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Delir / Verwirrtheit
Das Delir (akute Verwirrtheit) ist eine rasch auftretende Hirnfunktionsstörung mit vordergründiger Einschränkung der Aufmerksamkeitsfunktion. Delire gehören zu den häufigsten psychiatrischen Störungen, treten hauptsächlich jenseits des 65. Lebensjahres auf und nehmen mit dem Alter zu.
Hauptrisikofaktoren sind ein Alter über 65 Jahre und das Vorliegen einer Demenz. Wichtige Delirauslöser sind Infekte (z.B. Harnwegsinfekt), zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Schlaganfall, Operationen und Medikamente.
Das Leitsymptom ist die Aufmerksamkeitsstörung, die sich in erhöhter Ablenkbarkeit und durch eine reduzierte Fähigkeit, sich zu konzentrieren und einem Gespräch zu folgen, manifestiert. Oft liegen Desorientierung und optische Halluzinationen vor. Meist treten Schlafstörungen und Unruhe auf.
Hilfreich sind Angaben der Angehörigen zum raschen Beginn bzw. Wechsel der Symptome. Mittels einfacherTests lassen sich Hirnfunktionsstörungen (z.B. Aufmerksamkeit, Orientierung) feststellen. Die Identifikation der Ursache(n) erfolgt durch körperliche Untersuchung, Blutentnahme und je nach Verdacht weitere Abklärungen (z.B. Schädel-CT).
An erster Stelle steht die Prävention. Diese setzt bei den Risikopersonen an und umfasst u.a. Orientierungshilfen (z.B. Lagerung mit erhöhtem Oberkörper, Kalender, Versorgung mit Hörgerät und Brille). Liegt ein Delir vor, gilt es die Ursache zu behandeln. Medikamente werden zur Behandlung starker Unruhe und Ängste eingesetzt.