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2020 – Abschied, Lockdown, neue Formen der solidarischen Arbeit, Start des Turnhallen-Baus
Am ersten Tag des Jahres müssen wir Abschied nehmen von José Renato da Silva, dem grossen Freund und Mitarbeiter der ABAI. Er wirkte entscheidend mit beim Aufbau des landwirtschaftlichen Projekts der ABAI, sowie auch der therapeutischen Gemeinschaft.
Im März wird in Mandirituba ein teilweiser Lockdown angeordnet, um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu verringern. Die Schulen werden geschlossen. Die Kinder und ein Teil der Mitarbeiter können nicht mehr ins Tagesheim kommen. Die leitenden Mitarbeiter halten den Betrieb aufrecht. Nach 5 Monaten werden alle Mitarbeiter wieder zur Arbeit gerufen. Die Erzieher*innen pflanzen eigenhändig Biogemüse auf dem ABAI – Land, welches sie den Kindern an Weihnachten schenken.
Die ABAI arbeitet mit bei einer grossen Verteilaktion von 32 Tonnen Saatgut, welches eine fortschrittliche Staatsanwältin Kleinbauern abgekauft hat. Dieses Saatgut kommt unzähligen, vom Hunger bedrohten Menschen zugute, indigenen Gemeinschaften, ehemaligen Sklaven und Bewohnern von Notsiedlungen.
Die ABAI sendet indigenen Gemeinschaften in neun Staaten von Brasilien mit der Post kleine Säcklein mit dem wertvollen vielfarbigen Mais “Avaxi ete“, das beim Volk der Guarani heilig ist.
Der Bau einer grossen Turnhalle wird in Angriff genommen. Am Jahresende sind die Mauern bereits vier Meter hoch.
Das Haus der therapeutischen Gemeinschaft wird renoviert und durch den Anbau von drei Zimmern vergrössert.
Mit der Hilfe eines Experten für Kooperativen wird im Oktober in der ABAI eine agrarökologische Kooperative, die “Coopervida” gegründet. Die Mitglieder der Kooperative bringen ihr Gemüse in die ABAI, wo Ínes Polidoro und ihre Helferinnen wöchentlich Gemüsetaschen nach den individuellen Wünschen der Konsument*innen von Curitiba zusammenstellen.