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Zwei deutsche Journalisten sind am Samstag im Iran nach über viermonatiger Haft frei gekommen. Zuvor war die ursprüngliche Gefängnisstrafe von 20 Monaten in ein Bussgeld von jeweils 500 Millionen Rial (rund 45'300 Franken) umgewandelt worden.
Die beiden Männer wurden in der nordwestiranischen Provinzhauptstadt Täbris deutschen Diplomaten übergeben und zur Botschaft nach Teheran gebracht, wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte. Die beiden Journalisten der "Bild am Sonntag" waren am 10. Oktober 2010 in Täbris beim Versuch verhaftet worden, den Sohn und den Anwalt von Sakineh Mohammadi-Aschtiani zu interviewen.
Die Frau war wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt worden. Den Deutschen wird ein Verstoss gegen Visabestimmungen vorgeworfen. Die iranische Nachrichtenagentur Isna hatte am Samstag gemeldet, die Justiz habe "islamische Güte" gezeigt und die beiden gegen ein Bussgeld freigesprochen.
Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle traf nach der Freilassung in Teheran zu Gesprächen mit seinem iranischen Kollegen Ali Akbar Salehi ein. Er sollte die Journalisten mit einem Regierungsflugzeug zurück nach Deutschland bringen.
SDA-ATS