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Tattoos sind doof. Nicht nur, weil längst jeder Depp eines hat. Auch weil sie eigentlich nur Nachteile auf dem Paarungsmarkt bringen. Da gibt es zum Beispiel diese Studie, die zeigt, dass Männer Frauen ohne Tattoos als attraktiver und intelligenter betrachten als solche mit permanenter Körperbemalung. Frauen hingegen nehmen an, dass Männer mit Tinte unter der Haut unzuverlässige Partner und schlechte Väter sind.
Darum war ich schon etwas schockiert, als mein Liebster kürzlich meinte, jetzt gäbe es endlich Tinte, die auch für ihn infrage käme. Und zwar solche, die aus Fidels Haaren hergestellt ist.
Natürlich weiss ich, dass mein Freund der Beste ist. Und es kann mir eigentlich nur recht sein, wenn andere Frauen davon nichts mitkriegen.
Aber ein Tattoo? Bitte nicht! Ich konnte ihm die Idee erst wieder ausreden, nachdem ich mich vom Chemiker meines Vertrauens hatte beraten lassen.
Der schaute sich die Website des Tintenherstellers genau an und meinte, dass das dort beschriebene Verfahren theoretisch durchaus möglich wäre. Ob die gelieferte Tinte tatsächlich aus den Haaren des eigenen Haustiers bestehe, lasse sich aber nur überprüfen, wenn man diesem über längere Zeit mit C13 oder C14 angereichertes Futter zu fressen gebe. Halte der Hersteller, was er versprochen habe, müssten anschliessend Spuren davon in der Tinte nachweisbar sein.
Die Erklärung, dass es sich bei C13 und C14 um Isotope von Kohlenstoff handelt und dass diese radioaktiv sind, setzte der Diskussion zum Glück ein Ende. Sich selbst würde mein Liebster vielleicht schon vergiften, aber doch sicher nicht sein Kätzchen.