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Zweck
Die Invalidenversicherung (IV) ist eine gesamtschweizerische obligatorische Versicherung. Sie kommt mit ihren Leistungen für die Folgen von Invalidität auf. Allerdings erfüllt nicht jedes Gebrechen den gesetzlichen Invaliditätsbegriff.
Die IV bildet mit der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und den Ergänzungsleistungen (EL) die erste Säule.
Einerseits ermöglicht sie invaliden Versicherten sich dank Eingliederungsmassnahmen ganz oder teilweise die Existenzgrundlage selbständig zu sichern. Andererseits, wenn eine (Wieder-) Eingliederung nicht oder nur teilweise möglich ist, richtet sie eine
(Teil-)Rente aus. Eine Invalidenrente wird nur zugesprochen, nachdem sämtliche Möglichkeiten einer Eingliederung geprüft wurden und eine solche nicht möglich ist.
Invalidität ist definiert als ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (bzw. Unfähigkeit sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen), die durch einen körperlichen, psychischen oder geistigen Gesundheitsschaden verursacht worden ist. Dieser kann Folge eines Geburtsgebrechens, einer Krankheit oder eines Unfalls sein.
Massgebend ist die Erwerbseinbusse, welche auf den Gesundheitsschaden zurückzuführen ist. Eine Ausnahme von dieser Regel besteht für nichterwerbstätige Personen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, so namentlich für im Haushalt tätige Versicherte. Sie gelten als invalid, wenn sie durch den Gesundheitsschaden gehindert werden, sich weiterhin in ihrem angestammten Aufgabenbereich zu betätigen.
Geschichtliche Daten
Die ersten Bestrebungen für eine IV gehen auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Nachdem 1948 die AHV eingeführt wurde, setzt der Bundesrat 1955 eine Expertenkommission für die Vorbereitung der IV ein. Die IV tritt am 1. Januar 1960 in Kraft.
Gegen die 5. IV-Revision wurde erstmals ein Referendum ergriffen, da gewisse Interessengruppen grundsätzliche Verschlechterungen beim Zugang zu Leistungen befürchteten. In der Abstimmung vom 17. Juni 2007 wurden hingegen mit 59% Ja-Stimmen die Gesetzesänderungen angenommen. Sie führten neben strengeren Bedingungen für den Rentenbezug gezielte Massnahmen zur frühzeitigen Wiedereingliederung in den Erwerbsprozess und Integrationsmassnahmen ein.
Die IV hat jahrzehntelang immer mehr Renten ausbezahlt, war unterfinanziert und verzeichnete ein jährliches Defizit in Milliardenhöhe. Im Jahr 2007 waren ihre Schulden beim AHV-Fonds mehr als CHF 9 Milliarden und täglich wuchs dieser Betrag um CHF 4 bis 5 Millionen. Die 5. IV-Revision brachte erstmals eine nachhaltig wirksame strukturelle Sanierung der IV, welche mit der im Rahmen der 6. IV Revision eingeführten und bis im Jahre 2018 befristeten Erhöhung der Mehrwertsteuer zu einem ausgeglichenen Ergebnis und zur Rückzahlung der Schulden führen soll.
Statistische Angaben
Bezüger/innen von Renten der Invalidenversicherung in der Schweiz
|Bestand im Dezember||Geburtsgebrechen||Krankheiten||davon psychische Erkrankungen||Unfall||Total|
|2000||26'577||151'109||63'427||21'282||198'968|
|2001||26'983||162'824||69'999||22'294||212'101|
|2002||27'290||173'846||76'818||23'061||224'197|
|2003||27'522||184'532||83'673||23'655||235'709|
|2004||27'652||192'128||89'193||23'877||243'657|
|2005||28'015||199'644||94'276||24'169||251'828|
|2006||28'027||197'924||95'618||23'706||249'657|
|2007||28'237||196'693||97'235||23'332||248'262|
|2008||28'446||195'618||99'008||22'824||246'888|
|2009||28'536||193'372||99'924||22'209||244'117|
|2010||28'629||190'845||100'736||21'431||240'905|
|2011||28'713||188'947||101'766||20'673||238'333|
Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen
Organisation
Jeder Kanton hat eine IV-Stelle, die entweder autonom, einer Ausgleichskasse angegliedert oder einem Sozialversicherungsinstitut angeschlossen, aber immer von der Kantonsverwaltung unabhängig ist. Die kantonalen IV-Stellen unterstehen der Aufsicht des Bundes, die vom Bundesamt für Sozialversicherungen ausgeübt wird.
Schnittstellen
Die IV ist eng mit der AHV verbunden. Die Beiträge an die IV werden zusammen mit denjenigen der AHV erhoben, die Leistungen werden ebenfalls durch die Ausgleichskasse bezahlt. Wer bei der IV obligatorisch beitragspflichtig ist, wann die Beitragspflicht beginnt bzw. wann sie endet, ist bei der IV analog zur AHV geregelt.
Im Bereich der beruflichen Vorsorge (BVG) hat ein Rentenentscheid der IV grundsätzlich bindende Wirkung. D.h. die Pensionskassen stützen sich bei der Ausrichtung ihrer BVG-Invalidenrente auf die Abklärungen und den Entscheid der IV.
Wer ist bei der IV versichert?
Wer in der Schweiz wohnt und/oder in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit – sei es als Arbeitnehmer oder Selbständigerwerbender – ausübt, ist automatisch bei der IV versichert und entrichtet grundsätzlich ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres Beiträge.
Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), die nicht in einem Mitgliedstaat der EU oder der EFTA leben, können sich unter gewissen Voraussetzungen freiwillig bei der IV versichern.
Beiträge und Finanzierung
Die IV wird hauptsächlich aus Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern nach dem Umlageverfahren finanziert (wie die AHV). Zudem werden Beiträge der öffentlichen Hand und die befristete zusätzliche Mehrwertsteuer für die Finanzierung der IV verwendet. Die IV-Beiträge belaufen sich auf 1,4% des Bruttolohnes. Sie werden hälftig von den Arbeitgebenden und den Arbeitnehmenden bezahlt und zusammen mit den AHV- und den EO-Beiträgen abgerechnet.
Seit dem Jahr 2011 hat die IV eine eigene Rechnung. Vorher wurde sie über die AHV und deren Fonds geführt.
Jahresrechnung in Millionen CHF
|2007²||2008²||2009||2010||2011||Veränderung 2010/2011|
|Einnahmen Total||11'786||8'162||8'205||8'176||9'454||15.6%|
|Beiträge Versicherte und Arbeitgeber||4'243||4'438||4'578||4'605||4'745||3.0%|
|Beiträge öffentliche Hand||7'423||3'591||3'518||3'476||4'607||32.5%|
|- davon Bund||5'445||3'591||3'518||3'476||3'565||2.6%|
|Regress||120||133||109||95||103||7.7%|
|Ausgaben Total||13'867||9'524||9'331||9'220||9'457||2.6%|
|Sozialleistungen¹||13'098||8'642||8'560||8'450||8'529||0.9%|
|Verwaltungs- und Durchführungskosten||456||538||574||609||629||3.3%|
|Kapitalzinsen||313||345||196||162||299||84.7%|
|Rechnungssaldo||-2'081||-1'362||-1'126||-1'045||-3||-99.7%|
|Veränderung des Kapitals||-2'081||-1'362||-1'126||-1'045||-3||-99.7%|
|Schulden der IV bei der AHV||-11'411||-12'773||-13'899||-14'944||-14'944||0.0%|
|IV-Kapital³||-||-||-||-||4'997||-|
¹ Geldleistungen, Kosten für individuelle Massnahmen und Beiträge an Institutionen und Organisationen
² Infolge Neuer Finanzausgleich sind die Werte 2007/2008 nicht mit denjenigen der Vorjahre vergleichbar
³ Ab 2011 eigenständiger IV-Fonds mit CHF 5 Mrd. Startkapital
Leistungen
Als Invalidität im Sinne der IV gilt die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit.
Für das Bestehen einer Invalidität müssen also drei Voraussetzungen kumulativ vorliegen:
- ein Gesundheitsschaden
- eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (mindestens 1 Jahr) bzw. die Unfähigkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen
- ein Kausalzusammenhang zwischen Gesundheitsschaden und Erwerbsunfähigkeit
Nach dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente», sieht die IV zwei Gruppen von Leistungen vor:
1. Eingliederungsmassnahmen
mit dem Ziel, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (z.B. Haushalt) herzustellen, zu verbessern oder zu erhalten. Die nachstehenden Eingliederungsmassnahmen sind Sachleistungen.
Es werden folgende Massnahmen unterschieden:
- medizinische Massnahmen
- berufliche Massnahmen (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung)
- Massnahmen für besondere Schulung (eigentliche Schulausbildung, Unterricht in den Elementarfächern)
- Früherfassung, Frühintervention und Integrationsmassnahmen
- Abgabe von Hilfsmittel
- Ausrichtung von Taggeldern
2. Geldleistungen
in Form von Renten und Hilflosenentschädigungen, wenn die Eingliederung nicht oder nur zu einem ungenügenden Teil erreicht werden kann.
Invalidenrenten bemessen sich nach dem Grad der Invalidität:
- Ganze Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 70%
- Dreiviertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 60%
- Halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 50%
- Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 40%
Die jährliche Mindestrente bei einer Vollinvalidität beträgt CHF 14'040, die jährliche Höchstrente CHF 28'080 (Stand 2013). Sie wird längstens bis zum AHV-Alter ausgerichtet.
Sind beide Ehegatten invalid, wird die Rente bei maximal 150% der Höchstrente, d.h. bei CHF 42'120 plafoniert.
Hat ein IV-Rentenbezüger Kinder, wird eine Invalidenkinderrente von 40% der massgebenden IV-Rente pro Kind ausgerichtet.
Basis für die individuelle Berechnung der Invalidenrente ist die Beitragszeit, das massgebliche durchschnittliche Einkommen während der gesamten Versicherungszeit plus eventuelle Erziehungs- und Betreuungsgutschriften. In der Regel werden die Renten alle zwei Jahre der Lohn- und Preisentwicklung angepasst.
In der Schweiz wohnhafte Invalidenrentner/innen, die seit mindestens einem Jahr ununterbrochen in leichtem, mittlerem oder schwerem Grade hilflos sind, haben zusätzlich zu ihrer Rente Anspruch auf eine monatliche Hilflosenentschädigung. Sie beträgt zwischen 20 und 80% des Höchstbetrages der Altersrente.
Leben Invalidenrentner/innen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen, können sie Ergänzungsleistungen geltend machen. Diese werden nach den individuellen Verhältnissen bemessen und sind keine Fürsorgeleistungen.
Aktuell
Auf den 1. Januar 2013 werden die IV-Renten um rund 0,9% erhöht und damit der Teuerung angepasst.
Die Umsetzung der 6b. IV-Revision (3. Paket), mit welcher die Wiedereingliederung weiter gefördert werden soll und die auf eine ausgeglichene Rechnung zielt, ist in der politischen Beratung.
Revisionen
Seit ihrer Einführung im Jahr 1960 wurde die IV fünf Mal revidiert. Die 6. Revision läuft. Sie ist der dritte und letzte Schritt des Sanierungsplans für die IV.
Die IV-Revision 6a richtet sich nach dem übergeordneten Ziel der Eingliederung von Menschen mit einer Behinderung aus, wie dies zuvor bereits die 4. und die 5. IV-Revision getan haben. Sie legt ein Schwergewicht darauf, die insbesondere mit der 5. IV-Revision aufgenommenen Anstrengungen zu erweitern und zu verstärken, damit Menschen, die bereits eine IV-Rente beziehen, so weit als möglich wieder eingegliedert werden können. Sie leistet einen massgeblichen Beitrag zur finanziellen Konsolidierung der IV. Die Mehreinnahmen und die Minderausgaben der IV gemäss den neusten finanziellen Projektionen erlauben es zusammen mit den Massnahmen der IV-Revision 6a, das von 2019 bis 2025 erwartete Defizit um rund CHF 750 Mio. jährlich zu reduzieren. Die IV-Revision 6a sieht folgende Massnahmen vor:
Die eingliederungsorientierte Rentenrevision hat die Wiedereingliederung von IV-Rentner/innen zum Ziel, bei welchen dies erfolgversprechend erscheint.
Mit dem neuen Finanzierungsmechanismus wird der Bundesbeitrag an die IV nicht mehr in Prozenten der IV-Ausgaben festgelegt, sondern in Abhängigkeit vom Gang der Wirtschaft.
Mit der Verankerung einer gesetzlichen Basis für die Beschaffung von Hilfsmitteln kann die IV nicht nur die bestehenden Instrumente (Tarifverträge, von der Behörde festgesetzte Höchstbeträge, Pauschalen) wirkungsvoller einsetzen, sondern neu auch Vergabeverfahren (z.B. Ausschreibungen) durchführen. Das bringt mehr Wettbewerb bei Hilfsmitteln und führt zu tieferen Kosten.
Mit dem Assistenzbeitrag wird eine neue Leistung für Menschen mit einer Behinderung eingeführt. Er ergänzt bestehende Leistungen, wie die Hilflosenentschädigung, Dienstleistungen Dritter, die Krankenpflegeversicherung und die Hilfe von Angehörigen und schafft eine Alternative zur institutionellen Hilfe.
Die vom Bundesrat verabschiedete Revision 6b ist in parlamentarischer Beratung und vollendet die Sanierung der IV. Sie hat nicht nur eine nachhaltig ausgeglichene Rechnung zum Ziel, sondern ermöglicht es auch, bis 2025 die Schulden der IV beim AHV-Fonds vollständig zurück zu zahlen. Auch dieses zweite Massnahmenpaket der 6. IV-Revision baut auf dem mit der 5. IV-Revision neu verankerten Prinzip «Eingliederung vor Rente» auf. Die Massnahmen verstärken das Instrumentarium der IV zur Eingliederung und Prävention von Invalidität und nehmen Systemanpassungen vor, um bestehende Fehlanreize zu eliminieren.
Wesentliche Teile des Massnahmenpakets sind:
- Schaffung von Arbeitsanreizen durch ein stufenloses Rentensystem in der IV und der beruflichen Vorsorge anstelle von vier fixen Rentenstufen
- Erweiterung und flexiblere Ausgestaltung der mit der 5. IV-Revision eingeführten neuen Eingliederungsmassnahmen, Verstärkung der Prävention durch intensivierte Beratung von Versicherten und Arbeitgebenden, ausgerichtet insbesondere auf psychisch Behinderte
- Reduktion der Zusatzrente pro Kind auf 30% anstelle von 40%
- Begrenzung der Übernahme von Reisekosten auf behinderungsbedingte und aufgrund einer Eingliederungsmassnahme effektiv notwendige Kosten
- Modalitäten zum vollständigen Abbau der IV-Schulden bei der AHV
- Interventionsmechanismus zur Sicherstellung einer nachhaltig ausgeglichenen Rechnung der IV
Quelle: Faktenblatt BSV zur 6. IV-Revision
FAQ
Wo bekomme ich allgemeine Informationen zur IV?
Auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen unter der Rubrik IV: www.bsv.admin.ch
Ebenfalls finden Sie viele Antworten, Merkblätter und Tipps unter www.ahv-iv.info.
Wo bekomme ich Informationen für mein spezifisches Anliegen?
Die kantonalen IV-Stellen in Ihrem Wohnkanton stehen gerne bei Fragen zur Verfügung.
Bei welcher Art von Gesundheitsschaden kann IV bezogen werden?
Es spielt keine Rolle, ob der Gesundheitsschaden körperlicher, psychischer oder geistiger Natur ist, ob er schon bei der Geburt bestanden hat oder Folge einer Krankheit oder eines Unfalls ist. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt aber nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.
Was muss man bei einem Invaliditätsfall tun?
Bei einem Invaliditätsfall muss der Versicherte selbst den Anspruch bei der IV-Stelle seines Wohnkantons anmelden. Das Anmeldeformular ist bei den kantonalen IV-Stellen und den Ausgleichskassen erhältlich. Der Arbeitgeber kann aber einen arbeitsunfähigen Arbeitnehmenden zur Früherfassung bei der IV-Stelle melden, um eine schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz zu fördern und zu verhindern, dass die Probleme chronisch werden.
Was für Leistungen gewährt die IV?
Die IV gewährt in erster Linie Eingliederungsmassnahmen. Die Versicherten müssen alle Massnahmen aktiv unterstützen, die ihrem Gesundheitszustand angepasst sind und zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben getroffen werden. Erst wenn die Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederhergestellt, erhalten oder verbessert werden kann, wird der Anspruch auf eine Rente geprüft.
Mit welchen Leistungen unterstützt die IV?
- Massnahmen der Frühintervention
- Eingliederungsmassnahmen
- Invalidenrenten
- Hilflosenentschädigung
- Ergänzungsleistungen
Wie berechnet sich die IV-Rentenhöhe und ab wann wird die Rente ausbezahlt?
Die Rentenhöhe wird nach den gleichen Grundsätzen wie bei der AHV berechnet. Der Anspruch und die Höhe der Invalidenrente richten sich nach dem Grad der Invalidität. Die Rente beginnt frühestens zu dem Zeitpunkt zu laufen, in dem die versicherte Person während mindestens eines Jahres durchschnittlich zu mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist und weiterhin mindestens in diesem Ausmass erwerbsunfähig ist und frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der IV-Anmeldung. Die IV-Rente wird im Pensionierungsalter durch die AHV-Rente abgelöst.
An wen bezahlt die IV Taggelder?
Die IV bezahlt in der Regel Taggelder an jene Versicherten, die in der Eingliederung stehen oder während der Durchführung von Abklärungsmassnahmen. Taggelder sollen den Lebensunterhalt der Versicherten und ihrer Familien während der Eingliederung sicherstellen.
Kann trotz IV-Rentenbezug gearbeitet werden?
Grundsätzlich sollen versicherte Personen, nach Absprache mit dem behandelnden Arzt, soviel arbeiten, wie ihnen auch über längere Zeitdauer zumutbar ist.
Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen BSV