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Die alte Inselhauptstadt liegt geschützt in einem idyllischen Tal, durch das bis ins 16. Jahrhundert ganzjährig ein Bach floss. Der Ort erlangte nie die Bedeutung, die einer Hauptstadt eigentlich zusteht. Gegründet 1405 vom normannischen Eroberer Jean de Bethencourt, entwickelte sich Betancuria nur langsam. 1426 wurde die Kirche Santa Maria zur Kathedrale geweiht und von Papst Martin V zum Bischofssitz ernannt, ohne aber je einen Bischof zu beherbergen. 1593 legte der Seeräuber Jaban den Ort in Schutt und Asche. Erst 1691 wurde die Kathedrale wieder aufgebaut. Bis 1834 war Betancuria administratives Zentrum der Insel. Der Mangel an landwirtschaftlicher Nutzfläche liess die Einwohner mehr und mehr fortziehen. Heute lebt Betancuria, in übertriebener Perfektion restauriert und herausgeputzt, vom Tagestourismus.