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Das Schloss verfügt über drei Paradesäle, deren Fenster einen herrlichen Blick auf das Panorama des Genfersees ermöglichen.
Die Savoyer veranstalteten dort rauschende Feste, während die Berner jene Säle zur Rechtssprechung benutzten.
Verbringen Sie einen unvergesslichen Moment im Schloss Chillon, indem Sie einen der Säle mieten, in denen Dinner, Empfänge oder Konzerte organisiert werden können.
Aula Magna
In diesem Saal führten die Savoyer im Mittelalter Empfänge, Bankette und Feste durch. Hier empfingen sie ihre Vasallen, hier wurde Gericht gehalten. Im 13. Jh. hiess der Saal "Aula Magna" oder "Aula Magna Inferior" (grosser unterer Saal), doch unter den Bernern wurde er zum Mühlesaal, da damals eine Mühle und eine Traubenpresse aufgebaut wurden. 1839 wurde der Saal noch einmal in Gerichtssaal umbenannt. Die Säulen aus schwarzen Marmor stammen wie die Fenster auf der Seeseite aus dem 13. Jh. Die Decke und der Kamin sind aus dem 15. Jh.
Saal des Kastellans
Dieser Saal sieht mittelalterlich aus, was auf die Restaurierungsarbeiten von Anfang des 20. Jh. zurückzuführen ist. Wie die meisten ornamente im Schloss wurden auch diese hier in Tempera nach Vorlagen des auslaufenden 13. Jh. gemalt. Die Eichensäulen sind hingegen aus dem 13. Jh. Die Kassettendecke und der Kamin stammen aus dem 15. Jh. Dieser Raum befindet sich im ehemaligen Wohntrakt des Schlosses. Deshalb sind die Fenster aus dem 13. Jh. so gross. Unter der Savoyer Herrschaft befand sich hier der Speisesaal des Kastellans. Zu Berner Zeiten war der Raum zweigeteilt: ein Teil diente als Küche, der andere als Salon.
Domus Clericorum
Im 13. Jh. war im Domus clericorum (Haus der Schreiber) auf zwei Stockwerken die Verwaltung der Kastlanei Chillon und der Vogtei Chablais untergebracht. Im 16. Jh. stürzte dieses Gebäude jedoch ein und wurde zerstört. Den Schreibersaal stellte man Anfang des 20. Jh. wieder vollständig her. Anhand von Überresten von Zierelementen aus dem 13. Jh. konnten die Wandmalereien an allen Wänden rekonstruiert werden (1947-1948). Die Deckenbemalung erfolgte anhand von Funden aus der Folterkammer.
Der einzige tagsüber verfügbare Saal ist die Aula Magna. Die anderen Säle können erst eingerichtet werden, nachdem die Kassen geschlossen sind.
Die Innenhöfe und der Aussengarten bieten zusätzliche Möglichkeiten, vor dem Abendessen einen Aperitif zu servieren.