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Jahresrückblick von Simon Dubach
Ich konnte mein Wintertraining gut durchziehen und fühlte mich eigentlich fit für den Saisonstart. Im März nahm ich an zwei Laufveranstaltungen teil als kleine Standortbestimmung. Ich musste feststellen dass mir die Schnelligkeit noch fehlte um mit der Konkurrenz mitzulaufen. Deswegen feilte ich für ein zwei Wochen an meiner Schnelligkeit mit vielen Intervalls. Die ersten nationalen Vergleiche im OL liefen dann sehr positiv mit ein paar Top 5 Resultaten unter anderem an der Schweizermeisterschaft im Sprint. Im Mai nahm ich noch einmal an zwei Laufwettkämpfe teil und diesmal lief es sehr gut mit einem Sieg am Luzerner Stadtlauf und einem 4.Rang am GP von Bern. Ich fühlte mich also mehr als bereit für den Höhepunkt des Frühlings den Testläufen im französischen Jura.
Der erste Lauf war ein Sprint in Estavayer-le-Lac. Leider machte ich einen grossen Fehler schon zu Beginn und konnte die Zeit nicht mehr aufholen. Die nächsten zwei Läufe fanden gleich in den folgenden 3 Tagen statt und ich hoffte ich könnte den Sprint abhacken und zur Middle und Long wieder selbstbewusst am Start stehen. Dies gelang mir leider überhaupt nicht nach Wunsch und ich machte an beiden Läufen viele Fehler und verlor auf die Bestzeit jeweils viel Zeit.
Das reichte dann auch erwartungsgemäss nicht für eine Selektion an einen internationalen Anlass.
Ich liess mich davon jedoch nicht unterkriegen und trainierte weiterhin mit einem guten Umfang weiter. Nach einem guten lehrreichen Trainingslager mit dem Berner Nachwuchskader im Sommer begann die Herbstsaison gleich mit der Schweizermeisterschaft in der Langdistanz wo ich mit einem konstanten Lauf den 2.Rang erlaufen konnte unmittelbar vor Joey Hadorn.
An den zwei weiteren Testläufen konnte ich konstante Resultate abliefern und so reichte es mir für die Selektion zum Junioreneuropacup in Belgien.
Da ich letztes Jahr schon an der JEC teilnehmen konnte, wusste ich schon ungefähr was mich erwarten würde, und ich konnte mich gut darauf vorbereiten und Trainings planen.
Anfangs Oktober fuhren wir mit den Bösslis nach Belgien. Der erste Lauf war wieder ein Sprint. Doch leider erwischte ich auch diesmal keinen guten Start und verlor schon zum ersten Posten fast eine Minute, was auf dem hohen internationalen Niveau natürlich bereits ein gutes Resultat unmöglich machte.
Gleich am nächsten Tag fand die Langdistanz statt. Ich hatte das Gefühl das schlechte Resultat vom Vortag abgehackt zu haben, trotzdem stand ich nicht mit dem vollen Selbstvertrauen am Start und so lief ich dann auch. Ich machte sehr viele Fehler und nach einer weiteren sechsminütigen Suchaktion musste ich meine Hoffnungen auf einen Spitzenplatz endgültig aufgeben.
Zum Glück war am letzten Tag noch die Staffel an der ich endlich einen konstanten Lauf ablieferte und die JEC noch versöhnlich abschliessen konnte.
Trotz der schlechten Resultate an Sprint und Langdistanz konnte ich gute Erfahrungen sammeln und das Laufen in dem superschönen Gelände von Belgien geniessen.
In der darauffolgenden Woche konnte ich an einem weiteren Trainingslager teilnehmen. Es war ein Vorbereitungslager für die JWOC 2016 in der Schweiz.
Dies wird mein und Joey‘s grosses Ziel sein in den nächsten eineinhalb Jahren.