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Historisch
bedeutende Gebäude
in Ramsen
Bahnhof Ramsen um 1900
Bahnhof
Die Bahnstrecke Etzwilen - Singen
Die Bahnstrecke Etzwilen - Singen wurde am 17. Juli 1875 zwischen Winterthur und Etzwilen als Teilstück der Nationalbahn Zofingen - Aarau - Lenzburg - Baden - Zürich-Seebach -Winterthur - Etzwilen - Singen eröffnet.
Geldgeber für diese Bahn waren vorab die an der Linie liegenden Gemeinden. Die Linie war als Zubringer zum deutschen Bahnnetz gedacht, war jedoch wegen mangelnder Frequenz von Anfang an defizitär.
1878 geriet diese „Volksbahn“ in Konkurs. Übernehmer der Linie war die Nordostbahn (NOB). Zwischen 1902 und 2004 gehörte sie zum Streckennetz der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Die Linie Etzwilen - Singen war die einzige Strecke der SBB, die nie elektrifiziert wurde. Am 31. Mai 1969 erfolgte die Einstellung des Personenverkehrs. Der Güterverkehr blieb bestehen, wurde sogar noch durch die Schaffung der „rollenden Landstrasse“ zwischen Rielasingen und Chiasso erweitert. Mit der Verlegung des Terminals am 25. Oktober 1996 nach Singen erfolgte die endgültige Aufhebung dieser SBB-Linie.
Die am 27. Januar 2006 gegründete Stiftung Museumsbahn Stein am Rhein - Etzwilen - Hemishofen - Ramsen und Rielasingen - Singen (SEHR & RS) übernahm am 29. August 2006 die Strecke käuflich von den SBB. Seit 2001 werden Museumsbahnfahrten durchgeführt, wobei die Fachwerkgitterbrücke über den Rhein bei Hemishofen einen Höhepunkt dieser Strecke darstellt. 2011 konnte der Streckenabschnitt Ramsen - Rielasingen wieder in Betrieb genommen werden und die Weiterführung der Strecke bis Singen ist in Planung.
Ausser dem Bahnbetrieb mit Dampf - und Dieselzügen kann die Strecke auch mit Draisinen (Schienenvelos) befahren werden. Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Eisenbahnlinie (VES) besorgen in freiwilliger Fronarbeit den Unterhalt der Strecke.