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Vordringliches Ziel sei ein funktionierender Dialog und die Wiederherstellung von Stabilität im Land, hiess es in einer Mitteilung der OIF. Couchepin werde sich mit Vertretern der Regierung und der Zivilgesellschaft sowie mit Politikern und den Partnern aus internationalen Organisationen beraten, um eine Lösung im gewalttätigen innenpolitischen Konflikt zu finden.
Als Sondergesandter von OIF-Generalsekretärin Michaëlle Jean ist Couchepin schon zweimal nach Burundi gereist. Der Walliser soll die Regierung dazu anhalten, günstige Bedingungen zu schaffen für die Wiederaufnahme des Dialoges mit der Opposition, um die Ziele des Abkommens von Arusha – Friede und nationale Aussöhnung – zu erreichen.
Das arme ostafrikanische Land steckt seit April vergangenen Jahres in einer Krise. Auslöser war das Bestreben von Präsident Pierre Nkurunziza, sich trotz einer gesetzlichen Begrenzung auf zwei Amtszeiten ein weiteres Mandat zu sichern. Seither kommt es immer wieder zu Gewalttaten. Menschenrechtlern zufolge wurden mehrere hundert Regierungsgegner von Sicherheitskräften getötet.
Fast eine Viertelmillion Menschen sind seit Krisenbeginn aus Angst vor einer weiteren Eskalation in Nachbarländer geflohen. In Burundi ging erst vor einem Jahrzehnt mit dem Arusha-Friedensvertrag ein verheerender Bürgerkrieg zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit mit 300’000 Toten zu Ende.
(SDA)