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Cannabidiol (CBD) ist für gewöhnlich das Cannabinoid, welches in Nutzhanf bzw. industriell verwendetem Hanf/Cannabis mit der höchsten und in Medizinalhanf mit der zweithöchsten Konzentration vorhanden ist. In Nutzhanf kommt CBD im oberen Drittel der Pflanze und in den Blüten in Konzentrationen von etwa 0,5 bis 2 Prozent vor. In den deutschsprachigen Ländern und vielen anderen Ländern darf Cannabis mit hoher CBD- und niedriger THC Konzentration (in der EU unter 0,2 Prozent, in der Schweiz unter 1 Prozent) als Nutzhanf angebaut werden. Die Fasern werden als Rohmaterial für industrielle und andere Zwecke genutzt, die Hanfsamen dienen der Gewinnung von Hanfsamenöl, einem Pflanzenöl hoher Qualität, und anderen Nahrungsmitteln. In den letzten Jahren herrscht ein zunehmendes Interesse am therapeutischen Potenzial von CBD. Cannabidiol verursacht im Gegensatz zum THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) keine psychedelischen Wirkungen und selbst hochdosiert im Allgemeinen keine relevanten Nebenwirkungen.
Die Sinsemilla-Technik (Spanish sin semilla: „ohne Samen") I, bei der die männlichen Cannabispflanzen vor der Keimung entfernt werden, kann bei CBD-reichem Hanf analog zu THC-reichem angewendet werden und führt ungefähr zu einer Verdopplung de CBD-Gehalts. Sinsemilla bedeutet, dass die weiblichen Blüten ihren Cannabinoidgehalt in Abwesenheit männlicher Pflanzen und damit einer fehlen, den Bestäubung der Blüten erhöhen.
CBD in Deutschland, Österreich und der Schweiz Auch in den deutschsprachigen Ländern gibt es Unternehmen, die CBD-reiche Extrakte anbieten. Diese werden vor allem as den weiblichen Blüten des Faserhanfs hergestellt. Darüber hinaus besteht in Deutschland die Möglichkeit, sich vom Art CBD-Rezepturarzneimittel as der Apotheke verschreiben zu lassen. CBD wurde in Deutschland im Jahr 2016 apothekenpflichtig und muss verschrieben werden. Apotheken können dieses CBD bei dem Frankfurter Unternehmen THC Pharm bestellen. Leider übernehmen die Krankenkassen im Allgemeinen nicht die Kosten einer solchen Behandlung. In einzelnen Fällen tun sie das aber, beispielsweise gelegentlich bei schwerer therapieresistenter Epilepsie von Kindern. In der Schweiz und in Österreich sind Hanfsorten, die maximal ein Prozent (Schweiz) bzw. 0,2 Prozent (Österreich) THC enthalten, legal und dürfen sogar als Cannabidiol-Marijuanasorten verkauft werden, jedoch nicht als Arzneimittel deklariert sein. Medizinische CBD-Präparate können aber in der Schweiz vom Art verordnet und anschliessend über die Apotheke bezogen werden.
Quelle: Franjo Grotenhermen, "CBD, Ein Cannabinoid mit Potenzial"