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Germania,
[* 1] römische Bezeichnung für Deutschland, [* 2] in der Dichtkunst und den bildenden Künsten die Per-
[* 1]
^[Abb.: J.
^[Johannes]
Schillings
Germania, vom Niederwalddenkmal.]
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sonifikation des Begriffs der zu einer politischen Gesamtheit vereinigten deutschen Länder. Dieser Begriff bildete sich etwa seit Mitte der 40er Jahre, als die französischen Rheingelüste wieder in den Vordergrund traten. Er wurde zunächst durch die Poesie plastisch gestaltet, dann durch den Kampf um Schleswig-Holstein [* 4] weiter ausgebildet und gewann schließlich auch durch die in den Schützen-, Sänger- und Turnerfesten gipfelnden Einigungsbestrebungen der 50er und 60er Jahre eine malerische und plastische Erscheinungsform.
Die erste populäre Gestalt einer hat der Düsseldorfer Maler Karl Clasen (s. d.) in seiner
Germania auf der Wacht am Rhein geschaffen.
Diese Verkörperung des Begriffs gewann durch die Jahre 1870 und 1871 noch mehr an Verbreitung. Die zahlreichen
Sieges- und Kriegerdenkmäler haben dann neue Typen geschaffen, von denen Schillings Niederwalddenkmal am volkstümlichsten
geworden ist. Diese
Germania ist eine Verbindung der alten Schlachtenjungfrau (Walküre) mit der das allumfassende Vaterland versinnlichenden
deutschen Mutter (s. die Abbildung, S. 179).