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Schweiz, 2. Hälfte 16. Jh.
Eisen geschmiedet, geätzt
L. gesamt 250 cm
L. Eisen mit Federn 119 cm
Inv. 1903.139.
Die siegreichen Schlachten der Eidgenossen gegen die Habsburger bei Morgarten 1315 und Sempach 1386 begründeten den Ruhm der Halbarte. Seit dem Aufkommen eines eidgenössischen Nationalbewusstseins im 16. Jahrhundert wird sie bis heute als Symbol schweizerischer Wehrhaftigkeit eingesetzt. Obwohl die Halbarte im 16. Jahrhundert ihre militärische Bedeutung allmählich verloren hatte, wurden noch im 17. Jahrhundert grosse Mengen "Sempacher Halbarten" hergestellt. Die ältere Halbarte setzte sich aus dem Beilblatt mit Schneide und der Tülle zusammen; nach oben lief das Blatt in eine Spitze aus. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelten sich Stossspitze und Haken. Die Halbarte wurde als Hieb- und Stichwaffe benutzt. Sie eignete sich sowohl zur Verteidigung als auch zum Angriff. Als diese Waffe im 16. Jahrhundert ihre militärische Funktion einbüsste, wurde die Form in dekorativer Auflösung verändert. Die abgebildete Halbarte vertritt diesen späten Typus: die Schneide ist halbmondförmig gebildet, an den Seiten eingezogen und gezackt, die Stossspitze ist überaus lang, auch der flächige Schnabelhaken ist eingezogen. Die Waffe ist mit geätztem Bandelwerk überdeckt, das auf den Beilflächen von je einem Medaillon mit Frauenbüste und Krieger belebt wird. Der achteckige Schaft ist mit zahlreichen Messingnägeln beschlagen.
Basel, 18. und 19. Jh. Von links nach rechts: Uniform des Basler Kriegskommissars (1817-1831) Johann David La Roche Inv. 1893.70. Uniform eines Jägerwachtmeisters zu Pferd um 1830 lnv. Nr. 1905.5586. Uniform eines Offiziers der Freikompanie Ende 18. Jh. Inv. 1927.210. Uniformrock eines Offiziers der Helvetischen Republik um 1800 Inv. 1894.131.b. Uniformrock eines Grenadiers des 1. Basler Regimentes um 1810 Inv. 1905.5591. Säbel: Inv. 1917.72., 1896.208., 1913.561.