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Die 56-Jährige habe einen «ausgezeichneten Job» darin gemacht, die USA zu repräsentieren. Er habe zudem keinen Zweifel, dass sie das Land unter ihrer Führung auf höchstem Niveau repräsentiert werde, erklärte Trump weiter.
US-Aussenminister Mike Pompeo begrüsste die Entscheidung des Präsidenten. Er lobte Knight Craft als «herausragende Anwältin» für die Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen der Vereinigten Staaten in Kanada. Sie sei «extrem gut qualifiziert», um diese Arbeit bei der Uno fortzusetzen.
Strapaze für Familie
Eine neue Nominierung war notwendig geworden, weil die bisherige Kandidatin Heather Nauert am vergangenen Sonntag überraschend ihre Bewerbung zurückgezogen hatte. Sie begründete dies damit, dass die zwei Monate seit ihrer Nominierung für ihre Familie eine Strapaze gewesen seien.
Die Opposition hatte Nauert mangelnde aussenpolitische Erfahrung vorgeworfen. Sie arbeitete früher als Moderatorin beim konservativen und Trump überaus wohlgesonnenen Fernsehsender Fox News.
Mehrere US-Medien berichteten allerdings, Grund für Nauerts Rückzug sei, dass sie vor Jahren eine Frau als Kindermädchen beschäftigt hatte, die keine US-Arbeitserlaubnis gehabt habe. Aus Angst vor Komplikationen im Nominierungsprozess wegen dieses Falls habe Nauert entschieden, sich selbst aus dem Rennen zu nehmen.
Mit Trump eng verbunden
Die neue Personalie zu der Diplomatin muss noch vom US-Senat bestätigt werden. Die bisherige Amtsinhaberin des Uno-Postens, Nikki Haley, hatte den Posten zum Jahresende aus persönlichen Gründen abgegeben.
Knight Crafts Diplomatenkarriere hatte unter dem früheren Präsidenten George W. Bush begonnen, der sie in die US-Delegation bei den Vereinten Nationen berief. Sie vertrat Washington bereits bei Uno-Versammlungen. Sie war vor ihrer Zeit als US-Botschafterin in Kanada Unternehmerin im US-Bundesstaat Kentucky.
Sie ist mit Joe Craft verheiratet, einem milliardenschweren Geschäftsmann aus der Kohleindustrie. Beide sind Spender der Republikaner. Im Wahlkampf 2016 unterstützte das Ehepaar Kandidaten der Konservativen nach einem Bericht der «Washington Post» mit rund 1,5 Millionen US-Dollar. Wie die Zeitung am Freitag berichtete, gehörten die beiden in der Vergangenheit auch zu Gästen von Trumps Hotel in Washington.
Unklare Aussagen
Für Aufsehen sorgte Knight Craft, als sie erklärte, sie glaube «beiden Seiten» in der Debatte über den Klimawandel. In einem Interview des Senders CBC war sie gefragt worden, ob sie an den Klimawandel glaube. Sie entgegnete daraufhin: «Ich glaube, es gibt Wissenschaftler auf beiden Seiten, die richtig liegen».