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Die Grade
Die drei Grade der Freimaurerei heissen Lehrling, Geselle und Meister.
Das zentrale Anliegen des ersten oder Lehrlingsgrades ist die Selbstbeherrschung und die Selbsterkenntnis, die Kenntnis seiner Limiten und Stärken. In der Freimaurerei wird der Lehrling oft mit einem "rauhen Stein" verglichen, den es zu einem "behauenen" zu formen gilt. Der Ausdruck "rauher Stein" widerspiegelt im übertragenen Sinn die Tatsache, dass das Wissen eines Lehrlings noch erweitert werden kann.
Im zweiten Grad soll der Geselle seine Umwelt möglichst objektiv betrachten und versuchen, seine Mitmenschen zu verstehen.
Der dritte Grad, im Bewusstsein der Vergänglichkeit des Lebens, betont die Notwendigkeit für den Meister, über den Dingen zu stehen und sich nie von ihnen beherrschen lassen.
Er wird danach streben, möglichst vernünftig und gerecht zu handeln.
Gesamthaft gesehen stellen die drei Grade Erkenntnisstufen einer uns eigenen Lebens-Philosophie dar.
Für die Aufnahme in den Lehrlingsgrad, für die Beförderung in den Gesellengrad und die Erhebung zum Meister ist jeweils ein Kostenbeitrag zu entrichten.
Für diese Grade besteht die Logenarbeit darin, sich gemäss unserer Philosophie der Selbsterkenntnis zu unterziehen.
Entwicklungsstufen
Die symbolischen, der Tradition der Bauhütten und des Handwerks entlehnten Grade, repräsentieren dabei die inneren Entwicklungsstufen, die ein Freimaurer im Laufe seines maurerischen Lebens durchläuft.
Ausdrücke wie "schau in dich, schau um dich und schau über dich" stehen auch für:
Selbsterkenntnis
Lerne dich selbst zu kennen.
Menschenkenntnis
Lerne deine Mitmenschen zu kennen.
(Selbst-)Disziplin
Lerne deine Lebensplanung zu ermöglichen.