Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03156.jsonl.gz/331

Frankreich schenkt der Ukraine 12 weitere Haubitzen trotz Kritik an mangelnder Gegenleistung
Frankreich hat angekündigt, der Ukraine weitere 12 selbstfahrende Haubitzen vom Typ Caesar zu liefern. Diese Entscheidung wurde getroffen, obwohl Frankreich kritisiert wird, Kiew nicht ausreichend mit Waffen zu unterstützen. Die Ankündigung erfolgte anlässlich des Starts der so genannten Artillerie-Koalition in Paris, einer Gruppe von 23 Staaten, die sich bereit erklärt haben, den langfristigen Artilleriebedarf der Ukraine zu decken. Insgesamt hat die Ukraine seit Beginn des Krieges 49 Caesar-Haubitzen erhalten.
Finanzierung der verbleibenden Haubitzen
Frankreich wird zusätzlich zu den 12 Haubitzen, die es liefern wird, weitere 78 Caesar-Geschütze speziell für die Ukraine produzieren. Die Kosten für die restlichen 60 Haubitzen belaufen sich auf 280 Millionen Euro. Frankreich appelliert nun an seine Verbündeten, sich an den Kosten zu beteiligen. Sollten andere Länder Rüstungsgüter für die Ukraine herstellen, die nicht von der französischen Industrie produziert werden, ist Paris bereit, finanzielle Unterstützung zu leisten.
Frankreichs Rolle bei der militärischen Unterstützung der Ukraine
Frankreich und die Vereinigten Staaten führen die Artilleriekoalition an, die sich mit dem langfristigen militärischen Bedarf der Ukraine befasst. Die Koalition besteht aus insgesamt fünf Gruppen: Artillerie, Luftverteidigung (unter Führung Frankreichs und Deutschlands), Luftstreitkräfte, Seestreitkräfte und Minenräumung. Frankreich wird außerdem monatlich 50 luftgestützte Präzisionsflugkörper des Typs AASM (Air-to-Surface Anti-Radiation Missile) an die Ukraine liefern und plant, in diesem Jahr zwischen 7.000 und 9.000 ukrainische Soldaten auszubilden.
Französische Kritik und Langzeitstrategie
Frankreich wird oft vorgeworfen, bei der militärischen Unterstützung der Ukraine hinter anderen Ländern wie Deutschland und Großbritannien zurückzubleiben. Dieser Vorwurf wurde von französischen Offiziellen, einschließlich des französischen Verteidigungsministers Sébastien Lecornu, regelmäßig zurückgewiesen. Dennoch erklärten französische Senatoren kürzlich, dass Frankreich keine langfristige Strategie habe, um Kiew mit ausreichend Waffen zu versorgen.
Weitere Unterstützung aus Frankreich
Frankreich plant, neben den Haubitzen auch SCALP-Langstreckenmarschflugkörper und Hunderte von Bomben an die Ukraine zu liefern. Darüber hinaus will Frankreich das Feedback der Ukrainer nutzen, um die Ausrüstung weiter zu verbessern. Dazu gehören der verstärkte Einsatz von künstlicher Intelligenz und die Ergänzung um sogenannte Kamikaze-Drohnen (loitering munitions). Durch die Umstellung von Nexter auf die Kriegswirtschaft kann Frankreich die Produktionszeit für eine Haubitze von 30 auf 15 Monate verkürzen. Bis Ende Januar wird Frankreich in der Lage sein, 3.000 Geschosse pro Monat an die Ukraine zu liefern, verglichen mit 1.000 vor zwei Jahren.
Zusammenfassung
Frankreich hat angekündigt, der Ukraine weitere 12 Caesar-Haubitzen zu schenken. Diese Entscheidung wurde im Rahmen der Artilleriekoalition getroffen, die sich mit dem langfristigen Artilleriebedarf der Ukraine befasst. Frankreich appelliert nun an seine Verbündeten, sich an den Kosten für die restlichen Haubitzen zu beteiligen. Frankreich wird der Ukraine auch andere Waffen und militärische Unterstützung zukommen lassen und plant, ukrainische Soldaten auszubilden. Trotz der Vorwürfe, nicht genug für die Ukraine zu tun, betont Frankreich seine Rolle und will langfristige Strategien entwickeln, um angemessene Waffen für Kiew zu produzieren. Frankreichs zusätzliche Unterstützung umfasst den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie künstliche Intelligenz und Kamikaze-Drohnen, um die Effektivität der Ausrüstung weiter zu verbessern. Durch die Umstellung auf eine Kriegswirtschaft kann Frankreich die Produktionszeit von Haubitzen erheblich verkürzen und eine höhere Anzahl von Geschossen pro Monat liefern. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu stärken und ihre Sicherheit inmitten des anhaltenden Konflikts zu unterstützen.