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Die Nasa hat einen neuen Chef für die Erforschung «nicht identifizierter ungewöhnliche Phänomene» ernannt. Wer den Posten übernommen hat, werde aber vorerst nicht mitgeteilt, auch aufgrund von Sicherheitsbedenken.
Das sei auf Empfehlung einer speziellen Nasa-Expertengruppe geschehen, sagte Nasa-Chef Bill Nelson am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Washington, bei der auch ein Bericht dieser Gruppe vorgelegt wurde.
«Die Nasa mit ihrer umfassenden Expertise in diesen Bereichen und ihrem weltweiten Ruf von wissenschaftlicher Offenheit ist in einer hervorragenden Position, zu UAP-Studien beizutragen», hiess es im Bericht. UAP ist die englische Abkürzung für den Begriff unidentifizierte Luftraum-Phänomene, der von den US-Behörden inzwischen anstelle des Begriffs Ufo (nicht identifiziertes Flugobjekt) verwendet wird.
Das Hauptergebnis des Berichts sei, dass es noch viel mehr zu lernen gebe, sagte Nelson. Die Expertengruppe habe keine Hinweise darauf gefunden, dass die untersuchten UAP «ausserirdische Ursprünge» hätten. «Aber wir wissen nicht, was diese UAP sind», sagte Nelson weiter.
In ihrem Bericht heben die Experten hervor, dass die Nasa über eine Vielzahl von Instrumenten zur Beobachtung der Erde und des Weltraums verfüge und neue Instrumente entwickele. Die Weltraumbehörde habe ausserdem ein «umfassendes Archiv von historischen und aktuellen Datensätzen». So könne die Nasa prüfen, ob bestimmte Umweltbedingungen etwa in der Erdatmosphäre mit Ufo-Sichtungen im Zusammenhang stünden.
Eine Beteiligung der Nasa an der Untersuchung von Ufo-Sichtungen würde auch helfen, den negativen Ruf von Meldungen durch die Bevölkerung zu beheben, schreiben die Experten. «Die Beteiligung der Nasa bei UAP wird eine äusserst wichtige Rolle darin spielen, das Stigma im Zusammenhang mit UAP-Meldungen zu reduzieren.»
Der Bericht ist nach Nasa-Angaben mit der US-Regierung abgesprochen, aber unabhängig von der diesbezüglichen Arbeit des US-Verteidigungsministeriums gemeinsam mit Geheimdiensten. Bereits bei einem ersten öffentlichen Treffen Ende Mai hatte sich die Nasa-Expertengruppe für mehr und bessere Daten zu Beobachtungen von unidentifizierten Objekten ausgesprochen.
Das Pentagon hatte in den vergangenen Jahren Berichte vorgelegt, nach denen es für Dutzende Himmelserscheinungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten bislang keine Erklärungen gebe - aber auch keine Hinweise auf geheime Technik anderer Länder oder ausserirdisches Leben. (sda/afp/dpa)
21 Monate nach Antragstellung dürfte Schweden die letzte grosse Hürde auf dem steinigen Weg in die Nato nehmen. Das ungarische Parlament will am Montag in seiner ersten Plenarsitzung nach der Rückkehr aus der Winterpause über den schwedischen Nato-Beitrittsantrag befinden. Da die Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orban nach langer Blockade jüngst ihre Unterstützung für die Ratifizierung des Antrags signalisiert hat, ist eine Zustimmung des Parlaments zu erwarten. Damit wäre der Weg für Schweden in das westliche Verteidigungsbündnis frei.