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Datenspiegel
Berken ist mit seinen 54 Einwohner die kleinste Gemeinde im bernischen Oberaargau. Das Dorf liegt an der Aare und besteht aus den vier Wyhlern Berken, Oberberken, Berkenweid und Christenhof.
Lage
Berken liegt im bernischen Oberaargau. Zürich ist mit dem Auto in einer Stunde erreichbar, Bern in 30 Minuten und Basel in 40 Minuten. Die nächst grösseren Ortschaften sind Herzogenbuchsee und Langenthal.
Geschichte
Erstmalige Erwähnung findet Berken im Jahr 1272 als Berinkon bzw. Berinchoven, ab 1306 spricht man von Berikon. Vom Mittelalter bis ins Jahr 1798 gehörte Berken zur Herrschaft Aarwangen, danach wurde es dem Amtsbezirk Wangen zugeteilt. Um 1800 hatte die Gemeinde 60 Einwohner, im Jahr 1910 waren es 77 und heute sind es 49.
Ortsname
Der Ortsname Berken taucht erst vergleichsweise spät in den Quellen auf, trotzdem lässt sich seine ursprüngliche Bedeutung aus den Belegen noch klar ableiten. «Berikofen» heisst es 1358, ein Jahr später Beronkon, 1365 Berikon. Die Endung «-ikofen» oder «-ikon», ursprünglich «ing-hoven» ist eine Erweiterung zu «-ingen» und bedeutet «bei den Höfen der Leute von …». Sie ist, wie die Endung «-wil», typisch für das 7. und 8. Jahrhundert, als die Alemannen aus ihrem ursprünglichen Siedlungsgebiet im tieferen Mittelland höhere und abgelegenere Regionen urbar zu machen begannen.
Die ursprünglichen Langformen «-ikhofen» sind vor allem für den Kanton Thurgau und die westliche Deutschschweiz (Solothurn und Bern) typisch, während sie sich in den Kantonen Aargau, Luzern und Zürich zu «-ikon» oder «-iken» abgeschliffen haben. Kurzformen wie Berken finden sich jedoch auch im Kanton Bern.
Der althochdeutsche Name des Sippenführers, der sich aus dem ersten Teil des Namens erschliessen lässt, ist Bero.
Das Wappen mit den gekreuzten Pflugscharen taucht im 19. Jahrhundert erstmals auf. In der heutigen Form ist es seit 1945 in Gebrauch. Es versinnbildlicht den in der Gemeinde dominierenden Landbau. (jr)
In lockerer Folge geht diese Serie auf die Bedeutung der Gemeindenamen im Verbreitungsgebiet dieser Zeitung ein. Quellen: Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen (Frauenfeld 2005); Wappenbuch des Kantons Bern (Bern 1981); Historisches Lexikon der Schweiz (HLS, Internetversion) www.hls.ch.