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Frühere US-Aussenministerin Clinton stellt sich hinter Joe Biden
Nach diversen anderen hochrangigen Demokraten hat sich auch die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton offiziell hinter Joe Biden als Präsidentschaftskandidaten der Partei gestellt. In diesen Zeiten brauche das Land einen Anführer und Präsidenten wie Biden.
Das sagte Clinton am Dienstag bei einer öffentlichen Online-Schalte mit Biden. Sie könne es kaum abwarten, bis Biden ins Weisse Haus einziehe. «Ich wünschte, du wärst jetzt schon Präsident», sagte sie an Bidens Adresse. Clinton mahnte, es wäre gut für das Land, wenn es in dieser Krise einen Präsidenten gäbe, der sich auf Wissenschaft und Fakten stütze und Amerika zusammenführe - und nicht nur jemanden, «der einen (Präsidenten) im Fernsehen spielt».
Biden dankte Clinton und sagte, eigentlich hätte sie zu diesem Zeitpunkt US-Präsidentin sein sollen. Clinton war bei der Wahl 2016 selbst als Präsidentschaftskandidatin für die Demokraten angetreten - sie unterlag damals aber dem republikanischen Kandidaten Donald Trump.
Nach dem Rückzug des linken Senators Bernie Sanders steht Biden quasi schon als Herausforderer für den Amtsinhaber Trump bei der Präsidentenwahl Anfang November fest - weit vor dem Ende der Vorwahlen bei den Demokraten. Die offizielle Kür des Kandidaten ist bei einem Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer geplant.
In den vergangenen Wochen hatten sich die Demokraten bemüht, die Partei hinter Biden zu versammeln: Sanders und andere vorherige interne Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur sagten Biden ihre Unterstützung zu, ebenso wie Ex-US-Präsident Barack Obama oder die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Biden war von 2009 bis 2017 Vizepräsident unter Obama.
Bei der Wahl 2016 hatte es erbitterte interne Kämpfe um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gegeben: Sanders hatte sich bereits damals um eine Nominierung bemüht, unterlag bei den Vorwahlen aber Clinton. Der Kampf zwischen Sanders und Clinton hinterliess in der Partei viel böses Blut. Manche sahen Trumps Wahlsieg 2016 dadurch begünstigt. Ein ähnliches Drama wollen viele Demokraten diesmal mit aller Macht vermeiden.
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