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58 Schützinnen und Schützen aus 11 Nationen massen sich letzte Woche auf dem Militärgelände in Veszprém, Ungarn, über fünf Distanzen (300/500/600/900 und 1000 Yard). Erstmals wurde ein solcher Wettkampf mit modernen Kamerasystemen überwacht und ausgewertet. Die Wetterbedingungen in Ungarn waren von sehr heiss bis regnerisch kühl. In den Einzelbewerben fand sich Sepp Ruoss stets im vorderen Mittelfeld, nicht aber auf dem Podest. Dies war den Top-Schützen, welche die steten Windwechsel besser einschätzen können, vorbehalten. «Nebst der Erfahrung über lange Distanzen fehlt uns in der Schweiz eine Langdistanzen-Bahn, die wir mehrmals jährlich benützen dürften. In unseren Trainings fokussieren wir uns auf 300 Metern», meint Sepp Ruoss. Die zwei, drei Trainingseinheiten bis 1000y (914 m) bringen uns nicht echt weiter, so Ruoss weiter.
Für die 10-köpfige Schweizer Delegation gingen einige Medaillen an die Schützen, die mit ihren über 120-jährigen Original-Vorderladern an den Start gingen. Die Replika-Schützen gingen diesmal in den Einzelbewerben leer aus.
Teamwettkämpfe
In den separat ausgetragenen Teamwettkämpfen wuchs die Schweizer Delegation insbesonders in den Königsdisziplinen über 900 y und 1000 y über sich hinaus. Erstmals gelang es der Schweizer Equipe eine Longrange-Team-Medaille zu gewinnen. Der Märchler Sepp Ruoss, Adrian Eichelberger (Madiswil), Roland Frei (Würenlos) und Oliver Eggenschwiler (Ederswiler) blieben zwar hinter den übermächtigen Amerikanern, bezwangen aber die routinierten Südafrikaner und Deutschland. Ruoss trug einen wesentlichen Anteil zum Gruppen-Erfolg bei. In der Punktewertung aller Distanzen heimsten die Eidgenossen hinter USA und Deutschland eine zusätzliche Bronzemedaille ein. «Gegen Abend nahm der Einfluss von Wind und Sonne stets ab. Die abflauenden Winde spielten dann plötzlich in unsere Karten», resümierte der Schwarzpulver Schütze Sepp Ruoss.