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Die Gemeinde Cham beabsichtig die Erstellung eines Schulhausprovisoriums für einen Klassenzug (2 Kindergartenklassen, 6 Primarschulklassen und eine Sonderklasse) sowie für die Modulare Tagesschule. Das Schulhausprovisorium wird am Standort Städtli für eine Nutzungsdauer von ca. 20 Jahren erstellt.
Ziel des Projekts ist es, trotz begrenztem Platzbedarf und umfangreichem Raumprogramm, eine ortsverträgliche Lösung für ein temporäres Schulhaus zu schaffen, welches sich in seiner Volumetrie und Gliederung in den Kontext einfügt und ansprechende, vielfältig nutzbare Aussenräume erzeugt.
Das Gebäude wird für eine verträgliche Massstäblichkeit in zwei Trakte geteilt, welche durch Verbindungsbauten um einen Innenhof verbunden werden. Die dreigeschossigen Hauptbauten sind, für den Schulhausbau optimiert, Ost-West ausgerichtet. Die Verbindungsbauten werden in ihrer Geschossigkeit bewusst differenziert und sowohl entlang der Zugerstrasse als auch zum Schulareal Städtli 1 zurückversetzt. Das Aulavolumen im Norden ist eingeschossig, erhält der Nutzung entsprechend jedoch einen überhohen Raum. Der zweigeschossige Verbindungsbau im Süden stellt auf 2 Geschossen eine Verbindung zwischen den Haupttrakten her.
Als Erweiterung der Aula, für Pausen, zum Lernen und Verweilen, wird im Innenhof ein geschützter Aussenraum geschaffen.
Die Haupttrakte des Schulhausprovisoriums sind entlang eines zentralen Mittelkorridors organisiert. Die äusseren Raumschichten nutzen die grosszügigen Fassaden mit raumhohen Fensterelementen, während Nebenräume und Funktionsflächen in den Innenecken platziert werden. Eine vertikale Erschliessung erfolgt über zwei Treppenhäuser mit angebundenem Lift an der südlichen Fassade angrenzend zur viel befahrenen Zugerstrasse und dient so zusätzlich als Lärmpuffer.
Im Erdgeschoss befinden sich neben dem Kindergarten im Osten und der modularen Tagesschule im Westen auch die öffentlichen Bereiche wie Aula, Pausenhalle und Versorgungseinrichtungen.
Unterrichtsräume für Spezialunterricht und der Lehrer- / Verwaltungsbereich werden im 1. Obergeschoss organisiert, während für die Klassenzimmer mit Gruppenräumen das oberste Geschoss vorgesehen ist.
Das Provisorium ist als Holzbau in einer Struktur aus Stützen und Trägern in Längsrichtung mit aufgelegten vorgefertigten Geschossdecken aus Lignatur Holz-Kassettenelementen geplant. Haupttragachsen bilden die Fassaden sowie die, den Korridor flankierenden, Längswände. Die Tragstützen bilden mit einem durchlaufenden Brettschichtholz-Träger neben dem Tragsystem auch ein prägendes gestalterisches Element für die Korridorbereiche.
Die Zimmertrennwände werden als Leichtbaukonstruktion erstellt und ermöglichen so hohe Flexibilität.
Die Treppenhäuser, welche den vertikalen Fluchtweg bilden, werden massiv ausgebildet und spiegeln in ihrer Materialisierung in Sichtbeton spezifische Anforderungen an Funktion und Dauerhaftigkeit wider.
Die massive Bodenplatte mit Frostriegel erfordert aufgrund der Bodenverhältnisse eine Gründung mittels Mikro-Bohrpfählen.
Die Fassade wird mit einer farbig gestalteten Holzverkleidung auf einem Sockel aus gedämmtem faserarmiertem Beton ausformuliert. Die Volumen werden geschossweise mit horizontalen Bändern in liegender Holzverschalung gegliedert. Vertikal verschalte Holzpfeiler rhythmisieren die Fassade in Längsrichtung und rahmen die raumhohen Fensterelemente, welche immer aus einem geschlossenem Lüftungsflügel mit anschliessender Festverglasung bestehen. Vertikale Holzlamellen vor dem Lüftungsflügel dienen als Absturzsicherung. Ein aussenliegender Sonnenschutz wird in Form von textilen Vertikalstoren vorgesehen.
Die Dächer werden extensiv begrünt, um neben gestalterischen Aspekten eine ausreichende Retention und Einflussverzögerung sicherzustellen. Dachaufbauten wie Dachausstiege, Einhausungen von Wechselrichtern oder Kanälen sowie die Wärmepumpen werden mit, auf die Fassadengestaltung abgestimmten, farbigen Blechen verkleidet. Auf den Dächern der zwei Haupttrakte werden grossflächige Photovoltaikanlagen platziert.
Die Zuwegung zum Gebiet sowie der Pausenplatz werden in Hinblick auf Betrieb und Unterhalt, aber auch in Anlehnung an die bestehende Platzgestaltung des Areals Städtli 1, asphaltiert. Einen Bauminsel referenziert die Pausenhofgestaltung der bestehenden Schulanlage im Norden und bricht so die sonst vorwiegend geradlinige Gestaltung auf.
Die Wegführung im östlichen und nördlichen Perimeterbereich ist gegenüber dem geometrischen Pausenplatz eher organisch angelegt und führt selbstverständlich durch das Gelände zu den Eingangsorten des Gebäudes.
Der Grünsaum im Süden, welcher eine natürliche Schutzzone zur Zugerstrasse bildet, wird belassen bzw. teilweise erweitert und als charakterprägendes Merkmal des Ortes gestärkt.
Der geschützte Innenhof wird mit einem Hartbelag ausgestattet und durch eine Bauminsel gegliedert. Die Fläche ist entsprechend gestaltet, damit eine Vielzahl an möglichen Nutzungen verwirklicht werden kann.
Der bestehende Spielplatz des Kindergartens im Westen der Parzelle, welcher für die Baustelleneinrichtung aufgelöst werden muss, wird neugestaltet am gleichen Standort wiederhergestellt. Die neue Spielfläche wird durch eine natürliche organische Gestaltung charakterisiert und bietet mit Hecken und Bäumen eine natürliche Trennung zum Pausenplatz und dem nachbarlichen Grenzzaun.
2018 | 70 Seiten, 24 x 29.5 cm, Diverse historische und aktuelle Abbildungen, Projektpläne | Broschur
Kantonsschule Menzingen
„Während der vergangenen 175 Jahre wurden in Menzingen pädagogische und architektonische Zeichen gesetzt. Den Bezug der renovierten und erweiterten Gebäude des ehemaligen Seminars Bernarda haben wir zum Anlass genommen, auf Spurensuche zu gehen, nach pädagogischen und architektonischen Zeichen der Zeit zu forschen und diese in exemplarischer Weise zu dokumentieren. Entstanden ist eine Entdeckungsreise zu Bildungsstandort, Architektur und Pädagogik – als «Zeitzeichen» vergangener, heutiger und zukunftsweisender Bau- und Lernkultur.“
Herausgeber: KSM Kantonsschule Menzingen in Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt Kanton Zug
Textbeiträge: Dr. Carl Bossard, Samuel Bünzli, Georg Frey, Franziska Kaiser, Urs Kamber, Markus Lüdin, Isabel Studer
Projekte: Kantonsschule Menzingen
Die in den Jahren 1968 bis 1971 erbaute Kunstgewerbeschule von Willy Pfister und die 1940 eingeweihte Gewerbeschule von Hans Brechbühler bilden zusammen den markanten Brückenkopf am Ende der ansteigenden Lorrainebrücke. Zugleich sind die beiden sehr markanten Gebäude auch typische Zeitzeugen, die im Bauinventar als schützenswert bzw. erhaltenswert eingestuft werden. Die heutige Schule für Gestaltung besticht dabei durch die klare Gliederung in den abstrakten Hochbau mit zurückversetztem Attika, den Sockelbau mit den markanten Brüstungselementen sowie in das frei gestaltete Erdgeschoss mit der Aula und den umlaufenden Terrassen. Im Innern sind das offene Erdgeschoss, die über neun Geschosse durchgehende gegenläufige Treppenanlage, die noch original erhaltene Raumaufteilung mit den Schrankfronten sowie die eindrückliche Aula im Bericht der Denkmalpflege speziell erwähnt. Generell gilt es, dabei dem Substanzerhalt wenn immer möglich Rechnung zu tragen.
Gleichzeitig ist der Sanierungsbedarf des Gebäudes nach 50 Jahren Lebensdauer sehr hoch. Dies einerseits aufgrund der Tatsache, dass die ursprüngliche Konstruktion den heutigen Anforderungen betreffend Brandschutz, Erdbebensicherheit und Wärmedämmung in keinster Weise entspricht. Anderseits weisen insbesondere die für diesen Bau charakteristischen und speziell entwickelten Fenster grosse Mängel auf; die Fenster sind partiell undicht, die Mechanik ist zum Teil nicht mehr funktionstüchtig und es besteht erhebliche Verletzungsgefahr.
Das Grundproblem betreffend Raumklima und Behaglichkeit liegt jedoch nicht primär in den Alterserscheinungen der Konstruktion, sondern in den systemimmanenten Mängeln: Die Fensterprofile weisen keine thermische Trennung auf, das Dichtungssystem ist ungenügend, die Konstruktion ermöglicht höchstens eine Zweifachverglasung und der textile Sonnenschutz liegt auf der Innenseite. Im Sommer ist es folglich unerträglich heiss und im Winter äusserst kalt.
Neben den denkmalpflegerischen und technischen Vorgaben müssen aber auch die ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte berücksichtigt werden. Dabei müssen neben den Instandstellungskosten auch die Unterhalts- und Betriebskosten während der zukünftigen Nutzungsphase in die Kostenbetrachtung einbezogen werden (Life Cycle Costs). Somit gilt es, konträre Zielsetzungen gegeneinander abzuwägen und durch gezielte, möglichst effiziente Eingriffe eine erhebliche und nachhaltige Verbesserung gegenüber der heutigen Situation zu erreichen. Aufgrund der Komplexität der Aufgabenstellung und der gegenseitigen Abhängigkeiten können dabei die einzelnen Massnahmen nur im Gesamtkontext schlüssig beurteilt werden. Dabei gilt es im Spannungsfeld zwischen energetischen Anforderungen und Behaglichkeitsansprüchen einerseits sowie denkmalpflegerischen und wirtschaftlichen Überlegungen anderseits die angemessene Lösung zu finden.
Im Rahmen des 50 jährigen Jubiläums der Schule für Gestaltung Bern Biel fand ein Gespräch mit Samuel Bünzli statt, in welchem diverse Themen im Zusammenhang mit dem Wettbewerb besprochen wurden. Das Video zum Gespräch, die BB:50 Session Nr.7:
Die 1962 am Stadtrand von Dietikon errichtete Schulanlage Wolfsmatt von Julius Senn ist ein typisches Beispiel der seit den 30er Jahren in der Schweiz propagierten Pavillionschulen. Diese zeichnen sich durch die Aufgliederung der Baumasse in nach Funktionen getrennte individualisierte Einzelkörper aus, welche oft durch gedeckte Laubengänge miteinander verbunden sind. Speziell an der Anlage in Dietikon sind die zentrale Erschliessungsachse, der latent gefasste Pausenhof, die trapezförmige Anordnung der beiden Schultrakte sowie die in den Hang gebaute Freiluftarena. Typisch für die frühen 60er Jahre sind hingegen die einfachen geometrischen Baukörper und die sehr einheitliche Gestaltung und Materialisierung. Die typologischen und architektonischen Qualitäten der weitgehend intakt erhaltenen Schulanlage werden durch die Gestaltung der Aussenräume von Walter Leder stimmungsvoll erweitert.
Ausgehend von den vorhandenen Qualitäten wird die bestehende Anlage aus ihrer eigenen städtebaulichen und architektonischen Logik weiterentwickelt. Alle Bestandesbauten wie auch die grosszügigen Freiflächen bleiben integral erhalten. Die beiden Neubauten erweitern die ursprüngliche Setzung entlang der zentralen Achse und fassen den neuen Zugangsbereich am Vogelauweg. Die Anlage erhält durch die beiden unterschiedlich dimensionierten einfachen Gebäude einen angemessenen Gegenpol zur bestehenden Situation entlang der Schöneggstrasse.
Der Freiraumentwurf nimmt die gestalterischen Prinzipien des schützenswerten Bestandes auf und übersetzt diese auf die neue Situation. Die ‚Weitergestaltung‘ folgt den Intentionen von Walter Leder bezüglich Duktus, Baumfiguration und Materialität. Die schützenswerte Substanz wird sorgfältig restauriert und in ihrem Gebrauchswert an heutige Bedürfnisse angepasst. Im Sinne des Ensembles wird das Verhältnis von Bauten und Freiflächen präzisiert. Dabei wird das fliessende Grün an die Bauten herangeführt und die Grünwirkung der Pausenplätze gestärkt. Die prägende axiale Platzfolge von Pausenräumen erhält mit der «Halle Süd» zum Vogelauweg eine sinnfällige Fortschreibung, die es erlaubt, die Neubauten einzubinden und mit dem feinmaschigen Wegnetz über verschiedene Geländeebenen zu verknüpfen.
Die einzelnen Nutzungseinheiten werden möglichst zusammengefasst und auf die unterschiedlichen Bauten verteilt. Somit kann der Grundgedanke der bestehenden Pavillionschule beibehalten werden. Der zentrale Spezialtrakt dient der Schulleitung, den Lehrpersonen und dem Hauswart. Im Singsaaltrakt sind neu die Räume der Förderung untergebracht, die somit auch unabhängig vom Betrieb genutzt werden können. Die beiden Klassenzimmertrakte bleiben in ihrer einfachen Grundstruktur erhalten und werden einzig durch die geforderten Gruppenräume an den Aussenseiten erweitert.
Entsprechend den unterschiedlichen Grössen sind in den beiden Neubauten auch sehr unterschiedliche Nutzungen untergebracht. Das kleinere Gebäude dient als reiner Klassenzimmertrakt und enthält die zusätzlichen zwölf Zimmer sowie die entsprechenden Gruppenräume und Lehrerarbeitsplätze. Die Struktur orientiert sich an den beiden bestehenden Schultrakten; mit Ausnahme des Zugangsbereiches im Erdgeschoss sind beidseits der zentralen Erschliessungsachse jeweils zwei Klassenzimmer und ein Gruppenraum als Cluster mit separater Garderobe und einem zusätzlichen frei möblierbaren Eingangsbereich organisiert.
Im grösseren Baukörper sind dagegen sehr unterschiedliche Nutzungen untergebracht. In den drei oberen Geschossen befinden sich im Bereich der zentralen Achse die Spezialräume und davon abgewandt im Osten die Räume der Betreuung mit einem separaten Zugang von aussen. Dazwischen befinden sich im Zugangsgeschoss die Bibliothek, darüber die Aufwärmküche mit Anlieferung sowie zuoberst die Räume der Hortleitung. Die zusätzliche Turnhalle sowie der Mehrzwecksaal mit dem gemeinsamen Foyer bilden den zu den grossen Freiflächen orientierten Sockelbau. Durch diese Nutzungsverteilung und die verschiedenen Eingänge können die einzelnen Raumgruppen entsprechend ihren unterschiedlichen Graden an Öffentlichkeit sinnfällig angeordnet und bei Bedarf unabhängig voneinander genutzt werden. Zugleich ermöglicht das Zusammenfassen dieser unterschiedlichen Räume in einem Baukörper Mehrfachnutzungen und Synergien insbesondere im Bereich der Betreuung.
Prägend für die bestehende Anlage sind neben der städtebaulichen Setzung auch die Individualisierung der einzelnen Baukörper und die sehr einheitliche Materialisierung. Diese kann durch die vorgeschlagene energetische und bauphysikalische Ertüchtigung erhalten bleiben. Dabei werden die Brüstungen zusätzlich gedämmt und neu mit kleinteiligen, texturierten Glasfaserbeton-Elementen anstelle der ursprünglichen Durisolplatten verkleidet. Der aufgrund des neuen Flachdachaufbaus minimal erhöhte Dachrand wird wie im Orginalzustand einheitlich in Aluminiumblech ausgeführt. Auch die neuen Holz-Metall-Fenster erhalten wieder die sehr charakteristische auf den historischen Aufnahmen dokumentierte Gliederung und Materialität. Für die Neubauten werden die geschlossenen Stirnwände in Sichtbackstein und die Akzentuierung der Treppenhäuser als primäre Gestaltungsprinzipien übernommen. Als äussere Verkleidung der vorfabrizierten Holzbauelemente, welche in die Betonstruktur eingefügt werden, sind grünlich lasierte Holzwerkstoffplatten in unterschiedlichen Formaten vorgesehen. Das Sockelgeschoss des grösseren Gebäudes wird entsprechend dem konstruktiven inneren Aufbau als solches auch aussen artikuliert und mit Betonelementen verkleidet. Zusammen mit dem kräftigen Dachrand ebenfalls aus Sichtbetonelementen und einer anderen Gliederung der Fenster erhalten die Neubauten gleichwohl einen eigenen Ausdruck, der sich zurückhaltend vom Bestand unterscheidet, die angestrebte harmonische Gesamterscheinung aber beibehält.
Wie in den bestehenden Klassenzimmertrakten zeichnen sich in den Neubauten die Treppenhäuser und die Zugänge durch Backsteinwände und Natursteinböden aus. In den Korridoren der Unterrichtsgeschosse rhythmisieren die Betonstützen und -rippen der Primärstruktur den Raum. In den Unterrichtsräumen prägen neben der Primärstruktur die lasierten Holzverkleidungen der Brüstungen, die mit Korklinoleum belegten Schrankfronten und der Linoleumboden die Raumstimmung. Im Gegensatz dazu sind die Zwischenwände und die schallabsorbierenden Deckenfelder mit ihren gestrichenen Putzoberflächen zurückhaltend gestaltet und tragen zur ruhigen und zurückhaltenden Lernatmosphäre bei.
Für die Tragstruktur der beiden Neubauten wird in den oberen Geschossen ein Skelettbau in Recyclingbeton mit hochfesten, vorfabrizierten Stützen und einzelnen aussteifenden Wandscheiben vorgeschlagen. Im Untergeschoss des kleineren Gebäudes sind zusätzlich zu den durchgehenden Betonscheiben die Wände mehrheitlich gemauert oder betoniert und nicht mehr aufgelöst. Im östlichen Bauvolumen bedingt das Integrieren der Turnhalle und des Mehrzwecksaales ins Gebäudevolumen eine spezifische Abfangkonstruktion. Dabei werden die grossen Spannweiten mit einem Trägerrost überspannt, welcher architektonisch in Szene gesetzt wird und den Charakter dieser unteren Eingangsebene auch im Foyerbereich prägt. Das westliche Schulgebäude kann flach sowie über untiefe Magerbetonschächte im Schotter fundiert werden.
Der historische Ortskern von Cham war geprägt von kompakten, freistehenden Gebäuden mit umlaufenden Fassaden und Giebeldächern. Diese ursprünglich sehr homogene Struktur ist entlang der Sinserstrasse und um den Rigiplatz noch immer vorhanden. Insofern bildete der Bestandsbau aufgrund seiner Volumetrie und Fassadenabwicklung einen Fremdkörper im städtebaulichen Gefüge. Der Ersatzneubau nimmt die ursprünglich geforderte Etappierbarkeit zum Anlass das geplante Bauvolumen entsprechend den unterschiedlichen Nutzungen (Bankgebäude/Wohn- & Geschäftshaus) auf zwei kompakte Baukörper zu verteilen. Dadurch gelingt es der historischen städtebaulichen Struktur wie auch der vorhandenen Massstäblichkeit besser Rechnung zu tragen und die Neubauten in den bestehenden Kontext einzubinden. Zugleich unterscheiden sich diese von den angrenzenden Bauten durch die einfache Volumetrie mit Flachdach und die durchgehende Traufhöhe. Aufgrund des Terrainverlaufs und der erhöhten Geschosszahl wird die Bank als halböffentliches Gebäude zusätzlich ausgezeichnet und betont die städtebaulich bedeutende Ecke zwischen Schulhaus- und Sinserstrasse.
Durch die Setzung der Neubauten gelingt es im Ortszentrum zusätzliche attraktive Wegverbindungen und Sichtbeziehungen zu schaffen und die Situation gegenüber dem ehemaligen Zustand massiv aufzuwerten.
Das Geschäftshaus ist dem Bankgebäude in seiner horizontalen Schichtung ähnlich. Im Erdgeschoss mit ebenfalls unterschiedlichen Raumhöhen ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen. Die drei durchgehenden Obergeschosse sind so konzipiert, dass sie sowohl als Büros als auch als Wohnungen genutzt werden können.
Entsprechend der städtebaulichen Setzung sind die Fassaden der beiden Gebäude umlaufend gestaltet und durch dieselben Elemente gegliedert. Die Materialisierung lebt von einem Dreiklang zwischen den mineralischen Oberflächen der Primärstruktur, den Metall-Glas-Elementen und dem in den Kastenfenstern und im Innern verwendeten Holz. Dadurch gelingt es zwischen der Büronutzung und dem Charakter der angrenzenden Wohnbauten zu vermitteln und das neue Ensemble in den bestehenden Kontext einzubinden ohne sich diesem anzubiedern.
2012 | 64 Seiten, 22.5 x 29 cm, 38 Farb- und 16 s/w-Abbildungen, 19 Pläne | Fadengeheftete Broschur
Quart Verlag
„Ruhig und unaufgeregt liegt dieses grosse, stabförmige Holzgebäude in der Landschaft. Es lässt kaum erahnen, wie komplex, spannungsvoll und mit welch hohen Raumqualitäten sein höhlenartiges Inneres gebildet ist. Dies und die präzise und bewusst entwickelte Wechselwirkung zwischen Konstruktion und Form entsprechen einer ausgereiften Kunst der Architektur.“
Textbeiträge: Christian Hönger, Ueli Zbinden, Gabriela Christen
Bünzli & Courvoisier Architekten, Zürich
Projekte: Schulhaus Eichmatt Cham
Die beiden Bestandesgebäude auf dem Areal Hofwisen prägen zusammen mit den angrenzenden Altbauten und den grosskronigen Bäumen den ländlichen Charakter dieses, gegenüber dem Sihltal leicht erhöht gelegenen, Weilers. Aufgrund der Vorgaben der Denkmalpflege bezüglich der beiden Schutzobjekte sowie der in der Kernzone A üblichen Schrägdachpflicht soll dieses Erscheinungsbild architektonisch gesichert und damit auch weiterhin gewahrt werden.
Ausgangspunkt für die Setzung der Neubauvolumen bilden die in ihrem Charakter zu erhaltenden Schutzobjekte sowie die beiden, die Auffahrt zur Scheune flankierenden, grossen Bäume. Die drei unterschiedlich ausgerichteten und proportionierten Neubauten bilden zusammen mit dem alten Wohngebäude ein erweitertes Ensemble und fassen in ihrer Mitte die Scheune mit dem Mehrzwecksaal sowie einen kleinen Platz. Durch die Verschiedenartigkeit der Dachformen und die unterschiedliche Geschossigkeit entsteht eine Siedlung, die trotz erhöhter Dichte auf die Bestandesbauten Rücksicht nimmt und sich dadurch sehr zurückhaltend in den ländlich geprägten Kontext einfügt. Dabei bezieht sich die städtebauliche Setzung auf historische Vorbilder, die geprägt sind von einem latent gefassten Dorfanger.
Währenddem der Aussenraum der Siedlung primär durch die beiden erhaltenen Nussbäume bei der Scheune und eine neue Linde beim Spielplatz geprägt wird, verweisen in den privaten Gärten und am Rand der Siedlung kleinkronige, mehrstämmige Bäume und Grosssträucher auf den eher gartenartigen Charakter. Das im Bestand prägende Element der Familiengärten entlang der nördlichen Parzellengrenze wird beibehalten. Durchgänge zum nördlichen Wohnquartier ermöglichen den Austausch mit der Nachbarschaft und erhalten die heute bereits bestehende Durchlässigkeit.
Das Zentrum der neuen Überbauung bildet der auch dem Quartier dienende Mehrzwecksaal in der über dem alten Stall neu errichteten Scheune. Über ein kleines Foyer und eine grosszügige Treppe gelangt man von der Sihlhaldenstrasse in den von der Holzkonstruktion des Dachstuhls geprägten Hauptraum im ersten Obergeschoss. Dieser kann rückseitig über die bestehende Auffahrt auch von aussen direkt erreicht und dadurch unterschiedlich bespielt werden. Das alte Wohngebäude wird umgebaut und enthält vier sehr unterschiedliche und spezielle Wohnungen. Im Erdgeschoss des Haupthauses befindet sich eine kleine 2 Zimmer-Wohnung, die auch als Atelier oder Büro genutzt werden kann, in den beiden Geschossen darüber je eine Wohnung mit niedrigerem Zimmertrakt und überhöhtem Wohnbereich im neu errichteten Annex.
Im Gegensatz zum Bestand zeichnen sich die kompakten Neubauten durch sehr klare durchgehende Strukturen aus. Die innenliegenden Treppenhäuser erschliessen jeweils drei bis vier Geschosswohnungen, die sich in ihrer Typologie und insbesondere in der Gestaltung der Wohn-Essbereiche stark unterscheiden. Dieser besteht im Haus A aus zwei einzelnen Zellen für Essküche und Wohnraum mit vorgelagerter Loggia, die um ein Zimmer angeordnet sind, welches aufgrund seiner Lage auch als Büro oder zusätzlicher Wonhbereich genutzt werden kann. Im Gebäude C sind die Küchen als Nischen Teil des offenen Wohn-Essbereiches. Im Haus B dagegen sind sie von diesem klar getrennt. Dank einzelnen Schaltzimmern und der modularen Grundstruktur können Wohnungen einfach zusammengelegt oder in ihrer Grösse verändert werden. Dadurch gelingt es auch, bei Bedarf auf sich ändernde Bedürfnisse reagieren zu können ohne die vorhandene Struktur verändern zu müssen.
Für die Neubauten wird eine einheitliche Bauweise vorgeschlagen, die mit Ausnahme der Gebäudehülle und der Dachkonstruktion aus gemauerten oder betonierten Wänden und Betondecken besteht. Im Bereich der Fassaden sind zwischen den tragenden Holzstützen vorfabrizierte Holzelemente vorgesehen, die aussen mit einer Schalung verkleidet werden. Die sehr gut gedämmte Aussenhaut leistet zusammen mit der hohen Speichermasse im Innern einen wesentlichen Beitrag für ein behagliches Raumklima.
Zentral für den Charakter der neuen Überbauung sind neben der städtebaulichen Setzung insbesondere die Dachformen und das Zusammenspiel unterschiedlicher Materialien. In Anlehnung an die Bestandesbauten und die Bestimmungen in der Kernzone A haben die Neubauten ebenfalls unterschiedlich geneigte Satteldächer mit Gauben. Die Dachformen folgen dabei den Gestaltungsprinzipien der historischen Gebäude und führen zusammen mit einer einheitlichen Materialisierung zu einem zurückhaltenden und ruhigen Erscheinungsbild der drei Neubauten. Diese unterscheiden sich durch das Fehlen der Dachüberstände, die Blechdächer mit integrierter Photovoltaik sowie die horizontalen Metallbänder im Bereich der Geschossdecken von den Altbauten und treten eigenständig in Erscheinung. Gleichwohl gelingt es durch die lasierten Holzschalungen und die Volumetrie angemessen auf den Bestand mit seinem eigenen Charme zu reagieren und diesen selbstverständlich in das neue Ensemble einzubinden.
Die architektonisch bedeutende Anlage des Bezirksschulhauses von Roland Rohn aus dem Jahr 1958 schmiegt sich an den nördlichen Hangfuss und öffnet sich mit ihren Einzelbauten gegen den Landschaftsraum im Süden. Dieser konnte durch die ursprüngliche Setzung durchgehend erhalten werden. Das Gebäude fungiert dabei als Hangkante mit einem Niveauunterschied von einem Geschoss zwischen Norden und Süden. Es tritt somit gegenüber dem Wohnquartier gedrungener in Erscheinung als gegenüber dem grosszügigen Grünzug.
Aufgrund der Tatsache, dass das Neubauvolumen grösser ist als dasjenige des Bestandes, muss dem Verhältnis zwischen alt und neu, wie auch der Beziehung der neuen Komposition zum landschaftlichen Kontext besondere Beachtung geschenkt werden.
Durch ein grosses kompaktes Volumen anstelle des bestehenden Turnhallentraktes erhält die bestehende Schulanlage einen neuen kräftigen Auftakt und zugleich ein gleichwertiges Pendent zum Hauptgebäude des Bez-Schulhauses. Die Erweiterung der bestehenden Bezirksschule zu einem gemeinsamen Oberstufenzentrum zusammen mit der SeReal findet durch die vorgeschlagene Neuinterpretation der ursprünglichen Setzung eine adäquate städtebaulichen Antwort mit zwei gleichberechtigten Partnern, die zusammen das Ensemble im Gleichgewicht halten. Entsprechend der ursprünglichen Konzeption tritt auch der Neubau zur Rebbergstrasse niedriger in Erscheinung als zur Stadt und zu den Sportanlagen und ergänzt dadurch die bestehende Silhouette sehr selbstverständlich.
Durch die städtebauliche Setzung wird die klare Trennung zwischen dem nördlichen, urbanen Bereich und dem südlichen, landschaftlichen Freiraum beibehalten. An der Nahtstelle zwischen dem Bestand und dem Neubau wird gegen Süden ein zusätzlicher Pausenplatz mit Bezug zum Zugang auf dem Niveau des Verbindungsganges geschaffen. Zudem akzentuiert ein neuer Vorplatz den Eingang von Westen, der insbesondere auch den ausserschulischen Aktivitäten dient. Der nördliche Zugangsbereich der Anlage wird in selbstverständlicher Art und Weise durch einen zweiten der Fussgängererschliessung vorbehaltenen Teil ergänzt.
Um das Neubauvolumen möglichst kompakt zu halten werden die Schul- und Sportnutzungen in Schnitt sowie im Grundriss direkt übereinander respektive nebeneinander angeordnet. Zudem wird die Dreifachturnhalle ein Geschoss abgesenkt. Dadurch gelingt es auch, das neue Hauptgeschoss der Schule mit allen Unterrichtsräumen auf dem Niveau des bestehenden Verbindungsganges anzuordnen und selbstverständlich an die bestehende Anlage anzubinden. Diese Hauptebene funktioniert als grosszügige, um zwei Innenhöfe organisierte Lernlandschaft mit den windmühlenartig organisierten Unterrichts-Einheiten an der Peripherie sowie den beiden Multifunktionsräumen im Zentrum. Ergänzt wird das Raumprogramm durch Korridorerweiterungen, welche vielfältige Ausblicke und Durchblicke ermöglichen sowie durch die beiden Hofräume, die ebenfalls in den Unterricht miteinbezogen werden können. Dadurch entsteht insgesamt ein sehr reichhaltiges Angebot an Aufenthalts- und Arbeitsbereichen, die den Lebensraum Schule massgeblich mitprägen werden.
Die Spezialräume befinden sich ein Geschoss tiefer und werden durch die beiden, aufgrund ihrer jeweiligen Lage differenziert ausgestalteten Treppenhäuser erschlossen und umfassen die zu den Sportanlagen orientierte Dreifachturnhalle zweiseitig. Von diesem Zwischengeschoss gelangt man auf das Niveau des zweiten Einganges, welcher zur Schützenstrasse und zum Gemeindeschulhaus orientiert ist und den Hauptzugangsbereich für die ausserschulische Nutzung der Halle bildet.
Für den Neubau wird im Gegensatz zu den Bestandesbauten eine Mischbauweise vorgeschlagen. Dabei wird konstruktiv unterschieden zwischen den Erschliessungsbereichen, welche durch Betonwände und Cobiaxdecken gefasst sind sowie den Unterrichtsräumen und Fassaden in welchen Brettschichtholzelemente für die Stützen und die Decken verwendet werden. Diese Konstruktionsweise erlaubt es die Lasten im Geschoss über der Turnhalle mit ihren vorgespannten Betonträgern zu reduzieren. Zudem kann die über der Halle liegende Korridorwand durch den Untergurt als Träger ausgebildet und dadurch zusätzlich ausgesteift werden.
Die Erschliessungszonen sind primär geprägt von den Sichtbetonwänden, den dunkel gehaltenen Stützen und Fensterrahmen, den Türelementen in Eiche sowie den Klinkerböden. Im Gegensatz dazu ist die Atmosphäre in den Klassenzimmern zurückhaltender; die Holzbauelemente der Stützen, Decken und Leichtbauwände sind weiss lasiert und prägen zusammen mit den weiss gestrichenen Einbauschränken die Stimmung im Raum. Einzig der blaue Linoleumboden sowie die Tür- und Fensterelemente in Eiche setzen einzelne Farbakzente. Durch die vorgeschlagene Materialisierung wird einerseits den ökologischen Anforderungen Rechnung getragen und anderseits das Farb- und Materialisierungskonzept der Altbauten neu interpretiert und weitergeführt. Dabei wird bewusst dieselbe Farbpalette verwendet. Im Gegensatz zu den Altbauten werden jedoch neue Elemente hinzugefügt welche sich durch ihre Materialität vom Bestand unterscheiden und den Neubau als solchen erkennbar machen. Ein ähnliches Prinzip wird auch für die äussere Erscheinung des neuen Schultraktes angewendet. Anstelle der mit Muschelkalk verkleideten Sockelgeschosse, den gestrichenen Sichtbetonwänden und den farblich akzentuierten, mineralischen Brüstungselementen werden sandgestrahlter Kalksteinbeton, gestrichene Bretterschalungen und farbige Photovoltaikpaneele eingesetzt. Zudem wird die klare Gliederung der Bestandesbauten analog weitergeführt, so dass sich der Neubau selbstverständlich und mit dem nötigen Respekt in die Gesamtanlage einfügt. Zugleich ist dieser durch die Neuinterpretation der Konstruktion und Materialisierung aber auch als Zeitzeuge klar erkennbar.
2005 | 48 Seiten, 16,5 x 21 cm, 52 Farb- und s/w-Abbildungen, 18 Pläne | Fadengeheftete Broschur
Quart Verlag
„Kurz nach ihrem Studium sind Samuel Bünzli und Simon Courvoisier auf Architekturaufgaben gestossen, die sie mit Talent bewältigt und darin bereits eigenständige Lösungen realisiert haben. Die Quellen ihrer Inspirationen sind die scharfen Analysen des Bestehenden, seines Umfeldesund des Programms der Bauaufgabe.“
Herausgeber: Heinz Wirz
2020 | 784 Seiten, 15 x 24 cm, rund 1’200 Objekte, alle mit Fotos, fast alle mit Plan | Hardcover, fadengeheftet
Edition Hochparterre
Der Architekturführer Zürich stellt 1’200 Objekte mit Texten, Fotos und vielen bis anhin unveröffentlichten Plänen vor. Er spannt den Bogen von der Altstadt bis nach Schwamendingen und über die Stadtgrenzen hinaus in die Entwicklungsgebiete im Glatt- und im Limmattal. Denn längst hört die Stadt nicht mehr an ihren Grenzen auf. Und weil sie nicht allein aus Häusern, sondern auch aus Freiräumen und Infrastrukturbauten besteht, sind im Buch auch Pärke, Brücken und Plätze präsent.
Dabei reiht der Architekturführer Zürich nicht nur die bekannten und geliebten architektonischen Perlen auf, sondern zeigt auch Gebäude, die schwer verdaulich im Stadtgefüge liegen. Nichts ist ‹einfach so passiert›; jedes Bauwerk hatte eine Bauherrschaft, wurde entworfen von Architektinnen und Architekten. Auch Missratenes prägt eine Stadt und kann beispielhaft sein – und sei es nur, um daraus zu lernen.
Sieben Autoren beleuchten im Architekturführer Zürich die Epochen der Stadtgeschichte, einer macht eine Exkursion in die Agglomeration, und zwei Stadträte geben Auskunft zur Zukunft. Zwei Fotostrecken geben dem kleinteiligen Katalog einen grossen Atem.
«In einen Architekturführer gehören nicht nur Klassiker», sagt Herausgeber Werner Huber und zeigt einen sperrigen Bau, der es dennoch in den Architekturführer Zürich geschafft hat.
Herausgeber: Werner Huber
Textbeiträge: Urs Baur, Jan Carol, Gobi Gantenbein, Michael Hannak, Werner Huber, Daniel Kurz, Benedikt Lederer, Rahel Marti, Caspar Schärer, Martin Tschanz
2019 | 168 Seiten, 22 x 27.5 cm, rund 180 Bilder und Pläne | Softcover mit Freirückenbroschur
Edition Hochparterre
Das Baugeschehen zwischen 1945 und 1975 war dynamisch und vielfältig. Architekten und Unternehmer probierten neue Formen, Raumkonzepte und Materialien aus, versuchten mit vorfabrizierten Gebäudeelementen das Bauen zu beschleunigen und zu vergünstigen. «Bewahrt, erneuert, umgebaut» rückt die architektonischen Qualitäten dieser Bauperiode anhand von 18 Bauten in den Mittelpunkt. Es fragt bei Architekten, Bauherrinnen, Denkmalpflegern und Nutzerinnen nach: Wie wurden diese jüngsten Baudenkmäler gepflegt, erneuert oder umgebaut? Ein Buch zur Baukultur einer Zeit, als Hochhäuser aus dem Boden schossen und Freizeitanlagen in die Wiese wuchsen. Mit aktuellen Bildern von Guido Baselgia und zahlreichen historischen Bildern, Grundrissen und Plänen.
Herausgeber: Bauforum Zug und Zuger Heimatschutz
Autor: Michael Hanak
Projekte: Kantonsschule Menzingen
2016 | 476 Seiten, 24 x 29.5 cm, 710 Abbildungen, 713 Pläne/Skizzen | Hardcover, fadengeheftet
Quart Verlag
Seit Mitte der 1990er Jahre lässt sich im Grossraum Zürich eine ausserordentliche Qualität von Wohnbauten beobachten. Durch die Förderung der öffentlichen Hand, durch eine hochstehende Wettbewerbskultur und eine rege Architekturszene ist hier ein reichhaltiges Experimentierfeld guter Wohnbauarchitektur entstanden. Das umfangreiche Werk über den Zürcher Wohnungsbau ist eine Anthologie von über 100 Einzelbauten, Ensembles und Siedlungen, die innerhalb von 20 Jahren in der Stadt Zürich entstanden sind. Es ist eine eindrückliche Übersicht zur Wohnbaukultur, die mit ihrer aussergewöhnlichen Qualität eine Intensität und Blüte erlebt, die auch international Beachtung findet.
Herausgeber: Heinz Wirz, Christoph Wieser
Textbeiträge: Daniel Kurz, Patrick Gmür, Christoph Wieser
Objekttexte: Architekten
2015
Die «Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zug 2006 – 2015» ist eine vom Hochbauamt des Kantons Zug und dem Fachverein «Bauforum Zug» ermöglichte Publikation. Rund 120 Eingaben wurdne von einer namhaften Fachjury geprüft und davon schliesslich 10 Bauten ausgezeichnet.
Projekte: Schulhaus Eichmatt Cham
2014 | 152 Seiten, 21 x 27 cm | gebunden
PPUR Presses polytechniques et universitaires romandes
Autoren: Bruno Marchand, Christophe Joud
Projekte: Kraftwerk Zürich
2013 | 454 Seiten, 31.7 x 23.8 cm, 350 Farb- und 350 s/w-Abbildungen | Leinen, gebunden
Birkhäuser Verlag
Qualitätsvolle Wohnbauten sind weit mehr als eine Aneinanderreihung unterschiedlicher Grundrisse. Das städtische Wohnhaus vermittelt in erster Linie zwischen privatem Rückzug und städtischer Öffentlichkeit. Vielschichtige Grenzbeziehungen zwischen innen und außen werden dabei auf verschiedensten Maßstabsebenen verhandelt. Wohnen+ legt den Schwerpunkt auf die Untersuchung der baulich-räumlichen sowie sozial-kommunikativen Schnittstellen im Wohnungsbau. Die Publikation gliedert sich in die vier Kapitel Städtebau, Erdgeschoss, Gebäudestruktur und Fassade, denen 67 internationale Projekte zugeordnet werden. Diese vier Themenschwerpunkte werden in den einleitenden Essays der Kapitel übergreifend diskutiert, die einzelnen Projekte werden innerhalb des Katalogs unter denselben Aspekten in kurzen Texten analysiert, eigens gezeichnetes und vergleichbares Planmaterial erweitert die typologischen Darstellungen. Die Bandbreite der ausgewählten Projekte umfasst städtischen Geschosswohnungsbau von Punkthäusern, Blockstrukturen, Zeilenbauten oder Baulücken bis hin zu Wohnanlagen in urbanen Randzonen.
Herausgeber: Ulrike Wietzorrek
2013 | 332 Seiten, 22.5 x 29 cm, 190 Farb- und 143 s/w-Abbildungen | Leinenband, fadengeheftet
Quart Verlag
Wie sieht ein Bautenführer aus in einer Zeit, wo das Wissen der Welt in kleinen Geräten in der Tasche mitgetragen wird? Die zweite Ausgabe des Zuger Bautenführers, die ein Jahrhundert Planen und Bauen im Kanton dokumentiert, gibt auf rund 300 Seiten mit einem grosszügigen Bildband Antwort. Das Buch widmet sich nicht nur der Architektur, sondern auch Fragen der Raumplanung und Landschaftsgestaltung. Reich bebildert sucht der Bautenführer weniger die Bibliothek, als den Salontisch eines breiteren Publikums.
Herausgeber: Architekturforum Zug
Textbeiträge: Inge Beckel, Pius Sidler, Sabine Windlin
2010 | 258 Seiten, 10.5 x 18.5 cm, 107 farbige und 2 sw Abbildungen, 223 Pläne und 6 Übersichtskarten | gebunden
Scheidegger & Spiess, Edition Hochparterre
Handlich, informativ, reich bebildert: Die unverzichtbare Orientierungshilfe für Spaziergänge durch Zürichs neue und alte Quartiere. Mit Stadt- und Situationsplänen sowie einem Index der Architekten.
Herausgeber: Roderick Hönig, Roger Frei
2010 | 120 Seiten, 22 x 28 cm | Softcover
Birkhäuser Verlag
Die intelligente Weiterentwicklung von Bautypen ist eine wesentliche Aufgabenstellung im Wohnungsbau. Für den einzelnen Entwurf ebenso wie für die breite Verwendbarkeit, Wiederholbarkeit und Variation von erprobten Strukturen ist das vertiefte Verständnis der zugrunde liegenden Typen unverzichtbar.
Für die Wohnungsbautypologie haben die Autoren neue, systematische Darstellungen über die innovativsten Typen entwickelt. In den einzelnen Bänden werden die Anwendungs- und Transformationsmöglichkeiten jeweils einer bestimmten Wohnbauform entfaltet.
Der vierte Band behandelt die Typen freistehender Häuser, deren allseitige Orientierung optimale Ausrichtungen der Wohnungen zulässt. Einer Darstellung des freistehenden Hauses als solitäres Element und als Baustein raumbildender Strukturen folgen Themen wie Autarkie versus Nachbarschaft, „Raumplan“ versus „plan libre“ und Individualität versus Dichte.
Innerhalb eines jeden Typs werden Varianten nach verschiedenen Erschließungsformen, Geschossigkeit etc. unterschieden. Das Spektrum der Lösungen ist in einheitlich und maßstäblich neu gezeichneten Grundrissen und Schnitten aufgearbeitet.
Autoren: Günter Pfeifer, Per Brauneck
Projekte: Wohnüberbauung Hagenbuchrain Zürich
2009 | 272 Seiten, 22.5 x 29.5 cm, 590 Abbildungen | Hardcover mit Schutzumschlag
Braun Publishing
Die Architektursprache hat beim Schulbau in jüngster Zeit an pädagogischen Stellenwert gewonnen. Schülerinnen und Schüler des 21. Jahrhunderts stehen zunehmend Arbeitsplätze für individuelle Studien, Räume für Teamarbeiten und Cafeterien zur Verfügung. Auch multifunktionalen Gemeinschaftsräumen, Ausstellungsflächen und Sportanlagen kommt eine entscheidende Rolle der Schulausbildung zu. Räume zu schaffen, die sowohl auf die Lernbedürfnisse der Kinder zugeschnitten sind als auch ihrem Wohlbefinden dienen, ist eine der spannendsten und herausforderndsten Aufgaben des zeitgenössischen Schulbaus. Schools stellt internationale Projekte vor, die ästhetisch anspruchsvoll sowie pädagogisch wertvoll sind und damit einen Beitrag zur Verbesserung des Bildungsniveaus leisten.
Herausgeber: Sibylle Kramer
Projekte: Schulhaus Oelwiese Thalwil
2006
Jedes Bauen ist ein öffentlicher Akt, auch der Bau des privatesten Einfamilienhauses. Der Eingriff in das Gewebe der Stadt oder in eine Landschaft verändert das räumliche Gefüge und betrifft damit alle. Das Öffentliche und das Private durchdringen sich gegenseitig und sind nicht immer eindeutig abzugrenzen. Ein verstärkter Rückzug ins Private lässt sich beobachten, gleichzeitig wird die Intimität des Wohnens zusehends aufgebrochen, seit vermehrt zu Hause gearbeitet wird oder seit die riesigen Fenster der zeitgenössischen Architektur die Stadtwohnung zum Schaufenster machen. Besonders im verdichteten Wohnungsbau treten die Schnittstellen beziehungsweise die fliessenden Übergänge zwischen Öffentlichem und Privatem in verstärktem Masse auf.
Die Jury stellt mit den diesjährigen Auszeichnungen Arbeiten in den Vordergrund, die unmissverständlich Bezug nehmen auf die vielfältigen Parameter des Planungs- und Bauprozesses. Sei es das Grundstück, das alles andere als optimal ist, sei es der städtebauliche Kontext, der sich auf den ersten Blick einer klaren Einordnung entzieht, sei es die komplexe Bauaufgabe selbst: stets ging es darum, neue Architektur in ein bestehendes Gewebe einzufügen. Die sorgfältige Recherche des Ortes mit seinen spezifischen Eigenschaften zieht sich als roter Faden durch alle Arbeiten und ist das deutlichste Plädoyer für ein Bauen in und mit der Öffentlichkeit.
Projekte: Wohnüberbauung Hagenbuchrain Zürich
2006 | 200 Seiten, 17 x 22 cm, diverse Illustrationen | Tapetenbroschur mit Schutzumschlag
Niggli Verlag
Das Wohnen in der Stadt erlebt eine wahre Renaissance. Welche gesellschaftlichen Veränderungen sind dafür verantwortlich? Wie wirkt sich das auf den städtischen Raum, den Immobilienmarkt und schliesslich auf die Architektur aus? Was waren 1998 bis 2006 die politischen Strategien der Stadt Zürich, das Wohnen in der Stadt zu fördern?
Namhafte Autoren gehen diesen Fragen nach, und 24 beispielhafte Zürcher Wohnbauten der letzten Jahre zeigen die facettenreiche Praxis.
Herausgeber: Stadt Zürich
Mit Texten von: Kees Christiaanse, Angelus Eisinger, Nathanea Elte, Axel Fickert, Susanne Gysi, Ernst Hauri, Michael Hauser, François Höpflinger, Martin Hofer, Daniel Kurz, Hans-Peter Meier-Dallach, Marcel Meili, Peter Schmid, Axel Simon (Redaktion), Alfo
2005
Projekt: Wohnüberbauung Hagenbuchrain Zürich
2005
Archithese
Projekte: Haus Kammermann Zollikon
2004 | 224 Seiten, zahlreiche Abbildungen | gebunden
Birkhäuser Verlag
Aktuelle Debatten über Pädagogik und Architektur im Schulhausbau. Historischer Überblick. 31 aktuelle Bauten und Projekte aus der Schweiz und 7 europäischen Ländern, mit Fotos, Plänen und Angaben zur Architektur und zur pädagogischen Grundidee.
Herausgeber: Stadt Zürich
Beiträge von: Karin Dangel, Peter Eberhard, Peter Ess, Elisabeth Gaus, Hans-Jürg Keller, Daniel Kurz, Kathrin Martelli, Urs Meier, Adrian Scheidegger, Martin Schneider, Alan Wakefield
Projekte: Primarschule Linden Niederhasli
2002 | gebunden
DVA Verlag
Das Buch ist zum einen kompetenter Ratgeber für alle auftauchenden Fragen im Zusammenhang mit Renovierung und Umbau, zum anderen inspirierender Beispielband vorbildlicher zeitgemäßer Lösungen. Unterschiedliche Häusertypen werden vor und nach dem Umbau in eindrucksvollen Fotos von innen und außen präsentiert: Siedlungshäuser der 30er und 50er Jahre, das Einfamilienhaus der 60er und 70er Jahre, Reihenhäuser, Doppelhäuser, Villen aus der Gründerzeit. Darüber hinaus Anbauten, Dachaufstockungen, Wintergärten, mal detailgetreu renoviert, mal bewußt modern umgestaltet. Beschreibende Texte, Angaben der Baukosten, Grundrisse, Tabellen, Infokästen, Adressen ergänzen diese anregende und profunde Publikation.
Projekte: Haus Kammermann Zollikon
2021 | „Kantonsschule Menzingen“ | AS Schweizer Architektur, Ausgabe 221, Bauten für die Öffentlichkeit in der Deutschschweiz Teil 3 | AS Schweizer Architektur Goldach
2015 | „Heimatschutz, Wie einst: Architektur heute“ | Titelblatt Heimatschutz, 3/2015 | Schweizer Heimatschutz
2013 | „Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich 2013“ | S.42
2012 | „Siedlung Living 11, Seebach“ | Dichter; Eine Dokumentation der baulichen Veränderung in Zürich – 30 Beispiele, Ausgabe 1, 2012, S.20 | Stadt Zürich, Amt für Städtebau
2012 | „Überbauung Schaffhauserstrasse LINIG 11: 155 Wohneinheiten in Zürich-Seebach“ | Bauen + Wirtschaft, Architektur der Region im Spiegel, Kanton Zürich, 19. Jahrgang 2012, S.134 | Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft mbH Worms
2012 | „Wohnsiedlung Schaffhauserstrasse“ | Daniel Kurz in Werk Bauen Wohnen, 10/2012, S.10 | Verlag Werk AG Zürich
2012 | „Die gute Wohnung“ | David Ganzoni in Wohnen, 05/2012, S.26 | SVW Schweizerischer Verband für Wohnungswesen, Dachorganisation der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften
2012 | „Wohnüberbauung Schaffhauserstrasse“ | Jeremy Hoskyn, Tanja Reimer in Grundrissfibel, 2012, S.408 | Hochparterre Verlag Zürich
2008 | Der Architekturwettbewerb im Wohnungsbau, Das Amt für Hochbauten als Partner 1998-2008, Ausgabe 4, 2008 | Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
2008 | „Qualität dank Wettbewerb“ | Jeremy Hoskyn, Ursula Müller in Bauen für Zürich; Das Amt für Hochbauten 1997-2007, 2008, S.267 | Verlag Neue Zürcher Zeitung Zürich
2008 | „Hohe Ansprüche an Wohnarchitektur“ | Daniel Kurz in Bauen für Zürich; Das Amt für Hochbauten 1997-2007, 2008, S.85 | Verlag Neue Zürcher Zeitung Zürich
2007 | „Ersatzneubauten Schaffhauserstrasse“ | Mehr als Wohnen, Gemeinnütziger Wohnungsbau in Zürich 1907-2007, S.441 | gta Verlag Zürich
2007 | „Tendenz Grossform“ | Inge Beckel in Wohnen, 05/2007, S.65 | SVW Schweizerischer Verband für Wohnungswesen, Dachorganisation der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften
2012 | „Bezirksgericht Bülach“ | Werner Müller in Schweizer Bauten im BlickPunkt, Die besten Hochbauten porträtiert im Schweizer BauJournal, Ausgabe 3, 11/2012, S.49 | Robe Verlag AG Küttingen
2012 | Bezirksgericht Bülach, Anbau und Umbau, Einweihungsdokumentation 06/2012
2013 | „Primarschulanlage Eichmatt“ | Zuger Bautenführer, Ausgewählte Objekte, 1902-2012, Bauforum Zug, S. 274 ff | Quart Verlag Luzern
2012 | „Schulhaus Eichmatt, Cham/Hünenberg“ | Konstruieren mit Holz 1992-2012; Makiol+Wiederkehr Holzbauingenieure, S. 22 ff | Lignum Holzwirtschaft Schweiz Zürich
2012 | „Schulhaus Eichmatt, Cham/Hünenberg“ | Holzbulletin, Ausgabe 102/2012, S. 2196 ff | Lignum Holzwirtschaft Schweiz Zürich
2012 | „Schulhaus Eichmatt Cham/Hünenberg“ | Samuel Bünzli in Internationales Holzbau-Forum Garmisch 12, Band 1 | Vertrieb Fraunhofer IRBVerlag Stuttgart
2010 | „Die Schülerinnen heizen hier mit“ | Paul Knüsel in Schweizer Energiefachbuch 2010, 27. Jahrgang, 2010, S.48 | KünzlerBachmann Medien AG St.Gallen
2009 | „Neubau Schulhaus Eichmatt Einwohnergemeinde Cham“ | Projektblatt zur Eröffnung, 10/2009
2009 | „Schule Machen“ | Bauen für die 2000-Watt-Gesellschaft, Der Stand der Dinge, 11/2009, S.52/53 | Hochparterre Verlag Zürich
2008 | Bauen für die 2000-Watt-Gesellschaft; Sieben Thesen zum Planungsprozess, 05/2008, S.13 | Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
2008 | „Vorbild macht Schule“ | Paul Knüsel in Faktor – Architektur Technik Energie Ausgabe 20, 05/2008, S.44 | Faktor Verlag AG Zürich
2008 | „Sinnvoller Mittelweg“ | Paul Knüsel in Faktor – Architektur Technik Energie Ausgabe 20, 05/2008, S.42 | Faktor Verlag AG Zürich
2007 | „Auf beachtlichem Niveau“ | Faktor – Architektur Technik Energie Ausgabe 2, 05/2007, S.6 | Faktor Verlag AG Zürich
2010 | „Schulhaus Oelwiese, Thalwil, ZH“ | Werk Bauen Wohnen, Werkmaterial 1-2/2010 | Verlag Werk AG Zürich
2010 | „Kompakte Lösungen“ | Caspar Schärer in Werk Bauen Wohnen, 1-2/2010, S.53 | Verlag Werk AG Zürich
2010 | „Little Oaks“ | Monocle, S.104 | Winkontent Limited London
2010 | „School Building Oelwiese Thalwil“ | Sibylle Kramer in Schools, Educational Spaces, 2010, S.172 | Braun Publishing
2014 | „Bünzli & Courvoisier, Wohnüberbauung Hagenbuchrain Zürich, Schweiz“ | Ulrike Wietzorrek in Wohnen+, 2014, S.128 | Birkhäuser Verlag Basel
2013 | „Ein Stein ist kein Stein“ | Thomas Müller in Kunst und Architektur im Dialog, 1.Auflage, 2013, S.174 | Hochparterre Verlag Zürich
2012 | „Wohnüberbauung Hagenbuchrain“ | Jeremy Hoskyn, Tanja Reimer in Grundrissfibel, 2012, S.62 | Hochparterre Verlag Zürich
2011 | „Stadtrendite durch Wettbewerbe“ | Jeremy Hoskyn in Modulor, 05/2001, S.39 | Boll Verlag AG Urdorf
2010 | „Wohnen am Stadtrand“ | Jenny Keller in Zürich wird gebaut; Ein Führer zur zeitgenössischen Architektur 1990-2010, 3. Auflage, S. 236 | Hochparterre Verlag Zürich und Scheidegger & Spiess AG, Zürich und Frankfurt
2010 | „Spänner, 4-geschossig, 4 Wohneinheiten pro Geschoss“ | Günter Pfeifer, Per Brauneck in Freistehende Häuser, Eine Wohnbautypologie, 2010, S.54 | Birkhäuser Verlag Basel
2008 | „Hohe Ansprüche an Wohnarchitektur“ | Daniel Kurz in Bauen für Zürich; Das Amt für Hochbauten 1997-2007, 2008, S.85 | Verlag Neue Zürcher Zeitung Zürich
2008 | „In Siebenmeilenstiefeln zur 2000-Watt-Gesellschaft“ | Heinrich Gugerli, Daniel Kurz in Bauen für Zürich; Das Amt für Hochbauten 1997-2007, 2008, S.253 | Verlag Neue Zürcher Zeitung Zürich
2008 | „Qualität dank Wettbewerb“ | Jeremy Hoskyn, Usula Müller in Bauen für Zürich; Das Amt für Hochbauten 1997-2007, 2008, S.267 | Verlag Neue Zürcher Zeitung Zürich
2007 | „Siedlung Hagenbuchrain“ | Mehr als Wohnen, Gemeinnütziger Wohnungsbau in Zürich 1997-2007 | gta Verlag Zürich
2006 | „Die Wohn-Landschaft“ | Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich 2006, S.6
2006 | „Wohnüberbauung Hagenbuchrain“ | Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich 2002-2005, 2006, S.4
2006 | „Wohnüberbauung Hagenbuchrain, Kreis 9“ | Wohnen in Zürich; Programme Reflexionen Beispiele, 2006, S.74 | Niggli AG
2006 | „Solider Rahmen“ | Baumeister 04/2006, S.46 | Georg D.W. Callwey GmbH & Co. München
2006 | „Der Balkon ist tot – es lebe die Loggia? Neue Fassaden im Wohnungsbau“ | Frank Kaltenbach in Detail 03/2006, S. 162 | Institut für internationale Architekturdokumentation GmbH & Co. KG München
2006 | „Wohnüberbauung Hagenbuchrain – Werkmaterial“ | Werk Bauen Wohnen, Werkmaterial 1-2/2006 | Verlag Werk AG Zürich
2006 | „Upgrade“ | Philipp Esch in Werk Bauen Wohnen, 1-2 2006, S.62 | Verlag Werk AG Zürich
2005 | „Interni, Esterni“ | Bruno Marchand, Nicolas Bassand in Rivista tecnica, 19/20 2005, S.7 | ADV Publishing House Ltd Lugano
2005 | „Unspektakuläre Grosszügigkeit“ | Hubertus Adam in Archithese, 04/2005, S.78 | Niggli AG
2005 | „Die Veredelung des Alltäglichen“ | Sascha Roesler in Wohnen, 1-2/2005, S.16 | SVW Schweizerischer Verband für Wohnungswesen, Dachorganisation der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften
2002 | „Das Wohnzimmer als Panoramaraum“ | Stand der Dinge Neustes Wohnen in Zürich, 02/2002
2000 | „Neue Wohnungen für Zürich, Drei Projektwettbewerbe entschieden“ | Michael Hauser in SI+A, Ausgabe 33/34 2000, S.709 | Verlags-AG der akademischen technischen Vereine
2000 | „Projektwettbewerb Wohnüberbauung Hagenbuchrain, Zürich Albisrieden“ | Anthos, 04/2000, S.67 | Ast & Fischer AG Wabern
2000 | „Ausblick auf eine Debatte“ | Ernst Hubeli in Werk Bauen Wohnen, 10/2000, S.62 | Verlag Werk AG Zürich
2006 | „Primarschulhaus Linden“ | Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich 2006, S.35
2006 | „Schule in Niederhasli“ | Detail, 1-2/2006, S.41 | Institut für internationale Architekturdokumentation GmbH & Co. KG München
2005 | „Primarschule Linden Niederhasli“| Ursula Baus in Baumeister, 09/2005, S.64 | Georg D.W. Callwey GmbH & Co. München
2005 | „Primaschule Linden Niederhasli“ | Architekturpreis Beton 05, S.106 | gta und cem suisse
2004 | Schulhausbau. Der Stand der Dinge, S.144 | Birkhäuser Verlag Basel
2004 | „Vor Anker im Schweizer Mittelland“ | Christoph Wieser in Werk Bauen Wohnen, 03/2004, S.40 | Verlag Werk AG Zürich
2000 | „Primarschulhaus Lindenstrasse in Niederhasli“ | SI+A, 02/2000, S.35 | Verlags-AG der akademischen technischen Vereine
2003 | „Hotel Castell Zuoz, Neugestaltete Zimmer von Bünzli & Courvoisier und UN Studio“ | Martin Tschanz in Werk Bauen Wohnen, 03/2003, S.35 | Verlag Werk AG Zürich
2005 | „Haus Kammermann Zollikon“ | Umbauen + Renovieren: Der Beste Umbau, 2005, S.31 | Archithema Verlag AG
2004 | „Stilsicher Weiterbauen“ | C. Opper in Umbauen + Renovieren, 03/2004, S.42ff | Archithema Verlag AG
2002 | „Mehr Wohngefühl mit Weitblick, Renovierung eines 30er-Jahre-Hauses mit Dachaufstockung und neuer Aussichtsterrasse“ | Thomas Drexel in Umbauen Erweitern Renovieren, 2002, S.32 | DVA Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart München
2006 | „Sonnengarten mit weiterem Neubauprojekt in Schlieren/Unterengstringen“ | RL in Wohnen, 10/2006, S.35 | SVW Schweizerischer Verband für Wohnungswesen, Dachorganisation der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften
2009 | „Hochhausarchitektur“ | Thomas Telley in Heimat heute, 2009, S.24 | Berner Heimatschutz
2008 | „ Hochhaus ade?“ | Hochparterre 04/2008, S.8 | Hochparterre Verlag Zürich
2006 | „Schöne Aussicht mit etwas Lärm“ | Robert Walker in Werk Bauen Wohnen, 7-8/2006, S.62 | Verlag Werk AG Zürich
2006 | „Areal Kappelenbrücke, Hinterkappelen / Wohlen BE“ | Hochparterre.Wettbewerbe, 03/2006, S.83 | Hochparterre Verlag Zürich
2014 | „Stücheli mit Bünzli & Courvoisier, Wohnbebauung Kraftwerk 1“ | Ullrike Wietzorrek in Wohnen+, S.310 | Birkhäuser Verlag Basel
2011 | „Für uns ist der Wettbewerb auch eine Forschungsaufgabe…“ | Gerald Brandstätter in Modulor, 05/2011, S.57 | Boll Verlag AG Urdorf
2010 | „Erster Kraftakt“ | Ina Hirschbiel Schmid in Zürich wird gebaut; Ein Führer zur zeitgenössischen Architektur 1990-2010, 3. Auflage, S.130 | Hochparterre Zürich und Scheidegger & Spiess AG, Zürich und Frankfurt
2007 | „KraftWerk1“ | Mehr als Wohnen, Gemeinnütziger Wohnungsbau in Zürich 1907-2007 | gta Verlag Zürich
2006 | „Kraftwerk1, Kreis 5“ | Wohnen in Zürich; Programme Reflexionen Beispiele, S.154 | Niggli AG
2006 | „Aktuelle Themen im Schweizer Wohnungsbau“ | Daniel Kurz in Detail, 03/2006, S.150 | Institut für internationale Architekturdokumentation GmbH & Co. KG München
2004 | „Kraftakt Kratwerk 1“ | Zürich wirdgebaut, S.98 | Hochparterre Zürich
2004 | „Nachhaltigkeit im Hochbau“ | Hansruedi Preisig und Katrin Pfäffli in Archithese, 04/2004, S.34 | Niggli AG
2004 | „Zürich West in Projekten (Was bisher geschah) | Benedikt Lodere und Rahel Mart in Hochparterre, 01/2004, S.14 | Hochparterre Zürich
2002 | „Überbauung Kraftwerk 1 (Werkmaterial)“ | Werk Bauen Wohnen, 02/2002 | Werk AG Zürich
2002 | „Vergleichende Grundrisskunde“ | Benedikt Lodere in Hochparterre, 1-2/2002, S.34 | Hochparterre Zürich
2001 | „Mit Luca durchs KraftWerk1“ | Bettina Büsser in Wohnen, 12/2001, S.5 | SVW Schweizerischer Verband für Wohnungswesen, Dachorganisation der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften
2001 | „Einmischung – aber wie?“ | Ernst Hauri in Werk Bauen Wohnen, 06/2001, S.24 | Werk AG Zürich
2001 | „Kraftwerk 1“ | Stücheli Architekten, Projekt-Dokumentation
2001 | „Kraftwerk1“ | Werner Huber in Hochparterre, 09/2001, S.57 | Hochparterre Zürich
2000 | „Eine Sozialutopie für das neue Jahrtausend“ | Stefan Hartmann in Wegweisend wohnen, S.116 | Scheidegger & Spiess AG, Zürich und Frankfurt
1999 | „Neuer Wein in alten Schlächen“ | Hannes Luz in SI+A, 18/1999, S.4 | Verkags-AG der akademischen technischen Vereine
1999 | „Bald soll an der „realen Sozialutopie“ gebaut werden“ | Architektur + Technik, 3/1999
1999 | „KrafWerk1: Die Architektur eines neuen Zusammenlebens“ | Jan Capol in Hochparterre, 04/1999, S.46 | Hochparterre Zürich
Der historische Ortskern von Cham war geprägt von kompakten, freistehenden Gebäuden mit umlaufenden Fassaden und Giebeldächern. Diese ursprünglich sehr homogene Struktur ist entlang der Sinserstrasse und um den Rigiplatz noch immer vorhanden. Insofern bildete der Bestandsbau aufgrund seiner Volumetrie und Fassadenabwicklung einen Fremdkörper im städtebaulichen Gefüge. Der Ersatzneubau nimmt die ursprünglich geforderte Etappierbarkeit zum Anlass das geplante Bauvolumen entsprechend den unterschiedlichen Nutzungen (Bankgebäude/Wohn- & Geschäftshaus) auf zwei kompakte Baukörper zu verteilen. Dadurch gelingt es der historischen städtebaulichen Struktur wie auch der vorhandenen Massstäblichkeit besser Rechnung zu tragen und die Neubauten in den bestehenden Kontext einzubinden. Zugleich unterscheiden sich diese von den angrenzenden Bauten durch die einfache Volumetrie mit Flachdach und die durchgehende Traufhöhe. Aufgrund des Terrainverlaufs und der erhöhten Geschosszahl wird die Bank als halböffentliches Gebäude zusätzlich ausgezeichnet und betont die städtebaulich bedeutende Ecke zwischen Schulhaus- und Sinserstrasse.
Durch die Setzung der Neubauten gelingt es im Ortszentrum zusätzliche attraktive Wegverbindungen und Sichtbeziehungen zu schaffen und die Situation gegenüber dem ehemaligen Zustand massiv aufzuwerten.
Das Bankgebäude gliedert sich im Wesentlichen in zwei Bereiche, den öffentlich zugänglichen Kundenbereich in Erdgeschoss bzw. Mezzanin und den internen Bereich der drei Obergeschosse. Vom Haupteingang an städtebaulich prominenter Lage an der Ecke Schulhaus-Sinserstrasse entwickelt sich der Weg des Kunden über die 24h-Zone in die zentrale Halle, welche der Topographie folgend auf zwei Niveaus organisiert und unterschiedlich ausgerichtet ist. Diese tritt auch aussen durch überhohe Verglasungen in Erscheinung und verweist so auf die öffentliche Nutzung.
Entsprechend der städtebaulichen Setzung sind die Fassaden der beiden Gebäude umlaufend gestaltet und durch dieselben Elemente gegliedert. Die Materialisierung lebt von einem Dreiklang zwischen den mineralischen Oberflächen der Primärstruktur, den Metall-Glas-Elementen und dem in den Kastenfenstern und im Innern verwendeten Holz. Dadurch gelingt es zwischen der Büronutzung und dem Charakter der angrenzenden Wohnbauten zu vermitteln und das neue Ensemble in den bestehenden Kontext einzubinden ohne sich diesem anzubiedern.
Das Areal der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel befindet sich an zentraler Lage in Münchwilen. Die Bebauung im Umkreis der bestehenden Raiffeisenbank aus dem Jahre 1979 ist sehr heterogen und fragmentarisch. Einzig im Bereich der Eschlikonerstrasse lässt sich noch ansatzweise eine historisch gewachsene Struktur erkennen. Diese ist geprägt durch die entlang der Strasse aufgereihten Wohnhäuser und die von dieser abgerückten öffentlichen Gebäude mit ihren, durch Baumreihen akzentuierten, Zugangsbereichen. Im Gegensatz dazu folgt das für den Ort prägendste Gebäude, die ehemalige Strumpffabrik Thomann, nicht dem Strassenverlauf, sondern den rückwärtigen Parzellengrenzen. Dadurch öffnet sich die Vorzone zwischen der repräsentativen Hauptfassade und dem Geleise der Bahn zum Areal der Raiffeisenbank. Durch den Ersatzneubau und die angestrebte Verdichtung bietet sich die Möglichkeit die städtebaulich ausgezeichnete Stelle zu besetzen und aufzuwerten.
Ausgehend vom durchgehend aufrecht zu erhaltenden Bankbetrieb nimmt das Projekt die daraus resultierende Etappierbarkeit zum Anlass, das Bauvolumen auf zwei kompakte Baukörper zu verteilen. Dadurch entsteht einerseits eine dem Ort angemessene Massstäblichkeit und anderseits aufgrund der unterschiedlichen Geschosshöhen eine klare städtebauliche Gewichtung. Dabei folgen die beiden Baukörper den jeweiligen Strassenverläufen und übernehmen entsprechend ihrer Nutzung die Prinzipien der Bebauung entlang der Eschlikonerstrasse. Durch das Abrücken des Bankgebäudes von der Strasse und das gleichzeitige Einbinden der Hauptfassade der ehemaligen Strumpffabrik Thomann entsteht zwischen den beiden Fussgängerübergängen an der Frauenfelder- und der Eschlikonerstrasse eine grosszügige einladende Vorzone.
Über die 24h-Zone betritt man die zweigeschossige Kundenhalle, welche sich an der städtebaulich prominentesten Lage befindet und dadurch auch als Schaufenster gegen aussen dient. Sie bildet das Herzstück der Bank und wird als multifunktionaler Raum interpretiert, welcher mittels raumhohen Schiebeelementen sehr unterschiedlich bespielt werden kann. Die neue Kundenhalle dient somit als architektonische Bühne und bietet der Raiffeisenbank die Möglichkeit, sich ihren Kunden als Gastgeber in sehr unterschiedlichen Rollen präsentieren zu können.
Im Wohngebäude erfolgt der Zugang zu den, gegenüber der Strasse leicht erhöhten, Wohngeschossen von der Hofseite. Im Hochparterre befinden sich vier Kleinwohnungen. In den drei darüber liegenden Geschossen erlaubt die Gebäudestruktur durch geringfügige Anpassungen unterschiedliche Wohnungsgrössen in verschiedenen Kombinationen.
Die äussere Erscheinung der beiden Gebäude ist geprägt durch eine starke Gliederung mit vorfabrizierten hellen Betonelementen, dabei werden die horizontalen Deckenverkleidungen gegenüber den Vertikalen leicht betont. Innerhalb der dadurch entstehenden Geschossbändern ist das Stützenraster entsprechend den jeweiligen Nutzungen bewusst differenziert. Im Gegnsatz zum Wohnhaus mit seinem weiten Achsmass und den grosszügigen Verglasungen, wird beim Bankgebäude durch das enge Büroraster die Vertikalität betont. Zusammen mit den dunkel gehaltenen Fenstern und feine Farbdifferenzierungen der Fassadenelemente erhalten die beiden Bauten eine elegante zurückhaltende Erscheinung. Einzig die beiden öffentlichsten Räume des Geschäftshauses, die Kundenhalle der Bank und das Café werden entsprechend ihrer Bedeutung auch aussen durch andere Fensterformate akzentuiert und beleben die fein gegliederte Fassade der neuen Geschäftsstelle der Raiffeisenbank zusätzlich.