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Was waren die tödlichsten Wetterkatastrophen? Die Weltwetterorganisation (WMO) hat ihre Archive durchforstet und solche Ereignisse nun offiziell registriert, wie sie am Donnerstag berichtete. Bisher hielt die WMO vor allem Temperatur- und Wetterrekorde fest.
«Der Verlust an Leben darf nie aus den Augen verloren werden», sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Ziel sei, aus den Katastrophen mit einer hohen Zahl von Toten zu lernen, um ähnliche Desaster in Zukunft besser verhindern zu können.
Bei dem tödlichsten je registrierten Hagelsturm kamen gemäss WMO 1988 in Indien 246 Menschen ums Leben. Die Menschen seien von Hagelkörnern so gross wie Orangen erschlagen worden.
Wie zerstörerisch in Indien Hagelstürme wüten können, zeigt etwa ein Video, das 2014 auf YouTube hochgeladen wurde:
Der weltweit fatalste Blitzschlag mit 21 Toten hat sich 1975 im heutigen Simbabwe ereignet.
Der tödlichste Tornado passierte 1989 in Bangladesch: Er schlug im Distrikt Manikganj eine 1,5 Kilometer breite Schneise der Verwüstung und riss 1300 Menschen in den Tod. Zudem wurden 12'000 Menschen verletzt und 80'000 waren danach obdachlos.
Bei einem Zyklon am 12./13. November 1970 in Bangladesch, damals Ostpakistan, starben rund 300'000 Menschen. Andere Schätzungen gehen davon aus, dass bei dem «Great Bhola»-Zyklon sogar eine halbe Million Menschen starben. Zyklone werden die tropischen Wirbelstürme im Indischen Ozean und im südlichen Pazifischen Ozean genannt.
Der Blitzschlag mit den höchsten indirekten Opferzahlen wurde 1994 in Ägypten erfasst. Dort kamen 469 Menschen um. Bei einem schweren Unwetter mit Überschwemmungen setzte ein Blitzeinschlag drei Tanks mit Flugbenzin und Diesel in Brand. Die Tanks hatten auf Schienen gestanden, die durch eine Flutwelle fortgerissen wurden. Die Wassermassen spülten das brennende Benzin in ein Dorf.
(meg/sda/dpa)