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<h2>SubmittedText<h2><p>Das Ergebnis der Volksabstimmung vom 28. Februar 2016 markiert in verschiedener Hinsicht eine Zäsur. Unter anderem kam darin zum Ausdruck, dass für die Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Secondos, d. h. die bei uns aufgewachsenen oder schon hier geborenen Menschen ohne Schweizer Pass, zur Schweiz gehören.</p><p>Ich frage den Bundesrat:</p><p>1. Teilt er die Meinung, dass die in der Schweiz aufgewachsenen oder schon hier geborenen Secondas und Secondos zur Schweiz gehören und Teil der Schweizer Bevölkerung sind?</p><p>2. Ist er nicht auch der Ansicht, dass die Einbürgerung von Secondas und Secondos aktiv gefördert werden sollte?</p><p>3. Ist er bereit, die bevorstehende Inkraftsetzung des neuen Schweizer Bürgerrechts für eine Informationsoffensive zu nutzen, die sich namentlich auch an die betroffenen Jungen und ihre Eltern richtet? Ist er bereit, zu diesem Zweck in bestmöglichem Ausmass auch die Kantone und Gemeinden einzubeziehen, und dabei ein besonderes Augenmerk auf die vielen Bildungsinstitutionen der verschiedenen Ebenen zu richten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die einzelnen Fragen können wie folgt beantwortet werden:</p><p>1./2. Ausländische Personen, die in der Schweiz geboren und hier aufgewachsen sind, sind ein wichtiger Teil unserer Bevölkerung. Der Bundesrat hat ein generelles Interesse daran, dass sich alle hier lebenden Personen mit der Schweiz und ihren Institutionen verbunden fühlen, insbesondere auch die sogenannten Secondas und Secondos. Es ist dem Bundesrat deshalb ein Anliegen, dass junge Ausländerinnen und Ausländer als Mitbürger am gesellschaftlichen und politischen Leben der Schweiz teilnehmen und von der Möglichkeit, das Schweizer Bürgerrecht zu erwerben, Gebrauch machen. Zurzeit behandelt das Parlament die Vorlage zur parlamentarischen Initiative Marra 08.432, welche Erleichterungen bei der Einbürgerung für die dritte Ausländergeneration vorsieht. Der Bundesrat unterstützt dieses Anliegen.</p><p>3. Rund 80 000 Jugendliche bzw. junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahre besitzen eine Niederlassungsbewilligung. Damit erfüllen sie nach der für den 1. Januar 2018 vorgesehenen Inkraftsetzung des neuen Schweizer Bürgerrechts ein wichtiges Kriterium für eine Einbürgerung. Diese jungen Erwachsenen gilt es zu informieren, und es ist ihnen aufzuzeigen, wie sie am politischen Leben der Schweiz teilhaben können. Eine wichtige Rolle kommt dabei den Bildungsinstitutionen zu. Der Bundesrat begrüsst es, wenn die zuständigen Behörden der Gemeinden, der Kantone sowie des Bundes die ausländische Bevölkerung über die Möglichkeit zur Einbürgerung informieren. Einzelne Kantone haben bereits solche Kampagnen zugunsten jugendlicher Ausländerinnen und Ausländer durchgeführt. Der Bundesrat ist gerne bereit, eine entsprechende Sensibilisierung im Rahmen seiner regelmässigen Gespräche mit den Vertretern der zuständigen Kantons- und Gemeindegremien zu thematisieren.</p>  Antwort des Bundesrates.