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Knollenfenchel ist eine obligate Langtagpflanze, die bei Tageslängen über 14 h/d Infloreszenzen (Schosser) bildet. Die Entwicklung der Knollen, von der Pflanzung bis zum Schossen, benötigt je nach Sorte 50 bis 65 Tage. Der Verlauf der Knollenentwicklung bis zum Schossen wurde an verschiedenen Sorten und zu unterschiedlichen Anbauterminen untersucht. Ausgehend von Messungen der Knollenhöhe und Knollenbreite an einzelnen Pflanzen, lässt sich deren Quotient bestimmen und in Abhängigkeit der Kulturtage auftragen. Daraus resultieren zwei Schnittpunkte, erstens wenn der Quotient von Höhe: Breite <1 wird, das heisst. die Knolle ihre optimale Grösse erreicht hat und zweitens, wenn der Quotient >1 wird, das heisst. die Knollen zu Schossen beginnen. Ausgehend von diesen Daten kann die Periode des Erntezeitpunkts je Sorte besser definiert werden. Bei der untersuchten Sorte Amigo betrug diese nur acht Tage im Vergleich zu derjenigen von Zefino mit 12 Tagen. Für die Sorte Zefino konnte zudem nachgewiesen werden, dass unabhängig vom Anbautermin und Pflanzjahr, der Verlauf des Quotienten von Knollenhöhe zu Knollenbreite in Beziehung zu den Summen der Tagesmaxima Temperaturen deckungsgleich ist. Die Bestätigung dieser Ergebnisse an verschiedenen Standorten würde es erlauben, Ernteprognosen zu erstellen.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.