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dísplay, plót, páint, displáy
2016
Abstract
Die malerische Arbeit dísplay, plót,páint, displáy geht von Bildmitteilungen aus, welche dem Menschen im 21. Jahrhundert auf Smartphone zugesendet werden. Die so erhaltenen Bilder müssen als Interaktionspotential und nicht als Bild im kunsthistorischen Sinn gelesen werden. In der Malerei dieser Bildmitteilungen wird der Kontext weg von einem Geben/Erhalten von Bildmitteilungen zu einer Kontemplation des malerischen Potentials der Bilder verschoben.
Entstanden ist in der Malerei eine Reihe von Einzelbildern, welche in sich Bildhaftigkeit und Abstraktion verhandeln, wie auch den Anspruch stellen, eine malerische Erfindung zu sein. Das gemalte Bild unterscheidet sich in seiner Inhaltlichkeit grundsätzlich von einer Bildmitteilung. Jeglicher Kontext von Erklärung, unmittelbarer Lebenssituation und Betroffenheit wird aus dem Bild entfernt, sobald das Bild auf der Leinwand erscheint.
An der Wand hängen nun also keine Mitteilungen, sondern Bilder. Die Bearbeitung des Ursprungsmaterials ist so geschehen, dass das gemalte Bild ohne sein Ursprungsmaterial völlig kontextentleert als Malerei zu lesen ist. Diese Malerei hat die Aufgabe, die Frage nach dem Kontext auszulöschen und als Erfindung dazustehen.