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Der 7. Juni ist seit 2019 der «Internationale Tag der Lebensmittelsicherheit». Ziel ist es, stärker dafür zu sensibilisieren, welche Bedeutung der Lebensmittelsicherheit beim Schutz der Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten zukommt.
Die 73. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York hat eine Resolution verabschiedet, mit der der 7. Juni zum jährlichen «Internationalen Tag der Lebensmittelsicherheit» (World Food Safety Day) erklärt wird.
Diesem Entscheid ging eine 2015 von der damaligen Präsidentin der Codex-Alimentarius-Kommission (CAC) Awilo Ochieng Pernet lancierte Initiative voraus. Es folgten intensive Verhandlungen innerhalb der CAC, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Den Lead der Verhandlungen zu diesem Entscheid übernahm Costa Rica.
Die Auswirkungen verunreinigter und verdorbener Lebensmittel
Dieser Tag soll weltweit darauf aufmerksam machen, welche Folgen verunreinigte und verdorbene Lebensmittel für die öffentliche Gesundheit haben. Gemäss globaler Schätzungen der WHO erkrankt nämlich jedes Jahr eine von zehn Personen infolge des Konsums von Lebensmitteln, die durch Bakterien, Viren, Parasiten oder chemische Substanzen verunreinigt sind.
420 000 Personen, davon 125 000 Kinder unter fünf Jahren, sterben an diesen Krankheiten. Die WHO geht davon aus, dass verunreinigte Lebensmittel über 200 Krankheiten von Durchfall bis Krebs verursachen.
Verunreinigte und verdorbene Lebensmittel beeinträchtigen die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Sie belasten die öffentlichen Gesundheitssysteme, die nationalen Volkswirtschaften, den Handel und den Tourismus.
Die Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen fordert alle Anspruchsgruppen, darunter Behörden, Industrie, Konsumentinnen und Konsumenten, einschlägige internationale Organisationen, NGOs und die akademische Welt zur Teilnahme an den Aktivitäten zur Förderung der Lebensmittelsicherheit auf allen Ebenen anlässlich dieses Tages auf.
Die Lebensmittelsicherheit ist eine wesentliche Grundlage zur Umsetzung mehrerer nachhaltiger Entwicklungsziele (SDGs), welche die UN-Mitgliedstaaten bis 2030 erreichen sollten.
Der Codex Alimentarius
Der Codex Alimentarius ist eine Sammlung von Normen, Richtlinien und Verhaltensregeln, die von der Codex-Alimentarius-Kommission verabschiedet wurde. Seit 1963 ist das Ziel des Codex, einheitliche Lebensmittelnormen zu erarbeiten, welche die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten weltweit schützen und faire Handelspraktiken im internationalen Handel mit Lebensmitteln sicherstellen. Die Schweiz ist Gründungsmitglied des Codex.
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Letzte Änderung 20.06.2019