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Street Child bewegt sich eher auf die Krise zu als weg. Wir haben die Agilität und die Fähigkeit, uns schnell in eine neue Situation zu begeben und Menschen schnell zu unterstützen. Dieser Ansatz umfasst neben den Ländern, in denen wir tätig sind, auch Konflikt- und klimawandelbedingte Katastrophen, vergessene Krisen in Ländern oder Kontexte, die derzeit ausserhalb unserer Einsatzgebiete liegen.
Wenn eine Katastrophe passiert, sind wir da, um Kinder und ihre Familien zu unterstützen, indem wir:
Überleben durch Bereitstellung des Nötigsten wie Wasser, Nahrung, Unterkunft und Gesundheitsversorgung sichern.
Sichere Räume schaffen, in denen sich Kinder erholen können.
Sicherstellen, dass Kinder mit dringendem Schutzbedarf erkannt werden und zeitnah versorgt werden.
Sicherstellen, dass Mädchen und Jungen weiterhin Zugang zu Bildung haben.
Unterstützung des langfristigen Wiederaufbaus durch Zuhören und Unterstützung von Menschen und Haushalten beim Wiederaufbau ihres Lebens.
Befähigung und Ermutigung unseres lokalen Partnernetzwerks, an vorderster Front der Reaktion zu stehen.
Wir sind stolz darauf, als aktives Mitglied der Arbeitsgruppe 'Bildung in Notsituationen' im Rahmen des Global Education Cluster zu arbeiten.
Am 6. Februar 2023 verwüsteten zwei aufeinanderfolgende Erdbeben Teile der Südtürkei und Nordsyriens, töteten mehr als 50'000 Menschen und zerstörten das Leben von Millionen Menschen. Die Erdbeben waren die jüngste Katastrophe für Familien im Nordwesten Syriens, die bereits mehr als ein Jahrzehnt des Konflikts, der weit verbreiteten Vertreibung, der bröckelnden Infrastruktur und des wirtschaftlichen Zusammenbruchs erlebt hatten.
Street Child hat innerhalb von 24 Stunden nach dem Erdbeben ihre humanitäre Hilfe eingeleitet, um dort Hilfe zu leisten, wo die Not am grössten ist. Bisher haben wir über unser Partnernetzwerk über 16'250 Menschen im Nordwesten Syriens mit Lebensmitteln, Unterkünften und Kinderschutzmassnahmen erreicht.
Street Child wird weiterhin Überlebende unterstützen, die gezwungen waren, ihr Leben wieder aufzubauen. Während wir weiterhin lebensrettende Unterstützung leisten, werden wir auch daran arbeiten, die Unterbrechung der Bildung von Kindern zu verringern, um sicherzustellen, dass alle von dieser Krise betroffenen Kinder sicher, in der Schule und am Lernen sind.
Am 24. Februar 2022, nach acht Jahren aktiven Konflikts im Donbass und der Annexion der Krim, beobachtete die Welt wie Russland in die Zentral-, Ost- und Südukraine einmarschierte. Am 25. Februar 2022 startete Street Child einen schnellen öffentlichen Aufruf an unsere Partner und Unterstützer/-innen, um Spenden für eine schnelle Reaktion an vorderster Front in der Ukraine zu sammeln. Im Einklang mit unserem starken, nachhaltigen Engagement für die Lokalisierung hat Street Child 100% dieser Mittel an lokale Organisationen weitergeleitet – und wird dies auch weiterhin tun –, welche auf die enormen, sich entwickelnden Bedürfnisse von Kindern und Gemeinden im Land reagieren.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung arbeitet Street Child mit Organisationen auf mehreren Ebenen zusammen, um humanitäre Hilfe und Unterstützung zu leisten. Dies schliesst die Schaffung von kinderfreundlichen Räumen für vertriebene Kinder ein. Hier erhalten Kinder mit Behinderungen Zugang zu psychologischer und psychosozialer Unterstützung. Es sind ca. 25'000 Kinder im Donbass, Donezk, Kiew, Lwiw, Ternopil, Truskawez, Uschgorod und Saporischschja, die erreicht werden. Street Child unterstützt diese Organisationen dabei, eng mit humanitären Clustern zusammenzuarbeiten und die Aktivitäten mit Cluster-Strategien in Einklang zu bringen, um eine koordinierte Reichweite und Reaktion zu gewährleisten. Street Child hat ausserdem fünf weitere Partner identifiziert – darunter Akteure, die mit Geflüchteten arbeiten, die nach Moldawien und Rumänien fliehen –, die eine Plattform bieten, um die Dienstleistungen und Unterstützung für von Konflikten betroffene Kinder und Gemeinschaften auszubauen.
Im Sommer 2021, als der Konflikt und die COVID-19-Krise zusammenfielen, wurden die Hilfe und Unterstützung für die Menschen in Afghanistan eingestellt. Mit einem bereits etablierten Programm und einem Netzwerk lokaler Partner in Afghanistan war Street Child in der Lage, schnell eine gross angelegte Aktion in den Provinzen Badakhshan, Bamyan und Kabul zu starten. Während der sich verschärfenden Krise und dem daraus resultierenden politischen, sozialen und wirtschaftlichen Schocks ist es uns gelungen, unser Programm trotz der Unterbrechungen fortzusetzen. Bis Ende Dezember 2022 haben wir über 61'000 Kindern geholfen, eine Ausbildung zu erhalten, 12'000 Kindern in Baghlan und Bamyan Kinderschutz zur Verfügung gestellt und rund 23'000 Kindern, die ein schweres psychisches Trauma erlitten haben, Zugang zu psychiatrischer Unterstützung gewährt.
Street Child arbeitet weiterhin unermüdlich in ganz Afghanistan, um dringende humanitäre Hilfe zu leisten und den Zugang zu sicheren, qualitativ hochwertigen Bildungs- und Schutzmassnahmen für mehr als 121'000 Mädchen und Jungen zu gewährleisten. Wir sind stolz darauf, von der "Commission National Consultative Des Droits De L'Homme" eine besondere Erwähnung erhalten zu haben, die vom Premierminister der französischen Regierung in Anerkennung unserer Arbeit in Afghanistan verliehen wurde.