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An zwei deutschen Forschungsinstituten erhielten 50 Typ-2-Diabetespatient/-innen, die unter Metformin alleine oder in Kombination mit anderen Diabetesmedikamenten noch ungenügende Blutzuckerwerte aufzeigten, acht Wochen lang zusätzlich Insulin in Tablettenform oder als Basisinsulin (Lantus®) mit dem Pen.
Die nach acht Wochen erreichten Nüchternblutzuckerwerte waren im Durchschnitt bei beiden Testgruppen vergleichbar: Sie betrugen 7,1 mmol/l bei der Gruppe, die Insulin als Tablette schluckten, und 6,8 mmol/l bei der Gruppe, die das Basisinsulin erhielt. Um dies zu erreichen, war in der Tablettenform jedoch eine rund 45-fach höhere Insulindosis erforderlich als mit dem Pen unter die Haut gespritzt wurde. Auch war die sogenannte Variabilität, das heisst die Streuung der Blutzuckerwerte um den Durchschnittswert, in der Tablettengruppe viel höher als in der Gruppe mit den Insulinpens. Die unerwünschten Nebenwirkungen, am häufigsten Durchfall und Entzündungen des Nasenrachenraumes, unterschieden sich zwischen den beiden Gruppen nicht.
Fazit: Dies ist ein hoffnungsvolles Forschungsresultat was Insulin in Tablettenform betrifft, wie die Autoren der Untersuchung selbst betonen. Allerdings wurde angesichts der extrem hohen Insulinmenge, die bei der Tabletteneinnahme nötig ist, die weitere Entwicklung dieses Präparates durch die Herstellerfirma NovoNordisk gestoppt.
(Quelle: Lancet Diabetes Endocrinol 2019;7;179-188)