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Verzögerungen in den USA
Die Inbetriebnahme von Virgil C. Summer-2 war bisher auf August 2019 angesetzt. Gestützt auf neuen Schätzungen hat die Westinghouse dieses Datum nun um acht Monate auf April 2020 verschoben. Ebenfalls angepasst werden musste der Terminplan für Virgil C. Summer-3. Der zweite AP1000-Block des Standorts soll statt im August 2020 neu im Dezember 2020 ans Netz gehen. Nach Angaben der Scana Corporation, Muttergesellschaft der SCE&G, werde die Westinghouse der SCE&G einen aktualisierten Zeitplan für das Bauprojekt übergeben. Die SCE&G werde ihrerseits die Fähigkeit der Westinghouse zur Einhaltung des neuen Projektplans im Auge behalten, so die Scana weiter.
Auswirkungen auf die Bücher der Toshiba
Die Toshiba Corporation – der Mutterkonzern der Westinghouse – hat kürzlich eine Abschreibung von JPY 721,5 Mrd. (CHF 6,3 Mrd.) auf ihr Nukleargeschäft in den USA angekündigt. Grund dafür sind verschiedenartige Probleme bei den je zwei in Bau stehenden AP1000-Einheiten an den Standorten Virgil C. Summer im Bundesstaat South Carolina und Vogtle im Bundesstaat Georgia. Die Westinghouse hatte Ende 2015 die in den USA tätige CB&I Stone & Webster Inc., ein Tochterunternehmen der niederländischen Chicago Bridge & Iron Company NV (CB&I), übernommen. Die CB&I Stone & Webster führt die Bauarbeiten bei den vier AP1000-Neubauprojekten in den USA aus. Mit der Übernahme wollte man Kostensteigerungen, Bauverzögerungen sowie durch veränderte regulatorische Anforderungen verursachte Klagen besser in den Griff bekommen. Nach der Übernahme stellt sich heraus, dass die Kostenschätzungen für die Bauprojekte überarbeitet werden mussten, erklärt nun die Toshiba.
Die Scana teilte mit, dass die Westinghouse und die Toshiba dem Unternehmen gegenüber nochmals beteuert haben, dass sie das Projekt von Virgil C. Summer zu Ende führen wollen.