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Beim zweiten Hinschauen wird die Sensation des 7:6 (7:2), 3:6, 6:3. ein wenig geschmälert. Der in Tel Aviv geborene und in Ontario wohnende Kanadier machte unlängst in Wimbledon auf sich aufmerksam, wo es das Juniorenturnier gewann. Andererseits gab der heuer in seinem Aufstieg gebremste 21-jährige Australier Kyrgios nach dem Match zu Protokoll, er habe das Turnier in Toronto nicht gut vorbereiten können. Zudem habe er Knieschmerzen. Im Spiel wirkte Kyrgios phasenweise desinteressiert, oft auch unkonzentriert. Er liess sich 18 Doppelfehler notieren.
Eine grosse Überraschung war der Sieg des Wildcard-Spieler Shapovalov aber allemal. Er bestreitet in seiner Heimat sein erstes Masters-1000-Turnier und erst das zweite Turnier auf dem ATP-Circuit.
Nick Kyrgios brachte nach seiner Halbfinal-Qualifikation am Masters-1000-Turnier im März in Miami kaum noch überzeugende Resultate zustande. Am French Open schied er in der 3. Runde aus, in Wimbledon in den Achtelfinals gegen den nachmaligen Champion Andy Murray.
Kyrgios, auch für seine zeitweilige Rüpelhaftigkeit bekannt, war in Toronto immerhin so fair, Denis Shapovalov vorbehaltlos zu gratulieren. “Er hat sehr gut gespielt”, sagte Kyrgios. “Er verdient den Sieg vollkommen. Er war sehr motiviert, vor seinem Publikum zu spielen.”
(SDA)