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Eizellen: ein begehrter Rohstoff
Frauen, die aufgrund einer Erkrankung oder wegen ihres Alters keine Eizellen in ausreichender Qualität produzieren, können mithilfe der Eizellen einer anderen Frau schwanger werden.
Eizellen sind jedoch nicht wie Samenzellen ständig verfügbar. Um sie zu gewinnen, muss sich die Frau -wie vor jeder künstlichen Befruchtung- einer Hormonbehandlung unterziehen, die lebensbedrohliche Komplikationen mit sich bringen kann. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Eizellenspenderinnen aufgrund der verabreichten Hormone ein erhöhtes Krebsrisiko haben.
Die Eizellenspende erfolgt in der Regel nicht aus altruistischen Gründen: Junge, gesunde Frauen ohne eigenen Kinderwunsch setzen ihre Gesundheit aus finanziellen Zwängen aufs Spiel. Eizellen von Frauen werden sowohl für die künstliche Befruchtung als auch für die Forschung benötigt und sind Mangelware.
Deshalb ist ein lukrativer globaler Markt entstanden. Eine künstliche Befruchtung inklusive Eizellenspende kostet für das betreffende Paar pro Zyklus mindestens 6’000 bis 10’000 Franken, manchmal sogar mehr. Die Eizellenspenderin erhält eine Aufwandsentschädigung, die sich meist bloss auf einige hundert Franken beläuft.
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Situation Schweiz
In der Schweiz gibt es seit mehreren Jahren wiederholt Bestrebungen, die Eizellenspende zuzulassen. Neu wurde vom Nationalrat wieder eine Motion mehrheitlich abgebügelt, die das umstrittene Verfahren legalisieren wollte. Das Thema ist allerdings nur mittelfristig von der Agenda. Der Bundesrat begründet seine Ablehnung einer Zulassung der Eizellenspende nur mit dem verfrühten Zeitpunkt. Da das Fortpflanzungsmedizingesetz erst im letzten Jahr revidiert wurde, will man mit einer erneuten Änderung noch abwarten.
Wird die Eizellenspende in der Schweiz zugelassen, so ist zu bezweifeln, dass ausreichend Schweizerinnen zur Spende bereit sein werden, um die Nachfrage zu decken. Der Ausbeutung von Frauen aus ökonomisch unterprivilegierten Ländern sind dann keine Grenzen gesetzt.