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Merkur ist von den Planeten, die mit blossem Auge sichtbar sind, am schwierigsten zu beobachten. Merkur ist der innerste Planet unseres Sonnensystems und deshalb auch der Sonne am nächsten. Dies hat zur Folge, dass wir ihn oft nicht sehen können, weil er entweder an einem zu hellen Himmel oder unter dem Horizont verweilt.
Im März ist die beste Zeit des Jahres, um Merkur am Abendhimmel sehen zu können. Für diese Beobachtung ist ein niedriger Horizont im Westen eine wichtige Voraussetzung. Bereits ab dem 10. März beginnt der Merkur am Horizont aufzusteigen. Ein interessanter Anblick bietet sich am Abend des 11. März, dann befindet sich der Merkur relativ nahe bei der schmalen zunehmenden Mondsichel in der Abenddämmerung. In dieser Phase ist auch das sogenannte Erdlicht sichtbar, d. h. die dunkle Seite des Mondes erscheint in einem fahlen aschgrauen Licht. Dieses Licht entsteht durch unseren Planeten, der zu dieser Zeit als Vollerde auf die dunkle Mondoberfläche scheint. Dadurch wird die Nachtseite des Mondes aufgehellt. Merkur steigt mit jedem Tag weiter über den Horizont und erreicht am 25. März den grössten Winkelabstand zur Sonne. In dieser Zeit hebt er sich sehr gut vom bereits dunklen Himmel ab. Ebenfalls sichtbar im März ist der Planet Jupiter, der jedoch mit jedem Tag tiefer gegen den Horizont sinkt. Am spannendsten sind die drei Tage vom 11. bis am 13. März. Dann erscheinen (von oben nach unten) Jupiter, Mond und Merkur als markantes Trio am Abendhimmel.
Andreas Walker