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Krankheit der Schweine,
[* 2] die früher mit dem
Rotlauf (s. d.) der Schweine zusammengeworfen wurde. Sie
besteht im wesentlichen in einer ansteckenden Lungenbrustfellentzündung, die durch kleinste
Bakterien erzeugt und verbreitet
wird. In gewissen Gegenden tritt die S. als Darmkrankheit mit und ohne Lungenaffektion auf (die käsige
Darmentzündung Roloffs).
Höchstwahrscheinlich ist die S. in ihrem Wesen identisch mit der dänischen Schweinepest und der amerik.
Grün, in seinen durch Zusätze von Schwerspat, Bleisulfat oder
Chromgelb hervorgerufenen Nuancen auch
Casseler, Kirchberger, Neuwieder,
Pariser oder
Wiener Grün,
Englischgrün, Kaisergrün, Königsgrün, Mineralgrün, Mitisgrün,Originalgrün,
Papageigrün, Patentgrün genannt, sehr schöne, aber giftige grüne Mineralfarbe, die aus einer
Verbindung von arsenigsaurem
Kupferoxyd (Kupferarsenit, s. d.) und essigsaurem Kupferoxyd (Kupferacetat, s.
Essigsaure Salze) besteht.
Das reine S. G. besitzt die Zusammensetzung Cu(C2H3O2)2 ·3Cu(AsO2)2. Man gewinnt das S. G., indem man
nach Ehrmann gleiche
Teilearsenige Säure und neutralen Grünspan, Cu(C2H3O2)2 für sich in möglichst wenig Wasser
löst und die siedenden Lösungen vermischt. Der zuerst flockige olivgrüne Niederschlag wird beim Stehen
in der Flüssigkeit körnig-krystallinisch und intensiv grün. Nach Braconnot werden die möglichst konzentrierten siedenden
Lösungen von 15 kg Kupfervitriol und von arsenigsaurem Kalium oder Natrium (enthaltend 20 kg
arsenige Säure) gemischt. Dabei
entsteht ein olivgrüner Niederschlag. Die Lösung wird nun mit so viel konzentriertem Holzessig versetzt,
daß sie danach riecht (etwa 15
l), und das jetzt entstandene S. G. sofort filtriert und mit siedendem Wasser gewaschen.
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