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Beharrlich wird an deutschen Hochschulen Jahr für Jahr zur Weihnachtszeit „Die Feuerzangenbowle“ (1944) in Massenvorführungen mit bis zu 10.000 ZuschauerInnen gezeigt. Die Komödie wird durch gemeinschaftliches Trinken, Essen und Mitsprechen von Dialogen geradezu kultisch als Ereignis inszeniert und mit Attributen wie „zeitloser Klassiker“, „legendär“, „Kult“ o. a. beworben. Die Filmkopien werden vorwiegend von dem Göttinger Unternehmen Unifilm-Agentur geliefert, das die Hochschulen als einträgliche Orte für kommerzielle Aufführungen entdeckt und mit seinen „Filmclubs“ vielerorts nichtgewerbliche studentische Kinos und Filmgruppen verdrängt hat. Geschwiegen wird bei diesen Aufführungen über den politischen Kontext der „Feuerzangenbowle“ – die nicht umsonst als zeitloser Klassiker bezeichnet wird.