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Mit 21 gegen 17 Stimmen hat der Ständerat am 11. Juni 2011 einer parlamentarischen Initiative der Luzerner Nationalrätin Ida Glanzmann (CVP) nicht stattgegeben, welche einen verfassungsmässigen Schutz für die christliche Tradition der Schweiz und der damit zusammenhängenden Symbole wie das Kreuz oder die Krippe forderte. Gemäss Luzerner Zeitung ging es Glanzmann darum zu verhindern, dass Einzelpersonen oder Interessensgruppen unter dem Vorwand fundamentaler Rechte wie Gewissens- oder Glaubensfreiheit unsere fundamental christlich geprägte Kultur in Frage stellen dürfen.
Angeregt worden sei die Initiative durch einen paradigmatischen Vorfall im Luzernischen Triengen im Herbst 2010. Gestützt auf einen Bundesgerichtsentscheid von 1990 hatte dort ein aus Deutschland zugezogener Freidenker und Vater zweier Schüler gefordert, die Kreuze aus den Klassenräumen der Primarschule zu entfernen. Der Mann sah durch das Hängen der Kreuze in Schulräumen die religiöse Neutralität der Schule verletzt. Die Schulbehörden haben daraufhin die Forderungen des Vaters teilweise erfüllt, indem sie die Kruzifixe durch Kreuze ohne Jesus-Darstellung ersetzten.
Bereits die Mehrheit der vorbereitenden Kommission des Ständerates beurteilte den Vorstoss von Glanzmann kritisch, weil sie durch die Privilegierung christlicher Symbole den religiösen Frieden aufs Spiel gesetzt sahen. Glanzmann hingegen betonte, dass gerade die christliche Kultur die Grundlage des religiösen Friedens in unserem Land darstelle. Der Nationalrat hatte der Schutz-Initiative für christliche Symbole bereits im Februar 2012 zugestimmt.