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Unter den Nazis war der Jude Bronislaw Erlich ständig in Lebensgefahr. Trotz dem erlebten Leid glaubt er, dass Frieden zwischen den Menschen möglich ist.
Bronislaw Erlich ist im Holocaust mancher tödlichen Gefahr nur knapp entronnen.
Foto: Adrian Moser
Eine Katze habe sieben Leben, sagt man. Dasselbe liesse sich vom bald 98-jährigen Bronislaw Erlich sagen. Denn bei Kriegsbeginn 1939 schien es unwahrscheinlich, dass der Warschauer Jude dieses biblische Alter erreichen würde. Wenig hat gefehlt, und er wäre im Vernichtungslager Treblinka umgekommen.
Als die Wehrmacht Polen besetzt, schickt die Mutter Bronislaw und dessen Schwester in den Osten Polens. Als der Zug in Warschau abfährt, geht die Mutter einige Schritte neben dem Eisenbahnwagen her und wirft ihnen nur verstohlene Blicke zu, um nicht den Argwohn der deutschen Soldaten zu erregen. Es ist ein Abschied für immer.