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Rosalia wächst als uneheliches Kind bei ihren Grosseltern auf. Nach dem Tod der Grossmutter ist die schöne Kindheit vorbei. Von der Armenbehörde wird das elfjährige Mädchen verdingt und muss nun hart wie eine Magd arbeiten. Sie fühlt sich unverstanden und allein gelassen. Nach der Konfirmation wagt Rosalia nicht, ihre Sehnsucht nach einer Bürolehre gegenüber der Armenbehörde bekanntzugeben. Sie nimmt eine Dienstmädchenstelle in einer Wäscherei-Glätterei in Bern an. Endlich kann sie eine Berufslehre als Glätterin machen. Sie heiratet einen Arbeiter, obwohl sie das Gefühl hat, dass es nicht der richtige Mann für sie ist. Trotzdem ist sie stolz auf die eigene Wohnung. Doch ihr Mann wird bald arbeitslos, und erste Probleme stellen sich ein. Rosalia arbeitet erneut in einer Wäscherei und zusätzlich noch in einer Papeterie. Kurz nacheinander kommen zwei Töchter auf die Welt. Ihr cholerischer und unberechenbarer Mann demütigt sie immer mehr. Sie denkt oft an Scheidung. – Nach dem Tod des Mannes helfen ihr die beiden verständnisvollen Töchter, sich der Frauenbefreiungsbewegung anzuschliessen und Kurse an der Volkshochschule zu besuchen. Sie liest Bücher und beginnt, ihr Leben aufzuschreiben. Sie stellt fest, wie sehr sie sich zeitlebens hat in Rollen drängen lassen und ihre eigenen Wünsche stets hintenan gestellt hat.
Details
Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-7296-0081-2
Erscheinungsdatum 01.01.1989