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Um diesen Artikel zu schreiben, musste ich mehr mein Gehirn als meine Muskeln benutzen. Zuerst recherchierte ich das Thema und las viele Artikel, Blogs und Studien. Dann ordnete ich die Fakten, kombinierte und gewichtete sie und gewann daraus Erkenntnisse. Schliesslich entschied ich, was ich dir, der Leserin, dem Leser, vermitteln will.
Das Schreiben eines Textes ist ein kreativer Prozess, der Wissen erfordert. Sind Autor*innen also Wissensarbeiter*innen?
Denken für den Lebensunterhalt
Der Begriff «Wissensarbeiter» wurde 1959 von dem österreichisch-amerikanischen Unternehmensberater und Autor Peter Drucker geprägt. Er bezog sich auf Menschen, die mit dem Kopf, nicht mit den Händen, Werte schaffen. Sie denken für ihren Lebensunterhalt, ihr primäres Kapital ist Wissen.
Wissensarbeiter*innen, wie wir sie heute verstehen, wenden ihr theoretisches und analytisches Wissen an, um Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Sie haben ihr Wissen durch eine formale Ausbildung erworben. Viele von ihnen haben einen Hochschul- oder Universitätsabschluss.
Die Eigenschaften
Wissenarbeiter*innen haben die diese typischen Merkmale:
- Sie lernen kontinuierlich, um ihr Wissen auf dem neuesten Stand zu halten.
- Sie kommunizieren und tauschen ständig Informationen mit Kolleg*innen, Manager*innen, Kund*innen und anderen relevanten Personen aus.
- Sie wenden konvergentes und divergentes Denken an, um einfache oder komplexe Fragen zu beantworten, die sich bei der täglichen Arbeit stellen. Konvergentes Denken bedeutet die Fähigkeit, auf Standardfragen, die keine grosse Kreativität erfordern, die «richtige» Antwort zu geben. Divergentes Denken ist ein Denkprozess, um kreative Ideen zu entwickeln, indem viele mögliche Lösungen untersucht werden.
- Sie passen sich an Veränderungen an und bleiben angesichts neuer Herausforderungen beweglich.
- Sie lösen komplexe Probleme auf kreative Weise.
- Sie müssen zusammenarbeiten, um ihre Ziele zu erreichen.
- Sie können sich selbst verwalten und relativ unabhängig arbeiten.
- Sie motivieren sich selbst, um neue Informationen und neues Wissen zu finden und anzuwenden.
Um all dies zu erreichen, müssen der Wissensarbeiter*innen neugierig, intelligent, kommunikativ, verantwortungsbewusst, selbstsicher und selbstbewusst sein.
Gefragt in vielen Berufsfeldern
In einer Arbeitswelt, in der manuelle Arbeit und Routinetätigkeiten abnehmen, gewinnen Wissensarbeiter*innen immer mehr an Bedeutung. Hier einige typische Berufsfelder und Berufe, in denen Wissensarbeiter*innen gefragt sind:
- Technologie: Programmierer, Web-Designer, Systemanalytiker
- Finanzen: Buchhalter, Analyst, Investor
- Gesundheitswesen: Arzt, Pharmazeut, medizinischer Forscher
- Design: Ingenieur, Architekt, Erfinder
- Information: Autor, Lehrer, Anwalt
Wir sind alle Wissensarbeiter*innen
Zu Beginn dieses Artikels habe ich gefragt: Sind Autor*innen Wissensarbeiter*innen? Gemäss der obigen Aufzählung sind sie es. Aber was ist mit all den Berufen, die oben nicht aufgeführt sind? Werden in der Landwirtschaft oder in der Gastronomie keine Wissensarbeiter*innen gebraucht?
Aber natürlich! In der modernen Arbeitswelt macht es wenig Sinn, Wissensarbeiter*innen von anderen Arbeitnehmenden zu unterscheiden. Wissensarbeit ist in jedem Beruf gefragt. Nur das Verhältnis zwischen Wissensarbeit und Routinearbeit variiert. Du bist eine Wissensarbeiterin, ein Wissensarbeiter genauso wie ich oder der Präsident der USA.
Von Wissensarbeiter*innen zu Lernenden Arbeiter*innen
Bevor du dich jetzt zurücklehnst und entspannst, haben wir eine schlechte Nachricht für dich: Wissensarbeiter*innen sind möglicherweise schon wieder von früher. Der Arbeitsmarkt verlangt zunehmend nach einer neuen Kategorie von Fachkräften: den Lernenden Arbeiter*innen.
Musst du ein*e Lernender Arbeiter*in werden? Erfahre alles über sie in unserem Artikel «Lernen wird zu einem integralen Bestandteil der Arbeit».
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