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Ein Liechtensteiner Treuhänder und Rechtsanwalt steht unter «dringendem Verdacht», über 30 Geschädigte um über 50 Millionen Franken betrogen zu haben. Der 68-Jährige befindet sich seit fast zwei Monaten in Untersuchungshaft.
Der Mann soll ab 2010 Vermögenswerte juristischer Personen, die er als Treuhänder verwaltete, veruntreut haben, wie die liechtensteinische Staatsanwaltschaft zu Medienberichten im Fürstentum mitteilte. Weiter soll der Verdächtigte natürliche und juristische Personen überredet haben, ihm Darlehen zu geben, obwohl er diese nicht zurückzahlen konnte.
Die Voruntersuchung der Staatsanwaltschaft lautet auf dringenden Verdacht des Verbrechens der Untreue und des schweren Betruges. Zur Zeit werden Zeugen befragt und Unterlagen ausgewertet, die bei einer Hausdurchsuchung kurz vor der Verhaftung des Mannes beschlagnahmt wurden. Der Abschluss der Untersuchungen ist laut der Staatsanwaltschaft noch nicht absehbar.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, handelt es sich wohl um den grössten je in Liechtenstein verhandelten Fall. Bisher standen der 2013 verurteilte Millionenbetrüger Michael Seidl und dessen Money Service Group an der Spitze.
Am Gericht in Vaduz ging es damals um eine Summe von 36 Millionen Franken, um die Seidl Anleger betrogen hatte. Allerdings wurde der Finanzjongleur dieses Jahr auch in der Schweiz verurteilt. Am Kreisgericht im st.gallischen Rorschach wurde ihm eine Deliktsumme von 50,7 Millionen Franken angelastet. (whr/sda)