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Die Mehrheit der Schweizerinne und Schweizer sind gegenüber der Präimplantations- diagnostik skeptisch eingestellt und von der Fortpflanzungsmedizin überfordert. Dies zeigen die soeben veröffentlichten Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Zeitschrift „reformiert.“.
Konkret sind 86 Prozent der 1003 befragten Personen der Meinung, das Geschlecht künstlich gezeugter Kinder dürfe nicht gewählt werden. 67 Prozent lehnen das Einfrieren von weiblichen Eizellen ab. Die Methode ermöglicht es Frauen, später, zu einem gewählten Zeitpunkt, durch künstliche Befruchtung schwanger zu werden.
Dass es in der Schweiz verboten ist, Kinder von einer Leihmutter austragen zu lassen, befürworten 58 Prozent der Befragten. 55 Prozent finden es richtig, dass gleichgeschlechtliche Paare keine Kinder zeugen lassen dürfen.
Junge unkritischer
Generell zeigen sich junge Menschen unkritischer gegenüber der modernen Fortpflanzungsmedizin. So fänden bei den 15- bis 34-Jährigen Leihmütter und künstlich gezeugte Kinder bei homosexuellen Paaren eine knappe Mehrheit.
Ja zum Fortpflanzungsmedizingesetz relativiert
Diese soeben veröffentlichten Umfrageergebnisse relativieren das Ja, das die Schweizer Stimmbürger am 14. Juni in der eidgenössischen Abstimmung zur Präimplantationsdiagnostik abgegeben haben, schreibt die Redaktion „reformiert.“ in der aktuellen Ausgabe. Obwohl sie an der Urne entscheiden, wie die Fortpflanzungsmedizin geregelt werden solle, fühlten sich 58 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer überfordert.
Die repräsentative Umfrage wurde Mitte September im Auftrag der Zeitung „reformiert.“ vom Meinungsforschungsinstitut DemoSCOPE bei 1‘003 Personen durchgeführt.
Es braucht das Referendum
Die Umfrageergebnisse bestärken insieme in der Überzeugung, dass der Fortpflanzungsmedizin Schranken gesetzt werden müssen. Deshalb ist es wichtig, dass das laufende Referendum gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz zustande kommt, um beispielsweise die Aussonderung von Trisomien im Reagenzglas verhindern zu können.