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Der britische Boxer Tyson Fury will zurücktreten: Der Schwergewichts-Weltmeister nach WBA- und WBO reagiert damit auf eine Trainingskontrolle in Lancaster am 22. September, bei der er positiv auf Kokain getestet worden war.
Zuvor hatte sich der 28-Jährige noch über die Anschuldigung lustig gemacht: Am Samstag twitterte er noch eine Fotomontage von sich, die ihn als Gangster Tony Montana (alias Al Pacino) aus dem Mafiafilm «Scarface» zeigt – mit kiloweise Kokain vor der Nase.
Jetzt heisst es aber: fertig lustig! «Boxen ist das Traurigste, was ich je gemacht habe, alles ein Haufen Scheisse. Ich bin der Grösste und bin es auch im Ruhestand», ätzte er im neuesten Tweet und empfahl seinen Kritikern ... wie soll man sagen ... in etwa: den Mund nicht zu voll zu nehmen.
Fury hätte am 29. Oktober seinen Titel gegen Wladimir Klitschko verteidigen sollen, sagte den Kampf aber ab – angeblich wegen psychischer Probleme. Der Kokain-Vorwurf ist nicht sein erstes Doping-Delikt: Angeblich wurde Fury vor 20 Monaten – neun Monate vor seinem WM-Titelgewinn gegen Klitschko – positiv auf Nandrolon getestet. Im Urin soll damals das anabole Steroid nachgewiesen worden sein.
(phi/sda)