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Der Wind verschafft uns in Form einer kühlen Brise an heißen Sommertagen Linderung, er transportiert Pollen teilweise weite Wege und sorgt so dafür, dass Pflanzen wachsen, aber er wird auch seit Jahrhunderten vom Menschen als Energiequelle genutzt.
Das himmlische Kind
Seit Jahrhunderten haben Menschen die Kraft des Windes genutzt. Der Wind hat Segelboote angetrieben und es den Menschen dadurch ermöglicht, ferne Länder zu bereisen, aber vor allem hat er den Menschen in Form von Windmühlen das Leben erleichtert. Die ältesten ihrer Art stammen aus Persien und China, wo sie zum Mahlen von Getreide und Pumpen von Wasser genutzt wurden.
In Europa hingegen nutzten die Menschen das Potential des Windes erst ab dem 12. Jahrhundert für ihre Zwecke. Diese Anlagen wurden in den folgenden Jahrhunderten perfektioniert, so dass sie die Basis für moderne Windkraftanlagen werden konnten. Die Nutzung der Windkraft im Mittelalter resultierte aus verschiedenen Umständen. Zum einen erkannten die Zünfte den Nutzen von Windmühlen, die eine enorme Erleichterung und Produktivitätssteigerung ihrer Arbeit ermöglichten. Diese war auch zwingend geboten, denn der wachsende Wohlstand der Bevölkerung sorgte dafür, dass sich das Angebot billiger Arbeitskräfte verkleinerte. Zum anderen sorgte die Christianisierung der Wikinger und anderer seefahrender nordischer Völker dafür, dass es zu einem verstärkten Austausch zwischen ihnen und den Menschen in Mitteleuropa kam.
Wind und Wasser
Zunächst wurden Windmühlen vor allem zum Mahlen eingesetzt, doch je mehr sie im Laufe der Zeit verbessert wurden, desto größer war auch ihr Nutzungsspektrum. So wurden sie bereits vor der Industrialisierung in einigen Gegenden zum Dreschen, Wasserpumpen, Sägen, Hämmern oder Walken eingesetzt. Einige Mühlen nutzten zudem sowohl die Antriebskraft des Wassers als auch die des Winds.