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Johann Gottfried Weiske (1745–1806) besuchte ab 1761 die Thomanerschule in Leipzig und studierte danach an der dortigen Universität. 1769 kam er als Stellvertreter des Kantors nach Meissen und wurde dort 5 Jahre später Dom- und Stadtkantor.
Weiske war der erste Komponist im deutschsprachigen Raum, der exakte Tempoangaben vorschrieb. Er veröffentlichte dazu eine Abbildung und eine genaue Beschreibung seines «Tactmessers» in Pendelform.
Kompositionen von Johann Gottfried Weiske
Nebst einigen Chorwerken sind sechs Sonaten für «Clavierspieler der mittleren Classe» überliefert, erschienen im Sonat-Verlag. Diese Sonaten können auch auf der Orgel wiedergegeben werden. Die sechste Sonate «à tré mani» erfordert zwei Spieler*innen. Stilistisch stehen die Sonaten zwischen der Musik von Johann Ludwig Krebs und Joseph Haydn.