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Noch immer sind die USA Branchenleader in Sachen Militärausgaben. Derzeit entfallen mehr als 43 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben auf die Grossmacht.
Doch Asien holt auf. Erstmals hätten diese Länder mehr Geld für Rüstung ausgegeben als die Nato-Länder in Europa, heisst es im neuen Bericht des Londoner Institutes für Strategische Studien (IISS).
Allein China habe seine Verteidigungsausgaben von 2011 auf 2012 um 8,3 Prozent gesteigert. In ganz Asien seien die Rüstungsetats um durchschnittlich knapp fünf Prozent auf insgesamt 287,4 Milliarden Dollar gewachsen. Gleichzeitig seien die Militärausgaben in Europa wegen Einsparungen auf das Niveau von 2006 geschrumpft.
Nordkorea, das im Februar seinen dritten Atomtest unternommen hatte, baue sein Militär weiter aus, erklärte das IISS. Das Land verfüge inzwischen über ausreichend Plutonium für vier bis zwölf Atomwaffen. Mit seinem Programm zur Anreicherung von Uran könne das isolierte Land ausserdem spaltbares Material für ein bis zwei weitere Atombomben pro Jahr erzeugen. Zudem verfüge Nordkorea über Kurz- und Mittelstreckenraketen sowie das drittgrösste Chemiewaffen-Arsenal der Welt und vermutlich auch biologische Kampfstoffe.