Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03147.jsonl.gz/1319

Anders als am Samstag im Sprintrennen, als Max Verstappen einen Start-Ziel-Sieg hinlegen konnte, gelang es Ferrari diesmal, den Niederländer unter Druck zu setzen. Die Autos von Charles Leclerc und Carlos Sainz hinterliessen den deutlich stärkeren Eindruck, als jenes des Titelverteidigers. So gelang es Leclerc, Verstappen drei Mal auf der Strecke zu überholen.
In der Schlussphase des Rennens sah es sogar danach aus, als würde Ferrari beim Heimspiel von Red Bull in der Steiermark auf einen Doppelsieg zusteuern. Beide Fahrer waren mit den wesentlich frischeren Reifen unterwegs als Verstappen. So schien es nur eine Frage der Zeit, bis auch Sainz am Weltmeister vorbeiziehen würde. Doch der Spanier wurde eine Woche nach seinem Premierensieg in Silverstone 15 Runden vor Schluss von einem Motorschaden gebremst.
Auch Perez ausgeschieden
Ganz am Schluss musste auch Leclerc noch um seinen dritten Saisonsieg, den ersten seit Mitte April in Melbourne, zittern. Ein Problem mit dem Gaspedal erlaubt es ihm nicht, in den letzten Runden mit vollem Tempo zu fahren. Doch der Monegasse rettete einen knappen Vorsprung von eineinhalb Sekunden auf Verstappen ins Ziel.
Für Leclerc war es der insgesamt fünfte GP-Sieg in der Formel 1, der erste, den er nicht von der Pole-Position aus herausgefahren hat. In der WM-Wertung machte er auf Kosten von Sergio Perez einen Sprung auf Platz 2. Der Mexikaner erlitt bei einer Kollision mit George Russell im Mercedes in der Startrunde Schäden an seinem Red Bull und musste das Rennen früh aufgeben. Russell seinerseits konnte weiterfahren und wurde letztlich Vierter.
In der WM-Wertung führt Verstappen, mit vier Siegen in Spielberg der Rekordhalter, nun 38 Punkte vor Leclerc und 57 vor seinem Teamkollegen Perez.
Bottas für Aufholjagd nicht belohnt
Auf Punktezuwachs hoffen durfte bis zuletzt auch das Team Alfa Romeo. Valtteri Bottas zeigte auf der Strecke, auf welcher er im Mercedes schon zweimal (2017 und 2020) als Sieger abgewunken worden war, eine tolle Aufholjagd. Erst in der letzten Runde musste sich der aus der Boxengasse gestartete Finne vom zweifachen Weltmeister Fernando Alonso im Alpine überholen lassen und wurde schliesslich Elfter. Zhou Guanyu im zweiten Hinwiler Auto belegte den 14. Platz.