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Militärisch eingesetzte Funkempfänger, die oftmals auch kommerziell eingesetzt wurden, oder kommerzielle Geräte, welche an den militärischen Einsatz angepasst wurden, finden sich im Bereich Militärische Empfänger.
Für einen besseren Überblick über die militärische Kommunikationstechnik, die in der Schweizer Armee im Einsatz war, empfehle ich die Schwester - Website armyradio.wiki.
|Nation|
|Geräte der deutschen Streitkräfte||Die Geräte der deutschen Reichswehr und in den Jahren des Zweiten Weltkriegs der deutschen Wehrmacht stammen von den bedeutendsten deutschen Herstellern von Kommunikationsgerät und tragen i.d.R. Abkürzungen, die dem Einsatzzweck entsprechen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit der Integration der Bundesrepublik Deutschland in die NATO kamen NATO - Geräte auch bei der Bundeswehr zum Einsatz. Teils wurden amerikanische Surplusgeräte mit deutscher Frontplatte auch von Behördenstellen eingesetzt.|
|Geräte der französischen Streitkräfte||Von den französischen Streitkräften, Forces armées françaises, wurde Gerät französischer Herkunft und in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg auch solches aus Alliiertem Surplus eingesetzt.|
|Geräte der italienischen Streitkräfte||Von den italienischen Streitkräften wurde italienisches Gerät und in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg auch solches aus Alliiertem Surplus eingesetzt.|
|Geräte der britischen Streitkräfte||Die Funkgeräte(sätze) der britischen Streitkräfte waren in den frühen Jahren als Wireless Set No.xx bezeichnet.|
|Geräte der Schweizer Armee||Mit der neuen Nomenklatur der Schweizer Armee werden Empfänger mit der Bezeichnung E-6xx, Sendeempfänger mit SE-xxx und Peiler mit P-7xx bezeichnet. Details auf der Website armyradio.wiki|
|Geräte der u.s.-amerikanischen Streitkräfte||Die Funkgerätesätze der U.S.Streitkräfte tragen in der Regel Bezeichnungen für das Gerät selber und Bezeichnungen für aus verschiedenen Einzelgeräten bestehende Gerätesätze, beispielsweise kompletten Funkstationen.|
In den Sechziger- bis Achzigerjahren wurden vor allem amerikanische Geräte gern als Surplus verkauft, zu einem Bruchteil des Originalpreises und meistens deutlich günstiger, als für ein gleichwertiges Gerät vom Amateurfunkmarkt, konnten hier Funkamateure Geräte erwerben.
Da die militärischen Geräte aufgrund der Betriebsspannungen und gewisser Parameter (andere Frequenzbereiche, nur USB statt schaltbar LSB/USB-Betrieb, Kopfhörer- statt Lautsprecherbetrieb) nur bedingt geeignet waren, wurden sie oftmals modifiziert. In vielen Fällen wurden die Geräte im für Funkamateure so brauchbarer, oftmals wurde leider auch verschlimmbessert, mit billigen Komponenten wurden Netzteile anstelle der Dynamotor-Stromversorgung eingebaut, Löcher für andere Antennenbuchsen in die Frontplatte gebohrt und oft auch die Schaltung verändert.
Was damals praktisch war, ist aus Sicht des historisch interessierten Sammlers oft nahezu ein Sakrileg. So werden heute Geräte im Originalzustand zu höheren Preisen gehandelt, als modifizierte, „verbastelte“ oder solche mit umgespritzten Gehäusen.
Ein beliebter Leitfaden war das Surplus - Handbuch von Bernd Jacobi. Es soll hier aus historischem Interesse bereitgestellt werden, nicht um Bastler zu animieren, an ihren historischen Geräten herumzubasteln (oft erlöst man beim Verkauf eines unmodifizierten Originalgeräts so viel Geld, um zwei schöne Amateurfunkgeräte erwerben zu können…), sondern um die zeitüblichen Modifikationen erkennen und bestenfalls rückgängig machen zu können.