Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03306.jsonl.gz/801

Untersuchungsgegenstand der Dissertation ist die Führungsorganisation einer Aktiengesellschaft aus rechtlicher und ökonomischer Sicht. Auch wenn die Forderungen der Corporate Governance-Bewegung nach einer wohlüberlegten Unternehmensorganisation zu einer veränderten Grundeinstellung führten, wird die Relevanz einer funktionalen Strukturierung des Verwaltungsrates als Führungsorgan der Aktiengesellschaft immer noch häufig unterschätzt. Die vorliegende Zürcher Dissertation widmet sich in einem ersten Teil der Zusammensetzung des Verwaltungsrates, wobei insbesondere die qualitativen Anforderungen, welche an die Mitglieder des Verwaltungsrates zu stellen sind sowie der angemessene Umgang mit potentiellen und sich manifestierten Interessenkonflikten, einer näheren Betrachtung unterzogen wird. In einem zweiten Teil werden nach einer Übersicht der Funktionen und Aufgaben des Verwaltungsrates die Voraussetzungen und Folgen einer heute als selbstverständlich betrachteten Arbeitsteilung innerhalb des Gremiums dargelegt, wobei einer der Schwerpunkte bei der Ausschussbildung liegt. Da eine arbeitsteilige Struktur zu ihrer effektiven und effizienten Funktionsfähigkeit der Institutionalisierung eines Informations- und Kommunikationssystems bedarf, widmet sich der dritte Teil der Dissertation dieser Problematik bevor dann abschliessend auf die Interdependenz zwischen Führungsorganisation und Verantwortlichkeit eingegangen wird. Ebenso werden überdies die zusammen mit dem neuen Recht der GmbH auf den 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Neuerungen sowie die durch die geplante Teilrevison des Aktien- und Rechnungslegungsrechtes zu erwartenden Änderungen im Bereich der Führungsorganisation dargestellt.