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2016 gab es in der Schweiz über 5 800 praktizierende Ärzte mit Patientenapotheke, auch selbst dispensierende Ärzte (SD-Ärzte) genannt. Damit machte diese Gruppe rund 32% aller praktizierenden Ärzte aus. Da der Medikamentenverkauf durch SD-Ärzte je nach Kanton anders geregelt ist, ergeben sich unterschiedliche Selbstdispensationsanteile.
Am höchsten war die Dichte der SD-Ärzte in den Kantonen Basel-Landschaft und Appenzell Ausserrhoden (189 bzw. 213 SD-Ärzte pro 100 000 Ein-wohner), am geringsten in den Kantonen Genf und Neuenburg. Da sich die Zahlen auf die Anzahl der Bewilligungen zur Selbstdispensation beziehen, dürften sie in einigen Kantonen leicht zu hoch liegen, da nicht jeder zur Selbstdispensation berechtigte Arzt auch tatsächlich eine Patientenapotheke führt. Neun Kantone haben ein Rezeptursystem, wobei in Ausnahmefällen auch die Selbstdispensation möglich ist. Die Kantone Bern, Graubünden und Schaffhausen sehen Mischsysteme vor, wobei in letzterem der Medikamentenverkauf durch SD-Ärzte ab 2018 flächendeckend erlaubt ist. In allen übrigen Kantonen ist die Selbstdispensation ohne Einschränkung erlaubt.
Kantone mit einem hohen Anteil SD-Ärzte weisen gegenüber den anderen Kantonen in der Regel eine deutlich niedrigere Apothekendichte auf. So hatte etwa der Kanton Appenzell Ausserrhoden im Jahr 2016 pro 100 000 Einwohner 213 SD-Ärzte, aber nur 11 Apotheken. Neben den klassischen Apotheken haben in den letzten Jahren die Versandapotheken an Bedeutung gewonnen. Sie liefern rezeptpflichtige Medikamente per Post direkt nach Hause.