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Wie immer geht es mir hier einzig und allein um die Sprache und nicht darum, irgendwelche Überzeugungen, Glaubensbekenntnisse, Anschauungen zu bewerten. Es geht mir um den Begriff ‹Theorie› und um dessen Bedeutung. Wer den Begriff mit einem anderen als dem …
Natürlich besteht weiterhin die Möglichkeit, die Bücher direkt bei mir über https://tuccillo.ch/kontakt/ zu bestellen. Dies ist auch immer das günstigste Angebot. Darüber hinaus kann bei mir auch die momentan vergriffene ‹Leuchtturmgeschichte› bezogen werden; (eine Neuauflage ist in Planung, wird aber …
Ein Gedicht des brasilianischen Philosophen, Schriftstellers, Journalisten und Dramaturgen Mario de Andrade (1893-1945) und eines von mir selbst, als Intermezzo zur Rede vorgetragen in der Kirche Santa Margarita in Segl Fex-Crasta anlässlich der Freundschaftsbegegnung im Fextal am 22. Oktober 2021.
Die Teller waren abgetragen. Man wartete auf das Dessert, ein schlichtes, nur ein kleines Stück Apfelkuchen, und auf den Kaffee. Vielleicht würde einer der Herren noch einen Schnaps mögen, aber dann… dann würde es bald ausgestanden sein.
Frère Jacques ist also der Glöckner, und wenn der jetzt noch schläft, wird es auch das ganze Kloster noch tun. Endgültige Klarheit schafft wie so oft das Italienische! Da hat man zwar dem Versfuß zuliebe Giacomo in Martino umbenannt, dafür nennt man seine Funktion innerhalb des Klosters explizit: ‹campanaro› (Glöckner)!
Was alles aus einer Bach-Fuge erklingt, wie es zur Entstehung der Schwermetalle in einer Supernova kommt, warum ein Kind, das mich weinend anschaut, traurig ist, warum eine Tomate zur Reife errötet, während die andere noch grün vor Neid von einem Pilz befallen wird, was in Picassos Guernica zu lesen ist, warum wir so viel über die Sprache der Indoeuropäer wissen, die vor sechstausend Jahren lebten und noch Jahrtausende lang nichts aufschreiben würden… es ist der allerschönste Thriller, den selbst die raffinierteste Krimi-Autorin sich nicht ausdenken kann: die Kunstwerdung der Wissenschaft, die Wissenschaftswerdung der Kunst, die Menschwerdung des Menschen. (Vielleicht klingt es pathetisch, aber es liegt am Sachverhalt, nicht an der Wortwahl.)
Aber die Geschichte, die ich heute erzählen will, handelt zwar von flinken Wespen und arbeitsamen Bienen, jedoch nicht von Insekten. Und weil sich diese Geschichte ausnimmt wie ein Märchen, will ich sie auch so erzählen.
Wer ein Haar in der Suppe sucht, ist pedantisch, pingelig, kleinlich, übergenau, aber auch in gewisser Weise unlauter, unredlich, denn es geht den jede Suppe durchforschenden Haarsuchenden mitnichten darum, die Wahrheit zu ergründen, sondern bloß hartnäckig nach einem fadenscheinigen Grund zu trachten, mit dem die vorgefasste Ablehnung eines Arguments, eines Gedankens, einer Ansicht begründet werden kann.
Nummer 86: Obwohl Johann Peter Hebels deliziöse Kalendergeschichte «Kannitverstan» (1808) wohl alle kennen, rufe ich sie mit einer kurzen Inhaltsangabe richtig ins Gedächtnis zurück, damit wir dann eine Überlegung anstellen können, die nicht eigentlich sprachwissenschaftlich ist, aber das nicht immer …
«Weißt du, woher ‹sich verzetteln› kommt?» — «Na, wahrscheinlich davon, dass man früher alles auf Zetteln festhielt: Termine, Ideen, Skizzen…» — «Eben nicht! Aber das ist ja das Tolle! Wenn du es nicht weißt, wissen es viele andere auch nicht, und das gibt ein interessantes Amuse-Bouche!»