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Was ist PRP?
Der menschliche Körper besitzt die Fähigkeit, Wunden und Verletzungen selbst zu heilen. Verschiedene Wachstumsfaktoren werden im Verlauf dieses Heilungsprozesses freigesetzt und fördern die Neubildung von gesundem Gewebe. Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut wiederum fördern die Freisetzung von diesen Faktoren. Durch eine konzentrierte Applikation von Thrombozyten in oder um geschädigtes Gewebe ist es so möglich, Heilungsprozesse anzustossen beziehungsweise zu beschleunigen. Moderne Techniken ermöglichen die einfache Herstellung von Plättchenreichem Plasma = Platelet Rich Plasma (PRP)
Die Heilung von verletztem Gewebe verläuft immer in 3 Stadien:
1. Entzündung mit Schmerz und Schwellung
2. Proliferation mit Gewebsneubildung
3. Remodelierung des neugebildeten Gewebes und Anpassung an die Anforderungen des Gebrauchs
Der Start dieser Heilungskaskade wird ausgelöst durch eine Blutung mit Anwesenheit und Aggregation von Thrombozyten. Nachfolgend werden zum Beispiel folgende Wachstumsfaktoren freigesetzt:
- PDFG (platelet derived growth factor)
- TGF (Transforming growth factor)
- IGF (Insulin like growth factor)
- EGF (Epidermal growth factor)
Wachstumsfaktoren sind entscheidend für die Neubildung von Gewebe indem sie die Einwanderung von Stammzellen fördern und die mitotische Aktivität dieser Zellen steuern.
Das Wissen über die Wirkung, das Zusammenspiel und die kritische Konzentration von Wachstumsfaktoren ist immer noch lückenhaft. Allgemeinwissen ist jedoch, dass ohne eine gute Durchblutung die Gewebsheilung gestört ist. Entsprechend eingeschränkt ist das Heilungspotential von schlecht durchblutetem Gewebe wie zum Beispiel in Sehnen und Knorpel oder aber auch bei chronischen Enzündungen oder Pseudarthrosen.
Die klinische Wirkung einer PRP Behandlung ist individuell verschieden, da es Unterschiede in der natürlichen Thrombozytenkonzentration gibt. Auch das Herstellungsverfahren und die Aktivierung können eine Rolle spielen.
Unter Beachtung der Richtlinien erfolgt die Injektion der Plättchen direkt in das verletzte Gewebe.
Folgende Indikationen haben sich für eine Behandlung mit PRP bewährt:
Knie
• Läuferknie (Runners knee / Tractus iliotibialis Syndrom)
• Patellaspitzensyndrom (Jumpers knee/ Patellarsehnentendinopathie)
• Seitenbandanrisse
• Muskelfaserrisse
• beginnende Arthrose
Hüfte
• Schleimbeutelentzündungen (Bursitis trochanterica)
• Sehnenscheidenentzündungen (Rectus Syndrom)
• beginnende Coxarthrose
Fuss/Sprunggelenk
• Achillessehnenverdickung/chronischer Achillessehnenriss (Achillodynie)
• Sehnenscheidenentzündung (z.B. Tibialis posterior)
• Plantarfasziitis (Fersensporn)
• Aussenbandrisse
Schulter
• Rotatorenmanschettenruptur
• Golfer-/Tennisellbogen (Epicondylitis)
• Bizepssehnenscheiden-Entzündung (Bicepssehnentendinopathie)
Die Patienten müssen wissen, dass nach der Injektion für einige Tage vermehrt Schmerzen auftreten können. Auch die Schonung der betroffenen Regionen/Gelenke für ca. 2 Wochen ist empfohlen, um die Regeneration nicht zu stören. Auf Sport sollte ca. 6 Wochen verzichtet werden. Da die eingesetzten Thrombozyten über längere Zeit aktiv bleiben, reicht oft eine einzige Injektion, um die Heilung des Gewebes dauerhaft in Gang zu setzen. Eine Wiederholung der Behandlung ist jedoch problemlos möglich – im Gegensatz zu Kortison Injektionen. Spezifische Nebenwirkungen einer PRP Behandlung sind keine bekannt.
- Wasserspeicherung
- Druckbeständigkeit (Stossdämpfer)
- Schmiermittel
Der Hyaluronsäuregehalt ist im geschädigten Gelenk vermindert. Somit sind der Wassergehalt, die Fähigkeit zur Stossdämpfung und die Geschmeidigkeit des Gelenkes ebenfalls vermindert. Folglich kommt es zur weiterem Gelenkverschleiss (Arthrose).
Durch die Spritze ins Gelenk wird kein neuer Knorpel gebildet, Hyaluronsäure verbessert aber die Knorpelernährung und wirkt somit knorpelschützend (chondroprotekiv). Der Verschleiss wird gebremmst. Viele Patienten reagieren schon nach kurzer Zeit (Wochen) mit einer deutlichen Schmerzreduktion und verbesserter Gelenkbeweglichkeit. Nicht jeder Patient erfährt einen dauerhaften Therapierfolg. Voraussetzung für die Behandlung mit Hyaluronsäure ist, dass die Arthrose noch nicht allzu weit fortgeschritten ist. Die Arthrose kann nicht rückgängig gemacht oder gestoppt werden, unter Umständen kann aber eine Operation (Prothese) hinausgezögert werden. Wir empfehlen drei bis fünf Injektionen im Wochenabstand.Auffrischende Injektionen sind je nach Verlauf und Grad der Arthrose in bestimmten Intervallen, etwa nach 9–12 Monaten, sinnvoll.
Wir empfehlen die Auffrischung immer dann, wenn bereits die Erstbehandlung einen deutlichen Therapieerfolg gezeigt hat. Dieser Therapieerfolg kann aber von Patient zu Patient recht unterschiedlich ausfallen. Studien wiesen eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung der Hyaluronsäureinjektion auch bis zu zwei Jahre nach der Behandlung nach.
Da die Kosten für die Spritze oft nicht oder nur zum Teil von der Krankenkasse übernommen werden, müssen Sie mit einer Eigenbeteiligung rechnen. Gerne beraten wir Sie in der Sprechstunde ausführlich zu diesem Thema.
Mit der Durchführung einer orthopädischen Analyse können Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Behandlungsmaßnahmen getroffen werden. Das Auftreten von Folgeschäden kann durch individuelle Prophylaxe und speziellem Trainingsmanagement erheblich minimiert oder ganz ausgeschlossen werden.
Gerne beraten wir Sie ausführlich zur Durchführung einer Risikoanalyse.
Die Manuelle Medizin kann bei akuten und chronischen Rückenbeschwerden oder Bewegungseinschränkungen der Gelenke eingesetzt werden. Dabei sind die Muskeln, Sehnen und Gelenke selbst zwar nicht geschädigt, jedoch ist ihr Zusammenspiel gestört. Nicht umsonst gilt die Manuelle Medizin als äusserst schonende, gleichzeitig aber sehr wirksame Methode. Schliesslich sind die Hände der Ärztin oder des Arztes das einzige Behandlungsinstrument.
Mit den Händen werden die Muskeln, Sehnen und Gelenke sorgfältig ertastet. Die Beschwerdeursachen können so genau eruiert und entsprechend therapiert werden.
Dadurch ermöglicht die Manuelle Medizin nicht nur eine differenzierte Diagnose, sondern auch eine schonende Therapie von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Diese Kombination macht die Manuelle Medizin zu einer patientenfreundlichen und effizienten Behandlungsmethode.
Einzelne Körperstellen bzw. Symptome (wie z.B. Rückenschmerzen, schmerzhafte Muskel, Sehnen- und Gelenkbeschwerden, Zerrungen, Verspannungen, Kopfschmerzen und Migräne) werden mit unterschiedlichen Taping-Techniken wirkungsvoll und schmerzlindernd behandelt sowie zum Teil auch vorbeugend eingesetzt. Dabei wird die oberste Hautschicht angehoben (gespannt), was zu einer Erhöhung des Lymph-und Blutflusses führt; das körpereigene System zur Schmerzstillung wird aktiviert und Entzündungsreaktionen werden vermindert. Die Behandlung ist frei von Nebenwirkungen und Schmerzen und verursacht kaum Beeinträchtigung.
Die fachmännisch korrekte Durchführung der Therapie ist Voraussetzung für gute Ergebnisse. Gerne beraten wir Sie ausführlich.
- Stressfrakturen
- Muskelrisse
- Concussion in sports
- Chronisches Kompartment
- REDS (Female athlete triad syndrome)
Wir beraten und behandeln Patienten aus sämtlichen sportlichen Disziplinen und prüfen unter medizinisch-orthopädischen Gesichtspunkten mögliche Optimierungsmaßnahmen, Rehabilitations- und Aufbautrainings zur Vermeidung bzw. Erholung von Überlastungs- und Spätschäden. Für Sportler, die an Arthrose leiden, bieten wir eine umfangreiche Diagnostik und geben Empfehlungen für schmerzfreie sportliche Beweglichkeit. Ebenso beraten wir Patienten mit orthopädischer Erkrankung zu angemessenen sportlichen Aktivitäten und geben passende Trainingstipps.
Gerne beraten wir Sie zu unserem umfassenden Angebot der Sportmedizin.