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Acherontia atropos
(Linnaeus, 1758)
Totenkopfschwärmer
Deathhead Hawkmoth
Sphinginae: Acherontiini
(Schwärmer)
Flügelspannweite: 90 - 130 mm (Weibchen oft etwas grösser als Männchen).
Raupe: Die junge, 6 mm lange, Raupe ist gelb-grün und besitzt ein langes schwarzes Afterhorn. Nach der zweiten Häutung werden Schrägstreifen sichtbar. Die erwachsene Raupe ist unterschiedlich gefärbt: grün, gelb, orange oder selten braun. Die Seitenstreifen sind nun blau, violett oder blaugrün und oft gelb unterlegt. Auf dem Rücken ist eine dunkle Rieselung sichtbar. Am Kopf befindet sich seitlich je ein schwarzer Längsstreifen. Das Afterhorn ist nun klein, abgerundet und stark granuliert und sieht aus, als hätte es Dornen. Die ausgewachsene Raupe wird 120 - 130 mm lang. Die durchschnittliche Entwicklungszeit dauert etwa 8 Wochen. Die Raupe kann bei Störung Töne von sich geben.
In Europa wird die Raupe oft von Juli - September gefunden.
Ei: Das Ei ist bei der Ablage grünlich, rund und leicht transparent. Die feine Netzstruktur ist nur bei starker Vergrösserung sichtbar. Die Eier werden einzeln oder in kleinen Grüppchen abgelegt.
Puppe: Die Puppe misst 75 - 80 mm in der Länge. Sie ist dunkel rotbraun. Die Flügelscheiden sind leicht heller. Kopf und Kremaster weisen eine dunkelbraune bis schwarze Farbe auf.
Die Verpuppung findet in einer 15 - 40 cm tiefen Erdhöhle statt.
Überwinterung: in der Schweiz als Puppe. Puppen können manchmal beim Umpflügen in Kartoffeläckern oder Karottenfeldern gefunden werden.
Nahrungspflanzen der Raupe: Nach dem Schlüpfen der Raupe wird zuerst die Eischale gefressen. Als Nahrung dienen der polyphagen Raupe sehr unterschiedliche Pflanzen wie Ligustrum vulgare (Liguster), Syringa vulgaris (Flieder), Buddleja davidii (Sommerflieder), Solanum tuberosum (Kartoffeln), Euonymus europaeus (Pfaffenhütchen) und weitere, oft aus der Familie der Nachtschattengewächse. In Wikipedia werden mehr als 22 Pflanzenarten aufgelistet.
Wissenswertes:
In Europa ist die Flugzeit meist ab Mai. In Afrika ganzjährig und in kontinuierlich aufeinanderfolgenden Generationen.
Der Totenkopfschwärmer ist ein Wanderfalter mit stark schwankenden Einflügen nach Europa. Seine Heimat ist das tropische Afrika. Raupen können gelegentlich massenweise auftreten. Den Falter findet man meist weniger.
Die Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliegen Lichtquellen an. Sie können pfeifende Geräusche von sich geben. Die Imagines ernähren sich von Honig und dringen in Bienenstöcke ein.
Lebensraum: trockene, sonnige oft verbuschte Lebensräume, vor allem auch in Kartoffelfeldern.
Höhenverbreitung Die Entwicklung findet bevorzugt in niedrigen Höhenlagen statt. Falter können aber durchaus auch in höher gelegenen Regionen gefunden werden.
Verbreitung in der Schweiz vgl. CSCF: https://lepus.unine.ch/carto/index.php?nuesp=30970&rivieres=on&lacs=on&hillsh=on&data=on&year=2000