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Wohl Basel, 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts
Kalbsleder, geprägt, Seidenband
L. 12 cm
Inv. 1915.228.
Die Schühchen mit den blauen Seidenbändern sind von sehr schmalen und schlanken Proportionen. Sie zeigen an der ornamental verzierten Sohle keinerlei Abnutzungsspuren. Sie waren wohl für ein Kleinkind bestimmt, das noch nicht gehen konnte, aber aus Gründen der Repräsentation doch Schuhe zu tragen hatte. Beide Schuhe des Paares sind gleich geschnitten; die Anpassung an die unterschiedliche Form der Füsse begann sich erst ab 1810/20 allmählich durchzusetzen. Vergleichbare Formen von Schuhen findet man auf Kleinkindporträts des 17. Jahrhunderts. Die meisten Kinder besassen während der ersten Lebensjahre jedoch keine Schuhe. Bis in das 20. Jahrhundert hinein waren Kinderschuhe ein Indikator von Wohlstand. Originale aus der Zeit davor sind deshalb ausserordentlich selten erhalten.