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Die Schweiz ist seit langem ein Emigrationsland. Die Gründe, die Menschen dazu veranlassen, ihrem Heimatland den Rücken zu kehren und ihr Glück im Ausland zu versuchen, haben sich jedoch grundlegend verändert.
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war es vor allem die Armut, die einen Teil der Bevölkerung dazu bewog, das Land zu verlassen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben jenseits der Grenzen. Die Auswanderung der ärmeren Bürgerinnen und Bürger wurde im Übrigen von Bund und Kantonen in grossem Masse unterstützt. Nicht selten endete die Reise jedoch in einem europäischen Hafen, und Geldmangel oder Gesundheitsprobleme hinderten die Migranten häufig an der Fortsetzung ihres Abenteuers oder der Rückkehr in ihre Heimat.
Um sich gegenseitig zu unterstützen, taten sich unsere Landsleute zusammen. Auf diese Weise entstanden die ersten schweizerischen Hilfsvereine im Ausland. Die Notwendigkeit, sich unter Schweizern zusammenzuschliessen, führte darüber hinaus zur Gründung zahlreicher weiterer Schweizer Vereinigungen in der gesamten Welt. Heute existieren mehr als 750 Schweizer Vereine und Institutionen im Ausland, die von der Auslandschweizer-Organisation anerkannt sind. Es handelt sich um Schweizer Freundeskreise, Handelskammern, Wohltätigkeitsorganisationen, Sportvereine, Schulorganisationen, Folklore- und Freundschaftsgruppen, Service-Clubs usw. Die Auslandschweizer können dort auch heute noch ihre Verbundenheit mit der Heimat pflegen.