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Der Ersatzneubau der Rathausbrücke Zürich ist als zweifeldrige vorgespannte Beton-Plattenbrücke konzipiert. Mittels einer einzigen Abstützung werden für den Wasserdurchfluss optimale Bedingungen geschaffen und auf ein Tieferlegen der Limmatsohle kann verzichtet werden. Der Überbau der Brücke besteht im Wesentlichen aus einer Betonplatte, die auf der Ostseite der Limmat zwischen Rathaus und Hauptwache beginnt. Nach Überspannen des 13.60 m weit gespannten Randfelds stützt sich die Platte auf eine in der Limmat fundierte Pfeilerscheibe. Nun spaltet sich die Platte in zwei gespreizte «Äste», die je seitlich des Hauses zum Schwert verlaufen. Zwischen diese beiden Hauptträger spannt sich ein Plattenbalken parallel zur Fliessrichtung als "Füllung".more
Diesem konstruktiven Konzept entspricht die Nutzung der Brücke: Die seitlichen Streifen dienen vornehmlich der Bewegung, während die Füllung für den Markt und andere Anlässe gebraucht werden kann. Die neue Brückenfläche ist kleiner als die bestehende, im Gegenzug werden die Plätze und ihre Verbindungen wieder deutlicher wahrgenommen.
Die Oberfläche der Brücke wird in fugenlosem Gussasphalt in geschliffener Ausführung umgesetzt. Zusammen mit dem Geländer ist der Konsolkopf ein die Wahrnehmung der Brücke prägendes Element. Er wird deshalb aus einem Beton erstellt, dem als Zuschlagstoff leuchtend weisser Marmor beigemischt wird. Die Betonoberfläche wird gespitzt. Dadurch ergibt sich ein farblich und in der Textur gutes Zusammenspiel mit den umgebenden Bauten und die Brücke erhält eine gewisse Nobilität. Das Geländer wird durch konische Ferroguss Pfosten gehalten und rhythmisiert. Davor verlaufen Staketen aus duplexierten rechteckigen Stahlprofilen mit markantem schräggestellten Horizontalelement. Am Scheitelpunkt der Brücke wird der konische Pfosten durch ein überdimensioniertes Pfostenelement ersetzt, welches den Hochpunkt markiert. Die Oberkante der Brüstung auf 1.1 m erfüllt mit einem tiefen stranggepressten Aluminiumprofil ein bequemes Aufstützen der Ellenbogen um das Panorama zu geniessen. Die städtebauliche Funktion wird durch die Beleuchtung unterstrichen, die aus zwei längslaufenden beleuchteten Randstreifen und drei den Platz zentrierenden Mastleuchten besteht.
Location: Zurich
COMPETITION: 2018
Client: City of Zurich, acting: Tiefbauamt
MEILI, PETER & PARTNER ARCHITEKTEN:
Markus Peter, Patrick Rinderknecht, Alice Hucker
Leonie Amsler, Christoph Erni, Blend Kader, Andreas Strassel
CIVIL ENGINEER: Conzett Bronzini Partner AG, Chur
hydraulic engineering: Staubli, Kurath & Partner AG, Zürich
light design: matí AG Lichtgestaltung, Adliswil
Rendering: Besa Zajmi, Zürich