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Die Affäre um den Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hatte die bereits angespannte Beziehung zwischen Moskau und Washington noch verschlechtert. Nun streckt Russlands Präsident Putin die Hand Richtung Barack Obama aus.
«Bilaterale Beziehungen sind meiner Meinung nach viel wichtiger als ein Streit über Aktivitäten von Geheimdiensten», meinte Putin auf die Frage ob die Whistleblower-Affäre einen Schatten auf den bevorstehenden USA-Russland-Gipfel werfe. Dieser findet im September in Moskau statt.
Der russische Präsident machte keine Aussagen dazu, ob der Kreml Snowden vorübergehend Asyl gewähren wird. Snowden hatte einen Antrag um befristetes Asyl in Russland gestellt.
Keine Auslieferung an USA
Putin betonte erneut, Snowden müsse darauf verzichten, den US-Interessen zu schaden. Der russische Präsident hatte dies bereits zuvor als eine Bedingung für eine allfällige Aufnahme Snowdens genannt. Die von den USA geforderte Auslieferung hatte Putin abgelehnt.
Ungewisse Flucht nach Lateinamerika
Der Ex-Geheimdienst-Mitarbeiter Edward Snowden hält sich seit etwa drei Wochen im Transit-Bereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf.
Snowden hat in etwa 20 Länder Asylgesuche gestellt. Ecuador, Bolivien und Nicaragua wären bereit Snowden aufzunehmen. Unklar ist, wie er nach Lateinamerika gelangen soll, ohne von den US-Behörden gefasst zu werden.