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Jäger wollen keine Biber jagen
Im vorletzten Jahrhundert wurden viele Wildtierarten aufgrund von intensiven Lebensraumnutzungen (Kahlschläge im Forst), Hungersnöten und existenzbedrohender Konkurrenzsituation ausgerottet - eine Situation, die heute anders ist.
Die Erholung der meisten Wildtiervorkommen in der Schweiz im letzten Jahrhundert beruht auf natürlicher Einwanderung (Reh, Rothirsch, Wildschwein, Bär, Wolf). Daneben setzte man auch ehemals ausgerottete Arten wieder aus (Steinbock, Biber, Luchs, Bartgeier). Die steigenden Schalenwildbestände verursachten vielerorts Schäden im Wald und an landwirtschaftlichen Kulturen.Wieder vorkommende Grossraubtiere rissen neben Wildtieren auch Nutzvieh. Die mannigfachen Wildschäden haben denn auch die Diskussionen über die Jagd in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in zunehmendem Masse geprägt. Dieser Entwicklung trug das «Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel» von 1986 Rechnung (Quelle: «Jagen in der Schweiz»).