Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03359.jsonl.gz/2478

Schleierhaftes Wetter
Die Schweiz lag heute zwischen einem Hoch über Südeuropa und einem kräftigen Tief nördlich der Britischen Inseln in einer mässigen Südwestströmung. Sie führte im Allgemeinen trockene Luft in den Alpenraum, so dass es heute insgesamt ziemlich sonnig war. Nichtdestotrotz zogen immer wieder hohe Wolkenfelder durch, welche die Sonne milchig oder verschleiert erscheinen liessen. Die hohen Wolkenfelder hatten aber auch zur Folge, dass sich im Mittelland kaum Nebel bilden konnte. Die südwestlichen Höhenwinde liessen im Übrigen in den Alpen örtlich den Föhn aufkommen.
Eine verschleierte Sache
In der Nacht auf heute war der Himmel besonders nördlich der Alpen von hohen Wolkenfeldern überzogen. Man nennt diese Wolken oder Cirrenfelder auch Schleierwolken. Am Morgen war es vorübergehend meist heiter, bevor im Laufe des Tages erneut hohe Wolkenfelder den Himmel überzogen. Dies besonders in den westlichen und nördlichen Landesteilen. Dabei handelte es sich nicht nur um Cirrenfelder, sondern auch um tiefergelegene Altostratus und Altocumulus Wolken, welche speziell im Jura die Sonne hie und da abdeckten. So war der Tag zwar insgesamt ziemlich sonnig, aber doch etwas verschleiert.
Wenig Nebel
Die hohen Wolkenfelder kamen offensichtlich auch dem Nebel schleierhaft vor, und so entschied er sich mangels meteorologischer Klarheit sich erst gar nicht zu bilden. Am Schluss konnte ihn die Gegend des Jurasüdfusses doch noch dazu überreden, sich zu bilden. Spass beiseite – heute konnte tatsächlich nur am Jurasüdfuss Nebel ausgemacht werden. Ansonsten blieb das Mittelland nebelfrei.
Dank der trotz den hohen Wolkenfeldern recht langen Sonnenscheindauer konnte sich die kühle Grundschicht des Mittellandes tagsüber aufwärmen. Die in der Folge nur noch schwache Inversion wurde an einigen Orten anschliessend von den südwestlichen Winden völlig ausgeräumt, so zum Beispiel in Genf, wo das Thermometer am Nachmittag maximal 11.1 Grad anzeigte.
In den oberen Alpentälern föhnig und mild
Die südwestlichen Höhenwinde liessen über den Alpen eine schwache Föhnströmung entstehen. Sie hatte aber bereits Mühe, in die obersten Alpentäler vorzudringen. In Göschenen/Wattingen konnte der Föhn sich die meiste Zeit halten. Zwischendurch schwappte aber immer wieder die kältere Grundschicht der Alpennordseite zurück und liess die Temperatur jeweils kurzzeitig um mehrere Grade sinken.
Trotzdem machte der Föhn sich weiter oben, nämlich in Andermatt im Urserental, deutlich bemerkbar. Um die Mittagszeit blies er im Mittel mit 48 km/h und in Böenspitzen von 75 km/h. Dies kann durchaus als starker Wind bezeichnet werden, wie das der Föhn ja auch fast immer ist.
Deutlich spürbar war der Föhn auch in Disentis und in Andeer, dort war es mit Tageshöchsttemperaturen von 7.7 und 9.5 Grad ziemlich mild für Mitte Januar. Auch in Chur war es bis am frühen Nachmittag föhnig, und die Temperatur zeigte dort maximal 11.1 Grad an.