Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03152.jsonl.gz/3001

Mit einem strengeren Alkoholgesetz wollen einige Politiker Defizite bei der Erziehung in den Griff kriegen. Sie wollen den Verkauf von Alkohol ab bestimmten Uhrzeiten verbieten und die Steuern für alkoholische Getränke erhöhen. Dies obwohl der Alkoholkonsum zurückgegangen ist. Diese Politiker argumentieren damit, dass einige Jugendliche zuviel Alkohol konsumieren. Das trifft in einigen Fällen zwar zu, dennoch halte ich nichts von weiteren Gesetzesverschärfungen.
Mit strengeren Gesetzen und Verboten wird Verantwortung auf Kosten der Freiheit an den Staat delegiert. Das geltende Recht ist jedoch ausreichend, denn es gewährleistet bereits einen umfassenden Jugendschutz. So darf bereits nach geltendem Recht kein Alkohol an Minderjährige verkauft werden.
An den Alkoholproblemen einiger Jugendlicher sind nicht liberale Gesetze schuld. Ihre Ursache dürfte vielmehr an mangelhafter Erziehung, fehlendem Verantwortungsbewusstsein oder an einer individuellen Suchtproblematik liegen. Nicht jeder, der Alkohol konsumiert, wird Alkoholiker! Meiner Ansicht nach dürfen Eltern die Erziehung ihrer Kinder nicht dem Staat bzw. der Polizei überlassen. Sie haben die Pflicht ihren Kindern Werte wie Anstand und Moral sowie Eigenverantwortung beizubringen. Wenn das soziale Umfeld eines Menschen erkennt, dass eine Suchtproblematik vorliegt, so ist es gefordert dem Süchtigen zu helfen. Eine solche Hilfe bringt mehr als strengere Gesetze und Verbote.
Wir haben die Wahl zwischen einer liberalen Gesellschaft, die von uns vernünftiges und eigenverantwortliches Handeln abverlangt oder einem goldenen Käfig, der immer mehr Steuergelder für Überwachung, Kontrolle und Justiz verlangt.
Die folgende Grafik zeigt auf, dass der Alkoholkonsum zurückgegangen ist. 1971 trank ein Erwachsener Schweizer noch durchschnittlich 14.4 Liter reinen Alkohol pro Jahr. 2011 sank die Menge auf 10 Liter pro Kopf. Eine Gesetzesverschärfung ist somit eindeutig nicht notwendig!
Quelle der Grafik: Schweizer Fernsehen