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Wie aus dem am Donnerstag publizierten Bericht und Antrag der Stadtregierung an das Parlament hervorgeht, sollen die Bauarbeiten im Herbst 2023 beginnen. Ein Jahr später soll das totalsanierte Gebäude bezogen werden können.
Die Villa und die dazugehörende Remise seien in einem schlechten Zustand, teilte die Stadt mit. Das Gebäude sei ungenügend gedämmt und teilweise verwittert. Die elektrischen Anlagen entsprächen nicht den geltenden Vorschriften. Die Remise sei zudem von Schimmel befallen.
Es ist vorgesehen, dass die Villa, die sich unterhalb der Museggmauer zwischen Wachtturm und Zytturm befindet, künftig zumindest teilweise öffentlich genutzt wird. Im Erdgeschoss soll es ein Café geben, die Räume sollen auch als Quartiertreff und für Ausstellungen zur Verfügung stehen. Im Ober- und Dachgeschoss werden Mietwohnungen geschaffen.
Die Villa Auf der Musegg 1 wurde 1867 als Sommerwirtschaft erbaut. Zur Anlage gehörte auch eine Rollschuhbahn. 1883 übernahm der spätere Bundesrat Josef Anton Schobinger (CVP) die schlossartige Anlage und baute sie zur Villa um.
1965 übernahm die Stadt Luzern die Villa und nutzte diese als Kindergärtnerinnenseminar. Später vermietete sie diese an die Pädagogische Hochschule. Zuletzt beherbergte das historische Gebäude Time-out-Klassen der städtischen Volksschule. 2018 wurde ein Teil der Villa während rund eines Monats besetzt.
(sda)