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Bei den in Ostrava/Tschechien am Sonntag eröffneten Jugend-Europameisterschaften wurde am Donnerstag die erste Phase die Team-Wettkämpfe abgeschlossen. Das Schweizer U18-Team mit den zwei Neuhausern Elias Hardmeier und Mauro Schärrer konnte die Erwartungen nicht erfüllen und schliesst das Turnier auf Rang 23 ab.
Bereits bei der Auslosung hatten die Schweizer wenig Fortune. Mit Titelfavorit Russland, dem mit chinesisch stämmigen Spielern sehr starken Azerbeidschan und ex-Europameister Italien war die Aufgabe von Beginn an bereits in der Gruppenphase sehr schwierig. Es resultierten in den Gruppenspielen drei letztlich klare 0:3-Niederlagen. Gegen den späteren Europameister Russland war Elias Hardmeier gegen die Nummer 1 von Europa – den Russen Katsman – nahe an einer Überraschung und unterlag nach sehr gutem Spiel mit 8:11 im fünften Satz. Auch gegen den späteren Vize-Europameister Azerbeidschan zeigten die Schweizer ansprechende Leistungen und gewannen einzelne Sätze, aber keine Spiele. Auch gegen die Italiener setzte es nach teilweise engen Spielen zum Schluss eine 0:3-Niederlage ab. Somit resultierte Rang 4 in den Gruppenspielen und es ging in den Play-Off-Spielen weiter im Kampf um den Ligaerhalt in den TOP16-Nationen.
Gegen Moldawien rechneten sich die Schweizer intakte Siegeschancen aus. Zwar verfügt Moldawien mit Vladislav Ursu über einen Topspieler, aber mit Siegen gegen die Nmmern 2 und 3 hätte es trotzdem zum Sieg reichen können. Es sollte aber nicht so kommen. Der erstmals eingesetzte Mauro Schärrer verspielte gegen Cozmolici eine 2:0-Satzführung und verlor dieses wichtige Spiel mit 2:3. Nach den Siegen von Hardmeier und Osiro beim Stand von 2:2 steigerte sich Schärrer gegen Ursu, verlor aber 13:15, 8:11 und 7:11. Nach dieser 2:3-Niederlage war der Abstieg aus den TOP 16 besiegelt.
Die Besonderheit des EM-Modus gibt die Möglichkeit, im gleichen Turnier wieder aufzusteigen. Mit dem Erreichen von Rang 17 wäre der Wiederaufstieg möglich gewesen. Leider gelang auch dieses Vorhaben nicht. Gegen Finnland setzte es eine wiederum unnötige und nach einem vergebenen Matchball bittere 2:3-Niederlage ab. Die Schweizer Punkte holten Hardmeier und Schärrer. Trotzdem blieb eine kleine Chance bestehen, weil Finnland gegen Dänemark überraschend klar mit 0:3 unterlag. Mit einem 3:0-Sieg gegen Dänemark wären die Schweizer weiter im Rennen um Rang 17 geblieben. Das Schweizer Trio mit Osiro, Hardmeier und Schärrer hatte sich gefangen und besiegte die Dänen mit 3:1. Dank dem besseren Spielverhältnis (Dänemark 4:3, Schweiz 5:4) blieben die Dänen im Rennen um Rang 17, den sie später nach zwei weiteren Siegen in der Schlussrangliste auch erreichen sollten. Den Schweizer blieben die Platzierungsspiele um Rang 21 bis 24. Gegen die Ukraine setzte es nochmals eine knappe 2:3-Niederlage ab (je ein Sieg von Hardmeier und Schärrer). Im letzten Spiel gegen Norwegen zeigten die Schweizer einen versöhnlichen Abschluss und siegten klar mit 3:0 (Osiro, Hardmeier und Schärrer mit je einem Sieg).
Mit dem 23. Schlusrang wird niemand zufrieden sein. Nationaltrainer Samir Mulabdic zeigte sich vor allem über die beiden knappen 2:3-Niederlagen gegen Moldawien und Finnland enttäuscht: «Diese Begegnungen hätten sie gewinnen können und müssen». Auch Mauro Schärrer zeigte sich selbstkritisch: «Nach der 2:0-Führung gegen die Nummer 2 von Moldawien hätte ich mein erstes Einzel nicht aus der Hand geben dürfen – das war nicht gut» so sein abschliessendes Fazit.
Schlussrangliste U18-Teams Knaben: 1. Russland 2. Azerbeidschan 3. Deutschland 4. Belgien 5. Frankreich 6. Spanien 7. Polen 8. Schweden 9. Slowakei 10. Ungarn 11. Italien 12. Serbien 13. Tschechien 14. Kroatien 15. Portugal 16. Moldawien
Ab Freitag geht es für die Schweizer weiter weiter mit den Mixed- und Doppelspielen und ab Samstag folgen die Einzelwettkämpfe. Da erhalten die U18-Spieler gleich die Chance, sich zu steigern und mit besseren Leistungen zu rehabilitieren.