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Mutterzentrierung im Kindesschutz
Eine qualitativ-empirische Untersuchung des impliziten Wissens der Sozialarbeitenden in professionellen Entscheidungsprozessen von Kindeswohlgefährdungen
Im Tätigkeitsfeld des Kindesschutzes steht die Frage im Zentrum, ob das Kindeswohl in einem Familiensystem gefährdet ist oder nicht. Diesbezüglich müssen Fachpersonen der Sozialen Arbeit Entscheidungen und Urteile treffen. Die Leitmaxime eines solchen Entscheides bildet der unbestimmte Rechtsbegriff des Kindeswohles. Die vorliegende Master-Thesis nimmt Entscheidungsprozesse im Kindesschutz in den Fokus. Anhand eines explorativen Vorgehens werden dreizehn Abklärungsberichte eines Sozialdienstes operierend in einem urbanen Umfeld mit der dokumentarischen Methode analysiert. Dabei wird der Frage nachgegangen, welches implizite Wissen in professionellen Entscheidungsprozessen in Bezug auf das Kindeswohl erkennbar ist.
Das Ergebnis zeigt anhand der Identifizierung verschiedener Orientierungsrahmen, dass einerseits die Entscheidungsprozesse vor dem Hintergrund der normativen Rollenbilder der familialisierten Kindheit abgehandelt werden sowie anderseits eine Fokussierung der Sozialarbeitenden auf der Elternebene festzustellen ist.