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Etwas sei diesem oder jenem geschuldet. Die modische Wendung klingt in meinen Ohren so umständlich wie vernebelnd. Meistens ersetzt sie wortreich die kurze Präposition wegen, die allerdings nach einem Genitiv steht und deswegen heute gern dem Dativ geopfert wird. So macht man statt des einen Worts viele Wörter und vernebelt dabei Ross und Reiter.
Wer ist das Subjekt von es ist geschuldet? Klar, ich kann jemandem aktiv etwas schulden: Liebe meinem Kind oder Geld einem Freund oder Klarheit irgendeiner Leserin. Aber passiv wie in der Information: die Kirche ist der Maria geweiht? Immerhin weiss man als Katholik, dass ein Bischof das verursacht hat. Aber x ist y geschuldet? Die modische Phrase scheint Ross und Reiter verstecken zu wollen, damit niemand sie wie weiland den Pharao ins Meer wirft. Eine rhetorische Nebelpetarde ist sie, um Schuldige gerade nicht zu nennen. Ein anonymes Es ist wie das Schicksal oder dergleichen nicht schuldfähig.
Zum Glück hat einer mit dem Pharao einst für Klarheit gesorgt und versprochen, es dereinst wieder zu tun: der Wahrheit wegen.