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Nach den Schäden, welche die Varroa-Milbe in der Vergangenheit in den Freiburger Bienenvölkern angerichtet hat, scheint sich ihre Situation wieder zu verbessern. Dies hält der Staatsrat in einem Bericht fest. Er hatte ihn auf ein Postulat der Grossräte Ruedi Schläfli (SVP, Posieux) und Dominique Butty (CVP, Villariaz) hin ausgearbeitet. Zwar sei eine Wirkung bisher nicht nachweisbar, doch die ergriffenen Massnahmen hätten die Gesundheit der Bienen verbessert, so der Staatsrat.
Vergünstigte Chemikalien
Drei Massnahmen standen in den vergangenen Jahren zum Schutz der Bienen im Vordergrund. Im April letzten Jahres fand im Institut Grangeneuve ein Kurs für Imker statt. Gemäss einer Aufstellung des Staatsrates nahm daran etwa die Hälfte der Imker im Kan- ton teil. Der Kurs bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Teil sowie der Verteilung einer Fachbroschüre. Die fünf Kurseinheiten für die 370 Teilnehmer kamen den Kanton auf etwa 30 000 Franken zu stehen.
Die Teilnehmer erhielten als weitere Massnahme eine Bescheinigung, welche sie zum vergünstigten Bezug von Substanzen zur Bekämpfung der Varroa-Milbe berechtigt. Und die legalen und illegalen Importe von Bienenvölkern wurden in Absprache unter den Romandie-Kantonen vereinheitlicht und eingeschränkt. Diese Importe hätten stark zugenommen und stellten ein Risiko dar, so der Staatsrat.
Schliesslich erhält die Arbeit der staatlichen Inspektoren eine neue gesetzliche Grundlage, und ihre Dienstleistung wird öffentlich aufgewertet. So hofft der Staatsrat, die Schäden, die durch die Milbe verursacht werden, möglichst zu reduzieren. Ausrotten könne man die Krankheit jedoch nicht, räumt er ein.
Die Varroa-Milbe breitet sich seit 1984 in der Schweiz aus. Sie ernährt sich parasitär vom Blut sowohl der Brut der Bienen als auch der erwachsenen Tiere. So werden diese geschwächt. Möglicherweise überträgt die Milbe ausserdem Krankheiten. Das Tier breitet sich schnell unter den Bienenvölkern aus. fca