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Im Jahr 2005 zählte die Russische Föderation 35 Millionen Jugendliche. Sie bildeten die russische Transitionsgeneration.
Vier von fünf Jugendlichen waren im Nordkaukasus zu dieser Zeit ohne Arbeit und damit ohne Perspektive. Hoffnungslosigkeit und Passivität machten sich breit, Gewaltakte unter jungen Erwachsenen wurden alltäglich.
Um russischen Jugendlichen eine Perspektive zu geben, lancierte die SAD 2005 ein zweijähriges Projekt im Land, mit besonderem Fokus auf den Kaukasus. Projektpartnerinnen waren die Moscow School of Social and Economic Sciences (MSSES) und das Levada Centre in Russland.
Die Probleme der Jugend erforschen
Im ersten Projektteil erforschten die SAD und ihre Partnerinnen die Lebensbedingungen, Werthaltungen und Zukunftsperspektiven junger Erwachsener zwischen 15 und 29 Jahren in ganz Russland. In Zusammenarbeit mit der DEZA in Moskau und der International Organization for Migration (IOM) untersuchte die SAD zusätzlich das Thema Menschenhandel. Im Auftrag der Rosa Luxemburg-Stiftung in Moskau integrierte sie das Thema Gewalt in die Studie. Den ersten Teil der Forschung bildete eine gesamtrussische empirische Erhebung, in welcher Lebensbedingungen, Werthaltungen und Zukunftsperspektiven der Jugendlichen erhoben wurden. In Fokusgruppendiskussionen in fünf Regionen des Kaukasus wurden zudem Anliegen und Probleme der Jugendlichen erörtert.
Jugendliche gezielt fördern
Die Ergebnisse der Forschungsstudie benutzte die SAD im zweiten, praktischen Projektteil als Grundlage für die gezielte Förderung von Jugendlichen. Dazu baute sie gemeinsam mit lokalen Partnern in Moskau und Vladikavkaz zwei Jugendzentren auf, in denen junge Erwachsene aus dem Kaukasus im Bereich Jugendarbeit aus- und weitergebildet wurden. In Seminaren erwarben Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter praktisches Wissen über Organisation, Fundraising, Entscheidungsfindung, Freiwilligenarbeit, Buchführung und Projektarbeit. Im Sommer 2005 und 2006 reiste je eine Delegation kaukasischer Jugendleiterinnen und Jugendleiter in die Schweiz, wo sie die hiesigen Freizeitstrukturen kennenlernten und sich mit Vertreterinnen und Vertretern Schweizer Jugendorganisationen vernetzten.