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Vier Tote am Fusse des Creux-du-Van
- Aktualisiert am Samstag, 15. August 2015, 5:46 Uhr
Im Kanton Neuenburg sind die Leichen eines Vaters und seiner zwei kleinen Kinder gefunden worden. Fast gleichzeitig wurde in der Nähe die Leiche einer Frau entdeckt. Die Fälle stehen offenbar in keinem Zusammenhang.
Im Kanton Neuenburg hat sich ein Familiendrama ereignet. Am Fusse des Felsenkessels Creux-du-Van wurden die Leichen eines 45-jährigen Mannes und seiner zwei und drei Jahre alten Kinder gefunden. In der Nähe fand die Polizei zudem den leblosen Körper einer Frau.
Sorgerechtsstreit als Motiv?
Der für die Untersuchung zuständige Richter, Jean-Paul Ros, geht davon aus, dass es sich bei den drei Opfern um einen Vater und seine zwei Kinder handelt. «Der Vater war wahrscheinlich wütend über einen Sorgerechts-Entscheid des Gerichtes. Dies geht aus einem Brief hervor, den wir in einem Fahrzeug vor Ort gefunden haben. Aber natürlich handelt es sich hier nur um eine Hypothese, wir müssen jetzt noch untersuchen, ob dies wirklich der Grund war.»
Die Suche war am Morgen eingeleitet worden, nachdem eine Person aus dem Umfeld der Familie die Polizei alarmiert hatte. Diese Person zeigte sich beunruhigt, weil sie von einem Familienmitglied eine SMS bekommen hatte. Darin war die Rede, dass sich der Vater mit Selbstmordabsichten und in Begleitung seiner beiden Kinder zum Creux-du-Van begeben habe.
Abschiedsbrief weist auf Sorgerechtsstreit hin
Bei der Suche fand die Polizei zuerst per Zufall die Leiche einer 45-jährigen Frau, die aber offenbar nichts mit den drei anderen Opfern zu tun hat. Der Ort, an dem die Tote gefunden wurde, befindet sich mehrere 100 Meter vom Fundort der anderen Leichen entfernt. Kurze Zeit später fand die Polizei die Leiche des Vaters und diejenigen seiner zwei Kinder.
Der Mann stammt aus dem französischen Grenzgebiet, hat aber Beziehungen zur Region Val de Travers und Neuenburg. Um welche Beziehungen es sich handelt, wollte die Polizei nicht sagen. Die Identifizierung der vier Leichen war am Abend im Gang. Bei der Suche nach dem Mann und seinen Kindern waren 40 Polizisten und ein Rega-Helikopter im Einsatz.