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Rafael Nadal bleibt der König von Paris. Der Spanier gewinnt beim French Open im zehnten Final seinen zehnten Titel, indem er Stan Wawrinka mit 6:2, 6:3, 6:1 vom (Sand-)Platz fegt.
Es gab am Sonntagnachmittag in Paris nur ganz wenige Momente, in welchen der 32-jährige Waadtländer mit dem "Monster Nadal" (Originalton Wawrinka) mithalten konnte. Vielmehr war es der ein Jahr jüngere Mallorquiner, der mit seinen Schlägen stetigen und gewaltigen Druck erzeugte.
Nadal feierte im über weite Strecken einseitigen Final nach 2:05 Stunden einen hochverdienten Sieg. Nach eher zaghaftem Beginn steigerte er sich auf sein allerhöchstes Niveau und zementierte seinen Status als Sandkönig eindrücklich.
Wawrinka fand kein Rezept
Wawrinka dagegen wirkte nach seinem Fünfsatzsieg im Halbfinal gegen Andy Murray in einigen Momenten nicht ganz frisch. Der Lausanner beging vor allem dann zu viele Fehler, wenn er zu den Bällen laufen musste, und suchte bis zuletzt ohne Erfolg nach einem Rezept gegen Nadals beeindruckende Dominanz. Am Ende hatte Nadal 37 Punkte mehr erzielt als Wawrinka.
Wawrinka ging in seinem vierten Grand-Slam-Final erstmals als Verlierer vom Platz. 2014 am Australian Open, 2015 am French Open und 2016 am US Open hatte er jeweils als Aussenseiter triumphiert. Nach der Finalniederlage in Paris bleibt der Waadtländer, der in Roland-Garros zum ältesten Finalisten seit Niki Pilic 1973 avanciert ist, in der Weltrangliste die Nummer 3.
15. Major-Titel für Nadal
Für den Mallorquiner ist es der 15. Grand-Slam-Titel und der erste seit seinem letzten Triumph in Paris vor drei Jahren. Er steigt damit zur alleinigen Nummer 2 hinter Roger Federer (18) auf. Pete Sampras holte 14 Titel, Novak Djokovic und Roy Emerson folgen mit 12. Am French Open gewann Nadal alle seine zehn Endspiele, zum dritten Mal nach 2008 und 2010 eilte er ohne Satzverlust im gesamten Turnier zum Titel.
Nadal wird im Ranking vom Montag wieder als Nummer 2 geführt. Djokovic, der im Viertelfinal gegen Dominic Thiem ausgeschieden ist, verliert zwei Plätze und ist nur noch die Nummer 4. Roger Federer, der auf die Sand-Saison verzichtete, bleibt Fünfter.
SDA-ATS