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Hotel-Fans erinnern sich, dass einst ein Walliser namens Cäsar Ritz in jungen Jahren im 19. Jahrhundert nach Paris ging und dort Weltruhm erlangte.
Jetzt kommt der Franzose Reybier von Paris ins Wallis – nach Zermatt. Diese Blutauffrischung im weitesten Sinne tut dem Ort gut. Reybier ist Garant für französischen Lebensstil der feinen und gehobenen Klasse.
Zermatt schliesst mit diesem Hotelkauf durch einen Milliardär zu St.Moritz und zu Gstaad auf. Bislang fand man diese besondere Spezies begeisterter Hoteliers mit grossem Portemonnaie vorwiegend im Engadin und im Saanenland.
Neben Zermatt besitzt Michel Reybier eine Reihe weiterer Hotels in der Spitzenklasse: „Eden au Lac“ in Zürich,“Bellevue“ in Bern,“Victoria Jungfrau“ in Interlaken,“La Réserve“ in Genf sowie das ehemalige „Interconti“ in Davos.
Stavros Niarchos hat als erster Milliardär angefangen,in der Schweiz in den Tourismus und in Hotels zu investieren. Seine Geschäftsdevise „Buy and build big“ galt nicht nur bei seiner Tankerflotte,sondern bei allem, was er tat.
Mitte der 1950er Jahre gründete er die Luftseilbahnen Corvatsch und Piz Nair im Engadin. 1970 schnappte er dem Club Med das Hotel „Kulm „vor der Nase weg, und er gilt seitdem als der Retter der Luxushotellerie im Engadin.
Auf dem Hotelgelände befinden sich der Cresta Club, die Bobbahn und der Draculaclub, den Gunter Sachs 1974 schuf. Noch zu Lebzeiten errichtete er eine eigene Stiftung für das Spital Samedan.
Seine Kinder Philip, Spyros und Maria führen das Erbe ihres Vaters mit grosser Freude im Engadin weiter. Der „Kronenhof“ in Pontresina wurde im Jahre 2004 hinzugekauft.
Insgesamt hat die Stiftung Starvros Niarchos bislang Hunderte von Millionen Dollar für karitative Zwecke auf der gesamten Welt ausgegeben. Darunter neulich ein herrliches Bibliothekgebäude an der 455 Fifth Avenue in New York.
Die „NZZ“ schrieb über die Sippe Niarchos einen Artikel mit dem bezeichnenden Titel „Die Könige von St.Moritz“.
Der verstorbene Deutsch-Schweizer Karl Heinz Kipp, der mit seinen „Massa“-Märkten in Deutschland zum Mehrfachmilliardär mutierte, kaufte in St.Moritz das Hotel „Carlton“. Vorgängig in Arosa das Grandhotel-Tschuggen und das Valsana, in Ascona das „Eden Roc“.
Seine Tochter Ursula Bechtolsheimer-Kipp denkt nicht daran,diese Hotelschätze zu versilbern. Ihr Sohn Götz führt die Hotelkette. Das „Tschuggen Grand“ wie das“Eden Roc“ gehören zu den besten Ferienhotels der Schweiz, sie gewannen entsprechende Auszeichnungen.
Auch Karl-Heinz Kipp war ein schöner Segen für die schweizerische Hotellerie. Keine Kosten wurden gescheut und sehr generös mit Geschmack investiert.
Mario Botta durfte in Arosa ein tolles Spa entwerfen. In Gstaad wetteifern Milliardäre aus der Schweiz und dem Ausland um die Gunst zahlungsfähiger Hotelgäste.
Dem Zuckerkönig von Afrika Jean-Claude Mimran gehört das 56 Zimmer grosse Luxushotel „The Alpina Gstaad“. Ein Zimmer über 5 Millionen Franken gekostet haben.
Vermutlich ein Rekord für die Schweiz.
Das Duo Kötser-Maag besitzt „Le Grand Bellevue“, das vom Milliardär Thomas Straumann abgekauft wurde . Straumann hält in Basel weiterhin das „Les Trois Rois“ in seinen Händen.
Die „Oetker Collection“ mit dem Untertitel Masterpiece Hotels vom Milliardär-Clan Oetker führt in Genf das Hotel „Woodward“.
Dass der Staatsfond von Katar für Unsummen das „Bürgenstock“-Hotel auf Vordermann brachte, ist bekannt.
Auch das Eigentum der Sandoz-Stiftung an der „Riffelalp“, dem „Beau Rivage“ in Lauanne sowie dem „Lausanne Palace“.
Einer der Gründer der höchst erfolgreichen Partners Group in Zug, Alfred Gantner, kaufte das heruntergekommene Maiensässhotel „Guarda Val“ oberhalb von Lenzerheide. Der „Tages-Anzeiger“ titelte 2018 nach erfolgter Frischzellenkur des Hotel: „Ein Märchen auf der Heide“.
Ursprünglich gehörte das Hotel dem ehemaligen Rechtsanwalt Rolf Egli aus Zürich. Ihn kannte man als juristischer Berater von Dieter Bührle und Inhaber der Fitnesskette „John Valentine“, die von der Migros gekauft wurde.
Es ist unmöglich, alle Milliardäre mit Hotelbesitz in der Schweiz aufzuführen. Einige sind dabei. Andere fehlen, wie Schmidheiny mit Bad Ragaz oder die Giardino-Kette, die von einem Rolex-Erben am Leben erhalten wird.
Vergessen möchte ich auch Samih Samiris in Andermatt nicht. Über ihn und sein Investment in Andermatt bräuchte es Extrazeilen.
Beim Hotel „Chedi“ hat er ein goldenes Händchen bewiesen. Was man für die Gesamtinvestition nicht behaupten kann.
Die Aktionäre der Orascom Development Holding AG haben völligen Schiffbruch erlitten. Der Ausgabepreis betrug 152 Franken. Jetzt notiert die Aktie mit 11 Franken.
Am Schluss muss ich noch einen bestimmten Zürcher erwähnen. Gäbe es eine Skala, wo der Prozentsatz der Hotelbeteiligungen in Bezug auf das Gesamtvermögen aufgeführt wäre, gäbe es einen eindeutigen Gewinner: Urs Schwarzenbach.
Es gibt keinen im Hotelgewerbe unter den Milliardären, der so viel investierte. Der Prozentanteil ist bei ihm dermassen gross, dass man von einer ungezügelten Leidenschaft sprechen könnte.
Neben dem für Hunderte von Millionen sanierten „Dolder Grand“ besitzt Schwarzenbach einen 40prozentigen Anteil am „Suvretta“-Hotel in St.Moritz. Dann das Hotel „Sonne“ in Küsnacht. Wie wir wissen, ist Schwarzenbach nicht nur Hotelier,sondern auch noch Kunsthändler.
Allerdings in einer etwas eigenwilligen Art und Weise.
Kunst und Hotel passen an sich ausgezeichnet zueinander. Richtig gute Kunst an den Wänden gibt jedem Hotel noch einen gewissen Ritterschlag.
Es ist deshalb auch nicht überraschend, dass der zur Weltelite der Galeristen aufgerückte Ivan Wirth massiv in Hospitality investiert, um seinen Klienten einen distinguierten und grosszügig daherkommenden Lifestyle vorzuleben.
Sein Hotel „Fife Arms“ in Schottland ist dafür ein erfolgreiches Beispiel.
Es gibt in der Schweiz einen berühmten „Wakker“-Preis für Gemeinden, die sich beim Heimatschutz besonders auszeichneten. Meiner Ansicht nach müssten dort die Statuten abgeändert werden.
Nicht nur Gemeinden,sondern auch Personen sollten diesen Preis für ihre unermüdliche Arbeit bekommen können.
Viele Hoteliers leisten einen grossartigen Dienst in Bezug auf ihre Gebäude, die teilweise unter Denkmalschutz stehen.
Die exzellenten 5-Sterne-Hotels beispielsweise im Engadin. Sie sind Zeitzeugen des touristischen Aufschwunges der Schweiz und einer bestimmten Architekturepoche.
Man kann sich die Silhouette in St.Moritz ohne dieser Gebäude nicht mehr vorstellen.
Wir sollten, könnten und müssten vielen Hoteliers für ihre Leistungen insgesamt viel dankbarer sein. Auch Milliardäre verdienen viel Lob und Anerkennung.
Wir leben in Zeiten der Empörung, des Zornes, des Neides und des Herumnörgelns. Leider.
Liebenswürdige, generöse und herzliche Gastfreundschaft ist heutzutage ein grosser Wert. Er bringt uns Menschen näher und fördert erwiesenermassen das psychische Wohlbefinden.
Gute und renommierte Hotels sind dafür Garanten. Die Schweiz ist glücklicherweise damit gesegnet.
Kommentare
Die beliebtesten Kommentare
Der einzige Ort wo wirklich praktisch ganzjährig was läuft in den CH-Alpen und sich gescheite Society bewegt ist Davos, die…
Die Lex Koller beschränkt Ausländer darin, in der Schweiz Wohnliegenschaften (wie z.b. Mehrfamilienhäuser) zu kaufen. Also werden Hotels gekauft. Und…
Zitat: "Liebenswürdige, generöse und herzliche Gastfreundschaft ist heutzutage ein grosser Wert"... Richtig! und genau das fehlt in vielen Schweizer Hotels…
Saure Gurken Zeit bei Inside Paradeplatz? Dass Reybier in Zermatt investiert ist doch wirklich nichts neues, ist schon seit 2 Jahren bekannt. Der Schweizerhof ist schon komplett erneuert, inklusive interessanter Restaurants. Das einzige, was noch nicht klar ist: wird zuerst das Monte Rosa (was es nötiger hat) renoviert, oder das Mont Cervin (aus dem mehr zu machen wäre)?
Und der Hinweis auf St. Moritz und Gstaad ist für mich wie für viele Zermatt Fans eher ein Schreckensszenario. Zermatt ist diskret chic, nur wenige glitzernde Gäste aus dem kalten Osten und dem Mittleren Osten, die sich nicht benehmen können und protzig herummachen. Wir sind heilfroh, dass solche Leute nach St. Moritz und Courchevel gezogen sind. Ich hoffe, Reybier versteht das.
Dies ist wieder von so lausiger Qualität. Im Zefix kann man sehen, dass Reybier schon seit 2020 in den Seiler Hotels drin ist. Hier gibt es auch einen Artikel aus dem Jahr 2019 https://www.htr.ch/story/hotellerie/aevis-victoria-rachete-les-hotels-seiler-24635.html
Das Bellevue in Bern gehört der Eidgenossenschaft. Reybier und Aevis Victoria führen es nur.
Ihr Schreiberling hat nun wirklich keine Ahnung von Tuten und Blasen
Das Suvretta soll 1911 in nur 8 Monaten gebaut worden sein, inklusive Planungsphase. Wieviele Ross, Karren und Lastenträger aus dem Tibet mussten dafür wohl eingeschifft werden? Ob uns Karl Koller (Architekt) und ausgesprochenes Ausnahmetalent hier nicht verkollert? Man stelle sich mal die Bauleistung vor, als es in der Schweiz noch nicht mal soviele Lastwagen wie heute Covid-Tote gab. Diese komischen alpinen Luxushotels sehen eher wie Waisenhäuser oder Irrenanstalten aus, die man dann später in grotesker Art und Weise zu Luxustempeln umgebaut hat. Es sind ja eigentlich auch Irre die dort verkehren, man lese „Durcheinandertal“ von Dürrenmatt dazu.
Wie ist es möglich, dass bei den heutigen hochtechnologischen Bauweisen die Architektur so abgrundtief hässlich ist? Im Gegensatz dazu schaue man sich die Bauwerke an die noch vor dem vorletzten Reset realisiert wurden.
https://actuacity.com/nice_06000/cartes-postales-anciennes/place-massena_4201
Was für ein Bullshit hier wieder zum Besten gegeben wird. Victoria-Jungfrfau Interlaken gehört zur Aevis-Gruppe, Bellevue Bern gehört der Eidgenossenschaft und wird von VJ-Collection gemanagt. Aevis ist Börsennotiert und Hauptaktionär ist Antoine Hubert. Es ist ja wunderbar, das Gastautoren hier ihre Beiträge veröffentlichen können, aber ein minimaler Fakten-Check seitens des Redaktors wäre auch noch ok.
Hauptaktionär ist nicht Hubert, sondern Reybier. AH hat auch ein paar Aktien, aber der Geldgeber ist Reybier.
Was hat dieses Geschreibsel mit IP zu tun?
Suvretta und Dolder Aktien haben kluge Anleger schon lange.
Aktionär vom Suvretta House und Dolder Grand zu sein ist sehr spannend. Beide GVs sind einmalig und beim Dolder ist jetzt der Sohn VRP. Ich finde Schwarzenbach ein toller Typ mit etwas Schalk.
Ähm, der erwähnte Franzose Reybier verkaufte die erwähnten Hotels 2020 an die Aevis Victoria Gruppe. Verstehe einer diesen Artikel.
https://www.tageskarte.io/hotellerie/detail/aevis-kauft-schweizerhof-in-zermatt.html
Da wird einfach gemauschelt und getrickstert. Reybier ist eh ein bemerkenswerter Name. Genau zwei Leute in der Schweiz heissen gemäss „tel.search.ch“ so. Wahrscheinlich kriegt man den Namen nur vom Papst persönlich. Obwohl das Ziel sein sollte eine „Nicht-Person“ zu werden. Kapisch? Nein….egal. Weitermachen!
Gottlob ist Neff nicht mehr Hotelier.
Interessanter Wechsel: bis vor wenigen Jahren lief das Hotellerie Geschäft Dank Bankgeheimnis und den diskreten Besuchen bei den Intermediären. Jetzt geht es nicht mehr um Profit sondern um soziale Distinktion internationaler Milliardäre.
Christiane: Sie schreiben u.a…“haben den Wintersport in der Schweiz berühmt gemacht“. Darf ich ergänzen?: UND …. Art Furrer, eine fröhliche und sympathische Frohnatur. Stimmts?
Ausgezeichnete Berichtrerstattung bravourös
Das Bellevue in Bern respektive die Immobilie ist im Besitz vom Bund. Es wird lediglich von der Betreibergesellschaft gepachtet…wie viele andere Hotels in dem Artikel ist der Betreiber nicht immer der Besitzer der Immobilie…. schlechter recherchierter Artikel…
Maximal interessant für mich. Dann lesen Sie einfach etwas anderes.
So schlecht recherchiert!!! Das Golden Eye wird bald wieder abgestossen und die Hotels in Zermatt gehören schon lange Herr Reybier…
Bitte ?
Anda Gratian mit dem Castello del Sole in Ascona. Im Tessin für mich das absolut schönste Hotel.
Sie verwechseln Vor- mit Nachname.
Nein, Herr Anda ist Kranzschwinger; darum wird der Familienname zuerst genannt, wie zum Beispiel auch bei Stucki Christian oder Wicki Joel.
Werden in den Lokalen jetzt Frosschenkel und Schnecken angeboten (
Richtig, differenzieren sollte man dennoch.
So manch ein Milliardär kauft sich mit seinen Engagements politischen, gesellschaftlichen und sozialen Einfluss und PR, obwohl ihre Geschäftsgebaren das Gegenteil implizieren.
Hotelerie = Geldwäsche für UHNW-Individuen. Danke, dass dabei Sie Iwan Wirth erwähnen. Wobei, den erwähnen Sie ja immer.
Zitat: „Liebenswürdige, generöse und herzliche Gastfreundschaft ist heutzutage ein grosser Wert“… Richtig! und genau das fehlt in vielen Schweizer Hotels und Gasthöfen nach wie vor. Kürzlich waren wir im Appenzellerland. In einem schönen Gasthof wollten wir zu Abend essen und evtl. übernachten. Das Restaurant war mässig besucht und wir setzten uns an einen Tisch. Unser kleiner Dackel war unter dem Tisch und hat sich absolut ruhig verhalten und geschlafen. Nach geraumer Wartezeit kam der Kellner und sagte uns, dass wir nicht bedient würden. Hunde seien nicht erlaubt. Unfreundlich wurden wir aus dem Lokal komplimentiert. Nie wieder, das nächste Mal fahren wir ein paar Kilometer weiter über die Grenze.
Hunde sind bei uns im Appenzellerland sehr wohl erlaubt, entweder als Wachhund oder auf dem Teller. Haaha.
Zermatt ist für Freunde des guten Geschmackes und Stil schon lange ein „Must“. Stammen die drei genannten Hotels doch aus der legendären Hoteliers Familie Seiler.
Ein Name der für Qualität und Stil eine Garantie war. Namen wie Seiler, Candrian, Bohn und Badrutt haben den Wintersport in der Schweiz berühmt gemacht.
Christiane: Sie schreiben u.a…“haben den Wintersport in der Schweiz berühmt gemacht“. Darf ich ergänzen?: UND …. Art Furrer, eine fröhliche und sympathische Frohnatur. Stimmts?
Die Schweiz, (MIT SCHWEIZERN AN DER SPITZE !) war im Hotelfach mal absolut Spitzen-Weltklasse ! Aber der Nachwuchs war unfähig und glaubte auch mit schlafen würde das für immer & ewig so bleiben !
Vielleicht erwachen sie nun, – wenn auch der Zug für sie schon längst abgefahren ist. Immerhin haben sie durch den Verkauf dieser Spitzenhäuser jetzt genug Geld. So war es schon immer;
„die Einen schuften,– und die Andern verprassen…..
Das Suvretta gehört zu über 80 % der Familie Candrian Zürich !!
Zum Glück nicht Herrn Schwarzenbach !!
Aktionär vom Suvretta House und Dolder Grand zu sein ist sehr spannend. Beide GVs sind einmalig und beim Dolder ist jetzt der Sohn VRP. Ich finde Schwarzenbach ein toller Typ mit etwas Schalk.
Wyss mit „y“? Mussten Sie für diese Absonderlichkeit auch noch bezahlen?
Der einzige Ort wo wirklich praktisch ganzjährig was läuft in den CH-Alpen und sich gescheite Society bewegt ist Davos, die höchstgelegenste Stadt Europas mit ihrer top Infrastruktur und diversen Skigebieten.
Das mit Davos, dass immer was läuft mag ja stimmen, nur deswegen fahr ich ja nicht in die Berge. Muss denn alles „Ischgeln“???……
uns ist das ehrlich gesagt schon wichtig… Davos kombiniert auch perfekt die wunderschöne Bergwelt mit Entertainment und Urbanität
Lieber Emilio,
Ja, es muss. Davos Klosters Mountains, brauchst keine Angst haben. Bei Risiken und Nebenwirkungen frag deinen Arzt oder Apotheker.
Gruss Cello
Die Lex Koller beschränkt Ausländer darin, in der Schweiz Wohnliegenschaften (wie z.b. Mehrfamilienhäuser) zu kaufen. Also werden Hotels gekauft.
Und wer aus einem Land mit einer schwachen Währung oder Politischer Instabilität kommt (z.b. Ägypten), der ist froh, wenn er ein Teil seines Vermögens in Schweizer Hotels investieren kann. Da spielt es auch keine Rolle, wenn die Hotels in Prozent keine gute Rendite abwerfen, weil wegen dem starken Franken sind die Hotels dennoch ein profitableres Investment, als wenn sie in ihrer Heimat damit Immobilien gekauft hätten. Krieg und Zwangsenteignung gibt es in der Schweiz auch nicht.
Bei Hotels gilt die einfache Regel: Je mehr Sterne ein Hotel hat, um so schwieriger ist es, damit Gewinn zu erwirtschaften. Die Renovation eines 5 Sterne Hotel kostet ein Vermögen. Oftmals muss ein 5 Sterne Hotel Konkurs gehen und erst wenn das 5 Sterne Hotel aus der Konkursmasse zum Schnäppchenpreis aufgekauft wird, ist es möglich damit profitabler zu wirtschaften. Bei einem 1 Sterne Hotel hingegen kann der Investor seine Gewinne mit der Schubkarre nach Hause fahren.
Die Frage, warum dann die High Society trotzdem lieber in 5 Sterne Hotels investiert, ist Psychologischer Natur. Es geht um das Geltungsbedürfnis; wer ein renommiertes 5 Sterne Hotel besitzt, der ist im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Geschehens, er kann an den wichtigen Veranstaltungen, die in seinem Hotel stattfinden, teilnehmen und alle V.I.P. kennen lernen.
Meiner Meinung, langjähriger Erfahrung im In- und Ausland haben Sie die Situation am treffensten geschildert – Bravo!
Ziemlich nutzlose Publi-Reportage. Muss das sein?
Maximal interessant für mich. Dann lesen Sie einfach etwas anderes.