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Indien wird Air India laut Medienberichten noch im November erneut zum Verkauf anbieten. Es ist der dritte Versuch, die Airline zu privatisieren. Die Regierung wolle Investoren kaum Auflagen aufbürden und die in Milliardenhöhe verschuldete Air India mit einer besenreinen Bilanz übergeben, schreibt aero.de. Tochterfirmen wie Air India Express sollen separat verwertet werden.
Der Staat hat im Vorfeld schon mehr als die Hälfte der Schulden von USD 8,4 Mia. über die Air India Assets Holding aus der Airline ausgelagert. Auf abschreckende Auflagen will die Regierung dieses Mal weitgehend verzichten – sogar eine Umbenennung von Air India soll Investoren prinzipiell erlaubt werden. Rund USD 1,2 Mia. Verlust fielen allein im letzten Geschäftsjahr an.
«Ich gehe davon aus, dass Air India in diesem Geschäftsjahr ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielen wird», wirbt Airlinechef Ashwani Lohani in der «Economic Times» für die Privatisierung. Die wahre Stärke von Air India gehe aus ihren Bilanzen nicht hervor. Nach der Insolvenz von Jet Airways habe Air India Marktanteile zurückgewonnen. Und als privates Unternehmen werde Air India im Wettbewerb fortan schneller agieren können als in staatlichen Strukturen, sagte Lohani. (TI)