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Ein phänologisches Modell für die Rasse des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis Hübner) mit einer Generation pro Jahr wurde von Agroscope entwickelt und validiert. Dank dieses Modells lässt sich die bisherige zeitaufwändige Methode zur Vorhersage des optimalen Zeitpunkts zur Bekämpfung des Maiszünslers ersetzen (Derron und Goy 2006). Die herkömmliche Methode besteht darin, den Flug der Adulttiere vorherzusehen, indem im Halbfreiland immer wieder die Verpuppungsrate in Maisstoppeln-Haufen festgestellt wird. Das von Agroscope entwickelte Modell wurde mit Hilfe von Laborversuchen parametriert. Die Modellsimulationen wurden auf der Grundlage der Daten aus 29 Beobachtungsjahren des Verpuppens und Schlüpfens im Rahmen von Halbfreiland und Freiland kalibriert und validiert. Durch das Verfolgen des Flugs mit Hilfe von Fallen konnten die Simulationen mit den Beobachtungen im Freiland verglichen und bezüglich ihrer Zuverlässigkeit der Vorhersage des Flugs bewertet werden. In der grossen Mehrheit der Fälle waren die Simulationen ebenso zuverlässig wie die Beobachtungen. Im Durchschnitt ergab die Simulation einen um 6,9 Gradtage früheren Zeitpunkt des Schlüpfens in Changins und nur eine Abweichung um 0,5 Gradtage für die anderen Standorte in der Schweiz. Selbst wenn das Modell etwas weniger genau ist als die Beobachtung, insbesondere in Jahren mit aussergewöhnlich trockenen Frühlingen, sind die Ergebnisse der Simulationen schlüssig und ermöglichen eine zuverlässige Vorhersage für das Freisetzen von Schlupfwespen.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.