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eingeführt, worauf man Vauffelin einige Jahre später der Pfarrei
Orvin
(Ilfingen) und im Jahr 1798 der Pfarrei
Péry
(Büderich)
angliederte. 1840 wurde aus den Gemeinden
Plagne,
Romont (1839 vom Bezirk
Büren und der Pfarrei
Pieterlen abgetrennt) und Vauffelin
die jetzige Kirchgemeinde Vauffelin errichtet. Das Thal von Vauffelin bildet eine zwischen das Gewölbe
von
Plagne und die Kette von
Magglingen eingebettete Mulde mit Neokom, Molasse und reichlichem Moränenschutt.
Gefälle 21%. Den Thalhintergrund bildet der freundliche Boden von
PlaunGrond,
wo sich die Quellen des
Thalbaches sammeln. In der Thalmitte liegen die
Hütten von Margum (2313 m), links über dem
Vordergrund
die
Hütten der Alp Vaüglia Sura (2256 m).
Das Thal ist in Gneis
und Casannaschiefer (Phyllite) eingeschnitten. Im
Vordergrund bis gegen die Thalmitte bricht noch grüner Granit vom Charakter
des Juliergranites aus den kristallinen Schieferbildungen.
Nach N. sendet er einen langen, meist grünen und wenig angerissenen
Rücken zwischen die Alpenthälchen
Vaüglia und
Casanella hinab. Im W.
liegt das Camogaskerthal
(Val Chamuera) und im S. dessen an botanischen Raritäten reiches
Seitenthal
Val Lavirum.
Nach neuern Untersuchungen von Zoeppritz
(Geolog. Untersuchungen, imOberengadinzwischenAlbulapassundLivigno im Jahresbericht der Nat. Ges. zuFreiburgi. B. 16, 1906) trägt
der Berg eine Kappe von grünem Granit, der im W. und N. auf Granatglimmerschiefer und Granatgneis ruht.
Die Theobaldsche geologische Karte erscheint dadurch umfassend berichtigt.
beschäftigt die industrielle Tätigkeit: Feilenfabrik, Uhrsteinschleiferei, Gerberei, Schuhwarenfabrikation, Mühlen und
Sägen ob und unter dem Dorf. Das Thal soll von entflohenen Hörigen des tyrannischen Wido, Herrn von Cicon in Burgund,
gegen Ende des 11. Jahrhunderts besiedelt worden sein. Da die Ansiedler sich unter den Schutz des KlostersRomainmôtier stellten,
entstand Streit zwischen diesem und Wido, der nun des KlostersGüter in Burgund brandschatzte und sich
aneignete.
Nach endlosen Unterhandlungen kam man 1097 überein, dass Wido die Flüchtlinge nicht mehr zurückfordern, dafür aber seine
Klosterbeute behalten dürfe. Im Jahr 1436 erhielt das Dorf Vaulion vom Propst Jean de Juys die Erlaubnis
zum Bau einer dem Pfarrer von Romainmôtier zu unterstellenden Kapelle. Die verhältnismässig gute Besiedelung des abgelegenen
Thälchens lässt sich aus den ausnahmsweisen Freiheiten und Vorrechten erklären, die den burgundischen Flüchtlingen vom
Kloster gewährt worden sind.
Landwirtschaft und Industrie haben hier zu einem allgemeinen Wohlstand geführt. Das Thälchen von Vaulion bildet
eine eiförmige Mulde, die im N. und W. von der halbkreisförmigen Falte der Dent de Vaulion und im SO. vom Gewölbe des ChaletDernier begrenzt wird. Sie enthält alle Schichten der drei Neokomstufen mit zahlreichen Versteinerungen. An ihren Flanken
liegen mächtige Moränenablagerungen, die zum grössten Teil dem einstigen Rhonegletscher angehören.
Man hat hier zahlreiche erratische Blöcke ausgebeutet.
(Dent de) (Kt. Waadt,
Bez. La Vallée und Orbe).
1487 m. Hervorragender Gipfel im Waadtländer Jura; zwischen dem Orbethal, dem
Jouxthal, dem Pass von Pétrafelix und Romainmôtier. Orientierungstafel. Mit Ausnahme der NO.-Seite, die in einer an die 250 m
hohen Felswand abbricht, ist der Berg von überall her auf guten und in neuester Zeit teilweise noch
verbesserten Wegen leicht zugänglich, so von Le Pont in 1½, von Vallorbe in 2½ und von Romainmôtier her in 3½ Stunden. Der
hervorragende Aussichtsberg wird sehr häufig besucht. Die Aussicht erstreckt sich auf die Alpen, die
Waadtländer Landschaft, die dunkeln Waldungen des Mont Risoux und anderer Jurakämme und auf 10 grosse und kleine Seen in
Frankreich und der Schweiz, vom Leman bis zum winzigen Lac Ter im Jouxthal.