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Kurzbeschreibung
Der so genannte Induktionsschluss schliesst von mehreren Einzelfällen auf ein allgemeines Gesetz.
Funktionsweise und Leistung
Beim Induktionsschluss geht man von mehreren gleichen Einzelbeobachtungen aus und verallgemeinert diese zu einem allgemeinen Gesetz.
Der Induktionsschluss ist neben der logischen Deduktion und der kreativen Hypothesenbildung das dritte Schlussverfahren, das von besonderer Bedeutung für das Erkennen ist. Es handelt sich dabei um ein Schlussverfahren, das im Gegensatz zur rein logischen Deduktion erkenntniserweiternd ist, also neues Wissen generiert. Daher ist es auch kein rein logisches Verfahren, dessen Wahrheit notwendig gilt, sondern ein psychologisches Verfahren, das sich auf empirisches Wissen bezieht und daher auch durch weitere Erfahrung widerlegt werden kann.
Der Induktionsschluss hat die folgende Form:
- Prämisse 1: Diese Bohnen sind aus diesem Sack. (Einzelfälle)
- Prämisse 2: Diese Bohnen sind weiss. (Ergebnis)
- Folgerung: Also: Alle Bohnen in diesem Sack sind weiss. (Gesetz)
Vorgehen
Man beobachtet mehrere Sachverhalte der gleichen Art und verallgemeinert eine Charakteristik, die sie teilen.
Konkretes Beispiel
Ich reise in ein Land und treffe dort verschiedene Menschen an, die mir alle sehr herzlich begegnen. Daraus schliesse ich, dass die Menschen in dem
Prominente TheoretikerInnen
- David Hume
- Immanuel Kant
- Karl Popper
Probleme
Keine, wenn man akzeptiert, dass es sich dabei nicht um einen logisch zwingenden Schluss handelt.
Verknüpft mit
- Logisches Schliessen und Beweisen