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Neue UN-Studie – zehn Schritte auf dem Weg zum digitalen Bezahlen
Die „Better Than Cash Alliance“ ist ein lockerer Zusammenschluss von Regierungen, Unternehmen und Organisationen unter dem Dach der Vereinten Nationen, die sich für die Verbreitung digitaler Zahlungstransaktionen anstelle von Bargeld einsetzt.
Ein aktueller Bericht der Allianz zeigt konkret zehn Schritte auf, mit denen Regierungen und Unternehmen den Übergang vom Bargeld zum bargeldlosen digitalen Bezahlen forcieren können.
Der Bericht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das McKinsey Global Institute Prognosen veröffentlicht, nach denen die Digitalisierung des Finanzwesens bis zum Jahr 2025 zu einem Wachstum des GDP von 3.7 Billionen USD führen, 95 Millionen Stellen in allen Branchen schaffen und jährlich 110 Milliarden USD Verluste an Bargeld in Entwicklungsländern vermeiden könnte.
Insgesamt 25 Länder untersucht
Es existieren viele Belege für den Nutzen des Übergangs von Barzahlungen zu digitalen Zahlungen. Die Umsetzung aber ist für Regierungen oft nur schwer zu realisieren. Ein Teil des Problems ist, dass die Schaffung einer Wirtschaft mit digitalem Zahlungsverkehr die Zusammenarbeit zwischen vielen Parteien im öffentlichen und privaten Sektor erfordert.
Die Better Than Cash Alliance hat 25 Länder untersucht – darunter Indien, Nigeria, Tansania, Ghana, Brasilien und Mexiko. Daraus ergaben sich zehn Massnahmen, die die Entstehung von Wirtschaften mit digitalem Zahlungsverkehr fördern könnten. Der Nutzen der Digitalisierung lässt sich an Beispielen aufzeigen:
- Indien würde jährlich 2 Milliarden USD an Subventionen für Kraftstoffe sparen und zudem den Bargeldschwund verringern;
- in Tansania würde die Digitalisierung der Zahlungen das Potenzial besitzen, das GDP um bis zu 1.8 Milliarden USD zu steigern;
- Brasilien sparte mehr als 30 % Transaktionskosten bei Zahlungen von Behörden an die Bürger.
Zehn Massnahmen für digitalen Zahlungsverkehr
Die Analyse führt zu 10 Massnahmen, mit denen Länder die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs fördern könnten.
- Förderung der Zahlungs-Infrastruktur bei kleinen und mittleren Firmen,
- Nutzung vorhandener Netzwerke und Plattformen zur Bereitstellung digitaler Zahlungsprodukte und Dienstleistungen, um digitale Zahlungsdienstleistungen schneller zu verbreiten und dabei die Kosten zu senken,
- Etablieren einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur für die Teilnehmer, um Hindernisse für den Zugang zu reduzieren und für Innovation zu werben – in öffentlichen und privaten Einrichtungen,
- Etablierung von Interoperabilität, um digitale Transaktionen nicht auf einzelne Zahlungsplattformen zu beschränken,
- Entwicklung eines Identifizierungsprogramms, auf das Teilnehmer des öffentlichen und privaten Sektors Zugriff haben, um Identitäten zu bestätigen. Auch der Verbraucherschutz ist wichtig, damit angemessene Kontrollen für Datenschutz und Sicherheit bereitstehen,
- Digitalisierung von Routinevorgängen bei Transaktionen. Das kann die Vertrautheit mit digitalen Zahlungen steigern und damit die Volumina digitaler Transaktionen,
- Digitalisierung von Zahlungen an und von Behörden,
- Digitalisieren von Quittungen und Belegen,
- Einführen von Bestimmungen und Regeln, die digitale Innovationen unterstützen und erleichtern.
- Implementierung von Richtlinien, um digitale Zahlungen praktisch und vorteilhaft zu gestalten.
Der Bericht wird von einem Toolkit begleitet, der Politikern und wichtigen Beteiligten bei der Entwicklung solcher Programme helfen soll.
Artikel von: Better Than Cash Alliance
Artikelbild: © Syda Productions – shutterstock.com