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Die Kleidung alter Einwohner der Gegend von Goldau war am Anfang des 18. Jahrhunderts einfach und wenig kostbar. Die Reichen wie die Armen hatten Kleider nach dem gleichen Schnitte und meistens aus demselben Material. Bis etwa auf ein Feiertagskleid waren sie beinahe alle aus selbst zubereiteten Stoffen verfertigt. Zu jener Zeit wohnten auf der Harmettlen zwei junge Mädchen, namens Bürgi. Sie waren die reichsten Töchter der dortigen Gegend, beinahe gleich alt und an schönem Wuchse sich fast ganz ähnlich. Ihre Einfachheit in der Kleidung war so gross, dass sie nur ein gemeinsames Feiertagskleid hatten. Wenn eine von ihnen zur heiligen Kommunion nach Arth ging, musste die andere die Rückkehr der ersten abwarten, um in der nämlichen Kleidung zu dieser Feier in die Kirche gehen zu können.
(nach Meyer von Knonau)