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METALLICA
Hardwired… To Self-Destruct
Universal
- Nach acht langen Jahren ist die grösste Metal-Band der Welt wieder zurück. Natürlich sind da Metallica gemeint, welche sich in den 80er-Jahren mit den ersten drei Alben “Kill’Em All”, “Ride The Lightning” und “Master Of Puppets” bei der Metal-Gemeinde unsterblich gemacht haben. Dann wurde man richtig erfolgreich – das Album “Metallica” (auch Black Album genannt/1991) gilt als eines der erfolgreichsten Werke aller Zeiten und sprengte damals viele Rekorde. Dann folgten veröffentlichungstechnisch etwas schwierigere Jahre. Zwar war man bemüht, doch es fehlte sowohl bei “Load” und “Reload” als auch bei den folgenden Alben eine klare musikalische Linie, was der grossen Popularität der Band aber keinen Abbruch tat. Live waren und sind Metallica nach wie vor Garant für grossartige Shows. Auf “Hardwired… To Self-Destruct”, dem zehnten regulären Studioalbum des in San Francisco ansässigen Quartetts, erfolgt eine Rückbesinnung auf die Vergangenheit. Es hat thrashige Songs, einige Songs, welche auch auf dem schwarzen Album hätten stehen können und somit viel Groove aufweisen sowie Tracks, die sich eher an der “Load”/”Reload”-Phase orientieren. Sehr gut sind die bereits vorab bekannten Songs geworden: das schnelle “Hardwired”, das eher vertrackte “Atlas, Rise!”, sowie “Moth Into Flame”. Als weitere Highlights sind “Now That We’re Dead”, auf welchem James Hetfields Rhythmusgitarre voll zur Geltung kommt und das mit einer sehr guten Melodieführung aufwarten kann, “Murder One”, ein Tribute an den verstorbenen Motörhead Frontmann Lemmy Kilmister mit vielen textlichen Zitaten zu Motörhead und “Spit Out The Bone, ein recht thrashiger Song. Allerdings findet sich auch durchschnittlicheres Material auf dem Album wie “Dream No More”, das wie eine Kopie aus Zeiten des Black Albums tönt, und “Halo On Fire”, ein Track mit balladesken Zügen, das etwas uninspiriert klingt, aber mit einem guten Refrain aufwarten kann. Dann haben es mit „ManUNkind“ sowie „Am I Savage?“ sogar zwei recht biedere Songs auf das Album geschafft. Hier wäre weniger mehr gewesen – sprich acht anstatt zwölf Songs oder ein einfaches Album statt einer Doppelscheibe. Dennoch ist “Hardwired… To Self-Destruct” ein versöhnliches und solides Album geworden, welches sich an der Vergangenheit von Metallica orientiert, gleichzeitig aber auch aufzeigt, dass die Band in künstlerischer Hinsicht seit dem umstrittenen Album “St. Anger” (2003) keinen Schritt weitergehen wird und somit stagniert. “Hardwired… To Self-Destruct” gibt es in vielen verschiedenen Formaten (normale 2 CD, 3 CD mit Live-Songs, dem vor ein paar Jahren auf Tour gespielten „Lords Of Summer“ sowie eines coolen Ronnie James Dio-Medleys sowie verschiedene Vinyl-Formate).