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Gasthaus Sonne
Zu einem rechten Dorf gehört eine Gastwirtschaft. Ueken besass schon im 18. Jahrhundert eine kleine Schenke. Die österreichischen Behörden konnten sich aber nie durchringen, dieser Wirtschaft das volle Tavernenrecht zu verleihen, zu heftig war der Widerstand der benachbarten Herznacher Wirte. Während des Ausbaus der Staffeleggstrasse beantragte Damian Birin 1805 beim Kanton das Tavernenrecht für seine Schenke. Mit dem Argument, Ueken sei zu klein für einen Gasthof, lehnte die Regierung das Gesuch ab. Doch Birin gab nicht auf und legte Rekurs ein. Dabei schrieb er nach Aarau, dass zu einem Dorf eine Taverne gehöre, und bemerkte, dass auch Niederzeihen, eine Gemeinde die in jeder Hinsicht gegen Ueken unbedeutend erscheint, und sozusagen ausser der Welt liegt, kürzlich eine Taverne erhalten habe. Diese gegenüber der Nachbargemeinde nicht gerade schmeichelhaften Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, denn kurze Zeit später erhielt Birin vom Kleinen Rat das Tavernenrecht für die "Sonne".
Da in Ueken wie in den umliegenden Gemeinden im 19. Jahrhundert intensiv Rebbau betrieben wurde, konnten einst entlang der Hauptstrasse mehrere Eigengewächswirtschaften ihren Wein anbieten. Auch heute wird in Ueken wieder ein weitherum geschätzter Tropfen gehegt und gepflegt.