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Der Boxberg stellt unweigerlich nicht die Verbindung zu Paris her. Obwohl es dort einen Oberkampf gibt. Jetzt hat sich in der Seinestadt der Adamsberg hinzugesellt.
Allesamt merkwürdige Namen. Faust hat den Boxberg weltberühmt gemacht. Nicht minder verhält es sich mit jenem Berg, den Richard Wagner in seiner Oper Tannhäuser literarisch verklärt als Venusberg präsentierte.
Jetzt ziehen die Franzosen nach. Nicht mit dem Oberkampf, dem germanisch angehauchten Namen eines Stadtbezirks in der französischen Hauptstadt. Aber mit diesem Adamsberg. Ein ganz suspekter Name. Wer der deutschen Sprache nicht mächtig ist, kann sich unter ihm nichts vorstellen.
Bei diesem Adamsberg handelt es sich um den Namen eines Kommissars. Der Autor, der eine Autorin ist, stellt diese Gestalt als einen Mann dar, der dem Venusberg, in welchem Tannhäuser seine Lüste auslebt, gar nicht abgeneigt ist, obwohl er zölibatär lebt.
Der Name lässt gewisse Rückschlüsse auf den Venusberg, beziehungsweise Venushügel, zu. Von der Venus zum Adam ist es nicht weit. Letzterer liess sich bekanntlich durch einen Apfel verführen und gab seiner Geschlechtlichkeit freien Lauf.
Ob die französischsprachige Autorin mit dem maskulinen Pseudonym Fred Vargas um diese Zusammenhänge weiss, sei dahingestellt. Der Adamsberg ist jedenfalls ein schönes Spiel auf der Tastatur des Genderkarussells.