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Laut “The Art of War” gelten folgende Punkte:
- Der Krieg ist für den Sieg da und nicht fürs Durchhalten.
- Damit man einen Sieg erringt, sollte man seinen Feind kennen und sich selbst.
Der Krieg wird also zu einer sicheren Sache. Doch, wenn es sowieso sicher ist, dass man etwas erreicht, wieso sollte man dann dafür kämpfen? Der Lohn müsste dann ja auch freiwillig kommen, ohne dass man gegen/um etwas kämpft. Der Lohn besteht dann darin, dass es verdient ist und nicht, dass man es sich genommen hat. Doch natürlich ist es so, dass eines sicher ist, dass nichts sicher ist (Plato). Das heisst, wenn man durch viel Training es sich verdient hat, der beste Skifahrer der Welt zu sein, dann wird man vermutlich jedes Skirennen gewinnen. Das Skirennen ist dann nur noch die Umsetzung des eigenen Könnens, doch der Sieg ist trotzdem nicht sicher.
Der Krieg und Kampf ist demnach sinnlos, weil man es auch freiwillig bekommen würde, da man es sich verdient hat. Man muss sich den Lohn nicht mehr nehmen, sondern man kann ihn sich schenken lassen. Wenn man sich den Lohn nicht nimmt, bedeutet dies natürlich, dass man sich selbst nochmals prüfen lässt, ob man es wirklich verdient hat. Natürlich nimmt man dann den Lohn gewissermassen entgegen, doch es ist dann kein Stehlen mehr, sondern gerechtfertigt.
Der Kampf und damit der Krieg ist nur in sehr begrenzter Form möglich. Wir haben nicht die Kraft, in vielen Punkten zu gewinnen, sondern wir müssen uns auf etwas beschränken. So kämpfen Wissenschaftler in ihren Bereichen für weitere Erkenntnisse. Nachdem sie sich jahrelang um gewisses Wissen bemüht haben, bekommen sie einen kleinen Lohn. Dieser Lohn wird ihnen geschenkt, weil sie sich bemüht haben. Wenn der Lohn ihnen geschenkt wird, dann fällt ihnen die Erkenntnis auf dem WC ein, sonst während der Arbeit.
Einen Kampf können wir also meist nicht gewinnen und wenn wir ihn gewinnen, müssen wir ihn verteidigen. Wahrer Frieden haben wir aber, wenn wir den Lohn geschenkt bekommen, weil wir ihn dann nicht mehr verteidigen müssen, sondern er uns zusteht. Es sollte also immer das Ziel sein, dass wir den Lohn geschenkt bekommen und nicht, dass wir ihn uns nehmen. Für viele ist es allerdings gar nicht möglich, sich den Lohn zu nehmen, weil sie geprüft werden. Wenn man also sich für eine Arbeit bewirbt, dann sollte der Arbeitgeber prüfen, ob man die Arbeit aufnehmen kann. Man müsste dann schon falsche Zeugnisse verwenden, um den Arbeitgeber zu täuschen und sich die Arbeitsstelle so zu nehmen.
Wenn man wirklich für etwas kämpft, dann wird man sich den Lohn nehmen. Wenn man allerdings für etwas lebt, dann bekommt man es geschenkt. Der Kampf versucht den Lohn zu erzwingen, aber das Leben schenkt uns alles. Was bringt uns der grösste Kampf, wenn wir nicht verstehen, dass wir es uns ebenso schenken lassen könnten? Wir müssen diesen Kampf nicht führen, sondern sollten uns den Lohn schenken lassen. Der Lohn des Lohnes ist es, dass wir beschenkt werden mit allem was wir brauchen, obwohl wir nicht dafür gekämpft haben. Das Leben selbst ist ein Geschenk, das einige ablehnen und andere annehmen. Wir wählten nicht unser Leben, sondern wurden einfach ungefragt geboren, weshalb wir auch nicht für unser Leben kämpfen können.