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Beschreibung
Mexiko Kaffee hat einen lange Tradition, seit die ersten Kaffeepflanzen im 18. Jahrhundert von den Spaniern über Kuba und die Dominikanische Republik eingeführt wurden. Und seitdem hat sich einiges getan!
Während des industriellen Kaffee-Booms wurde immer mehr Kaffee in dem lateinamerikanischen Land angebaut und vom Instituto Mexicano del Cafe (INMECAFE) – einer speziell eingerichteten Regierungsbehörde – reguliert. Sie regelte alles von den Exportquoten bis hin zu Abnahmepreisen und steigerte die Produktivität soweit, dass ein Großteil der Landwirtschaft in Mexiko dem Kaffeeanbau galt.
Doch 1989 wurde die Behörde im Zuge der Marktöffnung aufgelöst. Gleichzeitig scheiterte das bis dato etablierte International Coffee Agreement (ICA), das am Kaffeemarkt für stabile Abnahmequoten und Preise zwischen den produzierenden und abnehmenden Ländern gesorgt hatte. Mangels des bisherigen Protektionismus wurde eine internationale Kaffee-Krise ausgelöst, die auch Mexiko hart traf. Plötzlich herrschte ein Überangebot an Kaffeebohnen, die Preise verfielen und stürzten viele Bauern in die Krise. Viele gaben ihre Tätigkeit auf – da der Weltmarktpreis ein derartiges Tief erreichte, dass die Produktionskosten den Erlös um ein Vielfaches überstiegen. Diejenigen, die weiterhin Kaffee anbauten, mussten wegen knapper Mittel Einbußen in Quantität und Qualität hinnehmen. Erst viele Jahre später lebte der Mexiko Kaffee mit dem neu etablierten ICA und Initiativen wie Direct Trade wieder auf.