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Der des Betrugs beschuldigte französische Olympiasieger Nikola Karabatic hat sich über die Ermittlungen gegen ihn und seinen Bruder Luka bitter beklagt.
"Ich habe die Nase voll von dieser Scheisse. Ich verstehe nicht, warum man um jeden Preis beweisen will, dass dieses Spiel manipuliert wurde, obwohl es nicht stimmt", sagte der 28-Jährige im Anschluss an den Start einer Berufungsverhandlung am Dienstag, in der das vorläufige Berufsverbot angefochten wird.
Strafrechtlich sei den beschuldigten Spielern nichts vorzuwerfen, sagte Karabatic: "Dass Spieler Wetten platziert haben, ist eine Dummheit, aber es ist nicht kriminell. Das ist eine disziplinarische Verfehlung, es ist Sache des Verbandes, der Liga und des Klubs, sich darum zu kümmern."
Die vergangenen Wochen, in denen er nicht spielen durfte, seien schlimm gewesen. "Mein Name und der meiner Familie wurde beschmutzt", sagte Karabatic. Wie sein Klub, der französische Meister Montpellier HB, am Dienstag bekannt gab, sind Nikola und sein ebenfalls beschuldigter Bruder Luka im Zuge des Strafverfahrens an einer Depression erkrankt.
Karabatics Anwalt bestätigte zudem, dass die Verträge der Beschuldigten nach der vorläufig verhängten Kontaktsperre ausgesetzt worden waren, die Spieler haben demnach seit September keine Gehälter mehr erhalten.
Karabatic und die übrigen Profis dürfen derzeit keine Mitarbeiter des Teams oder in den Fall involvierte Personen treffen. Gegen diese Sperre gehen die Profis seit Dienstag in Berufung.
"Wir wollen zeigen, dass das Verbot des Kontakts zum Klub nicht hilfreich ist", sagte Frederic Landon, Anwalt des ebenfalls angeklagten Dragan Gajic. Die Sperre sei nichts weiter als ein "verstecktes Berufsverbot".
Die Staatsanwaltschaft fordert dagegen die Aufrechterhaltung der Sperre. Ein Urteil so am 25. Oktober gefällt werden.
Die Beschuldigten sollen am 12. Mai im Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson Rennes mit Wetten auf einen Halbzeitrückstand viel Geld kassiert haben. In diesem Zusammenhang besteht zudem der Verdacht, dass die betroffenen Akteure das Spiel manipuliert haben.
Statt eines durchschnittlichen Einsatzes von 5000 Euro waren an jenem Tag über 80.000 Euro auf das Spiel gesetzt und damit Gewinne von knapp 300.000 Euro gemacht worden. Nikola Karabatic hatte in besagtem Spiel wie einige seiner Teamkollegen verletzungsbedingt gefehlt.