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Im Streit um die Rechte am Markennamen "iPad" in China "platzt jeden Tag eine neue Bombe", wie Taiwans chinesischsprachige 'Economic Daily News' (EDN) schreibt. In Shanghai wurde heute ein weiterer Gerichtsprozess eröffnet. Kurz zuvor hat Xie Xianghui, Anwalt der klagenden Partei Proview Technology Shenzhen, gesagt, dass Apple mittlerweile Bereitschaft zum Einlenken zeige und das chinesische Unternehmen damit auch zu Verhandlungen. Somit stünden die Chancen gut, dass sich beide Seiten friedlich einigen. Apple hat dies vorerst nicht kommentiert. Ein Vergleich mit Proview dürfte teuer werden. Im Raum stehen Summen zwischen 400 Millionen und zwei Milliarden Dollar.
Der ursprünglich in Taiwan gegründete Monitorhersteller Proview hat 1998 die Marke "iPad" in seiner iFamily eingereiht. Die von Yang Rongshan in der Boomstadt Shenzhen bei Hongkong gegründete hoch verschuldete Firma mit der Hongkonger Proview International Holdings als Mutter hat 2000/2001 die Markenrechte für China eintragen und erhebt trotz von Apple vorgelegten Beweisen über den 2009 erfolgten weltweiten Verkauf der Namensrechte durch Proview Taiwan immer noch Anspruch darauf in China und in einigen anderen Ländern.
Während Yang Ende letzter Woche noch gesagt hat, seinem Unternehmen gehe es nicht darum, sich an Apple zu bereichern, hat Li Su als Vertreter der Gläubigerbanken, welche Proview 2008 vor dem Bankrott gerettet haben, kurz darauf wissen lassen, dass amerikanische Anwälte geraten hätten, im bevorstehenden US-Verfahren die Summe von zwei Milliarden Dollar als Entschädigung zu fordern. Für den Kauf der Markenrechte in vielen anderen Ländern hat Apple 2009 knapp 55'500 Dollar hingeblättert. (kh)