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In der Schweiz erhalten die Kantone jährlich einen Teil des Reingewinns aus der Spirituosenbesteuerung, nämlich den Alkoholzehntel (10% des Gewinns geht an die Kantone, 90% fliesst in die Bundeskasse). 2019 wurde den Kantonen im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl 24'789’959 Franken ausgerichtet.
Die Kantone sind verpflichtet, ihren Anteil am Alkoholzehntel für die Bekämpfung der Ursachen und Folgen von Alkoholismus sowie von Suchtmittel-, Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauch einzusetzen. Nach der Verteilung der Beträge an die Dachorganisationen erstatten Letztere der A AT über die Verwendung des Alkoholzehntels Bericht.
Sie finden diese Berichte auf der entsprechenden Seite, indem Sie auf der Karte der Schweiz auf den gewünschten Kanton klicken.
Verwendung nach Suchtform
Die Verwendung des Alkoholzehntels durch die Kantone nach Suchtformen zeigt, dass der Zehntel keineswegs nur der Prävention und Behandlung von Alkoholproblemen vorbehalten ist. Mit einem Anteil von 35% (minus 5% gegenüber 2018) am Zehntel dominiert der Bereich Alkohol nicht mehr so stark wie früher. 2019 waren dies etwas mehr als 9 Millionen Franken. Allerdings verwenden fast alle Kantone einen Teil des Zehntels für die Alkoholproblematik.
Ein beträchtlicher Teil des Alkoholzehntels wird für die allgemeine Bekämpfung aller Suchtformen verwendet. Im Jahr 2019 entfielen 40% der kantonalen Ausgaben auf verschiedene Suchtmittel.
Auf die Bekämpfung der Ursachen und Wirkungen des Konsums illegaler Stoffe entfallen im Allgemeinen rund 11% der Mittel und auf die Tabakbekämpfung rund 6%. Seit 8 Jahren haben sich diese prozentualen Anteile nicht verändert.
Verwendung nach Handlungsfeldern
In Prävention, Früherkennung und Behandlung investieren die Kantone gewöhnlich über 90% des Alkoholzehntels. Die Anteile, die der Nachsorge sowie der Forschung, der Aus- und der Weiterbildung gewidmet sind, liegen generell bei rund 10% (aktuell 8%).
Über die Jahre ist eine grosse Stabilität bei der Verwendung in den Handlungsfeldern Prävention, Nachsorge und Forschung erkennbar. Auch die Früherkennung bleibt mit 19% gegenüber dem Vorjahr stabil. Generell lässt sich sagen, dass die Mittelallokation weitgehend von der Strategie der einzelnen Kantone abhängt.