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Präsidentenwahl Montenegro: Beide Seiten beanspruchen Sieg
- Sonntag, 7. April 2013, 22:55 Uhr
Der zuvor als aussichtslos eingeschätzte Oppositionskandidat Miodrag Lekic hat bei der Präsidentenwahl in Montenegro offenbar gut gepunktet. Doch nicht nur er – auch der bisherige Amtsinhaber Filip Vujanovic beansprucht den Wahlsieg für sich.
Überraschung bei der Wahl in Montenegro: Der eigentlich als aussichtslos eingeschätzte Oppositionskandidat Miodrag Lekic (65) hat seinen Sieg verkündet. Nach Auszählung von 92 Prozent der abgegebenen Stimmen habe er 50,5 Prozent erreicht, berichtete sein Wahlstab.
Der favorisierte langjährige Amtsinhaber Filip Vujanovic (58) verkündete dagegen ein gegenteiliges Ergebnis. Er habe mit 51,3 Prozent den Sieg errungen, verkündete er unter dem Jubel seiner Anhänger. Dem Ergebnis liege die Auszählung aller abgegebenen Stimmen zugrunde.
Eine Entscheidung gab es am Sonntagabend nicht, weil unabhängige Zählungen oder Prognosen nicht vorlagen. Am Ende dürfte die Auszählung der staatlichen Wahlkommission den Ausschlag geben. Ob die Kommission das Ergebnis an diesem Montag vorlegen wird, war zunächst offen.
Die Wahl galt als Kräftemessen zwischen den seit über 20 Jahren regierenden Sozialisten (DPS) und der traditionell zerstrittenen Opposition, die sich erstmals auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt hatte. Die Oppositionsparteien hatten den Behörden vorgeworfen, in grossem Stil Manipulationen am Wählerverzeichnis vorgenommen zu haben.