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Die Leute in Japan sind verunsichert. Anders als Zeitungen berichten Zeitschriften über die radioaktive Verseuchung viel dramatischer. Die radioaktiven Substanzen verbreiten sich nicht nur im Nordjapan sondern auch in Teilen Tokyos und noch westlicher.
Vor einigen Tagen gab der Gouverneur von der Präfektur Shizuoka, der grösste Teeproduzent Japans, bekannt, dass die Radioaktivitätswerte in Teeblättern von einigen Teeplantagen den offiziell erlaubten Grenzwert überschritt. Shizuoka liegt ca. 360 km südwestlich von Fukushima.
In Koto-Bezirk in Tokyo kämpft eine Gruppe von besorgten Müttern, um ihre Kinder vor starken Radioaktivitäten zu schützen. In der Erde eines Schulhofs wurde eine Cäsium-Konzentration von 2300 Bq/kg gemessen. Das ist höher als der Grenzwert von 1 mSv, der für eine Strahlenbelastung in einem Jahr erlaubt ist. Die Schule liegt in der Nähe von einer Klärschlammanlage. In dem Bezirk wird nun regelmässig die Radioaktivitäten gemessen. Das hat eine Frauenmagazin berichtet.
Die zuständige Behörde veröffentlicht jeden Tag die gemessene Werte jeder Präfektur.
Eine Gruppe aus japanischen Prominenten, unter anderem dem bekannten Musiker Ryuichi Sakamoto, sammelt Unterschriften für Atomausstieg. Ihr Ziel ist, bis Februar 2012 10 Millionen Unterschriften zu sammeln. http://sayonara-nukes.org/english/ (Englisch), zur Petition http://sayonara-nukes.heteml.jp/nn/wp-content/uploads/2011/07/0620sayonara_genpatu_E2.pdf