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Die Familie und die sozialen Strukturen der Eltern (z.B. Bildungsniveau, die Erziehungsgrundsätze, die soziale und kulturelle Herkunft, Traditionen wie auch die religiöse Verbundenheit) sind für das Heranwachsen junger Menschen von zentraler Bedeutung. Es ist eine Tatsache, dass die soziale Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Familien mehrdimensional ist, dazu gehören beispielsweise finanzielle Armut, schlechte psychische und physische Gesundheit oder das Wohnen in Gebieten mit hoher Umweltbelastung und erhöhtem Gewaltniveau. Diese sozialen Benachteiligungen werden häufig auch weitervererbt.
Ich setze mich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche - losgelöst von der sozialen und kulturellen Herkunft - ein Recht auf Chancengleichheit haben. Mir ist jedoch bewusst, dass die Schule die unterschiedlichen Startvoraussetzungen nicht rasch und ohne weiteres ausgleichen kann. Es braucht ein umfassendes Massnahmenpaket. Nachfolgend einige Ideen dafür:
•Erziehungskurse sollten unterstützt und zwingend von allen werdenden Eltern besucht werden.
•Die frühkindliche Begleitung durch die Mütter- und Väterzentren sollte ausgebaut werden, damit alle Eltern mit Kleinkindern im Vorschulalter Beratung und Begleitung erhalten.
•Mit früher und gezielter Förderung können auch die Bildungsschancen von Kindern, die unter erschwerten Bedingungen aufwachsen, verbessert werden.
•Die familienergänzende Kinderbetreuung zwecks früher gesellschaftlicher Integration und erlernen von Sozialkompetenzen ist auszubauen.
•Die Integration der Mütter und Väter von Kindern ausländischer Herkunft ist durch die Einführung obligatorischer Sprachkurse zu fördern.