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Prominente Netstaler
von Hans Speck
Es gibt viele Geschichten über Matthias Ambühl, dem angeblichen Anführer der Glarner bei der Schlacht von Näfels im April 1388. Die Wahrheit zu diesem Thema zu finden ist beinahe unmöglich. Tatsache ist, dass im Landesarchiv in Glarus keine Unterlagen über diesen legendären Netstaler, der das ehrwürdige Landesbanner im Jahre 1388 in der Freiheitsschlacht getragen haben soll, zu finden sind. Das meiste basiert auf mündlichen Überlieferungen. In der Schweizer Chronik von Aegidius Tschudi wird dieser Ambühl, genauer "Matis von Bu(e)len“ als Hauptmann der Glarner erwähnt, welche die Letzi von Näfels verteidigten (Stettler, Chronicon Bd. 6, S. 249 Z.4).
Professor Stettler schreibt im Kommentar zu Tschudis Schlachtbericht, a.a.O S. 253: "Einzelheiten in Anlehnung an verschiedene Reaktionen der Chronik der Stadt Zürich. Zahlreiche personale und geographische Details stammen aus unbekannter Vorlage und sind Tschudis Konjektur, insbesondere Matis von Buelen und dessen Rolle in der Schlacht, wohl in Anlehnung an mündliche Überlieferung.“
Matis von Buelen (Buehlen = Bühl, ein Quartier auf der Westseite des Hügels Bühl, in der Nähe der heutigen Garage Sauter gelegen) wurde also erstmals im Schlachtbericht von Aegidius Tschudi erwähnt, wobei unsicher ist, woher Tschudi diese Angabe hatte. Es steht einzig fest, dass der Name in keiner zeitgenössischen Quelle, insbesondere nicht im Jahrzeitenbuch von Linthal, erscheint. Stettler vermutet, wie gesagt, eine mündliche Tradition. Auch wenn nicht hundertprozentig erwiesen ist, dass Mattias Ambühl die 600 Mann starke Glarner Truppe im Kampf gegen die Habsburger befehligte und diese an der Letz in Näfels zum Sieg geführt hat, sind wir Netstaler stolz auf unseren prominenten ehemaligen Mitbürger, an den beim Matthias-Ambühl-Haus eine Gedenktafel erinnert.