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Mittlerweile verlangen einige Reedereien von ihren Passagieren einen Treibstoffzuschlag. Grund dafür sind die kritische Lage in Nordafrika und die damit verbundenen höheren Ölpreise.
Die Aktionäre der Kreuzfahrt-Reedereien beobachten die Entwicklung im Unruhenherd Nordafrika mit Sorge, denn schon heute fallen die Gewinne ihrer Reedereien wegen der gestiegenen Kosten für die Treibstoffe niedriger aus. Erste Unternehmen erhöhen ihre Preise deshalb und geben ihre Mehrausgaben für den Treibstoff, den sie lagern müssen, sofort an die Kunden weiter. Sie verlangen den Treibstoffzuschlag – egal, ob der Kunde eine Hochsee- oder Flusskreuzfahrt gebucht hat.
Wurde die Kreuzfahrt, für die die Reederei jetzt einen derartigen Zuschlag fordert, vier Monate vor Reisebeginn oder sogar noch früher gebucht, und war der Grund für die Kostensteigerung zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben, so ist die Reederei zur Erhöhung des Endpreises berechtigt. Er muss allerdings bis spätestens 21 Tage vor Beginn der Kreuzfahrt verlangt und vom Kunden dann bezahlt werden.
Erst wenn sich der Ölpreis an der New Yorker Börse wieder gefestigt hat und mindestens 30 Tage 70 US-Dollar oder weniger pro Barrel gezahlt werden müssen, soll der Zuschlag wieder entfallen. Dies kündigt eine Reederei an, die bereits jetzt den Zuschlag bei Passagieren erhebt. Andere Reedereien dagegen wollen aktuell noch abwarten, gaben aber dennoch schon jetzt bekannt, dass die Kosten an die Passagiere weitergegeben werden müssen, wenn sich die Situation in Nordafrika nicht ändert.