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Albrecht Ludwig Berblinger, besser bekannt als Schneider von Ulm, versuchte im Mai 1811 mit seiner selbstgebauten Flugmaschine über die Donau zu gleiten. Nach dem Misslingen verliess Berblinger für eine Weile seine Heimatstadt.
Hier und über 200 Jahre später beginnt Anna Berblingers Monolog über das Fliegen. Die Frau des Schneiders ist zu einer Talkshow eingeladen. Derselbe Sender, der Berblingers Flugversuch finanziell unterstützt hat. Sie wundert sich, dass ausser ihr niemand in dem Fernsehstudio ist. Sie reflektiert über ihr Leben. Ein verwartetes Leben, das darauf ausgerichtet war, die Kinder zu erziehen, den Haushalt zu führen und ihrem Mann den Rücken freizuhalten.
„Warten macht dumm … immerzu habe ich vom Fliegen geträumt, bin fast mein ganzes Leben traumgeflogen.“
„Herbert Friedmann gelingt es mit seinem Text, das Schicksal von Anna Berblinger mit Gesellschaftskritik zu verbinden.“
(Darmstädter Echo)
Herbert Friedmann lebt als freier Schriftsteller in Berlin und ist Vater einer Tochter. Er hat rund 100 Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht, von denen einige in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Herbert Friedmann hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, unter anderem den Hans-im-Glück-Preis. Er war Otterndorfer Stadtschreiber und Esslinger Bahnwärter.
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