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5F. Licht und Äther - Teil I
1. Einleitung - Formales
Licht ist in physikalischer Hinsicht eine elektromagnetische Strahlung. Huter wusste das und erwähnt es im Hauptwerk. Huter verwendet in seinen Erläuterungen über die elektromagnetische Welle stets das Wort "Licht".
Im "Hauptwerk" und im "Leitfaden" behandelt Huter das Thema "Licht" formal in folgender Weise:
a. Im Hauptwerk: im II. Lehrbrief, in der fünften, siebten und neunten Lektion;
b. Im "Leitfaden" in Ziffer 26 und 29, die sich auf den II. Lehrbrief, siebte resp. neunte Lektion beziehen.
Carl Huter hat
- einerseits die damaligen Erkenntnisse der Physik über das Licht recht detailliert dargelegt, namentlich auch die beiden Wellentypen, die transversale Welle und die longitudinale Welle. Diese damaligen Erkenntnisse sind auch heute noch gültig. Sie haben sich aber seither stark erweitert.
- andererseits seine eigenen, zusätzlichen Erkenntnisse dargelegt - leider nur in wenigen Sätzen und aufgeteilt auf verschiedene Stellen in den beiden genannten Werken.
Hier werden die Huterschen Erkenntnisse erstmals als Ganzes dargestellt. Sodann werden sie unter Einbezug der heutigen Erkenntnisse der Physik und der Erkenntnisse Huters über den Äther erläutert.
2. Einleitung - Physik
Zu Huters Zeit war man in der Physik unsicher, ob das Licht resp. die elektromagnetische Welle eher als ein Teilchenstrom oder eher als eine transversale Welle zu betrachten ist oder Licht beides zugleich ist.
Erst rund 20 Jahre nach Huter, in den 1930 Jahren, entstanden die noch heute gültigen Ansichten über die elektromagnetische Welle:
- Die elektromagnetische Welle lässt sich lediglich mit mathematischen Formeln beschreiben. Welche Prozesse innerhalb der Welle ablaufen, lässt sich nicht beobachten. würde man sie beobachten wollen, würde man die Welle zerstören. Durch diesen äusseren Eingriff wird es gänzlich unmöglich, die Prozesse zu beobachten!
- Die elektromagnetischen Welle ist zugleich als eine Welle zu betrachten als auch als ein Teilchenstrom. Der Mensch muss sich damit abfinden, dass er sich keine genaue Vorstellung davon machen. Die Welle lässt sich lediglich, zum Glück, mit Formeln beschreiben und auf diese Weise lässt sich alles berechnen - die Ausbreitung, die Wechselwirkung mit anderen Wellen, mit anderen Teilchen, etc.
3. Die Huterschen Erkenntnisse
3.1 Der Weltäther - Vermittler der elektromagnetischen Strahlung
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, II. Lehrbrief, fünfte Lektion, 1904
Carl Huter schreibt, Zitat Anfang:
- Der Weltäther, der alles erfüllt, ist der Vermittler der Sonnenstrahlen.
- Er scheint als träge Masse den geringsten Widerstand äusseren Krafteinwirkungen entgegen zu setzen.
- Der Weltäther ist also in hohem Masse lichtempfindlich, und dieses erklärt die ausserordentliche Wirkung, welche das Licht bei manchen chemischen und biologischen Vorgängen erzeugt.
- Wenn bei Umlagerungen der Atome und Moleküle eine Mitarbeit des Äthers auftritt, so muss wohl eine ganz besondere feine Wirkung erzielt werden, eine Wirkung, die nicht nur allein chemischer Natur ist.
- Diese besondere Mitarbeit des Äthers, nicht nur bei Lichterscheinungen, sondern auch bei vielen andern Vorgängen in der Natur, erklärt mir das Wesen der Elektrizität von ganz neuen Gesichtspunkten.
Zitat Ende.
3.2 Elektromagnetische Strahlung: Eine Kombination aus Welle und Teilchen
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, II. Lehrbrief, siebte Lektion, 1904
Carl Huter schreibt, Zitat Anfang:
- Huyghens hat 1690 zum ersten Mal das Licht als Wellenbewegung erklärt. Diese Undulationstheorie kam zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts allgemein zur Anerkennung.
- Der grosse Mathematiker und Physiker Newton erklärte 1692 das Licht als einen äusserst feinen, von der Sonne und allen selbstleuchtenden Körper ausgehenden Stoff, Emanationstheorie.
- Meiner Meinung nach ist beides richtig und liegt in beiden Theorien die Wahrheit zugleich, denn jede Kraftwirkung ruft Substanzverschiebung hervor.
- Daher ist mit der Kraftübertragung auch eine Stoffübertragung verbunden.
Zitat Ende.
3.3 Elektromagnetische Strahlung: eine duale, stehende Welle
Carl Huter: Welt- und Menschenkenntnis, II. Lehrbrief, siebte Lektion, 1904
Carl Huter schreibt, Zitat Anfang:
- An den Körper, welche Lichtquellen sind, wie z. B. die Sonne und alle Fixsterne, denke man sich stehende transversale Wellen, die sich aber im Weltäther transversal und longitudinal fortpflanzen.
- Die stehenden Wellen, erklären sich aus einer, den leuchtenden Körpern innewohnenden magnetischen Spannkraft, die in den freien Einzelatomen so gewaltig zum Ausdruck kommt.
Zitat Ende.
Anmerkungen
- Huter vertritt die Ansicht, dass die elektromagnetische Welle zugleich aus einer transversalen periodischen Schwingung als auch aus einer longitudinalen periodischen Schwingung besteht.
- Die Physik kennt keine derartigen Wellen! Die Physik hat bisher nur eine transversale Wellenbewegung beobachtet. Es lässt sich nicht ganz ausschliessen, dass die elektromagnetische Welle tatsächlich auch eine longitudinale wellenförmige Bewegung besitzt. Es gilt zu beachten, dass die Beobachtung einer solchen Beobachtung technisch schwierig wäre und hier der Grund liegen könnte, weshalb man die longitudinale wellenförmige Bewegung bisher nicht feststellen, d.h. beobachten resp. nachweisen konnte.
- Für den neuen Wellentyp müssen neue Begriffe verwendet werden. Die Carl-Huter-Stiftung bezeichnet den Wellentyp als duale Welle resp. als Kombination aus transversaler und longitudinaler Welle. Es ist eine andere Frage, ob es tatsächlich eine solche Kombination resp. eine duale Welle gibt.
- Huter stellt die duale Welle in einer Strichzeichnung bildlich dar, siehe Rubrik 5F1 Duale Welle und dort wird versucht, die Ansicht Huters besser zu verstehen. Auch die Vorstellung Huters, dass es sich bei Licht um eine stehende Welle handelt, wird dort diskutiert.
3.4 Elektromagnetische Welle: Ätherbewegung, Ätherzersetzung, Äther- und Kraftübertragung
Carl Huter: Leitfaden zu meinem System der ...,, 1909. Ziffer 26: Die Leitgedanken in der siebten Lektion, Band II
Carl Huter schreibt, Zitat Anfang:
- Huygens hat 1690 zum ersten Male das Licht als Wellenbewegung erklärt. Diese Undulationstheorie kam zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts zur allgemeinen Anerkennung.
- Ich stehe jedoch nach wie vor auch auf dem Boden der Emanationstheorie, die auch Newton 1692 vertrat, nämlich, dass das Licht ein äusserst feiner, von der Sonne und allen selbstleuchtenden Körpern ausgehender Stoff ist.
- Ich weiche jedoch von Newton insofern ab, als ich keineswegs annehme, dass sich dieser feine Stoff nun selber beispielsweise von der Sonne bis zur Erde fortpflanzt, sondern ich stehe mit meiner Ansicht gewissermassen in der Mitte zwischen Newton und Huygens, zwischen Undulations- und Emanationstheorie.
- Ich nehme an, dass das Licht von der Lichtquelle allerdings einen Stoff aussendet, aber auch eine Ätherschwingung hervorruft und dass dieser Stoff eine Spaltung im Weltäther hervorruft, die sich mechanisch fortpflanzt und aus dem Weltäther das Fluidum heraustreibt, das sich in der chemischen Materie besonders sammelt und aufspeichert und dort gewaltige Energie entwickelt.
- Licht ist Ätherbewegung und Ätherzersetzung aber auch Äther- und Kraftübertragung.
Zitat Ende.
4. Anmerkungen
4.1 Dualismus von Welle und Teilchen, Ziffer 3.4 und Ziffer 3.2
Die Physik ist nach jahrzehntelangen Forschungen in den Jahren 1920 bis ca. 1940 zur Erkenntnis gelangt, dass Licht resp. die elektrische Welle für ihre Beschreibung zwei Modelle benötigt: das Wellen-Modell und das Teilchen-Modell. Es ist nicht möglich,
a. alle Aspekte dieser Welle nur mit einem einzigen Modell zu beschreiben und demzufolge sind unterschiedliche mathematische Formeln zu verwenden.
b. plausibel zu erklären, wie es dazu kommt, dass das Licht sich in bestimmten Konstellationen stets wie eine Welle verhält und in anderen Situationen stets wie ein Teilchen.
Zu Huters Zeit war der Streit zwischen den Anhängern der Wellen-Theorie und den Anhängern der Teilchen-Theorie ein offener, noch nicht entschiedener Streit. Für Huter war die Sache schon damals klar. In erstaunlicher Kürze schreibt er, siehe oben, Ziffer 3.2:
- Meiner Meinung nach ist beides richtig und liegt in beiden Theorien die Wahrheit zugleich, denn jede Kraftwirkung ruft Substanzverschiebung hervor.
Die von Huter genannte Begründung wird in der Rubrik 5F3. Àther-Physikdiskutiert. Daraus ergibt sich ein neues, besseres Verständnis des Lichts!
4.2 Stehende Welle
In den letzten zwei Punkten von Ziffer 1.3 erklärt Huter das Licht als eine stehende Welle. Der heutigen Physik kann diese Ansicht nicht teilen. Die elektromagnetische Welle besteht aus einer "Störungszone", die sich durch den Raum bewegt, ähnlich einer Wasserwelle, die vorbeizieht.
Huter geht aber noch weiter: Er schreibt, dass die stehende Welle Wirkungen erzeugen. Die von Huter genannten Wirkungen lassen sich mit den heutigen Erkenntnissen der Physik nur schwerlich nachvollziehen. Evtl. muss das Hutersche Werk noch genauer studiert und verstanden werden.
4.3 Transversale Welle
Damit eine transversale Welle entsteht, braucht es einen sogenannten Rückstell-Mechanismus: Das schwingende Element, ein Atom resp. Molekül, befindet sich in einem Festkörper oder evtl. in einer Flüssigkeit und schwingt um seine Ruhelage. Bei der Auslenkung um die normale Position entsteht eine Rückstellkraft. Das schwingende Element schwingt um seine Ruheposition. Es erfährt eine positive resp. negative Auslenkung.
In einer gasförmigen Substanz hat das Atom keine Ruheposition, an welche es gebunden ist und bei deren Verlassen eine Rückstellkraft entstehen könnte. Es bewegt sich mehr oder weniger frei.
Wenn sich eine elektromagnetische Welle durch den gasigen Raum resp. durch den luftleeren Raum ausbreitet, stellen sich folgende Fragen:
a. Wie entsteht der Energietransport? - Es muss doch eine Substanz vorhanden sein, welche die Energie transportiert?
b. Wie entsteht das elektrische Feld - Es muss doch eine Substanz vorhanden sein, welche eine elektrische Wirkung erzeugt?
c. Wie lässt sich damit der Mechanismus einer transversalen Welle erklären?
Im Moment lässt sich nur so viel sagen:
a. Die Physik kann kaum eine befriedigende Antwort geben. Sie vermag die Ausbreitung der elektromagnetischen Welle lediglich mit Formeln zu beschreiben.
b. Die Huterschen Erkenntnisse über die Beteiligung des Äthers an der Ausbreitung der elektromagnetischen Welle - Ätherspaltung, Ätherbewegung, Ätherübertragung, Kraftübertragung; stehende Welle, die zugleich transversal und longitudinal ist - eröffnen jedenfalls neue Möglichkeiten, um die Erscheinung zu erklären.
4.4 Ätherspaltung, Ziffer 3.4, und die Rolle des Äthers
Huter erwähnt hier, 1909, erstmals die Spaltbarkeit des Äthers. Nähere Einzelheiten findet man in den Huterschen Schriften nicht. Auch die Äther- und Kraftübertragung, Ziffer 3.4, hat Huter nirgends näher beschrieben.
Der Äther ist grundsätzlich nicht direkt nachweisbar, da er keine Masse resp. kein Gewicht besitzt und alle Einwirkungen unverfälscht weiterleitet. Würde er dagegen Einwirkungen speichern oder verändern, würde das die Möglichkeit eröffnen, seine Anwesenheit, seine Tätigkeit, etc. nachzuweisen.
Das Interessante ist: Sobald eine elektromagnetische Welle vorhanden ist, tritt er aus seinem verborgenen Dasein heraus. Aber nur solange, als die elektromagnetische Welle da ist und ist sind lediglich ein paar Nanosekunden oder noch weniger. Danach erscheint der Raum wieder völlig neutral, wie wenn er nicht mit Äther angefüllt ist.
So kann man leicht zur irrigen Ansicht kommen, dass es überhaupt keinen Äther gibt. Man beachte 5E. Ergänzungen , Ziffer 3.
Anmerkung: Die Annahmen Huters über das Kleinstteilchen sind somit ganz andere als die Annahmen, welche der griechische Philosoph Demokrit und welche die Naturwissenschaft zu Huters Zeit hatten. Ausser Huter postulierte bisher niemand ein Kleinstteilchen unserer Welt mit derartigen Eigenschaften wie sie das Hutersche Ätherteilchen aufweist:
a. stabil, aber kurzzeitig spaltbar, solange eine Einwirkung besteht;
b. und dennoch, im Ergebnis ohne Absorptionsvermögen, ohne Speicherungsvermögen;
c. ohne jede Masse und dennoch enthält es alles, um daraus Masse, Energie / Kraft und Stoff hervorgehen zu lassen;
d. kaum oder überhaupt nicht nachweisbar mit physikalischen und chemischen Mitteln. Wenn man das Teilchen als "geisterhaft" bezeichnet, lässt sich das nachvollziehen. Ein Seufzer der Verzweiflung der Naturwissenschaftler!
4.5 Das Fluidum - Äquivalenz von Masse und Energie, Ziffer 3.4
In Ziffer 26 des Leitfadens schreibt Huter, dass das Fluidum in den Atomen ein gewaltige Energie entwickelt.
Carl Huter erläutert den Begriff "Fluidum" nicht näher. Es muss sich um eine Substanz handelt, die sehr unbestimmt ist, die nahezu masselos ist. Hat sie Ähnlichkeit mit den aus der Physik bekannten Neutrinos?
Die Ansicht, dass aus diesem Fluidum - bei Aufspeicherung in der Materie - eine gewaltige Energie entsteht, erinnert an die Äquivalenz von Materie und Energie, auf welche Albert Einstein im Jahre 1905 gestossen ist. Schon ab den 1880er Jahren hätte man aufgrund der damals bekannten Formeln zu dieser Vermutung resp. zu dieser Erkenntnis gelangen können. Aber man glaubte nicht ernsthaft daran, dass sich Materie in Energie umwandeln lässt!
Wann ist Huter zu dieser Erkenntnis gelangt ist? Schon damals, als er den II. Lehrbrief schrieb, in den Winter- und Frühjahrsmonaten 1905, oder erst, als er am "Leitfaden", arbeitete, 1908 und 1909?
4.6 Das Wesen der Elektrizität, Ziffer 3.1
Leider schreibt Huter nirgends, welche Erkenntnisse er über das Wesen der Elektrizität gewonnen hat bei seinem Ätherstudien. Wird die physikalische Elektrizität unmittelbar durch den Äther erzeugt?
4.7 Weitere Konvergenz zwischen Huter und Physik?
Die heutigen Erkenntnisse der Physik über das Licht und die subatomaren Prozesse sind derart, dass nichts vorliegt, was die Huterschen Erkenntnisse in Frage stellt. Es ist möglich, dass die Physik dereinst die obigen Huterschen Erläuterungen weitgehend bestätigt. Die Erkenntnisse der Physik werden dann bestimmt beitragen, dass sich die Huterschen Erkenntnisse besser nachvollziehen lassen als heute.
4.8 Huters Weg der Erkenntnis
Carl Huter schreibt (Quelle: ...), er habe mit dem Äther experimentiert, namentlich dann, als er am II. Lehrbrief gearbeitet habe. Huter besass ein sehr feines Empfindungsvermögen. Und er schreibt, er hätte dieses geschult, um mit dem Äther experimentieren zu können.
Er schreibt, er hätte vom Äther eine dankbare Rückstrahlung empfangen, als er mit dem Äther Fühlung aufgenommen habe und auch, da er dessen Natur und dessen Empfindungsvermögen richtig erkannt habe (Quelle: ...)
Für Huter war der Äther real, existierend, nicht nur eine Annahme oder ein Modell. Nur in Bezug auf die Eigenschaften des Äthers spricht er von "Annahmen", vgl. Rubrik 5A. Weltäther: Einleitung . Aber er wohl sicher, dass seine Annahmen der Wahrheit und Realität entsprechen.
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