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Die CIE sah sich 1963 veranlasst, eine zusätzliche Normlichtart zu deﬁnieren, die dem mittleren Tageslicht einschliesslich eines deﬁnierten UV-Anteils entsprach. Die Strahlungsverteilung dieser Lichtart unterscheidet sich vor allem im unsichtbaren Teil des Spektrums von 300 nm bis 380 nm deutlich von der Normlichtart C. Dieser Lichtart wurde die Bezeichnung D65 zugeordnet, wobei die Zahl 65 bedeutet, dass die Farbtemperatur 6500 Kelvin beträgt.
Mit der Lichtart D65 wurde gleichzeitig ein neuer Weg beschritten, um Lichtarten zu deﬁnieren. Anstatt die Strahlungsverteilung aufgrund gemessener Werte festzulegen, wurde die Lichtart D65 ohne Bezug auf eine in der Technik exakt entsprechende Lichtquelle festgelegt.
Der Vorteil der CIE-Festlegung von 1963 besteht vor allem darin, dass gleichzeitig mit der Lichtart D65 eine lückenlose Serie von Tageslichtarten festgelegt werden konnte, die alle mit dem Buchstaben D bezeichnet werden, und die einen Farbtemperaturbereich von 4000 Kelvin bis 25 000 Kelvin abdecken.
Für die grafische Industrie hat neben D65 noch eine weitere Tageslichtart Bedeutung erlangt, nämlich Lichtart D50. Mit dieser Lichtart will man den Fall des annähernd neutralweissen Tageslichts simulieren, das bei der Abmusterung von fotografischen Vorlagen wichtig ist, während das leicht bläuliche Tageslicht D65 das weltweit empfohlene Abmusterungslicht für alle übrigen Anwendungen darstellt.
Generell gilt in der graﬁschen Industrie:
D65 für Aufsichtsbetrachtung
D50 für Durchsichtsbetrachtung
Wichtig: Ab 2008 wird in der grafischen Industrie generell mit D60 (Daylight 6000 Kelvin) genormt. Sprich für Durch- und Aufsichtsvorlagen der selbe Standard verwendet.