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«Es fehlt Wasser», sagt Christophe Joerin, Sektionschef Gewässer bei der kantonalen Umweltdirektion. Diese Aussage mag ob des Niederschlags der vergangenen Tage seltsam anmuten. In Wirklichkeit beträgt die bisherige Niederschlagsmenge in diesem Jahr bloss 85 Prozent der normalen Menge. «Es gab ein Defizit in den Monaten Februar, März und Mai», erklärt Joerin. Aufgrund der vergangenen zwei Trockenjahre 2010 und 2011 war die Lage bereits angespannt. Die Hitzeperiode im August hat diese nun weiter verschärft. Deshalb ist ab heute die Wasserentnahme aus sämtlichen Oberflächengewässern des Kantons verboten. Ausgenommen sind die Saane, der Broyekanal, der Grand Canal sowie der Schiffenen-, der Greyerzer-, der Murten- und der Neuenburgersee.
Besonders besorgniserregend ist die Situation in der Arbogne, der Bibera und der Broye. Die Abflüsse haben dort stark abgenommen. Laut Joerin gefährdet dies die Fische. Zudem wird das Wasser aus den Kläranlagen, das in die Flüsse fliesst, ungenügend verdünnt.
Das Verbot gilt für unbestimmte Zeit, je nach Wetterlage macht der Kanton jedoch Ausnahmen bei gewissen Gewässern. So ist momentan die Entnahme aus der Sense erlaubt. Inhaber einer Bewilligung zur Wasserentnahme können sich unter der Nummer 026 305 37 48 über die Ausnahmen informieren. mir