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Wie waren diese Umstände früher? Wie ist es heute?
Ursprünglich, vor 100 Jahren, waren es die Standortfaktoren Boden und Klima, welche die botanische Ausprägung einer Wiese oder Weide massgeblich bestimmt haben. Abgesehen vom Unterschied zwischen Wiese und Weide waren die Einflüsse der Bewirtschaftung geringer als heute.
In der Zwischenzeit hat sich die Priorität der Einflussfaktoren in Richtung Einwirkung des Menschen verschoben. Betrachten wir das weite Gebiet mit der grössten Ausdehnung von Natur- und Kunstwiesen in der Schweiz – das Mittelland und das Voralpengebiet zwischen 400 und 900 m über Meer – erkennen wir, dass die vielen Unterschiede zwischen den Grasland-Beständen vorwiegend auf den Einfluss des Menschen bei der Nutzung und Düngung zurückzuführen sind.
Übrigens sind auch die «natürlichen» Faktoren recht stark vom Menschen beeinflusst worden: Infolge der in grossem Umfang durchgeführten Drainagearbeiten findet man in der Schweiz, abgesehen von geschützten Feuchtgebieten, Flach- und Hochmooren, praktisch keine vernässten Wiesen mehr.
Auch das Aufkalken von sauren Böden hat viele ursprünglich typisch Säure anzeigende botanische Zusammensetzungen nachhaltig verändert.
Nicht zu vergessen!
Ohne Bewirtschaftung durch den Menschen wäre der grösste Teil der Schweiz von Wald bedeckt.