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Gemäss dem am 19. Januar 2000 unterzeichneten Vertrag übernimmt die EDF für einen Kaufpreis von DM 4,7 Mrd. das bisher vom Land gehaltene Aktienpaket des viertgrössten deutschen Elektrizitätsversorgungsunternehmens. Der Vertrag tritt in Kraft, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Die Finanzkommission des Landes stimmt zu, die laufenden Verhandlungen der EDF über einen Aktionärspakt mit einem regionalen Anteilhalter führen zum Ziel und das deutsche Bundeskartellamt bewilligt den Verkauf, was in etwa sechs Monaten erwartet wird.
Die EnBW ist 1997 aus der Fusion des Badenwerks mit der Energie-Versorgung Schwaben entstanden, erzeugte 1998 mit 46 Mrd. kWh 10% der elektrischen Energie in Deutschland und versorgt 3,4 Millionen Kunden. Die EnBW ist Eignerin des Kernkraftwerks Philippsburg und am Kernkraftwerk Obigheim beteiligt. Die Beteiligung der EDF, des grössten Stromproduzenten in Europa, stärkt die strategische Stellung der EnBW auf dem sich öffnenden europäischen und dem offenen deutschen Strommarkt, wo nach der Fusion der Veba mit der Viag und des RWE mit den VEW Grosskonzerne das Sagen haben werden. Das Zustandekommen des Vertrags mit der EDF war nicht mehr ganz selbstverständlich, nachdem diese von einem Verfahren der EU-Kommission gegen Frankreich wegen der noch nicht erfolgten Öffnung des französischen Elektrizitätsmarkts betroffen ist und beim Orkan Lothar Ende letzten Jahres Milliardenschäden erlitten hatte.
Quelle
P.B. nach Pressecommuniqué der EDF vom 19. Januar und NucNet vom 20. Januar 2000