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Esaus Kuß
Eine Familiensaga
Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama
Nach ›Ein Russischer Roman‹ (detebe 22586) legt Meir Shalev mit ›Esaus Kuß‹ eine zweite packende Familiensaga vor, die einen lebendigen Einblick in den heute schon zur Historie gewordenen Alltag Israels in den zwanziger, fünfziger und siebziger Jahren gibt. Drei Generationen einer jüdischen Bäckersfamilie: über Brot, Liebe und Leid, Streit und Versöhnung.
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›Jakob und ich sind herangewachsen und unserer Wege gegangen. Er hat, kurz zusammengefasst, die Frau geheiratet, die ich mir zugedacht hatte, hat die Bäckerei geerbt, die mein Vater mir zukommen lassen wollte, hat drei Kinder gezeugt und den Erstgeborenen verloren. Ich bin in die Vereinigten Staaten gefahren, habe keine Frau geheiratet, keine Kinder gezeugt und auch keine verloren. Das ist eigentlich schon die ganze Geschichte‹ – sagt der Erzähler Esau. Aber diese barocke Familiensaga ist viel mehr: Sie ist die Geschichte einer sephardischen Bäckersfamilie, die in einem kleinen Dorf östlich von Jerusalem eine Bäckerei gründet. Hier, rund um den Ofen, der das legendäre Brot herstellt, leben drei Generationen, die sich streiten und versöhnen – und am Ende doch auseinanderbrechen. Shalev gibt mit seiner faszinierenden mosaikartigen Erzähltechnik einen lebendigen Einblick in den heute schon zur Historie gewordenen Alltag Israels in den zwanziger, fünfziger und siebziger Jahren.