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Die Korrespondenten der beiden grössten Landesteile werden gegeneinander aufgerechnet, es sollen 10 deutschschweizer Korrespondenten in der Westschweiz, jedoch 21 westschweizer Korrespondenten in der Deutschschweiz positioniert sein.
In der Deutschschweiz herrsche nicht nur Unkenntnis über die Romandie, sondern auch Desinteresse, schreibt Tasha Rumley (@Tashyshka), die Verfasserin des Artikels, die übrigens unter dem Titel „Out of Welschland“ ein Weblog über ihre Eindrücke „chez les Alémaniques“ schreibt.
Die Redaktionen in der Deutschschweiz würden ihre Bundeshauskorrespondenten in Bern dazu anhalten, auch ein Auge auf die Romandie zu werfen. Das ist, na ja, auch schon fast in der Nähe. Klar genügt das nicht, aber über Nordkorea wird auch oft aus Seoul oder gar Peking berichtet, und das ist ziemlich viel weiter weg. Wenn die L’Hebdo-Aufrechnung der Korrespondenten extrem wirkt in Bezug zur Grösse der Landesteile, dann darf man nicht vergessen, die Bundeshauskorrespondenten zu berücksichtigen, die durch die Lage der Hauptstadt in der Deutschschweiz sein müssen.
Richtig (und bedauernswert) ist jedenfalls, dass Westschweiz-Korrespondenten abgebaut wurden. Das zweisprachige Newsnet-Politblog gibt aber etwas Hoffnung zurück, dass die Willensnation Schweiz auch weiterhin miteinander kommuniziert. Und es gibt auch Wiederaufbau-Pläne. Roger Köppel versichert, schon darüber nachgedacht zu haben, für die „Weltwoche“ einen Westschweiz-Korrespondenten zu installieren (einen Posten, den er einst aus Kostengründen selbst abgebaut hat). Er wird zitiert mit den Worten: „Si j’avais la bonne personne pour cela, je le ferais.“