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Bild: iStock, bruev | Legende: Statue von Vasco da
Gama in Goa, Indien
Die Schifffahrt ist uralt, bereits die alten Ägypter reisten vor über 4000 Jahren mit dem Schiff. Auch Griechen, Römer und Wikinger legten auf dem Weg in fremde Länder Tausende von Kilometern auf dem Seeweg zurück.
Die Navigation spielt eine zentrale Rolle in der Seefahrt. Das Wissen über bestimmte Orientierungshilfen wie das Beobachten der Sonne, des Mondes und der Sterne, aber auch des Windes und der Windrichtung wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Aus verschiedensten Seewegsbeschreibungen entwickelten sich ab dem 13. Jahrhundert die ersten mittelalterlichen Karten. Sie ermöglichten es den Seefahrern, nach einer Vorlage den Kurs zu bestimmen.
Es waren vor allem portugiesische und spanische Seefahrer, die einen Seeweg nach Indien suchten, um dort Handel betreiben zu können. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts sollte dies gelingen. Der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Dias schaffte es bis zur südlichsten Landspitze Afrikas. Damit konnte aufgezeigt werden, dass der Indische Ozean kein Binnenmeer ist, wie man damals noch glaubte. Den endgültigen Nachweis, dass Indien auf dem Seeweg (der sogenannten «Gewürzroute») zu erreichen war, erbrachte Vasco da Gama, der 1498 als erster Europäer mit einer kleinen Flotte im indischen Calicut eintraf. Die Erschliessung dieses Seeweges eröffnete mehreren christlichen Staaten Europas die Möglichkeit direkten Handels mit Asien und die Erzielung hoher Profite, die in den folgenden Jahrhunderten zum Antrieb für die koloniale Expansion Europas wurden.
Das Leben an Bord war und ist teilweise noch von Hierarchie, Gehorsam und Verantwortung bestimmt. Der Kapitän ist noch heute derjenige, der die Gesamtverantwortung trägt und besondere Befugnisse hat, mehr als es beispielsweise im Land- oder Luftverkehr üblich ist. Im Zuge der Technisierung und Rationalisierung wurden die Schiffsbesatzungen massiv kleiner. Heutzutage müssen die Seeleute (auch Matrosen genannt) stärker in verschiedene Richtungen qualifiziert sein und neben den nautischen Kompetenzen auch über technische Fähigkeiten verfügen. Das Leben an Bord ist zwar heute komfortabler als früher, dafür sind die Liegezeiten in den Häfen sehr kurz geworden.
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