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Die Zahl der Eheschliessungen in Israel ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf knapp 40.000 zurückgegangen. Am stärksten war der Rückgang bei christlichen Paaren (28 Prozent), wie die Tageszeitung “Jerusalem Post” (Mittwochabend) unter Berufung auf jüngste Zahlen des israelischen zentralen Statistikbüros (CBS) berichtete. Der Rückgang könne teilweise auf die Auswirkungen der Pandemie zurückgeführt werden.
Unter jüdischen Israelis fiel die Zahl der neuen Eheschliessungen demnach um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt machten sie rund Zweidrittel der Neuverheirateten aus. Mit knapp 11.500 heirateten im vergangenen Jahr rund elf Prozent weniger muslimische Paare als im Vorjahr, der Rückgang bei drusischen Paaren lag bei acht Prozent.
Im gleichen Zeitraum sank der Bevölkerungsanteil der verheirateten Israelis im Vergleich zu Unverheirateten um 19 Prozent. Die anteilig meisten Alleinstehenden verzeichnet demnach die Stadt Tel Aviv.
Leicht gesunken ist laut Bericht im Vergleich zu 2019 das durchschnittliche Heiratsalter. Es lag 2020 bei 26,9 Jahren für Männer und 24,6 Jahren für Frauen. Mit 22,5 Jahren (Männer) und 21,5 Jahren (Frauen) heirateten strengreligiöse Juden durchschnittlich jünger als ihre nicht-ultraorthodoxen Altersgenossen.
KNA/akr/cdt