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Am Samstag 7. November 2020 traf sich eine Schar grosser und kleiner Helfer, um die Nistkasten zu reinigen. Neben den Nestern der Kohl- und Blaumeisen, der Kleiber und Trauerschnäpper wurde auch das eine oder andere Hornissen- und Wespennest gefunden.
Im Archiv des Natur- und Vogelschutzvereins haben wir Daten und Fotos zur Entstehung des Naturschutzgebietes Lochweier gefunden. Der Lochweiher ist der südliche Teil, hinter dem Törli des Naturschutzgebietes. Die folgende Beschreibung ist gekürzt aus der Kurzdokumentation vom 2. April 1986 geschrieben vom damaligen Präsidenten Fritz Zürcher und dem „Vice-Präsidenten“ Konrad Bussmann.
Nach Vorarbeiten, die im November 1981 begannen , wurde am 29 . März 1984 das Projekt für ein Naturschutzgebiet „Lochweier “ vorgestellt.
Die notwendigen Bewilligungen wurden erteilt:
Nachdem die Baubewilligung eingetroffen war, wurde sofort mit den Arbeiten begonnen. Ende April 1985 schob ein Trax einen grossen Teil des Humus gegen den Kanal im Osten des Gebietes. Man erreichte so eine solide Verstärkung des Kanaldammes. Im Anschluss daran wurden die drei vorgesehenen Weiher an den in den ursprünglichen Plänen eingezeichneten Standorten ausgehoben. Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer waren für die Feinausebnung besorgt. Unter Mithilfe von Rolf Bircher, Gartenbauer, Buchs, verlegten am 23. Mai 1984 25 Personen die drei Weiherfolien. Nachher wurden die Steilbörter mit Bollensteinen befestigt und Wandkies in die Weiher eingebracht. Für diese Arbeiten meldeten sich ausser einigen Vereinsmitgliedern und Helfern auch zwei Schulklassen .
Anfangs Juli 1985 wurden zwei Weiher mit Leitungswasser gefüllt. Der dritte Weiher wird zu Experimentierzwecken nur mit Regenwasser
gespeist. Für den Einbau der Leitung zur Anzapfung des Kanals ( 50 l/min) wurde die Ferienzeit gewählt, da der Fabrikkanal in diesen Wochen trockengelegt wurde. Die Wasserentnahme dient zur Versumpfung eines Teils des Gebietes.
Die Bepflanzung der drei Weiher geschah am 30.7.85 . Unser Berater Bruno Siegrist aus Strengelbach, lieferte uns aus seinen betreuten
Weihern 30 verschiedene Arten von Wasserpflanzen.
Die Bepflanzung des Gebietes mit Sträuchern und Bäumen musste wegen der sehr grossen Trockenheit im Herbst 1985 mehrmals verschoben
werden. Pflanztag war dann, nach vorherigen ausgiebigen Regenfällen , Samstag , der 9. November 1985 . Wir durften ungefähr 50 Schüler und Schülerinnen der Bezirksschulklassen 1a, 1b , 2a und 2b und etwa 15 Erwachsene begrüssen, die alle mit grossem Eifer Sträucher pflanzten.
Insgesamt wurden an diesem Samstagmorgen ungefähr 900 Sträucher gepflanzt . Bis die Dornpflanzen den Zugang zu unserem Gebiet abgegrenzt haben, wurde auf der Nordseite ein Drahthag gezogen. Auf dem Fussweg , der am Naturschutzgebiet entlang führt, wird nächstens ein Schaukasten aufgestellt. Der Bevölkerung können darin auf verschiedenste Art und Weise Mitteilungen und Orientierung gegeben werden.
Im Frühjahr 1986 werden einige Bäume gepflanzt . Auch hat sich eine Schulklasse bereit erklärt , die im Winter gebastelten Vogelkasten im „Lochweier“ aufzuhängen . Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Werkhof und verschiedenen Lehrern war sehr gut. Insgesamt wurden
seit April 1985 ungefähr 700 Stunden Arbeit mit grosser Begeisterung geleistet .
Wir möchten abschliessend nochmals bestätigen , dass der Natur und Vogelschutzverein Buchs die Verpflichtung übernimmt, das Naturschutzgebiet “ Lochweier “ sachgerecht zu pflegen.
Am Samstag 12. September trafen sich am Nachmittag neben dem Vorstand einige Helfer beim Naturschutzgebiet um uns bei der alljährlichen Pflegen des Naturschutzgebietes zu unterstützen. Am Tag vorher hatten die Vorstandsmitglieder Silvan Kaufmann und Verena Tüscher alle Wiesen mit dem Balkenmäher und der Handsense gemäht. Zum Einen musste nun alles Gras zusammengerecht und auf Haufen deponiert werden. Zum Anderen wurde begonnen beim vordersten auzuholzen und Brombeeren und Gestrüpp zu entfernen.
Zum Zvieri offerierte der Vorstand Corona-Konform ein abgepacktes Säckli mit Schoggi, Zopf und einem Muffin.
Am 21. September untertütze uns die Gymi-Klasse von Sebastian Grüninger nochmals beim Ausholzen des vordersten Weihers. Silvan Kaufmann erklärte der Klasse die Geschichte des Naturschutzgebietes und führte die Klasse in die zu erledigenden Arbeiten ein. Da die Teiche schon stark zugewachsen sind und teilweise ausgetrocknet sind, wurde versucht möglichst viele Gehölze zu entfernen und im Teich die Schilfpflanzen zu entfernen. Das Ergebnis lässt sich sehen. Wo vorher nur Gestrüpp war ist jetzt viel Licht.
Der Natur- und Vogelschutzverein Buchs sucht, auch in diesem Jahr, Gartenbesitzer in Buchs AG, die ihren Kirschlorbeer aus ihrem Garten verbannen möchten. Unter den Teilnehmern des Wettbewerbes verlosen wir einen NVV-Garteneinsatz. Konkret heisst das, wir gehen zum Gewinner nach Hause, fällen den Kirschlorbeer, entfernen die Wurzeln und ersetzen ihn durch einen einheimischen Strauch, der vom NVV gesponsert wird.
Die Teilnahmebedingungen sind:
Wenn Sie die Teilnahmebedingungen erfüllen, freuen wir uns über ein Mail, mit ihrer Adresse an <email-pii>
Der Einsendeschluss ist der 14. Dezember 2020. Die Verlosung findet am 17. Dezember 2020 anlässlich der Öffnung des Adventsfenster bei Familie Kaufmann/NVV am Postweg 10 statt.
Der Gewinner wird anschliessend schriftlich informiert.
Im Garten der Familie Kaufmann steht ein Baumstumpf eines alten Zwetschgenbaumes, der nach einem Sturm 2014 auf der Höhe von ca. einem Meter abgesägt wurde. Der Baumstumpf steht an einem warmen und sonnigen Ort. Der Baumstumpf ist Lebensort von zwei sehr faszinierenden Insekten: eine Kolonie einer riesigen, schwarzen, haarigen Ameise und einem grossen schwarzem Käfer.
Bei den Ameisen bin ich mir nicht ganz sicher, da die Haarige Holzameise gemäss Verbreitungskarte auf Infofauna nur im Wallis und Tessin vorkommt. Auf Grund des Aussehens und der Kolonie in einem toten Laubbaumstumpf bin ich mir aber beinahe sicher, dass es sich nicht um die ähnlich grosse Schwarze Rossameise (Camponotus herculeanus) handelt, da diese in lebenden Tannenbäumen ihre Kolonie baut. Vielleicht kann mir bei der genauen Bestimmung jemand helfen.
Die Haarige Holzameise ist eine der grössten einheimische Ameisenart. Die Arbeiterinnen werden 6 bis 14 mm gross und sind polymorph, dass heisst sie sind unterschiedlich gross. Dies lässt sich ganz gut beobachten. Ich vermute, dass es bei den Arbeiterinnen verschiedene Rollen gibt. So lassen sich aus meiner Sicht Bauarbeiterinnen, Wächterinnen, Späherinnen, und Jägerinnen von der Grösse und vom Verhalten unterscheiden. Die Wächterinnen warten bei den Eingängen und beschnuppern ankommende Ameisen. Die Bauarbeiterinnen sind innerhalb des Baumstumpfs und bauen weiter am Ameisenbau. Sie transportieren die abgekauten Holzstücke aus dem Bau.
Im April sind hinter der Baumrinde sehr grosse Larven und Frassgänge zum Vorschein gekommen. Nun im August ist klar die Larven sind nicht vom Nashornkäfer oder vom Hirschkäfer sondern vom Balkenschröter.
Der Balkenschröter ist Verwandt mit dem Hirschkäfer und sieht ähnlich aus wie das Hirschkäfer-Weibchen ist aber mit ca. 16- 32 mm Länge etwa halb so gross. Beim Käfer, der nun gefunden wurde handelt es sich vermutlich um ein frisch geschlüpftes Adult-Tier. Gemäss Wikipedia verpuppen sich die Larven nach 2 bis 3 Jahren und schlüpfen im Spätsommer (August) und Überwintern dann noch am gleichen Ort, bevor sie im darauffolgenden Frühling den Verpuppungsort verlassen, um einen neuen Ort zu suchen.
Der Name des Balkenschröters kommt von den Larven. Die Larven schrotten (zermahlen) das Holz richtig und hinterlassen Mull.
Im letzten Herbst hat der Natur- und Vogelschutzverein Buchs einen Wettbewerb gestartet. Teilnehmen konnten alle Hausbesitzer, die einen Kirschlorbeer im Garten hatten und bereit waren darauf zu verzichten. Der NVV wollte damit auf die Problematik des unkontrollierten Ausbreitens dieses Neophyten und dem damit verbundenen Rückgang unserer einheimischen Pflanzenvielfalt aufmerksam machen.
Im Juni war es soweit. Ein NVV-Team hat bei den Gewinnern des Wettbewerbes, der Familie Sismanis im Lärchenweg, den Kirschlorbeer ausgegraben und an seiner Stelle einen Holunder gepflanzt.
Leider stehen immer noch sehr viele Kirschlorbeeren in den Buchser Gärten. Das Problem ist, dass er sehr günstig und immergrün ist, aber für die Tiere eine ökologische Wüste darstellt. Die Beeren, mit den wuchsfreudigen Samen, fallen direkt auf den Boden oder werden von Vögeln gefressen und durch ihren Kot überall, auch in unseren Wäldern, verteilt und verdrängen so unsere einheimischen Pflanzen. Diese sind aber sehr wichtig als Futterquellen, Nistplätze und/oder Rückzugsorte für unsere Tiere.
Braucht es wirklich das ganze Jahr einen immergrünen Sichtschutz im Garten? Reicht es nicht auch, wenn es in der Zeit, in der man draussen sitzt, grün ist? Wie wäre es zum Beispiel mit einer Naschhecke anstatt eines Kirschlorbeers? Sie könnten ab und zu ein paar Beeren direkt vom Strauch pflücken und auch viel mehr Insekten und Vögel beobachten, denen Sie zusätzlichen Lebensraum bieten. Keine Angst, mehr Arbeit als ein Kirschlorbeer macht eine solche Hecke bestimmt nicht. Das Pflücken der Beeren übernehmen auch gerne die Vögel.
Helfen Sie mit, gehen auch Sie dem Kirschlorbeer an den Kragen!
– schneiden Sie ihn regelmässig zurück
– schneiden Sie die Blüten nach dem Verblühen ab
– schneiden Sie spätestens die Beeren (Achtung sie sind giftig) ab und entsorgen Sie sie im Müll.
Wir sähen und pflanzen für die Schmetterlinge, Wildbienen und Co. und erleben den Frühling im Garten.
10. Juni 2020
1. Juli 2020
2. September 2020
14:00 – 16:00 Uhr
Kinder ab der 1. Klasse
50.– Fr. (inkl. Pflanzen und Saatgut)
Wir sähen, ernten, beobachten und erleben die Jahreszeiten im Garten.
19. August 2020
28. Oktober 2020
24. März 2021
14:00 – 16:00 Uhr
Kinder ab der 3. Klasse
50.– Fr. (inkl. Pflanzen und Saatgut)
Wir gehen auf die Pirsch! Mit der Käferforscherin spüren wir Käfer und Insekten auf und erfahren viel Spannendes über sie.
20. Mai 2020 wegen der Corona Pandemie wird er auf das nächste Jahr verschoben. 14:00 – 16:30 Uhr
Kinder ab der 2. Klasse
15.– / 10.– Mitglieder NVV Buchs AG
Zorro mit Augenbinde
Das Männchen des Neuntöters ist durch seine schwarze Augenbinde, den hellen bis rosafarbenen Bauch und den grauen Oberkopf unverkennbar. Das Weibchen ist mit dem mehrheitlich braun gefärbten Federkleid beim Brüten perfekt getarnt. Neuntöter leben vor allem in Kulturlandschaften mit Niederhecken, extensiv genutzten Weiden oder Obstgärten, Rebbergen und Waldlichtungen mit umgebenden Magerwiesen, Brachen oder sonst einem reichhaltigen Angebot an Pflanzen und somit an Insekten. Er brütet vom Mittelland bis hinauf auf 1950 m ü. M.
Friedlicher als sein Name
Der Neuntöter ernährt sich überwiegend von Heuschrecken, Grillen, Käfern, Spinnen, Hummeln, Wespen sowie kleinen Wirbeltieren. Von einer Warte aus erspäht er seine Beute und erhascht sie im Flug oder greift sie am Boden. Bei genügend Nahrung spiesst er einen Teil seiner Beute auf Dornen auf. Seinen Namen verdankt der Neuntöter, auch Rotrückenwürger genannt, diesem Verhalten. Man meinte früher, dass er zuerst neun Tiere aufspiesse und sie erst dann verzehre. (Quelle Birdlife Schweiz)
Mehr über den Neuntöter können Sie auf birdlife.ch lesen.