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Korrekturen bei den Ausführungsbestimmungen zwingendVerordnungen AP 2014-17 auf dem Prüfstand
17.05.2013 – Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten SMP hat eine erste Würdigung der Verordnungsentwürfe zur Agrarpolitik 2014-17 vorgenommen. Die vorgesehenen, übermässigen Verschiebungen von Mitteln in Richtung Extensivierung und Schwächung der Produktion mit der Konsequenz von mehr Importen gehen aus Sicht der Milchproduzenten in die falsche Richtung. Angesichts der internationalen Herausforderung ist diese Strategie zu hinterfragen. Die Milchproduzenten unterstützen hingegen die Grundsätze der Qualitätsstrategie und fordern dabei einen nutzenorientierten Mitteleinsatz.
Der Vorstand der SMP fordert, die Anreize zur Ausdehnung der Ökoflächen zugunsten der Produktion zu vermindern. Im Weiteren sind die Beitragssätze derart festzulegen, dass sie zwischen den verschiedenen Produktionsrichtungen ausgewogen sind. Der Vorstand der SMP fordert deshalb:
• eine Erhöhung der Beiträge für den regelmässigen Auslauf (RAUS) um 40 Prozent und der Beiträge für besonders tierfreundliche Haltungsformen (BTS) um 20 Prozent.
• realitätsgerechte Anforderungen bei den Beiträgen für graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion, damit Betriebe mit einem überdurchschnittlichen Anteil an Grund- und Wiesenfutter diese neue Massnahme nutzen können.
• zur Aufrechterhaltung der Attraktivität für die Sömmerung von Milchkühen die vorgeschlagene Regelung zu verbessern.
• eine generelle Vereinfachung bei der Ausgestaltung der Massnahmen, um den administrativen Aufwand zu reduzieren.
Der Vorstand der SMP hat zudem die letzten Vorbereitungen für die Delegiertenversammlung (DV) vom 30. Mai 2013 getroffen. Die Thurgauer Milchproduzenten haben einen Antrag mit einem Fragenkatalog zuhanden der DV eingereicht und fordern Auskunft anlässlich der DV vom Herbst 2013. Der SMP-Vorstand zeigt Verständnis für die Fragen und erachtet es als selbstverständlich, die gewünschten Antworten im Rahmen seiner statutarischen und strategischen Verantwortung auszuarbeiten.
Der Vorstand der SMP hat im Weiteren im Hinblick auf die Ablösung beim Präsidium einem fliessenden Übergang der operativen Geschäfte zugestimmt. Mit dem Amtsende des bisherigen Präsidenten Peter Gfeller übergibt Direktor Albert Rösti per 1. Juni 2013 die operative Verantwortung für die Führung der SMP an den stellvertretenden Direktor Kurt Nüesch. Albert Rösti behält vorerst bis auf weiteres die Funktionen als Präsident des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes (LID) und als Vorstandsmitglied von Agro Marketing Schweiz.