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Stadtgründung und österreichische Herrschaft
Nach dem Zusammenbruch des alemannischen Stammherzogtums gehörten grosse Ländereien des heutigen Kantons Zug zum Besitz des in der Zuger Burg wohnhaften Graf Rudolf II. von Lenzburg und seiner Familie. Nach deren Ableben erbten 1173 die Kyburger den Lenzburger Besitz und gründeten anfangs des 13. Jahrhunderts die Stadt Zug. Zug wurde in dieser Zeit zu einem befestigten Platz ausgebaut und im Jahre 1255 wurde die Stadt Zug erstmals als "castrum" (Burg, Stadt) bezeichnet. Zusammen mit der Stadt fiel auch das übrige Hoheitsgebiet an die Grafen von Kyburg. Die Bedeutung der Stadt am nordöstlichen Seeufer des Zugersees wurde von Händlern, Kaufleuten, Handwerkern und Tagelöhnern als Umschlagplatz schon während der Herrschaft der Grafen von Kyburg erkannt. Dank der Lage an der zu dieser Zeit florierenden Gotthardroute brachte es die Stadt Zug schnell zu Wohlstand, Macht und Geld. Andere Siedlungen wie Cham oder Steinhausen profitierten zu Beginn des 14. Jahrhunderst nur geringfügig vom Reichtum, der sich in Zug auftürmte. Im Jahre 1264 wechselte die Stadt Zug und hiermit auch grosse Teile des damaligen Zuger Gebietes den Besitzer. Die Dynastie der österreichischen Habsburger wachte fortan über die Zuger Ländereien.