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Weitere Luftaufnahmen von Wallenried
Der grösste Teil des Territoriums von Wallenried gelangte nach und nach in die Hände der Familie von Castella. Dieses Territorium war früher in mehrere Lehen aufgeteilt, die im 16. und 17. Jahrundert den folgenden Familien gehörten: von Cléry von Watteville, von Praroman, von Lenzbourg, Erhard, Lanther, Kessler, von Fégely, von Gléresse und von Diesbach.
Für die Tilgung einer Schuld von mehr als 5’000 livres wurde Kapitän Jean Ulrich von Lenzbourg in 1659 verurteilt, seinem Gläubiger, Kapitän Charles Kessler (gestorben in 1664), sein Gut von Wallenried zu übergeben. Die Tochter von Kessler, die Jean-Pierre von Castella (1643-1720) heiratete, wurde Eigentümerin und schrieb in ihrem Testament von 1719 über die Freuden dieses Gutes. Sie überschreib dieses "mit all dem was hinzugefügt und für 5'000 livres gekauft wurde " an ihren Sohn, Francois-Joseph- Emmanuel, geboren in 1672, in der CC ab 1699, Vogt von Cheyres von 1724 bis 1730, gestorben in 1730. Seine Ehefrau Marie-Madeleine von Weck gab ihm eine grosse Anzahl von Kindern - insgesamt sechzehn. Nach seinem Tod in 1730 wurde das Gut von seiner Witwe Marie-Madeleine verwaltet. Rechtlich gelangte es an ihren Sohn, Rudolph (1705-1793), der künftige Leutnant-General im französischen Dienst, und wurde von seinem Bruder Nicolas-Albert, Herr von Berlens ab 1752 bewohnt.
Am 19. November 1765 wurde Rudolph von Castella vom kleinen Rat von Freiburg authorisiert, sein Gut von Wallenried in eine Substitution (ein unveräusserlicher Familienbesitz, der nur von männlichen Vorgänger zum männlichem Nachkommen vererbt werden konnte) zu verwandeln. Dies war zugunsten seines Neffen, Nicolas-Antoine-Xavier, der älteste Sohn seines Bruders Nicolas-Albert des Zweiges von Berlens.
Nach dem Tod von Rudolph in 1793, wurde Nicolas-Antoine-Xavier (1767-1830), Oberst und General im Dienste Frankreichs unter Napoleon, zu einem der wichtigsten "gentilshommes der Agrarwissenschaftler" des Freiburger Landes. Er lebte in Paris, aber liess seine Ländereien verwalten. Er heiratete Anne-Marie von der Weid von Seedorf.
Er vergrössert seine Ländereien um hundert Posen (233 gegen 1813), modernisierte seine Methoden, baute seine Gebäude wieder auf und bevorzugte den Weizenanbau. Allerdings war diese interessante Erfahrung ein Misserfolg, und in 1831 nach dem Tod des Generals wurde das Gebiet einem Landwirt übergeben.
Mit dem Tod von Rudolph von Castella, der Sohn des Generals, in 1890, starb der Zweig von Berlens aus. Die Hinterlassenschaft ging an den von Delley, in der Person von Albert (1877-1953), danach an seine Enkelkinder.
Die steigenden Schwierigkeiten hinsichtlich der Wartung und der Restaurierung führten schliesslich zum Verkauf des Schlosses im Jahre 1995 an die Stiftung der Familie Hamoir. Sie ist noch immer Eigentümerin des Wohnsitzes und der Ländereien.
Zum ersten Mal wurde das Herrenhaus von Wallenried in 1663 erwähnt, damals als Eigentum des Kapitäns Charles Kessler. Er handelte sich vermutlich um ein rechteckiges Gebäude mit zwei Stockwerken, das vom Norden in den Süden ausgerichtet wurde, das den zwei ersten Achsen des derzeitigen Westflügels entspricht. Nachdem Francois-Joseph-Emmanuel von Castella, dieses kleine Schloss in 1719 erbte, liess er es vermutlich um fünf Achsen, nach einer vollkommenen symmetrischen Anordnung vergrössern. Er starb in 1731 und konnte wahrscheinlich die Arbeiten nicht vollenden, die nun seinem Sohn und seiner Witwe oblagen. Die Wappen des Ehegatten und das Datum 1749 sind auf dem Ofen aus Steingut in einem der Zimmer enthalten. Vor 1765 wurde ein Flügel von etwa zehn Meter Länge an der Nordhälfte der östlichen Fassade des neuen Gebäudes gebaut.
Nach dem Feuer einer der Scheunen des Gebietes von 1814 schlug der Architekt Charles von Castella (1737-1823), vom Zweig von Montagny, dem Inhaber der Substitution, seinem Vetters Nicolas-Antoine-Xavier vor, mit Genauigkeit den Ertrag seiner Territorien zu fördern, um dort die adäquaten Gebäude zu bauen. Die Pläne, die er ihm vor 1819 unterbreitete (der Zeitpunkt, an dem sie sich entzweiten) wurden zum Teil bewahrt. Die Gebäude, die damals errichtet wurden, sind (ausser die Scheune des Herrenhauses) verschwunden.
Die beträchtliche Vergrösserung der Fläche des Herrenhauses, die Erbauung vom grossen Kaiser-Salon im östlichen Flügel in 1823-24 und erlaubten, eine Unterbringung der unermesslichen Mengen an Tüchern und Stoffen von Charles Meynier und zurückgebrachten Möbel vom General von Castella.
Im den Jahren 1909-10 wurde das Gebäude vom Berner Architekten Henry Berchtold von Fischer (1861-1949) restauriert und erneut in 1983.
Der grosse Salon
Der grosse Salon
Die Bibliothek
Ein Schlafzimmer
Bibliographie