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Neben der Kirche ist der Friedhof, d.h. die Toten bleiben symbolisch in Gemeinschaft mit den noch lebenden Gläubigen. Malerisch ist v.a. der südliche Teil des Friedhofs. Er ist um eine Naturwiese herum angeordnet, die im Frühsommer in allen möglichen Farben blüht und diesen Ort der Trauer in einen Ort der Hoffnung verwandelt.
Die Kirche und der Friedhof sind gegenüber der Dorfstrasse leicht erhöht und von Westen her nur durch den Aufgang beim Pfarrhaus erreichbar. Der Aufgang direkt von der Dorfstrasse her ist wegen seines gefährlichen Zugangs gesperrt. Der Osten der Kirche ist durch zwei schmiedeeiserne Tore zugänglich. Angrenzend dazu befinden sich ein Parkplatz und ein weiterer Teil des Friedhofs.
Der Turm
Der Turm besteht aus einem Unter- und einem Oberbau, die durch ein Kranzgesims getrennt sind. Der quadratische Unterbau weist drei Geschosse auf. Das erste und zweite Geschoss sind jeweils durch ein rechteckiges Fenster beleuchtet. Vor allem an den Ecken sind hin und wieder unverputzte, hellbraune Steine zu sehen. Der weisse Verputz erhält so eine verspielte, lebendige Dimension. Der Oberbau ist leicht zurückversetzt und hat abgeschrägte Ecken. Nach allen Seiten hin zeigt er grosse rechteckige Fenster, hinter denen die Glockenstube verborgen liegt. Zifferblätter einer Uhr gibt es jedoch nur nach Norden und nach Süden. Der Turm trägt ein pyramidenförmiges Dach, auf dem ein Hahn thront, das Symbol für die reformierte Kirche.
Turmansicht vom Friedhof her (Südseite)
Der Turm ist durch die Tür im Osten zugänglich. Im Erdgeschoss fällt zuerst der grosse zugemauerte Spitzbogen auf. Dieser war einst der Osteingang zur Kirche, der zu Beginn des 20. Jh. zugemauert worden ist. Davor stehen Teile des alten neugotischen Taufsteins (der Fuss steht im Pfarrgarten). Im Norden und Süden befindet sich je ein gotisches Fenster, das jeweils von den dahinter liegenden Annexbauten verdeckt wird.
Steigt man die hölzerne Wandtreppe hinauf, kommt man auf das erste Obergeschoss. Dort befindet sich der Zugang zum Dachstock der Kirche. Das Dachgebälk ist eine Hängekonstruktion mit liegendem Stuhl und vollständig original. Der Raum wird als Lagerraum für den alten Kronleuchter und ausgediente Uhrzeiger genutzt.
Blick den Dachtuhl der Kirche (während der Renovationsarbeiten von 2011)
Im zweiten Obergeschoss befindet sich das automatische Uhrwerk. Davor sind Löcher im Boden zu entdecken, durch die früher die Seile verliefen, die zum Läuten der Glocken gezogen werden mussten. Die letzte Erneuerung der Uhr fand 2013 statt.