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Wir schwimmen in einer Informationsflut. Schon G. K. Chesterton erkannte:
Ein Mensch von heute mag mehr Nutzen aus Erkenntnissen ziehen, welche Mikroben oder Asteroiden betreffen, als ein mittelalterlicher Mensch aus seinen wenigen Erkenntnissen über Einhörner und Salamander.
Man meint, durch Induktion zu Schlüssen zu gelangen:
Wenn man so großartig von Induktionsschlüssen redet, meint das nur das vermehrte Sammeln von Daten.
Der Mensch ist gezwungen, über die Daten hinauszugehen – und eine Sicht von der Welt und dem Menschen einzunehmen. Deutlich wird dies im Materialismus:
‚Die Materie besteht aus Protonen und Elektronen. Ich möchte gerne glauben, die Seele sei dasselbe wie Materie. So will ich also laut durch das Mikrophon verkünden: Meine Seele besteht aus Protonen und Elektronen.‘ Das ist nicht Induktion, sondern ein schlimmer Schnitzer in der Deduktion. Das ist kein neuer Weg im Denken, sondern das Ende des Denkens.
Das Anhäufen von Information genügt nicht, das Streben des menschlichen Denkens strebt ja gerade nach einem übergeordneten Rahmen:
Was den Gegensatz von Deduktion und Induktion angeht, so gilt einfach: Je mehr Erkenntnisse man anhäufte, desto mehr betonte man die Einzelheiten und ließ die abschließende Deduktion einfach weg. Die Tatsachen führten natürlich doch zu einer Deduktion, auch wenn diese nicht gesehen wurde, ober aber sie führten zu gar nichts.
Aus: G. K. Chesterton. Thomas von Aquin. (6. Kapitel)