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Teilzeitstudium
Vereinbarkeit Studium mit Beruf und Familie
Alle Studiengänge an unserer Fakultät können sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit studiert werden. Im Vollzeitstudium konzentrieren Sie sich vor allem auf Ihr Studium. Im Teilzeitstudium belegen Sie weniger Lehrveranstaltungen pro Semester und haben damit die Möglichkeit, Ihr Studium mit der Arbeit, privaten Betreuungsaufgaben oder Weiterem zu kombinieren.
Sie entscheiden, ob und in welchen Semestern Sie in Voll- oder Teilzeit studieren möchten. Sie müssen sich weder bei der Immatrikulation noch später offiziell für ein Voll- oder Teilzeitstudium anmelden. Somit haben Sie die Möglichkeit, Ihr Pensum semesterweise an Ihre Bedürfnisse und die jeweilige Lebenssituation anzupassen.
In der Regel verlängert sich das Studium, wenn es in Teilzeit absolviert wird. Denn Teilzeitstudierende absolvieren weniger Lehrveranstaltungen pro Semester und reichen weniger schriftliche Arbeiten pro Semester ein.
Um einen guten Studienabschluss zu erlangen (Abschlussverfahren) empfehlen wir die letzten zwei Semester in Vollzeit zu studieren.
Während eines Bachelorstudiums mit der Regelstudienzeit von sechs Semestern (Vollzeitstudium) sind 180 Credits zu erwerben. Während eines Masterstudiengangs mit der Regelstudienzeit von vier Semestern (Vollzeitstudium) sind 120 Credits zu erwerben. Rein rechnerisch müssen in einem Vollzeitstudium 30 Credits pro Semester erworben werden. Das entspricht einem Arbeitsaufwand von ca. 900 Stunden pro Semester, da für einen Credit 25-30 Stunden Arbeitsaufwand anfallen.
Die Präsenzzeit in den Lehrveranstaltungen ist nur ein geringer Teil Ihres Arbeitsaufwandes. Rechnen Sie deshalb auch genügend Zeit für das Selbststudium und Gruppenarbeiten begleitend zu den Lehrveranstaltungen ein. Am Ende der Vorlesungszeit (Ende Dez./anfangs Jan. und Ende Mai/anfangs Juni) finden die Vorlesungsprüfungen statt, vorauf Sie sich vielleicht intensiver vorbereiten wollen. Das Verfassen der schriftlichen Arbeiten legen die meisten Studierenden in die vorlesungsfreie Zeit (auch Semesterferien genannt), damit sie sich intensiver und «zeitlich am Stück» auf diese anspruchsvolle Aufgabe konzentrieren können.
Um das Teilzeitstudium effizient zu gestalten und einer Überlastung vorzubeugen, ist eine gute Planung unabdingbar. Verschaffen Sie sich zu Beginn des Studiums einen Überblick über Ihr Studienprogramm (Wegleitung und Musterstudienplan) und die wichtigsten Reglemente. Befassen Sie sich zwingend mit der Wegleitung zum Abschlussverfahren. Für den Studienabschluss an unserer Fakultät ist in dieser Phase ein Vollzeitstudium vorgesehen.
Im Studienverlauf zu beachten:
Assessmentstufe und Studienaufbau: Bachelorstudierenden wird empfohlen, das Studium mit den Veranstaltungen der Assessmentstufe (auf dem Musterstudienplan ersichtlich) zu beginnen. Masterstudierenden, die Bedingungen und/oder Auflagen erhalten haben, absolvieren diese möglichst zu Studienbeginn. Um Planungsspielraum im späteren Verlauf des Studiums zu haben, kann es sinnvoll sein, zuerst die enger definierten und vorgeschrieben Lehrveranstaltungen zu besuchen und dazu ergänzend oder später im Studium die frei wählbaren Veranstaltungen zu wählen. Beginnen Sie früh im Studium mit dem Verfassen der schriftlichen Arbeiten und fragen Sie bereits während der Lehrveranstaltungsphase Dozierende als Betreuungsperson(en) an.
Angebotsrhythmus der Lehrveranstaltungen: Beachten Sie, welche Lehrveranstaltungen in welchen Zeitabständen angeboten werden. Viele Lehrveranstaltungen sind bspw. nur im Herbst- oder nur im Frühjahrsemester wählbar. Prüfen Sie zudem, ob es in Ihrem Studiengang ein- oder zweisemestrige oder noch weiter aufeinander aufbauende Veranstaltungen gibt. Dies kann insbesondere bei Methodenveranstaltungen der Fall sein oder bei (Methoden-)Arbeiten, die den Besuch eines bestimmten Seminars voraussetzen.
Kombination von Major- und Minorfach: Bitte beachten Sie, dass es auch im Minorfach an der KSF eine Assessmentstufe mit Lehrveranstaltungen gibt, bei denen wir den Besuch zu Studienbeginn empfehlen. Bei einem Minor an einer anderen Fakultät oder Universität sind die Empfehlungen und Regelungen der fremden Fakultät zu beachten. Starten Sie Ihr Studium jedoch mit dem Major an unserer Fakultät.
Studienabschluss: In den ersten zwei Dritteln Ihres Studiums haben Sie grosse Freiheit in der Stundenplangestaltung. Der Studienabschluss an unserer Fakultät geschieht auf Bachelor- und Masterstufe im Rahmen des Abschlussverfahrens. Informieren Sie sich von Studienbeginn weg über die in der Wegleitung Ihres Studiengangs und in der Wegleitung zum Abschlussverfahren festgelegten Anforderungen und Voraussetzungen, um zum Abschlussverfahren zugelassen zu werden. Pro Semester gibt es einen Anmeldtermin zum Abschlussverfahren. Die Fristen im Abschlussverfahren sind fix und können auch bei einem Teilzeitstudium nicht ausgeweitet werden. Das Abschlussverfahren ist eine Vollzeitphase des Studiums. Es ist nicht zu empfehlen, das Abschlussverfahren im Teilzeitmodell zu absolvieren.
- Die Semestergebühren fallen jedes Semester an, unabhängig davon, ob in Voll- oder Teilzeit studiert wird.
- Es besteht die Möglichkeit für eine Beurlaubung während maximal zwei Semestern, unabhängig davon, ob in Voll- oder Teilzeit studiert wird.
- Informationen zu Militärdienst und Dienstverschiebung
- Auskunft zu finanziellen Fragen
- Möglichkeit der Kinderbetreuung und weiteres zu Familie und Studium
Bei allgemeinen Fragen zur Vereinbarkeit von Studium und Familie/Beruf, bei speziellen Bedürfnissen/Härtefällen oder bei Fragen zum Abschlussverfahren wenden Sie sich an studienberatung-ksf. @ unilu.ch
Bei Fragen zur Stundenplangestaltung und zu einzelnen Lehrveranstaltungen wenden Sie sich an die Studienberatung des Fachbereichs.
Die Abmeldung von einzelnen Lehrveranstaltungen nehmen Sie jeweils bei den zuständigen Dozierenden vor.
«Wie oft und wann im Semester darf ich fehlen?»
Das Studium an der KSF ist ein Präsenzstudium. Die Dozierenden der jeweiligen Lehrveranstaltungen entscheiden, wie, wie viele und ob Ausfälle kompensiert werden können. Vor allem in den Seminarveranstaltungen ist der aktive Austausch zwischen den Studierenden gefragt. Diese Interaktion ist schwer kompensierbar. Bis zu zwei Ausfälle pro Semester sind (bei wöchentlich standfindenden Lehrveranstaltungen) meistens problemlos möglich.
Vorlesungen werden zu Semesterende mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Es ist möglich, kurz vor der Prüfung zu entscheiden, sie nicht abzulegen, wenn man sich nicht gut vorbereitet fühlt. Es können dann jedoch im entsprechenden Semester für die betroffene Veranstaltung keine Credits erworben werden. Die Lehrveranstaltung kann dann zu einem anderen Zeitpunkt absolviert werden. Wird die Prüfung angetreten und nicht bestanden, gilt eine Wiederholungspflicht.
Bei Krankheit während einer Prüfung bzw. Wiederholungsprüfung werden Arztzeugnisse akzeptiert. Eine Verschiebung des Prüfungsversuchs ist somit (auf den nächstmöglichen Prüfungstermin) möglich.
Bei allen Lehrveranstaltungen gilt: Werden zu viele Termine einer Lehrveranstaltung während des Semesters verpasst, können keine Credits vergeben werden. Die Lehrveranstaltung ist dann zu einem anderen Zeitpunkt zu absolvieren.
«Gibt es eine Studienzeitbegrenzung?»
Nein. Allerdings sind nur Studienleistungen an einen Abschluss anrechenbar, deren Erwerb nicht mehr als 12 Jahre zurückliegt. In einem solchen Fall muss die Gültigkeit der entsprechenden Studienleistung vor dem Studienabschluss (Abschlussverfahren) neu überprüft und bei positiver Bewertung neu angerechnet werden. Wenden Sie sich in einem solchen Fall an die Studienberatung.
Wird das Studium auf sehr viele Semester ausgedehnt, kann es schwierig werden, passende Betreuungspersonen für die (Abschluss-)Arbeiten und Abschlussprüfungen zu finden, da Forschungsschwerpunkte und Dozierende zum Teil wechseln. Es ist in den allermeisten Fällen sinnvoll, wenn Betreuungspersonen und Prüfende gewählt werden können, bei denen man bereits eine Arbeit geschrieben bzw. Lehrveranstaltungen besucht hat.
«Wie viel Familienarbeit oder Erwerbstätigkeit ist neben einem Studium möglich?»
Das Studium sollte die Hauptbeschäftigung darstellen. Wir empfehlen, mindestens 60% einer Vollzeittätigkeit für das Studium zu reservieren.
Während der Vorlesungszeit (Sept.-Dez. bzw. Feb.-Mai) finden die Lehrveranstaltungen (normalerweise in Präsenzunterricht) statt. In der vorlesungsfreien Zeit werden Seminararbeiten geschrieben. Diese sind für das Studium zentral, da sie die Vorbereitung für die grosse Abschlussarbeit (Bachelorarbeit mit 4-monatiger Bearbeitungszeit bzw. Masterarbeit mit 6-monatiger Bearbeitungszeit) bilden. Der Studienabschluss ist eine Vollzeitphase des Studiums und bei einer parallelen Familienarbeit oder Erwerbstätigkeit sehr gut zu planen (Hilfestellung kann die studienberatung-ksf geben). @ unilu.ch
«Kann ich an einem fixen Wochentag oder am Wochenende studieren und den Rest der Zeit einer Erwerbstätigkeit nachgehen?»
Grundsätzlich finden die Lehrveranstaltungen von Montag bis Freitag satt. Nur vereinzelte Lehrveranstaltungen werden als Blockkurs (z.B. Freitag und Samstag) angeboten.
Je nach Studiengang und Fachbereich gibt es mehr oder weniger Pflichtleistungen, die an bestimmten Tagen und meist auch in künftigen Semestern zum selben Zeitpunkt stattfinden. Andere Lehrveranstaltungen werden einmalig angeboten und sind Teil der Wahlmöglichkeit, die Sie im Studium haben. Es ist notwendig, gut abzuklären, welche Lehrveranstaltungen wann stattfinden, und Arbeitszeiten nach der Veröffentlichung des Vorlesungsverzeichnisses flexibel an die Termine der (Pflicht-)Veranstaltungen anpassen zu können. Eine flexible Erwerbstätigkeit oder eine Kinderbetreuung, die jedes Semester mehr oder weniger angepasst werden kann, ermöglicht wiederum mehr Flexibilität im Studium und ein interessenorientiertes Studieren. Für die Klärung solcher Fragen wenden Sie sich an die Fachstudienberatung.