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Die ‹Madama Butterfly› wird an der Scala 112 Jahre nach ihrer Premiere an der New Yorker Metropolitan Opera aufgeführt. Dabei wird die Originalversion inszeniert, die Dirigent Arturo Toscanini damals für die New Yorker Premiere abgeändert hatte. Danach war mit Puccinis Zustimmung immer nur Toscaninis Version aufgeführt worden, berichtete Chailly. «Es ist eine musikalische und moralische Pflicht Puccini gegenüber, die Originalversion aufzuführen», kommentierte der Musikdirektor in Mailand.
Chailly wird auch Rossinis ‹Gazza Ladra› in der Regie des italienischen Oscar-Preisträgers Gabriele Salvatores dirigieren, kündigte Scala-Intendant Alexander Pereira am Mittwoch an. Der Koreaner Myung-whun Chung wird für Verdis ‹Don Carlo› in der Regie von Peter Stein am Pult stehen. Zubin Mehta leitet‹Falstaff›, Regisseur ist dabei Damiano Michieletto.
Ausserdem soll Mozarts ‹Entführung aus dem Serail› in einer Version des verstorbenen Regisseurs Giorgio Strehler aufgeführt werden. Geplant ist auch Verdis ‹Traviata› in einer Version der italienische Regisseurin Liliana Cavani mit Anna Netrebko in der Hauptrolle. Der Dirigent Paavo Jaervi wird ‹Don Giovanni› in der Inszenierung von Regisseur Robert Carsen aufführen.
Muti kehrt zurück
Mehr als zehn Jahre nach seinem Abschied im Streit kehrt auch Riccardo Muti wieder an die Scala zurück. Der Dirigent wird am 20. und 21. Januar 2017 zwei Konzerte seines Chicago Symphony Orchestra mit zwei verschiedenen Programmen dirigieren, bestätigte Pereira. Es handelt sich um die ersten Auftritte des Maestro, seitdem er sich 2005 im Streit von der Scala verabschiedet hatte, wo er zuvor seit 1986 als Musikdirektor im Einsatz war.
Muti wird am 5. Juni ausserdem eine ihm gewidmete Ausstellung im Museum der Scala eröffnen. Sie wurde anlässlich des 75. Geburtstags Mutis am 28. Juli organisiert.
(sda)