Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03230.jsonl.gz/628

Nach über sechzehn Monaten vertiefender Arbeit über diese Stadterweiterung hat sich eine wunderbar einfache städtebauliche Ordnung etabliert, welche sich von einer Referenzierung von klaren identitätsstiftenden Setzungen aus dem Gundeldingerquartier zu einer sehr spezifischen Interpretation hin entwickelt hat. Lag in der 1. Fassung vom Juni 2017 der Ansatz sehr nahe bei einem klassisch verstandenen Städtebau, so hat sich das Verständnis des Projektes und für den Ort in der intensiven Arbeit stark entwickelt. Das Schulhaus bleibt Teil des Quartiers und leistet den Übergang von Park zum Tramdepot - in der neuen Nomenklatur vom Gottesackerpark zum Depotplatz. Die Turnhalle ist ebenerdig zum Platz vorgeschlagen und bietet - im Sinne der Mehrfachnutzbarkeit - Raum für gedeckte Märkte, öffentliche Veranstaltungen und vielem mehr, sofern sich die Schule weiterhin als öffentlicher Ort versteht. Der Walkeweg wird zur Walkepromenade, der Walkehof bleibt Walkehof, ändert aber infolge der Neusituierung der Schule seinen Charakter und wird stärker zum siedlungsbezogenen Hof, während der Depotplatz den Charakter eines eigentlichen Quartierplatzes trägt. Neu definierte Hausgärten schaffen den nachgefragten differenzierten Übergang vom Walkehof zum Gottesackerpark. Die so entstehende städtebauliche Ordnung kann die geforderte 'grüne Oase' werden, sie ist ein Stück Stadt mit Reminiszenzen an das Gundeli, aber eigenständig entwickelt und mit einer eigenen, spezifisch entwickelten Stimmung auf den Bestand der Bernoulli-Siedlung und den Wolfgottesacker eingeht.