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Die negativen Nachrichten für Schwangere reissen in der Corona-Pandemie nicht ab. Nachdem bekannt wurde, dass Frauen, die ein Kind erwarten, im Falle einer Infektion mit dem neuen Coronavirus ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf in Kauf nehmen müssen, zeigt nun eine Studie auf, dass die Infektion sich auch auf ihre Ungeborenen auswirkt. Das Risiko für eine Totgeburt steigt nach einer Corona-Infektion während der Schwangerschaft signifikant an.
Von einer Totgeburt ist die Rede, wenn ein Kind nach der 20. Schwangerschaftswoche, also in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft, im Mutterleib stirbt. Das Risiko für eine Totgeburt ist klein. Bei nicht an Covid19 erkrankten Frauen liegt es bei 0.6 Prozent.
Während der Corona-Pandemie ist dieses Risiko für infizierte Schwangere auf 1 Prozent angestiegen. Die Delta-Variante, welche im Frühsommer 2021 auftauchte, sorgte für einen weiteren sprunghaften Anstieg des Risikos für eine Totgeburt bei Schwangeren, die Covid19 haben. Dies hat die US-Gesundheitsbehörde CDC mittels einer Datenauswertung festgestellt, die rund 1.25 Millionen Geburten in den USA seit März 2020 umfasste.
Den Wissenschaftlern zufolge ist die Totgeburtsrate seit Juli auf 2.7 Prozent gestiegen. In den USA endet also seit Auftauchen der Delta-Variante jede 37. Schwangerschaft nach einer Covid19-Erkrankung mit einer Totgeburt. Zu befürchten sei, dass es auch vor der 20. Schwangerschaftswoche zu einem Anstieg der Fehlgeburten komme, schreibt das Deutsche Ärzteblatt. Noch nicht bekannt ist, welche Faktoren zu diesem Anstieg des Totgeburtsrisikos führen. Dies müsse weiter untersucht werden, so die Forscher.