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Was ist Bildung eigentlich?
"Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg."
Stimmt das wirklich? Und wenn ja: Was ist Bildung eigentlich genau?
Früher wurde Bildung mit Schulbildung gleichgesetzt. Je länger ein Kind zur Schule ging, desto grösser müsse danach seine Bildung sein. Diese Annahme galt als gesellschaftlicher Konsens. Als wirklich gebildet wurden aber nur Akademiker angesehen, also die, die mindestens ein Studium absolviert hatten. Und dann gab es noch Ausnahmegelehrte und Universalgenies wie beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe, der sich nicht damit begnügte Literat zu sein, sondern sich auch mit den Naturwissenschaften beschäftigte, philosophische Schriften verfasste und als Politiker tätig war.
Der Bildungsbegriff hat sich im Laufe der Geschichte verändert
Im Mittelalter galten schon Menschen als gebildet, die ein wenig lesen, schreiben und rechnen konnten. Das waren in der Regel nur Geistliche und einige wenige Fürsten und Adelige. Eine allgemeine Schulpflicht wurde in vielen europäischen Ländern erst im 18. Jahrhundert eingeführt. Demnach müssten vorher fast alle Menschen ungebildet gewesen sein. Wenn man davon ausgeht, dass Bildung mit Schulbildung gleichgesetzt werden sollte, dann trifft das zu. Heute hat sich jedoch ein ganz anderer Bildungsbegriff durchgesetzt.
Bildung umfasst nicht allein abfragbares Wissen aus Büchern, sondern auch individuelle Kompetenzen und Fähigkeiten. Ein grosses Allgemeinwissen allein reicht nicht aus um Karriere zu machen und seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Vielmehr geht es um individuelle Fähigkeiten wie Problemlösungskompetenz, Einfühlungsvermögen, Disziplin und Frustrationstoleranz. Bildung ist nur dann etwas wert, wenn man in der Praxis, also im tägliche Leben, darauf zurückgreifen kann.
Bildung ist Selbstbildung
Wissen kann nicht vermittelt werden: Das glauben viele moderne Pädagogen und Bildungsforscher. Es genügt nicht, Lerninhalte auswendig zu lernen und bei Bedarf wiedergeben zu können. Bildung, so der neueste Stand der Forschung, ist immer Selbstbildung - und die beginnt, sobald ein Mensch auf die Welt kommt. Neugier ist die erste Lernmotivation, die ein Säugling mitbringt, denn er ist fest entschlossen die Welt um ihn herum mit allen Sinnen zu erforschen. Gerade Kinder lernen nicht in erster Linie, indem man ihnen Dinge nur zeigt.
Sie müssen diese im wahrsten Sinne des Wortes selbst in die Hand nehmen. Bildung ist also immer ganzheitlich zu sehen und geprägt von kulturellen und gesellschaftlichen Aspekten. Ausserdem ist es unsinnig, Bildung als Selbstzweck anzusehen. Ein gebildeter Mensch ist nicht zwangsläufig glücklicher oder erfolgreicher als ein ungebildeter. Es kommt immer darauf an, wie Bildung genutzt wird um sich beruflich und privat weiterzuentwickeln. Fachliche Kompetenzen reichen nicht aus, wenn jemand nicht in der Lage ist soziale Regeln zu beachten oder sich auch einmal anderen unterzuordnen.
Tipp: Talente fördern und neugierig bleiben
Die kindliche Neugier ist bei vielen Erwachsenen abhanden gekommen. Dabei ist sie eine wichtige Triebfeder, wenn Du Dich als Mensch weiterentwickeln möchtest. Auch sollten Sie Ihre Talente pflegen und ausbauen, denn sie sind der eigentliche Schlüssel zum (beruflichen) Erfolg.
Bildquelle: Foundry / pixabay.com