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Glück stützt sich nicht unbedingt auf den beruflichen Erfolg. Die Psychologin Anja Lehmann hat festgestellt, dass Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren ihr Leben oftmals als sinnerfüllter wahrnehmen als Berufsfeuerwehrleute.
Glück hat auch sonst nicht unbedingt mit Erfolg zu tun. Niklas Nitschke und Vadim Zakharov empfinden Glück, wenn sie ihre künstlerische Arbeit in einer Umgebung realisieren, die diese gar nicht anzunehmen bereit ist. Sie sind in diesem Moment gleichsam auf sich selber zurückgeworfen und können sich so mit ihrer künstlerischen Arbeit an sich auseinandersetzen.
Glück hat aber etwas damit zu tun, scheinbare Naturgesetze als kulturelle Setzungen erkennbar zu machen. So zeigen der Künstler Haseeb Ahmed und die Philosophin und Japanologin Elena Louisa Lange, wie der Fetisch-Begriff von Karl Marx den heutigen Warenfetisch entlarvt: Die Labels auf Nahrungsmittelverpackungen, die diese zieren wie Orden die Uniformen von Militärveteranen, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass trotz Fair Trade und «Regionaler Produktion» der profitorientierte Markt ohne Ausbeutung nicht floriert. Persönliche Obsessionen hingegen werden durch diesen Fetisch-Begriff nicht kritisiert. So schwingt bei den Nachahmern von Celebrities im Video von Julika Rudelius keine Kritik an ihren Obsessionen mit, sondern ein von Bewunderung geprägter Blick in die Arbeitswelt dieser chinesischen Textilverkäufer.