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Kephīsos
(lat. Cephissus), im Altertum Name mehrerer Flüsse [* 3] in Griechenland. [* 4] Der bedeutendste, jetzt Mavronero, entspringt am nördl. Fuße des Parnaß in der Nähe der alten phokischen Stadt Liläa und fließt in südöstl. Richtung durch Phokis und den nordwestl. Teil Böotiens in den Sumpfsee Kopaïs (s. d.), von wo aus er durch unterirdische Spalten seinen Abfluß findet. Der nächstbedeutendste, der noch jetzt seinen alten Namen bewahrt hat, entspringt am südwestl.
Fuße des
Brilettos (Pentelikon) in
Attika bei der nach ihm benannten quellen- und baumreichen Ortschaft Kephisia und fließt
in südl.
Richtung durch die athen. Ebene westlich von der Stadt
Athen;
[* 5] sein Wasser, durch zahlreiche
Kanäle
zur
Bewässerung der Gärten und Baumpflanzungen abgeleitet, gelangt nicht ins
Meer. Ein dritter
Kephisos gehört dem westlichsten
Teile
Attikas an; er kommt in zwei
Armen (jetzt
Bach von Kokkini und Sarantapotamos genannt) vom Kithäron herab, fließt nach
Vereinigung der beiden
Arme in südl.
Richtung durch die thriasische Ebene und mündet östlich von Eleusis; im
Sommer verliert
er sich, bevor er das
Meer erreicht, im Sande.