Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/131967

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss meiner überwiesenen Motion 10.3124, "Waldbewirtschaftung für das Klima statt masslose Reservatsziele", wird der Bundesrat beauftragt, geeignete Massnahmen zu ergreifen, um dafür zu sorgen, dass die Fläche des Wirtschaftswaldes nicht weiter dezimiert wird. Nun droht mit den in unserem naturnahen Wald unnötigen Begehrlichkeiten der Biodiversitätsstrategie eine weitere Dezimierung.</p><p>- Wie viel Wald wird tatsächlich bewirtschaftet?</p><p>- Auf welchem Flächenanteil wurde in den letzten 30 Jahren tatsächlich Holz geerntet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat will die unterschiedlichen und oft auseinandergehenden Ansprüche der Gesellschaft an den Schweizer Wald miteinander in Einklang bringen. Dazu hat er eine integrale Waldpolitik ausarbeiten lassen und im Jahre 2011 die Waldpolitik 2020 gutgeheissen. Eines der Ziele ist dabei auch, das Holznutzungspotenzial unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit möglichst auszuschöpfen. Dazu müsste die heutige Nutzung um rund einen Sechstel erhöht werden. Das müsste vor allem in den Gebirgs- und Privatwäldern geschehen, wo das Potenzial am grössten ist. Auch die angestrebten Waldreservatsziele sind in der Waldpolitik 2020 enthalten. Sie basieren auf einer Vereinbarung mit den Kantonen aus dem Jahre 2002 und sind seither nicht verändert worden. Die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie ist mit der Waldpolitik 2020 kongruent. Der Anteil der regelmässig bewirtschafteten Waldflächen liegt in der Schweiz gemäss dem 3. Landesforstinventar bei 65 Prozent, der Anteil der nichtbewirtschafteten Waldfläche liegt bei 18 Prozent. Der Rest von 17 Prozent gilt als selten bewirtschaftet. </p>