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USA Ostküste und Bahamas
von Franzisca Gmünder
Die Route führte mich mit meiner Kollegin von New York bis Myrtle Beach und dann über Fort Lauderdale auf die Bahamas-Inseln: Grand Bahama und Nassau. Die Reise endete in Miami nach einen Kurztrip durch den Süden von Florida.
New York
Der farbenfroh leuchtende und immer gut besuchte Time Square (Zentrum des Theater Distircts) ist immer wieder ein Highlight beim Besuch von New York City. Neben unzähligen Theatern finden sich in der Gegend rund um den Times Square viele Restaurants, Fast-Food-Ketten, Hotels und Firmen wie z.B. die MTV-Studios und Sony.
Atlantic City
Nach Las Vegas ist Atlantic City die zweitgrösste Spielerstadt der USA. Sie liegt auf Absecon Island im Atlantischen Ozean. Der ca. 7 Kilometer lange Boardwalk verläuft am Strand entlang und verbindet sämtliche Casinos, Piers und sonstige Sehenswürdigkeiten miteinander. Es ist die übliche Mischung von Restaurants, Souvenir-Geschäften, Vergnügensarkaden und diversen Geschäften.
Cape May
Das wirklich sehenswerte und süsse Städtchen Cape May liegt ca. 1 Stunde südlich von Atlantic City und ist definitiv einen Besuch wert. Die Hauptattraktion des Ortes ist neben den schönen Stränden und dem Leuchtturm eine grosse Anzahl viktorianischer Villen.
Cape May Lighthouse
Relaxen am Strand von Cape May. Im Hintergrund sieht man noch den historischen Leuchtturm des Ortes. Anfang Mai sind die Temperaturen am Strand mit frischer Bise noch recht kühl. Ab Cape May Point kann man die Autofähre nach Delaware (Lewes) nehmen, wenn man in Richtung Süden reisen möchte.
Philadelphia
Von "Philly" war ich sehr positiv überrascht. Hier ist, für die USA eher untypisch, die Innenstadt sehr belebt und es gibt viele stylische Restaurants, die bei gutem Wetter ihre Tische auf den Gehweg stellen, damit man draussen sitzen kann. Es ist die zweitgrösste Metropole an der Ostküste und vor allem bekannt als die Stadt, in der die Vereinigten Staaten gegründet wurden. Das Wahrzeichen ist der Benjamin Franklin Parkway, ein breiter Boulevard und Flaniermeile. Sie verläuft quer durch das kulturelle Zentrum von Philadelphia.
Washington DC
Wer etwas Zeit an der Ostküste verbringt, kommt um einen Besuch der US-Hauptstadt nicht herum. Die Stadt beeindruckt nicht nur durch berühmte Monumente, sondern auch durch facettenreiche und coole Stadtviertel wie Georgetown, Capitol Hill, Adams Morgan, U Street Corridor oder auch Dupont Circle. Zudem gibt es hübsche Parks, viele Freizeitangebote und eine gute Gastronomie. Weltbekannt und ein "Must do" sind aber natürlich die Monumente wie das Weisse Haus, das Lincoln Memorial oder das Washington Monument.
Alexandria
Die Hafenstadt Alexandria am Potomac River ist von Washington DC leicht mit der Metro zu erreichen. Das historische Städtchen ist besonders wegen der malerisch schönen "Old Town" entlang der King Street mit zahlreichen Boutiquen und erstklassigen Restaurants beliebt. Hier bietet es sich an zu flanieren, es sind alle Sehenswürdigkeiten zu Fuss erreichbar.
Shenandoah-Nationalpark
Nach all den Städten geht es nun raus ins Grüne. Der kurvenreiche "Skyline Drive", der quer durch den Shenandoah-Nationalpark verläuft, ist eine 169 km lange Panoramastrasse und führt zu 75 Aussichtspunkten. Im Nationalpark können diverse Wanderungen aller Schwierigkeitsgrade unternommen werden. Auch der weltbekannte Appalachian Trail fürt durch diesen Nationalpark.
Outer Banks
Im Currituck National Wildlife Refuge, ganz nördlich der Outer Banks, gibt es wunderschöne Südstaaten-Strandvillen. Es gibt hier keine offiziellen Strassen, sondern nur Sandpisten. Entlang des Strandes liegen viele Mietheime in allen Grössen, wo man sehr ruhige und entspannte Ferientage geniessen kann.
Wild Horses, Outer Banks
Es wird erzählt, dass Pferdeherden vor 400 Jahren mit den Spaniern in North Carolina ankamen und seitdem in freier Wildbahn leben. Um die freien und wilden Pferde von Corolla zu sehen, haben wir eine Tour mit Allradfahrzeug und Guide durch die Dünen und den Sand vom Currituck National Wildlife Refuge bei Corolla gemacht. Wir hatten grosses Glück und die Pferde galoppierten gerade am Strand, was offenbar nicht sehr oft vorkommt. Der Guide bezeichnete dies als einen "Money-Shot".
Ocracoke, Outer Banks
Die Outer Banks sind anders als die typischen Touristenorte in den USA. Hier findet man keine Riesenhotels oder Resortkomplexe, sondern kleine Pensionen, Lodges und Ferienhäuser. Die Leute auf der Strasse lächeln einem an und man winkt einander freundlich zu. Die Strände säumen schöne Holzhäuser, welche meistens auf Stelzen gebaut sind um Stürmen und Hochwasser zu trotzen. Die Fähre von Ocracoke nach Cedar Island oder Swanquarter kostet 15 USD pro Fahrzeug (Fahrzeit ca. 2 Stunden). Es gibt nur 2 bis 3 Fähren pro Tag (Fahrplan beachten), somit ist eine Reservation vor allem in der Hauptsaison empfehlenswert.
Wilmington
Wilmington ist eine Stadt mit vielen jungen Leuten und Künstlern, die dem Ort ein lockeres Flair verleihen. Der Downtownbereich ist gut zu Fuss erkundbar und der Riverwalk bietet diverse schöne Restaurants und lädt zum gemütlichen Flanieren ein.
Myrtle Beach
Ganz im Norden von South Carolina liegt das touristische Vergnügungszentrum Myrtle Beach, das sich insgesamt über gut 20 Meilen erstreckt. In gewissem Sinne ist es vergleichbar als "Mallorca der Amerikaner", welches günstige Preise, warmes Wetter, unzählige Strände und ein breites Unterhaltungsangebot bietet. Am "Broadway at the Beach" findet man alles was die amerikanische Unterhaltungsbranche zu bieten hat.
Gold Rock Beach, Grand Bahama
Gold Rock Beach ist einer der schönsten Strände auf Grand Bahama. Er befindet sich im Lucayan-Nationalpark und ist nicht wirklich beschildert. Ein kleiner Schotterweg führt von der Hauptstrasse zu einem kleinen Parkplatz und von dort ein Weg über eine Holzpromenade durch Mangrovensümpfe bis zum Strand. Es lohnt sich den Gold Rock Beach bei Ebbe zu besuchen, weil man nur dann die gesamte Breite und Schönheit vom Strand mit kristallklarem Wasser sehen kann. Auf der anderen Strassenseite sind zudem die berühmten Lucayan Caverns, eines der längsten Höhlensysteme der Welt.
Lucaya Marketplace, Grand Bahama
Der Port Lucaya Marketplace ist die grösste Einkaufs-, Speise- und Unterhaltungs-Open-Air-Anlage auf den Bahamas. Der Marketplace am Meer besteht aus niedergeschossigen, pastellfarbenen Kolonialgebäuden. Der Marktplatz bietet einige Duty-Free-Filialen und einen typischen "Straw Market", wo aber leider fast alle Händler die gleiche Ware anbieten. Durch den Hurrikan im Herbst 2016 wurde vieles auf der Insel zerstört. Einige der bekannten Hotels und auch das Casino sind nun, mehr als ein halbes Jahr später, noch immer geschlossen.
Downtown Nassau
In Downtown Nassu findet man jede Menge Geschäfte mit Souvenirs, Essen, Boutiquen und der berühmte "Straw Market". Die Öffnungszeiten der Geschäfte hängt je nach Saison stark von der Frequenz der Kreuzfahrtschiffe im Hafen ab. Es gibt Interessantes zu entdecken und an mehreren Ecken der Stadt verstecken sich wilde Piratengeschichten. Der koloniale Charme prägt das Bild der Innenstadt mit diversen hübschen, farbigen Häuschen. Das Zentrum ist eher klein und lässt sich daher ganz einfach zu Fuss erkunden. Um etwas weitere Strecken auf der Insel zurückzulegen, kann man entweder ein teures Taxi mit Fixpreisen nehmen oder man wagt das Abenteuer mit einem günstigen öffentlichen Bus, einem "Jitney". Einfach die Locals oder im Hotel nach der entsprechenden Busnummer fragen.
Atlantis Nassau
Das weltbekannte Atlantis Hotel auf Paradise Island erreicht man über eine gebührenpflichtige Brücke mit dem Taxi oder von Downtown Nassau aus mit dem Taxiboot. Man kann sich für ca. 150 USD einen Tagespass für das Resort (Aquaventure) erwerben, Auf jeden Fall ein tolles Erlebnis. Es gibt ein riesiges Aquarium "The Dig", wo man Rochen, Haie und viele andere Fische bestaunen kann. Sehenswert ist auch das Spielcasino des Hotels, welches mit über 1000 Spielautomaten und 80 Spieltischen das Grösste in der Karibik ist.
Marina Village, Nassau
Marina Village ist ein fabelhafter, farbenfroher Ort um in einer lebendige und schönen Atmosphäre einzukaufen oder einfach genussvoll zu flanieren. Unbedingt einen Blick auf die unzähligen und spektakulären Luxus-Yachten aus der ganzen Welt werfen, die angedockt im Hafen vor dem Atlantis liegen.
Cable Beach, Nassau
Ein wunderschöner Strand mit weichem weissen Sand und kristallklarem Wasser. Wer nicht in einem der erstklassigen Resorts am Strand wohnt, kann gleich neben dem Sandals Royal Bahamian Resort am kleinen Public Beach diesen Traumstrand geniessen. Es gibt alle üblichen Wassersportarten, ein Golfplatz und diverse Restaurants in der Nähe.
Crystal River
In Chrytsal River, auch "Home of the Manatee" genannt, gibt es das ganze Jahr über in der Kings Bay eine kleine Population der Seekühe (die grösste Population kommt zwischen November und März). Die Kings Bay ist der einzige Ort in den USA, wo man legal mit den Manatees in freier Wildbahn schwimmen kann. Das Schwimmen mit den beeindruckenden Tieren ist aber nur mit einer Tour erlaubt.
John's Pass Village and Boardwalk
Der "Pass", wie die Einheimischen diesen Ort am Madeira Beach bezeichnen, ist ein herziges kleines Fischerdorf mit verlockenden Restaurants und einzigartige Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Vom Boardwalk aus kann man diversen Touren unternehmen und es gibt einen Boot- und Jetskiverleih.
Künstlerviertel Matlacha
Zwischen Sanibel Island und Cape Coral liegt das Künstlerparadies Matlacha auf einer kleinen Insel vor Pine Island. Das kleine Matlacha ist ein ehemaliges Fischerdorf mit knallbunten Galerien, Boutiquen und Wasserfront-Fischrestaurants. Der Ort ist ideal für einen Kurzausflug von den nahegelegenen bekannten Orten Fort Myers und Sarasota.
Sanibel Island
Sanibel und Captiva Island an Floridas Golfküste sind ein Naturparadies mit kilometerlangen weissen Stränden, exotischen Wildtieren, Mangrovenwäldern, Wasserwegen, Golfplätzen und Fahrradwegen. Die Strände des tropischen Inselparadieses schaffen es immer wieder in die Toptenlisten der schönsten Strände Amerikas. Sanibel Island ist über eine Brücke (Toll-Gebühr USD 6.-) erreichbar. Am nördlichen Ende der Insel liegt Captiva Island. Die beiden Inseln sind bekannt für das "Shelling" (Muscheln sammeln). Die Region ist das perfekte Ziel um ein paar schöne, abwechslungsreiche Urlaubstage zu verbringen.
Angaben Reisebericht
Tipps
Ein "Toll-Pass" ist empfehlenswert für die Ostküste, weil es vor allem rund um New York, Philadelphia und Washington einige Strassen gibt die gebührenpflichtig sind.
Bahamas–US Immigration: Die USA-Einreise wird auf den Bahamas bereits in Freeport und auch in Nassau erledigt.
Für einen Ausflug zu den bekannten Exuma-Schweinen muss ab Nassau mit ca. 400.- gerechnet werden.
Die Paradise Cove auf Grand Bahama hat ein sehr schönes Riff zum Schnorcheln.
Three Sister Springs in Crystal River ist im Buch "101 Most Beautiful Places To Visit Before You Die!". Eine Frischwasserquelle zum Schnorcheln und mittels einer Tour mit den Manatees schwimmen.
In Pennsylvania werden keine Steuern auf Schuhe und Bekleidung erhoben, was Philadelphia zu einem wahren Einkaufsparadies macht.
Washington: Die weltberühmten 19 Smithsonian-Museen können allesamt gratis besucht werden.
Nassau Junkanoo: Jahr für Jahr feiern die Bewohner der Bahamas am 26. Dezember ihren traditionellen Karneval mit toller Musik, frabenfrohen Kostümen und Paraden.