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Übersetzung – Die Lederjacke (Bonne Chance 3, Etape 27)
Während Jean in seinem Lift wieder auf den Turm hoch stieg und sich wieder an die Arbeit machte, stieg Leduc die Treppe der Metro(-station) Montparnasse herunter und beeilte sich, die Gänge zu durchqueren, welche zum Bahnsteig führten.
In der vollen Metro
Der Bahnsteig war wegen des Streiks der Busse voll von Leuten. Und klar, in der Metro hatte es nur noch Stehplätze. Leduc sagte sich, dass die Sardinen in ihrer Büchse hatten es weniger eng als er. Er spürte, dass die Metro anfuhr, anhielt und wieder losfuhr, aber er sah nichts. Nichts als die Köpfe der Menschen um ihn herum. Das war nicht lustig. Aber er wusste, dass er glücklicherweise den Zug nicht wechseln musste und dass ihn dieser (Zug) direkt zur Porte de Clignancourt führte, da, wo der Flohmarkt anfing.
Beim Flohmarkt
Und plötzlich fand sich Leduc wieder auf dem Trottoir (Gehweg) einer Strasse, wo er sich frei bewegen konnte. Uff! Also begann er in grossen Schritten zu gehen, wobei er hin und wieder einen kurzen Blick auf die Antiquitätenläden des Flohmarkts warf: Die Antiquitäten interessierten ihn nicht. Aber da, in der Ecke der Strasse, die kleine Boutique direkt vor dem Markt unter freiem Himmel, war “Chez Maimaine et Léon”.
In der Boutique “Chez Maimaine et Léon”
Ganz aufgeregt stiess Leduc die Türe auf. Welch unglaubliches Durcheinander da drin! Und es roch nach altem Leder, nach alten Kleidern und nach Zigaretten. Ein Mann – das war sicherlich Léon – war am Rauchen und löste (seine) Kreuzworträtsel. Leduc näherte sich ihm und er erklärte ihm, warum er gekommen sei und was er suchte.
Léon verkauft ihm eine geniale Pilotenjacke
Léon war kein Schwätzer. Ohne ein Wort hob er den Vorhang hinter ihm auf, der einen Schrank verdeckte. Daraus zog er eine ganz abgenutzte Lederjacke heraus, die er Leduc reichte. Der junge Mann beeilte sich, sie zu probieren. Das war wirklich eine Pilotenjacke, eine echte: das sah man, das roch man. Und sie war noch genialer als die von Jean.
– Ah, nun sag doch, kleiner Kerl, mit der siehst du aus wie ein Mann.
Ganz erstaunt, ihn reden zu hören, drehte sich Leduc gegen Léon um, der ihn beobachtete, die erloschene Zigarette im Mundwinkel. Ganz ernst fügte Léon hinzu, indem er eine Pause nach jedem Satz machte:
– Das ist keine Jacke, die man irgend jemandem verkauft. Aber dir, dir steht sie. Und, da du ein Freund von Jean bist, werde ich dir einen guten Preis machen. Aber ich verliere dabei, ich lüge dich nicht an, ich verliere dabei.
Léon log sicherlich ein bisschen: sogar mit dem Freundschaftspreis kostete diese Jacke Leduc das ganze Geld, das er seit Monaten gespart hatte. Egal! Auf jeden Fall wollte er diese Jacke.
Zehnernote weg aber Foto gefunden
Als Leduc die Boutique verliess, fühlte er sich schön, gross und fabelhaft wie ein Held aus einem amerikanischen Film, und leicht, wie wenn man kein Geld mehr hat. Es blieb ihm nur noch etwas Kleingeld und eine Zehnernote… Aber – aber wo war sie, diese Note? Jedenfalls nicht in den Taschen seiner Jeans.
In einer Tasche seiner Jacke vielleicht? Ah, in dieser hatte es ein grosses Loch.
Leduc schob seine Hand hinein und er fühlte etwas, ein Stück Papier oder Karton… Es war das abgegriffene Foto eines jungen Mädchens, das ihn anschaute und lächelte.
Anstelle seine Zehnernote wiederzufinden entdeckte er das Foto eines Mädchens! Leduc hielt an: sie war niedlich. Sie sah sehr glücklich aus zu leben (Sie strahlte Lebensglück aus). Ihr Name war Renée…
Leduc begann wieder zu gehen (setzte sich wieder in Bewegung). Er drehte und wendete das Foto zwischen seinen Fingern und fragte sich, ob er es wegschmeissen oder es an die angegebene Adresse senden sollte. Mabillon, dieser Name sagte ihm etwas…
Rue Mabillon
Und plötzlich erinnerte sich Leduc, dass dies der Name einer Metrostation war. Er beeilte sich, auf seinem Plan zu nachzusehen. Tatsächlich, er hatte recht. Aber nun, da die Rue Mabillon existierte, warum nicht nachsehen, ob auch Renée Legendre immer noch existierte und ihr das Foto zurückgeben? Auf jeden Fall hatte er nichts anderes vor und sein Pate erwartete ihn erst um 6 Uhr: er hatte Zeit.
An der Nummer 12 der Rue Mabillon hatte es ein Laville und sogar ein Lemaître, aber keinen Legendre… Es hatte dort auch ein Café. Also trat Leduc ein und anstelle sich an einen Tisch zu setzen ging er an die Bar, wo die Chefin daran war, einen Kunden zu bedienen. Sie kam zu ihm:
– Was bringe ich ihnen junger Mann?
Renée Legendre
Sie war nicht mehr jung – Leduc gab ihr gut 40 Jahre – und sie hatte eine angenehme Stimme.
– Entschuldigen sie, Madame, kennen sie diese Person? fragte Leduc und zeigte ihr das Foto.
Die Chefin stiess einen Schrei der Überraschung aus
– Ho! Aber das bin ich, und das Foto umdrehend “für Johnny”, aber ja, das ist das Foto, das ich Johnny am Ende des Krieges gegeben habe!
Da schau her! Aber sagt mir, junger Mann, wie ….?
Und, ohne Leduc Zeit zum Antworten zu lassen:
– Ah Johnny… Ich war 18 Jahre alt und von allen amerikanischen Offizieren, die bei uns wohnten, war er es, den ich am meisten liebte: er war so lustig und so nett! Ich erinnere mich an ihn, als wäre es gestern gewesen. Er spielte Karten mit meinem Vater und ich bediente sie… Und war er es, der sie schickt? Sind Sie vielleicht sein Sohn?
Also, erzählen Sie, junger Mann, ich spendiere eine Runde.
Was trinken Sie?
Des mots pour comprendre et pour apprendre (Etape 27)
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antiquité Antiquiät
après nach
au coin in der Ecke
autour de um herum
avoir besoin nötig haben
avoir l’air aussehen wie
bavard schwatzhaft
bouger sich bewegen
c’est drôle das ist lustig
ça se voyait das sah man
cacher verstecken
celui diejenige
celui-là dieser da
changer wechseln
chaque phrase jeder Satz
commencer beginnen
coûter kosten
croisé gekreuzt
depuis seit
derrière lui hinter ihm
descendre heruntergehen
économisé gespart
en haut oben, empor
en damit, daraus
entendre hören
éteinte ausgelöscht
étonné erstaunt
excité aufgeregt
heureusement glücklicherweise
incroyable unglaublich
j’y perds ich verliere dabei
jeter werfen
l’ascenseur der Lift
l’escalier die Treppe
la boîte die Dose
la bouche der Mund
la grève der Streik
la monnaie das Geld
la tour der Turm
là da
là-dedans da drinnen
le couloir der Gang, der Korridor
le cuir Leder
le magasin der Laden
le marché der Markt
le métro die U-Bahn
le monde die Welt, die Leute
le mot das Wort
le pas der Schritt
le placard der Schrank
le quai der Bahnsteig, der Uferdamm
le travail Arbeit
léger leicht
les gens Leute
les puces die Flöhe
libre frei
mener à führen zu
mener führen
mentir lügen
moins weniger
n’avoir que nur haben
n’importe qui irgend jemand
observer beobachten
pendant que während
petit gars kleiner Kerl
place debout Stehplatz
porter tragen
pousser stossen
pouvoir können
puisque da
remonter wieder herauffahren
repartir wieder losfahren
retirer hervorziehen
retourner umdrehen
rouler fahren
s’arrêter anhalten
savoir wissen
se dépêcher sich beeilen
se mettre sich begeben
se retrouver sich wiederfinden
sentir riechen
sentir riechen
serré eng
son jean seine Jeans
soulever aufheben
tant pix seis drum, egal
tendre hinhalten
tout usé ganz gebraucht
traverser überqueren
un coup d’oeil ein kurzer Blick
un prix einen Preis