Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03139.jsonl.gz/2114

Die Zahlen: 166 Personen haben sich bei der Solothurner Staatskanzlei für einen der 6 Nationalratssitze gemeldet. Das sind 19 mehr als bei den letzten nationalen Wahlen 2015. Von den 166 Kandidierenden sind in diesem Jahr 62 Frauen. Die Kandidatinnen und Kandidaten treten im Kanton Solothurn auf 29 Listen an, im Vergleich mit den Wahlen vor vier Jahren sind dies zwei Listen mehr.
Die Verbindungen: Unter den 29 Listen gibt es mehrere Listenverbindungen. Wie bei den letzten Nationalratswahlen gibt es einen Zusammenschluss in der Mitte von CVP, GLP, BDP und EVP. Im linken Spektrum gehen SP und Grüne erneut eine Verbindung ein. Diese Verbindungen beinhalten auch die jeweiligen Jungparteien. FDP und SVP treten – im Gegensatz z.B. zum Kanton Aargau – nicht gemeinsam an.
Die Köpfe: Als einzige bisherige Solothurner Nationalrätin kandidiert SP-Frau Bea Heim am 20. Oktober nicht mehr. Die fünf Männer treten erneut an: Walter Wobmann (SVP), Christian Imark (SVP), Kurt Fluri (FDP), Stefan Müller (CVP) und Philipp Hadorn (SP).
Der Ersatz: Es wird erwartet, dass es bei den Wähleranteilen im Vergleich mit den letzten Nationalratswahlen keine riesigen Veränderungen gibt. Die Bisherigen dürften die Wiederwahl schaffen. Die Frage ist, wer den frei werdenden SP-Sitz holt. Ist es der bekannteste Name bei der SP, der ehemalige Regierungsrat Peter Gomm? Oder schafft es Parteipräsidentin Franziska Roth, die den Einzug in den Nationalrat letztes Mal nur knapp verpasst hat? Und wie ergeht es Philipp Hadorn, der nur wenige Stimmen mehr erzielte als Roth? Oder holen die Grünen auf Kosten der SP einen Sitz?
Die Neuen: Zwei Parteien treten im Kanton Solothurn neu zu den Nationalratswahlen an: Die Schweizer Demokraten und die Schweizerische Hanfpartei. Auf beiden Listen kandidieren jeweils zwei Personen.
Die Ständeräte: Beim Rennen um die beiden Ständeratssitze gibt es keine überraschenden Kandidaturen. Es treten jene 5 Personen an, welche dies angekündigt hatten. Die beiden Bisherigen Roberto Zanetti (SP) und Pirmin Bischof (CVP) sind in einer guten Ausgangslage. Ihre Herausforderer sind allerdings in der Solothurner Politik keine Unbekannten: Christian Imark, Nationalrat und Präsident der kantonalen SVP; Stefan Nünlist, Präsident der kantonalen FDP und Felix Wettstein, ehemaliger Präsident der Solothurner Grünen.