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Biografia
Emilio Stanzani, 12.8.1906 Zurigo, 14.11.1977 Zurigo, catt., cittadino it., dal 1934 di Zurigo. Figlio di Camillo Emilio, muratore, e di Fortunata Planchel. ∞ (1929) Emma Fontana. Dopo un apprendistato di scultore con Otto Münch a Zurigo (1923-26),fu aiutante di Karl Geiser. Realizzò alcuni progetti premiati in concorsi, tra cui due rilievi per l'Esposizione nazionale di Zurigo (1939). Ebbe atelier a Zurigo, Carona e Parigi. L'amicizia con il mimo Marcel Marceau lo spinse a scolpire opere burlesche. I lavori della maturità sono caratterizzati da un astrattismo policromo, influenzato da correnti del tachisme e dall'amico Francis Bott. S. ottene la borsa fed. di belle arti (1940),il premio Conrad Ferdinand Meyer (1950) e il premio artistico della città di Zurigo (1968).
Emilio Stanzani, * 12.8.1906 Zürich, † 14.11.1977 Zürich, wächst als Kind italienischer Emigranten in Zürich auf; sein Vater ist Maurer und sein Onkel Steinhauer. 1923–1926, nach Beendigung der Schule, Bildhauerlehre bei Otto Münch im Böcklin-Atelier, Zürich. Ende der 1920er-Jahre arbeitet Stanzani mit Karl Geiser zusammen und beginnt zu modellieren, zu zeichnen und zu malen. Er unterstützt Geiser vor allem bei der Vergrösserung und Umsetzung der Modelle in Stein. 1929 Heirat mit Emma Fontana aus Carona. In den 1930er-Jahren verschiedene erfolgreiche Wettbewerbsbeteiligung. Der Grossteil der Projekte, meistens Porträts und Figurengruppen in Stein, wird nicht ausgeführt. 1939 ist er an der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich mit zwei Reliefs für die sogenannte Höhenstrasse vertreten. 1942 Eintritt in die Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten (GSMBA); von nun an regelmässige Sommeraufenthalte in Carona, wo Stanzani ein zweites Atelier besitzt. Ende der 1940er-Jahre wendet er sich mit dem Harlekin und anderen Gestalten aus derselben Lebenssphäre einem neuen Thema zu. Diese Auseinandersetzung wird durch die Freundschaft mit dem französischen Pantomimen Marcel Marceau, von dem Porträts, Büsten und eine Holzskulptur entstehen, intensiviert. In dieser Zeit erhält Stanzani viele Aufträge für Skulpturen, die in einem architektonischen Zusammenhang stehen, sowie für Denkmäler und Kleinplastiken. 1950 wird er mit dem Conrad Ferdinand Meyer-Preis geehrt. Ende der 1950er-Jahre richtet sich der Künstler in Paris ein Atelier ein und kommt dort in Kontakt mit einigen Vertreterinnen und Vertretern des Tachismus und des Informel. Dieses Umfeld und die Freundschaft mit dem Maler Francis Bott, der einige von Stanzanis Bronzen bemalt, beeinflussen seine Werke, die sich ab Beginn der 1960er-Jahre durch zunehmende Abstraktion und Polychromie auszeichnen. 1968 erhält Stanzani den Kunstpreis des Kantons Zürich. Der Künstler ist ab den 1940er-Jahren regelmässig im In- und Ausland an Ausstellungen vertreten und nimmt an Wettbewerben teil.
Vom Frühwerk Stanzanis sind nur ganz wenige Beispiele, Porträtbüsten und kleine Statuetten, erhalten. Die Gattung des Porträts verfolgt der Künstler auch weiter, doch löst er sich in den späteren Jahren zunehmend von einer naturalistischen Formensprache und versucht, den momentanen Eindruck festzuhalten. Dies führt zum Thema des Harlekins und der Welt von Zirkus und Sport. Bei allen diesen Gestalten steht die Absicht im Vordergrund, einen Ablauf oder eine Aktion durch eine aussagekräftige Geste oder Haltung auszudrücken. Stanzani arbeitet in diesem Zusammenhang mit Materialien wie Holz, Stein, Wachs oder Bronze, die er auch zu Assemblagen kombiniert. Die bereits Ende der 1940er-Jahre einsetzende farbige Gestaltung von figürlichen Plastiken (La Joie, 1951, Bronze, bemalt, Kunstmuseum Luzern) überträgt der Künstler später auch auf abstrakte Konstruktionen. Die Farbe wird bei Plastiken und Assemblagen zu einem bestimmenden Faktor, der die Formensprache und die Materialität der Werke unterstreicht. Zu dieser Zeit gelangt er über die Verdichtung und Reduktion der Formen sowie die Auflösung der geschlossenen Volumina zur Abstraktion. Sein in den 1950er-Jahren einsetzendes Interesse an Architektur und dem Phänomen Stadt findet seine Umsetzung in plastischen Arbeiten, die durch in den Raum ausgreifende oder im Relief sich dicht drängende Formen Kategorien wie Tektonik, Volumetrie und Perspektive aufnehmen und die abstrahierenden Tendenzen weiterführen. In diesen Werken verarbeitet der Künstler für die Plastik neuartige Themen und stellt einen Bezug von Skulptur und Umraum (Stadt) her.
Werke: Aarau, Gewerbeschulhaus, Brunnen, 1964, Bronze, (1965 von der Expo 1964 in Lausanne erworben); Rheinau, Rheinbrücke, Heiliger Johann Nepomuk, 1958–1960, Bronze; Winterthur, Schulhaus Rychenberg, Stelzenläufergruppe, 1952–1962, Bronze; Zürich, Friedhof Manegg, Auferstehende, 1935–37, Bronze; Zürich, Muraltengut, Park Harlekin, 1953–55, Bronze, bemalt.
Irene Müller, 1998, aktualisiert 2018
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