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Ein Wasserbad während der Wehen oder der Geburt kann die Anzahl der Frauen, die eine Epiduralanästhesie erhalten, reduzieren, insbesondere wenn die Immersion in Wasser während der ersten Phase der Wehen erfolgt. Aber es gibt wahrscheinlich wenig oder keine Auswirkungen auf die Anzahl der Frauen, die eine vaginale Entbindung, eine instrumentelle Extraktion, einen Kaiserschnitt oder einen schweren Dammriss haben. Es mangelt an Daten über die Auswirkungen in der zweiten Phase der Wehen. Diese Übersichtsarbeit fand keine Hinweise darauf, dass eine Wassergeburt das Risiko von negativen Folgen für Frauen oder ihre Babys erhöht.
Die Qualität der Evidenz reicht von mässig bis sehr gering. Die Übersichtsarbeit schloss 15 Studien mit 3663 Frauen ein.
Zeitraum der eingeschlossenen Studien: bis Juli 2017.
Die Praxis der Wassergeburt ist in vielen Ländern immer beliebter geworden. Daher ist es wichtig, die potenziellen Vorteile und Risiken des Wasserbades während der Wehen und der Geburt zu verstehen. Zum Beispiel ist es wichtig, festzustellen, ob die Immersion während der ersten und/oder zweiten Phase der Wehen die Fähigkeit der Frau erhöhen kann, die Schmerzen während der Wehen zu bewältigen und die Geburt zu Ende zu bringen, ohne das Risiko von Nebenwirkungen zu erhöhen. Zu den möglichen unerwünschten Nebenwirkungen gehört ein erhöhtes Infektionsrisiko für Frauen und/oder ihre Neugeborenen sowie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines schweren Dammrisses. Sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit muss berücksichtigt werden.