Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03153.jsonl.gz/2401

Rennes-le-Château
Rennes-le-Château ist ein kleines Dorf in den Pyrenäen auf einem Hügel über einem Hochplateau, ca. 40 km von der mittelalterlichen Stadt Carcassonne entfernt. In der Zeit der Westgoten heiss der Ort “Rhedae”.
Im Jahre 1645 suchte ein Schafhirt in der Gegend von Rennes-le-Château ein verloren gegangenes Schaf. Er fand das Tier, welches in eine Erdspalte gefallen war, nach längerer Suche. Als der Hirte in die Spalte hinunter stieg, fand er in einer Höhle einige Skelette und Kisten, gefüllt mit Goldstücken. Er nahm sich von diesen Reichtümern und kehrte in sein Dorf zurück. Der gute Mann wurde, da er niemandem verriet, wo er seinen Schatz gefunden hatte, schlussendlich als Dieb verurteilt und hingerichtet.
Anno 1885 wurde ein Priester, Namens Bérenger Saunière, nach Rennes-le-Château berufen. Als Saunière sein Amt antrat, fand er die Dorfkirche von Rennes-le-Château in einem äusserst baufälligen Zustand vor. Daher beschloss er, bei der Gemeinde von Rennes-le-Château Geld für eine Renovation aufzunehmen. Auch freundete sich Saunière mit einer jungen Frau, Marie Denarnaud an, welche fortan als seine Haushälterin und Vertraute für ihn sorgte.
Bei den Restaurationsarbeiten fand Bérenger Saunière unter einer steinernen Bodenplatte, welche ca. aus dem 8. Jahrhundert stammte, und die auf ihrer Unterseite das Abbild von zwei Rittern zeigte (vermutlich das Siegel der Tempelritter), den Eingang zu einer längst vergessenen Krypta, der Krypta der "Seigneurs de Rennes" - und ein Gefäss mit Goldstücken, welches vermutlich einer seiner Vorgänger, der Curé Antoine Bigou, im Jahre 1792 dort versteckt hatte.
Ob sich unter der Kirche von Rennes-le-Château wirklich eine Krypta befindet, ist zur heutigen Zeit leider nicht mehr mit Sicherheit zu bestimmen, denn einerseits besteht im ganzen Ort ein striktes Grabungsverbot (nachdem Schatzsucher bei wilden Aktionen wahllos in Rennes-le-Château gegraben und sogar Sprengungen durchgeführt haben) und andererseits kann man die erwähnte Krypta auch nicht besichtigen.
Im weitern Verlauf der Renovationsarbeiten entdeckte Bérenger Saunière, beim Anheben der Altarplatte, in einem aus westgotischer Zeit stammenden Pfeiler einen Hohlraum. In diesem waren hölzerne Zylinder, welche vier Pergamente enthielten. Diese Pergamente waren mit Texten in lateinischer und französischer Sprache beschrieben. Saunière stoppte sofort alle Arbeiten und reiste nach Paris, um zwei der Schriftstücke von einem Sachverständigen überprüfen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit kaufte er sich im Louvre drei Kopien von Gemälden. Anschliessend kehrte er nach Rennes-le-Château zurück, in der Überzeugung, dass ein Schatz unter der Kirche vergraben sein müsse. Bérenger Saunière und Marie Denarnaud begannen nach dem Schatz zu suchen, denn eines der Pergamente enthielt Masseinheiten und auch Hinweise auf ein Grab, welches sich auf dem Kirchhof befand.
Bei diesem Grab handelte es sich um die letzte Ruhestätte der “Marquise Marie d'Hautpoul de Blanchefort”. Die Inschrift auf dem Grabstein war sehr sonderbar und wies allem Anschein nach auf ein Geheimnis - oder ein geheimes Versteck hin. Betrachtet man diesen Grabstein und die Inschrift, so kann man ungleiche Schriftzeichen und falsche Worttrennungen erkennen. Der Grabstein von Marie d'Hautpoul de Blanchefort wurde - entsprechend weiterer Nachforschungen - von Abbé Antoine Bigou entworfen. Saunière jedenfalls zerstörte den Grabstein mit der rätselhaften Inschrift. Glücklicherweise jedoch wurde diese früher schon einmal aufgezeichnet und ist somit bekannt.
Saunière tat dies vermutlich, weil er verhindern wollte, dass jemand anders noch das Rätsel lösen konnte...
Bei zwei der Pergamente - welche zur Zeit nicht mehr auffindbar sind - und vermutlich aus den Jahren 1244 und 1644 stammten, soll es sich angeblich um Genealogien handelt. Die zwei andern Pergamente sind aus jüngerer Zeit und könnten von dem bereits erwähnten Vorgänger von Saunière, Antoine Bigou, verfasst worden sein. Diese “neueren” Pergamente enthalten lateinische Texte aus dem Neuen Testamen. Wird das eine Pergament genau betrachtet, so bemerkt man an gewissen Stellen des Textes eine unregelmässige Anordnung der Buchstaben. Bestimmte Zeichen wurden im Text höher gestellt.
Wenn man nun diese Schriftzeichen herausschreibt und liest, ergibt sich der folgende Text :
“A DAGOBERT II ROI ET A SION EST CE TRESOR ET IL EST LA MORT”
(dieser Schatz gehört Dagobert II. König und Sion und er ist dort ... wartend ...
schlafend ... ungenutzt ... tot)
*Dagobert II. war ein König aus dem
berühmten Geschlecht der Merowinger.
Er wurde im Jahr 678 n. Chr. in den Ardennen ermordet - und zwar im Auftrag seines eigenen Kanzlers.
Das andere Pergament zu enträtseln, war weitaus komplizierter. Der Autor des Buches “The Holy Place”, Henry Lincoln, konnte den Verschlüsselungs-Code brechen und fand folgenden Text:
“BERGERE PAS DE TENTATION QUE POUSSIN TENIERS GARDENT LA CLEF
PAX 681 PAR LA CROIX ET CE CHEVAL DE DIEU J'ACHEVE CE DAEMON DE
GARDIEN A MIDI POMMES BLEUES”
(Schäferin keine Versuchung, dass Poussin, Teniers den Schlüssel besitzen, Friede 681, beim Kreuz und diesem Pferd Gottes beende / zerstöre ich diesen Dämon von Wächter zu Mittag, blaue Äpfel)
Nun, der Pfarrer Bérenger Saunière musste auf ein grosses Geheimnis gestossen sein, denn urplötzlich kam er zu viel Geld, welches schier unerschöpflich aus unbekannten Quellen zu fliessen begann. Er renovierte die ganze Kirche viel umfangreicher und schöner als ursprünglich geplant war. Auch das Umgelände wurde entsprechend seinen Anweisungen - nach eigentümlicher Art - umgestaltet. Zusätzlich baute er in der Nähe der Kirche einen Turm, den “Tour Magdala”, in welchem er seine Bibliothek unterbrachte. (Von diesem Turm und der zugehörigen Terrasse aus, geniesst man übrigens einen prächtigen Ausblick in die nähere und fernere Umgebung.) Ein kunstvoll gestalteter Garten mit seltenen Bäumen, Wasserspielen und exotischen Pflanzen vervollständigte
das Bild. Grundstücke, welche er kaufte, wurden auf den Namen von Marie Denarnaud ins Grundbuch eingetragen. Ebenfalls baute der Dorfpfarrer für die Gemeinde von Rennes-le-Château eine neue Zufahrtsstrasse zum Ort und war ausserdem sehr grosszügig betreffend Finanzierungen wohltätiger Projekte. Durch seinen rätselhaften Reichtum profitierte das ganze Dorf. Auch gesellschaftlich veränderte sich Bérenger Saunière, denn er pflegte Kontakte zu wichtigen Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur und empfing oft Besuch in seiner, ebenfalls neuerstellten, und mit einer Privatkapelle ausgestatteten Villa “Bethania”.
Was mochte Bérenger Saunière wohl gefunden haben? Diese Frage beschäftigte - und beschäftigt noch - sehr viele Leute und man vernahm die verschiedensten Vermutungen. Einige sprachen vom Schatz der Merowinger - andere wiederum von unermesslichen Schätzen der Tempelritter. Auch spekulierte man, Saunière könnte den sagenhaften “Heiligen Gral” gefunden haben. Oder ist der Schatz von Rennes-le-Château der Schatz aus König Salomons Tempel, den die Römer bei der Besetzung Jerusalems gestohlen haben sollen?
Der Priester pflegte auch Kontakte zu seinem Amtskollegen und Freund Abbé Boudet, Curé des Nachbardorfes, Rennes-les-Bains. Boudet war nebenbei als Heimatforscher und Schriftsteller tätig und verfasste unter anderem das kryptische Werk
“LA VRAIE LANGUE CELTIQUE ET LE CROMLECK DE RENNES-LES-BAINS”
(Die wahre keltische Sprache und der Steinkreis von Rennes-les-Bains).
Dieses Buch ist in sich selbst ein Rätsel und
birgt mit Sicherheit ein verschlüsseltes Geheimnis. Die Gegend um Rennes-le-Château und Rennes-les-Bains ist grundsätzlich sehr mystisch. Man findet viele Spuren aus keltischer Zeit. Der Bruder von Boudet war Landvermesser und steuerte dem Buch eine Karte der Umgebung bei. Auf dieser Karte sind viele Dolmen und Menhire - sowie weitere Besonderheiten eingezeichnet - und deutet vermutlich ebenfalls auf ein Schatzversteck hin...
Man sah die beiden Priester öfters
zusammen die Gegend durchstreifen.
Saunière selbst war oft viel alleine unterwegs, manchmal auch zusammen mit seiner Haushälterin Marie Denarnaud. Er fische, gehe auf der Jagd - oder suche spezielle Steine und Pilze - äusserte er, wenn man ihn danach fragte, was er wohl tagelang in den Schluchten, Wäldern und Höhlen der Umgebung suche.
Heimlich folgten ihm manchmal ein paar Burschen - doch Saunière verschwand oft in der Gegend von Rennes-les-Bains, in der Nähe eines grossen Steins, welcher “Pierre du Pain” genannt wird... Man vermutete, dass Saunière einen Teil des gefundenen Schatzes zu Geld gemacht hatte, jedoch der Priester schwieg beharrlich, auch über einen eventuellen Fundort liess er nie etwas verlauten.
Unter Umständen könnte es auch sein, dass jemand dem Pfarrer viel Geld zukommen liess, um etwas zu verschleiern. Diese Überlegung ist nicht abwegig, denn wenn Bérenger Saunière wirklich auf ein grosses Geheimnis gestossen ist, sollte dieses auch fortan geheim bleiben. Eine in Frage kommende Gruppierung könnte beispielsweise die Kirche selbst sein.
Auch tauchte in diesem Zusammenhang der Name eines Geheimordens, genannt “Prieuré de Sion”, auf. Dieser Geheimorden soll angeblich seit ca. 900 Jahren existieren und in Beziehung mit den Tempelrittern gestanden sein. Der Orden der Tempelritter existiert seit 1314 nicht mehr, die “Prieuré de Sion” aber soll noch heute aktiv, und im Besitze von Beweisen sein, durch welche belegt werden kann, dass der christliche Jesus die von der Kirche dargestellte Kreuzigung überlebt hätte.
Auch wird vermutet, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war, welche nach der Kreuzigungsgeschichte über das Meer floh und in Ste-Marie-de-la-Mer das französische Festland betrat. Die aus der Ehe von Maria Magdalena und Jesus entsprungenen Nachkommen sollten ein paar hundert Jahre später als Merowingerkönige in Frankreich den Thron bestiegen haben.
Besucht man die Kirche von Rennes-le-Château, so kann man über dem Eingangsportal die Worte:
“TERRIBILIS EST LOCUS ISTE”
(dieser Ort ist schrecklich) lesen.
In der Kirche selbst wird man mit dem Anblick einer Teufelsstatue konfrontiert. Diese trägt in geduckter Haltung das Weihwasserbecken und blickt mit erschrockenem Ausdruck zur Mitte des Kirchenbodens.
Aufgrund der Körperhaltung der Teufels - genannt “Asmodeus” - meint man, dass dieser eigentlich sitzen müsste. Nun ist es so, dass im Nachbarort von Rennes-le-Château, in Rennes-les-Bains, auf einem Berg ein Stein steht, welcher die Form eines Sessels hat.
Dieser Stein stammt vermutlich aus der Zeit der Kelten und ist mit sehr interessanten, eingemeisselten Symbolen versehen. Dieser Stein wird "le fauteuil du diable" (der Teufelssessel) genannt. Aus welchen Gründen hat Saunière wohl den Spruch über dem Eingang anbringen lassen und die Teufelsstatue aufgestellt? Über dem Weihwasserbecken sind auf einem Sockel vier Engels-Statuen angebracht. Jeder dieser Engel vollführt einen Teil des
Kreuzzeichens. Unterhalb der Engel ist zu lesen :
“PAR CE SIGNE TU LE VAINCRAS”
(durch dieses Zeichen wirst du ihn besiegen)
Einer der Engel deutet nach unten - vermutlich ist der Teufel “Asmodeus” gemeint.
Die ganze übrige Kirche ist in äusserst symbolträchtiger und rätselhafter Weise ausgestaltet. Jede Station des Kreuzweges weicht in Einzelheiten von der offiziellen, kirchlichen Version ab. Was mag dies alles bedeuten? Der Priester Bérenger Saunière verschlüsselte in seiner Kirche eine Botschaft - sichtbar für Jedermann - und doch nicht verständlich.
Damals, als der Priester Saunière nach Paris reiste, um die gefundenen Pergamente überprüfen zu lassen, kaufte er - wie bereits erwähnt- im Louvre drei Reproduktionen von Gemälden. Das eine davon war ein Gemälde von “Nicolas Poussin” mit dem Titel “Les Bergers d'Arcadie” (die Hirten in Arkadien). Auf diesem Bild sind drei Männer und eine Frau vor einem steinernen Sarkophag zu sehen. Zwei der Männer weisen mit ihren Fingern auf eine Inschrift hin.
Die Inschrift auf dem Sarkophag lautet:
“ET IN ARCADIA EGO”
(auch ich in Arkadien)
Bemerkenswert ist, dass tatsächlich ein solches Grabmal - wie auf dem Bild gezeigt - unweit von Rennes-le-Château, in Arques existierte. Es ist jedoch nicht bekannt, seit welcher Zeit es dort stand (inzwischen ist es verschwunden). Wenn man das Bild mit der realen Umgebung vergleicht, entdeckt man grosse Übereinstimungen der Landschaft um Rennes-le-Château. Der Spruch “ET IN ARCADIA EGO” erkennt man übrigens auch - relativ leicht verschlüsselt - auf dem mysteriösen Grabstein der Marquise Marie d'Hautpoul de Blanchefort.
In Carcassonne kam ein neuer Bischof an
die Macht, welcher das eigentümliche Verhalten seines untergebenen Gemeindepfarrers nicht mehr länger tolerierte. Nach mehreren Streitigkeiten - welche teilweise bis nach Rom vor den Papst gelangten - wurde Saunière schlussendlich durch einen neuen Pfarrer ersetzt. Doch Bérenger Saunière führte sein Leben und sein Wohltäterdasein in Rennes-le-Château weiter, bis er im Jahre 1917 verstarb. Seine Haushälterin Marie lebte fortan sehr zurückgezogen und verstarb im Januar des Jahres 1953.
Bis zum heutigen Tag wird laufend nach den Schätzen
in und um Rennes-le-Château gesucht - eventuelle
Entdeckungen jedoch werden sorgsam geheim gehalten!
Zusätzliche Bilder zum Thema findet man hier...
Die nachfolgende Aufstellung soll eine Übersicht bieten,
um welche Schätze es sich im Speziellen handeln könnte.
1. Der Schatz der Templer
Als der Papst im Jahr 1307 den Templerorden zerschlug, scheiterten bis heute alle Versuche, ihre Reichtümer aufzuspüren. Es heisst, dass das Adelshaus de Blanchefort mit dem Orden der Templer eng verbunden gewesen sei. Im Jahr 1156 liess Bertrand de Blanchefort im Gebiet des Chateau de Blanchefort eine Art unterirdisches Bauwerk anlegen. Es bleibt bis in die heutige Zeit unklar, aus welchem Grund er diese Arbeiten ausführen liess. Sollte es als Versteck für die Templerschätze dienen oder hielt man dort etwas völlig anderes verborgen, das vielleicht zur Gefahr werden konnte, wenn es in falsche Hände geriet?
2. Der Schatz der Westgoten
Der sagenhafte Reichtum von Saunière könnte vielleicht tatsächlich aus einem Schatzfund stammen, was sich insofern belegen lässt, als Saunière einige seiner Amtsbrüder aus der Umgebung reich mit altertümlichen Dingen beschenkte, wie etwa mit einem sehr alten und sehr wertvollen Abendmahlskelch und einer grossen Menge Münzen aus dem 6. und 7. Jahrhundert. Der Legende nach sollen die Erben der Maria Magdalena in die Familien der Westgoten eingeheiratet haben und bildeten so den Ursprung der mächtigen Herrscherfamilie der Merowinger. Die Westgoten der Umgebung könnten demnach ihre Abstammung bis zum Hause Benjamin zurückverfolgen, welcher angeblich nach Griechenland in die Region von Arkadien geflohen war. Unter dem Druck der Franken verlegten die Westgoten ihre Hauptstadt nach Rhedae. Die Franken fielen weiter ein und die Westgoten ziehen von Rennes nach Toledo. Hatten sie all ihre Reichtümer hier in einem Versteck zurückgelassen?
3. Der Schatz der Merowinger
Möglicherweise war der Schatz, den Saunière entdeckt hatte, ein Teil des Kronschatzes merowingischen Ursprungs. Über die Merowingischen Könige wusste man bis vor kurzem nicht sehr viel. Der Begründer dieses königlichen Geschlechtes, Merovech, soll laut der Legende von zwei Vätern abstammen. Dessen Mutter soll, während sie schon von König Chlodwig mit Merovech schwanger war, beim Schwimmen im Ozean einen "Quinotaur" (?) getroffen haben, der sie verführte. Und so wurde Merovech irgendwie durch Vermischen Fränkischer Gene mit denen eines seltsamen Amphibienwesens geformt. Die Merowinger schnitten sich nie ihre Haare und trugen über den Schulterblättern ein charakteristisches Muttermal (rotes Kreuz). Sie waren bekannt als Anhänger der Geheimlehren. Die Urahnen der Franken wurden "Volk des Bären" genannt. Sie verehrten die Bären-Göttin Arduina. Das Wort "Arcadia" stammt von " Arkas", Schutzgott dieses Gebiets in Griechenland, der Sohn der Nymphe Callisto, der Schwester der Artemis. Callistos Sternbild ist auch als Ursa Major oder der Große Bär bekannt. Laut ihrer Legende sind die Merowinger Nachfahren der Trojaner und Homer berichtet, dass Troya von einer Kolonie von Arkadiern gegründet wurde...
4. Ein Schatz in 12 Verstecken
Abbé Boudet, der sein Leben in Rennes-les-Bains verbrachte, vermutete, dass es nicht ein einzelnes Versteck gäbe, sondern 12 verschiedene (Wächter der 12). Sie sollen in der Region von Rennes-le-Château oder Rennes-les-Bains verborgen sein.
5. Ein Dokument, das die Evangelien in Frage stellt
Noch eine andere Theorie vermeint, Jesus sei nicht am Kreuz gestorben, er wäre unbemerkt nach Frankreich gekommen und hätte den Rest seines Lebens in der Nähe von Rennes-le-Château verbracht. Er hätte Maria Magdalena geheiratet und mit ihr ein Kind gehabt. Manche behaupten sogar, sie hätten Hinweise dafür, dass Jesus in dieser Gegend begraben sein soll...
6. Versteckte Geometrie um Rennes-le-Château
Im Jahre 1973 untersuchte der Schriftsteller Henry Lincoln das Geheimnis von Rennes-le-Château. Er zog einen Professor der Kunstgeschichte, Christopher Cornford, und einen geübten Landvermesser, David Wood, zu Rat, um eine detaillierte Untersuchung zu beginnen. Zu aller Überraschung entdeckte Cornford, dass das Gemälde wie ein Fünfeck aufgebaut war, einem Geheimsymbol, das die Kirche eigentlich nie in einem Kunstwerk erlaubt hätte. Wood vermutete, die gleiche Anordnung auch in der Umgebung zu finden und vermass deshalb das Gebiet. Nach erheblichem Aufwand entdeckte Wood, dass es einige Linien auf der Karte gab, die mit einem Winkel von 36° verbunden waren. Er suchte als nächstes den Kreis der mit den Linien in Bezug stand. Schliesslich fand er, dass dieser durch die alten Kirchen von Rennes-le-Château, Coustaussa, Serres, Bugarach und St. Just et le Bézu verlief. Zusätzlich verlief der Kreis durch das Château bei Serres und die seltsame Felsformation bei Les Toustounnes. Wood wusste, dass er an etwas sehr Wichtigem angelangt war und veröffentlichte seine Nachforschungen im Buch "Genesis - Das erste Buch der Offenbarungen". Einige der Kirchen konnten bis zu den Römern oder den Westgoten zurückdatiert werden, weit vor der Zeit der Templer. Beide, das Gemälde Poussins und die Landschaft, weisen also dieselbe Geometrie auf, was die Frage aufwirft, wieso Poussin das wissen konnte? Auch aus verschlüsselten Dokumenten? Die eigentlichen Pergamente waren angeblich erst entdeckt worden, als Saunière die Renovierung der Kirche der Hl. Maria Magdalena durchführte und die Altarplatte entfernte. Waren die Kopien Fälschungen, und sahen die Originale in Wirklichkeit ganz anders aus?
7. Der Stein der Weisen oder Saunières Sternentor
Einer völlig andern Theorie nach, soll Saunière hier ein Tor zu einer anderen Dimension entdeckt haben, in Form der Smaragd-Tafeln des Thot. Diese sollen einen sog. Tesseract darstellen, eine Art Anordnung von Hyperwürfeln als
3-dimensionale Abbildung eines 4-dimensionalen Körpers. Auf diesen Tafeln würden sich philosophische Texte befinden, die Thoth selbst niedergeschrieben haben soll.