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Der im ursprünglichen Bebauungsplan von Herman Baur zentral angelegte grosszügige Freiraum wird als städtebauliche Qualität respektiert und bleibt als kohäsives Element und nutzbarer Aussenraum für den Schulcampus erhalten. Zugleich erlaubt das Konzept einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Land: eine zukünftige Erweiterung des Lehrraumes bleibt somit möglich.
Diese Vielfältigkeit wiederspiegelt sich im räumlichen Konzept: Bereiche für einzelne Aktivitäten können durch schwere, akustisch wirksame Vorhänge fexibel definiert werden. Die Anordnung der Vorhangschienen, Beleuchtung, Lautsprecher und Lüftungsauslässe wird zu einem pragmatischen Ornament an der mit dem groben Akustikputz belegten Decke komponiert. Der Zickzackverlauf der Front unterstützt die Zonierung des Hauptraumes, während die räumlichen Grenzen durch eine transluzente Hülle optisch weichgezeichnet werden.
Der Weg von der Strasse zum Klassenzimmer wird als eine Raumsequenz entworfen, in welcher der Massstab und Öffentlichkeitsgrad schrittweise verkleinert werden und zugleich der für die Kinder attraktive Bezug zum metropolitanen Leben nicht verloren wird. Diese Sequenz setzt sich im Inneren des Gebäudes fort und findet ihren Abschluss in dem, auf das Bedürfnis der Geborgenheit und des überschaubaren Umfeldes konzipierten Klassencluster.
Der deutliche Dachüberstand schafft in Verbindung mit der durchgehenden Verglasung einen fliessenden Übergang zwischen dem Innenraum der Aula und den Aussenräumen. Die Dachoberfläche wird mit dunklen und unregelmässig gebrannten keramischen Biberschwanz-Dachschindeln belegt. Das den Bauvorschriften streng folgende Bauvolumen wird als gestalterisches Potential mit architektonischen Themen belegt und ermöglicht im Sinne des Baugesetzes eine optimale Eingliederung in seine Nachbarschaft.