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Sanierungsarbeiten auf quecksilberbelasteten Parzellen - Stand der Arbeiten und Kontrolle der Staubablagerungen
Im Rahmen der Überwachung der Sanierungsarbeiten der mit Quecksilber belasteten Parzellen in den Siedlungsgebieten von Visp und Raron zeigt die durch die Dienststelle für Umwelt (DUW) durchgeführte Kontrolle der Staubablagerungen in der Nähe der Baustellen das Vorhandensein von Quecksilber in Staubemissionen in vernachlässigbaren Mengen. Ausnahme bildet eine Baustelle im Zentrum von Visp. Die bestehenden Massnahmen zur Verminderung von Staubemissionen auf Sanierungsbaustellen wurden präzisiert.
Seit Beginn der Sanierungsarbeiten wurden über 70 belastete Parzellen im Siedlungsgebiet saniert. Die monatlichen durch die DUW durchgeführten Erhebungen von Staubablagerungen in der Nähe der Baustellen zeigen, dass Quecksilber in vernachlässigbaren Mengen im Staub vorhanden ist, mit Ausnahme einer Baustelle in Visp, für welche die Aushubarbeiten heute fertiggestellt sind.
Da die Schweizer Gesetzgebung keinen Grenzwert für Schadstoffdepositionen im Staub festlegt, wird für die durch die DUW eingeführten Kontrollen eine auf deutsche Normen basierende Methodologie verwendet. Die Resultate haben eine Überschreitung des in Deutschland festgelegten Immissionswertes (1 μg Hg pro m2 und Tag im Jahresmittel) im Umkreis einer Baustelle in der Nähe der Kantonsstrasse in Visp hauptsächlich während den Monaten April und Mai 2019 nachgewiesen. Der für Grossflächen definierte Immissionswert wurde in dem Staubsammler neben der Lastwagenladezone deutlich überschritten (im Jahresdurchschnitt um den zehnfachen Faktor). In einem weiteren Sammler, der sich rund 100 Meter von der Ladezone befindet, wurde keine Überschreitung des deutschen Immissionswertes festgestellt. Die neusten Resultate für Juni 2019 zeigen, dass sich die Situation mit dem Abschluss der Aushubarbeiten normalisiert hat. Im Zentrum von Visp wird die durch den Staub freigesetzte Quecksilbermenge während der gesamten Dauer der Sanierungsarbeiten auf einige Gramm geschätzt. Die festgestellten Emissionen, die sich über circa zwei Monate hingezogen haben, befinden sich unter der sogenannten «Bagatellgrenze» (2.5 g Hg/Std), die in den deutschen Normen definiert ist.
Aufgrund der beschränkten Dauer der Arbeiten und in Anbetracht der relativ limitierten durch Staub verstreuten Quecksilbermengen wurde das Risiko für die Bevölkerung und die Passanten als irrelevant erachtet. Zudem kann anhand der beschränkten Quecksilbermengen eine Bodenbelastung durch Staubablagerungen auf Parzellen in der Nähe der Baustelle ausgeschlossen werden.
Nach Kenntnisnahme der ersten Resultate hat die DUW die Lonza AG, die für die Sanierungsarbeiten verantwortlich ist, daran erinnert, die Umsetzung der Massnahmen zur Staubimmissionsverminderung, die im Sanierungsprojekt definiert sind, zu kontrollieren. Die zuhanden der Bauarbeiter erstellten Informationsbroschüren zur Bekämpfung und zum Schutz vor Staub wurden dementsprechend bearbeitet und ergänzt. Zum Schutz der Arbeitnehmer auf diesen Baustellen arbeitet die SUVA zusammen mit den entsprechenden Unternehmen und überprüft die Einhaltung der Arbeitsschutzmassnahmen und Regeln. Schliesslich wird die DUW die Staubimmission auf Baustellen während Sanierungsarbeiten weiterhin überwachen. Die Sanierungen werden im Herbst mit dem Beginn der Arbeiten an einem vierten Sanierungslos im Quartier Turtig fortgesetzt. Die Sanierung eines dritten Quartiers in Visp sollte 2020 beginnen.