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jungfrau (3)
tatsache ist: sie gab ihm zu essen, sie flickte seine zerrissenen kleider, während er sich am brunnen wusch und rasierte, sie machte ihm ein lager aus stroh zurecht, und sie legte sich, nachdem er darauf eingeschlafen war, neben ihn, in der sicheren erwartung, er werde sie am morgen wachküssen.
erwiesen ist, dass der prinz zu müde war, am nächsten tag gleich weiterzuziehen. er blieb mehrere wochen auf dem hof, flickte das dach des schweinestalls, beerdigte mit ihr ihre eltern - jetzt, wo ihre tochter eine neue aufgabe hatte, konnten sie beruhigt sterben -, rodete ein stück wald, auf dem sie weizen anpflanzten, und arbeitete auch sonst, wie es ein prinz selten tut.
wahr ist auch, dass sie schwanger wurde. er wollte sie nicht mit einem kleinen kind allein in der wildnis lassen und blieb, und als eines tages ein pilgernder mönch sich in die gegend verirrte, liessen sie sich von ihm trauen.
die beiden kriegten weitere kinder und wurden älter, und als die eisenbahn gebaut wurde, zogen die kinder in die stadt, und manchmal, wenn sie mit dem zug reisen, sehen sie von weitem das haus, in dem sie aufgewachsen sind.
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