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Der Chor, der nach aussen leider nur wenigen Leuten bekannt ist, erlebt seinen eigentlichen Höhepunkt um die Zeit des Vogel Gryff. Dem mässigen Bekanntheitsgrad wegen besteht er aus mehrheitlich älteren Sängern. Beim Chor ist die Geselligkeit und die Kameradschaft, wie übrigens auch bei anderen Institutionen und Vereinen im alltäglichen Leben, von hohem Stellenwert.
Der Chor der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels (früher bekannt unter der Bezeichnung "Gesangssektion der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels") hat ein festes Jahresprogramm. Es beginnt mit dem Auftritt am Gryffe-Mähli. Auf diesen Anlass hin wird praktisch ab den Herbstschulferien gearbeitet. Proben finden das ganze Jahr hindurch statt, jedoch nicht so intensiv wie in der Zeit vom Herbst bis zum Vogel Gryff. Vom Frühjahr bis in den Herbst treffen wir uns einmal im Monat zu einer lockeren Gesangsprobe im Silberbergsaal des APH "zum Lamm" (Utengasse). Nach den Herbstferien werden jeweils montags die ordentlichen Gesangsproben abgehalten.
Kurz danach hält der Chor seine allgemeine Versammlung ab, im Verlaufe derer u.a. auch die nächsten Vorhaben und das Jahresprogramm besprochen werden. Der krönende Abschluss im Gesellschaftsjahr des Chores macht jedes Jahr der Sänger-bummel, der sich - je nach Programm - auf einen halben Tag mit anschliessendem Nachtessen beschränkt oder als ganztägige Reise ausgeschrieben wird.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Chor der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels unter den Gesellschaftern der Drei Ehrengesellschaften Leute mit Freude am Gesang und an der Geselligkeit sucht.
ist eine Mischung vieler, guter, kleinbasler Pfeifer und Tambouren.
Die Idee, aus den Reihen der Drei Ehrengesellschaften eine Gruppe von Tambouren und Pfeifern für Auftritte am Gryffemähli zusammenzustellen, konnte 1971 verwirklicht werden. Trotzdem hat die neu gegründete 3 E-Clique mit 13 Tambouren und 18 Pfeifern ihre Feuertaufe mit 10. Värs, Ryslaifer und Wettsteinmarsch am Gryffemähli im Rebhausjahr 1972 erfolgreich bestanden.
Seit 1976 (einzige Ausnahme im Greifenjahr 1977) führt die "3E-Clique" den stattlichen Zug der Gesellschaftsbrüder am Kleinbasler Ehrentag vom Hotel Merian zur Messe Basel, wo sie zur Eröffnung des Gryffemähli den Einmarsch von Meistern, Vorgesetzten und Gästen musikalisch begleitet. Der Marsch durch Greifengasse und Clarastrasse ist der einzige öffentliche Auftritt der "3E-Clique"; es war nie Absicht, beim Abendumgang des Spiels mitzuwirken. Als "Einheitskostüm" bzw. Team-Trikot gilt die 3E-Cliquenkravatte, die vom Tambourmajor und allen Pfeifern und Tambouren als schmucke Dekoration während den Auftritten stolz getragen wird.
Trommel- und Pfeiferübungen:
Jeweils nach den Herbstferien am Montag, 19.00h bis 20.00h, die Tambouren im Claraschulhaus und die Pfeifer im Rest. Rebhaus, bis zum Gryffemähli.
Im Jahre 1980 wurden die "Drei Hirten Kleinbasels" gegründet.
Im Jahre 2005 konnten die Drei Hirten Kleinbasels ihr 25 -jähriges Jubiläum feiern. Seit der Gründung stehen Sie in der Vorweihnachtszeit am Claraplatz und „klopfen“ (sammeln) für bedürftige Institutionen. Bedingung ist jedoch, dass die begünstigten Institutionen keine staatlichen Subventionen beziehen.
Eine ganz wichtige Rolle spielen unsere „Schminkerinnen“. Die 5 Damen, welche schon jahrelang ehrenamtlich die Hirten auf „Vordermann“ bringen und so manche Falte im Gesicht ausmerzen, sowie auch unsere Schneiderin, welche die Kostüme im „Schuss“ hält, gehören einfach zur Hirtenfamilie. An dieser Stelle sei ein spezieller Dank den mithelfenden Damen ausgesprochen. Denn ohne sie wäre die Hirtensammlung aus optischer Sicht nicht das was sie heute ist.
Jedes Jahr beginnt das OK bereits im September mit einer ersten Sitzung und berät über die Anfragen betreffs der zu berücksichtigenden Institutionen. In einer der folgenden Sitzungen werden die Berücksichtigten zur Vorstellung ihres Anliegens eingeladen. Danach wird der Beschluss im Hirtengremium gefasst, wie geholfen werden kann.
Die Gesellschaftsbrüder aller drei Gesellschaften sammeln in Dreiergruppen zu jeweils 2,5 Stunden. Total gibt dies plus minus 73 Stunden in welchen die Hirten auf dem Claraplatz „klopfen“ (sammeln). Zum Sammelbetrag vom Claraplatz kommen noch einige Direktspenden von Gönnern. Im Bereiche des Claraplatzes ist das bereits bekannte „Klopfen“, zu hören.
Im darauf folgenden Januar werden dann die Spenden übergeben. Diese Spendenübergabe kann Dank einer Grossbankfiliale im Kleinbasel in einer festlichen und würdigen Atmosphäre durchgeführt werden. Nach der Spendenübergabe findet dann noch eine Schlussitzung des OK statt, an welcher die Sammlung besprochen wird und eventuell Änderungen oder auch Neuerungen besprochen werden. Danach bereitet man sich bereits wieder in Gedanken auf die nächste Sammlung vor indem man sich umschaut wer das nächste Mal zu dem Berücksichtigten gehören könnte.
Zum Spiel
Zum Spiel gehören neben den drei Ehrenzeichen Vogel Gryff, Leu und Wild Maa auch vier Ueli, drei Tambouren, drei Bannerherren, zwei Kanoniere, der Bubengeneral, der Quartiermeister und Begleiter. Letzere betreuen speziell die drei Tiere am Vogel Gryff Tag. Das Vogel Gryff Spiel besteht also aus ca. 24 Personen.
Der Spielchef
Die wichtigste Person des Vogel Gryff Spiels ist der Spielchef. Er wird als Vorgesetzter einer der drei Ehrengesellschaften von der Allgemeinen Vorgesetzen-Versammlung gewählt. Er ist als Aussenminister des Vogel Gryff Spiels alleinverantwortlich für den reibungslosen Ablauf des "Gryffedag".
Wer kann zum Spiel
Zum Spiel kann grunsätzlich jeder aufgenommene Gesellschaftsbruder einer Ehrengesellschaft. Voraussetzung ist eine gute körperliche Verfassung, eine gute Kondition und die Freude am Brauchtum.
Wie komm ich zum Spiel
Mit einem schriftlichen Gesuch an den Spielchef in welchem der Kanditat sich vorstellt und sein Interesse begründet und bekundet. Ist das Spiel komplett kommt ein potentieller Bewerber auf eine Warteliste. Der Spielchef muss natürlich auch voraussehend prüfen, (z.B. Grösse oder ev. Trommelkunst etc.).
Die Spielproben
Die Spielproben finden je nach vorsitzender Gesellschaft (Datum) im Monat Dezember bis zum Gryffedag zweimal wöchentlich (Dienstag und Freitag) statt. In diesen Proben werden während ca. 2 Std. die Tänze für die Ehrenzeichen und deren potentiellen Nachfolger einstudiert.
Die Drei E. Gesellschaften Kleinbasels haben seit jeher Witwen und Waisen verstorbener Gesellschaftsbrüder unterstützt. Die dazu benötigten Gelder wurden dem Gesellschafts-Seckel (Kasse) entnommen. Nachdem die E. Zünfte und E. Gesellschaften ihre politischen Rechte ganz verloren (Bundesverfassung 1874), mussten die Gesellschaften diese Unterstützung, das sogenannte Vogtswesen den E. Zünften übertragen, die es später (1881) ebenfalls der neugegründeten Bürgergemeinde respektive dem Waisenamt überlassen mussten.
Die Gesellschaften begannen damals, die Almosen minderbemittelten Familien im Kleinbasel angedeihen zu lassen. Und um die eigenen Finanzen etwas zu schonen, wurden die Ueli losgeschickt (1879), vorab bei den tafelnden Gesellschaftsbrüdern am Gryffemähli und später auf den Strassen Kleinbasels mit ihren Büchsen (Uelikassen), um die Scherflein einzusammeln.
Das eingegangene Geld wurde für die Abgabe von Holz und anderem Brennmaterial sowie für Schuhe und Kleider verwendet. Heute dient die Sammlung weniger der Beschaffung von Brennmaterial, sondern vielmehr zur Abgabe von Schuh- und Kleiderbons oder für gezielte Beiträge im Sinne einer Soforthilfe für in Not geratene Mitbürgerinnen und Mitbürger im Kleinbasel. Es werden aber auch Beihilfen an Heizkostenabrechnungen geleistet und gezielt Mittel zur Unterstützung wohltätiger Institutionen und Heime im Kleinbasel zur Verfügung gestellt.
Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Firmen vermehrt begonnen, ihre Spenden den Ueli nicht mehr in die Kasse zu stecken, sondern diese direkt auf das Spendenkonto zu überweisen. Die von den Ueli gesammelten Beträge und die Firmenspenden haben sich seit der ersten erwähnten Sammlung 1879 im Betrage von CHF 1'090 heute auf rund CHF 45'000 erhöht. Das Ergebnis der jeweiligen Uelisammlung, mit dem Dank an die Spenderinnen und Spender, wird nach dem Vogelg-Gryff in der Tagespresse veröffentlicht.
Am Tag nach dem Kleinbasler Ehrentag, werden die gesammelten Batzen gezählt. Diese schöne Arbeit teilen sich die vier Ueli, der Verwalter (unser Kassier, der die Rechnung für alle drei Gesellschaften führt), der Kassier des Spiels, ein Vertreter der Spendenkommission und der Spielchef. Zuständig für die Behandlung der Spendengesuche und die Zuwendungen ist die Spendenkommission, welche sich aus je einem Vertreter der Drei Ehrengesellschaften zusammensetzt. Sie stellen der Allgemeinen Vorgesetztenversammlung auch Antrag, welche Institutionen und Heime berücksichtigt werden sollen.