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Die in Ungarn geborene Autorin Terézia Mora erhält den Solothurner Literaturpreis 2017. Die mit 15'000 Franken dotierte Auszeichnung wird ihr am 28. Mai im Rahmen der Solothurner Literaturtage verliehen.
«Mit ihrer erzählerischen Virtuosität, ihrer quecksilbrigen Sprache und ihren souveränen Kompositionen bereichert Terézia Mora die gegenwärtige Erzählliteratur mit eindrucksvoller Konsequenz», heisst es zur Begründung.
Terézia Mora wurde am 5. Februar 1971 im ungarischen Sopron in eine Familie hineingeboren, die zur deutschsprachigen Minderheit gehört. Sie wuchs zweisprachig auf. 1990 zog sie für ein Studium der Sprach- und Theaterwissenschaft nach Berlin, wo sie heute noch lebt. Mora veröffentlichte bisher drei Romane, zwei Erzählbände, zwei Bände mit Poetikvorlesungen, einige dramatische Texte und zahlreiche Übersetzungen aus dem Ungarischen.
Mora ist seit 1998 freie Schriftstellerin. Für einen Auszug aus ihrem Debüt «Seltsame Materie» erhielt sie 1999 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Es war der Auftakt zu vielen weiteren ausgezeichneten Büchern, beispielsweise «Das Ungeheuer», das 2013 den Deutschen Buchpreis erhielt und «Die Liebe unter Aliens», das heuer mit dem Bremer Literaturpreis bedacht wurde. (sda)
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