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Therapie
Medikamentöse Therapie
Jeder Patient mit einer PAVK sollte einen so genannten Thrombozytenaggregationshemmer erhalten, der das Aneinanderkleben von Blutplättchen verhindert und so einer Verschlechterung der Erkrankung vorbeugt. In der Regel ist das ein Aspirin (Acetylsalicylsäure, ASS) in niedriger Dosierung (100 mg pro Tag, z.B. Aspirin cardio). Zusätzlich wird das Cholesterin mit einem Statin (Cholesterinsenker) auf niedrige Werte gesenkt.
Gehtraining
Durch ein konsequentes Trainingsprogramm wird der Körper dazu stimuliert, arterielle Umgehungskreisläufe um die verschlossenen Arterien herum zu bilden. Durch regelmässiges Gehtraining kann die schmerzfreie Gehstrecke deutlich verlängert werden und häufig die Beschwerden in tolerierbare Ausmasse reduzieren. Die Klinik für Angiologie bietet ein strukturiertes Gehtraining an, bei dem in der Gruppe unter Aufsicht eines Physiotherapeuten gemeinsam geübt wird. Die Kosten für dieses strukturierte Gehtraining werden von den Krankenkassen getragen. Am Anfang und am Ende des Trainingsprogramms wird eine Laufbanduntersuchung durchgeführt um den Erfolg der Übungen zu dokumentieren.
Perkutane transluminale Angioplastie (PTA) = Ballondilatation
Bei der Ballondilatation wird das arterielle Blutgefäss mittels eines Ballonkatheters aufgedehnt. Der Katheter wird nach lokaler Betäubung in ein Leistengefäss eingeführt. Der Eingriff ist in den meisten Fällen erfolgreich und wird im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts auf der angiologischen Station durchgeführt. Komplikationen der PTA sind sehr selten und betreffen dann meist die Punktionsstelle und sind nicht gefährlich.
Stent-Implantation
Ist das Ergebnis nach einer alleinigen Ballondilatation nicht zufriedenstellend kann auch noch eine Gefässstütze in die Arterie (Stent) implantiert werden. Hier gibt es verschiedenste Modelle, insbesondere auch Stents, die mit Medikamenten beschichtet sind, die ein Wiederauftreten der Verengung verhindern sollen.
Bypass-Operation
Bei einer schweren Durchblutungsstörung besteht die Möglichkeit einen Bypass operativ anzulegen, falls das Blutgefäss nicht mit einem Kathetereingriff (PTA) eröffnet werden kann. Man unterscheidet zwischen Bypässen aus körpereigenen Venen und verschiedenste Kunststoffprothesen.