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Flöhe sind ein häufig auftretendes Problem und gelten als eines der häufigsten Hautprobleme bei Katzen. Der am häufigsten bei Katzen aufzufindende Floh ist der Katzenfloh (Ctenocephalides felis). Aber auch Kaninchen- und Igelflöhe können bei Katzen vorkommen. Flohbisse können bei manchen Katzen zu allergischen Reaktionen führen (allergische Flohdermatitis). Zudem können Flöhe als Zwischenwirt für bestimmte Bandwürmer dienen. Daher müssen Sie Ihre Katze zusätzlich gegen Bandwürmer behandeln lassen, wenn sie Flöhe hat. Starker Flohbefall kann bei Katzenjungen zu Blutarmut führen, die bei Jungtieren potenziell lebensgefährlich ist. Denken Sie ausserdem daran, dass Flöhe zwar auch Menschen beissen, sie glücklicherweise aber nicht als Wirt nutzen.
Was sind Flöhe? Was sind Zecken?
Flöhe sind die häufigsten äusseren Parasiten bei Katzen und Hunden. Adulte Flöhe haben eine Lebensdauer von mehreren Monaten und verbringen die meiste Zeit davon auf Katzen, ernähren sich von deren Blut und legen Eier in ihr Fell. Die Weibchen legen pro Tag bis zu 50 Eier, die dann zu Boden fallen. Daraus schlüpfen Larven, die sich in Teppiche, Polster und häufig auch im Katzenkorb verkriechen. Nach einiger Zeit verpuppen sie sich zu einem seidenähnlichen Kokon, in dem sie mindestens 2-4 Wochen bleiben. Wenn sie Wärme und Vibration wahrnehmen, schlüpfen die ausgewachsenen Flöhe, springen auf den vorbeigehenden Wirt und der Kreislauf beginnt von vorn. Flöhe können ausserdem Krankheiten und bestimmte Blutparasiten übertragen.
Zecken sind Parasiten, die sich mit ihren Mundwerkzeugen in der Haut der Katze festbeissen und Blut saugen. Vor dem Blutsaugen sind die Zecken sehr winzig. Sie haben acht Beine und können schwarz, braun, hellbraun oder rötlich sein. Nachdem sie Blut vom Wirt gesaugt haben, werden sie deutlich grösser und gleichen in etwa einer grossen braunen Erbse. Zecken sind Spinnentiere und leben deutlich länger als Flöhe. Glücklicherweise leben sie nur zeitweise auf dem Wirt. Jedoch können sie trotzdem ernsthafte Krankheiten übertragen und Tausende Eier legen.
Wie entdecke ich Flöhe und Zecken?
Das auffälligste Anzeichen bei Flohbefall ist ständiges Kratzen. Manche Katzen kratzen sich zwar nicht, aber putzen sich übermässig und bekommen dadurch kahle Stellen im Fell. Flöhe sind dunkelbraun und 1-2 mm gross. Sie bewegen sich sehr schnell und sind schwer zu entdecken. Trotzdem können Sie sie auf Ihrer Katze erkennen und möglicherweise stossen Sie bei der Fellpflege Ihrer Katze auf Flohkot in Form von winzigen schwarzen Punkten im Fell. Sie können überprüfen, ob es sich dabei um Flohkot handelt, indem Sie die Punkte auf ein feuchtes Papiertuch legen. Flohkot verfärbt sich daraufhin durch das verdaute Blut rot. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur ist der Spätsommer für Flöhe die angenehmste Jahreszeit. Dank der Zentralheizung können Flöhe aber auch im Winter gut überleben, sodass Sie das ganze Jahr über auf Flöhe achten müssen.
Zecken sind gerade noch mit blossem Auge erkennbar. Wenn sie mit Blut vollgesaugt sind, sehen sie wie kleine Warzen aus. Sie sitzen bei Katzen meist im Kopf- und Halsbereich. Sie können Ihre Katze einfach auf Zecken untersuchen, indem Sie mit Ihren Fingern durch das Fell fahren und auf erbsengrosse Erhebungen oder Beulen auf der Haut achten. Zecken leben in freier Natur, daher sollten Sie Ihre Katze auf Zecken untersuchen, wenn sie von draussen wieder hereinkommt.
Behandlungsmöglichkeiten
Floh- und Zeckenbefall kann durch Mittel in Pulverform, Sprays, Spot-on-Präparate oder Injektionen bekämpft werden. Ihr Tierarzt kann Sie über mögliche Behandlungsmöglichkeiten bei Flohbefall informieren. Verwenden Sie möglichst ein Produkt, das tiermedizinisch überprüft und auf Effektivität und Sicherheit getestet wurde.
Um Flöhe in den Griff zu bekommen, müssen Sie nicht nur die Katze, sondern auch die Wohnung behandeln. Verwenden Sie dazu eine Kombination von Produkten, die adulte Flöhe bekämpfen (Adultizide) und die Entwicklung der Eier zu adulten Flöhen verhindern (Entwicklungshemmer bzw. Wachstumsregulatoren).
Ziehen Sie Zecken nicht überstürzt selbst heraus, da möglicherweise die Mundwerkzeuge stecken bleiben können und zu Infektionen oder Entzündungen führen können. Erkundigen Sie sich stattdessen zunächst nach einem geeigneten Zeckenentfernungsinstrument, mit dem auch die Mundwerkzeuge sicher entfernt werden können. Wenn Sie die Zecke entfernt haben, prüfen Sie, dass Kopf und alle Beine vorhanden sind und nichts mehr unter der Haut Ihrer Katze zurückgeblieben ist.
Manche Flohbekämpfungsmittel greifen auch Zecken an und bieten auch einen gewissen Schutz vor Zecken. Jedoch müssen diese Mittel dann häufiger verwendet werden, als für den Schutz vor Flöhen.
Andere Behandlungsmöglichkeiten
Flohschutzmittel enthalten häufig „natürliche" Inhaltsstoffe wie Zitronenöl und Eukalyptus. Manche Produkte sind nicht tiermedizinisch getestet worden und können daher ineffektiv sein oder für Katzen potenziell giftige Stoffe enthalten. Sie sollten daher am besten stets ein tiermedizinisch getestetes Produkt verwenden.
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