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Nachdem die Steelers in letzter Minute doch noch in die Playoffs gerutscht waren, kassierten sie dort die erwartete Niederlage. Roethlisberger gelangen im Duell der Quarterbacks mit dem 13 Jahre jüngeren Patrick Mahomes zwei Touchdown-Pässe. Sein Gegenüber brillierte mit fünf Touchdown-Pässen.
Anderthalb Monate vor seinem 40. Geburtstag dürfte Roethlisberger seine Abschiedsvorstellung im American Football gegeben haben. Nach 18 Jahren in der NFL ist der Körper zu sehr lädiert, um seine Karriere fortzusetzen. Der fast zwei Meter grosse Hüne mit Vollbart hat sich nie geschont. Roethlisberger behielt den Ball immer so lange wie notwendig, um doch noch eine Lösung zu finden in kniffligen Situationen.
Die Szene, die die meisten Fans vor Augen haben, wenn sie an Roethlisberger denken, stammt von der Super Bowl XLIII im Februar 2009. Damals fand er Santonio Holmes in der hintersten Ecke der Endzone und sicherte sich durch den Touchdown den zweiten Titel mit den Steelers nach 2006. Seither allerdings warten die Fans in Pittsburgh vergeblich auf eine Rückkehr in die Super Bowl.
Einen emotionalen Abschied erhielt Roethlisberger in Pittsburgh trotzdem, bei seinem letzten Heimspiel, dem 26:14 gegen die Cleveland Browns am 3. Januar. Das letzte Aufbäumen bescherte «Big Ben» noch einen letzten Playoff-Match.
Der fünf Jahre ältere Tom Brady überstand mit den Tampa Bay Buccaneers die erste Aufgabe in den Playoffs souverän. Nach dem 31:15 gegen fehlerhafte Philadelphia Eagles bleibt Brady im Rennen um die Titelverteidigung und um seinen achten Super-Bowl-Sieg.
Die Partie zweier Favoriten vieler Fans wurde zum Krimi. San Francisco führte mit 13:0, doch Dallas kam heran und lag zur Pause noch 7:16 zurück. Die Cowboys liessen sich auch von einem anschliessenden 7:23-Rückstand nicht aus der Bahn werfen und verkürzten erneut. Das Ende war phasenweise wild, doch die 49ers konnten ihre Führung über die Ziellinie retten.
Josh Allen war der überragende Mann auf dem Feld. Der Quarterback der Bills führte sein Team bei eiskalten -14 Grad zu einem ungefährdeten Sieg. Er warf fünf Touchdown-Pässe und brachte 21 seiner 25 Passversuche an den Mann, kam dabei auf 308 Yards Raumgewinn. Patriots-Headcoach Bill Belichick kassierte die höchste Playoff-Niederlage seiner Karriere.
Bis zuletzt war es spannend in Cincinnati, wo eine umstrittene Entscheidung der Schiedsrichter zu reden gab. Der zweite Touchdown der Bengals hätte wohl nicht zählen dürfen: Ein Schiedsrichter hatte (fälschlicherweise) noch während des Spielzugs abgepfiffen, weil er Quarterback Joe Burrow im Seitenaus gesehen hatte. Cincinnati gewann erstmals seit 1991 wieder ein Playoff-Spiel.
Die Partie findet in der Nacht auf Dienstag statt. Sie beginnt um 2.15 Uhr Schweizer Zeit.
Am nächsten Wochenende kommt es zu diesen vier Partien:
NFC
Green Bay Packers – San Francisco 49ers
Tampa Bay Buccaneers – Rams/Cardinals
AFC
Tennessee Titans – Cincinnati Bengals
Kansas City Chiefs – Buffalo Bills
(ram/sda/dpa)
Was bedeute eigentlich Globalisierung? Nein, nein, der Chronist führt in Peking keine Debatte über die Globalisierung. Aber er hat an praktischen Beispielen überaus lehrreiche Naherfahrungen zum Thema gemacht.