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Für die Vereinigten Staaten prognostiziert Pictet ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,5% im Jahr 2016 und 2,0% im Jahr 2017. Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten sorgte zwar für viel Aufsehen, könne aber auch positive Elemente haben, sagte Roelli an einer Medienkonferenz in Zürich. Der Pictet-Spezialist befürchtet jedoch, dass das US-Haushaltsdefizit unter der Ägide Trumps eher steigen wird, da die massiven Infrastrukturinvestitionen die Inflation nach oben drücken könnte.
Für den Euroraum zeigt sich die Bank etwas zurückhaltender. Hier sehen die Experten ein Wachstum von 1,6% für 2016 und 1,3% für 2017. "Europas Brandherde müssen über die kommenden Monate und Jahre gelöscht werden", warnte Roelli. Die Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar könne zwar unter die Parität fallen, sei aber kein Problem für europäische Exporteure und die Eurozone bleibe ein Treiber des globalen Wachstums.
Daher empfiehlt Pictet nicht nur in US-Aktien zu investieren, sondern auch in europäische Titel. Letztere bieten laut Bank ein Aufwärtspotenzial im Zuge einer möglichen Erholung der Unternehmensgewinne. Der Analyst empfiehlt zudem defensive Aktien zu reduzieren und zugunsten von zyklischen Werten und Finanzwerten zu gewichten. Auf den Schweizer Aktienmarkt bezogen meint Roelli, dass Schweizer Aktien vor allem aufgrund der Dividendenrendite nach wie vor gut positioniert sind.
al/sta/tp
(AWP)