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fotoCH ist eine Online-Publikation, die über die historische Fotografie in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein informiert. Sie besteht aus einem biografischen Lexikon der Fotografinnen und Fotografen und einem Repertorium der fotografischen Archive und Nachlässe.
Das Lexikon gibt Auskunft über Fotografinnen, Fotografen, Fotografenfamilien und Arbeitsgemeinschaften sowie über Fotografenvereine, -gruppen oder -verbände. Ebenfalls erfasst sind relevante Wissenschaftler in den Bereichen Fotografie und Fotografiegeschichte oder Hersteller von fotografischem Bedarfsmaterial.
Das Repertorium informiert über fotografische Bestände, die in Archiven, Bibliotheken, Museen oder andern privaten oder öffentlichen Sammlungen untergebracht sind.
fotoCH wird vom Büro für Fotografiegeschichte Bern herausgegeben, betreut, laufend aufdatiert und erweitert. Umfang und Dichte der Daten richten sich nach dem aktuellen Forschungsstand. Die Daten werden vervollständigt, so rasch es die zur Verfügung stehenden Mittel erlauben. Da fotoCH keine Bilddatenbank beinhaltet, können keine Bilder recherchiert werden.
Zum Zielpublikum von fotoCH gehören Fachleute und interessierte Laien.
Das Lexikon weist ungefähr 13’000 Einträge auf. Sie betreffen Personen, Firmen, Gruppen, Verbände oder Vereine. Diese sind entweder in der Schweiz, resp. im Fürstentum Liechtenstein geboren oder gegründet worden oder waren beziehungsweise sind in diesen beiden Ländern tätig. Die Berücksichtigung im Lexikon verdanken sie zudem mindestens einem der folgenden Kriterien:
- professionelle Ausbildung und Tätigkeit oder die kommerzielle Ausübung der Fotografie;
- ästhetische Relevanz der Fotografien;
- dokumentarische Erheblichkeit der Fotografien innerhalb soziokultureller oder wirtschaftlicher Zusammenhänge.
Das Lexikon deckt die Zeitspanne seit dem Aufkommen der Fotografie (um 1840) bis zur Gegenwart ab. Bei zeitgenössischen Fotografinnen und Fotografen erfolgt die Aufnahme auf Grund einer nachweisbaren öffentlichen Aktivität und Resonanz.
Wissenschaftler und Sammler, die grundlegende Arbeiten zur Entwicklung der Fotografie oder zu ihrer Geschichte geleistet haben, werden ebenfalls verzeichnet.
Neben der bestehenden, publizierten Literatur berücksichtigt fotoCH Daten folgender Herkunft:
- Archiv des Schweizerischen Fotografen-Vereins (Staatsarchiv des Kantons Bern);
- Memoriav: Datenbank der «Etude sur l’état des collections photographiques en Suisse»;
- Archiv des Büros für Fotografiegeschichte Bern;
- Archive der Autorinnen und Autoren.
Der Einstieg ins Lexikon erfolgt über eine alphabetische Namensliste, von der aus es auch einen Zugang zur Suchmaske gibt. Im Lexikon kann sowohl über eine einfache Suche (Name, Vorname, Arbeitsort und -jahr und Volltextsuche) als auch über die erweiterte Suche (alle Felder ausser Umfeld, Literatur und Ausstellungen) gesucht werden.
Die Suche nach dem Arbeitsort und jene nach Arbeitsjahren ergeben gruppierte Listen der Fotografinnen und Fotografen (Name, Vorname, Arbeitsort und -jahre). Als erstes werden diejenigen Personen angezeigt, deren Arbeitsphase ungefähr bekannt ist, danach folgen diejenigen, deren Arbeitsphasen nicht bekannt sind. Bei diesen Listen werden die Ergebnisse durch zwei Einschränkungen gefiltert: Erstens wird von einer maximalen Arbeitsphase von 50 Jahren und zweitens von einer maximalen Lebensdauer von 90 Jahren ausgegangen. Alle anderen Suchen ergeben alphabethisch geordnete Listen (Name, Vorname, Lebensdaten werden angezeigt).
Ein Lexikoneintrag enthält neben Personendaten (Name, Geschlecht, Lebensdaten, Heimatort) eine Charakterisierung der Tätigkeit sowie Angaben zu Arbeitsorten mit Jahreszahlen, Umfeld, Biografie, Werk, Beständen, Literatur und Ausstellungen.
Die alphabetische Reihenfolge richtet sich nach dem Familien- oder dem Gruppennamen. Nachgestellte Vornamen sowie Präfixe (de, von usw.) bleiben von der Alphabetisierung ausgeschlossen. Bei Namengleichheit entscheidet das Geburtsjahr über die Reihenfolge der Nennung.
Verschiedene Schreibweisen der Namen, die vor allem im 19. Jahrhundert oft auftreten, sowie Künstlernamen sind ebenso erfasst, so dass eine Person unter allen bekannten Namen und Schreibweisen aufzufinden ist. Bei Frauen wird nach Möglichkeit sowohl der Ledigen- und der Verheirateten-Name wiedergebeben.
Die Lebensdaten umfassen * Geburtdatum und -ort sowie † Todesdatum und -ort, wobei ausländische Geburts- beziehungsweise Todesorte durch das Landeskürzel gekennzeichnet sind. Wenn keine Lebensdaten bekannt sind, wird anhand der bekannten Arbeitsphasen gekennzeichnet, ob die Person gestorben ist oder noch lebt. Dabei wird von einer maximalen Lebensdauer von 100 Jahren und einer maximalen Arbeitsphase von 60 Jahren ausgegangen.
Der Heimatort wird, sofern er bekannt ist, angegeben. Bei Einbürgerungen ist das Datum der Einbürgerung so genau wie möglich aufgeführt.
Bei Firmen, Gruppen, Vereinen und Verbänden sind der Beginn respektive der Zeitraum der Zusammenarbeit sowie der Gründungs- respektive Auflösungsort vermerkt.
Die Tätigkeit der erfassten Person wird zum einen über die Zuordnung zu den Berufsgattungen - eine mehrfache Zuschreibung ist möglich - und zum anderen über die Zuweisung von Bildgattungen vorgenommen - auch hier sind Mehrfachnennungen möglich. Zudem sind weitere gelernte oder ausgeübte Berufe angefügt.
Die Berufsgattung bezeichnet die genauere fotografische Tätigkeit. Folgende Berufsgattungen sind aufgeführt:
Fotograf, Atelierfotograf, Wanderfotograf, Amateurfotograf, Fotofachhandel, Fotofachlehrer, Fotohaus, Fotoreporter, Werkfotograf, Labor/Print, Fotofabrikant und Kolorist. Über die Berufsgattungen werden zudem Firmen, Agenturen, Verein/Verbände und Gruppen sowie Wissenschaftler und Sammler als solche kenntlich gemacht.
Der Tätigkeitsbereich wird zudem über folgende Bildgattungen genauer umrissen: Personen, Reportage, Presse, Porträt, Ortsbild, Architektur, Landschaft, Natur, Bergfotografie, Flugaufnahme, Gewerbe, Industrie, Tourismus, Landwirtschaft, Tiere, Sachaufnahme, Reproduktion, Werbung, Mode, Firmenporträt, Sport, Unfall/Katastrophe, Verkehr, Militär, Ethnologie, Archäologie, Medizin, Kriminologie, Musik, Theater, Kunst, Literatur, Piktorialismus, Kunst mit Fotografie, Alltag, Akt, Film, Dokumentation, Multivision, Reise, private und wissenschaftliche Fotografie.
Die verschiedenen Arbeitsstationen sind chronologisch aufgeführt und mit möglichst genauen Zeitangaben versehen. Die Arbeitsorte sind mit zugehörigen Kantons- (AI, AG, BE, AR usw.) oder Landeskürzeln (z.B. DEU, FRA, ITA) gekennzeichnet.
In der Rubrik Umfeld sind die Beziehungen zu anderen im Lexikon erfassten Personen, Firmen und Gruppen sowie die Mitgliedschaft in Vereinen und Verbänden vermerkt. Als erstes werden die Geschäftsnachfolgen angegeben, danach sind die Lehrverhältnisse, dann die Arbeitsverhältnisse gefolgt von den verwandtschaftlichen Beziehungen und schliesslich die Mitgliedschaften aufgeführt. Durch das Anklicken der angeführten Namen kann der Eintrag zur der jeweiligen Person, Gruppe, Firma, Verein oder Verband angesehen werden. Mit der Verlinkung der Einträge können die verschiedenen Beziehungen unter Personen nachvollzogen werden.
Die biografischen und werkkritischen Abschnitte sind von den Autorinnen und Autoren nach redaktionellen Empfehlungen abgefasst.
Diese Rubrik führt Bestände auf, die öffentlich zugänglich sind. Die Auflistungen sind so vollständig wie möglich. Sie sind jedoch abhängig vom aktuellen Forschungsstand und der Kooperation mit den besitzenden oder verwaltenden Institutionen und Personen und erfolgen deshalb ohne Gewähr. Angeführt sind Namen des Bestandes sowie die beherbergende Institution. Durch das Anklicken des Bestandes erscheinen weitere Informationen zum gesamten Bestand (weitere im Bestand vertretene Fotografinnen und Fotografen, Zeitraum, vertretene Bildgattungen, Umfang, Angaben zu weiteren Materialien sowie den Erschliessungsgrad und die Zugänglichkeit). Der Eintrag zur entsprechenden Institution im Repertorium und damit weitere Angaben zur Institution können vom Bestand aus mittels Anklicken der Institution angesteuert werden.
Befinden sich die Fotobestände noch bei den Fotografinnen und Fotografen oder in privaten Sammlungen, bei denen kein Zugang besteht, wird dies mit dem Vermerk «Privatarchiv» respektiv «Privatsammlung» gekennzeichnet.
Diese Rubrik ist in zwei Bereiche unterteilt: Zum einen in die Primärliteratur, in der die eigenen Publikationen der Fotografinnen und Fotografen respektive der Wissenschaftler erfasst sind, und zum anderen in die Sekundärliteratur, die Angaben zur entsprechenden Person beinhalten. Die Primärliteratur ist chronologisch aufgelistet, so dass die ältesten Schriften zu oberst und diejenigen ohne Jahrzahl am Ende stehen. Die Sekundärliteratur ist alphabetisch geordnet.
Da die Forschungen der Wissenschaftler nur in Bezug auf die Fotografie interessieren, sind im Lexikon nur diejenigen Publikationen aufgenommen worden, die in einem engen Zusammenhang mit der Fotografie stehen.
Die Literaturverzeichnisse beschränken sich auf selbständige Literatur. Ausnahmen sind biografisch relevante Artikel für FotografInnen, für die sonst keine oder nur wenige literarische Quellen vorhanden sind.
Die Ausstellungen sind nach Einzel- und Gruppenausstellungen unterschieden und jeweils chronologisch aufgelistet.
Artikel, die eine Biografie und/oder einen Schaffensbeschrieb beinhalten, sind mit den Namen der Autorinnen und Autoren gekennzeichnet.
Ziel des Repertoriums ist es, einen Überblick über die fotografischen Bestände in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein zu geben. Das Repertorium ermöglicht damit einen leichten ersten Zugang; es ist jedoch nicht die Intention des Repertoriums, detaillierte Informationen über die Bestände zu liefern. Für weiter führende Recherchen sind Kontaktaufnahme mit und Besuch der einzelnen Institutionen unumgänglich.
Das Repertorium von fotoCH führt zurzeit 190 Institutionen und Sammlungen auf, die entweder in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ansässig sind oder bedeutende Sammlungen führen, die Aufnahmen von Schweizer und liechtensteinischen Fotografen enthalten. Dabei werden nicht nur öffentliche Archive oder Museen berücksichtigt, sondern ebenso Firmenarchive und private Sammlungen, soweit sie für die Forschung zugänglich sind. Dementsprechend werden die Privatarchive der Fotografinnen und Fotografen sowie nicht zugängliche Privatsammlungen im Repertorium nicht berücksichtigt.
Die Liste der Institutionen und Sammlungen entstand aus den Recherchen des Büro für Fotografiegeschichte Bern und über die Datenbank der «Etude sur l’état des collections photographiques en Suisse» aus den Jahren 1996-1998, wobei die darin enthaltenen Daten mit Hilfe der jeweiligen Institutionen 2011 bis 2013 auf den aktuellen Stand gebracht und mit weiteren Einträgen ergänzt wurden.
Der Einstieg ins Repertorium erfolgt über eine alphabetisch geordnete Liste der Institutionen, von der aus es auch einen Zugang zur Suchmaske gibt. Die Suche beschränkt sich auf eine Volltextsuche. Die Ergebnisliste erscheint alphabetisch geordnet.
Die Repertoriumseinträge umfassen neben den Institutionsdaten (Name, Art, Adresse, Homepage) Angaben zu Sammlungsgebiet und -zeitraum, Sammlungsgeschichte und eine Sammlungsbeschreibung sowie die Auflistung der Bestände, den Ausstellungen und der Literatur zu den Sammlungen der Institution.
Die Institutionen sind nach ihrem offiziellen vollständigen Namen erfasst.
Das gesamte Sammlungsgebiet wird inhaltlich nur durch die vorgegebenen Bildgattungen bezeichnet. Topografische, technische und weitere inhaltliche Zuordnungen der einzelnen Bestände und Sammlungen werden nicht berücksichtigt. Der Sammlungszeitraum beschreibt ebenso den gesamten Sammlungszeitraum, die Zeiträume der einzelnen Bestände sind unter den jeweiligen Beständen zu finden.
Die einzelnen Bestände der jeweiligen Institution sind alphabetisch mit folgenden Angaben erfasst: Name, Zeitraum und Umfang. Die Angaben zum Zeitraum und zum Umfang des Bestandes sind zumeist ungefähre Grössenordnungen. Über den Doppelklick auf dem gewünschten Bestand erscheinen weitere Angaben (im Bestand vertretene FotografInnen, vertretene Bildgattungen, Angaben zu weiteren Materialien sowie den Erschliessungsgrad und die Zugänglichkeit). Zu den Lexikoneinträgen, der im Bestand vertretenen Fotografen gelangt man durch das Anklicken der Namen, wobei nur die im Lexikon aufgeführten Fotografen aktiv sind. Aufgelistet sind jedoch alle im Bestand vertretenen Fotografen.
Die ausführlichen Artikel enthalten neben den Grunddaten einen Beitrag zur Entstehungsgeschichte und eine Beschreibung und Würdigung der Sammlung, der von den Autorinnen und Autoren nach redaktionellen Empfehlungen, aber aufgrund ihrer Kompetenz in eigenständiger Weise abgefasst sind.
Diese beiden Teile ermöglichen es, die Sammlung als ganze genauer zu charakterisieren, als dies über die Bezeichnung des Sammlungsgebietes und -zeitraums möglich ist.
Die Literaturangaben zu den Institutionen weisen einerseits die eigenen Schriften der Institution (Primärliteratur) und andererseits Literatur über die Institution (Sekundärliteratur) auf. Die Primärliteratur ist chronologisch aufgeführt, so dass zuoberst die älteste Literatur und zuunterst diejenige ohne Jahrzahl steht. Die Sekundärliteratur ist alphabetisch geordnet.
Aufgeführt sind in dieser Rubrik nur Ausstellungen, die einen primären Bezug zu einzelnen Beständen oder zur gesamten Sammlung der Institution haben. Ausstellungen, die nur einzelne Bilder aus der Sammlung umfassten, werden hier nicht berücksichtigt. Die Ausstellungen sind chronologisch aufgelistet, beginnend mit der ältesten.
Die Einträge, die eine Sammlungsgeschichte und/oder einen Sammlungsbeschrieb beinhalten, sind mit den Namen der Autorinnen und Autoren gekennzeichnet.
Auf eine eigene Linkliste wird verzichtet, da in den Einträgen zu den Institutionen und Verbänden die Adressen vorhandener Homepages angegeben sind.
Die Urheberrechte an den im elektronischen Werk fotoCH publizierten Inhalten liegen nach Art. 9ff des Schweizerischen Urheberrechtes (URG) beim Büro für Fotografiegeschichte Bern. Für alle elektronisch publizierten Texte gelten dieselben Regeln wie für eine gedruckte Veröffentlichung. Das heisst, dass alle Veröffentlichungen (off- oder online) unveränderter Artikel oder einzelner Teile von fotoCH nur mit der ausdrücklichen Bewilligung des Büros für Fotografiegeschichte Bern gestattet sind.
Alle vom Büro für Fotografiegeschichte Bern angebotenen Inhalte stehen gemäss den Regeln der wissenschaftlichen Arbeit (siehe Zitierrichtlinien) für den persönlichen Eigengebrauch und die wissenschaftliche Verwendung zur Verfügung.
Links auf die fotoCH-Webseite und auf einzelne Artikel sind erwünscht.
Wir bitten Sie, die Artikel von fotoCH gemäss folgenden Zitiervorgaben zu zitieren:
Name des/der AutorIn, Name des/der Fotografen/in, in: fotoCH online-Lexikon, URL:, Version vom Bearbeitungsdatum, Abfragedatum
Name des/der AutorIn, Name der Institution, in: fotoCH online-Repertorium, URL:, Version vom Bearbeitungsdatum, Abfragedatum
Die Daten von fotoCH können über eine öffentliche API von Applikationen abgefragt werden.
Die Angaben zu unserer API-Schnittstelle finden Sie hier: API-Dokumentation