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Regionalgouverneur Andrej Chibis gab am Freitag, den 19. Juni, bekannt, dass eine Umgehungsverbindung erfolgreich fertiggestellt wurde, sodass die Züge wieder in Richtung der Stadt Murmansk fahren können. In nur 18 Tagen seien 5,7 km neue Eisenbahnstrecke gebaut worden, sagte Chibis an einem Medientreffen den Journalisten.
„Ein streng organisiertes, manchmal kompliziertes und reibungsloses Unterfangen mit voller Hingabe aller Beteiligten hat es uns ermöglicht, die Bahnverbindung mit der Stadt im Norden so schnell wie möglich wiederherzustellen“, sagte der Gouverneur in einem Kommentar.
Die Umfahrungslinie wurde gebaut, um den Verkehrsstau der Eisenbahn zu überwinden, der durch den Einsturz einer wichtigen Eisenbahnbrücke über den Fluss Kola entstanden war. Seit dem Einsturz der Brücke am 1. Juni ist die Logistik in der Region lahmgelegt und der Hafen von Murmansk in einem Krisenzustand. Mehrere der größten Industrieunternehmen in der Region sind bei der Lieferung und Auslieferung von Gütern stark von der Eisenbahn abhängig. Der Zustand veranlasste die regionalen Behörden am 12. Juni den Ausnahmezustand auszurufen.
Zur Unterstützung der Arbeiten eilten Militäreinheiten an, um die Arbeiten zu beschleunigen. Die Umgehungslinie wird in Betrieb bleiben, bis der Bau einer neuen Brücke voraussichtlich im Oktober 2020 abgeschlossen sein wird.
Heiner Kubny, PolarJournal