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Trauernd lassen die beiden Frauengestalten den Kopf sinken, nehmen eine Pose schlichter Betroffenheit ein. Sie tragen blaue Kleider, das Haar bedecken sie jeweils mit einem Tuch. Zu ihrer Mitte hin lässt sich ein nacktes Kleinkind erkennen. Sie haben sich in einer vom Künstler angedeuteten Felslandschaft niedergelassen, wobei den Betrachtenden auch ein Blick unter die Erde gewährt wird. Der Aufbau des Wandgemäldes ist streng symmetrisch, die Figuren sind schematisiert und stark vereinfacht dargestellt. Der Thuner Künstler Alfred Glaus erstellt es im Rahmen des Neubaus des Krematoriums. Mit dem Bildaufbau reiht er sich in eine Tradition von Wandmalerei der 1930er-Jahre ein, die der bekannte Schweizer Künstler Ferdinand Hodler bereits Ende des 19. Jahrhunderts erprobte. Die Arbeit ist dem Frühwerk von Glaus zuzuordnen, welches im Verhältnis zu seinen späteren Landschaftsmalereien weniger bekannt ist. Ob er sich mit der Figurenkomposition an eine Bibelgeschichte anlehnt, ist nicht bekannt.
Katrin Sperry
Der Künstler malt das Bild für die Abdankungs-halle.
Vor dem Wand-bild ist Platz für den Sarg.
Alles ist symmetrisch.
Das heisst: beide Seiten im Bild sind gleich.
2 Frauen trauern in einer kargen Land-schaft.
Zu ihren Füssen ist bereits ein Loch gegraben
für den Sarg.
Hinten leuchtet ein Baby in orange.
Hoffnung?
Sara Smidt