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Nach Ansicht der Richter ist die Stadt befugt, die Durchführung der Ausstellung zu verbieten, weil die Organisatoren keine Informationen über die Herkunft der präsentierten Leichen geben konnten. Gegen die Ausstellung, die vom kommenden Freitag bis am Sonntag im Palais de Beaulieu hätte stattfinden sollen, hatte die Vereinigung "Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter" (ACAT-Schweiz) Beschwerde bei der Stadtregierung eingereicht.
Gemäss der christlichen Vereinigung ACAT dürfte es sich bei den in der Ausstellung gezeigten Leichen und Skeletten mit grosser Wahrscheinlichkeit um verstorbene oder hingerichtete chinesische Gefangene und um Mitglieder der Falung Gong handeln, einer in China verbotenen Bewegung, deren Anhänger unterdrückt und verfolgt wurden.
Die Ausstellung "Body Worlds" vor einem Jahr in Genf, die vom Deutschen Gunther von Hagens realisiert wurde, polarisierte ebenfalls stark. Von Hagens entwickelte die Plastinationstechnik in den 70er-Jahren in Heidelberg, wo er 1993 das Institut für Plastination gründete.
Der Mediziner und Anatom Gunther von Hagens versteht seine "Körperwelten" als Anatomie-Ausstellung. Die präparierten Toten posieren bei ihm in allen erdenklichen Positionen. Die Haut ist abgezogen, Muskeln und Nervenstränge sind gut sichtbar.
(SDA)