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Nach dem ersten Lauf hatte Holdener ein weiteres die Hand nach ihrem ersten Sieg in einem Weltcup-Slalom ausgestreckt. Zweite war sie gewesen nach dem ersten Lauf, mit nur acht Hundertsteln Rückstand auf Shiffrin. Am Ende reichte es nicht ganz. Es blieb abermals ein Podestplatz, zum 25. Mal in dieser Disziplin.
Die Schwyzerin hat gleichwohl keinen Grund, Entgangenem nachzutrauern. Der 3. Platz ist Beweis genug für die nächste Steigerungsstufe. Dass sie zu den ersten Slaloms der Saison nicht in Hochform angetreten war, war zu einem grossen Teil der Pause in der Vorbereitung geschuldet, die sie wegen einer Schienbein-Fraktur hatte einlegen müssen.
Auch Michelle Gisin überzeugte ein weiteres Mal. Die Obwaldnerin belegte den 5. Platz. Eine noch bessere Klassierung vergab sie mit einem zeitraubenden Fehler im ersten Lauf.
Eine ganz starke Leistung lieferte auch Camille Rast ab. Die mit der Nummer 57 gestartete Walliserin überraschte mit dem 6. Rang, gewann im Slalom ihre Weltcup-Punkte und erfüllte die Selektionskriterien für die Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo. Das gleiche Ziel schaffte Mélanie Meillard. Die Neuenburgerin machte im zweiten Durchgang 13 Positionen gut und lieferte mit dem 13. Platz den zweiten Teil der Richtlinien ab. Im ersten Slalom des Winters war sie Neunte geworden.
Auch für Mikaela Shiffrin war es eine Rückkehr. Sie gewann zum ersten Mal seit einem guten Jahr wieder einen Slalom. Die Amerikanerin feierte ihren 68. Sieg im Weltcup, den zweiten in diesem Winter nach jenem im zweiten Riesenslalom in Courchevel, und den 100. Podestplatz. Katharina Liensberger verpasste ihren ersten Weltcup-Sieg – und den ersten einer Österreicherin in einem Slalom seit über sechs Jahren – erneut nur knapp. Die Vorarlbergerin, die in diesem Winter in dieser Disziplin schon zweimal Zweite und zweimal Dritte war, lag in der Endabrechnung 19 Hundertstel hinter Shiffrin zurück. Petra Vlhova, die dreifache Saisonsiegerin im Slalom, wurde Vierte.