Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03540.jsonl.gz/1171

Mit Therapie-Strom können Muskeln stimuliert werden. Durch den Strom kann eine Kontraktion (Anspannung) des Muskels ausgelöst werden. Gleichzeitig ist die Patientin bzw. der Patient aufgefordert den entsprechenden Muskel aktiv, das heisst willentlich, anzuspannen. So können abgeschwächte Muskeln wieder bewusst angespannt und dadurch auch trainiert werden.
Häufig kommt es zum Beispiel vor, dass der vordere Oberschenkelmuskel (Quadriceps) nach Knieoperationen nicht aktiv angespannt werden kann. Durch die Elektrostimulation kann der Quadriceps gezielt stimuliert und dadurch trainiert werden.
Ein sehr häufiges Einsatzgebiet der Elektrostimulation ist die Beckenbodenrehabilitation
. Beim Beckenboden handelt es sich um mehrere Muskeln. Diese sind unter anderem auch für das Zurückhalten des Urins (Kontinenz) verantwortlich. Kann der Beckenboden nur ungenügend angespannt werden (z.B. nach einer Schwangerschaft
oder nach einer Prostata-Operation
) kann es zum unkontrollierten Abgang von Urin (Inkontinenz
) kommen. Auch der Beckenboden kann stimuliert und trainiert werden!
Beim Biofeedback handelt es sich um eine elektrische Muskelstimulation mit visuellem Feedback (optischer Kontrolle). Auf einem Gerät (Monitor) wird grafisch dargestellt, wie stark der stimulierte Muskel von der Patientin bzw. vom Patienten angespannt werden kann.
Die optische Kontrolle erleichtert die Wahrnehmung der Muskelanspannung und wirkt gleichzeitig sehr motivierend.
Biofeedback wird sehr häufig in der Beckenbodenrehabilitation
(für Frau und Mann) angewendet.