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Interpellation Ralf Bucher, CVP, Mühlau, vom 25. August 2015 betreffend Unterstützung von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern im Aargau im Hinblick auf die Olympiade und das Eidgenössische Schwingfest
Text und Begründung:
Der Kanton Aargau ist ein erfolgreicher Sportlerkanton. Gerade aber in Disziplinen, die weniger Medienpräsenz erhalten und damit kaum von grossen Sponsoren profitieren können, wird es für die jungen Sportlerinnen und Sportler immer schwieriger, die nötige Zeit für die Vorbereitung aufzuwenden, damit man internationale Topresultate erzielen kann. Die investierte Zeit ist vielfach mit Lohnausfall verbunden, da Spitzensportler vor Grossanlässen kaum mehr 100 % einer bezahlten Erwerbstätigkeit nachgehen können. Die Sportlerinnen und Sportler gehen grosse Entbehrungen ein, die sich kaum je refinanzieren lassen.
Topresultate oder auch nur schon Teilnahmen an Grossanlässen wie Olympiade, Welt- und Europameisterschaften oder ein Eidgenössisches Schwingfest sind aber wichtige Motivatoren für die Nachwuchsarbeit im Breitensport. So ist der Traum von Olympia ein wichtiger Antrieb, um wöchentlich oder täglich motiviert zu trainieren.
Aus diesem Grund hat beispielsweise der Kanton Luzern das Projekt „Unsere Helden – Luzerner Olympia- und Topsportlerteam“ ins Leben gerufen. Zwölf Sportlerinnen und Sportler aus sieben Sportarten werden finanziell und ideell unterstützt, in Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele und die Paralympics in Rio 2016 sowie das Eidgenössische Schwingfest in Estavayer-le-Lac ebenfalls 2016.
Ich bitte den Regierungsrat, die folgenden Fragen zu beantworten:
1. Teilt der Regierungsrat die Einschätzung, dass die jungen Spitzensportlerinnen und Spitzensportler grosse Entbehrungen in Kauf nehmen, um national oder international erfolgreich zu sein?
2. Erachtet es der Regierungsrat auch als wichtig für den Kanton, dass weiterhin Topresultate in verschiedenen Sportarten erbracht werden können?
3. Könnte sich der Regierungsrat vorstellen und falls ja bis wann, analog dem Kanton Luzern ein Spitzensportprojekt aufzugleisen und dies aus dem Swisslos-Sportfonds zu finanzieren?
4. Erachtet es der Regierungsrat auch als angebracht, angesichts des gemäss Aufgaben- und Finanzplans sinkenden Bestandes des Swisslos-Sportfonds mehr Mittel dem Sport zukommen zu lassen als bisher?
5. Wie steht der Kanton Aargau in der Sportförderung im Vergleich mit anderen Kantonen da, gemessen am Anteil der Förderung aus generellen Swisslos-Geldern (Aufteilung der Förderung in Prozent).