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Babynahrung für Regenwald
Fertigmilch fürs Baby
Aus welchen Gründen auch immer Sie nicht stillen: Stehen Sie dazu und geniessen Sie die Zweisamkeit während des Fütterns. Die Ernährung der Babys während des ersten Lebensjahres wird in zwei Zeiträume unterteilt: erstens die Still- oder Trinkphase und zweitens die Abstill- und Übergangsphase, in der das Baby zu den Trinkmahlzeiten auch Nahrung in Form von Brei erhält. In den ersten Lebensmonaten vermag das Kind nur Flüssignahrung zu saugen und zu schlucken.
Der Magen-Darmtrakt ist noch nicht mit Abwehrmechanismen ausgerüstet und ist deshalb auf die Immunstoffe der Mut-termilch angewiesen. Die Nieren können grössere Eiweissmengen noch nicht verkraften. Nach ungefähr vier Monaten kann das Kind einen Löffel erkennen, Speisen kauen, geschmacklich differenzieren und auch schlucken. Es ist in der Lage, sein Nahrungsverlangen durch Öffnen des Mundes und Sättigung durch Verweigerung bekanntzugeben. In dieser Phase sind die Darm- und Nierenfunktionen besser ausgereift, so dass es dann auch zunehmend gehaltvollere Nahrung erhalten darf. Nach den neuen EU-Richtlinien, die auch in der Schweiz für Säuglingsernährung Anwendung finden, werden die Muttermilch-Ersatzpräparate unterteilt in Anfangsnahrungen für Säuglinge von null bis sechs Monaten und in Folgenahrungen nach dem Alter von vier Monaten.
Anfangsnahrungen
Sie sind die einzigen verarbeiteten Nahrungsmittel, die den Bedürfnissen von Säuglingen in den ersten vier bis sechs Monaten voll gerecht werden. Aufgrund der Eiweiss-Qualität werden Milchen auf der Basis von Kuhmilchproteinen und Sojaproteinen und neuerdings auch von hydrolysierten Eiweissen unterschieden. Anfangsmilchen sind punkto Eiweiss, Fett sowie dem Gehalt an Mineralien und Vitaminen der Muttermilch angepasst.
Folgenahrung
Folgenahrungen sind Teil einer Mischkost und sollen deshalb nicht als Muttermilchersatz in den ersten vier Monaten verwendet werden. Die Folgenahrung kann die Anfangsnahrung nach dem vierten Monat ersetzen, muss dies aber nicht. Auch Folgenahrungen dürfen kein Gluten (Klebereiweiss) enthalten, können jedoch mit Gemüse- und Fruchtzusätzen angereichert sein.
Andere Muttermilch-Ersatzpräparate
Sie werden als Sondernahrungen bezeichnet, die nur bei spezieller Indikation Anwendung finden. Dazu gehören die Präparate auf Sojabasis und die hypoantigenen Säuglingsmilchpräparate. Sojamilchen kommen vor allem bei gewissen Stoffwechselstörungen in Frage oder zur alternativen Ernährung bei strengem Vegetarismus. Hypoallergene oder hypoantigene Milchprodukte (HA-Milchen) werden nur zur Prävention allergischer Erkrankungen bei genetisch prädisponierten Kindern verwendet, die nicht oder nicht genügend gestillt werden können. Kinder mit hohem Allergierisiko sollten bei Nichtstillen die ersten sechs Monate ausschliesslich mit HA-Milchen ernährt werden.