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Es gilt zu erwähnen, dass ein Aktionärsdarlehen sowohl ein Guthaben des Unternehmens (Darlehen auf der Aktivseite der Bilanz) als auch eine Schuld des Unternehmens (Darlehen auf der Passivseite der Bilanz) darstellen kann.
Drittvergleich: Im Steuerrecht gilt stets der Grundsatz des Drittvergleichs. Bei Aktionärsdarlehen gilt es beispielsweise die Marktkonformität der bezahlten Zinsen zu berücksichtigen, aber auch die Vereinbarungen in Bezug auf Rückzahlung und Sicherheiten.
Simulierte Darlehen: Die Steuerverwaltung kann unter Umständen ein Aktivdarlehen der Gesellschaft an ihre Aktionäre als simuliert bzw. fiktiv ansehen. Dies kann der Fall sein, wenn keine marktkonformen Zinsen vereinbart werden, keine Sicherheiten bestehen, keine angemessenen Gegenleistungen erhalten werden oder aber eine geringe Rückzahlungswahrscheinlichkeit besteht. Es erfolgt eine Umqualifizierung in eine verdeckte Gewinnausschüttung. Bei den Aktionären wird eine solche geldwerte Leistung steuerlich wie ein Dividendenertrag behandelt. Für die Gesellschaft stellt das Aktivdarlehen keine werthaltige Position dar und muss abgeschrieben werden. Die Abschreibung ist jedoch aufgrund des Nonvaleurs steuerlich nicht geschäftsmässig begründet und reduziert deshalb den steuerbaren Gewinn nicht. Verdeckte Gewinnausschüttungen unterliegen zudem der Verrechnungssteuer von 35 %, die unter Umständen vom Aktionär zurückgefordert werden kann.
Deshalb ist es bei Aktionärsdarlehen äusserst wichtig zu beachten, dass diese zu Drittkonditionen abgeschlossen werden.