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Im dritten Final hat es geklappt: Roger Federer setzte sich im Final von Mailand 6:4, 6:7 (7:9), 6:4 gegen den Franzosen Julien Boutter durch und feierte damit seinen ersten Turniersieg bei den "Grossen".
Als nach einer Spielzeit von 2:17 Stunden ein Vorhand-Passierball von Julien Boutter neben die Seitenlinie segelte, riss Roger Federer beide Arme hoch. Für einen kurzen Moment schien ihm eine Zentnerlast von den Schultern zu fallen, ehe er schon wieder gefasst, aber strahlend die Gratulationen seines Widersachers entgegen nahm.
"Dieser Sieg ist eine Riesenerleichterung für mich, ich habe lange darauf gewartet", sagte Federer. Im nicht überragenden Final hätte er die Entscheidung und damit die Revanche für die Niederlage im Challenger von Grenoble 1999 schon früher herbeiführen können.
Im zweiten Satz gelang ihm ein frühes Break zum 2:1. Der 26-Jährige aus Metz schaffte aber postwendend das Rebreak, worauf er in seinem ersten Final einiges an Nervosität ablegen konnte. Im Tiebreak des zweiten Satzes hatte Federer dann bei 6:5 einen Matchball, den Boutter mit einem Volley-Punkt abwehrte.
Nach einem Servicedurchbruch zum 1:0 servierte er den Match dann aber sicher "nach Hause", obwohl Boutter mit zunehmender Spieldauer auf einer Woge der Emotionen surfte. "Er hat plötzlich unglaublich gespielt, Roger war aber konstanter", machte Federers Coach Peter Lundgren den Unterschied aus.
Der Finalverlauf war ein Spiegelbild von Federers langem Warten auf den Triumph. Schon seit mehreren Jahren gepriesen als eines der grössten Talente des Welttennis und im Juniorenalter Sieger in Wimbledon und Nummer 1 Ende 1998, hatte er bei den Profis bislang "nur" zwei Finals erreicht.
Und in beiden hatte er, jeweils über die volle Distanz, verloren: Im letzten Februar in Marseille 6:7 im dritten Satz gegen Marc Rosset und im Oktober in Basel in fünf Durchgängen gegen Thomas Enqvist.
swissinfo und Agenturen