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Als
weltweiter grösster Kupferproduzent mit einer jährlichen Produktion von
1'830 kT Reinkupfer betreibt die staatliche
Corporación Nacional del Cobre di Chile CODELCO seit ihrer
Gründung im Jahr 1976 diverse Kupferminen in Chile.
Eine davon ist die ca. 80 km nördlich von Santiago in einem Hochtal der
Anden gelegene Andina Mine. In einer Höhenlage zwischen 3700 und 4200 m.ü.M.
werden in der Tagbaumine Sur-Sur und im Bergbau in der Rio Blanco Mine
täglich 72 kT Gesteinsmaterial abgebaut und verarbeitet. Dies ergibt
eine jährliche Produktion von 240 kT Kupfer und 3.3 kT Molybdän. Bis ins
Jahr 2014 soll die Förderkapazität der Mine verdreifacht werden. Dafür
werden im relativ engen Hochtal riesige neue Infrastrukturen aufgebaut.
Für
die Sicherheit der Zufahrt in die Mine, einen möglichst ganzjährigen
Betrieb sowie für den Aufbau und Betrieb dieser neuen Anlagen ist eine
gute Lawinenwarnung eine wichtige Voraussetzung. Ausserdem werden für
die Planung von Massnahmen wie Lawinenverbauungen oder künstlicher
Auslösung Daten über die Schneeverhältnisse in den Anrissgebieten
benötigt.
Dafür wurde in den Jahren 2006 und 2007 durch die
SensAlpin und ihre Partner AlpuG und Waljag ein Lawinenwarnsystem
aufgebaut. Dieses umfasst eine Windstation (Bild rechts), drei
Schneestationen (Bild oben), zwei Schneedriftstationen (Bild unten),
zwei Relaisstationen und zwei redundante Datenserver zur Abfrage und
Verarbeitung der Messdaten.
Die
Messdaten werden archiviert und in einer graphischer Form internetfähig
aufbereitet. Weiter werden die Daten für ein automatisiertes Einlesen in
das Lawinen-Prognosemodell NivoLog der Firma
Meteorisk bereitgestellt, welches als Entscheidungshilfe für die
Lawinenwarner der CODELCO auf den Erfassungs-Servern installiert
wurde.
Die Messstationen stehen in verschiedenen Bereichen
der Mine in Höhen zwischen 3500 und 4500 m.ü.M. und liefern den Experten
für die Lawinenwarnung rund um die Uhr wichtige Informationen über
aktuelle Wetterwerte, den Schneedecken-Aufbau, die Windverhältnisse und
die Schneeverfrachtung von Standorten, welche eine gute Aussagekraft für
die potentiellen Lawinen-Anrisszonen im Tal des Rio Blanco haben. Damit
liefern sie einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der ca. 1200
Mitarbeiter der CODELCO sowie diejenigen der zahlreichen in der
Mine tätigen Vertragspartner.
Nachfolgend ein Beispiel aus der graphischen
Darstellung der Messdaten des Lawinenwarnsystems der CODELCO: