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The Zürich James Joyce Foundation wants to clarify a few facts surrounding a deluxe edition by Ithys Press of what is called “The Cats of Copenhagen.” Its prospectus states: “The letter is among the many items donated to the Zurich James Joyce Foundation by Hans E. Jahnke, son of Giorgio Joyce’s second wife, Asta. Nearly lost and forgotten, it is a joy to see this delightful story in print at last.”
The letter is indeed among the holdings of the Zürich Foundation, part of the generous “Jahnke Bequest” of 2005. The donator, Hans E. Jahnke, stipulated that the original material (letters, notes and drafts, etc.) be made accessible to researchers. The Foundation has allowed serious bona fide scholars to inspect its documents.
The Foundation is therefore all the more dismayed to learn that a copy of the letter to young Stephen Joyce of 1936 must have been used for its publication in book form. The Foundation was never approached or informed, it was never asked for permission. It is only now that the abuse has come to its notice.
This is to state that the Zürich James Joyce Foundation was left completely in the dark, it never permitted, tolerated, condoned or connived at this publication, and it rigidly dissociates itself from it.
The Zürich James Joyce Foundation’s policy has been one of openness and trust and it would be reluctant in the future to regard visiting scholars and researchers with basic suspicion.
Related Press Articles:
- Killeen, Terence. “Joyce Children’s Story Published in Dublin to Dismay in Zürich“. The Irish Times, Feb 8, 2012.
- Flood, Alison. “James Joyce Children’s Story The Cats of Copenhagen Gets First Publication.” The Guardian, Feb 9, 2012.
- “James Joyce’s Children’s Book Sparks Feud.” BBC, Feb 10, 2012.
- “Frechheit siegt.” Neue Zürcher Zeitung, Feb 11, 2012. (below)
Neue Zuercher Zeitung
11. Februar 2012
Frechheit siegt
Ein Manuskript aus den Beständen der Zürcher James-Joyce-Stiftung wird als «Entdeckung» publiziert
as. · Die Geschichte entbehrt nicht der Ironie – freilich von der sauersten Sorte. Über Jahre hatte die restriktive Handhabung von James Joyce’ literarischem Erbe durch Stephen J. Joyce, den Enkel des Schriftstellers, der Zürcher James-Joyce-Stiftung Verdruss bereitet; umgekehrt besteht kein Zweifel am generösen Umgang dieser Institution mit ihren für Forscher und Interessierte frei zugänglichen Beständen – nicht zu reden von der Sachkompetenz, die Fritz Senn, der Leiter der Stiftung, und seine Mitarbeiterinnen bereit willig in den Dienst der Öffentlichkeit stellen.
Dank ebendieser Grosszügigkeit erhielt auch Anastasia Herbert, Gründerin des im Oktober 2011 lancierten irischen Verlags Ithys Press, die Kopie einer kleinen Geschichte mit dem Titel «The Cats of Copenhagen», die Joyce 1936 für seinen Enkel zu Papier gebracht hatte. Der Text gehört zu dem kostbaren Konvolut von Dokumenten – von Joyce verfasste Briefe und Postkarten, Notizen, Typoskripte, bearbeitete Druckfahnen, Briefe von Beckett und der Verlegerin Sylvia Beach –, das der Stiftung 2005 von Hans E. Jahnke überreicht worden war. Gemäss dem Wunsch des Stifters und der Sitte des Hauses wurde dieses Material auch Aussenstehenden bona fide zugänglich gemacht.
Mrs. Herbert jedoch passte lediglich das Jahr 2012 ab, in dem die Rechte auf Joyce’ Werke frei werden, um die «Cats of Copenhagen» als «neu entdeckte Geschichte von James Joyce» in einem aufwendig gestalteten limitierten Privatdruck zu stolzen Preisen (1200 Euro für die Vorzugs-, 300 für die gewöhnliche Ausgabe) zu offerieren. Es wundert wenig, dass die über das Projekt im Dunkeln gelassene Joyce-Stiftung verstimmt reagierte. Baff darf man hingegen über den unverschämten Ton der Replik Mrs. Herberts sein, die nicht einmal fähig ist, den Namen der Institution richtig wiederzugeben. Das «Zurich Joyce Centre» über das Vorhaben zu informieren, schreibt sie, wäre sinnlos gewesen und hätte zu einer Verhinderung der Publikation bzw. «irgendeiner billigen Art der Vorwegnahme» derselben führen können. Von Fritz Senn – dem, es sei nochmals betont, Mrs. Herbert den Einblick in das Manuskript überhaupt verdankt – heisst es, er «posaune» seinen «diffamierenden» Protest herum; wer Senns liebenswürdige, zurückhaltende Art nur irgendwie kennt, wird das Groteske dieser Unterstellung nachvollziehen können. Billig und laut hat sich in dieser Angelegenheit nur eine Partei verhalten – und die sitzt nicht in Zürich.