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Die Spiegelreflexkamera
Das Prinzip der Spiegelreflexkamera ermöglicht den Durchblick durch das gleiche Objektiv, durch welches auch fotografiert wird. Die ersten Spiegelreflexkameras erscheinen um 1890, während die entsprechenden Kleinbildmodelle noch bis Ende der 1930er Jahre auf sich warten lassen.
Die praktischen Vorteile der Spiegelreflexkamera, beispielsweise die Scharfeinstellung bei Nahaufnahmen, drängen die Kamerahersteller dazu, dieses Prinzip auch in die Kleinbild- und Mittelformatkameras zu realisieren. Gegen 1935 kommt in Russland die Cnopm (Sport) als erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera auf den Markt. Allerdings ist diese neue Kamerageneration noch mit einem grossen Nachteil behaftet: Durch das Schliessen der Blende wird der Sucher unmittelbar vor den Aufnahme dunkel.
In der Schweiz entwirft der Pionier Jacques Boolsky eine Kleinbildkamera, die er um 1935 der Firma Pignons S.A. in Ballaigues im Waadtländerjura anbietet. Sie ist als Spiegelreflexkamera mit einem Entfernungsmesser ausgestattet und erscheint ab 1939 in verschiedenen Modellvarianten, bis sie 1949 in ihrer definitiven Form 1944 an der Schweizer Mustermesse in Basel als Alpa Reflex I öffentlich vorgestellt wird.
Illustration:
Schnitt durch eine Spiegelreflexkamera Praktica IV, K.W., VEB Pentacon, Deutschland, 1959-1964