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Im Fokus des Projekts standen «moderne», oft polare Wirkstoffe wie Fungizide und Insektizide. Zu denen gibt es sowohl in Afrika als auch in Zentralamerika noch kaum Regulierungen. Sie werden aber offensichtlich breit angewendet. In einzelnen Proben aus Bächen fanden die Forschenden Wirkstoffe in Konzentrationen, die deutlich über den Grenzwerten lagen, wie sie die Schweiz kennt. Und auch in Bohrlöchern und Weihern, aus denen die Bevölkerung ihr Trinkwasser bezieht, wurden problematische Konzentrationen gefunden. Ausserdem – und das war überraschend – fand das Team Substanzen im Wasser, die kaum auf den Feldern versprüht werden, darunter das in der Schweiz inzwischen verbotene Insektizid Chlorpyrifos. Die Forschenden vermuten, dass das Mittel zur Bekämpfung von Mücken und Milben in Ställen eingesetzt wird und zum Beispiel mit Hofdünger in die Umwelt gelangt.
Das Projekt «Pestrop» wurde gemeinsam geleitet vom Wasserforschungsinstitut Eawag und dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut.