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Alle Formen von Tabak machen, unabhängig davon wie sie konsumiert werden, nikotinabhängig und erhöhen das Risiko für Erkrankungen und vorzeitigen Tod. Die mit dem Zigarettenkonsum verbundenen Risiken sind meist ziemlich bekannt, aber die Konsequenzen des Snus-, Snuff- oder Shisha-Konsums werden oft noch unterschätzt.
Weitere Informationen über die Wirkungen von nicht gerauchtem Tabak [nur in französischer Sprache]
Raucht man eine Stunde lang eine Wasserpfeife, inhaliert man 100- bis 200-mal mehr Tabakrauch als mit einer Zigarette.
Der Tabakrauch enthält verschiedene Giftstoffe, wie beispielsweise Schwermetalle. Einige dieser Stoffe sind in der Wasserpfeife in grösseren Mengen als in der Zigarette enthalten. Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung, filtert das Wasser der Shisha die im Tabak enthaltenen Giftstoffe nicht heraus. Damit birgt der Rauch von Wasserpfeifen die gleichen Gesundheitsrisiken wie Zigarettenrauch: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Erkrankungen der Atemwege.
Selbst nachdem der Rauch das Wasser in der Wasserpfeife passiert hat, enthält er noch Nikotin. Daher besteht auch hier das Risiko einer Abhängigkeit.
Ausserdem entstehen bei der Verbrennung der in der Pfeife verwendeten Kohle beträchtliche Mengen an Kohlenmonoxid. Dieses wird von den Rauchenden wie beim Zigarettenrauchen aufgenommen, allerdings in wesentlich grösseren Mengen. Auch das Passivrauchen (Aufnahme des durch die Kohle erzeugten Kohlenmonoxids) birgt beträchtliche Gesundheitsrisiken.
Bei Snus (Verkauf in der Schweiz verboten) und Kautabak gelangt das Nikotin über die Mundschleimhaut in den Körper. Dabei wird das Zahnfleisch geschädigt und die Zähne verfärben sich. Für die Konsumierenden besteht ein erhöhtes Risiko an Zungen-, Mundhöhlen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Ebenfalls ist eine Nikotinabhängigkeit zu befürchten.
Bei Schnupftabak handelt es sich um ein Tabakpuder, welches über die Nasenschleimhäute aufgenommen wird. Dabei kann es zu Entzündungen der Nasenschleimhäute kommen und der Geruchssinn kann sich verändern. Es bestehen Krebs- und Abhängigkeitsrisiken.
Um den Geschmack der Jugendlichen zu treffen, fügen die Tabakproduzenten ihren Produkten unterschiedliche Aromastoffe bei und begünstigen damit den Einstieg in den Tabakkonsum. Die Auswirkungen dieser Substanzen auf den Organismus sind derzeit noch nicht bekannt.
Zigarren enthalten viel mehr Nikotin und Kohlenmonoxid als Zigaretten. Neben dem Lungenkrebsrisiko besteht für die Rauchenden auch ein besonders erhöhtes Risiko für Mundhöhlen-, Kehlkopf- und Rachenkrebs.