Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03285.jsonl.gz/158

Apples LTE-Chiplieferant Qualcomm hat einen neuen 4G/LTE-Chip vorgestellt, welcher mit über 40 verschiedenen LTE-Frequenzbändern zurechtkommt. Da die Mobilfunkanbieter je nach Land oder Gebiet verschiedene LTE-Frequenzbänder nutzen und bisher nur Chips mit begrenzter Frequenzabdeckung verfügbar waren, müssen die Smartphone-Hersteller mehrere Geräte für die entsprechenden Märkte herstellen. Aktuell unterstützen LTE-Chips meist nur wenige Frequenzbänder, wie man auch beim aktuellen iPhone 5 oder den iPads sieht. Das iPhone 5 wird Beispielsweise in drei verschiedenen Versionen vertrieben. Die drei iPhone 5 Modelle zusammen, zwei GSM und ein CDMA, decken jedoch lediglich sieben LTE-Frequenzbänder ab.
Der neue LTE-Chip könnte es Apple erlauben, künftig ein «globales» iPhone-Modell zu bauen. Damit würden unter anderem auch Parallelimporte vereinfacht, womit man nach einer USA-Reise das dort gekaufte iPhone in anderen Märkten — wie Beispielsweise in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern — problemlos nutzen könnte.
Qualcomm nennt in der Pressemitteilung die zweite Hälfte des Jahres 2013 als Launchtermin für den neuen LTE-Chip. Ob Apple den neuen Chip in einer kommenden iPhone-Generation verbauen wird, ist noch nicht klar. Die Möglichkeit einer Implementation des Chips besteht aufgrund der Chip-Markteinführung wohl nur, wenn die nächste iPhone-Generation frühestens im Herbst auf den Markt kommt und es bei Qualcomm zu keinen Verzögerungen kommt. Es ist allerdings davon auszugehen, dass früher oder später alle grossen Smartphone-Hersteller einen Chip verbauen werden, welcher mit den meisten LTE-Netzen der Welt zurecht kommen wird.