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Nicht nur gehört Argentinien zum Kreis der Topfavoriten auf den Titel, die Südamerikaner waren bis zum saudischen Coup seit 36 Partien und über drei Jahren ohne Niederlage. Saudi-Arabien hingegen schaffte in den letzten zwölf Monaten gerademal in einer Partie mehr als einen Treffer.
Im Final-Stadion von Lusail traf Saudi-Arabien innerhalb von fünf Minuten nach der Pause zweimal und stellte die Partie gegen Argentinien auf den Kopf. Saleh Al-Shehri war in der 48. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel erfolgreich, bevor Salem Al-Dawsari eine schöne Einzelaktion vor den 88’000 Zuschauern mit dem 2:1 krönte.
Die Araber, die sich unter der Leitung des französischen Trainers Hervé Renard wochenlang akribisch auf ihre sechste WM vorbereitet hatten, wurden für ihre Beharrlichkeit belohnt. Angefeuert von ihren lauten und zahlreich im Stadion erschienen Landsleuten spielten sie mutig und hielten das Tempo der hoch dotierten Argentinier mit. Anders als Katar und der Iran, die anderen WM-Teilnehmer aus dem Nahen Osten, waren sie dem Gegner physisch und spielerisch gewachsen.
Argentinien verpasste ein besseres Resultat in erster Linie vor der Pause. Nachdem Lionel Messi mit seinem 92. Länderspiel-Tor via Penalty schon in der 10. Minute das 1:0 erzielt hatte, verpassten die Südamerikaner einen zweiten Treffer mehrmals knapp. Am knappsten nach rund einer halben Stunde, als das VAR das vermeintliche 2:0 von Lautaro Martinez wegen einer halben Schulter im Offside annulliert.