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Die Herzschläge werden durch das elektrische Reizleitungssystem des Herzes erzeugt und kontrolliert. Jeder Herzschlag (lat. Systole) wird automatisch durch den natürlichen Herzschrittmacher, den Sinusknoten, ausgelöst. Das im Sinusknoten entstandene elektrische Signal breitet sich über die Vorhöfe aus und sorgt dafür, dass diese sich zusammenziehen und das Blut automatisch in Richtung der Herzkammern vorschieben.
Anschliessend wird der elektrische Impuls weiter in die Mitte des Herzes zum AV-Knoten (Atrio-Ventrikular-Knoten) geleitet, bevor er sich auf die Kammern überträgt, die sich ihrerseits zusammenziehen und das Blut zur Lunge und in den Körper pumpen. Bei einem regulären Herzschlag ziehen sich also zuerst die Vorhöfe und anschliessend die Kammern zusammen. Der AV-Knoten hat die Aufgabe, den Takt richtig an die Hauptkammern weiterzugeben, sodass das Herz weder zu schnell noch zu langsam schlägt.
Entstehen nun falsche elektrische Impulse beziehungsweise breiten diese sich über das leitfähige Gewebe im Herzmuskel falsch aus, beeinträchtigen sie die Funktion des Herzes. Dies äussert sich in einem unregelmässigen, chaotischen, zu schnellen oder zu langsamen Herzrhythmus.
9. Sinusknoten
10. AV-Knoten (Atrio-Ventikular-Knoten)
Der grösste Teil der elektrischen Reizleitung des Herzes lässt sich mit Hilfe eines Elektrokardiogramms (EKG) darstellen. Dieses gibt Aufschluss darüber, ob die elektrische Aktivität des Herzes regelmässig und koordiniert abläuft.
Auf dem EKG sind mehrere Wellen sichtbar: Die P-Welle widerspiegelt die Erregung der Vorhöfe, welche das Blut in die beiden Kammern vorschiebt. Ihr folgt ein hoher Ausschlag, die R-Zacke. Diese entspricht der Erregung der beiden Ventrikel. Die danach registrierte T-Welle zeigt die "elektrische" Erholung der Herzzellen. Nicht im EKG abgebildet werden kann der Aufbau des elektrischen Impulses im Sinusknoten; erfasst wird erst die dadurch ausgelöste P-Welle.