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Junge Königinnen begeben sich nach Erreichen der Geschlechtsreife (sechs bis zehn Tage nach dem Schlüpfen) auf mehrere Hochzeitsflüge. Dazu fliegen sie bei schönem Wetter und jeweils nachmittags zu Drohnensammlplätzen wo sie sich hoch in der Luft mit bis zu zwölf Drohnen paaren. Im freien Flug dauert die Paarung jeweils weniger als fünf Sekunden.
Der Drohn reitet von hinten auf die Königin auf, umklammert ihren Hinterleib mit den Beinen und führt den Begattungsschlauch in die Stachelkammer ein. Bei diesem Akt stirb die Drohne und fällt nach hinten.
Der Hochzeitsflug ist entscheidend für die Zukunft eines Bienenvolkes.
Die Spermien (jeweils ein kleiner Teil der verschiedenen Drohnen) wandern in die Spermatheke der Königin. Dieser Vorgang dauert ca. 40 Stunden. Die Spermatheke reicht im Normalfall für die ganze Lebensdauer der Königin.
Honigbienen pflanzen sich eingeschlechtlich sowie zweigeschlechtlich fort. Während sich Drohnen aus unbefruchteten Eiern (Parthenogenese) entwickeln, entstehen Arbeiterinnen und Königinnen aus befruchteten Eiern. Dies steuert die Königin bei der Eiablage. Ist ein Ei für eine Arbeiterinnen- resp. Königinnenzelle bestimmt, werden Spermien entlassen, sobald das Ei den Ausführgang passiert. Ist das Ei für eine Drohnenzelle bestimmt, unterbleibt die Besamung.