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Der ehemalige HSBC-Mitarbeiter und mutmassliche Bankdatendieb Hervé Falciani wird am kommenden Montag erneut nicht zum Prozess am Bundesstrafgericht in Bellinzona erscheinen. Dies sagte er auf einer Medienkonferenz am Mittwoch im französischen Divonne.
Falciani war bereits beim Auftakt am 12. Oktober nicht in Bellinzona anwesend - der Prozess wurde daraufhin auf den 2. November vertagt. Er sei sich bewusst darüber, dass er mit einer milderen Strafe rechnen könne, wenn er vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona erscheine, sagte der französisch-italienische Doppelbürger am Mittwoch. Diesen einfachen Weg wolle er aber nicht gehen.
«Bank hat Geld auf den Tisch gelegt»
«Dieser Prozess ist von einer Bank angestrengt worden, die Geld auf den Tisch gelegt hat, so dass nicht über sie geurteilt wird», sagte Falciani.
Dem ehemaligen IT-Mitarbeiter wird in der Anklageschrift des Bundesstrafgerichts wirtschaftlicher Nachrichtendienst, unbefugte Datenbeschaffung, Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses und die Verletzung des Bankgeheimnisses vorgeworfen. Einige Länder würden seinen Fall jedoch anders bewerten, darunter Spanien, sagte Falciani. Er räumte jedoch am Mittwoch ein, gewisse Regeln nicht respektiert zu haben.
Offen für einen Prozess in Luxemburg
«In der Schweiz fehlen meiner Ansicht nach die Voraussetzungen für einen fairen und ausgeglichenen Prozess», so Falciani. Es handle sich nur um eine «Arena», in der es darum gehe den «Schein» zu wahren. Er sei jedoch bereit, sich vor einer Einrichtung wie dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu verantworten, räumte der ehemalige HSBC-Mitarbeiter ein.
(sda/mbü/chb)