Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03249.jsonl.gz/404

ElijaMission
älterer Name: Communitas Agnus Dei
Gründer der ElijaMission ist Karl-Herbert Grundberger. Grundberger studierte Völkerkunde in Frankfurt und Tübingen, anschliessend experimentierte er mit Drogen, Selbsterfahrungszirkeln, Buddhismus und Esoterik. Im Jahr 1977 will er auf der Suche nach dem Sinn des Lebens eine Begegnung mit Jesus gehabt haben. Er trat 1980 in die katholische Kirche ein, nahm den Namen „Bruder Elija“ an und gründete am 24. April 1980 die «Communitas Agnus Dei» («Gemeinschaft Lamm Gottes»). Im Jahr 1982 Gemeinschaft bezog die Burg Frauenberg bei Ludwigshafen am Bodensee, die als «Kloster Frauenberg» das Zentrum der Gemeinschaft wurde, sowie einen dazu gehörenden Gutshof.
Seit 1984 will Bruder Elija Einsprechungen von Maria und Jesus erhalten. Im Jahr 1985 zählte die Gemeinschaft zwölf Erwachsene und fünf Kinder. 1987 wurde ein Haus in Belgien eröffnet, 1995 ein Kommunikationszentrum in Breining bei Aachen, das als Sitz des Fördervereins «Jemael International» diente, mittlerweile aber wieder geschlossen wurde. Im Jahr 1997 kam eine Niederlassung in Ecuador dazu.
Zischenzeitlich wuchsen gegen 30 Kinder in der Gemeinschaft auf, die mittlerweile aber erwachsen sind und mehrheitlich ausserhalb der Kommunität leben. Diese benannte sich inzwischen in «ElijaMission» um.
Im März 2021 veröffentlichte Bruder Elija einen Text, in welchem er vor der Corona-Impfung warnte.
Die ElijaMission versteht sich als Teil der römisch-katholischen Kirche. Besonders betont werden die Zehn Gebote und ein ökologischer Umgang mit der Schöpfung, aber auch die Ablehnung der Abtreibung.
Die Corona-Impfung wird von Bruder Elija in einer Publikation vom März 2021 kritisch gesehen, unter anderem deshalb, weil sie auf medizinischer Grundlagenforschung beruhe, die mit Zellen abgetriebener Föten arbeite, aber auch, weil die Wirkung angezweifelt wird.
Die Gemeinschaft versteht sich als katholische Lebensgemeinschaft, die in völliger Besitzlosigkeit, Armut und Entsagung versucht, das Evangelium so konsequent wie möglich zu verwirklichen und den Versuchungen des Teufels zu widerstehen. Ziel ist die Evangelisierung Europas, die Pflege einer Kultur der Liebe und des Lebens. Für das spirituelle Leben sind Stille und kontemplatives Gebet wichtig. Betont wird das Engagement gegen Abtreibung.
Die Gemeinschaft kennt ein Leitungsteam, das Entscheide durch «Nachspüren» trifft. Die spirituelle Leitung liegt bei «Bruder Elija».
Der zuständige Weihbischof der Diözese Freiburg erklärte 1994, dass die Communitas Agnus Dei nicht den Status einer kirchlichen Gemeinschaft erhalten habe. Im Jahr 1997 bemühte sich die Gemeinschaft um kirchliche Anerkennung, welche im Jahr 2004 abgelehnt wurde.
Die Gemeinschaft vertritt betont konservative Geschlechterrollen.
Die Gemeinschaft lebt von der «Vorsehung», insbesondere in Form von Spenden. Die Mitglieder haben keinen Privatbesitz.
In der Gemeinschaft leben heute rund 25 Personen.