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Beschreibung
Volker Herrmann und Leta Büchi: Schloss Thun – Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte von Burg und Schloss
Schloss Thun. Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte von Burg und Schloss
Die ehemaligen Schlossbauten und der neuzeitliche Gefängnistrakt werden seit Anfang 2013 behutsam saniert und für die künftige Nutzung als Hotel und Schulungszentrum umgebaut.
Eine ältere hochmittelalterliche Abbruchschicht im westlichen Hofareal belegt, dass schon vor dem Bau des Donjons um 1200 Steinbauten auf dem Burgareal bestanden haben. Der Schlosstrakt auf der Südseite stellt keinen einheitlichen Baukörper dar, entstanden ist er vielmehr wahrscheinlich aus einem kleineren Kernbau im mittleren Abschnitt. Während der Bauuntersuchung wurde im ersten Obergeschoss der zugehörige Festsaal und ein davon getrennter kleinerer Saal entdeckt. Der Saalbau ist durch den Dachstuhl auf 1566/67 datiert.
Die Erweiterung des Schlossbaus nach Westen und die Errichtung der hofseitigen Lauben fallen in die Barockzeit. Später wurde dem Schloss eine Nutzung als Gefängnis, Regierungsstatthalteramt, Kreisgericht und kantonale Verwaltungsbehörde aufgezwungen. Die damaligen Eingriffe haben dem historischen Baubestand im 19. und 20. Jh. schweren Schaden zugefügt.