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Der Exportbarometer der Credit Suisse für die Schweizer Spitzenindustrie ist im 1. Quartal 2008 auf 0,57 Punkte gesunken. Im Vorquartal zeigte der Barometer noch 0,8 Punkte an. Seit Mitte 2007 hat sich der Wert kontinuierlich abgeschwächt. Er unterbietet mittlerweile den Durchschnitt des Jahres 2007 von 1,17 Punkten um rund die Hälfte. Sein aktueller Wert liegt aber immer noch deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt von Null.
Der sinkende Wert spiegelt die Eintrübung der Wachstumserwartungen in den Abnehmerländern der Schweizer Spitzenindustrie wider. Der Exportbarometer misst die Veränderungen des Industrieklimas in den 32 wichtigsten Exportdestinationen und verdichtet diese Informationen zu einer Prognose der Produktion der Schweizer Spitzenindustrie. Er nutzt zur Prognose den Umstand, dass die Produktion der exportorientierten Branchen kausal mit der Konjunktur in den Abnehmerländern zusammenhängt.
Abkühlung des Industrieklimas
Ein Grossteil der Produktion der Spitzenindustrie wird exportiert, und das Exportvolumen wird hauptsächlich durch die Auslandskonjunktur – und weniger durch die Wechselkurse – beeinflusst. Das Geschäftsklima in der Industrie wird in zahlreichen Ländern durch Unternehmensumfragen ermittelt. Der Prognosehorizont dieser Indikatoren beträgt jeweils rund ein halbes Jahr.
Das weltweite Investitionshoch schwächt sich ab. Die Stürme auf den Finanzmärkten haben den konjunkturellen Aufschwung in den wichtigsten Abnehmerländern gebremst. Die Unwetterrisiken sind gestiegen.
Die Schweizer Spitzenindustrie ist stark exportorientiert. Beinahe jeder zweite Beschäftigte arbeitet für ein Unternehmen, das mehr als zwei Drittel des Umsatzes im Ausland erzielt. Hauptabnehmerland ist Deutschland. Mehr als jeder fünfte Exportfranken wird in unserem nördlichen Nachbarland verdient. Am zweitmeisten Güter der Schweizer Spitzenindustrie fragen die USA nach (13%), gefolgt von Italien und Frankreich mit je 9%. Dank der starken Exportorientierung profitierte die Schweizer Spitzenindustrie vom weltweiten Investitionsboom der vergangenen Jahre. Der globale Hunger nach Produkten «Made in Switzerland» verhalf der Spitzenindustrie in den vergangenen zwei Jahren zu einem zweistelligen Produktionswachstum, um 11 (2006) bzw. 14% (2007).
Überdurchschnittliche Produktion
Der Exportbarometer quantifiziert die Auswirkungen der Wachstumsverlangsamung in den Exportdestinationen der Schweizer Spitzenindustrie auf deren Produktion. Der aktuelle Wert von 0,57 Punkten lässt ein Produktionswachstum um rund 7% im 1. Halbjahr 2008 erwarten. Die Wachstumsdynamik sollte somit auch in der ersten Jahreshälfte über dem langjährigen Durchschnitt verharren. Die Boomwerte der vergangenen zwei Jahren dürften mittelfristig indes nicht mehr erreicht werden.