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Der Bergkönig
von Cedric Weidmann
Der Bergkönig legte sich unter den Baum und liess sich die Nüsse in den Schoss rieseln. Die Krone juckte und er legte sie neben sich, während er sein Schwert wegschleuderte, dass es schirrend in den Boden fuhr. Ein Murmeltier schnuppert an seiner Zehe und leckte kurz daran, verzog sich darauf hastig in eine Höhle. Das UFO kam, als es dämmerte, und grüne Wesen sprangen zu Boden.
Bleiben Sie sitzen, machen Sie sich keine Umstände, sagten sie, und der Bergkönig lachte und grüsste höflich, als sie schon fast wieder verschwunden waren. Der Regen kam, als der König schlummerte. Ein Rinnsal verschlang weitere zu einem kleinen Strom, und die Krone wurde sanft, wobei sie nach einigen Zentimetern innehielt, als möchte sie die letzte Möglichkeit bieten, nach ihr zu greifen, weggetrieben. Als der Bergkönig erwachte, war er kein König mehr und seine Kleider dampften in der Sonne. Er klopfte sich auf den Bauch und sah sich um. Niemand war zu sehen. Ein anderer wurde Bergkönig, der sich an die Berge schmiegte und den man an den Säumen der Wanderwege im hohen Gras liegen sah. Das Schwert, früher oder später entdeckt, hing an seinem Gurt. Auf dem Gipfel erklomm er den höchsten Felsen und überblickte von oben die weiss beschäumten Täler, die sich vor ihm erstreckten. Er warf sich oft müde in einen Karst und stapelte Steine. In den Wäldern wanderte er rauschend durch das Laub. Manchmal sah er nach oben, wenn laute Rotoren über seinem Kopf erklangen. Der Bergkönig spielte mit den jungen Steinböcken und kämpfte mit ihnen um Knochen, um ihre Stärke zu erproben. Immer häufiger sah er die grünlichen Wesen durch das Tal ziehen, doch wenn er ihnen zurief, schreckten sie zusammen und kehrten um. Regen konnte sich in Sekundenschnelle zusammenbrauen und heftig niederprasseln, doch eine sichere Höhle war nie weit entfernt.