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Auf der ganzen Welt sind führende Pharma-Unternehmen aktuell fieberhaft damit beschäftigt, einen Impfstoff gegen das neuartige Corona-Virus zu entwickeln. Im Zusammenhang mit der Forschung wird auch der Name Lonza sehr häufig genannt, was für die Schweiz besonders interessant ist. Lonza ist ein Schweizer Unternehmen. Weiters wird auch die Befürchtung geäussert, dass gewisse Länder wie die Vereinigten Staaten von Amerika bei der Vergabe eines möglichen Impfstoffs bevorzugt werden könnten.
Von einer Realisierung des Impfstoffs sind alle Pharma-Unternehmen aktuell noch sehr weit entfernt. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass an einen wirksamen Impfstoff mit Massenverteilungspotenzial erst zu Anfang des Jahres 2021 gesprochen werden könnte. Unternehmen wie Moderna aus den Vereinigten Staaten von Amerika haben zwar bereits öffentlich geäussert, dass es schon erfolgreiche Versuche mit einem möglichen Impfstoff gegeben habe, allerdings ist auch dieser Impfstoff noch sehr weit von dem Massenverteilungsbedarf entfernt.
Für die Schweiz ist jedoch überaus interessant, dass Moderna sehr eng mit dem Schweizer Unternehmen Lonza zusammenarbeitet. Seit nunmehr zehn Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen dem Zulieferer Lonza und Moderna. Vorteile im Hinblick auf die Verteilung eines Impfstoffs wird die Schweiz jedoch durch diese Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen nicht erhalten, da Lonza nur eine einzige wichtige Zutat für den Impfstoff gegen das neuartige Corona-Virus an Moderna liefert. Dementsprechend würde ein Patent auf den Impfstoff bei Moderna verbleiben, sodass der amerikanische Staat von der Partnerschaft zwischen Moderna und Lonza erheblich stärker profitieren würde als die Schweiz.
Die Vereinigten Staaten unterstützen Moderna finanziell in einem Umfang von rund 500.000.000 US-Dollar. Dementsprechend dürfte auch klar sein, dass der Fokus der Verteilung auf den nordamerikanischen Raum liegen würde. Moderna ist jedoch nicht das einzige Unternehmen, welches aktiv an einem wirksamen Impfstoff arbeitet. Insgesamt gibt es aktuell rund 120 Projekte von grossen privaten Unternehmen sowie auch staatlichen Entwicklern. Auch in der Schweiz selbst wird an einem Impfstoff gearbeitet.
Eine Bevorzugung gewisser Staaten nach einem erfolgreichen Test würde auch der Handels- sowie Wirtschaftsfreiheit deutlich widersprechen. Für das Jahr 2020 wird diese Diskussion ohnehin nicht mehr relevant werden. Auch der Anfang des Jahres 2021 ist derzeitig eher eine vorsichtige Schätzung als eine sichere und verlässliche Prognose.