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Mann hat die Wahl zwischen Haartönungen oder ein Repigmentierungsverfahren. Das Tönungsgel ist ein klassisches Colorationsverfahren, bei dem mit Wasserstoffperoxid und einer Entwicklerlösung gearbeitet wird. Bei einer Repigmentierung wird Sauerstoff aus der Luft gebunden, wie Dr. Mustafa Akram, Direktor Forschung und Entwicklung von Colorationen bei Schwarzkopf & Henkel, erklärt. Die Wirkungsweisen der beiden Anwendungen unterscheiden sich stark.
Bei der Coloration oder Tönung dringen kleine, farblose Farbstoffvorprodukte ins Haar ein und verbinden sich dort mit Hilfe von Wasserstoffperoxid zu grösseren Farbmolekülen. Es wird mit mehreren verschiedenen Farbstoffvorprodukten gearbeitet, die miteinander reagieren, um die gewünschte Haarfarbe in der gewünschten Nuance zu erzielen.
Beim Repigmentieren wird ohne Wasserstoffperoxid gearbeitet. Es kommt ein spezifischer Inhaltsstoff, eine Vorstufe des Farbpigments Melanins, zum Zuge. Dieser Wirkstoff dringt ins Haar ein und oxidiert dort mit Hilfe von Sauerstoff aus der Luft zu einem melaninähnlichen Farbstoff. Das Farbergebnis ist sehr stabil.
Die Einwirkzeit beim Repigmentieren wird individuell gewählt. Durch die schrittweise Anwendung kommt es zu einem langsamen Farbaufbau und die Struktur des Haares wird langsam wieder mit Farbpigmenten aufgefüllt. Die Grauhaarabdeckung kann mit dieser Methode ganz nach Belieben, also stärker oder schwächer, vorgenommen werden. Oder: sie kann über mehrere Anwendungen hinweg schrittweise gesteigert werden. Bei einer Tönung sind keine Abstufungen möglich; die Anwendung ist dafür rasch und unkompliziert.
Sowohl die Haartönung wie die Repigmentierung sollte rund alle drei bis vier Wochen erneut angewendet werden. Spätestens aber dann, wenn die nachwachsenden, grauen Haare sichtbar werden. Oder: Man(n) macht es wie viele Frauen, man trägt die grauen Haare mit Stolz.