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Der nigerianische Fotograf Anthony Ayodele Obayomi erforscht die Kommerzialisierung von Hoffnung durch Lotterien und Kirchen in Lagos Mainland. Er untersucht die Organisationsstrukturen aber auch den sozialen Auswirkungen.
„Hoffnung ist eine Ware, die sich in den weniger privilegierten Gegenden von Lagos extrem gut verkauft“, zitiert das Photoforum Pasquart den Künstler. Dieser ist Zeuge der täglichen Nöte der Bevölkerung von Lagos Mainland (dem Festlandteil von Nigerias Wirtschaftshauptstadt). Sein Projekt erforscht zwei der psychologischen Mechanismen, die die Bewohner nutzen, um mit den schwierigen Lebensbedingungen zurechtzukommen: Die Lotterie und die Religion.
Seine Fotografien dokumentieren scheinbar banale Alltagssituationen: Passanten in bunt gemusterter Kleidung, Versammlungen von Gläubigen, allgegenwärtige Lottoannahmestellen und Kirchen. „Sie zeigen beunruhigende Parallelen in den Gesten des Wettens und Betens, in den Versammlungen rund um Kirchen und Lotterien und machen darauf aufmerksam, wie tief sie in das soziale Gefüge von Lagos Mainland eingebettet sind“, heisst es in der Vorschau.
In der Ausstellung werden die Bilder in einen Dialog miteinander gebracht, sie spiegeln das soziale Ungleichgewicht wider, symbolisieren das Bemühen um Veränderung und zeigen verschiedene Formen von Bewältigungsmechanismen.