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Ab Mitte April komme ich immer ins Schwärmen. Die Dynamik der Volksentwicklung, der Fleiss, die Energie, das Summen, der Duft, wenn es «honigt» und es am Stand nach Nektar riecht, wie die Sammlerinnen aus dem Flugloch hinaus «pfeilen» und wie sie dann wie schwerbeladene Frachtflugzeuge bei der Rückkehr auf dem Flugbrett landen, die Flugschneisen am Himmel … einfach phänomenal! Die Bienen schwärmen bei uns auf 500 m ü. M. erst im Mai.
Das Klima ist für uns Imker/-innen der wichtigste Faktor und schenkt uns alles oder nichts. Im Jahr 2022 brachte uns ein Wintereinbruch am 2. April noch 40 cm Schnee. Zum Glück vor dem Aufblühen der Obstgärten, sodass keine Frostschäden am Obst entstanden sind. Danach folgte während der ganzen Tracht optimales Flugwetter für unsere Bienen und sie entwickelten sich wunderbar.
Wir befinden uns im phänologischen Erstfrühling, welcher von Ende März bis Ende April dauert. In regulären Jahren verfärben sich Anfang April die Wiesen vom Löwenzahn gelb und die frühen Kirschbäume beginnen zu blühen. Mitte April wird unsere Gegend in ein Meer von weissen Kirschblüten getaucht und die goldgelben Rapsfelder in den Tälern leuchten auf und locken meine Bienen ins Tal. Im Wald fällt jetzt der Spitz-Ahorn (Acer platanoides) mit seinen gelben Blüten auf. Diese blühen noch vor dem Laubaustrieb. Er honigt nicht jedes Jahr, aber wenn, dann richtig! Später im April folgt der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), der zusammen mit den Blättern seine rispenförmige Blüten entfaltet. Der Feld-Ahorn folgt als Schlusslicht erst im Mai (Acer campestre).