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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch IX.
27.
Festgehalten wird bei ihnen an der Lehre von der Auferstehung; sie bekennen, daß auch das Fleisch nach der Auferstehung unsterblich sein werde, wie es die Seele schon jetzt sei; von ihr behaupten sie, daß sie nach der Trennung vom Leibe an einem luftigen hellen Ort bis zum Gericht ausruhe; diesen Ort haben die Griechen, nachdem sie von ihm gehört, der Seligen Inseln genannt. Aber auch andere ihrer Meinungen haben sich viele Griechen angeeignet und ihre eigenen Anschauungen daraus gebildet. Es ist nämlich ihr (der Juden) Gotteskult älter als der aller anderen Völker, und alle, die über Gott oder über die Schöpfung gesprochen haben, haben nachweisbar ihre Grundlagen gerade aus der Gesetzgebung der Juden hergenommen; dies haben vorzugsweise Pythagoras und die Anhänger der Stoa, von den Ägyptern unterrichtet, getan. — Die Essener sagen auch, es werde ein Gericht stattfinden und ein Weltbrand, und die Ungerechten würden für die [S. 262] Ewigkeit gestraft werden. Sie verlegen sich auch auf Wahrsagerei und auf das Vorhersagen der Zukunft.