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In Los Angeles werden zum 71. Mal die bedeutendsten TV-Preise der USA verliehen. Die Schweizerin Lisa Brühlmann erhielt keine Auszeichnung.
Die Schweizer Filmemacherin Lisa Brühlmann ist bei der Verleihung der US-Fernsehpreise in der Nacht auf Montag in Los Angeles leer ausgegangen. Die 38-Jährige war für ihre Regiearbeit bei der Krimiserie «Killing Eve» für einen Emmy nominiert gewesen.
Die Emmys gelten als die wichtigste Auszeichnung im Fernsehen. Der Preis für die beste Regie in einer Dramaserie ging an Jason Bateman für «Ozark». Die gebürtige Zürcherin war für die vierte Folge der zweiten Staffel von «Killing Eve» unter dem Titel «Desperate Times» nominiert. In der Kategorie hofften auch die Hitserien «Game of Thrones», «The Handmaid's Tale» und «Succession» auf einen Preis.
Brühlmann inszenierte insgesamt zwei Folgen für die skurrile britische Spionage-Serie «Killing Eve». Die auf der Villanelle-Romanreihe von Luke Jennings basierende TV-Serie dreht sich um eine psychopathische Auftragskillerin und eine britische Geheimagentin, die beauftragt wird, sie zu jagen.
Brühlmann besuchte die Schauspielschule in Berlin und studierte Film und Regie an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie spielte in zahlreichen TV-Produktionen in der Schweiz und in Deutschland mit («Tatort», «Alarm für Cobra 11», «Tag und Nacht»). Nebenbei arbeitete sie als Theaterpädagogin. Die zweifache Mutter lebt in Zürich und arbeitet im internationalen Serien-Geschäft, zuletzt für die Mystery-Serie «Castle Rock» nach den Büchern von Horrorautor Stephen King.
Im letzten Jahr war die Künstlerin beim Schweizer Filmpreis für ihr Coming-of-Age Drama «Blue My Mind» mit dem Preis für den besten Spielfilm ausgezeichnet worden.
Die legendäre gelbe Zeichentrickfigur gab am Sonntagabend bei der Emmy-Gala in Los Angeles auf der Leinwand einen Eröffnungsdialog zum Besten, kam aber nicht sehr weit: Als Homer davon erzählte, welch grosse Ehre es sei, Gastgeber der Verleihung zu sein, zerquetschte ihn ein Zeichentrick-Flügel. Anlass war der 30. Jahrestag der Erstausstrahlung der populären Serie «The Simpsons».
«Fernsehen war nie grösser, Fernsehen war nie wichtiger und Fernsehen war noch nie so verdammt gut», sagte Schauspieler Bryan Cranston zum Auftakt der Gala. Die Emmys werden in rund 120 Kategorien von etwa 24'000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. Bei der Gala stehen die Hauptkategorien im Mittelpunkt. Zum vierten Mal in ihrer Geschichte gibt es bei der Gala keinen Moderator. Zahlreiche Stars präsentierten sich bereits im Vorfeld der Gala auf dem roten Teppich. (chk/sda)
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