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Die Trauer um den am Montag verstorbenen Prinz Friso ist gross: Vor dem königlichen Palast in Den Haag liegen Blumen und Kerzen, die Fahnen wehen auf Halbmast, die Flügel der Windmühlen sind in Trauerstellung. Das niederländische Volk muss sich aber noch gedulden, bis es sich endgültig von ihm verabschieden kann. Erst später in diesem Jahr wird eine Gedenkfeier zu Ehren des zweitjüngsten Sohns der abgedankten Königin Beatrix, 75, abgehalten. Das teilt der niederländische Hof am Dienstag mit.
Beigesetzt wird er im engsten Familienkreis: Nachdem der Prinz im Palast aufgebahrt wurde, soll er am Freitag im niederländischen Dörfchen Lage Vuursche seine letzte Ruhe finden. Frisos Witwe Mabel, die gemeinsamen Töchter Luana und Zaria, seine beiden Brüder König Willem-Alexander und Prinz Constantijn in Begleitung ihrer Familien sowie seine Mutter, Prinzessin Beatrix, werden zur Beerdigung erwartet. Nach dem Gottesdienst in der Kirche Stulp wird Friso auf dem dortigen Friedhof begraben.
Anders als bei offiziellen Mitgliedern der Königsfamilien - Friso verzichtete bei der Heirat mit der bürgerlichen Mabel auf einen Platz in der Thronfolge - gibt es kein Staatsbegräbnis. Auch wird er nicht in der Familiengruft der Kirche Nieuwe Kerk aufgenommen, wo bereits 46 Angehörigen der Königsdynastie seit 1584 begraben liegen.
Prinz Friso verstarb am Montag 44-jährig nach knapp 18 Monaten im Koma. Im Februar 2012 verunglückte der Prinz während eines Familienurlaubs im österreichischen Lech. Er wurde unter einer Lawine verschüttet und verbrachte über 20 Minuten ohne Sauerstoff unter der Schneedecke.