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Der Selbstmord-Versuch von John Gaughan ging schief, als er – wortwörtlich – auf seinen Füssen landete; vergeblich hatte er gegen seine Alkoholsucht gekämpft und war deshalb lebensmüde. Aus dem Fenster des dritten Stockwerks aus seiner Wohnung in Leeds gesprungen, fiel er auf den Asphalt, überlebte wie durch ein Wunder, wenn auch mit ernsthaften Verletzungen.
Während seiner Genesung schrie er zu Gott um Hilfe – da klopfte Jesus indirekt bei ihm an die Tür, durch einen unbekannten Besucher. «Der Mann war freundlich und fürsorglich, es war, als hätte er mein Gebet erhört», sagt der 63-jährige Musiker, der einst Teil der Superband «Herman's Hermits» war, deren Überhit «No Milk today» noch in vielen Ohren bis heute nachhallt.
Vom Alkohol verfolgt
Sein Besucher sei wie ein barmherziger Samariter gewesen, ein besorgter Mitmensch. «Er war zudem Ältester in der naheliegenden 'Elim Pentecostal Church', der auf ein Drängen hin reagierte, das er von Gott gespürt hatte, um nachzusehen, ob alles in Ordnung sei.» Dieser Besuch sei der Beginn eines langen Weges hin zu Heilung und Freiheit gewesen.
«Ich ging in diese Gemeinde und gab Jesus mein Leben, doch ich hatte viele Rückschläge.» Er habe schon vor seiner Umkehr versucht, mit dem Trinken aufzuhören, doch es schien unmöglich. Schon als Teenager habe er getrunken, «und beim Start meiner Karriere im Alter von 19 Jahren war ich bereits sehr süchtig. Freunde hatten mich zu einem Talentwettbewerb gebracht, als ich eigentlich hätte arbeiten sollen, und ich wurde entdeckt.»
Senkrecht-Start
Bald hatte er einen Plattenvertrag in der Tasche, darunter mit Roger Cook und Roger Greenaway, zwei der damals führenden Singer-Songwriter. «Während einer gewissen Zeit spielte ich sogar mit 'Herman’s Hermits'. Ich war auf ihrer US-Tour dabei, inklusive einem Gig im Madison Square Garden in New York. Ich bin auch auf dem Cover des Live-Albums.»
Daneben arbeitete er als Solokünstler, unter anderem unter dem Namen Bobby Moonshine. «Doch der Alkohol hinderte meinen Fortschritt und es gelang deshalb nicht, meine Möglichkeiten auszuschöpfen.»
Frei
Das Leben als Christ war zunächst ebenfalls vom Alkohol betroffen. Bis ihm eine Evangelistin sagte, dass die Sucht das Resultat eines Generationenfluchs sein könnte. «Das verwirrte mich zunächst, denn mein Grossvater hatte kein solches Problem. Doch später fand ich heraus, dass er mein Stief-Opa war. Meinrn richtigen Grossvater hatte ich nie kennengelernt, er war frühzeitig gestorben und er hatte tatsächlich ein ernsthaftes Alkoholproblem.»
Die Evangelistin betete mit ihm, im Namen Jesu brach sie den Fluch. «Ich fühlte auf einen Schlag Befreiung und wurde noch in diesem Augenblick geheilt. Seither habe ich keinen Tropfen mehr angerührt.»
«Ich war zur Hölle und wieder zurück gegangen, doch dann wurde ich vom Himmel berührt. Gott versorgt mich. Es ist ein Privileg, Gott zu dienen, besonders heute als Pastor.» Er ist in diesem Amt in der «Driffield Congregational Church» im Zentrum von East Yorkshire im Osten Englands tätig. Zudem produziert er Gospel-Songs.
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