Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03140.jsonl.gz/545

1899
Am 8. Januar wird nach rund einjähriger Vorbereitungszeit im Bad Kienberg in Gelterkinden (heute Sonnenhof) die "Anstalt für schwachsinnige Kinder auf Kienberg" eröffnet. Trägerschaft: Gemeinnützige Gesellschaft Baselland. 10 Kinder und die Hausmutter, eine Lehrerin und eine Magd ziehen in die gemieteten Räume ein.
1910
Der Entscheid für einen Neubau wird gefällt. Das Leiernareal wird erworben. Eine kantonsweite Sammlung erbringt einen Erlös von 58'800 Franken. Das Projekt "Arbeit und Spiel" von Architekt A. Meyer, Pratteln, gewinnt den Wettbewerb. Das Wort "Leiern" ist eine Flurbezeichnung und stammt vermutlich vom mittelhochdeutschen "leweren" (Dat. pl.: "auf den Hügeln")
1912
Juli/August: Nach einjähriger Bauzeit erfolgt der Einzug ins neue Heim. Die feierliche Einweihung der "basellandschaftlichen Erziehungsanstalt für schwachsinnige Kinder, Gelterkinden", findet am 18. August statt.
1921
Samuel Schär wird Hausvater (und bleibt es bis 1962).
1925
Anschluss ans Telefonnetz.
1950
Aus der "Anstalt" wird das "Erziehungsheim Leiern".
1955
Einweihung des Schultrakts.
1957
Der Sportplatz wird erstellt.
1960
Das Gesetz über die Invalidenversicherung bringt finanzielle Erleichterungen in Form von Individual- und Betriebsbeiträgen. Der erste Lehrer mit heilpädagogischer Zusatzausbildung wird angestellt.
1968
Das Internat wird in Gruppen gegliedert.
1976
November: Bezug des Internatsbaus und der Turnhalle. Die Leiern heisst nun "Schulheim Leiern".
1979
Abschluss Renovation Altbau.
1980
Integration des Sonderschulheims Waldruh Böckten.
1994
Das Schulheim Leiern wird eine selbstständige Stiftung. Nach 96 Jahren verlässt die Institution den Kreis der Gemeinnützigen Gesellschaft Baselland.
1998
Die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Baselland tritt in Kraft.
1999
Umfangreiche Um- und Erweiterungsbauten haben zum Ziel, das gesamte Schulheim Leiern behindertengerecht zu gestalten, alle Gebäude rollstuhlgängig zu machen und mit Liften zu erschliessen und die Schul- und Therapiebereiche in einem Gebäude zusammenzuführen. Gleichzeitig werden die haustechnischen Leitungen und Anlagen saniert.
2000
Am 12. Mai 2000 wird das neue Schul- und Therapiegebäude eingeweiht.
2002
Zentrum für Sonderpädagogik Auf der Leiern
Seit Mai 2002 tritt die Institution mit einem neuen Namen und einem neuen Erscheinungsbild an die Öffentlichkeit. Die neue Bezeichnung "Zentrum für Sonderpädagogik Auf der Leiern" beschreibt das Angebot und die Tätigkeiten besser und umfassender als die Bezeichnung "Schulheim Leiern", die vor einem Vierteljahrhundert geprägt wurde. Die Bezeichnung "Auf der Leiern" bezeugt durch die Weiterverwendung des historischen Flurnamens die Verbundenheit mit dem Dorf Gelterkinden.
2002
Nach einer halbjährigen Bauzeit wird im Dezember 2002 das Therapiebad in Betrieb genommen. Das Bad komplettiert das therapeutische Setting und bildet den Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten und Neubauten der letzten vier Jahre.
2005
Im Laufe des Jahres werden ein Reitplatz für das heilpädagogische Reiten sowie ein Anbau am Internatsgebäude erstellt, eingeweiht und den Nutzern übergeben. Der Reitplatz wurde ganz mit Spendengeldern finanziert.
2006
Im Hof des Zentrums Auf der Leiern wird mit Spendenmitteln ein Allwettersportplatz gebaut.
2007
Die Jugendgruppe Phönix nimmt ihre Tätigkeit auf. Nach einem speziellen Programm werden insbesondere die Selbstständigkeit, das Arbeits- und das Sozialverhalten gefördert.
2010
Die in den Siebziger Jahren erstellte Turnhalle wird aussen erneuert. Neue Fenster und eine vollisolierende Fassade optimieren die Wärmedämmung.
2011
Die Schulküche wird renoviert, finanziert aus Spendengeldern.
Der Vorplatz wird saniert: Anstelle des Reitkreises entstehen 5 zusätzliche Parkplätze sowie Wiesland, umsäumt von Gingko-Bäumen.
2012
Die Leiern feiert ihr 100-Jahr-Jubiläum mit einer Publikation und verschiedenen Festivitäten. Mit einem Anbau an den Westflügel des Internatsgebäudes werden zwei Wohngruppen um je zwei Zimmer vergrössert. Zugleich erhalten die Dachaufbauten des Gebäudes eine Sanierung (Ersatz Eternit, Isolation).
2013
Der Anbau an den Westflügel wird im April fertiggestellt und von den Kindern und Jugendlichen der Gruppen Kleeblatt und Phönix "in Beschlag" genommen.
Ende April wird Urs Kühnis nach 17-jähriger Tätigkeit als Gesamtleiter der Leiern pensioniert und Evelyne Bauer Richter wird seine Nachfolgerin.
2014
Der Stiftungsrat erteilt einer exteren Firma den Auftrag, eine Organisationsanalyse durchzuführen. Die Umsetzung der daraus resultierenden Massnahmen sollen die Zukunft der Institution unter Beibehalt der hohen Qualität sichern. Der Prozess wird durch die Mitarbeitenden im breiten Masse mitgetragen.
2015
Das Kleinschwimmbecken wird vollständig renoviert und entspricht den neuesten technischen Anforderungen der Schwimmbadtechnik. Der Spielplatz wird mit Spendengeldern in Stand gesetzt. Dabei wurden alle relevanten Sicherheitsanforderungen berücksichtigt. Das Biotop vor dem Schulgebäude wird ebenfalls erneuert und neu gestaltet.
2016
Frau Marget Baader wird neue Stiftungsratspräsidentin, nachdem Herr Alfred Kohli nach 11 Jahren als Präsident zurückgetreten ist. Die Heizung des gesamten Leiernareals wird in einer umfangreichen Sanierung auf den neuesten Stand gebracht und erfüllt nun die nötigen Umweltschutzbedingungen. Der neue Kühlraum unterhalb der Küche kann in Betrieb genommen werden.
2017
Das Dach des alten Teiles des Schulhauses wird total saniert und isoliert. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch die Fassade des Schulhauses neu gestrichen.
2018
Die gesamte Telefonanlage wird modernisiert und ersetzt.
2019 / 2020
Schrittweise werden die gesamte Brandmeldeanlage und die Schliessanlage in der ganzen Institution ersetzt.
2021
Nach 8 Jahren als Institutionsleiterin wird Evelyne Bauer Richter pensioniert. René Zumsteg wird ihr Nachfolger und übernimmt nach einem Monat gemeinsamer Einarbeitungszeit am 1. April die Leitung des Zentrums Auf der Leiern.