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Nach der Erteilung der Baugenehmigung kann das Quartier um den Bahnhof Sitten umgebaut werden. Im Juli beginnen die vorbereitenden Erdarbeiten für das 200-Millionen-Projekt mit Hotel und Kongresssaal.
Die Grundsteinlegung soll im Herbst erfolgen, die Einweihung ist im Frühjahr 2024 vorgesehen, wie die Walliser Kantonshauptstadt am Dienstag mitteilte. Das Projekt «Cour de Gare» umfasst den Bau von sieben Gebäuden und einer Tiefgarage mit mehr als 600 Parkplätzen. Geplant sind 300 Wohneinheiten, Büro- und Geschäftsräume.
Weil die Stadt Sitten (Sion) als wichtiges Bindeglied für touristische und kulturelle Aktivitäten der Region gilt und dazu kaum Aufnahme- und Unterkunftskapazitäten anbieten kann, ist auf dem «Cour de Gare»-Gelände auch ein Hotel auf 7’000m2 mit 100 Zimmern sowie ein Konzert- und Kongresssal mit rund 600 Plätzen vorgesehen.
Die Stadt will sich mit dem neuen Bahnhofs-Quartier auch für Touristen attraktiver machen, die in die vielen umliegenden Bergferienorte gelangen möchten. Dazu ist auch eine Gondelbahn vorgesehen, die Sitten mit vier Tälern verbindet.
Die ebenfalls vorgesehenen Restaurants, Cafés und Bars soll Durchreisenden aber auch Hotelgästen zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung und Freizeitgestaltung bieten.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 225 Millionen Franken. 200 Millionen Franken bringt die Anlagestiftung der Grossbank Credit Suisse auf. Die restlichen 25 Millionen werden von der Stadt bezahlt, wie Stadtpräsident Philippe Varone der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage sagte. Sie werden für den Bau der Konzert- und Kongresshalle verwendet.
Vom Projekt wird auch die Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) auf der anderen Seite der Bahngleise profitieren, die bislang über keinen Kongresssaal verfügte. Die beiden Standorte sollen durch einen neuen Durchgang verbunden werden. (htr/sda)