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DMZ – SPORT ¦ Urs Berger ¦
Das Turnier der Frauen in Kanada hat seinen ersten Eklat. Das Spiel Russland gegen Kanada hätte heute Morgen um 5:10 MEZ starten sollen. Doch die Kanadierinnen weigerten sich das Spiel anzutreten. Die Delegation aus Kanada soll gemäss dem kanadischen Fernsehsender CBC am Morgen erfahren haben, dass bei ihrem heutigen Gegner nicht alles mit rechten Dingen zu ging. Dies hatte Auswirkungen auf den Beginn des Spieles, welches eine Stunde später begann.
Im Raum stehen drei Möglichkeiten. Die erste ist, dass beim russischen Team mehrere Spielerinnen positiv auf Covid getestet worden seien. CBC zitiert einen kanadischen Funktionär, welcher von drei Spielerinnen berichtet, welche positiv auf das Corona Virus getestet worden seien. Wäre dies der Fall gewesen, hätte die gesamte Mannschaft der Russinnen in Quarantäne gehen müssen und erst nach 24h wieder spielen können. In diesem Fall wäre der schon so sehr enge Turnierplan des IIHF durcheinandergekommen. Weitere Spielverschiebungen wären der Fall gewesen.
Die zweite Möglichkeit, wieso die kanadischen Frauen nicht antreten wollten, sei ein Doping Fall im Team der Russinnen. Welche Spielerinn davon betroffen sei, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Es wäre indes nicht der erste Fall von Doping bei den Russinnen. Bereits in Sotchi 2014 konnte einer Spielerinn Doping nachgewiesen werden.
Die letzte Variante, die in Peking die Runde machte, ist, dass die Kanadierinnen ihre Testresultate noch nicht erhalten hätten. Darauf habe man sich im Einvernehmen mit dem IIHF darauf geeinigt, das Spiel später zu beginnen.
Welche der drei Möglichkeiten ist nun die Wahrscheinlichste? Medienschaffende stufen die Möglichkeit positiver Tests bei mehreren Spielerinnen bei Russland als hoch ein. Als Indiz kann angeführt werden, dass alle Spielerinnen und auch die Schiedsrichter mit einer Maske unter dem Helm antraten. Auch möglich sei das Doping.
Gänzlich ausschliessen kann man die Möglichkeit der nicht erhaltenen Resultate von Covid Tests beim Team Kanada. Die Spielerinnen werden von Hockey Canada jeden Tag von ihrem Teamarzt untersucht und im eigens vom kanadischen Olympia Komitee mitgebrachten Labor ausgewertet. Aus dem Umfeld der Ahornblätter wird gemunkelt, dass die Ergebnisse der offiziellen Resultate «öfters von den eigenen Resultaten abweichen». Auf Nachfrage bei Hockey Canada wollte dies indes niemand bestätigen.
Bereits vor Anfang der Spiele wurde vermutet, dass bei den Covid-Tests oder dem Doping nicht mit gleichen Ellen gemessen würde. Der Deutsche Ski-Alpin Chef liess verlauten, dass er Manipulationen in China nicht ausschliessen könne. Ein weiterer Vertreter der Athleten Kommission liess Zweifel an den Testkapazitäten der chinesischen Labors aufkommen. Diese seien nicht in der Lage die täglich mehrere Zehntausenden von Tests in hoher Qualität durchzuführen. Nicht nur die Athleten und Funktionäre müssen täglich einen negativen PCR Test durchführen, auch die Medienschafenden, Freiwilligen und Angestellten der verschiedenen Sponsoren müssten dieses Prozedere jeden Tag über sich ergehen lassen.
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