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Das Grundstück hat sich über mehr als hundert Jahre, mittels Aufschüttung und Bau des Hafenbeckens, vom natürlichen Seeraum zum gebauten Ufer-Grüngürtel für Freizeitaktivitäten gewandelt. Auf die sensible städtebauliche Nahtstelle von unterschiedlichen Stadtmustern, Massstäben und Freiräumen reagiert ein linearer, schmaler Baukörper, der parallel zum Rücken der Bahn verläuft und den öffentlichen Parkraum am Ufer freispielt. Mit minimalem Fussabdruck entwickelt er sich über fünf Geschosse und orientiert sich damit am Massstab und der Morphologie der nahen Industriebauten.
Die Idee einer kollektiven, verdichteten Wohnform und der Kontext prägen das Gebäude: An der Rückseite liegt eine offene, mit hängenden Pflanzen begrünte Erschliessungsschicht, die als Filter zur Bahn wirkt. Auf der Seeseite greifen die Geschossplatten zu in den Park gestellten „Gartenzimmern“ aus. Den fehlenden privaten Aussenraum im Erdgeschoss kompensieren kollektive Gärten auf dem Dach. Im Erdgeschoss macht eine Rue Intérieur das Gebäude als Einheit wahrnehmbar.
Die Wohnungen fügen sich im Schnitt vertikal ineinandergreifend in die Schottentypologie des Gebäudes. Die überhohen Räume und die Laubenzimmer erzeugen eine hohe individuelle Qualität, ohne jene des öffentlichen Raumes zu schmälern.