Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03475.jsonl.gz/1895

Filmkritik: Tanz zwischen zwei Welten
Für die 16-jährige Katya (Alexandra Pfeifer) ist der Weg schon vorgezeichnet: Titelrolle bei der Ballettaufführung - Stipendium an der New York Ballet Academy ergattern - in die Fussstapfen ihrer Eltern treten. Etwas anderes kann sie sich nicht vorstellen. Neben dem Ballett und ihrer Familie gibt es für sie nichts anderes. Doch dann verletzt sich ihr Vater Victor (Trystan Pütter), ein Ballettstar, während einer Aufführung. Und Katyas sorgfältig organisierte Welt, die bereits mit dem Tod der Mutter vor zwei Jahren aus den Fugen geraten ist, beginnt zu wanken. Eine banale Fahrradpanne bringt schliesslich ihre Emotionen zum Überlaufen.
In diesem Moment der Verzweiflung trifft sie auf Feli (Ina Geraldine Guy), ein B-Girl, die ihre Hilfe anbietet und Katya kurzerhand ins «Battle-Land» mitnimmt. Die wummernden Beats und akrobatischen Tanzeinlagen im Studio sind das krasse Gegenteil von dem, was Katya bisher unter Tanzen verstanden hat. Sie fühlt sich überwältigt, aber zugleich auch angezogen - und dann ist da noch der B-Boy Marlon (Yalany Marschner). Plötzlich schleichen sich bei Katya Zweifel ein. Ist eine Karriere als Balletttänzerin wirklich das, was sie will?