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Fragt man Bekannte von António Horta-Osório, ob sie von einer Episode wüssten, die ihn gut beschreibe, dann ist es diese: An seinem 30. Geburtstag brach er sich bei einem Tennismatch das Handgelenk. Die Ärzte sagten ihm, die Verletzung sei so schwer, dass er nie mehr werde spielen können. Doch er war nicht bereit, sein Schicksal einfach so hinzunehmen – und zwang sich, mit der anderen Hand spielen zu lernen. Noch heute übt er seinen Lieblingssport aus, wenn es die Agenda erlaubt zwei Mal wöchentlich. Nur eines habe sich seit damals nicht verändert, wird berichtet: Er hasse es zu verlieren.
Wenn der Portugiese nach der Generalversammlung vom 30. April 2021 Urs Rohner ablösen wird, wird erstmals in der 164-jährigen Geschichte ein Ausländer auf dem Präsidentensessel der Bank Platz nehmen. Dass sich der 56-Jährige den mit über vier Millionen Franken Salär gut dotierten Posten als bequemes Ruhekissen ausgesucht hat, ist wenig wahrscheinlich. Denn der neue Präsident ist – im Gegensatz zum stets spröde gebliebenen Juristen Rohner – ein Vollblut-banker und zudem einer, der anzupacken weiss.