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(Foto: Bernadette Odiet)
Gross und blond sind die Rinder aus dem Süd-Westen Frankreichs, genauer aus der Region «Nouvelle-Aquitaine». Wenn das mal keine Ansage ist😉. Die Fellfarbe geht von Cremeweiss bis Weizen. Typisch sind auch die rosafarbigen Schleimhäute. Vor hundert Jahren und mehr gab es viele verschiedene blonde Schläge im Süd-Westen Frankreichs. Jedes Tal hatte seine eigene Kuhrasse. Mehrheitlich wurden sie als Zugtiere eingesetzt, dienten aber daneben auch für die Milch- und Fleischproduktion. Mit der Zunahme von Traktoren und anderen Motorfahrzeugen gewann vor allem die Fleischproduktion bei diesen starken und muskulösen Tieren an Bedeutung.
Fellfarben von Cremeweiss bis Weizen – immer mit hellroten Schleimhäuten – das sind die Blonde d’Aquitaine. Auch auf Schweizer Weiden gedeihen sie prächtig. (Foto: Bernadette Odiet)
In den 50er Jahren sollte die französische Landwirtschaft modernisiert und effizienter werden. Es wurde beschlossen, dass die Anzahl einheimischer Rassen reduziert und nur noch drei spezialisierte Fleischrassen erhalten werden sollten. Alle Rassen mit weniger als mindestens einer Million Tiere sollten eliminiert werden. Um ihre «Blonden» am Leben zu halten, schlossen sich die Züchtenden von drei Schlägen zusammen. So entstand aus den Rassen Garonnaise, Quercy und Blonde des Pyrénées – alles Rassen, die selbst bereits aus verschiedenen Schlägen entstanden sind – die neue Rasse Blonde d’Aquitaine. Deren Gründung geht offiziell auf das Jahr 1962 zurück. Mit den Jahren haben sich die Eigenschaften der verschiedenen Ursprungsrassen homogenisiert. Heutzutage ist Blonde d’Aquitaine die drittbedeutendste Fleischrasse in Frankreich und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt für ihre hervorragende Fleischausbeute und ihr zartes und fettarmes Fleisch.