Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03242.jsonl.gz/1743

Der Schweizer Arbeitsmarkt erweist sich im Zusammenhang mit der Freizügigkeit als robust
Die Hälfte dieses Anstiegs geht auf das Konto der Schweizerinnen und Schweizer sowie der hier wohnhaften ausländischen Staatsangehörigen. Der Rest sind Inhaber einer Jahres- oder Kurzaufenthaltsbewilligung sowie Grenzgänger. Die Erwerbsquote ist ihrerseits zwischen 2003 und 2012 sowohl bei den Schweizern als auch bei den Angehörigen von Ländern der EU oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) leicht gestiegen. Bei Personen aus Drittstaaten blieb die Erwerbsquote dagegen auf niedrigem Niveau konstant.
Die Migrantinnen und Migranten aus den EU-/EFTA-Staaten sind sehr gut ausgebildet: Im betrachteten Zeitraum hatten 53% von ihnen einen Abschluss auf Tertiärstufe. Bei der Schweizer Bevölkerung beträgt dieser Anteil nur 34%. Eine andere Studie, die kürzlich von den Universitäten Lausanne und Zürich durchgeführt wurde, zeigt zudem, dass die Freizügigkeit nur in dieser Kategorie der Schweizer Arbeitnehmenden zwischen 2001 und 2010 einen Verdrängungseffekt (in Höhe von 0,2 Prozentpunkten) bewirkt hat.
Aus dem Bericht des SECO geht hervor, dass die Zunahme der Arbeitnehmenden aus der EU und der EFTA in 60% der Fälle drei Berufsgruppen betrifft: Führungskräfte und höhere Kader, akademische Berufe, Techniker und gleichrangige Arbeiter. In den letzten zehn Jahren war auch bei den Schweizerinnen und Schweizern dieser Berufsgruppen ein deutlicher Beschäftigungsanstieg zu beobachten.
Bei der Bekämpfung allfälliger negativer Auswirkungen des FZA erweisen sich die flankierenden Massnahmen als äusserst effektiv, so die Einschätzung des SECO. Ein Beispiel ist das Thema Lohndumping, das in den letzten Jahren verhindert werden konnte.