Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/782

|| Erfahrungsberichte

Liebe Mitleidene
Mein Mann und ich sind seit Herbst 1998 verheiratet. Wir leben im selben Haus wie die Schwiegereltern und die Geschwistern meines Mannes, in der Zwischenzeit sind es noch zwei. Daher kann man sich vorstellen, dass ich mich nicht immer wohl fühle in meiner Haut und ab und zu einiges zusammen kommt, dass mir noch mehr Kraft raubt.
Nach unserer Hochzeit wollten mein Mann und ich unsere eigene kleine Familie gründen, aber eben, es ging nicht so wie wir wollten. Nach einem Jahr ging ich mit unserem Problem zu meiner Frauenärztin. Diese empfahl uns, das Sperma meines Mannes untersuchen zulassen. Gesagt, getan. Leider stellte man da fest, dass nur ca. 17% aktive Spermien vorhanden sind. Nun schlug die Frauenärztin vor, eine Insemination zu machen. Nach zwei gescheiterten Versuchen, bestand ich darauf, eine Bauchspiegelung zu machen. Im März 2001 erfolgte diese mit dem Ergebnis "nur" ein gesunder Eileiter zu haben. Also waren sie Chancen, auf natürliche Art schwanger zu werden, noch etwas kleiner und das schwarze Loch, in dem wir "hockten", noch tiefer geworden. Es ging mir schlecht, und mein Mann verschloss sich noch mehr, denn er kann seine Gefühle schlecht zeigen und noch weniger erzählen. Also versuchte ich immer wieder an ihn heranzukommen und ihn zu trösten. Aber wie es in mir aussieht, weiss nur meine Mämä.
Nach der Bauchspiegelung wechselte ich den Frauenarzt. Im Sommer 2001 versuchten wir es erneut mit der Insemination. Wie schon vorher stimulierte man mit Hilfe von Hormontabletten meinen Eisprung. Als das Ei bereit war, bekam ich eine Spritze, die den Eisprung auslöste, ca. 12 Std. später wurde mir dann der aufbereitete Samen meines Mannes inseminiert. Einen Hacken hat die ganze Sache, das Ei war auf jener Seite auf der, der Eileiter undurchgängig war. Der Arzt riet mir es trotzdem zu versuchen. Ohne Erfolg!
Einen Zyklus später versuchten wir das ganze noch einmal. Unzählige Arzttermine folgten, der Eisprung wurde stimuliert und ausgelöst. Wieder war das Ei auf der "falschen" Seite und trotzdem versuchten wir es, denn der Arzt sagte; es sei nicht unmöglich, dass das Ei befruchtet werde. Und wieder begann das lange warten. Die Nerven lagen blank, die Angst gross und die Enttäuschung noch grösser als die dreimal zuvor - NICHTS ! Nun hatte ich keine Kraft mehr es wieder zu versuchen und wieder eine Enttäuschung zu erleben.
Um nicht den Gedanken im Kopf zu haben; von nichts kommt nichts, versuchte ich mit Homöopathie meinen Körper und die Seele aufzupäppeln. Die Zeit verging und ich hatte das Gefühl, dass alles nichts bringt. Also gab ich auch diese Therapie auf und beschloss mit meinem Mann, eine Pause zu machen. Es verging etwas Zeit, in der wir nicht jeden Tag an unseren Kinderwunsch denken mussten. Doch dann, kam "es" wieder. Denn die Schwester meines Mannes, die meinen Bruder geheiratet hat, erwartete nun ein Baby. Der Schmerz sass tief, obwohl wir es ihnen wirklich gönnten. Immer wieder haderte ich mit unserem Schicksal und beneidete die Anderen um ihr Glück. Ich fühlte mich so allein gelassen. Von meinem Mann kommt auch wenig Unterstützung, weil er selber zu sehr leidet. Ich versuche für ihn stark zu sein, obwohl ich es fasst nicht schaffe. Es geht mir Psychisch nicht sehr gut, auch möchte ich noch erwähnen, dass ich lange unter starkem Heimweh gelitten habe. Und durch unser Problem halt immer wieder Kraft bei meinen Eltern suche und auch finde. Aber mich wahrscheinlich aus diesem Grund nicht ganz von ihnen lösen kann.
Aus Angst, die medizinischen Möglichkeiten zu schnell ausgeschöpft zu haben, ( Ich weiss, es gibt noch viele weitere med. Therapien.) entschied ich mich wieder für die Homöopathie. Es liegt mir halt viel daran, ein Kind auf natürliche Art und weise empfangen zu dürfen. Nun gehe ich seit dem Sommer 2002 zu einer Naturärztin und habe grosses Vertrauen in sie. Trotzdem verlässt mich die Kraft und der Mut manchmal, immer und immer wieder weiterzumachen. Sie macht Kinesiologie, Akapunktur und gibt mir "Energie".
Ich hätte gern Ratschläge von Ihnen liebe Leser und Leserinnen.
* Wer hat Erfahrung und Erfolg mit den selben Problemen ? (ein Eileiter u. red. Spermienaktivität)
* Gibt es Möglichkeiten die Spermien aktiver zu machen ? (ausser der Aufbereitung im Glas)
Danke, liebe Leute für Eure Zeit meine Gedanken zu lesen. Es tat mir gut, alles nieder zu schreiben, denn heute ist wieder einmal so ein ..... Tag um alles an den Nagel zu hängen.
Heidi & Max
Eintrag vom 12.2.2007