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Augenblicke blicken jetzt
2013
Abstract
Elisa Ferraro
Mentorin: Brigitte Lustenberger
6 analoge Fotografien(Barytpapier auf Aluminium), 51x58 cm
Meine Masterarbeit ist eine Suche nach dem «gewissen Etwas», das eine Porträtfotografie von allen anderen Porträts abhebt und das den Betrachter berührt. Dabei beziehe ich mich vor allem auf Roland Barthes punctum.
Um Menschen im Moment zu fotografieren, indem sie sich selber sind und direkt in die Kamera schauen, habe ich sie in unterschiedlichen Situationen fotografiert: Vor und nach einer Yogastunde und eines Rugby-Spiels und während einer 12-stündigen Technoparty.
Ich fotografierte mir unbekannte Menschen in Istanbul sowie meine Schwester und eine Freundin einen längeren Zeitraum hinweg alle zwei Wochen, um zu testen, ob die Beziehung zwischen mir und den Porträtierten Einfluss auf die Präsenz in der Fotografie hat.
Folgende Fragen beschäftigten mich: Wie muss ich Menschen fotografieren, dass ihre Präsenz später auf der Fotografie spürbar ist? Muss ich die Personen, die ich fotografiere, kennen? Müssen sie entspannt oder völlig erschöpft sein? Braucht es eine lange Belichtungszeit oder arbeite ich besser mit sogenannten Schnappschüssen? Inspiration und Ideen gaben mir die Bilder von Rineke Dijkstra, Richard Avedon, Nadar und August Sander.
Im Ausstellungsprojekt «Passage» zeigte ich während einer Woche meine Fotografien einer breiteren Öffentlichkeit und diskutierte mit den Besuchern die Wirkung meiner Fotografien. Die Gespräche und Kommentare der Besucher hielt ich in Textform fest. Unter www.passage-passage.ch ist mehr zu sehen.