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Die russische Luftwaffe verliert Kampfflugzeuge in rasantem Tempo. Laut einem Bericht der «Kyiv Post» ist es den ukrainischen Truppen gelungen, in den letzten zehn Tagen insgesamt fünf russische Kampfflugzeuge abzuschiessen.
Das wären die grössten Verluste seit dem russischen Angriff auf Kiew zu Beginn des Kriegs, die die russische Luftwaffe in so kurzer Zeit hinnehmen musste. Diese massiven Verluste haben mit zwei Faktoren zu tun.
Zum einen nutzt die russische Luftwaffe zur Unterstützung ihrer Bodentruppen in der Donezk-Region Flugzeuge des Typs Suchoi Su-25, Nato-Codename Frogfoot (Dt. Froschfuss). Diese speziell für den Bodenkampf entwickelten Jets müssen relativ niedrig fliegen, um effektiv ins Kampfgeschehen eingreifen zu können.
Zwar verfügen sie deswegen über eine starke Panzerung, die vor allem gegen den Beschuss mit Kleinwaffen wie Sturm- und leichten Maschinengewehren sowie kleineren Flugabwehrraketen schützt. Grösseren Flugabwehrgeschützen sind sie aber beinahe schutzlos ausgeliefert.
Und darin besteht das Problem für die russische Luftwaffe. «Sie (die Su-25) können nicht aus grösserer Entfernung angreifen. Deshalb muss der Feind näher heranfliegen und infolgedessen haben wir in den letzten zehn Tagen fünf Flugzeuge abgeschossen», erklärt ein Sprecher des Kommandos Süd der ukrainischen Streitkräfte der Nachrichtenagentur Unian.
Ein weiterer Faktor, der zu dem hohen Verlust an russischen Jets führt, ist die von der Ukraine eingesetzte Flugabwehr. Bislang setzte die ukrainische Armee vor allem auf Ein-Mann-Boden-Luft-Raketen wie das amerikanische System Stinger. Medienberichten zufolge scheinen die Munitionsbestände für diese Waffensysteme jedoch langsam zur Neige zu gehen.
Um diesen Mangel zu kompensieren, nutzen die ukrainischen Streitkräfte offenbar zusammengestückelte und umfunktionierte Flugabwehrsysteme der britischen und US-amerikanischen Armee. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, ist es US-amerikanischen Ingenieuren gelungen, ausgemusterte RIM-7 Raketen mit den schon von der Ukraine eingesetzten und noch aus der Sowjetzeit stammenden Buk-Raketenwerfern abzufeuern.
Des Weiteren, so heisst es in dem Bericht, sei es gelungen, aus verschiedenen, schon in der Ukraine eingesetzten Teilen einen neuen Raketenwerfer zu bauen. Dieser sei in der Lage, die eigentlich als Luft-Luft-Rakete konzipierte AIM-9M Sidewinder vom Boden abzufeuern. Gerade diese Raketen sind laut Berichten besonders effektiv in der Flugabwehr, da sie über eine wärmesuchende Zielerfassung verfügen.
Hintergrund für dieses vom Pentagon «FrankenSAM» genannte Programm ist der Haushaltsstreit im US-Kongress. Aufgrund dieses Streits ist es den USA nicht möglich, neue Waffen für die Ukraine zu beschaffen, wohl aber bereits vorhandene umzurüsten. Lesen Sie hier mehr zum Haushaltsstreit in den USA. «FrankenSAM» ist dabei ein Wortspiel, das sich aus dem Namen des von Mary Shelley erdachten Wissenschaftlers Dr. Frankenstein und der Abkürzung für Surface to Air Missle (Dt. Boden-Luft-Rakete) SAM zusammensetzt.
Auch das von britischer Seite zur Verfügung gestellte AIM-132 Luft-Luft-Raketensystem haben die Ukrainer so umgerüstet, dass es auch vom Boden aus eingesetzt werden kann. Vor wenigen Tagen wurde ein Video veröffentlicht, das zeigen soll, wie eine russische Kamikazedrohne mit genau diesem System zerstört wird. Ob nun aber auch genau diese Systeme für die Abschüsse der russischen Jets verantwortlich sind, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.
«Am 24. Mai werden wir in der Schweiz Eritrea feiern und ihr könnt uns nicht aufhalten», heisst es in einer Tiktok-Videobotschaft, die derzeit auf verschiedenen Kanälen die Runde macht. Am 24. Mai 1993 hat Diktator Issayas Afewerki die Macht ergriffen und führt seit diesem Tag das Land mit eiserner Hand. Bei Anhängern des Regimes wird dieser Tag als Nationalfeiertag gefeiert - auch in der Schweiz.