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Ich bin auf folgende Passage in meiner derzeitigen Lektüre gestossen:
«Seit nunmehr fast zwanzig Jahren teilte Brunetti sein Zuhause mit erst einem Kind und dann mit zweien, und seither hatte es wohl keinen Tag gegeben, an dem sie in der Wohnung nicht ihre Spuren hinterlassen hätten: Ständig waren Spielzeug, Kleidungsstücke, Schuhe, Schals, Bücher, Papiere, Discmen wahllos und kunterbunt in allen Zimmern verstreut. (…Das kennen die Mütter und Väter unter uns wohl auch…) Alles Zureden, Bitten, Drohen war machtlos gegen diesen offenbar artbedingten Drang meschlicher Brut, ihr Nest zuzumüllen. (…Auch diese Erfahrung haben wohl die Meisten schon gemacht…) Ein engherziger Charakter hätte das womöglich als Plage empfunden: Brunetti glaubte, die Natur habe es so gefügt, damit die Eltern sich beizeiten in Geduld übten, um gewappnet zu sein, wenn das Chaos, das heute in den Zimmern herrschte, auf Homron- und Gefühlshaushalt übergreifen würde.»
Wenn er recht hat, der Comissario Brunetti, dann können wir uns ja auf Einiges gefasst machen. Aber wir haben ja noch ein paar Jahre Zeit um uns vorzubereiten und mit dem Chaos abzufinden.