Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03324.jsonl.gz/2143

2015 – ein Rekordjahr für die Champagne2. März 2016 18:41
FRANKREICH (Épernay) – der Champagne-Gesamtverband Comité Champagne veröffentlicht die Zahlen für den Champagner-Absatz 2015: Der weltweite Absatz stieg um 1,7% oder 5,35 Millionen Flaschen von 307.136.564 im Vorjahr auf 312.521.412 Flaschen im Jahr 2015.
Die Winzer und Häuser der Champagne freuen sich über dieses Wachstum, das von den Exportmärkten getragen wird. Der weltweite Umsatz kletterte von 4,5 auf 4,75 Milliarden Euro. Dies ist der bisher höchste Wert der Verkaufserlöse von Champagner.
Der Export von Champagner in EU-Mitgliedsstaaten und Drittländer legte gegenüber 2014 um rund 4% zu: 150,7 Millionen Flaschen wurden exportiert, was einem Plus von knapp 5,8 Millionen Flaschen entspricht. In Frankreich wurden 161,8 Millionen Flaschen Champagner ausgeliefert. Damit stabilisierte sich der Absatz mit -0,3% annähernd, nachdem einige Jahre weniger Champagner nachgefragt wurde.
Der Exportanteil stieg 2015 auf 48,2% (Vorjahr 47,2%), während 51,8% der Champagner-Lieferungen in Frankreich verblieben.
Der Champagner-Absatz in Länder der EU erreichte im vergangenen Jahr 80,2 Millionen Flaschen; ein Plus von 3,3% im Vorjahresvergleich. Noch stärker, nämlich um 4,8%, stieg die Nachfrage nach Champagner in Drittländern, die 70,5 Millionen Flaschen bestellten.
Trockenheit führte zu verlangsamtem Wachstum
Der Beginn des Weinbaujahres verlief ohne besondere Vorkommnisse. Die Trockenheit, die Ende Mai in der Champagne herrschte und die im Juni und Juli von Hitzeperioden begleitet wurde, machte sich jedoch bemerkbar. Das Wasserdefizit verlangsamte das Wachstum der Reben.
Für die Qualität und Menge der letztjährigen Lese waren die darauffolgenden Wochen mehr denn je entscheidend. Es sah so aus, als könne die Lese um den 10. September herum beginnen.
Der weltweite Champagner-Absatz im ersten Halbjahr 2015 blieb stabil auf Vorjahresniveau. Die Winzer und Häuser der Champagne beschlossen gemeinsam unter dem Dach des Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne, die verfügbare Ertragsmenge 2015 – wie im Vorjahr – auf 10.500 Kilogramm pro Hektar festzulegen. Davon können 500 Kilogramm pro Hektar aus der Reserve stammen.
Die Lese in der Champagne
Die Lese in den einzelnen Regionen der Champagne begann zwischen dem 2. und 18. September. Der Termin wird jedes Jahr individuell für jede Gemeinde und jede Rebsorte festgelegt. In einigen Gemeinden der Aube und Sézannais konnten aufgrund der lokalen Entwicklung der Reben schon früh die ersten Trauben geerntet werden.
Das Weinbaujahr 2015 war in der Champagne von einer nie gesehenen Hitze und Trockenheit geprägt, die von Ende Mai bis Mitte August vorherrschte und die Entwicklung der Trauben leicht verlangsamte. In der zweiten Augusthälfte konnten die Reben dank einiger Regenfälle wieder wachsen. Sonnenlicht und große Wärme gewährleisteten anschließend eine schnelle Entwicklung bei besten Bedingungen.
Die Trauben waren in einem perfekten Zustand. Der angestrebte Höchstertrag von 10.500 Kilogramm pro Hektar konnte im gesamten Weinbaugebiet erreicht werden.
In der Champagne werden die Trauben ausschließlich von Hand gelesen. Mehr als 100.000 Saisonarbeiter helfen in den Weinbergen bei der Ernte, beim Transport und bei der Pressung der Trauben.
von Bettina Wieland
Weitere News
SCHWEIZ (Wallis) – Im Wallis wird derzeit eine neue Maschine getestet, die die Unkrautvernichtung im Weinberg revolutionieren soll. Statt Unkrautvernichter wird reines Leitungswasser eingesetzt. Weiterlesen
Nicht nur Insekten sind als Schädlinge im Weinberg bekannt, auch Vögel können eine ganze Ernte vernichten. In Margaret River in Australien hat jetzt aber eine besondere Baumblüte die Trauben gerettet. Weiterlesen