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Die erste Jahreshälfte war in der Schweiz viel zu nass, und es gab einige Regionen, wo sich der Juli nahtlos anschloss. Die zahlreichen Gewitter sorgten aber für grosse Unterschiede in der Niederschlagsverteilung. Die grössten Regenmengen gab es zwischen dem Kanton Schwyz und dem Alpstein. Dort fielen verbreitet mehr als 200 Millimeter Regen. In der Linthebene wurden auf der Station Doggen-Benken sogar 254 Millimeter gemessen, dicht gefolgt von den Messstationen auf dem Hörnli, dem Säntis und in Innerthal mit Werten zwischen 240 und 250 Millimetern. In der Region Schindelleggi/Pfäffikon kam es in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli zu Überschwemmungen. Von absoluten Niederschlagsrekorden war man in dieser Gegend aber weit entfernt. Im Juli 1993 fielen an vielen Orten 400 Millimeter Regen oder gar noch mehr.
Stellenweise viel zu trocken
Grosse Regenmengen gab es auch an den westlichen Voralpen und teilweise auch am östlichen Genfersee. Dort fielen verbreitet 130 bis 140 Prozent der im Juli üblichen Niederschlagsmengen. Auch im Südtessin gingen stellenweise bis 150 Prozent des normalen Juliregens nieder. Zahlreiche Gebiete erlebten aber einen sehr trockenen Monat. So beispielsweise die Nordwestschweiz. In Basel fielen bis jetzt nur 34 Millimeter Regen. Dies sind nur gut 40 Prozent des üblichen Juliregens. In den letzten 10 Jahren war nur im Jahr 2006 und im vergangenen Jahr der Juli noch trockener. Sehr trocken war es aber auch im Wallis. Sowohl im Rhonetal wie in den Südtälern blieb der Regen an vielen Orten weit hinter dem Durchschnitt zurück. In Grächen fielen nur 16 Millimeter Regen, in Visp 19 Millimeter. Dies entspricht 30 bis 45 Prozent des normalen Juliniederschlags.
Warme Nächte
Der Juli war, obwohl teilweise viel zu nass, deutlich zu warm. Gegenüber der klimatologisch relevanten Periode der Jahr 1961 bis 1990 war es an vielen Orten 2 Grad wärmer als sonst im Juli. Mit dem Juli des Vorjahres hält ein Vergleich aber nicht stand. Damals war es noch rund 3 Grad wärmer. Absolut gesehen war es in diesem Monat in Lugano am wärmsten mit einem Wert von 22,9 Grad. Zum Wärmeüberschuss trugen aber nicht nur einige heisse Tage, sondern vor allem auch die milden Nächte bei. Dafür verantwortlich war oft auch eine isolierende Wolkendecke. Die höchste Temperatur des Monats wurde am 20. Juli mit 34,8 Grad in Sitten gemessen. Der Jahreshöchstwert vom 23 Juni, gemessen in Visp mit 35,3 Grad, konnte aber nicht übertroffen werden. Im Mittelland war eigentliche Hitze selten. Rund um Zürich gab es nur 3 Hitzetage und in Genf wurden 6 Tage mit mehr als 30 Grad verzeichnet. Ganz anders im Süden und im Wallis. Im Tessin wurden 6 bis 8 Hitzetage registriert, im Rhonetal sogar 10 bis 12 Hitzetage.
Sonnenscheindauer genau in der Norm
Bezüglich Sonnenscheindauer ist der Juli 2016 biederer Durchschnitt, nicht mehr und nicht weniger. Absolut gesehen liegt Genf an der Spitze. Bis am frühen Freitagmorgen gab es 276 Stunden mit Sonnenschein. Grundsätzlich war es im Westen deutlich sonniger als im Osten.
Keine wesentliche Änderung
Der Sommer bleibt sich auch zu Beginn des Monats August treu. Auch in den kommenden Tagen geht es zwar warm weiter, längere Trockenphasen sind aber nicht in Sicht. Ein richtiges, beständiges Sommerhoch zeichnet sich nach den aktuellen Prognoseunterlagen immer noch nicht ab.