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Nach Abschluss von Tests gab die Nuklearaufsichtsbehörde Rostechnadsor am 10. März 2021 grünes Licht für die Aufnahme des kommerziellen Betriebs von Leningrad-II-2. Die WWER-1200-Einheit Leningrad-II-2 (auch Leningrad-6 genannt) hatte am 23. Oktober 2020 nach einer Bauzeit von rund elf Jahren erstmals Strom ans Netz abgegeben. Laut dem russischen Staatskonzern Rosatom produzierte Leningrad-II-2 seither bereits 2 TWh elektrische Energie. Sie ersetzt den stillgelegten RBMK-Block Leningrad-2.
Am Standort Leningrad in der gleichnamigen Oblast, gut 70 km westlich von St. Petersburg, stehen damit zwei Blöcke des fortgeschrittenen Typs WWER-1200/V-491 in Betrieb. Der Typ zählt zur sogenannten AES-2006-Reihe. Leningrad-II-1 (Leningrad-5) hatte im Oktober 2018 den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Weiterhin in Betrieb stehen heute noch die zwei RBMK-Blöcke Leningrad-3 und -4, die aufgerüstet und modernisiert worden sind. Sie dürften ebenfalls nach 45 Betriebsjahren vom Netz genommen werden, was bis 2026 der Fall ist.
Laut Rosatom weist der WWER-1200 gegenüber der Vorgängerversion WWER-1000 eine Reihe wirtschaftlicher und sicherheitstechnischer Vorteile auf. Der neue Reaktortyp verfügt über eine rund 20% höhere Blockleistung und benötigt 30-40% weniger Betriebspersonal. Seine Laufzeit ist zudem auf 60 Jahre ausgelegt, mit der Option, diese auf 80 Jahre verlängern zu können.
Quelle
M.A. nach Rosatom, Medienmitteilung, 22. März 2021