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Das Gebiet des heutigen Dorfes Mauren wurde bereits in der Zeit des Römischen Reiches besiedelt. Durch den Pflug freigelegte Funde von Ziegelbrocken und Bautrümmern liessen schon im 19. Jahrhundert eine frühere Besiedlung östlich von Mauren vermuten. Weitere Entdeckungen von Mauerresten, Resten eines Zimmerbodens aus kleinen Backsteinen, Dachziegelfragmenten und weiteren Gegenständen bestätigten diese Vermutungen. Auch Münzfunde aus den Zeiten verschiedener römischer Kaiser liessen auf eine römische Besiedlung der Gegend schliessen.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Mauren im Jahr 1233 unter dem Namen Muron. Im Mittelalter gehörte Mauren zu zwei Dritteln zum Gericht Weinfelden, zu einem Drittel zu Berg und Bürglen. Die einheimische Bauernfamilie Häberlin erwarb um 1600 die zwei Drittel des Weinfelder Gerichts, wodurch sie Gerichtsherren wurden und somit das Häberlin-Gericht entstand. Das Häberlin-Gericht war bis 1798 einmalig in den Thurgauer Herrschaften. Kirchlich teilte Mauren schon seit jeher das Schicksal der Pfarrei Berg.
In Mauren wurden traditionell vor allem Acker- und Obstbau, bis Anfangs des 20. Jahrhunderts auch Weinbau betrieben. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts verlagerte sich der Schwerpunkt auf Vieh- und Milchwirtschaft, dies vor allem aufgrund der 1850 entstandenen Käserei. Ebenfalls im 19. Jahrhundert blühte in Mauren die Kattunweberei. Im Jahr 1895 wurde im Gebäude einer in Konkurs gegangenen Maschinenstickerei eine Anstalt für «schwachsinnige» Kinder eröffnet.
Heute besteht darin die Heilpädagogische Schule Mauren. Seit den 1970er-Jahren entstanden in Mauren neue Einfamilienhausquartiere. Diese und der Bau verschiedener Industriebetriebe im westlichen Teil Maurens führten dazu, dass der bäuerliche Charakter des Dorfes bis heute grösstenteils verloren gegangen ist und Mauren sich zu einem modernen Dorf entwickelt hat.