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Mehrere Westschweizer Kantone kritisieren derzeit die Loterie Romande wegen ihres Entscheids, einen Teil der Informatikdienste nach Polen zu verlegen. Mit 86 zu null Stimmen verabschiedete der Grosse Rat gestern einstimmig eine entsprechende Resolution gegen diese Reorganisation, die von den fünf Fraktionschefs gemeinsam eingereicht worden war. Auch der Grosse Rat des Kantons Wallis verabschiedete gestern eine analoge Resolution. Der jurassische Grosse Rat hatte sich bereits letzte Woche unzufrieden über den Entscheid der Loterie Romande gezeigt. Im Waadtländer Parlament wurde das Thema zwar diskutiert, es wurde aber nicht darüber abgestimmt.
Die gestrige Debatte im Freiburger Rathaus machte deutlich, wie sehr dieses Thema die Abgeordneten quer durch alle Parteigrenzen bewegte. «Diese Auslagerungspläne sind schockierend und inakzeptabel», sagte André Schoenenweid (CVP, Freiburg). «Wir verlangen, dass diese Arbeitsplätze in der Schweiz bleiben», ergänzte David Bonny (SP, Prez-vers-Noréaz). Nicolas Bürgisser (FDP, Giffers) fragte sich, wie der Staat die Loterie Romande unter diesen Umständen vor den «grossen Lotterien des Auslands» schützen solle. Emanuel Waeber (SVP, St. Antoni) fragte nach der Verantwortlichkeit des Verwaltungsrats der Loterie Romande. Und Benoît Rey (Mitte links – CSP) erinnerte seitens der Mitte-links-Grün-Fraktion daran, dass die Einnahmen der Lotterie von Schweizer Kunden stammen.