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Geschichte der CBM
Seit über 100 Jahren setzt sich die CBM für Menschen mit Behinderungen ein. Ein Rückblick – von den Anfängen bis heute.
Alles begann 1908 mit der Ausreise des 32-jährigen, frischgebackenen Pfarrers Ernst J. Christoffel nach Malatia im Osten der Türkei. Dort gründete er ein Heim für blinde sowie anders beeinträchtigte Kinder und Waisenkinder. Für Ernst Christoffel folgten turbulente Lebensjahre mit den beiden Weltkriegen, Zwangsschliessungen der Heime, Ausweisung und Lageraufenthalt. War der Rückschlag auch noch so hart, Christoffel gab nicht auf. Unermüdlich kämpfte er weiter für die Ärmsten der Armen.
1908
gründet Pfarrer Ernst J. Christoffel in Malatia/Türkei das erste Heim für blinde, körperlich beeinträchtigte und verwaiste Kinder. Von Beginn an unterstützen Gönnerinnen und Gönnern aus der Schweiz seine Arbeit.
1925
eröffnet er in Täbris/Iran eine Blindenheimschule, 1928 eine weitere in Isfahan/Iran.
1955
stirbt Christoffel im Alter von 78 Jahren in Isfahan.
1956
ändert die «Christliche Blindenmission im Orient» ihren Namen und nennt sich «Christoffel Blindenmission».
1961
Leiterehepaar Siegfried und Magdalena Wiesinger machen die CBM zu einer internationalen Organisation.
1963
beginnt die augenmedizinische Arbeit, zunächst in Afghanistan, kurz darauf auch im Iran.
1966
führt die CBM in Kabul/Afghanistan ihre erste Operation am Grauen Star durch.
1967
weitet die CBM ihre Arbeit auf afrikanische Länder aus - Äthiopien, Kenia und Tansania.
1972
fördert die CBM erstmals ein Hilfsprojekt in Südamerika (Peru).
1973
werden erste reine Gehörlosenprojekte gefördert. Orthopädische Operationen werden ebenfalls ermöglicht.
1986
erfolgt die millionste durch CBM-Projekte geförderte Graue-Star-Operation.
1988
wird der Schweizer CBM-Verein gegründet.
1989
anerkennt die Weltgesundheitsorganisation WHO die CBM offiziell als Fachorganisation für Blindheitsverhütung und Blindenheilung.
2002
erhält die CBM den Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.
2008
feiert die CBM ihr 100-jähriges Bestehen.
2012
Um die Hilfe wirksamer zu machen, konzentriert sich die CBM auf Schwerpunktländer und arbeitet dort vertieft mit anderen Akteuren zusammen.
2016
ermöglicht die CBM die 13-millionste Operation am Grauen Star.
Die CBM verpflichtet sich zur Inklusion der Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsgebieten, wodurch diese umfassend die Programme mitgestalten können. Inklusion ist der wirksamste Weg, um Lebensbedingungen dauerhaft zu verbessern.
2017
Die WHO erachtet die CBM auch als führende Entwicklungsorganisation für ohrenmedizinische und psychiatrische Versorgung.