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Die Allgemeine Anthroposophische Sektion hat an ihrer Vortragsreihe «Hebräischer Humanismus» mit Vorträgen zu Gustav Landauer eine weitere herausragende geistige Persönlichkeit Deutschlands zu Beginn des 20. Jahrhunderts beleuchtet.
Gustav Landauer war ein jüdischer Schriftsteller, Sprachwissenschaftler, Sozialrevolutionär und Pazifist. Seine Ideen und Intentionen, aber auch seine konkreten Initiativen zur Neubildung der Gesellschaft, sind von ausserordentlicher Aktualität und berühren sich in vielfältiger Weise mit den zeitgleichen Aktivitäten Rudolf Steiners.
Die beiden Votragenden, Constanza Kaliks und Peter Selg, behandeln neben Landauers Wesen und Werk auch seine Anteilnahme am Schicksal von Francisco Ferrer, einem spanischen Anarchisten und Reformpädagogen. Ferrer war der Gründer der «Escuela Moderna» und wurde 1909 hingerichtet. Ähnlich wie Ferrer war auch Landauer der Überzeugung, dass Bildung die Grundlage für einen gesellschaftlichen Wandel ermöglicht, der den Bedürfnissen des «werdenden Menschen» gerecht wird. Landauer verfolgte Initiativen zur gesellschaftlicher Erneuerung weltweit. Er wurde 1919 von rechtsnationalen Freikorps-Soldaten getötet.
Hier geht's zum Video vom 25. Mai 2023 mit folgenden Vorträgen (auf Englisch):
- «Gustav Landauer, der soziale Revolutionär»: Peter Selg
- Ab 1 Std. 12 Min.: «Die Frage der Bildung als soziale Frage: Der werdende Mensch»: Constanza Kaliks
Hier finden Sie das weitere Programm der Vortragsreihe «Hebräischer Humanismus».