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Die Frage ist schnell beantwortet. Es wäre ein nacktes Gestänge, aus dem sich leidlich ein rhythmischer Ton hervorbringen ließe. Becken verleihen dem Schlagzeug Charakter und definieren seinen Sound.
Dabei ist vielen nicht bekannt, dass das Becken an sich schon eine sehr alte Tradition hat und wahrscheinlich bereits auf das chinesische Kaiserreich zurückgeht. Die Türkei hat seiner Zeit auch einen großen Einfluss auf das „Musikinstrument“ Becken ausgeübt. Im 16. Jahrhundert fand es dann Einzug in Militär- und Sinfonieorchester, wo es bei ersterem zusammen mit der großen Trommel die Grundschläge bildete. Auch, wenn die runden Scheiben so schlicht daherzukommen scheinen, müssen sie viele Bearbeitungsschritte durchlaufen, bevor sie am Schlagzeug befestigt werden können. Besonders die Fertigung der Metalllegierung ist alles andere als einfach. Bei hochwertigen Modellen wird immer noch von Hand gehämmert und abgedreht.
Wer jetzt so richtig auf die Pauke hauen und die Becken krachen lassen möchte, dem steht nicht mehr viel im Wege. Doch ist es nie verkehrt zu wissen, welches Schlagzeugbecken welchen Zweck und welche Funktion hat. Ride-Becken gibt es in unterschiedlichen Stärkegraden des Materials und ihnen ist charakteristisch, dass sowohl ein definierter Anschlag („Ping“), als auch ein Grundrauschen („Wash“) erzeugbar ist. Wird beim Ride die Kuppe angespielt, so entsteht ein klarer, heller Ton, der an den einer Glocke erinnert. Prinzipiell lassen sich mit Ride-Becken durchgängige Beats oder auch feste rhythmische Figuren („Patterns“) spielen. Die Hi-Hat ist Teil des Schlagzeugs selbst und besteht aus einem Top- und Bottom-Becken, welche per Federzug mit dem linken Fuß geöffnet und geschlossen werden können. Lang ausklingende Töne werden mit einem Crash-Becken erzeugt. Bei Ihnen gilt die Regel, dass sie meist aus Bronze sind und je dicker ihr Material ausfällt, desto lauter und heller ist auch der Klang. Umgekehrt wird bei einem Crash mit dünnerer Materialstärke der Klang dunkler, feiner, aber auch leiser sein. China-Becken haben ein deutlich schmutziger und roher klingendes Klangbild als die anderen Becken und sind für explosive Akzente und Staccato-Figuren am besten geeignet. Abschließend sei noch das Splash-Becken erwähnt, das von der Funktion her, wie ein Crash ist, aber im Bau kleiner ausfällt und am besten für den Einsatz bei kurzen, hellen Akzenten ist.