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Verständlich also, dass die Bildung von Grundwasser ein wichtiges Forschungsthema ist. «Wenn wir eine sichere Wasserversorgung aufrechterhalten wollen, müssen wir verstehen, wie sich Oberflächen- und Grundwasser in verletzlichen Grundwasserleiter mischen und wie schnell sich das Wasser dort bewegt», sagt die Hydrologin Andrea Popp. Sie hat vor kurzem ihre Dissertation an der Eawag und der ETH Zürich abgeschlossen und einen neuen methodischen Ansatz zum besseren Verständnis des Grundwassers entwickelt. Die Methode wurde kürzlich in der Fachzeitschrift «Water Resources Research» vorgestellt.
Portables Massenspektrometer im Einsatz
Der Fortschritt im Vorgehen besteht im Wesentlichen darin, dass Anteile von kürzlich infiltriertem Flusswasser und regionalem Grundwasser im Grundwasserleiter aufgeschlüsselt und die Fliesszeiten des infiltrierten Flusswassers im Grundwasserleiter bestimmt werden. Bis anhin wurden diese Zeiten mit Datiermethoden anhand von nicht näher spezifizierten Grundwasserproben ermittelt. Das Team um Andrea Popp setzt bei Messungen vor Ort im Wasser gelöste Edelgase ein, die mit einem an der Eawag entwickelten, portablen Massenspektrometer (Video) gleichsam «erschnüffelt» werden. Die Resultate werden dann kombiniert mit Modellrechnungen.