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Mit formlosen Möbeln verweigerten Designer Mitte der 1960er Jahre Konventionen im Bereich des Interieurs. Inspiriert von der Kunst experimentierten sie mit Material, um Alternativen zum Bestehenden zu schaffen. Ihre Möbel zwischen Design und Skulptur standen für ein neues Gesellschaftsbewusstsein und lassen sich als Verstoss gegen die "Gute Form" betrachten. Die Ausstellung zeigt die Gültigkeit der Maxime "form follows material", welche die Beziehung von Form und Werkstoff neu definierte. Bis heute opponieren Gestalter spielerisch gegen Althergebrachtes und die Vermarktung konformer Lebenswelten. "Formlose Möbel" zeigt Sitzobjekte von Gunnar A. Andersen und Gaetano Pesce über Ron Arad bis zu aktuellen Gestaltungsansätzen von Jerszy Seymour oder Big Game. Am Computer generierte "Blobjects" von Karim Rashid komplettieren diesen Überlick über das experimentelle Entwerfen in den letzten 40 Jahren.
Eine Ausstellung des MAK, Wien.
Publikation
Formlose Möbel/Formless Furniture, Peter Noever (Hg.), D/E, MAK Wien/Hatje Cantz.
Das Vermittlungsprogramm des Museum für Gestaltung Zürich und des Museum Bellerive wird unterstützt durch die CREDIT SUISSE FOUNDATION