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Was der Volksmund «nervöse Blase», «Reizblase» oder «Dranginkontinenz» nennt, heisst in der Fachsprache «überaktive oder hyperaktive Blase». Der Begriff stammt aus dem Englischen, dort spricht man vom "overactive bladder syndrom"(OAB-Syndrom). Mindestens jeder sechste Erwachsene leidet an einer überaktiven Blase. Damit gehört das Krankheitsbild der überaktiven Blase zu einer der häufigsten Krankheiten und ist häufiger als z. B. die Zuckerkrankheit oder Rheuma.
- Das Hauptsymptom dieser überaktiven Blase ist ein plötzlich auftretender, störender, krankhafter Harndrang. Als Folge davon kommt es zu gehäuftem Wasserlösen am Tag und teilweise sogar in der Nacht.
- Je nach Situation kann es zu unerwünschtem Abgang von Blaseninhalt vor erreichen einer Toilette kommen - dann spricht man von Dranginkontinenz (oder "nassen überaktiven Blase, OABwet).
Betroffene Frauen sind teilweise in der Lebensqualität massiv eingeschränkt. Weil der Drang sich plötzlich und unerwartet bemerkbar macht, trauen sich Betroffene teilweise nicht mehr aus dem Hause und achten überall, wo es eine Toilette hat.
- Die Symptomatik beginnt häufig langsam mit gelegentlich verstärktem Drang so dass Betroffene mehr die Toiletten aufsuchen. Es vergehen Jahre bis diese Frauen die Einschränkungen zunehmend spüren. Im Extremfall traut man sich fast nicht mehr das Haus zu verlassen um ins Theater oder ins Kino zu gehen. Wenn sich dann die Blase beginnt auch in der Nacht ständig mit Drang zu melden, ist man wegen der häufigen nächtlichen Toilettengänge am Tag nicht mehr erholt, müde und erschöpft!
- Machen Sie etwas dagegen, bevor es so weit kommt. Prävention ist möglich.