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Erfahren Sie mehr über Feng Shui
Die Ursprünge von Feng Shui
Bei Feng Shui handelt es sich um eine taoistische Lehre, die vor ungefähr 3000 Jahren entstanden ist. Wörtlich bedeutet Feng Shui „Wind und Wasser“ und bezieht sich auf das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Bestandteilen, welches für das Leben auf der Erde notwendig ist. Über Jahrhunderte hinweg haben die Weisen beständig ihre Umgebung beobachtet und so allmählich eine Reihe von Werkzeugen und Referenzmodellen entwickelt, mit denen die Wirkungen des „Qi“ gemessen und quantitativ erfasst werden können. Das auch als „Lebensenergie“ bekannte „Qi“ kann mit einer nicht greifbaren Energie verglichen werden, die immer in Bewegung und im ganzen Universum gegenwärtig ist. Das Ziel von Feng Shui besteht darin, das „Qi“ der äußeren Umgebung und das „Qi“ des inneren Umfelds der Bewohner zu erfassen und miteinander in Verbindung zu bringen.
Über Jahrhunderte hinweg beschränkte sich die Weitergabe des Wissens über Feng Shui auf eine Meister-Schüler-Beziehung. Aus diesem Grund blieb diese Lehre einer Minderheit von Eingeweihten vorbehalten. Während der chinesischen Kulturrevolution Anfang der 1970er Jahre wurde Feng Shui ebenso wie andere alte Wissenschaften in China verboten. Die überlebenden Feng-Shui-Meister flüchteten nach Taiwan, Hongkong, Vietnam oder Malaysia, wo sie ihre Lehre weiterhin ausüben konnten. Erst im Jahr 2013 hat die chinesische Regierung Feng Shui als altüberlieferte chinesische Umgebungslehre offiziell rehabilitiert.
Die im Westen gängigere Form des Feng Shui entstand während der New-Age-Welle der 1980er Jahren in den USA. Diese ist jedoch ihrer Wurzeln und Grundlagen beraubt und kann nicht mit dem traditionellen, ursprünglichen Feng Shui verglichen werden.
Die Werkzeuge von Feng Shui
Feng Shui verfügt wie jede andere Wissenschaft auch über ihre eigene Sprache und ihre eigenen Referenzrahmen, die zur Weitergabe des Wissens notwendig sind. Zudem erfordert sie eine strenge Form der Ausübung. Feng Shui ist eine der fünf großen traditionellen chinesischen Künste, die auf den gleichen taoistischen Grundlagen beruhen. Dazu gehören die traditionelle chinesische Medizin, bestimmte Kampfkünste, die Entscheidungshilfe (Yi Jing) sowie die Schicksalsanalyse (Ba Zi).
Im Feng Shui gibt es zwei grundlegende Werkzeuge, mit denen eine Untersuchung Ihrer Umgebung vorgenommen werden kann. Zunächst ist hier das menschliche Auge zu nennen, mit dem natürliche und geschaffene Elemente wahrgenommen werden können, die sich in Ihrer Umgebung befinden (Berge, Gewässer, Straßen usw.). Ausgehend von diesen Beobachtungen besteht der nächste Schritt darin, die positiven und negativen Einflüsse dieser Elemente auf den analysierten Standort zu messen. Dazu verwendet der Berater einen „Luo Pan“ genannten Magnetkompass, mit dem er die Wirkungen des „Qi“ erfassen und so seine Beurteilung erstellen kann.
Ein vollständiges Feng-Shui-Gutachten erfordert umfassende Kenntnisse der traditionellen Ansätze und Methoden:
- San He (die drei Harmonien) untersucht die konkreten, mit bloßem Auge sichtbaren Energien der Umgebung (Landschaft, Berge, Flüsse, Gebäude usw.).
- Ba Zhai (die acht Häuser) beschäftigt sich als Teilbereich des San He mit der Aufteilung des Innenbereichs des Hauses sowie seinem energetischen Einfluss auf die Bewohner.
- San Yuan (die drei Zyklen) beschreibt die abstrakten, unsichtbaren Energien der Umgebung. Bei diesem Ansatz spielt die zeitliche Entwicklung der Energien eine wichtige Rolle.
- Xuan Kong Da Gua (geheimnisvolle Leere) vermittelt als Teilbereich des San Yuan zusätzliche Informationen, insbesondere über die Auswahl günstiger Zeitpunkte.
Der Feng-Shui-Berater verfügt also bei seiner Analyse eines Ortes im Innen- oder Außenbereich über eine Vielzahl sich ergänzender Werkzeuge, mit denen er die energetische Qualität der Umgebung genau ermitteln und dauerhaft optimieren kann.
Die Ethik
Im Mittelpunkt der Praktiken von Feng Shui steht die Ethik, die die Regeln, Grenzen und Aufgaben festlegt.
Die Regeln
Eine professionnelle Feng-Shui-Praxis erfordert eine durch einen taoistischen Meister durchgeführte, abgeschlossene Ausbildung. Zur Beobachtung des Umfelds und Datenerhebung mit dem Magnetkompass muss das Feng-Shui-Gutachten vor Ort durchgeführt werden.
Die Aufgaben
Ein Feng-Shui-Berater verbirgt niemals die Wahrheit vor seinen Kunden. Sowohl über positive als auch über negative Gesichtspunkte muss gesprochen werden.
Die Grenzen
Es gibt kein gleichbleibendes Umfeld. Jedes Analyseobjekt hat einen anderen Charakter und das Entwicklungspotential kann von Situation zu Situation variieren.
Feng Shui ist keine Wunderlösung und erfordert persönliches Engagement vom Kunden. Eine Verbesserung der Situation ist nur dann möglich, wenn dieser zur Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen bereit ist. Auf diese Weise kann jeder Kunde von seinem neuen Glückspotential profitieren und sich in die Richtung entwickeln, in die er strebt.
Meister und Schüler
Die Feng Shui Ausbildung
Über Jahrtausende hinweg wurden die traditionellen chinesischen Künste in einer langen, anspruchsvollen Ausbildung von Meister zu Schüler weitergegeben. Die zu Meistern gewordenen Schülern haben diese Lehre ihrerseits weitergegeben und somit zum Fortbestehen einer langen Tradition beigetragen. Diese Methode hatte hauptsächlich zum Ziel, die Weitergabe des Wissens auf eine begrenzte Anzahl bedeutender Personen zu beschränken.
Heute erfordert die professionelle Feng-Shui-Praxis eine Ausbildung unter Wahrung der Weitergabe dieses tausendjährigen Wissens von Meister zu Schüler. Es ist nicht möglich, sich als Autodidakt zum Praktiker oder Experten zu ernennen – geschweige denn zum Feng-Shui-Meister.
Ausbildung zum Feng-Shui-Meister
Eine zertifizierte Feng-Shui-Meisterschaft kann nicht von heute auf morgen erworben werden. Eine Tätigkeit als Feng-Shui-Meister beinhaltet nicht nur ein fundiertes technisches Fachwissen, sondern auch die formelle Achtung und Anerkennung durch andere Meister. Eine Ausbildung zum Feng-Shui-Meister erfordert daher die Erfüllung mehrerer Kriterien:
- Absolvieren einer vollständigen Ausbildung bei einem anerkannten Meister
- persönliche Ernennung zum Meister durch den eigenen Meister
- Anerkennung als Meister durch andere Meister