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Das Wichtigste in Kürze
- Die SVP hat ihre Grossrätin Madeleine Amstutz für die anstehenden Wahlen nicht nominiert.
- Sie tritt trotzdem zu den Grossratswahlen an – auf ihrer eigenen Liste.
Die Sigriswiler SVP-Grossrätin Madeleine Amstutz tritt trotz ihrer Nicht-Nomination durch die eigene Partei zu den Grossratswahlen an. Sie tut dies auf einer «Bürgerlichen Stadt- und Landliste BSL» und riskiert damit den Ausschluss aus der SVP.
Wie das Sekretariat dieser neuen Liste am Sonntag bekannt gab, kandidieren fünfzehn Personen für die BSL im Wahlkreis Thun für die Grossratswahlen vom 27. März. Amstutz - bis im November 2020 Fraktionschefin der SVP im bernischen Grossen Rat - wird im Communiqué als Spitzenkandidatin bezeichnet.
«Diktatorische Machenschaften»
In der Mitteilung heisst es weiter, die BSL-Liste richte sich gegen «diktatorische Machenschaften» der SVP Sigriswil und des SVP-Wahlkreisverbands Thun. Es dürfe nicht sein, dass bei der SVP aus Eigeninteressen verschiedener Parteiexponenten eine erfolgreiche Politikerin verhindert werde.
Bereits am Montagabend dürfte die Personalie an einer Delegiertenversammlung der SVP Kanton Bern zum Thema werden. Die Partei trifft sich in Thun.
Die bernische SVP drohte Amstutz schon Ende des vergangenen Jahrs mit Parteiausschluss. Dies, nachdem bekannt geworden war, dass Amstutz doch eine Grossratskandidatur erwog.
Im Juni des vergangenen Jahrs war Amstutz knapp nicht aus der SVP ausgeschlossen worden, nachdem sie zu den Sigriswiler Gemeinderatswahlen auf einer eigenen Liste angetreten war.