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Behandlungsformen
Akupunktur
Die Akupunktur wird in der TCM als „Wai Zhi“ (äussere Therapie) bezeichnet und ist die im Westen wohl bekannteste Methode der TCM. Es gibt zwölf Hauptmeridiane und dazu noch 8 ausserordentliche Meridiane. Die wichtigsten zwei Meridiane dieser 8 sind der Ren-Meridian (Yin) und der Du-Meridian(Yang). Auf den 14 Meridianen liegen die Akupunkturpunkte in kleinen Vertiefungen in der Haut; 361 an der Zahl. Ausserhalb der 14 normalen Meridiane gibt es zusätzlich noch 58 Extrapunkte.
Die zwölf Meridiane sind mit den sechs Yin- Organen (Lunge, Milz, Herz, Nieren, Kreislauf/Sexus und Leber) und den sechs Yang-Organen (Dickdarm, Magen, Dünndarm, Blase, Dreifacher Erwärmer und Galle) verbunden. Der Dreifache Erwärmer ist in der westlichen Medizin unbekannt und auch die anderen Organe entsprechen nicht unbedingt westlichen anatomischen Vorstellungen. Es muss betont werden, dass ein TCM- Arzt über diese Netzwerke genauso viel wissen muss, wie der westliche Arzt über Anatomie und Physiologie des Körpers. Ohne dieses Verständnis wäre eine erfolgreiche Behandlung sehr schwierig.
Zur Behandlung werden hauchdünne Stahlnadeln in die Akupunkturpunkte der Haut eingestochen, und zwar direkt an einer erkrankten Stelle oder an Punkten, die auf bestimmte Organe wirken sollen. Während die Nadeln bis zu einer halben Stunde in der Haut bleiben, verspüren die meisten Patienten Wärme, Kribbeln, Druck, Taubheit oder Schwere, was darauf hindeutet, dass der richtige Punkt getroffen wurde. Während dieser halben Stunde werden die Nadeln 1 bis 2 Mal durch Heben, Senken oder Vibrieren stimuliert. Der Fluss des Qi kann durch die Akupunkturbehandlung entweder angeregt oder gedämpft werden; je nachdem, welche Erkrankung vorliegt.
Die Sitzung dauert ca. ein Stunde. Die Anwendung wird meist 1-2 Mal wöchentlich durchgeführt und beinhaltet durchschnittlich 10 Sitzungen. Bei chronischen Beschwerden kann die Behandlung länger dauern. Heuschnupfen beispielsweise sollte mit einem Behandlungszyklus von 2-3 Mal stattfinden, 10 Sitzungen beinhalten und anfangs/ mitte Januar durchgeführt werden.
Ohrakupunktur & Ohrpunktpflaster
Ohrakupunktur: Die Nadeln werden an einem bestimmten Punkt des Ohres eingestochen, um eine Krankheit zu beseitigen. Die Ohrakupunkturtherapie beruht auf der Theorie, dass das Ohr die Miniatur des ganzen Körpers ist und mit den anderen Organen des Körpers eng zusammenhängt.
Ohrpunktpflaster: Aufgrund der aurikulären Veränderung kann der TCM- Arzt eine Diagnose feststellen und gemäss dieser eine grüne Bohne (Phaseolus radiarus) oder einen Samen von Vaccaria segetalis mit einem Pflaster an einen bestimmten Ohrpunkt fixieren und dermassen Druck ausüben, dass die Stimulation des Punktes eine Heilwirkung erreicht. Auf diese Samenkörner übt der Patient 3 – 5 Tage lang eine Dauerstimulation aus; auf diese Weise können diese Ohrpunkte den gesamten Organismus beeinflussen.
Elektroakupunktur
Bei der Elektroakupunktur handelt es sich um eine moderne Nadeltherapie, die Nadel- und elektrische Stimulation kombiniert.
Akupunkturpunktumschlagsmethode
Bei dieser Methode werden Drogen an den Akupunkturpunkten auftragen. Frische Heilkräuter oder trockene Medikamente werden zerkleinert und dann mit Wein, Honig oder Essig zur Paste vermengt, die dann an bestimmten Akupunkturpunkten auftragen wird.
Moxibustion
Bei der Moxibustion wird Moxa, ein getrocknetes Heilkraut, in der Regel Beifuss (Artemisia vulgaris), entweder direkt oder indirekt etwas über der Haut an speziellen Akupunkturpunkten abgebrannt. Es stimuliert die Energie in kalten und schmerzenden Gebieten, wo das Qi schwach ist oder stockt. Moxa brennt langsam ab und verbreitet eine eindringliche Hitze, die zu dem Qi- und Blutfluss in den Meridianen gelangt. Es besitzt einen typischen Moschusgeruch und kann ziemlich stark rauchen. Manche Patienten können den Geruch und Rauch nicht vertragen. Auch für die Gesundheitsvorsorge kann Moxibustion verwendet werden.
Schröpfen
Schröpfen ist eine alte Methode, die früher nicht nur in China, sondern auch in Europa und an vielen anderen Orten der Welt häufig angewandt wurde. Mit einem Schröpfkopf (normalerweise Glaskugeln) wird Blut über bestimmte Akupunkturpunkte für therapeutischen Zweck angesaugt. Das Schröpfen zieht durch den starken Saugeffekt blutergussartige blaue Flecken (Hämatome) nach sich, die harmlos sind und nach einigen Tagen verschwinden. Schröpfen ist besonders für die Behandlung einer örtlichen Blut- oder Qi- Stagnation in den Meridianen geeignet. Es kann auch dem äusserlichen Wind- Kälte- Einfluss, der die Lunge befällt, hilfreich entgegenwirken. Für Gesundheitsvorsorge kann Schröpfen auch angewandt werden.
Tuina - Massage
Tuina- Massage ist eine der ältesten Therapieformen der TCM. Sie beeinflusst alle Meridiane und deren Nebengefässe durch verschiedene Handverfahren. Die wichtigsten dabei sind Tui (Schiebmanipulation) und Na (Greifmanipulation). Tuina- Massage löst nicht nur Verspannungen, sondern wirkt auch im Körperinnern, indem es zum Beispiel Energieblockaden löst. Tuina- Massage ist eine angenehme Form der Behandlung und wird zur unterstützenden Behandlung und zur Gesundheitspflege angewandt.
Arzneimittel
Die Therapie mit Arzneimitteln spielt in der TCM eine bedeutende Rolle. Die chinesische Arzneimittel (6000 Sorten) beinhalten pflanzliche, mineralische und tierische Stoffe, wobei der überwältigende Anteil aus pflanzlichen Stoffen besteht. Die chinesischen Arzneimittel sind nicht nur in China zu finden, denn viele der Heilkräuter wachsen auch hierzulande in Gärten, auf Wiesen oder in den Bergen. Ca. 600 Sorten werden am häufigsten verwendet.
Die alten Chinesen haben ihre Erfahrungen mit natürlichen Heilmitteln seit mehr als 2000 Jahren systematisch beschrieben und sie in eine Medizintheorie integriert, welche auch aus moderner Sicht als wissenschaftlich fundiert gilt. Das garantiert ein hohes Heilpotential.
Die chinesischen Arzneimittel werden meist zur inneren Anwendung, teilweise auch zur äusseren Anwendung verabreicht. Traditionellerweise wurden die chinesischen Arzneimittel in kaltem Wasser zubereitet und dann gekocht(die Kochdauer und –art variiert) oder, wenn es sich um Tonika handelte, entweder für bestimmte Zeit in Alkohol eingelegt, oder mit Honig zu Pillen verarbeitet. Hier in der Schweiz gibt es vor allem folgende Formen von Arzneimittel: Tee, Pulver, Tropfen, Tabletten, Pillen und Extrakte.
Darüber hinaus gibt es noch Akupressur, eine Therapieform, die über grössere Körperbereiche zur Anregung des Qi- und Blutflusses im Meridiansystem angewendet werden kann. Qi Gong ist eine Mischform zwischen chinesischer Atemtherapie, Konzentrationstherapie und Meditationstherapie. Auch die Chinesische Ernährungslehre ist eine wichtige Therapieform, denn das chinesische Denken nimmt Nahrungsmittel sehr ernst. Im Allgemeinen isst man, um das Körper- Qi zu erhalten und Gesundheit und Vitalität zu fördern.
In unserer SINOCURE Praxis finden Sie vorwiegend folgende Behandlungsformen:
-Akupunktur
-Ohrakupunktur & Ohrpflaster
-Elektroakupunktur / Wärmebehandlung
-Schröpfen
-Moxibustion
-Tuina-Massage