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Hermannstadt wurde am 26. Mai 2004 von den fünfundzwanzig EU-Kulturministern für das Jahr 2007 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt.
Deswegen fanden schon einige öffentliche Veranstaltungen statt, und es werden auch noch viele folgen. Es wurden Theaterstücke aufgeführt, und es gab verschiedene Kunst-, Musik- und Filmprogramme und Theaterstücke. In grossen, extra aufgestellten Zelten fanden auch schon viele Konzerte statt.
In Hermannstadt gibt es alljährlich diverse Festivals, darunter das „internationale Theaterfestival“. Seit den 70er Jahren besteht auch regelmässig ein international angesehenes Jazzfestival, und seit 1995 gibt es den Klavier- und Kompositionswettbewerb „Carl-Filtsch“.
Erwähnenswert sind auch das Astra-Theater und das „Radu-Stanca-Nationaltheater“. Das Nationaltheater besitzt eine deutschsprachige Abteilung.
Im Gegensatz zu den Muttenzer SchülernInnen haben die Hermannstädter drei Wochen mehr Ferien. Zu den drei Monaten Sommerferien kommen noch zwei Wochen Winter- und eine Woche Frühlingsferien. Wenn die Hermannstädter verreisen, dann meistens im Sommer für mehrere Tage bis zu ein paar Wochen. Dieses Jahr war Bulgarien ein beliebtes Ferienziel. Bleiben die Jugendlichen in Hermannstadt, gehen sie abends gerne in den Ausgang. Besucht werden das Kino, Theater, Clubs und Bars, wie z. B. das Propaganda. Je nach Häufigkeit des Ausgangs werden im Monat um die 100 Ron ausgegeben. 100 Ron entsprechen etwa 50 Schweizer Franken. Die Höhe des Taschengeldes ist wie bei uns auch individuell. Meine Austauschpartnerin z. B. bekommt jeweils so viel Geld, wie sie gerade für ihre Ausgaben benötigt.
Nachmittags halten sich viele Jugendliche in der Stadt auf um einzukaufen, etwas trinken zu gehen oder einfach nur um zu spazieren. Viele verbringen ihre Freizeit auch gerne draussen in der Natur, z. B. in einem der blumenreichen Hermannstädter Pärke, wo auch häufig Hochzeitsphotos geschossen werden. Ein berühmter Park ist der Erlenpark, ein botanischer Garten aus dem Jahre 1856, der direkt neben dem Fussballstadion liegt, in dem 20'000 Zuschauer Platz haben. In Hermannstadt gibt es auch einen Zoo, der 1928 erbaut wurde. Ausserdem gibt es Jugendgruppen wie bei uns die Pfadi oder der Blauring. Jugendcenter bestehen, wie mir gesagt wurde, keine.
Hermannstadt ist voll von Museen. Das bei Jugendlichen beliebte Astra-Freilichtmuseum ist ein Museum über die bäuerliche Zivilisation. Ausserdem gibt es das Brukenthalmuseum, das Eisenbahnmuseum am Bahnhofsgelände, das Naturhistorische Museum und das Emil-Sigerus-Museum für siebenbürgisch-sächsische Volkskunde und –kunst.
In der Freizeit wird auch gerne ein Instrument gespielt und Sport getrieben. Beim Musizieren ist die Gitarre ein beliebtes Instrument. Beim Sport ist bei den Jungen Fussball sehr gefragt. Bei uns machen jedoch mehr Jugendliche regelmässig Sport. Fitnesscenter sind in Hermannstadt auch vorhanden. In der Schule wird zudem Volkstanz unterrichtet und später als Freifach angeboten. Für das Freifach braucht man aber einen Tanzpartner/eine Tanzpartnerin. Die Volkstänze werden dann in regionstypischen Trachten an Festen oder Schulaufführungen vorgeführt.
Wie ich selbst gemerkt habe, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Tag in Hermannstadt zu verbringen. Es gibt viele Kaffees, in denen man gemütlich sitzen, sich unterhalten und etwas trinken kann. Wenn man durch die Strasse geht, die vom grossen Dorfplatz her wegführt, kann man viele Menschen sehen, die draussen sitzen und ihr Getränk mit einem guten Stück Kuchen geniessen. In den Strassen sind immer viele Leute unterwegs nach dem Motto „sehen und gesehen werden“. Hermannstadt ist eine Stadt, die immer in Bewegung ist. Abends kann man in Clubs gehen, wie z. B. ins Chill Out, wo man so richtig abtanzen kann. In den Clubs und Bars läuft meistens House und Trance Musik. Wie ich jetzt weiss, feiern die Hermannstädter unglaublich gerne Partys.
Salome