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Geschichtlich betrachtet ist die Liberale Partei – zugleich die älteste im Kanton Basel-Stadt – unzweifelhaft revolutionären Ursprungs. Nach der Gründung als Landespartei 1913 verstand sich diese folgerichtig denn auch als oppositionelle Kraft im jungen Bundesstaat, zunächst unter dem Namen ‚Liberaldemokraten‘, zwischen 1961 und 1977 als ‚Liberal-demokratische Union der Schweiz‘. Aus einer Minderheitsposition setzt sich die Liberale Partei auf Bundesebene für den Föderalismus, den Schutz der Sprachgruppen sowie des Individuums vor allzu viel Staatsinterventionismus ein. Die Liberalen konzentrierten sich seit ihrer Gründung auf wenige Zentren und wurden in Genf, Neuenburg, im Waadtland sowie in Basel-Stadt zu einer politisch relevanten Kraft.
Liberale Politik setzt auf eine möglichst umfassende Eigenverantwortung der einzelnen Bürgerin und des einzelnen Bürgers. Sie strebt ein Höchstmass an individueller Handlungs- und Entscheidungsfreiheit an und anerkennt aber dabei die sozialen und ordnungspolitischen Aufgaben des Staates. Gesetze und Regelungen müssen widerspruchslos und rational durchschaubar sein, verankert in einer vom Volk akzeptierten Verfassung. Sie sollen dem Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger insgesamt dienen, wobei dieses Wohlergehen aber umfassender zu verstehen ist als die blosse Möglichkeit zum individuellen Wohlstand.
Die Liberale Partei ist keine Klassenpartei, sondern steht als politische Organisation allen Personen offen, welche sich mit diesen Zielsetzungen identifizieren können.