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Proktoskopie (Hämorrhoidenbehandlung)
Eine Proktoskopie ist eine Untersuchung des Analkanals und der letzten fünf Zentimeter des Enddarms mit einem starren Gerät (Proktoskop). Die Untersuchung dient der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen im unteren Teil des Mastdarms (Rektum) und im Analbereich. Häufigste Gründe für eine Proktoskopie sind Hämorrhoidalbeschwerden bzw. schmerzhafte Einrisse der Schleimhaut im Analkanal (Analfissuren). Angezeigt ist diese Untersuchung auch bei analem Juckreiz (bakterielle Infektion oder Pilzinfektion), bei der Entfernung von Analfalten (Marisken), bei Stuhlinkontinenz oder bei Blut im Stuhl.
Ablauf
Für eine Proktoskopie ist keine Vorbereitung notwendig, da der untere Abschnitt des Mastdarms in der Regel leer ist. Die Untersuchung ist schnell durchführbar und nicht schmerzhaft, weshalb meist nicht sediert wird. Zur Entnahme von Gewebeproben, zur Ligatur von Hämorrhoiden sowie zur Abtragung von Tumoren können durch das Proktoskop Sonden eingeführt werden. Für Eingriffe im – sehr sensiblen – äusseren Analbereich wird ein lokales Betäubungsmittel verabreicht. Stark entzündete und geschwollene Hämorrhoiden oder schmerzhafte Fissuren können die Verabreichung eines Schlaf- und/oder Schmerzmittels notwendig machen. Sollte dies der Fall sein, darf der Patient nach der Untersuchung während zwölf Stunden kein Fahrzeug lenken, keine wichtigen Entscheidungen treffen und keine gefährlichen Maschinen bedienen.