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Im Vorjahreszeitraum hatte der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern noch einen Gewinn von 1,16 Milliarden Euro gemacht. Im ersten Halbjahr summiere sich der Verlust damit auf 1,9 Milliarden Euro, teilte Airbus am Donnerstag mit. Der Umsatz sei im zweiten Quartal auf 18,9 Milliarden Euro von 30,9 Milliarden Euro gesunken. Als Reaktion auf die Absatzkrise wegen der Pandemie werde das Unternehmen die Produktion seiner Erfolgsreihe A350 weiter drosseln und künftig nur noch fünf der Jets pro Monat bauen. Im April hatte der Konzern die monatliche Produktionsrate bereits auf sechs von 9,5 Maschinen gesenkt.
Am Vortag hatte auch der amerikanische Konkurrent Boeing angekündigt, die Produktion seiner Erfolgsreihen 787 und 777 weiter zu kürzen. Zudem werde das Hochfahren der 737-MAX-Herstellung verschoben. Der Umsatz von Boeing war im zweiten Quartal um 25 Prozent auf 11,81 Milliarden Dollar abgestürzt.
Airbus-Chef Guillaume Faury sagte, die Konsequenzen der Pandemie für das Geschäft des Unternehmens zeigten sich nun sehr deutlich. Im ersten Halbjahr seien nur noch halb so viele Verkehrsflugzeuge ausgeliefert worden wie im Vorjahreszeitraum. Der operative Mittelabfluss liege bei 12,4 Milliarden Euro, teilte Airbus mit. 4,4 Milliarden Euro davon seien im zweiten Quartal angefallen. Noch nicht in den Zahlen enthalten seien die Kosten für den wegen der Corona-Krise geplanten Stellenabbau.
Diese dürften zwischen 1,2 Milliarden Euro und 1,6 Milliarden Euro liegen. Anfang Juli hatte der Konzern mitgeteilt, wegen des Einbruchs der Flugzeugnachfrage 15.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Airbus hat die Produktion von Verkehrsflugzeugen um 40 Prozent gedrosselt. Derzeit stehen viele fabrikneue Maschinen auf Halde, weil die Kunden sie nicht mehr abnehmen wollen. Der Flugverkehr war wegen der Pandemie in den vergangenen Monaten weltweit fast zum Erliegen zu kommen.
Den Jahresausblick hatte der Konzern bereits im März zurückgezogen. Angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise werde aktuell auch keine neue Prognose gegeben.
(Reuters)