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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Thomas Wallner:
Die Topographische Karte des Kantons Solthurn von Urs Josef Walker
Cartographica Helvetica 11 (1995) 11–17
Zusammenfassung:
Der mathematisch begabte Urs Josef Walker (1800–1855) aus Solothurn absolvierte nach Studien in Zürich und München in Thun eine militärische Ausbildung. Er wurde unter der Aufsicht des späteren Generals Guillaume Henri Dufour zum Offizier und Geometer patentiert.
Walkers militärische Laufbahn als Hauptmann und Leiter einer kantonalen Militärschule war nur bedingt erfolgreich. Vor allem der anfänglich begeistere Dufour gab schlechte Qualifikationen ab. Als anerkannter Geometer fand Walker aber rasch Zugang zu einem illustren Kreis von Solothurner Naturforschern. Mit dem berühmten Geologen Franz Josef Hugi und dem Zeichner Martin Disteli unternahm er verschiedene Forschungsexpeditionen in die Schweizer Alpen.
Im Jahre 1828 erhielt Walker von der Regierung des Kantons Solothurn den Auftrag, eine Landkarte des Kantons Solothurn zu erstellen. Er konnte sich dabei zum Teil auf vorhandene Triangulationsmessungen von Johann Baptist Altermatt und Antoine-Joseph Buchwalder abstützen.
Die in den Jahren 1828 bis 1832 aufgenommene Karte wurde von der bekannten Lithographieanstalt Engelmann & Co. in Paris in Stein gestochen. Die grossformatige, 94 x 80 cm messende einfarbige Karte im Massstab 1:60 000 erschien 1832 und diente zum Teil als Grundlage für die Topographische Karte der Schweiz («Dufourkarte») 1:100 000.
Ein weiteres Werk Walkers war die Höhenkarte der Schweiz, publiziert 1841. Die darin enthaltenen Geländeprofile zeichnete er nach den trigonometrischen Bestimmungen von Weiss, d'Ostervald, Buchwalder, Eschmann und Berchtold sowie nach barometrischen Beobachtungen von Saussure, Kasthofer, Merian, Hugi und Frei.
Bibliographische Anmerkung