Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03217.jsonl.gz/2080

Dieser folgte 1856 die
Oper »Russalka«, welche noch größern Beifall fand; eine dritte dramatische
Arbeit, die Ballettkantate »Das Bacchusfest«, kam erst 1867 (ebenfalls
in
Moskau) zur Aufführung. Dargomyschsky starb 17. Jan.
(a. St.) 1869 in
Petersburg, seinem ständigen
Wohnsitz, mit Hinterlassung einer unvollendeten
Oper: »Der steinerne
Gast« (nachPuschkin), deren Ausarbeitung zwei der begabtesten jüngern
Komponisten
Rußlands, Rimski-Korsakow und
CesarCui, übernahmen. Dargomyschsky gilt mit
Recht als einer der würdigsten
Repräsentanten der national-russischen
Oper und hat zu deren
Ausbildung auf
Grund der Prinzipien R.
Wagners wesentlich beigetragen.
(Dareikos, nämlich
Stater), die altpers. Königsmünze, namentlich das Goldstück, etwa
vom
Gewicht von 8,4 g. Das Gepräge ist der knieende König als
Bogenschütze, die Rückseite zeigt ein vertieftes
Viereck.
[* 9] Selten kommen goldene Doppeldariken desselben Gepräges vor, häufig sind die kleinen Silbermünzen derselben Art.
In den
kleinasiatischen Teilen des persischen
Reichs wurden ähnliche größere Silberstücke geprägt von gutem
griechischen
Stil, zuweilen auch mit griechischen
Namen von
Statthaltern, im
Gewicht von etwa 14,9 g. Jeder
Versuch, die Dariken
unter bestimmte Perserkönige zu verteilen, ist verfehlt. S. Tafel
»Münzen
[* 10] des
Altertums«,
[* 1]
Fig. 9.
Bezirk im kolumbian.
StaatPanama,
[* 12] erstreckt sich vom
Golf von Darien oder
Uraba des
KaribischenMeers bis zum
Golf von
San Miguel des
StillenOzeans und ist ein dicht bewaldetes, regenreiches Hügelland, welches nirgends die
Höhe von 800 m zu
übersteigen scheint. Vom untern
Atrato aus führt ein nur 142 m hoher
Paß
[* 13] zum obern Tuira, einem 270 km
langen Zufluß des
Golfs von
San Miguel, der 170 km weit schiffbar ist. Das Land ist goldreich. Die einstigen spanischen Niederlassungen
sind meist von
Flibustiern zerstört worden, so daß das Gebiet 1870 nur 9594 Einw. zählte.
Personen: Unmündige, Wahn- und Blödsinnige, gerichtlich erklärte Verschwender, ein Darlehen gültig nicht geben können, ebensowenig
wie jemand fremde Sachen ohne Einwilligung des Eigentümers zum Darlehen geben kann. Durch die Annahme eines Darlehens entsteht für
den Empfänger die Verbindlichkeit der Rückzahlung; daher kann nur derjenige ein Darlehen aufnehmen, welcher sich
rechtsgültig verbindlich machen kann. Demnach können unter Vormundschaft stehende Personen: Unmündige,
Wahnsinnige etc., ohne Zustimmung des Vormundes und ebenso Ehefrauen ohne Zustimmung des Ehemanns
in rechtsverbindlicher Weise kein Darlehen aufnehmen.
Das römische Recht beschränkt infolge des Macedonianischen Senatsbeschlusses (senatus consultum Macedonianum) überdies die
Darlehnsfähigkeit des in väterlicher Gewalt Stehenden. Veranlassung dazu hatte ein Vatermord gegeben,
den ein gewisser Macedo infolge des Andringens seiner Gläubiger verübte. Die Forderung desjenigen, der einem Hauskind ein Darlehen gibt,
wird durch die Einrede aus diesem Senatsbeschluß (exceptio senatus consulti Macedoniani) beseitigt.
Das preußische Landrecht hat außerdem noch die Darlehnsfähigkeit der königlichen Prinzen, der Offiziere und der
königlichen Schauspieler weitern Beschränkungen unterworfen. Der Darlehnsschuldner hat die Verbindlichkeit, eine gleiche
Quantität und Qualität zurückzugeben; daher gehört die Zahlung der Zinsen nicht zum Wesen des Darlehnskontrakts, vielmehr
müssen Zinsen stets besonders verabredet worden sein. Nur rücksichtlich der Verzugszinsen erleidet dies eine Ausnahme, indem
der säumige Schuldner vom Fälligkeitstermin an Verzugszinsen und zwar landesübliche Zinsen zu bezahlen
hat. Das deutsche Handelsgesetzbuch (Art. 287) hat für Handelsgeschäfte die Höhe der Verzugszinsen auf 6 Proz. normiert.
Dem Wesen des Darlehnsvertrags widerspricht die Verabredung, etwas andres zurückzugeben, als was geliehen worden ist, da
es in einem solchen Fall gar kein Darlehen wäre. Nur in Bezug auf ein Gelddarlehen findet dies insofern nicht
Anwendung, als es hier bei der Rückzahlung im allgemeinen nur auf eine dem Wert nach gleiche Summe ankommt, weshalb auch
das Darlehen, wenn nicht etwas Besonderes ausgemacht ist, nicht in den empfangenen Münzsorten zurückgezahlt zu werden
braucht. Umgekehrt kann aber auch der Schuldner nicht in jeder beliebigen Münzsorte Rückzahlung leisten;
es ist z. B. der Gläubiger nicht verpflichtet, das Darlehen in lauter kleinen oder Scheidemünzen anzunehmen.
Nach dem unterm zwischen fast allen deutschen Staaten, Österreich
[* 18] mit inbegriffen, abgeschlossenen Münzvertrag
ist kein Gläubiger verbunden, eine Zahlung in Scheidemünze anzunehmen, soweit die zu zahlende Summe nicht
den Wert der kleinsten groben Münze, d. h. nicht unter 5 Silbergroschen (50 Pf.) oder ¼ Gulden, beträgt. Die Rückzahlung eines
Darlehens ist an die festgesetzte Zeit gebunden. Ist keine Rückzahlungszeit ausgemacht, so ist das Darlehen zu jeder
Zeit fällig und kann sofort gefordert werden; so nach gemeinem Recht und auch nach dem königlich sächsischen
Zivilgesetzbuch, § 1077. Dagegen setzt das preußische allgemeine Landrecht, I, 11, § 761 f., bei Darlehen von über 150 Mk.
eine vierteljährige, bei geringern Beträgen eine Aufkündigungsfrist von vier Wochen fest.
Dem Darlehnsgeber steht die Klage auf Rückzahlung des Darlehens (actio mutui s. condictio certi ex
mutuo) zu, und es geht dieselbe aktiv wie passiv auf die Erben über. Besondere Vorschriften enthielten frühere Gesetze über
den Beweis eines Darlehens durch ein schriftliches Schuldbekenntnis
des Darlehnsempfängers. Nach römischem Recht insbesondere
bewies ein solches Schulddokument mit voller Wirksamkeit erst nach zwei Jahren, von der Ausstellung an
gerechnet.