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Der Pharmalobbyist im Beitrag wurde für die Redewendung bekannt
"Das darf ich alles nicht sagen".
Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte (aus der Sicht von
Progenerika natürlich).
Das Interview zeigt Progenerika Geschäftsführer Peter Schmidt als unerwartet
ehrlichen und netten Mann,
der für die Konsumenten tolpatschig gute Ratschläge über Medikamente gibt. Er spielt die Rolle
des Propagandamanns nicht gut und hat offensichtlich Mühe mit der Lüge.
Der Sketch ist lustig, weil man einem Vertreter und Lobbyisten
dieser Branche überhaupt keine Wahrheit erwartet.
Der Reporter hatte sogar ein "alles gelogen" Täfelchen auf dem Rücken in der
Erwartung, dass kein einziges Wort wahr ist. Die unerwartete Ehrlichkeit
ist in dieser Branche so fremd, dass sie komisch wurde. Man muss sich fragen,
ob ein Interview, indem erfolgreich etwas vorgelogen worden wäre ("Billige Medikamente
sind automatisch schlecht") effektiv gewesen wäre.
Der Beitrag in der ZDF Comedy show "Heute Show"
wurde zu einem Politikum. Der Reporter im Beitrag ist Martin Sonneborn,
ehemaliger Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic". Er hatte vorgegaukelt,
dass der Beitrag für die "ZDF News" sei.
Lobbyist und Progenerika Geschäftsführer Peter Schmidt
wurde kurze Zeit später entlassen. Nicht dieses Interviews wegen:
Schmidt hatte im Handelsblatt erklärt, der Verband akzeptiere die Rabattverträge.
Aus
Heilpraxisnet:
In diesem Zusammen löste bereits Anfang Mai diesen Jahres
der nun ehemalige Verbandschef einen Skandal aus. Der ehemlige
Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic", Martin Sonneborn, hatte
den Verbands-Geschäftsführer für das Comedymagazin
"heute-show" interviewt. Schmidt wurde von Sonneborn damit gelockt, das
Interview würde für das ZDF geführt werden. Man wolle das
Interview "nach Möglichkeit" in der "heute" Nachrichtensendung oder
im "heute-journal" verwenden. Im Verlauf des Interviews machte Sonneborn
darauf aufmerksam, dass Schmidt einige Formulierungen nicht benutzen
solle. Eben jene Aussagen, die nicht für die Öffentlichkeit
bestimmt waren, wurden jedoch in der Satire-Sendung ausgestrahlt und
sorgten im Anschluss für Empörungen. Sonneborn suggerierte
zudem, er wolle dem Verbandschef helfen, ein postives Bild der Pharmalobby
darzustellen.
Peter Schmidt war seit der Gründung des Lobby-Verbandes für
"Pro Generika" tätig und wurde 2008 zum Geschäftsführer
bestimmt. Davor war Schmidt Referent der Arbeitsgruppe Gesundheit und
Soziale Sicherung der SPD im Bundestag. Ein persönliche Stellungnahme
von Peter Schmidt liegt derzeit nicht vor.