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Gilles Roulin glänzt in der Kombination von Wengen mit der zweitbesten Zeit in der Abfahrt hinter Matthias Mayer. Im Kampf um den Sieg ist nach dem halben Pensum noch alles offen.
(sda) Auf der verkürzten Lauberhorn-Abfahrt hielten zahlreiche Technik-Spezialisten in der Kombination den Rückstand in Grenzen. Die Vorteile dürften vor dem um 14 Uhr beginnenden Slalom deshalb bei ihnen liegen. Sandro Simonet büsste als Vierzehnter lediglich 1,45 Sekunden auf den führenden Matthias Mayer und weniger als eine Sekunde auf Gilles Roulin ein. Auch Loïc Meillard kann sich mit gut 1,79 Sekunden Rückstand Chancen auf einen Podestplatz ausrechnen. Justin Murisier reihte sich seinerseits im Bereich von Meillard ein.
Noch besser als Simonet und Meillard stehen der Italiener Riccardo Tonetti und der Franzose Victor Muffat-Jeandet da. Tonetti, zuletzt Vierter in der Kombination von Bormio, überraschte mit der siebtbesten Abfahrtszeit. Muffat-Jeandet, der die Kombination von Wengen 2018 gewonnen hat, greift seinen vierten Podestplatz in Wengen vom 12. Platz aus an. Auch für Alexis Pinturault (1,15 Sekunden zurück) ist noch alles möglich, ebenso wie für Aleksander Kilde (9.), den Zweiten von Bormio hinter Pinturault.
Den Speedfahrern Niels Hintermann (5.) und Stefan Rogentin (11.) kommt zumindest entgegen, dass die Startreihenfolge seit dieser Saison im Slalom nicht mehr umgekehrt wird. So ist auch Matthias Mayer als klar Schnellster in der Abfahrt mit der Startnummer 1 im Slalom nicht gänzlich chancenlos.
Nicht mehr in die Entscheidung eingreifen kann Mauro Caviezel. Der Bündner, der schon in den Abfahrtstrainings zu den Schnellsten gehörte, verpasste nach besten Abschnittszeiten und einem Schreckmoment beim Hundschopf, bei dem er im Flug das Netz touchierte, ein Tor. Weniger glimpflich kam Adrian Sejersted davon. Der Norweger musste nach einem Sturz in die Fangnetze mit dem Helikopter abtransportiert werden.