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New York (ots/PRNewswire)
- Eine Gruppe Aktionäre und ehemalige
Mitglieder der Geschäftsleitung der Morgan Stanley senden dritten
Brief an das Board of Directors.
"11. April 2005
Offener Brief an das Board of Directors der Morgan Stanley:
In einem Offenen Brief letzte Woche an die Mitarbeiter der Morgan
Stanley, worin er auf die kürzlich vorgebrachten Kritiken an seiner
Leistung und die Rücktrittsgesuche einging, erklärte Ihr CEO, Phillip
Purcell: "Wenn es nach mir ginge, würde diese Debatte nicht so
öffentlich ausgetragen". Wir sind gleicher Meinung und zeigten dies,
als wir Ihnen bevor der Jahresversammlung des Unternehmens im März
schrieben, um unseren Bedenken Ausdruck zu verleihen und um ein
privates Meeting mit Ihnen zu vereinbaren zur Besprechung dieser
Bedenken. Sie erklärten, dass Sie glauben, es gäbe keine
"angemessenen und überzeugenden Gründe" für einen Rücktritt von Herrn
Purcell. Sie haben nicht mit uns gesprochen und sind bisher auf
unsere wiederholten Anfragen nach einem Meeting nicht eingegangen.
Anstatt auf unsere Bedenken und diejenigen von anderen einzugehen,
haben Sie stattdessen beschlossen, eine radikale Restrukturierung
bekannt zu geben, die das Unternehmen einige der talentiertesten
Mitarbeiter kostete und Herrn Purcell weiter ins Abseits drängte und
isolierte. Darüber hinaus, im Zuge einer abrupten und schlecht
erklärten Kehrtwendung in der Unternehmensstrategie, haben Sie sich
dazu entschieden, Discover vom Unternehmen abzuspalten.
In seinen sorgfältig formulierten Presseerklärungen letzte Woche
in London erklärte Herr Purcell die Erringung eines Sieges und dass
die Debatte über seine Leistungen und Führungsqualitäten nun vorüber
sei. Dies ist kein Spiel mit Siegern und Verlierern. Unter den
Mitarbeitern, Aktionären und Klienten der Morgan Stanley sind bereits
zu viele Verlierer. Hier geht es um Unternehmensführung,
Geschäftsleitung und Wertschaffung für die Aktionäre. Bevor Sie Herrn
Purcell auch künftig vorbehaltlose Unterstützung versprechen und
weitere Unternehmensressourcen dafür zur Verfügung stellen, denken
wir, das Board sollte die folgenden Fragen beantworten:
1. Hinsichtlich der Tatsache, dass Herr Purcell erklärte, er glaube
nicht, dass "es bei Morgan Stanley üblich ist... einen Weg
einzuschlagen, der unsere Franchisen gefährden könnte", möchten
wir wissen, ob das Board die Entscheidung unterstützte, die
Herren Newhouse, Pandit und Havens von Ihren Verantwortungen zu
entbinden - und damit deren Austritte zu verursachen? Ist das
Board der Ansicht, dass das Ausscheiden dieser Mitglieder der
Geschäftsleitung, die von den Aktionären, Mitarbeitern und
Klienten sehr respektiert wurden, für die Franchisen und die
Wertmehrung von Vorteil war?
2. Sind Sie der Meinung, dass Sie Ihren Verpflichtungen
hinsichtlich der Genehmigung einer Restrukturierung der
Geschäftsleitung nachgekommen sind, obwohl ein Mitglied der
Betriebsleitung in Schlüsselposition nie von den
Vorstandsmitgliedern zu einem Vorstellungsgespräch geladen wurde
und mit den meisten im Bereich Institutional Securities nur kurze
Vorstellungsgespräche via Telefon geführt wurden?
3. Wie viele weitere talentierte Mitarbeiter müssen das Unternehmen
verlassen, bevor das Board versteht, dass der Wert der Morgan
Stanley Franchise abnimmt und dem Unternehmen wegen des Chairmans
und des CEOs eine Vertrauenskrise droht?
4. Haben das Board oder ein Board Committee seit Erhalt unseres
Briefes vom 3. März die Auszahlung von "Retention" oder "Stay-On"
Auszahlungen an Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zugestimmt?
5. Hinsichtlich der Satzungen, die eine 75 % Mehrheit der Stimmen
der Boardmitglieder verlangen, um den gegenwärtigen Chairman und
CEO absetzen zu können, denken Sie, dass es angebracht war, drei
Boardmitglieder zu ernennen, einmal im Dezember 2004 und zweimal
im April 2005, ohne eine Abstimmung der Aktionäre?
6. Warum haben Sie in der Folge von zwei aufeinander folgenden
Aktionärsabstimmungen, welche die Eliminierung des "Staggered
Boards" (Vorstand mit versetzten Amtszeiten) verlangten sowie der
gleich lautenden Empfehlung des Boards, nicht wie andere
Unternehmen umgehend die Eliminierung der versetzten Amtszeiten
vorgenommen? Wir fragen uns daher auch, warum das Board zwei neue
Mitglieder ernannte mit mehrjährigen Amtszeiten, einschliesslich
einem Mitglied, das nach der Zustimmung der Aktionäre für eine
Eliminierung der versetzten Amtszeiten ernannt wurde?
7. Hätten Sie die Aktionäre nicht vor der Jahresversammlung darüber
informieren sollen, dass die "Division of Enforcement"
(Vollzugsabteilung) der SEC dem Unternehmen im Januar 2005 eine
so genannte "Wells Notice" sandte? Diese besagte, dass die SEC
eine zwangsweise Durchführung hinsichtlich der nicht
offen gelegten Emails und der möglichen Verletzung einer früheren
"Cease and Desist" (Unterlassungsanordnung) vollstrecken sollte.
8. Welche Nachforschungen hat das Board durchgeführt in der Folge
des Gerichtsbeschlusses in Florida im Fall Sunbeam/Perelman, der
besagte, dass das Unternehmen entgegen den Bundesgesetzen es
versäumt hat, Emails zu archivieren und bewusst die
Gerichtsauflagen verletzte?
9. Ist es wahr (gemäss einem Artikel im Wall Street Journal, Ausgabe
vom 8. April 2005), dass der Gerichtsfall Sunbeam/Perelman, für
den nun 360 Millionen US-Dollar rückgestellt wurden, für rund 20
Millionen US-Dollar im Jahr 2003 hätte aussergerichtlich geregelt
werden können und war das Board darüber informiert?
10. Hat das unabhängige Komitee des Boards die Qualität der
Unternehmensbeziehungen mit den primären Regulierungsbehörden,
einschliesslich SEC, NYSE, NASD und massgebenden Landesbehörden,
untersucht? Glauben Sie, dass die Qualität der
Unternehmensbeziehungen mit den massgebenden Behörden während der
letzten Jahre gelitten hat? Falls ja, wer sollte für diese
Minderung zur Verantwortung gezogen werden?
11. Was geschah am Wochenende vom 2.-3. April 2005, das das Board
dazu veranlasste, von der veröffentlichten Strategie (wurde den
institutionellen Aktionären am 1. April nochmals bestätigt)
abzuweichen, dass Discover als integraler Bestandteil der
Vermögensbasis des Unternehmens betrachtet wird?
12. Was sagt das Board über die Unfähigkeit des CFOs, während der
Analystenkonferenz am 4. April 2005 die Struktur einer
abgespaltenen Discover in Anbetracht von Herrn Purcells
Behauptung, dass die Abspaltung monatelang geprüft wurde, zu
erklären?
13. Hat sich das Board mit Klienten, bedeutenden institutionellen
Aktionären und massgebenden Mitarbeiterinteressensgruppen
getroffen, einschliesslich massgebenden Mitarbeitern, die kürzlich
das Unternehmen verlassen haben, um deren Ansichten über die
Leistung des Unternehmens, die Führungsqualitäten des Chairmans
und des CEOs sowie über die kürzlich veröffentlichte
Restrukturierung und Abspaltung von Discover zu erfahren?
14. Seit Herr Purcell erklärte: "Wenn es nach mir ginge, würde
diese Debatte nicht so öffentlich ausgetragen", hat er dem Board
empfohlen, sich mit uns zu treffen und wie ist das Board zu dem
Schluss gekommen, dass unsere Bedenken grundlos sind, ohne sich
je mit uns unterhalten zu haben?
In den vergangenen Tagen haben wir diese und andere Fragen von
einer Vielzahl der Wahlberechtigten der Morgan Stanley gehört und
glauben, es wäre entscheidend für die Boardmitglieder, diese Fragen
direkt zu beantworten. Zudem glauben wir, wenn sich das Board mit den
Wählern befassen würde und die Fragen beantwortete, das Board zu dem
Schluss käme, dass für Morgan Stanley genügend angemessene und
überzeugende Gründe existieren, den gegenwärtigen Chairman und CEO zu
ersetzen. Wir sind weiterhin bereit, uns privat mit den unabhängigen
Mitgliedern zu treffen, um unsere Bedenken zu diskutieren und
Antworten auf diese Fragen zu erhalten. Wir empfehlen allen
Aktionären, Klienten, Mitarbeitern und anderen, die mit uns einer
Meinung sind, die gerne die Antworten des Boards auf unsere Fragen
erfahren würden oder die selbst andere Fragen haben, sich an das
Board zu wenden unter: Morgan Stanley, Suite D, 1585 Broadway, New
York, NY, 10036. Wahlberechtigte können für Fragen und Kommentare
auch unsere Webseite benutzen unter http://www.futureofms.com
.
Hochachtungsvoll
/g/ Anson M. Beard, Jr.
/g/ Lewis W. Bernard
/g/ Richard A. Debs
/g/ Joseph G. Fogg
/g/ S. Parker Gilbert
/g/ Robert G. Scott
/g/ Frederick B. Whittemore
/g/ John H. T. Wilson"
ots Originaltext: Shareholders and Former Senior Executives of Morgan Stanley
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch
Pressekontakt:
Andrew Merrill, Edelman, +1-212-704-4559, <email-pii>
,
im Auftrag der Shareholders and Former Senior Executives of Morgan
Stanley.