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Aarburg in alten Ansichten (6/15): Als das Städtli noch mit Strassenstaub zu kämpfen hatte
Das Städtli um 1910: Da die Strasse zu jener Zeit noch nicht asphaltiert war, kam es während längerer Trockenheit und wegen des zunehmenden Motorfahrzeugverkehrs zu einer regelrechten «Staubplage», wie Jakob Bolliger in seiner Aarburger Chronik schreibt. Im Aarburger Neujahrsblatt von 1976 erinnert sich Manfred Byland, dass 1916 «die Strassen gewalzt, jedoch ungeteert» waren. «Feinster Staub lagert auf ihnen.» Kurz zuvor, nämlich 1912, wurden grössere Strecken der Bahnhof- und Oltnerstrasse mit einer 20 Zentimeter dicken Schlagschotterschicht überzogen und gewalzt. Bevor 1928 die Strasse vom (Alten) Friedhof bis zum Bahnhof einen Dauerbelag bekam, musste laut Byland Strassenmeister Jakob Lüthi im Sommer, wenn es reichlich Strassenstaub gab, mit seinem «Sprötziwagen» die Strassen regelmässig wässern. «Viel nützte diese Strassenbefeuchtung nicht, bis in spätern Jahren Sulfatlauge gespritzt wurde. Für uns Kinder aber war dieses wasserstrahlende Gefährt ein wahres Geschenk des Himmels, konnte man doch, leicht bekleidet, durch das kalte Nass hindurchrennen», erinnert sich Byland.