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Die Verbreitung und Bekämpfung der Malaria in der Schweiz im 19. Jahrhundert
Die Malaria, eine durch Plasmodien verursachte und von Anophelesmücken von Mensch zu Mensch übertragene Infektionskrankheit, war in der Schweiz bis zur Wende zum 20. Jahrhundert weit verbreitet. Insbesondere in den sumpfigen Gebieten entlang von Flüssen und Seen litten die Menschen an den wiederkehrenden Fieberschüben. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Krankheit im Sinne der Miasmentheorie den giftigen Ausdünstungen der Sümpfe zugeschrieben. Dementsprechend wurde die Krankheit besonders im 19. Jahrhundert, einer Zeit der grossräumigen Eingriffe in die Natur, durch Flusskorrektionen und Entsumpfungen bekämpft. Das Verschwinden der Malaria im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde als Erfolg dieser Projekte gefeiert, auch wenn die Forschung bald erkannte, dass verschiedene Faktoren dafür verantwortlich waren.
Der Vortrag beleuchtet das Auftreten der Malaria in der Schweiz und fragt nach den Wechselwirkungen zwischen Natur und Gesellschaft: Wo lagen die Infektionsherde des sogenannten Sumpffiebers? Welchen Einfluss hatte die Umwelt, dabei unter anderem die klimatischen Bedingungen, auf das Auftreten der Krankheit? Welche Wirkung hatten die menschlichen Eingriffe in die Natur auf ihre Verbreitung? Wann wurden die Rolle der Tiere bei der Übertragung entdeckt und welche Folgen hatte dies?