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China und Japan streiten in dem Seegebiet um eine unbewohnte Inselgruppe und die umliegenden Gewässer. Bei den Manövern sei auch die Küstenwache beteiligt, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Übungen dienten dazu, die “Intensität, Präzision, Stabilität und Geschwindigkeit” der Angriffe in einem informationstechnologisch basierten Seekrieg zu verfeinern.
Parallel zu den Übungen entbrannte eine neue Auseinandersetzung zwischen beiden Ländern über ein neues Verteidigungsweissbuch, das die Regierung in Tokio am Dienstag angenommen hatte. Darin werden die Aktivitäten Chinas im Ost- und Südchinesischen Meer dokumentiert und als Gefahr darstellt, was umgehend chinesischen Protest auslöste.
In einem Kommentar der Nachrichtenagentur Xinhua wurde Japan vorgeworfen, eine “Bedrohung durch China” nur als Vorwand zu benutzen, um sich selber als Militärmacht entwickeln zu wollen. Das sei eine Gefahr für den Weltfrieden, da sich Japan nicht seiner kriegerischen Vergangenheit stelle, meinte Xinhua.
Auch im Südchinesischen Meer hatte China jüngst Manöver und Schiessübungen abgehalten. Beobachtern sahen darin ein Säbelrasseln, nachdem China die jüngste Entscheidung des internationalen Schiedsgerichts in Den Haag gegen seine Territorialansprüche im Südchinesischen Meer als “null und nichtig” zurückgewiesen hatte.
Der Schiedshof hatte die chinesischen Hoheitsansprüche als nicht gerechtfertigt abgelehnt. China will sich aber nicht an das Urteil halten, was die Spannungen in der Region verschärft.
Peking beansprucht mehr als 80 Prozent des rohstoffreichen Gebietes, durch das wichtige Schifffahrtsstrassen gehen. Handelswaren im Wert von mehr als fünf Billionen US-Dollar werden jährlich durch das Südchinesische Meer verschifft.
(SDA)