Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/1639

Hier finden Sie Begriffsdefinitionen zu Themen der amtlichen Vermessung.
Begriffe
A
Aarg. Geographisches Informationssystem (AGIS)
Institution für die Zusammenarbeit der kantonalen Fachstellen im Aargau im Bereich digitaler geografischer Informationen.
administrative Einteilungen
Gemäss TVAV gehören der Informationsebene "administrative Einteilungen" die Themen Planrahmen, Toleranzstufeneinteilung, Nummerierungsbereiche, etc. an.
Amtliche Vermessung (AV)
Amtliche Vermessung 93 (AV93)
Amtliche Vermessung 1993 neuer Ordnung gemäss den Rechtsgrundlagen des Bundes ( , ). Sie umfasst die im Objektkatalog beschriebenen Datenebenen bzw. Informationsebenen in numerischer Form (digitale Daten).
Amtliche Vermessungsschnittstelle (AVS)
Vom Bund vorgeschriebene Schnittstelle für den Austausch von Daten der amtlichen Vermessung, beschrieben mit der normierten Datenbeschreibungssprache INTERLIS.
ASCII-Format
Der ASCII-Code (American Standard Code for Information Interchange) ist ein international verbreiteter Zeichensatz aus 256 verschiedenen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. ASCII wird für die Interpretation von Dateien (z.B. Daten) verwendet und kann mit einem Texteditor bearbeitet werden.
B
Basisplan
Der Basisplan der amtlichen Vermessung «BP-AV» ist ein Produkt, das automatisch aus den Daten der AV abgeleitet wird.
Beitragszonen
Zone I: überbaute Gebiete und Bauzonen.
Zone II: Land- und Forstwirtschaftsgebiete im Talgebiet gemäss landwirtschaftlichem Produktionskataster.
Zone III: Land- und Forstwirtschaftsgebiete im Berg- und Sömmerungsgebiet gemäss landwirtschaftlichem Produktionskataster.
Im Kanton Aargau sind die Beitragszonen identisch mit den TS 2-4.
C/D
Data Exchange Format (DXF)
Transferformat für Graphikdaten im Vektorformat. Systemspezifisches, weit verbreitetes Transferformat des CAD-Systems AutoCAD.
Digitales Oberflächenmodell (DOM)
Das digitale Oberflächenmodell bildet die beständige und sichtbare Oberfläche ab und beinhaltet somit Wälder, Gebäude und weitere Kunstbauten.
DGV
Dekret über die Gebühren im Geoinformationsbereich vom 24. Mai 2011 (SAR 740.110).
dpi
Mass für die digitale Auflösung (Erfassung) von Rasterdaten.
dpi= dot per inch (Anzahl Punkte pro 2.54 cm).
Digitales Terrainmodell (DTM)
Digitales Terrainmodell der amtlichen Vermessung bildet die unverbaute Topografie der Oberfläche des gewachsenen Bodens ab.
E
EDID
Eidgenössischer Eingangsidentifikator
EDV
Elektronische Datenverarbeitung
EGID
Eidgenössischer Gebäudeidentifikator
E-GRID
Eidgenössischer Grundstücksidentifikator (= schweizweit eindeutige Grundstücksidentifikation)
EG ZGB
Einführungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 27. März 1911.
Erneuerung (EN)
Ersterhebung (EE)
Als Ersterhebung gilt die Erstellung der Bestandteile der amtlichen Vermessung in Gebieten ohne definitiv anerkannte amtliche Vermessung sowie in Gebieten mit Fixpunktnetzen, die nicht im Landeskoordinatensystem erstellt wurden ( , Art.18, Abs.1).
F
Fixpunkte (FP)
Fixpunkt-Datenservice (FPDS)
Im Rahmen des Fixpunkt-Datenservice (FPDS) werden die Daten der Fixpunkte in einer Datenbank verwaltet. Auf dieser Produktionsdatenbank werden Mutationen an den Fixpunkten vorgenommen und für Dritte auf dem Web zur Verfügung gestellt.
Finanzierung der amtlichen Vermessung (FVAV)
G
GABMO
Schweizweit flächendeckende Erschliessung der Strassenachsen und Gebäudeadressen.
Gebäudeversicherung des Kantons Aargau
Die Gebäudeversicherung des Kantons Aargau ist für jedes zu versichernde Gebäude obligatorisch.
Geodatenviewer (map.geo.admin.ch)
Geographisches Informationssystem (GIS)
Ein GIS dient der Erfassung, Speicherung, Analyse und Darstellung aller raumrelevanten Daten.
Geoinformationsgesetz (GeoIG)
Bundesgesetz vom 5. Oktober 2007 über Geoinformation.
Geoinformationsgesetz (KGeoIG)
Kantonales Geoinformationsgesetz
Geoinformationsverordnung (GeoIV)
Verordnung vom 21. Mai 2008 über Geoinformation.
Geoinformationsgesetz (KGeoIV)
Verordnung über die Geoinformation im Kanton Aargau.
Geoinformationsverordnung des Bundesamtes für Landestopografie
Verordnung vom 26. Mai 2006 des Bundesamtes für Landestopografie.
Geografische Namen
Verordnung vom 21. Mai 2008 über die geografischen Namen.
Geometerverordnung
Verordnung vom 21. Mai 2008 über die Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer.
Global Positioning System (GPS)
GPS ist ein Navigationssystem des amerikanischen Verteidigungsministeriums (DoD), basierend auf einem System von 24 Satelliten, die in 20'000 km Höhe die Erde zweimal pro Tag umkreisen.
Global Navigation Satellite System (GLONASS)
GLONASS ist das russische Pendant zu GPS. Das Funktionsprinzip ist mit GPS vergleichbar, wobei nur etwa die halbe Anzahl Satelliten zur Verfügung steht.
GALILEO
GALILEO ist der Beitrag Europas zu einer globalen Infrastruktur der Satellitenavigation (GNSS). GALILEO basiert auf einer Konstellation von 30 Satelliten und Bodenstationen, die Nutzer aus den verschiedensten Bereichen mit Ortungsinformationen versorgen können.
Global Navigation Satellite System (GNSS)
Oberbegriff für die bestehenden Navigationssysteme GPS und GLONASS, sowie zukünftige Systeme wie z.B. das europäische GALILEO.
Grafische Vermessung
Fixpunkte, Liegenschaftsgrenzen, Gebäude und Situation liegen in grafischer Form vor (Standard amtliche Vermessung nach alter Ordnung, 19. Jh.).
Grundbuchplan
Bestandteil des Grundbuches mit Darstellung der Grundstücke und zugehörigem Inhalt (z.B. Gebäude).
Güterzusammenlegungsgebiet im Kegelsystem (GZ Keg)
Güterzusammenlegungsgebiet im Zylindersystem (GZ Zyl)
GRUNAG
GWR
Gebäude- und Wohnungsregister, welches Grunddaten zu Gebäude und Wohnungen enthält.
H
Höhenfixpunkt (HFP)
Fixpunkt der amtlichen Vermessung. Man unterscheidet HFP1 (Punkte des Landesnivellements), HFP2 (Punkte des kantonalen Nivellementes) und HFP3 (Punkte von kommunalen Nivellementen).
Hoheitsgrenzen
Landes-, Kantons-, Bezirks- oder Gemeindegrenzen.
Unter Hoheitsgrenzen versteht man die Grenzen zwischen Gemeinden, Bezirken, Kantonen und die Grenzen des Landes. Das Projekt hat zum Ziel, die rechtsverbindlichen, effektiven Hoheitsgrenzen einheitlich über die ganze Schweiz für die Bundesverwaltung und weitere Interessierte auf einem Geografischen Informationssystem (GIS) zentral zur Verfügung zu stellen. Zugleich sollen heutige Inhomogenitäten in den Hoheitsgrenzen, so unter anderem unterschiedliche Punktnummern oder Punktattribute, bereinigt werden (Ziel und Zweck des Projekts Hoheitsgrenzen).
I
INTERLIS
Datentransfermechanismus für raumbezogene Daten (Geodaten), bestehend aus einer konzeptionellen Beschreibungssprache (Datenbeschreibungssprache) und einem sequentiellen Transferformat.
K
Katastererneuerung (KE)
Erneuerung der amtlichen Vermessung in Gebieten mit definitiv anerkannten Vermessungen primär durch neue Berechnung, basierend auf einem neu gemessenen und neuberechneten Fixpunktnetz, mit den alten Aufnahmedaten und sekundär durch ergänzende Neuaufnahmen.
Alle Informationsebenen erreichen den Standard .
Kegelprojektion
L
Lagefixpunkt (LFP)
Landesvermessung 95 (LV95)
Koordinatensystem, dass auf der neuen, 1995 eingeführten Landesvermessung beruht. Grundlage bleibt die Zylinderprojektion.
Landesvermessungsverordnung (LVV)
Verordnung vom 21. Mai 2008 über die Landesvermessung.
Landesvermessung (LVV-VBS)
Verordnung des VBS vom 5. Juni 2008 über die Landesvermessung.
Landinformationssystem
Ein Landinformationssystem (LIS) ist ein Instrument zur Entscheidungsfindung in Recht, Verwaltung und Wirtschaft sowie ein Hilfsmittel für Planung und Entwicklung. Es besteht aus raumbezogenen Daten (Geodaten) und aus Verfahren und Methoden für die systematische Erfassung, Aktualisierung, Verarbeitung und Umsetzung dieser Daten. In einem LIS werden hauptsächlich grossmassstäbliche Daten (1:100 bis 1:5000) verwaltet.
Laufende Nachführung (LNF)
Anpassung der Bestandteile der amtlichen Vermessung an die veränderten rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse für Daten mit einem Meldewesen.
Luftbilder
Mit dem Vermessungsflugzeug aufgenommene Fotos der Erdoberfläche für Vermessungszwecke.
M/N
Nachführung (NF)
Als Nachführung gilt die Anpassung der Bestandteile der amtlichen Vermessung an die veränderten rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse (
, Art.18, Abs.2).
Man unterscheidet beim Verfahren zwischen laufender () und periodischer Nachführung ().
Nachführungsgeometer
Für die laufende Nachführung (LNF) der amtlichen Vermessung eines Kreises, vom Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Inneres gewählter patentierter Ingenieur-Geometer. Er entspricht bei abgeschlossenen Werken dem Nachführungsgeometer, bei Vermessungen die in Arbeit sind, dem Unternehmer, der diese Arbeiten ausführt.
Neuvermessung (NV)
Nivellement (Niv)
Nivellementlinien
Über den ganzen Kanton Aargau sind Höhenfixpunkte verteilt, die linienweise erstellt wurden. Diese Nivellementlinien werden periodisch nachgeführt und erneuert.
O
Objektkatalog AV93
Der Objektkatalog AV93 umfasst die vom Bund vorgeschriebenen Daten der AV93. Er umfasst die Informationsebenen:
- 1 Fixpunkte
- 2 Bodenbedeckung
- 3 Einzelobjekte
- 4 Höhen
- 5 Nomenklatur
- 6 Liegenschaften
- 7 Rohrleitungen
- 8 Hoheitsgrenzen
- 9 dauernde Bodenverschiebungen
- 10 Gebäudeadressen
- 11 administrative Einteilungen
ÖREB
Organisationsgesetz (OG)
Gesetz über die Organisation des Regierungsrates und der kantonalen Verwaltung vom 26. März 1985.
Orthofoto
Aus Luftbildern mittels Photogrammetrie hergestellte, massstäblich präzise Fotoabbildungen der Erdoberfläche. Angaben zur Bodenauflösung (z.B. 0.25 m in der Lage), zu Aufnahmemethoden und Aktualität des Orthofotos werden in der jeweiligen Datendokumentation im publiziert.
P
Parzellarvermessung (PV)
Periodische Nachführung (PNF)
Anpassung der Bestandteile der amtlichen Vermessung an die veränderten rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse für Daten ohne Meldewesen.
Pixel
Kleinste Speichereinheit in einem gerasterten Medium (z.B. Photo oder Bildschirm).
Pixelkarten
Plan für das Grundbuch
PN/AV93
PNF
Projektionssystem
Die Erde als Kugel wird abgebildet in eine Ebene mit einem rechtwinkligen Koordinatensystem. Diese Abbildung heisst Projektion, das dazugehörige Abbildungssystem Projektionssystem.
Provisorische Numerisierung (PN)
In definitiv anerkannten Vermessungswerken werden die Daten ab den
digitalisiert und georeferenziert. Eine Erstellung gewisser Informationsebenen im Standard AV93 () ist primär nicht vorgesehen. Das erreichte Produkt eignet sich nicht für eine sukzessive Neuerstellung, es wird später durch eine Zweitvermessung () abgelöst.
Die Informationsebenen haben den Status "provisorisch numerisch".
provisorisch numerisch (Prov.)
R
Rasterdaten
S
SubmD
Submissionsdekret vom 26. November 1996
swisstopo
Bundesamt für Landestopographie
T
Toleranzstufen (TS)
Das Territorium der Eidgenossenschaft wird für die amtliche Vermessung in Gebiete mit TS eingeteilt (, Art.3). Für den Aargau relevant sind:
TS 2: überbaute Gebiete und Bauzonen.
TS 3: Intensiv genutzte Land- und Forstwirtschaftsgebiete.
TS 4: Extensiv genutzte Land- und Forstwirtschaftsgebiete.
Im Kanton Aargau sind die TS identisch mit I-III.
Triangulation
Sie umfasst die Lagefixpunkte
und
und dient als Grundlage für die amtliche Vermessung AV (PV und ÜP).
Unter Triangulation versteht man das klassische Verfahren zur Erstellung einer meist grossräumigen Grundlagenvermessung mit Hilfe von Dreiecksnetzen.
TVAV
U
Übersichtsplan (ÜP)
V/Z
VAV
Vektordaten
Sogenannte "intelligente" geometrische Objekte, welche mit Attributen verknüpft werden können. Vektor = Geometrisch definierte Linie von Punkt A nach Punkt B. Lagebezogene Daten, dargestellt durch Punkte, Text, Linien, Flächen etc. mit Bezug auf die Landeskoordinaten.
VEN
Verordnung über die Geoinformation im Kanton Aargau (Kantonale Geoinformationsverordnung, KGeoIV)
Vermarkung (VM)
Vermarkungs-Revision (VM-Rev)
Vermessungsamt (VA)
Kantonales Vermessungsamt.
Aufsichtsbehörde für den Bereich amtliche Vermessung (), Verifikationsstelle für die Parzellarvermessung () und die laufende Nachführung (), ausführende Stelle für die Bereiche Fixpunkte und Übersichtsplan, Unterhalt Landes- und Kantonsgrenze, Aufsicht Bezirks- und Gemeindegrenzen.
Vermessungsdirektion (V+D)
ZGB
Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907