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Eine Kata ist eine fest definierte Abfolge von verschiedenen Abwehren, Schlägen und Fusstritten, die in verschiedenen Stellungen ausgeführt werden.
Eine solche Abfolge besteht aus 30 bis 50 Stellungen und dauert ungefähr eine Minute. Jede Kata hat dabei ihren eigenen japanischen Namen.
Die Anfängerkatas bestehen aus einfachen Techniken und lehren Gleichgewicht, feste Stellungen und gute Techniken.
Katas für Fortgeschrittene enthalten Technikkombinationen und schwierigere Stellungen.
Am Anfang lernt der Schüler für jeden Gurt oder für jede Stufe des Könnens die er erreichen will, eine neue Kata.
Fortgeschrittene Schüler ab braunem Gurt können ihre bevorzugte Kata frei aus den Meisterkatas wählen.
Im Shotokan-Karate gibt es, inklusive den Schülerkatas, 27 Katas.
Sie definieren unsere Karate-Stilrichtung, denn in ihnen kommen die meisten Techniken unserer Stilrichtung vor.
Die Katas stellen die Techniken alter Meister der Kampfkünste dar, sie verewigten früher ihre Techniken und ihre Selbstverteidigungskonzepte in festgelegten Technikabfolgen. Die Geschichte vieler Katas ist deshalb mehrere Jahrhunderte zurückverfolgbar.
Die Katas sind also das Herz, die ursprünglichste Form des Karate, die lange vor Kihon und Kumite existierte. Die Namen der Katas sind entweder symbolischer Natur, wie etwa „Bassai“, was „Erstürmen einer Festung“ bedeutet. Oder sie tragen die Namen ihres Erfinders oder Überlieferers.
So zum Beispiel die Kata "Kanku (Dai / Sho)", sie wurde früher Kushanku genannt, nach dem Namen eines chinesischen Beamten, der sich im 18. Jahrhundert auf Okinawa aufhielt und den dortigen Kampfkunstmeistern seine Kata lehrte.
Die Technikabfolgen der Katas können entschlüsselt werden, woraus das "Bunkai", die Anwendung ensteht, also realistische und effiziente Techniken für die Selbstverteidigung.
Katas brauchen viel Training, damit sie Techniken korrekt ausgeführt werden können.