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Tampa Bay Lightning gewinnen erneut den Stanley Cup
Die Tampa Bay Lightning gewinnen zum zweiten Mal in Folge den Stanley Cup. Das Team aus Florida siegt im fünften Finalspiel gegen die Montreal Canadiens 1:0 und entscheidet die Serie 4:1 für sich.
Das einzige Tor der Partie erzielte Ross Colton in der 34. Minute. Tampas Goalie Andrej Wassilewski blieb dank 22 Paraden zum fünften Mal in diesen Playoffs ungeschlagen. Schon im entscheidenden siebenten Halbfinalspiel gegen die New York Islanders, das ebenfalls 1:0 endete, hatte er kein Gegentor zugelassen, wie auch im jeweils letzten Spiel im Achtelfinal gegen die Florida Panthers und im Viertelfinal gegen die Carolina Hurricanes. Der 26-jährige Russe wurde zum MVP der Playoffs gekürt.
Maroons dritter Titel in Folge
Pat Maroon gelang es als viertem Spieler, drei Titel in Folge zu holen - 2019 hatte er die Meisterschaft mit den St. Louis Blues gewonnen. Bester Skorer der Playoffs war wie in der letzten Saison Tampas Nikita Kutscherow, der acht Tore und 24 Assists erzielte. Teamkollege Brayden Point schoss zum zweiten Mal hintereinander am meisten Treffer (erneut 14) in der entscheidenden Meisterschaftsphase. Im Final blieb er allerdings torlos.
Der dritte Stanley-Cup-Sieg in der Geschichte der Lightning wurde frenetisch bejubelt. Gut 18'000 Zuschauer feierten ihre Helden. Beim Triumph im vergangenen September war dies noch ganz anders gewesen. Damals fanden die Playoffs aufgrund der Coronavirus-Pandemie in einer Blase in Edmonton und vor leeren Rängen statt. «Es ist unglaublich. Das ist so ein Klischee, aber es gibt keine Worte», sagte Steven Stamkos, der Captain der Lightning. «Es ist umso schöner, dies vor unseren Familien, unseren Freunden und unseren Fans zu erleben.»
Das Warten der Kanadier geht weiter
Seit Einführung der Gehaltsobergrenze in der NHL im Jahr 2005 ist Tampa Bay das zweite Team, das zweimal in Serie den Stanley Cup geholt hat. 2016 und 2017 hatten dies die Pittsburgh Penguins geschafft. Derweil konnte Montreal die 28 Jahre lange Durststrecke kanadischer Teams nicht beenden. Seit der NHL-Rekordmeister 1993 den letzten von 24 Titeln geholt hat, hat keine Mannschaft aus dem Mutterland des Eishockeys mehr den Stanley Cup gewonnen.
Es war allerdings eine Überraschung, dass die Canadiens überhaupt den Final erreichten. In der Qualifikation gewannen sie bloss 24 von 56 Partien, kein Playoff-Teilnehmer wies eine schlechtere Bilanz aus. In der ersten Runde gegen die Toronto Maple Leafs wendete Montreal ein 1:3 nach Siegen. Von daher werden die Spieler nach der ersten Enttäuschung stolz sein auf ihre Leistungen.
Die NHL unternahm einiges, um die Saison inmitten der Pandemie möglich zu machen: Neue Divisionen, keine Hauptrundenspiele zwischen Teams aus Kanada und den USA, ein strenges Testregiment, Abstandsregeln in Umkleidekabinen, kaum Bewegungsfreiheit bei Auswärtsspielen. Dennoch gab es mehrfach Ausbrüche in Teams, 52 Partien mussten im Zusammenhang mit dem Virus verschoben werden.