Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/2480

Medienmitteilungen, BJ, 19.05.2004
Triptychon an Georgien zurückerstattet
Teil des kulturellen und religiösen Erbes
Schlagwörter: Rechtshilfe
Direktor Koller unterstrich in seiner Ansprache den Willen der Schweiz, den illegalen Kulturgüterhandel zu bekämpfen. Er hob zudem die effiziente Zusammenarbeit zwischen Privaten, den Genfer Behörden, dem Bundesamt für Justiz und Georgien hervor, die den erfolgreichen Abschluss des Falles ermöglichten.
Das zum kulturellen und religiösen Erbe Georgiens gehörende Triptychon aus Elfenbein verschwand 1991 während der Plünderung eines Museums und tauchte 2001 in Genf auf. Es wurde einem Auktionshaus zum Verkauf angeboten, das die Meldestelle für Geldwäscherei des Bundesamtes für Polizei informierte. Die Meldestelle leitete diese Information an die Genfer Strafverfolgungsbehörden weiter, die das Kunstwerk im Rahmen eines Strafverfahrens wegen Hehlerei beschlagnahmten.
Vereinfachtes Rechtshilfeverfahren
In einem Rechtshilfeersuchen vom 18. Februar 2003 ersuchte die georgische Generalstaatsanwaltschaft um die Rückerstattung des Triptychons. Angesichts der Bedeutung des Falles nahm das Bundesamt für Justiz (BJ) den Vollzug des Ersuchens selber an die Hand. Das BJ konnte den unrechtmässigen Besitzer dazu bewegen, der Rückerstattung des Kulturgutes zuzustimmen, unter der Voraussetzung, dass Georgien auf jegliche Strafverfolgung gegen ihn verzichtet. Die georgischen Behörden gaben am 12. November 2003 die Zusicherung, nach der Rückerstattung des Triptychons das Strafverfahren einzustellen und ihr Rechtshilfeersuchen als vollständig vollzogen zu betrachten. Die ursprünglich für Dezember vorgesehene Übergabe des Triptychons musste wegen der politischen Ereignisse in Georgien verschoben werden.
Weitere Infos
Dokumente
Dossier
nach oben Letzte Änderung 19.05.2004