Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03106.jsonl.gz/1292

Nach der Veröffentlichung von kompromittierenden Videoaufnahmen im Zusammenhang mit den Krawallen in Brasilien Anfang des Jahres hat der Sicherheitschef der Regierung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva seinen Stuhl geräumt. Das teilte die Pressestelle der brasilianischen Regierung am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter mit.
Der Fernsehsender «CNN Brasil» hatte zuvor Bilder gezeigt, auf denen der damalige Sicherheitschef, General Marco Edson Gonçalves Dias, Anhängern des kurz zuvor von Lula abgelösten rechten Staatschefs Jair Bolsonaro in den Gängen des «Palácio do Planalto» in Brasília Türen öffnet und den Weg weist.
Gonçalves Dias wies im brasilianischen Sender «TV Globo» die Vorwürfe zurück und sagte, die Bilder seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Am 8. Januar hatten radikale Anhänger von Bolsonaro den Kongress, den Regierungssitz «Palácio do Planalto» und den Obersten Gerichtshof in Brasília gestürmt und erhebliche Schäden verursacht. Präsident Lula warf Teilen der Polizei und des Militärs eine Zusammenarbeit mit den Angreifern vor.
Nachfolger von Gonçalves Dias als Leiter des Kabinetts für institutionelle Sicherheit (GSI) soll laut brasilianischer Regierung übergangsweise Ricardo Cappelli werden. Das GSI ist im grössten Land in Lateinamerika auch für die Sicherheit des Präsidenten zuständig. (sda/dpa)
Im 1MDB-Prozess vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona haben die Verteidiger auf Freispruch plädiert. Sie machten Ausführungen zu geopolitischen Fragen und analysierten Unterlagen, um die Strafkammer von der Ehrlichkeit der beiden Angeklagten zu überzeugen.