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Polestar 2
Die unwiderstehliche Anziehungskraft des schwedischen Polarlichts
Die neue, von Volvo kreierte Marke bringt ihr erstes, vollelektrisches Fahrzeug auf den Markt, den Polestar 2. Ein Modell mit allen notwendigen Argumenten, um Schweizer Kunden zu überzeugen.
Ursprünglich war Polestar ein unabhängiger Tuner, der Volvo insbesondere als Supertourenwagen bei Rennserien und Meisterschaften einsetzte, bevor er vom schwedischen Autohersteller aufgekauft wurde. 2017 wurde die Entscheidung getroffen, daraus eine neue Marke zu machen, die sich ganz dem Bau von High-End-Elektroautos widmet. Laut Polestar „ein Start-up mit 90 Jahren Erfahrung“.
Die Marke machte sich im gleichen Jahr mit der Präsentation ihres ersten Modells, dem Polestar 1, einen Namen. Dieser sportliche Plug-in-Hybrid, der einem modernisierten C70-Coupé mit Karosserie ähnelt, leistet 609 PS bei einem Drehmoment von 1.000 Nm. Er wurde in einer Auflage von 1.500 Exemplaren hergestellt und ist jetzt käuflich erhältlich.
Es wurde logischerweise auf den Namen Polestar 2 getauft und ist das erste vollelektrische Auto, das vom neuen schwedischen Hersteller in großen Stückzahlen verkauft wird
Das echte Zugpferd von Polestar wurde 2019 in Genf vorgestellt. Es wurde logischerweise auf den Namen Polestar 2 getauft und ist das erste vollelektrische Auto, das vom neuen schwedischen Hersteller in großen Stückzahlen verkauft wird. Auch wenn die Marke sowohl vom Geist als auch vom Design her vollständig schwedisch ist, werden alle Modelle des Polestar 2 in Chengdu hergestellt. Polestar ist zu 50 % im Besitz von Volvo und zu 50 % im Besitz des chinesischen Konglomerats Geely.
Dieses neue Modell war im Dezember 2020 auf dem Schweizer Markt eingeführt. Das Geschäftsmodell ist 100 % digital: Der Polestar 2 kann nur auf der offiziellen Website der Marke bestellt werden. Aber es ist möglich, ihn in den beiden Polestar Spaces, die in Genf und Zürich eingerichtet wurden, zu sehen und Probe zu fahren. Diese Zentren dienen auch als Ausgabestelle des Fahrzeugs.
Der Polestar 2 hat viele überzeugende Argumente, angefangen mit seinem Aussehen: ein Fastback-Look mit straffen Linien. Es ist schwer, sich die Dimensionen des Autos auf einem Foto vorzustellen: Obwohl es wie eine Zwei-Körper-Limousine aussieht, ist es hochgelegen und erreicht eine Höhe von 1,47 m. Das ist kein Wunder: Der Polestar 2 basiert schließlich auf der CMA-Plattform von Volvo, genau wie der SUV XC40. Und dabei handelt es sich nicht um die einzige Anspielung auf den Mutterkonzern: Das straffe Design und die Frontscheinwerfer in Form eines Thorshammers erinnern eindeutig an Volvo. Am Heck bildet eine Fläche aus 288 LED-Lampen ein Lichtband, das beim Öffnen des Fahrzeugs in einem gut eingespielten Ballett aufleuchtet.
Der Polestar 2 fährt sich so dynamisch wie er aussieht: Die beiden Motoren entwickeln zusammen eine Leistung von 300 kW (408 PS) und ein Drehmoment von 660 Nm, die von einem Allradantrieb auf alle vier Räder übertragen werden. Dank eines 78-kWh-Batteriesatzes hat der Polestar 2 eine Reichweite von 470 km gemäß WLTP-Standards.
Steigt man in das Fahrzeug ein, entdeckt man eine Kabine mit einem sehr nordischen Design und einer den Volvo-Kunden vertrauten Oberflächenausführung. In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein riesiger Touchscreen mit einer Diagonale von 11,15 Zoll. Dieses Infotainment-System wurde in Zusammenarbeit mit Google entwickelt und läuft auf Android Automotive OS. Man braucht nur „Hey Google“ zu rufen, um Zugriff auf alle Steuerelemente des Fahrzeugs und vieles mehr zu haben: So ist die Software beispielsweise nie um einen gut Witz verlegen. Man braucht sie nur zu fragen... Ein weiterer bemerkenswerter Punkt an Bord: Die Kabine ist zu 100 % vegan.
Der Polestar 2 ist serienmäßig perfekt ausgestattet und bietet nur zwei Optionen: die „echte“ Lederpolsterung und das Performance Pack, mit dem unser Testwagen ausgestattet war. Er verfügt über einstellbare Öhlins-Stoßdämpfer, Brembo-Bremsen und 20-Zoll-Felgen. In Kombination mit den lackierten Bremssätteln verleihen diese dem Auto einen umwerfenden Look.
Damit kommen wir zum Thema Fahrverhalten. Um loszufahren, setzt man sich einfach auf den Fahrersitz und startet den Motor! Dank verschiedener Sensoren springt das Auto automatisch an. Und was für ein Start! Die 408 PS des Polestar 2 katapultieren ihn in nur 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Straßenlage ist genau richtig: ein erstaunliches Maß an Griffigkeit und eine unerschütterliche Balance. Der Fahrkomfort ist außergewöhnlich, insbesondere dank des „Ein-Pedal-Fahrens“: Die Verzögerung beim Anheben des Gaspedals reicht aus, um das Fahrzeug in 80 % der Verkehrssituationen abzubremsen.
Am Ende eine nahezu makellose Leistung von Polestar. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Konkurrenten – allen voran die Amerikaner – besorgt sind. Um so mehr, als dass der Einstiegspreis angesichts des gebotenen Leistungsniveaus mit 57.900 CHF und einer Garantie von zehn Jahren vollkommen wettbewerbsfähig bleibt (das Performance Pack kostet zusätzlich 6.000 CHF). Volvo ist im Begriff, eine ziemlich verrückte Wette zu gewinnen: in nur drei Jahren eine neue Marke zu schaffen. Ein regelrechtes Polarlicht.
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