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Forschungsprojekte
Forschungsleitung
Forschungsteam
Alexander Grob; lic.phil. Marie-Claire Frischknecht
Projektbeschreibung
IDEE UND KONZEPT
Die Intelligence and Development Scales 3-5 (IDS 3-5) stellen eine Erweiterung der an der Fakultät für Psychologie der Universität Basel entwickelten Intelligence and Development Scales (IDS; Grob, Meyer und Hagmann-von Arx, 2009) dar. Die IDS wurden in der Tradition der Intelligenzverfahren von Alfred Binet und Josefine Kramer erstellt und ermöglichen eine differenzierte entwicklungspsychologische Standortbestimmung von Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren in den Funktionsbereichen Psychomotorik, Kognition, Sprache, Mathematik, sozial-emotionale Kompetenz und Leistungsmotivation. Mit den IDS 3-5 soll der Altersbereich nach unten erweitert werden, so dass Kinder zwischen 3;0 und 5;11 Jahren erfasst werden können.
Die IDS 3-5 orientieren sich konzeptuell stark an den IDS 5-10, wobei die Aufgaben sowie die Gewichtung der Bereiche an den Entwicklungsstand von Vorkindergarten- und Vorschulkindern angepasst werden. Neu hinzu kommen Untertests zur Belohnungsaufschiebung (Delay of Gratification), zur Theory of Mind sowie zur auditiven und taktilen Wahrnehmung. Ziel ist es, ein differenziertes Instrument zur möglichst zeitökonomischen Erfassung des Entwicklungsstandes von drei- bis fünfjährigen Kindern zu erstellen.
GEPLANTE STUDIEN UND ZEITPLANUNG
Vorgängig wurde eine Vorstudie mit 20 bis 40 Kindern im Raum Basel-Stadt und Zürich durchgeführt, um die Eignung der Testaufgaben zu überprüfen. Der Abschluss der Vorstudie fand im Frühling 2009 statt, so dass die Evaluation der Vorstudie und die Bereinigung der Aufgaben im Sommer 2009 erfolgen konnte.
Darauf soll eine Pilotstudie mit ca. 120 Kindern im Raum Basel-Stadt und Zürich folgen, in der das Testmaterial im vollständigen Ablauf überprüft wird. Der Abschluss der Pilotstudie ist auf Ende 2009/ Anfang 2010 geplant.
Eine umfassende Standardisierungs- und Validierungsstudie soll dann im Frühling/Sommer 2010 starten. Diese soll mindestens zweihundert Kinder an verschiedenen Standorten der Deutschschweiz (evt. auch in Deutschland und Österreich) umfassen und spätestens im Herbst/Winter 2010 abgeschlossen sein. Als Validierungsmasse sollen Teile des Wiener Entwicklungstests (WET) sowie des Entwicklungstests sechs Monate bis sechs Jahre (ET 6-6) mit denselben Kindern durchgeführt werden. Zudem werden Eltern und Betreuungspersonen per Fragebogen dazu angehalten, deskriptive Angaben sowie Angaben zum Entwicklungsstand der Kinder zu geben.
FUNKTIONSBEREICHE DER DS
1) PsychomotorikGrobmotorikVisuomotorikFeinmotorik
2) KognitionWahrnehmung visuellWahrnehmung auditivWahrnehmung taktilWahrnehmung haptischAufmerksamkeit selektivGedächtnis räumlich-visuellGedächtnis phonologischGedächtnis auditivDenken konzeptuellDenken bildlichDenken mathematisch-logisch
3) SpracheSprache rezeptivSprache expressivWortschatz
4) Sozial-emotionale KompetenzEmotionen erkennenEmotionen regulierensoziale Situationen verstehenSoziale HandlungskompetenzTheory of Mind
5) LeistungsmotivationDurchhaltevermögenLeistungsfreudeDelay of Gratification
Kommentar
Freie Plätze im Projekt: 2‐3