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Da ist eine grosse Dringlichkeit, wenn Iris Szeghy über ihre Werke spricht. Zum Beispiel über «Stabat mater» von 2014: Es sei eine Metapher für jede Mutter der Welt, die ihr unschuldiges Kind durch gesellschaftliche Gewalt verloren habe. Iris Szeghy ist mutig mit der Auswahl der Themen für ihre Werke. Und die Dringlichkeit ist denn in ihrem Stabat Mater auch zu hören: Im letzten Satz liest die Sopranistin im Wechsel mit einem Klagegesang die Namen von Opfern, die in den letzten Jahrhunderten willkürlich wegen gesellschaftlich-politischer Umstände zu Tode kamen.
Andere Werke der aus der Slowakei stammenden Komponistin sind leiser und poetischer, etwa «im Park meines Vaters» für Orchester von 2015: Eine Art Porträts von sechs verschiedenen Bäumen, in Erinnerung an den verstorbenen Vater von Iris Szeghy, der Astronom und Botaniker war.