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Gerne möchte wir Dir heute unseren neuen Botschafter Bronislav Chudyba vorstellen. Wir hatten die Möglichkeit ihn zu treffen und bei einem Interview mehr über ihn zu erfahren.
Am besten stellst du dich kurz vor:
Ich bin Bronislav Chudyba und bin 30 Jahre alt. Ich komme aus der Slovakei und bin seit 10 Jahren in der Schweiz. Ich habe mich dieses Jahr selbstständig gemacht, mit der Double Ch Farm Bronislav Chudyba. Ich bin mit meinen Pferden in Aeugst am Albis zu Hause bei der Familie Gautschi. Die letzten beiden Weltmeisterschaften in Caen und Tryon bin ich geritten. Das beste Ergebnis war wahrscheinlich der 4. Platz im CSI5* in St. Moritz und viele Starts in der Global Champions Tour im letzten Jahr. In den letzten fünf Jahre war ich immer in den Top 5 des Schweizer Ranking. 2 mal habe ich den Grand Prix von Galgenen gewonnen. In Zug war ich drei- oder viermal Zweiter. Sonst habe ich ziemlich viele Siege an den nationalen Turnieren.
Wie viele Pferde hast du zurzeit im Stall?
In diesem Moment habe ich 5 Pferde im Beritt. Eine neunjährige Stute aus der Slovakei, mein eigenes Pferd, dass ich mir Darragh Kenny besitze sowie drei weitere Pferde. Das sechste Pferd, kommt anfangs März aus der Slovakei, der ist schon CSI3* gelaufen. Zurzeit habe ich alles ältere Pferde, die jüngsten Beiden sind 8 Jahre alt.
Reitest du lieber ausgebildete Pferde oder bildest du auch gerne junge Pferde aus?
Ich bin offen. Als ich noch bei Tina Pol gearbeitet habe, haben wir 5-6-jährige Pferde gekauft und diese dann ausgebildet, das war wahrscheinlich das Beste. Aber ich bin flexibel. Ich habe keinen Typ Pferd, den ich am liebsten Reite, ich bin da neutral. Wenn sie Qualität haben und schlau zu Arbeiten sind, ist es egal, ob sie viel Blut oder wenig haben, ob sie klein oder gross sind.
In deinem Beruf musst du wahrscheinlich die Pferde auch so nehmen, wie sie sind, sonst kommst du nicht weit oder?
Wenn man ganz oben angekommen ist, kann man sehr gut entscheiden, welche Pferde man reiten will und welche nicht. Ich persönlich habe die Pferde, die ich zur Zeit habe sehr gerne. Mit Pferden, die ich nicht so gerne habe, hat es auch keinen Sinn zu Arbeiten, wenn es niemandem etwas bringt und man nicht weiterkommt. Alle Pferde haben verschiedene Charakter und das ist auch gut so. Aber ich mag Pferde nicht, die ich einen Monat reite und dann das Gefühl habe, wir haben keine Fortschritte gemacht. Ich habe kein Problem damit, wenn sie ein wenig frech oder verspielt sind, aber der Kopf muss bei der Sache sind. Es kann nicht sein, dass man drei Tage etwas übt und am vierten ist man wieder bei Tag 1.
Was ist deine Philosophie bei deiner Arbeit mit den Pferden?
Einfach Sport machen und dass die Pferde glücklich sind. Meine Pferde kommen mindestens drei-, wenn nicht sogar viermal am Tag raus. Alle Pferde gehen alle mind. einmal in die Führmaschine, werden geritten oder gehen ins Gelände oder auf die Paddocks. Die, die am Morgen etwas frisch waren werden am Nachmittag nochmal kurz geritten. Die, die gut waren kommen am Nachmittag aufs Paddock. Dieser Winter ist sehr schön mit sehr viel Sonne, darum probiere ich, die Pferde so viel wie möglich draussen zu lassen. Meine Philosophie ist eigentlich, dass die Pferde einfach Pferde sein können.
Wie sieht als Profireiter dein Tagesablauf aus, wenn du nicht hier bei uns bist?
Am Anfang war ich ein bisschen verloren, ich wollte alles zu viel machen. Da musste ich viel Papierkram wegen meiner neuen Firma erledigen und jetzt ziehe ich noch in eine andere Wohnung. Jetzt habe ich aber das Gefühl, dass ich so langsam alles unter Kontrolle habe.
Meistens bin ich zwischen 7 und 8 Uhr im Stall, dann bereite die Sprünge für das Training vor oder mache das erste Pferd bereit. Dann beginnt mein Tag mit Reiten. Ich probiere jeden Tag bis 2 oder 3 Uhr alle Pferde geritten zu haben. Wenn ich es schaffe mit Mittagspause, sonst halt ohne. Ab 3 Uhr gebe ich Training.
Wie bist du zu reitsport.ch gekommen?
Den ersten Kontakt hatte ich über Andre. Da durfte ich ein Sattelpad von Winderen testen und ich war damit richtig zufrieden. Als ich jetzt selbständig wurde, habe ich die Möglichkeit, mit euch zusammenzuarbeiten, was mich sehr freut.
Hast du bei uns schon ein Produkt, dass du absolut super findest, und du allen Empfehlen könntest?
Ich bin echt begeistert von der Firma Winderen. Alle Sache, die sie machen, sind super. Die Qualität ist richtig gut. Seit ich das Sattelpad testen konnte, bin ich absolut überzeugt von dieser Marke.
Wie siehst du die Zukunft mit reitsport.ch an deiner Seite?
Ich freue mich den Kunden zu zeigen, was Ihr alles im Sortiment habt und coole Produkte zu testen. Und natürlich auch gute Produkte an mein Umfeld weiterzuleiten. Geben und Nehmen ist für mich sehr wichtig.
Was sind deine sportlichen Ziele für die Zukunft?
Ich möchte mit meinen Pferde wieder auf dieses Niveau zurück, dass ich die letzten sieben Jahren geritten bin. Das erste Turnier ist im März geplant und dann Arezzo. Längerfristig schaue ich nächstes Jahr auf die Europameisterschaft und ein Jahr später auf die Weltmeisterschaft. Als grosses Ziel ist 2024 die Olympiade in Paris. Das sind alles eher längerfristige Ziele und der jetzige Plan ist die Firma und die Pferde aufzubauen und das Team zu stärken.
Du bist im Springsport ja oben angekommen, welchen Tipp würdest du den jüngeren Reiter mit auf ihren Weg geben?
Sei gut zu deinen Pferden. Nicht die Fehler beim Pferd suchen, sondern zuerst bei einem selber. Einfach fleissig bleiben und sich Zeit lassen, es kommt nicht von einem Tag auf den anderen.
Vielen Dank für das Interview
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