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Da ich als Sans-Papier keinen Job in meiner bisherigen Tätigkeit bekomme, arbeite ich aktuell unentgeltlich als Aufsichtsperson und Betreuung in einer Stiftung in der Stadt Zürich. Meine Arbeit dort gefällt mir sehr. Ausserdem arbeite ich in diversen Bereichen wie Gastronomie oder als Haushalthilfe bei wohlhabenden Menschen, u.a. auch bei Politikern ...
Ich bin 1997 als Flüchtling aus dem ehemaligen Jugoslawien in die Schweiz gekommen. Weil ich mich von meinem gewalttätigen Ehemann scheiden liess, habe ich auch meine Aufenthaltsbewilligung verloren. Nun kämpfe ich darum, die B-Bewilligung zurückzuerhalten.
Ich habe zwei Kinder, die in der Schweiz leben. Mein Bruder lebt auch hier. Ich habe keine weitere Familienangehörige in meinem Heimatland bzw. keinen Kontakt.
Ich gehe oft wandern. Ich mag auch andere Sportarten, bspw. Velofahren oder lange Spaziergänge. Ich Interessiere mich für Politik, um zu wissen, was auf der Welt passiert und lese gerne Sachbücher.
Die meisten Kolleg*innen sind Schweizer*innen. Die engsten Freunde wissen, dass ich ohne gültigen Aufenthalt hier bin. Die anderen können es sich nicht vorstellen, dass jemand der so gut integriert ist wie ich, keinen gültigen Status hat.
Aktuell bemühe ich mich um eine Aufenthaltsbewilligung. Ich kann mir nicht vorstellen, in mein Heimatland zurückzukehren.
Zürcher*innen sind aufgeschlossene Menschen. Schweizer*innen sind am Anfang misstrauische Menschen. Wenn man aber einmal einen Schweizer, eine Schweizerin als Freund*in gewinnt, sind sie sehr verlässlich. Man muss geduldig sein. Ich wäre nicht hier, wenn ich die Schweizer Mentalität nicht mögen würde.
Colectivo Sin Papeles, 8003 Zürich
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