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Was ist Met bzw. Honigwein?
Das Wort Met kommt aus dem indogermanischen „Madhu“ und bedeutet soviel wie süsser Trunk.
Met ist ein Produkt aus Honig, Wasser und Hefe. Der aufgelöste Honig wird einem mehrwöchigen Gärprozess ausgesetzt, wobei sich sein Zucker in Alkohol umwandelt. Der verwendete Honig, Alkoholgehalt, Hefesorte und Säureanteil bestimmen den Geschmack. Met ist lagerfähig und mit zunehmender Reife wird er besser.
Met kann sowohl kalt, als auch heiss getrunken werden und ist somit eine leckere Alternative zum Glühwein.
Wie alles begann …
Es gilt als gesichert, dass Met und Traubenwein die ersten alkoholischen Getränke der Menschheit nach dem Bier waren, welches auf eine noch ältere Geschichte zurückblicken kann (neueste Quellen lassen sich auf etwa 5500 v.Chr. datieren). Verfahren zur Herstellung von Wein waren in Ägypten und Vorderasien bereits um 3500 v. Chr. bekannt, Metgewinnung hat eine etwas ältere Tradition.
Nicht nur bei den Germanen, sondern auch bei den alten Griechen, Römern sowie in Grossbritannien bzw. Skandinavien war das Getränk äusserst beliebt.
Bei Festen und mystischen Kulten benutzte man Met als Rauschtrunk, und weil man die Wirkung des Alkohols noch nicht verstand, rankten viele Mythen und Sagen um das Getränk und Met avancierte zum Geschenk der Götter.
Met bekam einen Ehrenplatz an den römischen Festtafeln neben den Getränken aus Weintrauben. Da süsser Honig nur von wildlebenden Bienen beschafft werden konnte, war Met ein sehr kostspieliges Getränk.
Unter Karl dem Grossen war Met das Getränk am Hofe schlechthin. Zu jener Zeit wurde es auch vermehrt durch Klosterbrüder als Heilmittel bzw. Heilmittelträger (Zusatz von Kräuter) verwendet.
Durch die Gründung von Imkereien wurde der Honigwein erst im späten Mittelalter zum Getränk des “gemeinen” Volkes. Dies blieb nicht ohne Folgen bei der Getränkewahl am Hof. So richteten die Königshäuser ihren Blick auf Traubenwein aus dem Süden. Durch das zusätzliche Aufkommen der Bierbrauereien, die alkoholische Getränke weitaus billiger herstellen konnten, geriet der kostbare Met mehr und mehr in Vergessenheit.
In der Neuzeit schrieb Naturheilpraktiker und Alkoholgegner Sebastian Kneipp:
„Met tut viel Gutes, er bewirkt einen guten Appetit, fördert die Verdauung, reinigt und stärkt den Magen, schafft ungesunde Stoffe weg, befreit von dem was dem Körper nachteilig ist. Seine Wirkung ist sehr günstig auf das Blut, die Säfte, Nieren und Blase weil er überall reinigt, auflöst und ausleitend wirkt. Für die Alten so auch für uns ist Met ein Stärkungsmittel. Die Germanen erfreuten sich einer ausserordentlichen Gesundheit und erreichten ein hohes Alter. Beides, Gesundheit und ein hohes Alter verdankten sie besonders ihrem Met.“
Die Hochschätzung wird verständlich, weil man früher zur Metherstellung stets die gefüllten Waben komplett vergor. Die Drüsen- und Wuchsstoffe der Immen sowie Wachs, Pollen und Propolis und deren zahlreiche Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Fermente gingen schlussendlich mit in den Met über.
Durch seine verschiedensten Geschmacksrichtungen gewinnt der Met in der heutigen Zeit mehr und mehr an Popularität.