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Am Anfang des Bergwegs standen der Idealismus und die Beharrlichkeit eines einzelnen Mannes. Wilfried Graf aus Binningen BL (rechts im Bild) kaufte 1973 in Selma ein Ferienhaus und durchstreifte mit seiner Familie in den folgenden Jahren die Berge des Calancatals. Da auf der Karte eingezeichnete Wege kaum mehr zu finden waren, machte Wilfried Graf mit seiner Familie mehrere Pfade mit Pickel und Fuchsschwanz wieder begehbar.
1977 bearbeitete er mit jungen Leuten eines internationalen Schüleraustauschs den Weg von Bersach nach Stabgel. Erst jetzt entstand bei ihm die Idee, einen durchgehenden Pfad von Aion nach Santa Maria zu schaffen. 1978 fand das Arbeitslager «Moleraweg» auf der Alp Aion Vec mit Studenten und Mittelschülerinnen statt. In wenigen Wochen wurde der grösste Teil der Strecke von Aion Vec zum Mottone gebaut. Nun erweiterte er das Projekt bis San Bernardino. Der weitgehend erfolglose Versuch, für das Projekt Geld von Privaten zu erhalten, führte zur Gründung eines Vereins. Am 4. November 1978 fand die Gründungsversammlung der «Associazione Strade Alte della Calanca» (ASAC) in Selma statt; später wurde der Verein in «Associazione Sentieri Alpini Calanca» umgetauft. Bis 1983 arbeiteten jeden Sommer freiwillige Jugendliche, Lehrlinge und Schulklassen aus acht Ländern an der Fertigstellung des Sentiero. Vorher hatten nur unzusammenhängende und ungepflegte Wegabschnitte bestanden. Finanziert wurde der Wegbau mit den teilweise stark aufgerundeten Mitgliederbeiträgen der ASAC.
Für den Bau der Buffalora-Hütte erhielt der Verein 1981 beträchtliche Spendengelder. In den folgenden Jahren erstellte die ASAC die Biwakhütten Ganan (1983) und Pian Grand (1985). Es war ein schwerer Rückschlag, als im April 1985 eine Lawine die Buffalora-Hütte wegfegte. Erst im Spätsommer 1987 konnte die zweite, an einem sicheren Ort auf einem Geländerücken erbaute Holzhütte eröffnet werden. Das eindrückliche Werk, das soviel Begeisterung und Ausdauer verlangt hatte, war endlich vollendet. Seither ist es die Hauptaufgabe des ASAC-Vereins, den Bergweg, die Markierungen und die drei Unterkünfte zu unterhalten und zu verbessern.