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Ursprünglich von Mitgliedern der Familie Rose gegründet, kaufte Paul Jones Jr. im Jahr 1888 die Marke Four Roses und begann mit der Produktion des Bourbon Whiskys in grossem Stil. In den 20er bis 40er Jahren war Four Roses der meistverkaufte Bourbon in den USA, allerdings handelte es sich um einen sehr preiswerten Blend, der später ein wenig in Verrufung geriet. Der Whisky war damals nur in den Geschäften von Kentucky und Indiana erhältlich, um die Mitarbeiter der Destillerien zu versorgen. Dagegen verzeichnete man auf dem europäischen und japanischen Markt grosse Erfolge, wo Four Roses im Popularitätsranking nach Jim Beam und Jack Daniel’s folgte. Bis zu seinem Comeback 2004 war der in Lawrenceburg erzeugte Bourbon 40 Jahre lang nicht in den USA präsent. Doch nicht nur die Vertriebsgeschichte, sondern auch die Zusammensetzung von Four Roses ist wahrlich einzigartig: Zwei verschiedene Getreidemischungen (eine mit 75% Mais und 20% Roggen und die andere mit 60% Mais und 35% Roggen) sowie fünf proprietäre Hefestämme ergeben zusammen zehn Kentucky Straight Bourbon Whiskys, die nach einer Reifung von mindestens fünf Jahren die Four Roses Blends ergeben. Das ist insofern ungewöhnlich, da Bourbon normalerweise auf einer Rezeptur basiert und lediglich aus unterschiedlich alten Fassabfüllungen vermischt wird.