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In Anlehnung an Joe Brainard und Georges Perec will DIAPHANES zu persönlichen, kulturellen, geschichtlichen Reminiszenzen anregen und vergangene Momente auf eine Zukunftsperspektive hin öffnen, den Rückblick in ein Vorausliegendes, Kommendes zu beugen, um nicht zuletzt in Zeiten politischer Restauration notwendige Vorstellungskräfte aus anderen Vergangenheiten heraus und unzeitgemässe Utopien erneuert freizusetzen.
Ich erinnere mich an mein Exemplar von Alles kurz und klein, das weg ist, verschwunden! – wer erinnert sich, es...
A Little Paris Nightmare
I loved Paris, even as a little boy, long before I lived there. I was like Pinocchio...
Ich erinnere mich an gewellte goldene Kornfelder.
Ich erinnere mich an mich; in der Peripherie des Bildes.
Ich erinnere mich an die...
Gedanklich-sinnliche Küchenzettel, Aufzählungen und Auslesen…
L’œuvre d'art n’a pas d’idée, elle est idée
Apfel oder Zitrone? Remembering, what do you hear? Wie sterben? Nord oder Süd? A question to which “yes” is always your answer?
Lärmende Zeitkapseln, rare Bijous, unverzichtbares Sperrgut aller Epochen, Sprachen und Genres.
Kürzlich wollte Facebook mit mir feiern. Zu dem Zweck hat das Unternehmen mir einen Eintrag auf meine Pinwand gepostet, die eigentlich für andere gesperrt ist.
»Dieses Selbstportrait datiert auf März 1962. Ich kam von einem Einsatz als Funker aus dem Landesinnern zurück...«
L’œuvre d'art n’a pas d’idée, elle est idée
I said “Would you like a rope? You know that haul you have is not secured properly.”
“No,” he said, “but I see you have string!”
“If this comes into motion—” I said, “you should use a rope.”
“Any poison ivy on that? ” he asked me, and I told him my rope had been in the barn peacefully for years.
He took a length of it to the bedside table. He had no concept for what wood could endure.
“Table must have broken when I lashed it onto the truck,” he said.
And, when he was moving the sewing machine, he let the cast iron wheels—bang, bang on the stair.
I had settled down to pack up the ﬂamingo cookie jar, the cutlery, and the cookware, but stopped brieﬂy, for how many times do you catch sudden sight of something heartfelt?
I saw our milk cows in their slow...
Athena Athanasiou, Judith Butler
Die Macht der Enteigneten
Bruce Bégout
Für die, die die Massen im Kreisverkehr satt sind
Peter Krapp
Between the Madness and the Wisdom of Crowds
Roland Meyer
Augmented Crowds
We cannot assume that all government/terrorist interactions will take the form of a two-person zero-sum game.
A for Anomie
The idea that terrorism and other forms of political violence are directly related to strains caused by strongly held grievances has been one of the most common explanations to date and can be traced to a diverse set of theoretical concepts including relative deprivation, social disorganization, breakdown, tension, and anomie. Merton (1938) identifies anomie as a cultural condition of frustration, in which values regarding goals and how to achieve them conflict with limitations on the means of achievement.
Gary LaFree and Laura Dugan, “Research on Terrorism and Countering Terrorism”, Crime and Justice, Vol. 38, No. 1, 2009.
B for Block or Blocked
If terrorism in each of its expressions can be considered an indicator of the existence of a political block (of an impossibility of reacting if one wishes to react differently), this influences its real ability to modify the situation. Terrorism has been historically more successful when it was not...
I was initially slightly sceptical of the ramifications and undertones of Renzo Martens’ project in central Congo…
Was können wir unter einem konkaven Denken verstehen, wenn diese Disziplin bei den antiken Philosophen sträflich unerwähnt bleibt?
Ob Archimedes im 3. Jh. vor unserer Zeitrechnung die römische Flotte vor Syrakus tatsächlich mit Hilfe von Hohlspiegeln in Brand steckte, gilt unter Philologen, Experimental-Archäologen und anderen Experten für Archaisches und Arkanes als äußerst umstritten. Zu lange die Zeit, in der die Schiffe unbeweglich ein Ziel hätten abgeben müssen. Da aber eine der erste Beschreibungen der antiken Laser von Lukian von Samosata stammt, kommen auch andere Möglichkeiten, anstelle der normalerweise zur Schmälerung von Archmides’ Genie ins Feld geführten Übersetzungsfehler, für die Legendenbildung in Frage. Lukian war nicht nur ein ausgezeichneter Satyriker, er kann vielleicht auch als Erfinder der Science-Fiction gelten, so zumindest sehen ihn hunderte Jahre später Erasmus von Rotterdam und Thomas Morus, die gemeinsam einige seiner Schriften herausgeben (luciani opuscula, 1506).
Lukian von Samosata war ausgebildeter Künstler – so behaupten es seine wenigen Biografen – und sehr an ästhetischen Fragen interessiert. Ihm war also das gefährliche Potential einer konkaven Spiegelfläche...
After all, the history of modern and contemporary art can be read as the progressive inclusion of a growing part of the formless into apparatuses.
»Wenn man das Ohr an den Einband hält und ins Konvolut hineinhorcht, muss man ein leises Ticken hören. Ein Buch muss eine latente Explosion sein.«
Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.
Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar,...
All of these studies convey an acute feeling for duration not as a primordial experience of time and freedom, not even of vitalist freedom as linked to violence, but of a protracted presence resulting from a great diversity of temporality as it is shaped within a medium—and of coding vital (or lethal) time by means of the media.
Les Immatériaux war eine Ausstellung der achtziger Jahre, indem sie sich den neuen Möglichkeiten des Wissens widmete: Zeitlich begrenzt, auf viele Akteure bezogen, abhängig von technologischen Bedingungen und nicht linear wie im Sinne des modernen Fortschrittdenkens verstanden, wurde im Centre Georges Pompidou der Versuch unternommen, eine neue Sichtbarkeit von Wissenschaft und Wissen räumlich umzusetzen.