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Novartis-Chef Vasant Narasimhan hat aussagekräftige klinische Daten für Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Nur wenige Tests hätten bisher die Standards erfüllt. Es seien ordnungsgemäss durchgeführte klinische Studien erforderlich, um den Nutzen von Arzneien wirklich zu ermitteln, sagte Narasimhan am Dienstag.
Der Schweizer Pharmakonzern selbst hat eine klinische Studie mit dem Medikament Hydroxychloroquin initiiert. Das jahrzehntealte Mittel gilt als ein Hoffnungsträger zur Behandlung von Covid-19. Gegen die Lungenkrankheit gibt es derzeit noch keine Therapie. Narasimhan sagte, er habe das Gefühl, im Sommer könnten erste Studienergebnisse vorliegen.
Am Vortag wurden indes weitere Daten über die Wirkung des Roche-Mittels Actemra (Tocilizumab) bekannt. Eine Doppeltest bei 129 Covid-19-Patienten in Paris ergab, dass sich die Aussichten für Menschen mit mittelschwerer und schwerer Lungenentzündung signifikant verbessert hatten.
- Zur Mitteilung der Assistance Publique des Hôpitaux de Paris: «Le tocilizumab améliore significativement le pronostic des patients avec pneumonie COVID moyenne ou sévère», 27. April 2020.
Die randomisierte Studie begann Ende März. Dabei erhielten 65 mittel- bis schwer erkrankte Coronavirus-Patienten das Arthritis-Mittel von Roche, während 64 Personen nach dem Standardverfahren behandelt wurden. Es zeigte sich, dass ein signifikant tieferer Anteil der Actemra-Empfänger ans Beatmungsgerät mussten oder verstarben.
Zuvor schon hatten Spitalbehandlungen in China, Italien und den USA ähnliche Ergebnisse gezeigt und angedeutet, dass das Arthritis-Mittel dazu beitragen könnte, die Entzündungsreaktionen zu dämpfen.
(Reuters – rap)