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Johannes Jegerlehner (* 9. April 1871 in Thun; † 17. März 1937 in Grindelwald) war ein Schweizer Schriftsteller.
Jegerlehner war als Lehrer in Lyss, Hofwil und später hauptsächlich am städtischen Gymnasium von Bern als Deutschlehrer tätig. Mit seinen Märchen- und Sagensammlungen, Erzählungen und Romanen aus der Schweizer Bergwelt, insbesondere im Wallis und im Berner Oberland spielend, erzielte Jegerlehner auch ausserhalb der Schweiz einige Aufmerksamkeit. Etliche seiner Werke, teilweise in deutschen Verlagen erschienen, erlebten mehrere Auflagen. Im Ersten Weltkrieg verfasste Jegerlehner ausserdem auch patriotisch-militaristische Schriften.
Otto von Greyerz äussert im Biographischen Lexikon verstorbener Schweizer (1947) die Überzeugung, dass Johannes Jegerlehner als der "bernische Vertreter der schweizerischen Alpendichtung, wie sie ausser ihm durch Ernst Zahn, Jakob Christoph Heer, Meinrad Lienert, Jakob Bosshart, Heinrich Federer und Gustav Renker gepflegt worden ist" fortleben werde. [1] Obwohl zu Jegerlehners Lebzeiten selbst eine Übersetzung ins Englische („Alp legends“, 1926) erschien, schwand seine Popularität in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark und die meisten Werke, mit Ausnahme der Sammlung „Walliser Sagen“ (Nachdruck 1989), wurden seit den 50er Jahren nicht mehr aufgelegt. Sie teilen damit das Schicksal eines Grossteils der genannten schweizerischen Alpenliteratur, deren naturromantische Prägung keinen breiten Zuspruch mehr finden konnte.