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Frauen an der medizinischen Front
Florence Nightingale (1820 bis 1910) war eine britische Krankenschwester, Statistikerin und Schriftstellerin. Ihre bahnbrechenden Methoden der Krankenpflege während des Krimkrieges machten sie bekannt. Ihr Buch „Notes of Nursing“ wurde 1860 veröffentlicht. Darin betonte sie die Bedeutung von Hygiene, richtiger Krankenhausplanung und Methoden zur optimalen militärischen Gesundheit. Laut dem „Dictionary of National Biography“ von 1911 soll Nightingale die Sterblichkeitsrate von 42 auf 2 Prozent gesenkt haben. Das Werk von Florence Nightingale gilt als Wendepunkt für Frauen im medizinischen Berufsfeld. Davor hatten Frauen in Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen höchstens als Hebammen, Putzfrauen und Babysitter gearbeitet.
Der Keim des Übels
Louis Pasteur (Frankreich, 1822 bis 1895) ist einer der Begründer der medizinischen Mikrobiologie. Pasteur zeigte, dass Bakterien die Säuerung von Wein, Bier und Milch verursachen. Er bewies auch, dass durch das Kochen und anschließende Abkühlen einer Flüssigkeit Bakterien abgetötet werden können. Dieser Prozess wird daher Pasteurisation genannt. Seine Forschung belegte, dass Krankheitserreger aus der Umwelt den Körper angreifen. Viele Wissenschaftler seiner Zeit konnten sich nicht vorstellen, dass mikroskopisch kleine „Wesen“ den Menschen schaden könnten. Er ging noch einen Schritt weiter und behauptete, dass Krankheiten wie Tuberkulose, Cholera, Milzbrand und Pocken durch Bakterien verursacht werden. Später entwickelte er einen Impfstoff gegen Tollwut.