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Lumbrein
ON, 1. Dorf bzw. Gemeinde des Kreises Val/Lumnezia; enta ~, in Lumbrein drinnen; en ~, innerhalb von Lumbrein. – 2. (hist.) – a) la Passiun da Lumbrein, das Passionsspiel von L. (Text aus dem frühen 18. Jhr.). – b) la processiun dalla fiasta da Nossadunna dallas dolurs, Prozession der "Sieben Schmerzen Mariä" (nach einem festgelegten Ablauf; urspr. am 1. Fastensonntag/Invocabit, später auf den 2. Oktobersonntag verlegt); bes. geprägt von den "drei Marien" (treis Marias) mit Schädeln und Skapulieren, dem "Geni" (il Geni), den Garden/Hellebardieren (gardas) und den Ministranten mit der Ablassbulle (bulla). – 3. (volksk.). – a) (Reimsprüche). – a) (mit Bez. auf die Mädchen) las cappas dat ei en Lumbrein/cun tgau e gnef buc ton serein, die besten/trefflichsten Mädchen finden sich in Lumbrein/solche mit nicht gar heiterem Kopf und Gesicht. – b) (mit Bez. auf die Burschen) suna, suna gigia,/ch'ils mats da Lumbrein vegnan!/ van giu Rein,/e fan pulein, spielt auf ihr Geigen, die Lumbreiner Burschen kommen! Sie gehen an den Rhein hinunter und werfen einen Fohlen. – b) (Neckname bez. auf die Wehr- oder Meiertürme: casti da Lumbrein/Lumerins, Cas'Aulta): Niebel Lumbrein, edles/adliges L.