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Surmontil ist ein Antidepressivum, das zur Behandlung von Depressionen angewendet wird. Konkret werden folgende Symptome mit Surmontil-Tropfen behandelt:
Der in Surmontil-Tropfen enthaltene Wirkstoff Trimipramin übernimmt als Ersatz-Botenstoff die Signalübermittlung zwischen den Nervenzellen im Gehirn, die infolge einer depressiven Krankheit häufig gestört ist. Durch die Weitergabe eines Signals kann eine angstlösende, beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung erzielt werden. Zwar gehört Trimipramin in seiner Zusammensetzung zur Gruppe der sogenannten trizyklischen Antidepressiva, in seiner Wirkung unterscheidet es sich aber zu vergleichbaren Wirkstoffen. Der Grund: Die Hemmung der Übertragung der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin zurück in die Ursprungszelle ist deutlich geringer ausgeprägt, sodass auch die antidepressive Wirkung vergleichsweise geringer ausfällt. Im Fokus der gesundheitsfördernden Wirkungsweise steht bei Trimipramin daher weniger die stimmungsaufhellende als die beruhigende und angstlösende Wirkung. Aus dem Grund werden Surmontil-Tropfen häufig bei Schlafstörungen verschrieben. Ein störender Einfluss auf die REM-Phase ist dabei genauso wenig zu erwarten wie eine Abhängigkeit.
Die Dosierung von Surmontil-Tropfen gibt dir der Arzt vor. Üblicherweise beginnt die Einnahme mit einer Menge von 25 bis 50 Milligramm pro Tag. Eine langsame, schleichende Steigerung der Dosis auf 100 bis 150 Milligramm ist üblich. Eingenommen werden Surmontil-Tropfen mit etwas Wasser entweder als tägliche Einzeldosis nach der Mahlzeit (meist abends) oder in geringerer Dosierung mehrfach über den Tag verteilt. Eine individuelle Anpassung der täglichen Menge solltest du vorab mit deinem Arzt besprechen. Ein anhaltender Erfolg zur Behandlung von Depressionen und Schlafstörungen stellt sich bei regelmässiger Einnahme in einem Zeitraum von spätestens vier bis sechs Wochen ein. Um Rückfälle zu vermeiden, ist das Arzneimittel mindestens vier bis neun Monate einzunehmen.
Infolge der Einnahme von Surmontil-Tropfen kann eine Reihe an Nebenwirkungen auftreten. Häufige unerwünschte Begleiterscheinungen des Medikaments sind:
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von weiteren Nebenwirkungen, die gemäss des Beipackzettels selten beziehungsweise gelegentlich auftreten. Dazu gehören unter anderem allergische Reaktionen wie Juckreiz und Hautausschlag, Launenhaftigkeit, Verwirrtheit, Bewegungsstörungen, Beeinträchtigung der Leberwerte, Entzündung der Mundschleimhaut und weitere Symptome. Surmontil-Tropfen können zudem Einfluss auf das Sexualverhalten nehmen. Nicht ausgeschlossen ist darüber hinaus eine Gewichtszunahme. Da die Medikamente auch das Reaktionsvermögen beeinflussen, ist bei der Teilnahme im Strassenverkehr sowie beim Bedienen von Maschinen oberste Vorsicht geboten.
Aufgrund der auftretenden Wechselwirkungen darf Trimipramin nicht zusammen mit folgenden Medikamenten eingenommen werden:
Wenn du Surmontil-Tropfen einnimmst, solltest du keinen Alkohol konsumieren, da dieser in Kombination mit den Antidepressiva seine Wirkung erhöht. Leidest du an Epilepsie, schweren Herzerkrankungen, einem gestörten Harnverhalten oder Leber- und Nierenschwäche, wird von einer Einnahme von Surmontil-Tropfen abgeraten. Der Wirkstoff Trimipramin verträgt sich nicht mit sogenannten MAO-Hemmern, die zur Behandlung von Depressionen oder einer Parkinson-Erkrankung eingesetzt werden. Grundsätzlich sind Surmontil-Tropfen nicht für Kinder, Jugendliche oder Frauen in der Schwangerschaft und während der Stillzeit geeignet. Vor allem bei Kindern unter 14 Jahren darf Trimipramin nicht angewendet werden. Eine Medikation sollte deshalb nur bei absoluter Notwendigkeit erfolgen beziehungsweise bei Schwangeren nur dann, wenn du das Arzneimittel bereits vorher eingenommen hast.
Das Risiko, bei der Einnahme von Surmontil-Tropfen ein suizidales Verhalten zu entwickeln, ist vorhanden. Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommt es vermehrt zu Suizidgedanken, Selbstverletzungen, unter Umständen sogar zu einem vollendeten Suizid.
Surmontil-Tropfen solltest du immer nur in Absprache mit deinem Arzt absetzen. Wichtig ist, dass das Absetzen nicht übergangslos, sondern über einen längeren Zeitraum schleichend erfolgt. Dafür verringerst du die tägliche Dosierung sukzessive. Beendest du die Medikamenteneinnahme abrupt, können Stimmungsschwankungen, Unruhezustände sowie ein allgemeines Unwohlsein auftreten. Auch eine erhöhte Suizidgefahr ist nicht ausgeschlossen.
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