Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03282.jsonl.gz/1354

Auf der Holzbrücke über die Rigi-Aa, wo links noch Überreste des Rigi-Bahn-Trassees sichtbar sind, steht man direkt vor dem Areal der Sägerei.
Die Sägerei wurde 1878 gebaut, brannte aber 1913 vollständig nieder. Dass sie direkt an der Rigi-Aa gebaut wurde, ist natürlich kein Zufall. Sägereien wurden damals mit Wasserkraft betrieben. Das änderte sich bald, als Gottfried Bucheli 1885 die Sägerei erwarb. Als Tüftler und Pioniergeist fasste er den Wasserlauf der Rigi-Aa und leitete das Wasser in einen Stauweiher und von dort durch einen Druckstollen zu seinem Betrieb, wo er elektrischen Strom erzeugte. Mit diesem Strom betrieb er nicht nur seine Sägerei, sondern belieferte aus der Ueberschussproduktion auch die Arth-Rigi-Bahn, die damit Ihre Remise beleuchtete, das Hotel Hof und das Postbüro im Bahnhof der Gotthardbahn.
Auf dem Sägerei-Areal stand einst auch das Hotel “Sonne”, eine der ersten Bauten von Neu-Goldau. Es wurde 1820 gebaut und brannte 1913 zusammen mit der Sägerei bis auf die Grundmauern ab. Dieser Brand gab übrigens den Anstoss, die Feuerwehr in Oberarth wiederzubeleben.
Auffallend ist der hohe, alleinstehende Backsteinkamin, der zu einer Holztrocknungsanlage gehörte.
Beim Zurückgehen lohnt sich der Blick auf die Rigi-Aa. Von der Brücke aus sind die stufenförmigen Bachverbauungen besonders gut sichtbar. Bei schönem Wetter oder nur leichtem Regen macht die Rigi-Aa einen so zahmen Eindruck, dass man sich fast nicht vorstellen kann, was für Schäden sie nach heftigen Gewitern als tosender Wildbach anrichten kann. Mehr über die Rigi-Aa steht unter Nummer G9.
Die “Kultur-Spur” führ nun wieder hinunter an die Bahnhofstrasse zu den beiden Restaurants “Goldauerhof” und “Bauernhof”.