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Westafrikanische Staaten planen nukleare Zusammenarbeit
Am Treffen Ende Juli 2015, das auf Einladung des nigrischen Präsidenten, Mahamadou Issoufou, und der Nigerien Atomic Energy High Authority (NAEHA) einberufen wurde, nahmen Delegationen aus Benin, Burkina Faso, Ghana, Mali, Niger, Nigeria und Senegal teil. Auch Vertreter der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) und der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) wirkten mit. Sie diskutierten die Möglichkeit, ein regionales Kernenergieprogramm in Westafrika zu entwickeln.
Das Treffen in Niamey ist mit der Absicht der ECOWAS verbunden, ein westafrikanisches Verbundnetz zu realisieren. Auftrieb erhält dieses Verbundnetz durch die Finanzierung der ersten Phase des ostafrikanischen Energieintegrationsprogramms durch die Weltbank mit USD 1,3 Mrd. (CHF 1,27 Mrd.). Im Rahmen dieses Programms soll ein ostafrikanisches Verbundnetz entstehen.
Kernenergie erfüllt verschiedene Bedürfnisse
Mit der in Niamey entworfenen Absichtserklärung anerkennen die Parteien die mögliche Rolle der Kernenergie, verschiedenste Bedürfnisse der westafrikanischen Region zu erfüllen: wie die wirtschaftliche Entwicklung und Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung, anhaltendes Wachstum im Energiesektor, nachhaltige Entwicklung der Länder und saubere Grundlast-Stromerzeugung als Reaktion auf die Auswirkungen des Klimawandels. Die einzelnen Staaten würden auf unterschiedliche Weise das Kernenergieprogramm anpacken und ihre endgültige Beteiligung werde ebenfalls abweichend sein, hält der Entwurf fest. Die Absichtserklärung tritt in Kraft, sobald die Unterschrift vierer Staaten vorliegt.
Die unter der Schirmherrschaft der IAEO durchgeführte African Conference on Energy and Nuclear Power vom April 2015 in Mombasa hatte empfohlen, dass die westafrikanischen Staaten eine subregionale Gruppe für die Entwicklung und Umsetzung eines Kernenergieprogramms gründen.