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Momentan ist der Fall klar: Wer die US-Westküste erkunden will, macht das mit dem Auto oder dem Motorhome. Eine valable Alternative gibt es nicht. Das soll sich ändern. Im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele, die 2028 in Los Angeles stattfinden, erhält der Westen der USA Hochgeschwindigkeitszüge.
Es handle sich um eine Strecke zwischen dem Grossraum Los Angeles in Kalifornien und der Glücksspielmetropole Las Vegas in Nevada sowie eine Verbindung durch das Central Valley, das Kalifornische Längstal zwischen Los Angeles und San Francisco, wie das Weisse Haus mitteilte.
Insgesamt wolle die Regierung von Präsident Joe Biden 8,2 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 7,2 Milliarden Franken) in landesweit zehn grössere Bahnprojekte investieren. Allein drei Milliarden Dollar sind demnach für die Verbindung zwischen Rancho Cucamonga im Grossraum Los Angeles und Las Vegas vorgesehen.
Die 350 Kilometer solle der Zug in knapp über zwei Stunden zurücklegen, fast doppelt so schnell wie ein Auto, hiess es in der Mitteilung. Man rechne mit elf Millionen Passagieren pro Jahr. Millionen von Autos würden von der Strasse genommen und 400'000 Tonnen Kohlendioxid jährlich eingespart.
Weitere rund drei Milliarden Dollar gehen in das Central-Valley-Projekt zwischen Bakersfield und Merced, wodurch der Norden und der Süden Kaliforniens besser miteinander verbunden werden sollen. In dem 275 Kilometer langen Korridor sollen Züge mit bis zu 350 Kilometern pro Stunde verkehren. Die emissionsfreien Elektrozüge würden mit erneuerbaren Energien betrieben.