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Adlerfarn und Wurmfarn sind auf Alpweiden vor allem auf mittleren Höhenlagen unterhalb und bis an die Waldgrenze verbreitet. Der Wurmfarn bevorzugt saure und nährstoffarme Böden. Der Adlerfarn deckt ein breiteres Standortspektrum ab und kommt sowohl auf feuchten wie auch auf trockeneren, auf kalkhaltigen und sauren, sowie auf nährstoffreichen und auch mageren Standorten vor. Farne bevorzugen jedoch oft halbschattige Waldränder und breiten sich häufig von dort aus in angrenzende Wiesen und Weiden aus.
Adler- und Wurmfarn sind mehrjährige und giftige Pflanzen www.vetpharm.uzh.ch/giftdb/pflanzen/0003_bot.htm. Die gesamte Pflanze ist giftig, wobei die jungen Pflanzen weniger giftig sind als die älteren Pflanzen. Beide Farne sind frisch wie auch getrocknet giftig und eignen sich daher auch nicht als Einstreue. Das Gift der Pflanzen greift die Leber sowie den Magendarmtrakt und das Nervensystem an. Vom Vieh werden Adler- und Wurmfarn auf der Weide in der Regel nicht gefressen. Farne reagieren empfindlich auf Tritt und Schnitt.
Der Adlerfarn kann bis zu 2 Meter hoch werden und verdrängt durch seine schirmartigen Blätter die lichtliebenden Futterpflanzen und kann Flächen komplett überwuchern. Die beiden Farne reduzieren bei gehäuftem Vorkommen den Futterertrag und die Futterqualität der Alpweiden sowie deren Artenvielfalt.
Dürre abgestanden Adlerfarnbestände können im Herbst und im Winter zudem ein erhöhtes Brandrisiko darstellen.
Farne sind Sporenpflanzen und sind wie Samenpflanzen aus Spross und Wurzelwerk aufgebaut. Bei den Farnen bilden sich zur Vermehrung jedoch keine Samen aus, sondern kleine Sporen. Adler- und Wurmfarn verbreiten sich sowohl über Sporen, wie auch über ihr Wurzelwerk. Während der Adlerfarn sich vor allem über sein unterirdisches Rhizom vegetativ ausbreitet, verbreitet sich der Wurmfarn stärker über Sporen. In der Regel läuft die Verbreitung des Wurmfarns über die Sporen eher langsam und punktuell ab, was oft in einem mosaikartigen Vorkommen der Wurmfarne resultiert. Der Adlerfarn verbreitet sich hingegen durch sein Rhizom eher schneller und in der Regel auch flächenhafter.
An der Blattunterseite sind sogenannten Sori (Sporenbehältern) sichtbar, die viele kleine Sporen in sich tragen. Trocknen die reifen Sporenbehälter aus, reisst ihre Wand und die Sporen werden herausgeschleudert und vom Wind verbreitet. Bis zu 500 Sporen befinden sich in einem Sporenbehälter. Die Sporenverbreitung findet je nach Höhenlage zwischen Juni und September statt. Durch die Windverbreitung erreicht vor allem der Wurmfarn extreme Standorte wie Mauern, steinige Nischen und auch felsige Standorte. Zur erfolgreichen Keimung benötigen die Sporen ausreichend Feuchtigkeit. Die Keimung erfolgt meistens erst im Folgejahr.
Die Verbreitung des Adlerfarns erfolgt vor allem vegetativ durch sein unterirdisch weit verzweigtes Rhizom, welches durchschnittlich 2 m pro Jahr wächst. Die Pflanze entwickelt in 10 bis 20 Zentimeter Tiefe im Boden horizontale Kriechtriebe, sodass ein weitverzweigtes Rhizomgeflecht und folglich flächenhaft ausgedehnte Adlerfarnbestände entstehen.
Beim Wurmfarn entwickeln sich knollenartige Wurzeln, auf denen sich dann am selben Standort typische Wurmfarnhorste bilden.
Weitere biologische Aspekte zum Wurmfarn sind unter folgendem Link zu finden: www.infoflora.ch/de/flora/dryopteris-filix-mas.html
Weitere biologische Aspekte zum Adlerfarn sind unter folgendem Link zu finden: www.infoflora.ch/de/flora/pteridium-aquilinum.html