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Beat Feuz und Marco Odermatt überzeugen in der ersten Weltcup-Abfahrt des Winters. Das Duo belegt in Lake Louise hinter den Österreichern Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr die Plätze 3 und 4.
Die Verhältnisse im Banff Nationalpark in der kanadischen Provinz Alberta hatten sich am Tag nach der Absage der ersten Abfahrt wie erhofft gebessert. Ideale Bedingungen fanden die Fahrer allerdings nicht vor. Diffuses Licht sorgte für eine stark eingeschränkte (Boden-)Sicht.
Feuz und Odermatt waren im Schlussklassement durch fünf Hundertstel voneinander getrennt. Eine minime zeitliche Differenz zwischen dem Abfahrts-Dominator der letzten vier Winter und dem auch in der Königsdisziplin immer besser werdenden Nidwaldner.
Beide hielten sie Serien aufrecht. Der Emmentaler klassierte sich saisonübergreifend bereits wieder zum fünften Mal hintereinander unter den ersten drei, der Innerschweizer setzte seinen Steigerungslauf auch ergebnisbezogen fort und steigerte sein Bestergebnis in einer Weltcup-Abfahrt erneut. Zwölfter, Zehnter, Achter und Fünfter war er bei seinen letzten vier Teilnahmen im vergangenen Winter geworden, dazu Vierter an der Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo – ebenfalls hinter Feuz.
Drittbester aus der dezimierten Schweizer Equipe war Niels Hintermann als Zwölfter. Der Zürcher tat einen ersten Schritt auf dem Weg zurück nach der letzten, von zwei schweren Stürzen und einer Knieverletzung mitgeprägten Saison. Stefan Rogentin wurde Siebzehnter und lieferte damit sein zweitbestes Weltcup-Resultat in der Abfahrt ab. Besser war der Bündner erst einmal, im vergangenen März als Dreizehnter in Saalbach-Hinterglemm.
Feuz und Odermatt handelten sich den entscheidenden Rückstand auf Mayer im obersten Streckendrittel ein. Feuz war in jenen Passagen 35 Hundertstel langsamer als der Kärntner, Odermatt 42 Hundertstel. In den restlichen Abschnitten waren die beiden Schweizer gleich schnell beziehungsweise einen Hauch besser als der Österreicher. Feuz lag im Ziel ebendiese 35 Hundertstel hinter Mayer zurück, Odermatt 40 Hundertstel.
Mayer steht Feuz, die Ergebnisse der letzten Saison einbezogen, in Sachen Konstanz nichts nach. Der Doppel-Olympiasieger machte sogar das halbe Dutzend an Podestplätzen in der Abfahrt ohne Unterbruch voll. In Lake Louise, wo er vor zwei Jahren den bisher letzten Super-G gewonnen hatte, entschied Mayer das teaminterne Duell gegen Weltmeister Kriechmayr mit 23 Hundertsteln Vorsprung für sich.