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Fünf Dinge, die Sie über den Weltmeister wissen müssen
Alexander Zverev gewinnt nach einem starken Auftritt das letzte Turnier der Saison und krönt sich verdient zum Weltmeister. Wie tickt der Deutsche – und was macht ihn zum Favoriten der nächsten Jahre?
Alexander Zverev hat an den ATP World Tour Finals mit Novak Djokovic und Roger Federer die Nummern 1 und 3 der Welt geschlagen und holt sich so verdient den letzten Titel der Saison. Ausserdem wird er mit diesem Triumph die Nummer 4 der Welt und liegt nur noch wenige Punkte hinter Federer.
War das die Geburtsstunde eines neuen Tennis-Dominators? Fünf Dinge, die Sie über den 21-Jährigen wissen müssen, der in Zukunft wohl noch oft um die grossen Titel mitreden wird.
Erster Weltmeister-Titel
An seiner zweiten Teilnahme an den World Tour Finals gewinnt Zverev das Turnier. Davor konnte er sich drei 1000er-Siege sichern (Rom, Montreal, Madrid), gewinnt in Washington zwei Mal hintereinander das 500er-Turnier und behält auch bei fünf 250er Turnieren die Oberhand. Er hat somit zwei 1000er-Turniersiege mehr auf dem Konto als beispielsweise Juan Martin del Potro, der viel länger auf der Tour ist.
Seinen ersten Profi-Titel holte Zverev mit 17 Jahren als Wildcard-Spieler beim ATP-Challenger-Turnier in Braunschweig.
Tennis liegt in den Genen
Sein zehn Jahre älterer Bruder Mischa ist ebenfalls professioneller Tennis-Spieler, mit dem er auch an ausgewählten Turnieren im Doppel antritt. Bei der Familie Zverev liegt Tennis in den Genen. Vater Alexander war ebenfalls Profi-Spieler und trat für die ehemalige Sowjetunion im Davis Cup an. Mutter Irina schafft es in ihrer Karriere auf den 380. Rang der Weltrangliste. Heute ist der Vater Trainer der beiden Söhne. Alexander wird zusätzlich von Ivan Lendl betreut.
Wohnen in Monaco – Trainieren in Florida
Zverev ist in Hamburg und Florida aufgewachsen, spricht drei Sprachen (Deutsch, Russisch, Englisch) fliessend und hat mittlerweile seinen Wohnsitz nach Monaco verlegt. Trotzdem trainiert er weiterhin oft in Florida – dies mit seinem guten Freund John Isner.
Ungeduld als grösste Schwäche
Zverev begleiten in seiner Karriere Hochs und Tiefs. An seiner Konstanz muss er noch arbeiten, wenn er zu den Besten gehören will. Denn selbst innerhalb einer Partie kann es sein, dass er nach ein paar verlorenen Punkten sein Selbstvertrauen komplett verliert. Seine Ungeduld kann man deswegen zu einer seiner grössten Schwächen zählen. Im Halbfinal-Spiel gegen Federer hat er aber Stärke bewiesen und hat sich nach dem frühen Break im zweiten Satz zurückgekämpft. Kriegt er diese Schwäche in den Griff, hat er eine vielversprechende Zukunft vor sich.
Die grosse Deutsche Hoffnung
Boris Becker, der 13 Jahre zuvor als letzter Deutscher die ATP World Tour Finals gewonnen hat, ist begeistert von seinem Nachfolger. Gegenüber «BBC» sagt Becker, dass der Sieg gegen Djokovic zwar eine «grosse Überraschung» sei, doch «Novak und Roger nacheinander in einem der grössten Turniere der Welt zu bezwingen, beweist ihm und der ganzen Welt, dass er der nächste Superstar wird».
Auch Djokovic ist sich sicher, dass Zverev ein Anwärter für viele weitere Titel ist: «Er ist noch immer so jung, er hat eine unglaubliche Karriere vor sich.»