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Vor einigen Wochen erhielt ich ein geheimnisvolles Päckchen ohne Absender. Es war schön verpackt in violettes Papier. Was wohl drin ist, fragte ich mich.
Gespannt machte ich es auf – und war alles andere als erfreut. Da hatte sich doch tatsächlich eine Firma erlaubt, mir eine Creme zukommen zu lassen, die angeblich in der Lage ist, Falten zu glätten und die Haut zu straffen. Auch ein Begleitbrief war beigelegt: Ich sei jetzt mit meinen 36 Jahren an einen Punkt angelangt, an dem sich die Haut nicht mehr so einfach regeneriere. Wenn ich mir meine Jugend erhalten wolle, müsse ich diese Creme benutzen.
Blöd nur, dass die Firma nicht die einzige war, die auf die Idee gekommen ist, mir Gratisproben von Anti-Aging-Cremes zu schicken. Ein paar Tage später erreichten mich schon die nächsten Verlockungen und Versprechungen nach ewiger Jugend per Post. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sich das Alter nicht durch irgendwelche Cremes aufhalten lässt. Ich habe die Gratisproben verschenkt. Was mich an der Geschichte viel mehr beunruhigt: Woher wissen diese Firmen, dass ich eine Frau bin, die auf die Vierzig zugeht und in Basel wohnt? Muss ich mich nun darauf gefasst machen, dass noch mehr unerwünschte Produkte bei mir in der Post landen? Von Firmen geschickt, die in mir eine potenzielle Kundin sehen? Ich hoffe nicht.