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Side,
antike Stadt in Pamphylien, von Äoliern aus Kyme gegründet, auf einem Vorgebirge im O. des Landes gelegen, durch Schiffahrt und Sklavenhandel bedeutend. Die jetzt Eski Adalia genannten Ruinen wurden 1884 durch die Expedition des Grafen Lanckoronski näher untersucht. Sie sind jetzt sehr durch Myrten und Lorbeergebüsch verwachsen und bestehen zunächst aus der Stadtmauer, die an der Landseite mit runden und viereckigen Türmen besetzt ist und das nach innen im Halbrund einspringende Hauptthor enthält.
Von letzterm zogen sich zwei Hallenstraßen, etwa 9 m breit, durch die Stadt, deren eine, etwa 900 m lang und im stumpfen Winkel [* 2] geknickt, fast bis zum Meere zu verfolgen ist. Dort sind die Reste einer Basilika [* 3] und dreier Tempel [* 4] zu erkennen, deren einer der Athena, der zweite, halbrunde, wahrscheinlich dem Men geweiht war, ferner im Meere Molenbauten. Landeinwärts, dort, wo die Säulenstraße den Knick macht und in byzantinischer Zeit von einer innern, zweiten Mauer geschnitten wurde, liegt das große Theater, [* 5] welches Raum für mehr als 13,000 Personen bot und im Gegensatze zu den übrigen kleinasiatischen Theatern nicht an einen Hügel sich anlehnte, ¶