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Botschaft betreffend Wasserkonzession Montalta Transport + Kies AG, Salavras

	Sehr geehrte Frau Parlamentspräsidentin

	Sehr geehrte Parlamentarierinnen, sehr geehrte Parlamentarier

	Die Firma Montalta Transport + Kies AG hat im Jahre 1995 von der Gemeinde Schnaus eine Bewilligung für die Grundwasserentnahme aus dem «Schacht Rhein» erhalten. Die Entnahmestelle wurde im Rhein festgesetzt und es wurde eine Fördermenge von maximal 2'500 l/min. bewilligt (entspricht 42 l/s). Diese Bewilligung war auf 20 Jahre erteilt und ist somit abgelaufen (Ablaufdatum 31. Januar 2015). Anlässlich von Erneuerungsarbeiten im Jahre 2016 im Bereich des Kies- und Betonwerks Salavras wurde eine weitere Entnahmestelle für Grundwasser (Pumpschacht) beim Werkgebäude eingerichtet. Im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens im Jahre 2022/23 (Beschneiungsanlage in Salavras) ist die Frage nach der Konzession für die Wasserentnahme wieder aufgetaucht.

Ausgangslage

	Im Jahre 1995 erhielt die Firma Martin Montalta, Kieswerke, Ilanz, von der Gemeinde Schnaus eine Baubewilligung für den Pumpenschacht für die Rheinwasserentnahme. Das Departement des Innern und der Volkswirtschaft Graubünden hat diesem Antrag mit Verfügung vom 12. Dezember 1995 ebenfalls zugestimmt (ca. 42 l/s).

	Am 27. Januar 2005 hat das Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement eine Departementsverfügung zur Wasserentnahmebewilligung aus dem Vorderrhein für das Kies- und Betonwerk verfügt: Der Martin Montalta Kies Transport Aushub, Ilanz, wird die Bewilligung für die Wasserentnahme aus dem Vorderrhein bei Schnaus unter folgenden Auflagen erteilt:

	Die Wasserentnahmemenge ist auf maximal 40 l/s zu beschränken.

	Es darf nur Wasser aus dem Vorderrhein abgeleitet werden, welches für den Betrieb des Kies- und Betonwerks benötigt wird.

	Die Bewilligung ist befristet bis zum 31. Januar 2015. Nach Ablauf dieser Frist ist ein neues Gesuch zu beantragen. Verändern sich die massgeblichen Rechtsgrundlagen oder die tatsächlichen Verhältnisse, kann die Bewilligung jederzeit entsprechend angepasst oder entzogen werden. Die Bewilligung erlischt auf alle Fälle, sobald der zugrunde liegende Nutzungszweck (vorliegend Brauchwasser für das Kies- und Betonwerk der Firma Martin Montalta, Ilanz) sich ändert.

	

	Auf dem Areal des Kieswerks Montalta in Salavras, Parzelle 12160, Materialbewirtschaftungszone für natürliche Materialen, sind heute zwei Pumpschächte/Brunnen vorhanden. Diese werden nachstehend mit Entnahmeschacht «Werk» und Entnahmeschacht «Rhein» bezeichnet.

	Der Brunnen «Rhein» stammt aus dem Jahre 1995 und gilt bisher als Flusswasserfassung. Aufgrund der hydrogeologischen Beobachtungen sollte der Schacht als Grundwasserbrunnen betrachtet werden. Die damals bewilligte Fördermenge lag bei 2'400 l/min (40 l/s). Heute ist eine installierte Fördermenge von ca. 250 l/min. vorhanden.

	Der Brunnen «Werk» wurde im Zuge des Kieswerkneubaus als Pumpensumpf angelegt, um die Baugrube zu entwässern. Seit 2016 sind im Schacht zwei Pumpen zur Brauchwasserförderung installiert. Heute ist eine installierte Fördermenge von ca. 430 l/min. vorhanden.

	Der Brunnen «Werk» (max. 430 l/min.) dient der Hauptbrauchwasserversorgung. Der Brunnen «Rhein» (max. 250 l/min.) wird nötigenfalls bei Spitzenverbrauch stundenweise zugeschaltet. Beide Entnahmen zusammen können max. 680 l/min. fördern.

	

	Eine formale Bewilligung für die beiden Brunnen ist nicht vorhanden. Damit die Bewilligungen für die Wasserentnahme durch die Gemeinde und dem Amt für Natur und Umwelt Graubünden erteilt werden können, muss zuerst eine Konzession erteilt werden.

Projektbeschrieb

	Die beiden heute bereits vorhandenen Brunnen sind aus Betonelementringen mit Durchmesser 1.00 m gebaut. Der Brunnen «Werk» ist ab Oberkante Schacht (= 713.93 m ü. M.) 6.77 m tief. Es sind zwei Baupumpen mit Förderleitungen von je ca. 13 m3/h bzw. 215 l/min. eingebaut (max. 430 l/min -> 7.2 l/s). Aus dem Brunnen «Werk» kann heute eine max. Menge von 624 m3/d (7.2 l/s) genutzt werden. Der Brunnen «Rhein» ist ab Oberkante Schacht (= 712.04 m ü. M.) 8.90 m tief. Es ist eine Pumpe mit ca. 15 m3/h bzw. 250 l/min. -> 4.2 l/s Förderleistung eingebaut. Die gesamthaft maximal geförderte tägliche Menge beträgt somit heute 360 m3, im Durchschnitt über 24 Stunden also 250 l/min.

	Die Wasserqualität zur Nutzung als Brauchwasser wurde bisher nicht beanstandet. Die Anforderungen sind diesbezüglich auch nicht sehr hoch. Die beiden Brunnen sind zur Entnahme von Brauchwasser geeignet. Aufgrund der verhältnismässig geringen Entnahmemengen ist eine negative Beeinflussung des Grundwassers (quantitativ und qualitativ) wenig wahrscheinlich. Die Nutzbarkeit des Grundwassers bleibt auch unter Betrieb der beiden Anlagen in einem vergleichbaren Ausmass wie im natürlichen Zustand gewährleistet.

Begründung des Bauvorhabens/Absicht

	Da in den Wintermonaten und bei sehr kalten Temperaturen (Monate November bis Februar) das Kies- und Betonwerk nicht ausgelastet ist und die Baumaterialproduktion minim bis praktisch nicht vorhanden ist, soll in dieser Zeit ein Anteil des Grundwassers für die Schneeproduktion verwendet werden. Die maximal benötigte Menge für Schneeproduktion beträgt 5 l/s oder 300 l/min. Dies ist jedoch nur möglich bei optimalen äusseren Bedingungen (sehr tiefe Feuchtkugeltemperatur).

	Das genutzte Wasser aus den beiden Brunnen «Rhein» und «Werk» wird für folgendes genutzt:

	Kiesaufbereitung – Kreislauf – Feuchte im Kiesmaterial – keine Entsorgung

	Betonherstellung – Wasser ist im Beton gebunden – keine Entsorgung

	Allgemeine Reinigungsarbeiten – Aufbereitung – Rückführung im System – keine Entsorgung

	Schneeproduktion (jeweils November – Dezember) – Wasser im Schnee gebunden – keine Entsorgung

	Brauchwasser (z.B. Toilette) Sammlung in Abwassertank – Entsorgung in Abwasserreinigungsanlage Gruob

	Das benötigte Wasser wird nach Verwendung weder einer Versickerung zugeleitet noch in ein Oberflächengewässer eingeleitet. Das gepumpte Wasser ist in den hergestellten Produkten gebunden.

	

	Die Firma Montalta Transport + Kies AG beantragt, den Wasserbezug von den zwei genannten Stellen «Rhein» und «Werk» zu erneuern resp. neu zu erhalten. Die maximale Wasserbezugsmenge wird als Summe beider Standorte auf neu 680 l/min. definiert.

Antrag

	Gestützt auf die vorangehenden Ausführungen stellt der Gemeindevorstand dem Gemeindeparlament folgende Anträge:

	auf die Vorlage sei einzutreten;

	der Firma Montalta Transport + Kies AG wird eine Sondernutzungsbewilligung (Konzession) für die Entnahme von Wasser aus dem Grundwasservorkommen öffentlichen Gewässers erteilt;

	die Konzession soll für maximal 20 Jahre erteilt werden, rückwirkend vom 31. Januar 2015 bis längstens am 31. Januar 2035;

	der Gemeindevorstand wird ermächtigt, einen entsprechenden Nutzungsvertrag gegen Entgelt mit der Firma Montalta Transport + Kies AG abzuschliessen.

	

	

	

	

	Ilanz/Glion, den 6. November 2023	Gemeindevorstand Ilanz/Glion

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