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Ölpreise sinken wieder 24.02.2015
Am Dienstag sind die Ölpreise leicht gesunken. Am Vortag gab es im Verlauf des Tages starke Verluste zu verbuchen. Ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete am Morgen 58.84 US-Dollar. Das waren sechs Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 26 Cent auf 49.16 US-Dollar.
Als Grund für die Verluste wird im Handel das anhaltende Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt genannt. Die Lagerbestände in den USA befinden sich weiterhin auf einem Rekordhoch. Ausserdem haben die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ihre Ölproduktion nach wie vor nicht gekürzt.
Einige Analysten gehen deshalb nicht davon aus, dass die Ölpreise in der nächsten Zeit auf ein hohes Preisniveau zurückkehren werden. Im Sommer 2014 kostete ein Fass Brent-Öl noch fast 115 US-Dollar. Die rasante Talfahrt der Ölpreise wurde durch das hohe Angebot bei gleichzeitig tiefer Nachfrage verursacht. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) werden heute täglich rund 1.5 bis zwei Millionen Fass Öl mehr gefördert, als vom Markt benötigt. In der Volksrepublik China, dem weltweit grössten Ölimporteur, sinkt die Nachfrage konjunkturbedingt.
In den US-Lagern ist der Anstieg der Ölreserven sichtbar: pro Woche erhöhen sich die Bestände um mehr als sieben Millionen Fass. Laut dem Rohstoff-Experten Carsten Fritsch von der Commerzbank könnte der Preis für WTI-Öl deshalb auf einen neuen Tiefststand unterhalb von 45 US-Dollar fallen. Jedoch sei auch eine Kehrtwende infolge der Investitionskürzungen zu erwarten. In den USA hat sich die Anzahl der aktiven Ölbohrungen bereits verringert. Die Auswirkungen, wie eine Reduzierung der Ölfördermengen und schliesslich der Ölreserven, würden sich in der zweiten Jahreshälfte bemerkbar machen.
Asoka Wöhrmann von der Deutschen Asset & Wealth Management rechnet mit einem Rückgang der Investitionen für die Schieferölförderung von rund 40 Prozent. Seit dem Jahreswechsel häufen sich solche Meldungen der Ölkonzerne wie auch Stilllegungen der Ölbohrtürme in den USA. Wöhrmann geht von einem weiterhin turbulenten ersten Quartal aus, in dem der WTI-Preis unter 40 US-Dollar fallen kann – danach könne er sich bis auf 65 US-Dollar erholen.
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Stand: 24.02.2015, nächstes Update: 25.02.2015
Die Marktnews beziehen sich auf die Entwicklung der Rohölpreise. US-Rohöl gilt als Referenzprodukt. Die Entwicklung dieses Produkts dominiert in der Regel auch die Preise für Heizöl, Diesel und Benzin. Die effektive Preisentwicklung in der Schweiz kann aufgrund von Einflussfaktoren wie Transportkosten, Rheinfrachten oder Dollarkurs jedoch abweichen.
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