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Bundespräsident Didier Burkhalter hat den myanmarischen Präsidenten U Thein Sein zu einem offiziellen Besuch in der Schweiz empfangen. Die Pflege guter bilateraler Beziehungen mit Myanmar ist Teil der aussenpolitischen Strategie der Schweiz 2012–2015.
Besuch des myanmarischen Präsidenten U Thein Sein
Freitag, 05.09.2014 Freitag, 05.09.2014
Offizieller Besuch; Öffentlicher Anlass
Ort: Bern
Der Bund unterstützt Myanmar aktiv beim Übergang zu einer Demokratie. Der offizielle Besuch des Präsidenten U Thein Sein erfolgte in diesem Zusammenhang. Die Gespräche zwischen Bundespräsident Didier Burkhalter und seinem myanmarischen Amtskollegen betrafen das Engagement der Schweiz in Myanmar und dienten der Vertiefung der bilateralen Beziehungen. Verschiedene Themen wurden aufgegriffen, namentlich die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen von 2015, die Festigung des Friedens in den Grenzgebieten Myanmars sowie die Achtung der Menschenrechte.
Auf europäischer Ebene erläuterte der Bundespräsident die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union und stellte die Prioritäten der Schweiz für ihren Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vor.
Medienmitteilungen, 5.9.2014
Wende im Jahr 2012
U Thein Sein wurde am 4. Februar 2011 nach einem halben Jahrhundert Militärdiktatur zum Präsidenten Myanmars gewählt. Nach seiner Wahl folgte ein Prozess der Demokratisierung. Das Jahr 2012 stellte daher einen Wendepunkt in den bilateralen Beziehungen zwischen Myanmar und der Schweiz dar.
Im Mai 2012 hob der Bundesrat die bestehenden Sanktionen auf, um den demokratischen Übergang des Landes zu fördern. Im Juni des gleichen Jahres eröffnete die Schweiz in Yangon eine Botschaft und verdreifachte den jährlichen Beitrag für die Entwicklungszusammenarbeit. Der Besuch der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi im Juni 2012 war prägend für die Annäherung zwischen den beiden Ländern.
Medienmitteilung, 1.6.2012
Medienmitteilung, 9.5.2012
Eine strategische Partnerschaft in einer aufstrebenden Region
Die Pflege guter bilateraler Beziehungen mit Myanmar ist Teil der aussenpolitischen Strategie der Schweiz 2012–2015. Darin wird auf die Bedeutung hingewiesen, am Aufschwung des Raums Asien-Pazifik teilzuhaben. Diese Region steuert die Hälfte zum globalen Wirtschaftswachstum bei und stellt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Die Wirtschaftskraft und das politische Gewicht dieser Region nehmen von Jahr zu Jahr zu.
Myanmar stellt insbesondere aufgrund seiner Lage zwischen China und Indien einen bevorzugten Partner dar. Zudem verfügt es dank seinen beachtlichen natürlichen Ressourcen und der grossen Erwerbsbevölkerung über ein hohes wirtschaftliches Potenzial.
Engagement der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit
Myanmar ist aber trotz dieses Potenzials mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Es muss seine internen Konflikte lösen und sich rasch an der globalen Marktwirtschaft beteiligen, um ein nachhaltiges Wachstum sicherzustellen.
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), die Abteilung Menschliche Sicherheit (AMS) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) arbeiten gemeinsam auf dieses Ziel hin. Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich in vier Bereichen:
- Beschäftigung und Entwicklung von beruflichen Fähigkeiten
- Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
- Gesundheit und Sozialwesen
- Förderung der lokalen Gouvernanz und des Friedens
Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit trägt bei ihrer Unterstützung auch der guten Regierungsführung, dem Klimawandel, Genderfragen, der Gleichstellung von Frau und Mann und der Senkung des Katastrophenrisikos Rechnung. In all ihren Tätigkeiten schenkt sie ausserdem den verletzlichen Gruppen wie intern Vertriebenen, Flüchtlingen, Rückkehrerinnen und Rückkehrern, Kindern und Minenopfern besondere Beachtung. Das Budget der Schweizer Zusammenarbeit in Myanmar (DEZA und AMS) beläuft sich 2014 auf 21,75 Mio. Franken.