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Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
SONOVA: Viele Zeitungen nehmen das Thema erneut auf (Insidergeschäfte, Abgang CEO, CFO, VR-Präsident), nachdem die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet hat. So will der "Tagesanzeiger" vom Samstag wissen, dass Ex-CEO Valentin Chapero und Ex-CFO Oliver Walker am Donnerstag kurz in Untersuchungshaft gesetzt wurden; es sei auch zu Hausdurchsuchungen gekommen. Beleuchtet wird jedoch vor allem die Rolle des Firmengründers Andi Rihs, der zu polizeilichen Befragungen vorgeladen worden sei. Offen sei, wann Rihs über die schlechten Verkäufe im Januar und Februar informiert wurde.
Denn Rihs verkaufte am 8. März ein Paket von 300'000 Aktien im Wert von 37,5 Mio CHF. Später beteuerte er, zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht gewusst zu haben, dass Sonova eine Woche später eine Gewinnwarnung veröffentlichen würde. Das Management wusste zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits von den schlechten Verkäufen. So habe beispielsweise Walker seine Optionsverkäufe bereits am 2. März eingestellt.
Nach Darstellung des "Tagesanzeigers" fragte am 7. März der Leiter von Rihs' Family Office beim damaligen CFO Walker an, ob der einen Käufer für ein Sonova-Aktienpaket kenne. Walker habe mitgeteilt, dass ein Kunde der Bank am Bellevue Interesse habe. Nach dieser Lesart wäre Rihs unschuldig. Denn wenn Walker den Family Office Manager von Rihs gewarnt hätte, würde er ihm nicht am gleichen Tag einen Käufer für sein Aktienpaket vermitteln, argumentiert Sonova-Sprecher Sacha Wigdorovits.
Es gebe aber auch eine andere Version. Wie die "NZZ am Sonntag" schreibt, hat Walker laut einem ihm nahestehenden Gewährsmann zwar den Interessenten erwähnt, aber von dem Verkauf abgeraten. Auch die "SonntagsZeitung" berichtet über diese Version, nach der Walker den Family Office Manager von Rihs über den schlechten Geschäftsverlauf informiert haben soll. (TA, S. 51; NZZaS S. 32, Sonntag S. 21)
SWATCH: Die Frankenstärke hat den Uhren- und Schmuckkonzern in den ersten drei Monaten diesen Jahres 150 Mio CHF beim Umsatz gekostet. Preiserhöhungen sind für Firmenchef Nick Hayek indessen nicht das probate Mittel, dem Währungsproblem zu begegnen. "Wir haben uns entschieden, in gewissen Ländern und bei bestimmten Marken die Preise um moderate vier bis sechs Prozent anzuheben", sagte Hayek im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Am Ziel, im laufenden Jahr über 7 Mrd CHF Umsatz einzufahren, hält er fest. (NZZaS, S. 31; siehe sep. Meldung)
GEBERIT: Gegen das geplante Doppelmandat von Albert Baehny beim Sanitärkonzern formiert sich im Vorfeld der Generalversammlung vom 19. April Widerstand. Dominique Biedermann, Direktor der Stiftung Ethos, äussert sich in der "NZZ am Sonntag": "Ein Doppelmandat bei Geberit können wir nicht akzeptieren. Wir wollen keine One-Man-Show und werden deshalb gegen die Wahl von CEO Albert Baehny in den Verwaltungsrat stimmen." Marc Possa, Fondsverwalter von SaraSelect, will Rudolf Weber portieren, den Chef der Kaba-Gruppe. Dieser wird von unabhängigen Aktionären vorgeschlagen. Geberit will von Weber nichts wissen und lehnt die Zuwahl ab.
TAMEDIA: Das Verlagshaus übernimmt das Schweizer Geschäft der Westschweizer Edipresse bereits im laufenden Jahr vollständig - fast zwei Jahre früher als geplant. "Wir konnten die bisherigen Integrationsprojekte schneller und reibungsloser abwickeln als ursprünglich erwartet", begründet VR-Präsident Pietro Supino in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" die Eile. Supino will nun das bestehende Portfolio analysieren und schliesst Devestitionen als Folge nicht aus. "Grösse ist kein Selbstzweck", merkt er hierzu an. Zum Thema Fernseh- und Radiosender gebe es indes "derzeit nichts zu sagen." Expansionsschritte ins Ausland hält Supino für möglich, sobald die anstehenden Aufgaben erfolgreich bewältigt wurden. (FuW S.1, siehe separate Meldung).
ASCOM: Die ZKB könnte demnächst ihr unfreiwilliges Engagement im Telecomzulieferer Ascom beenden, die Bank sitzt seit vier Jahren auf einem Paket von 26,7%. "Wenn alles wie geplant abläuft, dann wird das Paket breit platziert, sodass anschliessend kein Investor über 5% an Ascom hält", sagte eine gut informierte Quelle zur "Sonntagszeitung". So bald die Ascom-Aktie 15 CHF erreiche, werde die Bank grünes Licht geben. (SoZ S. 60)
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