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Um Diskussionen frei von Diskriminierung zu halten, ist Political Correctness wichtig. Hier finden Sie verschiedene Tipps, damit Sie in der öffentlichen Genderdebatte auf dem aktuellen Stand sind und Gendersternchen sowie Binnen-I sicher anwenden können.
Damit Sie Frauen und Männer in nur einem Wort sichtbar machen, bietet sich die Verwendung des sogenannten «Binnen-I» für eine geschlechtergerechte Sprache bestens an. Hierbei wird der Übergang von der männlichen zur weiblichen Form im Wort selbst grossgeschrieben.
Statt beispielsweise «Leserinnen und Leser» schreiben Sie einfach «LeserInnen». Obwohl diese Möglichkeit die gendergerechte Sprache anfeuert und Platz beim Formulieren von Schriftsätzen lässt, ist es zum einen grammatisch nicht korrekt und zum anderen schlecht auszusprechen.
Obwohl das Binnen-I im Duden (Band 9) aufgeführt wird, ist es in den offiziellen Rechtschreibregeln nach wie vor nicht vorgesehen.
Eine weitere Möglichkeit zum sprachlichen Separieren des weiblichen sowie männlichen Geschlechts ist mithilfe des Splittings umsetzbar. Hier sprechen Sie beide Geschlechter an, trennen die jeweilige Bezeichnung aber durch einen Schrägstrich, etwa «der Leser/die Leserin» oder «ein/-e Leser/-in».
Wenngleich der Bindestrich hinter dem Schrägstrich in der Praxis nicht immer Anwendung findet, ist er laut Duden mittlerweile sogar verpflichtend.
Auch mit einer sogenannten Klammerung können Sie zu einer gendergerechten Sprache beitragen. Hier werden die femininen Endungen ganz unkompliziert in Klammern dazugesetzt. Sprich: «Leser(innen)». Obwohl es sich hier grundsätzlich um richtiges Gendern handelt, wird diese Möglichkeit von einigen Menschen als abwertend empfunden. Das liegt daran, dass lediglich die Einklammerung der femininen Wortteile erfolgt. Dadurch wirkt es, als ob die feminine Form als zweitrangig angesehen wird.
In der Regel sind Sie aber auch mit der Doppelnennung der Geschlechter auf der sicheren Seite, also «Leser und Leserinnen».
Da sich allerdings nicht alle Menschen einem der beiden klassischen Geschlechter (männlich sowie weiblich) zugehörig fühlen, sollte dies in einer gendergerechten Sprache unbedingt zum Ausdruck gebracht werden. Sicherlich haben Sie auch schon einmal das Gendersternchen bemerkt. Die jeweilige Verwendung führt dazu, dass alle Menschen sprachlich sichtbar gemacht werden.
Das Gendersternchen steht zwischen der maskulinen und femininen Wortform, also «Leser*innen». Gleiches Ziel verfolgt unter anderem auch der Gender Gap. Hier nutzen Sie kein Sternchen, sondern einen Unterstrich: «Leser_innen».
Bei der letzten Variante häufen sich allerdings auch kritische Stimmen, da diese Lücke auf die mögliche Nichtexistenz weiterer Geschlechter hinweisen könne.