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In der Gesellschaft herrscht das Vorurteil, dass MC Donalds der erste tatsächliche Franchisegeber war. Mit großem Staunen mögen es einige nicht Wahr haben, wer den wirklich der Erste war. Wer war den der erste deutsche Franchisegeber und wie heißt den, dessen erfolgsversprechende Franchisekette?
Entwicklung des Franchisings
Formen des Franchising
Franchising in Deutschland
Entwicklung am deutschen Markt
Ursprung des Franchising & Entwicklung
Die Historie von Franchise geht bis in das Mittelalter zurück, jedoch haben diese Berichte mit der heutigen Form des Franchising kaum mehr etwas zu tun. Über die Jahrhunderte entwickelte sich die Franchisekultur enorm weiter und als es im 19. Jahrhundert die Vereinigten Staaten erreichte, war lediglich ein sehr kleiner Wachstumsmarkt vorhanden.
Der Urvater des Franchisegedankens war der ehemalige Apotheker John S. Pemberton, da der geschäftstüchtige Drogist auf der Suche nach optimalen Abfüllpartner für sein Getränk „Coca Cola“ war. Denn nur ausgewählte Partner sollten das Getränk wirklich abfüllen dürfen. Er gilt in den Vereinigten Staaten von Amerika als Gründer der heutigen Form des Produktionsfranchising. Über die Jahre entwickelten sich zahlreiche weitere Franchisekonzepte in den verschiedensten Branchen & Märkten. So gelang es unter anderem Betriebsfranchising oder Produktfranchising auf dem Franchisemarkt zu etablieren.
- Produktionsfranchising
Einfach erklärt ist Produktionsfranchising, dass man als Franchisenehmer zu den exakten Vorgaben des Franchisegeber das dementsprechende Produkt herstellt. Dabei werden Warenzeichen und Marke des Franchisegebers nicht verändert.
Musterbeispiel: Getränkeabfüllbetrieb z.B Rauch Fruchtsäfte darf Red Bull abfüllen.
- Produktfranchising
Als Produktfranchising wird in der Wirtschaft angesehen der Vertrieb sowie die Herstellung von Produkten durch Franchisenehmer unter Anleitung des Franchisegebers und Verwendung seines Namens.
Musterbeispiel: Typische Vertreter dieses Zweiges sind Getränkehersteller wie Coca-Cola oder Pepsi und Hersteller von Drucker-Verbrauchsmaterial wie Cartridge World.
- Betriebsfranchising / Systemfranchising
Hier liegt das Hauptaugenmerk auf den Verkauf von gelieferten Waren des Franchisegebers in seinem Namen.
Musterbeispiel: OBI-Baumärkte, The Body Shop, Fressnapf.
Erste Franchisenehmer in Deutschland
In Deutschland hat man sich lange Zeit sehr passiv verhalten. So wurde die erste Coca-Cola Flasche in Essen im Jahr 1929 durch die damalige Essener Vertriebsgesellschaft für Naturgetränke abgefüllt. Im ersten Jahr wurden lediglich 5.840 Kisten verkauft. Sage und schreibe vier Jahre später, verkaufte man bereits 100.000 Kisten Dies gelang Coca-Cola nur weil man die Essener Vertriebsgesellschaft für Naturgetränke unter der Führung von Max Keith ablöste. Durch diesen enormen Erfolg, waren im Jahr 1934 bereits über 120 Konzessionäre an Board und es musste in Frankfurt am Main eine neue Abfüllanlage errichtet werden. Als Konzessionär wird der offizieller Händler von Unternehmen bezeichnet. Dem Getränkehersteller aus den USA, sollten jedoch die Olympischen Spiele 1936 in Berlin und ein deutscher Profiboxer zum absoluten Durchbruch in Deutschland helfen. Der Profiboxer Max Schmelling war dort bereits ein Markenbotschafter des Getränkeunternehmens. Im Jahr 1957, nach seiner aktiven Karriere, arbeitet er nicht nur weiter als Aushängeschild der Marke sondern er stieg auch als Konzessionär in das Wirtschaftsleben des Unternehmen ein.
Es sollten aber noch Jahre ins Land ziehen, ehe der Unternehmer Heinrich Lobenberg mit seiner Gattin Martha van den Berg mit deren Restaurantkette "Kochlöffel", auch einmal ein Deutscher in den Geschichtsbüchern des Franchisings auftaucht. Somit gilt "Kochlöffel" als das erste Franchisesystem am deutschen Markt und Heinrich Lobenbergs Siegeszug begann in Wilhelmshaven. In den Jahren 1968 bis 1970 wurden Franchisesystem wie die Restaurantkette Nordsee, die Drogeriekette „Ihr Platz“ und das Baummarktsystem OBI gegründet. Lange ließ McDonalds in zahlreichen Marktanalysen erforschen, ehe man 1971 in der Martin-Luther-Straße in München seine bis heute noch immer bestehende Filiale aufmachte.
Seit Jahren wachsen die Franchisebetrieb in ihrer Anzahl stetig und konstant. Dies belegen auch die Zahlen des Statistikunternehmens Statista, seit dem Jahr 2010 gab es Wachstum von etwas mehr als 35 000 Franchisebetrieben, in Deutschland allein. Diese Vielzahl an Franchisebetrieben verstreuen sich natürlich über zahlreiche Branchen. Angefangen von Gastronomie, Freizeit und Sport bis über Bauwesen und natürlich auch am Finanzmarkt, gibt es bereits mehrfach gut durch konzeptionierte Geschäftsideen.