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Mladic-Prozess für unbestimmte Zeit unterbrochen
Mladic im Gerichtssaal: Der Prozess ist nach einem Fehler der Anklage auf unbestimmte Zeit unterbrochen worden. (Keystone)
Der Prozess gegen den früheren Militärchef der bosnischen Serben, Ratko Mladic, ist auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Grund sind formale Fehler. Weil die Ankläger es versäumt haben, der Verteidigung rechtzeitig alle Beweisstücke zu übergeben, hat der Vorsitzende Richter Alphons Orie die Fortsetzung des Prozesses ausgesetzt. Es könnte nun Monate dauern, bis die ersten der 413 Zeugen vor Gericht aussagen können. Ursprünglich sollte das Beweisverfahren am 29. Mai eröffnet werden.
Anklage legt keinen Widerspruch ein
Nach den Worten des Vorsitzenden Richters wird derzeit geprüft, wie gross das Ausmass des Fehlers ist. Dann soll sobald wie möglich ein neuer Termin angesetzt werden. Die Anklage hatte bereits Fehler eingeräumt und legte keinen Einspruch gegen die Vertagung ein. Mladics Anwälte forderten eine sechsmonatige Unterbrechung.
Mladic werden Kriegsverbrechen während des Bosnienkriegs von 1992 bis 1995 zur Last gelegt. Der Prozess war am Mittwoch, beinahe ein Jahr nach seiner Festnahme, vor dem Uno-Tribunal für das frühere Jugoslawien eröffnet worden. (ank, sda/dapd)
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