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Nachdem die Wärter des Gefängnisses La Reforma in San Rafael de Alajuela auf das verdächtige Tier aufmerksam geworden waren, hatte es sich erst einmal aus dem Staub gemacht und im Abwasserkanal verkrochen. «Es hat uns viele Probleme bereitet», sagte Bertozzi. Den Wärtern blieb deshalb nichts anderes übrig, als zu warten.
Als sich die Katze schliesslich zeigte und von den Sicherheitsleuten gefangen werden konnte, erhärtete sich der Verdacht gegen die vierbeinige Schmugglerin. Auf dem Rücken der Katze war ein Säckchen befestigt, in dem sich zwei Handys samt Ladekabel und SIM-Karten verbargen.
Die Behörden in Costa Rica hatten sich zuletzt besorgt über die Präsenz von Mobiltelefonen in den Gefängnissen des Landes gezeigt. Die Handys werden meist für Kleinkriminalität verwendet. Dass Tiere als Boten für Häftlinge verwendet werden, ist überdies nicht neu. Im Jahr 2015 war im Gefängnis La Reforma eine Taube aufgegriffen worden, an deren Beinen Drogen befestigt waren.