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Drum Machines und Quantisierung in Pop & Rock Musik: Der Klang der 80er. Robert Michler
Studioproduktionen in Pop- und Rockmusik haben sich seit den 1980er Jahren mit dem Aufkommen und der weiten Verbreitung von Technologien wie MIDI, Synthesizers und Drum Machines zu rhythmisch akkuraten Prozessen entwickelt und damit die Aufführungspraxis hinsichtlich Ästhetik und Stilistik entscheidend beeinflusst. Eingeläutet wurde die neue Spiel- und Produktionsweise in Subkulturen wie dem Funk, Soul, Hip-Hop und R&B, und dann schnell von den Protagonisten des Pop übernommen.
Quantisierung bezeichnet das Organisieren von rhythmischen Ereignissen anhand eines durchgängigen und gleichmäßigen Rasters innerhalb digitaler Produktionsprozesse, und hat somit entscheidenden Einfluss auf popspezifische Komponenten des Groove, einem zentralen Begriff zur Wahrnehmung und Beurteilung von Pop- und Rock-Musik. Das Verfahren wurde zunächst primär dafür genutzt, rhythmische Ungenauigkeiten von ausführenden Musikern zu korrigieren und an ein bestehendes, exaktes und gleichmäßiges Muster anzugleichen. Gleichzeitig waren Musiker gezwungen, sich dem rhythmischen Diktat der Maschinen spieltechnisch anzupassen und das sogenannte Microtiming – also die rhythmische Genauigkeit zwischen den Hauptschlägen – zu perfektionieren und auf eigene Variationen hinsichtlich der Interpretation des Tempos komplett zu verzichten. Dieses Forschungsprojekt hat zum Ziel, die Auswirkungen von Drum Machines und Quantisierung anhand von signifikanten Fallbeispielen u.A. von Michael Jackson, Prince und New Order im Zeitraum 1980 bis 1995 darzustellen und durch musikalische Analyse zu untersuchen.