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Beschreibung
Campo de Borja ist eine verschlafene Region irgendwo zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik. Die Gegend trägt den Namen der kleinen Provinzstadt Borja im Ebro-Tal westlich von Zaragoza. Es ist eine Weinanbauregion, wo das Klima von den kalten, trockenen Winterwinden der Pyrenäen bestimmt ist, und wo die Sommermonate sehr heiss sein können. Die Böden sind in der Ebene zumeist sandig und mit Geröll durchsetzt.
In diesem archaischen Umfeld wurde 1984 die Bodegas Aragonesas gegründet. Aus der Winzergenossenschaft von Fuendejalón entstand die erste Aktiengesellschaft dieser Art Spaniens, die mit ihrer Innovationsfreudigkeit und Risikobereitschaft in kurzer Zeit Geschichte schrieb. In den Rebbergen ist Tradition und Handarbeit angesagt: traditioneller Gobeletschnitt bestimmt die Reberziehung, auf eine Bewässerung wird verzichtet, mechanische Bodenbearbeitung und Handlese kennzeichnen die Arbeit in den Reben. Die Rebsorte Garnacha ist der Platzmatador.
Die Qualitätsarbeit von Javier Vela dem Oenologen der Bodegas Aragonesas, baut auf dem Prinzip des Rebalters auf. Das Alter der Reben bestimmt die Qualitätsstufe des Weins. Je älter die Rebe ist, desto mehr wird in den Ausbau der Weine investiert. Er entscheidet über die verwendeten Barriques, ihre Herkunft und ihr Alter und über die Dauer des Ausbaus. Wenn man den stolzen Spanier in den Rebbergen antrifft, würde man ihm diese grosse Verantwortung nicht auf Anhieb zugestehen. Doch spätestens wenn er seine Weine kritisch degustiert und über Qualität, Stil und Charakter zu philosophieren beginnt, wird klar, dass man einem Fachmann, der das Terroir wie seine Westentasche kennt, gegenüber sitzt.