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Die Mine Kayelekera liegt im Norden des afrikanischen Binnenlands Malawi. Die Lizenz für den Uranabbau hatte die Paladin im April 2007 erhalten. Die Gründe zur vorläufigen Suspendierung der Abbautätigkeit lägen ausserhalb der Kontrolle der PAL und der Paladin, betonte das Unternehmen. Der anhaltend niedrige Preis für Uranoxid (U3O8) sei ein entscheidender Faktor für den Entscheid gewesen. Seit dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi sei der Uran-Spotpreis von damals USD 72,63 (CHF 65,18) je Pfund auf gegenwärtig USD 35,50 (CHF 31,86) je Pfund – also auf weniger als die Hälfte – gefallen.
Die Paladin wird die Mineninfrastruktur in ein Unterhaltsprogramm überführen, bis die Förderung wieder gewinnbringend aufgenommen werden kann. Davon habe sie die Regierung von Malawi bereits unterrichtet, die einen Anteil von 15% an der PAL hält, und das Unternehmen werde mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Suspendierung umzusetzen.
John Borshoff, Paladins Managing Director und CEO, erklärte, der Entscheid, die Abbautätigkeiten in der Mine Kayelekera in ein Unterhaltsprogramm zu überführen, sei langfristig im Interesse aller Investoren, da der Betrieb erst wieder aufgenommen werde, wenn damit Gewinn zu erzielen sei. Die Mine habe technisch überdurchschnittlich gut gearbeitet und ihre Kapazität in den vergangenen zwölf Monaten erreicht oder knapp erreicht, so Borshoff.
Die Kosten der Produktionsaussetzung, die auf USD12 Mio. (CHF 10,80 Mio.) geschätzt werden, sollen durch den Verkauf von bereits eingelagertem U3O8 und Material, das während der Stilllegungsphase produziert werden soll, aufgefangen werden.
Die Paladin betonte, dass Produktion und Kostenschätzungen für die Mine Langer Heinrich in Namibia vom Entscheid nicht betroffen seien. Dort könne wesentlich günstiger gefördert werden als in Malawi. Das Unternehmen korrigiere jedoch ihre Produktionsprognose für das Gesamtjahr von bislang 8,3 bis 8,7 Mio. Pfund U3O8 (3200–3350 t Uranmetall) auf 7,8 bis 8 Mio. Pfund U3O8 (3000–3080 t Uranmetall).
Quelle
M.A. nach Paladin, Medienmitteilung, 7. Februar 2014