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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist eine Veröffentlichung eines "Panoramas" über die Situation des Buches in der Schweiz und über diesbezüglich unternommene Massnahmen noch geplant? Wenn ja, bis wann? Wenn nein, aus welchen Gründen nicht?</p><p>2. In seiner Antwort auf meine Interpellation 12.3190 vom März 2012 hat der Bundesrat versichert, dass das Bundesamt für Kultur "bis im Herbst 2012 Wege" aufzeigen werde, um bereits bestehende Massnahmen zu ergänzen. Welche neuen Wege wurden eingeschlagen oder werden es in Zukunft?</p><p>3. Der Entscheid der Wettbewerbskommission (Weko) gegen die Grosshändler von Büchern beunruhigt insbesondere die unabhängigen Buchhandlungen, die sich um die Qualität ihrer Dienstleistungen sorgen. Wie beurteilt der Bundesrat die Folgen dieses Entscheids?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die in der Antwort auf die Interpellation Reynard 12.3190 angekündigte Publikation der Untersuchung öffentlicher Massnahmen zugunsten der Literatur "Panorama" ist in Arbeit. Zusammen mit den Kantonen und Städten hat der Bund im vergangenen Jahr die statistischen Angaben für eine Situationsanalyse und einen entsprechenden Bericht erarbeitet.</p><p>Zurzeit werden diese statistischen Daten im Hinblick auf die Veröffentlichung im Herbst 2013 analysiert.</p><p>2. Seit 2012 führt das Bundesamt für Kultur Gespräche mit der Buchbranche und ihren verschiedenen Akteuren, um unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Förderinstrumente neue Massnahmen zur Stärkung der Schweizer Literaturlandschaft zu entwickeln.</p><p>Es wurden oder werden mehrere Treffen mit Autorinnen und Autoren sowie Verlagen mitorganisiert, unter anderem: der "Think Tank" mit Schweizer Autorinnen und Autoren an den Solothurner Literaturtagen, die Tagung über die Buchpolitik an der Genfer Buchmesse sowie mehrere Workshops mit Schweizer Verlagen in Zusammenarbeit mit den Verbänden.</p><p>Parallel zur Ausarbeitung des "Panoramas" hat das Bundesamt für Kultur das Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung, Universität Zürich mit einer Analyse des Schweizer Buchmarktes beauftragt.</p><p>Diese Vorarbeiten sowie die Absprache mit der Branche und der öffentlichen Hand sind nötig, um Schwachstellen zu ermitteln, die mit den neuen Massnahmen bekämpft werden sollen. Die Arbeiten werden in den nächsten Monaten weiterverfolgt und fliessen in die Kulturbotschaft 2016-2019 ein.</p><p>3. Gemäss Weko hat der Entscheid zum Ziel, den Beschaffungsmarkt zu öffnen und den Buchhändlern zu ermöglichen, ihre Bücher ungehindert über den Beschaffungskanal ihrer Wahl zu beziehen, zum Beispiel auch durch Einkäufe in Frankreich. Einige Grosshändler haben beim Bundesverwaltungsgericht Rekurs gegen den Entscheid der Weko eingelegt. Somit ist zunächst der Ausgang des Verfahrens abzuwarten.</p>  Antwort des Bundesrates.