Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03544.jsonl.gz/454

Im Tagesverlauf lassen sich die für die Ozonbelastung typischen örtlichen Unterschiede erkennen:
An Standorten im Siedlungsgebiet und/oder nahe vielbefahrener Strassen wie z.B. in Egerkingen und an der A1 in Härkingen nimmt die Ozonbelastung während des Tages stark zu, um in der Nacht wieder deutlich zurückzugehen. In ländlichen Regionen (z.B. auf dem Brunnersberg im Thal) sind die Schwankungen viel weniger stark. So ist dort zwischen dem 23. Juni eine mehr oder weniger kontinuierliche Zunahme bis zum Maximum am 27. Juni festzustellen.
Diese Unterschiede lassen sich mit der Bildung und dem Abbau des Ozons erklären:
Ozon entsteht, indem Stickstoffdioxid durch UV-Strahlung aufgespalten wird (Reaktion 1) und sich das freiwerdende Sauerstoff-Atom mit Sauerstoff zu Ozon verbindet (Reaktion 2).
NO2 + UV-Strahlung → NO + O (Reaktion 1)
O + O2 → O3 (Reaktion 2)
Gleichzeitig wird Ozon durch Stickstoffmonoxid und weitere Luftschadstoffe wieder abgebaut:
O3 + NO → NO2 + O2 (Reaktion 3)
Da Stickstoffmonoxid durch Verkehr und Industrie ausgestossen wird, ist dieses im Siedlungsgebiet und in der Nähe von Verkehrswegen reichlich vorhanden, womit dort das Ozon schneller wieder abgebaut wird als in ländlichen Gegenden.