Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03646.jsonl.gz/1349

Haben Sie gewusst, dass Henri Guisan einst Müntschemier besucht hat und im ehemaligen «Rössli» einen Tee konsumierte? Ein handgezeichnetes Portrait des Generals zeugt auch heute noch von dieser Geschichte und ist gleichzeitig Aufhänger des Stücks.
Aufhänger des neuen Theaterstücks ist ein von einem mittellosen deutschen Studenten nachgezeichnetes Porträt von General Guisan. Dieses hing über lange Zeit im ehemaligen Restaurant «Rössli» in Müntschemier. Es ist verbürgt, dass der General 1942 dort ein Défilé von Freiburger Truppen abnahm und im Restaurant einen Tee konsumierte. Auf der Rückseite des Bildes hat die Rössliwirtin Olga – eine der Figuren, die auch im Stück vorkommt – eine Erklärung dazu verfasst.
Anhand dieses und weiteren Zeitzeugnissen, wie zum Beispiel gemeinderätlichen Akten und den Lebensgeschichten authentischer Figuren, entstand so aus der Feder von Autor Ueli Tobler ein Bild der von Frauenpower, Flüchtlingselend, Schieber- und Spionagetätigkeit geprägten Aktivdienst- und Nachkriegszeit in Müntschemier – von 1939 bis 1955.
Inszeniert wird das berndeutsche Drama von Regisseur Reto Lang, welcher bereits für die Umsetzung der letzten Produktion «Fluech u Säge» im Jahr 2007 verantwortlich war.
Hans-Werner Leibundgut