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Die Leichtathletik verfügt mit seinen Disziplinen wie Laufen, Springen, Werfen über insgesamt 24 olympische Disziplinen.
Alleine dem Laufen gehören vom Sprint (100m, 200m, 400m, 100m Hürden bei den Frauen und 110m Hürden bei den Männern, 4x100m und 4x400m Staffellauf) über die Mittelstrecke (800m, 1500m) bis hin zur Langstrecke (5.000m, 10.000m, Marathonlauf, 3000m Hindernis) 13 olympische Disziplinen an.
Auch die Geherwettbewerbe werden der Leichtathletik zugeordnet (20km und 50km nur Herren)
Zu den Sprungdisziplinen gehören der Hochsprung, Stabhochsprung, Weitsprung und Dreisprung und zu den Wurfdisziplinen Kugelstossen, Diskuswerfen, Hammer- und Speerwerfen.
Die Königsdisziplin der Leichtathletik bildet der Mehrkampf (Frauen 7-Kampf, Männer 10-Kampf).
Der Marathonlauf und das Gehen werden auf der Strasse ausgetragen. Der Zieleinlauf befindet sich jedoch im Leichtathletikstadion. Alle anderen Disziplinen finden im Leichtathletik-Stadion statt.
Das Leichtathletiktraining ist sehr vielfältig und kann gut den Bedürfnissen des einzelnen Athleten angepasst werden. Kinder beginnen oft mit Mehrkampf, die Spezialisierung auf eine bestimmte Disziplin erfolgt in der Regel erst im Jugendalter.
Laufschulung, Techniktraining, Sprungläufe und Koordination gehören genauso zum umfassenden Trainingsprogramm wie das Sprint- Ausdauer- und Krafttraining.
Koordination und Konditionskomponenten wie Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit sind zwar für alle Disziplinen wichtig, werden jedoch nicht in allen Disziplinen gleichermassen gefordert.

Historische Funde lassen erahnen, dass bereits um 1300 v.Chr. die mykenische Kultur erste, der Leichtathletik ähnliche, sportliche Wettkämpfe zu Ehren der Fruchtbarkeitsgottheiten Hera und Pelops zelebrierten. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen von athletischen Meisterschaften stammen aus dem Jahr 776 v.Chr.
Laufwettkämpfe wie der Stadionlauf von 192,27m (hat sich später zum Langsteckenlauf entwickelt) gab es bereits 776 bis 724 v.Chr. Ab 520 v.Chr. kamen Waffenlauf, Fünfkampf, Faustkampf und das Wagenrennen hinzu.
Im Jahre 393 n.Chr. wurden auf Befehl des römischen Kaisers Theodosius I nach der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion die heidnischen Spiele abgeschafft.
Seit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen ist die Leichtathletik neben dem Schwimmen ein zentraler Bestandteil des olympischen Wettkampfprogramms und wird deshalb auch als olympische Kernsportart bezeichnet. Zu Beginn kamen vereinzelt auch exotische Disziplinen zur Austragung wie z.B. Standsprünge in die Höhe und die Weite oder Speerwerfen, bei welchen die Resultate vom links- und rechts-werfen zusammengezählt wurden. Ansonsten weitete sich der Disziplinenkatalog ständig aus. Mit der Zulassung von Frauen im Jahre 1928 erfuhr diese Ausweitung einen noch grösseren Schub. Was bei der erstmaligen Austragung nur für den 100m- und den 800m-Lauf, den Hochsprung, das Diskuswurf und den 4x100m Stafettenlauf zutraf, fand den Abschluss erst 2008 in Peking mit der Zulassung der Frauen zum 3000m Hindernis-Lauf.