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Nach dem erneuten Murgang vom Freitagnachmittag im Val Bondasca, der das Dorf Bondo erreichte, haben am Samstag in gewissen Teilbereichen die Sicherungsarbeiten wieder begonnen. Die Suche nach den acht Vermissten konnte indes noch nicht wieder aufgenommen werden.
Dies sagte Roman Rüegg, Sprecher der Kantonspolizei Graubünden, am Morgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Im Verlauf des Vormittags werde eine Lagebeurteilung durchgeführt. Danach werde entschieden, wie es mit der Rettungsaktion weitergeht. Aktuell würden nur «nötigste Sicherungsarbeiten» unten im Tal vorgenommen, etwa um Gelände zu sichern.
Nach dem Felssturz und Murgang vom Mittwoch hatte am Freitag ein weiterer Murgang das Dorf im südbündnerischen Bergell erreicht. Einige Bewohner, die kurz zuvor vorübergehend zu ihren Häusern gelassen worden waren, mussten erneut in Sicherheit gebracht werden. Verletzte gab es bei diesem Murgang nicht.
Glimpflich verlief der Abgang eines Wasserschwalls gegen 21 Uhr, wie Rüegg zu einer Information von Radio SRF sagte. Im Vergleich zu den Ereignissen davor sei der Wasserschwall aber «nicht relevant».
Am Mittwochvormittag hatte sich eine gewaltige Felsmasse vom 3369 Meter hohen Piz Cengalo, der an der Grenze zu Italien steht, gelöst. Vier Millionen Kubikmeter Gestein donnerten ins Val Bondasca, einem Seitental des unteren Bergells. Vermisst werden seither acht Personen, vier Deutsche aus Baden-Württemberg, zwei Personen aus der Steiermark in Österreich und zwei Berggänger aus dem Kanton Solothurn. (sda)