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Ein Schnappschuss mit Whoopy Goldberg, einer mit Clint Eastwood oder einer mit Jennifer Aniston. Lester Wisbrod hatte sie alle vor seiner analogen Canon-Kamera. Er selbst posiert immer rechts im Bild, links der Superstar. Seit mehr als zwei Jahrzehnten macht er das so, etwa 150 Bilder sind dem einstigen Hollywood-Kameramann seit den 80er-Jahren gelungen. Wenn mans genau nimmt, ist der heute 67-Jährige der Selfie-Erfinder höchstpersönlich. Und das sollen jetzt, da das englische Wort weltweit inflationär gebraucht wird, endlich alle wissen.
«Jeder macht einen Aufstand wegen Selfies - Selfie hier, Selfie dort. Jetzt macht mal halblang. Ich mache Selfies seit 1981», stellt der US-amerikanische Rentner im Gespräch mit «L.A. Times» klar. «Ich dachte, ich tue nun besser etwas, sonst ende ich noch als totgefahrenes Tier auf der historischen Schnellstrasse.» Er wolle ja nicht protzen. «Aber was solls.»
Wie exotisch Selfies vor einigen Jahren noch waren, zeigt die Reaktion von Steven Spielberg eindrücklich. «Bist du sicher, dass du das Bild so machen willst?», fragte der berühmte Regisseur Lester Wisbrod. «Du wirst keine zweite Chance mehr bekommen.» Das Selfie gelang perfekt.