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Schöner Erfolg für Henri Laaksonen (ATP 119): Der 27-jährige Schaffhauser erreichte dank eines Fünfsatz-Erfolges gegen den Italiener Marco Cecchinato (ATP 66) erstmals die 2. Runde des US Open. Laaksonen liess einen 2:0-Satzvorsprung entgleiten, setzte sich aber schliesslich nach einem fast vierstündigen Marathon 7:6 (7:3), 7:6 (8:6), 2:6, 3:6, 7:6 (7:2) durch.
In der 2. Runde trifft er am Donnerstag auf den Kanadier Denis Shapovalov (ATP 33).
Es war nichts für schwache Nerven, was Laaksonen und Cecchinato auf dem Aussenplatz 14 bis spät in den Dienstagabend hinein zeigten. Im Tiebreak des zweiten Satzes wehrte der schweizerisch-finnische Doppelbürger einen Satzball ab und gleich zu Beginn des dritten Durchgangs hatte er die Chance auf ein frühes Break und damit vielleicht auf eine Vorentscheidung. Der Schweizer Davis-Cup-Spieler konnte sie aber nicht nützen, danach kippte die Partie.
Im fünften Satz führte der Italiener sogar noch 3:1, ehe sich das Blatt noch einmal wendete. Am Ende behielt Laaksonen, der bereits am Australian Open und bei Roland Garros erstmals die 2. Runde erreicht hatte, wie in den ersten beiden Tiebreaks die Nerven.
«Ich musste hart für diesen Sieg arbeiten», stellte er fest, während er sich das rechte Handgelenk kurz vor Mitternacht mit einem Sack Eis kühlte. «Aber ich habe immer an den Sieg geglaubt und habe ich einfach immer weiter gekämpft.»
Es ist nach schwierigen Monaten eine Art Befreiungsschlag für den Sohn des ehemaligen Schaffhauser Tennisprofis Sandro Della Piana. Die erste Jahreshälfte war zwar mit dem erstmaligen Erreichen der 2. Runde am Australian Open und in Roland Garros durchaus erfreulich, im Sommer fiel Laaksonen allerdings in ein Loch. Nicht zum ersten Mal waren körperliche Beschwerden mitverantwortlich. «Ich machte eine unglückliche Bewegung und zog mir eine Verletzung an der Hüfte zu», erklärt er. «Ich dachte, es würde schnell wieder vorbei gehen, das tat es aber nicht.»
Rafael Nadal überzeugte in seiner Auftaktpartie auf der ganzen Linie. In 2:10 Stunden gewann der French-Open-Sieger gegen den Australier John Millman (ATP 80), der im letzten Jahr nach einem Sieg gegen Roger Federer die Viertelfinals erreicht hatte, locker 6:3, 6:2, 6:2 und hinterliess dabei von den grossen drei den stärksten Eindruck.
Auch sonst verlief der Dienstag ganz nach dem Geschmack Nadals. Mit Dominic Thiem (Nummer 4), Stefanos Tsitsipas (8) und Roberto Bautista Agut (10) scheiterten gleich drei Top-Ten-Spieler aus der Tableauhälfte des Spaniers bereits in der 1. Runde. Zudem musste die Nummer 6 Alexander Zverev gegen den Moldawier Radu Albot fünf Sätze lang kämpfen.
Nadal und Zverev würden gemäss Papierform im Viertelfinal aufeinander treffen. Deshalb ist jetzt schon klar, dass aus dem anderen Viertel ein Spieler von ausserhalb der Top Ten die Halbfinals erreichen wird. Nach nur einem Tag verbleibt dort Gaël Monfils, die Nummer 13, als Bestklassierter.
Nach Timea Bacsinszky und Viktorija Golubic gelang am US Open auch Jil Teichmann (WTA 60) keine Überraschung. Die 22-jährige Bieler Linkshänderin unterlag der als Nummer 25 gesetzten Belgierin Elise Mertens in der 1. Runde klar 2:6, 2:6. Damit erreichte von vier gestarteten Schweizer Frauen einzig Belinda Bencic die 2. Runde.
Teichmann geriet in beiden Sätzen sofort mit einem Break in Rückstand. Da sie sich selber keine einzige Chance erarbeitete, der in allen Belangen solideren und spielstärkeren Belgierin den Aufschlag abzunehmen, war damit bereits eine Vorentscheidung gefallen. Nach nur 67 Minuten zog die Siegerin des Ladies Open von 2017 in Lugano in die nächste Runde ein. (ohe/abu/sda)