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Herztransplantation
Herztransplantation bedeutet das Verpflanzen des gesunden Herzens eines hirntoten Spenders in einen herzkranken Patienten. Sie ist eine Behandlungsmöglichkeit für Patienten, deren Herzfunktion trotz ausgeschöpfter Behandlung mit Medikamenten so schwer vermindert ist, dass sie bei geringster Anstrengung oder schon in Ruhe an Atemnot oder Herzschmerzen leiden. Solche Patienten können ohne Transplantation nicht überleben. Die Herztransplantation hat sich als Routineeingriff in der Schweiz seit 1985 etabliert. In Bern werden seit Sommer 1994 pro Jahr ca. 15 Herztransplantationen durchgeführt. Die Sterblichkeit innerhalb eines Jahres nach der Transplantation beträgt nur etwa zehn Prozent. Auch im weiteren Verlauf gibt es nur selten transplantatbedingte Todesfälle zu beklagen.
Nachbehandlung
Der operative Eingriff ist nicht komplizierter als andere Herzoperationen. Nach der Operation bleiben die Patienten in der Regel zwei bis vier Tage auf der Intensivstation, dann noch zwei bis drei Wochen auf der normalen Bettenstation. Während dieser Zeit müssen vor allem die Medikamente zur Unterdrückung der Abstossungsreaktion eingestellt werden. Meist ist der Patient bereits bei Spitalaustritt leistungsfähiger als vor der Operation. Im Laufe von zwei bis drei Monaten erreicht er wieder eine normale Belastbarkeit und eine gute Lebensqualität. In der Regel kann auch die Arbeit wieder aufgenommen sowie Sport ausgeübt werden. Regelmässige Kontrollen beim Kardiologen und beim Hausarzt sind wichtig.