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In einer Urkunde vom 26. Juli 1299 wird die Kapelle erstmals erwähnt. Bei der Renovation von 1968/69 kam im Kirchenschiff romanisches Mauerwerk zutage. Dieser älteste Teil der Kapelle war ein einfacher Saalbau in der Form eines Rechtecks. Er dürfte um das Jahr 1300 entstanden sein.
In einer Urkunde von 1476 wird der hl. Konrad erstmals als Kirchenpatron erwähnt. Auf Anordnung des Abtes wurde 1487 – die Jahreszahl ist auf dem Sakramentshäuschen zu sehen – die Kapelle auf der Ostseite um den gotischen Chor und die Sakristei erweitert. In jener Zeit wurden auch die kleinen romanischen Schifffenster durch die heutigen Spitzbogenfenster ersetzt.
Nach der Reformation diente die Kapelle beiden Konfessionen als Kultraum. Und wie überall waren sie sich nicht in allen Angelegenheiten einig. Im kleinen Kirchhof befand sich damals ein Kinderfriedhof, die Erwachsenen hingegen wurden in Jonschwil beigesetzt.
1751 wurde die Kapelle renoviert und 20 Jahre später traten die Protestanten sämtliche Nutzungsrechte an die Katholiken ab und bauten die evangelische Kirche in Oberuzwil. Sie erhielten als Abfindung 1000 Gulden und das Versprechen, dass ihre Gräber zehn Jahre unversehrt blieben.
Beim grossen Dorfbrand vom 9. April 1859 wurden neben 35 Firsten auch Teile der Kapelle eingeäschert. Beim Wiederaufbau im folgenden Jahr wurde die Mauerkrone des Chores aufgemauert und überhöht, um den Dachfirst über Chor und Schiff in einer geraden Linie ziehen zu können.
Nachdem 1905 die nächste Renovation fällig geworden war, zeigte sich ein halbes Jahrhundert später das Gotteshaus wieder in einem recht desolaten Zustand. Eine beträchtliche Zahl der Kirchbürger war der Auffassung, dass Schwarzenbach durch die starke Zuwanderung eine eigene Pfarrei mit eigener Kirche werden sollte, was bei den damaligen Verhältnissen nicht abwegig war. Schliesslich einigte man sich aber auf eine Innen- und Aussenrenovation mit Erweiterung des Innenraums.
Mit Unterstützung durch die Denkmalpflege blieb bei der folgenden Renovation eines der wertvollsten Zeugnisse romanischer und gotischer Baukunst in der Ostschweiz erhalten. Der Chor erhielt wieder seine originale Fassung und sein stilgemässes Kolorit. Die dem Innern zurückgegebene Holzdecke erstreckt sich auch über die seitliche Erweiterung, was dem Raum Einheitlichkeit verleiht. Ein Stück des romanischen Mauerwerks wurde sichtbar gemacht. Nach Plänen von Jost Blöchlinger, Uznach, wurden die Glasmalereien ausgeführt.
Am Samstag, den 23. August 1969, erfolgte der Glockenaufzug durch die Schuljugend und drei Wochen später wurde die Vollendung der Renovation mit der Altarweihe gefeiert.
Autor: Chronikstube Jonschwil