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Erfolgskontrolle Moorschutz Schweiz
Seit der Annahme der Rothenthurm-Initiative 1987 stehen die Moore von nationaler Bedeutung unter dem Schutz der Bundesverfassung und müssen ungeschmälert erhalten werden.
Die „Erfolgskontrolle Moorschutz“ wurde zwischen 1997 und 2008 eingesetzt, um zu prüfen, ob die Schutzziele auf nationaler Ebene erreicht wurden. Dazu untersuchte die WSL im Auftrag des BAFU, wie sich die Hochmoore, die Übergangsmoore und die Flachmoore qualitativ und flächenmässig entwickelt haben.
Rechtliche Grundlagen und Ziele
Die Hochmoore, Übergangsmoore und Flachmoore von nationaler Bedeutung, die in den Bundesinventaren enthalten sind, müssen in Quantität und Qualität erhalten werden (Hochmoorverordnung 451.32 und Flachmoorverordnung 451.33). Um abzuschätzen, ob die Schutzziele erreicht wurden, wurde untersucht, ob sich die Vegetation in Raum und Zeit verändert hat.
Das Projekt wurde so geplant, dass die Aussagen repräsentativ waren für die Schweiz und ihre Naturräume, die verschiedenen Höhenstufen sowie für die Hochmoore und Flachmoore.
Mit Hilfe von Vegetationserhebungen und Luftbildern wurden die verschiedenen Vegetationstypen und deren Flächen analysiert. Die Ersterhebung erfolgte in den Jahren 1997 bis 2001, die Zweiterhebung zwischen 2002 und 2008.
Resultate
Die ersten Resultate zum Zustand und zur Entwicklung der Moore in der Schweiz wurden 2007 publiziert. Die Fläche der Hoch- und Flachmoore ist annähernd erhalten geblieben. Ihre Qualität hat jedoch deutlich abgenommen: die Moore sind trockener, nährstoffreicher und torfärmer geworden und die Verbuschung hat zugenommen.
Die Vegetationsdaten der „Erfolgskontrolle Moorschutz“ werden in zahlreichen Projekten verwendet (z. B. in der „Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz“) und stellen eine Planungsgrundlage dar für Regenerationsmassnahmen.