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Das Wichtigste in Kürze
- Situation in ostukrainischer Stadt «sehr schwierig».
«Die Russen rücken in die Mitte von Sewerodonezk vor. Die Kämpfe dauern an, die Situation ist sehr schwierig», erklärte der Gouverneur der Region Luhansk, Sergij Gajdaj, am Montag im Messengerdienst Telegram.
Sewerodonezk und die Nachbarstadt Lyssytschansk sind die beiden letzten von ukrainischen Soldaten gehaltenen Städte in der Region Luhansk. In Sewerodonezk hatte es nach Angaben des Gouverneurs bereits am Sonntag Strassenkämpfe gegeben.
Bei einem russischen Angriff am Montag wurden nach Angaben des Gouverneurs zwei Menschen in einem Auto verletzt, sie konnten aber «in Sicherheit» gebracht werden. «Die wichtige Infrastruktur von Sewerodonezk ist zerstört, 60 Prozent der Wohnungen können nicht wiederaufgebaut werden», fügte Gajdaj hinzu. Die Strasse, die Severodonetsk mit Lyssychansk und der Stadt Bachmut weiter südlich verbindet, sei zu «gefährlich», um Zivilisten in Sicherheit und Hilfsgüter in die Stadt zu bringen.
Der Bürgermeister von Sewerodonezk, Olexander Stryuk, hatte bereits am Wochenende wegen der humanitären und sanitären Lage in der Stadt Alarm geschlagen, die vor dem Krieg 100.000 Einwohner hatte. «Ständige Bombenangriffe» erschwerten vor allem die Versorgung mit Trinkwasser. In der Stadt gibt es demnach auch schon seit mehr als zwei Wochen keinen Strom.