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Der Pfarrer hatte seit Beginn des Hungerstreiks in der Kirche ausgeharrt und für viel Gesprächsstoff gesorgt. Er prangerte mit dem Hungerstreik den seiner Ansicht nach autoritären Führungsstil der evangelisch-reformierten Landeskirche der Waadt an.
Den Hungerstreik begann er nach seiner fristlosen Entlassung. Die Kirche löste das Arbeitsverhältnis auf, weil er sich in einem vom Sender Espace 2 des Westschweizer Radios (RTS) live übertragenen Gottesdienst für einen anderen entlassenen Pfarrer eingesetzt hatte.
Nach drei Wochen und zwei Tagen Hungerstreik zog er nun einen Schlussstrich. “Ich bedanke mich bei meinem ehemaligen Arbeitgeber”, sagte Fatzer. “Ich habe kurz vor dem Sommer zehn Kilogramm abgenommen – das war auch nötig.”
Die Kirche hatte bereits vor der Medienkonferenz des Pfarrers ihr Bedauern darüber geäussert, dass Fatzer am Freitagmorgen die von der Waadtländer Staatsrätin Béatrice Métraux (Grüne) geführte Mediation verlassen hatte.
Die Kirche habe zuvor dem Pfarrer mehrere Zugeständnisse gemacht, hiess es in der Medienmitteilung der Kirche. So sei mehreren entlassenen Pfarrern, für die Fatzer sich eingesetzt hatte, ein Dialog für Vergebung und Versöhnung angeboten worden.
Der Synodalrat bedauerte den Platz, den die Affäre im Alltag der Kirche eingenommen hatte und bedankte sich bei der Staatsrätin für ihre Bemühungen.
(SDA)