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Inzidenz von Rhabdomyolysen bei Lipidsenkertherapie
In den USA und Europa werden häufig Lipid-senkende Medikamente verschrieben. Es gibt keine Daten in Bezug auf das Rhabdomyolyse-Risiko unter Lipidsenkertherapie. Diese Studie untersuchte, wie gross das Risiko unter Statin-, Fibrat-, oder Kombinationstherapie ist.
Patienten, die seit mindestens 180 Tagen in einem Gesundheitsplan integriert waren und entweder eine Mono- oder Kombinationstherapie mit einem Statin respektive Fibrat erhielten, wurden in die Kohorte aufgenommen. Primäre Endpunkte waren die Inzidenzrate für eine Rhabdomyolyse pro 10'000 Personen-Behandlungs-Jahre, die „Number needed to treat“ (NNT) und das relative Risiko.
Im beobachteten 3½ jährigen Zeitraum wurden 252'460 Patienten behandelt. Bei 24 Personen trat eine Rhabdomyolyse auf. Für die Monotherapie mit Atorvastatin, Pravastatin oder Simvastatin betrug die durchschnittliche Inzidenz pro 10'000 Personenjahre 0.44, für Cerivastatin war sie 5.34 und für Fibrate 2.82. Im Rahmen der Kombinationstherapie (Fibrat plus Atorvastatin, Pravastatin oder Simvastatin) stieg die Inzidenz an auf 5.98, wurde ein Fibrat mit Cerivastatin kombiniert betrug die Inzidenz 1035. Für eine Rhabdomyolyse pro Statin-Monotherapie-Behandlungsjahr betrug die NNT 22'727, für ältere Personen mit Diabetes mellitus und Kombinationstherapie war die NNT 484 und für die Kombination Cerivastatin/Fibrat war die NNT 9.7 – 12.7.
Konklusion der Autoren: Für die Statine Atorvastatin, Pravastatin und Simvastatin war das Rhabdomyolyserisiko niedrig und vergleichbar. Die Kombination Statin-Fibrat erhöht das Risiko, insbesondere bei ältern Patienten mit Diabetes mellitus. Wird Cerivastatin mit einem Fibrat kombiniert steigt das Risiko enorm, während eines Behandlungsjahres erleidet einer von 10 behandelten Patienten eine Rhabdomyolyse.
Abstract
JAMA 2004;292:2585-2590 - D. Graham et al
01.12.2004 - undefined