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Das Schmallenberg-Virus verursacht Missbildungen vor allem bei Kälbern Lämmern und Zicklein. Über das Virus und die Krankheit ist noch wenig bekannt. Eine Übertragung auf den Menschen ist sehr unwahrscheinlich.
Das Schmallenberg-Virus betrifft vor allem Rinder, Schafe und Ziegen. Studien sowie die genetischen Eigenschaften des Schmallenberg-Virus deuten darauf hin, dass das Risiko für eine Infektion des Menschen äusserst gering ist.
Die Krankheit
Die Symptome einer Infektion mit dem Schmallenberg-Virus bei Tieren sind Fieber, Milchrückgang und schwerer Durchfall. Bei Infektionen trächtiger Tiere treten Aborte auf und bei neugeborenen Lämmern, Kälbern und Zicklein Missbildungen.
Am Schmallenberg-Virus erkranken vor allem Rinder, Schafe und Ziegen.
Ansteckung und Verbreitung
Das Schmallenberg-Virus wurde 2011 entdeckt und nach dem deutschen Ort benannt, an dem es erstmals festgestellt wurde. Das Virus gehört zur Gattung der Orthobunyaviren. Die Ansteckung erfolgt über Stechmücken und Gnitzen, welche das Virus in sich tragen.
Das zuvor unbekannte Virus breitete sich von 2011 bis 2013 in Mitteleuropa aus. Im Juli 2012 konnten die ersten Infektionen in der Schweiz nachgewiesen und die Verbreitung des Virus über die gesamte Schweiz zeitnah verfolgt werden. Bis im Herbst 2012 hatte sich das Virus in der gesamten Schweiz ausgebreitet.
Tiere, die mit dem Schmallenberg-Virus in Kontakt kommen, weisen Antikörper gegen das Virus auf. Dadurch sind sie für eine gewisse Zeit vor einer neuen Infektion geschützt (Immunität). Wie lange dieser Schutz anhält, war anfänglich jedoch unbekannt. Deshalb wurde die Immunität der Tiere bis 2016 überwacht, indem Tankmilchproben von Milchviehbetrieben aus Gebieten mit einer hohen Mückenaktivität untersucht wurden. Es stellte sich heraus, dass die Antikörper nur während kurzer Zeit nach erfolgter Infektion mit dem Schmallenberg-Virus nachweisbar sind. Zudem deuteten die Daten in jedem Jahr auf eine geringe Virusaktivität hin.
Was tun?
Ein effektiver Mückenschutz (Netze, Repellentien, Bekämpfung von Brutstellen) während der wärmeren Jahreszeit (Ende April bis November) reduziert das Risiko für eine Virusübertragung durch Insekten. Insbesondere trächtige Tiere sollten während des ersten Drittels der Trächtigkeit vor Insektenstichen geschützt werden. Das Virus führt in vielen Fällen zu einer Missbildung des Föten und/oder Komplikationen bei der Geburt. Ein 100 % wirksamer Schutz für eine Übertragung durch Insekten gibt es jedoch nicht.
Bisher gibt es keine Behandlung der Krankheit. Impfstoffe sind in der EU erhältlich, in der Schweiz aber nicht zugelassen.
Infektionen mit dem Schmallenberg-Virus sind nicht meldepflichtig.
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Letzte Änderung 12.12.2017