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Am 12.12.1921 starb die Entdeckerin der Cepheiden Perioden-Leuchtkraftbeziehung. Die Cepheiden sind eine Sternklasse mit charakteristischen regelmässigen Helligkeitsschwankungen. Nachgewiesen hat Leavitt diese Beziehung 1912 durch Messung der Periodendauer und Helligkeit einer grossen Anzahl Cepheiden in den beiden Magellanschen Wolken. Je weiter entfernt ein Stern ist, desto kleiner erscheint seine Helligkeit dem Beobachter. Hat man die absolute Helligkeit eines Cepheiden aus der Periode berechnet, kann man also über die scheinbare Helligkeit die Entfernung ableiten. Die Entfernung der Magellanschen Wolken oder der Andromedagalaxie war zu dieser Zeit noch nicht bekannt, weshalb die Beziehung noch nicht "geeicht" war.
Schon 1913 konnte Ejnar Herzsprung die Entfernung zu einigen Cephiden in der Milchstrasse bestimmen, wodurch die Perioden-Leuchtkraftbeziehung genau kalibriert und zur Bestimmung der Entfernung weiter entfernter Cepheiden verwendet werden konnte, auch wenn die Natur der Helligkeitsschwankungen noch nicht geklärt war. Waren bis dahin nur Entfernungsmessungen bis einige 100 Lichtjahre möglich, ermöglichte die Perioden-Leuchtkraftbeziehung neu bis zu 10 Millionen Lichtjahren!
Ohne Henriette Swan Leavitt wäre unsere Welt noch lange klein geblieben. Erst durch ihre Entdeckung wurde Kosmologie zu einer Wissenschaft aus Zahlen und Fakten.