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Am Sternenhimmel im Dezember 2018
Meteorologisch beginnt der Winter am 1.12., astronomisch am 21.12. um 23:23 Uhr. Für jeden Ort erreicht die Sonne an diesem einen Tag am Mittag ihren tiefsten Stand am Himmel. In diesem Moment, in Schwanden um 12:27 Uhr, zeigt die Neigung der Erdachse exakt in Richtung zur Sonne. Da die Lage der Erdachse im Bezug zur Sonne sich im Jahresgang ständig ändert, bedeutet dies damit nicht, dass an diesem besonderen Tag die Sonne auch morgens am frühesten aufgeht und abends am spätestens untergeht. Bereits am 10.12. erfolgt um 16:37 Uhr der früheste Sonnenuntergang und am 1.1.19 um 8:12 Uhr der späteste Sonnenaufgang.
Die Tageslänge nimmt im Laufe des Monats bis zum 21.12. von 8h 48m auf 8h 30m ab, das heisst, um 18m. Danach nimmt die Tageslänge bis Ende Monat auf 8h 34m zu, das heisst, um 4m.
Die Sonne durchläuft bis zum 18.12. das Sternbild des Schlangenträgers um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Schützen fortzusetzen.
Merkur bewegt sich nun scheinbar von der Sonne weg, so dass er um die Monatsmitte in der Morgendämmerung über dem flachen südöstlichen Horizont gesehen werden kann.
Venus zeigt sich den ganzen Monat über als prächtiger Morgenstern über dem südöstlichen Horizont. Am 2.12. erscheint sie im grössten Glanz.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 21.12. das Sternbild des Wassermanns um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild der Fische fortzusetzen. Mars bleibt den ganzen Monat über in bester Lage in der ersten Nachthälfte zu sehen.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft bis zum 13.12. das Sternbild des Skorpions um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Schlangenträgers fortzusetzen. Jupiter entfernt sich nun scheinbar von der Sonne und kann ab Monatsmitte immer besser in der Morgendämmerung über dem flachen südöstlichen Horizont gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft scheinbar den ganzen Monat über weiterhin das Sternbild des Schützen und nähert sich weiterhin scheinbar der Sonne, so dass er nicht gesehen werden kann.
Der Lauf des Mondes:
Neumond am 7.12. um 8:20 Uhr
Erstes Viertel am 15.12. um 12:49 Uhr
Vollmond am 22.12. um 18:48 Uhr
Letztes Viertel am 29.12. um 10:34 Uhr
Eine besondere Konstellation zeigt sich in der Morgendämmerung des 21. und des 22.12. wenn Merkur scheinbar an Jupiter vorbeizieht und dabei beide Planeten nahe beieinander zu sehen sind.
In den frühen Nachtstunden im Dezember zeigt sich weit im Westen immer noch das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega (Sternbild der Leier), Altair (Sternbild des Adlers) und Deneb (Sternbild des Schwans). Hoch im Süden dominiert nun aber das Sternbild der Andromeda, gegen Westen begleitet vom Sternbilder des Pegasus und gegen Osten vom Sternbild des Perseus. Während hoch am Himmel die von blossem Auge sichtbare grosse Spiralgalaxie in der Andromeda thront, läuft im Osten das hübsch zu schauende Siebengestirn der Plejaden vor dem nun langsam sich erhebenden Wintersechseck. Hier zeigt sich das prächtige Sternbild des Orion nun Nacht für Nacht früher am Himmel und lädt gegen Monatsende auch zu frühen Beobachtungszeiten zu einem Ausflug in die Kinderstube der Sterngeburten ein.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!