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Blutschwämmchen (Hämangiom)
Bei einem Blutschwämmchen, auch Hämangiom genannt, handelt es sich um eine gutartige Vermehrung und Erweiterung von Blutgefässen. Die rot oder bläulich schimmernden, leicht erhabenen Schwellungen fallen nach der Geburt bei Neugeborenen oder im weiteren Verlauf bei Säuglingen auf.
Ein gutartiges Geschwulst bei Babys
Das Blutschwämmchen – woher kommt es, wann geht es?
Blutschwämmchen treten bei bis zu 3 Prozent aller Säuglinge auf. Etwa ein Drittel der Babys wird hierbei bereits mit einem Blutschwämmchen geboren. Bei allen anderen Kindern entwickelt sich das Hämangiom in den ersten Lebenswochen. Das Hämangiom kann zunächst klein sein und in den ersten Lebensmonaten noch an Grösse zunehmen.
Ein Hämangiom unterscheidet sich von anderen Geburtsmalen darin, dass es zunächst meist wächst und sich – meist spontan - wieder zurückbildet. Insgesamt bilden sich rund 2/3 der Hämangiome auch ohne Therapie teilweise oder ganz zurück. Als Ursache werden hormonelle und genetische Faktoren diskutiert. Die gutartigen Hautveränderungen treten bei Mädchen häufiger auf als bei Jungen.
Die Grösse der Hämangiome variiert von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern.
Kritisch können Blutschwämmchen sein, die
- einen grossen Umfang erreichen
- sich eröffnen
- an kosmetisch oder funktionell entscheidenden Stellen des Körpers wie z.B. an Gelenken, Schleimhäuten oder im Gesicht lokalisiert sind
- an inneren Organen auftreten
Der Wachstumsverlauf eines Blutschwämmchens lässt sich in folgende Phasen gliedern:
- Die Wachstumsphase in den ersten Lebensmonaten (bis zum letzten Drittel des ersten Lebensjahres)
- Die „Stillstandphase“, in der sich das Hämangiom augenscheinlich nicht verändert (meist tritt hier schon eine Erschlaffung des Blutschwämmchens ein und eine leichte Aufhellung)
- Die Rückbildungsphase (von der Grösse des Hämangioms abhängig), die in der Regel bei Kindern spätestens bis zum 10. Lebensjahr abgeschlossen ist. Oft bildet sich das Blutschwämmchen schneller zurück.
Muss mein Kind damit zum Arzt?
Entdecken Eltern bei ihrem Baby die typischen rot-blauen, leicht erhabenen Hautveränderungen, sollten sie in jedem Fall den Kinderarzt aufsuchen. Der Kinderarzt weiss, welche Spezialpraxis oder -ambulanz das Hämangiom gegebenenfalls am besten mitbeurteilen kann und bespricht die durch die Eltern durchzuführenden Beobachtungsmerkmale. Bei grossen Blutschwämmchen oder mehreren betroffenen Stellen wird in der Regel auch eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane durchgeführt. Eine klinische Untersuchung des Kindes gehört immer dazu.
Welche Therapien gibt es?
Da sich die Mehrzahl der Blutschwämmchen bei Kindern im Laufe der ersten Lebensmonate (und -jahre) ohne Therapie zurückbilden, wird in vielen Fällen zunächst die Entwicklung beobachtend begleitet. Je nach Grösse und Position wird eine Behandlung begonnen. Diese kann lokal erfolgen oder mit einer medikamentösen Behandlung und muss in jedem Fall in einer Spezialpraxis oder -ambulanz festgelegt werden. Operative Eingriffe sind nur selten nötig.
Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.
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