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Im trockenen Pfynwald im Kanton Wallis bewässerte die WSL während 11 Jahren Waldföhren. Danach stellten die Forschenden das Wasser ab, wie die Forschungsanstalt mitteilt.
Die bewässerten Bäume hatten sich über die 11 Jahre sehr gut entwickelt, es wuchsen breitere Kronen und dickere Stämme als bei nicht-bewässerten Nachbarn. Erwartet worden war, dass neue Nadeln im Jahr nach dem Abschalten des Wassers wieder kürzer wachsen. Dies traf auch ein. Überrascht waren die Forschenden aber darüber, dass die Länge neuer Asttriebe erst im zweiten Jahr ohne Bewässerung abnahm.
Am erstaunlichsten seien aber die Stämme gewesen, so die WSL. Die Jahreszuwächse im Holz und der Rinde blieben über 4 Jahre deutlich breiter als vor dem Start der Bewässerung. Die Forschenden hatten erwartet, dass das Wachstum sofort kleiner wird. Die Forschungsanstalt schliesst aus, dass aus der Bewässerungszeit im Boden verbliebenes Wasser eine Rolle spielte.
Damit zeigt sich, dass die Intensität des Baumwachstums unter feuchteren Verhältnissen sich positiv auf folgende trockene Jahre auswirken kann. Laut WSL gilt jedoch auch der Umkehrschluss: Ein extremes Trockenjahr kann sich negativ auf mehrere darauffolgende Jahre auswirken.