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Die Entstehung
Im Jahre 1975 erwarben Hans-Ruedi und Anne-Marie einen von Rebstöcken umgebenen Schafstall in einem abgelegenen Tal im Languedoc. Der Schafstall – oder vielmehr das, was davon übrig war – war von Dornen fast vollständig überwuchert. In mühsamer Kleinarbeit wurde das Häuschen freigelegt, der nahe Brunnen wieder funktionstüchtig gemacht, ein Dach gebaut und Fenster und Türen eingepasst. Nach und nach wurde das «Hüttli» für Ferienzwecke bewohnbar gemacht.
Eng, nur mit dem Notwendigsten eingerichtet, wurde es von der damals noch jungen Familie, Freunden und Verwandten rege genutzt. In jeder verfügbaren Ferienwoche wurde wieder etwas erneuert, an- oder ausgebaut, ersetzt – immer in bester Heimwerkertradition oder eben gerade so gut, wie es in Südfrankreich der 70er Jahre überhaupt möglich war.
Auf diese Weise wurde aus dem Schafstall mit nur einem Zimmer das heutige Ferienhaus mit Wohnzimmer, Küche, Galerie, Bad und Schlafzimmer. Immer noch einfach eingerichtet, ohne Wasser- und Stromanschluss.
Eine einfache Solaranlage speist das Haus mit 12-Volt Gleichstrom für etwas Licht und um hin und wieder ein Handy zu laden. Ein Benzingenerator bringt die notwendige Leistung, um eine im Brunnen versenkte Pumpe anzutreiben, welche einen Druckkessel mit Wasser füllt. Dessen Volumen und Druck reichen aus, damit der Abwasch bewältigt oder zwei bis drei Personen duschen können. Mit Gasflaschen wird gekocht, das Warmwasser aufbereitet und der Kühlschrank betrieben. In den Herbst- und Wintermonaten kann das Haus mit Holz und Gas notdürftig beheizt werden.
Der Name «Coste Pignan»
Das Haus liegt unterhalb einer bewaldeten Verwerfung oder einer Art Abbruch des oberhalb gelegenen Felsplateaus in einem praktisch unbewohnten Tal, welches jedoch seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt wird. Heute werden primär Wein, Getreide und Sonnenblumen angepflanzt, je nach dem, was von Brüssel gerade subventioniert wird. Dieser Teil des Tals wird «Coste Pignan» genannt, wodurch auch das «Hüttli» seinen Namen ableitet.