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Die Final-Affiche in der NLA der Frauen vermag niemanden zu überraschen. Mit Qualifikationssieger Elfic und mit Hélios stehen sich die beiden grossen Favoriten der Meisterschaft in der Endausmarchung gegenüber. Die grösseren Chancen auf den Titel werden gemeinhin den Freiburgerinnen zugesprochen, hatten sie doch in der laufenden Saison gegen Hélios alle fünf bisherigen Duelle für sich entscheiden können (drei in der Meisterschaft, einmal im Liga-Cup-Final und einmal in den Viertelfinals des Schweizer Cups). Im Grunde ein psychologischer Vorteil, wären da nicht die bitteren Erfahrungen aus der Vergangenheit. Bereits vor Jahresfrist war Elfic im Playoff-Final gegen die Walliserinnen favorisiert gewesen, verpasste damals aber den ersten Meistertitel seit 2011 überraschend. Das Team von Trainer Romain Gaspoz war also gewarnt.
Immer in Führung
Gestern trafen die beiden Equipen, die sich mit 3:0 Siegen in den Playoff-Halbfinals gegen Genf beziehungsweise Alte Kanti Aarau problemlos für den Final qualifiziert hatten, im St. Leonhard erstmals aufeinander. Elfic, das unlängst noch im Endspiel des Schweizer Cups gegen Winterthur so bitter verloren hatte, zeigte sich diesmal von Beginn weg auf der Höhe der Aufgabe. Das Heimteam riss die Führung gleich an sich und sollte sie bis zur Schlusssirene nicht mehr abgeben. 15:9 hiess es nach dem ersten Viertel zugunsten von Elfic, 32:24 zur Halbzeit. Hélios, das in den letzten fünf Jahren jeweils den Schweizer Meistertitel geholt hatte und sich für die Playoffs mit der Amerikanerin Angélique Robinson verstärkte, liess sich aber nicht entscheidend distanzieren. Auch als Elfic in der 27. Minute auf 46:30 davonziehen konnte, wussten die Gäste, die nur fünf Spielerinnen einsetzten, durch ihre zweite Amerikanerin Ravange Campbell nochmals zu reagieren. Als die Freiburger Spielmacherin Jazemine Davis im Schlussviertel einige Punkte zum 64:50 erzielte, war das Spiel aber definitiv entschieden.
Starke Defensive
«Zu Beginn war doch ein wenig Anspannung bei uns zu spüren», sagte Elfic-Trainer Romain Gaspoz nach dem wichtigen Auftaktsieg. «Wir wussten, dass eine starke Defensive der Schlüssel zum Sieg sein würde. Das ist uns heute gelungen.» Gaspoz, der nächste Saison das NLA-Männer-Team von Boncourt trainieren wird, zeigte sich stolz über die Leistung seines Teams, das sich vom Nackenschlag im Cup-Final erholt zu haben scheint. «Ich habe vor der Serie gesagt, dass wir mit Demut spielen müssen.»
Gaspoz warnt indes davor, den auf dem Papier deutlichen Sieg überzubewerten. «Der Erfolg fällt doch ein wenig zu hoch aus. Ein Sieg mit zehn Punkten Differenz hätte eher der Realität entsprochen.»
Spiel zwei der Finalserie zwischen Elfic und Hélios findet am Mittwochabend (19.30 Uhr) wiederum im St. Leonhard statt.
Telegramm
Elfic – Hélios 74:51 (32:24)
St. Leonhard. 200 Zuschauer.
Elfic Freiburg: Rol (15), Fora, Brock (25), Zali (2), Davis (23), Turin (9).
Hélios: Giroud (6), Constantin (9), Robinson (15), Campbell (16), Kershaw (5).
Playoff-Final. Stand Serie (best of 5): 1:0.