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Wie die Umweltschutzorganisation erläuterte, ist eine gute Wasserwirtschaft auf dem gesamten Kontinent von entscheidender Bedeutung, spätestens seitdem Dürren auch den Norden Europas erreicht hätten.
Eine schlechte Bewirtschaftung von Flüssen, Seen, Feuchtgebieten und Grundwasser zehre nämlich die Wasserressourcen aus. Dazu trage unter anderem eine Übernutzung durch Bewässerung bei. Allein auf die Landwirtschaft entfallen laut WWF rund 40 % der jährlich genutzten Wassermenge. So seien 7 % der Oberflächengewässer und 17 % der Grundwasserspeicher durch Übernutzung beeinträchtigt. Bedenklich sei auch die diffuse Verschmutzung der Gewässer durch den Agrarsektor.
Dadurch entstünden „ungesunde“ Frischwasser-Ökosysteme, die am härtesten von Trockenheit, Hitze und Überschwemmungen getroffen würden. Zurzeit seien nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) vom Juli 2018 nur rund 40 % der EU-Oberflächengewässer in einem guten Zustand. Unter anderem die mediterranen Länder müssen dem WWF zufolge in den kommenden Jahren mit einer steigenden Belastung durch Dürren rechnen.
Trotzdem dehnten beispielsweise einige Regionen Spaniens den Anbau von bewässerten Kulturen aus, obwohl dort bereits in der Vergangenheit häufig ausgedehnte Trockenperioden vorgekommen seien. Unterdessen würden die Trockenheitsphasen in der EU insgesamt länger, häufiger und intensiver. Um den negativen Auswirkungen zu begegnen, empfiehlt der WWF unter anderem, für die Jahre 2021 bis 2027 effektivere Bewirtschaftungspläne für Flusseinzugsgebiete zu entwickeln. Darüber hinaus sollten derzeit noch geltende Ausnahmen mit Blick auf die Einhaltung der Wasserrahmenrichtlinie deutlich eingeschränkt werden.
Darüber hinaus gelte es, das Verschlechterungsverbot streng einzuhalten. Außerdem müsse die vollständige Umsetzung des Verursacherprinzips bei Wasserverschmutzungen sicherstellen, dass alle Nutzer einschließlich der Landwirtschaft die vollständigen Kosten der Wasserversorgung trügen.