Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03253.jsonl.gz/923

Lavey
(Kt. Waadt, Bez. Aigle, Gem. Lavey-Morcles).
438 m. Dorf, mitten in Baumgärten und Kastanienhainen versteckt;
am rechten Ufer der Rhone nahe gegenüber Saint Maurice und 2 km nö. der Station Saint Maurice der Simplonbahn.
Postbureau, Telegraph, Telephon;
Postwagen nach Saint Maurice. 51 Häuser, 398 reform. Ew. Kirchgemeinde Bex.
Eine 1900 geweihte katholische Kapelle, die von einem Kaplan aus Saint Maurice versehen wird.
Der Ort hat seit der Erstellung der nahe über ihm liegenden Festungsbauten von Savatan an Bedeutung stark zugenommen.
Guter Weg nach den Forts und dem Weiler Morcles, der andern Hälfte der Gemeinde.
Lavey gehörte seit den ältesten bekannten Zeiten zur Abtei
Saint Maurice;
1051 verleiht
Abt und Propst Burchard zu
Saint Maurice einem Theodorich und seiner Familie Ländereien zu Alaver (=
Lavey).
Auch nach der Eroberung der Waadt
verblieb dem Kloster sein Besitz zu
Lavey unter Vorbehalt der Oberhoheit
Berns, bis 1671 der
Abt gegen Abtretung der
Herrschaften
Oron la Ville und
Vuibroye an die
Berner sich für
Lavey und
Gryon von der
Anerkennung dieser Oberhoheit loskaufte.
Fund von Stein- und Bronzegegenständen.
Die Etymologie des Wortes
Lavey s. beim
Art.
Lavey Les Bains.