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Er sieht Holcim als "Teil der Lösung". Zwei Drittel der Emissionen entfielen nämlich auf den Betrieb eines Gebäudes, nur ein Drittel auf die Baustoffe und den Bau. "Die Art und Weise des Bauens ist entscheidend", so Jenisch. Dabei hätten Baumaterialien wie Glas, Stahl und Aluminium einen grösseren CO2-Fuassabdruck als Beton. "Und wir reduzieren unsere Emissionen weiter Schritt für Schritt."
Dies bemerkten mehr und mehr auch die Investoren. "Mittlerweile gibt es ein Umdenken." Fonds wollten immer seltener ganze Sektoren ausschliessen, sondern lieber in die "grünste" Gesellschaft eines Wirtschaftszweiges investieren.
Fassade als Option
Dazu komme, dass Holcim mit der Transformation gut vorankomme. So seien das Segment Solutions&Products sowie das Nordamerika-Geschäft gestärkt worden. Wachstum könnte zudem laut dem Firmenchef auch von neuen Tätigkeiten kommen. Weil Holcim inzwischen auch Isolationswerke besitze, sei - bei einem Kauf eines Fassadenherstellers - auch ein Einstieg in diesen Markt denkbar.
Interessanter ist Holcim laut Jenisch ausserdem geworden, weil das klassische Zementgeschäft nicht mehr so zyklisch sei. "In den USA waren wir im Jahr 2022 ausverkauft, wir mussten sogar Zement importieren." Es gebe somit einen Puffer, falls in den USA der Markt zurückgehen sollte. "Wir gehen jedoch davon aus, dass die Nachfrage weiter wachsen wird."
Offen liess der CEO im Interview, wie lange er noch auf seinem Posten verweilen will oder ob er demnächst das Verwaltungsratspräsidium übernehmen werde. "Ich habe keine Ambitionen, zu einer anderen Firma zu gehen", sagte er bloss. Und er betonte zudem, dass es intern "gute Talente" gebe, welche für die CEO-Aufgabe geeignet wären.
rw/uh
(AWP)