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Der Bund stellte 2017 22,3 Millionen Franken für die humanitäre Minenräumung zur Verfügung. Damit unterstützte er die Räumung in kontaminierten Gebieten, die Aufklärung über Minengefahren, die Stärkung lokaler Kapazitäten sowie die Überwachung internationaler Verpflichtungen.
Der Jahresbericht 2017 gibt einen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse, die die Schweiz 2017 im Bereich der humanitären Minenräumung erzielt hat. Gemäss Minenstrategie 2016–2019 konzentrierte die Schweiz ihre Anstrengungen auf (1) die Einhaltung und Förderung der einschlägigen internationalen Instrumente, (2) die Räumung in kontaminierten Gebieten, die Aufklärung über Minengefahren und die Unterstützung der Opfer sowie (3) den Aufbau lokaler Kapazitäten zur Stärkung eigenverantwortlicher Massnahmen vor Ort.
Beunruhigende Trends
Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass das nachhaltige Engagement der Schweiz in diesem Bereich nach wie vor relevant ist, und dass die Anstrengungen für ein weltweites Verbot dieser Waffen weitergeführt werden müssen. Nach Jahren anhaltender Fortschritte im Kampf gegen Minen und deren Folgen für die betroffenen Menschen steigt die Zahl der Opfer von Streumunition und Personenminen wieder deutlich an. Ursache dafür ist der vermehrte Einsatz von Streumunition und Personenminen in konfliktbetroffenen Ländern, darunter Jemen, Syrien, Afghanistan, Ukraine, Irak und Myanmar. Besonders besorgniserregend ist auch der zunehmende Einsatz von unkonventionellen Personenminen durch nichtstaatliche bewaffnete Akteure.
Die Schweiz setzt sich ein für eine Welt, in der keine Menschen mehr Opfer von Personenminen, Streumunition oder explosiven Kriegsmunitionsrückständen werden und in der eine nachhaltige Entwicklung möglich ist, die die Bedürfnisse der Betroffenen deckt. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) unter Einsatz ihrer unterschiedlichen Instrumente zusammen.
Jedes Jahr wird am 4. April, am Internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr und zur Unterstützung von Antiminenprogrammen, auf die Bedrohung aufmerksam gemacht, die von Landminen ausgeht.