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Eine kurze Lutealphase von 11 Tagen, 10 Tagen oder noch weniger deutet darauf hin, dass der Progesteronwert zu niedrig ist – der Gelbkörper produziert nicht genügend von dem Hormon. Häufig treten im Zusammenhang mit einer «Lutealinsuffizienz» Schmier- oder Zwischenblutungen auf. Der Zyklus kann sich zudem um einige Tage verkürzen.
Auch wenn der Zyklus und damit die Lutealphase länger als normal dauern, kann dafür eine Störung des Hormonhaushalts ursächlich sein. Folgende Erklärungen sind beispielsweise möglich:
- Gelbkörperschwäche: Der Gelbkörper wird nicht vollständig ausgebildet, produziert entsprechend weniger Progesteron und die Lutealphase verkürzt sich.
- Fehlfunktion der Schilddrüse: Die Schilddrüse ist massgeblich an der Produktion von Hormonen beteiligt. Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, kann sie zu einem unregelmässigen Eisprung führen und demnach auch die Dauer der Lutealphase beeinflussen.
- PCO-Syndrom: Das PCO-Syndrom steht oft im Zusammenhang mit anderen Risikofaktoren wie Übergewicht oder Diabetes. PCO-Betroffenen haben meist einen verlängerten Zyklus. Teilweise findet erst gar kein Eisprung statt, und die Regelblutung bleibt aus.
- Essstörungen, Übergewicht oder Stress beeinflussen den Hormonhaushalt stark. Das kann zu einem verkürzten oder verlängerten Zyklus führen und sich entsprechend auf die Lutealphase auswirken.
Eine kurze oder lange Lutealphase deutet darauf hin, dass der Hormonhaushalt gestört ist. Das kann sich negativ auf eine geplante Schwangerschaft auswirken. Zu wenig Progesteron beeinträchtigt die Fruchtbarkeit, da sich die Gebärmutter nicht optimal auf eine Schwangerschaft vorbereiten kann. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Eizelle einnistet. Ist der Progesteronspiegel während der Schwangerschaft zu niedrig, steigt zudem das Risiko einer Fehlgeburt. Darüber hinaus ist die Konzentration des Hormons wichtig für die Entwicklung des Embryos: Progesteron sorgt für optimale Bedingungen bei der Einnistung sowie Reifung der Eizelle und beeinflusst die Gehirnreifung des Embryos.
Kurze Lutealphase: Behandlung
Je nach Ursache und Ziel wird eine kurze Lutealphase unterschiedlich behandelt. Vitamin C, Progesteron-Cremes und Hormonmedikamente können dabei helfen, die Lutealphase zu verlängern, die Reifung der Eizelle sowie des Gelbkörpers zu verbessern und damit die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.
Wenn Sie sich ein Kind wünschen, es aber einfach nicht klappen will, sollten Sie genau auf die Signale Ihres Körpers achten. Nutzen Sie einen Eisprungrechner, um Ihre fruchtbaren Tage und die Lutealphase zu berechnen. Wenn Sie wissen, wann Ihr Eisprung stattfindet und Sie die Tage bis zum Einsetzen Ihrer Menstruation zählen, finden Sie heraus, ob eine zu kurze Gelbkörperphase möglicherweise ursächlich für eine ausbleibende Schwangerschaft ist. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Frauenarzt über Ihre Vermutung. Er weiss am besten, welche Therapie geeignet ist.