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Viele Menschen die psychiatrische Hilfe suchen, sind körperlich krank und viele Menschen die medizinische Hilfe suchen sind psychisch krank.
Etwa die Hälfte der Menschen, die in Allgemeinkrankenhäusern behandelt werden haben auch eine psychische Erkrankung. Es ist also häufig, dass psychische Erkrankungen bei Menschen vorkommen, die körperlich krank sind. Leider verschlechtern psychische Erkrankungen die körperliche Situation. Wenn diese begleitende psychische Symptomatik unbehandelt bleibt, dann verschlechtert sich auch die Prognose der körperlichen Erkrankung. Behandelt man beispielsweise bei einem Diabetiker eine Depression, so wird die Sterblichkeit durch den Diabetes, die Häufigkeit von Erblindung, die Häufigkeit von Nervenschädigungen und andere Komplikationen des Diabetes gesenkt. Medikamente gegen Depressionen haben teilweise eine prophylaktische und therapeutische Wirkung bei Krebserkrankungen, Diabetes, Schlaganfall, Entzündungen und Herzkreislauferkrankungen. Umgekehrt haben internistische Medikamente teilweise eine therapeutische Wirkung bei psychischen Erkrankungen und eine Psychotherapie hilft bei den allermeisten körperlichen Erkrankungen.
In den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) untersuchen die Wechselwirkungen zwischen körperlichen und psychischen Erkrankungen und versuchen in der Therapie Medikamente so zu optimieren und einzusetzen, dass die Behandlung der psychischen Erkrankung mit einer Verbesserung der körperlichen Erkrankung Hand in Hand geht.
Deutsche Artikel und Presse
Erst die kranke Psyche dann die Narben auf der Haut behandeln. Fokus Medizin 2017
Wenn der Spiegel krank macht. Berner Zeitung 2017
Lass doch die Finger von den Pickeln. Welt 2017
Die Psychiatrie ist ein medizinisches Fach. Schweizer Ärztezeitung 2018