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Die Einbürgerungskommission in Lausanne mußte sich mit einem bizarren Fall auseinandersetzen.
Ein Paar wollte eingebürgert werden und den Schweizer Paß erhalten, aber für ein Hand-geben reichte es nicht aus:
Das muslimisches Paar, das beim Einbürgerungsgespräch auf Gemeinde-Ebene, der ersten Stufe, damit auch Kanton und Eidgenossenschaft (Bund) die Einbürgerung bewilligen, hatte den Handschlag verweigert.
Daher konnte es nicht eingebürgert werden.
Paar wollte Einbürgerung per Gericht erwirken
Das Paar rekurrierte gegen die im Anschluß an dieses und anderes Verhalten, das der Einbürgerung entgegenstand.
Wäre die Schweiz in der EU, hätte anderes Recht gegolten und es hätte Pässe gegeben.
Aber das Schweizer Recht ist hier eindeutig:
Es schreiben nebst den kommunalen, auch die kantonalen und eidgenössischen Gesetze vor, daß Einbürgerungsbeantrager gut integriert sein, Verbundenheit mit der Schweiz und deren Institutionen zeigen und die Rechtsordnung respektieren müssen.
Rekurse zurückgezogen
Nun wurden die Rekurse zurückgezogen.
Das Paar muslimischen Glaubens erhält damit den Schweizer Paß definitiv nicht.
Hintergrund: Anderem Geschlecht keinen Handschlag
Das Paar hatte beim Gespräch mit der Einbürgerungskommission den Mitgliedern des jeweils anderen Geschlechts die Hand nicht gegeben. Nur Personen gleichen Geschlechts wollten sie die Hand geben.
Lausanne, links regiert, ist sonst bei Einbürgerungen sehr großzügig und winkt normalerweise Einbürgerungen durch. Wenn dies mal nicht der Fall ist, z. B. wegen mangelnden Sprachkenntnissen, so wurden bisher die Gesuche einfach sistiert und die einbürgerungswillige Person konnte später ein neues Gesuch auf den Schweizer Paß stellen bzw. das Bürgerrecht von Lausanne, was der erste Schritt in dem Einbürgerungsprozeß ist, der auf kantonaler und eidgenössischer Ebene in der Regel dann aber durchgewunken wird, wenn eine Gemeinde Bürgerrecht erteilt.