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<h2>SubmittedText<h2><p>Weiterbildungen werden in der Berufswelt immer wichtiger. Sie verdeutlichen den Wandel unserer Gesellschaft hin zu einem lebenslangen Lernprozess, der für alle notwendig ist, um überhaupt mit der schnellen technologischen Entwicklung, den Innovationen und den wechselnden Berufsprofilen Schritt halten zu können.</p><p>Der Bund hat in dieser Hinsicht eine Vorbildfunktion und sollte die Arbeitgeber dieses Landes davon überzeugen, genügend finanzielle und personelle Mittel zur Weiterbildung ihres Personals zur Verfügung zu stellen. Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie gross ist das Jahresbudget des Bundes für Weiterbildungen in den verschiedenen Departementen und Ämtern?</p><p>2. Sind darin alle Personalkategorien eingeschlossen?</p><p>3. Welche Ziele gibt es für die Weiterbildung des Bundespersonals?</p><p>4. Wie sieht die Strategie für die Zukunft aus angesichts der Tatsache, dass die Herausforderungen der demografischen Entwicklung auch den Bund betreffen werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Meinung der Interpellantin, wonach der Aus- und Weiterbildung des Bundespersonals eine hohe Bedeutung zuzumessen ist. Der Bund als Arbeitgeber steht im Arbeitsmarkt im ständigen Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte. Die wichtigsten Zielsetzungen der Aus- und Weiterbildung in der Bundesverwaltung sind die Sicherstellung einer hohen Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Bundespersonals sowie die Erhöhung von dessen Arbeitsmarktfähigkeit. Am 5. Dezember 2008 hat der Bundesrat beschlossen, die Aus- und Weiterbildung in der Bundesverwaltung neu zu gestalten und neu zu organisieren. Zu diesem Zwecke hat er ein Ausbildungszentrum der Bundesverwaltung (AZB) geschaffen und es dem Eidgenössischen Personalamt (EPA) angegliedert.</p><p>1. Der Bundesverwaltung stehen für die Aus- und Weiterbildung rund 40 Millionen Franken jährlich zur Verfügung. Dies entspricht 0,8 Prozent des gesamten Personalaufwands. Von den 40 Millionen für die Aus- und Weiterbildung entfallen gut 5 Millionen auf den Kredit zentrale Personalschulung im EPA (AZB).</p><p>2. Die Aus- und Weiterbildung steht gemäss Artikel 4 der Bundespersonalverordnung (BPV) ausdrücklich allen Angestellten offen. Der Arbeitgeber trägt die Kosten für die bedarfsorientierte Ausbildung und stellt den Angestellten die dafür erforderliche Zeit zur Verfügung. Bedarfsorientiert heisst, dass der Bedarf des Arbeitgebers im Vordergrund steht. Für die bedürfnisorientierte Ausbildung, die nur zum Teil mit dem Bedarf des Arbeitgebers übereinstimmt, kann der Arbeitgeber die Kosten ganz oder teilweise übernehmen und den Angestellten dafür Zeit zur Verfügung stellen. Hier besteht ein Ermessensspielraum.</p><p>Die verfügbare Datenlage erlaubt es gegenwärtig nicht, Aussagen über die effektive Weiterbildungsbeteiligung der Bundesangestellten zu machen. Im Zuge der Harmonisierung der Zeitwirtschaft und der Umsetzung der Personalstrategie wird diese Frage angegangen werden.</p><p>3./4. Gemäss Artikel 4 BPV sind die Departemente gehalten, gezielt Massnahmen zu ergreifen, um die Kompetenzen aller Angestellten zu erweitern und zu vertiefen, die Arbeitsmarktfähigkeit sowie die Mobilität der Angestellten zu erhöhen sowie die Angestellten zu befähigen, notwendige Veränderungen mitzugestalten und mitzutragen.</p><p>Die Schaffung des AZB ist Teil der Strategie des Bundesrates, die Aus- und Weiterbildung in der Bundesverwaltung insgesamt zu stärken. Der Bundesrat legt zudem die strategischen Ziele für das Ausbildungszentrum der Bundesverwaltung fest. Erstmals hat er dies am 11. September 2009 für den Zeitraum 2010-2015 getan und damit Ziele zur Angebotssteuerung, zum Angebot und zu den Produktebereichen des AZB formuliert.</p><p>Am 12. März 2010 hat der Bundesrat im Rahmen eines Aussprachepapiers das EFD/EPA beauftragt, die Personalstrategie in Zusammenarbeit mit den Departementen und der Bundeskanzlei auszuarbeiten. Die Strategie soll definieren, wie die Bundesverwaltung als Arbeitgeberin auf die künftigen Herausforderungen reagieren will, und gibt die personalpolitischen Ziele bis 2015 vor. Die thematischen Schwerpunkte im Bereich der Personalentwicklung fliessen in diese Strategie ein. Dem Aspekt der demografischen Entwicklung wird dabei Rechnung getragen werden. Der Bundesrat wird voraussichtlich Ende 2010 über die Personalstrategie entscheiden.</p>  Antwort des Bundesrates.