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Zu den Grundpfeilern jeder Einführung in Makroökonomie gehört der Begriff Inflation. Wodurch entsteht sie?
Die Erklärungen sind bekannt. Sind sie auch richtig? Nein, sagt der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Ingo Sauer. Und stellt in seiner Dissertation eine auf umfangreicher Empirie basierende neue These auf.
Diese neue Erklärung der Ursachen von Inflation und Hyperinflation ist so bedeutend wie die Mehrwerttheorie von Marx oder die Geldtheorie von Friedman.
Zudem entschieden besser empirisch abgesichert. Ausgehend von den aktuellen Target 2-Schulden im Euroraum untersuchte Sauer nochmals die Ursachen der Hyperinflationen nach dem Ersten Weltkrieg und in Argentinien.
Dabei kam er mittels der Knochenarbeit, die damalige Werthaltigkeit der Assets zu bestimmen, die die Notenbanken als Aktiven für ausgegebenes Neugeld einbuchten, zu interessanten Erkenntnissen. Denn eine Notenbank lässt ja nicht einfach Neugeld aus dem Helikopter regnen, sondern nimmt dafür Collateral in die Bilanz.
Indem Sauer den Nominalwert und den tatsächlichen Marktwert dieser Assets korrelierte, kommt er zur Schlussfolgerung: Es war bei keiner Hyperinflation so, dass die massenweise Herstellung von Neugeld dazu führte. Sondern vielmehr die abnehmende Fähigkeit der Notenbank, den Wechselkurs ihrer eigenen Währung gegenüber Leitwährungen stabil zu halten.
Das gelang dann nicht mehr, wenn die Werthaltigkeit der Aktiven der Notenbank immer mehr abnahm. Häufig wurden dann noch die letzten Devisenreserven im verzweifelten Versuch verpulvert, einen stabilen Wechselkurs zu verteidigen.
Sauer weist zudem nach, dass beispielsweise in Deutschland die wirklich massive Zunahme der Geldmenge erst nach der gelungenen Stabilisierung der Reichsmark erfolgte.
Diesmal blieb der Wechselkurs stabil, weil die deutsche Notenbank nicht mehr Schuldscheine des mehr oder minder bankrotten deutschen Staates gegen Neugeld eintauschte, sondern Schuldpapiere aus der Wirtschaft, Beleihungen von Immobilien oder Grundbesitz oder sogar gleich Gold oder Fremdwährungen.
Daraus ergeben sich drei bedeutende Schlussfolgerungen:
(A) Eine Hyperinflation entsteht weder aus der Ausweitung der Geldmenge, noch kann sie mit der monetaristischen Steuerung kontrolliert werden.
(B) Es ist zwar richtig, dass eine Notenbank in ihrer eigenen Währung immer solvent bleibt, aber nicht gegenüber anderen Währungen. Sobald sie durch zweifelhafte Aktiva an Vertrauen verliert, muss sie immer mehr Geld ihres Währungsraums aufwenden, um mit Devisen handeln zu können.
(C) In die Gefahr eines Vertrauensverlusts gerät die Notenbank vor allem dann, wenn sie Schuldscheine von zweifelhaftem Wert, beispielsweise vom eigenen Staat, als Aktiva akzeptiert beim Ausweiten der Geldmenge.
Das bedeutet also, übersetzt auf die Aktualität, dass die EZB nicht in der Lage ist – weder mit dem Leitzins, noch mit Neugeld –, die gewünschte Inflationsrate von 2 Prozent zu erreichen. Schlimmer noch, solche Feinjustierungen sind sowieso nicht möglich.
Hier lauert auch nicht die wirkliche Gefahr. Indem die EZB immer mehr Staatsschuld-Schrottpapiere aufkauft, dazu auch Schuldpapiere von Firmen, gibt sie zwar den Südstaaten die Möglichkeit, sich weiterhin für billiges Geld verschulden zu können.
Aber indem die Werthaltigkeit dieser Schuldpapiere immer mehr abnimmt, und indem ein zusätzlicher Schuldenturm in der Höhe von über einer Billion Euro in den Target 2-Salden aufgebaut wurde, steigt die Gefahr, dass der Euro – wie immer in solchen Fällen – schlagartig und rasant in eine Hyperinflation gerät.
Und alle, die das für ausgeschlossen halten und immer noch darauf fixiert sind, wie viele Euro Neugeld denn noch hergestellt werden könnten, bevor es ernsthafte Probleme gebe, also eigentlich alle Finanzkoryphäen, werden dann mal wieder sagen, dass das ja wirklich nicht vorhersehbar war. Und täuschen sich einmal mehr.
Denn die Anhänger der monetären Theorie machen es sich einfach. Drei Dinge brauche es für eine anständige Inflation.
Entweder nimmt die Geldmenge M zu, also die Notenbank schöpft Neugeld. Oder die Umlaufgeschwindigkeit U nimmt zu. Oder die Produktion, also die Wertschöpfung Y sinkt. Oder alles zusammen.
Neben der sozusagen normalen Inflation haben alle die bekannten Beispiele von Hyperinflation vor Augen; natürlich Deutschland in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts, immer wieder Argentinien oder Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg.
Hyperinflation bedeutet, dass bald einmal Geld in Schubkarren herumgefahren und gewogen statt gezählt wird. Ein furchtbarer Zustand mit täglichen Inflationsraten im zweistelligen Bereich. Entstanden durch eine Flutung des Marktes mit Neugeld, was nur durch eine Währungsreform geheilt werden kann.
Das ist die eine allgemein anerkannte These. Die zweite ist, dass eine Notenbank immer in ihrem Währungsraum solvent bleibt, gar nicht pleite gehen kann, da sie das Recht hat, unbegrenzt Geld zu schöpfen. Übertreibt sie damit, weitet also beispielsweise ihre Bilanz aus, so ums zwei- oder drei- oder vielfache, dann gibt es früher oder später immer eine Inflation.
Daher sind die Preisstabilität und eine Zielgrösse von zwei Prozent Inflation allgemein als wichtigste Aufgaben der Notenbank definiert. Das erreicht sie mit einer Regulierung der Geldschöpfung und dem sogenannten Leitzins, der das allgemeine Zinsniveau steuert.
Die Schweizerische Nationalbank hat seit 2008 ihre Bilanz um das 15-fache aufgebläht. Und niemand muss in den Laden rennen, um schnell noch einen Liter Milch zu kaufen, denn morgen könnte der schon doppelt so viel wie heute kosten.
Auch die EZB und die FED haben – sogar durch Ankäufe von Schuldpapieren in der eigenen Währung – ihre Bilanzen ums Doppelte oder Dreifache aufgeblasen. Von der japanischen Notenbank ganz zu schweigen. Aber auch hier: Inflation? Fehlanzeige. Erklärung? Fehlanzeige.
Ausser, die Analyse von Sauer stimmt. Damit hätten wir nicht nur eine originelle Erklärung von Hyperinflation. Sondern auch eine Erklärung dafür, wieso alle klassischen Inflationstheorien nicht funktionieren.
Es war überfällig, dass eine die Realität nicht erklärende Theorie durch eine neue, bessere abgelöst wird. Umso besser noch, wenn die neue Theorie, Hyperinflation entsteht nicht durch unmässige Aufblähung der Geldmenge, durch empirische Knochenarbeit untermauert wird.
Eine kopernikanische Wende bei einer Frage, die alle umtreibt. Im Gefolge der Finanzkrise eins von 2008 hält die Schweiz einen einsamen Weltrekord: Nur ihre Notenbank türmt Aktiva aufeinander, die insgesamt grösser sind als das BIP.
Muss das zwangsläufig in einer Hyperinflation, in einer Währungsreform enden? Ist die nur aufgeschoben, aber unausweichlich?
Oder liegen die Ursachen für eine massive Geldentwertung gar nicht in der Quantität, sondern in der Qualität der ihnen gegenübergestellten Sicherheiten? Hier beginnt eine faszinierende Entdeckungsreise.
Kommentare
Die beliebtesten Kommentare
Man kann die Argumentation auch umdrehen und erklären, weshalb wir trotz nicht vorhandener offizieller Inflation seit 2008 trotzdem eine Inflation…
Ein sicherer Wert sind bei IP immer die Kommentatoren, die völlig frei von Argumenten anonym mal kurz reinrülpsen und vorführen,…
Interessante Ausführungen. Die Sache ist jedoch noch etwas umfangreicher und komplexer. Bei der Abhandlung des Themas werden die realwirtschaftlichen Komponenten…
Vielen Dank für den tollen Hinweis auf die Dissertation.
Die Inflation kann nur auf dem Finanzmarkt etwas mit der Geldmenge zu tun haben. Der Zusammenhang wird sichtbar in der Vermögenspreisinflation (Aktien, Immobilien). Er erklärt sich daraus, dass Geld nur auf dem Finanzmarkt wie eine Ware gehandelt wird. Eben aus Geld Geld machen.
Auf dem Realgütermarkt KANN kein Zusammenhang bestehen, weil Geld dort keine Ware ist. Es ist reine Zahl, ohne inneren Wert und dient dort zur Waren- und Preisbestimmung. Waren sind auf dem Realgütermarkt die „Waren“, d.h. die verwertbaren und bepreisbaren „Dinge“ (materielle und immaterielle wie Leistungen). Grundsätzliche Funktion dort ist die Fluidität des Geldes. Durch Geldströme werden Warenströme bewegt, aber nicht von selbst, sondern von den „Schleusenwärtern“ des Geldystems. Die „Bekämpfung“ der Inflation erfolgt mit einem völlig ungeeigneten Instrument, der Zinspolitik. Sie ist nichts anderes als ein Stochern im Nebel.
Lesetipps, um in die Problematik einzusteigen: Ernesto Laclaus „leerer Signifikant“ und „Mastersignifikant“, sowie die „politische Theorie des Geldes“ von Joscha Wullweber, basierend auf Laclau, in seinem Buch „Zentralbankkapitalismus“ (53-80) Jeden Ansatzpunkt auf der Seite der Geldmenge halte ich für verfehlt. Eine zukünftige Strategie, die das Chaos im Geld- und Finansystem beseitigen will, muss auf der Werte-Seite ansetzen. Das Geld kommt dann schon noch zu seinem Recht.
Die Notwendigkeit der Veränderung der Blickrichtung halte ich für fundamental, da sie für die „Lösung“ der ökologischen und sozialen Frage entscheidend sein wird.
„Das bedeutet also, übersetzt auf die Aktualität, dass die EZB nicht in der Lage ist – weder mit dem Leitzins, noch mit Neugeld –, die gewünschte Inflationsrate von 2 Prozent zu erreichen. Schlimmer noch, solche Feinjustierungen sind sowieso nicht möglich.“
Das sollte ja auch die Lohnpolitik machen:
Also Lohnpolitik relativ zur Produktivität , als interne Auf-u. Abwertung als Inflationssteuerung und damit Beeinflussung der Handelsbilanzen. Das ist Aufgabe des Staates, auch durch Steuern die Preise zu beeinflussen und die Geldmenge zu steuern.
Wir haben keinen Goldstandard und keine festen Wechselkurse ( außer dem Euro in der EU ) mehr. Insofern ist jede Diskussion ,die das als Grundlage für heute hat, obsolet .Zentralbanken brauchen heutzutage Fremddevisen und Gold als Eigenkapital nur,wenn sie die eigene Währung durch Fremddevisenverkauf aufwerten wollen.
Wenn sie die eigene Währung durch Eingriffe abwerten wollen, brauchen sie nur
Geld erzeugen und Devisen kaufen, insofern auch kein Eigenkapital.
Diese Eingriffe sollten eigentlich nur erfolgen , wenn es zu Fehlentwicklungen
in der Handelsbilanz gekommen ist, weil die Politik schläft.
Sehr geehrter Herr Sauer,
der Staat benötigt sogenannte Schrottpapiere (Geld) um einer steigenden Anzahl an Bürgern die Möglichkeit zu geben zu konsumieren und damit zugleich dafür zu sorgen, dass von Unternehmen eingesetzte Gelder zur Produktion von Gütern und Bereitstellung von Leistungen wieder zu diesen zurückkehren. Doch dies ist nicht alles. Zur Entstehung von Gewinn werden Schuldner benötigt. Dies sind in steigender Tendenz Staaten, da es vielen Menschen aufgrund fehlender Sicherheiten nicht mehr möglich ist, im größeren Umfang Kredite aufzunehmen.
So entstehen auf der einen Seite große Geldvermögen, welche verzweifelt geeignete Anlagemöglichkeit suchen. Da die Zentralbanken immer stärker diese Anlagen (Staatspapiere, Unternehmensanleihen, ..) aufkaufen, steigen hauptsächlich die Preise von Aktien, Immobilien, Gold, … Das eingesetzte Geld wandert von einer Hand in die nächste.
Auf der anderen Seite greift die Bevölkerung in dem ihnen bietenden Rahmen auf die Güter und Leistungen zu. Hier können die Preise nur minimal steigen, da es den größten Teil der Bevölkerung sonst nicht möglich ist zu konsumieren. Es wird eine Spreizung stattfinden – hochwertige Ware für gut Betuchte und minderwertige Ware für den Plebs. Können keine Renditen bei Wohnungsvermietungen (fehlende solvente Mieter) erzielt werden, wird wohl auch nicht mehr renoviert werden, etc..
In meinen Augen beschäftigen sich viele wirtschaftlich gebildete Personen mit Theorien, sind aber nicht gewillt in die Tiefe des wirtschaftlichen Lebens hinabzusteigen und hier nach den Ursachen der Geldmengenausweitung, Inflation etc. zu suchen.
Brigitte
Einfach brillant – habe nur halb-ökonomisches Wissen – dass wir im momentanen Umfeld keine Inflation und Nullzinsen haben, geht mir seit langem durch den Kopf – deshalb muss ich diesen Artikel wohl noch ein paar Mal lesen – herzlichen Dank für diese echte Intellektuellen-Arbeit –
Inflation ist Tod. Punkt. Lester Thurow. MIT Economist. Lesen Sie sein Buch. Excellent.
Fehler 1: Bei fixen Wechselkursen zu einer Leitwährung ist die Zentralbank gezwungen um den Kurs bei Angebots/Nachfrageschwankungen zu stabilisieren, die Notenbankgeldmenge anzupassen, Bsp. Schweiz vor dem Ende der fixen Wechselkurse 1973, gab es eine grosse Nachfrage nach CHF, die SNB musste intervenieren, die Inflation erreichte Werte im 2-stelligen Bereich. Friedman, forderte darum flexible Wechselkurse um der Zentralbank die Kontrolle über die Notenbankgeldmenge zu verschaffen.
Fehler 2: Für die Wirtschaft ist nicht die Notenbankgeldmenge massgebend, sondern M2 / M3. Betrachtet man diesen aktuellen Verlauf M2 / M3 für die Schweiz steigen diese ziemlich kontinuierlich an. D.h. die fallende Geldschöpfung der Banken hat die expansive Geldpolitik „korrigiert“.
Fazit: Es braucht keine neue „Geldtheorie“.
Oft wird durch Spekulation- und Investment verursachte Teuerung als Inflation verkauft.
Dabei ist es doch so klar, das Geld für die Spekulanten, Zins- und Zinseszinsgeniesser, Investoren, Bodenrentner und Renditeempfänger sowie Immobilienhaie muss doch auch irgendwo herkommen?
Aber es ist natürlich viel einfacher, für Teuerung der Geldschöpfung die Schuld in die Schuhe zu schieben, damit genannte Gruppen nicht an den Pranger gestellt werden.
Auch muss man sehen, je mehr Menschen ein Land hat, desto höhere Geldmenge ist erforderlich, wenn es nicht tatsächlich zu Geldknappheit kommen soll.
Die EU z.B hat viele Länder aufgenommen, welche ihre Landeswährung zu Gunsten des € aufgegeben haben. Auch hier sollte doch logisch sein, dass die Geldmenge in € alleine schon deshalb steigen muss.
Dazu kommt, das 3/4 des neu erzeugten Geldes im Kapitalmarkt landet, wo es lediglich die Preisschilder nach oben verändert ohne einen wirklichen Mehrwert zu schaffen.
Und die (zu) hohe Geldhortung der oberen 10% Einwohner ist mit ein Grund, welcher den Staat zu ständig höherer Geldmenge zwingt, weil die oberen 10% ihre Bedürfnisse längst gesättigt haben und ihr Geld nicht mehr in die Realwirtschaft fliesst und Gewinne wieder angelegt werden um noch höhere Zahlen auf dem Konto zu haben.
Aber der Staat setzt mit Steuersenkungen für die reiche Oberschicht selbst falsche Anreize. Er würde besser die unteren Einkommen steuerlich entlasten, denn diese haben noch Bedürfnisse und geben das Geld über die Realwirtschaft wieder in den Geldkreislauf zurück was zu Wirtschaftswachstum führt.
Was in der Zeit «nach Corona» kommt, lässt sich bereits erahnen: Die ohnehin schon große Abhängigkeit der Volkswirtschaften vom Fiat-Geld wird die Zentralbanken und die Gruppen, die sie für ihre Zwecke einzusetzen wissen – Staaten, aber natürlich auch die Banken- und Finanzindustrie sowie Großunternehmen –, noch größer machen. Das Bestreben, die ungedeckten Währungen vor dem Untergang zu bewahren, wird das Kartell der Zentralbanken noch enger zusammenrücken lassen. Dass alles auf eine einheitliche Weltgeldpolitik mit einem Weltgeld hinausläuft, ist sicherlich nicht weniger wahrscheinlich geworden; es braucht nicht gesondert betont zu werden, welche totalitären Gefahrenpotenziale damit verbunden wären.
Um ein solches Szenario abzuwenden, muss sich Wesentliches ändern im Denken und Handeln der Menschen. Nicht mehr und nicht weniger als eine Abkehr von allen antikapitalistischen, sozialistischen und inflationistischen Ideologien, die heute mehrheitlich beklatscht und Wählerstimmen gewinnen, ist erforderlich. Man muss zur Einsicht gelangen, dass das Geld nicht in die Hände des Staates gehört, dass nur der freie Markt «gutes Geld» hervorbringen kann: Dazu müssen die Nachfrager die Freiheit haben, das Geld nachzufragen, das ihren Wünschen entspricht; und Anbieter müssen die Freiheit besitzen, Güter anzubieten, von denen sie meinen, sie werden von den Menschen als Geld nachgefragt.
Vor allem aber sind Macht und Einfluss des Staates so stark wie nur eben möglich zurückzudrängen, wenn Freiheit und Wohlstand gewahrt bleiben sollen. Es wird nicht weniger als eine intellektuelle Revolution erfordern, um das Geldproblem zu lösen. Gewiss, damit steht den Volkswirtschaften eine gewaltige Herausforderung ins Haus. Doch Passivität darf keine Alternative sein: Sie würde den Menschen Inflation und Unfreiheit bringen.
aus: https://www.misesde.org/2020/08/der-moment-der-wahrheit-fuer-das-geldsystem/
@ Empörter: ich bin froh, dass Sie das hier gepostet haben.
Das ist das Schöne an Ideologien und „intellektuellen Revolutionen“: Sie funktionieren wunderbar, solange keine echten Menschen involviert sind.
Der einzige Österreicher, der Geld verstanden und es auch im wirklichen Leben bewiesen hat, war Michael Unterguggenberger.
@ Ponzi
Sehr gut!
@Empörter
Mit „Ideologien“ und „intellektuellen Revolutionen“ meinte ich Sie und ihre romantischen Einlassungen. Wie gesagt, Österreicher wie Mises oder Hayek haben Geld nicht mal im Ansatz verstanden. Dasselbe gilt für deren Anhängerschaft, die zwar dem „Kapitalismus“ huldigt und gleichzeitig Schulden verteufelt. Klassischer Zielkonflikt.
Ohne Schuld und Schulden kein Kapitalismus – und umgekehrt.
Wie gesagt, der einzige Österreicher, der Geld kapiert hat, war der Bürgermeister von Wörgl.
Das Kartenhaus stürzt doch bereits ein: Deflation bei gleichzeitiger Assetinflation heisst nichts anderes als „raus aus der Währung, rein in Sachwerte“, wie damals vor Weimar. Man könnte es auch dramatischer übersetzen mit „rette sich wer kann“.
Wer das Thema gerne etwas ausführlicher anhören möchte: https://youtu.be/zvut4oK9S80
Der Kanal von Prof. Dr. Rieck ist übrigens sehr empfehlenswert.
Man kann es drehen und wenden wie man will – am Ende kommt es auf das Vertrauen der Menschen in die Handlungen der Notenbanken und der Regierungen – ins System – an. Rein Verstandesmässig wäre eine Ausweitung der Bilanzen bis zum Nimmerleinstag möglich, wenn nicht irgendwann einer nach unten blickt und in Panik abspringt. Der Mensch ist nicht so rational und kühl kalkulierend wie die verschiedenen Volkswirtschafts-Schulen jeglicher Richtung voraussetzen. Ganz im Gegenteil ist jeder Entscheid mehrheitlich emotional. Auch die Notenbankpräsidenten dieser Welt werden irgendwann den Nerv verlieren, wenn das Kartenhaus zu wackeln beginnt
Hier wird nicht unterschieden zwischen der Teuerung und der Inflation. Dies ist nicht das Gleiche.
Für Interessierte hier eine Erklärung dazu:
https://kpkrause.de/2012/09/04/teuerung-und-inflation/
Es gibt massenhaft Lektüre zu dem Thema
Es gibt ja schon zu denken, wenn solche elementaren Begriffe nicht geklärt sind.
Geld das nicht in der Wirtschaft landet wirkt nicht inflationär ist aber da. An der Börse sorgt es für Kursexplosionen ohne solider Basis. Die reale Wirtschaft trennt sich von der Finanzparty. Der Kater danach ist garantiert.
Die Theorie ist sicher eigenwillig und nicht uninteressant, aber als den ganz großen Wurf würde ich sie jetzt nicht wirklich bezeichnen. Es fehlt m.E. ein vernünftiger Transmissions-Mechanismus um die Wechselwirkung zwischen galoppierender Inflation und dem postulierten „Wertverlust“ der Aktiven zu erklären (ausser das – überspitzt gesagt – George Soros einen Run auf das Pfund orchestrierte und das es die „Spekulanten“ sind, die ständig die Zentralbank überwachen, und so durch das Shorten der Währung die Hyperinflation auslösen). Im Prinzip postuliert diese Theorie, dass eine Hyperinflation nur durch externe Faktoren möglich ist, niemals intern. Das erscheint mir eine ziemlich gewagte These. Das Beispiel von Großbritannien oder Argentinien ist dann auch eher unglücklich gewählt, da es sich hier beides Mal um Währungen handelt, die einen fixierten Wechselkurs aufwiesen (wie im übrigen auch die Mark – da damals der Gold-Exchange-Standard vorherrschte) – und diesen durch den Verkauf vorhandener Währungsreserven gegen Abwertung schützen mussten (was kurzfristig sogar eine deflationäre Wirkung hat).
Ein wichtiger gemeinsamer Nenner mit der klassischen Theorie besteht allerdings: Wenn die Nationalbank beginnt, Staatsanleihen direkt zu monetisieren, dann ist das ein durch und durch problematisches Vorgehen. Das passiert momentan in grossen Umfang in den USA, GB und im Euro-Raum. Wenn Geld gedruckt wird, um einen massloosen Staat zu finanzieren kann das nicht gut kommen – ob nun wegen der Aktivseite oder der Geldmenge…
Inflation = viel Geld trifft auf (ver)knapp(t)es Angebot. Oder muss ich den „great-lockdown“ nun anders interpretieren?
Deflation = Geld trifft auf Überangebot. Will heissen „Chinaplastikkonsumschrott“. Man kann es auch Labour nenne, was den Tieflonsektor beschreibt.
So gesehen wird es in der Schweiz noch sehr, sehr lange keine (wirkliche) Inflation geben.
Probleme werden aber alle „Patrioten“ an der Grossverteilerkasse (angeblich Genossenschaften, pffff) bekommen und haben diese auch schon sehr lange.
Noch ein Wort zu Venezuela und weswegen Hyperinflation interessant ist wenn man z. B. USD hat. Ein Bier kostete heute 2 Dollar und wird das auch morgen tun. Nur haben knapp 100% der Venezuelaner keinen Zugang zu USD. Sozialismus ist schon „very fair“. Dies im OPEC Gründerstaat.
Der Doktorand hat tatsächlich irgenwie „Amerika entdeckt“ Zitat: …“They did not see, however, that the realreason for these notes being relatively worthless was that they were only backed by “thin air”(i.e. worthless claims against bankrupt governments).“…
Letzteres beschreibt den Euro ziemlich gut. Nicht nur den Euro sondern (fast) jede Währung.
Das erklärt auch das jeder, wirklich jeder Systemrelevante gerettet wurde und gerettet werden wird (Werterhalt von Assets wie es G. Kropp nennt).
Anders mit Trumps Worten: „Money? You just print it.“ Da „print money“ ein weltweites „Übel“ ist und eine Zentralbank in eigener Währung nicht iliquide werden kann, schliesst sich der Kreislauf jeden Tag aufs neue. Bis es eine Währungsreform geben werden muss. Diese Weltweit.
Zum Abschluss noch einen kleinen Film auf youtube, der ab Minute 2:54 interessant wird: 2oHbwdNcHbc
Es ist stets eine Frage, wie man Inflation misst!
Es hat lange gedauert, bis sich auch jemand aus der Wissenschaft bequemt hat zuzugeben, dass diesmal _wirklich_ etwas anders ist. Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass an dieser Stelle schon alles korrekt beschrieben wird, aber es ist zumindest mal ein Anfang.
Die Erklärungen sind zumindest mal plausibel, mal sehen ob sie den Test der Voraussage bestehen können. Irgendwie habe ich das Gefühl, der Überfluss (an fast allem was im Warenkorb für Inflation vorkommt) wird noch zu wenig berücksichtigt.
Es ist dieses mal genauso wenig etwas „anders“ als bei den letzten Finanzkrisen. Die Inflation findet einfach nicht bei den Konsumentenpreisen statt (was zu einem gewissen Teil an der „Liquidity Trap“ und zum anderen an der generellen Deflation durch Produktivitätssteigerung liegen kann), sondern in den Vermögensmärkten.
Schaut man sich z.B. in der Schweiz an, wieviele Jahreslöhne ein Haus kostet – man kommt nicht umhin festzustellen, dass ein Jahreslohn bis zum 3. Quantil (75% verdienen weniger) nicht ausreicht um aus eigener Kraft in vernünftiger Zeit eine Immobilie zu erwerben. Oder schauen wir doch an, was an den Aktienmärkten abgeht. Corona, Handelskrieg, stotternde Repo-Märkte – alles wird mit einem Schulterzucken quittiert und die Party geht weiter. Warum wohl? Weil es keine wirklich alternative Anlagemöglichkeit gibt.
Gelddrucken hat Konsequenzen. Planwirtschaft versagt… und die stärkste Bastion dieser eigentlich schon lange diskreditierten Wirtschaftsform findet sich immer noch im zentralsten System unserer Wirtschaft: Bei der Geldpolitik.
Jetzt wollen links-alternativ angehauchte Intellektuelle und Politiker mit ihren vermeintlich „modernen“ Theorien – wie etwa MMT (immerhin scheint die Theorie oben mit diesem Monster nichts gemein zu haben) uns weismachen, dass man Geld ohne Konsequenzen drucken kann. Man muss nur darauf achten, dass das Wachstum des BIP höher liegt, als das Zinsniveau – kein Problem, alles in Ordnung. Aus der Corporate Finance kennt man dieses Prinzip mit anderer Bezeichnung schon lange… Leverage Effekt. Und wir wissen auch, dass der Schuss gewaltig nach Hinten los gehen kann.
Mit Gütern über ihren Wert kaufen ist noch keiner reich geworden (ausser die SNB).
Hier gab es mal Meyer, der sogar von der SNB bekämpft wurde. IP erlebt den stetigen Niedergang.
Schreiben Sie den SNB-Meyer nicht ab, der wird sicher bald wieder mal auf IP auftauchen und uns zu erklären versuchen, dass er der einzige auf der Welt ist, der angeblich weiss wie eine Nationalbankenbilanz auszusehen habe.
Der Ex-UBSler George Dorgan, der unter demselben Pseudonym die SNB kritische Seite snbchf.com betreibt (wo Meyer auch einen Blogteil hat mit dem er sein Unwissen mantramässig verbreitet) hat bekanntlich Lukas Hässig, Prof. Geiger und Marc Meyer mal in Analogie zu den drei Hexen aus Macbeth die „Three Swiss Sorcerers“ bezeichnet, die gegen die Machenschaften der Zentralbanken und insbesondere der SNB angehen.
Aber ich glaube jetzt nicht, dass sich die SNB von diesen drei eher Leichtgewichten beeindrucken lässt.
Einen grösseren Einfluss dürften da die eher der österreichischen Oekonomenschule zugehörigen Bestsellerautoren wie Friedrich & Weik, Max Otte, Stelter, Krall etc. haben, die doch ein weit grösseres Publikum erreichen mit ihren zentralbankkritischen Einwürfen.
Meines Erachtens erleben wir keine Inflation, sondern eine Deflation. Der Grund ist, es wird immer mehr Geld über Kredite hergestellt, während dieses Geld nicht mehr in den Geldkreislauf ankommt, sondern als Sicherheiten gebunkert werden (was eine Finanzkrise erst recht gefährlich macht).
Die Geldumlaufgeschwindigkeit ist weltweit zu niedrig, weshalb einige Notenbanken Minuszinsen erlassen, damit die Gelder schneller in Umlauf kommen.
Wenn die Gelder gebunkert werden, gibt es einen deflationären Effekt, weil das Geld im Umlauf rar wird.
Der Herr Müller kann es besser erklären.
https://www.youtube.com/watch?v=VWSO_-MGHEI
Nein, Herr Müller kann das nicht besser erklären
@Guy Tiger, super Antwort ohne jegliche Begründung.
Wie soll sich die Geldumlaufgeschwindigkeit denn erhöhen, wenn das Geld in so wenigen Händen konzentriert ist? Soll sich Jeff Bezos anstatt 5 nun 10 Lamborghinis pro Jahr kaufen? Das ist doch Quatsch Leute..
@Epstein, man muss halt immer neue Spielzeuge für reiche herstellen, die man völlig überteuert verkauft.
Zweitens sollte man das Geldsystem ändern, damit weniger von Fleißig nach Reich automatisch hochgeschaufelt wird. Der Zins und Zinseszins ist nur dazu da, die Reichen mit neuem Geld zuzuschaufeln, während die Fleißigen jedes Jahr härter schuften müssen. Und Firmen müssen immer öfters Reformen einführen.
Keine der akutellen Devisenwährungen wie US$, £, Yen, CHF, Can-$, AUD hat jemals eine Hyperinflation durchgemacht!
Die höchsten Inflationsraten hatten Ende der 70er Jahre und Beginn der 80er der Yen und der US$ mit +/- 20%!
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Die ungarische Pengö-Hyperinflation fand übrigens nach dem 2. WK 1946 statt und nicht nach dem ersten WK wie der Autor hier fälschlicherweise schreibt!
Die Preise verdoppelten sich im Climax der Pengö-Hyperinflation sich alle 15 Stunden!!!
Am 1. August 1946 wurde der Forint eingeführt, der bei Einführung zu 400 Quadrilliarden oder 4<ip-pii>.0<ip-pii>.000.000 Pengő oder 200 Millionen Steuerpengő gewechselt wurde.
Der Forint ist übrigens heute noch die ungarische Währung 1 CHF sind akutell rund 321 Forint!
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Hyperinflationen entstanden dort wo ein Land massiv in Fremdwährung verschuldet war. In D 1923 war dies die Goldmark (1 GM musste mit 0,35842 gr Gold gedeckt sein, nur D hatte praktisch kein Gold) – es hyperinflationierte damals aber die Mark (auch Papiermark genannt und nicht mit der Reichsmark zu verwechseln, die erst ab August 1924 kam).
Starke Inflationen wie immer wieder mal in Argentinien, Zimbabwe, Venezuela etc in den Heimwährungen haben immer eine starke Auslandsverschuldung in Devisen als Grund.
Bei den aktuellen grossen Währungsblöcken US$, £, Euro, Yen oder Yuan sind die Schulden und die Geldmenge zwar kräftig wachsend, aber diese haben ihre Schulden in der Heimwährung und darum gibt es auch kaum Inflation durch importierte Güter infolge der eigenen Schwäche der Heimwährungen.
Im übrigen ist die Geldumlaufgeschwindigkeit bei fast allen Devisenwährungen auf historischen Tiefstständen. In der CH sogar die tiefste seit des Aktivitätenbeginns der SNB 1907!
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Die klassische Theorie stimmt da einfach nicht ganz, vermutlich auch weil sie die „Assetinflation“ nicht berücksichtigt.
Da wir uns schon seit einiger Zeit auf dem Feld der Experimentalökonomie bewegen, kann auch niemand wirklich genau sagen wie das noch alle enden wird.
Kluges Madl, gute Beobachter*In!
Habe Ende 90er Hyperinflation in Indonesien miterlebt.
Diese Krise könnte noch am ehsten mit den klassischen Theorien übereinstimmen.
Diese fand während der sogenannten Asienkrise statt. In diesem Fall haben ausländische Investoren massenhaft Geld abgezogen (Nachfrage Währung) und der Staat war hoch verschuldet und musste sogar Reis importieren. Die Folge war politische Instabilität und der Sturz eines Regimes.
Für die Menschen war diese Zeit Horror pur (sie konnten nichts tun – das Übel war für sie nicht fassbar).
Dort habe ich gelernt, dass sich die Situation sehr rasch verändern kann und dass Nationalbanken nicht viel tun können, wenn sich gewisse Parameter rasch verändern.
@Zeyer – Sie hatten natürlich auch recht, Ungarn hatte schon nach dem 1. WK eine starke Inflation, aber die Mutter aller Inflationen war die Pengo Inflation, wo man dem Geld bei der Entwertung quasi zusehen konnte.
Geld wirkt nur inflationär auf die Konsumentenpreise, wenn es in den Wirtschaftskreislauf gelangt. Solange es jedoch auf den Konten bleibt – und die Banken haben überdurchschnittlich viele Kundengelder auf Konto – ist es nicht inflationär.
Dagegen findet eine VERDECKTE INFLATION statt: Einerseits über die Assets (Aktien und Immobilien) und anderseits über die Tatsache, dass immer weniger Menge und Qualität zu gleichen Preisen wie vorher angeboten wird.
«Drei Dinge brauche es für eine anständige Inflation.»
Anständige Inflation? Die Inflation ist doch genau das Problem. Sie dient dem Staat, so Politkikern, weil Inflation zum Konsum zwingt und Konsum, respektiv der Geldumlauf, in Summe umso höher desto höher die Umlaufgeschwnidigkeit, hoch besteuert wird. Für das Volk wäre eine inflationsfreie Währung anständig. Gekoppelt an einen Warenkorb und ohne Banken- und Staatseinfluss.
Einkommen – Inflation = Wohlstand
Dr. Markus Krall – Ist der Crash schon überwunden?
Die Krise, die sich in den letzten Jahren angestaut hat und kontinuierlich verzögert wurde, ist nun an ihrem Höhepunkt angelangt.
Corona wird dabei gerne als Sündenbock hinzugezogen und falsche Entscheidungen des Staates und seiner Unternehmen werden heruntergespielt.
Während die meisten Firmen immer noch eingeschränkt agieren, wird weiterhin munter Geld gedruckt. Deflation und Inflation sind hier gängige Schlagworte.
In welcher Phase wir uns momentan genau befinden und wie der Privatanleger sein Geld retten kann, wird in diesem Video diskutiert.
Die Krise, die sich in den letzten Jahren angestaut hat und kontinuierlich verzögert wurde, ist nun an ihrem Höhepunkt angelangt.
Corona wird dabei gerne als Sündenbock hinzugezogen und falsche Entscheidungen des Staates und seiner Unternehmen werden heruntergespielt.
Während die meisten Firmen immer noch eingeschränkt agieren, wird weiterhin munter Geld gedruckt. Deflation und Inflation sind hier gängige Schlagworte.
In welcher Phase wir uns momentan genau befinden und wie der Privatanleger sein Geld retten kann, wird in diesem Video diskutiert.
Die Krise, die sich in den letzten Jahren angestaut hat und kontinuierlich verzögert wurde, ist nun an ihrem Höhepunkt angelangt.
Corona wird dabei gerne als Sündenbock hinzugezogen und falsche Entscheidungen des Staates und seiner Unternehmen werden heruntergespielt.
Während die meisten Firmen immer noch eingeschränkt agieren, wird weiterhin munter Geld gedruckt. Deflation und Inflation sind hier gängige Schlagworte.
In welcher Phase wir uns momentan genau befinden und wie der Privatanleger sein Geld retten kann, wird in diesem Video diskutiert.
https://www.youtube.com/watch?v=eo8_vlyEwWg
Guter Bericht Herr Zeyer,
aber die Entdeckungsreise geht noch weiter. Es gibt noch weitere Argumente.
Die Teuerungsraten entsprechen nicht den Wahrheiten, weil sie von den Regierungen , oder von den Betreibern des Finanzsystems gemacht werden.
Die machen die Berechnungen natürlich so, dass die Zahlen für sie stimmen, beziehungsweise vorteilhaft aussehen.
Die gewichtigen Immobilenpreise sind kaum berücksichtigt in den Teuerungsberechnungen. Können aber für viele Familien und Bewohner ein grosses Problem darstellen. Des weiteren sind sämtliche anderen Vermögenswerte wie zum Beispiel Aktien/Rohstoffe nicht, oder kaum in den Berechnungen enthalten. Der Goldpreis ist auch ein guter Beweis, und zeigt sehr deutlich das die beliebig vermehrbaren Kreditwährungen nicht viel mehr wie aus wertlosem Schrott geprägt sind. Der Goldpreis im Jahr 1971 lag bei $35, heute sind es ca.$1900.- bis 2000.-, ein x-faches von damals. 2021-2025 dürfte der Goldpreis noch deutlich höher sein (sofern bis dann noch das jetzige Betrugswährungssystem existiert).
Leider wurde im Bericht nicht darauf hingewiesen, dass die Notenbanken und Banken nicht Geld schöpfen, sondern Kredit. Und genau für diese Kredite fehlt den Notenbanken und Banken das Geld. Deshalb greifen sie zu ihrem Betrugswerkzeug, nämlich der Trickbetrügerei von nie endenden Bankbilanzverlängerungen. Somit stellt sich die Frage, wie soll den das Geld für die Kredite zurückbezahlt werden, wenn dafür gar nie Geld erzeugt wurde, sondern immer nur Kredit. All diese Kreditverträge sind somit systembedingt gar nicht erfüllbar und basieren somit auf der Grundlage des Betruges. All die Schuldenberge können insgesamt gar nie zurückbezahlt werden, und die Aufschuldung (Kreditmenge) müsste immer weiter ausgedehnt werden damit das Kreditschneeballsystem nicht zusammenkracht. Das ist auch der Grund weshalb Regierungen, Banker und Notenbanker ständiges Wirtschafts.- und damit Kreditwachstum wollen. Deshalb haben sie auch jetzt wieder diese angeblichen Hilfskredite für die angeblichen Coronaviren herausgezaubert.
Auch für diese Kredite fehlt den Bankern und Regierungen das nötige Geld, deshalb soll die betrogene Bevölkerung (dazu gehören auch Sie Herr Zeyer) dafür haften.
Es stellt sich natürlich die Frage, wie lange können die Schuldenberge ausgedehnt werden?
Es ist schwer anzunehmen das diese Schuldenberge (die exponentiell wachsen), nicht ständig ausgedehnt werden können. Die Kurven der Schuldencharts in den USA,Japan, EU, auch China und anderen Staaten münden immer näher in eine senkrechte Richtung nach oben! Dies bedeutet grösste Gefahr für das jetzige betrügerische Finanzsystem.
Irendwann werden die Banken mit ihren riesigen Kreditabschreibern beginnen müssen. Das wird dann der Tag der Wahrheit, wo dann eine Bank die nächste mit in en Abgrund ziehen wird. Kein Wunder wenn es dann kracht.
Die Banker und ihre Handlanger, die Regierungen mit ihren bevölkerungsfeindlichen Politiker/-.innen haben aber noch eine kleine Falle für die Bevölkerung und die Bankkonteninhaber gestellt. Diese Falle heisst “Bail-in“, und damit können die Bankkonten der Bevölkerung und Unternehmen geplündert werden, damit die Banken nicht pleite gehen, dafür aber die Bürger und Unternehmer! Und zu dehnen liebe Leser gehören Sie!
Überlegen Sie sich deshalb sehr gut, ob Sie diese etablierten Politiker/-.innen, sowie deren politischen Parteien weiterhin unterstützen wollen. Muss man regelmässig seine eigenen Metzger wählen?
Überlegen Sie sich auch sehr gut ob Sie weiterhin ihr Vermögen auf Banken deponieren wollen. Der Tag X nähert sich immer schneller! Warten Sie nicht bis es zu spät ist, um Ihr Vermögen zu retten.
völlig korrekt Ergänzung @Torpedo. Und – ergänzend – folgt dann der versteckten Inflation die Deflation.
Der Goldpreis lag zwischen 1933 und 1971 immer bei rund 35$ – schlichtweg aus dem Grund weil er dort mal von Roosevelt staatlich fixiert wurde.
Die Inflation heisst ja auch Consumer Price Inflation und nicht Asset Price Inflation, darum ist es denk logisch, dass Aktien und Real Estate Preise nicht in dieselbe aufgenommen werden. Energie und Wohnen machen sehr wohl einen nicht geringen Anteil an der Inflationsberechnung im Warenkorb aus, ebenso die Gesundheitskosten.
Und ob dann der „Tag X“ wirklich so schnell kommen wird, wie viele Youtube-Koryphäen herbeiauguren, das wollen wir doch zuerst mal sehen.
Im übrigen schöpft die FED sehr wohl auch eine ganze Menge Geld aus dem „Nichts“ – die US$-Notengeldmenge ist seit 2007 von 800 Mrd auf fast 2 Billionen gestiegen und auch die €-Geldscheine haben sich verdoppelt auf über 1.25 Bio €
Habe mir noch das passende Video dazu angeschaut: https://www.youtube.com/watch?v=bokHl4zmbPg – sehr gute Zusammenfassung!
Als Laie möchte ich nicht wagen, berühmte Nationalökonomen wie Irving Fisher und Keynes irgendwie zu kritisieren. Von meinem Gefühl her ist mir aber John Kenneth Galbraith und in seinem Sinn auch Krugman um einiges sympathischer als Milton Friedman. Nach meinem Verständnis versteht Friedman die Gesellschaft und den Staat als eine in sich gefestigte Institution und dann kann man eine erfolgreiche Geldpolitik basierend auf der Geldmenge auf ewig erfolgreich betreiben. Der Staat muss als System oben so eingerichtet werden, dass nur die Geschäftsleute zählen und die Politiker sind ihre Handlager. Ein Klassenkampf besteht nicht.
Besteht die Gefahr einer Hyperinflation des Euros mit dem Kauf der EZB durch die sogenannten Schrott-Papiere der Südstaaten der EU? Eine weitere Frage, sind diese Papiere in ihrer Qualität um Meilen schlechter als diejenigen, die die FED im eigenen Land zusammenkauft? Hat die USA ein TGV wie Spanien und Italien? Haben Spanien und Italien Handelsbilanzdefizite wie die USA, was erstaunlich ist, trotzdem sich das teuerste Unternehmen der Welt in den USA ist, nämlich Apple und die USA weitere solche Techno-Giganten mit Werten haben, dass es einem schwindlig wird und dies trotz mächtiger Südkorea und China-Konkurrenz.
Bei Währungen ist generell das Vertrauen in das Land und seinen Institutionen ausschlaggebend. Das Paradebeispiel ist Argentinien, welches über 2 Geldkreisläufe verfügt, der einheimische Peso der Hyperinflation und der US$, welcher der eigentliche Geldkreislauf des Landes ist. Diese Realität besteht nicht nur in Argentinien, sondern praktisch überall außer in Europa, Japan und Südkorea. Früher gab es den Goldstandard, heute den Dollar-Standard. Er dient auch zur Entlastung einer Inflation in den USA selbst, da die US$-Geldmenge überall gebraucht wird.
Wir haben zum Glück den Euro, damit kann man seinen eigen Geld-Standard setzen. Leute, die Liquidität horten, haben als Reservewährung nur die Möglichkeit von Euro und US$. Natürlich Gold, dieses Metall ist aber so volatil wie Kupfer und Aluminium. Es gibt noch unseren SFr. als Ersatz für Gold, dies gilt aber nur solange unsere SNB derart zugunsten unserer Banken ihre Bilanz aufbläht, anstatt endlich mit einer strengen Devisenkontrolle Remedur zu schaffen.
Blödsinn! (wobei ich nur den Übertitel gelesen habe ;-))
Die Inflation ist schon längst da! Einfach in den Sachwerten! Zum Glück nicht bei der Banane im Migros – sonst würde der „Brot und Spiele-Bürger“ noch aufgeschreckt! Dass er sich bald das kleinste Loch (man kann dazu auch Eigentumswohnung sagen) nicht mehr leisten kann, scheint ihn nicht zu kümmern….
Dass hier noch niemand über die Geldschwemme, die Minuszinsen und die damit einhergehende historische Vermögensumverteilung spricht ist sehr erstaunlich!
so! muss wieder…. instagram gucken…. Michelle Bieri hat doch bestimmt wieder ein neues bildchen gepostet… ne ne, inflation gibt’s bestimmt nicht… es leben „Brot und Spiele“!
Die Schweiz ist so etwa 4 Billionen sFr. wert. Die Nationalbank hat sicher ca 1 Billion Fremdwährung also ca 25% belehnt .Die restlichen 75% sind also Werte die unsren Wohlstand spiegeln. Wie will eine Teuerung entstehen in einer satten Gesellschaft. Länder auch in der EU sind hungriger nach Geld und Wohlstand und haben dadurch Inflation! Die Schweizer Bevölkerung muss sich keine Geldsorgen machen bei einem Mwst.Satz von 7.7% schaut mal rund um 15-19% Mwst.
Geiger, Zeyer und Stöhlker wären passend für die Weltwoche aber nicht für Inside Paradeplatz.
Die haben noch nie etwas gescheites produziert und könnten Köppel unterstützen.
Alle reden von Inflation und meinen Teuerung. Während die Inflation (inflare = aufblasen) in den letzten Jahren horrend angestiegen ist, ist die Teuerung in den meisten entwickelten Volkswirtschaften gesunken. Real sogar ins Negative.
Von Hyperinflation zu rabulieren, ist zwar aus den falschen Gründen richtig, geht aber komplett am Thema vorbei.
Die Frage ist vielmehr: Weshalb gibt`s trotz Inflation keine Teuerung? Tja, wieso wohl nicht? Tipp: Es geht nicht um „Assets“, „Umlaufgeschwindigkeiten“, „Wertschöpfung“ oder welcher Qualität die Schuldverschreibungen sind, die eine Notenbank in die Bücher nimmt. Das sind Folgeeffekte.
Es gibt keine Teuerung, weil die Löhne nicht steigen. Steigen die Löhne nicht, können die Menschen nicht mehr ausgeben als im Jahr/Monat/Woche zuvor oder beginnen sogar zusätzlich zu sparen, was direkt in die Deflation/Depression führt. Die sogenannte Hyperinflation im Deutschland der 20er entstand durch die direkte staatliche Finanzierung der Löhne von 2 Millionen streikenden Arbeitern im besetzten Ruhrgbiet. Damit ihr Widerstandswille nicht am französische Charme schmilzt, legte die Reichsregierung laufend eine zusätzliche Schippe in die Lohntüte. Mit bekanntem Resultat.
So geht reale Teuerung. Nur über die Löhne.
Davon sind wir Welten entfernt.
Preisfrage: Wo sind denn die Aberbillionen Dollars/Euros/Franken hin, die die Notenbanken in den letzten Jahren „gedruckt“ haben? 😉
Die Dollars/Euro/Franken sind in die Luftschlösser investiert worden, denen früher oder später die Luft ausgehen wird.
Interessant, animiert dazu mehr über die wirtschaftliche Dynamik nach dem ersten Weltkrieg zu lesen.
Das Problem ist: Die Definition von Inflation wurde abgeändert. In der englischen Sprache schon vor ein paar Jahrzehnten, in der deutschen Sprache über die letzten Jahre.
Der Autor des Beitrags und auch Wirtschaftswissenschaftler Ingo Sauer sitzen der „neuen“ Definition von Inflation auf. Absichtlich, oder unabsichtlich.
Als Beispiel sei hier der Duden genommen:
Im jetzigen online Duden findet sich die folgende Definition von Inflation:
„anhaltende allgemeine Erhöhung des Preisniveaus und dadurch bedingter Rückgang der Kaufkraft einer Währung“
Also Inflation = Preissteigerung
https://www.duden.de/rechtschreibung/Inflation
In der 23. Auflage des Dudens (Druckausgabe), die 2004 erschien, war Inflation aber noch wie folgt definiert:
„übermässige Ausgabe von Zahlungsmitteln; Geldentwertung“
Also Inflation = Geldmengenausweitung & Geldentwertung
Das ist die ursprüngliche Definition von Inflation (und somit die richtige?).
Wer hätte ein Interesse daran, dass das Verständnis in der Bevölkerung für Inflation abnimmt?
Die Zentralbanken und Regierungen natürlich, denn sie erzeugen massiv Inflation und machen immer mehr Schulden. Sie können nun auf die (teilweise manipulierten) niedrigen Preissteigerungen der Warenkörbe oder des CPI in den USA verweisen (nach ihrer neuen Definition „die Inflation“) und können behaupten, die Geldmengenausweitung erzeuge keine Inflation.
Dabei wäre Geldmengenausweitung ja bereits die Inflation!
Die grossen Zentralbanken der Welt (Fed, ECB, BOJ, PBOC) haben im Jahr 2020 alleine 6 Billionen USD (6 Millionen Millionen) aus dem Nichts erzeugt und in den Umlauf gebracht. Wie viel mehr echte Werte sind im gleichen Zeitraum auf der Welt entstanden?
Die Zentralbanken erzeugen Inflation und zwar massiv viel Inflation. Dadurch wird die Kaufkraft unseres Geldes verringert und vor allem Sparer und Rentner werden enteignet.
Das soll aber niemand wissen, daher wird die Kommunikation inklusive der Definition der Wörter abgeändert.
Welcome to 1984…
Bravo. Guter Kommentar.
Antwort auf die Frage: Wieviel sind 6 Bio. USD weltweite zusätzliche Geldmenge im Verhältnis zu echten produzierten Werten? 7.4%, wenn man das Bruttosozialprodukt als echte Werte als Definition akzeptiert: Das weltweite GDP (gross domestic product) belief sich in 2017 auf 80.9 Bio. USD. https://www.worldometers.info/gdp/gdp-by-country/
Im Finanzwesen ist es wie in der Medizin. Man meint alles zu wissen, weiss es aber in Wirklichkeit nicht. Wir Menschen wissen generell zu wenig über Ursache und Wirkung und sind immer nur „am Versuchen“ manchmal sogar ein Gott versuchen.
Eine galoppierende Inflation bis hin zur Hyperinflation kann
uns wie dieses COVID 19 aus dem Nichts heraus erwischen.
Nein kann sie nicht.
Wie soll sie auch?
Solange das Geld nicht im Portemonnaie von Hinz und Kunz landet, gibt`s keine nennenswerte Teuerung. Real sinken die Löhne seit Jahren. Es herrscht tendenziell eher Deflation als Inflation (Teuerung).
Es ist völlig unbestritten, dass es eine neue Theorie der Inflation braucht. Sauers Blick auf die Vermögenspositionen der Zentralbanken könnte ein interessantes Element sein. Allerdings hat Sauers Analyse auch einen gewichtigen Haken: er beschreibt lang und breit, wie schwierig es war, die Daten über die Vermögenswerte zu beschaffen. Wenn es aber so kompliziert (war), diese Informationen zu erhalten, wie sollte sie dann eine entscheidende Rolle für die Preisentwicklung gespielt haben können?
Zeyers Schlussfolgerungen in (B),(C) weisen auf die richtige Spur: es ist das Vertrauen, um das sich die Frage der Preisstabilität dreht. Dabei spielt die asset side der Zentralbankbilanz eine Rolle, aber es ist nicht der einzige Faktor.
Dank geht an Herrn Zeyer für den Hinweis auf Sauers Arbeit.
– Ein Packung 2er-Koteletts im Coop kostet Fr. 12.
– die Big Macs werden immer kleiner zum ähnlichen Preis
Für mich ist das sehr wohl Inflation.
Unterschied zwischen statistischer Inflation, Statistik ist manipuliert, staatliche Statistik staatlich manipuliert und auf der anderen Seite reale Inflation.
Das liegt zu einem Grossteil an der CHF-Schwächung durch die SNB, an den hohen Löhnen (Gewerkschaften/Arbeitgeber), an den hohen Immobilien/Mietkosten (Immobilienmultis, namentlich Pensionskassen,)an den sehr hohen Abgaben auf Benzin und an den vielen unnötigen und alles verteuernden Reglementierungen, Gesetzen, Auflagen, Abgaben und Gebühren.
Kauf deine Koteletts bei dem Bauer deines Vertrauens (die liefern für faule und überarbeitenden Ressourcenverschwender auch die Brötli, Käse usw. „fast“ frei Haus), nix da Inflation, abgerechnet wird selbstverständlich Steuerneutral so wie es sich doch für Libertäre Freigeister gehört.
Der historische Vergleich ist nicht wirklich zielführend im Kontext, wie Herr Zeyer dies mit Hilfe der Dissertation von Herrn Sauter darstellen möchte. Inflation wird heute schon (ausserhalb Deutschlands) nicht einfach als Ergebnis einer Ausweitung der Geldmenge betrachtet. Historisch betrachtet waren die klassischen Inflationsszenarien ein Zeichen wirtschaftlicher Schwächen – eine erschlaffte Wertschöpfung wurde mit neuem Geld als IOU kompensiert. Ob durch mangelnde Konkurrenzfähigkeit, Reparationszahlungen oder Streiks, spielt da gar nicht mal eine grosse Rolle. Die Inflation historisch betrachtet, ist ein nationales Phänomen.
Die Entdeckungsreise wird erst dann wirklich faszinierend, wenn die Szenarien die nationale Ebene verlassen und die Wert- und Geldschöpfung auf globaler Ebene untersuchen. Die Qualität der Aktiven steht im Kontext mit den Aktiven der anderen Zentral- und Nationalbanken, nicht im Innenwert.
@Roman Günter
Interessante Betrachtungsweise. Die umgangssprachliche Gleichsetzung mit – (wenn die Szenarien die nationale Ebene verlassen und die Wert- und Geldschöpfung auf globaler Ebene untersuchen) – verbietet m.E. die Logik, weil die Ebene „National“ bei Betrachtung der Weltwirtschaft erhalten bleibt und nicht rechnerisch eliminiert wird. „Die Qualität der Aktiven steht im Kontext mit den Aktiven der anderen Zentral- und Nationalbanken, nicht im Innenwert.“
Richtig. Aber wird nicht durch angepasste Bilanzierungsregeln und statistische Konventionen gerade dieer zentrale Punkt ausgeblendet?.
Herzlich
Sehr zutreffend, siehe die Inflationen der nationalen afrikanischen Währungen, herrlichstes Beispiel der Zimbabwe-Dollar, dann der nigerianische Naira, dann alle nicht nichtfrankophonen, somit nicht Eurofixierten Währungen, dann der ZAR ( Zuid-Afrikaanse-Rand. Warum sollen die Afrikaner uns nicht Vorbild sein, wenngleich ein negatives?
Vorausgesetzt diese Theorie stimmt:
Der Wechselkurs Schweizer Franken zu den Leitwährungen entwickelt sich zugunsten des Schweizer Frankens (CHF wird stärker). Kann man nun daraus folgern, dass die Inflation im Schweizer Franken eher unwahrscheinlich ist und bleiben wird, sofern die Wechselkursentwicklung in die gleiche Richtung zeigt?
USA und EU brauchen eine schwache Währung, um die Exporte anzukurbeln.Sie machen sich gegenseitig schwach. Die SNB hat sich an den Euro angedockt und schwächt den CHF durch immer grössere Devisenberge, als Folge ihrer Investitionspolitik (Anleihen- und Aktienkäufe etc.) im Ausland.Diese Investitionen wird sie aber kaum mehr los, denn darunter ist viel Ramsch. Verlieren die Investitionen massiv an Wert – und das wird früher oder später geschehen – schreibt die SNB Riesenverluste. Das Vertrauen in den CHF ist dann sehr schnell dahin und er verliert massiv an Wert. Die SNB ist spätestens dann gezwungen, die Zinsen zu erhöhen – mit allen negativen Folgen.
Schon der Titel verrät das hier nur Blödsinn folgen kann
Ein sicherer Wert sind bei IP immer die Kommentatoren, die völlig frei von Argumenten anonym mal kurz reinrülpsen und vorführen, dass eine Messung ihrer Hirnströme nur flache Linien produzieren würde.
Zeier, Geiger und Stöhlker sind echt nichts für das Inside Paradeplatz. Ich mag LH sehr, aber dieses Trio verdirbt mir regelmässig die Lust.
Der dünnhäutige Herr Zeyer, Zellerbalsam hilft bei Hautverletzungen.
Walter Wittmann, ein bedeutender Schweizer Wirtschaftswissenschafter und Publizist sagte: „Nie Kommentare zu Kommentaren kommentieren.“
Herr Zeyer,
beziehen Sie sich damit auf ihren Beitrag?
Denn zu behaupten es finde keine Inflation statt, ist doch absurd… und der Zusammenhang zwischen Geldmenge, Konsum bei unveränderter Produktion und das bei 0 Zins – also keinem Anreiz zum Sparen… ist relativ einfach verständlich.
Also die 0 Linie unterstelle ich doch eher bei Ihnen.
Für wen schreiben Sie, Herr Zeyer?
Ja, die beliebten das und dass Fehler…..
Soviel zum Formellen (es müsste hier „dass“ heissen).
Zum Inhaltlichen:
Endlich wieder mal ein Beitrag in Inside Paradeplatz der sich mit einer aktuellen und sehr wichtigen Fragestellung beschäftigt. Ich werde dies später an andere Stelle vertiefen.
Möchte es nicht hier tun, sonst würde ich Ihrem Gebrünzel einen nicht verdienten Stellenwert geben. Nfu.
@ VWL gelesen?
Wer sagt dann, dass da alles wirklich stimmt was in Samuelson & Co so an Modellen aufgestellt wurde!
Sie mögen scheinbar VWL gelesen haben (wie ich auch) aber einfach wie ein Schlafschaf unreflektiert konsumiert haben! VWL ist nun mal keine exakte Wissenschaft und muss immer wieder hinterfragt werden, denn die ceteris paribus ändern sich andauernd und mit vereinfachten Modellen kommt man ein immer komplexeren Welt eben nicht mehr zurecht!
Vermutlich sind Sie auch so einer dieser vielen 0815 Oekonomen, der 2008 von der Finanzkrise wie der Esel am Berg völlig überrascht wurden und dann was von „das hat niemand vorhersehen können“ gebrabbelt haben!
Lieber VWL gelesen
Herzliche Gratulation zu Ihrem kurzen aber treffenden Kommentar.
Ich denke Sie dürfen die Bemerkung von Zeyer über Ihre Hirnströme als Kompliment sehen. Er hat bei Hirnströmen das gleiche Wissen wie bei VWL. Er sieht sich aber dennoch in beiden Materien als Experte.
Lieber Herr Zeyer,
ich ziehe den Hut vor Ihnen nicht nur wegen dieser Arbeit, sondern auch und vor allem für ihren unermüdlichen Eifer, den Sie möglicherweise allen Widerständen zum Trotz an den Tag legen und dabei immer Contenance und Ruhe bewahren. Dass Sie unbeirrt diese irrationale Panik nicht nur nicht mitmachen, sondern ihr in Ihrer bewährten Art den Schleier vom Antlitz reißen, macht Sie zu einem aussergewöhnlichen Autor in Zeiten allgemeiner Verunsicherung.
Zur SNB und Währung: Die einzige Art und Weise, wie die Inhaber der SNB Giroguthaben/Banknoten ihre CHF/SNB Risiko reduzieren können, ist, indem sie etwas kaufen, was nicht in CHF denominiert ist; z. B. Devisen. Auf nichts Anderes wartet die SNB. Die SNB wartet darauf, dass es am Markt zu einer Trendwende kommt; dass die Anleger wieder aus den angehäuften CHF aussteigen. Und wenn diese Anleger einmal CHF in großem Umfang verkaufen sollten, dann wird der CHF wieder schwächer werden.
Umgekehrt könnte passieren, dass die Anleger nach beispielsweise einem 2,3,4,5 Lockdown wegen Corona mit anschliessender Beulenpest Pandemie aus China und der Mongolei in Panik geraten, nur mehr im CHF ihre Sicherheit sehen und auf Teufel komm‘ raus CHF kaufen. Das wäre dann ein Test für die SNB, den wir Bürger dieses Landes besser nicht erleben sollten, da die Klumpenrisiken die durch die SNB erzeugt wurden implodieren würden. Das ist der Fluch einer kleinen Volkswirtschaft, die sehr erfolgreich ist und eine sehr begehrte Währung hat. Ohne Kapitalkontrollen wird die Schweiz immer spekulativen Kapitalströmen ausgesetzt sein. Ich sehen das viel grössere Destabilisierungspotential auf Grund der assymetrischen Geldakkumulation. Aber das ist eine andere Baustelle.
Herzlich
Caro Illusionen platzen, so auch die der B Schweiz
Ihr Kommentar zum Artikel von René Zeyer verdient Hochachtung und zwar wie Sie ihn würdigen -den das hat er wahrlich verdient- und darauf dann noch auf „Pudels Kern“ einzugehen, welcher den Teufelskreis der SNB/CHF etc. aufzeigt.
Cordialmente Ars Vivendi
Interessante Ausführungen.
Die Sache ist jedoch noch etwas umfangreicher und
komplexer. Bei der Abhandlung des Themas werden die realwirtschaftlichen Komponenten nicht oder nur bedingt einbezogen. Damit wird eine Bearbeitung des Themas etwas anspruchsvoller.
Zu vielen ist kaum bewusst, das sich Inflation nicht nur an der Ladenkasse manifestieren kann.
Beispiel:
Steigende Immobilienpreise geben der Immobilie keinen Mehrwert, es braucht zum Erwerb einfach eine grössere Menge Geld. Logo funktioniert prächtig, wenn man die Schuld als Hypothek stehen lassen kann, dazu noch Steuern spart und wegen der Nullzinspolitik, nur sehr wenig Zins auf das geborgte Kapital bezahlen muss.
Damit ist die riesige Geldmenge faktisch ,,gekapselt“
und wirkt nur sehr bedingt in den realwirtschaftlichen Tagesablauf.
Ein weiterer Faktor, der sich aus der sog. Globalisierung ergibt.
Die Realeinkommen der breiten Masse sind seit rund 30 Jahren rückläufig oder stagnieren.
Trotzdem kann sich die breite Masse an der Ladenkasse ,,inﬂationsfrei“ gleich viel oder mehr leisten.
Warum das?
Die Realproduktion wurde nach China ausgelagert und massiv rationalisiert, die Endverkaufspreise sinken. Bezahlt wird im Globalisierten Handel nur noch bedingt mit Realleistungsgegentausch,sondern mit geschöpftem Geld
das zum Teil aus China, in Form von Investitionskapital zum beispiel in die Schweiz zurückﬂiesst.
Wenn die Geldmenge schneller steigt als das Realwirtschaftsergebnis dann sinkt der Tauschwert des Geldes unvermeidlich unaushebelbar immer!
Die vorgennannten Beispiele zeigen,Inflation muss sich noch lange nicht im Alltag an der Ladenkasse im index-Warenkorb manifestieren.
So sind zb. Lebensmittel sehr preisstabil, weil die effizienter, produziert werden, teilweise wirken Handelseffekte‚ dazu massive Produktivitätssteigerung im Agrarsektor und in der Agrargüterverarbeitung.
Kaum oder wenig Inflation, das ist ein Märchen eine „Optische Täuschung“ die läuft längst rasend Schnell. Die hat längst neben der Ladenkasse vorbei, andere Wirkungswege gefunden.
Wenn die wann auch immer, an der Ladenkasse ankommt, dann geht das im Rekordtempo steil nach unten in den Abgrund! Währungsreform als Rettung, auch vergessen, das Kernproblem ist längst die verheerend verbockte Realwirtschaft, ein noch erheblich anspruchsvolleres komplexeres Thema.
Gute Analyse.Nun,nicht alle sind fähig die ökonomischen Zusammenhänge zu verstehen, ich rechne mit etwa 90% der Bevölkerung, deshalb ein paar knappen facts dazu.
Alte Rechnungen der Krankenkasse, Jahr 2000, Selbstbeh.2500. monatlich:120. Heute:390 chf
Eigentumswohnung,1997,140qm. Bachenbülach, ruhige, grüne Gegend, Balkon :630000 chf. Heute 2.2 mio.
Das ist für Herrn Zeyer zu komplex… er kann nur 1:1 Beziehungen
Richtig erkannt. Das Thema ist Asset-Inflation. Auch die alte Friedman’sche Quantitäts-Theorie die hier ja angefeindet wird, wird (bewusst?) falsch interpretiert. Er geht nicht davon aus, dass „nur“ die Preise an der Ladenkasse steigen müssen – sondern die Preise in der gesamten Volkswirtschaft. Und das ist heute – wie sie absolut richtig festhalten – der Fall.
Was natürlich etwas unverständlich ist, ist der „Transmissions-Riemen“ mit dem die Geldmenge sich direkt auf die Preise auswirkt. Betrachtet man das Beispiel in der Schweiz, so zeigt sich, dass die Notenbankgeldmenge (also eigentlich das Fremdkapital der SNB bzw. die Giraguthaben der Geschäftsbanken und der Notenumlauf) noch nicht in der Realwirtschaft angekommen ist (Verhältnis M3 zu M0 ist gefallen wie ein Stein – ein Indikator für die Geldschöpfung). Auch die Umlaufgeschwindigkeit (V) des Geldes hat sich enorm vermindert bzw. es wird viel mehr Liquidität gehalten. Das Notenbankgeld das wirklich in die reale Wirtschaft gelangt ist (z.B. über Hypothekarkredite, ich denke das meinen Sie mit „gekapselt“) hat bereits zu einer ungeheuren Asset-Inflation geführt.
Richtig bemerkt … raten Sie mal, weshalb der US-Dollar in die Knie geht … und die Aktienmärkte in den USA boomen. Die Inflationserwartungen sind da … nur die Zentralbanken warten, warten, warten …
Lieber Herr Zeyer
Haben wir Hyperinflation nicht schon längst? Schauen wir uns mal alle Vermögenswerte an, insbesondere Immobilien, Aktien etc, oder täusche ich mich da? Die Geldflut ist genau im „passiven“ System hineingeflossen, getrieben durch tiefen Zinsen und einem ausgeschöpften Investitionsmarkt.
Gruess
Ich würde das zwar nicht Hyperinflation nennen, aber es ist definitiv Inflation. Ich finde auch, dass bei der Betrachtung völlig ausser Acht gelassen wird, dass die Inflation möglicherweise falsch gemessen wird. Wie schon in einem anderen Kommentar ausgeführt, sind bei den Konsumgüterpreisen angesichts sinkender Produktionskosten aufgrund der Internationalisierung und des damit zusammen hängenden Wettbewerbs keine wirkliche Steigerung erkennbar. Aber, dass Unternehmens- und vor allem Immoblienwerte sich vervielfachen wird ignoriert. Hier fliesst das Geld hin. Insofern richtig, dass mit der Geldmenge die Inflation nicht gesteuert werden kann. Zumindest nicht, wenn man den Konsumgüterkorb zu ihrer Messung verwendet.
Einfach mal zur Begriffsdefinition von Hyperinflation:
Das sind Zuwachsraten von >50% im Monat oder >13’000% im Jahr!
Und nein so dermassen verteuert haben sich weder Aktien noch Immobilien.
Ich würde die möglichen Preissteigerungen anschauen mit Produkten, die man für das tägliche Leben und die regelmässigen Monatsrechnungen (Krankenkasse, Miete, Telefon/Internet, öffentlicher Transport) braucht. Dazu müsste man dann auch die Löhne vergleichen, auch von den Lehrabgänger.
Immobilien und Aktien (Zeitpunkt ist Zufall … sonst nehmen wir den 26. März 2020 oder den 09. März 2009 als Vergleichszahl, und welche Aktie genau? Tesla oder Wirecard?) gehören nicht dazu.
Man kann die Argumentation auch umdrehen und erklären, weshalb wir trotz nicht vorhandener offizieller Inflation seit 2008 trotzdem eine Inflation haben:
1. Im Aktienmarkt gab es eine starke Inflation. Mein Geld auf dem Bankkonto hat im Vergleich zu einer diversifizierten Investition in Aktien massiv an Kaufkraft verlohren seit 2008.
2. Im Immobilienmarkt gab es eine starke Inflation. Für ein Haus, dass ich mir im 2008 gekauft habe, müsste ich heute massiv mehr bezahlen oder könnte es mir nicht mehr leisten.
3. Bei den Gesundheitskosten gab es eine starke Inflation. Meine Krankenkassenprämien sind seit 2008 stark gestiegen, der Mehrwert dafür hält sich jedoch in Grenzen. Z.B. war unser Gesundheitssystem sehr schlecht auf die Pandemie vorbereitet.
Aus meiner Sicht wird die Inflation (ev. bewusst) nicht ganzheitlich gemessen, um eine tiefe Inflation ausweisen zu können. Real erhalte ich für meinen Lohn seit 2008 aber sehr wohl weniger.
Ja, genau so ist es. Wir haben schon längst eine heimgemachte Inflation, die geschönt wird, und wir profitieren von Billiglohnländern speziell aus dem asiatischen Raum.
Die offizielle Definition der Inflation ist ein Witz, denn sie basiert auf dem Warenkorb des armen Mannes mit Konsumgütern. Es gibt also immer Gründe, von niedriger Inflation zu fabulieren und künstlich noch niedrigere Zinssätze zu fabrizieren, was die Preise von Investitionsgütern erhöht und die Ungleichheit ins Absurde treibt, bis zur Revolution (BLM war mal ein Vorgeschmack). Das einzige Problem ist die Ungleichheit.
Und bitte die Allzeithöchst beim Gold nicht vergessen….Für die Inflation nur den LIK heranzuziehen ist ein Witz. Die Kohle bleibt oben bei den einer riesigen Inflation unterliegenden Vermögenswerten (Aktien, Immobilien, Gold) hängen, aber die Wirtschaft findet eben unten statt. Trikle down economics war gestern.
Wir haben eine Plan- und Staatswirtschaft beim „Geld“ wie damals die UdSSR. Die Reichen werden immer reicher und die Fleissigen immer ärmer.
Fazit:Die Werthaltigkeit der Aktiven unserer SNB sind auch alles andere als sicher.Sie sind zu einem grossen Teil zweifelhaft. Die SNB hat definitiv auch Schuldscheine von zweifelhaftem Wert. Sie übertreibt mit der Geldschöpfung massiv.
Die Inflation wird also kommen, es ist bloss eine Zeitfrage.
Von den Negativzinsen profitiert der Staat, dem Sparer wirds genommen.Es findet eine Umverteilung des Vermögens statt.
Profiteuere von der Frankenschwächung sind natürlich die CH-Exporteure (die Tourismusindustrie kann man momentan eh vergessen). Die Schweiz bzw. die SNB ist den Export-Lobbyisten aufgesessen.Ihr damaliger Spitzenvertreter BR Schneider-Ammann hat ganze Arbeit geleistet.Eigentlich ein Riesenskandal.
Kommt die Inflation, bittet der Staat uns Steuerzahler dann noch mehr zur Kasse.
Ein alter Hut: Inflation ist einzig und allein eine Folge von Erwartung („demnächst wird alles teurer“ – und dann wird es das auch). Die Erwartung höherer Preise steigert die Nachfrage, was eben genau die Preise steigen lässt.
Der Zusammenhang mit der Geldmenge ist nur indirekt. Eine Ausweitung wie wir sie erleben erhöht diese Erwartung. Allerdings wird sich die Inflationserwartung auf Grund von Vertrauensverlust in der Bevölkerung schlagartig einstellen – praktisch über Nacht. Niemand wird die nachfolgende Hyperinflation stoppen können.
Die Notenbanken haben begriffen, dass die Schuldscheine, die gekauft werden, als einen sicheren Wert deklariert werden müssen. Und alles unternommen wird für die Stabilität der Papiere zu sorgen. Wenn die Notenbanken sichere Wertpapiere kaufen, dann kann im Gegenzug unendlich viel Kohle produziert und auf dem Markt geworfen werden werden, die stabil ist. Einfache und logische Massnahmen den Wert zu erhalten.
Gunther Kropp, Basel
Sicherer Wert der Wertpapiere? Da sind Sie aber gewaltig auf dem Holzweg, Herr Kopp!
@Franz Walter
Auf einen Papier steht der Wert, denn man erhält, wenn es eingelöst wird. Alle haben den festen Glauben, dass der Wert real ist. Die Nationalbanken müssen dafür sorgen, dass der Glauben an dem Wert unerschüttlich bleibt und die Stabilität ist gesichert.
Dream on, René.
Die galoppierende Inflation kommt sobald es eine wertstabilere Paralellwährung gibt da alle dann ihr Geld von der alten Währung in die neue Währung umtauschen wollen.
Dadurch steigt die Geldumlaufgeschwindigkeit unkontrollierbar an und die galoppierende Inflation ist da.
Ende des Spiels durch Währungsreform.
Anschauungsmaterial siehe Venezuela, Libanon, Syrien und Türkei.
Spaß am Rande: Die Schwachwährung türkisches Pfund ist eine der Paralellwährungen in Syrien.
https://www.welt.de/finanzen/article166945045/Assad-zementiert-Syriens-Spaltung-mit-neuen-Banknoten.html
Lehre:
Das Finanzwesen ist Glaubenssache.
Der Glauben an etwas ist psychologisch
gesteuert, also volatil.
Ich bitte um Beiträge zur Erstellung
einer Hitliste von Assets, die mit dem
Glauben wenig korrelieren, also z.B.
Wasserquellen, Brillenversicherungen,
Kalaschnikows und Saatkartoffeln.
Wie bei Gallileos Erkenntnis zum Sonnensystem:
Jetzt müssten nur noch alle die alten Volkswirtschafts“wissenschaftler“ über ihren Schatten springen und anerkennen, dass sie Jahrelang Mist erzählt haben.
Warren Buffett:
Economists können voraussagen, wann die Weltwirtschaft zugrunde geht.
Sie wissen aber nicht, dass dies ihretwegen passieren wird.
Grau ist alle Theorie.
Was ich die letzten Jahre an Theorien gelesen habe? Wahrscheinlich gab es noch nie so viele Theoretiker als heute.
Bloss, siehe ersten Satz.
Mir ist gut gemacht, viel lieber als gut gemeint.
Und alle diese Theoretiker meinen es wohl gut aber gut gemacht hat es noch keiner.
Noch gehe ich aber am ehesten mit Herrn Markus Krall (Praktiker) konform.
Gerne werbe ich daher auch für seine Atlas Initiative.
https://atlas-initiative.net/
Wirklich überlegenswert. Das Thema Inflation, Hyperinflation muss immer wieder hinterfragt werden. Für die Schweiz ist eine „normale“ Politik entscheidend. Es geht um Vertrauen, das nicht verspielt werden darf, auch nicht ein klein wenig.
Energiestrategie 2050, linke Politik in Sachen 1. & 2. Säule und ähnliche Verirrungen müssen verhindert werden.
Eine Entdeckungsreise durch neo-marxistisches schwachsinniges Geschwafel, diese angebliche „kopernikanische Wende“.
Der Autor schreibt wie so oft schön. Inhaltlich aber wertlos. Der fast schon ein Jahrzehnt emeritierte Doktorvater ist prominent nur durch seine Einführung in die Marx-Engels-Gesamtausgabe. Die Dissertation hält nicht einfachsten wissenschaftlichen Kriterien stand. Bitte lesen und verstehen, dann erst urteilen oder gar darüber schreiben.
Fraglich, warum der Autor dieses Artikels über Themen schreibt, die er nicht zu verstehen scheint und offensichtlich in keiner Weise einordnen kann.
Haben Sie das Summary gelesen? Mir scheint eher, dass Sauer der neomarxistischen Modern Money Theory der Dampf ablässt, mit sehr validen Argumenten. Die Idee der Nationalbanken (und damit die der Unmöglichkeit einer Zentralbankpleite) war eine von Marx, MMT ist das neue Zaubermittel der Linken – beides wird hier vorgeführt. Auch die SNB glaubt, dass sie nie konkurs gehen kann. Mag sein, aber eben, dann haben wir halt Hyperinflation.
Da gibt es eine einfache Erklärung: das viele überschüssige Geld ist gar nie unten angelangt sondern pumpt künstlich die Aktienmärkte für die Reichen auf. Jedoch ist
es genau so wie beim König der ohne Kleider am Schluss dasteht: sobald ein kleines Ereignis dies auslöst gibt es eine Stampede und alle rennen los wie die Lemminge da
wird der Crash von 1929 ein Kindergartenspiel im Vergleich dazu sein.
Hey aber 1929 hatten wir noch Interest Rates der FED von 5 bis 6% — erkennen Sie den Unterschied?
Im übrigen war 1929 gar nicht so schlimm, im Frühjahr 1930 erholten sich die Aktienpreise zumindest teilweise wieder ganz gut.
Das wirkliche Elend begann erst danach und hatte im Juli 1932 den Touch-Down mit einem Dow Jones von -89% vs. Sept. 1929!
Das es soweit kam hat vor allem mit dem elendiglichen Goldstandard damals zu tun, als die FED noch im Q4 die Leitzinsen inmitten der grossen Depression um 2% anheben musste, weil Fluchtgelder aus UK, Oesterreich und D in den US$ strömten um damit FED Gold zu kaufen, nachdem in den erwähnten Ländern der Goldstandard 1931 aufgehoben wurde!
Roosevelt hat dann als eine der ersten Amtshandlungen im Frühjahr 1933 den Goldstandard aufgehoben, die Unze auf 35$ fixiert und ein Goldhalteverbot eingeführt!
.
Die Situation heute ist übrigens eine etwas andere und die Lemminge begehen natürlich auch keinen Massenselbstmord, sondern wurden 1958 von infamen Walt Disney Mitarbeitern förmlich in einen Massenmord getrieben!
https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/1208-disney-erschafft-leming-luege-100.html
@Claire, sonst sind sie so faktensicher. Hier aber wohl nicht.
Das Anheben des Zinses der FED im Q4 1931 hatte zwar schon mit dem Goldstandard zu tun, aber sicher nicht mit der Fluchtbewegung. „The rules of the game“ waren die, dass bei einem Goldzufluss die Zinsen gesenkt und nicht erhöht werden mussten (eine Zinsanhebung sollte den Goldabfluss drosseln, bzw. Kapitalanlagen im eigenen Land attraktiver machen, die Gold-Points weiter verschieben etc.). Wenn schon wirkte der Goldzufluss aus besagten Ländern nach 1931 inflationär. Das die FED die Zinsen 1931 anhob war hauptsächlich einem starken (internen und externen) Abfluss von Gold zu schulden, der nach dem UK „off-Gold“ Moment 1931 kam. Es wurde allgemein erwartet, dass die USA nachzieht – was zu einem Run führte (-15% Goldreserven im Oktober 1931).
Der Goldstandard funktionierte ab 1914 (bzw. Ende 1.WK 1918) nicht mehr richtig, da vorher die einzige Funktion der Zentralbank die Wahrung der Goldreserven (Rules of the Game) und eine limitierte Funktion des Lenders of Last Resort war. Ab 1918 führten die steigenden Staatsausgaben im Zusammenhang mit den sozialen Programmen, die sich die „Normalbürger“ mit ihrem Blut im 1.WK erkauft hatten, zu einem unmöglichen Zielkonflikt in der Fiskal- und Geldpolitik. Kommt noch hinzu, dass die jeweilige Rückkehr (vor allem UK) zur Goldparität die neue Realität nicht reflektierte und völlig an der Realität vorbei ging (man könnte auch die Meinung vertreten, die FED – bzw. die New York FED unter Strong – habe eigentlich bewusst die US Position zu Gunsten der UK geschwächt, was wegen zu laxer Geldpolitik zu 1929 beitrug).
Monetaria: Sie haben mich anscheinend falsch verstanden.
Es strömten z.B. aus dem UK £ in die USA, die wurden dann in US$ umgetauscht und die US$ konnte man daher ja noch in Gold tauschen und genau das passierte anscheinend in grösserem Masse und das war mitunter ein Grund, wieso von der FED Gold abfloss.
Schreiben Sie ja selber „Das die FED die Zinsen 1931 anhob war hauptsächlich einem starken (internen und externen) Abfluss von Gold zu schulden, der nach dem UK „off-Gold“ Moment 1931 kam.“
Gut wieviel Gold die Briten, Oesis und D jetzt mit den erstandenen US$ quantitiativ wirklich gekauft haben, da bin ich überfragt.
Auf Seite 5 sieht man das auch nochmals schön mit den 3M Interest Rates
https://fraser.stlouisfed.org/files/docs/publications/frbslreview/pages/1965-1969/62472_1965-1969.pdf