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Die Forderung kam von Kantonsrat Josef Gemperle (CVP, Fischingen). Er hatte den Antrag gestellt, der Regierungsrat solle einen Bericht zum Thurgauer Stromnetz erstellen lassen. Dieser solle sich mit dem Zustand und der Ausbaufähigkeit, aber auch der zukünftigen Ausgestaltung der Stromnetze und Netzstrukturen im Thurgau befassen.
Gemperle rennt offene Türen ein
Gemperle rannte beim Regierungsrat offene Türen ein. Auch der Regierungsrat hält es für sinnvoll, einen solchen Bericht zu erstellen. Die Stromversorgung im Thurgau basiere hauptsächlich auf einer zentralen Produktion mit grossen Kraftwerken und anschliessender Verteilung über das EKT-Netz und die Netze der rund hundert Endverteilunternehmen (EVU). Das EKT-Netz und die Netze der meisten EVU befänden sich in einem guten Zustand. Jährlich würden einige Millionen Franken in den Unterhalt und die Erneuerung dieser Netze investiert.
Eher kleinere Strommengen
Es zeichne sich aber ab, dass die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes und die angestrebte Versorgung des Kantons ohne Kernenergie neue Anforderungen an die Netze stellen würden. Man werde vermehrt dezentrale Produktionsanlagen einsetzen und deren Strom in mittleren und kleineren Mengen ins Netz einspeisen müssen, schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort auf Gemperles Antrag. Was dies für den Betrieb der Netze bedeute und welche Ausbauschritte notwendig würden, werde sich erst mit der Zeit zeigen. Es mache deshalb Sinn, diese Fragen mit einem Bericht zu untersuchen, meint der Regierungsrat. Auch zeitlich erscheine ihm der Moment günstig: Der Bericht könne an die Energiestrategie 2050 und an das sich in Arbeit befindende Konzept für eine Stromversorgung ohne Kernenergie anschliessen.