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Wegen der heutigen politischen Situation und der jahrzehntelange Spannung zwischen Taiwan und China kam ich auf die Frage, wie der wissenschaftliche Name von Formosas Wilder Bergtee heißen sollte.
Tatsächlich fand ich interessante Sache!
Ich habe in einer deutschsprachigen Seite: Teespedia über den Tee geschrieben. Mit großem Respekt las ich diese Seite. Was für eine Knochenarbeit!
Wie jedes Nachschlagwerk, das auf demokratisches Basis funktioniert, hat Mängel an wissenschaftlichen Aussage. Es war schon bei Pu Er und jetzt möchte ich etwas zu diesem Thema Taiwans Wilden Bergtee ergänzen.
Zuerst muss man klar machen, dass der Begriff Bergtee nicht gleich der Tee von Camellia Sinensis ist. Er beinhaltet auch viele falschen Teepflanzen und blühende Varianten. Manche sind sogar geeignet für Öl- Gewinnen. Trotzdem stehen viele Arte unter Schutz. Und sind vor Aussterben bedroht!
Oft zum verwechseln gibt es eine Sorte Camellia furfuracea (Merr.) Coh.-Stuart. Die Blätter sehen sehr ähnlich zum trinkbaren Teepflanzen. Für mich ist es ein trauriges und zugleich interessantes Phänomen, weshalb wir als Konsumenten immer nach rarem „reinen“ Tee suchen? Wenn wir von „wild“ hören, sind wir bereits begeistert!
Vor einer Woche hatte ich eine Kundin, die als „Designer“ angab, mir von einem sehr teuren Kauf von Formosa wildem Tee. Ich erwiderte mit einer höflichen Aussage, „Sie haben bestimmt einen guten Kauf gemacht.“ Persönlich habe ich paar Male diesen so genannten wilden Bergtee aus Kaoshiung getrunken. Ich kann nicht sagen, ich sei begeistert.
Im Jahr 1712 wurde bereits dokumentiert, dass Taiwaner Ureinwohner aus den Bergen um Ri-Yue-Tang Tee gepflückt haben und an Holländer verkauften. Es wurde auch erzählt, dass dieser Tee sehr kühlenden Charakter hat und die Ureinwohner ihn selbst nicht trinken wollten#1. Diesen Teepflanzen ähneln an Assamica. Zuerst wurde diese Art als eine Varietät von Camelia Sinensis var. sinensis. Damals hieß er „ Camellia Sinensis var. formosensis“. 2007 wurde eine Abhandlung veröffentlicht, dass durch die neue DNA Forschung diese Varietät aus „Unter-Art“ direkt zu „Art“ erhoben werden muss. Seitdem trägt er seinen neuen Name „Camellia formosensis (Masam. & Suzuki) M. H. Su, C. F. Hsieh & C. H. Tso“. In Taiwaner Wikipedia steht noch eine andere Varietät von dieser Art. Daraus ist wieder eine neue Tee-Geschichte entstanden.
Wir wissen, aus dieser oben erwähnte Formsenis und dem Bergtee aus Burma ist der Kultivar Hongyu – Formosa No. 18 entstanden. Und seit 2019 ist erneut ein neues Stern geboren: Formosa No.24. Dieser Kultivar stammt aus einem Bergtee namens „C. formosensis var. yungkangensis M. H. Su, C. F. Hsieh et C. H. Tsou“. Er ist gleichzeitig eine Mutation von Formosensis und vielleicht wurde es auch deswegen als Varietät Formosensis bezeichnet. (Die Definition von Kultivar und Varietät sei unscharf.) Er sei eine Erbe aus der Eiszeit und im Osttaiwan entdeckt. Nach 19 Jahren Forschung und kultivierender Arbeit ist die „Züchtung“ Formosa No. 24 entstanden. Er sollte Mandel Duft, Shitake Note strahlen, und coffinarm. Aufgrund von seinem Wachstumspotenzial hat er aus der Natur nicht anfällig auf Schädlinge und kann ohne chemische Mitteln angebaut werden. Das Tea Research Institute möchte damit erreichen, dass man mit No. 24 auf den Teegarten anbauen kann und die ursprünglichen „C. formosensis var. yungkangensis M. H. Su, C. F. Hsieh et C. H. Tsou“ dort lässt, wo sie immer sind. Störe sie bitte nicht mehr, nur weil Du einen wilden Tee aus Taiwan trinken willst!
Formosa No.24 wurde als „echter“ Taiwan Tee als Erbe aus der Eiszeit geworben. Als Genussmittel kann man erst ab 2022 erwarten.
#1 清康熙56年（西元1717年）《諸羅縣志》：「水沙連內山茶甚夥，味別色綠如松蘿。山谷深峻，性嚴冷，能卻暑消脹…」黃叔璥《臺海使槎錄》：「水沙連茶，在深山中。眾木蔽虧，霧露濛密，晨曦晚照，總不能及。色綠如松蘿，性極寒，療熱症最效。每年，通事於各番議明入山焙製。」，另《淡水廳誌》：「貓螺內山產茶，性極寒，蕃不敢飲。」