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Ende 2019 gingen Bilder der Revolte in Chile um die Welt. Nach einer Erhöhung der Metro-Fahrpreise demonstrierten Hunderttausende Menschen wochenlang, ehe der Ausbruch der Corona-Pandemie dem Ganzen ein Ende setzte. Ein Jahr später stimmten bei einem Referendum 78 % der Chilen*innen für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Es gab viel Euphorie und Aufbruchsstimmung. Letzten Herbst folgte dann der Dämpfer: Eine Mehrheit lehnte den äusserst progressiven Verfassungsentwurf ab. Dieser sah ... >
Es wäre die wohl fortschrittlichste Verfassung der Welt gewesen: Sie räumte der indigenen Bevölkerung umfassende Autonomierechte ein, wirtschaftliche Entwicklung hätte nicht mehr auf Kosten der Natur geschehen dürfen und Chile hätte sich verabschieden müssen von seiner neoliberalen Doktrin. Diese geht zurück auf den Diktator Augusto Pinochet, der von 1974 bis 1990 im südamerikanischen Land an der Macht war. Er verwandelte Chile in ein «Labor des Neoliberalismus» - unter ihm wurde der Sozialstaat ... >
Die Türkei nach dem "Evet" - Mit rund 51 % Ja-Anteil stimmte die türkische Bevölkerung äusserst knapp für ein neues politisches System, weg von der Republik hin zum Präsidialsystem. Mit dem Verfassungsreferendum hat der autokratische Präsident Recep Tayyip Erdoğan seine Macht zwar erneut zementiert, als Sieg sollte er das Resultat trotzdem nicht verbuchen. Über den Abstimmungssonntag, die Manipulationsvorwürfe und ... >
Das türkische Verfassungsreferendum wird in gut zweieinhalb Wochen ausgezählt - in der türkischen Botschaft in Bern sind seit gestern die Urnen geöffnet, wir waren vor Ort. Dann erzählt uns eine griechische Journalistin, was mit dem Service Public passiert, wenn Behörden Radio- und Fernsehsender schliessen. Und in unserer Rubrik Bärner Gringe besucht uns heute Gerhard Goebel.