Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03203.jsonl.gz/472

RallyObedience ist eine sehr abwechslungsreiche Teamarbeit (auch als Unterordnung bezeichnet). Mit Tafeln wird ein Parcour ausgesteckt, wobei an jeder Tafel eine andere Übung gezeigt werden muss. Die Tafeln können dabei in weitgehend beliebiger Reihenfolge aufgestellt werden. Bei insgesamt 71 Tafeln, die teilweise auch in den Gangarten Langsam oder Normal oder Laufschritt gezeigt werden, ergibt sich eine nahezu unbeschränkte Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten, wie sie bei keiner andern Disziplin erreicht wird.
Die Übungen sind an Wettbewerben allesamt auf Schildern notiert. Das heisst: Nach dem Start bewegen sich Hundeführer und Hund von Schild zu Schild und bewältigen den Parcours vollkommen autonom. Dieser ist auf einem Feld von rund 20 x 20 Meter aufgestellt und darf vor Wettkampfbeginn ohne Hund begangen werden (sogenanntes «Briefing», analog Agility Wettkämpfen).
Total gibt es 71 verschiedene Übungen. In der Klasse Beginners pflückt der Richter 12 bis 14 Übungen der Nummern B-1 bis B-26 heraus; in der Klasse 3 sind es 18 bis 20 Übungen aus dem gesamten Sortiment. In der Klasse Beginners darf der Hund (im Gegensatz zu den Klassen 1 bis 3) an der Leine geführt werden.
Die einzelnen Übungen entsprechen gemäss Reglement «den gängigsten Hundesportarten der Schweiz». So werden unter anderem die Positionen «Sitz», «Platz» und «Steh» in diversen Varianten geprüft; das Tragen oder Bringen eines Gegenstandes; das Überqueren einer Hürde und anderes mehr.
Die Klasse Beginners ist nach einigem Üben für (fast) jeden gut erzogenen Hund machbar; die Klasse 3 sollte aber nicht unterschätzt werden und bedarf intensivem Training. Wie beim herkömmlichen Obedience besteht auch beim «Rally Obedience» eine Schwierigkeit darin, den Hund während der ganzen Abfolge freudig bei Laune zu halten.
Die Klasse Beginners gilt als Einsteigerklasse. Beginnt man in der Klasse Beginners, ist ein Aufstieg in Klasse 1 jederzeit möglich. Ab Klasse 1 benötigt man drei Mal unter zwei verschiedenen Richtern ein «vorzüglich», um in die nächst höhere Klasse aufzusteigen.