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Katzen sind sensible Lebewesen, die eine sehr enge Bindung zu ihren Besitzern aufbauen können, insbesondere Büsi aus der Rettung.
Diese Bindung kann jedoch dazu führen, dass einige Katzen unter Trennungsangst leiden, was sowohl für sie als auch für ihre Besitzer
belastend sein kann.
Text: Regina Röttgen
Jeden Morgen, wenn Martin das Haus verlässt, beginnt seine Katze Frida lautstark zu miauen und an den Vorhängen zu ziehen. Wenn Martin nach Hause kommt, findet er oftmals eine kleine Pfütze auf seinem Bett. Der brave Kater Oscar wiederum verwandelt sich in einen kleinen Zerstörer, sobald seine Besitzerin Maria zur Arbeit geht. Er zerkratzt Möbel, beisst Kabel durch und hinterlässt Chaos.
Auch wenn diese Beispiele auf den ersten Blick nicht danach aussehen mögen, findet Trennungsangst bei Katzen häufig in genau diesen Verhaltensweisen Ausdruck. Eine retrospektive Studie aus dem Jahr 2002, veröffentlicht im Journal of the American Veterinary Medical Association, war eine der ersten wissenschaftlichen Arbeiten, die interessante Einblicke in die Trennungsangst bei Katzen offenbarte. Dafür hatte die Forscherin Stefanie Schwartz von der US-Tufts Universität Daten über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgewertet. Diese stammten von 136 verhaltensauffälligen Katzen, deren Auffälligkeiten nur auftraten, wenn die Katzen von ihrer vertrauten Bezugsperson getrennt waren. Untersucht hatte Schwartz insgesamt mehr als die fünffache Anzahl an Büsis.
Wie äussert sich Trennungsangst?
Die häufigsten Verhaltensprobleme, die bei diesen Katzen auftraten, waren die oben genannten Beispiele – wobei 96 Katzen von unangemessenem Urinieren und 48 Katzen von unangemessenem Koten betroffen waren. Zwei Drittel der Katzen, die unangemessen urinierten, taten dies ausschliesslich auf dem Bett ihrer Besitzer. Interessanterweise wiesen kastrierte weibliche Katzen eine höhere Neigung zur unangemessenen Kotablage auf, während kastrierte männliche Samtpfoten eher destruktives Verhalten an den Tag legten (…)
Den vollständigen Beitrag können Sie in der Ausgabe 6/23 lesen.