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Twitter will seinen zunächst geheim eingereichten Antrag für einen Börsengang in dieser Woche veröffentlichen, berichtet das «Wall Street Journal» unter Berufung auf «mit der Angelegenheit vertrauten Personen».
Damit könnte die Aktie des Kurznachrichtendienstes Ende Oktober oder Anfang November erstmals an der Börse gehandelt werden, spekuliert der Bericht.
Zunächst geheime Einreichung
Anfang September hatte Twitter – standesgemäss via Tweet – mitgeteilt, dass vertrauliche Unterlagen an die US-Börsenaufsicht eingereicht worden seien. Ein solches Vorgehen ist in den USA für all diejenigen Unternehmen möglich, die weniger als eine Milliarde Dollar Umsatz erzielen.
Die Regeln sehen desweitern vor, dass ein Unternehmen 21 Tage nach der öffentlichen Einreichung einen Preis vorschlagen und die Angebotsphase eröffnen darf.
«Ob Twitter gleich nach Ende der Phase auf Investorenjagd gehen wird, war zunächst unklar», heisst es. Ein Insider aus dem Firmenumfeld soll aber betont haben, dass sich das Unternehmen mit der nötigen Geschwindigkeit bewege.
Drohende Börsenturbulenzen
Einen Strich durch die Rechnung machen könnten die Verhandlungen über die Ausdehnung der US-Schuldengrenze – diese könnten an der Börse zu Turbulenzen führen.
Das Volumen des Twitter-Börsengangs wird deutlich kleiner ausfallen als bei Facebook im Mai 2012: Beim Kurznachrichtendienst wird ausserbörslich aktuell ein Marktwert von etwa 10 Milliarden Dollar erzielt – das entspräche etwa einem Zehntel des Wertes des grossen Social-Media-Konkurrenten.
Facebook hatte mit dem Börsengang rund 16 Milliarden Dollar eingesammelt – welchen Wert Twitter anstrebt, ist bisher nicht bekannt.
(vst/aho)