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Elias hat am 27.12.2013 - 23:12 folgendes geschrieben:
“Die Ernsthaftigkeit wird sich in der Durchführung erweisen”, sagt Smith, bei der Frankfurter Bank Aktienstratege für die weltweiten Schwellenmärkte ist. “Es wird sehr interessant sein zu sehen, ob sie wirklich den Vorsatz haben”, denselben wirtschaftsliberalen Pfad einzuschlagen wie Russland von 1999 bis Herbst 2003. Dafür gebe es aber “bisher keine Hinweise”, fügt der 52-Jährige an.
“Die Ernsthaftigkeit wird sich in der Durchführung erweisen”, sagt Smith, bei der Frankfurter Bank Aktienstratege für die weltweiten Schwellenmärkte ist. “Es wird sehr interessant sein zu sehen, ob sie wirklich den Vorsatz haben”, denselben wirtschaftsliberalen Pfad einzuschlagen wie Russland von 1999 bis Herbst 2003. Dafür gebe es aber “bisher keine Hinweise”, fügt der 52-Jährige an.
Exakto.Leider ist der 60-Punkte-Plan nur eine lange Wunschliste.Weniger Punkte, dafür Diese dann konkret und schnell Umsetzen, wären hilfreicher.
Von seiner Prognose für China ist Smith fest überzeugt. Seine Kollegen unterschätzten die Risiken, sagt der Stratege.
Von seiner Prognose für China ist Smith fest überzeugt. Seine Kollegen unterschätzten die Risiken, sagt der Stratege.
Denk ich ebenfalls...
Chinas Gesamtkredite, darunter auch Posten ausserhalb der Bankbilanzen, sind Fitch Ratings zufolge bis Ende 2012 auf etwa 190 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen, nach 124 Prozent im Jahr 2008. Das Wachstum der Kreditvergabe war stärker als in Japan Ende der 1980er Jahre, vor den zwei Jahrzehnten Deflation, und als in den USA vor der Finanzkrise von 2008.
“Das Schicksal des Finanzmarkts und der Wirtschaft wird wirklich auf dem Unternehmensniveau und der Mikro-Ebene entschieden”, sagt Smith. “China ist nicht so ein sicherer Hafen wie die meisten Marktkommentatoren anscheinend glauben.”
Chinas Gesamtkredite, darunter auch Posten ausserhalb der Bankbilanzen, sind Fitch Ratings zufolge bis Ende 2012 auf etwa 190 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen, nach 124 Prozent im Jahr 2008. Das Wachstum der Kreditvergabe war stärker als in Japan Ende der 1980er Jahre, vor den zwei Jahrzehnten Deflation, und als in den USA vor der Finanzkrise von 2008.
“Das Schicksal des Finanzmarkts und der Wirtschaft wird wirklich auf dem Unternehmensniveau und der Mikro-Ebene entschieden”, sagt Smith. “China ist nicht so ein sicherer Hafen wie die meisten Marktkommentatoren anscheinend glauben.”
MEIN persönliches China-Fazit:
Abwarten und den Index tief "sacken" lassen und dann......"einsacken" und abwarten!
weico
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In ganz China schiessen neue Planstädte aus dem Boden. Dort leben tun aber nur wenige. Die Angst vor einer gewaltigen Immobilienblase wächst. Und bereits sind 200 weitere Städte in Planung.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Chinas...
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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin
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China lässt wieder Börsengänge zu
China genehmigt nach mehr als einem Jahr wieder Börsengänge. Fünf einheimische Firmen stehen vor dem Sprung aufs Parkett.
Die fünf Firmen Neway Valve, Truking Technology, Zhejiang Wolwo Pharma, Guangdong Qtong Education und Guangdong Xinbao Electrical Appliances Holdings gaben am Dienstag die Zustimmung der Behörden für ihre IPOs bekannt. Die Notierungen finden an den Handelsplätzen in Shanghai oder Shenzhen statt.
China hatte im Oktober 2012 Börsengänge untersagt um gegen Betrug vorzugehen und das Vertrauen in die einheimischen Märkte zu stärken. Inzwischen haben sich etwa 500 Anträge bei den Behörden angestaut. Diese haben für Januar den Abschluss des Verfahrens in 50 Fällen in Aussicht gestellt.
Reuters
Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!
Chinas Industrie schwächt sich im Dezember stärker ab als von Ökonomen prognostiziert.
Der offizielle Einkaufsmanagerindex lag bei 51,0 Punkten, wie das Nationale Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Im November hatte er bei 51,4 gelegen, Experten waren von einem Rückgang auf 51,2 ausgegangen.
Damit liegt das Barometer weiter über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass sich das Wachstum in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft im vierten Quartal verlangsamt hat. Als Gründe führen sie unter anderem die geringere weltweite Nachfrage nach chinesischen Gütern an.
http://www.cash.ch/news/top_news/erneuter_daempfer_fuer_chinas_industrie...
Chinas High-Tech Plan:Wer kopiert,kapiert
2013 erreicht China trotz höherer Löhne sowie einer 16-prozentigen Yuan-Verteuerung gegenüber dem Dollar (2008-2013) über 20% der globalen Hightech-Exporte, obwohl nur 11 Prozent aller Exporte auf das Reich der Mitte entfallen (Kuijs; Royal Bank of Scotland). Doch 82 Prozent der ambitionierten Güter werden von Töchtern westlicher und ostasiatischer Firmen oder in Partnerschaft mit ihnen erbracht (Xing, „The People’s Republic of China’s High-Tech Exports: Myth and Reality“, Asian Development Bank Institute, Report 357, April 2102).
Das wird außerhalb des Landes mit einer gewissen Erleichterung als Schwäche gedeutet, daheim aber als Herausforderung angenommen, die man schon bestehen werde. Immerhin vertrauen die fremden Hightech-Firmen auf Chinas Qualifikationen und tätigen ihre anspruchsvollen Investitionen nicht etwa auf den Philippinen, wo man durch das lateinische Alphabet sowie westliche Sprachen enorme Vorteile haben sollte. Und doch entfallen schon vor einem halben Jahrzehnt 44% aller ausländischen Investitionen für das Erstellen gänzlich neuer Produkte auf China (Lewin, Massini, Peters, „Why are Companies Offshoring Innovation? The Emerging Global Race for Talent“, Journal of International Business Studies, 2009, Nr. 6).
Während die einen Chinas Potentiale noch als Mythos abtun, steigert das Land seit 1995 den Anteil mittel- und hochtechnologischer Waren an seinen Exporten von 40 auf gut 60 Prozent (ca. 100 auf über 500 Milliarden Dollar). Man hängt zwar noch zurück beim Erfinden, aber man hat die Köpfe für das Begreifen und Umsetzen von Blaupausen. „Wer kopiert, kapiert“ (Helmut Diez) und kann dabei gleich Verbesserungen einbringen. Nachmachen können nur Könner. Dass man die vorerst hat, zeigt die – immer noch relativ arme – Metropole Shanghai, als sie 2009 und von neuem 2012 gegen rund sechzig Länder die PISA-Konkurrenz für Mathematik sowie das Formulieren und Interpretieren muttersprachlicher Texte gewinnt. Dabei bremst sie noch das Handicap, dass unter Mao von 1966-1969 die Schulen geschlossen sind, die Eltern der heutigen Kinder zum Nachteil ihres Nachwuchses also jahrelang nicht lernen dürfen.
Aber zeigt sich der Verlust von Chinas Konkurrenzfähigkeit nicht daran, dass es bei der Erzeugung von Textilien, Bekleidung und Lederwaren nachlässt und Kapazitäten nach Vietnam oder Indonesien verliert? Das ist richtig. Doch ein großer Teil der global gehandelten Waren dient dem Erhalt der Konkurrenz- und Kommunikationsfähigkeit von Unternehmen und Arbeitskräften, muss also auch dann gekauft werden, wenn man es eigentlich gerne billiger hätte. T-Shirts und Sneakers sind keine solchen Waren. Ihre Märkte gewinnt man in der Tat durch Preisunterbietung. Vor allen bei den anspruchsvollen und zugleich unverzichtbaren Dingen kann man Preise setzen. Nach dieser Stärke etwa von Erzeugern deutscher Maschinensysteme strebt Peking.
Was oberflächlich als Nachlassen Chinas erscheint, ist in Wirklichkeit Teil seiner aktiven Industriepolitik TengLong HuanNiao. Den Käfig säubern und einen anderen Vogel rein!, kann man das übersetzen. Seriös heißt es Fünfzehnjahresplan (2006-2020) für Medium and Long-term National Plan for Science and Technology Development. Man folgt damit der japanischen Linie der 1980er/90er Jahre mit dem berühmten MITI (Ministry of International Trade and Industry). Staatliche Unbarmherzigkeit gegen absinkende Branchen bei Förderung zukunftsträchtiger Ideen lautet auch hier die Parole. Chinas Schuhproduktion soll absterben, was die entlassenen, zugleich aber knapp bleibenden Arbeitskräfte über Umschulung in neue Geschäftsfelder treibt.
Diese Transformation verläuft nicht ohne Irrwege, scheint aber voranzukommen: Allein in den zwei Jahren bis März 2013 liefert China für 130 Mrd. Dollar Elektronik, Optik, Medizintechnik und Autokomponenten in die USA (plus 24%), aber nur für 50 Mrd. Dollar Kleidung und Schuhe (plus 5%; Wall Street Journal, 24-03-2013). 1978, zu Beginn der Eigentumsschaffung in China, meldet das Land beim United States Patent and Trademark Office (USPTO) gerade mal 6 Patente an, 2012 sind es 13.273 (D: 9.669 : 29.195; http://www.uspto.gov/web/offices/ac/ido/oeip/taf/appl_yr.htm).Bloomberg-Business Week beschreibt in der Neujahrsnummer 2014, wie Knowles Electronics (Itasca/Illinois) als Weltmarktführer für Kleinstmikrophone seine China-Position verteidigen will. Die einfacheren Prozeduren aus einer Fabrik in Suzhou (bei Schanghai) werden auf die Philippinen verlagert, weil es für sie in China keinerlei Schutz oder gar Subventionen geben wird. Dagegen werden komplexere Prozesse aus Norwich (England) nach Suzhou verlagert. Warum wandern die englischen Anlagen nicht ebenfalls gleich auf die Philippinen, wo man nicht einmal halb so viel verdient wie in China? Weil die Chinesen leicht umschulbar sind und allein das volle Ausloten hoher Kompetenz, nicht aber niedriger Lohn den Weg nach vorne weist.
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/chinas_hightech_pla...
...herrlich treffend auch Heinsohn's "Leseranwort" ( bei Malik) :
https://blog.malik-management.com/3200-2/
Millionenstrafe für Regisseur Zhang Yimou Der chinesische Regisseur Zhang Yimou muss wegen Verstosses gegen die Ein-Kind-Politik seines Landes 1,2 Millionen Dollar Strafe zahlen.
http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/verstoss-gegen-ein-kind-politik-in-ch...
Aktuelle Daten aus Peking zu Importen und Ausfuhren des Landes sind überraschend schwach ausgefallen.
Die Ausfuhren seien im letzten Monat des vergangenen Jahres nur noch um 4,3 Prozent auf knapp 208 Milliarden Dollar gestiegen, teilte die staatliche Zollverwaltung am Freitag in Peking mit. Damit fiel der Wert deutlich geringer aus als im November.
Die Importe kletterten dagegen um 8,3 Prozent auf rund 182 Milliarden Dollar. Die von Bloomberg befragten Experten hatten mit einem höheren Exportplus und einem geringeren Anstieg bei den Einfuhren gerechnet. Der Überschuss in der Handelsbilanz fiel damit im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 25,6 Milliarden Dollar.
Über das Jahr gesehen legte der der Handelsbilanzüberschuss aber um 12 Prozent auf fast 260 Milliarden Dollar zu. Insgesamt wuchs der chinesische Aussenhandel 2013 um 7,6 Prozent. Das lag etwas unter dem Regierungsziel - diese hatte ein Plus von acht Prozent angepeilt.
Die Ausfuhren legten 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 2,21 Billionen US-Dollar zu, während die Einfuhren um 7,3 Prozent auf 1,95 Billionen US-Dollar stiegen. Das Handelsvolumen stieg im vergangenen Jahr mit 4,17 Billionen US-Dollar erstmals über die Vier-Billionen-Marke.
http://www.cash.ch/news/top_news/chinas_exporte_geben_nach-3160094-771
China ist zur grössten Handelsnation der Erde aufgestiegen. Mit dem Zuwachs seines Aussenhandels um 7,6 Prozent im vergangenen Jahr überholte das Reich der Mitte erstmals die USA.
http://www.cash.ch/news/front/handel_china_ueberholt_die_usa-3160223-449
Dem Wirtschaftswunderland China geht die Puste aus. Das Milliardenvolk muss sich auf langsameres Wachstum einstellen – was keineswegs schlecht sein muss.
Die Diagnose klingt erschreckend: Wachstum auf Pump, hohe Verschuldung, Instabilität am Finanzmarkt, Überkapazitäten in der Industrie und Lagerbestände auf Rekordniveau. Seit zwei Jahren schon erlebt das einstige «Wirtschaftswunderland» China das langsamste Wachstum seit Ende der 90er Jahre. Auch 2013 waren es wieder nur 7,7 Prozent. Besserung ist nicht in Sicht: In diesem Jahr soll es sogar noch weniger werden, da China schmerzhafte Reformen plant. Der Abschwung dürfte auch die europäische Exportindustrie treffen, wenn China weniger Maschinen und Industrieanlagen kauft.
«Dem chinesischen Entwicklungsmodell, über kreditfinanzierte Investitionen das Wachstum anzukurbeln, geht die Luft aus», sagt der frühere Professor an der Tsinghua Universität, Patrick Chovanec. Auch die Handlungsmöglichkeiten der neuen Führung schrumpften, erläutert der heutige Chefstratege der US-Anlagenverwaltung Silvercrest. «Es bedarf mehr und mehr Kreditvergabe, doch es kommt immer weniger Wachstum dabei heraus.» Die Regierung stecke in einem Dilemma. «Sie muss die Kreditvergabe eindämmen, aber das bedeutet weniger Wachstum.»
Kredithahn leicht zugedreht
In der zweiten Jahreshälfte wurde der Kredithahn bereits ein wenig zugedreht. Trotzdem nahm die Kreditvergabe über das ganze Jahr um 9,7 Prozent zu. Das Schattenbankenwesen hat einen wachsenden Anteil, was die Risiken am Finanzmarkt noch erhöht.
Die rasant steigenden Schulden lokaler Stellen sind so dramatisch, dass sie die Entwicklung gefährden könnten, warnt der Rechnungshof. Im Juni 2013 standen Provinzen, Städte und Kommunen mit 17,9 Billionen Yuan (2 Billionen Euro) in der Kreide. Ende 2010 waren es erst 10,7 Billionen Yuan.
«Das Kreditwesen Chinas hat sich in den vergangenen vier Jahren so schnell ausgeweitet, dass es sogar die Entwicklung in Japan in den 80er Jahren, in Südkorea in den 90er Jahren und in den USA vor 2008 in den Schatten stellt», warnt der ehemalige Präsident der EU-Handelskammer in China, Jörg Wuttke, der die Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) berät.
Angesichts wachsender finanzieller Instabilität hält Wuttke eine grosse Pleite wie bei der Lehmann-Bank in den USA, die 2008 die globale Finanzkrise auslöste, in China durchaus für möglich. Hat die neue Führung die Kraft, das Ruder herumzureissen? «Politisch sicher ja, aber hat sie auch das Geld?» fragt Wuttke.
Umfassende Reformen
Auf ihrer Plenarsitzung im November beschloss das Zentralkomitee «umfassende» Reformen. Der Markt soll eine «entscheidende» Rolle in der Verteilung der Ressourcen bekommen, wozu auch Kapital gehört. Die nötige Liberalisierung der Zinsen würde aber zwangsläufig zu höheren Finanzierungskosten für die Unternehmen führen, was wiederum das Wachstum verlangsamen werde, schreibt die australische ANZ-Bank.
Das langsamere Wachstum werde China langfristig aber gut tun, sind sich die Experten einig. «Es wäre sogar besser, wenn es noch langsamer wäre», sagt Andrew Polk vom US-Forschungsinstitut Conference Board der Nachrichtenagentur dpa.
Reformen wären nicht möglich, wenn die Regierung zu den alten, heute überholten Methoden greife und damit gegen die Abschwächung der Konjunktur ankämpfe. Der Abschwung sei strukturell, nicht zyklisch. «Die heutigen Probleme der Wirtschaft resultieren daraus, dass sie zu schnell gewachsen ist.»
Auch ausländische Unternehmen müssen sich auf schwierigere Zeiten einstellen, wenn China seine Wirtschaft umkrempelt. «Die Investitionen werden an Dampf verlieren», erwartet Ökonom Chovanec.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Bittere-Pillen-fuer-Ch...
Der Kommentar von Jeremias wurde ignoriert. Um die Kommentare von Jeremias wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
„China plant 3. Weltkrieg, um Regime zu retten“
Der Überlebenskampf des chinesischen Regimes nimmt immer bizarrere Formen an: Während es über die Machtkämpfe innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) nichts Neues gibt, werden eifrig Pläne geschmiedet, mit welchen Manövern man noch von der internen Krise ablenken könnte. „Ein dritter Weltkrieg wäre vorteilhaft für China“, ist laut Hongkonger Medien derzeit eine populäre Meinung auf verschiedenen Ebenen des Regimes. Außerdem soll eine neue Überwachungszone in der Chinesischen Südsee eingerichtet werden.
http://www.epochtimes.de/China-plant-3-Weltkrieg-um-Regime-zu-retten-a11...
Das es in China brodelt ist mir schon klar, aber dieser Weg dürfte wohl nicht die Rettung sonder eher der Untergang sein.
Der Kommentar von MarcusFabian wurde ignoriert. Um die Kommentare von MarcusFabian wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Jeremias hat am 22.01.2014 - 08:39 folgendes geschrieben:
„China plant 3. Weltkrieg, um Regime zu retten“
Klingt schon ein bisschen sehr abenteuerlich. Gegen wen wollten denn China einen Krieg führen? Etwa gegen die USA?Und mit was für Mitteln? (Vergleiche die Stärke beider Armeen).
Oder ist mit Weltkrieg ein Wirtschaftskrieg gemeint? Damit hätte China wohl bessere Chancen als im klassischen Krieg mit Bomben und Kanonen.
Is The China Bank Run Beginning? Farmers Co-Op Unable To Pay Depositors :help:
While most of the attention in the Chinese shadow banking system is focused on the Credit Equals Gold #1 Trust's default, as we first brought to investors' attention here, and the PBOC has thrown nearly CNY 400 billion at the market in the last few days, there appears to be a bigger problem brewing. As China's CNR reports, depositors in some of Yancheng City's largest farmers' co-operative mutual fund societies ("banks") have been unable to withdraw "hundreds of millions" in deposits in the last few weeks. "Everyone wants to borrow and no one wants to save," warned one 'salesperson', "and loan repayments are difficult to recover." There is "no money" and the doors are locked.
http://www.zerohedge.com/news/2014-01-23/china-bank-run-beginning-farmer...
Bank-Run auf chinesische Genossenschafts-Banken
Im Osten Chinas können mehrere Genossenschafts-Banken ihre Einleger nicht mehr auszahlen. Vermögen im Umfang von mehreren zehn Millionen Euro sind verloren. Die Banken sollen sich mit dem Geld der Anleger verspekuliert haben. Die Behörden ermitteln wegen Finanzbetrug.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/25/bank-run-auf-chine...
Es wundert mich schon ein bisschen, dass Chinesen an Chinesen ihr Geld anvertrauen. Die sollten doch am besten wissen, dass man den meisten Chinesen nicht über den Weg trauen kann.
hinas Funktionäre sollen nicht mehr prassen - zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Dies ist der fromme Wunsch von Parteichef Xi Jinping.
http://www.handelszeitung.ch/politik/chinas-parteibonzen-muessen-guertel...
Im Gebälk des chinesischen Finanzsystems knarrt es. Dieser Tage herrscht zwar allgemeine Feststimmung – das Jahr des Pferdes hat begonnen –, doch in den vergangenen Wochen hatte der Beinahe-Ausfall eines Kreditprodukts im Umfang von 500 Millionen Dollar die Finanzwelt in Atem gehalten.
Ein Verlust von 500 Millionen Dollar in einer Volkswirtschaft mit einer Jahresleistung von fast 10'000'000 Millionen Dollar sollte eigentlich kaum der Rede wert sein.
Wieso also die Aufregung?
Einiges an dieser Episode erinnert an den so genannten «Bear Stearns Moment», als im Juni 2007 zwei Hedge Funds der New Yorker Investmentbank Bear Stearns wegen Fehlspekulationen mit verbrieften Subprime-Hypotheken Schwierigkeiten gerieten. Die beiden Fonds waren mit einem Vermögen von rund 1,6 Milliarden Dollar zwar klein – auch sie: kaum der Rede wert –, doch sie gingen als «Kanarienvögel in der Kohlemine» in die Geschichte ein: die ersten Opfer der Finanzkrise, die ein gutes Jahr später beinahe das westliche Bankensystem auslöschen sollte.
Schauen wir uns die Situation in China also etwas genauer an.
Zunächst: Um was ging es bei dem ominösen Kreditprodukt, das die Märkte während Wochen in Atem hielt?
Wir wollen Sie nicht mit den Details langweilen, daher nur das Wichtigste: Es handelte sich um ein so genanntes Trust-Produkt, einen Unternehmenskredit, der in kleine Stückelungen verteilt an private Investoren verkauft wurde. Es wurde von China Credit Trust ausgegeben und von der Industrial & Commercial Bank of China (ICBC, eine der vier mächtigen Banken des Landes) vertrieben. Schuldner des Kredits war das Kohleunternehmen Zhenfu Energy in der Provinz Shanxi.
So weit, so gut. Derlei Trust-Produkte sind in China mittlerweile Massenware geworden und gelten als beliebte Investmentvehikel für Anleger, die etwas mehr Rendite als die 2 bis 4 Prozent suchen, die sie auf normalen Festgeld-Anlagen von den Banken erhalten. Das Volumen derartiger Kreditverbriefungen wird aktuell auf rund 1700 Milliarden Dollar geschätzt.
Doch nun kommt das Problem: Zhenfu Energy ist faktisch pleite und war nicht fähig, die 500 Millionen Dollar fristgemäss per Ende Januar zurückzuzahlen. Die ICBC als Verkäuferin des Trust-Produktes weigerte sich mehrmals kategorisch, für den Kredit zu bürgen.
Am Ende kam es doch zu einer staatlich orchestrierten Rettungsübung, so dass es zu keinem Kreditausfall (Default) kam. Doch die Frage bleibt: Was wäre so schlimm gewesen, wenn der Default eingetreten wäre und die Gläubiger ihre 500 Millionen Dollar hätten abschreiben müssen?
Nur zum Vergleich: Der Konkurs der Erb-Gruppe 2003 in der Schweiz hatte ein Forderungsvolumen von 2,4 Milliarden Franken, was in Relation zur Grösse der Volkswirtschaft im Ausmass des Verlustes etwa das Achtzigfache jener 500 Millionen Dollar in China ausmachte.
Eine mögliche Erklärung für die Rettungsübung: Das Kreditsystem in China ist ein Kartenhaus, das keine Erschütterung erträgt. Der Zuger Hedge-Fund-Manager Felix Zulauf spricht in diesem Interview von der «grössten Kreditblase aller Zeiten», die früher oder später platzen werde.
Wie kam es dazu?
Um diese Frage zu beantworten, ist ein Blick zurück in den Spätherbst 2008 notwendig. China war damals schon seit gut zehn Jahren eine Wunderwirtschaft, deren Wachstum in erster Linie auf dem Exportsektor sowie auf inländischen Infrastruktur-Investitionen beruhte. Als nach dem Kollaps von Lehman Brothers im September 2008 das Weltfinanzsystem in Schockstarre geriet und die globale Wirtschaft in die Tiefe riss, war Peking mit einem Einbruch der Exportnachfrage und damit mit einem empfindlichen Rückgang des Wirtschaftswachstums konfrontiert.
Das konnte und wollte die Regierung nicht zulassen, also beschloss sie, jenen Teil der Wirtschaft zu stützen, den sie direkt beeinflussen konnte: die inländischen Infrastruktur-Investitionen.
Im November 2008 beschloss Peking ein gewaltiges Investitionsprogramm im Umfang von 590 Milliarden Dollar, was damals gut 13 Prozent des BIP betraf. Die Mittel flossen in den Bau neuer Hochgeschwindigkeits-Bahnlinien, Flughäfen, Brücken, etc.
Eine direkte Kausalität lässt sich nie beweisen, aber dieses Programm dürfte einer der wichtigsten Faktoren gewesen sein, die die Weltwirtschaft damals vor dem Absturz bewahrten.
In China markierte es jedoch den Beginn der Kreditblase, denn für die Umsetzung der Investitionsprogramme verschuldeten sich Provinz-, Lokalregierungen und staatlich kontrollierte Unternehmen.
Die folgende Grafik zeigt eindrücklich, wie das Kreditvolumen in China explodierte, als die Wirtschaft Ende 2008 absackte (Quelle: Morgan Stanley):
Die blaue Kurve zeigt die jährliche Veränderungsrate des Kreditvolumens, die gelbe Kurve zeigt das nominelle BIP-Wachstum im Quartalsvergleich. Im Herbst 2008 stürzte das BIP-Wachstum in die Tiefe, und fast zeitgleich wurde der Kredithahn weit aufgerissen: Im Jahr 2009 weitete sich das Kreditvolumen um gegen 35 Prozent aus.
Und nun kommt der wichtige Unterschied zur Zeit vor 2008. Während in den Jahren vor der Krise das Kreditvolumen weniger stark expandierte als das nominelle BIP, war es nach 2008 umgekehrt: Fast ohne Unterbruch war die Kreditschöpfung deutlich grösser als das Wirtschaftswachstum. 2013 belief es sich auf knapp 14 Prozent, während das nominelle BIP-Wachstum (d.h. das reale BIP-Wachstum plus die Inflationsrate) 9,7 Prozent betrug.
Wir haben in diesem Blogbeitrag bereits einmal über den von der Mainstream-Ökonomie immer noch weitgehend ignorierten Kreditzyklus geschrieben – und aufgezeigt, wie gefährlich es ist, wenn man seine Mechanik nicht versteht (übrigens ein Argument, das die Schweizerische Nationalbank in ihrer Bekämpfung der Überhitzung des inländischen Immobilienmarktes immer wieder betont). Auch der amerikanische Hedge-Fund-Manager Ray Dalio erklärt den Kreditzyklus in diesem sehr lehrreichen Video auf eindrückliche Weise.
Doch zurück zu China.
Im Jahr 2008 betrug das gesamte Volumen der privaten und öffentlichen Kredite, die auf der Wirtschaft lasteten, umgerechnet knapp 7000 Milliarden Dollar, was 155 Prozent des BIP entsprach. Im Jahr 2013 waren es gemäss Berechnungen der China-Ökonomen von Morgan Stanley 22'500 Milliarden Dollar oder 239 Prozent des BIP.
Nach Aussagen der Analysten der Ratingagentur Fitch ist das der grösste und schnellste Kreditaufbau, den je eine bedeutende Volkswirtschaft erlebt hat.
Die folgende Grafik zeigt die Zusammensetzung dieses Kreditvolumens (Quelle: Morgan Stanley):
Dunkelblau ist das Schuldenvolumen der Zentralregierung, gelb sind sie Lokalregierungen (ihr Schuldenvolumen verdoppelte sich auf gut 28 Prozent des BIP), grün sind mittlere und grosse Unternehmen (die meist vom Staat kontrolliert werden), hellblau steht für die kleinen Unternehmen und rot schliesslich für die privaten Haushalte.
Alle Nachfragegruppen haben ihr Schuldenvolumen massiv ausgeweitet; in absoluten Zahlen betrachtet entfiel der grösste Kreditaufbau auf den Sektor der grossen Unternehmen.
Der chinesische Unternehmenssektor ist damit im Ländervergleich deutlich höher verschuldet als der Unternehmenssektor in Japan, den USA oder Europa, wie die folgende Grafik zeigt (Quelle: Morgan Stanley):
Führen wir uns nochmals das Ausmass dieser Kredit-Explosion vor Augen: Innerhalb von fünf Jahren wurden in der chinesischen Volkswirtschaft neue Kredite in Höhe von umgerechnet rund 15'000'000'000'000 Dollar geschöpft.
Und die Behörden wagten es nicht, ein Kreditprodukt von 500'000'000 Dollar oder 0,00003 Prozent der oben genannten Summe ausfallen zu lassen.
Die Befürchtung liegt nahe, dass ein stattlicher Teil dieses Kreditvolumens in Bauprojekte floss, die keinen oder nur einen bescheidenen ökonomischen Nutzen haben: überdimensionierte Flughäfen in drittklassigen Städten, Brücken nach Nirgendwo, Geistersiedlungen. Und das wiederum bedeutet, dass ein stattlicher Teil dieses Kreditvolumens dereinst notleidend werden könnte, dass die Rückzahlung der Schulden infrage gestellt wird, dass es zu Zahlungsausfällen und damit zu riesigen Abschreibungsverlusten kommt.
Wann? Keine Ahnung.
Bisher sind es nur die ersten leisen Warnsignale, die aufhorchen lassen. Der grosse amerikanische Ökonom Hyman Minsky (hier ein umfassendes Portrait) hat wunderschön beschrieben, wie ein von Kreditschöpfung befeuerter Boom abläuft. Irgendwann, aus irgend einem trivialen Grund, kippt die Stimmung, und das Kartenhaus stürzt zusammen. Für diesen Kulminations- und Wendepunkt hat sich der Begriff «Minsky Moment» eingebürgert. Gut möglich also, dass China in den vergangenen Monaten seinen Minsky Moment erlebt hat.
Nochmals: Ich habe keine Ahnung, ob und wann die chinesische Kreditblase platzt. Oft ist das Argument zu hören, China als von Peking geführte Kommandowirtschaft sei ein besonderer Fall, und die Zentralregierung habe alles unter Kontrolle.
Mag schon sein. Allerdings erinnert das gefährlich an Japan im Jahr 1989, als an den Weltfinanzmärkten gebetsmühlenartig erklärt wurde, das allmächtige Ministry of Finance in Tokyo habe alles im Griff und würde es niemals zulassen, dass Nippons Boom-Wirtschaft etwas zustösst.
Doch Monster haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie sich irgendwann nicht mehr kontrollieren lassen.
Chinas Superreiche flüchten in Scharen ins Ausland
Der Aufschwung Chinas produziert immer mehr Millionäre. Diese wollen ihr Vermögen sichern und versuchen im Ausland eine weitere Existenz aufzubauen. Ihre Anträge überfordern bereits die Behörden
Chinas Superreiche halten sich mehr als nur eine Hintertür offen, um ihr Vermögen und ihre Familien außer Landes in Sicherheit zu bringen. Das zeigen neue Enthüllungen über die verschlungenen Wege, die die gigantische Kapitalflucht nimmt. Die Informationen dazu liefern diesmal nicht die sogenannten Offshore-Leaks-Daten aus den karibischen Steuerparadiesen, in die nach Expertenschätzungen zwischen eine bis vier Billionen US-Dollar abflossen.
Sie stammen aus Hongkong. In den vergangenen Jahren haben sich dort über das kanadische Generalkonsulat so viele Millionäre aus der Volksrepublik klammheimlich um "Investorenpässe" beworben, dass die Regierung in Ottawa ihr Programm einfrieren musste, mit dem sie weltweit Investoren nach Kanada locken will. Die zuständigen Behörden kamen mit der Bearbeitung der massenhaft eingehenden Anträge nicht mehr nach.
Am Freitag veröffentlichte Hongkongs "South China Morning Post" ("SCMP") exklusiv das Ergebnis ihrer Recherchen: Allein zwischen 2009 bis 2011 bewarben sich 63.796 aus der Volksrepublik stammende Superreiche über das Konsulat bei den kanadischen Einwanderungsbehörden. Sie wollen den Status eines Auslandsinvestoren erwerben – und so ein Einwanderervisum erhalten
Im gleichen Zeitraum wandten sich aber nur 252 Antragssteller direkt aus dem Festland an Kanadas Botschaft in Peking unter den Augen der chinesischen Behörden. Hongkong gehört zwar auch zu China. Doch haben Pekings Steuerbehörden und Parteikontrolleure auf die Sonderverwaltungszone der sozialistischen Volksrepublik keinen direkten Zugriff, solange für Hongkong das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" gilt.
Die detaillierten Angaben über die Zahl der Antragsteller beim Konsulat in Hongkong stammen vom kanadischen Einwanderungsanwalt Richard Kurland, der sich bei den Behörden in Ottawa Einsicht in die Unterlagen verschaffen konnte, schrieb die "SCMP". 2011 machten die in Hongkong eingereichten Anträge 86 Prozent aller weltweit gestellten derartigen Ersuchen aus.
99 Prozent der Hongkonger Anträge sollen zudem von Festlandchinesen aus der Volksrepublik gestellt worden sein. Die kanadischen Behörden seien völlig überfordert worden. 2012 konnten sie gerade 3643 Investoren-Visa genehmigen. Sie würden gerne mehr bewilligen.
Chinesen wollen 7,5 Milliarden Kanada-Dollar investieren
Bis Ende 2012 hatten sich die chinesischen Investitionsversprechen – auf Basis der Visa-Anträge – auf 7,5 Milliarden Kanada-Dollar addiert. Beim Hongkonger Konsulat türmten sich Überhange von 53.580 Anträgen auf. Anspruch auf das Spezialvisum könne jeder anmelden, der ein Vermögen von mindestens 1,6 Millionen Kanadischen Dollar besitzt – und bereit ist, davon 800.000 Dollar (rund 532.000 Euro) in Kanada für fünf Jahre als zinsfreies Darlehen zu "investieren", schrieb die Hongkonger Zeitung. Anwalt Kurland kritisierte, dass sich Kanadas Visum "weit unter Wert verkauft".
Chinas Superreiche stehen aber auch in den USA, Neuseeland oder Australien für ein Investorenvisum Schlange. 2011 vergaben die USA 3340 permanente Aufenthaltsgenehmigungen an Investitionseinwanderer aus China. Die Bewilligten hatten mit jeweils mindestens einer halben Millionen US-Dollar in den USA neue Unternehmen und Arbeitsplätze gegründet.
2011 standen hinter der Hälfte solcher "Projekte" in den USA, die ihrem Investor zur "Green Card" verhalfen, chinesische Millionäre, enthüllte ein vergangenes Jahr von der Pekinger Akademie für Sozialwissenschaften veröffentlichtes "Blaubuch zur internationalen chinesischen Migration". Seit 2007 seien die USA zur ersten Adresse für reiche Chinesen geworden, die sich im Ausland rückversichern wollten.
Wichtiges Motiv ist die Vermögenssicherung
Umfragen mit Mehrfachnennung zeigten, dass 43 Prozent der Visa-Investoren langfristig ihr Vermögen sichern wollten. 58 Prozent waren darauf aus, ihren Kindern eine bessere Ausbildung im Ausland zu ermöglichen, und 32 Prozent wollten für ihr Alter vorsorgen. Von der "Vertrauens-Abstimmung mit den Füßen" durch Leute, die immer einen 'Plan B' in der Tasche haben", schimpfte die Pekinger Zeitung "Global Times".
Die jüngste Enthüllung über den Run der Reichen auf Hongkongs Kanada-Konsulat folgt zwei Wochen nach den Enthüllungen eines internationalen Journalisten-Konsortium über Chinas Kapitalflucht in den Schutz karibischer Steuerparadiese. Die Journalisten identifizierten unter den Daten und Namen von 122.000 Briefkastenfirmen und 130.000 Personen, die ihnen vor zwei Jahren zugespielt wurden, mehr als 21.000 chinesische Konten.
Unter ihren Besitzern sollen auch Unternehmensführer von Staatsbetrieben und Familienangehörige der politischen und militärischen Eliten der Volksrepublik sein. Die Pekinger Führung schottete ihr Land vor den Enthüllungen ab. Offiziell hat sie sich zwar den Kampf gegen Korruption unter Funktionären, gegen schwarze Konten und Geldwäsche auf ihre Fahnen geschrieben. Doch die Online-Zugänge zu den Zeitungen, die den Offshore-Skandal aufdeckten, vom britischen "Guardian" bis zur "Süddeutschen Zeitung", werden im chinesischen Internet bis heute blockiert.
Mehr als 300 Milliardäre in China
Innerhalb Chinas ist es ein offenes Geheimnis, dass kein anderes Land der Welt so schnell und zugleich so dubios erworbenen Reichtum in privater Hand produziert hat wie China mit seiner sozialistischen Marktwirtschaft. Vergangenen September setzte der Brite Rupert Hoogewerf, der in Shanghai die Hurun-Rekordliste der reichsten Personen Chinas jährlich herausgibt, die Zahl seiner in US-Dollar berechneten Milliardäre auf 315 herauf.
Mehr als 1,05 Millionen Chinesen besitzen heute je ein Vermögen von jeweils über 1,2 Millionen US-Dollar. 64.500 haben es zu jeweils mehr als zehn Millionen US-Dollar gebracht. Hoogewerf fand heraus, wie eng politische Macht und Reichtum miteinander verzahnt sind.
Unter den 1000 reichsten Chinesen des Landes sitzen 84 als Delegierte im chinesischen Volkskongress und 69 im Beraterparlament. Rund ein Viertel seien heute eingeschriebene Mitglieder der Kommunistischen Partei. Diese nennt sich Avantgarde des Proletariats, im chinesischen "Wuchan Jieji", die Klasse ohne Besitz. Der Begriff stammt aus einer Zeit, als es noch keine Briefkastenfirmen gab.
http://www.welt.de/wirtschaft/article124620659/Chinas-Superreiche-fluech...
Nach Einschätzung von Lloyd C. Blankfein, dem Chef der US-Bank Goldman Sachs, wird das Wirtschaftswachstum Chinas «enorme Folgen» für die globalen Wachstumsaussichten haben.
“Das chinesische Wachstum wird das bestimmende Thema der nächsten 30 bis 40 Jahre sein”, sagte Blankfein in einem Interview mit Bloomberg Television in Hongkong. Er nahm dort an der Goldman Sachs Global Macro Konferenz teil. “Wir sind auf Wachstum in China angewiesen.”
2013 und 2012 war die chinesische Volkswirtschaft jeweils um 7,7 Prozent expandiert. Für dieses Jahr wir in einer Umfrage von Bloomberg News im Median mit einem Wachstum von 7,4 Prozent gerechnet. Das wäre die geringste Expansionsrate seit 1990.
Goldman Sachs war die erste Wall-Street-Bank, die nach Erhalt einer Lizenz im Jahr 2004 mit dem Underwriting von Wertpapieren in China begann. Blankfein sagte nun, Goldman Sachs werde bei weiteren Investitionen in dem Land besonnen vorgehen. Die New Yorker haben in China auch ein Private-Equity-Geschäft, betreiben die Vermögensverwaltung und sind ein Broker für institutionelle Investoren.
“Wir würden einen Fehler machen, wenn wir es überfinanzieren, mit zu vielen Mitarbeitern, zu hohen Investitionen”, sagte Blankfein. “Wir wollen unser Geschäft entsprechend den in China gegebenen Möglichkeiten expandieren”, fügte er an.
Im vergangenen Jahr war Goldman Sachs der führende Begleiter von Aktienemissionen chinesischer Unternehmen im Ausland, wie Daten von Bloomberg zeigen. Über ein Jointventure kam Goldman Sachs zudem auf Platz zwei bei inländischen Aktien- und Aktien-gebundenen Emissionen in China.
http://www.cash.ch/news/front/chinawachstum_hat_enorme_folgen-3171243-449
Faule Kredite in China auf Sechs-Jahres-Hoch
Die ausfallgefährdeten Forderungen in den Bankbilanzen sind auf dem Höchststand seit der Finanzkrise. Die Schulden der Volksrepublik sind inzwischen doppelt so hoch wie die Wirtschaftskraft.
Die faulen Kredite chinesischer Banken sind im vierten Quartal des vergangenen Jahres auf den höchsten Stand seit dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise im September 2008 gestiegen.
Im Vergleich zum Vorquartal legten die ausfallbedrohten Forderungen in den Bankbilanzen um 28,5 Milliarden Yuan auf 592,1 Milliarden Yuan (71 Milliarden Euro) zu. Das geht aus Zahlen der chinesischen Bankenaufsicht CBRC vom Freitag hervor.
Trotz des starken Anstiegs zum Jahresende machen die zweifelhaften Positionen den veröffentlichten Zahlen zufolge aber nur ein Prozent des gesamten Kreditvolumens aus.
Chinas Turbowachstum der vergangenen Jahre war maßgeblich angetrieben von lockerer Kreditvergabe. Nun zieht Peking geldpolitisch allerdings die Zügel an. Die Furcht vor einer harten Landung der Wirtschaft wächst.
Angst vor den Schattenbanken
Die Führung in Peking sorgt sich zunehmend,dass die wachsende Verschuldung die Wirtschaft bremsen könnte. Ökonomen sehen die jüngste Initiative als Beleg dafür, dass die Regierung die Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital branchenübergreifend forcieren will.
Denn die Zahl der Schattenbanken und die Kreditvergabe außerhalb des Banksektors hatten zuletzt drastisch zugenommen und die Verschuldung nach oben getrieben.
Der gesamte Schuldenberg Chinas – also von Staat, Firmen und privaten Haushalten – kletterte im Verhältnis zur Wirtschaftskraft nach Schätzungen der Ratingagentur Fitch bis Ende 2013 auf 218 Prozent von rund 130 Prozent 2008. Der Staatsrat bezeichnet Schattenbanken in den neuen Richtlinien zwar als "nützlich" und "unausweichliche" Folge der Entwicklungen in der Finanzbranche.
Aus einem Dokument geht allerdings auch hervor, dass die Kreditvergabe abseits der Bankbilanzen stärker beobachtet und schärfer reguliert werden soll.
http://www.welt.de/finanzen/article124859590/Faule-Kredite-in-China-auf-...
China setzt nun auch auf Solarstrom vom Dach.
Kleinere Anlagen auf Fabriken oder Wohnhäusern zusätzlich zu den grossen Sonnenparks in der Wüste sollen die chinesische Wirtschaft mit sauberer Energie versorgen.
Experten bezweifeln, ob die Pläne der Regierung aufgehen: Ohne höhere Subventionen dürfte es kaum gelingen, in diesem Jahr Dach-Anlagen wie angepeilt mit einer Leistung von insgesamt acht Gigawatt in Betrieb zu nehmen. "Es ist zweifelhaft, ob sich solche Anlagen rechnen", sagte Wang Xiangfu, Chef des Solaranlagen-Herstellers Shunfeng Photovoltaic International aus Hongkong. "Das Ziel ist sehr schwierig zu erreichen, wenn der Staat nicht mehr tut."
Während in Deutschland Solaranlagen auf dem Dach ein gewohnter Anblick sind, sind sie in China eine Ausnahme: Bisher sind solche Anlagen mit einer Gesamtleistung von nur fünf Gigawatt am Netz. Deutlich weiter verbreitet sind Solarparks in der Wüste - mit ähnlichen Problemen, wie sie hierzulande Windkraftanlagen an der Küste haben: Es fehlt an Leitungen, die den Strom von den sonnenreichen Gebieten im Westen des Landes zu den grossen Städten im Osten und Süden bringen. Insgesamt strebt die Regierung in Peking in diesem Jahr an, Solaranlagen mit einer Leistung von 14,5 Gigawatt ans Netz zu nehmen - das entspricht fast der gesamten Stromerzeugung Finnlands.
Branche hofft auf Wachstumsschub
China ist damit der mit Abstand grösste Markt für Solarstrom in diesem Jahr, etwa jede dritte Anlage weltweit soll hier gebaut werden. Zum Vergleich: In ganz Europa dürften es in diesem Jahr Solarkraftwerke mit einer Leistung von sieben Gigawatt werden. Die drastischen Förderkürzungen für Solarstrom haben den deutschen Markt - einst weltweit führend - einbrechen lassen. 2013 wurden lediglich Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 3,3 Gigawatt auf Dächer und Felder geschraubt, 2012 waren es noch 7,9 Gigawatt gewesen. Für die Hersteller von Solarmodulen sind die ambitionierten Pläne in China daher ein willkommener Wachstumstreiber. So berichteten zuletzt Firmen wie JinkoSolar, Trina Solar, JA Solar oder Canadian Solar von besseren Geschäften und steigenden Aktienkursen.
Doch Experten verweisen auf die geringere Rendite der kleineren Solaranlagen auf dem Dach, die der Branche einen Rückschlag bereiten könnte. Derzeit erhalten die Betreiber von kleineren Solaranlagen eine Vergütung von 0,42 Yuan pro Kilowattstunde zusätzlich zum Strompreis, das sind etwa fünf Cent pro Kilowattstunde. Branchenvertreter errechnen daraus eine Rendite von weniger als zehn Prozent für Solaranlagen auf dem Dach, Solarparks in der Wüste kommen auf etwa zwölf Prozent, auch dank einer deutlich höheren Vergütung. Noch magerer fällt die Rendite aus, wenn der Investor Miete für das Dach zahlen muss. Und so wollen die Hersteller der Anlagen sich auch ungeachtet der Vorgaben aus Peking auf die lukrativeren Parks konzentrieren: "Die Mehrzahl unserer Projekte in diesem Jahr ist in diesem Bereich", sagte eine Sprecherin des weltweit führenden Herstellers Yingli Green Energy.
http://www.cash.ch/news/front/china_befeuert_die_solarbranche-3179240-449
Trotz der konjunkturellen Abschwächung soll das Wachstum der zweitgrössten Volkswirtschaft in diesem Jahr wieder 7,5 Prozent erreichen
http://www.cash.ch/news/top_news/chinas_premier_gibt_straffes_wachstum_v...
China steckt Milliarden in Hightech-Waffen
Neues Wettrüsten: Chinas Wehretat ist nach dem der USA der zweitgrößte der Welt, im Jahr 2014 klettert er auf umgerechnet 95 Milliarden Euro. Doch das Land will noch mehr in Waffen investieren.
Ein Jahr nach dem Generationenwechsel droht die neue chinesische Regierung ein Wettrüsten mit ihren Anrainerländern zu provozieren. Grund dafür ist der unerwartete starke Anstieg der geplanten Militärausgaben Chinas für 2014. In Japan und in den südostasiatischen Metropolen von Hanoi bis Manila sorgte die Ankündigung eines um 12,2 Prozent auf 800,82 Milliarden Yuan (etwa 95 Milliarden Euro) kletternden Wehretats für erregte Schlagzeilen und löste in der Politik Besorgnis aus.
Die neuen Zahlen wurden am Mittwoch von Finanzminister Lou Jiwei in seinem Haushaltsplan 2014 vor dem Volkskongress genannt. Zuvor hatte Ministerpräsident Li Keqiang die achttägige Parlamentssitzung eröffnet.
Die 2,3 Millionen Soldaten umfassende Armee Chinas wird 2014 umgerechnet rund zehn Milliarden Euro mehr als 2013 erhalten. Pekings Wehretat ist nach dem der USA heute schon der zweitgrößte der Welt. Trotz des schwächeren chinesischen Wirtschaftswachstums und einer kritisch hohen lokalen Binnenverschuldung darf er 2014 prozentual stärker als in den beiden Vorjahren wachsen. 2012 hatten sich die Ausgaben für Chinas Militär um 11,2 Prozent und 2013 um 10,7 Prozent erhöht. Das Geld wurde in Hightech-Waffen angelegt. Chinas Militär machte in diesen Jahren mit neuen Prototypen moderner Waffensysteme wie seinem ersten in den Marinedienst genommenen Flugzeugträger, neuen Raketensystemen und der Entwicklung von Tarnkappenbombern von sich reden.
Der satte Zuschlag für das Militär steht in Widerspruch zu anderen Haushaltspositionen, wo Peking fast nur Abstriche gegenüber dem Vorjahr macht. Für sein Wirtschaftswachstum peilt das Land 2014 eine Steigerung an, für die Premier Li ausdrücklich einen Wert von "um die 7,5 Prozent" nannte. Für den Außenhandel setzt er angesichts weltwirtschaftlicher Unsicherheiten auf einen Zuwachs 2014 von 7,5 Prozent. 2013 hatte es noch acht Prozent im Plan geheißen.
"Armee sowohl zur Abschreckung als auch zum Kampf"
Chinesische Militärforscher hatten noch in den vergangenen Tagen, etwa im Gespräch mit Hongkonger Zeitungen wie der "South China Morning Post", eher Zurückhaltung beim Militäretat vermutet. Hinzu kommt, dass die USA als Militärmacht Nummer eins zwar 2013 rund 600 Milliarden Dollar ausgaben, zugleich aber ankündigten, 2014 kürzertreten zu müssen. Konteradmiral Yin Zhuo, Direktor der neu eingerichteten Expertenkommission der Marine, verteidigte den hohen Etat. Er sagte, dass die Ausgaben weit von dem Niveau entfernt seien, die das Land brauche, "angesichts der Herausforderungen für seine Sicherheit".
Selbst zweistellige Steigerungen brächten nur "bescheidene Verbesserungen". Armeedelegierter Chen Zhou, Forscher an der Akademie für Militärwissenschaften, sagte, China müsse vorbereitet sein. Er spielte auf die USA und ihre Verbündeten wie Japan an: "Die asiatisch-pazifische Region ist zum globalen geopolitischen und wirtschaftlichen Zentrum geworden, wo einige Großmächte sich strategisch umorientieren und ihre militärischen Allianzen verstärken."
Premier Li befasste sich in seiner fast zweistündigen Rede hauptsächlich mit Vorschlägen zur vorsichtigen Umsetzung weiterer Markt-, Struktur-, Finanz- und Kreditreformen in einem auch 2014 für China "schwierigen binnen- und weltwirtschaftlichen Umfeld". Nur am Rande ging er auf den Wehretat und Chinas außenpolitische Sicht ein. Der frühere Premier Wen Jiabao erklärte noch vergangenes Jahr einen zweistelligen Zuwachs des Wehretats mit der Notwendigkeit "einer starken Armee", die das Land zum "Schutz seiner Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität" brauche.
Li sagte es nun direkter: Mit dem Geld solle die Armee "weiter modernisiert und ihre Fähigkeiten sowohl zur Abschreckung als auch zum Kampf unter den Bedingungen der Ära der Informationstechnologie erhöht werden". Chinas Truppen müssten auf alle Szenarien und in allen Bereichen militärisch vorbereitet sein. "Der umfassende Aufbau einer modernen Logistik muss beschleunigt und die wissenschaftliche Forschung für die Landesverteidigung sowie die Entwicklung von neuen und hochtechnologischen Waffensystemen und Ausrüstung verstärkt werden."
Pekings Konflikt mit Tokio gärt weiter
Besonderen Beifall erhielt Li von den 2932 Abgeordneten, als er neben weiter geltenden Prinzipien chinesischer Außenpolitik wie "friedliche Koexistenz, Übernahme internationaler Verantwortung oder Nachbarschaftsdiplomatie" erstmals auch einen neuen Grundsatz nannte. Er sprach über die Beschlüsse nach Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Sieg über den Faschismus. "Wir werden die Ergebnisse des Sieges im Zweiten Weltkrieg und die internationale Nachkriegsordnung schützen, Wir werden niemanden erlauben, das Rad der Geschichte zurückzudrehen."
Li spielte damit auf Chinas eskalierenden Territorialstreit mit Japan um Inselgruppen im Ostchinesischen Meer an. Er zielte damit auch auf Pekings jüngste Warnungen an Tokio, sich zu seiner Weltkriegsschuld zu bekennen und alle Schritte zu einer erneuten Militarisierung zu unterlassen. Konteradmiral Yin Zhuo interpretierte gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua, was die Aussage des Premiers zu bedeuten habe: "Die Nachkriegsordnung verlangt von Japan, alle von China gestohlenen Gebiete zurückzugeben und die japanischen Kriegsverbrecher zu bestrafen."
Pekings Konflikt mit Tokio gärt weiter. Kurz vor Beginn des Volkskongresses hatte dessen Ständiger Ausschuss ebenfalls plötzlich den Tag des chinesischen Sieges über Japan am 3. September 1945 und den Tag des japanischen Massakers in Nanking am 13. Dezember 1937 zu zwei neuen nationalen Gedenktagen erklärt.
"Frieden nur durch Stärke erhalten"
Japan bietet nicht den einzigen Anlass, den China als Grund nennt, um sein Militär zu modernisieren. Peking streitet über Territorialkonflikte auch mit Anrainerstaaten wie Vietnam und den Philippinen über große Teile des Südchinesischen Meeres. Die Sprecherin des Volkskongresses, Fu Ying, hatte zur erwarteten Debatte über die Höhe von Chinas Militäretat gesagt, dass "Frieden nur durch Stärke erhalten werden kann". China wolle mit allen Nachbarn zwar friedlich zusammenleben und territoriale Konflikte durch Verhandlungen beilegen. Sie drohte aber zugleich, dass es anders wäre, wenn Nachbarstaaten Peking provozierten. "Dann werden wir in wirksamer Weise reagieren, um die territoriale Integrität zu bewahren."
Noch 2012 hatte Peking defensiv um weltweites Verständnis geworben, warum es mehr Geld für seine Armee ausgibt. Die Mittel würden verwendet, um "das Leben der Truppen und ihre Ausbildung zu verbessern, das Niveau ihrer modernen Informationstechnologie zu erhöhen, ihre Hightech-Waffenausrüstung zu verstärken und ihre Fähigkeiten als moderne Armee zu verbessern." Grundsätzlich galt: Dem Aufbau der Wirtschaft kommt Priorität zu. Das scheint sich zu ändern.
Die Regierung bekennt sich als Großmacht mit dem selbstverständlichen Recht, sich eine starke Armee, Marine und Luftwaffe aufzubauen. Das Ausland wird nicht einmal mehr informiert wie im Fall der von Peking vergangenen November ausgerufenen Luftverteidigungszone über dem Ostchinesischen Meer. Der Schritt führte zu einem militärischen Showdown mit den Luftwaffen der Anrainerstaaten und den USA. Und zur Frage, ob China nun als Nächstes auch eine Luftverteidigungszone über dem territorial umstrittenen Südchinesischen Meer ausruft. In der Rede von Premier Li gab es dazu keinen Hinweis.
http://www.welt.de/politik/ausland/article125457251/China-steckt-Milliar...
In China ist der marode Solarzellenhersteller Chaori Solar nicht gerettet worden, die Investoren tragen die Verluste. Ein Novum auf dem lokalen Anleihenmarkt.
http://www.fuw.ch/article/erster-zahlungsausfall-auf-chinas-bondmarkt-2/
Erstmals hat in China ein Unternehmen eine Anleihe platzen lassen. Der Verluste schreibenden Solarfirma Chaori kam nicht wie zuvor anderen strauchelnde Unternehmen der Staat zu Hilfe.
http://www.cash.ch/news/top_news/droht_china_eine_pleitewelle-3180774-771
Laut Marktbeobachtern steht die Schwächung der chinesischen Währung mit den ungewöhnlich schwachen Handelsdaten vom Wochenende im Zusammenhang.
http://www.cash.ch/news/top_news/chinas_notenbank_schwaecht_yuan-3181320...
Nur wenige Tage nach Shanghai Chaori Solar droht nun der zweite Zahlungsausfall eines chinesischen Unternehmens mit Yuananleihen.
Am Dienstag wurden die Aktien und die Anleihen von Baoding Tianwei Baobian Electric vom Handel ausgesetzt, nachdem das chinesische Unternehmen einen Verlust von umgerechnet 852 Mio. $ ausgewiesen hatte. Die Aktien hatten in den Stunden vor der Handelssuspension an der Börse Schanghai 5,1% verloren, die Rendite auf die 2018 fällige Anleihe war am Montag mehr als 500 Basispunkte auf 11,13% gestiegen. Der Aktienhandelsstopp gilt für einen Tag. Gemäss Mitteilung der Börse Schanghai wird in den nächsten sieben Tagen entschieden, wie lange der Handel der Anleihen noch ausgesetzt bleiben soll. Baoding Tianwei Baobian Electric stellt Ausrüstungsgüter für die Stromerzeugung her.
Böse Erinnerung an Chaori Solar
Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sind die Anleihen durch die Mehrheitsaktionärin Baoding Tianwei Group garantiert. Die Gruppe ist im Besitz der Zentralregierung. Bei garantierten Anleihen sollte die Rendite niedriger sein, da im Falle einer Insolvenz der Garant die Schulden zurückzahlt. Der Kurszerfall bei den Anleihen und die hohen Renditen zeigen, dass die implizite Staatgarantie bei Baoding in Frage gestellt wird.
Die Suspension der Baoding-Wertschriften weckt Erinnerungen an den Zahlungsausfall des Solarpanelherstellers Shanghai Chaori Solar. Seine Anleihen wurden im Sommer 2013 ebenfalls vom Handel ausgesetzt, als das Unternehmen zwei Jahre hintereinander Verluste schrieb und die Rendite auf die Onshore-Anleihen auf über 10% gestiegen war. Am Freitag vergangener Woche gab Chaori Solar dann bekannt, dass sie die fälligen Zinsen nicht rechtzeitig bezahlen könne. Der Zahlungsausfall war der erste auf dem Markt für chinesische Yuanunternehmensanleihen.
Kupfer leidet
Die chinesischen Börsen reagierten verunsichert auf die Probleme von Baoding Tianwei Baobian Electric. Der Aktienindex Shanghai Composite fiel auf den tiefsten Stand des Jahres. Auch der Kupferpreis sank mehr als 2% und notierte zeitweise auf dem tiefsten Stand seit Juli 2010. Kupfer wird in China häufig als Kreditsicherheit hinterlegt. Derzeit werden solche Sicherheitsleistungen hektisch aufgelöst. Ein Zahlungsausfall würde die Ängste vor einer Welle von Unternehmenspleiten in Sektoren mit Überkapazitäten in China schüren.
Dass Anleihengläubiger auch in China einen Hair Cut hinnehmen müssen, hat aber auch positive Seiten. Die Investoren würden ihre Risiko-Ertrags-Schätzungen für Onshore-Anleihen anpassen, meint etwa die Ratingagentur Moody’s. Das Kreditrisiko werde bei der Preisfestlegung eine grössere Rolle spielen und so die Kapitalallokation auf dem Anleihenmarkt effizienter machen.
http://www.fuw.ch/article/noch-ein-zahlungsausfall-in-china/
Die staatlichen Finanzinstitute geraten unter Druck. Nun kommen private Banken von Alibaba und Tencent zum Zug.
http://www.fuw.ch/article/chinas-bankensektor-bebt/
Unterstützung für Russland: Chinas Schatten über der Ukraine
Während der Westen versucht, Russland zu isolieren, stellt sich China an die Seite Wladimir Putins. Hinter den Kulissen arbeiten Moskau und Peking bereits an Plänen für ein militärpolitisches Bündnis - eine Allianz, die die Kräfteverhältnisse auf der Welt dramatisch verändern kann.
Die freundlichen Worte über Russland stehen in der Zeitung der mitgliederstärksten politischen Partei der Welt. "Renmin Ribao", das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Chinas mit 70 Millionen Mitgliedern, gab kürzlich in einem Leitartikel die Linie aus: Angesichts dessen, dass die Ukraine "vom Geist des Kalten Krieges bedeckt" sei, werde "die strategische Annäherung Chinas und Russlands zu einem Anker der Weltstabilität". Mit Blick auf die Ukraine bemerkt das chinesische Leitmedium: "Russland unter Führung Wladimir Putins hat den Westen schon gezwungen zu verstehen, dass es im 'Kalten Krieg' keinen Sieg gibt."
Die starken Worte stehen für eine stringente Strategie. Im Konflikt Russlands mit dem Westen steht das bevölkerungsreichste Land der Erde an der Seite des größten Flächenstaates. Peking und Moskau arbeiten an einem Bündnis, das die Kräfteverhältnisse auf der Welt dramatisch verändern kann. Zwar hat sich China bei der Abstimmung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über die russische Militäraktion auf der Krim der Stimme enthalten. Doch die von der Kommunistischen Partei gelenkte Presse lässt keinen Zweifel an Chinas Position. "Die USA und Europa sehen gegenüber Russland und Putin wie ein Papiertiger aus", höhnt die chinesische Zeitung "Global Times". Das Blatt gehört zur Holding des KP-Zentralorgans und steht der chinesischen Auslandsaufklärung nahe.
Russlands Willen unterschätzt
Der Westen, so die "Global Times", habe "Russlands Willen unterschätzt, seine Kerninteressen in der Ukraine zu verteidigen". Die Strategie des Westens, so das Blatt, eine "prowestliche ukrainische Regierung" zu unterstützen, funktioniere nicht. Dieser Versuch führe "in ein Chaos, das zu beseitigen der Westen nicht die Kapazität oder nicht die Weisheit hat". Der Westen, so die chinesische Prognose, werde "Verlierer des Fiaskos in der Ukraine" sein.
Ein Leitartikel der "Global Times" schlussfolgert: "Wir können Russland nicht enttäuschen, wenn es sich in Schwierigkeiten befindet. China sollte ein verlässlicher strategischer Partner werden. So gewinnen wir neue Freunde."
Die Offerte aus der Volksrepublik trifft in Moskau auf offene Ohren. In seiner Ansprache vor der Staatsduma und dem Föderationsrat dankte Putin offiziell "dem chinesischen Volk". Hinter den Kulissen tut sich bereits mehr. Experten des russischen Außenministeriums arbeiten derzeit an einem Entwurf eines Vertrages über "militärpolitische Zusammenarbeit" mit China. Details sind noch nicht bekannt, aber die geplante Übereinkunft dürfte weiter gehen als der Vertrag über "gute Nachbarschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit", den Putin 2001 mit China schloss.
Schon dieses Abkommen sieht eine "militärische und militärtechnische Zusammenarbeit" von Russen und Chinesen vor. So arbeiten beide Staaten in der Shanghaier Organisation für Sicherheit, gemeinsame Manöver eingeschlossen. China ist Großkunde der russischen Rüstungsindustrie. Nach China gingen allein in den Jahren 2004 bis 2011 rund 23 Prozent der russischen Waffenexporte. Die Chinesen kauften bei den Russen unter anderem Jagdflugzeuge, Flugzeugmotoren, Diesel-U-Boote und Raketenkomplexe.
Chinesische Waffenwünsche
Mit Rücksicht auf die Amerikaner hat Moskau den Chinesen manchen Waffenwunsch bislang nicht erfüllt. Das könnte sich bald ändern. So würde Peking gern raketenbestückte Atom-U-Boote des russischen "Projekts 949A" erwerben. Damit ließen sich im Ernstfall selbst amerikanische Flugzeugträger versenken.
Einflussreiche Manager des staatlichen russischen Waffenhandels fordern bereits, beim Rüstungsexport nach China jede Zurückhaltung abzulegen. Beim Flugzeug- und Militärschiffbau, so Experten der Branche, seien auch gemeinsame Großprojekte denkbar.
Das chinesische Interesse an Rüstungskooperationen erklärt auch die Haltung Pekings zu Kiew. Nach Einschätzungen des Stockholmer Forschungsinstituts Sipri ist die Ukraine der drittgrößte Waffenlieferant der Volksrepublik. Allein 2012 lieferte die Ukraine an China Waffen im Wert von 690 Millionen US-Dollar.
Eine Annäherung der Ukraine an die Nato, so chinesische Befürchtungen, könnte diese Kooperation beenden. Darum ist China an einer Ukraine im Einflussbereich Russlands strategisch interessiert. Daher liegt der Schatten Chinas über der kriselnden Ukraine.
Hinzu kommt, dass der neue chinesische Parteichef Xi Jinping ein profunder Kenner der russischen Literatur ist. So wächst zusammen, was schon einmal zusammengehörte. Nach ihrer Gründung im Oktober 1949 formierte die Volksrepublik China mit der Sowjetunion das "Lager der Volksdemokratien", das auch die DDR einschloss. Auch jetzt sind beide Großmächte wieder durch autoritäre Staatsauffassungen verbunden. Deren innere Kraft und Festigkeit wird im Westen oft unterschätzt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/militaerbuendnis-china-und-russlan...
Beginnen wir mit einer hübschen Zahl: 15'000'000'000'000 Dollar.
Das ist, gerundet, das Ausmass des Kreditvolumens, das in der Volksrepublik China im Verlauf der vergangenen fünf Jahre geschöpft wurde. So viel an neuen Schulden haben sich der Zentralstaat, Regional- und Lokalregierungen, staatlich kontrollierte Unternehmen, private Haushalte sowie private Unternehmen auf ihre Bilanz geladen.
Gemäss der Ratingagentur Fitch handelt es sich dabei um den massivsten Schuldenaufbau aller Zeiten.
Gegenwärtig beläuft sich der kumulierte Schuldenstand in der chinesischen Wirtschaft auf rund 240 Prozent des BIP.
Ist das schlimm?
Möglicherweise ja.
Fortsetzung http://blog.fuw.ch/nevermindthemarkets/index.php/34422/chinas-kreditblas...
Der Flash PMI enttäuscht erneut die Markterwartungen. Der heute Morgen veröffentlichte HSBC (HSBA 605.6 1.73%) Flash PMI – er ist der erste Indikator für die Wirtschaftsaktivität des laufenden Monats – zeigt für den März einen Wert von 48,1, nach 48,5 im Februar. Das entspricht einem Achtmonatstief. Von Analysten erwartet worden war ein Wert von 48,7. Der vom nationalen Statistikbüro und vom Logistik- und Einkäuferverband erhobene offizielle Einkaufsmanagerindex für die Industrie betrug im Februar 50,2.
Das ist der sechste Monat in Folge, dass der Flash PMI einen Rückgang des Industrieausstosses anzeigt, und der dritte Monat in Folge, dass er die Wachstumsschwelle von 50 unterschreitet. Der Flash PMI berücksichtigt gegen 90% der 430 von HSBC erfassten Unternehmen, darunter viele kleine und mittelgrosse Betriebe. Für den offiziellen PMI befragt das nationale Statistikbüro rund 3000 Unternehmen in 21 Sektoren, mit Schwerpunkt auf den weniger zyklischen grossen Staatsbetrieben.
Breit basierter Rückgang
Chinas Wachstumsmoment scheint sich weiter abzuschwächen. Der Rückgang ist breit basiert: Die reduzierte Kreditvergabe drückt auf die inländische Nachfrage. Doch die Situation ist noch nicht so schlimm, dass eine Reaktion der Regierung in Form eines grösseren Stimuluspakets folgen dürfte. Allerdings werden gezielte Massnahmen zur Stabilisierung des Wachstums in Form von tieferen Barrieren für private Investitionen erwartet. Ebenso dürften Investitionen in den Umweltschutz, ein gezielter Ausbau von Metronetzen zur Entlastung des Verkehrs sowie mehr Aktivität im sozialen Wohnungsbau folgen.
Der offiziell ausgewiesene Industrieausstoss befindet sich immer noch in der Wachstumszone, hat sich in den letzten Monaten jedoch deutlich verlangsamt. Die jüngsten Daten mehren die Sorgen über eine stärkere Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China als erwartet. Manche Marktbeobachter rechnen damit, dass das Wachstumsziel Pekings von 7,5% im ersten Quartal nicht ganz erreicht wird.
Sämtliche Subindizes des Flash PMI haben sich im März schneller verlangsamt als im Vormonat. In Einklang dazu stiegen die Lager an fertigen Gütern. Einzig der Index für neue Exportaufträge zeigt bessere Werte. Zu erwähnen ist auch, dass der Yuan gegenüber dem Dollar letzte Woche den bislang grössten wöchentlichen Rückgang erlitten hat, weil die Peoples Bank of China (PBoC) spekulative Mittelzuflüsse reduzieren will.
Kontroverse Signale aus der Wirtschaft
Die PBoC hat am Freitag ihren vierteljährlichen Stimmungsbericht aus der Wirtschaft veröffentlicht. Die Umfrage basiert jeweils auf Daten von 20 000 städtischen Haushalten, fast 6000 Unternehmen und 3100 Banken und misst die Stimmung im Vergleich zum Vorquartal.
Für das erste Quartal 2014 waren die Resultate kontrovers: Das Vertrauen in die Wirtschaft allgemein nahm zwar zu, aber ihre eigenen Geschäftsaussichten betrachten die Unternehmen als deutlich schlechter – sogar so schlecht wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Die Banken gaben an, die Kreditnachfrage habe sich erhöht, was wohl auf die höheren Finanzierungskosten im informellen Bankensektor zurückzuführen ist. Sie bezeichnen die eher restriktive Politik der PBoC als ungeeignet und beklagen die strengeren Kreditvergabevorschriften.
Die Haushalte hingegen blicken der Zukunft positiv entgegen, in Bezug auf Einkommens- und Arbeitsplatzaussichten. Das bestätigen auch die Zahlen des nationalen Statistikbüros, die jedoch notorisch unzuverlässig sind, wie das Statistikbüro selbst zugibt. Der Wille, frei verfügbares Einkommen für Konsum auszugeben, ist jedoch seit 2009 nicht gestiegen. Aber deutlich mehr Leute als im letzten Quartal planen, eine Wohnung zu kaufen.
Die asiatischen Börsen tendierten am Montagmorgen trotz des enttäuschenden Flash PMI im grünen Bereich. Der Nikkei 225 (Nikkei 225 14475.3 1.77%) avancierte 1,87%, der Hang Seng (Hang Seng 21436.7 1.2%) in Hongkong 1,1%. Der Shanghai Composite Index kletterte 0,5%, und die Börse in Singapur legte 0,92% zu.
http://www.fuw.ch/article/chinas-wirtschaft-enttauscht-erneut/
Michael Pettis, Finanzprofessor an der Universität Peking, erklärt im Interview mit FuW, weshalb Präsident Xi schnell seine Macht konsolidieren muss und wieso es keine Finanzkrise geben wird.
Gibt es historische Präzedenzfälle?Es gibt nur zwei Arten von Ländern, die den Wirtschaftsumbau gemeistert haben: Demokratien und stark zentralisierte Autokratien. Dezentralen Autokratien gelingen die Anpassungen fast nie. Xi Jinping muss die Macht zentralisieren, und das ist, was er seit zwei Jahren tut.
http://www.fuw.ch/article/michael-pettis-china-hat-noch-zwei-jahre-zeit/
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