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Haustiere können weder denken noch planen und auch keine tiefen Gedanken fassen. Jetzt haben Verhaltensforscher aber entdeckt, dass im Hirn eines Hundes viel mehr vor sich geht, als wir erwarten würden.
Wie denken Hunde und warum verhalten sie sich so? Die Ergebnisse sind sehr verblüffend: Hunde haben ein Vokabular, das aus hunderten Worten besteht. Sie seien sogar fähig zu zählen.
Sie können räumliche Probleme lösen, wie etwa den schnellsten Weg auf das weiche Sofa zu finden. Sie finden heraus, wie ganz einfache Mechanismen wie etwa Türklinken funktionieren.
Glaubt man Stanley Coren, einem Experten für Hundeverhalten und die Beziehung zwischen Mensch und Tier an der University of British Columbia, kann ein durchschnittlicher Hund 165 Worte lernen.
Wenn Sie einen sehr intelligenten Hund haben, kann er oder sie sogar 250 Worte aufnehmen und unterscheiden. Als intelligenteste Hunde gelten Collie, Pudel, Schäferhund, Golden Retriever, Dobermann und Labrador Retriever.
Wenn Sie also glauben, dass Ihr Hund Sie versteht, dann könnten Sie recht haben. Hunde studieren uns während Stunden und reagieren nicht nur auf unsere Worte, sondern auch auf unsere Körpersprache.
Forschungsergebnisse, die in der Zeitschrift Biology Letters veröffentlicht wurden, zeigen, dass Hunde etwa Gähnen so ansteckend finden wie Menschen und sind anfällig darauf, den Vorgang zu wiederholen - ein Verhalten, dass Empathie zeige, sagen die Experten.
Die Hunde können uns so gut verstehen, weil sie schon am längsten unter Menschen leben, weil sie zu den am frühesten domestizierten Tieren gehören. Sie hatten Tausende Jahre Zeit, die menschlichen Verhaltensweisen und Codices zu verstehen.
Eine weitere Studie aus der renommierten Zeitschrift Science zeigt, dass Welpen menschliche Signale interpretieren können, auch wenn sie erst einige wenige Wochen alt sind, während ausgewachsene Wölfe, die von Menschen aufgezogen werden, das nicht können.
In einer kürzlich veröffentlichen Studie in der Zeitschrift Animal Cognition, glauben Forscher nachweisen zu können, dass Hunde ganz einfache mathematische Aufgaben verstehen können.
Sie verwendeten für ihre Untersuchung die Technik, die unter dem Namen bevorzugte Projektion bekannt ist. Das funktionierte so: Forscher zeigten den Hunden eine bestimmte Anzahl Frolic. Dann versteckten sie diese hinter einem Tafel und entfernten einige davon.
Wenn die Forscher den Hunden die neue Zahl Frolic zeigten, beobachten diese die neue Ausgangslage sehr lange. Gemäss dem Forschungsteam war das ein untrügliches Zeichen, das die Hunde den Unterschied nicht nur bemerkt hatten, sondern das auch mitteilen wollten.
Die Hunde könnten also geahnt haben, was herauskommen mag und dann das Resultat mit dem ihrigen verglichen haben. Ein ganz vereinfachte Fähigkeit, zählen zu können, sprachen die Forscher den Hunden nach diesem Experiment zu.
Das Erkenntnisvermögen von Hunden wird schon seit einigen Jahren heiss diskutiert. Viel weiss man aber noch immer nicht. MRIs mit Hunden könnten eventuell neue Erkenntnisse bringen, wie der Verstand von Hunden funktioniert.
Im Journal PLOS veröffentlichten Forscher der Emory University ihre Erkenntnisse, welcher Teil des Hundehirns durch Anreize aktiviert werden, etwas durch das Versprechen auf eine Belohnung. Die Hunde wurden dabei nicht wie in anderen Test sediert, während sie im MRI untersucht wurden.
Studienleiter Gregory Berns kam zu folgendem Schluss: "Hundefreunde wissen schon lange, dass ihre haarigen Freunde viel mehr verstehen, als die meisten ihnen zugestehen. Langsam müssen die Wissenschaftler ihnen zustimmen. Und das ist gut so."
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