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Der französische Illustrator Bernard Durin (1940 –1988) schuf mit dem Pinsel atemraubende Insekten-Porträts, deren Detailgenauigkeit sogar die der Fotografie übertrifft.
Feldmaikäfer
(Melolontha melolontha), Mitteleuropa, natürliche Grösse: ca. 22 – 28 mm
Oft kommt es regional alle drei Jahre zu einem Massenauftreten von Maikäfern. Dieses Jahr sind die «Bernerflugjahre», in denen in Bern aber auch in Graubünden und St. Gallen mit besonders vielen Maikäfern zu rechnen ist. In der Landwirtschaft gelten sie als Schädlinge. In der Volksmedizin wurden Maikäfer gegen Fieber und andere Übel verwendet.
Laternenträger
(Laternaria candelaria), Südostasien, natürliche Grösse: ca. 65 – 85 mm
Laternenträger gehören zu den Zikaden und damit zur Insektenordnung der Pflanzensauger. Das erklärt die grotesk aussehende hohle Ausstülpung des Kopfes: Damit kommt der Laternenträger besser an die Pflanzensäfte. Im Flug sehen die lustigen Gesellen aus wie Schmetterlinge.
«Picasso»-Schildwanze
(Sphaerocoris annulus), Afrika, natürliche Grösse: ca. 10 mm
So schön können Wanzen sein! Im Gegensatz zu Käfern haben alle Wanzen einen Stechrüssel, mit dem sie flüssige Nahrung aufnehmen. Im Gegensatz zu den Käfern gibt es bei den Wanzen kein Puppenstadium; die älteren Larven ähneln den Imago zunehmend.
Pfeifenräumer
(Rhyssa persuasoria), weltweit verbreitet, natürliche Grösse: ca. 40 mm
Die Weibchen der Pfeifenräumer, einer Schlupfwespe, legen ihr Ei in eine Holzwespenlarve. Die Pfeifenräumerlarve lebt dann als Parasit in der Holzwespenlarve und frisst diese aus. Der Wirt bleibt dabei noch lange am Leben, da der Parasit zunächst alle wichtigen Organe seines Opfers schont – weil die Nahrung bis zur Verpuppung des Parasiten reichen muss.
Bernard Durin «Käfer und andere Kerbtiere» Schirmer/Mosel, 2013, zirka Fr. 60.–
Fotos: © Estate Bernard Durin, courtesy Schirmer/Mosel München