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Mitten im historischen Dorfkern des Weilers Unterstalden steht das Casino Unterstalden. Die Nähe zur Dorfkapelle und zum Dorfbrunnen weisen darauf hin, dass es wohl zu den ältesten Bauten der Dorfstruktur gehört.
Verfügbarkeit
BESCHREIBUNG UND GESCHICHTE
Unterstalden ist ein dorfähnlicher Weinbauweiler am Terminerberg. Berühmt ist die Region für die Heida-Reben, die seit Urzeiten angebaut werden. Der Weinbau zur Selbstversorgung gehörte seit jeher zur bäuerlichen Tätigkeit der Bewohner. Der Heida, auch Savagnin Blanc genannt, gilt als Perle der Alpenweine. Diese Rarität, die in den Rebbergen von Visperterminen und den umliegenden Weilern angebaut wird, ist der ganze Stolz der Winzer. Die Umgebung ist weitgehend unverbaut. Den Dorfkern bilden die barocke Marienkapelle und der schmucke Glockenturm. An die weiss verputzte Kirche schmiegen sich dunkle Holzhäuser, die mit Steinplatten gedeckt sind. Die Giebel der Wohnhäuser sind zum Tal hin ausgerichtet, die der Wirtschaftsgebäude quer dazu.
Der Ursprungsbau des Casino Unterstalden, in dem sich die Ferienwohnung befindet, wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts (gemäss Ofeninschrift 1504) erbaut und ist bis heute in seinem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Das Wohnhaus ist als schützenswertes Gebäude eingetragen und dürfte aufgrund seiner Nähe zur Kirche eines der ältesten Gebäude des Weilers sein. In den Jahren 1735, 1808 und 1867 wurde das Haus um mehrere Wohneinheiten erweitert. Bewohnt wurde es von ortsansässigen Bergbauernfamilien. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts dauerhaft, ab dem 19. Jahrhundert bis Mitte 20. Jahrhundert wurde Unterstalden als temporäre Siedlung bewohnt, so auch das Casino Unterstalden. Die Bauernfamilien lebten entsprechend dem alpinen Nomadismus (Alpwirtschaft) je nach Jahreszeit und anfallender Arbeit an verschiedenen Orten: Im Winter lebte die ganze Familie in Visperterminen. Im Frühling, nach der Schneeschmelze und im Herbst vor dem Wintereinbruch, in den tiefer gelegenen Weilern, wo Gemüse, Obst und vor allem Wein angebaut wurde. Im Sommer lebten einige als Hirten in den Maiensässen auf über 1450 m Höhe, wo das Vieh auf den Alpweiden weidete.
Die vielen Feuerstellen und Hauseingänge deuten darauf hin, dass das Casino Unterstalden von mehreren Familien gleichzeitig bewohnt wurde. Oft wurde die Küche gemeinsam genutzt und jede Familie hatte ihren eigenen Wohn-/Schlafraum. Seinen Namen verdankt das Gebäude einer grösseren Stube im Haus, die in den 1950/60-er Jahren von der Dorfjugend vor allem während der Fastnacht als Tanzboden/Tanzsaal genutzt wurde. Das Gebäude wurde im Jahr 1981 umfassend renoviert. Eine weitere Renovierung fand im Jahr 2017 statt. Zudem legte die ehemalige Eigentümerschaft grossen Wert auf den Unterhalt, welcher laufend und liebevoll durchgeführt wurde. Daher präsentiert sich das Haus bis heute in einem guten Zustand. Im Jahr 2021 wurde der vordere Teil des Hauses von der heutigen Eigentümerschaft erworben. In der Folge wurden das Bad und die Küche renoviert.
Das Casino Unterstalden befindet sich in Privateigentum und wird über die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet.
BAUKULTURELLE BESONDERHEITEN
Im Weiler Unterstalden dominieren die Walliser Strickbauten. Es finden sich aber aussergewöhnlich viele gemauerte Fassadenteile wie hohe Steinsockel, hochgezogene Küchenteile oder ganze Eingangsfronten. Teilweise wurden einfache Strickbauten mit Steinen verkleidet und verputzt, um den repräsentativen Charakter eines Steinbaus zu erlangen. Architektonische Spuren des Weinbaus finden sich in einigen Rundbogenportalen und wenigen sichtbaren Kellergeschossen. Einige Strickbauten lassen sich auf Grund der Ornamentik ihrer Friese ins 17. Jahrhundert datieren, so zum Beispiel das stattliche Doppelwohnhaus mit Doppeltreppe gegenüber der Kapelle.
Das Casino Unterstalden weist eine gewachsene Struktur auf. So dürfte die untere Stube mit der rückwärtigen Küche auf die älteste Bauperiode von 1504 zurückgehen. Die Raumschicht zur Kapelle hin wurde im Jahr 1808 angebaut. Ein Fenster im oberen Flur weist noch auf eine ursprüngliche Aussenfassade hin. Das Treppenhaus in seiner heutigen Form wurde im Laufe der Jahrhunderte zwischen zwei Hausteilen eingefügt, was an der Aussenfassade gut ablesbar ist. Auch an der Südfassade ist die gewachsene Struktur ablesbar, so ist das Vorderhaus heute eng mit dem hinteren Hausteil verzahnt und weist einen etwas eigenwilligen Grundriss auf.
Die Jahreszahlen der Erweiterungen sind an den Deckenbalken der Stuben abzulesen. Das erste Gebäude wurde 1504 errichtet. Es bildet heute das Vorderhaus, in dem sich die Ferienwohnung befindet. In den Jahren 1735, 1808 und 1867 wurden weitere Wohnräume angebaut, die von mehreren Familien bewohnt wurden.
INFORMATIONEN ZUR FERIENWOHNUNG
- Grundriss Erdgeschoss
- Grundriss Obergeschoss
Der ruhige Weiler Unterstalden liegt zwischen Visp und Visperterminen in unmittelbarer Nähe des höchstgelegenen Rebbergs Europas. Visp und Visperterminen Dorf sind mit dem Auto in ca. 10 Minuten erreichbar. Eine Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Haus.
Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Bank und Post sind in Visper vorhanden. Das Casino Unterstalden liegt an sonniger, ruhiger und zentraler Lagen in unmittelbarer Nähe der Kapelle und weiterer historischer Gebäude. Es bietet einen idealen Ausgangspunkt für Wanderungen beispielsweise durch die nahe gelegenen Weinberge, ins Simplongebiet oder Richtung Staldenried/Saastal.
Das Casino Unterstalden ist ein historisches Haus, ein Baudenkmal. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass gewisse funktionelle Details wie Fenster- und Türöffner, Treppenhandläufe und Stufenhöhen nicht der gängigen Norm entsprechen und eine eventuelle Gefahrenquelle bergen können.
Personen: 4 (und ein Kleinkind bis 2 Jahren)
Schlafzimmer: 2 Doppelzimmer (160×200). (Ein schmales Bettsofa (80×200), Babybett- und Stuhl sind vorhanden.)
Saison: ganzjährig
Kurzferien: nicht möglich (min. 7 Nächte)
Höhe: 900 m ü. M.
Haustiere: nicht erlaubt
ÖV: Ab Visper mit dem Bus nach Unterstalden Dorf und man steht vor dem Haus, Eingang beim Brunnen.
Parkplatz: Kostenpflichtiger Parkplatz ca. 150m vom Haus vorhanden. Zufahrt zum Haus ist gewährleistet.
Aussenbereich: Kleiner möblierter Sitzplatz vor der Küche, seitlich des Hauses mit Aussicht in die Dorfstruktur und zur Hauptgasse hin.
WLAN: ist vorhanden.
Heizung: Drei Specksteinöfen (oberes Schlafzimmer und zwei Stuben), ein Cheminéeofen in der Küche, ein Elektroofen im unteren Schlafzimmer, Bodenheizung im unteren Bad, Handtuchradiator im oberen Bad.
Ofen / Cheminée: 3 Specksteinöfen, 1 Cheminéeofen.
Küche: Induktionsherdherd mit Backofen. Geschirrspülmaschine vorhanden. Moccakanne.
Badezimmer: 2 (unten: Dusche, WC, Lavabo, oben: Badewanne, WC, Lavabo).
Waschmaschine: nicht vorhanden
Extras: Die Böden sind aus Holz und Stein, weshalb wir Ihnen gute Hausschuhe empfehlen. Da in historischen Häusern nicht alle Zimmer gleichmässig beheizt werden können, empfehlen wir Ihnen genügend warme Kleidung mitzunehmen. Niedrige Decken im oberen Schlafzimmer (niedrigste Stelle ca. 170 cm). Achtung Balken zum WC unten, Balken zur Küche und zu allen Zimmertüren! Schmale Treppe zum 1. Stock ohne Geländer.
Lage
Lage
Südlich von Visp, im ersten Abschnitt des Taleinschnittes der Vispa liegt Visperterminen am sonnigen Hang. Umrahmt von den höchsten Schweizer Bergen, den Walliser und Berner Alpen, gedeiht in Vipserterminen der Wein bis auf eine Höhe von 1150 m ü. M. Die «Rieben» sind der höchstgelegene zusammenhängende Rebberg auf dem europäischen Festland. Unterstalden befindet sich in der Nähe des berühmten Rebbergs Heida. Es ist das am tiefsten gelegene Weinbaudorf am Terminerberg. Das kleine Haufendorf besticht durch seine mit Steinplatten gedeckten Strickhäuser, die sich entlang der alten Hauptgasse aneinanderreihen. Oberhalb der Häuser verläuft die neue Durchgangsstrasse nach Visperterminen. Eine hübsche Barockkapelle an der hangparallelen Hauptgasse rundet das Ensemble ab. Der Weiler Unterstalden ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) aufgeführt.
Geschichte
Unterstalden – von Visp kommend der erste Weiler am Terminerberg – bildete früher zusammen mit Oberstalden und Chlei Derfji eine selbständige Gemeinde. Nach dem Zusammenschluss mit den drei anderen Gemeinden in der Region Visperterminen im Jahre 1715 war der Weiler neben dem Hauptort stets die bevölkerungsreichste Siedlung der Gemeinde. Die Volkszählung von 1798 zählte 24 Einwohner und 13 Haushaltungen. Bis zum Bau der Strasse in den dreissiger Jahren war das Dorf nur zu Fuss erreichbar. Der steile Weg führte von Visp her nach Unterstalden und weiter nach Visperterminen. Der Weinbau ist seit jeher eine wichtige Einnahmequelle. Die Rebberge liegen unterhalb des Weilers, vor allem aber jenseits des Hangeinschnitts, wo der berühmte Heidawein wächst. Der Weinberg «Riebe» gilt als der höchst gelegene Europas, er steigt bis auf eine Höhe von 1150 Meter an. 1981 eröffnete die Genossenschaftskellerei St. Jodern, getragen von 450 Weinbauern im Nebenerwerb, den Betrieb. 1996 lebten 43 Personen im Ort.
Ausflüge
Die unberührte Landschaft rund um Unterstalden lädt im Sommer zu Wanderungen zu klaren Bergseen, Suonen und atemberaubenden Ausblicken auf die höchsten Berge der Schweiz ein. Nach der Wanderung empfiehlt sich eine Weindegustation in einer der lokalen Heida-Weinkellereien. Eine Sesselbahn führt vom Dorf Viserpterminen durch idyllische Nadelwälder hinauf ins schneesichere Skigebiet auf 2000 m ü. M. Auf 15 km Winterwanderwegen oder diversen Schneeschuhtrails kann man die Natur geniessen.
NATURPARK PFYN-FINGES
Das Ferienhaus Casino Unterstalden befindet sich in der Nähe des Naturpark Pfyn-Finges.
Im Herzen des Wallis gelegen, fasziniert der Regionale Naturpark Pfyn-Finges durch seine Biodiversität und die geologische Urkraft der wilden Rhone. Er bietet zahlreichen seltenen Vogelarten Heimat und Gastrecht, die kaum anderswo in Europa so naturnah betrachtet werden können. Der Regionale Naturpark Pfyn-Finges ist mit seinen über 80 Weinbetrieben zudem als Weinpark der Schweiz bekannt.
www.pfyn-finges.ch