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Seit den 1990er Jahren war das Zeughaus Uster der Vereinsstandort. Hier verfügte der UOV Uster über Räume für Materialmagazine, das Archiv, die Werkstatt und die Rüstkammer der Cp 1861. Der Truppensaal konnte von der Spielsektion als Probelokal und vom UOV für Kurse und Versammlungen genutzt werden. Das Areal diente als Exerzierplatz für die Rekrutenausbildung und als Sammelplatz für Grossanlässe die von Uster aus gestartet wurden.
Im Zeughauskeller war das Museum untergebracht, das bei der Einführung der Neumitglieder und Angehörigen in die Epoche der Ordonnanz 1861 gute Dienste leistete. Die Ausstellung wurde für Publikum erschlossen und am internationalen Museumstag verwandelte sich der Zeughausplatz in ein lebendiges Museum mit Zeltstadt, Feldküche, Waffenvorführungen und Platzkonzert des Militärspiels.
Seit der Armeereform ’95 war bekannt, dass die militärische Infrastruktur in Uster liquidiert werden soll. Für das Zeughausareal wurde eine Überbauung geplant und die Stadt möchte an diesem Ort ein neues Kulturzentrum errichten. Mit den Stadtplanungs-Gesprächen 2005 wurde bekannt, dass der Unteroffiziersverein mit der zukünftigen Zeughausnutzung hier keinen Platz mehr hat. Als Alternativstandort wurde das Aussenzeughaus Winikon1 bezeichnet; eine aus der Zeit des zweiten Weltkriegs stammende MWD-Anlage, die 2007 als militärischer Bauzeuge ins HOBIM (Inventar) aufgenommen worden ist.
Auf dieser Grundlage plante der UOV den Standortwechsel nach Winikon. 2017 übernahm die Stadt einen ersten Teil der Zeughausanlage und 2020 kam der Stadtrat zum Schluss, dass auch die Aussenanlagen Winikon für eigene Bedürfnisse genutzt werden solle und somit als Ausweichstandort für den UOV und das Museum nicht in Frage komme. Der UOV und das Unteroffiziersmuseum haben mit diesem Stadtratsentscheid jede Perspektive in Uster verloren und standen vor der Wahl, aufzugeben oder an einen anderen Standort auszuweichen und dort einen Neuanfang zu wagen.
An der Mitgliederversammlung 2020 wurde beschlossen, einen Ersatzstandort in einem zivilen Objekt ausserhalb der Stadt Uster zu beziehen und dort ein neues Vereinszentrum aufzubauen. Mit der Unterstützung privater Geldgeber und mit Frondienstleistungen der Mitglieder konnte geeigneter Lagerraum beschafft und für unsere Bedürfnisse hergerichtet werden. Der Zeitplan ist eine Herausforderung und die Coronapandemie sorgt für äusserst schwierige Rahmenbedingungen. Der Verein hat nun sein ganzes Vermögen dafür investiert, das Material der Compagnie 1861, das Archiv und das Museumsmaterial zu retten. Der neue Standort funktioniert vorerst nur als Materiallager. Der Ausbau zur Basis des Unteroffiziersvereins mit seinen historischen Sektionen und dem Museum wird jetzt als neues Projekt vorbereitet. Voraussichtlich 2023 soll das neue Zentrum eröffnet werden können.