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Japan: zwei Einheiten stillgelegt
Die Tohoku kündigte im Oktober 2018 an, Block 1 des Kernkraftwerks Onagawa in der nördlich von Fukushima gelegenen Präfektur Miyagi stilllegen zu wollen. Sie begründete den Stilllegungsentscheid unter anderem mit Problemen, die sich bei der Implementierung zusätzlicher Sicherheitsmassnahmen ergeben würden. Berücksichtigt worden sei auch die noch zu erwartende Laufzeit und die daraus resultierende Strommenge. Die verhältnismässig geringe Blockleistung von knapp 500 MW mache die Anlage vor diesem Hintergrund nicht profitabel. Die Tohoku nahm Onagawa-1 am 21. Dezember 2018 definitiv vom Netz, wie seit kurzem aus der Reaktortabelle der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zu entnehmen ist. Onagawa-1 war der älteste Reaktorblock der Tohoku, die daneben noch Onagawa-2 und -3 und Higashidori-1 in der Präfektur Aomori betreibt.
Die Kyushu gab ihrerseits im Februar 2019 bekannt, Genkai-2 nicht wieder in Betrieb nehmen zu wollen. Ähnlich wie bei Onagawa-1 führten Abwägungen zwischen den für die Wiederinbetriebnahme benötigten Nachrüstungen und den noch zu erwartenden Betriebsjahren zu diesem Entscheid. Die Einheit nahm nun am 9. April 2019 offiziell den Status stillgelegt an. Genkai-2 hätte im März 2012 sein 40. Betriebsjahr erreicht. Die Kyushu hat damit die beiden älteren und mit 529 MW leistungsschwächeren Einheiten des Standorts definitiv vom Netz genommen. Genkai-1 wurde im April 2015 stillgelegt. Die beiden Druckwasserreaktorblöcke nahmen 1975, respektive 1981 den kommerziellen Betrieb auf.
Onagawa-1 und Genkai-2 produzierten, wie die meisten anderen Einheiten Japans, seit dem Reaktorunfall von Fukushima-Daiichi im Jahr 2011 keinen Strom mehr. Kernkraftwerksblöcke können erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn sie den neuen, verschärften Sicherheitsanforderungen entsprechen. Bisher haben neun Blöcke die Stromproduktion wiederaufgenommen, unter ihnen Genkai-3 und -4 (PWR, je 1127 MW) sowie Sendai-1 und -2 (PWR, je 846 MW), die alle vier von der Kyushu betrieben werden.