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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, bei den Entscheidungsträgern der Uno die Verlegung des Uno-Hauptsitzes von New York nach Genf zu beantragen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Charta der Vereinten Nationen, die am 26. Juni 1945 in San Francisco verabschiedet wurde, legt nicht fest, wo die Organisation der Vereinten Nationen ihren Sitz hat. Der Entscheid, den Hauptsitz der neuen Organisation in den Vereinigten Staaten, in New York, zu errichten, wurde an der ersten Generalversammlung der Uno gefällt, die im Januar 1946 in London stattfand.</p><p>Eine Verlegung des Hauptsitzes der Uno von New York nach Genf würde einen erneuten Entscheid der Uno-Generalversammlung erfordern, und es ist mehr als zweifelhaft, ob ein solcher Vorschlag die Zustimmung einer Mehrheit seiner Mitglieder finden würde.</p><p>Die Irak-Krise ist zweifellos eine Herausforderung für die Uno und ihre Mitgliedstaaten. Die Schweiz setzt sich vorrangig dafür ein, dass die Uno ihre zentrale Rolle vollumfänglich erfüllen kann und weiterhin universell bleibt. Eine Verlegung des Uno-Hauptsitzes in eine andere Stadt als New York hätte sicher den gegenteiligen Effekt. Sie wäre eine Retorsionsmassnahme gegen die USA, was grosse Auseinandersetzungen in der Uno auslösen würde und zu einem Rückzug der USA und anderer Länder aus der Organisation führen könnte. Eine Verlegung würde also die Uno deutlich schwächen und ihren Zielen zuwiderlaufen.</p><p>Abgesehen von diesen Überlegungen wäre die Verlegung des Hauptsitzes der Uno ein so umfangreiches Projekt, dass sie den Kanton Genf vor enorme praktische und logistische Probleme stellen würde; dessen Kapazität zur Aufnahme internationaler Organisationen ist ja nicht unbegrenzt.</p><p>Der Bundesrat legt Wert auf die Stärkung des internationalen Genf. Diese stellt eine Priorität unserer Aussenpolitik und des Engagements der Schweiz in der Uno dar. Verschiedene konkrete Massnahmen und Projekte zur Stärkung des internationalen Genf werden im Bericht des Bundesrates über die Zusammenarbeit der Schweiz mit der Uno und den internationalen Organisationen mit Sitz in der Schweiz behandelt, der am 26. Februar 2003 an das Parlament ging. Die Stärkung des internationalen Genf setzt eine starke und universelle Uno voraus. Die vorgeschlagene Massnahme ist nicht geeignet, die Universalität der Uno zu fördern.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.