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Geschichte des Tätowierens kurz zusammengefasst
Die Geschichte des Tätowierens reicht tausende Jahre zurück. Die Art und Bedeutung des Tattoos hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert. Dabei ist jedoch strittig, wo genau die Tätowierung ihren eigentlichen Ursprung hat. Im 18. Jahrhundert brachten der britische Seefahrer James Cook und der Forscher Joseph Banks Tätowierungen (an ihren eigenen Körper) von ihren Reisen im Pazifik mit nach Europa. Aus dem tahitischen Begriff “te tatau” entstand über die Jahre das englische Wort Tattoo.
Ötzi
Lange galt die 5300 Jahre alte Gletschermumie Ötzi als ältester Fund eines Menschen mit einem Tattoo. Hinsichtlich der Anzahl der Tätowierungen hält er weiterhin den Rekord: Es sind 61, über-wiegend geometrische Figuren, Linien und Punkte. Sie wurden in den Körper geritzt und dann mit einer Art Kohlepulver gefärbt. Da sie sich an auffälligen Stellen wie den Handgelenken, der Achilles-ferse, an Knie oder Brustkorb befinden, halten Forscher es für möglich, dass die Tätowierungen auch eine medizinische Funktion hatten. Ötzi könnte mit seiner Schmerztherapie, möglicherweise einer Art Akupunktur, seine Rücken- und Gelenkschmerzen betäubt haben.
Mumien
Die Geschichte der Tätowierung sollte aber noch weiter zurück liegen. Im Jahre 2018 wurde durch eine Veröffentlichung einer Forschergruppe bekannt, dass es noch ältere Tattoos gibt: Die ältesten bekannten Tätowierungen wurden auf zwei maximal 5351 Jahre alten Mumien gefunden, die sich im British Museum in London befinden. Bis zu dieser Veröffentlichung waren aus Afrika nur etwa tausend Jahre jüngere Verzierungen auf menschlicher Haut bekannt gewesen.
Die erste elektrische Tätowier-Maschine
Das Grundmodell einer Tätowiermaschine war ein Gerät, das Thomas A. Edison 1877 in den USA mit der Bezeichnung “Stencil-Pens” patentieren liess. Ursprünglich wurde das Gerät für das Gravieren von Gegenständen entwickelt. Später entdeckte Samuel O`Reilly, dass die Maschine von Edison nach Umbau die Möglichkeit bot, Tinte unter die Haut zu stechen. Erstmals im Jahre 1891 liess sich Samuel O`Reilly eine Tätowiermaschine, wie wir sie heute kennen, patentieren. Damit wurde es nicht nur einfacher, sondern auch schmerzfreier, sich eine Tätowierung stechen zu lassen. In der Folge dieser Erfindung entdeckten Adelige die Tätowier-Kunst für sich und eröffneten exklusive Tattoo-Studios. Doch das goldene Zeitalter der Tätowierung bekam schnell einen Abbruch: Der Tattoo-Boom in der Oberschicht verebbte schnell und der Fokus richtete sich auf die Kehrseite von Tätowierungen. Durch gesellschaftliche Studien entstand das Image des Knast-Tattoos. Kriminelle Banden, Prostituierte und andere Unterschichten liessen sich daraufhin bewusst als Abgrenzung zum „normalen“ Volk tätowieren.