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Bei ihrer Rückkehr an den Ort, wo sie vor einem Jahr ihren ersten WTA-Titel gefeiert hatte, zeigte sich die 19-jährige Ostschweizer jedoch nicht in gewünschter Form. Gegen die zehn Jahre ältere Russin Jelena Wesnina musste sie sich mit 6:7 (4:7), 6:7 (5:7) geschlagen geben.
Allerdings fehlt es Bencic zurzeit an Spielpraxis. Zwar hatte die Weltnummer 8 vor zwei Wochen am Rasenturnier in s’Hertogenbosch nach zweimonatiger Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback gefeiert und war bis in den Halbfinal vorgestossen, nur eine Woche später musste sie in Birmingham in ihrem Auftaktspiel gegen Irina-Camelia Begu wegen einer Adduktorenzerrung jedoch erneut Forfait geben.
Bei ihrem zweiten Aufeinandertreffen mit der Russin Wesnina gewann Bencic insgesamt nur vier Punkte weniger als ihre Kontrahenten, jedoch nicht die entscheidenden. Das erste Duell in Charleston (South Carolina) verlor Bencic im April auf Sand noch klar 1:6, 1:6. Nach der Niederlage wird Bencic am Montag aus den Top 10 fallen.
Bereits am Nachmittag war mit Timea Bacsinszky auch die zweite Schweizerin in Eastbourne ausgeschieden. Die als Nummer 4 gesetzte Waadtländerin verlor ebenfalls nach einem Freilos ihr erstes Spiel gegen die Französin Kristina Mladenovic (WTA 33) 1:6, 5:7. Für Bacsinszky, in der Weltrangliste vom 10. auf den 12. Platz zurückgefallen, war es nach dem Ausscheiden im Viertelfinal an den French Open ihr erstes Spiel auf Rasen in diesem Jahr.
Dabei bekundete die 27-Jährige bei ihrem ersten Duell mit Mladenovic, einer guten Freundin von Belinda Bencic, zu Beginn Mühe. Nach 0:5-Rückstand verlor sie den ersten Satz in nur 26 Minuten. Der zweite Durchgang verlief dann ausgeglichener. Zwar gab Bacsinszky zum 1:2 erneut früh ihren Aufschlag ab, sie kämpfte sich jedoch zurück und glich mit ihrem vierten Breakball im zweiten Satz zum 4:4 aus. Ihr vierter Serviceverlust zum 5:6 war dann aber einer zu viel, nach 91 Minuten musste sie der Gegnerin zum Sieg gratulieren.
Dass Bacsinszky nun ohne Sieg auf Rasen nach Wimbledon reist, muss kein schlechtes Omen sein. Vor einem Jahr schaffte sie beim Traditionsturnier den Sprung in die Viertelfinals, obwohl sie zuvor keine Partie auf der grünen Unterlage absolviert hatte.
(SDA)