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Zu dieser Einschätzung gelangt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in seiner ersten Prognose für die anstehende Erntesaison, die erneut einen Spitzenertrag bringen soll. Die Washingtoner Experten prognostizieren eine weltweite Erzeugung von fast 174,9 Mio t Zentrifugalzucker in Rohwert; das wären noch einmal rund 400'000 t oder 0,2 % mehr als das geschätzte Rekordergebnis für die Kampagne 2012/13.
Den globalen Verbrauch an Zucker sieht das USDA im Prognosezeitraum um 2,3 % auf 167,3 Mio t steigen, womit dieser noch stärker als die Produktion zulegen würde. Dennoch würde im vierten Jahr in Folge die weltweite Erzeugung den Zuckerverbrauch im Nahrungsbereich übertreffen. An einen Abbau der Bestände ist daher laut USDA nicht zu denken; sie sollen sich weiterhin über der Marke von 38 Mio t bewegen.
Die reichliche Verfügbarkeit des Süßstoffes am Weltmarkt hat seit Anfang 2011 zu einem spürbaren Preisrückgang auf dem internationalen Parkett geführt. Im Februar 2011 war für den Rohzucker-Kontrakt Nummer 11 in New York in der Spitze mehr als 35 cts/lb (600 Euro/t) gezahlt worden; am Dienstag vergangener Woche (28.5.) wurde der Frontmonat dieses Futures zu Börsenbeginn für weniger als die Hälfte gehandelt, und zwar für 16,89 cts/lb (288 Euro/t). Auch die Kurse für Weißzucker an der Londoner Börse befinden sich seit längerem im Rückwärtsgang. Der August-Kontrakt-2011 hatte Mitte Juli 2011 auf einem Höchststand von 876,3 US$/t (677 Euro/t) notiert; der entsprechende Kontrakt mit Endfälligkeit im August 2013 kostete vergangenen Dienstag zum Handelsstart mit 478,3 $/t (370 Euro/t) rund 45 % weniger.