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Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Cheyres-Châbles haben am Sonntag mit 87,1 Prozent Ja-Stimmen eine Gemeindeinitiative gutgeheissen, die sich gegen die Errichtung einer Deponie des Typs A richtete. Diese ist für Aushub- und Ausbruchmaterial bestimmt, bei dem ein Verdacht auf Verschmutzung ausgeschlossen werden kann. Die Stimmbeteiligung lag bei 46,6 Prozent.
Der Initiative kommt kaum juristische Bedeutung zu, sie hat vielmehr eine politische Signalwirkung. Denn die Gemeinde im Broyebezirk hatte aufgrund des Widerstands der Bevölkerung gegen die Deponie bereits im vergangenen Sommer darauf verzichtet, die dafür nötige Zonenänderung vorzunehmen. Der Standort Le-Haut Carro hätte von der Landwirtschafts- in eine Spezialzone umgezont werden müssen. Dagegen erhob das Bauunternehmen Orllati, das die Deponie betreiben wollte, Beschwerde beim kantonalen Bau- und Raumplanungsamt. Dieses Verfahren ist noch hängig.
Der Syndic von Cheyres-Châbles, Pierre-Yves Dietlin, freut sich über den Ausgang der Abstimmung, wie er gegenüber der Zeitung «La Liberté» sagte: «Das ist der Beweis dafür, dass die Bevölkerung die Entscheidung des Gemeinderats unterstützt, das Deponieprojekt aufzugeben.»
Das Projekt kam in den umliegenden Dörfern nicht gut an. Die Menschen befürchteten Mehrverkehr durch Lastwagen, die zur Deponie fahren. Auf der Kantonsstrasse Murist–La Vounaise wurde mit einem Lastwagen pro zehn Minuten gerechnet.