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Chen Uen (Pinyin: Zheng Wen) wurde 1958 in Taiwan geboren und verstarb 2017. Er gilt in Ostasien als eine Art Jahrhundertgenie.
In vielen seiner Werke widmete er sich historischen Stoffen aus der langen chinesischen Geschichte. Sein technisch meisterhafter Zeichenstil weist starke Einflüsse der traditionellen chinesischen Tuschemalerei auf.
Den großen Durchbruch schaffte er in Japan in den frühen 1990er Jahren, als dort seine Reihe „Helden der Östlichen Zhou-Zeit“ von Kodansha serialisiert wurde. Die renommierte japanische Tageszeitung Asahi Shimbun schrieb über ihn als ein „Genie“ – innerhalb der letzten 20 Jahre sei in der Comicwelt kein Künstler hervorgetreten, der sich mit Chen Uen messen könne.
Japanische Medien betitelten ihn als einen „Schatz Asiens“. Nach seinem Tod gelangten Klassiker Chen Uens in Taiwan wieder ganz vorne auf die Bestsellerlisten. In Taiwan, Hongkong, Japan und China wurde nach Chen Uens Ableben umfangreich im Fernsehen und anderen Medien Nachrufe auf den Künstler gesendet.
Am Comicfestival München wird es 2019 eine Sonderausstellung über Chen Uen geben, und sein Verleger und intimer Kenner der Taiwanischen Comicwelt, Aho Huang erzählt in einem Panel über die Zusammenarbeit mit dem Künstler, sein Werk und dessen Wirkung auf die Comickultur Asiens.
Hier folgt ein Video von einem Panel am Comicfestival München 2019, wo Aho Huang, langjähriger Freund und Herausgeber Chen Uens über dessen Schaffensperioden, seine Werke und seinen Einfluss in Asien berichtet: