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Monte Moropass 2845 m Routenarchiv
Dies ist eine sehr alte Passroute zwischen dem Saastal und dem Valle Anzasca, eine Walserroute (die Walser nennen den Pass übrigens «Saaserbiärg»), früher ein beliebter Schmugglerpfad und heute ein wichtiger Pass der TMR. Der Passübergang befindet sich gerade unterhalb der von weit sichtbaren goldenen Madonnastatue (Madonna delle Neve), und nicht auf dem tiefsten Punkt des Grats, der sich etwa 400 m weiter ESE befindet.
Ein schöner, renovierter Saumweg führt über den Monte Moropass, der auf der N-Seite vom Tälli her in wellenartigen Felsbändern verläuft und auf der S-Seite aus plattigem Gelände besteht. Eine Bahn (Betrieb im Sommer teilweise nicht sicher) fährt von hier nach Macugnaga, eine Hütte (Rif. Oberto) befindet sich knapp unterhalb des Passes. Die Aussicht ist sehr schön, besonders die E-Wand des Monte Rosa beeindruckt immer wieder. Der Pass ist auch eine Klimagrenze zwischen dem Hochgebirge und dem heissen Tiefland. Durch die thermischen Gegebenheiten bildet sich deshalb im Sommer während des Vormittags oft Nebel. Im Frühsommer halten sich auf der N-Seite Schnee, Firn und Eis relativ lange, was entsprechende Vorsicht verlangt.
Der Name Monte Moro (Schwarzberg) könnte Bezug nehmen auf den Durchzug der Mauren oder Sarazenen (ital. moro), welche den Pass um das Jahr 1000 herum längere Zeit besetzt hielten und dort Zölle einzogen. Aber auch der nahe gelegene Schwarzberggletscher oder der Schwarzberg bei Mattmark könnten zu einer italienischen Übersetzung geführt haben.