Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03369.jsonl.gz/1633

Die Bahnreform 1 von 1999 hatte zum Ziel, den Wettbewerb auf der Schiene und damit attraktivere Fahrplanangebote zu fördern. Doch auch nach Inkrafttreten der Reform teilten die Bahnen die Trassen auf ihren Netzen weiterhin selbst zu. Damit verblieb ein theoretisches Diskriminierungspotenzial. Der Wettbewerb kann aber nur dann seine Vorteile entfalten, wenn alle Verkehrsunternehmen beim Zugang zum Schienennetz gleichberechtigt behandelt werden.
Die Botschaft zur Bahnreform 2 von 2005 beinhaltete deshalb die Schaffung einer von den Bahnen unabhängigen Trassenvergabestelle. Sie wurde jedoch vom Parlament zurückgewiesen. Die dadurch bewirkte Verzögerung bewog SBB, BLS und SOB, ihre Trassenvergabe an eine gemeinsame, unabhängige Stelle auszulagern. Hierzu gründeten sie anfangs 2006 zusammen mit dem Verband öffentlicher Verkehr die Trasse Schweiz AG (trasse.ch).
Mit der Auslagerung der Trassenvergabe an eine rechtlich, organisatorisch und in ihren Entscheidungen unabhängige Stelle bekräftigen die drei grössten Normalspurbahnen der Schweiz zusammen mit dem Verband öffentlicher Verkehr ihr Bekenntnis für einen fairen Wettbewerb auf der Schiene. Entsprechend verstehen wir uns als kundenorientierten Dienstleister.