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In den letzten Jahren und seit der Aufhebung des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015 hat der Schweizer Franken gegenüber allen Währungen der wichtigsten Handelspartner der Schweiz stark an Wert gewonnen. Wir analysieren mit Hilfe empirischer Modelle, wie stark die aggregierten Exporte des Agrar- und Nahrungsmittelsektors auf eine Aufwertung des Schweizer Frankens reagieren. Gemäss unserer Analyse führt eine einmalige Aufwertung um 1 % nach vier Quartalen zu einem vorübergehenden Rückgang der Exporte um ca. 0,8 % im Durchschnitt. Dieser verzögerte Effekt dürfte die Folge von langfristigen Verträgen und sich langsam ändernden Konsumgewohnheiten sein. Eine anhaltende Aufwertung, bei welcher der Schweizer Franken in jedem Quartal um 1 % aufwertet, führt hingegen im Durchschnitt zu einem permanenten Rückgang der Exporte um ca. 0,9 % pro Quartal. Die geschätzten Wechselkurseffekte für die Agrar- und Nahrungsmittelexporte liegen damit in derselben Grössenordnung wie die Effekte für die Gesamtexporte der Schweiz. Somit zeigen sich auch die Exporte des Agrar- und Nahrungsmittelsektors bemerkenswert resilient gegenüber Wechselkursschwankungen. Der Grund dafür dürfte sein, dass auch die Unternehmen in diesem Sektor es schaffen, ihre Produkte erfolgreich über die hohe Qualität zu differenzieren, und sich so mindestens teilweise dem Preiswettbewerb im Ausland entziehen können.
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Wie stark beeinflusst der Wechselkurs die Schweizer Agrar- und Nahrungsmittelexporte?