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Intensiv, emotional, beeindruckend
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Anna Nicholson, Band 1: Niederlande, 1845. Als Geesje fünfzehn Jahre alt ist, beginnen die Schikanen gegen ihre Familie aufgrund ihres Glaubens. Zwei Jahre später fällt der Entschluss, mit anderen Niederländern ihre Heimat zu verlassen und in den USA neu zu beginnen. Geesje will nicht mit, da sie die Liebe ihres Lebens zurücklas... Anna Nicholson, Band 1: Niederlande, 1845. Als Geesje fünfzehn Jahre alt ist, beginnen die Schikanen gegen ihre Familie aufgrund ihres Glaubens. Zwei Jahre später fällt der Entschluss, mit anderen Niederländern ihre Heimat zu verlassen und in den USA neu zu beginnen. Geesje will nicht mit, da sie die Liebe ihres Lebens zurücklassen muss. Er verspricht zwar, nachzukommen, doch werden sie sich wirklich wiedersehen? Fünfzig Jahre später erinnert sich Geesje zurück, nicht wissend, dass ganz in der Nähe eine junge Frau vor ähnlich schwerwiegenden Entscheidungen wie Geesje einst steht… Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit dem Leuchtturm auf dem Felsen und zwei Frauen – gefällt mir ausgesprochen gut. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, und zwar 1897 in und um Holland, Michigan, USA sowie ab 1845 beginnend in den Niederlanden. Geesje gehört zu den Siedlern, die vor fünfzig Jahren aus den Niederlanden in die USA gekommen waren und die die Stadt, die später Holland genannt wurde, gegründet haben. Im Rahmen der Fünfzig-Jahre-Feierlichkeiten wird sie gebeten, ihre Geschichte rund um ihre Ankunft in Michigan aufzuschreiben. Zuerst sträubt sie sich, doch dann lässt sie sich auf die zuweilen sehr schmerzlichen Erinnerungen ein. Derk, der Sohn des Nachbarn, nennt sie Tante Geesje, obwohl sie nicht miteinander verwandt sind. Er darf ihre Memoiren lesen. Derk ist Theologiestudent und wird einmal Pastor werden. Anna ist dreiundzwanzig Jahre alt und in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen. Als William ihr verbietet, nochmals in die Kirche in der Chicago Avenue zu gehen, wo sie sich aufgenommen fühlte, löst sie die Verlobung. Mit ihrer Mutter reist sie an den Lake Michigan, um ein bisschen Abstand vom Geschehen zu kriegen. Anna hat viele Fragen in Bezug auf den Glauben: Warum hat William ihr den Besuch verboten? Und warum will auch ihre Mutter nicht mit ihr über den Glauben sprechen? Anna sei fanatisch, meint sie. Derk und Anna begegnen sich auf dem Hotelgelände, wo er in den Sommerferien arbeitet. Es ist zwar nicht schicklich, für eine junge, unverheiratete Dame ihres Standes mit einem Mann – und dann erst noch mit einem Angestellten! – zu sprechen, aber sie widersetzt sich diesen Gepflogenheiten. Anna und Derk haben beide ein Problem mit ihren Beziehungen und suchen Entscheidungshilfen. Zusätzlich zu den Informationen im Buch betreffend Gründung der Stadt Holland habe ich mich noch ein wenig im Internet belesen. Federführend für die Auswanderung war der Pastor (niederländ. „Dominee“) van Raalte, der die Trennung von Staat und Kirche verlangte und sodann seine Glaubensbrüder und -schwestern, Mitglieder der Separatistenkirche, aufforderte, mit ihm in die USA zu gehen. Es ist für mich kaum vorstellbar, welche Strapazen die Siedler damals auf sich genommen haben, um den Traum vom freien Glaubensleben in den USA umsetzen zu können. Nur schon die langwierige und belastende Überfahrt in die USA oder dann auch der Bau der ersten Unterkünfte mitten im Wald. Und immer wieder gibt es Rückschläge… Fazit: Eine beeindruckende und ergreifende Geschichte über den Glauben und Entscheidungen. Dies war mein erstes Buch von Lynn Austin und ich weiss, dass nun noch viele weitere von ihr folgen werden. In Kürze kann ich mit „Ufer der Erinnerung“ die Fortsetzung von diesem Buch lesen – ich freue mich sehr auf weitere intensive Lesestunden.