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Häufige Fragen FAQ
Ich mache mir Sorgen, weil mein Kind sich nur noch für seinen Computer interessiert.
Computer sind fester Bestandteil unserer Gesellschaft und werden - gerade von Heranwachsenden - sehr vielfältig eingesetzt. Um beurteilen zu können, inwiefern das Interesse süchtige Ausmaße angenommen hat oder es sich um ein altersadäquates Verhalten handelt ist eine Unterscheidung zwischen komplementären oder einer kompensatorischen Nutzung vorzunehmen (link). Haben Sie das Gefühl, ihr Kind setzt den Computer dazu ein, unangenehme Emotionen zu verdrängen und dadurch bestehenden Konflikten ausweichen zu können? Oder erleben Sie ihr Kind als ausgeglichen und das Interesse als altersentsprechend? Mit der Beantwortung dieser Fragen haben Sie erste Ansatzpunkte, um mit ihrem Kind ins Gespräch zu kommen und zu klären, wie dessen Verhaltensweisen einzuordnen sind.
Mein Kind besitzt einen eigenen Computer. Ist das sinnvoll?
Grundsätzlich sollten das Alter und das Verhalten Ihres Kindes zur Klärung dieser Frage einbezogen werden. Um die nötige Medienkompetenz zu erwerben, ist es zunächst sinnvoll, Ihr Kind unter elterlicher Aufsicht den Familiencomputer nutzen zu lassen. Sofern Ihr Kind die vereinbarten Regeln gut einhalten kann, können Sie gemeinsam überlegen, unter welchen Bedingungen ein eigener Computer in Frage kommt. Legen Sie Nutzungszeiten fest und besprechen Sie, wie Regeln auch ohne direkten elterlichen Einfluss eingehalten werden können. Definieren Sie im Vorfeld klar, welche Konsequenzen das nicht einhalten der Regeln hat.
Mein Partner zieht sich massiv zurück und verbringt seine gesamte Freizeit vor dem Computer. Was kann ich machen?
Suchen Sie das Gespräch und erkundigen Sie sich, aus welchen Gründen Ihr Partner so viel Zeit vor dem Computer verbringt. Drücken Sie Ihren Wunsch aus, mehr gemeinsame Zeit zu verbringen. Überprüfen Sie Ihre eigenen Wünsche und formulieren Sie attraktive Alternativen, wie Sie die gemeinsame Zeit nutzen möchten. Vereinbaren Sie Zeiträume, die für Ihre Beziehung «reserviert» sind aber auch Zeiten, in denen Ihr Partner Zeit für sich hat, die er nach Belieben einteilen kann. Sollte keine Veränderung eintreten und Sie Sorge haben, Ihr Partner habe keine Kontrolle mehr über seine Computernutzung, ist es manchmal ratsam, professionelle Unterstützung in Form einer Angehörigenberatung in Anspruch zu nehmen.
Wie viele Stunden am Bildschirm täglich sind noch vertretbar?
Kinder und Jugendliche neigen altersbedingt dazu, bestimmte Verhaltensweisen exzessiv auszuführen. Nutzungszeiten können somit starken Schwankungen unterliegen. Das richtige Maß hängt entscheidend von den gelebten alternativen Aktivitäten ab. Zudem kann eine Stunde Computernutzung unterschiedliche Motive haben. Erkundigen Sie sich bei ihrem Kind, welche Funktion der Computer bei ihm einnimmt. Häufig handelt es sich nicht nur um eine «Spielmaschine», sondern auch um ein Gerät, mit dem Wissen erworben, kommuniziert (chatten, skypen), Filme geschaut, oder Musik gehört wird. Steht jedoch nur eine Funktion im Vordergrund und Ihr Kind zeigt kein Interesse für alternativen Aktivitäten im realen Leben, stellt das Computerspielen ein Risikofaktor hinsichtlich einer Suchtentwicklung dar. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wie es sein Verhalten ändern kann.
Ist das Spielen von Computerspielen gesundheitsschädigend?
Je exzessiver die Nutzung von Internetangeboten, desto eher sind damit auch körperliche Folgeschädigungen verbunden. Exzessives Spielverhalten kann die körperliche Gesundheit negativ beeinflussen. Haltungsschäden, gestörtes Essverhalten sowie Kopfschmerzen und Augenprobleme sind nur einige der möglichen Nebenwirkungen. Durch Veränderungen des Tag-Nacht-Rhythmus sowie von Lebensgewohnheiten kann exzessives Spielverhalten zudem die Entwicklung psychischer Erkrankungen wie Depressionen begünstigen.