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3-4 Jahrtausend v. Chr.
Urgeschichtliche Menschen besiedeln die Region. Bis heute gibt es auf dem ganzen Gemeindegebiet sichtbare Zeitzeugen in Form von Megalithen und Stein-Alingnmenten.
(Bild Quelle: commons.wikimedia.org, Autor: Paebi)
3. Jahrhundert v. Chr.
Keltische Völker lassen sich nieder in der Region Mettmenstetten, davon Zeugen Gräber, welche in Dachlissen gefunden wurden.
Römerzeit
Während der Römerzeit ist die Region dünn besiedelt, Gutshöfe prägen die Landschaft. Die Überreste eines römischen Gutsbetriebs gibt es noch heute im Niederfeld, gut konserviert im Boden.
998
Erste Erwähnung der Kirche von Mettmenstetten in einem Dokument des Klosters Pfäfers. Thesen bezügich dem Namen gehen von einer Hofstätte eines alemanischen Siedlers bis zur Kirche als Stätte der Mitte zwischen zwei anderen Orten. Die wissenschaftliche Begründung diesbezüglich ist bis heute unklar.
Der offizielle Geburtstag
1116
Erste beurkundete Erwähnung von «Metemunstat» durch das Klosters Pfäfers, dabei gehören 5 Fraktionen zu diesem Kirchgang.
1116 – das offizielle Geburtsjahr von Mettmenstetten!
1221
Rossau wird erstmals urkundlich erwähnt.
1285
Das erste Wappen für Mettmenstetten wird 1285 erwähnt und zeigt ein Ankerkreuz.
1309
Der Besitz der Vogtei Knonau mit Ober-Mettmenstetten wechselt von den Herren von Eschenbach-Schnabelburg an die Ritter von Hünenberg, welche das bis heute gültige Wappen mit dem Doppeleinhorn einführen. Vogt Hartmann erhält die Vogtgewalt über Mettmenstetten.
1398
Mettmenstetten wir zum Spielball eines hektischen Landtausches. Zuerst übernehmen die Ritter von Seon. Dann überträgt sich der Besitz auf die Herren von Heidegg und zu guter letzt nennen die Edlen von Landenberg Mettmenstetten deren Eigen.
1399
Der Zürcher Bürgermeister Johannes Meyer von Knonau erwirbt den «Meyerhof» bei der Linde in Ober-Mettmenstetten: Dort wird auch Gericht gehalten.
1415
Die Vogtei Unter-Mettmenstetten geht an die Stadt Zürich und wird mit der Vogtei Maschwanden vereinigt.
1455
Ein Joggeli Huber wird erstmals als Wirt des Gasthaus Rössli erwähnt.
1489
300 bewaffnete Mettmenstetter wehren sich gegen die vom Zürcher Bürgermeister Waldmann angeordnete Tötung von Bauernhunden. Spannend zu wissen: Bürgermeister Hans Waldmann wird im gleichen Jahr in Zürich enthauptet.
(Bildquelle: Anzeiger, 17. Juli 2015)
1490
Die heute noch bestehende und benutzte Wiesenbachbrücke wird gebaut auf der Handelsroute Zürich – Luzern.
1504
Eine kleine Kapelle wird in Rossau gebaut, welche in der Reformationszeit wieder einging.
1510-1521
Die Kirche wird erweitert und und erlangt allmählich die heutige Form.
1512
Meyer von Knonau verkauft sämtliche Rechte von Ober-Mettmenstetten an die Stadt Zürich.
1524/1525
Mettmenstetten wird offiziell reformiert.
1528
Zwinglis Lehre hat sich definitiv auch in Mettmenstetten durchgesetzt, anfänglich gab es Opposition.
1530
Es gibt zwei Restaurants/Tavernen im Dorf, das Rössli und die Schützenwirtschaft im Oberdorf.
1531
Die Zürcher verlieren die Schlacht bei Kappel und Reformer Zwingli sein Leben.
(Quelle: commons.wikimedia.org, Autor: Albert Anker (1831-1910), Lizenz: Gemeinfrei)
1550
Die unübersichtlichen Nutzungsrechte der Landparzellen werden erstmals entflechtet. Zudem findet eine Grenzbereinigung statt.
1607
Dichtestress in Mettmenstten! Die Bautätigkeiten für Wohnraum werden drastisch eingeschränkt, Baustopp. Anbau bleibt teils erlaubt, so entstehen die noch heute vorhandenen «Reihenhäuser».
1611-1634
Die Hälfte der Mettmenstetter Bevölkerung fällt der Pest zum Opfer, die Wohnsituation entschärft sich.
1650
Die erste Feuerwehr in Mettmenstetten wird gegründet.
1655
Das erstes Schulhaus wird in Mettmenstetten gebaut in unmittelbarer Nähe zur Kirche. 80 Jubder werden von Heinrich Funk unterrichtet.
1700
Viele Mettmenstetter wandern zu Beginn des 18 Jahrhunderts aus nach Amerika. Es wird ein Auswanderungsverbot erlassen, welches aufgrund der grossen Not wenig Beachtung findet. Viele erreichen ihr Ziel nie!
1795
Illustration der «FreyAmtsGmeind» vom 26. März 1795 in Mettmenstetten.
(Quelle: commons.wikimedia.org, Schweizerische Nationalbibliothek, GS-GUGE-ASCHMANN-B-3, gemeinfrei)
1798 – 1803
Französische Truppen und Funktionäre lassen sich im Dorf nieder. Der Distrikt Mettmenstetten wird gegründet. Das Gasthaus Rössli dient den französischen Besatzern als Hauptquartier. Daher rührt wohl auch der Name «Hôtel du cheval blanc»*.
Man ist endlich frei und kann das Gemeindewesen selbst führen.
Das heutige Amt nimmt langsam Form an. Knonau muss Mettmenstetten als Hauptort weichen.
*Quelle. Website Gasthause Rössli
19. Jahrhundert
Die Industrialisierung hält auch in Mettmenstetten Einzug. Stoffwebereien erleben ihre Blütezeit. Schon damals gab es im Ersbach Industrie und Handwerk.
1803
Zusammenschluss der 5 Fraktionen (Unter-, Obermettmenstetten, Dachlissen, Rossau und Herferswil) zu einer Zivilgemeinde. Mettmenstetten gehört nun dem Bezirk Horgen an
1809
Ein grosser Brand wütet mitten im Dorf.
1814
Mettmenstetten wird wieder dem Oberamt Knonau zugewiesen.
1815
Das Säuliamt findet allmählich die heutige Form.
1825 – 1827
Die heutige Kantonsstrasse durch Mettmenstetten wird erbaut.
1826
In Mettmenstettten wird die erste Züricher Amtsschule auf dem Land gegründet (später Sekundarschule genannt).
1834
Die erste Poststelle wird im Dorf eröffnet. Briefmarken erobern das Lande und sind von nun an auch in Mettmenstetten erhältlich. Die ersten Marken waren Zürich4 oder Zürich6.
1835
W. & S. Syfrig stellen Baumwolle und Halbseidentücher her im grossen Stil, der Betrieb floriert.
1837
Mettmenstetten wird dem Bezirk Affoltern
zugeteilt und verliert den Status Bezirkshauptort. Affoltern ist von nun an Hauptort.
1838/1839
Rossau erhält ein eigenes Schulhaus.
1839
Auch in Dachlissen werden Schulräumlichkeiten in Betrieb genommen.
1842
Die erste öffentliche Postkutsche erschliesst Mettmenstetten mit dem Rest der Welt.
1857
In Herferswil wird ebenfalls ein Schulgebäude eröffnet.
1864
Die Ämtlerbahn, welche Zürich mit Luzern verbindet, wird eröffnet. Mettmenstetten erhält einen Bahnhof und somit direkten Anschluss ans Eisenbahnnetz.
Ein Kranken-Unerstützungsverein wird im Dorf vom Gewerbe gegründet.
1889
Gründung Gemeine Wasserversorgung, welche sich für den Aufbau der Wasserversorgung in Mettmenstetten verantwortlich zeigt.
Ende 19. Jahrhundert*
Bau des Hôtel und Restaurant «Kurhaus Paradies»
.
(Quelle: Website Wohnheim Paradies)
1890
Grösserer Feuersbrunst im Unterdorf von Mettmenstetten.
1895
Ober- und Unter-Mettmenstetten werden vereinigt.
1897
Der Kirchturm wird umgebaut und mit neuen Glocken ausgestattet. Es sind jene Glocken, welche heute noch in Betrieb sind.
Das Telefon hält Einzug in Mettmenstetten, erste Telefonanschlüsse und erste Telefonbücher entstehen.
1897/1898
Industriebauten werden erweitert und ausgebaut im Ersbach. Die Zürcher Seide erlebt ihren Höhepunkt.
20. Jahrhundert
1910
Erste Motorwagen fahren durch die Strassen von Mettmenstetten, ein noch ungewohntes Bild für viele.
1912
Nach einem Bundesbeschluss wird das Grundbuch eingeführt. Über die Rechte der Grundstücke wird fortan Buch geführt. Mettmenstetten nimm sich dafür Zeit.
1919
Das Männerheim in Rossau
wird eröffnet und in Betrieb genommen.
1930
Mettmenstetten und Maschwanden erhalten eine Postautoverbindung.
Mettmenstetten erhält eine Badi
, dank Fronarbeit des Verschönerungsvereins, Turnerschaft und Schülern.
1932
Elektrifizierung der Ämtlerbahn, die Tage der rauchenden Dampflokomotiven sind gezählt.
1939
Der 2. Weltkrieg tobt, im Moor zwischen Mettmenstetten und Obfelden wird Torf ausgestochen, getrocknet und zum Beheizen der Häuser verwendet.
1956
Die Güterzusammenlegung wird beschlossen. Mettmenstetten eingezont und genau vermessen.
1967
Bau der ersten katholischen Kirche in Mettmenstetten auf dem Rütteli.
1968 – 1980
Grundbuchvermessungen nehmen Jahre in Anspruch. Gleichzeitig werden Riedflächen entwässert und kultiviert.
1968
Generelles Projekt der Autobahn durchs Säuliamt und Mettmenstetten wird vom Bundesrat genehmigt.
1972
Das neue Gemeindehaus wird eingeweiht.
1990
Mettmenstetten erhält S-Bahn
Anschluss.
Volksinitative zur Verhinderung der Autobahn durchs Säuliamt wird vom Volk verworfen.
1994
Andreas (Sonny) Schönbächler
wird in Lillehammer Olympiasieger im Freestyle-Skispringen.
1996
Mettmenstetten erhält mit dem Jumpin
eines der weltweit besten Trainingscenter für Skiakrobaten, Freeskiier und Snowboarder.
1999
Der neue Bahnhofladen «Avec»
wird eröffnet und ermöglicht Einkaufen von 6 – 20 Uhr.
2001
Das finale Ausführungsprojekt der heutigen Autobahn mit Untertunnelung bei Mettmenstetten wird bewilligt und in Auftrag geben.
Ueli und Jutta Prager ermöglichen die Gründung des Jugend- und Gemeinschaftszentrums «Sputnik».
2006
Evelyne Leu
wird in Turin Oylmpiasigerin im Freestyle-Skispringen.
2009
Eröffnung des Autobahnteilstücks durchs Knonaueramt als wichtiges Verbindungsstück zwischen Luzern
und Zürich
. Der Verkehr verlagert sich immer mehr auf die Autobahn.
2011
Grössere Bautätigkeit im und um den Gemeindeplatz. Der Rösslikreisel entsteht.
2015
Mettmenstetten erhält das Label «Energiestadt»
.
2016
Mettmenstetten feiert das 900 Jahr Jubiläum!
1. August Rede 2016 mit Bundesrat Ueli Maurer im Paradis, Mettmenstetten
Quelle
Wo keine zusätzlichen Angaben erwähnt, bezieht sich die Quelle auf die «Dorfchronik von Mettmenstetten»