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Exemestan zur Brustkrebs-Prävention in der Postmenopause effektiv
Tamoxifen oder Raloxifen kommen zur Vorbeugung vor Brustkrebs aufgrund von Nebenwirkungen kaum in Frage. In einer randomisierten Studie wurde nun untersucht, wie sich die präventive Einnahme des Aromatasehemmers Exemestan auf die Entwicklung von Brustkrebs auswirkt.
4560 mindestens 35-jährige postmenopausale Frauen mit mindestens einem der folgenden Risikofaktoren nahmen an der randomisierten Studie teil:
- Alter mindestens 60 Jahre
- Gail 5-Jahresrisiko > 1.66%
- Frühere atypische duktale oder lobuläre Hyperplasie respektive lobuläres Carcinoma in situ oder duktales Carcinoma in situ mit Mastektomie
Die Frauen erhielten täglich entweder Exemestan oder Placebo. Der Follow-up betrug 35 Monate. Endpunkte waren Brustkrebsinzidenz, Nebenwirkungen und Lebensqualität.
Das mittlere Alter der Frauen lag bei 62.5 Jahren, der Gail-Risikoscore betrug durchschnittlich 2.3%. Unter Exemestan traten 11 invasive Mammakarzinome und unter Placebo deren 32 auf. Damit reduzierte Exemestan das Brustkrebsrisiko um 65% (HR 0.35, p=0.002). Die jährliche Inzidenz von invasiven und nicht invasiven Mammakarzinomen (Carcinoma in situ) lag bei 0.35% in der Exemestangruppe und bei 0.77% in der Placebogruppe (HR 0.47, p=0.004). Über Nebenwirkungen beklagten sich 88% unter Exemestan und 85% unter Placebo. Bezüglich Frakturen, kardiovaskulären Ereignissen, anderen Krebserkrankungen oder Medikamenten-assoziierten Todesfällen zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Die Unterschiede in der Lebensqualität waren minimal.
Konklusion der Autoren: Exemestan reduziert das Brustkrebsrisiko bei postmenopausalen Frauen mit moderatem Baselinerisiko signifikant. Nebenwirkungen und Lebensqualität scheinen durch Exemestan nicht bedeutsam beeinflusst zu werden.
Link zur Studie
N Engl J Med 2011;364:2381-2391 - Goss PE et al
24.06.2011 - dde