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(neulat., »Gleichgeltung«)
wird in der
LogikSätzen beigelegt, welche einen und denselben
Gedanken, nur unter verschiedener Form,
ausdrücken.
Logisch äquipollente
Sätze sind z. B.: »Das Ganze ist größer
als der Teil« und »Der Teil ist kleiner als das Ganze«; ferner:
»Aristoteles war
AlexandersLehrer« und
»Alexander war des
AristotelesSchüler«. Auch die
Gleichungen der
Mathematik gehören hierher.
Aus der Äquipollénz folgt, daß die Aussage des einen
Satzes die Aussage des andern immer mit einschließt, und
daß also von der
Wahrheit oder
Falschheit des einen auf die
Wahrheit oder
Falschheit des andern geschlossen werden kann. Im
weitern
Sinn werden alle
Sätze äquipollent genannt, die gegenseitig aufeinander folgen, auch wenn diese gegenseitige Abfolge
nicht eine unmittelbare ist, sondern erst durch Zwischensätze dargethan wird.
Mit
Pippin unzufrieden, wählten jedoch die meisten
Großen Aquitaniens bald den kaum vertriebenen
Karl abermals zum König
(849).
Pippin selbst wurde einige Jahre darauf von dem
Grafen Sancius von Vaskonien gefangen, an
Karl ausgeliefert
und nach dem Medarduskloster zu
Soissons in Gewahrsam gebracht.
Karl ließ nun 855 seinen Sohn
Karl, noch einen
Knaben, zum König
wählen, der im folgenden Jahr (856) durch
Pippin verdrängt, nach dessen bald erfolgtem
Sturz aber restituiert
ward.
Atome festgestellt werden sollte, für unzuverlässig und schenkte deshalb auch den Bestimmungen der relativen Gewichte der
einzelnen Atome wenig Vertrauen. Man mochte sich deshalb für chemische Betrachtungen nicht der Atomgewichte bedienen, sondern
zog die bisher schon bekannten »Verbindungs- oder Mischungsgewichte« vor, für welche Wollaston 1814 den Namen Äquivalént einführte.
Nach ihm sind Äquivalente auch diejenigen relativen Mengen verschiedener Stoffe, die sich zu einfachen
und bekannten Verbindungen vereinigen.
Von Äquivalenz oder Gleichwertigkeit kann nach der obigen Definition nur bei Körpern die Rede sein, die
von irgend einem chemischen Gesichtspunkt aus in Bezug auf Wirkungswert miteinander verglichen werden können. So sind Chlor,
Brom und Jod, einander sehr ähnliche Körper, das Brom kann aber das Jod, und das Chlor kann Brom und Jod aus ihren Verbindungen
austreiben. Untersucht man die dabei stattfindenden Gewichtsverhältnisse, so zeigt sich, daß 127 Teile
Jod ersetzt werden durch 80 Teile Brom oder 35,5 Teile Chlor.
Säuremoleküle, welche durch Eintritt von nur 1 Äquivalént Metall in neutrale Salze verwandelt werden, repräsentieren 1 Äquivalént, z. B.
die Salpetersäure, während 1Mol. Schwefelsäure 2 und 1Mol. Phosphorsäure 3 Äquivalente repräsentieren, weil sie mit 3 Äquivalenten
Metall neutrale Salze liefern. Dasselbe gilt für die Basen, und als 1 Äquivalént eines neutralen Salzes gilt diejenige
Menge, welche 1 Äquivalént Säure entspricht, die also 1 Äquivalént irgend eines Metalls enthält. Wie die Atome nennt man auch die Säuren
und Basen ein-, zwei-, dreiwertig oder braucht häufiger für erstere die Ausdrücke ein-, zwei-, dreibasisch,
für letztere ein-, zwei-, dreisäurig. So einfach diese Verhältnisse auch sind, so entstehen doch in manchen Fällen besondere
Schwierigkeiten, z. B. bei den Säuren, welche, wie die Phosphorsäure, mit 1 AtomNatrium, aber auch mit 2 und 3 Atomen dieses
Metalls Salze bildet.