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Die Elenden und die Armen suchen Wasser, aber es gibt keines, ihre Zunge vertrocknet vor Durst: Ich, der HERR, ich erhöre sie, ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht. Auf kahlen Höhen lasse ich Flüsse entspringen und in Tälern Quellen, die Wüste mache ich zum Schilfteich und das trockene Land zu Wasserquellen. Jesaja 41.17-18
Wasser ist heute ein ebenso lebenswichtiges Gut wie zu biblischen Zeiten. In Ländern mit hohem Einkommen leicht als selbstverständlich vorausgesetzt, haben Bevölkerungswachstum, Entwaldung und Klimawandel den Druck auf die Wasserversorgung für einen Grossteil der Weltbevölkerung heute noch verstärkt. In der Antike, wo dieser Kampf offensichtlich und allgegenwärtig war, war die Verwendung von Wasser sowohl als Metapher für das Leben als auch als praktisches Beispiel für eine tatsächliche Erfrischung unvermeidlich. Es ist jedoch möglich, dass wir bei einigen Bibelstellen zu schnell von einer Metapher ausgehen. Sicherlich will Gott die Menschen segnen, indem er seinen Geist über sie ausgiesst, aber ihm geht es auch darum, dass Brunnen gebaut und Flüsse wieder aufgefüllt werden und die Durstigen etwas zu trinken bekommen. Vielleicht könnte das eine sogar Inspiration für das andere sein!
Wie bei so vielen dieser Ziele geschieht bereits viel Gutes, aber es bleibt noch so viel mehr zu tun. Im Jahr 2015 zum Beispiel verfügten 91 Prozent der Weltbevölkerung über Zugang zu Trinkwasser – gegenüber 82 Prozent im Jahr 2000. Doch es gibt immer noch 663 Millionen Menschen, die aus vollkommen unbehandelten Quellen trinken. Und etwa dreimal so viele Menschen trinken immer noch stark verunreinigtes Wasser. Bei den sanitären Einrichtungen ist es noch schlimmer. Auch hier stieg der Anteil der Weltbevölkerung, der Zugang zu einem verbesserten Sanitärsystem hatte, im Zeitraum von 15 Jahren um 9 Prozent, aber die Gesamtzahl lag 2015 bei nur 68 Prozent. Von den 2,4 Milliarden Menschen, für die es gar keine Verbesserungen gab, hat fast 1 Milliarde überhaupt keine Einrichtungen.
Stell dir vor, du wärst einer dieser Menschen und würdest die oben zitierte Bibelstelle lesen. Was würdest du denken? Und dann stell dir vor, du würdest diese Verheissungen nochmals lesen, aber diesmal im Hinblick auf die Menschen, die so leiden. Genügt es, zu unserer eigenen Erbauung die Worte bequem zu vergeistigen, oder braucht es mehr? Ziel 6 beabsichtigt, bis 2030 in ausgetrockneten Gebieten wieder Ströme lebendigen Wassers fliessen zu lassen, nicht zuletzt durch die Sicherung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser und zu angemessenen sanitären Einrichtungen für alle Menschen auf der Erde. Jesus sagte: «Als ich durstig war, gabt ihr mir zu trinken» (Matthäus 25,35). Das ist wirklich das Mindeste, was wir tun können.
Persönlich – Höre auf, Wasser zu verschwenden. Berechne deinen Wasser-Fussabdruck mit Online-Tools.
Lokal – Trete mit deiner Kirchgemeinde dem Blue Community Network bei. www.bluecommunity.ch
International – Hast du Einfluss in einem Unternehmen, einer Stiftung oder einer öffentlichen Einrichtung? Schlage die Verwendung von The Drop® Öko-Sanitärarmaturen vor, um Wasser zu sparen.
Um übertragbare Krankheiten zu bekämpfen und Wasser zu sparen, hat die Association de Développement Durable (ADED) den Öko-Wasserhahn The Drop® entwickelt.
Akute Durchfall- und Atemwegserkrankungen werden durch schmutzige Hände übertragen und verursachen eine erhöhte Sterblichkeitsrate, insbesondere bei Kindern. Dieser Öko-Wasserhahn kann an jeden Kanister oder jedes Niederdruck-Wassersystem angepasst werden und wurde für einen minimalen Wasserverbrauch entwickelt. Das Wasser hört auf zu fliessen, ohne dass der Wasserhahn geschlossen werden muss, wodurch die Vermehrung von Bakterien eingeschränkt wird. Der Abfall wird reduziert, und das verbrauchte Wasser kann zum Beispiel zur Gartenbewässerung verwendet werden. Der Wunsch von ADED ist es, diesen Wasserhahn allen Organisationen anzubieten, die sich mit Sanitärversorgung und Hygiene befassen. www.aded-suisse.org www.the-drop.ch
«Vor The Drop® haben wir Wasser in Schüsseln mit Seife auf die Seite gestellt. Aber wir haben viel verschwendet, weil wir das Wasser jedes Mal wechseln mussten, und die Kinder haben damit gespielt», erklärt Jérémie, Leiter des Zentrums für Talibé-Kinder in Mbour, Senegal. Er schätzt «le drop», wie er ihn nennt, für seine Effizienz und dafür, dass die Hände nach dem Waschen sauber sind. «Wir arbeiten mit Kindern, die den grössten Teil ihrer Zeit an verschmutzten Orten verbringen. Wenn sie ankommen, müssen sie als erstes ihre Hände waschen. So werden sie die Keime los, bevor sie die Zwischenmahlzeit berühren, die ihnen serviert wird.»