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Keine Rivalität zwischen zwei Städten ist grösser als die zwischen Boston und New York. Ein «Neu-Engländer» ist eigentlich nie gut auf einen «Yankee» aus Manhattan zu sprechen. Ebenfalls hat ein Einheimischer des «Big Apple» keine positive Worte für einen «Bostonian» übrig.
Besonders im Sport bekommt man diese Rivalität zu spüren. Unvergessen bleibt der Trade von «Babe» Ruth der Boston Red Sox zu den New York Yankees, oder die zwei Super Bowls von 2008 und 2012, als die New York Giants als klarer Aussenseiter die New England Patriots beide Male bezwingen konnten.
«Etwas, das wir nie dachten jemals zu sagen»
«Es benötigte eine globale Epidemie, um New York Jets- und New England Patriots-Fans ins selbe Team zu kriegen», schrieb die New York Post. «Etwas, das wir niemals dachten zu sagen, aber: DANKE PATS!», lautete die Schlagzeile der New Yorker Zeitung vom Samstagmorgen.
Am Freitag rollte ein Truck der New England Patriots in New York City ein, beladen mit 300’000 Atemschutzmasken. Dafür verantwortlich war der Besitzer der New England Patriots, Robert Kraft.
Grösser als Football
«Wir stecken alle in der gleichen Situation. Wir sind auf dem Weg nach New York mit Liebe, Hoffnung und 300’000 Masken für das Gesundheitspersonal», meinte Kraft. Kraft und seine Familie bestellten Masken aus China im Wert von zwei Millionen Dollar. Auch Massachusetts und Rhode Island wurden vom Patriots-Besitzer beliefert.
Kraft schliesst weitere Lieferungen nach New York nicht aus. «500’000 Masken werden in einer zweiten Lieferung folgen», erklärt der sechsfache Super Bowl-Sieger. Wir leben in Zeiten, die die bittersten Erzfeinde zusammenbringen, in der Hoffnung einen unsichtbaren Feind zu besiegen. Sport wird dabei zur Nebensache – selbst Football, der in den USA eine eigene Religion ist.