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Wissenschaftler haben eine Reissorte entwickelt, die auch in sehr salzhaltigen Böden gedeiht. Die Pflanze könne das Salz aus Poren auf den Blättern ausscheiden, berichtete Kshirod Jena, Wissenschaftler vom Reisforschungsinstitut (IRRI) auf den Philippinen.
Die neue Pflanze wachse gut in Küstenregionen, die durch steigende Meeresspiegel öfter überschwemmt werden. 90 Prozent der weltweiten Reismenge kommt aus Asien. Zwölf Prozent der Anbaufläche, das sind 20 Millionen Hektar, haben eine hohe Salzbelastung.
Die neue Pflanze kann doppelt so viel Salz vertragen wie bisherige Sorten; sie scheidet überschüssiges Salz über Poren in den Blättern aus. Die Entwicklung war nach Angaben von Jena ein Durchbruch: erstmals gelang es, eine wilde Reissorte, die Salz verträgt, aber ungeniessbar ist, mit einer Anbausorte zu kreuzen.
Bei Pflanzen mit derart unterschiedlichem Erbgut gedeihe der Keimling in der Regel nicht. Aus 34'000 Kreuzungen - Experten sprechen von Verpaarungen - konnten die Forscher lediglich drei Keimlinge gewinnen. Nur einer habe überlebt. Die neue Sorte soll in vier bis fünf Jahren zur Aussaat zur Verfügung stehen.
SDA-ATS