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«Novartis setzt sich dafür ein, den Menschen in einkommensschwachen Ländern bezahlbare Medikamente bereitzustellen», lässt sich Novartis-Chef Joseph Jimenez in der Medienmitteilung vom Dienstag zitieren. Wenn man die Ursachen für die unzureichende Gesundheitsversorgung in diesen Ländern beheben wolle, müssten Regierungen und Nichtregierungsorganisationen mit Unternehmen zusammenarbeiten.
Novartis Access ist ein Portfolio von 15 patentgeschützten und -freien Medikamenten gegen häufige chronische Krankheiten, das Regierungen und Gesundheitsversorgern des öffentlichen Sektors zu einem Preis von 1 US-Dollar pro Behandlung und Monat angeboten wird.
Das Programm wurde im September 2015 ins Leben gerufen. Inzwischen wurden laut Novartis über 100’000 monatliche Behandlungseinheiten nach Kenia, Äthiopien und in den Libanon (hier durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz) geliefert.
Die Erfahrungen der vergangenen zwölf Monate haben laut Medienmitteilung gezeigt, dass ein Paradigmenwandel in der Art und Weise, wie Länder Arzneimittel beschaffen, erforderlich ist. Novartis beklagt, dass die nationalen Listen unentbehrlicher Arzneimittel nicht regelmässig aktualisiert würden, und die Länder dadurch daran gehindert würden, Medikamente von Novartis Access zu kaufen.
Zudem sind nach Ansicht von Novartis die Gesundheitssysteme in einkommensschwachen Ländern häufig nicht mit den nötigen Ressourcen ausgestattet, um eine hochwertige Versorgung zu gewährleisten. Unzureichende Investitionen in die Infrastruktur führten zu einem Mangel an Spitälern, medizinischem Personal und zu einem unzureichenden Vertriebsnetz für Medikamente.
Laut Novartis ist die Behandlung von nicht übertragbaren Krankheiten in einkommensschwachen Ländern eine besondere Herausforderung. Diese Länder würden unter der doppelten Belastung durch Infektionskrankheiten und chronischen Krankheiten leiden. In diesen Ländern würden jährlich 28 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Atemwegserkrankungen und Krebs sterben. Das entspreche fast drei Viertel aller weltweiten Todesfälle durch nicht übertragbare Krankheiten.
(SDA)