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Seidenstoffen. Der Verkehr bewegt sich naturgemäss in der Längsrichtung des Bezirkes. Früher waren
der See und die längs
seinem Ufer hinführende Seestrasse die Hauptwege; jetzt sind sie abgelöst durch die rechtsufrige Zürichseebahn
Zürich-Meilen-Rapperswil.
Seit 1903 geht von Meilen aus auch eine elektrische Strassenbahn über
Uetikon und Oetwil quer durch den
Bezirk nach
Wetzikon.
Weinbau, Viehzucht. Eine grosse Gerberei, 2 mechanische Werkstätten, 3 Schreinereien, eine
Fabrik alkoholfreier
Weine. Römische Ueberreste an der Appenhalde. Alemannensiedelung; Alemannengräber bei Obermeilen. Beim
Hof Burg oberhalb
Meilen stand einst das
SchlossFriedberg, von dem vor Kurzem unternommene Nachgrabungen einen Teil der Umfassungsmauer, die
vier Kellermauern und die Fundationen des
Turmes blosgelegt haben. Diese Burg bildete im 14. Jahrhundert
den
Kopf einer
Letzi, die sich bis nach Obermeilen hinzog und bei der 1354 anlässlich der Belagerung von Zürich
durch den Herzog
Albrecht von Oesterreich ein kleiner Kampf stattfand.
Sichtbar ist auch noch der östl. Burggraben. 1306 gehörte die Burg dem Freiherrn Lütold von
Regensberg, 1321 dem
Götz Mülner von Zürich
und 1390 dem reichen Zürcher Jakob Bletscher; 1474 kam sie durch Vergabung an die Abtei Fraumünster in
Zürich.
Ferner stand am linken Ufer des
Rossbaches ein Burgstall der Meyer von Bunishofen, dessen Lage heute ebenfalls noch kenntlich
ist. Die hohe und niedere Gerichtsbarkeit über Meilen stand von alten Zeiten her dem Stift zum Grossmünster
in Zürich
zu, dem sie von Karl dem Grossen bestätigt wurde.
Otto der Grosse vergabte später den Kirchensatz samt dem Zehnten dem Kloster
Einsiedeln(Memorabilia Tigurina). Die Vogtei
besassen die Edeln von
Friedberg, von denen sie nachher an die Mülner von Zürich
und dann an die Edeln von
Ebersberg
überging. Schliesslich kamen sämtliche Rechte 1384, 1410 und 1424 der Reihe nach an die Stadt
Zürich, die Meilen zu einer
Obervogtei umwandelte. 1812-1820 kaufte sich die Gemeinde Meilen von allen Abgaben frei. Die freiheitsliebenden Bewohner
von Meilen standen unter der Führung von Rudolf Rellstab an der
Spitze des Aufruhres gegen Hans Waldmann,
wie sie sich auch an der der helvetischen Revolution vorangehenden Bewegung und an den Unruhen von 1801 und 1803 beteiligten.
830: Meilana; 1274: Meilan. Vergl. Heimatkunde vonMeilen. Meilen 1902.
Weinbau, Viehzucht. Erholungshaus der Diakonissenanstalt
Neumünster in
Zürich.
In der Haab (dem
Hafen) von Obermeilen entdeckte im Winter 1853 auf 1854 der Lehrer Johannes Aeppli den ersten (steinzeitlichen)
Pfahlbau in der
Schweiz.