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Viele Zürcherinnen und Zürcher empfinden ihre Stadt heute als „Grossstadt“. Möglich gemacht wurde das im 19. Jahrhundert: Die Stadtmauern fielen, die Stadt wurde erweitert und ausgebaut. Aber diese Aufwertung kostete Opfer. Ein ganzes Quartier wurde dafür abgerissen und von den Stadtbewohnern Schritt für Schritt vergessen: dä Chratz.
Eine Episode aus der Zwischenkriegszeit zeigt, dass Schweizer Grossunternehmer in den 1920er Jahren mit finanziellen Mitteln zum politischen Erfolg der Nationalsozialisten beitragen wollten.
In den späten 1970er und 1980er Jahren ging es der Zürcher Jugend vor allem um das eine: Räume. Unter dem Motto „Wir wollen die ganze Stadt!“ forderte sie eine allgemein zugängliche städtische Öffentlichkeit und Kultur. Sie forderte Räume für eigene, selbstbestimmte und, das war zentral, bezahlbare kulturelle Events. Der Kampf[…]