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Als es in der Pause 0:2 hiess, schienen die Felle für die Mannschaft von Trainer Lucien Favre davonzuschwimmen. Beim 0:2 in Mailand vor zwei Wochen waren die Dortmunder in beiden Halbzeiten dominiert worden, und in der ersten Hälfte der Revanche in Dortmund liessen sie sich bei zwei guten Angriffen der Interisti zweimal bezwingen.
Das frühe 0:1 von Stürmer Lautaro Martinez hatte Slapstick-Charakter. Innenverteidiger Mats Hummels, nicht der Schnellste, rannte dem Argentinier über den halben Platz dicht hinterher. Er konnte ihn aber nie einholen, obwohl er den Ball nicht führen musste. Im Strafraum angekommen, schlug Martinez einen Haken und traf unter die Latte - sodass Roman Bürki bei seinem Comeback schon nach fünf Minuten bezwungen war. Auch beim 0:2 war Bürki chancenlos.
Die kaum noch erhoffte Wende erarbeitete sich Dortmund mit einer aufopferungsvollen Leistung und dank Fehlern der gegnerischen Abwehr. Matchwinner wurde der marokkanische Verteidiger Achraf Hakimi mit den Toren zum 1:2 und zum 3:2. Das Siegestor erzielte Hakimi in der 77. Minute nach einem Doppelpass mit Jadon Sancho.
Der FC Barcelona erreichte daheim gegen den tschechischen Meister Slavia Prag nur ein 0:0 erreicht. Drei Tage nach der Niederlage in der Meisterschaft bei Valencias Quartierklub Levante war es für Barça eine neuerliche Enttäuschung. Dennoch behalten die Katalanen in der Gruppe F die Führung.
Torchancen hatte Barcelona schon in der ersten Halbzeit genügend Chancen. Es scheiterten aber Aussenverteidiger Semedo und später - unter anderem mit einem Lattenschuss - zweimal Lionel Messi. Messi, der vorderhand bei 113 Toren in der Königsklasse stehenbleibt, hatte auch nach der Pause die beste Möglichkeit. Er sah seinen Versuch in der 77. Minute vom hervorragend reagierenden Goalie Ondrej Kolar abgewehrt. Den Match in Prag in der 3. Runde hatte Barcelona 2:1 für sich entschieden.
In seinem zweiten Herbst in einer Gruppenphase der Champions League ist Leipzig der erstmaligen Qualifikation für die Achtelfinals einen grossen Schritt näher gekommen. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann siegte bei Zenit St. Petersburg 2:0, nachdem sie gegen die Russen schon das Heimspiel (2:1) gewonnen hatte. Mit nunmehr neun Punkten aus vier Partien haben die Ostdeutschen gute Karten.
Mittelfeldspieler Diego Demme erzielte das wegweisende erste Tor Sekunden vor der Pause mit einem Nachschuss auf einen ungenügend abgewehrten Freistoss.
(sda)