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Dass der notorische Raser, der vor knapp 2 Jahren ein 14-jähriges Mädchen zu Tode gefahren hat, zu einer unbedingten Freiheitstrafe von neun Monaten verurteilt wurde (NZZ), ist ein endlich, endlich ein erster Schritt in die richtige Richtung (aber nur ein erster)!
Dass der Verband der Verkehrspsychologen findet, dass die Gerichtsgutachten für den Raser zu positiv ausgefallen sind und deshalb eine verbandsinterne Untersuchen starten will (Tages-Anzeiger), finde ich ebenfalls eine gute Sache.
Dass die Vorsitzende des Verkehrspsychologen-Verbandes zum Schluss kommt, dass die Justiz versagt habe und dem Raser schon vor diesem Fall ein 5-jähriges Fahrverbot hätte auferlegen müssen (Tages-Anzeiger), finde ich gut.
Nur geht mir das zu wenig weit. Denn:
- Wem schon mehrfach der Führerausweis wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurde (im konkreten Fall zwischen 1989 und 1999 bereits 6 (!) Mal, dem müsste der Führerausweis lebenslänglich entzogen werden.
- Genauso all jenen, die durch Rasen, Fahren mit Alkohol oder welches hirnlose Verhalten auch immer durch ihre Fahrweise Menschen das Leben rauben (und den Angehörigen das noch verbleibende Leben zur Hölle machen).
- Ein Auto ist in der Schweiz (und in vielen anderen Ländern) nicht existenziell notwendig. Wir haben beim öffentlichen Verkehr ein exzellent ausgebautes Netz.
- Wer aufgrund seines Wohnortes oder seines Berufs nicht ohne Auto auskommt … Tja, der müsste dann halt umziehen und/oder den Beruf wechseln.
Ist eigentlich das „Recht auf Autofahren“ eines der höchsten Rechte, nach denen wir uns richten wollen? Oder ist es gar klammheimlich in die Bundesverfassung aufgenommen worden?
Verdammt nochmal …!