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Über Jahrzehnte hinweg haben C.S. Lewis’ Narnia-Geschichten die Fantasie von Millionen von Lesern beflügelt. In dieser Biografie porträtiert Alister McGrath den profilierten Denker, der ein überzeugender Prophet unserer Zeit wurde und dessen Werke zu den absoluten Klassikern christlicher Literatur zählen.
Portrait
Christian Rendel, Jahrgang 1960, ist Literaturwissenschaftler, Autor, Übersetzer und C.S. Lewis-Experte. Er lebt mit seiner Familie bei Göttingen.
Dieses Buch ist ein Mammutwerk: 439 Seiten Biographie, 50 Seiten Anhang, 15 Seiten Bibliografie mit Primär- und Sekundärwerken, über 40 Abbildungen aus Lewis’ Leben und aus seiner Zeit.
Lewis wird in seiner ganzen Komplexität dargestellt: als Literaturwissenschaftler, christlicher Apologet und Narnia-Schöpfer; außerdem als Freund berühmter Zeitgenossen und als „Ehemann“...Dieses Buch ist ein Mammutwerk: 439 Seiten Biographie, 50 Seiten Anhang, 15 Seiten Bibliografie mit Primär- und Sekundärwerken, über 40 Abbildungen aus Lewis’ Leben und aus seiner Zeit.
Lewis wird in seiner ganzen Komplexität dargestellt: als Literaturwissenschaftler, christlicher Apologet und Narnia-Schöpfer; außerdem als Freund berühmter Zeitgenossen und als „Ehemann“ von Joy Davidman.
Wer bisher noch keine Biographie von ihm gelesen hat, ist mit diesem Buch gut bedient. Die Lebensthemen von Lewis werden gut herausgearbeitet: sein akademisches Wirken als Literaturwissenschaftler; seine langsame und widerwillige Bekehrung; sein beginnender Einfluss in England als Verfechter des christlichen Glaubens. Im letzten Kapitel geht McGrath auf das neue Interesse an den Gedanken von Lewis’ ein, besonders im amerikanischen Raum („Das Lewis-Phänomen“).
McGrath steht als einem der ersten Biographen der gesamte erhaltene Schriftverkehr Lewis’ zur Verfügung, aus dem er ausführlich zitiert. Die 3500 Seiten Briefe, editiert vom Amerikaner Walter Hooper, seines Zeichens Sekretär und literarischer Nachlassverwalter, wurden erst zwischen 2000 und 2006 veröffentlicht.
McGrath ist kein Zeitgenosse von Lewis wie einige Biographen vor ihm; trotzdem spürt man ihm seine Bewunderung für den Denker an vielen Stellen ab. Macht ihn dies für Unkorrektheiten und Schwächen in Lewis’ Leben und Werk blind?
Während in anderen Biographien auch logische Fehlschlüsse in den apologetischen Schriften angeprangert werden, macht sich McGrath zum Fürsprecher an Stellen, bei denen er den Autor „missverstanden“ glaubt.
Er stellt auch die fragwürdige Beziehung zu Mrs Moore dar, thematisiert aber, im Gegensatz zu anderen Darstellungen, eine mögliche erotische Beziehung in keiner Weise.
Im Gegenzug werden seiner späteren Frau Joy Davidman eigensüchtige Motive in ihrer Beziehung zu Lewis vorgeworfen. Die Beweislage zu diesen Vorhaltungen (eigentlich war nur eine Scheinehe abgesprochen) sind jedoch gut recherchiert und nachvollziehbar. Trotzdem bekommt man den Eindruck, McGrath wolle seinen Schützling im Nachhinein vor diesem kapitalen Lebensfehler bewahren.
Diese Schwachstellen schmälern aber meiner Meinung nach den Wert dieser Biographie nur unwesentlich. Das Buch ist gut lesbar, öffnet die Gedankenwelt des genialen Wissenschaftlers und eindrucksvollen Apologeten. Mir hat es Lust gemacht, mich erneut in Lewis' Schriften zu vertiefen.