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US-Forschern können Schweinen ein Fadenwurm-Gen einpflanzen, das unerwünschte Omega-6-Fettsäuren des Futters im Speck gesunde Omega-3-Fettsäuren umwandelt.
Speck und viele andere tierische Fette enthalten relativ wenig ungesättigte Fettsäuren. Ernährungswissenschaftler raten
daher eher zum Verzehr von Fischölen, die von Natur aus reich an gesundheitsfördernden langkettigen omega-3-Fettsäuren sind.
Schweine nehmen mit ihrem Futter grosse Mengen von omega-6-Fettsäuren
auf, verfügen aber über keinen Stoffwechselweg, um diese in omega-3-
Fettsäuren umzuwandeln.
Die Folge: Schweinefleisch enthält ein
ungünstiges Verhältnis der beiden Substanzen – von der einen zu viel, von
der anderen zu wenig. Wird jedoch Schweinefutter z. B. durch Zugabe von
Fischmehl mit omega-3-Fettsäuren angereichert, erhöht sich zwar der
entsprechende Fettsäureanteil im Fleisch, allerdings teilweise mit
ungünstigen Auswirkungen auf die Fleischqualität oder den –Geschmack.
Eine Gruppe von US-amerikanischen Forschern hat nun einen neuen Weg
beschritten, um die Qualität von Schweinefleisch für die menschliche
Ernährung zu verbessern. Sie verwendeten ein Gen aus dem Fadenwurm
C. elegans , welches die Fähigkeit verleiht, omega-6-Fettsäuren in omega-3-Fettsäuren umzuwandeln.
Dieses Gen wurde so verändert, dass es
auch in höheren Tieren gut funktioniert und seine Information dort
abgelesen werden kann. Anschliessend wurde es ins Erbgut von
Schweinen eingepflanzt. Durch diese genetische Umprogrammierung können die Schweine nun mit
dem Futter aufgenommene omega-6-Fettsäuren in die omega-3-Variante
umwandeln.
Es zeigte sich, dass dies in der Tat deutliche Auswirkungen auf
die Zusammensetzung des Fettes dieser Tiere hatte: der Gehalt der wichtigen omega-3-Fettsäure EPA war 15-fach erhöht, und insgesamt
war das Verhältnis der Fettsäuren deutlich in Richtung der gesundheitsfördernden
omega-3-Varianten verschoben. Dabei waren die transgenen
Schweine gesund, und zeigten auch keine Verhaltensauffälligkeiten.
Von diesen ersten Laborversuchen bis hin zu einer möglichen Anwendung
ist es allerdings noch ein weiter Weg.
Obwohl für die Forschung weltweit
eine grosse Zahl von Tieren gentechnisch verändert wird, sind bisher noch
nirgendwo transgene Tiere zur Fleischproduktion zugelassen worden. In der
Schweiz verbietet das Gentechnik-Gesetz seit 2004 die Verwendung von
transgenen Wirbeltieren zu diesem Zweck.
Auch stellt sich natürlich die
Frage, ob der Ansatz einer Veränderung der Tiere überhaupt sinnvoll ist,
oder ob das Ziel einer gesünderen Ernährung nicht genauso gut durch eine
Umstellung der menschlichen Ernährungsgewohnheiten erreicht werden
kann – für Diskussionsstoff ist gesorgt. (Quelle: Internutrition)
(gb)
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