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Ein hochinteressantes historisches Dokument aus dem Vorrat von buchplanet.ch: Living Rulers of Mankind von H. N. Hutchinson.
In diesem reich illustrierten englischsprachigen Nachschlagewerk aus dem Jahr 1902 sind alle damaligen Staatsoberhäupter der Welt aufgelistet (leider haben wir nur den zweiten Band im Vorrat, von J wie Japan bis Z wie Zanzibar). Da kann man zum Beispiel lesen, dass König Alfonso XIII. von Spanien kurioserweise schon vom Augenblick seiner Geburt an König war. Oder dass König Alexander I. von Serbien nicht rauchte. Oder dass König Chulalongkorn von Siam einen Bruder und zwanzig Halbbrüder hatte. Der Schah von Persien, Muzaffar-Ed-Din, konnte sechs Söhne und zwölf Töchter vorweisen. Der Sultan von Marokko, Mulai Abdul Aziz, besass unter Anderem einen goldenen Fotoapparat. Auf einen besonders beeindruckenden Namen hörte der Herrscher von Nepal: Maharaja Dhiraj Pirthivi Bir Bikram Shamser Jung Bahadur Shah Bahadur Shamser Jung. Schweden und Norwegen waren noch in Personalunion vereint, und zwar unter König Oscar II. Königin Wilhelmine der Niederlande war, selbst für fürstliche Begriffe, äusserst wohlhabend. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind selbstverständlich mit der imposanten Persönlichkeit ihres 26. Präsidenten Theodore Roosevelt vertreten. Selbst Monaco (Fürst Albert I., Ur-Ur-Grossvater von Fürst Albert II.) kommt vor, auch Papst Leo XIII. wird ausführlich erwähnt (obwohl es die Vatikanstadt als souveränen Staat damals noch gar nicht gab), Liechtenstein hingegen fehlt aus irgendeinem Grund.
Und was steht in der alphabetischen Auflistung zwischen Schweden und Tibet, waseliwas? „The small, happy, and democratic state of Switzerland“ mit seinem Präsidenten Josef Zemp. Man sieht sogar das damals nagelneue Berner Parlamentsgebäude.