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Paolo Scheggi (1940 - 1971)
Biographie
Mit seiner Auffassung das Gemälde als dreidimensionales Objekt zu verstehen, ist Paolo Scheggi, 1940 in Settignano, Florenz geboren, ein Pionier. 1958 besucht er die Akademie der Schönen Künste in Florenz und gründet 1960 die Literaturzeitschrift „Il malintenso“. 1961 zieht er nach Mailand und kommt mit Agostino Bonalumi in Kontakt. 1965 wird er zum Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Marcatré“, lernt die Gruppe, die sich um Azimuth bewegt kennen und schliesst sich der Bewegung nuove tendencije an. Er unterhält internationale Kontakte, vor allem im nordeuropäischen Raum und nimmt mehrfach an Gruppenausstellungen der Zero und Nul teil. Seit 1968 erweitert Scheggi seine Untersuchungen in den Bereichen Theater und darstellende Kunst. Er beschäftigte sich mit der Überwindung des traditionellen Bühnenraums und der Galerie und erweitert diese Idee auf die Stadt. Seine Arbeit ist stets geprägt von einem interdisziplinären Ansatz. Diese Haltung kommt vor allem in den mehrschichtigen monochromen Werken zum Ausdruck, in welchen die Körperlichkeit eines Bildes seiner Repräsentationsfähigkeit vorrangig ist. Die Verräumlichung des Tafelbildes zum Bild-Objekt war seine Intention. Scheggi fiel dem italienischen Avantgarde Künstler, Lucio Fontanana dank seiner Metall-Assemblagen bereits in jungen Jahren auf. Seit 1962 verfolgt dieser Scheggis Forschung und wird zum Förderer des jungen Künstlers. Für seine intersuperfici und strutture modulari erntet er bald internationale Anerkennung. Die Werke zeichnen sich durch einfarbige, sich überlagernde Leinwände oder Kartonflächen aus. Diese Flächen sind durchzogen von kleinen, kreisförmigen oder elliptischen Öffnungen, die jeweils weitere, darunterliegende Schichten zum Vorschein bringen. 1971 stirbt Scheggi mit nur 31 Jahren in Rom.
Ausstellungen (Auswahl)
1961 Itinerario plastico prestabilito. 18 monotipi dal bianco e dal nero, Galleria della Vigna Nuova, Florenz 1962 Intersupifici curve a zone riflesse, Galleria il Cancello, Bologna 1966 Biennale di Venezia, Venedig / Intersuperfici curve, Ewan Phillips Galerie, London 1968 Intersuperfici modulari e un progetto di integrazione plastica, Galerie Kuckeh, Bochum 1971 Sei profeti per sei geometrie, Galleria del Naviglio, Mailand 1976 Paolo Scheggi – Retrospektive, Galleria d’Arte Moderna, Bologna 1983 Sala d’Arme di Palazzo Vecchio, Florenz 1990 Galleria Elleni, Bergamo 2002 Paolo Scheggi – la breve e intensa stagione, Galleria d’Arte Niccoli, Parma 2007 Galleria il Ponte, Florenz 2013 Paolo Scheggi - Intercamera plastica e altre storie, Centro per l'arte contemporanea Luigi Pecci, Prato 2016 Kunst nach 1945 - 1968, Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe / Postwar Era: una storia recente. Omaggi a Jack Tworkov e Claire Falkenstein Peggy Guggenheim Collection, Venedig / La tela violata. Fontana, Castellani, Bonalumi, Burri, Scheggi, Simeti, Amadio e l’indagine fisica della terza dimensione, Center of Contemporary Art, Lucca 2017-18 Lucio Fontana e l'annullamento della pittura. Dal gruppo ZERO all'arte analitica, Palazzo Salmatoris, Cherasco