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Nierenerkrankungen
Welche Anzeichen / Symptome bemerken Personen mit Nieren- und Bluthochdruck-Erkrankungen?
Viele Menschen mit chronischen Nieren- und Hochdruckerkrankungen sind voll leistungsfähig und haben keine Beschwerden. Eine Diagnose lässt sich lediglich aufgrund von Untersuchungen stellen.
Bei einem anderen Teil von Personen mit Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen kommt es zu subjektiven Beschwerden. Diese Beschwerden sind allerdings meist unspezifisch.
Müdigkeit steht dabei häufig im Zentrum. Der Grund für diese Müdigkeit ist meist eine Blutarmut; denn die Niere produziert das Hormon Erythropoetin (Epo), das für die Bildung von roten Blutkörperchen verantwortlich ist.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion kommt es zu eigentlichen Vergiftungserscheinungen. Deren Anzeichen sind wiederum wenig spezifisch. Der Patient hat einen schlechten Appetit, eventuell geschwollene Knöchel oder Atemnot wegen mangelhafter Ausscheidung von Wasser und Kochsalz. Der Puls kann wegen zu hohen Kaliumspiegeln unregelmässig sein.
Interessanterweise stellt sich bei einzelnen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion eine sogenannte Polyurie ein, d.h. der Patient muss sehr viel trinken, weil seine Nieren unverhältnismässig viel Wasser und Kochsalz verlieren.
Besteht die Nierenerkrankung lange, so kommt es zu einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit hohem Calcium, bei Vitamin D-Mangel mit Knochenschmerzen und Knochenbrüchen.
Nierenerkrankungen können aber auch zu Flankenschmerzen mit oder ohne Fieber führen, welche in die Leisten ausstrahlen. Die Ursache dafür ist häufig ein Nierenstein. Bei wenigen Patienten verfärbt sich der Urin rot oder schäumt wegen Ausscheidung von Eiweiss. Ein Brennen beim Wasserlösen oder das Lösen von häufig kleinen Portionen Urin können auf einen Infekt hinweisen.