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Die Eröffnung des Palace Hôtel in Caux im Juli 1902 stellte alles in den Schatten, was der schweizerische Hotelbau bisher kannte. Im Februar 1899 hatte Ami Chessex, der Hotelkönig von Territet, die «Société immobilière de Caux» gegründet mit dem Ziel, das bestehende Grand Hôtel auf der Aussichtsterrasse oberhalb von Montreux aufzukaufen und ein neues, noch grösseres und komfortableres Hotel zu bauen. Nach den Plänen des «Stararchitekten» im Hotelbau, Eugène Jost aus Lausanne, entstand zwischen 1899 und 1902 einer der grössten und luxuriösesten in der Schweiz je realisierten Hotelpaläste in schönster Aussichtslage mit über 100 Bädern für die über 300 Zimmer.
Mehrere Personen- und Gepäckaufzüge, elektrisches Licht und Zentralheizung gehörten ebenso zu den Selbstverständlichkeiten dieser Hotelanlage, wie die zahlreichen Fest- und Privatsäle (u.a. ein «grand salon Louis XVI»), eine 800 Meter lange künstlich hergestellte Promenierterrasse sowie alle nur erdenklichen Möglichkeiten für die sportliche Betätigung. Besonders die Wintersaison wurde in Caux propagiert: Man stellte drei Eisbahnen, eine Schlittel- und eine eigene Bobsleighpiste zur Verfügung. Caux war nach 1902 eine kleine Welt für sich, die alles zur Erholung und für die sportliche Betätigung anbieten konnte, was man sich nur wünschen konnte. 1904 stellten die Hoteliers von Caux ihren Gästen einen eigenen Dolmetscher zur Verfügung. 1905 wurde dort eine anglikanische Kapelle erbaut, zwei Jahre darauf eine katholische Kapelle.
Wettbewerb: 9 von 14 Einsendern haben die Lösung gefunden. Die Gewinnerin des Wettbewerbs, Marjorie Claivaz aus Martigny, erhält ein Pasta-Set von der Firma Neuenschwander in AG in Grafenried. Wir gratulieren!
Weitere Literatur zu den Hotels am Genfersee:
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Le développement de la construction hôtelière sur l’arc lémanique. In: Revue historique du Mandement de Bex, No XXXIII/2000. Bex 2000, p. 3-14.
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 88-109.