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Drogenhandel und gefälschte Markenprodukte: Die Organisierte Kriminalität erwirtschaftet in Europa laut einer Studie der Universität Mailand jährlich Milliardenbeträge und reinvestiert Gewinne zum Teil in die legale Wirtschaft. Die gesamten Umsätze aus europaweiten kriminellen Geschäften werden auf etwa 100 Milliarden Euro geschätzt.
Allein der Markt für gefälschte Artikel umfasst etwa 42 Milliarden Euro. Hinzu kommen unter anderem 8.5 Milliarden Euro aus dem Heroinhandel, 6.8 Milliarden Euro aus dem Handel mit Kokain und 6.7 Milliarden Euro aus dem Verkauf von Cannabis. Gewinne der Organisierten Kriminalität fliessen laut der Studie zurück in die legalen Märkte.
Europaweit sehr gut zu belegen ist der Einfluss auf die Gastronomie, das Baugewerbe, den Lebensmittelhandel und das Transportwesen. In Deutschland finden sich Hinweise darauf, dass die 'Ndrangheta in Restaurants und Cateringbetriebe investiert – ebenso wie die Cosa Nostra, die daneben auch im Baugewerbe und bei Bekleidungsläden auffällig werde. Zudem gibt es Hinweise für Investments russischer Gruppen in Immobilien, Hotels und Restaurants.
Vor allem grosse städtische Regionen wie Madrid, London, Paris und Berlin sind europaweit von kriminellen Investments betroffen. Viele Belege fanden sich laut Studie auch für Süditalien und die Lombardei, Andalusien, die Provence und die Adriaküste.