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Die Tuberkulose ist nach wie vor die grösste Krankheitslast in Indien. Für über 60% der Tuberkulose-Kranken stellen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte die erste Anlaufstelle dar. Um die Tuberkulose wirksam anzugehen, braucht es eine Zusammenarbeit zwischen den privaten Gesundheitsversorgern und den staatlichen Stellen. Das revidierte nationale Tuberkulose-Kontrollprogramm (Revised National TB Control Program, RNTCP) unterstützt nun die an der Bekämpfung der Tuberkulose beteiligten NGOs mit Sach- und Finanzhilfe.In Westbengalen ist die Organisation Child in Need Institute (CINI) für die Koordination der Tuberkulose-Aktivitäten zuständig. CINI ist eine indische NGO und eine der wichtigsten Institutionen im Land, die sich für Kinder einsetzt, die von Armut betroffenen sind. Für die Umsetzung der Massnahmen zur Tuberkulose-Bekämpfung wurde von CINI unter anderen Calcutta Rescue als Partnerorganisation ausgewählt. Seit Juni 2017 führen Mitarbeitende von Calcutta Rescue in den nördlichen Stadtteilen von Kolkata Sensibilisierungsaktionen durch. Zudem identifizieren sie Personen mit Verdacht auf Tuberkulose und überweisen sie zur Testung an die entsprechenden Stellen. Wenn eine Tuberkulose bestätigt wird, wird eine medikamentöse Therapie eingeleitet. Calcutta Rescue begleitet die Kranken während der mehrmonatigen Behandlung, überwacht die Medikamenteneinnahme und veranlasst die Verlaufskontrollen bis zur vollständigen Heilung. Das Team von Calcutta Rescue hat bereits viele Tuberkulose-Kranke identifizieren und überweisen können. Im Durchschnitt sind es etwa 7-8 Personen pro Monat. Sie alle werden von Calcutta Rescue engmaschig betreut. Wenn man weiss, dass ein Tuberkulose-Patient bis 18 Personen pro Jahr anstecken könnte, zeigt sich die absolute Notwendigkeit dieser Kampagnen.