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Ich, Martin Eberle, bin am 11.12.1970 in Aarau geboren worden. Meine Eltern
und meine sieben Jahre ältere Schwester lebten erst im Feld in Suhr
und zogen danach in die Buhalde, ebenfalls in Suhr. Als ich fünf Jahre
alt war, kauften meine Eltern ein Einfamilienhaus am Beroweg, auch dieser
befindet sich in Suhr.
Mein Vater war Chauffeur bei Möbel Pfister, meine Mutter arbeitete
zu dieser Zeit in der Jowa, um sich das Haus leisten zu können.
Da ich ja zu diesem Zeitpunkt noch ein kleiner Knopf war, weilte ich tagsüber
bei meiner sogenannten 'Schlummermutter'.
Diese 'Schlummermutter' namens Heidi Lehmann wohnte im selben Quartier wie
wir, einfach im anderen Teil. Sie hatte drei Kinder, einen Mann und viele
Tiere.
Unter anderem einen Schnauzer-Mischling namens 'Saschin'.Ein hässliches
Tier. Ich hatte panische Angst und dieser Hund merkte das sofort.Immer
wenn ich kam, schoss sie auf mich zu und hinter dem Gartenzaun bellte
und keiffte sie wie wild. Keine zehn Pferde hätten mich in diesen
Garten gebracht. Frau Lehmann musste Saschin dann jeweils versorgen
und sobald ich im Haus war, war es okay.
Ich hasste den Hund! Das führte soweit, dass ich nicht mehr hingehen
wollte und mich sträubte, es half nichts. Nach etwa einem halben
Jahr nahm ich all meinen Mut zusammen und fragte Frau Lehmann, ob
ich mit Saschin einen Spaziergang machen dürfe. Von diesem Tag
an liebten wir uns, ich ging viel spazieren mit Saschin und holte
die Hündin jeweils auch an meinen Schulfreien Nachmittagen zum
Spazieren. Eine Freundschaft war geboren und ich entdeckte meine Liebe
zu den Hunden. Später kam ein Setter Rüde namens 'Citto'
hinzu und eine Cocker Spaniel Dame namens Lady (wie originell). Ich
ging viel spazieren und streifte mit den Hunden durch Wälder
und über Felder.
Vor 25 Jahren war das noch kein Problem. Mit etwa zehn Jahren lernte
ich den Gronendeal Rüden 'Wulli' kennen, den ich über alles
liebte. Er gehörte einer jungen Frau die tagsüber arbeitete
und abends im Ausgang war. Wulli war immer alleine. Ich bekam einen
Hausschlüssel und bewegte den Hund täglich.
Der Wunsch nach einem eigenen Hund wurde immer grösser und ich
setzte Himmel und Hölle in Bewegung. Wer meinen Vater kennt,
weiss wie schwer das für mich war, mich durchzusetzen. Doch wer
mich kennt, weiss das kein Weg an mir vorbei führt.
Im Alter von ca. 11 Jahren bekam ich endlich meinen ersten eigenen
Hund. 'Netti' war ein Zwergschnauzer-Rauhaardackel Mischling und ein
Findelkind, dass eine gute Bekannte von uns zu sich aufgenommen hatte,
da der Hund auf einem Hof lebte und misshandelt wurde. Netti war ca.
11 Monate jung als sie zu uns kam und wurde stolze 17 1/2 Jahre alt.
Netti war ein ganz spezieller
Hund und alle liebten sie. Sie hatte so viel Charakter und war ein
ganz eigenständiger, aussergewöhnlicher Hund.
Nebst meiner grossen Liebe zu Hunden, hatte ich auch noch ein ausgesprochen
grosses Fable für Pferde. Seit ich sieben Jahre alt war, bin
ich geritten und habe mich um Pferde gekümmert.
Mit 12 Jahren bekam ich mein erstes Pony. Sie hiess Tanja (wieder
sehr originell) und war ein Apfelschimmel. Die Kombination Pferd/Hund
gefällt mir noch heute, wobei ch mich eindeutig für die
Hunde entschieden habe.
Ueber Jahre war ich immer mit Pferd und Hund/en unterwegs und konnte
nie genug kriegen. Meine Mitschüler verbrachten Tage auf der
Eiskunstbahn, auf Parties oder im Schwimmbad. Ich war mit meinen Tieren
unterwegs.
Auch nach dem Verkauf meines Ponys bin ich weiter regelmässig geritten
und habe mir dann mit 20 Jahren mein eigenes Pferd gekauft. Eine Schweizer
Schimmelstute namens Belinda. Ich habe Belinda lange vor dem Kauf bereits
geritten und kannte sie in- und auswendig.
Nach abgeschlossener Volksschule und erfolgreich absolvierter Lehre
als kaufmännischer Angestellter im Möbel Pfister in Suhr,
bestritt ich in Moudon meine Rekrutenschule als Sanitätssoldat,
schrecklich!
Uebrigens, noch eine kleine
Anmerkung in eigener Sache. Ich wollte eigentlich Pferdepfleger werden,
doch als ich diesen Wunsch erstmals äusserte, fiel meine geliebte
Mutter in Ohnmacht, weshalb ich ihrem Wunsch nachging und etwas anständiges
lernte. Ich entschied mich für den Beruf des kaufmännischen
Angestellten.
Nach meiner Lehre erfüllte ich mir einen langersehnten Wunsch
und im August 1993 holte ich meine Branja beim Züchter ab. Ich
hatte schon von jeher eine grosse Vorliebe für Jagd- und Vorstehhunde.
Mittlerweilen waren ja auch bereits viele meiner Schützlinge
bereits Geschichte und ich widmete meine ganze Aufmerksamkeit meiner
Branja.
Ich besuchte mit ihr in der Kynologischen Gesellschaft Zofingen den
Erziehungskurs und trainierte in der Folge weiter im KGZ. Mitte 1995
wechselte ich den Verein und trainierte fortan im Kynologischen Verein
Aarau und Umgebung.
Ich arbeitete mit Branja in den Sparten Begleit-, Sanitäts- und Schutzhund.
Anfangs 1994 begann ich mit Branja in Schöftland mit dem Agility Training.
Mit von der Partie waren Monika Eggenberger und ihr Cocker Spaniel Robi.
Völlig vom Hündelen angefressen begann ich mit Prüfungen,
Wettkämpfen und zusätzlich mit Hundeausstellungen, da Branja eine
wahres Supermodel war. Im August 1996 holte ich mir erneut einen Hund ins
Haus, es sollte ein Kleiner sein. Uebrigens gab es Netti zu diesem Zeitpunkt
immer noch! Nerina war und ist eine Zwergpudel-Dame mit welcher ich Ausstellungen
besuchen wollte und mit der ich Agility machen wollte, was mir eigentlich
ganz gut gelang, oder?
Die Züchterin von Nerina, Esthi Byland, und ich lernten uns durch meine
Welpenbesuche sehr gut kennen und es entwickelte sich eine tolle Freundschaft,
die ich nicht mehr missen möchte. Wir sassen viel zusammen und hatten
tolle Abende und es drehte sich meistens um das Thema Hund. Wir beide wünschten
uns einmal in einem Haus leben zu können und Hunde zu halten und zu
züchten. Esthi wohnte auch in einem Haus, hatte dort einfach einen
Anteil des Hauses, der auch nicht allzu gross war. Wir beschlossen eine
geeignete Liegenschaft zu suchen und eine Wohngemeinschaft zu gründen,
in der wir füreinander da sein können und jemanden haben, der
sich auch mal bei Abwesenheit um die Hunde kümmert.
Da ich nach wie vor ein 'Leutschi Födle' bin, kommt mir das sehr
entgegen, zumal Esthi eher ein häuslicher Typ Mensch ist. Gesagt
getan, am 1. April 1998 bezogen wir den Tannlihag 9 in Seon, der perfekt
aufgeteilt ist, um ein zwei Wohnungen daraus zu machen. Branja und Nerina
kam selbstverständlich mit und Netti blieb bei meinen Eltern. Im
Dezember 1998 gesellte sich meine Border Collie Hündin Paige zu
uns. Der Rest ist Geschichte, denn alle kennen Pebbles, Beetle und Quick,
die meine lustige Hundefamilie komplettieren. Seit dem 4. Januar 1993
arbeite ich als Verwaltungsangestellter auf dem Bezirksamt Lenzburg.
Da Lenzburg und Seon nebeneinander liegen, habe ich einen genialen Arbeitsweg
von maximal 3 Kilometern. Mein Trainingsplatz liegt genialerweise nur
ca. 30 Meter neben meinem Wohnhaus worüber ich natürlich sehr
froh bin.