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Im Jahr 2018 wurden 329 Meldungen zu unerwünschten Wirkungen von Tierarzneimitteln eingereicht, was einer Zunahme von 7,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Am häufigsten wurden Reaktionen bei Kleintieren (205 Hunden und 77 Katzen) gemeldet. Zu Rindern/Kälbern gingen 27 Meldungen und zu Pferden 9 Meldungen ein.
Die am häufigsten betroffenen Medikamentengruppen waren wie in früheren Jahren Antiparasitika (174 Meldungen), Hormonpräparate (32) und Entzündungshemmer (22).
Von Tox Info Suisse, Zürich wurden 33 Fälle übermittelt, die mehrheitlich die Aufnahme von Tierarzneimitteln mit Aromastoffen in Überdosis sowie einige Umwidmungen betrafen. Aus den gesammelten Meldungen wurden 7 Signale identifiziert, die zur Anpassung der Arzneimittelinformation der betroffenen Präparate in den Rubriken «unerwünschte Wirkungen» oder «Kontraindikationen» führten.
Auf Grund der spontanen Natur des Meldesystems lassen sich die Gründe dafür nicht eruieren. Ein Spontanmeldesystem unterliegt vielen Faktoren wie z.B. Neuzulassungen oder Sensibilisierung durch Berichte in den Medien und auf sozialen Netzwerken. Die Variation der Anzahl Meldungen muss somit im Rahmen der zu erwartenden Schwankungen betrachtet werden. Die Pharmacovigilance für Tierarzneimittel bleibt ein wichtiges Werkzeug zur Verbesserung der Anwendungssicherheit. Jede erstattete Meldung kann entscheidend dazu beitragen.