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EM Grenchen
Das Podest bleibt dieses Mal ausser Reichweite
Am dritten Tag der Bahn-EM in Grenchen ist Claudio Imhof mit Rang 9 in der Einzelverfolgung für das beste Schweizer Ergebnis besorgt. Der Thurgauer, vor anderthalb Jahren an gleicher Stätte Dritter geworden, befindet sich in guter, aber nicht in bestmöglicher Verfassung.
Routinier Claudio Imhof verpasst an der Heim-EM in Grenchen in der nicht-olympischen Einzelverfolgung mit Platz 9 den Kampf um die Podestplätze. Der 32-jährige Thurgauer legte die 4000 Meter in 4:13,347 Minuten zurück und benötigte damit knapp sechs Sekunden mehr als bei seiner persönlichen Bestleistung. Für die Teilnahme am kleinen Final um den Gewinn der Bronzemedaille hätte er etwas über drei Sekunden schneller sein müssen.
Insbesondere in der zweiten Rennhälfte, ansonsten seine Stärke, legte Imhof nicht im üblichen Mass zu. „Ich bin nicht ganz dort, wo ich gerne wäre und sein könnte. Es fehlt etwas“, sagte der Schweizer Teamleader. Das ist insofern ärgerlich, als er vor zwei Monaten in London beim Gewinn der Track Champions League in der Kategorie Ausdauer noch jene Form aufgewiesen hatte, die ihm nun vor Heimpublikum womöglich zu einem Medaillengewinn verholfen hätte. So, wie er es bereits 2021 ebenfalls im Grenchner Oval geschafft hatte.
Noah Bögli belegte bei seiner Grossanlass-Premiere Platz 14 (4:16,207). Der 26-jährige Quereinsteiger aus dem Berner Jura setzt nach dem Studienabschluss vermehrt auf die Karte Sport und peilt mit dem Bahn-Vierer die Olympiateilnahme in Paris an. Die Goldmedaille erkämpfte sich der Italiener Jonathan Milan.
Alex Vogel zeigte im Scratch eine couragierte Darbietung. Der Thurgauer durfte während langer Zeit auf eine Spitzenklassierung hoffen, ehe ihm kurz vor Schluss die Kraft ausging und er sich letztlich als Zwölfter einreihte. Die erstmals auf höchster Ebene in einem Omnium angetretene Aargauerin Michelle Andres fuhr in dem von der Britin Katie Archibald fast nach Belieben dominierten Wettkampf auf Platz 14.
Text: Keystone-SDA