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Derzeit arbeiten verschiedene Regionen und Institutionen an ihren Kandidaturen, darunter die Westschweiz und Graubünden. Die Projekte müssen bis Mitte Dezember bei Swiss Olympic eingereicht sein. Eine vom Bundesrat eingesetzte Arbeitsgruppe soll die Beteiligten nun bei bei der Abklärung der Machbarkeit begleiten und beraten.
Der Bundesrat begrüsst die Bestrebungen für eine Kandidatur. Olympische Winterspiele könnten eine grosse Chance für Sport, Wirtschaft und Gesellschaft in der Schweiz sein, schreibt er in einer Mitteilung. Gleichzeitig sei klar, dass ein Sportanlass dieser Grössenordnung ohne substanzielle finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand nicht möglich sei.
Im März 2017 wird das Sportparlament von Swiss Olympic über eine schweizerische Kandidatur entscheiden. Sollte eine solche zustande kommen, wird der Bundesrat im Herbst 2017 über Inhalt und Form einer Bundesunterstützung entscheiden. Grundsätzlich zeigte er sich bereit, sich an den Kosten der Winterspiele zu beteiligen.
Beim letzten Anlauf war eine Schweizer Kandidatur 2013 am Veto des Bündner Stimmvolks gescheitert. Damals ging es um die Winterspiele 2022. Damals stellte der Bundesrat 30 Millionen Franken für die Kandidatur und eine Milliarde Franken für ungedeckte Kosten in Aussicht.
Damals hatte der Bundesrat auch festgehalten, dass der Bund grundsätzlich die Verantwortung für ein mögliches Defizit trägt. Das Internationale Olympische Komitee verlange von allen Bewerbern für die Austragung von Olympischen Spielen eine staatliche Garantie. Der Bundesrat hielt das Risiko der Kandidatur Graubündens aber für vertretbar.
Die Region ist mit dem Projekt «Olympische Winterspiele 2026 Graubünden und Partner» auch bei einem neuen Anlauf im Rennen. In der Westschweiz wird an einer Kandidatur mit Austragungsort Sitten gearbeitet. Daneben gibt es zwei überregionale Projekte. Das IOK wird voraussichtlich 2019 über die Vergabe der Winterspiele 2026 entscheiden. (SDA)Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016