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Rock the Ring wird von den Schweizer Spielbanken unterstützt.
Glücksspiel und Spielbanken haben in der Schweiz eine lange Tradition. Schon seit dem 19. Jahrhundert gibt es in verschiedenen Städten Spielbanken, in denen die Schweizer ihrer Leidenschaft für Glücksspiele wie Roulette, Black Jack oder Spielautomaten frönen können. Heute existieren in der Schweiz 21 konzessionierte Spielbanken, die strengen gesetzlichen Vorgaben unterliegen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Geschichte der Schweizer Spielbanken, die geltenden gesetzlichen Grundlagen, die Unterschiede zwischen den Casinos mit A- und B-Konzession sowie alle wichtigen Fakten und Zahlen rund um die 21 Schweizer Spielbanken.
Die Anfänge der Spielbanken in der Schweiz
Die ersten Spielbanken in der Schweiz entstanden bereits im 19. Jahrhundert. So nahm 1826 das Spielcasino in Baden AG als eine der ersten Spielbanken der Schweiz ihren Betrieb auf. Weitere frühe Spielbanken gab es unter anderem in Luzern (ab 1840), in Interlaken (ab 1856) und in St. Moritz (ab 1856). Beliebt waren die eleganten Spielbanken besonders bei wohlhabenden Touristen, die die schweizer Bergorte besuchten. Auch heute noch zählen die traditionsreichen Spielbanken etwa in Baden, Luzern oder St. Moritz zu den bekanntesten der Schweiz.
Einschränkungen des Glücksspiels und erste Spielbankengesetze
Obwohl die Spielbanken immer populär blieben, wurde das Glücksspiel in der Schweiz im Lauf der Jahre auch immer wieder eingeschränkt. So erliess der Bundesrat 1923 ein Verbot von Spielbanken, das aber wenig später durch eine Volksabstimmung wieder aufgehoben wurde. Erst mit dem ersten Spielbankengesetz von 1929 wurde das Glücksspiel in der Schweiz umfassend reglementiert. Dieses Gesetz legte unter anderem fest, dass pro Kanton maximal eine Spielbankkonzession vergeben werden durfte. Weitere Anpassungen des Gesetzes folgten in den 1990er Jahren. So wurde etwa die Maximalzahl der Spielbankenkonzessionen im Land auf 19 erhöht.
Das aktuelle Spielbankengesetz von 2019
Heute regelt das Spielbankengesetz aus dem Jahr 2019 den Betrieb der Schweizer Spielbanken. Dieses Gesetz trat am 1. Januar 2019 in Kraft und löste das Gesetz aus dem Jahr 1998 ab. Ziel der neuen Regelung war unter anderem, das inländische Spielbankenangebot zu stärken und so den grauen und illegalen Glücksspielmarkt einzudämmen. Gleichzeitig setzt das neue Gesetz den Jugend- und Sozialschutz weiterhin an die erste Stelle.
Wichtige Inhalte des aktuellen Spielbankengesetzes sind:
- Die Anzahl der Spielbankkonzessionen in der Schweiz wird von 19 auf 21 erhöht.
- Es gibt zwei Typen von Konzessionen:
- Kategorie A: Diese 8 Konzessionen werden für Betriebe mit umfassendem Angebot vergeben.
- Kategorie B: Diese 13 Konzessionen sind für kleinere Betriebe mit beschränktem Angebot.
- Für online durchgeführte Spiele gilt ein Höchsteinsatz von maximal 25 Franken pro Spiel. Offline dürfen höhere Einsätze getätigt werden.
- Die Kantone können eine Abgabe auf dem Bruttospielertrag erheben. Diese darf maximal 40% der Bundesabgabe betragen.
- Das Mindestalter für den Eintritt in eine Spielbank sowie für die Teilnahme an Geldspielen bleibt in der ganzen Schweiz einheitlich bei 18 Jahren.
Die 21 konzessionierten Spielbanken in der Schweiz
Auf Basis des neuen Spielbankengesetzes werden heute in der Schweiz 21 Spielbankenkonzessionen vergeben. Davon sind 8 Casinos der Kategorie A mit umfassendem Spielangebot. 13 verfügen über eine Konzession der Kategorie B mit eingeschränktem Angebot.
Folgende 8 Casinos haben aktuell eine Konzession Kategorie A:
- Casino Bad Ragaz (Bad Ragaz, St. Gallen)
- Grand Casino Basel (Basel, Basel-Stadt)
- Casino Bern (Bern, Bern)
- Casino Davos (Davos, Graubünden)
- Casino Luzern (Luzern, Luzern)
- Casino Montreux (Montreux, Waadt)
- Casino Pfäffikon (Pfäffikon, Schwyz)
- Casino St. Moritz (St. Moritz, Graubünden)
Diese 13 Spielbanken verfügen über eine Konzession Kategorie B:
- Casino Admiral (Mendrisio, Tessin)
- Casino Bad Zurzach (Bad Zurzach, Aargau)
- Casino Courrendlin (Courrendlin, Jura)
- Casino Cran Montana (Crans-Montana, Wallis)
- Casino Interlaken (Interlaken, Bern)
- Casino Lugano (Lugano, Tessin)
- Casino Mendrisio (Mendrisio, Tessin)
- Casino Schaffhausen (Schaffhausen, Schaffhausen)
- Casino Davos (Davos, Graubünden)
- Swiss Casinos Pfäffikon (Pfäffikon, Schwyz)
- Casino Rheinfelden (Rheinfelden, Aargau)
- Casino Schwyz (Schwyz, Schwyz)
- Casino Locarno (Locarno, Tessin)
Was ist der Unterschied zwischen A- und B-Konzession?
Die Casinos mit einer A-Konzession zeichnen sich durch ein umfassendes Spielangebot aus. Sie bieten neben klassischen Tischspielen wie Roulette, Black Jack oder Poker auch Spielautomaten und online durchgeführte Spiele an. Zudem gibt es in diesen Betrieben in der Regel Restaurationsbetriebe, Veranstaltungsräume und weitere Unterhaltungsangebote.
Die Höhe der Einsätze ist in A-Casinos nach oben nicht begrenzt. Allerdings gelten bei online durchgeführten Spielen Einsatzlimits von maximal 25 Franken pro Spiel. Für landbasierte Spiele gibt es keine Einsatzbeschränkungen.
Die Spielbanken mit B-Konzession zeichnen sich im Vergleich zu den A-Casinos durch ein eingeschränktes Spielangebot aus. Oft gibt es dort nur ein begrenztes Angebot an Spieltischen und Automaten. Auch Unterhaltungsangebote und Gastronomie sind typischerweise weniger stark vertreten.
Zudem sind die Höchsteinsätze bei automatisiert durchgeführten Spielen auf maximal 25 Franken pro Spiel begrenzt. Auch für Tischspiele gelten bei B-Konzessionen tendenziell niedrigere Einsatzlimits.
Schlussfolgerung
Die Schweizer Spielbanken blicken auf eine lange Tradition zurück, unterliegen heute aber einer strengen gesetzlichen Regulierung. Das aktuelle Spielbankengesetz erlaubt maximal 21 Spielbanken in der Schweiz und unterscheidet dabei zwischen A- und B-Konzessionen. Während die A-Casinos ein umfassendes Angebot mit hohen Einsatzmöglichkeiten bieten, zeichnen sich die kleineren B-Betriebe durch ein begrenztes Angebot und niedrige Einsatzlimits aus. Insgesamt steht der Jugend- und Sozialschutz jedoch in allen Schweizer Spielbanken an erster Stelle. Die Schweizer setzen damit im internationalen Vergleich Massstäbe bei der gesetzlichen Regulierung des Glücksspiels.