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|Inhalt||VORLAEUFER|
| Paul Cézanne

1839 - 1906
|Zeitlebens ein einzelgänger, pflegte er den kontakt zu seinen zeitgenossen, konnte sich aber keiner kunstrichtung anschliessen. Sein frühwerk ist dunkeltonig und steht unter dem einfluss von Delacroix und Daumier. Er wird 1873 von Pissarro, einem pleinairisten, in die freiluftmalerei eingeführt, was die aufhellung seiner palette bewirkt. 1874 und 77 stellt er mit den Impressionisten aus. An den themen landschaft und stilleben entwickelt er seine neue art des sehens, die nachfolgende künstler stark beeinflusst.|
|Seine fragestellung lautet: Was macht der künstler vor dem motiv, der natur? - Statt sie zu imitieren, solle er eine harmonie bilden, parallel zur natur. Diese bestehe aus kugel, kegel und zylinder. Das bild sei nichts anderes als auf der leinwand verteilte farbe.
Deshalb baut er seine elemente in festgefügte kompositionen und ordnet ihnen farbwerte zu.

Jetzt hat das bild eine eigene wirklichkeit.
Diese einstellung eröffnet den kubisten den weg zur abstraktion.
| Paul Gauguin

1848 - 1903
|Als bankangestellter findet er über die impressionisten zur malerei, bis er 1883 seinen brotberuf aufgibt. 1888 löst er sich von seinen vorbildern und findet zu seinem flächigen, starkfarbigen, linear verfestigten farbauftrag: cloisonnismus. Die farbwahl erfolgt nach dem ausdruckswert (symbolgehalt) und nicht mehr nach naturalistischen prinzipien. 1891 reist er nach Tahiti, kommt noch einmal zurück und lässt sich endgültig dort nieder. Er wird zum vorbild der nabis (= propheten), einer künstlergruppe, die sich einer symbolistisch - dekorativen malerei verschreibt.|
| Vincent Van Gogh

1853 - 1890
|Als pfarrerssohn beginnt er eine kunsthändlerlehre und gerät 1877 in eine erste krise. Er beginnt ein theologiestudium, das er bald abbricht und wird laienprediger in einem englischen bergwerksgebiet. Auch hier verausgabt er sich zu stark und gerät in tiefe depression. Wieder zuhause, beginnt er 1880 im selbststudium mit zeichnen. Er malt dunkeltonige "armeleutebilder".

1886 zieht er zu seinem bruder Theo, der kunsthändler ist, nach Paris. Er lernt die impressionisten kennen, dadurch hellt sich seine palette auf.
1888 malt er in Arles, finanziell völlig von seinem bruder abhängig. Gauguin besucht ihn, die beiden künstler geraten in streit, van Gogh schneidet sich in einem anfall sein linkes ohrläppchen ab. Er geht freiwillig in die anstalt St-Rémy. Als sich sein zustand bessert, wird er im haus des doktors Gachet, einem kunstfreund, aufgenommen. Auf einem spaziergang bringt er sich um. Er hat noch kein einziges bild verkauft.
Van Gogh steht als prototyp des malers, dessen einzige ausdrucksmöglichkeit seines leidens die kunst ist. Innerhalb von kürzester zeit entwickelt er auf der basis des neoimpressionismus eine eigene bildsprache: Die meisten seiner bilder sind auf einem komplementärkontrast aufgebaut. Der duktus seiner pinselführung wird zum seismogramm seiner seelenzustände. Diese auffassung, von persönlicher betroffenheit auszugehen, innere bilder öffentlich zu machen, bezeichnet man als expressiv.
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