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Vor über einer Woche traten die Piloten der Scandinavian Airlines (SAS) wie bereits zuvor angedroht in einen unbefristeten Streik. Der Streik dauerte mehrere Tage, ist nun aber zu Ende: Nach 36-stündigen Marathonverhandlungen in Oslo konnte eine Einigung erzielt werden, und zwar mit allen vier involvierten Pilotenvereinigungen. Damit hat der Streik am 26. April begonnene und am 2. Mai um 23.00 Uhr offiziell beendete Streik insgesamt 167 Stunden gedauert.
Während der Europaverkehr heute mehrheitlich problemlos über die Bühne ging, gab es heute Freitag (sowie noch morgen Samstag) noch Probleme im Langstreckenverkehr. Insgesamt 19 internationale Routen ab Stockholm, Oslo und Kopenhagen sind annulliert, weil die Crews noch positioniert werden müssen. Ab Sonntag müsste bei SAS wieder Normalbetrieb herrschen. Insgesamt über 4000 Flüge wurden annulliert und 400'000 Passagiere waren betroffen. Wie stark sich dies auf das SAS-Ergebnis ausgewirkt hat, ist noch nicht bekannt. Experten schätzten die täglichen Verluste auf umgerechnet rund sechs bis acht Millionen Euro.
Gemäss der auf drei Jahre angelegten Vereinbarungen erhalten die Piloten 2019 eine Lohnerhöhung um 3,5 Prozent, gefolgt von drei Prozent 2020 sowie vier Prozent 2021. Laut dem dänischen Portal check-in.dk entspricht dies über drei Jahre gesehen bei den den Captains einer Lohnverbesserung um durchschnittlich rund 125'000 Kronen über drei Jahre, also umgerechnet rund 19'000 Franken; am anderen Ende der Seniorität erhalten jüngere Piloten immerhin 50'000 Kronen (rund 7600 Franken) mehr, also rund 2500 Franken pro Jahr, sprich gut 200 Franken pro Monat. Hinzu kommen einige - von den Piloten geforderte - Zugeständnisse bei der Planbarkeit ihrer Arbeitszeiten im Cockpit.