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Der Verlag Matthieu hat eine lange und bewegte Vorgeschichte, die auf die Lithographen und Verleger Johann Jakob Hofer (1828–1892) und auf seinen Schwiegersohn Heinrich Jakob Burger-Hofer (1849–1917) zurückgeht. Aus den Restbeständen dieser Vorgänger kamen die Lithographien Nr. 80, Nr. 81, Nr. 82 und Nr. 83 an den Matthieu Verlag. Bei Hermann Friedrich Kratz (1882–1959), der nach Besitzerwechseln die graphische Anstalt weiterführte, ging Emil Matthieu (1919–1980) in die Lehre und 1959 konnte er den Verlag kaufen. In den Beiträgen zur Kulturgeschichte 150 Jahre Verlag Matthieu ist das Lebenswerk von Emil Matthieu ausführlich beschrieben (Nr. 124). Er wirkte als Drucker für die Werke namhafter Künstler und begann später wichtige Unikate, die in Archiven oder bei Privaten verborgen waren, als Faksimiles zu drucken. Die Originale wurden dadurch geschützt und bei einer allfälligen Beschädigung oder einem Verlust bestand wenigstens eine exakte Kopie. Von diesen Faksimiles sind heute noch einige Restexemplare vorhanden. Sie wurden glücklicherweise nicht eingestampft, sondern kommen jetzt zu einem verbilligten Verkauf, damit sie den neuen Besitzern als Wandschmuck oder als Quelle für historische Arbeiten dienen können.