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Franz Schubert
Kirche St. Peter Zürich; Termin offen
Klosterkirche Rheinau; Termin offen;
die frühe Messe
Messe G-Dur
Franz Schuberts frühe Messe in G-Dur gehört zu den beliebtesten Messordinarien: Die reizvolle liedhafte Melodik besonders im Kyrie und im Credo bildet einen zauberhaften Kontrapunkt zu konzertanteren Passagen im Gloria oder im Sanctus. Lange Zeit hielt man eine reine Streicherbesetzung des Orchesters für Schuberts endgültige Fassung, während einen Version mit Holz- und Blechbläsern sowie Pauken für eine Erweiterung des Bruders Ferdinand Schubert gehalten wurde. Seit Mitte der 90er Jahre allerdings ist bekannt, dass die Stimmen für die Trompeten und Pauken von Franz Schubert selbst zum Gebrauch „ad libitum“ hinzukomponiert worden sind.
Zwischen den beiden Messen des achtzehnjährigen und des wenige Wochen vor seinem Tode stehenden Schubert, möge das «Magnificat» die Lebensfreude der werdenden Mutter Maria in Schuberts lichtvoller, frischer Komposition stehen.
Magnificat C-Dur
Schuberts Magnificat entstand im Spätsommer 1815 und gehört somit vermutlich in die Reihe jener kirchenmusikalischen Kompositionen, die Schubert als Jugendlicher für die Lichtenthaler Pfarrkirche geschaffen hat. Das Werk verlangt ein groß besetztes Orchester mit Streichern sowie Holz- und Blechbläsern.
Dem vierstimmigen Chor stehen vier Solisten gegenüber, welche als Quartett den ruhigen mittleren der insgesamt drei Teile des Werks gestalten.
Die späte/letzte Messe
Die Es-Dur-Messe entstand im Juni und Juli des letzten Lebensjahres Schuberts (1828). Wie viele andere seiner großen Spätwerke (C-Dur-Sinfonie, Winterreise, …) hat Schubert sie nie gehört. Die Uraufführung fand am 4. Oktober 1829 in der Pfarrkirche „Heilige Dreifaltigkeit“ in Wien-Alsergrund statt, in der Schuberts Freund Michael Leitermayer Chorregent war. Das Publikum fand großen Gefallen an der Messe und sie wurde mehrmals wiederholt, geriet danach jedoch bald in Vergessenheit.
Dem Einsatz von Johannes Brahms ist es zu verdanken, dass das Werk 1865 in Leipzig im Druck erscheinen konnte. Brahms fertigte auch selbst den für die Einstudierung des Werkes notwendigen Klavierauszug an.
«Tatsächlich weht der Hauch einer anderen Welt in den Klängen dieser wunderbaren Musik. Das gross angelegte Werk weist weit über eine enge konfessionelle Religiosität hinaus. Eine allgemeinmenschliche Spiritualität und Ausdruckskraft und die weit in die Zukunft weisende musikalische Substanz, machen die Messe in Es-Dur zu einem der gewaltigsten Zeugnisse geistlicher Chormusik.» (Stefan Werren)