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Nach den Überschwemmungen des Bietschbaches in den Jahren 1414 und 1494 war die Dorfkirche so stark beschädigt, dass sich die Bewohner 1505 unter massgeblichen Einfluss des damaligen Bischofs und späteren Kardinals Matthäus Schiner entschlossen, die Kirche neu auf dem Burghügel zu errichten, damit sie vor künftigen Hochwassern geschützt sein möge.
Der bekannte Baumeister Ulrich Ruffiner, der unter Kardinal Schiner verschiedene sakrale Bauten im Wallis erstellen konnte, war für den Bau der «nova turris», der neuen Pfarrkirche zu Raron zwischen 1512-1518 verantwortlich. Dabei wurde der bereits bestehende Turm aus dem 12. Jahrhundert in die Planung miteinbezogen.
Letztmals wurde die Burgkirche zwischen 1970 – 1972 restauriert.
Besonders beachtenswert sind die vielen Fresken, welche teils erst bei der Restauration von 1970 wieder zum Vorschein kamen. Die bekannteste und zugleich auch furchterregendste Freske zeigt den Totentanz beim jüngsten Gericht und stammt aus dem späten Mittelalter.