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Die Hilfe an Ägypten müsse überprüft werden: Das hatte Washington im August angekündigt, nachdem das ägyptische Militär Präsident Mohammed Mursi abgesetzt hatte und hunderte Muslimbrüder bei der Niederschlagung ihrer Proteste getötet worden waren.
Nun ziehen die USA ihre Konsequenzen. Die Militärhilfen würden erst wieder in vollem Umfang weitergeführt, wenn es auf dem Weg zu einer frei und fair gewählten demokratischen Regierung in Ägypten glaubwürdige Fortschritte gebe. Dies teilte das Aussenministerium in Washington mit.
Konkret heisst das: Die USA halten 260 Millionen Dollar direkter Finanzhilfe und 300 Millionen Dollar Kreditgarantien zurück. Insgesamt würde sich die amerikanische Finanzhilfe an Ägypten auf 1,3 Milliarden Dollar belaufen.
Symbolische Zurechtweisung
Bei den Waffensystemen geht es um Kampfhelikopter, ein Raketensystem für die Marine und um Panzerbestandteile. Die USA hatten schon zuvor die Lieferung bestimmter Rüstungsgüter eingestellt.
Vom Hilfsstopp nicht betroffen sind Antiterror-Einsätze. Zudem betonte das Aussenministerium, dass der Stopp nur vorübergehend sei. Ein Kommentator sagte, die Aktion sei vor allem eine symbolische Zurechtweisung der ägyptischen Militärs.
Kritik aus Ägypten
Die ägyptische Regierung hat die Entscheidung der US-Regierung kritisiert. Der Entschluss werfe ernsthaft die Frage auf, wie die USA nachhaltig strategische Sicherheitsprogramme Ägyptens unterstützen wollten, besonders in Hinblick auf terroristische Bedrohungen im Land. Dies sagte der Sprecher des Aussenministeriums.