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Was würden Sie machen, wenn Sie am Ende eines langen Skitages auf einem Sessellift vergessen werden? Würden Sie warten? Würden Sie springen? Wären Sie ein guter Alleinunterhalter? Oder würden Sie aus Verzweiflung mit einem Uhu über Ihr Leben sprechen? Georg Karner ist ein Durchschnittsmensch. Er verdient ein durchschnittliches Gehalt, hat durchschnittlich viele Kinder und durchschnittlich viel Übergewicht. Sein sicherer Job bei einem Pharmaunternehmen, bringt ihn zum alljährlich stattfindenden Ärztekongress in das weltberühmte Schigebiet Bad Kitzmoss. Alles verläuft in gewohnten, berechenbaren Bahnen. Doch dann setzt er sich alleine auf den Sessellift der Nadelbahn. Um 16:46. Eine Minute nach der letzten, offiziellen Bergfahrt. Und während er sich durchschnittlich gut gelaunt Richtung Gipfel befördern lässt, drückt ein gedanklich bereits im Feierabend verweilender Sesselliftwart, auf einen grossen roten Knopf, auf dem “Betriebsschluss” steht. Sicherlich ein kleines Versehen, jedoch eines das den Sessellift auf dem Georg Karner sitzt, sofort zum Stillstand zwingt. Wie reagiert jetzt so ein moderner Durchschnittsmensch, wenn er vom Schicksal hängen gelassen wird? Klettern, Springen oder genügt Verzweifeln? Wie beschäftigt man sich, wenn einem das Schicksal auf einmal unglaublich viel Zeit schenkt, jedoch kein W-Lan? In Stille am Sessellift baumelnd wird Georg Karner eines sofort klar: So muss sich die Hölle anfühlen. Es folgt eine abenteuerliche Nacht, in der ein Mensch von seiner bekannten Welt vergessen wird und sich nur ein wildfremder Uhu um ihn kümmert. Es folgt eine Nacht, die alles Mögliche ist, jedoch auf keinen Fall durchschnittlich.
Portrait
Der Österreicher Klaus Eckel kam 1974 im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling auf die Welt. Zunächst als Logistiker tätig, befriedigte ihn dieser Beruf nicht. Also begann er 2001, kabarettistische Texte zu verfassen, die er zunächst vor Freunden spielte. Prompt gewann er seinen ersten Kabarett Preis, und schon bald hängt er seinen Logistiker-Beruf an den Nagel. Nun ist er vor allem als Kabarettist bekannt. Er schreibt und spielt vielfach aus-gezeichnete Programme wie Not sucht Ausgang (2008), Alles bestens, aber ... (2010) und Weltwundern (2013). Im Februar 2016 lief sein neues Programm Zuerst die gute Nachricht an. Klaus Eckel ist jedoch nicht nur mit Solo-Programmen unterwegs. Er trat unter anderem im Quatsch Comedy Club auf und spielt auch manchmal mit Kollegen wie Thomas Stipsits, Pepi Hopf und Günther Lainer. Zudem wirkte er in der achtteiligen ORF-Comedyserie Burgenland ist überall mit und schreibt Kolumnen für das vormagazin des Verkehrsbundes Ost-Region. 2013 sowie 2015 waren jeweils sechs Folgen des Comedy-Talks Eckel mit Kanten auf ORF eins zu sehen. Après Ski – Ruhe da oben ist Eckels erste Komödie. Das Einpersonenstück erlebte im Stadtsaal unter der Regie von Bernhard Murg seine Uraufführung. Thomas Mraz stellt den vergessenen Skifahrer dar.