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Die schon in der ISO 9001:2000 behandelte prozessorientierte Betrachtungsweise der Unternehmensabläufe wird nun priorisiert. Die Unternehmensprozesse werden in einer Prozesslandschaft gesehen, in der es Wechselwirkungen und Schnittstellen gibt, die im Qualitätsmanagementsystem erkannt, abgebildet und geregelt werden müssen. Auch die Schnittstellen nach aussen, zu Unterlieferanten und Kunden sowie zu entfernten unterstützenden Standorten innerhalb der eigenen Organisation (Remote Locations) sind festzulegen. Die Prozesse werden differenziert in kundenorientierte Prozesse unterstützende Prozesse und Managementprozesse. Dieser prozessorientierte Ansatz soll das Verständnis erhöhen, dass nicht ein isoliert betrachteter Prozess, sondern die Gesamtheit aller zusammenwirkenden Unternehmensprozesse die Qualitätsleistung eines Unternehmens entscheidend beeinflussen.
Eine wesentliche Forderung der ISO/TS 16949:2002 ist darüber hinaus die Erfüllung von kundenspezifischen Forderungen (Customer Specific Requirements), die die Automobilhersteller zusätzlich an das Qualitätsmanagementsystem ihres Lieferanten stellen. Dies mag entscheidend zur weltweiten Anerkennung der TS2 durch die Hersteller beigetragen haben.
Im Gegensatz zu den bisherigen Standards können sich nur Lieferanten, die Teile oder Ersatzteile in Serienfertigung für Automobile produzieren, nach dieser Technischen Spezifikation zertifizieren lassen. Ziel ist es, die System- und Prozessqualität wirksam zu verbessern um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, Fehler und Risiken im Produktionsprozess und der Lieferkette zu erkennen, ihre Ursachen zu beseitigen und getroffene Korrektur- und Vorbeugungsmassnahmen auf ihre Wirksamkeit zu prüfen. Der Fokus richtet sich nicht auf die Fehlerentdeckung, sondern auf die Fehlervermeidung.
Ein Zertifikat nach ISO/TS 16949 soll das Vertrauen des (potenziellen) Kunden in die System- und Prozessqualität eines (möglichen) Lieferanten begründen. Heute hat ein Lieferant ohne gültiges Zertifikat kaum eine Chance, einen Automobilzulieferer der 1. Reihe (Tier 1 Supplier) und schon gar keinen Automobilhersteller (OEM) mit Serienteilen zu beliefern.
Alle OEMs (Original Equipment Manufacturer) haben diese Technische Spezifikation zum Standard erklärt.
Im Vergleich zu Forderungen der ISO 9001 verlangt die ISO/TS 16949 verstärkt die Berücksichtigung kundenspezifischer Forderungen (GM, Ford, DaimlerChrysler, BMW, VW, etc).
Die Qualitätskriterien der ISO/TS 16949:
- Abgesicherte Entwicklung und Serienreifmachung
- Stabile Prozessfähigkeit
- Ständige Weiterentwicklung des Verbesserungswesens
- Optimierung der Prozessketten
Was bietet das Produkt?
- Zertifizierung nach dem weltweit anerkannten Qualitätsstandard der Automobilindustrie.
- Detaillierte Information zur Anwendung von Qualitätswerkzeugen wie Statistik, FMEA usw.
Zugang zur weltweit grössten "Produktionsindustrie".
Zielpublikum:
Alle Hersteller von Serie- und Ersatzteilen sowie Produktionsmaterialien für die Automobilindustrie in der gesamten Zulieferkette sowie Firmen, welche Wärmebehandlung, Schweissarbeiten, Lackierung, Beschichtung und andere Oberflächenbehandlungen durchführen.