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»Vor Kriegsbeginn hatte ich mit der Arbeit an einem Roman angefangen, dem dritten in einer Reihe von Kriminalromanen, die in Kiew um 1919 herum spielen. Es geht darin um den Bürgerkrieg in der Ukraine, die zweite Eroberung der Stadt durch die Bolschewiken und die Verhaftung und Ermorderung der Kiewer Intelligenzija. Während des Bürgerkriegs von 1918 bis 1921 ist Kiew insgesamt viermal von den Bolschewiken eingenommen worden. Und erst nach dem vierten Versuch 1921 konnten die Bolschewiken verkünden, dass die Ukraine jetzt sowjetisch sei.« Andrej Kurkow, in der Stuttgarter Zeitung vom 21.4.2022. Aus dem Englischen von Benjamin Mildner.
Kiew 1919. In den Wirren nach der Russischen Revolution stößt Samson zur neuen sowjetischen Polizei. Er ermittelt wegen eines rätselhaften Diebstahls und verliert sein Herz an eine junge Genossin. Ein Roman über die frühen Sowjetjahre in der Ukraine –eine gefährliche Zeit des Umbruchs. Von einem der wichtigsten ukrainischen Autoren, dessen Bücher in über 40 Sprachen erscheinen. Andrej Kurkow ist Präsident des PEN Ukraine.
Diogenes vertritt die Weltreche von Andrej Kurkow. Der Autor steht für wenige, ausgewählte Interviews auf Deutsch zur Verfügung.
Am 22.6.2022 wird Andrej Kurkow das Grußwort an der diesjährigen Verleihung des Theodor-Wolff-Preises in Berlin halten und den Sonderpreis Pressefreiheit überreichen.
Andrej Kurkow, geboren 1961 in St. Petersburg, lebt seit seiner Kindheit in Kiew und schreibt in russischer Sprache. Er studierte Fremdsprachen (er spricht insgesamt elf Sprachen), war Zeitungsredakteur und während des Militärdienstes Gefängniswärter. Danach wurde er Kameramann und schrieb zahlreiche Drehbücher. Sein Roman Picknick auf dem Eis ist ein Welterfolg. Kurkow arbeitet als freier Schriftsteller und berichtet derzeit auf Twitter und für internationale Medien über die aktuelle Lage in der Ukraine.
Der Roman ist bereits als Taschenbuch erschienen. Aus dem Russischen von Johanna Marx und Sabine Grebing.
Seit drei Jahren herrscht Krieg. Fast alle Einwohner haben das Dorf in der Nähe von Donezk, im Frontgebiet zwischen der ukrainischen Armee und den prorussischen Separatisten, verlassen. Nur der Bienenzüchter Sergej ist geblieben. Ihn interessiert einzig das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Eines Frühlings beschließt auch Sergej, seine Bienen aus der Kriegszone heraus und in eine Gegend zu bringen, wo sie wieder in Ruhe Nektar sammeln können.