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Wie die beiden Hauptangeklagten Pierin Vincenz und Beat Stocker haben auch die anwesenden Mitbeschuldigten vor dem Bezirksgericht Zürich ihre Unschuld beteuert. Die Anklageschrift lasse ihn noch immer «perplex» zurück, meinte einer der drei am Mittwoch befragten Männer.
Dass etwa Vincenz gemäss Anklage eine Provision von zwei Millionen Franken hätte erhalten sollen, wenn er seine Raiffeisengruppe zum Kauf eines Fussballstadions bewegen könnte, stellte einer der Mitbeschuldigten als nichts Aussergewöhnliches hin.
Wenn in der Immobilienbranche ein Verkauf zustande komme, werde häufig auch eine Kommission fällig, hielt der Beschuldigte fest. Eine solche Provision werde nicht aktiv im Sinne einer Bestechung angeboten, und letztlich sei es auch egal, an wen diese am Ende gehe.
Stadion-Deal kam nicht zustande
Im Fall des Stadions war es zu keinem Abschluss gekommen – es war damit am Ende auch keine Provision geflossen. Laut Anklageschrift kamen Vincenz und Stocker – unter anderem wegen eines Gutachtens zu den Ertragsperspektiven des Stadions – zum Schluss, «dass es nicht möglich sein würde, die Entscheidgremien der Raiffeisengruppe von dieser Transaktion zu überzeugen».
Zwei weitere Mitbeschuldigte wiesen im Rahmen der Befragung die ihnen vorgeworfenen Punkte ebenfalls zurück. Sie würden sich unschuldig fühlen, sagten sie auf entsprechende Fragen des Richters.
Ein vierter Mitbeschuldigter, der den ersten Verhandlungstagen coronabedingt fern bleibt, wird am 9. Februar befragt. Der fünfte ist wegen einer neurologischen Erkrankung vom Besuch der Verhandlung dispensiert.
Der Prozess vor dem Bezirksgericht Zürich geht nun mit den Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Privatklägern und Verteidigungen weiter. Dies wird mehrere Tage in Anspruch nehmen.