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Nach 1:51 Stunden verwertete Raducanu mit einem Ass ihren dritten Matchball und sorgte damit für eine der grössten Sensationen in der Tennis-Geschichte. Als Nummer 150 des Rankings angetreten, blieb sie während des ganzen Turniers ohne Satzverlust. In der 1. Runde hatte sie Stefanie Vögele bezwungen, im Viertelfinal Belinda Bencic.
Doch bevor Raducanu jubeln konnte, hatte die in Toronto geborene Tochter eines Rumänen und einer Chinesin noch ein paar kritische Momente zu überstehen. Zwischen der Abwehr von zwei Breakbällen von Fernandez musste sich Raducanu das blutende linke Knie verarzten lassen, nachdem sie sich dieses bei einer Verteidigungsaktion aufgeschürft hatte.
Neu auf Platz 23
Auch davon liess sich Raducanu aber nicht aus der Ruhe bringen. Bereits während des ganzen Turniers war die Britin in jeder noch so engen Spielsituation cool geblieben, obwohl sie erst vor drei Monaten ihr Debüt auf der WTA-Tour gegeben hatte. Sie ist die erste Qualifikantin, die ein Grand-Slam-Turnier gewinnt, und auch die erste, die das bei ihrer erst zweiten Teilnahme an einem solchen schafft. In Wimbledon war sie in den Achtelfinals von gesundheitlichen Problemen gestoppt worden.
Raducanu ist die erste Britin seit Virginia Wade, die ein Grand-Slam-Turnier gewinnt. Die Wimbledonsiegerin von 1977 sass ebenfalls unter den rund 24’000 Zuschauern im Arthur Ashe Stadion. Die Trophäe auf dem Platz bekam Raducanu von Billie Jean King überreicht. Für ihren Sieg kassierte die Britin 2,5 Millionen Dollar Preisgeld, im Ranking wird sie auf Position 23 vorstossen.