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Spätestens nach dem 2:0 der Holländer nach einer knappen Stunde wurde auch das zweite Spiel im Stade de Suisse in Bern zum grossen Spektakel. Mittelfeld-Geplänkel gab es keines mehr. Auf Angriff der Franzosen folgten Konter der Holländer. Nur die grosse Spannung kam nicht mehr auf. Zwar gelang der «Equipe tricolore», die sich nur phasenweise auf holländisches Spielniveau steigern konnte, eine erste Reaktion auf die Gegentore von Dirk Kuyt (9.) und Robin van Persie (59.) durch den 45. Länderspieltreffer von Thierry Henry in der 71. Minute. Doch Arjen Robben antwortete postwendend, keine 60 Sekunden später, mit dem 3:1.
Holland stilsicherer
Holland war in diesem phasenweise hochklassigen Duell die stilsichere Mannschaft. Das zeigte sich vor allem in der Startphase, die letztlich entscheidend war für den Ausgang der Partie. Frankreich begann zu wenig aggressiv. Die Holländer erarbeiteten sich auch dank eines effizienten Pressings einen deutlichen Vorteil. Der Ball zirkulierte gut. Es war nicht zu übersehen, dass das Team von Marco van Basten aus dem Spiel gegen Italien viel Selbstvertrauen mitgenommen hatte. Die Holländer waren meistens einen Schritt schneller. Sie wirkten spritziger und bissiger.
Steigerung der Franzosen
Auch der von seiner Verletzung genesene Thierry Henry war zunächst nur ein Schatten seiner selbst. Doch dann nach einer halben Stunde und einer guten Möglichkeit von Kuyt zum 2:0 liess Holland ein wenig nach. Frankreich fand dank Franck Ribéry, dem aktivsten Spieler in Blau, Mittel, die Abwehr der Holländer in Verlegenheit zu bringen. Malouda, Sidney Govou und Ribéry scheiterten innerhalb von etwa 120 Sekunden aus guten Abschlusspositionen an Keeper Edwin van der Sar.
Den Franzosen konnte man nach dem zögerlichen Start nicht wie im Spiel gegen Rumänien vorwerfen, zu wenig für die Offensive zu tun. Letzlich mussten die Franzosen zu viel Risiko eingehen, um Holland in Verlegenheit zu bringen. Die Abwehr war entblösst und die Oranjes nutzten dies gekonnt aus. Der Anschlusstreffer von Henry nach einer Vorlage von Willy Sagnol war nur ein französisches Strohfeuer, das nicht über die wahren Kräfteverhältnisse hinwegtäuschen konnte. Si