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DMZ - KULTUR ¦
Die Tage des guten alten Buches scheinen gezählt: Während der letzten zehn Jahre gingen die Importe von Büchern und Zeitschriften um einen Drittel beziehungsweise um die Hälfte zurück. Trotz dieses klaren Abwärtstrends treiben der alljährliche Schulbeginn, der Literatursaison-Auftakt sowie die nahenden Festtage die Importzahlen jeweils zwischen September und November um bis zu 20 Prozent in die Höhe.
In den letzten zehn Jahren haben die Importe von Büchern und Zeitschriften ein ähnliches Schicksal erlitten. Was die Bücher angeht, sind die Einfuhren zwischen 2008 und 2018 um 35 Prozent von 703 auf 454 Millionen Franken gesunken. Bei den Zeitschriften ist für denselben Zeitraum sogar eine Reduktion um 46 Prozent zu beobachten, was einem wertmässigen Rückgang von 402 auf 219 Millionen Franken entspricht. Obwohl sich die Entwicklung der Wechselkurse sowie die sinkenden Preise beim Grenzübertritt vorteilhaft auf die Schweizer Importe auswirkten, ist der wertmässige Rückgang grösstenteils auf die reduzierte Einfuhrmenge zurückzuführen (- 28 Prozent in zehn Jahren für die Bücher und - 44 Prozent für die Zeitschriften).
Die veränderten Lesegewohnheiten der Bevölkerung einerseits wie auch das Aufkommen von E-Books und Online-Publikationen andererseits (auf Grund sinkender Preise und rascher Verfügbarkeit) könnten diesen Rückgang erklären. Die Importe von Büchern konzentrieren sich stark auf bestimmte Monate des Jahres. Während sie zwischen April und August bis zu 15 Prozent unter ihren Mittelwert1 sinken, werden zwischen September und November die meisten Bücher importiert. Der Schulbeginn sowie die nahenden Festtage lassen die Bücher-Importe im September um 15, im Oktober um 18 und im November um 7 Prozent über ihre Durchschnittswerte hinaussteigen. Was die Zeitschriften angeht, steigen die Importe in den Monaten März (+ 4 Prozent im Vergleich zum Mittelwert), Juni (+ 4 Prozent), Oktober (+ 5 Prozent) und Dezember (+ 3 Prozent) leicht an.
Deutschland und Frankreich sind unsere «Bestseller»
Wenig überraschend sind Deutschland und Frankreich die zwei wichtigsten Zulieferer von Büchern und Zeitschriften, da sie die zwei primären Landessprachen der Schweiz (2017: 63 Prozent deutsch, 23 Prozent französisch)2 abdecken. Italien vervollständigt die «Top-DreiAnbieter» von Zeitschriften (Anteil im 2018: 4 Prozent), bei den Büchern nimmt es jedoch lediglich den vierten Platz nach dem Vereinigten Königreich ein (UK: 6 Prozent, Italien: 5 Prozent). Zwischen 2008 und 2018 hat Deutschland einen Teil der Bücherlieferungen verloren (von 62 auf 53 Prozent im 2018), dies insbesondere an China (von 1 auf 5 Prozent im 2018). In den letzten zehn Jahren ist China zudem vom sechsten auf den fünften Platz der wichtigsten Anbieter von Büchern aufgestiegen und hat somit die Vereinigten Staaten hinter sich gelassen.
Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung - http://www.ezv.admin.ch
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