Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03201.jsonl.gz/2850

Sie hat lange Geduld bewiesen, denn der Fussballverein war die Herzensangelegenheit ihres 2009 verstorbenen Mannes Robert Louis-Dreyfus. Doch Margarita Louis-Dreyfus (54) ist mit dem französischen Traditionsverein Olympique Marseille nie richtig warm geworden. Sie pumpte Millionen in den Club, die sportlichen Erfolge blieben dennoch aus. Entnervt auch von den dauernden Anfeindungen der OM-Fans, verkaufte sie den Verein im Sommar an den US-Milliardär Frank McCourt (63), laut Medienberichten für gut 40 Millionen Franken.
Die «Zarin», wie die gebürtige Russin auch genannt wird, hat derzeit sowieso andere Sorgen als Fussball: Ende März wurde sie erneut Mutter und gebar Zwillingsmädchen, Vater ist bekanntlich Ex-SNB-Präsident Philipp Hildebrand. Aber auch das Unternehmen, Louis Dreyfus Commodities (LDC), bedarf erhöhter Aufmerksamkeit. 2015 war kein gutes Jahr für die Rohstoff-Firma, der Vorsteuergewinn halbierte sich auf 416 Millionen Dollar. In drei Jahren verschliss sie drei CEOs. Um kapitalschonend zu wachsen, sucht der Konzern nun Partner für Geschäftsbereiche wie Orangensaft oder Milchprodukte. Laut «Financial Times» schaut sich die Geschäftsfrau auch nach einem Co-Aktionär für die Holding-Gesellschaft der LDC um. Zudem änderte sie den Namen des 1851 gegründeten Handelshauses in Louis Dreyfus Company.
(Stand: Dezember 2016)