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„Wie jeder Mensch instinktiv eine geschwollene Stelle seines Körpers reibt oder drückt und so versucht, den Schmerz zu mindern, so wird dieses instinktive Mittel wohl auch als Heilmittel zu allen Zeiten angewandt worden sein.“
(nach Franz Kirchberg: „Handbuch der Massage und Heilgymnastik“ 1926)
Während Massagen in China bereits 2600 v. Chr. Erwähnung finden, dauerte es bis ins 16. Jahrhundert, bis der Alchimist Paracelsus (1439-1541) sie in Europa zu einem Thema der Medizin machte. An der Weiterentwicklung arbeiteten der Schwede Pehr Henrik Ling (1776-1839) und der holländische Arzt Johann Georg Mezger (1838-1909). Von da an konnte die Wirkung der Massage nicht mehr geleugnet werden.
Die Massage beeinflusst Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreiz. Die Wirkung erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus.
Man unterscheidet zwischen zwei unterschiedlichen Arten, eine Heilung oder Linderung der Schmerzen zu erreichen:
Direkte Wirkung
Die klassische Methode ist die Behandlung der Haut und der Muskulatur an der Stelle, die massiert wird. Darunter fallen etwa die Klassische Massage, die Ganzheitliche Massage, Lymphdrainage, oder Shiatsu.
Reflektorische Wirkung
Diese Massageformen arbeiten mit den Reflexbögen und sollen so auch Leiden der Organe behandeln. Es wird also nicht die schmerzende Stelle behandelt, sondern das entsprechende Areal, welches das kranke Organ repräsentiert. Massage mit reflektorischer Wirkung sind zum Beispiel die Akupressur, die Reflexzonenmassage oder Watsu.
Achtung:
Bei akuten Entzündungen ist von einer Massage abzusehen. Dazu zählen Fieber und Erkrankungen der Gefässe. Die Belastung auf den Körper würde sich durch eine Massage noch zusätzlich erhöhen.