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Von den Wänden lächeln Arbeiter und Bauern, während revolutionäre Lieder durch die Gänge schallen. Eröffnet wurde die Pjöngjanger U-Bahn 1973 – als erste auf der koreanischen Halbinsel, was von der nordkoreanischen Propaganda als grosser Sieg über den Süden gefeiert wurde.
Die Metro in Südkoreas Hauptstadt Seoul liess bis 1974 auf sich warten. Allerdings ist das dortige Netz mit 17 Linien inzwischen viel länger als die U-Bahn in Pjöngjang, die nur über zwei Linien verfügt.
Das heute in Pjöngjang rollende Material der U-Bahn stammt aus Deutschland. Neu sind die Züge jedoch nicht: Weil die Nordkoreaner ihr Geld lieber in Atomraketen stecken als in moderne Waggons, haben sie Ende der 1990er-Jahre Dutzende ausrangierter Züge aus Ost- und West-Berlin zum Sonderpreis gekauft.
Aussen wurden sie umlackiert. Innen haben sie noch dieselben Farben, dieselben Bezüge wie damals in Deutschland. Allerdings wurden die Werbeschilder entfernt. Stattdessen sind die Waggons mit Bildern der verstorbenen Staatsführer Kim Il-sung und Kim Jong-il dekoriert.
Touristen dürfen die U-Bahn benutzen – aber nur auf ausgewählten Abschnitten und nur in Begleitung eines offiziellen Aufpassers. (hz)