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Früher wurden die Tirggel natürlich ausschliesslich von Hand hergestellt. Heute wird der Teig im Teigmischer geknetet und die Herstellung erfolgt auf einer eigens hergestellten Maschine, die jedoch auch bereits Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Der Form-Zylinder ersetzt die alten Holzmodels und die Flämmung erfolgt im Flammofen. Alle weiteren Arbeiten, wie das Aussortieren und Abpacken werden nach wie vor von Hand vorgenommen.
Der Tirggel besteht zur Hauptsache aus Weissmehl und sehr, sehr viel echtem Bienenhonig. Jährlich werden davon 15 Tonnen verarbeitet. Zucker, pflanzliches Fett und etwas Salz kommen dazu. Der Rest bleibt Berufsgeheimnis. Ein Rezept aus dem 18. Jahrhundert verrät allerdings die ursprüngliche Gewürzmischung: "Nimm zue einem Bächer Honig 3 Lott Imper, 1 Lott Zimmer, anderthalb Lott Nägeli, ein wenig Milch und ein bitzeli Rosenwasser". Der geprägte Tirggel oder "s'Brättli", wie von den Zürchern liebevoll genannt, wird nur mit Oberhitze bis zu 350 Grad gebacken, d.h. er wird "geflämmt". Altes Qualitätsmerkmal des Tirggels ist darum sein schöner, weisser Rücken.