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Der Gegenstand oder das Objekt als solcher ist ein sprachlich verwendeter Begriff einer kognitiven Manifestation, die durch Sinnesreize und durch Denkprozesse ausgelöst wird. Das Erkennen eines Gegenstands ist Ausgangsbedingung für den weiteren Erkenntnisgewinn, für die Anwendung des Gegenstands oder für die Kommunikation über den Gegenstand. Der Begriff kann „alles meinen, wovon überhaupt die Rede ist“. Üblicherweise bezeichnet der Begriff keine Lebewesen, es sei denn in der materialistisch-biologisch bestimmten wissenschaftlich-psychologischen Literatur. Besonders seit Immanuel Kant wird Gegenstand als Bezeichnung für alles das begriffen, was dem Subjekt als erkennendem Ich in der Außenwelt „gegenübersteht“. Das deutsche Wort „Gegenstand“ ist eine Substantivbildung aus „gegenstehen“ beziehungsweise „entgegenstehen“. Das Dictionarum latinogermanicum des Petrus Dasypodius (1536) enthielt den Begriff noch nicht. Das Substantiv entwickelte sich nach dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm aus dem Verb „gegenstehen“. Die Brüder Grimm führten das Wort auf den Schriftsteller Johann Fischart zurück, der im Jahre 1579 in seinem erfolgreichen Buch Binenkorb Des Heyl. Römischen Imenschwarms schrieb: „Von der zeit an sind allezeit vil tapfere männer in der wehr und rüstung gewesen, welche mit schreiben und predigen dem papst gegenstand gehalten haben“. Darauf bezieht sich auch der Rechtswissenschaftler Gerhard Köbler. Seit dem 16. Jahrhundert wird es in der heutigen Bedeutung verwendet. Seit dem 18. Jahrhundert wird es – statt zuvor „Gegenwurf“ oder „Widerschein“ fachsprachlich in philosophischen Kontexten als Entsprechung zu lateinisch obiectum (das Entgegengeworfene) gebraucht. Erst seit dem 19. Jahrhundert ist das Adjektiv gegenständlich in Gebrauch, um Anschauliches und Konkretes, wie beispielsweise einen Gebrauchsgegenstand, vom Abstrakten abzugrenzen. Im Bereich der Bildenden Kunst wird Gegenständliche Malerei beispielsweise von abstrakter, konstruktivistischer Malerei abgegrenzt.
Die Objektkunst ist eine weitere Kunstform, in der vorgefundene, bearbeitete oder verfremdete Gegenstände zum Kunstwerk werden. Ein Beispiel ist der Stierschädel (1942), auch (Fahrradsattel) von Pablo Picasso.
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