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Die Königsetappe des Giro d'Italia sorgt in der Gesamtwertung erneut für einen Umsturz. Der neue Leader der Italien-Rundfahrt heisst etwas überraschend Steven Kruijswijk aus den Niederlanden.
Kruijswijk eroberte sich die Maglia Rosa auf dem 210 km langen Teilstück von Farra d'Alpago nach Alta Badia mit einem 2. Rang hinter dem zeitgleichen kolumbianischen Etappensieger Esteban Chaves. Der 28-jährige Kruijswijk löste als Leader den Costa Ricaner Andrey Amador ab, der fast vier Minuten verlor und keine Chance hatte, das Trikot zu verteidigen.
Nicht mit Chaves und Kruijswijk mitzuhalten vermochten auch die Topfavoriten Vincenzo Nibali und Alejandro Valverde. Während Nibali den Schaden auf der Fahrt über sechs Bergwertungen mit einem Rückstand von 37 Sekunden und dem 5. Etappenrang in Grenzen hielt, muss der Spanier Valverde den Traum vom ersten Giro-Gesamtsieg wohl begraben.
Im Gesamtklassement führt Kruijswijk nun 41 Sekunden vor Nibali und 1:32 Minuten vor Chaves. Valverde liegt als Gesamtvierter bereits über drei Minuten zurück. Bereits am Sonntag könnte es die nächsten Veränderungen in der Gesamtwertung geben, wenn das Bergzeitfahren über 10,8 Kilometer von Kastelruth zur Seiseralm auf dem Programm steht.
Seinen ersten Sieg in diesem Jahr sicherte sich Chaves im Sprint einer Dreiergruppe mit Kruijswijk und dem Österreicher Georg Preidler. Preidler gehörte ursprünglich einer Fluchtgruppe an und vermochte im Finale Kruijswijk und Chaves noch zu folgen. Mit sechs Sekunden Rückstand folgte der Kolumbianer John Atapuma, der das Rennen bis 1,8 km vor dem Ziel solo angeführt hatte.
Marcel Wyss, einer von zwei verbliebenen Schweizern im Feld, verlor als 37. knapp 13 Minuten auf Chaves.
sda-ats