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In der Schweiz haben Eltern nach der Geburt drei Tage Zeit, ihr Kind beim Zivilstandsamt des Geburtsortes anzumelden. Da die Anmeldung mit Namen geschieht, haben Eltern also auch nur drei Tage Zeit, sich zu entscheiden, wie sie ihr Kind nennen möchten.
Es macht Sinn, sich mit dieser Frage bereits während der Schwangerschaft auseinanderzusetzen. Um zumindest diejenigen Namen auszuschliessen, die in der Schweiz sowieso nicht erlaubt sind, weil sie die Grundsätze der Namensgebung nicht erfüllen:
- Das Geschlecht des Namens muss mit dem Geschlecht des Kindes übereinstimmen
- Der Name sollte als Name für Menschen verwendet werden und nicht der Name eines Ortes, eines Tiers oder eines Gegenstands sein.
- Der Name darf das Kind nicht der Lächerlichkeit preisgeben
Dennoch probieren offenbar immer wieder Eltern, diese einfachen Regeln zu umgehen. Hier eine Liste der Vornamen, die auf dem Index gelandet sind.
Name Covid wäre in der Schweiz nicht erlaubt.
In Indien wollte kürzlich ein Elternpaar seine neugeborenen Zwillinge Covid und Corona nennen. Ein Namensvorschlag, der in der Schweiz ganz klar abgelehnt würde, sagt Karin Schifferle vom Zivilstands- und Bürgerrechtsdiensts in Bern gegenüber Blick. Der Name steht für eine Krankheit, die in der Corona-Pandemie viel Leid angerichtet hat. So zu heissen, würde das Interesse des Kindes verletzen.
Andere Länder, andere verbotene Namen
Nicht überall sind dieselben Namen verboten. Von Land zu Land unterscheiden sich die Ansprüche an die Namensgebung. In Portugal beispielsweise, sind englische Namen nur zugelassen, wenn es keine portugiesische Entsprechung dafür gibt. In Island sind keine Namen zugelassen, die die Buchstaben C, Q und W enthalten, denn diese gibt es nicht im isländischen Alphabet. Dänemark ist so streng bei der Namensgebung, dass das Land statt eines Index der verbotenen Vornamen eine Liste mit erlaubten Namen führt. In Neuseeland sind Eltern mit folgenden Versuchen gescheitert: Sex Fruit, Fish and Chips, 4real und Adolf Hitler. Violence, das englische Wort für Gewalt, ist allerdings als Babyname zugelassen.
Die skurrilsten Namen auf dem Index
Die Zivilstandsämter der Schweiz richten sich bei der Beurteilung von Namensanträgen nach dem internationalen Handbuch der Vornamen, das auch die deutschen Behörden zu Rate ziehen, weswegen die Regeln in beiden Nachbarländern ähnlich streng sind. In Deutschland wurden unter anderem folgende Namen bereits abgelehnt:
- Atomfried
- Lenin
- Rosenherz
- Bierstübl
- Grammophon
- McDonald
- Tom Tom
- Holgerson
- Lord
- Sonne
- Hummer
- Superman
- Pfefferminza
- Puppe
- Verleihnix
- Möhre
Die skurrilsten Babyvornamen kommen aus Berlin
Es gibt jedoch auch Babyvornamen, die aussergewöhnlich und dennoch erlaubt sind. Berlin ist die Hochburg der speziellen Vornamen: Dort gibt es Kinder, die Fulk, Bam-Bam oder Schnee heissen. Unsere Lieblingsnamen aus Berlin findet ihr hier: Wer seltene Babynamen sucht, wird in Berlin fündig.