Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03453.jsonl.gz/2787

Wenn Sie ein grossen Teleskop haben, können Sie mit herkömmlichen 2" Okularen nicht mehr die max. sinnvolle Austrittpupille erreichen, weil Okulare
mit mehr als rund 50 mm Brennweite bei 2" Steckhülsendurchmesser wegen des eingeschränkten Gesichtsfeldes keinen Sinn
mehr machen.
Zwar gibt es keine Okularhersteller, die Standardmodelle mit mehr als 2" Durchmesser haben, aber wenn Sie einen Okularauszug von mehr als 2" Durchmesser
haben, lohnt sich der Bau eines Sonderokulares. Als Basis können zB. Projektionsokulare von Rodenstock® verwendet werden, die
entsprechend umgebaut gute Dienste bringen.
Der Bild zeigt ein 83 mm Okular mit einem Steckhülsendurchmesser von 85 mm und einer Feldblendendurchmesser von 66 mm was
ein scheinbares Gesichtsfeld von ca. 55° ergibt. Das Okular hat ein Filtergewinde von 77 mm, so dass auch mal Graufilter, zB. für den Mond
möglich wären. Als Grössenvergleich ist ein TeleVue Panoptic 19 mm
vor der Eintrittsöffnung.
Die Ausführung ist so, dass das eigentliche Projektionsobjektiv komplett gekapselt ist. Fernrohrseitig besteht die Hülse aus schwarz anodisiertem Aluminium,
Augenseitig ist der Aufbau aus schwarzem Polyethylen aufgebaut und erlaubt einen sehr angenehmen Einblick. Zudem ist das Okular
Dioptrx fähig, was bei grossen AP's besonders wichtig ist. In jedem Fall wird ein solches Okular den
Gegebenheiten Ihres Grossteleskopes angepasst (Brennweite / Durchmesser).