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Das Schweizer Flugsicherungsunternehmen Skyguide will 2010 die - Vernetzung seiner Standorte in Zürich und Genf vorantreiben. Ziel ist es, den gesamten Luftraum zeitweise von nur einem der beiden Zentren aus überwachen zu können.
Wie Skyguide-Geschäftsführer (CEO) Daniel Weder anlässlich der Bilanzmedienkonferenz am Mittwoch in Wangen-Brüttisellen ausführte, sollen dafür die beiden Standorte technologisch gleich ausgerüstet werden. Diese enge Vernetzung bezeichnet Skyguide als "Virtual Center".
Langfristig schwebt Weder und Skyguide-Verwaltungsratspräsident Guy Emmenegger eine technische Plattform vor, die möglichst an mehreren europäischen Flughäfen eingeführt werden sollte. Damit könnte beispielweise mit den Flugüberwachungen in München (D) oder Reims (F) gleich eng zusammengearbeitet werden, wie zwischen Genf und Zürich.
Das "Virtual Center" in der Schweiz soll entstehen, weil ein neues Flugsicherungszentrum im Raum Basel in Zusammenarbeit mit Deutschland und Frankreich nicht zustandekommt.
Kaum Wachstum
Skyguide hat 2010 über der Schweiz und einem Teil des angrenzenden ausländischen Luftraums 1,16 (2009: 1,15) Millionen zivile und militärische Flüge überwacht. Die Zahl der überwachten Flüge stieg lediglich um 0,8 Prozent. Laut Emmenegger und Weder war das die Folge der Flugverkehrsruhe wegen des Vulkanausbruchs auf Island.
Zudem hätten diverse Streiks und auch Schneestürme auf ausländischen Flughäfen ein stärkeres Wachstum des Flugverkehrs verhindert. Skyguide erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von 365 (362,6) Millionen Franken. Der Betriebsaufwand belief sich auf knapp 376,7 (371,7) Millionen Franken, woraus ein Defizit von 11,9 (9,1) Millionen Franken resultierte.
Dieses sei vor allem durch die für Skyguide nicht kostendeckende Flugsicherung für die Regionalflugplätze sowie durch Währungsverluste entstanden, sagten die Skyguide-Verantwortlichen. Zumindest hinsichtlich der Regionalflugplätze ändert sich die Situation bereits 2011.
Dank Gesetzesänderungen rechnet Skyguide dieses Jahr mit einer Abgeltung von 26 bis 27 Millionen Franken. Damit sollen die in den letzten Jahren angesammelten Defizite abgetragen werden.
SDA-ATS