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Das Osterfest, das in Kürze gefeiert wird, hat mit Weiblichkeit und Fruchtbarkeit zu tun und hat seine Ursprünge viel früher als im Christentum:
Der Begriff Ostern wird auf Eostre zurückgeführt, die angelsächsische Göttin des Frühlings, auf Eostur, das norwegische Wort für das Frühjahr, oder auf Ischtar, die einstige Frühlingsgöttin der Länder des Nahen Ostens, die in der Bibel auch als Astarte bekannt ist.
Alle diese Namen hängen mit dem Frühling und den Frühjahrsfruchtbarkeitsfesten zusammen, die Verjüngung und Fortpflanzung darstellen. Gebräuche und Symbole, die heute mit der Feier von Ostern verbunden werden, können direkt auf die vorchristlichen Ursprünge von Ostern zurückgeführt werden. Eines unserer heutigen Symbole, der Hase, war das Symbol der Fruchtbarkeit im alten Ägypten.
Auch das Ei als Symbol der Fruchtbarkeit wurde als Osterbrauch übernommen. Im antiken Ägypten und Persien tauschten Freunde bemalte Eier zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche, zu Beginn ihres neuen Jahres. Das Hervorgehen eines Lebewesens vom Ei war für die Menschen der Antike etwas Überraschendes.
Schon lange vor dem Christentum gab es Frühjahrsfeste, welche die Auferstehung einer verstorbenen Gottheit feierten. Eine der wichtigsten Feiern war jene zu Ehren von Tammus, dem babylonischen Gott der Weiden, der Herden und der Vegetation. Er war der Gatte und Bruder von Ischtar (Aschera), der Göttin der Fruchtbarkeit. Babylonische Epen bewahren die Geschichte des jährlichen Sterbens von Tammus im Herbst, wenn die Vegetation verwelkt, seinen Aufbruch in die Unterwelt, sein Wiederbringen durch die trauernde Ischtar und seine Rückkehr im Frühling zur befruchteten Oberwelt. Die Babylonier lehrten, dass Tammus durch den Schmerz und das Weinen von Ischtar im Frühling mystisch wiederbelebt wurde. Seine Auferstehung markierte das Ende des Winters und den Anfang des Frühlings mit seinem neuen Leben und Pflanzenwuchs. Ischtar, die Frau von Tammus, wurde auch als „Himmelskönigin“ verehrt. (1)
Und dann kommt noch die Frage, was war zuerst … Huhn oder Ei … Die Frage bleibt … und ist spannend wegen der Genmutationen. Die Genetik eines Hühnereis und die eines Hühnchens sind nicht identisch … Aber dazu bei anderer Gelegenheit mal mehr …
Aber haben Sie gewusst, dass importierte Ostereier von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen und deshalb meistens Käfigeier sind (nur in der Schweiz ist Käfighaltung verboten, aber mehr als die Hälfte der in der Schweiz verkauften Eier stammt aus dem Ausland, wo Käfighaltung weiterhin erlaubt ist)? (2)
Auch Lachs prangt alle Jahre wieder zu Ostern in den Regalen der Grossverteiler – das giftigste Lebensmittel der Welt. (3)
Weiter wie bisher ist keine Option. Vielleicht lassen Sie sich statt dem Osterbraten einfach ein leckeres Wildkräuter-Rezept schmecken oder machen sogar eine Frühjahrskur, um voller Energie in den Frühling zu starten?
agrarinfo wünscht allen frohe Ostern!
Die Bilder dieses Artikels stammen aus dem Buch „100 chickens“ von Han MeiLin, 1980