Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03202.jsonl.gz/1699

Die Stadt Laufenburg findet ihre erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1207. Unter Graf Rudolf II. von Habsburg wurde die Siedlung, welche auf beiden Rheinufern errichtet war, zu einer befestigten Stadt ausgebaut.
In der wechselvollen Geschichte war die Stadt immer eins. Während des Zweiten Koalitionskriegs verlief bei Laufenburg hier die Frontlinie zwischen den Armeen Frankreichs und Österreichs. Die Brücke über den Rhein
wurde zerstört. Der am 9. Februar 1801 unterzeichnete Friede von Lunéville teilte Laufenburg in zwei Hälften. Der kleinere rechtsrheinische Teil gelangte zum Großherzogtum Baden. Am 20. Februar 1802 wurde Laufenburg
Hauptort des gleichnamigen Distrikts im Kanton Fricktal, der sich im August der Helvetischen Republik anschloss; damit war Laufenburg schweizerisch geworden.

So kam es, dass mit zunehmender Bedrohung durch Nazi-Deutschland sich Laufenburg gegen seine ehemaligen Nachbarn und Mitbewohner befestigen musste. Das BBB baute auch hier entlang des Rheins einige Werke. Zwei dieser
Bunker (A4312 und A4315) wurden direkt am Rhein in die Uferbefestigung integriert. Diese sicherten den Rheinübergang über die Brücke, welche mit Tankbarrikaden verstärkt war und zur Sprengung vorbereitet wurde. Die
Strassen wurden zum Teil mit einer Betonmauer abgeriegelt, und in den umliegenden Kellern entstanden Waffenstellungen. Zweiter kritischer Übergang war das Stauwehr beim 1910 errichteten Kraftwerk. Auch dieser wurde
zur Sprengung vorbereitet und mit einem Infanteriewerk (A4315) gesichert. Es ist anzunehmen, dass auch im Kraftwerk Stellungen errichtet wurden, jedoch keine permanenten wie in den Kraftwerken um Eglisau.
Im Kaisten entstand eine weitere Verteidungslinie. Gesichert durch zwei massive MG Bunker, welche noch durch das BBB bis zum Frühjahr 1940 errichtet wurden, war bereits Ende 1939 der ganze Ort zu einem Stützpunkt
ausgebaut worden. Das BBB erstellt nicht nur Infanterieanlagen. Für die vorgeschobenen Artilleriebeobachter war eine geschütze Stellung an der exponierten Krete des Lümberg notwendig. So wurde parallel zu den MG Bunkern
noch ein Artilleriebeobachter errichtet.
Zur Sicherung der Flanken der Stützpunkte Kaisten und Eiken wurde durch die Sappeure im Herbst 1939 bis zum Sommer 1940 eine Bunkerlinie durch den Hardwald errichtet. Diese Linie bestand aus 10 Bunkern, welche
in beide Richtungen wirken konnten. Die Linie war noch fertiggstellt worden, bevor im Sommer 1940 der Reduitbefehl alle Befestigungsarbeiten an der Grenze stoppte. Mit einer Ausnahme waren alle diese Werke doppelstöckig
errichtet worden.
Da der ganze Abschnitt massiv verbunkert und eine Rheinüberquerung hier eher unwahrscheinlich war, wurde im Kalten Krieg dieser Abschnitt relativ bescheiden mit zusätzlichen Unterständen und ASU verstärkt.

Kapitel Hauptseite
Anlagen Laufenburg
Laufenburg - Kaisten
Anlagen am Rhein
Anlagen Kaisten Dorf
Hardwald
Abschnitt Nord
Hardwald
Abschnitt Süd