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Überblick
Rabbiner Yerachmiel Eliyahu Botschko (1888-1956) wurde als Sohn von Rabbi Dovid und Miriam Leah Botschko geboren. Kurz nach seiner Bar Mizwa verlor Botschko kurz nacheinander beide seiner Eltern. Seine Ausbildung genoss er in versch. Talmudhochschulen in Litauen. Er heiratete Rivka Sternbuch, Tochter des Basler Rabbiners Naftali Sternbuch und Schwägerin von Recha Sternbuch. Das Paar ließ sich in Basel nieder.
1927 gründete er die Yeschiwa «Ez Chajim» (Lebensbaum) in Montreux, die erste Talmudhochschule in der Schweiz, einer der wenigen in Westeuropa und zugleich der einzigen, die zur Zeit des Nationalsozialismus Bestand hatte. Botschkos Wirken hatte grosse Bedeutung für die Entwicklung der orthodoxen jüdischen Gemeinde in der Schweiz und in Westeuropa.
Viele bedeutende Tora Grössen des 20. Jahrhunderts wurde von der Schweizer Yeschiwa nachhaltig geprägt. Darunter nur einige Namen Chaim Ozer Grodsinki, Raw Aaron Leib Shteiman, Raw Shimon Schwab, Raw Zev (Wolf) Rosengarten, Raw Jehiel Jacob Weinberg und zahlreiche mehr.
Im Januar 1956 organisierte die Jeschiwa ein Alumni-Treffen in den Vereinigten Staaten, an dem Rabbi Botschko teilnahm. Auf dem Weg nach Amerika machte er in Irland Halt, wo er einen plötzlichen Herzinfarkt erlitt und starb. Sein Sohn Moshe übernahm die Stelle seines Vaters.
Im Jahr 1985 schloss die Jeschiwa «Ez Chajim» in Montreux am Genfer See ihre Pforten. Die Gründerfamilie Botschko zog nach Jerusalem, damit endete die 60-jährige Präsenz der ersten Talmudschule in der Schweiz. Raw Mosche Botschko erfüllte sich mit seiner Alija nicht nur einen Lebenstraum, sondern baute in Jerusalem eine moderne Talmudschule auf, die inzwischen bis zu 200 Studenten aufnehmen kann.
BUCH EINZELHEITEN
- Gebunden: 2 Bände
- Herausgeber: n.v.
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 978-3-906954-90-5
VORSCHAU
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