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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Milchmarkt in der Schweiz erlebt zurzeit eine turbulente Phase. Der Milchpreis für die Produzenten ist zum Teil unter 50 Rappen pro Kilogramm Milch und somit weit unter den Entstehungskosten.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich einige Fragen:</p><p>1. Welchen Einfluss hat der Wechselkurs zum Euro auf den Schweizer Milchmarkt?</p><p>2. Welche Entwicklung erwartet der Bundesrat in diesem Bereich?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank vom 15. Januar 2015, den Franken nicht mehr an einen Euromindestkurs zu koppeln, ist auch für die Schweizer Milchwirtschaft eine Herausforderung. Die Exporte von Milchprodukten (insbesondere Käse) aus der Schweiz sind teurer geworden. Parallel dazu sind die Preise in der EU aufgrund der Mehrproduktion gesunken, was die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Exportprodukte weiter unter Druck gesetzt hat.</p><p>Es ist festzuhalten, dass der Effekt des Frankenschocks signifikant war. Der Effekt des generellen Preiszerfalls in der EU ist jedoch viel entscheidender für die gegenwärtige Lage im Milchmarkt. Dass die Schweizer Produkte im Ausland teurer geworden sind, hat sich negativ auf die Exportmengen ausgewirkt. In der Folge sind die Produzentenpreise für Schweizer Milch zusätzlich unter Druck geraten. Die Importe von Milchprodukten aus der EU sind günstiger geworden. Dies kann dazu führen, dass Marktanteile im Inland verlorengehen und die Preise im Detailhandel unter Druck geraten. Der Rohstoffpreisausgleich bei den verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten ist wegen der gestiegenen Preisdifferenz bei den Rohstoffen anspruchsvoller geworden.</p><p>2. Aufgrund der finanzpolitischen Eckwerte der Eidgenössischen Finanzverwaltung geht der Bundesrat davon aus, dass sich die Wechselkurssituation auf heutigem Niveau stabilisiert.</p>