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Am Sternenhimmel im September 2019
Meteorologisch beginnt der Herbst bereits am 1.9., real astronomisch aber am 23.9. um 9:51 Uhr
Die Sonne quert in diesem Moment den Himmelsäquator von Norden gegen Süden und steht am Mittag nun auf halbem Weg vom höchsten Sonnenstand über dem Horizont im Sommer zum niedrigsten Sonnenstand im Winter.
Die Erdachse senkt sich im Spiel der Jahreszeiten nun deutlich von der Sonne ab, so dass die Tageslänge im Laufe des Monats um 1h 36m von 13h 22m auf 11h 46m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 17.9. das Sternbild des Löwen um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild der Jungfrau fortzusetzen.
Merkur bewegt sich nun scheinbar hinter der Sonne vorbei und kann in der zweiten Monatshälfte in der hellen Abenddämmerung tief über dem flachen Westhorizont gesehen werden. Merkur steht am 4.9. in oberer Konjunktion zur Sonne.
Venus bewegt sich den ganzen Monat über weiterhin scheinbar von der Sonne weg und kann in der zweiten Monatshälfte jeden Tag besser am Abendhimmel gesehen werden.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 24.9. das Sternbild des Löwen um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild der Jungfrau fortzusetzen. Mars bewegt sich scheinbar hinter der Sonne vorbei und kann erst am Monatsende in der hellen Morgendämmerung tief über dem flachen Osthorizont wieder gesehen werden. Mars steht am 2.9. in Konjunktion zur Sonne.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Schlangenträgers und ist den ganzen Monat über nur noch am Abend faszinierend schön über dem südwestlichen Horizont zu sehen.
Der Ringplanet Saturn durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Schützen und ist den ganzen Monat über ab Nachtbeginn in perfekter Stellung über dem südlichen Horizont zu sehen.
Der Lauf des Mondes:
Erstes Viertel am 6.9. um 6:10 Uhr
Vollmond am 14.9. um 7:31 Uhr
Letztes Viertel am 22.9. um 5:40 Uhr
Neumond am 28.9. um 21:27 Uhr
Ausgerüstet mit einem Teleskop oder einem guten Fernglas könnte es gelingen in den Nächten um den 10.9. den äussersten Planeten Neptun erkennen zu können. Denn Neptun steht am 10.9. in Opposition zur Sonne und am 9.9. in seiner erdnächsten Distanz von 4'327.5 Millionen Kilometer. Damit ist er leicht grösser als üblich und kann somit etwas einfacher als winziges Planetenscheibchen erkannt werden. Sein Licht ist nun fast exakt 4 Stunden unterwegs bis es den Betrachter auf der Erde erreicht.
Die dunklen Nachtstunden im September beginnen nun eindeutig wieder früh genug, so dass die Stern-warte bereits um 21:30 Uhr zu einem Ausflug an das gestirnte Firmament einlädt. Die atemberaubend schöne Sommermilchstrasse mitsamt ihrem hellen Zentrum bereitet ihre ganze Pracht weiterhin in guter südlicher Richtung aus. Flankiert wird sie links vom Sternbild des Schützen und rechts vom Sternbild des Skorpions. Und hoch am Himmel prangt immer noch das Sommerdreieck mit den eindrücklichen Sternbildern Leier (mit dem hellen Stern Wega), Schwan (Deneb) und Adler (Altair). Weiter gegen Osten hin zeigt sich das mächtige Sternbild des Pegasus während gegen Westen hin weiterhin das Sternbild des Bärenhüters mit seinem prächtig hellen Hauptstern Arktur leicht zu finden ist. Hoch am Himmel im Schwan zeigt sich im grossen Teleskop ein Sternenpaar, das seit Hunderttausenden von Jahren in einem innigen Tanz vereint ist. Und unweit davon entfernt lässt sich in der Leier ein Stern finden, der am Ende seines fast schon unsagbar langen Lebens nochmals alle Register zu einem puren Feuerwerk gezogen hat. Und scheinbar gleich daneben im Herkules glitzern im Fernrohr eine halbe Million Sterne einem wahren Schatzkästchen gleich und lassen uns ob ihren Milliarden von Lebensjahren in Staunen verharren.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!