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Wichtige Information: Wir haben nie PIP-Implantate eingesetzt. Wir setzen ausschliesslich hochwertige Prothesen ein.
Mehrere Faktoren können einen Wechsel in der Form eines Implantats nach sich ziehen. Zum Beispiel ein Einreissen, eine Kapselkontraktur, die es umgibt oder eine anormale Verlagerung. Diese Bedingungen äussern sich durch eine Asymmetrie unterschiedlicher Grade.
Die Diagnose wird nach sorgfältiger Untersuchung gestellt und geht häufig mit einem Brustultraschall einher. Sobald die Ursache der Formänderung des Implantats erstellt ist, können eine Extraktion und ein Austausch erwogen werden.
Die Prothesen können durch andere Prothesen mit grösserem Volumen und auch einer anderen Form ersetzt werden. (Im Allgemeinen können anatomische Prothesen durch runde Prothesen getauscht werden). Brustprothesen können auch ersetzt werden, wenn die Patientin eine Veränderung des Volumens und der Form der Brüste wünscht.
PRESSEMITTEILUNG DER FRANZÖSISCHEN GESELLSCHAFT FÜR PLASTISCHE, REKONSTRUKTIVE UND ÄSTHETISCHE CHIRURGIE (SOF CPRE) ZUM BRUSTKREBSRISIKO BEI PATIENTINNEN MIT P.I.P.-PROTHESEN
Die Krise der P.I.P.-Prothesen (Poly Implant Prothèse) hat grosse Unruhe bei sämtlichen Frauen mit Prothesen und bei französischen Schönheitschirugen hervorgerufen. Die jüngste Medienberichterstattung mehrerer Brustkrebsfälle bei Frauen mit P.I.P-Prothesen hat nicht nur bei Frauen mit P.I.P-Prothesen, sondern ebenso bei Frauen mit anderen Prothesen Angst und Besorgnis ausgelöst, ob in der Schönheitschirurgie oder der rekonstruktiven Chirrugie. Bestrebt, auf die Erwartungen einzugehen, legt SoFCPRE Wert darauf, fundierte Antworten auf die häufigsten Fragen zu liefern.
Frage 1. Erhöhen Prothesen auf Silikonbasis das Brustkrebsrisiko?
Brustimplantate aus Silikon wurden seit ihrem ersten Einsatz im Jahr 1962 angegriffen und beanstandet bei der Entstehung verschiedener Krankheiten. Manche hatten sie beschuldigt, Brustkrebs zu verursachen. Zahlreiche Studien, die alle in die gleiche Richtung gehen und sich auf Tausende von Patientinnen stützen, haben gezeigt, dass die Brustkrebsrate nicht bedeutender als bei der restlichen Bevölkerung war. Im Gegenteil haben mehrere Studien ebenfalls mit Schwerpunkt auf Tausenden Patientinnen gezeigt, dass das Brustkrebsrisiko bei der Bevölkerung mit Implantaten leicht niedriger war im Vergleich zur restlichen allgemeinen Bevölkerung. In einem amerikanischen Artikel aus dem Jahr 1997 wurde sogar eine etwaige Schutzwirkung des Silikons angeführt zur Erklärung dieses geringeren Brustkrebsrisikos bei implantierten Patientinnen. Die mässige Senkung des Brustkrebsrisikos bei implantierten Patientinnen scheint wohl mit dem Auswahlverfahren verbunden zu sein: Frauen mit genetischem oder familiären Brustkrebsrisiko werden häufiger abgelehnt bei der chirurgischen Vergrösserung, damit die klinische und mammographische Überwachung nicht erschwert wird. In allen Fällen wurde Silikon nie als Karzinogen eingestuft, ob für die Brust oder ein anderes Organ.
Bezüglich der P.I.P.-Prothesen, da sie aus Silikon bestehen, ermöglicht derzeit kein wissenschaftliches Element die Festlegung eines erhöhten Brustkrebsrisikos bei Patientinnen mit PIP-Prothesen.
Jedes Jahr werden 47’000 neue Brustkrebsfälle in Frankreich diagnostiziert. Derzeit schätzt man, dass jede 10. Französin mit dieser Krankheit im Laufe ihres Lebens konfrontiert wird mit steigendem Risiko im Alter (Dreiviertel der Fälle treten nach dem 50. Lebensjahr auf). Statistisch muss man darauf gefasst sein, dass Frauen mit PIP-Implantaten die gleiche Brustkrebsrate entwickeln wie die der allgemeinen Bevölkerung, das heisst jede zehnte Frau.
Man muss deshalb äusserst vorsichtig sein, bevor ein etwaiger Kausalzusammenhang zwischen der Tatsache, Brustkrebs zu haben und der, Trägerin einer PIP-Prothese zu sein, vermutet wird.
Frage 2. Ist die klinische Brustkrebsdiagnose schwieriger bei Patientinnen mit Brustprothesen?
Wie die prothetische Ausrichtung und der Zugang auch sein mögen, verändert das Einsetzen einer Vergrösserungsprothese die Drüsenstruktur und zieht ein Strecken mit Dehnung des Brustgewebes nach sich. Diese Brustveränderung erleichtert die klinische Untersuchung, da durch die nach vorne gerichtete Drüse ein Knoten selbst kleiner Grösse leichter tastbar ist. In mehreren Serien, die die Brustkrebsdiagnose untersucht haben, hat sich ergeben, dass Patientinnen mit Brustprothesen eine frühzeitigere klinische Brustkrebsdiagnose hatten als Patientinnen ohne Prothesen. Eine der möglichen Erklärungen ist, dass Frauen mit Prothesen vielleicht eher bereit sind, die Selbstuntersuchung durchzuführen und eine anormale Masse auf der Vorderfläche der Peripherie des Implantats zu entdecken, denn sie werden oft von den Schönheitschirurgen ermutigt, sie zu mobilisieren, um das Risiko einer Kapselretraktion zu senken. Die andere Erklärung ist, dass Frauen, die eine Augmentationsplastik wünschen, in der Mehrzahl Brüste mit kleinem Volumen haben. Folglich ist das Gewebe, das die Vorderfläche der Prothese überdeckt, eher dünn, und es ist prinzipiell leichter, dort Knoten kleineren Ausmasses zu ertasten.
Wie dem auch sei, muss wie bei jeder Frau jede durch die Patientin wahrgenommene Schwellung Gegenstand einer Konsultation mit Untersuchung spezieller Brustaufnahmen sein, um etwaigen Brustkrebs zu diagnostizieren oder auszuschliessen.
Frage 3. Ist die radiologische Brustkrebsdiagnose schwieriger bei Patientinnen mit Brustprothesen?
Semiologie, regelmässige systematische Erkennung und Diagnosestrategie von Brustkrebs oder Tumorrückfällen an der Prothese sind gleich bei fehlendem Implantat: Die frühzeitige Diagnose beruht auf der Entdeckung verdächtiger Mikro-Verkalkungen, struktureller Verzerrung bzw. abgegrenzter anormaler Masse oder Knochenspitzenkonturen. Die Mammographie bei einer Brustprothese muss eine spezielle Technik (EKLUND-Technik) zur Verlagerung der Prothese einsetzen, um eine hochwertige Mammographie zu erzielen. Es ist ebenfalls wünschenswert, grundsätzlich ein Ultraschall zu machen, damit sämtliche Quadranten der Brust einschliesslich der peripheren Bereiche untersucht werden, wo eine Mammographie nicht so effizient ist. Eine weitere Besonderheit der Brustbildgebung auf die Prothese besteht darin, dass sie eine stereotaktische und schallgeführte Biopsie schwieriger machen kann. Bei Schwierigkeiten gibt es zahlreiche Fachradiologen, die die stereotaktische Biopsie einer verdächtigen Verletzung unter guten Bedingungen karzinologischer Sicherheit und Sicherheit für die Prothese erzielen können.
Bei anhaltendem Zweifel nach der Mammographie und dem Ultraschall kann ein Mammographie-MRT gemacht werden, aber dessen Indikation muss begrenzt sein, denn die Besonderheit des MRT ist nicht vollkommen und stellt falsche Diagnoseraten für positive Krebsbefunde aus. Die klinische Untersuchung, die Mammographie und der Ultraschall bleiben deshalb die Basisuntersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs bei den Patientinnen
mit Prothese. Aufgrund dieser Schwierigkeiten organisiert SOFCPRE regelmässig spezielle Schulungen zur Brustbildgebung und plastischen Chirurgie.
Frage 4. Sind die Brustkrebsprognosen bei Patientinnen mit Prothesen schlechter?
Die gesamte und besondere Sterblichkeit der brustkrebsbehandelten Patientinnen und das Überleben nach 5 Jahren und nach 10 Jahren sind identisch zwischen Frauen mit und ohne Prothesen. Die Analyse der Sterblichkeit von Patientinnen mit Brustimplantaten wrude sehr gut von dänischen und finnländischen Teams aus Sterberegistern für eine Grosszahl von Frauen untersucht. Stösst man auf eine leicht erhöhte Sterblichkeit in der Bevölkerung von Frauen mit Implantat, scheint diese höhere Sterberate nicht in Zusammenhang mit dem Brustkrebs zu stehen, sondern zum Grossteil mit der etwas höheren Suizidanfälligkeit und der Anfälligkeit für Lungenerkrankungen. Diese Studien regen eine verantwortliche Lebensweise der Bevölkerung der für eine Brustvergrösserung in Frage kommenden Frauen an mit übermässigem Tabakkonsum und einer risikobehafteteren Lebensweise als die Bevölkerung der Frauen gleichen Alters.
Frage 5. Können Brustprothesen andere schädliche Auswirkungen oder andere Krebsartennach sich ziehen?
Die Analyse der Brustsarkome in den Vereinigten Staaten durch das National Cancer Institute zeigt, dass die Einbindung der Brustimplantate bei deren Entstehung nichtig ist. Über die anaplastischen malignen Lymphome mit grossen Zellen wurde in einer vorhergehenden Mittelung unserer Gesellschaft informiert. Diese äusserst seltene Krankheit bedürfte einer Belegschaft von mehreren Millionen Personen, um endgültig über die Einbindung oder nicht der Prothesen in die Entstehung dieser anaplastischen Lymphome mit grossen Zellen.abschliessen zu können.
Frage 6. Was sind schliesslich die wissenschafltich anerkannten Risiken für P.I.P.-Prothesen ?
Beim gegenwärtigen Stand der Kenntnisse wird das Problem durch eine ungewöhnlich hohe Einreissquote der P.I.P-Prothesen dargestellt, die mit einem wahrscheinlichen Materialfehler der Hülle und/oder einer etwaigen versprödenden Wirkung des Gels auf diese Hülle in Zusammenhang steht. Die P.I.P.-Prothesen mit einem Gel, das nicht den Normen entspricht, haben ebenfalls eine starke ganglionäre Reaktion zur Folge, die mit dem lymphophilen Merkmal dieses Gels verbunden ist, das heisst mit seiner Besonderheit, vorzugsweise zu den Ganglien der Achselhöhe drainiert zu werden.
Nach den Elementen, über die wir verfügen, scheinen manche P.I.P.-Prothesen mit den Normen konform zu sein, während andere mit einem mangelhaften Gel vorgefüllt sind und ein vorzeitiges Einreissrisiko erzeugen. Das grössere Problem besteht darin, dass wir die jeweiligen Lose der konformen bzw. nicht konformen Prothesen nicht kennen. Deshalb empfiehlt die SOF CPRE, das Prinzip aller P.I.P.-Prothesen zu ändern.
Frage 7. Welches Verhalten ist gegenüber den Patientinnen mit P.I.P.-Prothesen angebracht ?
Sie müssen ihren Chirurgenkonsultieren, vor allem wenn sie ein anormales Anzeichen feststellen. Bei der Sprechstunde mit ihrem Chirurgen muss der Prothesenwechsel prinzipiell erwogen werden, selbst bei fehlenden Einreissanzeichen, und muss planifié ohne Dringlichkeit geplant werden. Ein Chirurg kann sich manchmal veranlasst sehen, Hilfe von Kollegen zu ersuchen, damit sie bei der Übernahme von Patientinnen behilflich sind, falls er nicht selbst den Wechsel der Implantate aufgrund zahlreicher Anfragen übernehmen kann oder kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand steht.
Die durch diese Wechsel aufgeworfenen praktischen Problem sind derzeit Gegenstand von Absprachen zwischen Patientinnenverbänden, sämtlichen Schönheitschirurgen und Regierungsaufsichtsinstanzen, um eine zufriedenstellende Lösung für diese einzigartige Herausforderung im Gesundheitswesen zu finden.
Alle Beteiligten in dieser schwierigen Angelegenheit (Patientinnen, Patientinnenverbände, Chirurgen, AFSSAPS, Gesundheitsministerium, Versicherer des Herstellers PIP, Medien, SOFCPRE, SNCPRE) müssen Verantwortungsbewusstsein unter Beweis stellen, um zu vermeiden,Angst in der Bevölkerung zu schüren, und die gerechteste Lösung für alle Patientinnen zu finden und dabei der Justiz die Verantwortung für die laufende Strafsache zu überlassen.
Jean-Claude GUIMBERTEAU (Präsident) und Marc REVOL (Generalsekretärl), im Namen des Büros und Abteilung für Senologie und Onkoplastik der SoFCPRE