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Im neuen Werk sollen sogenannte Getriebefan-Triebwerke des US-Herstellers Pratt & Whitney instandgesetzt werden. Sie kommen unter anderem in der auf weniger Spritverbrauch getrimmten Neuauflage des Airbus A320 zum Einsatz. MTU hatte den Triebwerkstyp mitentwickelt, der bei insgesamt fünf Flugzeugherstellern zum Einsatz kommt. Für die bestehenden MTU-Standorte sollen sich nach Unternehmensangaben keine Auswirkungen ergeben.
Die Investitionen von rund 150 Millionen Euro für das neue Werk wollen MTU und Lufthansa zu gleichen Teilen tragen. In den kommenden Monaten wollen sie einen "global wettbewerbsfähigen Standort innerhalb oder ausserhalb Europas" finden. 2020 soll das neue Werk mit mehr als 500 Arbeitsplätzen den Betrieb aufnehmen. Bereits seit 2003 führen Lufthansa Technik und MTU ein Gemeinschaftsunternehmen in Malaysia, das auf die Reparatur von Turbinen spezialisiert ist.
Im Sommer 2016 hatte Lufthansa Technik angekündigt, bei der Triebwerksüberholung in Deutschland Stellen zu streichen. In den kommenden fünf bis sieben Jahren sollen 700 von 2000 Arbeitsplätzen in diesem Bereich wegfallen. Auf betriebsbedingte Kündigungen will der Konzern dabei jedoch verzichten. Die Überholung von Verkehrsflugzeugen in Hamburg wird die Lufthansa-Tochter bereits in diesem Jahr einstellen./hosmac/stw/stb
(AWP)