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Bei den Signalkrebsen im Birsig wurde eine gefährliche Pilzerkrankung nachgewiesen, die für die einheimischen Krebse meist tödlich verläuft. Der Kanton-Baselland hat nun strenge Massnahmen erlassen, um die Seuche zu bekämpfen.
Signalkrebse sind Fremdlinge, sie stammen ursprünglich aus Nordamerika, haben sich aber in den vergangenen Jahren in europäischen Gewässern stark vermehrt. Sie sind grösser und agressiver als die einheimischen Krebsarten und oft Träger einer Pilzerkrankung, die für sie selber ungefährlich ist, für die einheimischen Krebse jedoch meistens den Tod bedeutet. Der Signalkrebs wird deshalb seit mehreren Jahren durch den Kanton Basel-Landschaft bekämpft.
Bisher sei der Kanton frei gewesen von dieser Krebspest, schreibt die Baselbieter Gesundheitsdirektion in einer Medienmitteilung, doch nun hätten Untersuchungen bei den Signalkrebsen im Birsig «einen hohen Druchseuchungsgrad» nachgewiesen. Auch im Kanton Basel-Stadt, im Unterlauf des Birsig.
Fischer müssen Stiefel desinfizieren
Der Kanton Baselland hat deshalb Bekämpfungsmassnahmen für das ganze Wassereinzugsgebiet des Birsig beschlossen. Es beinhaltet einerseits ein Verbot, Krebse in und aus dem Sperrgebiet auszubringen. Andererseits dürfen Fischer ihre Angelruten, Stiefel und andere Utensilien in und an anderen Gewässern nur verwenden, wenn diese vorher desinfiziert worden sind. Die Krebspest ist für den Menschen ungefährlich.
Der Birsig ist ein etwa 20 Kilometer langer Nebenfluss des Rheins. Sein Einzugsgebiet ist etwa 82 Quadratkilometer gross. Der Oberlauf des Birsigs fliesst abwechselnd auf französischem und auf schweizerischem Gebiet. Der Birsig fliesst durch das Leimen- oder Birsigtal und mündet mitten in der Stadt Basel in den Rhein.