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Zu Recht wurden vor 10 Tagen in Zürich von fast tausend Fans und von Bundesrat Schneider Ammann begeistert empfangen. Es gibt keine besseren Botschafter für die Schweizer Berufsbildung, ein wesentlichen Erfolgsfaktor unseres Landes als unser Swiss Skills Team. Bundesrat Schneider Ammann würdigte denn auch diese grossartigen Leistungen zu Recht.
Die Berufsweltmeisterschaften finden alle zwei Jahre statt. Die nächsten Wettbewerbe finden in Russland statt. Für die Weltmeisterschaften 2021 bewarb sich auch die Schweiz, vertreten durch die Stiftung „Swiss Skills“. Bei einem geplanten Gesamtbudget von 80 Millionen stellte man ein Unterstützungsgesuch für 30 Millionen beim Bundesrat. 50 Millionen plante man von Privaten, Unternehmen, Organisationen zu erhalten. Im Frühsommer dieses Jahres lehnte der Bundesrat das Gesuch ab. Damit war die Schweizer Kandidatur nicht möglich, und deshalb finden die Weltmeisterschaften 2021 nicht in Basel, sondern in Shanghai statt.
In der gleichen Woche, in der das Swiss Skills Team in Abu Dhabi die Wettkämpfe bestritt, entschied der Bundesrat, die Kandidatur „Sion 2026“ für die Olympischen Winterspiele mit einer Milliarde zu unterstützen.
Ich gönne den jungen Schweizer Wettkämpfern 2021 die Reise nach Shanghai, statt nach Basel. Ich gönne den Wallisern die Olympischen Winterspiele und finde, wenn das Volk Ja sagt dazu, dann soll der Bund sich auch finanziell engagieren. Was ich aber bemerkenswert finde: wie unsere Landesregierung 30 Millionen beste Werbung für die Schweiz im Sommer ablehnt, wenn er einer Milliarde beste Werbung für die Schweiz im Herbst zustimmt. Und wie das die Bevölkerung verstehen soll. Ich kann es jedenfalls nicht. Wenn ich es erklären müsste, würde ich mal auf mangelnde politische skills unserer Landesregierung tippen. Gäbe es eine Veranstaltung "Worldskills für Regierungen", würde dann unser Bundesrat mit ähnlich vielen Medaillen heim kommen, wie unser Swiss Skills Team in Abu Dhabi? Wohl kaum, wenn er so entscheidet.