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Die ehemalige politische Gemeinde Pedrinate stellt zusammen mit dem Ortsteil Seseglio die südlichste Siedlung der Schweiz dar. Seit dem offiziellen Zusammenschluss mit der Gemeinde Chiasso im April 1976 befindet sich Pedrinate auf dem südlichen Ausläufer des Penz-Hügels - mit einer Höhe von 562 Metern gehört er zum Hügelzug des Unteren Mendrisiotto - und grenzt in drei von vier Richtungen an Italien. Das Dorf hat sich stets um die Landwirtschaft gekümmert, darunter die Merlot-Trauben, die Angelo Baroffio zu Beginn des vorigen Jahrhunderts als das „typische Erzeugnis von Pedrinate“ bezeichnete und die noch heute den Penz-Hügel bedecken; wie durch ein Wunder ist Pedrinate der im übrigen Bezirk herrschenden Zersiedelung entkommen.
Die ersten menschlichen Siedlungen auf dem Penz-Hügel gehen auf die Periode zwischen Ende der Bronzezeit und Beginn der Eisenzeit zurück (neuntes vorchristliches Jahrhundert). Einige Zeugnisse der sogenannten Golasecca-Kultur finden sich im grenzüberschreitenden Park Spina Verde di Como, wenige Kilometer von Pedrinate entfernt. Die archäologischen Studien an der Kirche/dem Oratorium auf dem Hügel des Heiligen Stephan haben auch das Bestehen einer Siedlung zur Römerzeit rund um eine heidnische Kultstätte bestätigt.
In der jüngeren Geschichte hat die einzigartige geografische Lage des Hügeldorfes den Schmuggel stark gefördert, vor allem im Zweiten Weltkrieg, als die Schmuggler die „Kupferspäne“ (den Grenzzaun zwischen der Schweiz und Italien) am Grenzübergang Mulini überwanden oder neue Wege einschlugen, wie die „Scala del Paradiso“ aus mehr als neunhundert Stufen.
Eigenschaften
- TRANSPORTMITTEL Bus