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Candy
Regie: Christian Marquand
Darst.: Richard Burton, Ewa Aulin, Sugar Ray Robinson, Ringo Starr, Walter Matthau, James Coburn, Anita Pallenberg, John Huston, Charles Aznavour, Marlon Brando u.a.
Ein pulsierendes Licht- und Energiewesen steigt aus dem Weltall zur Erde herab und landet als die betörend schöne Candy Christian im Minikleid mitten in einer Schulklasse im sittenstrengen Mittleren Westen der USA. Dieser Auftakt entpuppt sich zwar als ein Tagtraum von Candy, doch bald darauf gerät die junge Frau von einer absurden Situation in die nächste – wobei es fast immer damit endet, dass sie die Männer mit ihren Reizen verführt. Die erotische Fantasy-Parodie beruht auf dem Roman «Candy» des Autors Terry Southern, der 1958 kurz nach seinem Erscheinen in Frankreich verboten wurde. In den Sechzigerjahren, der Zeit der freien Liebe, wurde der Roman in den USA hingegen zum Erfolg. Der Film konnte daran allerdings nicht anknüpfen, vielleicht weil die Sex-Farce, die aber auf explizite Szenen verzichtet, sich zu sehr über das damalige amerikanische Männerbild sowie männliche Phantasien lustig macht. Terry Southern, der am Drehbuch von «Barbarella» (1967) mitgearbeitet hatte, war an der Verfilmung durch Christian Marquand nicht beteiligt – dafür Buck Henry, der in jener Zeit für die Drehbücher von «The Graduate» und «Catch 22» verantwortlich zeichnete. Der Franzose Christian Marquand führte zweimal Regie, feierte aber eher als Darsteller von Liebhabern und Abenteurern Erfolge. Er wirkte in grossen Produktionen wie «The Longest Day», «The Flight of the Phoenix» und «Apocalypse Now» mit. Candy wird von der jungen Schwedin Ewa Aulin verkörpert, die zuvor den Titel der «Miss Teen Sweden» gewonnen hatte. Die 17-Jährige spielt an der Seite von grossen Namen wie James Coburn, Richard Burton, Walter Matthau, Ringo Starr und Charles Aznavour; Marlon Brando hat einen Auftritt als indischer Guru, der allerdings auch nichts anderes von ihr will als die übrigen Männer. Ewa Aulin wirkte danach noch in einigen unbedeutenden italienischen Produktionen mit, doch sie befand bald, dass die Schauspielerei nichts für sie sei, und machte eine Ausbildung zur Lehrerin.