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|Die topographische Situation sowie die verkehrsgünstige Lage dürften von Anfang an eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung dieses Siedlungsplatzes gespielt haben. |
Zahlreiche Steinbeilfunde deuten auf eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit.
Im Areal „Bollen“ bestand in der Spätbronzezeit eine bedeutende Siedlung.
Aus der Eisenzeit dagegen sind bislang nur Bestattungsplätze nachgewiesen, wobei die 29 reich ausgestatteten Gräber der Latènezeit im Gebiet „Laufen“ von herausragender Bedeutung sind. Einzelne dieser Fundstücke belegen bereits weitreichende Handelskontakte in dieser Zeit.
Auch die Römer scheinen die aussergewöhnliche Siedlungslage geschätzt haben, wie zahlreiche Einzelfunde von verschiedenen Örtlichkeiten bezeugen.
Bei Bauarbeiten kamen 1999 im Areal „Bollen“ zwei Grubenhäuser aus der Zeit um 600 n. Chr. zu Vorschein. Die Spuren des ältesten Vorgängerbaues der heutigen Kirche datieren ins 8. Jh.
Am Ort der „Alten Kanzlei“ soll noch bis ins frühe 17. Jh. ein Burg gestanden haben. Ob auf dem „Müliberg“ ebenfalls eine Burg stand, ist bis heute ungeklärt. In einer schriftlichen Quelle aus dem Jahre 1324 wird erstmals eine Brücke über die Thur genannt. Zu diesem Bauwerk dürften die beiden 1998 geborgenen Eichenpfähle gehören, welche dendrochronologisch in die Jahre 1320 und 1340 datiert werden können.