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Jahresversammlung
Statuten, Ziele, neuer Präsident
Auf den 8. April wurden die ersten SOH-Statuten geschaffen und in Kraft gesetzt. An Zweck und Ziel der Organisation wurde wenig geändert. Sie führte nun vorläufig den Doppelnamen "Schweizerische Organisation der Homophilen / Club 68 (SOH)" und bezweckte die Wahrung von Interessen und die Förderung der Zusammengehörigkeit ihrer Mitglieder. Das sollte unter anderem erstrebt werden durch:
- Herausgabe einer Zeitschrift
- Beratung der Mitglieder
- Führung eines Archivs
- Aufklärung der Öffentlichkeit, insbesondere Kontaktnahme mit wissenschaftlichen Institutionen
- Eintreten gegen Diskriminierung der Mitglieder
- Zusammenarbeit mit Organisationen mit ähnlicher Zielsetzung
Die Unterteilung der Mitglieder in passive und aktive wurde beibehalten, ebenso die besonderen Rechte und Pflichten der letzteren. Zusätzlich war nun die Ernennung von Ehrenmitgliedern möglich.
An derselben Jahresversammlung vom 8. April wurde Werner Tanner, der mit Werner Ammann zeichnete, zum neuen Präsidenten gewählt. Er führte die SOH im selben Kurs weiter wie sein Vorgänger den Club 68, achtete aber wenig auf Finanzen und andere Wertbestände, worauf es zwei Jahre später zu einem vorzeitigen Abgang in nicht erfreulicher Situation kam.
Werner Tanner wurde Jahre später eine bekannte Persönlichkeit der Szene, als er zusammen mit seiner Schwester das rustikale "Alt Züri" (Restaurant und Bar) an der Schoffelgasse im Niederdorf führte. Er machte es mit regelmässigen Vorlesungen von Autoren und Schauspielern, wie auch mit Musikabenden, darunter das Gay Singing, zum beliebten Treff für viele. Nach rund 15 Jahren musste er den Betrieb wegen Umbau des Hauses auf Ende Juni 2006 einstellen.
Ernst Ostertag, Juni 2006