Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03200.jsonl.gz/444

Mujinga Kambundji (STB) hat es in London verpasst, der Schweiz an Weltmeisterschaften den ersten Finalplatz in einem Sprint zu sichern. Die Bernerin schied in den 200-m-Halbfinals in 23,00 Sekunden aus. Um über die Zeit weiterzukommen hätte sie 22,85 laufen müssen.
Lange sah es sehr gut aus für die Bernerin. Nach 150 m lag sie in ihrem Heat in Front, das Final-Ticket schien gelöst. Doch dann kam doch noch die Verkrampfung. Shaunae Miller-Uibo, die sich vom Schock der verpassten Gold-Medaille über 400 m erholt hat, und die Amerikanerin Kimberlyn Duncan zogen vorbei. Kambundji lief nicht mehr rund, rettete aber noch den 3. Rang ins Ziel. Die 23,00 Sekunden waren aber wie erwartet nicht schnell genug. Crystal Emmanuel aus Kanada und Tynia Gaither von den Bahamas verdrängten Kambundji noch auf den 10. Rang.
„Es wäre möglich gewesen“
„Das ist ein harter Moment. Eine 85 hätte ich längstens drauf. Es wäre möglich gewesen“, bilanzierte eine enttäuschte Kambundji. Sie hatte den Sommer über lange ihre Form gesucht, bis sie Mitte Juli wieder so schnell lief wie zu ihren besten Zeiten: Egalisierung ihres Schweizer Rekords über 100 m (11,07) und ein 200-m-Lauf an den nationalen Meisterschaften im Letzigrund in 22,42 Sekunden. Jetzt konnte sie es nicht in Zählbares ummünzen. Nun bleibt noch die 4×100-m-Staffel vom Samstag.
Nachdem Kambundji bereits über 100 m Zehnte geworden war, schien sie über die halbe Bahnrunde sogar bessere Karten in den Händen zu halten. Mehrere Athletinnen hatten auf einen Start verzichtet. Die Prominenteste der Abwesenden war Tori Bowie, die Weltmeisterin über 100 m aus den USA. Mit Michelle-Lee Ahye aus Trinidad und Tobago erklärte eine weitere Anwärterin auf einen Finalplatz Forfait.
14.-beste Zeit aller Halbfinalistinnen für Sarah Atcho
Sarah Atcho (Lausanne-Sports), die zweite Schweizer Vertreterin in den Halbfinals, erreichte nach einem guten Start in der Serie von Favoritin Dafne Schippers (22,49) einen 6. Rang in soliden 23,12 Sekunden. Unter allen 24 Halbfinalistinnen realisierte sie die 14. Zeit. Dies ist ein glänzendes Resultat für die 21 Jahre junge WM-Debütantin. „Der Lauf ist mir gut aufgegangen, ich bin zufrieden“, sagte die Silbermedaillengewinnerin der diesjährigen U23-EM. Auch für sie geht es nun darum, sich auf die Halbfinals mit der 4×100-m-Staffel am Samstag vorzubereiten.
Täglich live im Schweizer Fernsehen
Das Schweizer Fernsehen (SRF, RTS und RSI) berichtet täglich live von den Weltmeisterschaften in London. Mit rund 50 Stunden Live-Leichtathletik kommen die Fans in den Genuss eines so umfassenden WM-Services wie noch nie.
Swiss Athletics wird nebst den Newsmeldungen auf der Verbands-Website auch auf Facebook und Twitter ausführlich über das Schweizer WM-Team berichten. Fotos des Schweizer Teams gibt es auf der Website von athletix.ch.
(SDA/fre)