Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03501.jsonl.gz/637

Die jüngst von der EU-Kommission genehmigten Maissorten und die Sojasorte A2704-12 stossen im Umweltausschuss des EU-Parlaments auf Widerstand.
In einer Erklärung fordern die Abgeordneten, dass die Zulassungen zurückgenommen werden. Die Erklärung erhielt mit 50 Ja-Stimmen und 15 Ablehnungen eine deutliche Mehrheit im Ausschuss. Im Oktober schliesst sich voraussichtlich auch das Plenum des Europaparlaments an. "Unsere Bauern dürfen nicht von internationalen Saatzucht-Grosskonzernen abhängig werden, die versuchen, mit ihren Gentechnikpflanzen den Markt zu beherrschen", bekräftigte Alexander Bernhuber, Umweltsprecher der ÖVP im Europaparlament.
Die Abgeordneten fordern, dass keine GV-Sorten mehr ohne die Zustimmung einer qualifizierten Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten zugelassen werden. Ausserdem kritisieren sie die Risikobewertung der GV-Sorten durch die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA). Nach ihrer Ansicht müssen die Risiken der Pflanzenschutzmittel genauer unter die Lupe genommen werden, gegen die die GV-Sorten tolerant sind, etwa von dem in der EU nicht mehr erlaubten Glufosinat.
Ausserdem befürchten die Abgeordneten die Abholzung des tropischen Regenwaldes durch den Anbau von GV-Soja in Brasilien. Die EU-Kommission beruft sich bei ihrer Zulassung dagegen auf die positive Stellungnahme der EFSA.