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Die Band wurde 1985 von Thomas Elbern (Gesang und Gitarre) und Mic Jogwer (Gesang, Bass und Keyboards) als Duo in Köln gegründet. 1986 gewann die Band (erweitert durch Schlagzeuger Markus Giltjes) einen Wettbewerb beim WDR und es kam zu ersten Studioaufnahmen. Aber alle angeschriebenen Labels lehnten einen Release ab. Ende Jahr verliess Thomas Elbern die Band, er hatte einen Job als Radioredaktor beim WDR ergattert. 1989 gründete er Escape with Remeo.
Mic Jogwer fand in Ruebi Walter einen neuen Mitstreiter. 1987 erschien ihr Debut Album „If Two Worlds Kiss“. Es folgte eine Tour, im Oktober 1988 wurde das zweite Album „Meta“ veröffentlicht. Der Weg führte Pink Turns Blue 1991 nach London, es entstanden drei Alben, im Nachhinein verlor die Band nach eigenen Aussagen bis zu ihrem Ende 1995 die musikalische Orientierung und verzettelte sich.
Eine Reunion folgte am WGT 2003. Die grandiose Reaktion der Fans veranlasste die Band einen Neustart zu wagen. 2004 wurde mit „Re-Union“ ein Best Of Album veröffentlich. Ein Jahr später gab es mit „Phoenix“ neues Studiomaterial. Zwei weitere Jahre später erschien das letzte Album „Ghost“, ein guter DJ Kollege empfahl mir die Scheibe wärmstens, in der Tat ich war begeistert… genau meine Kragenweite. 🙂
Drei Jahre später hat das Warten ein Ende, das neuste Album „Storm“ liegt seit dem 10. September in den CD-Shops.
Der Opener “Fairy Said“ beginnt mit einem eindringlichen Klavier-Arpeggio, auf dem der Song aufgebaut ist. Das fetzige Drum-Set und die Flanger-Bass-Line geben dem Song einen runden Schliff. Der fein dosierte Gitarreneinsatz unterstützt den leicht eigenwilligen Gesang durch die schnelle Gothic-Rock Nummer.
“Run From Me“ ist ein Oldschool-Gothic Song, hervorragend eingespielt und produziert. Er wird sicher in naher Zukunft auf meiner DJ-Playlist stehen. Ein bisschen gemütlicher, aber nicht weniger düster klingt “Angels Grow Wings“, auch hier gefällt mit das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Der Frauen Sprechgesang in der Mitte des Songs finde ich originell.
“Barcelona“ besteht aus einem mächtigen Bass-Lauf und gezielte Gitarrenakkorde ergänzen den Song. Die Bridge nach 3 Minuten 20 tut dem Song gut und macht ihn nicht ganz so monoton. Die warme, angenehme Stimme von Mic begleitet gekonnt durch den Song. “Stars Collide“ ist ein Gothic Ballade die sofort in Ohr geht, melancholisch schön und für einsame, verzweifelnde und in Selbstmitleid suhlende Herzschmerz Stunden gemacht.
Die Gitarren-Riffs bei “Ah Love“ klingen rau, trotzdem verströmt der Song so etwas wie Licht am Ende des Horizonts. Zum Abschluss gibt es mit “True Moment“ nochmals eine schöne Gothic-Rock Nummer mit einer eingängigen Lead-Gitarre, einem knackigen Bass und passender Stimme.
Das neue Album von Pink Turns Blue ist etwas düsterer geworden und erreicht aus meiner Sicht nicht ganz das Niveau von “Ghost“, aber 4 Sterne liegen absolut drin. Freunden von Ikon “Destroying The World To Save It“ oder Rosetta Stone “Adrenaline (Deluxe Edition)“ könnte “Storm” gefallen.
Tracklist:
1. Fairy Said
2. Storm Rider
3. Run From Me
4. Angels Grow Wings
5. Barcelona
6. To The Core
7. Stars Collide
8. Ah Love
9. Kiss Of Death
10. True Moment
Bandmitglieder:
Mic Jogwer – Gesang und Gitarre
Brigid Anderson – Gesang und Keyboards
Ruebi Walter – Gitarre
Reini Walter – Bass
Andreas Plappert – Schlagzeug
Gründungsjahr:
1985