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So, die Unterrichtsbeurteilungen sind gemacht und ausgewertet (Vorjahr & Vor-Vorjahr).
Ich lass‘ meine noch ein wenig im Couvert, aber der Kollege am Schreibtisch nebenan liest schon seit Stunden vor. Wir gehören beide zu der verschwindenen Minderheit, der nichts an der Geheimhaltung liegt.
Aus arbeitstechnischen Gründen konnte ich leider des Kollegen Kommentare nicht mitschreiben; ein bedauerlicher Umstand gemessen am bloggerischen Unterhaltungswert seiner Lesung. Hier immerhin die Essenz der letzten zwanzig Minuten:
„Was schätzen Sie am Unterricht dieser Lehrperson?“
„Einiges.“ Ha!
„Die Proben dieser Lehrperson entsprechen dem angekündigten Inhalt.“
Das schreiben 16 von 17. Nur der 17., der kann das nicht beurteilen. Ist das nicht toll?
Oder diese Bemerkung hier: „Ich finde es schade, dass Sie nicht me – “ Und dann? Einfach abgebrochen! Das ist sicher wieder dieses Sch*-Programm!
„Die Lehrperson zeigt den Nutzen des Stoffes auf.“ Und was lese ich dazu für eine Bemerkung? „Wen es interessiert, der hört zu und der Rest halt nicht.“ Bestechend!
Oder eine andere schreibt: „Ich kenne diesen Lehrer nur von einer Stellvertretung. Aber besonders hat mir gefallen, wie er zwei Mitschülerinnen das 20minuten weggezogen und quer durch das Schulzimmer in den Papierkorb geschmissen hat.“ Da sieht man’s wieder! Die wollen Grenzen!
„Das würde ich am Unterricht dieser Lehrperson ändern:“ Und was schreibt mir hier eine? „Ihr Englisch klingt zu Englisch und ich hasse Englisch.“