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Zwangsnutzung wegen Trockenheit und Borkenkäfer befall
Durch den sehr trockenen Sommer wurden die Fichten und Föhren in den unteren Lagen sehr geschwächt. Durch die lange Trockenheit konnte sich der Borkenkäfer extrem vermehren und sogar eine 3 Generation bilden. Bei den Föhren heisst der Übeltäter kleiner Waldgärtner und bei den Fichten ist es der Buchdrucker, welcher die bekannteste Art under den Borkenkäfern ausmacht. Der Buchdrucker ist auch die wirtschaftlich wichtigste der über hundert in der Schweiz vorkommenden Borkenkäferarten. Es ist zu erwarten, dass es mit dem Klimawandel häufiger zu Befall durch Schaderreger kommen wird. Ein wärmeres Klima kann zudem das Überleben von gebietsfremden Schädlingen begünstigen, gegen welche die Bäume weniger gut gewappnet sind als gegen die Einheimischen.
In der Schweiz werden bei Borkenkäferbefall fast ausschliesslich mechanische Bekämpfungsmassnahmen getätigt, indem befallene Bäume gefällt und entrindet oder abgeführt werden. Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist im Wald stark eingeschränkt und wird nur im äussersten Notfall eingesetzt. Das Brutmatarial, hauptsächlich in den Baumwipfeln, wird so schnell wie möglich gehackt, damit noch möglichst viele Käfer erwischt werden.
Bei grossflächigem Befall wird die Gemeindebetriebe Bonaduz/Rhäzüns wieder junge Bäume einpflanzen. Dies sind dann Arten wie Bergahorn, Eichen, Vogelbeeren oder Kirschbäume, welche die Klimaerwärmung besser ertragen.