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Gemäss Verteilerschlüssel werden 5.8 Prozent aller Asylsuchenden in der Schweiz dem Kanton Luzern zugeteilt. Die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen geht bei der Verteilung der Asylsuchenden auf die Gemeinden genauso vor wie der Bund bei der Zuweisung von Asylsuchenden an die Kantone, d.h. die Verteilung richtet sich nach dem Bevölkerungsanteil der jeweiligen Gemeinde gemessen an der Gesamtbevölkerung des Kantons. Führt eine Gemeinde auf ihrem Gebiet eine kantonale Asylunterkunft, werden ihr die Zahl der bereits anwesenden Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommenen angerechnet.
Analog zur Neustrukturierung des Asylwesens auf Bundesebene strebt auch der Kanton Luzern eine Zentrumsstrategie an, d.h. Asylsuchende bleiben bis zum Entscheid über ihr Gesuch mehrheitlich in den kantonalen Asylzentren. Eine dezentrale Platzierung in Wohnungen wird nur noch in Ausnahmefällen bewilligt. Bei ihrer Ankunft im Kanton werden die Asylsuchenden demnach in Asylzentren untergebracht, welche von der Abteilung Zentren betreut werden. Der Aufenthalt dort beträgt in der Regel zwei bis sechs Monate. Danach werden sie je nach Betreuungsbedarf in Aufenthalts- oder Minimalzentren platziert.
Bei einem Statuswechsel zu anerkannten Flüchtlingen oder vorläufig Aufgenommenen werden sie dann in individuelle Wohnräume umquartiert, die der Kanton gemietet hat. Dabei ist der Kanton bestrebt, eine möglichst gleichmässige Verteilung über das ganze Kantonsgebiet zu erreichen. Die Abteilung Wohnbegleitung organisiert den Umzug von den Asylzentren in die Wohnungen und betreut diese Liegenschaften.