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HEKS will mit seinem Landesprogramm einen Beitrag zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen der ländlichen Gemeinschaften in den Gebieten Rutshuru, Masisi und Lubero in der Provinz Nord-Kivu leisten. Dies soll mit Projekten zur Entwicklung ländlicher Gemeinschaften und mittels Konflikttransformation erreicht werden.
Übersicht
Die Demokratische Republik Kongo (DRK) ist das zweitgrösste Land Afrikas und liegt in der Region der Grossen Seen. Im Human Development Index der UNO belegt die DRK aktuell Platz 176 von 182. Trotz guten Bedingungen für die Landwirtschaft, reichen Bodenschätzen und dem Erlass eines grossen Teils der Staatsschulden leiden knapp 58 Prozent der kongolesischen Bevölkerung unter fehlender Ernährungssicherheit. In Folge des Genozids in Ruanda erfuhr die Provinz Nord-Kivu einen grossen Andrang an Flüchtlingen. Zwischen 1991 und 2008 wurden in Ruanda mehrere ethnische Kriege ausgefochten, begleitet von Plünderungen und Angriffen bewaffneter Gruppierungen, Vergewaltigungen und Massakern. Seit 1997 sind als Folge der Auseinandersetzungen mehr als 2,5 Millionen Menschen gestorben und die Zahl der Vertriebenen beläuft sich auf über eine Million. Die unsicheren Lebensumstände und die klimatischen Veränderungen erschweren es den Menschen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Ziele
Das HEKS-Landesprogramm will einen Beitrag zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen der ländlichen Gemeinschaften in den Gebieten Rutshuru, Masisi, Lubero sowie Kalehe in der Provinz Nord-Kivu und Süd-Kivu leisten. Dies soll durch Projekte zur Entwicklung ländlicher Gemeinschaften und Konflikttransformation erreicht werden.
Annelies Hegnauer
Arbeitsmethoden
Die Arbeitsmethoden basieren auf Selbsthilfe, Nachhaltigkeit und Stärkung der Leistungsfähigkeit und erfolgen im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen HEKS, den Partnerorganisationen und den Gemeinschaften. Geschlechtergerechtigkeit, Sensibilisierung für Konflikte und Schutz der Verletzlichsten gehören zu den transversalen Themen des Programms. Die Vorgehensweise basiert auf den Menschenrechten, auf Friedensförderung und dem «Do no harm»-Prinzip. Diese Ansätze bilden die Grundlage bei der Umsetzung der Projekte. Der Schutz und die Erhaltung der Umwelt, die Katastrophenvorsorge sowie anwaltschaftliche Tätigkeiten werden in Abhängigkeit der Arbeitsthemen eines jeden Partners berücksichtigt.