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2005 erwartete uns eine spezielle Überraschung. Da in Singhan Wala im ganzen Dorf Kanalisationen installiert wurden, wurde der dortige Abwassersee überflüssig. Daher wurde Balwant vom Dorfältesten gefragt, ob er interessiert wäre diesen Abwassersee zu übernehmen. Dies als Geschenk an unser Hilfswerk. Balwant war sofort einverstanden. Als mir mein Mann von diesem Geschenk erzählte, kam mir sofort die Idee auf diesem Stück Land einen Spielpark für verarmte Kinder zu gestalten. Unverzüglich begann Balwant mit seinen Verwandten und der Dorfbevölkerung mit der Entwässerung des Sees. Danach wurden eineinhalb Meter der verschmutzen Erde von Hand ausgehoben und ausserhalb des Dorfs transportiert. Die leeren Transportmittel wurden dann mit sauberer Erde aufgefüllt und zurück gebracht. Bei dieser Arbeit halfen viele Dorfbewohner freiwillig mit ihren eigenen Eselkarren, Veloanhängern, von Wasserbüffeln gezogenen Fuhrwerken oder was ihnen sonst zur Verfügung stand, mit. Mit der frischen Erde wurde das ganze Seebett wieder aufgefüllt.
2006 entstand mit Hilfe vieler Taglöhner eine Schutzmauer. Da es in Indien immer wieder vorkommt, dass unbeaufsichtigte Kinder von der Mafia entführt und misshandelt werden, fühlte sich Balwant gezwungen um das gesamte Gelände eine zwei Meter hohe Mauer zu bauen, um die spielenden Kinder entsprechend zu schützen.
2007 finanzierte unser Hilfswerk einen Wohnraum für die Gärtnersfamilie, welche für die Instandstellung und Betreuung des Parkes verantwortlich sein wird. Im selben Jahr wurde auch nach Grundwasser gegraben und eine grosse Wasserzysterne auf das Dach des Gärtnerhauses gebaut. Schlussendlich entstanden noch ein grosses und ein kleines Eingangstor aus Eisen sowie eine Busstation direkt vor dem Park.
2008 fand ich in der Schweiz einen Landschaftsgärtner, welcher bereit war, sein Praktikum in unserem Spielpark zu absolvieren. Felix gestaltete einen schönen Weg entlang der Mauer und pflanzte viele Blumen, Sträucher und Bäume. Zur selben Zeit erbaute Balwant vier Toiletten für Buben und Mädchen im Park, sowie weitere vier Toiletten vor dem Park für Erwachsene. Wie all unsere Arbeiten, wurden auch diese mit Hilfe vieler Taglöhner ausgeführt. Die Bepflanzung des ganzen Parks führten speziell dafür ausgebildete Gärtner durch.
2009 gestaltete Balwant mit seinen mittlerweile zu Freunden gewordenen Taglöhnern den ganzen Park mit vielen farbenfrohen Spielgeräten, Sitzmöglichkeiten und Abfalleimern.
Endlich war es soweit diesen Spielpark mit einem grossen Volksfest zu eröffnen. Es ist der einzige derartige Park in ganz Indien, zu welchem alle Kinder Zugang haben. Normalerweise erhalten nur Kinder reicher Eltern, welche eine Eintrittsgebühr bezahlen können, die Möglichkeit in einem solchen Spielpark spielen zu können. Den armen Kindern ist der Zutritt verwehrt. Sie werden einzig geduldet, um vor solchen Parks Süssigkeiten,
Ballone und Spielzeug an reiche Familien zu verkaufen.
Unser Park wird täglich von bis zu 50 armen Kindern benutzt. Regelmässig pilgern arme Familien von weit her zu unserer grünen Spieloase, um ihren Kindern, zum Beispiel zum Geburtstag, einmal in deren Leben eine derart «luxuriöse» Freude zu bereiten. Auch Hochzeitsfeiern finden ab und zu im Spielpark statt.
Wir suchen laufend Kindergärtnerinnen oder Hortleiterinnen, welche bereit wären für mindestens 5– 6 Monate unentgeltlich in diesem Spielpark zu arbeiten. Indian Hope Schweiz offeriert Kost und Logie im Obergeschoss des Gärtnerhauses, welche sich gleich daneben im Spielpark befindet.
Flugspesen werden ab und zu von der Berner Kirche übernommen, oder müssen selbst bezahlt werden. Von Vorteil wäre eine Reise durch Indien vor- oder nach dem Einsatz. Bei frühzeitiger Buchung gibt es Rundflüge unter 1000.-.
Hilfswerk Indian Hope Schweiz, Postfach, 3001 Bern, Tel./Fax: 031 722 19 81, E-Mail: <email-pii>, Postkonto 30-481316-0, IBAN <iban-pii>