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Ab den späten 1950er-Jahren werden Theo Gerbers Werke zunehmend abstrakter. Afrika inspiriert ihn zu Landschaftsdarstellungen von Gräsern und Steppen, die er in intuitiven Farben und abstrahierter Form auf die Leinwand bannt. In Basel wird der Künstler mit dem abstrakten Expressionismus konfrontiert. Die pastos aufgetragenen und überlagerten Farbtupfer und Pinselstriche in «Là où je passe» (Wohin ich gehe) scheinen Gerbers Resultat aus der Beschäftigung mit dieser Strömung zu sein und erwecken eine Dynamik, die an ein loderndes Feuer erinnert. Farbtöne werden zu sprühenden Funken. Rasant zerstreuen sie sich in alle Richtungen und verschwimmen zu einem undurchdringlichen Gemisch.
Der Schweizer Kunsthistoriker Arnold Rüdlinger, der als Wegbereiter der amerikanischen Kunst in Europa gilt und zu jener Zeit Direktor der Kunsthalle Basel ist, kann mit Gerbers Kunst jedoch nur wenig anfangen. Der Werktitel verdeutlicht, dass sich der Künstler auf der Suche befindet. So ist das Gemälde auf 1962 datiert – das Jahr, in dem Theo Gerber die Schweiz verlässt und sich zunächst in Estouy (Loiret) in der Nähe von Paris niederlässt.
Alisa Klay
Jeder Pinsel-Strich ist Bewegung.
Die Striche streben nach oben
oder fallen nach unten.
Wie ein Feuer?
Auch der Titel hat mit Bewegung zu tun:
Wohin ich gehe.
Wir sehen nicht genau wohin.
Aber wir spüren die Suche
durch die Bewegung.
1962 entsteht das Bild.
In diesem Jahr geht der Künstler nach Frank-reich.
Sara Smidt