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Die Physik der Luftbefeuchtung
Luftfeuchtigkeit ist der Anteil von Wasserdampf in der Luft. Man unterscheidet zwischen absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit.
Die absolute Luftfeuchtigkeit ist ein Maß für den maximal möglichen Gehalt an Wasserdampf in der Luft. Sie wird in Gramm pro Kubikmeter Luft angegeben (g/m³).
Ihr Maximum hängt von der Temperatur ab, denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Deshalb ist die maximale Luftfeuchte im Sommer höher als im Winter.
Die relative Luftfeuchtigkeit (rF) ist das Verhältnis des aktuellen Wasserdampfgehalts zum maximal möglichen Wasserdampfgehalt. Die relative Feuchte wird als Prozentwert angegeben. Bei Sättigung herrscht gemäß dieser Definition somit 100 % relative Feuchte.
Auswirkungen trockener Luft
Trockene Heizungsluft führt zu trockenen Schleimhäuten. Dadurch können Bakterien und Viren nicht abgefangen werden und die Gefahr von Infektionen, Erkältungen sowie
allergischen Atemwegserkrankungen wächst.
Das Einatmen trockener Luft erschwert die Aufnahme und anschließende Übertragung von Sauerstoff in das Blut. Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen und verringerte Konzentrationsfähigkeit können die Folge sein.
Holzmöbel, Parkettböden oder Musikinstrumente zeigen bei trockener Raumluft Risse.
Die Raumluft enthält millionenfach feinste Partikel, die für das Auge unsichtbar sind. Bei trockener Raumluft steigt der Staub nach oben.
Für die von Medizinern empfohlene Luftfeuchtigkeit von ca. 45–55 % benötigt ein beheizter 30-m²-Raum rund 5 Liter Wasser pro Tag. Schalen auf Heizkörpern sind viel zu klein und erweisen sich als unhygienisch. Zur optimalen Befeuchtung der Raumluft, gibt es unterschiedliche Luftbefeuchtungssysteme.
In der Grafik links wird gezeigt, wie viel Wasser (absoluter Wert) die Luft bei verschiedenen Temperaturen aufnehmen kann.
Beispiel zur Grafik:
Bei 20 °C Lufttemperatur beträgt der maximal mögliche Wasserdampfgehalt 17,3 g/m³. Das bedeutet insbesondere in der kalten Jahreszeit, bei der extreme Unterschiede zwischen Außen- und Innentemperatur bestehen, dass der Luft aktiv Wasser zugeführt werden muss. Bei einer geheizten Raumtemperatur von 25 °C kann die Luft 23 g/m³ Wasser aufnehmen, 0 °C kalte Luft kann nicht viel Feuchtigkeit aufnehmen und enthält lediglich 4,84 g/m³ Wasser. Durch das Öffnen der Fenster in der kalten Jahreszeit wird die Raumluft noch trockener, da die kalte Außenluft wenig Wasser enthält und wenn sie erwärmt wird, mehr Feuchtigkeit benötigt.
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