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...mit Peter Rosei
694. der Findling
der grob gezimmerte Tisch, der wie ein klobiger Fremdkörper in der Mitte des Zimmers in der hellen, geordneten, hohen Wohnung an der Hildebrandgasse in Wien steht, un den ich wie einen zu untersuchenden Findling abtaste, weil er jener Tisch ist, an dem Peter Rosei sass, als er sagte: „Die Beschreibung eines Tisches muss besser sein als der Tisch, sonst ist sie unnötig“,
694a.
und dieser derbe Tisch, der mir jetzt deshalb als besonders wichtiges Belegstück erscheint, weil mich noch kein anderer Satz so heftig das Vertrauen gelehrt hat in die verbessernde Kraft, in die Tragkraft der Sprache,
694b.
und die so - nämlich angesichts dieses Tisches - gewonnene Einsicht, dass zwar der Tischler den Tisch zu verbessern vermag, der Schuster den Schuh, der Maurer die Mauer, der Programmierer das Programm, der Bäcker das Brot, der Küfer das Fass, dass aber Sprache alles zu verbessern vermag.
696. die Losung
die Losung, die Peter Rosei und ich im Frühling 1993 über jeden gemeinsam verbrachten Tag setzten, und ihre unverhofft in unserem Alltag nun spürbare Wirkung, die endlich der herbeigeträumte Beleg war dafür, dass Wünsche wirklich nützen, weil wir uns am 12.März, am Tag der Losung "Unverzagt vorwärtsschauend" ganz ohne Absprache gegenseitig auf die erfreuende Unverzagtheit aufmerksam machten, mit der wir vorwärtsschauten.
721. der Widerwille
die mitleidigen Blicke meines Gegenübers im Zug, die mir verraten, dass er mich für einen Deppen hält, weil ich Peter Roseis Buch "Das Lächeln des Jungen" beim Lesen verkehrt herum vor meinen Augen halte,
721a. und mein Widerwille gegen die - ziemlich sicher undohnehin vergeblichen - Mühen, den Leuten erklären zu müssen, dass es nur deshalb so aussieht, als hielte ich das Buch verkehrt in Händen, weil der Buchbinder des Residenz-Verlages den Papierblock irrtümlicherweise verkehrt herum in die Buchdeckel eingebunden hat.