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Meienried
...einer der kleinsten Gemeinden im Kanton Bern
Über Meienried
Meienried ist eine politisch eigenständige Kleinstgemeinde mit heute rund 53 Einwohnern und einer Fläche von 63 ha. Es liegt im Berner Seeland, zwischen den grösseren Städten Biel und Grenchen.
Historisch spielte Meienried, welches im Jahre 1255 erstmals erwähnt wurde, immer wieder eine wichtige Rolle. Zum Beispiel bei der Versammlung im Jahr 1277. Das Landgericht des Gebietes Burgund und der Aare trafen sich in Anwesenheit von über 30 Rittern, Freiherren, Grafen und anderen vornehmen Leuten, um über das Schicksal der Stadt Freiburg im Uechtland zu entscheiden. Die 15-jährige Anna von Kyburg, welche die Stadt Freiburg geerbt hatte und ihr 25-jähriger Gemahl Eberhart, aus dem Hause Habsburg, waren wegen Überschuldung gezwungen, die Stadt für 3040 Mark Silber an das Haus Habsburg zu verkaufen. Der Vertrag wurde am 27. November 1277 in Meienried unterzeichnet.
Einst war Meienried ein Fährort auf der Landzunge zwischen den alten Flussläufen von Zihl und Aare. Wasser spielte in der stark überschwemmungsgeplagten Region schon immer eine grosse Rolle. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Wasserstrassen für den Transport von verschiedensten Gütern enorm wichtig. Dass sich trotz dieser ausserordentlichen Lage aus Meienried keine grössere Ortschaft entwickelt hat, ist wohl mit der latenten Ueberschwemmungsgefahr und den fehlenden Fluchtmöglichkeiten vor diesen Naturereignissen zu begründen.
Die heute noch vorhandenen historischen Gebäude stammen aus der Zeit des späten 18. Jahrhunderts. Einer der bekanntesten Meienrieder ist wohl Johann Rudolf Schneider, welcher 1804 im Wirtshaus der alten Galeere geboren wurde. Er war dann auch der Initiant und Hauptförder der ersten Juragewässerkorrektur (1868-1891) und wurde im Jahre 1837 in den grossen Rat,1846 in den Regierungsrat und später noch in den Nationalrat gewählt.
In unmittelbarer Nähe des Dorfes liegen die Naturschutzgebiete “Meienriedloch”, “Häftli” und “Alte Aare”. Es handelt sich um alte Flussläufe der Zihl und der Aare, welche im Zuge der 1. Juragewässerkorrektion zu Altwassern wurden. Diese Gewässer sind wegen ihrer landschaftlichen Schönheit und ihrem naturschützerischem Wert Schutzgebiete von nationaler Bedeutung und entsprechend auch beliebte Ausflugsziele.