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Die "Histaminkrankheit" und ihre Folgen an Beispielen von Amsat- und Thermocheck-Befunden
Dr. med. Winfried Weber, Ober-Ramstadt
Die Histaminkrankheit ist eine in ihren Folgen bisher relativ unbekannte Störung. Bei ihr handelt es sich nicht um ein Syndrom, das durch die Ausschüttung oder Aufnahme von Histamin im Sinne einer Histaminosesymptomatik bestimmt wird. Die Histaminkrankheit ist vielmehr eine chronische, ernährungsbedingte Funktionsstörung mit schweren Folgen wie Asthma, Diabetes, Herzinfarkt und Krebs.
Histamin ist eine Substanz, die im Serum so schnell abgebaut wird, dass sie kaum nachweisbar ist. Ein direkter Nachweis der Histaminose über Methylhistamin im Urin gelingt nur über eine nachträgliche diagnostische Provokation.
Nachdem Histamin seine Wirkung entfaltet hat, sehen wir die Folgen, aber ein indirekter Nachweis gelingt nur aus der Anamnese heraus. So handelt es sich bei der Histaminose um ein Indizienkrankheit, über die viel geschrieben, jedoch wenig gewusst wird. Noch weniger als über die Histaminose weiß man bisher über die Folgen chronischer Histaminausschüttung aufgrund von Fehlernährung.
Um so erfreulicher ist es, dass sensible Funktionsanalysemethoden wie Amsat-HC und Thermocheck Funktionsmuster aufzeigen, die auf eine bestimmte Reaktionsabfolge des Körpers durch Histaminausschüttung schließen lassen.
Voraussetzug für die Entstehung einer Histaminose ist der verzögerter Gallefluss und/oder die Einschränkung der exokrinen Pankreassekretion. Aufgrund der geänderten Zusammensetzung des Speisebreies kommt es zur Um- und Fehlbesiedlung des Darmes mit dysbiotischen Bakterien mit der Folge eines Reizdarmes. Im Rahmen einer Entzündungsreaktion erweitern sich die Gefäße. Es entsteht ein „leaky gut“, ein poröser Darm. Nahrungsmittel treten in die Blutbahn ein. Die Folge ist eine Gammaglobulin G Antikörperbildung gegen die eingedrungenen Nahrungsmittel..
Kommt es zur erneuten Einnahme des Nahrungsmittels, gegen das zuvor eine Sensibilisierung stattgefunden hat, wird Histamin in die Blutbahn abgegeben.
Die üblichen Histaminwirkungen treten auf wie Jucken der Haut, Brennen der Schleimhäute, Bronchialkonstriktion mit Schleimabsonderung und Hüsteln, Durchfall, Augenbrennen, Kopfdruck und so weiter.
Langfristig führt die regelmäßige Histaminausschüttung durch Nahrungsmittelunverträglichkeit zur verstärkten NO-Produktion über die endotheliale NO-Synthase (eNOS) mit der Folge einer gestörten Endothelfunktion. Eine chronische Histaminprovokation an Arteriolen und Venolen führt zur Vasokonstriktion statt Vasodilatation . Die Folge ist Plaquebildung und schließlich Herzinfarkt. In der Lunge manifestiert sich möglicherweise das Bild einer asthmoiden Bronchitis.
Da Histamin an spezifische Rezeptoren der Endothelzellen andockt und eine gesteigerte generelle NO–Produktion bewirkt, kann hierdurch unter anderem auch eine Insulinitis entstehen. Diese führt zum Ausfall der B-Zellen und langfristig zum Totalausfall der Insulinproduktion.
Last not least fallen bei der histaminprovozierten NO-Synthese Peroxynitrit, Nitrit und Nitrat an, die allesamt eine karzinogene Wirkung entfalten.
Die Analyseblätter von Amsat und Thermocheck zeigen die bei der Histaminkrankheit regelmäßig auftretenden Störungsmuster und lassen den Entwicklungsgrad und die Folgen der Histaminkrankheit beim jeweiligen Patienten erkennen.
Klingt sehr wissenschaftlich %) . Kennt jemand diesen Artikel zufällig und weiß jemand, was diese "Analyseblätter von Amsat und Thermocheck" sind?
Gruss,
Uta