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Johannes Brahms meinte bewundernd über die Hebriden-Ouvertüre: «Alle meine Werke gäbe ich darum, wenn ich eine Ouvertüre wie diese von Mendelssohn hätte schreiben können.» Tatsächlich ist das Werk ein Mirakel an Klang und thematischer Entwicklung. Mendelssohn Bartholdy war 1829 nach Schottland gereist und hatte sich dort von der Schönheit der Hebriden, einer schottischen Inselgruppe im Atlantik, inspirieren lassen. Zwischen Himmel und Erde schmiegen sich die Inseln an den Horizont, und so erklingen auch die vielfältigen Themen der Ouvertüre.
Igor Strawinsky hatte, als er seine «Danses concertantes» komponierte, nicht die schottische Inselschönheit sondern die amerikanische Pazifikküste vor Augen, und schrieb seine Tänze für ein kalifornisches Unterhaltungsorchester. Die fünf Sätze sind weit mehr als rein orchestrale Tänze und erinnern an eine Ballettsuite: Während die beiden Märsche zu Beginn und am Ende den Auftritt (Prolog) und den Abgang (Epilog) markieren, spielen die mittleren Sätze – «Pas d’action» und «Pas de deux» – offenkundig an das Ballett an.
Robert Schumanns Cellokonzert generiert Klänge, die zunächst auch von einer Orgel stammen könnten: Kein Thema im klassischen Sinne ist zu hören, sondern drei Akkorde der Holzbläser. Doch sie sind die Keimzelle, die wiederkehrend die Form des Ganzen verklammert. Nun setzt das Cello ein: Leise, lyrisch, ausdrucksvoll. Zwischen Melancholie und jauchzender Hochstimmung entspinnen sich drei Sätze, die nahtlos ineinander übergehen.
Zoltán Kodály komponierte seine Tänze aus Galánta zum 80-jährigen Bestehen der Budapester Philharmonie 1933. Galánta ist ein kleiner ungarischer Marktflecken an der alten Bahnstrecke Wien–Budapest, wo Kodály sieben Jahre seiner Kindheit verbrachte. Die musikalischen Themen der Tänze entnahm er jedoch einer um 1800 erschienen Serie von Heften ungarischer Tänze, darunter eines «von verschiedenen Zigeunern aus Galántha».