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Beim Thema Reinraumbekleidung gibt es einiges zu beachten. Denn das Anlegen von Reinraumkleidung erfordert die Einhaltung eines ganz bestimmten Ablaufes.
Nur wer die Reinraumkleidung richtig anziehen kann, sorgt auch dafür, dass die Eintragung von Partikelteilchen in den Reinraum, so weit es geht, verhindert wird.
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem weniger Partikel vorhanden sind als in normalen Räumen. Die Reinräume werden in Klassen unterteilt, die sich darin unterscheiden, wie viele Partikel einer bestimmten Grösse pro Kubikmeter zulässig sind. Von der jeweiligen Raumklasse hängt ab, welche Reinraumbekleidung zum Einsatz kommen muss.
Je nach Reinraumklasse ist ein anderer Ablauf beim Anlegen der Reinraumkleidung zu befolgen. Ausgehend von den sogenannten GMP-Klassen kann man bis zu drei Reinraumschleusen oder Zonen unterscheiden, die vor dem Betreten eines Reinraumes zu durchlaufen sind.
Die GMP-Klassen A und B gelten für die sterile Produktion und haben daher das höchste Schutzniveau, gefolgt von der GMP-Klasse C (Bereich mit Anlagen zur Arbeitsvorbereitung) und der Klasse D (Bereich der Arbeitsvorbereitung). Je nach Reinraumklasse muss man mehr oder weniger Reinraumkleidung tragen und eine, zwei oder drei Reinraumschleusen durchschreiten.
Das Anlegen der Reinraumbekleidung in der Reinraumklasse D ist zugleich der erste Schritt für die Reinraumbekleidung in den Klassen C, B und A. Schminke und Schmuck darf man grundsätzlich nicht verwenden, wenn man in Reinräumen arbeitet.
Bevor es losgeht, muss man sich die Hände waschen und danach desinfizieren. Während des Anlegens der Reinraumkleidung darf man nicht sprechen, um eine Kontamination durch Tröpfchen zu verhindern. Erst recht darf man nicht husten oder niesen beim Anziehen der Schutzkleidung.
Vor dem Anlegen der äusseren Reinraumbekleidung muss man sich die reinraumgerechte Zwischenkleidung anziehen, also die Unterbekleidung anlegen, und eine einfache Haube aufsetzen. Die Haube muss alle Haare verdecken.
Nun zieht man die äussere Reinraumkleidung an, die der Klasse D entspricht, darf dabei mit dieser aber weder den Boden berühren noch mit der Aussenseite die Unterbekleidung.
Zum Anziehen der Reinraum-Schuhe setzt man sich auf die Überschwenkbank (auch Übersteigebank oder Step-Over-Bank genannt) und darf mit den Reinraum-Schuhen erst auf der anderen Seite der Bank den Boden berühren.
Nun desinfiziert man erneut seine Hände und eine etwaige Brille. Bartträger legen vor dem Händedesinfizieren einen speziellen Bartschutz an.
Für die Reinraumklasse C muss man zunächst die Reinraumbekleidung für die Klasse D anziehen und damit die Reinraumschleuse der Klasse C betreten. Nun zieht man den Reinraum-Mantel, die Reinraum-Hose und die Reinraum-Schuhe aus, so dass man nur noch die Unterkleidung (Zwischenkleidung) und die Haube trägt.
Anschliessend zieht man sich Handschuhe bis über die Enden der Unterkleidung. Diese Handschuhe sind nun zu desinfizieren. Danach legt man einen Mundschutz an. Über die bereits existierende Haube zieht man eine zweite Haube.
Für den C-Bereich muss man nun einen passenden Reinraum-Overall über der Unterkleidung anziehen und auch hier wieder darauf achten, dass der Overall den Boden nicht berührt oder mit seiner Aussenseite die bereits angelegte Unterbekleidung.
Dann setzt man sich auf die Überschwenkbank und zieht die Reinraum-Schuhe für den C-Bereich an. Im Spiegel kontrolliert man, ob alles richtig sitzt und desinfiziert abschliessend noch einmal die Handschuhe. Wer einen Bart trägt, muss vorher noch den Bartschutz anlegen.
Für das richtige Anziehen von Reinraumbekleidung in den Reinraumklassen A und B muss man zunächst die Reinraumschleusen für die Klassen C und D durchschritten haben. Zu Beginn des Anlegeverfahrens in den Reinraumklassen A und B trägt man nur noch Unterbekleidung, Haube und Schuhe; die restliche bisher angezogene Reinraumbekleidung legt man ab.
Nun beginnt das Anlegeverfahren in den Reinraumklassen A und B, das für beide Klassen gleich abläuft: Nach dem Desinfizieren der Hände muss man sich Handschuhe anziehen (bis über die Enden der Unterbekleidung). Die Handschuhe werden nun ebenfalls desinfiziert. Anschliessend sollte man nach der hier aufgelisteten Reihenfolge vorgehen:
Als neue Reinraumbekleidungsstücke kommen in den GMP-Klassen A und B also Vollschutzhaube (Kapuze), Schutzbrille, Überstiefel und ein zweites paar Handschuhe dazu. Nachdem man die Überstiefel angezogen hat, zieht man sich über die bereits verwendeten Umkleidehandschuhe die eigentlichen Arbeitshandschuhe.
Hat man den Reinraum wieder verlassen und will die Reinraumbekleidung ablegen, geht man einfach andersherum vor. Beim Ablegen der Reinraumkleidung sollte man darauf achten, ob es sich jeweils um Einweg- oder Mehrweg-Reinraumbekleidung handelt und die abgelegten Stücke entsprechend trennen.
Da die Wahl der richtigen Reinraumbekleidung von der Reinraumklasse abhängt, muss man zunächst festlegen, wofür man seinen Reinraum nutzen möchte.
Die abovo AG bietet Interessenten die nötige Hilfestellung bei der Bestimmung der Reinraumklasse an und berät bei der Auswahl der richtigen Reinraumbekleidung, um die Anforderungen der jeweiligen Reinraumklassifikation zu erfüllen.
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