Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03210.jsonl.gz/2095

Lithografie, Räbegäuggelgruppe
Auf dem quadratischen Druck sind drei Räbegäuggel abgebildet. Diese sind gehörnt und mit Schellen gekrönt sowie mit einer Saublaatere ausgerüstet. Sie erscheinen freundlich, heiter und kindlich. Unten links steht die Inschrift «GÄUGGEL / Epreuve d' artiste» (Künstlerabzug für den Eigenbedarf) und unten rechts befindet sich die Künstlersignatur «HOTZ».
Der Räbegäuggel ist die zentrale Symbolfigur/Kunstfigur der Baarer Räbefasnacht. Das Sujet des Räbegäuggels wurde vom Baarer Künstler Eugen Hotz (13.12.1917–28.03.2000) erschaffen. Sie begleiten den Räbevater (Baarer Fasnachtsoberhaupt), bringen sich aktiv bei Fasnachtsumzügen ein haben eine zentrale Rolle bei der Räbechüngverbrennung (am Abend des Güdeldienstags endet die Fasnacht mit der Verbrennung des Räbechüng). Eugen Hotz setzte sich vehement für die Kultur im Kanton Zug und insbesondere für die Gemeinde Baar ein. 1977 wurde er mit dem Kulturpreis des Kantons Zug ausgezeichnet und 1994 wurde ihm der erste Kulturpreis der Gemeinde Baar verliehen. 1982 erhielt er zusammen mit seiner Frau Annemarie Hotz-Schmid (22.07.1926–17.01.2009) das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Baar.
Im Schweizer Idiotikon wird ein «Gäuggel» unter anderem wie folgt beschrieben: «Possenreisser, Hanswurst, Spassvogel, meist nur gelegentlich im geselligen Privatverkehr; doch auch: vermummte Person zur Belustigung des Volkes bei Festen».