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Deutscher Text
Das Grammophon Monarch Spezial, auch bekannt als No. 7 war eine
Zeit lang das luxuriöseste Gerät der Firma Victor / Gramophone
Companie. Um den aufkommenden 30 cm Platten gerecht zu werden, war
es grösser gebaut als all seine Vorgänger.
Auch wenn die Gramophone Gesellschaft ab 1898 in London, Berlin
und Paris eigenständige Filialen aufbaute, wurden die meisten
Geräte anfänglich noch im Werk von Eldridge R. Johnson
in Camden / New Jersey, einem Vorort von New York hergestellt. Später
importierte man dann mehrheitlich Einzelteile, die in den grossen
Fabriken von London und Berlin zusammengebaut wurden.
Auf der Suche nach einem Namen für die hohen Ansprüchen
der gehobenen Kundschaft, im damals von Königshäusern
beherrschten Europa, fand man mit der Bezeichnung «Monarch»
ein Wort, welches in allen Sprachen der alten Welt verstanden wurde.
Als Antwort darauf nannte die Firma «Pathé-Frères»
übrigens kurz darauf einen Phonographen «Démocratique»,
wohl um klar zu machen, dass in Frankreich die Revolution bereits
stattgefunden hat. Trotzdem verkauften sich die Geräte der
«Compagnie Française du Gramophone de Paris»
unter dem Namen «Monarque» ausgezeichnet. 1902 brachte
die «Victor Talking Machine Companie» mit dem «Monarch
Special» ihr bis dahin luxuriösestes Grammophon heraus.
Die frühen Modelle wurden mit einem schwenkbaren Trichter
ausgerüstet. Dank seinem starken Motor mit drei Federn ist
es möglich, sechs 25 cm Platte mit einmaligem Aufziehen abzuspielen.
Der Monarch war aber auch eines der ersten Grammophone, die eine
30 cm Platte abspielen konnten Je nach Ausführung kostete der
«Monarch Special» 45–50 Dollar. Auf dem Gehäuse
des vorliegenden Gerätes ist ein Metallschild mit Angaben des
Verkäufers angebracht: «L. Neyroud, Électricien,
26.rue Colbert, Marseille ».
Der vernickelte Trichter hat eine Länge von 56 cm und einen
Durchmesser von 32 cm