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… oder der Versuch, das Unsagbare zum Schweigen zu bringen.
Mit Dr. med. Klauspeter Stark, Leitender Arzt Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen
Abhängigkeitserkrankte Menschen haben oft psychische Begleiterkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Posttraumatische Belastungsstörungen. Das Suchtmittel wird als Versuch zur Selbstmedikation eingesetzt, um das psychische Leiden zu lindern. So lassen sich kurzfristig Ängste, innere Unruhe, Schlafstörungen und anderes reduzieren. Mittel und langfristig besteht jedoch die Gefahr, das Suchtmittel zu missbrauchen und letztlich davon abhängig zu werden. Die Betroffenen kommen so in einen Teufelskreis. Das heisst, die Abhängigkeit reduziert ihre Fähigkeit, die Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung zu bewältigen und diese wiederum führt zu einer Zunahme der Symptome des Suchtmittelkonsums. Eine Behandlung sollte somit beide Krankheitsbilder berücksichtigen.