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Es ging um Kontexte, mit denen man sich die Welt erklärt. Diese Kontexte bestätigt man sich laufend und beeinflusst damit das eigene Handeln stark.
Ein Beispiel für einen solchen Kontext ist: «Chefs sind ausbeuterische Egoisten». Wenn also mein Chef montagmorgens ins Büro kommt und ohne zu Grüssen in sein Büro geht, denke ich mir: «Egoistischer Ausbeuter». Wenn er gut gelaunt ins Büro kommt und sich nach meinem Wochenende erkundigt, denke ich mir: «Was will dieser egoistische Ausbeuter von mir?»
Welchen Kontext haben Sie zur Arbeit?
Es gibt diejenigen, die Ergebnisse als eine Funktion von Input ansehen. Zu diesen zähle / zählte ich mich. Je mehr ich arbeite, je härter ich arbeite, je mehr Energie ich in etwas reinstecke, desto besser wird es. Und wenn etwas nicht gut war, dann habe ich zu wenig reingesteckt.
Dann gibt es die anderen, für die Ergebnisse eine Funktion von Zufall sind. Jemand hat Glück gehabt und deshalb hat er Erfolg. Ich habe Pech gehabt, deshalb habe ich keinen Erfolg. Somit habe ich wenig Schuld an den Ergebnissen. Wir alle kennen diese Reflexe aus Prüfungen während der Schulzeit.
Die Absicht
Nun muss man sich aber ehrlich fragen: Sind die, die am meisten arbeiten, auch am erfolgreichsten? Und gibt es nur Erfolgreiche, die viel arbeiten? Wir alle kennen Gegenbeispiele. Und gibt es Personen, die systematisch erfolgreich oder nicht erfolgreich sind? Das spricht gegen Zufall. Was beeinflusst nun tatsächlich die Ergebnisse unserer Handlungen?
Wenn man Biographien oder Interviews von erfolgreichen Persönlichkeiten liest, dann bemerkt man meist, dass ein starker Wille / eine starke Absicht vorhanden war. Ob es Gerhard Schröder mit seinem «Ich will da rein!» vor dem Kanzleramt ist. Oder der aktuelle CEO von SAP Bill McDermott, der seinem Vater versprach, dass er nach seinem ersten Vorstellungsgespräch einen Arbeitsvertrag mit nach Hause nehmen würde.
Weise Bräuche
Interessanterweise gibt es viele Bräuche, die uns helfen sollen, unsere Absicht bewusst zu formulieren: gute Vorsätze für das Neue Jahr, das Ausblasen der Kerzen auf der Geburtstagstorte, das Wegblasen einer verlorenen Wimper, das Werfen einer Münze in einen Wunschbrunnen etc. Wir glauben ja nicht, dass Wünsche einfach so in Erfüllung gehen. Aber indem wir wissen, was wir uns wünschen, werden wir die Chancen ergreifen, wenn sie sich bieten. Sonst laufen wir einfach daran vorbei.
Ein Fussballer wird niemals ein Tor schiessen, wenn er nicht schon vor seinem Auge den Ball im Tor sieht. Was ist unser Ball im Tor? Und haben wir wirklich die feste Absicht, den Ball ins Tor zu schiessen?