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Von der Anthropomorphisierung. Zur satirischen Pointe.
Genie und Wahnsinn gehen, wie man so sagt, Hand in Hand. Im Blick auf den französischen Zeichner und Karikaturisten Grandville (eigentlich Jean Ignace Isidore Gérard; 1803–1847) muss man zwar etwas kleinformatiger denken, ein glücklicher Mensch aber war auch er nicht. Er starb in geistiger Verwirrung, nachdem er zu viele Schicksalsschläge hatte erleben müssen. Und doch war Grandville ein ungemein arbeitsamer Mensch, der etwa 3.000 Zeichnungen hinterließ. Er bediente sich der Anthropomorphisierung, um die Charaktere und politischen Verhältnisse seiner Zeit (das Frankreich der Restauration und der Julimonarchie) an der Zensur vorbei satirisch pointiert darzustellen – und zu entlarven. Grandvilles fantastisch-phantasievolle Illustrationen prägen auch die „Scènes de la vie privée et publique des animaux“ (1842; „Bilder aus dem Staats- und Familienleben der Tiere“). Unsere Grußkarten verwenden aus diesem Doppelband einige Zeichnungen und erweitern sie, teils neu interpretierend, um das Motiv einer kreisförmigen Prägung.