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Sichtbare Unterschiede beim Nahrungsmittelkonsum
Im Jahr 2017 betrug das durchschnittliche verfügbare Einkommen der Privathaushalte der Schweiz 6984 Franken pro Monat. Ein Grossteil dieses Betrags – nämlich 5281 Franken – wurde für den Konsum von Gütern und Dienstleistungen verwendet. Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke gaben die Haushalte im Durchschnitt 636 Franken aus. Dabei gibt es jedoch Unterschiede je nach Haushaltstyp. Dies geht aus den Ergebnissen der Haushaltsbudgeterhebung 2017 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Das verfügbare Haushaltseinkommen entspricht dem Bruttoeinkommen abzüglich der obligatorischen Ausgaben. Darin eingerechnet sind die Einkommen sämtlicher Mitglieder eines Haushalts; ein solcher besteht in der Schweiz im Durchschnitt aus 2,18 Personen. Das Einkommensniveau von Einpersonenhaushalten ist oft tiefer als dasjenige von Mehrpersonenhaushalten, da mehrere Personen zum Haushaltseinkommen beitragen können.
Zum Haushaltseinkommen zählen nebst den monatlich ausbezahlten Löhnen und Zulagen auch die jährlichen Zahlungen wie zum Beispiel der 13. Monatslohn. Erhaltene Renten, Sozialleistungen und Überweisungen von anderen Haushalten sowie Vermögenserträge wie Zinsen und Dividenden werden ebenfalls dazugerechnet.
Grosse Unterschiede beim Haushaltseinkommen nach Haushaltstyp und Einkommensklasse
Das Haushaltseinkommen hängt stark von der Zusammensetzung des Haushalts ab. Paare mit Kindern wiesen über die Jahre 2015 bis 2017 im Mittel ein verfügbares Haushaltseinkommen von 9787 Franken pro Monat aus, während es bei Einpersonenhaushalten ab 65 Jahren nur 3417 Franken waren.
Aber auch innerhalb des gleichen Haushaltstyps gibt es deutliche Unterschiede: So hatte das oberste Fünftel der Einpersonenhaushalte unter 65 Jahren mit 8276 Franken mehr als viermal so viel Haushaltseinkommen zur Verfügung wie das unterste Fünftel mit monatlich 1915 Franken.
Drei Viertel des Bruttohaushaltseinkommens stammen aus Erwerbstätigkeit
Die Erwerbseinkommen bildeten auch 2017 den wichtigsten Pfeiler mit 73,7% des Bruttoeinkommens, während die Renten und Sozialleistungen mit durchschnittlich 19,8% die zweitwichtigste Einkommensquelle darstellten.
Die Vermögenseinkommen spielten 2017 für einen grossen Teil der Haushalte nur eine untergeordnete Rolle (im Mittel 5,0% des Bruttoeinkommens). Nur bei jedem siebten Haushalt machte dieser Anteil mehr als 5% des Bruttoeinkommens aus.
Die Überweisungen von anderen Privathaushalten (wie zum Beispiel Alimentenzahlungen) trugen im Durchschnitt 1,6% zum Bruttoeinkommen bei. Für jeden vierzigsten Haushalt stellen sie über einen Viertel des Bruttoeinkommens dar. Diese Einkommenssituation zeigt sich vor allem bei Einelternhaushalten.
11,7% des Bruttoeinkommens für Steuern
Im 2017 betrugen die obligatorischen Ausgaben 2933 Franken pro Monat oder 29,6% des Bruttoeinkommens. Dabei bildeten die Steuern mit durchschnittlich 1155 Franken pro Monat bzw. 11,7% des Bruttoeinkommens den wichtigsten Posten.
Zu den obligatorischen Ausgaben zählen auch die Sozialversicherungsbeiträge (9,5% des Bruttoeinkommens) wie zum Beispiel die AHV- und Pensionskassenbeiträge, die obligatorischen Krankenkassenprämien (6,5%) sowie die monetären Transferausgaben an andere Haushalte (1,9%).
6,4% des Bruttoeinkommens für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke
Im Jahr 2017 verwendeten die Haushalte 53,3% des Bruttoeinkommens für Konsumausgaben. Dabei stellten die Ausgaben für Wohnen und Energie mit rund 1463 Franken (14,8% des Bruttoeinkommens) den wichtigsten Posten dar. Weitere wichtige Posten sind die Ausgaben für Verkehr (7,5%), jene für Gast- und Beherbergungsstätten (5,8%) sowie jene für Unterhaltung, Erholung und Kultur (5,8%).
Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke gaben die Haushalte im Durchschnitt 636 Franken aus (6,4% des Bruttoeinkommens). Dieser Anteil schwankt im Vergleich zwischen den Haushaltstypen relativ stark: Während von 2015 bis 2017 die Einpersonenhaushalte unter 65 Jahren 351 Franken bzw. 5,1% des Bruttoeinkommens dafür ausgegeben haben, belaufen sich diese Ausgaben auf 1082 Franken bzw. 7,5% des Bruttoeinkommens bei Paaren mit drei und mehr Kindern. Diese Unterschiede sind bei einzelnen Nahrungsmittelgruppen zum Teil noch markanter: Für Fleisch zum Beispiel gaben Paare mit drei und mehr Kindern mit 232 Franken fast das viermal so viel wie Einpersonenhaushalte unter 65 Jahren (62 Franken).
Wie viel bleibt übrig?
Der Sparbetrag fällt zwischen den Haushaltstypen und Einkommensklassen sehr unterschiedlich aus. So wies zum Beispiel über die Jahre 2015 bis 2017 das unterste Einkommensfünftel der Einpersonenhaushalte unter 65 Jahren mit durchschnittlich −745 Franken pro Monat einen negativen Sparbetrag aus, während sich dieser beim obersten Fünftel auf +2607 Franken pro Monat belief.
Bei den älteren Einpersonenhaushalten ab 65 Jahren war der Sparbetrag über den gleichen Zeitraum im Durchschnitt mit monatlich +12 Franken pro Monat einiges tiefer als bei den jüngeren (unter 65 Jahren) mit +825 Franken pro Monat.
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