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Hochhaus fällt in sich zusammen
Nach dem ersten Warnsignal um genau 2 Uhr dauerte es rund zehn Minuten, ehe drei weitere, kurze Hornstösse das Zünden der 1500 Sprengladungen ankündigte. Innerhalb weniger Sekundenbruchteile kam es zu mehreren Teilexplosionen und zum Zusammenbrechen des des ganzen Hochhauses. Total wurden 75 Kilo Sprengstoff verwendet. Die 5000 Tonnen Beton und Stahl verschwanden zuerst in einer riesigen Staubwolke. Doch schon nach zehn Minuten hatte sich der Staub wieder gelegt. Weil das Gebäude vorgenetzt werden konnte, habe es bedeutend weniger Staub gegeben als erwartet, sagte Sprengmeister Weber.
Die Sprengung kostete rund 1,5 Millionen Franken und war damit billiger als ein konventioneller Abbruch. Jetzt könne der Rest des Gebäudes gefahrenlos abgetragen werden, sagte Sprengmeister Walter Weber. Seine nächste Arbeit besteht darin, im Kanton Glarus 8000 Kubikmeter Fels wegzusprengen.
Der Sprengort befand sich inmitten eines Wohn- und Geschäftsquartiers zwischen dem Bahnhof und dem Kantonsspital Aarau. Anstelle des so genannten Sprecherhofes oder Rockwell-Hochhauses, wie das Gebäude genannt wurde, wird ein neues Hochhaus gebaut. In unmittelbarer Nähe soll auch das neue Stadion des FC Aarau realisiert werden. (mai/sda)