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2017 10 15 - Elite-Weltmeisterschaften in Mexiko City15.10.2017
Elite-Weltmeisterschaften in Mexiko City
Florian Faber mitten in der Weltklasse
rz. Vergangene Woche wurden in Mexiko City auf 2500 Metern Höhe die Elite-Weltmeisterschaften im Bogenschiessen ausgetragen. Florian Faber von den Riehener Bogenschützen Juventas war für das Schweizer Team direkt von der Junioren-WM aus Argentinien angereist. Er war mit dem olympischen Recurve-Bogen am Start.
Gute Qualifikation
In der Qualifikation, in der 72 Pfeile auf 70 Meter Distanz geschossen wurden, war das Leistungsniveau extrem dicht. Florian Faber konnte sich inmitten vieler Profischützen im ersten Drittel der Rangliste etablieren und mit guten 649 Punkten den 39. Platz belegen. Jede Passe von sechs Pfeilen, die zwei oder drei Punkte über oder unter dem Durchschnitt lag, führte zu einer Verschiebung um etwa zwanzig Plätze. Bis kurz vor Schluss lag Florian Faber weniger als zehn Punkte hinter einer Top-8-Platzierung, mit der man direkt in die Sechzehntelfinals einziehen konnte. Am Ende der Qualifikation war der junge Riehener punktgleich mit dem Holländer Steve Wijler, der dieses Jahr ein Weltcupturnier gewonnen hat und in Mexiko schliesslich die Bronzemedaille gewinnen konnte. Auch liess Florian Faber mehrere Weltmeister und Olympiasieger hinter sich.
Pech im Stechen
In den K.o.-Runden musste Florian Faber in den 1/48-Finals aufgrund seiner Platzierung gegen den Türken Onur Tezel antreten. Dieser war nach halbem Qualifikationspensum noch punktgleich auf dem 40. Platz gelegen, gegen Ende der Qualifikation aber noch bis auf Platz 74 abgerutscht. In einem ausgeglichenen Match lagen die zwei Schützen nach fünf Sets mit 5:5 erneut gleichauf. In einem solchen Fall wird in den K.o.-Runden ein letzter Pfeil geschossen. In diesem «Stechen» wird der Einschuss genau vermessen und bestimmt welcher Pfeil näher am Zentrum sitzt. Der Schütze des besseren Pfeiles gewinnt und kommt in die nächste Runde. Leider hatte der türkische Schütze mehr Glück, konnte in diesem Moment seinen Pfeil besser platzieren und mit einer 10 gegen eine 9 Fabers das Match für sich entscheiden – sicherlich eine grosse Enttäuschung für den Riehener, der den Wettkampf auf dem 57. Rang unter 120 Schützen abschloss.
Florian Faber an der WM in Mexiko im Einsatz, links neben ihm der spätere
WM-Dritte Steve Wijler aus Holland, rechts der Türke Onur Tezel, gegen
den Faber in der K.o.-Runde verlor.
Hallensaison vor der Tür
Leider mussten sich auch alle anderen Schweizer Schützen in den 1/48- oder 1/24-Finals geschlagen geben. Damit blieb dem Team für einmal vor der Rückreise noch etwas Zeit für lokale Sehenswürdigkeiten. Nach der Rückkehr in die Schweiz wurde sofort die Vorbereitung auf die Hallensaison gestartet, in welcher Florian Faber bereits in einer Woche wieder in der deutschen Bundesliga im Einsatz sein wird.
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