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Die Lesegesellschaft zeigt den Film "Trois Couleurs Bleu" des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieslowski. Christian Lenggenhager stellt uns seinen Hof (hinter den Häusern im Dorf bzw. dem Volg) zur Verfügung, um ein Kino mit Grossleinwand einzurichten.
ab ca. 21:15 Uhr servieren wir Getränke und Brötchen
um ca. 22:00 Uhr startet der Film
Gäste sind gebeten, selber eine Sitzgelegenheit mitzunehmen (Campingstuhl, Kissen usw.).

"Trois Couleurs - Bleu" ist der erste Teil einer Trilogie des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieslowski über die drei Farben der französischen Flagge, die symbolisch für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit stehen. BLEU ist der düsterste der drei Filme. Ein Film der vom Gefühl des Schmerzes dominiert wird.
"Trois Couleurs - Bleu" beginnt mit einem Verkehrsunfall, bei dem ein berühmter Komponist ums Lebens kommt. Seine Frau, gespielt von Juliette Binoche, versucht danach weniger, ihr altes Leben wieder zusammenzufügen, als sich eine vollkommen neue Existenz aufzubauen. Sie geht nach Paris, um ein wortkarges Leben fast ohne Kontakt zu anderen Menschen zu führen. Im Laufe des Films gelingt es ihr, den Schmerz zu überwinden und sogar das unvollendete Werk ihres Mannes – das, wie einige Anhaltspunkte nahelegen, bereits vorher zum grossen Teil aus ihrer Feder stammt – abzuschliessen.
Der Film thematisiert damit die Freiheit. Kieslowski schreibt der Farbe Blau eine eher unterbewusste Bedeutung zu und konzentriert sich in erster Linie auf Binoches leuchtendes Gesicht und die Art, wie darin subtile Emotionen aufflackern und wieder verschwinden. Seine Bilder geben, stärker als in den Folgefilmen "Trois Couleurs - Blanc" und "Trois Couleurs - Rouge" Rätsel auf, doch Binoches stilles, herzzerreissendes Auftreten fesselt den Zuschauer.