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Kirchenprovinzen
Eine Kirchenprovinz (lateinisch: provincia ecclesiastica) oder Metropolie ist ein Verband (Recht) mehrerer benachbarter Diözesen und bildet in manchen kirchlichen Hierarchien eine Zwischenebene zwischen der Lokalkirche und der Gesamtkirche. Provinzen gibt es in der Römisch-katholischen Kirche, der Alten Kirche des Ostens, den Kirchen der Anglikanische Katholischen Kirche.
Der Vorsteher einer Kirchenprovinz trägt den Titel Metropolit und ist selbst Diözesanbischof einer Diözese der Kirchenprovinz (Metropolitanbistum). Die übrigen Diözesen der Kirchenprovinz werden Suffragandiözesen genannt, deren Bischöfe auch Suffraganbischof. Gegenüber diesen hat der Metropolit eine Leitungs- und Aufsichtsfunktion ohne Eingriffsrechte. Damit verbunden ist seine Meldepflicht an den Apostolischen Stuhl. Er wacht über die Einhaltung des Glaubens und der kirchlichen Disziplin in seinen Suffragandiözesen und ist im Falle einer Vakanz für die Einsetzung eines Diözesanadministrators zuständig.
Die Kirchenregion Status Vaticanae
Im Status Vaticanae ist das mit den Kirchenprovinzen etwas speziell. Die Fünf Suburbikarisches Bistümer unterstehen keinem Metropoliten sondern sind selbst Metropoliten Sitz. Der Jeweilige Kardinal-Bischof ist auch zugleich Metropolit der gesamten Kirchenregion. Diese Sonderregelung gilt für die Kardinal-Bischöfe von Velletri, Frascati, Palestrina, Albano, der Kardinal-Bischof von Ostia hat zwar auch Metropoliten Stellung, steht aber keiner Kirchenregion vor. Der Kardinal-Bischof von Ostia ist zugleich Kardinaldekan, die Verwaltung wird aber vom Kardinalvikar als Apostolischer Administrator ausgeübt. Der Kardinalvikar übt für die Metropolitan Erzdiözese Rom dessen Metropolitanrechte durch sein Amt aus.