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Literatur auf Tamilisch, Ukrainisch und in anderen Sprachen der Schweiz
Literatur auf Tamilisch, Ukrainisch und in anderen Sprachen der Schweiz
Was sind eigentlich «Landessprachen»? Nein, es sind nicht die Sprachen, die in einem Land gesprochen werden. Landessprachen sind jene Sprachen, die im 18. und 19. Jahrhundert als politisches Instrument eingesetzt wurden, um die Idee der «Kulturnation» durchzusetzen.
Von fern ertönt ein Brummen, die synthetischen Orgeltöne scheinen direkt von Jamaika herübergeweht zu sein. Die karge Landschaft und das gelbliche Licht erinnern an Bilder vom Mars. Es folgen verzerrte Gitarrenriffs, schliesslich setzt der Beat ein.
«Ich bin kein grosser Autor», sagt Yoharaja Alvar Gasinathar bescheiden. Er sitzt am Küchentisch in seiner Wohnung in einem kleinen Dorf im Berner Mittelland, vor sich eine Schachtel gefüllt mit Heften, ein paar Bücher und eine DVD – alles Werke von oder mit ihm.
Rebekka Zeinzinger übersetzt aus dem Bosnischen, Kroatischen und Serbischen. Sie erzählt von absurden Auswüchsen der Sprachpolitik auf dem Balkan.
«Vergiss nicht, du trägst ihren Namen, hatte Tante Mila gewarnt.
«Achtundvierzig Jahreszeiten ohne ihre Stimme»: Sara hat sich ein Leben ausserhalb von Bosnien aufgebaut und möchte, wenn es irgendwie geht, nie wieder in ihre alte Heimat zurück.
Ein kleines Dorf im Tessin, nahe der italienischen Grenze. Hierher, zur Beerdigung ihres früheren Mannes Orion, kehrt die Ich-Erzählerin zurück. Eine Nacht lang wird die Frau in die Erinnerungen an die unkonventionelle Künstlerehe eintauchen.
Der Einstieg in die düstere Geschichte ist umwerfend: Ein Bauernhof im Luzerner Hinterland am Ende des 19. Jahrhunderts; eben ist die Bäuerin bei der Geburt ihres Mädchens verschieden, der Dorfarzt namens Widerspan hat alles versucht – vergeblich: «Auch das Kind werde nicht lange leben.
«Gibt es eine Wahrheit, irgendwo zwischen allen Zeilen, zwischen allen Welten?» Um diese Frage kreist Karl Rühmanns Briefroman «Der Held» in einer Spiralbewegung wie im japanischen Film «Rashomon» – wobei erstens die Beschreibung «Briefroman» nicht ganz zutrifft und es zweitens um die schwierigst
Was empfindet ein Roboter? Wie denkt ein programmierter Kopf? Kann künstliche Intelligenz über sich hinauswachsen? Das Faszinierende am neuen Roman von Martina Clavadetscher ist, wie sie diesen alten Fragen auf neuen Wegen begegnet.
Verrückt, was Sprache alles kann! Zum Beispiel Welten erschaffen, die man sich nicht vorstellen kann.