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2.1
Einleitung
Die Psychotherapie existiert in zwei Welten, die sehr verschieden und gleichzeitig aufeinander angewiesen sind: Praxis und Forschung.
Vereinfacht geht es in der Praxis um den Einzelfall, wohingegen die Forschung auf Allgemeingültigkeit zielt. Das hat zur Folge, dass sich die Praxis und die Forschung unterschiedliche Fragen stellen und diese auch unterschiedlich beantworten. Beide aber haben zum Ziel, die Bedingungen und Mechanismen der Psychotherapie zu verstehen und so anzuwenden, dass dies den klinischen und wissenschaftlichen Zielen dient. Dabei können sich klinische und wissenschaftliche Ziele voneinander unterscheiden.
Gleichzeitig ist die Praxis auf die Forschung und die Forschung auf die Praxis angewiesen, weil beide nur einen bestimmten Teil des Ganzen sehen. Wo die Praxis die einzige Möglichkeit darstellt, der Individualität der Person gerecht zu werden, hat die die Forschung die einzigartige Möglichkeit, die Gesetzmässigkeiten zu erkennen und zu überprüfen.
Wie in Kapitel 1 dargestellt, lassen sich mindestens zwei Paradigmen unterscheiden. Diese wirken sich auch darauf aus, was wir in der Forschung eigentlich beantworten wollen.
Beginnen Sie dieses Kapitel mit folgenden Überlegungen:
Was sind für Sie die zentralen Fragen, wenn Sie an die Psychotherapie denken? Worauf wollen Sie Antworten haben? Wie würden Sie diese Fragen beantworten, d.h. welche Art von Studien sollte man durchführen? Was erhoffen Sie sich von diesen Antworten? Wie sollte die Praxis mit den Ergebnissen der Psychotherapieforschung umgehen?
Links und Ressourcen
Als Grundlage für den Podcast in diesem Abschnitt dient das Kapitel 3 von Wampold et al. (2018). Der Podcast ersetzt die Lektüre dieses Buchs in keiner Weise, die Lektüre kann aber den Podcast ersetzen…