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Barbera
Barbera ist eine ertragreiche Sorte von hoher Qualität. Ihr Ursprung liegt vermutlich im Piemont und reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Typisch für einen gehaltvollen Barbera-Wein ist sein Pflaumenaroma und das präsente Säuregerüst.
Die Rebsorte Barbera – in Italien zu Hause
Der Ursprung der Barbera wird im Piemont vermutet, nachgewiesen wurde er bisher jedoch nicht. Es besteht keine genetische Verwandtschaft mit den Rebsorten Barbera Bianca und Barbera del Sannio. Zwei Synonyme sind hingegen Barbera di Piemonte und Barbera Nera.
Im Piemont hat sich die Rebsorte nach der Reblaus-Katastrophe zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchgesetzt und immer weiter ausgebreitet. Daraus resultierte irgendwann ein eher schlechter Ruf als Massenwein. Heute besinnt man sich – wie bei so vielen Sorten – wieder stärker auf Qualität und noch immer ist die Barbera im Piemont die am häufigsten angebaute Rebsorte. Auch in anderen Regionen wie der Lombardei und Emilia-Romagna wird sie angebaut. Weitere Anbauflächen gibt es in Slowenien, Griechenland und Israel sowie in Übersee, beispielsweise in Kalifornien und Argentinien.
Die Barbera: Eine robuste Rebsorte
Ihren Erfolg verdankt die Barbera sicherlich ihrer Robustheit. Insgesamt benötigt die Rebe wenig Pflege: Sie ist unempfindlich gegen Frühjahrsfrost, gilt insgesamt als winterhart und liebt heisse Sommer. Dank feiner Härchen an der Blattunterseite übersteht die Barbera auch eine längere Trockenheit, da die Haare die Verdunstung verringern. Sie gedeiht am besten auf Hügeln mit lockeren, durchlässigen Böden, auf denen es nicht zu einem Wasserstau kommt.
Rubinrot: Wein aus der Barbera
Die Barbera reift relativ spät, ist ertragreich und bringt eine kräftige Säure und wenig Gerbstoffe hervor. Je nach Terroir ergibt die Barbera entweder fruchtige, tanninarme Weine mit hohem Säuregehalt oder konzentrierte, kraftvolle Weine mit Würze. Die Weine der Barbera sind rubinrot und haben ein angenehmes Aroma nach Pflaumen und Kirschen.
Sortenrein wird die Barbera nahezu ausschliesslich im Piemont, in der Lombardei und in der Emilia-Romagna verarbeitet. Ansonsten ist sie häufig Verschnittpartner für andere Weine.