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Extremwertanalysen
Extremwertanalysen für Stationen in den von den Niederschlagsereignissen vom 24.-28. Juli 2014 betroffenen Regionen.
Extremwertanalysen für Stationen in den von den Niederschlagsereignissen vom 24.-28. Juli 2014 betroffenen Regionen.
In der Region Emmental/Entlebuch war die höchste 1-Tages-Niederschlagsmenge zwischen 24. und 28 Juli 2014 nicht aussergewöhnlich, ausser an der Station Luthern. Die an dieser Station am 28. Juli gemessene Niederschlagsmenge (78 mm) entspricht einer Wiederkehrperiode zwischen 10 und 20 Jahren.
Obwohl die höchsten an den meisten Stationen zwischen 24. und 28. Juli gemessenen Niederschlagsmengen aus täglicher Sicht relativ oft erfolgt sind, heisst dies nicht, dass die Niederschläge unter Berücksichtigung einer kürzeren Zeitdauer nicht ebenfalls intensiv und aussergewöhnlich waren. Denn da die Niederschläge durch Gewitter ausgelöst wurden, gingen die höchsten täglich gemessenen Regenmengen innerhalb einer kurzen Zeitspanne am Nachmittag oder in der Nacht nieder.
Die Karte darüber zeigt die Wiederkehrperioden der höchsten 1-Tages-Niederschlagssumme, die zwischen dem 24. Juli 2014, 05:40 UTC und dem 29. Juli 2014, 05:40 UTC gemessen wurde. Die Wiederkehrperioden basieren auf den Schätzungen der verallgemeinerten Extremwertverteilung aus den 1-Tages-Niederschlags-Jahresmaxima der Periode 1961-2010. Der Durchmesser der Kreise ist proportional zum Wert der Wiederkehrperiode. Die Füllung der Kreise zeigt die Zuverlässigkeit der Statistik an: gut (gefüllter Kreis), fragwürdig (Kreis mit Kreuz) und schlecht (leerer Kreis).
Die Wiederkehrperioden der höchsten stündlichen und 10-Minuten-Niederschlagsmengen stehen von weniger Stationen als bezüglich der täglichen Niederschlagsmengen zur Verfügung. In der Region Emmental/Entlebuch ist einzig von der Station Napf eine solche Statistik verfügbar. An dieser Station sind die höchsten zwischen 24. und 28. Juli 2014 gemessenen 1- und 2-Stunden-Niederschlagsmengen nicht aussergewöhnlich hoch und entsprechen Wiederkehrwerten mit kürzeren als 10-jährigen Wiederkehrperioden (29,1 mm/h bzw. 37,8 mm/2h, hier nicht aufgeführt). Die höchste 10-Minuten-Niederschlagsmenge (11,9 mm) verfügt ebenfalls über eine kurze Wiederkehrperiode (< 10 Jahre, nicht aufgeführt).
Aber die höchsten an dieser Station gemessenen 3-, 4- und 6-Stunden-Niederschlagsmengen (46,2 mm, 52,9 mm bzw. 54,4 mm) waren aussergewöhnlich und entsprechen 10- bis 20-jährlichen Ereignissen (siehe Abbildung in der Slideshow unten für die höchsten 3- und 6-Stunden-Niederschlagsmengen).
Da Gewitter nur äusserst lokale Auswirkungen haben, dürfte die Station Napf nicht repräsentativ für sämtliche Niederschläge in der Region Emmental/Entlebuch sein. Obwohl die höchsten an dieser Station gemessenen 10-Minuten-, 1-Stunde- und 2-Stunden-Niederschlagsmengen Wiederkehrperioden von weniger als 10 Jahren entsprechen, könnten die Niederschläge in anderen Gebieten während dieser Zeitintervalle unterschiedlich ausgefallen sein. Insbesondere in den höheren Regionen des oberen Emmentals und des oberen Entlebuchs, in denen die unebene Topografie die Bildung von Konvektionswolken sowie die Entwicklung von Gewittern begünstigt, hätten die Ereignisse aussergewöhnlicher ausfallen können.
Karten der Wiederkehrperioden (in Jahren) der höchsten 3- und 6-Stunden-Niederschlagssumme, die zwischen dem 23. Juli 2014, 23:40 UTC und dem 28. Juli 2014, 23:40 UTC gemessen wurden. Die Wiederkehrperioden basieren auf den Schätzungen der verallgemeinerten Extremwertverteilung aus den 1-Stunden-Niederschlags-Jahresmaxima der Periode 1981-2014. Die Stationen werden nur gezeigt, wenn sie mehr als 25 Jahre Beobachtungen haben. Der Durchmesser der Kreise ist proportional zum Wert der Wiederkehrperiode. Die Füllung der Kreise zeigt die Zuverlässigkeit der Statistik an: gut (gefüllter Kreis), fragwürdig (Kreis mit Kreuz) und schlecht (leerer Kreis).
In diesem Abschnitt wird die Extremwertanalyse für die im Abschnitt Hyetogramme aufgeführten Stationen erörtert. Die statistischen Daten wurden auf Basis der Perioden von 1981 bis 2014 (stündlicher Niederschlag) und 1961 bis 2010 (täglicher Niederschlag) erhoben. Die Diagramme der Wiederkehrwerte der 3-Stunden-, 6-Stunden- und 1-Tages-Niederschlags-Maxima sind aufgeführt, wenn die statistischen Daten zuverlässig sind. Wenn die statistischen Daten nicht zuverlässig sind oder die Dauer der Aufzeichnungen zu kurz ist, werden stattdessen Tabellen der zehn höchsten Niederschlags-Maxima ab Beginn der Messungen bis 2014 aufgeführt. Zudem sind PDF-Dateien der Extremwertanalysen verfügbar, wenn die Zuverlässigkeit der Ergebnisse gut oder zweifelhaft ist.