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Schöpferische Einfälle unterliegen in der Regel drei Phasen: 1. Die Pioniere werden ausgelacht; 2. Die Innovationen werden bekämpft. 3. Die Entwicklung setzt sich durch – und nun finden alle Worte der Anerkennung und Zustimmung; vorallem jene, die früher dagegen waren. Beispiele aus der Abteilung «Irrtümer der allgemeinen Bildung» gefällig? - Flugzeuge sind interessant, haben aber keinerlei militärischen Wert. (Marschall Ferdinand Foch, französischer Militär-Stratege, 1911) - Schwerer als Luft? Flugmaschinen sind unmöglich.(Lord Kelvin, Mathematiker und Erfinder, 1895) - Düsentriebwerk? Sehr interessant, mein Junge, aber das wird niemals funktionieren! (Professor an der Cambridge Universität zu Frank Whittle, der ihm seine Pläne für ein Düsentriebwerk erklärte). Zahlreiche Errungenschaften, die heute als selbstverständlich wahrgenommen werden, existieren nur, weil kreative, innovative und mutige Menschen sich das Unvorstellbare eben doch vorstellen konnten. Sie waren beseelt von ihren Ideen. Ideen, über die gelacht und die zuweilen auch bekämpft wurden. Als vor über 110 Jahren Wilbur und Orville Wright die ersten Hüpfer mit ihrem selbstgebauten Flugzeug machten, haben alle gelacht; heute fliegen alle und keiner lacht mehr darüber. Das letzte Kapitel der Luftfahrtgeschichte ist noch nicht geschrieben; ein weiteres hat jedoch Pilatus verfasst. Mehr als 1300 Maschinen allein vom Typ PC-12 hat der Stanser Flugzeugbauer bereits verkauft. Nur wenige Tage nach dem spektakulären Roll-out des PC-24, dem ersten Düsenflugzeug des Schweizer Flugzeugbauers (Beitrag ab Seite 32), folgte ein Grossauftrag aus den USA (Hinweis auf Seite 5). Die kalifornische «Surf Air» bestellte 15 Stück des PC-12 NG und sicherte sich die Option auf weitere 50 Exemplare. Dabei waren viele bei der Lancierung der Maschine im Jahr 1991 skeptisch. «Bis dahin bauten wir nur militärische Maschinen. Die Privatfliegerei war für uns neu. Alle lachten, als wir ein einmotoriges Geschäftsflugzeug vorstellten. Alle waren skeptisch. Moritz Suter prognostizierte uns Verkäufe von 35 Stück», sagte Pilatus Verwaltungsratspräsidenten Oscar J. Schwenk einmal in einem Interview mit der «Handelszeitung». Heute lacht nur noch einer: Unternehmer Schwenk, der in schönster Regelmässigkeit allen Grund dazu hat. Auf «seine» Flugzeuge hat die Welt gewartet; aber das war ihr – im Gegensatz zu Schwenk – natürlich nicht schon immer klar.
Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue
Wer wollte da nicht Pilot werden!
Swiss, SPHAIR und Swiss Aviation Training boten SPHAIR-Absolventen am 24. Juli eine exklusive Möglichkeit, den Pilotenberuf hautnah zu erleben. Verbunden mit einem Landetraining angehender Airbus A330- Kapitäne und -copiloten in Châteauroux (F) wurden Ausbildung und Alltag des Pilotenberufs präsentiert. Zwei F/A-18 und ein Bundesratsjet eskortierten auf dem Hinflug den Langstreckenjet der Swiss im Rahmen einer luftpolizeilichen Interzeptionsübung – ein einmaliger Anblick, der Begeisterung auslöste.
Seite 19
Sommer, Sonne und Freefly
150 Fallschirmspringer, rund 100 Absetzflüge und über 1400 Absprünge wurden am diesjährigen HellaHerb, das im Juli auf dem Flugplatz Beromünster durchgeführt wurde, verzeichnet. Ein Rückblick auf die elfte Ausgabe des grössten Schweizer Freefly-Treffens.
Seite 23
Ein halbes Jahrhundert höchste Fachkompetenz im Lufttransport
Die Lufttransport-Staffel 4 feiert dieses Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum – eine gute Gelegenheit, am Publikumstag auf ihrem Heimatflugplatz Dübendorf deren Arbeit und Kompetenz einem breiten Publikum zu demonstrieren: Brandbekämpfung, Einsatz für zivile Institutionen, Lufttransport und Rettungsdemonstration in vollendeter Manier.
Seite 28
Emotionen und Erinnerungen
DBundesrat Ueli Maurer, Luftwaffenkommandant Aldo C. Schellenberg und Militärhistoriker Jürg Stüssi- Lauterburg würdigten am 31. Juli vor geladenen Gästen auf dem Berner Beundenfeld, wo einst die ersten Aviatiker ihre kurzen Luftsprünge wagten, die Nachkommen der Flugpioniere, die sich um die Luft waffe und damit auch um die Sicherheit der Schweiz verdient gemacht haben.
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