Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03445.jsonl.gz/613

Portrait
Das Dorf Rothenbrunnen ist die nördlichst gelegene Gemeinde im Domleschg und weist mit 625 Metern von den Domleschger Gemeinden die tiefste Höhe über Meer auf. Das „Tor zum Domleschg“ liegt als erste Siedlung zwischen den Burgen Ober- und Niederjuvalta. Die Talenge, die in früheren Jahren eine Zollstation zur Kontrolle der Hauptverbindungsstrassen zu den Alpenpässen beherbergte – heute zur Ruine zerfallen – trägt den gleichen Namen wie die Gemeinde. Der deutsche Dorfname rührt von der warmen jodeisenhaltigen Heil- und Mineralquelle her (rotes Wasser). Die Quelle wurde ab 1888 bis in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts im Kurhaus für Badekuren genutzt. An Sehenswürdigkeiten besitzt das Dorf nebst den beiden Burgruinen Ober- und Niederjuvalta das spätgotische Haus Tscharner (1546) mit den Fassadenmalereien von Hans Ardüser sowie das Kurhaus in spätklassizistischer Architektur. Die reformierte Kirche stammt aus dem Jahre 1741.
Rothenbrunnen profitiert – genauso wie die anderen Domleschger Gemeinden – von einem vorzüglichen Klima. Trotzdem gibt es nur noch wenige Landwirtschaftsbetriebe im Dorf. Nur noch 2,7% der Berufstätigen sind Landwirte. Das vielseitige Gewerbe ist südlich des Dorfes angesiedelt. Die Institutionen Wohnheim (als Aussenstelle der Klinik Beverin) und Zentrum für Sonderpädagogik Giuvaulta bieten zahlreiche Arbeitsplätze im Dorf. Zahlreiche Dorfvereine bieten den ca. 300 Einwohnern die Möglichkeit, sich in der Freizeit zu beschäftigen.
Der dem Dorf als Namenszeichen dienende Brunnen ist noch heute in Betrieb, so dass alle Einwohner das gesunde Wasser nutzen können. Der heutige Name Rothenbrunnen gibt keine Rätsel auf. Er rührt von der Heilquelle her, die am Fusse des steilaufsteigenden Felsen hervorgeht und ein jod- und eisenhaltiges rotes Wasser führt. Die deutsche Ortsbenennung ist urkundlich erst 1560 bezeugt, dürfte aber als älter gelten.