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Der Nachbar liest ein Buch. Doch plötzlich tönt es boing, boing. Das Mädchen spielt mit dem Ball. Der Nachbar klopft an die Wand und liest weiter, dann singt das Mädchen. Der Nachbar klopft wütend. Darauf schlägt das Mädchen auf die Trommel. Der Nachbar klopft sehr wütend. Doch das Mädchen übt noch Keulen werfen, Einrad fahren und Tanz. Der Nachbar liest nicht mehr, er denkt nach, und endlich hat er eine Idee. Der Text ist auf ein Minimum reduziert, und die Illustrationen zeigen ein sehr fröhliches Mädchen, das eifrig bei der Sache ist. Ein sehr gelungenes Bilderbuch zu einem alltäglichen, bekannten Thema. Der mahnende Drohfinger fehlt völlig, obwohl der Nachbar sich sehr gestört fühlt. Mit der beigefügten CD ist die Geschichte auch noch ein wahres Hörvergnügen. bs
Koen Van Biesen:«Mein Nachbar liest ein Buch», Mixtvision.
Tagebuch der ersten Liebe
«Ich bin zu jung für einen Freund? Hallo??? Ich bin sechzehn! Shakespeares Julia war dreizehn, als sie sich in Romeo verliebte und ihn einen Tag später heiratete. Dreizehn!!! Genau wie Shakespeare musste Paps ein Drama daraus machen. Nur, das von Shakespeare war Weltliteratur, das von Paps voll daneben.» So fängt die Tagebuchgeschichte von Lillia an. Der Vater ist leicht überfordert und beschafft sich Bücher über Pubertät, die Lillia heimlich liest. Die Konflikte sind vorprogrammiert. Zum Glück hat Lillia Tom und kann sich auf gute Freundschaften verlassen.
Ein Lebensmotto der Autorin ist, möglichst viel zu lachen, und das wirkt sich auf ihr Schreiben aus. Das Buch ist äusserst unterhaltsam und lesenswert für Jugendliche und deren Eltern. Unterbrochen werden die Aufzeichnungen von E-Mails, SMS und Texten, welche die Schüler der Klasse 10 b im Rahmen eines Schreibprojektes verfassen müssen. bs
Mara Andeck:«Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage?», Boje Verlag.