Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03556.jsonl.gz/1622

Eine seltene, exklusive Delikatesse
Reis
Die Domaine Saint Gabriel liegt im ehemaligen Etang (grossflächiger Teich mit wenig Tiefe) von Marseillette. Obwohl es sich ursprünglich um ein Weinanbaugebiet handelte, ermöglichten die Eigenschaften des Landes auch die Kultur von Reis. 70 Hektaren sind in verschiedene Parzellen unterteilt, auf denen diverse Sorten Reis gesät werden, wie zum Beispiel Rundkornreis, Langkornreis und roter Reis. Die Anlage eines Reisfeldes erfordert umfangreiche Bewässerungs- und Gestaltungsarbeiten. Die bewirtschafteten Flächen müssen so eben wie möglich sein, sie werden nach dem Winter nivelliert. Der Reis wird vier oder fünf Tage bevor das Feld unter Wasser gesetzt wird, ausgesät. Das Reisfeld wird ab Mai geflutet und das Wasserniveau der Reisfelder muss kontrolliert werden. Der Wasserstand sollte zwischen 5 und maximal 10 cm sein. Der Reis wurzelt gerne im Wasser, weiss aber auch die Wärme zu schätzen. Die Wasserflächen müssen von der Sonne erwärmt werden. Reis keimt nicht unter 10 bis 15 Grad, sonst verfault die Saat auf dem Feld, und es muss wieder von vorne begonnen werden. Reis verträgt grosse Hitze. Anfangs Oktober wird geerntet, der Reis benötigt im Languedoc 5 Monate, um zu reifen. Der Rundkornreis ist bereits Ende September ausgereift, das Feld ist dann fast trocken. Der gereifte Reis hat noch einen Wassergehalt von 27 Prozent und muss in Spezialöfen getrocknet werden, um das Faulen der Reiskörner zu verhindern. Wenn er von seiner ungeniessbaren Aussenhaut, dem Spelz befreit ist, erhält man den bräunlichen vitaminreichen Vollkornreis. Oft wird er danach geschält und damit geweisst.