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Inhalte und Ziele des Forschungsprojekts
Der Sehnentransfer ist eine Operation, durch die einige Funktionen der Arme und Hände bei Tetraplegikern wieder hergestellt werden können. Der wichtigste Schritt während der Operation ist es, den Spendermuskel mit der richtigen Spannung an die neue Stelle zu befestigen. So wird die Länge des Muskels und somit seine Funktion festgelegt. Obwohl dieser Schritt sehr wichtig ist, gibt es dafür keine objektiven Richtlinien und die Chirurgen müssen den Muskel nach ihrem „Gefühl“ der „optimalen“ Spannung befestigen.
Um objektive Richtlinien schaffen zu können, müssen die mechanischen Eigenschaften jener Muskeln bekannt sein, die am häufigsten transferiert werden. Deshalb wird intraoperativ die Beziehung zwischen Sarkomerlänge und Spannung der Spendermuskeln (Brachioradialis, Extensor Carpi Radialis Longus) untersucht. Zusätzlich wird sechs Monate nach der Operation untersucht, ob Änderungen in Sehnen-/Muskellänge stattgefunden haben.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Das Projekt befasst sich mit der Grundlagenforschung der Architektur und des Verhaltens der beiden Spendermuskeln. Das Wissen aus dieser Studie kann auf weitere Muskeln und Operationstechniken angewendet werden.
Die objektiven Richtlinien für die Muskelspannung während eines Sehnentransfers unterstützen den Chirurgen bei der Durchführung der Operation. Somit werden die Operationen einheitlich durchgeführt und das Erlernen dieser Operation wird erleichtert. Durch das Anwenden der Richtlinien wird der transferierte Muskel in seinem optimalen Bereich arbeiten und kann somit mehr Kraft produzieren. Im Alltag hat der Patient so mehr Greifkraft und wird somit unabhängiger in seinem Handeln.