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CAMEN Biografie
Seinen musikalischen Weg
begann Soulsänger CAMEN (abgeleitet von seinem bürgerlichen Namen Pascal Camenzind) als Imitator des Rock ’n Roll Sängers Shakin’ Stevens, welcher in den 80er Jahren internationale Popularität genoss. Im Alter von unglaublichen 10 Jahren spielte CAMEN bereits mit einer professionellen Band Konzerte in Hotels und Festhallen.
CAMEN: „Der Rock ’n Roll war meine erste grosse Liebe. Doch als 1987 der Künstler Terence Trent D’Arby weltweit die Charts stürmte und als „der neue James Brown“ gefeiert wurde, packte mich das Soul- und Funkfieber und liess mich nicht mehr los. Ich war 12-jährig und begann meine eigenen Songs zu schreiben. Kurz darauf entstand meine erste eigene Jugendband. Wir bewegten uns stilistisch zwischen Soul-, Funk-, Pop- und Rockmusik.“
Der aus
einer Klassik-Musikerfamilie stammende CAMEN wurde zu einer Art „Kinderstar“. Mit seiner Jugendband „Mighty Sharp“ feierte er als 13- bis
17-Jähriger eindrückliche nationale und internationale Erfolge: Er ging als Sieger des damals grössten europäischen Musikwettbewerbs für Musiker unter
18 Jahren hervor („Talent Explosion“, organisiert und ausgestrahlt vom Deutschen TV-Sender SAT 1 und Yamaha), wurde mit seiner Band vom renommierten Schweizer Radio
24 im Zürcher „Kaufleuten“ zur besten Band des Kantons Zürich gewählt und spielte in Deutschland als „supporting act“ von Soul-Legende Chaka Khan. Mit 16 Jahren spielte
CAMEN im ausverkauften namhaften Musikclub „Albani Music Club“.
Die Gruppe war zu diesem Zeitpunkt die jüngste Band in der Geschichte des Clubs, die es schaffte, das Lokal auszuverkaufen. Aufgrund der grossen Nachfrage folgte zwei Wochen später ein Zusatzkonzert.
Nebst internationalen Musik-Fachzeitschriften und grossen Teenie-Magazinen wie „Bravo“ und „Popcorn“, berichtete selbst die „Neue Zürcher Zeitung“ geradezu euphorisch über das aussergewöhnliche Talent des damaligen Teenagers. Nach vier erfolgreichen Jahren mit seiner Jugendband schlug CAMEN eine Solokarriere ein und tingelte vorerst zwei Jahre mit dem Schweizer Jazz-Pianisten Christian Rösli durch zahlreiche Clubs und Bars im In- und näheren Ausland. In der Zürcher Pianobar „Splendid“ bekamen die beiden ein Dauer-Engagement und spielten alle zwei Wochen freitags und samstags ihr R&B- und Jazz-Set.
CAMEN: „Ich spielte als 17-Jähriger in Clubs mit Mindestalter 18; diese Tatsache fand ich natürlich besonders reizvoll. Dem Klischee der Jazz-Gigs in rauchigen, dunkeln und schmuddeligen Bars wurde diese Phase voll gerecht – sie war sehr lehrreich. Auch das Jahr, welches ich anschliessend als Sprachstudent und Strassenmusiker in England verbrachte, prägte mich. Ich wollte immer schon Strassenmusik machen und erfüllte mir dort diesen Traum.“
1994 wurde CAMEN im Rahmen des nationalen Musikwettbewerbes "Swiss Top" von Radio DRS zusammen mit drei weiteren Künstlern ausgezeichnet. Daraufhin wurde das Album "Swiss Top" veröffentlicht. CAMEN steuerte die drei Eigenkompositionen "What am I gonna do", "Almighty Father" und "The way they talk to me" bei.
Nach
abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung und absolviertem Militärdienst traf «PASCAL CAMEN», wie er sich zu diesem Zeitpunkt nannte, an der weltgrössten Musikmesse
MIDEM in Cannes auf seinen Landsmann DJ Bobo, drückte diesem ein Demo-Tape in die Hand und gab ihm gleich vor Ort eine Live-Kostprobe seines Könnens. CAMEN’s
Ausnahmetalent als Sänger und Songwriter beeindruckte DJ Bobo so sehr, dass dieser mit ihm einen Plattenvertrag abschloss (Yes Music/EMI Records) und auch
gleich sein Management übernahm. Bobo strich den Vornamen „Pascal“ und nahm das Talent unter dem Namen „CAMEN“ mit auf Europa-Tournee. Mit der
R&B-Ballade „5000 Miles Away“, welche CAMEN co-komponierte, gelang ihm kurz darauf zum ersten Mal der Sprung in die offizielle Schweizer Hitparade und
der nationale Durchbruch. Der Song gehörte über Monate hinweg zu den meistgespielten Titeln auf Schweizer Radiosendern. Es folgte das Debut-Album „Twelve“, welches
Platz 32 der Charts erreichte. Auch sein selbst geschriebener Song „So many mistakes“ schaffte es in die Top 40 der Schweizer Airplay-Charts (Patz
34).
In den folgenden Jahren spielte CAMEN selten vor weniger als 10‘000 Leuten und verbuchte mehrere Chart-Erfolge. Ein weiterer Höhepunkt war die Europa-Tournee als „Special Guest“ der US-amerikanischen Megastars *N SYNC (Justin Timberlake), welche CAMEN
vollumfänglich mitbestritt. Bei der letzten Show der Tour sangen die Weltstars aus freien Stücken ein Duett mit CAMEN - aus Anerkennung und Respekt für sein Talent.
Auf dem Höhepunkt seiner damaligen Karriere entschloss sich CAMEN aus künstlerischen Gründen, seinen Plattenvertrag trotz lukrativem Angebot nicht zu erneuern.
CAMEN: „Trotz immer grösser werdendem Bekanntheitsgrad wuchs in mir das tiefe Bedürfnis, als Musiker und Künstler noch authentischer zu werden und mehr künstlerische Freiheit zu geniessen. Ich sah diese Möglichkeit unter den damaligen Umständen nicht und löste mich deshalb von meiner Plattenfirma und dem Management.
Bis heute bin ich DJ Bobo
sehr dankbar für die gemeinsame Zeit. Dank ihm gingen viele meiner
Kindheitsträume in
Erfüllung.“
Nachdem CAMEN 2009 die offizielle Stimme der Streeparade Hymne „Still have a dream“ war, bewegte er sich mehr und mehr zurück zu seinen Soul-Wurzeln. 2010 spielte CAMEN ein Konzert mit dem über 40-köpfigen Sinfonieorchester Camerata Schweiz unter der Leitung des britischen Star-Dirigenten Howard Griffiths. Das Konzert fand unter freiem Himmel vor mehreren Tausend Leuten auf dem Zürcher Bürkliplatz statt und eröffnete das offizielle Feuerwerk des „Zürifäscht“. Der Auftritt konnte in der ganzen Stadt Zürich via Lautsprecher gehört werden.
In den folgenden Jahren spielte CAMEN international hunderte von Club-Gigs und veröffentlichte weitere drei Alben. Mit seiner letzten und aktuellsten Veröffentlichung, dem Soulalbum „Move On“, erreichte CAMEN die TOP 10 der Schweizer Hitparade. Er spielte anschliessend 6 Jahre in Folge als Resident im Zürcher In-Lokal Terrasse.
CAMEN: „Die Zeit im Terrasse Zürich war etwas sehr Besonderes. Die Abende waren immer "magisch" und ich begann das Lokal mit einem Augenzwinkern als "Mein Wohnzimmer" zu bezeichnen. Ich bin sehr stolz darauf, in einem der renommiertesten Lokale, mitten im Herzen der Stadt Zürich, sechs Jahre am Stück von welchselnden Geschäftsführern gebucht worden zu sein. Zürich ist ein hartes Pflaster für eine Band; man sagt wir seien die Ersten, die es schafften über einen solch langen Zeitraum im Terrasse zu spielen. Es brauchte die Pandemie um uns zu stoppen.“
2021 veröffentlichte CAMEN die Single "Wake up next to you" und spielte eine Nebenrolle im internationalen Kinofilm "Color of heaven" an der Seite von Carlos Leal. CAMEN spielte im Film sich selbst und trat in einer Szene als Sänger auf. Er war zurück in den Mainstream Medien, absolvierte diverse TV-Auftritte wie z.B. "Lifestyle" bei Patricia Boser oder "Lässer - die Talkshow". Zeitschriften wie die "Gala" oder die "Schweizer Illustrierte" berichteten gross über den Sänger. Es folgte die Single "For the women", eine Hommage an die Frauen und Mütter dieser Welt. Die Reggae-Nummer bekam viel positives Echo und wurde rege im Radio gespielt. Der Videoclip vom ukrainischen Regisseur Taras Merenkov unterstützte den Song mit eindrücklichen Bildern von Frauen.
2022 wurde die US-Songwriterin und frühere Gitarristin von Michael Jackson Becky Barksdale auf CAMEN's Stimme aufmerksam. Sie schrieb ihn an und die beiden begannen eine Zusammenarbeit. Eine baldige gemeinsame Veröffentlichung ist in Vorbereitung.