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Gold Rush Dogs
In Europa führte die hohe Anzahl Arbeitswilliger zu sinkenden Löhnen und steigender Armut. Viele, die aus ländlichen Gebieten in Städte kamen, verdienten kaum genug, um nicht auf der Strasse schlafen zu müssen. Es kam zu einer regelrechten Ueberbevölkerung. Viele Bauern nahmen in Fabriken auch die Möglichkeit der Zusatzeinkünfte wahr, etwa durch Näharbeiten.
Oft kam es zu hungergeleiteten Aufständen und Unruhen durch agrarische Unterschichten. Das Wirtschaftssystem war noch nicht stabil genug. Immer wieder gab es Wirtschaftskrisen, die besonders private Geldanleger oft in grosse Probleme brachten.
Eine grosse Anzahl unterbürgerliche und unterbäuerliche Schichten wanderten Richtung Amerika aus.
Die Schiffüberfahrt dauerte ca. 15 Tage bis New York. Die Weiterreise ging mit der Canadian Pacific Railway in fünfeinhalb Tagen quer durch den Kontinent nach Seattle, dem nördlichsten Hafen der Vereinigten Staaten.
Seattle, damals eine Stadt von siebzigtausend Einwohner, war durch den Handel mit Holz, Fischerei und dem zunehmeden Verkehr mit Alaska in kurzer Zeit stark gewachsen. Grosse Geschäfte, in denen es alles zu kaufen gab was für die Reise nach Alaska benötigt wurde, schossen wie Pilze aus dem Boden. Eine komplette Ausrüstung mit Lebensmitteln für ein Jahr kostete etwa 125 Dollar.
Mit dem Danpfer gings dann weiter in Richtung Skagway. Durch die enorme Nachfrage wurde auf dem Weg nach Alaska jedes verfügbare Schiff mobilisiert, auch alte Kästen und Seelenverkäufer. Viele Unglücke waren deshalb an der Tagesordnung und nicht Alle erreichten wohlbehalten Skagway.
Von Skagway gings weiter in das kleine Oertchen Dyea und von dort aus führten zwei Wege über das Gebirge nach Lake Bennet. Der eine über den 2800 Fuss hohen Withe Pass, der aber wegen der starken Schneeschmelze oft nicht passierbar war. Der zweite Weg führte über den 3400 Fuss hohen Chilcoot Pass. Vom Lake Bennet aus gings weiter mit einem kleinen Boot den Yukon hinab bis Dawson, der neuen Goldstadt am Klondike. Dawson City liegt in geschützter Lage am rechten Ufer des Yukon, dort wo der Klondike mündet. Ca. 30'000 Einwohner lebten in Dawson. Die meisten davon hausten in Zelten. Wer in Dawson ankam, war aber noch immer nicht am Ziel! 400 Meilen mussten nun zu Fuss zurückgelegt werden, um die verschiedenen Goldschürfplätze zu erreichen.
In dieser unwirklichen Gegend war ein Durchkommen zu Fuss, mit all dem Proviant und der Ausrüstung kaum möglich. Auch für die Pferde waren die Wege oft Unbegehbar. Die Goldgräber lernten schnell von den Inuit, dass ohne Hunde hier kaum etwas ging. Die Goldgräber begannen deshalb Schlitten, gezogen von Hunden, einzusetzen, oder Hunde mit Packtaschen. Ohne die Hilfe der Hunde, wäre das Leben der Goldgräber noch viel härter gewesen. Viele Godgräber begannen auch, Hunde zu züchten und diese gezielt zu trainieren, damit sie auch wirklich für den Schlitten taugten. Die Hunde wurden auch eingesetzt, um den Goldgräbern die Post zuzustellen. Sie wurden auf die Jagd mitgenommen, damit sie die erlegten Tiere nach Hause ziehen konnten.
Im Winter vertrieben sich die Goldgräber ihre Freitzeit öfters, sich mit ihren Hunden am Schlitten zu messen. Es entstanden Schlittenhunderennen. Diese Schlittenhunde hatten mit den heutigen Schlittenhunde meistens keine grosse Aehnlichkeit. Vor allem grosse Rassen, die kräftig ziehen konnten wurden eingesetzt.