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1999 wurde ich angefragt, für einen amerikanischen Investor (mit Indischen Wurzeln) in Nordindien die Lizenz-Produktion eines amerikanischen EVs aufzuziehen. Sein Sohn sollte die Firma führen und mit mir und meiner Frau zusammen in der Nähe von Chandigarh das Unternehmen aufbauen. Dies scheiterte aber schon nach 6 Monaten am mangelnden Einsatz/Interesse des Sohnes.
Ich wusste vom Projekt REVA in Bangalore,Indien, und wollte die Gelegenheit nutzen und mich darüber informieren. Mein Besuch bei REVA endete damit, dass mir Sudarshan Maini vorschlug, die Leitung der Elektronik-Entwicklung für REVA zu übernehmen. Nach Rücksprache mit Margrit entschlossen wir uns, im Juli 2000 nach Bangalore zu ziehen und für REVA zu arbeiten. Bis 2003 lebten wir das ganze Jahr über in Indien, nachher, bis 2007, jeweils etwa 7 Monate in Indien und 5 Monate in der Schweiz.
Ab 2001 wurde der REVA in Indien verkauft und ab 2003 in der EU, vor allem in London. Ich war von Anfang an auch in Indien immer elektrisch unterwegs, an den Sonntagen zusammen mit Margrit, wo wir die ganze Umgebung von Bangalore erkundeten.
Sonntagsausflug aufs Land.....
2005 war ein Höhepunkt meiner Tätigkeit für REVA: der NXG (NeXt Generation) sollte entwickelt werden. Der bekannteste Indische Autodesigner entwarf und baute die Carosserie, unsere mechanische Prototypenabteilung baute das Chassis und mein Team integrierte die Elektrokomponenten inklusive ZEBRA Batterie, die ich bei MES DEA in Stabio beschaffte. Ich entwarf mit meiner Abteilung die elektrischen Schemas und Kabelbäume und baute, zusammen mit einer lokalen IT Firma, alle nötigen Interfaces, um einen lokal gebauten Tablet Computer als einzige Armatur im Fahrzeug zu integrieren. Wir hatten 4 Monate Zeit vom Entscheid, den Prototypen zu bauen, bis zur EVS 21 (Electric Vehicle Symposium) in Monaco. Wir schafften es ganz knapp. Das Auto musste in die Ausstellung geschoben werden, wo ich am Abend noch letzte Arbeiten machen musste…. Aber am nächsten Morgen, als der REVA NXG den Medien präsentiert wurde (der Indische Minister für Science and Technology war extra angereist) konnte Chetan Maini, CEO von REVA, mit dem Minister ein paar Runden drehen.
Einbau der ZEBRA Batterie
Einige meiner Mitarbeiter ein paar Tage vor der Fertigstellung
Display, mit einem lokale hergestellten Tablet Computer.
Interfaces zu Batterie, Inverter, Ladegerät etc. speziell von uns entwickelt.
Präsentation des REVA NXG in Monaco an der EVS 21, Chetan Maini mit Indischem Minister für Science and Technology
2007 stellten wir REVAs am Autosalon in Genf, zusammen mit einem Unternehmer aus Deutschland aus, der diese Autos im deutschsprachigen Raum vertreiben wollte. Ich hatte zugesagt, für ihn technische Unterstützung bei Zulassung und Serviceorganisation zu geben. Zum Glück hatte ich aber immer noch ein Beratungsmandat bei REVA; der deutsche Unternehmer hatte sich das Ganze ein bisschen zu einfach vorgestellt und noch 2007 musste ich meine Zusammenarbeit mit ihm aufgeben und somit stoppte auch REVA das Projekt mit ihm.
Von diesen Fahrzeugen wurden gesamthaft von 2001 bis 2011 etwa 4‘500 Stück verkauft. Ungefähr 50% in Indien und 50% in 24 anderen Ländern, davon die meisten in England und Norwegen.
REVA am Autosalon Genf 2007, am Stand von e'mobile
Unser REVA im täglichen Gebrauch bis ca. 2018
Bis 2015 hatte ich immer noch ein Beratungsmandat für REVA (seit 2010 MahindraREVA), z.B. für die die Weiterentwicklung des REVAi Lion oder die EU Homologation des neuen Modells, REVA NXR bzw. neu Mahindra e2o.
WAVE 2011 in St. Pölten. Spezial REVA Lion mit 15kWh Batterie, von Indischem REVA Team gefahren. Horlacher sport mit mir als Fahrer als Scout Fahrzeug.
WAVE INDIA 2011, mit Louis Palmer und 3 anderen Teams aus der Schweiz. Irgendwo zwischen Pune und Hyderabad beim Ladehalt. Die zwei Drähte zum Laden hat der lokale Elektriker direkt an der Freileitung abgezapft….
REVA NXR 2010 vor der Auslieferung im Werk in Bangalore. Später wurde dieses Auto in Indien und eine Europäische Version in England als Mahindra e2o verkauft. Produktion bis 2019.