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Tour de Suisse
Küng gewinnt das Zeitfahren, Porte die Gesamtwertung
Stefan Küng beschert der 82. Ausgabe der Tour de Suisse mit seinem Sieg im Zeitfahren von Bellinzona den perfekten Abschluss. Den Gesamtsieg sichert sich der Australier Richie Porte, wie Küng ein Vertreter des Teams BMC.
Stefan Küng gewann die 34,1 Kilometer lange Prüfung gegen die Uhr souverän und feierte seinen ersten Etappensieg im Rahmen der Schweizer Rundfahrt. Der Thurgauer setzte sich 19 Sekunden vor dem Dänen Sören Kragh Andersen und 23 Sekunden vor dem Amerikaner Tejay van Garderen durch.
Für Küng verlief die Tour de Suisse nahezu optimal. Am ersten der neun Renntage führte er das Team BMC zum Sieg im Mannschaftszeitfahren. Als Lohn durfte der 24-Jährige vier Tage lang das Leadertrikot tragen. Am letzten Tag wurde Küng seiner Favoritenrolle gerecht. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 51,14 km/h sorgte der Ostschweizer für das zweitschnellste Einzelzeitfahren in der Geschichte der Tour de Suisse.
Es ist Küngs zweiter Sieg in einem Zeitfahren auf World-Tour-Ebene. Den ersten Erfolg hatte er vor einem Jahr an der Benelux-Rundfahrt realisiert. Damals betrug die Distanz aber nur 9 Kilometer. Nun bewies Küng erstmals, dass er nicht nur in kurzen, sondern auch in längeren Prüfungen zu den Allerbesten gehört.
Küng widmete den Triumph dem verstorbenen Team-Patron Andy Rihs. Selbiges tat Richie Porte, der den Triumph für das Team BMC mit seinem Gesamtsieg perfekt machte. Porte, der das Leadertrikot nach der 5. Etappe von seinem Teamkollegen übernommen hatte, baute als 14. des Zeitfahrens (1:04 hinter Küng) den Vorsprung auf seine Konkurrenten gar noch aus.
Porte gewann die Tour de Suisse 1:02 Minuten vor dem Dänen Jakob Fuglsang und 1:12 Minuten vor dem Kolumbianer Nairo Quintana. Fuglsang stiess in der Gesamtwertung von Platz 6 auf Rang 2 vor und verdrängte den Niederländer Wilco Kelderman vom Podest. Porte bewies, dass er für die Tour de France bereit ist und dort den Favoriten Chris Froome herausfordern kann. Bei seinem ersten Start an der Schweizer Rundfahrt feierte der 33-Jährige, der vor einem Jahr bereits die Tour de Romandie für sich entschieden hatte, gleich den Gesamtsieg.
Als bester Schweizer klassierte sich Mathias Frank mit einem Rückstand von 4:06 Minuten auf Porte im 17. Rang der Gesamtwertung. Im Zeitfahren verlor der Luzerner noch einen Platz. Der Vorjahressieger Simon Spilak aus Slowenien musste dieses Mal mit dem 6. Schlussrang Vorlieb nehmen.