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Ein Triggerpunkt, auch myofaszialer Triggerpunkt genannt, ist eine Verspannung oder ein Krampf in der Muskulatur. Diese Verspannung entsteht meistens aufgrund chronischer Überlastung, einer Überdehnung oder langer statischer Belastung und findet ihren Ursprung im Sarkomer (kleinste funktionelle Muskelebene). Eine Erhöhung des Kalziumkonzentrats aufgrund einer Verletzung im Muskel führt zur dauerhaften Kontraktion des Sarkomers, wodurch der Stoffwechsel gesteigert wird und gleichzeitig ein Sauerstoffmangel entsteht. Dies führt zu einer sogenannten Energiekrise im Muskel und das überschüssige Kalzium kann nicht resorbiert werden. Über längere Zeit bleiben Teile der Muskulatur mit Sauerstoff unterversorgt und es entsteht ein Hartspann. Die Fasern der Muskulatur können sich weder entspannen noch anspannen. Es entstehen Triggerpunkte, die die ganzheitliche Funktion des Muskels stören.
Man unterscheidet zwischen latenten und aktiven Triggerpunkten. Aktive Triggerpunkte führen zu eindeutigen, klinischen und spürbaren Beschwerden. Diese beschränken sich nicht nur auf den betroffenen Muskel und die Muskeln, die seine Aktion unterstützen oder hemmen, sondern die ganze funktionelle Einheit. Also auch die Gelenke über die die Muskeln ziehen. Latente Triggerpunkte bleiben oft unbemerkt, können aber trotzdem zu erheblichen motorischen Funktionseinschränkungen in der Muskulatur führen. Diese Einschränkungen können die Muskulatur überbelasten, wodurch ein latenter Triggerpunkt zu einem aktiven werden kann.
Bleiben Triggerpunkte unbehandelt, werden nicht nur die Schmerzen grösser, es kommt auch zu Schäden am Bewegungs- und Stützapparat.
Bei der Behandlung von Triggerpunkten wird Druck auf den exakten Schmerzursprung ausgeübt, wodurch sich die Muskelverhärtung löst, aufdehnt und wieder entspannt. Der anfängliche Schmerz lässt nach einigen Sekunden nach und es entsteht ein Wärmegefühl, da der Muskel wieder durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird. Das Schmerzmuster des Triggerpunkts zeigt genau, wo dieUrsache des Problems liegt und welche Schmerzen davon ausstrahlen.
Je nach Grad der Verspannung wird empfohlen, die Behandlung einige Male in kurzen Abständen zu wiederholen.
Es gibt verschiedene Hilfsmittel, um jene Triggerpunkte selber zu lösen, die leicht zugänglich sind. Zum Bespiel
Auch Yoga- und Dehnübungen können helfen, Trigger zu lösen und vorzubeugen. Generell ist ein ausreichendes Mass an Bewegung ideal, um Schmerzen und Verspannungen vorzubeugen.