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Marc Weller, Bern
Die finale Fahrt zur Dauermarkenserie «Schweizer Bahnhöfe» ist ein würdiger Abschluss, denn sie führt uns in die Hauptstadt, zum Hauptbahnhof Bern, der 1860 eingeweiht und 1974 nach umfangreichen Umbauten neu eröffnet wurde.
Als Bahnhof der SBB, der BLS sowie der Schmalspurbahn Bern-Solothurn (RBS), aber auch als Knotenpunkt des regionalen S-Bahn-Netzes ist Bern nach Zürich der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz. In der Bundesstadt war 1860 zunächst ein Kopfbahnhof errichtet worden, der 1891 zu einem Durchgangsbahnhof umgebaut wurde. Nach langen Jahren der Diskussion wurde dieser in den 1970er-Jahren neu erstellt, doch stösst der teilweise mit Glas verkleidete Stahlbetonbau mit heute rund 270 000 Reisenden pro Werktag nun an seine Grenzen.
Anfang der 1990er-Jahre wurde ein neuer Haupteingang sowie ein weitgehend verkehrsfreier Bahnhofplatz geschaffen, der 2007–2008 erneut umgebaut wurde. Dabei wurde unter anderem ein Glasdach erstellt. Das grosse Teile des Platzes überspannende, «Baldachin» genannte Werk bildet ein neues Wahrzeichen am Westrand der Altstadt. Von hier aus blickt man auf das markante Bahnhofgebäude, das Marc Weller auf der Marke dramatisch in Szene gesetzt hat. Der Grafiker hatte zum Abschluss ein Heimspiel.
Jürg Freudiger