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Damit stammen insgesamt rund 47 Prozent des weltweit erzeugten Rübenzuckers von Äckern der EU. Erst mit gewaltigem Abstand folgen die übrigen bedeutenden "Rübenzuckerländer", wie eine Zusammenstellung des Landvolk-Pressedienstes (LPD) in Hannover zeigt. Die Rübenäcker in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion lieferten rund 5,26 Millionen t Rohzuckerwert, die Farmer in den USA ernteten 3,63 Millionen t Rübenzucker von ihren Feldern. In Polen wird die Rohzuckerproduktion auf 2,5 Millionen t und die der Türkei auf 2,01 Millionen t veranschlagt. Die Zuckerfabriken in China produzierten rund 1,5 Millionen t Rübenzucker.
Innerhalb der EU sind auch in diesem Jahr Frankreich und Deutschland die grössten Zuckerlieferanten: Sie produzierten 4,59 Millionen t bzw. 4,55 Millionen t. Erst mit Abstand folgen Grossbritannien mit 1,58 Mio t und Italien mit 1,56 Mio t. Spanien liefert 1,28 Mio t, die Niederlande 1,13 Mio t und Belgien 1,04 Mio t. Für das gegenüber der vorigen Kampagne um 5,3 Prozent höhere Zuckeraufkommen der EU dürften vor allem die Produktionssteigerungen in Deutschland und Grossbritannien verantwortlich sein, welche die niedrigeren Erträge anderer Mitgliedstaaten mehr als wettgemacht haben.
Zuckerrohr fast doppelt so wichtig wie Rüben
Auch am gesamten Weltzuckermarkt spielt die EU nach wie vor die "erste Geige": Sie stellte mehr als 14 Prozent der gesamten Weltzuckererzeugung von 122,8 Mio t. Einzig Brasilien und Indien erreichten mit einer Zuckerproduktion von 14,8 Mio t bzw. 14,2 Mio t Rohzuckerwert ähnliche Dimensionen. Dort werden die süssen Kristalle statt aus der Rübe aber vorwiegend aus dem Zuckerrohr hergestellt. Dabei ist das Rohr, das weltweit 85,2 Mio t Zucker liefert, für die Verarbeitung auch bedeutender als die Rübe mit 47,6 Mio t.
Quelle: LPD