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Titel
Noten
(lat.), Zeichen, in der
Musik die Zeichen der Tonschrift. Man bediente sich ihrer schon im
Altertum. Die
Hebräer
hatten
Accente oder dynamische Angaben als Tonzeichen, die Griechen
Buchstaben in zwei Formen, nämlich umgelegte
Buchstaben
für
Instrumental- und aufrecht stehende für
Vokalmusik. Aus beiden Elementen, den hebräischen und griechischen,
erwuchs unser
Notensystem. Die
Accente ergaben nach und nach unsere
Noten, die
Buchstaben lieferten die
Namen.
Die in Rom [* 2] gebräuchlichen Accente, Neumen [* 3] (s. Neuma) genannt, wurden erst, gleich den morgenländ. Accenten, frei über die zu singenden Worte geschrieben, später mit Linien durchzogen, die die Tonhöhe genauer bestimmten; vor die Linie schrieb man den Buchstaben als Name des betreffenden Tons und hieraus entstanden die verschiedenen Notenschlüssel (s. d.). Zur selben Zeit, im 11. Jahrh., führte Guido (s. d.) von Arezzo die wahrscheinlich schon früher bekannte Solmisation (s. d.) allgemein beim Gesangunterricht ein, wodurch die Töne nach den sechs Silben ut re mi sa fol la eine Benennung erhielten, die die Buchstabennamen beseitigte und die noch jetzt in Italien, [* 4] Frankreich und England gebräuchlich ist.
Das letzte, was sich in der
Notenschrift ausbildete, war die Angabe der Zeitdauer der
Töne, die sog.
Mensur oder Tonmessung.
Diese hing zusammen mit der Entstehung der
Harmonie oder Mehrstimmigkeit, die deshalb anfangs auch Mensuralmusik
hieß. Vom 10. bis 15. Jahrh. wurde an der Ausbildung der musikalischen
Mensur gearbeitet. Zur Zeit der Erfindung der
Buchdruckerkunst
war die
Notenschrift nahezu vollendet, in der Folge ist sie nur nach einzelnen Seiten hin reicher und
freier ausgebildet. Diese
Notenschrift, gegründet auf anschauliche dynamische Zeichen, nicht auf
Buchstaben, nimmt die Mitte
ein zwischen
Buchstabenschrift und
Bild und ist ein
Gebäude von solcher Festigkeit,
[* 5] daß keiner der vielen spätern Versuche,
eine andere Aufzeichnung der
Musik zur Geltung zu bringen, sie hat verdrängen können. (S.
Musiknotendruck.) –
Vgl.
Riemann,
Studien zur Geschichte der
Notenschrift (Lpz. 1878).
Im diplomatischen Verkehr sind
Noten die von einer Regierung der andern gemachten formellen Mitteilungen oder Eröffnungen.
Solche
Noten können entweder direkt an die betreffende Regierung gerichtet
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