Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03656.jsonl.gz/2840

Zu dem Zeitpunkt hatte am 11. März 2011 ein gewaltiges Erdbeben der Stärke 9,0 Japan heimgesucht. Ein dadurch ausgelöster Jahrhundert-Tsunami riss mehr als 15'800 Menschen in den Tod. Mehr als 3000 Menschen werden ein Jahr danach weiter vermisst.
Bei einer Gedenkzeremonie der Zentralregierung im Nationaltheater von Tokio gedachte Kaiser Akihito und seiner Gemahlin, Kaiserin Michiko, zusammen mit Angehörigen von Opfern der grössten Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Dabei erklang die Nationalhymne.
Weite Gebiete radioaktiv verseucht
Der erst vor wenigen Tagen am Herzen operierte 78 Jahre alte Monarch hatte in den vergangenen Monaten immer wieder in rührender Anteilnahme den Überlebenden in den Notunterkünften Trost gespendet und Mut gemacht. Noch immer leben Zehntausende von Japanern in Behelfsunterkünften.
In Folge der Naturkatastrophe war es in drei Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi zu Kernschmelzen gekommen. Weite Gebiete wurden radioaktiv verseucht. Ums Leben kam durch den GAU aber niemand. Es handelte sich um die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl.
Am ersten Jahrestag der Katastrophe demonstrierten in Tokio und anderen Orten Menschen für eine Abschaffung aller Atomkraftwerke. Insgesamt aber ist die Beteiligung an solchen Anti-Atom-Protesten in Japan trotz der Katastrophe in Fukushima weiterhin relativ gering.
(tno/sda)