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(USA, Cory Brock) Christlicher Transformationalismus: Die dahinterstehende Frage dreht sich darum, in welcher Beziehung die Kirche zur “Welt” steht bzw. worin ihre Mission bestehe. Hinter dem Label “Transformationalismus” verstecken sich zahlreiche unterschiedliche Ideen, in der Hauptsache geht es jedoch den “Grad der Einwirkung” auf Gesellschaft und Kultur.
(USA) Worldview-ism: Manche verwechseln die ursprüngliche Idee der “Weltanschauung” mit einem Konzept, das zwar der gleichen Denktradition entstammt, jedoch ein spezifisches Bild um die Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA beschreibt.
(NL, Marinus de Jong) Nicht-theologische Bewegung, die sich ausschliesslich um das kulturelle Engagement dreht; wer Bavinck liest, merkt jedoch schnell, wie theologisch die Ideen gerade sind. Bavinck glaubte beispielsweise nicht, dass wir das Königreich Gottes jetzt herbeiführen könnten.
(NL) Kalte, gefühlslose, nicht geistliche Bewegung, die sich auf äussere Dinge fokussiert, die zu erreichen sind (insbesondere aus den Reihen der “befindelijken” Reformierten).
(GB, James Eglinton) In Schottland gibt es die Zwei-Königreiche-Debatte nicht wie in den USA. Hier ist vermehrt eine Verwechslung zwischen New Calvinism und Neo-Calvinism anzutreffen. Die Leute identifizieren die Bewegung mit Marc Driscoll oder John Piper. Selbst ein Time-Artikel benutzte beide Begriffe austauschbar; dies förderte eine unpräzise Verwendung.
(GB) Einige benutzen den Begriff als vermeintliches Original, ohne je eine Verbindung zu Bavinck oder die “Dutch Tradition” zu ziehen.
(GB) Der Begriff wird für alles verwendet, was von der eigenen Definition von “reformiert” abweicht – selbst wenn die Vertreter 100 Jahre vor Bavinck gelebt haben.
(GB) Neo-Calvinismus wird mit Kuyperianismus gleichgesetzt. Im Luthertum ist die Person Luthers sehr prägt; die Reformation ist jedoch im Allgemeinen eine konziliare, Bekenntnis-gebundene Bewegung und weniger auf eine einzige Person fixiert. Ebenso verhält es sich mit der neo-calvinistischen Bewegung. Die Bandbreite erstreckt sich von Herman Dooyeweerd über Alvin Plantinga hin zu Klaas Schilder – also ein ganzes Spektrum.
Innerhalb der Bewegung gibt es die Offenheit zur Rückschau, zum Beispiel gegenüber den reichen “Grabungen” innerhalb dem Reformierten Scholastizismus des 16. und 17. Jahrhunderts bei gleichzeitigem Blick in die Gegenwart und Zukunft. Es geht nicht um die Erhaltung von Begriffen oder Konzepten per se, sondern ebenso um eine Aktualisierung und in diesem Sinne auch um eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Erbe.