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Die Breite von Jahrringen hängt von vielen Faktoren am Standort eines Baumes ab. Die Dendrochronologie beschäftigt sich mit dem Baumwachstum und dessen räumlichen und zeitlichen Beziehungen zur Umwelt. Die Datierung von Jahrringen erfolgt mit Hilfe des so genannten «Crossdatings»: Dabei wird die charakteristische Abfolge der Jahrringe mit einer Sequenz verglichen, deren Alter bekannt ist (vgl. Abb. 2).
Für die Jahrringanalyse werden Stammscheiben oder Bohrkerne verwendet. Bohrkerne lassen sich entnehmen, ohne dem Baum einen Schaden zuzufügen. Die Proben werden auf einer Bandschleifmaschine angeschliffen, anschliessend unter einer Stereolupe mit Hilfe eines Messtisches vermessen, im Computer erfasst und mit einer Spezialsoftware weiterverarbeitet.
Ziele der Messungen
Durch Jahrringanalysen können Umweltbedingungen rekonstruiert werden. Sie werden auch genutzt, um die Kohlenstoffspeicherkapazität unterschiedlicher Bestände abzuschätzen. Jahrringe lassen detaillierte Rückschlüsse auf die Waldproduktivität oder auf den Einfluss natürlicher Störungen und Risiken zu.