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English text below
Der grobschlächtige, aber gutmütige John McTeague, der vom Bergarbeiter zum Zahnarzt aufsteigt, verliebt sich in Trina, die Freundin seines Kumpels Marcus, und wundert sich, dass dieser freimütig auf sie verzichtet. Erst in der Hochzeitsnacht gehen ihm die Augen auf: Trina ist frigide. Als sie durch einen Lotteriegewinn reich wird, steigert sie sich in eine obsessive Geldgier hinein; währenddessen verliert McTeague seinen Job und sie geraten in immer grössere Not.
Erich von Stroheims Greed war die erste Grossproduktion, die nur an Originalschauplätzen entstand und ohne Bauten oder Studioaufnahmen auskam. Die minuziöse Adaption eines Romans von Frank Norris gilt als Stroheims ambitioniertestes Werk und zählt heute zu den bedeutendsten Werken der Filmgeschichte.
«Stroheim, der preussisch-wienerische Strohhutfabrik-Arbeiter mit aristokratischen Ambitionen, emigrierte 1909 in die USA (...). Seine ersten Regiearbeiten spiegelten seine Faszination für authentische Details und für die Erforschung von Dekadenz und moralischer Verdorbenheit reicher, zivilisierter Menschen wider. (...) Greed handelt von einer bitteren und lieblosen Ehe, klassisch für Stroheim. (...) ‹$troheim›, wie ihn das Studio wegen seiner Extravaganz nannte, versuchte, das Kino realistischer zu machen, indem er die niederen Instinkte der Menschen erkundete und Situationen mit der gleichen Detailtreue beschrieb wie Zola oder Dostojewski. (...) MGM hasste die ursprüngliche zehnstündige Fassung von Greed und liess den Film auf ein Viertel seiner Länge kürzen. Die erhaltene Version ist ein wenig länger und verblüfft immer noch, aber das Original ist einer der grössten verlorenen Schätze des Kinos.» (Mark Cousins: The Story of Film, Pavilion 2020)
"Erich von Stroheim was a Prussian-Viennese former straw hat factory worker with aristocratic pretensions. Emigrating to the US in 1909, he became an actor and was rapidly typecast as a sadistic Prussian officer, particularly during the First World War. His first films as a director reflected his fascination with providing authentic detail and exploring the decadence and moral corruption of rich and civilized people. Though von Sternberg's style involved symbolism and expressionism as well as naturalism, he filmed every scene of American writer Frank Norris's naturalistic novel, 'McTeague', on which Greed is based, meticulously. (…) Its story was classic von Stroheim in that it dealt with a bitter and loveless marriage. The wife of a dentist in San Francisco wins the lottery and, as she gets obsessively greedy, her husband becomes drunken and penniless. (…) This was American cinema without hope (…). MGM hated von Stroheim's initial ten-hour edit of Greed and had the film cut to a quarter of its length. The extant version is a little longer and still astonishes, but the original is one of cinema's greatest lost treasures." (Mark Cousins: The Story of Film, Pavilion 2020)
Drehbuch: Erich von Stroheim, June Mathis, nach dem Roman «McTeague» von Frank Norris
Kamera: William H. Daniels, Ben Reynolds
Schnitt: Joseph Farnham, Frank E. Hull
Mit: Gibson Gowland (McTeague), Zasu Pitts (Trina), Jean Hersholt (Marcus Schouler), Dale Fuller (Maria Macapa), Tempe Pigott (Mutter McTeague), Chester Conklin (Mr. Sieppe), Sylvia Ashton (Mrs. Sieppe), Joan Standing (Selina), Erich von Stroheim (Ballonverkäufer, ungenannt)
130 Min., sw, 35 mm, stumm, e Zw'titel