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Die Mehrheit ist der Auffassung, dass damit eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Sparten geschaffen würde, die auch vom Wetter abhängig sind. Sie bezweifelt auch, dass diese Rückstellungen die beste Lösung sind, um auf klimatische Faktoren zurückgehenden Einkommenseinbussen zu begegnen. Der Entscheid in der WAK fiel mit 9 zu 3 Stimmen bei 1 Enthaltung, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten.
Im Gegensatz zu juristischen Personen, die über eine grössere Flexibilität verfügen, könnten Landwirtinnen und Landwirte in guten Zeiten keine Rückstellungen machen, die sie danach über einen bestimmten Zeitraum auflösen können, argumentierte Motionär und Nationalrat Jean-Paul Gschwind (CVP/JU). In anderen Ländern wie Frankreich seien Möglichkeiten vorgesehen, um die Auswirkungen grosser klimatischer Schwankungen, Gesundheitsrisiken oder Naturereignisse auf die Landwirtschaft abfedern zu können.
Ziel dieser Motion sei es nicht, Einkommen von der Steuer zu befreien, sondern sie auf nachfolgende Steuerjahre übertragen zu können, so Gschwind. Bei zeitlich beschränkten Rückstellungen könnte die öffentliche Hand mit regelmässigeren Steuereinkünften aus der Landwirtschaft rechnen. Der Vorteil liege auf der Hand, so Gschwind. Gleichzeitig würde dadurch der finanzielle Druck, der auf Bauernfamilien lastet, etwas gemindert, schreibt er.