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Weltmetropolen: gross, grösser, am grössten, Teil 3
Platz 9: Delhi in Indien
Laut Statistiken von 2011 leben in Delhi 11.007.835 Menschen, was die Metropole zur zweitgrössten Stadt Indiens nach Mumbai macht. Die indische Hauptstadt Neu-Delhi ist nur ein Teil der Metropole Delhi, die oft auch als Alt-Delhi bezeichnet wird.
Die Geschichte Delhis geht auf das Jahr 1200 vor Christus zurück, als die Pandawas im heutigen Metropolengebiet die erste Stadt gründeten. Dieses Ereignis wurde im berühmten indischen Epos Mahabharata beschrieben und galt als Legende, bis die jüngsten archäologischen Forschungen die Tatsache bestätigten.
Dies ist eine Artikelserie über die 20 grössten Stäte auf der Welt. Hier das Inhaltsverzeichnis:
Die Stadt wuchs im Laufe der Jahrhunderte kontinuierlich an und nahm ständig an Bedeutung zu. Während der Ostindien-Kampagne gründeten die Briten hier die erste Handelsniederlassung. Südlich der Altstadt von Delhi entstand 1911 das von britischen Architekten entworfene Neu-Delhi – auch heute der Sitz aller indischen Regierungsinstitutionen.
In Delhi – einer Stadt mit millionenfacher Bevölkerung und Jahrtausende alter Geschichte – entdeckt man so ziemlich alles: Armut in zahlreichen Slums und Reichtum in Prachtvierteln, laute, nach Gewürzen riechende Basars, historische Denkmäler von unschätzbarer Bedeutung, Museen und Theater vom Weltrang – alles in allem sicherlich eine Entdeckungsreise wert.
Platz 8: Guangzhou in China
Guangzhou, auch Canton genannt, ist die drittgrösste Stadt der Volksrepublik China und ist Heimat von 11.114.200 Menschen. Die Geschichte der Stadt fängt im Jahr 9 vor Christus an und ist eng mit Güterherstellung und Handel verbunden. Da Guangzhou sehr günstig im Perlfluss-Delta liegt, war die Stadt seit ihrer Entstehung ein wichtiger Produktions-und Handelsstandort.
Jahrhundertelang war in Guangzhou der Ausgangspunkt der „Seidenstrasse am Meer“, denn von hier gingen die Schiffe aus, die mit anderen asiatischen Ländern Handel trieben. Lange Zeit war Guangzhou die einzige chinesische Hafenstadt, in der Ausländer das Recht hatten, Handel zu treiben. Während der Ostindien-Kampagane war es den Briten gelungen, eine Handelsniederlassung in Guangzhou zu gründen. Geschäfte konnten nur in einem sehr kleinen Stadtteil abgewickelt werden, und doch war es eine der wichtigen Grundlagen für den regen wirtschaftlichen Verkehr, der zwischen Asien und Europa herrschte.
Diese Flaggschiffposition hat die Stadt bis heute inne, denn auch in der Gegenwart ist Guangzhou einer der wichtigsten Standorte für Industrie und Handel in China und Asien. Zweimal im Jahr findet hier die Canton Fair statt, die grösste Import– und Exportmesse in China.
Natürlich sind in Guangzhou neben den Wolkenkratzern viele historische Sehenswürdigkeiten, Museen und Kultureinrichtungen von internationaler Bedeutung zu finden. Ausserdem ist Guangzhou ein mehr als passender Ort für einen ausgiebigen Einkaufsbummel und eine Stadt, in der Kulinarik gross geschrieben wird.
Platz 7: Moskau in Russland
In der russischen Hauptstadt leben zurzeit 11.551.930 Menschen. Von den Russen selbst wird Moskau oft als ein Land für sich bezeichnet, das mit dem eigentlichen Russland recht wenig zu tun hat.
In den postsowjetischen Zeiten ist die russische Hauptstadt zu einem skurrilen Ort geworden: Als „Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten“ zieht Moskau die Gebürtigen aus nah und weit weg liegenden russischen Provinzen und ehemaligen Sowjetrepubliken an. Es ist eine Stadt der Neureichen und solcher, die es werden wollen. Eine Stadt, wo Schein oft mehr Wert als Sein hat, wo die Menschen oft in winzigen Blockbauwohnungen leben und dabei die neuesten und teuersten Autos fahren oder besser gesagt in diesen Luxuswagen im Stau stehen, denn auch dafür ist Moskau berühmt. Es ist eine Stadt, deren Einwohner, die eine Eigentumswohnung besassen, plötzlich zu Millionären wurden, denn die Immobilienpreise in der russischen Hauptstadt sind exorbitant geworden. Entsprechend hoch sind die Mieten, die den glücklichen Wohnungseigentümern zu einem sorglosen Leben (nicht selten im Ausland) verhelfen.
All dieses so kontrastreiche Leben verläuft umgeben von den schönsten Sehenswürdigkeiten Moskaus, die von der manchmal gloriosen, manchmal grausamen Geschichte Russlands zeugen.
Platz 6: Mumbai in Indien
Die grösste Stadt in Indien zählt 11.671.924 Einwohner und ist heutzutage der wichtigste Verkehrsknotenpunkt, wirtschaftliche und kulturelle Hauptstadt Indiens. Diese Entwicklung fand nicht von ungefähr statt: Die günstige Lage an der Küste des Arabischen Meeres war der Grund dafür, dass die ersten Siedlungen hier schon im Jahr 1500 vor Christus entstanden.
Heute liegt Mumbai auf einer Halbinsel, obwohl es sich ursprünglich um eine Inselgruppe aus sieben getrennten Eilanden handelte. Diese wurden infolge der planmässigen und bis heute anhaltenden Massnahmen der Landgewinnung zu einer einzigen Insel zusammengeschlossen.
Schon in der vorkolonialen Zeit erlangte die Stadt eine wichtige politische und wirtschaftliche Stellung. In der portugiesischen und besonders in der britischen Kolonialzeit gewann das damalige Bombay als wichtige Handelsstadt immer mehr an Bedeutung.
Neben den unzähligen wunderschönen Sehenswürdigkeiten erlebt man in der Stadt gleichzeitig hautnah die Folgen der absolut unmässigen Überbevölkerung, mit der die städtische Infrastruktur nicht im geringsten Masse Schritt halten kann. Abfälle, Abgase und Abwasser stellen die wichtigsten Probleme Mumbais dar, wo die Hälfte der Bevölkerung in stinkigen Slums im Schatten der Prachtbauten ihren tagtäglichen Kampf ums Dasein führt.
Oberstes Bild: Panorama von Moskau (© Pavel Burchenko / Shutterstock.com)