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Drei Monate nach dem Flugverbot für den «Dreamliner» wegen Batterieproblemen ist Boeings Prestigeflieger wieder im Einsatz. Als weltweit erste Gesellschaft hat am Samstag die afrikanische Ethiopian Airlines die 787 Maschine wieder auf einem Flug nach Kenia eingesetzt, wie ein Reuters-Zeuge berichtete.
Am Donnerstag hatte die US-Flugaufsicht FAA das neue Batterie-System abgesegnet und das im Januar verhängte Flugverbot aufgehoben, auch wenn die Ermittlungen zu den Ursachen der Batterie-Überhitzung noch nicht abgeschlossen sind. Flugbehörden in weiteren Ländern gaben ebenfalls grünes Licht.
Weitere Testflüge in Japan
Boeings grösster «Dreamliner»-Kunde, All Nippon Airways, hat für Sonntag einen ersten Testflug mit dem 787-Jet angekündigt. Bevor die japanische Gesellschaft wieder Passagiere mit dem Dreamliner transportieren wird, soll es noch rund 230 weitere Testflüge geben.
Auch Rivale Japan Airlines hat für Mai zunächst Testflüge angekündigt, bevor der Dreamliner von Juni an wieder regulär eingesetzt werden soll. Boeing hat die meisten der 50 bereits ausgelieferten Dreamliner nach Japan verkauft. Während der von den Behörden auferlegten Zwangspause lieferte der Airbus-Rivale keine neuen 787-Maschinen aus.
Schnell entflammbare Lithium-Ionen-Akkus
Sämtliche Dreamliner erhielten Flugverbot, nachdem eine Batterie an Bord einer in Boston geparkten Japan-Airlines-Maschine Feuer fing und eine weitere in einem Flieger von All Nippon Airways während des Flugs schmolz. Boeing setzt Lithium-Ionen-Akkus in dem als besonders sparsam gepriesenen 787-Jet ein, weil sie leichter sind als herkömmliche Batterien. Sie sind aber auch schneller entflammbar.
Die Zwangspause für Boeings Hoffnungsträger kostete die US-Fluggesellschaft Schätzungen zufolge rund 600 Millionen Dollar. Die japanische Gesellschaft ANA kündigte an, Gespräche mit Boeing über Schadenersatz nach Wiederaufnahme der regulären Flüge führen zu wollen.
(aho/reuters)