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Ayrault wird Hollandes Premierminister
Ayrault (rechts) der neue Premieminister von Frankreichs Präsident Hollande. (Reuters Archiv)
Jean-Marc Ayrault, gilt als moderate Alternative zu der auf dem linken Parteiflügel verankerten PS-Chefin Martine Aubry. Ayrault zählt zu Hollandes engen Vertrauten - im Wahlkampf war der 62-Jährige Sonderberater des Kandidaten.
Brückenbauer Richtung Deutschland
Der langjährige Fraktionschef von Hollandes Parti Socialiste in der Pariser Nationalversammlung spricht gut Deutsch - damit ist er geradezu prädestiniert, in der Europapolitik als Brückenbauer über den Rhein hinweg zu fungieren.
Der Bürgermeister von Nantes hat mit Blick auf die Beziehungen zwischen Paris und Berlin bereits kurz nach der Wahl betont: «Wir werden mit Deutschland über Dinge reden, wie man zwischen Freunden spricht. Die Priorität: das Wachstum in Europa wieder anzustossen.»
Nüchtern-sachlicher Managertyp
Mit seinen guten Beziehungen zur deutschen Schwesterpartei SPD ist der verheiratete Familienvater auch bei der politischen Linken in Deutschland gut vernetzt. Diskret im Auftreten, gilt der stets perfekt gekleidete Ayrault eher als nüchtern-sachlicher Manager denn als zündender Redner.
Am 25. Januar 1950 im westfranzösischen Maulévrier geboren, war Ayrault als 21-Jähriger der Parti Socialiste beigetreten. Zwei Jahre später, im Jahr 1973, nahm er seine Arbeit als Lehrer auf.
Bürgermeister von Nantes
1977 wurde er dann zum bis dahin jüngsten Bürgermeister einer Gemeinde mit mehr als 30'000 Einwohnern gewählt, und zwar in Saint-Herblain, einem Vorort von Nantes. 1989 folgte das Bürgermeister-Amt der Hafenstadt selbst, in dem er dreimal bestätigt wurde. Auf nationaler Ebene hat Ayrault bisher keine Regierungserfahrung. (pet, dpa/reuters)
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