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Cannabis ist die am meisten konsumierte illegale Droge in der Schweiz. Trotz des Verbots und der Repression rauchen zwischen zwei- und dreihunderttausend Menschen regelmässig Marihuana. Um die Diskussion über die Cannabisregulierung voranzutreiben, möchte Bern mit anderen Schweizer Städten zusammenarbeiten.
Studie zum Cannabis-Konsum in Bern
Die Stadt Bern führt eine Studie über den legalen Verkauf von Cannabis durch Apotheken oder andere Händler durch. Ziel der Studie ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich der Konsum und das Kaufverhalten von Cannabis auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen auswirken.
Die aktuelle Lage
Im November 2017 lehnte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) das Ausnahmegesuch ab. Die Studie war zuvor unter gesetzlicher Anleitung genehmigt worden. Die Ethikkommission des Kantons Bern (KEK) hielt das Projekt für durchführbar, und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützte es finanziell. Das BAG stellte fest, dass das Betäubungsmittelgesetz mit einem „Versuchsartikel“, einer Art Zusatzartikel, ergänzt werden müsste, um solche Studienprojekte zu genehmigen. Ähnliche Entwürfe für Versuchsartikel wurden dem Nationalrat und dem Ständerat vorgelegt. Beide Kammern des Parlaments haben dem „Versuchsartikel“ Anfang 2020 zugestimmt. Der Bundesrat startete im Juli eine öffentliche Vernehmlassung zum Versuchsartikel, die im Oktober endete und auf die 75 Prozent der Kantone positiv reagierten. Im Januar 2021 war auch klar, dass kein Referendum gegen den Beschluss der Bundesversammlung eingereicht worden war.
Forschungsprojekt von der Uni Bern entwickelt
Erarbeitet wurde das Forschungsprojekt vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern. Studienteilnehmer*innen soll der Kauf von Cannabis durch Stadtberner Apotheken ermöglicht werden. Allerdings nur unter der Bedingung, dass die Probanden Volljährig sind, einen Wohnsitz in der Stadt Bern haben und bereits Cannabis konsumierten. Ziel ist es Erkenntnisse über das Kauf- und Konsumverhalten unter Berücksichtigung des Befindens zu gewinnen.