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Die steigende Anzahl Gornergrat-Reisender hatte zur Folge, dass Infrastruktur für die Verpflegung der Gäste gebaut werden musste. An welchem Standort sie stehen sollte, wurde zwischen 1880 und 1910 allerdings kontrovers diskutiert.
Burgerrat sorgt für Ordnung
Noch vor dem Bau der Gornergrat Bahn hatte die Beliebtheit des Gornergrat-Gebietes zur Folge, dass immer mehr Anbieter versuchten, sich mit Gastroangeboten und Geschenkartikeln einen Verdienst aufzubauen. 1876 entschied der Burgerrat von Zermatt, das Nutzrecht ausschliesslich an «treue» Burger zu veräussern und beschränkte damit, wer seine Produkte auf dem Gornergrat feil bieten durfte.
1886 baute der Burger Stephan Biner auf dem Gornergrat eine kleine «Cabane», wo Touristinnen und Touristen kleine Erfrischungen und Erinnerungsstücke erwerben konnten.
Das Gifthittji
Stephan Biner gab der kleinen Hütte den Namen «Gifthittji», benannt nach dem englischen Wort für Geschenk. Denn 1880 stammten rund fast 75 Prozent der Gäste aus Grossbritannien, Amerika und Kanada. Mit «Gift» pries er kleine Souvenirs und Geschenke an, welche die Kundschaft dort kaufen konnte. Zudem positionierte er das Gifthittji am Endpunkt der Route der Maultiertreiber und Sänftenträger, um für genügend Kundschaft zu sorgen.
Mässiger Erfolg und Kritik
Doch dies alles half nichts. Biner baute die einfache Bretterbude auf dem schönsten Punkt des Gornergrats – der heutigen Aussichtsplattform. Dies führte zu heftiger Kritik. Auch konnte er die Konsumationsansprüche der Gäste nicht zufrieden stellen. Die Hütte fiel schliesslich der oft geäusserten Kritik zum Opfer.
Erste Herberge auf dem Gornergrat
1890er Jahren liess die Burgergemeinde die einfache Bude abreissen. 1895 – drei Jahre vor Eröffnung der Gornergrat Bahn – bauten Joseph Biner und Joseph Perren im Auftrag der Burgergemeinde an deren Stelle eine kleine Herberge, das Hotel Belvédère. Erneut kritisierten die Besucher den Standort auf dem höchsten Punkt des Gornergrats. Denn auch das Hotel stand am schönsten Aussichtspunkt mit besten Rundblick auf die Gletscherwelt und die Viertausender.
Tieferlegung des Hotels
Nach dem Entscheid der Gornergrat Bahn, die Bahn bis zum heutigen Bahnhof zu verlängern, beschloss der Burgerrat den Neubau eines neuen Hotels mit einer weniger kontroversen Lage. 1907 erfolgte die Eröffnung.