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Die Eidg. Finanzmarktaufsicht führt eine Untersuchung wegen möglicher Meldepflichtverletzungen im Zusammenhang mit einem namhaften Beteiligungsaufbau an sia Abrasives. In diesem Zusammenhang eröffnet sie ein Verfahren gegen den Investor Giorgio Behr und andere. In einem zweiten Verfahren klärt die FINMA die Rolle der Bank am Bellevue ab, die den Beteiligungsaufbau an sia Abrasives möglicherweise unterstützt hatte.
Wegen Verdachts auf mögliche Meldepflichtverletzungen eröffnete die FINMA am 9. November 2009 ein Verwaltungsverfahren gegen Giorgio Behr und andere im Zusammenhang mit dem Beteiligungsaufbau an der sia Abrasives Holding AG. Hintergrund dieses Verfahrens ist eine Offenlegungsmeldung vom 1. April 2008, wonach eine Investorengruppe um Giorgio Behr 163'500 Namenaktien der sia Abrasives, entsprechend 21,8% der Stimmrechte, hielt. Den Angaben dieser Aktionärsgruppe zufolge überschritt sie die 3% bzw. 5% Stimmrechtsschwellenwerte am 26. März 2008, den 10% Stimmrechtsschwellenwert am 27. März 2008 sowie die 15% bzw. 20% Stimmrechtsschwellenwerte am 1. April 2008.
Im Rahmen ihrer seit Januar 2009 laufenden Untersuchung hatte die FINMA bereits im Juni 2009 ein Verwaltungsverfahren gegen die Bank am Bellevue eröffnet und bei der Bank einen Untersuchungsbeauftragten eingesetzt. Hintergrund dieser Massnahme war die Vermutung, dass die Bank am Bellevue Giorgio Behr und andere im Zusammenhang mit dem Beteiligungsaufbau an sia Abrasives unterstützt hatte.
Die FINMA wird über den Verfahrensausgang informieren. Während der laufenden Verfahren werden keine Auskünfte über die einzelnen Verfahrensschritte erteilt.
Kontakt
Tobias Lux, Mediensprecher, Tel. +41 (0)31 327 91 71, <email-pii>