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DIE AUFGABE DER AUFBEWAHRUNG
Restaurieren
Die Vorgehensweise bei der Restaurierung von Tondokumenten ist bei allen Formaten ähnlich. Ein erster Schritt besteht im Anhören des Tondokuments und dem Festlegen der notwendigsten Eingriffe. Danach wird das Dokument in ein digitales "high definition"-Format kopiert und einer spektroskopischen Analyse unterzogen. Für die Bearbeitung des Signales stehen verschiedene halb-automatische Module zur Verfügung, um die üblichen Nebengeräusche (Rauschen, Knacken, usw.) zu vermindern oder aufzuheben. Weitere Korrekturen erfolgen manuell, so das Ausschneiden von Transienten, die Aufhebung nicht linearer Tonkomprimierung oder Tonexpansion und die Anwendung verschiedener Filter und Entzerrer. Diese Eingriffe liegen im Gutdünken des Tontechnikers oder des Kunden und können ein mehrfaches an Zeit beanspruchen (so kann die Korrektur von einer Minute Aufnahmeton bis zu einer Stunde für dessen Bearbeitung benötigen).
Die Schweizerische Nationalphonothek bleibt jedoch bei solchen Arbeiten koherent zu ihrem Mandat, auch wenn es darum geht, Dokumente für kommerzielle Zwecke aufzuarbeiten. Ihr Grundprinzip ist es, den bestmöglichen Ton vom Originaltonträger mittels der geeignetsten Abspielgeräte zu erhalten. Die nachfolgende (nur wenn nötige) Bearbeitung besteht darin, den Ton so nah und getreu wie möglich an den Moment seiner Aufnahme zu bringen. Alle weiteren Eingriffe sind zwar machbar, gehören aber nicht in den Aufgabenbereich der Schweizerische Nationalphonothek.
Beispiel einer Restaurierung
Le Quatuor de Flonzaley: String quartet, no. 1, op. 41, in a minor (Robert Schumann); Camden, 10.05.1918; VICTROLA; 6115; C 6115 A 3 2; E 6115 B 3 3 (HR4744_A extract)
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