Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/93064

<h2>SubmittedText<h2><text><p>Selbst die grösseren Schweizer Zeitungen sehen sich gezwungen, die Redaktionsbudgets immer mehr massiv zu kürzen. Viele können sich anspruchsvollen Qualitätsjournalismus nicht mehr leisten. Für eine funktionierende Demokratie ist aber ein qualitativer und vor allem unabhängiger Journalismus unerlässlich.</p><p>Der aktuelle Journalismus wird immer situativer und aufgeregter und ohne Hintergrund; er trägt dadurch immer weniger zur unerlässlichen Meinungsbildung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bei. Unsere Demokratie darf dem aktuellen, ruinösen Zeitungsmarkt aber keinesfalls geopfert werden.</p><p>Es stellen sich deshalb zwingend Fragen nach alternativen Finanzierungsmodellen: Wie kann der Qualitätsjournalismus erhalten, wie die Qualitätspresse gerettet werden?</p><p>Ich frage deswegen den Bundesrat an, ob es nicht angemessen wäre, in einem Bericht die prekäre Situation der Qualitätspresse zu analysieren und mögliche alternative, auch ergänzende Finanzierungsmodelle (Stiftungen, öffentlich-rechtliche Struktur der Qualitätspresse, Erweiterung des Gebührensplittings um die Qualitätspresse) zu prüfen und Lösungsvorschläge darzulegen.</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Der Bundesrat hat in verschiedenen Antworten auf parlamentarische Vorstösse betont, dass er sich der zentralen Bedeutung der Medien und insbesondere der Presse für die demokratische Willensbildung bewusst ist (Motion Barthassat 09.3302; Postulat Fehr Hans-Jürg 09.3629; Interpellation Widmer 09.3235).</p><p>Mit der Annahme des erwähnten Postulates Fehr Hans-Jürg 09.3629 ist der Bundesrat vom Parlament beauftragt worden, bis Ende 2010 einen Bericht über die Lage der Presse in der Schweiz und deren Zukunftsaussichten zu erstellen. In diesem Bericht werden auftragsgemäss eine Analyse der möglichen Finanzierungsmodelle sowie entsprechende Lösungsvorschläge enthalten sein.</p></text>