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Neu erschienen
Im April 1945 passierte eine Gruppe von Aserbaidschanern in deutscher Uniform die Schweizer Grenze in Campocologno. Aus deutscher Kriegsgefangenschaft entkommen, wurden die Aserbaidschaner in der Schweiz interniert. Ihre Anwesenheit in der Schweiz sollte sich wenig später bei der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Sowjetunion als besondere Herausforderung erweisen.
Der neuste Artikel der Zeitschrift Saggi di Dodis behandelt die Repatriierungsfrage der aserbaidschanischen Internierten als bedeutenden Aspekt der Annäherung zwischen der Schweiz und der Sowjetunion in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Lelia Ischi zeigt auf, dass die Ausschaffung der aserbaidschanischen Internierten in die Türkei statt in die UdSSR im Jahr 1948 in Anbetracht der fragilen Beziehungen zur kommunistischen Grossmacht, als eine aussenpolitisch riskante humanitäre Aktion einzustufen ist.