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Du willst deine berufliche Karriere mit einer Lehre in der Schweiz starten? Wir geben dir einen Überblick über die berufliche Grundbildung, Informationen zu den Einstellungstests und welche Möglichkeiten dir offen stehen, um in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Wie auch in anderen Ländern sind die Lehrberufe in der Schweiz in Berufsfeldern gegliedert, um dir die Wahl für den richtigen Beruf zu erleichtern.
In deutschsprachigen Ländern wie Österreich, Südtirol und auch in der Schweiz spricht man nicht von einer dualen Ausbildung, sondern von einer Lehre. Sie bietet dir eine berufliche Grundbildung in der Schweiz, um erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Voraussetzungen für den Start in eine Lehre ist der Abschluss der obligatorischen Schulzeit und dass du mindestens 15 Jahre alt bist. Du hast die Möglichkeit, die Lehre entweder in einem EFZ-Beruf oder in einem EBA-Beruf zu absolvieren. Die Berufe unterscheiden sich in der Organisation, der Dauer und dem Abschluss der Lehre.
EFZ ist eine Abkürzung für das eidgenössische Fähigkeitszeugnis, das du nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre in der Schweiz erlangst. Insgesamt kannst du in mehr als 180 EFZ-Berufen eine Lehre beginnen, die sich in die folgenden Berufsfelder unterteilen:
Doch bevor du in die Arbeitswelt startest, musst du je nach Beruf einen Eignungstest bestehen, der entweder von deinem Lehrbetrieb, von Berufsverbänden oder von unabhängigen Firmen durchgeführt wird. Die Tests dienen den Betrieben als Auswahlkriterium für die richtigen Bewerber und um dein Schulwissen als auch deine Fähigkeiten zu überprüfen. Bei einem erfolgreich absolvierten Test unterschreibst du einen Lehrvertrag, der Angaben zu deiner Person, zu deiner Lehre und zu deinem Lehrbetrieb enthält. Die Dauer deiner Lehre beträgt bei einem EFZ-Beruf zwischen drei und vier Jahren, wobei du im Betrieb die Praxis erlernst und der theoretische Teil in der Schule vermittelt wird. Natürlich erhältst du auch einen Lohn von deinem Lehrbetrieb, der sich jedoch nach deinen Lehrberuf und der Dauer richtet. Mit dem Abschluss deiner Berufslehre erhältst du den Titel „EFZ“, der dir den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Parallel zu einem EFZ-Beruf kannst du auch die Berufsmaturität erlangen, die dir den Zugang zu einem Studium öffnet.
Eine zweite Möglichkeit bieten die EBA-Berufe, die sich in ca. 60 EBA-Berufen gliedern. EBA ist eine Abkürzung für das „eidgenössische Berufsattest“ und richtet sich vor allem an Jugendliche, die in der Schule Schwierigkeiten aufweisen. Der Unterschied zu einem EFZ-Beruf ist die Lehrdauer und die Anwesenheitstage in der Schule. EBA-Berufe sind durch eine zweijährige Lehre gekennzeichnet und du musst nur an einem Tag pro Woche zur Berufsschule, wobei du dort eine angemessene Betreuung durch die Lehrkräfte erhältst. Zudem können EBA-Berufe auch in Vollzeit an einer Schule absolviert werden, die jedoch genauso zu einem eidgenössischen Berufsabschluss führen. Je nach Lehrberuf besuchst du bei einem schulischen Vollschulangebot eine Lehrwerkstätte, Handelsmittelschule HMS oder Informatikmittelschule IMS. Neben den allgemeinen Schulfächern erhältst du auch spezifisches theoretisches Wissen zu deinem Lehrberuf. Beim Besuch einer HMS oder IMS absolvierst du während deiner Lehre auch ein Praktikum, um die Theorie in der Praxis umzusetzen und praktische Erfahrungen in einem Lehrbetrieb zu sammeln. Jugendliche mit einem guten Abschluss sind dazu berechtigt, anschließend ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) zu erlangen.Quellen: