Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03209.jsonl.gz/2595

Das Revisionsverfahren wird mit einem entsprechenden Gesuch eingeleitet. Dieses ist – anders als bei der Berufung und der Beschwerde – an das Gericht zu richten, das zuletzt über den Fall entschieden hat. Dies kann mithin auch das Kantonsgericht sein.
Das Gericht stellt das Revisionsgesuch der Gegenpartei zur Stellungnahme zu, es sei denn, das Gesuch sei offensichtlich unzulässig oder offensichtlich unbegründet.
Anschliessend entscheidet das Gericht über das Gesuch. Heisst es dieses gut, hebt es seinen früheren Entscheid auf und entscheidet neu.
Gegen einen Entscheid des Kantonsgerichts über ein Revisionsgesuch kann die betroffene Partei Beschwerde ans Obergericht einreichen. Revisionsentscheide des Obergerichts wiederum sind mit Beschwerde in Zivilsachen oder subsidiärer Verfassungsbeschwerde ans Bundesgericht anfechtbar.
Soweit das Kantonsgericht oder das Obergericht die Revision gutheisst und neu entscheidet, so ist gegen diesen neuen Entscheid dasselbe Rechtsmittel (Berufung oder Beschwerde) zu ergreifen, wie wenn das Gericht erstmals entschieden hätte.