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Akrophobie
Höhenangst, die auch mit dem Fachausdruck Akrophobie bezeichnet wird, ist eine Angststörung, bei der die Betroffenen ein panisches Verhalten entwickeln, wenn sie sich in einer bestimmten Höhe aufhalten. Ob auf der sechsten Etage eines Hochhauses, der Ausblick von einem hohen Berg oder beim Stehen auf einer Leiter, der Erkrankte fühlt sich dabei, unabhängig von der Größe der Höhe, einer unerklärlichen Angst ausgesetzt und fürchtet, in die Tiefe stürzen zu müssen.
Dieses Gefühl ist oft mit dem Zwang verbunden, sich gegen den eigenen Willen nach unten fallen zu lassen, da der Halt im Leben verloren gegangen ist.
Damit wird unter der Akrophobie zwar die Angst vor der Höhe verstanden, aber gleichzeitig auch die Angst des Kontrollverlustes über die eigene Person. Bei den meisten Menschen äussert sich diese Phobie in freier Umgebung, aber sie kann auch in geschlossenen Räumen auftreten. Die Höhenangst muss auch nicht zwangsläufig mit der Flugangst auftreten.
Wichtig für Angehörige: Wie bei allen Angststörungen ist es auch hier wichtig, die Angst des Betroffenen ernst zu nehmen, denn die Panik kann sich bereits in geringer Höhe zeigen und bei dem Patienten Todesangst, Kontrollverlust und Ohnmacht auslösen.
Ursachen – Wie entsteht die Höhenangst und der Höhenschwindel?
Der Höhenangst geht in der Regel immer ein Höhenschwindel voraus, wobei dieser Schwindel eine ganz normale körperliche Reaktion des Menschen ist, der sich so auf die veränderte Höhenlage einstellt, in der er sich gerade befindet.
Diese Reaktion wird dadurch ausgelöst, dass sich das menschliche Auge immer einen Punkt sucht, den es fixieren kann. Sobald sich jedoch der Mensch in einer gewissen Höhe aufhält und für das Auge die Entfernung zu einem feststehenden Objekt immer größer wird, verringert sich damit die Fähigkeit des Menschen, weit gelegene Punkte deutlich, zu erkennen. Um diese eingeschränkte Wahrnehmung zu beheben, macht der Kopf eine kurze automatische Schwank Bewegung, nach links und nach rechts, welche eine leichte Gleichgewichtsstörung verursacht.
Doch diesen Schwindel kann der Mensch kontrollieren, indem er einen Schritt nach hinten oder zur Seite geht und so den Körper wieder ausbalanciert. Damit dient der Höhenschwindel auch als Schutzfunktion, da diese Rückwärtsbewegung den Menschen daran hindert, sich zu nahe an einen Abgrund zu begeben. Doch wenn die Psyche des Betroffenen bereits durch andere Dinge stark überbelastet ist und der erlebte Höhenschwindel, zum Beispiel beim Überqueren einer Brücke, als extrem unangenehm empfunden wird, verbindet das Gehirn die Höhe mit einem negativen Gefühl, das Angst auslöst.
Um dieser Empfindung aus dem Wege zu gehen, versucht der Erkrankte jede Art von Höhe zu meiden, denn allein der Gedanke an einen höher gelegenen Ort, kann eine Panikattacke hervorrufen. So ist die Höhe immer mit negativen Erwartungen besetzt und die Angst, in solchen Situationen unangenehmen Gefühlen ausgesetzt zu sein, die man selbst nicht mehr kontrollieren kann, verstärkt sich automatisch.
Wichtig zu wissen: Die Angst vor Höhen kann in seltenen Fällen auch auf eine organische Ursache haben. Um diesen seltenen Auslöser zu verifizieren, sollten Sie vor einer Therapie unbedingt einen Hals-Nasen-Ohrenarzt konsultieren. So sind Sie sich auch wirklich sicher, dass kein Problem mit dem Gleichgewicht vorliegt.
Die Symptome einer Höhenangst
Die Akrophobie wird von den unterschiedlichsten Symptomen begleitet, sodass die Krankheitsanzeichen oft fehlgedeutet werden. Dabei stellen sich für den Patienten, die Situationen, in der sich die Phobie zeigt, oft als lebensbedrohlich dar. Zu den Anzeichen einer Höhenangst gehören unter anderem:
- Atemnot beziehungsweise Kurzatmigkeit
- Schweißausbrüche
- Schüttelfrost
- Schwindel
- Herzrasen
- starkes Zittern
- Druckgefühl in der Brust
- das Versagen der Stimme
- Lähmungserscheinungen
- Schlaflosigkeit
- Depressionen
- weiche Knie
Die Akrophobie in Kombination mit anderen Angsterkrankungen
Die Höhenangst kann den Menschen plötzlich treffen, denn durch seelische Belastungen können Ängste ausgelöst werden, die mit der negativen Erfahrung der Höhe in Verbindung stehen. Zurzeit beläuft sich die Erkrankungsrate in der BRD auf circa 6 Prozent der Bevölkerung. Dabei tritt sie als alleinige Phobie oder auch in Kombination mit anderen Angststörungen, wie zum Beispiel der Platzangst und der Panik vor Menschenansammlungen, auf. Leidet ein Patient unter mehreren ortsgebundenen Phobien, liegt eine Agoraphobie vor.
Grosse Wünsche und hohe Ziele der Betroffenen:
- in den Urlaub zu fliegen
- eine Heißluft-Ballonfahrt zu machen
- auf dem Empire State Building zu stehen
- Drachenfliegen
- Bungee-Jumping
- den Eifelturm besuchen
- Fallschirmspringen
- Paragliding
- Gleitschirmfliegen
- einen Kletterpark / Hochseilgarten erleben
- auf eine Leiter steigen
- mit einer Gondel oder im Skilift fahren
- auf einem Balkon stehen