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Abstract-Text

Ziele Spinaliome der Gesichts-Region entsprechen einer aggressiven Tumorentität mit der Tendenz zur Metastasierung in intraparotideale Lymphknoten. Wir evaluieren die diagnostische und prognostische Wertigkeit von intraparotidealen Metastasen bei Spinaliomen der Gesichts-Region bezüglich des chirurgischen Therapieentscheides.Material&Methoden In dieser retrospektiven Studie analysierten wir am Inselspital Bern(01/1999–01/2018)Patienten mit Spinaliomen der Gesichts-Region, die sich einer Parotidektomie und Neckdissection mit oder ohne synchrone Resektion des Primärtumors unterzogen hatten. Die Eigenschaften von Spinaliomen mit oder ohne pathologische Beteiligung der Parotis wurden verglichen. Der diagnostische Wert von intraparotidealen Metastasen zur Vorhersage einer Metastasierung in die Halslymphknoten wurde untersucht. ResultateInsgesamt wurden 68 Patienten eingeschlossen. Demographische, klinische und histopathologische Merkmale von Patienten mit und ohne Parotis- oder Halsmetastasen unterschieden sich nicht signifikant. Von 29(42,6%) Patienten, die als cN0 klassifiziert wurden, hatten 8 Patienten okkulte Halsmetastasen bei vorhandener intraparotidealer Metastasierung. Von den übrigen 21 Patienten mit pN0-Stadium waren bei 3 Patienten die intraparotidealen Lymphknoten nicht betroffen. Daraus errechnete sich eine Sensitivität und einen negativen prädiktiven Wert von 100%.Schlussfolgerung Diese Studie zeigt, dass bei cN0 Patienten mit einem fortgeschrittenen Spinaliom der Gesichts-Region ohne histologisch nachgewiesene intraparotideale Lymphknoten-Metastasen eine Neckdissection unnötig zu sein scheint, da die negative Prädiktivität von okkulten Metastasen 100% beträgt.