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Hans Bäni, am 6. März 1926 als Bauernsohn geboren, war bis zu seinem Tod ein aufrichtiger Kämpfer für die Traditionen des Schwingens als Schweizer Nationalspiel. Unvergessen sind seine Voten an Eidgenössischen Abgeordnetenversammlungen (AV) in den letzten Jahren, wenn er das Gefühl hatte, das Schwingen gerate beispielsweise aus kommerziellen Gründen auf einen falschen Weg. So wagte er, selbst der starken Führungspersönlichkeit Ernst Schläpfer zu widersprechen. Bis zu seinem Tod am 9. Mai 2016 verfolgte er das Schwingen in all' seinen Facetten aufmerksam.
Schwinger- und Funktionärskarriere
Der ehemalige starke Kranzschwinger, der mehrfach alle Kantonalkränze in der Nordwestschweiz gewonnen hatte, war zu Beginn seiner Funktionärstätigkeit Technischer Leiter beim Schwingklub Zofingen. Schon mit 32 Jahren wählte ihn der Aargauer Kantonalschwingerverband zu seinem Präsidenten. 1966 wurde er Präsident des Nordwestschweizerischen Schwingerverbandes und damit auch Mitglied des Eidgenössischen Zentralvorstandes. 1979 wählte ihn die eidgenössische AV zum Obmann. In dieser Rolle erlebte er die Eidgenössischen Schwingfeste 1980 in St. Gallen und 1983 in Langenthal sowie den Unspunnenschwinget 1981. Dank seiner geradlinigen kompetenten Art war Hans Bäni weit über das Schwingervolk hinaus geachtet und geschätzt.
Von Beruf Polizist
Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit hatte er die Landwirtschaftliche Schule absolviert. Danach erfüllte er seine militärische Pflicht mit Rekruten- und anschliessender Unteroffiziersschule und trat dann ins Aargauer Polizeikorps ein. In Pension ging er als Polizeioffizier im Grade eines Oberleutnants. In dieser Funktion war er Bezirkschef in Aarau. Nebst seinen schwingerischen Aktivitäten engagierte er sich für das Allgemeinwohl auch als Aarauer Einwohnerrat (14 Jahre) und als Gemeinderat in Uerkheim (7 Jahre). Mit seiner Frau Margrit bewohnte und pflegte er bis zu seinem heutigen Tod sein Wohnhaus in Uerkheim.
In einem Interview sagte er vor ein paar Jahren: "Ich würde wieder Schwingen, denn Schwingen ist auch ein Teil der Lebensschulung." Weiter formulierte er folgenden Anspruch an einen Schwinger: "Aus einer Niederlage lernen und am Erfolg ohne Überheblichkeit Freude haben." Solche schwingerischen Grundwerte hielt er zeitlebens hoch.
Trauerfeier in Uerkheim
Der Eidgenössische Schwingerverband hat in der Zwischenzeit bekanntgegeben, dass die Trauerfeier für Altobmann Hans Bäni am Samstag, 21. Mai, in der Turnhalle Uerkheim stattfindet. Die Zeremonie startet um 15 Uhr.