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Wir verkaufen hochqualitative, handgemachte, Japanische Futons, die von einer kleinen Futonmanufaktur in Kyotango hergestellt werden. Neben Futons ist eine kleine Auswahl an Produkten aus der Region Tango sowie aus Japan erhältlich.
Gratisversand in die Schweiz sowie alle EU-Länder.
In den späten Siebzigerjahren, anfangs Achtzigerjahre gab es den ersten Japanboom. Es entstanden in der Schweiz sowie in Deutschland kleinere Läden, die Japanische Produkte anboten. Während dieser Zeit entwickelte sich, inspiriert durch die japanische Schlafkultur, die Idee, auf dem Fussboden zu schlafen. Da zu dieser Zeit die Flüge sowie die Versandkosten noch extrem teuer waren, so unsere Vermutung, war ein Import Japanischer Futons schlicht zu teuer.* Deshalb fing man in Europa selber an, Futons herzustellen. Man orientierte sich aber fast ausschliesslich an den herkömmlichen Matratzen, als an dem traditionellen Japanischen Futon. Wie Kazuko Koizumi in ihrem Buch “Traditional Japanese Furniture” schreibt, gab es im Westen einen Bedeutungswandel des Begriffes Futon. “Während der Japanische Futon fast ausschliesslich aus Baumwolle besteht […] ist das westliche Gegenstück oftmals eine handelsübliche, wenngleich dünnere Matratze, welche sich in Kombination mit dem Bettgestell falten lässt und so auch als Couch oder Futonsofa verwendet werden kann.
Abbildung: Maschinell gefertigte europäische Futonmatratze für 899 Franken
Noriko und Yuichi, die in der dritten Generation Japanische Futons herstellen sagen, dass der Körper beim Schlafen flach sein sollte. Ausser dem Kopf, welcher 7cm erhöht sein sollte. Damit der Körper flach aufliegt, braucht es eine Unterlage, die unterschiedliche Härtegrade aufweist. An den Seiten sollte der Härtegrad höher sein, als in der Mitte. Einzig der von Hand gefertigte Japanische Futon ermöglicht es dem Körper nicht einzusinken, sondern flach aber dennoch bequem aufzuliegen. Über die Nacht verliert ein Mensch ungefähr 2dl an Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit wird in einer herkömmlichen Futonmatratze aufgesogen, weshalb sie über die Jahre an Härte verliert und weich wird. Der Japanische Baumwollfuton kann durch sein leichtes Gewicht gerollt oder gefaltet werden, wodurch die Flüssigkeit austrocknen kann. Ausserdem hängt man in Japan den Futon bei schönem Wetter aus dem Fenster.
Vorteile des japanischen Futons:
Abbildung: Futon und Kissen verstaut in einem japanischen Einbauschrank.
Sämtliche Anbieter von europäischen Futons stellen auf Ihren Webseiten den Bezug zu Japan her. Vielleicht habe man, so sagen sie, in Japan in einem Ryokan gut geschlafen und möchte nun das gute Schlafgefühl auch Zuhause haben – mit einer Futonmatratze namens Sakura. Dabei bieten alle Produzenten Futons an, die nichts mit dem japanischen Original gemeinsam haben. Die Futon-Matratzen sind maschinell mit Naturlatex, Schürwolle, Rosshaar usw. usf. gestopft, haben verschiedene Härtegrade und sind im Grunde einfach dünne Matratzen. Neben den Futons werden in der Regel auch Tatamis angeboten. Kein einziger Anbieter bietet Tatamis an, die tatsächlich in Japan gefertigt wurden. Sie stammen alle aus China oder Indonesien.
In Japan leiden traditionelle Hersteller von Futons und Tatamis unter einer sinkenden Nachfrage. In neu gebauten Häusern ist meistens nur noch ein Zimmer mit Tatamis ausgestattet. Auch schlafen die JapanerInnen vermehrt auf Betten, statt auf dem Boden. Die europäische Nachfrage nach Futons könnte das traditionelle Handwerk in Japan unterstützen und nachhaltig sichern. Stattdessen produzieren europäische Unternehmen ihre eigenen, dünnen Matratzen und verkaufen sie unter dem Begriff Futon.