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Zyklusstörungen und Infertilität bei der Frau
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- St.Gallen
Reguliert wird der weibliche Zyklus durch Hormone aus dem Hypothalamus und der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse). Liegt ein Mangel an diesen Hormonen vor (angeboren oder erworben), werden keine reifen Eizellen produziert. Auch der Östrogenspiegel kann zu tief sein, was sich ungünstig auf die Knochensubstanz auswirkt.
Ein häufiger Grund für die hormonellen Störungen ist Untergewicht bei Essstörungen. Ein weiterer Grund ist Leistungssport, da der weibliche Körper für einen regelmässigen Zyklus einen gewissen Anteil an Fettgewebe benötigt.
Auch ein Ungleichgewicht von weiblichen zu männlichen Geschlechtshormonen kann den Menstruationszyklus beeinflussen. Zusätzlich können die erhöhten männlichen Geschlechtshormone (Testosteron) zu einer übermässigen Körperbehaarung, einem sogenannten Hirsutismus, führen. Dies kann für die betroffenen Frauen sehr störend sein.
Häufigste Ursache für die Infertilität und den Hirsutismus ist das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS oder PCO-Syndrom). Ungefähr 5-10% aller Frauen im gebärfähigen Alter sind vom PCO-Syndrom betroffen. Im Ultraschall zeigen sich dabei typischerweise viele kleine Eibläschen in den Eierstöcken. Selten liegen dem PCO-Syndrom auch Tumore oder angeborene Hormonbildungsstörungen der Nebennieren zugrunde.