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Am Nachmittag meldete sich ein 71-jähriger Mann beim Polizeiposten der Kantonspolizei Zürich am Bahnhof Winterthur. Er gab an, dass er kurz nach dem Mittag von einem angeblichen Verkehrspolizisten einen Anruf erhalten habe. Dieser teilte ihm mit, dass seine Tochter einen tödlichen Autounfall verschuldet habe und er mit der Zahlung eines hohen Geldbetrages ihre Versetzung in Untersuchungshaft verhindern könne. Neben dem angeblichen Verkehrspolizisten hatte er auch telefonischen Kontakt mit einem angeblichen Staatsanwalt. Aufgrund des plausibel tönenden Sachverhalts und dem geltend gemachten Zeitdruck entschloss sich der Angerufene, Bargeld in der Höhe von CH 50 000.-- bei der Bank zu beschaffen.
Dass es sich um einen Betrug handelt, wurde ihm nach dem Abheben des Geldes bewusst, als ihn zufällig der Anruf seiner Tochter erreichte. Sie teilte ihm mit, dass es ihr gut gehe und sie keinen Verkehrsunfall verursacht habe.
Kurz drauf konnte der mutmassliche Geldabholer, ein 27-jähriger polnischer Staatsangehöriger durch Fahnder der Kantonspolizei Zürich am Bahnhof Winterthur verhaftet werden. Er wurde nach der polizeilichen Befragung der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt.