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Die EU-Kommission braucht anscheinend dringend ein neues Cyber Centre. In einer Ausschreibung vom 25. Oktober sucht sie einen Anbieter, der die neue Einrichtung "EU Cybersecurity situational awareness and analysis centre" aufbaut. Schon bis spätestens zum 14. November müssen sich Interessierte melden. Die Ausschreibung läuft also lediglich 3 Wochen – die Hälfte der üblichen Mindestspanne.
Man wolle nach der militärischen Bedrohung durch Russland nun "weitere Schritte machen, um kriminelles Verhalten im Cyberspace zu verhindern". 22 Millionen Euro kostet der Schnellauftrag und innert 48 Monaten soll er ausgeführt sein. Es bestehe ein dringender Bedarf, "die Überwachung von Cyber-Bedrohungen und die Analyse ihrer potenziellen Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen zu verbessern".
Der Auftragsnehmer soll während dieser Zeit unter anderem ein "Dashboard" programmieren, das strategische Informationen über die Cybersicherheitslage enthält und helfen soll, Daten über Vorfälle und Bedrohungen in Echtzeit zu sammeln. Man wolle auch ein neues physisches Lagezentrum errichten, heisst es in der Ausschreibung weiter. Das Zentrum soll ausserdem vollständige Interoperabilität mit den EU-Einrichtungen gewährleisten, die für die Analyse der Cybersicherheit und der Lage zuständig sind.
Wenn das Lagezentrum einmal in vollem Betrieb ist, soll es bei der Bewältigung von Bedrohungen und Schwachstellen, die wichtige EU-Infrastrukturen betreffen, helfen. Zudem soll es auch dem Zentrum für die Koordination von Notfallmassnahmen (ERCC) zur Seite stehen.
Branchenkenner sind von der Idee eines neuen Cyberzentrums jedoch nicht begeistert. Man wünsche sich lieber zusätzliche Mittel für bestehende Einrichtungen wie Enisa (European Union Agency for Cybersecurity), Cyclone (European Union Agency for Cybersecurity) oder Cert-EU (European Union Agency for Cybersecurity), sagen sie gegenüber 'Heise'
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