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Geschichte
Der 1064 erstmals bezeugte Ortsname "Gersouwe" lässt auf eine alemannische Besiedlung im frühen Mittelalter schliessen. Die isolierte Lage des Dorfes, das während Jahrhunderten nur auf schmalen Fusswegen oder über den See erreichbar war, vor allem aber die Rivalität zwischen Schwyz und Luzern begünstigten die historisch einzigartige Entwicklung zum winzigen Freistaat. Im Jahre 1390 kauften sich die Gersauer von der österreichisch-habsburgischen Vogtei los und organisierten sich in einem freien Gemeinwesen mit Landsgemeinde, Gericht, Rat und Landammann. Bis 1798 galt Gersau als kleinste Republik der Welt. Vermutlich ab 1332, sicher aber ab 1359, stand das Dorf als zugewandter Ort im Bündnis mit der Eidgenossenschaft. Auf die Wirren der napoleonischen Epoche folgte 1817 der unfreiwillige Anschluss an den Kanton Schwyz. Die Gemeinde bildet seither einen eigenen Bezirk im Kanton.