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Die Drachen, so glaubte man, könnten entstehen, wenn ein siebenjähriger, kohlschwarzer Hahn ein selbstgelegtes Ei ausbrüte. Dann schlüpfe aus dem Ei ein Basilisk, ein Untier, das der Volksglaube mit den Drachen oder Lindwürmern identifiziert. Im Jahre 1730 soll bei Seewis im Prättigau ein derartiger Hahn sein Ei beinahe ausgebrütet haben. Nur dem Einschreiten des Weibervolkes gelang es, ein grosses Unheil dadurch zu verhüten, dass das unheilvolle Ei zertrümmert wurde. Man fand darin einen fingerlangen Wurm, der einen anscheulichen Gestank vebreitete.
Quelle: "Rätische Alpensagen : Gestalten und Bilder aus der Sagenwelt Graubündens", G. Luck, Chur, 1935
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