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Bodybuilding ist generell ein verletzungsarmer Sport. Es gibt aber eine Verletzung, die immer wieder vorkommt und sehr typisch ist.
Der Schmerz ist im vorderen Anteil der Schulter (Foto), zwischen dem vorderen und mittleren Anteil der Schultermuskulatur (Deltoideus). Er kann durch Druck ausgelöst werden, durch Belastung (z.B. Bankdrücken) oder in fortgeschrittenen Fällen schmerzt es auch in Ruhe. Manchmal ist der Schmerz so stark, dass er die Athleten in der Nacht weckt. Er reagiert gut auf Schmerzmittel aber scheint relativ hartnäckig zu sein, wenn man ihn langfristig behandeln will. Oft entstehen Rückfälle vom gleichen Problem.
Es handelt sich hier um eine Überlastung der langen Bizepssehne. Der Bizeps hat zwei Muskelköpfe (daher der Name Bizeps), wovon einer am Oberarm selbst festgemacht ist, der andere über die Schulter am Schulterblatt. Die lange Bizepssehne bildet den vorderen Anteil der Rotatorenmanschette, welcher für die Schulterstabilität verantwortlich ist.
Zur Rotatorenmanschette gehören M. Teres minor, M. Subscapularis, M. Supraspinatus und M. Infraspinatus. Manchmal wird auch noch das Ligamentum coracohumerale dazu gezählt. Alle sind dafür verantworlich, dass wir bei Schulterbewegungen den Gelenkskopf des Oberarmes möglichst in der Gelenkspfanne des Schulterblattes zentrieren.
Oft wird im Bodybuilding die Schulter- und Brust viel stärker trainiert als die Antagonisten im Rücken, was zu einer leichten Verschiebung dieser Zentrierung nach vorne, sprich zur Brust hin, führt. Das führt auf einen höheren Druck auf die Bizepssehne und auf die Gelenksfläche.
Auch wird oft zu tief runter gegangen beim Training der Brust und Schulter, so dass die typische „high five“ Position entsteht, wo eine maximale Belastung dieser Sehne resultiert.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20508476