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Die Kämpfer sollen den Tourismus ankurbeln und bei Radio- und Fernsehauftritten Schwertkämpfe vorführen. Die Voraussetzungen für den Job: Volljährigkeit, körperliche Fitness, gute Sprachkentnnisse (Englisch und Japanisch), akrobatische Fähigkeiten – und Interesse an Geschichte, denn die Kämpfer haben eine lange Historie.
Moderner Begriff
«Ninja» ist eigentlich ein moderner Begriff. Im japanischen Mittelalter wurden Krieger, die sich nicht dem Wertekanon der Samurai verpflichtet fühlten, Shinobi genannt. Sie machten sich als Spezialisten für unehrenhafte Aufträge – als Attentäter, Spione, Saboteure – einen Namen.
Zum einen waren es wohl aus schierer Not entwickelte Kampfformen, die von Bewohnern in abgelegenen Bergregionen gepflegt wurden. Deren Krieger kamen in der Samurai-Hierarchie nur eine Aussenseiterrolle zu. Das ermöglichte es ihnen, mit Waffen und Taktiken zu experimentieren, die beim japanischen Kriegeradel verpönt waren.
Dank Tarantino im Westen berühmt
So galt als Ninja, wer sich Ninjutsu, der Kunst des Erduldens, ausgesetzt hatte. Diese Kampfkunst verband Körpertraining mit der Ausbildung in Verstellung, Aufklärung und Waffengebrauch, bis hin zur Meditation. Als gefragte Söldner fanden die Ninja in den endlosen Bürgerkriegen ein gutes Auskommen in den Heeren der konkurrierenden Feudalherren.
Der vielleicht berühmteste Ninja war Hattori Hanzo (1541-1596). Sein Name hat auch Eingang in die Popkultur des Westens gefunden. Quentin Tarantino und sein Film Kill Bill trugen viel dazu bei. Dort trägt ein Schwertschmied als Nachfahre Hanzos diesen Namen. Die Hattori-Hanzo-Schwerter werden im Film als «die besten Schwerter der Welt» bezeichnet.
(ise)