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© UNHCR / A. Bronee
Die LKWs sind für besonders hilfsbedürftige Menschen reserviert, die in ihre Dörfer zurückkehren wollen.
27 November 2012
Goma - Nach heftigen Kämpfen in und um Goma konnten UNHCR und Partnerorganisationen am Wochenende wieder Hilfspakete an über 6.000 Menschen ausgeben, die sich dort in Flüchtlingssiedlungen aufhalten.
Die Hilfslieferungen konnten am Samstag mit dem Ziel 110.000 Menschen zu erreichen, wieder aufgenommen werden. Dies ist die erste große Hilfslieferung, seit Goma von der M23 Rebellenbewegung am 20. November eingenommen wurde.
Situation in Goma angespannt
Die Notleidenden mussten mehrere Tage ohne Lebensmittel auskommen, weil Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den M23-Rebellen um die Stadt Goma und das Flüchtlingslager Mugunga III tobten, wodurch die Betroffenen von Hilfslieferungen abgeschnitten waren.
Kouassi Lazare Etien, Leiter des UNHCR-Büros in Goma, berichtet, dass 2.055 Familien insgesamt 10,2 Tonnen Maismehl, Erbsen, Öl und Salz erhalten haben. Außerdem wurden Seife und Wasserkanister verteilt. Weitere Flüchtlingssiedlungen, wie Mugunga I oder Lac Vert sollen bald Hilfslieferungen erhalten.
Die Situation in Goma ist angespannt, aber ruhig. Die Wasser- und Stromversorgung ist noch nicht wieder hergestellt. Die Hilfsorganisationen bereiten sich auf die Verteilung von weiteren Hilfsgütern vor.
Vertriebenen wollen so schnell wie möglich zurückkehren
Viele Vertriebene wollen so schnell wie möglich in ihre Heimatgebiete zurückkehren. Deshalb wurden als erste Hilfe hauptsächlich Pakete mit Drei-Tagesrationen verteilt. Weitere Lieferungen sind für die Gebiete geplant, in die die meisten Menschen zurückkehren werden.
Im Rutshuru Gebiet nördlich von Goma sind bereits 2.000 Menschen in ihre Dörfer zurückgekehrt. In den nächsten Tagen sollen Sondierungsmissionen die aktuelle Sicherheitslage in den Rückkehrgebieten von Rutshuru erkunden. Transportunterstützung mittels LKWs wird vor allem Menschen, die in schlechter gesundheitlicher Verfassung sind und schwangeren Frauen zur Verfügung gestellt.
Mehr als 140.000 Binnenvertriebene
Aufgrund der jüngsten Krise wurden mehr als 140.000 Menschen zu Binnenvertriebenen, die sich in der Stadt Goma hauptsächlich in spontanen Lagern und im Mugunga 3 Camp angesiedelt haben.
Viele Binnenvertriebene benötigen Schutz und sauberes Wasser. Die sanitären Bedingungen bleiben aufgrund fehlender Toiletten und Wasserversorgungsstellen eine große Herausforderung, außerdem müssen die meisten Neuankömmlinge im Freien übernachten. Es wurden bereits einige Fälle von Erbrechen, Durchfall und Atemwegsinfektionen registriert.
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