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Mit einer rechtzeitigen Nachlassplanung stellen Sie sicher, dass Ihr Nachlass dem eigenen Willen entsprechend verteilt wird. Die einfachste Möglichkeit, seinen Nachlass zu regeln, ist ein Testament zu verfassen: Mit einem Testament bestimmen Sie selber, wem Ihr Nachlassvermögen zukommen soll. Dabei können Sie nicht nur natürliche, sondern auch juristische Personen wie zum Beispiel eine gemeinnützige Stiftung begünstigen.
Drei Arten von Testamenten
In der Praxis wird zwischen dem öffentlichen Testament und dem eigenhändigen Testament unterschieden. Letzteres ist vom Erblasser von Anfang bis Ende mit Angabe des Errichtungsdatums und Errichtungsorts von Hand niederzuschreiben und zu unterzeichnen.
Demgegenüber wird das öffentliche Testament von einem Notar verfasst und im Beisein des Erblassers sowie unter Mitwirkung zweier Zeugen öffentlich beurkundet.
Eine dritte Art von Testament ist das mündliche Nottestament, welches im Beisein zweier Zeugen errichtet wird. Im Vordergrund steht hier, wenn jemand todkrank ist und es dem Erblasser nicht möglich ist, ein eigenhändiges oder öffentliches Testament zu errichten. Das ist aber die absolute Ausnahme.
Achtung: Vergessen Sie nicht, früher erstellte Testamente aufzuheben, um Missverständnisse zu vermeiden. Dies können Sie beim Verfassen eines neueren Testaments so festhalten. Noch einfacher ist es, das alte Testament zu vernichten: So gilt es ebenfalls als aufgehoben.
Etwas Sinnvolles tun
Indem Sie eine Stiftung als Vermächtnisnehmer oder eingesetzten Erben ins Testament aufnehmen, können Sie ein Anliegen, das Ihnen zeitlebens wichtig war, weiterhin unterstützen und über Ihren Tod hinaus etwas Gutes tun.
Eine gemeinnützige Organisation kann im Testament als Erbin eingesetzt oder mit einem Vermächtnis beziehungsweise Legat bedacht werden. In der Regel ist es sinnvoller, eine solche Organisation mit einem Vermächtnis, zum Beispiel einem konkreten Geldbetrag, oder einem bestimmten Nachlassgegenstand, welcher für die Organisation von Interesse ist, zu begünstigen.
Die Organisation ist nicht Erbin und damit weder Mitglied der Erbengemeinschaft, noch haftet sie für die Schulden des Erblassers. Dies kann sich sowohl für die Erben als auch für die Stiftung als günstiger erweisen.
Sorgfältige Planung
Ein Testament zu errichten, ist nicht schwierig, sofern in Bezug auf das Vermögen und die Familie einfache Verhältnisse bestehen und die gesetzlichen Schranken beachtet werden. Zu den wichtigsten gesetzlichen Schranken gehören die bereits angesprochenen Formvorschriften, das Pflichtteilsrecht sowie der Numerus Clausus der Verfügungsarten wie Erbeinsetzung, Vermächtnis, Auflage etc. Bei der Formulierung des Testaments ist darauf zu achten, dass klare Anordnungen getroffen werden.
In Bezug auf eine Erbeinsetzung beziehungsweise ein Vermächtnis bedeutet dies, dass die Zuwendung hinreichend genau umschrieben wird und die begünstigte Person oder Organisation zweifelsfrei identifizierbar ist.
Empfehlenswert ist bei Zuwendungen an Organisationen die Nennung der Unternehmens-Identifikationsnummer (UID). Diese kann im Internet unter https://www.uid.admin.ch abgerufen werden. Bei bedeutenden Vermögenszuwendungen und komplizierten Verhältnissen ist es ratsam, sich an eine Notarin oder einen Notar zu wenden.
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