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Nach letzten Umfragen kann das Bündnis bei der Parlamentswahl am Sonntag zweitstärkste Kraft hinter den regierenden Konservativen von Ministerpräsident Mariano Rajoy werden. Die Regierungsbildung dürfte aber erneut schwierig werden, schon nach der vergangenen Wahl im Dezember war sie gescheitert. Mit ersten Trends wird nach Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr gerechnet.
Bis zum Mittag gaben 36,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, exakt ebenso viele wie bei der letzten Wahl im vergangenen Dezember. Dies galt als starker Wert, weil allgemein eine niedrigere Beteiligung bei der Wahl nur ein halbes Jahr nach der letzten Abstimmung erwartet worden war.
Den Umfragen zufolge steht ein politisches Patt bevor, da weder die Konservativen noch das linke Lager eine tragfähige Koalition formen können. Rajoy und seiner konservativen Volkspartei werden rund 30 Prozent der Stimmen vorhergesagt. Der mögliche Koalitionspartner, die liberale Ciudanos, dürfte demnach zu schwach werden, um eine absolute Mehrheit im Parlament zu erreichen. Dem Bündnis Unidos Podemos werden 25 Prozent der Stimmen vorausgesagt, womit sie die Sozialisten auf Platz drei verdrängen würden. Ein Bündnis der beiden, unterstützt von einer kleineren Regionalpartei, könnte theoretisch zwar eine absolute Mehrheit der Sitze erzielen. Allerdings gilt dieses wegen der unmittelbaren Konkurrenz von Sozialisten und Podemos um die gleichen Wählerschichten als unwahrscheinlich. Als eher möglich gilt daher eine Koalition aus Konservativen und Sozialisten.
(Reuters)