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Der zweite Bericht zur «Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise in Spielgruppen» des Schweizerischen Spielgruppen-LeiterInnen-Verbands SSLV zeigt ganz klar: finanziell prekäre Situationen der Spielgruppe, die wiederum zu Personalmangel führen und schliesslich in Qualitätsverlusten münden, dürfen weder in Zeiten der Normalität noch in Pandemiezeiten vorkommen.
Um die Zeit der Pandemie systematisch zu analysieren und daraus für die Zukunft zu lernen, hat der SSLV eine Umfrage lanciert. Diese lief zeitgleich mit einer Umfrage von kibesuisse bei Kindertagesstätten, Tagesfamilien und Organisationen der schulergänzenden Betreuung. Beide Umfragen wurden von der Konferenz der Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) und den Kantonen unterstützt und verbreitet, um die Gesamtsituation im Bereich der Frühen Kindheit zu erfassen.
Der SSLV hält in seiner Medienmitteilung vom 16.05.2022 fest, wie die Spielgruppenleiter*innen für die Kinder während der Pandemie die grösstmögliche Normalität gewährleisteten. So wurden Pensen erhöht, Freiwillige halfen aus, es erfolgten Umstellungen von 2er- auf 1er-Leitung, viele Befragte verzichteten auf Weiterbildungen etc.
Der Verband setzt sich dafür ein, dass die pandemiebedingte Verausgabung, die zudem die Qualität der Spielgruppen gefährdet, nicht zur Normalität wird. Er fordert deshalb mehr finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand und die klare Verortung der Spielgruppen im Bildungssystem sowie eine Melde- und Bewilligungspflicht.