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Moderator: Lüscher
Im Rp
(A-5 Seite Rp Nachzeichnung auf A-4-Blatt: Muster kann bei mir per Fax angefordert werden: Unser Fax 062 897 07 60)
habe ich die Einträge:
NR für den Hinweis "non repetetur"
aut similie für den Hinweis "oder das Gleiche = Generikum"
Nun behauptet ein Apotheker, er dürfe damit (aut simile) nur das Orginal-Medikament abgeben.
Wer kann mir helfen?
NR heisst "non repetiatur!", was in der Regel bedeutet, dass mit dem Rezept einmal die kleinste OP mit der verordneten Galenik abgeben werden darf.
"aut simile" bedeutet, dass wenn du den generischen Namen eines Medikaments nicht weisst, einfach einen Handelsnamen aufs Rezept schreibst, wonach der Apotheker ein Präparat nach Gusto (resp. Lagerbestand) abgeben darf, das denselben Wirkstoff in gleicher oder ähnlicher Galenik enthält. In der Regel heisst das auch, dass man erwartet, dass ein Generikum und nicht das Original abgegeben werden soll. Ist aber nicht bindend.
"sic" bedeutet: "nur genau das Präparat", das du rezeptiert hast. Der Apotheker darf dann ohne Rücksprache nicht ein anderes Markenpräparat abgeben.
Alles klar?
Ich bin froh, dass ich mit "aut simile" richtig gelegen bin, hat doch ein Apotheker behauptet, er dürfe damit keine Generika abgeben! Auch ich habe noch 2 Apotheker-Kollegen angerufen: Sie haben mir das von Markus Geschriebene bestätigt und untermauert!
Danke nochmals
...das Ganze ist übrigens Teil in einem WZW-Verfahren Zahlen 2009, wo ich mit den Rp = veranlasste Kosten %-ual zu hoch bin.....und ihr wisst ja: veranlasste Kosten können/könnten zu Santésuisse-Rückforderungen führen...und ich bereite mich juristisch auf ein Scharmützel (noch nicht den Krieg) vor.
Darin ist unter anderem auch enthalten, dass nicht ich als Arzt verantwortlich bin, wenn nicht das günstigste Medikament auf ein Rp vom Apotheker abgegeben wird, sondern dass der Apotheker mit der Beratungs- und Überwachungstaxe auch in Pflicht genommen werden müsste, resp. sogar hauptverantwortlich für "solche Kosten-Überschreitungen" ist und damit Rückforderungen an die Apotheker-Zunft gestellt werden müssten!
....speziell da seit rund 7 Jahren auf meinen Rp unten steht: der Apotheker müsse von Gesetzes wegen mit dem günstigsten Medikament substituieren und mir das abgegebene, günstige Medikament auch zurückmelden!
Diesen (solchen) Text habe ich nun auch ein paar Mal auf den elektronischen Rp eines Spital gesehen...ja man sichert sich nun -à la USA- zunehmend in der Schweiz juristisch ab! (habt Ihr Rezeptierenden auch daran gedacht??)
Wenn jemand diesen Text will, kann er mir einen Fax machen und ich werde ihm ein Muster-Rp, das von einem "Rechtsverdreher" vor ca. 5 Jahren beurteilt und verbessert wurde, zustellen:
Unser Fax:062 897 07 60
...bitte Name und Retourfax-Nr nicht vergessen...ich möchte nicht in den Cosmos zurückfaxen! Email geht leider nicht: rp.txt-Format haben viele nicht öffnen können!
Sollte jemand von Euch im Forum auch mit WZW-Problemen konfrontiert worden sein resp. im Moment konfrontiert werden, so kann ich ihm gewisse Tipps geben (meine Direkt-Nr: 062 897 07 52), der allerwichtigste Tipp ist aber:
Nie ein WZW-Verfahren ohne Anwalt angehen und da gibt es einen "Besonderen": (ich habe keine Anteils-Boni) Dr.iur. Dieter Daubitz, Mühleplatz 11/P'fach 6000 Luzern 5 und Sekretär der SGA (Schutzgemeinschaft Ärzte = einer der wichtigsten Ärztegesellschaften der Schweiz)
aut idem
für Generika-Substitution schreiben soll...
Dann habe ich gegoogelt, geweaky... und folgendes Copy gefunden: Wikipedia
Copy (Austria scheint im gleichen Boot zu sitzen)
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Der Begriff aut idem ist ein medizinisch/pharmazeutischer Fachausdruck, der aus dem Lateinischen stammt und wörtlich „oder ein Gleiches“ bedeutet. Ein Arzt erlaubt dem Apotheker durch das Anbringen der Wörter "aut idem" auf einem Rezept, ein anderes als das namentlich verordnete Arzneimittel abzugeben. Im deutschen Gesundheitswesen wurden die Möglichkeiten der Substitution durch den Apotheker in der Vergangenheit immer weiter ausgebaut. Man verspricht sich dadurch Einsparungen im Arzneimittelbereich.
Inhaltsverzeichnis
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* 1 Konzept
* 2 Umsetzung
o 2.1 Pflichten der Apotheke
o 2.2 Probleme der Umsetzung
o 2.3 Situation in Österreich
* 3 Siehe auch
Konzept
Ursprünglich diente der Rezeptzusatz dazu, die rasche Versorgung eines Patienten mit Medikamenten sicherzustellen, auch wenn die Apotheke das im Rezept namentlich genannte Medikament nicht vorrätig hatte. Der Zusatz "aut idem" erlaubt es dem Apotheker, dem Patienten anstelle des genannten ein anderes, wirkstoffgleiches Medikament auszuhändigen. Auf den heutigen, zur Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen vorgeschriebenen, Rezeptformularen (Muster 16) sind „aut-idem-Kästchen“ angebracht, die der Arzt durchstreichen muss, sollte er keine Substitution erlauben (der gedruckte Ausgangszustand ist also „aut idem“).
Der Apotheker hat bei der Substitution ein Arzneimittel mit dem identischem Wirkstoff, der gleichen Wirkstoffstärke und Packungsgröße, mit einer vergleichbaren Darreichungsform und mit (mindestens) den gleichen Indikationen des ursprünglich verordneten Arzneimittels auszuwählen.
Umsetzung
Die genaue Umsetzung der aut-idem-Regelung in die Praxis wurde zwischen dem Deutschen Apothekerverband und den Krankenkassen-Spitzenverbänden am 5. April 2004 (aktuelle Fassung: 17. Januar 2008) in einem Rahmenvertrag vereinbart.
Pflichten der Apotheke
* Hat der Arzt nur einen Wirkstoff verordnet, so stehen die drei günstigsten Arzneimittel, die der Verordnung entsprechen, zur Auswahl.
* Hat der Arzt die Ersetzung eines Medikamentes durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel nicht ausgeschlossen, muss der Apotheker prüfen, ob die Krankenkasse des Versicherten einen Rabattvertrag für dieses Arzneimittel abgeschlossen hat und ob es verfügbar ist. Wenn das der Fall ist, muss zwingend dieses Arzneimittel abgegeben werden. Die Abgabe eines anderen Arzneimittels ist dann unzulässig. Gibt es keinen Rabattvertrag der betreffenden Kasse, stehen das verordnete und die drei preisgünstigsten Arzneimittel zur Auswahl, sofern Packungsgröße, Wirkstärke und Einsatzgebiet identisch sind.
Probleme der Umsetzung
* Da die Entscheidung, welches Generikum von welchem Hersteller abzugeben ist, nicht mehr komplett in der Apotheke fällt, sind Lieferengpässe durch nicht lieferfähige Hersteller oder Wartezeiten durch Bestellungen seitens der Apotheke nicht immer auszuschließen.
* Die Patienten mit Dauermedikation bekommen häufiger andere Packungen. Befürchtungen, das andere Arzneimittel könnte nicht genau so wirken wie das vorherige, verschlechtern die Compliance.
* Die auszutauschenden Arzneimittel können sich geringfügig unterscheiden, was im konkreten Einzelfall jedoch entscheidend sein kann. So sind die Austauschpräparate gegebenenfalls nicht teilbar, so dass der Patient die individuell benötigte Dosis nicht erzeugen kann.
* Gerade ältere Patienten müssen oft zahlreiche Arzneimittel nebeneinander einnehmen. Ständig wechselnde Präpratenamen und -aufmachungen führen zu Verwechslungen und Fehlmedikationen.
* Da jede Krankenkasse eigene Rabattverträge hat, muss die Apotheke den gleichen Wirkstoff von zahlreichen Anbietern vorrätig halten. Dadurch wird das Warenlager aufgebläht; seltener benötigte Arzneien können kaum noch vorrätig gehalten werden, was in Notfällen (Notdienst) zu Beschaffungsschwierigkeiten führen kann.
Situation in Österreich
Im Rahmen der Gesundheitsreform zur Entlastung der Krankenkassen wird die Einführung einer „Aut idem-Regelung“ diskutiert, die den Arzt verpflichtet, einen Wirkstoff zu verschreiben; nur in begründeten Ausnahmefällen darf er auf einem bestimmten Präparat bestehen. Diese Regelung würde jene ca. 200 Medikamente betreffen, die in Österreich als Generika-fähig eingestuft werden.
Eine kleine historische Reminiszenz. Man kann ja bei Novartis (und früher Ciba-Geigy) zu Selbstkosten Rezeptblöcke drucken lassen. Die hatten früher den Aufdruck "sic". Dies wurde aber als für den Apotheker als nicht verbindlich betrachtet und wird deswegen heute nicht mehr routinemässig aufgedruckt.
Ein zweites: Die Umstellung von einem Medikament zum anderen ist neben der Verwirrung (gewisse Patienten nehmen dann BEIDE Präparate ein) auch gefährlicher als die Umstellung vom Verum zum Generikum, da die Generika auf die Vergleichbarkeit der Plasmaspiegel zum Original geprüft worden sind (plus / minus 20%), untereinander aber grössere Unterschiede aufweisen können, was bei Präparaten mit enger therapeutischer Breite problematisch sein kann.
Ich halte das für unkorrekt und für gelegentlich gefährlich.
Beispiel: Patient nimmt nach Spitalentlassung parallell und in jeweils Maximaldosierung das noch vorhandene, von mir abgegebene Betablocker-Generikum, das von einer Rezeptur bei (einer ersten) Spitalentlassung herrührende Originalpräparat und ein weiteres (von einer zweiten Hospitalisation) Generikum (Dazu kommt, dass das Schreibprogramm im Spital offenbar aus dem Bericht heraus direkt ein Rezept generiert, in welchem sämtliche Medikamente die bei Entlassung eingenommen werden aufgeführt sind und sich niemand die Mühe macht, die patienten zu fragen, was allenfalls noch vorhanden ist).
Gerade für diese Tätigkeit (Medi-Kompatibilitäts-Kontrolle) ist ja der Apotheker mit "seinen KK-Bezahlungen" = die diversen Taxen für seine Arbeit abgegolten resp. er hat sogar die gesetzliche Pflicht zur Kontrolle....
Würde mich Wunder nehmen, wenn ein Gericht in einem Schadensfall entscheiden müsste und der Apotheker dann 2 Beta-Blocker (ein Spitalorginale und ein Hausarztgenerikum) übersehen würde...was dann juristisch ablaufen würde...
Halt vielleicht auch so wie in Rezeptur-Kantonen:
WZW Fälle mit hohen Rezeptkosten läuft der Arzt in die "Rückzahlungs-Mäusefalle", der Apotheker nascht dafür am Käse! (Problem der veranlassten Kosten)