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Ein von ihm eingesetzter leitender Ausschuss soll die Aussichten und die Hindernisse bei der Entwicklung der Urangewinnung auf dem fünften Kontinent abklären und Empfehlungen ausarbeiten, wie die Rahmenbedingungen kurz-, mittel- und langfristig zu verbessern sind. Die Ziele Macfarlanes sind, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, die Exploration, den Abbau und die Aufbereitung von Uran zu erleichtern, ein in sich geschlossenes, wirksames und effizientes Regelwerk von der Exploration bis zum Export zu schaffen sowie die Kommunikation über den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen des Uranbergbaus zu fördern. Kein Thema für die Arbeit des Ausschusses ist die Nutzung der Kernenergie im Lande selber. Der leitende Ausschuss hat den Auftrag, Macfarlane in einem Jahr einen Aktionsplan vorzulegen, der in den folgenden zwei Jahren umgesetzt werden soll. Der Ausschuss wird sich auf drei Arbeitsgruppen abstützen und im Rahmen von Referenzgruppen alle interessierten Kreise anhören.
Die Schaffung des Ausschusses sowie die Zielvorgaben sind ein Ausdruck der Bewegung, die nach Jahrzehnten des Stillhaltens in die australische Uranpolitik gekommen ist. Im letzten Jahr verabschiedete die Regierung ein Weissbuch über die Energiepolitik des Landes. Darin stellt sie fest, Australien verfüge zwar über rund 40% der weltweit nachgewiesenen wirtschaftlich abbaubaren Uranressourcen, nutze sie allerdings nicht selber als Energiequelle, denn das Land verfüge über riesige Kohlevorkommen, die eine ausserordentlich günstige Stromversorgung sicherstellten. Mit der Gewinnung und dem Export des Urans für die Stromerzeugung unter strikter Nonproliferationsüberwachung in anderen Ländern leiste Australien einen wichtigen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen. Da in den kommenden Jahren die weltweite Urannachfrage beträchtlich anziehen dürfte, sollte Australien seine strategische Position als verlässlicher und sicherer Uranlieferant ausbauen. Als Beispiel wird die Belieferung Chinas genannt.
Letztes Jahr deckte Australien 21 % der weltweiten Urannachfrage. Das Uran stammte zu über 90% aus nur zwei Minen - Ranger und Olympic Dam. Zwar ist vorgesehen, die Produktion dort noch zu erhöhen, aber die nötige Erschliessung weiterer Ressourcen scheiterte in der Vergangenheit am Drei-Minen-Kompromiss der früheren Bundesregierung und wird heute oft von der Vetopolitik einzelner Gliedstaaten blockiert. Da diese Politik nach Ansicht der heutigen Bundesregierung den Landesinteressen zuwiderläuft, will sie jetzt vermehrt direkt die ungeteilte Verantwortung für die Bewilligung von Explorations- und Abbauprojekten übernehmen. Dies hat sie kürzlich gegenüber dem Northern Territory bestätigt. Die neue Vision soll die Rahmenbedingungen abstecken.
Quelle
P.B. nach Minister of ITR, Medienmitteilungen, 5. und 11. August 2005
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