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Das Soziale muss verhandelbar sein - oder: führt der Weg zu einer sozialen Stadt über den Sozialraum?
Vor etwa zehn bis 15 Jahren taucht der Begriff des «Sozialraums» in der Schweiz im Zusammenhang mit Lösungsambitionen sozialer Problemlagen wie Desintegration, Polarisierung und Segregation in Gemeinden und Städten auf. In Visionen für eine soziale Stadtentwicklung fand er folglich verschiedentlich seinen Niederschlag. Gestärkt werden sollten die sozialen Qualitäten eines Wohnquartiers, wie gemeinsame Identitätsbezüge der Bewohnerschaft, soziale Netze oder Sozialstrukturen.
Unter dem Label Sozialräumlichkeit wurden diese Qualitäten zwar gestärkt, die Verhandlung sozialer Fragestellungen, wie Ungleichheit, Ausschlussmechanismen oder Polarisierung im sozialen Raum der Gesellschaft, jedoch gerade wegen dieses Sozialraumverständnisse verunmöglicht. In einem Rückblick wird im vorliegenden Beitrag diese spezifische Begriffsentwicklung entlang des Schweizerischen Förderprogramms ‘Projets urbains’ rekonstruiert und problematisiert.