Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03368.jsonl.gz/747

Ende 2013 bis im Frühsommer 2014 wurden die Bauarbeiten für die Instandstellung der Sperren am Gerisbach ausgeführt. Verschiedene Kolkbecken an bestehenden Sperren wurden verstärkt, zwei neue Betonsperren unterhalb der bestehenden Sperrentreppe erstellt und die Talenbrücke mittels einer Blockrampe gesichert.
Massive Sohlenerosion
Im Jahre 1983 wurden im Gerisbach im Bereich Talen insgesamt sechs neue Betonbogensperren erstellt. Im Laufe der Jahre hat sich die Sohle unterhalb der untersten Sperre laufend abgesenkt.
Während den Starkniederschlägen vom 1./2. Juni 2013 führte der Gerisbach Hochwasser. Die Sohle senkte sich unterhalb der Sperre Nr. 1 so stark ab, dass der Sperrenfuss unterkolkt wurde und die Sperre teilweise freihängend war. Die Stabilität der Sperre war nicht mehr gewährleistet. Bei einem nächsten Hochwasserereignis musste damit gerechnet werden, dass die Sperre komplett unterspült und es zu einem Kollaps der Sperre kommen würde. Dadurch wäre das gesamte System der Bachverbauung in Gefahr gewesen. Bei einem länger andauernden Hochwasser hätte dies im schlimmsten Fall zu einem Systemkollaps geführt. Das heisst, dass auch die obliegenden Sperren dominoartig kollabieren. Der entstehende Schaden beliefe sich auf einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe.
Getroffene Massnahmen
Bei den bestehenden Bogensperren wurden die Kolkbecken mit einem Blockteppich versehen, so dass die Kolkung begrenzt werden kann.
Im Bereich der untersten Bogensperre resultierten Sohlenabsenkungen im Bereich von ca. 5 m. Die wirtschaftlichste und robusteste Lösung zur Sicherung der bestehenden Sperrentreppe war der Bau von zwei zusätzlichen Stahlbetonsperren.
Eine weitere Massnahme dient der Sicherung der Talenbrücke. Die vor einigen Jahren provisorisch erstellte Blockrampe zur Sicherung der Brückenwiderlager war massiv beschädigt. Die Blockrampe wurde deshalb neu verlegt und mit einem Betonriegel gesichert.
Trägerschaft des Projektes war die Einwohnergemeinde Sarnen. Die Gesamtkosten betrugen rund Fr. 1 700 000.–.