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Architektur der Füsse
Der Fuss besteht aus 26 Knochen und 31 Gelenken. Er lässt sich auch gut in drei Teile gliedern: den Vorfuss mit den Zehen, den Mittelfuss und den Rückfuss mit Fersenbein und Sprungbein. Das besondere am Fuss ist, dass seine Knochen regelrechte Gewölbe bilden. Und die sind so ausgeklügelt, dass die enorme Last des Körpergewichts optimal verteilt und abgefangen wird. Ein Gewölbe spannt sich längs zwischen Ferse und Zehballen - und eines quer. Dieses befindet sich im Mittelfuss zwischen den beiden Aussenkanten. Diese Gewölbe müssen natürlich stabil bleiben. Dafür sorgen eine Vielzahl von Bändern und Muskeln. Sie halten den Fuss zusammen, machen ihn beweglich und helfen, Stösse zu dämpfen.
Die Geschichte unserer Füsse
Meist schätzen wir unsere Füsse gering. Das haben sie aber überhaupt nicht verdient. Denn sie sind ein ganz besonderer Körperteil. Wenn man es genau nimmt, haben sie die Evolution des Menschen angeführt. Lange glaubten die Wissenschaftler, dass das Gehirn das wesentliche Merkmal sei, mit sich aus den Affen Menschen entwickelten. Erst im 20. Jahrhundert erkannten sie mit Hilfe früher Menschenknochen, dass in Wirklichkeit die Füße sich zuerst entwickelt hatten, spätestens vor knapp vier Millionen Jahren. Die menschlichen Füsse sahen schon damals aus wie unsere Füsse heute und sie unterschieden sich stark von den Füßen der Affen. Der grosse Zeh steht bei den Affen ab und sie haben kein Fussgwölbe. Bei den Menschen wurde die Grosszehe angelegt, es bildeten sich zwei Gewölbe und ein stärkeres Fersenbein aus.