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Frau Arnold, Fachlehrerin von Lea (16), vermutet, dass Lea mit Essstörungen zu kämpfen hat. Sie nimmt wahr, dass Lea im Kochunterricht interessiert und engagiert ist. Sie nimmt aber auch wahr, dass sie genau Bescheid weiss, welche Nahrungsmittel wie viele Kalorien haben. Sie sieht, wie sie für sich die Kalorienmenge ausrechnet und ihren Kolleginnen gegenüber kundtut. Diese quittieren ihre Rechnereien mit Bemerkungen wie „der Kalorienfreak wieder" und verdrehen die Augen.
Sie beobachten, dass die Portionen, die sie für sich schöpft, äusserst klein sind und dass sie Fetthaltiges grundsätzlich meidet. Natürlich weiss Frau Arnold, dass Gewicht und Figur in diesem Alter ein Thema sind, weshalb sie gesunde Ernährung und gesundes Körperempfinden bereits zu Beginn des Kochunterrichts in der Klasse vor zwei Jahren zum Thema machte.
Was Lea betrifft, ist sie sich nicht sicher, ob ihre Beobachtungen besorgniserregend sind oder nicht. Sie entscheidet sich, Leas Klassenlehrer darauf anzusprechen. Frau Arnold erfährt, dass Lea im Unterricht herausragende Leistungen zeigt, sehr gewissenhaft und exakt arbeitet. Im Weiteren, dass bereits die Turnlehrerin ihn als Klassenlehrer auf Leas Verhalten angesprochen hat. Diese wisse, dass Lea neben dem Schulsport täglich jogge und dreimal die Woche ins Fitnessstudio gehe.
Frau Arnold stimmt mit dem Klassenlehrer überein, dass ein Klärungsgespräch mit Lea ansteht. Der Klassenlehrer ist dankbar, dass sich Frau Arnold gerne bereit erklärt, dieses zu führen. Er weiss, dass sie einen guten Draht zu den Schülerinnen und Schülern der Klasse hat. Und er vermutet, dass Frau Arnold bei diesem Thema wohl leichter Leas Vertrauen gewinnen würde als er selber (Weiter).