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Angst vor Arbeitsplatzverlust
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen, dies gilt auch bezüglich des Arbeitsplatzes. Die Gewissheit, dass bei angemessener Leistung keine Gefahr besteht, den Arbeitsplatz zu verlieren, ist dem Wohlbefinden zuträglich und fördert die Lebensqualität. Unsichere Anstellungsverhältnisse oder eine Kündigung können Existenzängste hervorrufen.
Statistischer Kommentar
Im Jahr 2015 fürchten 7 Prozent der Luzerner Bevölkerung, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Damit ist der Anteil gleich gross wie im Jahr 2009, als die Finanz- und Wirtschaftskrise in der Schweiz ihren Höhepunkt erreichte.
Normative Anbindung
Bund und Kanton setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass erwerbsfähige Personen ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu angemessenen Bedingungen bestreiten können.
Wünschenswert ist die Abnahme des Anteils der Personen, die Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes haben. Es ist weder eine Zu- noch eine Abnahme zu beobachten.
- Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit Jedes Mitglied der Gesellschaft soll dieselben Rechte und bei gleichen Voraussetzungen dieselben Chancen haben. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll gefördert werden. Eine gerechte Verteilung der Ressourcen und Belastungen ist anzustreben.
- Diskriminierungsverbot Niemand darf aufgrund bestimmter Merkmale diskriminiert werden.
- Existenzsicherung Ein menschenwürdiges Leben ist frei von Armut. Die Existenzsicherung soll in erster Linie durch die bezahlte Erwerbsarbeit sichergestellt werden. Bedürftige Mitglieder der Gesellschaft erhalten Solidaritätsleistungen.
- Soziale, wirtschaftliche und politische Partizipation Die soziale, wirtschaftliche und politische Partizipation für alle soll gefördert werden.
Definition
Der Indikator zeigt den Anteil der erwerbstätigen Personen im Alter von 15 und 79 Jahren, die fürchten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Die Skalenwerte der subjektiven Einschätzung dieser Wahrscheinlichkeit reichen von 0 (= sehr niedrig) bis 10 (= sehr hoch). Ausgewiesen wird der Anteil mit Antworten zwischen 7 und 10.
Daten
Luzern: