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Jedes Parlament zählt sie: Legislaturen, also Amtsperioden. Am 1. Februar beginnt in der Basler Politik die 44. Legislatur. Wann mit Zählen begonnen wurde – hier finden Sie die Antwort.
Die Legislaturperioden des Grossen Rates werden seit dem Jahr 1875 gezählt. Damals gab sich Basel-Stadt eine neue Verfassung. Der Kanton, bis dann von einem im schweizweiten Vergleich eher kuriosen und antiquierten «Ratsherrenregiment» geführt, erhielt moderne Staatsstrukturen: Die Gewaltenteilung wurde eingeführt, an die Stelle der ehrenamtlichen 13 Kleinräte und der zwei Bürgermeister trat der siebenköpfige, vollberufliche Regierungsrat und die Zünfte mussten ihre 36 Sitze im Grossen Rat hergeben. Weiter wurden die Volksrechte Initiative und Referendum eingeführt.
1875 ist also jenes Jahr, in dem das politische System festgelegt wurde, das in Basel-Stadt auch heute noch weitgehend gültig ist. Bei den zwei seitherigen Verfassungs-Totalrevisionen 1889 und 2005 führte man die Zählung der Amtsperioden der Einfachheit halber weiter.
Noch was für gute Kopfrechner
Schnelle Kopfrechnerinnen und -rechner werden feststellen, dass etwas nicht aufgeht: Rund 146 Jahre geteilt durch 4 – so viele Jahre dauert eine Legislatur heute – ergibt nicht 44. Des Rätsels Lösung liegt darin, dass Legislaturen bis in die 1950er Jahre nur drei Jahre dauerten.