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Russische Militärflugzeuge sind nach Informationen des Aussenministeriums in London dem britischen Luftraum nahegekommen und haben den zivilen Luftverkehr in Grossbritannien gestört. Die Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-95 hätten eine Umleitung von Passagierflugzeugen nötig gemacht.
Die Flugzeuge seien von zwei britischen Eurofighter eskortiert worden. Grossbritannien habe den russischen Botschafter in London einbestellt, um den Vorfall zu erklären.
Bewusste Provokation?
«Die Manöver russischer Flugzeuge am gestrigen Tag sind Teil eines Musters zunehmender Out-of-area-Operationen», sagte ein Sprecher des britischen Aussenministeriums. Er betonte, die Maschinen seien nicht in den britischen Luftraum eingedrungen. Sie hätten aber eine Störung des zivilen Luftverkehrs im britischen Interessenbereich verursacht.
Der Vorfall werde als «bedeutende Eskalation» gesehen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus britischen Regierungskreisen. Bislang habe sich die russische Luftwaffe meist auf Flüge in der Nähe von Schottland beschränkt.
In den vergangenen Monaten hatten es bereits in Skandinavien ähnliche Vorfälle gegeben. Schweden und Dänemark warfen Russland vor, einen Beinahe-Zusammenstoss zweier Flugzeuge nahe Kopenhagen verursacht zu haben. Auch sie bestellten die jeweiligen Botschafter in ihren Ländern ein.
Dass russische Militärmaschinen bis nah an den Luftraum westlicher Staaten fliegen, war während des Kalten Kriegs üblich. Die Beziehungen zwischen der Regierung in Moskau und dem Westen sind wegen der Ukraine-Krise so angespannt wie seit damals nicht mehr.