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Hans-Georg Nägeli wurde am 26. Mai 1773 als Sohn einer Pfarrersfamilie in Wetzikon geboren. Schon früh entdeckte der Vater das Talent seines Sohnes. Er erlaubte dem zehnjährigen Hans hin und wieder, an seiner Stelle die Wetzikoner Singgesellschaft zu dirigieren. Bald schon wusste Hans, dass er Musiker werden wollte. 13-jährig kam er nach Zürich, doch das Heimweh trieb ihn zurück ins Elternhaus.
Vier Jahre später liess er sich dann endgültig in der Stadt nieder. Er spielte Harfe, sang viel und erwarb sich einen Namen als Pianist und Komponist.
Er gründete eine kleine Musikhandlung und einen eigenen Verlag und im Jahr 1805 das "Zürcherische Singinstitut".
Im selben Jahr heiratete er Anna Elisabeth Rahn (1784-1862). In den Ehejahren begann Nägeli mit der Veröffentlichung seiner ersten musikpädagogischen Schriften. Er erteilte Gesangsunterricht am städtischen Waisenhaus und war Kantor an der Bürgerschule. Vortragsreisen führten ihn nach Deutschland und Frankreich.
Nebst zahlreichen Gesangsbüchern verfasste er 1810 sein bekanntestes Werk: die "Gesangslehre nach Pestalozzischen Grundsätzen".
Mit 58 Jahren wurde er Zürcher Erziehungsrat und kurz vor seinem Tode im Jahre 1836 zum Grossrat ernannt.
Der "Sängervater" Nägeli starb im Alter von 63 Jahren. In seinem Nachlass befanden scih an die zweitausend unveröffentlichte Manusskripte, die sowohl theoretischen Schriften, als auch zahlreiche Kompositionen enthielten.
Sein Wirken hatte nachhaltigen Einfluss auf das schweizerische Chorwesen.
Quelle: Festschrift "100 Jahre Zürcher Kantaonal-Gesangverein, Zürich 1999