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Die letzten Schlagzeilen lieferte Ponant eben im vergangenen September: Erstmals bewältigten zwei Schwesterschiffe derselben Reederei fast gleichzeitig die legendäre Nordwest-Passage von Grönland der arktischen Kanada-Küste entlang nach Sibirien. Damit unterstrich Ponant ihre explizite Kompetenz für Schiffsreisen in polaren Regionen; ihre eleganten, eisverstärkten Megayachten sind sowohl in der Arktis (im Sommer) wie in der Antarktis (im Winter) zu Hause – und dazwischen in vielen weiteren Revieren weltweit.
EDLE BAUSERIE MIT STIL
Gegründet wurde die Reederei 1988 in Nantes (Frankreich) als Compagnie du Ponant (heute nur noch Ponant) von drei Privatpersonen. Das erste Schiff war die stimmungsvolle 3-Mast-Barke Le Ponant für 64 Passagiere, die noch heute Teil der Flotte ist. Dazu stiessen in den folgenden Jahren die beiden etwas grösseren Einheiten Le Levant und Le Diamant. 2006 verkauften die Eigner die Reederei an die in Marseille beheimatete CMA CGM, eine der grössten Container-Reedereien der Welt; auch der Sitz von Ponant wurde nach Marseille verlegt.
Mit dieser starken Mutter im Rücken startete Ponant ein ambitioniertes Neubau-Programm: 2010 wurde das erste Schiff baugleicher Einheiten ausgeliefert, die Le Boréal. 2011 folgte die L’Austral, 2013 die Le Soléal und in diesem Jahr die Le Lyrial – man darf davon ausgehen, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Bei diesen Schiffen handelt es sich um elegante Megayachten (10 700 BRZ) für 264 Passagiere, die von der italienischen Fincantieri-Werft erbaut wurden und mit ihrem modernen Design zu gefallen wissen. Gleichzeitig wurde die Flotte bereinigt: Die Le Levant wurde an Paul Gauguin Cruises verkauft (heute Tere Moana) und das Expeditionsschiff Le Diamant an Quark Expeditions (heute Ocean Diamond).
Im September 2012 trennte sich CMA CGM wieder von ihrer Kreuzfahrten-Tochter und verkaufte das Unternehmen an die britische Private-Equity-Firma Bridgepoint. In diesem Sommer kam es erneut zu einem Handwechsel: Ponant wurde von der französischen Artémis Holding des Unternehmers (und Milliardärs) François Pinault übernommen. Zu Artémis gehören u.a. Luxusmarken wie Gucci und Yves Saint-Laurent oder auch das Auktionshaus Christie’s. Dieser Schritt dürfte der Reederei das weitere Wachstum und die internationale Expansion sichern. Übrigens: Jean-Emmanuel Sauvée, Mitbegründer der Reederei, ist heute noch als Präsident an Bord.
An Bord der Ponant-Schiffe herrscht der französische Lebensstil (und die französische Sprache) vor — ungezwungenes «savoir vivre ». Die Küche ist entsprechend gepflegt, der Service herzlich und der Kapitän und die Crew sind stets ansprechbar. Auf jedem Ponant-Schiff befindet sich aber auch immer mindestens ein deutschsprachiger Ansprechpartner, und auf einzelnen Reisen werden zudem Lektorate in deutscher Sprache gehalten.
Weltweit unterwegs
Alaska, die Arktis, Nordeuropa, das Baltikum und das Mittelmeer sind die Cruise-Reviere der Ponant-Schiffe im nächsten Sommer. Im Winter 2016/17 stehen vor allem wieder die klassischen Expeditionsreisen in die Antarktis im Vordergrund (mit drei Schiffen), weitere Fahrtgebiete sind der Pazifik, Asien, die Karibik und erstmals Südafrika. www.ponant.de