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Zhyrus hat geschrieben:
Victor Jara hat geschrieben:...schon 10'000 Neymar -Trikots verkauft. Wenn sie weltweit 10 Millionen davon verkaufen, sind sie aus dem Schneider. Scheint mir realistsich zu sein, dass sie das schaffen, beim ganzen Tam-Tam um den Transfer.
Hör doch auf!
Hier die Berechnungen für ein Deutschland-Shirt für 80 €. Extrapoliert man den Anteil, der der DFB eingestrichen hat, kommt man bei einem Neymar-Shirt auf einen Anteil von 6 € pro Shirt
, das für 100 € über den Tisch geht. Neymar und der PSG dürfen also über 36 Millionen Shirts
verkaufen, um die Ablösesumme zu kompensieren (nicht einberechnet sind all die Ausfälle, der ausbleibenden Trikotverkäufe aller anderen PSG-Akteure). Manchester United verkaufte als bester Club diesbezüglich 2016 gesamthaft 2.8 Millionen Shirts pro Jahr. Schafft das Neymar alleine, dann muss er nur noch 13 Jahre dort spielen.
http://www.t-online.de/sport/fussball/wm/id_69762866/wer-verdient-wie-viel-warum-das-dfb-wm-trikot-80-euro-kostet.htmlhttp://www.stern.de/wirtschaft/news/adidas-chef-hainer-im-interview-wer-verdient-wie-viel-am-trikot--3854112.htmlhttps://hypebeast.com/2016/11/football-club-players-with-most-shirt-sales-2016
Den größten Batzen streichen die endgültigen Verkäufer ein, also etwa Sportgeschäfte oder Onlineshops. Ihr Anteil liegt bei 35,23 Euro pro Stück. (...) Die Herstellerfirma bekommt nach Rohlmanns Berechnungen 15,30 Euro. 12,77 Euro entfallen allein auf die deutsche Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Die Herstellung an sich (Stoff, Nähen und Transport) schlägt nur mit 7,75 Euro zu Buche. Der Deutsche Fußballbund (DFB) kassiert 4,80 Euro an Lizenzgebühren. Knappe 2,25 Euro veranschlagt Rohlmann fürs Marketing und 1,90 Euro für den Vertrieb.
Kann man den DFB (darf offiziell keinen Gewinn machen) mit der staatlichen Beteiligungsgesellschaft von Katar vergleichen, dem Eigentümer von PSG? Ich meine, dass Du in diesem Fall Birnen mit Äpfeln vergleichst.
Im Fall von Katar hast Du ganz andere Möglichkeiten, den eigenen Anteil am Erlös zu steigern, z.B. durch knallhartes Verhandeln oder via Beteiligungen an Herstellerfirmen und Vertriebsgesellschaften. Unter Umständen kannst Du selbst die Vertriebswege beim Merchandising kontrollieren.
Und nicht zu vergessen: Jedes verkaufte PSG-Trikot macht auch Werbung für deren Hauptsponsor. Bei den Verhandlungen um einen neuen Sponsorvertrag macht es schon einen Unterschied, ob Du 650 K oder sagen wir 2000 K Trikots verkauft hast... Alles in allem liegen vermutlich für Katar beim Merchandising viel mehr drin, als die 6%, die der DFB erhalten hat. Nur so kann ich den PSG-Präsi verstehen, der meint, sie würden viel mehr verdienen, als sie für Neymar ausgegeben hätten.
Ich habe zugegebenermassen überhaupt keine Ahnung, ob Katar die oben beschriebene Strategie verfolgt und ich habe auch anderes zu tun, als das zu recherchieren; aber nur so macht der Deal in meinen Augen finanziell Sinn, genauso wie auch nur so der Kauf von PSG oder die Ausrichtung der WM 2022 Sinn macht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Katar repektive die Eigentümer von PSG romantische Fussballträumer sind. Ich nehme eher an, dass der Transfer präzise durchgerechnet worden ist mit Kenntnis einer Menge von Parametern, die zumindest mir Aussenstehenden verborgen sind. Das wäre für mich fast noch akzeptabler, als Leute, die sich Fussballer zum beliebigen Preis zulegen können, wie andere wertvolle Bilder sammeln.
Vielleicht hast auch Du Recht und ich liege mit meinen Vermutungen über die Refinanzierung völlig daneben; wäre aber angesichts dieser verrückten Welt nur halb so schlimm :-)