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Der vom italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Fininvest-Konzern muss seinem Rivalen CIR rund 560 Millionen Euro zahlen. Dies entschied in letzter Instanz ein Berufungsgericht in Mailand, wie italienische Medien berichten.
Die Summe soll CIR für ein Gerichtsurteil aus dem Jahr 1991 entschädigen, mit dem Berlusconis Fininvest die Kontrolle über das Verlagshaus Mondadori erhielt. Ein Strafgericht hatte Jahre später geurteilt, dass der damalige Richterspruch «gekauft» worden war - Berlusconi wurde wegen Verjährung jedoch nie dafür belangt.
Mit der Übernahme von Mondadori erhielt Berlusconi die Kontrolle über eine Reihe einflussreicher Zeitungen und Wochenmagazine. Seinem Widersacher Carlo De Benedetti, Besitzer von CIR, gehören die Zeitung «La Repubblica» sowie die Wochenzeitung «L'Espresso». Sie zählen zu den regierungskritischsten Medien in Italien.
(laf/sda)