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Der Wirkstoff führe zu rascher Parasitenfreiheit auch bei resistenten Erregerstämmen, blockiere die Übertragung der Erreger und könnte damit eine Wende im Kampf gegen Malaria herbeiführen, teilt der Pharmakonzern am Montag mit. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung sei von Malaria bedroht, und die Krankheit stelle weiterhin eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar.
Das erste Studienzentrum in Mali sei betriebsbereit. Weitere 16 Zentren in insgesamt neun Ländern in Afrika und Asien sollen in den kommenden Monaten folgen. Die seit Anfang August bei Erwachsenen mit Malaria laufende klinische Studie soll zudem auf Kinder und Jugendliche in insgesamt neun Ländern in Afrika und Asien ausgeweitet werden.
Die Malaria-Initiative gehört zur Einheit Novartis Social Business und stellte den Angaben zufolge seit 2001 mehr als 800 Millionen Behandlungseinheiten bereit, ohne Gewinn zu erzielen. Medicines for Malaria Venture sei zudem eine Partnerschaftsorganisation, die sich für die Entwicklung und Bereitstellung neuer und erschwinglicher Medikamente zur Behandlung von Malaria einsetzt.
An der Börse legt die Novartis-Aktie gegen 10.20 Uhr im Rahmen des Gesamtmarkts 0,2% zu auf 79,95 CHF.
ZKB spricht in einem Kommentar von einer "vielversprechenden" Phase-IIb-Studie gegen Malaria. KAF156 sei schon in der Phase-IIa-Studie als Einzelsubstanz "sehr wirksam" gewesen, so der zuständige Analyst. Es seien immer mehr Resistenzen aufgetaucht, und die medizinische Notwendigkeit sei sehr hoch.
Aus diesem Grund hätten sich die Bill & Melinda Gates Foundation, der Wellcome Trust, das Singapore Economic Development Board sowie das Tropen- und Genetics Institut von Novartis zusammengetan, um genügend Ressourcen für die Forschung und die spätere Vermarktung aufzubringen. Der Konzern werde das neue Malaria-Mittel ohne Profit in den Endemie-Gebieten zur Verfügung stellen.
ys/cf
(AWP)