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Während aufgrund des starken Frankens die Lage für die exportorientierten Unternehmen nach wie vor schwierig ist, überrascht insbesondere die pharmazeutische Industrie mit einem deutlichen Zuwachs der Exporte im Januar. Mit Ausfuhren im Wert von über 5.6 Milliarden Franken machten die Pharmaexporte fast 35% aller Exporte aus. Gegenüber der Vorjahresperiode nahmen die Exporte der Pharmaindustrie damit um über 9% zu. Die Zunahme bei den Medikamenten lag bei 14%.
Mit Ausnahme von Afrika wurde nach allen Kontinenten mehr exportiert als im Vorjahr. In allen Fällen spielten die Mehrausfuhren von Pharmazeutika eine zentrale Rolle. Nach Australien etwa wurden gar doppelt so viele Pharmazeutika exportiert wie noch im Januar 2011. In Lateinamerika nahm die Gesamtnachfrage um einen Drittel zu. Hier war insbesondere Brasilien, das 58% mehr Schweizer Produkte importierte als noch in der Vorjahresperiode, die treibende Kraft hinter der Zunahme. Mit einem Anteil von fast 50% war auch hier die Pharmaindustrie massgeblich an diesem Anstieg beteiligt.
Während die Überseeexporte deutlich zulegten, nahmen die Ausfuhren nach Europa mit einem Plus von einem Prozent nur moderat zu. Die Pharmaexporte nahmen dabei um etwas mehr als zwei Prozent ab. Insbesondere die Ausfuhren nach Österreich erlitten einen Einbruch.