Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03609.jsonl.gz/262

Israel will in den kommenden Jahren mehr landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Jordanien einführen. Ein entsprechendes landwirtschaftliches Kooperationsabkommen unterzeichneten die Landwirtschaftsminister beider Länder, Oded Forrer und Rasan al-Majali, am Dienstag, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtete. Das Abkommen erfolgt kurz vor Beginn des jüdischen Brachejahres (Schmittah/Schabbatjahr), in welchem Felder nicht bestellt werden dürfen.
Der Import jordanischen Obsts und Gemüses solle die Vielfalt für jene erhöhen, die sich nach dem jüdischen Religionsrecht koscher ernähren, so das israelische Landwirtschaftsministerium laut Bericht. Die beiden Minister betonten zudem die Bedeutung der landwirtschaftlichen Zusammenarbeit für die Förderung der Beziehungen der Länder.
Das jüdische Religionsrecht schreibt vor, dass Felder alle sieben Jahre brach liegen müssen, damit ihre Produkte als koscher gelten. Für die Dauer des Schmittah-Jahres werden vielfach Obst und Gemüse von arabischen Produzenten gekauft. Vor allem religiös-zionistische Landwirte lösen das Problem demnach auch dadurch, dass sie ihr Land symbolisch an einen Nichtjuden verkaufen oder ihre Höfe für die Dauer des Brachejahres zu einem Kollektiv zusammenlegen.
Das nächste Schmittah-Jahr beginnt am 7. September.
KNA/akr/jps