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Das Land
Kroatien ist ein Staat in der Übergangszone zwischen Mittel- und Südosteuropa. Das Land ist Mitglied der Europäischen Union, der NATO, der Welthandelsorganisation, der OSZE und der Vereinten Nationen. Hauptstadt und grösste Stadt ist Zagreb, zu den weiteren Grossstädten zählen Split, Rijeka und Osijek.
Das «Land der 1’000 Inseln» ist eine Perle am Mittelmeer. Geographisch zwar klein, verfügt Kroatien, zusammen mit Spanien, in Europa über die meisten immateriellen Schätze die von der UNESCO zum Weltkultur- und Weltnaturerbe ernannt wurden.
An der adriatischen Küste herrscht mediterranes Klima vor. Die Sommer sind also meist sonnig und trocken mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen um 30 °C, während die Winter regenreich und mild sind (durchschnittliche Tageshöchstwerte um 10 °C. Der Jahresniederschlag direkt an der Küste ist mit rund 1’000 mm etwas höher als im Landesinneren. Die Hauptreisezeit beginnt im April und dauert bis Oktober; wobei die Urlauberdichte in den Monaten Juli und August am höchsten ist. Individualreisende kommen meist im April und Mai sowie September und Oktober, wenn das Klima mild und die Urlaubsorte nicht überlaufen sind.
Kroatien ist mit sämtlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Mit dem Auto fahren Sie rund 866 km, was einer ungefähren Fahrzeit von 8 Stunden 30 Minuten entspricht. Im Jahr 2005 wurde die Autobahn A1 Zagreb-Split eröffnet. Diese Autobahn bildet und ergänzt die Verbindung zwischen zwei europäischen Achsen: (E-59) Maribor – Zagreb – Split und (E-65) Rijeka – Split – Dubrovnik. Die ungefähre Flugzeit von Zürich – Split beträgt rund eine Stunde. Kroatien verfügt über 6 Flughäfen, die von Chartermaschinen angeflogen werden; in der Hochsaison werden diese sehr häufig angeflogen.
Die Nachhaltigkeit
Kroatien hat acht Nationalparks und elf geschützte Naturparks. Insgesamt stehen 450 Gebiete – davon 79 Sonderreservate – unter Naturschutz. Rund 10% der Festlandsfläche Kroatiens sind geschützt, bei Zuzählung der geschützten Gewässer ergibt das 6’129 km2.
Das Land hat Anteile am Grünen Band Europas – einer Naturschutzinitiative, durch die der aufgrund des Kalten Kriegs entstandene, weitgehend naturnah belassene Grenzstreifen des Eisernen Vorhanges quer durch Europa erhalten werden soll.
Mit der neuen Energieentwicklungsstrategie wird ein weiterer Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen angestrebt. Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch könnte bis 2030 auf 36.4% steigen. Laut Statistiken wurde im Jahr 2019 bereits rund 28.5% der verbrauchten Bruttoendenergie in Kroatien aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen.
Kroatien gehört zu den wenigen Staaten mit organisierter Wasserordnungspolitik. Das Leitungswasser unterliegt strengen Kontrollen und darf grundsätzlich in allen Landesteilen bedenkenlos getrunken werden. Die kroatische Adria ist für ihr glasklares Wasser bekannt, die Badegewässer zählen zu den saubersten im gesamten Mittelmeerraum. Fast überall ist die Wasserqualität außerordentlich gut.
Investitions Chancen
Nach den Beschlüssen auf EU-Ebene und des kroatischen Parlaments sowie dem erfolgreichen Referendum im Januar 2012 wurde Kroatien am 1. Juli 2013 EU-Mitglied.
Am 10. Juli 2020 ist Kroatien dem Wechselkursmechanismus II beigetreten und plant die definitive Einführung des EUR auf 2024. Denn mindestens zwei Jahre wird Kroatien am WKM II teilnehmen müssen, bevor die praktischen Vorbereitungen auf den Beitritt zur Eurozone starten können. Ein Prozess, der dann noch ein weiteres Jahr dauern wird.
Kroatien steht bei den drei grossen Ratingagenturen an der Schwelle zu «Investmentgrade» oder hat diese kürzlich überschreiten können. Die Bonitätsbeurteilung des Landes ist wichtig für Investitionsentscheide (ausländischer) Investoren.
- Zuerst hat Standard & Poor´s Ende März 2019 das Rating nach über sechs Jahren aufgrund der Verbesserung der Haushaltslage und der Erholung der Wirtschaft wieder in die Investitionskategorie BBB- gehoben.
- Es folgte die Agentur Moody´s, die das spekulative Rating Ba2 für Kroatien bestätigte und die Prognose von „stabil“ zu „positiv“ verbesserte. Im November 2020 verbesserte Moody’s das Kreditrating auf Ba1 mit Ausblick „stabil“. Ab einem Baa Rating (nächst besseres) gilt der Schuldner als Anlagewürdig (investmentgrade).
- Fitch hat am 7. Juni 2019 ebenfalls seine Bewertung von einer spekulativen Qualität mit BB+ zum Investmentrating BBB- mit positiver Prognose verbessert. Der Hauptgrund dafür ist der erneute Haushaltsüberschuss im letzten Jahr. Fitch bestätigt im April 2020 das BBB- Rating mit Aussicht „stabil“. Der stabile Ausblick spiegelt die Ansicht von Fitch wider, dass sich die Wirtschaft allmählich von der Coronavirus-Pandemie erholen wird und die Behörden eine mittelfristige Haushaltskonsolidierung erreichen werden, die durch eine erhebliche Unterstützung der EU-Fonds und eine jüngste Erfolgsbilanz der haushaltspolitischen Besonnenheit gestützt wird.
Dass sich Kroatien sehr gut entwickelt, zeigt auch der Global Competitiveness Report (GCR). Dieser wird vom Weltwirtschaftsforum (WEF) erstellt und ist defacto eine Rangliste der Volkswirtschaften mit den höchsten Wachstumschancen. Im jüngsten Report 2019 belegt Kroatien Platz 63 von 141 und wird explizit als das Land mit den grössten Verbesserungen HERVORGEHOBEN.
Immobilien. die Entwicklung
Die letzten drei Jahre waren durch deutliche Preissteigerungen im Immobiliensektor gekennzeichnet. Der Nachfrage- und Preisaufschwung, der sich seit 2015/2016 abzeichnete, hat erheblich an Fahrt gewonnen: 2017 kostete der durchschnittliche Quadratmeter noch 2’050 EUR, 2020 liegen die Preise rund 17 % höher, bei ca. 2’400 EUR pro Quadratmeter.
Der Grund für diese Entwicklung spiegelt sich auch bei den steigenden Tourismuszahlen Kroatiens wider. Interessant ist besonders die Tatsache, dass die Nachfrage vermehrt aus dem umliegenden Ausland kommt.
Die Steigerungen bei den Immobilienpreisen betrafen alle Regionen gleichmässig mit 16-18 %. Einzig Nord-Dalmatien, wo viel gebaut und das Angebot somit deutlich ausgeweitet wurde, notierte mit «nur» 14 % etwas schwächer.
Die Entwicklungsstrategie Kroatiens setzt vorrangig auf Tourismus durch Privatanbieter von Unterkünften. Damit soll sichergestellt werden, dass grosse Teile der Bevölkerung an den Einkünften beteiligt sind. Massentourismus und grosse Hotelanlagen sind nicht Ziel der von der Regierung definierten Tourismusstrategie.
Immobilien. das Potential
In Mittel-Dalmatien mit den pulsierenden Zentren in der Region Trogir und Split und dem sehr nahe gelegenen Flughafen findet sich ein spürbar höheres Preisniveau als in Nord-Dalmatien. Die Statistik von Burza Nekretnina zeigt einen stabilen Preisanstieg für kroatische Immobilien seit Anfang 2018. Demzufolge jede fünfte Immobilie in Kroatien an einen Ausländer verkauft wird; wobei Villen und Appartments in erster Linie am häufigsten angefragt werden.
Der Immobilienmarkt folgt der Entwicklung des Tourismus. 2019 verzeichnete der kroatische Tourismus ein Wachstum von + 5% bei den Ankünften (insgesamt 20,7 Mio.) und ein Wachstum von + 2% bei Übernachtungen (108,6 Mio.).
2019 war nach unglaublichen Erfolgen in den Jahren 2018, 2017 und 2016 ein weiteres Jahr für den kroatischen Tourismus. Es war das fünfte Jahr in Folge mit steigenden Tourismusergebnissen. Keine Klimaschwankungen, keine politischen Engagements wirken sich auf diese Tendenz des wachsenden Interesses an Kroatien aus. Touristen, die nach Kroatien kommen, geben zudem erwiesenermassen immer mehr Geld aus. Die eingeschlagene Tourismusstrategie trägt Früchte: Kroatien steht für qualitativ hochwertigen Tourismus und hochwertige Unterkünfte.
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