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Bau und Unterhaltung der Wege wird mehr in der Art Gegenstand öffentlicher Fürsorge, daß das Wegegeld als Gebühr erhoben wird
und nur einen Teil der Kosten deckt. Prinzipielle Einwendungen lassen sich gegen das Wegegeld nicht gerade erheben. Wer aus öffentlichen
Anstalten einen Vorteil zieht, soll auch im allgemeinen für die besondern Kosten, welche er verursacht, aufkommen. Nun ist
aber die Erhebung des Wegegeldes beschwerlich und sehr kostspielig. Sie belästigt und verzögert den
Verkehr, ohne gerade einen Schutz gegen zwecklose, unwirtschaftliche Benutzung zu bilden.
Mit Rücksicht hierauf sowie unter Würdigung der großen Bedeutung, welche die Landstraßen ohnedies für die Gesamtheit
haben, hat man die Schlagbäume, welche die Erhebung ermöglichen und erleichtern sollten, in den meisten Kulturländern beseitigt
und das Wegegeld aufgehoben, so in Bayern
[* 7] und Württemberg,
[* 8] im innern Verkehr, 1828, in Baden
[* 9] 1831, in Kurhessen
1865, in Preußen
[* 10] 1875, in Frankreich bereits seit 1806. Brückengelder kommen auch in den genannten Ländern noch hier und da
vor. Gegen die Erhebung derselben lassen sich nicht alle Gründe vorführen, welche gegen das Wegegeld sprechen.
Doch untersagt ein französisches Gesetz vom auch künftig, Brücken unter Bedingungen zu bauen, nach welchen dem
Unternehmer von dem die Brücke
[* 11] benutzenden Publikum eine direkte Vergütung gewährt wird, und verlangt Ablösung derartiger
Berechtigungen.