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Der «World Energy Trilemma Index 2021» wird vom WEC in Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma Oliver Wyman und dem Global Risk Centre, einer Tochtergesellschaft der Marsh & McLennan Companies, seit 2011 veröffentlicht. Der Trilemma-Index beschreibt den Konflikt zwischen den drei energiepolitischen Zielen «Energieversorgungssicherheit», «Zugang/Bezahlbarkeit» sowie «Ökologische Nachhaltigkeit» und bringt ein vergleichendes Ranking von 127 Ländern in Bezug auf ihre Fähigkeit, das Energie-Trilemma zu bewältigen.
In der Gesamtwertung folgen dem Spitzentrio Finnland und Grossbritannien (beide Platz 4), Frankreich und Österreich (beiden Platz 5), Kanada, Deutschland, Norwegen, Neuseeland und die USA (beide Platz 9) und Luxemburg.
Die Schweiz hat ihren ersten Platz für die «ökologische Nachhaltigkeit» gehalten und sich beim Kriterium «Zugang/Bezahlbarkeit» von Platz 9 auf Platz 6 verbessert. Beim Kriterium «Energieversorgungssicherheit» liegt die Schweiz wir im Vorjahr auf Platz 24, ist aber seit 2016 (Platz 12) hier immer weiter abgerutscht. Insgesamt gibt der WEC der Schweiz eine AAA-Bewertung – «für integrierte und ausgewogene Prioritäten der schweizerischen Energiepolitik», so der Bericht.
Gleichzeitig unterstreicht der WEC aber auch: «Jüngste politische Entscheidungen dürften sich jedoch in den nächsten 15 Jahren sowohl auf den Erzeugungsmix des Landes (und damit auf seine Energie-Nachhaltigkeitsbilanz) als auch auf seine Energiesicherheit auswirken, da die Abhängigkeit von Stromimporten voraussichtlich zunehmen wird. Darüber hinaus könnten Importe in Zukunft schwieriger werden, da die Verhandlungen über das institutionelle Abkommen zwischen der EU und der Schweiz im Mai 2021 beendet wurden, was zu einer potenziellen Verschlechterung der Bewertung der Energiesicherheit der Schweiz in Zukunft führen könnte.»
Dominanz der OECD-Länder
In diesem Jahr wurden 127 Länder auf 101 Ränge eingestuft, da einige die gleiche Punktzahl erreicht haben. Die Top-Ten-Ränge des Trilemmas 2021 werden weiterhin von OECD-Ländern dominiert. Dabei schneiden die europäischen Länder besonders gut ab, was die Bedeutung einer langjährigen aktiven Energiepolitik unterstreicht. Die drei Spitzenreiter bleiben dieselben wie im Jahr 2020, wobei Schweden die Schweiz knapp von der Spitze verdrängt hat und Dänemark auf dem dritten Platz bleibt. Alle drei Länder haben eine Gesamtpunktzahl von 83 und mehr. Kanada, Neuseeland und die USA durchbrechen die Dominanz der europäischen OECD-Länder.
Quelle
S.D. nach WEC, «World Energy Trilemma Index 2021», 7. Oktober 2021