Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/199196

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wirkt bei den SBB darauf hin, die Einführung eines "Gleis 5"-Abos oder - in der neueren Schreibweise - eines "Five 25"-Abos zu prüfen, das an allen Tagen oder zumindest an den Wochenenden zwischen 17 Uhr und 7 Uhr gültig ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zuständig für die Tarifgestaltung, die Ausgabe der Fahrausweise und deren Verkauf sind die Transportunternehmen. Damit bestimmen sie - und nicht der Bundesrat - sowohl das Sortiment der Abonnemente als auch ihren Preis.</p><p>Das Abonnement "Gleis 7" für junge Reisende bis 25 Jahre wird ab dem 1. Mai 2019 durch das "Seven 25"-Abonnement abgelöst. Dieses neue Angebot bringt einige Änderungen mit sich: Der Geltungsbereich wurde erweitert, es kann ohne Halbtax-Abonnement gekauft werden und ist künftig ebenfalls als Monatsabonnement verfügbar; neu ist auch sein Preis. Unverändert bleibt hingegen der Gültigkeitszeitraum von 19 Uhr bis 5 Uhr.</p><p>Das "Seven 25"-Abonnement richtet sich in erster Linie an junge Leute. Es sichert ihnen abends eine zuverlässige und günstige Mobilität und ist nicht gedacht für Fahrten zwischen dem Wohnort und der Ausbildungsstätte oder für Ausflüge am Wochenende. </p><p>Die Folgen einer Ausdehnung des zeitlichen Gültigkeitsbereichs des "Seven 25"-Abonnements bis 7 Uhr morgens legt der Bundesrat in seiner Antwort auf die Motion Romano 19.3335 dar.</p><p>Den Beginn der zeitlichen Gültigkeit auf 17 Uhr vorzuverlegen würde ein neues Problem aufwerfen: Die meisten Personen sind zwischen 17 Uhr und 18 Uhr im öffentlichen Verkehr unterwegs. Überall in der Schweiz ist diese Zeitspanne eine Hauptverkehrszeit. Mit dem Vorziehen des Gültigkeitsbeginns des "Seven 25"-Abonnements würde das ohnehin schon hohe Fahrgastaufkommen in dieser Spitzenstunde noch zusätzlich steigen. Damit stünde diese Massnahme genau im Widerspruch zum Ziel, die Fahrten von Inhaberinnen und Inhabern eines "Seven 25"-Abonnements in die Randstunden zu verschieben. </p><p>Ausserdem würde ein Abonnement mit einem zeitlichen Gültigkeitsbereich zwischen 17 Uhr und 7 Uhr wahrscheinlich nicht mehr nur von jungen Menschen für den Ausgang benutzt, sondern ebenfalls für tägliche Fahrten zwischen dem Wohn- und Arbeitsort. Ein solches Angebot würde die bestehenden Abonnemente für Pendlerinnen und Pendler konkurrenzieren und erhebliche Ertragseinbussen nach sich ziehen. Schliesslich wäre eine derartige Anpassung nicht ohne eine starke Preiserhöhung möglich, was wiederum die Attraktivität dieses Abonnements bei der jungen Zielgruppe schmälern würde. </p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.