Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03616.jsonl.gz/2317

Externer Inhalt
Schüpfen BE - Ein 22-jähriger Mann, der in der kleinen Berner Gemeinde Schüpfen einen Wirt spitalreif geschlagen haben soll, ist in eine "geeignete Institution" eingewiesen worden. Der Regierungsstatthalter hat gegen ihn eine fürsorgerische Freiheitsentziehung angeordnet.
Grundlage für diese Massnahme bildeten verschiedene Abklärungen und insbesondere ein früher erstelltes, gerichtlich angeordnetes Gutachten. Das teilten die zuständigen Behörden des Kantons Bern am Freitag mit.
Es gehe vor allem darum, den 22-Jährigen vor sich selbst zu schützen, sagte der zuständige Regierungsstatthalter Gerhard Burri der Nachrichtenagentur SDA. Aber auch die Sicherheit für die Umgebung habe bei seinem Entscheid, den Burri selbst als "mutig" bezeichnete, eine Rolle gespielt.
Über die Institution, in die der junge Mann eingewiesen worden sei, könne er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nichts sagen, fügte Burri an. Der 22-Jährige sei dort aber in Sicherheit und erhalte eine geeignete Betreuung.
Die Anordnung einer Untersuchungshaft nach dem Vorfall in Schüpfen wäre nicht möglich gewesen. Dies, weil frühere Fälle, die den 22-Jährigen betrafen, im Juni durch ein Gericht beurteilt worden waren und seither keine weiteren Straftaten bekannt waren.
Die strafrechtliche Untersuchung zum Vorfall in Schüpfen läuft derweil weiter. Der 22-Jährige werde sich voraussichtlich wegen Körperverletzung, Tätlichkeiten und Sachbeschädigung vor Gericht verantworten müssen, schreiben die Behörden. Die Ermittlungen der Polizei sollen möglichst rasch abgeschlossen werden.
SDA-ATS