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Für die meisten Spiele wird nur wenig benötigt: ein Ball und ein paar Mitspieler, und schon kann es losgehen. Viele Ballspiele für Kinder werden gerne draussen bei gutem Wetter gespielt. Die meisten lassen sich bei schlechtem Wetter aber auch drinnen ausüben.
Hier ein paar Anregungen für Ballspiele mit Kindern für drinnen und draussen:
Hase und Jäger
Das Ballspiel für Kinder eignet sich schon für Kleinkinder (zwei bis drei Jahre), da es ungefährlich und leicht zu lernen ist. Dazu benötigen sie einen weichen Ball, am besten einen Schaumstoffball, und ein ausreichend grosses Spielfeld.
Die Mitspieler bestimmen untereinander, wer der Jäger ist. Dieser erhält den Ball. Die Übrigen sind die Hasen. Der Jäger versucht nun, mit dem Ball die Hasen zu treffen. Trifft er einen Mitspieler, wird auch dieser zum Jäger. Das Spiel endet, wenn alle Hasen abgeworfen wurden. Der letzte verbleibende Hase ist der Gewinner; er beginnt im nächsten Spiel als Jäger. Die Besonderheit dieses Ballspiels ist, dass sich die Jäger nicht mit dem Ball in der Hand bewegen dürfen. Der Ball muss während des Spiels ständig gepasst oder gedribbelt werden.
Die heisse Kartoffel
Ein Ballspiel für Vorschulkinder (vier bis sechs Jahre), das mit nur wenigen Hilfsmitteln auskommt, ist die «Heisse Kartoffel». Man braucht dafür ein Abspielgerät für Musik und einen Ball, der in ein Stück Alufolie gewickelt wird wie eine Ofenkartoffel.
Alle Mitspieler stellen sich in einem Kreis auf, während ein Spielleiter die Musik einschaltet. Die Mitspieler werfen sich gegenseitig den Ball zu. Das passiert so lange, bis ein Kind ihn nicht fängt. Wer den Ball nicht festhalten kann oder so schlecht geworfen hat, dass er unmöglich zu fangen war, scheidet aus. Das Gleiche passiert mit demjenigen, der die «Kartoffel» noch in der Hand hält, wenn die Musik gestoppt wird. Es gewinnt das Kind, das als letztes übrig bleibt.
Zielwerfen
Ballspiele für Kinder im Vorschulalter können auch noch etwas anspruchsvoller sein. Beim Zielwerfen nimmt man einen Ball und einen Gegenstand mit einer Öffnung, durch die der Ball passt, zum Beispiel einen Korb, Eimer, Reifen oder Karton.
Zuerst legt man eine Linie fest und stellt den Gegenstand in einem gewissen Abstand dazu auf. Ziel des Spiels ist es, den Ball von der Linie aus in den Gegenstand zu werfen. Jeder Spieler hat fünf Versuche. Wer trifft, kommt eine Runde weiter. Wer nicht trifft, scheidet aus. In der nächsten Runde wird das Wurfziel etwas weiter weggestellt. Dies wird so lange wiederholt, bis nur noch ein Spieler übrig ist, der dann der Gewinner ist.
Stoppball
Für dieses Spiel braucht man ein Ball und etwas Platz. Zunächst stellen sich alle Mitspieler in einem Kreis auf. Ein Kind bekommt den Ball und stellt sich in die Mitte. Es beginnt das Spiel, indem es den Ball senkrecht in die Luft wirft. Alle anderen Spieler entfernen sich so schnell wie möglich, bis das Kind in der Mitte den Ball wieder auffängt.
Wenn der Ball wieder in den Händen des Fängers landet, ruft dieser unmittelbar «Stopp». Nun dürfen sich die anderen Mitspieler nicht mehr bewegen. Der Fänger versucht einen der anderen zu treffen; gelingt dies, tauschen sie die Plätze und das Spiel beginnt von neuem.
Halli-Hallo
«Halli-Hallo» ist ein vergleichsweise komplexes Ballspiel für Kinder, das erst ab dem Schulalter zu empfehlen ist. Für das Spiel werden mindestens vier Mitspieler benötigt, die sich in einer Reihe aufstellen. Ein Spieler übernimmt die Rolle des Werfers. Er steht mit etwas Abstand zur Reihe und wirft den Ball dem ersten Kind in der Reihe zu. Dabei stellt er eine Aufgabe, beispielsweise «Wie heisst der längste Tunnel der Schweiz?». Der Fänger muss dann schnell antworten und den Ball zum Werfer zurückwerfen.
Anschliessend wirft der Werfer den Ball in die Luft, ruft laut «Halli-Hallo!» und läuft davon. Der Fänger versucht den Ball zu fangen; ist er erfolgreich, ruft er sofort «Stopp!». Daraufhin bleibt der Werfer stehen. Der Fänger darf anschliessend so viele Schritte in Richtung des Werfers machen, wie die Antwort Silben hat. Bei der Antwort «Gotthard» wären dies beispielsweise zwei.
Daraufhin bildet der Werfer mit seinen Armen einen Kreis und der Fänger versucht den Ball hindurchzuwerfen. Gelingt dies, scheidet der Werfer aus. Der Fänger wird dann zum Werfer. Verfehlt er allerdings den Kreis, scheidet er aus, und der Werfer darf sich wieder hinten in der Reihe anstellen.