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Oliver Kahn ist nicht der geradlinige Erfolgsmensch, für den er im Allgemeinen gehalten wird. Er ist nicht das Super-Talent, dessen Weg zum weltbesten Torhüter vorgezeichnet war. Er ist nicht der eherne Titan, an dem nichts seine Spuren zu hinterlassen vermag. Und der nicht kleinzukriegen ist. Sein Erfolg hat Spuren hinterlassen, und er war kleinzukriegen. Aber er hat es verstanden, sich immer wieder aufzurichten. Das macht es so interessant, was er zu sagen hat. Oliver Kahn wurde 1969 in Karlsruhe geboren. 1975 beginnt er seine Fussballerkarriere beim Karlsruher SC, wo auch sein Vater, Rolf Kahn, sowie sein Bruder, Axel Kahn, als Profifussballer spielen. 1987 Bundesligadebüt beim Karlsruher SC. 1994 Wechsel zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Der Wechsel wird zum bis dahin teuersten Torwarttransfer der Bundesligageschichte. Er wächst zu einem der erfolgreichsten deutschen Fussballprofis aller Zeiten und zum erfolgreichsten deutschen Torhüter schlechthin: sieben Mal Deutscher Meister, sechs Mal DFB-Pokal-Sieger, 2001 Gewinnder Champions League, des höchsten Titels des europäischen Vereinsfussballs. Er bestreitet in seiner Profikarriere 864 Pflichtspiele, darunter 554 Bundesligaspiele, 424 mit dem FC Bayern München, 86 Spiele als Torhüter der Deutschen Nationalmannschaft und 141 Spiele im Europapokal und in der Champions League. Drei Mal Welttorhüter des Jahres. 2002 bester Spieler und bester Torhüter der Weltmeisterschaft in Japan. Für seine herausragenden sportlichen sowie für besondere persönliche Leistungen erhält er zahllose weitere Preise und Auszeichnungen, unter anderem für seinen Teamgeist und sein vorbildliches Verhalten während der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Im Sommer 2008, seinem 22. Jahr als Profifussballer, beendet er eine beispiellose Karriere.