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1. Das Studium eines Semesters wird mit 3 akzeptierten Vorlesungen abgeschlossen und beim vorgesehenen Grad (Titul) im Studienbuch bestätigt.
2. Beim Abschluss des nächsten Semesters ersetzt der neue Titul den vorhergegangenen.
3. Die Vorlesungen müssen ein wissenschaftliches Thema nach freier Wahl erkennen lassen und humorvoll bearbeitet sein. Das Thema muss vor dem Verlesen bekanntgegeben werden.
4. Themen über schlaraffische Allgemeinheiten und wider den guten Anstandwerden nicht gewertet. Der Kandidat hat gegebenenfalls mit einer Relegation ins Burgverlies zu rechnen.
5. Eine Vorlesung unter 1 und über 4 Minuten wird nicht gewertet.
6.Es gelten nur themakonforme Eigenvorlesungen die zu diesem Zweck entstanden sind und erstmals in der Basilea gebracht werden.
7.Ein Gremium beurteilt die Vorlesung streng nach den vorgegebenen Kriterien.
8.Eine Vorlesung kann jederzeit, unter Vorankündigung beim Fungierenden und Eintrag in der Fechsungsliste gebracht werden.
9.Um ein Semester abzuschliessen, muss eine Vorlesung mindestens am Sippungstag der einmal jährlich stattfindendenParacelsusuhuniversität gehalten werden.
10.Es können keine zwei Semester gleichzeitig abgeschlossen werden.
11.Die Verleihung der akademischen Grads (Titul) erfolgt in der Sippung zur Paracelsuhuniversität, die Ausgabe des Tituls dann am Ordensfest.
12.Das neue Reglement tritt sofort in Kraft und ersetzt alle bisherigen. Die bereits erreichten Grade und Vorlesungsbestätigungen bleiben erhalten.
13.Für die Studiendauer besteht keine zeitliche Begrenzung.
Das Rektorat behält sich Auslegungen des Reglements im Sinne des schlaraffischen Spiels vor.
Die Paracelsus Uhuniversität in der Basilea
Am 10. Tag des Eismonds a.U. 142 wurde in feyerlichem Akte in der Inclyta Basilea die freie Paracelsus-Uhuniversität gegründet. Im 500. Jahr nach dem Beitritt der freien Reychsstadt Basel zur Eidgenossenschaft und 540 Jahre nach der Stiftung der Alma Mater Basiliensis, wurde es allerhöchste Zeit den langgehegten Wunsch unserer Altvorderen weiland Rt Al Dente und Baribâl nach einer Uhuniversität im Sinne der Schlaraffia zu verwirklichen. Im Beisein des Spiritus Rectors Rt. Baubart, des fungierenden Rectors Rt. Meta-Morph, der Konrektoren Rtt. Muschelmotz und Numi sowie der gesamten übrigen Dekadenz wurde die neue, freie Uhuniversität aus der Taufe gehoben. Zu Ehren des damaligen Querdenkers ES Theophrastus Bombastus von Hohenheim wurde der Uhuniversität der Beiname Paracelsus verliehen.
Während von den grimmigen Gegnern des damaligen Stadtarztes Paracelsus kaum noch die Namen bekannt sind, ist der Name und die Lehre des Medicus Paracelsus immer noch wohlbekannt und so möge das auch mit der schlaraffischen Uhuniversität geschehen. Die Paracelsus-Uhuniversität will die humoralen, statischen Fächer der traditionellen Buchstabenwissenschaften in schlaraffischem Sinne durch die Einführung tiefgründiger Wissensgebiete sinnvoll ergänzen. Das Silicon-Valley soll unter Mithilfe Uhus durch ein Schlaraffia-Valley überflügelt werden. Folgende und weitere Künste werden hinfort hier gelehret:
·Die Philosophie des Alltags
·Die Katerbekämpfung am andern Morgen
·Sinnvolle Eingebungen für den Un- und den Widersinn
·Pflegeberufliche Weiterbildung für Freundschaft
·Alchemische Verfahren zum Rollen des güldenen Balls
·Die schönen Künste der Verführung
·Übungen im Fassfüllen ohne doppelten Boden
Die Immatrikulation erfolgt gegen eine Einschreibegebühr von 1 Rosenobel beim Kantzelaren. Daselbst werden auch die Testathefte und die gar gestrengen Bedingungen und Vorschriften der Examina abgegeben. Also, herbei ihr Studiosi, Exzellenzen, Eminenzen, Privatdozenten, Honorarprofessores, Magister, Doctores, ihr delegierten, relegierten, beförderten, doctorierten, dekorierten, etablierten und exmatrikulierten Kapazitäten, Koryphäen, Stipendiaten, Kandidaten und Literaten zur Immatrikulation an der einzigen und ersten Paracelsus-Uhuniversität des Uhuversums.