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Tätowierfarben
Bei der Tätowierung (Tattoo) wird ein Motiv mit Tinte oder anderen Farbmitteln permanent in die Haut eingebracht. Dazu werden wasserunlösliche Farbpigmente mit Hilfe einer Tätowiermaschine durch eine oder mehrere Nadeln in die zweite Hautschicht gestochen und dabei ein Bild oder Text gezeichnet. Permanent Make up (PMU) ist eine Sonderform der Tätowierung, bei der vor allem Augenbrauen oder Lippen betont, sowie Operationsnarben kaschiert werden.
In der Schweiz wurden 2006 das Tätowieren sowie die dazu verwendeten Tätowier- und PMU-Farben dem Lebensmittelrecht unterstellt und Anforderungen an die mikrobiologische und chemische Qualität sowie die Deklaration der verwendeten Produkte festgeschrieben. Die schweizerischen Anforderungen richten sich nach einer Europaratsresolution. Die Europäische Union hingegen kennt keine einheitliche Regelung und nationale Regelungen unterscheiden sich (zum Beispiel Deutschland, Niederlande) oder sind inexistent (zum Beispiel England, Schweden).
Unsere Aufgaben
Wir vollziehen die Lebensmittelgesetzgebung, insbesondere die Verordnung über Bedarfsgegenstände (SR 817.023.21), die Verordnung über kosmetische Mittel (VKos; SR 817.023.31) und die Verordnung über Gegenstände für den Humankontakt (SR 817.023.41).
Dies beinhaltet:
- amtliche Erhebung von Proben
- analytische Untersuchung der Proben
- Anordnen der notwendigen Massnahmen
Die Analytik beinhaltet unter anderem Methodenentwicklung und Untersuchungen auf:
- Inhaltsstoffe in Gebrauchsgegenständen
Dabei werden folgende Analysentechniken eingesetzt:
- Flüssigchromatographie (LC, IC, LC-MS)
- Gaschromatographie (GC, GC-MS)
- MALDI-TOF-MS
- Dünnschichtchromatographie (HPTLC)
Arbeitsschwerpunkte
- Nitrosamine in Tätowiermitteln
- Konservierungsmittel in Tätowiermitteln
- Farbmittel in Tätowiermitteln