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Ein geschlossenes System ist dadurch definiert, dass alle Variablen sich gegenseitig direkt oder indirekt beeinflussen können und eine klare Systemgrenze gezogen werden kann. Dies führt dazu, dass eine Veränderung in einer Variable über Zeit sich selbst beeinflussen kann. Es erfolgt eine Reaktion auf eine entsprechende Aktion. Dieses Szenario wird als Feedback (Rückkopplung) bezeichnet.
Ein Feedback Loop kann zum Beispiel folgendermassen erfolgen:
• Person A tritt Person B in einer Bar versehentlich auf den Fuss • Person B gibt Person A einen Stoss • Person A gibt Person B eine Ohrfeige • Person B schlägt Person A die Faust ins Gesicht • Person A nimmt den Barhocker und zieht Person B einen über den Schädel • usw.
In diesem Beispiel handelt es sich um einen Reinforcing Feedback Loop (selbstverstärkender Regelkreis). Die Situation eskaliert.
Die typische Eigenschaft eines Reinforcing Feedback Loops, auf Deutsch selbstverstärkenden Regelkreises, ist exponentielles Wachstum oder exponentielle Niedergang. Ein selbstverstärkender Regelkreis folgt der Logik „Je mehr, desto mehr“ oder „je weniger, desto weniger“. Selbstverstärkende Regelkreise existieren in der Natur nur in Verbindung mit ausgleichenden Regelkreisen, d.h. es gibt kein unlimitiertes Wachstum oder unlimitierte Schrumpfung. Der Regelkreis wird zentral mit einem "R" markiert.
Die typische Eigenschaft eines Balancing Feedback Loops, auf Deutsch ausgleichenden Regelkreises, ist zielsuchendes Wachstum oder Niedergang. Ein ausgleichender Regelkreis versucht ein Modell in einen vordefinierten Zustand zu bringen. Wenn Verzögerungen in einem ausgleichenden Regelkreis enthalten sind, können zum Beispiel Oszillationen entstehen. Ein ausgleichender Regelkreis folgt der Logik „Je mehr, desto weniger“ oder „je weniger, desto mehr“. Der Regelkreis wird zentral mit einem "B" markiert.