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Peter Gislers erstes Instrument war das Schwyzerörgeli. Als eines von 14 Kindern nahm er jeweils heimlich das Instrument seines Vaters und spielte darauf. In ihrer Familienkapelle war Peter mit dem Triangel, dem Holzlöffel oder dem Besen an Dorfchilbis zu sehen.
Sein Vater und seine älteren Brüder spielten bereits Schwyzerörgeli, und Peter wollte das ebenfalls erlernen. Als er seinem Vater eines Tages sein selbst beigebrachtes Können vorzeigte, durfte er das Instrument dann offiziell benutzen.
Den Kontrabass abarbeiten
Zum Kontrabass kam Peter Gisler dank seines älteren Bruders. Dieser spielte mit seinem Kollegen in einem Schwyzerörgeli-Duo und sie suchten einen Bassisten. Weil Peter kein Geld hatte, lieh ihm sein Bruder das Geld für den Kontrabass. Als Gegenleistung half er ihm beim Hausbau, und so konnte er das geliehene Geld wieder abarbeiten.
Peter Gisler machte eine Lehre als Möbelschreiner. Danach arbeitete er in Luzern zu 50 Prozent in einer Büromöbelfabrik, zur anderen Hälfte machte er im Stadtkeller Musik für Touristen. Dort lernte er auch das Klavierspiel. Nebenbei machte er an der Hochschule Luzern sein Musikstudium und nahm Bassstunden. Zum Lehrdiplom-Abschluss kam er später in Zürich. Dort absolvierte er fünf Jahre lang ein berufsbegleitendes Studium und schloss 2006 sein hart erkämpftes Kontrabass-Lehrdiplom ab.
Soloprogramm mit Hanspeter Müller-Drossaart
Hanspeter Müller-Drossaart gab vor gut einem Jahr die Gedicht-Sammlung «gredi üüfe» heraus. Peter Gisler wurde angefragt, ob er die musikalische Begleitung für die Vernissage übernehmen könnte. Die Musik gefiel Hanspeter Müller-Drossaart so gut, dass er danach keine Lesung mehr ohne seine Begleitung machen wollte.
Mit Hanspeter Müller-Drossaart ist es auf der Bühne immer lustig und locker.
Sie hätten nie geprobt, sondern gingen einfach auf die Bühne, erzählt der Musiker weiter. Inzwischen hat sich ein fixes Programm ergeben.
Nebst seinem selbst gegründeten Quartett Hanneli Musig, spielt Peter Gisler auch bei der Tanzkapelle Ueli Mooser mit. 2006 hat er den Mülirad Verlag übernommen und zusammen mit seiner Frau führt er zudem ein Musikgeschäft in Altdorf.