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Die Preisgestaltung von Flugzeugen ist eine Kunstform, die bei allen Beteiligten meist sehr viel Adrenalin auslöst. Einst wollte die Schweiz den schwedischen Billigflieger Gripen zum Stückpreis von 140 Mio. Franken kaufen, was vom Schweizer Volk verworfen wurde. Es sickerte auch durch, dass der Gripen nicht wirklich konkurrenzfähig im Luftkampf war ? dann lieber neue Subventionen für die Landwirtschaft und deren Traktoren.
Im letzten Sommer drangen Gerüchte durch, Lockheed Martin, ein bekannter US-Waffenhersteller, wolle der Schweiz etliche F-35 verkaufen. In Washington rechne man mit einem Stückpreis von 155 Mio. Franken bei einer Abnahme von rund 2 500 Stück.
In der Schweiz hat man das Projekt, mindestens offiziell, zurück gestellt. Die Boden-Luft-Abwehr gilt jetzt wieder als dringlicher, aber, wer weiss, der Wind dreht rasch in Bern.
Desto überraschender ist die Nachricht aus Tel Aviv, man interessiere sich für den F-35B, einen ?supermodernen? Stealth-Düsenjet, wolle aber nur per Stück USD 100 Mio. auf den Tisch legen, ohne Sonderausstattungen.
Die Finanzierung muss die Israeli nicht gross kümmern, hat Präsident Obama doch noch im September für Israel ein Militärhilfepaket über 38 Mia. USD bewilligt.
Mit derlei kann die Schweiz wohl nicht rechnen. Wir bleiben am Boden..