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US-Präsident Joe Biden (79) hat sich erneut mit dem Coronavirus infiziert. Erst am Mittwoch (27. Juli) war er nach einer Corona-Infektion zweimal negativ getestet worden und hatte daraufhin die Selbstisolation beendet, wie das Weisse Haus bekanntgab.
Eine «Rebound»-Infektion
Über die erneute Infektion sagt der Arzt des Präsidenten, Kevin O'Connor, in einer Erklärung, dass der 79-jährige sich eine so genannte «Rebound-COVID-Positivität» zugezogen habe. Diese sei bei einer Reihe von Patienten aufgetreten, die mit dem Medikament Paxlovid gegen das Virus behandelt worden seien. Dieses Risiko sei bekannt, daher habe Biden seine Testhäufigkeit erhöht, um die Menschen in seiner Umgebung zu schützen und eine frühzeitige Erkennung einer erneuten Ansteckung zu gewährleisten.
In der Erklärung heisst es auch, dass der Präsident in dieser Woche am Dienstagabend sowie am Mittwoch, Donnerstag und Freitagmorgen negativ getestet wurde. Am Samstagmorgen (30. Juli) wurde er dann aber wieder positiv auf das Virus getestet. «Der Präsident hat keine Symptome und fühlt sich sehr gut», so O'Connor. «Da dies der Fall ist, gibt es keinen Grund, die Behandlung [mit Paxlovid, Red.] zum jetzigen Zeitpunkt wieder aufzunehmen». Biden habe «gewissenhaft» wieder «strenge Isolationsmassnahmen» eingeleitet.
Eigentlich war ein ausserplanmässiges Treffen geplant
Zehn Tage lang wollte Biden nach der Genesung eine «gutsitzende» Maske tragen, wenn er mit anderen Menschen zusammen ist. Jetzt, da er sich mit Rebound-COVID angesteckt hat, hat er sich wieder isoliert. Auf Instagram gibt er sich betont entspannt.
Zu einem Foto, das ihn auf einer Veranda sitzend und in ein Handy lachend zeigt, schrieb er: «Ich wollte heute Nachmittag ausserplanmässig nach Capitol Hill fahren, um die Familien zu treffen, die für die Verabschiedung des Gesetzes über Verbrennungsanlagen kämpfen», so der Plan.
Doch bekanntlich kam es anderes und so schrieb er weiter: «Ein positiver Corona-Test kam mir in die Quere, aber ich möchte Minister McDonough [Denis McDonough, Kriegsveteranenminister der Vereinigten Staaten, Red.] dafür danken, dass er an meiner Stelle Pizza mitgebracht und mich per FaceTime mit den Familien verbunden hat.»
Erste Ansteckung mit «milden» Symptomen
Biden war am Donnerstagmorgen vor einer Woche (21. Juli) positiv auf Corona getestet worden, nachdem er sich in der Nacht zuvor nicht gut gefühlt hatte. Als ältester Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten war die Diagnose mit einiger Sorge verbunden. Biden ist doppelt geimpft und zweimal aufgefrischt, und seine Symptome wurden von Anfang an als «mild» bezeichnet. O'Connor begann schnell mit der Behandlung von Biden mit Paxlovid, und nach fünf vollen Tagen der Isolierung konnte er - mit Maske - wieder unter Menschen gehen.
Während Bidens Krankheit informierte O'Connor täglich über den Gesundheitszustand des Präsidenten und stellte fest, dass seine Lungen frei und seine Vitalwerte normal waren, abgesehen von einer leicht erhöhten Temperatur zu Beginn. Am Dienstag (26. Juli) waren Bidens Symptome so weit abgeklungen, dass er sogar sein Sportprogramm wieder aufnehmen konnte.