Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/1475

Wunder des Lebens: Leiblichkeit und Gesundheit
"Ich danke dir, dass ich so überaus wunderbar bereitet bin..." (Ps. 133, 14)
Der menschliche Körper ist wunderbar gebaut. Beginnt man ihn näher zu untersuchen, so kann man die Handschrift des Schöpfers erkennen. Denn er enthält eine grosse Zahl von Organen und Systemen, die aus mehreren Teilen zusammengesetzt sind. Das bedeutet, dass wenn ein Teil fehlt, das betreffende Organ nicht mehr funktionieren kann. Es bedeutet auch, dass dieses Organ sich nicht langsam entwickeln konnte, indem zufällig ein Teil nach dem andern hinzukam. Es mussten alle Teile gleichzeitig und in der richtigen Zusammensetzung beisammen sein, um funktionieren zu können. Das ist nur möglich, wenn es ein intelligenter Schöpfer gemacht hat.
Ein Beispiel für eine solches Organ sind die Nieren. Sie übernehmen gleichzeitig mehrere Funktionen, vor allem das Ausscheiden schädlicher und unnützer Stoffe; sie sorgen auch dafür, dass die Konzentration von Salzen und anderen gelösten Substanzen konstant bleibt. Dies geschieht in den sogenannten Nephronen durch Filtern des Blutes, Rückführern von Wasser und andern Stoffen und der Sekretion verschiedener Substanzen. Ihr Aufbau und ihre Funktion ist so raffiniert und sinnreich, dass man sich nicht vorstellen kann, wie ein so kompliziertes Gebilde zufällig entstehen könnte.
Ein Nephron besteht aus drei Hauptteilen. Am Anfang steht ein Nierenkörperchen, das die Abfallstoffe aus dem Blut filtert. Dabei kommen auch Traubenzucker und Wasser durch dieses Filter. Im anschliessenden feinen Röhrensystem wird das Wasser, der Traubenzucker und andere Stoffe wieder ins Blut zurückgeführt. Dadurch erhöht sich die Konzentration des Harns. Gewisse Stoffe werden durch Sekretion im selben System ausgeschieden. Sie gelangen zusammen mit dem Harn in die Harnblase und werden schliesslich ausgeschieden.
Jede Niere enthält etwa eine Million Nierenkörperchen mit dem zugehörigen Röhrensystem (Nephron). Von den Nieren werden auch Gifte und Drogen aus dem Blut entfernt, die sonst den Körper vergiften würden. Die Nieren filtrieren während unseres ganzen Lebens eine ungeheure Menge von Blut. Das gesamte Blut des Körpers fliesst jede Stunde etwa 20 mal durch die Nieren. Das bedeutet, dass sie in einer Lebenszeit von 80 Jahren eine Menge von70'000'000 Liter Blut filtrieren.
Die Nieren haben aber noch eine weitere Funktion, die man nicht erwartet, und die eigentlich nicht zu den bereits erwähnten Funktionen passt. Wenn ein Sportwettkampf an einem Ort stattfindet, der sich in einigen Tausend Metern über Meer befindet, müssen sich die Sportler zuerst an die grosse Höhe angewöhnen. Ihre Nieren reagieren auf den reduzierten Sauerstoffgehalt im Blut und produzieren ein spezielles Hormon, das ins Blut geht. Das veranlasst das Knochenmark, mehr rote Blutkörperchen zu produzieren. Der Sauerstoffgehalt im Blut nimmt nun trotz der grossen Höhe wieder zu, womit die Leistungsfähigkeit der Sportler sich normalisieren kann. Das ist ein klarer Hinweis auf den Schöpfer.
"Denn du bist's, der meine Nieren gebildet, mich gewoben im Schoss meiner Mutter". (Ps. 139, 13)
Die Blutgerinnung: Wenn wir uns verletzen und dadurch bluten, würden wir verbluten, wenn die verletzte Stelle nicht rechtzeitig wieder verschlossen würde. Das Blutgerinnungssystem übernimmt diese Aufgabe. Zur Blutgerinnung sind 13 verschiedene Stoffe (Faktoren) nötig. In einer komplizierten Kaskade bewirken diese Stoffe, dass die Stelle, an der das Blut austritt, verschlossen wird. Dieses System stellt auch sicher, dass nur an der Stelle, die verwundet ist, die Blutgerinnung auftritt und nur die Verletzung des Blutgefässes verschlossen wird. Wenn einer der Blutgerinnungsfaktoren fehlt oder nicht stimmt, kann der betreffende Mensch wegen einer blutenden Verletzung sterben. Folglich musste das Blutgerinnungssystem von einem intelligenten Schöpfer geschaffen werden, denn es funktioniert nur, wenn alle daran beteiligten Stoffe gleichzeitig stimmen und die Reaktionen richtig ablaufen. Eine schrittweise Entwicklung ist ausgeschlossen, denn das Lebewesen würde verbluten, solange das System noch unvollständig ist.
Das Auge funktioniert ähnlich wie eine Kamera, nur noch viel raffinierter. Es passt sich nämlich laufend der Entfernung und der Helligkeit des betrachteten Bildes an. Ein guter Kamerafilm kann Helligkeitsunterschiede von eins zu tausend verarbeiten, das menschliche Auge hingegen passt sich in einem Bereich von eins zu zehn Milliarden an die vorhandene Helligkeit an!
Der eigentliche Empfänger für das Licht im Auge ist die Netzhaut. Sie zerlegt mit Hilfe lichtempfindlicher Zellen das Bild in Millionen von einzelnen Punkten. Das sind über 6 Millionen Stäbchen und etwa 120 Millionen Konen, wobei 400'000 von ihnen einen einzigen Quadratmillimeter bedecken. Die Stäbchen sind bei schwachem oder sehr schwachem Licht aktiv, die Konen bei stärkerer Helligkeit. Die Stäbchen registrieren nur Helligkeitsunterschiede, die Konen hingegen "sehen" auch die Farben.
Das Nervensystem, das die Signale von den Sehzellen übernimmt, verarbeitet die Bildinformationen bereits auf dem Weg zum Gehirn, um sie für die Bilderkennung vorzubereiten. Man schätzt, dass es dazu etwa 10 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde macht und die Resultate anschliessend dem Gehirn weiter gibt. Schon allein diese Vorbereitung der Bildinformationen ist mit der Leistung der schnellsten Computer, die es heute gibt, durchaus vergleichbar.
Die Umwandlung des Lichtes in die elektrischen Signale ist ein sehr komplizierter Vorgang. Mehrere spezielle Moleküle sind in einer Kaskade von 8 Schritten daran beteiligt. Auch hier wird klar, dass sich ein solcher kaskadenförmiger Vorgang nicht Schritt für Schritt entwickeln konnte, weil die daran beteiligten Moleküle verschieden sind und gleichzeitig in jeder Sehzelle vereinigt sein müssen. Man kommt zum Schluss, dass nur ein intelligenter Schöpfer das Auge machen konnte.
Das Ohr besteht aus acht völlig verschiedenen Teilen. Der Schall wird von der Ohrmuschel durch den Gehörgang zum Trommelfell geleitet. Über Hammer, Amboss und Steigbügel erreicht er das ovale Fenster. Eine Flüssigkeit überträgt ihn zur Schnecke, in der sich das Cortische Organ mit den etwa 20'000 Hörzellen befindet. Jede Hörzelle ist auf eine andere Tonhöhe abgestimmt. Daher können wir die verschiedenen Töne und Klangfarben unterscheiden. Ein Nervenstrang leitet die Signale weiter zum Gehirn. Weil wir zwei Ohren haben und unsere Gehirn dementsprechend eingerichtet ist, können wir räumlich hören. Wir können daher wahrnehmen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Das Ohr ist ein zusammengesetztes System, das nur funktioniert, wenn alle Teile richtig beisammen sind. Wenn irgend eines der Teile fehlt oder defekt ist, kann man nichts mehr oder nur eingeschränkt hören. Man muss daher den Schluss ziehen, dass es von einem intelligenten Schöpfer gemacht wurde.
"Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die hat der Herr alle beide geschaffen." (Spr. 20, 12)
Die Wunder im menschlichen Körper sind nicht neu. Man hat schon lange darüber nachgedacht. Wenn wir die komplizierten Organe und Funktionen des Körpers betrachten, müssen wir zum Schluss kommen, dass sie von einem hoch intelligenten Schöpfer stammen müssen. Einen ähnlichen Gedanken hat schon vor zweitausend Jahren Johannes niedergeschrieben: "Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dieses geworden, und ohne dieses ist nichts geworden, was geworden ist. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht begriffen." (Joh. 1,1-5) Hier macht Johannes eine Verbindung zwischen dem Schöpfer und Jesus. Die wunderbaren Dinge im menschlichen Körper weisen uns auf Jesus hin, der ihr Schöpfer ist. Je mehr man weiss über die Organe und ihre Funktionen, um so stärker wird die Gewissheit, dass sie nicht zufällig entstehen konnten. Der Zufall besitzt keine Intelligenz und kann nicht planen. Dies war aber in höchstem Masse nötig, um die unzähligen zusammengesetzten Systeme im menschlichen Körper richtig zusammenzubauen.
Hansruedi Stutz
Referenz: Alan L. Gillen et al., The Human Body: An Intelligent Design, 1999, Creation Research Society Monograph Series: Nr. 8, P.O. Box 8263, St. Joseph, MO 64508-8263, USA