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In Basel entsteht bis 2020 der neue Hauptsitz der Versicherungsgruppe Bâloise. Im Rahmen des Bauprojekts wurden die bisherigen Gebäude aus den 50er-Jahren rückgebaut. Im Parterre des Bürohauses am Aeschengraben 25 war als Kunst am Bau ein Glasfenster des Stanser Künstlers Paul Stöckli angebracht. Der Verwaltungsrat der Bâloise hat sich entschieden, dieses Kunstwerk dem Kanton Nidwalden zu schenken. Vor dem Abriss des Gebäudes wurde das Stöckli-Fenster gesichert und anschliessend nach Stans transportiert. Diese Schenkung ergänzt den Sammlungsbestand des Nidwaldner Museums zu Paul Stöckli ideal.
Das Fenster misst in der Höhe 291 cm und in der Breite 242 cm. Es war nicht ganz einfach, in den Räumlichkeiten des Museums einen geeigneten Platz für ein Kunstwerk dieses Ausmasses zu finden. In der grossen Loggia des Winkelriedhauses ergänzt es nun die Dauerausstellung, die im selben Haus weitere Werke von Paul Stöckli zeigt, hervorragend.
Über Paul Stöckli
Paul Stöckli (*1906 in Stans, †1991 in Stans) absolvierte im väterlichen Malergeschäft in Stans eine Lehre als Dekorationsmaler. Anschliessend besuchte er die Kunstgewerbeschulen von Luzern und Basel und studierte in München und Paris. Er war Mitbegründer der Gruppe "Kreis 48", einer Vereinigung befreundeter Künstler in Basel. In den 1950er-Jahren führte Stöckli viele öffentliche Aufträge aus, vor allem für die Ausgestaltung von Kirchen. Neben den Wandbildern fand er in den Glasmalereien eine schlichte, aber kräftige und mitunter auch dynamische Liniensprache.
So ist auch das Glas-Eisen-Fenster von 1955 für die Bâloise eine Arbeit an der Grenze von Abbildung und Abstraktion. Ein Jahr später kehrte Stöckli von Basel nach Stans zurück und ab 1971 konzentrierte er sich auf sein freies Schaffen.
Übergabefeier
Die öffentliche Übergabefeier des Paul-Stöckli-Glasfensters findet am Dienstag, 28. August 2018, um 17.30 Uhr im Nidwaldner Museum Winkelriedhaus statt.
Um 18.10 Uhr begrüsst Dr. Andreas Burckhardt, Verwaltungsratspräsident der Bâloise-Gruppe, die Gäste. Seitens des Kantons richtet Res Schmid, Landammann und Bildungsdirektor, ein Grusswort aus. Stefan Zollinger, Vorsteher Amt für Kultur und Leiter Nidwaldner Museum, wird das Glasfenster und dessen Schöpfer Paul Stöckli kunsthistorisch einordnen und anschliessend zum Apéro überleiten.
Während der Feier steht Roland Heini, der das Projekt künstlerisch begleitet hat, den Gästen bei Fragen zum Aufstellen des Glasfensters gerne zur Verfügung. Christian Hartmann hat die spektakuläre Montage fotografisch festgehalten. Seine Fotos sind in Form einer Diaschau zu sehen.