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Die Geschichten sind eindrücklich. Teilweise aber auch extrem beängstigend.
Um das Phänomen Koma ranken sich viele Mysterien. Wie fühlt es sich an? Was kriegt man mit? Und wie ist es, wieder aufzuwachen? Letztere Frage beantworteten Nutzer des Internetportals Reddit, die ein Koma überstanden haben.
Ich lag etwa einen Monat in einem medizinisch induzierten Koma. Es gab kein «Aufwach-Phänomen». Eines Tages erinnerte ich mich an Lichtblitze. Am nächsten Tag an einige Minuten. So ging es weiter. Ich war so voller Drogen, dass ich halluzinierte und keine Ahnung hatte, was passierte. Ich war zum Beispiel davon überzeugt, dass mein Herzfrequenz-Messgerät die Super-Mario-Melodie spielte. Danach konnte ich für einige Wochen nicht mehr laufen, aber jetzt bin ich wieder gesund.
Ich war nach einem schweren Auto-Unfall eine Woche im Koma. Ich sah mich selbst in einem weissen Raum stehen. Es fühlte sich an, als würde ich auf etwas warten, aber ich wusste nicht worauf. Die schlimmste Erfahrung war jedoch, wie ich fühlte, dass Menschen meine Hand hielten, die Krankenschwestern mich badeten - aber ich konnte meine Augen nicht öffnen und mich nicht bewegen. Ich konnte nichts tun, es war die schlimmste Erfahrung meines Lebens.
Ich war in einem medizinisch induzierten Koma für etwa fünf Tage. Ich halluzinierte 24/7. Als ich aufwachte, hatte ich eine Pumpe, die mein Herz schlagen liess, eine Röhre für die Atmung und eine Röhre in meinem Penis. Im Koma bin ich zweimal gestorben und ja, ich hatte die «Weisses-Licht-Erfahrung». Ich träumte, dass mein bester Freund mit mir darüber sprach, was wir in Zukunft zusammen unternehmen wollen. Dann rannte er davon, ein weisses Licht in der Hand und sagte: «Also, siehst du das Licht? Wenn du mich nicht fangen kannst, werden wir all diese Dinge nie zusammen machen können». Ich schaffte es mit viel Einsatz, ihn zu fangen und das Licht zu nehmen. Während dieses Traumes war mein bester Freund wirklich im Raum - und ich starb beinahe an einem Herzstillstand.
Ein Monat in drogeninduziertem Koma. Ich wachte auf mit einem Bein weniger. Es brauchte etwa drei Wochen, bis ich akzeptieren konnte, dass ich wieder in der Realität und nicht in einem schlimmen Traum war. Während des Komas halluzinierte ich andauernd. Ein normales Koma kommt dir vielleicht vor wie einmal Blinzeln. Meines war ein endloser Kreislauf aus Albträumen von Tod und Folter. Ich lebte einen Monat in der Hölle und versuchte, mich selber im Traum zu töten, damit es endet. Du bist dir zwar bewusst, dass du nur träumst, aber das macht es nicht weniger schlimm. Ich bin mir sicher, ich hatte diese Träume, weil ich während Operationen kurz aus dem Koma erwacht bin. Mein Körper sandte Signale aus, dass schlimmes Zeug mit ihm passierte. Und ich lebte in diesem Signal.
Nach einem Autounfall lag ich für zwei Monate im Koma. Die Ärzte hatten wenig Hoffnung, aber ich wachte auf. Ich sah ein Happy-Birthday-Banner und fragte mich schon, wie alt ich jetzt sei. Damals war ich 28, aber es kam mir vor, als wären 60 Jahre im Koma vergangen. Ich wusste, dass ich in einem Spital war, also versuchte ich, zu einem Spiegel zu laufen, um mein Alter zu überprüfen. Aber ich konnte nicht aufstehen. Dann kam ich auf die Idee zu checken, ob meine Hände gealtert sind. Als ich sah, dass sie noch gleich aussahen wie früher, schlief ich weiter.
Als ich sechs war, geriet ich in einen Haus-Brand. Ich erinnere mich nur daran, normal ins Bett gegangen zu sein. Etwa einen Monat lag ich danach im Koma. Das Feuer begann im Raum, in dem ich schlief. Die erste Erinnerung nach dem Aufwachen war, dass alles normal schien und ich keine Ahnung hatte, was passiert war. Ich erinnere mich, eine Schachtel mit Tausenden Gute-Besserung-Briefen gekriegt zu haben. Ich habe bis heute schwere Verbrennungen in Gesicht, Arm und Hals, aber irgendwie haben es meine Eltern geschafft, dass ich auf der persönlichen Gebetsliste von Papst Johannes Paul II. gelandet bin.
Die Antworten wurden aus dem Englischen übersetzt und teilweise redigiert.