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THE TURN OF THE SCREW
Operhaus Zürich | 2.11.2014 | 19.00
Oper von Benjamin Britten, in einem Prolog und zwei Akten, Libretto von Myfanwy Piper.
Nach der gleichnamigen Erzählung von Henry James
«Die Drehung der Schraube» – so lautet die wörtliche Übersetzung von The Turn of the Screw. Tatsächlich windet sich die dramatische Spirale dieser auf einer Novelle von Henry James basierenden Oper in immer unheimlichere Bewusstseinsschichten. Die Geschichte beginnt recht harmlos: Eine junge Gouvernante übernimmt in einem englischen Landhaus die Erziehung zweier Waisenkinder. Alles scheint sich gut zu entwickeln, bis sie eines Nachts einen Mann erblickt. Von der Haushälterin erfährt sie, dass es sich um eine Erscheinung handeln müsse – Peter Quint, ein früherer Diener des Hausherrn, der zu seinen Lebzeiten grossen Einfluss auf den Jungen Miles ausübte. Aber auch die damalige Gouvernante, Miss Jessel, sei in den Bann Quints geraten, der sie schliesslich in den Tod getrieben habe. Die Gouvernante glaubt zu wissen, was nun geschehen wird: Quint kommt, um die Kinder in seinen Besitz zu bringen... Kommt den Geschehnissen Realität zu, oder sind sie möglicherweise obsessive Fantasien der jungen Erzieherin? Überhaupt: Aus welcher Perspektive wird die Geschichte erzählt? Brittens fünfte Kammeroper, 1954 anlässlich der Biennale in Venedig komponiert, wirft viele Fragen auf. Gespannt sein darf man deshalb auf die Sichtweise des Regisseurs Willy Decker, der sich im Laufe seiner Karriere immer wieder mit den Werken Benjamin Brittens auseinandergesetzt hat. Für die musikalische Umsetzung zeichnet der junge Dirigent Constantin Trinks verantwortlich, die kanadische Sopranistin Layla Claire debütiert an unserem Haus in der Rolle der namenlosen Erzieherin.