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Ethik ist Klärung und Begründung von Normen und Werthaltungen durch Reflexion.
Moral ist faktisch wirksame Normen und Werthaltungen = Verhalten
siehe Grafik:
deskriptive Ethik (beschreiben von Moralvorstellung)
präskriptive (normative) Ethik (Regelungen für moralische Handlungen)
Meta-Ethik (Veränderung der Ethik im Zeithorizont)
Ist Moral angeboren?
Ist Moral angeboren? Experiment STraßenbahn: Religion, Ausbildung, Alter, Kultur spielen keine Rolle; Moral angeboren nicht anerzogen => Wir nehmen Nebenwirkungen in Kauf wenn wir nicht direkt handeln!
KEnnen Tiere Moral? Experiment Primaten – Salatgurke oder Weintraube? Gerechtigkeitssinn als Voraussetzung für moralisches Verhalten; Moral beginnt mit der Sorge um den Anderen (durch z.B. Mitgefühl, Gefallen tun füreinander, Sich um andere kümmern, Versöhnung nach Streitereien) => Vorteile im Kampf ums Überleben durch Zügeln des Egoismus
Tabula RAsa oder alles schon da? Aristoteles (blanke Tafel – die nach und nach beschrieben wird); Jean Piaget (4 Stufen der Moralentwicklung); Kohlberg (Kognitive Entwicklungstheorie des moralischen Urteils); Experiment „Darf man Süßigkeiten wegnehmen und heimlich essen?“; Moralische Wissen hat kategorische Bedeutung (es ist nicht böse, aber man darf es nicht); Moralische Motivation kommt später (geklaute Süßigkeiten schmecken Kindern bis zu ca. 11 Jahren gut) => Moralisches Wissen und moralische Motivation sind unterschiedliche Prozesse
Haben BAbys Moralverständnis? Babys zwischen 6 und 10 Monaten; Beobachtung von unterschiedlich farbigen Figuren; Figur will Berg hoch – Helfer – Blockierer werden gezeigt; Helfer wird nachher von Baby als Spielzeug gewählt; Befremdung wenn Helfer/Blockierer nah beieinander gezeigt werden => Soziales Verständnis notwendig für ein moralisches System
Ist Moral angeboren? II
Universale Grammatik der Moral: Universale Moralprinzipien sind angeboren, nicht bewusst; Unterscheidung zwischen aktiver und vorhersehbarer passiver Schädigung (z.B. Sterbehilfe); Aktion wird bei gleichem Resultat negativer bewertet; Moralische Entscheidungen werden häufig reflexhaft und unbewusst betroffen => Intuitives Handeln sollte durch rationales Handeln ersetzt werden
Wie unser Gehirn moralische Entscheidungen trifft? Präfrontaler Kortex durch MRT lokalisiert; Hirn ist jedoch Netwerk und sehr komplex; Hirngeschädigte Patienten fehlen „emotionale Bremsen“ sie handeln ausschließlich nach dem Zweck (z.B. Straßenbahn Experiment) => Landkarte des Gehirns noch wenig erforscht
Das moralische Dilemma! Frau liegt im Sterben, Apotheker entdeckt Heilmittel, will 10x soviel Geld, Ehemann probiert das zu beschaffen und bittet Verwandte und Behörden, schafft nur die Hälfte, erzählt dem Apotheker von sterbenskranker Frau und ob er später den REst zahlen kann; Apo. lehnt ab, will viel Geld machen; Ehemann überlegt einzubrechen und Medi zu stehlen aus Verzweiflung (Kohlberg)
Ebenen der Ethik (des moralischen Verhaltens)
Nenne die Ebenen der Moral! (moralischen Verhaltens)
- Lohn und Strafe = Man will Strafe vermeiden und sich der überlegenen Macht von Autoritäten fügen. - Zweckdenken = Man möchte die eigenen Interessen und Bedürfnisse befriedigen und lebt dabei in einer Welt, in der man auch die Interessen anderer berücksichtigen muss.
- Übereinstimmung mit anderen = Man möchte erfüllen, was nahestehende Menschen von einem erwarten. Es ist wichtig, „gute Absichten“ zu haben und anderen zu helfen. - Orientierung an der Gesellschaft = Es ist richtig, die Gesellschaft, Gruppen oder Institutionen zu stützen Man muss seine Pflicht erfüllen und die Gesetze befolgen (es sei denn, dass diese mit anderen festgelegten Pflichten kollidieren)
- Sozialvertrag und individuelle Rechte = Gesetze sind zum Wohle aller da, und um die Rechte aller Menschen zu schützen. Es soll der größtmögliche Nutzen für die größtmögliche Zahl von Menschen erreicht werden. Leben und Freiheit sind Werte von absolutem Charakter. - Ethische Prinzipien = Als vernünftiger Mensch glaubt man an die Gültigkeit allgemeiner moralischer Prinzipien und fühlt sich persönlich verpflichtet. Prinzipien sind allgemeine Vorstellungen von Gerechtigkeit, wie die Auffassung, dass für alle Menschen das gleiche Recht gilt und wir auf die Würde des Menschen achten müssen.
Situationen und Handeln sind abhängig voneinander!
Komponente 1: Interpretation der Situation in Hinsicht darauf, wie die eigenen Handlungen das Wohlergehen anderer beeinflussen
Komponente 2: Formulieren, was eine moralische Handlungsweise sein würde: das moralische Ideal in einer spezifischen Situation identifizieren.
Komponente 3: Unter den konkurrierenden Idealen – die in verschiedene Werte resultieren – dasjenige auswählen, nach dem man sich richtet; entscheiden, ob man versuchen soll, sein moralisches Ideal zu erfüllen oder nicht.
Komponente 4: Durchführen und Vollenden dessen, was man zu tun beabsichtigt.
Nun kommt die Präskriptive (normative Ethik! (davor ab Moral angeboren war alles deskriptive Ethik)!
Nenne wertorientierte Ansätze für normative!
1. Philosophiegestützte Ansätze (Aristoteles, Kant) (Philosophische Prinzipien bieten konkrete Handlungsanweisungen) 2. Gesellschaftsbezogene Ansätze (Unternehmen sind Teil des Systems mit Normen und Werten) 3. Rechtsbezogene Ansätze (Grundwerte finden in Verfassung und Gesetzen Eingang) 4. Theologieorientierte Ansätze (Prinzipien und Leitlinien aus den heiligen Schriften der Religionen)