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einige wichtige Informationen über das Einfeuern eines neuen Pizza- und Holzbackofens und auch sonst wichtige Informationen über holzbefeuerte Backöfen im allgemeinen und über Four Grand Mère Holzbacköfen im speziellen
Der Holzbackofen hat ganz automatisch eine pyrolytische Reinigung. Wissenschaftlich stimmt das zwar nicht.
(aus WIKIPEDIA)
Die Pyrolyse: (altgriechisch pyr [Feuer] und lysis [Auflösung]) bzw. die pyrolytische Zersetzung ist eine thermo-chemische Spaltung organischer Verbindungen, wobei durch hohe Temperaturen (200 - 900°C) ein Bindungsbruch innerhalb grosser Moleküle in kleinere erzwungen wird. Im Gegensatz zur Vergasung und zur Verbrennung geschieht dies ausschliesslich unter der einwirkung von hoher Temperatur und ohne zusätzlich zugeführten Sauerstoff (Verbrennungsluftverhältnis ist ℷ=0). Bei sauerstoffhaltigen Brennstoffen, beispielsweise bei Biobrennstoffen wie Holz, mit einem Sauerstoffanteil von etwa 44 Massen-Prozent, können jedoch trotzdem Oxidationsreaktionen an den Zersetzungsprozessen beteiligt sein.
Vergasung: da der Vergasungsprozess unter Sauerstoffmangel durchgeführt wird, herrschen in der Reduktionszone eines Vergasungsreaktors völlig andere Bedingungen als in einem Holzbackofen. Da unser Feuer im Ofen ohne zusätzlichen Sauerstoff natürlich nicht brennen kann, funktioniert die Vergasung selbstverständlich nicht.
Verbrennung: Bei der Verbrennung des Holzgases kann eine annähernd vollständige Verbrennung mit geringen Emissionen an unverbrannten Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid erziehlt werden, weil eine gute Vermischung der brennbaren Holzgase mit der Verbrennungsluft möglich ist und somit eine Verbrennung bei geringem Luftüberschuss und hoher Temperatur erziehlt werden kann.
Zur Praxis im Holzbackofen: nicht immer können wir beim Backen, Garen und Grillieren vermeiden, dass unser Holzbackofen im Feuerraum verschmutzt wird. Zum Beispiel: die Pizzaiolosauce läuft versehentlich von der Pizza auf den Feuerraumboden. Die Auflaufform für das Kartoffelgratin war leider ein bisschen zu klein. Oder beim Grillieren nicht zu vermeiden: das Fett vom feinen Fleischstück tropft auf den Feuerraumboden.
Alles halb so schlimm: alle diese Verunreinigungen sind ganz einfach zu reinigen (fast wie bei der pyrolytischen Verbrennung). Sofern noch genügend Glut im Ofen ist, einfach diese auf die verunreinigte Fläche ziehen, sobald keine Flammen mehr brennen, die Isoliertüre vorstellen und für ca. eine Stunde einwirken lassen. Wenn halt beim Grillieren, Backen oder Garen ohne Feuer, Verunreinigungen entstanden sind nochmals ein Feuer entfachen, den Ofen auf ca. 400°C aufheizen, die Flammen ausgehen lassen, die entstandene Glut auf dem Boden verteilen und die Isoliertüre vorstellen.
Nach dem Grillieren sollte diese Reinigung möglichst bald erfolgen (selbstverständlich aber erst nach dem Geniessen des feinen Grillgutes, ist ja klar). So hat das heruntergetropfte Fett keine Zeit in die Chamotteplatten des Feuerbodens einzudringen. Bei anderen Verunreinigungen kann das auch irgend ein anderes Mal erfolgen. Zum Beispiel während wir den Holzbackofen für ein weiteres Festessen vorbereiten (nach dem Aufheizen einfach für ca. eine Stunde einen schönen Glutteppich auf dem Feuerraumboden verteilen).