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Tunnel Engi
Der Tunnel Engi verläuft durch den Weiler Engi unter der bestehenden Kantonsstrasse hindurch, anschliessend im freien Feld in Richtung Austrasse bzw. Brücke Loch. Hier verläuft er im Bereich der Austrasse an der oberen Böschungskante. Sowohl Böschungskante als auch der Verlauf der Austrasse bleiben grösstenteils unverändert oder werden nach dem Bau wiederhergestellt.
Der Tunnel liegt in einer Wanne und weist bei einer Länge von 500 m eine max. Längsneigung von 4,5 Prozent auf. Im Norden und Süden weist der Tunnel knappe Überdeckungen auf. Vor dem Portal Nord werden beidseitig Stützmauern realisiert, wobei die östliche Stützmauer vom Nachbarlos weitergeführt wird. Vor dem Portal Süd wird eine Wanne realisiert. Diese endet schräg zur Strassenachse und geht direkt in die Brücke Loch über.
Der Tunnel verläuft im nördlichen Abschnitt vom Nordportal bis etwa zur Fluchttreppe im Fels. Der südliche Teil ab ungegfähr Fluchttreppe bis Südportal liegt im Lockergestein.
Der Tunnel wird mit ergänzenden Bauteilen für die Sicherheit wie SOS-/Hydranten-Nischen sowie einem Fluchttreppenhaus mit Belüftung ausgerüstet. Eine Tunnellüftung ist aufgrund der Länge des Tunnels nicht notwendig. Weiter sind beidseitig Kabelrohrblöcke für Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (BSA) und eine Tunnelentwässerung mit Schlitzrinne, Schächten, Sammelleitungen und Sickerpackungen vorgesehen. Das Tunnelwasser und die separat geführte Transitleitung für die Entwässerung der offenen Strecke werden in Entwässerungsleitungen (mittels Microtunneling) vom Tunneltiefpunkt im Freispiegelabfluss zum tiefer liegenden Havarie-/Absetzbecken geführt und danach zur Versickerungsfläche Au weitergeleitet.
Das Tagbauprofil ist als biegesteife, geschlossene Rahmenkonstruktion geplant. Sowohl lichte Höhe als auch lichte Breite des Rechteckprofils sind konstant. Die Abdichtung der Decke erfolgt mittels Hessensiegel, 1-lagiger PBD-Abdichtung und Schutzmörtel.
Als Baugrubenabschluss in den Bereichen Lockergestein und Hilfsbrücke Wilerstrasse sind Nagelwände mit ungespannten Ankern (Nägeln) und bewehrtem Spritzbeton geplant. Im Felsbereich ist eine Felssicherung mit kurzen ungespannten Ankern (Nägeln) und bewehrtem Spritzbeton vorgesehen. Im Baubereich vor den Liegenschaften der Austrasse ist eine mit vorgespannten Ankern rückverankerte aufgelöste Bohrpfahlwand geplant.
Auf der teilweise über dem Tunnel verlaufenden Wilerstrasse ist der Verkehr während beschränkter Dauer einspurig mit Lichtsignalanlage durchgehend aufrechtzuerhalten. Deshalb wird auf einer Länge von rund 130 m etappenweise die „Hilfsbrücke Wilerstrasse“ eingebaut. Der Verkehr von Ganterschwil bis zum Anschluss an die Wilerstrasse muss durchgehend zweispurig aufrechterhalten werden, was durch die etappierte Realisierung des Tunnels und mehrfacher lokaler Umlegung des Verkehrs ermöglicht wird. Die Erschliessung der Liegenschaften auf dem tieferliegenden Plateau über die Austrasse wird mit der „Hilfsbrücke Austrasse“ über die Baugrube durchgehend sichergestellt.
|Projektleiter:||TBA SG, Rolf Stadelmann|
|Oberbauleiter:||TBA SG, Sandro De Luca|
|Projektverfasser / Chefbauleitung:||Locher Ingenieure AG|
|Unternehmer:||ARGE UmBüTu, Pozzi AG / Prader AG / KIBAG AG / OBERHOLZER AG / Grob Kies AG|