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Übungsgruppe Zeichentafeln: Schwarzer Stern – 6 und schwarzer horizontaler Pfeil – 7
(Mittwoch, 24. Februar 2010 / Mittwoch, 3. März 2010)
Mittwoch, 24. Februar 2010
Ich präsentiere der Klasse die Aufgabe mit einer Folie auf dem Hellraumprojektor. Das Problemfeld ist abgedeckt, die Lernenden sehen also nur den Titel, den Aufgabentext und die sechs Modellzeichen.
Meine Ausgangsfrage: Kommen euch diese Modellzeichen bekannt vor? [Kommentar FB: Metawissen über Aufgabentypen]
Einige Lernende erinnern sich spontan an die Aufgabe Weisse Blume – 5 und an die Probleme, die diese Aufgabe stellte:
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Zeichen die sich sehr ähnlich sehen
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Sie sind alle irgendwie kreisförmig
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Die Zeichen können variieren in Bezug auf
- das Zeichen selbst
- die Farbe
- die Form
- die Orientierung
Beim Lösen der Aufgabe Weisse Blume – 5 bereitete vor allem die Orientierung der Zeichen Mühe und führte immer wieder zu Fehlern.
Anschlussfrage: Wie beurteilt ihr den Schwierigkeitsgrad der Aufgabe? [Kommentar FB: Metawissen über Aufgabentypen]
Die Klasse ist sich einig, dass die Aufgabe „heikel“ sein dürfte (dies umso mehr, dass es ein Zeichen mehr ist als bei der weissen Blume – 5) und schlägt als Strategie vor, die Zeichen genau zu analysieren.
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Matias meldet sich spontan als Erster mit der Bemerkung: Alle sechs Zeichen sind Richtung 12-Uhr ausgerichtet.
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Matthias: Das erste Zeichen ist ein fünfzackiger Sternmit einem Loch in der Mitte.
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Marco: Das zweite Zeichen ist das Kennzeichen für eine Apotheke – ich habe das in Spanien und Frankreich immer wieder gesehen.
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Steve sieht im dritten Zeichen einen Planeten
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Yannick im vierten Zeichen einen schwarzen fünfzackigen Doppelstern.
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Das fünfte Zeichen wird als vierblättriges Kleeblatt beschrieben
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Das sechste Zeichen als Speichenrad mit Loch in der Mitte
Zum Schluss wiederhole ich noch einmal die Aussage von Matias: Alle Zeichen sind in Richtung 12-Uhr ausgerichtet.
Die Klasse glaubt, dass sie die Modellzeichen genügend analysiert hat, um die Aufgabe lösen zu können. Ich teile das Aufgabenblatt aus. Die 6 Modellzeichen sind schwarz übermalt. Die Klasse reagiert darauf, dass die Zeichen im Rahmen wieder nach Zeilen und Kolonnen geordnet sind.
Es zeigt sich, dass die Klasse Fortschritte gemacht hat:
Die Aufgabe ist in 5 – 8 Minuten gelöst.
Die Normabweichungen sind wesentlich geringer als bei der Aufgabe weisse Blume – 5
Das Klassenresultat:
|Anzahl Normabweichungen 1. Durchgang||Anzahl Lernende|
|0||2|
|1||2|
|2||2|
|3||1|
|4||0|
|5||0|
|6||1|
Die beiden von ADHS betroffenen Lernenden lösen die Aufgabe am schnellsten und weisen 3, bzw. 6 Normverstösse auf.
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Interessant ist, dass sich die Normabweichungen wiederum stark auf die drei letzten Zeilen konzentrieren.
Ich fordere die Lernenden auf die Normabweichungen zu beschreiben.
Die Merkmale wurden sehr gut beachtet. Häufigste Normabweichungen:
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Ein Zeichen wird als richtig taxiert, das in einer frühern Aufgabe aufgetaucht ist und dort richtig war. (Beispiel: der weisse Stern am Schluss der Zeile 5)
-
Es wird ein Zeichen als richtig beurteilt, das in Bezug auf Form abweicht:
(Beispiel: „Dickes Kleeblatt“ auf Zeile 4 oder „schwarzer Stern mit Loch“ am Ende der Zeile 2)
Mittwoch, 03. März 2010
Schwarzer horizontaler Pfeil – 7
Ich bestätige der Klasse zuerst den Lernfortschritt, den ich zwischen weisser Stern – 5 und schwarzer Stern – 6 feststellte und stelle die Frage, worauf die Lernenden den Fortschritt zurückführen [Kommentar FB: Auf kognitiver Ebene: Metawissen über sich selber und über die Aufgabentypen; auf motivationaler Ebene: Förderung des Gefühls der eigenen Wirksamkeit]. Die Antworten sind vielfältig:
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Ich kontrolliere sorgfältiger.
-
Ich beschreibe die Modellzeichen genauer; wenn ich die Modellzeichen präziser beschreibe, mache ich weniger Fehler.
-
Ich arbeite langsamer – es ist ja kein Wettrennen [gerne hätte ich hier eine Diskussion über das Spannungsfeld Arbeitstempo – Qualität geführt, aber die Klasse ist im VA-Prozess und die Zeit ist knapp. Ich habe mir aber das Thema bei der Nachbereitung notiert und werde es bei der Vorbereitung des Qualifikationsverfahrens aufnehmen].
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Ich arbeite konzentrierter, ich lasse mich nicht mehr so leicht ablenken.
Ich präsentiere der Klasse zuerst die Tafel und frage nach den Überlegungen, die sie sich machen
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Es hat viele Zeichen
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Die Zeichen sind ungeordnet
-
Ich muss die Tafel in Zonen einteilen
Daraufhin blende ich die sieben Modellzeichen auf mit der Bemerkung: „Sieben sind schon etwas viel!“
Die Lernenden schlagen vor drei Gruppen zu bilden:
|Zahlen:||56 (schwarze Fünf – weisse Sechs)|
|Kreiszeichen:||Kleeblatt – mazedonische Sonne – Schneekristall (alle haben

die Ausrichtung in Richtung 12-Uhr)
|Schwarzer horizontaler Pfeil rechts – Schwarzes Dreieck nach unten|
Nach dieser Analyse hat die Klasse das Gefühl die Aufgabe lösen zu können. Während dem Lösen ist absolute Ruhe im Zimmer.
Die Lösungen sehen sehr unterschiedlich aus, es werden zwischen 55 und 59 richtige Modellzeichen ermittelt. Schwerpunkt bildet die Lösung: 58 Modellzeichen.
Lösung Steve
Lösung Yanick
Lösung Alexander
Carlo, der die beiden letzten Wochen gefehlt hat, kommt mit der Aufgabe nicht zurecht.