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Poblematische SAP-Einführung in Australien frisst Gewinn weg.
Der CEO des IT-Distributors Ingram Micro, Greg Spierkel, sagte gegenüber Analysten anlässlich der Präsentation der jüngsten Quartalszahlen, dass man im Raum EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) in den nächsten Monaten "Massnahmen" ergreifen müsse, um Kosten zu sparen. "Wir achten sehr genau auf unsere Kosten in EMEA und wir werden das in der zweiten Jahreshälfte weiterhin tun, weil wir nicht davon ausgehen, dass sich die ökonomische Situation ändert", so der CEO. Spierkel sprach auch von einem Stellenabbau, der jedoch nur dort vorgenommen werde, wo es wirklich nötig sei. Weitere Angaben machte er nicht.
Die Umsatzzahlen der Region EMEA waren im vergangenen Quartal gar nicht so schlecht: Der Umsatz in EMEA wuchs um 11 Prozent auf 2,64 Milliarden Dollar, allerdings hatten die Währungsschwankungen einen positiven Einfluss von 13 Prozent. Zudem sank der operative Gewinn in EMEA um fast einen Viertel auf 16,9 Millionen Dollar, was einer Betriebsmarge von 0,64 Prozent entspricht.
Ingram hat sich angesichts der Schwäche im Consumer-Markt auf das KMU-Segment konzentriert, was für etwas bessere Geschäfte sorgte. In Italien und Spanien litt Ingram hingegen unter der Consumer-Schwäche. Das grösste Problem des Konzerns fand sich aber im pazifischen Raum: In Australien geriet ein SAP-ERP-Projekt Probleme aus den Fugen.
Insgesamt sank der Nettogewinn des Konzerns deswegen im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 59,7 Millionen Dollar. Der Gesamtumsatz wuchs um 7 Prozent auf 8,75 Milliarden Dollar. (mim)