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Mülligen
Im Südwesten erhebt sich der 500 m hohe Eiteberg, an dessen Südseite sich die bereits auf der Birrfeldebene liegenden Weiler Trotte und Bergacker schmiegen. Rund ein Drittel der 316 ha Gemeindefläche besteht aus Wald.
Die Reuss bildet die natürliche Dorfgrenze im Norden und Osten. Teilweise bildet die Autobahn im Süden und Südwesten eine weniger schöne Begrenzung. Das Dorfbild wird auf dem Birrfeld massiv beeinflusst durch das grosse Kieswerk. Sorgfältige Abbau- und Rekultivierunsplanung sorgen aber für eine möglichst gute Eingliederung in die Landschaft.
Die Mühle an der Reuss
Die Mühle (oder "Müli") an der Reuss ist ein prägender Bestandteil des Dorfbildes und der Dorfgeschichte. Es handelt sich um das einzige Gebäude in Mülligen, das unter Denkmalschutz steht. Die Mühle wurde im elften Jahrhundert erbaut. Dank der eigenen Quellen war der Mühlebetrieb vom Reusswasser unabhängig. Sie galt lange Zeit, bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als eine der grössten Getreide-Mühlen im weiten Umkreis. Der Mühlebetrieb wurde 1914 eingestellt.Ein Jahrhundert lang, bis zum Jahre 1846, gehörte die Mühle der Familie des aargauischen Regierungsrates Oberst Samuel Schwarz. Nach mehreren kurzfristigen Besitzerwechseln kaufte die Gemeinde Windisch anno 1897 die Mühle mit dem dazugehörigen Land, um mit den darin befindlichen ergiebigen Quellen die eigene Wasserversorgung sicherzustellen.Schon früh existierte in der Mühle eine Wirtschaft, die bis ins 19. Jahrhundert die einzige im Dorf war.