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"Nichts ist schwerer, als mit einem Geheminis zu leben, über das man nicht sprechen kann."
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„Mein Name ist Edward Joseph Snowden. Früher stand ich im Dienst der Regierung, heute stehe ich im Dienst der Öffentlichkeit. Ich habe fast 30 Jahre gebraucht, um zu erkennen, dass das nicht dasselbe ist, und als es endlich so weit war, bekam ich ein wenig Ärger mit meinem Arbeitgeber.“ Das sind die ersten Sätze aus der Biografi... „Mein Name ist Edward Joseph Snowden. Früher stand ich im Dienst der Regierung, heute stehe ich im Dienst der Öffentlichkeit. Ich habe fast 30 Jahre gebraucht, um zu erkennen, dass das nicht dasselbe ist, und als es endlich so weit war, bekam ich ein wenig Ärger mit meinem Arbeitgeber.“ Das sind die ersten Sätze aus der Biografie von Edward Snowden, der im Alter von nur 29 Jahren, sein bis dahin existierendes Leben aufgibt und die ganze Welt schockiert. Er war als Datenspezialist für CIA sowie NSA tätig und enthüllte Pläne der US-Regierung, die eine Massenüberwachung zum Ziel hatten. Was erst nach einer Science-Fiction-Dystopie klang, war und ist bitterer Ernst und die Aufdeckung dieser Machenschaften, kostete ihn sein bisheriges Leben. Nun legt der 1983 in Elizabeth City, North Carolina, geborene Edward Snowden mit „Permanent Record“ seine Biografie vor und erzählt seine ganze Geschichte von Anfang an. Ist es ein literarisch weiter Wurf? Nicht wirklich. Muss es das sein? Garantiert nicht. Ist es ein wichtiges Buch? Absolut! In Bezug auf Snowden hat man es nicht mit einem Berufsschriftsteller zu tun, der auch offen zugibt, ein Problem mit autobiographischen Berichten zu haben. Das Ende des ersten Jahres an der Highschool sollte mit einem solchen Bericht enden, der 1000 Wörter umfassen sollte…Snowden fiel durch, weil er ein leeres Blatt abgab. Auch in Bezug auf die heutige Situation schreibt er: „Niemandem mit einem Lebenslauf wie meinem ist der Gedanke an eine Autobiographie sympathisch.“ Es freut mich trotzdem, dass er sich dazu durchgerungen hat, denn was man nun vor sich hat, ist eine sehr gut lesbare und spannende Autobiographie, die an einigen Stellen nur leider etwas zu detailverliebt ist. Aber da kneift man gerne mal ein Auge zu. Auf etwas mehr als 400 Seiten erzählt Snowden sehr offen, reflektiert und auch selbstkritisch, wie er aufgewachsen ist, er berichtet von seiner Schulzeit und seinem beruflichen Werdegang, seiner kurzen Zeit in der Armee, die Zeit bei der CIA und der NSA und natürlich auch, wie und warum aus ihm ein „Whistleblower“ wurde. Sein Wissen über die Nutzung von privaten und öffentlichen Daten durchzieht das gesamte Werk und schon allein aus diesem Grund ist es ein unheimlich wichtiges Buch, denn wie schreibt er so schön: „Wenn wir den Anspruch auf unsere Daten jetzt nicht zurückfordern, wird es für unsere Kinder vielleicht zu spät sein.“ Wir bewegen uns in eine Richtung, aus der es bald kein zurück mehr geben wird und letztendlich wird die Science-Fiction-Dystopie Realität und die Erde wird nur noch von gläsernen Menschen bevölkert, denn „in den USA gelten Daten gemeinhin als Eigentum derjenigen Personen, die sie erheben. Die EU hingegen betrachtet Daten als Eigentum derjenigen Person, die sie erzeugt hat, was ihr erlaubt, den betroffenen Personen den Schutz ihrer entsprechenden Bürgerrechte zugestehen.“ Allerdings ist es jetzt schon so, dass knapp 80 bis 90 Prozent der weltweiten Server vom amerikanischen Markt beherrscht werden. Ein gutes und vor allem wichtiges Buch, das uns zeigt, dass wir unsere Zukunft und das Wort „Privatsphäre“ nicht leichtfertig auf’s Spiel setzen sollten!