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TURIN (awp international) ? Die Aktionäre des italienischen Automobilherstellers Fiat haben der Aufspaltung des Konzerns zugestimmt. Künftig soll das Automobilgeschäft getrennt von der Industriesparte geführt werden, zu der die Lastwagen und das Landmaschinengeschäft gezählt werden. Den im April von Fiat-Chef Sergio Marchionne vorgestellten Plan segneten die Aktionäre am Donnerstag auf einer Hauptversammlung ab.
Beide Unternehmen sollen ab Januar nächsten Jahres als eigenständige Gesellschaften an der Mailänder Börse gelistet werden. Die Aufspaltung soll auch für den Kapitalmarkt eine grössere Transparenz schaffen. Zum Automobilgeschäft gehören die Marken Fiat, Lancia und Alfa Romeo sowie die Sportwagenhersteller Ferrari und Maserati. Hinzu kommen die Beteiligung am US-Autobauer Chrysler sowie einige Komponentenhersteller wie Magneti Marelli. Die Industriesparte vereint die Lastwagenmarke Iveco sowie den Land- und Baumaschinenhersteller Case New Holland (CNH).
Das reine Autogeschäft könnte zu einem späteren Zeitpunkt mit dem US-Hersteller Chrysler zusammengeschlossen werden, an dem Fiat derzeit 20 Prozent hält. Die Beteiligung am aus der Insolvenz hervorgegangenen US-Autobauer soll aber beim Erreichen bestimmter Sanierungsschritte steigen. Marchionne, der in Personalunion auch Chrysler führt, bekräftigte, eine Rückkehr von Chrysler an die Börse sei im nächsten Jahr denkbar.
Die aktuellen Schulden von Fiat werden auf die beide neuen Unternehmen verteilt, so dass auf ihnen künftig jeweils Schulden in Höhe von 2,5 Milliarden Euro lasten. Marchionne, der als erfolgreicher Sanierer des Fiat-Konzerns gilt, hat den neuen Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt: Das Autogeschäft soll die Erlöse bis 2014 auf 64 Milliarden Euro verdoppeln. Das neue Industrieunternehmen soll den Umsatz von 19 Milliarden auf 29 Milliarden Euro steigern. Die Schulden sollen beide Unternehmen bis dahin abgebaut haben./RX/dct/she
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