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Artikel im K-Tipp vom 19. September 2018 - «Altersrenten: Politiker rechnen falsch»
Die vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechneten Lebenserwartungen sind korrekt. K-Tipp hat im Artikel «Altersrenten: Politiker rechnen falsch» vom 19. September 2018 nicht die Lebenserwartung, sondern das Durchschnittsalter beim Tod ermittelt. Letzteres wird anhand des durchschnittlichen Alters der verstorbenen Personen bestimmt. Dieser Wert hängt somit von der Altersstruktur der jeweiligen Population ab. Je mehr Betagte die Population umfasst, desto höher ist das Durchschnittsalter beim Tod. Auch bei gleicher Sterbewahrscheinlichkeit für zwei Jahre ist das Durchschnittsalter beim Tod in dem Jahr mit dem grössten Anteil Betagte höher. Bei der Berechnung der Lebenserwartung mithilfe einer Sterbetafel wird der Einfluss der Altersstruktur beseitigt. Dadurch sind die vom BFS berechneten Lebenserwartungen im Zeitverlauf und zwischen den Ländern trotz der zum Teil sehr unterschiedlichen Altersstrukturen vergleichbar.
Die von K-Tipp für die Berechnung des Durchschnittsalters beim Tod herangezogenen Sterbeziffern sind nicht ausschliesslich mit Todesfällen gleichzusetzen. K-Tipp hat sich auf eine nach Alter und Geschlecht gegliederte Tabelle mit Jahresangaben zur Anzahl AHV-Rentnerinnen und -Rentner gestützt, um anhand der Differenz zwischen zwei Jahren die Anzahl Todesfälle der Rentnerinnen und Rentner nach Alter und Geschlecht zu berechnen. K-Tipp macht keinen Unterschied zwischen verstorbenen und ausgewanderten Personen. Dadurch sinkt bei der Berechnung von K-Tipp das Durchschnittsalter beim Tod.
Neuchâtel, 24. September 2018