Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03192.jsonl.gz/978

Der dem Neuen Bauen verpflichtete Architekt Rudolf Preiswerk (1896–1968) errichtete in den 1930er-Jahren für sich selbst am Sandreuterweg 50 ein flach gedecktes Haus, das er in der länglichen Parzelle querstellte und durch einen rechtwinklig angebrachten Ateliertrakt mit der Strasse verband.
Das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron baute das vorhandene Gebäude 1994/95 für Johann und Dr. Claudine Landolt-Ritter um, wobei es den T-förmigen Grundriss zu einem Fünfeck erweiterte. Den schmalen Längstrakt Preiswerks, den es mit ihrem neuen Bau umschloss, gestaltete es im Erdgeschoss zum Empfangsbereich und im Obergeschoss zur Empore um. Geschlossenheit wird durch die Fassade erreicht, die im neuen Bereich von fassadenbündigen Fenstern unterteilt wird und wie das etwa zeitgleich entstandene Haus Koechlin in Stucco-Lustro-Putz ausgeführt ist. Die Gartengestaltung erfolgte durch Kienast Vogt Partner in Zürich.
Autorin / Autor: Felix Steininger | Zuletzt aktualisiert am 6.1.2023
Mack, Gerhard: Herzog & de Meuron. Das Gesamtwerk 1992–1996. Bd. 3. 2, überarbeitete und erweiterte Aufl. Basel 2005. S. 86f.