Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03488.jsonl.gz/742

Wir machen uns selten Gedanken über Begriffe, die wir im Alltag verwenden. Es wäre ja auch übertrieben, über jeden Begriff zu philosophieren, bevor wir ihn aussprechen. Und doch drücken wir durch die Verwendung oder Nicht-Verwendung mancher Begriffe bestimmte Haltungen aus, denen wir uns bewusst sein sollten!
Die Bezeichnung "taubstumm" wird von gehörlosen Personen als
diskriminierend empfunden, weil der Wortteil "stumm" eine negative
Konnotation enthält und gegen gehörlose Personen in der Bedeutung von
„dumm“ oder „unfähig“ gehandhabt wird. Gehörlose erachten
Sprechfähigkeit weniger wesentlich als Kommunikationsfähigkeit, um mit
„stumm“ bezeichnet zu werden. Sie können kommunizieren, ob in
Gebärdensprache oder in Lautsprache. Daher wollen gehörlose Menschen
entweder mit „gehörlos“ oder „taub“ bezeichnet werden.
Leider
ist diese Botschaft beim St. Galler Tagblatt noch immer nicht angekommen, obwohl
ich die Zeitung bereits mehrmals darauf hingewiesen habe, dass
das Wort "taubstumm" nicht erwünscht ist und sehr leicht ersetzt werden
kann.
Dienstag, 21. Januar 2014
Montag, 20. Januar 2014
Bitcoin sind hip, Bitcoin sind in. Deshalb muss man als Zeitung immer mal wieder einen Artikel dazu schreiben.
Dass man bei 20min auch nach 13 Artikeln im Jahr 2013 (und bereits dem 2. im Jahr 2014) noch keine Ahnung hat, wie Bitcoin funktioniert, ist doch etwas bedenklich.
Da Bitcoin eine Währung ist, die ohne Banken funktioniert, hätte man sich im Titel mit "Bitcoin-Automaten" begnügen können. Denn mit einer Bank hat der Bitcoin-Automat nun eben gerade gar nichts zu tun.
Dass dann durchwegs das Wort "Bancomat" im Artikel verwendet wird (hat der Zitierte Dorian Credé wirklich von einem Bancomaten gesprochen?) ist wenigstens konsequent.
Dienstag, 7. Januar 2014
Seit gut 24 Stunden geistert obengenannte Meldung durch die Medien. Gestern war es sogar das Titelthema in 20min.
Aber auch der Tagesanzeiger berichtet zum Thema.
Besonders unkritisch berichtet der Blick.
Aber auch der Tagesanzeiger berichtet zum Thema.
Besonders unkritisch berichtet der Blick.
Update: Der Tagesanzeiger hat es kurz nach Veröffentlichung meines Blogs doch noch geschafft, ein Interview mit den Aussagen eines Spezialisten zu veröffentlichen. Sehr empfehlenswert, das zu lesen.
Eingestellt von Zeitungsjunge um 05:24