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11. Dezember 2020
Links oben leuchten zwei Goldammern in der Sonne. Sie machen ihrem Namen alle Ehre. Unten rechts sitzt eine Rohrammer. Sie ist an ihrer brauner Grundfärbung mit dunkler Streifung und am hellen Überaugenstreif (und Kinnstreif, den man hier auf dem Foto nicht sieht) zu erkennen. In der Kiesgrube überwintern jedes Jahr Gold- und Rohrammern mit Sperlingen und Buchfinken vergesellschaftet in grösseren Trupps. Dort ist auch das Foto entstanden.
Die Goldammer ist ein typischer Heckenvogel des Kulturlands. Sie hält sich gerne in Übergangszonen auf, wo sie Nahrung, dichtes Gestrüpp und Sitzwarten findet. Im Winter isst sie überwiegend Gras- oder Getreidesamen. Dazu kommen Knospen und Arthropoden wie Spinnentiere etc.
Die Rohrammer ist vielmehr Charaktervogel von Verlandungszonen in Feuchtgebieten. Sie hat gerne Röhricht, meidet aber grundsätzlich stark verbuschte Stellen oder einsichtige Schilfflächen. Im Winter schliesst sie sich gerne anderen Vögeln an. Sie bevorzugt dann in mit Gebüsch durchsetztem Röhricht zu nächtigen. Auch solche Stellen bietet die Kiesgrube.