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Jedes Jahr begnadigt der US-Präsident in einer humorigen Zeremonie zwei Truthähne. Weitere 87 Millionen Truthähne kommen in den Vereinigten Staaten jedes Jahr allein zu Thanksgiving, Weihnachten und Ostern auf den Tisch.
Die begnadigten Truthähne leben in der Regel nicht mehr lange. Die Aufzucht ist derart intensiv, dass die Tiere oft beim Erreichen des Schlachtgewichtes unter der Fleischeslast zusammenbrechen. «Wir müssen sicherstellen, dass zu Thanksgiving jeder genug zu essen hat», sagte Obama in seiner Ansprache.
«Mit Ausnahme dieser Truthähne», fügte er hinzu. «Die sind eh schon vollgestopft.» «Tot» und «Tater», die in Iowa geboren worden waren, werden den Rest ihres Lebens auf einer Farm in Virginia verbringen.
Anders als in den letzten Jahren, waren Obamas jugendliche Töchter Malia und Sasha dieses Mal bei der Zeremonie nicht an seiner Seite. Die Mädchen hatten in den letzten Jahren jeweils für Aufsehen gesorgt, als sie die Augen über die Scherze ihres Vaters verdrehten.
Stattdessen übernahmen seine deutlich jüngeren Neffen Austin und Aaron Robinson ihren Platz. «Anders als Malia und Sasha hat Washington sie noch nicht zynisch werden lassen», sagte Obama zum Gelächter der Zuschauer.
Obama hatte sich der Tradition, erstmals ausgeführt von John F. Kennedy und unter George Bush zur Regelmässigkeit geworden, eher widerwillig gebeugt. «Manche glauben, das sei albern», sagte er im letzten Jahr. «Ich widerspreche nicht.»
(SDA)