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- Die Demokratische Partei in Iowa hat zwei Tagen nach den Vorwahlen im US-Präsidentschaftsrennen die Resultate aus 97 Prozent der Wahlkreise veröffentlicht, Link öffnet in einem neuen Fenster.
- Pete Buttigieg liegt weiterhin vorne mit 26.2 Prozent.
- Auf Platz zwei folgt Senator Bernie Sanders mit 26.1 Prozent.
Auf Rang drei liegt Senatorin Elizabeth Warren mit 18.2 Prozent und mit dem vierten Platz muss sich der frühere US-Vizepräsident Joe Biden mit 15.8 Prozent begnügen. Auf Platz fünf liegt Amy Klobuchar mit 12.2 Prozent.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse hat sich deutlich verzögert. Die Partei führte dies auf Unstimmigkeiten bei der Überprüfung und Übermittlung der Resultate zurück.
Buttigieg sprach nach Bekanntwerden der Teil-Ergebnisse der ersten Demokraten-Vorwahl in den USA von einem erstaunlichen Sieg. «Ich habe noch nie so sehr an unsere Kampagne, an unser Team und an unsere Vision geglaubt, die uns an diesen Punkt gebracht hat», sagte Buttigieg in Laconia im US-Bundesstaat New Hampshire.
Buttigieg ist mit 38 Jahren der jüngste Demokrat im Rennen. Bis vor einem Jahr war der moderate Politiker auf nationaler Ebene in den USA noch weitgehend unbekannt.
Alle warten auf den «Super Tuesday»
Im nächsten Vorwahlstaat New Hampshire liegt Sanders laut Umfragen bei den demokratischen Präsidentschaftskandidaten vorne - mit deutlichem Abstand zu Biden. Sanders zeigte sich vor Anhängern in Milford zuversichtlich, bei der Vorwahl in New Hampshire zu gewinnen.
Am 3. März folgt im Rennen um die Kandidatur die nächste grosse Wegmarke: der «Super Tuesday» mit Abstimmungen in mehr als einem Dutzend US-Bundesstaaten. Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt bis Juni hin.
Desaströse Wahl
Iowa hatte die Vorwahl bereits am Montagabend abgehalten. Wegen einer technischen Panne bei der Demokratischen Partei zog sich die Veröffentlichung aber ungewöhnlich lange hin.
So wird in einem Caucus gewählt
- Bei den Vorwahlen in Iowa handelte sich nicht um eine klassische Wahl mit Stimmzetteln, sondern um einen sogenannten Caucus.
- Eingetragene Wähler der Demokraten versammelten sich an mehr als 1600 öffentlichen Orten wie Kirchen, Schulen oder Turnhallen, um zu diskutieren, welchen Bewerber sie bevorzugen oder aussieben.
- Das Ergebnis ihrer Versammlungen übermitteln die Gruppen dann an die Landespartei. Diese berechnet, wie viele Delegiertenstimmen auf die jeweiligen Bewerber entfallen.
«Inakzeptabler» Vorfall
Bei dem Caucus in Iowa gab es drei zentrale Probleme:
- Mit einer App für Smartphones sollten die Ergebnisse übertragen werden, doch die App erfasste die Daten zwar korrekt, aber nur teilweise. Es habe einen Programmierfehler in der App gegeben.
- Viele Nutzer, die Probleme mit der App hatten, griffen wie früher ganz traditionell zum Telefon. Sie kamen aber teilweise über Stunden nicht durch oder landeten in Warteschleifen.
- Vermutlich hat auch eine Neuerung bei der Veröffentlichung der Daten zu den Schwierigkeiten beigetragen. Die Demokraten in Iowa wollten nicht nur die einzelnen Caucus-Ergebnisse, sondern mehrere Datensätze veröffentlichen. Damit wurde aber das Übermitteln der Daten komplexer.
Der Chef der Demokratischen Partei in Iowa, Troy Price, sagte am Dienstag, was in der Wahlnacht passiert sei, sei «inakzeptabel». Er bitte dafür zutiefst um Entschuldigung. Die nun vorgelegten vorläufigen Zahlen seien absolut korrekt. Weitere Ergebnisse würden veröffentlicht, sobald sie vorlägen. Auf die Frage, wann mit dem endgültigen Resultat zu rechnen sei, sagte er: «Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen.» An erster stehe die Genauigkeit der Angaben.