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Ein Tiefdruckgebiet über dem westlichen Mittelmeer und ein Hochdruckgebiet im Nordosten Europas: Diese Wetterlage bringt nicht den «typischen» Südföhn, sondern sorgt für einen Föhn mit südöstlicher Komponente.
Bekannt und gefürchtet ist bei solchen Wetterlagen in der Jungfrauregion im Berner Oberland der sogenannte «Guggiföhn», welcher in Orkanstärke übers das Lauberhorn hinunter stürzt. Im Wallis gibt es gleichzeitig vom Mattertal über das Saastal bis ins Simplongebiet grosse Niederschlagsmengen und im Winter sehr viel Neuschnee.
Die feuchte Luft kommt aus Italien
Mit dem kräftigen Südostwind gelangt viel Feuchtigkeit aus dem Piemont und der Lombardei ins Oberwallis. Beispielsweise von der Region Domodossola Richtung Simplonpass oder aus dem Val Anzasca Richtung Zermatt.
Wie die obenstehende Karte zeigt, gilt das Motto: «Je näher an Italien, desto mehr Niederschlag». Weil die Mittelmeerluft nicht nur sehr feucht, sondern auch mild ist, liegt die Schneefallgrenze häufig relativ hoch oben.
In Zermatt heisst das Phänomen Rofel-Lage
In Zermatt wird der Ostwind «Rofel» genannt, weil der Wind aus dem Bereich der Roffelhörner her bläst. Die grössten Niederschlagsmengen fallen dann östlich des Dorfes Zermatt im Bereich des «Findlertälli» und des Findelgletschers.
Rofel: Lokalwind in Zermatt (Ostwind). Man nimmt an, dass man diesem Wind den Namen gab, weil ob Macugnaga (I) eine Bergspitze und eine Alpe so benannt werden.