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Im vorgestellten Projekt wird im Skigebiet von Zermatt (Kanton Wallis) die höchst gelegene, vollbiologische Kläranlage Europas (in einer Seilbahnstation auf 3286 m ü. M., siehe Grafik) auf Basis von Membranen mit Wiederverwendung des gereinigten Abwassers betrieben. Aufgrund der Wiederverwendung und der weitestgehenden biologischen und physikalischen Reinigung des Abwassers (nur Urin) gelingt es, die negative Beanspruchung der sensiblen Bergwelt durch den Abwasseranfall zu minimieren. Im Projekt werden spezielle Fragen zur Aufsalzung und Färbung des gereinigten Abwassers, zur Problematik der stark saisonal schwankenden Nährstoffbelastung, der Stickstoffelimination bei geringem CSB/N-Verhältnis, zur Schlammentsorgung und zum ganzjährigen Unterhalt derartiger Belebschlammanlagen geklärt. Dem Projekt kommt bei einer globalen Betrachtung eine besondere Bedeutung zu, da allein im Alpenraum die aufgezeigte Problematik hundertfach auftritt und in ariden Gebieten einer Wiederverwendung von Abwasser weltweit grosse Bedeutung zukommen wird. Der Betrieb der Anlage ist ein Gemeinschaftsprojekt der Zermatt Bergbahnen, der terraLink Gmbh und der Eawag, unterstützt wird das Projekt durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU).
Die erzielten Ergebnisse im Projekt konnten die Jury für den zum erstenmal international ausgeschriebenen Mülheimer Wasserpreis überzeugen, welcher von der IWA (International Water Association) unterstütz wird.
Eine detailierte Zusammenfassung der Projektergebnisse findet sich im Schlussbericht.