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Fünf Tage nach seinem Herzinfarkt ist Goalie-Legende Iker Casillas in Portugal aus dem Krankenhaus entlassen worden. «Ich muss dankbar sein, ich hatte viel Glück», sagt der Porto-Keeper unmittelbar danach.
Zu seiner Zukunft konnte der Weltmeister von 2010 und zweifache Europameister, der am 20. Mai 38 Jahre alt wird, noch nichts sagen. «Ich weiss nicht, wie meine Zukunft aussehen wird. Das Wichtigste ist aber, dass ich heute hier bin und sagen kann, wie ich mich fühle», meint Casillas.
Der langjährige Keeper von Real Madrid verliess das Krankenhaus am frühen Montagnachmittag an der Hand seiner Frau, der spanischen TV-Journalistin und -Moderatorin Sara Carbonero. Vor den zahlreich erschienen Journalisten aus aller Welt räumt er ein, er sei «schon ein bisschen bewegt». Er fühle sich aber «sehr gut». Zunächst werde er sich trotzdem «einige Wochen oder sogar einige Monate erholen» müssen. «Ich weiss noch nicht, wie lange.» Das Karriereende schliesst er nicht aus. Casillas hatte erst im März einen neuen Einjahres-Vertrag beim FC Porto unterschrieben.
Die Torwart-Ikone bedankte sich bei Porto-Klubarzt Nelson Puga und bei dem Krankenhauspersonal in Porto «für die schnelle Betreuung» nach dem Infarkt, den er am letzten Mittwoch im Training erlitten hatte. Puga hatte zuvor gesagt, der Profi habe «Glück im Unglück» gehabt, dass der Infarkt sich während des Trainings und nicht etwa auf dem Nachhauseweg ereignet habe. Im Krankenhaus bekam der Mann aus dem Madrider Vorort Móstoles einen Stent eingepflanzt. Dadurch soll das verengte Gefässsystem offen gehalten werden.
Casillas spielte von 1989 bis 2015 für Real und führte die Profi-Mannschaft lange als Captain an. Er bestritt 349 Ligaspiele für die Königlichen, bevor er 2015 zum FC Porto wechselte. In seiner Karriere gewann «San Iker» unter anderem dreimal die Champions League (2000, 2002, 2014), einmal die WM (2010) und zweimal die EM (2008, 2012). Ausserdem wurde Casillas zwischen 2008 und 2012 fünfmal in Folge als Welttorhüter des Jahres ausgezeichnet.