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Der Uristier fährt wieder
Film-Dokument
Ende der Vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts, bestellten die SBB bei der Schweizerischen Lokomotiv-Industrie für den Gotthard eine 6-achsige Universallokomotive.
1952 wurde mit der Nummer 11401 der erste Prototyp ausgeliefert, am 31. Januar 1953 folgte die Nummer 11402.
Nach dem Entscheid der SBB, diese Lokomotivserie mit Wappen und Namen zu versehen, erhielten die beiden Prototypen Namen und Wappen der Gotthardkantone Tessin und Uri.
Dem Depot Erstfeld zugeteilt, verrichtete die Ae 6/6 11402 Uri, in Erstfeld liebevoll „Uristier“ genannt, jahrzehntelang seinen Dienst auf der Gotthard-Bergstrecke.
Anlässlich einer Revision erhielt sie Ende der 80-ger Jahre auch einen roten Anstrich.
Schliesslich wurde der alternde Uristier zu seiner Entlastung ins Flachland versetzt, wo er weiterhin brav seine Arbeit verrichtete.
Bereits einige Zeit aus dem harten Fahr-Dienst genommen, kehrte der Uristier Anfang Oktober 2003 in seine alte Heimat Erstfeld zurück.
Mit einem Depot-Fest feierte Erstfeld seinen fünfzigsten Geburtstag.
Zur historischen Lokomotive ernannt verliess er anschliessend Erstfeld wieder in Richtung Haupt-Werkstätte Biel.
Nun wurde es still um die Ae 6/6 11402 - bis Anfang August 2006 schlimme Fotos des Uristiers aufdeckten, dass der in der HW Biel als Ersatzteilspender benutzt worden war.
Am 22. September 2006 schleppte dann die historische Be 4/7 den Uristier in einem desolaten Zustand nach Erstfeld zurück.
Sofort machte sich im Lokomotivdepot eine kleine Gruppe des Historic-Teams an die Rekonstruktion und Aufarbeitung des Uristiers.
Er sollte 2007 zum Jubiläum „125 Jahre Gotthardbahn“ wieder fahren.
Das Unterfangen gelangt und am 26. April 2007 konnte die Ae 6/6 11402 Uri offiziell an SBB-Historic übergeben werden.
Seitdem ist der Uristier wieder bei verschiedenen Gelegenheiten auf der Gotthard-Bergstrecke im Einsatz zu erleben.