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Mit der Ausstellung “von hirnkünsten und feinen fürzen” beendete Noitulover Alaviv die Analphase seiner künstlerischen Entwicklung. Während der Analphase experimentierte Noitulover mit neuen künstlerischen Werkzeugen. Nachdem er sich während der Oralphase ausschliesslich mit Bleistift skizzierte, sind während der Analphase Werke aus Neocolor, Tinte, Kohle. Zuletzt, beim Übergang in die phallische Phase sind dann seine ersten Arbeiten aus Eisen entstanden. Auch hat sich der Fokus von einfachen und fassbaren Gemälden während der Oralphase in eine komplett neue Richtung entwickelt. Die Werke, welche während der Analphase entstanden, sind dabei wesentlich abstrakter und nicht mehr so fassbar geworden. Dies widerspiegelt auch ein wenig die Tatsache, dass in der Analphase mit Scheisse experimentiert wird, ein je nach Konsitenz doch eher schwierg fassbares Material.
Es ist zwar schwer glaubhaft, dass neben Scheisse - mit dem Werk “Eine Ode an die Scheisse auf die Spitze getrieben - auch Themen wie Einkommenungleichheit, zivile Unruhen und soziale Entfremdung ihren Platz in der Analphase fanden.
Ausstellung
Noitulover’s Analphase kann als intensiv bezeichnet werden. Gerüchte machen die Runde, dass ich selbst ein wenig in der analen Phase stecken geblieben bin. Um solchen Blödsinn im Keime zu ersticken, würde ich gerne darauf hinweisen, dass der gute Noitulover sich halt einfach ab und zu gerne einen Scheiss darum kümmert. Während der dreijährigen Analphase hat sich Noitulover die Haare nicht geschnitten, angefangen Singstunden zu nehmen, um sein bereits erwähntes Kindheitstrauma zu überwinden, ist einem Männerchor beigetreten und hat versucht die Schauspielschule zu besuchen. Keine dieser Unternehmungen war leider besonders erfolgreich, da er seine Schädeldekoration aufgrund akuter Überhitzung verursacht durch die enorme Dichte seiner Haarpracht wieder zurückschneiden musste. Zu allem Übel wurde er nach einem Jahr trotz enormen Effort unehrenhaft aus dem Chor entlassen, da das Kommitee seinen Gesang als nicht akzeptabl beurteilte. Man muss sich dabei vor Augen führen, dass das Durchschnittsalter des Chores jeneseits von 70 Lenzen lag und Noitulover die einzige Nachwuchshoffnung war. Da er es auch nicht in die Schauspielschule schaffte, hat Noitulover die braune Seite der analen Phase mehr als einmal zu sehen bekommen, was ihn sozusagen einen Experten auf diesem Gebiet macht. Zum Glück vermochte keiner dieser Erfahrungen unseren guten Künstler zu entmutigen und singt er immer noch tatkräftig mit, wenn es die Situation verlangt. Zudem hat er seine ganz eigene Schauspielkarriere gestartet.
Somit konnte Noitulover 2016 die Analphase in Frieden mit einem lauten analen Knall, welcher immer noch in seinem Universum wiederhallt, abschliessen. Die Ausstellung fand im Feld65 in den Vidmarhallen am letzten Aprilwochenende 2016 statt und war Teil der VidmART16. Hier wurden auch bereits erste Werke aus der phallischen Phase dem Publikum vor Augen geführt. Wie das bereits bei der Oralphase der Fall war, ist auch der Übergang von der analen in die phallische Phase zeitlich nicht klar. Von Hirnkünsten und feinen Fürzen war Noitulovers erste Ausstellung. Die entstandenen Zeichnungen sowie Skulpturen, welche noch der Analphase zugeordnet werden, können unten betrachtet werden.