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Bevor der Hotelbus die Gäste am Bahnhof abholte, erstellten einige Hotels ihre eigene Zubringerbahn. 1875 wurde die erste Anlage auf schönster Aussichtsstrecke an der Rigi zwischen den Hotels in Kaltbad und Scheidegg in Betrieb genommen. Die 1888 eröffnete erste elektrische Eisenbahn der Schweiz zwischen dem Grand Hotel in Vevey und dem Schloss Chillon verband als tramway alle am Seeufer gelegenen Hotels von Vevey, Clarens, Montreux und Territet. Spezielle Hotel-Strassenbahnlinien entstanden am Monte Generoso zum Hotel Bellavista (1891), in Mürren (1894), in St. Moritz vom Dorf ins Bad (1896), auf der Riffelalp ob Zermatt zum gleichnamigen Hotel (1899), in Aigle zum Grand Hôtel (1900) sowie in Spiez vom Bahnhof zum See (1905).
Bereits 1879 erschloss eine Drahtseilbahn, heute die älteste noch fahrtüchtige Drahtseilbahn der Schweiz, das Hotel Giessbach von der Schiffstation am Brienzersee. Unter den etwa 60 in der Schweiz erbauten Drahtseilbahnen finden sich etliche Hotelbahn, u.a. zum Hotel Gütsch in Luzern (1884), von der Schiffstation auf den Bürgenstock (1888), von der Stadt zum Grand Hotel Dolder (1895, zusammen mit einer Strassenbahn), von Rheineck zum Kurhaus in Walzenhausen (1896), vom Dorf zum Hotel Terrace in Engelberg (1905), von Territet nach Mont-Fleuri (1910), von Les Avants nach Sonluop (1910), vom Dorf St. Moritz zum Kurhotel Chantarella (1913) oder vom Seeufer zum Hotel Fürigen bei Stansstad (1927).
Bei den Zahnradbahnen können etwa die Verbindung von Aigle zu den Sanatorien von Leysin (1900) oder die Bahn von Leuk nach Leukerbad (1915) als Hotelbahnen bezeichnet werden. Als bekannteste Hotel-Zahnradbahn gilt aber die 1905 eröffnete Linie von Brunnen über Morschach nach Axenstein. Nach langem Hin und Her um das Bahnsystem und die Linienführung entstand eine Zahnradbahn, die am Dorfrand von Brunnen beim Grand Hotel begann und nach 2,5 Kilometer Bergfahrt beim Grand Hotel Axenstein endete; bei der Zwischenstation Moschach in der grossen Kurve des Bahntrassees lag das Hotel Axenfels. Mit dessen Abbruch nach dem Zweiten Weltkrieg erlitt der fast vollständig auf den Hotel-Zubringerdienst ausgerichtete Betrieb grosse Einbussen. Die Schliessung des Hotel Axenstein im Herbst 1964 versetzte der Bahn schliesslich den Todesstoss. Im Frühjahr 1969 wurde der Betrieb eingestellt und die Anlagen abgebrochen.