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- Jérémy Desplanches holt in Budapest über 200 m Lagen EM-Silber. Gold geht nach Spanien.
- Nach 3 Vierteln des Pensums liegt der Genfer noch in Führung.
- Zur Titelverteidigung fehlen Desplanches schliesslich 19 Hundertstel.
- Alles zu den weiteren Schweizern, die am Donnerstagabend im Einsatz standen, finden Sie hier.
Wenig hat gefehlt und Jérémy Desplanches hätte bei den Europameisterschaften in Budapest seinen Titel über 200 m Lagen von 2018 verteidigt. Der Genfer lag nach jeweils 50 m Delfin, Rücken und Brust bei der letzten Wende knapp in Front. Auf der Crawl-Strecke musste sich Desplanches aber vom Spanier Hugo Gonzalez de Oliveira noch knapp abfangen lassen.
Desplanches schlug in 1:56,95 Minuten an, 19 Hundertstel nach Gonzalez de Oliveira, der bei der letzten Wende bloss Rang 4 belegt hatte. Seinen Schweizer Rekord verpasste der Vize-Weltmeister von 2019 um knapp 4 Zehntelsekunden. Platz 3 ging an den Italiener Alberto Razzetti (1:57,25).
Mir bleiben zwei Monate Training, damit ich die ganze Strecke sauber durchstehen kann.
«Das war wirklich ein sehr hartes Rennen. Meine Zeit ist nicht schlecht, aber am Ende wurde es ganz schwierig. Meine Beine schmerzten», meinte Desplanches nach dem Rennen. Eine ähnliche (Leidens-)Erfahrung auf der Crawl-Strecke hatte er schon vor zwei Jahren im WM-Final in Gwangju gemacht. «Mir bleiben zwei Monate Training, damit ich die ganze Strecke sauber durchstehen kann.» Gelingt ihm dies, so liegt auch in Tokio eine Medaille in Reichweite.
Erst dritte Schweizer EM-Medaille seit 2008
Die Silbermedaille des 26-Jährigen von Genève Natation ist das insgesamt 12. Edelmetall für die Schweiz an Langbahn-Europameisterschaften. Seit 2008 gewannen nur noch Desplanches (Gold 2018 und Silber 2021) und Maria Ugolkova (Bronze 2018) eine Medaille.