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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Hunden und Katzen nicht selten und betreffen meist mittelalte bis ältere Tiere. Aber auch sehr junge Tiere können an schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Genau wie beim Menschen können angeborene Defekte (offener Ductus arteriosus, Aortenstenose, Pulmonalstenose, Septumdefekte) schon die Jüngsten betreffen. Zu den häufigeren Krankheiten, die in späteren Lebensphasen auftreten, gehören HCM (hypertrophe Kardiomyopathie und andere Formen der Kardiomyopathie) bei Katzen, MVD (Mitralklappenerkrankung), die bei kleineren Hunderassen häufig auftritt, oder DCM (dilatative Kardiomyopathie), die meist bei größeren Hunderassen vorkommt.
Eine frühzeitige Diagnose kann das Fortschreiten der Krankheit und das Überleben signifikant beeinflussen. Jedes Herzgeräusch, das bei einer Routineuntersuchung festgestellt wird, sollte mit einem Herzultraschall untersucht werden, um seine Bedeutung zu überprüfen. Während bei Katzen ein Herzgeräusch möglicherweise harmlos sein kann und nicht unbedingt mit einer zugrunde liegenden Herzerkrankung zusammenhängt, hat jedes Herzgeräusch bei Hunden immer eine kardiale Ursache und sollte nicht ignoriert werden.
Die Symptome sind bei Tieren nicht immer einfach zu erkennen, und in vielen Fällen, insbesondere bei Katzen, bleiben sie völlig aus, bis sich eine Episode einer Herzinsuffizienz manifestiert - in der Regel mit Atemnot. Hunde zeigen in der Regel einige Anzeichen vor dem akuten Auftreten einer Herzinsuffizienz, zu denen in der Regel Husten, schwerere Atmung oder eine erhöhte Atemfrequenz in Ruhe, Belastungsintoleranz, Kollaps oder ein blauer Zunge (Zyanose) bei Belastung oder Stress gehören. Jedes dieser Symptome sollte zu einer kardiovaskulären Untersuchung des Patienten führen.
Neurologische Symptome (abnormaler Gang, Krampfanfälle, Wackeln) oder Sehstörungen bei älteren Katzen lassen den Verdacht auf Bluthochdruck aufkommen, der im Rahmen der Diagnostik ausgeschlossen werden sollte. Eine jährliche Blutdruckkontrolle bei gesunden Katzen wird ebenfalls routinemäßig bei allen Patienten empfohlen, die mindestens 7 Jahre alt sind.
Darüber hinaus sollte jeder geriatrische Hund oder jede geriatrische Katze, die einer Narkose brauchst, auf ein potenzielles anästhetisches Risiko untersucht werden, was neben der allgemeinen Untersuchung und der routinemäßigen Blutuntersuchung auch eine kardiovaskuläre Abklärung und in bestimmten Fällen auch Brustkorb Röntgenaufnahmen umfassen sollte.
Abgesehen von den strukturellen Herzerkrankungen sind die Herzrhythmusstörungen, die wir bei Tieren diagnostizieren, die gleichen wie bei Menschen. Während einige Herzrhythmusstörungen nicht schlimmes sind, gibt es auch solche, die ohne Behandlung (pharmakologisch oder durch die Implantation eines Herzschrittmachers) zu schweren Symptomen wie Kollaps, Belastungsintoleranz oder sogar plötzlichem Herztod führen.
Unsere Klinik bietet eine komplexe kardiovaskuläre Diagnostik bei Hunden und Katzen an, einschließlich Blutdruckmessung mit Dopper- und PetMAP-Geräten, Echokardiographie (mit Phillips Affinity 70 Ultraschallgerät), EKG (Cardioline-Gerät), Labordiagnostik (Herzmarker, Herz- und Lungenwurmerkrankungen) sowie Thoraxröntgen und CT (Computertomographie). Wir erstellen individuelle Behandlungspläne und Nachkontrollen für unsere Patienten.
Wir stehen Ihnen telefonisch oder per E-Mail für Ratschläge oder Erklärungen zur Verfügung, da wir verstehen, dass Familien mit kranken Tieren nach der Diagnose einer Herzerkrankung viel Angst und Unsicherheit haben. Und auch sehr oft ist die Therapie und das Management zu Hause schwierig und erfordert viel Engagement des Besitzers. Vor allem, weil Herzpatienten oft recht komplexe Behandlungspläne haben und häufig Kontrollen benötigen. Deshalb versuchen wir, immer für Sie da zu sein, falls Fragen vorkommen oder Hilfe benötigt wird.