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[17-02-2020] Gibt es eine Möglichkeit, einen allfälligen Qualitätsverlust bei der Konvertierung von PDF in PDF/A zu erkennen?
Der Bildkomprimierungsalgorithmus JPEG2000 ist seit Version 1.5 (2003) Bestandteil der PDF-Spezifikation, aber erst seit Version 2 (2011) Bestandteil von PDF/A. Damit ist ein Szenario denkbar, in welchem PDF-Dateien aus einer Scanstrasse mit JPEG2000-Komprimierung im Archiv in PDF/A-1 konvertiert und dabei zwingend die JPEG2000-Bilder in JPEG transkodiert werden. Dies stellt einen unnötigen Qualitätsverlust dar. Je nach Einstellung im Konverter kann es aber auch bei einer PDF-zu-PDF/A-2-Konvertierung zur Umwandlung von JPEG2000 in JPEG kommen.
Die KOST kennt aktuell keine einfache Art, die Komprimierung eingebetteter Bilder in PDF-Dateien automatisiert auszulesen. Sie hat verschiedene PDF-Software erfolglos auf diese Funktionalität hin getestet: Adobe Acrobat Pro, Preflight, PDFXplorer und PDF Explorer. Naheliegend wäre ein automatischer stichprobenartiger Bildvergleich, welcher optische Unterschiede in den Dateien vor und nach der Konvertierung aufzeigen kann, aber auch dafür fehlen passende Tools.
Als pragmatische automatische Lösung schlagen wir einen Grössenvergleich der PDF-Dateien vor und nach der Konvertierung vor. Weicht die Grösse nach der Konvertierung signifikant vom Ursprung ab, wurden mit Sicherheit die eingebetteten Bilder konvertiert.
Es ist hingegen möglich, die Komprimierung eingebetteter Bilder manuell auszulesen, am einfachsten mit Adobe Acrobat Pro und Preflight, aber auch durch Auslesen des Filters «JPXDecode» mit Hilfe von Notepad++ oder einem anderen Texteditor.
Aus den hier angetönten sowie weiteren Gründen empfiehlt die KOST, bei PDF/A wenn möglich die Version 2 im Konformitätsniveau U (PDF/A-2u) zu verwenden; siehe dazu den Katalog archivischer Dateiformate KaD zu PDF/A-2.