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… in die Wüste schicken?
Sie würden Ihr Gegenüber vielleicht am liebsten in die Wüste schicken, aber der Weg zur Deeskalation ist darauf ausgerichtet, Aggressionen, und Gewalt, wo immer sie sich aufbauen, zu deuten, zu verstehen, zu verändern und eine Wiederholung möglichst zu vermeiden.
Deeskalation und Kommunikation im Umgang mit herausfordernden Situationen
Wenn immer möglich Ihr Gegenüber mit dem Namen anreden, dies verschafft immer einen Moment der Aufmerksamkeit und eventuell die Erkenntnis für Ihr Gegenüber, dass er sich “in den eigenen Reihen” befindet.
Sprechen Sie lauter, wenn die angesprochene Person beim ersten Ansprechen nicht reagiert hat. Die Lautstärke aber sofort reduzieren, wenn ein Kontakt hergestellt ist (z.B. Augenkontakt). „Hallo!“ kann auch Aufmerksamkeit bringen.
Ist Ihr Gegenüber motorisch sehr unruhig, ist es ungünstig, ganz still zu stehen. Langsame Körperbewegungen, ein oder zwei Schritte hin und her, mit genug Abstand zum Gegenüber, wirken meist beruhigender. Die Stimme und Satzmelodie soll beim ersten ansprechen keinesfalls streng oder zurechtweisend wirken, sie soll klar und fest, aber trotzdem melodisch und fragend klingen.
Randaliert die Person bereits oder bedroht er andere, so ist ein deutliches Intervenieren notwendig, um das Geschehen zunächst einmal zu stoppen. Ein bestimmtes und klares Aussprechen der Worte: „Herr Peter Stopp!“, „Halt“, „Lassen Sie das!“ oder „Bitte hören Sie sofort auf!“ haben die größten Chancen.
Kommt die Person aggressiv auf Sie selbst zu, signalisieren Sie ihm durch eine entgegen gestreckte Hand auch körperlich „Halt, Herr Peter, nicht weiter!“ Zusätzlich fordert man die Person auf: „Bitte bleiben Sie jetzt stehen!“.
Weiterhin erfolgreich sind sofortige Gebote, z.B.: „Halt, Herr Peter, stopp! Bitte bleiben Sie stehen! Ich kann Ihnen bestimmt helfen, wenn Sie mich lassen!“ Auch zu sagen, dass der Patient einem gerade Angst macht, wirkt auf die meisten Patienten deeskalierend z.B.: „Halt Herr Peter! Keinen Schritt weiter! Bleiben Sie jetzt bitte stehen! Wir werden bestimmt alles friedlich regeln können.Zurück zum Blog