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20 Kilometer vor dem Ende des 177 Kilometer langen Tagespensums hatte eine 11-köpfige Leader-Gruppe noch einen Vorsprung von 1:30 Minuten. Doch diese Reserve schmolz kontinuierlich, weil die Abstimmung unter den Fahrern ungenügend war.
Als das Feld bedrohlich nahe gekommen war, fiel die Formation an der Spitze auseinander. Rafal Majka (Pol), der ganz kurzfristig als Ersatz von Roman Kreuziger für die Tour de France aufgeboten worden war, und Alessandro de Marchi (It) sprengten die Gruppe.
Majka wurde nicht mehr gestellt
Fortan vergrösserte sich der Vorsprung wieder, und Majka vermochte sich alleine abzusetzen. Der Pole konnte später auch dem Angriff von Vincenzo Nibali standhalten, den der Gesamtführende 3,5 Kilometer vor Rennschluss einmal mehr selber lanciert hatte.
24 Sekunden rettete der Vortages-Zweite Majka bei der Bergankunft in Risoul ins Ziel, nachdem er noch einmal seine letzten Kräfte mobilisiert hatte. Nach dem 6. Gesamtrang am Giro d'Italia feierte der 24-jährige Kämpfer den bislang grössten Triumph seiner Karriere. Hinter dem Solisten belegten Nibali und Jean-Christophe Peraud (Fr) die Ehrenplätze. Nibali baute seine Führung im Gesamtklassement weiter aus. Er liegt nun 4:37 Minuten vor Alejandro Valverde (Sp), der im Finale leicht einbrach.
Rodriguez als Erster auf dem Dach
Die 14. Etappe führte über das sogenannte Dach der 101. Tour de France. Der Col d'Izoard auf 2360 Meter über Meer ist der höchstgelegene Punkt der diesjährigen Rundfahrt. Als Erster hatte Joaquim Rodríguez den Gipfel erreicht. Mit diesem Effort kämpfte sich der Spanier die Führung in der Bergwertung zurück.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.07.14 13:30 Uhr