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Durch das neue Gesetz würde der Produktionsstandort Schweiz im Bereich Film gestärkt. Davon profitiert nicht nur das heimische Filmschaffen, sondern indirekt beispielsweise auch der Tourismus. Zudem ist die Investitionspflicht für die Anbieter selbst kein Nachteil, was schweizerische Produktionen wie „Wilder“ und der „Bestatter“ zeigen, die sich gut weiterverkaufen liessen. Das Gesetz sorgt ausserdem für die Gleichbehandlung von Fernsehsendern und Streamingdiensten.
Thomas Tribolet, Rechtskonsulent der Filmproduzentenverbände und Sekretär SFP des Schweizerischen Verbandes der FilmproduzentInnen äussert sich in einem persönlichen Statement folgendermassen zur Annahme des Filmgesetzes:
Die Revision des Filmgesetzes ist wichtig für die Filmkultur in der Schweiz. Unser Anliegen ist simpel: Wir finden, dass grosse Streaminganbieter wie Netflix, Amazon, Disney+ usw. nicht nur grosse Umsätze in der Schweiz generieren sollen, sondern auch verpflichtet sein müssen, in Schweizer Filme zu investieren. Wir wissen, dass heute Erträge aus Streamingeinnahmen von inzwischen sicher über 400 Mio. Franken pro Jahr erzielt werden.
Diese Gelder gehen alle ins Ausland. Die Plattformen bezahlen weder Gewinnsteuern in der Schweiz noch haben sie eine Pflicht, sich hier zu engagieren. Das kann geändert werden mit der Anpassung des Filmgesetzes. Wird es angenommen, so müssen sie 4% ihres Umsatzes in Schweizer Filme investieren. Das heisst, es werden Dank diesen Investitionen neue Filme in der Schweiz gedreht im Umfang von über 16 Millionen Franken (die erwähnten 4% von 400 Mio).
Das führt zu einer besseren Beschäftigung von Angestellten in den Bereichen Schauspiel, Film, Ton usw. Somit ist die Annahme des Gesetzes für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Bereich Film und allgemein in der Kultur ein wichtiges Element.Unser Wunsch ist auch nicht unüblich, Länder wie Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark und Portugal kennen bereits heute eine solche Investitionspflicht.
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