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Im Zweistellungsmatch schraubte Sven Riedo aus St. Ursen (für KK Alterswil startend) den zweijährigen Sensler Rekord seines Clubkameraden Marco Poffet auf 590 Punkte hinauf. Poffet gewann mit vier Punkten Rückstand Silber. Roger Siffert (Schmitten-Flamatt), nach dem Liegendprogramm einen Punkt hinter Riedo und punktgleich mit Poffet, vervollständigte das Podest und wurde Dritter mit 574 Punkten.
Der Final wurde liegend und nach dem neuesten Modus abgehalten. Die acht Finalisten mussten zuerst zweimal fünf Schuss in je 150 Sekunden abgeben. Dann folgten zwei Einzelschüsse in je 30 Sekunden. Nach zwölf Schüssen wurde der Schütze mit dem niedrigsten Resultat auf dem achten Rang klassiert. Nach zwei weiteren Schüssen war der siebte Platz bekannt. So ging es weiter, bis nur noch zwei Schützen um den Titel kämpften.
Bei den Junioren und Jugendlichen gewann überraschend der 16-jährige Andreas Buntschu (Plaffeien) den ersten Titel im olympischen Liegendmatch. Er schoss 242,1 Punkte. Nur 0,4 Punkte dahinter klassierte sich sein Clubkamerad Manuel Mauron. Sven Riedo, der Favorit und Qualifikationssieger, verlor in der ersten Serie die entscheidenden Punkte und wurde Dritter (222,3).
Drama bei den Routiniers
Im Liegendmatch der Senioren und Veteranen gab es bereits in der ersten Finalserie ein kleines Drama. Erwin Haas (Schmitten-Flamatt) und Marcel Kolly (Plaffeien) schossen in den 150 Sekunden nur vier statt der notwendigen fünf Schüsse. Für sie war der Final somit praktisch schon zu Ende. An der Spitze boten sich Roger Siffert und Hansruedi Vögeli (beide Schmitten-Flamatt) einen spannenden Wettkampf. Der Qualifikationssieger setzte sich durch. Siffert siegte mit 242,9 Punkten und 1,5 Punkten Vorsprung vor Vögeli. Armin Ayer (Plaffeien), in der Qualifikation noch Fünfter, schoss im Final regelmässig und gewann Bronze (219,5).
Im Elite-Final fand der erwartete Kampf zwischen den drei Besten der Qualifikation statt. Drei Schüsse vor Schluss trennten Marco Poffet, Marco Bürgi (beide Alterswil) und Pascal Piller (Plaffeien) nur Zehntelspunkte. Piller schoss eine 10,6, Poffet eine 10,3. Alle warteten auf Bürgi. Die erlaubten 30 Sekunden waren schon fast um, und es war immer noch kein Schuss gefallen. Erst kurz nachdem der Schiessleiter das Kommando «Stopp» ausgerufen hatte, drückte Bürgi ab. Diese Blockade könne er sich nicht erklären, sein Finger habe sich einfach nicht gekrümmt, meinte Bürgi. Bronze (211,9 Punkte) tröstete ihn. In den beiden letzten Schüssen liess der routinierte Poffet nichts mehr anbrennen und wurde mit 241,9 Punkten oder 1,8 Punkten Vorsprung vor Piller Sensler Meister.