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Es klingt unglaublich, aber tatsächlich kann es passieren, dass irgendwo in einer Stadt oder in einer Landschaft der Boden plötzlich einbricht. Die tiefe Senke, die dabei entsteht, nennt man Doline (Punkt 1 oben). Der Grund für die Absenkung ist: Unter der Erde gibt es viele Hohlräume – etwa Grotten oder Tunnels. Und es gibt unterirdische Wasserläufe (2). Wenn die Decke eines Hohlraums dünn oder brüchig ist, kann sie durch das Wasser Risse (3) bekommen und einstürzen. Das führt dazu, dass die Strasse oder die Wiese darüber absackt.
In der Schweiz gibt es die meisten Dolinen im Jura, auf engem Raum bei Bex im Kanton Waadt. Denn in Bex besteht ein grosser Teil des Geländes aus Gips, einem Gestein, das sich in Wasser auflöst und deshalb nachgibt (4). Viele Gebäude in dieser Region sind im Lauf der Zeit um ein bis zwei Meter abgesunken und mussten evakuiert werden (5). Es gibt sogar eine Doline in der Mitte eines Fussballfelds (6)!
Manchmal ist die Absenkung, die entsteht, nur eine leichte Vertiefung, die ein wenig wie ein Trichter aussieht. Dann nennt man sie Pinge (7). Pingen entstehen meist bei Bauarbeiten unter der Erde, wenn man weiches Gestein durchbricht.
Besonders spektakulär ist die Doline, die 2010 in der südamerikanischen Stadt Guatemala entstand: Die Ursache ist noch nicht klar. Man vermutet, dass auch hier ein Hohlraum unter dem Boden vorhanden war und ein starker Regen zu einem Erdrutsch geführt hat.
Bereits 2007 entdeckten die Stadtbewohner eines Morgens ein 100 Meter tiefes Loch. Darin war ein ganzes Dutzend Häuser verschwunden. Die Ursache war vermutlich eine Kanalisation, die in einem lockeren Gestein gebaut worden und zusammengebrochen war.
Der «Blick» berichtete über die Erdlöcher in Guatemala-Stadt