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Die Pelz-Initiative bezweckt das Verbot von tierquälerisch erzeugten Pelzprodukten. Jährlich werden 350 Tonnen Pelze in die Schweiz importiert. Dafür werden 1.5 Millionen Tiere zu Lebzeiten gequält. Sie werden grausam vergast, mit genitalen Elektroschocks getötet oder lebendig gehäutet. Die Pelzdeklarationsverordnung wurde 2020 zwar verschärft, aber die freiwillige Zurückhaltung kann schlecht kontrolliert und Verstösse selten sanktioniert werde. Schweizer Gesetze verbieten die Zucht von Pelztieren. Auch die Einfuhr von Pelzen aus tierquälerischer Haltung soll nun verboten werden.
Unsere Initiative gegen ein Importverbot von tierquälerisch erzeugten Pelzprodukten ist mit den internationalen Handelsverpflichtungen der Schweiz vereinbar. Alle Abkommen sehen Ausnahmen für Massnahmen vor, die zum Schutz der öffentlichen Sittlichkeit und des Lebens oder der Gesundheit von Tieren erforderlich sind.
Fragen / Antworten zur Initiative Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte
Was gilt als Pelz bzw. Pelzprodukt?
In der Pelzdeklaration (Verordnung über die Deklaration von Pelzen und Pelzprodukten 1. Abschnitt Art.2) wird Pelz als Fell von Säugetieren definiert. Als Pelzprodukt gilt Ware, die «aus Pelz hergestellt» oder «Pelz enthält». Nicht unter diese Definition von Pelzprodukten fallen Felle domestizierter Tiere wie die Gattungen der Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Lamas und Alpakas.
Welche Pelzprodukte sollen verboten werden nach dem Willen der Initianten?
Unsere Initiative fordert ein Einfuhrverbot von Pelzprodukten, die von Tieren stammen, die misshandelt wurden. Jährlich werden etwa 350 Tonnen Pelze in die Schweiz importiert, wobei die Hälfte aus China stammt. Allein für die in die Schweiz jährlich eingeführten Pelze werden 1.5 Millionen Tiere zu Lebzeiten gequält. Sie werden grausam vergast, durch genitale Elektroschocks getötet oder lebendig gehäutet.
Welche Pelzprodukte sind nach Willen der Initianten weiterhin erlaub?
Die Fellverarbeitung von Schweizer Nutztieren (z.B. Schafe) oder rechtmässig erlegtes Jagdwild (z.B. Füchse) fällt nicht unter die Bestimmung der Initiative.
Die Initiative gegen tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte richtet sich auch nicht gegen die Einfuhr von Pelzprodukten, die von Tieren stammen, die nach Jagdmethoden erlegt wurden, die den entsprechenden Vorschriften in der Schweiz entsprechen (z. B. Fuchsfelle).
Verstösst die Initiative Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte nicht gegen internationale Verträge?
Die Initiative gegen ein Importverbot von tierquälerisch erzeugten Pelzprodukten ist mit den internationalen Handelsverpflichtungen der Schweiz vereinbar. Die WTO-Gremien haben anerkannt, dass der Tierschutz ein Bestandteil der öffentlichen Sittlichkeit bildet. Damit können Länder Importverbote für Tierprodukte erlassen, sofern deren Produktion im Inland nicht zugelassen ist und diese gegen die öffentliche Sittlichkeit verstösst.
Dieser Grundsatz wurde vom Appellate Body der WTO 2014 konkret bestätigt als Antwort auf eine Beschwerde von Kanada und Norwegen. Die beiden Pelz exportierenden Länder waren der Meinung, dass das Handelsverbot für Robbenprodukte gegen internationales Recht verstosse. Die WTO-Schlichtungsgremien wiesen diese Beschwerde zurück. Sie bestätigten damit ausdrücklich die Rechtmässigkeit von Importverboten aus Tierschutzgründen.
Wieso braucht es den Zwang einer Verfassungsänderung zum Schutz von gequälten Tieren?
Freiwillige Regelungen wie das Origin Assured Label verweisen lediglich auf existierende Verordnungen und Gesetze in einem Herkunftsland. Sie sagen aber wenig darüber aus, ob dort die Gesetze eingehalten, das Tierwohl kontrolliert und respektiert wurde. Im Sinne unserer Initiative gilt alles als "Misshandlung", was unsere Schweizer Tierschutzgesetze verbieten. Dazu gehören zum Beispiel Felle von Tieren, die in kleinen Drahtkäfigen gehalten, mit Fallen gefangen, bei der Haltung oder Schlachtung misshandelt werden usw.
Anti-Pelz-Kampagne
Kein Tier gibt seinen Pelz freiwillig her
In den 1980er-Jahren war Pelz fast aus dem Strassenbild verschwunden, dank der aufrüttelnden Arbeit der Tierschutzorganisationen. Doch nun ist er wieder zurück − und damit auch das Leiden der Tiere.
Pelz, auf brutalste Weise dem Tier entnommen, prangt überall als Besatz oder Bordüre auf Kapuzen, Anoraks und Schuhen.
Gekauft werden diese Artikel bezeichnenderweise von jungen Menschen, die ansonsten fair einkaufen, sich oft vegetarisch ernähren und auch sonst auf eine bewusste Lebensweise achten. Warum hier nicht? Warum schauen sie hier weg?
Pelz ist ein Qualprodukt.
Wer es kauft und trägt, ist mitverantwortlich für unvorstellbares Leiden.
Seit 2013 organisiert Animal Trust die «Stopp Pelz!»-Kampagne.
Im Dezember 2017 und Januar 2018 werden diverse Plakatwände in Feriendestinationen wie Davos, Klosters, St. Moritz, Gstaad ausgehängt.
Dank Ihrer Spende ist es uns auch in Zukunft möglich, unsere Kampagne fortzusetzen.