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Facts and Figures - Der weltweite Energiemarkt
Gesamtenergieverbrauch und Schweizer Seen
Der Energiekonsum weltweit steigt kontinuierlich, in den vergangenen 20 Jahren um durchschnittlich 2,0% pro Jahr. Um den weltweiten Energiebedarf eines Jahres mit Buchenholz zu decken, würde eine Menge benötigt, welche den Genfersee einmal vollständig ausfüllt. Würde die Energie stattdessen mit Heizöl bereit gestellt, reichte das 1.5-fache Volumen des Vierwaldstättersees.
Weltweite CO2- Emissionen
Mit dem erhöhten Bedarf an Energie steigen auch die globalen CO2 Emissionen fast kontinuierlich, in den vergangenen 20 Jahren um durchschnittlich 1,85%. Immerhin in den OECD Ländern sind die Emissionen mit minus 0.8% in den letzten 10 Jahren leicht rückläufig.
Strom wird nach wie vor aus fossilen Brennstoffen produziert
Die Stromproduktion 2019 basierte zu 63% auf fossilen Brennstoffen und zu 10% aus erneuerbarer Energie (ohne Wasserkraft). Auffallend ist, dass in den OECD Ländern hauptsächlich Erdgas, in den übrigens Ländern überwiegend Kohle verstromt wird. Diese Statistik wird erst seit kurzem erstellt, Daten aus früheren Jahren stehen nicht zur Verfügung.
Ungebrochener Erdgaskonsum
Die weltweiten, gesicherten Erdgasvorkommen betragen 7’019 Trillionen Kubikfuss (198'755 Milliarden m3). Der Verbrauch 2019 lag bei 3’929 Milliarden m3, bzw. 2,0% der Vorkommen. Der Erdgasverbrauch stieg in den letzten 20 Jahren kontinuierlich um durchschnittlich 2,5%.
Stabilisierter Kohleverbrauch
Die weltweiten Kohlevorkommen betragen 1'070’000 Millionen Tonnen. Die Förderung (Verbrauch) 2019 lag bei 8’129 Mio. Tonnen, bzw. 0,76% der Vorkommen. Der Kohleverbrauch stieg in den letzten 20 Jahren um durchschnittlich 2,4%, wobei er sich in den letzten 10 Jahren allerdings stabilisierte.
Die neuen und alten Erneuerbaren holen auf
In 2019 wurde 26% des weltweiten Strombedarfs mit neuen (hauptsächlich Wind und Solar sowie Biomasse und Geothermie) und alten (Wasserkraft) Erneuerbaren generiert.
Auffallend ist die Wachstumsrate bei den neuen Erneuerbaren. Weltweit betrug diese gegenüber dem Vorjahr 13.7%, wobei Solaranlagen mit 24.3% vor Wind mit 12.6% den höchsten Anstieg verzeichnete.
Es ist davon auszugehen, dass schon in wenigen Jahren weltweit mehr Strom mit Wind- und Sonnenkraft produziert wird als mit Wasserkraft.
Fazit von Enerprice
Treiber in der weltweiten Energieszene sind je länger desto mehr die nicht-OECD-Länder. Und in diesen ist der Energiebedarf – besonders auch im fossilen Bereich – enorm. Dies wird sich in den nächsten Jahren kaum ändern, auch wenn der Einsatz von erneuerbaren Energien überdurchschnittlich stark wächst.
Die Corona-Pandemie wird sich da voraussichtlich etwa gleich auswirken, wie seinerzeit 2009 die weltweite Finanzkrise.