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Carsten Meyer wurde 1972 im Münsterland geboren und überredete im Alter von acht Jahren seine Eltern dazu, ihm Klavierunterricht zu spendieren. Nach dem Abitur zog er nach Münster, um dort in verschiedenen Bands zu spielen.
Seit 1997 tritt er unter dem Namen EROBIQUE alleine auf Parties und in Clubs auf, um die jungen Leute mit seiner improvisierten und unkonventionellen Discomusik zu ausufernden Tanzfeten animieren. Nach gefeierten Auftritten im gesamten deutschsprachigen Raum wurden die norddeutschen Freistil-Rapper Fischmob auf ihn aufmerksam und luden ihn ein, das Vorprogramm zu ihrer mehrwöchigen ‚Power-‚Tour 1998 zu bestreiten. Im Jahr 2000 zog Meyer nach Hamburg zu DJ Koze, um mit ihm und seinem Kollegen Comic DJ das elektronische Trio ‚International Pony‘ zu gründen. Die Band veröffentlichte drei bezaubernde Alben bei Columbia und führte Meyer und seine beiden Mitstreiter zu furiosen Auftritten in ganz Europa.
Parallel dazu arbeitete Carsten Meyer seit einer Zusammenarbeit mit Schorsch Kamerun am Schauspielhaus Zürich 2001 (‚Der digitale Wikinger‘) an vielen deutschen Bühnen als Theaterkomponist und -musiker, unter anderem für Studio Braun, Stefan Pucher oder Herbert Fritsch. Im Jahr 2005 erstellte Meyer für das Münchner ‚Haus der Kunst‘ unter Chris Dercon die ‚Suite for Gilbert & George‘, die die große Retrospektive des britischen Künstlerpaares musikalisch begleitete. Nach vielen musikalischen Kollaborationen (unter anderem dem musikalischen Projekt ‚Songs for Joy‘ mit Jacques Palminger am Maxim Gorki Theater Berlin), Hörspiel-Arbeiten für WDR und SWR und Einladungen zu musikalischem Austausch nach Israel, Brasilien und die Elfenbeinküste, komponierte er seine erste Filmmusik für den TV-Film „Die fremde Familie“ des Regisseurs Stefan Krohmer. Im Jahr 2009 wurde er von dem Anarcho-Witz-Kollektiv Studio Braun beauftragt, die Musik für die mittlerweile legendäre Mockumentary ‚Fraktus‘ zu komponieren und produzieren. Im gleichen Jahr begann die Zusammenarbeit mit Regisseur Arne Feldhusen für dessen preisgekrönte TV-Serie „Der Tatortreiniger“ er nicht nur die Titelmusik schrieb, sondern jeder Folge seinen eigenen musikalischen Stempel aufdrückt. Durch diese Zusammenarbeit kam es auch zu seiner ersten Filmrolle als abgehalfterter Alleinunterhalter ‚Günni‘ im Kinofilm ‚Stromberg‘.
Meyer ist in in seinen besten Jahren, in der Mitte der Gesellschaft angekommen und lebt heute in Eimsbüttel.