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In einer Botschaft ans Parlament vom 4. Juli 2012 hat der Bundesrat die SVP-Familieninitiative, für die auch Zukunft CH im Rahmen des „Bündnis Christliche Schweiz“ Unterschriften gesammelt hatte und die im Juli 2011 mit über 113‘000 Unterschriften erfolgreich eingereicht wurde, zur Ablehnung empfohlen. Die Initiative, welche für Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, einen mindestens ebenso hohen Steuerabzug fordert wie für Eltern, die ihre Kinder in fremde Obhut geben, gefährde nach Meinung des Bundesrats die Neutralität des Steuerwesens. Dieser Neutralität habe die Familiensteuerreform von 2011 durch die Einführung eines Kinderbetreuungsgeldes Rechnung getragen, welches die Benachteiligung von Familien beseitige, die auf zwei Einkommen und somit auf Fremdbetreuung angewiesen seien, sagte die Regierung. Das Initiativkomitee (www.familieninitiative.ch) kritisierte den Entscheid hingegen als „diskriminierend“. Gerade weil die Wahl zwischen Eigen- und Fremdbetreuung frei und nicht steuerlich motiviert sein solle, gelte es, „beide Formen der Kinderbetreuung steuerlich zu entlasten.“ Es gehe darum, „Eigenverantwortung“ zu fördern und der „Tendenz“ entgegenzuwirken, „elterliche Pflichten an den Staat zu delegieren“.