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Kann ein schwerer Güterzug mit einem Gewicht von 2.200 t auf der Rampe der Brennerbahn, die ein Gefälle von 22,5 ‰ aufweist, sicher ins Tal geführt werden? Und gegebenenfalls wie?
Im Rahmen eines umfassenden Analyseprojektes zur Beantwortung dieser Frage wurde Prose von Rail Traction Company Spa, Italien, beauftragt, zu untersuchen, wie verschiedene Zugzusammensetzungen in bestimmten Bremsszenarien reagieren. Die Untersuchung wurde in Form von ausführlichen Mehrkörpersimulationen durchgeführt. Dabei wurden die Kräfte in den Stoss- und Zugvorrichtungen sowie die Rad-/Schienenkräfte genauestens untersucht. Hierbei wurden auch die sensitivsten Kombinationen eines Zuges zusammen mit den Stellen, an denen die Bremsung eingeleitet wird oder ausfällt, ermittelt.
Anhand der Untersuchungsergebnisse schlug Prose dem Kunden optimierte Konfigurationen der Züge vor, da die ursprünglichen, vom Kunden vorgeschlagenen, zu hohen Kräften zwischen den Stoss- und Zugvorrichtungen führen würden.
Als Teil des Projektes entwickelte Prose ferner ein realistischeres Modell für die Stoss- und Zugvorrichtungen. Auf diese Weise kann der quasi-statische Kurvenverlauf genauer simuliert werden als mit den üblichen Lösungsansätzen.
Proses grosses Verständnis von Bahnen, insbesondere von Schienenfahrzeugen für den Güterverkehr, sowie Proses umfassendes Wissen im Bereich Mechanik und Proses breite Palette an Simulationstools führten zum Erfolg des Projektes – und zu einer genauen Antwort auf die gestellte Frage, ob ein schwerer Güterzug mit einem Gewicht von 2.200 t auf der Rampe der Brennerbahn sicher ins Tal geführt werden kann.