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Coronavirus Arten - welche sind gefährlich?
Im Zuge einer weltweiten Pandemie ist das Coronavirus in den Fokus geraten. Viele Menschen glauben, dass es ein Coronavirus gäbe. Das ist nicht der Fall. Es gibt zahlreiche Arten, von denen nur wenige für den Menschen relevant sind. Die meisten Coronaviren befallen ausschließlich Tiere.
Der Begriff Coronaviren ist in der aktuellen Medienberichterstattung missverständlich. Denn als solche bezeichnet man alle Viren, die (unter einem Mikroskop) ein bestimmtes Aussehen haben - unabhängig von der RNA-Information, die sie in sich tragen und vor allem unabhängig von der Schwere der Erkrankungen, die sie auslösen. Dieses Mißverständnis führt zu Zweifeln und Unsicherheit: ist das aktuelle Coronavirus überhaupt neu? Sind Coronaviren nicht eigentlich harmlos?
Der Begriff "Corona" bedeutet übersetzt "Krone" oder "Kranz". Er wird auch im Zusammenhang mit einem Strahlenkranz um Sterne oder Planeten benutzt ("Sonnenkorona"). Die Oberfläche eines Coronavirus ist ringsum mit pilzartigen Fortsätzen gespickt (Proteine mit Rezeptoren zum Andocken an potentielle Wirtszellen). Das folgende (colorierte) Bild zeigt Coronaviren unter einem Elektronenmikroskop. Man erkennt deutlich die kranzförmige Umrahmung des Virenkörpers.
Die entscheidende Frage ist jedoch nicht, wie ein Virus aussieht, sondern wie es sich verbreitet und welche Krankheiten es auslöst. Denn nur so lässt sich entscheiden, wie gefährlich es ist. Zu bedenken ist dabei nicht nur die statistische Sterberate, sondern auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit. Hierbei spielen wiederum die Inkubationszeit sowie die (Un-)Eindeutigkeit der Symptome eine wichtige Rolle.
Hinweis: die Artikel dieser Website sind in leicht verständlicher Sprache geschrieben - für Menschen, die Fachartikel nur schwer verstehen. Daher sind die hochkomplexen bio-chemischen Prozesse, die räumlich und zeitlich verwoben sind, nur vereinfacht dargestellt.
Welche Coronavirus-Arten gibt es?
Die Gesamtheit aller Coronavirus-Arten wird als Coronaviridae (mit "d") bezeichnet. Diese besteht aus zwei Viren-Familien:
- die Letovirinae
- die Coronavirinae.
Erstere spielen hier keine Rolle. Die Familie der Coronavirinae (mit "n") wird in vier Unterfamilien unterteilt:
- Alpha-Coronaviren
- Beta-Coronaviren (!)
- Gamma-Coronaviren
- Delta-Cornaviren
Die vollständige Liste aller bisher bekannten Coronavirus-Arten findet man auf der Websites des ICTV (International Committee on Taxonomy of Viruses).
Gamma- und Delta-Coronaviren sind bislang noch nicht beim Menschen nachgewiesen worden. Sie befallen vorwiegend Vögel (Hühner, Truthahn), Wale (Beluga) oder andere sehr spezielle Tierarten. Sie sind bislang vorwiegend in Hongkong bzw. Ostasien nachgewiesen worden.
Aus der Gruppe der Alpha- und Beta-Coronaviren sind Unterarten bekannt, die auch den Menschen befallen. Beide unterscheiden sich jedoch in der Art der Erkrankungen.
- Alpha-Coronaviren lösen Erkrankungen aus, die man als "Erkältung" bezeichnet. Sie gelten daher als "relativ harmlos".
- Beta-Coronaviren sind diferenzierter: in der Gruppe der Embecoviren sind zwar auch solche enthalten, die Menschen befallen - aber sie sind eher selten und vergleichsweise harmlos. Problematisch sind allerdings die Merbecoviren und vor allem die Sarbecoviren: sie befallen vor allem die unteren Atemwege und können zu übersteigerten Immunreaktionen führen, die eine schwere Lungenentzündung hervorrufen kann.
In Einzelfällen können auch "harmlose" Alpha-Coronaviren schwerwiegende Erkrankungen auslösen, ebenso wie Sars und Mers-Viren auch harmlos verlaufen können. Letztlich geht es bei diesen Viren immer um eine Risikoabschätzung auf Basis statistischer Hochrechnungen - und dieses Risiko ist im Falle einer Erkältung wesentlich geringer als beim aktuellen Covid-19.
Liste wichtiger Coronavirus-Arten
Die folgende Liste zeigt eine Auswahl verschiedener Coronavirus-Arten inkl. derjenigen, die für Menschen relevant sind. Die Obergruppe heißt Coronaviridae. Sie unterteilt sich zunächst in zwei Gruppen, von denen nur die Orthocoronavirinae (ehemals Coronavirinae) von Belang sind.
- Letovirinae
- Orthocoronavirinae (ehemals Coronavirinae)
- Alpha-Coronaviren
- Duvinacovirus: Human Coronavirus 229E (HCoV-229E)
- Setracovirus: Human Coronavirus NL63 (HCov-NL63)
- ...
- Embecovirus
- Betacoronavirus 1
- Human Coronavirus OC43 (HCoV-OC43)
- Human Enterisches Coronavirus (HECoV)
- ...
- Human coronavirus HKU1 (HCoV-HKU1)
- ...
- Betacoronavirus 1
- Merbecovirus
- MERS-Coronavirus (MERS-CoV für Middle East respiratory syndrome-related coronavirus)
- ...
- Sarbecovirus
- SARS-assoziiertes Coronavirus (SARS-CoV für Severe acute respiratory syndrome-related coronavirus)
- Sars-Cov-1 (2002)
- Sars-Cov-2 (2019) - Erkrankung: Covid-19
- SARS-assoziiertes Coronavirus (SARS-CoV für Severe acute respiratory syndrome-related coronavirus)
- ...
- ...
- ...
Die folgende Grafik zeigt noch einmal die Übersicht:
Bei der aktuellen sog. Coronavirus-Epediemie geht es nur um das Sars-Cov-2 Virus. Es handelt sich offenbar um eine Mutation des Sars-Cov(-1) Virus, das bereits im Jahr 2002 ausgebrochen ist und sich weltweit verbreitet hat - allerdings ohne die Folgen, die Sars-Cov-2 auslöst. Die Bezeichnung "Sars" ist die Abkürzung von "severe acute respiratory syndrome", was mit "Schweres Akutes Atemwegsyndrom" übersetzt wird.
Wie gesagt, unterscheiden sich die Unterarten der Coronaviren durch ihren genetischen Code. Dieser hat wesentlich damit zu tun, an welche Wirtszellen die Viren andocken und in welchem Tempo sie neu gebildet werden und sich verbreiten.
Drei wesentliche Probleme machen die Entwicklung des Sars-Cov-2 Virus so schwer berechenbar:
- Die Inkubationszeit ist mit durchschnittlich 5-7 Tagen relativ lang. Je schneller äußere Symptome auftreten, um so eher können potentielle Überträger isoliert werden.
- Die Stärke der Erkrankung bzw. die Herftigkeit der Symptome ist sehr unterschiedlich. Wenn alle Menschen gleiche Symptome zeigten, wäre das Virus viel einfacher zu lokalisieren, wodurch sich die Übertragunsgkette viel effektiver schließen ließe.
- Die Sterberate scheint relativ hoch zu sein. Allerdings gibt es hier noch keine gesicherten Erkenntnisse, so dass bislang nur sehr vage Zahlen zwischen 0,3 und 3,0 % angegeben werden. Bei guter medizinischer Versorgung wie zur Zeit in Deutschland liegt die Vermutung nahe, dass man durch geeignte intensivmedizinische Versorgung viele Patienten retten kann.
Allerdings sind in Regionen mit überlastetem Gesundheitssystem - was schon allein aufgrund der Patientenzahlen eintreten kann - die Sterberaten deutlich höher.
Es ist daher vollkommen plausibel und folgerichtig, das exponentielle Wachstum der Virusübertragung zu verlangsamen, um denjenigen, die schwer betroffen sind, in geegnter Weise helfen zu können.
Schutz vor Corona-Virus
Der beste Schutz ist ein gesundes Immunsystem. Neben Hygienemaßnahmen (Händewaschen, Husten in Armbeuge etc.) ist hierbei vor allem eine gesunde Lebensweise zu beachten.
- Gesunde Ernährung
- viel Obst und Gemüse
- wenig Zucker
- viel Wasser
- Viel Bewegung
- aktiv sein
- spazieren gehen, wenn möglich in der Natur
- Kontakt meiden
- Hände schütteln etc. vermeiden
- Abstand halten (mind. 1,5 m)
- Großveranstaltungen, Menschenmassen und volle Räume meiden
- Positive Stimmung
- Kommunikation, wenn möglich indirekt (digital, Telefonieren, etc.)
- Mit anderen Menschen über Sorgen und Nöte sprechen
- Nicht nur "negative Schlagzeilen" lesen, gg. Nachrichten abschalten
- Hobbies pflegen
- Es besteht kein Grund zur Panik!
Quellen / Weiterführende Seiten
- International Committee on Taxonomy of Viruses (ICTV): Complete Coronavirus Genome Sequences
- Wikipedia: Coronaviridae
Weitere interessante Artikel
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Das Virus Sars CoV 2 gehört zu der Gruppe der Coronaviren. Es wird von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen-Infektion übertragen. Der Erreger befällt dann die Schleimhäute der Atemwege (Mund- und Nasenschleimhäute)
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