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Die normalen Menschen sind ein schäbiges Gesindel. Elwood P. Dowd, der Protagonist des Theaterstückes «Mein Freund Harvey» von Mary Chase, aus dem Jahr 1944, ist aber ganz anders.
Ich habe mich vierzig Jahre lang mit der Wirklichkeit herumgeschlagen, Doktor. Aber ich bin glücklich festzustellen, dass ich sie schliesslich untergekriegt habe», resümiert Elwood P. Dowd, die Hauptfigur des Theaterstückes «Mein Freund Harvey», sein Leben. Ein Kunststück, das dem gutmütigen Dowd mit Hilfe seines Freundes Harvey gelingt – einem zwei Meter grossen Hasen, den ausser Elwood niemand sehen kann. Der unsichtbare Harvey «lebt» mit Elwood, dessen Schwester Veta und dessen Nichte Myrtle Mae unter einem Dach. Dort treibt Dowd mit seinen Spinnereien bezüglich Harvey seine Familie förmlich die Wände hoch. Nach einem erneuten Eklat, den sich Elwood in Anwesenheit geladener Gäste leistet, beschliesst Veta ihn einweisen zu lassen. Schnell entpuppen sich die Psychologen aber als Quacksalber – versehentlich wird sogar Veta vorübergehend interniert. Es beginnt eine spannende, witzige und tiefgründige Jagd nach Elwood und seinem mysteriösen Freund Harvey, der bei allen Geschehnissen stets seine Pfoten im Spiel zu haben scheint.
«Mein Freund Harvey» ist das wohl erfolgreichste Stück von Mary Chase. 1944 wurde es am Broadway uraufgeführt und mit über 1‘700 Aufführungen zu einem überwältigenden Erfolg. Ein Jahr später gewann Chase für diese Komödie, welche die Poesie über den Alltag und die Konventionen siegen lässt, den Pulitzerpreis. Das Stück wird in diesem Semester vom Studententheater aufgeführt.