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Die goldene Jahreszeit des so genannten Indian Summer im höchstgelegenen US-Bundesstaat gilt als Geheimtipp unter Naturliebhabern und Landschaftsfotografen. Die Rocky Mountains in Colorado zählen im Herbst wohl zu den attraktivsten Reisezielen der USA. Denn jedes Jahr von Mitte September bis Anfang Oktober leuchten die Espenwälder zwischen dem Rocky Mountain National Park im Norden und den Ausläufern des San Juan Gebirges im Südwesten in den verschiedensten Gelb-, Rot- und Brauntönen. Dieses Naturspektakel faszinierte mich schon viele Jahre, auch wenn ich es nur von Bildern her kannte. Und so träumte ich davon, diesen weitläufigen und wilden Staat einmal besuchen zu dürfen. 2010 ergab sich dann die Gelegenheit, den Indian Summer mit eigenen Augen zu sehen und zu fotografieren – und ich wurde nicht enttäuscht!
Vielfältig und aufregend
Seinen Namen erhielt der Staat vom Colorado River, den der spanische Entdecker Juan de Quante 1598 aufgrund des rötlichen (spanisch: colorado) Schlamms so bezeichnete. Als Teil der Mountain States wird Colorado von der Gebirgskette der Rocky Mountains durchzogen und liegt auf einer mittleren Höhe von etwas mehr als 2000 Metern. Er erstreckt sich auf einer Fläche von 269 601km², was in etwa der Fläche Neuseelands entspricht. Zu seinen grössten Städten zählen Denver (Hauptstadt), Colorado Springs, Aurora und Lakewood.
Heute ist Colorado vor allem für seine majestätischen Gipfel, Geisterstädte und grossartigen Skigebiete bekannt. Dies erstaunt nicht sonderlich, denn er ist der gebirgigste Staat der USA und zahlreiche Gipfel erreichen Höhen von mehr als 4000 Metern. Der höchste ist der Mount Elbert mit 4402 m. Colorado gehört seit 1876 zu den Vereinigten Staaten und entwickelte sich in den vergangenen 100 Jahren vom spärlich besiedelten Bergbau- und Trapperland zum boomenden Rocky Mountains-Staat.
Die Landschaft von Colorado ist ebenso vielfältig wie aufregend. Der Rocky Mountain National Park nordwestlich von Denver zählt zu den bekanntesten Parks der Welt. Weltbekannt ist auch die Trail Ridge Road, die sich über fast 80 Kilometer durch die Berge windet und somit den höchstgelegenen durchgehenden Highway der USA bildet. Die Strasse führt vorbei an Wiesen, durch üppig bewachsene Bergtäler bis hinauf in die arktische Tundra. Weniger bekannt, aber in ihrer Wildheit und Ausdehnung kaum zu übertreffen, sind auch die zahlreichen National Forests, wo der Indian Summer am eindrücklichsten beobachtet werden kann.
Lesen und betrachten Sie die ganze Fotoreportage in ethos 11/2018.