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Eigentlich möchte sich Müller-Lengsfeldt, Kunsterzieher aus Berlin, ganz auf das Alte Rom und das Wirken von Johann Joachim Winckelmann konzentrieren, dem berühmten Erwecker der Antike.
Aber da ist die anziehende Reiseleiterin Regina Ziegler, leider hartnäckig belagert von seinem Konkurrenten Schmeer. Da taucht ein bedrohlicher Wanderfalke immer wieder auf, so unerklärlich wie das nächtliche Treiben vor seinem Hotelzimmer.
Und schließlich die Figur, um die seine Gedanken kreisen: Warum hat Winckelmann im April 1768 die Stadt seines Ruhmes Hals über Kopf verlassen? Gibt es einen Zusammenhang mit seiner grauenvollen Ermordung zwei Monate später in Triest?
Je mehr sich Müller-Lengsfeldt an die Seelenlage Winckelmanns herantastet – an eine widerspruchsvolle Gestalt mit einem rätselhaften Doppelleben –, umso prekärer wird seine eigene. Er folgt seinem Vorbild auf eine Reise ins Unbekannte, deren Ziel so ungewiss ist wie die Möglichkeit der Rückkehr.