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Linnell,
John, engl. Landschafts- und Porträtmaler, Nestor der jetzigen Künstler, geb. zu London, wurde schon 1805 Schüler von John Varley, stellte mit 15 Jahren in der Akademie sein erstes Bild aus, erhielt 1807 für eine Zeichnung nach dem Leben eine Medaille und 1809 einen großen Preis für eine Landschaft. Auch in den folgenden Jahren bis 1821 widmete er sich meistens der Landschaft (Ansichten aus Wales u. dgl.), dann aber griff er auch zum Porträt und zeichnete sich hierin durch einen breiten, meisterhaften Vortrag und kräftiges Kolorit aus, z. B. in den Bildern seiner eignen Kinder (1825, Miniatur auf Elfenbein), seiner Kunstgenossen Calcott, Mulready und Philips, des ältern Sterling, des Schriftstellers Thomas Carlyle (1844), Sir Robert Peels und des Lords Landsdowne.
Von 1840 an folgten fast nur Landschaften, die selbst in seinen wenigen religiösen Bildern als Hauptsache erscheinen. Es sind meistens großartig-poetische, stark bewegte Naturscenen von voller Naturwahrheit, mit breitem Pinsel gemalt, meisterhaft besonders in Licht und Luft, z. B. die in der Nationalgallerie zu London befindlichen: Windmühle und eine Waldpartie mit Holzhauern, ebenso der Abend vor der Sündflut (1848), Rückkehr des Odysseus (1849), unter dem Weißdorn, Christus und die Samariterin, der ungehorsame Prophet, der letzte Sonnenstrahl vor dem Sturm, und noch aus dem letzten Decennium: vor Kummer eingeschlafen, das Obdach, die Furt, der nahende Sturm, der Herbst (1877) und die Heide (1878). Die ihm angebotene Mitgliedschaft der Akademie lehnte er ab. - Von seinen drei Söhnen, die fast in denselben Fächern malen wie der Vater, sind die bekanntesten James Thomas und William L.