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(sda) Der frühere Chef des Amtes für nachobligatorische Ausbildungen im Kanton Neuenburg ist zu einer bedingten Geldstrafe mit drei Jahren Bewährung verurteilt und mit fünf Jahren Unterrichtsverbot belegt worden. Er hatte mit einem Ermittler, der sich im Internet als Mädchen ausgegeben hatte, sexuelle Inhalte ausgetauscht.
Ein Regionalgericht verurteilte den ehemaligen Amtschef im vereinfachten Verfahren. Das war laut seinem Anwalt möglich, weil es bei den Taten, für die er verurteilt worden ist, keine Opfer gegeben hatte. Die Untersuchung habe bestätigt, dass die Straftaten auf virtueller Ebene begangen worden seien.
Ein polizeilicher Ermittler hatte sich gegenüber dem Verurteilten online als 14-jähriges Mädchen ausgegeben. Der Inhalt der ausgetauschten Botschaften wurde als strafbar beurteilt. Aber den Versuch, sexuelle Handlungen zu begehen, habe es nicht gegeben, da keine solchen Handlungen hätten vollzogen werden können, so der Anwalt.
Die Anklage wegen Pornografie bezog sich auf einen USB-Stick, auf dem verbotene Daten gespeichert waren. Der Beschuldigte machte dazu geltend, dass er sie für eine Präsentation gebraucht habe. Laut seinem Anwalt habe er es bedauert, dass er für diese Arbeit auf strafbare Mittel zurückgegriffen habe.
In seiner Präsentation ging es darum, vor Risiken in der digitalisierten Welt zu warnen. Im Mai 2019 musste der Amtschef im Zusammenhang mit den Ermittlungen seinen Posten räumen.