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Diego Ulissi gewinnt seine zweite Etappe am diesjährigen Giro d'Italia. Der Italiener setzt sich auf der 11. Etappe nach Asolo in einem Dreiersprint gegen Andrey Amador und Bob Jungels durch.
Insgesamt feierte Ulissi seinen sechsten Tagessieg an der Italien-Rundfahrt seit 2011. Bei der diesjährigen Ausgabe hatte er bereits das vierte Teilstück nach Praia a Mare für sich entschieden. Ulissi fährt mit einer Schweizer Lizenz und war 2015 für neun Monate wegen Dopings gesperrt worden.
Freuen durfte sich aber nicht nur Ulissi, sondern auch Leader Jungels und der Gesamtzweite Amador. Dank einem überraschenden Angriff in der Schlussphase des 227 langen Teilstücks überraschte das Duo die anderen Favoriten um Alejandro Valverde und Vincenzo Nibali. Valverde, Nibali und Co. erreichten das Ziel 13 Sekunden nach dem Spitzentrio in einer ersten Verfolgergruppe.
Auf Amador verlor Jungels wegen der Zeitbonifikationen zwei Sekunden. Der 23-jährige Luxemburger, der in Steinhausen im Kanton Zug wohnt, liegt nun 24 Sekunden vor dem Costa Ricaner Amador. Der Rückstand des Gesamtdritten Valverde, ein Teamkollege von Amador bei Movistar, vergrösserte sich auf 1:07 Minuten. Der mit Valverde zeitgleiche Niederländer Steven Kruijswijk folgt auf Platz 4, Nibali (1:09 zurück) auf Platz 5.
Weil die ersten 200 km der Etappe flach waren, hatten sich auch die Sprinter Hoffnungen auf den Tagessieg gemacht. Ihre Bemühungen wurden unter anderem durch einen Massensturz rund 25 km vor dem Ziel zunichte gemacht. Weil sich die Sprinterteams danach nicht mehr organisieren konnten, blieben im hügeligen Finale schliesslich die besten Fahrer der Gesamtwertung unter sich.
Den Giro aufgeben musste der Prolog-Sieger Tom Dumoulin. Der Niederländer, der in der ersten Woche während sechs von sieben Tagen das Leadertrikot getragen hatte, stieg im Verlauf der 11. Etappe aus. Der zweifache Etappensieger der letzten Tour de Suisse, der am Vortag bereits viel Zeit verloren hatte, beklagte Wundstellen am Gesäss. Dumoulin ist nach Mikel Landa am Vortag der zweite ausgestiegene Fahrer aus den Top 10 der Gesamtwertung.
sda-ats