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Baldeggersee - zu viele Nährstoffe gefährden das Ökosystem
Die Starkregenereignisse der letzten Wochen werden den Nährstoffgehalt des Baldeggersees sprunghaft ansteigen lassen. Die in den Böden vorhandenen Nährstoffe, die mehrheitlich aus der intensiven Nutztierhaltung stammen und sich über Jahre akkumuliert haben, werden ausgeschwemmt und fliessen in den See. Mit den entsprechend dramatischen Folgen: verstärktes Algenwachstum, übermässige Sauerstoffzehrung und schliesslich sterbende Fische.
Die Belüftung des Sees mit Sauerstoff soll verhindern, dass der See "kippt". Dies kostet jährlich mehrere Hundertausend Franken - berappt von den Gemeinden aus dem Steuergeldtopf. Die Nährstoffflut nimmt damit aber nicht ab. Als wichtigster Ansatz gilt deshalb noch immer die Reduktion des Nutztierbestands, damit die Böden im Einzugsgebiet des Sees nicht mehr länger mit Nährstoffen überversorgt sind. Nur so ist eine nachhaltige Gesundung des Baldeggersees möglich.