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«Wir leiten eine förmliche Untersuchung ein, um festzustellen, ob Mondelez, ein führender Hersteller dieser Lebensmittel, möglicherweise den freien Wettbewerb auf den betreffenden Märkten eingeschränkt hat, indem es sich verschiedener Praktiken bediente, die die Handelsströme behinderten und letztlich zu höheren Preisen für die Verbraucher führten», wird die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager in einer Erklärung vom Donnerstag zitiert.
Die Kommission ist besorgt, dass der Konzern den «Parallelhandel» mit seinen Schokoladen, Keksen und Kaffee zwischen bestimmten EU-Mitgliedstaaten «durch einseitige Vereinbarungen und Praktiken» eingeschränkt haben könnte, heisst es in der Erklärung.
Konkret könnte Mondelez Händler und Einzelhändler daran gehindert haben, Produkte in einem Mitgliedstaat zu kaufen, in dem der Preis am niedrigsten ist, um sie auf Märkten weiterzuverkaufen, auf denen die Preise höher sind, eine Praxis, die normalerweise zu einer Preissenkung führt.
Dies hätte dazu führen können, «höhere Preise zu Lasten des Verbrauchers zu verlangen», aber auch, «die Vielfalt des Produktangebots zu verringern».
Der Verdacht der Kommission führte dazu, dass sie im November 2019 unangekündigte Nachprüfungen bei Mondelez durchführte.
Einer der grössten Hersteller
Der US-Riese ist einer der größten Hersteller von Schokolade, Keksen und Kaffee in der Europäischen Union. Im Jahr 2019 verzeichnete der Konzern einen Umsatz von 25,9 Mrd. $ (21,4 Mrd. €) und einen Nettogewinn von 3,9 Mrd. $ (3,2 Mrd. €). Das Unternehmen wird heute Abend seine Finanzergebnisse für 2020 bekannt geben.
Aus der Abspaltung von Kraft Foods hervorgegangen, besitzt es eine große Anzahl von Marken, wie z.B. Milka, Oreo, Toblerone, Philadelphia-Käse, das Getränk Tang oder Tuc-Sauerkekse.