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PISA 2009 in der Deutschschweiz
Die Durchführung von PISA 2009 wird in der Schweiz von einem Konsortium geleitet, bestehend aus dem Service de la recherche en éducation (SRED) in Genf, dem Ufficio studi e ricerche (USR), Bellinzona der Pädagogischen Hochschule des Kantons St. Gallen und dem Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich. Das Institut für Bildungsevaluation ist zudem für die Testdurchführung in den Kantonen Aargau, Basel Land und Basel Stadt, Luzern, Nidwalden und Obwalden, Solothurn, Schwyz, Uri, Wallis (deutschsprachiger Teil), Zug sowie Zürich zuständig.
Im Projekt PISA (Programme for International Student Assessment) werden die Kompetenzen von Jugendlichen am Ende der obligatorischen Schulzeit in den Fachbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften in sämtlichen OECD-Ländern im Dreijahresrhythmus getestet und international verglichen. Das Besondere an PISA zeichnet sich in der Regelmässigkeit der Erhebungen und in der Auswahl der überprüften Kompetenzen aus. Diese werden in jedem Zyklus unterschiedlich differenziert geprüft. Im Jahr 2000 lag der Schwerpunkt der Untersuchung bei der Erfassung der Lesefähigkeiten, während Mathematik und Naturwissenschaften weniger gründlich berücksichtigt wurden. Im Jahr 2003 lag der Schwerpunkt bei der Mathematik und im Jahr 2006 bei den Naturwissenschaften. Beim aktuellen PISA-Zyklus 2009 werden wieder die Lesefähigkeiten genauer untersucht.
Die Erziehungsdirektionen aller Kantone der Schweiz haben beschlossen, auch an der vierten von der OECD lancierten Erhebung PISA teilzunehmen. Mit der Studie sollen beispielsweise folgende Fragen beantwortet werden: «Welche Kompetenzen erreichen Jugendliche aus der Schweiz im internationalen Vergleich?»; «Welche Bildungsstrukturen maximieren die Chancen von Schülerinnen und Schülern aus benachteiligten Verhältnissen?»; «Wie gross ist der Einfluss der Qualität schulischer Ressourcen auf die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler?».
Zyklische Studie
PISA ist als zyklische Studie organisiert und erstreckt sich über drei Projektzyklen. Die Studie ermöglicht sowohl geographische Vergleiche (zwischen den Ländern), Vergleiche im Zeitverlauf (alle drei Jahre) sowie eine vertiefende Auswertung im Schwerpunktbereich. Die Ergebnisse aus PISA 2000 erlangten hohe Beachtung und lösten vielerorts Diskussionen über die Wirksamkeit der unterschiedlichen Bildungssysteme aus. Die ersten Ergebnisse von PISA 2003 mit dem Schwerpunkt Mathematik wurden 2004 veröffentlicht. In der dritten PISA- Erhebung 2006 wurden als Schwerpunkt die Naturwissenschaften genauer untersucht. Die internationalen Ergebnisse wurden im Herbst 2007 wiederum unter grosser medialer Bachtung publiziert.
Im Herbst 2007 sind auch bereits die Vorbereitungen für den vierten PISA-Zyklus 2009 angelaufen. Im April und Mai 2008 wird der Pilottest für die Hauptstudie durchgeführt..
Dauer: 2007-2009
Auftraggeber: Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT)