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Das Corona-Hilfspaket der USA steht: Zwei Billionen Dollar sollen die US-Wirtschaft stützen. Die Aktienmärkte öffnen erneut deutlich positiv. Neues Epizentrum der Pandemie dürften die USA werden. Ein Update zur aktuellen Situation von Chief Investment Officer Dr. Sandro Merino.
Das Paket umfasst Kreditgarantien im Umfang von 500 Milliarden USD sowie zusätzlich 350 Milliarden USD für kleine Unternehmen. 150 Milliarden USD werden für Spitäler und andere Gesundheitseinrichtungen bereitgestellt. Die Arbeitslosengelder werden auf eine Laufzeit von vier Monate verlängert, die Höhe der Entschädigung wird erhöht und die Kriterien für einen Anspruch werden gelockert. Ausserdem soll für Haushalte mit mittleren und tieferen Einkommen auch eine einmalige Direktzahlung von 1'200 USD pro Erwachsenem und 500 USD pro Kind entrichtet werden.
Deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit in USA erwartetTrotz dieser Massnahmen von historischem Ausmass dürfte in den USA die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigen. Man schätzt, dass in den letzten Wochen bereits mehrere Millionen Menschen ihre Anstellung, vor allem in besonders betroffenen Branchen verloren haben.
Keine Kredite für Familie TrumpDie Demokraten haben in ihrer Rolle als Oppositionspartei gestern im US-Senat Einschränkungen in der Gesetzesvorlage erzwungen, die mehr Transparenz bei der Verwendung der staatlichen Gelder gewährleisten sollen. Insbesondere soll der Gesetzestext vorsehen, dass Donald Trump und seine Familienmitglieder keine Kredite vom Schatzamt erhalten dürfen.
Diese Einschränkung soll auch für Unternehmen gelten, die von Mitgliedern des Parlamentes oder hohen Regierungsbeamten kontrolliert werden. Auch der Vizepräsidenten Mike Pence ist diesen Restriktionen unterworfen. Währen der Debatte zum Hilfspaket wurde von den Demokraten kritisiert, dass eine "schwarze Kasse" (Englisch:"slush fund") eingerichtet würde, die eine intransparente "Selbstbedienung" durch regierungsnahe Personen ermöglichen würde. Die definitive Abstimmung zum Hilfspaket soll im US-Senat heute, Mittwoch, stattfinden.
Epizentrum der Pandemie bald in USA?In Europa steigt die Anzahl der bestätigen Infektionen weiterhin stark an. In Italien sind in den letzten 24 Stunden wieder sehr viele Todesopfer zu beklagen (743). Das Wachstum der neuen Infektionen scheint sich aber weiter zu verlangsamen. Die Hoffnung ist somit berechtigt, dass in der kommenden Woche in Italien eine erste Verbesserung der Lage stattfinden könnte. Dramatisch bleibt die Situation in Spanien. Auch in Frankreich und Grossbritannien spitzt sich die gesundheitliche Lage zu.
Bald eine Million Infizierte?Weltweit sind bereits etwa 420'000 bestätigte Infektionen gemeldet (Quelle: Johns Hopkins Universität). Diese Zahl könnte bis Ende der kommenden Woche die erste Million erreichen. Die Zahl der Menschen, die tatsächlich mit dem Virus infiziert sind, dürfte aber um ein Vielfaches höher sein. Die WHO erwartet, dass sich das Epizentrum der Pandemie in wenigen Wochen in die USA verschieben wird. Dort bleibt weiterhin unklar, mit welchen Massnahmen das Weisse Haus auf die Krise reagieren wird. Die Wortmeldungen des US-Präsidenten dazu bleiben widersprüchlich. Einzig die Bereitstellung dringend benötigter weiterer medizinischer Ressourcen läuft auf Hochtouren.
Die US-Bundesstaaten greifen zu gegenseitig wenig koordinierten Massnahmen, um die US-Bevölkerung vor einer ungebremsten Ausbreitung der Lungenkrankheit zu schützen. Die Unsicherheit darüber, wie hart die gesundheitlichen Auswirkungen die USA treffen werden, könnte auch an den Börsen für weitere Schwankungen sorgen.
Aktienmärkten eröffnen erneut deutlich positivDie Aktienmärkte haben gestern, Dienstag, historisch hohe Tagesgewinne erzielt. Auch am heutigen Mittwoch eröffnen die weltweiten Aktienmärkte deutlich positiv.
Die europäischen Aktienmärkte liegen aktuell etwa 1.5 bis 3 % im Plus, nachdem sie gestern bis zu 10 % angestiegen sind. Der Schweizer SMI Index ist aktuell ebenfalls ca. 2.25 % im Plus und hat gestern bereits rund 7 % höher geschlossen.
Auch für die US-Aktienmärkte wird nach den gestrigen historisch hohen Tagesgewinnen (+11.37 % für den Dow Jones Index) heute eine deutlich positive Eröffnung erwartet, allerdings in einem im Vergleich zu Europa etwas geringeren Ausmass. US-Aktien verlieren seit Jahresanfang je nach Index (Dow Jones / Standard & Poors 500) aktuell etwa 24 % bis 27 %, europäische Aktien etwa 26 %, Schweizer Aktien etwa 16 % und chinesische Aktien (CSI 300 Index) etwa 9 % (alle Zahlen per 25.3.020 ca. 11.15 Uhr, Verluste in CHF bewertet).
Angst ist kein guter Ratgeber
Wir raten an Aktienpositionen festzuhalten. Wir werden Sie dabei weiter laufend informieren. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Dr. Sandro Merino
Chief Investment Officer
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