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Als Technologie bezeichne ich eine Lehre, in welcher ich Technik als eine bestimmte Kunst des Effizient-Seins beobachte. Die Technik, die mich dabei interessiert, ist nicht jene eines Fussballers oder eines Kunnstmalers, sondern die Technik, in welcher Aneignungsverfahren in Artefakten, typischerweise in Maschinen und Automaten aufgehoben werden.
Als Aneignung bezeichne ich in einer Anlehnung an die Kulturhistorische Schule die Tätigkeit, durch welche ich mich autopoietisch reproduziere und entwickle, indem ich Teile der Natur, die nicht zu meinem Organismus gehören, als Material des Stoffwechsels meinem Organismus einverleibe.(1) Es geht mir dabei vorerst nicht um den Stoffwechsel, worauf ich später zurückkomme, sondern darum, dass ich beim Aneignen Material aus meiner Umwelt verwende, was die Teile meiner Tätigkeit bestimmt, die ich hier als Verfahren beobachte.
Wenn ich beispielsweise Wasser trinken will, muss ich das Wasser aus meiner Umwelt schöpfen. Ich kann dabei verschiedene Verfahren oder Methoden verwenden. Ich beschreibe hier nicht, wie ich das Wasser in meinen Mund kriege und es schlucke, sondern verschiedene Möglichkeiten, wie ich Wasser zu meinem Mund kriege.(2) Ich kann das Wasser mit der holen Hand aus einem Bach schöpfen. Ich kann anstelle der Hand eine naturgegebene Schale verwenden, oder eine, die ich hergestellt habe. Und ich kann das Wasser aus einer Plastikflasche trinken, die im im Lebensmittelgeschäft gekauft habe. Ich kann das Wasser, nachdem ich es mit einem Tauchsieder erwärmt und mit Kräutern schmackhaft gemacht habe, aus einer Tasse trinken. In jedem dieser Fälle trinke ich Wasser, das ich durch ein jeweiliges Verfahren aus der Natur zu meinem Mund gebracht habe.
Als Technik bezeichne ich hier das Verwenden von hergestellten Gegenstände und - in einer abgeleiteten Verkürzung der Alltagssprache - in sehr vielen Fällen auch die hergestellten Gegenstände selbst.
Wenn ich das warme Wasser aus dem Wasserhahn in meiner Küche beziehe, verwende ich eine unglaubich grosse technische Anlage, die beispielsweise den Strom liefert, mit welchem das Wasser erwärmt wird und ein Leitungssystem, durch welches das Wasser von einem Pumpwerk in meine Küche fliessen lässt. Die Effizienz dieser Technik ermesse ich daran, dass ich Wasser in einem Bach holen und - wenn ich einen Behälter hätte - über einem Feuer erwärmen könnte. Für mich ist offensichtlich, dass die Effizienz sich nicht im Einzelfall erweist. Kein Mensch würde eine technische Anlage auch nur geringen Masses herstellen, wenn nur er und nur einmal warmes Wasser trinken wollte. Ich beobachte hier aber nicht irgendwelche sozialen Verhältnisse, sondern verschiedene technische Verfahren, deren Effizienz sich mir im Einzelfall unabhängig von vorausgestzten Aufwendungen zeigt. Wenn die technische Anlage für mich zuhanden ist, ist sie für mich effizient. Es ist viel einfacher und mit viel weniger Aufwand verbunden, warmes Wasser aus dem Hahn in der Küche zu nehmen, als es in einem Bach zu suchen.
Technik vermittelt die Aneignung. Sie schiebt Artefakte als Mittel in die Aneignung hinein. Im einfachsten Fall verwende ich Artefakte zum Transport des Materials, das ich aneigne. Ich verwende eine Schale, um Wasser zu schöpfen. Transportiren / verändern umgestaltung der Natur Brot Die Schale ist auch Aneignung, ich eigne sie an , indem ich sie herstelle Werkzeug und
Im Beispiel des Trinkens nehme ich Wasser aus meiner Umwelt. Die Artefakte, die ich dabei verwende, stelle ich aus Material aus meiner Umwelt her, wenn das nicht andere Menschen bereits getan haben. Die Aneignung ordnet die Umwelt in Material, das verwendetet werden kann und anderes. Die Umwelt eines Einzellers ist einfacher, weil er nicht viele Möglichkeiten der Aneignung hat. Die Umwelt eines Affen ist in einer spezifische Sicht einfacher .....Technik --------- Artefakte herstellen = Verfahren und Mittel Die Mittel der Mittel: Werkzeug - Maschine - Automat Ich brauche Hammer und Sichel, die entnehme ich der Natur, indem ich sie AUFHEBE Dann stelle ich sie her: noch ohne Werkzeug !! Dann stelle ich Werkzeuge her Zweck-Mittel-Relation Neben Hammer und Sichel brauche ich ein Kleid, ein Haus, ein Heizung (Feuer) Was brauche ich noch? EIne Schale, ein Seil, (Robinson hatte/kannte schon alles bis hin zu Gewehr, ev Fernrohr?) Wann würde ich das brauchen, wann würde es mir helfen? Motor Antrieb ========== Rad/Welle antreiben Heizen (Kühlen) Rakete/ Düsen Steuerung ========= ?? Sensor Messen ======= Uhr, Waage Werkzeuge ===========
1) Interessant finde ich dazu die Redeweise von K. Marx: "Die Natur ist der unorganische Leib des Menschen, nämlich die Natur, soweit sie nicht selbst menschlicher Körper ist." Die Natur, die den Organismus umfasst, wird darin als Differenz beobachtet, in welcher der Teil der Natur, der nicht zum Organismus gehört, als Material des Stoffwechsels zum Organismus gehört (re-entry). Der Organismus fungiert so als Aspekt des natürlichen Stoffwechsels. Er beruht auf einer Autopoiese, in welcher er sich als organische Natur durch die Bildung einer Haut von seiner unorganischen Natur abgrenzt. Es geht K. Marx dabei um die Differenz Bedürfnis, die eine Naturform als Bedarf hat, aber beim Menschen eine Folge seiner Tätigkeit ist. zurück
2) E. von Glasersfeld behandelt die Frage, wie der Kaffeee von der Tasse in den Mund kommt, als Beispiel für ein tacit knowledge. Man kann Kaffee trinken ohne zu wissen, was man dabei eigentlich tut. zurück