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Cristina, die an diesem Samstag 50 Jahre alt wird, hatte 1997 zu ihrer Heirat mit dem Ex-Handballstar Iñaki Urdangarin von ihrem Vater Juan Carlos den Titel der Herzogin von Palma de Mallorca erhalten. Für die Aberkennung, die heute im Amtsblatt veröffentlicht wurde, werden offiziell keine Gründe genannt.
Ehemann soll Spendengelder veruntreut haben
Sie dürfte aber mit einer Anklage gegen Cristina und Urdangarin zu tun haben. Die 49-jährige Infantin ist wegen Beihilfe zum Steuerbetrug in zwei Fällen angeklagt. Den Hauptvorwurf der Geldwäscherei gegen die Nummer sechs in der spanischen Thronfolge hatte der Ermittlungsrichter José Castro im vergangenen November fallen gelassen.
Hauptbeschuldigte in dem Fall sind Cristinas Mann Iñaki Urdangarín und dessen Geschäftspartner. Der 47-jährige ehemalige Handball-Nationalspieler soll zusammen mit seinem ehemaligen Kompagnon sechs Millionen Euro Spendengelder für die Wohltätigkeitsorganisation Nóos veruntreut haben, deren Vorsitzender er war.
Cristina war Mitglied im Nóos-Vorstand. Sie beteuert, nichts von den mutmasslichen Machenschaften gewusst und in finanziellen Dingen vollkommen ihrem Mann vertraut zu haben.
Die Ermittlungen in dem Korruptionsfall dauern seit 2010 an. Gegen Cristina wurde erst im Dezember 2014 Anklage erhoben. Die nun vollzogene Aberkennung des Titels gilt auch für ihren Ehemann, der sich künftig nicht mehr Herzog von Palma de Mallorca nennen darf.