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City-Haus
Adresse
8640 Rapperswil-Jona
SG
Architektur
Das von Heinrich Oeschger geplante Hochhaus war das erste Wohn- und Geschäftsgebäude in Rapperswil, das in der Hochkonjunktur der 1950er-Jahre realisiert wurde. Es prägt den Auftakt der Neuen Jonastrasse und fasst den City-Platz im Spickel zwischen Bahnhof- und Neuer Jonastrasse. Dieses Wahrzeichen der Nachkriegsmoderne zeichnet sich durch seine markant gewölbte Fassade und raffinierte Erdgeschoss- und Detailgestaltung aus.
Chronologie
Das City-Haus in Rapperswil-Jona wurde in den Jahren 1956 bis 1957 nach einem Entwurf von Heinrich Oeschger realisiert. Der neungeschossige Wohn- und Geschäftskomplex bildete das erste Hochhaus in Rapperswil. In den 1980er-Jahren wurde es saniert. Seither sind die Seitenwände in Eternitschindeln gehüllt.
Lage
Das City-Haus steht inmitten des Verkehrszentrums von Rapperswil-Jona. Drei Hauptstrassen treffen sich am Cityplatz: Die Obere Bahnhofstrasse führt von dort Richtung Norden nach Kempraten, die Untere Bahnhofstrasse nach Süden zum Seedamm und die Neue Jonastrasse nach Osten zum Stadtkern von Jona. Die nach Südwesten orientierte Hauptfassade gibt den Blick frei auf den Zürichsee.
Beschreibung
Der markante, leicht gekrümmte Baukörper gliedert sich in ein raumhoch verglastes Erdgeschoss, in sieben Obergeschosse und in ein zurückgesetztes Attikageschoss mit auskragendem Flachdach. Das als Geschäftszone konzipierte Erdgeschoss ist seitlich eingezogen, aber auf der Südwestseite sockelartig zum City-Platz hin ausgeladen. Die Glasfront kontrastiert die gerasterte Lochfassade der Obergeschosse. Die konkave Schauseite ist durch geschossbreite Balkone strukturiert. Die Balkone der konvexen Rückseite treten hingegen beidseitig der drei Treppenhauskerne in vertikalen Achsen hervor. Die Seitenfassaden der Obergeschosse kragen über das Erdgeschoss aus. Daraus resultiert zusammen mit der transparenten Materialisierung des Erdgeschosses ein Effekt, der die Obergeschosse schwebend erscheinen lässt. Die Schau- und Rückfassade sind verputzt und gestrichen. Besonders auffällig ist diese Gestaltung an der Rückfassade, wo sich horizontale Streifen in zwei unterschiedlichen Putzkörnungen und in verschiedenen Graugrüntönen stapeln.
Literatur
Bossart, Michel. Die unscheinbare Gerade mit bewegter Geschichte, in: Zürichsee-Zeitung 24.8.2018. – Thurnherr, Markus. 100 Jahre. Eisenbahner-Baugenossenschaft Rapperswil. Rapperswil 2013, S. 17. – Huber, Werner. Der Bindestrich ist noch nicht gebaut: ein Spaziergang durch die Quartiere der fusionierten Stadt, in: Sonderheft zu Hochparterre 4/2011, S. 3–7. ¬– Widmer, Sigmund. Ernst Göhner. Bauen in Norm. Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik Nr. 49. Meilen 1990, S. 38–39.