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In den letzten Wochen gewann die Einschätzung an Gewicht, dass eine Verknappung des Erdölangebots bevorstehen könnte. Der Markt erwartet mit der nun begonnenen Hauptreisezeit zum chinesischen Neujahrsfest mit der Nachfrageerholung in China. Die Aussicht auf neue Sanktionen gegen Russland und das nahende Embargo auf Raffinerieprodukte stützten auch letzte Woche den Ölpreis.
Im Verlauf dieser Woche werden weitere Neuigkeiten zum Thema Preisdeckel für russische Raffinerieprodukte erwartet. Diese sollten spätestens bis zum Ende der kommenden Woche festgelegt werden, damit sie – wie angestrebt – zusammen mit dem EU-Embargo auf russische Produkte am 5. Februar in Kraft treten können. Einige Länder der EU hatten zuletzt gefordert, den Deckel von derzeit 60 Dollar pro Fass weiter zu senken. Angeblich wollte die US-Regierung jedoch zunächst noch abwarten, wie sich die Preisobergrenze für Produkte auf den Markt auswirken wird.
Auf der Angebotsseite sind weiterhin auch die Streiks in Frankreich im Auge zu behalten. Nachdem ein 24-stündiger Streik am vergangenen Donnerstag bereits die Lieferungen mehrerer französischer Raffinerien beeinträchtigt hatte, ist die nächste Arbeitsniederlegung für Donnerstag und Freitag geplant. Die Gewerkschaftsmitglieder protestieren mit den Maßnahmen gegen die geplante Rentenreform der französischen Regierung und könnten einen Tag nach Inkrafttreten des EU-Embargos auf russische Raffinerieprodukte noch einmal die Arbeit niederlegen, was dann möglicherweise sogar zu Ausfällen des französischen Raffineriebetriebs führen könnte.