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Diesmal blieb er absolut chancenlos. Bei Halbzeit lag der Bündner als 17. bereits 53 Sekunden hinter Sundby. Im Ziel betrug die Differenz 2:48 Minuten. Sein Ziel, erstmals ein Weltcuprennen in Norwegen zu gewinnen, musste er bereits nach wenigen Kilometern aufgeben. Denn der Sieger Sundby ging das Rennen offensiv an, setzte sich auf der Skatingstrecke endgültig ab und errang seinen ersten Sieg im Skiathlon.
“Ich hatte von Beginn an schlechte Beine. Das war eines der schlechtesten Rennen, an das ich mich erinnern mag. Die Power war nicht da”, sagte Cologna. “Das Material war in Ordnung, daran lag es nicht”, fügte er hinzu. Die Dominanz der Norweger war erneut überwältigend. Sieben Norsker liefen in die Top 8. Einzig Maurice Manificat (Fr) als Fünfter durchbrach die Phalanx. Das norwegische Team startet wegen der harten Konkurrenz um die Startplätze im Weltcup praktisch in jedem Winter dominant in die Saison. Eine derartige Überlegenheit war gleichwohl nicht erwartet worden.
Im Skiathlon werden zuerst 15 km klassisch gelaufen, anschliessend 15 km in freier Technik absolviert. Diese Wettkampfform kommt dem Allrounder Cologna entgegen und gilt als seine Paradedisziplin. Jetzt ist Colognas Saisoneinstieg aber endgültig missglückt. Abgesehen von seinem Podestplatz vor Wochenfrist über 10 km Skating blieb er in drei Rennen unter den Erwartungen. Mit Blick auf die grosse Kristallkugel, die Cologna zum vierten Mal gewinnen will, muss er bereits auf einen Einbruch Sundbys hoffen. Der Seriensieger liegt bereits 373 Zähler vor dem Schweizer, was, über den Daumen gepeilt, der Punktzahl für einen Gesamtsieg an der Tour de Ski entspricht.
Toni Livers büsste als 36. 3:36 Minuten ein. Jonas Baumann wurde 48., Roman Furger 68., Curdin Perl gab wegen Magenbeschwerden auf.
(SI)