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Bei Schaltungen mit hohen Schaltfrequenzen, schnellen Anstiegszeiten, grossen unterschiedlichen Zeitkonstanten in einer Schaltung oder bei mathematisch beschriebenen Schaltungen kann es zu Konvergenzproblemen eines Spice–Simulators kommen, wodurch die Simulation abbrechen kann. PSpice verfügt über verschiedene interne Simulationsverfahren und kann die internen Simulationsparameter so anpassen, dass solche Abbrüche durch interne Verfahrenswechsel vermieden und richtige Ergebnisse berechnet und angezeigt werden.
Digitale und analoge Schaltungsteile können in einer PSpice–Simulation beliebig gemischt werden. Das Timing und Propagation Delay (min, max, typical, worst case) können für digitale Schaltungselemente angegeben werden. PSpice kann das Verhalten von A/D–Wandlern nachempfinden, und abstrakte Steuerlogik kann in analoge Schaltungen integriert werden. Hierzu können verschiedene Quellen als Stimuli gewählt werden. Das Time–to–Clock–Out (TCO) Verhalten kann im Modell hinterlegt werden.
Frequenzabhängig kann eine komplexe Ortskurve mit Real– und Imaginärteil dargestellt werden. Bode–Diagramme zeigen den Amplituden– und Phasengang einer Schaltung, und es kann der Phasenrand ermittelt werden, bevor ein System kippt. Verschiedenste Arten von Rauschen aller Bauteile (thermisch, unkorreliert, Funkelrauschen, Flickerrauschen und Shot–Noise) kann mit der Funktion AC Sweep ermittelt werden.
Analog Behaviour Modelling ist geeignet, um abstrakte elektrische Systeme wie z.B. Motoren, Leistungselektronik, Operationsverstärker, Drehmomente von mechanischen Systemen, sowie andere Analogie–Systeme ebenso zu beschreiben, wie die Winkelgeschwindigkeit eines elektrisch gesteuerten Motors in Abhängigkeit von der Reibung. Mit Laplace–Blöcken (z.B. PID–Regler) lassen sich komplexe Regelsysteme aufbauen und damit die Stabilitätskriterien des Regelkreises beurteilen.
Mit dem Magnetic Part Designer lassen sich magnetische Komponenten in einem Simulationsmodell beschreiben. Hierbei werden die Werte (z.B. Anzahl der Windungen, Hersteller des Ferritmaterials, Drahtdurchmesser, maximale Ströme etc.) über einen Wizard eingegeben. Durch die PSpice–Simulation können einfach geeignete Varianten gewählt werden. Anschließend können aus der Bibliothek verschiedene Kerne (EI, UI) in einer Analyse gegenübergestellt werden. Nur mit wenigen Schritten erhalten Sie so ein Transformator–Modell mit Sättigungsverhalten.
In der Leistungselektronik wird ungeregelte elektrische Energie in die vom jeweiligen Verbraucher oder Aktuator benötigte Energieform mit genau definierten Strömen, Spannungen und Frequenzen umgesetzt. Simuliert wird das Verhalten des P/N–Übergangs oder der MOSFET– Technologie. Somit lassen sich auch DC–DC Wandler, IGBTs, Thyristoren und Schaltnetzteile (SMPS) vom Verhalten vorhersagen und entsprechend für die Schaltung dimensionieren und optimieren.
Eine Frequency Response Analysis wird hauptsächlich dazu verwendet einen Phasengang einer nicht-linearen Schaltung zu erhalten, bei der Spannungen geschaltet werden und sich gleichzeitig die Arbeitspunkte ändern. Bei dieser Analyse werden transiente Signale in die zu untersuchende Stromschleife injektiert und die Frequenzanteile werden nach einer Fourier Analyse in einem Gain/Phase Response Plot dargestellt. Das löst das Problem der Linearisierung des AC-Sweeps. Bei einer Simulation über die Zeit sieht man mit FRA z.B. unterschiedliche Verstärkungsfaktoren. Ein Beispiel finden Sie in Ihrer Installation unter ..\tools\pspice\capture_samples\anasim\fra.
Nach einer Simulation können im PSpice Waveform Viewer die Ergebnisse visualisiert werden. Da PSpice alle Werte der kompletten Simulation speichert, können andere Messpunkte oder Funktionsdaten ausgewählt werden, ohne dass die Simulation erneut gestartet werden muss. Mit dem Probe statement support P() können zusätzliche Paramenter in den DAT File integriert werden. Z.B. .Probe64 P(FREQ) nimmt die FREQ Parameter im DAT File auf.
Ab dem 16.6 QIR5 Release können PSpice Modelle sehr schnell anhand von Werten aus einem Datenblatt erstellt werden. Über verschiedene Eingabemasken werden wenige erforderliche Bauteilparameter abgefragt, sodass ein Modell schnell generiert werden kann. Optimierte Eingabemasken gibt es für: Kondensatoren, Spulen, Schalter, Transformatoren, Quellen, TVS, PWL, Zener-Dioden, VCO,...