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Siemens kann sich vor Aufträgen im Vorfeld der Weltmeisterschaft fast kaum retten. Der Elektrokonzern hat bisher schon Aufträge im Wert von mehr als einer Milliarde Euro gesammelt. Neben Baumassnahmen für die WM werden die Zuschauer das Firmenlogo auch während des an diesem Samstag beginnenden Confederation Cups und den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro sehen.
“Die Grossveranstaltungen werden den Ausbau der Infrastruktur beschleunigen und damit die Basis für nachhaltiges Wachstum legen“, erklärte Paulo Stark, Chef von Siemens Brasilien, am Mittwoch.
Laut des Unternehmens hat Siemens beispielsweise die Sicherheits- und Gebäudetechnik für das Nationalstadion Mané Garrincha in der Hauptstadt Brasilia entwickelt. Hinzukommt noch der Bau eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerts in Manaus. Zudem liefert Siemens Technologien für intelligente Stromnetze an den brasilianischen Netzbetreiber ONS.
Weitere Aufträge erhielt das Unternehmen unter anderem für Software für die Wasserversorgung in der Metropolregion São Paulo sowie für Mittel- und Niederspannungstechnik zur Stromversorgung des grössten brasilianischen Flughafens Guarulhos International Airport.
Nach Unternehmensangaben habe der Konzern “eine Schlüsselrolle bei der Modernisierung des Landes“ gehabt: “Produkte und Lösungen von Siemens sind bei der Hälfte der Stromerzeugung des Landes im Einsatz. Rund ein Drittel aller bildgebenden Geräte in der Gesundheitsversorgung stammen von Siemens. Alleine in den vergangenen zehn Jahren eröffnete das Unternehmen neun neue Fabriken und erschuf 4.000 neue Arbeitsplätze.“
Bei Grossveranstaltungen wie Olympia oder Weltmeisterschaft fliesst der Grossteil der Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur oder in andere Projekte. Lediglich 10-20 Prozent werden direkt in den Bau von Stadien investiert.