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<h2>SubmittedText<h2><p>Laut einer <span style="color:windowtext;">von der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) im Jahr 2023 durchgeführten Umfrage über die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts für soziale Arbeit</span> (für die Berufe Sozialarbeit, Sozialpädagogik, soziokulturelle Animation, Gemeindeanimation, Kindheitspädagogik und Arbeitsagogik) sind mehr als die Hälfte der befragten Einrichtungen in der Westschweiz mit Rekrutierungsschwierigkeiten konfrontiert, wobei 16,3 Prozent den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften als gravierend bezeichnen. Im Jahr 2022 konnten 277 ausgeschriebene Stellen nicht besetzt werden. Dieser Mangel an qualifiziertem Personal hat konkrete Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte und die Qualität der Leistungen, die für die Zielgruppen erbracht werden. So musste im Oktober 2023 ein Kinderheim im Kanton Waadt aufgrund von Rekrutierungsschwierigkeiten geschlossen werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Angesichts mangelnder Anerkennung und schwieriger Arbeitsbedingungen haben soziale Einrichtungen Mühe, Personal zu rekrutieren, und stellen daher Personen ohne entsprechende Ausbildung an. Unter solchen Umständen kann eine angemessene und auf komplexeste Situationen zugeschnittene Sozialarbeit nicht mehr sichergestellt werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Es scheint notwendig zu sein, die Beschäftigungssituation in der sozialen Arbeit auf nationaler Ebene besser zu verstehen, mehr Fachkräfte auszubilden und ihnen attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, um qualitativ hochwertige Leistungen zu gewährleisten.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Teilt er die Befürchtungen der Personalverbände und Einrichtungen hinsichtlich des Mangels an qualifiziertem Personal im Bereich der Sozialarbeit?</li><li>Wie will er in Zusammenarbeit mit den Kantonen dagegen vorgehen?</li><li>Wie plant er, den Mangel an Daten über die Beschäftigungs- und Ausbildungssituation auf nationaler Ebene zu beheben?</li><li>Könnte er sich vorstellen, ein kantonales Pilotprojekt zur Bekämpfung des Fachkräftemangels zu unterstützen?</li><li>Wie will er bessere Arbeitsbedingungen für diplomierte Fachkräfte gewährleisten?</li><li>Was kann er tun, um die Attraktivität der Ausbildung im Bereich der Sozialarbeit zu erhöhen (am Beispiel der Umsetzung der Pflegeinitiative)?</li><li>Wie reagiert der Bundesrat auf das Bedürfnis nach Anerkennung der Berufe im Bereich der Sozialarbeit? Was hält er insbesondere von der Aufwertung von Abschlüssen in Sozialarbeit, deren Titel nicht geschützt sind?</li></ol>