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Die Anti-Doping-Kommission des Weltverbandes FIS entschied nach einer Anhörung, Luitz wegen der unerlaubten Inhalation von Sauerstoff am 2. Dezember beim Riesenslalom von Beaver Creek nachträglich zu disqualifizieren.
Dadurch rücken die Fahrer auf den folgenden Rängen alle um eine Position nach vorne. Grösster Profiteur ist der Österreicher Marcel Hirscher, der so nachträglich seinen 65. Weltcupsieg verbuchen kann. Aber auch zwei Schweizer verbessern sich. Thomas Tumlers erster Weltcup-Podestplatz ist neu ein 2. statt ein 3. Platz, und Loïc Meillard rückte auf Position 4 vor.
Luitz zieht Urteil weiter
Ganz fix ist die Angelegenheit aber noch nicht. Luitz geht vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS gegen den Entscheid vor, wie seine Anwältin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte. Mit einem Antrag auf einstweilige Aussetzung der Disqualifikation soll zunächst erreicht werden, dass Luitz seine 100 Punkte für den Sieg behält und in der Startliste des Riesenslaloms von Adelboden am Samstag nicht nach hinten rutscht. Ein genereller Einspruch vor dem CAS muss bis zum 31. Januar erfolgen.
Die FIS wertet das Vergehen von Luitz nicht als Dopingfall, aber als Regelverstoss. Der Sportler und der deutsche Skiverband beteuern, den Punkt 2.12 des Anti-Doping-Reglements nicht gekannt zu haben. Im Gegensatz zu den Bestimmungen der FIS ist der Gebrauch von Sauerstoff in den Regularien der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ausdrücklich erlaubt. Der Ski-Weltverband FIS hat sein Regelwerk nicht dem der WADA angepasst.
Luitz hatte in Beaver Creek zwischen den zwei Riesenslalom-Läufen Sauerstoff über eine Maske eingeatmet. Gegen einen ersten Entscheid der FIS ging der Athlet bereits vor und verlangte eine Anhörung vor der Anti-Doping-Kommission. Diese änderte aber nichts an der Bewertung des Vorgangs für die FIS, die ihm nun den Sieg, die dabei erreichten Weltcup-Punkte sowie das Preisgeld aberkannte.