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Letzte Woche machte Jeff Raikes, bei Microsoft als "President Business Division" ein grosses Tier, eine interessante Bemerkung an einer Technologie-Konferenz von Morgan Stanley. Er sagte nämlich, dass illegales Kopieren von Software Microsoft nicht nur schadet. "Wenn sie schon Software klauen, dann möchten wir, dass sie sie wenigstens von uns klauen," sagte Raikes gemäss US Medien vor Ort.
Microsoft gehe davon aus, dass die installierte Basis an Software (z.B. Office) langfristig ein wichtiger Aktivposten sei. Man hoffe, Diebe langfristig zu bezahlenden Kunden konvertieren zu können. Tatsächlich hat Raikes natürlich recht: Wenn Leute, die wenig Geld haben, ihre ersten PCs mit OpenOffice ausrüsten statt mit MS-Office, so sinkt die Chance, dass sie später eine Büro-Suite von Microsoft kaufen.
Man wolle legale Lizenzen klar fördern, doch nicht so heftig, dass der Aktivposten der installierten Basis verloren gehen könnte, so Raikes.
Software-Lobby gegen Online-Händler
Bei gewerbsmässigem Vertrieb von nicht bezahlten Lizenzen hingegen, sieht Microsoft die Sache ziemlich eng. So verkündet die von Redmond mitfinanzierte 'Business Software Alliance' (BSA) heute, man sei mit "einstweiligen Verfügungen" gegen fünf Online-Händler vorgegangen, die Raubkopien verkauft hätten. Drei dieser fünf befinden sich in Deutschland.
Ein relativ raffinierter Trick der überführten Händler bestand darin, eine echte Update-Lizenz zu einer kopierten, älteren Vollversion zu verkaufen. Mit dem Update konnte der Kunde dann die supergünstige Software nachträglich "legalisieren". (hc)