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Der US-Steuerstreit kommt die Schroder Bank teuer zu stehen: Die Genfer Tochter des britischen Instituts zahlt eine Busse von gut 10 Millionen Dollar an die US-Behörden. Nur zwei andere Schweizer Banken mussten bis jetzt mehr bezahlen.
Im Steuerstreit mit den USA hat sich eine weitere Bank mit den US-Behörden auf eine Busse geeinigt. Die Schweizer Privatbank-Tochter der britischen Schroders plc bezahlt 10,3 Millionen Dollar.
Dritthöchste Busse
Die im Jahr 1967 gegründete Schroder Bank mit Sitz in Genf hatte in der Zeit ab August 2008 etwa 243 Konten mit US-Bezug in ihren Büchern, auf denen ein durchschnittliches aggregiertes Vermögen von 506 Millionen Dollar lag. Dies teilte das US-Justizdepartement DoJ am Donnerstag mit.
Die Schroder Bank ist nach der Société Générale Private Banking (Busse: 17,81 Millionen Dollar) und der Rothschild Bank (11,51 Millionen Dollar) erst die dritte Bank, die mit einer Busse in zweistelliger Millionen-Höhe belegt wird. Im Gegenzug zur Busse wird das Justizdepartement die Bank wegen den Steuersünden nicht mehr weiter juristisch verfolgen.
Mitarbeiter reisten in die USA
Die Bank hat ihren Kunden gemäss DoJ mit den Tochtergesellschaften Schroder Trust AG und der Schroder Cayman Bank & Trost Company Ltd. auch Dienstleistungen zu Trusts oder Stiftungen angeboten. Zudem seien Mitarbeiter der Bank in den Jahren 2004 und 2008 regelmässig in die USA gereist, um die Geschäftsbeziehungen mit US-Kunden zu pflegen.
Die Schroder & Co. Bank AG hatte wie zahlreiche andere Banken in der sogenannten Kategorie 2 am US-Steuerprogramm teilgenommen. Diese Kategorie ist für Banken bestimmt, die mutmasslich US-Steuersünder in ihrem Kundenkreis hatten. 33 Banken haben unterdessen eine Einigung mit den US-Behörden erzielt.
(sda/mbü)