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Zugleich stellt der Manager aber klar: "Preisvorstellungen, die jüngst Schlagzeilen gemacht haben, sind keine Realität und wären wahrscheinlich auch jenseits des Zumutbaren." Man müsse differenzieren, ob es um Mittel gehe, die für wenige Patienten sind, oder solche, von denen viele Menschen profitieren können, schiebt Franz hinterher. "Der Wert des Medikaments hängt am Ende vor allem davon ab, welchen Zusatznutzen ein neues Mittel bringt."
Was die Preise für neue, hochwirksame Mittel zur Behandlung von seltenen Krankheiten betrifft, rückt Franz zurecht, dass diese Behandlungen in manchen Fällen zwar teuer werden mögen. Er glaube aber nicht, dass sie für die Gesundheitsausgaben insgesamt ein Problem darstellten. "Hier geht es in der Regel um wenige Patienten, die aber einen sehr hohen Nutzen von diesen neuen Mitteln haben, sie werden nämlich geheilt, anstatt dass sie weiter leiden müssen oder gar sterben."
So habe Roche derzeit ein Medikament für eine seltene Krankheit, die spinale Muskelatrophie (Muskelschwund). Sollten die Forschungsergebnisse weiter positiv sein und Roche eine Zulassung erhalten, werde man das Mittel zu einem Preis auf den Markt bringen, der tragbar sei.
Auf die Frage, was geschehen müsse, um noch mehr Mittel auf den Markt zu bekommen, durch die vor allem Behandlungskosten deutlich gesenkt werden könnten, erklärt der Roche-Manager, man brauche genauere Medikamente. Hier gehöre Roche zu den Pionieren. Der Konzern versuche die Patienten zu identifizieren, von denen er annehme, dass die Mittel besonders gut wirken. Um das herauszufinden, steige die Bedeutung der sogenannten realen Daten, also Informationen aus der klinischen Praxis.
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(AWP)