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Mercedes-Pilot Nico Rosberg würde gerne auch im kommenden Jahr noch Rekordweltmeister Michael Schumacher als Teamkollegen haben.
"Ja, das wäre mir sehr recht. Er fährt auf einem extrem hohen Niveau", sagte Rosberg in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" über den 43 Jahre alten Routinier:
"Er hatte einen sehr unglücklichen Saisonstart, aber war der Schnellste in der Qualifikation in Monaco, dann auf dem Podest in Valencia. Er ist so stark wie noch nie seit seinem Comeback."
Die Königsklasse wartet derzeit auf Schumachers Entscheidung, ob er nach seinen ersten drei Comeback-Jahren auch in der kommenden Saison noch in der Formel 1 unterwegs sein will.
Am Donnerstag hatte er allerdings angekündigt, dass diese Frage möglicherweise erst im Oktober beantwortet würde.
Für seinen 17 Jahre jüngeren Teamkollegen Rosberg ist Schumacher eine prägende Figur in der Formel 1. Der Kerpener habe dem Sport "einen Riesenschub gegeben", sagte Rosberg. Dabei denke er "vor allem an seine sieben WM-Titel damals", aber Schumacher könne der Königsklasse "natürlich" auch heute noch einen Schub geben.
Sein eigener erster Grand-Prix-Sieg in China, zugleich der erste für das neue Silberpfeil-Team, habe die Beziehung zu Schumacher nicht verändert, meinte Rosberg.
"Der Sieg war wichtig für mich und wichtig für das Team. Aber Michael und ich haben ein sehr gutes, professionelles Verhältnis. Gleichzeitig ist es eine grosse Herausforderung, mit ihm zusammen zu fahren. Wir treiben uns gegenseitig und damit das Team voran", sagte er.
Dem Erfolg von Shanghai will Rosberg gerne noch weitere folgen lassen, dabei sieht er auch noch eine Chance auf den Weltmeister-Titel. "Nach zwei Rennen hatte ich keine Punkte - seither habe ich 75 Punkte geholt, Tabellenführer Fernando Alonso 76", meinte der Sohn des ehemaligen Weltmeisters Keke Rosberg:
"Die Saison ist noch lang, und wir tun alles, Kontakt mit den Spitzenreitern zu halten, von Wochenende zu Wochenende. Natürlich ist das mein grosses Ziel, ich möchte weitere Rennen gewinnen und Weltmeister werden im Silberpfeil. Das wäre doch gigantisch. Wir entwickeln uns in die richtige Richtung, und alle können sehen, dass es bei Mercedes vorangeht."