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Das Wort Fiktion huscht durch meinen Körper und ich schreibe die Wörter «real» und «world» auf einen Zettel und denke, dass der Spuk der Fiktion nicht jenes dort sei, sondern es ist das hier der Universität. Das kurz aus dem Feld draussen sein und in den Komfort der akademischen Welt (wieder) eintauchen, fühlt sich wie ein Verrat an den «real people» in der «real world» an.
Eintauchen und Aushalten
Es wäre vereinfachend, die eben formulierte Zweiteilung in eine echte (reale) versus eine fiktive Welt einfach so stehen zu lassen, aber sie ist hilfreich, um die eigenartige Position zu benennen, in der sich eine Ethnographin befindet. Um diese Spannung zu verstehen, spricht der Anthropologe Michael Jackson von zwei unterschiedlichen Formen, ein soziales Feld zu erfahren. Die erste Erfahrung nennt er «from within», die es der Ethnographin verunmöglicht, sich selbst in ihrem Feld ganz zu erkennen und es ihr erschwert abzuwägen, was sie selbst tut und sagt. Ich übersetzte es für mich als ein Eintauchen und Aushalten von Widersprüchen, Unerwartetem und Ohnmacht, als ein intensives Erleben und Mitleben von dem, was sich an einem jeweiligen Forschungsort offenbart.
Das «from without» hingegen tritt ein, wenn die Ethnographin selbst nicht mehr im Feld anwesend ist und rückblickt auf das Gelebte, Gedachte und Empfundene. Jackson betont das Oszillieren der beiden Phänomene als ein Hin-und-her-Wandern zwischen «engagement» und «disengagement».