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Das sechste Rennwochenende der DTM-Saison 2019 führt R-Motorsport am 10. und 11. August auf den britischen Traditionskurs in Brands Hatch. Zum Ende des zweiten Saisondrittels erwartet das Team dort nicht nur das Heimrennen von Aston Martin sowie den Fahrern Jake Dennis und Paul Di Resta, sondern auch ein veränderter Zeitplan. So wird in der englischen Grafschaft Kent, etwa 30 Kilometer südöstlich von London gelegen, nur am Samstag und Sonntag gefahren.
Entsprechend entfallen die beiden Freien Trainings am Freitag. Stattdessen findet das einzige 45-minütige Freie Training des Wochenendes am Samstag um 10:00 Uhr CEST kurz vor dem ersten Qualifying (11:50 Uhr CEST) statt. Für die Fahrer und Teams bedeutet das weniger Abstimmungs- und Vorbereitungszeit. Der Start für das erste Rennen erfolgt am Samstag um 14:30 Uhr CEST (ab 14:00 Uhr CEST live auf SAT.1). Am Sonntag folgen das zweite Qualifying (11:00 Uhr CEST) sowie das zweite Rennen (14:30 Uhr CEST, ab 14:00 Uhr CEST live auf SAT.1).
Die DTM startet nach dem Vorjahr zum zweiten Mal auf der 3,908 km langen Grand-Prix-Streckenvariante in Brands Hatch. Zwischen 2006 und 2013 fanden bereits acht Rennen auf der 1,929 km kurzen Indy-Variante statt. Paul Di Resta ist mit insgesamt drei Siegen der erfolgreichste DTM-Fahrer bei seinem Heimrennen. Seit dem Vorjahr hält er in 1:19.943 Minuten auch den DTM-Streckenrekord auf dem Grand-Prix-Kurs.
Die neuen DTM-Turbo-Fahrzeuge werden in Brands Hatch Topspeeds von bis zu 255 km/h erreichen. Die schnellste Kurve ist die Zielkurve Hawthorns, die mit 198 km/h bei einer Querbeschleunigung von 2,4 G durchfahren wird. Die langsamste Stelle der Strecke ist Druids, eine Haarnadelkuve, die mit 98 km/h genommen wird. Im Verlauf einer Runde auf dem 3,908 km langen Kurs wechseln die Fahrer 32 Mal die Gänge.
Stimmen zum Rennwochenende in Brands Hatch
Jake Dennis: „Ich bin noch nicht viele Rennen in Brands Hatch gefahren und verbinde deshalb auch keine besonderen Erinnerungen damit. Mein schönstes Erlebnis war sicherlich, als ich das erste Mal auf dem Grand-Prix-Kurs fahren durfte. Am besten finde ich, dass die Auslaufzonen ausschließlich aus Gras und Kies bestehen. Ich bin einfach ein großer Freund von „Old-School”-Strecken wie dieser. Das erste Mal bin ich 2017 in der GT3 in Brands Hatch gefahren. Das Ergebnis war positiv und ich habe in beiden Rennen gepunktet. Vor diesem Rennwochenende müssen wir jedoch realistisch sein. Das Qualifying wird besonders viel Spaß machen, wenn wir mit dem Auto bis an sein absolutes Limit gehen. Das Rennen wird aber hart, da es in Brands Hatch fast unmöglich ist, zu überholen. Sollte der Reifenabbau hoch ausfallen, ist allerdings alles möglich.”
Paul Di Resta: „Das DTM-Rennwochenende in Brands Hatch ist für mich natürlich ein ganz besonderes, schließlich ist es mein Heimrennen. Wenn ich auf die letzten drei Jahre zurückblicke, ist mein Sieg aus dem Vorjahr natürlich mit ganz speziellen Erinnerungen verbunden, besonders da es nach Misano der zweite Sieg in Folge war. Es wäre jedoch naiv, zu glauben, dass wir diesen Erfolg in diesem Jahr wiederholen könnten. Trotzdem möchten wir unseren Aufwärtstrend aus Assen, wo wir eine doppelte Punkteankunft erzielen konnten, mit kleinen Verbesserungen fortsetzen und ein weiteres gutes Ergebnis einfahren. Brands Hatch ist eine echte „Old-School”-Strecke, das gefällt mir. Sie bietet einige extrem schwierige Kurven mit wenig Auslaufzonen. Die erste Kurve, Paddock Hill, sticht durch ihre Überhöhung heraus. Ich bin 2003 zum ersten Mal in Brands Hatch gefahren. Damals in der Formel Renault Winterserie an einem nassen November-Tag. Das Rennen war für mich nicht erfolgreich, aber charakterbildend.”
Ferdinand von Habsburg: „Die einzigartige Geschichte dieser legendären Strecke ist absolut beeindruckend und es wird für mich ein ganz besonderer Moment werden, mit einem Aston Martin Vantage DTM dort zu fahren und dadurch ein Teil ihrer Geschichte zu werden. Ich starte zum ersten Mal in Brands Hatch, aber ich bin den Kurs schon oft in meinem Simulator gefahren und liebe ihn schon jetzt. Die interessanteste Stelle ist wahrscheinlich die erste Kurve, Paddock Hill Bend – das ist meine absolute Lieblingskurve. Die Strecke bietet viele Höhenunterschiede und einige schwierige Kurven, die blind genommen werden. Dazu gehören Paddock Hill Bend und die lange High-Speed-Passage auf dem Grand-Prix-Kurs, auf der man mit vollem Einsatz fahren muss. Mein Ziel ist es, an diesem Rennwochenende in zwei spannenden Rennen hoffentlich weitere Punkte einzufahren! Dabei wird das DRS eine Schlüsselrolle einnehmen.”
Daniel Juncadella: „Ich freue mich riesig auf Brands Hatch. Dort konnte ich vor einem Jahr meine zweite Pole Position und meinen ersten Sieg in der DTM einfahren. Entsprechend verbinde ich großartige Erinnerungen mit dieser Strecke. Gleichzeitig fahre ich zum ersten Mal für einen britischen Hersteller in Großbritannien – dadurch wird das Rennwochenende zu einem ganz besonderen Erlebnis für mich. Die Strecke ist fantastisch, aber technisch auch sehr anspruchsvoll. Die interessantesten Stellen sind die schnellen Rechtskurven im zweiten Sektor. Zum ersten Mal bin ich 2012 in der Formel 3 in Brands Hatch gefahren. Ich stand damals zweimal auf der Pole Position, bin aber leider nur Zweiter geworden. Wie üblich spielen meine Erwartungen keine besondere Rolle bei meiner Vorbereitung auf das Rennwochenende. Mein Ziel ist es, weiter hart mit dem Team zu arbeiten, um 101 Prozent aus dem vorhandenen Paket herauszuholen. Wenn uns das gelingt, sollten wir gut aufgestellt sein, um ein gutes Ergebnis einzufahren.”
Dr. Florian Kamelger, Team Principal: „Das DTM-Rennwochenende in Brands Hatch hat für uns eine besondere Bedeutung, denn dort werden wir die Heimat-Premiere des Aston Martin Vantage DTM in England feiern. Erstmals können die britischen Fans Aston Martin bei ihrem DTM ‚Home Race’ vor Ort live erleben. Darüber hinaus werden uns auch die Teammitglieder von R-Motorsport, die ansonsten für das GT3-Programm im Einsatz sind, zusammen mit Mitarbeitern von Aston Martin Lagonda Ltd. als Gäste des DTM-Teams in Brands Hatch die Daumen drücken. Die Mannschaft wird wie immer alles geben, um den am Norisring und zuletzt in Assen erkennbaren Aufwärtstrend, auf dem klassischen, knapp vier Kilometer langen ehemaligen Grand-Prix-Kurs in der Grafschaft Kent fortzusetzen. Punkteresultate, wie bei den vergangenen zwei DTM-Wochenenden, wären beim Aston Martin-Heimspiel für uns natürlich ein wichtiges weiteres Highlight in dieser Saison.”
Pressemitteilung R-Motorsport