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Der Sperber ist der Namensgeber der Aargauer Jungbirdergruppe Nisus. Hier findest Du ein paar spannende Fakten zu diesem einheimischen Raubvogel aus der Familie der Falkenartigen.
Der Sperber war in den 70er Jahren unmittelbar vom Aussterben bedroht. Schuld war der Einsatz von DDT, einem flächendeckend eingesetzten Pestizid. Als Endglied einer Nahrungskette reicherte sich in seinem Körper das Gift an und führte dazu, dass der Sperber keinen Bruterfolg mehr hatte. Mit dem Verbot von DDT hat sich auch der Bestand des Sperbers erholt. Er gilt heute nicht mehr als bedroht.
Sperber gelten als Meister der Überraschung. Sie jagen vom hohen Ansitz aus oder fliegen ihre Jagdflüge entlang von Hecken. Dabei suchen sie sich ihre Beute aus Schwärmen von Singvögeln. Sperber erreichen keine Höchstgeschwindigkeiten. Ihr Körperbau und das Gefieder befähigen sie jedoch zu äusserst wendigen Flugmanövern.
Eine Besonderheit dieser Art ist der grosse Geschlechterdimorphismus (Unterschied des Erscheinungsbilds zwischen Männchen und Weibchen). Starke Unterschiede bestehen bezüglich Grösse und Färbung, wobei die Weibchen bis zu einem Drittel grösser sind und Beute in der Grösse von Tauben jagen, während Männchen Vögel in der Grösse von Sperlingen oder Meisen schlagen.
Das Verb "sperbern" wird gemäss Duden als Synonym für "spähen" eingesetzt, soll aber vornehmlich im schweizerischen Sprachgebrauch Verwendung finden.
In altböhmischen Liedern wird der Sperber als heiliger Vogel besungen.
In Ägypten wurde Horus - der Falkengott - verehrt. Der Falke ist nicht nur ein zielstrebiger und schneller Jäger, sondern scharfäugig und angriffslustig. Er ist ein guter Kämpfer. Unter den Horus-Tiermumien wurden auch Sperber gefunden.