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Stanislas Wawrinka (ATP 8) hat seinen überzeugenden Lauf in Melbourne auch im Halbfinal fortgesetzt. Der Schweizer schaltete nach Novak Djokovic im Viertelfinal mit Tomas Berdych (ATP 7) den nächsten Top-10-Spieler aus. Damit steht der 28-jährige Lausanner zum ersten Mal in seiner Karriere im Final eines Major-Turniers, wo er am Sonntag auf den Sieger der Partie zwischen Roger Federer (ATP 6) und Rafael Nadal (ATP 1) trifft.
«Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin überglücklich», freute sich Wawrinka nach seinem Triumph. «Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in einem Grand-Slam-Final stehen würde.»
Unantastbar bei eigenem Aufschlag
Es sei wichtig gewesen, gegen Berdych stets aggressiv zu bleiben. Dass ihm dies gelang, hatte er nicht zuletzt seinem ausgezeichneten Aufschlag zu verdanken. Der Romand schlug 18 Asse, wurde kein einziges Mal gebreakt und musste im gesamten Verlauf der Partie nur beim Stand von 4:4 im 3. Satz eine Breakchance abwehren.
Ohnehin sollte sich das Ende des 3. Durchgangs als Schlüsselphase herauskristallisieren. Wawrinka brachte seine beiden letzten Aufschlagsspiele nur mit grosser Mühe durch, konnte aber wie schon im 2. Satz ein Tiebreak erzwingen. Dort war es dann Berdych, der seinem Schweizer Kontrahenten das Leben mit einigen unerzwungenen Fehlern leicht machte. So unterliefen dem 28-Jährigen in der Kurzentscheidung gleich zwei Doppelfehler, einer davon bei Satzball Wawrinka.
Nervenstark im Tiebreak
Mit einer 2:1-Satzführung im Rücken liess sich Wawrinka die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Er gewann auch den 4. Satz im Tiebreak und feierte den 9. Sieg im 14. Duell mit Berdych.
Dank diesem Erfolg wird Wawrinka in der Weltrangliste Berdych und Andy Murray überholen und mindestens auf Platz 6 vorrücken. Gewinnt er am Sonntag seine erste Grand-Slam-Trophäe, wäre er am kommenden Montag gar die neue Nummer 3 der Welt.