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Vittorio Emanuele di Savoia, Sohn von Umberto II., dem letzten König von Italien, ist gestorben. Er wäre am 12. Februar 87 Jahre alt geworden.
Vittorio Emanuele starb in Genf im Kreise seiner Familie, wie das «Königshaus von Savoyen» mitteilte. Ort und Datum der Beerdigung sollen demnächst bekannt gegeben werden.
Die männlichen Nachkommen der Königsfamilie wurden nach dem Ende der Monarchie in Italien 1946 ins Exil verbannt. Das italienische Parlament hob das Einreiseverbot erst 2002 auf. König Umbertos Sohn Vittorio Emanuele und dessen Sohn Emanuele Filiberto, die die meiste Zeit ihres Exils in der Schweiz verbrachten, verzichteten auf den Thronanspruch.
Das Haus Savoyen herrschte im Hochmittelalter über Savoyen, das sich in Teilen des heutigen Italiens, Frankreichs und der heutigen Schweiz befindet, und das Piemont in Norditalien. Das Haus stellte zwischen 1861 und 1946 die Könige Italiens.
Vittorio Emanueles Vater Umberto II. wurde am 10. Mai 1946 König Italiens. Rund einen Monat später wurde die Monarchie in einer Volksabstimmung abgeschafft. König Umberto II. und seine Familie mussten das Land verlassen und zogen in die Schweiz - daher auch die Bezeichnung «Mai-König». Offiziell war der nun gestorbene Vittorio Emanuele daher lediglich für einen Monat Kronprinz. Den Grossteil seines Lebens verbrachte er ausserhalb Italiens.
In der Vergangenheit hatte Vittorio Emanuele mehrfach mit Skandalen für Aufsehen gesorgt. 1978 kam es im Jachthafen einer Insel vor Korsika zu einem Streit. Es sollen sich Schüsse aus Vittorio Emanueles Gewehr gelöst haben. Ein deutscher Tourist wurde getroffen und starb später. Ein anderes Mal wurde gegen den verhinderten Kronprinzen wegen Ausbeutung von Prostituierten und Korruption ermittelt. Zuletzt verklagte er den italienischen Staat, um die Rückgabe der Juwelen des Hauses zu erwirken. (sda/apa)
In Kenia sind in den vergangenen Tagen nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Wie die UN-Nothilfeorganisation OCHA am Freitag berichtete, mussten mehr als 40 000 Menschen aus ihren Dörfern und Siedlungen fliehen.