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In einer Online-Umfrage mit 15.569 Personen aus 18 Ländern gaben 40% der Befragten an, im nächsten Jahr Kryptowährungen zu verwenden. Die Ergebnisse der Umfrage teilte der Zahlungsriese Mastercard am Dienstag mit. Bei den Millennials ist das Interesse sogar noch höher: 67% der Befragten gaben an, für die Nutzung der Technologie offener zu sein als vor einem Jahr. Die Krypto-Adoption schreitet damit weiter voran.
15.569 Personen aus 18 Ländern und vier Regionen befragt
Das Forschungsteam von Harris Poll und Mastercard führte die Umfrage vom 26. Februar bis 10. März durch und befragte Verbraucher in vier Regionen: in Nordamerika, in Lateinamerika und der Karibik, im Nahen Osten und Afrika sowie im asiatisch-pazifischen Raum. In fünf der 18 Länder gab es mindestens 500 Befragte und in den anderen 13 Ländern mindestens 1000.
Die meisten Befragten haben ihren Sitz in den USA, Australien, Thailand, Indien, Brasilien, Kanada, Mexiko, Ägypten, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kenia, Nigeria und Südafrika, während auch kleinere Gruppen in der Dominikanischen Republik, Chile, Argentinien, Peru und Kolumbien befragt wurden.
In der Pressemitteilung von Mastercard wurde nicht erläutert, warum Europa nicht in die Umfrage einbezogen wurde, in der eigentlich auch die Nutzermeinung nach biometrischen und kontaktlosen Zahlungen erfragt wurde. Bitcoin war übrigens die einzige digitale Währung, die namentlich erwähnt wurde.
Mastercard bringt Krypto in sein Netzwerk
Das Interesse des Zahlungsriesen an der Branche ist nicht rein akademisch. Die Studie kommt wenige Monate nachdem Mastercard seinen Eintritt in den Krypto-Markt bekanntgegeben hat. Wie CoinPro.ch im Februar berichtete, plant das Unternehmen seinen Händlern noch in diesem Jahr zu ermöglichen, Zahlungen in Kryptowährungen zu erhalten. Mastercard sucht gleichzeitig auch nach Möglichkeiten, Anwendungen auf der Grundlage künftiger digitaler Währungen der Zentralbank (CBDC) zu erstellen.
„Es sind noch Arbeiten erforderlich, um die Auswahl, den Schutz und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften durch die Verbraucher sicherzustellen“, sagte Mastercard.
Das konkurrierende Kartennetzwerk Visa ist aber ebenfalls im Spiel und führt bereits Transaktionen mit dem USDC aus – einem vom US-Dollar unterstützten Ethereum-Token. PayPal wiederum lässt seine Kunden Kryptowährungen direkt auf seiner Plattform kaufen, verkaufen und ausgeben (jedoch nicht abheben) und löste wohl als erstes Fintech-Unternehmen den Bitcoin-Fieber aus. Aktuell haben die PayPal-Nutzer die Möglichkeit, in über 29 Millionen Online-Shops mit Bitcoin und Ethereum zu zahlen.
Krypto-Adoption: Mehr als zwei Drittel der Millennials sind offen für Krypto
Es wurde lange vorhergesagt, dass Millennials einer der Treiber für das zukünftige Wachstum von Bitcoin werden. Wie CoinPro.ch berichtete, sind 50 Prozent der Bitcoin-Investoren ausgerechnet Millennials.
Die neue Studie von Mastercard bestätigte, dass das Interesse der Mitglieder dieser Altersgruppe an Kryptowährung tatsächlich wächst und die Haltung der Mehrheit der Millennials allgemein positiv geworden ist. Millennials weltweit sind an Krypto-Gesprächen besonders interessiert und beteiligt. Mehr als die Hälfte (67%) stimmt zu, dass sie offener für die Nutzung von Kryptowährungen sind als vor einem Jahr.
Mangelnde Bildung scheint jedoch ein Hauptfaktor zu sein, der sie davon abhält, neue Technologien zu nutzen. Dementsprechend möchten 77% der Millennials mehr über Kryptos erfahren, während 75% der Meinung sind, dass sie Kryptowährungen wahrscheinlich nutzen würden, wenn sie deren Funktionsweise besser verstehen würden. Es ist jedoch unbekannt, wie viele der Umfrageteilnehmer Millennials sind.
Auch das Interesse der breiten Öffentlichkeit wächst
Während Millennials den Trend anführen, Kryptos positiver zu betrachten, ist auch die breite Öffentlichkeit nicht weit davon entfernt. Die Studie ergab auch, dass 4 von 10 Personen (40%) in Nordamerika, Lateinamerika und der Karibik, im Nahen Osten und in Afrika sowie im asiatisch-pazifischen Raum planen, im nächsten Jahr Kryptowährungen zu verwenden.
Der Pandemie-Lockdown im letzten Jahr hat die Menschen dazu gezwungen, alle Formen kontaktloser Zahlungsoptionen wie Kryptowährungen, biometrische, kontaktlose sowie QR-Code-Zahlungen in Betracht zu ziehen, weshalb 71 Prozent der Befragten erwarten, zukünftig weniger Bargeld zu nutzen.
Mit dem Interesse steigen auch die Erwartungen der Verbraucher
Die Pandemie hat die Menschen dazu veranlasst, flexible neue Zahlungsoptionen auszuprobieren, um das zu bekommen, was sie wollen. So gaben 66% der Befragten an, dass sie eine neue Zahlungsmethode während der Pandemie ausprobiert haben, die sie ansonsten nicht ausprobiert hätten. Mit dem steigenden Interesse und der Nachfrage der Verbraucher steigt auch die Erwartung, dass Unternehmen mehrere Möglichkeiten zum Einkaufen und Bezahlen bieten sollen.
Einzelhändler weltweit müssen ihren Verbrauchern nun eine Reihe von Zahlungslösungen anbieten, die leicht zugänglich und immer verfügbar sind. Tatsächlich gibt mehr als die Hälfte (57%) der südafrikanischen Verbraucher an, solche Unternehmen zu meiden, die keine elektronischen Zahlungen jeglicher Art akzeptieren. Darüber hinaus geben etwas mehr als zwei Drittel (77%) der südafrikanischen Befragten an, dass digitale Zahlungsmethoden ihnen sogar helfen würden, Geld zu sparen.
Kontaktlose Zahlungen zeigen Dynamik und Ausdauer
Im Q1 2021 verzeichnete Mastercard weltweit 1 Milliarde mehr kontaktlose Transaktionen im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2020. Alle Anzeichen deuten auf einen anhaltenden Wachstumspfad für kontaktlose Zahlungen: Fast 7 von 10 Verbrauchern weltweit erwarten in diesem Jahr, eine kontaktlose Karte zu verwenden.
Mit Blick auf die Zukunft tendieren digitale Währungen, mobile Geldbörsen, Wearables, biometrische Daten, kontaktlose Codes und QR-Codes sich zu neuen Zahlungstechnologien zu entwickeln, da sie ihren Nutzern mehr Komfort bieten. Das explodierende Interesse an neuen Zahlungstechnologien könnte Unternehmen dazu ermutigen, die Zahlungsoptionen an der Kasse zu erweitern.
Vertrauenswürdiger, sauberer und bequemer
Biometrische Zahlungen sind vertrauenswürdiger: Die Wahrnehmung von Sicherheit und Komfort stand im vergangenen Jahr im Vordergrund der Nutzer. So planen 38% der südafrikanischen Verbraucher, im nächsten Jahr biometrische Überprüfungsmethoden wie die Autorisierung per Fingerabdruck anzuwenden.
QR-Codes sind sauberer und bequemer: Der Wunsch der Verbraucher nach sauberen und bequemen Möglichkeiten zur Interaktion mit Händlern wird nach der Pandemie bestehen bleiben. Insgesamt 46% der Südafrikaner erwarten, im nächsten Jahr mehr Zahlungstechnologien wie QR-Codes einzusetzen.
Kontaktlose Karten und digitale Geldbörsen werden immer beliebter: Aus hygienischen Gründen entscheiden sich Verbraucher für kontaktloses Bezahlen an der Kasse und 63% der südafrikanischen Verbraucher gaben an, bereits ihre kontaktlose Karte zu verwenden, während 52% angaben, dass sie ihr Smartphone oder ihre digitale Geldbörse häufiger nutzen als andere Zahlungsmethoden im letzten Jahr.
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