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Die Motion hat zum Ziel, die Tierarzneimittelpreise auf das europäische Niveau herabzusetzen. Tatsächlich zieht eine von der Preisüberwachung durchgeführte Studie folgende Schlüsse: Die Tierarzneimittel für Nutztiere sind in der Schweiz 70 % teurer als bei unseren europäischen Nachbarn und die Entwurmungsmittel kosten im Ausland sogar nur die Hälfte.
Der Preisunterschied bei den Tierarzneimitteln zwischen dem In- und Ausland hat für die Schweiz eine Vielzahl negativer Folgen. Zu aller bedeutet der hohe Medikamentenpreis für in den Grenzregionen praktizierende Tierärzte eine Verzerrung der Wettbewerbsbedingungen, wo der ausländische Tierarzt bis zu einer strikt festgelegten Entfernung zur Grenze seinen Beruf ganz legal ausüben darf. Ausserdem erhöht die inländische Preispraxis erheblich die Produktionskosten: eine klare Verschlechterung der Rahmenbedingungen und eine Verringerung des finanziellen Spielraums vor einem wirtschaftlich schwierigen Hintergrund. Und das in einer Zeit, in der die Liberalisierung des Marktes immer mehr in Frage gestellt wird.
Zusätzlich ist anzumerken, dass jährlich hunderte Tonnen Fleisch und mehrere hundert Tonnen tierische Erzeugnisse, wie Milch, Käse, Eier oder auch Honig in die Schweiz importiert werden. Diese Produkte werden unter europäischen Normen und mit Medikamenten, welche sich von unseren nur im Preis und nicht im Wirkstoff unterscheiden, hergestellt.
Um die verbleibenden Preisunterschiede zwischen in- und ausländische Tierarzneimittel zu beseitigen, muss die Gesetzgebung geändert werden – indem zum Beispiel die regulatorischen Rahmenbedingungen gelockert werden. Somit wird die Umsetzung meiner Motion den grenzüberschreitenden Medikamentenhandel vereinfachen, den Wettbewerb fairer gestalten und die Kosten der Nutztierzucht senken.