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Im zweiten und dritten Lebensjahr ist ein Kind in der „analen Phase“. Es lernt in dieser Zeit Stuhl und Urin bewusst zu halten oder abzugeben. Enric erzählt mir auf dem Weg ins Badezimmer, dass er aufs WC gehen möchte. Enric signalisiert selbständig, dass er bereit ist, erste Schritte zum Thema „Trockenwerden“ zu erreichen. Er möchte das WC selbständig erforschen und zeigt Interesse am WC. Dort angekommen waschen wir gemeinsam die Hände. Eilig zieht sich Enric aus und wiederholt mehrmals den Satz: „Ich schaffs ällei“. Wenn er Unterstützung beim Ausziehen benötigt fordert er diese von mir ein. Enric setzt sich aufs WC und runzelt seine Stirn. Enric drückt so sein Verhalten aus. Er benennt, dass ein Bisi gekommen ist. Dies zeigt auf, dass Enric bewusst wahrnimmt, dass sich seine Blase entleert. Danach säubert er seinen Penis mit dem WC-Papier. Enric wirft das WC-Papier in das WC und spült. Danach ruft Enric fröhlich: „Ich schaffs ällei“. Enric zieht seine Kleider an und wir waschen gemeinsam unsere Hände. Die Eigeninitiative von Enric spiegelt das Bedürfnis wieder, sauber und trocken zu werden. Enric zeigt mit diesem Verhalten, dass er bereit ist, trocken zu werden. Trockenwerden ist ein Reifungsprozess, der bei jedem Kind individuell verläuft. Die Bezugsperson soll dieses Verhalten aufgreifen und das Kind dabei unterstützen.
Verfasserin: Fabia