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Dies entschied das Bundesgericht. Eine Frau hatte in Genf eine Wohnung gemietet und diese ein Jahr später ihrem Sohn überlassen - ohne Einverständnis des Vermieters. Als dieser davon erfuhr, forderte er die Mieterin auf, in die Wohnung zurückzukehren, andernfalls werde er den Mietvertrag vorzeitig kündigen. Die Mieterin reagierte nicht, worauf ihr gekündigt wurde.
Das Genfer Kantonsgericht erachtete die Kündigung als ungültig. Anderer Meinung ist das Bundesgericht, das die Kündigung geschützt hat. Es stellte fest, dass die Mieterin bereits 1999 jedes Interesse an einer weiteren Nutzung des Mietobjekts verloren hatte. Damals hatte sie dem Vermieter ihren Sohn als Nachfolgemieter vorgeschlagen, was jedoch abgelehnt wurde. Untervermietung sei grundsätzlich zulässig, hielten die Richter fest. Zweck der Untervermietung sei aber die Absicht des Hauptmieters, das Mietobjekt später wieder selber zu nutzen. Fehlt diese Absicht, verstosse eine Berufung auf das Recht zur Untervermietung gegen Treu und Glauben. Es liege somit ein gewöhnlicher Mieterwechsel vor, dieser rechtfertige die Kündigung.
Bundesgericht, Urteil vom 24. Juni 2008 (4A_181/2008)