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Die Geschichte der Migros-Werbung
Zu Beginn sträubte sich Gottlieb Duttweiler gegen Werbung. Doch inzwischen hat die Werbung Kult-Status erreicht.
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Zu Beginn sträubte sich Gottlieb Duttweiler gegen Werbung. Doch inzwischen hat die Werbung Kult-Status erreicht.
«Statt Reklamekult sachliche Prüfung», verkündet Gottlieb Duttweiler 1925. Doch auch die Migros kommt nicht ohne Werbung aus. 1927 taucht auf ihren Verkaufswagen erstmals der Werbespruch «Migros – die frischen Qualitäten» auf.
Bei ihrer Gründung verspricht die Migros den Hausfrauen, ihre Waren so billig als möglich zu verkaufen. Sie werde, im Gegensatz zu den Produzenten von Markenprodukten, auf teure Reklame und aufwendige Verpackungen verzichten.
Trotz seinem Misstrauen gegen die Werbung, welche die Produkte unnötig verteure, stellt Duttweiler Karl Schlegel an, um Plakate zu entwerfen. Während eines Vierteljahrhunderts prägt dieser Grafiker den oft humorvollen Werbeauftritt der Migros, entwickelt dabei einen eigentlichen Migros-Stil und rückt die billigen Preise ins Zentrum.
Der Migros-Genossenschafts-Bund gründet 1951 eine eigene Reklameabteilung. Diese ist auch für die Bewerbung von Verkaufsaktionen zuständig. Die Werbesprüche stellen – neben der Qualität – immer den niedrigen Preis und die Einsparung ins Zentrum. Nicht umsonst sieht einer der lange Jahre verwendeten Slogans aus wie eine Rechenaufgabe: «Qualität + Preis = Migros».
Als das Schweizer Fernsehen 1965 die Werbung einführt, nutzt die Migros als eines der ersten Schweizer Unternehmen die Möglichkeit der Fernsehwerbung. Bald entdeckt sie, dass TV-Werbung auch unterhalten kann.
Spot von 1965 – Bananen kauft man in der Migros >>.
Als Ende 1968 in der Schweiz das Farbfernsehen eingeführt wird, produziert die Migros nur noch farbige Spots. Die Migros-Spots zeigen aber weiterhin ein weisses M. Denn das orange M erscheint auf den veralteten Schwarz-Weiss-Geräten zu Hause dunkel und unattraktiv.
Rechtzeitig zum fünfzigsten Geburtstag, kann sich 1975 die Familie M um ein oranges M gruppieren, das von den meisten Zuschauern auch als solches wahrgenommen wird. Es fällt allerdings auf, dass sein Farbton recht zufällig ist. Erst 2005 wird der Farbton des Migros-Wahrzeichens verbindlich festgelegt.
Spot von 1975 - Eusi Migros >>.
So ungewöhnlich wie die Migros selber war stets auch ihre Werbung. Das soll auch in Zukunft so bleiben.
Spot von 2007 – Ein bisschen mehr >>.