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Ali Baba verdient seinen Lebensunterhalt, indem er im Wald Holz sammelt und es auf dem Markt verkauft. Auf diese Weise lebt er mit seiner Frau zwar in bescheidenen Verhältnissen, aber glücklich und zufrieden.
Eines Tages sieht Ali Baba beim Holzsammeln in der Ferne eine Bande verwegen aussehender Männer. Da er nicht fliehen kann, versteckt er sich. Die Bande macht halt, und er begreift, dass es sich tatsächlich um Räuber handelt. Einer der Räuber — offenbar der Anführer — tritt vor eine Felswand und ruft:
Sesam, öffne dich!
Der Berg öffnet sich und die Räuber gehen mit ihren Schätzen hinein. Ali Baba traut sich nicht aus dem Versteck, weil er fürchtet, die Räuber könnten in diesem Moment wiederkommen. Schliesslich kommen sie tatsächlich heraus und verschwinden.
Ali Baba nimmt seinen Mut zusammen und tritt nun selber vor den Felsen, der sich tatsächlich auf den Spruch hin öffnet, den er den Räubern abgelauscht hat. Im Inneren des Berges findet er Unmengen von wertvollen Waren, Schmuck und Edelsteine. Ali Baba denkt sich, dass es wohl recht sei, von den gestohlenen Schätzen selbst ein klein wenig zu stehlen, und füllt einen Sack mit Goldstücken, nicht mehr als er bequem tragen kann ...
So beginnt die Geschichte von „Ali Baba und den vierzig Räubern“. Wobei es wohl keine 40 Räuber gewesen sein dürften, denn Die Zahl 40 steht im Orient als Begriff für „viel“ oder „viele“ und nicht für eine exakte Anzahl.
Ali Baba ist eine Figur der 270. Geschichte aus der Geschichtensammlung Tausendundeine Nacht, die den Titel „Ali Baba und die vierzig Räuber“ trägt. In der arabischen Fassung von Tausendundeine Nacht war diese Geschichte noch nicht dabei. Sie war in der ersten europäischen Übersetzung durch den französischen Orientalisten Antoine Galland enthalten, der sie angeblich 1709 in Paris von einem aus Syrien stammenden Märchenerzähler gehört hat. Wahrscheinlich handelt es sich aber um Gallands eigenes Werk.
Auffällig ist die Ähnlichkeit zum Märchen Simeliberg in der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in dem es heisst: „Berg Semsi, Berg Semsi, tu dich auf.“
Die Geschichte von Ali Baba hat die europäische Kultur in vielfacher Weise beeinflusst. Das Motiv wurde beispielsweise von Johann Strauss in der Operette Indigo aufgegriffen, es wurde in Dramen beschrieben und in diversen Filmen verarbeitet. Auch in der Bildenden Kunst taucht es auf, so bei Max Slevogt und Arik Brauer. Ali Baba wurde auch von den Comedian Harmonists vertont.