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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Im Zentrum stehen drei Hauptfragen:
— Wie haben sich Folgen der angeordneten Platzierungen für die Zweitgeneration manifestiert?
— Welche transgenerationellen Bewältigungsstrategien lassen sich rekonstruieren?
— Lassen sich die empirischen Ergebnisse auf Entwicklungen der Gegenwart und Zukunft übertragen?
Das Projekt rahmt die erlebten Folgen sozial und gesellschaftlich, erhebt aber auch die Coping Strategien und Ressourcen der betroffenen Personen.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Das gewählte Design orientiert sich an der rekonstruktiven Biographieforschung und umfasst drei Erhebungsphasen. In einer ersten Phase werden biographisch-narrative Interviews mit Nachkommen ehemals «administrativ versorgter» Menschen geführt. Diese Erzählungen werden in einer zweiten Phase analytisch gerahmt durch die Auseinandersetzung mit bestehenden qualitativen Datensätzen zur betroffenen Erstgeneration. In einer dritten Phase werden die Erkenntnisse mit Menschen diskutiert, welche nach 1981 in einer stationären Einrichtung aufgewachsen und nun selbst Eltern sind.
In diesem Projekt sind die Disziplinen der Sozialen Arbeit, Sozialanthropologie, Psychologie, Soziologie und Sozialpädagogik involviert. Zudem wird das Projekt von einem Sounding Board begleitet, in welchem Repräsentant_innen aus der Kinder- und Jugendhilfe mitwirken.
Das Projekt nimmt sowohl einen retrospektiven und rehabilitativen, als auch prospektiven und präventiven Fokus ein.