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Shrek 2 (2004)
Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück
Shrek 2 (2004) Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück
Oder: What in Grimm's Name is this?
Wir erinnern uns. 2001 lernten wir eine grünen, unanständigen Oger kennen, der sich damals auf die Suche nach einer Prinzessin machen musste, um die nervenden Märchengestalten aus seinem Sumpf zu kriegen. Mit der Unterstützung eines dauernd plappernden Esels schaffte er das Unterfangen, verliebte sich in die Prinzessin und sie lebten glücklich bis ...
... heute! Denn Shrek (Stimme von Mike Myers) und Fiona (Stimme von Cameron Diaz) sind verheiratet und auf Hochzeitsreise.... Nach Begegnungen mit diversen Märchenfiguren (u.a. der kleinen Meerjungrau), kehren die beiden Grünlinge in ihr Häuschen im Sumpf zurück. Dort werden sie bereits von Donkey (Eddie Murphy) erwartet und die Nervensäge scheint auch immer noch nicht den Begriff von Zweisamkeit unter Verliebten zu kennen. Doch Donkey ist nicht der einzige, der die Turteltauben stört. Da ist noch dieser Überbringer königlicher Nachrichten, der eine Einladung von Fionas Eltern für das frisch verheiratete Paar hat. Sie mögen doch nach "Far Far Away" kommen, den elterlichen Segen abholen und den Hochzeitsball halten. Okay, also geht's nach "Far Far Away". Zurück in Fionas Vergangenheit. Dort wo sie ihre Kindheitserinnerungen hat und dorthin, wo Shrek keinesfalls reinpasst.....
Nach langer, langer, langer Fahrt ("Are we there yet?") trifft man im Reich der Schönen und Reichen ein und die Begegnung mit den königlichen Eltern (Stimmen von Julie Andrews und John Cleese) verläuft genau so, wie sie eigentlich nicht sollte. Denn statt eines schönen Prinzen, der Fiona von ihrem Fluch befreien hätte sollen, kommt die Tochter mit einem grünen, dicken, rülpsenden Oger an. Das hätte sich (vor allem) der Herr Papa anders vorgestellt und so macht er sich auf die Suche nach jemandem, der das "Problem Oger" lösen kann. Er engagiert einen Killer, der Fellknäuel würgt und schnurrt. Richtig, "Puss in Boots", oder anders gesagt, der gestiefelte Kater (Stimme von Antonio Banderas) soll's richten. Doch Shrek wäre nicht Shrek, wenn nicht alles ganz anders kommen würde, als es geplant war.
Tja, soeben noch ein Duo, macht sich das neue Trio auf, dafür zu sorgen, dass Fiona glücklich wird. Mit Hilfe eines Zaubertrankes aus der Fabrik der verschlagenen und bösen "Fairy Godmother (Stimme von Jennifer Saunders) soll ewiges Glück garantiert werden. Aus Donkey wird ein weisses Wunderross, aus einem Oger ein gutaussehender (wenn auch immer noch furzender) Mann. Ist das die Lösung? Kann Fiona nur glücklich werden, wenn Shrek seine Identität aufgibt und als "normaler" Mensch durchs Leben geht?
Das Muttersöhnchen "Prince Charming" (Stimme von Rupert Everett) hat sich inzwischen an die Prinzessin rangemacht und gibt sich als verwandelter Shrek aus. Und wenn er Fiona dazu bringt, ihn bis Mitternacht ("why is it always midnight...") zu küssen, dann leben er und sie glücklich bis an ihr Lebensende.... Ob Shrek das zu verhindern weiss? Verstärkung aus dem Märchenwald ist auf alle Fälle schon auf dem Weg...
Film-Rating
Jeder kennt ihn, jeder mag ihn. Den grünen, dicken, hässlichen, ungehobelten, aus Ohrenschmalz Kerzen ziehenden, furzenden Oger namens Shrek. Was 2001 als Überraschungserfolg von Dreamworks Animation gestartet war, findet nun seine langerwartete Fortsetzung. Wieder mit prominenten Stimmen aus der Kinowelt besetzt, schliesst der Film direkt an den Vorgänger an. Keine "5 Jahre später" oder so, sondern ein direkter Anschluss.
Die Anspielungen sind wie schon im Original hervorragend, zum Schreien komisch und werden den Disney'schen Verantwortlichen wohl mehr als sauer aufstossen. Da wird Bezug auf Arielle, die Meerjungfrau genommen, wie auch auf zB. Beauty and the Beast oder andere von den Mäusen verfilmte Märchen. Man sieht, dass es bei Shrek halt einfach 100% um Spass geht.
Dieser zweite Teil kann denn auch definitiv überzeugen. Sei es durch die Geschichte, die zwar nichts neues fürs Hirn bietet, aber deren Umsetzung absolut stark ist und man sich nach Ende des Films fragt, ob's doch bitte, bitte nochmals 2 Stunden weitergehen könnte. Die Figuren sind allesamt bekannt und werden (glücklicherweise) von den gleichen Promis gesprochen. Es scheint also, dass Eddie Murphy hauptsächlich nur noch durch Rollen überzeugen mag, in denen er nur zu hören ist... Neu ist allerdings Antonio Banderas, dessen Kater in Stiefeln mehr als einmal die Menge zum Toben bringen wird. Vor allem sein Blick...
Das Problem bei solchen Filmen ist eigentlich ein Positives. Denn man schafft es kaum, alle kleinen Gags zu verstehen und alle Details zu beachten. Wenn die Shrek-Kutsche nach "Far Far Away" kommt, sieht man einen (typisch Grosstadt) Ferrari, der von Pferden gezogen wird. Man sieht einen "Farbucks" und andere auf Märchen getrimmte Labels, die man nur bei mehrmaligen Sichtung definitiv erkennen kann. Also, wird es wohl kaum beim einmaligen Schauen bleiben - sei es im Kino oder dann auf DVD.
Fazit: Shrek 2 überzeugte mich total. Herrlicher Wortwitz, coole Figuren, geniale Stimmen, lustige Charaktere und Musik, die passt, wie die Faust aufs Auge. Shrek 2 ist bisher klar die beste Komödie des Jahres und wird das wahrscheinlich auch bleiben. Ein Film, eher für alt denn für jung. Einige Witze sind erst ab einer gewissen Reife lustig und sind nix für Kids. Trotzdem wird hier die ganze Familie angesprochen und ich kann nur jedem raten, sich diesen Film anzusehen. So herrlich wurde die Märchenwelt noch selten veralbert und wenn man sehen will, was der Esel und der Drache so in ihrer Freizeit gemacht haben, soll man doch bitte beim Abspann noch sitzen bleiben. Man verpasst sonst was ganz niedliches... ("Hey, nicht alles verraten..."). So, jetzt bin ich aber ruhig...
OutNow.CH:
24.05.2004 / muri
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