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Den schwärzesten Tag ihrer Geschichte erlebt die JS bereits ein Jahr nach ihrer Gründung. Am 14. Juni 1891 - einem strahlend sonnigen Sonntag - findet in Mönchenstein (heute: Münchenstein) ein Bezirksgesangsfest statt. Schon früh sind die Zufahrtswege von Gesangsfreunden belebt. Die Züge der JS bringen bereits am Morgen Hunderte von Teilnehmern und Zuschauern von Basel nach Münchenstein, der ersten Station der Linie Basel - Delémont. Um 14.15 Uhr dampft der rappelvolle Nachmittagszug aus dem Centralbahnhof Basel ab, kommt jedoch nur noch bis zur Birs. Ein Theologiestudent, der in der 3. Klasse reist, beschreibt die kurze Fahrt: "Durch die breiten Risse und Spalten des elenden Bretterbodens sah man Steine, Schwellen und Unkraut blitzartig vorbeiziehen. […] Bei der Birsbrücke plötzlich ein stärkerer Stoss als alle bisherigen."
Unter der Last des mit rund 550 Reisenden gefüllten Zuges bricht die 1874/75 von Gustave Eiffel errichtete Eisenbrücke ein. Die hintersten fünf Passagierwagen stürzen nicht ab. Sie kommen dank der Druckluftbremse noch vor der Brücke zum Stehen. Die meisten Reisenden dieser Wagen haben Glück und kommen mit dem Schrecken davon. Zwei Lokomotiven, Personen-, Post- und Gepäckwagen stürzen aber in die Birs; ein Wagen bleibt am Bord hängen. 171 Reisende in den abgestürzten Wagen werden schwer verletzt, 72 sterben.
Unter ihnen befindet sich auch Wilhelm Bubeck, der den Basiliskenbrunnen entworfen hat. Das letzte Opfer der Katastrophe ist ein Soldat, der sich bei den Rettungsarbeiten schwer verletzt und erst Wochen später den Verletzungen erliegt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist dieser Unfall die grösste Tragödie der Eisenbahngeschichte Kontinentaleuropas.