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Erneut legt sich der Nachrichtendienst Twitter mit dem US-Präsidenten Donald Trump an. Twitter sperrt einen Tweet des Präsidenten, mit dem dieser Black Lives Matter-Demonstranten mit «ernster Gewalt» drohte.
«Solange ich Präsident bin, wird es in Washington D.C. niemals eine autonome Zone geben», twitterte Trump.
Am Montag hatten Demonstranten unweit des Weissen Hauses einige Barrikaden und Zelte aufgestellt und versucht, eine «autonome Zone» einzurichten, in der die Polizei keinen Zutritt hätte. In der Grossstadt Seattle an der Westküste war dies Demonstranten gelungen, was Trump wiederholt scharf verurteilt hatte.
Einige Stunden nachdem Trump den Tweet abgesetzt hat, markierte ihn Twitter als missbräuchlich. Er verstosse gegen die Verhaltensregeln des sozialen Netzwerkes. Ganz gelöscht wurde der Tweet jedoch nicht. Er sei aus «öffentlichem Interesse» weiterhin zugänglich, so Twitter. Die Reaktionen darauf werden aber eingeschränkt: Ohne Kommentar retweeten, Liken oder darauf antworten geht nicht mehr.
Per our policies, this Tweet will remain on the service given its relevance to ongoing public conversation.— Twitter Safety (@TwitterSafety) June 23, 2020
Engagements with the Tweet will be limited. People will be able to Retweet with Comment, but not Like, Reply, or Retweet it.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Twitter mit dem US-Präsidenten anlegt. Ende Mai versah der Kurznachrichtendienst einen Tweet Trumps mit einem Faktencheck. Dieser reagierte prompt und drohte mit einer schärferen Regulierung der sozialen Netzwerke. Auf die jüngste Sperrung hat Trump bislang noch nicht reagiert. (ohe/sda)