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Zürich, 30.05.2017
Südafrikas führende Oppositionspartei hat gegen Präsident Jacob Zuma Anzeige wegen Korruption, organisiertem Verbrechen und Hochverrat erstattet. Die Anzeige der Demokratischen Allianz (DA) vom Dienstag folgte auf Enthüllungen vom Wochenende, die den Staatschef schwer zu belasten scheinen.
Die örtliche Zeitung "City Press" hatte über eine Serie von dem Blatt vorliegenden E-Mails berichtet, die einen grossen Einfluss der Gupta-Unternehmerfamilie auf Zumas Entscheidungen nahelegen. Zudem sollen die Guptas die Chefs von staatlichen Unternehmen und Minister mit bezahlten Luxustrips nach Dubai bestochen haben.
Die südafrikanische Anti-Korruptions-Behörde hatte Zumas enges Verhältnis zu den Guptas bereits im vergangenen Jahr kritisiert. Unter anderem soll Zuma den Guptas unzulässig Einfluss auf die Ernennung von Ministern und auf staatliche Unternehmen ermöglicht haben. Die Brüder Ajay, Atul and Rajesh Gupta betreiben in Südafrika verschiedene Unternehmen, unter anderem im Minen- und Energiebereich.
Am Montag forderte auch die Regierungspartei ANC eine juristische Untersuchung der Vorwürfe, wie Generalsekretär Gwede Mantashe sagte. Zuma hat die Vorwürfe gegen ihn als unbegründet zurückgewiesen.