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Wenn im Norden der Föhn bläst, regnet es im Süden häufig. Das muss aber nicht immer der Fall sein, wie man am Mittwoch schön beobachten konnte. Doch wie funktioniert denn der Föhn ohne Regen?
Früher ging man davon aus, dass die Erwärmung hauptsächlich durch Ausregnen entsteht: Bei Südföhn steigt feuchte Luft im Süden auf. Ein Teil des Wasserdampfes kondensiert dabei und gibt Wärme ab. Dadurch kühlt sich die Luft beim Aufstieg weniger stark ab, als sie sich beim Abstieg erwärmt. Dieser Prozess führt zwar tatsächlich zu einer Erwärmung, ist aber häufig nicht der Hauptgrund für den warmen Südwind.
Ein Föhn kann auch ganz ohne Regen stattfinden. In diesem Fall gelangt die Luft direkt aus grosser Höhe zu den Alpen und sinkt auf der Alpennordseite ab. Durch das Absinken erwärmt sie sich. Am Mittwoch konnte man diesen Fall schön beobachten. Obwohl es auf der Alpensüdseite trocken blieb, erreichten die Temperaturen in den Föhngebieten 20 bis 24 Grad. Als Vergleich: Im Süden lagen die Höchstwerte nur bei rund 14 Grad.