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Zum Stück
Nachdem Igor Strawinsky den Sommer 1902 mit Nikolai Rimski-Korsakow und dessen Familie verbracht hatte, stand sein Entschluss fest: Er würde sein Jurastudium aufgeben und sich fortan nur noch der Musik widmen. Drei Jahre lang, bis zu seinem Tod, gab Rimski-Korsakow Strawinsky zweimal in der Woche Kompositionsunterricht. Mit Die Nachtigall führt Strawinsky die Tradition seines Lehrers fort, einen Märchenstoff zu einer Oper zu verarbeiten. Nach der Vorlage von Hans Christian Andersen erzählt Strawinsky von dem Kaiser von China, der vom Gesang der Nachtigall betört ist. Als eine künstlich konstruierte Nachtigall jedoch seine Aufmerksamkeit bannt, fliegt die echte Nachtigall davon. Doch nur sie kann den Kaiser vor dem Tod retten.
Rimski-Korsakows selten gespielte Oper Der unsterbliche Kaschtschei erzählt das russische Märchen des Bösewichts Kaschtschei, der seine Seele in die Tränen seiner Tochter gebannt hat, um dem Tod zu entgehen.
Der unsterbliche Kaschtschei (Kaschtschei Bessmertny)
Uraufführung: 12. Dezember 1902, Solodovnikow Theater Moskau
Oper in einem Akt
Musik von Nikolai Rimski-Korsakow
Libretto vom Komponisten nach einem Volksmärchen
Die Nachtigall (Solowei)
Uraufführung: 26. Mai 1914, Operá Paris
Oper in drei Akten
Musik von Igor Strawinsky
Libretto von Stepan Mitussow und dem Komponisten nach dem Märchen Des Kaisers Nachtigall von Hans Christian Andersen
«Komm her, sing mir ein Lied,
erzähle mir wieder ein Märchen!»
Partner
Zugabe
Die Märchenwelt zweier russischer Kurzopern: Dramaturgin Caroline Damaschke im Einführungs-Trailer zu Der unsterbliche Kaschtschei und Die Nachtigall.
Presse
Das Opernglas
Die St.Galler Produktionen können in jeder Hinsicht als gelungen angesehen werden. Der Regisseur Dirk Schmeding exponiert in seinen Inszenierungen das, was die Werke verbindet, genauso wie das, was sie voneinander trennt, ohne deswegen eine verkopft-dozierende Lesart vorzulegen. [...] Das Orchester unter seinem neuen Chefdirigenten Modestas Pitenas war in der besuchten Vorstellung ebenfalls in glänzender Form. Pitrenas spannte die beiden Werke in einen grossen Bogen und entwickelte aus einem lyrischen Beginn zusehends schärfere Kontur. Ohne Zweifel hat das Theater St.Gallen mit der Wahl dieses Dirigenten eine glückliche Hand bewiesen.
Roccosound
Märchenhaft gleich mehrfach: Die neueste Premiere im Theater St.Gallen überrascht mit zwei selten gespielten Märchenopern von Rimski-Korsakow und Strawinsky, und der Abend bezaubert mit märchenhaftem Gelingen in szenischer wie musikalischer Hinsicht.
Bachtrack
Dirk Schmedings bis ins kleinste Detail durchdachte und intelligent umgesetzte Inszenierung geht Hand in Hand mit dem ebenso hochwertigen musikalischen Niveau der Produktion. Er schafft es sowohl zu unterhalten, als auch nachdenklich zu machen ohne zu belehren, was diese beiden selten gespielten Stücke nicht nur umso hörens-, sondern auch sehenswerter macht.
St.Galler Tagblatt
Das ist kurzweilig und mitreissend für Ohr und Auge.
Saiten
Das Sinfonieorchester erweist sich wiederum als Spitzenorchester.
Schwäbische Zeitung
Vom gesamten Ensemble wird hervorragend gesungen. Allen voran die Hauptdarsteller Riccardo Botta als Kaschtschei sowie Ieva Prudnikovaite als Tochter und Tod. Und Modestas Pitrenas lässt Rimski-Korsakows als auch Strawinskys Musik in all ihrer Farbenpracht leuchen.
Neue Vorarlberger Tageszeitung
Interessant ist diese Kombination darüber hinaus, weil der junge Strawinsky ein Schüler Rimski-Korsakows gewesen war und die beiden Opern aber denkbar gegensätzlich in der Orchesterbehandlung sind. Und so unterschiedlich die beiden Inszenierungen auch sind, es gelingt dem Regisseur Dirk Schmeding doch auf verblüffende Weise, sie zusammenzuspannen.
Südostschweiz
Ähnlich die Situation im "Kaschtschei", wo die glühenden Farben und üppigen Harmonien manchen Dirigenten verführen mögen. Modestas Pitrenas dagegen dosierte klug, ohne die Musik in ihrer Wirkung auszubremsen, was wiederum den Sängern ermöglichte, mehr als nur ihre Forte-Stimme zu zeigen.
Vorarlberger Nachrichten
Eine runde Ensembleleistung.
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