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Das Wichtigste in Kürze
- Mit 20 Meistertiteln und 13 Cupsiegen gehört er zu den erfolgreichsten Schweizer Clubs.
- Hier kommt die 128-jährige Geschichte des FC Basel 1893.
Der FC Basel hat den Schweizer Fussball während mehr als einem Jahrhundert stark geprägt.
Die Geschichte der Bebbi ist gespickt mit Höhen und Tiefen. Hier erfahren Sie alles, von den Anfängen bis heute.
Die Gründung 1893
Elf Männer treffen sich am 15. November 1893 in der Schuhmachern-Zunft in Basel und gründen den FC Basel. Elf Tage später tragen sie ihr erstes Spiel aus, wobei die Gründer noch unter sich sind. Die erste offizielle Partie gewinnt der FCB im Dezember gegen den Realschülerturnverein Basel mit 2:0.
Einen Meisterschaftsbetrieb gibt es zu dieser Zeit noch nicht, weshalb nur Freundschaftsspiele ausgetragen werden. Am 31. Oktober 1894 wird an einer Vorstandssitzung beschlossen, sich regelmässig zu «gemütlichen Bierabenden» zu treffen. Die erste Auslandreise im Juni 1894 geht nach Strassburg, wo man 0:8 verliert.
Die Mitgliederanzahl steigt stetig und erreicht 1897 erstmals die Zahl 100 (37 Aktive, 67 Passive). Die erste Schweizer Meisterschaft der Geschichte geht noch ohne den FC Basel über die Bühne. Beim Finalspiel zwischen GC und Villa Longchamp arbitriert der FCB-Goalie Tollmann.
Der erste Titel ist kein grosser
In der Saison 1898/99 ist dann auch der FCB an der Meisterschaft dabei. Nach zwei Spielen gegen die Basler Old Boys muss man dem Gegner den Vortritt um die Regionalmeisterschaft der Zentralschweiz lassen. Meister 1899 wird (nach GC im Vorjahr) der Anglo American Club Zürich.
Auch in den darauffolgenden Spielzeiten wird die Meisterschaft von Zürchern Clubs dominiert. Der FCB erreicht 1902 die den 2. Schlussrang in der Gruppe Zentralschweiz II und damit die beste Klassierung seit der Gründung.
Den ersten «Titel» gewinnen die Basler in der Saison 1906/07. Nach Platz 1 in der Serie A Zentralschweiz qualifiziert man sich für das Finalturnier. Dort muss sich der FCB aber dem späteren Meister Servette (1:5) und den Young Fellos (2:3) geschlagen geben.
Spielbetrieb trotz Krieg aufrechterhalten
In einem Schreiben an die Mitglieder am 25. August 1909 verbieten der Verein den Spielern der 1. Mannschaft «den Alkoholgenuss und das Rauchen, bis das Wettspiel vorbei ist.» Dennoch reicht es nur für Rang sechs in der Gruppe Serie A Ost.
In den nächsten Jahren bleibt der sportliche Erfolg aus. Auch wenn 1913 mit dem Engländer Percy Humphreys der erste Trainer der Clubgeschichte verpflichtet wird.
Trotz des Ersten Weltkriegs werden in der Schweiz weiterhin Fussball-Meisterschaften ausgetragen. Dies, obwohl 1915 von 8500 aktiven, lizenzierten Spielern 5800 militärpflichtig sind. Der FCB landet in der Serie A Zentralschweiz auf Rang drei.
Juniorenabteilung und erster Cupspiel-Sieg
Einen wichtigen Schritt macht der FCB in der Saison 1915/16, als er eine Junioren-Abteilung gründet. Sportlich läuft es durchzogen und man beendet die Saison auf Rang sieben. Meister wird Cantonal Neuchâtel. Im Jahr darauf wird der FCB-Präsident Franz Rinderer zum Präsidenten des Schweizerischen Fussballverbandes gewählt.
Im Mai 1920 bestreitet die Schweizer Nationalmannschaft in Basel ihr erstes Spiel seit dem Kriegsende. Sie gewinnt 2:1 gegen Holland, doch FCB-Spieler waren in jenem Nationalteam, das von einer Schiedsrichterkommission betreut wurde, nicht dabei.
1920/21 entgeht der Verein mit Rang sieben von acht Mannschaften nur knapp dem erstmaligen Abstieg aus der Serie A. Ein Sieg gegen den FC Luzern, der am Ende noch hinter dem FCB klassiert ist, reicht für den Klassenerhalt.
In der Saison 1925/26 wird erstmals der Cup-Modus, wie er heute bekannt ist, durchgeführt. Basel gewinnt in der ersten Runde gegen den FC Horgen mit 8:1. Scheitert dann aber nach einem 1:1 am FC Aarau – durch Losentscheid.
Einführung des Berufsfussballs und erster Abstieg
1929/30 reicht es zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach 1907 zum Gruppensieg in der Zentralschweiz. Unter dem ungarischen Trainer Julius Kertesz belegt der FCB in der Finalrunde mit YB und Lugano den letzten Platz. Im Cup stösst man bis in den Achtelfinal vor.
Mit der Einführung des Berufsfussballs Anfang der Dreissiger beginnen in der Schweiz unruhige Jahre. Die Meisterschaft 1931/32 beendet der FCB auf Rang sieben – im Cup-Halbfinal scheitern am späteren Turniersieger GC.
Unter Trainer Karl Kurz folgt im Jahr darauf das bislang erfolgreichste Jahr der fast 40-jährigen Clubgeschichte. Basel wird hinter GC Vizemeister und besiegt die Zürcher im Cup-Final vor 15'000 Zuschauern im Hardturm mit 4:3. Der erste grosse Erfolg ist Tatsache.
Auf diesen Titel folgen sportlich aber wieder schlechtere Jahre. Der Tiefpunkt wird 1939 erreicht, als der FCB erstmals in die zweithöchste Spielklasse (damals noch 1. Liga genannt) absteigt.
Tod von Trainer Toni Schall
Erst 1942 realisiert das Team von Trainer Eugen Rupf den Aufstieg in die Nationalliga. Im Cup wird der Final erreicht, der aber gegen GC (2:3 im Wiederholungsspiel) verloren geht. 1943 feiert der FCB das 50-jährige Bestehen und entgeht nur knapp dem direkten Wiederabstieg.
In der Saison darauf ist der Niedergang in die neu gegründete Nationalliga B Tatsache. Doch mit 43 Punkten aus 26 Spielen hievt man sich gleich wieder ins Oberhaus. Mit René Bader kommt ein Mann an Board, der dem Verein als Spieler und Trainer grosse Erfolge bescheren sollte.
Die erste Saison nach dem zweiten Weltkrieg beendet der FCB auf Rang zehn der Nationalliga A. Im Cupfinal besiegt man Lausanne und holt sich zum zweiten Mal den Titel in diesem Wettbewerb. Zum Auftakt der Saison 1947/48 muss der Verein einen Verlust hinnehmen. Trainer Toni Schall stirbt am allerersten Trainingstag an Herzversagen.
Magere Jahre ohne Titel
Als eine der ersten Mannschaften Europas nimmt der FCB, vier Jahre nach Kriegsende, den Sportbetrieb mit deutschen Fussballern wieder auf. Die Basler werden in Karlsruhe trotz einer 0:1-Niederlage von 28 000 Zuschauern bejubelt.
Nach sportlich durchzogenen Jahren und dem Umbau des Landhofs sichert sich der FC Basel 1953 den 1. Schweizer Meistertitel der Clubgeschichte. René Bader fungiert in dieser Saison als Spielertrainer. Es sollten aber magere Jahre ohne grosse Titel folgen.
Erst zehn Jahre und etliche Trainerwechsel später nimmt die Durststrecke ein Ende. Der FCB wird unter Georges Sobotka Schweizer Cupsieger. Die Meisterschaft 1962/63 beendet der Verein auf dem 6. Rang.
1964 gelingt dem Verein der grösste Coup der Geschichte. Er verpflichtet den damals 30-jährigen Helmut Benthaus vom FC Köln als Spielertrainer. Dieser sollte den FCB in den folgenden 17 Jahren zu zahlreichen Erfolgen führen.
Erstes Double der Vereinsgeschichte des FCB
In der Spielzeit 1966/67 gewinnt Basel Meisterschaft und Cup – das erste Double seit der Gründung 1893. Im Messestädte Cup war nach der Begegnung mit Utrecht in der ersten Runde Schluss. Den nächsten Meistertitel lässt der Club zwei Jahre später folgen und verteidigt diesen 1969/70 erfolgreich.
1970/71 verliert der FCB nach Punktgleichstand das Entscheidungsspiel gegen GC mit 3:4 und wird Zweiter. Im Cup der Landesmeister eliminiert man Spartak Moskau und scheitert im Achtelfinal an Ajax Amsterdam.
1972 und 1973 holt sich der FC Basel zwei Meistertitel in Serie. Muss sich allerdings im Cupfinal jeweils dem FC Zürich geschlagen geben. Zu Beginn der neuen Saison wird der peruanische Starstürmer Teofilo Cubillas verpflichtet.
Die Ära Benthaus endet
Dieser verhilft dem Club zu einem sensationellen 6:4-Erfolg im Europacup gegen den FC Brügge. Im Viertelfinal des Cup des Landesmeister scheitert man erst in der Verlängerung an Celtic Glasgow. Die Meisterschaft (Rang 5) und der Cup (Viertelfinal) verlaufen weniger erfolgreich. Die darauffolgende Saison 1974/75 beendet man nach einem 2:1 gegen Winterthur als Cupsieger.
1975 muss der FCB gleich drei Clubgrössen ziehen lassen. Karl Odermatt (zu YB), Ottmar Hitzfeld (zu Stuttgart) und Torhüter Marcel Kurz (zu Nordstern) verlassen den Verein. Cup-Achtelfinal und Rang drei in der Meisterschaft resultieren aus dieser Spielzeit.
Den siebten Titel der Vereinsgeschichte sichert sich der FCB in einem Entscheidungsspiel gegen Servette. Walter Mundschin und Arthur von Wartburg treffen beim 2:1-Sieg im Wankdorf. Im UEFA Cup scheitert der FCB in der zweiten Runde an Athletic Bilbao.
1980 wird Basel zum achten Mal Schweizer Meister. Es ist aber zugleich der letzte solche Triumpf für die kommenden 22 Jahre. Das Vermögen des grossen FCB schrumpft auf 20'000 Franken. 1982 verabschiedet sich Trainer Helmut Benthaus mit sieben Meistertiteln und zwei Cupsiegen vom Verein.
100 Jahre FCB und knapper Nicht-Aufstieg
Benthaus kehrt von 1985 bis 1987 an die Seitenlinie zurück, kann aber nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Nach zwei Jahren mit viel internen Turbulenzen muss er seinen Platz endgültig räumen. Sportlicher Höhepunkt: Das Erreichen des Cup-Halbfinals.
Einen nächsten Tiefpunkt erreicht der Club in seinem 95. Jahr, als er sportlich und finanziell am Boden ist und etliche Talente verkaufen muss. Die logische Konsequenz: Der Abstieg in der Saison 1987/88.
Der FCB feiert 1993 sein 100-jähriges Bestehen und nimmt die Saison mit Trainer Friedel Rausch in Angriff. Mit den Grasshoppers und dem FC Luzern bekommt er es aber mit zwei grossen Brocken zu tun in der Auf-/Abstiegsrunde. Das «Joggeli» ist zweimal mit über 34'000 Zuschauern gut gefüllt, der Aufstieg kann aber nicht realisiert werden.
Zurück in der Nationalliga A
In der Spielzeit 1993/94, nach sechs Jahren Nationalliga B, kehrt der Verein und Trainer Claude Andrey ins Oberhaus zurück. Im Cup stösst man bis in den Halbfinal vor und scheitert dort am FC Schaffhausen.
Der FCB steigert sich in der Nationalliga A kontinuierlich und verbessert sich in seiner 2. Saison von Rang sieben im Vorjahr auf Platz sechs. In der Saison 1997/98 muss man allerdings in die Auf-/Abstiegsrunde und kann die Relegation in Extremis abwenden.
Ende 1998 bestreitet der Club sein letztes Spiel im altehrwürdigen Stadion St. Jakob und gewinnt dieses vor 34'745 Zuschauern gegen Lugano mit 3:1. Die Spielstätte wird abgerissen und die Bauarbeiten für den St-Jakob-Park beginnen.
Basel überzeugt auf europäischem Parkett
1999 beginnt die zehnjährige Ära Christian Gross. In der ersten Saison unter ihm belegt der FCB Schlussrang drei und qualifiziert sich wieder einmal für den Uefa Cup. Im März 2001 zieht der Club ins neue Stadion – wird aber in der Meisterschaft nur Vierter. Und scheitert im Cup-Viertelfinal an Lausanne.
Mit einem Punkt Rückstand auf den ewigen Rivalen GC wird Basel 2002/03 Vizemeister. Im Cupfinal schlägt man Xamax diskussionslos 6:0 und holt sich immerhin diesen Titel. Und es ist das Jahr, in dem der FCB erstmals auf internationaler Ebene so richtig für Furore sorgt.
In der Champions-League-Quali schaltet man mit Celtic Glasgow einen ganz Grossen aus. Vor Liverpool und Spartak Moskau schafft Rotblau den Einzug in die Zwischenrunde. Die Hammergruppe mit ManUnited, Juventus und Deportiva La Coruña beendet man auf dem beachtlichen dritten Platz.
Die unvergessene Finalissima gegen den FCZ
Die Saison, in der sich der FCB seinen zehnten Meistertitel der Clubgeschichte sichert, ist eine Machtdemonstration. Gleich drei Rekorde stellt das Team Christian Gross in dieser Saison auf. Der FCB startet mit 13 Siegen in die neue Spielzeit, was die längste Siegesserie in der Super League darstellt. Und mit 85 Punkten am Ende, hat er so viele Zähler wie kein Club davor.
2004/05 verteidigt Basel seinen Titel souveräne zehn Punkte vor dem FC Thun. Gegen die Berner Oberländer scheitert man allerdings im Penaltyschiessen des Cup-Achtelfinals. Nach der verpassen CL-Quali (gegen Inter Mailand) unterliegt der FCB im UEFA-Cup-Sechzehntelfinal gegen Lille.
Es folgt die Spielzeit 2005/06, die so manchem Basler Fan noch in bester Erinnerung sein dürfte. In einer denkwürdigen Finalissima kassiert der FCB in allerletzter Sekunde gegen den FCZ einen Gegentreffer. Dieser beschert den Zürchern den Meistertitel und löst Krawalle im Stadion aus, die noch lange zu reden geben. Im Uefa-Cup stösst man bis in den Viertelfinal vor und kassiert auch dort ein verheerendes Last-Minute-Tor.
Christian Gross verabschiedet sich
2006 übernimmt Gigi Oeri das Amt der Club-Präsidenten. In dieser Saison sammelt der FCB mehr Punkte als der amtierende Meister Zürich. Doch er muss dem FCZ den Vortritt lassen, weil dieser einen 3:0-Forfaitsieg über St.Gallen (0:0) zugesprochen bekommt, weil mit Philipp Muntwiler einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt wurde.
Der Cupsieg, ein 1:0 im Final gegen Luzern, ist das Trostpflaster. In der Gruppenphase des Uefa Cup wird man hinter Blackburn, Nancy, Feyenoord und Wisla Krakau Letzter.
In der Saison 2007/08 holt sich der FCB das Double. Im Cupfinal besiegt man das Unterklassige Bellinzona 4:1 Chance und in der Meisterschaft gewinnt man die Finalissima im St.Jakob-Park gegen YB mit 2:0. Europäisch bedeutet Sporting Lissabon Endstation im 1/16-Final.
Die darauffolgende Spielzeit ist die letzte unter Christian Gross. Rotblau beendet die Meisterschaft hinter dem FCZ und YB auf Rang drei. Im Cup scheitert man im Halbfinal an den Bernern. Und in der Champions League klassiert sich der FCB hinter Barcelona, Sporting und Shakhtar Donezk auf dem letzten Gruppenrang.
Frauen-Team ab 2009
Im Jahr 2009 gründet der FCB auch das Frauen-Team. Die FC Basel Frauen etablieren sich in den nächsten Jahren in der obersten Liga der Schweiz.
In der Saison 2017/2018 verpassen sie den Titel als Zweitplatzierte nur knapp. In der darauffolgenden Saison kommt es zum Debüt in der «Women's Champions League».
Die Aufholjagd und die Lehrstunde in München
Thorsten Fink übernimmt 2009/10an der Seitenlinie der Basler. Er liegt nach acht Spielen der Saison bereits 13 Punkte hinter YB. Doch der Rückstand wird sukzessive verkleinert und man kann zum Saisonabschluss eine Finalissima erzwingen, die man mit 2:0 gewinnt. Im Cupfinal wird Challenge-Ligist Lausanne-Sport mit 6:0 zerlegt.
Mitten in der Saison 2011/12 wird Fink durch Heiko Vogel ersetzt, der den Club zum Meistertitel und dem Cupsieg führt. Mit 20 Punkten Vorsprung auf Luzern bricht er den Rekord des grössten Abstands auf den Vizemeister.
Yakin und Sousa setzen Serie fort
2012 wird Bernhard Heusler Präsident und Murat Yakin Trainer des FC Basel 1893. In dieser Saison gewinnt der Verein vor den Grasshoppers seinen 16. Meistertitel, muss sich den Zürchern aber im Cupfinal beugen. In der Europa League erreicht der FCB sensationell den Halbfinal und verliert erst dort gegen den späteren Sieger Chelsea.
Mit dem fünften Meistertitel in Folge bricht der FCB 2013/14 einen über 50 Jahre alten Rekord der Young Boys. Diese hatten von 1957 bis 1960 vier Meistertitel aneinandergereiht. Im Cupfinal muss man sich dem FCZ geschlagen geben, stösst aber in der Europa League bis in den Viertelfinal vor. Dort scheitert Basel in einem dramatischen Rückspiel an Valencia.
In der Spielzeit 2014/15 wird der FCB unter Paulo Sousa Meister, steht im Cupfinal und erreicht den Champions-League-Achtelfinal. Mit dem Meistertitel Nummer 18 wird Servette auf Rang zwei degradiert und nur Rekordmeister GC den Wettbewerb öfters gewonnen.
Club-Grössen verlassen den FCB
Urs Fischer übernimmt und wird mit Rotblau zwei weitere Male in Serie Schweizer Meister. In der Saison 2016/17 gewinnt man zudem «endlich» wieder das Double. Mit dem 20. Meistertitel ziert von nun an ein zweiter Stern das Basler Vereinswappen.
Am Saisonende verabschieden sich Spieler und Staff von prägenden Figuren des Vereins. Trainer Urs Fischer, Präsident Bernhard Heusler, Sportdirektor Georg Heitz und Vize-Präsident Adrian Knup hatten den Club durch erfolgreiche Jahre geführt. Auch die Verwaltungsräte René Kamm und Stephan Werthmüller räumen ihren Posten.
Serie reisst und Koller übernimmt
2017/18 übernimmt Ex-FCB-Spieler Raphaël Wicky das Traineramt. Unter ihm reisst die Rekordserie von acht Meistertiteln en suite und der Pokal muss den Young Boys überlassen werden.
Im Cup-Halbfinal muss man sich ebenfalls den Bernern geschlagen geben, sorgt aber europäisch einmal mehr für Furore. In der CL-Gruppenphase holt man zwölf Punkte und scheitert erst im Achtelfinal an Manchester City (2:1 und 0:4).
Von 2018 bis 2020 ist Marcel Koller der Cheftrainer der Basler. Zwar muss auch er sich in seiner ersten Saison mit dem 2. Platz begnügen, doch er kann den Cuptitel zurück an den Rhein holen. In der Corona-Saison 2019/20 verlieren die Bebbi den Cupfinal gegen Meister YB und werden in der Meisterschaft Dritter.
Unruhen an Rheinknie
Während die Kritik an Präsident Bernhard Burgener und CEO Roland Heri wächst, hält die Führung an ihrem Kurs fest. Sportchef Ruedi Zbinden tritt nach nur einem Jahr wieder zurück, Legende Alex Frei wechselt als Trainer zum FC Wil. Er hätte eigentlich Nachfolger von Koller werden sollen.
Unter Sforza kommen die Bebbi allerdings überhaupt nicht auf Touren. In der Liga rutscht der Club zwischenzeitlich bis auf Platz fünf ab.
Die Führung um Präsident Burgener hält aber weiterhin an «Ciri» fest. Dem Basler Anhang passt das überhaupt nicht. Die Fans ziehen durch die Stadt, protestieren gegen die FCB-Führung – und fordern einen Machtwechsel.
Besitzer-Wechsel und Umbruch
Mit David Degen steht der Burgener-Nachfolger eigentlich bereit. Der ehemalige Spieler des FC Basel sitzt im Verwaltungsrat – und besitzt ein Vorkaufsrecht auf die Burgener-Aktien.
Dieses will Degen einlösen, allerdings kann er sich mit Bernhard Burgener nicht einigen. Dieser würde seine Anteile lieber an andere verkaufen – es kommt zum Rechtsstreit.
Schlussendlich finden David Degen und Bernhard Burgener doch noch eine Lösung. Ersterer übernimmt alle Aktien, und wird zum neuen Besitzer des Clubs. Letzterer zieht sich zurück – und macht den Weg frei für eine neue Führung im Verein.
eSports-Academy
Seit einigen Jahren ist der FCB auch in der eSports-Branche aktiv. Mittlerweile umfasst das Team der Bebbi insgesamt sechs Spieler.
Ende 2020 lanciert der Club sogar eine eigene eSports-Academy für Jung-Talente. Dabei sollen ambitionierte FIFA-Spielerinnen und -Spieler im Alter von zwölf bis 19 Jahren aus der Region gefördert werden.