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Den Weg in die Schweiz fand das
Shorinji-Kempo vor über 35 Jahren durch Peter Stebler, 6. Dan.
Dieser hatte jahrelang direkt bei Meister Aosaka, 9. Dan, in Paris gelernt.
Peter Stebler und seine
besten Schüler gründeten im Jahre 2010 die Swiss Kempo
Union (Swisskempo). Diese unterhält gute Kontakte zu
ausländischen Kempo-Organisationen. Besonders eng arbeiten wir mit dem britischen Verband zusammen, dem
Meister Tameo Mizuno, 8. Dan, vorsteht.
Verschiedene Techniken wurden von Sensei Peter Stebler weiterentwickelt
und perfektioniert, deshalb wurde Shorinji Kempo zu Kempo (Swisskempo)
abgeändert. Technisch bestehen jedoch zum Shorinji-Kempo keine
Unterschiede.
Alle Dojos in der Schweiz werden selbstständig geleitet und sind unter der Swiss Kempo Union als Verband freundschaftlich miteinander verbunden.
Alle Lehrer der Swiss Kempo Union haben eine langjährige solide Ausbildung unter Anleitung hoher Danträger absolviert.
Das Shorinji Kempo (jap. 少林寺拳法) ist eine moderne japanische Selbstverteidigungskunst.
Der Name bedeutet wörtlich Shaolintempel-Faustgesetz. Das erste Wort erinnert an den allgemeinen Ursprungsort der Kampfkünste Ostasiens sowie konkreter an die langjährige Lernzeit des Gründers in China. Kempo ist ein relativ weit verbreiteter generischer Terminus für japanische (und andere, vgl. Shaolin Kempo) Kampfkünste, die jedoch zumeist keine direkte Verwandtschaft zum Shorinji Kempo aufweisen. Das Wort Ken sollte dabei möglichst weit als Oberbegriff für alles Körperliche, insbesondere Kämpferische verstanden werden.
Praktizierende werden als Kenshi (wörtl. Faustgelehrte) bezeichnet.
Shorinji Kempo wurde 1947 von seinem Gründer So Doshin (geb. 1911 als Nakano Michiomi) in der japanischen Stadt Tadotsu offiziell ins Leben gerufen. Es vereinigt verschiedene chinesischen und japanischen Kampfkunsttechniken und die Lehren von Buddha und Bodhidharma, die er in den Jahrzehnten davor in Japan und China gelernt hatte, zu einem ganzheitlichen System. Wesentliche Prägungen waren ähnlich wie bei anderen Kampfkunstgründungen dieser Zeit, wie z.b. Aikido, die Erfahrungen der Kriegs- und direkten Nachkriegszeit in der Mandschurei und Japan, die von großem Leiden, sozialer Isolation und vielen anderen Problemen bestimmt waren. Das technische Lehrsystem sollte dabei eher als Mittel dienen, um v. a. jungen Menschen nicht nur die buddhistische Moralphilosophie und den Geist der Zusammenarbeit zu vermitteln, sondern auch die Fähigkeit zu geben, diese umzusetzen und dabei sich und anderen zu helfen.
Shorinji Kempo verbreitete sich in Japan schnell und gehört heute dort
zu den größten und bekanntesten Stilen. Außerhalb Japans fand es vor allem seit
den 1970ern Verbreitung, ist allerdings nur in Indonesien zu wirklich
beachtlicher Größe gelangt und im Westen relativ schwach verbreitet.