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Am vergangenen Sonntag wurde in der Royal Albert Hall in London mal wieder der "britische Oscar" vergeben. Grosser Gewinner des Abends: Sam Mendes' Film über eine schwierige Mission.
Die Oscar-Saison neigt sich dem Ende zu. Viele Golden Globes haben ein neues Zuhause gefunden, Kritikerpreise wurden verteilt und die unterschiedlichen Verbände haben die besten Performances von 2019 ebenfalls bereits ausgezeichnet. Bevor es dann aber an die Oscars geht, sind immer noch die BAFTAs dran. Bei der Verleihung des britischen Oscars 2020 war 1917 der grosse Abräumer. Der vor allem mit britischen Geldern finanzierte und in England sowie Schottland gedrehte Film war neunmal nominiert und konnte am Ende sieben Preise abholen.
Grosse Überraschungen bot die Verleihung fast keine. Die Darstellerpreise gingen wie erwartet an Joaquin Phoenix, Renée Zellweger, Laura Dern und Brad Pitt und Parasite wurde als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. Der Film von Bong Joon-Ho gewann zusätzlich den Preis für das beste Drehbuch.
Somit dürfte es am kommenden Sonntag bei den Oscars zum grossen Duell zwischen 1917 und Parasite kommen. Zwar ist 1917 der grosse Favorit, da viele BAFTA-Mitglieder auch in der Academy sitzen, doch geniesst das Kriegsdrama von Sam Mendes in Los Angeles keinen Heimvorteil mehr. Zudem ist die Academy seit ein paar Jahren deutlich internationaler aufgestellt, was dem südkoreanischen Film helfen könnte. Es bleibt also spannend.