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|Gigon Guyer - Switzerland

Apartment Buildings
Susenbergstrasse 84 - 88, Zürich
1998 - 2000

The three buildings rise above a common underground car park, and contain a total of nine apartments, six offices respectively studios and two hobby rooms. An important advantage of the distribution of the three buildings is the four-sided orientation of the individual apartments as well as the exposure to natural light and ventilation of kitchens and bathrooms. The open floor plan of the apartments is structured by the closed cores, containing the kitchens, plumbing untis, baths and adjoining rooms. By means of large sliding doors, this zone is easily divisible into the usual rooms and living areas. With open sliding doors, the continuous space is experienced, opening towards all four directions of the sky. In form and proportion, this space reacts to the orientation. The different orientations of the loggias to the east, south and west give the all-round apartments various characteristics. The loggias develop over the entire length or width of the buildings and form narrow open-air spaces, which appear as protuberances of the concrete façade.
The residential buildings were mainly built in reinforced concrete. The mentioned cores with the adjoining rooms serve as supporting structures, complemented by the double-skin concrete façade. The outer shell of the façade consists of unrendered concrete, and at the same time forms the protruding structures of the loggias and the perforated parapet of the attic. Concrete was also used for flooring in various forms of workmanship. The floorings of the living rooms are made of cast-in hard concrete, while in the adjoining rooms prefabricated and polished concrete tiles were used. For the loggias and terraces ordinary concrete tiles were used.
The color scheme of the residential ensemble reacts to the park-like landscape of the surroundings. The extraordinary matte color of the concrete façades consists of mineral pigments with water glass. Like pollen dust, the powdery pigments trickled down onto the concrete surfaces. The different colors emphasize the compositional context of the buildings, but at the same time result in an optical separation of the individual buildings and facades. In collaboration with the artist Adrian Schiess, Gigon Guyer defined the definitive colors. The smallest building is in light yellow. The medium-sized structure is colored in apricot with a light blue facade facing west. The largest, northern structure shows itself outwards in a greenish-gray color, while the interior of the loggias is differentiated by an antique pink.
Im Jahr 1998 wurde der Architekturwettbewerb für eine neue Wohnüberbauung an der Susenbergstrasse, am Rand der Stand Zürich, ausgeschrieben. Mit Sichtbezug zum höher gelegenen Hotel Zürichberg gelegen, sollte das neue Vorhaben das alte Pensionshaus "Heimeli" ersetzen. Die Architekten Gigon Guyer konnten den Wettbewerb mit ihrem in drei Bauvolumen gegliederten Vorschlag gewinnen. Die Aufteilung des Programms in die drei Baukörper resultiert in einer "feinkörnigen" Wohnbebauung, welche auf die Siedlungsstruktur in der näheren und weiteren Nachbarschaft Rücksicht nimmt. Die drei Gebäude unterscheiden sich aber von den benachbarten, solitären Villen am Zürichberg, in dem sie sich hinsichtlich ihrer Proportionen und Fassadenöffnungen aufeinander beziehen. Auf einem gemeinsamen Podium angeordnet, entspannt sich ein Dialog zwischen den kubischen Körpern.
Die drei Baukörper erheben sich über einer gemeinsamen Tiefgarage, und enthalten insgesamt neun Wohnungen, sechs Büros respektive Ateliers und zwei Hobbyräume. Ein wesentlicher Vorteil der Aufteilung der drei Gebäude ist die vierseitige Orientierung der einzelnen Wohnungen sowie die natürliche Belichtung und Belüftung von Küchen und Bädern. Der offene Grundriss der Wohnungen wird gegliedert durch die geschlossenen Kerne, welche die Küchen, Nasszellen, Bäder und Nebenräume enthalten. Mittels grossflächiger Schiebetüren lässt sich diese Zone auf einfache weise in die gewohnten Zimmer und Wohnräume unterteilen. Bei offenen Schiebetüre ist der kontinuierliche Raum erfahrbar, welcher sich nach allen vier Himmelsrichtungen öffnet. In Form und Proportion reagiert dieser Raum auf die Orientierung. Die unterschiedliche Ausrichtung der Loggien nach Osten, Süden und Westen gibt den allseitig ausgerichteten Wohnungen verschiedene Ausprägungen. Die Loggien entwickeln sich über die gesamte Länge respektive Breite der Baukörper, und bilden schmale Freilufträume, welche als Ausstülpungen der Betonfassade in Erscheinung treten.
Die Wohnüberbauung wurde hauptsächlich in Stahlbeton erstellt. Die raumbildenden Kerne mit den Nebenräumen dienen als Tragstruktur, ergänzt durch die zweischalige Betonfassade. Die äussere Schale der Fassade besteht aus unverputztem Ortbeton, und bildet gleichzeitig die auskragenden Strukturen der Loggien und die durchbrochenen Brüstungen der Attika. Auch für die Bodenbeläge wurde wurde Beton in unterschiedlichen Verarbeitungsformen verwendet. So bestehen die Bodenbeläge in den Wohnräumen aus gegossenem Hartbeton, in den Nebenräumen aus vorfabrizierten und geschliffenen Betonplatten und aus gewöhnlichen Betonplatten auf den Loggien und Terrassen.
In Ihrer Farbgebung reagiert die Überbauung auf die parkartige Landschaft der Umgebung. Die ausserordentliche matte Farbe der Betonfassaden besteht aus mineralischen Pigmenten mit Wasserglas. Wie Blütenstaub sollten die puderartigen Pigmente auf die Betonoberflächen niederrieseln. Die unterschiedlichen Farben betonen den kompositorischen Zusammenhang der Baukörper, bewirken aber gleichzeitig eine optische Separierung der einzelnen Bauten und Fassaden. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Adrian Schiess haben Gigon Guyer die definitiven Farben bestimmt. Das kleinste Gebäude ist in hellgelb gehalten. Der mittelgrosse Bau ist in Apricot eingefärbt mit einer hellblauen Fassade gegen Westen. Der grösste, nördliche Baukörper zeigt sich nach aussen in einer grüngrauen Farbe, währenddem das Innere der Loggien durch ein Altrosa differenziert wird.