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Im folgenden Kurzvideo stellt sich der neue Angreifer, bislang für den FC Sion auf Torejagd, selbst vor:
Als erster Brasilianer war Everson Rodrigues („Ratinho“) nach dem Aarauer Meistertitel vom FC St. Gallen aufs Brügglifeld gewechselt. Die Zaubermaus begeisterte in seinen drei Jahren in Aarau mit einer attraktiven Spielweise – und 27 Treffern in 121 FCA-Spielen. Anschliessend wechselte Ratinho zum 1. FC Kaiserslautern, wo er sich im zweiten Jahr zum deutschen Meister (1998) krönte.
Zu Beginn dieses Jahrhunderts häuften sich die Transfers von brasilianischen Spielern, doch die Legionäre Ventura Gelson (19 Einsätze), Cassiano (3) und Zé Luiz (2) brachen ihre Zelte in der neuen Heimat schnell wieder ab; selbiges Schicksal ereilte auch Didi – trotz acht Treffern in 19 Spielen. Auch Alexandre de Freitas (5), der heutige Assistenztrainer vom Promotion-League-Verein SC Brühl St. Gallen, und Francisco Neri (11) hinterliessen nur wenig Spuren in der Clubhistorie.
Im Gegensatz zu Gil: Der 38-Jährige absolvierte zwar nur 22 Spiele (7 Tore) im FCA-Trikot, ist seit 2007 aber als Platzwart im Brügglifeld tätig. Ebenso stand der Stiefvater von Tim Hemmi bei der Neulancierung der U21-Auswahl vor zehn Jahren als routinierter Angreifer helfend zur Seite; später war er ebenso federführend bei der Gründung der zweiten FCA-Mannschaft, welche sich mit Gil als Cheftrainer innert wenigen Jahren in die 2. Liga hocharbeitete.
Eine treue Seele war auch Paolo Menezes, der den Verein während sechs Spielzeiten repräsentierte. Der 34-jährige Aussenverteidiger bestritt zwischen 2003 und 2009 nicht weniger als 184 Partien (8 Tore) für den FC Aarau, was seither nicht mehr von einem südamerikanischen Spieler überboten wurde. Als einziger FCA-Brasilianer aus früheren Tagen ist er dem Schweizer Profifussball bis zum heutigen Zeitpunkt erhalten geblieben – als Spieler des FC Schaffhausen.
In der jüngeren Vergangenheit liefen sonst nur noch wenige Fussballer vom Zuckerhut in den Aarauer Vereinsfarben auf. Rogerio verbuchte 85 Einsätze (23 Tore), während es Carlos Alberto auf 33 Partien (2 Treffer) brachte – ohne sich in der Folge bei anderen Vereinen etablieren zu können; stattdessen sorgte Carlinhos in der Saison 2015/16 mit zehn, teilweise spektakulären Torerfolgen in 37 Spielen für Aufsehen, was ihm einen Transfer zum FC Thun einbrachte. Inzwischen spielt er jedoch für den portugiesischen Erstligisten CD Estoril Praia.