Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03349.jsonl.gz/1827

Nach Art. 12 des FATCA-Abkommens (most favored nation clause, nachstehend „MFN-Klausel“) hat die Schweiz das Recht auf Gleichbehandlung, wenn die USA mit einer anderen Partner-Jurisdiktion günstigere Lösungen vereinbart haben. Gemäss der MFN-Klausel müssen die USA der Schweiz solche günstigeren Lösungen bekanntgeben und ab dem Zeitpunkt, in dem das FATCA-Abkommen mit dieser anderen Partner-Jurisdiktion in Kraft tritt, automatisch anwenden, wie wenn sie im FATCA-Abkommen mit der Schweiz vereinbart worden wären.
Mit Schreiben vom 27. März 2015 haben die USA die Schweiz erstmals über die Anwendung der MFN-Klausel notifiziert (nachstehend „MFN-Schreiben“). Ausgelöst wurde diese durch das mit Bermuda abgeschlossene FATCA-Abkommen, das am 19. August 2014 in Kraft getreten ist. Die Änderungen des Abkommens und des Anhangs I wurden in der Systematischen Sammlung des Bundesrechts in den Landessprachen publiziert. Die angepasste englische Fassung ist ebenfalls verfügbar.
Um die rückwirkende Anwendung der mittels MFN-Schreiben notifizierten Änderungen zu koordinieren, haben die Schweiz und die USA am 28. Juli 2015 in Bern eine Verständigungsvereinbarung unterzeichnet: