Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03202.jsonl.gz/649

Curius
Dentatus, Manius, berühmter Römer [* 2] aus plebejischem Geschlecht, ward 290 v. Chr. Konsul, schlug als solcher die Samniter und Sabiner, wodurch der dritte Samnitische Krieg beendet wurde. Im J. 275 zum zweitenmal Konsul, schlug er den König Pyrrhus bei Benevent, was zur Folge hatte, daß derselbe Italien [* 3] im folgenden Jahr verließ. Im Jahr 274 abermals zum Konsul gewählt, schlug er in rascher Folge die Lukaner, Samniter und Bruttier und zog sich sodann, nachdem er 272 die Zensur bekleidet hatte, auf sein Gut im Sabinerland zurück, wo er in größter Einfachheit selbst das Feld bebaute.
Alle seine Siege wurden durch Triumphe gefeiert, unter denen der über Pyrrhus dadurch besonders ausgezeichnet war, daß in demselben vier Elefanten aufgeführt wurden. Noch mehr aber als wegen dieser Siege wird er wegen seiner Einfachheit und Uneigennützigkeit gepriesen. Als ihm einst Gesandte der Samniter, während er gerade am Herd mit dem Kochen von Rüben beschäftigt war, Geschenke überbrachten, wies er sie mit den Worten zurück: »Ich will lieber über reiche Leute herrschen, als selbst reich sein«. Um die Stadt Reate erwarb er sich ein Verdienst durch die Ablassung des Sees Velinus mittels eines durch Felsen gebrochenen Kanals, der das Wasser in den Nar (jetzt Nera) ergießt. Als Zensor ließ er aus dem Anio eine Wasserleitung [* 4] nach der Stadt führen. Er starb 270.