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Internationales
Grenzüberschreitende Erwerbstätigkeit gehört heute Europa- und weltweit zum beruflichen Alltag.
Entsendungen
Für Arbeitnehmende, die für Rechnung ihres Arbeitgebers vorübergehend in einem anderen Land einen Auftrag erledigen, bleibt während dieser Zeit weiterhin die Sozialversicherungsgesetzgebung des Ursprungslands anwendbar, falls gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.
Entsendungen aus der Schweiz in einen EU-Staat
Für Erstentsendungen bis maximal 24 Monate stellt der Arbeitgeber bzw. der Selbstständigerwerbende bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse einen Antrag auf Ausstellung einer Entsendungsbescheinigung. Wenn die Voraussetzungen für eine Entsendung erfüllt sind, stellt die AHV-Ausgleichskasse eine Bescheinigung A1 aus und händigt sie dem Arbeitgeber bzw. dem Selbstständigerwerbenden aus. Der Arbeitgeber übergibt die Bescheinigung der entsandten Person.
Entsendung aus der Schweiz in einen EFTA-Staat
Das revidierte EFTA-Abkommen vom 21. Juni 2001 enthält für Staatsangehörige der Schweiz, Islands, Liechtensteins oder Norwegens in den Beziehungen zwischen diesen Staaten die gleichen Regelungen wie das Freizügigkeitsabkommen Schweiz/EU. Die Koordinierung basiert ebenfalls auf den Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (ähnlich einem Sozialversicherungsabkommen) und 987/2009 (Durchführungsbestimmungen). Es ist seit dem 1. Januar 2016 in Kraft. Gewisse Ausnahmen gelten im Verhältnis zwischen der Schweiz und Liechtenstein.
Entsendung in Vertragsstaaten ohne EU- und EFTA-Staaten
In allen Sozialversicherungsabkommen ist vorgesehen, dass Arbeitnehmende weiterhin der Gesetzgebung des Ursprungslandes unterstellt bleiben, wenn sie von einem Unternehmen mit Sitz in diesem Staat vorübergehend zur Arbeitsleistung in das Gebiet eines anderen Staates entsandt werden.
Entsendung in Nichtvertragsstaaten
Personen, welche von ihrem Arbeitgeber in einen Nichtvertragsstaat entsandt werden, können die obligatorische Versicherung weiterführen, sofern sie unmittelbar vor der Entsendung mindestens fünf Jahre lang in der AHV versichert waren. Auch der nichterwerbstätige Ehepartner kann die obligatorische Versicherung weiterführen.