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Ursprünglich dachte ich, dass Sacha Baron Cohens neuester Film The Dictator ein Film über Saddam Hussein würde, aber natürlich war das längst nicht bitterböse genug für den britischen Komiker. Im Film spielt er einen (nur leicht an den kürzlich verstorbenen Mumu Gaddafi angelehnten) Diktatoren des fiktiven Landes Wadiya, der versucht, seinen Staat vor der Demokratie zu schützen. Man muss dabei nicht vergessen, dass Cohen diesen Film begonnen hat, bevor der Arabische Frühling begann, und dass er dafür dann schon wieder fast zu spät ist, ist lediglich ein Schönheitsfehler. Cohens Film steht ganz weit oben auf der Liste, vorallem, weil es ihm abermals gelingt für ungläubige (npi) Blicke zu sorgen, wenn er beispielsweise durch die Strassen New Yorks zieht und dabei Amerika als Geburtsstätte des AIDS bezeichnet. Das ist die Art von derbem Humor, für den ich ihn, einen der talentiertesten Komiker unserer Zeit, so sehr liebe, und für die ich ihm selbst die offen gesagt recht gewagte Anlehnung an Charlie Chaplins „The Great Dictator“ nicht ansatzweise übelnehme.