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Eine Prüfung der FINMA zeigt, dass Käufer von strukturierten Produkten nicht genügend geschützt sind. Die meisten Prospekte und Verkaufsunterlagen von strukturierten Produkten sind zu wenig verständlich, zu umfangreich und nicht einheitlich gegliedert. Aus Sicht der FINMA müssen die gesetzlichen Grundlagen deshalb verbessert werden.
Die FINMA hat in einer repräsentativen Stichprobenkontrolle vereinfachte Prospekte und Verkaufsunterlagen von strukturierten Finanzprodukten einer Prüfung unterzogen. Anlass dazu war unter anderem die Untersuchung der FINMA zum Konkurs der Lehman Brothers Holdings Inc. im Herbst 2008.
Das Gesetz schreibt für strukturierte Produkte vereinfachte Prospekte vor, die für Durchschnittsanleger leicht verständlich sind, nach einem genormten Schema unter anderem die Gewinn- und Verlustaussichten beschreiben und explizit darauf hinweisen, dass strukturierte Produkte nicht von der FINMA bewilligt werden und keine kollektiven Kapitalanlagen sind.
Die Kontrolle der FINMA ergab, dass die grosse Mehrheit der Prospekte inhaltlich zwar vollständig ist, aber zentrale Anforderungen des Gesetzgebers nicht ausreichend erfüllt. Die meisten der untersuchten Prospekte sind zu wenig verständlich, zu umfangreich und zu technisch. Sie beinhalten zu wenig erklärende Szenarien und Grafiken und sind zudem uneinheitlich gegliedert, was die Vergleichbarkeit der Produkte erschwert. Zudem sind sie oft nur in englischer Sprache verfasst.
Die FINMA stellt zwar keine strafbaren Prospektpflichtverletzungen fest, doch werden die Anleger unter den geltenden gesetzlichen Vorgaben nur ungenügend geschützt. Auch die bestehenden Selbstregulierungen von Branchenverbänden genügen nicht. Die FINMA verlangt deshalb eine Verbesserung der regulatorischen Grundlagen. Wie sie bereits im Rahmen der laufenden Teilrevision des Kollektivanlagengesetzes vorgeschlagen hat, sollen Anbieter von strukturierten Produkten klaren Verhaltensregeln unterstehen. Zudem sind sie zu voller Transparenz über ihre Produkte zu verpflichten.
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