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Kastanienminier-Motte: Wie Sie Ihren Kastanienbäumen helfen können
Sie bieten einen traurigen Anblick: Von der Kastanienminiermotte befallene Kastanienbäume bekommen bereits im Sommer braunes, welkes Laub und sind oft schon Ende September kahl. Zur Bekämpfung des Schädlings sollte das herabgefallene Kastanienlaub sorgfältig zusammengerecht und entsorgt werden.
Die Kastanienminiermotte - seit mehreren Jahren ist die Präsenz des unscheinbaren Schmetterlings leider auch in der Schweiz unübersehbar. Die meisten Kastanienbäume zeigen deutliche Anzeichen des Befalls durch den wohl ursprünglich in Mazedonien heimischen Schädling. Mit ihrem braunen Laub bieten die Bäume keinen schönen Anblick, die Langzeitfolgen für ihr Überleben sind noch nicht klar.
Die Motte überwintert im Laub
Die Kastanienminiermotte legt ihre Eier auf die grünen Blätter der Kastanien. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven bohren sich in die Blätter und legen zwischen Blattunter- und Oberseite ihre Gangsysteme an, wodurch sie das Blattgewebe irreparabel schädigen. Nach einiger Zeit verpuppen sich die Larven, aus den Puppen schlüpfen etwas später die erwachsenen Falter. Jährlich können so drei Generationen von Motten schlüpfen - im Frühjahr, Sommer und Frühherbst. Die im Herbst entstandenen Puppen überwintern im Falllaub. Aus ihnen wird die erste Faltergeneration des nächsten Frühjahrs.
Kastanienminiermotten sind keine guten Flieger, auch wenn sie unter Umständen vom Wind mitgenommen werden können. Daher kann der lokale Befall recht gut durch Bekämpfung der Puppen im Laub kontrolliert werden: Herabgefallenes Kastanienlaub sollte das ganze Jahr über - vor allem aber natürlich im Herbst - möglichst vollständig aufgesammelt und entsorgt werden.
Auf keinen Fall auf den Komposthaufen!
Die robusten Puppen können nur durch hohe Temperaturen zerstört werden. Einfaches Verrotten des Laubes auf dem Boden oder auch auf dem Komposthaufen greift die Parasiten nicht an. Wenn Sie Ihren Bäumen helfen wollen, sollten Sie das aufgesammelte Kastanienlaub entweder in eine grosse Kompostieranlage bringen (hier werden höhere Temperaturen erreicht als im Komposthaufen), der Kehrichtverbrennung zuführen oder selbst verbrennen. Aber Achtung: Ein Anruf bei der Gemeindeverwaltung muss zunächst klären, ob das Verbrennen von Gartenabfällen bei Ihnen gestattet ist. Erwähnen Sie die Kastanienminiermotte - manche Gemeinden erteilen dafür Sondergenehmigungen.