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Bubentraum
Der amerikanische Gitarrist und Sänger Albert Cummings hat sich mit der Veröffentlichung seines Albums No Regrets einen Bubentraum erfüllt. Gemeinsam mit Produzenten Jim Gaines (Produzent von Sena Earhardt sowie verantwortlich für die Neuedition des Stevie Ray Vaughan-Katalogs und der Box Series von Jefferson Starship) hat er ein Bluesrock-Album eingespielt, das in bester Tradition der grossen Vorbilder der British Invasion John Mayall den Blues als gitarrenzentrierte Form der Rockmusik interpretiert. Das Album wurde mit der Hilfe einer Studioband eingespielt bestehend aus einem Bassisten (Dave Smith), einem Schlagzeuger (Steve Potts), einem Keyboarder (Rick Steff) und einem Harp-Spielers (Jimmy D. Taylor) sowie drei Background-Stimmen (Vickie Adkins, Kimberlie Helton und Kevin Page), und das Album bringt die Musik, die Albert Cummings in den Fingern, im Herzen , im Kopf hatte, und die er hier nun veröffentlichen wollte. Während Cummings sonst bei «Blind Pig» unter Vertrag steht, wurde dieses Album von «Ivymusic» veröffentlicht.
Das Material auf der CD besteht aus alles von Cummings selbst verfassten Titeln, mit Ausnahme von Mannish Boy, das er Bo Diddley zuschreibt. Also auch Cry Me A River oder 500 Miles sind nicht die bekannten Vorbilder, sondern neue Songs mit identischem Titel. Cummings nahm 1999 in der International Blues Challenge teil und er hat bereits 1999, 2003 und 2008 CDs veröffentlicht und Tourneen gemacht, was sicher nicht leicht ist neben einem regulären, nicht-musikalischen Broterwerb und einer Familie. Der Musiker dankt denn auch in den Liner Notes als erstes seiner Frau und seinen zwei Söhnen und er widmet es seinem offenbar unlängst verstorbenen Vater. Das aktuelle Album No Regrets macht den Eindruck, als ob Albert Cummings, der ein lebenslanger Fan vor Stevie Ray Vaughan war, schon lange von der Karriere als Bluesrocker geträumt hatte und nun im Studio zeigt, wieso er all die Stunden im Hobbykeller verbringt.
Musikalisch, stilistisch und gesanglich entdeckt Cummings hier keine neuen Kontinente, sondern er wandert in den wohl erprobten und stets trittsicheren Fusspuren der Vorgänger des Bluesrock und entsprechend wissen die Freunde dieser Musikrichtung, worauf man sich einlässt: Weisser Bluesrock mit Gitarrensoli in jedem Song und angestrengtem Gesang, eben am ehesten an John Mayall erinnernd. Aber seine Musik ist gut gespielt und perfekt abgemischt und produziert, und entsprechend ein sicherer Wert. Bleibt zu hoffen, dass für Albert Cummings diese CD ein weiterer Schritt auf seiner Zweitkarriere sein mag.
|1.||Glass House||4:32|
|2.||500 Miles||3:47|
|3.||Eye To Eye||4:24|
|4.||Checkered Flag||3:28|
|5.||She's So Tired||4:18|
|6.||Your Day Will Come||3:37|
|7.||Cry Me A River||3:34|
|8.||Drink Party And Dance||3:41|
|9.||Foolin Me||4:20|
|10.||Where You Belong||4:01|
|11.||Mannish Boy||6:40|
|12.||Home Town||4:00|