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In den vergangenen Jahren wurde das Schaffen von David Maljkovic in den bedeutendsten Institutionen weltweit gezeigt, u.a. in der Reina Sofia in Madrid, im P.S. 1 in New York, in der Whitechapel Gallery in London sowie an verschiedenen Biennalen. Das Kunstmuseum St.Gallen zeigt in der Lokremise raumgreifende Installationen und neue Fotoarbeiten des Künstlers.
Vermächtnis und Utopien des ehemaligen Jugoslawien
Der 1973 im kroatischen Rijeka geborene und heute in Zagreb lebende David Maljkovic beschäftigt sich in seinem multimedialen Schaffen mit dem Vermächtnis des ehemaligen Jugoslawien, den Utopien einer vergangenen Epoche wie auch den Versprechungen einer gescheiterten Moderne. Die mit dem Zerfall von Gesellschaftsordnungen und der Überwindung der Moderne als sinnstiftenden Entitäten verbundenen kulturellen Veränderungen bilden den Hintergrund für sein OEuvre, das zugleich die Methoden narrativer Konstruktionen befragt.
New Reproductions
Die vom Künstler eigens für die Lokremise konzipierte Ausstellung vereint neue raumgreifende Installationen wie Display for Lost Pavilion (2011) oder Afterform (2013), eine auf einem bühnenartigen Podest präsentierte, von einem Cartoon aus einem kroatischen Architekturmagazin inspirierte Animation, mit einer Serie neu entstandener Collagen, den New Reproductions (2013). Dabei handelt es sich um grossformatige Fotoarbeiten, in der collageartig unterschiedliche bildnerische Ebenen aus dem eigenen Schaffen übereinandergelegt werden, wie auch der ambivalente Titel, der Vergangenheit und Gegenwart verbindet, zeitlich in zwei Richtungen weist. Schichtet der Künstler Abbildungen früherer Arbeiten übereinander, legt er sie buchstäblich ab, um sie zugleich für die Gegenwart neu zu sichten, indem er sie freilegt, digital bearbeitet, decollagiert, kombiniert oder partiell verdeckt.