Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03565.jsonl.gz/2914

Im allgemeinen ist das Risiko, Gehörschäden zu erleiden, umso grösser, je länger Sie übermässigem Lärm ausgesetzt sind.
Selbst Geräusche, die Sie nicht als zu laut oder unangenehm empfinden, können Ihr Gehör schädigen, wenn Sie ihnen zu lange ausgesetzt sind.
Laute Geräusche können aber auch schon viel schneller zu Schäden führen.
Geräusche werden in Dezibel (dB) gemessen
Die Dezibel-Skala ist auf das menschliche Gehör abgestimmt: 0 dB ist das leiseste Geräusch, das der Mensch wahrnehmen kann. Ein Gespräch mit einem Freund hat etwa 60 dB. Bei einem Wert von 90 dB – die ein Rasenmäher produziert – haben wir bereits relativ laute Geräuschpegel, die im Lauf der Zeit das Gehör schädigen können. Tatsächlich sind sich die meisten Fachleute darüber einig, dass bei einer anhaltenden Lärmbelastung von über 85 dB die Gefahr für einen Hörschaden besteht. Aus diesem Grund schreiben Bestimmungen für die Sicherheit am Arbeitsplatz den Arbeitgebern in der Regel vor, Personen, die in Bereichen mit einem Geräuschpegel von über 85 dB arbeiten, Gehörschutz bereitzustellen.
Bei einem Pegel von 140 dB (Düsenjet) oder 180 dB (Raketenstart) kann sehr schnell ein dauerhafter Hörschaden entstehen.
Warnzeichen
Leider lässt sich nicht eindeutig feststellen, wann ein Hörschaden eintritt – in der Regel erkennen wir ihn erst dann, wenn es zu spät ist.
Wir können jedoch in den jeweiligen Situationen, in denen wir uns befinden, auf die Geräuschpegel achten. Wenn Sie bei Hintergrundgeräuschen schreien müssen, um sich Gehör zu verschaffen, besteht möglicherweise Gefahr für Ihr Gehör, da eine längere Lärmbelastung Schäden verursachen könnte.
Wenn Sie ein Ohrgeräusch oder Ohrenschmerzen verspüren, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Lärmbelastung eindeutig zu hoch ist. Dies tritt häufig nach lauten Veranstaltungen (z.B. einem Musikkonzert) auf. Sollten Sie noch Stunden nach dieser lauten Veranstaltung Probleme mit dem Hören haben oder ein Ohrgeräusch oder andere ungewöhnliche Nachwirkungen verspüren, ist Ihr Gehör wahrscheinlich in Gefahr.
Sie können Ihre Ohren schonen, indem Sie laute Geräusche vermeiden. In Zukunft können Sie in ähnlichen Situationen stärker darauf achten und früher handeln, um die Auswirkungen zu verringern.
Sollten Sie sich nicht sicher sein, tragen Sie einen Gehörschutz, und entfernen Sie sich so schnell oder so oft wie möglich vom Lärm.
Verborgene Gefahren für unser Gehör:
Kopfhörer
Heutzutage tragen viele Menschen Kopfhörer – auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit, beim Joggen oder einfach beim Entspannen zuhause.
Kopfhörer sind sehr praktisch, nicht jedem ist jedoch bewusst, welche Lautstärken sie produzieren können. Bei einigen können das bis zu 100 dB sein, bei anderen sogar noch mehr. Bei diesem Lautstärkepegel besteht bereits nach 15 Minuten die Gefahr, dass Sie Ihr Gehör schädigen.
Einige Mobiltelefone zeigen mit roten Balken auf der Lautstärkeanzeige an, wann ein gefährlicher Pegel erreicht ist.
Stadtleben
Schon alleine das Leben in der Stadt kann die Gefahr von Hörschäden erhöhen – und zwar um 64%.
Dies geht aus einer Studie hervor, die jüngst in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde. Dies zeigt im Grunde, wie kontinuierliche Geräuschbelastung zu Hörschäden führen kann.
Weitere Informationen darüber, wie Sie Ihr Gehör schützen können, finden Sie hier.