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Philippe Heule & Junge Marie/ Theater Marie
Die Junge Marie beschäftigt sich in ihrer neuen Inszenierung mit dem Wunsch nach Zugehörigkeit und Abgrenzung.
Auf welcher Gästeliste will ich stehen und wo will ich aus der Reihe tanzen? Wobei will ich mitsingen und wann schalte ich auf mute? Welche Story teile ich und welchen Schuh will ich mir auf keinen Fall anziehen? Die Junge Marie beschäftigt sich unter der Leitung des renommierten Regisseurs und Autors Philippe Heule in ihrer neuen Inszenierung «I want to belong (and sing a song)» mit dem Wunsch nach Zugehörigkeit und Abgrenzung.
Fünf junge Menschen treffen sich in einem Raum, in dem alles – Mikrofone, Scheinwerfer, Discokugel – nach Show ruft und sind sich uneinig, wozu sie aufgefordert sind: Ist dies ein Wettbewerb? Eine Karaoke-Party? Oder ist es nur ein Traum – und wenn ja, was für einer? Das Stück erzählt von Figuren, die alle von der Sehnsucht danach getrieben sind, Teil von etwas zu sein. Einzelgängerin Abby geniesst es allein zu sein und will dennoch nicht ausgeschlossen werden; Vanja will lieber, statt von sich, die Geschichte eines Freundes erzählen, wodurch sie doch Stück für Stück sich selber offenbart; die zielstrebige Elle muss akzeptieren, dass auch eine Trendsetterin manchmal ein Gegenüber braucht, abseits von Nachahmung und Konkurrenz; Sam lässt sich von seiner Begeisterung nicht abbringen, auch wenn es nicht möglich ist, alle immer mit seinem Enthusiasmus anzustecken; Tim zweifelt an seiner Fähigkeit, sich zu etwas zu bekennen, weil es ihm leicht fällt zu sagen, was er nicht sein will, aber im Grunde nicht weiss, was er denn sein will.
«Was ist mein Song? Was soll ich über mich erzählen?
Mariell ist mein Name. Den Namen habe ich mir nicht ausgesucht,
aber er gehört trotzdem zu mir. Ich kann mir nicht alles aussuchen.
Niemand kann das. Du wirst in etwas hineingeboren oder
auf eine Bühne geworfen. Ich bin nichts Besonderes.»
(Mariell in «I want to belong (and sing a song)»)
Mit den Mitteln von Karaoke und Chor, Drag und Naturalismus, Performance und Kammerspiel bringen die fünf jungen Spieler:innen Kategorien ins Wanken und fragen sich: Was kann ein «Wir» sein, ohne ein gegnerisches «Ihr» zu erschaffen? Die Bestrebung Abgrenzungen aufzubrechen und sich vorurteilsfrei aufeinander einzulassen, ist das, was diese Junge Marie-Produktion umtreibt.
MIT: Timon Däster, Elena Göldlin, Simon Moser, Amanda dos Reis & Vivienne Vogt.
REGIE: Philippe Heule.
TEXT: Philippe Heule & Ensemble.
BÜHNE & KOSTÜME: Mikki Levy-Strasser.
DRAMATURGIE: Maria Ursprung.
TECHNIK: Andreas Bächli & Petz Luginbühl.
PRODUKTIONSLEITUNG & VERMITTLUNG: Andrea Brunner.
VIDEO: Michelle Ettlin.
MUSIK: Sarah Calörtscher.
REGIEASSTISTENZ: Yve Ilg.
BETRIEBSASSISTENZ: Svenja Duscha.
DIFFUSION: Manuel Bürgin.
KOPRODUKTION: Bühne Aarau & Kurtheater Baden.
MIT UNTERSTÜTZUNG VON: Aargauer Kuratorium, Stadt Aarau & Beisheim Stiftung.