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Das Gericht kann auf Antrag der obsiegenden Partei in einem Urheberrechtsfall anordnen, dass das Urteil auf Kosten der anderen Partei veröffentlicht wird (Art. 66 URG). Es bestimmt Art und Umfang der Veröffentlichung. Dieses Recht kann sowohl dem obsiegenden Kläger als auch dem obsiegenden Beklagten vollständig oder teilweise eingeräumt werden.
Die Urteilsveröffentlichung muss ausdrücklich beantragt werden, da das Gericht das Urteil nicht von Amtes wegen veröffentlicht.
Das Gericht bestimmt über den Umfang der Veröffentlichung unter Wahrung der Verhältnismässigkeit.
Die Urteilsveröffentlichung kann in allen Medien oder in den zum Werk gehörenden Medien (im Anhang) beantragt werden.
Veröffentlicht werden normalerweise ausschliesslich das Urteil, insbesondere das Dispositiv.
Angesichts der Rufschädigung, die mit der Urteilsveröffentlichung einhergeht, darf die gerichtliche Anordnung nicht übertreten werden. Die Kosten für die Veröffentlichung gehen nicht automatisch zu Lasten der unterlegenen Partei, die unterlegene Partei kann allerdings verpflichtet werden, die Kosten für die Urteilsveröffentlichung als Entschädigung der obsiegenden Partei zu übernehmen. Die Kosten für die Urteilsveröffentlichung müssen folglich von der Partei, die um Veröffentlichung des Urteils ersucht, bevorschusst werden.