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Fast zwei Wochen nach dem schlimmen Bootsunglück in Budapest haben Spezialkräfte am Dienstag das gesunkene Ausflugschiff «Nixe» aus der Donau geborgen. Dafür verwendeten sie ein schweres Kranschiff, welches das Wrack nach und nach über darunter platzierte Stahlseile hochzog, schreibt die «NZZ». Immer wieder mussten die Bergungsarbeiten unterbrochen werden, um die Hülle zu stabilisieren und Wasser abzupumpen. Es gelang aber schliesslich, die «Nixe» auf einer der Bargen aufzubocken.
Leichen geborgen
Taucher durchsuchten zunächst die Brücke und später die Kabinen, wo die meisten der Opfer vermutet wurden. Bis Mittag konnten vier Leichen aus dem Inneren des Bootes geborgen werden, unter ihnen auch der Kapitän. Damit sinkt die Zahl der Vermissten auf vier; 24 Todesopfer wurden inzwischen gefunden. 7 der 35 Passagiere überlebten das seit Jahrzehnten schlimmste Schiffsunglück in Ungarn. Dieses hatte sich am Abend des 29. Mai ereignet, als ein viel grösseres Hotelschiff bei stürmischem Wetter mutmasslich von hinten auf die «Nixe» auffuhr. Das von einer südkoreanischen Touristengruppe gecharterte Schiff sank innert Sekunden bei der Margaretenbrücke.
Die Unfallursache wird weiterhin untersucht. Neues Beweismaterial erhofft man sich vor allem vom Schiffswrack, das von einem Schlepper zu einem Hafen im Budapester Stadtteil Csepel gebracht wurde, eskortiert durch die Polizei. Die Behörden halten sich mit offiziellen Informationen bisher mit Verweis auf die laufende Untersuchung stark zurück. Auf einer Seite der Nixe war auf Fotos aber eine grosse Delle sichtbar, die vom Zusammenstoss stammen könnte. (TI)