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Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) teilte am Donnerstag mit, dass die «Arena»-Sendung vom März 2022 gegen das Sachgerechtigkeitsgebot verletzt habe. Ausschlaggebend sei das irreführende Interview des Moderators mit dem SVP-Fraktionspräsidenten Thomas Aeschi gewesen.
Gegenstand von drei Popularbeschwerden bildete die am 18. März 2022 auf SRF ausgestrahlte Diskussionssendung «Arena» über «Parteispitzen zum Ukraine-Krieg». Gerügt wurde in allen Eingaben das Interview des Moderators mit dem SVP-Fraktionspräsidenten Thomas Aeschi. Der Moderator thematisierte dabei in kritischer Weise eine von Aeschi während der Sonderdebatte im Nationalrat gemachte Aussage und bezeichnete diese als «rassistisch».
Aeschi sagte während einer Nationalratsdebatte, dass man verhindern müsse, «dass Nigerianer oder Iraker mit ukrainischen Pässen plötzlich 18-jährige Ukrainerinnen vergewaltigen». Wir berichteten.
Wieso wird die Sendung beanstandet?
Brotz berief sich bei seiner Kritik an Aeschi auf eine Stellungnahme der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus sowie auf namentlich nicht erwähnte Staatsanwälte und Strafrechtsexperten. Die UBI kam zum Schluss, dass sich das Publikum zur apodiktisch vorgetragenen Qualifizierung der Aussage des SVP-Fraktionspräsidenten durch den Moderator keine eigene Meinung hat bilden können.
Mit einer irreführenden Begründung habe die Redaktion journalistische Sorgfaltspflichten verletzt. Da die beanstandeten Interviewsequenzen nicht nur einen Nebenpunkt betrafen, verletzte die Sendung das Sachgerechtigkeitsgebot. Die UBI hat die drei Beschwerden mit sieben zu zwei Stimmen gutgeheissen.
(jaw)