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Wetterrückblick
Rückblick Juli 2010
Lange Zeit trocken und heiß
Der Juli 2010 ist deutlich wärmer und sonniger ausgefallen als im langjährigen Mittel. Zunächst dominierten heiße und trockene Tage mit lokalen Unwettern. Die Temperaturen steuerten auf neue Rekordwerte hin. Im letzten Monatsdrittel gab es dann eine deutliche Abkühlung, so dass der Rekordjuli 2006 ("Sommermärchen") nicht übertroffen werden konnte. Durch zahlreiche Regenfälle war der Monat am Ende an vielen Orten sogar nasser als im Klimamittel. Trotz der Hitzebelastung zuvor wünschten sich viele Menschen Sonnenschein und Wärme zurück.
Mit einer Mitteltemperatur um die 20 Grad war es mehr als drei Grad wärmer als im langjährigen Mittel (1961 bis 1990). Dabei traten die größten Abweichungen von bis zu fünf Grad im Nordosten des Landes auf. Der wärmste Tag des Monats war der 10. Juli mit einer Höchsttemperatur von 38,8 Grad in Bendorf und 38,3 Grad in Trier. In Berlin gab es elf sogenannter "Tropentage" (Höchstwert über 30 Grad), in Karlsruhe zwölf. Zum Ende des Monats kühlte es dann in manchen Nächten empfindlich auf unter 6 Grad ab.
Niederschläge gab es zunächst nur punktuell durch teils unwetterartige Gewitter. Später kamen dann aber vor allem im Süden und Osten flächendeckende Regenfälle hinzu, örtlich gab es sogar Überflutungen. Somit fiel letztlich nur noch im Nordosten des Landes deutlich weniger Regen als im langjährigen Mittel, in Rostock und Lübeck kamen kaum 15 Liter pro Quadratmeter zusammen. In der Südosthälfte wurden dagegen verbreitet 100 bis 150 Liter registriert, und das Klimamittel somit um 20 bis 70 Prozent überschritten.
Die reichlich bewölkten, teils sogar trüben Tage im letzten Monatsdrittel konnten die "Sonnenüberstunden" in den ersten beiden Dritteln nicht kompensieren. Fast überall schien die Sonne häufiger als im Klimamittel. Die absoluten Stundenzahlen bewegten sich zwischen etwa 220 in Alpennähe und 300 bis über 320 im Nordosten des Landes. Dies entspricht positiven Abweichungen von 20 bis 50 Prozent.