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Libellen
Kenntnisstand
Sehr gut. 83 nachgewiesene Arten, davon 76 einheimische (autochthone) Arten und Unterarten.
Rote Liste
Anzahl Arten auf der Roten Liste: 27, d.h. 36% der 72 berücksichtigten Arten. Die Hälfte der Arten der roten Liste (13: 48 %) besiedeln Flach- und Hochmoore; die übrigen Arten besiedeln andere Lebensräume: Quellen, Quellabflüsse, kleine Bäche und Gräben sowie Flüsse und Seeufer mit Wellenschlag, insbesondere Stillgewässer und strömungsarme Fliessgewässer.
Identifikation
Bestimmungsschlüssel
Mehrere kostenlose und sehr praktisch aufgebaute Bestimmungsschlüssel für verschiedene Artengruppen helfen Ihnen, auch bis anhin schwierigere Arten zu bestimmen. Die Bestimmungsschlüssel sind in der mobilen Webfauna-Anwendung oder direkt online verfügbar:
Beobachtung melden
Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um info fauna Ihre faunistische Beobachtung zu übermitteln. Für alle Artengruppen geeignet sind die Online-Plattform Webfauna, für welche auch eine App zur Verfügung steht.
Ökologische Merkmale
Die Libellen pflanzen sich in den Fliess- und Stehgewässern von der Ebene bis auf 2750m fort. Wandernde Individuen können bis auf 3000m hinauf beobachtet werden. Für Arten der Gattungen Cordulegaster (Quelljungfern) und Calopteryx (Prachtlibellen) stellen Quellen und Bäche typische Habitate dar, während die Mehrheit der Arten der Familie der Gomphidae (Flussjungfern) an Flüssen anzutreffen ist. Grosse Seen und ihre Ufer, welche durch Wellenschlag geprägt sind, beherbergen einige sehr seltene Arten, wie Sympecma paedisca (Sibirische Winterlibelle) oder Boyeria irene (Westliche Geisterlibelle). Sechzehn Libellenarten besiedeln Feuchtgebiete. Zehn sind vor allem an Flachmoore gebunden, die sechs anderen kommen in Hochmooren vor. Zahlreiche Libellenarten besiedeln sekundäre, durch den Menschen geschaffene Habitate.
Hauptsächliche Gefährdungen
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Drainierung und Instandstellung alter Abzugsgräben in Flach- und Hochmooren
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Verbauung und Begradigung der Ufer von Steh- und Fliessgewässern
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Eutrophierung der Moorgewässer durch Zuflüsse aus der Landwirtschaft, welche mit Dünger angereichert sind
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Zerstörung der Fortpflanzungsgewässer durch Trittschäden des Rindviehs
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Natürliche Verlandung der Gewässer durch sukzessives Pflanzenwachstum
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Fischbesatz und willkürliche Aussetzungen in kleinen Stehgewässern