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Frucht- und Obstbrände entstanden hauptsächlich zur Obstkonservierung und geniessen besonders in der Schweiz eine lange Tradition. Für Obstbrände werden verschiedenste Früchte verwendet, welche in drei Kategorien eingeteilt werden können: Steinobst, Kernobst und Beeren. Diese werden zunächst entweder vergoren oder gemaischt. Aus vergorenen Früchten entsteht nach der Destillation ein Brand, aus einem Maischedestillat ein Geist. Die meisten Frucht- und Obstbrände werden klar abgefüllt, es gibt jedoch einige Brände wie z. B. Vielle Prune, die in Eichen oder Eschenfässern ausgebaut werden.
Wird für die Herstellung der Spirituose das Obst eingemaischt, das heisst in Neutralalkohol mazeriert und danach destilliert, nennt man dies «Geist». Dieses Verfahren wird dann angewandt, wenn das Obst zu wenig Zucker enthält, zu selten oder zu teuer ist.
Zunächst werden die Kräuter in Neutralalkohol eingelegt und mazeriert. Dabei werden die Farb- und Aromastoffe sowie weitere Bestandteile gelöst und die Aromen gehen in den Alkohol über. Danach wird das Mazerat destilliert und wird zu einem Geist.