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Fairtrade-Code
Produkt-Suche
Hinter jedem Produkt stehen Menschen
Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.
Die Kaffee-Kooperative Caficultores de Manizales in Kolumbien
Aus Fairtrade-Prämie realisierte ProjekteQualität und Produktivität:
Um die Qualität auf den Plantagen zu verbessern, werden Sanierungen der Abwassersysteme durchgeführt. Agronomen werden geschult und erhalten technische Unterstützung.
Zur Vorbeugung von Landflucht investiert die Kooperative einen Teil der Fairtrade-Prämie in das Escuela y Café Programm. Dabei handelt es sich um eine öffentlich private Partnerschaft von fünf Universitäten und dem Comitée de Cafeteros de Caldas (gehört zur FNCC), die ein Agronomie-Studium anbieten. Finanziell wird das Projekt von der Kooperative mitgetragen (20% der Gewinne müssen gesetzlich in Bildung investiert werden).
Frauenprogramm:
Ein Teil der Fairtrade-Prämie wird in Programme zur Förderung von Frauen investiert.
Ökonomie:
Ein zentraler Punkt für die Mitglieder der Kaffee-Kooperative ist eine Verbesserung der Altersvorsorge. Mit den Prämien-Geldern werden Bestattungs- und Lebensversicherungen für die Mitglieder finanziert.
Die Kooperative will in Zukunft seinen Mitgliedern den Zugang zum staatlichen BEPS-Programm (Rentenfonds) ermöglichen.
Ebenfalls wird die Kreditvergabe für Mitglieder der Kooperative vereinfacht.
Gesundheit:
Die Kooperative investiert ein Teil der Fairtrade-Prämie in die Verbesserung der medizinischen Versorgung (BIVE). Dies ermöglicht den Mitgliedern vergünstigte Behandlungen bei Spezialisten oder macht prioritäre Behandlungen innerhalb von fünf Tagen möglich. Ebenfalls gibt es ein Programm für die Behandlung von Tieren.
Sonstiges:
Die Kooperative veranstaltet eine Verlosung und finanziert den 20 Gewinnerfamilien eine Erlebniswoche.
Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.
Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.
Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.
Rechte stärken, Lebensalltag verbessern
Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.
Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.
Prämie und politische Teilhabe
Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.
Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.
Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.