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Gleich sechs Solistinnen und Solisten – und alle aus den eigenen Reihen: Die Frühlingskonzerte des Siggenthaler Jugendorchesters versprechen ein einmaliges Konzerterlebnis und machen in Windisch, Ennetbaden und Lenzburg Halt.
Als «musikalische Familie», in der «die Älteren die Jüngeren mitziehen», beschreiben die Orchestermusikerinnen und Musiker das Siggenthaler Jugendorchester, das seit über 40 Jahren für musikalische Höhenflüge sorgt und dabei wertvolle Jugendarbeit leistet. Nun kommen sechs Familienmitglieder selbst zu Wort: Sie interpretieren die Solopartien in konzertanten Werken von Cécile Chaminade, Antonín Dvořák, Camille Saint-Saëns und Max Bruch. Als Schlusspunkt erklingt Sergei Prokofjews musikalisches Märchen Peter und der Wolf, gesprochen von Orchestermitglied Anouk Hartmann.
Programm
Cécile Chaminade (1857–1944): Concertino D-Dur für Flöte und Orchester op. 107. Die Biographie von Cécile Chaminade zeigt eindrücklich, vor welchen Möglichkeiten und Schwierigkeiten eine komponierende Frau im 19. Jahrhundert stand. Ihre Musik war beim Publikum äusserst beliebt, die Musikkritiker begegneten ihr dagegen mit einer damals üblichen Doppelmoral.
Antonín Dvořák (1841–1904): Romanze f-Moll für Violine und Orchester op. 11. Antonín Dvořák Laufbahn gleicht einer Tellerwäscherkarriere. Als Sohn eines Metzgers und Gastwirten wuchs er in einfachen Verhältnissen in einem Dorf rund 20 km nordwestlich von Prag auf. Nach seiner Ausbildung zum Musiker spielte er einige Jahre Viola im Prager Theaterorchester und brachte sich praktisch autodidaktisch das Komponieren bei.
Camille Saint-Saëns (1835–1921): Introduction et Rondo capriccioso a-Moll für Violine und Orchester op. 28. Im Alter von gerade einmal 15 Jahren bestellte ein Violinstudent des Pariser Conservatoire ein Konzert beim 26jährigen Camille Saint-Saëns. Beeindruckt vom «Zauberbogen» des jungen Pablo de Sarasate schrieb der Komponist ab 1859 mehrere Werke für ihn: zwei Violinkonzerte und Introduction et Rondo capriccioso für Violine und Orchester, die dem Interpreten wie dem Komponisten zu grossem Erfolg verhalfen.
Max Bruch (1838–1920): Konzert Nr. 1 g-Moll für Violine und Orchester op. 26. 1865 trat der 27jährige Max Bruch seine erste feste Stelle als Dirigent im westdeutschen Koblenz an. In dieser Zeit entstand sein erstes Violinkonzert, das er 1866 zur Uraufführung brachte.
Sergei Prokofjew (1891–1953): Peter und der Wolf. Musikalisches Märchen für Sprecherin und Orchester. Das musikalische Märchen Peter und der Wolf ist eines von mehreren Werken, die der Familienvater Sergei Prokofiew für Kinder schrieb. Als Auftragskomposition des Moskauer Kindertheaters gelangte das Stück 1936 zur Uraufführung.
pd
Konzerte:
- Freitag,12. Mai 2023, 19.30 Uhr, Reformierte Kirche Windisch
- Sonntag, 14. Mai 2023, 17.30 Uhr, Reformierte Kirche Ennetbaden
- Donnerstag, 18. Mai 2023, 17.30 Uhr, Rittersaal Schloss Lenzburg
- Leitung: Marc Urech
- Simon Lakner, Flöte
- Isabelle Siegrist, Violine
- Claudio Antener, Violine
- Katharina Birchmeier, Violine
- Andreas Lakner, Violine
- Anouk Hartmann, Sprecherin
Vorverkauf:
www.sjo.ch/konzerte und Info Baden, Bahnhofplatz 1; Tel. 056 200 84 84