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Fagottist
Marc Kilchenmann studierte Fagott bei Ingo Becker und Prof. Eckart Hübner.
Seine Fagottstudien schloss er 1998 mit dem Solistendiplom ab.Im Zeitalter des Spezialistentums hat er sich den Anspruch bewahrt, den Musikerberuf als Generalist ausüben zu wollen. Konkret ist er als Komponist, Hochschuldozent, Verleger, Konzeptmusiker, Musikpädagoge und Programmgestalter tätig. Gemeinsam ist allen Tätigkeitsfeldern die Suche nach neuen Wegen, abseits ausgetrampelter Pfade.
Er ist Vater von zwei Kindern und lebt in Bern.
Kammermusik betreibt Marc Kilchenmann schwergewichtig im Ensemble ANTIPODES. Mit diesem war er 1997 Preisträger beim Kammermusikwettbewerb des Migros-Genossenschaftsbundes. Für das Jahr 2006 wurde das Ensemble Antipodes als erstes Ensemble überhaupt, zum Ensemble in Residence der International Society of Contemporary Music ISCM gewählt.
2008 erschien beim Pariser Label saphire productions eine CD, welche Musik von französischen Komponisten (u.a. ‘Anaktoria’ von Yannis Xenakis) mit derjenigen von Schweizer Kollegen kombiniert.
Marc Kilchenmann ist gefragter Orchestermusiker. So spielt er u.a. als Solofagottist bei der basel sinfonietta, und als Aushilfe beim Berner Symphonieorchester. In der Saison 2000/01 war er stellvertretender Solofagottist im Orquesta filarmonica de Gran Canaria (Las Palmas).
Er arbeitete u.a. mit DirigentInnen wie Stefan Asbury, Philippe Bach, Fabrice Bollon, Andrej Borejko, Dennis Russell Davies, Andreas Delfs, Titus Engel, Olaf Henzold, Jürg Henneberger, Eliahu Inbal, Julia Jones, Karen Kamensek, Dimitrij Kitajenko, Bernhard Klee, Adrian Leaper, Yun Märkl, Emilio Pomarico, Jonathan Stockhammer, Muhai Tang, Kaspar de Roo, Antoni Ros Marba und Lothar Zagroszek zusammen.
Er ist Mitglied der Programmgruppe der basel sinfonietta
Seit 2011 ist Marc Kilchenmann Mitglied des Ensemble Neue Horizonte Bern. Dieses ist spezialisert auf Konzepte, Improvisationen und Werke der Schweizerischen und Amerikanischen Avantgarde.
Zudem spielt das Ensemble Neue Horizonte immer wieder auch Werke der komponierenden Ensemblemitglieder. Dies sind nebst Marc Kilchenmann so renommierte Persönlichkeiten wie Urs Peter Schneider, Erika Radermacher, Roland Moser, Peter Streiff, Matthias Bruppacher und Hansjürgen Wäldele.
Seit einigen Jahren rückt das pädagogische Interesse immer mehr ins Zentrum der Arbeit von Marc Kilchenmann. Speziell zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang sein Meisterkurs Xinghai Konservatorium von Guangzhou (China), wo er nicht nur eine Fagottklasse betreute, sondern auch die KompositionsstudentInnen in der Notation zeitgenössischer Musik unterrichtete.
2003-05 absolvierte er an der Musikakademie Basel den Studiengang ‘Elementare Musikpädagogik’. Die dort empfangenen Impulse befruchten seinen Unterricht bis heute. Seit 2006 ist er akkreditierte Lehrkraft für Fagott (Hauptfach und Fachdidaktik) beim SMPV.
Seit 2009 ist Marc Kilchenmann Dozent für Fachdidaktik Fagott an der Hochschule der Künste Bern. Ebenfalls an der HKB ist er seit 2011 Dozent für ‘Komposition – Improvisation’.
2013 führte er in Berlin und Mainz parallel zu den Aufführungen seiner Tetralogie nach Anna Seghers’ Das siebte Kreuz zwei Schulprojekte durch. Dies in enger Zusammenarbeit mit den ansässigen Anna-Seghers-Schulen.