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Orgelmusik aus den Niederlanden und Komponisten, die hauptsächlich in den Niederlanden gewirkt haben
Margreeth Chr. de Jong (*1961) ist eine niederländische Organistin und Komponistin. De Jong studierte am Konservatorium Rotterdam, wo sie im Jahre 1986 mit den Höchstnoten abschloss. Sie bildete sich anschliessend bei Guy Bovet in der Schweiz sowie bei Jean Langlais und Marie-Louise Jaquet-Langlais an der Schola Cantorum in Paris weiter, wo sie 1988 den Prix de Virtuosité ebenfalls mit der Höchtsnote gewann. Im gleichen Jahr errang sie erste Preise bei internationalen Wettbewerben für Orgel in Paris und Haarlem (César Franck-Concours). Weiterlesen
Johan Wagenaar (1862–1941) war ein niederländischer Komponist und Organist. Er wurde als Sohn des Adeligen Cypriaan Gerard Berger van Hengst geboren. Die Mutter stammte aus einfachen Verhältnissen, und die gesellschaftlichen Umstände dieser Zeit liessen keine Heirat zu. So wuchs Wagenaar in eher ärmlichen Verhältnissen auf und erhielt den mütterlichen Nachnamen. Obwohl sich früh musikalisches Talent zeigte, erhielt Wagenaar erst ab dem Alter von 13 Jahren Unterricht in Klavier, Violine, Theorie und Komposition. Seine ersten Orgellehrer wurden der Komponist Richard Hol und der Organist Samuel de Lange. 1892 nahm er Unterricht in Kontrapunkt bei Heinrich von Herzogenberg in Berlin. Weiterlesen
Samuel de Lange junior (1840–1911) war ein niederländisch-deutscher Organist, Lehrer und Komponist. Samuel de Lange (jr.) war Sohn des Rotterdamer Organisten Samuel de Lange (sr.). Er trat bereits in frühen Jahren als Orgel- und Klaviervirtuose hervor. De Lange studierte ab 1858 in Lemberg, wo er bis 1863 lebte. Ab 1864 war er in Rotterdam Organist und Orgellehrer. Weitere Stationen waren 1874 Basel, 1876 Paris, 1877 Köln, 1884 Den Haag und ab 1893 Stuttgart. In Stuttgart wurde er am Konservatorium Dozent, ab 1895 Professor. Er leitete das Konservatorium von 1900 bis 1908. Weiterlesen
Jacob de Haan (*1959) ist ein niederländischer Komponist und Musiker. Als Sohn eines Musikinstrumentenbauers bekam er schon früh Klavierunterricht bei Martin Kuipers und Kornettunterricht bei Jan Holtrop in der Musikschule seiner Heimatstadt. Mit 16 Jahren bestellte man ihn zum Organisten einer reformierten Gemeinde in Heerenveen, und er machte Bekanntschaft mit der niederländischen und internationalen Orgelliteratur.
Johann Christoph Pepusch (* 1667–1752) wurde 1667 als Sohn eines Pfarrers in Berlin geboren. Hier erhielt er seine erste musikalische Ausbildung, bevor er im Alter von 14 Jahren eine Stellung bei Hof antrat, die er 1698 kündigte. Die Gründe dafür liegen im Dunkeln. Pepusch ging zunächst nach Amsterdam. 1704 etablierte er sich in London, publizierte aber weiterhin bis etwa 1718 in Holland. In London wirkte Pepusch als Bratschist, schon bald auch als Komponist, Theaterdirektor, Musiktheoretiker und Organist.
Gerard Bunk (1888–1958) studierte ab 1901 Klavier bei Anton Verheij am Rotterdamer Konservatorium. 1906 kam er nach Bielefeld zu Hans Hermanns, dem er ans Hamburger van Bernuthsche Konservatorium folgte. 1907 wurde Bunk Klavierlehrer am Konservatorium in Bielefeld. An der Orgel bildete er sich vorwiegend autodidaktisch aus, wobei sich seine pianistischen Fähigkeiten bezahlt machten.
Jan Pieterszoon Sweelinck (1562–1621) hat vermutlich bei Joseph Zarlin (Gioseffo Zarlino) in Venedig studiert. Er übte als Organist an der Oude Kerk in Amsterdam grossen Einfluss auf die Norddeutsche Orgelschule des 17. Jahrhunderts aus. Schüler des „deutschen Organistenmachers“ waren u. a. Heinrich Scheidemann und Samuel Scheidt.