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Wer Aktien kauft, investiert. Wer Gold kauft, erhält ein Produkt, das letztlich wenig produktiv ist: Auf dieser Grundeinsicht baute Warren Buffett letztes Jahr einen Anlegerbrief, in dem er vor einer Goldblase warnte.
Aus aktuellem Anlass haben wir diesen Brief nochmals zitiert (siehe unten respektive hier), und wir verglichen den Goldpreis seither mit dem Aktienkurs von ExxonMobil; denn Buffett hatte den Energiekonzern als Gegenbeispiel herangezogen.
Dieser Einjahres-Vergleich ist zweifellos willkürlich, und er weckte natürlich Widerspruch. Ein Leser sandte uns quasi den Gegen-Chart – den Vergleich von Goldpreis (blau) und ExxonMobil-Aktie (schwarz) seit Januar 2001. Langfristig statt kurzfristig.
Sein Kommentar: «Ich kann ja bekanntermassen jede Grafik so manipulieren, bis sie das aussagt, was ich beweisen möchte. Es geht doch nicht ums Entweder-Oder sondern ums Sowohl-Als-Auch, beide Anlagen haben möglicherweise ihre Berechtigung. Aber ob der Warren Buffet am Ende – sofern er es erlebt – wirklich lacht oder nicht, kann leider heute noch nicht beantwortet werden.»
Dem ist natürlich wenig hinzuzufügen: Die eine Anlageklasse kann dazu dienen, die andere abzusichern. Und die Frist bestimmt die Perpektive.
Allerdings: Warren Buffett wählte in seinem berühmtem Vergleich sogar einen noch längeren Zeitraum – ein Jahrhundert.