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"Non mee eemporte un katzo", schreibt Ennio Flaiano in seinem Beitrag zu diesem literarischen Sammelband zu Rom in Lautschrift und macht sich in köstlicher Weise über so manche typisch italienischen Dinge, die einem amerikanischen Touristen in Rom auffallen, wie etwa das "beeday" (Bidet) lustig. Auch Gesten und Handgreiflichkeiten nimmt er auf die Schippe, denn auch Selbstironie ist eine der sympathischen Charakterzüge dieser Land- oder Stadtbewohner. "Der Einzug der Amerikaner in Rom", ein Kapitel aus Curzio Malapartes Roman "Die Haut", der 2021 bei Wagenbach neu übersetzt erscheinen wird, handelt hingegen von der Befreiung Roms nach dem Krieg. Auch hier ist der Humor nicht weniger (selbst)ironisch, denn die siegreichen Amerikaner kennen außer der "Quo vadis"-Kirche kaum etwas von der italienischen Kultur.
"Quanto sei bella Roma a prima sera", könnte man auch so übersetzen, dass Rom nur auf den ersten Blick schön sei. Aber in dem Gedicht von Aldo Palazzeschi, "Ponte Garibaldi" ist tatsächlich die Schönheit Roms im Abendlicht gemeint. Italo Calvino wiederum erzählt die Geschichte auf der Trajansäule nach, die schon 2'000 Jahre an ihrem Platz steht. Das Reliefband erzählt von der ruhmreichen Vergangenheit des Kaisers und des Imperiums, dem es nie an "makabren und schauerlichen Elementen" fehlte. Calvinos Erzählung ist bebildert und er weist etwa auf die "carrobalistae" oder die Oper im Heerlager hin. Auf einem der Reliefs nimmt Trajan auch das "supplicium", ein Gnadengesuch, der besiegten Daker entgegen. Aber wurde dieses angenommen? Calvino lässt es offen.
Aber auch der geschätzte Alberto Moravia trägt einen wichtigen Teil zum Verständnis von Rom und seinen Bewohner(inne)n bei. In "Ach, die Frauen" erliegt der Cousin des Protagonisten der weiblichen Koketterie Fiammettas, bis ihr Ehemann ihn verdrischt. Aber der Trost lautet: "Du hast das Gefühl. Ihm bleibt der Schein". "Die Ekstase der Heiligen Theresia" von Gian Lorenzo Bernini wird von Giorgio Manganelli in einem anderen Beitrag gewürdigt, sowie viele andere Kunstschätze Roms. Weitere Texte in vorliegender literarischer Einladung des Wagenbach-Verlages stammen von Niccolò Ammaniti, Umberto Eco, Natalia Ginzburg, Antonella Lattanzi, Luigi Malerba, Giorgio Manganelli, Dacia Maraini, Francesca Melandri, Elsa Morante, Michela Murgia, Anna Maria Ortese, Aldo Palazzeschi, Pier Paolo Pasolini, Alessandro Piperno, Gianni Rodari, Mario Soldati, Paola Soriga, Sebastiano Vassalli, Sandro Veronesi, Rodolfo Wilcock, Valentino Zeichen.