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Das Wichtigste in Kürze
- Einige Walarten legen jedes Jahr tausende von Kilometern zurück.
- Im kalten Wasser des nördlichen Polarmeeres finden sie am besten Nahrung.
- In wärmeren Gewässern ziehen sie ihre Jungen auf.
Wale sind wahre Meister im Langstreckenschwimmen. Einige bewältigen jedes Jahr 12´000 bis 20´000 Kilometer. Ihre Reise geht zum Beispiel von Mexiko bis ins Nordpolarmeer oder vom europäischen Nordmeer bis zur Küste Afrikas.
Wenn zu Beginn des Frühjahres ein Walkalb vor der Küste Mexikos geboren wird, dann bleibt es mit seiner Mutter circa drei Monate vor Ort. Es wird von ihr mit fettreicher Milch genährt, übt sich im Schwimmen und spielt ausgelassen im warmen Wasser.
Die Walkuh frisst in dieser Zeit kaum etwas, ist ausschliesslich für ihr Junges da. Danach hat sie gewaltigen Hunger und macht sich auf den weiten Weg nach Norden, wo Futter im Überfluss wartet.
Es besteht zum grössten Teil aus Krebstierchen und dem Krill, von dem sie Tonnen frisst. Das Walkalb ist nun schon gross genug, um mit der Mutter zu schwimmen und wenn es ermüdet, lässt es sich von ihr auf dem Rücken tragen.
Vom Süden in den Norden – und wieder zurück
Viele Wochen lang schwimmen die Wale nun an der nordamerikanischen Küste entlang nach Norden bis in die Beringsee. Sie ist das Schlaraffenland der grossen Säugetiere.
Hier schwimmen in grossen Wolken Plankton und Krebschen im Wasser. Die Wale brauchen nur das Maul zu öffnen und fressen so über eine Tonne davon pro Tag.
Mindestens fünf Monate bleiben die Tiere nun dort und legen sich eine dicke Speckschicht zu. Dann werden hie die Tage kürzer und das Nahrungsangebot deutlich geringer.
Die Wale wissen, es wird Zeit, zurückzukehren zu den warmen Lagunen des Südens. Dort paaren sie sich und bekommen ihre Jungen. Der Kreislauf beginnt von vorn
Nicht alle Wale wandern
Von den fast 90 Walarten wandern nicht alle über so grosse Strecken. Grosse Wanderungen unternehmen vor allem die riesigen Bartenwale wie Grauwal, Buckelwal und Blauwal.
Von den Zahnwalen wandern weniger Arten, zum Beispiel der Pottwal.