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Von Dr. Doris Hiliger
Indiens Regierung hat für den Bildungsbereich den wegweisenden Grundsatz "Expansion, Qualität, Gerechtigkeit" formuliert. Allerdings wurde bislang nur die Expansion erfolgreich gemeistert. Die Gewährleistung von qualitativen Mindeststandards in Schule, Hochschule und Berufsbildung ist dagegen bislang ebenso wenig gelungen wie die damit verbundene Sicherstellung von Chancengerechtigkeit. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Mit seinen mehr als 1,4 Millionen staatlich anerkannten Schulen, etwa 33.000 Colleges und 659 Universitäten ist das indische Bildungssystem heute eines der größten weltweit. Trotz des beeindruckenden Anstiegs der Einschulungszahlen und Übergangsraten in die weiterführenden Schulen sowie dem massiven Ausbau des Hochschulsystems steht es vor enormen Herausforderungen. Der Mangel an qualifizierten Lehrkräften sowie rückläufige Schülerleistungen in staatlichen Schulen und die daraus resultierenden steigenden Ausgaben der Haushalte für Bildung in Privatschulen werfen die Frage nach einem vernünftigen Verhältnis von Expansion und Qualität auf.
In Indien bieten Grundschulen Unterricht von Klasse 1 bis Klasse 8. Die Kinder in diesen Klassen sind im Allgemeinen zwischen 6 und 15 Jahren alt. Es ist die nächste Stufe nach dem Kindergarten (Vorschule, Kindergarten, Prep oder Unterer Kindergarten und Oberer Kindergarten).
Der Pre-University-Kurs oder Pre-Degree-Kurs, im Volksmund abgekürzt PUC oder PDC, ist ein Zwischenkurs (bekannt als 10 + 2) von zwei Jahren, durchgeführt von staatlichen Bildungseinrichtungen oder Gremien in Indien. Dieser voruniversitäre Kurs wird auch als Plus-2- oder Intermediate-Kurs
Die Chance auf einen der hart umkämpften Studienplatz enorm. Weniger als 10% der Schülerinnen und Schüler erhalten einen Studienplatz.
Die, die sich einen Platz sichern konnten, stehen unter enormen Druck. Nur wenige machen Ihren Abschluss.