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Er wollte eigentlich seine Karriere beenden und spielt nur wegen seiner Freundin weiter Tennis. Nun trifft Marcus Willis, in der Weltrangliste auf Position 772 geführt, auf Roger Federer.
Die wundersame Reise des britischen Tennis-Nobody Marcus Willis geht in Wimbledon in die nächste Runde. Die britische Weltnummer 772, die zuvor nicht ein Spiel auf der ATP-Tour bestritten und sich – erst dank einer Wildcard möglich gemacht – durch die Qualifikation ins Hauptfeld des bedeutendsten Tennisturniers der Welt gespielt hatte, gewann ihr Auftaktmatch gegen Recardas Berankis aus Litauen 6:3, 6:3, 6:4.
Als Belohnung wartet nun ein Aufeinandertreffen mit Rekordchampion und Vorjahresfinalist Roger Federer. Der «Maestro» gewann sein Erstrundenmatch gegen Guido Pella aus Argentinien trotz Anlaufschwierigkeiten mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:3), 6:3. «Ein Traum wird wahr. Zum Glück kann er nicht so gut auf Rasen spielen», scherzte Willis.
Der 25-Jährige war als 23. der britischen Rangliste ins interne Ausscheidungsturnier zur Wimbledon-Qualifikation gerutscht. Dort gelangen ihm ebenso drei Siege wie später in der Quali in Roehampton. Durch seinen Einzug in die zweite Runde hat Willis bereits 50'000 Pfund sicher, in seiner gesamten Karriere hat er bislang 69'500 Pfund Preisgeld verdient.
Zuvor hätte Willis seine Profikarriere beinahe beendet, er war kurz davor, einen Job als Tennistrainer in den USA anzunehmen. «Dann aber traf ich ein Mädchen, sie sagte, ich bin ein Idiot – und ich soll doch jetzt einfach weitermachen», erzählte Willis. Sein berühmter britischer Landsmann Andy Murray lobte: «Eine wirklich coole Geschichte. Er ist ein sehr unkonventioneller Spieler.» (pre/spon)