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Foum el Oued ist der Badeort der 25km entfernt im Landesinnern liegenden Stadt Laayoune (El Aaiun), die mit rund 200’000 Einwohnern die grösste Stadt der Westsahara ist und dereinst die Hauptstadt der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) werden soll. Wir halten hier aber bloss zum Einkaufen und fahren zuerst in Richtung Bou Craa, wo das weltgrösste Abbaugebiet von Phosphat liegt, welches von hier über ein 100km langes Förderband an den Atlantik transportiert wird. Danach geht’s durch fast vegetationsloses Gebiet weit in den Osten nach Smara.
Smara ist das religiöse Zentrum der Sahraouis und die einzige nicht von Europäern gegründete, grössere Stadt der Westsahara. Sie macht einen properen, ruhigen und beschaulichen Eindruck, doch die grosse Militär- und Polizeipräsenz hat etwas Beklemmendes. Ein grosser Teil der heute etwa 60’000 Einwohner gehört den Sicherheitskräften der Besatzungsmacht Marokko an. Die Sahraouis machen nur noch einen knappen Fünftel aus und viele leben in den engen Barrios vor der Stadt.
Dennoch ist der Wille der Sahraouis zum Widerstand nicht gebrochen, wie wir bei einem Treffen mit AktivistInnen bei Sukeina Jidahlu deutlich spüren konnten. Und auf der Strasse oder gar mitten in der Wüste vermittelt ein clandestines V-Zeichen (‘Venceremos’) zum richtigen Zeitpunkt ein unausgesprochenes Einvernehmen und strahlende Gesichter.