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In den Gottesdiensten am Eidgenössischen Bettag wird jeweils das Opfer für die Inländische Mission eingezogen. Was ist das überhaupt?
Der Zweck der Inländischen Mission war ursprünglich, Katholiken, die sich in protestantischen Gebieten der Schweiz niedergelassen hatten, eine kirchliche Hei mat zu bieten. Es mussten Mittel und Wege gefunden werden, um auch in der Fremde die katholische Seelsorge sicher zustellen.
Konnten das die Pfarreien nicht selber bezahlen?
Nein, das war nicht möglich, denn die ka tholische Kirche war in den protestanti schen Kantonen (das galt auch umge kehrt) nicht anerkannt und konnte somit keine Kirchensteuern erheben. Um Geld für die Seelsorge zu sammeln, gründete 1863 der Zuger Arzt Melchior Zürcher zu sammen mit anderen weitsichtigen Män nern die Inländische Mission.
Mit Erfolg?
Ja, denn innerhalb kurzer Zeit konnten dank der Hilfe der Schweizer Katholiken und der Arbeit der Inländischen Mission (IM) Gottesdiensträume gemietet und Seelsorger angestellt werden. Später half die IM beim Bau von Kirchen und Räu men für Seelsorge und Unterricht. Im Verlaufe der Jahre wurden Dutzende von Pfarreien gegründet.
Nun ist aber die katholische Kirche in allen Kantonen anerkannt. Hat dieses Opfer denn noch einen Sinn?
Mit der Anerkennung der katholischen Kirche in den meisten Kantonen verlagerte sich die materielle Unterstützung der IM ab 1963 auf die Berg und Randgebiete. Neue Seelsorgeaufgaben in Agglomerationen kamen hinzu. Unverändert geblieben ist der Kerngedanke: Die IM steht im Dienste der Schwachen in der katholischen Kirche der ganzen Schweiz.
Hilft die IM denn nur beim Bau von Kirchen?
Nein, sie unterstützt auch die Seelsorge aufgaben in Pfarreien und in anderen Institutionen und sie leistet personenbezogene Hilfe an Seelsorgende in Not.
Und wie finanziert sich diese «Mission»?
Die IM ist eine nicht gewinnorientierte Organisation (NPO), die ihre Mittel in grösstmöglichem Mass zur Erreichung ihrer Ziele einsetzt. Sie finanziert sich aus Spenden aller Art.
Besten Dank für die Auskunft! pam