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Toos
Südlich von Waldi und etwas höher gelegen, befindet sich das bescheidene Dörfchen Toos, das noch im letzten Jahrhundert über 200 Einwohner zählte. Jetzt sind es gerade noch etwa deren 80. Weil früher die verschiedenen Bäche offen vom Homberg durch das Dorf gegen die zwei Tobel flossen und bei Hochwasser ein ordentliches Getöse verursachten hat sich der Ortsname Toos, vom Tosen dieser offenen Gewässer, hergeleitet.
Das Wasser des Furtbaches hatten seit dem 12./13. Jahrhundert eine Mühle und eine Sägerei angetrieben. Während die Mühle noch vor 1900 aufgegeben und vor rund 40 Jahren abgebrochen worden war, wurde die Bäckerei noch bis anfangs der dreissiger Jahre weitergeführt.
Der Lehmabbau im westlichen Gemeindegebiet
Wer Toos in Richtung Nordosten verlässt, dem fällt rechter Hand eine grosse Abbauzone auf. Hier gewinnt das ehemalige Istighofer Werk der Zürcher Ziegeleien schon seit den frühen fünfziger Jahren seinen Rohstoff für die Ziegel- und Backsteinproduktion: den Lehm. 1998 wurden jährlich gegen 90'000 Kubikmeter Losematerial abgebaut und im nahen Istighofen zu hochwertigen Tonziegeln und Backsteinen verarbeitet.
Das Lehmvorkommen, teils auf dem Gebiet der früheren Ortsgemeinde Mettlen, mehrheitlich aber auf Schönholzerswiler Gemeindegebiet gelegen, gilt als eines der grössten in der ganzen Schweiz. Es ist von so guter Qualität, dass es den in den letzten 40Jahren infolge Modernisierung der Produktion, der Verbesserung des Standards der Produkte und der verschärften Gesetzgebung im Umweltbereich laufend gestiegen Ansprüchen immer genügt hat. Der grosse Einschnitt in das gewachsene Terrain wird mit grösstem Aufwand fortlaufend rekultiviert, renaturiert und wieder als Landwirtschaftsland verwendet.