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Caffee sieht ziemlich nach Kaffee aus. Aber ist Caffee eine gültige Variante für das Wort Kaffee? Und welche andere Schreibweise ist kein Rechtschreibfehler oder Tippfehler?
Wir können festhalten: Kaffee ist Kaffee. Und nur in dieser Schreibweise ist Kaffee wirklich auch Kaffee, der Übergriff für das geschätzte Getränk. Vielleicht liegt es an zu wenig Kaffee oder Koffein, dass sich regelmäßig Tippfehler in das Wort Kaffee einschleichen. Wobei man Koffein wirklich nur mit einem „E“ schreibt und Kaffee immer mit zwei.
Kaffe, Caffee, Cafee oder Kafi? Knapp daneben ist meistens auch vorbei. Vermutlich verdanken wir die schönsten Varianten anderen Sprachen. Schauen wir also dem Begriff genauer unter die Lupe und nehmen den Duden und das Wörterbuch zur Hand.
Kaffee steht in der deutschen Sprache sowohl für das Getränk als auch für den Kaffee in Bohnenform. So fasst es auch der Duden zusammen. Neben Bohnenkaffee nennt dieser auch einige Kaffeegetränke wie den Espresso oder Mokka als Synonym. Das ist aber nicht besonders zielführend, weil es sich genau genommen um Untergruppen handelt und die nicht gleichbedeutend genutzt werden können. Röstkaffee ist lässt sich im deutschsprachigen Raum ebenfalls synonym verwenden.
Kaffee ist der Kern der Frucht der Kaffeepflanze, der im Anbauland aufbereitet und getrocknet und vor dem Konsum geröstet und gebrüht wird. Der wissenschaftliche und lateinische Name lautet Coffea, womit wir schon einen Ursprung für das Vielfach verwendete „C“ im Kaffee in anderen Sprachen gefunden haben.
Coffea Arabica und Coffee Canephora sind Arten. Coffeea Canephora var. Robusta beschreibt die Varietät Robusta.
Caffè ist die italienische Übersetzung des Wortes Kaffee. Da in Italien Kaffee der Inbegriff von Kultur und Alltag ist, als fester Bestandteil von Begegnung, Pause und Palaver, hat nicht nur mancher Italiener das Gefühl, er hätte den Kaffee erfunden. Caffè ist übrigens in Italien gleichbedeutend mit dem, was wir in der Schweiz, Deutschland und Österreich Espresso nennen. Wer in Italien einen Caffè bestellt, sollte hier kein “langes” und großes Getränk erwarten, sondern die dickflüssige Crema in der kleinen Tasse.
Café wiederum ist die französische Variante des Wortes, die sich im Laufe der Zeit auch im deutschsprachigen Raum als Synonym für das Kaffeehaus oder die Kaffeestube oder Kaffeeschänke durchsetzt. Uns gefällt die Variante „Café“ für Kaffeehaus, war sie doch in Frankreich ein Treffpunkt für Dichter und Denker und Brutstätte der französischen Revolution.
Coffee wiederum ist die englische Variante. Wobei man nicht in jedem Land im Coffeeshop auch Kaffee bekommt. In den Niederlanden könntet ihr beim eintreten in einen Coffeeshop in eine legale Verkaufsstelle für weiche Drogen stolpern. Mancher mag an dieser Stelle einwenden, dass Kaffee dank dem Alkaloid Koffein nichts anderes ist.
Sprechen darf man bekanntlich wie man will. Zumal Dialekte und lokale Sprachen ihre ganz eigenen Regeln haben. Deshalb ist „Kafi“ oder „Kaffi“ in der Schweiz eben absolut richtig und der Norddeutsche macht auch mit „Kafe“ nichts falsch. Das ist dann übrigens auch nicht mehr weit vom türkischen kahve entfernt, welches Etymologisch für die Begriffsentwicklung Wegbereiter war. Das Osmanische Reiche hatte den Kaffee über seine Handelswege einst in die Welt verteilt.
Ausgangspunkt für diese Reise war die Region „Kaffa“ im Südwesten Äthiopiens, vermeintlich die Herkunftsregion aller Kaffeepflanzen. Damit schließt sich der Kreis auch sprachlich viel schöner als mit dem Sudan, wo vermutlich wirklich die ersten Kaffeepflanzen einst wuchsen.
Kaffees schmecken immer komplexer. Experimentelle Fermentationspraktiken...
Nach Jahren des Suchens und Wartens haben wir einen...
Der Moccamaster hat einen schon fast legendären Ruf....
Ab sofort füllen wir unsere Kaffees in neue Beutel...