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Kummer und Galmarini sicherten der Schweiz in Sotschi die Medaillen Nummern 9 und 10. Dank Kummers Triumph hat die Schweiz damit in der Geschichte der olympischen Winterspiele 50 Goldmedaillen auf dem Konto. Im alpinen Snowboard häufte die Schweiz die Medaillensammlung auf 7 an.
Trotz Rückständen Ruhe bewahrt
Kummer verdiente sich den Erfolg mit starken Leistungen in sämtlichen Läufen. Im Final blieb die Walliserin trotz einem Rückstand nach dem 1. Lauf ruhig und schloss schnell zu Finalgegnerin Tomoka Takeuchi auf. Nach einem Sturz der Japanerin stand dem grossen Sieg von Kummer nichts mehr im Weg.
Wie gross das Selbstvertrauen bei der Gesamtweltcup-Siegerin bei ihrem ersten Olympia-Auftritt war, zeigte sich im Viertel- und im Halbfinal. Wie später im Final handelte sich Kummer im 1. Run jeweils einen Rückstand ein, konnte diesen mit ihrer Klasse und ihrer Ruhe aber scheinbar ohne Probleme zweimal wieder gutmachen.
Die Ruhe bezeichnete Kummer schliesslich auch als Geheimnis ihres Erfolges: «Ich wusste, dass es klappen würde, wenn ich ruhig bleibe», analysierte Kummer.
Galmarini angriffig zur Überraschung
Wenige Minuten nach dem Triumph von Kummer liess Nevin Galmarini die Schweiz bei den Männern erneut jubeln. Der Bündner musste sich im Final zwar dem Russen Vic Wild geschlagen geben, die Silbermedaille ist aber klar der grösste Erfolg seiner Karriere.
Während Kummer bei den Frauen als Favoritin in den Wettkampf gegangen war, hatte bei den Männern kaum einer den 27-Jährigen auf der Rechnung. Galmarini zeigte sich während des ganzen Wettkampfes sehr angriffig und eliminierte unter anderem den slowenischen Weltmeister Rok Marguc.
«Ich wusste, dass ich technisch nicht der Beste bin. Deshalb habe ich unglaublich viel riskiert und das hat sich ausgezahlt», so ein glücklicher Galmarini.
Bronze nach Russland und Slowenien
In den kleinen Finals holte sich bei den Frauen die Russin Alena Zavarzina, die Frau von Olympiasieger Wild, im Duell mit der Österreicherin Ina Meschik die Bronzemedaille, bei den Männern schaffte der Slowene Zan Kosir den Sprung auf das Podest.
Philipp Schoch schon früh out
Für Philipp Schoch endete der olympische Parallel-Riesenslalom mit einer Enttäuschung. Der zweifache Olympiasieger musste seine Medaillenträume in den Achtelfinals ebenso begraben wie Kaspar Flütsch. Für Bruder Simon Schoch bedeuteten die Viertelfinals Endstation.
Bei den Frauen scheiterten Julie Zogg und Ladina Jenny knapp in den Achtelfinals. Stefanie Müller, die vierte Schweizerin am Start, hatte bereits in der Qualifikation die Segel streichen müssen.