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Das Fasziendistorsionsmodell (FDM) ist eine relativ junge Behandlungsform aus den USA stammend welche auf Stephen Philip Typaldos (1957 – 2006) zurückgeht.
Nach anfänglichem Chiropraktiker Studium, welches er vor seinem Abschluss nicht überzeugt abbrach und verliess, studierte Typaldos Osteopathie am „College of Osteopathic Medicine“ in Kansas City.
Nach seinem Abschluss arbeitet er im Memorial Hospital in Cumberland (Maryland) in der Notaufnahme, wo er vorwiegend auf Patienten mit muskulo-skeletalen Verletzungen des Bewegungsapparates und dessen Problematiken traf.
Er kam mit der Zeit zur Erfahrung, dass Patienten oft intuitiv spüren, was sie benötigen. Ab 1991 begann Typaldos intensiviert, sich mit seinen Überlegungen und Gedanken zu befassen und beschrieb die erste Fasziendistorsion. Es sollten 5 weitere Folgen.
Im März 1992 präsentierte Typaldos seine Ideen das erste Mal einer breiteren Öffentlichkeit in einem Vortrag in Las Vegas. Als erstes entwickelte er die Triggerband Behandlung. Die zweite Fasziendistorsion, den hernierten Triggerpunkt (HTP) kam kurz später hinzu. Es folgten die Kontinuumdistorsion, die Faltdistorsionen, und später dann noch die Zylinderdistorsionen und die tektonische Fixation.
Damit umfasst das FDM die 6 Distorsionen, welche wir auch heute noch kennen.
Typaldos war sich zunächst nicht sicher, ob es nicht noch weitere Distorsionen geben könnte. Doch konzentrierte er sich später mehr auf die Verfeinerung und damit, neue Wege zu finden bestehende Distorsionen zu identifizieren.
Typaldos war ein sehr vielseitig interessierter Mensch. Er schrieb Musicals, spielte Baseball, studierte Fossilien und hatte ein Flair für Reptilien, interessierte sich Politik und Geschichte. Er starb plötzlich und unerwartet mit nur 49 Jahren.
Die Bemühungen in den Jahren nach seinem Tod zur Verbreitung des FDM gerade in Europa haben aber nicht nachgelassen. Es besteht der Wunsch, das Anliegen Typaldos weiterzutragen und das FDM weiterzuverbreiten, damit noch mehr Menschen von diesem Behandlungsansatz profitieren können.
Die Zahl der Therapeuten und Seminare ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Derzeit gibt es 4 FDM-Verbände: die „FDM Asian Association“ (FFA) in Japan / Asien, die „Europäische FDM Gesellschaft“ (EFDMA), die „American Fascial Distortion Model Association“ (AFDMA) und seit 2011 die „Société Africaine du Modéle du Distorsion Fascial“ (SAMDF).