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Der Chasselas oder Gutedel ist die, in der Schweiz am meisten angebaute Rebsorte. Sehr ergiebig, sind die Erträge jedoch unregelmässig. Sein neutraler Charakter führt zu stark terroirgeprägten Weinen. Daher die grossen Unterschiede zwischen einem Genfer Chasselas, einem Dézaley, einem Chablais oder noch einem Fendant. Es ist die typische Rebsorte des Genferseegebiets und der Westschweiz überhaupt. Der Chasselas produziert einen trockenen Weisswein mit einem beschwingten, blumigen, leicht fruchtigen Bukett.
Der Pinot Gris, auch Malvoisie genannt, kann reiche, kräftige Weine mit Restsüsse, oder elegante, trockene Weine ergeben, wenn man die Trauben nicht überreifen lässt. Im Gaumen robust, rund und lang, präsentiert er komplexe Unterholzaromen, manchmal leicht rauchig oder floral.
Der Sauvignon Blanc, diese ursprünglich französische Rebsorte, ist heute weltweit verbreitet. Das Terroir hat einen starken Einfluss auf seine äusserst charakteristischen Merkmale. Er ist die Grundlage für Süssweine oder wie unser Sauvignon Blanc, für trockene, parfümierte Weissweine.
Der Viognier ist eine weisse Rebsorte, die ursprünglich nur an der nördlichen Rhone angebaut wurde. Fast ausgestorben, wurde er jedoch seit dem letzten Viertel des XX. Jahrhunderts zu einer weltweit sehr geschätzten Rebsorte. Er ergibt einen feinen, qualitätsvollen Wein. Cremig und sehr parfümiert, weist er ausgeprägte florale (Veilchen) und fruchtige (Mango, Aprikose) Noten vor. Auf seinem Höhepunkt entströmen ihm Moschus-, Lebkuchen- und Tabaknoten. Da er mit zunehmendem Alter oxidieren kann, sollte er jung genossen werden.
Der Pinot Noir oder Blauburgunder ist die bekannteste Rebsorte der Alpennordseite. In der Schweiz ist er die am meisten angepflanzte Rotweinsorte und gedeiht hauptsächlich in Kalkzonen. Der Pinot Noir ist sehr vielseitig. Im Allgemeinen tanninreich, besitzt er eine gute Lagerfähigkeit, ist ziemlich konzentriert, delikat und leicht fruchtig.
Der Gamay ist eine weit verbreitete Rebsorte in der Schweiz. Seine Aromen sind fruchtig und würzig. Mit den neuen Anbau- und Weinbereitungsmethoden kann der Gamay sehr gut strukturierte Weine ergeben. Er verdankt seinen Namen einem Weiler bei Saint-Aubin, Dorf in den Côte-de-Beaune (F), wo in der Pinot Noir jedoch entthronte.
Der Garanoir wurde unter den zahlreichen Nachkommen einer Kreuzung von Gamay x Reichensteiner (weisse Rebsorte) ausgewählt. Die meisten dieser roten Rebsorten präsentierten sehr interessante Eigenschaften: tiefe Farbe, Frühreife, Fäulnisresistenz. Die Mazeration verleiht diesem fruchtigen Wein eine intensive Farbe und Gewürznoten.
Der Gamaret ist eine interessante Rebsorte, die im Jahr 1970 aus einer Kreuzung von Gamay und Reichensteiner (weisse Rebsorte) realisiert wurde. Er produziert einen gut strukturierten, zum Lagern geeigneten Wein. Der Ausbau im Edelstahltank verleiht ihm Frucht und Rasse, im Barrique ausgebaut ist er strukturiert, kräftig und wuchtig.
Der Malbec ist in zahlreichen Weingebieten von Frankreich und Argentinien zu finden, manchmal unter verschiedenen Namen. Er ist die wichtigste Rebsorte des Cahors und steht für tanninreiche, dunkle Weine.
Der Cabernet Franc, ein wenig durch den Cabernet Sauvignon in den Schatten gestellt, ergibt weniger tanninhaltige und bukettreichere Weine. Oft als Assemblage gekeltert, wird er jedoch in Chinon allein ausgebaut.
Der Merlot, vorherrschende Rebsorte im Bordelais, verbreitet sich immer mehr und akklimatisiert sich bestens in den verschiedensten Weingebieten der Welt. Er führt zu geschmeidigen Weinen mit tertiären Aromen und niedrigem Säuregehalt.
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