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Dunkelfelddiagnose und Dunkelfeldmikroskopie
Die Untersuchung des Nativblutes im Dunkelfeldmikroskop wurde von dem Zoologen und Bakteriologen Prof. Dr. Günther Enderlein (1872 - 1968) entwickelt. Diese besondere mikroskopische Arbeitsweise ermöglicht eine Beobachtungen der im lebenden Blut vorkommenden Mikroorganismen, die von Enderlein entdeckt und beschrieben wurden. Die Existenz von Mikroben im Blut wurde Jahre später von weiteren Forschern nachgewiesen, ohne allerdings die Priorität Enderleins bei der Nomenklatur zu berücksichtigen. Trotz der Bestätigung der Erkenntnisse Enderleins fand das von ihm entwickelte Blutdunkelfeldverfahren keine Beachtung in der herkömmlichen Medizin. Hier gilt nach wie vor der vom Prof. Dr. Virchow postulierte Satz „ das Blut ist steril“, der an den Universitäten gelehrt wird. Ein Blick ins Dunkelfeldmikroskop sollte jedoch jeden Skeptiker vom Gegenteil überzeugen.
Die Blutuntersuchung im Dunkelfeld ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Enderlein-Therapie, da mit dieser Methode sowohl eine Diagnosefindung als auch eine Kontrolle der sich anschliessenden Behandlung möglich ist. Das Verfahren liefert exakte Aussagen über die Beschaffenheit des Blutes, insbesondere über den Zustand der Leukozyten, der Erytrhozyten, des Plasmas und der darin vorkommenden Mikroben. In Kombination mit anderen Untersuchungsmethoden kann in der Regel eine das Problem erfasst werden.
Die Untersuchung des nativ Blutes im Dunkelfeld -Mikroskop eignet sich überdies hervorragend für eine echte Früherkennung, da Veränderungen des Blutbildes, die einer Erkrankung vorausgehen, hier bereits im Vorfeld erkannt und entsprechend behandelt werden können.
Die Erkenntnisse Enderleins
Enderlein entdeckte im Jahr 1906 anlässlich seiner Forschungen über den Erreger des Fleckfiebers im Blutdunkelfeld bewegliche Kleinstlebewesen, die mit höher organisierten Bakterien Verbindungen eingingen. Der Berliner Bakteriologe konnte sich diese Beobachtungen zunächst nicht erklären. Bei seinen Literaturrecherchen fand er die Arbeiten von Antoine Béchamp (1883), die längst in Vergessenheit geraten waren.
Bechamp postulierte, dass alle tierischen und pflanzlichen Zellen Körnchen (granulations moleculaires) enthielten, die beim Absterben der Zellen weiterlebten. Ausserdem könnten sich Bakterien unter bestimmten Bedingungen verändern und andere Erscheinungsformen annehmen. Viren, Bakterien und Pilze seien somit nichts anderes als unterschiedliche Entwicklungsstadien einer bestimmten Mikrobenart.
Dieser so genannte Pleomorphismus steht im Gegensatz zu dem in der Biologie und Medizin heute gelehrten und praktizierten Monomorphismus. Die Vertreter des Monomorphismus, von denen Pasteur der Bedeutendste war, nahmen an, dass Bakterien und andere Mikroorganismen ihr Erscheinungsbild nicht verändern können. Die Mikroben wurden daher in verschiedene Ordnungen Familien Gattungen und Arten eingeteilt, und der Ursprung jeder Infektion auf ihre eigene spezifische Erregerart zurückgeführt. Der prominentere Pasteur setzte sich mit seinen Erkenntnissen durch und der Pleomorphismus geriet in Vergessenheit, bis Dunbar (1907) und Enderlein sich erneut damit auseinandersetzten.
Enderlein entdeckte, dass sämtliche Mikroorganismen einen Entwicklungskreislauf besitzen, der mit den Primitivphasen beginnt, in Bakterienphasen übergeht und in den Pilzphasen seinen Höhepunkt findet.
Auf dem niedrigsten Punkt dieses Kreislaufs (Zyklode) befindet sich das PROTIT, ein pflanzliches unbewegliches Eiweisskolloid, auf dem Höhepunkt ein Pilz. Zwischen diesen beiden Polen in der Zyklode existieren unzählige Wuchsformen, darunter die verschiedenen Bakterienphasen. In der 1925 erschienenen Bakterien-Cyclogenie beschreibt Enderlein die Entwicklungszeitläufe zahlreicher Bakterienarten und stellt eine Systematik auf.
Mit der Dunkelfelddiagnostik können also die Aufwärtsentwicklungen der Symbionten festgestellt werden (welche durch Ihre Aufwärtsentwicklung viele Krankheiten verursachen).
Das Milieu des Menschen ist sehr mitentscheidend oben eine solche Aufwärtsentwicklung stattfinden kann. Deshalb steht eine Milieusanierung (Entgiftung, Säure-Base-Haushalt u.a.m.) immer im Vordergrund. Mit der von Enderlein entwickelten biologischen Medikamenten können die höher entwickelten Stadien wieder in tiefe Stadien zurück entwickelt und so aus dem Organismus ausgeschiedenen werden.
Durch die Dunkelfeld-Mikroskopie kann also das „Milieu“ des Menschen beobachtet werden. Unregelmässigkeiten können früh erfasst und somit wieder in die richtigen Bahnen gelenkt werden, bevor es sich in körperlichen Beschwerden ausdrückt.