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Das Festival Tanznovember wurde 1985 das erste Mal von Wolfgang J. Brunner, Gründer der IGTZ, ins Leben gerufen. Es fand von 1985 – 1988 und im Jahr 1991 in der Reithalle Gessnerallee statt, dem heutigen Theaterhaus Gessnerallee. Tanznovember war eine Plattform des freien Tanzschaffens. Es sollte die Solidarität unter den Künstler*innen fördern und deren Bedürfnis nach vermehrter Sichtbarkeit und öffentlicher Unterstützung unterstreichen. Es war ein Ausdruck des Tanzbooms der sich in der Schweiz in den 1980er Jahren manifestierte.
Zuerst wurde das Festival von der Arbeitsgruppe Tanz vom Projekt Zürich organisiert, danach übernahm die IGTZ (Interessengemeinschaft Tanz Zürich) dreimal die Organisation und zuletzt der Kulturlade Zürich und der Kulturservice Basel. Wolfgang Brunner hatte jeweils Anteil an der Organisation und der Zusammenarbeit mit den lokalen Veranstaltern. Er suchte in erster Linie auch die Künstler aus, die am Festival auftraten und stellte junge Tanzschaffende an, die bei der Organisation und dem Rahmenprogramm halfen und wichtige Erfahrungen sammeln konnten
1985 wurden in Zürich 35 Veranstaltungen angeboten und 1986 in Zürich und Winterthur 26 Veranstaltungen. Im darauffolgenden Jahr kamen Baden, Genf, Lausanne und Lugano und 1988 Ascona, Freiburg, Neuenburg und Vevey als Spielorte hinzu. 1991 fanden an 14 Spielorten in neun Städten der Schweiz insgesamt 60 Veranstaltungen statt.
An allen fünf Ausgaben traten rund 400 vorwiegend Schweizer Tanzschaffende aus der deutschen und französischen Schweiz auf.
Der Tanznovember war eine wichtige Plattform für das freie Schweizer Tanzschaffen und ermöglichte Choreografinnen und Choreografen wie Gilles Jobin, Beatrice Jaccard und Peter Schelling, Fumi Matsuda oder Bettina Holzhausen ihre Arbeit einem grösseren Publikum vorzutellen.
Quellen:
http://tls.theaterwissenschaft.ch/wiki/Tanznovember, 09.02.2019 Interview mit Tina Mantel, 28.01.2019