Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03373.jsonl.gz/3362

Wilden Thymian findet man nur im Mittelmeerraum. Hierzulande wächst der Quendel, der dem Thymian in Aussehen und Duft sehr ähnlich ist. Wer den echten Thymian frisch verwenden möchte, muss ihn als Gartenkraut kultivieren. Man vermutet, dass der Name Thymus vom griechischen Wort «thymos» kommt, was Mut oder Kraft bedeutet. Es gibt jedoch auch ein griechisches Wort für «thymiana», das mit Räucherwerk übersetzt ist. Auch das würde passen, denn Thymian wurde früher am Heiligen Abend verräuchert. Der Zusatz vulgare kommt aus dem lateinischen und steht für «gewöhnlich».
Der aromatische Zwergstrauch hat kleine Blättchen, die ihm ein nadelartiges Aussehen verleihen. Die violetten Blüten sind köpfchenförmig angeordnet und blühen von Mai bis Herbst. Zu Heilzwecken verwendet man in der Naturheilkunde das Kraut kurz vor der Blüte. Es enthält reichlich Thymian-Öl, dessen Duft die charakteristische Würze von Thymian ausmacht. Das Öl befindet sich in den Drüsenschuppen der Blattoberflächen. Es wird frei, wenn man durch Reiben diese Drüsen verletzt.