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Dopingsperre für Gewichtheber und Judoka
Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic (DK) hat Hervé Ganguin (Gewichtheben) wegen mehrfachen Verstosses gegen Anti-Doping-Bestimmungen für vier Jahre gesperrt. Zudem hat die DK André Zingg (Judo & Ju-Jitsu) wegen Verweigerung einer Dopingkontrolle für zwei Jahre gesperrt.
Beim 28-jährigen Gewichtheber Hervé Ganguin waren am 25. August 2013 bei einer Kontrolle ausserhalb der Wettkämpfe die verbotenen Substanzen Clenbuterol, Metandienon und Tamoxifen im Urin nachgewiesen worden. Zusätzlich wurde am 28. August 2013 vom Schweizer Zoll ein an ihn adressiertes Paket mit den verbotenen Substanzen humanes Choriongonadotropin (hCG), Oxandrolon, Stanozolol und Testosteron beschlagnahmt und an Antidoping Schweiz weitergeleitet. In der Folge fand am 21. Januar 2014 eine Hausdurchsuchung durch die Berner Behörden am Wohnort des Athleten statt, bei der die verbotene Substanz Clenbuterol gefunden und konfisziert wurde.
Hervé Ganguin ist von der DK verurteilt worden:
- zu einer Sperre von vier Jahren, beginnend ab dem 23. September 2013;
- zur Bezahlung der Analysekosten der positiven A-Probe in der Höhe von 400 Franken;
- zur Bezahlung der Verfahrenskosten in der Höhe von 1‘000 Franken;
- zur Bezahlung einer Parteientschädigung an Antidoping Schweiz in der Höhe von 300 Franken.
Der 53-jährige Judoka André Zingg hatte am 28. September 2014 im Rahmen eines Wettkampfes die Teilnahme an einer Dopingkontrolle nach erfolgtem Aufgebot verweigert.
Er ist deswegen von der DK verurteilt worden:
- zu einer Sperre von zwei Jahren, beginnend ab dem 29. Dezember 2014 unter Anrechnung der Dauer der vorläufigen Sperre;
- zur Aberkennung sämtlicher an Wettkämpfen seit und inkl. dem 28. September 2014 erzielten Resultate und zur Rückgabe aller allfällig erhaltener Preise;
- zur Bezahlung der Verfahrenskosten in der Höhe von 500 Franken;
- zur Bezahlung einer Parteientschädigung an Antidoping Schweiz in der Höhe von 500 Franken.
Verschärfte Sanktion wegen Mehrfach-Verstosses
Im Fall von Hervé Gauguin ist die DK dem Antrag von Antidoping Schweiz gefolgt und hat erstmals die strafverschärfenden Bestimmungen des Doping-Statuts 2009 wegen des vorliegenden Mehrfach-Verstosses zur Anwendung gebracht. Daher beträgt die Sperre vier statt zwei Jahre. Dieser Fall zeigt auch die gut funktionierende Zusammenarbeit der verschiedenen staatlichen Behörden und Antidoping Schweiz seit dem Inkrafttreten des Sportförderungsgesetzes im Oktober 2012.
Gegen diese Entscheide können die Parteien sowie die betroffenen internationalen Verbände und die WADA innert 21 Tagen seit Eröffnung beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) in Lausanne Rekurs einlegen.
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