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Wer ist der Iltis?
Der Europäische Iltis oder Waldiltis ist Teil der Marderfamilie. Wie der Marder ist auch der Iltis ein Raubtier. Ausserhalb der Paarungszeit sind Iltisse Einzelgänger. Ihre Streifgebiete sind zwischen einem halben und mehreren Quadratkilometern gross – je nach Nahrungsangebot. Der Iltis ist vor allem nachts aktiv und ist ein guter Schwimmer. Das Frettchen ist eine domestizierte Art des Iltis.
Wie sieht der Iltis aus?
Der Iltis sieht aus wie ein Marder. Er hat braun-schwarzes Fell. An seiner weissen Zeichnung um die Nase und entlang der Ohrränder ist er eindeutig erkennbar. Männliche Iltisse werden bis zu 45 Zentimeter lang und maximal 1,5 Kilogramm schwer. Weibchen sind deutlich kleiner und leichter.
Wo lebt er?
Der Iltis ist nahezu in ganz Europa verbreitet. In der Schweiz kommt er bis in Höhen von 1600 Metern vor. Im Tessin und südlichen Wallis ist er allerdings verschwunden. Er hält sich gerne bedeckt und bevorzugt darum Böschungen und Hecken entlang von Bächen und Feuchtgebieten.
Was isst der Iltis?
Die kleine Marderart ernährt sich vor allem von Fröschen und Kröten. Aber auch andere Kleintiere, wie Mäuse und Amphibien, stehen auf seinem Speiseplan. Selten greift er auf Insekten, Eier oder Aas zurück.
Wie alt wird er?
In freier Natur kann der Iltis bis 8 Jahre alt werden. Allerdings überleben zwischen 70 und 90 Prozent der Tiere ihr erstes Lebensjahr nicht, da sie den Winter nicht überstehen. In Gefangenschaft leben die Tiere bis zu 14 Jahre.
Wer sind seine Feinde?
Der Iltis ist ein Jäger und ein Gejagter. Adler, Uhus, Füchse, aber auch Katzen und Hunde sind seine natürlichen Feinde.
Macht der Iltis Winterschlaf?
Nicht direkt. Aber im Winter ist der Iltis weniger aktiv und verlässt sein Quartier nur selten. Denn das Iltisfell ist dünn. Deshalb ist der Iltis im Winter besonders in höheren Lagen auf einen schützenden Unterschlupf angewiesen. Da kann es auch sein, dass er sich in ruhigen Winkeln in Scheunen und Ställen versteckt. Bevor der erste Schnee fällt, frisst sich der kleine Jäger zudem rund ein Drittel seines Körpergewichts an Fett an.
Was hat es mit dem Spruch «Stinken wie ein Iltis» auf sich?
Der Iltis kann zu einer echten Stinkbombe werden. Droht Gefahr, versprüht er ein übel riechendes Sekret aus seinen Analdrüsen.
Ist der Iltis bedroht?
Ja, er ist auf der Roten Liste der Säugetiere der Schweiz als «verletzlich» eingestuft. Er ist zwar in tieferen Lagen noch weit verbreitet, aber kommt nicht häufig vor. Das Problem: Iltisse können die Kulturlandschaft ausserhalb des Waldes nur durchstreifen, wenn diese viel natürlichen Schutz bietet. Das ist aber in der Schweiz immer weniger der Fall. Muss der Iltis seine sichere Deckung verlassen, ist er auf offenen Flächen seinen Fressfeinden ausgeliefert. Zudem müssen die Tiere immer öfter Strassen überqueren und werden dabei überfahren.
Was tun für den Schutz des Iltisses?
Um den Iltis zu schützen, ruft Pro Natura dazu auf, schweizweit vernetzte Kulturlandschaften mit vielen Versteckmöglichkeiten zu schaffen. So setzt sich etwa die «Aktion Hase & Co.» für mehr natürliche Vielfalt auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ein. Dafür werden verschiedene Projekte in der ganzen Schweiz unterstützt.