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Das aus der Söldnersprache des 14. Jh. stammende Wort bezeichnet einen mit metallenen Stacheln besetzten Streitkolben, der vom Pferd aus geschwungen wurde (14. Jh.) oder mit einem längeren Schaft bewehrt dem Fusskrieger diente. Eine Sonderform war der über eine Kette unterschiedl. Länge mit dem Schaft verbundene M., welcher die Schleuderkraft ausnutzte. Der M. stellte eine Reaktion auf die Verbesserung der Rüstungen dar, welche durch die Stacheln z.T. durchdrungen werden konnten. In der simpelsten Form mittels Nägeln leicht herzustellen, kam der M. bei neuzeitl. Aufständen, z.B. im Bauernkrieg von 1653, regelmässig zum Zuge und besass etwa als Fidelisknüppel bis zum Sonderbundskrieg einen hohen symbol. Wert.
Literatur
– R. Wegeli, Inventar der Waffenslg. des Bern. Hist. Museums in Bern 3, 1939
– V. Schmidtchen, Kriegswesen im späten MA, 1990
Autorin/Autor: Christian Folini