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Landschaftsarchitektur – Stadtplanung
Freiraumkonzept Emmen
Emmen ist heute die zweiundzwanziggrösste Stadt der Schweiz, ein industrialisiertes und verstädtertes Dorf, keine geplante Siedlungsgründung, sondern eine gewachsene Struktur mit gemischter Zusammensetzung. Emmen hat viele Weiler: Emmen Dorf, das ursprüngliche ländliche Dorf, das im Zug des Wachstums seit den 60er-Jahren zunehmend gewachsen ist und von seinem ursprünglichen Charakter einiges verloren hat, und Emmenbrücke, die um die grossen Industriebetriebe gewachsene Siedlungsstruktur ohne wirklichen Ortskern. Die Gemeinde ist mit der Stadt Luzern zusammengewachsen. Im Freiraumkonzept sind alle planerischen Massnahmen zusammengefasst, die den Erhalt und die Entwicklung aller Freiräume und deren Vernetzung in der Stadt zum Ziel haben. Dabei wird besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Qualitäten, Potenziale, Defizite und Massnahmen werden aufgezeigt. Im Freiraumkonzept werden die Ziele formuliert und die im übergeordneten Planungszusammenhang bedeutsamen Massnahmen aufgezeigt. Die prägenden Strukturen des Freiraumgefüges werden herausgearbeitet. In der sich verdichtenden Stadt werden hochwertige Grün- und Freiräume zur Verfügung gestellt. Sie bieten der Wohn- und Arbeitsbevölkerung sowie den Besuchenden viele Möglichkeiten für Erholung, Bewegung, Begegnung sowie Naturerlebnis und erreichen damit eine hohe Wertschätzung. Für die nachhaltige Freiraumentwicklung sind die Visionen von Bedeutung, die das Bewusstsein für die Qualitäten und besonderen Eigenheiten von Emmen schärfen.
Vorstudie zum Freiraumkonzept Luzern
Die Vision als syntaktisches Schema gibt Aufschluss über die Grundkonzeption der Freiräume und versucht in abstrahierter Darstellung die Besonderheiten der Stadträume aufzuzeigen. Für die Massnahmen sind die Erkenntnisse aus dieser abstrahierten Betrachtungsweise von Bedeutung. Die Entwicklung der räumlichen Vision bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Stadtkörper und Freiraum sowie der Vernetzung. Eine Konstante ist der starke Bezug zur umgebenden Landschaft. Das Umfeld der Stadt ist landschaftlich geprägt. Zur Jahrhundertwende zeigt der Stadtkörper eine geordnete Ausdehnung mit geplanten Freiräumen und kleinen Parkanlagen, die zum Teil durch Alleen entlang der Strassen miteinander vernetzt sind. Starke Uferkorrekturen, Auffüllungen und Trockenlegungen von Sumpfgebiet finden statt. Das Umfeld der Stadt wird nutzbar gemacht. Die Hügelkuppen um die Stadt definieren den Stadtraum. Heute stecken wir mitten in einem dynamischen Prozess, in dem das Siedlungsgebiet in alle Himmelsrichtungen wächst. Die Erschliessung der neuen Stadtgebiete wirkt sich prägend auf die Stadtgestalt aus. Öffentliche Freiräume werden sehr selten geplant, sie entstehen als Nebenprodukt der rasanten individuellen Entwicklung. Es entsteht ein Verlust an Identität. Die Hügelkuppen ragen als Landschaftsfragmente ins Siedlungsgebiet hinein und werden weiter überbaut. Der Fokus liegt auf dem Zentrum, das immer mehr leisten muss. Die Vision nimmt die geschichtliche Entwicklung mit unterschiedlichen gestalterischen Qualitäten auf und thematisiert sie. Die Freiraumkonzeption wird auf die gesamte Stadtregion mit Agglomeration ausgedehnt. Die Grossstadt Luzern braucht grössere Naherholungsräume. Es werden grosse inselartige Naherholungsparks geschaffen, die vom Stadtkörper umspült werden.