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27.01.2021, 17:24 Uhr
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Aufgrund eines offenen Hypothekenstreits in den USA tätigt die Credit Suisse weitere Rückstellungen von insgesamt 850 Mio. USD. Dadurch rutscht die Grossbank im vierten Quartal 2020 in die roten Zahlen.
Die Credit Suisse hatte bereits im Dezember angekündigt, dass in einem offenen Streit eine hohe Busse anfallen könnte, wodurch die Rückstellungen voraussichtlich erhöht werden müssten. Nun hat die Grossbank am Freitag bekanntgegeben, dass sie in diesem Fall weitere Rückstellungen von insgesamt 850 Mio. USD tätigt.
Der Streit zwischen der Credit Suisse und dem US-Unternehmen MBIA in New York datiert noch aus der Finanzkrise und geht auf das Jahr 2009 zurück. Dabei geht es um Garantien bezüglich eines Hypothekendarlehens, einem so genannten Residential Mortgage Backed Security (RMBS). Es könnte nun zu einem Urteil von bis zu 680 Mio. USD kommen, meint die Bank. Sie erhöht allerdings nicht nur die Rückstellungen für diesen speziellen Fall, sondern auch für andere noch offene RMBS-Streitigkeiten, daher der hohe Rückstellungssbetrag. Inklusive einer früher kommunizierten Wertberichtigung auf einer Minderheitsbeteiligung an York Capital von 450 Mio. USD rechnet die Grossbank nun mit einem Verlust im vierten Quartal 2020, wie es weiter heisst.
Das Handelsergebnis im letzten Monat des Jahres 2020 habe in etwa auf dem Niveau gelegen, das bereits am 15. Dezember am Investorentag präsentiert worden sei, teilte die CS weiter mit. Im Vermögensverwaltungsgeschäft habe die im Vorjahresvergleich stärkere Transaktionsaktivität teilweise die nachteiligen Fremdwährungseffekte kompensiert. Die Investmentbank entwickle sich weiterhin gut, wobei die Erträge in Dollar im vierten Quartal 2020 mehr als 15% über dem Niveau des vierten Quartals 2019 gelegen hätten.
Die konkreten Finanzergebnisse werden am 18. Februar veröffentlicht. Am geplanten Aktienrückkauf in Höhe von mindestens 1 Mrd. CHF hält die CS fest.