Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/185916

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit dem Jahr 2014 ist die Schweizer Film- und Game-Szene vom europäischen Media-Filmförderprogramm ausgeschlossen. Im Mai 2014 teilte das Departement des Innern in einem Brief von Bundesrat Berset an die Branche mit: "Das Ziel bleibt weiterhin der rasche Wiedereinstieg des Bundes in das Media-Programm ab 2015, welches grundsätzlich auch eine Aufnahme dieser neuen Förderschiene ermöglichen würde."</p><p>Kann der Bundesrat uns orientieren, wo er mit diesen Verhandlungen steht?</p><p>Das BAK hat dann ab dem 1. Juli 2016 Media-Ersatzmassnahmen gesprochen (<a href="https://www.bak.admin.ch/bak/de/home/kulturschaffen/film1/internationale-zusammenarbeit/media-ersatz-massnahmen.html">https://www.bak.admin.ch/bak/de/home/kulturschaffen/film1/internationale-zusammenarbeit/media-ersatz-massnahmen.html</a>).</p><p>Games und interaktive Werke sind jedoch von diesen Massnahmen ausgeschlossen. Dies hat zur Folge, dass eine wichtige Branche und damit ein Kulturzentrum de facto abwandern muss, wenn es auf Förderinstrumente angewiesen ist. Dies ist insbesondere schade, da diese Branche auf dem Weg ist, internationale Beachtung zu finden.</p><p>Kann der Bundesrat sagen, ab wann die Schweizer Ersatzmassnahmen auch für Games und interaktive Werke gelten sollen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bund ist an einer Assoziierung an das Rahmenprogramm "Creative Europe", das Media und ein Kulturförderungsprogramm umfasst, interessiert. Die aktuelle Programmperiode läuft Ende 2020 aus. Die Verhandlungen über eine Teilnahme am laufenden Programm konnten bis jetzt nicht abgeschlossen werden. Nach wie vor gibt es offene Punkte, die noch zu regeln sind. Unter anderem macht die EU die Teilnahme vom Abschluss eines institutionellen Rahmenabkommens abhängig. Eine Teilnahme am aktuellen Programm scheint nicht mehr realistisch. Der Bundesrat wird eine Teilnahme für die nächste Programmperiode 2021-2027 prüfen.</p><p>2. Pro Helvetia fördert Games und interaktive Medien im Rahmen ihres Förderschwerpunkts "Kultur und Wirtschaft". Die Media-Ersatzmassnahmen wurden unmittelbar nach der vorläufigen Sistierung der Gespräche zwischen der Schweiz und der EU im Anschluss an die Volksabstimmung zur Masseneinwanderungs-Initiative vom 9. Februar 2014 vorläufig eingeführt und im Sommer 2016 in eine unbefristete Verordnung des EDI überführt (SR 443.122). Die Ersatzmassnahmen sind durchgehend auf die Kompensation des ausgelaufenen Media-Programms 2007-2013 beschränkt. Verschiedene neue Fördermassnahmen, die im Media-Programm 2014-2020 erstmals enthalten sind - wie die Förderung von Games und Medien -, werden durch die Ersatzmassnahmen nicht kompensiert. Es ist derzeit nicht vorgesehen, die Media-Ersatzmassnahmen inhaltlich auszubauen. Sollte die Schweiz am Media-Programm 2021-2027 teilnehmen, hätten Kulturschaffende aus der Schweiz Zugang zu sämtlichen darin vorgesehenen Fördermassnahmen.</p>  Antwort des Bundesrates.