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Die Fussball-Europameisterschaft hat der französischen Wirtschaft im vergangenen Jahr laut einer Studie 1,2 Milliarden Euro eingebracht. Etwas mehr als die Hälfte davon ist auf Ausgaben der Besucher aus dem Ausland zurückzuführen, berechnete das Zentrum für Recht und Wirtschaft des Sports (CDES) in Limoges im Auftrag des Pariser Sportministeriums. Dabei wurden auch berücksichtigt, dass manche andere Touristen wegen der EM wohl auf einen Aufenthalt in Frankreich verzichteten.
Der Rest (etwa 596 Millionen Euro) geht auf Ausgaben der Organisatoren, Teams, Sponsoren und akkreditierten Besucher zurück, heisst es in der am Dienstag veröffentlichten Studie. Im Verhältnis zur gesamten Wirtschaftsleistung des Landes fällt der Betrag allerdings kaum ins Gewicht: 1,2 Milliarden Euro entsprechen rund 0,05 Prozent des Bruttoinlandprodukts.
Teurer Ausbau der Stadien
Laut der Studie brachte die Fussball-EM dem französischen Staat knapp 75 Millionen Euro zusätzlicher Steuereinnahmen, vor allem aus der Mehrwertsteuer. Sie führt allerdings nicht auf, welche Kosten der Staat schulterte. So hatten Staat und Kommunen rund 20 Millionen Euro für die Sicherung der Fanzonen bereitgestellt. Die Kosten für den Schutz des Grossereignisses durch Zehntausende Polizisten hatte Frankreich nie beziffert.
Zudem waren in den Jahren zuvor 1,7 Milliarden Euro in die Stadien investiert worden – laut einer früheren Studie zu 38 Prozent aus öffentlichen Geldern. Diese Spielstätten wurden allerdings nicht nur für die EM genutzt.
(sda/mbü)