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Schauspieler
Klaus Maria Brandauer
Klaus Maria Brandauer stammt aus Altaussee in der Steiermark und gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Bühnen- und Filmschauspielern unserer Zeit. Sein Bühnendebüt gab er 1963 in Tübingen als Claudio in „Maß für Maß“ von Shakespeare. Er war zunächst am Landestheater in Salzburg, in Düsseldorf unter Karl-Heinz Stroux sowie am Theater in der Josefstadt in Wien engagiert. In der Regie von Fritz Kortner war er der Prinz in Lessings „Emilia Galotti“. Seit 1972 ist er Ensemblemitglied am Burgtheater Wien, wo er u.a. Don Carlo, Tartuffe, Hamlet, Cyrano de Bergerac und Nathan den Weisen spielte. (Ende Dezember 2013 wird er als König Lear auf die Bühne des Burgtheaters zurück kehren.)
Seit einigen Jahren tritt Klaus Maria Brandauer regelmäßig am Berliner Ensemble auf: In der zehnstündigen Fassung von Schillers „Wallenstein“, in „Ödipus auf Kolonos“ von Sophokles und als Dorfrichter Adam in Heinrich von Kleists „Der zerbrochene Krug“. Im Jahr 2013 erarbeitete er mit „Das letzte Band“ erstmals ein Stück von Samuel Beckett.
Bei den Salzburger Festspielen war Klaus Maria Brandauer in den siebziger Jahren als Leonce in Georg Büchners „Leonce und Lena“ und als Orsino in Shakespeares „Was ihr wollt“ sowie von 1983 bis 1989 in der legendären Rolle des Jedermann zu erleben.
Bereits 1970 begann mit „Salzburg Connection“ Klaus Maria Brandauers internationale Filmkarriere. Zusammen mit István Szabó realisierte er die Filmtrilogie „Mephisto“ - „Oberst Redl“ – „Hanussen“. Mit der Verkörperung des Hendrik Höfgen in „Mephisto“ gelang ihm 1982 der internationale Durchbruch, dem Auftritte in vielen internationalen Produktionen folgen. An der Seite von Sean Connery und Kim Basinger spielte er in „James Bond 007 – Sag niemals nie“ und zusammen mit Meryl Streep und Robert Redford in „Jenseits von Afrika“. Für die Rolle des Baron Bror Blixen wurde er für einen Oscar nominiert. Weitere wichtige Filmarbeiten waren „Das Russland-Haus“ (1990), „White fang“ (1991), „Rembrandt“ (1999), „Jedermanns Fest“ (2002) und „Tetro“ (2009). Große Beachtung fanden zuletzt seine Mitwirkungen in der TV-Produktion „Die Auslöschung“ sowie in der österreichischen Kinoproduktion „Der Fall Wilhelm Reich“.
Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit führt Klaus Maria Brandauer immer wieder Regie. Sein Debüt gab er bereits 1964 in Salzburg mit „Aimée“ von Heinz Coubier. Zu seinen jüngeren Regiearbeiten zählen Esther Vilars „Speer“ in London und Berlin, „Hamlet“ am Burgtheater Wien, „Lohengrin“ an der Oper Köln und „Die Dreigroschenoper“ am Admiralspalast Berlin. Er verfilmte „Georg Elser – Einer aus Deutschland“ sowie Thomas Manns „Mario und der Zauberer“.
Für seine künstlerische Tätigkeit und sein gesellschaftliches Engagement wurde Klaus Maria Brandauer mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Dazu zählen die Ehrenmitgliedschaft der Universität von Tel Aviv und das Ehrendoktorat der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Die Stadt Wien verlieh ihm 2009 die Goldene Ehrenmedaille und die Stadt Bensheim den Gertrud-Eysoldt-Ring. Er erhielt außerdem den Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur und in Moskau den renommierten Stanislawski-Preis für schauspielerisches Können. Seit 2008 ist Klaus Maria Brandauer Ehrenmitglied des Burgtheaters Wien. Sein Heimatort Altaussee verlieh ihm die Ehrenbürgerschaft.
Im September 2013 feierte Klaus Maria Brandauer sein fünfzigjähriges Bühnenjubiläum mit einer Vorstellung von Heinrich von Kleists „Der zerbrochene Krug“ am Berliner Ensemble.
Klaus Maria Brandauer ist regelmäßig mit Lesungen und musikalisch-literarischen Programmen zu erleben, zu den wichtigsten Projekten gehören dabei Edvard Griegs „Peer Gynt“ und Robert Schumanns „Manfred“. Im Mozartjahr 2006 las er im Rundfunk an 365 Tagen aus Briefen des Komponisten.
Seit vielen Jahren unterrichtet Klaus Maria Brandauer als Professor am Max-Reinhardt-Seminar in Wien angehende Schauspieler.
Klaus Maria Branduaer, Schauspieler