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Erweiterung Interkantonales Gymnasium
der Region Broye, Payerne
Studie: 2017 – 2018
Ausschreibung Totalunternehmer: 2018
Bauherrschaft: Kantone Freiburg und Waadt
Visualisierungen: Zuend, Zürich
Der ursprüngliche Bau des Interkantonalen Gymnasiums wurde für ca. 1’000 Schüler konzipiert. Aufgrund des starken Anstiegs der Schülerzahlen wird nun ein Erweiterungsbau für zusätzlich etwa 450 Schüler notwendig.
Unterhalb des bestehenden Hauptgebäudes fügt sich das Projekt des Erweiterungsbaus terrassenförmig in die leicht abfallende Topografie der Parzelle ein. Um einerseits die Panoramaaussicht vom heutigen überdachten Pausenraum und andererseits die öffentliche Wegführung vom bestehenden Parkplatz zur Ferme de la Blancherie, welche ebenfalls Bestandteil der Schule ist, beizubehalten, fügt sich die Erweiterung leicht unterhalb des bestehenden Interkantonalen Gymnasiums in zwei Terrassen in den Hang ein.
Das Projekt setzt sich aus zwei zueinander versetzten Ebenen zusammen, deren Fassaden der Geometrie des bestehenden Gebäudes folgen. In Form von seitlich ins Terrain übergehenden Stützmauern werden die beiden neuen Geschosse in den natürlichen Verlauf des Hangs integriert. Die Dachflächen beider Niveaus sind intensiv begrünt und führen so den Landschaftsraum weiter.
Der Zugang zum Erweiterungsbau erfolgt über die Rue de la Vignette sowie auf dem unteren Niveau über die Passage de la Blancherie. Eine Rampe erschliesst den Parkplatz für Zweiräder sowie Besucherfahrzeuge. Die verschiedenen Verkehrsströme sind klar getrennt, sodass vor dem Eingang ein gemeinsam genutzter offener Bereich entsteht.
Die für das Gebäude gewählte Typologie besteht aus einem zentralen Korridor, welcher Klassenräume und Administrationsflächen erschliesst. Die verschiedenen Funktionen sind in räumlichen Einheiten zusammengefasst. Die vielseitig nutzbaren Unterrichtsräume befinden sich somit auf beiden Niveaus entlang der nordwestlichen Fassaden. Die Räume für Administration und Lehrpersonal sind um einen grosszügigen Patio angeordnet, der ebenso Tageslicht bietet. Die Einfachsporthalle befindet sich ihrerseits unterirdisch im nördlichen Teil der Erweiterung und wird über Oberlichter natürlich belichtet.
Zur Anbindung an das bestehende Hauptgebäude sind zwei unterirdische Verbindungen vorgesehen, um die schulbetrieblich wichtigen internen Verbindungen sicherzustellen. Die Materialisierung dieser Anbindungen mittels Treppen und Aufzügen orientiert sich an der bestehenden Typologie und schliesst auf Niveau -1 an das bestehende Gebäude an. Dort werden im Zuge der Erweiterung im Bereich der Administration Anpassungen vorgenommen.