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Der Hochrhein war ursprünglich ein schnellfliessender, stellenweise reissender Fluss mit sich ständig neu formenden Kiesufern und Kiesbänken. Er war bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts kaum von Meliorationen und Korrektionen betroffen. Die Rheinufer waren in Basel lediglich im Bereich der heutigen Innenstadt befestigt. Auf der Kleinbasler Seite war die Stadtmauer in einigem Abstand zum flach abfallenden, unbefestigten Ufer errichtet. Die harten Uferverbauungen entstanden erst Ende des 19. und im 20. Jahrhundert.
Unterhalb von Basel wurde im 19. Jahrhundert der Oberrhein nach Plänen von Johann Gottfried Tulla korrigiert.
Die Charakteristik des Rheins änderte sich wesentlich mit dem Bau der Flusskraftwerke Kembs (1932) und Birsfelden (1954) und dem damit verbundenen Aufstau des Gewässers. Diese Stauwehre unterbanden den Fliessgewässercharakter und den Geschiebetransport – und verhinderten zudem den Aufstieg der Wanderfische in ihre Laichgebiete. Der letzte Lachs wurde 1963 registriert. (Mit einer Ausnahme, die hier beschrieben wurde).
Die Gewässerverschmutzung des Rheins durch häusliches Abwasser und teilweise hochgiftige Abfälle und Industrieabwässer erreichte Ende der 1960er Jahre ihren traurigen Höhepunkt. Heute kann die Wasserqualität, welche in der Rheinüberwachungsstation bei Weil ständig gemessen wird, gesamthaft als schwach belastet bezeichnet werden.
1809 erstellt Tulla erste Pläne und von 1817 bis 1876 werden diese umgesetzt. Flussschlingen (Kurven) werden durchstochen und der Rhein begradigt. Viele Altrheinarme sind die Reste des früheren Rheinverlaufes. Doch neue Probleme werden sichtbar: Der Rhein gräbt sich tief in sein neues Bett und so sinkt das Grundwasser. Bei Niedrigwasser ist kaum Schifffahrt möglich. Rheinabwärts nehmen die Schäden durch Hochwasser zu.
Durch die Rheinbegradigung wurde der Rheinverlauf um 81km gekürzt (23%).
Mehr Informationen zur Korrektion des Oberrheins gibt es auf der Seite regionatur.ch
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