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Champagne
Sollte man das Getränk der Feste par excellence auswählen, so ist das zweifellos der Champagner. Dieser Schaumwein begleitet alle wichtigen Momente unseres Lebens: Familien-Feiern, Hochzeiten, Neujahr, Formel 1-Rennen und viele andere.
Die Region von Champagne ist eine AOC (appellation d’origine contrôlée), geschützt durch ein französisches Gesetz von 1927. Dieses Gebiet befindet sich etwa 150 km östlich von Paris. Es handelt sich um das nördlichste Weinbaugebiet in Frankreich. Es umfasste eine Fläche von 34'000 Hektaren auf mehreren Departementen, hauptsächlich Marne aber auch Aube, Aisne, Haute-Marne und Seine-et-Marne. Die Bezeichnung "Grand Cru" wurde 17 Gemeinden zugeteilt und die Bezeichnung"Premier Cru" an 42 Gemeinden der Champagne. Es gibt 4 Hauptbereiche: die Region Aÿ, das Marne-Tal (hauptsächlich mit Pinot Meunier bepflanzt), die « Côte des Blancs » (wo die Rebsorte Chardonnay regiert) und die « Montagne de Reims » (hauptsächlich mit Pinot Noir bepflanzt).
Drei Haupt-Rebsorten bilden das Champagner-Weinbaugebiet: der Pinot Noir (37% der Anbaufläche), der Pinot Meunier (37%) und der Chardonnay (26 %). Der Untergrund der Böden im Champagne sind kalkhaltig, was eine gute Entwässerung der Böden fördert.
Man sagt, dass der Mönch Dom Pérignon der Erste war, welcher im 17. Jahrhundert einen Schaumwein herstellte. Die Historiker meinen zwar eher, dass er der Initiator der Technik der Verschnittkomposition war. Die Weinbereitungs-Methode, welche "méthode champenoise" oder "méthode traditionnelle" heisst, besteht darin, eine zweifache Gärung des Mostes zu kreieren und dies selbstverständlich ohne Zufügung von CO2. Die erste Gärung findet wie bei einem traditionellen Wein im Bottich statt, ausser bei den Champagner Bollinger und Krug, welche hierfür Eichenfässer benutzen. Die zweite Gärung heisst “prise de mousse” (Schaumbildung) und findet sogar in der Flasche statt. Diese wird durch die Zugabe eines Likörs, welcher sich aus Hefe und Zucker zusammensetzt, gefördert. Die Hefe konsumiert den Zucker während dieser zweiten Gärung und befreit den Alkohol, aber vorallem die Kohlensäure, welche die berühmten Bläschen bilden.
Nach einem Reifeprozess mit Hefedepot werden die Flaschen langsam und geduldig “gerüttelt”. Dieser Vorgang ist nötig, damit das Depot der Ablagerungen und Hefe, entstanden bei der "prise de mousse" (Schaumbildung), zum Flaschenhals geführt werden.
Die nächste Etappe heisst Enthefung. Das Ziel ist, das Depot, welches sich auf der Höhe des Flaschenhalses des Champagners gebildet hat, zu entfernen. Man taucht den Flaschenhals in eine Lösung von -25°, was einen Eiswürfel im Flaschenhals ergibt, welcher die Ablagerung einschliesst. Der Eiswürfel wird herausgestossen und durch den Dosierlikör ersetzt, welcher manchmal “liqueur d’expédition" (Versandlikör) heisst. Die Menge dieses Likörs bestimmt den Weintyp des Champagners.
- Brut nature oder nicht dosiert, wenn der Zuckergehalt kleiner als 3 Gramm pro Liter ist und wenn kein Dosierlikör nach der Enthefung hinzugefügt wurde.
- Extra-brut : Zuckergehalt kleiner als 6 Gramm pro Liter
- Brut : Zuckergehalt kleiner als 12 Gramm
- Extra-dry : zwischen 12 und 17 Gramm pro Liter
- Sec : der Zuckergehalt liegt zwischen 17 und 32 Gramm
- Demi-sec : zwischen 32 und 50 Gramm
- Doux : der Zuckergehalt ist höher als 50 Gramm pro Liter
Es gibt verschiedene Weintypen im Champagner. Der “Blanc de blancs” wird zu 100 % mit Chardonnay produziert, der "Blanc de Noirs" entstammt jedoch vom Pinot Noir und/oder dem Pinot Meunier. Die Jahrgangs-Champagner werden nur bei grossen Jahrgängen hergestellt. In den anderen Fällen handelt es sich um Verschnittkompositionen von verschiedenen Cru und Jahrgängen, um während Jahren eine gleichmässige Qualität und einen gleichmässigen Geschmack aufrechtzuerhalten.Uebrigens, der Rosé-Champagner ist der einzige AOC-Wein in Frankreich, welcher Weisswein mit Rotwein mischen darf, um ihm eine Rosa-Farbe zu gewährleisten.
Der Champagner muss unbedingt kühl serviert werden, aber nicht eisig. Die Temperatur sollte sich zwischen 8 und 10 Grad befinden. Die empfohlenen Gläser sind Sektgläser oder tulpenförmige Gläser. Die weiten Sektschalen, welche einen schnellen Verlust der Aromen und der Kohlensäure fördern, sind zu vermeiden.
Auch wenn der Champagner perfekt zum Aperitif ist, so passt er auch besonders gut zu verschiedenen Speisen wie schwarze Trüffel, Fisch und Krustentiere, wie auch zu frischen Früchten. Selbstverständlich ist Ihrer Vorstellungskraft keine Grenze gesetzt, um eine Uebereinstimmung von Speise und Champagnerwein zu erfinden. Zu Ihrem Wohl !
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