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Hahnemann gebrauchte das Wort Miasma in einem sehr ursprünglichen Sinne, als Synonym für Krankheit, bzw. krankmachenden Einfluss. Er präzisierte das Wort Miasma, in dem er akute und chronische Miasmen unterschied. Dabei war für Hahnemann nicht die Dauer der Beschwerden der Faktor, der über die Einordnung in akute oder chronische Krankheit entschied. Es war für ihn die Art, wie die Lebenskraft der Menschen mit einem krankmachenden Einfluss umgeht.
Akut: Es kommt im Körper eines Menschen zu einer Abwehrreaktion – die auch z.T. sehr heftig sein kann und in der Folge kommt es zur Gesundung des Menschen, so gehört dieser Krankheitstyp den akuten Miasmen an.
Chronisch: Kann der Körper sich nicht selber gegen den krankmachenden Einfluss erwehren, kann er bestenfalls also eine Art Kompromiss eingehen und ein Lokalübel wie einen Hautausschlag, ein Geschwür oder gar einen Tumor produzieren, so kommt es in der Folge zu einer dauerhaften und sich weiter verschlimmernden Erkrankung. Am Ende dieses Weges kommt es zum Tod des Menschen infolge der übermäßigen und mit üblichen medizinischen Mitteln nicht mehr umkehrbaren Verstimmung der Lebenskraft.
Diese Sichtweise ist insbesondere im ersten Band der „Chronischen Krankheiten ...“ von Hahnemann nach zu lesen (und auch in den späteren Auflagen seines Buches
„Organon der Heilkunst“)
Um dieses Wissen um die chronischen Miasmen in der Praxis auch zum Wohle des Patienten einbringen zu können, braucht es sehr viel Erfahrung im Umgang mit kranken Menschen. Seit Anfang an beschäftige ich mich mit diesem Thema und unterrichte es auch an verschiedenen Schulen im In- und Ausland.