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Moot Court Team 2016/2017
|Leitung:||Prof. Dr. Matthias Oesch|
|Team:||Sanela Ninkovic, Lena Plank, Christian Hofstetter, Yannick Weber|
|Coach:||Tobias Naef|
Resultate
Regional Round
Das Team der UZH hat an der Regional Round der ELSA Moot Court Competition im WTO-Recht in Cluj-Napoca, Rumänien vom 10. - 14. März 2016 als erstes Team der UZH das Finale erreicht und dort als Runner-up den zweiten Platz belegt. Im Halbfinal gewann das Team der UZH gegen das Team der Universität Athen. Die KU Leuven gewann die Regional Round. Damit hat sich das Team der UZH zum dritten Mal in Folge für das Weltfinale des Moot Courts am WTO-Hauptsitz in Genf qualifiziert. Sanela Ninkovic wurde zudem mit einem Award als Best Oralist im Halbfinal ausgezeichnet.
Weltfinale
Im Weltfinale der ELSA Moot Court Competition erreichte das Team der UZH nach einer starken Vorrunde zum ersten Mal das Viertelfinale. Dort unterlag das Team der UZH knapp dem Team der Universität Singapur und erreichte damit den fünften Platz. Das ist die beste Leistung der UZH an der ELSA Moot Court Competition. Die Competition gewann das Team der Harvard University.
Fall
Der Fall 2016/17 dreht sich um das Verhältnis von Freihandelsabkommen (FHA) zum WTO-Recht. Die Länder Chilo, Meco (zwei Entwicklungsländer) und Haito (ein "least developed country" LDC) haben ein FHA abgeschlossen mit Kapiteln zu Agrarzöllen, Industriezöllen, Grundlegenden Prinzipien des GATT, Anti-Dumping, Umwelt, besonderer und differenzierter Behandlung von Entwicklungsländer, Dienstleistungsfreihandel sowie einem Streitschlichtungsmechanismus. Die Parteien haben dieses FHA unter verschiedenen Vorzeichen der WTO notifiziert (Chilo gemäss den FHA-Regelungen, Meco und Haito hingegen gemäss der Ermächtigungsklausel für Entwicklungsländer und LDCs). Aufgrund von Zahlungsbilanzproblemen ergreift Haito Importquotenbeschränkungen auf der Basis der Meistbegünstigung gegenüber allen Ländern (sowohl den Parteien des FHA als auch allen WTO-Mitglieder). Chilo sieht in diesen Massnahmen von Haito interne Beschränkungen, die gemäss den FHA-Regelungen des GATT im FHA nicht zulässig sind. Haito hingegen verweist auf die Ermächtigungsklausel für Entwicklungsländer und LDCs, welche mehr Flexibilität garantiert als die FHA-Regelungen des GATT. Chilo argumentiert, dass das FHA zuerst unter den FHA-Regelungen des GATT notifiziert wurde und die Ermächtigungsklausel für Entwicklungsländer und LDCs dementsprechend nicht greife. Weiter argumentiert Chilo, dass verschiedene Kapitel des FHA sowieso gegen WTO-Recht verstossen würden, und dass sich Haito auch deswegen nicht auf die Ermächtigungsklausel für Entwicklungsländer und LDCs stützen kann, um ihre Importquotenbeschränkungen gegenüber den FHA-Parteien aufrecht zu erhalten. In Chilo's Antrag auf Einsetzung eines Panels an das Streitschlichtungsgremium der WTO werden fünf Klagen vorgebracht, wo das FHA gegen WTO-Recht verstösst. Haito wirft Chilo im Rahmen dieser Anklage gegen das von ihnen soeben abgeschlossene FHA eine Handlung wider Treu und Glauben vor und verweist auf den Streitschlichtungsmechanismus im FHA.