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Das EWZ-Areal bildet signifikanterweise mit seinen Bahnviadukten, Gleisfeldüberquerungen und der vielspurigen Ausfallachse Richtung Autobahn den zugleich rauhesten, aber auch ursprünglichsten Ort in Zürich West. Im Zuge der urbanen Aneignung des Industriequartiers entstanden in rasanter Geschwindigkeit Dienstleistungsarbeitsplätze, Stadthotels, luxuriöse Hochhauswohnungen, ebenso sehr wie die neue Hochschule der Künste. Umgekehrt verschwanden zunehmend die Gewerbebauten und Fabrikhallen. Die Instandsetzung und Optimierung des EWZ-Areals hält gegenüber dieser Dynamik nicht nur Einschub, sondern manifestiert mit dem neuen Hauptstandort die Bedeutung der technologischen Innovation in unserer postindustriellen Lebensweise.
Die rationale Organisation mit der rigorosen Optimierung der betrieblichen Logistik findet ihren architektonischen Ausdruck in den simplen, niedrig gehaltenen Kuben der Bobinenhalle und der imposanten, weit auskragenden Aufstockung des Hauptgebäudes. Alles ordnet sich dem Maßstab des Horizontalen unter, der sich der Vertikalen der Hochhäuser Hard Turm und Migros Herdern und dem Komplex des Toni-Areal entgegensetzt. Die Auskragung zur Pfingstweidstrasse emphatisiert die Technik des Tragwerkes mittels vier einhüftigen Rahmen als Ausdrucksmittel - auch wenn diese Technik nicht entwickelt wurde, um Poesie zu produzieren. Die Überhöhung und Überschiebung über das Unterwerk beherbergt die Leitstelle und die repräsentativen Räume des Hauptgebäudes und bildet in ihrer gegenwärtigen Form die Schaufassade einer der wichtigsten industriellen Institutionen Zürichs.