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Was man gegen die Diskriminierung von Frauen tun kann
Laut der Studie, die unter anderem von Iris Bohnet, Schweizer Forscherin an der Harvard University und Mitglied im Verwaltungsrat von Credit Suisse, durchgeführt wurde, wird die Auswahlkommission bei der Bewertung von Angestellten im Zuge der Übertragung neuer Aufgabenbereiche oder einer Beförderung stärker vom Geschlecht der Bewerberin oder des Bewerbers beeinflusst, wenn die Beurteilung einzeln erfolgt.
An dem Experiment waren 654 Männer und Frauen beteiligt. 100 von ihnen übernahmen die Rolle von Bewerberinnen und Bewerbern für neu zu besetzende Führungspositionen, die übrigen die Rolle der Arbeitgebenden. In einer ersten Phase absolvierten die Bewerberinnen und Bewerber Eignungstests zur Prüfung ihrer mathematischen oder sprachlichen Fähigkeiten, die den Arbeitgebenden anschliessend vorgelegt wurden.
Diese sollten dann die Kandidatinnen und Kandidaten für eine zweite Bewerbungsrunde auswählen. Dafür stützten sich einige auf eine einzeln vorgenommene Betrachtung der Tests, wobei ihnen das Geschlecht jeweils bekannt war. Die anderen sollten ihre Wahl treffen, nachdem sie mehrere Tests von Personen beiderlei Geschlechts miteinander verglichen hatten.
In dieser Phase der Studie zeigte sich, dass die Arbeitgebenden, welche die Bewertungen individuell vornahmen, regelmässig Männer für eine zweite Runde mathematischer Tests und Frauen für eine zweite Runde mit Tests zu sprachlichen Fähigkeiten auswählten, auch wenn die entsprechenden Männer und Frauen in diesen Bereichen in der ersten Runde schlecht abgeschnitten hatten. Im Gegensatz dazu schienen Arbeitgebende, die mehrere Bewerberinnen und Bewerber zur gleichen Zeit bewerteten, nicht von deren Geschlecht beeinflusst zu sein. Sie machten den Zugang zur nächsten Testphase eindeutig von den Testergebnissen abhängig.