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Solarinseln auf Schweizer Seen: eine Checkliste und Empfehlungen für die Wahl des idealen Standortes« Zurück
Der Zweck von schwimmenden Solarinseln ist es, den Stauseen der Schweizer Staudämme eine Doppelnutzung zu ermöglichen. Sie würden eine Pumpspeicherung ermöglichen und das Potenzial der Sonneneinstrahlung für den Einsatz von schwimmenden Solarmodulen nutzen.
So startet beispielsweise die Firma Romande Energie ein Projekt für ein schwimmendes Solarkraftwerk am Toules-See im Wallis. Das Projekt wird derzeit untersucht und plant den Einsatz eines Testsolarparks, der aus einer Matte von 36 am Seeufer verankerten Schwimmern besteht, die 750.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr produzieren werden, was dem Verbrauch von 208 Haushalten entspricht (link).
Hohe Ausbeute
Nach aktuellen Studien ist der Solarpark Lac des Toules in der Lage, 50% mehr Energie zu produzieren als ein Park mit gleicher Fläche in der Ebene. Der Nachhall von Licht auf dem Schnee erklärt teilweise diesen zusätzlichen Ertrag.
Checkliste und Empfehlungen
Die HES-SO Wallis-Wallis präsentierte Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet an der International Mountain Conference 2019 (IMC2019) in Innsbruck, Österreich. Die Studie hebt das Potenzial alpiner Standorte hervor und betont die Bedeutung des zu schützenden Landschaftswertes und die Zerbrechlichkeit der Umwelt. Der Forscher Valentino Piana erweiterte seine Forschung um eine detaillierte Checkliste, um positive und negative Auswirkungen zu maximieren und zu minimieren, einschließlich der Aufzeigen von Faktoren, die den Einsatz von Solarinseln in einigen Seen verhindern könnten.
Tourismus und sozioökonomische Entwicklung
Die Studie zielt darauf ab, positive Externalitäten sowie sozioökonomische und touristische Entwicklungen für Bergseen zu schaffen. Das Ergebnis ist eine ausgewogene Vision der gewünschten Energiezukunft, bei der die Erzeugung erneuerbarer Energien in umfassendere Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen integriert wird. Dieser wissenschaftliche Beitrag enthält eine Reihe von Empfehlungen an Politiker, regionale Behörden, Wasserkraftbetreiber, Investoren, Kommunen, lokale Gemeinschaften, die Zivilgesellschaft und Energieexperten.