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Die Bewohner der ostafrikanischen Republik Eritrea haben am Mittwoch (23.05.) die zehnjährige Unabhängigkeit ihres Landes gefeiert. Eine junge Nation mit vielen Problemen. Da spielt die Hilfe aus der Schweiz jetzt und auch in Zukunft eine wichtige Rolle.Dieser Inhalt wurde am 24. Mai 2001 - 10:44 publiziert
"Eritrea ist ein wenig stabiles, ein verletzliches Land" sagt Jürg Zumstein, der Koordinator für die Region am Horn von Afrika der Schweizerischen DEZA, der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit.
Vor zehn Jahren ist Eritrea von Aethiopien unabhängig geworden. Von 1998 bis 2000 verwickelte man sich in einen Grenz-Konflikt mit Äthiopien. Als Folge davon ist Eritrea ein Land mit unzähligen Problemen.
Krieg und Klima bringen Leid
Das ehemalige Kampfgebiet wird heute von UNO-Soldaten überwacht. Das Land, das ohnehin von Dürren heimgesucht ist, leidet zusätzlich unter den Folgen des Krieges. Nach UNO-Berichten ist fast ein Viertel der Bevölkerung unterernährt.
"Gerade das Klima ist in dieser Gegend ein Faktor der Unsicherheit", sagt Zumstein. Die unregelmässigen Niederschläge, die Trockenheit, das stelle die Landwirtschaft nicht selten vor fast unösbare Probleme. Zumstein: "Wasser, ist hier Leben!"
Trinkwasserversogung
So ist es nicht verwunderlich, dass sich eine der Hauptaktivitäten de DEZA um die Trinkwasserversorgung dreht. Eritrea ist kein eigentliches Schwerpunktland der DEZA. Aber sie ist hier im Rahmen der humanitären Hilfe tätig, und das seit 1993.
Zuerst kümmerte sich die DEZA um die Flüchtlinge, die aus dem Sudan kamen. Die Organisation sorgte für Trinkwasser für die Leute aus dem Sudan. Aber auch um das Unterbringen der Flüchtlinge.
Ab Mitte der 90er Jahre dann, wurde die Infrastruktur für die Wasserversorgung in den Dörfern und deren Umgebung geschaffen. 1998 - der Grenzkrieg begann - waren dann wieder Flüchtlinge zu betreuen.
Leute eingliedern
Seit dem Grenzkrieg, der im Jahr 2000 beendet wurde aber rund 200'000 Vertreibene zurückliess, leistet die DEZA vor allem Nothilfe an der Bevölkerung. Im vergangenen Jahr wurden rund 2 Mio. Franken für den Bau von Brunnen eingesetzt.
Heute geht es darum, die Vertriebenen wieder einzugliedern. Es müssen Häuser erstellt werden und der Landwirtschaft muss wieder auf die Beine geholfen werden. Nebst der DEZA helfen weiter humanitäre Organisationen aus der Schweiz mit: das "Unterstützungs-Komitee für Eritrea", das Schweizerische Rote Kreuz und das protestantische Hilfswerk HEKS. Auch die Terre des Hommes, Schweiz ist bereits seit 1977 in der Gegend des heutigen Eritrea tätig.
Andrea Tognina
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