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Mia und Leon: Kurznamen sind im Trend
Eines von 80'808 Kindern, das 2011 in der Schweiz geboren wurde. (Keystone)
Jedes Jahr werden die beliebtesten Vornamen von Neugeborenen ermittelt. Wer als angehende Eltern den Deutschschweizer Durchschnitt anpeilt, sollte seinem Kind den Namen Leon oder Mia geben. Bei den Mädchen geschah dies im letzten Jahr 341 Mal.
Den zweiten und dritten Platz der beliebtesten Mädchennamen in der Deutschschweiz belegen Lena mit 269 Namensgebungen und Elena mit 263, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in seiner jährlichen Vornamen-Hitparade bekanntgab.
Für Knaben war Leon der am meisten gewählte Vorname: 310 Knaben erhielten den Namen Leon, gefolgt von Noah (306) und Luca (286). Im Vergleich zum Vorjahr hat Leon Noah als beliebtesten Namen abgelöst, während Luca vom zweiten auf den dritten Platz abrutschte.
Emma bleibt Spitzenreiterin in der Romandie
In der französischsprachigen Schweiz lag bei den Mädchen Emma (132) vor Chloé (113) und Lara (109) an der Spitze. Emma belegt seit 2004 den ersten Platz in der Westschweizer Vornamen-Hitparade. Der beliebteste Vorname bei den Knaben war Gabriel (128), vor Noah (116) und Nathan (115).
In der italienischsprachigen Schweiz sind die beliebtesten Vornamen dieselben geblieben. 41 Mädchen erhielten den Namen Giulia - Spitzenreiterin seit 2008. Dahinter folgen Sofia (34) und Emma (31). Bei den Knaben schwang Mattia (37) obenauf, während sich Alessandro und Leonardo den zweiten Platz (34) teilten.
Aufgrund der geringen Anzahl Geburten schwankt die Verteilung der Vornamen 2011 im romanischen Sprachgebiet stark. Aus diesem Grund sind keine verlässlichen Zahlen vorhanden.
Trends in Vornamenwahl erkennbar
Trotz der anhaltenden Beliebtheit gewisser Namen bleibt die Reihenfolge der Spitzenplätze in der Vornamen-Hitparade immer zufällig. Von den 80'808 Kindern, die 2011 in der Schweiz geboren wurden, machen die Spitzenreiter in den einzelnen Sprachregionen (996) etwas mehr als ein Prozent aus.
Zweifellos haben sich aber in den letzten 20 Jahren die Namen verändert, die Eltern ihren Kindern geben. Das Statistische Amt des Kantons Zürich hat die Vornamenwahl der Zürcher Eltern im Zeitraum von 1988 bis 2008 untersucht.
Die Studie gelangt zum Schluss, dass «im Zeichen der Multikulturalisierung» die Vielfalt der Babynamen zugenommen hat. Längst trägt die Hitparade der Einwanderung südlicher Nachbarstaaten in der Nachkriegszeit Rechnung.
Daneben sind die Vornamen immer kürzer geworden. Waren vor 20 Jahren die Mehrzahl der Namen mehr als fünf Zeichen lang, ist es heute umgekehrt. Zudem stehen am Namensanfang seltener Konsonanten, was dazu führt, dass die Namen kindsgerechter geworden sind, wie die Autoren der Studie schreiben. (lin;bru, sda)
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