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Mit diesem Indikator, der sich auf die Entlöhnung am unteren Ende der Lohnskala bezieht, kann der Anteil der davon betroffenen Arbeitnehmenden in den verschiedenen nach Migrationsstatus differenzierten Bevölkerungsgruppen verglichen werden. Damit können allfällige Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt werden.
Im Jahr 2018 besetzten 16% der Arbeitnehmenden eine Tieflohnstelle. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund beträgt dieser Anteil 13%. Es ist die Bevölkerungsgruppe, die am wenigsten von Tieflöhnen betroffen ist. Im Vergleich zu dieser Gruppe weist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund einen um 1,6-mal höheren Tieflohnanteil auf (21%). Mit 22% der Arbeitnehmenden mit einer Tieflohnstelle ist die erste Generation am stärksten betroffen.
Unterschiede beim Tieflohnanteil zeigen sich je nach ausgeübtem Beruf, aber zusätzlich auch je nach Migrationsstatus.
Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation weist im Vergleich zu den anderen Migrationsstatus bei allen Berufsgruppen, mit Ausnahme der Fachkräfte in Land und Forstwirtschaft, den Handwerks- und verwandten Berufen und der Hilfsarbeitskräfte, höhere Tieflohnanteile auf. In der Mehrheit der Berufsgruppen weist die zweiten Generation eine Quote auf, die zwischen denjenigen der ersten Generation und der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund liegt.
Alle Grossregionen verzeichnen nicht dieselben Tieflohnanteile, doch die relativen Unterschiede zwischen den Personen verschiedener Migrationsstatus sind vergleichbar. Das Verhältnis zwischen der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und jener mit Migrationshintergrund der ersten Generation liegt bei 1:1,4 (Zentralschweiz) bis 1:1,8 (Ostschweiz). In der Mehrheit der Grossregionen verzeichnet die Bevölkerung mit Migrationshintergrund der zweiten oder höheren Generation einen 1,1- bis 1,3-mal höheren Anteil als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. In der Zentralschweiz ist dieses Verhältnis am höchsten (1:1,6).
Tabellen
Definitionen
Eine Stelle gilt vereinbarungsgemäss als «Tieflohnstelle», wenn der auf der Basis eines Vollzeitpensums von 40 Wochenstunden berechnete Lohn weniger als zwei Drittel des standardisierten Bruttomedianlohns ausmacht. Das Ausmass der Tieflohnproblematik wird hier aus der Sicht der Bevölkerung, d.h. der Zahl der Arbeitnehmenden mit einer Tieflohnstelle, betrachtet. Nicht unter die Kategorie der Personen mit Tieflöhnen fallen diejenigen, die ausschliesslich deshalb einen tiefen Lohn erzielen, weil sie Teilzeit arbeiten.