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Das Frauen-Eishockey gewann in Europa erst so ab den 80er Jahren an Bedeutung. Die Basis für das Fraueneishockey liegt – wie könnte es anders sein – in Nordamerika.
Schon 1890 ist es urkundlich erwähnt, dass Frauen den von Männern dominierten Sport „Eishockey“ in Nordamerika ausgeführt haben, ja sogar Mannschaften gebildet haben, welche gegeneinander angetreten sind. Gross bekannt wurde dies aber erst, als in Nordamerika in den Colleges Frauenmannschaften gebildet wurden und auch eine eigene Liga organisiert wurde. Damals – in den 30er Jahren – waren die Mannschaften der University of Toronto sowie vom Queens College in Kingston, Ontario weit über die Grenzen von Nordamerika hinaus bereits bekannt.
Während dem zweiten Weltkrieg und die Jahre darauf wurde es auch in Nordamerika still um das Fraueneishockey. In Europa war es noch immer unbekannt. Erst in den 60er Jahren kam es an den College in Nordamerika wieder richtig auf, und in den Anfängen der 70er Jahren schwappte dann die Bewegung auch nach Europa, zuerst nach Schweden und Finnland, später in den 80er auch nach Deutschland, Oesterreich und die Schweiz.
1980 wurde mit dem Club „La Vannerie Fribourg“ der erste Fraueneishockeyclub gegründet, 1982 wurden zum ersten Mal in der Deutschschweiz Frauenclubs ins Leben gerufen – mit den EHC Kloten Specials sowie beim HC Davos. 1985 wurden dann die ersten Meisterschaften durchgeführt, der Schweizer-Cup wurde bereits ein Jahr früher gestartet. 1986 wurde dann zum ersten Mal auch eine Swiss Selection – der Vorläufer der Nationalmannschaft – geführt. 1988 wurde dann zum ersten Mal die offizielle Frauen-Nationalmannschaft der Schweiz geführt.
Fraueneishockey ist olympisch!
Das Fraueneishockey wurde 1998 in Nagano in die erlesene Gruppe derjenigen Wintersportarten aufgenommen, welche an den olympischen Winterspielen teilnehmen dürfen. Damit machte das Fraueneishockey’s einen weiteren grossen Schritt nach vorne.
Bereits in den 90er Jahren waren in Nordamerika Profi-Spielerinnen im Einsatz, in Europa wurde das Fraueneishockey vor allem in Schweden und Finnland immer populärer.
Heute an das Fraueneishockey einen festen Platz, auch wenn die Bekanntheit natürlich noch weit hinter dem Männer-Eishockey ansteht.