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Abschirmung Süd
|Info-Bulletin Nr. 41 (2009)||> Pläne und Grafiken||> Fotobuch|
Nach mehrjährigen Vorstudien über die Sicherung der Deponie im Abstrombereich wurde 1996 ein Vorprojekt für ein Massnahmenpaket ausgearbeitet, welches eine rund 35 m tiefe, die Deponie auf drei Seiten U-förmig umschliessende Dichtwand, kombiniert mit einer 15 – 18 m tiefen Drainagewand aus kiesgefüllten Sickerpfählen umfasste. Zum Nachweis der technischen Machbarkeit war bereits vorher eine Pilotanlage (sog. Versuchsdichtwandkasten) erstellt worden. Diese diente einerseits der Abklärung der Bohr- und Fräsbarkeit der anstehenden Molasse und andererseits der Evaluation der bestgeeigneten Dichtwandmasse.
Im Hinblick auf die mittlerweile in die Planung einbezogene Gesamtsanierung wurde das Abschirmungspaket vereinfacht; die Ausführung der Dichtwand wurde zurückgestellt, und soll nur noch in Betracht kommen, wenn die Drainagewand den Anforderungen des Grundwasserschutzes bis zur erfolgten Gesamtsanierung nicht genügen kann.
Die Abschirmung Süd wurde 2001-2003 erstellt. Das System besteht aus 129 vertikalen Drainagebrunnen Ø 80 cm, welche mit einem Edelstahl-Filterrohr (unterste 4 m als Edelstahl-Wickeldraht-Filter ausgeführt) und parallelen Kontroll- und Spülrohren ausgebaut sind. Der Ringraum wurde mit grobkörnigem Quarzkies verfüllt. Der Abstand der Bohrungen beträgt 4 m. Unterhalb der Drainagebrunnen verläuft ein 560 m langer begehbarer, belüfteteter Werkstollen, in welchem die in die Drainagebohrungen eintretenden Schmutz- und Sauberwässer selektiv gefasst und über ein mehrteiliges Rohrsystem zur weiteren Behandlung abgeleitet werden. Der tiefste Punkt liegt 27 m unterhalb der Oberfläche und rund 15 m unterhalb des tiefsten Punktes der Tongrube.