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Im Rahmen des nationalen Forschungsprogramms «Landschaften und Lebensräume in den Alpen» (NFP48) wurden in 20 Gemeinden der Nordalpen und der östlichen Zentralalpen die drei Bewirtschaftungstypen extensiv und wenig intensiv genutzte Öko-Wiesen sowie nicht als ökologische Ausgleichsflächen (öAF) angemeldete Wiesen untersucht. Im Vergleich zum Mittelland war die ökologische Qualität der öAF im Berggebiet deutlich höher. In der Bergzone III erfüllten 94 % der extensiv genutzten Öko-Wiesen die Bedingungen der Ökoqualitätsverordnung (ÖQV). Sie setzten sich vor allem aus Pflanzengesellschaften der Magerwiesen sowie der Fromental- und Goldhaferwiesen zusammen. In den Magerwiesen wurden durchschnittlich 26 Arten gefunden, die auf den ÖQV-Listen des Bundes stehen. Die nicht angemeldeten Wiesen setzten sich vor allem aus Knaulgraswiesen zusammen. Sie hatten zwar wenige ÖQV-Arten, dafür den höchsten Bruttoertrag und Futterwert. Die wenig intensiv genutzten Öko-Wiesen nehmen im Berggebiet eine wichtige Stellung ein. Sie sind flächenmässig bedeutender als im Mittelland, erfüllen in hohem Masse die ökologische Qualität und leisten einen wichtigen Beitrag zu geschlossenen Nährstoffkreisläufen. Deshalb sollten diese Wiesen auch in Zukunft erhalten und die damit erbrachten ökologischen Leistungen mit Direktzahlungen abgegolten werden.
Bender S.F., Schulz S., Martínez-Cuesta R., Laughlin R.J., Kublik S., Pfeiffer-Zakharova K., Vestergaard G., Hartman K., Parladé E., Römbke J., Watson C.J., Schloter M., van der Heijden M.G.A.
Gilgen A., Felder R., Baumgartner S., Herzog F., Jeanneret P., Séchaud R., Paunovic S., Merbold L.