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ABC der Übermittlung
Buchstabiertabelle zur sicheren Übermittlung einzelner Wörter bei schlechter Sprachverbindung. Stark regionale Bedeutung.
ABC-Schutz
Schutz vor speziellen Gefahren wie atomaren, biologischen oder chemischen (Kampf-)Stoffen
Abkürzungen
Das Militär lebt von (unnützen, aber hilfreichen) Abkürzungen.
Abteilung Presse und Funkspruch (APF)
Die Zensurbehörde der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges war die Abteilung Presse und Funkspruch (APF). Sektionen der Abteilung unterstanden dem Armeekommando, andere dem Bundesrat. Grundsätzlich hatte diese Abteilung die Information der Bevölkerung mit staatlichen Verlautbarungen sicherzustellen. Sie betrieb dazu mobile und unterirdische Druckereien, Radio- und TV-Studios sowie geschützte Sendeanlagen. 19xx wurde diese Abteilung ersatzlos aufgelöst.
AC-Schutzbereitschaft
Normalbetrieb, Schutzeinrichtung funktionstüchtig halten
AGFA-Nummer
Diese Bezeichnung/Nummerierung wurde irgendwann nach 1945 eingeführt, um die Objekte eindeutig zu kennzeichnen. Bekannt sind:
- A = Bunker
- B = Baracke
- C = Übermittlungskabel
- F = Elementbau (ASU)
- K = Kommando-/Führungsanlage
- M = Minensperre
- S = Steg
- T = Hindernis
- W = Wasserversorgung
- Z = Seilbahn
Aktivdienst
Zeit zwischen Mobilmachung und der Entlassung. In dieser Zeit wird kein Wochenendurlaub und persönlicher Urlaub gewährt. Seit dem Zweiten Weltkrieg in der Schweiz nur während dem jährlichen World Economic Forum WEF in Davos angewandt.
Alarmanlage
Alarmanlagen sind meist Einbruchmeldeanlagen (EMA), und sind technische, heute ausschließlich elektronisch betriebene Einrichtungen, die dem Objekt- und Personenschutz dienen. Eine Einbruchmeldeanlage soll
- durch Abschreckung Einbrüche, Diebstähle und Überfälle verhindern,
- im Notfall hilfeleistende Dienste (Polizei, Sicherheitsdienst etc.) benachrichtigen,
- die Aktionszeit von Dieben, Bankräubern usw. minimieren,
- die unmittelbare Umgebung sowie beteiligte, anwesende Personen alarmieren
- helfen, einen Einbruch oder Überfall zu rekonstruieren.
ALVO-Behelf
Der ALVO-Behelf ist eine Vorgabe für die Liquidation von Kampf- und Führungsbauten. Er richtet sich an alle am Liquidationsprozess beteiligten Stellen und zeigt, in welchen Fällen und mit welchen Prioritäten Objekte ganz oder teilweise rückzubauen sind und was dabei zu beachten ist.
Anlagenmunition
Unter diesem Begriff wurde die einer Werkwaffe festzugeteilte Munition für eine bestimmte Anzahl von Einsatz- und Kampftagen bezeichnet.
Anlagenschutzverordnung
Grundlagendokument der Geheimhaltung. Diese Verordnung regelt den Schutz militärischer Anlagen, insbesondere:
- deren Bewachung und Überwachung
- den Zutritt
- das Aufnehmen und das Verbreiten von Informationen darüber
- die Meldepflichten der Kantone und Gemeinden
Anlagenverzeichnis
Die Informations- und Objektsicherheit (IOS) führt ein Verzeichnis über alle klassifizierten Anlagen (52.063 d). Dies ist quasi der heilige Gral aller Bunkerjäger. Fast jeder versucht, sich selber eine vergleichbare Liste dieses Dokumentes aufgrund seiner Funde zu erstellen.
Armasuisse
Das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) ist das Kompetenzzentrum des Bundes für die Beschaffung von technologisch komplexen Systemen und Materialien, sicherheitsrelevanten Technologien und das Qualitätsmanagement sowie die Immobilien VBS.
Armee 61
Armee 61 ist der umgangssprachliche Ausdruck für die mit der Truppenordnung 1961 (TO 61) begonnene Modernisierung. Sie machte die Schweizer Armee zu einer starken Milizarmee und zur grössten Armee der Schweizer Geschichte. Sie löste die Truppenordnung 1951 (TO 51) ab, welche noch auf den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs beruhte, um auf die geänderte Bedrohungslage infolge des Kalten Krieges zu reagieren. Die Truppenordnung 61 blieb 30 Jahre in Kraft, wurde über 60 Mal revidiert und weiterentwickelt und am 1. Januar 1995 durch die Armee 95 abgelöst.
Armee 95
Armee 95 ist die Bezeichnung für die Organisation der Schweizer Armee vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Dezember 2003. Die Armee 95 war Nachfolgerin der Armee 61 und Vorgängerin der Armee XXI (für 21. Jahrhundert).
Armee XXI
Armee XXI war ein grossangelegtes Reformprojekt, mit dem die Schweizer Armee der veränderten Sicherheitslage in Mitteleuropa im 21. Jahrhundert Rechnung getragen werden soll. Das zugrundeliegende Militärgesetz wurde am 18. Mai 2003 von Volk und Ständen in einer Volksabstimmung angenommen. Es sah insbesondere eine Verkleinerung der Mannschaftsstärke und vermehrte Kooperation mit ausländischen Partnern vor. Die vorherige Struktur Armee 95 wurde durch die Armee XXI abgelöst. Die Armee XXI sollte eine Anpassung der Schweizer Armee an die veränderte Bedrohungslage in Europa sein. Die Kosten wurden nicht im Umfang der Truppenreduktion gesenkt. Die durch die Truppenreduktion frei gewordenen Mittel sollten in neue Technologien investiert werden.
Armee-Norm-Scheune
Umgangssprachliche Bezeichnung einer auffällig «unauffälligen Scheune» in einer moderneren, nüchternen, militärischen Bauart.
Armeematerialverordung
Diese Verordnung regelt im Rahmen der Militärischen Gesamtplanung und für die Erreichung der Grundbereitschaft der Armee:
- den Prozess zur materiellen Sicherstellung der Armee mit Armeematerial, die Zuständigkeiten dafür und die Aufsicht darüber;
- den Schutz von Armeematerial.
Artillerie
Artillerie ist der militärische Sammelbegriff für grosskalibrige Geschütze und Raketen, und auch der Name der Truppengattung, die diese Waffen einsetzt. Ihre Angehörige werden als Artilleristen bezeichnet. Die Artillerie ist in vielen Streitkräften, insbesondere in der Teilstreitkraft Heer, eine eigene Waffengattung. Die Abgrenzung anhand der Waffenart – grosskalibrige Rohrwaffe – ist nach dem Aufkommen von Raketenartillerie nicht mehr eindeutig.
Artilleriebunker (Art Bkr)
Als Artilleriebunker wird normalerweise eine verbunkerte Waffenstellung mit einem einzel en Artilleriegeschütz bezeichnet.
Artilleriewerk (Art Wk)
Ein Artilleriewerk umfasst mehrere Artilleriegeschütze inkl. der nötigen Infrastruktur wie Munitionsmagazin, Generatorengruppe und Mannschaftsunterkunft.
Atom-Schutz-Unterstand (ASU)
In Sperren wurden zum Schutz vor Waffen vorgefertigte Unterstände eingebaut. Diese Atom-Schutz-Unterstände (ASU) wurden in verschiedenen Grössen und Varianten gebaut und für verschiedene Zwecke genutzt. Sie erhielten dafür auch unterschiedliche Bezeichnungen. Mehr über ASU lesen…
Auspuff
Umgangssprachliche Bezeichnung des Abluftrohres einer Dieselnotstromgruppe. Nicht selten Lachen die Anwohner neben einer geheimen Anlage, wenn die Notstromgruppe in Betrieb geht, und der Auspuff weithin sichtbare schwarze Wolken verbreitet.
Aussenverteidigung/-sicherung
Bewachung einer Anlage mit Infanterie. Zur Unterstützung dieser Aufgabe haben sie als Schutzbauten ASU und weitere Anlagen als Unterkunft zur Verfügung. Siehe auch Nahverteidigung
Ausweis
Identifikationsmittel zum Betreten einer Anlage. In aktuellen Anlagen sind die Papierausweise durch Zugangsmöglichkeiten mit biometrischen Eigenschaften abgelöst worden.
Auswertezentrale (AWZ)
Bei den AWZ handelte es sich um geschützte Arbeitsplätze für jeweils 20-40 Mann des Flieger-Beobachtungs- und Meldedienstes (FlBMD), die Meldungen von zahlreichen Beobachtungsposten verarbeiteten und an das Luftwaffenkommando weiterleiteten. Es gab zwischen 12 und maximal 18 solcher AWZ zu Zeiten der Armee 61.
Autobahn-Flugplätze
Mehrere Strecken des Autobahnnetzes wurden beim Bau so vorbereitet, dass sie kurzfristig und notfallmässig als Lande- und Startpiste der Luftwaffe benutzt werden konnten (LINK).