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Wenn die Tage kürzer werden und draussen die Temperaturen langsam sinken, kommen viele Menschen nur schwer aus dem Bett. Sie fühlen sich tagsüber ausgelaugt und antriebslos. Wird das Sonnenlicht im Herbst langsam weniger, kommt es bei viele Menschen zu den ersten Anzeichen einer saisonal abhängigen Depression – SAD (Seasonal Affective Disorder) genannt – besser bekannt als Herbst-Winter-Depression. Eine Lichttherapie kann in den dunklen Monaten helfen die Symptome zu lindern.
Das fehlende Tageslicht in den Herbst- und Wintermonaten wird durch spezielle Lichttherapie-Lampen ersetzt. Bei der Lichttherapie sitzt der Betroffene zu Hause entspannt vor dem Lichtapparat, der aus sechs bis acht Leuchtstoffröhren besteht. Diese Röhren senden ein helles weisses fluoreszierendes Licht, das das gesamte Spektrum des Lichts enthält. Der antidepressive Effekt der Tageslichtlampe wird dabei wie bei natürlichem Licht auch über das Auge vermittelt. Die Netzhaut wandelt auch hier die Lichtsignale in Nervenimpulse um. Dadurch werden bestimmte Gehirnstrukturen beeinflusst, die für den Schlaf-Wach-Rhythmus und andere Tagesrhythmen des Menschen zuständig sind.