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Kinder mit einem psychisch kranken Elternteil im Fokus der Sozialarbeit
Wie die Sozialarbeit betroffene Kinder im Allgemeinen und in der Erwachsenenpsychiatrie im Besonderen unterstützen kann
Mareika Gyr und Yara Bienlein befassen sich in dieser Bachelorarbeit mit der Lebenssituation von Kindern mit einem psychisch kranken Elternteil und gehen der Frage nach, wie Folgeschäden bei betroffenen Kindern verhindert und eine gesunde Entwicklung gefördert werden können. Zu Entwicklungsrisiken und Folgeprobleme der Kinder gehören beispielsweise die Entwicklung einer eigenen psychischen Störung, einer Parentifizierung oder Loyalitätskonflikten. Über die Situation von Kindern mit einem psychisch kranken Elternteil wird seit mehr als zehn Jahren geforscht. Forschungsergebnisse zeigten, dass die Unterstützungsstruktur und niederschwellige Zugänge für betroffene Familien als unzureichend einzustufen sind. Trotz dieser Erkenntnisse hat sich die Situation für betroffene Familien in den letzten Jahren kaum verbessert. Kinder erhalten oft erst Unterstützung, wenn sie Verhaltensauffälligkeiten zeigen und ein Eingreifen durch die Kindesschutzbehörde nicht mehr verhindert werden kann.
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, Präventionsmöglichkeiten und Optimierungspotenzial der jetzigen Praxis aufzuzeigen. Dazu werden die Chancen der Prävention und Früherkennung sowie die Notwendigkeit einer flächendeckenden Sensibilisierung und besseren Vernetzung der involvierten Disziplinen diskutiert. Es wird verdeutlicht, welche Rolle die Soziale Arbeit dabei einnimmt. In Bezug auf die stationäre Erwachsenenpsychiatrie werden Möglichkeiten aufgezeigt, um Kinder bewusster in die Behandlung des erkrankten Elternteils einzubeziehen. Dies erfolgt durch evaluierte Projekte, aus welchen Handlungsmöglichkeiten abgeleitet werden.