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Sieht aus wie Zug um Zug, ist aber nicht: Bei On the Underground wird Londons U-Bahn-System neu verlegt, und zwar nach dem Geschmack eines einzigen, ziemlich schrulligen Touristen: Er will nämlich an jeder Station einmal aussteigen! Er startet im Zentrum der Stadt und wählt sich aus 4 Zielpunkten jenen aus, den er a) mit möglichst kurzem Fussmarsch und b) mit möglichst wenigen Umsteigevorgängen erreichen kann.
Die Mitspielenden verfügen (abhängig von der Spielerzahl) über 2 bis 4 U-Bahn-Linien. Wer am Zug ist, kann vier Gleisteile auf den Spielplan legen, danach wählt sich der Passagier nach der oben beschriebenen Regel seine Zielstation aus und fährt diese an, wobei jetzt die Beseitzer der von ihm benützten Linien Punkte erhalten. Nun wird eine neue Karte aufgedeckt, damit der Passagier wieder aus vier Zielen auswählen kann, der nächste Spieler legt vier Gleisteile usw. Dies dauert so lange, bis der Tourist eben an jeder Station einmal ausgestiegen ist.
Unser Tourist mag zwar etwas absonderliche Gewohnheiten haben, aber immerhin trägt er damit bei, dass wir ein originelles und unterhaltsames Familienspiel vor uns haben. Es ist von der Schwierigkeit her vergleichbar mit Zug um Zug, dem Spiel des Jahres von 2004. Das Spielgefühl ist jedoch ganz anders, es ist wohl eher etwas für Grübler. Ausserdem ist mehr Interaktion da, weil man die Absichten der anderen besser durchschauen und somit auch besser durchkreuzen kann.