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Klinische Forschung zeigt, dass die biometrischen Fingerabdrücke von Säuglingen sich der Wirksamkeit in der Praxis nähern
Die Bestätigung der Identität von Neugeborenen in der Gesundheitsfürsorge mittels biometrischer Verfahren könnte mit der derzeitigen Technologie in Reichweite sein, so eine neue wissenschaftliche Forschungsarbeit, die von der U.S. National Library of Medicine veröffentlicht wurde.
Biometrische Erkennung von Neugeborenen und Kleinkindern für Impfungen und Gesundheitsfürsorge: eine nicht-randomisierte prospektive klinische Studie“ wurde von Forschern der University of California San Diego, der Universidad Autonóma de Baja California in Tijuana und des Hospital Central Tijuana verfasst. Sie beschreibt ein biometrisches Fingerabdrucksystem für die „Längsschnitt“-Erkennung zur Unterstützung von Impfungen und klinischen Nachuntersuchungen.
Die Forscher nahmen knapp 500 Kinder auf und verfolgten sie bis zu zwei Jahre lang. Von jedem Kind wurden zehn Finger fotografiert, wobei die Fehlerquote bei zwei Fingern unter 1 % und bei vier Fingern unter 2 % lag. Die Tests wurden zwischen 2017 und 2019 in Baja, Mexiko, durchgeführt.
Im Vergleich zwischen 15 und 30 Tagen später mit einer Falschakzeptanzrate von 0,1 Prozent lag die wahre Akzeptanzrate (TAR) für biometrische Überprüfungen bei 77 Prozent für Neugeborene, die innerhalb der ersten drei Lebenstage erfasst wurden, aber bei 96 Prozent für diejenigen, die nach vier Tagen oder später erfasst wurden.
Die Identifizierungsgenauigkeit war höher, wenn man den höchsten Übereinstimmungswert verwendet, nämlich 86 Prozent bei den in den ersten drei Tagen erfassten Personen und 97 Prozent bei den später erfassten Personen.
Das verwendete Gerät wurde von den Forschern der UC San Diego selbst entwickelt und mit Biometric Update ausführlich besprochen. Das Team versucht nun, das Gerät in Zusammenarbeit mit NEC zu vermarkten.
Das plattenlose, berührungslose Design verringert einige Probleme, mit denen andere Techniken zur Erfassung von Fingerabdrücken bei Säuglingen konfrontiert sind, erhöht aber auch die Komplexität des Prozesses, heißt es in dem Papier.
Die Forscher stellen fest, dass „das Erfassungsprotokoll und die Häufigkeit der Aktualisierung bei Säuglingen im Vergleich zu Erwachsenen zunehmen werden. Diese Daten deuten jedoch darauf hin, dass eine hochauflösende Freiraum-Bildgebungstechnik die letzte Lücke für eine universelle Biometrie in allen Bevölkerungsgruppen schließen kann, wie sie im Ziel 16.9 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung gefordert wird“.