Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03333.jsonl.gz/1376

Tim wurde in der 25. Schwangerschaftswoche abgetrieben. Er hat diese Abtreibung überlebt. Danach lag er neun Stunden unversorgt im Kreißsaal. Erst danach wurden lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet. Nach einem halben Jahr kam er als Pflegekind zu Simone und Bernhard Guido. Dort wuchs er zusammen mit den leiblichen Kindern Marco und... Tim wurde in der 25. Schwangerschaftswoche abgetrieben. Er hat diese Abtreibung überlebt. Danach lag er neun Stunden unversorgt im Kreißsaal. Erst danach wurden lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet. Nach einem halben Jahr kam er als Pflegekind zu Simone und Bernhard Guido. Dort wuchs er zusammen mit den leiblichen Kindern Marco und Pablo auf. Das Buch entstand anlässlich von Tims 18. Geburtstag. Das Buch ist in 11 Kapitel gegliedert. Der Aufbau der Kapitel ist ähnlich. Am Anfang steht ein kurzes Kapitel Tims Vorgeschichte und seinem Leben. Danach kommen, wenn nötig, gesetzliche und gesellschaftliche Aspekte. Anschließend kommen die Menschen zu Wort, die Tim auf seinem Weg bisher begleitet haben. Das sind nicht nur seine Eltern und Geschwister, auch Freunde, Ärzte, Pflegekräfte. Die persönlichen Äußerungen sind sehr ehrlich. Dabei wird durchaus deutlich, das es die Bekannten nicht immer so sehen wie die Familie. Die verbindenden Texte ergänzen die Ausführungen. Natürlich wird auch auf Tims leibliche Eltern eingegangen. Es wird aber weder der Name genannt, noch ein Urteil gefällt. Aufgeführt werden lediglich die Fakten, die Tims Geburt vorausgingen. Dabei werden die gesellschaftlichen Verhältnisse, insbesondere die Beratungsangebote und die Gefahr der Haftung für Ärzte, durchaus kritisch beleuchtet. Die Informationen über Spätabbrüche und deren Folgen waren erschütternd. Im Mittelpunkt des Buches aber steht Tims Lebenswille. Trotz vieler Operationen und mehrerer Lungenentzündungen wirkt der Junge auf Außenstehende lebensbejahend. Seine Pflegeeltern haben ihn jede Förderung angedeihen lassen, die möglich war. Das bedurfte durchaus schwierigen Diskussionen mit Behörden. Besonders bewegt haben mich die Äußerungen von Marco und Pablo. Sie haben Tim als ihren Bruder angenommen und festgestellt, dass er ihnen sehr viel für ihr Leben gegeben hat. Das Cover zeigt Tim mit seinem Vater. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein Plädoyer für das Leben und beweist, was mit entsprechender Förderung und in einem liebevollen, dem Kinde zugewandten Elternhaus möglich ist.
Klappentext "Als wir damals an seinem Bettchen standen und er uns mit seinen blauen Augen anschaute, stand unsere Entscheidung eigentlich gleich fest: Wir nehmen ihn auf. Und wir haben es nie bereut. Er hat unser Leben reich gemacht, trotz aller Probleme." Tim war nicht gewollt, seine Mutter hat ihn in der... Klappentext "Als wir damals an seinem Bettchen standen und er uns mit seinen blauen Augen anschaute, stand unsere Entscheidung eigentlich gleich fest: Wir nehmen ihn auf. Und wir haben es nie bereut. Er hat unser Leben reich gemacht, trotz aller Probleme." Tim war nicht gewollt, seine Mutter hat ihn in der 25. Schwangerschaftswoche abtreiben lassen, weil er das Down-Syndrom hatte. Aber er wollte nicht sterben. Stundenlang lag er unversorgt im Kreißsaal und wurde schließlich nach einem Schichtwechsel gerettet. Sein Gehirn hat dabei schweren Schaden genommen, außerdem ist er Autist. Als 'Oldenburger Baby' hat er Medizingeschichte geschrieben und wurde zum Symbol einer Debatte um späte Schwangerschaftsabbrüche und ihre rechtlichen und ethischen Konsequenzen. Aber dieses Buch ist kein Buch gegen Abtreibung – sondern ein Buch für das Leben. Es ist unser Geschenk zu Tims 18. Geburtstag." Mit 16-seitigem, farbigem Bildteil. Über die Autoren Simone und Bernhard Guido leben mit ihren fünf Kindern - darunter drei Pflegekinder mit Down-Syndrom - in einer norddeutschen Kleinstadt. Ihr gesamtes Honorar für das Buch wird in ein Wohnprojekt für Menschen mit Down Syndrom fließen, das die beiden in ihrem Haus einrichten wollen, damit ihre drei Pflegekinder auch in Zukunft mit ihnen leben können. Für ihr soziales Engagement wurde Ehepaar Guido die Bundesverdienstmedaille verliehen. Kathrin Schadt studierte Philosophie, Lateinamerikanistik und Komparatistik in Berlin und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Mehrere Buchveröffentlichungen. Schrieb u. a. für DIE ZEIT und die FAZ. Erhielt Preise und Stipendien, darunter das Stipendium für journalistische Nachwuchsförderung. 2009 gründete sie die Initiative "Erste Hilfe Köfferchen" und betreut seitdem ehrenamtlich Eltern von kranken und verstorbenen Kindern. Meine Meinung Story Ich habe dieses Buch vom Gerth Medien Verlag zu Verfügung gestellt bekommen, da ich mich für die Thematik sehr interessiere. Als Mutter fällt es einem schwer zu verstehen, warum man ein Kind versucht abzutreiben, so wie es Tims Mutter getan hat. Zum Glück hat Tim, sich allen Prognosen widersetzt und hat den Ärzten gezeigt, dass er leben möchte, obwohl er an einer schweren Form des Down Syndroms leidet und zudem noch große Schäden von der Abtreibung aufweist. Tim kämpft sich ins Leben. Tim war mir sofort sympatisch. Der Junge der ständig lächelt und eine wahnsinnige Energie ausstrahlt. Kaum zu glauben das man ihn nicht gewollt hat. Die Familie Guido war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Wie aufopfernd sie sich um Tim uns später sogar um Mellissa und Naomi gekümmert haben und ihr komplettes Leben einfach von heute auf morgen umgestellt haben, ist einfach bewundernswert. Dieses Buch bietet dem Leser einen Einblick in das Leben der Guidos und schildert alle Höhen und Tiefen, die so eine Entscheidung mit sich bringt. Denn natürlich gibt es nicht nur gute Tage, denn die Guidos müssen auch durch viele Tiefen und auch Niederlagen verkraften. Sie kommen oft an ihre Körperlichen Grenzen, aber bekommen von Familie und Freunden große Unterstützung, um sich auch mal ein paar Tage eine Auszeit zu gönnen und um neue Kraft zu tanken. Auch die leiblichen Söhne, Marco und Pablo müssen oft Verzicht üben und hinten anstehen, aber lieben die Pflegekinder und bringen großes Verständnis auf. Schreibstil Das Buch wird aus der Sicht der Familie Guido geschildert. Mal von Vater Berhard und Mutter Simone sowie von den Söhnen Pablo und Marco, aber auch von Verwandten, Freunden, Pflegern und Ärzten. So bekommt man einen sehr guten Einblick in das Leben der Familie aber auch in Tims Alltag. Außerdem wird einem viel über die Abtreibungsgesetze in Deutschland erzählt und natürlich auch den Medizinischen Einblick in ein Leben mit Down Syndrom, auch bekannt als Trisomie 2. Charaktere Natürlich kann man hier nicht von Protagonisten sprechen, denn die Guidos sind reale Personen die eine sehr große Herausforderung angenommen haben, Ich mochte die Familie von Anfang an sehr. Ich bewundere ihren Mut, ihre Kraft und alles was sie ausmacht. Tim ist ein wunderbarer Mensch und man kann nach dem man das Buch beendet hat, guten Gewissens sagen, dass man einen tollen Menschen und seine Familie kennen gelernt hat und ein kleines bischen Teil an ihrem Alltag hatte. Meine Meinung Tim lebt! ist ein wunderbares Buch über das Leben, den Glauben die Kraft und die Liebe . Ich habe das Buch nur ungern aus der Hand legen wollen, da mich Tims Story und die seiner Familie richtig gefesselt hat. Guten Gewissens kann hier volle fünf von fünf Sterne geben und eine absolute Leseempfehlung
Inhalt: Das Ehepaar Guido berichtet aus ihrem Leben mit Tim und aus Tims Sicht. Von Anfang an; wie es sich "ergeben" hat, dass Tim ihr Pflegekind wurde und wie sie als Pflegeeltern mit der Situation, dass Tim das Down-Syndrom hat, umgehen; über ihre Problem im Alltag und ihre Zuneigung zu Tim. Aber... Inhalt: Das Ehepaar Guido berichtet aus ihrem Leben mit Tim und aus Tims Sicht. Von Anfang an; wie es sich "ergeben" hat, dass Tim ihr Pflegekind wurde und wie sie als Pflegeeltern mit der Situation, dass Tim das Down-Syndrom hat, umgehen; über ihre Problem im Alltag und ihre Zuneigung zu Tim. Aber es kommen auch andere Personen zu Wort: Die beiden Kinder, Marco und Pablo, des Ehepaares, eine Freundin der Familie, die Ärztin ist, der damalige Gynäkologe und Pränataldiagnostiker bei Tims "Geburt", u.a. Hint: Es war nicht geplant, dass Tim seine "Geburt" - eine Abtreibung - "überleben" sollte; nun ist er ein 18-jähriger junger Mann. Meine Meinung: Die Aussagen der befragten Personen wurden wort-wörtlich wieder gegeben ohne diese vorher "aufzubereiten", so sind bspw. umgangssprachliche Formulierungen enthalten. Positiv fand ich, dass auf der leiblichen Mutter von Tim nicht "herumgehakt" wurde, sondern dass, soweit bekannt, "neutral" über sie, ihre "Lage" und ihre Entscheidung berichtet wurde; soweit dies natürlich bei einem so emotionsbeladenen Thema möglich ist. Auch wenn einige Personen "neutral" evtl. auch "sachlich-emotionslos" berichten, lässt einem dies als Leser dennoch die Schwere und Tragweite eines (späten) Schwangerschaftsabbruchs mit all dem daraus resultierenden Folgen und Gefühlschaos sehr deutlich spüren.