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SAE 8 der Sowjetunion
1963 : M.M.Somov Ob, Estonija Die beiden Schiffe verlassen im November 1962 den Hafen von Leningrad. Die Leitung der 200 Mann starken Expedition unterstand M. Somov
Die zwei wissenschaftlichen Stationen wurden abgelöst, die Station Molodjoshnaya wurde ausgebaut. Geologische und glaziologische Forschungen besonders im Gebiet von Enderby-Land. Teilnahme von vier Deutschen und zwei Tschechen.
Die Schiffe OB und ESTONIA verlassen im November 1962 den Hafen von Leningrad. Der Leiter dieser Expedition war Dr. M.M. Somow. An der 200 Mann starken Expedition waren u.a. vier DDR-Wissenschaftler und zwei Forscher aus der CSSR beteiligt. Von deutscher Seite die Wissenschaftler Günter Leonhardt, Manfred Buttenberg, Peter Nitschke und Joachim Liebert. In der Sommersaison 1962-63 war die Station KOMSOMOLZKAJA mit drei Wissenschaftlern besetzt. 124 Forscher überwinterten in der Antarktis. Davon befanden sich 89 Mann in MIRNY, 11 Forscher in NEULASAREW und in WOSTOK arbeiteten 15 Wissenschaftler. Darunter auch die Gäste aus der CSSR, Stanislaw Fischer und Blagoslaw Slawnik. Der Stationsleiter in WOSTOK war Wassili Sidorow. Die ESTONIA bringt die Überwinterer der 7. SAE in die Heimat zurück. Der Eisbrecher OB führt anschliessend ozeanographische Studien durch, die im Südpolarmeer von 0° Ost bis 100° Ost reichen. Das Expeditionsschiff OB begibt sich dabei zur Prinz-Olav-Küste, wo an der Alaschejew-Bucht die Station MOLODJOSHNAJA erreicht wird. Das Schiff landete Ende Februar zwei kleine Häuser, zwei Traktoren und ein Dieselaggregat an. Acht Überwinterer begannen mit dem Aufbau der Station, nachdem am 9.4.1963 der OB die Station verlassen hatte. In MOLODJOSHNAJA über-winterten A. u. P. Morosow, Kononow, Koljadenko, Sotow, Brok, Aistow und Jemeljanow. Die Station MOLODJOSHNAJA soll die zukünftige Hauptstation der UdSSR in der Antarktis werden und dabei MIRNY ablösen. Stationsleiter in NEULASAREW war W.G. Awerjakow. Die DDR-Gruppe hatte diesmal kein eigenes Forschungsprogramm, sondern arbeitete am sowjetischen Programm mit. Die Meteorologen M. Buttenberg und P. Nitschke waren in MIRNY mit aerometeorologischen Arbeiten beschäftigt. Die beiden Geodäten G. Leonhard und J. Liebert arbeiteten anfangs in MOLODJOSHNAJA, wo sie drei Astropunkte um diese neue Station festlegten. Diese Vermessungspunkte, die nach den Sternen festgelegt werden, sind für die erste genaue Standortbestimmung dieser Station wichtig. Im Bereich von MOLODJOSHNAJA sollten noch fünf Astropunkte bestimmt werden, aber die Geodäten wurden im März 1963 im Biwaklager der sowjetischen Geologen, 200 km von MOLODJOSHNAJA entfernt, von einem Orkan überrascht, der die Zelte und beide Flugzeuge vorn Typ AN-6 zerstörte. Erst sechs Tage nach dem Unglück konnte die Gruppe von einer in MIRNY gestarteten IL-14 gerettet werden. In Mirny bestimmten sie dann die genaue Lage der Station, indem sie ebenfalls mehrere Astropunkte ermittelten.