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Zusammenrechnung von Landpreis und Werklohn
Von besonderer Bedeutung für die Festsetzung des Veräusserungserlöses ist die sog. Zusammenrechnungspraxis (RB 1984 Nr. 66; BGr, 23.2.1993, ASA 62, 720 = ZStP 1993, 137; BGr, 1.11.1994, ASA 64, 423). Auch das Bundesgericht hat wiederholt entschieden, dass es in der Regel nicht willkürlich sei, wenn bei der Besteuerung nicht auf die äussere zivilrechtliche Form, sondern auf den wirtschaftlichen Gehalt eines Tatbestandes abgestellt und als massgebende Steuerbemessungsgrundlage grundsätzlich die Summe von Landpreis und Werklohn betrachtet wird, wenn die (das Bauland) erwerbende Person mit der veräussernden Person einen GU-Werkvertrag abgeschlossen hat, worin die Erstellung, der Umbau oder die Vollendung einer Baute auf dem Kaufgrundstück durch die veräussernde Person vereinbart worden ist, sofern die Verträge so voneinander abhängen, dass es ohne den einen nicht zum Abschluss des anderen gekommen wäre und das Geschäft als Ganzes der Veräusserung einer fertigen Baute gleichkommt (vgl. Richner / Frei / Weber / Brütsch, a.a.O. Rz. 5 zu § 181 mit zahlreichen Hinweisen; BGE v. 20.11.1980, in ZBl 82, S.126 = ZR 79 Nr. 139 = ASA 50 S.445).
Gemäss Bundesgerichtsentscheid BGE 2A.20/2005 vom 17.10.2005 kann jedoch die Zusammenrechnungspraxis für die Handänderungssteuer nicht unbesehen auf die Grundstückgewinnsteuer übertragen werden. Beim monistischen System (wie im Kt. SZ), bei dem neben den Gewinnen aus der Veräusserung von Privatvermögen auch die Wertzuwachsgewinne auf Geschäftsliegenschaften der Grundstückgewinnsteuer unterliegen, bleibt den Kantonen wegen der engen Verbundenheit zwischen Grundstückgewinn und Einkommenssteuer nur ein beschränkter Spielraum zur Umschreibung des steuerbaren Gewinns. Sind in einem Zusammenrechnungsfall Verkäufer und Werklieferant nicht identisch, liegen also zwei Steuersubjekte vor, so kann der Verkäufer nur für den von ihm realisierten Grundstückgewinn (ohne Einfluss des vom Werklieferanten erzielten Gewinns) besteuert werden. Die bei der Handänderungssteuer entwickelte Zusammenrechnungspraxis konnte im vorliegenen Fall nicht angewendet werden, da kein Gewinn von der Bauherrin und Generalunternehmerin zur Veräusserin verschoben worden ist (Bundesgerichtsentscheid BGE 2A.20/2005 vom 17.10.2005, BGE 131 II 722 – 727 = JUDAT = Steuer Revue 61 2006 H.2 S.145 – 149).
Ob die Voraussetzungen für eine Zusammenrechnung erfüllt sind, muss auf Grund aller besonderen Umstände des Einzelfalles beurteilt werden.
Gehört bei der Veranlagung der Grundstückgewinnsteuer neben dem Landpreis der Werklohn zum Erlös, so müssen die werkvertraglich erbrachten Leistungen steuerlich auch dann als Eigenleistungen (die Eigenleistungen verstehen sich als Aufwendungen im Sinne von § 116 StG, welche sich nicht nur aus den Selbstkosten des Unternehmers, sondern auch aus dem üblichen angemessenen Unternehmergewinn ergeben) betrachtet werden, wenn Werkunternehmer und die das Land veräussernde Person rechtlich nicht identisch sind; dies nicht nur wegen der wirtschaftlichen Identität, sondern als zwangsläufige Folge der Zusammenrechnung von Landpreis und Werklohn.
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