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| Dionysius Areopagita, ps. (geschrieben vor 476) - Kirchliche Hierarchie (De ecclesiastica hierarchia)

2. Kapitel: Über den Taufritus
II. Das Sakrament der Taufe
§ 6.
1) Der Bischof betet mit der ganzen Gemeinde, entgürtet den Täufling und läßt ihn, das Angesicht nach Westen gekehrt, die Abschwörungsformel sprechen.
2) Darauf wird der Täufling nach der Ostseite geführt, um sein Übertreten auf die Seite Christi zu bekennen.
Haben die Priester die Eintragung vollzogen, so verrichtet der Hierarch ein heiliges Gebet. Wenn die ganze Gemeinde es zugleich mit ihm vollendet hat, dann entgürtet er den Täufling und läßt ihn durch die Liturgen entkleiden. Darauf stellt er ihn mit dem Angesicht nach Westen hin, die Hände nach der gleichen Richtung abgekehrt und wegstoßend. In solcher Stellung gebietet er ihm, dreimal gegen den Satan zu blasen und dabei die Worte der Abschwörungsformel zu sprechen. Dreimal sagt er ihm die Abschwörung vor, dreimal versteht sich dazu der Täufling. Dann führt ihn der Hierarch auf die [S. 106] andere Seite gegen Osten, läßt ihn zum Himmel aufblicken, die Hände emporhalten und Christus und allen von Gott geoffenbarten Lehren zuschwören.