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Anfang Mai wurde im Revier Weissenstein ein verendeter Feldhase aufgefunden. Dieser wurde von der Jagdgesellschaft nach Bern zur Untersuchung eingeschickt. Sie ergab, dass der Feldhase mit Hasenpest infiziert war! Die Hasenpest, auch Tularämie genannt ist eine ansteckende Bakterielle Infektion die unbehandelt tödlich sein kann. Sie befällt meist kleine Säugetiere, aber auch Haustiere und Menschen. Übertragen wird die Hasenpest meist über Insekten- und Zeckenstiche, durch kontaminierte Umgebung oder durch den Verzehr von ungenügend gekochtem Fleisch.
Die Krankheit zeigt sich in den Symptomen sehr unterschiedlich z.b. durch Fieber oder fortschreitende Entzündung der Eintrittsstelle.
Die Krankheit ist seit 2014 in der Schweiz meldepflichtig! In diesem Jahr wurden in der Schweiz bereits 14 Fälle von Tularämie gemeldet. im Vergleich zum letzten Jahr sind die Fallzahlen gestiegen.
Ein Impfstoff gegen die Hasenpest ist nicht verfügbar, jedoch ist sie mit Antibiotika therapierbar.
Das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin FIWI rät beim Kontakt mit möglichem infizierten Wild das Tragen von Handschuhen und das gründliche waschen der Hände. Starke Staubentwicklung des Balges ist durch anfeuchten zu vermeiden.
Krankes Wild ist natürlich zu erlegen und zur Untersuchung einzuschicken.
Dem AWJF ist Meldung zu erstatten.
(Bericht S. Blaser)