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Im Jahr 1992 ergriff ein neues Team die Macht in Algerien, um auf seine Weise dem islamistischen Terrorismus die Stirne zu bieten. Heute, durch die Proteste des Volkes in die Enge getrieben, versucht es sich zu halten, indem es zwischen einerseits Lakhdar Brahimi, der ihm half an die Macht zu kommen und andererseits den Terroristen der FIS, die seinen Coup rechtfertigten, einen Schraubstock schafft.
Bild: giz.de
Im Gegensatz zur Realität haben Nachrichtenagenturen und algerische und internationale TV-Stationen Bilder von fröhlichen Demonstranten in den algerischen Straßen ausgestrahlt, die, nach dem letzten, Präsident Abdelaziz Buteflika zugeschriebenen „Brief” [1], durch den sein Rückzug von den Präsidentschaftswahlen, die Vertagung der Wahl und eine Kabinettsumbildung angekündigt wurde, zufrieden waren.
In Wirklichkeit aber haben Tausende Algerier bis Freitag nicht warten können, um an Demonstrationen gegen den “Brief” teilzunehmen, und gingen auf die Straße, nicht um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen, sondern um zu protestieren.
Dieser Präsident, dessen Gesundheit laut der Presse zufrieden stellend ist und der von Genf nach “Routine”-Tests zurückgekommen ist – ist nicht wieder erschienen. Buteflika hat sich mit einer schriftlichen Nachricht von fast 1000 Worten an das Volk gewendet, worin er erklärte:
Kein fünftes Amt wegen seinem Alter und seinem Gesundheitszustand zu suchen;
dass keine Präsidentschaftswahlen am 18. April 2019…..