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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in der Debatte über «Corona-Bonds» mehr europäische Solidarität angemahnt. «Wir werden diese Krise nicht ohne eine starke europäische Solidarität in Bezug auf Gesundheits- und Haushaltsfragen überwinden».
Dies sagte Macron in einem Interview mit den italienische Zeitungen «Corriere de la Serra», «La Stampa» und «La Repubblica» vom Samstag.
«Es wird viel geredet über chinesische oder russische Hilfe», sagte Macron weiter dem Interview mit den führenden italienischen Zeitungen. «Aber warum sprechen wir nicht darüber, dass Frankreich und Deutschland an Italien zwei Millionen Atemmasken und zehntausende Schutzanzüge geliefert haben?» Das sei zwar nicht genug, aber ein Anfang. «Wir dürfen uns nicht berauschen lassen von dem was unsere internationalen Partner und Konkurrenten sagen.» Frankreich stehe Italien bei, so Macron. «Europa muss sich stolz und stark fühlen, weil es das ist», sagte Macron weiter.
Schultern der Kosten
Neun EU-Länder, unter ihnen Frankreich und Italien, hatten am Mittwoch in einem Schreiben an EU-Ratspräsident Charles Michel ein «gemeinsames Schuldeninstrument» zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise gefordert. Deutschland stemmt sich seit Jahren gegen Forderungen nach Eurobonds zur Vergemeinschaftung von Schulden.
Die EU müsse gemeinsam handeln, um die Kosten dieser schweren Krise zu schulten, sagte Macron. Dies könne über ein «gemeinsames Schuldeninstrument» oder eine Aufstockung des EU-Haushalts zur Unterstützung der am schwersten betroffenen Länder geschehen. Die Summe sei zweitrangig. Es sei wichtig, ein Zeichen zu setzen. Trotz der Zurückhaltung Deutschlands und anderer Länder «müssen wir diesen Kampf fortführen», sagte Macron.