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Optimierung der Webseite
Was können Sie tun, damit ihre eigene Seite im WWW beim Ranking möglichst hoch oben auftaucht? Welche Faktoren Sie berücksichtigen sollten und wo Sie mögliche Suchbegriffe am besten platzieren lesen Sie hier.
On-Page-Faktoren
Die Eigenschaften der Webseiten tragen dazu bei, dass sie von Suchmaschinen besser aufgefunden werden können. „On-Page-Faktoren stellen den Kern jeder inhaltsbasierten Bewertung von Suchmaschinen dar“ [1].
Zu On-Page-Faktoren zählen neben Schlüsselwörtern (Keywords) und dem Aufbau und der Strukturierung der Texte die Benutzerfreundlichkeit (z.B. die Ladegeschwindigkeit) und Barrierefreiheit.
Schlüsselwörter repräsentieren die wesentlichen Inhalte einer Webseite. Für die Ermittlung von Schlüsselwörtern berücksichtigen Suchmaschinen verschiedene Merkmale der auf der Webseite vorgefundenen Wörter:
- Häufigkeit, Position (Dichte, Abstand)
- Funktion (URL, HTML-Auszeichnungen: Titel, Überschriften, Linktexten…)
- Format von Termen (Schriftgröße, Farbe)
Bei einer Suchanfrage gilt, "je öfter Anfrageterme in einem Dokument vorkommen, je dichter sie zueinander bzw. je weiter am Anfang des Dokuments stehen, umso relevanter wird ein Dokument bewertet. Ebenso werden hervorgehobene Terme oder Terme in spezifischen Feldern höher gewichtet. Weitere eher formale Faktoren, z. B. das Entstehungsdatum oder die Änderungsfrequenz, können beispielsweise bei zeitbasierten Anfragekriterien berücksichtigt werden.“ [1]
Diese Faktoren sind für das Ranking jedoch unzureichend. Dafür gibt es zwei Gründe:
„Erstens das Suchverhalten der Nutzer: Internetnutzer stellen überwiegend kurze Suchanfragen, oftmals auch nur sogenannte Einwort-Anfragen. Suchmaschinen weisen zu derartigen Suchanfragen i.d.R. Tausende bzw. Millionen potenziell relevanter Dokumente nach, von denen die Nutzer dann meist nur wenige Treffer sichten.“[1]. Zweitens können diese Faktoren von den Webseitenbetreiber sehr leicht manipuliert werden, z. B. durch das Formatieren von Textpassagen mit der gleichen Hintergrundfarbe, so dass sie für Nutzer unsichtbar sind, oder indem Metainformationen (Meta-Tags) gezielt mit inhaltlich „falschen“ aber populären Termen angereichert werden.
Grundsätzlich kann man davon ausgehen dass die Ranking-Algorithmen vieler Suchmaschinen Auftreten und Häufigkeit von Schlüsselwörtern in Titel, URL, Text und Meta-Tag berücksichtigen. Es ist daher sinnvoll, relevante Suchbegriffe in diesen Bereichen unterzubringen:
- Schlüsselbegriffe im TITLE-Element und Überschrift, falls möglich auch in Adresse
- Wichtiger Text im oberen Bereich
- Bei schlechten Trefferquoten evtl. Schlüsselbegriffe ändern
- Ständige Überprüfung der eigenen Seiten, evtl. Eintragung wiederholen
- Beschreibender Meta-Tag
Metatags bieten aufgrund ihrer zuverlässigen, inhaltskennzeichnenden Wirkung die Möglichkeit, dort vorgefundene Begriffe für das Ranking der Suchergebnisse höher zu gewichten als gleich lautende Begriffe aus dem Body des Dokuments. Allerdings wurde diese Funktion häufig missbraucht (siehe Kapitel Spam in der Suchmaschine), so dass die Bedeutung von Meta-Tags für das Ranking inzwischen wieder abnimmt.
Der jeweilige Verwendungszweck der durch HTML vorgesehenen Metatags ist nicht eindeutig geregelt. Daher kann auch nicht von einer einheitlichen semantischen Nutzung eines gleichen Attributs bei mehreren Web Sites ausgegangen werden. Die Freiheit in der Attributzuordnung bei Dokumenten, sind für eine eindeutige semantische Zuordnung nicht geeignet. Dadurch wird der Nutzen dieser Metatags für eine übergreifende Inhaltsbeschreibung von Dokumenten unterschiedlicher Autoren deutlich geschmälert. Aus diesem Grund einigte man sich auf eine Spezifikation für die bibliographische Kennzeichnung von Dokumenten durch Dublin Core. Das Dublin Core Element Set (kurz: Dublin Core) ist ein Metadaten-System, das von einer Expertengruppe 1995 in Dublin, Ohio entworfen wurde und ständig weiterentwickelt wird. Es enthält 15 Kernelemente (Core Elements), mit denen sich literarische Inhalte beschreiben lassen.
Für den Test der eigenen Homepage auf ihre "suchmaschinenfreundliche" Gestaltung existieren verschiedene Werkzeuge im WWW. Sie analysieren, ob der HTML-Code so gestaltet wurde, dass er von Suchdiensten leicht durch das Crawling erfasst und indexiert werden kann und bei welchen Suchdiensten die betreffende Seite nach der Anmeldung (Submit) bereits im Index vorhanden und damit auffindbar ist. Darüber hinaus wird auch eine Optimierung der Keywords für die Anmeldung bei Suchdiensten und als Metatags der HTML-Datei geboten, z.B. durch Vergleich mit häufig gesuchten Begriffen bestimmter Suchmaschinen.
Beispiel für ein solches Werkzeug ist 1&1 Webtool.
On-Site-Faktoren
„Die Analyse globaler Faktoren der jeweiligen Domain, auf der sich die Dokumente befinden, stellt einen weiteren wichtigen Faktor zu Bewertung von Suchergebnissen dar. Die Art der verwendeten On-Site-Faktoren und ihre reale Bedeutung sind aber weitgehend unbekannt. D.h. rankingbezogene Aussagen sind gerade in diesem Bereich hochgradig spekulativ. So gibt es z.B. seit mehreren Jahren Diskussionen zu vermuteten Sandbox- oder „trust rank”-Effekten, die zur Folge haben sollen, dass neuen Websites insbesondere für kompetitive Suchanfragen ein Rankingmalus zugeordnet werde. Inhaltlich untermauern lässt sich diese Annahme u.a. dadurch, dass Google 2005 selbst Domain Name-Registrar wurde und diesen Schritt damit begründete, dass Registrarinformationen dazu genutzt werden sollen, um Suchergebnisse zu verbessern. Denkbar ist u.a., dass neben dem Alter der Domain auch Faktoren wie die Art der Domain, ihre Linkpopularität, die thematische Ausrichtung der Gesamtsite, die Gesamtzahl der indexierten Seiten usw. bereits jetzt oder künftig herangezogen werden.“[1]
Link-Faktoren
Obwohl Suchmaschinen ihre Ranking-Methoden häufig geheim halten, kann man davon ausgehen, dass die Anzahl der Links, die auf eine Seite verweisen, einen entscheidenden Einfluss auf die Positionierung in der Trefferliste hat.
Ein Link wird als Empfehlung betrachtet und je mehr solche Empfehlungen eine Seite hat, desto höher steigt sie im Ranking. Allerdings ist Link nicht gleich Link. Ein Eintrag im Webkatalog von Yahoo! ist beispielsweise mehr Wert als ein Link von einer privaten Homepage. Generell wirken sich meist Links von Seiten, auf die selbst viele Links zeigen, günstiger auf das Ranking aus als Links von Seiten, auf die nur wenige Links zeigen. Vorteilhaft ist auch ein Verweis von einer Seite mit gleichem oder ähnlichem Thema.
Die Linkpopularität einer Webseite lässt sich bei einigen Suchmaschinen über den Befehl "link:URL" feststellen (z. B. AltaVista, Yahoo!).
Daneben gibt es Tools zur Überprüfung der Linkpopularität, die gleichzeitig mehrere Suchmaschinen überprüfen, z. B. LinkPopularity. Suchdienste, die dafür bekannt sind, dass sie Linkpopularität als Ranking-Kriterium verwenden, sind neben Google auch andere namhafte Anbieter wie z.B. Yahoo! und MSN Search.
Der Einfluss, den man auf die Verlinkung der eigenen Webseite von anderen Seiten aus nehmen kann, ist begrenzt. Man kann beispielsweise Webmaster von Homepages mit verwandter Thematik anschreiben und sie bitten, einen Link auf die eigene Seite zu setzen. Wenn es möglich ist, sollte man sich in bekannteren Webverzeichnissen aufnehmen lassen.
Sogenannte „Linktopologische Sortierverfahren“ beruhen auf der Analyse der Referenzstrukturen im Web. Die Idee ist, aus diesen Strukturen Kriterien zur Bewertung von Webdokumenten abzuleiten. Grundlage ist die These, dass Links nicht zufällig gesetzt werden, sondern ein Qualitätsurteil, d.h. eine Empfehlung aussprechen. Das bekannteste linktopologische Verfahren, das von Google verwendete Pagerank-Verfahren, ermittelt die Wichtigkeit einzelner Dokumente durch die Analyse der Verweisstrukturen aller indexierten Webseiten. Dabei gilt: Je größer die Zahl eingehender Links auf eine Seite, umso höher der Pagerank.“ [1]
Ein Vorteil von Linkfaktoren ist, dass der Aufwand für eine erfolgreiche Manipulation relativ hoch ist, und somit dieses Verfahren Spams reduzieren kann.
Man kann sich jedoch fragen, ob das Setzen eines Links überhaupt ein Qualitätsmerkmal darstellt. Denn bei den linktopografischen Verfahren ist anzunehmen, dass Websites, die bereits eine hohe Zahl eingehender Links aufweisen, eine überproportional höhere Wahrscheinlichkeit besitzen, neue Links zu erwerben. Somit werden durch diese Verfahren unpopuläre oder neue Seiten benachteiligt. [1]
„Darüber hinaus beeinflusst das Wissen um die Verwendung von Linkfaktoren durch Suchmaschinen bei Websitebetreibern die Motivation bezüglich des Setzens von Links. Dadurch, dass eine hohe Zahl eingehender Links sich positiv auf die Sichtbarkeit des eigenen Webangebots auswirkt, bestehen starke Anreize, Links aktiv „einzuwerben“. Das heisst, Links sind ein kommerzielles Gut geworden, das man käuflich erwerben kann.“ [1]
Grafiken
Obwohl seit einiger Zeit Verfahren zur Bildsuche existieren, können fast alle Suchmaschinen nur Text verarbeiten. Werden Grafiken in eine Homepage eingebaut, erkennt die Suchmaschine in der Regel nur den Dateinamen und die Bildbeschreibung im Alt-Text des HTML-Tags. Der Alt-Text sollte folglich eine aussagekräftige Beschreibung der Grafik enthalten.
Frames
Suchmaschinen haben oft Schwierigkeiten mit der korrekten Verarbeitung von Frame-basierten Webseiten. Die Frames werden zwar von den Suchmaschinen indexiert, können jedoch nicht richtig wiedergegeben werden. Will man dennoch nicht auf Frames verzichten, sollte man deshalb verschiedene Aspekte bei der Gestaltung berücksichtigen.
Eine Möglichkeit ist die Verwendung von Metatags auf der Masterseite des Framesets. Allerdings unterstützen nicht alle Suchmaschinen Metatags. Suchmaschinen lesen aber den Noframe-Bereich. Suchdienste, die keine Metatags beachten, z. B. Google, stellen sogar den Text im Noframes-Bereich in der Ergebnisliste dar. Sätze wie "Ihr Browser unterstützt keine Frames" sind da wenig hilfreich. Der Text sollte vielmehr möglichst aussagekräftig sein und relevante Schlüsselwörter und Links auf die anderen Seiten der Homepage enthalten. Fehlen Links, haben Suchmaschinen keine Möglichkeit, für die Indizierung auf die anderen Seiten des Webauftritts zuzugreifen. Selbst wenn Suchmaschinen mit Frames umgehen können, gibt es möglicherweise Probleme. Jeder Frame wird von der Suchmaschine als separate Seite betrachtet und dem Benutzer auch so angezeigt. Es sollten daher in jedem Frame Links zum vollständigen Frameset vorhanden sein.
Cloaking
Der Begriff "Cloaking" stammt aus dem englischen und bedeutet eigentlich verhüllen. Im Zusammenhang mit der Suche im Internet spricht man von Cloaking, wenn zwei oder mehr verschiedene Versionen einer Homepage existieren. Das bedeutet, dass eine oder mehrere Seiten für die Roboter der Suchmaschinen optimiert sind, und dass gleichzeitig eine „normale Version“ für die Benutzer vorliegt. Die Version für die Suchmaschinen dient dazu, eine bessere Platzierung im Ranking zu erzielen und kann beispielsweise mit relevanten Suchbegriffen versehen sein. Auf gestalterische Elemente wie Frames usw. wird verzichtet.
Wenn die Ranking-Algorithmen der Suchmaschinen bekannt sind, kann für jede Suchmaschine eine eigene, optimierte Version erstellt werden.
Für den Anbieter einer Homepage hat Cloaking zwei Vorteile. Zum einen kann die Positionierung im Ranking der Suchmaschinen verbessert werden, ohne dass in der Version für den Benutzer Abstriche bei der Gestaltung gemacht werden müssen. Zum anderen wird verhindert, dass der Besucher über den Seitenquelltext Zugriff auf Informationen über Metadaten und andere verwendete Optimierungstechniken erhält. Das ist vor allem relevant, wenn miteinander konkurrierende Unternehmen Internetauftritte erstellen.
Allerdings besteht auch hier die Gefahr des Missbrauchs. Die Suchbegriffe auf der für die Suchmaschine bestimmten Seite müssen nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Homepage, die der Benutzer zu sehen bekommt, zu tun haben. Besucher können also gewissermassen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf eine Seite „gelockt“ werden.
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