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Ein im Kanton Thurgau ansässiger Steuerpflichtiger heiratet per 15. Februar. Auf den 1. Juli des Heiratsjahres zieht der bisher im Kanton Thurgau ansässige Ehemann nach Deutschland zu seiner bereits dort ansässigen Ehegattin.
Die Einkommens- und Vermögensverhältnisse zeigen folgendes Bild:
Der Wegzug des Ehepartners erfolgt nach dem Heiratsdatum. Die Ehegatten werden im Kanton Thurgau gemeinsam veranlagt und zum Tarif für Verheiratete besteuert. Da die Ehefrau im Ausland steuerpflichtig ist, erfolgt eine Steuerausscheidung.
Für die Bemessung der Steuer wird das gesamte vom 1. Januar bis 30. Juni erzielte Reineinkommen und das Reinvermögen des bereits im Kanton Thurgau wohnhaften Ehepartners sowie das Vermögen per Wegzugsdatum herangezogen. Das Reineinkommen wird für die Satzbestimmung auf ein Jahr hochgerechnet (vgl. StP 55 Nr. 2). Das bis zum Wegzugsdatum erzielte Reineinkommen der Ehefrau und deren Reinvermögen per Wegzugsdatum des Ehemannes wird gemäss den Zuteilungsregeln im internationalen Verhältnis berücksichtigt und für die Satzbestimmung auf 1 Jahr hochgerechnet.
Der bis zum Wegzugsdatum erzielte Lohn des Ehemannes wird dem Kanton Thurgau zugeteilt, der Lohn der Ehefrau dem Ausland (vgl. StP 2 Nr. 4). Für die Satzbestimmung werden die Löhne auf 1 Jahr umgerechnet.
2)
Der bis zum Wegzugsdatum erzielte Wertschriftenertrag des Ehemannes wird dem Kanton Thurgau zugeteilt, der Ertrag der Ehefrau dem Ausland (vgl. StP 2 Nr. 5). Da es sich um unregelmässige Einkünfte handelt, erfolgt keine Hochrechnung auf 1 Jahr.
3)
Die Berufsauslagen des Ehemanns werden dem Kanton Thurgau zugeteilt, die Berufsauslagen der Ehefrau dem Ausland. Die regelmässigen Berufsauslagen werden für die Satzbestimmung auf 1 Jahr umgerechnet.
4)
Die Schuldzinsen des Ehemannes werden nach Lage der Aktiven per 30. Juni anteilmässig auf die beteiligten Steuerdomizile aufgeteilt (vgl. StP 2 Nr. 10). Da es sich um unregelmässige Aufwände handelt, erfolgt keine Hochrechnung auf 1 Jahr (vgl. StP 55 Nr. 3).
5)
Da die Einzahlung für die Säule 3a des Ehemanns vor dem Wegzugsdatum erfolgt ist, wird diese für die Steuerveranlagung im Kanton Thurgau berücksichtigt. Die Einzahlung wird dem Kanton Thurgau zugeteilt (vgl. StP 2 Nr. 11). Beiträge in die Säule 3a gehören zu den unregelmässig abfliessenden Abzügen und werden für die Satzbestimmung nicht hochgerechnet.
6)
Der Versicherungsabzug wird aufgrund der Dauer der Steuerpflicht gewährt. Er wird im Verhältnis des Reineinkommens auf die beteiligten Steuerdomizile zugeteilt (vgl. StP 2 Nr. 12).
2.3. Kanton Thurgau: Veranlagung Vermögenssteuer
Das Vermögen des Ehemanns beträgt per 30. Juni (Wegzugsdatum) Fr. 255'000, dasjenige der Ehefrau Fr. 435'000. Die Besteuerung des Vermögens erfolgt pro rata temporis. F
ür das Vermögen der Ehefrau erfolgt eine Steuerausscheidung mit dem Ausland.
Vermögen per 30.06.
Total
TG
in %
Ausland
in %
Wertschriften Ehemann Wertschriften Ehefrau Auto Ehefrau Total Aktiven per 30.06. Passiven (in % der Aktiven) Reinvermögen Steuerfreibetrag Steuerbares Vermögen