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Würde man für das Jahr 2021 eine Liste mit allen Ländern erstellen, die von internen politischen Konflikten geprägt sind, müsste man wohl duzende Namen aufzählen. Zwei davon wären Belarus und Myanmar.
Diese beiden Staaten trennt nicht nur eine grosse geographische Distanz, auch ihre Kultur, Vergangenheit und sozialen Voraussetzungen könnten nicht unterschiedlicher sein. Einzig interne Konflikte und politische Instabilität vereinen die beiden.
Belarus
Belarus - früher Weissrussland - zog im letzten Jahr aufgrund vieler Proteste, grosser politischer Unruhe und Vorwürfen der Menschenrechtsverletzung ein grosses mediales Interesse auf sich. Im Mittelpunkt all dessen steht ein Mann, der Belarus seit mehr als 25 Jahren mit eiserner Hand führt: Alexander Lukaschenko. Als im Sommer 2020 seine Wiederwahl zum Präsidenten wegen ernstzunehmender politischer Konkurrenz ins Wanken geriet, beschloss dieser kurzerhand einen Grossteil seiner Gegenkandidaten zu verhaften. Dies war der Anfang einer riesigen Protestwelle, die bis heute anhält.
Myanmar
Myanmar - fürher Burma genannt - gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und blickt auf eine lange und schwierige Vergangenheit mit ihrem Militär zurück. Seit ihren ersten als frei anerkannten Wahlen im Jahr 2015 war die Hoffnung gross, dass die Demokratie auch in Myanmar Fuss fassen würde. Eine Hoffnung, die mit dem Militärputsch des 1. Februars 2021 einen grossen Dämpfer verpasst bekam. Seit jeher stehen Proteste, militärische Gewalt und Verzweiflung an der Tagesordnung.
Wie sieht die Gegenbewegung in Belarus heute aus? Wie konnte es in Myanmar zu solch einem Militärputsch kommen? Und wie sieht die Situation in beiden Ländern heute aus?