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Muskelschmerzen werden oft übersehen
Muskelschmerzen (lat. myofasziale Schmerzen) sind häufig Ursache für akute und chronische Schmerzen. Trotzdem werden sie oft übersehen.
Myofasziale Schmerzen sind durch einen oder mehrere schmerzhafte Punkte (Triggerpunkte) gekennzeichnet. Es können auch schmerzhaft verhärtete Muskelstränge ertastet werden. Diese druckempfindlichen Stellen befinden sich typischerweise in der Muskulatur, aber auch in Bändern, Sehnen, Gelenkkapseln und der Knochenhaut. Besonders häufig betroffen sind der Schulter-Nacken-Bereich, der Beckengürtel sowie der Kiefergelenkbereich. An den Triggerpunkten lässt sich ein Schmerz provozieren, der in die betroffene Körperregion ausstrahlt (referred pain). Jeder Mensch hat latente Triggerpunkte, die bei Überbelastung oder durch Fehlhaltungen aktiviert werden können. Besonders betroffen sind Personen, die lang anhaltenden Stellungen oder wiederholten gleichförmigen Bewegungen ausgesetzt sind wie Fliessbandarbeiter, Büroangestellte am PC, Musiker oder Sportler. Stumpfe, direkte Gewalt, traumatische Überdehnungen oder reflektorische Muskelverspannungen (Teufelskreis) bei chronischen Schmerzen können ebenfalls Triggerpunkte aktivieren.
Therapie
Neben der Behandlung der möglichen Grundursache müssen myofasziale Schmerzen gezielt angegangen werden. Triggerpunktinfiltrationen, TENS, Stosswellentherapie, Tiefenmassage, Akupunktur und lokale Wärme- oder Kälteapplikation können einzeln oder in Kombination angewandt werden.