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Ein Fall von möglicher sexueller Belästigung erschüttert die Universität Basel. Ein Professor der Uni hat möglicherweise einen Übergriff auf eine junge Frau getätigt. Das berichtet das SRF Regionaljournal am Freitag.
Die Uni äussert sich zum Thema nur schriftlich. Sie bestätigt gegenüber dem Regionaljournal einen Vorfall, Details gibt sie aber nicht bekannt. «Im Frühjahr wurde der Universität angezeigt, dass womöglich ein Verstoss gegen das Reglement über den Schutz vor sexueller Belästigung vorliege», teilt die Universität mit.
Expertin untersuchte den Vorfall
Die Uni habe daraufhin eine externe Expertin, eine Juristin, eingesetzt, die den Fall untersucht habe. Sie sprach auch mit den Direktbetroffenen, also dem möglichen Opfer und dem möglichen Täter. Laut Regionaljournal stellte die Expertin der Uni im Herbst einen Bericht zu und gab eine Empfehlung ab.
Das Rektorat der Uni Basel übernahm diese Empfehlungen. «Die vom Rektorat beschlossene Massnahme wurde umgesetzt», schreibt die Universität. Allerdings teilt sie nicht mit, um welche Massnahme es sich handelt. Die Angelegenheit sei «bereinigt und abgeschlossen».
Affäre zwischen Täter und Opfer?
Der betroffene Uni-Professor bedauert gegenüber dem Regionaljournal das Geschehene. Er habe Fehler gemacht. Auch er verrät aber nicht, was genau vorfiel. Er habe von der Uni eine schriftliche Abmahnung erhalten und habe selber die Konsequenzen gezogen. Zwar arbeite er weiter für die Uni, sagt er dem Regionaljournal. Aber er habe alle Leitungsfunktionen abgegeben.
Dass der Professor weiter an der Uni unterrichtet, könnte darauf hindeuten, dass der Vorfall als nicht allzu schwer eingestuft wird. Laut Regionaljournal gibt es Informationen, dass das mutmassliche Opfer Doktorandin war und damit in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Professor stand. Die beiden hätten offenbar eine Affäre miteinander gehabt, bevor die Vorwürfe bekannt wurden.