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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat gemäss einem Bericht der NZZ am Sonntag vom 6. September auch im Jahr 2015 Investitionen in Atomwaffenproduzenten getätigt. Dabei hat die Führung der SNB bereits im Jahr 2013 bekannt gegeben, nicht mehr in Rüstungsunternehmen zu investieren, welche international „geächtete Waffen“ produzieren.
Atomwaffen sind Massenvernichtungswaffen. Die Schweiz hat immer wieder ihre tiefe Besorgnis darüber augedrückt, dass sogar eine relativ kleine Atomwaffe „unakzeptable und potentiel katastrophale humanitäre Auswirkungen“ hätte. Für die Schweiz ist es auf Grund der unvergleichlichen Zerstörungskraft von Atombomben, dem Umstand, dass sie unterschiedslos töten, und der existentiellen Bedrohung, die von ihnen ausgeht, „schwer vorstellbar, dass der Einsatz einer Atomwaffe mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar wäre„.
Angesichts dessen ist es unannehmbar, Finanzmittel für den Unterhalt und die Modernisierung von Atomwaffensystemen bereitzustellen. In einem offenen Brief fordern ICAN Switzerland/Business and Human Rights Conform (BHRC), zusammen mit der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), den Bankrat der SNB auf, sich für eine transparente Anlagepolitik einzusetzen, Atomwaffen als geächtet anzusehen und klarzustellen, dass die SNB nicht in Rüstungsunternehmen investiert, welche Atomwaffen herstellen oder verkaufen.
Bald wissen wir welche Schweizer Banken weiterhin Geld in Massenvernichtungswaffen investieren: Am 12. November legt PAX den diesjährigen Bericht zu den weltweiten Investitionen in Atomwaffen, und BHRC den aktualisierten Bericht zum Schweizerischen Finanzierungsverbot von Atomwaffen vor.