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Schwitzen ist eine lebenswichtige Funktion des Organismus. Es dient zur Regulation der Körpertemperatur, schützt vor Überhitzung und kühlt die Haut und die inneren Organe ab. Produziert der Körper unabhängig von Wärme oder Kälte, Tages- oder Jahreszeit übermässig und unkontrolliert Schweiss, sprechen Fachpersonen von Hyperhidrose. Die vermehrte Schweissproduktion kann nur bestimmte Körperteile wie die Achselhöhlen betreffen (lokal) oder den ganzen Körper (generalisiert).
Auslöser einer übermässigen Schweissproduktion sind:
– Übergewicht
– Kreislaufstörungen
– Angst, Schmerzen und Stress
– Schilddrüsenüberfunktion
– Hormonstörungen
– psychische Erkrankungen
– Bluthochdruck
Folgende Massnahmen können eine Hyperhidrose verhindern:
– Kaffee, Alkohol, Zigaretten und scharfe Gewürze möglichst meiden
– Stress abbauen bzw. Entspannungsübungen
– Atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle tragen
– Antitranspirante mit Aluminiumsalzen verwenden
Behandlungsmöglichkeiten sind:
– Medikamentöse Behandlung mit Botulinustoxin. Das verhindert die Übertragung des Nervenimpulses, wodurch die Schweissdrüsen kein Signal zur Schweissproduktion erhalten.
– Die physikalische Therapie ist eine Reizstromtherapie. Dabei werden Hände oder Füsse in ein Wasserbad getaucht durch das Strom geleitet wird.
– Pflanzliche Stoffe wie Salbei können die Schweissproduktion auf natürliche Weise hemmen.
– In chirurgischen Behandlungen ist eine operative Durchtrennung der Nervenbahnen möglich.