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Durch die Einführung von gemeinsamen Schulleitungen an den Primarschulen stellen sich Fragen über eine grundsätzliche Zusammenarbeit von Primarschulen. Eine Zusammenarbeit in diesem Sinn besteht bereits mit dem Regos-Plan an der Oberstufe.
Für eine Kooperation von Primarschulen sind verschiedene Modelle denkbar.
Für die Formen einer Zusammenarbeit möchte das Departement BKS den Schulbehörden von Primarschulen Unterstützung anbieten. Es gibt grundsätzlich drei Modelle, die in Frage kommen.
Modell A
Mit diesem Modell stellen die Schulpflegen von zwei oder mehreren, meistens kleinen Schulgemeinden eine gemeinsame Schulleitung an. Die Schulen bleiben gemeindeautonom und es besteht keine vertragliche Zusammenarbeit zwischen den Schulbehörden. Jede Schulpflege vereinbart mit der Schulleitungsperson einen Vertrag. Die Schulleitung hat verschiedene Arbeitgeber. Der Sockelbeitrag des Kantons von 12 Prozent kommt für jede beteiligte Gemeinde zum Tragen. Dieses Modell hat den Nachteil, dass die Schulleitungsperson verschiedene Arbeitgeber hat. Die Koordination für die Erfüllung der Aufgaben (z.B. Teilnahme an den Sitzungen mehrerer Schulpflegen), erschwert die Arbeit.
Modell B
Mittels Schulverträgen (Gemeindeverträgen) entstehen verschiedene Modelle der Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehreren Schulbehörden. Die Schulbehörden bleiben autonom oder bilden eine Delegation von je einer Anzahl Schulpflegemitgliedern. Es können Verträge über eine gemeinsame Schulleitung, über einen Schüleraustausch, über die Übernahme von Lernenden oder über eine Kreisschule gebildet werden.
An die Schulpflegedelegation gehen Aufgaben und Kompetenzen wie:
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Durchführung des Auswahlverfahrens für die Anstellung von Schulleitungspersonen
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Vorschlagsrecht bezüglich Anstellung der Schulleitungspersonen
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Entscheid über Einreihung bezüglich Lohn der Schulleitung
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Mitwirkung bei wichtigen Weisungen gegenüber der Schulleitung
weitere Aufgaben und Kompetenzen
Im Weiteren werden in einem Schulvertrag die finanziellen Bestimmungen geregelt.
Dieses Modell hat den grossen Vorteil, dass nur ein Anstellungsvertrag mit der Schulleitungsperson abgeschlossen werden muss. Die Schulleitung hat mit der Delegation durch den Schulvertrag einen und nicht mehrere Ansprechpartner.
Modell C
Zwei oder mehrere Gemeinden bilden einen Schulverband. Die einzelnen Schulpflegen werden durch eine Kreisschulpflege abgelöst. Es entsteht ein zusätzliches Gremium der Kreisschulrat. Die Kreisschulpflege ist Arbeitgeberin der Schulleitung. Die Zusammenarbeit der Gemeinden wird in den Satzungen festgelegt. Je nach lokaler Situation bietet sich ein solcher Zusammenschluss kleiner Schulen oder einer oder mehrerer kleiner Schulen mit einer grösseren Schule an.
Hier wird die Primarschule regionalisiert und der Schulleitung können umfassende Führungsaufgaben durch eine Kreisschulpflege für den gesamten Schulverband übertragen werden.Organigramm Modell C