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Das 130-jährige Hotel «Post» verschwindet
An der Gemeindeversammlung von Pontresina haben die 108 Stimmberechtigten drei Vorlagen zur Ortsplanungsrevision gutgeheissen. Weiter stimmten die Gekommenen einem Landverkauf an die Rhätische Bahn zu.
Mit der Zustimmung zur Nutzungsplanung «Hotel Post» hat die Gemeindeversammlung von Pontresina am Mittwochabend die Voraussetzung zum Abbruch und Neubau des Hotels «Post» mitten im Dorf geschaffen. Laut einer Mitteilung wird der Ende der 1890er-Jahre entstandene und in den 1930er und 1950er Jahren mehrfach erweiterte Bau ersetzt. Der Neubau umfasst ein Hotel mit 30 Zimmern und sieben touristisch bewirtschafteten sowie fünf Zweit-Wohnungen. Dazu sollen ein öffentliches Restaurant und eine kleine Kunstgalerie entstehen. Das Vorprojekt stammt vom Bündner Architekten Gion A. Caminada.
Weiter billigte die Gemeindeversammlung die Umzonung einer Teilparzelle im Quartier Seglias aus der Landwirtschaftszone in die Zone für Grünflächen und die Entlassung aus der Wintersportzone. Damit wird die Voraussetzung für eine unterirdische Verbindung zwischen zwei Parkierungsanlagen geschaffen, die im Rahmen eines Überbauungsprojekts vorgesehen sind.
Gutgeheissen wurde auch die Teilrevision der Ortsplanung betreffend Kiesabbau in Montebello. Die nötigen Arbeiten an Richtplan, Abbaukonzept und Anpassungen von Zonenplan, Gestaltungsplan, Erschliessungsplan und am Umweltverträglichkeitsbericht waren gemäss der Mitteilung sehr komplex und dauerten über acht Jahre.
Alle drei Teilrevisionen der Ortsplanung sind noch von der Bündner Regierung zu genehmigen. Letztlich wurde auch der Verkauf von 333 Quadratmeter Land an die Rhätische Bahn AG sowie die temporäre Benützung von weiteren 235 Quadratmeter einer gemeindeeigenen Parzelle in Prasüras (Celerina) für ein Jahr für eine Geleisekorrektur genehmigt. Diese steht im Zusammenhang mit dem vorgesehenen Umbau des Bahnhofs Pontresina. (so)