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Am 11. Dezember 2023 besuchten wir Zeichnerinnen und Zeichner Landschaftsarchitektur im 3. Lehrjahr zusammen mit der Klasse ZR21 am Vormittag die Theatervorstellung «Romeo und Julia auf dem Dorfe». Das Theater wurde vom Theater Kanton Zürich und vom Theater Winterthur in der Abteilung Montage und Ausbau der Baugewerblichen Berufsschule Zürich aufgeführt. Die Aufführung begann um 10.15 Uhr und dauerte 1 Stunde und 30 Minuten. Das Stück basiert auf der gleichnamigen Novelle des Schweizer Schriftstellers Gottfried Keller.
Beim Betreten des Raumes fiel zuerst die grosse Bühne auf, vor welcher viele Stühle aufgestellt waren. Die Bühne befand sich auf einem höheren Niveau als die Stühle und war auf beiden Seiten mit schwarzen Vorhängen umschlossen. Auf den Gerüsten neben der Bühne befand sich eine professionelle Theaterbeleuchtung. Das Licht hat das Theater sehr unterstützt und es spannend gemacht. Hinter der Bühne befand sich eine Holzwand mit Schiebetüren, durch welche die Schauspieler die Bühne verlassen und wieder betreten konnten. Auf der Bühne standen zwei halbe Kisten, die zwei Nachbarhäuser darstellen sollten. In der Mitte wurde der Acker dargestellt, der eine zentrale Rolle im Theaterstück einnahm. Vor dem Acker, der als freie Fläche dargestellt war, befand sich der Fluss. Der Fluss war eine Öffnung in der Bühne.
Pünktlich um 10:15 Uhr begann das Theaterstück. Eine freundliche Dame begrüsste uns und erzählte von einem Unglück: Eine der Schauspielerinnen konnte aufgrund von Corona nicht auftreten. An ihrer Stelle hatte eine andere Dame kurzfristig die Rolle der Vreni Marti bekommen. Sie entschuldigte sich dafür, dass die «neue» Schauspielerin teilweise den Text werde ablesen müssen, und das Stück begann.
Alle Schauspieler betraten singend die Bühne und verteilten sich auf die beiden Häuser, links die Familie Marti und rechts die Nachbarsfamilie Manz. Während des Gesangs bewarfen sie den Acker mit Steinen und somit begann die spannende Geschichte.
Das Theaterstück erzählt die Liebesgeschichte der beiden Bauernkinder Vreni und Sali. Anfangs gab es keine Konflikte zwischen den Familien Manz und Marti, die sogar sehr gute Nachbarn waren. Doch das änderte sich, als es um ein brachliegendes Stück Land ging. Die beiden Bauern begannen, ihre Ernten immer näher an den Acker zu pflanzen, der der Stadt gehörte, was zu Spannungen zwischen ihnen führte. Somit begann ein heftiger Streit zwischen den Familien, während die Kinder Vreni und Sali sich ineinander verliebten.
Eine besondere Szene war, als sich die beiden Liebenden nach langer Zeit wieder am Fluss trafen. Dort fischte die Familie Manz, um etwas zu essen zu haben, denn sie hatten kein Geld mehr. Die Musik wurde lauter, die Lichter bunter und die Gefühle zwischen den Bauernkindern tauchten wieder auf. Allerdings war ihre Liebe aufgrund der Feindschaft zwischen den Familien verboten.
Später in der Geschichte wurden die beiden von Herrn Marti erwischt. Um Vreni vor Herrn Marti zu schützen, als er handgreiflich wurde, erschlug Sali den Vater von Vreni. Ab diesem Moment gab es definitiv keine Zukunft für das junge Paar. Am Ende des Stücks wurde uns aus einer Zeitung der Stadt vorgelesen. Darin stand, dass zwei junge verliebte Menschen unter einer Brücke tot aufgefunden wurden. Der Tod war der einzige Ort, an dem sie beieinander sein konnten.
Die Schauspieler haben eine sensationelle Leistung erbracht und waren passend gekleidet. Das Lichtspiel war grossartig und auch die Musik sowie der Gesang der Schauspieler haben überzeugt. Einige meiner Klassenkameraden kritisierten die Geschichte und das Ende. Ich persönlich fand auch, dass das Ende etwas gehetzt und teilweise verwirrend war. Insgesamt war es jedoch eine interessante und gelungene Aufführung.
Burcu Mustafi, ZL21