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Craniosacral Therapie ist eine sanfte Behandlungsmethode. Das craniosacrale System umfasst die knöcherne Ebene vom Cranium (Schädel) bis zum Sacrum (Kreuzbein), die Membranebene von den Hirnhäuten bis zu den Rückenmarkshäuten, die Flüssigkeitsebene, namentlich den Liquor. In der Craniosacral Therapie wird davon ausgegangen, dass diese Flüssigkeit in einem eigenen Rhythmus langsamer als der Atem pulsiert und den ganzen Körper durchwirkt. Durch spezifische, achtsame Berührungen und Lauschen mit den Händen werden die verschiedenen Bereiche angesprochen und behandelt, Spannungsmuster und Stauungen gelöst.
Mit bewusster Aufmerksamkeit wird das Gesunde im Menschen unterstützt, der Selbstheilungsprozess begleitet. Das Gespräch spielt häufig eine wichtige Rolle – ebenso wie Momente der tiefen Entspannung und Stille.
Die Craniosacral Therapie hat ihren Ursprung in der Osteopathie.
Dr. Andrew Taylor Still (1828–1917) erkannte die wichtige Bedeutung der Gehirn-, bzw. der Cerebrospinalflüssigkeit für den Körper.
Dr. William Garner Sutherland (1873–1954) entdeckte die rhythmischen Bewegungen in den Schädelknochen bis zum Kreuzbein, in den Hirnhäuten und dem Rückenmark aufgrund der pulsierenden Flüssigkeit.
Dr. John E.Upledger (1932–2012) prägte erstmals den Begriff Craniosacral Therapie Ende der 70er Jahre.