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Wenn Sie noch nie etwas von einem Triumph Asper gehört haben und schon gar nicht wissen, wie er aussehen könnte, brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben! Sogar die erfahrensten Experten für klassische Fahrzeuge wissen nicht, dass es dieses einzigartige Auto gibt. Gebaut wurde der Asper in Australien, wo er bis 2008 eingesetzt wurde. Der “Tasmanische Teufel” wurde 1960 in Tasmanien vom Rennfahrer Geoff Taylor aus einem 1957er Triumph TR3 gebaut. Verwendet wurde ein spezieller Rohrrahmen, auf den eine glasfaserverstärkte Kunststoffkarosserie gesetzt wurde. Motor, Getriebe, Hinterachse, Bremsen, Instrumente, Beleuchtung und andere Komponenten stammen von einem serienmässigen Triumph TR3. Zusätzlich wurde das Auto mit einem Judson-Kompressor ausgestattet.
Zwischen 1963 und 1969 gehörte das Auto dem bekannten Amerikaner Geoff Munyard.1969 nahm Munyard mit dem Triumph Asper an Wettbewerben in Baskerville, Simmons Plain und u.a. in der Sandown-Kategorie “2 Liter Sports” teil. Im selben Rennen starteten auch renommierte Piloten wie Jochen Rindt, Graham Hill, Derek Bell, Frank Gardner, Chris Amon und Jack Brabham. Später demontierte Munyard den Kompressor und ab Ende 1969 wurde das Heck des Wagens ähnlich einem Lotus 15 modifiziert, dann verkaufte er das Auto. Ohne Kompressor und neuem Heck wurde der Triumph weiterhin in Tasmanien und Australien von seinen nachfolgenden Besitzern, die alle bekannt und dokumentiert sind, an Rennen eingesetzt. 1993 wurde das Auto von Peter Kleineberg gekauft, der den Wagen während drei Jahren wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzte.
Nach Abschluss dieser Umbauarbeiten im Jahr 1996 wurde der Asper wieder an Wettbewerben eingesetzt, doch der Schwachpunkt machte sich wieder bemerkbar: Der Judson-Kompressor. Man entschied sich aufgrund der teuren und zeitaufwendigen Reparaturen, den alten Judson-Kompressor durch ein kettengetriebenes Modell von GM zu ersetzen. Die sehr strenge CAMS Motorsport Commission genehmigte diesen Umbau und fortan startete der Triumph Asper in der Kategorie ‚Original Rennwagen‘ vor Baujahr 1960. Er erwies sich in dieser Konfiguration als äusserst zuverlässig und wurde an Events wie Lakeside, Morgan Park, Leyburn, Noosa Hill Climb, QLD Raceway und vielen anderen eingesetzt. Ausgestattet mit dem GM-Kompressor und Weber 45-Doppelvergasern hat der Wagen eine Leistung von 150 PS, was bei einem Leergewicht von 800 kg für sehr gute Fahrleistungen sorgt.
Der Besitzer, schon im etwas fortgeschrittenen Alter, entschied sich dann, Ende 2008 den Wagen nach Oesterreich zu verkaufen, wo der Triumph Asper dann einige Jahre als Sammlerfahrzeug homologiert war. Von dort gelangte der Triumph in die Schweiz, wo ihn der aktuelle Besitzer, Tom Jeck, an Events wie am Bernina Gran Turismo, am GP Mutschellen, am Oldtimer GP Brugger Schachen oder auch am Bergrennen Vernasca Silver Flag in Italien, zeigt. Schön, dass dieser einmalige Rennwagen nicht in einem Museum verstaubt, sondern immer noch für das genutzt wird, wofür er einst gebaut wurde. Unter den beiden Links gibt es weitere Bilder auf externen Webseiten.