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Sternförmig laufen die alten Strassen auf die Dorfkirche zu. Durch das Oberdorf floss bis Anfang des 20. Jh. der offene Dorfbach, der seinen Weg um die Kirche herum weiter ins Unterdorf (heute Hauptstrasse) fortsetzte. Alle Häuser des alten Dorfes waren eingefriedet durch einen schützenden Zaun, den Etter.
Im Oberdorf finden sich zahlreiche typische Muttenzer Bauernhäuser. Sie stehen traufständig:
- Der Dachfirst verläuft parallel zur Strasse. Wohnteil, Stall und Scheune sind unter einem einzigen, grossen Dach zusammengefasst. Der Dachteil ragt über die Scheune weit hervor, denn er diente als Wetterschutz für abgestellte Wagen oder Geräte.
- Das Scheunentor bildet gleichzeitig den Hauseingang. Ein Bauer besass in der Regel drei bis sechs Kühe, mindestens ein Paar Ochsen als Zugtiere und einen Pflug. Zudem bewirtschaftete er Rebland am Wartenberg.
Im Haus Nr. 4 ist das Bauernhausmuseum untergebracht. In seinen Räumen findet man die Einrichtung und Gerätschaften eines Bauernhauses aus der Zeit vor 150 Jahren.