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Gewalt / Selbstverteidigung
Oder...
Wenn zwei Gegner die Kraft messen, gewinnt der Stärkere.
Zwischen dem Stärkeren und demjenigen mit der besseren Technik, gewinnt der mit der besseren Technik.
Zwischen dem mit der besseren Technik und demjennigen mit dem stärkeren Geist, gewinnt der stärkere Geist.
Zwischen dem mit dem stärkeren Geist und dem mit dem grösseren Herzen, gewinnt das grosse Herz.
Ursprünglich ist der Gedanke des Aikido sehr aus dem Budo oder Bushido (dem Weg des Kriegers) entstanden. Im Aikido finden keine Wettkämpfe statt, weil die passende Reaktion auf eine Aggression nicht vorhersehbar oder reglementierbar ist und eine grosse Effizienz entfalten kann.
Das strukturierte Schema von Angreifer und Verteidiger (Uke und Tori) in abwechselnder Rolle ritualisiert das Üben vor allem zu Beginn stark. Man übt sich darin, den Takt des Angriffes zu übernehmen und mit dem eigenen Rhythmus zu verbinden. Kurze Sequenzen stilisierter Angriffe helfen dabei, sich voll und ganz auf das erste Aufeinandertreffen mit der Energie des Partners zu konzentrieren. Während im AIKIDO zu Beginn abgesprochene Bewegungsabläufe die Partnerübungen charakterisieren, wandelt sich das Praktizieren mit den Jahren zusehends zu einer freien Improvisation und einem Spiel der Elemente Technik, Rhythmus und Atmung.
Gerade für Jugendliche stärkt das Aikido das Körpergefühl, die Wahrnehmung und die Einsicht, dass die körperliche Lösung eines Konfliktes die Schlechteste aller Lösungen ist. Man muss sich bewusst sein, dass das Aikido nicht ein schnelles körperliches Selbstbewusstsein aufbaut, das nur zur Selbstüberschätzung führt. Darum stellt das Aikido viele Instrumente zur Verfügung, die eine Gewalteskalation verhindern können.
Um das zu begreifen, muss man sich wirklich auf Aikido und vor allem auf sich selbst einlassen. Diese Hingabe ist das Geheimnis des Erfolges im Aikido.
2008