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Das Auge
Nach dem Erreichen des 40. Lebensjahres empfiehlt es sich daher, alle zwei bis drei Jahre einen Sehtest durchführen zu lassen. Ab dem 65. Lebensjahr wird alle ein bis zwei Jahre eine Kontrolle empfohlen.
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Was ist eine Makuladegeneration?
Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Netzhaut, bei der es zu einer im Laufe der Zeit fortschreitenden Sehverschlechterung kommt. Der Begriff Makula lutea
(gelber Fleck) bezeichnet den zentralen Bereich der Netzhaut, in dem sich eine Einsenkung mit der Stelle des schärfsten Sehens (Fovea centralis) befindet. Wird dieser Bereich geschädigt, so nimmt auch die Fähigkeit scharf zu sehen, sowie die Fähigkeit Farben und Kontraste und auch kleine Gegenstände wahrzunehmen ab.
Glaukom (grüner Star)
Was ist ein Glaukom?
Der Begriff Glaukom bezeichnet eine Schädigung des Sehnervs, die vor allem durch einen Druckanstieg im Inneren des Auges verursacht wird. Im menschlichen Auge besteht generell ein höherer Druck als in anderen Geweben des Körpers. Dieser Druck wird durch eine Flüssigkeit im Auge, das Kammerwasser, bestimmt und ist notwendig um die runde, pralle Form des Augapfels aufrecht zu erhalten. Kommt es zu einer gesteigerten Produktion oder einer Abflussbehinderung des Kammerwassers durch den sogenannten Kammerwinkel, so steigt der Druck im Inneren des Auges weiter an. Dies führt zu einer gesteigerten Druckausübung auf den Sehnerv, wodurch Sehnervenfasern gequetscht und geschädigt werden.
Grauer Star (Katarakt)
Beim Grauen Star kommt es meist durch den normalen Alterungsprozess zu einer zunehmenden Trübung der Linse. Ein Katarakt kann aber auch angeboren oder durch andere Augenerkrankungen (Uveitis, Glaukomanfall), Kalziummangel, Medikamente, Verletzungen, Diabetes mellitus oder eine Mangelernährung (v.a. in Entwicklungsländern) bedingt sein. Die häufigsten Symptome des Grauen Stars sind eine Abnahme der Sehschärfe, ein Schleiersehen (wie durch Nebel), verblassende Farben sowie eine erhöhte Blendempfindlichkeit.
Krankenkassen: Brillen & Kontaktlinsen
Was zahlt die Grundversicherung?
- Erwachsene erhalten seit 2011 von der obligatorischen Grundversicherung keinen Beitrag mehr für Sehhilfen. Lediglich bei medizinisch bedingten Fällen verursacht durch Diabetes, Trübung der Augenlinse, Augenmuskelstörung, Schwachsichtigkeit oder Medikamenteneinnahme sowie bei Augenoperationen wie beispielsweise bei Grünem Star übernimmt die Grundversicherung pro Augenseite 180 Franken einmal jährlich.
- Bei Kindern springt nach wie vor die Grundversicherung ein. Sie beteiligt sich mit 180 Franken pro Kalenderjahr an den Kosten für die Brille. Und das bis zum vollendeten 18. Lebensjahr des Kindes. Wem dieser Deckungsumfang nicht reicht, der kann für diesen Fall eine entsprechende Zusatzversicherung abschliessen.
Einstärkenbrillen
Die Einstärkenbrille ist die flexible Lösung, mit der Sie immer klar sehen. Insbesondere in der ersten Lebenshälfte ist eine Einstärkenbrille eine gute Wahl, da die Augenlinse noch elastisch und anpassungsfähig ist. Dabei gilt es zu beachten, dass die Gläser zwar nur eine Fehlsichtigkeit korrigieren, jedoch beim linken und rechten Glas unterschiedliche Stärken vorliegen können.
Gleitsichtbrillen
Ob in der Nähe oder auf Distanz: Mit einer Gleitsichtbrille – auch Mehrstärkenbrille genannt – genießen Sie scharfes Sehen in allen Entfernungen. So ersetzt eine Gleitsichtbrille beispielsweise eine Brille für Kurzsichtigkeit, eine Lesebrille bei Altersweitsichtigkeit und sie bietet ebenso bei Zwischenentfernungen klare Sicht.
Bei der Fertigung ist höchste Präzision gefragt: Basierend auf einer professionellen Augenprüfung bestimmen wir die benötigte Sehstärke, messen den Augenabstand und den Abstand zwischen Auge und Brillenglas. All diese Parameter sind essentiell für die Anpassung der individuellen Gleitsichtbrille. Denn nur wenn ein perfekter Sitz garantiert ist, können Sie von den Vorteilen der Mehrstärkengläser profitieren.
Office Brillen
Mehrere Stunden am Bildschirm – für unsere Augen ist dies Schwerstarbeit. Unbewusst führt das konzentrierte Arbeiten am Computer dazu, dass wir nur in den Nahbereich blicken und weniger blinzeln. Trockene oder tränende, gerötete und übermüdete Augen sowie geschwollene Lider sind die Folge. Wissenschaftler und Ärzte schätzen, dass in der Schweiz etwa 1 Mio. Menschen unter diesem „digitalen Augenstress“ leiden.
Doch nur die Wenigsten wissen, dass es hierfür eine praktische Lösung gibt: Eine Bildschirmarbeitsplatzbrille ermöglicht Ihnen freie Sicht im erweiterten Nahbereich und entlastet Ihre Augen. Anstatt der üblichen 40 cm im Nahbereich können Sie mit einer Bildschirmbrille auch Details in 70-90 cm Entfernung fixieren und so ermüdungsfrei arbeiten. Übrigens: Der Arbeitgeber beteiligt sich an den Anschaffungskosten einer solchen Brille. Sprechen Sie uns gerne an und wir geben Ihnen nähere Informationen zu diesem Thema.
Arten von Fehlsichtigkeiten
Anders als ein grüner oder grauer Star sind Fehlsichtigkeiten keine Krankheiten, sondern Formveränderungen des Auges, die unkompliziert mit einer Brille behoben werden können. Bei einem normalsichtigen Auge (Emmetropie) werden die einfallenden Lichtstrahlen von der Hornhaut und der Linse gebrochen und treffen exakt auf die Netzhaut, sodass ein klares Bild entsteht.
Kurzsichtigkeit (Myopie)
Kurzsichtige Menschen haben ein zu langes Auge oder eine stark gekrümmte Linse, sodass der scharfe Bildpunkt vor der Netzhaut liegt. Dies führt dazu, dass Details im Nahbereich klar erkennbar sind, während das Sehen über Distanzen erschwert ist. Typische Anzeichen für Kurzsichtigkeit sind, dass Sie sich beim Schreiben tief über das Papier beugen oder beim Blick in die Ferne die Augen zusammenkneifen müssen. Sogenannte Minusgläser gleichen die Myopie aus und bringen das Bild zurück auf die Netzhaut.
Weitsichtigkeit (Hyperopie)
Im Gegensatz zu einem zu langen Auge sorgen ein zu kurzer Aufbau oder eine schwach gekrümmte Linse für unscharfes Sehen im Nahbereich. Ein scharfes Bild wird erst hinter der Netzhaut gebildet, sodass man von Weitsichtigkeit spricht. Wenn diese Fehlsichtigkeit nicht korrigiert wird, so kann die überhöhte Anstrengung der Augen zu Kopfschmerzen führen, die insbesondere abends und nach der Arbeit auftreten. Doch keine Sorge: ein Plusglas korrigiert die Weitsichtigkeit und entlastet so das Auge.
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)
Alles verschwimmt, Konturen können nur sehr undeutlich wahrgenommen werden: Eine verkrümmte Hornhaut ist Ursache für Unschärfen. Astigmatismus kann alleine auftreten oder in Kombination mit einer anderen Fehlsichtigkeit. Ein Zeichen für Astigmatismus ist, wenn Sie Probleme haben, ähnliche Zeichen zu unterscheiden – beispielsweise 8 und 0 oder M und N. Als Korrekturmittel werden torische Brillengläser verwendet: Die Kurven des Glases gleichen die Krümmung der Hornhaut aus, sodass ein klares Bild zustande kommt.
Alterssichtigkeit (Presbyopie)
Fast jeder Mensch ab dem 40. Lebensjahr ist von Alterssichtigkeit betroffen. Hierbei handelt es sich um eine natürliche Veränderung: Die Elastizität unserer Linse lässt mit den Jahren nach; sie kann sich nicht mehr ausreichend wölben. Dadurch nimmt die Sehkraft im Nahbereich langsam ab. Ein typisches Anzeichen für Alterssichtigeit ist beim Lesen zu beobachten, wenn ein Buch oder die Zeitung immer weiter weggehalten werden muss. Mit einer Brille kann dies jedoch behoben und das Sehen in der Nähe erleichtert werden.