Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03516.jsonl.gz/931

Wohl in keinem anderen Bereich der Uhrentechnik wurde so viel Energie und Erfindugsreichtum verwendet wie in die
Erfindungen bzw. die Entwicklung der Hemmung. Diese Vorrichtung hindert das Räderwerk daran, die von der Zugfeder
abgegebene Kraft innert weniger Sekunden zu verbrauchen. Stattdessen wird die abgegebene Energie von der Hemmungspartie
aufgenommen und kleinen Einheiten an das Räderwerk zurückgegeben.

Man unterscheidet nach der Bewegung des Hemmungsrades zwischen der rückfallenden bzw. rückführenden, der ruhenden und
der freien Hemmung. Bei der freien Hemmung schwingt der Gangregler nach jedem Impuls ohne Verbindung mit der Hemmung.
Die rückführende Hemmung ist die älteste Hemmungsart, zu ihr gehört die Spindelhemmung. Ruhende Hemmungen sind die
Stiftanker-, Zylinder-, Duplex-, und Kommahemmung. Die heute noch verwendete Ankerhemmung gehört wie die, sehr selten
anzutreffende Chronometerhemmung zu den freien Hemmungen.
An dieser Stelle soll aber mehr auf die geschichtlichen und weniger auf die technischen Aspekte der Erfindungen der Hemmung
eingegangen werden. Eine ausführliche Erklärung zur Funktionsweise der Hemmung ist unter
>Technik Theorie Basiswissen - Funktion der Uhr zu finden.
Auch in diesem Bereich mussten aber zunächst Erfindungen gemacht werden, die es überhaupt erlaubten, eine Uhr in der Grösse einer
Taschenuhr zu bauen. Konkret musste das Pendel als Gangregler durch eine geeignete Einrichtung abgelöst werden. Einer
der wichtigsten Schritte dazu war die Erfindung der Spiralfeder.