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Text von: Ang Tendi Sherpa und Alexandra Sherpa-Fry
Nun ist bereits ein Jahr vergangen seit der Sanitätsposten in Sibuje eröffnet wurde. Ende Mai und anfangs Juni 2018 waren wir in Nepal und besuchten das kleine Dorf Sibuje. So konnten wir (Ang Tendi und Alexandra) uns ein Bild vom aktuellen Stand des Sanitätspostens verschaffen.
Das Projekt läuft sehr gut und wird täglich von den Männern, Frauen und Kindern von Sibuje und den umliegenden Dörfern genutzt. Hauptsächlich werden Hautallergien und Hauterkrankungen, Kopfschmerzen, Fieber, Rücken- und Gelenksschmerzen, Schnittverletzungen, Bandwurmbefall und verschiedene Infektionen behandelt. Viele Frauen nutzen das Angebot über die Familienplanung zu sprechen. Es geht häufig um den Wunsch einer Schwangerschaftsverhütung. Zur Verhütung erhalten die Frauen meist die Dreimonatsspritze, die von der Pflegefachfrau verabreicht wird.
Im Sanitätsposten gab es personellen Wechsel und Unstimmigkeiten bezüglich der Arbeitsaufteilung. Die Pflegefachfrau, die seit der Eröffnung im Sanitätsposten angestellt war, hat ihre Stelle im Februar 2018 gekündigt. Der Grund dafür: Sie hat in der Nähe ihres Heimatdorfes eine Stelle als Pflegefachfrau gefunden. Zudem äusserte sie, dass sie dort einen besseren Lohn bekomme.
Für den Sanitätsposten in Sibuje wurde schnell eine neue Pflegefachfrau gefunden. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie ihre Arbeit nicht wunschgemäss erfüllte und nicht immer während ihrer Dienstzeiten im Sanitätsposte anwesend war. Die Dorfbewohner äusserten zudem, dass die Pflegefachfrau unfreundlich wirke und, dass sie sich manchmal von ihr nicht ernst genommen fühlten. Dies führte dazu, dass bei unserer Anwesenheit in Sibuje, eine ausserordentliche Sitzung mit dem Sibuje Health Service Committee, der Pflegefachfrau und der Haushaltshilfe stattfand. Während der Sitzung wurden folgende Beschlüsse gefasst:
Die Pflegefachfrau teilte uns mit, dass sie sich in Sibuje mit ihrer Tätigkeit nicht wohl fühle und zurück nach Kathmandu möchte. Zudem bekomme sie hier zu wenig Lohn. Im gegenseitigem Interesse wurde das Arbeitsverhältnis aufgelöst und die Pflegefachfrau hat den Sanitätsposten in Sibuje Ende Juni 2018 verlassen.
Die Haushaltshilfe äusserte während der Sitzung, sie müsse jeden Abend im Sanitätsposten Reinigungsarbeiten ausführen, die eigentlich die Pflegefachfrau machen müsste. Zudem sei sie für die Lingerie, für den Garten und Umschwung zuständig. Auch sie forderte eine Lohnerhöhung. Der Aufgabenbereich der Haushälterin wurde nochmals besprochen. Dieser umfasst maximal acht Stunden pro Woche für die Lingerie, der Reinigung des Korridors und der Böden im Sanitätsposten und für die Gartenarbeit. Für die restlichen Reinigungsarbeiten ist die Pflegefachfrau zuständig.
Das Sibuje Health Service Committee konnte bereits eine neue Pflegefachfrau für den Sanitätsposten finden. Die Pflegefachfrau hat bereits mehr als 15 Jahre Berufserfahrung und lebt mit ihrem Mann in Solokumbu. Dies ist nicht weit entfernt von Sibuje. Sie haben zwei Kinder, die nicht mehr zu Hause leben. Die neue Pflegefachfrau hat ihre Stelle im Sanitätsposten per 1. Juli 2018 angetreten.
Das Grundstück des Sanitätspostens konnte beim Erbauen des Gebäudes nicht rundum ummauert werden, da die finanziellen Mittel fehlten. Bei der Berechnung der Kosten für den Sanitätsposten wurde nicht daran gedacht, das Grundstück mit einer Mauer abzugrenzen. Im Moment passiert es leider oft, dass Kühe und andere freilaufende Tiere auf das Grundstück gelangen und dieses verunreinigen oder den Garten zerstören.
Die Realisierung einer umgrenzenden Mauer ist ein grosser Wunsch von uns, dem Sibuje Health Service Committee und den Bewohnern. Denn dadurch könnte das Gebäude und das Grundstück sauber und intakt gehalten werden.
Wir bedanken uns ganz herzlich für die grosszügige Unterstützung. Wir und die Bewohner von Sibuje freuen uns sehr, dass dieses Projekt so gut läuft und von vielen Menschen genutzt wird.
Ihre Spenden werden gerne entgegengenommen.
IBAN: CH6500774010305029900
SWIFT: GRKBCH2270A
Vermerk: Erdbebenopfer Sibuje