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Freiwilligenarbeit
Freiwilliges Engagement verweist auf Werthaltungen und soziale Netzwerke. Es stellt eine Ergänzung oder ein Ersatz professioneller Dienstleistungen dar und trägt damit zur Deckung der materiellen und immateriellen Bedürfnisse der Bevölkerung bei. Die Freiwilligenarbeit fördert den sozialen Zusammenhalt und ist häufig ein Ausdruck solidarischen Handels.
Beobachtete Entwicklung

Im Jahr 2016 leisten 49,2 Prozent der Luzerner Bevölkerung Freiwilligenarbeit, wobei sie weniger häufig in einem institutionalisierten Rahmen (z.B. in Vereinen, Organisationen) als auf informeller Basis (z.B. individuelle Hilfe, Nachbarschaftshilfe) freiwillig tätig sind. Der Anteil des freiwilligen Engagements hat sich gegenüber 2010 wesentlich erhöht.
Schweizweit führen rund 43 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren mindestens eine unbezahlte Freiwilligenarbeit aus (2016).
Der Indikator basiert auf Fragen zur informellen Freiwilligenarbeit, die im Rahmen des Moduls "Unbezahlte Arbeit" der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) regelmässig gestellt werden. Für die SAKE 2016 wurden diese Fragen überarbeitet. Es ist deshalb davon auszugehen, dass zumindest ein Teil der Zunahme zwischen 2013 und 2016 methodisch bedingt ist.
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Die Zunahme wird positiv beurteilt.
Definition
Der Indikator zeigt den Anteil von Personen, die institutionalisierte (Vereinsarbeit, Ehrenamt etc.) oder informelle (Nachbarschaftshilfe etc.) Freiwilligenarbeit leisten, an der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren.
Daten
Schweiz: