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Die Linea LONA besteht aus mehreren Befestigungsbauten, welche zusammen die Sperrstelle zwischen den Ortschaften Lodrino und Osogna im Ticino-Tal bilden. Sie war Teil des Ausbaus der Tessiner Festungsanlagen, der nach 1938 einsetzte. Der Name der Sperrstelle setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von LOdrino und den Endbuchstaben von OsogNA zusammen. Der Ort wurde aufgrund der Topographie des Tales an dieser Stelle gewählt: ein enger Talboden umgeben von steilen Felswände. Wer von Süden her kam, muss diese Stelle passieren. Umgehungsmöglichkeiten gab es keine. Dadurch konnte mit nur einer Sperrstelle der Vormarsch von feindlichen Truppen von Süden her sowohl zum Lukmanier wie auch zum Gotthard verhindert werden.
Der Bau der Linea LONA begann 1939 und wurde 1943 fertiggestellt. Das Rückgrat der Befestigung bildeten die Infanteriestellungen auf der Linie Lodrino-Osogna. Sie setzten sich aus Infanteriebunkern und Panzersperren zusammen, welche die Form eines V bildeten. Eine Reihe von Sprengobjekten entlang der Strassen und der Bahnlinie, Schutzunterkünfte und vorbereitete Kampfstellungen vervollständigten das Verteidigungswerk, welches sich von der Boggera-Schlucht bis hinauf zum felsigen Gelände oberhalb der Ortschaft Lodrino entlang des Riale di Lodrino zieht. Mit den Artilleriebunkern entlang der nördlich gelegenen Linie Mairano–Mondascia konnten die Verteidigungslinie und das Vorgelände unter Artilleriebeschuss genommen werden (je vier 10.5 cm Haubitzen bei Mairano und bei Mondascia). Der Militärflugplatz Lodrino ergänzte die Linea LONA. Dieser wurde 1940 gebaut und diente als Basis für die Luftverteidigung oder für die Unterstützung der Bodentruppen aus der Luft.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Sperrstelle mit einem 12 cm Festungsminenwerfer und zahlreichen Kugelbunkern verstärkt.
Die Infanterie- und Artilleriewerke rund um das “Forte Mondascia“ (11, 12) sind der Ausgangs- bzw. der Endpunkt jedes Besuches der Linea LONA. Die Nebenanlagen, die sich entlang des Weges, der die Panzersperre durchquert, befinden, sind höchst interessant. Es handelt sich um drei Bunkeranlagen: Das Werk “Vergio“ (3), welches vollständig unter Fels gebaut ist und die westliche Flanke der Sperrstelle bildete, das ebenfalls unter Fels gebaute Werk “Chiesa“ (4) und das gepanzerte Werk “Bunker Grande“ (1), das als einziges der drei baugleichen Werken noch vorhanden ist.