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Das Projekt richtet sich an 120‘000 Haushalte in dreien der 75 Distrikte Nepals: Okhaldhunga – einer DEZA-Fokusregion, die schwer vom Erdbeben vom Frühjahr 2015 getroffen wurde –, sowie Udayapur und Sindhuli, wo die UNFPA auch mit andern Projekten aktiv ist.
Um Erkenntnisse über Ausmass und Wissensstand zu geschlechtsspezifischer Gewalt (Gender Based Violence – GBV) zu gewinnen, wurde zunächst eine Umfrage bei 1618 Haushalten durchgeführt. Dabei wurden 408 Männer und 1210 Frauen interviewt.
Gewalt gegen Frauen ist an der Tagesordnung
Die Ergebnisse der Umfrage sprechen eine deutliche Sprache: 87% der Frauen und 97% der Männer gaben an, von Fällen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen Kenntnis zu haben. Am meisten verbreitet sind häusliche Gewalt, Vergewaltigung inklusive Vergewaltigung durch den Ehemann und sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum und Polygamie. Andere Studien in Nepal sind zum Schluss gekommen, dass mindestens jede fünfte Frau in Nepal Gewalt erfahren hat. Es wird allgemein angenommen, dass die hohe Suizidrate unter Frauen im reproduktiven Alter mit der Gewalt gegen Frauen in Verbindung steht.