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Heinrich Wöhlk: Erfinder der Kontaktlinsen
Während es die Brillen in einer zumindest rudimentären Form doch schon seit Jahrhunderten gibt, ist eine andere Art der Sehhilfe noch vergleichsweise neu: Die Kontaktlinse.
Zwar gab es schon sehr früh theoretische Überlegungen zu dieser Sehhilfe, aber über diesen Status gingen sie nicht heraus.
René Descartes, der berühmte Philosoph und Naturwissenschaftler, hat schon in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts über eine Linse nachgedacht, die man sich direkt vor das Auge setzt, um Sehschwächen auszugleichen. Allerdings wäre die praktische Umsetzung zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht möglich gewesen, weswegen die Idee erst knapp 300 Jahre später in die Tat umgesetzt wurde.
Die ersten Kontaklinsen
Heinrich Wöhlk gilt heute als Erfinder der harten Kontaktlinsen. Er hatte schon als Kind eine grosse Sehschwäche und musste bei +9 Dioptrien eine entsprechend schwere und grosse Brille tragen. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges experimentierte er mit Plexiglasresten, die er von der Arbeit mitnehmen durfte, zuhause und fand schliesslich eine Möglichkeit diese so zu verarbeiten, dass sie ins Auge eingesetzt werden konnten.
Allerdings korrigierte sie natürlich noch keine Sehschwäche, aber es war möglich die Plexiglaslinse mehrere Stunden im Auge zu behalten, ohne dass es zu Problemen kam. Letzten Endes konnte Heinrich Wöhlk zu Beginn der 1950er Jahre seine neuen Contact- Linsen erfolgreich verkaufen und 20 Jahre später wurden zudem vom tschechischen Chemiker Otto Wichterle die modernen weichen Linsen erfunden.