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Auszug aus der Schiessverordnung
2. Abschnitt: Schiesspflicht und freiwillige Teilnahme
Art. 9 Umfang der Schiesspflicht
1 Die Schiesspflicht muss in einem anerkannten Schiessverein erfüllt werden.
2 Die kantonalen Militärbehörden veröffentlichen jedes Jahr die notwendigen Angabenüber die Erfüllung der Schiesspflicht.
3 Schiesspflichtige Subalternoffiziere, Unteroffiziere und Angehörige der Mannschafterfüllen bis zum Ende des Jahres vor der Entlassung aus der Militärdienstpflicht,längstens jedoch bis zum Ende des Jahres, in dem sie das 34. Altersjahrvollenden, jährlich eine obligatorische Schiessübung.
4 Kostenlos ist die Teilnahme an:
a. Bundesübungen für die Angehörigen der Armee und Absolventinnen undAbsolventen von Jungschützenkursen;
b. Feldschiessen für die Teilnehmenden schweizerischer Nationalität;
c. Schiesskursen.
Art. 10 Schiesspflicht der Subalternoffiziere
1 Die schiesspflichtigen Subalternoffiziere können das Obligatorische Programm mit dem Sturmgewehr auf die Distanz 300m oder mit der Pistole auf die Distanz 25m schiessen.
2 Bestehen sie die Schiesspflicht mit dem Obligatorischen Programm 25m nicht, so müssen sie das Obligatorische Programm 300m schiessen.
3 Kommen sie ihrer Schiesspflicht nicht oder nicht vorschriftsgemäss in einem Schiessverein nach, so müssen sie die Schiesspflicht in einem Nachschiesskurs mitdem Sturmgewehr erfüllen.
Art. 10a Ausnahmen von der Schiesspflicht
Ausgenommen von der Schiesspflicht sind Subalternoffiziere:
a. des Psychologisch Pädagogischen Dienstes der Armee (PPD);
b. der Militärjustiz;
c. des militärischen Berufspersonals der Militärischen Sicherheit;
d. die nicht als am Sturmgewehr ausgebildet gelten.
Art. 11 Dispensation
Von der Schiesspflicht kann dispensiert werden, wer im betreffenden Jahr:
a. eine bestimmte Anzahl Tage Dienst leistet;
b. neu oder wieder mit einer persönlichen Handfeuerwaffe ausgerüstet wurde;
c. in Strafuntersuchung oder im Strafvollzug steht.
Art. 12 Freiwillige Teilnahme
1 Zur Teilnahme an Bundesübungen können zugelassen werden:
a. Schweizerinnen und Schweizer, die nicht der Armee angehören;
b. Ausländerinnen und Ausländer mit Niederlassungsbewilligung, sofern dem betreffenden Schiessverein für deren Teilnahme eine Bewilligung durch die kantonale Militärbehörde erteilt worden ist;
c. Ausländerinnen und Ausländer ohne Niederlassungsbewilligung, sofern sie der kantonalen Militärbehörde eine amtliche Bestätigung nach Artikel 12 Absatz 3 des Waffengesetzes vom 20. Juni 1997 vorgelegt haben und diese Behörde dem betreffenden Schiessverein für deren Teilnahme eine Bewilligung erteilt hat.
2 Staatsangehörige, deren Heimatstaaten in Artikel 9 Absatz 1 der Waffenverordnungvom 21. September 1998 aufgeführt sind, benötigen zusätzlich eine Bewilligung der Zentralstelle Waffen (Art. 9 Abs. 2 der Waffenverordnung).