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Di, 6. September 2022, Ralf Hersel
Ubuntu Flavours sind Community-betreute Derivate der normalen Ubuntu-Distribution, die sich meist durch eine andere Desktopumgebung vom Orginal unterscheiden. Aktuell gibt es diese Flavours: Kubuntu (KDE), Lubuntu (LXQt), Ubuntu Budgie, Ubuntu Kylin (UKUI), Ubuntu Mate, Ubuntu Studio und Xubuntu (Xfce). Neu hinzugekommen ist in dieser Woche die Distribution Ubuntu Unity.
Die Unity7-Desktopumgebung wurde von Canonical vor 12 Jahren entwickelt, um eine bessere Darstellung auf Netbooks und kleinen Bildschirmen zu erreichen. Von Ubuntu 11.04 bis Ubuntu 17.04 wurde Unity als Standard-Oberfläche genutzt, bevor Canonical 2017 bekannt gab, dass ab Version 18.04 wieder der GNOME-Desktop zum Einsatz kommen sollte.
Da sich Unity einer grossen Beliebtheit erfreute, wurde der Desktop vom UBports-Team übernommen und weiterentwickelt. 2020 kam die neue Version 8 heraus, die mittlerweile den Namen Lomiri trägt, um Verwechslungen mit der gleichnamigen Spiele-Engine zu vermeiden.
Seit Ubuntu 20.04 gibt es auch die Distribution Ubuntu Unity (ehemals Ubuntu Unity Remix), die vom Maintainer Rudra Saraswat gepflegt wird. Nun wurde Ubuntu Unity als offizielles Mitglieder in die Familie der Ubuntu Flavours aufgenommen. Ab der nächsten Version 22.10 steht Unity damit als offizielle Variante bereit.