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Alterung der Strasse
Aufbau vieler Gemeindestrassen:
Viele Gemeindestrassen sind nach einem sehr einfachen Schema aufgebaut: Auf eine verdichtete, ungebunden Fundation wurden einfache Asphaltdecken oder Bitumen/Splitt-Gemische erstellt. Diese sind den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen! Vergleichbar einer doppelten Oberflächenbehandlung oder einem Mikrobelag, wurden in der Schweiz ab ca. 1930 auch im ländlichen Raum einfache, dünne Tragdeckschichten, Asphaltmakadam- oder Tränkdecken gebaut. Diese sind i.d.R. nur 1-2 cm dick! Heutigen Achslasten bis 11 Tonnen sind sie nicht gewachsen: Randrisse, Frostrisse etc. prägen das Bild vieler Gemeindestrassen.
Stressfaktoren von Asphalt
Wie jedes Material reagiert Asphaltmörtel auf viele Umwelteinflüsse. Diese verändern sich während der erwarteten Lebensdauer einer Asphaltstrasse von 20 und mehr Jahren:
Mehr Verkehr, höhere Belastungen, saurer Regen, häufigere Frost-Tauperioden setzen dem Baustoff zu, seine plastischen und thermoplastischen Fähigkeiten nehmen ab. Asphalt wird so härter und brüchiger!
Asphaltbindung
Die meisten Schäden auf unseren Strassen sind Risse, Löcher und Verformungen. Altert und versprödet die Bindung Bitumen-Splitt oder wird sie schwächer, lösen sich Teile, bilden Risse, brechen auf und werden zu Schlaglöchern.
Verformungen sind eher ein Zeichen einer zu schwach dimensionierten oder mangelhaft eingebauten Schichtung von Asphalt und Untergrund oder einer zu schwachen Fundation.
Wasser ist generell der grösste Feind: Regen enthält saure Bestandteile, welche die Haftung schwächen. Wasser in den Hohlräumen gefriert, dehnt sich aus und zerstört die Asphaltstruktur.
Oberstes Ziel ist es darum, die Asphaltdeckschicht vor eindringendem Wasser zu schützen!