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Regie: Ira Sachs Mit: Marisa Tomei, Alfred Molina, John Lithgow
Filmfestival Berlin 2014
Kinostart: 11.12.2014
Als im Juni 2011 die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe in New York durchgesetzt wird, bekommen auch Ben (John Lithgow) und George (Alfred Molina) endlich die Chance, nach 39 gemeinsamen Jahren zu heiraten. Doch kurz nach ihrer Eheschliessung müssen die Männer einen herben Dämpfer hinnehmen: Als Georges Musiklehrerstelle an einer katholischen Schule fristlos gekündigt wird, sind sie gezwungen, ihre Wohnung in Chelsea aufzugeben. Während George von einem benachbarten schwulen Polizisten-Paar aufgenommen wird, kommt Ben bei der Familie seines Neffen in Brooklyn unter. Doch die neue Wohnsituation erweist sich als problematischer als gedacht. Alle versuchen, Rücksicht aufeinander zu nehmen, doch das Provisorium wird immer mehr zum Dauerzustand und strapaziert die Nerven der Beteiligten zunehmend...
Beeindruckend beiläufig entwickelt Regisseur Ira Sachs mit seinen Stars Alfred Molina, John Lithgow und Marisa Tomei die Geschichte einer von homophoben Strukturen verantworteten Existenzberaubung zu einer einfühlsamen Partnerschaftsstudie: Mit grosser Hingabe verleihen Molina und Lithgow der tiefen Verbundenheit zwischen George und Ben eine berührend zärtliche Unbeschwertheit und erschaffen ein Paar, das selbstherrlich regierender Behäbigkeit mit entwaffnender Zuversicht begegnet und sich und uns mit seiner Liebe verzaubert.