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Wetternews
Schwere Gewitter und Hochwasser
USA: Tornados fordern Todesopfer
Schwere Unwetter mit Tornados und Starkregen haben den Mittleren Westen der USA heimgesucht. Mindestens drei Menschen kamen dabei ums Leben. Viele Regionen kommen nicht zur Ruhe, denn auch weiterhin drohen heftige Gewitter.
Seit Tagen spielt das Wetter im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten verrückt. Besonders betroffen sind Oklahoma, Missouri und Texas. Allein am Montag wurden im Westen von Texas und in Oklahoma mindestens 19 Tornados gezählt. Ein Wirbelsturm hinterließ rund um die Stadt Joplin im Südwesten von Missouri große Schäden. Dabei wurden drei Menschen getötet. Vor fast genau acht Jahren hatte ein Tornado dort in der Kleinstadt eine große Schneise der Verwüstung mit 158 Todesopfern hinterlassen.
Auch die weiter nordöstlich gelegene Hauptstadt von Missouri, Jefferson City, wurde von einem Tornado getroffen. Einige Menschen waren dort eingeschlossen. Verwüstungen gab es auf einer Hauptstraße von Jefferson City nahe dem Highway 54. Zudem kam es zu Stromausfällen. In Mangum in Oklahoma zerstörte ein Tornado mehrere Häuser, verletzt wurde niemand. In der texanischen Stadt Wellington prasselten zudem Hagelgeschosse in Grapefruitgröße nieder, die große Schäden verursachten.
In Oklahoma schwoll der Fluss Arkansas dramatisch an. In den Fluten treibende Lastkähne drohten einen Damm zu beschädigen. Zudem unterspülten die Wassermassen zahlreiche Häuser. In einigen Regionen des Bundesstaats sowie in Missouri stand das Wasser teilweise bis zu 1,5 Meter hoch. Der nationale Wetterdienst hatte die Bevölkerung aufgefordert, sich in höher gelegenem Gelände vor den Fluten in Sicherheit zu bringen.
Auch in den nächsten Tagen drohen besonders von Texas über den Mittleren Westen bis zu den Großen Seen schwere Unwetter. Verantwortlich dafür ist schwülwarme und damit explosive Luft, die zwischen einem Hoch über dem östlichen Teil der USA und tiefem Luftdruck über den Rocky Mountains und den Plains weit nordwärts geführt wird. Diese warme Tropenluft trifft auf kühlere Luft aus polaren Breiten. Dabei entwickeln sich schwere Gewitter, die sich fast linienförmig über große Gebiete erstrecken.
(WO/dpa)