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Die Klotener stiegen vor drei Jahren aus der National League ab. Im ersten Jahr in der Swiss League scheiterten sie in den Playoffs schon in den Viertelfinals an Langenthal. In den letzten zwei Jahren gewann Kloten hingegen beide Male die Qualifikation, beide Male punktgleich mit Ajoie dank der besseren Ausbeute in den Direktbegegnungen. Vor einem Jahr wurden die Playoffs wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen.
Neben Kloten blicken auch Ajoie (dank der in dieser Saison eröffneten neuen Arena), Olten und Visp in Richtung Oberhaus. Alle erhielten von der Lizenzkommission grünes Licht für einen allfälligen Aufstieg. Aber: Aufsteigen kann nur, wer den Meistertitel holt. Für Olten und Visp, die sich in der Regular Season nicht unter den ersten vier klassierten, käme der Aufstieg wohl zu früh. Und könnte der HC Ajoie tatsächlich ein Budget für die National League stemmen?
Kloten könnte es. Schliesslich hielten sich die Klotener von 1962 bis 2018 während 56 Jahren in der NLA – so lange wie kein anderer Klub. Der EHC Kloten startet gegen La Chaux-de-Fonds in die Playoffs. Gegen das Team aus dem Neuenburger Jura gewann der EHC Kloten drei von vier Direktbegegnungen, zwei davon knapp und eine mit 9:1.
Ajoie beginnt gegen Visp, gegen das die Jurassier in der letzten Woche der Qualifikation vier Punkte abgaben und so Rivale Kloten noch zu Platz 1 verhalfen.
Der Blick ins Wallis lohnt sich. Neben Visp misst sich auch der HC Sierre mit einem Klub, der seine Zukunft langfristig in der National League sieht (Olten). Und sowohl der EHC Visp wie der HC Siders wollen das Wallis hockey-technisch wieder prominent auf die Landkarte bringen. Die Rivalität von früher, die mit Sierres Konkurs vor acht Jahren abkühlte, kehrt zurück.
Denn die Ligareform in der National League, die derzeit fast nur für negative Schlagzeilen sorgt, macht die ambitionierten Swiss-League-Klubs hellhörig. Leitplanken wurden gesetzt: Die National League soll grösser (mit ca. 14 Klubs) und billiger werden. Die Budgets sollen im unteren Bereich von 12 bis 13 auf 10 Millionen Franken reduziert werden. Unter diesen Voraussetzungen wird vielerorts wieder von der NLA geträumt.
Im Wallis sowieso. Visp verfügt bereits über ein neues Stadion (Lonza-Arena), Sierre will mit Chris McSorley und Schweizer Investoren im Rücken mit einem Stadion für 80 Millionen Franken und 7000 Zuschauer nachziehen.
Kein Aufstiegsaspirant ist der Schlittschuhclub Langenthal, der vor zwei Jahren mit Philip Wüthrich im Tor die letzten Playoffs in der Swiss League gewann, dann aber auf die Ligaqualifikation gegen die Lakers aus freien Stücken verzichtete.
Langenthal einigte sich nach dem damaligen Verzicht mit der Liga darauf, bis nach der Saison 2021/22 kein Aufstiegsgesuch mehr zu stellen. Zudem steht in Langenthal das Projekt «Neues Eisstadion» politisch praktisch still. Den Langenthalern gefällt es aber in der Rolle des Spielverderbers. (abu/sda)