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Zürich (awp) - Der Zementkonzern LafargeHolcim setzt sein Devestitionsprogramm fort und verkauft seine Kontrollmehrheit an der Sichuan Shuangma Cement Co. Ltd für umgerechnet 507 Mio CHF. Der Anteil von 55,93% an Sichuan Shuangma wird an das Unternehmen Tianjin Circle Enterprise Management Center verkauft.
Nebst den behördlichen Bewilligungen hängt die Transaktion noch von weiteren Bedingungen ab, unter anderem der Zustimmung durch die Aktionäre von Sichuan Shuangma, teilte LafargeHolcim bereits am Montag mit. LafargeHolcim geht davon aus, den Deal im vierten Quartal 2016 abschliessen zu können.
Darüber hinaus haben LafargeHolcim und Tianjin Circle ein gegenseitige Option ausgehandelt zum Verkauf eines Minderheitsanteils an Sichuan Shuangma, den LafargeHolcim über die Tochtergesellschaft Lafarge China Offshore Holding Company (LCOHC) hält. Die Option läuft bis 2018 und brächte LafargeHolcim weitere 159 Mio CHF ein.
Eine weitere Option räumt LafargeHolcim das Recht ein, innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Abschluss der ersten Transaktion die Zement-Assets von Sichuan Shuangma zu kaufen. Das Unternehmen ist an der Shenzen Stock Exchange kotiert und verfügt mit vier Fabriken über eine jährliche Zementkapazität von 11 Mio Tonnen.
Der unmittelbare Nettoeffekt auf die Schulden von LafargeHolcim aus diesen Vereinbarungen beläuft sich auf 121 Mio CHF, das heisst um diesen Betrag reduzieren sich die Schulden von LafargeHolcim.
Erst vor einer Woche hatte LafargeHolcim den Verkauf von Holcim Lanka an den thailändischen Konzern Siam City Cement bekanntgegeben. Damals hiess es, dass nun drei Viertel des Devestitionsziels von 3,5 Mrd CHF erreicht seien. Der fusionierte Grosskonzern befindet sich nach der neuerlichen Devestition nun also auf der Zielgeraden.
ANALYSTEN WERTEN SCHRITT POSITIV - AKTIE VERLIERT
Die Analysten werten den Verkauf insgesamt positiv. Dies sei ein weiterer, wenn auch eher kleiner Schritt, um das angestrebte Devestitionsziel von 3,5 Mrd CHF im laufenden Jahr zu erreichen, heisst es etwa von der Bank Vontobel. Mit den Verkäufen in Marokko, Südkorea, Indien und Sri Lanka seien bereits 3 Mrd bis Ende Jahr gesichert. Auch bei der ZKB wird gelobt, dass der Konzern das Programm konsequent vorantreibe. Der effektive Nettocasheffekt aus der Transaktion sei zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht genau bezifferbar.
Die LafargeHolcim-Aktien verlieren in einem insbesondere für Zykliker belasteten Gesamtmarkt aktuell um 4,5% auf 44,06 CHF, nachdem sie sich in der Vorwoche noch auf den höchsten Stand seit Mai erholt hatten. Am Freitag wird das Unternehmen Halbjahreszahlen vorlegen.
cf/yr/rw
(AWP)