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Wo ein Gletscher steil ist, ist er auch dünn. Hier ist die Chance besonder gross, dass er sich auftrennt und die Verbindung zur Zunge verliert. Die abgetrennte Gletscherzunge wird als Toteis bezeichnet und zählt nicht mehr zum Gletscher.
Viele Alpengletscher haben in den vergangenen Jahren ihre Zunge verloren oder stehen kurz vor dieser Trennung.
Beide haben vor kurzer Zeit ihre Gletscherzunge verloren: Glacier de Ferpècle (links) und Glacier de Mont Miné (rechts), zuhinterst in der Val d'Hérens (VS). Die ehemalige Gletscherzunge ist jetzt sogenanntes Toteis, da es den Kontakt zum Nährgebiet verloren hat. Es ist bei beiden Gletschern komplett mit Schutt bedeckt.
Die Zunge des Gornergletschers (Mattertal, VS) wurde von zwei Gletschern gespiesen: vom Gorner- und vom Grenzgletscher. Doch nun hat der Gornergletscher die Verbindung zu seiner Zunge verloren (siehe rotes Rechteck und untenstehendes Foto). So entstand ein Gletscher mit zwei Namen: die obere Hälfte heisst Grenzgletscher, die untere Gornergletscher.
Dieses Foto zeigt, wie der obere Teil des Gornergletschers die Verbindung zum unteren Teil verloren hat.
Der Persgletscher hat im Jahre 2016 die Verbindung zum Morteratschgletscher (GR) verloren und hat nun seine eigene Gletscherzunge.
Der Triftgletscher (BE) beim Sustenpass hat den Kontakt zu seiner Zunge im Sommer 2013 verloren.
Auch der Obere Grindelwaldgletscher wurde in der Steilstufe durchtrennt (links: 2010, rechts: 2013).