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2020 und 2021 erhielt Python den Titel
"Programmiersprache des Jahres" im Ranking von Tiobe. Jetzt kam es zu einem Wechsel: C++ erobert den ersten Platz.
Zwar steht im monatlichen Index
von Tiobe für den Januar 2023 nach wie vor Python auf Platz 1, gefolgt von C und C++, welche Java um einen Platz nach hinten verdrängte. Doch der Jahrestitel wird jeweils an die Programmiersprache vergeben, die in einem Jahr am meisten an Popularität gewonnen hat.
Laut Tiobe hat C++ hier um +4,62% zugelegt. Dahinter folgen C (+3,82%) und Python (+2,78%). Grund für die Popularität sei, dass C++ als objektorientierte Hochsprache eine hervorragende Leistung biete. Es sei möglich, schnelle und umfangreiche Softwaresysteme in C++ zu entwickeln, ohne in einem Wartungsalptraum zu enden. Ein weiterer Grund für den Aufstieg sei die "aktuelle" und ständige Veröffentlichung neuer Sprachstandards mit interessanten Features.
"Leistung schien wichtig zu sein", schreibt Tiobe-CEO Paul Jansen zum vergangenen Jahr. Der C++-Konkurrent Rust ist erneut in die Top 20 eingestiegen (2021: Platz 26). Lua, das für seine einfache Anbindung an C bekannt ist, sprang von Position 30 auf 24. "F# ist eine weitere Sprache, die einen interessanten Schritt gemacht hat: von Position 74 auf Position 33 in einem Jahr", so Jansen. Vielversprechende Sprachen wie Kotlin, Julia und Dart hätten aber noch einen langen Weg vor sich, bis sie die Top 20 erreichen würden.
Die Bewertungen des Tiobe-Index basieren unter anderem auf der Anzahl User und angebotenen Kursen einer Programmiersprache sowie den Anfragen bei den grossen Suchmaschinen. Das Ranking soll Entwicklerinnen und Entwicklern dabei helfen, herauszufinden, ob ihre Programmierkenntnisse noch auf dem aktuellen Stand sind.