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Niklaus wurde begleitet von zwei bedeutenden, umsichtigen Seelsorgern.
Oswald Ysner war Pfarrer in Kerns und hat die Möglichkeit genutzt, nach der Gründung der Universität Basel im Jahr 1460 noch einmal zu studieren (wie lange, wissen wir nicht).
Heini am Grund war Pfarrer in Kriens und entstammte einer alten Luzerner Familie. 1456-58 hat er in Leipzig studiert.
Beide Seelsorger scheinen verwurzelt gewesen zu sein in der sogenannten devotio moderna. Für diese Frömmigkeitspraxis war das Leiden des Gekreuzigten wegweisend. Ihm in Demut zu folgen, war die Berufung der Gläubigen. Die Machtansprüche von Kirche, Kapital und Kriegsmacht galten als verderblich. Sich von ihnen nicht vereinnahmen zu lassen und sich dennoch seinen Pflichten in Beruf und Gemeinwesen nicht zu entziehen, wurde als eine tagtägliche Herausforderung wahrgenommen.
Zeugenaussagen der Seelsorger im Sachsler Kirchenbuch von 1488
In den Krisenjahren, in denen Niklaus mit der Frage rang, ob Jesus ihn weg von seiner Familie rufe, haben die beiden Seelsorger die Familie getreulich begleitet. Nach seiner Rückkehr war es Oswald Ysner, den Niklaus fragte, ob er weiterfahren dürfe mit seinem Verzicht auf alle Nahrung. Ysner betaste seine Beine, fand sie „ausgezehrt bis auf die Haut“, die Lippen waren aufgesprungen. Er habe aber verstanden, lässt er im Sachsler Kirchenbuch notieren, dass es um die göttliche Liebe gehe, und haben es darum Niklaus erlaubt, mit dem Fasten fortzufahren, solange das ohne die Gefahr eines Hungertodes möglich sei.
Heini am Grund wechselte im Frühjahr 1481 an die Pfarrstelle in Stans. Das dürfte der Grund gewesen sein, weshalb für die entscheidende Tagsatzung zur Besiegelung des neuen Bundesvertrags dieser Ort gewählt wurde. In der Tat war es dann entscheidend, dass Heini am Grund, nachdem der Vertragsschluss zu scheitern drohte, in der Nacht in den Ranft zu Niklaus eilen und seinen Rat einholen und mit seinem bittenden Mahnwort die Abgeordneten zum Friedensschluss bewegen konnte.