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Seidener Handel
Globale Netzwerke der Basler Seidenbandindustrie
Ein bislang wenig beachteter Aspekt der Basler Wirtschafts- und Stadtgeschichte
Erscheint in der Reihe Beiträge zur Basler Geschichte
Basel, die grösste und wohlhabendste Stadt der deutschsprachigen Schweiz im 19. Jahrhundert, verdankte ihren Reichtum vor allem dem weltweiten Export von Seidenbändern. Die Fabrikanten stützten sich dabei auf ein globales Handels- und Korrespondenznetz, das sie mit Informationen über Markt- und Preisentwicklungen, Modewandel und Konsumverhalten versorgte. Teil dieses Netzwerkes waren auch Handelshäuser und Kaufleute im Osmanischen Reich. Zahlreiche Briefe aus Istanbul, Izmir und Bursa erreichten ab den 1820er-Jahren die hiesigen Bandherren.
Ausgehend von dieser Korrespondenz ergeben sich spannende Einblicke in den osmanischen Seidenmarkt, der sich im 19. Jahrhundert zunehmend dem globalen Welthandel öffnete. Das Buch erzählt die Geschichte von Kaufleuten, Fabrikanten, Handelshäusern, Agenten und Bankiers und zeichnet den Wandel der städtischen Lebens- und Handelsräume im Zuge der Industrialisierung und Urbanisierung nach.
Über den Autor:
Yiğit Topkaya (* 1977) ist freiberuflicher Historiker. Von 2020 bis 2022 wirkte er im Projekt Stadt.Geschichte.Basel als Autor mit. Zuvor war er Gastwissenschaftler am Orient-Institut und an der Bosporus Universität in Istanbul.