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Der Ärmelkanal ist das höchste der Gefühle, sozusagen der Mount Everest für Schwimmer.
«Channel swimmers» werden sie in England genannt, jene Athleten, die den Ärmelkanal schwimmend durchqueren wollen. Er träume davon seit Jahren, sagt Jürg Ammann im Interview mit Radio SRF. Nun will es der 50-jährige Aargauer wissen. Zwischen dem 30. Juli und 7. August gilt es ernst.
Momentan trainiert Ammann in Westgate, zirka 40 Minuten von Dover entfernt. Am Tag X schwimmt er dann 40 Kilometer von Dover (England) nach Calais (Frankreich). Er rechnet mit 12 bis 14 Stunden, während denen er schwimmen muss.
Bevor es losgeht, muss ein Schwimmer viele Dokumente einreichen: Fitnesstests, Kaltwassertest, Gebühren bezahlen. Während des Schwimmens wird er von einem Boot begleitet, darf dieses aber nie berühren und in Frankreich muss er aus eigenen Kräften an Land kommen, sonst gilt die Strecke nicht. Eine Channel Association kümmert sich um das Einhalten der Regeln. Ebenso gibt sie den Startschuss für die Überquerung.
Ich habe meine physische und mentale Grenze noch nicht erreicht, ich könnte sie im Ärmelkanal finden.
Vom 14. bis 26. Juni trainiert Ammann in der Nähe von Dover. Im Juli ist er dann nochmals in der Schweiz am Start, im Hallwilersee, und beim Gigathlon im Kanton Aargau. Erschöpft sei er nie, sagt Ammann im Interview weiter. Er teile seine Trainingseinheiten gut ein. Zudem müsse er seinen Job bei einem Schweizer Schokoladenhersteller erfüllen, auch dafür müsse Energie bleiben.