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Wenn Idorsia dann auf eigenen Beinen stehen wird, soll es zu einem der führenden biopharmazeutischen Unternehmen in Europa werden, kündigte Clozel zu Beginn der Telefonkonferenz an. Dieses Ziel soll nicht zuletzt dank des hoch qualifizierten Teams erreicht werden.
VERHANDLUNGEN FÜR PHASE-III LAUFEN
Mit vier Kandidaten in einer Phase-II-Studie und fünf in verschiedenen Phase-I-Programmen ist die Pipeline denn auch gut gefüllt. Zu den am weitesten fortgeschrittenen Projekten gehört auf jeden Fall der Kandidat ACT-132577 zur Behandlung therapieresistenter Hypertonie. Die bisherigen Daten aus der Phase-II-Studie mit dem Kandidaten bezeichnet Braunstein als "sehr robust". Die Ergebnisse seien klinisch relevant und die Verträglichkeit sei gut gewesen.
Man plane nun eine Phase-III-Studie und sei in entsprechenden Verhandlungen mit den Behörden, ergänzte Braunstein. Es gebe ein klares Potenzial, die Indikationen noch auszuweiten. Das Programm liefere seiner Meinung nach all die erforderlichen Informationen, die es für das Design eines konfirmatorischen Entwicklungsprogramms der Phase-III brauche, so der Manager.
UMFANGREICHE VEREINBARUNG MIT JANSSEN BIOTECH
Wichtig bei diesem Kandidaten ist, dass es zwischen Janssen Biotech (eine indirekte Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson), Actelion und Idorsia mit Blick auf die Entwicklung und Vermarktung von ACT-132577 sowie jeglicher hiervon abgeleiteter Wirkstoffe und Produkte eine Kooperationsvereinbarung gibt. Nach Abschluss der Phase-II-Studie hat Janssen Biotech laut Mitteilung das Recht, der Kooperation mittels eines Milestone-Payments an Idorsia im Betrag von 230 Mio USD beizutreten.
Sollte Janssen diesen Schritt vollführen, werden die Parteien zwar gemeinsame Entwicklungsrechte betreffend ACT-132577 haben, allerdings werde Janssen Biotech allein die Produktions- und Kommerzialisierungsrechte innehaben. Die Entwicklungskosten werden laut Vereinbarung geteilt.
Auf die Frage nach dem möglichen Marktpotenzial des Kandidaten gab sich Braunstein eher zurückhaltend. Das werde besser von Johnson & Johnson kommuniziert und festgelegt, sollte sich der Konzern entscheiden, in das Programm einzusteigen.
PIPELINE-PROJEKTE FÜR UNTERSCHIEDLICHE INDIKATIONEN
Für den Kandidaten Cenerimod zur Behandlung von Systemischem Lupus Erythematodes zeigt sich der Entwicklungschef Braunstein ebenfalls zuversichtlich. In dieser ersten Versuchsreihe sei es zunächst um die Sicherheit und Verträglichkeit gegangen.
Jetzt könne in einer weiteren Versuchsreihe eine exakte Dosierung gefunden werden. Die Ergebnisse dieses Programms dürften dann auch die nötigen Daten liefern, um zu gegebener Zeit eine Phase-III-Studie in Betracht zu ziehen.
Auf die Frage nach der Wirksamkeit erklärte der Manager in dem Call, dafür sei es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh. Cenerimod bewirkt eine dosisabhängige Reduktion der Lymphozytenzahl.
INSMONIA-ERGEBNISSE FÜR H2 2017 ERWARTET
Mit dem Produktkandidaten ACT-541568 zur Behandlung von Insomnie läuft seit Juli 2016 eine Phase-II-Studie. Darin wird der neuartige duale Orexin-Rezeptor-Antagonist (DORA) zur Behandlung von Insomnie getestet. Das Programm laufe planmässig und die Ergebnisse dürften in der zweiten Jahreshälfte 2017 vorliegen.
Auch Clazosentan wird derzeit in einer Phase-II-Studie getestet. Der Endothelin-Rezeptor-Antagonist wird als intravenöse Infusion zur Behandlung von zerebralen Gefässspasmen nach einer aneurysmatischen Subarachnoidalblutungen, also einer Blutung aus den grossen arteriellen Gefässen der Hirnbasis, entwickelt.
An der Börse wird der Überblick über die künftigen Aktivitäten freundlich aufgenommen. Actelion-Aktien gewinnen in einem insgesamt freundlichen Umfeld 0,9% hinzu. Der Gesamtmarkt (SPI) steht zeitglich gegen 16.40 Uhr um 0,66% höher.
hr/ra
(AWP)