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Zülfü Livaneli ist ein türkischer Komponist, Sänger, Regisseur und Schriftsteller. Seine ganze Jugend hat er lesend verbracht — so süchtig lesend, dass seine Eltern ihm das Lesen verbieten wollten, wie er im Vorwort schreibt — und dabei verehrte er vor allem Hemingway. Sein neuster Roman «Der Fischer und der Sohn» kann als Hommage an sein grosses Vorbild gelesen werden — oder als biblische Parabel: Ein Mann rettet beim Fischen ein Baby, das von einem der vielen Flüchtlingsboote der Ägäis stammt. Er, dessen eigener Sohn auf dem Meer starb, bringt das Kind zu seiner Frau nachhause, anstatt es den Behörden zu übergeben. Mann und Frau können ihr Glück über den neuen Sohn kaum fassen. Doch was, wenn die Mutter des Babys auch überlebt hat?