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Die Zirbeldrüse – Mythen und Fakten von Dieter Broers
von Dieter Broers
11. Januar 2017
Über dieses besondere Hirnorgan wurde in den letzten zehn Jahren in den Medien und in Fachjournalen umfangreich berichtet.
Die kaum noch überschaubare Menge an Informationen stellt in diesem Fall tatsächlich ein Hindernis auf dem Weg zur Faktenermittlung und -bewertung dar, denn bei einer solchen Datenflut kann man schwerlich zwischen Meinungen und Fakten unterscheiden. Der vorliegenden Darstellung liegen alle Informationen und Erkenntnisse zugrunde, die ich seit 1984 sowohl im Zusammenhang mit Forschungsprojekten, an denen ich beteiligt war, wie auch bei privaten Recherchen zum Thema «Zirbeldrüse» gesammelt habe.
In den ersten acht Jahren meiner Forschungsarbeit lag mein Schwerpunkt auf der Wirkung von elektromagnetischen Feldern (genauer: EM-Wechselfeldern, E-Feldern und Magnetfeldern) auf die Zirbeldrüse. Ich bin dankbar, dass ich mit Naturwissenschaftlern forschen durfte, die auf diesem Gebiet zu den führenden Forschern zählen. Dies gilt besonders für Prof. Dr. Peter Semm, der als erster die Zusammenhänge zwischen dem Erdmagnetfeld und der Zirbeldrüse entdeckte. Ihm gelang der Nachweis anhand eines Experiments mit Brieftauben (die für ihren guten Orientierungssinn bekannt sind) und seine Entdeckung war der Durchbruch für ein neues Verständnis für die Funktion der Zirbeldrüse, die zuvor von der Schulmedizin als ein relativ nutzloses Hirnorgan betrachtet worden war. Da Peter Semm seine Entdeckung 1979 in «Nature» – einem der renommiertesten (und konservativsten) Fachjournale – veröffentlichte, wurde die Zirbeldrüse zu einem lohnenswerten Forschungsobjekt.
Zu meinem Erstaunen las ich im selben Journal noch im gleichen Jahr von einer Studie über die Korrelationen zwischen plötzlichen Veränderungen der Erd-Magnetfelder (z.B. durch starke Sonnenstürme) und der Gesundheit und dem Verhalten der Menschen. Zu den signifikanten Auffälligkeiten zählten: Geburtsraten und Todesfälle, Epilepsie, Häufigkeit von Mord-Delikten und Einlieferungen in psychiatrische Krankenhäuser.
Offiziell dauerte es noch etliche Jahre, bis eine haltbare Erklärung für dieses Phänomen gefunden wurde. 1994 wurde eine Studie in «The British Journal of Psychiatry» veröffentlicht, in der man die menschliche Zirbeldrüse für derartige merkwürdige Auffälligkeiten verantwortlich machte.
Nach intensiven erdmagnetischen Schwankungen wurden 36% mehr Patienten, die unter einer manischen Depression litten, in die Psychiatrie eingeliefert. In der erwähnten Studie steht die Vermutung, dass die Zirbeldrüse als eine Art Empfängerorgan für die Veränderungen magnetischer Feldverhältnisse fungieren könnte.
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt referierte 1991 auf einem DFG-Rundgespräch Prof. Dr. Peter Semm, der seinerzeit am Neurologischen Universitätsklinikum Frankfurt tätig war, über eine Sammlung von Studien von 25 Naturwissenschaftlern. Hierzu ein kurzes Zitat von ihm:
«Zum Thema ‘Wirkungsmechanismen elektromagnetischer Felder mit zellulären Systemen‘ fand ein interdisziplinäres Treffen statt, zu dem auf Initiative einiger Wissenschaftler die Deutsche Forschungsgemeinschaft eingeladen hatte. 25 Forscher aus den Fachgebieten Biologie, Chemie und Physik waren beteiligt. Nach Bewertung des vorliegenden experimentellen Materials und einer Erörterung der möglichen Wirkungsmechanismen ist es jetzt unbestreitbar, dass unter ausgewählten Bedingungen nichtthermische Wirkungen von elektromagnetischen Feldern auf lebende Zellen ausgehen. Diese Einsicht ist durch eine seit ca. zehn Jahren kontinuierlich gewachsene Zahl positiver Befunde an verschiedenen Zellsystemen gereift. Wesentliche Erkenntnisse ergaben sich bei der Untersuchung der Zelldifferenzierung von Fibroblasten, der Genexpression und des Kalziumhaushalts in Lymphozyten und anderen Zellen, sowie der Zellzykluszeit von Lymphozyten und Hefe; weiterhin wurden eindeutige neuronale Antworten im Zentralnervensystem sowie eine Reduktion der Synthese des Hormons Melatonin beobachtet.»
Das lebenswichtige Hormon Melatonin wird überwiegend in der Zirbeldrüse produziert. Hier findet die sogenannte Synthese von Melatonin statt. Als Synthese bezeichnet man die Vereinigung (Umsatz) von zwei oder mehr Elementen (Bestandteilen) zu einer neuen Einheit. Da sich im gleichen Hirnorgan aus Melatonin die psychoaktiven Neurotransmitter bilden, ist diese Aussage für uns besonders bedeutsam. Als psychoaktive Substanz, bzw. psychotrope Substanz wird ein Wirkstoff bezeichnet, der die menschliche Psyche beeinflusst. Von der Zirbeldrüse werden die Neurotransmitter produziert, die uns ermöglichen, uns über den Tellerrand eines vom blossen Verstand geleiteten Agierens zu erheben und uns wie Wesen zu verhalten, deren Handeln von ethischen Werten geprägt ist.
Fluorid, Elektrosmog und Stress sind Gift für unsere Zirbeldrüse
Die Zirbeldrüse hat sich im Laufe der Evolution stark zurückgebildet. Sie ist von ihrer ursprünglichen Grösse von ca. drei Zentimetern auf wenige Millimeter geschrumpft.
Das liegt sicher zum Einen daran, dass wir unserem natürlichen Lebensrhythmus nicht mehr folgen. Indem wir uns durch künstliche Lichtquellen wach halten, machen wir somit die Nacht zum Tag. Das mangelnde Sonnenlicht und eine verminderte Nachtruhe beeinträchtigen die Funktion der Zirbeldrüse erheblich. Hinzu kommen noch die hohen Belastungen unseres Körpers mit Toxinen wie z.B. Fluoriden. All diese Fakten haben gravierende Auswirkungen auf die Aktivität und Funktion der Zirbeldrüse – sie beginnt zu verkalken.
Fluorid ist ein biologisch nicht abbaubares Umweltgift, das noch bis 1945 offiziell als Giftstoff klassifiziert wurde. Wenn wir bedenken, dass die meisten Krankheiten Folgen von Störungen des Enzymsystems sind, sollten wir wissen, dass Schädigungen durch Fluoride an 24 Enzymen nachgewiesen werden konnten. Bereits 1936 schrieb die Vereinigung der amerikanischen
Dentisten: «Fluorid mit einer Konzentration von 1 ppm (part per million) ist genauso giftig wie Arsen und Blei. Fluoride sind so gefährlich, weil sie sich in unserem Körper ansammeln und über die Jahre zu einer schleichenden Vergiftung führen.» Da auch das sogenannte «Speisesalz» zum grössten Teil mit Fluorid versetzt wird, gelangt dieses in fast jedes Nahrungsmittel – man findet kaum ein Nahrungsmittel im Supermarkt, dass nicht mit diesem vergifteten Salz versetzt ist. Prof. Dr. Abderhalden meint hierzu: «Da Fluoride die Gestalt von Enzymen verändern, werden diese nun als Fremdkörper und Eindringlinge von unserem Immunsystem behandelt. Es kommt zu einer Autoimmunreaktion, der Körper attackiert sich selbst.» 1943 schrieb das Journal der amerikanischen Ärzte-Vereinigung: «Fluorid ist generell ein protoplasmisches Gift, welches die Durchlässigkeit der Zellmembran durch verschiedene Enzyme verändert.»
Die neueren Recherchen von Dr. Jennifer Luke von der Universität Surrey in England haben nun auch offiziell bestätigt, dass Fluoride die Funktionsfähigkeit der Zirbeldrüse stark hemmen. Das Gewebe der Zirbeldrüse sammelt mehr Fluorid an, als jedes andere harte Gewebe in unserem Körper. Diese Ablagerungen hemmen die Drüse in ihrer Funktionsfähigkeit.
Befassen wir uns nun etwas eingehender mit den Fluor-Schäden. Der Schwerpunkt soll hier natürlich die Zirbeldrüse – bzw. unser Gehirn sein. Ich wollte bis vor kurzem nicht wirklich wahrhaben, dass dem menschlichen Körper zugeführtes Fluorid zu einer Beeinträchtigung der Denkleistung führen kann. Hierzu wertete ich als erstes eine klinische Studie aus Indien aus. In dieser Studie wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Fluormengen und der Intelligenz von Studenten festgestellt.
Derartige Aussagen kommen nicht nur aus Indien. Mittlerweile kümmern sich ganze Hundertschaften von Wissenschaftlern aus aller Welt um dieses Thema. In einer weiteren Studie aus Mexiko wird berichtet, dass Kinder, denen «moderate Mengen» von Fluorid zugeführt wurden, in ihrer visuell-räumlichen Fähigkeit beeinträchtigt wurden.
Bis 2015 wurden insgesamt 50 Studien veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen Fluorid und menschlicher Intelligenz untersuchten. Bei diesen Studien wurden die Lernund Gedächtnisfähigkeiten untersucht. In 43 von 50 dieser Studien wurde bei erhöhtem Fluoridanteil im Körper eine signifikante Schwächung der Geistesleistung festgestellt. Bei diesen Studien wurden 11‘000 Kinder untersucht. Die nachgewiesenen Defizite wurden auch in 32 Studien an Tieren beobachtet. Diese Ergebnisse liefern uns überzeugende Beweise dafür, dass besonders eine Fluorid- Exposition während der ersten Jahre des Lebens von besonderer Bedeutung ist.
Nach diesen traurigen Aussagen bleiben im Grunde nur die beiden Fragen übrig: Wie entlaste ich meine Zirbeldrüse von den Giften und welche Vorsorge ist sinnvoll. Wie Sie sicherlich feststellen konnten, ist dieses betrübliche Thema nicht nur von grosser Bedeutung, es ist auch hochkomplex. Informationen zur Ausleitung von Fluoriden finden Sie z.B. auf: www.zentrum-der-gesundheit.de. Zu den weiteren Belastungen unserer Zirbeldrüse zählen Elektrosmog, Stress und Ernährung. Für jedes dieser Belastungstypen liesse sich ein ähnlich kompakter Artikel schreiben. So hoffe ich über die fehlenden Stressoren zu einem späteren Zeitpunkt zu berichten.
Über Dieter Broers
Dieter Broers studierte Physik und Elektrotechnik an der Universität Hamburg. Seine Forschung auf dem Gebiet der Frequenz-Medizin und Regulationstherapie führte seit den 80er Jahren zu Patenten in 85 Ländern. Ab 1997 war er Direktor für Biophysik im International Council for Scientific Development (ICSD), dem hundert Nobelpreisträger angehören. Seine Forschung führte Dieter Broers zur Wissenschaft des Bewusstseins. Auf Grundlagen aus der Biophysik entwickelte er die Beschreibung eines ganzheitlichen Weltbilds. Er ist Autor von Der Matrix Code und Gedanken erschaffen Realität. Seine Bücher und Filme stiessen auf grosse Resonanz. Broers lebt und arbeitet in Österreich und Griechenland.
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