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Vor 500 Jahren hat die Reformation die Lebensweise der Menschen in Stadt und Umgebung von Zürich radikal verändert. Das Geviert mit Grossmünster, Fraumünster und Münsterhof war der zentrale Ort der Auseinandersetzung um den neuen Glauben und um die neue Lebensweise.
Die Fraumünster-Frauen – die Organisatorinnen des Münster-Märts mit Spectaculum zur Reformation – beziehen sich mit ihrem Namen auf die Geschichte der Fraumünsterabtei zwischen 853 und 1524. Die letzte Äbtissin, Katharina von Zimmern, spielte neben Ulrich Zwingli eine wichtige Rolle für den Erfolg der Reformation. Sie öffnete das Fraumünster für Zwingli, der hier das Neue Testament auslegte, die Frömmigkeit und den Ablass kritisierte und für die Abschaffung der Messe – kurz für den Umsturz der mittelalterlichen Ordnung – plädierte. Sie ging noch einen Schritt weiter und engagierte Oswald Myconius, ein enger Freund Zwinglis, und Thomas Platter, Schwiegersohn von Myconius, als Lehrer für die Fraumünsterschule. Mutig setzte sich Katharina von Zimmern der kirchlichen und konservativen Kritik aus.
1524 übergab sie das Münster, die Abtei und das grosse Abteivermögen der Stadt Zürich mit dem Satz: «Die Stadt vor Unruhe und Ungemach zu bewahren und tun, was Zürich lieb und dienlich ist.»
Die Damen der Gesellschaft zu Fraumünster anlässlich des Sechseläutens