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Die Klasse 1G aus Düdingen erhielt von den beiden jungen Spitzensportlern Leonardo Sanapos und Nathan Bolinger ein Video zugeschickt, in dem die beiden über die Vereinbarkeit von Schule und Spitzensport berichten.
Achtmal pro Woche trainieren
Leonardo Sanapos’ Karriere begann mit sieben Jahren, als er anfing, Volleyball zu spielen, erzählt der 15-jährige in einem Video, welches er der Klasse 1G der Orientierungsschule Düdingen zuschickte. Im Alter von elf Jahren begann er mit Fussball, was aber nicht lange hielt. Nach einer Saison hatte Leonardo Sanapos genug vom Fussball und spielte mit zwölf Jahren wieder Volleyball. Mittlerweile trainiert er acht Mal in der Woche. Das wären insgesamt etwa 14 Stunden und 30 Minuten.
Verpasste Schulstunden
Der 16-jährige Nathan Bolinger begann mit neun Jahren mit dem Eishockey. Er trainiert normalerweise vier Mal pro Woche während etwa acht Stunden im Ganzen, wobei es auch einmal ein oder zwei Trainings mehr geben kann. Der junge Sportler erklärt in seinem Video, in dem er die Fragen der Klasse 1G beantwortet, dass er während seiner obligatorischen Schulzeit einige Lektionen verpasste wegen der vielen Trainings. Den dadurch fehlenden Unterrichtsstoff holte er selbstständig entweder über den Mittag oder in der Zeit, in der seine Klasse im Schulsport war, nach. Da er von den Unterstützungsmassnahmen des Programms SKA (Sport-Kunst-Ausbildung) des Staates Freiburg profitieren durfte, verbrachte er die Sportlektionen im Schulzimmer und konnte Hausaufgaben machen oder verpasste Aufträge nachholen. Nathan Bolinger sagt, dass er sicher weniger Zeit zum Lernen hatte, aber dadurch, dass er sich die Zeit selber einteilen konnte, effizienter war. Diese Erfahrung hilft ihm als angehender Polymechaniker und Sportler nun beim Zeitmanagement.
«Es ist nicht immer einfach, Sport, Schule und Hausaufgaben zu kombinieren», sagt auch der angehende Kaufmann Leonardo Sanapos. Die Zeit gut einzuteilen und jede freie Stunde zu nutzen, um etwas für die Schule zu machen, war für ihn während der obligatorischen Schulzeit wichtig. Dank seinem Status als Sportlernender hat er neben der Berufsschule und der Arbeit auch Zeit für seine Freunde.
Beide jungen Sportler sind davon überzeugt, dass sich mit genügend Motivation und einem guten Zeitmanagement Schule und Spitzensport vereinbaren lassen. Leonardo geht weiter auf seinem Weg mit dem Ziel, in Polen oder Italien international Volleyball spielen zu können.
«Im Sport so weit zu kommen wie möglich.» Das ist das Ziel, das Nathan in sportlicher Hinsicht verfolgt.
Wir wünschen den beiden viel Erfolg!
Zisch
Steckbrief
Leonardo Sanapos
• Name: Sanapos
• Vorname: Leonardo
• Jahrgang: 2005
• Sportart: Volleyball
• Club: VBC Uni Bern
• Position: Annahme/Diagonal
• Ausbildung: Kaufmann bei der Swisscom
• Ziel: International in Polen oder Italien spielen
Steckbrief
Nathan Bolinger
• Name: Bolinger
• Vorname: Nathan
• Jahrgang: 2004
• Sportart: Eishockey
• Clubs: EHC SenSee Future und U17-Elit HC Fribourg Gottéron
• Position: Verteidiger
• Ausbildung: Ecole des Métiers Freiburg (EMF)
• Ziel: Polymechaniker, Polizist, Profisportler