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Gary Lehman, der aus Ohio stammt, studierte an der Dana School of Music der Youngstown State University sowie an der Indiana University. Praktische Erfahrungen sammelte er als Mitglied des Opernstudios an der Chicago Lyric Opera; in dieser Zeit konnte er bereits in mehr als neunzig Aufführungen an dieser renommierten Bühne mitwirken. Anschliessend sang er zunächst fast zehn Jahre lang ausschliesslich Rollen des Bariton-Repertoires – vom Figaro-Grafen bis zum Germont in Verdis La traviata, von Eugen Onegin bis zum Eisenstein in der Fledermaus –, ehe er 2003/04 den Wechsel zum Heldentenor wagte. Seine ersten Auftritte in diesem neuen Metier erfolgten als Tannhäuser in Erfurt und als Parsifal an der Los Angeles Opera. 2008 gab Lehman seinen Einstand an der New Yorker Metropolitan Opera und interpretierte bei dieser Gelegenheit erstmals die gefürchtete Partie des Tristan. Sogleich wurde er wieder eingeladen und gestaltete dort im Jahr darauf den Siegmund in der Walküre und 2010 den Alwa in Bergs Lulu. Als Tristan war Gary Lehman seither auch an der Oper Leipzig und am Mariinsky-Theater St. Petersburg zu erleben; an der Los Angeles Opera gastierte er als Erik im Fliegenden Holländer und als Florestan in Fidelio, die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf engagierte ihn als Peter Grimes und als Canio in Leoncavallos I pagliacci. Bei diesen und anderen Auftritten konnte Lehman mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, James Conlon, Valery Gergiev, James Levine und Fabio Luisi zusammenarbeiten. In der Spielzeit 2010/11 wird er sich als Tannhäuser an der Deutschen Oper Berlin vorstellen und den Parsifal an der Hamburgischen Staatsoper übernehmen; für die Zeit danach liegen bereits Verpflichtungen u. a. an der Wiener und der Bayerischen Staatsoper vor.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL im Sommer 2010.
Juli 2010