Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/849

April 2015
Von Bolivien kommend, besuchte ich die Galapagos-Inseln. Die Galapagos Inseln sind eine Gruppe von vulkanischen Inseln rund um die Äquatorlinie, die mehr als 900 km vom Ecuadorianischen Festland entfernt sind. 97% der Landfläche sind Teil eines Nationalparks. Viele Tiere kommen nur hier vor. Das Studium dieser Tiere während Charles Darwin‘s Reise zu den Galapagos Inseln im Jahr 1835 trug zur Entwicklung der zur damaligen Zeit revolutionären Theorie der natürlichen Auslese bei.
Die Inseln liegen auf einer Erdplatte, die sich langsam nach Osten bewegt. Daher sind die ältesten Inseln diejenigen im Osten. Auf den West-Inseln kommen Vulkanausbrüche weiterhin vor, so dass sich diese Inseln im Laufe der Zeit noch verändern werden.
Gemäss verschiedener Internetseiten kann man die ganze Vielfalt dieses Archipels nur mit dem Schiff entdecken. Reisende erzählten mir zudem, dass man auf den Galapagos-Inseln vor Ort Last-Minute-Kreuzfahrten zu reduzierten Preisen buchen könne.
Auf den Galapagos-Inseln angekommen, reiste ich zum grössten Dorf Puerto Ayora, wo Dutzende Reisebüros Touren und Schiffsfahrten anboten. Ich entschied mich für eine 8-tägige Cruise mit dem Schiff „Daphne“ in den Westteil der Galapagos-Inseln. Es war eine gute Wahl. Einerseits sah ich so eine grosse Vielfalt von Landschaften mit den verschiedensten Tieren. Zudem waren bloss 16 Leute auf dem Boot, so dass wir jeweils in einer kleinen Gruppe auf Erkundungstour gingen. Die Mitreisenden waren aufgestellte, interessante Leute. Ich teilte die Kabine mit einem unkomplizierten Franzosen. Unser Führer hatte ausgezeichnete Kenntnisse über die Inseln, Tiere und Pflanzen. Es gab keine Frage, die er nicht kompetent beantworten konnte. Auch das Essen war ausgezeichnet.
Die Woche war mit Aktivitäten vollgepackt. Vier Ausflüge pro Tag waren die Norm und bestanden aus Wandern, Schnorcheln und dem Beobachten der Küste oder von seichten Gewässern von einem motorisierten Gummiboot aus. Teils standen wir bereits um 6 Uhr auf und hatten unseren ersten Ausflug vor dem Morgenessen, da am Morgen viele Tiere aktiv waren. Oft sah man frühmorgens gleich nach dem Aufstehen vom Deck aus Pinguine oder Seelöwen. Jeden Tag begegneten wir neuen Tierarten, die die unterschiedlichen Lebensräume bewohnten. Die Tour war ein voller Erfolg!
Ohne weitere Worte zu verlieren fahre ich mit den Bildern fort, die für sich sprechen. Die Bildüberschriften enthalten weitere Informationen.
Blaufusstölpel: Ein Männchen (links) tanzt für ein Weibchen. Die blaue Farbe der Füsse ist umso intensiver, je besser ernährt das Männchen ist. Desto attraktiver ist es dann für die Weibchen.
Prachtfregattvogel: Das Männchen hat einen roten Kehlsack, den es während der Balz ballonartig aufbläst.
Auch Flamingos findet man auf den Galapagos-Inseln
Galapagos-Seelöwen: Diese Art kommt nur auf den Galapagos-Inseln vor.
Eine Lavaechse hält nach etwas Essbarem Ausschau.
Galapagos-Landleguane kommen nur auf den Galapagos-Inseln vor.
Zwei Weisspitzen-Riff-Haie ruhen sich auf dem Meeresboden aus
Der Galapagos-Pinguin kommt nur auf den Galapagos-Inseln vor und ist mit 1‘200 Individuen die seltenste Pinguinenart.
Die Rote Klippenkrabbe findet man in allen Küstengebieten der Galapagos Inseln.
Ein Mexikanischer Schweinslippfisch (engl. Mexican Hogfish): Eine der vielen Fischarten in den Gewässern um die Galapagos-Inseln
Meerechse: Diese Leguanenart kommt nur auf den Galapagos-Inseln vor und ist die einzige Art unter den heute lebenden Echsen, die ihre Nahrung im Meer suchen.
Die zweite Gruppe mit unserem Führer beim Erkunden eines Mangrovenwaldes.
Ein Falke hat eine frisch geschlüpfte Meeresschildkröte erbeutet. Weniger als 1% aller Meeresschildkrötenjungen werden erwachsen.
Eine Meeresschildkröte
Eine Gruppe Goldrochen, auch Kuhnasenrochen genannt (engl. Golden cownose ray)
Die Galapagos-Riesenschildkröten sind die grössten Riesenschildkröten. Es existierten fünfzehn Unterarten, die durch die Anpassung an unterschiedliche Lebensräume auf den einzelnen Inseln entstanden sind. Fünf dieser Unterarten sind in den letzten 300 Jahren ausgestorben. Die Galapagos Inseln haben ihren Namen vom Wort „galápago“, was im Spanischen „Schildkröte“ bedeutet.
… auch ein Schwatz muss sein
Nach dieser überwältigenden Erfahrung flog ich über Quito nach Phoenix im US-Staat Arizona, wo ich in einem Monat auf meinem Weg nach Salt Lake City einige National- und Staatspärke besuche.