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Der dritte Lauf der Porsche GT3 Cup Challenge sowie des Porsche Sports Cup Suisse fand am 9. Juli auf dem „Autodromo Internazionale del Mugello“ statt. Über 60 Starter lieferten sich auf dem 5,245 km langen Rundkurs hitzige Duelle in den unterschiedlichen Klassen. Das Wetter blieb während der Trainings am Donnerstag und Freitag sowie beim Rennen am Samstag konstant trocken und sehr sonnig bei Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius. In Mugello wurden zum ersten Mal in dieser Saison zwei Sprintrennen der Porsche GT3 Cup Challenge als auch des Porsche Sports Cup gefahren. Dies wird ebenfalls in den noch bevorstehenden Läufen in Dijon und Misano der Fall sein. In den beiden vorherigen Läufen in Le Castellet und Imola wurde ein Sprintrennen durch ein Langstreckenrennen ersetzt. In Magny-Cours wird das letzte Endurance-Rennen dieser Saison stattfinden.
Porsche GT3 Cup Challenge
Oliver Ditzler auf 991 GT3 Cup (Gruppe 5d) fuhr im Qualifying des ersten Sprints der GT3 Cup Challenge mit einer schnellsten Rundenzeit von 1:53.563 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 166.268 Kilometern pro Stunde auf die Pole. Hinter ihm starteten Ernst Keller und Jean-Paul von Burg (beide auf 991 GT3 Cup, Gruppe 5d). Von Burg schloss direkt nach dem Start direkt auf Keller auf, sodass beide die erste Schikane parallel nebeneinander fuhren. Im Ausgang der Schikane kam von Burg allerdings zu weit von der Strecke ab und verlor einen Platz an Luca Casella, der hinter ihm gestartet war. Im Verlauf des Rennens machte von Burg wieder Ränge gut und übernahm die Führung. Zudem zog Keller ebenfalls an Oliver Ditzler vorbei, schaffte es allerdings nicht mehr den führenden von Burg einzuholen. Am Ende fuhr von Burg als Erster über die Ziellinie. Hinter ihm erreichten Keller und Ditzler das Ziel als Zweit- und Drittplatzierte. Jean-Paul von Burg resümierte: „Ich habe in den freien Trainings hart daran gearbeitet die Ideallinie zu fahren und das hat sich im Rennen ausgezahlt.“ Ähnlich eng beieinander wie von Burg, Keller und Ditzler fuhr in diesem Sprint die Gruppe mit Patrick Schmalz, Bruno Widmer, Benoit Bitschnau, Marco Sacchet sowie Marc Schelling, was den Zuschauern an der Strecke ein spannendes Rennen bot.
Neben dem Sieg des ersten Sprintrennens entschied von Burg ebenfalls das zweite Sprintrennen der GT3 Cup Challenge für sich. Er startete durch seinen Sieg im ersten Sprint von der Pole Position. Von Burg baute pro Runde den Abstand auf seine beiden Verfolger kontinuierlich aus. Unter anderem durch seine schnellste Rennrunde von 1:54.672 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 164.660 Kilometern pro Stunde holten Keller und Ditzler ihn nicht ein. Die drei vordersten Starter des Feldes fuhren in identischer Reihenfolge ins Ziel, wie sie gestartet waren. Von Burg lobte seinen Mechaniker, der ihm das Fahrzeug sehr gut eingestellt hatte: „Mein Team und vor allem mein Mechaniker Tom haben wieder tolle Arbeit geleistet. Bei einer Bodentemperatur von 60 Grad Celsius muss man zudem extrem auf die Reifen aufpassen und das haben wir super gelöst.“
In den Sprints der Gruppen 5a, 7a und b sowie 7cR, die mit modifizierten GT3 Cup Fahrzeugen fahren, sicherte sich Andreas Corradina auf 991 GT3 Cup zweimal den Sieg der Gruppe 7a. Gregor Burkard wurde in beiden Rennen Zweiter, Enrico di Leo holte sich jeweils den dritten Platz in dieser Gruppe (beide auf 997 GT3 Cup).
Porsche Sports Cup
Die Fahrer der Cayman GT4 Clubsport (Gruppe 3b) dominierten wie bereits bei den vergangenen Läufen dieser Saison das Feld. Insgesamt starteten 19 Fahrer im Porsche Sports Cup, elf davon in der Gruppe 3b auf Cayman GT4 Clubsport. Im Qualifiying des ersten Sprints holte sich Yvan Jacoma auf Cayman GT4 Clubsport die Pole mit einer herausragenden schnellsten Runde von 1:59.141 Minuten. Auf dem zweiten Platz startete Heinz Bruder, dahinter Philipp Schnyder (beide auf Cayman GT4 Clubsport). Im ersten Sprint zog Patrick Meystre, der vom fünften Rang gestartet war, an zwei weiteren Cayman GT4 Clubsport vorbei und sicherte sich den dritten Platz. Die beiden ersten Ränge blieben vom hinteren Feld unberührt: Bruder wurde Zweiter und Jacoma entschied den ersten Sprint mit einer schnellsten Rennrunde von 2:00.776 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 156.339 Kilometern pro Stunde für sich.
Im zweiten Sprint startete Adriano Pan von der Pole. Er teilte sich mit Yvan Jacoma das Fahrzeug und profitierte von Jacomas Sieg im ersten Rennen. Pan konnte Jacomas Leistung allerdings nicht halten und schloss auf dem siebten Rang ab. Heinz Bruder sicherte sich dadurch den Sieg im zweiten Sprint des Sports Cup und der Gruppe 3b. Patrick Meystre wurde Zweiter, Eric Schmid Dritter (alle auf Cayman GT4 Clubsport).
Porsche Driver’s Challenge
Martin Schneider gewann auf 991 GT3 die Gleichmässigkeitsprüfung namens Porsche Driver‘s Challenge, nachdem er in Le Castellet bereits einen dritten Podestplatz herausfahren konnte. Bei dem Gleichmässigkeitsrennen wird der Durchschnitt aller Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Schneider sammelte in den zehn Runden 4176 Punkte und holte damit den Sieg unter den 16 Startern. Den zweiten Platz erreichte Massimo Salamanca auf 991 GT3 mit 6501 Strafpunkten. Peter Meister wurde ebenfalls auf 991 GT3 mit 6727 Strafpunkten Dritter.
Für den Verband Schweizer Porsche Clubs war der dritte Lauf der Saison, mit grossen Startfeldern in allen Gruppen, ein voller Erfolg. „Trotz der Hitze haben alle Fahrer eine sehr gute Leistung abrufen können und die Stimmung war wieder einmal hervorragend und überaus familiär“, fügt Richard Feller hinzu.
Der nächste Lauf der GT3 Cup Challenge und des Porsche Sports Cup Suisse findet am 20. August im französischen Dijon statt.