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Das Salz der Antike (2009-2012)
Theater, Epigramm und Satire und ihre Rezeption bei den Humanisten: Drucke und Handschriften am Oberrhein
Der Rezeption antiker Texte, die in frühen Drucken und Manuskripten der Humanisten am Oberrhein dokumentiert ist, widmet sich ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten Basel, Freiburg, Mulhouse und Strasbourg. Das Vorhaben setzt sich das Ziel, Editionen und Handschriften antiker Texte, die in Bibliotheken am Oberrhein archiviert sind, einer weiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Die Zahl und auch die Qualität dieser Texte sind beachtlich, ihr Wert für das kulturelle Erbe der Region ist beträchtlich.
Im Zentrum des Forschungsprojekts werden die Editionen stehen, die am Oberrhein entstanden sind. Vorgesehen sind die Erschliessung und Interpretation eines ausgewählten Textcorpus griechischer und lateinischer Texte, wobei das Augenmerk insbesondere auf die Paratexte gelegt wird (Vorworte, Widmungen, Anmerkungen und Kommentare). Wichtige Ergebnisse verspricht zudem die Analyse von Textsammlungen, da diese über persönliche Vorlieben, Konzeptionen und Interpretationszugänge der Humanisten Auskunft geben (Was bedeutet es z.B., wenn in einem Sammelwerk Texte von Lysias und Libanius oder von Cicero und Martial zusammengebunden werden?). Doch ist es nicht weniger die Aufgabe des Projekts, die antiken Texte selbst in den Mittelpunkt zu stellen, wie dies bereits beim Kolloquium zu Beatus Rhenanus in Strasbourg 1998 (Beatus Rhenanus lecteur et éditeur des textes anciens) geschehen ist.
Das Thema ist umfänglich und verspricht eine produktive Forschungstätigkeit für viele Jahre, sodass eine detaillierte Planung unumgänglich ist. Es ist vorgesehen, kleinere thematische Einheiten zu formulieren und auf dieser Grundlage Forschungsperioden zu definieren. Eine erste Periode wird (nach individuellen Vorarbeiten) von 2009 bis 2010 angesetzt. In dieser Zeit werden Vorworte und Kommentare erschlossen, die nachfolgend übersetzt und interpretiert werden. Bei einem Kolloquium im Jahr 2010 mit Blick auf den 550. Geburtstag der Universität Basel wurden die ersten Ergebnisse präsentiert, die an der Universität Basel publiziert werden sollen. Dieser Anlass garantiert eine grössere Öffentlichkeit des Projekts im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext der Universitäten. In der nächsten Etappe (2010 bis 2012) soll ein neuer Themenschwerpunkt (wie Philosophie, Rhetorik, Historiographie) behandelt werden.
MitarbeiterInnen des Projekts sind: Gérard Freyburger und James Hirstein (Strasbourg), Wolfgang Kofler (Freiburg), Marie-Laure Freyburger (Mulhouse), Henriette Harich-Schwarzbauer (Basel). Die Koordinatoren des Projekts sind Henriette Harich-Schwarzbauer und Gérard Freyburger. Alle Klassischen Philologen und Philologinnen des EUCOR-Verbundes sind herzlich eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen und ihre MitarbeiterInnen für die gemeinsame Initiative zu gewinnen.