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Als Reaktion auf einen Bericht des US-Justizministeriums über die systematische Schikanierung von Afroamerikanern in der Kleinstadt Ferguson treten der Verwaltungs- und der Polizeichef zurück. «Mit Trauer gebe ich meinen Rücktritt bekannt», schrieb Polizeichef Thomas Jackson in einem Brief.
Am 19. März wird er aus dem Amt scheiden, hiess es in dem Brief, den die Zeitung «St Louis Post-Dispatch» am Mittwoch veröffentlichte. Einen Tag zuvor hatte Verwaltungsdirektor John Shaw die Konsequenz aus den schweren Vorwürfen gezogen.
Bürgermeister James Knowles konnte sich bislang im Amt halten, er hat tiefgreifende Reformen zugesagt - für seine 21'000-Einwohner-Stadt, in der zwei Drittel schwarz sind.
Ferguson war im August international in die Schlagzeilen geraten, nachdem dort der unbewaffnete schwarze Jugendliche Michael Brown von einem weissen Polizisten erschossen worden war. Zwar entschied das US-Justizministerium, das Verfahren gegen den Polizisten einzustellen. Ein in der vergangenen Woche veröffentlichter Bericht bestätigte indes eine routinemässige Schikanierung von Afroamerikanern in Ferguson - zum Teil mit dem Ziel, Geld für die Stadtkasse einzunehmen. (feb/sda/afp)