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Basel
um 1900
Carrosserie fmann,
Reinbolt & Christe, Successeurs
H. 203, B. 173, L. 373 cm
Inv. 1982.167.
Als allwettertauglicher Stadt- und Reisewagen war der vierplätzige Landauer früher unverzichtbarer Bestandteil jeder grösseren herrschaftlichen Remise. Die beiden Halbverdecke boten bei Regen und Schnee guten Schutz, liessen sich aber bei schönem, warmem Wetter vollständig öffnen. Dank des tiefen Einstieges konnte der Landauer auch mit der früher üblichen Damenmode schicklich bestiegen werden. Als ebenso praktisches, bequemes wie repräsentatives Fahrzeug wurde der Landauer vom Kutscher mit zwei Pferden gefahren. Dieser vielseitig einsetzbare Wagentyp war auch bei der Post, bei Hotels, Fuhrhaltereien und Droschkenanstalten beliebt. Landauer wurden von allen guten Kutschenbauern in zahlreichen Ausführungen in grösseren Stückzahlen hergestellt. Der ausgestellte Wagen verkehrte bis 1937 für die Basler Droschkenanstalt Gebrüder Settelen. Er war mit einer grossen, gusseisernen Berliner Taxameteruhr ausgerüstet, wie sie 1897 in Basel eingeführt wurde. Im Droschkendienst wurde dieser Landauer trotz seiner Grösse nur mit einem Pferd gefahren.