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Wenn der hintere Muskel im Rachen erschlafft, kann die Luft nur erschwert durchfliessen und verursacht eine lärmige Vibration der Weichteile. Da der Muskelabbau mit dem Alter zunimmt, tritt Schnarchen in späteren Jahren vermehrt auf. Zudem sind Männer häufiger betroffen, weil sie einen etwas engeren Rachen als Frauen haben.
Lebensgewohnheiten ändern
Verändert man die Lebensgewohnheiten, kann oft schon einiges erreicht werden. Ich empfehle, eine nicht zu weiche Matratze zu verwenden, möglichst in der Seitenlage zu schlafen sowie für 50 Prozent Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu sorgen. Ebenso sollten der Alkohol- bzw. Nikotinkonsum möglichst eingeschränkt oder ganz unterlassen werden. Denn Alkohol entspannt die Muskulatur zusätzlich, während Nikotin die Schleimhäute austrocknet. Ebenso verbessert ausreichend Bewegung die Schlafqualität und beugt Übergewicht vor, welches das Schnarchen verstärken kann. Abends sollte man des Weiteren bloss eine leichte Mahlzeit einnehmen. Ein Extratipp: zur Stärkung der Muskulatur zweimal täglich für fünf Minuten die Zungenspitze fest an den harten Gaumen pressen.
Anti-Schnarch-Spray
Zusätzlich ist der Einsatz von Nasenstrips oder speziellen Anti-Schnarch-Nasensprays möglich, die abschwellen und gleichzeitig befeuchten und für weniger beeinträchtigte Nasengänge sorgen. Je nach Bedürfnis können individuell zusammengestellte Spagyrik-Sprays die Schnarchgeräusche lindern. Damit sich geschwollene Schleimhäute in Mund und Rachen zusammenziehen, hilft Gurgeln. Geben Sie dafür zwei Tropfen Pfefferminzöl in ein Glas Wasser.
Erschöpfungszustände oder Sekundenschlaf
Wenn die Durchschlafprobleme über längere Zeit anhalten, zu Erschöpfungszuständen oder Sekundenschlaf am Tag führen, ist eine medizinische Abklärung ratsam. Eventuell liegt eine anatomische Ursache wie eine gekrümmte Nasenscheidewand zugrunde, die operativ korrigiert werden kann. Bei kurzen Atemaussetzern in der Nacht, der sogenannten Schlafapnoe, braucht es ebenso auf jeden Fall ärztliche Hilfe.