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Mein Weg an die diesjährige WM und wie es weiter geht bis zu den Olympischen Spielen.
Eine Woche nach meinem 16. Platz an meiner ersten Elite-EM im April konnte ich den Schweizermeistertitel vom Vorjahr in der Elite-Kategorie verteidigen. Damit war die erste Saisonhälfte abgeschlossen.
Beginn der langen Vorbereitung
Mit einem einwöchigen Grundlagen-Trainingslager auf Mallorca begann ich mit meinem Teamkollegen Ramon Betschart direkt nach der SM die Vorbereitung auf die WM. Es war uns wichtig, mal abseits von der Matte zu sein und einen sauberen Formaufbau zu starten. Danach ging es weiter mit einem zweiwöchigen Trainingslager in Armenien. Dort konnte ich täglich mit dem amtierenden Olympiasieger Artur Aleksanyan trainieren.
Ende Mai nahmen wir bei einem Ranking-Turnier in Sassari (ITA) teil. Dort gewann ich meinen ersten Kampf gegen einen Griechen und verlor in der nächsten Runde gegen den ehemaligen Weltmeister Balasz Kiss aus Ungarn. Daraus resultierte für mich der 7. Platz.
Nach diesem Turnier flog ich für ein rund einmonatiges Trainingslager in die Ukraine nach Kiev. Dort kennen mich die Trainer seit längerem und versuchen gezielt meine Schwächen auszukurieren. Ich konnte während dieser Zeit einige Fortschritte machen. Im Juli folgte das nächste Trainingslager mit dem Nationalteam in Litauen, dort trainierten wir zwei Wochen lang. Direkt von dort aus flog ich nach Kiev, wo wir noch eine Woche Training anhängten. Ausnahmsweise waren wir nicht die einzigen Schweizer, da Schattdorf zusammen mit Martigny ebenfalls dort war. Sie bereiteten sich auf die bevorstehende Liga vor.
Anfang August fand in Dortmund der GP von Deutschland statt. Dort schied ich im 1. Kampf gegen den Tschechen Dadak aus. Das Turnier diente rein als Formcheck für die WM. Die darauffolgende Woche hatten wir ein optimales Trainingscamp in Hennef mit vielen europäischen Nationen.
Nur zwei Tage befand ich mich nach dieser anstrengenden Zeit zuhause, bevor es weiter in die Ukraine und von dort aus direkt nach Finnland ging. Das war der letzte grosse und intensive Trainingsblock vor dem Saisonhighlight. Die Tage vor dem Abflug nach Kasachstan bereitete ich mich in der Schweiz vor.
WM in Kasachstan
Schliesslich reisten wir über Istanbul nach Nur-Sultan. Ich war von Anfang an begeistert von diesem gigantischen Anlass. Die Wettkämpfe fanden in der topmodernen Barys Arena statt, die mehr als 11‘000 Zuschauer fasst und immer gut gefüllt war. Ich fühlte mich bereit und war top motiviert. Im 1/16 Final bekam ich den erfahrenen Tschechen Artur Omarov zugelost. Wir kennen uns aus verschiedenen Trainingslagern. Anfang Jahr trafen wir bereits einmal aufeinander, damals verlor ich nach Führung in der Halbzeit schlussendlich deutlich. Dieses Mal erging es mir nicht besser. Nach kurzer Kampfzeit musste ich in die Bodenlage und gab eine Serie von Durchdrehern ab, somit war der Kampf vorzeitig beendet und der WM-Traum vorbei. Mein Gegner hätte die Olympiaqualifikation geschafft, wenn das Kampfgericht im ¼ Final nicht einen krassen Fehlentscheid gegen ihn gemacht hätte.
Ausblick
Jetzt werde ich mich eine Woche erholen, bevor die kurze Vorbereitung auf den letzten internationalen Anlass dieses Jahres beginnt. Die World Military Games finden in einem Monat in Wuhan, China statt. Dort wird eine grosse Schweizer Delegation aus verschiedenen Sportarten am Start sein.
Nächstes Jahr gibt es zwei weitere Chancen, sich für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Im März und April finden je ein Kontinental- und ein Weltturnier statt. Dort muss man in den Final vorstossen, um einen Quotenplatz für sein Land zu erringen.