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Beim OCC-Final in Turbenthal gewann Severine Schmid den grossen Final des OCC-Cup und wurde damit auch Gesamtsiegerin der Schlussrangliste. Der kleine Final wurde von Martina Guntli gewonnen. In der Hauptprüfung über 140 Zentimeter siegten Manuel Eugster und Paul Estermann.
Fünf Tage lang war die Pferdesportanlage des Reitvereins Tösstal Austragungsort von regionalem und nationalem Springsport. Höhepunkt dabei war die Durchführung des OCC-Finals am Samstagnachmittag. Acht der 28 Reiterpaare meisterten den Parcours im grossen Final über 125 Zentimeter fehlerfrei und qualifizierten sich damit für das Stechen. Da die Punkte am Final jeweils dreifach zählen, war in der Endabrechnung für die Schlussrangliste noch einiges möglich. Eröffnet wurde das Stechen durch Juan-Manuel Rivas, der sogleich eine schnelle Nullrunde vorlegte. Ester Sennhauser tat ihm gleich und schaffte es, diese Zeit um eine halbe Sekunde zu unterbieten. Als zweitletzte Reiterin startete Severine Schmid mit ihrem Holsteiner und ritt gewohnt angriffig. Es wurde knapp, doch das Paar flog um wenige Zehntelsekunden schneller über den Zielsprung. So hiess die strahlende Siegerin Severine Schmid vor Ester Sennhauser und Juan-Manuel Rivas.
Kleiner Final
Beim Kleinen Final qualifizierten sich elf von 32 Teilnehmern fürs Stechen. Mit dabei war auch Kurt Maeder, der Präsident des Ostschweizerischen Concours Clubs, welcher die Wertung auf dieser Stufe anführte. Im Stechen musste er eine Stange hinnehmen und klassierte sich auf dem siebten Rang. Mit einem fantastischen Ritt im Stechen holte sich Martina Guntli mit ihrer Stute Royal Rubina den Sieg vor Gabriela Gräff und Jennifer Fäh.
Schlussrangliste
Da die führende Anwärterin Katrin Bruggmann mit Chamonie am Final leider verzichten musste, stand Valerie Jud an der Spitze in der Zwischenwertung und konnte sich durch ihren Nullfehlerritt im Normalparcours Chancen auf den Sieg ausmalen. Trotz acht Fehlerpunkten im Stechen, wurde sie einzig von Severine Schmid ein- und überholt. Mit dreissig Punkten Vorsprung gewann Severine Schmid die Schlussrangliste vor Valerie Jud und Marc Herzog. Katrin Bruggmann wurde selbst ohne Finalpunkte gute Vierte und Kurt Mader gelang es, sich als einziger Reiter der Stufe 115 in den Top Ten der Schlussrangliste einzufinden.
Starke Vereinsmitglieder
Für den Reitverein Tösstal war das diesjährige Sommerspringen auch aus sportlicher Sicht ein grosser Erfolg. So konnten am Mittwoch gleich beide Prüfungen der Kategorie R115 von den eigenen Mitgliedern gewonnen werden. Vanessa Roth holte sich mit ihrer Stute Quassia de la Rose ihren ersten Heimsieg und doppelte am Samstag in der Einlaufprüfung des OCC-Finals mit einem weiteren Sieg nach. „Einfach unglaublich! Noch vor zwei Jahren ritten wir Prüfungen über 90 Zentimeter und nun sind wir gleich in zwei Prüfungen über 115 Zentimeter siegreich!“, so die überwältigte Tösstalerin. Insgesamt konnte der Reitverein 14 Klassierungen in verschiedensten Prüfungen erzielen.
Hohe Ansprüche im N135/140
Der 4000 Quadratmeter grosse Sandplatz wurde von den Parcoursbauern Conny Ruppli, Bruno Minnig und Werner Wüthrich vollends ausgenutzt, sodass das eine oder andere Pferd über die zwölf Hindernisse an seine konditionellen Grenzen stiess. Wüthrich distanzierte sich damit von Parcours, in denen man ständig wenden muss: „Es soll flüssige Runden geben, in welchen die Pferde wieder zum Galoppieren kommen sollten.“ Die Reiter schätzten diese Bauweise, doch betonten auch sie deren hohen Ansprüche: „Die Prüfungen sind durch die vielen gegebenen Linien äusserst technisch zu reiten“, so beispielsweise die routinierte Franziska Meierhans. Die Hauptprüfung gewann Paul Estermann mit Curtis Sitte. Manuel Eugster ritt gleich zwei verschiedene Pferde zum Sieg. Am Donnerstag gewann er mit Callisto II die Kategorie N135 und am Sonntag ritt er „Cool and Easy“ zum Sieg.
Medikationskontrollen
Anlässlich des Sommerspringens Turbenthal wurden am Sonntagvormittag in den Prüfungen N125 und N140 Medikationskontrollen durchgeführt. Dabei werden jeweils fünf Pferde durch Zufallsprinzip ausgemacht, welche durch Urin- oder Blutentnahme auf Doping getestet werden. Über allfällige Befunde wird erst vier Wochen später informiert, wenn die Ergebnisse eintreffen.
Text: Corin Koch
Beitragsbild: Severine Schmid mit Colonell, Siegerin des grossen Finals und Jahreswertung,
Bild: Corin Koch