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Für seine Dissertation zum Thema Sklaverei, Zwangsarbeit und imperiale Herrschaft in der iberischen Welt des 16. und 17. Jahrhunderts ist Dr. Daniel Allemann von der Geschichtsfakultät der Universität Cambridge mit dem Prince Consort and Thirlwall Prize ausgezeichnet worden.
Daniel Allemann untersuchte in seiner Dissertation mit dem Titel «Slavery and Empire in Iberian Scholastic Thought, c. 1539-1682» die ideologischen Grundlagen der Sklaverei im spanischen und portugiesischen Imperium.
Der Oberassistent am Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern rekonstruierte dazu Schriften von zeitgenössischen Theologen, Juristen und Missionaren. Seine Ergebnisse zeigen unter anderem, dass das frühneuzeitliche Verständnis von Sklaverei auf der iberischen Halbinsel durch die jahrhundertelangen Debatten des mittelalterlichen Mittelmeerraums geprägt war: Ob ein Mensch versklavt werden konnte, hing für die damaligen iberischen Intellektuellen davon ab, ob es sich um einen Mitchristen handelte oder nicht.
Durch die Propagierung solcher christlichen Rechte auf Kosten der Rechte von «Ungläubigen» unterscheidet sich die iberische Sklaverei sowohl von antiken Modellen als auch von der biologisch begründeten Sklaverei in den USA.
Wichtiger Preis: Grosse Ehre
Der Prince Consort and Thirlwall Prize wird seit 1904 für die besten Dissertationen an der Geschichtsfakultät der Universität Cambridge verliehen. Daniel Allemann absolvierte den MPhil in Political Thought and Intellectual History an der Universität Cambridge; 2020 promovierte er dort mit seiner Dissertation «Slavery and Empire in Iberian Scholastic Thought, c. 1539-1682».