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Geschichte
Oberkirch wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1036 erwähnt. Das will nicht heissen, dass der Ort nicht noch älter ist, denn die Ersterwähnung setzt doch schon eine gewisse Entwicklung voraus. Die noch gut erhaltenen Grundmauern der 1975 abgebrochenen alten Kirche (die vierte auf dem gleichen Platze) deuten nach Struktur und Stärke und der Beschaffenheit des Bodens laut Befund der Archäologen auf ein vorkarolingisches Gotteshaus. Die alte, abgebrochene Kirche wurde 1667 gebaut und 1902/1903 etwas verlängert. Sie zählte nur ca. 150 Sitzplätze. Etwa ab 1950 haben Pfarrei und Kirchgemeinde und viele auswärtige Wohltäter nach Kräften Mittel für eine neue Kirche gesammelt. Die Kirchgemeindeversammlung vom 11. Februar 1962 genehmigte den Kauf von 1450 m2 Bauland von den Herren Gebrüder Stocker, Surenweid. Sie beschloss zugleich, die neue Kirche auf der Pfarrmatte zu erstellen, die damit ebenfalls in den Dienst des Kirchenbaus gestellt wurde. Die Einwohnergemeindeversammlung vom 15. April 1962 beschloss die Schenkung von 2820 m2 Bürgerheimland an den Bauplatz der neuen Kirche. Damit war der Kirchenbauplatz gesichert.
Weil zu gleicher Zeit ein Schulhaus gebaut werden musste, drang der Gedanke durch, mit Kirche und Schulhaus ein gemeinsames Gemeindezentrum zu bauen. Da vor allem der Schulhausbau sehr drängte, sah man von einem Wettbewerb ab. Man berief den erfahrenen Kirchenbauarchitekten Fritz Metzger, Zürich. Von ihm wusste man, dass er sicher einen modernen Bau, aber ohne Übertreibungen, erstellen würde. Die Kirchgemeindeversammlung vom 15. Dezember 1963 wählte eine zwölfköpfige Kirchenbaukommission und bevollmächtigte den Architekten, ein Vorprojekt zu erstellen . Am 25. Juni 1965 wurde an der Kirchgemeindeversammlung der Bau der neuen Kirche beschlossen. Der erste Spatenstich wurde zugleich mit jenem vom Schulhaus an Mariä Lichtmess 1966 vollzogen, während der eigentliche Baubeginn erst am 28. Juni 1966 erfolgte. Die Grundseinlegung für die neue Kirche fand am 23. April und das Aufrichtefest am 10. November 1967 statt. Die Kirche wurde am 22. Juni 1968 durch den Bischof von Basel, Dr. Anton Hänggi, geweiht.
Der Turm, das fernwirkende Wahrzeichen, ist zugleich Tor der Anlage. Von ihm führen die Stufen zum Vorplatz und mit zweiter Wendung zur Kirchenvorhalle und und zum Portal. Eine gewollte Entwicklung, ein Weg mit verschiedenen Etappen, mündend schliesslich ins grosse, sammelnde Oval des Kirchenraumes.