Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03525.jsonl.gz/725

Wenn man entsprechend einer grundsoliden marxistischen Ausbildung behauptet, dass in unserer Gesellschaft Konzerne und Banken – revolutionäre Umtriebe einmal ausgeblendet – eine lupenreine und überwiegend erfolgreiche Interessenspolitik betreiben, dann wird einem in der Regel entgegengehalten: Wo denn? Nennen Sie uns da Beispiele! Diesen Entgegnungen seien im Folgenden beantwortet – mit den drei konkreten Beispielen VW, Airbus und Fraport.
Beispiel Nr. 1: Der VW-Konzern
Die VW-Geschichte ist in den groben Zügen bekannt. Gründung 1938 als NS-Musterfabrik mit Paradeprogramm zur »Volksmotorisierung«. Das Grundmodell, der spätere »VW-Käfer«, war der »Kraft-durch-Freude-Wagen«, der als Kübelwagen Karriere im Krieg machte. Die Familien Porsche und Piëch zählten von Anfang an zum Gründungspersonal und waren ganz vorne an der Front, sei es im Einsatz von VW im Krieg bis 1945, sei es im Einsatz von VW im Wirtschaftskrieg nach 1945. Die Kraft-durch-Freude-Stadt wurde direkt nach dem Zweiten Weltkrieg umbenannt in »Wolfsburg«, wobei »Wolf« ein Deckname von Adolf Hitler vor 1933 war. Bis in die 1950er Jahre hinein gab es in Wolfsburg Rekordergebnisse….