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Der Zugersee weist gemäss der jüngsten Messung 80 Milligramm Phosphor pro Kubikmeter auf. Die eidgenössische Gewässerschutzverordnung schreibt 30 Milligramm pro Kubikmeter vor.
Die Schadstoffe liegen auf dem Grund des See
Diesen Wert erreichte der Zugersee laut der Mitteilung der Zuger Baudirektion letztmals vor 200 Jahren - und diesen Wert wollen die Behörden anstreben.
Allerdings dürfte dies lange dauern: Laut dem Leiter des Amts für Umweltschutz AfU, Roland Krummenacher, liegt der Phosphor ähnlich einem Sirup schwer auf dem Seeboden und wird nur bei heftigen Stürmen aufgewirbelt.
Kommt dazu, dass sich das Wasser im Zugersee länger aufhält als in andern Seen, weil es länger dauert, bis das Wasser einmal ausgetauscht ist - nämlich rund 14 Jahre.
Hohe Kosten für die nötigen Massnahmen
Um den Phosphorgehalt rascher zu senken, kommen see-interne Massnahmen wie Klärung oder Ableitung des Tiefenwassers in Frage. Diese sind allerdings sehr kostspielig. Besonders wichtig seien daher see-externe Massnahmen wie der Ausbau der Abwasserreinigung und die Reduktion der Nährstoffe in der Landwirtschaft.
Da der Grossteil des Phosphors aus der Landwirtschaft stammt, trafen sich die Zuger Baudirektion und das AfU kürzlich mit dem Bauernverband, um gemeinsame Schritte zu besprechen. Der Zuger Bauernverband erarbeite Massnahmen, um die Menge an Nährstoffen, die in den See gelangen, zu reduzieren, heisst es in der Mitteilung.