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Am 4. März wählen die Freiburgerinnen und Freiburger eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für die Grüne Staatsrätin Marie Garnier. Sieben Kandidierende stellen sich zur Wahl.
SRF News: Patrick Mülhauser, wer von den sieben Kandidierenden hat die besten Aussichten, die Wahl zu gewinnen?
Patrick Mülhauser: Im ersten Wahlgang wird voraussichtlich niemand gewählt. Schlicht, weil es sieben Kandidatinnen und Kandidaten sind und kaum jemand das absolute Mehr erreicht.
Da nur ein Sitz zu vergeben ist, dürfen höchstens zwei Kandidierende in den zweiten Wahlgang, welcher am 25. März stattfindet.
Dürfte eine davon die Grüne sein – immerhin geht es um den Sitz ihrer Parteikollegin Marie Garnier?
Sylvie Bonvin wird einen schweren Stand haben, weil sie nicht die gesamte Linke hinter sich hat. Die SP, die grösste linke Partei, stellt ja eine eigene Kandidatin.
Die Linke ist gespalten, deshalb hat Sylvie Bonvin einen schweren Stand.
Auf bürgerlicher Seite unterstützt die grösste Partei, die CVP, den FDP-Kandidaten. Ich gehe deshalb davon aus, das Didier Castella (FDP) sowie Valérie Piller (SP) den zweiten Wahlgang bestreiten.
Gibt es denn die Möglichkeit, dass es zwei Bürgerliche in den zweiten Wahlgang schaffen?
Ja, das ist durchaus denkbar. Didier Castella, der die FDP und die CVP hinter sich hat, müsste rein vom Wählerpotential her am meisten Stimmen holen im ersten Wahlgang. Und rein rechnerisch hat Ruedi Schläfli (SVP) gute Chancen auf den zweiten Platz.
Und was glauben Sie, wer macht am Schluss das Rennen?
Ich gehe im zweiten Wahlgang von einem Duell Didier Castella (FDP) gegen Valérie Piller (SP) aus. Ich denke, die linke Wählerschaft wird im zweiten Wahlgang eher an die Urne gehen, zudem könnte die Bevölkerung eine ausgeglichene Regierung bevorzugen, sowohl was die politische Grundhaltung als auch das Geschlecht angeht. Somit wäre dann Valérie Piller gewählt.
Das Interview führte Michael Sahli.
Patrick Mülhauser
Patrick Mülhauser ist seit 2012 Korrespondent von Radio SRF im Kanton Freiburg und berichtet unter anderem über die kantonale Politik. Zuvor war er für SRF als Westschweiz-Korrespondent tätig.