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Erst- bis Drittklässler und Schüler, die sich auf ihre Hochschul-Aufnahmeprüfungen vorbereiten, kehren in Gruppen von bis zu 17 Schülern in den Unterricht zurück.
von Naama Barak, ISRAEL21c
Fast eine Million israelische Kinder kehren in dieser Woche in die Schule zurück, nachdem sie über anderthalb Monate zu Hause in der von Israel zur Bekämpfung des Coronavirus erlassenen Isolation verbracht haben.
Die israelischen Behörden haben beschlossen, die Kinder schrittweise wieder in den Präsenzunterricht an Schulen einzuführen. Hinter diesem Schritt steht die Absicht, die Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betreffend des Coronavirus aufrechtzuerhalten. Das bedeutet, dass zu den 960.000 Kindern, die in dieser Woche in die Schule zurückkehren, nicht alle Kinder aus allen Klassen oder Gemeinden gehören.
Stattdessen sind fast 500.000 Erst- bis Drittklässler die ersten, die in ihre Klassenzimmer zurückkehren. Sie lernen fünf Stunden pro Tag, fünf Tage pro Woche in Gruppen von bis zu 17 Kindern. Vor dem Ausbruch des Coronavirus hatte der Unterricht in grösseren Klassen und während sechs Tagen pro Woche mit längerer Präsenzzeit stattgefunden.
Zu diesen 500.000 Erst- bis Drittklässlern gesellen sich etwa 200.000 Elf- und Zwölftklässler, die sich ebenfalls in Gruppen von bis zu 17 Lernenden auf ihre bevorstehenden Immatrikulationsprüfungen vorbereiten. Die Schüler der vierten bis 10. Klassen bleiben zu Hause, bis die Behörden die Ergebnisse der ersten Wiedereinführungswelle als zufriedenstellend einstufen können.
Vorschulkinder bleiben vorerst zu Hause
Die Sonderschulen werden in dieser Woche rund 80.000 Schüler im Alter von drei bis 21 Jahren aufnehmen und sich damit den 60.000 Sonderschülern anschliessen, die zu einem früheren Zeitpunkt bereits in den Unterricht zurückgekehrt waren. Auch an den Sonderschulen wird der Präsenzunterricht gekürzt.
Im getrennten ultra-orthodoxen Schulsystem werden in dieser Woche 127.000 Schülerinnen und Schüler der siebten bis 12. Klasse an die Schulen zurückkehren. Jüngere Schüler werden zu Hause bleiben. Auch die Vorschulkinder im ganzen Land bleiben vorerst zu Hause.
Nicht alle Gemeinden und regionalen Behörden öffnen ihre Schulen. Tel Aviv, Haifa, Bnei Brak und alle arabischen Kommunalbehörden halten ihre Schulen geschlossen. Zu diesem Entschluss kamen einige Gemeinden aus Sorge um ein erhöhtes Risiko in ihrem Gebiet, während andere erklärt haben, dass sie nicht genug Zeit hatten, sich auf die Wiedereröffnung vorzubereiten.
Zu diesen Vorbereitungen gehört unter anderem die Erfassung von Lehrpersonen, welche aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes selbst einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Ausfälle unter Lehrkräften mit kleinen Kindern, die ihr Zuhause nicht verlassen können, sowie die Desinfektion von Schulen und die Aufstellung alternativer Stundenpläne sind weitere Gründe, die eine Schulöffnung erschweren oder verunmöglichen.