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| Syrische Dichter - Ausgewählte Gedichte des Jakob v. Batnä in Sarug

7. Gedicht über den rechten Räuber.
7. Gedicht über den rechten Räuber.
Titel: „Homilie des hl. Mar Jakob über den rechten Räuber.“ — Die Homilie weicht zwar im allgemeinen weder in der Anlage noch im Stil von den übrigen Dichtungen unseres Autors ab, auch in ihr finden sich allzubreit ausgesponnene Reflexionen und ermüdende Wiederholungen, aber sie bietet eine solche Fülle erhabener Gedanken und anregender Erwägungen, daß sich jene Mängel weniger geltend machen als es sonst der Fall ist. Im Mittelpunkt der Ausführungen steht der heroische Glaube des Räubers, der besonders durch den Hinweis auf das feige Verhalten der Jünger während des Leidens ihres Meisters ins rechte Licht gerückt wird. Wenn der Dichter dabei aus den evangelischen Berichten mehr herausliest als auf Grund einer gesunden Exegese angängig ist, so muß man das seiner Liebe zum Helden seiner Dichtung zugute halten. Bemerkenswert ist die Forderung, die der Dichter in der Einleitung bezüglich des Inhaltes der Predigt aufstellt, daß sie nämlich dem Seelenzustand der Zuhörer angemessen sein soll, widrigenfalls der Prediger das Interesse und die Aufmerksamkeit derselben nicht in Anspruch nehmen könne. Diesem Grundsatz entsprechend lädt er in warmen Worten besonders die Sünder und Büßer ein, denn um ihre Sache handle es sich in der Homilie, die er im Begriffe sei vorzutragen.