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Noch am Freitagabend – ab 19 Uhr – tragen die Weltmeisterinnen Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz die Partie um den 3. Platz aus. Sie treffen auf die Russinnen (Alina Kowalewa), die ihren Halbfinal gegen Titelverteidiger Schweden (Anna Hasselborg) 3:9 verloren.
Die Schottinnen, angeführt von der früheren Weltmeisterin und zweifachen Europameisterin Eve Muirhead, sind das einzige Team, gegen das die Curlerinnen des CC Aarau in Helsinborg verloren haben. In der Round Robin lautete das Ergebnis 8:9, und der Halbfinal ging ebenso knapp aus.
Die Schweizerinnen gingen im Halbfinal darauf aus, Risiken zu vermeiden. Sie warteten geduldig auf ihre Chance, um den Vorteil des letzten Steins, mit dem sie dank ihrem 1. Platz in der Round Robin in den Match gestiegen waren, in ein Zweierhaus oder ein noch grösseres Haus umzumünzen. Aber die Schottinnen liessen kein solches zu. Und so kippte der Match, als Muirheads Team im 8. End einen Stein zum 2:1 stahl.
Eine Art Catenaccio
Ein 3:2 ist im Curling ein ungewöhnlich niedriger Score. Es ist in der Geschichte der 61 WM- und 45 EM-Turniere sogar der zweitniedrigste in einem Halbfinal oder einem Final. Den heute noch gültigen Rekord stellte das Lausanne-Riviera-Quartett des legendären Skips Jürg Tanner beim 2:1-Sieg im WM-Final 1981 gegen die USA (Bob Nichols) auf.