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(ots) - Vaduz, 22. November (pafl) - Das Übereinkommen gegen den
unerlaubten Verkehr mit Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen
vom 20. Dezember 1988 ergänzt die bestehenden internationalen
Übereinkommen, das heisst das Einheits-Übereinkommen von 1961 über
die Betäubungsmittel und das Zusatzprotokoll von 1972 sowie das
Übereinkommen über psychotrope Substanzen von 1971, welche die
Kontrolle der Produktion und des Handels von Betäubungsmitteln und
psychotropen Stoffen regeln und welchen Liechtenstein bereits
beigetreten ist.
Das Übereinkommen soll die internationale Zusammenarbeit im Kampf
gegen den illegalen Handel mit Betäubungsmitteln und psychotropen
Stoffen festigen sowie in entscheidenden Punkten verbessern. Es
verpflichtet die Mitgliedstaaten, insbesondere Bestimmungen über die
Identifizierung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus dem
Handel mit Betäubungsmitteln und über die Geldwäscherei zu erlassen.
Ausserdem werden Stoffe, die in Betäubungsmittel umgewandelt oder zu
deren Herstellung gebraucht werden können (sogenannte
Vorläuferstoffe), einer internationalen Handelskontrolle
unterstellt.
Das Übereinkommen gilt als eines der bedeutendsten UNO-Übereinkommen
zur Bekämpfung der internationalen Kriminalität. Es manifestiert
sich darin der Wille der Vertragsparteien, im Kampf gegen den
Drogenmissbrauch vermehrt und enger zusammenzuarbeiten. Die
Verabschiedung des Übereinkommens stellte zugleich ein Bekenntnis
zur multidisziplinären Bekämpfung des Drogenmissbrauchs und des
unerlaubten Drogenhandels dar.
Der Beitritt Liechtensteins zum Übereinkommen stellt damit einen
Schritt der Solidarität gegenüber den anderen Staaten dar und
entspricht der überall wachsenden Einsicht, dass nationale
Anstrengungen allein im Kampf gegen globale Bedrohungen nicht
genügen. Liechtenstein hat die notwendigen Gesetzesanpassungen zur
effizienten Bekämpfung der internationalen Kriminalität durch
verschiedene Revisionen des liechtensteinischen Rechts vorgenommen.
Diese Revisionen mussten aber andererseits auch abgewartet werden,
bevor der Beitritt zum Übereinkommen in die Wege geleitet werden
konnte.
Kontakt:
Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Esther Schindler
Tel.: +423/236 60 61