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Ein Jahr nach der ersten Klage zerrt der US-Anbieter RPost die Schweizerische Post erneut vor Gericht.
Die Schweizerische Post hat immer noch Probleme mit dem US-amerikanischen Mail-Spezialisten RPost. Nachdem RPost im November 2009 erstmals die Post wegen angeblicher Patenrechtsverletzungen verklagt hatte
heute berichtet. Es geht erneut um die E-Mail-Plattform IncaMail, die das Versenden von "eingeschriebenen" E-Mails erlaubt.
Wie RPost in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung schreibt, habe die Post wichtige Bestimmungen des (vertraulichen) Vergleichs ignoriert und somit RPost dazu "gezwungen", eine neue Klage einzureichen. RPost will nun mittels gerichtlicher Verfügung erreichen, dass die Post den Dienst IncaMail erneut stoppen muss - schon Anfang 2010 war IncaMail aufgrund der ersten Klage für Neukunden monatelang nicht erhältlich.
"Eklatantes Fehlverhalten"
"Wir verstehen nicht, warum die Schweizer Regierung ihre Reputation aufs Spiel setzt, indem sie ihre Führungskräfte so handeln lässt", wird RPost-CEO Zafar Khan in der Mitteilung zitiert. Für das "eklatante Fehlverhalten" der Post-Verantwortlichen gebe es keine Rechtfertigung.
Nach der ersten Klage hat die Post IncaMail überarbeitet. IncaMail 3.0 basiert nun nicht mehr auf der Technologie von Privasphere. Mit diesem Schritt hat die Post aber offenbar die Patentprobleme nicht gelöst. RPost behauptet zudem, nicht nur die Patente für die USA, sondern auch für 29 weitere Länder zu besitzen, darunter die Schweiz.
Wie die Post gegenüber dem 'Tagi' sagte, hat die Klage jedoch für Kunden ausserhalb der Vereinigten Staaten derzeit keine Folgen: Für sie sei IncaMail weiterhin uneingeschränkt nutzbar. US-Kunden von IncaMail können allerdings derzeit keine Mails mehr senden, aber immerhin noch empfangen, so die Post gegenüber der Nachrichtenagentur 'sda'. Die Anwerbung von Neukunden in den USA habe man eingestellt.
Bei der Post konnte man unsere Fragen bis Redaktionsschluss nicht beantworten. (mim)