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Fischotter
Der eurasische Fischotter Lutra lutra wird auch als Wassermarder bezeichnet. Tatsächlich ist seine Gestalt ganz auf seine halb-aquatische Lebensweise ausgerichtet: Der lange, schlanke Körper trägt das dichteste Fell aller Säugetiere: Mit 35’000 (Rücken) bis 50’000 (Bauch) Haaren pro cm2 hält es denn hervorragenden Schwimmer und Taucher trocken. Bei flinken Schwimmmanövern dienen die mit feinen Schwimmhäuten verbundenen Zehen und der muskulöse Schwanz als Antrieb und Ruder. Nase und Ohren können beim Tauchen verschlossen werden. Der Fischotter sieht und riecht ausgezeichnet und ist hauptsächlich ein Sichtjäger. Seine Schnauze trägt lange Tasthaare, die ihn auch im trüben Wasser oder nachts seine Beutetiere erfolgreich aufzuspüren lassen. Ein Tauchgang dauert in der Regel 1 bis 2 min., kann aber bis zu 7 min. dauern. Der Fischotter besiedelt Lebensräume entlang von Meeresküsten, Bächen, Flüssen und Seen bis 1600 m ü. M. Neben der Nahrungsverfügbarkeit sind ausreichend Verstecke in der Ufervegetation entscheidend für sein Vorkommen.