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In zwei Feldversuchen auf einer Ansaatwiese und einer Dauerweide wurde in der Region Bern-Solothurn während vier Jahren untersucht, wie sich die jahreszeitliche Verteilung des Graswachstums von Weiden mittels der mineralischen Stickstoffdüngung beeinflussen lässt. Die Jahresmenge von 150 kg N in Form von Ammonsalpeter wurde in vier Varianten verteilt: gleichmässig, frühjahrs-, sommer- und herbstbetont. Drei der vier Versuchsjahre waren durch Sommertrockenheitsperioden geprägt, die zu einem starken Abfallen des Trockensubstanzzuwachses (TS) im Hochsommer und zu relativ tiefen Jahreserträgen von 100-110 dt TS/ha führten. Trotzdem konnte mit der N-Düngung die Futterverteilung während des Jahres erheblich variiert werden. Es war möglich, etwa 10% des Gesamtjahresertrages vom Frühjahr auf den Spätsommer/Herbst zu verschieben. Die Verteilung des Stickstoffs beeinflusste den Jahresertrag nicht. Zu ungünstigen Zeitpunkten (Sommertrockenheit, Herbst) ausgebrachte N-Gaben waren nicht verloren und kamen später zur Wirkung. Mit der N-Düngung konnte der Futterertrag der Weiden im Mittel um 27 % gesteigert werden. Die mittlere N-Wirkung über alle Versuchsorte, Jahre und N-Verfahren betrug 16,3 kg TS/kg N. Es wird gefolgert, dass eine taktische N-Düngung zur Harmonisierung von Futterangebot und Futterbedarf wertvoll sein kann. Insbesondere auf Weiden mit Kleeanteilen unter 25 % kann die taktische N-Düngung, namentlich eine sommerbetonte Düngung, einen Beitrag zur Glättung der Zuwachskurve und zur Vereinfachung des Weidemanagements leisten.
Angepasste und leistungsfähige Futterpflanzensorten sind wichtig für das Grasland Schweiz. Bastardraigras ist ein vielseitiges Futtergras, das in den letzten 30 Jahren dank Züchtungsfortschritt ertragreicher, ausdauernder und krankheitsresistenter wurde.
Herbizidresistenzen bei Unkräutern sind weltweit ein zunehmendes Problem. Das Herbizidresistenz-Monitoring in der Schweiz soll dazu beitragen, die Mechanismen, die zu diesen Resistenzen führen, besser zu verstehen und den Herbizideinsatz besser zu steuern.
Agroscope hat Pflanzenschutzstrategien im Apfelanbau verglichen. Durch die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln verminderten sich die lokalen ökotoxikologischen Risiken, es ergaben sich aber andere Zielkonflikte bezüglich Umwelt und Wirtschaftlichkeit.