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Wie entsteht eine Computerspielsucht?
Vom Genuss zur Abhängigkeit
Wie jeder andere Konsum kann sich auch das Computerspiel von einem Genuss- zu einem Risikokonsum bis hin zu einer Abhängigkeit entwickeln.
Wenn das Gamen negative Auswirkungen zeigt (zum Beispiel in schlechten Schulleistungen), wird es zum Risiko. Wenn man vor diesen Problemen wiederum ins Computerspiel flüchtet, entsteht eine Abhängigkeit. Das Gamen ist zu einer Ersatzwelt geworden.
Was sind die Ursachen für eine Computerspielsucht?
Es gibt nicht einen einzelnen Auslöser. Es wirken immer mehrere Faktoren zusammen.
Persönliche Risikofaktoren
- Menschen mit Neigung zu Depression und Angst sind anfälliger, um in virtuelle Welten zu flüchten.
- Besonders gefährdet sind Personen mit einer ADHS-Problematik.
- Menschen mit einem geringen Selbstvertrauen fühlen sich von Online-Rollenspielen angezogen, weil sie sich dort – dank der virtuellen Welt - einfacher in eine Gruppe integrieren können.
- Kinder- und Jugendliche sind besonders gefährdet, weil ihre Kontrollinstanz noch nicht so stark ist. Wenn sie sich an einen häufigen Konsum gewöhnen, besteht die Gefahr, dass sie die Entwicklungsaufgaben dieser Lebensphase verpassen und sich noch mehr in die digitale Welt zurückziehen.
Soziale Risikosituationen
- In Stresssituationen findet man in Computerspielen Ablenkung von den Problemen, mit dem häufigen Resultat, dass die Probleme noch grösser werden.
Art und Verfügbarkeit des Computerspiels
- Videospiele sind (im Vergleich zu Drogen) im Netz leicht zugänglich, meistens legal, kostengünstig und sozial anerkannt.
- Auch wenn die Nutzungszeit alleine keine Sucht ausmacht, ist sie ein wichtiger Faktor.
- Es gibt Games, welche stärker abhängig machen als andere.