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Nach dem Triumph über Dynamo Kiew müssen die Young Boys auf dem Weg in die Champions League eine weitere Hürde meistern. Sie treffen in den Playoffs auf ZSKA Moskau, wie die Auslosung in Nyon ergab..
Das Hinspiel im Stade de Suisse in Bern findet am Dienstag, 15. August, statt, das Rückspiel am Mittwoch, 23. August.
Vor einem Jahr scheiterten die Berner in der letzten Phase der Qualifikation deutlich an Borussia Mönchengladbach, nachdem sie zuvor ebenfalls einen ukrainischen Spitzenklub, Schachtar Donezk, ausgeschaltet hatten. In der noch jungen Saison, die für YB auch mit den Siegen in der Meisterschaft gegen Basel (2:0) und die Grasshoppers (4:0) sehr gut begonnen hat, schätzt Trainer Adi Hütter seine Mannschaft und sein Kader stärker ein als vor einem Jahr.
Zweiter hinter Rivale Spartak
Der ZSKA Moskau bestreitet die Playoffs als Meisterschaftszweiter der letzten Saison. Seit der ersten rein russischen Meisterschaft 1991/92 war Spartak Moskau mit zehn Titeln am erfolgreichsten vor ZSKA Moskau mit sechs Titeln. Spätestens ab 2010 mischte sich Zenit St. Petersburg in das Moskauer Duell ein. In den letzten sieben Jahren lösten sich Zenit und ZSKA mit je drei Titeln fleissig ab, bis gerade in der abgelaufenen Saison wieder einmal Spartak die Nase vorn hatte.
Im aktuellen Kader des Armeeklubs stehen nur wenige Spieler mit bedeutendem Renommee. Die Bekanntesten sind Goalie Igor Akinfejew sowie die bereits 35-jährigen Zwillinge Wassili und Alexej Beresuzki. Zu den aus Schweizer Sicht bekanntesten ehemaligen ZSKA-Spielern gehört Seydou Doumbia. Der mittlerweile 29-jährige Ivorer erzielte ab 2010 während fünf Saisons in Moskau 65 Tore in 105 Spielen.
Die Fussballer der riesigen Sportorganisation ZSKA, die besonders auch im Eishockey den sowjetischen Mannschaftssport während des Kalten Krieges repräsentiert hatte, errangen vor zwölf Jahren ihren grössten Erfolg im europäischen Klubfussball. Im Final des UEFA-Cups 2005 siegten sie in Lissabon gegen Sporting Lissabon 3:1. In der Champions League brachten es die Moskowiter zweimal in die K.o.-Phase. Im Frühling 2010 schalteten sie in den Achtelfinals den FC Sevilla aus, bevor sie an Inter Mailand scheiterten. Zwei Jahre später zogen sie in den Achtelfinals gegen Real Madrid deutlich den Kürzeren.
Lausanne hat es als einzige Schweizer Mannschaft schon einmal im Europacup mit ZSKA Moskau zu tun bekommen - und dabei nicht die besten Erfahrungen gemacht. In der Gruppenphase der Europa League im Herbst 2010 verloren die Waadtländer auswärts 1:5 und daheim 0:3.
Das günstigste Los?
Dass es in einer Ausscheidung für die Champions League keine leichten Gegner geben kann, ist bekannt. Von den gesetzten Mannschaften im Liga-Weg der Champions League waren Liverpool, Napoli, der FC Sevilla und Sporting Lissabon die weiteren möglichen Gegner der Young Boys. ZSKA ist von den fünf Klubs wohl der für das Publikum am wenigsten attraktive. Ob es aus sportlicher Sicht das günstigste Los für YB ist, wird sich weisen. Die Schlagkraft gerade von Liverpool, Sevilla und Napoli dürfte jedenfalls höher sein.
SDA-ATS