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In einem offenen Brief von Psychologen, Therapeuten und Psychiatern schreiben diese für Deutschland:
Bundeslandübergreifend zeigen sich in der kinder- und jugendpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Versorgung vermehrt Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen, Essstörungen, und Substanzmissbrauch. Zudem wird ein Anstieg von Patient:innen berichtet, die aufgrund von akuter Suizidalität/Krisen oder nach häuslicher Eskalation kinder- und jugendpsychiatrisch versorgt werden müssen. … (Es zeige sich) ein alarmierendes Bild von verstärkten Ängsten, Spannungen im häuslichen Umfeld, häuslicher Gewalt, Leistungsabfall und Versagensängsten, stark erhöhtem Medienkonsum und Gewichtszunahme. …
Eltern von Kleinkindern berichten vermehrt von Trennungsängsten beim Übergang in dieNotbetreuung. Im häuslichen Rahmen schildern sie Verhaltensauffälligkeiten. Die Kinder zeigen unkontrollierte Wutausbrüche, Aggressionen und Schlafprobleme. Gegenwärtig er- scheinen uns die vorgestellten Patient:innen jünger als üblicherweise.
Insbesondere bei Schulkindern, die im Sommer bedeutsame Transitionen wie die Ein- schulung oder den Wechsel zur weiterführenden Schule bewältigt haben, ist derzeit die Häufung von Schulängsten auffällig. Bereits vor Pandemiebeginn bestehende Schul- ängste verstärken sich durch den unregelmäßigen Schulbesuch.
Die Adoleszenten zeigen sich ebenso deutlich belastet. Besonders die Altersgruppe der jüngeren Adoleszenten muss als stark gefährdet hinsichtlich missbräuchlicher Medien- und Internetnutzung und der Entwicklung von Essstörungen angesehen werden.