Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03363.jsonl.gz/2568

Pärke mit Ruhebänken, schattige Alleen oder Promenaden mit Gas- und später elektrischer Beleuchtung wie etwa der Schweizerhofquai in Luzern gehörten in der Hochphase der Belle Époque zum Standardangebot eines attraktiven Tourismusortes. Vielerorts entstanden sie auf Initiative von Ortsverschönerungsvereinen.
Diese Vereine wollten den Gästen aus der Stadt in den ländlichen Kurorten Infrastrukturen bieten, die Natürlichkeit mit städtischem Komfort verbanden. Zu ihren Zielen gehörte auch ein Reinlichkeitsanspruch, der Misthaufen entlang von Spazierwegen oder das Ausbringen von Gülle während der Tourismus-Hochsaison verbot. Mit der Gründung erster Verkehrsbüros professionalisierte sich nach 1900 die Betreuung der Touristen. Marketing und Werbung wurden wichtiger. Mit dieser Entwicklung einher ging vielerorts die Einführung einer Kurtaxe, welche die kommunalen Infrastrukturleistungen mitfinanzieren sollte.
Der einachsige Motormäher revolutionierte nach dem Zweiten Weltkrieg die Landwirtschaft der Schweizer Berggebiete. Er erleichterte nicht nur das Heuen, sondern liess sich auch als Zug- und Transportmaschine gebrauchen. Ihm folgten Güllepumpen, Seilwinden und Melkmaschinen als neue Gehilfen der Bergbauern.
Eine erste Mechanisierung der Schweizer Landwirtschaft mit Mäh-, Heu- und Dreschmaschinen, die meist von Pferden gezogen wurden, hatte im Flachland bereits in den 1860er-Jahren eingesetzt. Doch erst der Siegeszug des Elektro- und Benzinmotors brachte nach 1945 eine umfassende Veränderung. Dank der Mechanisierung liess sich der Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft der Nachkriegsjahre teilweise auffangen. Sie bewirkte aber auch einen tiefgreifenden Mentalitätswandel: Landmaschinen wurden zum Statussymbol und demonstrierten Fortschrittlichkeit, diktierten aber auch ein schnelleres Arbeitstempo.