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Die Muskulatur des menschlichen Körpers stammt vom mittleren Keimblatt, dem Mesoderm ab. Man unterscheidet dabei drei verschiedene Muskeltypen:
die Skelettmuskulatur
die Herzmuskulatur
die glatte Muskulatur
Das mittlere Keimblatt bildet sich durch Einstrom von Zellen ektodermalen Ursprungs über den Primitivstreifen bzw. -knoten. Das Mesoderm beidseits des Neuralrohrs wird als paraxiales Mesoderm bezeichnet. Daraus entwickelt sich u.a. die Muskulatur. Mesodermzellen weiter lateral bilden das intermediäre Mesoderm und ganz lateral, am Übergang zu extraembryonalen Strukturen bildet sich das Seitenplattenmesoderm. Im kranialsten Abschnitt des Embryos, vor der Prächordalplatte, bildet sich eine Ansammlung von Mesodermzellen, die kardiogene Platte, woraus sich das Material für die Herzmuskulatur bildet.
Aus dem paraxialen Mesoderm bilden sich als Zwischenstufe die Somiten. Diese stellen Paare von epithelialisierten Mesodermsegmenten links und rechts des Neuralrohrs dar. In dieser Form haben sie nicht lange Bestand und differenzieren sich weiter zur Skelettmuskulatur (Myotome), der Dermis (Dermatome) und zum Achsenskelett (Sklerotome).
Die Zellen der Myotome durchlaufen in ihrer Entwicklung zur Skelettmuskulatur verschiedene Stadien. Der Prämyoblast ist die erste differenzierte Vorstufe der Muskelzelle, indem sich der Zellkörper und der Nukleus verlängert. Dafür verantworlich sind mehrere Gene auf dem Chromosom 11. Sie gehören in die Familie von myogenic regulatory factors (MRF) und aktivieren die Transkription von muskelspezifischen Genen. Der Prämyoblast hat sich in den Myoblasten verwandelt und produziert nun die muskelspezifischen Proteine Aktin und Myosin. In der Folge lagern sich mehrere Myoblasten aneinander und bilden ein Synzytium, die Myotuben. Vorerst sind ihre Zellkerne noch mittelständig, jedoch mit den beginnenden Impulse der Motoneuronen verlagern sie sich an die Peripherie.
Die glatte Muskulatur bildet sich in der Umgebung der Organe wie Trachea, Verdauungstrakt, Blutgefässe etc. Dies geschieht wie in der Skelettmuskulatur durch Induktion von muskelspezifischen Genen in den entsprechenden Myoblasten.