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Mein liebstes Hobby: Schreiben
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Schon von klein auf habe ich gerne geschrieben, oder besser noch, Büchlein gemacht. Genau begann es eigentlich am 11. November 1944, ich war knapp zehnjährig, mit der ersten Nummer meiner ‘Hauszeitung‘. Unter diesem Namen schrieb ich von Hand seit meinem 10.Altersjahr jede Woche eine mehrseitige Zeitung, in welcher Berichte, Inserate und ein Briefkasten zu finden waren. Alleiniger Abonnent dieser im Format 10 mal 10 cm, also in der Grösse eines Toilettenpapiers, erscheinenden Publikation war mein Vater. Er bezahlte pro Monat 10 Rappen Abonnementsgebühr. Eines Tages kam er frohlockend nach Hause, er hätte im Büro vier weitere Abonnentinnen gefunden. Ich war gar nicht begeistert, hiess das doch, dass ich nun jede Woche fünf Exemplare von Hand schreiben musste. Und da mir das Papier ausging, schrieb ich fortan auf Toilettenpapier. Es hatte ja das exakt gleiche Format.
Die erste Seite der Nummer 13 meiner ‘Hauszeitung‘
vom 5. Mai 1945
Da mir wegen der grösseren Auflage das Papier ausging,
schrieb ich die Zeitung fortan auf Toilettenpapier
schrieb ich die Zeitung fortan auf Toilettenpapier
Während des Krieges war Toilettenpapier Mangelware. Man behalf sich deshalb oft mit in ähnlicher Grösse zugeschnittenem Zeitungspapier, auch wenn dieses beim Gebrauch fürchterlich zwickte und zwackte. Mir taten auch die Artikel leid, die von Journalisten geschrieben, schon nach einem Tag zum Abwischen des Hintern gebraucht wurden. Als ich nun jede Woche meine auf Toilettenpapier geschriebene Hauszeitung verteilte, stieg eine fürchterliche Ahnung in mir auf. Sollten auch meine mit viel Mühe von Hand geschriebenen Exemplare den Weg alles Irdischen gehen? Sollte das ein Grund sein, weshalb ich mir schwor, niemals ein Journalist zu werden, der nur für den Tagesgebrauch schreibt? Ich gab meine Hauszeitung auf und verlegte mich auf das Schreiben von Büchern, die man aufbewahrt und ins Büchergestell stellt. Und da es mir ‘Globi‘ so angetan hatte, zeichnete ich auch schon bald kleine Comic-Hefte, allerdings mit einer selbst erfundenen Figur, dem ‘Tirps‘. Nachdem schon meine Kinder an ihnen das Lesen üben konnten, sollen sie nun auch den Enkeln für den gleichen Zweck dienen. Ein Kinderbuch – das ich zwar erst viele Jahre später entwarf und malte – mit der Geschichte des jungen Elefanten ‘Tschimbo‘, der aus dem Zoo ausbricht und nach einer abenteuerlichen Reise seine Brüder im Urwald findet, kann Kinder im ersten Lesealter ebenso erfreuen.
Ein Teil meiner ‘Kinderprodukte‘, die ich aufbewahrt
habe: Einige Nummern der ‘Hauszeitung‘, ein Buch mit
gemalten Ansichten der Zimmer unseres Hauses und ein
Buch über dessen Geschichte.
habe: Einige Nummern der ‘Hauszeitung‘, ein Buch mit
gemalten Ansichten der Zimmer unseres Hauses und ein
Buch über dessen Geschichte.
Für das erste Lesealter geignet: Ein Kinderbuch mit der
Geschichte des jungen Elefanten ‘Tschimbo‘.
Geschichte des jungen Elefanten ‘Tschimbo‘.