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Das Meinungsforschungsinstitut Temo hat Ende April 2003, wie bereits im vergangenen Jahr, rund 1000 Schwedinnen und Schweden, die über 16 Jahre alt, sind zum Thema Kernenergie befragt.
81% der Schweden stehen laut den Umfrageergebnissen voll hinter dem heutigen Kernenergieanteil des Landes. Davon wollen 50% der Befragten die bestehenden Reaktoren nutzen, solange diese den Sicherheitsanforderungen entsprechen. 19% halten es für angebracht, die bestehenden Reaktoren dereinst durch neue zu ersetzen und 12% sind gar für einen Ausbau der Kernenergienutzung in Schweden.
Es zeigte sich, dass die Schweden den Treibhauseffekt als das zentrale Problem betrachten. So sind 86% der Meinung, dass die Tatsache, dass Kernkraftwerke CO2-freien Strom produzieren "wichtig" oder zumindest "ziemlich wichtig" ist. Falls die Kernenergie ersetzt werden müsste, dann würden 49% der Befragten auf Windenergie setzen, 25% auf mehr Wasserkraft und 22% auf Solarenergie.
Den Vorschlag, spaltbares Material aus Kernwaffen in schwedischen Reaktoren als Brennstoff einzusetzen, hielten 55% der Befragten für eine gute oder gar sehr gute Idee. 33% wollten nichts davon wissen.
Angesprochen auf die Stromknappheit im vergangenen Winter, mussten die Befragten zur Frage Stellung beziehen, ob Schweden im heutigen Umfang weiter Kernenergie nutzen soll. Dies wurde von 77% bejaht, wogegen 21% anderer Meinung waren.
Schliesslich erklärten 79%, dass sie einer Weiterentwicklung der Kernenergie in Schweden positiv gegenüberstehen. 19% waren dagegen.
Zur Zeit läuft in Schweden die Debatte über die politisch motivierte Abschaltung von Barsebäck-2. Die Landesregierung hatte im März dieses Jahres dem Parlament ein Papier über die Zukunft von Barsebäck-2 vorgelegt, in welchem festgehalten wird, dass die Bedingungen für eine Abschaltung in diesem Jahr nicht erreichbar sind. Das Parlament soll am 11. Juni dazu Stellung beziehen.
Quelle
P.S. nach NucNet vom 15. Mai 2003