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Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomdeal im Mai und der Verhängung neuer Sanktionen steckt der Iran in der schlimmsten Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Weil besonders der internationale Zahlungsverkehr wegen der Strafmassnahmen blockiert ist, gibt es im Land zu wenig Devisen. Daher ist die Landeswährung Rial nicht einmal mehr die Hälfte wert. Anfang August trat der erste Teil der Sanktionen in Kraft, der zweite folgt im November.
Der Iran hatte im Juli 2015 das Atomabkommen mit den fünf UN-Veto-Mächten - USA, Russland, China, Frankreich und Grossbritannien - sowie Deutschland geschlossen. Die Vereinbarung soll es dem Iran mit strengen internationalen Kontrollen unmöglich machen, Atomwaffen zu entwickeln. Im Gegenzug wurde die Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen in Aussicht gestellt.
Die anderen fünf Verhandlungspartner stehen zwar auf Irans Seite, können aber in der Praxis nicht viel unternehmen. Besonders die europäischen Banken mit USA-Geschäften wollen nicht mit dem Iran zusammenarbeiten. Mit dem von den USA geplanten Öl-Import-Boykott aus dem Iran würde das Land ab November de facto seine Haupteinnahmequelle verlieren./str/fmb/DP/tos
(AWP)