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G A L E R I E

AFRICANA
|seit 1950|
|since 1950|
|depuis 1950|

Maske
Holz, Muschel, Stoff, Gräser
Nr. 141/93

Dan
Grosse Volksgruppe im Westen der Elfenbeinküste und im Nordosten von Liberia mit insgesamt etwa 450'000 Menschen, wovon etwa 60% in der Elfenbeinküste leben.
Als ein Teil der den Westsudan beherrschenden Mande-Völker sind die Dan nach Süden gestossen und haben die hier lebenden Atlantik-Völker teilweise verdrängt oder sich im Laufe der Zeit in sie integriert. So kam es zu Untergang und Neuentstehung von Untergruppen der Dan.
Als «Dan»-Masken gelten schlechthin alle einem etwas idealisierten menschlichen Gesicht nachgeformten Gesichtsmasken aus dünn geschnitztem Holz mit runden oder schmalen Augen und in einer meist durch Schlammbad erzielten schwarzen Oberfläche.
Die nördlichen Dan bevorzugten dabei einen meist ovalen Schnitt, runde Augen und leuchtend schwarze Patina, während die südlichen Dan-Masken überwiegend schmale Augen, ein spitzes Kinn und eine vertikale Stirnlinie (Stirnwulst) haben. Bei beiden Stilarten tragen die männlichen Masken Kinn-und Oberlippenbart und sind weniger lieblich.
Am häufigsten sind von den nördlichen Dan-Masken (wegen des trockenen Savannengebietes treten sie nur dort auf) die sogenannten «Läufermasken» oder «Feuermelder»-Masken, die der schnellste Läufer des Dorfes trägt, um zur Vorsicht zu mahnen und bei Feuerausbruch rechtzeitig Hilfe zu holen. Sie haben grosse, kreisrunde Augen, bei den Kpelle und Kono aber Hörner, oder sie tragen einen Vogelschnabel.
Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur» (ISBN 3-7814-0374-2)
© Galerie HILT AG Basel, 1999
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