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Penicillin ist das älteste Antibiotikum. Etwa 1930 wurde beobachtet, dass ein Schimmelpilz das Wachstum von Bakterien auf Nährböden hemmt. 1943 wurde aus Penicillin ein Medikament entwickelt. Penicillin ist für bestimmte Bakterien, z. B. Scharlach-Streptokokken, tödlich, für den Menschen ist es praktisch ungiftig. Es darf sogar in der Schwangerschaft angewendet werden. Als Hauptnebenwirkungen sieht man leichtere Darmreizungen, evtl. Durchfall, sowie Allergien. Viele Bakterien sind auf Penicillin unempfindlich, andere haben gelernt, trotz Penicillin zu überleben. Die Scharlach-Streptokokkoken können meist noch gut mit Penicillin behandelt werden. Fortentwicklungen des Penicillins erlauben es, auch eigentlich unempfindliche Bakterien zu behandeln. Bei der Behandlung von Streptokokken ist es hingegen ein Vorteil, dass viele andere Bakterien nicht gestört werden, also ein ziemlich gezielter Angriff möglich ist.
Hauptproblem ist, dass das Penicillin durch die Magensäure zum Teil zersetzt wird. Wenn immer möglich, sollte es darum nüchtern eingenommen werden. 2-3 Stunden vorher, sowie eine halbe Stunde nachher, darf keine Nahrungseinnahme erfolgen. Ist das nicht möglich, so muss die Dosis z.B. verdoppelt werden. Da Penicillin, ausser einer leichten Reizwirkung auf den Magen, gut verträglich ist, ist eine zusätzliche Dosis auch anzuraten, wenn das Medikament nicht sicher geschluckt oder erbrochen wurde.Empfohlene Einnahme : nüchtern, etwa alle 8 Stunden (bei Penicillin V)
Auf folgende Weise ist bei normalem Tagesrhythmus eine nüchterne Einnahme gut über die 24 Stunden verteilt, also ungefähr alle 8 Stunden, möglich:
Bei der Behandlung von Scharlach-Streptokokken muss das Penicillin 10 Tage lang eingenommen werden, auch wenn die Krankheitszeichen schon längst verschwunden sind. Sonst überleben in der Tiefe Streptokokken. Die überlebenden Bakterien sind eben gerade die, welche das Penicillin am ehesten vertragen. Gerade diese müssen aber vollständig ausgerottet werden! Darum soll die Dosis auch bis zum Schluss voll aufrechterhalten werde, also: Nicht weniger nehmen wenn es besser geht.
Gründe, mit dem Penicillin aufzuhören sind: Massive Durchfälle, massive Hautausschläge, Asthmaanfälle. Wenn immer möglich zuerst ärztliche Beurteilung, Ausschläge könnten ja auch durch die behandelte Krankheit verursacht sein. Bei allergischen Nebenwirkungen kann ein Antiallergikum (z. B. Zyrtec) eingenommen werden.
Es ist gut, wenn man während und nach der Behandlung mit Penicillin (oder anderen Antibiotika) seine Magen-Darm-Bakterienflora pflegt. Hierfür eignen sich häufig eingenommene Sauermilchprodukte, z. B. Bifidus-Joghurt, unpasteurisiertes Joghurt etc. oder besondere Präparate.
Zusammengestellt von Hansruedi Epprecht.
Letzte Aenderung: 16.01.2006
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Weitere medizinische Links: www.ewurzel.ch/epprecht/med.html
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