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Nachdem die ersten Kindergarten-Kinder das Schulalter erreicht hatten, fragten wir uns: Was wird nun aus ihnen? Wir fühlten uns gedrängt, diesen Kleinen auch eine gute Schulbildung zu ermöglichen und gründeten die ethos open hands-Schule.
Bis im Sommer 2010 waren die Schüler in einem alten Holzpavillon untergebracht. Seit Herbst 2010 steht das neue Schulgebäude.
270 Kinder werden in acht Klassen von christlichen Lehrkräften unterrichtet. Dazu kommt die einjährige Vorschulklasse.
Kinder aus sozial schwachen Familien aller in der Region vertretenen Volksgruppen werden aufgenommen. Die Kinder erhalten nicht nur kostenlosen Unterricht, sondern auch eine warme Mahlzeit und Aufgabenhilfe.
Die Roma – ein ungeliebtes Volk
Die durch Armut benachteiligten Kinder – besonders die Roma – brauchen unsere Hilfe. Ein Grossteil der Roma-Eltern sind Analphabeten. Zwei Drittel aller Roma leben unter dem Existenzminimum von 100 Euro pro Monat. Sie können kaum Geld für Bücher oder den Schulbus erübrigen. Sie leben am Rand der Gesellschaft in regelrechten Ghettos. Die Siedlungen sind ohne fliessendes Wasser und ohne Strom.
Roma-Kinder, die eine staatliche Schule besuchen, werden häufig nicht nur von anderen Schülern sondern auch von Lehrern diskriminiert und herabgesetzt. Man schenkt ihnen weniger Aufmerksamkeit und unterlässt es sie zu fördern. Einer Studie zufolge konnte ein Drittel der erfassten Roma-Schüler nach sechs Jahren Schulbesuch in der staatlichen Schule nicht richtig lesen und schreiben. Besonders schlecht sind die Bildungschancen für die Roma-Mädchen. Viele können den Unterricht nur unregelmässig besuchen, da sie sich um ihre kleineren Geschwister kümmern müssen. Andere brechen die Schule ab, weil sie früh verheiratet werden.
Bei uns sind alle Kinder willkommen.