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- Nach einem zerstörerischen Feuer in der Kathedrale der westfranzösischen Stadt Nantes gehen die Ermittler dem Verdacht auf Brandstiftung nach.
- Ein Mann sei in Polizeigewahrsam genommen worden, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf den Staatsanwalt von Nantes.
Bei dem Mann handele es sich um einen Freiwilligen, der in der Diözese gearbeitet habe. Seine genaue Rolle blieb vorerst unklar: Jede Annahme, dass der Mann etwas mit dem Feuer zu tun haben könnte, sei zu voreilig, betonte der Staatsanwalt.
Der Mann war demnach für die Schliessung der Kathedrale am Freitagabend zuständig gewesen. Die Ermittler wollten dem Staatsanwalt Pierre Sennès zufolge Fragen in der zeitlichen Abfolge des Abends klären. Die Ermittler verfolgen derzeit die Theorie, dass das Feuer mit Absicht gelegt wurde. Demnach gab es in der Kathedrale drei Brandherde. Bei ersten Untersuchungen waren keine Einbruchspuren an dem Gebäude gefunden worden.
Der Einsatz der Feuerwehr an der Kirche wurde am Sonntag fortgesetzt, um vor allem den Bereich um die abgebrannte Hauptorgel zu sichern. Die Orgel war von den Flammen komplett zerstört worden. Teile fielen in den Innenraum des Kirchenschiffs und blieben dort als verkohlter schwarzer Haufen zurück. Die Plattform unter der Orgel sei durch das Feuer instabil geworden, erklärten die Einsatzkräfte. Auch ein grosses Buntglasfenster und weitere Fenster wurden zerstört. Der Brand beschädigte unter anderem auch ein Gemälde. Die Wände waren teilweise mit schwarzem Russ überzogen.
Die Kathedrale von Nantes aus dem 15. Jahrhundert ist den Aposteln Peter und Paul geweiht und gehört zur französischen Spätgotik. Bei einem verheerenden Feuer 1972 wurde der Dachstuhl der Kirche komplett zerstört. Die Hauptorgel blieb bei dem Brand damals fast unversehrt. 2015 hatte in Nantes zudem ein spektakuläres Feuer das Dach der Basilika Saint-Donatien zerstört.