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Zum zweiten Mal nach 2017 wurde das Mobilitätsverhaltenn der Bielerinnen und Bieler genauer unter die Lupe genommen, wie die Stadtverwaltung Biel meldet.
Im Zwischenbericht über das Mobilitätsmonitoring 2019, der eine Zusammenfassung der im Jahr 2019 an verschiedenen Zählstellen der Stadt erhobenen Daten enthält, seien die Ergebnisse aufgeführt. Dieser Bericht liefert einen Überblick über die Mobilitätssituation zu einem bestimmten Zeitpunkt und dient als Basis, um die Wirksamkeit der verkehrsspezifischen und -beruhigenden Massnahmen zu bewerten.
Dieser Bericht werde nun dem Stadtrat unterbreitet.Die Stadt Biel habe im Jahr 2017 ein Netz von permanenten Zählstellen an strategisch wichtigen Stellen des Strassennetzes eingerichtet, um den motorisierten Individualverkehr (Autos, Lastwagen) sowie den Fuss- und Veloverkehr zu erfassen. Ergänzt werden die Daten mit der Anzahl der öV-Nutzerinnen und -Nutzer zwischen zwei Bushaltestellen sowie durch die Daten zu den Shared-Mobility-Angeboten.
Anhand dieser quantitativen Daten lasse sich das Funktionieren des Bieler Verkehrsnetzes als Ganzes darstellen. Die Beobachtungen aus dem Jahr 2019 werden mit den Daten verglichen, die 2017 vor der Eröffnung des Ostastes der A5-Umfahrung erhoben wurden.
Zwei Jahre nach der Inbetriebnahme dieses Autobahnabschnitts lassen sich nun die ersten Trends der Bieler Mobilitätsentwicklung ablesen.Generell zeigen die Ergebnisse für das Jahr 2019, dass sich das Verkehrsaufkommen in die von den Bieler Behörden gewünschte Richtung entwickelt. Auf dem gesamten Stadtgebiet sei feststellbar, dass der motorisierte Individualverkehr (MIV) volumenmässig abnimmt, andere Verkehrsträger hingegen zunehmend bevorzugt werden.
Diese Beobachtungen stehen somit im Einklang mit den Zielen des Reglements zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs (SGR 7.6-1), das vom Stadtrat im Dezember 2014 genehmigt wurde.Der MIV sei besonders im Osten der Stadt markant zurückgegangen. Dies deutet darauf hin, dass die Inbetriebnahme des A5-Ostastes die erhofften Effekte insbesondere auf der Mettstrasse (MIV - 46.8% zwischen 2017 und 2019) sowie auf dem Längfeld (MIV - 41.8% zwischen 2017 und 2019) ausgelöst hat.
Beim Veloverkehr lasse sich ein eindeutiger Anstieg der Anzahl der Velofahrerinnen und Velofahrer auf bestimmten Achsen wie zum Beispiel auf der Murtenstrasse, der südlichen Einfallsachse in die Stadt (+ 8.8% Veloverkehr zwischen 2017 und 2019), und im Stadtzentrum auf der nördlichen Zentralstrasse (+ 45.8% Veloverkehr zwischen 2017 und 2019) feststellen. Dieses Ergebnis sei ein Indikator dafür, dass das Velo als Verkehrsträger immer häufiger in der Agglomeration genutzt wird, insbesondere im südlichen Teil, wo sich die Murtenstrasse als eine der Einfallsachsen befindet.Bezogen auf den Fussverkehr ergibt sich ein unterschiedlicheres Bild.
Auf bestimmten Strassenabschnitten sei zwischen 2017 und 2019 eine deutliche Zunahme der Fussgängerströme zu verzeichnen (+ 49.5% auf der Orpundstrasse, + 10.5% auf der nördlichen Zentralstrasse). Auf anderen Strassenabschnitten hingegen sei eine Abnahme der Anzahl der Fussgängerinnen und Fussgänger erkennbar (- 21.6% Seevorstadt, - 7.3% Bahnhofstrasse, - 6.8% Bözingenstrasse).
Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch zu früh, um auf die Gründe dafür ausführlich eingehen zu können. In den nächsten Jahren werde man aber genau beobachten, ob dieser Trend tendenziell zunimmt, sich stabilisiert oder wieder rückläufig wird.
Derzeit sei nicht ausgeschlossen, dass diese Unterschiede vor allem auf kleine Ungenauigkeiten der Infrarotdetektoren oder auf Richtungsänderungen durch die Fussgängerinnen und Fussgänger zurückzuführen sind. Ganz allgemein sei allerdings festzustellen, dass Fussgängerinnen und Fussgänger tendenziell weniger auf den Strassenachsen anzutreffen sind, die von vielen Autos und Lastwagen befahren werden.Auch beim öffentlichen Verkehr lasse sich ein positiver Trend erkennen, da sowohl das Angebot als auch die Fahrgastzahlen eine Zunahme verzeichnen.
Zwischen 2017 und 2019 sei die Gesamtzahl der Abfahrten an allen Haltestellen des öV gestiegen (+ 7.9% der Gesamtzahl der Fahrten im öV zwischen 2016 und 2018) sowie auch die Anzahl der täglichen öV-Nutzerinnen und -Nutzer, insbesondere im Stadtzentrum (+ 8% der Anzahl der täglichen öV-Nutzerinnen und -Nutzer in der nördlichen Zentralstrasse).Ebenfalls ermutigend seien die Ergebnisse zur Nutzung von Shared-Mobility-Angeboten (Auto, Velo und Elektrovelo). Dies bedeutet, dass die Bielerinnen und Bieler gerne und immer häufiger von diesen neuen Angeboten Gebrauch machen und damit eine Änderung im Mobilitätsverhalten auslösen.Durch die Erhebung von Basisdaten zum Verkehrsaufkommen lassen sich langfristige Mobilitätstrends erkennen.
Somit dient sie als Entscheidungshilfe sowohl für Behörden als auch für Planerinnen und Planer. Anhand dieser Daten lasse sich ausserdem feststellen, ob die verkehrsspezifischen Ziele erreicht wurden: Plafonierung des motorisierten Individualverkehrs und Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs. Hinweis: Mit der Benutzung der Social-Share-Funktion verlassen Sie die Website der Stadt Biel und externe Plattformen können Ihre Daten erfassen und verarbeiten.
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