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Ein Kornspeicher, den man auf der ehemals zum Kirchenbau bestimmt gewesenen Baustelle um Gontenschwil aufzuführen begann, wollte in seinen Grundmauern durchaus nicht fest werden. Da brachte ein Mann vom Gaishof ein Füllen auf den Platz, zündete eine Welle Bohnenstroh ihm unter dem Leibe an und hielt das Thier so lange, bis das Stroh verbrannt war. Von da an fiel das frisch aufgeführte Mauerwerk den Arbeitern nicht mehr zusammen.
Es hat sich dieser Brauch in jener Gegend bis in die Neuzeit fort vererbt; wollte das Anknen oder sonst eine landwirthschaftliche Verrichtung nicht gut von statten gehen, so nahm man ein Füllen aus dem Stalle und verbrannte ihm eine Welle Stroh, Heu u. A. unter dem Leibe.
(nach Rochholz, Schweizer Sagen)