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Technischer Bericht NTB 88-02
Zum Korrosionsverhalten von unlegiertem Stahl in Portlandzement
In einem Endlager für schwach- und mittelaktive Abfälle kann die Bildung von Wasserstoff zu Problemen führen. Da die Gasentwicklung zur Hauptsache auf die Korrosion von unlegiertem Stahl zurückzuführen ist, sollte ein möglichst gesicherter Wert für die Korrosionsgeschwindigkeit in sauerstofffreiem Zement bekannt sein.
Die Durchsicht der Literatur ergibt, dass die Korrosionsstromdichten im Bereich von 0,01 bis 0,1 μA/cm2 liegen, entsprechend einem Materialabtrag von 0,1 bis 1,2 μm pro Jahr. Daraus ergeben sich Wasserstoffproduktionsraten von 0,022 bis 0,22 moI/(m2 a).
Korrosionsgeschwindigkeiten dieser Grössenordnung sind für die Technik irrelevant; deshalb besteht an ihrer exakten Festlegung wenig Interesse. Ausserdem stellen sich bei ihrer Ermittlung Messprobleme.
Es erscheint deshalb in der gegenwärtigen Situation gewagt, den kleineren Wert der Wasserstoffproduktionsrate als gesichert anzunehmen. Es werden Vorschläge für experimentelle Untersuchungen gemacht, um diese Unsicherheit abzubauen.