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von Daniel Gutscher
Innerhalb der Gruppe der Burgruinen des Berner Oberlandes mit bedeutenden erhaltenen Resten wie Ringgenberg, Weissenau, Unspunnen, Spiez, Tellenburg, Felsenburg, Weissenburg und Mannenberg nimmt die Ruine Resti allein schon wegen ihrer die Talschaft beherrschenden Lage eine wichtige Stellung ein.
Dank der hervorragenden Erhaltung von Innenputzresten sowie von Hölzern können wir eine sehr präzise Vorstellung der Raumgliederung in der Turmburg in der Mitte des 13. Jahrhunderts gewinnen. Dank der Datierbarkeit vieler Hölzer gelang eine klare Vorstellung der Chronologie. Sie gibt der Geschichtsforschung neue Fragestellungen, z. B. jene nach der Rolle der Burganlage in der Zeit der Reichsfreiheit (bis 1310), unter der Weissenburgischen Herrschaft (bis 1334) und unter der Stadt Bern. In letztere Phase fällt der eigentlich massivste Eingriff: die Entstehung des Wehrgeschosses. Mit der Entdeckung von auf jeder Seite in der Mitte angeordneten Wehrerkern in Blockbautechnik konnte ein in der Schweiz bislang einmaliges Bauelement nachgewiesen werden.
, Daniel : Die Burgruine Resti in Meiringen, Zur bauarchäologischen Untersuchung
und Restaurierung 2004
Mittelalter – Moyen Age – Medioevo – Temp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 5. Jahrgang 2000, Heft 1, .