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Lenzburg fand am die Volksversammlung statt, die den ersten Anstoss zur Bewegung gab, die nach dem ersten Freiämterzug
zum Sturze der aristokratischen Regierung und zur Annahme einer demokratischen Verfassung führte. Von 1836 bis 1846 beherbergte
Lenzburg das damals von Augustin Keller geleitete kantonale Lehrerseminar. Im Jahre 1858 beschloss der
Grosse
Rat die Gründung einer kantonalen Strafanstalt in Lenzburg. Sie wurde im Jahre 1864 eröffnet und gilt noch heute
als eine Musteranstalt dieser Art. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die Bürgerschaft von Lenzburg durch bedeutende
dramatische und musikalische Aufführungen ausgezeichnet. Siehe Müller, J. DieStadt Lenzburg. 1867.
Die Bergrücken und die Abhänge sind von zahlreichen Bauernhäusern der Gemeinde
Fahrni besetzt.
Ein
wenig im W. befindet sich der
Wachthubel (813 m), eine wichtige
Spitze, von wo aus man früher das
Oberland durch
Signale alarmierte.
Im Mittelalter bestand eine Familie von Lerchenfeld, die im Jahre 1337 in Dokumenten erwähnt wird. 2
Häuser, 12 reform.
Ew. Kirchgemeinde
Steffisburg.
478 m. Man gibt diesen Namen dem Hügel, der den
Turm von
St. Triphon (siehe diesen
Namen), die restaurierten Ruinen einer altenKapelle des 10. und 11. Jahrhunderts und ein altes bernisches
Signal trägt.
Marmorgruben. Der Gipfelpunkt dieses Hügels, ein Ausflugspunkt der Bewohner von
Aigle, ist 20 Minuten von der
Haltestation
Saint Triphon der Linie
Aigle-Monthey entfernt.
Dieser Bach fliesst vom N.-Fuss des Oehrle herunter, wo er durch verschiedene Wasseradern
gebildet wird, die sich in einer
Höhe von 1130 m vereinigen. Er fliesst durch eine wenig steile und wenig tiefe
Schlucht hinunter, die fast immer durch Wälder
führt, auf eine Länge von 2,4 km. In einer
Höhe von 971 m stürzt er sich über eine 33 m hohe Felswand
hinunter, in einen von
Wald umgebenen
Kessel;
so bildet
er den interessanten und ziemlich besuchten Leuenfall;
(Kt. Bern,
Amtsbez. Büren).
In der Nähe des Dorfes finden sich bedeutende Tufflager. In der
Brunnadern (östl. Teil des
Dorfes) bedecken sie eine Fläche von 6 ha. Bis in jüngster Zeit haben die Tuffsteingruben von Leuzigen die umliegenden
Gebiete mit einem geschätzten Baustein versorgt. Der
Tuff stammt aus einem mächtigen fluvioglazialen
Feld, das in dieser
Gegend den Molasserücken des
Bucheggberges bedeckt. Die Niederschläge über demselben sickern langsam bis auf die Molasse
und beladen sich auf ihrem
Wege reichlich mit kohlensaurem Kalk. In der
Brunnadern und im Bietwil sind
fluvioglaziales
Feld und Molasse durch Erosion angeschnitten. Im Niveau der Sandsteine treten überall reichliche Quellen
zu Tage, die infolge der Abgabe von Kohlendioxyd den kohlensauren Kalk als
Tuff ausscheiden.
Die Tufflager ruhen nicht direkt auf der Molasse, sondern auf lehmiger wasserundurchlässiger Grundmoräne der letzten Eiszeit.
Die Bildung der Tufflager hat somit erst nach der letzten Vergletscherung (postglazial) begonnen. Für
dieses
Alter sprechen auch die organischen Einschlüsse, die aus Schneckenschalen jetzt lebender Arten und aus Blättern,
namentlich der
Buche und des Blaugrases (Sesleria cœrulea) bestehen. Eine eigenartige Gesellschaft von Pflanzen bewohnt diese
Tufflager: das ächte Labkraut (Galium verum), der Hügelwaldmeister(Asperula cynanchica), die Zypressenwolfsmilch
(Euphorbia Cyparissias), das Studentenröschen (Parnassia palustris), der Natterkopf (Echium vulgare), der Thymian (Thymusserpyllum), Frühlingsenzian (Gentiana verna), die dornige Haushechel (Ononis spinosa), die Sommerdrehblume im Bietwil (Spiranthesæstivalis), Merminium monorchis, das Blaugras (Sesleria cœrulea). Interessant ist der Fund eines prächtigen Serpentin-Steinbeils
in den Tufflagern (1902). Das fluvioglaziale
Feld besitzt trotz seiner Wasserdurchlässigkeit in einer
Höhe von 554 m ein kleines Hochmoor, das sogen. Egelmoos. Wenn auch infolge von Entsumpfungsarbeiten viele Torfmoorpflanzen
eingegangen sind, beherbergt es immerhin noch die folgenden interessanten Arten: Eriophorum vaginatum, Comarum palustre,¶