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die
dunkeln, meist in Gruppen auftretenden größern und kleinern Flecken, die man
mit einem Fernrohr
[* 3] auf der Sonnenoberfläche wahrnimmt. Sie bestehen gewöhnlich aus einem schwarzen, unregelmäßig geformten
Kern (Umbra), der von einem grauen Hof
[* 4] (Penumbra) umgeben ist. Ihr Aussehen bei Anwendung stärkerer Vergrößerung ist auf
Tafel: Sonne, Fig. 1, wiedergegeben. Die Dunkelheit des Kerns beruht nur auf einer Kontrastwirkung gegenüber
der intensiv hellen Sonnenoberfläche.
Photometr. Messungen haben ergeben, daß die dunkelsten Stellen noch die Helligkeit des Vollmondes haben. Die S. finden sich
nicht über die ganze Sonnenoberfläche verbreitet, sondern fast nur innerhalb einer Zone von 30° Breite
[* 5] zu beiden Seiten
des Sonnenäquators. Sie nehmen an der Umdrehung der Sonne teil, und man hat mit ihrer Hilfe die Rotationsdauer
derselben bestimmt. Abgesehen von ihrer durch die Umdrehung der Sonne verursachten scheinbaren Bewegung besitzen sie aber häufig
auch noch eine nicht unerhebliche wirkliche Bewegung auf der Sonnenoberfläche.
Die Dimensionen der S. sind äußerst verschieden, sie kommen sowohl als punktartige, dann meist in größerer
Zahl bei einander liegende Gebilde vor, als auch als mächtige Flächen von 70000 km Durchmesser und darüber. Auch die Dauer
des nämlichen Flecks schwankt sehr. Einzelne verschwinden schon wieder kurz nach ihrem Entstehen, andere hingegen dauern
eine größere Zahl von Umdrehungen der Sonne aus, während welcher Zeit sie ihr Aussehen meist erheblich
ändern.
Nur selten ist die Sonne ganz frei von S. Die Häufigkeit derselben hat eine, zuerst von Schwabe in Dessau
[* 6] aufgefundene 11jährige
Periode (nach R. Wolf genauer von 11 1/9 Jahren). Während zur Zeit der Fleckenhäufigkeit die Sonne im ganzen Jahr
nur etwa zwei Tage völlig fleckenfrei ist, ist sie dies zur Zeit der Fleckenarmut an 100‒200 Tagen. Eine genügende Erklärung
für diese Periode ist noch nicht gefunden. Merkwürdig ist aber, daß in der Größe der Schwankungen der Magnetnadel sowie
in der Häufigkeit der Nordlichter ebenfalls eine 11jährige Periode gefunden ist, die vollständig parallel
der Sonnenfleckenperiode läuft, so daß ein Zusammenhang zwischen beiden wohl möglich sein dürfte.
Auch über die Natur der S. ist etwas Sicheres nicht bekannt. Nach Kirchhofs sind es Wolkenbildungen in der Photosphäre infolge
lokaler Temperaturerniedrigungen, nach Young Höhlungen in der Photosphäre, die mit Licht
[* 7] absorbierenden Dämpfen und
Gasen gefüllt sind; Zöllner faßt sie als Schlackenbildungen auf, die dann ihrerseits Veranlassung zur Bildung von Wolken
in den darüber liegenden Schichten geben. Wahrscheinlich findet ein enger Zusammenhang zwischen Sonnenfackeln, Protuberanzen
und S. statt, und zwar scheinen die S. da aufzutreten, wo früher Protuberanzen vorhanden waren. (S. auch Sonne.)
Der Einfluß der S. auf die Witterung ist vielfach Gegenstand eingehender Erörterungen gewesen. Es ist
nachgewiesen worden, daß zur Zeit der Fleckenarmut die Sonne der Erde mehr Wärme
[* 8] zustrahlt als zu Zeiten großer Fleckenhäufigkeit.
Wahrscheinlich treten diese Wirkungen aber nur in den Tropen hervor, während in den gemäßigten Klimaten so
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Sonnensystem.
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vielerlei andere Ursachen aus die Witterungsvorgänge einwirken können, daß der Einfluß der S. hier und da verschwindet.
Köppen hat aus den Jahresmitteln der Temperatur berechnet, daß in den Tropen die auf Fleckenminima fallenden Jahre um 0°,4
zu warm, die auf Fleckenmaxima fallenden Jahre um 0°,3 zu kalt sind. Auch auf Niederschläge sollen
die S. derart einwirken, daß die nassen Jahre mit denen großer Fleckenhäufigkeit zusammenfallen.