Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03177.jsonl.gz/2824

Grabel, Lee
Lee Grabel war ein Illusionist von Weltruf, der von vielen als der letzte grosse Meister in der Tradition von Herrmann, Kellar, Thurston, Tampa und Dante betrachtet wurde.
Lee Grabel wurde in Portland in Oregon geboren. Sein Interesse für die Zauberkunst wurde geweckt, als er als Junge eine Vorstellung des Zauberers Professor Turtle sah. Er sah in der Zauberkunst eine willkommene Möglichkeit, in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren Geld zu verdienen. So gab er als Fünfzehnjähriger fünf Shows pro Woche für eine Gage von $ 5.00, was damals viel Geld bedeutete. Sein Vater verdiente pro Woche $ 18.00.
Nachdem er 1936 an einem Zauberkongress in Seattl einen Preis gewonnen hatte, wuchs sein Ruf als guter Zauberkünstler.
1940 demonstrierte er als Dozent der Universität von Kalifornien seinen Studenten die psychologischen Aspekte der Zauberkunst und seine Auftritte führten zu einer Tournee durch andere Hochschulen.
1942 wurde er nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges eingezogen. In der Armee unterhielt er die Truppen auf vielen verschiedenen Stützpunkten. 1944 heiratete er seine Frau Helen Foster, eine Bibliothekarin, die er bei einer Vorstellung in Südkalifornien kennengelernt hatte. 1944 wurde er in den Südpazifik geschickt, um Shows für die Truppen zu organisieren. Dort traf er Arnold Furst, der ebenfalls für die Truppen auftrat. Die beiden verband von da en eine langjährige Freundschaft.
Nach Ende des Krieges begann Lee Grabel, sein Programm zu einer echten Theatershow auszubauen. Nach dem Rücktritt von Blackstone Sr. in den 1950er-Jahren wurde Grabel zum grössten amerikanischen Zauberkünstler. Mit einer grossen Show reiste er während 15 Jahren mit einer 20 Tonnen wiegenden Show mit grossem künstlerischem und finanziellem Erfolg durch ganz Amerika.
Unter anderem führte er das schwebende Klavier vor, wobei Klavier und Pianistin sich in die Luft erhoben und eine Drehung um 180 Grad vollführten. Vom Variety Magazin wurde er als herausragende Persönlichkeit des Theaters und als Meister der Illusionen bezeichnet.
1954 wurde Lee Grabel von Dante als dessen Nachfolger in der "Königlichen Dynastie der Zauberer" gewählt.
1958 wurde ihm zur Anerkennung als Amerikas grösster Zauberkünstler eine Goldmedaille verliehen.
1959 zogen sich Grabel und seine Frau aus dem Showgeschäft zurück. 1977 unternahm er eine zwanzigwöchige "Abschiedstournee".
1994 ernannte er Lance Burton als seinen legitimen Nachfolger.Biografie
McGill, O. The Magic and Illusions of Lee Grabel, 1986