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Sherry ist ein Weisswein, der aus Andalusien stammt. Seinen Namen hat er einem Ort zu verdanken, der früher „Sherish“ hiess. Heutzutage ist der Ort unter dem Namen „Jerez de la Frontera“ bekannt.
Die Geschichte
Entstanden ist der Sherry durch die Mauren, die eine längere Zeit über Herrscher von Spanien waren. Ab dem Jahr 711 übernahmen sie die Führung Spaniens. Im Jahr 966 wurden die Weinberge in Jerez gerodet, da Kalif Al- Hakam der Zweite das Trinken von Alkohol aufgrund seines islamischen Glaubens als Sünde abtat. Die Bewohner retteten einige der Weinberge durch das Argument, dass man aus den Trauben, Rosinen herstellen konnte und Alkohol für den medizinischen Gebrauch. Im Jahr 1264 wurde Spanien Jerez von Alfons zurückerobert und durch ihn wurde die Weinherstellung wieder ausgeweitet und vorangetrieben. Ausserdem wurde Wein in dieser Zeit zu dem wichtigsten Exportgut, dass es derzeit gab. Die Engländer wurden schnell zu der Hauptzielgruppe und durch sie bekam der Sherish auch den Namen „Sherry“. Nach dieser Hochphase folgte auch ein grosses Tief, über die letzten Jahrhunderte hinweg durchlebte er öfter Hoch- und Tiefpunkte.
Erst 1996 wurde seitens der EU eine Verordnung abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt durfte man einen Sherry nur noch so betiteln, wenn er aus der Region DO Jerez/Xèréz/Sherry y Manzanilla de Sanlúcar Barrameda, stammte. Ab dieser Verordnung ging es mit der Herstellung wieder bergauf und es erledigten sich viele Probleme bezüglich des Namens.
Die Herstellung von Sherry
Sherry wird Grossteils aus der Rebsorte „Palomino Fino“ hergestellt. Durch die Gärung erhält man erstmals trockenen Weisswein, der einen eher geringen Alkoholgehalt hat.
Der nächste Schritt ist das Aufspritzen mit Branntwein, hier wird meistens Branntwein aus der Region „La Mancha“ verwendet. Dieser Art von Wein nennt man auch „Jungwein“, dieser reift zunächst für ein Jahr in Stahl- und Betontanks.
Danach wird er mittels des Solera-Systems ausgebaut. Beim Solera-Verfahren lagern meistens 3 Reihen Fässer übereinander, dabei heisst die unterste Reihe (die, die sich auf dem Boden befindet) Solera. Die zweite Reihe nennt man Criaderas. Der Sherry, der abgefüllt werden soll, wird immer aus dem untersten Fass genommen, dabei ist es wichtig, dass man nie mehr als 1/3 des Fasses nimmt. Dann wird die unterste Reihe, mit dem Wein aus der zweiten Reihe nachgefüllt und die zweite Reihe mit dem aus der Dritten. In die oberste Reihe wird dann Jungwein nach geschüttet. Auf diese Weise wird der junge Wein mit den älteren Weinen verschnitten und die Sherrys verlieren niemals ihre Qualität.
Verschiedene Sherry-Bezeichnungen
Er wird in unterschiedlichen Varianten produziert, und entsprechend denen namentlich angepasst, meistens variieren sie durch den Alkoholgehalt, das Alter und dem Ausmass an Oxidation.
Hier unterscheidet man unter anderem den Fino, Manzanilla, Oloroso, Palo. Ausserdem gibt es auch noch die sogenannte Cream und den Medium. Beides sehr raffinierte Weinkompositionen, die durch Verschnitte verschiedener Weinarten entstehen.
Bekannte Marken von Sherry
- Noe
- Matusalem
- Alfonso
- Romate