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Campus - 11.05.2017 - 00:00
12. Mai 2017. National Model United Nations (NMUN) ist eine simulierte Konferenz der UN und wird seit 1927 in New York abgehalten, früher noch als Model League of Nations. Es ist eine der ältesten sogenannten Model United Nations (MUN) und vereint Studierende aus verschiedenen Nationen zweimal jährlich in spannenden Diskussionen um aktuelle Themen der weltpolitischen Lage. Unter der Leitung von Professor Thomas Burri und seinen beiden Kursassistentinnnen Meike Pauletzki und Aline Wani vertrat die Universität St.Gallen dieses Jahr das Land Italien. Unabhängig vom Herkunftsland der Studierenden können sich Delegationen auf verschiedene Länder bewerben und repräsentieren während einer Woche innerhalb von verschiedenen Komitees in Zweiergruppen die Interessen des zugeteilten Landes. Es gilt, sich im Vorfeld der Konferenz Wissen anzueignen um glaubwürdig die Interessen seines Landes vorbringen zu können. Im Rahmen des Kurses müssen zwei vorbereitende Arbeiten abgegeben werden, wovon das Positionspapier als letztere die inhaltliche Grundlage für die Arbeit im Komitee darstellt.
Einblicke in die Arbeit der UN
Schon früh begannen die Vorbereitungen für die Konferenz im Mai 2016. Eine erste Informationsveranstaltung über den Kurs bot die Kursleitung im Frühlingssemester 2016 an und selektierte nach einem Bewerbungsverfahren die Studierenden. Im Herbstsemester 2016 eigneten sich die Studierenden ein Grundverständnis der UN an und erhielten einen Einblick in die Arbeit von internationalen Organisationen. Alle Teilnehmenden des Kurses lernten, wie Resolutionen korrekt zu verfassen sind und wie während den formellen und informellen Blöcken während der Konferenz diplomatisch zu verhandeln ist. Ein wichtiges Element der Vorbereitung bildete eine Probesimulation im Kantonsratsaal in St.Gallen in Verbindung mit dem Verein MUN St.Gallen, bei welcher das formelle Prozedere vermittelt wurde. Zudem besuchte der Kurs im Dezember vergangenen Jahres in Bern den italienischen Botschafter Marco del Panta und Roberto Balzaretti, den Vorstehenden der Direktion für Völkerrecht des EDA.
Verhandeln und Resolutionen verabschieden
Am 9. April 2017 wurde die Konferenz im Hilton Midtown in New York eröffnet. Schon am gleichen Tag trafen sich die Delegierten in ihren Komitees und berieten sich bezüglich der Themenwahl. Darauf folgten einige intensive Tage, in welchen die Studierenden Verhandlungen führten, emotionale Reden hielten und Resolutionen in Arbeitsgruppen entwarfen. Sechs Studierende, welche die Generalversammlung vertraten, durften in der finalen Abstimmung im Generalversammlungssaal des Hauptgebäudes der Vereinten Nationen in den Sitzen Italiens die entworfenen Resolutionen verabschieden. Der Abschluss folgte in Form der Abschlusszeremonie, als der Rest der Studierenden eintraf und mit einer Rede der stellvertretenden UN-Generalsekretärin, Amina J. Mohammed, verabschiedet wurde.
Auszeichnung für HSG-Studierende
Die Universität St.Gallen blickt zurück auf eine erfolgreiche Woche in New York, bekräftigt durch die Auszeichnung als «Honorable Mention Delegation» (Lobende Erwähnung für eine Delegation), vergeben durch die Leitung der Konferenz. Zudem erhielten Lara Engbert und Stefan Jungo einen Preis für ihr vorbereitendes Positionspapier im Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), wie auch Alexandra Furio und Manuel Weibel im Komitee für Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA).
Studierende, welche sich für auswärtige Angelegenheiten interessieren, können in diesem sehr praxisbezogenen Kurs ihren Horizont erweitern und während eines Jahres einen Einblick in die Geschehen der UN erlangen.
Im kommenden Studienjahr wird der Kurs erneut durchgeführt und interessierte Studierende können sich auf nmun.ch bewerben. Die nächste Informationsveranstaltung findet am 17. Mai 2017 um 17 Uhr an der Universität St.Gallen im Raum 01-110 statt.
Tabea Stöckel studiert International Affairs im 4. Semester.
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