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Wie die Wissenschaftler mitteilten, nutzt das Verfahren die Verfärbungen von Blättern, Blüten und Stängeln, die bei Krankheiten wie Braunrost, Mehltau und Netzfleckenkrankheit auftreten und für die einzelnen Erreger charakteristisch sind. Diese Verfärbungen reflektierten Lichtwellen anders als gesundes Pflanzengewebe. Ferner sei die Reflexion je nach Krankheit unterschiedlich, berichteten die Forscher.
Mit Hilfe sogenannter Hyperspektral-Sensoren könnten nun die Reflexionswerte gemessen und dadurch nicht nur krankes Gewebe, sondern bei der Feststellung einer Infektion auch gleich der Erreger erkannt werden. Zudem könnten durch die Ermittlung der Häufigkeit der Reflexionswerte das Stadium und der Schweregrad der Infektion ermittelt werden. Die Hyperspektral-Sensoren liessen sich an Traktoren anbringen und erlaubten damit den Landwirten eine einfache Beobachtung des Bestandes, erläuterten die Forscher.
Darüber hinaus könne das Verfahren in der Pflanzenzüchtung eingesetzt werden, etwa bei der Entwicklung resistenterer Getreidesorten. Die Hyperspektralanalyse registriere nämlich minimale Änderungen im Gesundheitszustand der Pflanze - besser, als es ein Mensch jemals könnte. Die Studienergebnisse sind in der Zeitschrift „Scientific Reports“ der Nature Publishing Group erschienen.