Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03312.jsonl.gz/745

Phlebitis bedeutet Venenentzündung.
Dabei handelt es sich um eine Entzündung in den oberflächlichen Venen des Unterhautfettgewebes meist mit lokaler Gerinnselbildung. Bei der Gerinnselbildung spricht man auch von Thrombophlebitis. Oft sind krankhaft erweiterte Venen beziehungsweise Krampfadern betroffen, die nicht durch eine Kompressionstherapie behandelt wurden.
Die Thrombophlebitis äußert sich durch eine lokale sehr schmerzhafte Schwellung und Rötung der erkrankten Vene.
Die Behandlung ist primär konservativ (Kompressionsstrumpf, Antiphlogistika, evtl. Antikoagulation mit niedermolekularem Heparin). Nach Abklingen der Entzündungszeichen sollte die Krampfader entfernt werden, wenn sie nach der Thrombophlebitis rekanalisiert wurde
Das Risiko einer Lungenembolie (durch Abschwemmen des Gerinnsels Richtung Lunge) ist bei der oberflächlichen Phlebitis etwas geringer als bei der tiefen Venenthrombose.
Ein Phlebologe ist ein Arzt der sich mit den Venenerkrankungen befasst. Da sich der Angiologe mit Venen, Arterien (Schlagadern), Lymphgefässen und Kapillaren befasst, deckt er auch das Tätigkeitsfeld der Phlebologie mit ab. Ein Venerologe beschäftigt sich mit Geschlechtskrankheiten.
Lehre von den Venenerkrankungen. Da sich die Angiologie mit Venen, Arterien und Lymphgefässen befasst, umfasst sie auch die Phlebologie.
Als Folge einer Thrombose kann nach Jahren ein postthrombotisches Syndrom entstehen. Durch Zerstörung der Venenklappen bei Auflösung des Thrombus werden die Venen insuffizient. Es kommt dann zu einer chronischen Stauung des Blutes in den Beinen mit chronischem Oedem bis hin zu offenen Beinen (Ulcus cruris). Dem postthrombotischen Syndrom kann man mittels konsequenter Kompressionstherapie mit Kompressionsstrümpfen vorbeugen. Dieses ist insbesondere in den ersten 2-4 Jahren nach der Thrombosediagnose wichtig, da sich in dieser Zeit die Venenwände umformen.
Siehe Ballondillatation