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Der aus England stammende "otterhound" wurde dort über 700 jahrelang speziell zur Jagd auf den Fischotter gezüchtet. Ihm wurden Eigenschaften angezüchtet, die ihn für die Jagd auf den Wassermarder besonders prädestinieren sollten. Dazu gehört eine ausgezeichnete Nase, eine ausgeprägte Lauf- und Wasserfreude, die
es ermöglicht, dass er dem Otter auch über lange Strecken und quer durch Gewässer folgt, ein lockerer Hals , damit die Jäger jederzeit den Standort der Hunde an deren Bellen lokalisieren konnten, sowie die Bereitschaft , sich in eine Meute einzufügen, denn Otterhoundmeuten bestanden meist aus 20 - 50 Hunden.
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Abgesehen von der Fellbeschaffenheit und der fehlenden, losen Haut ist die Erscheinung des Otterhounds der eines Bloodhounds sehr ähnlich. Zu seinen Vorfahren zählen neben diesem jedoch auch Foxhound, Welsh Hound, Deerhound und verschiedene Terrierrassen usw. Von Letzteren soll er das drahtige Haar haben,
vom Deerhound die Schulterhöhe und vom Bloodhound die z. T. hängenden Augenlieder und Lefzen, die langen Behänge (Ohren), den schlurfenden Gang und die meist tiefe Stimme sowie seine ausgezeichnete Nase. Ausgewachsene Otterhounds erreichen eine Schulterhöhe von 60 (Hündinnen) bis 67 (Rüden) cm
und ein Gewicht von 30 - 54 kg. Sie haben mittellanges, starkes und etwas struppig wirkendes Haar, das die unterschiedlichsten Färbungen aufweist. Auffällig sind die buschigen Augenbrauen. Die mittellange Rute ist stark behaart und wird in der Bewegung fröhlich säbelförmig nach oben getragen.
Der heutige Otterhound hat noch nicht viel von seiner Ursprünglichkeit verloren. Er eignet sich auch heute noch wie damals zur Schweissarbeit oder andere Nasenarbeit (vor allem für kalte Fährten). Dies ist für die normale Familienhaltung, was Spaziergänge ohne Leine anbelangt, nicht immer einfach. Er jagt, wie es damals
von ihm verlangt worden ist, selbständig. Der Otterhound braucht von Welpenbeinen an eine konsequente Hand, die ihn ohne Härte, mit viel Geduld und Humor zu lenken versteht, da er trotz seines robusten Aussehens und Dick-köpfigkeit, keine Härte verträgt. Diese Dickköpfigkeit ist jedoch ein wichtiger Bestandteil seines ausge-
prägten Sozialverhaltens, wenn sie auch manchmal bei Gehorsamsübungen etwas hinderlich ist, so macht es den Otterhound zu einem angenehmen Partner. Er spielt zwar nach aussen hin den robusten, hartnäckigen Kerl, doch er hat einen weichen Kern, schmust gerne und liebt es mit Kindern, Frauchen und Herrchen oder mit einer Hundemeute herumzutoben. Er ist sehr verträglich und zeigt keine Aggression. Dadurch ergibt es sich, dass er nie ein guter Wächter für Hab und Gut sein wird.
Sein Temperament ist liebenswert und gleichmütig. Er ist ein angenehmer Gefährte mit einer charakteristischen tiefen Stimme (Geläut). Sie wird von jedem Hund unterschiedlich oft bis kaum benutzt.
Der Otterhound ist, was sein soziales Wesen anbelangt, ein idealer Familienhund, der in aller Hinsicht sehr verträglich und immer gut aufgelegt ist, zudem spielt er gerne mal den Clown.
Er beweist mit seiner enormen Geduld eine sehr gute Verträglichkeit mit Kindern jedoch sollte seine Grösse beachtet werden. Durch seine immerwährende gute Laune, Neugierde und Verspieltheit, stiehlt er gerne alles was nach einer lustigen Beschäftigung aussieht. Dem Otterhound fällt es nicht schwer sich selbst zu beschäftigen sei es auch nur Topfpflanzen feinsäuberlich zu zerlegen oder wunderschöne Löcher im Garten auszuheben, seiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.
Sein Fell ist durch seine leicht rauhe Beschaffenheit pflegeleicht. Er haart so gut wie gar nicht, bringt aber durch die Länge des Haarkleides nach dem Spaziergang den halben Wald mit in die Wohnung. Auch sein typisches Trinkverhalten hinterlässt nach dem Saufen unverkennliche Wasserspuren. Für Jemanden der eine sehr gepflegte Wohnung haben möchte ist der Otterhound eher fehl am Platze. Durch seine Grösse und Lauffreudigkeit muss gewährleistet sein, dass er genügend Auslauf und Beschäftigung erhält. Der gesellige, unternehmungslustige Otterhound eignet sich ganz bestimmt nicht für Stubenhocker und Zwingerhaltung.