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Eine Halbarte setzt sich aus einem gekanteten Schaft und einem daran befestigten Blatt aus Eisen mit einer Spitze zusammen. Das Blatt mit Schneide und die Stossklinge (Spitze) werden aus zwei Hälften zusammengeschmiedet. Das Blatt ist hochrechteckig oder halbmondförmig. Zumeist ist ein Haken am Rücken des Blattes herausgeschmiedet. Ursprünglich ähnelte die Halbarte einem oben spitz zulaufenden Hiebmesser mit rückseitigen Ösen für die Montage des Schafts (KZ-10928). Später wurde der Schaft über eine Tülle zwischen Blatt und Rücken befestigt. So kam die Stossklinge auf eine Linie mit dem Schaft zu liegen. (KZ-1177) Bezeichnung: Die zeitgenössische Literatur spricht von Halbarte (Halm = Schaft/ Barte = Beil bzw. Klinge). Hellenbarde scheint eine Verballhornung der französischen Bezeichnung hallebarde zu sein. In der deutschen und österreichischen Literatur taucht der Begriff Helmbarte oder Hippe auf. Herkunft: Woraus sich die Halbarte entwickelte, ist nicht eindeutig geklärt. Eduard Achilles Gessler, der erste Waffenkurator im Landesmuseum sieht ihren Ursprung in karolingischer Zeit, wo man das germanische Hiebmesser, das sogenannte Scramasax (A-28982) an einer Stange befestigte. Wolfgang Schneewind führt die Halbarte auf die hache danoise zurück. Diese langstielige geschwungene Fussstreitaxt machten die Normannen in Frankreich bekannt. Für das 13. Jh. ist sie in der Nähe der heutigen Schweiz im Elsass belegt. 1289 kämpften Schwyzer Söldner für Rudolf von Habsburg vor Besançon und kamen wohl mit dieser Waffe in Kontakt. Die erste schriftliche Erwähnung der Halbarte für das Gebiet der heutigen Schweiz finden wir in Johannes von Winterthurs zeitgenössischer Beschreibung der Schwyzer im Kampf bei Morgarten 1315: Die Schwyzer hatten auch in den Händen gewisse Waffen, Gesen, in ihrer Volkssprache Halbarte genannt, sehr schreckliche, mit denen sie die stark bewehrten Gegner wie mit einem scharfen Messer zerteilten und in Brocken zerhieben. (Link) Gebrauch: Die Halbarte kann mit Blatt und Haken zum Schlag und Hieb bzw. Schnitt und Riss, sowie dank der Stossklinge zum Stich verwendet werden. Sie wird im Hoch- und Spätmittelalter zur Hauptwaffe der eidgenössischen Fusstruppen. Textverweis: Schweizerisches Idiotikon, S. 1619 1622. Gessler, Eduard Achilles: Schweizerisches Landesmuseum. Führer durch die Waffensammlung, Zürich/Aarau 1928, S. 53. Schneewind, Wolfgang: Historisches Museum Basel. Die Waffensammlung, Basel 1958, S. 33.