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Die Anzahl der Klagen sei inzwischen auf 75'000 bis 85'000 oder sogar noch mehr angestiegen, sagte der im Rechtskonflikt zwischen den Streitparteien vermittelnde Mediator Ken Feinberg dem Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag. Bayer selbst hatte die Zahl zuletzt im Oktober mit etwa 42'700 angegeben, was bereits mehr als eine Verdopplung gegenüber Juli gewesen war.
Bayer widersprach Feinbergs jüngsten Angaben in einer Stellungnahme jedoch energisch. Bei der von ihm genannten Zahl handele es sich um eine «spekulative Schätzung», die potenzielle Kläger umfasse, die ein möglicher Vergleich umfassen könnte. Die Bayer bislang tatsächlich zugestellten Klagen hatte der Konzern zuletzt im Oktober mit etwa 42'700 angegeben, was bereits mehr als eine Verdopplung gegenüber Juli entsprach. Nun teilte das Unternehmen mit, dass die Anzahl zwar weiter gestiegen sei, aber «deutlich unter 50'000» liege.
Staranwalt Feinberg, der im Juni als Verhandlungsführer verpflichtet wurde, hält aber einen zügigen Vergleich für möglich. Er sei «verhalten optimistisch», dass innerhalb etwa eines Monats eine Einigung erzielt werden könnte. Zu den Bedingungen eines möglichen Vergleichs wollte Feinberg sich nicht äussern. Bayer hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto immense Rechtsrisiken ins Haus geholt. Die ersten drei US-Prozesse um Krebsgefahren von Monsanto-Produkten gingen verloren.