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Schleudertrauma
Als Schleudertrauma werden Schmerzen in der Halswirbelsäule bezeichnet, die als Folge eines Unfalles (häufig bei Auffahrunfällen) entstehen – wobei der Kopf zwar kurz aber sehr heftig und ungebremst z.B. von vorne nach hinten geschleudert wurde. Weitere Bezeichnungen für Schleudertrauma sind Kranio-Zervikales Beschleunigungstrauma (KZBT), HWS-Beschleunigungstrauma, HWS-Distorsion.
In der Schweiz ereignen sind pro Jahr 6000 Unfälle mit einem Schleudertrauma, die Hälfte davon auf der Strasse. 55% der Betroffenen leiden auch Jahre danach noch an Beschwerden eines Schleudertraumas. Nicht selten kommt es nach einer zunächst harmlos erscheinenden HWS Distorsion sogar zur völligen Berufsunfähigkeit.
Häufige Symptome
Nackenbeschwerden, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, vegetative Beschwerden, neurasthenische Beschwerden, Störungen der Konzentration, Belastungsgrenzen, Schlafstörungen, Depressive Affektstörungen, Erhöhte Ermüdbarkeit, Hörstörungen, Tinnitus, Sehstörungen, Kreuzschmerz, Armbeschwerden, Handsymptome.
Die Faszien (Bindegewebe), welche die Muskeln umhüllen und die Sehnen und Bänder bilden wurden lange vernachlässigt in der konventonellen Medizin. Wegen der Kürze, nur wenige Millisekunden, und der Heftigkeit des Traumas sind es nicht allein die Muskeln, die sich reflektorisch sofort zusammen ziehen müssen, sondern ein Grossteil des Impulses wird direkt auf das Bindegewebe übertragen. Es kommt zu Mikrorissen und anschliessender narbiger Verkürzung. Dabei nimmt der Wassergehalt des Gewebes ab. Die Bänder werden rigide und steif und die vielen vorhandenen Schmerzrezeptoren werden aktiviert. Die Folge: Schmerzen und Unbeweglichkeit. Selbst minimale Kopfbewegungen, nach welcher Seite auch immer, sind nicht mehr möglich. Der Unterschied zwischen einem Hochgeschwindigkeitsaufprall und einer "zarteren" Kollision mit geringeren Kräften spielt für die Therapie eine untergeordnete Rolle.
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Hans Peter Exer
Dipl. Naturheilpraktiker