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Am 23. März wurde im Bâtiment des Forces Motrices in Genf zum 16. Mal der Schweizer Filmpreis in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset verliehen. Im Rahmen einer Abendshow, die von der Öffentlichkeit als Live-Stream auf www.schweizerfilmpreis.ch mit verfolgt werden konnte, wurden Filme und herausragende Leistungen in zehn Kategorien ausgezeichnet. Abräumer des Abends waren «Sister», «More Than Honey» und «Hiver nomade»: Sie erhielten jeweils zwei, von Jean Mauboulès designte, «Quartz»-Trophäen für Regie und Produktion. Zu den Besten Darstellerinnen und Darstellern des Jahres 2013 zählen Sibylle Brunner, Kacey Mottet Klein und Antonio Buil.
Zwei Auszeichnungen erhielt «Sister»: Ursula Meier nahm in der Kategorie «Bester Spielfilm» und zusammen mit Antoine Jaccoud für «Bestes Drehbuch» je eine «Quartz»-Trophäe aus den Händen von James-Bond Bösewicht Darsteller Anatole Taubman sowie von der Genfer Schauspielerin Isabelle Caillat entgegen. In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» überreichte der Schweizer Grafikdesigner Roger Pfund die Trophäe an Markus Imhoof für «More Than Honey». Ebenfalls erhielt «More Than Honey» für die Filmmusik von Peter Scherer eine Auszeichnung. Zwei weitere Preise gingen an «Hiver nomade»: In der Kategorie «Beste Kamera» wurde Camille Cottagnoud ausgezeichnet und Karine Sudan in der Kategorie «Spezialpreis der Akademie». Sibylle Brunner, die Hauptdarstellerin in «Rosie», durfte als «Beste Darstellerin» die Trophäe von Therese Affolter entgegen nehmen. Sie übergab ebenfalls einen Preis an Kacey Mottet Klein für seine Leistung als «Bester Darsteller» in «Sister» und an Antonio Buil, als «Beste Darstellung in einer Nebenrolle» in «Opération Libertad». In der Kategorie «Bester Kurzfilm» wurde «Einspruch VI» von Rolando Colla ausgezeichnet. Zum «Besten Animationsfilm» dieses Jahrganges wurde «La nuit de l‘ours» von Frédéric Guillaume und Samuel Guillaume gekürt. Die Trophäen wurden vom Berner Musiker Müslüm überreicht.
Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von den Mitgliedern der Schweizer Filmakademie gewählt. Der Schweizer Filmpreis ist ein Engagement des Bundesamtes für Kultur. Er wird mit den Partnern SRG SSR und der Association «Quartz» Genève Zürich realisiert und in Zusammenarbeit mit SWISS FILMS, der Schweizer Filmakademie und den Solothurner Filmtagen organisiert.
Spezialpreis der Akademie
Der «Spezialpreis der Akademie» ging an Karine Sudan, deren Montage in «Hiver nomade» die Reise eines Hirtenpaars und ihrer Herde zu einem berührenden Road-Movie machte. Den Preis übergab Christian Frei, Präsident der Schweizer Filmakademie.
Ehrenpreis
Gewinnerin des Ehrenpreises war die 83-jährige Regisseurin und Produzentin Jacqueline Veuve. Die Dokumentarfilmerin wird für ihr filmisches Gesamtwerk ausgezeichnet und gilt als eine der wichtigsten Chronistin unserer Zeit (siehe Medienmitteilung vom 19.02.2013). Davon zeugen Titel wie «Jour de Marché» (2002), «Chronique vigneronne» (1999) und «Chronique paysanne en Gruyère» (1990). Jacqueline Veuve konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Feier teilnehmen. Bundesrat Alain Berset übererreichte unter grossem Beifall die Trophäe an ihren Ehemann Léopold Veuve.
Preisverleihung und Rahmenveranstaltungen
Das Moderations-Duo Fabienne Hadorn und Alain Croubalian führten durch die Abendshow, welche die Bolivar Soloists mit Efrain Oscher musikalisch begleitete. Erstmals konnte die Veranstaltung auch live auf www.schweizerfilmpreis.ch mit verfolgt werden. Zudem wurde der Schweizer Filmpreis erstmals mit Rahmenveranstaltungen für die Öffentlichkeit in den Städten Genf und Zürich begleitet. Mit Vorführungen der nominierten Filme im Kino Grütli in Genf und dem Filmpodium in Zürich konnte das Publikum die Vielfalt des Schweizer Filmschaffens entdecken. Ermöglicht wurde dies durch das Engagement des Kantons und der Stadt Genf sowie der Stadt Zürich, die in der Assocation «Quartz» Genève Zürich zusammengeschlossen sind.
Die nächste Ausgabe des Schweizer Filmpreises findet am Freitag, 21. März 2014 in Zürich statt.
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