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Kontroverse um Konzerte in Kirchenräumen
Ein Konzert des Fricktaler Kammerchores in einer lokalen katholischen Kirche findet nicht statt, weil der Pfarrer um den Nachweis einer Kirchenzugehörigkeit des Chordirigenten gebeten hat. Das Vorgehen hat eine Diskussion um die Bedingungen für Konzerte in Kirchenräumen provoziert.
Laut einem Bericht der «Aargauer Zeitung» hat der katholische Pfarrer Thomas Sidler den Dirigenten Urs Stäuble gebeten, ihm eine Bestätigung einer Kirchenzugehörigkeit zukommen zu lassen, damit die Reservierung fürs Konzert ordnungsgemäss vorgenommen werden könne. Der aus der Kirche bereits früher ausgetretene Stäuble hat die Reservation der Kirche deshalb zurückgezogen und erklärt, er wolle nicht mit einem «Feind des freien Geistes» diskutieren.
Markus Schmid, der Präsident der römisch-katholischen Kirchenpflege Frick, signalisiert in dem Artikel Verständnis für die Bitte des Pfarrers. Er erachtet es zumindest als problematisch, wenn Personen aus der Kirche austreten würden, dann aber von ihrer Infrastruktur trotzdem profitieren möchten.
In einem Onlinekommentar fragt Sidler, ob es stimmig sei, in der Kirche aufzutreten, nachdem man sich per Austritt klar davon distanziert hat, Infrastrukturen der Kirche zu benützen und diese finanziell selber nicht mitzutragen sowie «musikalische Meisterwerke, die dank der Kirche überhaupt erst möglich wurden, als Dirigent zu dirigieren, und sich gleichzeitig von derselben Kirche loszusagen».