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Kündigung Schulpflege
Fortgesetzte Kündigungsfrist
Die fortgesetzte Kündigungsfrist gilt nur bei einer Kündigung durch die Schulpflege. Sie tritt in folgenden Fällen ein und bewirkt, dass der Ablauf der Kündigung unterbrochen wird und erst nach Beendigung der Sperrfrist wieder fortgesetzt wird.
- Eine Lehrperson, eine Schulleiterin oder ein Schulleiter ist aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls während der Kündigungsfrist (teilweise) arbeitsunfähig. Die Sperrfrist beträgt in diesem Fall die Dauer der (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit, längstens aber
- im ersten Dienstjahr: 30 Tage
- ab zweiten bis und mit fünftem Dienstjahr: 90 Tage
- ab dem sechsten Dienstjahr: 180 Tage
- Eine Lehrerin oder eine Schulleiterin wird während der Kündigungsfrist schwanger. Die Sperrfrist dauert während der Schwangerschaft und 16 Wochen nach der Niederkunft.
- Eine Lehrperson, eine Schulleiterin oder ein Schulleiter leistet obligatorischen Militär-, Schutz- oder Zivildienst sowie Rotkreuzdienst. Die Sperrfrist dauert während der Dienstleistung und – sofern die Dienstleistung mehr als 12 Tage dauerte – während vier Wochen vorher und nachher.
Vorgehen
Die Schulpflege informiert den Sektor Personal des Volksschulamtes umgehend über die Situation. Das Volksschulamt verfügt die fortgesetzte Kündigungsfrist. Das Arbeitsverhältnis wird unter Berücksichtigung der fortgesetzten Kündigungsfrist auf das Ende eines Monats beendet.
Ist die Lehrperson, die Schulleiterin oder der Schulleiter nach dem ursprünglichen vorgesehenen Kündigungstermin arbeitsfähig, ist sie zur Arbeitsleistung verpflichtet. Das Volksschulamt wird – in Zusammenarbeit der Schulpflege – ihr oder ihm eine zumutbare Arbeit zuweisen. Hat die Lehrperson, die Schulleiterin oder der Schulleiter bereits eine neue Anstellung angenommen, wird das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst.