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Etwas mehr als drei Jahre nachdem sie auf die Tennis-Courts zurückgekehrt ist, steht Barty erstmals in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Final. Die 23-Jährige hatte sich 2014 eine gut einjährige Auszeit genommen und sich dem Cricket gewidmet. Nach ihrem Intermezzo startete Barty richtig durch, machte 2017 in der Weltrangliste einen Sprung von Platz 271 auf 17. Und konnte sich seither weiter steigern. Am Montag wird sie erstmals in den Top 3 stehen.
Den letzten Schritt in den Final gelang Barty dank dem 6:7 (4:7), 6:3, 6:3-Sieg in einem ziemlich verrückten Halbfinal, indem beide Spielerinnen viel Mühe bekundeten, von ihren Vorteilen zu profitieren. Barty hatte nach einer knappen Viertelstunde beim Stand von 5:0 zwei Satzbälle, ehe Anisimova zur grossen Aufholjagd ansetzte. Die junge Amerikanerin, die am Montag in die Top 30 einziehen wird, führte später 7:6, 3:0. Dann war wieder Barty klar tonangebend, gewann sieben Games in Folge und nach knapp zwei Stunden und mit ihrem sechsten Matchball die Partie.
Im zweiten Halbfinal setzte sich die Aussenseiterin mit 7:5, 7:6 (7:2) durch. Marketa Vondrousova (WTA 38) bewies gegen die 28-jährige Britin Konta (WTA 26) Nervenstärke. Sie machte in beiden Sätzen einen 3:5-Rückstand wett. Im ersten Umgang musste sie sogar drei Satzbälle abwehren. Als erster Teenager seit Ana Ivanovic 2007 steht Vondrousova in einem Roland-Garros-Final. Die Linkshänderin, die 2017 in Biel ihren bisher einzigen WTA-Titel gewonnen hat, spielt seit dem Australian Open bemerkenswert auf. Keine Spielerin auf der Tour hat seither eine besser Bilanz vorzuweisen als ihre 27:5 Siege.