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Dieser kleine Raum gehörte ursprünglich zum Treppenhaus für die Dienstboten, das sich an der Schmalseite des Hauses zum Kirschgarten befand und alle Stockwerke des Hauses erschloss. Es wurde später aufgehoben und zur Gewinnung von zusätzlichen Flächen umgebaut; nur zwischen dem Erdgeschoss und dem Keller ist es noch erhalten. Bei der Einrichtung als Museum in den Jahren 1950/51 wurden an dieser Stelle Teile der Küche aus dem 1790 vollendeten «Segerhof» eingebaut. Im ursprünglichen Zustand des Hauses zum Kirschgarten diente der grosse Gewölberaum im Erdgeschoss als Küche.
Kochherd aus dem Segerhof
Basel, um 1790
Ziegel, Verputz, Kupferblech, Eisen
Legat Marie Burckhardt, Basel
Inv. 2002.332.
Im 18. Jahrhundert wurde in der Umgebung grosser Städte das Holz knapp, da für gewerbliche Nutzung und Privathaushalte riesige Mengen Holz benötigt wurden. Das Nachwachsen der Wälder konnte den gestiegenen Bedarf nicht mehr auffangen. Daher entwickelte man geschlossene Herde, die gegenüber dem offenen Feuer die Hitze im Inneren besser ausnutzen konnten.
Fliesenwand aus der Küche des Segerhofs
wohl Aargau, um 1780/90
Fayence mit Scharffeuerdekor in Blau
Legat Marie Burckhardt
Inv. 2002.333.
Die Fliesen mit Tierdarstellungen sind sehr dekorativ und betonen den Wohlstand der Hausbesitzer. Gleichzeitig schützen sie die Wand hinter dem Herd vor Verschmutzung durch das Kochen. Die glasierte Oberfläche erleichterte das Reinigen.
Leckerli-Trog aus Nussbaumholz
wohl Basel, 19. Jh.
Nussbaumholz
Geschenk Dr. D. Sandreuter-Alioth, Basel
Inv. 1967.5.a.-c.