Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03201.jsonl.gz/217

Honigbienen haben eine wichtige Funktion als Bestäuber von Pflanzen. Dennoch sind sie von verschiedenen Faktoren bedroht. Seien dies der Einsatz von Pestiziden, einseitiger Anbau von Pflanzen in der Landwirtschaft oder das Auftreten von Krankheitserregern, wie Viren und Pilzen, welche zu einem Rückgang der Population beitragen.
In einer Studie hat ein britisch-deutsches Forscherteam herausgefunden und in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht, dass diese Krankheiten auch auf die Hummeln übertragen werden können und sich somit deren Lebenserwartung verringert. Dabei wurden an 26 Standorten Honigbienen und Hummeln gesammelt und untersucht ob diese von dem Krüppelflügelvirus oder dem Pilz Nosema ceranae befallen sind.
Herausgefunden wurde, dass sich die Hummeln mit dem Virus infizieren, also nicht direkte Träger dessen sind. Die Ursache liegt laut den Forschern darin, dass sich infizierte Honigbienen in der gleichen Gegend wie die Hummeln befinden. Hierbei erfolgt die Übertragung der Krankheitserreger direkt auf der Pflanzenblüte, da sowohl Bienen als auch Hummeln Pollensammler sind. Befand sich ein infiziertes Tier auf einer Blüte, können Rückstände wie Pilzsporen oder Viruspartikel dort verbleiben und weitere Tiere, wie eben die Hummeln befallen.
Deshalb sollten laut den Forschern Maßnahmen ergriffen werden, sobald sich in einem Honigbienenstock eine Krankheit befindet, um auch die wildlebenden Bienen vor dieser zu bewahren.
Bild: Vera Buhl (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons