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Konservierung und Restaurierung der Raumfassung und Dekorationsmalereien an der Fassade
September – Oktober 2014; Februar – März 2015
Arbeiten: Im 2. OG des im Kern aus dem späten 15. Jh. stammenden Bürgerhauses hat sich im gassenseitigen Vorderhaus unter nachträglich montierten Wand- und Deckenverkleidungen die Raumausstattung aus der Mitte des 17. Jhs. erhalten. Die Balkendecke mit aufgemalter Marmorierung, der Schiebboden mit blau lasierten Abdeckleisten, und die farbig gegliederten Riegbrandmauern liessen das einheitliche Gestaltungskonzept nachvollziehen, welches anlässlich der Gesamtumbaus des Gebäudes in diesem Wohnraum wiederhergestellt wurde.
Überstrichene Partien an Balken und Wandbereichen wurden freigelegt, Schäden in Holz und Verputz wurden materialgerecht repariert. Die originalen Leim- und Kalkfarbfassungen wurden gereinigt und gesichert und anschließend restauriert, an Fehlstellen wurden die entsprechenden farblichen Ergänzungen vorgenommen.
Im frühen 20. Jh. war im Giebelfeld der rückseitigen Fassade eine «Reklame» für die damals im Haus ansässige Messerschmiede aufgemalt worden. Die als Malgrund dienende, dünn applizierte Verputzschicht wurde mit Kalk-Kasein-Injektionen gesichert, Fehlstellen in der Malerei wurden zurückhaltend retuschiert.
Denkmalpflege
Denkmalpflege der Stadt Bern, Herr Jürg Keller