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Jonas Kaufmann, Carlos Alvarez, Federica Lombardi, Virginie Verrez, Coro dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Antonio Pappano
Jonas Kaufmanns neues Album ist eine Gesamteinspielung von Verdis spätem Meisterwerk Otello. In der langjährigen Partnerschaft, die den deutschen Tenor und Sony Classical verbindet, stellt das Album die erste Operngesamtaufnahme dar. Die Aufnahme fand im letzten Sommer unter idealen Studiobedingungen in zwei intensiven Wochen in Rom statt und ist ein weiteres Beispiel für die gefeierte Partnerschaft des Tenors mit Antonio Pappano, der bereits Kaufmanns Rollendebüt an Covent Garden dirigiert hatte. Auf dem neuen Album leitet Pappano Orchester und Chor der Accademia Nazionale di Santa Cecilia; die Sopranistin Federica Lombardi singt erstmals die Desdemona und der Bariton Carlos Álvarez die Rolle des Jago. Dabei handelt es sich um den ersten römischen Otello seit der legendären Living-Stereo-Aufnahme von 1960 mit Jon Vickers, Leonie Rysanek und Tito Gobbi unter Leitung von Tullio Serafin. Die Partie des Otello gilt als singulärer Höhepunkt aller italienischen Tenorrollen: Sowohl in stimmlicher als auch in expressiver Hinsicht verlangt sie dem Sänger alles ab. Jonas Kaufmann bemerkte dazu: „Diese Farben, dieses Feuer, diese Leidenschaft, mit der sich Otello in seinen Verdacht hineinsteigert bis zur Weißglut. Es ist halt von Anfang bis Ende ein Stück, das einen emotional sehr fordert. Doch sobald man Stimme und Emotionen unter Kontrolle hat, ist es fantastisch zu singen.“ Diese Aufnahme ist ein Meilenstein in Jonas Kaufmanns langjähriger Auseinandersetzung mit der Rolle, die 2001 begann, als er den Cassio, die zweite Tenorrolle in Otello, in Chicago sang, an der Seite von Ben Heppner, Renée Fleming und Lucio Gallo. Für sein erfolgreiches Verdi Album nahm Kaufmann 2013 erstmals zwei Szenen aus der Oper auf. „Seitdem hatte ich Blut geleckt und wollte nichts mehr, als die ganze Rolle zu singen“. Nicht aber bevor er die anderen wichtigen italienischen Rollen beherrschte: Manrico, Alvaro, Des Grieux, Canio und Andrea Chenier, die er in den folgenden Jahren sang.
( Text von JPC )
2 CDs: 39.-
Vö : 12.6.2020
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Jean Rondeau, Thomas Dunford, Lea Desandre, Marc Mauillon, Myriam Rignol
Wie eine sich öffnende Blüte entfalten sich die Töne, und dann setzt ein beharrlicher Rhythmus ein, der jeden in seinen hypnotischen Bann zieht: Les Barricades Mystérieuses (deutsch etwa geheimnisvolle Sperren) nannte der französische Komponist François Couperin eines seiner rätselhaftesten Cembalostücke. Niemand weiß, was sein Titel bedeutet. So mancher wundert sich über die Klänge, die moderne Minimal Music vorwegzunehmen scheinen. Für den Cembalisten Jean Rondeau ist das Werk Ausgangspunkt für ein französisches Barockalbum, für das er eine Reihe von Kollegen um sich versammelt hat – den Lautenisten Thomas Dunford, die Mezzosopranistin Lea Desandre, den Bariton Marc Mauillon und die Gambistin Myriam Rignol. Gemeinsam entführen sie das Publikum in die Salons der französischen Könige der Barockzeit, die in der legendären verschwenderischen Pracht von Versailles im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert genau diesen Komponisten lauschten: neben Couperin und seinen »Barrikaden« etwa weiteren Cembalomeistern wie Robert de Visée, Antoine Forqueray oder Jean-Henri d’Anglebert, dem Gambisten Marin Marais oder den mitreißenden Vokalkompositionen von Marc-Antoine Charpentier und Jean-Philippe Rameau. Es ist eine ganze Epoche, die in dem abwechslungsreichen Programm in nur 20 Tracks wiederaufersteht und deren Werke Rondeau und seinen Kollegen Thomas Dunford schon lange beschäftigen: »Diese Musik wurde uns in die Wiege gelegt, sie machte uns zu den Musikern, die wir heute sind. Wenn wir sie gemeinsam aufführen, dann ist der Austausch zwischen uns weit mehr als ein Dialog, es ist wie eine gemeinsame Entdeckungsreise, zu der wir unsere Zuhörer einladen – und dabei finden wir kein Ziel, keine Antworten.«
CD: 25.-
Vö : 29.5.2020 ▴
Die Freitagsakademie
– Blasinstrumente revolutionieren die Barockmusik. Am Hofe Ludwigs XIV. erfindet Jean de Hotteterre die Oboe, die einen unvergleichlichen Siegeszug antritt
– Pfiffige Instrumentenbauer verhelfen dem Horn zu neuen, atemberaubenden Möglichkeiten
– Begeistert greifen Vivaldi, Zelenka, Händel, Fasch und Telemann diese klanglichen Neuerungen auf. Es ist eine wahre Bereicherung, diese Juwelen der Barockliteratur zu erleben.
CD: 25.-
Vö : 22.5.2020 ▴
Max Emanuel Cencic, Yuriy Mynenko, Sophie Junker, Aleksandra Kubas-Kruk, Dilyara Idrisova, Nicholas Tamagna, Jake Arditti, (oh!) Orkiestra Historyczna, Marcin Swiatkiewicz, Martyna Pastuszka
Anders als man heute denkt war im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts weder Georg Friedrich Händel noch Antonio Vivaldi der bekannteste und meistgespielte Opernkomponist, sondern Leonardo Vinci. Ausgebildet in Neapel reüssierte er dort ab 1719 zunächst mit mehreren Opere buffe ehe er sich 1722 mit unmittelbarem Erfolg auch der angeseheneren Opera seria zuwandte. Hier prägte er als einer der bedeutendsten Vertreter der Neapolitanischen Schule die italienische und bald auch die europäische Opernszene.
Vincis 1727 am römischen Teatro delle Dame uraufgeführte Opera seria Gismondo, Re di Polonia ist ein Meisterwerk des Komponisten, das nach Artaserse und Catone in Utica auch auf Tonträger der unverdienten Vergessenheit entrissen wird. Vincis Oper feierte 2018 konzertant in Wien, Moskau und Warschau sensationelle Triumphe vor einem hingerissenen Publikum. Kein Wunder, begeistert doch auch in der vorliegenden CD-Einspielung eine handverlesene Sängertruppe um den Star-Countertenor Max Emanuel Cencic.
3 CDs: 59.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Musica Aeterna, Teodor Currentzis
Auch wenn diese Aufnahme den Geist des Live-Konzerts atmet, entsteht sie doch in vielen Stunden akribischer Arbeit. Der in Griechenland geborene und in Russland lebende Dirigent wird für sein perfektionistisches Gespür für Details gerühmt, und seine handverlesenen Musiker folgen ihm in wochenlangen gemeinsamen Proben auf Schritt und Tritt. MusicAeterna und Teodor Currentzis kennen keine Grenzen, wenn es darum geht, den Ausdrucksgehalt eines Meisterwerks zu vermitteln. Jeder Hörer möge diese neue Fünfte von Beethoven mit eigenen Ohren hören und sie am allgemeinen Hype, an den großen Aufnahmen der Vergangenheit und an seinen eigenen Erwartungen messen. „Currentzis nimmt Beethovens umstrittene Metronomangaben einfach nur beim Wort. In den langsamen Sätzen atmet er mit der Musik und phrasiert melodische Bögen organisch aus.“ (BR Klassik) Beethovens Metronomangaben werden heutzutage zwar schon häufiger befolgt als früher, doch die immensen Kontraste der Fünften Symphonie – gesangliches Fließen und Marschrhythmen, harte und sanfte Bogenführung, helle und dunkle Klangfarben, männliche und weibliche Endungen – sind auf diesem neuen Album in einer Weise eingebrannt, die von beispiellos tiefem Verständnis und klarer Einsicht zeugen. Auf unvergleichliche Weise bringt Currentzis die messerscharfen Akzente, die pulsierenden Rhythmen, die plötzlichen Attacken und den dynamischen Puls des Werks heraus. „Ein unglaublicher Erfolg. So hatten sich vielleicht die ersten Zuhörer gefühlt – verblüfft und begeistert von einer Musik, die nie das tut, was das Ohr erwartet.“ (The Times)
CD: 19.-
Vö : 12.6.2020 ▴
Alina Ibragimova, State Academic Symphony Orchestra "Evgeny Svetlanov", Vladimir Jurowski
Schostakowitschs Violinkonzerte zählen zu den bedeutendsten Gattungsbeiträgen im Repertoire des 20. Jahrhunderts. Die herausragende Alina Ibragimova hat sie für HYPERION eingespielt und wartet dabei mit einer hochinteressanten Besonderheit auf: Sie hat sich nämlich dazu entschieden, erstmals den Beginn des Finales im ersten Konzert so zu spielen, wie es vom Komponisten ursprünglich konzipiert war, aber auf Wunsch von David Oistrach vor der Uraufführung geändert wurde. Dieser hatte den Komponisten nach der expressiven Passacaglia mit ihrer ausgedehnten Solokadenz, die attacca ins rasende Finale mündet um eine kurze Verschnaufpause angefleht.
CD: 27.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Eric Le Sage, Les Vents Francais
Obwohl die Romantiker die Blasinstrumente nicht alsechte Soloinstrumente einsetzten, verwendeten sie wegen ihrer ausdrucksstarken Klangfarben öfter, als man vermeint; letztere eigneten sich nämlich hervorragend dazu, einer Vielzahl von Stimmungen in kunstvollster Kammermusik musikalischen Ausdruck zu verleihen. Die vorliegende Einspielung belegt dies höchst eindrucksvoll.
CD: 25.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Lisa Batiashvili, Katie Melua, Till Brönner, Milos Karadaglic, Maximilian Hornung, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Georgia Philharmonic, Nikoloz Rachveli
City Lights ist eine Reise durch die Welt. Elf Stücke setzt die Geigerin Lisa Batiashvili in Beziehung zu wichtigen Orten ihres Lebens. Das autobiografische Konzept für City Lights geht aus von den Städten, die in Batiashvilis Leben besondere persönliche, musikalische oder violinistische Bedeutung haben.
»Egal, wohin du gehst oder wie weit entfernt du schließlich bist, du behältst immer eine besondere Beziehung zu Orten, die einmal ein Teil von dir waren«, sagt die Geigerin. »Es sind alles Städte, die ich nicht nur durch ihre Bauwerke und Museen kenne, sondern von Grund auf. Ich wollte meine Liebe zur Musik, zur Kultur und zu den Menschen dieser Orte zum Ausdruck bringen und dem nachgehen, was so besonders an ihnen ist, in einem positiven, individuellen Sinn.«
Lisa Batiashvili spielt auch eine Suite, die auf Charlie Chaplins Musik zu Lichter der Großstadt und anderen seiner Filme basiert. »Chaplin war ein Multitalent – Filmschauspieler, Drehbuchautor, Produzent, aber auch ein Komponist von herrlicher Musik. Für mich steht sein Können für die Schönheit und kreative Fantasie des 20. Jahrhunderts.«
Zu Batiashvilis musikalischen Partnern zählen Nikoloz Rachveli, Katie Melua, Miloš Karadaglić, Till Brönner und Maximilian Hornung. Alle Tracks wurden eigens für die Aufnahme arrangiert und sind Ersteinspielungen, ihr musikalisches Spektrum reicht von J. S. Bach und Johann Strauss bis zu Michel Legrand und Astor Piazzolla. Das Album vereint unterschiedlichste Genres, darunter Klassik, Filmmusik, Jazz und Tango.
CD: 25.-
Vö : 12.6.2020 ▴
Martin Fröst, Concerto Köln
Auf seinem neuen Album wendet sich Martin Fröst, der zu den führenden Klarinettisten unserer Zeit gehört, Antonio Vivaldi zu – in neuen Arrangements von Arien aus Opern und Oratorien des »roten Priesters«. Martin Fröst macht hier, gemeinsam mit dem renommierten Ensemble Concerto Köln, aus einer Not eine Tugend. Denn die heute gebräuchliche Klarinette gab es zu Vivaldis Zeiten noch nicht. Da aber dessen Musik einem so innovativen Geist wie dem Schweden Martin Fröst viel bedeutet, ließ er Musik aus »Juditha triumphans«, »Ottone in villa«, »L’Olimpiade«, »La fida ninfa« und »Giustino« eigens für sich arrangieren. Außerdem hören wir eine Transkription der Arie »Veni, veni, me sequere fida« aus »Juditha triumphans«.
Das Programm komplettieren zwei beliebte Sinfonien für Streichinstrumente, die Ouvertüren zu »Il Giustino« und »L’Olimpiade«: Diese gehören zu Vivaldis schönsten Opernouvertüren im italienischen Stil und sind fester Teil des Repertoires der Barockspezialisten von Concerto Köln. So verbindet Martin Fröst auf »Vivaldi« Alt und Neu und weist so dem Klarinettenrepertoire neue Perspektiven.
CD: 25.-
Vö : 15.5.2020 ▴
Piers Lane, The Orchestra Now, Leon Botstein
CD: 27.-
Vö : 2.6.2020 ▴
Anne-Sophie Mutter, Yo-Yo Ma, Daniel Barenboim, West-Eastern Divan Orchestra
Zur Eröffnung des Beethoven-Jahres 2020 erscheint bei Deutsche Grammophon ein in mehrfacher Hinsicht außergewöhnliches Album, das mit dem Tripelkonzert op. 56 und der Siebten Symphonie op. 92 zwei Schlüsselwerke des Jubilars präsentiert. Mit Anne-Sophie Mutter, Yo-Yo Ma und Daniel Barenboim sind zudem drei der renommiertesten Künstlerpersönlichkeiten und Beethoven-Interpreten unserer Zeit zu erleben, die die farbenreichen Stücke zusammen mit dem West-Eastern Divan Orchestra vielschichtig und spannungsvoll ausdeuten. Entstanden sind die Aufnahmen als Live-Mitschnitte von Konzerten im Juli bzw. Oktober 2019 in Buenos Aires bzw. Berlin anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des West-Eastern Divan Orchestra. Das Orchester ist längst zum Sinnbild eines völkerverständigenden Projekts geworden. 1999 von Daniel Barenboim mitgegründet, steht es für die mutige Verwirklichung eines Traums und ist ein faszinierender Mikrokosmos, der exemplarisch aufzeigt, wie Versöhnung bei der gemeinsamen Arbeit an einer Sache gelingen kann. Für Daniel Barenboim war Beethoven der wahrscheinlich erste wirklich unkonventionelle Komponist. »Er hat sich nicht darum gekümmert, was die Leute denken«, so Barenboim, und verlange vom Interpreten absolute physische Präsenz und Hingabe. »Als Musiker zwingt er dich, an den Rand, den Abgrund und noch weiter zu gehen. Das erfordert eine ungeheure Portion Mut.« In ihrer existenziellen Tiefe und grenzüberschreitenden Kraft hat die Musik des überzeugten Humanisten dabei bis heute eine zwingende Präsenz und Aktualität. Anne-Sophie Mutter sagt, Beethoven habe »wirklich erkannt, worum es im Leben geht: um das friedvolle Miteinander von uns Menschen, darum, dass wir füreinander da sind. Diese Idee, dass wir im Kern wie Brüder oder Schwestern miteinander leben sollen, ist für mich letztlich die Essenz seines Wirkens, die ihn zu einem Botschafter von der Vergangenheit in eine bessere Zukunft hinein werden lässt.« Yo-Yo Ma erklärt: »Die überbordende Erfindungskraft ist so überraschend, und das Werk ist so lebensbejahend, so positiv. Der zweite Satz ist nobel und offen, aber die Ecksätze sind einfach voller Freude!« Die deutlich hervorgehobenen Parts der Solisten werden oft kammermusikalisch geführt und ziehen in der ausdrucksstarken Interpretation von Mutter, Barenboim und Ma unmittelbar in den Bann.
CD : 27.- / 8.5. 2020
2 LPs : 39.- / 8.5. 2020
Blu-Ray: 35.- / 8.5. 2020 ▴
Capella Amsterdam, Daniel Reuss
Orlando di Lasso stellte in seiner weltlichen Musik eine überbordende Vitalität unter Beweis, doch mit seinen geistlichen Werken verhält es sich ganz anders: Die zwölf Motetten dieser Aufnahme (entstanden zumeist in seinen letzten Lebensjahren) sind Ausdruck einer tiefen Melancholie und zeigen, dass der Komponist nicht nur alle möglichen stilistischen Verfahren beherrschte, sondern auch die Kunst der Rhetorik auf höchstem Niveau. Meisterhaft wissen Daniel Reuss und die Cappella Amsterdam diese breite Ausdruckspalette zu vermitteln.
CD: 25.-
Vö : 29.5.2020 ▴
Mirijam Contzen, Herbert Schuch, WDR Sinfonieorchester Köln, Reinhard Goebel
Drittes Album von Reinhard Goebels hoch gelobtem Aufnahmeprojekt »Beethovens Welt«
Die Einspielungen von Reinhard Goebels Aufnahmeprojekt »Beethovens Welt« erhalten große Beachtung und exzellente Rezensionen weltweit. Für das erste Album mit Violinkonzerten von Clement urteilte die Welt am Sonntag: »Wenn die Entdeckung Beethovens Zeitgenossen, die sich gerade Goebel fürs Beethoven-Jahr auf die Fahnen geschrieben hat, so weitergeht, wird es ein feines Jahr.« Für das zweite Album mit Doppelcellokonzerten von Reicha und Romberg schrieb sr2: »Musik für Cello und Orchester ist rar, Konzerte für zwei Celli und Orchester fast nicht existent (...) Der klassizistisch wohlproportionierte Klang fügt sich großartig in das aufmerksame Orchester ein.« Deutschlandfunk ergänzte: »Die Aufnahme (…) setzt Maßstäbe.«
Mit der dritten Einspielung der gefeierten Reihe setzt Reinhard Goebel mit außergewöhnlichen Raritäten von Zeitgenossen Beethovens den musikalischen Streifzug durch das Wien des frühen 19. Jahrhunderts fort. Eingespielt mit dem WDR Sinfonieorchester und Mirijam Contzen an der Violine sowie Herbert Schuch am Klavier, beweist die Aufnahme erneut, dass es für die Wiener Musikliebhaber weitaus mehr zu hören gab als Klavierkonzerte von Mozart oder Sinfonien von Beethoven. Auf dem Album erklingt von dem jungen Johann Nepomuk Hummel (1778–1837) das Doppelkonzert für Violine und Klavier aus dem Jahre 1804, das noch ganz auf den Pfaden seines Lehrers Mozart wandelt. Von Beethovens Lehrer Antonio Salieri (1750–1825) stammen die großen Variationen über das barocke Follia-Thema, die Salieri 1815 als Einlage in Händels Alexanderfest komponiert hat. Und mit der Sinfonie in D-Dur des Böhmen Jan Vaclav Vorisek (1791-1825) rundet Goebel dieses musikalische Raritätenprogramm ab; die einzige Sinfonie des früh verstorbenen Komponisten weist bereits pionierhaft den Weg in die Romantik.
»Zum Beethoven-Jahr keine neuen Lesarten von Beethovens Werk zu bieten, sondern Raritäten aus seinem Umfeld, ist eine Idee, wie sie typisch ist für Reinhardt Goebel, den unermüdlichen Entdecker.« (Rondo)
CD: 25.-
Vö : 19.6.2020 ▴
Quatuor Ebene
Die Einspielung sämtlicher Streichquartette durch das Quatuor Ébène ist ein künstlerisches Monument, das das Beethoven-Jahr überstrahlt: Jede Note, jede Phrase und jede Klangfarbe glüht voller Spannung und zieht den Hörer unmittelbar in seinen Bann. Die fesselnden Aufnahmen entstanden im Rahmen der von Publikum und Kritik umjubelten Tournee Beethoven around the World, die das französische Streichquartett durch 21 Länder Europas, Afrikas, Amerikas, Asiens und Australien führte. Das einzigartige Projekt wurde durch einen informativen Film dokumentiert, der das Quartett – welches im Beethoven-Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert – begleitete.
Mit seinen 16 Streichquartetten hat der Komponist die ganze Quartettgattung aus den Grenzen einer eher häuslichen Musik zu einem großen Genre gemacht – von den Anfängen im Schatten großer Vorgänger wie Mozart oder Haydn bis hin zu seinen formsprengenden visionären Spätwerken, in denen er die Möglichkeiten der Musik selbst neu definierte. Zusammen mit dem Film bilden die Früchte von Beethoven around the World ein geschichtsträchtiges Monument der Beethoven-Interpretation im 21. Jahrhundert, an dessen Beginn sich das Quatuor Ébène zusammenfand.
7 CDs: 79.-
Vö : 15.5.2020 ▴
Franco Fagioli, Il Pomo d'Oro, Zefira Valova
Stephen Hough, Finnish Radio Symphony Orchestra, Hannu Lintu
Das Beethoven-Jahr 2020 bringt zwangsläufig auch zahlreiche Neueinspielungen seiner Klavierkonzerte mit sich. Lässt sich hier noch etwas Substantielles oder gar Neues sagen, wenn deren Diskographie mittlerweile schon fast ein Jahrhundert umfasst? Wenn Pianisten vom Kaliber eines Stephen Hough von der Partie sind, kann die Antwort nur ein nachdrückliches »Ja!« lauten. Es ist dabei nicht nur die erstaunliche Kapazität solcher Werke, immer wieder frisch und neu zu klingen, besonders Houghs intelligentes, stets forschendes Spiel trägt seinen Teil dazu bei. Er wird hier von Hannu Lintu und dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester hellwach und weitab jeglicher Routine begleitet.
3 CDs: 49.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Vox Clamantis
Das estnische Vokalensemble Vox Clamantis stellt auf dem neuen Album The Suspended Harp of Babel Chorwerke von Cyrillus Kreek (1889–1962) vor, die durch ihre einnehmende Klanglichkeit faszinieren. Lange ein Geheimtipp geblieben, erklingen diese Vertonungen von Psalmen und Volksliedern des estnischen Komponisten in einer Aufnahme aus der Kirche der Verklärung des Herrn in Tallinn.
Ergänzt werden die Chorwerke mit instrumentalen Fantasien und Zwischenspielen eines Nyckelharpa-/Kantele-Trios unter der Leitung von Marco Ambrosini.
CD: 25.-
Vö : 8.5.2020 ▴
Holger Falk, Nuovo Aspetto
Seit Jahrhunderten ist Venedig magischer Anziehungspunkt für Reisende aus aller Welt. Denn neben den auf Pfählen errichteten prächtigen Palazzi, Plätzen und Kirchen mit ihren beeindruckenden Gewölben und Campanile sowie der einzigartigen Kunst- und Musikgeschichte ist die Lagunenstadt nicht zuletzt berühmt für ihre lebenden Wahrzeichen: die singenden Gondoliere auf den zahlreichen Kanälen, von deren Gesang schon Goethe, Rousseau und Mozart berichten. Auf seinem Debüt-Album für PROSPERO schlüpft der Bariton Holger Falk in die venezianische Paraderolle und nimmt das Publikum mit auf eine Fahrt durch jahrhundertealtes Liedrepertoire. Mit an Bord der Konzertgondel: das renommierte Alte-Musik-Ensemble Nuovo Aspetto und das Elektro-Duo Merzouga, das faszinierende Klangeindrücke aus der unvergleichlichen Stadt beisteuert.
CD: 27.-
Vö : 1.5.2020 ▴
Nuria Rial, Artemandoline
Bereits das erste gemeinsame Album der katalanischen Sopranistin Nuria Rial mit dem in Luxemburg beheimateten Ensemble Artemandoline erhielt fantastische Besprechungen: "Das ist weit mehr als nur das Ständchen, das der Angebeteten als Bühnenmusik dargeboten wird. Da gibt es auch überaus virtuose Exemplare, in denen der Mandoline als obligatem Instrument alles abverlangt wird (...) Perfekt ergänzen die Streicher und Nuria Rial das Zupfinstrument in seiner Artikulation." (Concerti) "Arien in Verbindung mit Mandolinen-Musik; eine schöne, originelle Idee, die thematisch durchaus über ein ganzes Album trägt. [...] Nuria Rial bleibt sich treu. [...] Die frische, mädchenhafte Stimme unverändert attraktiv." (rbb Kulturradio) Auf ihrem neuen Album präsentieren Nuria Rial und Artemandoline unter der Leitung von Juan Carlos Muñoz "musikalische Köstlichkeiten" (Toccata) diesmal vom Venedig des 18. Jahrhunderts. Alle Arien auf dem Album sind Weltersteinspielungen. Im Venedig des 18. Jahrhunderts entwickelte sich das Spiel auf der Mandoline zu höchster Perfektion und erklang als fester Bestandteil eines barocken Ensembles in Opern, Oratorien und Kantaten. Zwischen 1690 und 1799 sind etwa 200 Arien mit Mandoline entstanden. "Venice's Fragrance" erweckt diese wertvollen Arien für Sopran, Mandolinen und Streichinstrumente zu neuem Leben. Ausgewählt wurden Arien aus Opern und Oratorien von in Venedig wirkenden Komponisten: Baldassare Galuppi (1706-1785), Francesco Bartolomeo Conti (1681-1732), Gennaro Manna (1715-1779), Tommaso Traetta (1727-1779) und Antonio Lotti (1667-1740). Hinzu kommen auch zwei Mandolinenkonzerte von Antonio Vivaldi (1678-1741) sowie eine Sonata für Mandoline und Violine von Carlo Arrigoni (1697-1744). Die Einspielungen bezaubern mit ihrem Einfallsreichtum, Raffinement und vor allem mit ihren einnehmenden Melodien - "welche uns hier von einer brillanten Sängerin und einem inspiriert und mitreißend agierenden Orchester vorgestellt werden."(Toccata)
CD: 25.-
Vö : 12.6.2020 ▴
Trevor Pinnock (Cembalo)
Zum ersten Mal seit 1983 veröffentlicht die Deutsche Grammophon eine Cembalo-Neueinspielung des Wohltemperierten Claviers (Teil 1). Trevor Pinnock, seines Zeichens Dirigent, Cembalist und Alte-Musik-Ikone offenbart in dieser Aufnahme seine zutiefst persönliche, lebenslange Faszination für eines der kunstvollsten Werke Bachs: »Ich konnte die Aufnahme dieser Präludien und Fugen nicht länger zurückstellen – sie sind ein zentraler Teil meines Lebens.« Im historischen Kammerton, wie er in Köthen zur Zeit Bachs üblich war, und aufgenommen auf einem Cembalo, mit dem Pinnock seit Jahrzehnten vertraut ist, bietet die Aufnahme ein Höchstmaß an Authentizität. »Der Reiz des Cembalos ist, dass man diesem sehr einfachen Instrument eine Musik mit Sprache, eine Musik mit Seele entlocken muss« – Trevor Pinnocks Anspruch verheißt eine informierte und unterhaltsame Interpretation von Bachs kontrapunktischem Meisterwerk.
( Text von JPC )
2 CDs: 32.-
Vö : 1.5.2020 ▴
Leonidas Kavakos (Violine), Enrico Pace (Klavier)
Die zehn Sonaten für Klavier und Violine von Ludwig van Beethoven wurden lange Zeit nicht für vollwertig genommen – mit Ausnahme der A-Dur Sonate op. 47, der sogenannten »Kreutzersonate«, die dann beispielsweise in Leo Tolstois gleichnamiger Erzählung eine wichtige Rolle spielte. Doch umjubelte zyklische Aufführungen, wie die von Stargeiger Leonidas Kavakos und dem exzellenten Pianisten Enrico Pace 2012 bei den Salzburger Festspielen, bezeugten die zentrale Bedeutung der Violinsonaten für Beethovens Schaffen. Die Gesamtaufnahme, die nach diesen Konzerten entstand, wurde vielfach gelobt. So hieß es beispielsweise bei Concerti: »Hinreißend ist Kavakos’ Ton, frisch und wandlungsfähig die Gestaltung, ja, so gefühlvoll hat man vor allem die langsamen Sätze lange nicht mehr gehört.«
3 CD: 29.-
Vö : 19.6.2020 ▴
Anne-Sophie Mutter, Wiener Philharmoniker, John Williams
Der legendäre amerikanische Filmkomponist John Williams dirigiert erstmals die Wiener Philharmoniker – „Besuch vom lieben Gott“ titelte der Standard, „stehend dargebrachte Jubelchöre schon beim ersten Auftritt: als wenn Gott von irdischen Jüngern empfangen wird.“
John Williams in Vienna dokumentiert den historischen Auftritt – „eine ganz besondere Ehre“ im Leben des Komponisten
Symphonische Hollywood-Klänge auf der Bühne des Wiener Musikvereins – das weltbekannte Orchester spielt Kultthemen aus Star Wars, Harry Potter, Indiana Jones, Jurassic Park und anderen Meilensteinen der Filmgeschichte.
Als Stargast Anne-Sophie Mutter mit eigens von Williams für sie arrangierten Adaptionen für Geige.
Star Wars, Harry Potter, Indiana Jones, Jurassic Park - die Soundtracks des Meisters der Kinomagie John Williams gehören zu den beliebtesten der Filmgeschichte und wurden mit zahllosen renommierten Auszeichnungen bedacht, darunter fünf Oscars, fünf Emmys, vier Golden Globes sowie fünfundzwanzig Grammys. Jetzt hat der legendäre amerikanische Filmkomponist die berühmtesten, schönsten und berührendsten Kultthemen erstmals mit den Wiener Philharmonikern eingespielt. „Sternstunden der Filmmusik“ titelte die Wiener Zeitung, „Hollywoods Großmeister begeisterte mit Ausschnitten aus seinem Lebenswerk am Pult der Wiener Philharmoniker.“
Williams’ zwei Konzerte im Wiener Musikverein am 18. und 19. Januar 2020 waren die ersten Aufführungen, die der Komponist je in Kontinentaleuropa dirigiert hat. Mit den Wiener Philharmonikern zu arbeiten sei »eine ganz besondere Ehre« in seinem Leben. Neben Williams und dem Orchester stand in der ersten Hälfte des Konzerts eine weitere Ausnahmekünstlerin auf der Bühne: Anne-Sophie Mutter. So setzten der Dirigent und die Geigerin ihre künstlerische Partnerschaft nach ihrem gemeinsamen Album Across the Stars fort.
Das neue Album „John Williams in Vienna“ vereint Kultthemen aus E. T., Der Weisse Hai, Star Wars, Harry Potter, Jurassic Park, Indiana Jones und anderen Meilensteinen der Filmgeschichte sowie zwei bis jetzt unveröffentlichte, eigens von Williams für Mutter arrangierte Adaptionen für Geige des »Devil’s Dance« aus Die Hexen von Eastwick sowie dem »Raider’s March« aus Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes. Natürlich darf auch der weltberühmte »Imperial March« aus Star Wars nicht fehlen. »Eine der besten Darbietungen dieses Marsches, die ich je gehört habe«, stellte Williams fest.
CD : 27.-
2 LPs : 45.-
Blu-Ray: 35.-
Vö : 14.8.2020 ▴
Hille Perl (Viola da gamba), Andreas Arend (Theorbe), Veronika Skuplik (Violine), Clare Wilkinson (Gesang)
»Ballads within a Dream« – »Balladen in einem Traum« heißt das neue Album von Hille Perl (Gambe) und Andreas Arend (Theorbe). Mit Clare Wilkinson (Sopran) und Veronika Skuplik (Violine) haben sie ein so magisches wie unterhaltsames Panorama englischer Barockmusik eingespielt. Dabei treffen Folksongs und Balladen auf Lieder von Henry Purcell sowie Lautenlieder und solistische Improvisationen für Theorbe auf virtuose Streichermusik. Konzipiert hat das Album Andreas Arend, der bereits mit dem Bratscher Nils Mönkemeyer ein besonderes Barock-Album aufgenommen hat.
Der Reigen von »Ballads within a Dream« wird mit einem anmutigen »Love Song« von John Blow eröffnet, der wahrscheinlich der Lehrer des im 17. Jahrhundert berühmtesten englischen Komponisten, Henry Purcell, war. Dieser Song wie etwa auch Purcells bekannte Ballade »Music for a While« sowie weitere, oftmals leicht melancholisch anmutende Lieder wie »Have you seen the white lily grow?« von Robert Johnson und »Rest, sweet nymphs« von Francis Pilkington aber auch Folksongs wie »I will give my love an apple« oder »Drink to me only with thine eyes« sind mit der herausragenden englischen Mezzosopranistin Clare Wilkinson zu hören.
Es erklingen außerdem zwei traditionelle Melodien (Out of this wood & Come wait upon him), deren Text auf William Shakespeares berühmtem Schauspiel »Ein Sommernachtstraum« basiert. Bei den instrumentalen Stücken sind neben dem weltbekannten Traditional »Greensleeves« auch brillante kammermusikalische Stücke zu hören, darunter eine Violinsonate von Henry Eccles (mit Veronika Skuplik auf der Barockgeige) sowie eine Trio-Sonate von Godfrey Finger, der eigentlich Gottfried Finger hieß und aus Mähren stammte.
CD: 25.-
Vö : 8.5.2020 ▴
Gre Brouwenstijn, Kerstin Meyer, Nicolai Gedda, Frederick Guthrie, Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin, Berliner Philharmoniker, Andre Cluytens
Frage in einem Klassik-Quiz: Wer dirigierte bei der ersten Gesamtaufnahme der Beethoven-Sinfonien mit den Berliner Philharmonikern? So mancher würde auf Herbert von Karajan oder Wilhelm Furtwängler tippen. Doch die richtige Antwort rückt einen Dirigenten ins Licht, der weniger geläufig ist und doch international viele wichtige Spuren hinterlassen hat. Es war der in Belgien geborene André Cluytens, der den Zyklus zwischen 1957 und 1960 einspielte und damit in den ersten Jahren des Stereo-Zeitalters für einen Meilenstein der Schallplatten-geschichte sorgte, an den man sich auch im Beethoven-Jahr 2020 erinnern sollte.
Jetzt erscheint er als Wiederveröffentlichung in modernem Remastering in einer 5-CD-Box. Die Beethoven-Sinfonien gehören zum absoluten Kernrepertoire der Berliner Philharmoniker, die schon mit der fünften im Jahre 1913 die erste Orchesteraufnahme überhaupt vorgelegt hatten. Cluytens verband diese große Tradition mit seinem persönlichen, äußerst zupackenden und konturierten, dabei alle Nuancen der Instrumentenfarben herausarbeitenden Stil. In den Einspielungen, die auch über sechzig Jahre später durch eine ungeheure Frische und Kraft bestechen, zeigt er sich als großer Meister des deutschen Repertoires.
In seiner Karriere hatte der 1905 geborene Dirigent zunächst in Frankreich an verschiedenen Opernhäusern gearbeitet, sich dem französischen Repertoire zugewandt und auch die französische Staatsbürgerschaft angenommen. Die Gesamteinspielung der Sinfonie wird durch einige der bekanntesten Beethoven-Ouvertüren ergänzt.
5 CDs: 25.-
Vö : 1.5.2020 ▴
David Nebel, London Symphony Orchestra, Baltic Sea Philharmonic, Kristjan Järvi
Sein Violinkonzert Nr. 1 schrieb der amerikanische Minimalist Philip Glass für seinen Vater. Es war sein allererstes großes Orchesterwerk, das am 5. April 1987 in New York City uraufgeführt wurde und sehr erfolgreich war. Dieses bisher selten aufgenommene Werk erscheint jetzt in einer hochklassigen Neuaufnahme mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Kristjan Järvi und dem jungen hervorragenden Schweizer Geiger David Nebel, jüngster Preisträger des renommierten Valsesia Musica Violinwettbewerbs in Italien.
Auf dem Album ist auch ein weiteres außergewöhnliches Werk von einem der einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts zu hören: das neoklassische Violinkonzert in D von Igor Strawinsky. Bei diesem Violinkonzert mit vier Sätzen statt der üblichen drei erforschte Strawinsky die Formen der Barockmusik, insbesondere das Prinzip des Concerto grosso, und gab den Orchestermusikern an vielen Stellen Solopassagen, bei denen einzelne Instrumente in reizvolle Dialoge mit der Solovioline treten. Aufgenommen haben David Nebel und Kristjan Järvi dieses Werk zusammen mit Järvis eigenem Orchester, Baltic Sea Philharmonic.
CD: 25.-
Vö : 1.5.2020 ▴
Olivier Latry, La Maitrise Notre-Dame de Paris, Les Sacqueboutiers
Im April 2019 wurde die Welt Zeuge eines riesigen kulturellen Verlustes: Das Feuer in der Pariser Kirche Notre Dame zerstörte Teile des Dachstuhls, den hölzernen Vierungsturm und das Gewölbe des Hauptschiffes. Eine besondere Form der Unterstützung zum Wiederaufbau kommt nun aus der berühmten Kathedrale selbst. Der Chor La Maîtrise Notre-Dame de Paris, dessen Wurzeln bis ins 12. Jahrhundert zurückgehen, erinnert zusammen mit Sängerinnen und Sänger des Ensemble vocal de Notre-Dame de Paris an die große Musikgeschichte des Gotteshauses.
CD: 25.-
LP : 35.-
Vö : 22.5.2020 ▴
Grigory Sokolov (Klavier)
Drei Jahre nach seiner letzten Aufnahme kehrt Grigory Sokolov mit einem Doppelalbum zurück. Es versammelt Live-Mitschnitte von seiner triumphalen Tour 2019 / 20. Der Schwerpunkt liegt auf Beethoven und Brahms. Grigory Sokolov kombiniert Beethovens fesselnde Klaviersonate Nr. 3 mit den geistreichen Bagatellen des Wiener Klassikers und den herbstlich anmutenden Klavierstücken von Johannes Brahms (opp. 118 und 119). Die Mitschnitte, die er zur Veröffentlichung freigegeben hat, stammen von gefeierten Auftritten des Pianisten in Saragossa, Wuppertal und Rabbi (nahe Trient) im Sommer 2019. Ergänzt wird das Live-Doppelalbum um eine unterhaltsame Melange aus Zugaben: träumerische und tänzerische Gefühle weckende Kompositionen von Rameau, Schubert, Brahms, Rachmaninoff und Debussy.
Grigory Sokolov, der am 18. April 2020 seinen 70. Geburtstag feierte, pflegt das Repertoire seiner Soloauftritte und Alben selbst zusammenzustellen. Er ist berühmt für seine geschickt arrangierten Programme, die stets eine eigene Dynamik entfalten. Das wird man nicht nur auf den beiden Tonträgern erleben können, sondern auch auf der dem neuen Album beigefügten DVD, die einen Konzertabend des Pianisten aus dem Jahre 2017 in Turin dokumentiert.
( Text von JPC )
2 CDs: 35.-
Vö : 8.5.2020 ▴
Trio Eclipse
Die aus der Schweiz und Ungarn stammenden Ausnahmemusiker Lionel Andrey (Klarinette), Sebastian Braun (Cello) und Benedek Horváth (Klavier) haben sich während des Studiums an der Musikakademie Basel kennengelernt und das Trio Eclipse gegründet. Ihr Musizieren zeichnet sich u. a. durch Homogenität in Klangfarbe und Textur beim Zusammenwirken der Instrumente aus. Neben der internationalen Konzerttätigkeit ist das Ensemble Preisträger des Schweizer Kammermusikwettbewerbs 2016, des Internationalen Kammermusikwettbewerbs Osaka 2017 und des Migros-Kulturprozent-Wettbewerbs 2019, der die Formation für die nächsten drei Jahre unterstützt. Im Sommer 2019 gab das Trio Eclipse sein Debüt beim Lucerne Festival. Auf seiner ersten PROSPERO-Produktion erklingen Werke von Gershwin, Nino Rota und zeitgenössischen Jazz-Komponisten.
CD: 27.-
Vö : 1.5.2020 ▴
Ian Bostridge (Gesang), Antonio Pappano (Klavier), Vilde Frang (Violine), Nicolas Altstaedt (Cello)
Bekannte unbekannte Beethoven-Lieder: IanBostridge mit Liedern und Volksliedern
Mit seinen Liedaufnahmen hat er großartige Schubert-und Schumann-Interpretationen vorgelegt, und es ist kaum verwunderlich, dass sich der englische Tenor IanBostridge im Beethovenjahr dem vokalen Schaffen des Jubilars widmet. Doch Bostridge, der stets auch das kulturelle Umfeld seines Repertoires und dessen geistige Grundlagen studiert, belässt es nicht bei den bekannten Werken. Vom berühmten Zyklus "An die ferne Geliebte" aus erkundet er weitere Einzellieder und das bisher wenig beachtete Repertoire von Beethovens Volksliedbearbeitungen, das sich als wahrer Schatz entpuppt. Angesichts der allgegenwärtigen Sinfonien, Konzerte, Streichquartette und Klaviersonaten steht Beethoven als Vokalkomponist im Schatten. Doch "An die ferne Geliebte" ist nicht nur der erste Liederzyklus der Musikgeschichte überhaupt, dessen dramaturgischer Aufbau Schubert, Schumann und viele andere inspirierte, er zeigt den nach außen hin oft so wütend-cholerischen Komponisten von einer sensiblen Seite. Der Zyklus "destilliert Beethovens Persönlichkeit als Liebender und seine Emotionen gegenüber einer Geliebten, die er niemals erreichen konnte", sagt Ian Bostridge, der mit diesem Album auch ein großes, fast unbekanntes Repertoire entdeckt: Beethovens Volksliedbearbeitungen, die die menschliche Stimme in das kammermusikalische Geflecht eines begleitenden Klaviertrios kleiden. Zu Antonio Pappano treten hier mit Vilde Frang und Nicolas Altstaedt zwei weitere international renommierte Kammermusiker.
CD: 25.-
Vö : 24.7.2020 ▴
Camille Thomas, Brussels Philharmonic Orchestra, Stephane Deneve, Mathieu Herzog
Das zweite Album von Camille Thomas, der ersten exklusiv von Deutsche Grammophon unter Vertrag genommenen Cellistin seit Jahren. Die junge Französin setzt sich mit der Macht der Zuversicht auseinander – neben einer persönlichen Auswahl bezaubernder Arien-Transkriptionen von Gluck, Dvorák, Verdi, Bellini, Ravel, Wagner und anderen findet sich die Weltpremiere des von Fazil Say für Camille Thomas komponierten Konzerts für Cello und Orchester. Begleitet wird sie vom Brussels Philharmonic Orchestra unter Stéphane Denève und Mathieu Herzog.
CD: 25.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Martha Argerich, Mito Chamber Orchestra, Seiji Ozawa
Nach dem großen Erfolg 2018 kündigt Decca Classics nun die zweite Zusammenarbeit von Seiji Ozawa und Martha Argerich an. Auf dem Programm stehen - passend zum Beethoven-Jahr - Beethovens 2. Klavierkonzert und Griegs Holberg Suite. Es ist die erste Veröffentlichung der Holberg Suite unter der Leitung Ozawas.
CD: 25.-
Vö : 8.5.2020 ▴
Cantus Thuringia, Capella Thuringia, Christoph Dittmar
Melchior Franck gehört zu den bedeutendsten Komponisten des frühen 17. Jahrhunderts in deutschen Landen. Das formidable Ensemble Cantus Thuringia stellt ihn hier in Weltersteinspielungen von 19 Motetten einfühlsam und virtuos vor.
Melchior Franck wurde nicht selten neben Praetorius, Schütz und Schein als einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit genannt. Um 1580 geboren, wurde er 1602 Hofkapellmeister von Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg. Francks "Geistliche Gesäng und Melodeyen" von 1608 nehmen einen wichtigen Platz in der Geschichte der biblischen Motette ein, dem Genre, das in der sakralen deutschen Musik des frühen Barocks vorherrschte.
Auf diesem Album versammelt sind 19 von insgesamt 24 Motetten aus dieser Sammlung, eingespielt von Cantus Thuringia & Capella unter der Leitung von Christoph Dittmar. Obgleich in der Renaissance eine Vielzahl an Vertonungen des Hohelied-Textes durch Komponisten wie Palestrina, Lassus und Schütz entstanden waren, gab es kaum Sammlungen, die den Text in seiner emotionalen Intensität so in den Mittelpunkt stellten, wie jene in den "Geistlichen Gesäng und Melodeyen": Francks kunstvolle und virtuosen Sätze sind unübertroffen an Einfallsreichtum, Dramatik und Gefühlsstärke, schöpfen sie doch die Bildsprache durch sorgfältig madrigalistische und dramatische Herangehensweise gänzlich aus. Obwohl die meisten Motetten Passagen aus dem Hohelied Salomonis zitieren und damit traditionell als "Hochzeitsmusiken" fungieren, stellt Franck ihnen auch "Trauermusiken" gegenüber. Diese, allesamt Weltersteinspielungen, konfrontieren den Hörer mit dem immerwährenden Kontrast zwischen Liebe und Tod.
CD: 25.-
Vö : 1.5.2020 ▴
Denis Matsuev, Gabor Tarkövi, undefined Kammerorchester Wien - Berlin, Manfred Honeck
In der Wertschätzung des Publikums und der internationalen Kritik gibt es nur zwei Orchester, die sich gegenseitig den Spitzenplatz streitig machen könnten: die Wiener und die Berliner Philharmoniker. Es liegt in der Natur der Sache, dass in einer solchen Situation immer gern die Verschiedenheit der beiden Klangkörper hervorgehoben wird: geschmeidige Eleganz und Noblesse der Wiener, zupackendes, leidenschaftliches Spiel der Berliner, seidiger Streicherklang des einen, solistische Brillanz der Bläser des anderen Orchesters.
Unter solchen Voraussetzungen scheint es nicht übertrieben, die Gründung des „Kammerorchester Wien – Berlin“ als kleine Sensation zu feiern. Die herausragenden Musiker zwei der bedeutendsten Orchestren der Welt haben nun gemeinsam mit dem, in Russland vielfach ausgezeichneten Pianisten Denis Matsuev und Gabor Tarkövi unter der Leitung von Rainer Honeck, Schostakovichs Klavierkonzert mit Trompete und Streichorchester, Lutoslawskis Variationen über ein Paganini Thema sowie – erstmals überhaupt für Deutsche Grammophon – Schnittkes Klavierkonzert eingespielt.
( Text von JPC )
CD: 25.-
Vö : 8.5.2020 ▴
Magda Laszlo, Hilde Rössel-Majdan, Petre Munteanu, Richard Standen, Orchester der Wiener Staatsoper, Philharmonic Symphony Orchestra of New York, Royal Philharmonic Orchestra, English Baroque Orchestra, Hermann Scherchen
Dieser Beethoven-Zyklus ist ein Insidertipp zum Beethoven-Jahr: »Das ist nicht Scherchens Beethoven, es ist Beethovens Beethoven«, raunen Kenner der Materie. Ursprünglich 1951–1954 für das Westminster-Label in Mono aufgenommen, wurde der Zyklus von historischen Originalbändern neu transferiert, sorgfältig remastered und erstmals in einer Edition herausgegeben.
Der Dirigent Hermann Scherchen war eine schillernde Persönlichkeit. Von Zeitgenossen als der »rote Scherchen« apostrophiert, wirkte er als Tausendsassa in verschiedensten Bereichen: elektroakustischer Forschung, Musikwissenschaft, Didaktik des Dirigierens und weiteren. Scherchens Beethoven-Rezeption markiert einen Einschnitt der Interpretationsgeschichte: nach der hochromantischen Beethoven-Lesart etwa eines Wilhelm Furtwängler war Scherchen der erste, der Beethovens Tempoangaben tatsächlich umzusetzen suchte. Er beschwor inständig den »Feuergeist« Beethovens, mahnte eine »Innenintensivierung der Musik« an (eigene Aussagen) und hinterließ einen Symphonien- und Ouvertürenzyklus, der seine spannungsgeladene Eindrücklichkeit bis heute unter Beweis stellt.
»Mit Scherchen ist das Resultat niemals langweilig, nie lässt es einen gleichgültig«, charakterisierte sein Produzent Kurt List dieses interpretatorische Feuer. Diese Edition mit originalen Covermotiven, einem Aufsatz von Marco Frei, sämtlichen Sinfonien und wichtigen Ouvertüren in einem neuen Remastering bietet den idealen Ausgangspunkt, einen schillernden Dirigenten wiederzuentdecken: »Musik muss nicht verstanden werden. Sie muss gehört werden« (Hermann Scherchen).
8 CDs: 39.-
Vö : 1.5.2020 ▴
Peter Serkin
Der amerikanische Pianist Peter Serkin verstarb 72jährig am 1. Februar diesen Jahres. Zur Würdigung dieses höchst individuellen Pianisten erscheint diese Edition mit sämtlichen Einspielungen für das Label RCA auf 35 CDs. Darin enthalten sind u. a. eine Reihe von Mozart-Klavierkonzerten mit dem Dirigenten Alexander Schneider sowie Aufnahmen mit dem in den frühen Siebziger Jahren gegründeten Kammermusikensemble Tashi, inklusive der bis heute Referenzstatus besitzenden Version von Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du Temps. Aber auch seine Interpretationen von Werken Beethovens, Schumanns, Schönbergs und einer ganzen Reihe zeitgenössischer US-amerikanischer Komponisten zeigen seine Könnerschaft.
35 CDs: 139.-
Vö : 29.5.2020 ▴
Alban Berg Quartett, Philippe Entremont, Elisabeth Leonskaja, Amadeus Ensemble, Alois Posch, Rudolf Buchbinder, Sabine Meyer, Alfred Brendel, Per Arne Glorvigen
Wer zwischen 1970 und 2008 irgendwo auf der Welt gerne Kammerkonzerte besuchte, durfte sich einen Auftritt des Alban Berg Quartetts nicht entgehen lassen. Während der gesamten Zeit seines fast vier Jahrzehnte währenden Bestehens galt es als beste Formation seiner Art überhaupt. Seine Diskografie zeichnet die komplette Geschichte der edlen Gattung Streichquartett nach – von den Anfängen des klassischen Übervaters Haydn bis zur Moderne. Als eines der wenigen Kammermusikensembles brachte es das »ABQ«, das auch pädagogisch wichtige Impulse für Jüngere gab, zum Bestsellerstatus.
Zum 50. Geburtstag erscheinen nun dessen sämtliche Aufnahmen inklusive der DVD-Produktionen in einer umfangreichen Box. Es hat schon fast symbolische Bedeutung, dass dieser runde Geburtstag ins Beethovenjahr fällt, denn im Zentrum der ABQ-Aufnahmen stehen gleich zwei Beethoven-Gesamtaufnahmen, die nach wie vor Referenzstatus besitzen – eine aus dem Studio (1978–1983) und eine live aus dem Wiener Konzerthaus (1986–1990), die auch als Video aufgezeichnet wurde. Auch Mozart hat sich das Quartett mehrmals gewidmet, beide Aufnahmen (Teldec und EMI) sind in der Jubiläumsbox erstmals vereint. Dazu dokumentiert sie die gesamte Quartettgeschichte mit Haydn, Schubert, Schumann, Mendelssohn, Brahms, Dvořák, Debussy, Strawinsky bis hin zu Zeitgenossen des Ensembles wie Wolfgang Rihm oder Roman Haubenstock-Ramati, von dem eine CD-Premiere dabei ist.
Die Aufnahmen mit mehr als 100 Werken aus der Feder von 28 Komponisten beinhalten auch die fruchtbare Zusammenarbeit des Quartetts mit anderen Kammermusikern wie Rudolf Buchbinder, Alfred Brendel oder Elisabeth Leonskaja. Besondere »Schmankerl« sind eine Produktion mit Wiener Walzern in Bearbeitungen des Schönberg-Kreises, aber auch ein Album mit Tangos von Astor Piazzolla, das zur Katalog-Legende wurde.
62 CDs & 8 DVDs: 199.-
Vö : 29.5.2020 ▴
Alicia de Larrocha, Anita Priest, Yvonne Minton, Vladimir Ashkenazy, Maureen Forrester, Marilyn Horne, Gregory Peck, Thomas Stevens, Miles Zentner, Michele Zukovsky, Los Angeles Master Chorale, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Zubin Mehta
38 CDs: 139.-
Vö : 29.5.2020 ▴
John Barbirolli
Als der englische Dirigent Sir John Barbirolli vor 50 Jahren starb, hatte er gerade seinen bahnbrechenden Sibelius-Zyklus vollendet – als Schlusspunkt einer Diskografie, deren Umfang noch heute erstaunt: Auf 109 CDs erscheinen nun die gesamten Warner-Aufnahmen aus dem alten EMI-Archiv. Hier zeigt sich nicht nur Barbirollis extreme Repertoire¬vielseitigkeit, sondern auch eine biografische Besonderheit: Der britische Maestro erlebte in den über 40 Jahren seiner Aufnahmetätigkeit alle Phasen der Fonografie. Als junger Zeitgenosse von Elgar, Mahler, Fauré, Saint-Saëns, Ravel oder Puccini steht er für immense Authentizität. Die Einspielungen, die zwischen 1928 und 1970 entstanden, erscheinen in dieser Box in modernstem Remastering. Eine Bonus-CD mit dokumentarischem Material rundet die Veröffentlichung ab. Dass Barbirolli hierzulande auch künstlerisch vor allem als britischer Dirigent gilt, der sich besonders auf das Repertoire seines Heimatlandes verstand, ist eine Verkürzung, die diese Box mit enzyklopädischer Wucht beseitigt. Sicher: Die Einspielung des Elgar-Cellokonzerts mit Jaqueline du Pré ist ein Meilenstein der Schallplattengeschichte, ebenso wie Barbirollis Interpretationen weiterer englischer Spätromantiker wie Vaughan Williams, Bax, Ireland oder Delius. Doch der 1899 geborene Nachfahre italienischer England-Einwanderer setzte auch Maßstäbe bei Beethoven, Haydn, Mozart, Tschaikowsky oder Dvořák. Schon in den 30er Jahren wirkte er sieben Spielzeiten in New York, wo er die Nachfolge von Arturo Toscanini angetreten hatte. Danach kehrte er als Chef des Hallé Orchestra nach England zurück, wo er für den größten Teil seiner Diskografie sorgte – mit Solisten wie Fritz Kreisler, Jascha Heifetz, Yehudi Menuhin oder Artur Rubinstein, um nur einige zu nennen. Ein besonderes Kapitel seiner riesigen Diskografie bilden auch seine Opernaufnahmen von Purcell bis Puccini.
109 CDs: 269.-
Vö : 19.6.2020 ▴
Div. Komponisten / Div. Interpreten
55 CDs: 139.-
Vö : 8.5.2020 ▴
Zino Francescatti (Violine), Robert Casadesus (Klavier)
Die Einspielung sämtlicher Violinsonaten Beethovens, die ausdrücklich »Sonaten für Klavier und Violine« heißen (und nicht etwa umgekehrt) von Pianist Robert Casadesus und Geiger Zino Francescatti, gehört zu den Fundstücken der Aufnahmegeschichte. Entstanden ist sie in Stereo zwischen 1958 und 1961 in Paris (beide Künstler sind Franzosen) und war in Deutschland lange vernachlässigt worden. Heute jedoch zählt sie zu den legendären Zyklen. Jetzt erscheint sie erstmals in einer Ausgabe mit 7 CDs. Denn ergänzt wird der Zyklus, bestens remastered, von den Monoeinspielungen der Sonaten Nr. 3 bis 9, die zwischen 1947 und 1957 in New York aufgenommen wurden.
7 CDs: 59.-
Vö : 8.5.2020 ▴
Staatskapelle Berlin
Seit nunmehr 450 Jahren prägt die Staatskapelle Berlin, die im Laufe ihrer langen, ereignisreichen Geschichte vielfache Wandlungen erlebte, das Musikleben Berlins und darüber hinaus.
Aus Anlass dieses Jubiläums präsentiert die Deutsche Grammophon eine 15 CDs umfassende Box; darin legendäre Aufnahmen ergänzt um zuvor unveröffentlichte Radioaufnahmen und rare Schätze der Schellack Ära, die hochwertig remastered wurden. Jede CD widmet sich einem Dirigenten, der den einzigartigen Klang der Staatskapelle Berlin geprägt hat: R. Strauss, Leo Blech, Klemperer, E. Kleiber, Karajan, Furtwängler, Keilberth, Konwitschny, Celibidache, Suitner, Boulez, Gielen, Barenboim und Mehta.
Das 180 Seiten starke Booklet enthält eine Einleitung von Daniel Barenboim, sowie einen ausführlichen Essay zur Geschichte des Orchesters und eine Chronik.
15 CDs: 59.-
Vö : 1.5.2020 ▴