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This is a text translated from German to Rumantsch Grischun.
Regierung spricht sich für flächendeckende Einführung von GRiforma aus

Die Bündner Regierung befürwortet eine flächendeckende Einführung der Verwaltungsreform GRiforma. Dies geht aus dem "Schlussbericht über die verlängerte Versuchsphase und den weiteren Verlauf der Verwaltungsreform GRiforma" hervor, den die Regierung zuhanden des Grossen Rates verabschiedet hat. Dieser wird das Geschäft in der Oktober-Session beraten.

Ende 1996 beschloss die Regierung in der kantonalen Verwaltung ein Projekt zur Erprobung von New Public Management durchzuführen. Unter dem Namen "GRiforma" nahmen am 1. Januar 1999 fünf ausgewählte Dienststellen den Pilotbetrieb auf. Die Pilotphase von 1999 bis 2002 wurde im August 2003 durch den Grossen Rat um drei weitere Versuchsjahre bis Ende 2005 verlängert. Die Regierung hat nun den "Schlussbericht über die verlängerte Versuchsphase und den weiteren Verlauf der Verwaltungsreform GRiforma" zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Das Geschäft kommt im Oktober vor das Parlament. Aufgrund der in der Pilotphase gewonnen Erkenntnisse und positiven Erfahrungen beantragt die Regierung dem Grossen Rat, der flächendeckenden Einführung der wirkungsorientierten Verwaltungsführung nach GRiforma-Grundsätzen zuzustimmen.

Flächendeckende Einführung in drei Etappen geplant

Die flächendeckende Einführung der Verwaltungsführung nach GRiforma-Grundsätzen soll in drei Etappen erfolgen, indem jedes Jahr ab 2007 drei bis fünf Dienststellen aus jedem Departement den Systemwechsel vollziehen. Es liegt in der Kompetenz der Departemente zu entscheiden, welche Dienststelle auf welchen Termin vom konventionellen auf das neue System umstellen wird. Innerhalb dreier Jahre, bis zum 1. Januar 2010, sollen sämtliche Dienststellen auf die neue Verwaltungsführung umgestellt haben.

Im Rahmen der Pilotprojektphase hat sich gezeigt, dass die Voraussetzungen und Bedürfnisse der einzelnen Dienststellen sehr unterschiedlich sind. Daher spricht sich die Regierung für eine flächendeckende Einführung mit unterschiedlicher Einführungstiefe aus. Der einzuführende Standard der Instrumente wird je nach Leistungsauftrag, Grösse und Komplexität der Dienststelle unterschiedlich sein.

Kernelemente des neuen Verwaltungsführungsmodells

Die Verwaltungsführung nach GRiforma-Grundsätzen basiert grösstenteils auf bereits bestehenden Führungsinstrumenten. Wenige neue Instrumente werden eingeführt. Zentrales Element von GRiforma ist die Verlagerung der Abläufe in der öffentlichen Verwaltung von der Input- zur Outputsteuerung. Bislang ist die Verwaltung Input gesteuert. Das heisst, der Grosse Rat legt kontogenau fest, welche finanziellen Mittel einer Dienststelle zur Verfügung stehen, beispielsweise Gehälter, Büromaterial oder Reisespesen. Welche Leistungen mit diesen Mitteln zu erbringen sind, war bisher nicht Gegenstand der Diskussion. Mit GRiforma geht man zur Outputsteuerung über, das heisst die Steuerung der Leistung gewinnt an Bedeutung. Neu bündeln die Dienststellen ihre Aufgaben und Leistungen zu Produkten und fassen diese zu Produktgruppen zusammen. Darauf aufbauend legt der Grosse Rat im Rahmen von Globalbudgets die finanziellen Mittel fest. Die Budgethoheit des Grossen Rates bleibt unbestritten. Allerdings wird künftig im Nachweis gegenüber dem Grossen Rat auf eine detaillierte sachbezogene Kontierung und Beschlussfassung verzichtet.

Neu greift der Grosse Rat mit der Festlegung der Produktgruppenstruktur und der Definition der politisch beabsichtigten Wirkung pro Produktgruppe in einem 4-Jahres-Intervall früh und auf übergeordneter Ebene steuernd ein. Bei flächendeckender Einführung ergibt sich dadurch eine Aufwertung der politischen Arbeit, da besser erkennbar und steuerbar wird, wo welche Mittel zu welchem Zweck investiert werden.

Mit dem Wechsel zur Verwaltungsführung nach GRiforma-Grundsätzen erhalten die Dienststellen auf operativer Ebene in einigen Bereichen mehr Kompetenzen, so insbesondere bezüglich der Art und Weise der Leistungserbringung. Mittels der parlamentarischen Instrumente kann der Grosse Rat jedoch jederzeit auf allen Ebenen Einfluss nehmen und steuernd eingreifen.

Kosten-/Leistungsrechnung wird eingeführt

Eine weitere wesentliche Neuerung ist die Einführung einer Kosten-/Leistungsrechnung (KLR) in allen Dienststellen. In erster Linie soll die KLR Transparenz bezüglich der Kosten einer Leistung schaffen und die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Leistungen unterstützen. Als Basis für die Führung der KLR wird die Einführung einer generellen Arbeitszeit- und Leistungserfassung nötig. Eine GRiforma-Neuerung, die für alle Mitarbeitenden direkt spürbar wird.

Die Staatsrechnung wird durch die Einführung von GRiforma in den Jahren 2007 bis 2011 mit insgesamt 3.605 Millionen Franken Mehraufwand belastet. Dabei handelt es sich um Personalaufwand in der Höhe von 1.875 Millionen Franken sowie um Sachaufwand in der Höhe von 1.730 Millionen Franken. Zu diesem Aufwand mit direkten finanziellen Auswirkungen auf die Staatsrechnung kommen in der Einführungsphase kalkulatorische Kosten hinzu, welche die Staatsrechnung gegenüber heute nicht zusätzlich belasten. Diese belaufen sich auf 4.995 Millionen Franken und umfassen Leistungen, welche durch bereits bestehende personelle Ressourcen erbracht werden. Nach abgeschlossener Einführung ist infolge neu geschaffener Stellen mit jährlich wiederkehrendem Aufwand in der Höhe von 375'000 Franken zu rechnen. Im Vergleich zur Kostenschätzung 2003 lässt sich die Einführung von GRiforma gemäss vorliegender Planung um 2.395 Millionen Franken günstiger umsetzen. Dies in einer Ausgestaltung, die auf die Bündner Bedürfnisse abgestimmt ist und eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen Steuerungsinstrumente bietet.

Positive Beurteilung

Die im Spätsommer 2005 durchgeführte Befragung von Regierung sowie Mitarbeitenden und Leitenden der Pilotdienststellen zu GRiforma hat gezeigt, dass die Haltung gegenüber dieser Form der Verwaltungsführung nach wie vor mehrheitlich positiv ist. Die Beurteilung von GRiforma ist insgesamt eher noch positiver ausgefallen als in der Evaluation im Jahr 2002.

Als sinnvoll und nützlich beurteilt werden vor allem die mit GRiforma verbundene Ausrichtung der Leistungen auf ihre Wirkungen, das Führen mit Leistungsvereinbarungen und Zielsetzungen, der grössere Handlungsspielraum im operativen Bereich, die Überprüfung und Messung der Zielerreichung anhand von Indikatoren sowie die verbesserten und rasch verfügbaren Führungsinformationen.

Auskunftspersonen:

Regierungsrätin Dr. Eveline Widmer-Schlumpf, Vorsteherin Finanz- und Militärdepartement, Telefon 081 257 32 13

Sandra Felix, Projektleiterin NPM/GRiforma, Telefon 081 257 32 18

Gremium: Regierung

Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden

Data: 21.06.2006

La regenza vul introducir GRiforma en tut l'administraziun

La regenza grischuna sustegna l'introducziun da la refurma da l'administraziun GRiforma che duai vegnir realisada en tut l'administraziun. Quai resulta dal "rapport final davart la prolungaziun da la fasa d'emprova e davart l'ulteriur andament da la refurma da l'administraziun GRiforma" che la regenza ha deliberà per mauns dal cussegl grond. Quel vegn a tractar la fatschenta en la sessiun d'october.

La fin da l'onn 1996 ha la regenza concludì da manar tras en l'administraziun chantunala in project per far emprovas cun la nova gestiun publica. Sut il num "GRiforma" han tschintg posts da servetsch cumenzà il 1. da schaner 1999 cun il manaschi da pilot. La fasa da pilot, che ha durà dal 1999 fin il 2002, è vegnida prolungada l'avust 2003 dal cussegl grond per trais ulteriurs onns d'emprova fin la fin da l'onn 2005. La regenza ha ussa deliberà il "rapport final davart la prolungaziun da la fasa d'emprova e davart l'ulteriur andament da la refurma da l'administraziun GRiforma" per mauns dal cussegl grond. Questa fatschenta vegn tractada l'october en il parlament. Sin basa da las enconuschientschas ch'èn vegnidas fatgas en la fasa da pilot e sin basa da las experientschas positivas propona la regenza al cussegl grond d'approvar l'introducziun da la nova gestiun publica en tut l'administraziun tenor ils princips da GRiforma.

L'introducziun è planisada en trais etappas

L'introducziun da la nova gestiun publica en tut l'administraziun tenor ils princips da GRiforma duai succeder en trais etappas, e quai uschia che trais fin tschintg posts da servetsch da mintga departament fan mintga onn la midada da sistem a partir da l'onn 2007. Ils departaments han la cumpetenza da decider, cur che tge post da servetsch vegn a midar dal sistem convenziunal al sistem nov. Entaifer trais onns, fin il 1. da schaner 2010, duain tut ils posts da servetsch avair midà a la nova gestiun publica.

En il rom da la fasa da pilot èsi sa mussà che las premissas e ch'ils basegns dals singuls posts da servetsch èn fitg differents. Perquai propona la regenza da realisar l'introducziun cun differents grads d'introducziun. Il standard che sto vegnir introducì per ils instruments vegn a sa differenziar tut tenor l'incarica da prestaziun, la grondezza e la cumplexitad dal post da servetsch.

Elements centrals dal nov model da gestiun publica

La gestiun publica tenor ils princips da GRiforma sa basa per gronda part sin instruments directivs gia existents. Intgins paucs instruments novs vegnan introducids. L'element central da GRiforma è il spustament dals andaments da l'administraziun publica, e quai da la gestiun che sa basa sin l'input ad ina gestiun che sa basa sin l'output. Fin ussa sa basa la gestiun da l'administraziun sin l'input. Quai vul dir ch'il cussegl grond fixescha exactamain, tge meds finanzials che stattan a disposiziun ad in post da servetsch, p.ex. per salaris, per material da biro u per spesas da viadi. Tge prestaziuns che ston vegnir furnidas cun quests meds finanzials n'è fin ussa betg vegnì discussiunà. Cun GRiforma vegni midà a la gestiun che sa basa sin l'output, uschia ch'i vegn dà dapli impurtanza a la direcziun da las prestaziuns. Da nov vegnan ils posts da servetsch a reunir lur incumbensas e lur prestaziuns a products ed a cumpigliar quests products en gruppas da products. Sin basa da quai fixescha il cussegl grond ils meds finanzials en il rom da preventivs globals. La suveranitad dal cussegl grond concernent il preventiv resta incontestada. En la cumprova visavi il cussegl grond vegn dentant desistì en l'avegnir d'ina contabilisaziun detagliada e specifica sco er da la deliberaziun.

Da nov intervegna il cussegl grond en intervals da quatter onns a temp e sin in stgalim surordinà, e quai cun fixar la structura da las gruppas da products e cun definir l'effect politic che vegn intenziunà per mintga gruppa da products. Tras l'introducziun en tut l'administraziun vegn augmentada la valur da la lavur politica, cunquai ch'ins po enconuscher e diriger meglier, nua che tge meds finanzials vegnan investads per tge intent.

Cun la midada a la gestiun publica tenor ils princips da GRiforma survegnan ils posts da servetsch en tscherts secturs dapli cumpetenzas sin plaun operativ, uschia cunzunt en la moda e maniera da la furniziun da las prestaziuns. Cun agid dals instruments parlamentars po il cussegl grond dentant far valair sia influenza da tut temp sin tut ils stgalims ed intervegnir en moda directiva.

Introducziun da la calculaziun dals custs e da las prestaziuns

In'ulteriura novaziun essenziala è l'introducziun d'ina calculaziun dals custs e da las prestaziuns (CCP) en tut ils posts da servetsch. En emprima lingia duai la CCP stgaffir transparenza areguard ils custs d'ina prestaziun e porscher sustegn per giuditgar la rentabilitad da prestaziuns. Per manar la CCP daventi necessari d'introducir ina registraziun generala dal temp da lavur e da las prestaziuns. Ina novaziun da GRiforma che tut las collavuraturas e che tut ils collavuraturs vegnan a sentir directamain.

Tras l'introducziun da GRiforma durant ils onns 2007 fin 2011 vegn engrevgià il quint dal chantun cun custs supplementars da totalmain 3.605 milliuns francs. En quest connex sa tracti da custs da persunal en l'autezza dad 1.875 milliuns francs sco er da custs reals en l'autezza dad 1.730 milliuns francs. Tar quests custs cun consequenzas finanzialas directas sin il quint dal chantun vegnan vitiers - en la fasa introductiva - custs calculatorics che n'engrevgeschan betg supplementarmain il quint dal chantun en cumparegliaziun cun oz. Quels importan 4.995 milliuns francs e cumpiglian prestaziuns che pon vegnir furnidas dal persunal existent. Suenter che l'introducziun è terminada, sto vegnir fatg quint mintga onn cun custs periodics en l'autezza da 375'000 francs, perquai ch'i vegnan stgaffidas plazzas novas. En cumparegliaziun cun la stimaziun dals custs da l'onn 2003 sa lascha l'introducziun da GRiforma realisar tenor la planisaziun actuala per 2.395 milliuns francs pli bunmartgà, e quai en ina concepziun ch'è coordinada cun ils basegns dal Grischun e che porscha ina cumplettaziun raschunaivla tar ils instruments directivs da fin ussa.

Giudicament positiv

L'enquista ch'è vegnida fatga la fin da la stad 2005 tar la regenza sco er tar las collavuraturas, tar ils collavuraturs, tar las manadras e tar ils manaders dals servetschs da pilot ha mussà che la tenuta envers questa furma da la gestiun publica è anc adina per gronda part positiva. Anzi, il giudicament da GRiforma ha mussà tut en tut in resultat anc pli positiv che l'evaluaziun da l'onn 2002.

Sco raschunaivel e nizzaivel vegn giuditgà cunzunt ch'ins orientescha las prestaziuns tenor lur effects, che la gestiun sa basa sin cunvegnas da prestaziun e sin finamiras, ch'ins ha dapli libertad d'agir en il sectur operativ, ch'ins controllescha e mesira a maun d'indicaturs, sche las finamiras èn vegnidas cuntanschidas, sco er ch'ins ha a disposiziun pli svelt meglieras infurmaziuns da gestiun.

Persunas che dattan infurmaziuns:

cussegliera guvernativa dr. Eveline Widmer-Schlumpf, scheffa dal departament da finanzas e militar, telefon 081 257 32 13

Sandra Felix, manadra dal project NGP/GRiforma, telefon 081 257 32 18

Gremi: regenza

Funtauna: rg chanzlia chantunala dal Grischun

Data: 21.06.2006