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Hit&Roll: Liebe Rox,in vier Wochen beginnt die Schweizermeisterschaft in Thun. Wie sieht Eure Vorbereitung bis dann aus?
Roxane: Wir spielen an diesem Wochenende den Berner Damen-Cupund in der Woche danach in Glasgow (Schottland). Wir hoffen, zwei Playoffs zu erreichen. Nach Schottland stehen wir auf der Zielgeraden zur Schweizer Meisterschaft. Wir werden uns darauf konzentrieren, die letzten Details auf dem Eis zu verbessern und uns physisch auf diese Woche vorzubereiten.
Und was ist Euer Ziel an der SM?
(Ohne zu zögern) Eine Medaille!
Die Weltmeisterschaft in Prince George (Kanada) – war das nie ein Thema?
Ja, wir haben eine Chance – auch wenn wir nicht zu den Favoriten für den Titel gehören. Wir gehen es von Spiel zu Spiel an und werden wirklich alles geben, und sehen, wohin es uns führt …
An der SM spielen gerade mal 7, 8 Teams, es gibt nicht einmal eine Qualifikation. Wieso spielen nicht mehr Teams?
Ja, es ist schade, dass die Anzahl der Frauenteams bei der Elite so gering ist. Ich denke, die Erwartungen an den Sport sind in den letzten Jahren gestiegen. Um zu den besten Teams zu gehören, muss man sich mit Leib und Seele dem Curling widmen und einen flexiblen Arbeitgeber haben.
Wie könnte man unseren Sport attraktiver machen? Viele Teams hören nach dem Junioren-Alter auf oder schaffen den Anschluss zur Elite nicht …
Das ist schwer zu sagen. Ich denke, man muss geduldig sein und durchhalten, um den Durchbruch zu schaffen. Die erste Elite-Saison ist normalerweise nicht gleich die erfolgreichste. Deshalb sollten junge Spieler ermutigt werden, dran zu bleiben. Und es braucht einen Rahmen zur Unterstützung der Teams, die in die Elite übertreten – was aber immer mehr der Fall ist, da wir 3 Nationaltrainer zur Verfügung haben.
Du hast Dich einem „alten“ Skip angeschlossen – ist das der Königsweg?
Das war sicherlich ein Vorteil, ja, aber ich denke, das Wichtigste ist, dass alle Spieler das gleiche Ziel und das gleiche Interesse am Sport haben.
An Engagement fehlt es Dir offensichtlich nicht, Du hast auch das Amt als Athletenvertreterin übernommen. Was sind hier Deine Aufgaben?
Meine Aufgabe ist es, die Interessen der Athleten zu vertreten und die Kommunikation zwischen den Athleten und dem Verband SWISSCURLING zu erleichtern; eine Art Brückenbauer für beide Parteien zu sein.
Kannst Du ein Beispiel nennen?
Wenn die Nationaltrainer oder der Exekutivrat die Meinung aller Spieler zu einem aktuellen Diskussionsthema haben möchten, ist es meine Pflicht (zusammen mit Lucien Lottenbach), die Spieler nach ihrer Meinung zu fragen und diese so an die Trainer oder den Ausschuss weiterzugeben. So lässt sich ein endloser Austausch von E-Mails vermeiden. Aber das ist in dieser Saison nicht oft passiert – noch nicht.
Seit dieser Saison habt Ihr den kanadischen Weltklasse-Coach Mike Harris an Eurer Seite; wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Bereits als Juniorin hatte ich meine ersten Curlingstunden bei ihm, als er in Champéry arbeitete. Irene kannte ihn von den Grand Slams. Dann fragten wir Mike, ob er jemanden kenne, der mit uns zusammenarbeiten könnte, da er fast die gesamte Curling-Welt kennt. Er antwortete: «Nun, ja, ich würde Euch zur Verfügung stehen!» Und so begann unsere Zusammenarbeit. Wir haben großen Respekt vor seinem Engagement für den Curling-Sport und schätzen seine enorme Erfahrung sehr.
Dann wird er auch in Thun anwesend sein?
Oh ja, er wird mit uns dort sein.
Und wieso sollte man als Zuschauer nach Thun kommen? Und für wen sollte man die Daumen drücken?
Das Organisationskomitee leistet grossartige Arbeit. Neben der Halle steht ein beheiztes Zelt, in dem man Raclette essen und etwas trinken kann! Und die besten Schweizer Teams treten in Thun an! Jeder soll die Daumen drücken für das Team seiner Wahl, aber diejenigen, die es nicht wissen: Drückt die Daumen für das Team Limmattal Pleion!