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Die Schweizer Mezzosopranistin Judith Schmid, die aus Olten stammt, belegte am Konservatorium Biel die Fächer Klavier, Rhythmik, Improvisation und Körpertechnik; gleichzeitig studierte sie Gesang bei Francine Beuret in Basel. Stipendien, darunter der Migros Kulturpreis, ermöglichten ihr eine Fortsetzung der Ausbildung an der Lee Strasberg Acting School und der Guildhall School of Music and Drama in London. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz begann Judith Schmid ihre professionelle Laufbahn 1996 im Internationalen Opernstudio Zürich und schliesslich im Ensemble des Opernhauses, dem sie seit 1998 angehört. Als Mozarts Cherubino, Annio und Dorabella hat das Zürcher Publikum sie erleben können, aber auch als Sesto in Händels Giulio Cesare oder als Fuchs im Schlauen Füchslein von Leoš Janácek. Neben der Pflege des klassischen Konzert- und Opernrepertoires engagiert sich Judith Schmid auch für zeitgenössische und experimentelle Musik. So wirkte sie mit in der herr nordwind von HK Gruber und H.C. Artmann, absolvierte eine Tournee in der Titelrolle von Martin Derungs’ Aschenbrödel und widmete ihre Debut-CD, die 2008 erschien, dem Liederzyklus Rosenblätter des jungen Schweizer Komponisten David Philip Hefti. Als Konzertsängerin gastierte Judith Schmid u. a. beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Rundfunkorchester und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Unter Leitung von Heinz Holliger sang sie die Mezzopartie in Mahlers Das Lied von der Erde, unter Franz Welser-Möst interpretierte sie geistliche Werke von Franz Schubert.
November 2008