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Wien - Es war Auslöser einer breiten NS-Raubkunst-Debatte in Österreich und kehrt nun nach Wien zurück: Egon Schieles "Bildnis Wally". Nach jahrelangem Streit hat sich die Stiftung Leopold mit den Erben der einst von den Nazis enteigneten Kunsthändlerin geeinigt.
Dies berichteten österreichische Medien am Mittwoch. Der vor kurzem gestorbene Sammler Rudolf Leopold hatte das Bild der Geliebten Schieles 1954 als Tauschgeschäft erworben und es als Teil seiner Schiele-Sammlung ausgestellt. Bei einer Schau in New York beschlagnahmten US-Behörden die "Wally" als Diebesgut.
Bis zu seinem Tod stritt sich Leopold mit den Erben der ursprünglichen Besitzerin auch vor Gericht um die Rückgabe. Gemäss der Zeitung "Standard" zahlt die Stiftung Leopold nun rund 14,8 Millionen Euro an die Erben der Kunsthändlerin Lea Bondi-Jaray.
Bevor "Wally" nach Österreich zurückkehrt, soll sie noch im Jüdischen Museum in New York ausgestellt werden, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Das 1912 entstandene "Bildnis Wally" zeigt Egon Schieles Geliebte Valerie (Wally) Neuzil, die er für seine spätere Frau Edith verliess.
1920 kaufte es die Galeristin Bondi-Jaray. In der Nazi-Zeit gelangte es unter strittigen Umständen in den Besitz des Kunsthändlers Friedrich Welz und wurde nach dem Krieg versehentlich an falsche Besitzer restituiert.
In New York beanspruchten 1998 die Erben Henry Bondi und Rita Reif das Bild. Ein langwieriges Gerichtsverfahren drehte sich vor allem um die Frage, was genau Rudolf Leopold über die Vorbesitzer und die Umstände der Besitzerwechsel gewusst hatte.
SDA-ATS