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Albin Strassmann wurde am 1. Februar 1953 im aargauischen Neuenhof als zweites Kind von Albin und Rosa Strassmann-Aggeler geboren und ist mit seinen beiden Geschwistern Elisabeth und Bruno dort aufgewachsen. Im Anschluss an die Primarschule besuchte er ab 1966 vier Jahre das Gymnasium Marienburg in Rheineck. Es folgte eine Lehre als Hochbauzeichner sowie das Studium zum Architekten HTL, das er 1977 erfolgreich beendete. Nach einigen Berufsjahren in einem Architekturbüro in Zürich beschloss er 1980 in die Gemeinschaft der Steyler Missionare einzutreten.
Nach einem Jahr Noviziat im Missionshaus St. Gabriel bei Wien und einem einjährigen theologischen Vorbereitungslehrgang in Graz schloss er 1988 das Philosophi- und Theologiestudium in St. Gabriel ab. Dort weihte Bischof Anton Pain Ratu SVD aus der Diözese Atambua, Westtimor, Indonesien am 27. Mai 1989 Albin mit drei Mitbrüdern aus Indonesien und einem aus Polen zum Priester. 1989 feiert er in Neuenhof seine Primiz. Seine Missionsbestimmung erhielt er für Bolivien, wo er in drei verschiedenen Pfarreien als Vikar tätig war, mit den Arbeitsschwerpunkten Jugendarbeit und Ausbildung von Katechisten. Albins Fazit aus dieser prägenden Zeit: „Glauben und Leben gehörten hier zusammen. Ich lernte viel in dieser Zeit.“ Die Menschen in Bolivien und die Verbesserung ihrer Situation blieben ihm zeitlebens ein Herzensanliegen. Er engagierte sich nach seinen Möglichkeiten für sie.
Mit seiner Rückkehr 1995 in die Schweiz begann sein insgesamt 19-jähriger Einsatz als Missionssekretär der Steyler Missionsprokur in Maria Hilf, Steinhausen (1995-2001 und 2007-2020).
Dazwischen war er von 2001 bis 2004 Pfarradministrator in Bünzen AG und Steinhausen ZG. Dann wirkte er bis 2009 als Priester mit Pfarreiverantwortung in Littau LU und von 2010 bis 2018 in Ruswil LU – dies neben der Arbeit in der Missionsprokur. In seinem Wirken als Priester war es ihm ein Bedürfnis, Gebete und Texte in die heutige Zeit zu übersetzen und nah am Lebens- und Erfahrungsalltag der Menschen zu sein.
Als seine Lieblingsarbeit bezeichnete Albin „das zu erledigen, was ansteht und den Kontakt mit den Menschen zu pflegen. Es geht nicht darum, selber im Zentrum zu stehen, sondern einfach da zu sein und zuhören zu können.“
Am Samstag, 19. Februar, 18.30 Uhr gedenken wir seiner im Gemeindegottesdienst. Gott gewähre ihm die ewige Ruhe und den verdienten Lohn für sein Wirken hier auf Erden.