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Insolvenz, Überschuldung
Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaft, AG) und Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) dienen der Förderung unternehmerischer Tätigkeit, in dem sie das wirtschaftliche Risiko der GesellschafterInnen auf das eingebrachte Kapital beschränken (Aktienkapital, Stammkaital). Ausnahmen hiervon gibt es nur bei öffentlich-rechtlichen Abgaben, namentlich den AHV-Beiträgen und der Verrechnungssteuer.
Wer also Geschäfte mit einer Kapitalgesellschaft eingeht, kann im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Geschäftspartners nicht auf das Privatvermögen der GesellschafterInnen zurückgreifen. Aus diesem Grunde widmet das Gesetz dem Erhalt des eingebrachten Kapitals seine besondere Aufmerksamkeit. Eine Überschuldung liegt vor, wenn die Forderungen der Gesellschaftsgläubiger weder zu Fortführungs- noch zu Veräusserungswerten gedeckt sind. Bevor es zu einer Überschuldung kommt, greifen aber zwei Sicherungsmassnahmen (Kapitalverlust und Verdacht der Überschuldung).
Quelle: Etienne Petitpierre, Advokat und Notar (BS), Rechtsanwalt (D)