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Akne ist die häufigste Hautkrankheit bei Jugendlichen. Es handelt sich dabei überwiegend um die so genannte gewöhnliche Akne oder Acne vulgaris, die zu den Talgdrüsenerkrankungen gehört. Durch hormonal ausgelöste erhöhte Talgproduktion entstehen punktförmige, schwarze Mitesser. Bei den schwereren Formen kommen Knoten (Papeln) und Pusteln dazu, die oft durch Hautbakterien infiziert werden und ein Eitertröpfchen enthalten, im Volksmund „Pickel“ genannt.
In der Regel wirken mehrere ursächliche Faktoren zusammen.
Ein Mitesser entsteht, indem feine Hornlamellen den Ausgang einer Drüse verstopfen und sich darin ein Talgpfropf bildet. Die oft schwarze Verfärbung der Mitesser beruht auf Pigmenteinlagerung und dem Einwirken von Bakterien. Wenn sich die Talgdrüsen und umgebendes Gewebe entzünden und vereitern entstehen Pusteln oder „Pickel“. Diese Vorgänge können sich überall abspielen. Am häufigsten findet man Pickel im Gesicht, am Nacken, an der Schulter, am oberen Rücken und an der Brust. Man unterscheidet verschiedene Schweregrade, abhängig von der Anzahl Mitesser, Pusteln und Knoten und vom Ausmass der Entzündung. Bei der schwersten Form (Acne conglobata) entstehen auch Fisteln; das sind feine, pathologische (abnorme) Verbindungsgänge im Gewebe.
In der Regel heilt eine leichte Akne von allein. Die Dauer ist unterschiedlich und lässt sich nicht vorhersagen; meistens verschwindet der unangenehme Zustand im 3. Lebensjahrzehnt.
In leichten Fällen kann durchaus selbst behandelt werden. Die Aknehaut ist meist fettig, stark fettende Salbe deshalb ungeeignet. Glänzt die Haut bereits mittags wieder, wischt man sie mit einem Kosmetiktuch ab.
Auf einzelne Massnahmen ist die Reaktion individuell unterschiedlich, sodass das geeignete Verfahren am besten selbst ausprobiert wird. Durch die Behandlung kann sich die Haut entzünden und die Akne vorübergehend verschlechtern. Bis sie sich auf die neue Pflege eingestellt hat und die Pusteln verschwinden, vergehen oft einige Wochen.
Entscheidend ist der Leidensdruck, der aus dem Zeitfaktor, der Lokalisation der Akne und ihrer Ausprägung resultiert.
Eine stark entzündliche Akne erfordert ärztliche Kontrollen, um Narben möglichst zu verhindern. Behandelt wird mit desinfizierenden Lösungen, Vitamin A enthaltenden Mitteln, Antibiotika, bei Frauen manchmal mit Hormonen. In schwersten Fällen stehen Isotretinoine zur Verfügung. Diese stark wirkenden Medikamente sind nur auf ärztliches Rezept erhältlich.
Von Isotretinoinen sind gefährliche Nebenwirkungen bekannt; am folgenschwersten sind Missbildungen beim ungeborenen Kind, wenn eine schwangere Frau diese Medikamente einnimmt.