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Moerwijk ist ein typisches niederländisches Wohnviertel aus den 1960er Jahren in Den Haag. Anstelle die Häuser zu sanieren, wurde das Gebiet kürzlich flächendeckend abgerissen und die Architekten Kempe Thill(Rotterdam) mit einem Neubau von 88 Sozialwohnungen beauftragt. Dieser wurde soeben fertig gestellt.
Die neuen sechs- und dreigeschossigen Wohnriegel liegen parallel zum Erasmusweg, einer Hauptstraße die in das Zentrum Den Haags führt. Die Bebauung soll zum einen als Stadtgrenze, aber auch als Lärmschutzwand dienen.
Zwischen den Gebäuden konnten die Architekten die notwendigen Parkplätze integrieren. Das begrünte Dach der Parkzone kann gleichzeitig als Terrasse für die angrenzenden Wohnungen genutzt werden.
Zur Erschließung der ausgedehnten Riegel haben sich die Architekten auf eine für die 1960er Jahre typische Erschließungsform, den Laubengang, berufen. Um diesen aufzuwerten, wurden Balkone und Laubengänge kombiniert.
Das für den niederländischen Wohnungsbau meist angewendete Zertifizierungssystem definiert Wohngrößen und Einrichtungsstandards. So blieb den Architekten wenig Freiheit in der Grundrissplanung. Deswegen orientieren sich die Wohnzimmer im vorderen Riegel mit einer raumhohen Verglasung alle zum Erasmusweg. So wirkt die Fassade von der Hauptstraße weitgehend transparent und durch die Aluminiumfensterrahmen gut strukturiert. Als ergänzendes Fassadenmaterial haben die Planer feingerippte Wellblechplatten gewählt, die zusammen mit dem Champagner-Farbton dem Wohnungsbau eine edle Note verleihen.