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Nachkontrollen bei Brustkrebs
In 2007 bin ich mit 36 Jahren an Brustkrebs erkrankt und wurde mit Tumorektomie, Chemotherapie sowie Bestrahlung behandelt. Seither nehme ich Tamoxifen.
Ich sehe meinen Onkologen einmal pro Jahr, er macht eine Blutentnahme und veranlasst eine Mammographie. Sind diese Kontrollen genügend?
Wie kann er feststellen ob ich eine Metastase habe, wenn er keine anderen Kontrollen macht? Was für Symptome habe ich wenn ich Metastasen habe? Was halten Sie von der Bestimmung der Tumormarkern?
Besten Dank für Ihre Antwort
Selina
In der Nachsorge vom Brustkrebs ist es sehr wichtig die Rückfälle in der Brust und in der Achselhöhle so schnell wie möglich zu entdecken, bevor es zu Fernmetastasen in den anderen Organen kommt (vor allem Leber, Lunge und Knochen).
Ich sehe meine Patientinnen zwei Mal pro Jahr während den ersten 5 Jahre und dann einmal pro Jahr. Bei dieser Untersuchung werden die Brüste und die Achselhöhlen abgetastet. Es folgt eine Sonographie der Brüste und der Achselhöhlen. Einmal pro Jahr hat die Patientin zusätzlich eine Mammographie. Patientinnen welche eine Chemotherapie hatten sehen zusätzlich noch den Onkologen.
Um festzustellen ob eine Patientin Metastasen hat, wird zuerst die Patientin gefragt, ob sie Beschwerden hat: gibt es Schmerzen in den Knochen, Atemprobleme, Kopfschmerzen, einen schlechten Allgemeinzustand? Dann werden die Organe untersucht. Bei Verdacht werden weitere Untersuchungen veranlasst: Sonographie für die Leber, Röntgen für die Lungen, Szintigraphie für die Knochen oder PET-CT. Die Blutentnahme erlaubt Fernmetastasen erst spät zu diagnostizieren und deswegen ist sie für diesen Zweck nicht von grosser Hilfe. Die Blutanalyse zeigt aber den möglichen Einfluss von den Medikamenten (wie Tamoxifen oder Aromatasehemmern) auf den Körper: erhöhte Leberwerte, hohes Cholesterol, usw.
Einige Ärzte bestimmen den Tumormarker CA 15-3, um Knochenmetastasen zu diagnostizieren. Da die Fehlerquote bei dieser Untersuchung gross ist, brauche ich diesen Marker nur bei Patientinnen welche schon Knochenmetastasen haben, um den Erfolg der Therapie zu kontrollieren.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. Gilles Berclaz
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