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Melbourne ohne "Riesen-Canelloni"
Die Flinders Street Station in Melbourne hätte umgebaut und massiv erweitert werden sollen. Das spektuläre Projekt stammt aus der Feder von Herzod & de Meuron sowie dem Designbüro Hassel. Doch die neue Stadtregierung hat kein Interesse an einem neuen ÖV-Knotenpunkt.
Extravagant wäre Melbournes neue Flinders Street Station gewesen – und weit mehr als ein Bahnhof: Das Projekt aus der Feder von Herzog & de Meuron und des australischen Designbüros Hassell umfasst neben einem massiven Aus- und Umbau des alten Bahnhofs mit extravaganten perforierten Betongewölben als Perrondächer ein Open-Air-Theater, eine Kunstgallerie und eine Markthalle. Ebenfalls Teil des prestigeträchtigen Bauvorhabens war die Sanierung des historischen Bahnhofsgebäudes. Doch daraus wird nichts. Der neue Bahnhof, der im Volksmund bereits mit dem Titel «Riesen-Canelloni» versehen wurde, kommt nicht zustande. Die Baukosten von rund 2,1 Milliarden australischert Dollars (1,7 Milliarden Franken) sind der neuen Labour-Stadtregierung zu hoch. «Unsere Vorgänger haben Millionen in den Wettbewerb gesteckt», erklärte der frischgebackene Finanzdirektor Tim Pallas unlängst gegenüber ABC-News. «Wir waren, als wir in der Opposition waren, sehr kritisch gegenüber dem Projekt, weil es nichts mit den wirklichen Prioritäten der Stadt zu tun hat.» (mai)