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Hier die deutsche Übersetzung:
"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
BlackRock, Vanguard und State Street, Fonds, von denen die meisten Menschen noch nie etwas gehört haben, kontrollieren ein Vermögen von mehr als 15 Billionen USD, das ist dreimal mehr als der Jahreshaushalt der USA für 2020 (4,79 Billionen USD) und mehr als das BIP der Volksrepublik China.
Diese Fonds halten Anteile an allen großen Pharma-, Medien-, Waffen- und Transportunternehmen sowie an Banken, was bedeutet, dass sie nicht nur alle großen Unternehmen der Welt besitzen, sondern auch die Weltwirtschaft.
Die Fähigkeit, die Entscheidungen von Staaten und Politikern in allen Bereichen zu verhandeln und zu kontrollieren, macht sie mächtiger als jeden Präsidenten oder Premierminister der Welt, ob in den USA, Frankreich, Deutschland, Japan, China oder Indien. Die Tatsache, dass wir mit einer enormen Inflation konfrontiert sind, die die einfachen Bürger am stärksten treffen wird, ist kein normales wirtschaftliches Phänomen, sondern das Ergebnis der unersättlichen Begierde und Gier der Eigentümer dieser Fonds, die die Preise von Washington über Paris bis Zagreb diktieren und die so genannten wirtschaftlichen Trends steuern.
Wenn wir die öffentlich zugänglichen Daten aller großen Unternehmen in der Welt lesen - die Informationsquelle ist das bekannte Unternehmen CNN - erhalten wir immer wieder dieselbe Eigentümerstruktur, bei der die größten Aktionäre Vanguard und BlackRock und andere kleinere Fonds sind, die Vanguard und BlackRock gehören. Mehr noch, sie haben wechselseitige Eigentumsanteile aneinander. All dies deutet darauf hin, dass nur ein Paar oder vielleicht sogar nur eine Person hinter der ganzen Geschichte steckt.
Soziale Netzwerke, Medien und Pharmaunternehmen stehen in einer wechselseitigen Verbindung, die von den Interessen des Megakapitals gesteuert wird, das unser Leben bestimmt, ohne dass wir etwas davon wissen. Wenn wir uns die Eigentumsverhältnisse der größten Unternehmen aus all diesen Lebensbereichen anschauen, kommen wir zu beunruhigenden Einsichten. Soziale Netzwerke: die Mehrheitseigentümer von Meta, dem Unternehmen, dem Facebook, Instagram und WhatsApp gehören, und Alphabet, dem Google, Android und Youtube gehören, sind natürlich Vanguard und BlackRock.
Wenn wir die Daten der größten Pharmaunternehmen der Welt lesen, die nicht in Stiftungen umgewandelt wurden, um die Eigentümer zu verstecken und Steuern zu vermeiden, kommen wir wieder auf Vanguard und BlackRock. Die größten Aktionäre von Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson sind natürlich Vanguard und BlackRock.
Außerdem halten diese beiden Fonds von den zehn größten Pharmaunternehmen im Jahr 2021 eine Mehrheitsbeteiligung an sechs von ihnen. Die Gesamteinnahmen dieser sechs Unternehmen belaufen sich allein im Jahr 2021 auf 243 Mrd. USD. Wenn wir die Liste auf die 20 größten Pharmaunternehmen ausweiten, geht es um mehrere tausend Milliarden Dollar.
Pfizer war schon vor Beginn der Pandemie in Schwierigkeiten, da einige seiner berühmtesten Patente ausliefen. Alle Unternehmen, die Impfstoffe für Covid-19 herstellten, sind mehrheitlich im Besitz von Vanguard und BlackRock.
Wenn es um das Thema der traditionellen Mainstream-Medien geht, stellt sich die Frage, wer die Nachrichten erstellt und zu welchem Zweck. In den letzten 30 Jahren sind die meisten der größten Medienunternehmen der Welt auch in den Besitz von Investmentfonds übergegangen. Ein zusätzliches Problem ist, dass wir, wenn wir uns die Struktur der Medien in der ganzen Welt ansehen, wie in jedem anderen Sektor auch, leider zu der Erkenntnis gelangen, dass sie sich auf einige wenige große multinationale Unternehmen beschränkt, die bis in kleine Länder hineinreichen. Daher ist die Objektivität ihrer Berichterstattung, gelinde gesagt, fragwürdig, wenn nicht gar inexistent.
Wenn wir über die traditionellen Medien und die sozialen Netzwerke sprechen, ist die Situation katastrophal. Alle Informationskanäle, die wir in der modernen Welt nutzen, haben ihren Ursprung ebenfalls an einem Ort. Google, Youtube, Facebook, New York Times, CNN, Fox News - egal, von welcher Seite man schaut und welcher Weltanschauung man angehört, die Eigentumsverhältnisse sind dieselben. Sogenannte Gegner, falsche Rivalen, werden von denselben Interessen geleitet. Von den zehn größten Medienunternehmen der Welt verfügt nur Sony nicht über diese Fonds in seiner Eigentümerstruktur. Bei den Top 20 ergibt sich das gleiche Bild.
Die Tatsache, dass wir nichts darüber wissen und dass wir nicht vor möglichen Interessenkonflikten bei der Information der Menschen gewarnt werden, hat bei vielen Menschen zu Misstrauen gegenüber den Medien geführt. Wie soll man den Informationsquellen von Milliardären trauen, die nie über die enorme Ungleichheit sprechen, die die modernen Gesellschaften prägt? Wie soll man an die Reinheit der Pandemieberichterstattung glauben, wenn keine Nachricht über die Rekordgewinne berichtet, die die Pharmaunternehmen in diesen zwei Jahren erzielt haben? Wie soll man nicht sarkastisch sein, wenn man Aufnahmen von Hunderten von Fernsehsendern sieht, die buchstäblich die gleichen Nachrichten verlesen, die von Leuten produziert werden, die Milliarden mit der Wirkung verdienen, die diese Nachrichten auf die Bürger der Welt haben.
Der Umfang der modernen Informationsquellen bringt uns in eine wenig beneidenswerte Lage. Wenn Google einige Ergebnisse entfernt, fällt die Idee, in einer Informationsgesellschaft zu leben, in sich zusammen, weil wir keinen Zugang zu diesen Informationen haben. Wenn der Algorithmus von Facebook, YouTube oder Twitter entscheidet, dass über etwas nicht gesprochen werden sollte, werden alle Inhalte entfernt, selbst wenn sich die Informationen später als richtig herausstellen.
Wenn wir über große Erzählungen wie den Irak-Krieg sprechen, sehen wir die Gefahr, die sich aus dieser Eigentumsstruktur ergibt. Und das war vor 20 Jahren, heute ist die Situation noch viel schlimmer. Allein die Tatsache, dass der Algorithmus von Facebook auf Angst und Wut als die "besten" Emotionen abzielt, um das "Engagement" in den sozialen Medien zu erhöhen, wie viele Whistleblower bezeugt haben, zeigt, wie sehr wir ihren Interessen ausgesetzt sind.
Die radikale Spaltung der Gesellschaft, die wir derzeit erleben, ist nicht aus dem Nichts entstanden, sondern wird sehr stark gefördert. Auf welcher Seite wir auch immer stehen, das Geld fließt in dieselben Taschen. Die gleichen Eigentumsverhältnisse wiederholen sich in jedem Sektor der Weltwirtschaft, dem wir unsere Aufmerksamkeit zuwenden. Erneuerbare Energiequellen, nicht-erneuerbare Energiequellen, Lebensmittelindustrie, Militärindustrie, Tourismussektor, Luftfahrt, Bankensektor usw. ergeben genau die gleichen Eigentumsverhältnisse.
Heute ist völlig klar, wer die Welt regiert und alle wichtigen Entscheidungen trifft, von Kriegen bis hin zu Pandemien, und genau diese Phänomene werden auch in Zukunft regelmäßig auftreten."
Jeder Tweet, den Elon sendet, ist de facto eine öffentliche Erklärung des Unternehmens
Übersetzter offener Brief an die Führungskräfte von SpaceX:
"Ein offener Brief an die Führungskräfte von SpaceX,
Angesichts der jüngsten Anschuldigungen gegen unseren CEO und seiner öffentlichen Verunglimpfung der Situation möchten wir uns dazu äußern, wie sich diese Ereignisse auf den Ruf unseres Unternehmens und damit auch auf unsere Mission auswirken. An diesem Brief haben Mitarbeiter aller Geschlechter, ethnischer Zugehörigkeiten, Dienstalter und technischer Funktionen mitgearbeitet. Wir sind der Meinung, dass es unerlässlich ist, einen ehrlichen und offenen Dialog miteinander zu führen, um die wichtigsten Ziele unseres Unternehmens gemeinsam zu erreichen: SpaceX zu einem großartigen Arbeitsplatz für alle zu machen und die Menschheit zu einer multiplanetaren Spezies zu machen.
Von uns als SpaceX-Mitarbeitern wird erwartet, dass wir etablierte Prozesse in Frage stellen, schnell innovativ sind, um komplexe Probleme im Team zu lösen, und Fehler als Lernchance nutzen. Das Bekenntnis zu diesen Idealen ist grundlegend für unsere Identität und entscheidend dafür, wie wir unsere Branche neu definiert haben. Doch trotz all unserer technischen Errungenschaften versäumt es SpaceX, diese Prinzipien auf die Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration mit gleicher Priorität im gesamten Unternehmen anzuwenden, was zu einer Arbeitsplatzkultur führt, die fest im Status quo verwurzelt ist.
Einzelne Mitarbeiter und Gruppen von Mitarbeitern bei SpaceX haben über ihren technischen Bereich hinaus erhebliche Anstrengungen unternommen, um das Unternehmen zu einem inklusiveren Raum zu machen, z. B. durch Rekrutierungskonferenzen, offene Foren, Feedback an die Unternehmensführung, Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr. Wir fühlen uns jedoch ungleich belastet, da das Unternehmen das Problem nicht mit der gebotenen Dringlichkeit und den erforderlichen Ressourcen angegangen ist, wie es bei technischen Projekten mit kritischem Zeitplan der Fall ist. Um es klar zu sagen: Die jüngsten Ereignisse sind keine Einzelfälle; sie stehen stellvertretend für eine breitere Kultur, die viele der Menschen, die die außergewöhnlichen Leistungen von SpaceX ermöglichen, benachteiligt. Als führende Unternehmen der Branche tragen wir eine besondere Verantwortung, dieses Problem anzugehen.
Elons Verhalten in der Öffentlichkeit ist für uns eine häufige Quelle der Ablenkung und Peinlichkeit, insbesondere in den letzten Wochen. Als unser CEO und prominentester Sprecher wird Elon als das Gesicht von SpaceX angesehen - jeder Tweet, den Elon sendet, ist de facto eine öffentliche Erklärung des Unternehmens. Es ist wichtig, unseren Teams und potenziellen Talenten klar zu machen, dass seine Botschaften nicht unsere Arbeit, unsere Mission oder unsere Werte widerspiegeln.
Die derzeitigen Systeme und die Kultur von SpaceX werden den erklärten Werten nicht gerecht, da viele Mitarbeiter weiterhin die Erfahrung machen, dass unsere oft wiederholten "Kein Arschloch"- und "Null-Toleranz"-Richtlinien ungleich durchgesetzt werden. Das muss sich ändern. Als Ausgangspunkt schlagen wir die folgenden Kategorien von Maßnahmen vor, deren Einzelheiten wir innerhalb eines Monats persönlich mit dem Führungsteam besprechen möchten:
Öffentliche Ansprache und Verurteilung von Elons schädlichem Twitter-Verhalten. SpaceX muss sich schnell und ausdrücklich von Elons persönlicher Marke trennen.
Alle Führungskräfte müssen gleichermaßen dafür verantwortlich gemacht werden, SpaceX zu einem großartigen Arbeitsplatz für alle zu machen. einen kritischen Blick auf Probleme werfen, die Mitarbeiter daran hindern, ihre Aufgaben voll zu erfüllen und ihr Potenzial auszuschöpfen, und spezifische und dauerhafte Maßnahmen ergreifen, die mit ausreichenden Mitteln ausgestattet und transparent sind und mit der gleichen Strenge und Dringlichkeit behandelt werden wie die Festlegung von Fluggrundsätzen nach einer Hardware-Anomalie.
Definition und einheitliche Reaktion auf alle Formen von inakzeptablem Verhalten. Definieren Sie klar, was genau mit SpaceX' "Kein Arschloch"- und "Null-Toleranz"-Politik gemeint ist, und setzen Sie sie konsequent durch. SpaceX muss sichere Meldewege einrichten und klare Konsequenzen für alle inakzeptablen Verhaltensweisen aufrechterhalten, unabhängig davon, ob sie vom CEO oder von einem Mitarbeiter an seinem ersten Arbeitstag ausgehen.
Die Mission von SpaceX, die Menschheit in den Weltraum zu bringen, liegt uns sehr am Herzen. Aber noch wichtiger ist, dass wir uns umeinander kümmern. Die Zusammenarbeit, die wir brauchen, um das Leben im Weltall zu ermöglichen, ist unvereinbar mit einer Kultur, die Mitarbeiter als verbrauchbare Ressourcen behandelt. In unserer einzigartigen Position müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie unser heutiges Handeln die Erfahrungen der Menschen jenseits unseres Planeten beeinflussen wird. Ist die Kultur, die wir jetzt fördern, diejenige, die wir auf den Mars und darüber hinaus bringen wollen?
Wir haben Fortschritte in dieser Richtung gemacht, aber es gibt noch so viel mehr zu erreichen."
Der Präsident von SpaceX sagte, dass sich die Mitarbeiter durch den Brief "eingeschüchtert und schikaniert" fühlten.
Übersetzter Text der Geschäftsleitung von SpaceX an die MitarbeiterInnen:
"Vielleicht haben Sie gestern eine unaufgeforderte Aufforderung einer kleinen Gruppe von SpaceX-Mitarbeitern erhalten, einen "offenen Brief" zu unterschreiben und an einer entsprechenden Umfrage teilzunehmen. Ausgehend von den verschiedenen Rückmeldungen der Mitarbeiter hat dies viele verärgert. Die Mitarbeiter fühlten sich durch den Brief, die Aufforderungen und den allgemeinen Prozess unwohl, eingeschüchtert, schikaniert und/oder verärgert, weil sie durch den Brief unter Druck gesetzt wurden, etwas zu unterschreiben, das nicht ihren Ansichten entsprach. Die Mitarbeiter beschwerten sich auch darüber, dass dies ihre Fähigkeit beeinträchtigte, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren und diese zu erledigen. Wir haben dieses Wochenende drei Starts innerhalb von 37 Stunden für kritische Satelliten, wir müssen die Astronauten unterstützen, die wir zur ISS gebracht haben, und die Fracht Dragon wieder flugbereit machen, und nachdem wir Anfang dieser Woche die Umweltgenehmigung erhalten haben, stehen wir kurz vor dem ersten Orbitalstart von Starship. Wir haben zu viel kritische Arbeit zu erledigen und keinen Bedarf für diese Art von überzogenem Aktivismus - unser derzeitiges Führungsteam ist mehr als jedes andere, das ich in meiner 35-jährigen Karriere erlebt habe, darauf bedacht, ein großartiges und sich ständig verbesserndes Arbeitsumfeld zu schaffen.
Wir fordern unsere Mitarbeiter auf und erwarten von ihnen, dass sie sich mit allen Anliegen an ihre Führungskräfte, das Senior Management, die Personalabteilung oder die Rechtsabteilung wenden. Aber Tausende von Mitarbeitern im gesamten Unternehmen mit wiederholten unaufgeforderten E-Mails zu überhäufen und sie aufzufordern, während des Arbeitstages Briefe zu unterschreiben und unangeforderte Umfragen auszufüllen, ist nicht akzeptabel, verstößt gegen unsere dokumentierten Handbuchrichtlinien und zeugt nicht von der Urteilsfähigkeit, die für die Arbeit in diesem sehr anspruchsvollen Raumfahrtbereich erforderlich ist. Wir haben eine Untersuchung durchgeführt und eine Reihe der betroffenen Mitarbeiter entlassen.
Ich entschuldige mich für diese Ablenkung. Bitte konzentrieren Sie sich auf die SpaceX-Mission und nutzen Sie Ihre Zeit am Arbeitsplatz, um Ihre beste Arbeit zu leisten. So werden wir zum Mars kommen."
[Kommentar: Bekanntlich will Elon Musik Twitter kaufen mit dem Ziel "bei Twitter grössere Meinungsfreiheit zu etablieren". Er versteht Meinungsfreiheit allerdings wohl eher als Mobbing unter anderen Personen und Plattform für Geschwätz seinerseits. Sobald er bzw. seine Firmen Gegenstand und Inhalt freier Meinungsäusserung sind, hält er bzw. seine Geschäftsleitungen nichts mehr davon.
Ergänzend dazu richte ich meine Aufmerksamkeit auf die absurden Feststellungen und Hinweise bezüglich "das Leben im Weltraum" und "So werden wir zum Mars kommen" in den obigen Briefen. Wie soll das funktionieren, wenn wir schon nicht in der Lage sind, mit unseren Mitmenschen auf unserem Heimatplaneten zurecht zu kommen? Was sollen die 5G-Satelliten, die durch SpaceX in den Weltraum geschickt werden, die Verorgung einer unnötigen ISS, die damit verbundene Luftverschmutzung, der dadurch verursachte Weltraummüll und die Milliarden an Geld, die besser zur Verringerung menschlichen Elends und mehr Gerechtigkeit eingesetzt würden?]
Gunnar Kaiser und Miryam Muhm im Gespräch.
"Die Welt befindet sich heute an einem kritischen Wendepunkt", heißt es von Seiten des WEF unter dem Vorsitz von Klaus Schwab. "Die schiere Anzahl der anhaltenden Krisen erfordert ein mutiges kollektives Handeln." Welches kollektive Handeln Schwab und das WEF genau im Blick haben und wie es ihnen gelungen ist, immense, von nationalen Regierungen unabhängige Macht und Einfluss auf die Weltordnung aufzubauen, hat die italienisch-deutsche Investigativjournalistin Miryam Muhm minutiös recherchiert. Über die Ergebnisse ihrer Arbeit, die sie nun in ihrem neuen Buch "Die Krake von Davos" (Europa Verlag) vorlegt, spricht Gunnar Kaiser mit ihr im Interview. Wie Klaus Schwab und das Weltwirtschaftsforum weltweit an Einfluss gewinnen und die gesellschaftliche, politische und soziale Ordnung zerstören.
Seit Jahrzehnten arbeiten das Weltwirtschaftsforum (WEF) und sein Vorsitzender Klaus Schwab mit großem Erfolg daran, die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Weltordnung umzukrempeln. Ziel ist es, Macht und Einfluss einer globalen wirtschaftlichen Elite auszudehnen, um de facto an Parlamenten und Regierungen vorbei zu regieren. Daher befürchten zahlreiche Experten, dass diese disruptive Neugestaltung, der sogenannte Great Reset, letztendlich die demokratischen Strukturen beseitigen wird. Zwar betont Klaus Schwab immer wieder, dass er eine bessere ökologische Welt für alle schaffen möchte, aber ist das wirklich sein Ziel? Miryam Muhm deckt auf, was tatsächlich hinter den Plänen des WEF steckt, nämlich eine neue Form des neoliberalistischen Kapitalismus zu schaffen, bei dem die Unternehmen eine totale Kontrolle über die Bürger ausüben, sei es mittels Technologie, Einschleusung von Young Global Leaders des WEF in Ministerien, Schulung von einflussreichen Universitäts- und Medienvertretern oder Finanzierung von wichtigen Thinktanks. Die Einflussnahme des WEF ist bereits weit fortgeschritten, aber noch ist es nicht zu spät, um sich den Fangarmen der Krake aus Davos zu entziehen.
Der morgen Donnerstag beginnende Kongress «SWISSMEDIAFORUM» hat den richtigen Namen, denn die vier veranstaltenden Medienkonzerne Ringier, NZZ, Tamedia und CH-Media, die zusammen mit dem öffentlich-rechtlichen Radio und Fernsehen SRF morgen im Konzert- und Kongresszentrum in Luzern «KKL» ihren Selbstbeweihräucherungskongress abhalten, beherrschen die Schweizer Medienlandschaft absolut flächendeckend. Der Blick ins Programm der Veranstaltung stimmt allerdings mehr als nachdenklich.
Die Anwälte der CS/UBS wollen den Thunfischflotten-Prozess zum Platzen bringen und helfen damit der korrupten Elite in Mosambik.
Thomas Kesselring berichtete auf Infosperber seit 2016 über den Kreditskandal in Mosambik, in den die Credit Suisse verwickelt war. Es ist eine der noch nicht verdauten Altlasten, welche die UBS übernommen hat und für welche die Steuerzahler jetzt teilweise haften.
Kesselring unterrichtete jahrelang an einer Universität in Mosambik. Folgender Beitrag erschien am 17. Juni in etwas kürzerer Form auf InsideParadeplatz.
Was plant die WHO genau? Wo steht die Reform und wie wird es weitergehen. Und vor allem: Was bedeutet das für die Nationalstaaten?
Zu den weitreichenden Reformen der WHO findet kaum eine kritische Debatte in der Öffentlichkeit statt. Die "Rechtsanwälte für Aufklärung" haben am Montag in einem Erklärstück versucht, etwas mehr Klarheit in die Sache zu bekommen.
Fragen zur Demokratie und der Souveränität von Nationalstaaten stehen durch die WHO-Reform ganz grundsätzlich auf dem Prüfstand. Die Reform besteht aus zwei Blöcken: Einerseits soll ein Pandemievertrag beschlossen werden, andererseits werden die Internationalen Gesundheitsvorschriften erneuert. Die wichtigsten Punkte:
Der Fahrplan zur WHO-Reform. Den ganzen Artikel gibt es hier.
Basierend auf der WHO-Verfassung wird derzeit an den "Internationalen Gesundheitsvorschriften" (International Health Regulations, kurz IHR) und an einem neuen "Pandemievertrag" verhandelt. Beide WHO-Projekte sollen im Mai 2024 bei der 77. Weltgesundheitskonferenz (World Health Assembly, kurz WHA) beschlossen werden. Danach müssen beide Regularien von den WHO-Mitgliedstaaten in ihre jeweiligen Rechtsordnungen umgesetzt werden. Für die IHR reicht eine einfache Mehrheit der abstimmenden Staaten in der Weltgesundheitsversammlung, für den Pandemievertrag ist eine 2/3-Mehrheit nötig. Beides soll dann im Jahr 2025 in Österreich wirksam werden.
Österreich plant, damit seine Souveränität in einer "Krisensituation" (Public Health Emergency of International Concern, kurz PHEIC) an die WHO abzutreten. Wann eine solche Krisensituation eintritt, entscheidet der Generaldirektor der WHO alleine. Diese Entscheidung kann nicht überprüft oder beeinsprucht werden. Sie endet, wenn der Generalsekretär das will. In einer Krisensituation "anerkennen Mitgliedstaaten die WHO als führende und koordinierende Autorität" und verpflichten sich, die WHO-Empfehlungen zu befolgen. Aus den bisher unverbindlichen WHO-Empfehlungen könnte also ein Zwang werden, dem sich auch die österreichische Regierung unterwerfen möchte.
Wer kann sich wirklich vorstellen, dass nach dem Beschluss in der 77. Weltgesundheitskonferenz im Mai 2024 gerade in Österreich plötzlich eine Diskussion einsetzen wird, in der man ergebnisoffen überlegen wird, ob man den Pandemievertrag und die IHR zurückweisen soll? Welche Alternativen stünden denn für Österreich zur Auswahl? Es bleibt entweder, den bereits von privaten Interessensgruppen fertig ausgehandelten Vertrag zu unterschreiben, oder aus der WHO auszutreten. Während sich die privaten Stakeholder sehr wohl aktiv in die Verhandlungen einbringen, verspielen unsere gewählten Vertreter und die Regierung unsere Selbstbestimmung durch Nichtstun und haben wesentliche Verhandlungsrechte an die Europäische Kommission abgetreten. Keine Zeit wird damit verschwendet, die Bevölkerung zu informieren und deren Meinung abzufragen. Im Gegenteil, vielmehr scheinen auch die meisten Abgeordneten völlig uninformiert.
Obwohl wir alle von den geplanten Regelungen bis in unseren höchstpersönlichen Lebensbereich betroffen sind, findet darüber in Österreich keine öffentliche Diskussion statt. Wer von uns hat den WHO-Generaldirektor gewählt, der sich in Zukunft selbst zu jedem beliebigen Eingriff in unser Privatleben und unsere Wirtschaft ermächtigen darf? Was Regierung und Nationalratsabgeordnete derzeit tun, entwertet zukünftige demokratische Wahlen in Österreich zur Farce: Regierung und Abgeordnete dürfen nur frei entscheiden, so lange der WHO-Generalsekretär keinen PHEIC beschließt. Angenommen, es gäbe eine Geflügelpest in Dänemark und die WHO beschließt, alle Hühner in Europa zu vernichten. Dann würde das in Österreich umgesetzt werden müssen. Angenommen, die Feinstaub- oder CO2-Belastung in einigen europäischen Hauptstädten erscheint der WHO zu groß und sie beschließt, Verkehr und Industrie weitgehend zu verbieten. Dann würde das in Österreich umgesetzt werden müssen. Angenommen, die WHO ist über die Anzahl der Krebserkrankungen besorgt und verpflichtet die Mitgliedstaaten, die Gesamtbevölkerung mit 15 verschiedenen Krebsimpfungen präventiv zu behandeln. Dann würde das in Österreich umgesetzt werden müssen.
Nun stehen in Österreich Regierung und Parlament knapp davor, wesentliche verfassungsrechtliche Kompetenzen dauerhaft an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu übertragen. Dadurch werden bedeutende Aspekte der Souveränität unseres Landes sowie auch der Grundrechtsschutz der Bürger dauerhaft aufgegeben, sobald sich die WHO darauf beruft, im Bereich der Pandemievorsorge tätig zu sein. Basis dieser Änderungen sind primär zwei Vertragswerke:
Gestützt darauf wird die WHO künftig sehr viel eher einen «internationalen Gesundheitsnotstand» ausrufen und diesen sehr viel länger aufrechterhalten können als bisher. In der Folge wird die WHO noch sehr viel länger und direkter in die Souveränität und die Wirtschaft unseres Landes, sowie in das Leben der Bevölkerung eingreifen können (Testpflichten, Isolation, Lockdowns, Zutrittsbeschränkungen mit Zertifikats- bis hin zu Impfpflicht sowie Zensur und Überwachung) als ihr dies bisher möglich war.
Obwohl diese Machtverschiebung weg von den Institutionen unseres Landes und der Bundesländer hin zur WHO in ihren Auswirkungen auf die Bürger weitreichender nicht sein könnte, werden Bevölkerung und auch das Parlament über die Inhalte dieser Verträge und die damit verbundenen Zielsetzungen, Kosten und Risiken vollständig im Dunklen gelassen.
Die österreichische Pandemie-Rechtsexpertin und ehemalige WHO-Beraterin Dr. Silvia Behrendt und der Schweizer Rechtsanwalt Philipp Kruse haben sich eingehend mit diesen Plänen der WHO befasst, ihre Befugnisse zu erweitern und auch finanzielle Kompetenzen zu erlangen. Die beiden versuchen seit Monaten, verständlich darzustellen, wie stark die neuen Befugnisse der WHO sich auf unseren Lebensalltag auswirken können. Geplant ist ein umfassendes Vertragswerk zwischen der WHO und ihren Mitgliedsstaaten, das der WHO erlauben wird, den Menschen in den Vertragsstaaten direkt Vorschriften zu machen. So soll die größtenteils interessensgelenkt finanzierte WHO nach Vertragsabschluss im Notfall weltweit bestimmte Medikamente freigeben dürfen und den Staaten vorschreiben können, diese anzuwenden. Besonders bedenklich ist, dass die WHO in Zukunft die Möglichkeit hat, noch früher, für noch längere Zeitdauer und auf auch auf regionaler Ebene einen globalen Gesundheitsnotstand (= Public Health Emergency of International Concern, kurz PHEIC) bzw. daran anschließend eine Pandemie auszurufen, wobei die Kriterien dafür derart weit gefasst sind, dass dies praktisch jederzeit möglich ist. Ein Kontroll- und Überprüfungsmechanismus zwecks Beendigung der Pandemie ist nicht vorgesehen.
Rund 80% der Finanzen der WHO stammen aus zweckgebundenen Beiträgen, welche es den diversen Sponsoren ermöglichen, von den Pandemie-Entscheiden der WHO zu profitieren. Diese Finanzierung durch zweckgebundene Beiträge bedeutet auch, dass die Entscheidungen in der WHO weder aus der Willensbildung der Bevölkerung der Mitgliedstaaten (demokratisch) hervorgehen noch von "der Wissenschaft" geleitet werden. Hier schafft offiziell der an, der zweckgebunden zahlt. Das mit den Tätigkeiten einer öffentlichen Organisation, die dem Gemeinwohl verpflichtet sein sollte, nicht vereinbar.
Unter dem Titel "Public Private Partnerships" wird zudem die gebotene Transparenz der Zusammenarbeit zwischen WHO und Pharmaindustrie unterlaufen. Der Pharmaindustrie soll es künftig schon bei einer "drohenden Pandemie" möglich sein, Verträge abzuschließen, wobei die WHO die Mitgliedstaaten zum Kauf ihrer Produkte und zu deren Anwendung verpflichten kann. Mussten sich Lobbyisten bisher noch darum bemühen, die Nationalratsabgeordneten für Entscheidungen im finanziellen Interesse ihrer Auftraggeber (zB aus der Pharmaindustrie) zu überzeugen, soll in Zukunft ein Lobbyist in Person des WHO-Generalsekretärs reichen, der sich per Selbstermächtigung auf unbestimmte Zeit dazu befähigt, die gewünschten Entscheidungen selbst zu treffen.
Bisher kennen wir die WHO als "beratende" Organisation, die den Staaten Vorschläge im Gesundheitsbereich unterbreitet, die von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden können. Dabei berücksichtigen die Staaten ihre jeweilige Verfassung und unterliegen dabei der demokratischen Kontrolle ihrer Bevölkerung. In Zukunft sollen die Empfehlungen der WHO während eines "Gesundheits-notstandes" bzw. einer Pandemie für alle Menschen in den Vertragsstaaten rechtsverbindlich sein und direkt die Grund- und Menschenrechte einschränken bzw. Impfempfehlungen an die Weltöffentlichkeit aussprechen.
Gegen diese Vorschriften können sich die Unterworfenen nicht mehr wehren: In der Verfassung der WHO ist verankert, dass die Organisation in den Mitgliedstaaten Immunität genießt.[3] Innerstaatliche Rechtsmittel gegen die WHO (Beschwerden, Klagen) greifen nicht, und eine direkte Einflussnahme der Bevölkerung auf die WHO ist nicht vorgesehen. Es gibt auch keine internationale Rechtskontrolle über die WHO.[4]
Somit kann der Generalsekretär der WHO jederzeit willkürliche Vorschriften erlassen, die so lange gelten, bis er sie wieder ändern möchte – ohne rechtliche Konsequenzen. Die Bevölkerung muss sich an diese Vorschriften halten unsere nationale Regierung ist an die Umsetzung gebunden. Die Durchsetzung der Vorschriften soll durch die Exekutivkräfte der Vertragsstaaten erfolgen. Polizei und Militär befolgen dann nicht mehr demokratisch erlassene Gesetze, sondern das Wort des Generalsekretärs der WHO. Eine Überprüfung des WHO-Diktats durch die Gerichte der Vertragsstaaten wird mangels Zuständigkeit nicht mehr möglich sein.
Der neue Artikel 13A IHR[5] lautet im Entwurf:
"1. States Parties recognize WHO as the guidance and coordinating authority of international public health response during public health Emergency of International Concern and undertake to follow WHO's recommendations in their international public health response."
Das bedeutet übersetzt nichts anderes als dass die Vertragsstaaten im Falle einer (von der WHO erklärten) Pandemie die WHO als Leitungs- und Koordinierungsbehörde für internationale Maßnahmen anerkennen und sich dazu verpflichten, die Empfehlungen zu befolgen.
Art 42 IHR sieht sogar vor, dass diese Maßnahmen von den Mitgliedstaaten unverzüglich umgesetzt werden. Auch müssen staatliche Maßnahmen ergriffen werden, um auch nichtstaatliche Akteure zur Umsetzung der WHO-Maßnahmen zu zwingen.
Der von der WHO ebenfalls verfolgte "whole of society approach" und der "whole of government approach" bedeuten, dass alle Aspekte der Gesellschaft und der Regierung im Pandemiefall aus der Hand der WHO gesteuert werden sollen.
Wer annimmt, diese gravierenden und dauerhaften Eingriffe in die österreichische Rechtsordnung würden öffentlich diskutiert und einer Volksabstimmung unterzogen werden, der irrt. Denn einerseits lassen Regierung, Politik und die Massenmedien die Bürger völlig im Dunklen. Andererseits ist zu befürchten, dass die gesamte europäische Bevölkerung ausgebootet werden soll, indem die EU den Vertrag mit der WHO für ihre einzelnen Mitgliedsstaaten abschließt.
Wie kann es sein, dass es zu diesen weitreichenden Plänen keine öffentliche Diskussion gibt? Spätestens seit den Twitter-Files[6] und den Lockdown-Files[7],[8] ist belegt, dass Medien bei Bedarf direkt durch Regierungen beeinflusst werden. Dr. Behrendt hat sich im Zuge ihrer Recherche zur WHO-"Narrativkontrolle" eingehend mit dem "Infodemic Management" beschäftigt.[9] "Infodemic Management" bedeutet Informationskontrolle nach militärischem Vorbild, da Information als "Waffe" und somit als Gefahr eingestuft wird. Unerwünschte Informationen sollen erst gar nicht an die Öffentlichkeit gelangen, was insbesondere Social Media und alternative Medien betrifft
Ein weiterer zentraler Punkt in der WHO-Reform ist die Etablierung des Konzepts "One Health" – TKP hat ausführlich berichtet. Dazu sagen die Rechtsanwälte:
Das One-Health Concept: Überwachung aller potentiell relevanten Vorgänge in Umwelt und Gesellschaft und Berichtspflicht an die WHO
Das One-Health Concept gemäß Art 18 Pandemievertrag sieht überdies die Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur permanenten Überwachung von potentiellen Bedrohungen aus den Bereichen Klimawandel, Biodiversität, Ökosysteme, Mensch und Tier vor. Kann ein Pandemieausbruch bei Menschen nicht ausgeschlossen werden, so hat der zur Beobachtung verpflichtete Mitgliedstaat der WHO binnen 48h zu berichten. Der Generaldirektor kann daraufhin auf schon beim vagen Verdacht einer Gefahr regional oder international Maßnahmen vorschreiben.
Der Großteil der Bevölkerung dürfte die eigenmächtige Entscheidung des WHO-Generaldirektor, Tedros Ghebreyesus, nicht mitbekommen haben, entgegen der Meinung seines eigenen WHO-Expertenrats die Affenpocken zum "Public Health Emergency of International Concern" auszurufen. Dabei ist nur ein ganz bestimmter, überschaubarer Teil der Bevölkerung überhaupt einem Infektionsrisiko ausgesetzt und im Gegensatz zu den afrikanischen Varianten ist die krankmachende Wirkung sehr beschränkt. Dieser Vorfall sorgte wegen der marginalen Gegenmaßnahmen kaum für Aufsehen. Wären der neue Pandemievertrag und die IHR bereits in Kraft, hätte Tedros in seinem Alleingang Grenzen sperren, Lockdowns verhängen und die Impfung verpflichtend einführen können sowie jede kritische Meinung unter Strafe stellen können. Diese Maßnahmen hätten durch Polizei und Militär kontrolliert und sogar unter Einsatz von Gewalt umgesetzt werden können.
Readers reflect on ways to spark action to tackle climate collapse in the face of the rich dictating the conversation and policies
Die letzten Wochen waren eine Offenbarung des Chaos bei der Ruag, insbesondere der katastrophalen Zusammenarbeit mit dem VBS. Dabei scheint die Ruag ihre Kriegsmaterialexportpolitik nicht im Griff zu haben, was fatale Folgen haben kann. Die GSoA fordert deshalb die vollständige 'Zivilisierung', sprich die Schliessung des militärischen Bereichs und die Konzentration auf den zivilen Teil des Ruag-Konzerns.
Wenn wir über die Ukraine sprechen, denken wir sofort an Krieg, von Bomben zerrissene Leben, von Menschen – von Teenagern bis zu Alten – die unter Gewalt und Zwang stehen, und letztlich an einen gescheiterten Staat, der nicht in der Lage ist, Wohlstand und eine evolutionäre Entwicklung für seine Bürger zu schaffen.
Aber täuschen wir uns nicht: Das gilt nicht für alle Ukrainer. Es gibt eine korrupte Elite, die Reichtümer anhäuft und die Situation ausnutzt. Diese Elite, die heute durch das Regime von Volodymyr Selenskyj repräsentiert wird, ist den nationalen Interessen völlig fremd.
Im Mai unterzeichneten die ukrainische Regierung und BlackRock ein Abkommen über die Einrichtung des Ukrainischen Entwicklungsfonds. Das offizielle Ziel bestand darin, Investitionen in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Landwirtschaft anzuziehen. In Wirklichkeit handelt es sich um den Abschluss des vollständigen Verkaufs der wichtigsten öffentlichen Vermögenswerte der Ukraine, von Schwarzerde bis hin zu den Stromnetzen. Auf diese Weise will Kiew offenbar seine Schulden zurückzahlen.
Selenskyj besiegelt damit den Verkauf der Ukraine an die US-amerikanischen Geierfonds. BlackRock stellt den größten Vermögensverwaltungsfonds der Welt dar.
Die Transparenzregeln für den Wahlkampf stossen bereits an ihre Grenzen.
«Dark Money Groups» heissen sie in den USA. Damit gemeint sind Organisationen, die in erster Linie dazu dienen, die Herkunft von Geldern zur Politikbeeinflussung zu kaschieren.
Nun spricht auch die Schweiz über sie.
Grund sind die neuen Transparenzregeln für die Finanzierung des Wahlkamps. Sie schreiben vor, dass Kandidaten und Kandidatinnen fürs Parlament mit Budgets über 50 000 Franken die Herkunft von Spenden über 15 000 Franken deklarieren müssen. Spenden können von Privatpersonen, Firmen oder Vereinigungen stammen.
Die Regeln zerren jedoch nicht dunkles Geld ans Licht. Sie zeigen erst, dass es eben dunkel ist.
Ahead of the G20 summit in New Delhi this weekend, M.K. Bhadrakumar says an event conceived in the world of yesterday, before the new cold war came roaring in, has lost significance.
India's Modi government is not perplexed by the decisions of Russian President Vladimir Putin and Chinese President Xi Jinping not to attend the G20 Summit in New Delhi on Sept. 9-10. Its intuitive cognition helps to be stoical. This is, arguably, a Shakespearean predicament:
"I am in blood / Stepped in so far, that, should I wade no more, / Returning were as tedious as go o'er."
India's high-calibre diplomats would have divined some time ago that an event conceived in the world of yesterday, before the new cold war came roaring in, wouldn't have the same scale and significance today.
Yet, Delhi must feel disappointed, as the compulsions of Putin or Xi Jinping have nothing to do with their countries' relations with India. The government has given a bureaucratic spin, saying: "The level of attendance at global summits varies from year to year. In today's world with so many demands on the leaders' time, it is not always possible for every leader to attend every summit."
That said, the Delhi administration is sprucing up the city, removing the slums from public view, adding new alluring hoardings to catch the eye of the foreign dignitaries and even lining flower pots along the roads their motorcades pass.
One doesn't have to be a rocket scientist to figure out that the common thread in the decisions taken in Moscow and Beijing is that their leaderships are not in the least interested in any interaction with U.S. President Joe Biden who will be camping in Delhi for four days with all the time at his disposal for some structured meetings, at the very least, some "pull asides" and the like at a minimum that could be caught on camera.
Biden's considerations are political: anything that helps to distract attention from the gathering storm in U.S. politics which is threatening to culminate in his impeachment that might in turn blight his candidacy in the 2024 election.
Of course, this not Biden's Lyndon Johnson moment. Johnson made the tumultuous decision in March 1968 to retire from politics as a strong step toward healing the nation's fissures, while agonising deeply that "There is division in the American house now."
Biden Was Setting a Bear Trap
But Biden is anything but a visionary. He was setting up a bear trap for Putin to reinforce his false narrative that if only the latter dismounted from his high horse, the Ukraine war would end overnight. [,,,]
Mehr als 113 Millionen Euro jährlich gibt die Digitalindustrie für Lobbyarbeit in Brüssel aus und verzeichnet damit einen enormen Zuwachs. Das zeigen neue Daten, die wir gemeinsam mit Corporate Europe Observatory ausgewertet haben.
Die Lobbymacht der Digitalindustrie nimmt weiter zu: Vor zwei Jahren haben wir erstmals Macht und Einfluss der Digitalkonzerne in unserer Studie aufgezeigt. Seitdem sind die Lobbyausgaben in dem Sektor von 97 auf 113 Millionen Euro pro Jahr gestiegen, das sind 16,5 % mehr im Vergleich zu den Auswertungen von 2021. Die aktualisierten Daten umfassen insgesamt 651 Unternehmen und Wirtschaftsverbände, die für die Digitalwirtschaft Lobbyarbeit in der EU betreiben und wurden mithilfe der Webseite Lobbyfacts.eu erstellt, die die Informationen des Transparenzregisters aufbereitet.
Big Tech mit Abstand an der Spitze
Allein die Top 10 der Digitalkonzerne – darunter Meta, Google, Apple, Microsoft und Amazon – sind mit 40 Millionen Euro Lobbybudget für mehr als ein Drittel der Lobbyausgaben des Gesamtsektors verantwortlich. Damit liegt die Spitze des Techsektors den Ausgaben nach weiterhin ganz vorne, noch vor den den Top 10 Unternehmen der Auto- und Finanzlobby.
Der Zuwachs an Lobbyausgaben konzentriert sich dabei auf die oberen 25% der Unternehmen, allen voran die Big Tech Konzerne. Allein Meta erhöhte seine Lobbyausgaben von 5.5 auf 8 Millionen Euro jährlich und ist damit der finanzstärkste Techkonzern im gesamten Lobbyregister. Dahinter folgt direkt Apple: Das Unternehmen verdoppelte seine Lobbyausgaben von 3.5 auf 7 Millionen Euro.
Verena Leyendecker von LobbyControl kommentiert:
"Mit immenser Lobbymacht versuchen Amazon, Meta & Co die Politik in der EU zu beeinflussen. Dass immer mehr Geld für Lobbyarbeit ausgegeben wird, während die Konzerne in diesem Sektor gleichzeitig ihre Monopolmacht nutzen können, ist besorgniserregend. Gerade die großen Tech-Konzerne haben durch ihre enormen Ressourcen unverhältnismäßig viele Möglichkeiten, Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen. Um dem entgegenzuwirken brauchen wir strengere Regeln für Lobbyismus in Brüssel, aber auch eine ambitionierte Anwendung des Digital Markets Act (DMA) der EU, der Möglichkeiten bietet, die Macht von Amazon & Co zu begrenzen."
Bram Vranken von Corporate Europe Observatory sagt dazu:
"Die deutlich gestiegenen Lobbyausgaben der Digitalindustrie illustrieren, dass die ohnehin schon starke Präsenz von Amazon & Co in der EU weiter zunimmt. Das ist problematisch. Geld sollte nicht den Zugang zu und Einfluss auf die EU-Politik bestimmen, aber genau das scheint das Ziel der Techkonzerne zu sein.
Die Lobbyarbeit der Digitalkonzerne droht nicht nur wichtige Maßnahmen, wie den AI Act, zu verwässern, sondern untergräbt auch die demokratische Entscheidungsfindung. Diese neuen Zahlen sind ein Weckruf. Die EU muss den privilegierten Zugang für Unternehmenslobbyisten dringend unterbinden.
Hintergrund
Vor zwei Jahren veröffentlichten LobbyControl und Corporate Europe Observatory (CEO) eine Studie zur Macht der Digitalindustrie. Sie zeichnet die die Lobbyarbeit von Techkonzerrnen erstmals detailliert nach. Die Berechnungen zu Lobbyausgaben basieren auf dem Onlinedatentool LobbyFacts.eu, das von LobbyControl und Corporate Europe Observatory betrieben wird (Stand: August 2023).Da die Lobbyausgaben im Transparenzregister in Kategorien angegeben werden, haben wir für unsere Analyse den jeweils niedrigeren Wert verwendet. Nur für die Kategorie "10.000" haben wir den Mittelwert (5.000 €) berechnet. Insgesamt kommen wir also auf eine eher konservative Schätzung der Lobbyausgaben der Digitalindustrie.Die Daten beziehen sich zum Großteil auf 2022. Da die Einträge im Transparenzregister aber nur jährlich und von den Unternehmen selber aktualisiert werden, können sie unter Umständen ein oder zwei Jahre älter sein.
Nur einen Tag nach dem blutigen Putsch, am Nachmittag des 12. Septembers 1973, überreichte eine Gruppe von Ökonomen und Unternehmern den Putschgenerälen einen Plan für eine marktradikale Transformation Chiles. Die an der Lehre von Milton Friedman orientierten Maßnahmen waren im sogenannten "Montagsclub" entstanden – ein Zusammenschluss einflussreicher Unternehmer und Ökonomen, der sich kurz nach dem Antritt von Allende gegründet hatte. Dieser Club hatte seit 1972, in Erwartung eines bevorstehenden Putsches, zielstrebig daran gearbeitet, einen Fahrplan für eine "neoliberale Konterrevolution" zu erarbeiten. Jetzt war die Zeit der Umsetzung gekommen.
Die Verlage sind wieder Mitglied des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse. Und dieser finanziert bürgerliche Wahlkampagnen.
Der Verband Schweizer Medien (VSM) ist die Interessengruppe der Schweizer Medienverlage und damit eines bedeutenden Wirtschaftszweigs. TX Group, AZ Medien, Ringier, NZZ, Somedia: alle Grossen sind dabei. Letzte Woche kommunizierte der Verband, dass er nun nach längerem Unterbruch wieder Mitglied des Dachverbands Economiesuisse sei.
Verbandspräsident Andrea Masüger liess verlauten: «Economiesuisse vertritt die Interessen einer liberalen und verantwortungsvollen Schweizer Wirtschaft. Die privaten Medienunternehmen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Wirtschaftssystems und leisten einen zentralen Beitrag für das Funktionieren von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zusammen mit economiessuisse wollen wir uns gemeinsam für das Erfolgsmodell Schweiz einsetzen.»
Mit diesem politischen Engagement gehen die Verlage in einen schwierigen Spagat – besonders vor den anstehenden Parlamentswahlen.
The AI boom only underscores a problem that has existed for years.
The robot revolution began long ago, and so did the killing. One day in 1979, a robot at a Ford Motor Company casting plant malfunctioned—human workers determined that it was not going fast enough. And so 25-year-old Robert Williams was asked to climb into a storage rack to help move things along. The one-ton robot continued to work silently, smashing into Williams's head and instantly killing him. This was reportedly the first incident in which a robot killed a human; many more would follow.
At Kawasaki Heavy Industries in 1981, Kenji Urada died in similar circumstances. A malfunctioning robot he went to inspect killed him when he obstructed its path, according to Gabriel Hallevy in his 2013 book, When Robots Kill: Artificial Intelligence Under Criminal Law. As Hallevy puts it, the robot simply determined that "the most efficient way to eliminate the threat was to push the worker into an adjacent machine." From 1992 to 2017, workplace robots were responsible for 41 recorded deaths in the United States—and that's likely an underestimate, especially when you consider knock-on effects from automation, such as job loss. A robotic anti-aircraft cannon killed nine South African soldiers in 2007 when a possible software failure led the machine to swing itself wildly and fire dozens of lethal rounds in less than a second. In a 2018 trial, a medical robot was implicated in killing Stephen Pettitt during a routine operation that had occurred a few years earlier.
Ah, the wind in your hair, the open road ahead, and not a care in the world… except all the trackers, cameras, microphones, and sensors capturing your every move. Ugh. Modern cars are a privacy nightmare.
Car makers have been bragging about their cars being "computers on wheels" for years to promote their advanced features. However, the conversation about what driving a computer means for its occupants' privacy hasn't really caught up. While we worried that our doorbells and watches that connect to the internet might be spying on us, car brands quietly entered the data business by turning their vehicles into powerful data-gobbling machines. Machines that, because of all those brag-worthy bells and whistles, have an unmatched power to watch, listen, and collect information about what you do and where you go in your car.
All 25 car brands we researched earned our *Privacy Not Included warning label -- making cars the official worst category of products for privacy that we have ever reviewed.
Once generative AI can use real-world tools, it will become exponentially more capable. Companies and regulators need to get ahead of these rapidly evolving algorithms.
[...] It's easy to see how this kind of tool use comes with tremendous risks. Imagine an LLM being able to find someone's phone number, call them and surreptitiously record their voice, guess what bank they use based on the largest providers in their area, impersonate them on a phone call with customer service to reset their password, and liquidate their account to make a donation to a political party. Each of these tasks invokes a simple tool—an internet search, a voice synthesizer, a bank app—and the LLM scripts the sequence of actions using the tools. [...]
Der Nationalrat soll absegnen, dass die Preise teurer Medikamente geheim bleiben dürfen – sogar rückwirkend! So will es die Pharma.
Am Anfang steht eine Erpressung der Pharmalobby: Entweder Regierungen verpflichten sich zur strikten Geheimhaltung darüber, welche Rabatte Pharmafirmen auf den Phantasie-Listenpreisen gewähren, oder die Hersteller würden sich nach – eigenen Angaben – weigern, das Medikament im betreffenden Land zur Verfügung zu stellen.
Die strikte Geheimhaltung der Preise der Corona-Impfstoffe, die stark kritisiert wurde, war kein Präzedenzfall. Schon vorher hatte Gesundheitsminister Alain Berset zugestimmt, dass die Preise besonders teurer Medikamente, die das BAG mit Pharmafirmen aushandelt, absolut geheim gehalten werden können.
Bei der Krankenkasse Visana oder der Groupe Mutuel kennen nach eigenen Angaben nur je fünf Sachbearbeiter die Höhe der Rückvergütungen. «Sie mussten sich verpflichten, diese Informationen vertraulich zu behandeln», erklärte Groupe Mutuel.
Diese Geheimhaltung verstösst gegen das Kranken- und Unfallversicherungsgesetz KVG. Aus diesem Grund soll das Parlament die Möglichkeit der Geheimhaltung jetzt im Gesetz festschreiben. Das würde gleichzeitig auch das Öffentlichkeitsgesetz für Medikamentenpreise ausser Kraft setzen. Aufgrund dieses Öffentlichkeitsgesetz hatte das Konsumentenmagazin «Saldo» die Herausgabe von geheimen Preisen verlangt und wurde dabei vom Öffentlichkeitsbeauftragten Adrian Lobsiger unterstützt. Das Verfahren ist gegenwärtig beim Bundesgericht hängig.
Um ganz sicher zu gehen, dass die schon bisher geheim gehaltenen Preise nicht ans Licht kommen – weder wegen Widerrechtlichkeit noch aufgrund des Öffentlichkeitsgesetzes – verlangt die Pharmalobby, dass die Gesetzesänderung auch rückwirkend gilt. Rückwirkend geltende Gesetze sind rechtspolitisch äusserst fragwürdig.
Doch man kann davon ausgehen, dass das Parlament der Gesetzesänderung zustimmt. Wenn es bei der Pharmabranche um die Wurst geht, kann sie im Parlament auf eine quasi automatische Mehrheit zählen. Fast alle Mitglieder der FDP, SVP, Mitte und GLP werden der Argumentation folgen, welche die Pharmalobby ihnen vorgelegt hat. Die SP scheint gespalten zu sein. Verharmlosend ist stets von «neuen Preismodellen» die Rede – ein Ausdruck der Pharmaindustrie.
[Anm. Welche PolitikerInnen werden von der Pharmalobby geschmiert? Einer davon scheint gemäss infosperber SVP-Nationalrat Thomas de Courten zu sein.]
Weiterer Artikel auf Public Eye (ehemals "Erklärung von Bern")
The world is witnessing an epochal shift, according to Greek economist Yanis Varoufakis: from the now-dead capitalism, to "technofeudalism".
In his latest book, the former Greek politician - who in 2015, at the height of the Greek debt crisis, was catapulted from academic obscurity to Minister of Finance - argues that insane sums of money that were supposed to re-float our economies in the wake of the financial crisis and the 2020 pandemic have ended up supercharging big tech's hold over every aspect of the economy. And capitalism's twin pillars - markets and profit - have been replaced with big tech's platforms and rents; while we, the "cloud serfs", increase these companies' power with every online click and scroll.
Today on Ways to Change the World, Yanis Varufakis tells Krishnan Guru-Murthy how the world is grappling with an entirely new economic system and therefore political power, and why Britain and the EU are "irrelevant" compared with the "fiefdoms" of US and Chinese tech firms.
Episode 1: AI - The Biggest Event in Human History
Episode 2: AI in Warfare
Episode 3: AI in the Economy
Episode 4: AI - A Future for Humans
Teilwiedergabe aus der WOZ Nr. 49 – 7. Dezember 2023
"Interne Dokumente zeigen, wie Karin Keller-Sutter ihre Kampagne gegen die Konzernverantwortung führte. Diese widersprach dem verfassungsmässigen Recht der Bürger:innen auf freie Willensbildung.
Es ist der 23. Oktober 2020, und im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) geht es zu wie in einer Kampagnenagentur. Die Arbeitsgruppe zur Konzernverantwortungsinitiative (Kovi) trifft sich online zu ihrer vierten Sitzung im Abstimmungskampf. «In der CVP gibt es einen Basis-Elite-Konflikt. Ausserdem sind Parteiungebundene und Frauen wichtig. Auch das Land, die Agglomeration muss überzeugt werden», referiert Christoph Nufer, damals Kommunikationschef im Departement.
Für die Überzeugungsarbeit als besonders geeignet erscheinen Auftritte von Bundesrätin Karin Keller-Sutter in einzelnen Kantonen. «Auftritte geben immer auch Medienbegleitung, das ist wichtig», betont Martin Dumermuth, der Direktor des Bundesamts für Justiz. Auch die Pressekonferenz eines Wirtschaftskomitees steht für die kommende Woche auf der Agenda. Ein früheres Hintergrundgespräch von Economiesuisse mit Journalist:innen sei «unfähig» und «alarmistisch» gewesen, weiss Keller-Sutters persönliche Mitarbeiterin Heidi Gmür. «Das darf sich nicht wiederholen, und das müsste man ihnen noch einmal sagen.» So steht es im Protokoll zur Sitzung, das der WOZ exklusiv vorliegt.
Die Abstimmung über die Initiative, die Konzerne zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards verpflichten wollte, war eine der emotionalsten der letzten Jahre. Eine grosse Allianz aus der Zivilgesellschaft stand damals mit orangen Fahnen den Wirtschaftsverbänden und den bürgerlichen Parteien gegenüber. Und einer Bundesrätin: Karin Keller-Sutter. Die Abstimmung endete äusserst knapp: Zwar nahm die Bevölkerung das Anliegen mit 50,7 Prozent an, doch die Initiative scheiterte schliesslich am Ständemehr der kleineren, konservativen Kantone.
Weil sich Keller-Sutter derart vehement gegen die Kovi engagierte – «Das sind Trump-Methoden!» (Alt-FDP-Ständerat Dick Marty) –, wurde sie später Teil einer Untersuchung: Die Geschäftsprüfungskommis- sion (GKP) des Nationalrats beurteilte anhand von vier Abstimmungsvorlagen die bundesrätliche Kommunikation. Vorletzte Woche hat das Gremium seinen Bericht veröffentlicht. Bei einer der Vorlagen und an einer Bundesrätin übt es für Schweizer Verhältnisse ungewohnt harsche Kritik: bei der Kovi, an Karin Keller-Sutter.
Die Bundesrätin habe die Stimmberechtigten nicht verhältnismässig informiert, sondern versucht, einen «Meinungsumschwung beim Zielpublikum» zu erwirken. «Die Kommunikation überschritt somit die Grenze zwischen Information und Kampagne», so das Fazit der GPK. Kampagne – das Wort ist in diesem Zusammenhang ein heftiger Vorwurf: Die Bundesverfassung schützt das Recht auf freie Willensbildung. Der Bundesrat muss über Abstimmungsvorlagen sachlich und verhältnismässig informieren. Eine Checkliste der Bundeskanzlei verbietet es explizit, Kampagnen zu führen – und sich an Kampagnen anderer zu beteiligen.
Auf Grundlage des Öffentlichkeitsgesetzes hat die WOZ die Dokumente eingefordert, die dem GPK-Bericht zugrunde liegen, dort aber lediglich summarisch zitiert werden. Sie ermöglichen einen einmaligen Einblick in den Regierungs-PR-Apparat, der in den letzten Jahren enorm gewachsen ist. Sie zeigen, wie Keller-Sutter mit ihrem Stab versuchte, die Meinung in der Bevölkerung und in den Medien gegen die Kovi zu drehen. Und sie belegen die äusserst enge Zusammenarbeit des Departements mit den Wirtschaftsverbänden."
Der Kognitionsforscher Rainer Mausfeld beschäftigt sich schon lange mit der neoliberalen Ideologie, der Umwandlung der Demokratie durch Eliten und mit den psychologischen Techniken der Meinungslenkung, die diese nutzen, um ihre herrschende Position zu sichern. Seine Gedanken zu diesen Themen hat er in Büchern wie „Warum schweigen die Lämmer“ oder „Angst und Macht“ ausgebreitet, in mutigen Werken, die Machtkritik äußern und zum Kern des autoritären Geistes der Gegenwart vordringen. Auch seine jüngste Publikation schlägt in die gleiche Kerbe. In „Hybris und Nemesis“ variiert Mausfeld seine Grundthesen, stellt sie aber in einen viel größeren Kontext. Entlang historischer Linien zeigt er auf, wie der Begriff der Demokratie seiner ursprünglichen Bedeutung beraubt worden ist und heute als Herrschaftsinstrument dient.
ohn Pilger, a giant of journalism born in Australia in 1939, has died at the age of 84, according to a statement released online by his family.
His numerous books and especially his documentaries opened the world’s eyes to the failings, and worse, of governments in many countries – including his birthplace.
"Die 700 reichsten US-Bürger haben 8,5 Billionen Dollar Kapitalgewinne angehäuft. Diese sollen nun besteuert werden.
Nach aktuellen Schätzungen zahlen die Milliardäre in den USA bloss 4,8 Prozent Einkommenssteuern. Eigentlich müsste dieser Satz sehr nahe beim maximalen Steuersatz von 37 Prozent liegen. Dass dies nicht so ist, hat zwei Gründe. Zum einen haben die Milliardäre genug Geld, um sich Senatoren und Abgeordnete zu kaufen. Vor allem die Republikaner haben in den letzten Jahren viele Steuerschlupflöcher für die Superreichen geschaffen. Nicht zuletzt deshalb ist dadurch die Summe der nicht versteuerten Kapitalgewinne der rund 700 US-Milliardäre von 3200 auf 8500 Milliarden Dollar gestiegen."
s the gathering of the global elites at the annual World Economic Forum meeting in Davos, Switzerland gets underway, the international aid agency Oxfam has published a devastating report on the escalation of inequality.
It shows how the enormous growth of corporate power and wealth is reshaping the world, producing social devastation for billions and the accumulation of fabulous wealth for a handful of oligarchs.
The report begins by noting that since 2020 the world’s five richest men have more than doubled their fortunes, at the rate of $14 million per hour, from $405 billion to $869 billion, while almost 5 billion people, over half the world’s population, have been made poorer.
Speaking on the report, Oxfam interim Executive Director Amitabh Behar said: “We are witnessing the beginnings of a decade of division, with billions of people shouldering the economic shockwaves of pandemic, inflation and war, while billionaires’ fortunes boom.”
“This inequality,” he continued, “is no accident; the billionaire class is ensuring corporations deliver more wealth to them at the expense of everyone else.”
Importantly, he also pointed to a trend which was emphasised in the New Year perspective statement of the World Socialist Web Site—the role of corporate power and concentration, not just the growth of individual wealth, in undermining all democratic structures and paving the way for extreme right-wing and fascist regimes.
er Bürger darf und soll klagen: Eine freie Presse hilft ihm, seine persönliche Bilanz mit den nationalen Notwendigkeiten in Übereinstimmung zu bringen.
In der Silvesterausgabe hat Bild am Sonntag die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA veröffentlicht. In der wurde nach den dringendsten Probleme der Bürger gefragt, die dann – entsprechend der Häufigkeit der Nennung – in eine Rangfolge gebracht wurden. Das Blatt für die Massen bereitet natürlich alles so auf, dass kein Unterschied zwischen den Gründen des einfachen Volks für seine Sorgen und der Sicht der verantwortungsvollen Redaktion auf die nationale Notlagen entsteht. Das ist man sich als Vierte Gewalt im Staate schuldig!
Die Ergebnisse sind wenig überraschend, die Liste der Probleme steht jeden Tag in Bild. Die Zeitung fragt jedoch nicht nach den Ursachen, sondern hat nur eins im Auge, nämlich den Auftrag an die Zuständigen. Für die Abstellung der Übel ist eben nur einer verantwortlich: die Regierung. Ist das so selbstverständlich? Dazu einige Anmerkungen.
Angesprochene Themen:
Platz 1: Die Bekämpfung der Inflation
Platz 2: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
Platz 3: Sicherung der Rente
Platz 4: Steuerung von Migration
Platz 5: Sicherung der Energieversorgung
Platz 6: Bekämpfung des Pflegenotstands
Platz 7: Wirtschaftswachstum ankurbeln
Platz 8: Ausstattung der Schulen verbessern
Platz 9: Kampf gegen Extremismus und Terrorismus
Platz 10: Bekämpfung des Klimawandels
Ohne Transparenz gibt es kein Vertrauen
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"Die Verpflichtung zum Widerstand beginnt dort, wo man erstens das Verbrechen und den Katastrophenweg erkennt, und zweitens die Möglichkeit hat, etwas dagegen zu tun" (Kurt Sendtner)
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Reden und diskutieren wir mit Andersdenkenden - Setzen wir uns für unsere Anliegen ein - Demonstrieren wir - Seien wir Ungehorsam - Handeln wir friedlich.