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Was ist eigentlich eine Cloud?
Grundsätzlich beschreibt die Cloud das Outsourcing von Computerleistung, Datenspeicher und Services an Dritte. Die IT-Landschaft wird nicht mehr vor Ort betrieben, sondern durch spezialisierte Fachleute in einem Datencenter.
Welche Vorteile habe ich durch die Cloud?
Die teure IT-Infrastruktur muss nicht mehr selber beschafft und unterhalten werden. Die Risiken eines Datenverlustes reduzieren sich durch die Redundanz (Mehrfachaufbewahrung, Backup, etc.) der Serverlandschaft.
Der Zugriff auf die Daten ist zeit- und ortsunabhängig und kann mit jedem internetfähigen Endgerät erfolgen.
Eine Höhere Effizienz entsteht durch die Skalierbarkeit der Rechen- und Speicherkapazität. Bei erhöhtem Bedarf werden die nötigen Ressourcen freigeschaltet.
Die Kosten sind überschaubar aufgrund des geringen Initialaufwandes und des Wegfalls des Unterhalts. Das SaaS-Modell (siehe unten) ist ein Mietmodell mit kurzer Kündigungsfrist.
Technische Erläuterung was die Cloud definiert
Das National Institute of Standards and Technology (NIST) definiert die Cloud mit drei Servicemodellen, vier Deployment Modellen und fünf essenziellen Eigenschaften.
Die Cloud Service Modelle beziehungsweise die Service Levels können in drei Kategorien eingeteilt werden:
• Infrastructure as a Service (IaaS)
• Platform as a Service (Paas)
• Software as a Service (SaaS)
Die folgende Abbildung illustriert die verschiedenen Cloud Service Modelle:
Das National Institute of Standards and Technology (NIST) definiert neben den Servicemodellen vier Deployment Modelle
• Private Cloud
• Hybrid Cloud
• Community Cloud
• Public Cloud
Das Deployment Modell definiert, welche Organisation Zugriff auf die Cloud hat.
Nachfolgend die Unterschiede
- Private Cloud definiert, dass ausschliesslich eine einzige Organisation berechtigt ist, die Plattform zu benutzen.
- Community Cloud steht ausschliesslich einer Community von Kundschaft zur Verfügung. Zum Beispiel der Bankenbranche, welche die gleichen Ansprüche an die Sicherheit, Vorschriften, Regeln usw. aufweisen.
- Public Cloud kann von der Öffentlichkeit benutzt werden und der Service wird von einem Cloud Provider zur Verfügung gestellt.
- Hybrid Cloud stellt eine Kombination dieser drei anderen Modelle dar.
Quelle: Belbergui et al., 2019, S. 22; Mell & Timothy, 2011a, S. 3; Nayak et al., 2018, S. 6–7; Seo et al., 2019, S. 159
Die folgende Abbildung zeigt die Unterschiede zwischen den verschiedenen Deployment Modellen auf:
Das Deployment Modell gibt vor, welche Organisationen bzw. Personen das Recht haben den Dienst in Anspruch zu nehmen. Zum Beispiel bei einer Community Cloud der Bankenbranche sind ausschliesslich Banken zugelassen. Die Daten der einzelnen Banken bleiben jedoch strikte voneinander getrennt.
Das Service Level definiert somit die Tiefe des zur Verfügung gestellten Dienstes. Das Deployment Modell die Zugriffsreichweite von der Ausprägung private bis zu öffentlich. Diese zwei Elemente unterscheidet die Cloud nicht von herkömmlichen Diensten, welche schon vor der Cloud Technologie bekannt waren.
Zum Beispiel die Software as a Service, bei welchem die komplette Software von einem Fremdsystem bereitgestellt wird, existierte bereits in der Form «Application Service Providing» ASP, welche seit ca. 2000 angeboten wird.
Zur Qualifikation zu einem Cloud Computing muss der Dienst zusätzlich folgende essentiellen Eigenschaften aufweisen:
- On-demand self-service: Der Benutzer kann auf die gewünschten Computerressourcen Zugreifen ohne eine Interaktion des Providers.
- Broad network access: Der Zugriff wird über Standardmechanismen zur Verfügung gestellt, damit Thin- oder Thick-Client-Plattformen (z. B. Smartphones, Tablets, Laptops und Workstations) zugreifen können.
- Resource pooling: Die Computerressourcen des Anbieters werden den Konsumenten in einem mandantenfähigen Modell (multi-tenant) zur Verfügung gestellt. Diese Variante ermöglicht eine Abfrage von vielen und unterschiedlichen Benutzern gleichzeitig.
- Rapid elasticity: Die Funktionalitäten sind je nach Nachfrage schnell zu skalieren (zur Verfügung stellen der Ressourcen nach Bedarf).
- Measured service: Die Systeme steuern und optimieren die Ressourcennutzung automatisch. Die Ressourcennutzung kann überwacht, gesteuert und gemeldet werden, wodurch für den Anbieter und den Verbraucher die Nutzung transparent wird.
Die nachfolgende Abbildung zeigt die verschiedenen Aspekte auf, aus welcher die Technologie der Cloud besteht.