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Traditionell pflanzten die Winzer die Yiannoudi-Reben, aufgrund ihrer geringeren Produktivität, in kleinen Mengen zwischen den Weinbergen Mavro und Xynisteri-Reben. Es ist die seltenste rote Rebsorte der Insel, die für die Herstellung von Wein verwendet wird. Eine sehr vielversprechende Sorte, die als die neue Perspektive des zyprischen Weinbaus und der Önologie für die Produktion von roten, vollmundigen Weinen mit einem sehr guten Alterungspotential angesehen wird. Wenn er in den richtigen pedoklimatischen Bedingungen reift, ist er reich an Tanninen von sehr guter Qualität, besitzt einen mittleren bis hohen Säuregehalt, mit tiefgefärbten mittelgroßen Beeren, und seine Weine zeichnen sich durch Aromen von Früchten und Büschen der zyprischen Natur aus. Es ist eine Traube mit einer guten Affinität zum Eichenfass.
Gerade mal 4 Winzer (Marco Zambartas, Costa Tsiakkas, Vouni Panayia und Keo) pflanzen meines Wissens diese autochthone Weinsorte an. Der Ertrag ist aber immer noch sehr übersichtlich, 2012 wurden rund 3’000 KG geerntet und im 2016 rund 8’000 KG, was 8’000 Flaschen Wein zu 75 CL entsprächen, wenn sie reinsortig ausgebaut würden.
Die Spitzenwinzer sehen sie als ebenso hochwertig an wie die zyprische Maratheftiko-Weintraube. Vom Charakter her könnte man sie als “mediterranen Pinot Noir” bezeichnent. Dies auch wegen der Aromen und der ähnlichen Säurestrukur.
Wenn ich die Yannoudi-Weine mit den Maratheftiko-Weinen, der klassischen zyprischen autochthonen Rotweinsorte, vergleiche, sind die Yannoudi-Weine die eleganteren und geschmeidigeren Weine und werden früher oder später die Führung unter den Top-Weinen aus Zypern übernehmen.
Pascal Burckhardt