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Sie werden als das «starke Geschlecht» bezeichnet, alleine deshalb soll man die grossen Frauen der Vergangenheit nicht vergessen. Denn sie haben Spektakuläres geleistet.
Dieses Bild zeigt, dass diese Körperkunst eine lange Geschichte hat und nicht nur Kriegern und Seemännern vorbehalten war. Maud Stevens Wagner lernte die Kunst der Tätowierungen von ihrem späteren Ehemann, Gus Wagner, den sie auf der Reise mit ihrem Zirkus kennenlernte. Sie war die erste bekannte weibliche Tätowiererin. Die gemeinsame Tochter, Lovetta, fing bereits mit neun Jahren an, andere Menschen mit Farbe zu stechen.
Seit ihrem zwölften Lebensjahr rannte Kathrine Virginia Switzer 1,6 Kilometer täglich. Sie fühlte sich mit 20 Jahren fit genug, den Boston Marathon zu rennen. Zu dieser Zeit waren Frauen aber nur für Wettrennen bis 800 Metern zugelassen. Kathy Switzer meldete sich zusammen mit ihrem damaligen Freund, dem Hammerwerfer Tom Miller, als «K.V. Switzer» am Boston Marathon an, und so schöpfte niemand Verdacht. Als den Teilnehmern und Zuschauern während des Rennens bewusst wurde, dass Switzer tatsächlich mitrennen wird, stellten sich ihr plötzlich Leute in den Weg, um sie daran zu hindern. Jock Semple, ein berühmter schottisch-amerikanischer Läufer, versuchte sogar, ihr die Startnummer abzureissen. «Verschwinde verdammt nochmal aus meinem Rennen!» rief er ihr zu. Dank eines Freundes von Switzer, der ihr den Rücken frei hielt und sie weiter anfeuerte, erreichte sie nach vier Stunden und 20 Minuten das Ziel.
Die «Air Transport Auxiliary» war eine Britische Zivil-Organisation, die während des Zweiten Weltkrieges neue, beschädigte oder reparierte Militärflugzeuge von Fabrik zu Fabrik transportierte, Ersatzteile zusammen suchte oder den Pikettdienst zu Einsätzen flog. Die ATA war eine der wenigen Militärorganisationen, die auch weibliche Piloten einstellten.
Ihr erstes Skateboard erhielt Patti McGee von ihrem Bruder. Von ihm selbstgebaut, mit den Rollen von Pattis Rollschuhen. Patti war die erste professionelle Skateboarderin und wurde 1965 «Woman's first National Skateboard Champion».
In Biker-Gangs sind Frauen sehr austauschbar. Die «Old Ladies» jedoch waren die festen Freundinnen der Club-Mitglieder. Hier von den Hells Angels in Kalifornien.
Fast 2000 Frauen arbeiteten während des Zweiten Weltkrieges in der Schiffswerft. Ihre Aufgabe war vor allem das Schweissen (engl: to weld). So kriegten sie schnell den Kosenamen «Winnie the Welder».
Berühmt wurde Amelia Earhart, als sie 1928 als erste Frau in einem Flugzeug den Atlantik überquerte. 20 Stunden dauerte der Flug, auf dem sie leider nur als Passagierin dabei sein durfte. Für die Zeit damals war dies aber immer noch eine Sensation! Ihr zweiter Transatlantik-Flug nahm sie 1932 in Angriff, musste jedoch wegen schlechten Wetters bereits in Nordirland und nicht wie geplant in Paris landen. Bei ihrem Versuch, als erster Mensch den Äquator zu umrunden, riss der Funkkontakt ab und Earhart war verschollen. Nach zwei Jahren und vier Millionen Dollar Kosten wurde die Suche eingestellt und Earhart für tot erklärt.
Die amerikanische Fotojournalistin bereiste fast die ganze Welt und wurde als erste Kriegsberichterstatterin berühmt. Mit 27 eröffnete sie ihr eigenes Fotostudio im Chrysler Building in New York. Für eines ihrer berühmtesten Bilder kletterte sie 1931 auf das Gerüst des Chryslers, als dessen Bau noch nicht ganz abgeschlossen war.
Als eine der ersten weiblichen Astronautinnen der NASA, flog Dr. Anna Fisher 1984 mit dem Flug 51-A ins All. Die Heimatstadt ihrer Mutter Hof (Bayern) verlieh Fisher den Goldenen Ehrenring der Stadt. Sie ist die dienstälteste, noch aktive Astronautin der NASA.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zählte die amerikanische Sanitätstruppe insgesamt 1700 Krankenschwestern. Alle unverheiratet und zwischen 22 und 30 Jahre alt. Viele von ihnen waren zusammen mit den Soldaten in der Normandie an der Front stationiert.
Zwei Studentinnen lassen sich an der Medizinischen Fakultät in Kabul von ihrer Professorin (rechts im Bild) einen Anatomie-Abdruck erklären. Vor der Herrschaft der Taliban war es Frauen in Afghanistan erlaubt, zu studieren, Röcke zu tragen und zu wählen.