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Das Syndrom der unruhigen Beine ist eine chronische Krankheit, die sich durch unangenehme Missempfindungen in den Beinen (manchmal auch in den Armen), einen unwiderstehlichen Drang, sich zu bewegen, und Zuckungen der Beine bemerkbar macht. Diese Symptome treten im Allgemeinen im Ruhezustand auf, vor allem in der Nacht, und lassen nach, sobald die betroffene Person einige Schritte macht oder sich sonst irgendwie bewegt.
Im Schlaf sind manchmal Zuckungen in den Beinen festzustellen, welche die Betroffenen nicht wahrnehmen. Das Syndrom kann Schlaflosigkeit verursachen, oft zu Beginn der Nacht, und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Unruhige Beine können auch zu Tagesmüdigkeit, Angstzuständen oder Depressionen führen.
Schlafstörungen oder unruhige Beine?
Man geht davon aus, dass etwa 8,5 % der westlichen Bevölkerung vom Restless-Legs-Syndrom (RLS) betroffen sind. In der Schweiz sind 2/3 der betroffenen Patienten Frauen.
Die grosse Mehrheit der von RLS betroffenen Patienten (90%) leiden als Folge des Syndroms unter Schlafstörungen. Umgekehrt haben Untersuchungen im Schlaflabor gezeigt, dass bis zu 20% aller chronischen Schlafstörungen durch RLS bedingt sind. Von Schlaflosigkeit geplagte Menschen tun also gut daran, das Syndrom der unruhigen Beine in Betracht zu ziehen!
Ursachen immer noch unzureichend bekannt
Die Gründe des RLS sind zum Teil noch ungeklärt, dank neuerer Erkenntnisse lässt sich die Krankheit jedoch besser behandeln. Einerseits liegt sehr häufig eine familiäre Veranlagung vor. In einem solchen Fall werden nur die Symptome behandelt.
Andererseits können auch Grunderkrankungen wie Niereninsuffizienz oder rheumatoide Arthritis, ein Eisenmangel oder eine Schwangerschaft RLS hervorrufen oder verschlimmern. Mit einer geeigneten Behandlung des Grundproblems wird dann gleichzeitig das RLS gelindert.
Zur Behandlung der Symptome werden Levodopa oder bei länger andauernder Therapie Dopamin-Agonisten verabreicht, da die Beteiligung des dopaminergen Systems (Übermittlung von Nervensignalen im Gehirn durch Dopamin) bei der Entstehung von RLS als gesichert gilt.