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Hexenringe
(Elfentanzplätze, Feenringe, engl. Fairy-rings, franz. Cercles de fées), kreisförmige Stellen auf Wiesen und Angern, auf denen der Graswuchs entweder ganz fehlt, oder üppiger auftritt als ringsumher, in der englischen und deutschen Volksanschauung durch die Mondscheintänze der Elfen, Feen oder Hexen an den betreffenden Stellen erzeugt. Über die Entstehung derselben war man lange im Zweifel und glaubte, sie entstünden durch Blitzschläge in den Boden; sie rühren aber von verschiedenen Arten des Blätterpilzes (Agaricus) her, welche die Eigentümlichkeit zeigen, sich in mehr oder weniger regelmäßigen Kreisen oder Ringen auszubreiten, je nachdem der von ihnen eingeschlossene Nährboden sich erschöpft, und dann erst pflanzenlos, später, von den absterbenden Pilzmassen gedüngt, üppig grünend erscheint.
Die Erscheinung erklärt sich also einerseits aus dem Vermögen der Pilze, [* 2] den Stickstoffgehalt eines gut gedüngten Bodens unter Verdrängung der andern Pflanzen schnell zu assimilieren, andernteils aus dem beständigen zentrifugalen Fortwachsen des Myceliums im Boden, wobei Kreise [* 3] bis über 10 m im Durchmesser entstehen, deren innerer Teil sich neu begrünt. Sie werden vorzugsweise von Agaricus campestris L., A. oreades Bolt. und andern Arten hervorgebracht und bilden namentlich in den feuchten englischen Parken und Wäldern eine sehr auffallende Erscheinung.