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Hochverehrter Herr Präsident!
Unter bester Verdankung sende ich Ihnen hiemit die Briefe wieder zurük, welche Sie mir zur Einsicht zu übermitteln die Gefälligkeit hatten. Ich habe das Tarifbüreau beauftragt, eine vergleichende Zusammenstellung der Taxen anzufertigen, die wir im Schweiz-italienischen Verkehre nach den Bestimmungen unsrer Conceßionen & nach dem jüngsten Beschluße des Bundesrathes beziehen dürften & die muthmaßliche Tragweite | des von uns verlangten Verzichts auf die conceßionsgemäßen Taxen zu berechnen. Da die teß. Conceßion vorschreibt, es dürfen die Tarife die Taxen andrer schweiz. Bahnen in analogen Verhältnißen nicht übersteigen, so gehe ich von der Ansicht aus, daß als Basis der Vergleichung etwa die Taxen angenommen werden müßen, die z. H. bei der NOB. & Centralbahn bestehen, plus Verdopplung auf der ca 65 Kilometer langen Bergstreke mit mehr als 15‰ Steigung. Ich werde nicht ermangeln, Ihnen das Ergebniß der Untersuchung | so bald als möglich mitzutheilen. –
Wie ein Sonnenblik aus düsterm Gewölke berührte mich der rasche Entschluß des Kantonsrathes von Schwyz, die dem dortigen Kanton zugemuthete Nachtragssubvention zu genehmigen. Möge er bald Nachahmung finden! Wäre es nicht erreichbar, daß auch der zusammentretende deutsche Reichstag bald ein Votum abgeben würde, oder muß einem solchen der formelle Abschluß eines Vertrages vorausgehen? –
In ausgezeichneter Hochachtung
Ihr freundschaftlich ergebener
J. Zingg.
Luzern, d. 26 Jan. 78.