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Heute wird’s mal provokativ! Eine britische Studie belegt: Internet macht dumm. Elektronische Kommunikation produziert Deppen. Die leichte Verfügbarkeit von Information, und vor allem die ständige Erreichbarkeit in Form von WhatsApp, SMS, Chatten, E-Mailen und Mobiltelefonieren macht dumm. Der IQ von Testpersonen sank im Rahmen einer durchgeführten Studie um bis zu zehn Punkte.
Genie vs. Mensch vs. Schimpanse
Nun gut, was sind schon zehn IQ-Punkte? Der durchschnittliche IQ eines Schweizer Bürgers liegt bei 100, ein kluger Schimpanse hat über 70. Sehr intelligente Menschen können Werte um 150 Punkte und mehr erreichen. Dumme Menschen könnten also auf dem Niveau des schlauen Schimpansen vor sich hindümpeln - wohlgemerkt ohne einen Behindertenausweis in der Tasche zu haben. Im Zweifelsfall sind es also zehn IQ-Punkte, die den geistigen Unterschied zwischen Mensch und Schimpanse ausmachen ;-)
Lang vermutet: «Simsen» macht noch dümmer
Opfer des IQ-Verlusts sind alle diejenigen, die viel (zu viel) vor dem Internet sitzen oder mit dem Handy kommunizieren. Wie negativ sich das auswirkt, kann zuweilen auch am Gesichtsausdruck manch eines geistig abwesenden WhatsApp-Tippers oder einer SMS-Tipperin im Bus oder im Zug abgelesen werden.
Im Auftrag des Computerherstellers HP hat das Londoner Kings College 80 Probanden getestet: Diese wurden, nachdem sie als erstes einen IQ-Test in einer ruhigen Umgebung gelöst hatten, anschliessend mit E-Mails, WhatsApp-Nachrichten und SMS bombardiert. Sie durften aber diese Nachrichten nicht annehmen, und hatten anschliessend den IQ-Test erneut zu lösen. Resultat: Die Testergebnisse fielen wesentlich schlechter aus als in der ruhigen Umgebung.
In die gleiche Kerbe haut auch der sogenannte Google-Effekt. Eine spannende Studie dazu führte Betsy Sparrow, Psychologin an der Columbia Universität, durch. So sollten die Teilnehmer beispielsweise 40 Bagatellaussagen in einen Computer abtippen, darunter so Sachen wie «Das Ei eines Straußes ist größer als sein Gehirn». Der einen Hälfte erzählte Sparrow, dass die Daten danach gelöscht, den anderen, dass sie automatisch gespeichert würden.
Das Resultat: Die zweite Gruppe konnte sich im Anschluss kaum noch an die Aussagen erinnern. Getreu dem Motto: «Der Computer weiß es ja noch!», haben die Teilnehmer selbst sich kaum etwas gemerkt.
Übrigens, wie viele der Telefonnummern Ihrer besten Freunde kennen Sie noch auswendig? Vermutlich nicht sehr viele, schließlich gibt es ja das Smartphone. Und wie sieht es mit den zugehörigen Geburtstagen aus?
Kurzum: Wir haben immer weniger im Kopf, weil wir immer mehr im Handy oder im Internet haben. Weil das Gehirn ähnlich wie ein Muskel funktioniert, will es aber gefordert und trainiert werden. Fehlen diese Anreize, nimmt auf Dauer auch die Leistungsfähigkeit ab.
Eine Frage der Intelligenz
Soviel steht fest: Wir schrumpfen uns dumm. Zuviel «elektronischer Lärm» lässt den IQ dahinschwinden! Eine sinnvolle Nutzung elektronischer Medien ist also (auch) eine Frage der Intelligenz. Apropos Intelligenz: Die durch einen massvollen Umgang gewonnene Zeit könnte Raum für Neues, oder noch «ungelebtes» schaffen. Das gibt doch Hoffnung. Fragen die uns beispielsweise im Persönlichen-, Beruflichen-, oder im Beziehungsumfeld beschäftigen. Sich solchen Fragen zu stellen, respektive sie ehrlich zu beantworten und nach Lösungen zu suchen, das ist intelligent. Geistige Intelligenz kann sich im Gegensatz zum IQ nicht verkleinern, sie kann nur wachsen!