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Von Lonza gab es eine vom 14. April 2020 datierte briefliche Information, dass Moderna sie ausgewählt hat, um mit ihnen einen Teil seines Covid-Impfstoffs zu produzieren. Darin wurde auch die Möglichkeit einer Investition des Bundes in Lonza angesprochen. Der Brief ging bei der Bundeskanzlei ein und wurde dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) als federführendem Departement zur Behandlung weitergeleitet.
Kurz darauf telefonierte Bundesrat Berset und Lonza-Verwaltungsratspräsident Baehny, wobei ein Austausch auf technischer Ebene vereinbart wurde. Als Folge fand am Freitag, 1. Mai 2020, in Bern eine Sitzung von Vertreterinnen und Vertretern des Generalsekretariats des EDI und des Bundesamts für Gesundheit mit Lonza statt. Hierbei war auch Thema, ob die Schweiz in Lonza investieren will. Eine Produktionsstrasse nur für die Schweiz war kein Thema. Eine solche wäre auch nicht zielführend, da Lonza bloss einen Teil der Herstellungskette des Moderna-Impfstoffs sicherstellt und nicht über die Rechte am Impfstoff verfügt. Lonza kann also keine vorrangige Belieferung der Schweiz mit Impfstoff zusichern.
Nach dieser Sitzung vom 1. Mai 2020 wurden am gleichen Tag die Gespräche zwischen Bund und Lonza weitergeführt. Auf Anraten von Lonza führte der Bund im Anschluss die Gespräche mit Moderna umgehend weiter.
Am Montag, 4. Mai 2020, stand ein erster Entwurf für ein verbindliches Memorandum of Understanding mit Moderna, um sich deren Impfstoff zu sichern und dessen Produktion in der Schweiz zu ermöglichen.
Am 9. Juni 2020 hat der Bund mit Moderna ein verbindliches Memorandum of Understanding abgeschlossen. Darin vereinbarten sie, dass die Schweiz von Moderna eine namhafteMenge von Impfstoff kauft sowie, dass Moderna in Visp mit Lonza produziert und dort investiert.
Der definitive Vertragsabschluss erfolgte am 6. August 2020.