Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03662.jsonl.gz/2647

6:3 und 6:4: Mit diesem Resultat hatte Petra Kvitova 2011 gegen Maria Scharapowa im All England Club ihren 1. Grand-Slam-Titel erobert. Schon damals legte sie ein beachtliches Tempo vor und gewann später im Jahr in Istanbul auch noch die WTA Championships.
Bei ihrem zweiten durchschlagenden Erfolg in Wimbledon fiel das Verdikt für die 24-jährige Kvitova (WTA 6) nun noch deutlicher und für ihre Gegnerin geradezu vehement aus. Nach 55 Minuten hatte sie eine chancenlose Eugenie Bouchard (WTA 13) bezwungen. Das 6:3, 6:0 wurde zu einem Schaulaufen für die Tschechin, die bereits den 1. Matchball verwerten konnte.
Nahezu perfekt gespielt
Die junge Kanadiern war machtlos und kämpfte in allen Belangen auf verlorenem Posten. Ihre einzige Erfolgsmeldung war, dass sie im 1. Satz postwendend auf das erste Break reagieren und auf 2:3 verkürzen konnte. Doch danach riss Kvitova die Kontrolle über das Spiel gleich wieder an sich und zeigte eine nahezu perfekte Leistung.
Den Start-Satz brachte die Linkshänderin nach 32 Minuten mit 6:3 ins Trockene. Im 2. Umgang kassierte Bouchard mit 0:6 die Höchststrafe und war zu keiner Reaktion mehr fähig. Kvitova schlug in weniger als einer Stunde unglaubliche 28 direkte Winner und leistete sich nur 12 unerzwungene Fehler. «Mein Coach hat mich mit einer grossartigen Taktik auf diese Partie eingestellt», verriet sie.
Bouchard hatte sich bei ihrem erst 6. Grand-Slam-Anlauf ohne Satzverlust zum 1. Mal in den Final gekämpft, nachdem sie dieses Jahr schon in Melbourne und Paris die Vorschlussrunde erreicht hatte. Entmutigen liess sie sich von ihrer verpatzten Premiere nicht. So konnte sie nach der Schlappe schon wieder lachen und sagte zum applaudierenden Publikum: «Ich weiss nicht, wie ich heute eure Liebe verdient habe. Aber ich geniesse sie auch so.»