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Der Sozialist Jérôme Cahuzac, Minister für das Budget im Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Aussenhandel, steht in der Kritik: Die Investigativ-Website «Mediapart» kam in den Besitz umfrangreicher Dokumente und wirft ihm nun vor, jahrelang ein nicht deklariertes Konto bei der UBS in Genf unterhalten zu haben. Das berichtet die britische Seite «The Telgraph» unter Berufung auf «Mediapart».
Anfang 2010, kurz bevor er Chef des Finanzausschusses der Nationalversammlung wurde, soll Cahuzac sein Geld dann in «ein anderes Steuerparadies in Asien» verschoben haben. «Mediapart» verweist auch auf Tonaufnahmen, die der Redaktion vorliegen, in denen zu hören sein soll, wie Cahuzac über das Konto bei der UBS spricht.
Noch brisanter macht die Angelegenheit, dass Cahuzac Zivilkläger ist in Ermittlungen gegen Franzosen, die im Verdacht stehen, Steuern mithilfe von UBS-Konten hinterzogen zu haben.
Der Minister bestreitet jedoch, jemals undeklarierte Konten im Ausland gehabt zu haben und kündigte an, juristisch gegen die Diffamierung vorzugehen. «Ich hatte niemals ein Konto in der Schweiz oder sonstwo im Ausland», sagte Cahuzac laut einer Ministeriumsmitteilung.
(tno/chb)