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Der namentlich nicht genannte Interessent, der fast eine halbe Milliarde Dollar für den Konzertflügel-Hersteller Steinway bietet, scheint enttarnt. Wie unter anderem das «Wall Street Journal» berichtete, soll es der bekannte Hedgefonds-Manager John Paulson sein. Die Zeitung berief sich dabei auf eingeweihte Personen. Eigentlich ist Paulson eher für Finanzwetten bekannt als für Firmenübernahmen.
Die börsennotierte Steinway Musical Instruments hatte am Montagmorgen erklärt, ein Investor habe die vorliegende Offerte des Finanzinvestor Kohlberg & Company überboten. Kohlberg & Company hat bis zu diesem Mittwoch Zeit, nachzubessern. Börsianer rechnen mit einem Bietergefecht: Der Steinway-Kurs stieg bis zum Handelsschluss in New York um gut 9 Prozent auf 39,59 Dollar - und damit noch über die Paulson zugeschriebene Offerte von 38 Dollar je Aktie.
Steinway ist einer der bekanntesten Namen in der Welt der klassischen Musik: Der deutsche Auswanderer Heinrich Engelhard Steinweg hatte das Unternehmen vor 160 Jahren in New York gegründet. Die Pianos werden noch heute im Stadtteil Queens sowie in Hamburg gebaut. Steinway stellt heute unter diversen Marken unter anderem auch Trompeten (Bach), Saxophone (Henri Selmer Paris), Schlagzeuge (Ludwig) und Hörner (C.G. Conn) her.
(tno/aho/reuters)