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Die Flexibilisierung des Rentenalters führt laut einer ZHAW-Studie nicht zwingend dazu, dass Menschen länger arbeiten. Um ältere Arbeitnehmende länger im Arbeitsmarkt zu halten, wären Anreize wie attraktive Arbeitsbedingungen nötig.
Die ZHAW-Studie zeigt, dass ein flexibleres Rentenalter nicht unbedingt die erwartete Wirkung hat. «Es führt nicht zwingend zu einer Verlängerung des Arbeitslebens», sagt Studienleiterin Isabel Baumann von der ZHAW. Für die Studie hat sie Rentenübergangsverläufe in vier Ländern mit flexiblem Altersrücktritt anhand von Bevölkerungsbefragungen untersucht. Das Resultat: Insgesamt waren Übergangsverläufe mit einer Pensionierung vor 65 (43 Prozent) und um 65 (23 Prozent) am häufigsten. Fast zwei Drittel der rund 2500 untersuchten Personen gingen demnach zwischen Anfang und Mitte 60 in Rente.
«Die durch die AHV errungene Reduktion der Altersarmut soll erhalten und eine finanzielle Prekarisierung der Rentnerinnen und Rentner wie in den USA vermieden werden», erklärt Baumann. Denn auch in den liberalen Wohlfahrtsstaaten, in denen ältere Menschen aufgrund teils prekärer Vorsorgeleistungen tendenziell länger arbeiten, war die Frühpensionierung das mit Abstand am weitesten verbreitete Übergangsmuster der untersuchten Bevölkerungsgruppen (Kohorten). Die untersuchte Kohorte ist heute etwa 75 Jahre alt. Wie sich der Zeitpunkt der Pensionierung für jüngere Kohorten entwickelt – zum Beispiel für jene, die momentan in der Pensionierungsphase sind – muss noch vertiefter untersucht werden,