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Diese Woche ist ein bestimmtes Genre im Vordergrund. Cumbia, ein Genre aus Lateinamerika, welches schon seit dem 17 Jahrhundert als solches existiert und auch heute noch einen grossen Anklang in der Gesellschaft findet.
Cumbia als Akt der Hoffnung
Cumbia finde eigentlich seinen Ursprung in den zwei Wörtern cum, was so viel wie Trommel bedeutet und ja, welches sich bewegen implizier. Cumbé is ein afrikanischer Kreis-Tanz aus der Region von Batá, Guinea. Den Ursprung des Cumbias ist auf Kolumbien zurückzuführen. Dies wird jedoch schnell auf Bolivien, Peru und Argentinien ausgeweitet. Wie so viele Genres entstand auch Cumbia zur Zeit des Kolonialismus und der Sklaverei. Durch diese Ausgangslage konnte sich die afrikanische Kultur und dessen Beat vermischen mit den Flöten und Melodien der Nativ Americans und schlussendlich auch mit den Vocals der Spanier. Und obwohl die Texte teils schwer und traurig gehalten wurde waren die Melodien immer aufweckend und fröhlich. Schnell breitete sich Cumbia auch weiter Richtung Mexiko aus und bekam vor allem ab dem 19Jh auch mehr und mehr weltweiten Anklang.
Cumbia klingt im aktuellen Musikkontext divers
Künstler*innen vermischen die Charakteristischen Beats des Cumbia mit Klavierklängen, Techno oder was sonst gerade Thema der individuellen Position ist. Beispielsweise die Kumbia Queers, eine explizit queere FINTA* Gruppe, die schon seit 2007 existiert, begannen damit, dass sie aus berühmten Songs von Madonna oder Black Sabbath, Cumbia-Cover-Versionen erstellten. Sie sind noch immer aktiv, gaben letztens ein Konzert im Koch-Areal in Zürich und releasten gerade erst eine neue Single, Delivery de Vino.
Ranil, ein peruanischer Künstler aus Lima, weiss Cumbia insofern zu schätzen, als dass er den traditionellen Vorläufer*innen musikalisch sehr nah bleibt. Die typischen Rhythmen ziehen sich fast durchgehend durch sein erstes Album "Ranil y su conjunto tropical", das 2021 erschienen ist.
Etwas weniger hörbar ist der Bezug zu Cumbia bei La Chica, einer venezolanisch-französischen Künstlerin. Ihre Musik ist ganz klar nicht dem Genre unterzuordnen, es ist eher eine Inspiration, die auf vereinzelten Tracks zum Vorschein kommt. Ihre Musik ist vor allem von Piano und Gesang geprägt, oftmals eher ruhig und emotional. Umso spannender, wie die Einflüsse diverser lateinamerikanischer Genres ihrer Musik einen einmaligen Klang verschaffen.
Playlist:
Susobrino – Hoy (Lobo)
La Chica – Oasis
La Chica – Agua
Kumbia queers – Delivery De Vino
Kumbia queers – La Isla Con Chicas
Selena – Amor Prohibido
Costa Azul – Matamoros Querido
Lucho Bermudez – Columbia Tierra Querida
Combo Los Galleros – Tabaco Mascao
Ranil – Cumbia Sin Nombre
Ranil – Mi Querido Ucayali