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Wie lange dauert eine Analytische Psychotherapie?
Man unterscheidet prinzipiell zwischen Kurzzeittherapien (bis ca. 25 Stunden) und Langzeittherapien (über 25 Stunden).
Kurzzeitherapien sind häufig Kriseninterventionen bei denen ein eingegrenztes Problem gezielt behandelt wird. Bei den vereinbarten Zielen der Therapie kann es z.B. darum gehen, nach einem besseren Umgang mit dem Partner zu suchen, eine Schwierigkeit im beruflichen Umfeld zu lösen, den Verlust eines nahestehenden Menschen, oder eine sonstige einschneidende Lebensveränderung (Arbeitslosigkeit, Pensionierung, schwere Erkrankung) aufzuarbeiten. Bei Bedarf können Kurzzeittherapien in Langzeittherapien überführt werden.
Langzeittherapien entwickeln sich entweder aus Kurzzeittherapien oder sind von Anfang an aufgrund der erarbeiteten Diagnose als solche geplant. Manche länger dauernde Therapien beginnen wie eine kurze Therapie. Dabei stellt sich im Laufe der gemeinsamen Arbeit bei den PatientInnen ein Bedürfnis nach tiefer, weiter fassenden seelischen Arbeit heraus. In diesem Fall spricht man von einer Analyse.
Bei einer Analyse wird der Dynamik der seelischen Kräfte der PatientInnen ein möglichst weiter Raum gelassen. Diese werden in ihrem Prozess begleitet, bis die blockierte seelische Energie freigelegt wird und individuelle Lösungsansätze entwickelt werden können. Die Dauer einer Analyse ist deshalb schwer abzuschätzen. Sie erstreckt sich meist über zwei oder mehrere Jahre.