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Esskastanien/Maronen
Die Esskastanie galt ursprünglich als „Arme-Leute-Essen“, später wurde sie als solches durch die Kartoffel verdrängt. Der vermutlich älteste Kastanienbaum steht in Sizilien und wird auf etwa 2000 bis 4000 Jahre geschätzt. Heute kennt man die Esskastanie vom Weihnachtsmarkt, wo sie als „Handwärmer“ heiß und geröstet verkauft wird. Mann unterscheidet grundsätzlich zwischen Kastanien, Maronen und Dauermaronen. Letztere bleiben länger am Baum und werden im November bis Dezember geerntet. Die Ernte ist relativ aufwendig und kann nur per Hand erfolgen. Maronen fallen von September bis Mitte Oktober vom Baum und werden nun vom Boden aufgesammelt. Esskastanien sollten nicht mit der ebenfalls weit verbreiteten Rosskastanie verwechselt werden, da diese für den Menschen nicht genießbar ist.
Warum so lecker?
Esskastanien werden erst durch das Rösten oder Kochen weich und entwickeln so das typische, leicht süßliche Aroma. Die herbstliche Köstlichkeit findet seit langer Zeit vielseitige Verwendung. Die Nüsse schmecken püriert als Beilage zu Wildgerichten, als Füllung für Geflügel und glasiert in Verbindung mit Rot- oder Rosenkohl. In Europa wachsen essbare Kastanien überwiegend in Italien, Spanien und Frankreich. Frische Ware, übrigens auch aus Südwestdeutschland, ist von September bis März erhältlich. Die beste Wahl sind pralle, glänzende Früchte, die nicht länger als eine Woche bei Zimmertemperatur gelagert werden sollten.