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Die Institutsgeschichte der letzten 50 Jahre ist vor allem von der Abnablung der Lebensmittel- von den Agrarwissenschaften geprägt. Diese wurde 2012 mit der Schaffung von zwei verschiedenen Departementen abgeschlossen. Auf eine enge Zusammenarbeit der beiden verwandten Disziplinen wird aber heute noch Wert gelegt.
Die Lebensmittelwissenschaften, bisher Teil des Instituts für Agrarwissenschaften, erhielten 1971 ihr eigenes Institut. Sie blieben jedoch weiterhin Teil der Abteilung VII. Das bereits vor 1980 bestehende Institut für Tierproduktion wurde 1986 in Institut für Nutztierwissenschaften (INW) umbenannt und vereinte die Institute für Tierzucht, Physiologie und Hygiene, Tierernährung und das Labor für Biometrie und Populationsgenetik. Nun stand nicht mehr das Tier als Produkt der Landwirtschaft im Vordergrund, sondern eine angewandte Biologie, die auf das Tier und den Menschen ausgerichtet war.
Das Institut für Pflanzenwissenschaften wurde 1986 gegründet. Es kombinierte die ehemaligen Institute für Kulturpflanzenwissenschaften, Pflanzenschutz und allgemeine Botanik. Das Institut für Agrarwirtschaft entstand 1991 aus dem Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre und der Professur für Wirtschaftslehre des Landbaus.
Die Abteilung VII verschwindet nach 128 Jahren fast unbemerkt
1989 wurde das Departement für Agrar- und Lebensmittelwissenschaften (D-AGRL) gegründet. Dieses deckte den Bereich der Forschung ab und bestand aus den vier Instituten Nutztierwissenschaften, Agrarwirtschaft, Pflanzenwissenschaften und Lebensmittelwissenschaft. Die Abteilung VII oder Abteilung für Landwirtschaft blieb unter diesem Namen weiterhin bestehen und war für die Lehre zuständig. 1994 wurde die Abteilung für Landwirtschaft schliesslich in Abteilung für Agrar- und Lebensmittelwissenschaften umbenannt, womit die Lebensmittelwissenschaften nach über hundert Jahren erstmals auch im Abteilungsnamen vertreten waren.
1999 wurde die Abteilung schliesslich abgeschafft und auch die Lehre wurde Teil des D-AGRL. Das Ende der 128 Jahre alten Abteilung schlug keine grossen Wellen. Gerald Stranzinger, Professor für Züchtungsbiologie, beschreibt diesen Übergang so: «Die Aufhebung der Abteilungsstruktur und deren Überführung in die Departementsstruktur nach der neuen Organisationsverordnung der ETH für die Agrar- und Lebensmittelwissenschaften war ein Schritt, der sich ohne nennenswerte Schwierigkeiten vollzog.»
10 Jahre Institut für Agrarwissenschaften (IAS)
2010 wurden alle agrarwissenschaftlichen Professuren des D-AGRL im Institut für Pflanzen-, Tier- und Agrarökosystemwissenschaften vereint. Den aktuellen Namen erhielt das Institut für Agrarwissenschaften (IAS) erst 2011. Das Institut feiert heuer also seinen zehnten Geburtstag. Die Mitglieder des IAS sind zusammen mit den assoziierten Professuren der Agrarökonomie und der Pflanzenpathologie verantwortlich für die Bachelor- und Master-Studiengänge der Agrarwissenschaften an der ETH Zürich.