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|Biblische Menschenopfer|

Der Tod Jesus wird in der Christenheit als grösstes Menschenopfer angesehen. Aber das Ritual des Menschenopfers ist weit älter.|
Die Erlösung vom Drangsal des Lebens durch ein Menschenopfer ist ein uraltes Ritual und keine Erfindung der Christenheit. Schon Caesar berichtete in seinem "Gallischen Krieg" vom Brauch der Kelten, die unsterblichen Götter mit einem Menschenopfer zu versöhnen.
Auch im Alten Testament wurden dem biblischen Gott noch Menschopfer gebracht und Gott verlangte ausdrücklich (2. Mose 22,28): "Deinen ersten Sohn sollst du mir geben."
Richter Jephta opferte seine einzige Tochter (Ri 11,30-40), weil ihm Gott im Krieg gegen die Ammoniter zum Sieg verholfen hatte.

Unser angeblich barmherziger und gütiger "Lieber Gott" nahm das Menschenopfer als Lohn für seine Kriegsgräuel natürlich gern an. Sogar die Tochter ließ sich bereitwillig opfern, wie es schon aztekische Jungfrauen als besonderes Privileg betrachtet hatten, ihren Göttern geopfert zu werden.|
Ein weiteres Menschenopfer wird im zweiten Buch der Könige beschrieben. Der König der Moabiter nahm während einer Schlacht (2. Kön 3,27) "seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt König werden sollte, und opferte ihn zum Brandopfer auf der Mauer." Das Menschenopfer erwies sich als hilfreich und König Mescha gewann den Krieg.
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|©Johannes Maria Lehner|

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