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Seedballs sind kleine Kugeln aus Erde, Lehm und Saatgut. Man muss sie nicht einpflanzen, sondern kann sie ganz einfach an die gewünschte Stelle werfen und die Pflanzen wachsen ganz von alleine.
Wer genau die Seedballs erfunden hat, weiss man nicht so genau. Vergleichbare Saatmethoden sind bereits bei Anbautechniken einiger Stämme der Nordamerikanischen Ureinwohner zur Anwendung gekommen.
Wiederentdeckt wurde die Methode von dem japanischen Mikrobiologen Masanobu Fukuoka nach dem zweiten Weltkrieg. Er ist der Begründer der Philosophie der Nichts-Tun-Landwirtschaft. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Natur selbst erhaltet und es kaum Eingriffe durch den Menschen benötigt. Die Seedballs entsprechen dieser Philosophie: Dem Saatgut sollen alle nötigen Nährstoffe, die es braucht, mitgegeben werden.
In den 70er-Jahren wurden die Seedballs – auch Seedbombs genannt – von Guerilla-Gärtnern in den USA entdeckt. Sie nutzen die Technik, um brachliegende Flächen im urbanen Raum zu begrünen.