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Der frühere Weltklasse-Springreiter Willi Melliger hat seinen letzten Kampf verloren. Er ist in der Nacht auf Dienstag einem schweren Hirnschlag erlegen. «Willi hinterlässt eine unendlich grosse Lücke. Er wird für immer in unseren Herzen sein», zitiert die «Schweizer Illustrierte» online die frühere Ehefrau Nadja Melliger.
Der in Buttwil geborene Melliger erlitt am 13. Dezember in Neuendorf einen Hirnschlag. Er kam erst ins Spital, lag danach in einem Pflegeheim fünf Wochen im Koma – und wachte nicht mehr auf.
Europameister und Olympia-Zweiter
Der Mythos Melliger und Calvaro lebt weiter. Mit seinem Wunderschimmel schrieb Melliger Reitsportgeschichte. Es waren nicht nur Aura und Glanz, die das aussergewöhnliche Paar zum Sympathieträger machten, sondern auch deren Erfolge. Zwei Olympia-Silbermedaillen gewann der kantige Solothurner mit dem blütenweissen Holsteiner-Riesen: 1996 in Atlanta im Einzel und 2000 in Sydney mit der Schweizer Equipe. Dazu kamen 1995 der EM-Titel mit der Schweizer Mannschaft und zwei EM-Bronze-Auszeichnungen im Einzel (1995 und 1997) sowie der 4. Platz an der WM 1998 in Rom, wo Calvaro als bestes Pferd ausgezeichnet wurde.
Mit insgesamt 13-EM-Medaillen, darunter vier goldenen Auszeichnungen, ist Melliger der erfolgreichste Schweizer EM-Reiter aller Zeiten. 2010 beendete der Solothurner seine aktive Karriere, widmete sich vermehrt dem Pferdehandel und stellte seine Dienste dem Schweizer Verband für Pferdesport als Coach des Nachwuchses zur Verfügung. Auch dies mit beachtlichen Erfolgen.