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Ein Internet-User hat dank Satellitenbildern einen jahrzehntealten Vermisstenfall gelöst.
Die Überreste eines Mannes, der vor zwei Jahrzehnten in Florida spurlos verschwand, wurden in einem versunkenen Auto gefunden, das auf Google Maps sichtbar ist.
Ein US-Amerikaner wollte sich einfach mal im Internet sein früheres Zuhause im Staat Florida anschauen – und half so unverhofft, die Leiche des seit 21 Jahren vermissten William Moldt zu finden.
William Moldt war am 7. November 1997 als vermisst gemeldet worden. Er war damals 40 Jahre alt und war nicht von einer Nacht in einem Club nach Hause zurückgekommen.
Auf Satellitenaufnahmen des Internet-Dienstes Google Earth sah nun der ehemalige Einwohner von Grand Isles nahe Miami, dass sich in dem kleinen See hinter seinem einstigen Haus ein Auto zu befinden schien, wie das Sheriffbüro in Palm Beach County am Donnerstag mitteilte.
Daraufhin habe der Mann den jetzigen Bewohner des Hauses kontaktiert. Dieser habe mit seiner privaten Drohne Aufnahmen des Teiches gemacht und das Fahrzeug ebenfalls entdeckt. Die alarmierte Polizei barg schliesslich das stark verrottete Autowrack und fand im Innern menschliche Überreste.
Gerichtsmediziner hätten die Leichenteile identifiziert und dem seit 8. November 1997 vermissten Mann zugeschrieben, erklärte das Sheriffbüro weiter. Unklar blieb zunächst, unter welchen Umständen das Auto in den Teich geraten war.
In der Nacht seines Verschwindens verliess Moldt den Club gegen 23 Uhr Ortszeit, heisst es in einem Bericht des National Missing and Unidentified Persons System.
Ein Bericht des Charley-Projekts, einer Online-Datenbank für ungeklärte Fälle in den USA, besagt, dass das «Fahrzeug seit 2007 auf einem Google Earth-Satellitenfoto des Gebiets deutlich sichtbar war, aber anscheinend niemand es bis 2019 bemerkt hatte.»
(dsc/sda, via bbc.com)