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Die Schweiz und Kambodscha unterhalten seit 1963 diplomatische Beziehungen. Die Beziehungen zwischen den zwei Ländern sind gut. Die Schweiz unterstützt den Transitionsprozess und die Entwicklungsanstrengungen Kambodschas. Der wirtschaftliche Austausch zwischen den beiden Ländern ist bescheiden.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Kambodscha
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweizer Botschaft in Bangkok (Thailand) ist zuständig für Kambodscha. Der in der Schweiz akkreditierte kambodschanische Botschafter residiert in Genf. Zudem gibt es ein Konsulat in Zürich.
Die Schweiz pflegt seit 1963 diplomatische Beziehungen mit Kambodscha. Seit 2016 führen die beiden Länder einen regelmässigen politischen Dialog.
Die Schweiz leistet über ihre internationale Zusammenarbeit einen Beitrag zur Entwicklung des Landes und unterstützt den Transitionsprozess. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) eröffnete 2012 ein Programmbüro in Phnom Penh, in dem seit September 2014 auch eine Konsularagentur untergebracht ist.
Die Schweiz und Kambodscha arbeiten zudem im Rahmen des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) zusammen, wo die Schweiz seit Juli 2016 den Status als sektorielle Dialogpartnerin innehat.
Wirtschaftliche und finanzielle Beziehungen
Der Handelsaustausch zwischen den beiden Ländern ist bescheiden, nimmt aber zu. Auch im Privatsektor bestehen Handelsbeziehungen. Die Schweiz exportiert vor allem Pharmazeutika und Maschinen nach Kambodscha und importiert hauptsächlich Edelsteine, Textilien, Schuhe und Landwirtschaftsprodukte.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kulturschaffende aus Kambodscha können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Friedensförderung und Menschliche Sicherheit
Aufgrund des Bürgerkriegs, der über 30 Jahre dauerte, ist die Lage auch heute noch fragil. Vor diesem Hintergrund engagiert sich die Schweiz im Bereich der menschlichen Sicherheit punktuell. So organisierte sie 2013 zusammen mit Argentinien und Tansania ein Forum über Genozidprävention in Phnom Penh und 2014 ein Seminar zum Thema «Transitional Justice Mechanisms» für kambodschanische Richterinnen und Richter. 2017 beteiligte sich die DEZA an einem Kulturprojekt im Bereich des kollektiven Gedächtnisses und unterstützte ein Ballett zum Thema Zwangsehen unter dem Regime der Roten Khmer.
Die Schweiz verfolgt die Aktivitäten des UNO-Tribunals, das die Verbrechen der Roten Khmer untersucht und die noch lebenden Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen soll, auch weiterhin mit Interesse.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Die DEZA ist seit Mitte der 1990er-Jahre in Kambodscha aktiv. Seit der Eröffnung des Kooperationsbüros in Phnom Penh im Jahr 2012 hat sie ihr Engagement ausgebaut. Im Gesundheitsbereich unterstützt sie die Kantha-Bopha-Spitäler des Schweizer Kinderarzts Beat Richner.
Kambodscha gehört zu den Ländern der von der DEZA koordinierten Mekong-Strategie (2018–2021). Die Strategie 2018–2021 konzentriert sich auf drei Schwerpunkte:
- Lokale Gouvernanz und Bürgerbeteiligung
- Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
- Berufsbildung und Beschäftigung
Die Humanitäre Hilfe der Schweiz wird seit 1996 punktuell aktiv, etwa bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, im medizinischen und gesundheitlichen Bereich oder beim Wiederaufbau von Tempeln.
Zur Unterstützung der DEZA-Projekte in Südostasien und im Pazifik und zur raschen Intervention bei Naturkatastrophen in diesen Regionen sind seit 2013 zwei regionale Experten für Katastrophenvorsorge und ‑management in Bangkok stationiert. Diese unterstützen zudem die ASEAN beim Kapazitätsaufbau im Bereich Katastrophenvorsorge und Soforthilfe.
Schweizerinnen und Schweizer in Kambodscha
Anfang 2018 lebten 378 Schweizerinnen und Schweizer in Kambodscha.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte Kambodscha 1957 als Staat. Seit 1963 unterhalten die beiden Länder diplomatische Beziehungen. Die seit 1978 in Kambodscha präsente Humanitäre Hilfe der Schweiz engagiert sich entweder selbst oder über internationale Hilfsorganisationen.
2012 wurde die Entwicklungszusammenarbeit namentlich durch die Eröffnung eines Programmbüros der DEZA in Phnom Penh ausgebaut.
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