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Am Dienstag trat Randy Phillips, der Präsident und Firmenchef von AEG Live, in den Zeugenstand. Phillips bejahte, dass er denke, Katherine Jackson wolle mit ihrem Engagement Geld erpressen, das sie nicht verdient habe.
„Denken Sie, dass dieser Fall eine unbegründete Erpressung, ein shakedown von AEG Live ist“, fragte Katherines Anwalt Brian Panish. Phillips antwortete: „Ja oder Nein Antwort? Ja.“ In seiner oft etwas schleimig anmutenden Art wünschte Randy Phillips, dass Panish keine solch abschätzige Beschreibung Katherine Jacksons verwenden solle, bejahte aber erneut die Frage, ob er die Klage als Erpressung betrachte.
Panish nahm eine E-Mail vom AEG Live Präsidenten unter die Lupe, die Phillips im Juni 2008 an einen firmenextrenen Geschäftskontakt gesendet hatte. Der Anwalt der Jacksons wollte insbesondere wissen, was es mit dem Satz auf sich habe, dass Michael Jackson „so viel wie möglich kontrolliert werden muss.“ Randy Phillips gab daraufhin an, er habe damit auf Michaels ausser Kontrolle geratenen Ausgaben angespielt.
Bevor der AEG Live CEO befragt wurde, stand nochmals Paul Gongaware im Zeugenstand. In der Bemühung, die Beziehung zwischen AEG und Conrad Murray zu beleuchten, kam Brian Panish abschliessend vermehrt auf den „Incredible Hulk“ Schauspieler und Bodytrainer Lou Ferrigno zu sprechen. AEG Live habe diesen 2009 als Michael Jacksons persönlichen Trainer engagiert und ebenfalls ohne Vertrag bezahlt. Gongaware bestätigte, dass er den Deal mit Lou Ferrigno abschloss, konnte aber nicht mit Sicherheit sagen, ob Ferrigno je bezahlt wurde.
Da Katherine Jackson beweisen muss, dass Murray für AEG Live arbeitete, spielt das Arbeitsverhältnis mit Lou Ferrigno eine wichtige Rolle. Bezüglich Dr. Conrad Murray bekräftigte Gongaware erneut, dass er für Michael Jackson arbeitete. „Wie Lou Ferrigno, korrekt?“, fragte Panish. „Er war unter Michaels Leitung, ja“, antwortete Gongaware.
Am frühen Mittwoch hatte abschliessend der AEG Anwalt Marvin Putman die Gelegenheit, selbst den stellvertretenden AEG Live Firmenchef Paul Gongaware zu befragen. Putman erstellte einen Vertrag für Ferrigno, der von einer anderen AEG Führungskraft unterschrieben war. Nicht klar war jedoch, ob der Vertrag vor oder nach Michael Jacksons Tod ausgeführt wurde. Putman versprach, das Datum der Unterschrift zu prüfen.
Meldung am Rand der Verhandlung:
Vor wenigen Tagen ging das Klatschportal TMZ einem MJ Fan nach, der eine Fluggesellschaft beauftragte mit Luftbannern über das Gericht in Los Angeles und andere Gebiete zu fliegen. Auf den Bannern waren Botschaften wie „FOLLOW THE $ TO MICHAEL JACKSON’S DEATH“ oder „LAPD — HONOR BOUND TO TELL TRUTH FOR MJ.“ Der weibliche Fan habe für die insgesamt 11 Flüge 16’800 Dollar bezahlt. „Ich hoffe, dass jemand diese Botschaften betrachtet und sagt, ’wenn jemand so überzeugt davon ist, so ist es vielleicht die Mühe Wert, genauer hinzuschauen“, so die Frau.