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Kata
Der Begriff Kata steht für eine genau festgelegte Serie von Techniken, in denen die Methoden und Kampfstrategien des Stils verschlüsselt sind. Sie sind eine Zusammenstellung der im Karatedo vorkommenden Abwehren (Uke), Schlagtechniken (Uchi-waza), Fauststössen (Tsuki) und Trittechniken (Keri) in logischer und fester Reihenfolge.
Jede Bewegung hat eine bestimmte Bedeutung. Die ausgeführten Techniken zielen mit genau dosierter Kraft auf die vitalen Punkte (Atemi-waza). In jeder Kata gibt es festgelegte Techniken, bei denen der Kiai, ein aus dem Zwerchfell kommenden Schrei, ausgestossen wird. Es ist stets der Bezug von der praktizierten Kata zur realen Selbstverteidigung und dem Kumite herzustellen. Der Praxisbezug muss sichtbar sein, ansonsten handelt es sich um eine Form ohne Inhalt. Die Kata sind sorgfältig einzuüben, um sie in ihrem Bewegungs- und Bedeutungsablauf exakt zu erlernen. Die Fortgeschrittenen erweitern sie durch ein Maximum an Dynamik und Schnelligkeit. Dem Wettkämpfer bietet die Kata eine ausgezeichnete Gelegenheit, sein technisches Können unter Beweis zu stellen.
Kata stellt einen Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner dar. Schnelligkeit, Kraft, Flexibilität und Rhythmus, Korrektheit der Technik und Zielgenauigkeit sind Schlüsselfaktoren bei der Ausführung einer Kata, bei der Stand- (Dachi) und Körperstellungen (Shisei) sich ständig verändern.
Im 19. Jahrhundert gab es auf Okinawa 24 Kata, verteilt auf die Schulen Shuri-te, Naha-te und Tomari-te. Früher wurden die effektivsten Techniken des Karate in den Kata verschlüsselt / miteinander verbunden. Man lehrte sie nur über den Körper, so gab es keine Schriftstücke die entwendet werden konnten. Um die Techniken zu tarnen entstand in Okinawa das sog. «Meikata», eine tänzerische Aufführung der Kata, die jedoch die eigentliche Kata geschickt tarnte. Die Überlieferung von Kampfkünsten in Form eines Tanzes ist auch in anderen Kulturkreisen zu finden. Bereits die Griechen im antiken Sparta und Athen praktizierten den Waffentanz «Pyrrh’iche» ohne Gegner. In Brasilien entstand das Capoeira, das die aus Afrika verschleppten Sklaven entwickelten.
(Quelle: teilweise aus Swiss Karate Federation (SKF) www.karate.ch)