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http://oberarth.ch/de/vereine/kulturspuren/kulturspur-arth/?action=showobject&object_id=7738
01.12.2020 10:41:12
|Beschreibung|
Bei der Naberi oder Wehri befand sich die Schiffsanlegestelle. Wie der Name sagt, befand sich im See ein Wehr, das die Anlegestelle vor dem Wellenschlag bei Westwind schützte.
Bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts waren die meisten Wege im Kanton Schwyz nicht befahrbar. Soweit möglich wurden Waren daher auf dem Wasser transportiert. Wichtigstes Importprodukt war das von der Landwirtschaft benötigte Salz. Aber auch Wein, Getreide und Baumaterial wurden von Zürich über den See nach Horgen, mit Saumpferden nach Zug und von dort mit dem Schiff nach Arth eingeführt.
Neben der Schiffsanlagestelle befand sich die Zollstation. Alle ein- oder ausgeführten Waren mussten bis 1874, als die revidierte Bundesverfassung die Binnenzölle aufhob, an der Kantonsgrenze verzollt werden.
Waren, Personen und Vieh wurden in Nauen transportiert und viele Uferbewohner verdienten sich ihren Lebensunterhalt als Schiffer. Ab 1852 verkehrte das erste Dampfschiff, die „Rigi“, auf dem Zugersee und der Schiffsteg wurde zur Dampfschiffanlegestelle ausgebaut. Der Personenverkehr hatte mit dem florierenden Rigitourismus erheblich zugenommen, so dass 1864 ein zweiter Dampfer, die „Stadt Zug“ und anfangs der 1870er Jahre der grosse Salondampfer „Helvetia“ den Betrieb aufnahmen. Die Dampfschifflände an der Wehri wurde 1875 aufgehoben.
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