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Der EuroStoxx 50 stabilisierte sich nach seinen Verlusten seit Wochenbeginn und legte am späteren Vormittag um 0,02 Prozent auf 3'554,72 Punkte zu. Der CAC 40 in Paris rückte um 0,27 Prozent auf 5'283,32 Punkte vor, während der Londoner FTSE 100 vor den am morgigen Donnerstag anstehenden Parlamentswahlen 0,34 Prozent auf 7'550,82 Punkte gewann.
Es zeichnet sich zunehmend ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden grossen Parteien in Grossbritannien ab. Zwar haben die Konservativen mit Premierministerin Theresa May in den Umfragen noch immer die Nase vorn, aber die von Jeremy Corbyn geführte Labour-Partei verringerte den Abstand weiter. Nach den Terroranschlägen von Manchester und London drehte sich der Wahlkampf auch am letzten Tag vor der Wahl weiter um die innere Sicherheit.
Unter den insgesamt 19 Branchen des Stoxx Europe 600 war die der Banken Favorit mit plus 1,13 Prozent. Anleger des Banksektors reagierten erleichtert darauf, dass die spanische Grossbank Santander den in finanzielle Schieflage geratenen Konkurrenten Banco Popular Espanol für einen symbolischen Euro übernimmt. Wegen des Zukaufs werde das Kapital über die Ausgabe neuer Aktien um sieben Milliarden Euro erhöht, teilte Santander mit. Mit dem Geld will die Santander die Kapitallücken der übernommenen Bank, die zuvor von der EZB als nicht überlebensfähig eingestuft wurde, stopfen. Während die Papiere der Santander-Bank um 0,81 Prozent nachgaben, blieben die Banco-Popular-Aktien vom Handel ausgesetzt.
Favorisiert wurden unter den Bankaktien vor allem französische Banken wie Societe Generale und BNP Paribas, die jeweils um mehr als 2 Prozent zulegten. Gefragt waren zudem die Papiere der BBVA mit plus 1,88 Prozent, sowie die von ING und Barclays mit jeweils 1,65 Prozent.
Astrazeneca gaben in London um 1,14 Prozent nach. Der Pharmakonzern verkauft seine Rechte am Migränemedikament Zomig an das Pharmaunternehmen Grünenthal. Tate & Lyle verloren nach einer Abstufung durch das US-Analysehaus Jefferies 1,26 Prozent. Analyst Martin Deboo nahm sein Kaufurteil für die Aktie des Zuckerproduzenten zurück und senkte sein Kursziel. Die Aktie sei nach dem jüngsten Kursanstieg ausreichend bewertet und zudem dürfte das Preisklima 2018 rauer werden, schrieb er.
Nestle verloren 0,84 Prozent. Für das Papier des Schweizer Nahrungsmittelherstellers nahm die Privatbank Berenberg ihr Kaufurteil zurück. Auch wenn Nestle im Vergleich zur Konkurrenz ein respektables organisches Wachstum erziele, dürfte die Aktienkursentwicklung bis zur Ankündigung der weiteren Strategie moderat bleiben, erwartet Analyst James Targett. Zudem müsse sich erst noch zeigen, ob die Margenziele erreicht würden. Auch die Experten von Bryan Garnier gaben ihr Kaufvotum auf./ck/ag
(AWP)