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Arnold,
1) Christian Friedrich, Architekt, geb. zu Drebach im Erzgebirge, kam auf der Akademie zu Dresden unter die Leitung Sempers, wo er sehr bald den mit einem Reisestipendium verbundenen ersten Preis erhielt. So bildete er sich 1850-52 auf Reisen in Italien, Frankreich und Belgien weiter aus, machte überall fruchtbringende und erfolgreiche Studien und wurde nach seiner Rückkehr Professor der Baukunst an der Akademie in Dresden. Außer mehreren Dorfkirchen in Sachsen baute er die Villa Souchay an der Elbe (1858-60), die Kreuzschule in Dresden und ein dortiges Gymnasium, war als Architekt für das Domkapitel in Meißen thätig und baute 1865-69 die Sophienkirche in Dresden in edelgotischem Stil um. Sehr vorteilhaft bekannt machte er sich durch die Herausgabe des Prachtwerks «Der herzogliche Palast von Urbino, gemessen, gezeichnet und herausgegeben von Friedrich A." (Leipz. 1856-57).
2) Hermann, Historien- und Genremaler, geb. zu München, bezog mit 17 Jahren die dortige Akademie und bildete sich unter Hiltensperger, Anschütz, Alex. Wagner, Schraudolph und Karl v. Piloty. Außer zahlreichen kleinern Arbeiten malte er für Luxemburg ein Altargemälde, eine großartig wirkende, stimmungsvolle Überschwemmungsscene, der Schützenkönig und die Nachbarskinder. Unterbrochen wurde seine Thätigkeit durch die Teilnahme am Krieg von 1870/71, in welchem er schwer verwundet wurde. Neuerdings malte er für die neue evangelische Kirche in Tölz (Oberbayern) die Darstellung des Christus nach Lionardo da Vincis Abendmahl.
3) Karl Johann, Tiermaler, geb. zu Berlin, machte seine Studien auf der Akademie in Kassel, ging dann nach Antwerpen und kehrte nach Berlin zurück, wo er Schüler von Menzel wurde, sich aber einem von dessen Stoffgebiet völlig verschiedenen zuwandte, der Tiermalerei. Seine Bilder, ¶
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die meistens die Leiden und Freuden der Hunde und andrer Haustiere darstellen, haben bisweilen ein etwas flaues und stumpfes Kolorit, ebenso seine Porträte. Von seinen Tierbildern erwähnen wir nur die durch Stich und Lithographie populär gewordenen: Fanny und ihre Verehrer und Wo ist Fanny? (eine Dame mit ihrem Hündchen vor dem Spiegel). In den letzten Jahren brachte er auch einige Scenen aus dem Leben unsrer Zeit, z. B.: Kaiser Wilhelm auf der Promenade, Abschiedsdiner zu Ehren des Kongresses im Weißen Saal, die durch ihre Auffassung und Naturwahrheit große Anerkennung fanden.