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Am 8. November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Es folgt eine Liste der wichtigsten Termine im Wettrennen um die Nachfolge von Barack Obama:
1. Februar - Urwahl in Iowa. Traditioneller Auftakt der Vorwahl-Phase, bei der die Bewerber Delegiertenstimmen ihrer Partei sammeln. Davon gibt es zwar in dem landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat mit etwa drei Millionen Einwohnern und einem umstrittenen, stark basisdemokratischen Abstimmungsverfahren nur wenige. Hier können jedoch erste Trends erkennbar werden.
9. Februar - Vorwahl in New Hampshire. Wie in Iowa ist die Zahl der Delegierten hier an sich zwar klein, aber der Bundesstaat hat wegen der massiven Medienpräsenz für die Kandidaten die Bedeutung eines Sprungbretts.
1. März - "Super Tuesday" mit Vorwahlen in mehr als zehn Bundesstaaten. Wegen der grossen Zahl der Delegierten könnte hier eine Vorentscheidung fallen.
15. März - Zwar wird an diesem Tag nur in fünf Staaten gewählt, darunter sind allerdings Florida, Illinois und Ohio, die viele Delegierte stellen. In den US-Medien wird daher auch vom "Super Tuesday, Part 2" gesprochen.
18. bis 21. Juli - Parteitag der Republikaner in Cleveland, Ohio.
25. bis 28. Juli - Parteitag der Demokraten in Philadelphia, Pennsylvania. Meist steht der Kandidat vor den jeweiligen Treffen schon fest, weswegen diese Parteitage den Ruf haben, nur noch reine Show-Veranstaltungen zu sein. Sollte sich allerdings kein Bewerber eine Mehrheit gesichert haben, würden die Delegierten hier den Kandidaten bestimmen.
26. September - Erste Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in Dayton, Ohio.
4. Oktober - Fernsehdebatte der Kandidaten für das Amt des Vize-Präsidenten in Farmville, Virginia.
9. Oktober - Zweite Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in St. Louis, Missouri.
19. Oktober - Dritte Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in Las Vegas, Nevada.
8. November - Wahltag. Landesweite Abstimmung über den Präsidenten, das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats; dazu Landeswahlen und Volksabstimmungen in zahlreichen Bundesstaaten und Kommunen.
20. Januar 2017 - Vereidigung des neuen US-Präsidenten.
Bei den Republikanern gibt es derzeit elf Bewerber, bei den Demokraten sind es drei. Es folgt eine Zusammenstellung:
Republikaner
Jeb Bush (62), Ex-Gouverneur von Florida, will nach seinem Vater George Bush und seinem Bruder George W. Bush der dritte Präsident aus seiner Familie werden. Gilt bei Themen wie Einwanderung und Bildung als moderat, was ihm konservative Republikaner übelnehmen könnten.
Ben Carson (64), ehemaliger Neurochirurg. Wirbt mit seinem Status als Quereinsteiger und politischer Neuling. Einziger schwarzer Kandidat bei beiden Parteien.
Chris Christie (53), Gouverneur von New Jersey. Gilt als bürgernaher Bewerber, der die Dinge beim Namen nennt.
Ted Cruz (45), Senator aus Texas. Der Harvard-Absolvent ist ein Liebling der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung und wendet sich ausdrücklich an christliche Wähler. Er kam als Sohn eines kubanischen Einwanderers und einer US-Bürgerin in Kanada zur Welt.
Carly Fiorina (61), ehemalige Chefin von Hewlett-Packard. Wirbt mit ihrer Wirtschaftserfahrung, scheiterte im Rennen um einen Sitz im Senat.
Mike Huckabee (60), ehemaliger Gouverneur von Arkansas. Scheiterte 2008 mit einer Bewerbung, trat 2012 nicht an. Beliebt bei tiefgläubigen Wählern, Fokus auf Arbeiterschicht.
John Kasich (63), ehemaliger Investmentbanker bei Lehman Brothers und Gouverneur von Ohio. Verfügt über langjährige Erfahrung in der Politik und wird wie Bush als Kandidat der politischen Elite gehandelt.
Rand Paul (53), ehemaliger Augenarzt und Senator aus Kentucky. Kritisiert Republikaner wie Demokraten für ihre Haltung bei Bürgerrechten und der Staatsverschuldung.
Marco Rubio (44), Senator aus Florida. Wurde mit dem Aufkommen der Tea-Party-Bewegung gewählt, machte sich aber mit seiner Unterstützung einer gescheiterten Einwanderungsreform bei den Konservativen unbeliebt.
Rick Santorum (57), ehemaliger Senator aus Philadelphia. Scheiterte 2012 mit seiner Bewerbung. Der gläubige Katholik hat starken Rückhalt bei rechtsgerichteten Christen, betont im Wahlkampf Wirtschaftsfragen.
Donald Trump (69), milliardenschwerer Immobilien-Magnat. Durch seine TV-Auftritte landesweit bekannt und durch sein Vermögen von Spenden unabhängig.
Demokraten
Hillary Clinton (68), ehemalige Aussenministerin und Senatorin aus New York. Vertraut mit dem Weissen Haus aus ihrer Zeit als First Lady neben Präsident Bill Clinton.
Martin O'Malley (53), ehemaliger Gouverneur von Maryland. Machte sich zuvor als Bürgermeister von Baltimore einen Namen.
Bernie Sanders (74), parteiloser Senator aus Vermont, der sich selbst als demokratischer Sozialist beschreibt. Kämpft gegen die ungleiche Verteilung von Reichtum.
(Reuters)