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An Olympischen Spielen schaffte sie bislang allerdings nie den Sprung aufs Podest.
In Rio de Janeiro schloss sie nun diese Lücke und wie: Mit 4:26,36 Sekunden verbesserte die 27-Jährige den vier Jahre alten Weltrekord der Chinesin Ye Shiwen um 2,07 Sekunden. Nach 300 m hatte sie noch sagenhafte 5,25 Sekunden unter der alten Bestmarke gelegen.
Hosszu ist bereits über 200 m Lagen Weltrekordhalterin auf der Langbahn. Im 25-m-Becken hält sie gar fünf Weltbestleistungen. Sie ist als Vielschwimmerin bekannt. Nicht umsonst vermarktet sie sich als “Iron Lady”, als eiserne Lady des Schwimmsports.
Bereits mit dem Europarekord im Vorlauf über 400 m Lagen hatte Hosszu ihre Topform unter Beweis gestellt. Insofern würde es nicht erstaunen, wenn in Rio de Janeiro weitere Goldmedaillen folgen würden. Die Erleichterung bei Hosszu war jedenfalls greifbar. Silber und Bronze gingen an die Amerikanerin Maya Dirado sowie die Spanierin Mireia Belmonte.
Zum Abschluss des ersten Tages gelang den Australierinnen über 4×100-m-Crawl ein weiterer Weltrekord. Emma McKeon, Brittany Elmslie sowie die Schwestern Bronte und Cate Campbell blieben in 3:30,65 Minuten um 33 Hundertstel unter der alten Bestmarke aus dem Jahr 2014, die ebenfalls die Australierinnen gehalten hatten. Damit sind im Schwimmen bereits drei Weltrekorde gefallen. Den ersten hatte der britische Weltmeister Adam Peaty im Vorlauf über 100 m Brust erzielt.
Bei den Männern setzten sich über 400 m Crawl Mack Horton durch. Mit 3:41,55 Minuten verwies der erst 20-jährige Australier den Chinesen Sun Yang, vor vier Jahren in London Goldmedaillengewinner über 400 und 1500 m Crawl, um 13 Hundertstelsekunden auf Platz 2. Allerdings war die Vorbereitung des auch durch seine Skandale bekannten Sun beeinträchtigt gewesen. Nachdem er sich im Januar eine Fussverletzung zugezogen hatte, konnte er erst im März wieder schwimmen. Dritter wurde der italienische Europameister Gabriele Detti.
Über 400 m Lagen durchbrach der Japaner Kosuke Hagino die Phalanx der Amerikaner. Diese hatten zuvor fünfmal hintereinander an Olympischen Spielen auf dieser Strecke triumphiert. In London hatte Hagino als 17-Jähriger Bronze geholt. Mit Daiya Seto stieg ein zweiter Japaner aufs Podest; der 22-Jährige belegte hinter dem gleichaltrigen Amerikaner Chase Kalisz den 3. Rang.
Schweizer waren am ersten Finalabend keine am Start. Trotz nicht weniger als vier nationalen Rekorden war für alle nach den Vorläufen Schluss.
(SDA)