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Babys erste Zähnchen können, wenn sie durchbrechen, dem Nachwuchs viel Schmerzen bereiten. Schlechte Laune, ein vermehrter Speichelfluss, gerötetes Zahnfleisch und auch gerötete Wangen können mitunter die Symptome sein, dass euer Baby zahnt.
Wann bekommen Babys die ersten Zähnchen?
Bereits vor der Geburt sind die Milchzähne im Kieferknochen angelegt. Bei den meisten Babys beginnen etwa ab dem 6. Monat die Milchzähnchen nach und nach durchzukommen. Natürlich gibt es auch Babys, die bereits vor dem 6. Monat das erste Zähnchen haben, aber es gibt auch Babys, die im 8. oder 9. Monat euch immer noch zahnlos anlächeln. Bei den meisten Babys sind es die mittleren, unteren Schneidezähne, die sich als erstes zeigen. Denen folgen dann die oberen Schneidezähne und dann die seitlichen Zähnchen, Eckzähne und Backenzähne kommen erst einige Zeit später. Am 3. Geburtstag sind bei dem Grossteil der Babys alle Milchzähnchen zu sehen, das Milchgebiss ist vollständig.
Babys erste Zähnchen: Die Symptome beim „Zahnen“ eures Babys
Viele Babys haben echte Probleme, wenn sich die Zähnchen durch das Zahnfleisch schieben. Ihr Zahnfleisch drückt, spannt und schmerzt, während sich der erste Zahn versucht, seinen Weg zu bahnen. Zeigt euer Baby die nachfolgenden Anzeichen, könnt ihr davon ausgehen, dass es „zahnt“, das heisst, die Milchzähnchen sich durch das Zahnfleisch schieben.
• Euer Baby kaut auf allem herum, was es in die Finger bekommt.
• Der Speichelfluss ist extrem, rinnt teilweise aus Mundwinkeln.
• Die Wangen sind gerötet und zwar hauptsächlich dort, wo der Zahn herauskommen möchte.
• Manche Babys haben beim Zahnen eine erhöhte Temperatur.
• Weicher Stuhl kann mitunter ebenfalls als Symptome des Zahnens genannt werden.
• Das Zahnfleisch ist geschwollen und gerötet. Um den Schmerz zu lindern, greift euer Baby ständig daran und reibt.
• Manche Babys sind launisch, mit sich unzufrieden und quengeln sehr häufig. Dadurch kann so manche Nacht alles andere als angenehm sein.
Ein Irrglaube ist, dass Babys beim Zahnen Fieber und/oder Durchfall haben und dies ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass euer Baby die ersten Zähnchen bekommt. Das stimmt allerdings nicht. Viel häufiger sind Unruhe, schlechte Laune und ein sehr weinerliches Verhalten bei den Babys zu beobachten und eher als eindeutige Zeichen des Zahnens zu sehen.
Nicht alle Babys haben Probleme, wenn die Zähnchen kommen – dies müssen wir auch sagen. Sie verhalten sich wie immer, merken gar nichts davon und ihr als Eltern dadurch auch nicht. Und plötzlich spitzt da ein Zähnchen hervor ohne dass es jemand gross gemerkt hat.
Babys erste Zähnchen – Hilfe für die zahnenden Babys
Um eurem Baby den Schmerz etwas erträglicher zu machen, seine Unruhe zu lindern, gibt es einige Möglichkeiten. Dies sind:
Massagen
Vielen Babys tut eine Massage des schmerzenden, geschwollenen Zahnfleisches gut. Für die Massage könnt ihr euren Finger (bitte vorher waschen) oder die so genannten Zahnpflege-Fingerlinge für Babys verwenden. Kühler Kamillentee auf das Zahnfleisch gerieben, hilft ebenfalls, die Schmerzen zu lindern.
Neben Kamillentee könnt ihr einen Sud aus 5 Gewürznelken, die ihr in 200 Milliliter heißem Wasser für rund 10 Minuten ziehen lässt, kochen. Diesen Sud tragt ihr auf das Zahnfleisch eures Babys auf.
Beissringe oder feuchte Waschlappen
Für Linderung der Schmerzen können Beissringe oder das Beissen auf feuchten Waschlappen sorgen. Das Kauen auf den harten Gegenständen wirkt wie eine Zahnfleischmassage, was eurem Kind wiederum guttut. Manche Babys bevorzugen leicht gekühlte Beissringe. In dieser Form lindern sie den Schmerz und zudem können mögliche Entzündungen verhindert werden. Als Zahnungshelfer könnt ihr eurem Baby auch ein Stück Brotrinde, ein Stück Fenche oder Möhre geben. Hier solltet ihr euer Kind allerdings beaufsichtigen, damit es nichts verschlucken kann.
Zahnungsgel als Linderung
In der Apotheke erhaltet ihr Zahnungsgel, welches eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung haben. Einfach auf das Zahnfleisch auftragen und eurem Baby so etwas das Druckgefühl und den Schmerz nehmen.
Veilchenwurzeln haben eine schmerzlindernde Wirkung
Häufig empfehlen Hebammen die Veilchenwurzel als Zahnungshilfe. Allerdings können sich auf dem Holz schnell Keime bilden, was nicht so schön ist. Solltet ihr dennoch auf die Wirkung der Veilchenwurzel setzen, kocht sie in regelmässigen Abständen ab und lasst sie vor allen Dingen gut trocknen. Wurzeln, die kaputt sind oder Risse aufweisen, solltet ihr eurem Baby nicht mehr geben.
Homöopathie bei Zahnungsproblemen
Auch die Homöopathie kann bei Zahnungsschmerzen eures Babys helfen. Sehr häufig wird der Wirkstoff Kamille verwendet. Lasst euch in der Apotheke beraten, wenn ihr eurem Kind auf homöopathische Weise beim Zahnen helfen möchtet.
Zum Schluss noch ein Tipp: Nehmt das Zahnen eures Babys gelassen hin, vermittelt eurem Kind, dass es etwas Normales ist und helft ihm dabei, die Schmerzen zu lindern. Und wenn es häufig weint oder launisch ist – denkt daran, die Zeit geht vorbei.