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Die Tessiner überzeugten vor allem in der ersten Halbzeit. Sie zeigten sich in dieser Phase deutlich zielstrebiger als bei den letzten teilweise pitoyablen Auftritten in der Meisterschaft. Schon in der 10. Minute setzte Carlinhos Junior einen Kopfball an die Latte, nachdem zuvor Sturmkollege Alexander Gerndt am ukrainischen Torhüter Buschtschan gescheitert war. In der 32. Minute zwang Marco Aratore, der dritte Angreifer in der Squadra von Fabio Celestini, Buschtschan mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zu einer spektakulären Parade.
Je länger die Partie jedoch dauerte, desto deutlicher wurden die Vorteile für die Gäste. Der Dritte der ukrainischen Liga liess Lugano nach der Pause kaum noch zur Entfaltung kommen, war aber selbst zu kompliziert und unpräzise im Strafraum der Tessiner. So brachte Lugano den ersten Punkt in der diesjährigen Europa-League-Kampagne ohne Zittern in trockene Tücher. Und kurz vor Schluss wäre Lugano beinahe noch der Lucky Punch geglückt, doch Carlinhos hatte auch mit seinem zweiten Kopfball Pech – wieder Latte (87.).
Zum ersehnten Sieg – von den letzten zwölf Pflichtspielen gewannen die Tessiner nur eines – reichte es letztlich nicht. Doch in der aktuellen Situation ist ein torloses Remis gegen einen früheren Europacup-Sieger ein Strohhalm, an den sich Celestini klammern kann. Zwei Lattenschüsse, eine gute Chance – Lugano durfte sich durchaus als Punktsieger sehen.