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Agrocybe aegerita
Schon die Römer kannten diesen herrlichen Speisepilz aus ihren Wäldern und haben ihn kultiviert, indem sie die reifen Lamellen auf Pappelstrünken verteilt haben.
Der Pioppino erfreut sich in Italien auch heute noch grosser Beliebtheit und wird im grossen Stil angebaut und vermarktet.
Die am Rand hellziegelrot, gelbbraun oder blass fuchsrot gefärbten Hüte werden in der Mitte dunkler und stellen sich in ihrer Entwicklung von halbkugelförmig zu waagrecht. Sie erreichen einen Durchmesser von 4 bis 12cm und besitzen ein herrliches Waldpilzaroma.
Körnerbrut kann im April und Mai auf Stämme von Erle, Pappel und Weider beimpft werden, wobei sich die Sandwich-Methode am besten eignet. Bei ihr werden die beiden Kopfstücke des Frischschlagholzes abgesägt, die durchwachsene Körnerbrut aufgetragen, dann die Kopfstücke mit Klebeband wieder aufgesetzt und abgeklebt. Man legt die beimpften, 40 bis 50cm langen Stämme in eine Plastikfolie, hält sie feucht und lässt sie bei einer Temperatur von 20 bis 30° durchwachsen, welches etwa 3 bis 4 Monate dauert. Danach die Stämme fast ganz in feuchte Erde eingraben.
Obwohl sich die erste Ernte erst nach etwa 5 Monaten im Herbst zeigt, setzt sie sich nach dem Winter das ganze Jahr hindurch fort, wenn die Temperaturansprüche des Pilzes von mindestens 20° gewährleistet sein müssen, um Fruchtkörper zu bilden. So eignet sich dieser Pilz als Kultur im Gewächshaus oder im Haus.