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Zwischen Goa und Kerala, in den Western Gahts, kämpfen die Adivasi gegen Unterdrückung durch Grossgrundbesitzer und Geldverleiher. Urwaldgebiete, Flüsse und Wildtierreservate charakterisieren das Gebiet, mittlerweile entstehen auch Dämme für Wasserkraftwerke und Einrichtungen, die der Bergbauindustrie dienen.
Diese ökonomische Entwicklung führte dazu, dass die Adivasi aus angestammten Zonen vertrieben wurde. Einige Gruppierungen siedelten sich im Wald neu an. Anderen blieb nur der Ausweg, sich als Arbeiterinnen und Arbeiter auf dem Land von Grossgrundbesitzern niederzulassen, was zu einer starken Abhängigkeit von diesen führte. Weil die Landbesitzer tiefe Löhne diktierten und gleichzeitig Darlehen vergaben, gerieten die Familien in Schuldknechtschaft.
Die Adivasi wurden nicht nur sozioökonomisch beherrscht, sondern auch kulturell und religiös. Sie mussten ihren eigenen Glauben und damit ihre Kultur aufgeben und diejenige ihrer jeweiligen „Herren“ annehmen. So bestehen heute hinduistische, islamische und christliche Adivasi-Gruppen – eine Spaltung, die gemeinsame Aktionen behindert.
Befreiung aus der Abhängigkeit
Die Partnerorganisation GIT (Green India Trust) arbeitet mit Kunabi und Siddi Adivasi zusammen. Kunabi sind indische Indigene, Siddi Nachfahren afrikanischer Sklaven. Beide Gruppen bemühen sich, mit Hilfe von GIT um die rechtliche Absicherung ihres Landes, das ihre Lebensgrundlage bildet. Als erstes müssen sie als indigene Gruppen offiziell anerkannt werden. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, unter dem Forest Rights-Gesetz von 2006 das seit langem von ihnen bewohnte und bebaute Land einfacher juristisch absichern zu können.