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Kultur und Volk wurde nicht, wie manchmal angenommen, nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, sondern schon 1935, und zwar von Mathilde Danegger und Wolfgang Langhoff.
Die berühmte österreichische Schauspielerin Mathilde Danegger war bis 1933 am Deutschen Theater Berlin tätig. 1933 flüchtete sie vor den Nazis in die Schweiz und arbeitete hier beim Schauspielhaus in Zürich. 1947 zog sie in die Deutsche Demokratische Republik um. Dort war sie zuerst beim Berliner Ensemble und danach beim Deutschen Theater in Berlin DDR tätig. Zugleich half sie beim Aufbau der Filmproduktion der DDR mit.
Wolfgang Langhoff war zuerst am Schauspielhaus Düsseldorf, danach bis 1933 an den Städtischen Bühnen Düsseldorf tätig, bis ihn die Nazis verhafteten, folterten, ins Zuchthaus und danach ins Konzentrationslager Börgermoor steckten. 1934 floh er in die Schweiz. Hier war er bis 1945 am Schauspielhaus in Zürich als Schausdpieler und Regisseur tätig. Im Konzentrationslager schrieb er zusammen mit seinen Mithäftlingen Johann Esser und Rudi Goguel das berühmte Lied „Wir sind die Moorsoldaten„. 1935 entstand das Buch „Die Moorsoldaten„. Wolfgang Langhoff ging 1945 zunächst nach Düsseldorf zurück und dann ein Jahr später in die sowjetische Besatzungszone / Deutsche Demokratische Republik, wo er 1946 das Deutsche Theater in Berlin DDR übernahm.
(Fortsetzung folgt)