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Damit Wirkungen gemessen werden können und das Erreichen von Wirkungszielen überprüft werden kann, müssen diese in objektiv messbaren Grössen konkretisiert werden. Eine solche objektiv messbare Grösse wird Indikator genannt. Ein Indikator gibt Antwort auf die Frage: «Wie werden wir wissen, ob das, was wir geplant haben, auch tatsächlich eingetroffen ist und dass wir unser Ziel erreicht haben?» Ein Indikator für ein Wirkungsziel gibt also an, wie wir die Wirkung messen und wann wir das Wirkungsziel als erreicht betrachten:
|Wichtig|
Ein guter Indikator sollte SMART sein:
– Specific: Der Indikator muss eindeutig und klar sein.
– Measurable: Der Indikator muss messbar sein, auch mit angemessenen Kosten.
– Achievable: Der vom Indikator vorgegebene Sollwert muss erreichbar sein.
– Relevant: Die Information die der Indikator liefert soll relevant für Projektmanager sein.
– Time-bound: Der Indikator muss angeben, bis wann das Ziel erreicht werden soll.
Quelle: European Commission, PCM Guidelines
Gute Indikatoren zu finden und zu wählen ist entscheidend dafür, dass eine Wirkungsmessung nützliche Informationen liefert, aber keineswegs einfach. Eine hohe Bedeutung kommt auch hier der partizipativen Erarbeitung zu: Ein guter Indikator wird insbesondere auch von der Zielgruppe akzeptiert und als sinnvoll empfunden.
Es ist oft nötig, mehrere Indikatoren für ein Ziel zu definieren. In der Praxis werden quantitative und qualitative Indikatoren häufig kombiniert. Grundsätzlich gilt aber, dass man sich auf ein Minimum beschränken sollte, um keine unnötigen Datenmengen zu produzieren.
Zu einem Indikator gehört immer auch die Angabe, aus welcher Quelle die Daten zum Indikator stammen und mit welcher Methode diese erhoben werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Indikator messbar ist. Zeigt es sich dabei, dass die Daten zum Indikator nicht oder nur mit unverhältnismässigem Aufwand erhoben werden können, muss der Indikator durch einen einfacheren ersetzt werden. Zu berücksichtigen ist auch die Möglichkeit, auf bestehende Quellen zurückzugreifen, z.B. auf nationale Statistiken oder auf Daten von Partnerorganisationen.
|Achtung|
In der Praxis wird den Quellen oft zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet und die Daten sind später gar nicht verfügbar, was den Indikator nutzlos macht. Ein Indikator ohne echte Datenquelle ist nicht messbar und kann damit nicht für eine Wirkungsmessung verwendet werden.
In der Praxis gibt es verschiedene Varianten Ziel und Indikator zu definieren bzw. voneinander zu unterscheiden. Diese sind gleichberechtigt. Man sollte sich jedoch immer bewusst sein, welche Definition gilt und diese konsistent anwenden. Diskussionen darüber sind fast unvermeidbar. Zu beachten ist, dass ein Indikator im hier verwendeten Sinne (der Indikator gibt an, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht) immer auch eine Zielsetzung und damit die Wahl eines Vergleiches enthält.
Indikatoren sollen sowohl auf den Wirkungsebenen (insbesondere Outcome), wie auch auf der Leistungsebene (Output) festgelegt werden.
Beispiele
- Projekt Schuldenberatungskurs
Ziel: Menschen mit Schulden aufgrund von zu hohen Ausgaben für Konsum sollen ihre finanzielle Lage in den Griff bekommen.
Indikator: Prozentsatz x der 250 Kursteilnehmer geben ein Jahr nach dem Kursbesuch an, dass sich ihre finanzielle Lage stabilisiert hat.
Soll: 70%
- Projekt Förderung landwirtschaftliche Infrastruktur im Berggebiet
Ziel: Die ökonomische Situation der Bauern in den Berggebieten soll verbessert werden.
Indikator: Ein Prozentsatz x der Begünstigten geben an, dass die realisierten Infrastrukturprojekte einen positiven Effekt auf die ökonomische Situation gezeigt haben.
Soll: 80%