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Ist dein Kiefer gespannt und du atmest kaum? Nun, ja, technisch gesehen hast du geatmet, aber dein Atem war flach und kurz. Dann ist es Zeit eine kurze Pause zu machen und vielleicht für eine Weile nach draußen zu gehen und etwas frische Luft zu schnappen.
Du wirst dich sofort besser, ruhiger und bereit fühlen, wieder an die Arbeit zu gehen.
Der Atem ist eines der mächtigsten Werkzeuge, welches uns für die Selbstregulierung, die Energiegewinnung und die allgemeine Gesundheit zur Verfügung stehen.
Auch wenn wir ständig ein- und ausatmen, kann die Kraft des Atems für viele von uns schwer fassbar sein. “Viele haben die Lungenkapazität so gründlich vermindert, dass nur noch der obere Teil der Lunge benutzt wird”, sagt Markus Köberle, Autor des Buches “Immunsystem stärken – Anti Aging”.
Zahlreiche Studien zeigen auf, welch wichtigen Einfluss das Atembewusstsein auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben kann.
Verschiedene Pranayama Praktiken erzielen unterschiedliche Ergebnisse
Pranayama Übungen können den Blutdruck senken und dazu beitragen, ein Gefühl von Leichtigkeit und Ruhe zu erzeugen, indem sie das parasympathische Nervensystem stärken.
Stress ist ein bedeutender Faktor für das Fortschreiten von Autoimmunkrankheiten, und da vielen Menschen die Mittel zur Selbstregulierung fehlen, leiden sie unter Schlaflosigkeit, Angstzuständen und Panikattacken.
Um die Wirkung der Atmung auf den Körper zu verstehen, ist es wichtig, die Wirkung auf das autonomen Nervensystems zu kennen, die typischerweise ausserhalb unseres Bewusstseins liegen.
Dieses System hat zwei Kontrollfunktionen, das sympathische und das parasympathische Nervensystem.
Das parasympathische Nervensystem ist unser “Ruhe- und Verdauungsmodus”, der uns hilft, die Herzfrequenz und den Blutdruck zu senken und einen Zustand der Ruhe einzuleiten.
Wenn wir den Atem geschickt einsetzen, können wir das Sympathikus- und Parasympathikus-System unterstützen und so gesunde physiologische Reaktionen sicherstellen.
Unterschiedliche Atemübungen können verschiedene Zustände erzeugen – entweder können sie die Energie erhöhen oder den Körper entspannen.
Mit Pranayama emotionale Zustände kontrollieren?
Wir können unsere emotionalen Zustände kontrollieren und das parasympathische oder das sympathische System aktivieren, je nachdem, was wir brauchen und wie wir uns fühlen.
Angst, schlechter Schlaf und Stress sind wichtige Faktoren bei chronischen Gesundheitszuständen, die alle durch eine disziplinierte Aufmerksamkeit gegenüber dem Atem verbessert werden könnten.
Mit dem gezielten Einsatz von Atemtechniken ist es möglich den gewünschten Nutzen zu erzielen.
Wenn man Stress abbauen, sich entspannen und mehr Ruhe erfahren möchte, dann wäre das Pranayama, das am ehesten dem gewünschten Ergebnis entspricht, langsamer, gleichmäßiger, weicher und beruhigender.
Wenn man sich wacher, wacher, energetisierter und stimulierter fühlen möchte, dann wäre das Pranayama, das am ehesten dem gewünschten Ergebnis entspricht, schnell, expansiv, kraftvoll und tief.
Hier sind zwei Tipps und Praktiken, welche dir helfen können, Selbstregulierung und Erdung zu fördern.
Atme tief ein. Wenn wir uns die Zeit nehmen, nicht nur so vollständig wie möglich einzuatmen, sondern wirklich loszulassen und in den Unterkörper zu atmen, spüren wir einen Unterschied.
Probiere es aus: Lege eine Hand auf den Unterbauch und atme langsam und tief durch den Mund ein. Dein Bauch dehnt sich beim Einatmen aus. Beim Ausatmen wieder durch den Mund ausatmen und fühle, wie sich dein Bauch zusammenzieht und dann loslässt. Wiederhole dies drei bis fünf Minuten lang, um deinen Körper zu revitalisieren. Du wirst einen Unterschied spüren.
Der Nervus Vagus reguliert eine Vielzahl von Körperfunktionen, darunter die Verdauung, die Herzfrequenz und die Atemmuskulatur.
Wenn das sympathische Nervensystem überlastet ist, brauchen wir den Parasympathikus, um die Dinge in Ordnung zu bringen.
Die tiefe Zwerchfellatmung kann den Nervus vagus stimulieren, wodurch die Herzfrequenz verlangsamt und die Angst verringert wird. Wenn man den Vagusnerv aktivieren will, muss man durch den Unterbauch atmen. Man muss den Ausatmen Zyklus länger als die Einatmung machen.
Mit dem Zählatmen entspannen?
Der Zählatem ist eine gute Möglichkeit, diese Entspannungsreaktion zu aktivieren. Beginne mit dem langsamen Einatmen und zähle bis zwei. Dann atme Sie langsam aus und zähle bis vier. Wenn sich dies etwas kurz anfühlt, kannst du es um zwei erhöhen: vier einatmen, sechs ausatmen.
Der Schlüssel zu einer guten Atmung ist das Bewusstsein. Bewusstes Atmen als aktive Praxis ist enorm vorteilhaft, und es kann uns helfen, festen Boden zu finden, Energie wiederherzustellen und gesunde Rituale zu schaffen, die uns in den kommenden Jahren nützlich sein werden.