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Für mich heisst Konkordanz erstens, dass die wichtigsten politischen Kräfte mit repräsentativen Anteilen in der Regierung vertreten sind – und zweitens, dass sie dort den Willen aufbringen, Lösungen für unser Land zu suchen und mitzutragen. Repräsentative Anteile bedeutet: Die Linke (SP und Grüne) hat mindestens Anspruch auf zwei Sitze. Mit Alain Berset und Pierre-Yves Maillard schlägt die SP zwei hervorragende Kandidaten für den freiwerdenden Sitz von Micheline Calmy-Rey vor.
Trotz inhaltlichen Differenzen werde ich Eveline Widmer-Schlumpf wählen, falls die Mitteparteien den Anspruch der Linken auf zwei Sitze akzeptieren. SVP und FDP haben zusammen Anspruch auf drei Sitze. Ob ich mich für zwei FDP- oder zwei SVP-Sitze entscheide, hängt davon ab, wen die SVP präsentiert. Parteisoldaten, die den Bundesrat zur Parteiprofilierung benützen wollen, kommen für mich nicht in Frage. Aggressive Hardliner werde ich deshalb nicht unterstützen. Über die SVP-Kandidaten werde ich mir in den nächsten Tagen noch ein Bild machen.