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Australien anerkennt als erstes Land das “nicht spezifizierte Geschlecht” (non-specified gender). Das ist ein Meilenstein in der Geschichte der Intersexualität (Zwitter). In aller Welt herrscht ein Geschlechtszuweisungszwang, der bewirkt, dass Menschen mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen nach der Geburt einem wilkürlich gewählten Geschlecht zu geteilt werden. Infolgedessen werden die Betroffenen in der Regel genitalverstümmelt, was faktisch häufig einer Kastration gleichkommt. Bei vielen der Betroffenen stellt sich früher oder später heraus, dass sie falsch eingeteilt wurden und die Genitalverstümmlung natürlich nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Diese medizinischen Menschenrechtsverletzungen sind zwar einerseits Folge des ärztlichen Machbarkeitswahns, anderseits und wohl vorallem eine Folge davon, dass Eltern zu einer Geschlechtsbestimmung gezwungen sind. In Australien wird das nun nicht mehr der Fall sein und Eltern haben die Möglichkeit, das Kind fürs Erste als “nicht spezifiziert” zu klassifizieren und ihm so die Möglichkeit zu geben, später selber zu entscheiden, ob es nun ein Männchen oder ein Weibchen ist. Es bleibt zu hoffen, dass nun andere Länder nachziehen und dieser Zuweisungszwang endlich endet und damit auch die Genitalverstümmelung der Vergangenheit angehört.