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Das Trio «CM3», welches neben der Sängerin China Moses aus Cellist Haggai Cohen-Milo und Pianist Joel Holmes besteht, wurde während der Corona-Pandemie gegründet. Ziel des Trios war und ist es, während Covid gemeinsam Musik zu machen. Doch es ist nicht nur eine Zweckfreundschaft. Nein, die Musiker und die Musikerin merkten eigentlich schon, als sie sich kennenlernten, was vor der Pandemie war, dass sie gut gemeinsam funktionieren. Corona ist auch ein Thema, welches das Trio heute beschäftigt, da aufzutreten immer noch schwierig sei. Trotzdem freute es sich riesig über den ersten Auftritt, den es vor einiger Zeit nach der Corona-Pause hatte, und die Freude sei nach wie vor bei jedem Auftritt vorhanden.
Zu Beginn des Konzerts begann der 35 jährige amerikanische Jazzpianist Joel Holmes «After the Morning» von John Hicks zu spielen. Etwa in der Hälfte des Stücks stieg auch Haggai Cohen-Milo, der bereits über 25 Alben veröffentlicht hat, mit seinem Cello ein. Nach diesem Einstiegsstück – es war eines von zwei, welches ohne Sängerin Moses auskam – betrat diese die Bühne.
Als also Moses die Bühne betrat und die ersten Töne sang, überwältigte sie das Publikum. Die beiden Besucherinnen, die vor dem Konzert sagten, sie hätten sehr hohe Erwartungen gehabt, da sie schon eine Aufnahme gehört hätten, wurden in ihrer Vorfreude sicherlich nicht enttäuscht. Man merkte ihr die Leidenschaft und ihre Erfahrung sofort an. Besonders brillierte ihre Stimme beim Lied «Nicotine», einem Song über ihren Versuch, mit dem Rauch aufzuhören.
Dieser Song erschien auf ihrem selbstgeschriebenen Album «Nightintales», vorher hatte sie sich vor allem mit dem Covern befasst. Doch dieses Lied war nicht das Einzige, das sich mit einer Sucht von ihr befasste, das andere heisst «Disconnected», wurde von Moses 2014 geschrieben, und handelt über ihre Social-Media-Sucht.
Nach dem Einstiegsstück meinte Cohen-Milo «Pay attention to the lyrics but also to the notes» (Achtet euch auf die Liedtexte, aber achtet euch auch auf die Noten). Dies sagte er nicht umsonst. Einige Lieder hatten Texte, die zum Nachdenken anregten. So etwa im Song «Turning Times», wo sie sang: «But what are we doing to turn this land a better land?» (Was machen wir, um dieses Land zu einem besseren Land zu machen?) Oder etwa beim Song «Sing of the times» von Harry Styles, bei dem Moses extra noch betonte, dass die Lyrics auch heute noch gültig seien.
Das Trio befindet sich zurzeit auf Tour. Bereits am Montag flogen sie weiter nach Wien. Eine kleine Anekdote, die hier eigentlich nicht unerwähnt bleiben darf, ist, dass das Trio am Sonntag am Berliner Flughafen eine Evakuation des Terminals miterleben musste. Glücklicherweise stellte sich dies kurze Zeit später als Fehlalarm heraus und sie konnten später weiterreisen.
«Thank you for leaving your comfortable homes.» (Danke, dass ihr euer komfortables Zuhause verlassen habt), meint die Sängerin vor dem letzten Stück vor der Zugabe. Bei diesem letzten Stück wurde dann auch noch das Publikum eingeladen, mitzusingen. Das Publikum konnte Musik auf hohem Niveau geniessen und schätze dies auch sehr. Nach dem Konzert bedankten sich viele persönlich beim Trio für den Auftritt.
Eine sanfte, aber doch so kräftige Stimme erfüllt den Raum, umhüllt von vibrierenden Klängen des Basses. Ein Knistern, ein Summen und ein Pfeifen ertönen von rechts und links. Alle Augen im Saal verfolgen sehnsüchtig die geschmeidigen Handbewegungen der Sängerin Magda Giannikou, die mit jedem lauter werdenden Ton noch grössere Gesten zeigt. Die Melodien fliessen durch die Ohren der Zuschauer, wie Ozeane, die ihre Wellen ausbreiten wollen. Und genau das soll auch das Thema dieses Abends sein – die Ozeane.