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1591 Kamen vier japanische Besucher, begleitet von Jesuiten-Mission nach Madrid. Beim Empfang der asiatischen Gästen wunderte sich der spanische König, dass das heisse Wasser rund ums ganzen Jahr in Japan getrunken wurde. Es gab im Europa keine Soft-Drink-Kultur. Im mittelalterlichen Europa wurde damals fast zu jedem Moment alkoholhaltiges Getränk inkl. Kinder konsumiert.
1662 brachte die portugiessischer Prinzessin Kahtarina zwei Schiffe voller Zucker anstatt Silber als Mitgift nach England. Sie machte Tee salonfähig im englischen Hof und gestaltete den ersten Afternoon Tea. Zucker war in jener Zeit mindest so teuer wie der Tee und noch teuer als Silber. Ein Stück Zucker im Tee zu zelebrieren war eine Demonstration der Macht und Reichtum, was nur eine Prinzessin aus Portugar, das Land mit riesiger Kolonie von Zucker-Plantage, es zeigen konnte. Zucker im Tee wurde eine Tradition, die eine neue Zeit im Europa ankündigte.
1717 öffnete das erste Teelokal von Thomas Twinning in London. Tee imanzipiert sich aus der Sich-Zur-Schau-Stellen Funktion der aristokratischen Kreisen, er wurde zu einem bürgerlichen Getränk. Ein Getränk, das arbeitende Menschen nüchtern wach hält und geistig mobilisiert. Ein Getränk, das der herrschenden Industrialisierung beflügelt und das neue Bedürfnis der Gesellschaft antwortet. Ein neuer Geschmack wurde geboren. Dieser Geschmack war wie ein Ferment und eine Treibkraft, die schnelle Entwicklung des Kapitalismus mit prägte – denn der Tee war Zündstoff von verschiedenen Kriege der imperialen Mächte. Der Tee, den man damals trank, war bereits verrochene Blätter und meistens auf den langen Transport-Weg oxidiert… Er dufte nicht weit entfernt schmecken wie ein Pu Er…
Der Tee, den man in China trank in der Tang-Dynastie (10. Jh) war eine Art von gekochten gepressten Paste. In Song-Dynastie wurde Teeblätter anders zubereitet – anstatt gekocht und geschmorrt zu einer Sud, dämpfte man die Teeblätter weich und presste sie zu einem Kuchen zusammen. Diese Methode wurde in China selbst durch neue technische Möglichkeiten aufgehoben, aber in Yunnan, damals ein eigenständiges Königsreich, existiert sie weiter.
Der Tee, der auf dem Flusshafen-Puer in Yunnan gehandelt wurde, hiess, Pu Er Tee.
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Das ist der erste Abschnitt meines Vortrags im Teeclub-Teefest am 24.06. Sonntag. Ich habe erst jetzt Zeit diesen Vortrag zu verwortlichen und werde morgen den 2. Abschnitt hier weiter schreiben.