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GESCHICHTE
Von 1910 bis 1920 waren an der Schmiedgasse, im Elternhaus von Pater Gallus Gisler, erstmals Mariannhiller Patres in Altdorf tätig. Ziel des Ordens war, in der Schweiz ein Heim für Missionsstudenten zu errichten. Die intensive Suche nach einem geeigneten Grundstück und dem dafür nötigen Geld führte schliesslich zum Erfolg. Im September 1927 erwarb der Orden eine Liegenschaft in der Hofstatt in Altdorf. Die ruhige Lage nahe beim Kollegium Karl Borromäus (KKB) war, was die Patres gesucht hatten. Im Oktober 1927 zogen die Ordensleute ein. Sie feierten ihre erste heilige Messe in der St. Josefskapelle und ergriffen so feierlich Besitz vom Haus des heiligen Josefs.
Im Frühjahr 1933 konnte P. Meinrad Bechtiger die hauseigene Schule eröffnen. Die obersten beiden Klassen besuchten das KKB, um die eidgenössische Matura zu erlangen. Nach knapp drei Jahrzehnten führte Platzmangel am KKB dazu, dass St. Josef 1961 die kantonale Matura erhielt. 1966 wurde die Schule auch für Mädchen geöffnet; 1972 erfolgte die Vereinigung mit dem Kollegium Karl Borromäus. Das Internat bestand weiter bis 1995. In jenem Jahr fand die Ära von Missionsschule und Internat St. Josef ihr Ende.
Seither verringerte sich die Zahl der Schweizer Mariannhiller stetig. Mit zunehmendem Alter der Patres und Brüder wurde es immer schwieriger, die Liegenschaft in Altdorf zu unterhalten und die gesamte Arbeit selber auszuführen. Aus diesem Grund wurde im Juni 2011 die Stiftung Mariannhiller Missionare gegründet. Heute ist das Missionshaus St. Josef in Altdorf der einzige Stützpunkt der Mariannhiller Missionare in der Schweiz.