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Wie die Lactalis-Gruppe am Dienstag vergangener Woche mitteilte, soll der Milchauszahlungspreis bis Jahresende auf 30 Cent/l (33 Rp./kg) steigen. Laut dem französischen Milcherzeugerverband (FNPL) soll dazu bis zum Dezember der Auszahlungspreis um monatlich 0,5 Cent angehoben werden. Lactalis-Sprecher Michel Nalet betonte, dass der durch die Lactalis-Gruppe ausgehandelte Erzeugerpreis für die nächsten Monate deutlich höher als im Marktumfeld und bei den Konkurrenzunternehmen liege.
Andere Unternehmen in der Pflicht
Zugleich wies er darauf hin, dass die von Lactalis und den anderen Molkereien gezahlten Erzeugerpreise nicht vergleichbar seien. FNPL-Präsident Thierry Roquefeuil zeigte sich stolz über den erzielten „Sieg“, der gemeinsam von den Verbänden und den Erzeugerorganisationen erreicht worden sei. Für ihn wird diese Vereinbarung aber „nicht die einzige Antwort auf die noch anhaltende Milchkrise“ bleiben.
Er sieht auch die anderen Unternehmen in der Pflicht. Der FNPL sowie der französische Bauernverband (FNSEA) und die Junglandwirteorganisation (JA) unterstrichen in einer gemeinsamen Presseverlautbarung, dass Lactalis gezwungen worden sei, nachzugeben und den Erzeugerpreis anzuheben.
Zusätzliche 10 Cent
Frankreichs Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll legte derweil das nationale Programm zur Verringerung der Milchproduktion vor, für das EU-weit insgesamt 150 Mio Euro zur Verfügung stehen. Ferner kündigte der Ressortchef an, dass Frankreich - wie Deutschland - die ihm zugeteilten EU-Gelder aus dem 350 Mio Euro-Topf für spezifische Massnahmen zur Unterstützung der Milchbauern mit nationalen Mitteln verdoppeln werde, und zwar von 49,9 Mio Euro auf 99,8 Mio Euro.
Diese Aufstockung ermögliche es, die europäischen Maßnahmen zur Reduzierung der Milchproduktion zu stärken und ergänzend 10 Cent pro Kilogramm nicht produzierte Rohmilch zu gewähren. Diese soll allerdings auf die ersten 5 % der jeweiligen Menge begrenzt werden, die über das Milchreduzierungsprogramm gewährt werden; insgesamt würden dann 24 Cent gezahlt. Darüber hinaus würden weiterhin die 14 Cent an Beihilfe gewährt.