Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03186.jsonl.gz/1734

Argentinien war in keiner Phase konkurrenzfähig. Ihrer 86-er Glanzform hinkte die «Albiceleste» um den alternden Diego Maradona Lichtjahre hinterher. Auch fehlten 4 Spieler gesperrt, darunter mit Claudio Caniggia der zweite Superstar im Team.
Verzweifelt versuchten die Argentinier ohne Gegentor über die Runden zu kommen, wie es ihnen zuvor schon gegen Brasilien und Jugoslawien gelungen war.
Völlers Flugeinlage
Dies aber sollte nur bis zur 86. Minute gut gehen. Dann nämlich liess sich Rudi Völler zu einer dreisten Schwalbe hinreissen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Andy Brehme souverän.
Der heute 54-Jährige erinnert sich noch genau, wie Völler zu ihm sagte: «So, den machst du jetzt rein, dann sind wir Weltmeister.» «Na, schönen Dank», antwortete Brehme, «Ich werd's mir zu Herzen nehmen.» Brehme nahm Anlauf und traf - flach ins linke Eck. So endete «Italia novanta» mit dem 3. WM-Titel für Deutschland.