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Die Rechte von Kindern, wenn Eltern im Gefängnis sind
Am 30. September lud der Kinderrechtsausschuss zum Day of General Discussion ein, über die Rechte von Kindern, wenn Eltern im Gefängnis sind. Nach Schätzungen von EUROCHIPS dürfte dies im Raum der Europäischen Union über 800‘000 Kinder betreffen.
Über 200 Fachpersonen befassten sich in zwei Arbeitsgruppen mit Artikel 9 Absatz 3 KRK über die Rechte von Kindern, die von einem strafrechtlichen Freiheitsentzug ihrer Eltern betroffen sind. Eine Arbeitsgruppe tauschte Erfahrungen über die Situation von (Klein)kindern aus, die mit Eltern im Gefängnis leben. Eine zweite Arbeitsgruppe befasste sich mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen vor, während und nach dem Gefängnisaufenthalt von Eltern.
Zwei Jugendliche aus England brachten ihre Erfahrungen mit den Fragen auf den Punkt:
- Why don’t prison staff treat us like human beings?
- Why don’t we have any privacy?
- Why aren’t there support groups for children going through similar thing?
- Why don’t prison staff speak to families and get to know them?
Die Ergebnisse des Tages sind in rund 30 Themen zusammengefasst. Sie reichen von Alternativen zum freiheitsentziehenden Strafvollzug der Eltern bis zum Verhalten bei Verhaftungen in Anwesenheit der Kinder. Der Kinderrechtsausschuss wird daraus zunächst Empfehlungen erarbeiten, die später vielleicht in eine Allgemeine Bemerkung (General Comment) münden.
Europäische Organisationen, die sich um die Situation von Kindern mit Eltern im Gefängnis kümmern haben sich zum Netzwerk EUROCHIPS (European Network for children with imprisoned parents) zusammengeschlossen. Aus der Schweiz ist der Genfer Verein „Carrefour Prison“ diesem Netzwerk angeschlossen.
- Zusammenfassung des Institut International des Droits de l'enfant mit ergänzenden Hinweisen