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Das Wichtigste in Kürze
- In Brasilien werden rekordverdächtig tiefe Temperaturen verzeichnet.
- In São Paulo ist ein Obdachloser wegen der Kälte gestorben.
- Auch die Ernte könnte wegen der Kältewelle gefährdet sein.
Brasilien wird von einer rekordverdächtigen Kältewelle heimgesucht, die für Obdachlose sowie für die Ernte zur Gefahr wird. Mit 1,4 Grad verzeichnete die Hauptstadt Brasília am Donnerstag die niedrigste Temperatur in ihrer Geschichte. In São Paulo starb bereits am Vortag ein 66-jähriger Obdachloser.
São Paulo kündigte an, 2000 zusätzliche Notunterkünfte einzurichten, womit sich die Gesamtkapazität auf etwa 17'000 erhöht. Dennoch gibt es in der Wirtschaftsmetropole Brasiliens fast 32'000 Obdachlose – fast ein Drittel mehr als vor der Corona-Pandemie vor drei Jahren.
Auf der Website des Wetterdienstes Inmet ist die gesamte südliche Hälfte der Landkarte Brasiliens orange eingefärbt und mit der Überschrift versehen: «Kältewelle (Gefahr)». Inmet warnte vor «möglichen Folgen» des Kälteeinbruchs und des Frosts für die Landwirtschaft in dem südamerikanischen Land. Brasilien zählt zu den grössten Nahrungsmittelproduzenten der Welt.
Die Temperaturen sind äusserst ungewöhnlich für die Jahreszeit. Bis zum offiziellen Wintereinbruch ist es noch einen Monat hin. Laut Estael Sias von der Wetterbehörde Metsul ist die «atypische Kältewelle» auf den Zyklon Yakecan zurückzuführen, der den Süden Brasiliens und Uruguays heimsuchte. «Dieser Zyklon ist eine Anomalie, die sicherlich zu den extremen Ereignissen im Zusammenhang mit dem Klimawandel passt», sagte sie.