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Seit dem WM-Final am vergangenen Sonntag warten Fussballfans auf eine Reaktion von Kylian Mbappé – bisher vergeblich. Der Stürmer der französischen Nationalmannschaft, der bei der Niederlage gegen Argentinien alle drei Tore seines Teams erzielte, schrieb in den sozialen Medien lediglich: «Wir werden wiederkommen.» Dazu postete er ein Bild von sich mit dem Goldenen Schuh für den Torschützenkönig, als er am WM-Pokal vorbeilief.
Zwei Tage später feierte Mbappé seinen 24. Geburtstag. Am selben Tag wie die Argentinier ihren Weltmeistertitel. Und obwohl sich Mbappé nicht wirklich zum verlorenen Finalspiel äusserte, war er dort allgegenwärtig. Die argentinischen Fans und einige Spieler verhöhnten den Weltmeister von 2018 regelrecht.
So hielt Goalie Emiliano Martinez während der Parade eine Puppe mit dem Gesicht von Mbappé im Arm. Die Puppe wurde ihm von einem Fan auf den Bus geworfen. Martinez wurde im Final zum Helden, weil er nicht nur einen Penalty parierte, sondern das Penaltyschiessen mit einer grossartigen Parade gegen Randal Kolo Muani erst ermöglichte. Doch Mbappé bezwang ihn trotz dessen Psychospielchen dreimal vom Punkt und einmal mit einer Direktabnahme.
Martinez machte sich bereits nach dem Spiel in der Kabine über Mbappé lustig. In einem Video war zu hören, wie er einen Schweigemoment für den PSG-Profi ausrief.
Auch vonseiten der Fans war Mbappé Objekt des Hohns. Besonders makaber: Ein Argentinier schmückte einen Sargdeckel mit dem Gesicht des Fussballers und zündete diesen an.
Etwas mehr Klasse bewies Lionel Messi, der ein Plüschtier von den Ninja Turtles zugeworfen bekam. Mbappé wurde in der Vergangenheit immer wieder eine gewisse Ähnlichkeit zu den Schildkröten-Superhelden nachgesagt. Messi, der gemeinsam mit Mbappé bei PSG spielt, lachte zwar kurz, warf das Tierchen dann aber wieder zurück in die Menge.
Der Ursprung der Auseinandersetzung zwischen Mbappé und Martinez liegt bereits vor der WM. Der Franzose sagte vor dem Turnier gemäss Marca: «In Südamerika ist der Fussball nicht so weit entwickelt wie in Europa. Deshalb gewannen bei den letzten Weltmeisterschaften immer die Europäer.» Zwischen 2006 und 2018 kamen die Weltmeister viermal aus Europa. Diese Aussagen gefielen vielen südamerikanischen Fussballern nicht – zu diesen gehörte auch Martinez. Der Argentinier antwortete: «Er weiss nicht genug über Fussball. Er hat noch nie in Südamerika gespielt. Wenn man diese Erfahrung nicht hat, sollte man besser nicht darüber sprechen.»
(nih)
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