Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/198881

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, damit junge Menschen in der Schweiz z. B. bei Erreichen des 16. Altersjahres in den kostenlosen Genuss eines Reisegutscheins für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr kommen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die steigenden Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs sind dem Bundesrat bewusst. Er unterstützt deshalb das von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (International Civil Aviation Organisation, Icao) gesetzte globale Ziel, ab 2020 ein CO2-neutrales Wachstum des internationalen Zivilluftverkehrs anzustreben. Zudem will der Bundesrat den innereuropäischen Luftverkehr einem Emissionshandelssystem unterstellen, im Einklang mit dem System der EU.</p><p>Die Transportunternehmen müssen die internationalen Züge ohne Abgeltung des Bundes selbsttragend erbringen. Die Tarifhoheit liegt bei den Transportunternehmen. Im Rahmen der Behandlung der Botschaft über die Organisation der Bahninfrastruktur hat das Parlament eine verstärkte Rolle des Bundes bei Tarifen (sogenannte Systemführerschaft) abgelehnt.</p><p>Die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs bieten bereits heute attraktive Angebote und Rabatte für Jugendliche an, wie zum Beispiel "Seven 25", Vergünstigungen auf Halbtax- oder Generalabonnemente. Solche Angebote bestehen auch auf europäischer Ebene, wie zum Beispiel mit den Interrail-Pässen oder dem Youth Alpine Interrail. Eine Vielzahl der europäischen Eisenbahnen bietet vergleichbare Vergünstigungen für Jugendliche an.</p><p>Die Mobilität der Jugend geniesst im Zusammenhang mit der Bildung einen hohen Stellenwert beim Bundesrat. Mit der laufenden Vernehmlassung zur Totalrevision des Bundesgesetzes über die internationale Zusammenarbeit und Mobilität in der Bildung sollen die bestehenden, erprobten Förderinstrumente gezielt flexibilisiert werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.