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Brachytherapie (griechisch brachys = kurz, nah), auch interne Strahlentherapie oder Kurzdistanztherapie genannt.
Bei der „Seed-Implantation“ handelt es sich um ein hochmodernes strahlentherapeutisches Verfahren, das bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom (Frühstadien) eingesetzt wird.
Unter ständiger Ultraschallkontrolle werden in Vollnarkose 60-120 kurz strahlende, kleinste Strahlenquellen (sogenannte „Seeds“) aus Titan und Jod-125 in die Prostata eingesetzt. Die Seed sind 5 mm x 0.8 mm gross. Das Einsetzen der Seeds geschieht mit Hilfe von Punktionsnadeln, die über ein Koordinatenzielsystem an genau vorausberechneten Positionen in der Prostata platziert werden. Die Seeds werden an der gewünschten Position in der Prostata abgelegt, wo sie verbleiben, um dort ihre Strahlenwirkung auf das Prostatakarzinom zu entfalten. So wird das Tumorgewebe durch hoch dosierte, gezielte Strahlung von innen behandelt.
Da die vorausberechnete Strahlendosis direkt auf die Krebszellen verabreicht wird, vermindert dies das Risiko, dass Gewebe oder Organe die um die Prostata herum liegen in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Seeds verbleiben in der Prostata, während die Strahlung über einen Zeitraum von 1 Jahr stetig abnimmt.
Die permanente LDR-Brachytherapie (Seed-Implantation) mit Jod-125 ist ein hoch effektives und schonendes Therapieverfahren mit hohen Heilungsraten und geringen Nebenwirkungen.