Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/102011

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Steueramnestie in Italien stellt für den Finanzplatz Schweiz ein grosses Problem dar und belastet unsere diplomatischen Beziehungen mit Italien. Die Verhandlungen über das Doppelbesteuerungsabkommen mit Italien werden in Englisch geführt, obwohl Italienisch eine unserer Amtssprachen ist. Auch unter den Angestellten der Finma gibt es keine Personen italienischer Muttersprache.</p><p>Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass es sich positiv auf unsere diplomatischen Beziehungen mit Italien auswirken würde, wenn es in der Bundesverwaltung (insbesondere im EFD) sowie in der Finma italienischsprachige Fachleute gäbe?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das EFD ist sich bewusst, dass es notwendig ist, den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich auf Italienisch auszudrücken, ist doch Italienisch eine der Amtssprachen unseres Landes. Aus diesem Grund hat das EFD auch Mitarbeiter italienischer Muttersprache. Die Überarbeitung der Doppelbesteuerungsabkommen und die dazu notwendigen Verhandlungen verlangten jedoch vom Bundesrat ein rasches Handeln. Das EFD muss in diesem Rahmen zugeben, dass in den oberen Stufen der Hierarchie in der Eidgenössischen Steuerverwaltung nicht genügend Personen vorhanden sind, die der italienischen Sprache mächtig sind. Um die gegenseitige Verständigung zu erleichtern und die Verhandlungen mit Italien zu einem guten Ende zu führen, wurde deshalb beschlossen, diese Verhandlungen auf Englisch zu führen. Die Finma ihrerseits ist in die Steuerverhandlungen mit Italien nicht direkt involviert.</p>