Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03104.jsonl.gz/585

Die Höhe von 4,60 m hatte Büchler zuvor erst im dritten Versuch übersprungen. Gemessen an ihrem derzeitigen Potenzial holte die Schweizerin das Optimum heraus. Büchler schaffte mit Rang 6 die beste Klassierung einer Schweizer Leichtathletin bei Olympia seit dem 5. Rang der Mittelstrecklerin Cornelia Bürki 1984 in Los Angeles.
Mit ihrem Abschneiden an den Sommerspielen ist Büchler sehr zufrieden. Ende Juni hatte sie sich bei einem Wettkampf in Turku eine Zerrung am hinteren Oberschenkel zugezogen. Die Verletzung stellte sich als schlimmer als angenommen heraus, zweimal erlitt sie einen Rückfall. Auf die EM in Amsterdam Anfang Juli, wo sie zu den Medaillenkandidatinnen zählte, musste sie schweren Herzens verzichten.
“Dieses Resultat hätte ich mir nie erträumt”, sagte Büchler. Im gleichen Atemzug fügte sie allerdings hinzu: “Die sechs Wochen Pause spürte ich. Sie fehlten mir, damit ich besser um eine Medaille hätte kämpfen können.” Gleichwohl: Im Olympia-Final liess Büchler unter anderen Jennifer Suhr aus den USA, die Olympiasiegerin 2012, und die Kubanerin Yarisley Silva, die Weltmeisterin von 2015, hinter sich.
Die Medaillen gingen für eine Höhe über den Tisch, die Büchler auch in Bestform nur mit Glück geschafft hätte. Nach dem Wettkampfverlauf der Schweizerin mit anfänglichen Fehlversuchen wären 4,85 m gefragt gewesen. Diese Höhe liegt 5 cm über ihrem Rekord in der Halle und 7 cm über ihrer Besthöhe im Freien.
Gold gewann die Europameisterin Ekaterini Stefanidi aus Griechenland mit 4,85 m. Diese Höhe überquerte auch die zweitklassierte Amerikanerin Sandi Morris. Bronze holte die erst 19-jährige Neuseeländerin Eliza McCartney mit 4,80 ab.
(SDA)