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Ausschlaggeber für gemeinsame, internationale Regeln für Banken, genannt „Basel I bis III“ war der Zusammenbruch der Herstatt-Bank in Deutschland. Diese Bank ging pleite aufgrund von ungesicherter und massloser Spekulation.
Besonders auf Drängen der USA wurden deshalb in den 1980er und folgenden Jahren Vereinbarungen unter Vorsitz Schweizer und US-Bank-Experten erstellt. Angefangen hat es in den 1980er Jahren mit den „Basel I“ – Beschlüssen. Fortgesetzt wurde es mit den „Basel II“ – Beschlüssen in den 2010er Jahren und nun gibt es bereits die „Basel III“ – Beschlüsse.
Basis der Vereinbarungen ist die Regelung des Eigenkapitals von Banken und Finanzeinstuten um sicher zu stellen, dass bei einem Zusammenbruch einer solchen Institution nicht der Staat eingreifen muss, sondern die Bank selber aus Eigenkapital alle Forderungen decken kann. Sonst müsste der Staat, also der Steuerzahler einspringen.
Die Beschlüsse haben international keine Rechtskraft, aber viele Länder fordern von ihren Partnern, dass diese Regeln eingehalten werden. So auch die USA von Europäischen Ländern. Wer sie nicht einhält braucht mit US-Banken erst gar keine Geschäfte anfangen. Leider hält sich die USA und UK seit jeher nicht an diese Beschlüsse, so dass sie immer während einen Wettbewerbsvorteil daraus ziehen.
An sich, ist diese Idee eine gute Sache. Aber die Ausführung führt zu Ungleichheit und Betrug. Während sich Länder, wie die Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, etc. an die Regeln aus den Beschlüssen hielten, wurden sie z.B. in den USA aber auch UK gar nicht erste eingeführt und wenn ja, nicht ausreichend kontrolliert, so das die Regeln nicht eingehalten wurden. Die letzten zwei oder drei Finanz-Crashs an den Börsen und im Banken-Business wären nie zustande gekommen, hätten sich Banken in den USA und UK an die Regeln gehalten.
In Europa haben die Basel I-III Beschlüsse bei kleinen und mittleren Unternehmen einen Kahlschlag hinterlassen. So schwächt die USA/UK Europa auf elegante Art und Weise mit ihren eigenen Mitteln. Seit den 1980er Jahren sterben kleine und mittlere Unternehmen in Europa wie die Fliegen, da sie keine Kredite mehr von Banken bekommen. Das ist eine direkte Auswirkung der Basel-Beschlüsse. Früher wurde dem Schreinermeister, wenn er eine neue Maschine benötigte, von dem ortsansässigem Institut selbstverständlich ein Kredit gewährt. Man kannte sich lange und wusste gegenseitig über das Vertrauen das man haben konnte.
In der Welt der spekulativen und geldgierigen Grossbanken kommt so etwas natürlich nicht vor. Dort muss alles abgesichert werden. Dort gehen die Leute über Leichen. Also erfand man Sicherheitsregel die aber dann für alle Banken gelten mussten. Natürlich auch der kleinen Bank im Ort des Schreinermeisters. So ist es heute fast so, dass eine Bank in einem kleinen Ort einem Schreiner keinen Kredit geben darf, weil die Bedingungen durch die Basler – Beschlüsse nicht eingehalten werden können. Bei manchen Berechnungen kommen dann irr-witzige Forderungen heraus. Will sich der Schreiner 100’000 Euro leihen, so muss er Sicherheiten im Wert von 100’000 Euro hinterlegen. Wenn er die hätte bräuchte er keinen Kredit. Seit den 1980er Jahren werden damit tausende kleine und mittlere Betriebe in den Bankrott getrieben, weil sie ohne Kredite nicht mehr Wettbewerbsfähig sind. Das grössere Unternehmen, welches in der Region dem Schreiner Konkurrenz macht, bekommt natürlich den Kredit, weil es mehr Substanz hat und mehr Eigenkapital vorweisen kann. Damit werden grosse und reiche Unternehmen gegen über kleinen und schwachen bevorzugt. Das ist gewünschter Kapitalismus. Darüber wird kaum berichtet.
Alle Regeln werden zu Gunsten von grossen Banken und grossen Unternehmen ausgelegt und gleichzeitig sollen sie in Europa angewendet werden, während sich die USA und UK genau dem Gegenteil von dieser Sicherheit widmet. Wer sich einmal näher mit dem Immobilien-Crash bzw. Banken-Crash der vergangenen Jahre in den USA und UK beschäftigt, der weiss, das dort besonders viele Kredite an Menschen vergeben wurden, die überhaupt keine Sicherheiten hatten. Als die Anzahl der nicht gedeckten Kredite zu gross wurde und es den Banken zu gefährlich, verkauften sie diese gebündelt mit anderen Papieren wieder an Banken ohne Sicherheit. Als dann alles aufflog, waren die Banken die die Kredite vergeben hatten in Sicherheit und die Schuldner pleite. Die Kredite waren nichts mehr wert. Die heraus gebenden Banken haben sich mit diesem Betrug dumm und dösig verdient. Die US-Administration ist aber nicht eingeschritten, wohl wissend das ihre „Partner“ in Europa aber brav die Regeln umsetzen und sogar ihre kleinen und mittleren Unternehmen dafür opfern.
Für die riesigen Verluste der US-/UK-Banken müssen aber alle Länder der Erde mit zahlen. Oft haben ja europäische Banken die Geschäfte der US-/UK-Freunde mit gedeckt. Als das Geld weg war, waren sie die ersten die nichts aus dem Konkurs bekamen. Millionen Menschen auf der ganzen Welt wurden also indirekt mit dafür haftbar gemacht, was geldgierige US-Banken bei Missachtung der Basel I-III Beschlüsse durchführten. Wohl wissend, dass gerade ihre Politiker diese Regeln von den Europäern gefordert hatten.
Viele der Probleme in der EU kann man auf solche „nicht“ ausgeführten gemeinsamem Vereinbarungen zurück führen. Auf gut Deutsch, wir werden in Europa von USA und UK masslos beschissen. Dabei gehen hier Firmen und Menschen kaputt und sie wissen oft nicht einmal warum.
Kaum einer schreibt oder berichtet darüber. Es scheint so, als ob die Medien ebenfalls in der Hand der US- und UK-Administration liegen. Dabei ist es ein Skandal sondergleichen. Tag, täglich gehen in der EU kleine und mittlere Betriebe deswegen kaputt, die Inhaber sind ruiniert und mancher begeht Selbstmord. Banken in den USA/UK erfreuen sich weiter ihren Spielen (siehe z.B. Schattenbanken, betrügerische Unternehmen, Bitcoin). Jetzt wo viele Betriebe in Europa Aufgrund der Basel I-III Beschlüsse pleite gegangen sind, führen die neusten Basel III – Beschlüsse zu einem Aufweichen der Regeln für die grossen Banken und Unternehmen. So nach dem Motto – wir sind jetzt alle nervigen Klein- und Mittelbetriebe los geworden, jetzt können wir für die grossen Banken die Zügel wieder lockern, damit sie fröhlich ihrem Spekulantentum frönen können. Bis wir beim nächsten Crash wieder alle kleinen Anlege ausnehmen können, wie die Weihnachtsgans.
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