Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03199.jsonl.gz/1788

Marionettenoper im Säulensaal Heidelberg
Von Igor Stravinskij und Charles-Ferdinand Ramuz
Leichtsinnig lässt sich ein Soldat auf ein Geschäft mit dem Teufel ein: Im Tausch für seine Geige erhält er ein Buch, das ihm zwar immensen Reichtum beschert, jedoch anderen Menschen entfremdet. Um eine unglückliche Prinzessin durch Musik zu heilen und für sich zu gewinnen, überlistet er den Teufel und bemächtigt sich wieder der Geige. Alles scheint ihm zunächst zu gelingen … « Die Geschichte des Soldaten » verbindet die Rezitation eines Erzählers ausserhalb der Bühne sowie die Darstellung einzelner Passagen der Handlung durch die Figuren auf der Hauptbühne mit einer raffinierten, durch gezielte Verfremdungs-effekte bestimmten Musik.
Mit den in der Schweiz hergestellten Nachbauten der antiken Marionetten von Elsi und Fernand Giauque zur «Geschichte vom Soldaten» erarbeitete die Marionet-tenoper im Säulensaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Heidelberg eine historische Annäherung an die erste Inszenierung des Stücks mit Marionetten von 1931.
Gespielt wird mit Fadenmarionetten. Hochdeutsch.
Dauer: 70 Minuten ohne Pause
Konzeption: Karin Merazzi-Jacobson, Joachim Steinheuer
Regie: Joachim Steinheuer
Spiel: Marionettenoper im Säulensaal Heidelberg
Figuren: Werkstatt Schweiz, Werkstatt Heidelberg Bühnenbild: David Brössner, Franziskus Grzonka
Sprecher: Hannes Gottschall, Joachim Steinheuer
Musik: Trioversion von Igor Stravinskij für Geige, Klarinette und Klavier mit zusätzlichem Schlagzeug