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Ziel: Die Kinder und Jugendlichen nehmen die Umwelt anders wahr.
Gedanke: Die verschiedenen Farben sind mit verschiedenen Assoziationen verbunden. Die Welt sieht durch die rosa Brille anders aus als durch die grüne oder graue. Ist das wirklich so?
Geschichte: Die goldenen Fenster. Es war einmal ein kleiner Junge, der lebte in einer Hütte auf einem grünen Hügel. Er war sehr glücklich. Und doch fehlte ihm etwas zu seinem Glück, denn da gab es etwas, das er sich mehr als alles auf der Welt wünschte: Jeden Tag gegen Abend, wenn die Sonne allmählich sank, sass er auf der Schwelle, stützte sein Kinn in die Hand und starrte über das weite Tal hinüber zu einem Haus, das goldene Fenster hatte. Wie Diamanten leuchteten sie! Es war ein wunderbarer Anblick, und er konnte sich nicht satt sehen, und er wünschte sich sehnlichst, dass er einmal in einem solch schönen Haus wohnen könnte. Tag für Tag, Jahr für Jahr faszinierte ihn das Haus mit den goldenen Fenstern, und als er schliesslich alt genug war, um in die Schule zu gehen, beschloss er das Haus seiner Träume endlich kennenzulernen. An einem Nachmittag im Sommer machte er sich auf den Weg. Aber er brauchte länger als er gedacht hatte, und als er schliesslich ankam, war die Sonne bereits untergegangen. Er erlebte eine schreckliche Enttäuschung: Das Haus hatte gar keine goldenen Fenster, ja es war nichts anderes als eine einfache Hütte mit ganz gewöhnlichen Fenstern. In der Hütte lebte ein Mann und eine Frau, und da es schon zu spät für den Rückweg war, behielten sie den kleinen Jungen über Nacht bei sich. Wie gross war aber seine Überraschung, als er am frühen Morgen erwachte und aus dem Fenster schaute: Fern über dem Tal stand ein anderes Haus mit goldenen Fenstern, und jedes einzelne Fenster blinkte und blitzte so herrlich, wie er es zuvor nie gesehen hatte. Voller Erwartung lief er darauf zu. Da erkannte er es. Es waren die Fenster des Hauses, in welchem er wohnte.
Herbert Leslie Gee
Animation: Farbige Brillen basteln. Aus Karton werden einfache Brillengestelle gebastelt, die mit farbiger Folie als Brillengläser bestückt werden. Mit dem „Nasenfenster“ wird die Welt nun anders wahrgenommen – zumindest farblich. Rot und Rosa stehen für verliebt, Grün für entspannt, Blau für fit. Passen die Farben mit den Assoziationen überein? Ist die rosa Welt wirklich lieblich? Ändert sich auch die Wahrnehmung der Umwelt? Wie wird die Natur jetzt wahrgenommen?
Ausklang: Die Kinder und Jugendlichen erklären reihum in kurzen Worten, in welcher Farbe sie die Welt am liebsten sehen und warum.
Dieses Anispi stammt aus dem akzente Fenster.