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Regen und Schnee sind die Hauptquellen für das Wasser, das in Schweizer Seen, Flüssen und im Grundwasser fliesst. Aus welchem Gebiet die Feuchtigkeit für die Niederschläge kommt, hängt von der Grosswetterlage und damit auch der Jahreszeit ab.
Das herrschende Wettersystem entscheidet über Ursprung, Form und Intensität der Niederschläge in der Schweiz. Im Sommer fällt der Niederschlag meist in flüssiger Form als Folge konvektiver Prozesse (Gewitter). Im Winter sind die Niederschläge flächendeckender (advektiv) und oft in fester Form (Schnee). Besonders zwei, allerdings relativ seltene, Wetterlagen können zu Extremen führen, wie Abbildungen unten zeigen. Die obere Lage führt zu Trockenheit, die untere zu Überschwemmungen. Im Gebirgsland Schweiz spielt auch die Höhenlage über Meer eine wichtige Rolle für die Menge und die Form der Niederschläge: Je höher oben, desto mehr Niederschläge und desto häufiger als Schnee.
Zwei typische Wetterlagen, die in der Schweiz zu Extremen führen können: Die „Omega-Lage“ (oben) mit einem ausgeprägten und stabilen Hochdruckgebiet (H) über Europa führt zu Trockenperioden wie im Sommer 2003. Die „5b-Wetterlage“ (unten) mit dem charakteristischen Verlauf des Tiefs (T) hingegen ist bekannt für grosse Niederschlagsmengen. Sie bringt vor allem im Frühling und Herbst sehr feuchte und milde Luft in die Schweiz, so dass die Schneefallgrenze steigt. Falls die Böden schon mit Wasser gesättigt sind, kann dies zu grossen Hochwassern führen.
Woher stammen die Niederschläge, wie und wo werden sie gemessen, und welche Daten gibt es dazu? Das und viel mehr erwartet sie auf den folgenden Seiten im Portal Wasser Schweiz
Jedes Jahr fallen in der Schweiz durchschnittlich rund 1.5 Meter Niederschlag. Das sind 60 Millliarden Kubikmeter Wasser. Ein Drittel davon, nämlich 20 Milliarden Kubikmeter, fallen in Form von Schnee.
Veranstaltungen, Meldungen, Publikationen
This summer school will provide its participants with a comprehensive perspective and overview of the relevant aspects when dealing with the hydrosphere. They will be engaged in discussions and group works and will be provided with tools to develop effective strategies in order to deal with the challenges they face in their daily work.Bild: Pxhere, CC0
Im Jahr 2021 findet die Veranstaltung mit der Universität Innsbruck als Gastgeberin zum zehnten Mal statt. Mit dem Motto «Schwammstadt –Versickerung 2.0?» widmet sich die Tagung schwerpunktmässig der Frage, welche Bedeutung die allseits stark propagierten Konzepte der «sponge city» im europäischen Kontext haben? Worin liegen die Neuerungen gegenüber etablierten Entwässerungskonzepten, welche Erfahrungen können auf Europa übertragen werden und wie werden sich die Ergebnisse aus Forschungsprojekten in der Praxis auswirken?Bild: B. Schädler
Starke Niederschläge führten am letzten Augustwochenende 2020 in zahlreichen Flüssen der Süd-, Zentral- und Ostschweiz zu Hochwasser. Trotz sehr hoher Regenmengen wurde aber maximal die Gefahrenstufe 3 erreicht.Bild: Pxhere, CC0
Die Schweiz erlebte einen der wärmsten Augustmonate seit Messbeginn 1864. In der ersten Monatshälfte war eine längere, aber eher moderate Hitzewelle das dominierende Wetterelement. Weitere Hitzetage gab es in der zweiten Monatshälfte. Bis ins letzte Monatsdrittel blieben die Regenmengen in vielen Gebieten unterdurchschnittlich. Mit den massiven Regenfällen am Monatsende stieg jedoch die August-Niederschlagssumme verbreitet über die Norm.Bild: M. Bolliger
Immer wieder erlebt die Schweiz gefährliche Naturereignisse, die Infrastruktur und Menschenleben gefährden können. Damit die Bevölkerung in solchen Krisensituationen adäquat informiert, gewarnt und geschützt wird, betreiben die Naturgefahrenfachstellen des Bundes u. a. das Naturgefahrenportal. Dieses erscheint nun in neuem Gewand.Bild: C. Ritz
Nach Angaben des europäischen Copernicus-Dienstes lag die globale Durchschnittstemperatur im Juni 2020 um 0,53 °C über dem Durchschnitt des Zeitraums 1981–2010. Damit war der diesjährige Juni der global wärmste Juni im Copernicus-Datensatz, gleichauf mit dem Juni 2019. Ostsibirien verzeichnete weit über dem Durchschnitt liegende Temperaturen. In Europa lag die Temperatur im Norden ebenfalls weit über dem Durchschnitt, im Süden war sie unterdurchschnittlich. Für Europa als Ganzes war dies der bisher zweitwärmste Junimonat in diesem Datensatz ab 1979.
Eines der deutlichsten Signale der Klimaänderung ist die stetige Erwärmung. Für alle massiv spürbar wird dies vor allem im Sommer mit der zunehmenden Anzahl von Hitzetagen und den immer häufigeren Hitzewellen. Die zunehmende Sommerhitze betrifft nicht nur die Schweiz, sondern ganz Europa. Eine gemeinsame Mitteilung von MeteoSchweiz, dem Deutschen Wetterdienst und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik von Österreich.
Der Mai zeigte sich im landesweiten Mittel 1 °C milder als die Norm 1981−2010. Die Niederschlagsmengen fielen in den meisten Gebieten unterdurchschnittlich aus. In den Niederungen beidseits der Alpen ist der Mai der fünfte Monat in Folge mit deutlich überdurchschnittlicher Sonnenscheindauer. In diesen Gebieten bewegt sich die Januar-Mai Sonnenscheindauer im Rekordniveau. Mit dem Mai endet in der Schweiz der drittwärmste Frühling seit Messbeginn 1864.
Seit rund 40 Tagen fiel praktisch kein Regen in der Schweiz. Eine derart ausgeprägte Niederschlagsarmut der Monate März und April ist sehr selten in der über 150-jährigen Messgeschichte der Schweiz. Auf der Alpensüdseite reicht die extreme Niederschlagsarmut bereits vier Monate zurück. Im Tessin fehlt seit Jahresbeginn die Niederschlagsmenge von rund drei durchschnittlichen Monaten.
Dopo un autunno con precipitazioni abbondanti sul versante sudalpino, l’inverno ci ha riservato poca neve e i primi mesi del 2020 sono stati caratterizzati da scarse precipitazioni. Cosa ci indicano i modelli a lunga scadenza e quelli stagionali per i prossimi mesi? E quali sono le possibili conseguenze in caso di una primavera siccitosa?
Der März 2020 war vergleichbar warm wie der zweitwärmste März 2017 und der drittwärmste März 2019. Der Monat stieg 0,68 Grad Celsius über die Norm 1981−2010. In Westeuropa lag die Märztemperatur im Bereich der Norm oder knapp darunter. In Osteuropa und an der Ostsee lag sie hingegen weit über der Norm 1981−2010.
Europe’s many regions are expected to face worsening impacts of climate change over the next decades. A compilation of several existing maps published by the European Environment Agency (EEA) illustrates how drought, heavy rain and flooding, forest fires and sea-level rise could affect some selected regions in Europe, including Central Europe, the Iberian peninsula, Scandinavia, Brittany and Venice.
Die Märzwitterung war überwiegend hochdruckbestimmt. Durch die unterschiedliche Lage der Hochdruckgebiete floss zunächst über längere Zeit milde Meeresluft, dann aber frostig kalte Festlandluft zur Schweiz. Die Märztemperatur stieg im landesweiten Mittel 0,8 Grad Celsius über die Norm 1981−2020. Die Niederschlagsmengen blieben verbreitet unter der Norm. Die Sonnenscheindauer lag vielerorts über der Norm, auf der Alpensüdseite regional etwas darunter.
Das Klimabulletin gibt einen ausführlichen Überblick über den Witterungsverlauf im Jahr 2019.
Mit dem landesweit drittwärmsten Dezember seit Messbeginn erlebte die Schweiz einen extrem milden Winterbeginn. Einzelne Föhntäler der Alpennordseite registrierten gar den mildesten Dezember seit Messbeginn. Regional stiegen die Föhnstunden auf den zweithöchsten Dezemberwert seit Beginn der automatischen Messungen im Jahr 1981. Auf der Alpensüdseite war es gebietsweise der niederschlagsreichste Dezember der letzten 50 Jahre.
Bis der Zürichsee zufriert, braucht es viel. Das letzte Mal geschah dies 1963. Trotz geringem Datenbestand zu dieser Zeit können nun solche Ereignisse aus der Vergangenheit mithilfe neuer Temperaturkarten besser beschrieben werden.
Während das Novemberwetter auf der Alpennordseite unspektakulär verlief, fielen auf der Alpensüdseite regional Rekordschneesummen. Die anhaltend wolkenverhangene Witterung mündete zudem in eine extreme Sonnenarmut. Die Alpensüdseite registrierte einen der sonnenärmsten Monate seit Messbeginn. Mit dem leicht zu milden November endet der sechstwärmste Herbst seit Messbeginn 1864.
Die Schweiz erlebte 2018 erneut einen aussergewöhnlich heissen Sommer. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 15,3 Grad Celsius in den Monaten Juni, Juli und August war er nach 2003 und 2015 der drittwärmste Sommer seit Messbeginn 1864. Auch die Niederschlagsmengen waren sehr gering. Im landesweiten Mittel fielen im Sommerhalbjahr von April bis September nur 69 Prozent der Normperiode 1981 bis 2010. Hitze und Trockenheit hatten gravierende Auswirkungen. Wegen der hohen Temperaturen waren ungefähr 200 Todesfälle mehr zu beklagen als in einem normalen Jahr. Im Wald hinterliess die Trockenheit deutliche Spuren. Vielerorts verfärbten sich die Laubbäume bereits im Juli. Mit dem Klimawandel dürften Verhältnisse wie in den Sommern 2003, 2015 und 2018 zum Normalfall werden.
Unter der Leitung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz wurde im Rahmen des National Centre for Climate Services eine Studie zum Thema Starkniederschläge und Einsatzplanung von Schutz und Rettung Zürich erarbeitet.
Wärme und Regenarmut ohne Ende, so präsentierte sich das Jahr 2018 in der Schweiz. Zehn von zwölf Monatstemperaturen lagen deutlich über der Norm, sechs davon im extremen Bereich. Die unendliche Wärme führte nicht nur zu einem neuen Jahresrekord, auch das Sommerhalbjahr war so warm wie noch nie seit Messbeginn 1864. Begleitet wurde die Rekordwärme von einer ungewöhnlichen monatelangen Regenarmut. In der Ostschweiz entwickelte sich das massive Regendefizit zu einem Jahrhundertereignis.
Regnet es lange oder heftig, kann der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen. Es fliesst ab und flutet zum Beispiel Gärten, Keller oder Garagen. Dieser Oberflächenabfluss ist verantwortlich für Schäden in Millionenhöhe. Der Bund hat darum zusammen mit Versicherungspartnern die neue nationale Gefährdungskarte erarbeitet. Sie zeigt, welche Flächen in der Schweiz vom Oberflächenabfluss betroffen sind. Damit können Gefahren frühzeitig erkannt, Schutzmassnahmen ergriffen und Schäden verhindert werden.
Woher kommt das Wasser in der Schweiz? Was ist ein Jahrhunderthochwasser? Wie viel Wasser braucht die Schweiz? Warum ist Wasser so wichtig für die Schweiz? Wasser ist so zentral für unser tägliches Leben und trotzdem ist das Wissen über Wasser häufig begrenzt. Dieser Kurs beantwortet viele Fragen rund um das Wasser in der Schweiz – schwimmen Sie mit!
Die globale Klimaerwärmung erhöht die Hochwasser-Frequenz in Europa. Eine Studie zeigt die Entwicklung der Hochwassergefahr in Europa in diesem Jahrhundert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Hochwassergefahr vor allem durch die Erhöhung der Frequenz extremer Abflüsse und nicht durch die Änderung ihrer Magnitude zunehmen wird.
MeteoSchweiz hat das probabilistische Wettervorhersagemodell COSMO-E in Betrieb genommen. COSMO-E ist ein Ensemble-Vorhersagesystem für den Alpenraum, das zweimal täglich 21 leicht unterschiedliche, aber gleich wahrscheinliche Vorhersagen für die nächsten fünf Tage berechnet. Daraus lässt sich einerseits eine probabilistische Wettervorhersage ermitteln, andererseits aber auch die wahrscheinlichste Entwicklung des Wetters zusammen mit einer Angabe der Vertrauenswürdigkeit dieser Vorhersage bestimmen.
Bilder von spektakulären Felsstürzen schaffen es in der Schweiz bis in die Hauptausgabe der Tagesschau und bis auf die Frontseiten der Zeitungen. Solche Bilder prägen das Bewusstsein der Öffentlichkeit, und meist ist auch gleich der Schuldige gefunden: Die Klimaerwärmung soll es sein, welche dafür verantwortlich ist. Und je wärmer es wird, desto mehr Felsstürze soll es geben.
Gemeinsam mit den Anrainerkantonen hat das BAFU heute beschlossen, die Jurarandseen vorsorglich abzusenken. So soll Platz geschaffen werden, denn die Prognosen lassen auf das Wochenende und den Beginn nächster Woche hin beträchtliche Niederschläge erwarten.
Auf einem neuen Webportal des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz sind ab heute Informationen zu extremen Niederschlägen erhältlich. Das Webportal erneuert und erweitert bestehende Planungs- und Beurteilungsgrundlagen. Diese Informationen finden beispielsweise Anwendung beim Hochwasserschutz, bei den Gebäudenormen, bei der Dimensionierung von Präventionsmassnahmen oder bei der Schadensbeurteilung. Die Resultate wurden in einem Projekt in Partnerschaft mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) konzipiert und realisiert.
A new report by the European Environment Agency (EEA) provides an overview of significant floods in Europe and looks at the role of floodplains in flood protection, water management, nature protection or agriculture and the impact of hydromorphological alterations on the ecosystem services that floodplains provide. The aim is to support the implementation of the EU Floods Directive (EU, 2007), in particular with regard to environmental impacts and how these can be linked to climate change adaptation and disaster risk reduction. It looks at synergies between water management, nature conservation and economic developments both in the field and on policy level.
In den letzten Tagen hat MeteoSchweiz auf ihrem Blog mehrfach über die Schneearmut vom Dezember in den Schweizer Alpen berichtet. Der Grund für den Schneemangel war die extrem warme und trockene Witterung der letzten Wochen. Im aktuellen Blogbeitrag der MeteoSchweiz wird erläutert, ob die Schneearmut in den natürlichen Klimaschwankungen begründet liegt oder ob ein langfristiger Trend vorliegt. Weiter werden die Zukunftsszenarien für die Schneebedeckung im Alpenraum betrachtet.
Die Publikation "Wetter, Schneedecke und Lawinengefahr in den Schweizer Alpen" fasst die wichtigsten Zahlen und Fakten aus dem hydrologischen Jahr 2014/15 zu Schnee und Lawinen zusammen.
White Risk ist eine webbasierte, interaktive Lawinenpräventions-Plattform. Sie sensibilisiert für die Lawinengefahr abseits gesicherter Pisten, vermittelt umfassendes Wissen zum Thema Lawinenkunde und Lawinenprävention, enthält ein Tourenplanungs-Tool und ist eng mit der gleichnamigen App verknüpft. Die Plattform steht in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch zur Verfügung. White Risk wird von der Suva und vom SLF herausgegeben und vom SRK als Partner unterstützt.
Das «Hydrologische Jahrbuch der Schweiz» [1] liefert einen Überblick über das hydrologische Geschehen auf nationaler Ebene. Es zeigt die Entwicklung der Wasserstände und Abflussmengen von Seen, Fliessgewässern und Grundwasser auf und enthält Angaben zu Wassertemperaturen sowie zu physikalischen und chemischen Eigenschaften der wichtigsten Fliessgewässer der Schweiz. Die meisten Daten stammen aus Erhebungen des BAFU.
Der Klimareport 2014 zeigt bezüglich der langfristigen Klimaentwicklung, dass in der Schweiz während der analysierten Periode 1959–2014 die Anzahl der Sommertage deutlich angestiegen, die Anzahl der Frosttage hingegen deutlich zurückgegangen ist. Die Nullgradgrenze ist in derselben Periode rund 390 m angestiegen. Die allgemeine Erwärmung drückt sich auch in einer früheren Vegetationsentwicklung aus.
Die MeteoSchweiz Wissenschafter gehen in der Hagelforschung und der meteorologischen Datenerhebung neue Wege. Mithilfe der MeteoSchweiz App kann die Bevölkerung einen wichtigen Beitrag zur besseren Erfassung von Hagel beitragen. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Forschern des Mobiliar Labs für Naturrisiken am Oeschger-Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern sowie der Schweizerischen Mobiliar realisiert.
Rainfall is one of the main drivers of soil erosion. A new map provides a complete rainfall erosivity dataset for the 28 European Union Member States and Switzerland. The dataset contains high temporal resolution data which until now was not easily available for modellers and scientists. The datasets can be downloaded free of charge from the website of the European Soil Data Centre.
Die umfassende Studie schildert den aktuellen Stand der Wassernutzung in der Schweiz und beschreibt Handlungsszenarien abhängig von der Entwicklung des Klimas, der Gesellschaft und der Wirtschaft.
L’Annuaire hydrologique donne une vue d’ensemble des événements hydrologiques de l’année en Suisse. Il présente l’évolution des niveaux et des débits des lacs, des cours d’eau et des eaux souterraines. Des informations sur les températures de l’eau ainsi que sur les propriétés physiques et chimiques des principaux cours d’eau suisses y figurent également. La plupart des données proviennent des relevés de l’OFEV.
Die Klimaänderung in den letzten Jahrzehnten hin zu wärmeren Temperaturen lässt sich in den globalen Mittelwerten der Temperaturmessungen eindeutig nachweisen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Klimaerwärmung auch auf europäischer und nationaler Ebene messbar ist. Wie dieser Bericht zeigt, ist die Klimaänderung auch im Gebiet der Urschweiz (Kantone Uri, Schwyz, Nidwalden, Obwalden) feststellbar. Die Auswirkungen sind vielfältig und sind nicht nur in der Temperatur, sondern auch im Niederschlag und beim Schnee sichtbar.
Wie von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) im Jahr 2011 empfohlen, ist MeteoSchweiz dazu übergegangen, alle 10 Jahre eine neue Normperiode einzuführen. Die entsprechenden Normwerte werden zusätzlich zu denjenigen der sich nicht überlappenden WMO Standardperioden 1901-1930, 1931-1960, 1961-1990, usw. bereitgestellt. Der Wechsel wurde notwendig, weil statische Normwerte einer einzelnen und zum Teil mehrere Jahrzehnte zurückliegenden Periode die verschiedenen Ansprüche an sie nicht mehr erfüllen können. Der vorliegende Bericht dokumentiert die Einführung der Normperiode 1981-2010 an der MeteoSchweiz auf den 1.1.2013.
Der Klimareport der MeteoSchweiz erscheint nach 2011 zum zweiten Mal. Er behandelt als Fokusthema den aktuellen Stand der Klimaänderung in der Schweiz. Der Klimareport der MeteoSchweiz liefert damit einen wichtigen Beitrag zur Klimadiskussion in der Schweiz. Neben der langjährigen Klimaentwicklung diskutiert der Klimabericht auch den meteorologischen/klimatologischen Verlauf im Berichtsjahr.
Das Hochwasser vom August 2005 ist in jüngerer Zeit ohne Parallele, im historischen Rückblick jedoch nicht einmalig. Um zu verhindern, dass dabei ähnliche oder noch schlimmere Schäden als 2005 auftreten, ist die konsequente Fortsetzung einer umfassenden Hochwasserschutzpolitik notwendig: Durch eine sorgfältige Raumnutzung ist ein unkontrolliertes Anwachsen des Schadenpotenzials zu verhindern. Hochwasserschutzpolitik bleibt eine Daueraufgabe, die nicht nur Fachleute angeht, sondern vermehrt auch die breite Bevölkerung einzubeziehen hat.
Der Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte ist eines der bekanntesten und spürbarsten Signale der Klimaänderung in der Schweiz. Es gibt aber ein breites Spektrum an Messgrössen, die helfen die Klimaänderung noch anschaulicher einzuordnen. Neu bietet MeteoSchweiz für viele nationale Wetterstationen eine Reihe Klimaindikatoren an, die von Klimainteressierten und Fachleuten über ein Auswahlmenu selber gewählt, grafisch dargestellt und bei Bedarf als PDF-Datei runtergeladen werden können.
Der Klimareport, ein neues Produkt der MeteoSchweiz, erscheint jährlich und behandelt als Fokusthema den aktuellen Stand der Klimaänderung in der Schweiz. Der Klimareport der MeteoSchweiz liefert damit einen wichtigen Beitrag zur Klimadiskussion in der Schweiz. Neben der langjährigen Klimaentwicklung diskutiert der Klimabericht auch den meteorologischen/klimatologischen Verlauf im Berichtsjahr.
Das Merkblatt „Achtung Lawinen!“ richtet sich an den/die selbstständigen Tourengeher/-in. Das handliche Format, die konzentrierte Information und die ansprechende Gestaltung sollen einerseits zur Auffrischung des Gelernten ermuntern – zu Hause oder unterwegs. Andererseits dient es als Ausbildungsunterlage.
Aufgrund der erwarteten Niederschlagsveränderungen werden die Auswirkungen auf die dichtbevölkerten Tropen und Subtropen besonders schwerwiegend sein. So werden bis zum Jahr 2020 allein in Afrika 75 bis 250 Millionen Menschen aufgrund des Klimawandels unter zunehmender Wasserknappheit leiden. In einigen Ländern könnten sich die Erträge aus der vom Regen abhängigen Landwirtschaft bis 2020 um bis zu 50% reduzieren.
Die aktuellen Klimaszenarien (OcCC, ProClim- 2007; Grundlagen, S. 12-16) zeigen die erwarteten Veränderungen der mittleren Temperatur und des mittleren Niederschlags auf der Alpennordseite und auf der Alpensüdseite der Schweiz bis 2070. Gemeinsam werden MeteoSchweiz, die ETH Zürich, das NCCR Climate, das OcCC und das Center for Climate Systems Modelling (C2SM) die "Schweizer Klimaszenarien CH2011" neu berechnen und im Jahr 2011 bereitstellen.
Die Grafiken zeigen den Verlauf der Temperatur und des Niederschlags in der Schweiz seit Beginn der systematischen Messungen im Jahre 1864. Dargestellt sind jeweils die Abweichungen der Jahreswerte und der saisonalen Werte (Winter, Frühling, Sommer, Herbst) vom Durchschnitt der Periode 1961-1990 (Normperiode), und die daraus sich ergebende Klima-Entwicklung (langjähriges Mittel, Trend).
Hochwasser lassen sich heute dank verbesserter Meteo- und Abflussvorhersagen früher erkennen. Die mit Vorhersagen verbundenen Unsicherheiten sind aber nach wie vor beträchtlich. Vorhersagen sind deshalb durch die sie herausgebenden Fachstellen zu kommentieren und müssen vor Ort unter Berücksichtigung lokaler Beobachtungen und Erfahrungen interpretiert und präzisiert werden.
Die Nachfrage nach Bewässerung steigt und dürfte im Zuge des Klimawandels weiter zunehmen. Für die Planung technischer und politischer Massnahmen erfordert dies Angaben zum heutigen und künftigen Bewässerungsbedarf. Nun analysierte Agroscope Reckenholz-Tänikon ART Klimadaten von 1980 bis 2006 und erstellte eine Risikokarte, welche die von Trockenheit gefährdeten Gebiete zeigt. Demnach muss heute auf 26 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Schweiz regelmässig mit längeren Trockenperioden gerechnet werden.
Das Klima ändert sich – auch in der Schweiz. Doch was bedeutet das ganz lokal? Die Internetseiten der MeteoSchweiz bieten neu Informationen über lokale Temperatur- und Niederschlagsentwicklungen. Steigen die Temperaturen im Hochgebirge schneller als im Flachland? Regnet es in Schaffhausen, Genf oder Locarno mehr oder weniger als früher? Wie haben sich Temperatur und Niederschlag in den einzelnen Regionen der Schweiz in den letzten 30, 50 oder 100 Jahren verändert?
Bis zum Jahr 2020 werden in Afrika 75 bis 250 Millionen Menschen aufgrund des Klimawandels unter zunehmender Wasserknappheit leiden. In einigen Ländern könnten sich die Erträge aus der vom Regen abhängigen Landwirtschaft bis 2020 um bis zu 50% reduzieren. Afrika ist aufgrund von Mehrfachbelastungen und niedriger Anpassungskapazität einer der verwundbarsten Kontinente.
Entwicklung der mittleren Niederschläge 1864–2007 (gemessen) und bis 2070 (Klimaszenario). Die Elemente der Abbildung sind analog zu Abbildung 7. Die Messungen sind als Verhältnis gegenüber der Norm 1961–1990 (Skala links) angegeben, das Szenario als prozentuale Änderung gegenüber dem Mittel 1980–1999 (Skala rechts) (Quelle: MeteoSchweiz 2008).
Abweichung der mittleren Jahresniederschläge in der Schweiz relativ zur Norm 1961–1990 (blau = positive, orange = negative Abweichungen). Dargestellt sind Durchschnittswerte aus 12 verschiedenen Messstationen in verschiedenen Höhenlagen der Nord- und Südschweiz (Quelle: MeteoSchweiz, 2008).
Die Grafiken von MeteoSchweiz zeigen Monats- und Jahresmittel für Temperatur, Niederschlag, Sonnenscheindauer (1981 bis heute) und Globalstrahlung (2004 bis heute) in der Schweiz sowie die Abweichung vom langjährigen Mittel 1961-1990 (Norm). Die Anomalien der Globalstrahlung beziehen sich auf die Klimatologie 2004 bis heute. Eine ausführliche Beschreibung der jeweiligen Witterung findet man in den Witterungsberichten. Die Grafiken werden laufend entsprechend der vorliegenden Datenqualität aktualisiert.
Feste Niederschläge wie Hagel, Graupel oder Schnee werden durch eine eingebaute Heizung geschmolzen und als flüssigen Niederschlag gemessen. 1 mm Niederschlag entspricht 1 Liter/m2.
Niederschlag, Temperatur und Zustand des Einzugsgebiets spielen bei der Hochwasserbildung zusammen. Bei extremen Hochwassern werden die langjährigen Hochwasserspitzen deutlich übertroffen. Im 20. Jahrhundert zeigen die Hochwasserspitzen in der Schweiz keine einheitliche Zu- oder Abnahme. Die Klimaänderung kann aber die Hochwasserbildung durch die Temperaturerhöhung, Veränderungen beim Niederschlag und Veränderungen im Einzugsgebiet beeinflussen. In Gebieten des Mittellands, in denen heute schon Winterhochwasser auftreten, ist eine Zunahme der Hochwassergefahr wahrscheinlich. Bei hochalpinen Einzugsgebieten sind abflusserhöhende sowie -mindernde Faktoren zu beachten, so dass Veränderungen der Hochwassergefahr schwer vorhersagbar sind.
Berichte und Informationen zum Hochwasser 2005 sowie Informationen zum Projekt «Ereignisanalyse Hochwasser 2005».
Dieser Flyer ist ein gemeinsames Produkt des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), der Abt. Wasserwirtschaft des Amtes der Vorarlberger Landesregierung und der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale Baden-Württemberg (HVZ). Er enthält Informationen zur Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern in Bezug auf die Hochwasservorsorge sowie spezifische Informationen zum Bodensee. Weitere Infos unter www.bodensee-hochwasser.info.
Die Webseite enthält Grafiken, welche Monatsbilanzen für Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer darstellen. Sie zeigen die Abweichung vergangener Monate vom langjährigen Mittel (Norm) für Temperatur in °C, für Niederschlag und Sonnenscheindauer in % des Normwertes. Eine ausführliche Beschreibung der Monatsbilanzen findet man in den Witterungsberichten, die ebenfalls über diese Webseite zugänglich sind.
Lawinenkatastrophen mit vielen Schadenlawinen verursachen grosse Schäden. In der Schweiz werden sie in der Regel durch rasch aufeinander folgende Nordwest- oder Südstaulagen ausgelöst, die heftige Niederschläge mit Neuschneehöhen von weit über 1 m bringen. Im 20. Jahrhundert hat die winterliche Schneedecke bei ausgewählten alpinen Stationen weder eindeutig zu- noch abgenommen. Auch die Schadenlawinenaktivität zeigt keine Veränderung.
Starkniederschläge in der Schweiz sind entweder kurz und intensiv in Zusammenhang mit Sommergewittern oder weniger intensiv über mehrere Tage in Zusammenhang mit stationären Wettersystemen. Extreme Starkniederschläge können zu Hochwassern, Uferübertretungen, Murgängen und Hangrutschungen führen. Im 20. Jahrhundert haben intensive Tagesniederschläge in weiten Teilen des Mittellandes und des nördlichen Alpenrandes zugenommen. Aussagen über Veränderungen von extremen Starkniederschlägen sind nicht möglich.
Die Variabilität von klimatologischen Messgrössen ist von Monat zu Monat und Jahr zu Jahr relativ gross. Zur Beschreibung der mittleren klimatologischen Verhältnisse einer Station werden Mittelwerte (Normwerte) der verschiedenen Parameter aus einer langjährigen Messperiode benötigt. Die Tabellen auf dieser Webseite enthalten Normwert-Tabellen für die Periode 1961 bis 1990.
Für Extremereignisse sind Veränderungen der Temperatur, des Niederschlags und der Ereignishäufigkeit wichtig. Gemäss IPCC wird sich bis ins Jahr 2100 die mittlere globale Temperatur am Boden gegenüber 1990 um 1.4°C bis 5.8°C erhöhen. Die Niederschläge im Winter werden in den mittleren bis hohen nördlichen Breiten wahrscheinlich zunehmen. Intensive Niederschläge werden sehr wahrscheinlich häufiger vorkommen.
Auf graphischen Übersichten mit dem Verlauf der Temperatur, Sonnenscheindauer und des Niederschlags werden sowohl das aktuelle Klima der letzten 12 Monate wie auch Jahresübersichten zurück bis zum Messbeginn der 29 Stationen des Schweizer Klimanetzwerkes (Swiss NBCN) dargestellt. Die Navigation ist sowohl über eine Karte als auch über das Menü möglich.
Diese Webseite liefert laufend aktualisierte Daten zu Temperatur, Sonnenschein, Niederschlag, Wind, Luftdruck, relative Feuchte und Schnee. Die Daten werden auf einer Karte dargestellt und alle 10 Minuten aktualisiert. Der Besucher kann einzelnen Regionen anklicken, um zu einer vergrösserten Darstellung mit weiteren Messstationen zu gelangen.
Das «Leitbild Fliessgewässer Schweiz» der Bundesämter BUWAL, BWG, BLW und ARE bringt die drei Entwicklungsziele für unsere Fliessgewässer den Fachleuten und Interessierten näher: - Ausreichender Gewässerraum - Ausreichende Wasserführung - Ausreichende Wasserqualität. Das Leitbild skizziert Massnahmen, wie die Kantone, Regionen und Gemeinden vorgehen können. Nicht zuletzt will es den Fachleuten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern gute Beispiele liefern.
Von verschiedenen Messstationen der MeteoSchweiz stehen langjährige homogene Monatswertreihen des Temperaturmittels und der Niederschlagssumme zur Verfügung. Jede Station ist in einer der grossen Klimaregionen der Schweiz gelegen. Die auf dieser Webseite verfügbare Karte gibt eine Übersicht zur Lage der Stationen in der Schweiz.
Trockenheit wirkt sich nachteilig auf Menschen, Tiere und Pflanzen aus. In den verschiedenen Klimaregionen der Schweiz treten Trockenperioden oft unterschiedlich ausgeprägt und zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf. Im 20. Jahrhundert ist bei der Trockenheit im Mittelland kein Trend feststellbar. Das Wissen über zukünftige Veränderungen als Folge der Klimaänderung ist beschränkt.
Diese Webseite liefert für die Klimaelemente Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer die Jahresverlaufsdiagramme, d.h. den Verlauf des entsprechenden Elements für das laufende Jahr. Der Besucher entscheidet sich für ein bestimmtes Klimaelement und anhand der Karte die gewünschte Station. Wetterrekorde und ausserordentliche Wetterereignisse sind ebenfalls über diese Webseite zugänglich.
Immer mehr Skipisten in den Alpen sind mit künstlichen Beschneiungsanlagen ausgerüstet. Umweltschutz- und Tourismuskreise beurteilen das Thema Kunstschnee oft kontrovers. Der Hintergrundbericht enthält Fakten sowohl zur ökologischen wie auch zur ökonomischen Seite der Beschneiung.
Die Studie „Klimawandel und Wintertourismus: Ökonomische und ökologische Auswirkungen von technischer Beschneiung“ setzte sich zum Ziel, die Bedeutung der Beschneiung für die Bergbahnbetreiber, die Tourismusdestination und die Gäste zu analysieren sowie deren Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, die Ressourcen (Energie und Wasser) und die Umwelt aufzuzeigen.
Relative Änderung des mittleren jahreszeitlichen Niederschlags im Winter (DJF: Dezember–Februar), Frühling (MAM: März–Mai) Sommer (JJA: Juni–August) und Herbst (SON: September–November)auf der Alpennordseite und der Alpensüdseite im Jahr 2050 gegenüber 1990 (logarithmische Skala). Ein Wert von 0.50 bezeichnet eine Halbierung, ein Wert von 1.25 eine Zunahme um 25% gegenüber den heutigen Verhältnissen. Die horizontalen Linien zeigen die jeweils mittlere Schätzung (Median). Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% wird die Veränderung des Niederschlags innerhalb der farbigen Balken verlaufen (95% Konfidenzintervall).
Veränderung der Temperaturen (oben) und der Niederschläge (unten) 2050 gegenüber 1990 (blaue Zahlen: Median; rote Zahlen: 95% Konfidenzintervall). Das 2050-Szenario bildet die Grundlage für den vorliegenden Bericht.
Monatliche Niederschlagsmenge in a) Bern Liebefeld, b) Sion und c) Lugano heute (schwarze Punkte) und 2050 (rot; Median und 95% Konfidenzintervall)
Als Folge der globalen Klimaänderung muss mit einer Intensivierung des Wasserkreislaufes gerechnet werden. Die Klimamodelle prognostizieren eine Zunahme der Niederschläge im Winter in der Schweiz, was - zusammen mit der Erwärmung und der steigenden Schneefallgrenze - zu einer Zunahme der Winterhochwasser führen dürfte.
Bericht der Arbeitsgruppe «Niederschlag» der Hydrologischen Kommission der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft (SNG)
Einfluss von Niederschlag und andern Faktoren auf das Abflussgeschehen
Niederschlagforschung, Hochgebirge, Abflussforschung, Niederschlag und Abfluss