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Jesus Christus verkündet zukünftige Offenbarungen
In den verschiedenen christlichen Gemeinschaften und Kirchen wird gelehrt, daß die Offenbarung Gottes an uns Menschen mit der Bibel abgeschlossen sei. Die katholische Kirche läßt zwar Privatoffenbarungen zu, wenn sie im Rahmen der kirchlichen Lehre bleiben, fühlt sich aber nicht an sie gebunden. In anderen Gemeinschaften sind Weissagungen sogar erwünscht, sie dürfen sich aber nicht außerhalb ihrer eigenen Bibelauslegung bewegen.
Für diese fast durchwegs ablehnende Haltung neuen Offenbarungen gegenüber wird die Bibelstelle aus dem 1. Kapitel des Hebräerbriefes, Vers 1-2 angeführt. Dort heißt es: „Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat Er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn.“ (Hebr. 1,1-2)
Zuletzt heißt nicht immer das letzte Mal und dann nie wieder. In diesem Vers ist nicht die Rede davon, daß Gott die letzte Rede an uns Menschen gehalten habe und dann weiterhin nicht mehr reden werde. Damals als der Hebräerbrief geschrieben wurde, da hatte Gott zuvor auf mancherlei Weise gesprochen, aber zuletzt durch den Sohn. Das schließt aber eine weitere Rede Gottes an uns Menschen nicht aus. Wenn ein Redner z. B. in mehreren Städten geredet hat und dann gesagt wird: „Zuletzt hat er in München geredet“, so heißt das nicht, daß er dann in Zukunft gar nicht mehr reden wird, sondern daß er die nächste Rede wieder in einer anderen Stadt halten wird.
Die Bibel enthält nicht nur keinen einzigen Text, der eine erneute Offenbarung Gottes an die Menschen ausschließt, sondern im Gegenteil viele Stellen, in denen auch von weiteren Offenbarungen in unserer Zeit die Rede ist. Es gibt kein schöneres Ereignis für einen Christen, wenn sich Jesus ihm offenbart, wie Er es im Johannesevangelium verheißen hat: „Wer Meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der Mich liebt; wer aber Mich liebt, der wird von Meinem Vater geliebt werden, und Ich werde ihn lieben und Mich ihm offenbaren.“ (Joh. 14,21) In diesem Bibelvers werden die Bedingungen dafür genannt, daß sich Jesus offenbaren kann. Wer diese Bedingungen erfüllt, dem wird Er sich dann auch offenbaren.
„Solches habe Ich zu euch gesprochen, während Ich noch bei euch bin; der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in Meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was Ich euch gesagt habe.“ (Joh. 14,25-26) - Wo ist die Erfüllung dieser Verheißung, daß der heilige Geist den Menschen alles lehren und sie an alles erinnern wird?
„Noch vieles hätte Ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird Er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn Er wird nicht von Sich Selbst reden, sondern was er hören wird, das wird Er reden, und was zukünftig ist, wird Er euch verkündigen.“ (Joh. 16,12-13)
"Noch vieles hätte Ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen." - Aus diesem Vers sehen wir, daß Jesus Seinen Jüngern gerne noch vieles gesagt hätte, was sie aber damals noch nicht ertragen konnten. Deshalb verhieß Er ihnen und allen ihren Nachfolgern den Geist der Wahrheit, der sie dann in die ganze Wahrheit leiten und der zu ihnen reden würde, d.h. der ihnen das sagen würde, was Jesus ihnen zu Seiner Erdenlebenszeit noch gerne gesagt hätte, einschließlich der Verkündigung des Zukünftigen. Wir sehen daraus, daß es für die Menschen eine Notwendigkeit ist, daß von Zeit zu Zeit neue Offenbarungen erfolgen müssen, damit die Menschheit in der Wahrheit geleitet wird. Wie ein Lehrer seinen Schülern in der ersten Klasse nur wenige grundlegende Dinge sagen und ihnen erst mit ihrem Älter- und Reiferwerden von Klasse zu Klasse mehr beibringen kann, so kann es auch Gott mit uns Menschen nicht anders machen. Deswegen sagte Paulus: "Und ich, meine Brüder, konnte nicht mit euch reden als mit geistlichen, sondern als mit fleischlichen Menschen, als mit Unmündigen in Christus. Milch habe ich euch zu trinken gegeben, und nicht feste Speise; denn ihr vertruget sie nicht, ja ihr vertraget sie jetzt noch nicht; denn ihr seid noch fleischlich." (1.Kor. 3,1-2)