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Die Lieferungen stammten größtenteils aus Weißrussland, Serbien und Armenien. Wegen des Importembargos für Lebensmittel aus westlichen Länder waren die russischen Käseimporte einschließlich Quark 2015 im Vorjahresvergleich um 37 % zurückgegangen. Zunächst konnte die fehlende Auslandsware durch die heimische Produktion ausgeglichen werden, doch ist mittlerweile das Wachstum der eigenen Käseherstellung praktisch zum Erliegen gekommen.
Laut einer Statistik von „Sojuzmoloko“ stieg die Produktionsmenge im ersten Quartal 2016 gegenüber der Vorjahresperiode nur noch um 1,2 % auf 103 700 t. Der Exekutivdirektor der Milchunion, Artem Below, erklärte die Stagnation der russischen Käseproduktion mit der rückläufigen Nachfrage infolge sinkender Realeinkommen der Bevölkerung, mit dem Defizit an Rohmilch für die Käsereien sowie mit der starken Konkurrenz weißrussischer Molkereien. Für das laufende Jahr erwartet das russische Landwirtschaftsministerium einen Rückgang der heimischen Erzeugung von Käse und Käseprodukten um 9 % auf 529'000 t.