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Für Mentos erzählt die über die deutschen Landesgrenzen hinaus bekannte Filmakademie die Geschichte des Mannes, der jede schwierige Entscheidung einer Münze überliess. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Die zeitweise etwas Wes-Andersonesk anmutende Optik und Machart kennt man zwar bereits, das Resultat ist aber dennoch mindestens so erfrischend wie die legendären «Freshmaker»-Spots der 80er- und 90er-Jahre. Federführend bei «The Man With A Coin» war Regie-Student Christian Schilling.
Wie immer, wenn die Filmakademie Baden-Württemberg mit einem Film auf sich aufmerksam macht, stellt sich die Frage, ob und inwiefern der gezeigte Kunde involviert war. So wurde etwa «Black Stallion» in Absprache mit einer kleinen neuseeländische Brauerei gedreht und danach von ihr verwendet. Mercedes-Benz fand den Aufsehen erregenden «Gefahren erkennen»-Spot mit Hitler als Kind wenig amüsant und verlangte zumindest eine klare Kennzeichnung, dass er nicht autorisiert ist. Volvo gab für den rabenschwarzen Spot «ABC of Death» zumindest das Einverständnis. Der weltweit gefeierte Johnnie-Walker-Spot «Dear Brother» wurde ohne Kenntnis des Whiskey-Produzenten gedreht.
Keine Unterstützung seitens Mentos
Christian Schilling hat den Spot «The Man with a Coin» im Rahmen seines dritten Studienjahres an der Filmakademie gedreht. Man habe Perfetti Van Melle, den Mutterkonzern von Mentos, vor dem Dreh kontaktiert, erklärt der Regisseur auf Anfrage der Werbewoche. Allerdings mit mässigem Erfolg: «Erst schien es als ob sie uns gut gesinnt seien, jedoch haben sie sich dann dazu entschieden uns nicht finanziell zu unterstützen. Anscheinend passte das Konzept nicht in ihre aktuelle Werbestrategie.» Während Mentos den aktuellen Slogan «Who says no to Mentos» darauf beziehe, dass niemand ein angebotenes Mentos ablehne, entscheide sich der Hauptdarsteller «The Man with a Coin» selbst dafür.
Zustande kam der Film trotz fehlender finanzieller Unterstützung seitens Mentos dennoch. «Letztendlich haben wir das Projekt dann durch Preisgelder vergangener Spots, Budget der Filmakademie, sowie aus Privatmitteln finanziert.» Und etwas Support gab’s zumindest seitens CFP Brands, dem deutschen Vertrieb von Mentos: das Unternehmen hat das Filmteam mit den im Spot sichtbaren Mentos-Rollen versorgt.
Es bleibt spannend
Ob sich Mentos trotzdem noch für den sehenswerten Spot erwärmen kann, bleibt vorerst offen. «Inzwischen haben wir den fertigen Spot der Marketingabteilung zu gesendet. Bisher haben wir keine Rückmeldung erhalten», erzählt Schilling. «Es bleibt also spannend. Mal sehen, ob sie sich melden und was sie zu dem Spot zu sagen haben. Solang lutschen wir auf unseren Mentos rum und versuchen ein Cola-Sponsoring an Land zu ziehen.» (hae)