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Vorwort:
Hallo zusammen
als ich begonnen habe, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzten, kam mir immer wieder eine Frage:
"Warum haben wir Frauen das Gefühl, mit einer etwas üppigerer Figur nicht schön und erfolgreich sein zu können"?
Denn eine Umfrage ergab das 48% der Männer kurvige Frauen bevorzugen und 24.1 % gaben an eine durchschnittliche Figur zu präferieren. 22,4% der befragten Männer standen auf eine schlanke Linie .
Also sei du selbst
Fühl dich wohl so wie du bist denn du bist Einzigartig.
Nun aber zum eigentlichen Thema "Magersucht, die durch Mobbing entsteht."
Als Kind und Teenager ist es heutzutage nicht einfach, wenn man eine fülligere Figur hat .Mit Aussagen wie zum Beispiel : Achtung haltet euch fest, der Pottwal kommt, fette Sau, beweg dein dicken Arsch, friss weniger oder siehst du eigentlich deine Füsse noch", sind nur einige von vielen der Aussagen, die du hören könntest. Genau solche Aussagen können, wenn man sie immer wieder hört, dazu führen, dass man dies auch selber denkt und sich auch im Spiegel so sieht .Dies ist das erste Stadium von Anorexie (Magersucht)
In der Kindheit gemobbt zu werden, ist mit einem erhöhtem Risiko für Angst und Depressionen und auch Essstörungen verbunden .Forscher der Universität Duke und North Carolina analysierten die Daten einer Studie mit 1,420 Kindern, die im Alter von 9-16 Jahren interviewt worden waren und deren Gesundheitsdaten über zwei Jahrzehnte gesammelt wurden.
Drei Kategorien:
- die überhaupt keine Mobbing- Erfahrungen hatten ( Kontrollgruppe)
- Opfer
- Täter und Opfer
Opfer: Die Forscher waren nicht überrascht festzustellen, dass Opfer ein erhöhtes Risiko für Essstörungen sind.
Kinder, die Opfer von Bullying (Mobbing der Schule) waren , hatten ein fast doppelt so hohes Risiko für die Entwicklung von Symptomen von Magersucht (11.2% verglichen mit 5.6% der Kontrollgruppe )und Bulimie(27.9% verglichen mit 17.6%) der Kontrollgruppe.
Täter und Opfer
Kinder, die Täter und auch Opfer waren, zeigten das grösste Risiko für die Entwicklung von Magersuchtsymptomen (22.8%) und auch das höchste Risiko für Binge- Eating (wiederkehrende Essanfälle) (4.8% zu weniger als 1% )in der Kontrollgruppe und Erbrechen, um ihr Gewicht zu kontrollieren.
Bettina Isenschmid, Chefärztin vom Kompetenzzentrum Adipositas, Essverhalten und Psyche (KEA) des Spitals Zofingen AG.
Sagte in einem Interview das insgesamt etwa 4% der Bevölkerung in der Schweiz unter Essstörungen leiden und einer von 10 männlich sei.
Auf die Frage woher kommt die Magersucht sagte sie :
Es geht um den Wunsch nach Zuwendung und um Selbstkontrolle. Am Anfang steht ein grosses Ohnmachtsgefühl. Gerade in der Pubertät, wenn sich der Körper verändert und alles durcheinander gerät, sind viele junge Menschen überfordert. Kommen dann andere Belastungen hinzu Mobbing, Hänseleien Missbrauchs-und Gewalt Erfahrungen-, entwickeln Betroffene das Gefühl, das Einzige, was sie noch kontrollieren können ihr Körper sei.
Welche Anzeichen können auf Essstörungen hindeuten?
Wichtig ist, nicht nur auf das Körpergewicht zu achten. Normal- wie Übergewichtige Menschen können auch an einer Essstörung leiden. Bei sichtbarer Gewichtsabnahme sollten aber die Alarmglocken läuten . Dann muss rasch gehandelt werden .Änderung des Ernährungsverhaltens ohne ersichtlichen Anlass sind kritisch zu hinterfragen . Hellhörig sollten Eltern zudem werden, wenn meist ältere Kinder oder Jugendliche auffallend häufig und ohne glaubhaften Grund das gemeinsame Essen meiden.
Was können Eltern tun?
Vorbeugend können Eltern und das schulische Umfeld dafür sorgen, dass jedes Kind die nötige Wertschätzung erhält, ungeachtet der erbrachten Leistung. Sie müssen ihr Kind ansprechen . Aber nicht, indem sie sagen: Hör auf damit. Sagen sie lieber: Es macht mir Sorgen. Besteht die Sorge , dass ein Kind erkrankt ist, so ist der gang zur Kinderärztin oder zum Kinderarzt wichtig. Hier ist die körperliche Entwicklung zu beurteilen. Auch ist zu klären, ob das auffällige Essverhalten innerhalb der normalen Variabilität liegt oder ob sich ein behandlungsbedürftiges Abweichen entwickelt hat. Bei Jugendlichen mit Verdacht auf Magersucht oder Bulimie sollte zudem zeitnah eine erfahrene Fachperson für Essstörungen aufgesucht werden. Wenn das Kind nicht will bleiben sie unbedingt am Ball. Eltern können auch selbst eine Fachstelle aufsuchen.
Hier gibt es Hilfe:
Arbeitsgemeinschaft für Essstörungen
Informationen, Beratung und Vermittlung von geeigneten Fachpersonen
www.aes.ch
Schweizerische Gesellschaft für Essstörungen
www.sges-ssta-ssda.ch
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