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Duotone klingt erstmal komisch. Durch seine vielen Vokale, die wechselnde Tonlage und seine kurzen Silben hat es etwas Musikalisches an sich. Aber es ist auch ein Wort, das als Synonym zu „angesagt“ verstanden wird.
Obwohl Duotones ein moderner Trend sind, hat der Duotone-Effekt eine lange Geschichte im Design. Und trotz seines begrenzten Farbschemas, kann er hunderte von Formen haben, von dezent bis vielseitig, und bietet Designern und ihren Projekten unbegrenztes, kreatives Potenzial.
In diesem Artikel zeigen wir dir, wie man Duotone-Design richtig macht.
Was ist Duotone-Design?
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Klären wir doch zunächst mal die Frage, was Duotone-Design überhaupt bedeutet. Duotone-Design bezieht sich auf Kreationen, die aus zwei gegensätzlichen Farben bestehen. Ganz so wie der Name es vermuten lässt, besteht das Wort „Duotone“ aus zwei Teilen: „Duo“ bedeutet „zweifach“ und „Tone“ bedeutet „Farbe“. In der Fotografie ist Tonung der Prozess, bei dem Schwarz-Weiß-Fotos koloriert werden und „duo-toning“ beschreibt diesen Prozess mit zwei Farben, bei dem die dunklen Stellen durch eine Farbe und die hellen durch eine andere ersetzt werden.
Die Geschichte der Duotones
Duotones gibt es schon, seit es Kameras gibt.
Im 19. Jahrhundert war die häufigste Form des Duotone-Effekts die Sepia-Fotografie, bei der verschiedene Braunschattierungen zum Teil als Konservierungsmittel genutzt wurden und zum Teil, um der ernsten Erscheinung der schwarz-weißen Menschen des Industriezeitalters etwas Wärme zu verleihen. (Welche, wie fotografisch belegt, nicht in der Lage waren zu lächeln).
Sepiatöne waren so verbreitet, dass Designer sie heutzutage hauptsächlich verwenden, um Fotos einen Vintage-Look zu verpassen.
In den späteren Jahren des Farbdrucks wurden Duotones größtenteils als kostensparende Methode eingesetzt. Statt die komplette Bandbreite der CMYK-Farben zu nutzen – welche aus vier Farben bestehen – ermöglichten Duotones es Künstlern, große Mengen zu einem günstigen Preis zu drucken. Oftmals nutzten Designer für Konzertplakate in den 60er und 70er Jahren dies zu ihrem Vorteil und wählten ausgefallene, kontrastreiche Duotones, um den psychedelischen Effekt zu verstärken.
Der Duotone-Trend im digitalen Zeitalter
Neuerdings steigt die Beliebtheit von Duotones wieder an; diesmal jedoch weniger zum Kostensparen, sondern um optisch aufzufallen.
Dafür gibt es viele Gründe. Viele machen Spotifys Werbekampagnen dafür verantwortlich, den Trend zurück zum Mainstream gebracht zu haben, und zweifelsohne haben sie dabei eine ausschlaggebende Rolle gespielt.
Aber höchstwahrscheinlich begann alles schon viel früher. Denk mal dran, wie uns Instagram und Facebook gelehrt haben, Fotos schnell zu tönen – durch das Aufkommen des allmächtigen Fotofilters. Und während der Rest von uns Filter dazu benutzt hat, um Krähenfüße verschwinden zu lassen und unseren Selfies eine Studiobeleuchtung zu verpassen, ließen sich Designer immer außergewöhnlichere Methoden einfallen, um ihre Bilder zu tönen.
Verschiedene Anwendungen von Duotones
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Duotones bieten unglaublich vielfältige Methoden, um Fotografien für Designprojekte zu verwenden. Da es so viele Wege gibt, die Technik anzuwenden, werden wir die häufigsten Anwendungen des Duotone-Effekts im heutigen Design zeigen.
Das Hintergrundbild
Viele Webdesigner nutzen Duotones für ihre Hero-Images. Als Hintergründe erzeugen sie ein sofortiges visuelles Interesse. Das reduzierte Farbschema kann auch Texte und Buttons auffälliger machen als auf einem mehrfarbigen Bild.
Ebenso können Duotones nützlich für Mockups im Logo- und Markenidentitätsdesign sein. Designer wählen ein für die Marke repräsentatives Bild, dämpfen es durch selektive Färbung und überlagern es mit dem fertigen Logo als Teil einer wirkungsvollen Präsentation für den Kunden.
Der Mittelpunkt
Anders als bei ihrer Rolle im Hintergrund können Duotones auch großartig als Mittelpunkt eines Designs dienen. Wie man so schön sagt: Weniger ist mehr. Wenn du die vielen Farben in einem Bild durch nur zwei Farben ersetzt, wird dieses Bild augenblicklich auffälliger, weil es sich so sehr von den Bildern unterscheidet, die wir normalerweise sehen.
Der Streifen
Duotones können stark und faszinierend sein und manchmal willst du genau das nicht. In diesem Fall kann ein Duotone-Streifen quer über einem Schwarz-Weiß-Foto eine dezente Kolorierung bieten. Den Streifen abzuschrägen, leitet zudem deinen Blick durch das Design.
Dieser Stil scheint grundsätzlich gut für unternehmensfreundliche Designs zu funktionieren, wie Broschüren, wo das Design gut aussehen soll, ohne zu avantgardistisch zu sein.
Die Teilung
Dank Photoshop beschränken sich moderne Duotones nicht nur auf traditionelle Methoden (das Übereinanderlegen verschiedener Siebdrucke). Dadurch können Designer noch kreativer bei der Anwendung von Duotones sein. Ein geteiltes, eingefärbtes Bild ist nicht nur faszinierend, sondern eignet sich auch für visuelle Metaphern und steht mehr für Dualität als der traditionelle Duotone.
Wie du Duotone-Designs kreierst
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Um ein Duotone-Design zu kreieren überlagerst du einfach ein Schwarz-Weiß-Bild mit zwei Farben, aber natürlich braucht es sehr viel mehr Design Thinking für ein gutes Ergebnis. In diesem Abschnitt erklären wir dir einige der bewährtesten Methoden, um sicherzustellen, dass du Duotones richtig anwendest.
Bereite das Bild vor
Einfach ein unbearbeitetes Bild einzufärben, mag für ein Selfie funktionieren, aber bei einem professionellen Design wirkt es nachlässig. Denke daran, dass jede von dir verwendete Fotografie wahrscheinlich bereits professionell angepasst wurde, um die ursprüngliche Färbung zu verbessern und nicht deine Duotones; daher wirst du das Bild vorbereiten müssen, bevor du ein neues, begrenztes Farbschema auf ihm anwendest. Das musst du tun:
- Konvertiere es in Schwarz-Weiß. Das geht einfach mit den Schwarz-Weiß-Einstellungen in Photoshop.
- Erhöhe den Kontrast. Das ist am wichtigsten. Da du nur mit zwei Farben arbeitest, müssen sie im finalen Entwurf herausstechen. Photoshop hat diverse Optionen für die Arbeit mit Kontrasten, wobei besonders die Einstellungen für Tonwertkorrektur und Gradiationskurven hervorzuheben sind. Du kannst auch bestimmte Farben in den Einstellungen für Schwarz-Weiß-Filter anpassen und jeden Schieberegler bewegen, um die Farbsättigung zu erhöhen (und sie so die Graustufen heller/dunkler zu machen). Das Ziel besteht darin, die meisten mittleren Grautöne zu beseitigen und die Lichter hell sowie die Schatten dunkel zu halten.
Wähle die Farben mit Bedacht
An dieser Steller kommt die grundlegende Farbtheorie ins Spiel. Auch wenn du mit einem analogen Farbschema arbeiten kannst, um einen gedämpften Effekt zu erzielen, geht es bei der Verwendung von zwei Farben in der Regel jedoch um einen hohen Kontrast, wie bei einem komplementären Farbschema. Dann gibst du in Photoshop einfach deine Farben in den Filter für Verlaufsumsetzung oder einem ähnlichen Tool ein.
Überlege dir genau, welche Farben du über die dunklen und hellen Stellen deines Bildes legen willst. Eine lebendige, gesättigte Farbe könnte beispielsweise zu aufdringlich sein, wenn sie auf dunkle Schatten gelegt wird. Experimentiere mit einer umgekehrten Verlaufskarte und verschiedenen Sättigungswerten, bis du das gewünschte Ergebnis erhältst.
Kombiniere mit soliden Farben und Weiß
Eine der Herausforderungen, denen Designer gegenüberstehen, wenn sie sich auf zwei Farben beschränken, ist das Einarbeiten anderer Designelemente.
Bei Buttons auf einer Website musst du zum Beispiel eventuell die Regeln etwas brechen und mit einer dritten Farbe arbeiten, wahrscheinlich der Farbe, welche das Unternehmen für den CTA vorgegeben hat, da dieser wirklich hervorstechen muss.
Achte nur darauf, vorher bereits Farben für dein Duotone-Bild zu wählen, die sich nicht mit dieser Farbe beißen, sie aber auch nicht in den Schatten stellen.
Bei Typografie und handgezeichneten Elementen ist Weiß die beste Wahl, besonders wenn du ein Duotone-Purist sein willst.
Beschränke deine Duotones nicht auf Fotografie
Nur weil Duotones im Bereich der Fotografie zuerst aufkamen, heißt das nicht, dass sie nicht auch nützlich für andere Designprojekte sein können. Ein wichtiger Teil der Wiederauferstehung dieses Trends liegt in seiner Neuerfindung – ansonsten sähen diese Duotones schlicht altmodisch aus. Also habe nicht das Gefühl, dich an die traditionellen Regeln für Duotones halten zu müssen. Sie können ein toller Weg sein, um einer Illustration, einer Verpackung und allem Möglichen stilistisches Flair zu verleihen.
Gib deinem Design den richtigen Ton
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Duotones sind eine wunderschöne Designtechnik, die in beinahe jedem Projekt nützlich ist. Aber die wahre Magie hat damit zu tun, wie Duotones Gegensätze ermöglichen. Durch das Entfernen von Farben gibst du optische Anziehungskraft hinzu. Du kannst den Kontrast verstärken und dennoch problemlos ein Design im Hintergrund unterbringen. Bilder lassen sich weniger leicht erraten und Betrachter wollen sie umso mehr entziffern.
Duotones können für so ziemlich jede Marke funktionieren, daher ist es kein Wunder, dass Duotone-Designs gerade richtig angesagt sind. Und angesichts der Tatsache, wie lange sie es schon gibt, werden sie immer ein starkes Tool in deinem Werkzeugkasten sein.