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- Dienstag, 31. OKTOBER 2023
- World Nature Forum Naters
- Reservation: WORLD NATURE FORUM, 027 924 52 76
Reservation erforderlich bis 30.10.2023
- Eintritt CHF 66.- (2 Filme + Menu)
- Kassaöffnung und Apéro ab 18.00 Uhr / Filmbeginn 18.30 Uhr
Senegal ist ein Staat in Westafrika. Er ist 4,4x grösser als die Schweiz.
Das Gebiet des Senegal ist bereits seit dem 11. Jahrhundert ein Teil der islamischen Welt. Nachdem die Region von mehreren afrikanischen Reichen beherrscht wurde, wurde sie im Jahr 1895 zu einer französischen Kolonie.
Am 20. August 1960 wurde die Republik Senegal unabhängig, behielt seitdem ein Mehrparteiensystem bei und wurde zu einem der wenigen demokratischen Staaten auf dem afrikanischen Kontinent.
Der senegalesische Schriftsteller und Filmemacher Ousmane Sembène gilt als „Vater“ des afrikanischen Films. 1966 erhielt er für „Die Schwarze aus Dakar“, einen Film über eine junge Afrikanerin, die in Frankreich als Dienstmädchen arbeitet, den Prix Jean Vigo. Thematische Schwerpunkte seines Filmschaffens sind die Geschichte des Kolonialismus, die Kritik der neuen afrikanischen Bourgeoisie und die Stärke afrikanischer Frauen. Zu den bedeutendsten Regisseuren des afrikanischen Kinos zählte auch Djibril Diop Mambéty. Mambéty absolvierte zunächst eine Schauspielausbildung und wirkte in senegalesischen und italienischen Filmen mit. 1969 drehte er den Kurzfilm „Contras’city“, im Jahr darauf den Spielfilm „Badou Boy“ über einen Straßenjungen in Dakar. Für „Touki Bouki“ (1972) erhielt er den Preis der Kritik in Cannes. Im gleichen Jahr hielt Mambéty sich längere Zeit in Rom auf, wo er unter anderem Pier Paolo Pasolini traf.
TGV
Senegal 1997 F/d 147 Min.
Regie: Moussa Touré
DarstellerInnen:
Makéna Diop: Rambo
Bernard Giraudeau: Sylvia
Philippine Leroy-Beaulieu: Sylvia
Al Hamdou Traore : Demba
In seinem Spielfilm «TGV», unternimmt der senegalesische Filmemacher Moussa Touré auf wunderbar leichte Art eine Reise durch seinen schwarzafrikanischen Kontinent. Moussa Touré bringt in seinem knatterigen Gefährt «TGV» unter anderem einen flüchtigen Finanzminister, ein verirrtes europäisches Ethnologenpaar auf der Suche nach der untergegangenen Mandingo-Zivilisation, einen Dealer und weitere Bewohnerinnen und Bewohner des afrikanischen Kontinents unter. Sehr schön gelingt ihm dabei die Charakterisierung der einzelnen Figuren in wenigen aber präzisen Strichen. Mit herrlich instrumentierten und abgestimmten Dialogen, streitend, neckend und lachend fährt die zufällige Gesellschaft von einer augenzwinkernden Anspielung zur nächsten. Touré sucht dabei eine fürs schwarzafrikanische Kino eher ungewohnte, geradezu beschwingte Erzählweise. Ein Trip zur Entdeckung eines halben Kontinents.
LE PRIX DU PARDON
Senegal 2002 F/d 91 Min.
Regie: Mansour Sora Wade
DarstellerInnen:
Hubert Koundé – Yatma
Rokhaya Niang – Maxoye
Gora Seck – Mbanik
Über mehrere Monate hinweg hat ein mysteriöser Nebel ein kleines senegalesisches Fischerdorf umhüllt. In dieser Kulisse konkurrieren die zwei Kindheitsfreunde Mbanik und Yatma um die Liebe der wunderschönen Maxoye. Mbanik wagt es, die Geister allein herauszufordern und schafft es, den Nebel verschwinden zu lassen. Er wird zum Helden des Dorfes und gewinnt Maxoyes Hand in der Ehe. Yatma hingegen hat Schwierigkeiten, seinen Neid im Zaum zu halten und sieht mit Missgunst auf Mbaniks Erfolg.
Der Regisseur Mansour Sora Wade stammt aus Dakar in Senegal und hat Film an der Universität VIII von Paris studiert. «Le Prix du Pardon» ist Mansours erster Film in Spielfilmlänge und gewann insgesamt sieben Preise an internationalen Filmfestivals.