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Am vergangenen Wochenende vom 23./24. Mai 2015 fand die zweite Rennveranstaltung der NEC auf der legendären Formel 1 Strecke in Silverstone, England statt. Die Wettervorhersage versprach Temperaturen bis 18 Grad, Sonne bis Wolken aber keinen Regen. Gespannt reiste ich nach England, denn ich bin noch nie ein Rennen auf dieser berühmten Strecke gefahren.
Freie Trainings
Für die Rennen waren 24 Fahrer gemeldet. Am Freitag um 09.00 Uhr hatten wir das erste und um 11.45 Uhr bereits das zweite freie Training à je 45 Minuten. Dabei war ich 4. und 7. Schnellster und eigentlich ganz zufrieden.
Qualifikation
Die Qualis fanden direkt nacheinander, mit 5 Minuten Unterbruch, am Freitagabend um 17.00 Uhr statt. Sie dauern 20 Minuten und bei der NEC werden wir Fahrer nicht in Gruppen unterteilt. Das heisst, dass alle 24 Fahrer aufs Mal auf der Strecke sind. Das erste Quali lief leider nicht so gut. Als ich auf meiner ersten schnellen Runde war, habe ich auf einen anderen langsameren Fahrer aufgeschlossen. Ich hatte einen extra grossen Abstand gelassen, doch der Fahrer hat einen Fehler gemacht und kam dann vor mir wieder auf die Strecke. Auf der nächsten schnellen Runde wurde leider rot und das Quali unterbrochen. Somit erreichte ich nur Platz 8. Im zweiten Quali lief es dann besser. Ich konnte mir für das Sonntagrennen den zweiten Startplatz sichern.
Rennen 1 (25 Minuten + 1 Runde)
Das erste Rennen fand am Samstagnachmittag um 14.30 Uhr statt. Ich kam beim Start gut weg und konnte einen Platz gut machen, den ich dann im Getümmel der ersten Runde wieder abgeben musste. Diesen 8. Platz konnte ich bis zum Schluss verteidigen aber nicht mehr verbessern.
Rennen 2 (25 Minuten + 1 Runde)
Am Sonntagmorgen lernten wir dann doch noch das typische englische Wetter kennen. Beim Aufstehen war es noch ziemlich sonnig, aber gut eine Stunde vor dem zweiten Rennen regnete es leicht. Bis zum Start um 10.25 Uhr trocknete die Piste jedoch mehrheitlich wieder ab und wir konnten das Rennen mit Slicks fahren. Ich hatte einen guten Start und kam nahe an den Ersten, es hat aber nicht gereicht um ihn anzugreifen. Unmittelbar nach dem Start kam es im Mittelfeld zu einem Crash, welcher das Safety Car auslöste. Nachdem wir die Hälfte des Rennens hinter dem Safety Car gefahren sind, wurde es wieder freigegeben. Mein Restart war nicht schlecht, aber auch der des Drittplatzierten. In der langen Geraden schloss er auf und riskierte ein gewagtes Überholmanöver. Ich musste Platz lassen, sonst wären wir beide abgeflogen. Somit fiel ich auf Platz 3 zurück. Ich versuchte meinen Platz zurück zu erobern, musste mich aber gleichzeitig auch gegenüber meinem hartnäckigen Verfolger verteidigen. Ich beendete das Rennen auf P3.
Fazit
Silverstone ist eine anspruchsvolle Strecke mit sehr schnellen Kurvenkombinationen. Für meine ersten Rennen hier darf ich mit meinen Resultaten eigentlich zufrieden sein, vor allem wenn die Teamkollegen hier schon ein Dutzend Mal am Trainieren waren. Und leider kämpfte ich am Freitag und Samstag auch mit einem starken Übersteuern in fast allen Kurven. Dieses Problem an meinem Auto – wahrscheinlich verursacht durch einen Stossdämpfer – konnten wir erst am Samstag Abend eruieren. Dank der akribischen Daten-Analyse und einem guten Teameinsatz konnten wir es für den Sonntag etwas verbessern.
Das ist Motorsport und nun hoffe ich, dass schon am nächsten Wochenende in Spa, Belgien alles passen wird! Ich freue mich riesig auf die tolle F1-Strecke in den Ardennen.