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Erfolge für Moltex in GB und Kanada
Die Moltex Energy teilte am 28. Juni 2018 mit, das Unternehmen habe von der britischen Regierung den Zuschlag bekommen, Machbarkeitsstudien für den Einsatz des SSR in Grossbritannien durchzuführen. Neben geschäftlichen Aspekten soll das Unternehmen auch Technik, Sicherheit und Umweltauswirkungen untersuchen. Die britische Regierung schloss mit der Moltex Energy dazu einen Vertrag im Wert von GBP 300’000 (knapp CHF 395’000) ab. Diese Aktivitäten finden im Rahmen des Programms Advanced Modular Reactor (AMR) des Department for Business, Energy and Industrial Strategy statt.
Den Auftrag für ähnliche Arbeiten wie in Grossbritannien hat die Moltex Energy nun auch in Kanada erhalten, wie das Unternehmen am 13. Juli 2018 mitteilte. Demnach haben die New Brunswick Energy Solutions Corporation und die New Brunswick Power den Auftrag erteilt, Entwicklungsarbeiten für die Einführung des SSR-W (dem Stable Salt Reactor – Wasteburner) in Kanada voranzutreiben. Es wird angepeilt, noch vor 2030 den ersten SSR-W am Standort Point Lepreau zu bauen. Die New Brunswick Power betreibt am diesem Standort seit 1983 einen Candu-Reaktor. Die Moltex Energy hat für diese Aktivitäten USD 5 Mio. gesprochen bekommen. Das Unternehmen plant, in Saint John knapp 40 km von Point Lepreau entfernt, ihre Niederlassung für Nordamerika aufzubauen.
Beim SSR handelt es sich um ein Reaktorkonzept, beim dem der Brennstoff – je nach Konzept Plutonium, Thorium oder Uran – in flüssigem Salz vorliegt. Dieser Brennstoff befindet sich in Brennstäben, die wie in konventionellen Kernkraftwerken zu Brennelementen zusammengefasst werden. Der aus mehreren Brennelementen bestehende Reaktorkern ist wiederum von flüssigem Salz umgeben, das die Wärmeenergie vom Reaktor abführt. Das Konzept beruht auf Naturumlauf – ist also nicht auf Pumpen angewiesen. Anlagen können modulartig ausgebaut werden. Ein einzelnes Modul stellt eine elektrische Leistung von 150 MW bereit.