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St. Laurent - Hintergrund & Geschichte
Die wichtigsten Anbaugebiete der Rebsorte St. Laurent befinden sich in
Tschechien, der Slowakei, Deutschland (v.a. in Rheinhessen und der Pfalz) sowie
Österreich (v.a. am Neusiedler See und in der Thermenregion), wo sie im Jahr
1860 erstmals auf den Weinbergen des Stifts Klosterneuburg angepflanzt wurde.
Weltweit sind etwa 3600 Hektar mit St. Laurent bestockt.
Da die Rebsorte unsichere Erträge liefert und relativ pflegebedürftig
ist, hat sich ihre Beliebtheit unter Winzern die längste Zeit in Grenzen
gehalten. Diejenigen, die sich der Herausforderung stellen, erzeugen aus den
Trauben langlebige, füllige und dichte Rotweine, die zu dunklem Fleisch, Wild
und Pilzgerichten passen. Der St. Laurent liefert allgemein höhere Qualitäten
als der Portugieser, reicht aber nicht ganz an den Spätburgunder heran.
Der St. Laurent gehört zur Familie der Burgunder-Rebsorten, allerdings
konnten die genauen genetischen Ursprünge nie aufgedeckt werden. Auch die
Namensgebung warf in der Vergangenheit viele Fragen auf. Wahrscheinlich geht
der Name auf den Heiligen Laurentius zurück, dem man am 10. August - etwa zur
Zeit der Traubenreife - gedenkt.
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