Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03098.jsonl.gz/450

Dazu werden Messung von Wasserdampf und Lichtstreuung an Wolkenpartikeln durch ein Raman-LIDAR mit solchen spezieller Sonden auf Wetterballons zusammengeführt. Durch Realisierung von „Cloud Matches“, bei denen die gleiche Luftmasse nacheinander im zeitlichen Abstand von 10 bis 40 Minuten und mit einer räumlichen Abweichung von weniger als 2 km gemessen wird, kann die zeitliche Entwicklung der gemessenen Parameter verfolgt und so der Prozessablauf eingegrenzt werden. Dazu werden die Messungen mit einem hochentwickelten Wolkenmodell nachgebildet, das in einer vertikalen Säule mit 20 bis 50 m Höhenauflösung die unterschiedliche Grösse der Eisteilchen berücksichtigt. Für eine hinreichende statistisch Basis sollen im monatlichen Abstand über drei Jahre 36 dieser „Matches“ realisiert werden.
So verbessert das Projekt das Verständnis mikrophysikalische Abläufe in den Wolken und klärt, ob ihre Beschreibung in atmosphärischen Lehrbüchern zutrifft oder ergänzt werden muss. Zusätzlich wird die Kenntnis über die Strahlungswirksamkeit der Wolken erhöht. Schliesslich wird die Grösse der Über- und Untersättigung von Wasserdampf in den Wolken präzisiert und so ihr Potenzial zur Entfernung von Wasserdampf aus der Atmosphäre genauer bestimmt. Durch diese Ergebnisse werden langfristig die globale Klimamodelle und damit unsere Einschätzung des menschlichen Einflusses auf das Erdklima verbessert.