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Der mutmassliche Vorfall sei inzwischen verjährt, daher sei auch keine Klage geplant, sagte die Anwältin der Frau bei einer Pressekonferenz. Das mutmassliche Opfer sei aber zu einer Aussage unter Eid vor Gericht bereit, sollte Polanski in Zusammenhang mit anderen Sex-Vorwürfen zur Rechenschaft gezogen werden.
"Ich bin nicht darüber hinweg", sagte die Frau vor Reportern. Sie wollte jetzt ihr Schweigen brechen, damit bekannt werde, dass es weitere minderjährige Opfer gebe. Seit 40 Jahren ist gegen den polnisch-französischen Filmemacher ein Verfahren anhängig, dessen Einstellung ein Gericht in Kalifornien kürzlich abgelehnt hatte.
Polanski, der am Freitag 84 Jahre alt wird, hatte 1977 den Missbrauch der damals 13-jährigen Samantha Geimer zugegeben. Weil ihm ein schärferes Urteil drohte als im Rahmen eines Deals mit der Staatsanwaltschaft vereinbart, floh er kurz vor der Urteilsverkündung nach Europa und kehrte seitdem nicht mehr in die USA zurück.
Das Verfahren gegen ihn wurde bis heute nicht eingestellt, trotz der ausdrücklichen Bitte des Missbrauchsopfers, den Fall nach 40 Jahren endlich ad acta zu legen.
Dass Geimer im Juni vor Gericht selbst um Einstellung des Verfahrens gebeten habe, habe sie "wütend gemacht", sagte nun Robin. Sie breche nun ihr Schweigen, "damit Samantha und die Welt wissen, dass sie nicht das einzige minderjährige Opfer von Roman Polanski" sei. Der Regisseur müsse für sein "kriminelles Verhalten gegenüber Samantha Geimer" zur Rechenschaft gezogen werden.
Polanskis Anwalt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
(SDA)