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13.05.2021 11:00:00

- Internationale Aktien stiegen im ersten Quartal, unterstützt durch die Einführung von Covid-19-Impfstoffen und die Nachricht von weiteren Konjunkturprogrammen in den USA. Niedrig bewertete Teile des Marktes entwickelten sich gut, ebenso wie kleinere Unternehmen.
- Die Renditen von Staatsanleihen stiegen (was bedeutet, dass die Kurse fielen). Unternehmensanleihen entwickelten sich besser als Staatsanleihen.
- Rohstoffe legten zu. Die Energiekomponente erhielt durch eine stärkere Nachfrage Auftrieb.
Eine genannte Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Massstab für zukünftige Ergebnisse und lässt sich möglicherweise nicht wiederholen. Die Nennung von Sektoren, Regionen, Wertpapieren und Ländern dient ausschliesslich zur Veranschaulichung und ist nicht als Kauf- oder Verkaufsempfehlung zu verstehen.
USA
US-Aktien legten im ersten Quartal trotz eines unsicheren Jahresstarts zu. Ungewöhnliche, sehr zielgerichtete Handelsaktivitäten sorgten im Januar für Aufregung an den Märkten. Diese erholten sich jedoch, als sich Optimismus in Bezug auf umfassende staatliche Impulse ausbreitete.
Präsident Biden bestätigte zunächst ein fiskalisches Konjunkturpaket in Höhe von 1,9 Bio. US-Dollar, dem ein zusätzliches Versprechen von Infrastrukturausgaben in Höhe von 2 Bio. US-Dollar folgte. Die Sektoren Energie, Finanzen und Industrie legten kräftig zu. Die Sektoren Technologie und Basiskonsumgüter blieben hingegen zurück.
Eurozone
Europäische Aktien stiegen im ersten Quartal. Die Hoffnung auf eine Erholung der Weltwirtschaft stützte Sektoren wie Energie und Finanzen, die 2020 unter Druck gestanden hatten. Nicht-Basiskonsumgüterunternehmen entwickelten sich ebenfalls gut. Dies galt insbesondere für Automobilhersteller, da Volkswagen ehrgeizige Ziele für Elektrofahrzeuge ankündigte. Defensive Bereiche wie Versorger und Immobilien, die weniger konjunktursenstitiv sind, entwickelten sich hingegen unterdurchschnittlich.
Der vorläufige Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (EMI) erreichte im März ein Rekordhoch von 62,4, was ein starkes Wachstum signalisierte. Die steigenden Covid-19-Infektionszahlen in einigen Ländern und neue Lockdowns stellen jedoch die Aussichten für den Dienstleistungssektor infrage, was insbesondere für den Tourismus gilt. (Die von IHS Markit veröffentlichten EMI-Indizes basieren auf Umfragedaten von Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor. Ein Wert über 50 deutet auf Expansion hin).
Grossbritannien
Britische Aktien entwickelten sich gut. Niedrig bewertete, konjunktursensitive Marktbereiche setzten die seit November verzeichnete Erholung fort. Dies spiegelte sich in einer sehr starken Wertentwicklung der Bereiche Grundstoffe, Energie und Finanzen wider. Banken entwickelten sich besonders gut, denn die Ergebnisse fielen besser aus als erwartet und die besseren Aussichten für die Weltwirtschaft liessen die Anleiherenditen kräftig steigen.
Eine Reihe von binnenorientierten Marktbereichen entwickelte sich ebenfalls überdurchschnittlich, da sich die Frühindikatoren für die britische Wirtschaft verbesserten. Der IHS Markit/CIPS Composite PMI stieg im März auf 56,6 (Schnellschätzung). Dies war die stärkste wirtschaftliche Expansion seit sieben Monaten im Vorfeld der Lockerung der Lockdown-Massnahmen gegen Ende des Berichtszeitraums.
Japan
Japanische Aktien stiegen weiter, da die Erholung der Unternehmensgewinne nach starken Quartalsergebnissen deutlicher wurde. Die anhaltende Schwäche des Yen gegenüber dem US-Dollar hob die Stimmung ebenfalls. Der Markt wurde von zyklischen Sektoren und Substanzaktien geringerer Qualität angeführt, was teilweise auf frühe Anzeichen für Änderungen bei den globalen Zinsen und den Inflationserwartungen zurückzuführen war.
Es ist nun zunehmend wahrscheinlicher, dass die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden werden, obwohl die Regierung bestätigt hat, dass internationale Zuschauer nicht teilnehmen dürfen.
Asien (ohne Japan)
Der MSCI Asia ex Japan Index verzeichnete eine positive Rendite angesichts des anhaltenden Optimismus der Anleger hinsichtlich einer Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität. Gegen Ende des Quartals trübte sich die Stimmung jedoch, da langsamere Fortschritte bei den Impfungen in einigen Ländern zur Wiedereinführung von Lockdowns führten. Die Märkte mit der besten Wertentwicklung im Index waren Taiwan, wo die starke Entwicklung von IT-Titeln die Gewinne stützte, und Singapur, wo die Banken die Renditen stützten.
Die Philippinen waren der schwächste Indexmarkt. Ein starker Anstieg der täglichen Neuinfektionen führte zu strengeren Beschränkungen, welche die Aussichten für die dienstleistungsorientierte Wirtschaft belasteten. In China dämpften die Erwartungen einer geldpolitischen Normalisierung, die regulatorische Unsicherheit für bestimmte Branchen und anhaltende geopolitische Bedenken die Stimmung.
Schwellenländer
Schwellenländeraktien verzeichneten im ersten Quartal eine positive Rendite. Dabei schwächelten sie später im Quartal, als die Impfprogramme der Schwellenländer hinter denen der Industrieländer zurückblieben. Eine Zunahme der täglichen Neuinfektionen führte in einigen Ländern zu erneuten Beschränkungen. Ein deutlicher Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen setzte Bereiche der Aktienmärkte mit höherem Wachstum unter Druck. Die damit einhergehende Aufwertung des US-Dollars stellte ebenfalls eine Belastung für die Schwellenländer dar.
Chile entwickelte sich von allen Indexmärkten am besten. Zu verdanken war dies den hohen Kupferpreisen und dem starken Start der Impfkampagne. In der Türkei wurde der Gouverneur der Zentralbank unerwartet abgelöst. Das Land verzeichnete einen starken Rückgang und war der schwächste Indexmarkt. Brasilien und China beendeten den Berichtzeitraum ebenfalls im negativen Bereich.
Globale Anleihen
Die Anleiherenditen stiegen im ersten Quartal deutlich, da die Covid-19-Impfungen insbesondere in den USA und Grossbritannien weiterhin grosse Fortschritte machten und die Märkte mit umfassenden Konjunkturmassnahmen in den USA rechneten. US-Treasuries verzeichneten das zweitschlechteste Quartal seit 1980. Auch an anderen Märkten kam es zu grossen Bewegungen.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg von 0,91 % auf 1,74 %, während die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen nur geringfügig stieg. Dadurch wurde die Zinsstrukturkurve steiler, was auf steigende Wachstumserwartungen hinweist. Die Rendite zehnjähriger Gilts stieg um 65 Basispunkte auf 0,88 %.
In Europa, wo das Impfprogramm weit hinter den USA und Grossbritannien zurückliegt, stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von -0,57 % auf -0,33 %. In Italien stieg die zehnjährige Rendite angesichts einer gewissen politischen Unsicherheit von 0,52 % auf 0,63 %. In Spanien stieg die Zehnjahresrendite von 0,06 % auf 0,34 %.
Unternehmensanleihen entwickelten sich besser als Staatsanleihen. Investment-Grade-Anleihen verzeichneten insbesondere am US-Dollar-Markt negative Gesamtrenditen, da die Renditen stiegen. Hochzinsanleihen erzielten moderate positive Ergebnisse angesichts einer robusten Risikobereitschaft und steigender Wachstumserwartungen. Investment-Grade-Anleihen sind Anleihen, die von einer Ratingagentur als besonders hochwertig eingestuft werden. Hochzinsanleihen sind spekulativer und haben eine niedrigeres Rating als Investment-Grade-Titel.
Wandelanleihen, die oft von Wachstums- und IT-Unternehmen stammen, partizipierten nicht wesentlich an den Gewinnen der Aktienmärkte. Der ausgewogene Refinitiv Global Focus Index verzeichnete im Quartal einen stetigen Anstieg von 0,8 % (in US-Dollar). Der Primärmarkt war mit Zuflüssen von über 60 Mrd. US-Dollar weiterhin sehr aktiv. Die Bewertungen sanken, was zum Teil auf die geringere Nachfrage nach US-Wandelanleihen zurückzuführen war.
Rohstoffe
Was Rohstoffe betrifft, so erholte sich der S&P GSCI Index im ersten Quartal stark, als die weltweite Einführung von Covid-19-Impfstoffen den Optimismus der Anleger hinsichtlich einer wirtschaftlichen Erholung weiter stärkte. Die Aufwertung des US-Dollars tat dem keinen Abbruch.
Energie war die Indexkomponente mit der besten Wertentwicklung, denn bleifreies Benzin und Brent-Rohöl legten aufgund der höheren Nachfrage und der fortgesetzten Steuerung des Angebots kräftig zu. Industriemetalle verzeichneten ebenfalls eine robuste Rendite, angeführt von starken Zuwächsen bei Aluminium und Kupfer. Der Agrarsektor entwickelte sich dank robuster Gewinne bei Mais und Sojabohnen gut.
Die Edelmetallkomponente gab nach, wobei sowohl bei Silber als auch bei Gold starke Rückgänge zu verzeichnen waren.
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