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Waldbrände verhindern
So können Waldbrände vermieden werden:
- Feuer im Freien immer mit grösster Vorsicht entfachen oder das Feuern im Freien ganz unterlassen
- Informationen im Internet, am Radio und Fernsehen sowie in Zeitungen beachten
- Feuerverbote unbedingt einhalten
- Brennende Zigaretten und Zündhölzer nie sorglos wegwerfen
- Beim Grillieren möglichst festeingerichtete Feuerstellen verwenden und nicht auf dem nackten Boden feuern
- Entfachte Feuer immer beobachten und allfälliger Funkenwurf sofort löschen
- Feuerstellen und deren Umgebung nur im absolut gelöschten Zustand verlassen
- Bei starken und böigen Winden auf Feuer im Freien unbedingt verzichten
- Feuerwerkskörper nur an Orten mit ausdrücklicher Bewilligung der Standortgemeinde abfeuern.
- Beobachtete Waldbrände sofort über Telefon 118 melden
Feuervorschriften
Der kantonale Forstdienst überwacht die Gefahrensituation und verbietet bei erhöhter Waldbrandgefahr das Entfachen von Feuer im Wald und in Waldesnähe. Die Gemeinden können selber noch strengere Vorschriften erlassen. So gilt in den meisten Gemeinden unserer Südtäler aufgrund häufiger Waldbrandgefahr ein dauerndes Feuerverbot.
Wann besteht absolute Waldbrandgefahr?
Der unvorsichtige Umgang mit offenem Feuer im Wald und Waldesnähe führt erwiesenermassen zu den meisten Waldbränden. Unachtsamkeiten wirken sich besonders verheerend aus, wenn die Waldbrandgefahr erhöht ist. Dies ist vor allem
- während langen Trockenperioden
- bei andauernder Sommerhitze
- während und nach schneearmen Wintern
- häufig im Zusammenhang mit starken Winden
der Fall! Die Südtäler kämpfen im Frühling durch das frühe Ausapern und durch die starken Nordwinde jedes Jahr mit einer erhöhten Waldbrandgefahr.
Waldbrandhäufigkeit in Graubünden
In Graubünden werden durchschnittlich 20 Waldbrände pro Jahr registriert. Von 1981 bis 2008 ereigneten sich insgesamt 528 Waldbrände. Das Jahr 2003 mit der extremen Trockenheit und dem Hitzesommer lag mit 44 Waldbränden deutlich über dem jährlichen Schnitt. Nur mit viel Glück und hervorragender Arbeit der zuständigen Instanzen konnte damals schlimmeres vermieden werden.
In den Jahren 1996 bis 1998 ereigneten sich 4 Grosswaldbrände (Bever, April 96; Brusio, März 97; Misox, April 97; Brusio, April 98). Die Löschkosten betrugen jeweils zwischen einigen Hunderttausend bis im Extremfall 5 Millionen Franken.
Einsatzkostenversicherung und Beiträge gemäss Waldgesetz helfen den betroffenen Gemeinden, einen Teil der Löschkosten zu tragen.
Waldbrandbekämpfung
Grundsatz:
Es werden alle Waldbrände soweit möglich vollständig gelöscht, da auch das kleinste Feuer unabsehbare Folgen haben kann!
Die Feuerwehr und der Forstdienst sind für die Waldbrandbekämpfung zuständig und entsprechend vorbereitet. Seit einigen Jahren existieren regionale Stützpunkte mit Waldbrandbekämpfungsmaterial sowie auch einfache Einsatzkonzepte für das gesamte Kantonsgebiet.
Wo der Wald mit Zufahrtswegen gut erschlossen ist, lassen sich Waldbrände schneller und somit effizienter löschen.
Die Waldbrandbekämpfung erfolgt wenn möglich vom Boden aus. Ergänzend oder in unzugänglichen Gebieten gelangt der Helikopter zum Einsatz.
Und nach dem Waldbrand?
Waldbrände können die Schutzfunktion der Wälder beeinträchtigen.
Bei der Wiederherstellung stützt man sich auf den Grundsatz:
- Beobachten, wie die Natur reagiert.
Wo möglich soll die natürliche Wiederbewaldung stattfinden können. Vielerorts sind wegen des verbrannten Bodens auch Stützpunktpflanzung und Begrünungen zum Erosionsschutz erforderlich.
- Beobachten, wo Gefahren entstehen.
Wo nötig müssen nebst waldbaulichen Massnahmen auch Verbauungen z.B. gegen Lawinen, Erosion oder Steinschlag ausgeführt werden.
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Faktenblatt Waldbrand (dt)
Foglio informativo Incendi boschivi (it)