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Zug - Das in Zug angesiedelte Ölbohrunternehmen Transocean hat im ersten Quartal 2010 deutlich weniger eingenommen und verdient. Wegen des Öllecks auf einer firmeneigenen Plattform im Golf von Mexiko sind diverse Klagen gegen Transocean eingereicht worden.
Die Klagen seien im April und Mai 2010 vor verschiedenen US-Bundesbezirksgerichten erhoben worden, teilte das Unternehmen mit. Die Kläger fordern vom Unternehmen unter anderem Schadenersatz wegen der Ölkatastrophe. Transocean sei daran, die Klagen zu analysieren. Eine Prognose zu den Erfolgschancen will das Unternehmen noch nicht machen.
Transocean ist in einer der schlimmsten Naturkatastrophen der jüngsten Zeit verwickelt: Das Unternehmen besitzt die Ölplattform "Deepwater Horizon", welche am 22. April vor der Südküste der USA gesunken ist. Tag für Tag strömen seither hunderttausende von Litern Erdöl ungehindert ins Meer. Transocean hatte die Plattform an den Ölkonzern British Petroleum (BP) geleast.
Der Umsatz von Transocean sank im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr von 3,12 Mrd. auf 2,60 Mrd. Dollar, wie das Unternehmen weiter bekannt gab. Der operative Gewinn (EBIT) reduzierte sich von 1,32 Mrd. auf 926 Mio. Dollar. Unter dem Strich nahm Transocean 685 Mio. Dollar ein, nach 939 Mio. Dollar ein Jahr zuvor.
Transocean verlegte im 2008 seinen Sitz von den USA in den Kanton Zug und ist seit April an der Schweizer Börse kotiert. Die Aktien des Tiefsee-Ölbohrkonzerns werden zudem weiterhin an der New Yorker Börse NYSE gehandelt.
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