschnallt, eine umgebaute "Tristar". In knapp 12'000 Metern Höhe wurde dann über dem Pazifik die Rakete abgeworfen und gezündet. Später trennte sich "Iris" von der "Pegasus"-Rakete.