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Wenn die sommerliche Hitze vorbei ist, die Temperaturen ausgeglichener sind und es öfter regnet, ist die optimale Zeit für die Herbstpflanzung gekommen. Dies gilt für fast alle Stauden (mehrjährige Kräuter und Blumen) und Gehölze (Bäume, Ziersträucher, Rosen, Kletterpflanzen, Obstbäume und Beerensträucher). Im Herbst haben die Pflanzen vor Einbruch der Kälte noch genügend Zeit, im noch warmen Boden Feinwurzeln zu bilden und ganz ohne Hitzestress anzuwachsen.
Vorteile der Herbstpflanzung
Während sich die oberirdischen Teile unserer Pflanzen im Herbst auf die Winterruhe einstellen, profitieren die unterirdischen Teile, also die Wurzeln, noch von der Restwärme im Boden: sie bilden die für die Wasser- und Nährstoffversorgung wichtigen Feinwurzeln aus. Die Herbstbepflanzung hat somit einen Entwicklungsvorsprung im Vergleich zur Frühjahrsbepflanzung.
- Die Restwärme des Sommers im Boden und idealerweise leichte Niederschläge bieten den Pflanzen im Herbst optimale Anwachsbedingungen und das Giessen wird einem erspart.
- Bei der Pflanzung entstandene Hohlräume schließen sich über den Winter, sodass die Wurzeln in gutem Kontakt mit der Erde stehen.
- Im Herbst gesetzte Pflanzen treiben im Frühling mit dem natürlichen Verlauf der Witterung aus und leiden weniger unter Verpflanz-Stress als im Frühling gesetzte Pflanzen.
- Gehölze stehen im Frühjahr unter Saftdruck und die beim Pflanzen entstandenen Rindenverletzungen führen daher schneller zu Verletzungen am Holz als im Herbst.
- Im Herbst findet kein Versamen durch Begleitkräuter auf die offene Pflanzfläche statt, da der Samenflug bereits abgeschlossen ist.
Wann pflanzen: September, Oktober oder November?
Immergrüne Gehölze sollten besonders gut durchwurzelt sein, bevor der erste Frost kommt, welcher das Wurzelwachstum verlangsamen oder gar einstellen kann. Deshalb sollten Gehölze wie die einheimische Stechpalme oder die Eibe bereits im September gepflanzt werden. Laubbäume und Sträucher kommen idealerweise erst nach dem ersten Laubabwurf im Oktober bis Ende November in die Erde.
Frostempfindlichere Ziersträucher, Bäume, Kletterpflanzen, Gräser und Küchenkräuter sollte man erst im Frühling pflanzen. Dies gilt beispielsweise für: Hortensien, Gartenhibiskus, Lavendel, Blauraute (Perovskia), Bartblume (Caryoptheris), Säckelblume (Ceanothus), Zistrose (Cistus), Buschklee (Lespedeza), Indigostrauch (Idigofera), Walnussbaum (Juglans), Aprikosenbaum, Judasbaum (Cercis), Weinreben, Trompetenblumen (Campsis), Clematis, Kiwipflanzen, Bambus, Hainsimse (Luzula), Federborstengras (Pennisetum), Thymian und Rosmarin.
Nutzen Sie die kommenden Wochen für eine Herbstpflanzung. Wir erstellen ein Pflanzkonzept nach Ihren Wünschen und dank der fachgerechten Bodenvorbereitung, Pflanzung und Pflege werden Sie sich im kommenden Frühling an den Pflanzen erfreuen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!