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Mögliche Schäden für die Ölindustrie, etwa an Plattformen oder Raffinerien, seien bisher nicht bekannt. Die Anlagen seien aber professionell geführt und auch gut geschützt, so Rauch. Generell sei es für Schadensschätzungen noch zu früh, zumal die Naturkatastrophe noch andauere.
Die starken Regenfälle hatten weite Teile von Südtexas in eine Wasserfläche verwandelt. Die Behörden fürchten, dass bis zu 30 000 Menschen vorübergehend obdachlos werden könnten, zumal mit weiteren starken Regenfällen bis Ende der Woche gerechnet wurde.
Bei seinem Auftreffen auf Land sei "Harvey" zu Beginn mit Windgeschwindigkeiten von über 210 Kilometern pro Stunde noch stärker als Wirbelsturm "Katrina" gewesen, der vor zwölf Jahren die Gegend um New Orleans verwüstet hatte. Glück im Unglück bei "Harvey", der mittlerweile von einem Hurrikan zum Tropensturm herabgestuft wurde: Er traf auf eine relativ bevölkerungsschwache Region mit vergleichsweise geringen Sachwerten, wie Rauch sagte.
Die privaten Versicherer könnten trotz der verheerenden Überschwemmungen bei "Harvey" glimpflicher davonkommen als bei "Katrina". Anders als bei Sturmfluten, wie sie "Katrina" ausgelöst habe, und bei denen Sturmschäden von Wasserschäden oft schwer zu trennen seien, würden in den USA Schäden durch Regen an Wohngebäuden im Inland nur zu einem geringen Teil durch private Versicherer abgedeckt, sagte Rauch. Hier sei eine Absicherung durch das "National Flood Insurance Program" (NFIP) möglich, eine öffentlich-private Versicherungspartnerschaft, bei der der Hauptrisikoträger die öffentliche Hand ist./csc/DP/edh
(AWP)