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Gefährdete Haushalte und kleine Unternehmen
Die Schliessung nicht lebeswichtiger Einrichtungen am 17. März war notwendig, um den Ausbruch von COVID-19 einzudämmen. Diese Entscheidung hatte jedoch zur Folge, dass eine*r von vier Erwerbstätigen in der Schweiz in Kurzarbeit ging. Dabei gehen viele Menschen vergessen, unter anderem Selbständige, Personen mit Gelegenheitsjobs oder Menschen mit ungesicherten Arbeitsverhältnissen, deren Einkommen über Nacht verschwunden ist. Es ist illusorisch zu glauben, dass alle in diesem wirtschaftlichen Abschwung, der wahrscheinlich mehrere Monate dauern wird, wie gewöhnlich die volle Miete bezahlen können.
Dramatische Situation für Obdachlose und Sans-Papiers
Insbesondere gegenüber den am stärksten benachteiligten Gesellschaftsschichten müssen wir uns solidarisch zeigen. Die in der Regel sowieso schwierige Situation der Obdachlosen ist umso kritischer, als die Zentren, die sich ihrer Aufnahme/Hilfe widmen, geschlossen sind oder nur wenige Plätze mit sozialen Distanzierungsmassnahmen zur Verfügung haben. Es ist die Pflicht der Schweiz, alles zu tun, um den Obdachlosen, die einem hohen Coronavirus-Risiko ausgesetzt sind, so schnell wie möglich Unterkunft zu bieten.
Wir rufen zu mehr Solidarität in dieser Zeit auf und verurteilen unser aktuelles Wirtschaftssystem. Ein vollständiges Einfrieren der Hypothekenrückzahlungen und Zinsen während der Monate des coronavirusbedingten Wirtschaftsabschwungs könnte den Vermieter*innen grössere finanzielle Flexibilität ermöglichen und den Mieter*innen Vorteile bringen. Dies würde sicherstellen, dass die Schäden der Krise gleichmässiger verteilt werden.