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Die italienische Firma ist weltberühmt für ihren texturalen Goldschmuck und exquisite Silberobjekte. Nach der Familiengeschichte war der erste Ausflug der Buccellati in den Schmuckhandel Mitte des 18. Jahrhunderts, als Contardo Buccellati als Goldschmied in Mailand arbeitete. 1903 belebte Mario Buccellati die Familientradition von Beltrami & Beltrami wieder. 1919 übernahm Buccellati die Firma und änderte ihren Namen in Buccellati. Internationale Anerkennung kam schnell.
Die wichtigsten Design-Errungenschaften des Buccellati-Clans erstrecken sich über vier Jahrzehnte: von den 1920er bis in die 1960er Jahre. Die markanteste Charakteristik der Arbeiten des Unternehmens ist ihre reiche textuelle Qualität. Wenn der Herstellprozess abgeschlossen ist, ähnelt die Oberfläche eines Buccellati-Stücks oft einem feinen Stoff: Leinen, Tüll, Spitze. Präge-Techniken bilden das Aussehen von Waben, Spitze oder Gewebe nach. Typisch ist auch die Verwendung von verschiedenen Edelmetallen (Silber und Gold, Platin und Gold). Wenn Edelsteine verwendet werden, sind sie oft ungewöhnlich: grosse Cabochons, geschnitzte Smaragde und Rubine, Rosenschliff Diamanten. Die Stücke sind in ihrer unverwechselbaren Erscheinung sofort als Buccellati erkennbar.
In den folgenden Jahren gewann Buccellatis Arbeit eine treue Anhängerschaft in Italien und im Ausland. Als Mario‘s fünf Söhne dafür reif waren, kamen alle bis auf einen ins Geschäft: Frederico, Gianmaria, Luca und Lorenzo. Neue Geschäfte wurden in Rom (1925) und Florenz (1929) eröffnet. 1951 wurde Buccellati der erste italienische Schmuckdesigner mit einer Niederlassung an der Fifth Avenue in New York City. 1967, als Mario Buccellati starb, teilten die Brüder die Firma auf. Lorenzo und Frederico kümmerten sich um die Flagship-Stores in Italien. Luca und Gianmaria übernahmen die Kontrolle der Geschäfte in den Vereinigten Staaten und expandierten an weitere Standorte, Hongkong (1970), Japan (1972), Monte Carlo (1976) und Paris (1979). Im September 2019 erwarb der Luxusgüterkonzern Richemont Buccellati vom damaligen chinesischen Investor.