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|Die Europäische Union hat eine Richtlinie erlassen, die verlangt, dass Fahrer/innen im Personen- und Güterverkehr einen Fähigkeitsausweis erwerben. Der Bundesrat hat am 15. Juni 2007 beschlossen, diese Richtlinie auch in der Schweiz umzusetzen, damit für Schweizer Fahrer/innen die gleichen Anforderungen wie für deren Kolleginnen und Kollegen in der EU gelten. Er hat deshalb die Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern zum Personen und Gütertransport auf der Strasse, die Chauffeurzulassungsverordnung (CZV), verabschiedet. |
Was wird verlangt?
Fähigkeitsausweis: Wer mit Cars oder Kleinbussen (Kat. D oder D1) Personen, bzw. mit Lastwagen (Kat. C oder C1) Güter transportieren will, muss den Fähigkeitsausweis für den Personen- bzw. Gütertransport erwerben (Ausnahmen siehe unten). Dazu sind eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische CZV- Prüfung zu bestehen.
Der Fähigkeitsausweis ist auf fünf Jahre befristet und wird nur verlängert, wenn die Weiterbildungspflicht erfüllt ist.
Weiterbildung: Alle Inhaber/innen eines Fähigkeitsausweises müssen sich weiterbilden. Es sind in 5 Jahren 5 Kurstage (35 Stunden) zu besuchen und nachzuweisen,
Wer ist betroffen?
Wer den Führerausweis (C/C1 bzw. D/D1) vor dem 1. September 2009 erworben hat (oder zumindest das Gesuch um den Lernfahr- oder Führerausweis eingereicht hat), erhält den Fähigkeitsnachweis prüfungsfrei. Bisherige Ausweisinhaber/innen benötigen den Fähigkeitsausweis für den Personentransport ab September 2013, den Fähigkeitsausweis für den Gütertransport ab September 2014. Wer nach dem 1. September 2009 das Gesuch um einen Lernfahr- oder Führerausweis in den Kat. C/C1 bzw. D/D1 einreicht, muss den Fähigkeitsausweis mit einer CZV-Prüfung erwerben.
Ausnahmen
Keinen Fähigkeitsausweis benötigen Führer und Führerinnen von Motorfahrzeugen:
- die zu Personen- oder Gütertransporten für private Zwecke verwendet werden;
- mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h;
- die vom Militär, der Polizei, der Feuerwehr, der Zollverwaltung, vom Zivilschutz oder im Auftrag dieser Stellen verwendet werden;
- 2 mit denen zum Zwecke der technischen Entwicklung oder bei Reparatur oder Wartungsarbeiten Probe- oder Überführungsfahrten durchgeführt werden;
3 die neu oder umgebaut noch nicht in Verkehr stehen;
- die in Notfällen oder für Rettungsmassnahmen eingesetzt werden;
- die auf Lern-, Übungs- oder Prüfungsfahrten, auf der Fahrt zur amtlichen Fahrzeugprüfung oder im Rahmen der amtlichen Fahrzeugprüfung eingesetzt werden;
- zum Transport von Material oder Ausrüstung, die der Fahrzeugführer oder die Fahrzeugführerin zur Berufsausübung verwendet, sofern das Führen des Fahrzeugs im Durchschnitt einer Woche höchstens die Hälfte der Arbeitszeit in Anspruch nimmt;
- die ausschliesslich im werkinternen Verkehr eingesetzt werden und auf öffentlichen Strassen nur mit behördlicher Bewilligung benützt werden dürfen. (Art. 3 CZV)
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