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Verhütung mit der Unterbindung der Samenleiter
Vasektomie: Unterbindung bzw. Sterilisation beim Mann
Die Sterilisation des Mannes wird in der Medizin als Vasektomie oder Vasoresektion bezeichnet. Um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen, stellt die Vasektomie eine der derzeit sichersten Methoden zur Empfängnisverhütung dar. Im Vergleich mit Verhütungsmethoden, die die Frau betreffen (Pille, Spirale, Sterilisation etc.), ist die Sterilisation des Mannes eine dauerhafte, kostengünstige sowie eine sichere und komplikationsarme Variante. Bei diesem kurzen, chirurgischen Eingriff am Hodensack des Mannes, werden die Samenleiter (Ductus deferens) durchtrennt. Die so entstandene Unfruchtbarkeit des Mannes führt zur Unterbindung der Empfängnis, da sich bei einer Ejakulation (Samenerguss) keine Samenzellen mehr im Ejakulat befinden. Es gibt den sogenannten Pearl Index, der als ein Maß feststellt, wie sicher bestimmte Verhütungsmethoden sind. Hierbei wird betrachtet wie viele von insgesamt 100 Frauen, die in dieser Zeit mit einer bestimmten Methode verhütet haben, pro Jahr unbeabsichtigt schwanger werden. Der Pearl Index nach dem Eingriff einer Vasektomie liegt bei etwa 0,1. Zum besseren Verständnis kann man sagen, dass eine von eintausend Frauen durch Sex mit einem vasektomierten Mann schwanger wird. Vergleichsweise liegt der Pearl-Index der Pille bei 0,1 bis 0,9 und der Index einer Hormonspirale bei 0,16.
Die Ängste vieler Männer, dass ihre Potenz, die Erektionsfähigkeit oder auch die Lust auf Sex verloren geht oder sich verändert, sind unbegründet. Die Testosteronproduktion, sprich die Hormonproduktion in den Hoden, wie auch die eben erwähnten Punkte werden in keinerlei Hinsicht beeinflusst. Alleiniger Unterschied ist, dass keine Spermien mehr in der Samenflüssigkeit zu finden sind.
Der Eingriff einer Vasektomie wird üblicherweise unter lokaler Anästhesie durchgeführt. Wunschgemäß besteht auch die Möglichkeit einer Vollnarkose bzw. eines Dämmerungsschlafes. Da es sich bei der Sterilisation des Mannes zwar um eine verhältnismäßig kleine aber dennoch nicht völlig risikofreie Operation handelt, wird empfohlen sich von einem bereits erfahrenen Urologen behandeln zu lassen. So haben Sie Gewissheit, dass Sie sich in die Hände eines Urologen begeben, der die Vasektomie routiniert und professionell durchführt.
Die Vasektomie zählt zu einer Methode der dauerhaften Verhütung und sollte von Männern, bzw. Paaren nur angestrebt werden, wenn sie endgültig mit der Familienplanung abgeschlossen haben.
Vasektomie – Ziel des Eingriffes
Mit der Vasektomie, der Sterilisation des Mannes, wird das Ziel verfolgt den Mann unfruchtbar zu machen. Hierbei werden während eines kleinen Eingriffes am Hoden des Mannes die Samenleiter beidseitig durchtrennt, so dass der natürliche Transportweg der Spermien unterbrochen wird. Eine ungewollte Schwangerschaft kann damit verhindert werden, da es während des Geschlechtsverkehrs nicht mehr zu einer Befruchtung der Eizelle kommen kann.
Bei dem Mann bleibt hinsichtlich der Sexualität nach der Durchtrennung der Samenleiter alles weitgehend unverändert. Erektionsfähigkeit wie auch der Orgasmus mit Samenerguss bleiben von der Vasektomie unberührt bzw. unbeeinflusst. Ebenso verhält es sich mit der Lust auf Geschlechtsverkehr, dem Lustempfinden beim Sex und auch dem Wahrnehmen des Orgasmus.
Das Ejakulat enthält nun keine Samenzellen (Spermien) mehr, da diese nicht mehr durch die Samenleiter befördert werden können und daher im Nebenhoden resorbiert werden. Es kommt lediglich zu einer geringfügigen Veränderung der Menge der Samenflüssigkeit. Der Hauptteil der Flüssigkeit wird in der Vorsteherdrüse der Prostata gebildet. Die Funktion der Hoden mit der Hormonproduktion und des Testosterons (männliches Sexualhormon) sind gleichbleibend.