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Das Schweizer Rütli, eine Waldlichtung gelegen etwas unterhalb von Seelisberg am westlichen Ufer des Urnersees im Kanton Uri gilt als Gründungsstätte der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Name dieser geheimnisvollen Bergwiese, die nur mit dem Schiff oder vergleichsweise beschwerlich auch zu Fuss erreicht werden kann, ist eine Ableitung des Wortes "Grütli", welches "kleine Rodung" bedeutet. Hier haben die Vertreter der drei Urkantone Unterwalden (heute Obwalden und Nidwalden), Uri und Schwyz im Jahr 1291 mit dem Rütlischwur einen Beistandspakt geschlossen, um sich gemeinsam gegen alle Angriffe von fremden Vögten in ihren Tälern zu schützen.
Heute befinden sich auf dem Rütli ein Restaurant und eine kleine Ausstellung zur Geschichte dieses sagenumwobenen Ortes. Für die Erhaltung des Rütlis in seiner historischen Form hat die Schweizerische Gemeinnützigen Gesellschaft SGG das Grundstück im Jahr 1859 gekauft und anschliessend der Schweizerischen Eidgenossenschaft als unveräusserliches Nationaleigentum übereignet. Auf dem Schweizer Rütli beginnt der 1991 eingeweihte Weg der Schweiz, ein Wanderweg rund um den Urnersee. Seit einigen Jahren findet auf dem Rütli unter der Federführung des Kantons Uri am 1. August eine Bundesfeier statt.