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Ich lebte in Kolumbien in einem Dorf am Rande der Hauptstadt. Einem Dorf, wo man immer Salsa-Klänge hörte, die Nachbarn bis in den Morgen auf den Strassen Feste feierten und man immer Zeit für eine Tasse Kaffe hatte. Leider gab es aber auch jede Menge Gewalt, Drogen und Armut .
Das Projekt, in dem ich mitwirkte, heisst "Comedor pan y vida". Bis zu 150 Kinder, zwischen 2 bis 17 Jahre alt, besuchten täglich den Comedor und die meisten dieser Kinder kamen aus schwierigen Verhältnissen.
So war ich anfangs ziemlich nervös, da ich nicht wusste, ob meine Fähigkeiten ausreichen würden, um diesen Kindern helfen zu können.
Jeden Morgen sobald der Comedor öffnete, stürmten die ersten Kindern voller Energie herein. Sie umarmten mich mit einem grossen Lachen im Gesicht und wollten sofort mit mir spielen, basteln, zeichnen, Deutsch lernen und mir Spanisch beibringen – am liebsten alles gleichzeitig! Das Chaos begann und ich liebte es sofort.
Schnell merkte ich, dass es keine aussergewöhnliche Fähigkeiten braucht um zu helfen, denn Gott und viel Nächstenliebe sind vollkommen ausreichend dafür.
Gott füllte mein Herz mit viel Liebe und Geduld für die Kinder und so durfte ich miterleben, wie Verschlossene sich mir öffneten, wie aufgedrehte, laute und aggressive Kinder ganz sanft wurden und Unsichere wieder anfingen, an sich selbst zu glauben.
Obwohl es auch viele herausfordernde Situationen gab, bin ich bis heute überwältigt von diesen Kindern und extrem dankbar für alles, was ich durch sie lernen durfte.
Sara, Kolumbien