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Analysen zum System der sozialen Sicherheit
Im Verlauf des Lebens kann eine Person mehrere Elemente aus dem System der sozialen Sicherheit beziehen. Einige Sozialleistungen greifen dabei ineinander und werden nacheinander oder gleichzeitig beansprucht. Eine solche Kombination bilden die Arbeitslosenversicherung (ALV), die Invaliditätsversicherung (IV) und die Sozialhilfe (SH).
Um Wechselwirkungen und Zusammenhänge zwischen ALV, Sozialhilfe und IV besser analysieren zu können, wurde aus den Datensätzen der drei Leistungen der Datensatz SHIVALV gebildet. Damit können Verläufe in einem wesentlichen Teil des Systems der sozialen Sicherheit beobachtet und nachvollzogen werden.
Die Statistik Soziale Verlaufsmuster (SHIVALV) basiert auf einem Datensatz für Analysen zum System der sozialen Sicherheit. Dabei werden Einzelfalldaten der Arbeitslosenversicherung (ALV), der Invalidenversicherung (IV) und der Sozialhilfe verknüpft. Zusätzlich werden die Daten der Bevölkerungsstatistik (STATPOP) und der Individuellen Konten (IK) der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) herangezogen. Die Statistik gibt Auskunft über die Personen, die seit 2010 mindestens eine der drei Formen von Sozialleistungen erhalten haben: ALV-Taggelder, IV-Renten oder Sozialhilfe. Die SHIVALV-Statistik bildet nur die Sozialhilfe im engeren Sinne (wirtschaftliche Sozialhilfe) ab; alle übrigen bedarfsabhängigen Leistungen von Kantonen und Gemeinden können derzeit nicht berücksichtigt werden. Im Falle der IV erhebt die Statistik ausschliesslich die Renten (Teil- und Vollrenten). Die Ergebnisse der Kategorie «Invalidenversicherung» enthalten somit keine Personen, die andere Massnahmen der IV wie Eingliederungsmassnahmen oder Hilflosenentschädigung in Anspruch nehmen.
Der Datensatz umfasst sämtliche Leistungsbeziehenden im Alter von 18–64/65 Jahren mit Wohnsitz in der Schweiz (ständige Wohnbevölkerung). Kinder von 0–17 Jahren, die ein Drittel der Sozialhilfebeziehenden ausmachen, werden nicht berücksichtigt. Die in der SHIVALV-Statistik berechneten Bezugsquoten für das Gesamtsystem SHIVALV und für die einzelnen Leistungssysteme (AHV, IV, Sozialhilfe) beziehen sich auf die ganzjährig kumulierte Anzahl Beziehende und die ständige Wohnbevölkerung am jeweiligen Jahresende. Die Berechnung unterscheidet sich von derjenigen für die Arbeitslosen-, IV-Berentungs- oder Sozialhilfequoten. Die hier publizierten Quoten weichen daher deutlich von den separat veröffentlichten Statistiken der einzelnen Leistungssysteme ab.
In den Analysen zu den Verläufen im System der sozialen Sicherheit werden ausschliesslich Personen und Personenflüsse zwischen den drei Leistungssystemen untersucht. Finanzflüsse und damit verbundene Verrechnungen sowie finanzielle Rückvergütungen können mit der vorhandenen Datengrundlage nicht oder nur ungenügend dargestellt werden.
Der Datensatz SHIVALV wurde gebildet, um die Wechselwirkungen und Übergänge zwischen drei Bereichen des Systems der sozialen Sicherheit (Arbeitslosenversicherung, Invaliditätsversicherung, Sozialhilfe) – besser analysieren zu können. Der Datensatz erlaubt es, die Anzahl der Leistungsbeziehenden in einem bestimmten Jahr und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit zu ermitteln, typische Verläufe zu analysieren sowie Systemeintritte, Systemaustritte und Übergänge der Personengruppen zu untersuchen. Die erstellten Indikatoren sind auf folgenden Seiten verfügbar:
Im methodischen Bericht wird näher auf die Berechnung der Indikatoren eingegangen (vgl. Reiter «Methodologie», nur auf Französisch).