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Reorganisationen und neue Aktivitäten
Das Bundesgesetz von 1914 betreffend die Organisation der Bundesverwaltung schrieb vor, dass der Vorsteher des EPD nicht mehr jedes Jahr wechselte, und erteilte dem Departement erweiterte Kompetenzen im Handelsbereich, die es gemeinsam mit dem Volkswirtschaftsdepartement ausübte. Mit der Vertretung von fremden Interessen während der beiden Weltkriege und dem Beitritt der Schweiz zum Völkerbund 1920 nahmen die Aktivitäten des EPD weiter zu.
Das Departement wurde mehrere Male reorganisiert. So übernahm es ab den 1940er-Jahren zunehmend die Verantwortung für Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Finanzplatz Schweiz. Die internationale Entwicklung, die unter anderem durch die Entkolonialisierung und den Kalten Krieg geprägt war, führte dazu, dass das Departement neue Aufgaben übernahm. Im Jahr 1961 wurden spezielle Organisationseinheiten für die Entwicklungszusammenarbeit und die Beziehungen zu Europa geschaffen. Diese Bereiche bilden heute zwei Pfeiler der Schweizer Diplomatie.
Ausbau der Kompetenzen
Im Jahr 1979 wurde das Eidgenössische Politische Departement zum Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Gleichzeitig wurde der Posten eines Staatssekretärs geschaffen, der Nummer zwei im EDA. Die Kompetenzen des Departements wurden erweitert und umfassen seither unter anderem Bereiche wie Abrüstung, Menschenrechte oder Forschungspolitik. Im Jahr 2002, mit dem Beitritt der Schweiz zur UNO, wurde die Tätigkeit der Schweizer Diplomatie in internationalen Organisationen ausgebaut.
Parallel zum Wachstum an der Zentrale in Bern wurde das diplomatische und konsularische Netz der Schweiz laufend ausgebaut. Die ersten ständigen Auslandvertretungen wurden 1798 in Paris (Gesandtschaft, heute Botschaft) und Bordeaux (Konsulat) eröffnet. 2013 zählte das Aussennetz der Schweiz 173 Auslandvertretungen; darunter fallen Botschaften, Missionen, Generalkonsulate und Kooperationsbüros der DEZA.