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Rollstuhltennis: BouBou Keller im Einsatz
In den vergangenen Wochen war der Wohler BouBou Keller an einigen Turnieren im In- und Ausland. Mit Erfolg.
An der Schweizer Meisterschaft in Biel hatte BouBou Keller in der ersten Runde keine Probleme und siegte. In der zweiten Runde gab es einen Abnützungskampf über drei Sätze. Keller gewann am Ende und zog in den Final ein. Diesen Final konnte Keller nicht antreten. Er kämpfte mit einer heftigen Magenverstimmung. «Vermutlich war das Essen am Vorabend verdorben», sagt der 60-Jährige. Im Doppelturnier überstand der Freiämter mit seinem Partner Martin Erni die Erstrundenpartie locker. Im Halbfinal verlor man mit 10:12 im Champions-Tie-Break.
Eine Woche später folgte ein Turnier in Cremona (Italien). Nach dem Erstrundensieg war gegen die Nummer 3 des Turniers (und Weltnummer 48) Endstation. Im Doppel trat er mit Daniel Pellegrina an, der Schweizer Nummer 1 im Rollstuhltennis. In der ersten Runde siegten die Schweizer gegen ein italienisches Team problemlos. Auch gegen die Ungarn gab es einen Erfolg (6:2, 6:2). Danach war gegen ein deutsch-japanisches Duo Schluss.
Wiederum eine Woche später trat er an einem Turnier in Sion an. Gegen Jean-Bernard Veuthey konnte Bou-Bou trotz verlorenem erstem Satz und 1:4-Rückstand im Entscheidungssatz als Sieger vom Feld. In der zweiten Runde, gegen den Japaner Susuki, blieb er chancenlos. Im Doppel schied er mit Partner Roger Baumann in der ersten Runde aus. Weiter ging es mit einem Wettkampf in Bulle. Gegen Frederic Decorvet gab es ein ausgeglichenes Spiel. Mit dem besseren Ende für den Wohler. In der zweiten Runde traf er auf den Iren Gareth Green. «Ich begann mit viel Mut», so Keller. In einem packenden Spiel siegte der Wohler hauchdünn. Im Halbfinal war gegen die Weltnummer 39 Schluss. Im Doppel konnten Keller und sein Partner gegen das sehr gut eingespielte Duo Gremion/Decorvet nicht ankommen.
Nach diesen starken Erfolgen sammelte sich BouBou Keller viele Punkte in der Weltrangliste. Zwischenzeitlich stand er auf dem 109. Platz – und das mit 60 Jahren. Wegen eines ausgefallenen Turniers wurden ihm noch Punkte abgezogen. Er steht aktuell auf dem 136. Platz. Sollte er bis Ende Oktober diese Position halten, wird er auch im nächsten Jahr im Status des A-Kaders bleiben. «Das hatte ich nicht mehr für möglich gehalten», meint Keller. Er ist und bleibt eben ein ehrgeiziger Sportler. Und wenn die Voraussetzungen und das Tableau stimmen, ist der Wohler nach wie vor für eine Überraschung in der Welt des Rollstuhltennissports gut. --spr