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Fürst von Liechtenstein-Preis
Der Fürst von Liechtenstein-Preis wurde 1993 von Fürst Franz Josef II. gestiftet, ist mit 10’000 Franken dotiert und wird von der Universität Freiburg alle zwei Jahre für wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die sich mit einer christlichen Welt- und Menschenanschauung auseinandersetzen.
Preisträgerinnen und Preisträger
Den Fürst von Liechtenstein-Preis erhält 2015 Wossen Aregay für seine Dissertation zum Thema «Verwaltete Vielfalt. Ist der Nationalitätenstaat die Antwort auf den Pluralismus? Eine rechtstheoretische Analyse und ihre Veranschaulichung am äthiopischen Beispiel». In dieser Arbeit beschäftigte sich der Laureat mit einer grundlegenden Frage: Kann der Nationalitätenstaat die Antwort auf den ethnischen Pluralismus sein? Mit seiner originellen und scharfsinnigen Analyse zeigt der Autor, der äthiopischen Ursprungs ist, dass das Modell des Nationalstaats durchaus eine kollektive Identitätenvielfalt kennt, ohne dass dadurch die ebenfalls für den Nationalstaat grundlegenden einheits- und autoritätsbildenden Elemente infrage gestellt würden. Aregays überzeugende Ergebnisse werden nicht nur für Wissenschaftler in Äthiopien, sondern auch für die internationale Föderalismusforschung nützlich sein.