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Hochwasserschutz: Ergebnisse zu Modellversuchen Aareschwelle liegen vor
Nach dem Hochwasser 2005 liess die Stadt Bern bei der ETH Zürich an der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) ein Modell der Aare im Bereich der Matteschwelle bauen. Damit kann das Fliessverhalten der Aare untersucht werden, um bisher nicht vorhandene Grundlagen für die Lösung des Schwemmholzproblems zu erhalten. Nun liegen die Ergebnisse vor: ein getestetes Holzleitsystem bringt zu wenig Nutzen und wird nicht weiterverfolgt.
Gut abgeschnitten hat hingegen ein anderer Lösungsansatz: eine Ufererhöhung oberhalb der Matteschwelle um etwa einen Meter würde verhindern, dass die Aare dort über die Ufer tritt, auch wenn die Schwelle mit Schwemmholz blockiert ist. Eine allfällige Umsetzung der Massnahme müsste aber vorerst provisorisch geschehen. Die definitive Ausgestaltung einer Ufererhöhung hängt vom langfristigen Hochwasserschutz (Stollen oder Objektschutz) ab, der frühestens 2013 realisiert sein wird. Das Tiefbauamt will dem Gemeinderat Anfang 2008 Vorschläge für eine mögliche Umsetzung unterbreiten.
Beim Hochwasser 2005 blockierte Schwemmholz die Matteschwelle so, dass die Aare in der Folge oberhalb der Schwelle über das Ufer trat und das angrenzende Mattequartier regelrecht durchströmte. Seither sind diverse Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit umgesetzt worden. Beim Hochwasser 2007 gelang es der Feuerwehr mit Hilfe von mobil einsetzbaren, wassergefüllten Schlauchsperren (Beaver-Dämme), die Aare am Ausufern zu hindern. Die im Modellversuch an der ETH Zürich getestete Ufererhöhung entspricht in der Wirkung den «mobilen Ufererhöhungen», ist aber eine bauliche Massnahme. Eine solche bauliche Ufererhöhung hätte den Vorteil, dass die Einsatzkräfte die Installationen von ergänzenden mobilen Massnahmen in der Matte beschleunigen und den Schutz verstärken könnten. Dies würde auch anderen gefährdeten Quartieren, etwa dem Altenberg oder der Felsenau, zugute kommen. Eine definitive Ufererhöhung oberhalb der Matteschwelle ist derzeit allerdings kein Thema, weil deren Ausgestaltung von den geplanten langfristigen Hochwasserschutzmassnahmen abhängt. Geprüft wird deshalb eine provisorische Lösung.
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