Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/2319

So braucht die Psyche keine Beistandschaft
Massnahmen zur Erhaltung der psychischen Gesundheit am Beispiel von Berufsbeiständinnen und Berufsbeiständen im Kanton Luzern
Die vorliegende Forschungsarbeit mit dem Titel "So braucht die Psyche keine Beistandschaft" von Petra Infanger und Sarina Weingartner geht der Frage nach, wie sich Berufsbeistandspersonen im Kanton Luzern trotz einer hohen Arbeitsbelastung psychisch gesund halten. Basis der Arbeit bilden die sechs gewählten Kategorien körperliche Aktivität, Ernährung, Schlaf, Abgrenzung, Selbstwirksamkeitserwartung und Achtsamkeit. Die Auswahl ist durch die Analyse und Komprimierung der Forschungsergebnisse von Irmhild Poulsen (2009) entstanden. Der Fokus bei den Kategorien liegt auf der salutogenetischen Sichtweise nach Aaron Antonovsky, d. h. auf den gesundheitserhaltenden Aspekten.
Nach theoretischen Ausführungen zu den einzelnen Kategorien wird mittels qualitativer Forschung aufgezeigt, inwiefern die sechs Kategorien zur psychischen Gesundheitserhaltung von Berufsbeistandspersonen beitragen können. Befragt wurden sechs Berufsbeistandspersonen, welche mind. zwei Jahre Berufserfahrung aufweisen und sich seit jeher psychisch gesund fühlen. Konkret wird in den Forschungsergebnissen erläutert, inwiefern die Kategorien angewendet werden und wie sich diese auf die psychische Gesundheit auswirken können.
Kernstück der Forschungsarbeit sind die Handlungsempfehlungen, welche aus der Synthese von Theorie und Forschungsergebnissen entstanden. Bemerkenswert ist, dass alle Kategorien in unterschiedlicher Weise zur psychischen Gesundheitserhaltung beitragen, wobei insbesondere die Kategorie Abgrenzung eine starke Bedeutung zu haben scheint. Die Forschungsergebnisse aller Kategorien können mit der Abgrenzung in Verbindung gesetzt werden.