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Die Diakonisse Sr. Elsbeth Stuber war eine der vier ersten Frauen, die 1970 in den Weiteren Gemeinderat Riehen gewählt wurden. Sie war gut 29 Jahre als Gemeindeschwester in Riehen tätig.
Tochter des Adolf Stuber (Schlossermeister) und der Elise, geborene Wälchli.
Elsbeth Stuber wurde am 9. Dezember 1923 in Huttwil (BE) geboren. Nach der Schulzeit zog sie zuerst nach Neuenburg, später nach Basel. Am 30. April 1945 trat die 22-Jährige in die Riehener Diakonissengemeinschaft ein. Dort machte sie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin und leistete in den folgenden Jahren Dienst in verschiedenen Krankenhäusern der Schweiz. Ab Oktober 1957 war sie während fast 29 Jahren Gemeindeschwester in Riehen und für die Betreuung von kranken und betagten Bewohnerinnen und Bewohnern verantwortlich.
Während ihrer Berufstätigkeit als Gemeindeschwester bildete sich Sr. Elsbeth Stuber in Bern zur Gesundheitsschwester in der spitalexternen Kranken- und Gesundheitspflege aus.
Nach der Einführung des Frauenstimmrechts in Riehen 1968 stellte sich Sr. Elsbeth Stuber für die Vereinigung Evangelischer Wähler (VEW, heute EVP) für die Wahl in den Weiteren Gemeinderat (heute Einwohnerrat) zur Verfügung. Zusammen mit ihrer Parteikollegin Elisabeth Arnold sowie Gret Im Hof (LDV, heute LDP) und Helen Hauri (LdU) wurde sie 1970 gewählt.
Damit gehört sie zu den vier ersten Frauen, die Einzug in die Riehener Legislative hielten. Sr. Elsbeth Stuber politisierte bis 1979 im Weiteren Gemeinderat und war insbesondere im Bereich der Gesundheits- und Sozialpolitik aktiv. So setzte sie sich beispielsweise für die Einrichtung eines Krankenmobilien-Magazins sowie eines Behandlungsraums in der Alterssiedlung Drei Brunnen im Oberdorf ein.
Sr. Elsbeth Stuber starb am 15. Dezember 1991 in Riehen.
Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 5.1.2023
Nekrolog von Elsbeth Stuber.
Sammlung biographischer Zeitungsauschnitte: 4 Zeitungsartikel.
Tamm, Lisa: Wer betreut unsere Kranken ausserhalb des Spitals. In: Jahrbuch z’Rieche 1973. S. 65–71.