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Meteller,
eine Familie des plebejischen Geschlechts der Cäcilier, die seit dem 3. Jahrh. v. Chr. zu den angesehensten der röm. Nobilität gehörte.
Ihre Bedeutung begründete Lucius Cäcilius Metellus, der im ersten Punischen Kriege zweimal (251 und 247 v. Chr.) Konsul war und mit Auszeichnung kämpfte. 243 wurde er Pontifex Maximus. Er rettete 211 bei einem Brande das Palladium aus dem Tempel [* 2] der Vesta. Da er dabei erblindete, wurde ihm, was keinem Privatmann vorher erlaubt worden war, gestattet, im Wagen in den Senat zu fahren.
Quintus Cäcilius Metellus Macedonicus erhielt seine Beinamen, weil er als Prätor 148 v. Chr. den Andriscus besiegte, der sich unter dem Namen Philippus zum König von Macedonien aufgeworfen hatte. Als Konsul und Prokonsul 143‒142 kämpfte er mit Erfolg gegen die Keltiberer, und 131 bekleidete er mit Quintus Pompejus die Censur. Von den Alten wurde sein Glück gepriesen, weil, als er 115 starb, schon der dritte seiner Söhne das Konsulat, der vierte die Prätur erlangt und der älteste, Quintus, der von der Unterwerfung der Balearischen Inseln den Beinamen Balearicus erhielt, triumphiert hatte.
Quintus Cäcilius Metellus Numidicus, Neffe des vorigen, wurde 109 v. Chr. Konsul und kämpfte siegreich gegen Jugurtha in Numidien, bis ihm 107 der Oberbefehl durch Marius entzogen wurde. Er bekleidete 102 die Censur, ging 100 wegen seiner Weigerung, das Ackergesetz des Volkstribunen Saturninus als Senator zu beschwören, in die Verbannung.
Sein Sohn, Quintus Cäcilius Metellus, erhielt wegen des Eifers, mit dem er sich bei dem Volke um die Zurückberufung seines Vaters bemühte, den Beinamen Pius. Er focht als Prätor und Proprätor 89 und 88 v. Chr. im Bundesgenossenkriege und ging nach des Marius Rückkehr 87 nach Afrika. [* 3] 83 schloß er sich an Sulla an, als dieser nach Italien [* 4] zurückkehrte, und siegte bei Faventia über Papirius Carbo und Norbanus. Er ward später Pontifex Maximus und bekleidete mit Sulla 80 das Konsulat; dann erhielt er 79 das jenseitige Spanien [* 5] zur Provinz und gegen Sertorius den Oberbefehl, den er 76‒72 mit Pompejus teilte. Er starb 64.
Quintus Cäcilius Metellus Creticus erhielt diesen Beinamen von seinen Kriegen in Kreta, das von ihm, nachdem er 69 v. Chr. mit Hortensius Konsul gewesen war, 68 und 67 unterworfen und zur Provinz gemacht wurde.
Quintus Cäcilius Metellus Celer befehligte 63 v. Chr. als Prätor gegen die Catilinarier, 62 verwaltete er das cisalpinische Gallien, 60 trat er als Konsul gegen Pompejus, 59 gegen Cäsars Ackergesetz auf und starb, vielleicht durch seine Gattin Clodia vergiftet.
Sein jüngerer Bruder, Quintus Cäcilius Metellus Nepos, befehdete als Volkstribun (63‒62 v. Chr.) heftig Cicero, der eben die Catilinarische Verschwörung unterdrückt hatte, später vertrug er sich wieder mit ihm. Er gehörte zu Pompejus' treuesten Anhängern und bekleidete 57 das Konsulat.
Quintus Cäcilius Metellus Pius Scipio, der Sohn des Scipio Nasica und Adoptivsohn ¶
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des Metellus Pius, wurde durch seine Tochter Cornelia 52 v. Chr. Schwiegervater des Pompejus. Mit Pompejus bekleidete er seit Aug. 52 das Konsulat und nahm in dem bald danach ausbrechenden Kampf zwischen Pompejus und Cäsar lebhaft seines Schwiegersohns Partei. Er betrieb Cäsars Ächtung, sammelte in Syrien ein Heer und stieß 48, kurz vor der Schlacht bei Pharsalus zu Pompejus. Nach der Schlacht floh er nach Afrika zum König Juba (s. d.). Sein hoher Rang verschaffte ihm hier den Oberbefehl über die pompejan. Streitkräfte, aber er verlor nach wechselnden Kämpfen 46 die Entscheidungsschlacht bei Thapsus, wurde auf der Flucht nach Spanien ereilt und gab sich selbst den Tod.