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Hochmoore sind sehr sensible Lebensräume und stehen unter besonderem Schutz. Sie bieten Lebensraum für seltene und faszinierende Pflanzen- und Tierarten. Im Mittelland des Kantons Zürich gibt es noch 30 Hochmoore. Das drittgrösste Hochmoor (Chrutzele) im Kanton Zürich befindet sich in Rifferswill. Seit 2010 führt das Naturnetz das ganze Jahr über Pflegeeinsätze im Moor durch.
Hochmoore sind vor 10'000 Jahren nach dem Ende der letzten Eiszeit entstanden. Die Bausteine der Moore sind die Torfmoose (Sphagnum). Die Torfmoose wachsen im oberen Bereich kontinuierlich und sterben im unteren Bereich kontinuierlich ab. Dadurch wird der Torf gebildet. Dies ist eine sehr langsame Entwicklung. Für einen Meter Torf braucht es 1'000 Jahre.
In der Schweiz wurde während zwei Jahrhunderten Torf abgebaut. Die Moore wurden entwässert und der abgebaute, trockene Torf wurde für Brenn- und Bauzwecke verwendet. Ein Relikt aus dieser Zeit sind die Torfstiche. Die Stiche füllten sich mit Wasser und es bildeten sich kleine Tümpel im Moor.
Diese Moorgewässer bieten einen Lebensraum für die grosse Moorjungfer (Leucorrhinia pectorali). Die Art ist in der Schweiz stark bedroht und hat eine hohe nationale Priorität. Um diese Art zu fördern, legten der Verein Naturnetz und die Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich ein Torfstich frei.
Zunächst wurde die Vegetation an der Nordseite des Torfstichs mit einem Freischneider und einer Motorsäge entfernt, damit der Bagger dort stehen konnte. Anschliessend unterstützten Zivildienstleistende den Bagger bei der Arbeit. Die schwimmenden Vegetationsinseln wurden mit Heuschroter abgestochen und dann mit Muskel- und Baggerkraft über den Teich gezogen. In die Vegetationsinsel steckten wir zwei Heugabeln, welche an einem Seil befestigt waren. Der Bagger zog an dem Seil und wir zogen in entgegen gesetzter Richtung, damit die Heugabel in der Insel steckenblieb.
Das ausgehobene Material wurde dann mit einem Raupenkipper abtransportiert. Der Aushub enthielt eine Menge illegal abgelagerter Abfälle, die sich dort seit Jahrzehnten befanden.
Während der Arbeit mussten wir im und auf dem Wasser stehen. Damit wir nicht die ganze Zeit im Wasser stehen mussten, bauten wir eine Plattform mit Schutzmatten auf dem Wasser. Die schwimmende Vegetation bildete eine Insel und die Schutzmatten verteilten unser Gewicht.
Ein grosser Teil des Torfteichs wurde wieder ausgegraben und freigelegt. Vor 10 Jahren hat das Naturnetz bereits die Vegetation in diesem Teich entfernt. Damals allerdings nur per Hand und Habegger. In 10 Jahren werden wir sehen, ob wir dieses Mal effektiver waren oder ob beim nächsten Mal wieder von Hand freigelegt werden soll.
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