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Charakteristik
Die Entwicklung der Zielgruppe wird mit jener der Kontrollgruppe über das Projektende hinaus verglichen und mit den Zielsetzungen in Bezug gebracht.
Beispiel
55% der an Durchfall erkrankten Kinder konnten erfolgreich medizinisch behandelt werden. Das sind 25%-Punkte mehr als vor dem Projekt. In der gleichen Zeitspanne hat sich die Situation der Kontrollgruppe nur um 15%-Punkte verbessert. Nach Beendigung des Projekts verläuft die Entwicklung der Ziel- und der Kontollgruppe gleich. Das Projekt hat die Soll-Ziele erreicht.
|Vorteile||Nachteile|
|Es kann wissenschaftlich fundiert nachgewiesen werden, ob eine Intervention nachhaltig wirksam war und ob die Ziele langfristig erreicht wurden.||Die Datenerhebung ist sehr aufwändig (mind. 6 Messungen).|
|Das Vorgehen ist methodisch anspruchsvoll|
Eignung
Eignet sich für die Überprüfung der langfristigen Entwicklungspolitik der Organisation und der strategischen Ausrichtung der Organisation. Geeignet für die Legitimation der nachhaltigen Wirkung gegenüber Dritten. Wegen der zeitlichen Verzögerung ist der Ansatz weniger geeignet für das unmittelbare Lenken und Lernen. Wird dann, eingesetzt, wenn eine nachhaltige Wirkung eindeutig nachgewiesen werden soll und es keine Bedenken zum Vergleich mit Kontrollgruppen gibt. Geeignete Kontrollgruppen müssen bestimmt oder konstruiert werden können. Wenn die Ausgangslage der Kontrollgruppe nicht mit jener der Zielgruppe identisch ist, muss die Differenz zwischen der Ziel- und der Kontrollgruppe verfolgt werden. Die Aussage zur Wirkung hängt in diesem Fall davon ab, ob sich die Differenz vergrössert oder verringert.