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Du kannst direkt zum Klavier Akkorde Fingersatz pdf scrollen und gleich loslegen. Ich empfehle dir jedoch, die Einleitung zu lesen, damit du den Kontext verstehst und auch lernst, mit dem Fingersatz pdf möglichst effizient zu lernen.
Welches sind die 24 wichtigsten Klavier-Akkorde?
Es gibt hunderte verschiedene Akkorde, die du auf dem Klavier spielen kannst. Und doch sind es immer Abwandlungen oder Erweiterungen der 24 wichtigsten Akkorde: 12 Moll-Dreiklänge und 12 Dur-Dreiklänge. Die Zahl 12 kommt von den 12 Grundtönen, die ein Akkord haben kann. Hier sind sie:
Du kannst also auf jeden der 12 auf dem Klavier spielbaren Töne – C, C#, D, D#, E, F, F#, G, G#, A, A# und B einen Akkord kreieren, indem du zwei Terzen darüber legst. Terzen sind Abstände von 4 Halbtönen (grosse Terz, grün markiert) oder 3 Halbtönen (kleine Terz, pink markiert). Eine grosse + eine kleine Terz ergibt einen Dur-Akkord, eine kleine + eine grosse Terz ergibt einen Moll-Akkord.
Hier sind alle zwölf Dur- und die zwölf Moll-Akkorde:
Beispiel: vom Ton C aus eine grosse Terz ist ein E (gezählt von C aus: C#, D, D#, E sind 4 Halbtöne), vom E aus eine kleine Terz ist ein G (gezählt von E aus: F, F#, G sind 3 Halbtöne). Das heisst, C+E+G ist ein Dur-Dreiklang oder ein Dur-Akkord. C-Moll-Akkord oder -Dreiklang wäre dann umgekehrt: zuerst kleine Terz von C aus ist ein D#, dann grosse Terz von D# ist ein G. So ist C-Moll = C + D# + G.
C-Dur:
C-Moll:
Ein Akkord wird immer nach seinem Grundton als Grossbuchstaben benannt, bei Moll-Akkorden ergänzt mit einem kleinen «m», bei Dur-Akkorden ohne das «m». Wenn du also F# liest, weisst du, dass ein F#-Dur gemeint ist und wenn du ein Abm liest, spielst du einen Ab-Moll.
F#-Dur (F#):
Ab-Moll (Abm):
Warum du diese Akkorde auf dem Klavier kennen solltest
Wenn du die Moll- und Dur-Dreiklänge kennst, kannst du sie sofort spielen. Das heisst, dass du zu Lead Sheets oder zu Noten oder zu Liedertexten sofort und ohne Vorbereitung eine Begleitung spielen kannst! Einzig Voraussetzung ist, dass die Akkorde igendwo notiert sind.
Zum Beispiel über den Noten:
Oder über dem Text:
Wichtig: Alle anderen Akkorde, die dir begegnen könnten – 7er, j7, 9, 11, 13, sus, aug, dim etc. – sind für dich ganz einfach zu lernen, weil sie auf den Dur-/Moll-Dreiklängen aufbauen. Wenn du mehr über Akkorderweiterungen lernen willst, schau in meiner Auflistung aller Akkorde nach.
Wie werden Akkorde auf dem Klavier gespielt – Umkehrungen
Du kannst die Akkorde natürlich als Dreiklang in ihrer Grundstellung spielen, das ist jedoch relativ einschränkend. Damit du die ganze Klaviatur mit ihren 88 Tasten nutzen kannst, wirst du die Umkehrungen brauchen. Es gibt pro Dreiklang drei Umkehrungen: die Grundstellung, die erste Umkehrung und die zweite Umkehrung. Wenn du jeweils den untersten Ton oktavierst (eine Oktave nach oben verschiebst), kommst du zur nächsten Umkehrung. Und von der zweiten Umkehrung kommst du danach wieder zur Grundstellung:
Hier ist C-Dur in Grundstellung:
C-Dur, erste Umkehrung:
C-Dur, zweite Umkehrung:
Die Umkehrungen klingen alle sehr ähnlich, weil sie aus denselben Tönen bestehen und somit alle denselben Akkord abbilden. Alle oben gezeigten Umkehrungen von C-Dur klingen nach C-Dur. Mit dem intuitiven Wissen, welche drei Töne zu welchem Akkord gehören, und mit der Übung, diese Töne in allen Umkehrungen schnell auf der Klaviatur zu finden, kannst du Begleitpatterns spielen und für jedes Lied deine eigene Begleitung improvisieren.
Wie lernt man Akkorde auf dem Klavier, inkl. Fingersatz
Am besten lernst du die Akkorde im Learning by doing, d.h. indem du Lieder begleitest. Nimm ein einfaches Lied, z.B. Knocking on Heaven’s Door, schreib dir die Akkorde auf – du findest sie z.b. auf UltimateGuitar oder wenn du bei Google den Namen des Lieds und «chords» (englisch für Akkord) eingibst. Genau so 😉
Am einfachsten begleitest du das Lied zuerst mit den Dreiklängen in ihrer Grundstellung. Hier kommen vier Akkorde vor:
G-Dur:
D-Dur:
A-Moll:
C-Dur:
So lernst du schon mal die Grundstellung der 24 Akkorde, das gibt dir eine erste Orientierung. Danach solltest du unbedingt mit Umkehrungen spielen: Versuch die Akkorde möglichst so zu legen, dass du am wenigsten springen musst. Das heisst du kehrst die Akkorde so um, dass die Töne möglichst nahe beieinander liegen. Zum Beispiel so:
G-Dur (Grundstellung):
D-Dur (erste Umkehrung):
A-Moll (zweite Umkehrung):
Das wechseln der Akkorde liegt so viel mehr in der Hand und gleichzeitig machst du dich mit den Tönen der Akkorde vertraut. Mehr einfache Begleitmuster findest du in meinem Begleitpattern-PDF.
Das ultimative Akkorde-Fingersatz-PDF für Klavier
Für Fingersätze gilt grundsätzlich: möglichst wenig Sprünge, möglichst entspannte Hände. Probiere folgende zwei Beispiele aus mit beiden Fingersätzen, dann merkst du den Unterschied.
Eine Liste mit den besten Fingersätzen für alle Umkehrungen aller 24 Akkorde findest du hier im kostenlosen Akkorde Fingersatz pdf: