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Bei Bekanntgabe der Übernahmepläne durch die Italiener Mitte September hatte es geheissen, die Angebotsfrist werde voraussichtlich vom 26. Oktober bis zum 23. November dauern. Auf eine Karenzfrist wird verzichtet, wie der Medienmitteilung von Charles Vögele und Sempione Retail vom Mittwoch zu entnehmen ist.
Der Verwaltungsrat von Charles Vögele empfiehlt seinen Aktionären weiterhin das Angebot von Sempione Retail anzunehmen. Die Investoren bieten, wie in ihrem vor einem Monat angekündigten öffentlichen Kaufangebot, einen Angebotspreis von 6,38 Franken pro Aktie. Am gestrigen Dienstag gingen die Vögele-Inhaberaktien bei 6,33 Franken aus dem Handel.
Sollten alle Aktien angedient werden, würde dies einem Kaufpreis von rund 56 Millionen Franken für Vögele entsprechen. Das Angebot steht unter der Bedingung einer Mindestkontrollquote von 70 Prozent.
Die Vögele-Aktien sollen nach Abschluss der Transaktion von der Schweizer Börse dekotiert werden. Auch die Marke Charles Vögele wird nach der Übernahme verschwinden.
Die Übernahmekommission (UEK) bestätigte am Mittwoch, dass das öffentliche Kaufangebot von Sempione Retail den gesetzlichen Bestimmungen entspreche und die Investorengruppe von der Karenzfrist befreit sei.
Laut der gemeinsamen Medienmitteilung von Charles Vögele und Sempione Retail vom Mittwoch wird während der Nachfrist des Angebots eine ausserordentliche Generalversammlung stattfinden.
Den Aktionären sollen dort die von der Investorengruppe bestimmten Verwaltungsratskandidaten vorgeschlagen werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Angebot zustande kommt. Weitere Informationen zur Generalversammlung und zu den sich zur Wahl stellenden Personen sollen zu gegebener Zeit bekannt gegeben werden.