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Frauen unter 35
In der Vergangenheit wurde die intrauterine Verhütung insbesondere Frauen ab 35 empfohlen, die Ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben. Diese Empfehlung beruhte maßgeblich auf der Beobachtung, dass es bei jüngeren Frauen und solchen, die noch keine Kinder bekommen haben, im Vergleich zu Frauen, die bereits Kinder geboren haben, häufiger zur verstärken Monatsblutungen, Schmerzen oder zur Ausstoßung des Intrauterinpessars kommen kann. In neuerer Zeit hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass auch diese Frauen geeignete Kandidaten für die Verhütung mit Intrauterinpessaren sind, insbesondere wenn sie aus persönlichen Gründen keine hormonellen Verhütungsmethoden anwenden wollen, oder diese aus medizinischen Gründen nicht in Frage kommen.
Aufgrund dieser Erkenntnis haben sich beispielsweise auch in den USA die Verschreibungskriterien für konventionelle kupferhaltige Intrauterinpessare geändert, die seit 2005 generell alle Frauen über 16 Jahren einschließen. Wie bei älteren Frauen oder solchen, die bereits Kinder geboren haben, verschwinden auch bei jüngeren Frauen eventuell auftretende Schmerzen oder verstärkte Blutungen meistens sobald sich der Körper an den Fremdkörper gewöhnt hat. Aufgrund des etwas erhöhten Risikos eines Ausstoßes des Intrauterinpessars ist bei jüngeren Frauen eine regelmäßige Selbstkontrolle der Kontrollfäden besonders wichtig.