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Kurz nach der von China gemeldeten Aufforderung der USA zur Schliessung des chinesischen Konsulats in Houston wurde der Chefdiplomat von US-Präsident Donald Trump am Mittwoch von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf ihrem Sommersitz Marienborg bei Kopenhagen empfangen. Die beiden spazierten zunächst durch den Garten des Anwesens, ehe sie sich zum Gespräch zurückzogen. Öffentlich äusserten sie sich dabei nicht.
Auf Twitter schrieb Pompeo kurz vorher, er wolle mit Frederiksen und dem dänischen Aussenminister Jeppe Kofod über das starke Bündnis ihrer Länder, die Zusammenarbeit in der Arktis, die Energiesicherheit und gemeinsame Werte sprechen. Er war zuvor zu Gesprächen in Grossbritannien gewesen. Bei seiner Reise werde die «Bedrohung» durch China weit oben auf der Agenda stehen, hatte Pompeo in der vergangenen Woche angekündigt.
Nach seinem Treffen mit Frederiksen wollte Pompeo mit Kofod und den Aussenbeauftragten Grönlands und der Färöer-Inseln zusammenkommen. Am frühen Nachmittag war eine Pressekonferenz geplant.
Dänemark gilt als enger Verbündeter der USA. Washington hat zuletzt verstärkt Grönland und die Färöer-Inseln ins Auge genommen, die jeweils zum dänischen Königreich gehören. Trump hatte der dänischen Regierung im vergangenen Sommer gar angeboten, Grönland kaufen zu wollen - ein Angebot, das die Dänen umgehend abgewiesen hatten.
Bei Pompeos Besuch dürfte es auch um die umstrittene und durch dänische Gewässer führende Ostseepipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland gehen, die die USA verhindern wollen. Sie begründen das mit einer zu hohen Abhängigkeit Europas von russischem Gas.