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Suspended Holiday - Aufgeschobene Ferien
Nur Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt
Manchmal ist aufgeschoben nicht aufgehoben. Wie in diesem Fall.
Hast Du schon einmal etwas vom "caffé sospeso" gehört - oder wie man in Neapel sagt: "o café suspiso"?
Es handelt sich um die neapolitanische Tradition des im Voraus bezahlten Kaffees, also zwei Kaffees bezahlen, einen für sich und einen für jemanden der es sich nicht leisten kann. Der Ursprung des aufgeschobenen Kaffees geht auf Anfang des 19. Jahrhunderts zurück, zu dieser Zeit die ersten «mobilen» Kaffeemacher gab.Diese gingen damals durch die Stadt und verkauften eben Kaffee oder Milch. Sie haben einen wichtigen Beitrag zur Etablierung des Kaffees, in der Form wie wir sie heute kennen, geleistet. Während des 2. Weltkriegs, als es Vielen sehr schlecht ging, zahlte jeder der die finanziellen Mittel dazu hatte beim Kauf eines Kaffees jeweils einen zweiten dazu, für eben diejenigen die sich keinen Kaffee leisten konnten. Diese Geste wurde zum Symbol der Solidarität um jemandem zu Unterstützen der Hilfe brauchte.
Es gibt jedoch noch eine weitere Geschichte dazu die sich die Neapoletaner erzählen, und zwar soll der caffé sospeso, also der aufgeschobene Kaffee, auf Diskussionen in der Bar zurückgehen, wo man sich darüber auseinandersetzte wer denn jetzt den Kaffee bezahlen sollte/anbieten durfte. Oftmals geschah es, dass man einen Kaffee zuviel bezahlte, und dieser dann dem nächsten Gast geschenkt wurde.
Der langen Rede kurzer Sinn, dieser Brauch des aufgeschobenen Kaffees hat uns auf die Idee gebracht, dass man auch Ferien "aufschieben" könnte. Es gibt mittlerweile immer mehr Menschen, vor allem Frauen, in unserem Umfeld, die sich keinen Urlaub, geschweige denn ein Coaching oder eine Coachingreise, leisten können. Vor allem alleinerziehende Frauen sind betroffen. Sie arbeiten Teilzeit wegen den Kindern und leben am Existenzminimum. Gerade diese Frauen brauchen irgendwann mal auch eine Verschnaufpause. Weg aus dem Alltag, keine Verpflichtungen, vielleicht ein Coaching in Anspruch nehmen um besser mit der Situation klarkzuommen, usw.
Gemäss Caritas leben fast 700’000 Armutsbetroffene in der Schweiz. In Deutschland sind es weit mehr. Die Zahlen von economy4mankind reden eine klare Sprache, nahezu zwei Drittel aller Menschen in Deutschland leben unter oder nahe an der Armutsgrenze!
Die europäische Statistikbehörde sagt, dass viele Menschen nicht genügend Geld haben, um auch nur einmal im Jahr für eine Woche ins Ausland zu reisen. Wir wollen genau diesen Menschen etwas zurückgeben. Ein Tropfen auf einem heissen Stein, das ist klar, aber irgendwo muss man anfangen.
Wie "funktioniert "aufgeschobene Ferien"
Wir selbst werden von jedem bei uns gebuchten Angebot einen Betrag "aufschieben". Jeder kann einen freigewählten Betrag für diesen Zweck stiften. Es ist jedoch keine Pflicht.
Oder auch indem man bei laufenden Aktionen den Rabatt "aufschiebt", oder beziehungsweise spendet, usw. Es gibt viele Möglichkeiten. Sobald wir genug im "aufgeschobenen" Topf drin haben, werden wir einer Person die noch nie im Urlaub war oder sich keinen Urlaub leisten kann, eine Reise schenken.
Wie finden wir diese Person
Fast jeder von uns, kennt in seinem Umfeld einen Menschen der finanzielle Sorgen hat und sich keine Ferien leisten kann. Ihr könnt uns solche Personen vorschlagen, wir führen eine Liste und verlosen die Reise dann unter diesen Personen.
Der Kreislauf schliesst sich
Jeder Mensch fühlt sich gerne nützlich und gebraucht. Aufgrund unterschiedlichster Lebenslagen ist dies nicht immer möglich. Vor allem der finanzielle Aspekt lässt oftmals kaum Spielraum. Es gibt auf der Welt jedoch immer irgendwo jemanden dem es noch schlechter geht als uns selbst. Um den Kreislauf zu schliessen bieten wir die Möglichkeit, auch hier ganz auf freiwillger Basis, gegen einen Obulus selber auch andere Menschen in Not zu unterstützen. Dieser Beitrag geht an die Organisation "Plan International Schweiz" - Spenden für Mädchen.