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(mittellat. commenda, v. lat.
commendare, »anvertrauen«; franz. Commanderie,
Komturei), der Bezug und Genuß der Einkünfte eines Kirchenamtes ohne den wirklichen Besitz des letztern. Es gibt zweierlei
Arten der Kommenden, von denen die erste darin ihren Ursprung hat, daß erledigte Kirchenämter bis zu ihrer
Wiederbesetzung bereits angestellten, meist benachbarten Geistlichen zur einstweiligen Verwaltung (custodia, commenda) übertragen
wurden, während eine zweite Art von Kommenden in der karolingischen Zeit entstand, indem sich die Könige das Recht beilegten,
vermöge ihrer lehnsherrlichen Gewalt über die Kirchengüter und Klöster die Einkünfte derselben auch Laien (Kommendaturäbten,
Abbates commendatarii) zu übertragen, unter deren Schutz sie damit gestellt wurden.
Dieser Verweltlichung des Kirchenvermögens traten die Päpste zwar meist mit Energie entgegen; zuweilen aber beuteten sie es
auch zu gunsten ihrer Nepoten und Anhänger rücksichtslos aus, so besonders während des Exils in Avignon. Die gewöhnlichste
Art der Kommende war die Verleihung von Klöstern an Weltgeistliche. Das tridentinische Konzil suchte den Mißbräuchen,
die mit der Kommende getrieben wurden, zu steuern; doch hat sich das Institut in vereinzelten Fällen bis auf die neueste Zeit erhalten.
Von den Kommenden sind die Präbenden wohl zu unterscheiden, indem sich letztere nur auf die Perzeption bestimmter Teile der
gemeinschaftlichen Einkünfte der Stifter und Klöster beziehen und namentlich alle mit einer Domherrnstelle
verbundenen Einkünfte eine Präbende genannt zu werden pflegen. Bei Ritterorden trug man den Namen Kommende oder
Komturei auf die
Gebiete über, welche einzelnen Ordensrittern (Komturen, Commendatores) zur Verwaltung und Nutznießung übergeben worden waren.