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Geschichte der Christlichen Ostmission
Erste Aktivitäten und Vereinsgründung
1971 erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift «Christus dem Osten». Die Zeitschrift informiert über die Situation der Christen hinter dem Eisernen Vorhang.
Am 14. September 1973 erfolgt die Gründung des Vereins «Christliche Ostmission» (COM) in Bern als Filiale von Underground-Evangelism USA. Ziel der Mission ist es, den verfolgten und benachteiligten Christen hinter dem Eisernen Vorhang mit Bibeln, christlicher Literatur und humanitärer Hilfe beizustehen.
Im April 1974 erscheint die erste Nummer von «Nos frères de l’Est». Die Zeitschrift wird an 3‘800 welsche Haushalte verschickt.
Bibelschmuggel und Schweigemärsche
Ab 1973 bis 1988 werden grosse Mengen an Bibeln, Gesangbüchern und christlicher Literatur hinter den Eisernen Vorhang geschmuggelt.
1974 werden bereits mit einer halben Million Franken erste Projekte wie Druck und Verteilung von rumänischen Konkordanzen und slowakischen Bibeln sowie die Realisierung und Ausstrahlung von tschechischen und rumänischen christlichen Radiosendungen finanziert.
1975 organisierte die COM den ersten Schweigemarsch für den inhaftierten rumänischen Christen Vasili Rascol. Im selben Jahr gibt es weitere Schweigemärsche in Bern und Zürich.
1979-1980: Bau des heutigen Missionshauses an der Bodengasse 14 in Worb.
Weltweite Tätigkeit
1981/1982 wird mit dem Aufruf «10'000 Decken für Kambodscha-Flüchtlinge» ein zweiter Arbeitszweig der COM ins Leben gerufen: die Flüchtlingshilfe der Christlichen Ostmission (FH). Die FH setzt sich für Flüchtlinge aus kommunistischen Ländern ein. Mit dem Arbeitszweig der Flüchtlingshilfe erfolgt eine Ausdehnung der Tätigkeiten weltweit.
Die Grenzen öffnen sich – der Eiserne Vorhang fällt
1988 erlaubt die sowjetische Regierung, Literaturpakete an Privatadressen zu schicken.
Die Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl 1986 und das Erdbeben in Armenien sind Ereignisse, auf die die COM mit grossen Hilfsaktionen reagiert. 1988 öffnen sich die Grenzen in die Sowjetunion. Die Christliche Ostmission organisiert Transporte mit humanitären Hilfsgütern.
Humanitäre Hilfe und Hilfe zur Selbsthilfe
1990/1991: Fall des Eisernen Vorhangs, Aufbau der humanitären Hilfe in den Ländern Russland, Lettland, Weissrussland, Ukraine, Moldawien und Kasachstan. Die humanitäre Hilfe wird zu einer Schwerpunkttätigkeit der COM. Pro Jahr werden bis zu 150 Hilfsgütertransporte in diese Länder durchgeführt.
Nach dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs beginnt die COM, einheimische Christen zu unterstützen und Verantwortung beim Aufbau ihrer Länder zu übernehmen. Nebst humanitärer Hilfe werden Projekte zur Förderung von Gewerbe und Landwirtschaft aufgebaut. Ebenso unterstützt die COM einheimische Fachkräfte beim Aufbau und Betrieb von Spitälern und führt verschiedene Lehrgänge in Schulen und Universitäten durch.
Ab 1992: Gewerbe- und Landwirtschaftsförderungen mittels Krediten und Schulungen in Rumänien. In späteren Jahren Multiplikation des Projektes nach Kirgistan, Moldawien, Vietnam.
Aktion Weihnachtspäckli
1996 werden erstmals in der Schweiz Weihnachtspäckli für Osteuropa gesammelt. In den folgenden Jahren entsteht in Zusammenarbeit mit anderen christlichen Werken die Aktion Weihnachtspäckli/Weihnachtsfreude. Diese Aktion ist die grösste dieser Art in der Schweiz.
Hoffnungsnetz
2003 ist die Christliche Ostmission Mitgründerin des Hoffnungsnetzes. Um bei weltweiten Katastrophen verlässlich, schnell und wirkungsvoll zu helfen, gründen das AVC-Hilfswerk, Hilfe für Mensch und Kirche, Licht im Osten und die Christliche Ostmission das Hoffnungsnetz.
Engagement gegen den Frauen- und Kinderhandel
Mit dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs und der dadurch entstehenden Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, wird der Frauenhandel in diesen Ländern zu einem grossen Problem. Die COM setzt sich in verschiedenen Ländern weltweit gegen den Menschenhandel ein.
Ausweitung der Missionsarbeit nach Zentralasien
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Theologisch-Pädagogischen Institut in Chişinău weitet die COM ihre Missionsarbeit 2004 nach Zentralasien aus. Das Institut ist für Christen aus Zentralasien praktisch die einzige Möglichkeit, Theologie zu studieren.
2008: Konzentration der humanitären Hilfe auf die Länder Ukraine, Weissrussland und Moldawien. Die Hilfsgütertransporte werden auf Kleider und Schuhe beschränkt. Lebensmittel werden in den jeweiligen Ländern beschafft.
2010 startet die Mission ein neues Projekt in Vietnam zur Förderung von Gewerbe und Landwirtschaft. In Vietnam herrscht eine grosse Nachfrage nach Schulung von Gewerbetreibenden.
Auch in Albanien wird mit Ausbildung von Unternehmern ein neues Projekt gestartet. Erfahrungen aus Rumänien, Moldawien und Kirgistan können in den neuen Projektländern wirkungsvoll eingesetzt werden.