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Im Kanton Freiburg kommt es zu einem 2. Wahlgang
Bei den Wahlen in die Freiburger Regierung haben lediglich drei der vier Bisherigen die Wiederwahl geschafft. Voraussichtlich kommt es am 26. November zu einem zweiten Wahlgang.
Bei den Wahlen ins Kantonsparlament haben die Schweizerische Volkspartei, die Sozialdemokraten und die Grünen Wähleranteile zugelegt.
Bei den Wahlen in die Regierung wurde mit dem besten Resultat bei einer Stimmbeteiligung von 40,7% die christlichdemokratische Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot mit 40'128 Stimmen wiedergewählt.
Ihr Parteikollege, Baudirektor Beat Vonlanthen, kam auf 35'833 Stimmen. Nur knapp dahinter auf dem dritten Platz landete mit 35'290 Stimmen der parteilose Pascal Corminboeuf, der das absolute Mehr von 34'103 Stimmen ebenfalls übertraf.
Zum zweiten Wahlgang antreten muss von den Bisherigen einzig der Freisinnige Finanzdirektor Claude Lässer. Er erhielt 32'760 Stimmen.
Georges Godel von der CVP kam auf 23'198 Stimmen. Als zweiter Freisinniger Kandidat erhielt alt Ständerat Jean-Claude Cornu 22'551 Stimmen.
Hinter ihm folgte mit Jean-Pierre Siggen der vierte CVP-Kandidat, der auf 22'220 Stimmen kam.
Der zweite Wahlgang für die Wahlen in die Freiburger Regierung findet am 26. November statt. Falls sich die Parteien auf lediglich vier Kandidaten einigen, kommt es zu stillen Wahlen.
Sozialdemokraten weit hinten
Erst auf dem achten Platz landete der erste sozialdemokratische Kandidat, Nationalrat Erwin Jutzet. Er erzielte mit 18'438 Stimmen das beste Resultat seiner Partei. Hinter ihm platzierten sich mit 15'315 Stimmen Anne-Claude Demierre und mit 14'257 Stimmen Jean-Francois Steiert, beide von der SP.
Der Kandidat der Schweizerischen Volkspartei (SVP), Andre-Pierre Page erhielt lediglich 11'904 Stimmen, rangierte aber noch vor den zwei anderen sozialdemokratischen Kandidatinnen Erika Schnyder und Bernadette Hänni, auf die 11'615, respektive 10'409 Stimmen entfielen.
Am wenigsten Stimmen erhielten die drei Grünen Hubert Zurkinden mit 6'337 Stimmen, Christa Mutter mit 5'324 und Roman Hapka mit 4'156 Stimmen. Sie lagen noch hinter Marius Ackermann von der Christlich-sozialen Partei (CSP). Er erhielt 7'148 Stimmen.
Die siebenköpfige Freiburger Regierung, der Staatsrat, setzte sich bisher aus drei CVP, zwei SP, einem Freisinnigen sowie einem Parteilosen zusammen.
Freisinnige und Christlichsoziale als Verlierer
Bei der Neuwahl ins Freiburger Kantonsparlament haben die SVP und die Grünen auf Kosten von FDP und CSP gewonnen. Gut behaupten konnte sich auch die SP.
Der von 130 auf 110 Mitglieder verkleinerte Grosse Rat setzt sich künftig wie folgt zusammen: Die CVP bleibt mit 37 Sitzen grösste Fraktion. Sie hat acht Sitze weniger als im bisherigen, grösseren Parlament und wurde auch anteilmässig leicht zurückgestuft.
Die SP hat mit 25 Sitzen zwar ein Mandat weniger, verbesserte ihren Anteil im verkleinerten Grossrat aber deutlich. Die FDP, die im alten Parlament gleich stark war wie die SP, musste massiv Federn lassen und stellt nur noch 19 Abgeordnete. Sie wird nun von der SVP mit 18 Sitzen hart bedrängt.
Die SVP holte im verkleinerten Parlament sogar zwei Sitze mehr als bisher und konnte ihren Wahlerfolg vor vier Jahren damit wiederholen.
Die CSP büsste sechs Sitze ein und hat mit nur noch vier Mandaten die Fraktionsstärke verloren. Die Grünen und die Freie Liste gewannen zwei beziehungsweise einen Sitz und stellen zusammen nun fünf Mitglieder des Parlaments. Auf Diverse entfielen zwei Mandate.
swissinfo und Agenturen
Staatsrat (Regierungsrat)
Die Mitglieder des Freiburger Staatsrates (Exekutive) werden nach dem Majorzsystem für jeweils 5 Jahre gewählt.
Der zweite Wahlgang findet am 26. November 2006 statt. Dann gilt das relative Mehr.
Am zweiten Wahlgang darf nur teilnehmen, wer im ersten Wahlgang mehr als 5% der gültigen Stimmen erhalten hat.
Zudem dürfen nur doppelt so viele Kandidaten daran teilnehmen, wie noch Sitze zu besetzen sind.
Grossrat (Parlament)
Die Freiburger Grossratswahlen finden nach dem Proporzsystem statt; es gibt nur einen einzigen Wahlgang.
Das Kantonsgebiet wird für die Wahl des Grossen Rates in 8 Wahlkreise aufgeteilt. Jedem Wahlkreis wird eine nach der Bevölkerungsstatistik errechnete Sitzzahl zugeteilt.
Aufgrund der neuen Kantonsverfassung wurde die Zahl der Mitglieder von 130 auf 110 reduziert.
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