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SIA 380/1:2009 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden
Die SIA 380/1:2009 "Thermische Energie im Hochbau" beinhaltet den Mindestwärmeschutz während die SIA 180:1999 "Wärme- und Feuchteschutz" die Anforderungen an die thermische Behaglichkeit und die Bauschadenfreiheit beschreibt. Dabei regelt sie unter anderem die Anforderungen an den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz an die Lüftung und an den Feuchteschutz. Ein wesentliches Kriterium ist das Vermeiden von kritischer Oberflächenfeuchte und Schimmelpilzbildung, sowie die Begrenzung der Feuchte in der Konstruktion.
Zur Beurteilung kritischer Oberflächenfeuchte steht ein rechnerisches Berechnungsverfahren, sowie ein vereinfachter Nachweis zur Verfügung, sie sind in Kapitel 6.2 SIA 180:1999 näher erläutert. Das massgebende Beurteilungskriterium ist für beide Berechnungsverfahren der Oberflächentemperaturfaktor fRsi.
Die Norm SIA 380/1 hat zum Ziel, den Wärmeverlust von Gebäuden mittels Energiebilanzrechnung zu begrenzen. Sie beinhaltet sowohl bauphysikalische Anforderungen an die thermische Gebäudehülle als auch heizungs- und anlagentechnische Anforderungen. Sie bildet weiterhin die Berechnungsgrundlage zur Ermittlung des Energiehaushaltes.
Die SIA 380/1:2009 löste ehemals die Version 2007 ab. Der Grund war das Verschärfen der Anforderungen an den winterlichen Wärmeschutz und die Vereinheitlichung der Anwendung im Vollzug, da die Mustervorschrift der Kantone im Energiebereich (MuKEn) von der EnDK (Konferenz der Energiedirektoren) 2008 unabhängig von der SIA revidiert wurde. Es handelt sich dabei um ein standardisiertes Berechnungsverfahren.
Der Jahresheizwärmebedarf stellt zusammen mit dem Wärmebedarf für Warmwasser die relevante Kenngrösse für den Wärmeschutz dar.