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|Quelle||Sammlung Rolf Ramseier|
|Art||signierte Fotopostkarte¸ 10x15cm|
|Inhalt||"Dem pflichtgetreuen Richard Vogel zur freundlichen Erinnerung an unsere gute Zusammenarbeit am Bernhard Theater gewidmet Fredy Scheim 27.V. 1954". Aus der umfangreichen Autogrammsammlung des Richard Vogel¸ Mitarbeiter am Schauspielhaus Zürich ab Mitte der 1940er Jahre bis Ende 1970er Jahre.|
Schweizer Schauspieler
* 12.12.1892 Biel BE, † 4.12.1957 Zürich. Eigentlich August Ferdinand Scheim. Ausbildung zum Bautechniker. Erste Anstellung in Marseille. Bei Kriegsausbruch 1914 zurück in die Schweiz, wo S. sofort einrückte. Im Militärdienst tat er sich als Unterhalter und Organisator von Veranstaltungen hervor. Nach der Entlassung aus dem Militärdienst Arbeit als Maurer, Hilfsarbeiter und Provisionsreisender. Erster Bühnenauftritt im Apollotheater in Bern. Erstes Engagement als Varieté-Künstler im Oktober 1916 im Café «Warteck» in Basel unter dem Namen «Zürcher-Fredy». Zuerst trat S. nur am Wochenende auf, dann täglich. Später ging er zusammen mit wechselnden Künstlern auf Tournee, langjähriger Partner war der Chansonnier Fredy Schulz. S. gründete mehrere Kabaretts (1922 «Zur Eintracht» in Luzern, 1925 «Regina» und 1928 Sommervarieté «Löwengarten» in Zürich), mit denen er stets Konkurs ging. 1929 nahm ihn Heinrich Reuther, der Direktor des Corso-Theaters Bern, unter Vertrag: S. bearbeitete eine deutsche Revue («Wenn der weisse Flieder wieder blüht», Premiere: 1.3.1929), mit der er sieben Monate auf Tournee durch die ganze Schweiz ging. Bis 1939 brachte S. weitere 22 Revuen heraus und avancierte zum bekanntesten Zürcher Volksschauspieler. Nach der Mobilmachung 1939 gründete S. ein schweizerisches Volkstheater, mit dem er nachmittags für die Soldaten und abends für das übrige Publikum spielte. S. kreierte die Figur des «Füsiliers Grögli», den er rund 400 Mal spielte, und eine ganze Reihe weiterer Kleinbürgertypen. Die von S. gespielten Dialektschwänke waren meistens Bearbeitungen; als Koautor und ?bearbeiter wirkte bei fast allen Rudolph Bolo Maeglin mit, die Regie führte fast immer Markus Breitner, der auch die Tourneen leitete. 1946–51 war S.s Basis das Casino Aussersihl in Zürich, wo er mehrere Male pro Jahr einen oder zwei Monate lang auftrat. 1952 gab S. am Schauspielhaus Zürich den Kantonsrat Meili für die Reprise von Jakob Bührers «Volk der Hirten», 1955 spielte er in demselben Stück an der Komödie in Basel. Von 1952 an trat S. wiederholt im Bernhard-Theater in Zürich auf; 1955/56 wurde er dort für vier Produktionen engagiert. S. spielte in rund fünfzehn Filmen mit und wirkte teils als Produzent; er war unter anderem Hauptdarsteller im ersten schweizerischen Tonfilm «Bünzli’s Grossstadt-Erlebnisse» (1930)?– den einfältig-schlauen Bauern Bünzli spielte S. auch auf der Bühne und sprach die Rolle für eine Schallplattenaufnahme – und im erfolgreichen Filmschwank «De Hotelportier» (1941). Seine letzte Rolle überhaupt spielte S. kurz vor seinem Tod im Film «Glück mues me ha» (1957). Zirka 1945 erschien S.s Autobiografie «Der Komiker».
Quelle Biografie:

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel von Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach: Freddy Scheim, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1593 und ist verügbar unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).