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Wein aus Frankreich
Frankreich
ist eines der grössten und angesehensten Weinländer überhaupt. Mit ihren
famosen Bordeaux-Weinen, den Burgunder-Weinen und dem Champagner haben die
französischen Winzer hohe
internationale Standards aufgestellt, die andere Weinerzeuger
weltweit zu erreichen versuchen.
Klassisch französische Sorten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Merlot und Sauvignon Blanc führen seit langer Zeit die globalen Rebsortenlisten an und sind in so gut wie allen Weinländern rund um den Globus vertreten. Zudem besitzt so gut wie jeder Hersteller Barriques aus französischem Eichenholz in seinem Weinkeller.
Die französischen Weinbereitungstechniken, die von einigen namhaften Pionieren im Mittelalter entwickelt wurden, haben sich weltweit durchgesetzt. Beispielsweise gilt das Champagnerhaus Dom Perignon als Vorreiter in der Schaumweinherstellung, die Ende des 17. Jahrhunderts einsetzte.
Mit einer Gesamtrebfläche von knapp 800'000 Hektar liegt Frankreich hinter Spanien auf dem zweiten Platz. Rot- und Roséweine machen einen Grossteil der Produktion aus. Die Rebfläche geht seit vielen Jahren zurück, weshalb Frankreich seine historische Spitzenstellung nach und nach an andere Erzeugerländer verliert. Dennoch ist Frankreich nach wie vor das Weinland schlechthin.
Die frühesten Rebpflanzungen auf französischem Boden gehen auf die Griechen zurück, die um 600 v.Chr. eine Siedlung als Vorläufer der heutigen Stadt Marseille gründeten. Von den südlichen Küstengebieten aus verbreitete sich der Weinbau dann in die kühleren Regionen.
Die
wichtigsten Weinbaugebiete sind
das Burgund («Bourgogne») mit dem daran anschliessenden Beaujolais, das
Rhônetal, das Bordeaux («Bordelais»), die Champagne, das Loire-Tal, die
Provence sowie Languedoc-Roussillon.
Am stärksten verbreitet sind die Rebsorten Merlot, Grenache, Ugni Blanc (für die Cognac-Herstellung), Syrah, Cabernet Sauvignon, Carignan und Chardonnay.
Die französischen Weine
werden in vier Qualitätsstufen unterteilt.
An der Spitze stehen die AOC-/AOP-Weine aus
kontrollierten Herkunftsgebieten. Die AOC-Regelungen legen nicht nur die
Anbaugebiete und die zugelassenen Rebsorten fest, sondern auch den
Mindestalkoholgehalt, die Ertragsbeschränkungen, die Rebstockdichten und die
verwendeten Erziehungssysteme. Wird ein Wein zusätzlich als «Grand Cru»
oder «Premier Cru» bezeichnet, stammt das Traubengut von besonders hochwertigen
Anbaulagen. Meistens handelt es sich bei den AOC-Weinen um Cuvées aus mehreren
Rebsorten, wie die Erst- und Zweitweine von den Château-Weingütern im Bordeaux
eindrucksvoll beweisen.
Auf die AOC-Weine folgen die VDQS-Weine und die Landweine mit dem Kürzel IGP. Weine, die keine der höheren Qualitätskriterien erfüllen, werden als «Vin de France» deklariert.