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Am 18. Juni 2015 wird mir ein ehemaliger Strassenhund in die Praxis gebracht. “Wim bellt immer, wenn er allein zuhause ist. Ausserdem würde er andere Hunde am liebsten angreifen, sogar grössere, obwohl er Angst vor ihnen hat”, berichtet die Besitzerin, “er ist ausserdem sehr misstrauisch fremden Menschen gegenüber und Kinder mag er gar nicht.”
Basierend auf diesen und weiteren Symptomen empfehle ich, dem Hund eine Einmaldosis eines homöopathischen Konstitutionsmittels in der Potenz XM (10’000) zu verabreichen.
Am 24. Juli 2015 kommt die Besitzerin mit ihrem Hund erneut in die Praxis. In der Zwischenzeit ist der Hund in einer Tierarztpraxis kastriert worden und da sich ein Hoden in der Bauchhöhle befand, wurde es eine grössere Operation. Nun hat sich die Wunde leider entzündet, anscheinend befinden sich noch Reste der Fäden darin. Ich empfehle daher eine Einmaldosis des homöopathischen Mittels Silicea, welches Fremdkörper austreibt. Hierbei bin ich mit der Potenzstufe etwas mutiger und empfehle die C200, da es eines der Folgemittel des vorherigen homöopathischen Mittels ist und auch sehr gut auf einige konstitutionelle Symptome des Hundes passt.
Kurze Zeit später berichtet die Besitzerin, dass sich die Wunde zwei Tage nach Verabreichung der Einmalgabe Silicea C200 etwas geöffnet hat und der Fremdkörper ausgestossen wurde, woraufhin die Wunde innert Kürze verheilt ist.
Am 13. November 2015 berichtet die Besitzerin begeistert, dass ihr Hund nicht mehr bellt, wenn er allein zuhause ist. „Wim ist jetzt auch viel weniger misstrauisch“, erzählt die Besitzerin. Ich kann beobachten, dass er sich diesmal auch von mir streicheln lässt. Zudem hat der Hund begonnen mit seiner Besitzerin zu spielen, was er früher nie getan hat.
Wim brauchte dann über zwei Jahre lang weder homöopathische noch schulmedizinische Behandlung. Erst am 2. Februar 2018 wurde das letzte Mittel wiederholt (in Einmalgabe), woraufhin der Hund sogar etwas sozialer anderen Hunden gegenüber wurde.