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Mercier und Camier
|Medium:||Download|
|Dauer:||1 Std. 28 Min.|
|Original:||Deutsch|
- CHF 14.90
Der irische Nobelpreisträger schrieb ‹Mercier und Camier› 1946 in Paris – es war Samuel Becketts erster Versuch in französischer Sprache, den er aber erst 30 Jahre später veröffentlichen sollte. Der dialogisch angelegte Text ist eine Referenz an Gustave Flauberts Romanfragment ‹Bouvard und Pécuche› und gilt als Vorstufe zu Becketts späterem Welterfolg ‹Warten auf Godot›. Die Protagonisten sind in beiden Fällen zwei Landstreicher, die sich auf einer scheinbar ebenso ziel- wie zweckloser Wanderung durch eine öde Gegend befinden. Im Gegensatz zu Wladimir und Estragon, denen ein Treffen mit dem ominösen Godot versagt bleibt, erleben Mercier und Camier mit der Hure Hélène immerhin noch den Anflug eines erotischen Abenteuers.
Mit ausdrücklicher Erlaubnis des Autors adaptierten Otto Sander und Peter Fitz den
hochmusikalischen Text für die Bühne, als eine ‹entzückende Etüde› (Friedrich Luft)
für zwei melancholisch begabte Komiker. Über 20 Jahre lang gastierten sie damit
an vielen Theatern. 1982 entstand, in Zusammenarbeit mit der Zürcher Autorin und
Regisseurin Katja Früh, eine stimmige Radioversion. Diese ist heute eine grossartige Erinnerung an die zwei legendären Schauspieler Otto Sander und Peter Fitz (beide 2013 verstorben) und an den genial minimalistischen Theatraliker Samuel Beckett.