Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03111.jsonl.gz/2643

5. Aktiengesellschaft
Die Gläubiger der Aktiengesellschaft können (wenn keine Verantwortlichkeitshaftung vorliegt) nur auf das Gesellschaftsvermögen greifen. Besteht die Gesellschaft nicht mehr, gibt es kein Haftungssubstrat mehr. Der Gläubigerschutz ist bei der Auflösung der Aktiengesellschaft daher von grosser Bedeutung.
Die Gesellschaft wird gemäss Art. 736 OR aufgelöst: nach Massgabe der Statuten; durch einen Beschluss der Generalversammlung, über den eine öffentliche Urkunde zu errichten ist; durch die Eröffnung des Konkurses; durch Urteil des Richters, wenn Aktionäre, die zusammen mindestens zehn Prozent des Aktienkapitals vertreten, aus wichtigen Gründen die Auflösung verlangen. Statt derselben kann der Richter auf eine andere sachgemässe und den Beteiligten zumutbare Lösung erkennen; in den übrigen vom Gesetze vorgesehenen Fällen.
Gemäss Art. 704 OR ist für die Auflösung der Gesellschaft ein Beschluss der Generalversammlung, der mindestens zwei Drittel der vertretenen Stimmen und die absolute Mehrheit der vertretenen Aktiennennwerte auf sich vereinigt, erforderlich.