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Die Schwerpunkte der Forschungsaktivitäten des Instituts für klinische Epidemiologie und Biostatistik liegen auf der Analyse von Routinedaten zur Qualitätskontrolle, auf der Planung und Durchführung von klinischen experimentellen Studien zu wichtigen klinischen Forschungsfragen sowie auf der Verbesserung der klinischen Forschungsmethodik.
Wir untersuchen den Nutzen und die Risiken von medizinischen Interventionen anhand von Routinedaten und Verlaufsstudien (Kohortenstudien) und vermitteln die Methoden der evidenzbasierten Medizin, um die Qualität der klinischen Forschung zu verbessern und die Wirksamkeit von Interventionen in der klinischen Routine zu prüfen. Hierzu verwenden wir neuartige Methoden.
Wir untersuchen den Nutzen von therapeutischen Massnahmen aus Routinedaten mittels kausalen Modellen, indem wir Therapievergleiche durchführen, ähnlich wie in einer randomisierten kontrollierten Studie. Dies ermöglicht den Nutzenbeleg mittels Langzeitdaten aus Kohortenstudien für patientenrelevantere Endpunkte wie gewonnene Überlebenszeit oder Verhinderung von Krankheitsfällen zu modellieren und abzuschätzen. Dies ist vielfach in randomisierten kontrollierten Studien aufgrund der kürzeren Beobachtungszeit nicht möglich.
Wir entwickeln randomisierte kontrollierte Studien mit Interventionsvergleichen, die auf routinemässig erhobenen Daten basieren. Dieses Studiendesign vereinfacht die Patientenrekrutierung oder die Datenerfassung. Anwendungsbeispiele sind die Optimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Grundversorgung oder die Überprüfung der Wirksamkeit und Sicherheit der bald zugelassenen Impfstoffe gegen Covid-19 bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten.
Detaillierte Information zu den Projekten und Methoden sind dem Jahresbericht 2020 des Instituts für klinische Epidemiologie und Biostatistik und der Institutswebsite zu entnehmen.