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US-Präsident Donald Trump in Corona-Isolation: «Ich bin positiv getestet worden.»
US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt er auf Twitter am Freitag mit.
Trump und First Lady Melania hatten sich einem Coronatest unterzogen, nachdem eine enge Präsidenten-Beraterin positiv auf das Virus getestet wurde. Beide Resultate seien positiv gewesen. «Wir werden unverzüglich unsere Quarantäne antreten und den Gesundungsprozess beginnen», so der US-Präsident auf Twitter. Und im selben Eintrag gab sich Trump zuversichtlich: «Wir werden das gemeinsam schaffen!»
Im Umfeld von Trump hat es schon früher Corona-Infektionen gegeben. Hicks ist allerdings die dem Präsidenten am nächsten stehende Person, von der bekannt ist, dass sie sich infiziert hat. Trump bestätigte erst am Donnerstagabend (Ortszeit) im Interview mit Fox News, dass sich Hope Hicks, eine der engsten Beraterinnen des amerikanischen Präsidenten, mit dem Coronavirus infiziert habe.
Die 31-jährige Kommunikationsspezialistin habe am späten Mittwoch erste Symptome einer Covid-19-Erkrankung gezeigt und sei daraufhin am Donnerstag getestet worden, berichtete später die NBC-Journalistin Hallie Jackson auf dem Nachrichtensender MSNBC.
Trump gab zudem bekannt, dass er und seine Gattin Melania sich umgehend hätten testen lassen. Die Resultate dieser Tests lägen aber noch nicht vor, obwohl doch das Weisse Haus über superschnelle Test-Maschinen besitzt. Deshalb «beginnen wir nun unseren Quarantäne-Prozess», sagte Trump. Das Weisse Haus wollte vorerst keine Auskunft über diesen Prozess geben – unabhängige Experten wiesen aber darauf hin, dass die Inkubationszeit des Virus gegen fünf bis sechs Tage betrage.
Gemäss der Agenda des Präsidenten will der 77-jährige Trump am Freitag an einem Telefongespräch mit «gefährdeten Senioren» teilnehmen, in dem er über Covid-19 spricht. Dann wird er in seinem Hotel in Washington mit Unterstützern sprechen, bevor er nach Sanford (Florida) fliegt, um dort am Flughafen um Stimmen zu werben. Am Samstag stehen dann zwei Auftritte im politisch hart umkämpften Bundesstaat Wisconsin auf dem Programm. Amerika wählt am 3. November.
Hicks gehört zum harten Kern der Trump-Entourage
Hicks befand sich am Dienstag und Mittwoch im Tross des Präsidenten, als das Ehepaar Trump an der ersten TV-Debatte mit Joe Biden in Cleveland (Ohio) teilnahm und der Präsident in Minnesota vor Hunderten von Menschen Wahlkampf betrieb. Im Internet kursierten am Donnerstag Bilder der maskenlosen Präsidentenberaterin, die in Cleveland von Bord des Präsidentenfliegers Air Force One geht. In Begleitung des Präsidenten befanden sich auch mehrere seiner Kinder sowie enge politische Berater wie Schwiegersohn Jared Kushner.
Hicks gehört zum harten Kern der Trump-Entourage. Die PR-Beraterin heuerte im Sommer 2014 bei der Trump Organization, der Familienholding des heutigen Präsidenten, an. Als sich dieser ein Jahr später in den Wahlkampf um das Weisse Haus stürzte, war das ehemalige Fotomodell plötzlich Pressesprecherin eines Präsidentschaftskandidaten.
Trump wiederum reiste am Donnerstag nach New Jersey, um dort Geld für seinen Wahlkampf zu sammeln. Im Gespräch mit dem «Fox News»-Moderator Sean Hannity, während dem der Präsident übrigens recht munter wirkte, machte Trump indirekt Soldaten oder Polizisten dafür verantwortlich, dass Hope Hicks sich mit dem Virus angesteckt habe -- denn sie wollten sich angeblich immer persönlich für die Verdienste seiner Regierung bedanken.
Die Coronapandemie hat in Amerika in den vergangenen sechs Monaten gegen 208'000 Todesopfer gefordert. Zuletzt starben am Mittwoch gegen 1000 Menschen an den Folgen von Covid-19. Am Donnerstag sagte Trump: «Das Ende der Pandemie ist in Sicht, und das nächste Jahr wird eines der grossartigsten Jahre in der Geschichte unseres Lande sein.»