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EBP zeigt anhand von Modellrechnungen auf, dass der Bau des Tunnels Kaiserstuhl auf der N8 zwischen Lungern und Giswil keine Verkehrszunahmen zur Folge hat.
Der Strassenabschnitt der Brünigstrasse zwischen Lungern und Giswil weist heute enge und steile Verhältnisse auf. Das Unfallgeschehen auf dem 4 km langen Abschnitt ist entsprechend hoch. Mit dem Bau des Tunnels Kaiserstuhl soll einerseits die heutige Situation entschärft werden, andererseits ist das Projekt ein Bestandteil der Fertigstellung des Nationalstrassennetzes. Es besteht die Befürchtung, dass aufgrund des Ausbaus der Strecke Lungern – Giswil induzierter Mehrverkehr im Kanton Obwalden entsteht bzw. grossräumiger Durchgangsverkehr angezogen wird.
EBP hat die verkehrliche Wirkung des Tunnels Kaiserstuhl untersucht. Anhand einer Zählstellenanalyse und der Auswertung des Mikrozensus 2010 konnte die Zusammensetzung des Verkehrs ermittelt werden.
Eine Spinnenanalyse im Nationalen Personenverkehrsmodell hat zudem gezeigt, dass der Durchgangsverkehr über den Brünig nur eine untergeordnete Rolle spielt. 50% der Fahrzeuge, die den Strassenabschnitt zwischen Lungern und Giswil befahren, haben ihren Ziel- oder Ausgangspunkt in den Kantonen Obwalden und Bern.
Mit dem Verkehrsmodell sowie weiteren Modellansätzen zur Abschätzung der modalen Verlagerung und des kurzfristig induzierten Mehrverkehrs konnte aufgezeigt werden, dass der Ausbau der N8 im Abschnitt Lungern – Giswil keine Verkehrszunahmen zur Folge hat.