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Grossbritanniens Premierminister David Cameron hat den bisherigen Verteidigungsminister Philip Hammond zum Nachfolger von William Hague als Aussenminister bestellt. Das gab Cameron am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt.
Der 58-jährige Hammond gilt als streng konservativ und euroskeptisch. Er hatte gesagt, er wäre für einen Austritt seines Landes aus der EU, sollte es Cameron nicht gelingen, bessere Bedingungen für Grossbritannien auszuhandeln. Am Montagabend hatte Hague seinen Rücktritt erklärt. Er wird künftig als «Leader of the House of Commons» die Interessen der Regierung im Unterhaus des britischen Parlaments vertreten. Er war vier Jahre lang Aussenminister.
Neben Hague räumen im Zuge einer Kabinettsumbildung zahlreiche weitere Minister der konservativen Partei ihre Posten, darunter Umweltminister Owen Paterson und Bildungsminister Michael Gove. Innenministerin Theresa May, Finanzminister George Osborne und Gesundheitsminister Jeremy Hunt sollen nach Medieninformationen ihre Ämter behalten.
Cameron steht unter dem Druck des EU-kritischen Parteiflügels. Der Premierminister versprach seinen Landsleuten, im Jahr 2017 ein Referendum über den Verbleib Grossbritanniens in der Europäischen Union abzuhalten, sollten die Tories die Wahl im kommenden Jahr gewinnen. Bis dahin will Cameron die Stellung des Königreichs in der EU von Grund auf neu verhandeln. (sda/dpa/afp)