Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03650.jsonl.gz/956

Fragen zur Vergabe des Förderpreises 2003 an Adelboden (Übergabe 2004) – Stellungnahme Hedi und Peter Grunder
Welche unmittelbaren Reaktionen hat es auf die Vergabe des Förderpreises an Hedi und Peter Grunder sowie Elsi Josi gegeben?
–
Welchen Einfluss hatte die Vergabe des OeME-Förderpreises auf die Arbeit zu internationaler Solidarität und Fair Trade in der Kirchgemeinde Adelboden?
Die Kirchgemeinde Adelboden, sowie die Kirchgemeinden Frutigen, Reichenbach und Kandersteg haben unser Projekt 10 Jahre lang unterstützt, vor und nach der Vergabe des Förderpreises.
Welchen Einfluss hatte die Vergabe des Förderpreises auf die Gemeindepartnerschaft mit Purulhá, Guatemala und auf die Arbeit des Claro Weltladens Adelboden?
Der Förderpreis war ein erheblicher Beitrag im doppelten Sinn. Zum einen war er eine direkte Hilfe für die 3 Projekte:
- Material zum Bau eines Schulhauses
- Material und Baukosten eines zweiten Schulhauses in den Höhenlagen von Purulhá
- Beitrag an Schulgelder für Jugendliche zur Mittelschulausbildung
Zum andern war der Förderpreis eine Art "Türöffner" für andere Hilfsquellen. Wir haben uns noch weiter engagiert in Guatemala und sind auch nochmal hingefahren. Mein Mann hat noch einige Male in Schulen darüber berichtet, aber jetzt ist er doch schon 79 Jahre alt und etwas müde geworden.
Wie hat sich die OeME-Arbeit in Adelboden in den letzten zehn Jahren verändert?
–
Was braucht es, um auch in Zukunft das Feuer für internationale Solidarität wach zu halten?
Schulen aller Stufen, die altersgerecht Platz freihalten, um die Schüler für das Elend und die not in vielen Ländern zu sensibilisieren.
Das muss ich unbedingt noch anfügen:
Für den Bau des zweiten Schulhauses fehlte am Schluss das Geld für den Vorarbeiter: Für 9 Monate 3'000 Franken. Ich besuchte 3 Baumeister und fragte, ob sie vielleicht ausnahmsweise den Lohn eines Vorarbeiters übernehmen könnten. Jeder übernahm 1'000 Franken. 1000 Dank! Uns hat der Preis Mut gemacht und Entwicklungshilfe bleibt weiterhin ein Thema.