Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/3542

November 27, 2017 Ein weiterer Grund, warum Sie mehr Zimt essen sollten Zimt ist eines der beliebtesten Gewürze der Welt, was zum Teil auf den berauschenden Geruch zurückzuführen ist. Genau deshalb wird das Gewürz auch gerne in Duft- und Potpourri-Mischungen verwendet. Wer betritt nicht gerne eine nach Zimt duftende Wohnung – gerade jetzt zur Herbstzeit oder später im Winter? Das Gewürz hat aber noch weitaus mehr zu bieten als einen bezaubernden Geruch, wie Sie wahrscheinlich schon wissen. Um es noch einmal zusammenzufassen: Zimt stabilisiert den Blutzucker, fördert die Mundgesundheit, kann das Krebsrisiko reduzieren, den Stoffwechsel ankurbeln – und, wie sich nun herausgestellt hat – auch die Lernfähigkeit verbessern. Eine neue Studie von Forschern an der Rush Universität, die im Journal Neuroimmune Pharmacology veröffentlicht wurde, hat die Auswirkungen von Zimt auf die kognitiven Fähigkeiten näher unter die Lupe genommen. Dabei wurden zwei Gruppen von Mäusen in „gute Lerner“ und „schlechte Lerner“ eingestuft, mit dem Ergebnis, dass Zimt den „schlechten Lernern“ dabei half, effektiver zu lernen. Der Leiter der Studie Kalipada Pahan, schrieb dazu folgendes: Zimt konnte im Gehirn von Mäusen die biochemischen, zellulären und anatomischen Veränderungen rückgängig machen, die für die schlechte Lernfähigkeit verantwortlich sind. Genauer gesagt fanden Pahan und sein Forschungsteam heraus, dass sich Zimt auf den Hippocampus auswirkt. Der Hippocampus ist eine Region des Gehirns, die mit der Entstehung, Sortierung und Speicherung von Erinnerungen verbunden ist und so inhärent für den Lernprozess ist. Frühere Forschungen haben festgestellt, dass Menschen mit Lernschwächen weniger eines bestimmten Proteins namens CREB in ihrem Hippocampus haben und dafür mehr GABRA5 Protein. CREB spielt eine wichtige Rolle in der Gedächtnisfunktion, während GABRA5 die Gehirnprozesse verlangsamen kann. Als die Mäuse in der Studie Zimt verabreicht bekamen, verstoffwechselte der Körper dieses Zimt in Natriumbenzoat, eine chemische Verbindung, die auch zur Behandlung von Hirnschäden verwendet wird. Aufgrund dieses Vorgangs hatten die Mäuse schließlich höhere CREB-Werte und niedrigere GABRA5 Werte und ihre Gehirne funktionierten schneller. Interessanterweise konnte das goldene Gewürz zwar die Lernfähigkeit von schlechten Lernen verbessern, hatte jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Gehirne von Mäusen, die als gute Lerner eingestuft wurden. Während eingehendere Forschungen am Menschen noch ausstehen, sind Forscher durchaus zuversichtlich. Dr. Pahan schreibt dazu: Zimt könnte einer der einfachsten und sichersten Ansätze sein, um Menschen mit Lernschwierigkeiten zu helfen. Individuelle Unterschiede in der Lernfähigkeit und Bildungsleistung sind ein globales Thema. Wir müssen diesen Ansatz weiter an Menschen mit Lerndefiziten testen. Wenn die Ergebnisse am Menschen repliziert werden können, wäre dies ein bemerkenswerter Fortschritt. Während wir auf weitere Ergebnisse warten, kann es nicht schaden, in der Zwischenzeit öfter Zimt zu essen. Hier ein paar Vorschläge, wie Sie mehr davon in Ihre Ernährung einbauen können: • Nutzen Sie Zimt als Gewürz für Bio-Fleisch und Gemüse-Gerichte und reiben Sie dieses vor dem Braten oder Backen ein. Dazu passen außerdem Kreuzkümmel, Curry und Cayennepfeffer. • Fügen Sie Ihren Smoothies einen Teelöffel gemahlenen Zimt hinzu. • Rühren Sie einen Teelöffel in frisch gepresste Säfte. • Trinken Sie Ihren Kaffee oder Kakao mit einer Prise Zimt. • Verfeinern Sie Ihre gesunden Nachspeisen mit einer großzügigen Portion Zimt.