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1973 entstanden in Luzern die Progressiven Organisationen (POCH). Diese jugendliche Partei war Bestandteil der neuen sozialen Bewegung mit einer pluralistischen und grünen Programmatik, mit einer feministischen Ausrichtung und einem farbigen Politstil. In Luzern und der Agglomeration konnten die POCH die Rolle der Opposition übernehmen. Mit spektakulären Wahlerfolgen 1979 und 1983 wurden die POCH zu einer Kraft, die nicht mehr übergangen werden konnte und im Kanton wie in der Stadt Luzern wichtige politische Impulse auslöste. Anfang der 80er Jahre wurde die Partei als Teil der neuen grünen Bewegung verstanden.
1986 beschlossen die POCH, neue PartnerInnen zu suchen und nur noch innerhalb einer breiteren Liste für die nächsten Wahlen anzutreten. Die ökologische Frage brannte den Menschen nach Tschernobyl und Schweizerhalle unter den Nägeln und mit ihrem Widerstand gegen eine einseitige Technologiegläubigkeit hatte das Grüne Bündnis die richtigen Antworten. Umweltbewegte, SP–Enttäuschte, AktivstInnen verschiedener Gruppierungen und auch viele bisher nicht parteipolitisch Engagierte schlossen sich an. Auch auf der Landschaft wurden grüne Gruppierungen gegründet. Das Grüne Bündnis konnte 1987 einen grossen Wahlerfolg feiern und wurde kantonal zur drittgrössten Partei.
In der Folge etablierte sich das Grüne Bündnis im Kanton als starke Kraft, die in ökologischen und sozialen Fragen die Politik voranbrachte. Das Bündnis war nicht nur in Parlamenten vertreten, es lancierte auch regelmässig Initiativen und Referenden. 1991 errang das Grüne Bündnis mit Cécile Bühlmann einen Nationalratssitz. Ein Jahr zuvor hatte sich sie Kantonalpartei den Grünen Schweiz angeschlossen.
Bei den Stadtratswahlen 2000 wurde Ruedi Meier als erster Grüner in die Luzerner Stadtexekutive gewählt. Bereits seit 1991 vertrat in Horw Urs Steiger die L20 im Gemeinderat. 2004 kam ein weiterer Exekutivsitz hinzu: Cyrill Wiget wurde Krienser Gemeinderat.
2006 passte das Grüne Bündnis seinen Namen und Erscheinungsbild der nationalen Partei an, seither nennt sich die Partei Grüne Luzern. Im gleichen Jahr löste Louis Schelbert Cécile Bühlmann im Nationalrat ab, 2012 übernahm Adrian Borgula den Sitz in der Stadtregierung.
2019 feierten die GRÜNEN grosse Erfolge in den kantonalen Gesamterneuerungswahlen: Mit Korintha Bärtsch gelang den GRÜNEN beinahe der Einzug in den Regierungsrat und die Fraktion verdoppelte sich von sieben auf 14 Mitglieder. 2020 feierten ausserdem auch unsere Ortsparteien in den kommunalen Wahlen. Maurus Frey wurde als einziger Kandidierender im ersten Wahlgang direkt in den Krienser Stadtrat gewählt und Adrian Borgula mit einem Glanzresultat im Amt bestätigt. Ausserdem konnten in den grossen Gemeinden die Sitze in den Parlamenten deutlich erhöht werden. Auch unsere Jungpartei gewinnt, unter anderem stellt sie seit 2019 erstmals ein Kantonsratsmandat und in der Stadt Luzern gewann sie 2020 einen zweiten Parlamentsssitz.
Aktuell sammeln die GRÜNEN eine Initiative für attraktive Zentren – für mehr Sicherheit und Lebensqualität in unseren Gemeinden. Weitere Informationen gibt es auf der Kampagnenseite.