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Es war ein Sieg mit Ansage. Fabian Cancellara war 2008 der weltbeste Zeitfahrer. In den beiden Jahren zuvor hatte er sich in dieser Disziplin jeweils WM-Gold gesichert.
Auch bei den Olympischen Spielen in Peking hatte der Berner bereits eindrücklich gezeigt, dass er in Form ist: Vier Tage vor dem Einzelzeitfahren war er im Strassenrennen in der Schlussphase mit einem Husarenritt im Alleingang zur Spitzengruppe aufgeschlossen.
Zur Belohnung gab es für den Schweizer die Bronzemedaille, die später zu einer silbernen Auszeichnung wurde (der zweitplatzierte Italiener Davide Rebellin wurde nachträglich wegen Dopings disqualifiziert).
Cancellara vor Federer und Wawrinka
Deshalb war am 13. August 2008 klar, dass der Sieg im Einzelzeitfahren nur über Cancellara führen konnte. Und «Spartacus» lieferte: Cancellara bewältigte die 47,3 km lange Strecke an der Chinesischen Mauer in etwas mehr als 1:02 Stunden – und damit deutlich schneller als jeder andere Fahrer.
Damit war die erste von letztlich zwei Schweizer Goldmedaillen in Peking Tatsache. Roger Federer und Stan Wawrinka holten drei Tage später im Tennis-Doppel ebenfalls Gold.
Und Cancellara? Der schaffte acht Jahre später in Rio de Janeiro das Kunststück und sicherte sich im letzten Jahr seiner erfolgreichen Karriere abermals Olympiagold im Zeitfahren.