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Abtei MuriDas Kloster Muri wird 1841 vom Grossen Rat des Kantons Aargau aufgehoben. Die Mönche übersiedeln nach Sarnen, 1845 nach Gries bei Bozen in ein leerstehendes Augustinerstift, ein Angebot des Kaiserhofes Wien an Abt Adalbert Regli. Abt Adalbert sorgt für ein ausreichendes Stiftungsvermögen, um eigenständig leben zu können. Der Abt behält den Titel Abt von Muri, Prior von Gries. Die Abtei verbleibt in der Schweizer Bendediktinerkongregation. Ein Teil des Konvents führt die Schule in Sarnen. 1960 wird im Klostergebäude in Muri das Benediktiner-Hospiz eingerichtet. Eine Möglichkeit für eine kleine Mönchsgemeinschaft, in der alten Klosterheimat ansässig zu sein.
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Benediktiner-Hospiz Muri
Über dem östlichen Kreuzgang sowie im zweiten Stock des Singisenflügels ist das Hospiz untergebracht. Hier haben seit 1960 Benediktiner aus dem Kloster Muri-Gries wieder eine Wohnmöglichkeit.
Muri-Gries
Im Sommer 1845 übersiedelt ein Teil der vertriebenen Murianer Mönche unter Leitung von Abt Adalbert Regli (1838 bis1881) nach Gries. Sie übernehmen das ihnen vom österreichischen Kaiser geschenkte aufgehobene Augustinerkloster.
In Gries lebt der Konvent bis heute von der Landwirtschaft (Weinbau und Gärtnerei) und der Führung des Studenten-Wohnheims St. Benedikt. Mönche aus Muri-Gries sind in verschiedenen Pfarreien als Pfarrer tätig. Der Konvent besteht noch aus rund 20 Mönchen und stand seit 1991 unter Leitung von Abt Benno Malfèr. Leider ist Abt Benno Malvèr am 28. August 2017 unerwartet verstorben.
Ein neuer Abt ist noch nicht gewählt.
Sarnen
Nach der Klosteraufhebung in Muri, 1841, übernehmen die Mönche im Herbst 1845 die Leitung des Kollegiums Sarnen (Schule mit Internat). Sie führen die Schule bis 1995.
Hermetschwil
Das Frauenkloster Hermetschwil wird um 1080 als Doppelkloster in Muri gegründet. Um 1240 übersiedeln die Klosterfrauen nach Hermetschwil an die Reuss. 1841 wird das Frauenkloster ebenfalls aufgehoben, drei Jahre später jedoch wieder eingesetzt. 1876 findet die zweite Aufhebung statt. Die Äbtissin persönlich erwirbt 1878 die Klostergebäude, die Schwestern dürfen weiterhin in den Klosterräumen bleiben - das Kloster existiert noch heute. Ein Teil der Klosterfrauen, so auch die damalige Äbtissin, emigrieren 1892 ins Kloster Habsthal bei Sigmaringen.
Seit 1985 ist Hermetschwil wieder selbständige Abtei unter Leitung von Äbtissin M. Angelika Sträule. Der Konvent untersteht der Jurisdiktion des Abtes von Muri-Gries.
Habsthal (Deutschland)
Von 1259 bis 1841 leben in Habsthal Dominikanerinnen. Nachdem die letzte Schwester das Kloster verlassen hat, werden in den Räumen zuerst eine Lehrerbildungs- und Waisenanstalt errichtet, später eine Straf- und Besserungsanstalt. 1892 übersiedelt ein Teil des Konvents von Hermetschwil in das leer stehende Kloster. Hermetschwil selbst wird als Filiale geführt, indem einige Klosterfrauen zurückblieben. 1985 trennen sich die beiden Frauenklöster wieder. Heute steht das Kloster Habsthal unter der Leitung von Priorin Sr. Kornelia Kreidler. Auch hier hat der Abt von Muri-Gies die Jurisdiktion.