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Freitag, 27. November 2020 um 19:30 Uhr
Charles Dickens
Mit und von Heiko Strech
Eine szenische Hommage an Charles Dickens, der vor 150 Jahren starb.
Mit
Berit Griebenow und Macha Soukenik
Sonntag, 29. November 2020 um 17 Uhr
Chris Wirth: Teufel und Klarinetten
Manuela Keller: Prinzessin und Klavier
Christian Strässle: Erzähler, Soldat und Violine
PLATZZAHL BESCHRÄNKT
Anmeldung per SMS oder Tel: 0794309414
Als Igor Strawinsky 1917 die "Geschichte vom Soldaten" – eine erzählte Moritat mit Schauspielern und Orchester – konzipiert, lebt er im Exil am Genfer See. Die Auswirkungen des Krieges sind auch in der Schweiz zu spüren, die Theater bleiben geschlossen. Aus der Not heraus legt Strawinsky sein musikalisches Märchen so schlicht und kleinbesetzt wie möglich an – ein Gebot der angespannten finanziellen Situation, aber auch der neuen "Ästhetik der Einfachheit".
Gemeinsam mit dem Waadtländer Dichter Charles-Ferdinand Ramuz entwirft Strawinsky die Struktur: Ein Erzähler skizziert die Handlung in der Manier eines Moritatenvortrags mit Musik, ganz im Stil der alten russischen Jahrmarkterzählungen und Gauklerbühnen. Er trägt die Geschichte des Soldaten und dessen Geige vor, der sich auf einen Handel mit dem Teufel einlässt, danach aber den Fünfer und das Weggli möchte...
Das Stück wird 1918 mit einem Septett, einem Erzähler und zwei Schauspielern uraufgeführt. Kurz darauf schreibt Stravinsky eine kürzere Fassung für ein Trio mit Klavier, Violine und Klarinette.
Blaubart nennt sich das langjährig aufeinander eingespielte, fulminante Trio mit Manuela Keller am Klavier, Chris Wirth an den Klarinetten und Christian Strässle an der Violine. Sie haben die herb poetische, nahe am französischen Original liegende Übersetzung von Mani Matter aus dem Jahr 1963 verwendet, den Text etwas gekürzt und sich auf den Leib geschrieben. Der rhythmisch gepfefferten und leicht verschrobenen Musik Strawinskys (Marsch, Ragtime, Tango, Walzer, Choral...) fügen sie eigene kleine Stücke bei, allerdings mit grosser Achtung vor dem Können des Meisters und der von Ramuz so gewitzt und zeitlos erzählten Geschichte.
Hereinspaziert!
Freitag, 04. Dezember 2020
Konzert mit dem Ensemble ö!
(Details folgen)
Mittwoch, 09. Dezember 2020 um 19:30 Uhr
„Felix Krull. Hochstapler“
Ein erotisches Betrugsverhältnis auf Gegenseitigkeit.
Literarisches Kammerspiel nach dem Roman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ von Thomas Mann mit Volker Ranisch
Thomas Manns letzter Roman, „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ (den er allerdings bereits 1910-1911 erstmals intensiv in Arbeit hatte), ist alles andere als ein abgeklärtes Alterswerk. Frech rückt Thomas Mann den Künstler als „Illusionisten“ in die Nähe des Hochstaplers und Betrügers, parodiert den klassischen Bildungs- und Entwicklungsroman und nimmt selbst Goethes autobiographische „Dichtung und Wahrheit“ unverfroren aufs Korn.
Der deutsche Fernseh- und Bühnenschauspieler Volker Ranisch erweckt den Roman in freier Rede zum Leben in einem virtuosen literarischen Solo.
Felix Krull, Sohn eines bankrotten und im Selbstmord endenden rheinischen Schaumweinfabrikanten, ist ein Träumer, Phantast und bürgerlicher Nichtsnutz, der das Illusionäre von Welt und Leben tief empfindet und von Anfang an darauf aus ist, sich selbst zu einer Art Lebensillusion zu stilisieren. Er fühlt sich von Natur aus begünstigt und bevorteilt, ist es aber seinem Range nach nicht. Diesen ungerechten Zufall korrigiert er durch eine, seiner Anmut sehr leicht fallende Täuschung, eben durch Illusion. Verliebt in die Welt, ohne ihr auf bürgerliche Weise dienen zu können, ist er bestrebt, die Welt in sich verliebt zu machen.
Volker Ranisch spürt mit diesem Soloabend der hohen Sprachkunst Thomas Manns nach. Indem er in die Rolle des Ich-Erzählers Felix Krull schlüpft, läßt er vor seinem Publikum in freier Rede die illustre Gesellschaft des Romans mit ihrer zahlreichen Personage entstehen und erweckt gleichzeitig einen lebendigen Eindruck vom vortrefflichen Wortwitz des Autors.
Die Inszenierung war seit ihrer Premiere 2005 viele Jahre fester Bestandteil des Repertoires des Theaters im Palais, Berlin und wird erfolgreich auf Gastspielen im In- und Ausland gespielt.
Freitag, 11. Dezember und Samstag, 12. Dezember 2020
Jeweils um 19:30 Uhr
ANNA WILD Gesang, Konzept und Regie
THOMAS SCHULER Piano, 11.Dezember
DURI COLLENBERG Piano, 12. Dezember
Dauer: 1,15 h, keine Pause
Eintritt: 25 / 15 Fr.
Montag, 14. Dezember 2020 um 19:30 Uhr
Jüdische Musik des 20. Jahrhunderts mit Klarinette und Harfe
Eva Polgar, Klarinette
Julia Wacker, Harfe
Donnerstag, 17. Dezember 2020 um 19:30 Uhr
Konzert mit dem Quartett Chrysaetos
(Details folgen)
Freitag, 18. Dezember 2020
Freitag, 22. Januar 2020
jeweils um 20:30 Uhr
Where s africa: going south
Mit Omri Ziegele
Dieses gegründete Trio ist die Fortsetzung der ehrwürdigen ersten Ausgabe, die Omri Ziegele zusammen mit Irène Schweizer und Makaya Ntshoko 2007 gegründet hatte. Das Trio hat sich allem Südlichen verschrieben; dem Rhythmischen, Schweisstreibenden, Jubelnden, Ekstatischen. Das Repertoire umfasst von fröhlicher südafrikanischer Kwelamusik bis zu eigenen liedhaften Stücken vieles, was im Geiste der menschlichen Ursprungssprache geschrieben wird; und alle drei Musiker sind furiose Improvisatoren, die die Vorlagen weit über den Rand dessen hinauskatapultieren, was man landläufig unter braven Leuten kennt – eine flammende Ansprache an Herz & Nieren -- Und hüpfende beine! https://www.omriziegele.ch/bands-projekte/where-s-africa-2/
Wir verstehen unter Philosophieren lustvolles Nachdenken.
Und unter Kunst - im weitesten Sinne? Ich fand keine andere Alternative als das „Künstlerleben“, wenn man darunter so etwas wie unumschränkte Individuation verstehen will, das selbstverantwortete exploratorische Lebensunternehmen….Es geht immer um die Herbeiführung eines Entbrennens, um Momente des vollen Inneseins. (Paul Nizon.)
Was Kunst im engeren Sinne
ist, versuchen wir immer wieder zu ergründen, indem wir künstlerisch tätig sind.
Wir knüpfen bei unseren Sehnsüchten an und verwandeln Scheinantworten in echte Fragen.
Wir denken nach über das, was uns angeht. Was andere Denker und Denkerinnen dazu gedacht haben. Und wir denken weiter. Und trinken dazu.
Wir sind weder Erbsenzähler noch Schamanen. Wir geniessen es, uns mit den Gästen in Denkschlaufen zu verhaspeln und uns wieder daraus herauszuspinnen.
Wir sind keiner Schulmeinung verpflichtet, wir wissen nicht so genau, wie viele Götter es gibt, aber wir laden sie ein, uns zu inspirieren, falls sie nicht gerade verreist sind.
Wir lachen gerne. Aber wir meinen es ernst.
Martin Kunz und Markus Huber
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