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Ofenkacheln wurden von Töpfern und Hafnern bis Anfang des 20. Jahrhunderts hergestellt. Oftmals waren sie auch gleichzeitig Ofenbauer, oder wie es in der Fachsprache heisst „Ofensetzer“. Menschen schätzen Kachelöfen seit vielen Jahrhunderten. In der Nordwestschweiz, im Württembergischen und im Elsass wurden Kacheln auf dem 8. und 9. Jahrhundert gefunden. Ab dem 14. Jahrhundert übernahm der Kachelofen auch repräsentative Funktionen.
Davon zeugen die herrschaftlichen Öfen in Schlössern und Klöstern noch heute. Kachelöfen werden auch heute in moderner Form hergestellt. Der Mensch, die Gegenstände und Wände in einem Raum der mit einem Kachelofen geheizt wird, werden direkt erwärmt. Dabei wird weder die Raumluft ausgetrocknet noch überheizt. Die Wärmeaufnahme und Abstrahlung liegt - wie Baubiologen herausgefunden haben - über alle Temperaturen nahe an der Idealkurve, mit der ein Körper Strahlung aufnimmt und wieder abstrahlt. Deshalb empfinden wir diese Wärme auch als „mollig warm“.