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Remotiv 250 enthält den quantifizierten Trockenextrakt, Ze 117, aus den zur Blütezeit geernteten oberirdischen Teilen des Johanniskrautes (Hypericum perforatum L.). Durch die Standardisierung des Herstellungsverfahrens wird eine gleichbleibende Qualität dieses pflanzlichen Arzneimittels garantiert.
Remotiv 250 zeigt eine beruhigende und ausgleichende Wirkung bei: gedrückter Stimmung, Stimmungslabilität, innerer Unruhe, Ängstlichkeit, Spannungszuständen und damit einhergehenden Ein- und Durchschlafstörungen.
Falls Ihre Beschwerden länger als zwei Wochen andauern, sollten Sie die Hilfe des Arztes oder Apothekers bzw. der Ärztin oder Apothekerin beanspruchen.
Das Präparat ist für DiabetikerInnen geeignet. Das Präparat enthält Lactose.
Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Johanniskraut-Extrakte oder weitere Bestandteile des Arzneimittels (siehe «Was ist in Remotiv 250 enthalten?») bzw. bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit darf Remotiv 250 nicht angewendet werden.
Johanniskraut-Präparate dürfen bei Kindern ab 6 Jahren nur nach ausdrücklicher Anweisung eines Arztes angewendet werden.
Johanniskraut-Präparate können die Wirkung anderer Medikamente abschwächen.
Für Präparate mit niedrigem Hyperforingehalt (maximale Tageseinnahme von Hyperforin <1 mg) wie Remotiv 250 wurde gezeigt, dass solche Wirkungsveränderungen während einer begrenzten Behandlungszeit unwahrscheinlich sind.
Dennoch wird die gleichzeitige Einnahme von Remotiv 250 mit den folgenden Arzneimitteln nicht empfohlen:
Gewisse Arzneimittel zur Hemmung des Immunsystems (z.B. mit dem Wirkstoff Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus), wie sie namentlich nach Organtransplantationen gegeben werden.
Anti-retrovirale Arzneimittel in der HIV-Behandlung aus der Gruppe der nichtnukleosidalen Reverse-Transkriptase-Hemmer (z.B. Nevirapin) und HIV-Proteinase-Hemmer (z.B. Indinavir).
Gewisse Arzneimittel gegen Krebs (Zytostatika z.B. Imatinib, Irinotecan).
Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (sogenannte orale Antikoagulantien z.B. mit den Wirkstoffen Acenocoumarol, Phenprocoumon oder Warfarin).
Digoxin (sog. Herzglycoside gegen Herzinsuffizienz); der Antibabypille oder anderen hormonalen Verhütungsmitteln (z.B. injizierte Depot-Präparate, unter der Haut angebrachte Implantate, auf die Haut angebrachte Hormon-Pflaster, vaginal angewendete Produkte mit Hormonfreisetzung u.a.) aufgrund von Zwischenblutungen sowie der Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft; Methadon; bestimmte Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen) oder andere serotoninerge Wirkstoffe (z.B. Amitriptylin, Fluoxetin, Buspiron, Triptane u.a.); gewisse Arzneimittel gegen erhöhte Blutfette wie Simvastatin; Midazolam (starkes Schlafmittel bzw. Sedativum aus der Gruppe der Benzodiazepine) oder Steroidhormone wie Cortison und Prednison, die eingenommen werden müssen oder mittels Infusion gegeben werden.
Theophyllin, ein Arzneimittel, welches zur Asthmatherapie eingesetzt wird.
Gewisse Arzneimittel gegen Epilepsie (Phenytoin, Mephenytoin, Phenobarbital, Primidon und Mesuximid).
Gewisse Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen) oder andere serotoninerge Wirkstoffe (z.B. Amitriptylin, Fluoxetin, Buspiron, Triptane u.a.).
Vor allfälligen Operationen ist Remotiv 250 mindestens 5 Tage vorher abzusetzen und sollte erst nach Rücksprache mit einem Arzt bzw. einer Ärztin wieder eingenommen werden.
In sehr seltenen Fällen und vor allem bei hellhäutigen Personen kann es nach Einnahme von Johanniskraut-Präparaten und nachfolgender Sonnenlichtbestrahlung zu Hautreaktionen, wie z.B. sonnenbrandähnlichen Hautrötungen, kommen. Lichtempfindliche Personen sollten daher in der Zeit der Anwendung Haut und Augen vor länger dauernder direkter Sonneneinstrahlung schützen und auf den Besuch von Solarien verzichten.
Wenn Sie neben Remotiv 250 noch andere, insbesondere vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Arzneimittel einnehmen, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.
Informieren Sie ferner Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit auf dieses Arzneimittel verzichten oder den Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogistin um Rat fragen.
Erwachsene nehmen morgens und abends, am besten mit oder nach dem Essen je eine Filmtablette mit etwas Flüssigkeit ein. Das Präparat sollte höchstens 14 Tage lang ohne Unterbruch eingenommen werden. Eine darüber hinausgehende Behandlungsdauer sollte ausschliesslich in Absprache mit dem Arzt oder Apotheker bzw. mit der Ärztin oder Apothekerin erfolgen.
Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Remotiv 250 auftreten:
Häufig: Magen-Darm-Störungen, Kopfschmerzen und Schwitzen.
Gelegentlich: Schwindel.
Im Falle von auftretenden Hautrötungen sind die Filmtabletten nicht weiter einzunehmen und die Hautsymptome von einem Arzt bzw. einer Ärztin abklären zu lassen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Bei Raumtemperatur (15?25 °C) in der Originalverpackung aufbewahren.
Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Remotiv 250 enthält pro Filmtablette 250 mg des quantifizierten Trockenextraktes (Ze 117) aus den zur Blütezeit geernteten oberirdischen Teilen des Johanniskrautes (entsprechend 0,25 - 0,75 mg Gesamthypericine und maximal 0,2% Hyperforin, Extraktionsmittel Ethanol 50% (m/m), Droge-Extrakt-Verhältnis 4?7:1). Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe.
52471 (Swissmedic).
In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.
In Blisterpackungen zu 30 Filmtabletten.
Max Zeller Söhne AG, 8590 Romanshorn.
Diese Packungsbeilage wurde im April 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.