Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03511.jsonl.gz/292

In Malawi ist eine qualitativ gute Schuldbildung ein Luxus. Mehr als die Hälfte der Lernenden kann nicht richtig Lesen und nur ein kleiner Teil der Kinder auf Sekundarstufe schliesst diese auch ab. Ein Hauptgrund dafür liegt in der mangelnden Ausbildung des Lehrpersonals. Mit Unterstützung von UNICEF wird eine kontinuierliche Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer in Malawi möglich.
Die Situation
Obwohl der südostafrikanische Binnenstaat in den letzten zehn Jahren gute Fortschritte im Bildungsbereich verzeichnen kann, schliessen nach wie vor weniger als 60 % der Kinder auf Sekundarstufe die Schule ab. Und weniger als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler verfügt nach dem Schulabschluss über grundlegende Lesekompetenzen. Ein Hauptgrund dieser Bildungskrise liegt in der mangelnden Kompetenz des Lehrpersonals, wovon bloss 47 % über Mindestkenntnisse im Lesen und Schreiben verfügen. Das Problem ist vielschichtig: Neben der wenig entwickelten landesweiten Verwaltung des Lehrpersonals und institutionellen Kapazitätsengpässen, verschärfen Faktoren wie die weit verbreitete Armut und soziokulturellen Normen die Situation. Als Folge sind Investitionen in die Weiterbildung von Lehrkräften selten.
Bessere Schulbildung in Malawi
So hilft UNICEF
Um die Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler in Malawi zu verbessern, setzt UNICEF deshalb den Fokus auf die Ausbildung des Lehrpersonals.
UNICEF unterstützt Lehrerinnen und Lehrer in 96 Primar- und 25 Sekundarschulen im Südosten des Landes bei ihrer Aus- und Weiterbildung. So wird etwa eine E-Learning Plattform entwickelt, um die kontinuierliche berufliche Weiterbildung zu fördern. Zudem wird auch die Fortbildung im klassischen Sinne, das heisst vor Ort, ausgebaut. Bei allen Programmaktivitäten wird darauf geachtet, das Engagement der ganzen Gemeinde und verschiedener Interessengruppen zu stärken.