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Die Schweizer Sektion von Amnesty International wurde 1970 in Zürich offiziell
gegründet. Die erste Schweizer AI-Gruppe entstand jedoch bereits
1964 in Genf. Initiator war Sean Mac Bride, Mitbegründer und damaliger
Generalsekretär von Amnesty International. 1974 erhielt er den
Friedensnobelpreis.
Bis in die achtziger Jahre nahm die Zahl der Lokalgruppen stetig zu,
später bildeten sich auch Themengruppen (zum Beispiel JuristInnen,
Gesundheitsberufe, Todesstrafe), in denen sich die Aktivmitglieder seit
den neunziger Jahren vermehrt engagieren.
Neue Strukturen und neue Themen
1976 wurde der erste MitarbeiterInnen angestellt, 1987 waren es 14, im Jahr
2000 verdoppelte sich die Zahl auf 28 Angestellte. Parallel dazu nahm
auch die Anzahl der Unterstützungsmitglieder zu. Diese Veränderungen
markierten gleichzeitig den Übergang von einer
Gefangenenhilfsorganisation zu einer Menschenrechtsorganisation mit
umfassendem Auftrag.
Neben der Einzelfallarbeit setzt sich Amnesty International heute strategisch für die
Förderung der Menschenrechte und des Menschenrechtsschutzes auf
nationaler und internationaler Ebene ein. Dazu leistet AI vermehrt
Öffentlichkeitsarbeit, lobbyiert bei Behörden, Parlament und Regierung
und engagiert sich für ein stärkeres Menschenrechtsbewusstsein in der
Schweiz.