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Bandscheibenvorfall Lendenwirbelsäule
Bei einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule ist der äussere Faserring der Bandscheibe eingerissen sodass Bandscheibenteile durch den Riss in den Wirbelkanal gedrückt werden. Hier drückt der Bandscheibenvorfall dann auf die nächstliegende Nervenwurzel, welches sich dann mit den typischen Beschwerden wie Schmerzausstrahlung in das Bein bemerkbar macht. Häufig ist dies von Missempfindungen wie Ameisenlaufen oder einem Taubheitsgefühlen oder gegebenenfalls Lähmungen begleitet. Die Lähmungen machen sich dann beim Gehen (z.B. Stolpern über den Fuss) oder beim Treppensteigen bemerkbar. Anhand der Schmerzausstrahlung und der Lokalisation des Taubheitsgefühls im Bein kann der Arzt in der neurologischen Untersuchung die Höhe des Bandscheibenvorfalls recht genau diagnostizieren. Ergänzt wird dies durch eine Bildgebung, meist mittels einem MRI (Abbildung 1).
In der Regel wird ein Bandscheibenvorfall zunächst mit körperlicher Schonung, Schmerzmedikamenten, Physiotherapie behandelt Unter Umständen kann auch mittels gezielten Kortison-Infiltrationen in den Wirbelkanal (die sogenannte PDA oder Wurzelinfiltration) eine Schmerzlinderung erreicht werden (Infiltration von Cortison in den Wirbelkanal) behandelt. Sollte es hierbei nicht zu einer wesentlichen Besserung der Beschwerden kommen oder liegt eine Lähmung vor, ist eine Operation angezeigt. Hierbei wird über einen kleinen Schnitt im Rücken unter dem Mikroskop der Bandscheibenvorfall aufgesucht und entfernt, sodass die Nervenwurzel wieder genug Platz hat und sich erholen kann.
Abb 1: grosser Bandscheibenvorfall
Abb 2: Bandscheibenvorfall im Bereiche des Lendenwirbels