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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Diese neuen, durch den Nollywood-Film inspirierten Formen audiovisueller Selbstrepräsentation stellen Ausgangspunkt und Fragestellung des Projekts dar. Auf welche Weise repräsentieren sich afrikanische Migrantinnen und Migranten in der Schweiz mit Hilfe audiovisueller Medien als Gemeinschaft? Um dies zu untersuchen, gehen die Forschenden mit einer Gruppe junger, afrikanischer Filminteressierter eine Forschungspartnerschaft ein und drehen im Sinne eines partizipativen Ansatzes gemeinsam mit diesen einen Film. Durch die Mitarbeit bei der Medienproduktion soll herausgefunden werden, wie sich durch die transnationalisierte Mediennutzung die Erzählstrukturen, die Erzähltechniken, die Ästhetik, die Thematiken, die Produktions- und Rezeptionsweisen, der Vertrieb sowie die Sprachen des Nollywoodfilms in der Schweiz reproduzieren bzw. verändern. Darüber hinaus erlaubt es diese Herangehensweise, mehr über die Kontinuität und den Wandel von Identifikationsprozessen in der Diaspora und den damit verbundenen Repräsentationsformen in Erfahrung zu bringen.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Im Sinne medienanthropologischer Überlegungen vereint das Projekt verschiedene sozialwissenschaftliche Ansätze mit dem Medium Film und fragt nach Repräsentationsformen sowie den damit verbundenen Identitätsprozessen afrikanischer Migrantinnen und Migranten. Damit leistet es einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung der Lebenswelten von Afrikanerinnen und Afrikaner, die in der Schweiz leben, und steuert gleichzeitig auch zur Weiterentwicklung audiovisueller Forschungsansätze in den Sozialwissenschaften bei.