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Die Wohnlage und die Wohnbedingungen werden primär, aber nicht ausschliesslich, durch die finanziellen Mittel der Haushalte bestimmt. Sie geben Aufschluss über einen Aspekt der Lebensqualität, der möglicherweise nicht für jede Bevölkerungsgruppe gleich ist. Der physische, räumliche und materielle Komfort hat unter anderem einen Einfluss auf die Gefahr der sozialen Ausgrenzung und ist damit ein Indikator für die Integration.
Wohnproblem
Im Jahr 2017 waren die Personen mit Migrationshintergrund signifikant häufiger von einem oder mehreren Wohnproblemen betroffen als Personen ohne Migrationshintergrund (20% gegenüber 14%).
Lärmiges Quartier
Im Jahr 2017 war der Anteil der Personen, die in einer Wohnung in einem als zu lärmig empfundenen Quartier leben, bei den Personen mit Migrationshintergrund (23%) signifikant höher als bei denjenigen ohne Migrationshintergrund (14%).
Wohnproblem
Zwischen 2014 und 2017 hat sich der Anteil der Personen, die von Wohnproblemen betroffen sind, nicht signifikant verändert, sowohl bei der Bevölkerung mit als auch ohne Migrationshintergrund.
Lärmiges Quartier
Zwischen 2014 und 2017 blieben die Quoten bei beiden Bevölkerungsgruppen stabil. Im Durchschnitt gibt die Bevölkerung mit Migrationshintergrund 1,6-mal häufiger an, unter Lärm im Wohnquartier zu leiden, als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.
Wohnproblem
In der Nordwest- und Ostschweiz ist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund häufiger von Wohnproblemen betroffen als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. In den anderen Grossregionen sind die Unterschiede zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen statistisch nicht signifikant.
Lärmiges Quartier
Beim Anteil der Personen, die in einem als zu lärmig empfundenen Quartier leben, ist in allen Grossregionen ausser dem Espace Mitteland und dem Tessin, ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Personen mit und ohne Migrationshintergrund festzustellen. Der grösste Unterschied ist in der Zentralschweiz zu beobachten (Differenz von mehr als 20 Prozentpunkten).
Tabellen
Definitionen
Der Indikator analysiert die Wohnbedingungen anhand der folgenden zwei Kriterien:
1) Anteil der Personen, die in einem Haushalt mit mindestens einem der folgenden vier bedeutenden Wohnproblemen leben:
• Feuchtigkeit in der Wohnung (undichtes Dach; Feuchtigkeit in den Wänden, in den Böden oder im Fundament; Schimmel in den Fensterrahmen oder im Boden),
• zu dunkle Wohnung,
• keine Dusche oder Badewanne,
• kein WC in der Wohnung für den eigenen Gebrauch.
2) Anteil der Personen, die in einem zu lärmigen Quartier wohnen.
Diese Fragen werden nur einem Haushaltsmitglied gestellt; die Antworten werden für sämtliche Haushaltsmitglieder übernommen. Wenn ein Haushalt aus mehreren erwachsenen Personen mit unterschiedlichem Migrationsstatus besteht, wird der für den gesamten Haushalt ermittelte Wert auf Personenebene sowohl bei den Personen mit als auch bei jenen ohne Migrationshintergrund berücksichtigt.
Methodologie
Infolge des neuen Stichprobenrahmens und der Verbesserung des Gewichtungsmodells sind die Resultate ab 2014 nicht mehr direkt mit den Resultaten der Vorjahre vergleichbar (Bruch in der Zeitreihe). Mehr dazu im unten stehenden Dokument.