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Nach drei intensiven Wettkampftagen mit vielen spannenden Spielen stand fest: Das Mass der Dinge bleibt der Bowls Club Jungfrau Interlaken und für den Bowls Club Gstaad hiess es ein weiteres Mal «leider nein!».
Die Gruppenphase war am Samstagabend, vor dem stimmungsvollen Bankett am Arnensee, abgeschlossen und einige namhafte Mitfavoriten auf den Titel blieben bereits auf der Strecke: Tom Schneiter (Bowls Club Thun), Ueli Häusler und Sven Rubin (beide BC Jungfrau) mussten ihre Ambitionen bereits begraben und erreichten die Viertelfinals nicht. Erfreulicherweise überstand die Mehrheit der einheimischen Spieler/innen des Bowls Club Gstaad die Gruppenphase: drei von vier bei den Herren und zwei von vier bei den Damen. Die zwei ausgeschiedenen Gstaader Damen hatten dabei etwas Pech. «Lospech» bei Erika Hauswirth, die einer sehr starken Gruppe zugeteilt war (drei dieser Gruppe waren in der Endabrechnung unter den ersten vier), und Barbara Paroni, welche als Drittplatzierte nur aufgrund von zu wenig Punkten ausscheiden musste. Die Ausgangslage für die Knockout-Spiele am Sonntag war für die Gstaader also gut.
In den Viertelfinals kam dann leider «der Hammer»! Die Titelanwärter Beat Matti (gegen den jungen Jan Klossner) im Tiebreak und Martin Siegenthaler verloren beide ihre Partien äusserst knapp. Nur Markus Tschanz konnte den bis dahin stark aufspielenden Bernhard Gyr vom Bowls Club Uzwil besiegen und blieb im Titelrennen. Auch die beiden verbliebenen Damen des BCG, Simone Iseli und Sitanan Zaller, zeigten in den Viertelfinals wohl nicht ihr ganzes Können und blieben auf der Strecke. Somit war die letzte Titelhoffnung des BCG Markus Tschanz, der erstmals an einer Singles-SM teilnahm.
Im Halbfinal war Markus Tschanz dann chancenlos gegen den stark aufspielenden Bruno Kocher (Bowls Club Thun), der in den Viertelfinals bereits Martin Siegenthaler besiegte. Im Spiel um die Bronzemedaille musste Markus dann auch gegen Jan Klossner, der seinen Halbfinal gegen den Titelverteidiger Thomas Wälti (BC Jungfrau) verlor, eine Niederlage hinnehmen und es blieb ihm nur der undankbare vierte Rang.
Die Titel gingen an Bernadet Gafner (BC Jungfrau) mit einem überraschenden Finalsieg im Tiebreak gegen ihre junge Pairs-Partnerin Larissa Rubin (ebenfalls BC Jungfrau), sowie Thomas Wälti (Titelverteidiger, BC Jungfrau) mit einem knappen Finalsieg im Tiebreak gegen Bruno Kocher (BC Thun). Somit gingen beide Titel und eine Silbermedaille an den BC Jungfrau Interlaken, eine Silber- (Bruno Kocher) und eine Bronzemedaille (Caroline Lehmann, Titelverteidigerin) an den BC Thun sowie eine Bronzemedaille (Jan Klossner) an den BC Dragons Langenthal (erstmalige Singles-Medaille für diesen Club). Der BC Uzwil (vierter Rang für Esther Gamper) und der heimische BC Gstaad gingen leer aus.
Das Turnier wurde bei tollem Ambiente und mit zahlreichen Zuschauern erfolgreich abgewickelt – Zitat eines Uzwiler Teilnehmers: «Die SM könnte jedes Jahr in Gstaad stattfinden!». Eine kleine Anekdote am Rande, wie sie sich wohl nur im Gstaader Sportzentrum zutragen kann: Ein kleiner Junge aus London befragt beim Zuschauen seinen Vater, der ihm «Lawn Bowls» kompetent erklärt und ihn darauf aufmerksam macht, dass sie in London doch regelmässig an Bowls Spielfeldern vorbeilaufen – ein Engländer lernt das Bowlsspiel in seinen Ferien in den Schweizer Bergen kennen …
Und zum Schluss noch dies: Das Berner Oberland bleibt eine Bowls-Hochburg. Die nächsten Schweizermeisterschaften wurden an Kandersteg, ein neu dazugekommenen Bowls Club, vergeben.
BOWLS CLUB GSTAAD/KURT ISELI