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Die Zystennematoden der Kartoffel (Globodera rostochiensis und G. pallida) sind Fadenwürmer, die in Südamerika heimisch sind und wohl schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Kartoffeln nach Europa eingeschleppt wurden. Da in der Schweiz die Fruchtfolge die Regel ist, führen sie in der Speisekartoffelproduktion sehr selten zu wirtschaftlichen Schäden.
Im Rahmen des Pflanzenpasses/Zertifizierung wird sehr darauf geachtet, dass die Saatkartoffelproduktion zystennematodenfrei ist. Dazu werden jährlich in einem Viertel der einheimischen Produktion Erdproben genommen, was zu rund 1000 Proben pro Jahr führt.
Falls ein Posten befallen ist, wird er vernichtet und falls der Herd in der Parzelle gefunden wird, wird auf ihr während 8 Jahren die Kartoffelproduktion untersagt. Dazu werden in Parzellen des betroffenen Produzenten jährlich von all seinen Saatkartoffelposten Erdproben genommen.
Glücklicherweise werden neue Herde sehr selten gefunden. So werden gegenwärtig bei den ungefähr 800 schweizerischen Saatgutproduzenten bei nur drei jährlich Probenamen genommen.