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Nach Freiburg teilt sich der Jakobsweg. Ein Ast führt über Payerne, dann entlang dem Fluss "La Broye" nach Curtilles. Der andere Ast geht über Hauterive und Romont nach Curtilles, wo sich die Wege wieder vereinen. Wir nehmen den südlichen Ast über Hauterive.
Kurz nach Freiburg führt der Jakobsweg über die historische Brücke in Ste-Apolline. Sie ist seit 1243 bezeugt und wurde anfangs des 19. Jh. restauriert. Ihr kam am Weg Freiburg - Bulle eine Schlüsselfunktion zu. Die am Brückenkopf stehende gleichnamige Kapelle wurde 1147 erstmals erwähnt und wurde 1566 neu errichtet.
Die heilige Apollonia ist eine Märtyrerin aus dem 3. Jh. und gehört zu den 14 Nothelfern. Vor ihrem grausamen Tod hat man ihr alle Zähne ausgeschlagen. Daher hilft sie bei Zahnschmerzen und ist dazu noch die Patronin der Zahnärzte.
Die heilige Apollonia, gotische Sammlung, Stift Herzogenburg am österreichischen Jakobsweg
Am Ende der heutigen sehr kurzen Etappe steht ein Besuch im Kloster Hautrive. Das heutige Tagesthema war: Zisterzienser
Die Zisterzienserabtei Hauterive wurde 1138 von Gillaume de Glâne gestiftet. Auf seine Bitte hin sandte die Zisterzienserabtei Cherlieu in Burgund Abt Gerhard mit 12 Mönchen hierher. Der Stifter Ritter von Glâne trat selbst ins Kloster und verstarb im Jahr 1143. Sein Grab befindet sich in der linken Wand des Chores.
Alle Kirchen des Zisterzienserordens, wie auch diese, sind der Gottesmutter geweiht. Das Fest der Partronin findet an Mariä Aufnahme in den Himmel, am 15. August statt.
Die heutigen klösterlichen Gebäude gehen ins 18. Jh. zurück. Das Kloster wurde 1848 als Abtei aufgehoben und erst ab 1939 wieder bewohnt. Am 30. Oktober 1973 wurde das Kloster Hauterive wieder vollrechtlich zur Abtei erhoben. Die Kirche wurde zwischen 1150 und 1160 erbaut. Es war die Zeit des Übergangs vom romanischen zum gotischen Baustil.
Der Link Payerne zeigt die romanische Kirche Payerne, die am anderen Ast des Jakobswegs zwischen Fribourg und Curtilles liegt.