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Empfehlungen der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) zu unbegleiteten minderjährigen Kindern und Jugendlichen aus dem Asylbereich (MNA-Empfehlungen)
Unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche aus dem Asylbereich – auch „mineurs non accompagnés“ oder kurz „MNA“ genannt – haben aufgrund ihres Alters sowie des Umstandes, dass sie ohne Sorgeberechtigte in der Schweiz sind und teilweise im Asylprozess stehen, besondere Schutzbedürfnisse. Sie sind aus diesen Gründen auch speziell gefährdet, Opfer von Menschenhandel, weiteren Formen der Ausbeutung (insbesondere sexuelle), organisierter Kriminalität sowie anderen illegalen Tätigkeiten zu werden. Zudem sind MNA aufgrund ihrer Fluchterfahrungen oft traumatisiert.
Um die Kantone im Umgang mit MNA zu unterstützen, hat die SODK Empfehlungen erarbeitet. Diese sehen Minimalstandards in den Hauptbereichen Unterbringung, Betreuung, gesetzliche Vertretung, Schule und weiterführende Ausbildungsmöglichkeiten sowie Übergang zur Volljährigkeit vor und sollen eine gewisse Harmonisierung der kantonalen Regelungen herbeiführen.
Die SODK hat die Empfehlungen zu unbegleiteten minderjährigen Kindern und Jugendlichen aus dem Asylbereich an ihrer Plenarversammlung vom 20. Mai 2016 zu Handen der Kantone verabschiedet. Die Empfehlungen richten sich primär an die zuständigen Stellen in den Kantonen und Gemeinden oder an mit dieser Aufgabe betraute Dritte.