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Ein Klavier benötigt für seine 88 Töne rund 230 Saiten. Die Zugkraft pro Saite beträgt im Durchschnitt 800N (ca. 80kg), somit entfällt auf das gesamte Instrument eine Zugkraft von rund 180kN (ca. 18t).
Diese Saitenzugkräfte werden von der gusseisernen Platte aufgenommen. Die einzelne Saite ist zwischen einem Stift am unteren Ende, dem Holzsteg in der Mitte, welchen sie mit ihrer Spannkraft auf den Resonanzboden drücken und einem Stimmwirbel aus Stahl am oberen Ende aufgezogen. Die Stimmwirbel haben ihren festen Sitz in dem sogenannten Stimmstock aus Schichtholz. Durch gezieltes Bewegen der Stimmwirbel wird die Tonhöhe verändert.
Saiten bestehen aus gezogenem Federstahl, welche im Bassbereich mit Kupfer umsponnen sind.
Das Beziehen eines Klaviers, also das Aufziehen sämtlicher Saiten geschieht in Handarbeit und setzt bereits in den Anfängen den Grundstock für eine optimale Stimmbarkeit des Instrumentes.