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Zwei Promotionsstellen (100%) im Forschungsprojekt "Wissenschaft transnational. Die Schweiz und die akademischen Zwangsmigranten 1933 bis 1950."
100%
Am Historischen Institut der Universität Bern (Dr. Stefanie Mahrer) sind auf den 1. Oktober 2019 zwei Promotionsstellen (Vollzeit, Jahressalär 47'040 CHF) für die Dauer von vier Jahren zu besetzen. Die Stellen werden im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Forschungsprojektes (SNF-PRIMA) "Wissenschaft transnational. Die Schweiz und die akademischen Zwangsmigranten 1933 bis 1950" vergeben.
Das Projekt befasst sich mit dem bislang von der Forschung fast gänzlich vernachlässigten Schicksal von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die während der NS-Diktatur entweder aus sogenannten rassischen Gründen aus dem Hochschuldienst in Deutschland und Österreich entlassen wurden oder ihre Stellung aus moralischer und/oder politischer Überzeugung aufgaben und in der Folge versuchten, in der Schweiz ihre Karrieren fortzuführen Es sieht vor, den Gegenstand in institutionshistorischer, biographischer, wissenschaftshistorischer und migrationshistorischer Hinsicht zu untersuchen. Die damit gewonnenen Resultate schliessen die Lücke der Erforschung der wissenschaftlichen Emigranten in der Schweiz und bilden damit notwendige Ergänzungen zur Geschichte der Schweizer Hochschulen, zur Schweizer Flüchtlingsgeschichte, zur internationalen und transnationalen akademischen Flüchtlingshilfe, zur Geschichte der transnationalen Forschungsgemeinschaft und zur Zirkulation des Wissens während und nach der NS-Herrschaft.
Teilprojekt 2 beschäftigt sich mit der Rolle des Standorts Schweiz und insbesondere der Stadt Genf im transnationalen Netzwerk der akademischen Flüchtlingshilfe. Das Ziel von Subprojekt III ist es, erstens die Rolle der Schweiz und der Stadt Genf im Netzwerk der internationalen und transnationalen akademischen Emigrations- und Fluchthilfe aufzuarbeiten. Vor dem Hintergrund der rigiden Abschottungspolitik im Kontext der geistigen Landesverteidigung, der erklärten Neutralität und nach dem Selbstverständnis der «humanitären Tradition» muss nach der lokalen Integration der internationalen Organisationen und den politischen Handlungsspielräumen dieser Organisationen gefragt werden. Zweitens soll das transnationale Netzwerk (oder die Netzwerke) der internationalen akademischen Fluchthilfe in den Blick genommen werden.
Die Daten sowie die Ergebnisse und Analysen sämtlicher Subprojekte werden in einer online zugänglichen, digitalen Karte visualisiert. Auf dieser Karte lassen sich nicht nur die Beziehungen zwischen Akteuren, Institutionen und Organisationen abbilden, sondern auch Informationen zu Personen und Institutionen verlinken. Der Karte wird eine zentrale Datenbank zugrunde liegen, in der sämtliche Daten systematisch erfasst werden. Das Projekt arbeitet dazu mit der Plattform "Nodegoat" (http://nodegoat.net/).