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Steal Back ist eine Kampagne des Kollektivs für Restitution, welches die Rückgabe von Raubkunst an die rechtmässigen Besitzer:innen fordert. Restitution ist ein Begriff für die Rückerstattung von geraubter, unrechtmässig enteigneter, erpresster oder zwangsverkaufter Kulturgüter an das Ursprungsland oder die legitimen Eigentümer:innen.
Kunstinstitutionen generieren mit Raubkunst weiterhin Profit und ignorieren die Rückgabeforderungen, die immer lauter werden. Gängige Vorwände im Zusammenhang mit Restitution sind geprägt von rassistischen Ideen über den globalen Süden, wie der, dass Kunstwerke dort nicht geschützt vor Umwelteinflüssen oder Zerfall wären. Die Steal Back-Kampagne des Kollektivs hat zum Ziel, die Diskussion um Restitution in den Mainstream-Diskurs zu bringen. Denn der Raub kultureller Kunstgegenstände zerstört die Identität, Spiritualität oder kollektive Erinnerungen ganzer Völker.
Durch die Rückgabe von Raubkunst würde die koloniale Geschichte der westlichen Museen endlich anerkannt. Da sich jedoch noch immer viele Institutionen gegen die Restitution sträuben, sieht sich das Kollektivs für Restitution gezwungen, diesen Prozess zu unterstützen. Raubkunst stehlen ist kein Verbrechen.
Selina Bertschi