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Toshiba hatte eine teure Wette auf die Kernkraft abgeschlossen, als die Japaner 2006 für 5,4 Milliarden Dollar den US-Anbieter Westinghouse schluckten und zum Branchenprimus noch vor der staatlich kontrollierten französischen Areva aufstiegen. Doch das Atomgeschäft schwächelt, die Japaner haben Probleme, Aufträge für neue Kraftwerke an Land zu ziehen. Seit der Atomkatastrophe von 2011 in Fukushima nicht nur in der japanischen Heimat, sondern auch in Übersee.
Toshiba hatte das vergangene Geschäftsjahr, das am 31. März 2016 endete, in Folge einer radikalen Sanierung nach einem Bilanzskandal mit einem gewaltigen Verlust von 460 Milliarden Yen abgeschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Toshiba zwar dank robuster Nachfrage nach Halbleitern mit der Rückkehr in die Gewinnzone. Doch die drohenden Verluste im US-Atomgeschäft könnten dies durchkreuzen./ln/DP/stb
(AWP)