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Menschen mit Migrationshintergrund im Rentenalter in der Schweiz
Kapitalformen nach Pierre Bourdieu als Ressourcen
Die vorliegende Bachelor Thesis gibt einen Einblick in die Situation von Menschen mit Migrationshintergrund, die in der Schweiz in das Rentenalter kommen. In der Schweiz liegt das ordentliche Rentenalter für Frauen bei 64 Jahren und für Männer bei 65 Jahren. Es werden folgende Forschungsfragen gestellt: Über welche Ressourcen dargestellt anhand von Pierre Bourdieus Kapitalformen verfügen Menschen mit Migrationshintergrund, die in der Schweiz in Rente gehen? Wie kann die Soziale Arbeit dieses spezifische Wissen in ihre Angebote integrieren, um dieser Zielgruppe gerecht zu werden? Um diese Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine deutschsprachige theoretische Arbeit verfasst, in der die Situation von Rentnern und Rentnerinnen mit Migrationshintergrund kritisch betrachtet wird.
Die Schweizer Migrationsbevölkerung wird älter und gewinnt als Zielgruppe der Sozialen Arbeit zunehmend an Bedeutung. In den 1970er-Jahren wurde davon ausgegangen, dass die Arbeitsmigrantinnen und -migranten nicht in der Schweiz integriert werden müssen, da sie in ihr Herkunftsland zurückkehren. Allerdings sind viele der jungen Arbeitsmigrantinnen und -migranten in der Schweiz geblieben und kommen nun, im Jahr 2018, vermehrt in das Rentenalter. Das ökonomische, kulturelle, soziale und körperliche Kapital der Rentnerinnen und Rentner mit Migrationshintergrund unterscheidet sich von dem der gleichaltrigen Einheimischen. Die Soziale Arbeit ist daher dazu aufgerufen, eine Sensibilisierung bzgl. Der älteren Migrantinnen und Migranten, die in Pensionierung gehen, anzustreben, diese bei Fragen zu unterstützen und zu beraten und dabei die Heterogenität der älteren Migrationsbevölkerung zu berücksichtigen.