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Stadtorchester Olten
Mit einprägsamen melodischen Linien in farbig funkelnder Orchestrierung inspirierte Léo Delibes die französische Ballettkunst neu und führte sie nach der barocken Hochblüte unter Jean-Philippe Rameau zu neuem Weltruhm. "Le pas des fleurs", ursprünglich komponiert als Divertissement zum Ballett "Le Corsaire" seines Lehrers Adolphe Adam, war sein erstes Bühnenwerk (1867) und fand seinen Platz erst später in einer Neuinszenierung des Balletts "Naïla, die Quellenfee" in Wien 1878. Es wurde zu einem der einprägsamsten Stücke, das einem persischen Mythos folgend, die selbstaufopfernde, unglückliche Liebe der Nymphe Naïla darstellt. Das Konzert für Violoncello Nr. 1 in a-moll von Camille Saint-Saëns, 1872 geschrieben, bildet einen – zwar formal in drei Abschnitte geteilten – einheitlichen grossen Bogen. Auch der Anfang ist neuartig: Eine Orchesterexposition fehlt, das Cello beginnt improvisierend, an Schumann erinnernd, über einem flimmernden Streicherteppich. Spielerisch entwickelt sich eins aus dem anderen. Für Saint-Saëns existierte Musik „aus sich selbst heraus und unabhängig von Emotionen; sie ist nichts weiter als nur Musik. Wenn man nur nach Gefühlen verlangt, verschwindet die Kunst.“ Als Pianist war er ein Wunderkind: als 11 Jähriger spielte er in der Salle Pleyel in Paris Klavierkonzerte von Mozart und Beethoven und als Zugabe eine der 32 Sonaten von Beethoven, welche das Publikum frei wählen durfte. 1829 unternahm Felix Mendelssohn Bartholdy zusammen mit einem Freund eine Bildungsreise nach Schottland, die er in einem Reisetagebuch auch zeichnerisch festhielt. Dabei reisten sie wenn immer möglich mit den neuartigen Dampfschiffen, aber auch ausgiebige Wanderungen und Pferdetrekkings durch die unberührte Natur hinterliessen nachhaltige Stimmungsbilder. Sie waren Inspiration zu einem seiner erfolgreichsten Werke, aber erst 12 Jahre später fand die „Schottische Sinfonie" ihre endgültige Form. Alle vier Sätze interpretieren die grosse Sonatensatzform ganz unterschiedlich. Die schwermütige langsame Einleitung wird gespiegelt von einer imposanten Schlusscoda in A-Dur. Unterschiedlichste Themen und Motive – für 2 Sinfonien ausreichend – sind prozesshaft in- und aneinander gefügt und verwoben. Dem übermütig vorüber huschenden 2. Satz mit dem quicklebendigen Klarinettenthema (eine alte Dudelsackweise?) folgt ein dramatischer Liedsatz in A-Dur, in dessen Reprise die reich umspielte Cello- und Hornmelodie von den Violinen verdichtet wird. Nichts deutet am Anfang auf diese Intensivierung des von den Holzbläsern farbig erweiterten grossen Melodiebogens hin. Königin Victoria gewidmet, ist die 3. Sinfonie sein letztes und komplexestes Orchesterwerk.
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