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Werner Maltry war in den 50er und 60er Jahren Motobi Importeur in Zürich und vertrieb diese Motorräder in der Schweiz. In dieser Zeit betätigte er sich auch als
Rennfahrer, dadurch entstand seine Leidenschaft zu diesem Sport und er begann Motorräder zu tunen.
Schnell bemerkte Maltry dass der 175 Catria Motor durch Vergrösserung der Bohrung auf 250ccm gebracht werden konnte. Damals baute das Werk noch keine
250er Motoren und da ist durch ihn die erste 250er Privatfahrer-Rennmaschine entstanden. Werner Maltry war damals mit dieser Maschine an diversen Bergrennen
am Start und gewann die Schweizer Bergmeisterschaft. Die Leistung lag bei ca. 28 PS und das war für die in der Schweiz üblichen Bergrennen ein schnelles Motorrad.
Paolo Campanelli erreichte mit so einer 250er Maschine 1962 in der italienischen Strassenmeisterschaft den dritten Platz vor den Werks-Racer von Aermacchi.
Mit einer MotoBi begann bei vielen Hobby Rennfahrer die ersten Aktivitäten in der Rennszene. Maltry baute für die Motobi neue Fahrwerke die sehr filigran und extrem leicht waren.
Durch den grossen Bekanntenkreis in der Szene hatte er Kontakt zu einem sehr kompetenten Mann Namens Hans Georg Reiter. Ein hervorragender Techniker und Konstrukteur, dieser war zu Kriegszeiten im Hause BMW in der Flugzeugmotorenabteilung tätig.
Zusammen mit Werner Maltry konstruierte und entwickelte Hans Georg Reiter anfangs der 60er Jahre diverse Motorenkomponenten für die MotoBi. In dieser Zeit entstanden 5 und 6 Gang Getriebe, neue Fahrwerke, Modifikationen an Zylinderköpfen usw.
Die guten Resultate und Leistungen der MotoBi Rennmotorräder bewegten die Herren Maltry und Reiter einen MotoBi Twin mit 250, 350 und 500ccm herzustellen!