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Video-Vorlesungen sind ein zentrales Element vieler online-Kurse und MOOCs. Häufig werden dabei Folien oder Grafiken und das Videobild der Lehrperson nebeneinander gezeigt. Drei Wissenschaftler der Central China Normal University sind der Frage nachgegangen, ob die Grösse des Videobilds der Lehrperson Auswirkungen auf das Lernerlebnis und den Lernerfolg hat. In einer quasi-experimentellen Studie mit knapp 90 Studierenden untersuchten sie die Auswirkungen unterschiedlicher Darstellungsgrössen von Videobildern (vgl. Abbildung) innerhalb einer Lerneinheit von ca. 15-20′.
Folgende Untersuchungsergebnisse resultierten aus der Studie:
- Bei der wahrgenommenen „sozialen Präsenz“ der Lehrperson zeigten sich keine signifikanten Unterschiede.
- Auch hinsichtlich der kognitiven Belastung (cognitive load) zeigten sich (entgegen der ursprünglichen Erwartung) keine signifikanten Unterschiede.
- In der Bedingung „kleines Videobild“ resultierte ein signifikant besserer Lernerfolg als in den beiden anderen Bedingungen.
- Die höchste Zufriedenheit der Lernenden resultierte ebenfalls in der Bedingung „kleines Videobild“.
Quelle
Pi, Z., Hong, J., and Yang, J. (2017) Does instructor’s image size in video lectures affect learning outcomes?. Journal of Computer Assisted Learning, doi: 10.1111/jcal.12183
Comments
Henning Zapf says
Gibt es auch eine Aussage zur Mindestgröße des Videobildes? Ich würde mal vermuten, das man mit der groben Erkennungsmöglichkeit Mimik der Person die Rahmenvorgabe hat…
Christoph Meier says
So weit ich mich erinnern kann, war zur Frage einer „Mindestgrösse“ von Videobildern von Lehrpersonen keine Aussage im Text enthalten…