Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03642.jsonl.gz/1810

Deutscher Text
Nach einigen Jahren der Markt-Herrschaft, wurde um 1910 die Phonographen-Walze
definitiv von der qualitativ immer besser werdenden Schallplatte
abgelöst. 1912 gab Edison dem grossen Konkurrenzdruck nach
und brachte mit der "Diamond Disc" als Alternative zu
den Phonographen-Walzen auch eine eigene Schallplatte auf den Markt.
Diese Tonträger können allerdings nur auf einem speziellen
Edison-Gerät, dem "Diamond Disc Phonograph" abgespielt
werden. Die Platten sind gegenüber den handelsüblichen
Schellacks 4,7 mm dick und haben einen Durchmesser von 25,4 cm.
Edison übernahm zudem wie bei den Phonographen-Walzen die Tiefenschrift.
Das Resultat ist hervorragend, die Platten tönen kräftig
und rein, die Spieldauer einer Seite beträgt vier bis fünf
Minuten. Um den Ansprüchen einer gehobenen Kundschaft zu erfüllen,
liess Edison für die Geräte eine Serie von Tonmöbeln
in der Ausstattung verschiedener Epochen wie "Louis-Quinze,
"Empire" etc. entwerfen. Damit gab es für jede Wohnungseinrichtung
das passende Grammophon.
Typisch für die Serie "London" sind die Türchen
der Front mit dem filigranen Holzgitter im damals modernen Art Decos
Stil. Vom Modell "London Console No.4" wurden 1922-1925
insgesamt 26’523 Exemplare angefertigt. Das Gerät kostete
ursprünglich 135 US $.