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Sowohl qualitativ als auch quantitativ ist Frankreich eines der bedeutendsten Weinbaugebiete der Erde. Internationale Standards orientieren sich bis heute an Frankreich, insbesondere dem Bordeaux-Wein, dem Burgund und dem Champagner. Paris ist Sitz der Internationalen Organisation für Rebe und Wein.
Auch in der internationalen Bekanntheit sind französische Rebsorten wie Chardonnay, Merlot oder Cabernet Sauvignon führend. Frankreich ist ausserdem trotz gesunkener Produktionszahlen weiterhin nach Italien der zweitgrösste Weinerzeuger der Welt. Im Jahr 2007 waren insgesamt 867.400 Hektar mit Reben bestockt. Die zirka 144.000 Weinbaubetriebe erzeugten 2007 45,6 Millionen Hektoliter Wein. Diese Menge entspricht ca. sechs bis sieben Milliarden Flaschen Wein, die zu zwei Dritteln im eigenen Land getrunken werden. Der Anteil der Rot- und Roséweine beträgt ungefähr 73 %, der Anteil der Weissweine 27 %. Die Weinbranche setzt jährlich rund 8,4 Milliarden Euro um.
Die Weltproduktion, die durch ständig neue Anbauflächen in den USA, Australien, aber auch Ländern wie der Volksrepublik China wächst, belief sich 2004 auf etwa 295 Millionen Hektoliter. Der Anteil Frankreichs an der Weltproduktion liegt etwa bei 20 % (Tendenz fallend), der wertmässige liegt aufgrund des gehobenen Preisniveaus bei etwa 25 %.
Um 600 v. Chr. kamen die Phoker, griechische Einwanderer aus Kleinasien, nach Gallien und gründeten das heutige Marseille. Sie brachten die ihnen bekannten Rebsorten mit und pflanzten sie in Südfrankreich lediglich für den Eigenverbrauch an. Da die Sorten aus einer warmen Klimazone kamen, gediehen sie nur in Gebieten, in der auch Feigen und Olivenbäume wachsen.
Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. wurde Marseille für die erstarkten Römer interessant, um Transportwege auf dem Landweg in Richtung Spanien abzusichern. Aus den gleichen Überlegungen entstand das heutige Narbonne sowie die römische Provinz Narbonensis. Im Rahmen ausgedehnter Handelsaktivitäten kam der Wein aus Südfrankreich bis nach Rom und Amphorenfunde im ehemaligen Gallien belegen auch dort einen beträchtlichen Konsum italienischen Weins.
Der intensive Weinhandel zwischen Italien und Gallien erfolgte meist auf dem Wasserwege, und war durch wirtschaftliche und politische Vereinbarungen geregelt.