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Unwetter im Rückblick
Sturm am 4. Advent
Orkan "Jan" aktiv
Sturmtief "Jan", dessen Zugbahn von Ostgrönland über Großbritannien und die Deutsche Bucht zum Baltikum verlief, hat am letzten Adventswochenende des Jahres 2003 Orkanböen über 150 km/h gebracht. Der Höhepunkt des Sturmes wurde am Sonntag erreicht und zwar infolge hochreichender Kaltluft, die auf mildere Meeresluft traf, letztere ostwärts abdrängte und winterlich kaltes Wetter mit Schneeschauern einleitete.
Am 4. Advent erreichten Orkanböen aus West bis Südwest Spitzengeschwindigkeiten von 155 km/h auf dem Brocken im Harz, 140 km/h auf der Zugspitze und 133 km/h in Weinbiet (Vorderpfalz). Das enspricht der Windstärke 12. Schwere Sturmböen und orkanartige Böen über 100 km/h (Stärke 10 bis 11)traten auf über der Deutschen Bucht, dem Kahlen Asten, dem Hohenpeissenberg im Alpenvorland, im Vogtland, bei Bremen und vielerorts auch zwischen Berlin und Erfurt.
Am Samstag, den 20.12.2003 und am Montag, den 22.12.2003 war der Sturm schwächer als am Sonntag, aber es wurden an der Nordsee und auf den Bergen dennoch Spitzenböen von 90 bis 137 km/h registriert.
Die orkanartigen Böen und die Orkanböen richteten vielerorts schwere Schäden an. Zum Beispiel fiel am Sonntag im ostwestfälischen Gütersloh mehrere Stunden lang der Strom aus, nachdem ein angesägter Strommast durch den Sturm umgedrückt worden war. Häufig wurden in Städten die Weihnachtsmarktbesucher vertrieben. Für die deutsche Nordseeküste gab es eine Sturmflutwarnung, die aber zurückgenommen wurde.