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Für seine Darstellung des stotternden englischen Königs George VI. in «The King's Speech» holte Colin Firth einen Oscar. Nun porträtiert der Brite erneut eine historische Figur: den deutsch-jüdischen Philosophen und Kritiker Walter Benjamin (1892-1940).
Das Filmdrama «Benjamin's Crossing» ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Jay Parini, wie «Deadline.com» berichtet. Die Dreharbeiten sollen im Herbst beginnen und vereinen Firth mit dem irischen Regisseur Pat O'Connor («Sweet November»), mit dem er bereits vor 30 Jahren das Drama «A Month in the Country» (1987) drehte.
Parini adaptiert seinen Roman, der in der deutschen Übersetzung unter dem Titel «Dunkle Passagen» im Jahr 2000 erschien, gemeinsam mit der Essayistin Devon Jersild. Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt er darin von der Flucht Benjamins vor den Nazis aus Paris im Jahr 1940. Körperlich schwer angeschlagen, trifft er auf die österreichische Widerstandskämpferin und Schriftstellerin Lisa Fittko, die Verfolgten wie ihm über die Pyrenäen nach Spanien verhilft.
«Die weltweite Flüchtlingskrise macht Benjamins Notlage so aktuell, wie sie während des Zweiten Weltkriegs war», schreiben die Produzenten Carl und Sally Jo Effenson. «Es ist eine grosse, wenig bekannte und wahrlich heroische Geschichte, die erzählt werden muss.» (sda/apa)