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US-Aussenminister Antony Blinken hat am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) mit dem chinesischen Vizepräsidenten Han Zheng nach Angaben des Ministeriums zentrale Themen wie die den Krieg in der Ukraine, Nordkorea und die Strasse von Taiwan erörtert. In einer Erklärung des US-Aussenministeriums nach dem Treffen hiess es am Montag, die Gespräche seien «offen und konstruktiv» verlaufen. Beide Seiten seien übereingekommen, die Kommunikation offen zu halten. Die Gespräche zwischen Blinken und Han könnten den Weg für ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Joe Biden und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping noch in diesem Jahr ebnen. Blinken traf Han nach Gesprächen zwischen dem Nationalen Sicherheitsberater des Weissen Hauses, Jake Sullivan, und dem chinesischen Aussenminister Wang Yi am vergangenen Wochenende in Malta.
Wang reiste direkt im Anschluss zu mehrtägigen sicherheits- und aussenpolitischen Gesprächen in Moskau. Wang habe Aussenminister Sergei Lawrow über den «Inhalt der Verhandlungen» mit Sullivan in Malta informiert, teilte das russische Aussenministerium mit. Man habe Gemeinsamkeiten in Bezug auf das Vorgehen der USA in der internationalen Arena festgestellt, darunter auch bei antirussische und antichinesische Handlungen. Lawrow und Wang hätten «ausführlich» über die Ukraine und «die Sinnlosigkeit von Versuchen, die Krise ohne Berücksichtigung der Interessen und insbesondere ohne Beteiligung Russlands zu lösen» gesprochen. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete, wird Wang am Dienstag mit Nikolai Patruschew, dem Sekretär des russischen Sicherheitsrates, über «strategische Sicherheit» sprechen.
Die USA und ihre Verbündeten haben oft ihre Besorgnis über die zunehmende Annäherung zwischen China und Russland zum Ausdruck gebracht, die sich nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine, den die Regierungen in Washington und Kiew als unprovozierten Akt der Aggression bezeichneten, noch verstärkt hat.
(Reuters)