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Der spanische Ölkonzern Repsol hat dank hoher Ölpreise, sich normalisierender Produktion in Libyen und einem neuen Gasfeld in Bolivien im zweiten Quartal zugelegt.
Der spanische Ölkonzern Repsol hat dank der hohen Ölpreise und der sich normalisierenden Produktion in Libyen im zweiten Quartal zugelegt. Ein neueröffnetes Gasfeld in Bolivien trug ebenfalls zum Anstieg bei, teilte Repsol mit.
Der bereinigte Gewinn aus fortgeführten Geschäften zu Wiederbeschaffungskosten (CCS) kletterte um 27 Prozent auf 481 Millionen Euro. Analysten hatten mit 442 Millionen gerechnet. Repsol hat hier die argentinische Tochter YPF herausgerechnet. Die argentinische Regierung hatte im April einen Anteil von 51 Prozent an YPF verstaatlicht.
Ärger in Argentinien drückt
Unterm Strich wies Repsol wegen der Geschehnisse in Argentinien allerdings einen Gewinneinbruch von 58 Prozent auf 244 Millionen Euro aus. Mit einem neuen Investmentplan versucht Repsol, sich von dem herben Schlag in Argentinien zu erholen.
Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner begründete die Enteignung damals damit, dass Repsol in Argentinien nicht ausreichend in die Ölproduktion und -Erforschung investiere.
Repsol hatte das Vorgehen verurteilt und eine Entschädigung gefordert. Auch international hatte es Proteste gegeben. Die EU hat Argentinien zwischenzeitlich vor der Welthandelsorganisation WTO verklagt.
Repsol hält nach der Enteignung 7 Prozent der YPF-Anteile. 26 Prozent befinden sich in Händen der argentinischen Unternehmerfamilie Eskenazi, der Rest wird an den Börsen in Buenos Aires und New York gehandelt.
(chb/rcv/awp)