Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03554.jsonl.gz/91

Bewilligungen 2020
Bewilligungen März 2020
50‘000 Franken für das Projekt „Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygiene im Osten der DR Kongo“, Provinz Kivu, und
Ituri, Kongo
Medair
Die humanitäre Situation in der Demokratischen Republik Kongo hat sich in den letzten zwei Jahren verschärft. Ende 2018 gab es im Land rund drei Millionen vertriebene Menschen, wovon nun ein grosser Teil in der Provinz Nord Kivu lebt. In dieser Region existieren ebenfalls rund 130 bewaffnete Gruppen mit unklaren Motiven. Dies hat direkte Auswirkungen auf das Gesundheitssystem in der Region, welches durch die Gewalt zu Grunde geht. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung hängt direkt von der Verfügbarkeit von sauberem Wasser und der Anwendung von grundlegenden Hygienepraktiken ab. Das Projekt unterstützt zwölf Gesundheitseinrichtungen in den Bereichen Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene gemäss international anerkannten WASH-Standards. Übergeordnetes Ziel ist die Senkung der Krankheits- und Sterberate sowie die Stärkung der Widerstandskraft der krisengebeutelten Gemeinschaften in den drei ausgewählten Provinzen Nord Kivu, Ituri und Kasaï.
40‘000 Franken für das Projekt „Schulhaus für SekundarschülerInnen in Colpech“, Santa Barbara, Guatemala
Solidaridad Sin Fronteras
Die Dorfgemeinde Colpech liegt in den Hügeln im Bezirk Santa Barbara. Dieser Bezirk ist einer der ärmsten Bezirke und wird von der indigenen Bevölkerung Mam, den Mayas, bewohnt. In der Gemeinde Colpech besuchen rund 60 Schülerinnen und Schüler die Sekundarschule, deren Gebäude sich in einem prekären Zustand befindet. Aufgrund des schlechten Zustandes des Gebäudes gehen viele Kinder nach der Primarstufe nicht mehr zur Schule oder wandern in die USA aus. Ziel des Projektes ist es, einen Neubau für die Sekundarschule in Colpech zusammen mit der Gemeinde und dem Verein zu realisieren. Dadurch steigt die Motivation für eine weitere Schulbildung nach Abschluss der Primarschule, und die Kinder können so besser auf ihr Berufsleben vorbereitet werden.
25‘000 Franken für das Projekt „Bus der Hoffnung, Hilfe für syrische Kinder und ihre Familien in Aleppo und Homs“, Aleppo/Homs, Syrien
Stiftung Johannes Paul II.
Die Lage in Syrien ist prekär. Seit Beginn des Krieges vor acht Jahren sind über 5,4 Millionen Menschen aus dem Land geflüchtet. Das Land liegt in Trümmern und Familien haben ihre Existenzgrundlage verloren. Mit dem Projekt „Bus der Hoffnung“ werden in den Städten Aleppo und Homs mit je einem Bus Kinder, Frauen und Familien ärztlich versorgt und erhalten psychologische Betreuung. Durch die Zirkulation der Busse werden auf den Strassen auch sozial-pädagogische Aktivitäten und kleinere Bildungsangebote zur Verfügung gestellt. Der vordere Teil der Busse wird mit schulischem und spielerischem Material sowie mit Lebensmitteln, Kleidern und Hygienesets ausgestattet. Der hintere Teil verfügt über eine Kabine, in der medizinische Beratung durch ausgebildetes Personal erfolgt.
30‘000 Franken für das Projekt „Sounds of Palestine“, Palästina, Israel
Katharina Werk ökumenische Gemeinschaft mit interreligiöser Ausrichtung
Sounds of Palestine ist ein Musik-Sozialprojekt für Kinder in den Flüchtlingslagern Al’Alzzeh, Dheisheh und Aida in Bethlehem sowie in den isolierten Dörfern al-Khas und Dar Salah in unmittelbarer Nähe von Bethlehem. Mit dem angefragten Betrag erhalten 175 Kinder von der ersten bis zur siebten Klasse an mehreren Tagen in der Woche mehrstündigen Musikunterricht, wobei besonders Wert auf die Stärkung der sozialen Kompetenzen und das Selbstvertrauen der Kinder gelegt wird. Nebst dem Instrumentalunterricht erhalten die Kinder auch Unterricht in Chorgesang, Orchester- und Ensemblespiel sowie Theaterunterricht. Der Unterricht ist für Kinder kostenlos und die Instrumente werden ohne Gebühren zur Verfügung gestellt. Für das kommende Schuljahr wird zusätzlich die achte Klassenstufe in das Programm integriert und werden weitere 15 Erstklässler aufgenommen.
25‘000 Franken für das Projekt „Hilfe für verschleppte jesidische Frauen und ihre Kinder“, Region Duhok, Irak
Crosspoint NGO
Seit dem Einzug des Islamischen Staats (IS) in die Region Sinja im Nordirak 2014 sind über 350‘000 Jesiden in die kurdische Region des Nordiraks geflohen. Rund 7‘000 jesidische Frauen wurden umgebracht und über 5‘000 Frauen und Kinder wurden verschleppt. Das Projekt richtet sich an vertriebene jesidische Mädchen und Frauen in der Region Duhok in Kurdistan. Es enthält drei Komponenten: Medizinische und psychologische Betreuung und Traumatherapien, soziale Aktivitäten und berufsbildende Massnahmen sowie Erste-Hilfe-Kurse. Diese werden im Jinda Center in Sulaimaniyya durchgeführt, welches die jesidische Gemeinschaft mit Ärztinnen und Ärzten sowie Psychologinnen und Psychologen unterstützt. Im Jahr 2020 profitieren rund 450 Frauen und Kinder von den Kursen im Jinda Center.
20‘000 Franken für das Projekt „Antrag auf finanzielle Unterstützung für das Projekt Young Coach Ausbildung in Äthiopien 2020“, Region Benishangul, Äthiopien
Scort Foundation
In Äthiopien wurden Anfang 2019 rund 900‘000 Flüchtlinge registriert. Rund die Hälfte davon sind Kinder. Davon leben rund 50‘000 ohne jegliche Unterstützung. Das Ziel des Projektes ist es, für diese jungen Geflüchteten eine Lebensgrundlage zu schaffen. Dies beinhaltet die Einrichtung von kinderfreundlichen Begegnungsmöglichkeiten mit sinnvollen Freizeitaktivitäten sowie die Vermittlung grundlegender Werte für ein friedliches Zusammenleben und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts zwischen Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung. Konkret sollen die Jugendlichen zusammen mit jungen Menschen aus den Gastgemeinden zu Kinderfussballtrainern mit sozialem Hintergrund ausgebildet und befähigt werden, eine Rolle als Vorbild und Vertrauensperson in ihrem Umfeld einzunehmen. Die Ausbildung kommt geschätzt 5‘000 bis 6‘000 Kindern zugute. Dabei soll die Fussballbegeisterung von Kindern und Jugendlichen positiv genutzt werden, um soziale Inhalte zu vermitteln und um über den Sport neue Perspektiven aufzuzeigen.
30‘000 Franken für das Projekt „Soziale Integration benachteiligter Frauen in Zentralasien: Gesuch um Unterstützung 2020“, Regionen Shartuz, Vakhdat, Pendjikent und Khujand, Tadschikistan
Freunde von Nuri Umed
In Tadschikistan ist der Anteil der alleinstehenden Frauen sehr hoch, da sich viele Männer über viele Jahre hinweg auf Arbeitssuche im Ausland befinden. Einige gründen dort eine zweite Familie und lassen vielmals ihre tadschikische Frau mit Kindern alleine zurück, oft ohne jegliche finanzielle Unterstützung. Nuri Umed wurde 2009 gegründet und unterstützt mit diesem Projekt betroffene Frauen mit der Förderung von Selbsthilfe-Gemeinschaften, Beschaffung von rechtlichen Dokumenten, landwirtschaftlichen Ausbildungen und der Vertretung der Anliegen der Frauen bei den Behörden. Direkt Begünstigte des Projektes sind 400 alleinstehende Frauen in fünf Zielgemeinden in den Regionen Shartuz, Vakhdat, Penjikent und Khujand.
40‘000 Franken für das Projekt „Armutsbekämpfung – Unterstützung von Altengruppen mit einem Rentensystem“, Distrikt Muleba, Tansania
KWA WAZEE
Alte Menschen sind in den ärmsten Gebieten in Tansania besonders verletzlich und darauf angewiesen, von ihren Kindern unterstützt zu werden. Die HIV/AIDS-Krise hat dieses traditionelle Sozialsystem jedoch empfindlich geschwächt. Ein Teil der mittleren Generation ist gestorben, ein anderer Teil verarmt oder ist weggezogen. Da die Armut alter Menschen – im Besonderen alter Frauen – derart gross ist, möchte die Organisation mit dem angefragten Geldbetrag eine finanzielle Absicherung für alte Menschen gewährleisten. Im Vordergrund steht die Unterstützung von selbstorganisierten Alten-Gruppen, welche gemeinsam einen Teil ihrer Rente zurücklegen und selber verwalten. Sie benutzen die Fonds, um sich Mikrokredite zu gewähren oder als Versicherung für Krisensituationen, die mit der Rente allein nicht bewältigt werden können. Zusätzlich wird für die ältere Generation der Zugang zu Gesundheitseinrichtungen erleichtert. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Gesundheitszentren und den Behörden.
20‘000 Franken für das Projekt „Medizinische Hilfe für Notleidende im Spital Nilphamari“, Distrikt Nilphamari, Bangladesch
Lepra-Mission Schweiz
Der Distrikt Nilphamari im Norden Bangladeschs ist eine der ärmsten Regionen des Landes. Die meisten Bewohner sind landlose Feldarbeiter oder Tagelöhner. Wird bei ihnen Lepra sichtbar, laufen sie Gefahr, von ihrer Umgebung zurückgewiesen zu werden und ihre Arbeit zu verlieren. Es sind genau diese Befürchtungen, die viele abhalten, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Im Spital im Distrikt Nilphamari werden jährlich rund 200 Operationen durchgeführt. Im Jahr 2019 konnten 397 stationäre und 9‘503 ambulante Patienten medizinisch versorgt werden. Mit dem Projektbeitrag werden die medizinische Versorgung der Gesamtbevölkerung, die spezialisierte Behandlung von Lepra-Komplikationen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lepra-Service Akteuren gedeckt.
30‘000 Franken für das Projekt „Des soins accessibles à tous“, Mahajanga und Antananarivo, Madagaskar
Pharmaciens sans Frontières Suisse
In Madagaskar gibt es sehr grosse Lücken in der Strasseninfrastruktur, wodurch immer noch viele ländliche Gebiete extrem isoliert und abgelegen sind und somit keinen Zugang zu einer adäquaten Gesundheitsversorgung haben. Mit dem Projektbeitrag werden der Zugang zu Medikamenten der Bevölkerung in der Stadt Mahajanga sichergestellt und die lokalen Gesundheitszentren unterstützt. Zudem wird das medizinische Personal in den Gesundheitszentren weitergebildet. Des Weiteren wird die Zusammenarbeit mit den Pharmaziestudentinnen und
-studenten der Universität in Antananarivo und mit der Universität Lausanne weitergeführt, um so das Wissen an die junge Generation vor Ort weitergeben zu können.
30‘000 Franken für das Projekt „Kampf gegen die weibliche Genitalbeschneidung (FGM) und Unterstützung der medizinischen Versorgung für Mütter und Neugeborene in Somaliland“, Somalia
Hadia Medical Swiss
In Somaliland, einer völkerrechtlich zu Somalia gehörenden autonomen Region östlich von Djibouti, leiden 87 Prozent der 5- bis 49-jährigen Frauen unter der weiblichen Genitalbeschneidung (FGM). Das Land ist eines der fünf Länder mit der höchsten Sterblichkeitsrate von schwangeren Frauen und Müttern. Mit dem Projekt unterstützt die Organisation zusammen mit dem Universitätsspital Basel die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Müttern und ihren neugeborenen Kindern. Durch die Zusammenarbeit mit dem Edna Adan University Hospital wird das Fachwissen der Ärztinnen und Ärzte, des Pflegepersonals sowie der Medizinaltechnikerinnen und Medizinaltechniker an verschiedenen Spitälern im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe mittels Aus- und Weiterbildungskursen gefördert. Direkt begünstigt sind rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Regionalspitälern Somalilands. Zudem werden die Wasserversorgung sowie die Gebärsäle im Edna Spital in Hargeisa ausgebaut.
40‘000 Franken für das Projekt „Würdiges Leben mit Wasser, Sanitärsystem und Hygiene in der Landgemeinde N’Gonga“, Region Boboye, Niger
SWISSAID
Die nigerische Landgemeinde N’Gonga südlich der Hauptstadt Niamey leidet unter einer sehr schlechten Wasserversorgung. In den acht Dörfern des Projektgebietes werden jährlich ca. 1‘300 Krankheitsfälle registriert, welche auf verunreinigtes Wasser und mangelnde Hygiene zurückzuführen sind. Vom Projekt sind rund 8‘900 Einwohnerinnen und Einwohner in acht Dörfern der Landgemeinde N’Gonga begünstigt. Sie erhalten Zugang zu sauberem Trinkwasser in unmittelbarer Nähe ihrer Häuser. In den Primarschulen der Projektdörfer werden sechs Latrinenanlagen und 22 Handwaschgelegenheiten eingerichtet. Dadurch wird die Wasserversorgung der betroffenen Region verbessert und kann die hohe Zahl an Krankheitsfälle wesentlich reduziert werden.
30‘000 Franken für das Projekt „Don Bosco Fambul, Schutzhaus für misshandelte Mädchen“, Freetown und Boama, Sierra Leone
Vereinigung Don Bosco Werk
Sierra Leone gehört in globalen Entwicklungsstatistiken zu den Schlusslichtern. Rund 55 Prozent der Bevölkerung lebt in Armut, die Arbeitslosenquote liegt bei über 70 Prozent. Die Armut hat sehr schlimme Konsequenzen für Mädchen und Frauen, denn durch die sexuelle Ausbeutung von ihnen wird nicht selten die Existenz ihrer Familie gesichert. Hauptziel des Projektes sind der Schutz, die psychosoziale Unterstützung und die Beratung von minderjährigen missbrauchten Mädchen. Das Mädchenhaus „Girls Shelter“ bietet missbrauchten minderjährigen Mädchen Zuflucht, es deckt Grundbedürfnisse wie Nahrung, Obdach und psychosoziale Betreuung. Mit Rehabilitation, rechtlicher Beratung und der Wiedereingliederung in die Familie sollen die Mädchen anschliessend wieder in das Schulsystem integriert werden.
20‘000 Franken für das Projekt „Défense des doits humains au Mexique, une activité plus nécessaire que jamais“, Oaxaca, Guerrero, Mexico, Chihuahua und Coahuila, Mexiko
Peace Brigades International
Die Sicherheit und die politische Stabilität in Mexiko sind prekär. Folter, willkürliche aussergerichtliche Verhaftungen und das Verschwinden von Personen sind an der Tagesordnung. Menschen, die entschlossen sind, die Menschenrechtssituation in Mexiko zu verbessern, sind oft vom Tod bedroht. Ziel des Projektes ist es, elf Organisationen mit insgesamt 191 freiwilligen Personen bei ihrer Arbeit zur Verbesserung der Menschenrechtssituation zu unterstützen. Die meisten von ihnen sind freiwillige Anwälte, welche sich für Rechte von Opfern und Migranten einsetzen. Die Organisation unterstützt die Freiwilligen bei ihrer physischen Präsenz, den Dialogen mit staatlichen Akteuren sowie in der Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Netzwerken, um die Gesellschaft auf die Probleme aufmerksam zu machen.
30‘000 Franken für das Projekt „Bildung statt Kinderarbeit“, Namayingo Bezirk, Uganda
TearFund Schweiz
Uganda gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und ist mit seinen rund 42,8 Millionen Einwohnerinnnen und Einwohnern mit grossen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen konfrontiert. Im Namayingo-Bezirk im Südosten Ugandas leben rund 215‘000 Menschen, 59 Prozent davon sind jünger als 18 Jahre und können aufgrund fehlender Schulbildung weder schreiben noch lesen. Die meisten Familien schicken ihre Kinder zum Geldverdienen in die ungesicherten Goldminen in der Region anstatt in die Schule. Ziel des Projektes ist es, die Kinder im Namayingo-Bezirk mit Einwilligung der Eltern aus den Goldminen zu holen, damit sie anschliessend wieder regelmässig zur Schule gehen und im normalen Leben reintegriert werden können. Durch Sensibilisierungsarbeit mit den Familien, mit den Goldminenbetreibern und den lokalen Behörden, profitieren rund 3‘600 Kinder und Jugendliche.
15‘000 Franken für das Projekt „Mitfinanzierung der Beschaffung und des Baus eines Trinkwassersystems und Unterstützung in der Durchführung von Gesundheits- und Wassersensibilisierungskursen“, Region Duékoué, Côte D’Ivoire
CABOZ Action
Der gemeinnützige Verein CABOZ Action hat das Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Kakao-Bauernfamilien in ländlichen Gebieten der Elfenbeinküste zu leisten. In den Anbaugebieten hat die Bevölkerung insbesondere während der Trockenzeit kaum Zugang zu sauberen Wasserquellen. Wenn auf schmutziges Trinkwasser zurückgegriffen werden muss, sind sehr oft Kinder die Leidtragenden und erkranken. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation in der Region Duékoué ein Trinkwassersystem mit einem Wasserturm sowie ein damit verbundenes Wasserreinigungssystem installieren und Trinkwassersensibilisierungskurse durchführen. Das Wasserreinigungssystem ist durch Solarenergie betrieben und mit einer Pumpe und einem Spezialfilter versehen. Dieses einfache System produziert aus Regenwasser bakteriologisch sauberes Wasser und versorgt so die Schulkinder mit gesundem Trinkwasser.
40‘000 Franken für das Projekt „El Salvador: Hope for children behind bars Phase 2“, Izalco und San Salvador, El Salvador
Plan International Switzerland
In El Salvador sieht das Gesetz vor, dass inhaftierte Frauen die Möglichkeit erhalten, mit ihren Kindern bis zum fünften Lebensjahr zusammenzuleben. Dafür benötigen die Gefängnisse jedoch Kindertagesstätten, was sie aber nicht haben. Es gibt nur ein Frauengefängnis in Izalco, in dem die Voraussetzungen gegeben sind. Jedoch fehlen hier die Mindestanforderungen für eine angemessene frühkindliche Bildung, d.h. es gibt keine Trainingsmethoden, und den Pädagogen fehlt das notwendige Wissen, um die Kinder angemessen zu fördern. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation Trainings und Sozialprogramme mit 176 Frauen durchführen. Zusätzlich soll der Übergangsweg für die Kinder, die das Gefängnis im Alter von fünf Jahren verlassen müssen, in Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen vorbereitet werden, damit die Kinder in ein neues familiäres und gemeinschaftliches Umfeld integriert werden können.
30‘000 Franken für das Projekt „Schaffung beruflicher Perspektiven für bangladesische Frauen durch Unternehmertum“, Region Chittagong, Bangladesch
SAD – Swiss Academy for Development
Bangladesch gehört nach wie vor zu den ärmsten Ländern des asiatischen Kontinents. Aufgrund hoher Arbeitslosigkeit leben 35 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Die Arbeitswelt wird von erwachsenen Männern dominiert. Frauen und Jugendliche haben Schwierigkeiten, Arbeit zu finden und leiden unter schlechten Arbeitsverhältnissen sowie wirtschaftlicher und sozialer Diskriminierung. Ziel des Projektes ist es, 150 Frauen aus dem Chittagong-Gebiet bei der Gründung von Kleinunternehmen durch Schulung, Anschubfinanzierungen und Mentoring zu unterstützen. Von der Unterstützung profitieren auch die Familienangehörigen, weil ein geregeltes Familieneinkommen sichergestellt ist.
20‘000 Franken für das Projekt „Sichere Lebensgrundlage und Selbstbestimmung für Amazonas-Indigene“, Regionen Roraima und Amazonas, Brasilien
Gesellschaft für bedrohte Völker
In Brasilien leben rund 900‘000 Angehörige indigener Gemeinschaften. Aufgrund des illegalen Goldabbaus im Territorium der Yanomani, welches im Nordwesten an der Grenze zu Venezuela liegt, ist der Lebensraum von rund 25‘000 Menschen gefährdet. In dieser Region weisen bis zu 92 Prozent der Menschen zu hohe Quecksilberwerte im Körper auf. Das Ziel des Projektes ist es, die indigenen Gemeinschaften durch Bildung und Vernetzung in ihrer Selbstbestimmung zu stärken und den Schutz ihrer Lebensgrundlage sowie die Gesundheit zu fördern. Mit einem Ausbildungsprogramm zu Kakaoproduzentinnen und -produzenten für junge Yanomami-Indigene soll ihr Einkommen nachhaltig gesichert werden, um eine langfristige Lebensgrundlage zu garantieren. Des Weiteren werden durch Workshops der gezielte Aufbau von Wissen über alle relevanten Rechte der indigenen Gemeinschaften und die Selbstbestimmung gefördert, damit der Lebensraum der indigenen Gemeinschaften besser geschützt werden kann.
30‘000 Franken für das Projekt „Sekundarschulabschluss trotz Krise: Verbreitung eines Erfolgsmodells“, Harare, Simbabwe
Learning for all L4a
Die politische Lage und der Zustand der Infrastruktur in Simbabwe sind fragil. Trotz anhaltenden Unruhen konnte die Organisation zusammen mit vier Landschulen in der Stadt Mpumelelo im Rahmen sogenannter „Teacher Group Meetings“ und zwei mehrtägiger Schulungen partizipatives Lehren und Lernen einführen. Mit dem Projektbeitrag möchte die Organisation weitere 1‘300 Schülerinnen und Schüler partizipativ unterrichten, 24 Lehrkräfte schulen und in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium den partizipativen Ansatz an vier weiteren Schulen im Land einführen. Zudem sollen das Schulmaterial erneuert und eine Solaranlage für den Computerraum errichtet werden. Dadurch kann die Unterrichtsqualität und der Anteil an erfolgreichen Schulabschlüssen markant erhöht werden.
20‘000 Franken für das Projekt „Mitfinanzierung des Vereins Danaya SO in Mali zur Unterstützung von Frauen im Sexgewerbe und deren Kinder“, Bamako und Sikasso, Mali
DANAYA SO
Im westafrikanischen Staat Mali zwingt die grassierende Armut viele Frauen zur Prostitution. DANAYA SO ist ein Verein in der Stadt Bamako und realisiert Aktivitäten zugunsten von Frauen im Sexgewerbe, minderjährigen Mädchen (13-16 Jahre alt) und ihren marginalisierten Kindern, welche unter prekären Bedingungen leben. Es handelt sich vor allem um Frauen, die ihre Kunden auf der Strasse oder in Bars anwerben sowie Frauen aus Nachbarländern in den Bordellen. Mit dem Projektbetrag werden einerseits Sensibilisierungs- und Informationsveranstaltungen zu Gesundheitsthemen in Bars und Bordellen weitergeführt, andererseits werden den Frauen im Sexgewerbe wichtige Dienstleistungen vermittelt. Hierzu gehören insbesondere Gesundheitsdienste in Form von kostenlosen ärztlichen Konsultationen in öffentlichen Gesundheitszentren sowie die Subventionierung der vereinseigenen Krankenversicherung. Des Weiteren vergibt DANAYA SO Kleinkredite zur Finanzierung von Strassenkantinen, Stoff- und Seidenverkauf. Ebenso erleichtert der Verein den Frauen den Zugang zu administrativen Dokumenten, wie Identitätskarten und Geburtsurkunden für die Kinder und klärt sie über ihre zivilen Rechte und Pflichten auf. Schliesslich unterstützt der Verein die Einschulung der Kinder von Sexarbeiterinnen, beteiligt sich an den Schulkosten und begleitet die Kinder mit regelmässigen Hausbesuchen.
35‘000 Franken für das Projekt „Neue Perspektiven für marginalisierte Jugendliche“, San Salvador, El Salvador
Brücke Le Pont
Die Armut in El Salvador ist gross. Zudem hat das Land eine der höchsten Mordraten weltweit und die Bevölkerung leidet unter der weitverbreitenden Gewaltbereitschaft. Einer der Gründe dafür ist das mangelhafte Bildungsangebot, speziell in der Berufsbildung. Jugendliche geraten aufgrund eines mangelnden Bildungsangebotes und fehlender Beschäftigungsmöglichkeit in den Sog der Banden, die Schrecken und Terror verbreiten. Ihnen fehlen Ausbildungs-, Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten und somit eine Perspektive. Mit dem Projekt unterstützt die Organisation die Ausbildung von Jugendlichen und begleitet sie beim Einstieg ins Arbeitsleben. Konkret werden integrale Berufskurse angeboten, damit Jugendliche aus dem Grossraum San Salvadors die Chance auf eine Arbeit und ein Einkommen erhalten. Es werden rund 795 Jugendliche in acht verschiedenen Berufen ausgebildet und 420 Jugendliche erhalten eine Stelle mit fairen Anstellungsbedingungen. Dabei wird eng mit einer Partnerorganisation und mit lokalen Unternehmen zusammengearbeitet.
30‘000 Franken für das Projekt „Aufbau von 140 Parzellen mit Biolandbau und Kleintierhaltung in 7 Gemeinschaften, 3. Etappe“, Provinz Tungurahua, Equador
Fondacion Suiza para Los Indigenas del Equador
Die sieben Gemeinschaften liegen im Hinterland von Ambato auf rund 3’000 bis 3’500 m ü. M. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen betragen vier bis 18 Grad Celsius. Aufgrund des rauen Klimas beschränkte sich bisher der Anbau auf Kartoffeln, Bohnen und Mais in Monokultur. Charakteristisch für diese Gegend sind ein hoher Grad an Armut, mangelnde Ausbildung, geringe Produktivität und Unterernährung bei Kindern. In der dritten Etappe des Projektes werden weitere 140 Parzellen in den Biolandbau integriert, um so den verfügbaren Boden durch diversifizierteren und biologischen Anbau mit Gemüse produktiver zu nutzen und mit einer Kleintierhaltung zu kombinieren. Mit der Durchführung von Workshops lernen die Familien nachhaltig mit der Natur umzugehen und kann die Grundlage für eine Einkommenssteigerung gelegt werden.
Bewilligungen September 2020
30‘000 Franken für das Projekt „Medizinische und soziale Betreuung von nomakranken Kindern in Burkina Faso und im Niger“, Region Zinder, Niger, und Provinz Kadiogo, Burkina Faso
Fondation Sentinelles
Die chronische Unterernährung in den beiden Ländern Burkina Faso und Niger bilden den Hauptgrund für die Noma-Erkrankung. Noma ist eine rasant fortschreitende Verwesungserkrankung und führt zu einer zentralen oder seitlichen Zerstörung und Entstellung des Gesichts und häufig zum Tod. Davon besonders betroffen sind Kinder, deren Immunabwehr geschwächt ist. Ziel des Projektes ist es, für rund 350 nomakranke Kinder im Niger und 80 Kinder in Burkina Faso die medizinische Versorgung und im Bedarfsfall Wiederherstellungsoperationen zu gewährleisten. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die soziale Betreuung der betroffenen Kinder und ihrer Familien.
30‘000 Franken für das Projekt „Programm zur Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Neugeborenen Burkina Faso 2020“, Regionen Cascades, Centre-Est, Centre Nord, Burkina Faso
Enfants du Monde
Burkina Faso hat eine hohe Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren, mit durchschnittlich 85 Todesfällen pro 1‘000 Lebendgeburten und ebenfalls eine hohe Sterblichkeitsrate bei Müttern von 371 pro 100‘000 Lebendgeburten. Ziel des Projektes ist es, den Zugang zu den Gesundheitszentren sowie die Nutzung von Gesundheitsdiensten für Mütter und Neugeborene in den obengenannten Regionen zu ermöglichen. Des Weiteren werden die Kompetenzen der Akteure auf allen Ebenen des Gesundheitssystems in der postnatalen Gesundheitsversorgung durch Schulungen erweitert und gestärkt. Direkt begünstigt sind rund 60‘800 Frauen und 50‘700 Neugeborene. Indirekt profitieren rund 1‘590 Entscheidungsträgerinnen und -träger von Gemeinschaften, welche an Sensibilisierungsmassnahmen teilnehmen und rund 80 Lehrerinnen und Lehrer sowie 30 Gesundheitsdienstleistende, welche an Schulungen teilnehmen.
30‘000 Franken für das Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe: Solar- und Energiesparkocher für Madagaskar“, Madagaskar
ADES – Association pour le Développement de l’energie solaire Suisse - Madagascar
Madagaskar leidet immer noch unter Armut und Korruption. Die meisten Familien kochen immer noch auf offenem Feuer mit Holz, was mit grosser Rauchentwicklung verbunden ist und ein beträchtliches Gesundheitsproblem darstellt. Laut WHO sterben in Madagaskar jährlich rund 18‘700 Menschen vorzeitig durch Einatmung solchen Holzrauchs. Um die Gesundheit zu schützen und gleichzeitig die Ausgaben der Familien für den Kauf von Holz und Kohle zu reduzieren, hat die Organisation eine Produktion von Energiesparkochern aufgebaut. Die Energiesparkocher sollen den Bedarf an Holz um 69% oder Holzkohle um 50% reduzieren. Bis heute wurden rund 258‘000 Energiesparkocher verkauft. Mit zwei mobilen Zentren zur Promotion der Kocher soll die Bevölkerung auf die günstige und umweltfreundliche Alternative zum Kochen aufmerksam gemacht und sensibilisiert werden. Die Teams der mobilen Zentren zeigen Umweltfilme, beantworten Fragen rund um den Kocher, schulen die Käuferinnen und Käufer in der Anwendung der Kocher und führen Kochdemonstrationen in den Dörfern durch.
15‘000 Franken für das Projekt „Frauen in Senegal verdreifachen ihr Einkommen: Dank Ausbildung & Verarbeitungsanlage“, Region Kaffrine, Senegal
Nouvelle Planète
Erdnüsse und Erdnussöl sind ein wichtiger Bestandteil der senegalesischen Küche, doch der Mangel an Verarbeitungsanlagen hat Konsequenzen. Die Bauern verkaufen ihre unverarbeiteten Erzeugnisse während der Erntezeit zu tiefen Preisen, da das Angebot die Nachfrage übersteigt und die Bevölkerung Opfer von Spekulationen der Händlerinnen und Händler wird und so die Lebensgrundlage der Region gefährden. Der Mehrwert, der durch die Verarbeitung generiert wird, entgeht ihnen. Ziel des Projektes ist es, mit der Installation einer professionellen Verarbeitungsanlage das Erdöl selbst herzustellen und so die lokale Wertschöfpung zu fördern. Durch die Bildung eines lokalen Wirtschaftsnetzes sollen der Lebensstandard der Bevölkerung verbessert und Landflucht in der Region Kaffrine reduziert werden.
35‘000 Franken für das Projekt „Erhöhte Sicherheit und sozio-ökonomische Entwicklung dank Räumung von Streumunition und Risikoaufklärung in Laos“, Provinz Khammouane, Laos
Welt ohne Minen
Aus dem Vietnamkrieg gibt es in Laos noch rund 30% Minen, die nicht detoniert sind. Diese behindern die Entwicklung und damit die Armutsbekämpfung im Land. Entsprechend stellt die Räumung der nicht detonierten Streumunition in den 18 Provinzen des Landes eine grosse Herausforderung dar. Ziel des Projektes ist es, in der Provinz Khammouana zwei Räumungsteams bei der Dekontaminierung einer rund 700‘000 Quadratmeter grossen Fläche zu unterstützen. Zusätzlich soll ein Risikoaufklärungsteam mit 59 Besuchen in verschiedenen Dörfern die lokale Bevölkerung sensibilisieren, damit sie sich vor Unfällen schützen kann.
15‘000 Franken für das Projekt „Fahrzeug für die Nothilfe an interne Vertriebene in Südwestkamerun“, Stadt Buea, Kamerun
Miva Schweiz
In der anglophonen Südwestregion in Kamerun herrscht seit 2017 ein blutiger Krieg zwischen der staatlichen Armee und einer für einen unabhängigen anglophonen Staat „Ambazonia“ kämpfenden aufständischen Gruppierung. Fast eine halbe Million Zivilisten sind auf der Flucht und leben unter prekären hygienischen Bedingungen ohne Schutz und Obdach. Mit dem Unterstützungsbeitrag wird ein Geländefahrzeug für die lokal agierende Partnerorganisation in der Region gekauft. Mit Hilfe dieses Fahrzeuges werden pro Monat 72 Verteilaktionen von Nahrungsmitteln durchgeführt, welche monatlich rund 11‘000 Personen versorgen. Zusätzlich sollen 20 Gesundheitseinrichtungen zur Erstversorgung von Opfern sexueller Gewalt beliefert werden.
25‘000 Franken für das Projekt „Existenzsicherung dank verbessertem Saatgut“, Region Lago de Yojoa, Honduras
HEKS
In Honduras tragen die Kleinbauernfamilien rund 80% zur Ernährungssicherheit der Bevölkerung bei. Jedoch gibt es viele transnationale Konzerne, welche den einheimischen Markt für Saatgut existentiell gefährden. Für die Ernährungssouveränität der Bevölkerung ist der Gebrauch von traditionellem Saatgut zur Produktion der Grundnahrungsmittel Bohnen und Mais von grosser Bedeutung. Ziele des Projektes sind die Verbesserung der sozio-ökonomischen Situation von Kleinbauernfamilien durch Schutz, Erhaltung und Verwendung von einheimischem Saatgut sowie die Einführung einer Vermarktungskette. Direkt Begünstigte sind 45 Saatgutproduzenten in der oben genannten Region mit je 10 bis 15 Produzentinnen und Produzenten. Hiervon profitieren rund 500 Bauernfamilien, insgesamt ca. 2‘500 Personen.
25‘000 Franken für das Projekt „Paza la Paz – ein Schritt zum Frieden“, in Bogota, Armenia, Cali, Medellín, Pereira, Bucaramanga, Armero-Guayabal, Kolumbien
Horyzon
Die kolumbianische Bevölkerung leidet noch immer unter dem mehr als 50-jährigen Konflikt zwischen Regierung, Paramilitärs, Guerillas und kriminellen Organisationen. Das Projekt trägt langfristig zum Aufbau des Friedens und zur Transformation des sozialen Konflikts in Kolumbien bei. In der anstehenden Finanzierungsperiode sollen junge Menschen als Akteure des sozialen Wandels in drei Handlungsfeldern gefördert werden: Durch Trainings in „friedlichem Zusammenleben und Konfliktlösung“ stärken junge Menschen ihre sozialen Fähigkeiten; im Themenfeld „Jugendorganisation und -Partizipation“ lernen Jugendliche die Mechanismen der politischen Partizipation und Einflussnahme kennen und im Themenbereich „Entrepreneurship“ die unternehmerischen Fähigkeiten. Direkt begünstigt sind Männer und Frauen im Alter von 14 bis 28 Jahren, die in prekären sozialen Situationen leben. Insgesamt erreicht das Projekt im laufenden Jahr weitere 1‘530 junge Menschen in den sieben Departementen Kolumbiens.
40‘000 Franken für das Projekt „Gesundheitsförderung für ein Bergdorf in Nepal“, Distrikt Humla, Nepal
RIDS Nepal
Sata ist ein Bergdorf auf 2‘540 m Höhe in Kumla, einem abgelegenen Distrikt im Nordwesten von Nepal, unweit der Grenze zu Tibet und China. Es kann auf dem Landweg mit einem zehntägigen Fussmarsch von der nächsten Strasse erreicht werden. 55 Familien leben unter kargen Bedingungen vom Ertrag ihrer Felder und der Sammlung von seltenen Kräutern im Hochgebirge. Ziel des Projektes ist es, durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser und Toiletten die Hygiene der Familien zu verbessern. Durch zwölf Hochgebirgstreibhäuser sollen die Familien bis zu zehn Monaten pro Jahr Gemüse anpflanzen und die Lebensmittelversorgung sicher stellen können. Zusätzlich können die Familien durch optimierte Mühlen qualitativ besseres Mehl herstellen. Die am Bau beteiligten Familien erwerben zudem Wissen für den fachgerechten Aufbau, Betrieb und die Wartung der Infrastruktur.
20‘000 Franken für das Projekt „Gesundheits- und Bildungsprogramm für Frauen und Jugendliche in Nicaragua“, Gemeinde Nueva Guinea, Nicaragua
Medico International Schweiz
Nicaragua ist eines der am wenigsten entwickelten Länder Lateinamerikas. Das Durchschnittsalter liegt bei 26 Jahren. Der Zugang zu grundlegenden Diensten ist eine grosse Herausforderung. Die sozioökonomische Situation von Frauen, die in ländlichen Gebieten leben, ist prekär. Mit Weiterbildungen und Gemeindearbeit von Hebammen sowie der stationären Betreuung von schwangeren Frauen vor der Geburt, soll die Gesundheit der Frauen aus den ländlichen Gebieten verbessert werden. Dies verbunden mit den Zielen, im Frauenhaus (Casa de la Mujer) die mütterliche und frühkindliche Sterblichkeit zu vermindern und die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen und Jugendlichen zu stärken.
60‘000 Franken für das Projekt „Psychische Gesundheit für alle in Burkina Faso, Phase 2“, Regionen Centre-Est, Sud-Ouest, Bucle du Mouhoun, Burkina Faso
CBM Christoffel Blindenmission
Die Lücken im Gesundheitssystem in Burkina Faso sind gross, bedingt durch Fachkräftemangel, mangelnde Quantität sowie Qualität der Gesundheitsdienstleistungen und mangelnde Verfügbarkeit von Medikamenten. Ziel des Projektes ist es, dass Menschen mit psychosozialen Behinderungen und Menschen, die Gefahr laufen, durch psychische Beeinträchtigungen behindert zu werden, ein würdiges Leben führen können. Dies geschieht durch Stärkung der existierenden staatlichen Gesundheitsdienstleistungen auf der ersten Stufe des Gesundheitswesens in den drei Projektregionen, damit diese auf die individuellen Bedürfnisse angepasste, therapeutische und kurative Leistungen erbringen können. Schliesslich wird die Akzeptanz gefördert, ebenso wie die Respektierung der Menschenrechte und -würde von Menschen mit psychosozialen und intellektuellen Behinderungen. Für die nächste Budgetperiode soll die Weiterbildung des Pflegepersonals und die Überprüfung von Langzeitdaten intensiviert werden. Rund 3‘000 Personen mit psychosozialen und intellektuellen Behinderungen werden von den Aktivitäten direkt profitieren.
200‘000 Franken für das Projekt „Youth Empowerment for Gender Equality“, Provinz KwaZulu Natal, Südafrika und Dakar, Senegal (Schwerpunktprojekt)
Iamaneh und Terre des Hommes
Im Rahmen eines langfristigen Kooperationsprojektes bündeln Iamaneh Schweiz und terre des hommes Schweiz ihre Expertise und stärken den Wissensaustausch ihrer komplementären Kompetenzen: Die beiden Organisationen engagieren sich im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte von Jugendlichen in Subsahara Afrika in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Die Provinz KwaZulu Natal rund um Pietermaritzburg in Südafrika hat eine der höchsten HIV-Raten des Landes und der Anteil an Frühschwangerschaften ist ebenfalls sehr hoch. Das Projekt von terre des hommes „sexuelle Gesundheit von Jugendlichen in Townships stärken“ leistet einen Beitrag zur Reduktion der Raten von HIV-Infektionen und Frühschwangerschaften in der obengenannten Provinz. In der Region von Dakar in Senegal basiert die Sexualerziehung von Jugendlichen auf der vorehelichen Abstinenz und baut auf Tabus und Verboten auf. Das Projekt von Iamaneh Schweiz „sexuelle und reproduktive Gesundheit von Jugendlichen in Dakar“ fördert die sexuelle und reproduktive Gesundheit von Jugendlichen durch Workshops und Zugang zu Basisinformationen und leistet Präventionsarbeit gegen genderbasierte Gewalt. Durch die Förderung und Unterstützung der Kooperation profitieren in Südafrika rund 5‘600 Jugendliche sowie rund 110 Familienangehörige und 600 Führungspersonen. In Senegal profitieren rund 7‘000 Jugendliche, knapp 2‘000 Eltern und 50 Gesundheitsarbeiter und Gesundheitsarbeiterinnen von der Kooperation. Durch die Vernetzung tauschen sich rund 30 Projektpartnerinnen und -partner aus lokalen Organisationen untereinander aus, um Erfahrungen weiter geben zu können.
50‘000 Franken für das Projekt „Unterstützung des Zentrums für Folterbetroffene der Stiftung für Menschenrechte in der Türkei in Van“, Van, Türkei (Betrag für zwei Jahre)
Verein Städtepartnerschaft Basel-Van
Der Verein Städtepartnerschaft Basel-Van setzt sich für die Verbesserung der Notlage der mehrheitlich von Kurdinnen und Kurden geprägten Bevölkerung in Van und Umgebung ein. Mit dem vorliegenden Projekt wird das Therapiezentrum in Van unterstützt. Um die steigenden Neuanmeldungen zu bewältigen hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, das bestehende kleine Zentrum längerfristig finanziell zu sichern, indem er die Finanzierung der Stellen der Ärztin und einer zusätzlichen Psychologin für zwei Jahre übernimmt. Ziel des Therapiezentrums ist es, psychiatrische Behandlung und Rehabilitation für Menschen, die Opfer von Folter und Misshandlungen waren, zu leisten und ihnen auch juristische Beratung zukommen zu lassen. Eine weitere Aufgabe ist die Dokumentation von Folter und Misshandlungen in der Region.
40‘000 Franken für das Projekt „Workshops for mothers and fathers with children with disabilities in rural areas of Georgia“, Distrikt Kachetien, Georgien
Verein MTE Meet – Train – Encourage
Die Lebenslage von Menschen mit Behinderung ist, vor allem in ländlichen Regionen Georgiens, katastrophal. Viele Familien verstecken ihr behindertes Kind vor der Öffentlichkeit. Es fehlen die medizinische Grundversorgung, therapeutische und psychologische Unterstützung für das Kind und auch die Eltern. Ziel des Projektes ist es, Mütter und Väter langfristig bei der Pflege und Therapie zu begleiten und mit verschiedenen Begegnungsanlässen Menschen zusammenzubringen, um Ängste und Vorurteile abzubauen. In mehreren Touren werden rund 30 Familien mit behinderten Kindern aufgesucht und das jeweilige familiäre Umfeld ausgebildet und begleitet. Es wird praktisches Wissen vermittelt, damit die Eltern ihre Kinder selbständig pflegen können. Die Mütter und Väter werden ermutigt, ihre Kinder so zu fördern und zu begleiten, dass sie so weit als möglich ein selbstbestimmtes Leben führen und sich selber vertreten können.
40‘000 Franken für das Projekt „Santé Solaire“, Regionen Centre, Centre-Nord, Centre-Sud, Burkina Faso
Solafrica
Energiearmut ist ein grosses Hindernis für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Burkina Fasos und auch im Gesundheitsbereich eine Herausforderung. Die Mehrheit der ländlichen Gesundheitszentren hat aufgrund der niedrigen Elektrifizierungsrate keinen Zugang zum Stromnetz. Die Behandlung von Patientinnen und Patienten gestaltet sich ohne Licht schwierig und führt zu Behandlungsfehlern. Mit dem vorliegenden Projekt soll die Solarenergie genutzt werden, um auf ökologische Weise die Gesundheiteinrichtungen in den abgelegenen und ländlichen Gebieten Burkina Fasos zu verbessern. In sechs Gesundheitszentren werden Solaranlagen installiert. Damit werden auch die CO2-Emissionen reduziert, da auf den notgedrungenen Einsatz von umweltschädlichen Dieselgeneratoren verzichtet werden kann.
20‘000 Franken für das Projekt „Aufbau eines geschlechtergerechten und nachhaltigen Friedens in Mindanao“, Region Mindanao, Philippinen
PeaceWomen Across the Globe – FriedensFrauen weltweit
In der Konfliktphase des Bürgerkriegs in Mindanao auf den Philippinen wird eine neue autonome Regierung eingesetzt und ab 2022 soll diese von einem gewählten Parlament gesteuert werden. Derzeit werden wichtige Weichen gestellt und Gesetze verabschiedet. Hierbei bietet sich die Möglichkeit, dass sich muslimische und indigene Frauen für eine geschlechtergerechte Gesellschaft einsetzen und dies in den neuen Strukturen verankern können. Ziel des Projektes ist es, rund 150 Frauen für eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Konflikttransformations- und Friedensförderungsprozessen zu befähigen. Damit können sie zu einem Frieden beitragen, der die Dezimierung struktureller Gewalt und die Stärkung der Teilhabe von Frauen beinhaltet. Mindestens 30 Schlüsselpersonen aus der Regierung und Verwaltung werden hierbei miteinbezogen. Indirekt profitieren rund 80 Gemeinden von den Projektaktivitäten sowie über 50 lokale Organisationen, deren Vertreterinnen und Vertreter an den Aktivitäten teilnehmen. Konkret werden sogenannte „Frauenfriedenstische“ auf lokaler und nationaler Ebene durchgeführt, welche jeweils zwei bis drei Tage dauern.
45‘000 Franken für das Projekt „Gesundheit: Grundversorgung für die Bevölkerung“, Provinz Kwango, DR Kongo
Mission 21
Die Demokratische Republik Kongo leidet bis heute unter den Folgen jahrelanger gewalttätiger Konflikte. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen liegt bei 60 Jahren. Aufgrund des desolaten Gesundheitszustands des Landes, führt Mission 21 in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen SSC (Service de Santé Communautaire) ein mehrjähriges Projekt durch, um zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Kongo beizutragen. Die Hauptaktivität des Projekts konzentriert sich auf präventive und kurative Medizin sowie Massnahmen im Bereich Hygiene und Weiterbildung des medizinischen Personals. So kann ein Beitrag zur Reduktion der epidemischen Krankheiten wie Malaria, HIV/Aids und Tuberkulose geleistet und vor allem zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsversorgung von Frauen und Kindern beigetragen werden. Jährlich nehmen etwa 30‘000 Menschen die medizinische Leistung der SSC in Anspruch.
40‘000 Franken für das Projekt „90-90-90: Wirksame HIV-Behandlung als Vorbeugung“, Distrikte Butha Buthe und Mokhotlong, Lesotho
Solidar Med
Lesotho ist ein kleines Land im südlichen Afrika mit knapp 2,1 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern. Über 40% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze und gegen 25% der Erwachsenen sind mit HIV infiziert, weshalb die Lebenserwartung in den letzten Jahren auf unter 50 Jahre sank. Hauptzielgruppe des Projektes sind rund 218‘000 Personen in den Distrikten Butha Buthe und Mokhotlong mit besonderem Fokus auf HIV-Patientinnen und -Patienten. Ziele des Projektes sind, einen einfachen Zugang für die Bevölkerung zu HIV-Tests zu ermöglichen, HIV-positive Menschen in regelmässige Behandlungen einzubinden und ihnen Zugang zu Viruslast-Messungen zu ermöglichen. Begleitend wird mit dem Schweizerischen Tropen- und Public-Health Institut, der Abteilung Biomedizin der Universität Basel und dem Gesundheitsministerium Lesothos eine intensive Feldforschung gegen die Ausbreitung von HIV durchgeführt.
30‘000 Franken für das Projekt „Wissen sichert Wasser: Mangrovenwälder schützen und Lebensgrundlagen bewahren“, Gemeinde Puerto Morazan, Nicaragua
Vivamos mejor
Das Delta „Estero Real“ ist ein Ökosystem in der Gemeinde Puerto Morazan in Nicaragua und versorgt das umliegende Departement Chinandega mit Wasser. Doch intensive landwirtschaftliche Monokulturen bedrohen die Wassersicherheit: Quellen trocknen aus und die Süsswasserreserven versalzen aufgrund der Abholzung der Mangrovenwälder. Mit dem vorliegenden Projekt will die Organisation das lokale Wissen zum Thema Wasser- und Umweltschutz verbessern. Lokale Fachpersonen schulen die Behörden, rund 230 Familien und Grossunternehmen. Gemeinsam mit ihnen werden Massnahmen zur Wiederaufforstung sowie zum Erhalt des Flussdeltas und des Schutzgebietes „Estero Real“ erarbeitet. Zudem soll der Zugang zu Wasser dank optimierten Trinkwassersystemen verbessert werden.
100‘000 Franken für das Projekt „Aradu Pi Fur, eine Jugendbildungsinitiative in wirtschaftlich orientierter Landwirtschaft im Distrikt Zombo“, Distrikt Zombo, Uganda (Schwerpunktprojekt)
CO-OPERAID
Das Projektgebiet, der Distrikt Zombo an der Grenze zum Kongo, ist eine unterentwickelte ländliche Region Ugandas mit wenig Infrastruktur. Die Region war während des Bürgerkriegs in Nord-Uganda als Randregion unsicher und von grenzüberschreitenden Konflikten im Kongo betroffen. Mehr als zwei Millionen Waisenkinder leben in Uganda, die Hälfte davon sind Aids-Waisen. Übergeordnete Ziele des Projektes sind, im Distrikt Zombo Einkommen aus der Landwirtschaft zu generieren und verbesserte Lebensbedingungen für Jugendliche, die als Waisen, Halbwaisen oder in ärmsten Verhältnissen aufgewachsen sind, zu schaffen. Rund 600 Jugendliche erwerben Berufswissen in der Landwirtschaft und 24 Jugendbauerngruppen verbessern durch Wertsteigerung und gemeinsames Marketing den Absatz ihrer landwirtschaftlichen Produkte. Für die Ausbildung sorgen rund 20 lokale Lehrmeisterinnen und Lehrmeister und eine Berufsschule mit marktorientierten Kursen. In der aktuellen Finanzierungsperiode werden weitere 150 Jugendliche mit Schwerpunkt auf Schweine- und Hühnerzucht sowie im Gartenbau ausgebildet, um sich anschliessend in Jugendbauerngruppen gegenseitig unterstützen zu können.
10‘000 Franken für das Projekt „Unterstützungsgesuch für die Gesundheitsfachstelle für Sexarbeiterinnen“, Kolkata, Indien
Stiftung Calcutta Projekt Basel
Die Stiftung Calcutta Project Basel wird seit 28 Jahren von Studierenden der Universität Basel ehrenamtlich geleitetet. Die Klinik liegt in Kolkata in Indien und bietet Beratung und Behandlung für einen symbolischen Betrag für registrierte Patientinnen und Patienten an. Neben dem Ambulatorium, den Gesundheitschecks für Schulkinder, dem Kinderhort und Obdach gibt es auch das Angebot der Gesundheitsfachstelle für Sexarbeiterinnen. Ziel dieses Programmes sind die Prävention und medizinische Beratung für Sexarbeiterinnen. Es organisiert monatliche Workshops, individuelle Beratung und medizinische Unterstützung und schafft eine sichere Umgebung für die Frauen. Es ist ebenfalls ein Knotenpunkt zur Unterstützung und Durchführung der Präventionsprogramme in den Bereichen Hygiene, Ernährung und Übertragungsrisiken von HIV.
300‘000 Franken für das Projekt „Chronic Diseases Clinic Ifakara (CDCI)“, Ifakara, Tansania, Afrika (Schwerpunktprojekt)
Schweizerisches Tropen- und Public-Health-Institut
Der Kanton Basel-Stadt unterstützt im Rahmen der Ausgabenbewilligung 2018 bis 2021 als Schwerpunktprojekt den Aufbau und Betrieb der Chronic Deseases Clinic Ifakara, welche sich sowohl für die lückenlose Betreuungskette mit Prävention, HIV-Tests, HIV-Therapien wie auch die Langzeitbetreuung einsetzt. Seit der Gründung des St. Francis Referenzspitals in Ifakara vor 15 Jahren hat sich dieses Ambulatorium für chronische Krankheiten zu einer nicht mehr wegzudenkenden Anlaufstelle für über 10‘000 Menschen sowie zu einem Zentrum für AIDS-Forschung und Ausbildung entwickelt und etabliert. Seit der Inbetriebnahme der Klinik konnten über 100 lokale Fachkräfte im Gesundheitssektor auf verschiedenen Stufen der Betreuung von HIV/AIDS-Patienten ausgebildet werden, wovon einige an anderen Kliniken des Landes ihr Wissen anwenden. Die gesprochenen Beiträge des Kantons Basel-Stadt haben es ermöglicht, die Gesundheitsversorgung einer ländlichen Bevölkerung weiter zu entwickeln, welche sonst kaum Zugang zu einer HIV- und Tuberkulose-Betreuung hätte.
25‘000 Franken für das Projekt „Bio-Landwirtschaft 2020“, grosser Kaukasus, Georgien
PRO MESTIA Georgien
Swanetien ist ein Hochgebirgstal und wenig entwickelte Randregion in Georgien nahe der russischen Grenze. Um die Existenzgrundlage der Bevölkerung zu verbessern, ist die Organisation in mehreren Bereichen aktiv. Der nachgesuchte Betrag dient dazu, weitere landwirtschaftliche Genossenschaften mit Hilfe des georgischen Staates einzurichten, um den Bauern eine finanzielle Erleichterung zu ermöglichen und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Des Weiteren möchte die Organisation aufgrund der grossen Nachfrage weitere Gewächshäuser zur Selbstversorgung in der Region errichten. Ausserdem werden die Bauern in den Genossenschaften in Kursen weitergebildet, um das verloren gegangene landwirtschaftliche Fachwissen wieder aufbauen zu können.
65‘000 Franken für das Projekt „The Power of Investing in Adolescent Girls – Turn Hope into Self-Reliance“, Sansibar, Tansania
More than a drop Foundation
Trotz der politischen Stabilität und des Aufschwungs der letzten Jahre herrscht in Tansania weiterhin eine grosse strukturelle Armut. Rund 80% der Mädchen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, schliessen die Grundschule meist aus finanziellen und sozialen Gründen nicht ab. Der Zugang zu einer öffentlichen Berufsschule setzt den Abschluss einer Grundschule voraus, der Besuch einer privaten Schule ist aus finanziellen Gründen nicht möglich. Aufgrund der weitverbreiteten geschlechtlichen Diskriminierung der Frau ist der Arbeitsmarkt stark auf den Mann ausgerichtet. Mit dem vorliegenden Projekt möchte die Organisation auf Sansibar eine Ausbildungs- und Berufsschule für junge Frauen bauen und ihnen damit eine praxisbezogene Berufsausbildung ermöglichen. Die Ausbildung basiert auf zwei Stufen, einem Grundkurs sowie einem Hotelmanagementkurs. Insgesamt profitieren rund 120 Frauen jährlich von den beiden Kursen. Zudem werden ein “Women Empowerment Center” eingerichtet und Weiterbildungs- sowie Gesundheitskurse für die Region angeboten.
30‘000 Franken für das Projekt „Ökologie und Landwirtschaft im trockenen Südosten Simbabwes: Trainingszentrum Poret“, Chaseyama, Simbabwe
FEPA
Die anhaltende schlechte Wirtschaftslage und wiederkehrende Dürreperioden stellen eine Bedrohung für eine positive Entwicklung im Osten von Simbabwe dar. Die Zielgruppe und Mitwirkenden dieses Projektes sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in einer benachteiligten und degradierten Landwirtschaftszone im Tiefland der Distrikte Chimanimani und Chipinge, Manicaland Provinz. Der nachgesuchte Betrag sichert die Weiterführung des Trainingszentrums, in dem mit anschaulichen und experimentellen Beispielen Wissen in nachhaltigen Landwirtschaftstechniken vermittelt wird. Mindestens 300 lokale Bauernfamilien können so ihre Anbaumethoden anpassen und ihr Wissen erweitern. Zusätzlich wird es ein praktisches Beratungs- und Betreuungsangebot im Trainingszentrum und auf den Feldern geben.