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Laufen liegt im Laufental an der Birs und an der Jurabahnlinie von Basel nach Delémont, ist Hauptort des gleichnamigen Bezirks und grenzt an die Gemeinden Brislach, Zwingen, Dittingen, Wahlen bei Laufen, Röschenz, Liesberg und Bärschwil.
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GeografieDie höchste Erhebung auf Gemeindegebiet ist der Nettenberg mit 670 m ü.M. und der tiefste Punkt das Birsufer bei der Neumatt mit 348 m ü.M. Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 1137 Hektar, davon sind 28 % Landwirtschaftsfläche, 53 % Wald, 18 % Siedlungen und 1 % unproduktive Fläche.
SehenswürdigkeitenMittelalterliche Altstadt mit einer teilweise erhaltenen Stadtmauer und drei Toren Obertor, der sog. Zeitturm, mit grossem Zifferblatt und astronomischer Uhr Stadthaus (1672), zuerst barocker Adelssitz und dann Spital, beherbergt heute die Gemeindeverwaltung. Bei der Restaurierung 1976 wurde unter dem weissen Verputz ein Jagdfresko im Festsaal der Familie Roggenbach in Grisaillenmanier aus dem 17. Jahrhundert entdeckt. Katharinenkirche (1698) mit Altären, geschnitzter Kanzel und spätgotischen Madonna sowie Rokokostatuen von 1755 Auf dem Friedhof stehen zwei Seitenplatten und die Deckplatte eines Dolmens.
GeschichteVon 58 v. Chr. bis 470 n. Chr. gehörte Laufen zum Römerreich und nach dessen Zusammenbruch war es bis etwa 500 alemannisch. Darauf gehörte die Talschaft zum Frankenreich und von 853 bis 1033 zum Königreich Burgund. 1141 wird das Dorf als Loufen erstmals erwähnt. 1295 gründete Peter Reich von Reichenstein das Städtchen Laufen. 1637–39 wurde Laufen in den Dreissigjährigen Krieg hineingezogen. Protestantische Schweden griffen den Bischof an, welcher zugleich Reichsfürst war, und verwüsteten das Tal.Zusammen mit anderen Untertanen rebellierten im 18. Jahrhundert die Laufener gegen das Fürstbistum. Mit Hilfe französischer Truppen besiegte man die «gnädigen Herrn» in Pruntrut. Während der französischen Revolution war Laufen 1792 während 87 Tagen Teil eines eigenen jurassischen Staates, der «Raurachischen Republik». Diese wurde dann aber von 1793 bis 1813 Teil Frankreichs. Im französischen Département Mont Terrible war Laufen Kantonshauptstadt.
1815 wurde am Wiener Kongress Laufen und der Rest des ehemaligen Fürstbistums der Schweizerischen Eidgenossenschaft zugesprochen. Aber vermutlich aufgrund eines Irrtums am grünen Tisch kam das «Laufonnais» nicht zu Basel wie die anderen deutschsprachigen Vogteien Birseck und Pfeffingen, sondern wie die anderen Bezirke zu Bern. Erst 1994 gelangte es mit den anderen Laufentaler Gemeinden zu Baselland.
WappenDas Wappen ähnelt dem der Stadt Basel und zeigt einen silbernen Baselstab auf schwarzem Grund. Es soll an die Zugehörigkeit und die enge Verbindung zum Bistum Basel erinnern.
WirtschaftIn Laufen haben sich grosse international tätige Firmen niedergelassen: der Kräuterzucker-Hersteller Ricola AG (ursprünglich Richterich und Compagnie, Laufen – daher die Abkürzung Ricola) und die Laufen Bathrooms AG. Die Firmen profitieren von der stadtnahen Lage zu Basel im Dreiländereck CH-D-F, von tüchtigen Arbeitskräften aus dem Laufental, dem Thierstein und dem Elsass, sowie von noch erschwinglichen Preisen für Bauland und Wohnungen.
Weitere InfosFläche: 11.37 km²
Einwohner: 5208
Bezirk: Laufen