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Niemand fühlt sich gerne wie ein Schnorrer.
Deswegen kann es manchmal auch so unangenehm sein, jemanden um einen Gefallen zu bitten — sei es, den Lebenslauf zu korrigieren, auf den Hund aufzupassen oder 20 Euro zu leihen, weil ihr vergessen habt, dass man im Restaurant nur bar bezahlen kann.
Fühlt ihr euch dabei unwohl, weil ihr denkt, dass man euch deswegen nervig finden oder weniger mögen wird? Keine Sorge, das ist unbegründet. Es gibt nämlich ein psychologisches Phänomen — bekannt als „Benjamin-Franklin-Effekt“ — das erklärt, warum Menschen euch oftmals noch mehr mögen, wenn sie euch einen Gefallen getan haben.
David McRaney, Autor des Buches „You Are Not So Smart“, erklärte auf YouAreNotSoSmart.com, woher der Effekt seinen Namen hat. Vermeintlich hatte Benjamin Franklin mal einen Feind, den er als „Gentleman mit Reichtum und Bildung“ bezeichnete und der vermutlich zu einer einflussreichen Person in der Regierung werde würde.
Um ihn auf seine Seite zu ziehen, fragte Franklin ihn, ob er sich eines der Bücher aus seiner Bibliothek ausleihen könne. Der Mann fühlte sich geschmeichelt und lieh ihm das Buch. Franklin brachte es nach einer Woche zurück — mit einem Dankesbrief.
Das nächste Mal, dass sie sich begegneten, war der Mann außerordentlich freundlich. Sie blieben bis Franklins Tod Freunde.
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