Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03490.jsonl.gz/495

Bearcat, Electra Company, Cumberland, IN
DX-1000

überarbeitet am 22.7.2010

Unter der Bezeichnung Bearcat kamen vor allem Scannerempfänger, mit denen
auch allerlei Funkdienste unerlaubt abgehört werden konnten, auf den Markt.
1983 brachte Bearcat einen "grossen" Kurzwellenempfänger auf den Markt,
und trat so in Konkurrenz zu Sony, Panasonic (DR-31), Philips (D2999) oder Yaesu.
Das Gerät wurde von Uniden entwickelt, bekannt wurde diese Firma beispielsweise
mit dem CR-2021, dem verbesserten Folgegerät des Sony ICF-2001.
Das querformatige Gerät kann mit dem Tragebügel schräg aufgestellt werden, in einem leichten Winkel sind die Bedienelemente auf der Frontplatte angenehm zu erreichen. Der DX1000 ist als Portabelgerät ausgelegt und wird von einem center - positiven 12V - Netzteil oder alternativ mit acht UM-1 Monozellen versorgt. Um die Uhr und die Speicherinhalte zu erhalten, benötigt der Empfänger drei weitere UM-3 Mignonzellen, das Batteriefach findet sich ebenfalls hinter dem Metalldeckel auf der Rückseite.
Das linke Viertel der Frontplatte wird vom Lautsprechergrill eingenommen,
darunter liegt die 6,3 mm - Klinkenbuchse für den Kopfhörer.
Beim ersten Einschalten muss zunächst die Uhrzeit mit Hilfe der Zifferntasten im 24 Stunden - Format eingegeben werden, ein Druck auf die E(nter)-Taste startet die Uhr. Auf die zweite Uhrzeit (beispielsweise für GMT) wird durch einen Druck auf CLOCK gewechselt, hier muss nun nur noch die Stunde eingegeben und mit E(nter) gesichert werden.
Zum Betrieb muss zunächst die Art der Frequenzeinstellung gewählt werden:
Die Taste MANUAL schaltet um zwischen Frequenzeinstellung mit dem Abstimmknopf
(angezeigt durch die Tuning Mode Leuchtdiode DIAL) und der Frequenzeingabe über
den Ziffern - Tastenblock (Tuning Mode KEY). Dabei wird die Frequenz in kHz
eingegeben und mit E(nter) bestätigt - der Empfänger springt sofort auf die
eingegebene Frequenz. Eingaben mit einem Punkt (.) werden als MHz-Eingaben
behandelt.
Als Portabelempfänger spielt der DX1000 recht gut mit kurzen resp. Teleskopantennen,
Langdrahtantennen können rasch zur Überlastung der Eingangskreise führen -
das Gerät ist nicht für europäische Verhältnisse mit hohen Feldstärken konzipiert
worden.
Per Knopfdruck auf MEMO, eine Zifferntaste und E(nter) kann eine empfangene
Frequenz abgespeichert werden, mittels MEMO, Zifferntaste und RECALL kann
eine gespeicherte Frequenz wieder aufgerufen werden.
Empfangsmässig mag der Bearcat DX1000 mit andern Empfängern mit gleicher Ausstattung und Preis nicht mitzuhalten: er neigt bei hohen Signalpegeln zu Überladungserscheinungen, welche vor allem den Empfang schwacher Signale in Rundfunkbändern mit zahlreichen starken Stationen sehr schwierig machen. Ich stufe das Gerät als Sammlergerät ein, empfangsmäSsig wird es von einem FRG-7, R-1000 oder auch dem Sony ICF-2001D rasch in den Schatten gestellt. In der Sammlung nimmt es dank seiner äusseren Erscheinung einen schönen Platz ein, allerdings ist der DX1000 nur selten auf Flohmärkten zu finden.
weitere Lektüre:
d: Testbericht DX1000, weltweit hören 5/1984
d: Bearcat DX1000 at www.radiomuseum.org
© Martin Bösch 18.8.2007