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Umstrittene Ansätze: So wollen Forscher den Weltuntergangs-Gletscher retten
19.01.2022 • 11:46
© Wochit
Millionen Menschen könnten bedroht sein
Der Thwaites-Gletscher wird auch „Weltuntergangs-Gletscher“ genannt. Er liegt in der Westantarktis und gilt als einer der für den Klimawandel am gefährlichsten Gletscher. Sein rasches Schmelzen bereitet Forscher:innen Sorge: Ein vollständiger Verlust der Eisfläche könnte den Meeresspiegel um bis zu einem Meter ansteigen lassen – oder sogar um drei Meter, wenn der Kollaps auch noch die umliegenden Gletscher mitreißt, so die Wissenschaftler der "International Thwaites Glacier Collaboration". In jedem Fall würden Küstenstädte auf der ganzen Welt überflutet und Millionen von Menschen wären bedroht, berichtet „Heise.de“.
Ist der Gletscher noch zu retten?
"Die einzige Möglichkeit, den Zusammenbruch zu verhindern, besteht darin, die Eisdecke physisch zu stabilisieren", so John Moore, Glaziologe und Professor am Arktischen Zentrum der Universität von Lappland in Finnland zu „Heise.de“. Dafür könne man beispielsweise künstliche Stützsysteme, Böschungen oder Inseln bauen. Diese würden dann den Gletscher schützen und warmes Wasser von ihm fernhalten. Eine weitere Option könnte der Bau von am Meeresboden verankerten, gigantischen „Vorhängen“ sein, die das warme Wasser abschirmen würden. Doch diese Ansätze sind umstritten. Ein weiteres Problem: Die Zeit läuft davon. Denn der Gletscher könnte in sich zusammenbrechen, bevor Pläne zur Stabilisierung umgesetzt sind, befürchten Forscher:innen.