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In Südkorea soll eine Sektenanhängerin den Virustest verweigert haben. Sie steckte 38 Kirchenmitglieder an.
In Südkorea kamen, wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilten, über Nacht 142 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus hinzu. Damit stieg die Zahl der erfassten Fälle auf 346 – so viele wie nirgendwo ausserhalb Chinas, wo Covid-19 im Dezember ausgebrochen war.
Sektenanhängerin verweigerte Virustest
38 Mitglieder der Shincheonji-Kirche von Jesus in Daegu und anderen Orten hätten sich angesteckt. Die Behörden vermuten, dass die rasante Verbreitung des Virus unter den Mitgliedern von einer infizierten 61-jährigen Sektenanhängerin ausging. Sie habe trotz Krankheitssymptomen zunächst einen Virustest verweigert.
Die Mehrheit der neuen Fälle konzentriert sich weiterhin auf die südöstliche Grossstadt Daegu und deren Umgebung. Mehr als 100 Infizierungen standen nach den Angaben der Behörden in Verbindung mit der Daenam-Klinik und der christlichen Sekte.
Zweiter Todesfall
Die Regierung hatte Daegu und Cheongdo zu einer speziellen Kontrollzone erklärt. Dort soll unter anderem medizinisches Personal der Streitkräfte eingesetzt werden.
In Südkorea gab es am Freitag den Behördenangaben zufolge zudem einen zweiten Todesfall in Verbindung mit dem Virus Sars-CoV-2. Demnach handelt es sich um eine 54-jährige Frau, die infiziert gewesen sei. Sie sei nach dem Transfer vom Daenam-Spital im südöstlichen Cheongdo in eine Klinik der Küstenmetropole Busan gestorben. Einen Tag zuvor war bei einem Mann, der in derselben Klinik in Cheongdo behandelt worden war, das Virus nach dem Tod nachgewiesen worden.
(leg/sda)