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In Memoriam Adelbert Styger
† Adelbert Styger-Bütler
1925 bis 29. November 2012
Das Chlauseslä von Unterägeri hätte ohne die während 50 Jahren von Adelbert Styger-Bütler und seiner Frau Anna in uneigennützigster Weise geleisteten Arbeit in dieser Art gar nicht entstehen können.
In den ersten 25 Jahren wurden die Chlausesler nach getaner Arbeit in der Küche der Familie Styger verköstigt, damit die Unkosten möglichst niedrig gehalten werden konnten. Die Organisationssitzungen fanden ebenfalls dort statt. Die Hirthemden und Zipfelmützen wurden über Jahrzehnte im Hause Styger gewaschen und geglättet.
Eine Rotte startete jeweils aus der eigenen Garage. Adelbert war viele Jahre lang Gärtner im St. Anna und konnte daher das Chlauseslermaterial im Estrich des Haupthauses lagern. Manche Iffälä hat er geschnitten, damit sich die Rotten schöner präsentieren konnten.
Seit 1987 stellte die Familie Styger alljährlich am 14. August ihr Gartenhaus und das Cheminée für ein gemütliches Beisammensein der Führungsleute des Chlauseslä zur Verfügung und war dafür besorgt, dass alles schön hergerichtet und anschliessend wieder aufgeräumt war.
Adelbert war 1960, als damaliger Präsident der KAB (Katholischer Arbeiterbund), Initiator und zusammen mit Alfred Bucher Mitarbeiter einer Chlausesler-Rottä, die für die Missionen Geld sammelte. Das Geld ging an die Brücke der Bruderhilfe, ein Projekt der KAB, gedacht als Hilfe zur Selbsthilfe in den ärmsten Gebieten der Welt. Bald wurden auch Ägerer, die als Missionare in Afrika arbeiteten, mit einem Geldbetrag unterstützt.
Lieber Adelbert
Das Chlauseslä hat dir viel zu verdanken. Du hast es während der vergangenen Jahrzehnte durch viele Hochs und Tiefs mitgetragen. Wir danken dir dafür und sind überzeugt, dass dir der Himmel deine grossen Leistungen vergelten wird.
Geni Häusler, alt Koordinator Chlauseslä
Unterägeri, 3. Dezember 2012