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Das Testmodul «Schiaparelli» ist auf dem Mars gelandet, sendet aber kein Signal. Die Sonde habe den Boden des Roten Planeten berührt, sagte Thierry Blancquaert von der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Es sei unklar, ob die Sonde intakt sei oder nicht.
Möglicherweise habe «Schiaparelli» einen Felsen oder einen Krater gerammt oder könne «einfach nicht kommunizieren», sagte Blancquaert weiter. Im Zuge der europäisch-russischen Mission ExoMars hatte sich «Schiaparelli» am Sonntag nach siebenmonatiger Reise von der Atmosphärensonde TGO gelöst, mit der sie Huckepack zum Mars gereist war.
Am Mittwochabend konnte die ESA zunächst einmal feiern, dass die TGO planmässig in den Orbit des Roten Planeten eingetreten ist. Ein wichtiger Teilerfolg der gemeinsamen Mission der ESA und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos. Doch von «Schiaparelli» gibt es nach wie vor kein Zeichen.
Laut Zeitplan sollte die knapp 600 Kilogramm schwere Sonde nach einem ruppigen Abstieg durch die Marsatmosphäre gegen 16.50 Uhr (MESZ) auf dem Roten Planeten landen. Währen des Landemanövers hatte das Giant Metrewave Radio Telescope in Indien den schwachen Ultrahochfrequenz-Radiosignalen der Sonde gelauscht. Als Schiaparelli aufsetzte, blieben die Signale jedoch aus.
Bisher keine klaren Ergebnisse
Weitere «Horchversuche» unter anderem durch die ESA-Sonde «Mars Express», die seit 2003 den Roten Planeten begleitet, lieferten ebenfalls keine klaren Ergebnisse. Das Aufsetzen der Testsonde auf der Mars-Oberfläche ist eines der schwierigsten Raumfahrtmanöver überhaupt.
Es war erwartet worden, dass es bis zur Bestätigung einer Landung mehrere Stunden dauern könnte. Die ESA will voraussichtlich um 10.00 Uhr am Donnerstagmorgen neue Ergebnisse präsentieren.
Die Landung der Testsonde «Schiaparreli» ist die Generalprobe für den ersten europäischen Rover, den die ESA und Roskosmos in vier Jahren auf dem Mars absetzen wollen.
Der erste europäische Versuch einer Mars-Landung war vor 13 Jahren missglückt: Im Dezember 2003 verschwand das in Grossbritannien gebaute Mini-Landegerät «Beagle 2» spurlos, nachdem es sich planmässig von der ESA-Sonde «Mars Express» gelöst und zur Landung angesetzt hatte. (sda/afp)