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Fauna Focus Rehkitzmarkierung 82 / 2023
In der Schweiz sterben jedes Jahr tausende von Rehkitzen bei der Mahd. Es wird bereits viel unternommen, um diese Unfälle zu verhindern. So helfen unzählige Freiwillige jeden Frühling mit Drohnen und Wärmebildkameras die Wiesen vor der Mahd nach Rehkitzen abzusuchen und Landwirt:innen hängen weisse Fahnen in die Wiesen oder mähen bereits im Voraus einen kleinen Streifen am Rand, um die Tiere zu vergrämen. Doch trotz all diesen Bemühungen erleiden immer noch viel zu viele Rehkitze einen qualvollen Tod. Es stellt sich deshalb die Frage, ob es nicht einen ganzheitlicheren Ansatz gäbe, um Rehkitze vor dem Mähtod zu schützen. Was, wenn man bei der Mahd selbst ansetzen würde? Könnte das Mähregime so angepasst werden, dass die Gefahr der Rehkitzvermähung verringert wird, ohne dass zu grosse finanzielle Einbussen für die Landwirt:innen entstehen? Für die Entwicklung eines solchen Mähregimes muss zuerst einmal erforscht werden, wann und wo am meisten Rehkitze dieser Gefahr ausgesetzt sind. Die Resultate der in diesem Artikel vorgestellten Studie sind ein erster Schritt hin zu einem Mähregime, welches zeitlich und räumlich so angepasst ist, dass mit möglichst wenig Aufwand möglichst viele Rehkitze und idealerweise weitere Wiesenbewohner gerettet werden können.