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Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr umfassen den Umgang mit operationellen Risiken und mit Unternehmenssicherheits-Fragen. Die sich laufend verändernde weltweite Bedrohungslage stellt ein Unternehmen immer wieder vor neue Herausforderungen, zum Beispiel Überschwemmungen aufgrund der Klimaveränderungen, Pandemien oder internationaler Terrorismus. Die effektive Vorbereitung zum sicheren Umgang mit einer Krise erfordert nach wie vor die drei Schritte:
- die vorgängige Planung aufgrund der Bedrohungslage
- den konsequenten Aufbau der eigenen Notfall-Organisation
- die regelmässige Überprüfung dieser Notfall-Organisation auf Funktionstüchtigkeit und Umsetzung von notwendigen Anpassungen.
Die Planung beginnt mit der Frage, welche Szenarien zu berücksichtigen sind. Szenarien beschreiben Risiken, mit denen im Unternehmen gerechnet werden muss. Die Tabelle nennt einige solcher grundsätzlichen Szenarien, wie sie in vielen Branchen und Unternehmensgrössen anzutreffen sein können. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass sich diese je nach Art der Tätigkeiten bzw. Produkte, nach Standort und weiteren Faktoren unterscheiden.
Sind die für das Unternehmen relevanten Szenarien definiert, folgt im nächsten Schritt der Planung, wie diesen Risiken begegnet werden kann. Dabei ist zwischen Prävention und Intervention zu unterscheiden:
- Prävention: welche Massnahmen können getroffen werden, damit das Szenario nicht oder nur mit einer tiefen Wahrscheinlichkeit eintritt? Wichtig ist dabei die Verhältnismässigkeit: wie aufwändig oder kostenintensiv dürfen solche Massnahmen sein? Nicht zu vergessen: Wie kann die Wirksamkeit der Präventionsmassnahme(n) festgestellt werden?
- Intervention = welche Massnahmen müssen getroffen werden, damit die Auswirkungen nach Eintreten des Szenarios möglichst schnell beherrscht werden können (Notfall-Organisation): Stehen dafür eigene Kräfte zur Verfügung oder muss mit Einsatzkräften aus der Umgebung zusammengearbeitet werden? Welche Gerätschaften (zum Beispiel: Transportmaschinen, Absperrmaterial) sind erforderlich und wie können sie zur Verfügung gestellt werden? Wie kann die interne und externe Alarmierung sichergestellt werden? Wer sorgt während der Dauer eines Ereignisses für den zeitnahen Informationsaustausch zwischen allen beteiligten Einsatzkräften? Wer informiert mit welchen Mitteln und auf welchem Weg Mitarbeitende, Angehörige und die Medien? Wie steht es um die Fluchtwege und gibt es zweckmässige Sammelplätze?
Schnell verfügbare Ressourcen sind entscheidend
Beim Aufbau geht es um die konsequente Bereitstellung der erforderlichen personellen und technischen Ressourcen. Denn um das Schadenausmass möglichst gering zu halten, ist eine schnelle und sichere Reaktion entscheidend, ja kann sogar Leben retten.
Zu den weiteren Vorbereitungen gehören auch die entsprechenden Funktionsbeschreibungen mit Aufgaben und Kompetenzen der mit speziellen Aufgaben betrauten Mitarbeitenden. Es ist sicherzustellen, dass diese Mitarbeitenden für ihre Aufgabe entsprechend ausgebildet sind. Für die Lagerung der Gerätschaften müssen Lagerplätze eingerichtet und gegen missbräuchliche Verwendung gesichert werden.
…Übung macht den Meister und die Meisterin!
Schlussendlich müssen die einzelnen Szenarien anhand regelmässiger Übungen in der Praxis verifiziert werden. Denn nur wenn die geplanten Abläufe laufend an die Veränderungen im Unternehmen und seinem Umfeld angepasst und von allen Beteiligten jederzeit sicher beherrscht werden, können Notfälle in ihren Auswirkungen wirkungsvoll eingedämmt und damit weitreichende Gefahren für das Unternehmen dauerhaft abgewehrt werden.
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