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Als mein Freund und ich an der Chinesischen Mauer unterwegs waren mit der Wandergruppe, waren wir ganz schön beeindruckt. Wir waren auch in Abschnitten, in denen nicht so viele Touristen unterwegs waren und haben uns dort die Mauer angeschaut. In vielen Teilen ist sie dort ziemlich verfallen, aber gerade das war interessant. Zuvor hatte ich mich mit der Geschichte der chinesischen Mauer befasst, weil es mich wirklich sehr interessiert hat. Genauso wie die Füllungen und Bebauungen der großen Mauer sind auch die Maße der Mauer recht unterschiedlich. Manchmal ist sie 4 bis 8 Meter breit – so zum Beispiel im Gebiet Peking, manchmal ist sie aber auch viel breiter mit bis zu 10 Metern. Im Abstand von ungefähr hundert Metern wurden 12 m hohe Türme errichtet, die als Waffenlager und Signaltürme dienten. Zudem dienten sie als Schutz bei einem Angriff. Heutzutage kann man hindurch gehen und sich in eine andere Zeit hineinversetzt fühlen, was ich sehr eindrucksvoll fand. Es gab früher ungefähr 25.000 solcher Türme, die in die Mauer integriert wurden und zusätzlich auch noch 15.000 andere Signaltürme, die der Kommunikation mit der Hauptstadt dienten. In Kachgar wurden noch Reste von Signaltürmen gefunden.
Um benachbarte Türme bei einem Angriff zu informieren, wurde einfach ein Feuer angezündet. Das Feuerzeichen wurde dann von Turm zu Turm weitergegeben. Wenn man sich die 1584 entstandene Chinakarte von Abraham Orteluis anschaut, kann man den Verlauf der Chinesischen Mauer ganz klar sehen. Die Länge wurde vom Kartografen aber unterschätzt und so stimmt sie nicht überein, denn sie ist noch viel länger, als angegeben.