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Das US-Justizdepartement setzt seine Untersuchung darüber, ob die Übernahme von Sun durch Oracle zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnte, länger als geplant fort. Die normale 30-Tage-Periode für die Untersuchung wäre eigentlich an diesem Freitag abgelaufen. Die Justizbehörde verlangt nun aber in einem sogenannten "second request" von den beiden Unternehmen weitere Informationen über den geplanten Deal. Eine verbindliche neue Frist für eine Entscheidung wurde anscheinend nicht genannt.
Beobachter hatten bisher angenommen, dass die Wettbewerbshüter dieser Übernahme kaum Steine in den Weg legen würden, wie das 'Wall Street Journal' berichtet. Mit dem bisherigen Zeitplan könnte es nun, je nachdem wie lange sich die Behörde Zeit lässt für eine Entscheidung, etwas knapp werden: Die Sun-Aktionäre sollen eigentlich am 16. Juli ihre endgültige Zustimmung erteilen.
Ein Oracle Anwalt erklärte allerdings gegenüber dem 'Wall Street Journal', dass er weiterhin nicht mit einer Verzögerung der Übernahme rechne. Bei der zweiten Nachfrage gehe es nur um ein sehr eng eingegrenztes Detail – die genauen zukünftigen Lizenzbedingungen für Java. Diese sind allerdings für die weltweite Java-Entwicklergemeinschaft – darunter grosse Oracle-Konkurrenten wie IBM oder SAP - ein äusserst wichtiges Detail. (hjm)