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Oktober 2018
Mai 2019
21Mai
19.00
Kreationen
Ballettabend des Junior Balletts, Wiederaufnahme
Preise H: CHF 75 / 59 / 44 / 25 / 15 / 11
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Kreationen
Kurzgefasst
Kreationen
Mit gleich drei Uraufführungen präsentiert sich das Junior Ballett in einem eigenen Ballettabend. Für den tänzerischen Nachwuchs des Balletts Zürich bedeutet es dabei eine besondere Herausforderung, nicht bereits existierendes Repertoire einzustudieren, sondern selbst unmittelbar an der Kreation neuer Stücke beteiligt zu sein. Erstmals in Zürich arbeitet der aus Madrid stammende Choreograf Goyo Montero. Nach seiner internationalen Tänzerkarriere wurde er 2008 Direktor des Balletts am Staatstheater Nürnberg. In der fränkischen Metropole hat er einen regelrechten Tanzboom entfacht und ist mit seiner Compagnie und Stücken wie Dürer’s Dog, Cyrano oder Cinderella zunehmend auch international gefragt.
Auch Louis Stiens ist zum ersten Mal in Zürich zu Gast. Seit 2011 tanzt der gebürtige Münchner im Stuttgarter Ballett. Für die Stuttgarter Noverre-Gesellschaft sind seine ersten Stücke entstanden, mittlerweile hat er auch bereits mehrfach für das Stuttgarter Ballett choreografiert. In seinen sehr direkten, unverblümten Arbeiten gelingt es ihm oft, sensible Momente freizulegen.
Filipe Portugal, charismatischer Solist des Balletts Zürich, choreografiert nach seinen grossen Arbeiten Dialogos und disTANZ für die Hautptcompagnie erneut für seine jungen Tänzerkollegen und wird sich dabei mit Musik des amerikanischen Komponisten John Adams auseinandersetzen.
Owen Belton, Musik
Owen Belton
Der kanadische Komponist Owen Belton lebt in Vancouver. Er studierte Fine and Performing Arts an der Simon Fraser University sowie Akustik und Computer Music Composition bei Owen Underhill und Barry Truax. Seit 1994 komponiert er Ballettmusik. Damals schrieb er Shapes of A Passing für Crystal Pite und das Ballet Jorgen in Toronto. Es folgten zahlreiche Werke für internationale Ballettcompagnien wie Kidd Pivot, das Kanadische Nationalballett, das Nederlands Dans Theater, das Cullberg Ballet, das Ballett Nürnberg, das Oregon Ballet Theatre und die Compagnie „420 People“ in Prag. Darüber hinaus entstanden Sounddesigns und Kompositionen für Theater. Ausserdem schrieb er die Musik zu diversen Fernseh- und Kurzfilmproduktionen. Für seine Musik zu Emergence wurde Owen Belton 2009 mit dem kanadischen Dora Mavor Moore Award für die beste Ballettpartitur ausgezeichnet.
Filipe Portugal, Choreografie
Filipe Portugal
Filipe Portugal studierte in Lissabon und wurde nach einem ersten Engagement beim Portugiesischen Nationalballett 2002 ans Ballett Zürich engagiert. Hier tanzte er Solopartien in vielen Choreografien von Heinz Spoerli. Von 2009 bis 2011 war er Principal Dancer beim Portugiesischen Nationalballett. Seit 2011 ist er wieder Mitglied des Balletts Zürich und war hier in Hauptrollen zahlreicher Ballette von Christian Spuck zu sehen, so als Pater Lorenzo in Romeo und Julia, König Peter in Leonce und Lena, als Doktor in Woyzeck, Karenin in Anna Karenina und Spalanzani in Der Sandmann. Ausserdem trat er in Choreografien von Mats Ek, Jiří Kylián, Hans van Manen, William Forsythe, Douglas Lee und Martin Schläpfer auf. Parallel zu seiner Tänzerkarriere arbeitet Filipe Portugal erfolgreich als Choreograf. Zu seinen jüngsten Arbeiten für das Ballett Zürich gehören Dialogos zur Musik des Schweizer Jazzmusikers Nik Bärtsch und disTANZ. 2014 wurde Filipe Portugal mit dem «Preis der Freunde des Balletts Zürich» ausgezeichnet.
Goyo Montero, Choreografie
Goyo Montero
Goyo Montero wurde 1975 in Madrid geboren. Er absolvierte seine Ausbildung zunächst bei Carmen Roche und dann am Königlichen Konservatorium für Professionellen Tanz in Madrid und an der Schule des Kubanischen Nationalballetts. Er war Erster Solist an der Deutschen Oper Berlin und Solist an der Oper Leipzig, dem Staatstheater Wiesbaden und dem Königlichen Ballett Flandern. Als Choreograf kreierte er u. a. Werke für die Deutsche Oper Berlin, die Oper Kiel, das Staatsballett von Ankara und Izmir, die Compagnie Modern Dance Turkey, das Ballett Carmen Roche, das Kubanische Nationalballett, das Ballet de Teatres de la Generalitat Valenciana und die Compagnien Maggio Danza, Compañia Nacional de Danza, Acosta Danza und das Nationalballett Sodre, Uruguay. Seit der Spielzeit 2008/2009 ist Goyo Montero Direktor und Chefchoreograf des Staatstheater Nürnberg Balletts. Seine Choreografien für das Staatstheater Nürnberg Ballett umfassen Werke wie Romeo und Julia, Carmen, Der Nussknacker, Don Juan, Cinderella, Black Bile, Cyrano, Four Quartets und Don Quijote.
Louis Stiens, Choreografie
Louis Stiens
Louis Stiens stammt aus München. Seine Tanzausbildung absolvierte er an der Heinz-Bosl-Stiftung sowie an der John Cranko Schule Stuttgart. Seit 2011 ist er Mitglied des Stuttgarter Balletts, dort wurde er zur Saison 2015/2016 zum Halbsolisten befördert. Er trat in einer Vielzahl von klassischen, neoklassischen und zeitgenössischen Stücken auf. Choreografen wie Marco Goecke, Demis Volpi und Edward Clug schufen Rollen für ihn. Louis Stiens hat auch als Choreograf bereits eine beachtliche Wegstrecke hinter sich gebracht. Sein erster Pas de deux Ohne Titel entstand im Rahmen eines Workshops bei der Heinz-Bosl-Stiftung. Mit dem Solo Mäuse (2010) bei der Stuttgarter Noverre Gesellschaft gewann er den 1. Preis beim beo – Wettbewerb Berufliche Schulen. Es folgten mehrere Choreografien für den Junge Choreografen-Abend der Noverre Gesellschaft. Auch für den Porsche Tennis Grand Prix kreierte Stiens drei Stücke, die in der Porsche-Arena uraufgeführt wurden. 2012 entstand als Koproduktion vom Schauspiel Stuttgart und dem Stuttgarter Ballett die Uraufführung Dancer in the Dark, für die Stiens zusammen mit Marco Goecke die Choreografie schuf. Für das Stuttgarter Ballett entstanden die Choreografien Rausch (2014) und Qi (2017). Mit seinen Choreografien bewegt sich Stiens auch abseits klassischer Bühnenräume. In Slam (2013) zum Beispiel, das im Projektraum LOTTE gezeigt wurde, konnte das Publikum die Ein-Mann-Performance vom Bürgersteig aus durch die Schaufenster beobachten. Im Treffpunkt Rotebühlplatz Stuttgart erforschte Stiens 2013 mit en mouvement in Kooperation mit dem Komponisten Oliver Frick und dem Ensemble corss.art das Zusammenspiel von Tanz und Klängen. Mit seinen elektronisch erfassten Bewegungen nahm Stiens live Einfluss auf die Musik. Für den Tänzer Adam Russell-Jones entwickelte Stiens das Solo Puka (2017), das im Stuttgarter Westquartier gezeigt wurde.
Martin Gebhardt, Lichtgestaltung
Martin Gebhardt
Martin Gebhardt war Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister bei John Neumeiers Hamburg Ballett. Ab 2002 arbeitete er mit Heinz Spoerli und dem Ballett Zürich zusammen. Ballettproduktionen der beiden Compagnien führten ihn an renommierte Theater in Europa, Asien und Amerika. Am Opernhaus Zürich schuf er das Lichtdesign für Inszenierungen von Jürgen Flimm, Grischa Asagaroff, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Damiano Michieletto und Achim Freyer. Bei den Salzburger Festspielen kreierte er die Lichtgestaltung für La bohème und eine Neufassung von Spoerlis Der Tod und das Mädchen. Mit Christoph Marthaler und Anna Viebrock arbeitete er beim Händel-Abend Sale und Rossinis Il viaggio a Reims zusammen. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Martin Gebhardt Leiter des Beleuchtungswesens am Opernhaus Zürich. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn heute mit dem Choreografen Christian Spuck (Anna Karenina, Woyzeck, Der Sandmann, Sonett, Leonce und Lena, Paysage obscure). In jüngster Zeit war er ausserdem Lichtdesigner für die Choreografen Alexei Ratmansky, Wayne McGregor, Marco Goecke, Douglas Lee und Edward Clug.