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Bundesrat genehmigt Verhandlungsmandat für das nächste Treffen der Vertragsparteien des Montrealer Protokolls
Bern, 22.06.2022 - Das fünfte ausserordentliche Treffen der Vertragsparteien des Montrealer Protokolls über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen, findet am 16. Juli 2022 in Bangkok statt. Thema wird die Wiederauffüllung des multilateralen Ozonfonds für den Zeitraum 2021–2023 sein. Die Schweiz unterstützt die Finanzierung dieses Fonds, über den die Verpflichtungen des Montrealer Protokolls erfüllt werden können. Am 22. Juni 2022 hat der Bundesrat das Verhandlungsmandat der Schweizer Delegation genehmigt.
Die Wiederauffüllung des multilateralen Ozonfonds für die Jahre 2021–2023 wurde aufgrund der Pandemie verschoben. Mit den Mitteln aus diesem Fonds wird einer festgelegten Gruppe von Ländern, insbesondere den Entwicklungsländern, die zur Umsetzung des Protokolls nötige finanzielle und technische Hilfe gewährt.
Ziel des Montrealer Protokolls von 1987 ist die Wiederherstellung der Ozonschicht. Dieses Ziel soll durch die Einschränkung der Verwendung ozonschichtabbauender Stoffe und letztlich durch den vollständigen Verzicht auf solche Substanzen erreicht werden. Dank dem Protokoll konnten die Herstellung und der Verbrauch dieser Stoffe zwischen 1986 und 2016 um mehr als 98 Prozent gesenkt werden. Mit dem Kigali-Amendment (2016) haben die Vertragsparteien beschlossen, den Geltungsbereich des Protokolls auf teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW) auszuweiten, um deren Herstellung und Verwendung schrittweise zu reduzieren.
Adresse für Rückfragen
Michel Tschirren, Abteilung Internationales, Bundesamt für Umwelt BAFU, Tel. +41 58 462 01 64
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