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Spielbericht
Zwei verschossene Penalties, ein Latten- und ein Pfostenschuss sowie ein nicht gegebenes Tor in einer Partie mit acht gelben und zwei roten Karten sorgten für Spannung bis zur letzten Minute.
Beide Teams starteten konzentriert in die Partie und nach zehn Minuten erhöhten die Gäste aus dem Wallis den Druck auf die Oerliker Abwehr. Mit zwei Glanzparaden verhinderte Donati einen frühen Rückstand ihres Teams. Danach wurde das Spiel ausgeglichener, ohne wirkliche Chancen auf beiden Seiten. Die Gäste zeigten aber ein viel konsequenteres Zweikampfverhalten, teilweise agierten sie aber überhart und wurden entsprechend häufig verwarnt.
Nach dem Seitenwechsel war der FCOP das spielbestimmendere Team und bekam in der 48. Minute einen Handspenalty zugesprochen, den Rosato wie einst Roberto Baggio übers Tor setzte. Nach einer knappen Stunde sah Bösch einmal mehr einen ihrer Distanzschüsse von der Latte abprallen – der FCOP sollte einen Antrag auf Anschaffung etwas höherer Tore ernsthaft in Erwägung ziehen! In der 70. Minute setzte sich Vogel gegen zwei Gegenspielerinnen durch und spielte den Ball zu Rosato, die ihn herrlich an- und mitnahm und platziert zum 1:0 versenkte. Das Tor brachte leider wenig Beruhigung ins Spiel, die Oerlikerinnen blieben nervös und die Walliserinnen erhöhten den Druck. In der 76. Minute wurde die Heimabwehr auf der rechten Seite überlaufen, der Pfosten rettete für die geschlagene Donati. Fünf Minuten später fiel das vermeintlich vorentscheidende 2:0 für den FCOP: von Vogel kam der Ball via Rosato zu Meier, die mit einem platzierten Schuss in die entfernte Torecke traf. Die Freude des Heimteams dauerte nur kurz, in der 82. Minute profitierte Ferreira von einer Nachlässigkeit der Oerliker Abwehr, dribbelte sich durch deren Strafraum und bezwang Donati zum 2:1 Anschlusstreffer. Drei Minuten später jubelten die Walliserinnen erneut, der Schiedsrichter hatte den Ball jedoch nicht vollständig hinter der Linie gesehen und gab das Tor nicht. In der 89. Minute wurde Bösch im gegnerischen Strafraum von den Füssen geholt – Penalty und gelb-rot für die Sittenerin. Bösch trat den Strafstoss gleich selbst und scheiterte an der Walliser Schlussfrau. In der fünfminütigen Nachspielzeit sah eine Spielerin des FC Sion nach einer Tätlichkeit direkt rot und zu elft gegen neun brachten die Oerlikerinnen den Sieg über die Runden. Gemessen an den Spielanteilen und den Chancen geht der Sieg in Ordnung, mit einer besseren Chancenauswertung hätte man die Hektik während der Schlussphase aber durchaus vermeiden können.