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Die USA haben einen 1,8 Milliarden Dollar schweren Waffendeal mit Taiwan bekanntgegeben. Es ist die erste Waffenlieferung der USA an Taiwan seit vier Jahren. Der geplante Verkauf von Fregatten nach Taiwan löste einen chinesischen Protest aus.
Chinas Vizeaussenminister Zheng Zeguang zitierte den US-Geschäftsträger in Peking, Kaye Lee, ins Aussenministerium. Taiwan sei «ein Teil des chinesischen Territoriums». Die Waffenlieferungen schädigten Chinas Sicherheitsinteressen. China werde «notwendige Massnahmen» ergreifen und auch Sanktionen gegen Firmen verhängen, die sich beteiligten.
Selbstverteidigungskraft Taiwans stärken
Der Geschäft solle die Selbstverteidigungskraft Taiwans stärken, teilte das US-Aussenministerium in Washington mit. Die Volksrepublik China sei am Mittwoch darüber vorabinformiert worden. Er gehe nicht davon aus, dass die Beziehungen zu Peking wegen des Geschäfts zwangsläufig leiden müssten, sagte ein Sprecher.
Das Rüstungspaket umfasst demnach zwei Fregatten der Perry-Klasse, Amphibienfahrzeuge, Panzer- und Flugabwehrraketen sowie Feuerleitsysteme. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Kongress das Rüstungsgeschäft rasch genehmigt.
Taiwan und China sind sich nähergekommen
Die Beziehungen zwischen Taiwan und China, das die Insel für sich beansprucht, hatten sich zuletzt verbessert, doch ist Washington besorgt über die chinesische Militärpolitik in der Region. Seit dem Ende des Bürgerkrieges in China 1949 ist Taiwan ein Konfliktherd in Asien.
Nach der Flucht der Truppen der chinesischen Kuomintang betrachtet die kommunistische Führung die Insel bis heute als abtrünnige Provinz. Im Falle einer formellen Unabhängigkeit droht Peking mit einer gewaltsamen Rückeroberung. Die USA fühlen sich der Verteidigung der jungen Demokratie verpflichtet.
(sda/gku)