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Unsere Clubgeschichte beginnt wohl Ende 70-er anfangs 80-er Jahre. Ein Arbeiter mit italienischen Wurzeln, der in der ortsansässigen Firma Hauser arbeitete und im selben Gebäude wohnte, wo sich die Firma Leuthold,
von Werner Leuthold befindet, spielte des öfteren Boccia.
Werner Leuthold zeigte Interesse für das Spiel und fertigte die "ersten" Alukugeln in seiner mechanischen Werkstatt. Die Zwei spielten nun ab und
zu ein Spiel das man ehesten als ein Zwischen-Ding von Boccia und Pétanque bezeichnen könnte.
In dieser Zeit lernte Werner Leuthold den Pfarrer R. Binkert von Henggart kennen. In seiner Freizeit schloss
er sich den beiden an und spielte ab und zu mit. Von einem Frankreich-Urlaub kehrte R. Binkert nach Hause zurück und berichtete seinen zwei Kollegen, dass die Franzosen überall auf den Dorfplätzen auch ein solches Spiel spielen, das sich Pétanque
nennt. Er brachte die Begeisterung für das Spiel mit und gab das Erlernte an die Kollegen weiter. Bald entstand hinter der mechanischen Werkstatt Leuthold, im Zentrum von Oberwil, die erste Pétanque-Bahn. Was sich dort abspielte zog immer mehr
Nachbarn, Kollegen und Freunde der Gebrüder Leuthold an, welche begannen rege mitzumachen... unter diesen Umständen liess die Idee, einen Pétanque-Club zu gründen, natürlich nicht lange auf sich warten.
Im Jahr 1982 war es soweit. Nur: wie sollte man ans Werk gehen? Anfangs der 80-er Jahre war Pétanque in unseren Breitengrad nicht gerade eine Massensportart.
Das interessierte Grüppchen schrieb
an den französischen Verband in Marseille. Von dort erhielt es die Adresse der FSP (Fédération suisse de pétanque), über diese jene des SAP (Secteur Alémanique de pétanque). Ein wichtige Rolle spielte dabei wieder
Pfarrer R. Binkert, der mit seinen überragenden Französischkenntnissen diesen Briefwechsel erst ermöglichte! Am 1. Juni 1983 fanden sich 13 angehende Pétanquere, unter ihnen auch 2 Frauen, zur Gründungsversammlung ein. Zum ersten
Präsidenten wurde Ruedi Widtmann gewählt, der offizielle Name des Vereins war " Jeu de Pétanque Klub Oberwil".
Am 17.12.1983 erfolgte die offizielle Aufnahme in den Verband SAP.
An der ersten Generalversammlung 1983 trat Ruedi Widtmann aus Zeitgründen zurück.
Werner Leuthold wurde zum neuen Präsidenten gewählt. Aus Platzgründen
konnten keine Aktivmitglieder mehr aufgenommen werden! Werner Peter, Wirt des Rest. Rebstock (1. Gönner des Vereins) machte in dieser kritischen Situation ein tolles Angebot: Er liess auf eigene Kosten sechs Bahnen auf seinem Land hinter dem Wirtshaus
herstellen. Es begann eine langjährige Zusammenarbeit. Leider fanden die Pläne von Werner von einigen Anwohnern kein Verständnis und es wurde Einsprache erhoben. Die eigens aus Zürich angereiste Rekurskommission entschied am 15. November
1984 zu Gunsten unseres Klubs.
Anlässlich der Generalversammung 1984 spaltete sich eine Gruppe ab, welche in der Folge den Pétanque-Club Hettlingen gründete.
1986 wurde eine Vor-Vor-Ausscheidung für die Weltmeisterschaften in Oberwil durchgeführt. Um dem Wunsch zur Durchführung von Turnieren von den Mitgliedern nachzukommen, wurde bereits im Mai des folgenden Jahres ein offizielles Turnier
organisiert. Im Oktober 1987 wurde zum ersten Mal unser nunmehr zur Tradition gewordenes und beliebtes "Rebstock-Turnier" durchgeführt.
An der GV 1987 verliessen einige Mitglieder aus Schaffhausen den Club
um den bis heute existierenden Pétanque-Club Herblingen zu gründen.
Im Winter 1987/88 wurde sogar in einer "Halle" trainiert. Von Sämi Krebs wurde sie aus Gerüstelementen erstellt und wurde
durch eine Bauheizung "beheizt".
Die Saison 1989 wurde nur noch mit 10 lizenzierten Spielern in Angriff genommen da 9 Mitglieder (7 Aktive) aus persönlichen Gründen den Austritt bekannt gegeben hatten.
Trotz allem konnte ein erster bemerkenswerter, sportlicher Erfolg für den Pétanque-Club Oberwil (der Name war inzwischen geändert worden) gefeiert werden. Hansueli Grossniklaus und Peter Fuchshofer gewannen
den 1. Wyland-Cup. In der Saison 1991 wurde der Wyland-Cup wieder von Oberwil gewonnnen. Diesmal von Andreas Held und Patrik Schwebel.
Die ersten zehn Jahre unserer Vereinsgeschichte habe ich dem Festführer
zum Clubjubiläum 1993 entnommen (Verfasser Silvio Moretto, Aktuar).
Unser grösstes Projekt der letzten Jahre war der "Umzug" vom Rebstock auf ein neues Clubgelände. Am 9. Februar 2003 fand auf dem
Hof der Familie Blatter in Oberwil, im Beisein unserer Gemeindepräsidentin Irene Bolli, der Spatenstich für den neuen Trainingsplatz statt. Dank vielen Stunden Fronarbeit der Mitglieder entstand eine tolle Pétanque-Anlage, die wegen der schönen
Aussicht auf die Berge und den nicht einfach zu spielenden Plätzen weit über die Kantonsgrenze hinaus bekannt ist.
Im selben Jahr organisierte der Pétanque-Club Oberwil
neben dem traditionellen Rebstock-Turnier, die Ausscheidungen der Schweizermeisterschaften mit insgesamt 70 teilnehmenden Mannschaften aus der deutschen Schweiz. Auch eine grosse Herausforderung an die Mitglieder... nein wir sind nicht 30 Personen, nur gerade
die Hälfte und ist wirklich beachtlich, was geleistet wurde. Um solche Projekte zu realisieren braucht es einen guten Teamgeist und jeder muss anpacken. Wir können Stolz sein, denn manch ein grösserer Club, mit mehr Mitgliedern, schreckt vor
der Organisation eines Turniers zurück und so sind die grossen Turniere in der Schweiz sehr dünn gesät.