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20 Jahre «MotoClassic»
Im Herbst 1991 traf sich auf Einladung von Eurotax eine Gruppe von Motorradenthusiasten, um einem Marktbericht für klassische Motorräder Geburtshilfe zu leisten. «MotoClassic» feiert nun sein 20-Jahr-Jubiläum.
MotoClassic Jubiläumsausgabe.
Die erste umfassende Ausgabe von MotoClassic mit aktuellen Marktnotierungen von englischen Motorrädern umfasste acht Seiten. 20 Jahre später informiert die Jubiläumsausgabe auf rund 90 A5-Seiten über aktuelle Notierungen von 174 Herstellern mit mehr als 2500 Typen - von den späten Zwanzigern bis in die frühen Neunzigerjahre.
Die Idee für den heute als Jubiläumsausgabe vorliegenden Marktbericht hatte der damalige Redaktor für zeitgenössische Motorräder, Hans-Peter Annen. Von Fachleuten aus der Motorradbranche wiederholt auf das Fehlen eines entsprechenden Marktführers angesprochen, lud er 1991 zur konstituierenden Sitzung ein. An diesem Treffen fiel der Startschuss für die erste Ausgabe von MotoClassic, einer Broschüre im Format A4, mit aktuellen Marktnotierungen über englische Motorräder aus den Sechzigerjahren bis in die frühen Achtziger.
Ein Vierteljahr später erschien eine weitere Ausgabe, diesmal mit Notierungen über italienische Motorräder aus demselben Zeitraum. Es folgte eine dritte Ausgabe mit Marktpreisen von japanischen Motorradklassikern und Ende 1992 schliesslich eine vierte Broschüre, welche die Hersteller aus den übrigen Ländern - darunter auch alle namhaften Schweizer Motorradproduzenten - beinhaltete. Die vier Ausgaben ergaben zusammen das erste umfassende Nachschlagewerk für klassische Motorräder.
Überrascht vom positiven Echo in der Motorradbranche, entschloss sich Eurotax im Jahr 1994 dazu, die lose Reihe in einer MotoClassic-Jahresausgabe zusammenzuführen. Im Laufe der Jahre wurde der Marktbericht durch Vorkriegsklassiker ergänzt und inhaltlich weiterentwickelt. Der Marktbericht enthält immer auch eine aktuelle Aufstellung der Bestandszahlen für Motorräder/Roller und Mofas in der Schweiz, die älter als zwanzig Jahre sind und am 30. September des jeweiligen Jahres in Verkehr gesetzt waren. Im Bereich der klassischen Motorräder wird allerdings angenommen, dass der grössere Teil der in Schweizer Sammlungen vorhandenen Klassiker nicht oder nur zeitweise eingelöst werden.
Eine Aufschlüsselung der zugelassen Motorräder nach Herstellern zeigt die japanischen Produzenten Honda (25'024 Einheiten) und Yamaha (19'832 Einheiten) vor Piaggio (Italien; 14'209 Einheiten). Mit einigem Abstand folgen Suzuki (Japan; 8'547 Einheiten) und BMW (Deutschland; 6'879 Einheiten). Aus Schweizer Produktion stammen insgesamt 2'567 immatrikulierte Klassiker von 19 Herstellern, darunter so geschichtsträchtige Marken wie Condor, Motosaccoche, Universal, Senn-Harley, Egli oder Cueni Chopper. (md/pd)
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