Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03196.jsonl.gz/1843

"Wir haben eine grosse Verantwortung gegenüber unseren 70'000 Mitarbeitern", sagte Aponte in einem Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung "L'Agefi", das am Freitag erschienen ist. 1000 Angestellte arbeiten in Genf.
Die italienisch-schweizerische Gruppe mit Sitz in Genf hat 2016 weniger Geld verloren als ihre Konkurrenten. Der Unternehmenspatron nennt zwar keine konkreten Jahreszahlen für 2016. Er sagt aber, ein Rückgang in Brasilien sei durch gute Geschäfte in den USA und in China kompensiert worden.
Die Umsätze seien um mehr als 6% gestiegen - doppelt so stark wie im Branchenschnitt. Den Löwenanteil trägt das Transportgeschäft bei mit 90%. Die Kreuzfahrten steuern 10% bei.
Mehr als 70% des weltweiten Handels werde über Schiffscontainer abgewickelt, sagte Aponte. Die Überkapazitäten in der Branche erklärt er mit "Spekulatoren", die von besonderen Rahmenbedingungen profitierten.
Seit 2008 steckt die Schifffahrtindustrie weltweit in der Krise. Gründe sind massive Überkapazitäten und sinkende Frachtpreise. Nach dem Kollaps der südkoreanischen Reederei Hanjin im vergangenen Herbst habe sich die Situation verbessert, sagte Aponte. Viele Unternehmen hätten sich zusammengetan, um Kosten zu sparen.
Am Samstag weiht MSC offiziell ein neues Kreuzfahrtschiff in Frankreich ein. Dabei handelt es sich um das grösste Schiff, das je von einer Schweizer Reederei gebaut wurde.
(AWP)