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Alle vier Jahre bekennen Sänger und Schauspieler in den USA Farbe. Zahlreiche Promis stellen sich vor den Präsidentschaftswahlen hinter einen der Kandidaten der beiden grossen Parteien. Am Rande des Salzburger Frequency-Festivals hat sich die Rockband REM klar für den demokratischen Kandidaten ausgesprochen: „Wir sind wirklich angefressen auf die Bush-Administration“, meinte Bassist Mike Mills zur Politik des amtierenden Präsidenten. „Das amerikanische Volk hat wirklich genug von Bush. Wir wollen Barack Obama als unseren neuen Präsidenten.“ Es sei dringend an der Zeit, dass eine andere Partei an die Macht komme, sprach Mills für die gesamte Band. „Wir wollen, dass die Demokraten die Macht im Kongress bekommen.“ Es sei Zeit für einen Wechsel, darüber gebe es überhaupt keine Diskussion. „Die meisten Amerikaner haben keine Ahnung was ausserhalb der USA, meistens sogar ausserhalb ihrer Stadt vor sich geht.“ Das hänge nicht zuletzt damit zusammen, dass sich die Mehrheit mittlerweile mehr um „die tägliche Existenz“ kümmern müsse.
Ein anderer Sänger beschäftigt derzeit Obamas republikanischen Rivalen John McCain - allerdings nicht positiv. Jackson Browne hat den Senator aus Arizona wegen Copyright-Verletzung verklagt. Nach einem Bericht der Los Angeles Times dreht sich der Streit um Brownes Song „Running on Empty“, der in einem Wahlkampf-Werbespot des Republikaners zu hören ist. Der Sänger und Songschreiber, ein überzeugter Demokrat, fordert Schadensersatz und ein sofortiges Verbot für die unerlaubte Benutzung des Songs.
Browne sei über den Vorfall „erzürnt“, sagte der Anwalt des Sängers. McCains Sprecher zufolge stammt Werbung nicht von der McCain-Kampagne sondern von der Republikanischen Partei in Ohio. Der Werbespot macht sich über Obama lustig.