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Odin (auch Wodan, Wotan, Godan, Woudan usw.) ist gemäss der Snorra-Edda der Sohn von Bör und der Riesentochter Bestla. Vili und Vé sind seine Brüder. Sein Vater Grossvater und Riese Bure wurde von der Urkuh Audhumbla aus dem Salz von Steinen geleckt. Das spezielle an Odin ist, dass er ein endlicher Gott ist. Er wird bis zum Götterschicksal herrschen, dem Ragnarök.
Die erste Tat, die Odins uns seiner beiden Brüder war, dass sie den Riesen Ymir töteten. Aus seinem Leichnam formten sie die Welt. Das Blut Ymirs überschwemmte die Welt und trennte sie in zwei Teile, die vom Grab Ymirs, einer grossen Schlucht, getrennt wurden. Auch schuf er mit zwei anderen Göttern die ersten Menschen.
Odin ist der inspirierte und inspirierende. Er ist Weise und sucht ständig nach noch mehr Wissen und Weisheit. Er ist Dichter und Sänger aber auch wütender Krieger. Einen Grossteile seines Wissens verdankt Odin seinen zwei Raben Hugin und Munin („Gedanke“ und „Erinnerung“). Die zwei Raben sitzen auf seinen Schultern und berichten ihm alles, was auf der Welt geschieht. Darum wird er auch Rabengott genannt. Er opferte zudem ein Auge, um aus dem Brunnen Mimirs trinken zu dürfen. Mit List und seiner Schönheit erschlich er sich den Skaldenmet, nach dessen Genuss er zum Sänger und Liedermacher wurde. Diese Geschichten gaben ihm verschiedene Beinamen wie Rabengott, der Einäugige oder Liederschmied.
Odins achtbeiniges Pferd Sleipnir trägt ihn mit den Raben jeden Tag über den Morgenhimmel. Bei der Jagd stehen ihm seine beiden Wölfe Geri und Freki („Gierig“ und „Gefräßig“) zu Seite und verhelfen ihm zu ergiebigen Streifzügen.
Weiter besitzt er einen Wunschmantel, der ihn an jeden beliebigen Ort trägt und unsichtbar macht. Der abgeschlagene Kopf des Riesen Mimir kann die Zukunft vorhersagen und auf seinem Thron Hlidskialf sitzend, weiss er immer Bescheid, was auf der Welt vor sich geht.