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Pro Jahr erfahren in der Schweiz etwa 1500 Menschen, dass sie an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt sind. Dies entspricht knapp 4% aller Krebserkrankungen. 48% aller Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 70 Jahre oder älter. 54% der Erkrankten sind Männer, 46% Frauen.
In der Medizin unterscheidet man zwei Hauptgruppen von Lymphomen: die Non-Hodgkin-Lymphome und das Hodgkin-Lymphom.
Non-Hodgkin-Lymphome gehen von den Lymphozyten, einer Art weisser Blutkörperchen, aus. Bei einem Non-Hodgkin-Lymphom vermehren sich unreife oder bösartige Lymphozyten rasch und unkontrolliert. Sie befallen die lymphatischen Organe wie beispielsweise die Lymphknoten und die Milz, oder andere Organe wie zum Beispiel den Darm.
Es gibt unterschiedliche Non-Hodgkin-Lymphome. Sie unterscheiden sich im Krankheitsverlauf und werden dementsprechend unterschiedlich behandelt.
Risikofaktoren
- Ein geschwächtes Immunsystem, z.B. wegen einer anderen Krankheit oder wegen einer Therapie (z.B. immunsuppressive Therapien nach einer Organtransplantation).
- Dauerhafte Infektionen mit bestimmten Viren (z.B. Epstein-Barr-Virus, Hepatitis , HIV) oder Bakterien (z.B. Helicobacter pylori).
Symptome
Ein Non-Hodgkin-Lymphom verursacht unterschiedliche Beschwerden :
Schwellungen der Lymphknoten.
- Schwellungen der Lymphknoten.
- So genannte «Allgemeinsymptome» wie Fieber, Nachtschweiss und Gewichtsverlust.
- Bei etwa der Hälfte der Patienten ist die Bildung von normalen Blutkörperchen gestört. Dadurch kann es beispielsweise zu Blutarmut oder einer erhöhten Infektanfälligkeit kommen.
- Die Krebszellen können auch andere Organe befallen – insbesondere den Magen-Darm-Trakt oder die Haut – und dort entsprechende Beschwerden auslösen.
Diagnose
Besteht der Verdacht auf ein Non-Hodgkin-Lymphom, wird ein Lymphknoten entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Um das Krankheitsstadium zu bestimmen werden beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums oder Röntgenaufnahmen des Brustkorbs durchgeführt.
Therapie
Die Behandlung eines Non-Hodgkin-Lymphoms wird individuell geplant. Die Therapie ist abhängig davon welche Form von Non-Hodgkin-Lymphom vorliegt und wie weit fortgeschritten die Krankheit ist.
Die Behandlungsmethoden sind:
Abwarten und Beobachten (Wait and see): Bei bestimmten Non-Hodgkin-Lymphomen, die sehr langsam voranschreiten und keine Beschwerden verursachen, bringt eine Therapie im Anfangsstadium der Erkrankung unter Umständen keine Vorteile. In diesen Fällen genügen regelmässige Kontrolluntersuchungen. Mit einer Therapie wird erst begonnen, wenn das Non-Hodgkin-Lymphom Beschwerden verursacht.
Strahlen- und Chemotherapie, einzeln oder in Kombination Antikörpertherapien, einzeln oder in Kombination mit einer Strahlentherapie (Radioimmuntherapie)
Stammzelltransplantationen
Oft werden verschiedene Therapiearten miteinander kombiniert.