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Anlässlich des internationalen Menschenrechtstags am 10. Dezember stellte die ehemalige Freiwillige Sophie Helle am Gymnasium in Bulle (FR) die Begleitarbeit von PBI in Kolumbien vor.
PBI leitete zwei der zehn Workshops, die am 10. Dezember im Rahmen eines Sensibilisierungsvormittags zu den Menschenrechten am Gymnasium in Bulle angeboten wurden. Einer der Workshops befasste sich mit den aussergerichtlichen Hinrichtungen in den marginalisierten Quartieren von Nairobi, Kenia. Er wurde von Samuel Kiriro, einem kenianischen Aktivisten, und Johan Jaquet, einem ehemaligen Freiwilligen und Vorstandsmitglied von PBI Schweiz, geleitet. Den anderen Workshop animierte die ehemalige Freiwillige Sophie Helle, die erst kürzlich aus ihrem 18-monatigen Einsatz in Kolumbien zurückgekehrt ist. Der Fokus lag bei der Begleitung und dem Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen in Kolumbien.
In der ersten Hälfte des Vormittags befassten sich die SchülerInnen mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) und besprachen die darin enthaltenen 30 Artikel. Anschliessend gab Sophie Helle einen Einblick in die Begleitarbeit der internationalen Freiwilligen in Konfliktgebieten und sprach über die Menschenrechtslage in Kolumbien. Der Vormittag endete mit einem Rundtisch und dem Zusammenführen der Diskussionen aus den verschiedenen Klassen.
Sophie Helle konnte in ihrem Workshop ihre persönlichen Erfahrungen teilen, auf das Prinzip der Nichteinmischung von PBI und die Chance lokale AkteurInnen zu begleiten, eingehen. Um ihre Freiwilligenarbeit zu veranschaulichen, sprach sie über eine Begleitung während eines Protests am Tag der Frauenrechte. Sie erklärte, dass die Protestierenden in Kolumbien sehr schnell stigmatisiert werden. Das Risiko willkürlicher Festnahmen ist sehr hoch und viele werden unbegründet angeklagt, Verbindungen zur Guerilla zu pflegen.
Sophie Helle schätzte den PBI-Ansatz im Vergleich zu anderen Formen der internationalen Kooperation sehr: "Ich verstehe nun besser, wie es es möglich ist im Ausland zu handeln, ohne die Nord-Süd Beziehungen negativ zu beeinträchtigen."