Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03607.jsonl.gz/467

Meine Standorte
Wie anhand des Namens meiner Seite zu vermuten ist, pflege ich meine Orchideen hauptsächlich auf den Fensterbänken unseres Reihenhauses. Im Büroraum im Kellergeschoss habe ich noch eine Vitrine.
Wohnzimmerfenster
Das Fenster ist gegen Westen ausgerichtet. Darüber befindet sich ein Balkon, so dass die Pflanzen erst am späteren Mittag etwas Sonne bekommen. Das Fensterbrett wurde auf mehr als das Doppelte verbreitert, um mehr Platz zu haben. Die Pflanzen stehen auf Kunststoffschalen, in welche das überschüssige Wasser abtropfen kann. Früher habe ich die Schalen mit Wasser gefüllt, um die Luftfeuchtigkeit lokal zu erhöhen. Da das Wasser in den Schalen aber mit der Zeit unangenehm riecht, sich darin Bakterien und Springschwänze ansiedeln, und die Schalen mühsam zum Reinigen sind, habe ich aufgehört, diese mit Wasser zu füllen. Im Winter wird im Wohnraum ein Luftbefeuchter betrieben, um die Feuchtigkeit im Wohnraum auf 50 % bis 60 % zu erhöhen. Unter dem Fensterbrett sieht man eine Elektrospeicherheizung. Da diese Fensterbank im Wohnbereich liegt, herrschen das ganze Jahr über relativ konstante Bedingungen. Pflanzen, welche zur Blühinduktion eine kühle Ruhephase benötigen, kommen hier nicht zur Blüte. Am oberen Bildrand sieht man drei LED-Spots, welche in der Winterzeit als Zusatzbeleuchtung dienen. Diese haben jeweils eine Leistung von 8 W, so dass die Gesamtleistung der Beleuchtung nur 24 W beträgt. Wie weit diese Beleuchtung einen positiven Effekt auf das Wachstum der Orchideen hat, ist schwer abzuschätzen, sie beleuchtet aber das Fensterbrett mit den blühenden Orchideen, was ein schönes Bild gibt. Dies ist mein Hauptstandort für die Pflege von Orchideen. Die anderen Standorte sind eher "Ausweichstandorte" für besondere Fälle.
Schlafzimmerfenster
Dieses Fenster ist gegen Osten gerichtet, und die Pflanzen erhalten etwas Morgensonne. Die Pflanzen stehen in Kunststoffschalen, die ich nicht mehr mit Wasser fülle. Unter dem Fensterbrett hat es auch hier eine Elektrospeicherheizung. Da der linksseitige Fensterflügel meist gekippt ist, passt sich die Temperatur auf dieser Fensterbank stärker der Aussentemperatur an. Durch die darunter liegende Heizung und den in der Nacht herunter gelassenen Rollladen, sinkt die Temperatur in den Winternächten aber nicht auf gefährlich tiefe Werte ab. Pflanzen welche auf der Wohnzimmerfensterbank nicht gut wachsen, da sie kühlere Bedingungen bevorzugen, landen auf dieser Fensterbank. Auch Pflanzen, welche zur Blühinduktion kühlere Bedingungen brauchen, werden vorübergehend hier platziert. Ich kaufe nie bewusst Pflanzen für diesen Standort! Bei Hybriden, welche man kauft oder erhält, sind die Standortansprüche aber nicht immer so einfach ersichtlich, so dass sich immer wieder einmal eine Pflanze, die sich im kühleren Bereich wohler fühlt, bei mir einschleicht.
Vitrine
Es ist eigentlich ein Terrarium, welches ich als Vitrine benutze. Die Beleuchtung habe ich innen montiert, um mehr Licht und grössere Tag-/Nacht-Temperaturunterschiede zu erhalten. Die zwei Leuchtstoffröhren werden jährlich ausgewechselt. Damit die Lichtstärke beim Auswechseln der Röhren nicht zu stark ändert, ersetze ich die beiden Röhren um ein halbes Jahr versetzt. Als Untergrund habe ich eine Schicht Blähton eingebracht. Überflüssiges Wasser fliesst in den Blähton und erhöht die Luftfeuchtigkeit etwas. Da das Terrarium zur Belüftung vorne-unten und hinten-oben über die ganze Breite Lochblechstreifen eingebaut hat, ergibt sich darin eine Luftströmung, so dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird und keine stehende Luft entsteht.
Wenn man ein Gefäss ohne oder mit zu wenigen Lüftungsöffnungen als Vitrine verwenden will, z.B. ein Aquarium, muss man dafür sorgen, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist, da dies zu Problemen mit Pilz- und/oder Bakterienbefall führen kann. Dies erreicht man z.B. durch Zwangsbelüftung mit einem Ventilator.