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Ein Verbrechen ist geschehen. Der Tresor wurde leergeräumt. Der Verbrecher hat wohl Handschuhe getragen, denn Fingerabdrücke werden keine gefunden. Aber ein Haar! Damit lässt sich möglicherweise der „genetische Fingerabdruck“ des Täters erstellen.
Die Chancen dafür stehen gut, wenn an der Haarwurzel ein paar Zellen von der Kopfhaut des Täters haften. Denn aus diesen Zellen kann seine DNA isoliert werden. Für die Erstellung eines Gen-Profils sind bestimmte Abschnitte der DNA, welche bei jedem Menschen anders sind, von besonderem Interesse. Diese Abschnitte sind wichtig, um die DNA des Täters von anderer DNA am Tatort unterscheiden zu können. Mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) können diese Abschnitte gefunden und viele Kopien davon hergestellt werden. Dann werden die DNA-Stücke mit Hilfe der Gel-Elektrophorese sortiert. Die Anzahl und Länge dieser DNA-Stücke ist charakteristisch für jeden Menschen, so dass man auf diese Weise einen „genetischen Fingerabdruck“ des Täters erhält.
Um den Täter durch diese Methode zu fassen, muss der genetische Fingerabdruck des gefundenen Haares mit genetischen Fingerabdrücken von verdächtigen Personen verglichen werden. Man kann also nicht direkt ein Profil des Täters erstellen, sondern nur einen Vergleich mit anderen genetischen Fingerabdrücken machen. Von den verdächtigen Personen muss deshalb ebenfalls ein genetischer Fingerabdruck erstellt werden. Stimmt das Profil der verdächtigen Person mit dem Profil aus dem gefundenen Haar überein, hat man den Täter gefasst!