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Im August 2006 waren die beiden von einem Gericht in Algerien angeklagt worden, ohne Erlaubnis der Gefängnisbehörde verbotene Gegenstände in ein Gefängnis gebracht zu haben. Es handelte sich dabei lediglich um Visitenkarten und das Protokoll einer Anhörung. Den beiden drohten deswegen Haftstrafen von bis zu fünf Jahren.
Hassiba Hassiba Boumerdesi und Amine Siodhoum dankten Amnesty International (AI) für die Kampagne, welche die Organisation für sie lanciert hatte. AI hatte sich am Briefmarathon 2006 für die beiden MenschenrechtsänwältInnen eingesetzt. Der Fall von Hassiba Boumerdesi und Amine Siodhoum ist bereits der zweite Erfolg für den letztjährigen Briefmarathon. Vor wenigen Wochen wurde die Journalistin Serkalem Fasil aus dem Gefängnis entlassen. Alleine aus der Schweiz wurden am Briefmarathon mehr als 40 000 Briefe verschickt.
Amnesty International ist davon überzeugt, dass die Behörden die beiden MenschenrechtsanwältInnen mit der Anklage einschüchtern und dazu bringen wollten, ihre Arbeit einzustellen. Hassiba Hassiba Boumerdesi und Amine Siodhoum haben Fälle von Folter dokumentiert und öffentlich unfaire Gerichtsverfahren gegen Personen kritisiert, die wegen «Terrorismus» angeklagt worden waren. Ausserdem arbeiten sie mit Organisationen von Familien von «Verschwundenen» zusammen.
16. Mai 2007