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Eugène De La Harpe : Guide du Jura vaudois
Die hier zusammengestellten französischen Broschüren sollen offenbar in erster Linie dem Fremdenverkehr dienen, und die beiden ersteren werden aus diesem Grunde gratis abgegeben, die letztere kostet nur Fr. 1. 25. Damit soll aber nicht gesagt sein, daß diese kleinen Dinger minderwertig oder nichtsnutzig seien. Sie sind ganz gut zu brauchen. Der kleine Führer für das Val de Bagnes z.B. enthält in der knappsten Form alles, was ein Sommerfrischler an Andeutungen für seine Spaziergänge und Exkursionen nötig hat, das Weitere muß ihn die Siegfriedkarte oder ein lebendiger Führer lehren, für welchen auch die Tarife angegeben sind. Das Büchlein ist mit Originalzeichnungen des Verfassers reizend verziert. Dagegen habe ich den Gala- und Schokolade-Peter auf der Rückseite des Umschlages keinen Geschmack abgewinnen können.
Offenbar angefeuert durch die Erfolge, welche die nicht französischen Verkehrs- und Hoteliervereine und die schweizerischen Bahnen durch ihre Reklameliteratur an den Grenzen Frankreichs erzielen, hat sich ein Syndikat solcher Gesellschaften für die französischen Alpen gebildet, welches die Aufmerksamkeit des reisenden Publikums auf Dauphiné und Savoyen richten soll. Wenn ich diese Karte also hier anzeige, so geschieht es, weil auch sie zum vorläufigen Studium von Reiseplänen in dieser Gegend dienen kann. Weniger zur Orientierung von Gipfeln aus, die an der Nordgrenze dieser Gebiete liegen, dafür ist der Maßstab 1: 200,000 wohl zu klein, und die Zahl der benannten Gipfel zu gering. Lithographisch ist die Karte eine geringe Leistung, dagegen ist es für den Reisenden praktisch, daß die Rückseiten mit nützlichen No- tizen über Routen und Verkehrszentren in Daupliiné und Savoyen bedruckt sind.
Musterhaft ist dagegen der Guide du Jura vaudois nach Inhalt und Ausstattung. Das farbige Titelblatt des Umschlages z.B. von F. Paris ist ein kleines Kunstwerk, und selbst die Reklamezeichnung auf der Innenseite des Titels ist in einem die Augen erfreuenden Stil gehalten. Die Textbeschreibungen von Eugène De La Harpe, der sich schon durch seine Neubearbeitung von Joannes Savoye und einen Führer durch die Ormondstäler als kompetent ausgewiesen hat, betreffen Sainte-Croix, Les Rasses, Vallorbe, Ballaigues, La Vallée, Begnins, Gimel, Saint-Cergues und sind innerhalb dieser Fixpunkte nach Routen geordnet. Eine Table alphabétique, eine Table des matières und eine kleine Routenkarte auf der Rückseite des Umschlages sorgen für Orientation in dem besprochenen Gebiete, und eine Anzahl hübscher Illustrationen in Autotypie schmücken das außerordentlich empfehlenswerte Büchlein, das dem Verfasser und Verleger Ehre macht.Redaktion.