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Bis 2030 werde es eine Flut von Lebensmittel-Innovationen geben, sagte die britische Foodtrendforscherin Morgaine Gaye dem Fachportal foodnavigator.com. Dabei werde es in erster Linie nicht um neue Aromen und Geschmäcker gehen, sondern vor allem um die Textur, ist Gaye überzeugt. Die «wichtigste Zutat der Zukunft» sei deshalb – die Luft. Luft erlaube es Produzenten, die Textur ihrer Lebensmittel zu verändern und sie dadurch gesünder zu machen – und in machen Fällen auch günstiger.
Manche Konsumenten würden keine Avocados mögen, weil sie deren Textur als schleimig empfänden, macht Gaye ein Beispiel. Durch die Zugabe von Luft und indem man die Avocadomasse knusprig mache, könne ein ganz neues Kundensegment erschlossen werden. «Das werden wir in Zukunft häufiger sehen», so Gaye.
Luft ermögliche es Produzenten auch, weniger Rohstoffe zu verwenden und den Kaloriengehalt ihrer Produkte zu senken. «Wenn die Rohstoffpreise steigen, können Produzenten Luft beifügen und mit der selben Menge Rohmaterial mehr Volumen produzieren.» Eine Möglichkeit sei es, einen Schokoladenriegel zum Beispiel nicht massiv, sondern gitterförmig zu produzieren. «Im Mund fühlt sich das an, als würde man ein grosses Stück Schokolade essen, dabei ist da meiste nur Luft», sagt Gaye. So kriege man ein interessantes Esserlebnis, ohne mehr Schokolade zu essen.
Das Ende des Proteintrends
Ausserdem sagt Gaye voraus, dass der Proteintrend in den nächsten zehn Jahren verschwinden werde und dass es bei Früchten und Gemüsen zu einer Renaissance der Sortenvielfalt kommen werde.