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Ein Eisenmangel kann sich ganz unterschiedlich bemerkbar machen. Mögliche Beschwerden sind z. B. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Leistungsverlust oder Haarausfall. Bei einem ausgeprägten Eisenmangel kommt es ausserdem zu einer Blutarmut (sogenannte Eisenmangelanämie). Diese zeigt sich durch Atemnot, Herzklopfen, blasse Haut oder Schwindel.
Eisen ist ein lebenswichtiges Element und erfüllt verschiedene Aufgaben im Körper. Im Blut ist Eisen als Teil des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) für den Sauerstofftransport verantwortlich. Zudem ist Eisen an unterschiedlichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Eisenmangel ist ein relativ verbreitetes Phänomen. Er tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern. So weisen rund 15 % der Frauen vor der Menopause einen Mangel auf. Der Grund dafür ist vor allem die Regelblutung. Aber auch die Ernährungsweise hat eine grosse Bedeutung.
Eine «gesunde Ernährung» wie sie nach wie vor eher von Frauen als von Männern gelebt wird, ist häufig mit einer geringeren Zufuhr an gut verwertbarem Eisen verbunden. Trotzdem müssen wir nicht zwingend Fleischprodukte essen, um ausreichend Eisen mit der Nahrung aufzunehmen. Allerdings lohnt sich ein Blick auf die eigenen Ernährungsgewohnheiten und die Übernahme von eisenhaltigen Nahrungsmitteln in den Speiseplan.
Popeyes Spinat, der sich wegen seines vermeintlich hohen Eisengehaltes den Ruf eines perfekten Stärkungsmittels einbrachte, beruht übrigens auf einem Übertragungsfehler. Der Schweizer Gustav von Bunge hat im späten 19. Jahrhundert den Eisengehalt von Spinat richtig berechnet. Allerdings wurden seine Werte später fälschlicherweise von getrocknetem Spinat auf frischen Spinat übertragen. Da frischer Spinat aber zu ca. 90 % aus Wasser besteht, waren die Werte um den Faktor 10 zu hoch. Dieser Irrglauben hält sich auch wegen Figuren wie Popeye bis heute.
Bei Verdacht auf einen Eisenmangel führen wir eine Blutuntersuchung durch. Besteht tatsächlich ein Mangel, muss dieser behandelt werden. Die Behandlung besteht in der Beseitigung der Ursache und in der Zufuhr von Eisen mit Eisenpräparaten. Das erfolgt entweder über den Mund (Tablette/Kapsel/Tropfen) oder auch über die Vene (als Infusion).
Welches Präparat zum Einsatz kommt, hängt von der individuellen Situation und dem Ausmass des Eisenmangels ab. Gelegentlich muss die Kostenübernahme durch die Krankenkasse abgeklärt werden.