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In den vergangenen Jahren hatten sich Walfänger und Walschützer innerhalb der IWC oft blockiert. Ein Kompromiss könnte nun so aussehen, dass die Walschützer unter strengen Auflagen einer Fangquote für den Minkwal und eventuell für einige andere Arten zustimmen und Japan dafür seinen Widerstand gegen ein Walschutzgebiet im Südpazifik aufgibt. Bei der IWC-Konferenz im vergangenen Jahr hatte Japan ein solches Schutzgebiet zusammen mit anderen Ländern verhindert. Die 1946 gegründete IWC soll den Walfang regulieren und dafür sorgen, dass keine Walart ausgerottet wird. 1982 beschloss die Organisation, den Walfang von 1986 an bis auf weiteres zu verbieten, da die meisten Groß-Wale als gefährdet eingestuft wurden.
Tierschützer stellten am Montag eine Studie vor, wonach der Tourismus mit Bootsfahrten zur Walbeobachtung jedes Jahr weltweit 2,2 Milliarden Mark (1,1 Milliarden Euro) verdient. Auch die drei Walfangnationen Japan, Norwegen und Island profitierten davon stark. "Dieser Bericht zeigt, dass Wale lebendig mehr wert sind als tot", sagte Inaoko Funahashi, ein Sprecher des Internationalen Tierschutzfonds (IFAW).
Der britische Tierschutzverband RSPCA bezeichnete das Harpunieren der intelligenten Säugetiere als "unmenschlich", da der Todeskampf oft eine Stunde dauere. Norwegen und Japan bestritten das. Moderne Harpunen könnten die Tiere oft sofort töten, durchschnittlich vergingen bis zum Tod nur zweieinhalb Minuten.
Die Tierschutzorganisation PETA warf allen Fleischessern, die gegen den Walfang seien, Heuchelei vor. "Wer Hühner-, Schweine- oder Rindfleisch isst, verursacht viel mehr Tierleid als die japanischen oder norwegischen Walfänger", sagte PETA-Sprecher Bruce Friedrich. "Wale können sich immerhin eines Lebens in Freiheit erfreuen, bevor sie harpuniert werden - anders als die Tiere in den Agrarfabriken." (dpa, 24. Juli 2001)