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Agonisten PharmakodynamikDefinition und Eigenschaften
Als Rezeptoren werden Markomoleküle bezeichnet, die in einem komplizierten Zusammenspiel die Körperfunktionen regulieren. Dabei handelt es sich in der Regel um Proteine, welche bei der Bindung eines endogenen Liganden aktiviert oder deaktiviert werden. So führt beispielsweise die Bindung des Hormons Noradrenalin an Beta-Adrenozeptoren zu einer Erweiterung der Bronchien und einer verbesserten Atmung.
Agonisten sind Wirkstoffe, die an Rezeptoren binden und identische Effekte wie die natürlichen Liganden ausüben. Man spricht auch von einer „intrinsischen Aktivität“. So binden etwa die Beta2-Sympathomimetika (Beta2-Agonisten) an den Beta2-Adrenozeptor und lösen wie Noradrenalin eine Bronchienerweiterung aus. Sie werden bei Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD eingesetzt. Auch natürliche Liganden können als Agonisten bezeichnet werden.
Agonisten können stärker (Superagonist), gleich stark (voller Agonist) oder schwächer (partieller Agonist) wirksam sein als der natürliche Ligand. Inverse Agonisten wie beispielsweise die Antihistaminika stabilisieren den Rezeptor in seiner inaktiven Form. Das bedeutet, dass sie wie Antagonisten wirksam sind und die Effekte des Rezeptors aufheben.siehe auchAutor
Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.