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Die Melone ist entgegen vieler Erwartungen keine Frucht, sondern ein Gemüse. Sie gehört zu der Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse und somit auch zur Gattung der Panzerbeeren. Unter den Melonen unterschiedet man zwischen zwei Arten: Die Zuckermelone (Cucumis melo) und die Wassermelone (Citrullus lanatus).
Obwohl beide Melonen sind, haben sie gar nicht so viel gemeinsam. Die Zuckermelonen sind meist kleiner und sind aufgrund des höheren Gehaltes an Fruchtzucker kalorienhaltiger. Wie der Name „Cucumis melo“ bereits verrät, gehört die Zuckermelone zur Gattung der Cucumis, der Gurken. Optisch hat die Zuckermelone mit einer Gurke zwar nicht viel gemeinsam, trotzdem ist sie mit ihr enger verwandt als mit einer Wassermelone.
Sugar Baby und Gandalf
Die Zuckermelone ist um einiges verbreiteter als die Wassermelone. Sie zählt insgesamt vier bis fünf Unterarten mit bis zu 500 Sorten, während die Wassermelone nur ein bis zwei Unterarten mit bis zu 150 Sorten zählt. Diese Sorten unterscheiden sich nicht nur in der Farbe und im Gewicht, sondern auch in durchaus witzigen Namen. Zu den Wassermelonen gehören beispielsweise die Sorten „Sugar Baby“ und „Moon and Stars Red“. Bei der Zuckermelonengattung findet man neben den Klassikern „Cantaloupe-Melone“ und „Honigmelone“ auch die Sorte „Gandalf“.
Kaum in der Schweiz angebaut
Die Melone ist vor allem im Sommer beliebt, da sie aufgrund ihres hohen Wasseranteils von über 90 Prozent an heissen Tagen als Durstlöscherin dient. Im Jahr 2020 wurden in der Schweiz 28‘295.3 Tonnen Zuckermelonen verkauft, davon wurden aber nur vier Tonnen in der Schweiz selbst geerntet.
Die Wassermelone war wesentlich beliebter. Insgesamt 40‘083 Tonnen wurden in der Schweiz verkauft. Fast die gesamte Menge wurde jedoch aus dem Ausland importiert.
Dies nicht ohne Grund: Die Melone wird in der Schweiz kaum angebaut und ist ein Nischenprodukt. Das zu kühle Klima erschwert den Anbau. Obwohl das Schweizer Klima nicht optimal für die Südländerin ist, werden wenige Sorten in der Schweiz angebaut. Dazu gehört die Sorte „Swiss Melody“, die speziell für nördlichere Gebiete entwickelt wurde.
Ursprung in Afrika
Ihren Ursprung hat das Fruchtgemüse in Süd- und Zentralafrika, weshalb sie mediterrane Gebiete, Tropen und Subtropen bevorzugt. Heute wird die Melone vor allem in Asien, Griechenland, Spanien, Italien, Türkei, Brasilien und in den USA angebaut. Durch den Klimawandel und die steigenden Temperaturen könnte es aber bald möglich sein, weitere Sorten in der Schweiz anzubauen.