Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03613.jsonl.gz/2461

Demnach müssten die Landwirte vom kommenden Jahr an den Normalsatz auf Düngemittel zahlen. Darüber hinaus will die Pariser Regierung 2014 eine CO2-Steuer einführen. Diese werde Benzin, Diesel, Steinkohle, Erdgas und Heizöl betreffen. Allerdings solle die CO2-Steuer im ersten Jahr noch durch eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes abgemildert werden.
Von 2014 an sollen 7 Euro (8,60 Fr.) pro Tonne CO2 fällig werden, ab 2015 dann 14,50 Euro/t (17,80 Fr./t). Bis 2016 solle die Abgabe auf 22 Euro (27 Fr.) je Tonne CO2 ansteigen, kündigte Ayrault an. Die Regierung verspricht sich seinen Ausführungen zufolge 2015 aus der CO2-Steuer Einnahmen in Höhe von 2,5 Mrd. Euro (3 Mrd. Fr.). für 2016 rechnet sie mit rund 4 Mrd. Euro (4,9 Mrd. Fr.).
Der französische Bauernverband (FNSEA), der auch auf der Umweltkonferenz vertreten war, zeigte sich in einer ersten Reaktion kritisch. Er sieht in einer Anhebung des Mehrwertsteuersatzes auf Düngemittel „nicht den richtigen Hebel“, um die aus der Landwirtschaft stammenden Nitrateinträge zu reduzieren. Besorgt zeigte sich der FNSEA angesichts der CO2-Steuer, von der die Landwirtschaft offenbar nicht verschont bleibe.
FNSEA-Vizepräsidentin Christine Lambert kritisierte, dass auf der Umweltkonferenz nichts über die Begleitung der Landwirte bei der Schaffung von Wasserspeichern gesagt worden sei, obwohl dies bei einem Runden Tisch erörtert worden sei. Die Dachorganisation der Landwirtschaftskammern (APCA) forderte wirksamere Instrumente zur Verbesserung der Wasserqualität.