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Unfallbegriff > Sprung / Sprünge
Rechtsprechung in chronologischer Reihenfolge
Sprünge in der Physiotherapie
Urteil 8C_802/2012 vom 29.04.2013 E. 6 (Volltext)
Sachverhalt: Physiotherapeutin zeigt Patienten Sprünge vor, wobei sie sich bei der Landung auf dem linken Bein das Knie nach innen verdreht hat.
Resultat:
- Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt.
- Eine UKS (bis 31.12.2016) liegt nicht vor.
- UVG > UKS ab 01.01.2017
Entscheidwesentlich ist auch hier, dass die Beschwerdeführerin nie einen in der Aussenwelt begründeten Umstand benannt hat, der den natürlichen Ablauf ihrer Körperbewegung bei dem einem Patienten gezeigten Sprung beziehungsweise bei der Landung gestört hätte, sodass es bedingt dadurch zu einer Programmwidrigkeit im Bewegungsablauf gekommen wäre.
Sprung über einen Ast
Sprung von der Leiter
Urteil 8C_781/2007 vom 20.03.2007 (Volltext)
Sachverhalt: Der Versicherte schnitt im Garten seiner Eltern eine Hecke. Als er bemerkte, dass die von ihm benutzte Leiter seitlich zu kippen begann, sprang er aus einer Höhe von etwa 1 bis 1,3 Meter auf den Boden: Rückenschmerzen!
Resultat: Der Unfallbegriff ist erfüllt.
Sprung aus 43 cm Höhe
Urteil U 258/04 vom 23.11.2006 E. 3.2 (Volltext)
Sachverhalt: Beim Ausstieg aus einem Wagen der S-Bahn bei einer Tritthöhe von etwa 43 cm mit dem rechten Fuss hart auf dem Perron auftrat und in der Folge von der Lendengegend ins Bein ausstrahlende Schmerzen verspürte.
Resultat: Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt.
In diesem Zusammenhang kann daraus, dass bei oder nach einer Körperbewegung Schmerzen auftreten, allein nicht auf eine ungewöhnliche Ursache im Sinne eines programmwidrig gestörten Ablaufs geschlossen werden (nicht veröffentlichtes Urteil N. vom 2. Dezember 1993 [U 82/92]).