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Das Wichtigste in Kürze
- Im Jahr 1893 lanciert Basel seinen Fussballclub.
- Seit 1967 spielt der FC Basel im St. Jakobs-Park.
- Das neue «Joggeli» wurde im Jahr 2001 eingeweiht.
Seit 1967 ist der FC Basel im St. Jakob-Park zu Hause. Doch der Basler Fussballklub entstand rund 75 Jahre früher, 1893. Elf Tage nach der Gründung wird das erste Spiel ausgetragen – auf dem Sportplatz Landhof.
Fortan ist dies die Heimspielstätte der Bebbi. Die Schweizer Nati spielt erstmals 1908 auf dem Landhof in einem Spiel gegen Deutschland. Die Schweizer Auswahl entscheidet die Partie mit 5:3 für sich.
Erster Meistertitel 1953
Lange Zeit bleibt der Erfolg des FC Basel aus. Die Rotblauen gewinnen erst 1953 den ersten Meistertitel. Zuvor holen sie zweimal (1933 und 1947) den Schweizer Cup. Den nächsten Cupsieg feiern die Basler 1963.
1965 wird Helmut Benthaus verpflichtet, mit dem Deutschen als Spielertrainer geht es sportlich aufwärts. Die Basler erreichten eine derart hohe Beliebtheit, dass der Platz im Landhof nicht mehr genügt. Der FCB weicht im Jahr des zweiten Meistertitels, 1967, in das St. Jakob-Stadion aus.
Es bietet mehr Platz. Der Spatenstich ist bereits vor dem Zweiten Weltkrieg, jedoch wird das Bauprojekt mehrere Male gestoppt. Zwei Monate vor der Weltmeisterschaft 1954 ist das Stadion fertig.
Leerstand nach WM 1954
Das Stadion wird kurz vor der WM 1954 eingeweiht. Während des Turniers finden sechs Spiele im Joggeli statt. Diese werden insgesamt von 242'000 Fussballfans besucht. Nach der WM bezieht allerdings kein Team aus der Region das Stadion.
Die für den Unterhalt des St. Jakob-Stadions nötigen Gelder treibt man mittels fussballfremden Anlässen wie dem Eidgenössischen Turnfest 1959 auf.
Das Problem löst sich erst mit dem Erfolg und dem definitiven Einzug des FC Basel. Danach gewinnen die Basler sechs weitere Meistertitel 1969, 1970, 1972, 1973, 1977 und 1980.
Nach den Erfolgen sind die goldenen Jahre vorbei – und das Interesse am Club nimmt ab. Dank des Konzerts der Rolling Stones im Joggeli 1982 können einige Kosten gedeckt werden. Basel steigt 1988 gar in die Nati B ab.
Der neue St. Jakobs-Park
1998 wird das alte Joggeli abgerissen und durch den neuen St. Jakobs-Park ersetzt. Am 15. März 2001 spielt der FC Basel zum ersten Mal in seinem neuen Zuhause.
Das Stadion bietet eine Mantelnutzung mit Büro- und Einkaufsflächen sowie eine Altersresidenz. Und für die Fussballfans 38'500 Sitz- und Stehplätze.
Hinsichtlich der EM 2008 in der Schweiz und Österreich wird ein weiterer Stock hinzugefügt. Während der Europameisterschaft wurde die Kapazität auf 42'500 aufgestockt. Zurzeit fasst das Stadion 38'107 Sitzplätze beziehungsweise 39'107 Plätze, mit Sitz- und Stehplätzen. Insgesamt verfügt der St. Jakobs-Park über 4843 Stehplätze.
Die EM 2008
Der St. Jakobs-Park ist der Hauptaustragungsort der Schweiz an der EM 2008. Die Nati spielt dreimal in Basel. Es sind die Vorrundenspiele gegen Tschechien (0:1), die Türkei (1:2) und Portugal (2:0). Nach der Gruppenphase scheidet die Schweiz an der Heim-EM jedoch aus.
Weiter wird das Basler Stadion für die Viertelfinals zwischen Portugal und Deutschland (2:3) und der Niederlande gegen Russland (1:3 n. V.) gebraucht.
Das letzte Spiel in Basel ist der Halbfinal zwischen Deutschland und der Türkei (3:2). Die späteren Europameister aus Spanien hatten nicht das Vergnügen, eines ihrer Spiele in Basel zu absolvieren.