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Mit block-basiertem Speicher für virtuelle Maschinen gegen den Marktführer.
Symantec beziehungsweise der von Symantec aufgekaufte Storage-Spezialist Veritas tastete sich schon 2003 mit der Übernahme von Jareva auf das Gebiet der Servervirtualiserung vor. Vor rund einem Jahr schon schloss Symantec allerdings ein OEM-Abkommen mit dem kurz danach von Citrix übernommenen
Virtualisierungsspezialisten XenSource. Vorgestern hat Symantec nun ein neues, auf dem Abkommen basierendes Produkt auf den Markt gebracht, die "Veritas Virtual Infrastructure."
Das Paket, das eine komplette Virtualisierungslösung für Produktivumgebungen darstellen und insbesondere das Speichermanagement in virtualisierten Umgebungen vereinfachen soll, integriert die Veritas Storage Foundation mit der XenServer-Virtualisierungstechnologie von Citrix. Kommerziell gesehen soll es vor allem ein Gegengewicht zur "Infrastructure-3" des Marktüberfliegers VMware darstellen. Durch die Integration der Citrix-Virtualisierungslösung erhält das Paket die von dieser her bekannten Möglichkeiten wie die Nutzung von gemeinsamen, verteilten Boot-Images über mehrere virtuelle Server hinweg oder die Kombination mehrerer physikalischer Server zu logischen "Server-Pools". Vor allem aber geht es bei dem Paket, wie erwähnt, um Storage-Management.
Server-Virtualisierung, so Symantec, erhöhe die Komplexität, auch in Bezug auf das Storage-Management. "Aktuelle Virtualisierungslösungen" für x86-Architekturen – gemeint ist vor allem das Virtual Machine File System von VMware - würden "versuchen, dieses Speicher-Management-Problem über das Dateisystem zu lösen". Allerdings könnten dadurch viele fortschrittliche Storage-Management-Funktionen nicht weiter verwendet werden, da die virtuellen Server so nicht direkt Speicherkapazitäten verwalten können.
Veritas Virtual Infrastructure basiert dagegen auf einem neuen, verteilten Volume Manager, der ein "Block-basiertes" Speichersystem bietet, wie es in existierenden SAN-Speichernetzwerken benutzt wird. Das heisst, dass jedem virtuellen Server nicht nur Files sondern der zu Grunde liegende Speicher individuell zugewiesen wird. Dies erlaube es, so Symantec, alle wichtigen Funktionen der existierenden physikalischen Umgebungen beim Storage-Management weiterhin zu nutzen. (Hans Jörg Maron)