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Die neuen Eigentümer von Selfridges haben eine Reihe von großen Plänen für das Flaggschiff des Kaufhauses in der Oxford Street bekannt gegeben, darunter die mögliche Eröffnung eines Nobelhotels und die Entwicklung von Serviced Apartments.
Die Milliardärsfamilie Westons verkaufte das Einzelhandelsunternehmen im Dezember für beachtliche 4 Milliarden britische Pfund an ein Joint Venture zwischen der thailändischen Central Group und der Signa Holding, einer in Österreich ansässigen Immobiliengesellschaft. Beide übernehmen jeweils 50 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.
In einem Gespräch mit der Financial Times stellte der Vorstandsvorsitzende von Signa, Dieter Berninghaus, die möglichen Pläne für den Standort vor und erklärte: „Der Kaufpreis spiegelt lediglich die Bewertung des Selfridges-Hauptgebäudes und dessen Einzelhandelsnutzung wider."
Berninghaus fügte hinzu, dass die Entwicklung von Serviced Apartments ein "signifikantes Wertsteigerungspotenzial" besitzt und deutete zudem einen "Plan zur Aufwertung der Food Hall" an. Signa besitzt bereits mit dem KaDeWe und Globus bereits gastronomische Expertise.
Schwieriges Marktumfeld
Zum Joint Venture zwischen Signa und der Central Group gehören auch die Kaufhäuser KaDeWe und Globus sowie der Onlinehändler Mybestbrands, der 2017 übernommen wurde.
Das Joint Venture mit der Central Group kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Einzelhandel in Großbritannien aufgrund von Kürzungsmaßnahmen mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat und viele Kaufhäuser von einem schwierigen Marktumfeld und Schließungen betroffen sind.
Von der CoStar Group, einem Informationsunternehmen für Gewerbeimmobilien, zusammengestellte Daten zeigen, dass Großbritannien in den vergangenen fünf Jahren 83 Prozent seiner großen Kaufhäuser verloren hat, was sowohl auf veränderte Einkaufsgewohnheiten als auch auf die Pandemie zurückzuführen ist. In der im August veröffentlichten Studie wurde festgestellt, dass rund 237 große Kaufhäuser noch nicht von neuen Unternehmen übernommen wurden, was die schwierige Situation in den britischen Einkaufsstraßen widerspiegelt.
Auch die Oxford Street hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen, denn in dem beliebten Einkaufszentrum stehen viele Immobilien leer. Kürzlich gestartete Initiativen vor Ort zielen darauf ab, die Passantenfrequenz in diesem Bereich zu erhöhen und das Einzelhandelsangebot zu diversifizieren.
Dieser übersetzte und gekürzte Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.uk.