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The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry
Regie: Hettie Macdonald
Darst.: Jim Broadbent, Penelope Wilton, Linda Bassett, Earl Cave, Joseph Mydell, Daniel Frogson, Naomi Wirthner, Paul Thornley, Joy Richardson u.a.
Harold Fry verlässt das Haus, um einen Brief einzuwerfen, während seine Frau Maureen am Putzen ist. Der Rentner hatte Post von seiner einstigen Arbeitskollegin Queenie Hennessy bekommen, die in einem Hospiz nahe der schottischen Grenze liegt und bald sterben wird. Unbeholfen schreibt Harold einige Zeilen, die er nun absenden will. Doch dann läuft er am Briefkasten und an der Post vorbei, aus der Stadt hinaus und immer weiter. Obwohl Harold nie ein Wanderfreund war, beschliesst er spontan, von South Devon zu Fuss quer durch England nach Berwick-upon-Tweed zu gehen, rund 1000 Kilometer. Harold ist nicht religiös, aber er macht sich auf diese Pilgerreise, weil er ein Leben retten muss, und lässt Queenie wissen, dass er auf dem Weg zu ihr ist. Der 2012 erschienene Debütroman The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry der einstigen Schauspielerin Rachel Joyce wurde zum weltweiten Bestseller und über eine Million Mal verkauft. Zwei weitere Bände folgten. Erzählt wird eine berührende Geschichte über Geheimnisse, Betrug, Trauer und Liebe. Der Plot mag an «The Last Bus» erinnern, der ebenfalls im Kinok zu sehen war, in dem Timothy Spall mit regionalen Bussen aus Nordengland in den Süden reiste. Harold Fry hat allerdings andere Beweggründe als der verwitwete, gebrochene Tom in «The Last Bus». Jim Broadbent verkörpert Harold zunächst als stillen, unauffälligen Mann, der ein ruhiges, unscheinbares Leben führt, und enthüllt erst nach und nach die Komplexität seines Charakters. Im Verlauf seiner Wanderschaft erfahren wir auch immer mehr über seine Beziehung zu Queenie und Maureen. Nach dem Drehbuch von Rachel Joyce drehte Regisseurin Hettie Macdonald die Wanderung durch England in chronologischer Reihenfolge, wobei die Landschaften und Orte zu eigenen Charakteren werden. «Jim Broadbent ist ein Wunder, er spielt so echt und aufrichtig, dass es sich nicht wie Schauspielerei anfühlt», schwärmt Deborah Ross in The Spectator. Und Olivier Delcroix lobt in Le Figaro: «Harold Frys innere Reise geht ans Herz, weil sie bewegend und gut getaktet ist.»