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Der Krimi um Prinzessin Latifa, 35, begann vor März 2018. Damals versuchte die junge Frau aus ihrer Heimat zu flüchten, doch der Fluchtversuch wurde vereitelt – und seither wurde von ihr nichts mehr gesehen und gehört in der Öffentlichkeit.
Mitte Februar dieses Jahres veröffentlichte dann der britische TV-Sender BBC einen rund zwei Jahre alten Video-Hilferuf der Prinzessin. Darin schilderte sie, dass sie von ihrem Vater in einer Villa in Dubai festgehalten werde, die zu einem Gefängnis umfunktioniert worden sei. Zudem äusserte sie die Befürchtung, dass ihr Leben in Gefahr sei. Der Königshof von Dubai hingegen veröffentlichte eine Erklärung, wonach Latifa aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands zu Hause von ihrer Familie und Ärzten betreut werde. Über Details und Art ihrer Erkrankung aber schwieg der Hof.
Anfang Jahr hatte die UNO die Emirate aufgefordert, ein Lebenszeichen der verschwundenen Prinzessin zu veröffentlichen. Doch nach dem Video-Hilferuf wurde es wieder ebenso still um die junge Frau.
Die jetzt aufgetauchten Fotos sollen Latifa in einer Mall zeigen. Freunde der Frau sollen sie wiedererkannt haben, ebenso wie die Frauen im Beisein der Prinzessin, vermeldete die BBC. Dubais Behörden hingegen schweigen zu den neu aufgetauchten Bildern.
Im Februar hatte die Familie zudem noch ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen, dass Latifa «zu gegebener Zeit wieder ins öffentliche Leben zurückkehren» werde. Ob das jetzt der Fall ist, wie die neu aufgetauchten Bilder glauben machen wollen? Bei der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch heisst es dazu vorsichtig: «Wenn das Foto echt und neu ist, dann sind wir etwas erleichtert, dass sie lebt.»