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„Wenn du hungrig bist, lass einen fahren“, sagte Ameisenbär zu Tapir, „so bekommst du was zu essen!“ Das tat Tapir, und was herauskam, war Honig von Ajidabia-Bienen. So kam es, dass man in den Wäldern nun Honig findet. (Samane, Ayoréo-Erzähler dieser Mythe)
So oder anders kam der Honig in die Welt von Ayoréode – Menschen –, einer jägernomadischen Gesellschaft in den Trockenwäldern des Gran Chaco. Ihr Territorium erstreckte sich einst über Ostbolivien und Nordparaguay. Der Honig wildlebender Bienen war bei ihnen ein reichhaltiges und geschmacklich variantenreiches Hauptnahrungsmittel. Umfangreiches Wissen über Bienen und ihre Produkte war tief verwurzelt, geradezu verkörpert und in Objekten materialisiert. Es bot Stoff für Mythen, Lieder und Geschichten, über die das Wissen bewahrt, erinnert, aktualisiert und weitergegeben wurde.