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Das Mentorat von Daniel Goetsch sollte Martina Widorski beim Schreiben der Erzählung "Der böse Wind" helfen, die Figuren zu verlebendigen und die geeignete Form zu finden.
"Der böse Wind" erzählt eine Geschichte über die Frauen dreier Generationen: Grossmutter Matilda wächst in grösster Armut in Süditalien auf und beschliesst, dem Elend nach Norden zu entfliehen. Sie findet Anfang der 50er Jahre gemeinsam mit ihrem Mann Arbeit in der Schweiz, doch Tochter Antonia ist ein Clandestini - ein verbotenes Kind, das sich verstecken muss und keine Schule besucht. Später spaltet die Schwarzenbach-Initiative das Land, der Hass gegenüber den Italienern ist so gross wie nie zuvor, doch davon weiss Enkelin Fanny nichts. Sie wächst in den 80ern in der Schweiz auf und zieht später aus freien Stücken nach Berlin. Eines Tages kommt ein Anruf und sie wird gezwungen, sich mit der Geschichte ihrer Familie auseinanderzusetzen. "Der böse Wind" erzählt von Immigration, von Liebe und Hass, aber auch von der Kraft der Verheissung für ein besseres Leben.