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(Kollar, 1833)
- DE: Alpine Gebirgsschrecke
- EN: Green Mountain Grasshopper
- FR: La Miramelle alpestre
- Syn.: Pezotettix alpinus collina Brunner von Wattenwyl, 1864 | Acridium pulchellum Herrich-Schäffer, 1840
Morphologie
Die Grundfarbe von Miramella alpina ist ein kräftiges Grün mit unterschiedlich stark ausgedehnter, schwarzer Zeichnung. Die Larven sind in den frühen Stadien braun oder schwarz und werden erst in den letzten Stadien grünlich. Hinter dem Auge setzt ein breites schwarzes Band an, das bei den Weibchen bis zum Halsschild-Hinterrand, bei den Männchen bis zum Hinterleibsende läuft. Die kleinen, schuppenförmigen Flügel sind bräunlich bis schwarz und verfügen am oberen Rand oft über einen grünlichen Saum. Die Hinterschenkel sind auf der Unterseite leuchtend rot. Die Hinterschienen sind bei beiden Geschlechtern gelb, beim Männchen werden sie gegen das Knie bläulich bis schwarz oder können auch auf der ganzen Länge dunkel sein.
Gesang
Wie bei allen anderen Knarrschrecken fehlen Miramella alpina die Stridulationsorgane. Sie erzeugt durch das Gegeneinanderreiben der Kiefer sogenannte Mandibelgeräusche, wobei ein klickendes Geräusch entsteht.
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet von Miramella alpina ist nicht zusammenhängend und beschränkt sich auf die Gebirge von Mittel- und Südeuropa. Von den französischen Südalpen und dem Zentralmassiv erstreckt sich das Verbreitungsgebiet über den ganzen Alpenbogen, wobei in den Vogesen und im Schwarzwald die nördlichsten Vorkommen liegen. Ostwärts kommt die Art bis in die Karpaten vor. In den Pyrenäen gibt es eine isolierte Population. In der Schweiz werden der Jura, die Voralpen und Alpen meist oberhalb von 1000 m besiedelt. Die Art fehlt im Tessin sowie im östlichen Teil des Wallis. In Deutschland ist Miramella alpina aus dem Schwarzwald und den Alpen bekannt. Bei der Verbreitung von Miramella alpina ist zu berücksichtigen, dass mehrere Unterarten unterschieden werden, deren Status und Verbreitung noch nicht vollständig geklärt sind. Die Unterart Miramella alpina subalpina ist von den Pyrenäen über Frankreich und den Jura bis in die Nordalpen der Schweiz verbreitet. Die östliche Unterart Miramella alpina alpina kommt in der Schweiz nur im östlichen Graubünden vor.
This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.
Phänologie & Lebensweise
Ausgewachsene Tiere von Miramella alpina sind von Juni bis in den Oktober aktiv.
Die Eier werden im Herbst in feuchtes Bodensubstrat abgelegt. Die Larven schlüpfen ab Anfang Mai und durchlaufen 5 Stadien. Die Art kann teilweise in sehr hoher Dichte auftreten, sogar Massenvorkommen sind bekannt. Im Herbst findet man oft auffällig viele kopulierende Paare. Bei Störung wippt das Männchen mit Körper und Beinen ruckartig hin und her und zeigt dabei seine leuchtend roten Unterschenkel.
Lebensraum
Miramella alpina besiedelt frische und feuchte Standorte entlang von Bergbächen, lichte Wälder, Zwergstrauchheiden, Krautsäume und Hochstaudenfluren. Sie besiedelt aber auch Wiesen und Weiden. Meistens findet man sie an halbschattigen Stellen oder auch an Standorten mit Nordexposition auf grossblättrigen Pflanzen, wo sich sonst nur wenige Heuschrecken-Arten aufhalten.
Gefährdung & Schutz
Mirmella alpina gilt als nicht gefährdet.
- CH: LC (Nicht gefährdet)
- DE: V (Vorwarnliste)
- AT: LC (Nicht gefährdet)
- Europa: LC (Nicht gefährdet)
Ähnliche Arten
Miramella alpina gleicht Nadigella formosanta, die im Tessin vorkommt. Nadigella formosanta unterscheidet sich allerdings deutlich anhand der längeren und breiteren Flügel. Östlich und südöstlich der Schweiz kommen weitere Arten der Gattung Miramella vor, die teilweise schwierig zu unterscheiden sind. Odontopodisma decipiens insubrica kann aufgrund der schmalen, roten Flügelschuppen und des geringeren Schwarzanteils gut unterschieden werden. Podisma pedestris ist etwas grösser und verfügt nie über eine grüne Grundfarbe.