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Review: Leukotrien-Antagonisten bei saisonaler allergischer Rhinitis
Die Autoren dieser Studie evaluierten die Wirksamkeit oraler Leukotrien-Antagonisten allein und in Kombination zur symptomatischen Behandlung einer saisonalen allergischen Rhinitis.
In Medline, Embase, Cinahl und Cochrane wurd nach randomisierten, kontrollierten, zwischen 1966 und 2005 publizierten Studien gesucht, welche die Wirkung von Leukotrien-Antagonisten und als primäre Endpunkte die Beschwerden in Nase und Augen sowie die Lebensqualität bei saisonaler allergischer Rhinitis untersuchten. Zusätzlich wurden entsprechende Reviews und die Referenzangaben der eingeschlossenen Studien herangezogen.
17 Studien mit ingesamt 6’231 Erwachsenen, die unter einer saisonalen allergischen Rhinitis litten, wurden identifiziert. Orale Leukotrien-Antagonisten verbesserten im Vergleich zu Placebo signifikant die nasalen Beschwerden am Tag (standardisierte mittlere Differenz = SMD: minus 0.24) und während der Nacht (SMD: minus 0.23); ebenso die Augensymptomatik und die Lebensqualität. Wurden die oralen Leukotrien-Antagonisten mit oralen Histamin1-Antagonisten verglichen, bestand kein signifikanter Unterschied bei allen drei Endpunkten. Intranasale Steroide reduzierten die nasalen Beschwerden sowohl am Tag als auch in der Nacht besser als die Leukotrien-Antagonisten (SMD 0.41). Die Kombination Leukotrien-Antagonist plus Histamin1-Antagonist linderte die Symptome der Augen mehr als Histamin1-Antagonisten alleine. Die intranasalen Steroide verbesserten die Beschwerden in der Nase verglichen mit der Kombination Leukotrien- und Histamin1-Antagonisten signifikant .
Konklusion der Autoren: Zur symptomatischen Behandlung einer saisonalen allergischen Rhinitis waren Leukotrien-Antagonisten effektiver als Placebo, im Vergleich mit Histamin1-Antagonisten gleichwertig, aber schlechter als intranasale Steroide. Die Kombination Leukotrien-Antagonist plus Histamin1-Antagonist war effektiver als die Histamin1-Antagonisten alleine, jedoch schlechter als die intranasalen Steroiden.
Link zur Studie
Annals of Allergy, Asthma & Immunology 2006;96:779-786 - Rodrigo GJ et al
29.06.2006 - gem